gb 48 46 Deutsches Evangelisches Kirchen- Gesangbuch. In 150 Kernliedern. Stuttgart und Augsburg. Buchdruckerei der 3. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1854. дв 4818 Univ.- Bibl. Giessen Wir übergeben hier zu kirchlichem Gebrauch ein Erbgut aus früherer Zeit, das wir der Glaubenseinigkeit der Väter danken. Es ist ein Besitzthum des evangelischen Deutschen Volkes, das ein firchliches Gemeingut werden und durch alle Kirchen unsers Vaterlandes sich verbreiten soll. Denn es sind Lieder, auf welchen sich die Kirche auferbaut hat, und an welchen sie sich immer und immer forterbauen möge. Die dargebotene Auswahl soll nicht hindern, daß den einzelnen Landen in besonderen Gesangbüchern auch das erhalten und geboten werde, was diesem oder jenem Stamme des Volkes aus dem reichen Schatz evangelischer Lieder lieb und werth geworden ist. Aber was in kirchlichem und volksmäßigem Ton Gottes große Thaten bezeugt, was ursprünglich gemeinsam und weit verbreitet ist, das soll, von Entstellung befreit, allenthalben wieder zur Geltung kommen, auf daß mit einhelliger Zunge das Volk auf altem und unvergänglichem Grunde Gott den Herrn lobe und preise. Dieß ist die Absicht der unter gemeinsamer Billigung entstandenen Sammlung. In dieser Absicht lag mit Nothwendigkeit die Beschränkung auf eine kleinere Liederzahl. Auch in der Tertherstellung mußte bedacht werden, daß die Sammlung dem firchlichen Gebrauche dienen wolle, und daher das firchlich Aufgenommene und lebliche vor Allem zu berücksichtigen sei. Endlich galt es auch, die Fülle der schönsten Sangesweisen in ursprünglicher und doch singbarer IV Art durch diese Auswahl dem Volke zu erhalten oder zugänglich zu machen. Dieß waren die leitenden Gesichtspunkte bei der Sammlung. Wer die Schwierigkeit eines solchen Unternehmens fennt, wird nicht um einzelner Mängel willen das Ganze verwerfen. Mit Einem aber muß der Anfang gemacht werden, um Zersplitterung zu enden, nemlich mit der That der Einigung, um einen alten, verschütteten, gemeinsamen Schatz zu heben. Dieß deucht uns wichtiger als Alles andre. Aber dazu muß man, wie überall, den Anfang im Kleinen machen. Und dazu gehört Selbstverleugnung und Verzicht auf eigene Wünsche. Gerade dieß aber wird Gott segnen. Er wolle nach Seiner Gnade dem kleinen Anfang Wachsthum und fröhliches Gedeihen schenken! Eisenach, den 31. Mai 1853. Die Veröffentlichung des von der deutschen evangelischen Kirchen- Conferenz in Eisenach veranstalteten deutschen evangelischen Kirchen- Gesangbuches erfolgt im Auftrage der obersten Kirchenbehörden in Preußen, Sachsen, Hannover, Württemberg, Nassau, Sachsen- Meiningen, Mecklenburg- Strelig, Oldenburg, Anhalt- Bernburg, Anhalt- Cöthen- Dessau, Schwarzburg- Rudolstadt, Schwarzburg- Sondershausen, Lippe, Hessen- Homburg, Lübeck. Der Inhalt dieses Gesangbuchs ist bereits dem neuen evangelischen Gesangbuche für Bayern diesseits des Rheins beinahe vollständig einverleibt. Inhalt. I. Advent. Nummer. 1. Mit Ernst, ihr Menschenkinder. 2. Wie soll ich dich empfangen. 3. Gott sei Dank durch alle Welt. 4. Auf, auf, ihr Reichsgenoßen 5. Macht hoch die Thür. 6. Nun jauchzet, all ihr Frommen 7. Nun kommt das neue Kirchenjahr 8. Komm, Heidenheiland, Lösegeld II. Weihnachten. 4. 9. Gelobet feist du, Jesu Christ 10. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich 11. Wir singen dir, Immanuel. 12. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht 13. Vom Himmel kam der Engel Schaar 14. Ihr Christen auserforen 15. Der Tag der ist so freudenreich. 16. Da Christus geboren war. 17. Nun singet und seid froh. III. Neujahr. 18. Nun laßt uns gehn und treten 19. Das alte Jahr vergangen ist. 20. Das liebe neue Jahr geht an IV. Fest der Erscheinung. 21. O Jesu Christe, wahres Licht 22. O König aller Ehren. 23. Jesu, großer Wunderstern V. Darstellung Christi im Cempel( Mariä Reinigung). 24. Herr Jesu, Licht der Heiden 25. Mit Fried und Freud ich fahr dahin VI. Passionszeit. 26. O Lamm Gottes unschuldig 27. O Welt, fieh hier dein Leben 28. Herzliebster Jesu, was hast du 29. Jesu, meines Lebens Leben 30. Fin Lämmlein geht und trägt 3 Wenn meine Sünd mich kränken 2. O Haupt voll Blut und Wunden 33. Jesu, deine tiefe Wunden 34. Wir danken dir, Herr Jesu Christ 35. O Traurigkeit, o Herzeleid 36. O hilf. Christe, Gottes Sohn Seite 4 6 7 9 10 12 13 14 15 16 17 18 18 19 20 20 21 22 23 24 25 26 28 29 30 31 31. 82 Inhalt. Vil. Oftern. Nummer. 37. Christ ist erstanden von der Marter 38. Christ lag in Todesbanden 39. Erschienen ist der herrlich Tag 40. O Tod, wo ist dein Stachel. VI 41. Christus ist erstanden von des Todes Banden 42. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin 43. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht. 44. Ich geh zu deinem Grabe VIII. Himmelfahrt. 45. Auf diesen Tag bedenken. 46. Allein auf Christi Himmelfahrt. 47. Ach wundergroßer Siegesheld IX. Pfingsten. 48. Komm, heiliger Geist, Herre Gott 49. Zeuch ein zu deinen Thoren. 50. O heilger Geist, kehr bei uns ein. 51. Nun bitten wir den heiligen Geist. 52. Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist 53. O heiliger Geist, o heiliger Gott. X. Trinitatisfest. 54. Allein Gott in der Höh sei Ehr 55. Wir glauben all an einen Gott. 56. Gelobet sei der Herr 57. Gott der Vater wohn uns bei XI. Kirche und Sakramente. A. Kirche. 58. Ach bleib mit deiner Gnade. 59. Ach Gott, vom Himmel sieh darein 60. Ein feste Burg ist unser Gott 61. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 62. Es wolle Gott nns gnädig sein. 63. Wär Gott nicht mit uns B. Sakramente. 64. Liebster Jesu! wir sind hier 65. Schmücke dich, o liebe Seele 66. Ich komme, Herr, und suche dich 67. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut. C. Sonntagsfeier. 68. Herr Jefu Chrift, dich zu uns 69. Herr, öffne mir die Herzensthür 70. Liebster Jesu, wir sind hier. 71. Nun Gottlob, es ist vollbracht 72. O heilige Dreifaltigkeit 73. Gott des Himmels und der Erden Seite 32 32 34 35 36 36 38 39 40 41 42 45 46 47 48 49 49 50 51 52 53 54 54 55 56 56 37 58 539 60 60 61 62 62 63 Inhalt. Nunter. 74. D felges Licht, Dreifaltigkeit 75. Hinunter ist der Sonnenschein D. Lob und Dank am Tage des Herrn. 76. Herr Gott, dich loben wir 77. Ich finge dir mit Herz und Mund. 78. Lobe den Herren, den mächtigen König 79. Lobe den Herren, o meine Seele 80. Nun danket alle Gott. 81. Nun danket all und bringet Ghr 82. Nun lob, mein Seel, den Herren 83. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit 84. D daß ich tausend Zungen hätte 85. Set Lob und Ehr dem höchsten Gut XII. Wiedergeburt und Heiligung durch den heiligen Geist. A. Buße. 86. Ach Gott und Herr 87. Allein zu dir, Herr Jesu Christ # 88. Aus tiefer Noth schrei ich zu dir 89. O Vater der Barmherzigkeit, ich falle B. Glaube und Rechtfertigung. A 90. 8 ist das Heil uns kommen her 91. Jesus uimmt die Sünder an 92. Nun freut euch, lieben Christen gmein 93. So wahr ich lebe, spricht dein Gott C. Heiligung. a) Der christliche Kampf und Steg. 94. Ein reines Herz, Herr, schaff 95. Mache dich, mein Geist, bereit 96. Mir nach, spricht Christus 97. Nüftet euch, ihr Christenlente b) Liebe. 98. Eins ist noth, ach Herr, dieß Eine 99. Halt im Gedächtniß Jesum Chrift 100. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 101. Meinen Jesum laß ich nicht. 102. Wie schön leuchtet der Morgenstern c) Gebet. 103. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 104. Herr, wie du wilt, so schicke 105. In dich hab ich gehoffet, Herr 106. Laß mich dein sein und bleiben 107. O Gott, du frommer Gott 108. Vater unser im Himmelreich 109. Verleih uns Frieden gnädiglich d) Friede und Freude. 110. Jesu, meine Freude VII Seite 64 64 65 67 68 69 70 70 71 72 73 76 76 78 78 79 81 82 83 84 85 86 87 88 90 91 92 93 94 95 96 97 97 98 99 100 VIII Inhalt. Nummer. 111. Weicht, ihr Berge, fallt. 112. Wer ist wohl, wie du 113. Sollt ich meinem Gott nicht fingen e) Vertrauen und Trost. 114. Auf meinen lieben Gott 115. Alles ist an Gottes Segen 116. Befiehl du deine Wege 117. Gib dich zufrieden und sei stille. 118. Ich bin ein Gaft auf Erden. 119. Herr, unser Gott, laß nicht zu Echanden werden 120. In allen meinen Thaten 121. Ist Gott für mich, so trete 122. Verzage nicht, du Häuflein klein 123. Von Gott will ich nicht laßen 124. Warum betrübst du dich, mein Herz 125. Wenn wir in höchsten Nöthen sein 126. Wer Gott vertraut 127. Was Gott thut, das ist 128. Warum sollt ich mich denn grämen 129. Was mein Gott will, das gscheh 130. Wer nur den lieben Gott läßt walten. XIII. Die letzten Dinge. A. Tod( Sterbelieder). 131. Christus, der ist mein Leben. 132. Wenn mein Stündlein. 133. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 134. Herzlich thut mich verlangen. 135. Fren dich sehr, o meine Seele 136. Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott 137. Machs mit mir, Gott, nach. 138. O Welt, ich muß dich laßen. 139. Valet will ich dir geben * 141. Mitten wir im Leben sind 142. Nun laßt uns den Leib begraben 143. Wachet auf, ruft uns die Stimme 144.( Sa ist gewißlich an der Zeit. 145. Ewigkeit, du Donnerwort 146. Jefus, meine Zuversicht 147. Alle Menschen müßen sterben Seite 101 101 103 140. Wie fleugt dahin B. Wiederkunft des Herrn zum Gericht, Auferstehung der Todten, ewiges Leben. 118. O wie felig seid ihr doch, ihr Frommen 149. Wer sind die vor Gottes Throne 150. Jerusalem, du hochgebaute Stadt 105 105 106 107 109 110 112 113 115 116 117 118 119 120 121 122 123 123 125 126 128 129 129130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 f $ for e fed Herz in euch be- stellt: wun- der- star- ke Held, I. 1. 1. Weise: Von Gott will ich nicht laßen. = Advent. = Mit Ernst, ihr Men- schen- kin- der, bald wird das Heil der Sün- der, der Welt zum Licht und Le- ben ge ben, 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haft; macht alle Bahnen recht, die Thal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, was frumm ist, gleich und schlecht. bei allen feh- ren ein. 3. Ein Herz, das Demuth liebet, bei Gott am höchsten ſteht; ein Herz, das Hochmuth übet, mit Angst zu Grunde geht; O den Gott aus Gnad al lein Deutsches evang. Kirchen- Gesangbuch. das der ver- sprochen hat zu ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen in dieser Gnadenzeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen; so werden Herz und Lippen dir ewig dankbar sein. 1 2 ze- 1 f f I. Advent. 2. Weise: Balet will ich dir geben. 1. Wie soll ich dich em- pfan- gen, und wie be- gegn' ich dir? ( 0 al- ler Welt Ver- lan- gen, o mei- ner Seelen Zier! O Je- su, Je- su, se te mir selbst die Fa- ckel bei, damit, was dich er- gö 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin; und ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis, und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. - te, mir kund und wis- send ſei. 3. Was hast du unterlaßen zu meinem Trost und Freud? Als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Neich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich lbs; ich stund in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren, und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerslast, die kein Mund aus kann sagen, so fest umschlungen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür, der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch sorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er fommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Noth zu stillen, die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld. Nein! Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Theil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Ihr Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. fe I. Advent. stän- dig hält, C C 3. Weise: Nun komm, der Heiden Heiland. 1. Gott sei Dank durch al le Welt, der sein Wort beEr kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle Feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande sind. 3 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudenſaal. -6 = und der Sünder Trost und Nath zu uns her gesen det hat. 2. Was der alten Väter Schaar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil, dir Hosanna, o mein Theil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein, mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sünden Wust. | 6. Und gleichwie dein Zukunft war voller Sanftmuth, ohn Gefahr: also sei auch jederzeit deine Sanftmuth mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf entzwei, daß ich, aller Aengste frei, dir im Glauben, um und an, selig bleibe zugethan; 9. Daß, wenn du, du Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegen gehn und vor dir gerecht bestehn. f 3 4 F- F for f 4. Weise: Aus meines Herzens Grunde. fommt her an, Wunder- mann! I. Advent. 1. Auf, auf, ihr Reichs- ge- no em- pfa het = un- ver- dro > 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah; hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da! Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf und Wort. = 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern; seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern; der Herr will in der Noth mit reichem Trost euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. = laßt uns vor allen Dingen ihm Ho- si 4. Nun hört, ihr frechen Sünder: der König merket drauf, wenn ihr verlornen Kinder in vollem Lasterlauf ßen! Eur König ßen den großen fin gen mit hei li- ger Be- gier. Ihr Chri- sten, geht her- für, =- an- na auf Arges seid bedacht, ja thut es ohne Sorgen; gar nichts ist ihm verborgen, er gibt auf alles Acht. 5. Seid fromm, ihr Unterthanen, der König ist gerecht; laßt uns die Weg ihm bahnen und machen alles schlecht. Fürwahr, er meint es gut; drum laßzet uns die Plagen, welch er uns schickt, ertragen mit unerschrocknem Muth. 6. Frisch auf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch; er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich; der an ein Thier gedacht, der wird auch euch ernähren; was Menschen mur begehren, das steht in seiner Macht. 7. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht; an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfür uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder ſein. 8. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu befehn, dieweil er kommt geritten stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz versüßen und uns erlösen kann. f f f I. Advent. fe 9. Der König will bedenken die, welch er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort; ja König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 5. Eigene Weise. Herr der Herrlich- keit, ein König al T 10. Nun Herr, du gibst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebeft unvergleichlich, du jagst den Sündern nach; drum wollen wir all ein die Stimmen hoch erschwingen, ein Hofianna singen und ewig dankbar sein. 1. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit! Es kommt der 5 FF 50 ein Hei- land al ler Welt zu- gleich, der Heil und Leben König- reich, mit sich bringt; der- hal- ben jauchzt, mit Freu- den singt: ge- lo- bet l sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Nath! 6 2. Er ist gerecht, ein Helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein Gefährt, sein Königstron ift Heiligkeit, sein Scepter ist Barmherzigkeit; all unsre Noth zu End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden fingt: gelobet fei mein Gott, mein Heiland, groß von That! 3.O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat; wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Frend und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat. 35 4 3 Fr fe f 1. I. Advent. Fr zit Gna- den- zeit, Herr- lichkeit; 6. Weise: Aus meines Herzens Grunde. zer- stö Nun jauch- zet, all ihr From- men, weil unser Heil ist kom men, rr doch mäch- tig, zu 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, eur Herz zum Tempel zubereit; die Palmen der Gottseligkeit streut hin mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Nath, voll That, voll Gnad. 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, meins Herzens Thür dir offen ist; ach zeuch mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein. 49 = ren Dein heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr! zwar oh ver- e = ne hee stol - ren 3 zu die- fer der Herr der ze Pracht, und gänzlich des Teufels Reich und Macht. 2. Kein Scepter, keine Krone sucht er auf dieser Welt: im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich beſtellt; er will hier seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen gehorsamlich vollbracht. 3. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr berathen werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt; sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Herren Zorn euch rührt. ferzs I. Advent. f 4. Ihr Armen und Elenden in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemuth, laßt eure Lieder klingen und thut dem König singen, der ist eur höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, und alles Leid und Weinen verwandeln ganz in Freud; er ists, der helfen kann; halt't eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist schon auf der Bahn. 7. Weise: Gelobet seist du, Jesu Christ. vom Anfang immer wieder fort, das uns den Weg zum Leber. weist; Gott sei für seine Gnad gepreist, Halleluja! 1. Nun kommt das neu- e Kirchen- jahr, des freut sich 2 7 al- le Christen- schaar; dein König kommt, drum freu e dich, = du wer- thes Zion, e= wig- lich. Hal- le- lu- ja! 2. Wir hören noch das Gnadenwort| 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, 7 die unsern Glauben stets vermehrt, laß in uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für, Halleluja! 8. Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her. F £ 3 1. Komm, Hei- den- bei- land, Löse geld, komm, schönste 8 I Son- ne dieser Welt, laß ab- wärts flam- men dei- nen Schein, denn so will Gott ge boren sein. 2. Wunder, das kein Mensch ver- 5. fteht, die reine Magd als Mutter geht, und leuchtet mit der Keuschheit Kron; wohl war da Gott in seinem Thron. 3. Hervor gieng aus der Kammer sein, dem königlichen Saal so rein, der Held, als Gottmensch angethan, zu laufen freudig feine Bahn. 4. Vom Vater nahm er seinen Lauf, zum Vater stieg er wieder auf, hinab zur Hölle fuhr der Sohn, und wieder auf zu Gottes Thron. 11. fe f II. Weihnachten. Crys. bo - ren bist f²5. des freu- et O höchster Fürst, dem Vater gleich, besiege dieses Fleisches Reich, denn unsres siechen Leibes Haft sehnt sich nach deiner Himmelskraft. 6. Es glänzet deiner Krippe Licht, die Nacht ein neuer Glanz durchbricht, 1. Ge- lo- bet seist du, Je- su Christ, daß du Mensch geda muß kein Dunkel kommen drein, hell leuchtet fort des Glaubens Schein. 7 7. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. Weihnachten. 9. Eigene Weisc. 2 von ei- ner Jungfrau, das ist wahr, leis! sich der En- gel Schaar. Kyri- e- ( Hal- le- lu- ja!) II. 2. Des ewgen Vaters einig Kind itzt man in der Krippen sindt, in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gnt. Kyrieleis. 3. Den aller Welt Kreiß nie beschloß, der liegt in Marien Schooß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis. 4. Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt einn neuen Schein, es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. fc² fore Weihnachten. a 9 15. Der Sohn des Baters, Gott von Art, O 10. Ein Kinderlied von der Geburt Jeſu. Eigene Weije. ein Gast in der Welt hie ward, und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erben in seinm Saal. Kyrieleis. 1. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich, in seinem höchsten Thron, 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und in dem Himmel machet reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis. 7. Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen an; des freu sich alle Christenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis. 3. Er äußert sich all seiner Gwalt, wird niedrig und gering, und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding.:: der heut schleußt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn, & und schenkt uns jei nen Sohn. 2. Er kömmt aus seines VatersSchooß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein.:|: O 4. Er liegt an seiner Mutter Brust, nimmt von ihr seine Speis, an dem die Engel sehn ihr Lust, denn er ist Davids Neis;:|: 5. Das aus seim Stamm entsprießen follt in dieser letzten Zeit, durch welchen Gott aufrichten wollt sein Reich, die Christenheit.:|: 10 6. Er wechselt mit uns wunderlich: Fleisch und Blut nimmt er an, und gibt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran;:|: 7. Er wird ein Knecht, und ich ein Herr, das mag ein Wechsel sein! II. Weihnachten. ferr 8. Heut schleußt er wieder auf die Thür Wie könnt er doch sein freundlicher, das Herze- Jesulein.:|: 11. Weise: Gelobet seist du, Jesu Christ. 1. Wir sin- gen dir, Im- ma- nu- el, zum schönen Paradeis; der Cherub steht nicht mehr dafür; Gott sei Leb, Ehr und Preis.:: 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schaar. Halleluja. 3 fürst und Gna- den- quell, du Him- mels- blum und Mor- gen- stern, BH 4. Vor andern hat dein hoch begehrt der Hirt und König deiner Heerd, der Mann, der dir so wohl gefiel, wenn er dir sang auf Saitenspiel: Halleluja. du Jungfrau- sohn, Herr al- ler Herrn. Hal- le- lu- ja! 2. Wir singen dir mit deinem Heer| 6. Nun, du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh; aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o lang gewünschter Gast, bist klein, und machst doch alles groß, dich nunmehr eingestellet hast. bekleidst die Welt, und kommst doch Halleluja. bloß. 5. Ach daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein! Halleluja. du LebensHalleluja. 7. Du kehrst in fremder Hausung ein, und sind doch alle Himmel dein; trinkst Milch aus einer Menschenbrust, und bist doch aller Engel Lust. Halleluja. 8. Du bist der süßte Menschenfreund, doch sind dir so viel Menschen feind: Herodis Heer hält dich für Greul, und bist doch nichts, als lauter Heil. Halleluja. II. Weihnachten. 9. Ich aber, dein geringster Knecht, ich sag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will. Halleluja. 10. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zuwider sein mein armes Herz, und was es kann, wirst du in Gnaden nehmen an. Halleluja. 11. Darum hab ich so guten Muth, du wirst auch halten mich für gut; o Jesu Christ, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Halleluja. 12. Bin ich gleich Sünd und Laster voll, hab ich gelebt nicht wie ich soll, Bery, 11 ei kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. Halleluja. 13. So faß ich dich nun ohne Scheu: du machst mich alles Jammers frei, du trägst den Zorn, du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Noth. Halleluja. 14. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigenthum, und will, so viel dein Geist mir gibt, stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja. 12. Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her. 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward, da sandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich seinen Sohn. 15. Ich will dein Halleluja hier mit Freuden singen für und für, und dort in deinem Ehrensaal Solls schallen ohne Zeit und Zahl Halleluja. 1. Dieß ist der Tag, den Gott ge- macht, sein werd in aller Welt gedacht, ihn prei- se, was durch Je- sum Christ fre im Himmel und auf Erden ist. 3. Wenn ich dieß Wunder faßen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still, er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. 12 II. 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, erscheinst im Fleisch und wirst uns Heil. Weihnachten. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir: ich komm, im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen thu ich gern. Gelobt sei, der da kommt im Herrn! 6. Herr, der du Mensch geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Väter hoffend sahn, dich, Gott Meffias, bet ich an! 7. Du, unser Heil und höchstes Gut, vereinest dich mit Fleisch und Blut, Berz und Gottes Kinder werden wir. 8. Durch Eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ists, der sie erhält: was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitzt? 9. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, wirst unser Freund und Bruder hier, 13. Weise: Vom Himmel hoch da komm ich her. den Tag der heiligsten Geburt, und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied. f 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat; es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. 10. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Chrift im Himmel und auf Erden ist. 1. Vom Him- mel kam der En- gel Schaar, er- schien den Hir- ten of fen- bar; sie sagten ihn'n: ein Kind-lein zart, = 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein. das liegt dort in der Krip- pen hart; Er ist geborn eur Fleisch und Blut, eur Bruder ist das ewig Gut. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott; Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. II. Weihnachten. 13 5. Er will und kann euch lassen nicht,| 6. Zuletzt müßt ihr doch haben Recht, ihr seid nun worden Gotts Geschlecht. Des danket Gott in Ewigkeit, geduldig, frölich alle Zeit. setzt ihr auf ihn eur Zuversicht. Es mögen euch viel fechten an; dem sei Trotz, ders nicht laßen fann! fe BEO 1. 14. Weise: Valet will ich dir geben. ef: Ihr Christen aus- er- fo= ren, hört gu- te neu- e Mähr; der Heiland ist ge- bo- ren, er kommt auf Er- den her! I Des freuen sich dort o= ben der heil- gen En- gel Schaar, die Gott den Vater lo- ben 2. So singen sie mit Schalle: ihr Christen insgemein, freut euch von Herzen alle ob diesem Kindelein! Euch, euch ist es gegeben, euch ist das Heil bereit, daß ihr bei Gott sollt leben in steter Seligkeit. 3. Kein Mensch sich ja betrübe, denn dieses Kindelein euch bringet Fried und Liebe; was wollt ihr traurig sein? Den Himmel er dem schenket, der an ihn glaubet feft. An diesen Schatz gedenket: er ist der allerbest. des- we- gen im- mer- dar. 4. Nun seid ihr wohl gerochen an eurer Feinde Schaar; denn Christus hat zerbrochen was euch zuwider war: Tod, Teufel, Sünd und Hölle jetzt liegen ganz geschwächt, Gott gibt die Ehrenstelle dem menschlichen Geschlecht. 5. Drum wir auch nun dich loben, Jesu, zweistaminger Held, daß du herab von oben bist kommen in die Welt. Komm auch in unsre Herzen und bleibe für und für, daß weder Glück noch Schmerzen uns trennen ab von dir. 14 2²C- F 1. 2. # # f² Kre- a= tu = re; = re die Na- tu bo- ren heu te, ar- men Leu- ten. = 1. wä- 2. al f 1. 2. 1. Mari= a, 2. so wärn wir 53 II. Weihnachten. Der Tag der ist so freu denn Got- tes Sohn vom Him Ein Kin- de- lein so lö von einer Jung- frau säu 1. Himmel- reich, 2. bo- ren bist, 15. Eigene Weise. S rest; was ge- schah so wunler. Ei du si- ßer Je = F = denreich melreich be- lich ber- lich, r al- ler ül- ber ist uns gezu Trost uns von ei-- ner Jung- frau ist ge- born. Wär uns das Kind- lein nicht ge- born, du bist aus- er- forn, daß du Mut- ter all- zu- mal ver- lorn, das Heil ist unser # dergleich? Gottes Sohn von su Christ, daß du Mensch geder ist Mensch ge- bo- ren! be hit uns vor der Höl- le! = 16. Eigene Weise. 44 1. Da Christus geboren war, freuten sich der Engel Schaar, sun- gen all mit Hau- fen schon: Ehr sei Gott im höchsten Thron! fid Got- tes Sohn ist Mensch ge- born, hat versöhnt seins Ba- ters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid! 2. Die Hirten erschracken ganz von der Engel hellem Glanz, hörten fröhlich neue Mähr, daß Christus geboren wär. Gottes Sohn ist Mensch geborn, hat versöhnt seins Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid! 3. Sie suchten das Kindelein, eingehüllt in Windelein, wie der Engel hatt vermeldt, welches trägt die ganze Welt. f₁ Gottes Sohn ist Mensch geborn, hat versöhnt seins Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid! 4. Sie funden das Kindlein zart II. Weihnachten. liegen in der Krippen hart, bei dem Vieh im finstern Stall, welchs die Stern erschaffen all. 3 4 FFfd und sagt so: Krippen bloß, Gottes Sohn ist Mensch geborn, hat versöhnt seins Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid! 15 5. Aus der Mutter Brust so rein nähret sich das Kindelein, welches durch göttliche Kraft allem Fleisch sein Speise schafft. Gottes Sohn ist Mensch geborn, hat versöhnt seins Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid! 1. Nun sin- get und seid froh, 6. Solche groß Barmherzigkeit laßt uns preisen allezeit in Gottsfurcht und Glauben rein, mit Geduld gehorsam sein. Gottes Sohn ist Mensch geborn, hat versöhnt seins Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid! 17. Eigene Weise. J jauchzt al- le un- sers Her- zens Won- ne liegt in der und leuchtet als die Sonne 16 f III. Neujahr. in seiner Mut- ter Schooß. Du bist A und O, du bist A und O. 2. Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh! Tröst mir mein Gemüthe, o Kind voll Mildigkeit, durch alle deine Güte, du Fürst der Herrlichkeit; zeuch mich hin nach dir.:: 3. Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unsre Schuld; wir warn all verdorben durch unsre Missethat, f so hat er uns erworben himmlische Freud und Guad, daß uns nichts mehr schadt.:|: III. Neujahr. 18. Weise: Nun laßt une Gott dem Herren. fed 1. Nun laßt uns gehn und tre- ten mit Singen und mit Be- ten 4. Dir schallt Halleluja jetzt hier und einstens da, wo die Engel singen das Heilig! allzumal, und wo die Psalmen klingen im hohen Himmelsfaal. Wären wir doch da!:|: 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen. zum Herrn, der uns- rem Leben bis hie- her Kraft ge- ge-ben. 4. Also auch, und nichts minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Noth und Trübsal blitzen, in seinem Schooße sitzen. 5. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr es ist vergebens mit unsrem Thun und Machen, wo nicht dein Augen wachen. 3. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden: 6. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden! 7. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unsrem Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden. III. Neujahr. 8. Gib uns und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 9. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. f f e 10. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berather, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. O 11. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermuth quälen. 12. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 13. Das alles wollst du geben, o unsers Lebens Leben, uns und der Christenschaare zum selgen neuen Jahre. 19. Weise: Wenn wir in höchsten Nöthen sein. 1. Das al- te Jahr ver- gan = J dir, Herr Jesu Christ, daß du uns in so großer Gfahr # 17 be- hütet hast lang Zeit und Jahr. 2. Wir bitten dich, du ewger Sohn des Vaters in dem höchsten Thron, du wollst dein arme Christenheit bewahren ferner allezeit. 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam Wort, welchs ist der Seelen höchster Hort. Vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei. 4. Hilf, daß wir fliehn die breite Bahn und fromm zu werden fahen an, Deutsches evang. Kirchen- Gesangbuch. gen ist, wir dan- ken 5. Christlich zu leben, seliglich zu sterben und hernach fröhlich am jüngsten Tage aufzustehn, mit dir in Himmel einzugehn, teinr Sünd im alten Jahr gedenk; ein gnadenreich Neujahruns schenk, 6. Zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich. Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. 2 18 fe fo Cer IV. Fest der Erscheinung. 20. Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein. 5 Das lie- be neu- e Jahr geht an, Drum freuet sich heut je- dermann, faxe hat ein En- de. Herz und Hän de 1.{ S JEZ 2. Gott Vater hat den Sohn gesandt, Gott Sohn ist Mensch geboren, Gott heilger Geist macht solchs bekannt zu un- frem Gott ins Himmels Thron, dankt ihm und seinem lie- ben Sohn, auch Gott dem heilgen Gei- ste. Gott krönt das Jahr mit seinem Gut, uns, die wir warn verloren; im selgen lieben Gottes Wort geschrieben ists an manchem Ort, und wird uns flar verkündet. das al- te er- hebt sein 3. Die reine Lehr und Sacrament wir habn in unsrem Lande, fromm Obrigkeit, gut Regiment, Glück, Heil in allem Stande; IV. Fest der hält Kirch und Schul in guter Hut auch aller Christen Häuser. 4. Das danken wir dem lieben Herrn und freun uns solcher Güte, er woll den Feinden steurn und wehrn und uns hinfort behüten. Er geb ein selges neues Jahr und helf uns zu der Engel Schaar, da wolln wir ihn schön preisen. Erscheinung. 21. Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. ( Oder in der Weise: Erhalt uns, Herr. Nr. 61.) + 1. O Jesu Christe, wahres Licht, erfeuch- te f² die dich ken- nen nicht und brin- ge fie zu $ 7. IV. Fest der Erscheinung. daß ih- re Seel auch se lig werd. 2. Erfülle mit dem Gnadenschein die in Irrthum verführet sein, auch die, die heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und sein verwundt Gewißen heil, laß sie am Himmel haben Theil. 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, fr 22. Weise: Valet will ich dir geben. 19 dei- ner Heerd, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glauben sei. 5. Erleuchte die da sind verblendt, bring her die sich von uns getrennt, versammle die zerstreuet gehn, mach feste die im Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich, auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich für solche Gnade preisen dich. Kö- nig al- ler Eh- ren, Herr Je- su, Davids Sohn, 1.{ bein Reich soll e- wig währen, im Himmel ist deinThron. 2. Von deinem Neich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, weil du ihnn bist bekannt. Hilf, daß all- hier auf Erden den Menschen weit und breit dein Reich bekannt mag werden zur ew- gen Se- lig- teit. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar wenig vergänglich Gut und Geld; Der neu Etern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort; drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. prangst nicht auf einem Noffe, trägst keine gültne Kron, sitzst nicht im festen Schloße, hier hast du Spott und Hohn. V. Darstellung Christi im Tempel. 20 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güt allzeit regieret, und dein Gerechtigkeit. Du wollst die Frommen schüßen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf; fed 1. den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren; rett mich aus aller Noth. 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönsten Stern! Laß falsche Lehr und Sünden sein von meim Herzen fern; hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jetzt und in Ewigkeit. 23. Weise: Jesus, meine Zuversicht. Je- su, gro- ßer Wunderstern, der aus Ja- kob ist er- schienen, mei- ne See- le will so gern dir an dei- nem Fe- ste die- nen; S nimm doch, nimm doch gnä- dig an, 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin; so ist dirs die liebste Gabe; laß es auch bewährt und rein in des Elends Ofen sein. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen. Herz und Lippen sollen stets, was ich Ar- mer schenken kann. ihn zu opfern, vor dir liegen; wenn ich bete, nimm es auf und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Neu; ach, mich schmerzet meine Sünde! Aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade finde, und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein Opfer an. V. Darstellung Christi im Tempel( Mariä Reinigung). 24. Weise: Herzlich thut mich verlangen. fe 1. Herr Je- su, Licht der Hei- den, der Frommen Schatz und Lieb! V. Darstellung Christi im Tempel. f b Wir kom- men jetzt mit Freu- den durch deines Gei- stes Trieb in die sen dei- nen Tempel und suchen mit Be- gier, = nach Si- me- ons Ex- em- pel, 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort; vergönnst noch heut zu Tage, daß man dich gleicherweis' auf Glaubensarmen trage, wie hier der alte Greis. 3. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Gluth und Flamme, in Noth ein Freudenstrahl, in Krankheit Arzt und Amme, ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß einst, wie Simeon, ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: 21 dich gro- ßen Gott all- hier. mir werden nun mit Frieden mein Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut; kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du; uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar zuweilen auch hart und ernst mich an, daß oft vor Angst und Heulen ich dich nicht kennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer flares Licht. 25. Eigene Weiſe. fe de 1. Mit Fried und Freud ich fahr da- hin, in Got- tes Wil- 2. Das macht Christus, wahr Got- tes Sohn, der treu- e Hei 3. Den hast du allen für gestellt mit gro- ßen Gna 4. Er ist das Heil und se lig Licht für die Hei = len; land, den, den, 22 1. ge- trost ist mir mein 2. den du mich, Herr, hast 3. zu sei- nem Reich die 4. zu' rleuch- ten die dich be f 1. wie Gott mir er 2. daß 3. durch dein 4. er fe b C fei then deins f VI. Passionszeit. Herz und Sinn, sanft und stil le; seh- en lan und ge- macht be- kannt, gan ze Welt heißen la kennen nicht und zu wei den den; 1. mein Schlaf wor-- den. 2. Noth und Ster ben. schol== len. 3. Ort er- 4. Freud und Won == ne. VI. Paffionszeit. 26. Eigene Weiſe. > = = ver- heißen hat, ben das Le er heil- sam Wort, S ra= el Volks Is ift er- barm dich unser, o = - 2. O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzs geschlachtet, allzeit funden geduldig, wiewohl du wardst verachtet. All Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; erbarm dich unser, o Jesu. • der Tod ist und Heil in al= lem O Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzs geschlachtet, all- zeit funden ge- duldig, wie wohl du wardst ver- ach- tet. e- to e be All Sünd hast du ge- tragen, sonst müßten wir ver- za- gen; an Preis, Ehre, Je su. = 3. Lamm Gottes unschuldig, am Stamm des Kreuzs geschlachtet, allzeit funden geduldig, wiewohl du wardst verachtet. All Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen; gib uns dein Frieden, o Jesu. fre fa VI. Passionszeit. 27. Weise: O Welt, ich muß dich laßen. -F O 1. Welt, sich hier dein Le- ben Fürst der Ehren schwe- ben, dein Heil sinkt in den Tod! mit Schlägen, Hohn und 2. Tritt her und schau mit Fleiße, sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt; aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. läßt wil- lig sich 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht't? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Kinder, von Uebelthaten weißt du nicht. 4. Ich, ich, und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden, in der Höll; die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel. am Stamm des Kreu- zes 8 23 -3 Der große be schwe- ren = großem Spott. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, so mich drücken viel schwerer als ein Stein. Du bist ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen; dein Schmerze muß mein Labsal ſein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja läßest dich erwürgen für mich und meine Schuld; mir läßest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr; was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit in deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich thun: es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. VI. Passionszeit. 24 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergötzen, ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir sein ein Spiegel der Unschuld, und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Tren. 11. Ich will mich mit dir schlagen ans Kreuz und dem absagen was meinem Fleisch gefällt; was deine Augen haßen, das will ich fliehn und laßen, gefiel es auch der ganzen Welt. 12. Dein Seufzen und dein Stöhnen, und die viel tausend Thränen, die dir gefloßen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. 28. Eigene Weiſe. Bedd 1. Herz- lieb- ster Je su, was hast du ver- bro- chen, daß man ein Was ist die Schuld? In 21 was für Mis- se- tha- ten bist du ge- ra- then? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn| 5. Ich war von Fuß auf voller Schand gefrönet, und Sünden, ins Angesicht geschlagen und verbis zu dem Scheitel war nichts guts zu finden, dafür hätt ich dort in der Hölle müßen solch scharf Urtheil hat ge- spro- chen? höhnet, du wirst mit Eßig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. ewiglich büßen. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße; Plagen? ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden! 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten; wie kann ich gnugsam solche Treu ausbreiten? Keins Menschen Herz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. Ach, meine Sünden haben dich geschlagen; ich, o Herr Jesu, ich hab dieß verschuldet, was du erduldet! 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe: der gute Hirte leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 8. Ich fanns mit meinen Sinnen nicht erreichen, womit doch dein Erbarmen zu vergleichen; wie kann ich dir denn deine Liebesthaten im Werk erstatten? VI. Passionszeit. 9. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: wenn ich des Fleisches Lüste dämpf und zähme, daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden mit alten Sünden. 10. Weils aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Krenz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11. Alsdann so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten; fen 1. $ ² 25 ich werde mich bemühn, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 12. Ich werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 13. Dieß alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, wirst du es doch nicht gar beiseite fetzen, in Gnaden wirst du dieß von mir annehmen, mich nicht beschämen. 14. Wenn dort, Herr Jesu, wird vor deinem Throne auf meinem Haupte stehn die Ehrenkrone, da will ich dir, wann alles wird wohl flingen, Lob und Dank singen. 29. Eigene Melodie. ( Ursprünglich: Alle Menschen müßen sterben.) Je- su, meines Lebens Le- ben, Je- su, mei- nes To- des Tod, ( der du dich für mich ge- ge- ben in die tief ste See- leu- noth, S # in das äu-per- ste Ver- der- ben, nur daß ich nicht möchte sterben: # f² tausend, tausendmal sei dir, lieb- ster Je su, Dank da- für. 26 2. Du, ach du haft ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Tausend, tausendmal ſei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 3. Wunden ließest du dir schlagen, ohne Maße littest du, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh. Ach, du hast zu meinem Segen laßen dich mit Fluch belegen. Tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet; was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen, mich zu lösen von der Pein, fälschlich laßen dich anklagen, daß ich könnte sicher sein; fe 1. $ b VI. Passionszeit. ib rer al ler = daß ich möchte trostreich prangen, hast du sonder Trost gehangen. Tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 6. Du hast dich mit Schmach bedecket, hast gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld; daß ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demuth hat gebüßet meinen Stolz und Uebermuth, dein Tod meinen Tod versüßzet, es kommt Alles mir zu gut; dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Jesu, für gesamte Noth, für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod, Ein Lämm- lein geht und trägt die Schuld in Geduld es geht und trä- get Kinder, Sünder; für dein Zittern, für dein Zagen, für dein tausendfaches Plagen, für dein Ach und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. 30. Weise: An Waßerflüßen Babylon. der Welt und die Sün- den 0 Univ.- Bibl. Giessen -3 es geht da- hin, wird matt und krant, be p er gibt sich auf die Wür- ge- bank, ver- zeiht sich aller Freuden; = f VI. Passionezeit. es nimmet an Schinach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod, und spricht: ich wills gern lei 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen; den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen: geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgethan zur Straf und Zornesruthen; die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten. 3. Ja, Vater, ja, von Herzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen; mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen. O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie kein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen; o Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den ins Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen! 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht laßen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen faßen; du sollst sein meines Herzens Licht, und wann mein Herz in Stücke bricht, sollt du mein Herze bleiben; den. ich will mich dir, mein höchster Ruhm, 27 = = hiermit zu deinem Eigenthum beständiglich verschreiben. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen, und was du mir zu gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtniß schließen. 6. Was schadet mir des Todes Gift, dein Blut das ist mein Leben: wann mich der Sonnen Hitze trifft, so kann mirs Schatten geben; setzt Leiden mir und Sammer zu, so find ich bei dir meine Nuh, als auf dem Bett ein Kranker; und wann des Kreuzes Ungestüm mein Schifflein treibet um und um, so bist du dann mein Anker. 7. Wann endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, so soll dieß Blut mein Purpur sein, ich will mich darein kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen, und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Brant an deiner Seite stehen. 28 fcf 1. fue VI. Passionszeit. 31. Weise: Herr Christ, der cinig Gotts Sohn. Wenn meine Sünd mich so laß mich wohl be Jesu Christ, stor- ben bist F } und al- le meine Schulden- last 2. Wunder ohne Maßen, wer es betrachtet recht: es hat sich martern laßen der Herr für seinen Knecht; es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod! am Stamm des heil- gen Kreu- zes auf dich ge- nom- men hast. daß mir nie komme aus dem Sinn, 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden; die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi theures Blut, kräu- fen, den- ken, daß ich nicht mehr darf fürchten der Höllen Qual und Gluth. 4. Drum sag ich dir von Herzen, jetzt und mein Leben lang, für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Noth und Angst geschrei, D mein Herr wie du ge für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, wie viel es dich gekoſtet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 7. Laß mich an andern üben, was du an mir gethan, und meinen Sächsten lieben, gern dienen jedermann; ohn Eigennuß und Heuchelschein, und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meiner letzten Stunden, und des versichre mich: weil ich auf dein Verdienst nur trant, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. 0 VI. Passionszeit. 32. Weise: Herzlich thut mich verlangen. be 1. O Haupt voll Blut und Wun- den, voll Schmerz und vol- ler Hohn; 都 of Haupt, zum Spott ge- bun- den mit ei- ner Dor- nen- kron; o Haupt, sonst schön ge- krö- net mit höchster Ehr und Zier, jetzt a= ber höchst ver- höh- net, 2. Du edles Angesichte, dafür sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so beſpeit, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht mehr gleichet, so schändlich zugericht? 3. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst verschuldet was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat; gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad! 4. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel guts gethan: dein Mund hat mich gelabet mit süßer Gnadenkost, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelslust. 29 gegrüßet seist du mir! 5. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wann dir dein Herze bricht; wann dein Haupt wird erblaßen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich faßen in meinen Arm und Schoß. 6. Es dient zu meinen Freuden und kommt mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Krenze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 7. Ich danke dir von Herzen, o Jesu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen. da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wann ich nun erkalte, in dir mein Ende ſei. 30 8. Wann ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wann ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür; wann mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Aengsten kraft deiner Angst und Pein. f C VI. Passionszeit. 1. 9. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnoth; da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. 33. Weise: Freu dich sehr, o meine Seele. Je- su, vei- ne tie- fe Wunden, dei- ne Qualund bitt- rer Tod ge- ben mir zu al- len Stunden Trost in Leibs- und Seelen- noth; fällt mir et- was ar- ges ein, die ver- lei- det meinem Her- zen, 2. Will sich dann in Wollust weiden mein verderbtes Fleisch und Blut, so gedenk ich an dein Leiden, bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für deine Gnad und Gnadenzeichen, bald muß er von dannen weichen. 3. Will die Welt mein Herze führen auf die breite Wollustbahn, da nichts ist als Jubilieren, alsdann schau ich emßig an deiner Marter Centnerlast, die du ausgestanden hast, so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles das mich fränket, geben deine Wunden Kraft, wann mein Herz hinein sich senket, frieg ich neuen Lebensjaft. denk ich bald an dei- ne Pein, 13 mit der Sünde je zu scher- zen. Deines Trostes Süßigkeit wend in mir das bittre Leid, der du mir das Heil erworben, da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich setz ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht, dein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann tödten nicht. Daß ich an dir habe Theil, bringet mir Trost, Schutz und Heil; deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 6. Hab ich dich in meinem Herzen, du Brunn aller Gütigkeit, so empfind ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verletzen mich; wer sich legt in deine Wunden, der hat glücklich überwunden. f 1. Wir dan- fen dir, Herr Jesu Christ, daß du für 某 VI. Passionszeit. 34. Weise: Nun laßt uns den Leib begraben. uns ge- stor- ben bist und hast uns durch dein then- res Blut 6 f²e- 8² 2. Und bitten dich, wahr Mensch und Gott, gemacht vor Gott ge = durch dein heilig fünf Wunden roth: erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Noth. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand, reich uns dein allmächtige Hand, zut be 1. O Trau- rig feit, * fla- wird ins Grab ge 2.O große Noth! Der Herr liegt todt; gen? 35. Eigene Weise. am Kreuz ist er gestorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. recht und gut; daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Pein, tra- 4 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlaßen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. 0 Her= ze= leid! 31 Gott des Vaters einigs Kind gen. 3. Menschenkind, nur deine Sünd Ist das nicht hat dieses angerichtet, da du durch die Miſsethat warest ganz vernichtet. 32 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hie mit Blut befloßen, welches es ganz mildiglich hat für dich vergoßen. 5. O süßer Mund, o Glaubensgrund, wie bist du doch zerschlagen! Alles was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. fe VII. Oftern. fe Christ ist er Bes 6.O selig ist zu aller Frist, 36. Eigene Weise. ( Christus, der uns selig macht.) O hilf, Christe, Gottes Sohn, durch dein bit- ter Lei daß wir, stets dir un ter- than, all Un- tu- gend mei der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab versenket. stan 7. O Jesu, du = mein Hilf und Ruh, ich bitte dich mit Thränen: hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen! dei- nen Tod und sein Ur- sach frucht- bar- lich be- den fo dafür, wie- wohl arm und schwach, dir Dank- op- fer schen- ken. VII. Oftern. den 37. Eigene Weiſe. von der Mar- ter al 4 dett, = den; ken; le! Des solln wir al- le froh sein, Christ will un- ser Trost sein. Kyrie leis. Wär er nicht er- stan- den, f. wär verBE Hal- le = fe1. gan gen; seit daß er er- standen ist, = VII. Oftern. = f. den Herrn Jesum Christ. Kyrie- leis! Halle- lu- ja, lu- ja, Hal- le = A Iu P und singen Hal- le- lu-- ja! 2. Den Tod niemand bezwingen konnt bei allen Menschenfinden; das machte alles unser Sünd, kein Unschuld war zu finden. Deutsches evang. Kirchen Gesangbuch. 33 die Welt die 70 al- le froh sein, Christ will un- ser Trost sein. Kyri- e= leis! 38. Eigene Weise. Hold so lobn wir ja! Des solln wir ben, Christ lag in To- des- ban- den, für unser Sünd ge- ge- der ist wieder er-stan- den und hat uns bracht das Le ben: b des wir sol- len fröhlich sein, Gott lo ben und ihm dankbar sein = = Hal- le lu- ja! Davon kam der Tod sobald und nahm sich über uns Gewalt, hielt uns in seim Reich g'fangen. Halleluja! 3 34 VII. Oftern. 3. Christ, unser Heiland, Gottes 5. Hie ist das rechte Ofterlamm, Sohn, davon Gott hat geboten, an unser Statt ist kommen und hat die Sünde abgethan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt: da bleibet nichts denn Todsgestalt, den Stach'l hat er verloren. Halleluja! 4. Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen; das Leben das behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Echrift hat verkündet das, wie da ein Tod den andern fraß; ein Spott der Tod ist worden. Halleluja! freu S das ist für uns ans Kreuzes Stamm in heißer Lieb gestorben. Des Blut zeichnet unser Thür, das hält der Glaub dem Tode für; nicht rührn kann uns der Würger. Halleluja! 3 47 1. Er- schie- nen ist der herrlich Tag, dran niemand sich gnug 6. Co feiern wir das hohe Fest mit Herzen Freud und Wonne, das uns der Herre scheinen läßt; er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleuchtet unser Herzen ganz: der Sünd' Nacht ist vergangen. Halleluja! 39. Eigene Weiſe. 3. Die Eonn, tie Erd, all Creatur, und was betrübet war zuvor, en mag: Christ, unser Herr, heut tri all sein Feind er ge- fan- gen führt. Hal- le 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Hölle, Jammer, Angst unt Noth hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja! = lu- ja. das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst darnieder lag. Halleluja! = um- phiert, 4. Drum wir auch billig fröhlich sein, singen das Halleluja fein und loben dich, Herr Jesu Chrift; zu Trost du uns erstanden bist. Halleluja. fcfixe VII. Oftern. 40. Weise: Es ist das Heil uns kommen her. 1. R 2. O Tod, we ist dein Stachei nun? Was kann uns jetzt der Teu- felthun, Sieg, o Höl- le? er sich stel- le?) so herrlich hat nach diesem Krieg Gott sei ge- dankt, der uns den Sieg 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, als Christus mit ihr kämpfte! Mit List und Macht sie auf ihn drang, jedennoch er sie dämpfte; ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht, der Kopf ist ihr zertreten. 3. Lebendig Christus kommt herfür, die Feind nimmt er gefangen, zerbricht der Höllen Schloß und Thür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; alls liegt da überwunden. 4. Des Herren Rechte, die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt was ihr entgegen stehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd 35 in Christi Sieg gedämpfet sind, ihr Zorn ist fraftlos worden. 5. Es war getödtet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder; weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. Wo ist dein wie grausam durch Jesum Christ ge- geben! So jemand Christi Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Neu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei, derselb ihn nicht angehet; genommen ist dem Tod die Macht, 7. das Leben ist uns wieder bracht und unvergänglich Wesen. Das ist die reiche Osterbeut, der wir theilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort Christi verklärtem Leibe. 8. O Tod, wo ist dein Etachel mun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat in diesem Krieg durch Jesum Christ gegeben! 36 fe.. f f 1. Christus ist er- stan- den Hal- le lu- ja. = f des freu- et sich der En- gel Echaar und singt im Himmel immerdar: 2. Der für uns sein Leben in den Tod gegeben, der ist nun unser Osterlamm, daß wir uns freuen allesamt. Halleluja. VII. Oftern. 3. Der am Kreuz gehangen, kein Trost konnt erlangen, der lebet mun in Herrlichkeit, uns zu vertreten stets bereit. Halleluja. 41. Eigene Weiſe. 4. Der so ganz verschwiegen zur Höllen gestiegen, den wohlgerüsten Starken band, der wird nun in der Höh erkannt. Halleluja. 3 Tr 1 1. von des To- des Ban- den, 5. Der da lag begraben, der ist nun erhaben, und sein Thun wird kräftig erweist und in der Christenheit gepreist. Halleluja. 6. Er läßt nun verkünden Vergebung der Sünden, und wie man die durch rechte Buß nach seiner Ordnung suchen muß. Halleluja. 42. Weise: Allein Gott in der Höh sei Ehr. 7.0 Christe, Osterlamm, speis uns heut alleſamt, nimm weg all unser Miſsethat, daß wir dir singen früh und spat Halleluja. Wach auf, meinHerz, die Nacht ist hin, die Sonn ist Er mun tre deinen Geist und Sinn, den Hei- land # auf 311 = ge- gan um- fan 2 = VII. Ostern. gen! gen, ge- bro- chen, aus dem Grab herfür, der ganzen Welt zur Won ne. = und such ein neues Leben; vollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such was droben, als ein Christ, der geistlich auferstanden. 2. Steh aus dem Grab der Sünden| 6. Drum auf, mein Herz, fang an auf 3. Vergiß nun was dahinten ist und tracht nach dem was droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgenstein: dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Chrift bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht: er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 37 5 der heute aus des To- des Thür 5. Es hat der Löw aus Juda Stamm heut siegreich überwunden, und das erwürgte Gotteslamm hat, uns zum Heil, gefunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde Schau getragen. den Streit, weil Jesus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du auf stehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dieneſt. 7. Schen weder Teufel, Welt noch Tod, noch gar der Hölle Nachen; denn Jesus lebt: es hat kein Noth, er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überwinden. 8. Ach mein Herr Jesu, der du bist von Todten auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. 9. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern, und ewig in der Herrlichkeit von allen Ueberwindern, die überwunden durch dein Blut. Herr Jesu, gib uns Kraft und Muth, daß wir auch überwinden. 38 43. Weise: Heut triumphieret Gottes Sohn. ( Oder in der Weise: Erschienen ist der herrlich Tag, Nr. 39., mit Weglassung der beiden Halleluja" in der Mitte und des einen am Schluß.) # VII. Ostern. 3 1. Früh- mor- gens, da die Sonn aufgeht, mein Hei- land # F Christus aufer- steht. Hal- le- lu- ja, Hal- le Ver trie- ben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Le- ben = wie- der- bracht. Hal- le lu- ja, Hal- le- lu- ja! P 2. Nicht mehr als nur drei Tage lang| 5. Der Herr den Tod zu Boden schlägt, hält meinen Heiland Todeszwang; Halleluja, Halleluja! da er selbst todt, und sich nichts regt; Halleluja, Halleluja! Am dritten Tag durchs Grab er bringt, Geht aus dem Grab in eigner Kraft, Tod, Teufel, Höll nichts an ihm schafft. Halleluja, Halleluja! mitEhren seineSiegsfahn schwingt, Halleluja, Halleluja! 3. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen 6. hält; Halleluja, Halleluja! Drauf folgt der Sabbath in dem Grab, lu- ja! allda ich Ruh und Frieden hab. Halleluja, Halleluja! 4. In Kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im Lauf; Halleluja, Halleluja! Ich wach auf durch des Herren Stimm, veracht den Tod mit seinem Grimm. Halleluja, Halleluja! Wunder groß, o starker Held, wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Halleluja, Halleluja! Kein Angststein liegt so schwer auf mir, er wälzt ihn von des Herzens Thür. Halleluja, Halleluja! 7. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; Halleluja, Halleluja! Wann mir gleich alle Welt stürb ab, gmug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja, Halleluja! VII. Oftern. 39 8. Er nährt, er schützt, er tröstet mich,| 10. Mein Herz darf nicht entsetzen sich: sterb ich, so nimmt er mich zu sich; Halleluja, Halleluja! Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil ich ein Glied seins Leibes bin. Halleluja, Halleluja! 9. Durch seiner Auferstehung Kraft komm ich zur Engel Brüderschaft; Halleluja, Halleluja! Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, die Feindschaft ist ganz abgelehnt. Halleluja, Halleluja! fe- 1 & fr Gott und die Engel lieben mich; Halleluja, Halleluja! Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja, Halleluja! 11. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt; Halleluja, Halleluja! 44. Weise: Valet will ich dir geben. 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht: wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub zu legen was Asch und Staub vermehrt; weil dir doch allerwegen die Erde zugehört. Dort wollen wir mit größrem Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja, Halleluja! 1. Ich geh zu deinem Gra- be, du gro- ßer D- ster- fürst, weil ich die Hoffnung ha- be, daß du mir zei- gen wirst, 3. Du schläfest in dem Grabe: daß ich auch meine Ruh an diesem Orte habe; du drückst die Augen zu: wie man kann fröhlich sterben und fröhlich auf- er= stehn, auch mit des Himmels Er ben ins Land des Lebens gehn. 2 so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl schauen, der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei: wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken der auch mein Grab bedeckt; da werd ich den erblicken, der mich vom Tod erweckt. VIII. 40 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich; da warten lauter Kronen in deiner Hand auf mich. 6. meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben in meiner letzten Noth. VIII. Himmelfahrt. Ich will mein Bette machen in deine liebe Gruft, da werd ich schon erwachen, wenn deine Stimme ruft. 7. Du wirst den Delberg zeigen, wo man gen Himmel fährt, da will ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems Friedenshäuser, da heißts: Halleluja! Da trägt man Sieges- Reiser; ach, wär ich nur schon da! Himmelfahrt. 45. Eigene Weise. vorhin wars alls verschloßen. Wers glaubt, des Herz ist freudenvoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. Halleluja! Halleluja! fea BE Auf diesen Tag be- den- ken wir, daßß Christ gen Himmel gfahren, 1.( und danken Gott aus höchster B'gier, mit Bitt, er woll be- wah- ren f uns arme Sünder hie auf Erd, die wir von we- gen mancher G'fährd H ohn ihn kein Hoffnung ha ben. Hal- le lu- ja! Hal- le- lu- ja! 3 2. Drum sei Gott Lob, der Weg ist| 3. Wer nicht folgt und sein Willen thut, gmacht, und steht der Himmel offen! Chriss schließt auf mit großer Pracht, dem ist nicht Ernst zum Herren; denn Gott wird auch vor Fleisch und Blut fein Himmelreich versperren. Am Glauben liegts: soll der sein recht, wird auch gewis das Leben recht zum Himmel sein gerichtet. Halleluja! Halleluja! VIII. Himmelfahrt. 41 4. Solch Himmelfahrt fäht in uns| 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, alt, bis wir den Vater finden und fliehen stets die weltlich Bahn, thun uns zu Gottes Kindern; die sehn hinauf, der Vater hrab, an Treu und Lieb geht ihnn nichts ab, bis sie zusammen kommen. Halleluja! Halleluja! fer f 1. faxe wann uns Gott zu ihm nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, 46. Weise: Nun freut euch, lieben Christen gmein. Nachfahrt grün- de, l er mir sen- de i als wir dann jetzt bekennen! Da wird sich finden Freud und Muth zu enger Zeit beim höchsten Gut. Gott woll, daß wirs erleben! Halleluja! Halleluja! Allein auf Chri- sti Himmelfahrt allein auf seine Hilf ich wart 2 ich meine und bitt, daß vom Him- mel sei ne Gnad her- ab, al daß ich der Welt mög sa- gen ab, was droben ist nur suchen. 2. Weil er gen Himmel sich gewendt,| 3. Von deiner Auffahrt laß die Gnad, das Irdische verlaßen, Herr Christe, mich empfangen, mein Herz auch nirgend Ruhe findt: daß mein Herz bie die Nachfahrt hab, es will dieselbe Straßen bis daß ich werd erlangen zur ewgen Himmelsfreud und Ehr; das Himmelfahrn mit Seel und Leib, wo Chriftus ist, sein Haupt und Herr, zu Ehren dir, und mir zur Freud; so will ich dir lobsingen. da will es nun auch ruhen. 42 VIII. Himmelfahrt. 47. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern. fe 1. Ach wun- der- großer Sie- ges- held, zur Nech- ten dei- nes Va- ters Kraft, trä - ger aller Welt, Schaar ge- bracht zur Haft, mächtig, präch tig F f Tod und Le- ben, dir ist 2. Dir dienen alle Cherubim, viel tausend hohe Seraphim dich großen Siegsmann loben, weil du den Segen wiederbracht, mit Majestät und großer Macht zur Glorie bist erhoben; finget, klinget, rühmt und ehret den, so fähret auf gen Himmel mit Posaunen und Getümmel. 3. Du bist das Haupt, hingegen wir sind Glieder, ja es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben, Heil, Fried und Freude, Stärk und Kraft, Erquicung, Labsal, Herzenssaft wird uns von dir gegeben; bringe, zwinge mein Gemüthe, mein Geblüte, daß es preise, dir als Siegsherrn Ehr erweise. F du Sün- dender Fein- de heut hast du dich ge- se- tet 2 bis auf den Tod ver- le- bet;) = tri- um- phierest, ju- bi- lie- rest; ben. 4. Zeuch, Jesus, uns, zeuch uns nach dir, al les un- ter- ge = hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Thun und Wandel sein, wo Zucht und Demuth tritt herein, all Ueppigkeit verachten! Unart, Hoffahrt laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5.Sei, Jesus, unserSchutz und Schatz, sei unser Ruhm und fester Platz, darauf wir uns verlaßen; laß suchen uns was droben ist: auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 6. Herr Jesu, komm, du Gnadenthron, du Siegesfürst, Held, Davids Sohn, komm, stille das Verlangen; du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein theures Blut fc fod IX. Pfingsten. Gna- den Gut fox f 1. Komm, hei- li- ger Geist, Herre Gott, IX. foyd Pfingsten. 48. Eigene Weise. ins Heiligthum gegangen; komm schier, hilf mir; dann so sollen, dann so wollen dei- nes Lichtes Glast wir ohn Ende fröhlich tlopfen in die Hände. dei ner Gläub- gen Herz, Muth und Sinn, S dein brün- stig Lieb ent- zünd in ihn! O Herr, durch = 43 das Volk aus al ler Welt Zun- gen. fed Herr, zu Lob ge- sun- gen! 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, er= füll mit dei- ner zu dem Glau- ben ver- sam- melt haft Das sei dir, Hal- le- lu- ja! Hal- le- lu- ja! daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum mit rechtem Glauben, und ihm aus ganzer Macht vertrauen! Halleluja, Halleluja! 44 IX. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns fröhlich und getrost in deim Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. Herr, durch dein Kraft uns bereit f Pfingsten. 49. Eigene Weiſe. ( Oder in der Weise: Aus meines Herzens Grunde, Nr. 6.) O 1. Zeuch ein zu dei- nen Tho- ren, sei mei- nes Herzens Gast, ( der du, da ich ge bo- ren, mich neu ge- bo- ren haft. = O hoch- ge- lieb- ter Geist mit bei den glei- ches Thrones, 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entfündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienſte leiste, die ich dir schuldig bin. und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja! 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du haft ihn umgebracht und in der Tauf erstickt, als wie in einer Fluthe, mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge Dele, dadurch gefalbet iſt mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ r des Va- ters und des Soh- nes, mit bei den gleich ge- preist. zum wahren Eigenthum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöthen Gott schützt im Heiligthum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll, dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl, es steigt zum Himmel an, es steigt und läßt nicht abe, bis der geholfen habe, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauren hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches mal hast du mit süßen Worten mir aufgethan die Pforten zum güldnen Freubensaal! IX. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen die voller Zwietracht sind. 8. Du, Herr, haft selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie bir es wohlgefällt; so gib doch deine Gnad zum Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen was sich getrennet hat. 9. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Fürsten Thron, gib Glück zu unsern Zeiten; schmück, als mit einer Kron, die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. f f € 1. dei Pfingsten. - ne Wohnung sein, in uns kräf- tig sein 10. Erfülle die Gemüther mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für; vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und was dein Herz ergößzet aus unsrem Herzen reißt. 11. Gib Freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit. den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf kämpfen ritterlich, damit wir überwinden, und ja zum Dienst der Sünde.. fein Christ ergebe sich. 50. Weise: Wie schön leuchtet der Morgenstern. 12. Nicht unser ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn, und wenn wirs sollen geben in Todes Hände hin, wenns mit uns hie wird aus, so hilf uns fröhlich sterben, und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. 3 Oheil ger Geist, kehr bei uns ein Du Him- mels- licht, laß dei- nen Schein Ff 45 und laß uns bei uns und o komm, du Her- zens- son-ne! zu ste- ter Freud und Won- ne! Son- ne, Won- ne, himmlisch Le- ben wirst du_ge- ben, wenn wir be- ten; zu dir kom- men wir ge- tre- ten. 46 IX. Pfingsten. 2. Du Quell, draus alle Weisheit| 5. O storker Held und Lebenshort, fleust, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitreichen Lehr und reinen Liebe trennen! die sich in fromme Seelen geußt, laß deinen Trost uns hören; daß wir in Glaubenseinigkeit auch andre in der Christenheit dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre, Herz und Einnen zu gewinnen, dich zu preisen, Guts dem Nächsten zu erweisen. 3. Steh uns stets bei mit deinem Rath Und führuns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wißen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müßen. Schaue, baue was zerrißen, und geflißen dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden; auf daß wir unter deinem Schup begegnen aller Feinde Trut mit freudigen Geberden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles Unglück überwinden. fcd f 11111 Fließe, gieße deine Güte ins Gemüthe, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. dell 6. Du süßer Himmelsthau, laß dich in unsre Seelen kräftiglich und schenk uns deine Liebe; daß unser Sinn verbunden sei dem Nächsten stets mit Liebestreu und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müße schweben; Fried und Freude wirst du geben. 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke! Daß uns forthin sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust, und seine todten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. 1. Nun bit- ten wir den hei 51. Eigene Weise. rechten Glauben li = gen Geist al" ler- meist, IX. Pfingsten. J daß er uns be= hü- te an uns- rem En de, Ky ri- e- lei- son! 2. Du werthes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jesum Chrift kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. wenn wir heim- fahrn aus diesem E len de. Kyrieleison! 3. Du süße Lieb, schent uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, f fc- 2 Herz der Menschen dein, 2. 1. Komm, Gott Schö- pfer, hei li- ger Geist, = F 52. Eigene Weiſe. daß wir uns von Herzen einander lieben und in Friede auf einem Sinn bleiben. = Kyrieleison! 4. Du höchster Tröster in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod, daß in uns die Sinne nimmer verzagen, wenn der Feind wird das Leben verklagen. Kyrieleison! 47 J Univ.- Bibl. Giessen mit Gna- den sie füll, be- such das wie du weißt, daß dein Ge- schöpf soll vor dir sein. 48 IX. Pfingsten. 2. Denn du der Tröster bist genannt,| 5. Des Feindes List treib von uns des Allerhöchsten Gabe theur, ein geistlich Salb, an uns gewandt, des Lebens Brunnen, Lieb und Feur. 3. Zünd uns ein Licht an im Verstand, gib uns ins Herz der Liebe Brunst, des Fleisches Schwachheit, dir bekannt, stärk allzeit durch dein Kraft und Gunst. 4. Du bist, mit Gaben siebenfalt, der Finger an Gotts rechter Hand: des Vaters Wort gibst du gar balt mit Zungen frei in alle Land. 3FF 4 fern, den Frieden schaff in uns dein Gnad, daß wir deim Leiten folgen gern und meiden unsrer Seele Schad. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, und Jesum Christum, seinen Sohn, daß wir des Glaubens werden voll, dich, beider Geist, recht zu verstehn. 7. Gott Vater sei Lob und dem Sohn, der von den Todten auferstund. dem Tröster sei daßelb gethan in Ewigkeit zu aller Stund. 53. Weise: O Jesulein süß, o Jefulein mild. PATJ 1. O hei- li- ger Geist, o hei- li- ger Gott, du Tröster werth in 2.O heiliger Geist, o heiliger Gott, gib uns die Lieb zu deinem Wort, zünd an in uns der Liebe Flamm, darnach zu lieben alleſamt, 3. o heiliger Geist, o heiliger Gott! heiliger Geist, o heiliger Gott, mehr unsern Glauben immerfort; anChristum niemand glaubenkann, es sei denn durch dein Hilf gethan, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort, al ler Noth, du bist gesandt vons Himmels Thron, von Gott dem $ Vater und dem Sohn, o hei- li- ger Geist, o hei li- ger Gott! = lehr uns den Vater kennen schon, dazu auch seinen lieben Sohn, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. O heiliger Geist, o heiliger Gott, du zeigest uns die Himmelspfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen seliglich, o heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. O heiliger Geist, o heiliger Gott, Verlaß uns nicht in Noth und Tod! Wir singen dir Lob, Ehr und Dank allzeit und unser Lebenlang, o heiliger Geist, o heiliger Gott! f # 4 1 1. s F jei ne Gna kann ein Scha X. Trinitatisfest. X. Al- lein Gott in der Höh sei Ehr ( da- rum daß nun und nimmermehr Trinitatisfest. 54. Eigene Weise. = de, = de. 1. Wir glan mun ist groß Fried ohn Un- ter- laß, 2. Wir loben, preisn, anbeten dich für deine Ehr, wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanke Ganz ungemeßen ist dein Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht: wohl uns des feinen Herren! # Ein Wohlge- falln Gott an uns hat, 3. O Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, du Stiller unsers Haders, all Fehd hat nun ein En- de. Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Noth, erbarm dich unser aller! 55. Eigene Weise. 49 und Dank für uns rüh- ren 4. O heilger Geist, du größtes Gut, du all'rheilsamster Tröster: vors Teufels G'walt fortan behüt die Jesus Christ erlöſet durch Marter groß und bittern Tod, abwend all unsern Jammr und Noth; darauf wir uns verlaßen! fe- f Schöpfer Himmels und der Er- den, der sich zum Va- ter ge- ben hat. 4 Deutsches evang. Kirchen- Gesangbuch. ben all an Fo ei nen Gott, 50 6. daß wir sei- ne Kin- der werden. Er will uns all- zeit er- näh- ren, f Leib und Seel auch wohl be- wahren, al- lem Un- fall will er weh- ren, fo Ge 1. f X. Trinitatisfeſt. मे kein Leid soll uns wi- der- fah- ren, er jor hüt't und wacht, hüt't und wacht, es steht al- les in seiner Macht. Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne; 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, 3. Wir glauben an den heilgen Geist, seinen Sohn und unsern Herren, der ewig bei dem Vater ist, gleicher Gott von Macht und Ehren, von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben, für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben, und vom Tod:: wieder auferstanden durch Gott. die ganz Christenheit auf Erden hält in einem Sinn gar eben; hier all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben; nach diesem Elend ist bereit:: uns ein Leben in Ewigkeit. 56. Weise: Nun banket alle Gott. F₂ F O R mein Vater, der mich schützt C get Ge- lo- bet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Le- ben, meinSchöpfer, der mir hat mein Leib und Seel ge- ge- ben,' für uns, von Mutter- lei- be an, f der al- le Au- gen- blick rich Guts an mir ge- than. X. Trinitatisfest. 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem theuren Blut, der mir im Glauben schenkt sich selbst, das höchste Gut. fe 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werther Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Noth Rath, Troft und Hilfe schafft. 4. Gelobet jei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüften schwebet! Gelobet sei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn, und Gott, der werthe Geist, 5. Dem wir Halleluja mit Freuden laßen klingen und mit der Engelschaar das Heilig! Heilig! fingen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit: gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! 57. Eigene Weise. = 1. Gott der Vater wohn uns bei und laß uns nicht ver- der ( mach uns aller Sünden frei und helf uns se lig ster = F s ben, ben. S BE Vor dem Teufel uns be- wahr, halt uns bei fe- stem Glau- ben dir uns lassen ganz und gar, mit al- len rech- ten Christen 51 find und auf dich laß uns ban en, aus Herzensgrund ver- trauen, entfliehn des Teufels Li ften, mit Waffen Gotts uns fri ften.) = Amen, amen, das sei wahr, so sin- gen wir Hal- le- lu- ja! 52 2. Jesus Christus wohn uns bei und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben. Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, dir uns laßen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehn des Teufels Listen, mit Waffen Gotts uns friſten. Amen, amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja! feXI. Kirche und Sakramente. A. Kirche. f XI. Kirche re A. Kirche. 58. Weise: Christus der ist mein Leben. 1. Ach bleib mit deiner Gna- de bei uns, Herr Je- su Christ, 3. Heilig Geist der wohn uns bet und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben. Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, dir uns laßen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehn des Teufels Listen, mit Waffen Gotts uns fristen. Amen, amen, das sei wahr, so singen wir Halleluja! 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser werth, daß uns beid, hier und dorte, sei Güt und Heil beschert. und Sakramente. daß uns hin fort nicht schade des bö- sen Feindes Lift. = 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du werthes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr. 5. Ach bleib mit deinem Schutze bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht trutze noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth! XI. Kirche und Sakramente. A. Kirche. 59. Eigene Weise. fred 1. Ach Gott vom Himmel, sieh darein wie we- nig sind der Heilgen dein, 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigen Witz erfindet; ihr Herz nicht Eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet; der wählet dieß, der ander das, fie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. f fed Dein Wort man läßt nicht haben wahr, der Glaub ist auch verJJ lo- schen gar bei al- len Menschen- kin 4. Darum spricht Gott: ich muß auf sein, und laß dich des er--bar- men: ver- las- sen sind wir Ar- men. die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret: 53 D dern. mein heilsam Wort soll auf den Plan, getroft und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren; darzu ihr Zung stolz offenbar spricht: trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir setzen, das gilt gemein; 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein wer ist, der uns soll meistern? 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden: am Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein; da wird sein Kraft erkannt und Schein und leucht stark in die Lande. vor diesem argen Gschlechte; und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos Hauf sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. 54 fe- p 1. fo XI. Kirche und Sakramente. A. Kirche. 60. Eigene Weise. Wehr und Waf hat be trof = fa Ein fe = ste Burg ist un Er hilft uns frei aus al 2 fe = = fen. fen. sein grausam Nüstung ist, 2. Mit unser Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erforen. Fragst du, wer der ist: er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein ander Gott, das Feld muß er behalten! F 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. = = Der alt jer Gott, ler Noth, bö Fe mit Ernst ers jetzt meint, groß Macht und viel ein gu- te die uns jetzt 61. Eigene Weiſe. = auf Erd ist nicht seins glei He se Feind List chen! Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, thut er uns doch nicht, das macht, er ist gericht, ein Wörtlein kann ihn fällen! 4. Das Wort sie sollen laßen stan und kein Dank darzu haben. Er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib; laß fahren dahin, fie habens kein Gewinn: das Neich muß uns doch bleiben! 1. Er halt uns, Herr, bei deinem Wort und steu- re dei- ner = # XI. Kirche und Sakramente. A. Kirche. Fein- de Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, 1. f² wollen stürzen von deinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu| 3. Gott heilger Geist, du Tröster Christ, der du Herr aller Herren bist, beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. Se- gen ge ew- gen Le Es wol- le Gott uns gnä sein Ant- litz uns mit hel = 62. Eigene Weise. ben, ben, werth, gib deim Volk einrlei Sinn auf Erd, steh bei uns in der letzten Noth, gleit uns ins Leben aus dem Tod. 55 3 - 3 die Heiden überalle, und alle Welt die freute sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten, dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. dig sein und sei- nen lem Schein erleucht zum daß wir er kennen seine Werk fo und was ihm lieb auf Erden, und Jesus Christus Heil und Stärk fa werden und sie zu Gott be- teh = be- kannt den Heiden ren. 2. So danken, Gott, und loben| 3. Es danke, Gott, und lobe dich dich das Volk in guten Thaten. Das Land bringt Frucht und besert fich, dein Wort ist wohl gerathen. Uns segne Vater und der Sohn, uns segne Gott der heilig Geist, dem alle Welt die Ehre thu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen: Amen. 56 XI. Kirche und Sakramente. B. Sakramente. 63. Weise: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält. ( Ober in der Weise: Aus tiefer Noth schrei ich zu dir, Nr. 88.) fe 1. Wär Gott nicht mit uns die- se Zeit, so soll If- ra- el sa- gen, wär Gott nicht mit uns die- se Zeit, wir müßten gar ver- za- gen, die so ein armes Häuflein sind, ver- acht von so viel Menschenkind, 3F die an uns se- tzen al S 2. So zornig ist auf uns ihr Sinn, 13. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, hätt Gott es zugegeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben. daß ihr Schlund uns möcht fangen. Wie vom Strick kommt ein Vogel Wir wärn als die ein Fluth erfäuft, und über die groß Waßer läuft, sie mit Gewalt verschwemmet. fe 1. le. B. Sakramente. 64. Weise: Liebster Jesu, wir sind hier. nady= 311 fehl gegeben, ab, ist unsre Seel entgangen. Strick ist entzwei, und wir sind frei, o Herr, dein Name steht uns bei, Gott Himmels und der Erden! Lieb- ster Je su! wir sind hier, dieses Kind- lein kommt zu dir, T A le ben; daß man sie zu Chri- sto ਬ e denn das Him- mel- reich ist ih re. dei nem Wor- te weil du den Be führe, XI. Kirche und Sakramente. B. Sakramente. 57 2. Ja, es schallet allermeist dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Waßer und durch Geist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir, nimm das Pfand von unsern Ar- 6. men, tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 4. Wasch es, Jesu, durch dein Blut von den angeerbten Flecken; laß es bald nach dieser Fluth deinen Purpurmantel decken; schenk ihm deiner Unschuld Seide, daß es sich in dich verkleide. 5. Mache Licht aus Finsternis, setz es aus dem Zorn zur Gnade, heil den tiefen Schlangenbiß durch die Kraft im Wunderbade; laß hier einen Jordan rinnen, so vergeht der Aussatz drinnen. Sünden- höhle, an zu pran gen, Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, schenk ihm den Friede, Weinstock, hilf, daß diese Rebe auch im Glauben dich umgebe! 7. Nun, wir legen an dein Herz, was vom Herzen ist gegangen, führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen; ja, den Namen, den wir geben, schreib ins Lebensbuch zum Leben. 65. Eigene Weise. fed Schmücke dich, o lie- be See- le, 1.{ komm ans hel- le Licht ge- gan- gen, fan- ge herr- lich laß die dunk- le & denn der Herr voll Heil und Gnaden will dich jetzt zu Ga- ste la den, der den Him- mel & J fann ver- wal- ten, 2. Eile, wie Verlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten flopft an deines Herzens Pforten F will jetzt Herberg in dir halten. eile, sie ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen, sprich: o Herr, laß dich umfaßen, von dir will ich nimmer laßen. 58 XI. Kirche und Sakramente. B. Sakramente. 3. Ach, wie hungert mein Gemüthe,| 5. Herr, es hat dein treues Lieben Menschenfreund, nach deiner Güte; ach, wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach dieser Kost zu sehnen; ach, wie pfleget mich zu dürften nach dem Trank des Lebensfürsten; wünschte stets, daß mein Gebeine sich durch Gott mit Gott vereine! 4. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen, hier fall ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise, mir zum Heil und dir zum Preise! f B und be dei ner = Ich kom- me, Herr, und suche dich müh- ſe lig Gott, mein Er- bar mer, würdge mich des Wun- ders 188 la= den;} Gna- den!! ich suche Nuh und fin G dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig haft dein Leben in den Tod für uns gegeben, und darzu ganz unverdroßen, Herr, dein Blut für uns vergoßen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 66. Weise: An Waßerflüßen Babylon. 5 6. Jesu, wahres Brod des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens, oder mir vielleicht zum Schaden sei zu deinem Tisch geladen; laß mich durch dieß Seeleneßen deine Liebe recht ermeßen, daß ich auch, wie itzt auf Erden, mag dein Gast im Himmel werden. Sohn Got- tes und des Menschen Sohn, mich dei- ner zu ge- trö- sten; ich füh- le mei- ner A ten. O Ich liee- ge hier vor deinem Thron, de 102 Sün- den Müh, = im Glauben der Er XI. Kirche und Sakramente. B. Sakramente. 59 4. Dein ist das Glück der Seligkeit; bewahr es hier im Glauben, und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder, du hast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht und an dein Wort: es ist vollbracht! Du hast mein Heil verdienet; du haft für mich dich dargestellt: Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich verfühnet. 3. So freue dich, mein Herz, in mir: er tilget deine Sünden, und läßt in seinem Mahle hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufft, und er erhört dich schon, spricht liebreich: sei getrost, mein Sohn, die Schuld ist dir vergeben; du bist in meinen Tod getauft, und du wirst dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen leben. Sieh, ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. aller Gnaden! haft ge- la- den, 5. Ja, Herr, mein Glück ist dein Gebot, F ich will es treu erfüllen, und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig seyn, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn 67. Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Beßerung mir und der Welt erweisen! fer 1. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell ( Wir kommen, dei- nen Leib und Blut, wie du uns zu deiner Liebe Herr- lich- keit und unserer Seelen Se- lig- keit zu e ßen und zu trin- ken. = 60 XI. Kirche und Sakramente. C. Sonntagsfeier. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke! Schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein, und werden dir gepflanzet ein zum ewgen Himmelswesen. B₁ C. Sonntagsfeier. 68. Eigene Weise. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laßSünd und Noth uns für und für von dir nicht wieder treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft fe € El 1. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend, dein heil- gen Geist di fa in deines Himmels Bürgerschaft dort ewig selig werden. 50 zu uns send; mit Hilf und Gnad er uns re= gier 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein; den Glauben mehr', stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohl befannt. und uns den Weg zur Wahrheit führ. 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: heilig, heilig ist Gott, der Herr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron: der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit. 69. Weise: Herr Jesu Chrift, dich zu uns wend. fe 1. Herr, öff ne mir die Herzensthür, zeuch mein Herz durch dein f XI. Kirche und Sakramente. C. Sonntagsfeier. 61 7 E Wort zu dir, laß mich dein Wort bewah- ren rein, Bu f laß mich dein Kind und Er- be ſein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens 3. Ehr sei dem Vater und dem Grund, Sohn, dein Wort macht Leib und Seel gesund, dem heilgen Geist in einem Thron: dein Wort ists, das mein Herz erfreut, der heiligen Dreieinigkeit fei Lob und Preis in Ewigkeit. dein Wort gibt Trost und Seligkeit. f € 1. f₁ 70. Eigene Wetse. = Liebster Se su, wir sind hier, len te Sinnen und Be- gier 3 an- zu hören; daß die Her- zen von der Er- den Himmelslehren, f ganz zu dir ge- 30 gen wer- den. = # dich und dein Wort auf die fü Beir 2. Unser Wißen und Verstand ist mit Finsternis verhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; Gutes denken, thun und dichten mußt du selbst in uns verrichten. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach uns allesamt bereit, öffne Herzen, Mund und Ohren; unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen. 62 XI. Kirche und Eatramente. C. Sonntagsfeier. 71. Weise: Liebster Jesu, wir sind hier. fe Nun, Gottlob, es ist vollbracht Ein- gen, Be ten, Gott hat alles wohl gemacht; drum laßt uns sein Lehren, Hören; Lob ver- mehren; fe unser Gott sei hoch ge Frei- set, = = weil er uns so wohl ge- spei 2. Weil der Gottesdienst ist aus, und uns mitgetheilt der Segen: so gehn wir mit Freud nach Haus, wandeln fein auf Gottes Wegen; Gottes Geist uns ferner leite und uns alle wohl bereite. ſet. 3. Unsern Ausgang segne Gott, unsern Eingang gleichermaßen, segne unser täglich Brod, segne unser Thun und Laßen, segne uns mit selgem Sterben und mach uns zu Himmelserben. = 72. Weise: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. 1. O hei- li- ge Drei- fal- tig- feit, D hoch- ge- lob- te Einigkeit, Gott Vater, Sohn und heil- ger Geist, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verletz noch mich in Schand und Schaden ſetz. 3₁ heut diesen Tag mir Bei- stand leist! 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut| 3. Des Vaters Macht mich heut anbewahr, blick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erlencht meins finstern Herzens Echrein. XI. Kirche und Sakramente. C. Sonntagsfeier. 63 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei,| 5. Herr, segne und behüte mich; Christ, mein Erlöser, bei mir sei, erleuchte, Herr, mich gnädiglich; Herr, heb auf mich dein Angeficht o Tröster werth, weich nicht von mir, mein Herz mit werthen Gaben zier.. und deinen Frieden auf mich richt. 73. Eigene Weise. 344 1. f² f Gott des Himmels und der Er den, Vater, Sohn und der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns beil- ger Geist, scheinen heißt, O des sen star- ke Hand = U Schmerzen daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Noth und und was drin nen ist, er= hält. 2. Gott, ich danke dir von Herzen, 15. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort! Nirgends, als von dir allein, kann ich recht bewahret sein. = haft behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Nath ist für meine Mifſfethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint, und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. die Welt, 6. Meinen Leib und meine Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand! Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigenthum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, List und Anschläg von mir wende und mich halt in guter Acht; der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu! 64 XI. Kirche und Sakramente. C. Sonntagsfeier. 74. Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. ( Oder in der Weise: Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist, Nr. 52.) # f² 8² 3 1. O sel- ges Licht, Drei- fal tig- keit, du hoch- ge= lob= te f Ei- nig feit, = geuß dein Licht in das Herz hin ein. 2. Des Morgens, Herr, dich rühmen| 3. Gott Vater in dem höchsten Thron, wir, und Jesus Christ, sein einger Sohn mit samt dem werthen heilgen Geist sei nun und immerdar gepreist. am Abend beten wir zu dir, und preisen deine Herrlichkeit von nun an bis in Ewigkeit. = die Son- ne weicht mit ih- rem Schein, C stark her- ein: 75. Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort. 112 1. Hin- un- ter ist der Sonnenschein, die = laß uns im Fin- stern tap- pen 2. Dir sei Dank, daß du uns den Tag vor Schaden, G'fahr und mancher Plag durch deine Engel haft behüt aus Gnad und väterlicher Güt. 3. Womit wir, Herr, erzürnet dich, dasselb verzeih uns gnädiglich fin- stre Nacht bricht leucht uns, Herr Christ, du wah- res Licht, nicht. und rechn es unsrer Seel nicht zu, laß uns schlafen mit Fried und Nub. 4. Die Engel dein zur Wach bestell, daßß uns der böse Feind nicht fäll. Vor Schrecken, Angst und Feuersnoth behüt uns heint, o lieber Gott! XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dank xc. 65 D. Lob und Dank am Tag des Herrn. 76. Eigene Weise. Der erste Chor. be 1. Herr Gott dich lo- ben wir, A dich, Va- ter in Ewig- keit, all En- gel und Himmels Heer, auch Che- ru- bim und Se- ra- phim Heilig ist unser Gott! 9 R $ Der zweite Chor. Dein göttlichMacht und Herrlichkeit der heiligen zwölf Boten Zahl, die theuren Mär- trer all- zu- mal Herr Gott, wir dan- ken dir; ehrt die Welt weit und breit; Heilig ist unser Gott! Beide Chöre. Heilig ist unser Gott, der Her- re Ze- ba- oth! Der erste Chor. Der zweite Chor. und was die net deiner Ehr, d e fingen immer mit hoher Stimm: 3. Du König der Ehren, Jesu Christ, Deutsches evang. Kirchen- Gesangbuch. 0 geht über Himml und Erden weit; und die lie- ben Propheten all, lo- ben dich, Herr, mit großem Schall; 2. die ganze wer the Christenheit rühmt dich auf Erden alle Zeit; dich, Gott Va- ter im höchstenThron, deinen rechten und eingen Sohn, den heilgen Geist und Trösterwerth mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. Gott Vaters ewger Sohn du bist; 5 66 XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dank xc. Der erste Chor. Der zweite Chor. !! ( der JungfrauLeib nicht haft verschmäht, zu' rlösen das menschlichGeschlecht;; du hast dem Tod zer- stört sein Macht und all Christen zumHimmelbracht; du sitzst zur Rech- ten Got- tes gleich mit al- ler Ehr ins Va- ters Reich ein Rich- ter du zu- künf- tig bist al- les das todt und le- bend ist. 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die mit deim theurn Blut er- lö- set sein; laß uns im Himmel ha- ben Theil mit den Hei- li- gen in ewgem Heil. Hilf deinem Volt, Herr Jesu Christ, und seg- ne das dein Erbtheil ist, wart und pfleg ihr zu al- ter Zeit 5. Täglich, Herr Gott, wir lo- ben dich Be- hüt uns heut, o treu- er Gott, sei uns gnä- dig o Her- re Gott, zeig uns dei- ne Barmherzig- keit, auf dich hof- fen wir, lie- ber Herr, A und heb sie hoch in E- wig- keit. und ehrn dein Namen ste- tig- lich. für al- ler Sünd und Mis- je- that; sei uns gnä- dig in al- ler Noth; wie un- fre Hoffnung zu dir steht; in Schanden laß uns nimmermehr! Beide Chöre. men. XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dant 2c. 67 77. Weise: Nun danket all und bringet Chr. FI fe 1. Ich fin ge dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Luft! f Ff Ich sing und mach auf Er- den kund, was mir von dir be- wust. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der| 9. Du strafft uns Sünder mit Geduld Gnad und schlägst nicht allzusehr, ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfst sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, und ewge Quelle seist, daraus uns Allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld mit Thau und Regen nett? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, daß man Del und Most zu seinen Zeiten findt? 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand den güldnen, edlen, werthen Fried in unfrem Vaterland? 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun! Du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in Gefahr gerathen, herzlich bei. wirst du gar leicht erweicht, und gibst uns, was uns hoch erfreut 11. Du zählft, wie oft ein Christe und dir zur Chr gereicht. wein, und was sein Kummer sei; Kein Zähr- und Thränlein ist so flein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem was ewig steht, und führst uns in des Himmels paus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohl auf, mein Herze, sing und spring und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rath und läßt dich nicht. 68 XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dank zc. 15. Was kränkst du dich in deinem| 17. Er hat noch niemals was versehn Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht! 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt! f 3 4 1. in seinem Regiment; nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 78. Eigene Weise. 18. Ei mun, so laß ihn ferner thun und red ihm nichts darein, so wirst du hier in Frieden ruhn. und ewig fröhlich ſein. Lo- be den Herren, den mächtigen Kö- nig der Ehren; mei- ne gelie- be- te See- le, das ist mein Be- geh- ren. ff Kom met zu Hauf, Psal- ter und Har- fe, wacht auf, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; bast du nicht dieses verspüret?. 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet; in wie viel Noth hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet? Lob- ge- sang bö- ren! 2. Lobe den Herren, der alles so herr-| 4. Lobe den Herren, der deinen Stand lich regieret, der dich auf Adelers Fittigen sicher, geführet, las- set den sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet; denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Lobe den Herren; was in mir ist, lobe den Namen; Alles was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht; lob ihn in Ewigkeit. Amen. XI. Kirche und Sakramente. D. Sob und Dank 2. 69 3 4 1. S Lo be den Herren, o meine See- le! weil ich noch Stunden auf Er den zäh- le, To fin 79. Eigene Weise. = F ja, Hal- le- lu- ja! 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Ich will ihn will ich lobben bis in Tod; Der Leib und Seel ge- ge- ben hat, gen meinem Gott. Weil dann kein Mensch mehr helfen kann, rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja! Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakob ist, welcher vom Glauben sich nichts läßt trennen und hofft getroft auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beiſtand hat, findet am besten Rath und That, Halleluja! Halleluja! 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden und was darinnen ist, gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. wer- de ge- prie- sen früh und spat; Hal- le luF = Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja! Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft; Hungrigen will er zur Speis bescheiden, was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei, und seiner Gnad ist mancherlei. Halleluja! Halleluja! 6. Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt die tief gebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Truß, Wittwen und Waisen hält er Schutz, Halleluja! Halleluja! 70 XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dank 2c. 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte| 8. Nühmet, ihr Menschen, den hohen kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja! Halleluja! fe 1. fod Hän- den, En- den, fuen to Pr = Nun dan ket al le Gott der große Din- ge thut fe 80. Eigene Weiſe. Namen des, der so große Wunder thut! Alles was Odem hat, rufe Amen und bringe Lob mit frohem Muth. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist, Halleluja! Halleluja! bei- nen an 2. Der ewig reiche Gott woll uns bei unsrem Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort, und uns aus aller Noth erlösen hier und dort. der uns von Mut- ter- leib 1. Nun dan- fet mit Her- zen, Mund und an uns und al- len un- zäh- lig viel zu gut und noch jetzund ge- than. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne, und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone, dem dreimaleinen Gott; als es anfänglich war und ist und bleiben wird jetzund und immerdar! 81. Eigene Weise. all F und Kin- desund brin- get Ehr, JE ihr Menschen XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dank zc. 71 in im Himmel stets ver- meldt. 2. Ermuntert euch und singt mit! 6. Er laße seinen Frieden ruhn auf seiner Christen Land; Schall der Welt, dem, dessen Lob der En- gel Heer Gott, unfrem höchsten Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält, und wo kein Mensch nicht helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, doch bleibet gutes Muths, die Straf erläßt, die Schuld vergibt und thut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz, erfrische Geist und Sinn, und werf all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. 3 4 3²0 FF 1 1. er gebe Glück zu unsrem Thun und Heil in allem Stand. e 7. Er laße seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn; was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil, und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Theil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu, und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Nuh. 82. Eigene Weise. Nun lob, mein Seel, den Her sein Wohlthat thut er meh = = ren, was in mir ren, ver- giß es 5 ist, den Na- men sein; nicht, o Her- ze mein! Hat dir dein Sünt verge # ben 72 XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dank zc. £ und heilt dein Schwachheit groß, er rett dein ar- mes JJ स Le ben, nimmt dich in seinen Schooß, = Trost be- schüt- tet, verjüngt dem Ad- ler gleich; S Fr 2. Er hat uns wißen laßen sein herrlich Recht und sein Gericht, darzu sein Gut ohn Maßen; es mangelt an Erbarmung nicht. Sein Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold; sein Güt ist hoch erhaben ob den die fürchten ihn; so fern der Ost vom Abend, ist unser Sünd dahin. Recht, be- hütet die lei den in 3. Wie Väter sich erbarmen ob ihrer jungen Kindelein: so thut der Herr uns Armen, wenn wir ihn findlich fürchten rein, er kennt das arm Geschlechte und weiß, wir sind nur Staub, 3 4 Fr mit rech- tem 83. Eigene Weise. Fr ſeim Reich. gleichwie das Gras vom Felde, ein Blum und fallend Laub: der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da; also der Mensch vergehet, sein Ende ist ihm nah. der Herr schafft â 4. Die Gottes Gnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit; sie bleibt bei der Gemeine, die, stets in seiner Furcht bereit, will seinen Bund bewahren. Er herrscht im Himmelreich: lobt ihn, ihr Engelschaaren, thut sein Befehl zugleich, dem großen Herrn zu Ehren, und treibt sein heilig Wort; mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. 1. Nun prei- set al- le Gottes Barm- her- zig- feit; F XI. Kirche und Sakramente. D. Rob und Dank 2c. 73 lob ihn mit Schal- le, wer- the ste Chri- sten- heit! Er läßt dich 2 freund- lich zu sich la- den, freu- e dich, If ra el, sei- ner = 2 fo Gnaden! Freu- e dich, If ra- el, sei = 2. Der Herr regieret über die ganze| 4. Er gibet Speise reichlich und Welt: was sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt; viel tausendEngel um ihn schweben, Psalter und Harfen ihm Ehre geben.:: 3. Wohlauf, ihr Heiden, laßet das Trauren sein, zur grünen Weiden stellet euch willig ein, da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden.:|: fier 1. fo F P BE tau- send- fa- chen Mund, tief- sten Her- zens- grund - ner Gua- den! = U überall, nach Vaters Weise sättigt er allzumal, er schaffet früh und späten Regen, füllet uns alle mit seinem Segen.:|: 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, wertheste Christenheit! 84. Eigene Weise Uns soll hinfort kein Unfall schaden; freue dich, Israel, seiner Gnaden!:|: म daß ich tan- send Zun- gen hät- te so stimmt ich damit um die Wet- te = und einen vont al= lerR ein Lob- lied nach dem an- dern an von dem was Gott an mir ge- than. 74 XI. Kirche und Sakramente. 2. daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank, und jeder Odem ein Gesang! 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf auf, braucht allen euren Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. 4. Jhr grünen Blätter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein, und stimmet lieblich mit mir ein. 5. Ach alles, alles was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben, denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! fel D. Lob und Dank zc. Du trägst mit meiner Sünden Schuld unsäglich gnädige Geduld. 1. 7. Auch hab ich es mein Lebetage schon so manch liebes Mal geſpürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 8. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend einhergehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein! 9. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Frendenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein. 10. Ach nimm das arme Lob auf Erden, 85. Weise: Es ist das Heil uns kommen ber. mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es beßer werden, wenn ich ein schöner Engel bin, da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor! Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der XI. Kirche und Sakramente. D. Lob und Dant zc. 75 fede al- ler Gü mein Ge- mi the S f = te, mit seinem reichen Trost er- füllt, dem Gott, der = al len Jammer stillt: = gebt uns- rem Gott die Eh 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen beine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht: gebt unsrem Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich: gebt unsrem Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Noth: o Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir, gebt unsrem Gott die Ehre! re! 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, S die alle Welt erzeiget: so kommt und hilft der Ueberfluß, der Schöpfer selbst, und neiget die Bateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh: gebt unsrem Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Lebenlang, o Gott, von nun an ehren; man soll, Gott, deinen Lobgesang an allen Orten hören; mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich: gebt unfrem Gott die Ehre! 8. Jhr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unfrem Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unsrem Gott die Ehre! Die falschen Götzen macht zu Spott: der Herr ist Gott! Der Herr ist Gott! Gebt unsrem Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht 9. So kommet vor sein Angesicht von seinem Volk geschieden, mit jauchzenvollem Springen, er bleibet ihre Zuversicht, bezahlet die gelobte Pflicht ihr Segen, Heil und Frieden. und laßt uns fröhlich singen: Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her: gebt unsrem Gott die Ehre! Gott hat es alles wohl bedacht und alles, alles recht gemacht: gebt unfrem Gott die Ehre! 76 XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. XII. Wiedergeburt und Heiligung durch den heiligen Geist. A. Buße. fe 1. Ach Gott und Herr, F P 86. Eigene Weiſe gang- ne Sün- den! Da ist Nie- mand, in dieser Welt zu fin 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit, bis an der Welt ihr Ende, 3. Zu dir flieh ich, F und wollt los sein des Elends mein, würd ichs doch so nicht wenden. 4. Solls ja so sein, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet! Ach Gott, zürn nicht, geh nicht ins Gricht: dein Sohn hat mich verfühnet. daß Straf und Pein auf Sünde folgen müßen: wie groß und schwer sind mein be- den. F so fahr hie fort, und schone dort, und laß mich hier wohl büßen. der hel- fen kann, 5. Gib, Herr, Geduld, vergiß der Schuld, verleih ein ghorsam Herze, laß mich ja nicht, wies oft geschicht, mein Heil murrend verscherzen. 6, Handel mit mir, wies dünket dir, 87. Eigene Weise. durch dein Gnad will ichs leiden; laß mich nur nicht dort ewiglich von dir sein abgeschieden! 1. Allein zu dir, Herr Je S su Christ, mein Hoffnung f. f steht auf Er r 3 A. Buße. den! Ich weiß, daß du mein Trö kein Trost mag mir sonst wer 4 Nö- then hel- fen kann: ich ruf 희 han. mein Ver- tran 2. Mein Sünd sind schwer und übergroß und reuen mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich gethan, - en nichts er forn, auf Er- den war kein Mensch ge born, der mir aus S fa so werd ich los der Sünden Last; Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. 3. Gib mir nach deinr Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit mög inniglich anschauen, vor allen Dingen lieben dich, = dich an, 77 den. Von An- be- ginn ist F ster bist, zu dem ich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letzten End dein Hilf mir ſend, damit behend des Teufels List sich von mir wend. 4. Ehr sei Gott in dem höchsten Thron, dem Vater aller Güte, und Jesu Christ, seim liebsten Sohn, der uns allzeit behütte, und Gott, dem werthen heilgen Geist, der uns sein Hilfe allzeit leist, damit wir ihm gefällig sein, hier in der Zeit und folgends in der Ewigkeit. 78 fe 1. fo XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. 88. Eigene Weise. ( Ober in seiner andern Weise, Nr. 89.) Aus tiefer Noth schrei ich zu dir, Herr Gott, er- hör mein Dein gnä- dig Oh- ren kehr zu mir und mei- ner Bitt sie 31 Nufen! öff ne; == denn so du wilt das je die Sünde zu vergeben: es ist doch unser Thun umsonst auch in dem besten Leben; vor dir niemand sich rühmen kann; des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnaden leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn mein Herz soll laßen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein werthes Wort: ben? Un- recht ist ge- than: wer kann, Herr, vor dir blei 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und| 4. Und ob es währt bis in die Nacht Gunst, und wieder an den Morgen: doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen. So thu Israel rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward, und seines Gotts erharre. das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. S fes 1. hen an, was Sünd und == 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnaden; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schaden. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. 89. Weise: Herr, wie du wilt, so schicks mit mir. ( Ursprünglich zu dem Liede: Aus tiefer Noth schrei ich zu dir) LLLLL Va- ter der Barmher- zig- keit, ich fal- le dir zu ver- stoß den nicht, der zu dir schreit und thut noch end- lich Fu- ße; Bu- Be! B. Glaube und Rechtfertigung. Was ich be- gan- gen wi- der dich, alles gnä- dig- lich durch dei- ne große Gü 2. Durch deiner Allmacht Wunderthat nimm von mir was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rath, worin es mir sonst fehlet; gib Willen, Mittel, Kräft und Stärk, daß ich mit dir all meine Werk anfange und vollende. 3. Jesu Christe, der du haft am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Last, wollst meiner dich erbarmen! Owahrer Gott, o Davids Sohn, erbarm dich mein und mein verschon, sich an mein kläglich Rufen. 4. Laß deiner Wunden theures Blut, dein Todespein und Sterben mir fommen träftiglich zu gut, daß ich nicht müß verderben; fCF| 79 ver- zeih mir te. bitt du den Bater, daß er mir im Zorn nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenluft anficht, laß mich von dir nicht wanten; verleih, daß man und nimmermehr Begierd nach Wollust, Geld und Ehr B. Glaube und Rechtfertigung. 90. Eigene Weiſe. · be in meinem Herzen herrsche. 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich kämpfen, daß ich des Satans Truß und List durch Christi Sieg mag dämpfen; auf daß mir Krankheit, Angst und Noth, und dann der letzte Feind, der Tod, nur sei die Thür zum Leben. 1. Es ist das Heil uns kom- men her von Gnad und die Werk die helfen nim- mer- mehr, sie mö- gen 80 $ ₁ XII. Wiedergeburt und Heiligung 2. BATE te lau- ter Gü nicht be- hü = = T te; ten. Der Glaub sieht Je- sum Christum an, der hat gnug für uns all gethan, 2. Was Gott im Gjes geboten hat, da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Noth vor Gott so mannigfalte. Vom Fleisch wollt nicht heraus der Geist, vom Gjeß erfordert allermeist, es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher Wahn dabei: Gott hätt sein Getz drum geben, als ob wir möchten selber frei nach seinem Willen leben; so ist es nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die fündig Art, in unsrem Fleisch verborgen. 4. Nicht möglich war, die selbe Art aus eignen Kräften laßen; wiewohl es oft versuchet ward, noch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn Gleißners Werk Gott hoch verdammt, und je dem Fleisch der Sünde Schand allzeit war angeboren. 5. Doch mußt das Gsetz erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben: darum schickt Gott sein Sohn herein, er ist der Mittler worden. so lerne jetzt ein frommer Christ des Glaubens rechte G'stalte: nicht mehr denn: lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du haft für mich bezahlet! 7. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen, mun sagst du, daß kein Mensch verzag, der selber Mensch ist worden; das ganze Gsetz hat er erfüllt, damit seins Vaters Zorn gestillt, der über uns gieng alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist durch den, der es konnt halten, das wirst du nimmer fügen: wer glaubt in mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht werd verloren. 8. Er ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben faßzet; der Glaub gibt von ihm aus den Schein, so er die Werk nicht laßet; mit Gott der Glaub ist wohl daran, dem Nächsten wird die Lieb Guts thu, bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die Sünd durchs Gsetz erkannt und schlägt das Gwißen nieder, das Evangeljum kommt zu Hand und stärkt den Sünder wieder, und spricht: nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gsetz ist weder Diast noch Nuh mit allen seinen Werken. 10. Die Werk die kommen gwißlich her aus einem rechten Glauben; denn das nicht rechter Glaube wär, wollst ihn der Werk berauben. Doch macht allein der Glaub gerecht; die Werk die sind des Nächsten Knecht, B. Glaube und Rechtfertigung. dabei wirn Glauben merken. 11. Die Hoffnung wartt der rechten Zeit, was Gottes Wort zusage; wenn das geschehen soll zu Freud, setzt Gott kein gwißen Tage: fe 1. f 91. Weise: Jesus, meine Zuversicht. 81 er weiß wohl, wenns am besten ist, und braucht an uns kein arge List, des solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anließ, als wollt er nicht, laß dich es nicht erschrecken; denn wo er ist am besten mit, da will ers nicht entdecken. Sein Wort, das laß dir gwißer sein, und ob dein Fleisch spräch lauter Nein, so laß doch dir nicht granen. € Je sus nimmt die Sün- der an, = ( welche sa von der rechten Bahn auf 1 Trost- wort al- len, Weg ver- fallen. Je sus nimmt die Sün- der s Hier ist, was sie ret ten kann: P get doch dieß ver- fehr- ten an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kinder; glaubt es doch und denkt daran: Jesus nimmt die Sünder an. 2. Keiner Gnade sind wir werth, doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt; sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann. Jesus nimmt die Sünder an. Deutsches evang. Kirchen- Gesangbuch. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dieß Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 6 82 6. Ich bin ganz getrosten Muths; ob die Sünden blutroth wären, müßen sie kraft deines Bluts sich dennoch in Schneeweiß kehen, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewissen beißt mich nicht, Moses darf mich nicht verklagen: der mich frei und ledig spricht, hat die Sünden abgetragen, f³c= f XII. Wiedergeburt und Heiligung x. fore 1. fröh- lich sprin Liebe sin be 92. Eigene Weise. Nun freut euch, lieben Chri- sten gmein, und laßt uns daß wir ge- troft und all in ein mit Luft und daß mich nichts verdammen kann. Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimint die Sünder an: er hat mich auch angenommen und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben fann: Jesus nimmt die Sünder an. = gen, gen: was Gott an uns gewen det hat, und seine süße Wunderthat, gar theur hat ers er wor- ben. 4. Da jammert' Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen, 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren, mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hatt mich beseßen. 3. Mein gute Werk die galten nicht, es war mit ihun verdorben; der frei Will haßte Gotts Gericht, zum Guten gar erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Höllen mußt ich finken. er dacht an sein Barmherzigkeit, er wellt mir helfen laßen, er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ sein Bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: es ist Zeit, zu erbarmen, fahr hin, meins Herzens werthe Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Noth, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben.. B. Glaube und Rechtfertigung. 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward, er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau rein und zart, er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er gieng in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir: halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen, ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein, und wo ich bleib, da solt du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Bergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben: 83 den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben, da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. AP 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das solt du thun und lehren, daß Gottes Neich hier werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hülte dich vor Menschen Satz, 93. Weise: Vater unser im Himmelreich. be davon verdirbt der edle Schatz; das laß ich dir zur Letze. fe 1. So wahr ich le- be, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod, viel mehr ist dieß mein Wunsch und Will, daß er von Sünden hal te still, von seiner Bos- heit feh- re fich und le be mit mir ewig- lich. F 84 2. Dieß Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd: hier findest du Trost, Heil und Gnad, XII. Wiedergeburt und Heiligung z. die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem theuren Eid; 4. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, o selig, dem die Sünd ist leid! daß ich noch heute komm zu dir und Buße thu den Augenblick, eh mich der schnelle Tod hinrück; auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. 3. Heut lebst du, heut bekehre dich, eh morgen kommt, fanns ändern sich; 3 wer heut ist frisch, gesund und roth, ist morgen krank, ja wohl gar todt; so du nun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. C. Heiligung. a) Der christliche Kampf und Sieg. 94. Weise: O Jesu Christ, meins Lebens Licht. ( Ober in der Weise: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort, Nr. 75.) -4 1. Ein rei- nes Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der f Sün- den Thor und Thür, ver- trei- be sie und laß nicht zu, daß sie in meinem Her- zen ruh. 2. Dir öffn ich, Jesu, meine Thür,| 4. Und mache denn mein Herz zugleich ach komm und wohne du bei mir, an Himmelsgut und Segen reich, treib all Unreinigkeit hinaus gib Weisheit, Stärke, Rath, Veraus deinem Tempel und Wohnstand haus. 3. Laß deines guten Geistes Licht und bein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüth, o Brunnen unerschöpfter Güt! aus deiner milden Gnadenhand. 5. So will ich deines Namens Ruhm ausbreiten als dein Eigenthum, und dieses achten für Gewinn, wenn ich nur dir ergeben bin. fre 1. fo C. Heiligung. a) Der christliche Kampf 2c. 95. Weise: Straf mich nicht in deinem Zorn. denn es ist Sa- tans List Ma che dich, meinGeist be- reit, wa- che, fleh und be- te, daß dich nicht die böse Zeit un- ver- hofft betre- te; zur Ver- suchung kom men. 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe; und die Noth samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermuthet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten; wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne däuchten; denn Gott will für die Füll jeiner Gnabengaben offne Augen haben. U 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf mag finden, weils ihm sonst ein Leichtes ist, dich zu überwinden. Und Gott gibt, die er liebt, oft in seine Strafen, wenn sie sicher schlafen. 85 über vie le From- men 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt bezwinge, oder, wenn sie sich verstellt, wieder an sich bringe; wach und sieh, damit nie viel von falschen Brüdern unter deinen Gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List, und kann bald sich heucheln, und in Hoffahrt schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allen machen was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibeſt und sein Werk nicht treibest. 86 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er soll was geben; er verlanget unser Schrei'n, wenn wir wollen leben, und durch ihn XII. Wiedergeburt und Heiligung xc. unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden fräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; fhe 1. f denn er will alle Füll seiner Gunst ausschütten, wenn wir glaubend bitten. le! = Chri- sten al Ruf und Schal- le!! 10. Drum so laßt uns immerdar wachen, flehen, beten; weil die Angst, Noth und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. 96. Weise: Mache mit mir, Gott, nach deiner Güt. Mir nach, spricht Chri- stus, unser Held, Verleugnet euch, ver- laßt die Welt, mir nach, ihr folgt mei- nem Nehmt eu er Kreuz und Un- ge- mach f 22 auf euch, folgt meinem Wan- del nach. 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für| 4. Ich zeig euch, das was schädlich ist, mit heilgem Tugendleben; wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben; zu fliehen und zu meiden, und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden. ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, voll Liebe meine Seele; mein Mund der fleußt zu jeder Zeit von süßem Sanftmuthsöle; Ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite, ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn Ein böser Knecht, der still darf stehn, ift Gott ergeben, schaut auf ihn. sieht er voran den Feldherrn gehn! ● C. Heiligung. a) Der christliche Kampf 2c. 87 6. Wer seine Seel zu finden meint,| 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht werth und meiner Zier. be 97. Weise: Wachet auf, ruft uns die Stimme 1. Nistet euch, ihr Christen- leufu- chen euch zur Beu- te; mit unsrem Kreuz nachgehen, und wohlgemuth, getrost und gern in allen Leiden stehen. Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. F frisch an jedem Or- te, wapp- net euch mit Got- tes Wor f ja Sa- tan selbst hat eur be- gehrt; M D te! F und wir behal- ten mit das Feld. Die Feinde te da mit ihr bleibet un- ver- sehrt. und käm- pfet Ist euch der Feind zu schnell, hier ist Im- ma- nu- el, Univ.- Bibl. Giessen Ho- st- an na! Der Star- te fällt durch die- sen Held, = 88 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft. Stärket euch in Jesu Namen, daß ihr nicht strauchelt, wie die Lahmen; wo ist des Glaubens Eigenschaft? Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist Freude! Wohlan, so seid XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. zum Kampf bereit, so frönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wenig Jahre, eh ihr kommt auf die Todtenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird dieTodten wecken, und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit Frenden auf. b) fer 1. 63 4 f Gottlob, wir sind versöhnt! Daß uns die Welt noch höhnt, währt nicht lange; und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mache die zu Ueberwinder, die du erkauft mit deinem Blut! Schaffe in uns neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. allem er götzt. F Geuß aus auf uns den Geist, dadurch die Liebe fleußt in die Herzen, so halten wir getreu an dir im Tod und Leben für und für. Eins ist noth, achHerr, dieß Ei- ne leh- re mich er- ken- nen doch! Al- les an- dre, wies auch scheine, ist ja nur ein schweres Joch, -8 Liebe. 98. Eigene Weise. da- run- ter das Her- ze sich na- get und pla- get, und dennoch kein wahres Vergnügen er- ja- get. Er- langich dieß d Ei- ne, das alles er- setzt, so werd ich mit Ei- nem in ● C. Heiligung. b) Liebe. 2. Seele, wilt du dieses finden, fuchs bei keiner Creatur, laß was irdisch ist dahinten, schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, nothwendigste Theil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 3. Wie Maria war beflißen auf des Einigen Genieß, da sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ: ihr Herze entbrannte, dieß einzig zu hören, was Jesus ihr Heiland sie wollte belehren, ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr Alles in Einem geschenkt: 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir, laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehrten zum größesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist, was ist wohl, das man nicht in Jesu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle in dir ja verborgen liegt. Gib nur, daß sich auch mein Wille fein in solche Schranken fügt, worinnen die Demuth und Einfalt regieret 89 und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen Preis. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut; Jesu, es muß mir gelingen durch dein rosinfarbes Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben, die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigfeit prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht: du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben; entreiße mich aller vergänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich beschwemmt die Gnadenfluth. Du bist einmal eingegangen in das Heilge durch dein Blut, da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden; dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, im findlichen Geiste das Abba mun flingt. 90 9. Volles Gnügen, Fried und Freude jetzo meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßers kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquidt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. fe Cr 1. XII. Wiedergeburt und Heiligung zc. C for auf die Er den da zu werden. S 10. Drum auch, Jesu, du alleine follt mein Ein und Alles sein, prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege 99. Weise: Es ist gewißlich an der Zeit. und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege, gib, daß ich hier alles mir achte für Koth und Jesum gewinne, dieß Eine ist noth. Halt im Ge- dächt- nis Je- sum Christ, o Mensch, der vom Thron des Him- mels kom- men ist, dein Bru- der Ver- giß nicht, daß er dir zu gut 2. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist, und dadurch hat beſtritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod und dich erlöst aus aller Noth; dank ihm für dieſe Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Noth und Plage. Bedenke, daß er Fried gemacht, sein Unschuld- Leben wiederbracht; dank ihm für diese Liebe! = hat an- genommen Fleisch und Blut; dank ihm für die- se Lie- be! 4. Halt im Gedächtnis Jesum Chriſt, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit; dank ihm für diese Liebe! 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wieder kommen, und sich, was todt und lebend ist, zu richten vorgenommen. O denke, daß du da bestehst und mit ihm in sein Reich eingehst, ihm ewiglich zu danken. C. Heiligung. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben faßen, und nie, was du an mir gethan, mög aus dem Herzen laßen, b) Liebe. daß dessen ich in aller Noth mich trösten mög, und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. 100. Eigene Weise. fee 1. Herz- lich lieb hab ich dich, o Herr, ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit dei- ner Hilf und Gna- den! Die gan- ze = 3 91 Welt er freut mich nicht, nach Himmlund Erden frag ich nicht, = wenn ich dich nur kann ha== ben. Und wenn mir gleich mein f Herz zerbricht, so bist doch du mein Zu- ver- sicht, mein Theil und Be mei- nes Her- zens Trost, der mich durch sein B fre Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nim- mer- mehr! hat er löst. 92 XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. an meinem End vie Seele mein in Abrahams Schooß tragen, den Leib in seim Schlaffämmerlein 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und| 3. Ach Herr, laß einst die Engel dein Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben; damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr, des Satans Mord und Lügen wehr, in allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich! Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnoth. fe 1. f f mich ge ihm zut = Mei- nen Se- sum laß ich nicht! Weil er sich für so er= for dert meine Pflicht, un ver- rückt nur ge le 101. Weise: Jesus, meine Zuversicht. s = ben, ben. mei nen Je sum laß ich = 4 gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis zum füngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron! 2. Jesum laß ich nimmer nicht, weil ich soll auf Erden leben; ihm hab ich voll Zuversicht was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht't, meinen Jesum laß ich nicht. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weis djent; BB ist meines Le- bens Licht, nicht. laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn der Lebensfaden bricht, meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch laßen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube pranget; mich erfreut sein Angesicht, meinen Jesum laß ich nicht. C. Heiligung. b) Liebe. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel| 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu den Lebensbrunnen leiten. nicht meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet und befreiet vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. fe f 1. 102. Eigene Weise. 93 Selig, der mit mir so spricht: meinen Jesum laß ich nicht! Wie schön leuch- tet der Morgen- stern, voll Gnad und Du Da- vids Sohn aus Jakobs Stamm, mein König r Wahr- heit von dem Herrn, die süße Wur- zel Jef- je! und mein Bräuti- gam, haft mir mein Herz be- se= ßen, = lieb- lich, freund- lich, schön und herr- lich, groß und ehrlich, Jesu, Hosianna, himmlisch Manna, das wir eßen, deiner kann ich nicht vergeßen! reich von Gaben, hoch und sehr präch- tig er ha- ben. S 2.O meine Perl und werthe Kron, 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, wahr Gottes und Marien Sohn, o du mein Herr und Gott allein, ein hochgeborner König! Du bist des Herzens schönste Blum, dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Jesu, die Flamme deiner Liebe; daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib an deinem auserwählten Leib in frischem Lebenstriebe. In dir laß mir ohn Aufhören sich vermehren Lieb und Freude, daß der Tod uns selbst nicht scheide. 94 XII. Wiedergeburt und Heiligung zc. 4. Von Gott kommt mir ein Freuden- 6. Epielt unfrem Gott mit Saitenlicht, wenn du mit deinem Angesicht mich freundlich thuft anblicken. O Herr Jesu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken! Tröst mich freundlich, hilf mir Armen aus Erbarmen, hilf in Gnaden! Auf dein Wort komm ich geladen. du hast mich ewig vor der Welt in deinem Sohn geliebet; dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, er ist mein Freund, ich seine Braut, drum mich auch nichts betrübet. Heil mir, Heil mir: 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß du, mein Freund, bist A und O, der Anfang und das Ende! Du wirst mich auch zu deinem Preis aufnehmen in das Paradeis, des klopf ich in die Hände. Amen, himmlisch Leben wird er geben mir dort oben; ewig soll mein Herz ihn loben. fºc Co klang und laßt den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen, dem liebsten Jesu nur allein, dem wunderschönen Bräutgam fod mein zu Ehren und Gefallen. Einget, Kla- gen! za gen. springet, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, groß ist der König der Ehren. Amen, komm, du schöne Freudenkrone, Bleib nicht lange, deiner wart ich mit Verlangen! c) Gebet. Ich ruf zu dir, Herr Je- su Christ, 1.{ Ver- leih mir Gnadzu je- der Frist, 103. Eigene Weise. ich bitt, er- hör mein laß mich doch nicht verDen rech- ten Glauben, Herr, ich mein, den wol- lest Fo f du mir ge- ben, dir zu leben, dem Nächsten nütz zu sein, for C. Heiligung. c) Gebet. dein Wort zu hal- ten e ben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott,| 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von du kannst es mir wohl geben: dir daß ich werd nimmermehr zu Spott; die Hoffnung gib daneben, voraus, wenn ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen, und nicht banen auf all mein eigen Thun; sonst würts mich ewig reuen. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög vergeben, verzeih mir auch zu dieser Stund; schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis laß allweg sein, damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht daher, das mich möcht bald verkehren. 1.{* AI Herr, wie du lein zu = 104. Eigene Weise. ( Ursprünglich zu dem Liede: Aus tiefer Noth schrei ich zu dir.) B = und im Ster- ben! nicht ver der ben. $ 95 in dieser Welt abwenden; beständig sein ans End gib mir; du hasts allein in Händen! Und wem dus gibst, der hats umsonst; es mag niemand erwerben noch ererben durch Werke deine Gnad, die uns errett vom Sterben. 5. Ich lieg im Streit und widerstreb; hilf, o Herr Christ, dem Schwachen! An deiner Gnad allein ich kleb; du kannst mich stärker machen. Kommt mun Anfechtung her, so wehr, daß sie mich nicht umstoße; du wirsts machen, daßß mirs nicht bring Gefahr. Ich weiß, du wirsts nicht laßen. wilt, so schicks mit mir im Le- ben dir steht mein Be- gier, laß mich, Herr, Erhalt mich nur in dei- ner Huld: 96 XII. Wiedergeburt und Heiligung zc. STD sonst wie du wilt, gib mir Geduld, denn dein Will # 一年 iſt der be fte. 2. Zucht, Ehr und Tren verleih mir,| 3. Soll ich denn einmal nach deim Rath Herr, und Lieb 311 deinem Worte! Behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gib mir hier und dorte was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben! fe 105. Eigene Weise. von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Herr, ein seligs End gib mir durch Jesum Christum! Amen. 1. In dich hab ich ge hof fet, Herr, hilf, daß ich = = f. nicht zu Schanden werd noch ewig- lich zu Spot te. Des bitt ich = = dich: er halte mich 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhör mein Bitt, thu dich herfür, eil, bald mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöthen. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei mir ein Burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, dir tren, dir, mei nem Got te. ob mich bedräng der Feinde Meng hier und auf allen Seiten. = 4. Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort, mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Noth: wer mag mir widerstreben? C. Heiligung. 5. Mir hat die Welt oft zugericht viel Lügen, Trug und falsch Gedicht, viel Netz und heimlich Stricke; nimm meiner wahr, Herr, in Gefahr; behüt vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, be Von dir laß mich nicht trei- ben, R fe1. BEF Laß mich dein sein und bleiben, du treu- er Gott und Herr! da- für will ich dir dan- ken 106. Weise: Herzlich thut mich verlangen 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit Herr, laß mich nur nicht wan ken, gib mir Be- stän- dig- keit; O Gott, du frommer Gott, ohn den nichts ist, was ist, ge sun- den Leib gib mir, 2 2 c) Gebet. nimm mich in deine Hände! O wahrer Gott, aus aller Noth hilf mir am letzten Ende! Z sei Gott Vater und Sohn bereit, dem heilgen Geist mit Namen; die göttlich Kraft macht uns sieghaft, durch Jesum Christum. Amen. ein unverletz- te Seel Dentiches evang. Kirchen- Gesangbuch. 97 halt mich bei dei- ner Lehr. 107. Eigene Weise. 10. in al le E- wig- feit! = C du Brunnquell gu- ter Ga- ben, von dem wir al- les ha- ben, und daß in sol- chem Leib 7 und rein Ge- wi- fen bleib. 7 98 2. Gib, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gib, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wann ichs thu, so gib, daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen, laß kein unnützlich Wort aus meinem Munde gehen; und wann in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, XII. Wiedergeburt so laß mich nicht verzagen, gib einen Heldenmuth, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth überwind, und wann ich Rath bedarf, auch guten Rath erfind. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried und Freundschaft leben, so weit es christlich ist. Wilt du mir etwas geben f hei- Best gleich, und Heiligung 2. an Reichthum, Gut und Geld, so gib auch dieß dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget fei." 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen, so gib Geduld, vor Sünd und Echanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. Laß mich an meinem End auf Christi Tod abscheiden; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Näumlein gönn bei seiner Freunde Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 8. Wann du die Todten wirst an jenem Tag erwecken, so thu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken, laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf, und führ ihn schön verklärt zum auserwählten Hauf. 1. Va- ter un ser im Himmel- reich, der du uns al= le = 12 108. Eigene Weise. Brüder sein und dich ru- fen all, und wilt das Be- ten von uns han: gib, daß nicht bet al- lein der Mund, hilf, daß es geh von Herzens Grund. C. Heiligung. c) Gebet. 2. Geheiligt werd der Name dein, dein Wort bei uns hilf halten rein, daß auch wir leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm verführte Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit, der heilig Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei; des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich; gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. 5. Gib uns heut unser täglich Brod und was man darf zur Leibesnoth, behüt uns vor Unfried und Streit, vor Seuchen und vor theurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn, der Sorg und Geizes müßig gehn. 3² 99 6. All unsre Schuld vergib uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr, wie wir auch unsern Schuldigern ihr Schuld und Fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Feind ansicht; zur linken und zur rechten Hand hilf uns thun rechten Widerstand, im Glauben fest und wohl gerüst und durch des heilgen Geistes Trost. 8. Von allem Uebel uns erlös, es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ergen Tod und tröst uns in der letzten Noth, bescher uns auch ein selges End, nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist, es werde wahr! Etärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln tran, das wir hiemit gebeten han. Auf dein Wort, in dem Namen dein so sprechen wir das Amen fein. 109. Eigene Weiſe. Ver- leih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu un- sern Zeiten, ਹੋ es ist ja doch kein and- rer nicht, der für uns könn- te H streiten, denn du, unser Gott, al- lei- ne. 100 XII. Wiedergeburt und Heiligung x. d) Friede und Freude. 110. Eigene Weise. focu S meine Freude, mei- nes Wei- de, 1.{ Ach wie lang, ach lan- ge ist dem Her- zen bange, fe = Je su, meine Zier! Got- tes Lanım, mein Bräu- ti- gam, und ver- langt nach dir! au- ßer dir soll mir auf Erden nichts sonst lie- bers werden. 2. Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei; Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod soll mich, ob ich viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. laß den Satan wittern, und die Welt erschüttern; mir steht Jesus bei. Obesitzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Trotz dem alten Drachen, trotz dem Todes- Nachen, trotz der Furcht darzu! Tobe, Welt, und springe, ich steh hier und finge in gar sichrer Ruh, Gottes Macht hält mich in Acht; Erd und Abgrund muß sich scheuen, ob sie noch so dräuen. 4. Weg mit allen Schätzen, du bist mein Ergötzen, Jesu, meine Lust! Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören, bleibt mir unbewußt! 5. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht, dir sei ganz, du Lasterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeiſter, Jesus, tritt herein. Denen die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude! fe 1. C. Heiligung. d) Friede und Freude. 111. Weise: Unser Herrscher, unser König. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel, bre- chet al- le Fel- sen ein! Gottes Gnade hat das Siegel: sie will un- ver- än- dert sein. 2 Laßt die Welt zu Trümmern gehn, Got- tes Gna- de wird be- stehn! 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht; er, die Wahrheit, trüget nicht: was er saget, das geschicht. 3. Seine Gnade soll nicht weichen, wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, -bis sie mich zufrieden stellt. Ist die Welt voll Heuchelei, Gott ist fromm und gut und treu. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen: so fällt aller Zweifel hin, als wär er nicht immerdar was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeigt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, 101 6. Er will Friede mit mir halten, wenn die Welt sich auch empört; ihre Liebe mag erkalten, achtet doch mein Gott mich werth; und wenn Höll und Abgrund brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genennt; das ist Trost: so werd ich Armer nimmermehr von ihm getrennt; sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides thu. 112. Weise: Seelenbräutigam. 4 1. Wer ist wohl wie du, 8. Nun so soll mein ganz Vertrauen ankerfest auf ihm beruhn; Felfen will ich auf ihn bauen, was er sagt, das wird er thun. Erd und Himmel kann vergehn, sein Bund bleibet feste stehn. Fr मे Je- su, süße Nub? XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. 102 f² Un- ter vie- len aus- er- foren, Le- ben de- rer die ver- lo- ren, und ihr Licht da- zu, 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Noth zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket, und mich aus der Noth hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit! Du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket, und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit! 4. Großer Siegesheld! Tod, Sünd, Höll und Welt, alle Kraft des großen Drachen hast du wolln zu Schanden machen durch das Lösegeld deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majestät, König und Prophet! Deinen Scepter will ich füßen, ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria thät, höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm, als dein Eigenthum, durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen, als dein Eigenthum, allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmuth Schild, deiner Demuth Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn noch Stolz sich rege. Vor dir sonst nichts gilt, als dein eigen Bild. Je su sit ße Nuh! = 8. Steure meinem Sinn, der zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gib mir deinen Sinn. 9. Wecke mich recht auf, daß ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsetze, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf! 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gib, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gib. 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich Acht, Hüter, in der Nacht! 12. Einen Heldenmuth, der da Gut und Blut gern um deinetwillen laße und des Fleisches Lüſste haße, gib mir, höchstes Gut, durch dein theures Blut! 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todesthal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn! f 3 4 fe f C. Heiligung. d) Friede und Freude. 113. Weise: Laßet uns den Herren preisen. F Sollt ich mei- nem Gott nicht sin- gen, 1.{ Denn ich seh in al= len Dingen, fröhlich sein? mit mir mein. die in seinem Dienst sich üben. Ist doch nichts als lauter Lie- ben, fa das sein treues Her- ze regt, das ohn Ende hebt und trägt f fei- ne Zeit, Got- tes Lieb in 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm gedeckt; alsobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 103 sollt ich ihm nicht wie so gut ers 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu thener, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen Feuer durch sein theures Blut gewinn. O du ungegründter Brunnen! T & wig- keit. A Al- les Ding währt Wie will doch mein schwacher Geist, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geist, den edlen Führer, Gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 104 5. Meiner Seelen Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Noth zustehen, nimmt ers gleichfalls wohl in Acht. Wenn mein Können, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. XII. Wiedergeburt und Heiligung zc. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Tienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält; Thier und Kräuter und Getraide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See: überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wachtsein Sorgen und ermuntert mein Gemüth, daß ich alle liebe Morgen schaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so mancher Angst genesen! Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 8. Wie so manche schwere Plage wird vom Satan hergeführt, die mich doch mein Lebetage niemals noch bisher berührt: Gottes Engel, den er sendet, hat das Böse, was der Feind anzurichten ist gemeint, in die Ferne weggewendet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 9. Wie ein Vater seinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, ob es gleich, verführt zur Sünde, von dem rechten Pfade weicht: also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will mein Fehlen mit der Ruth, und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter sind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr und laße mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 12. Weil denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei! so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als ein Kind, bitte: wollst mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht, hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. feer Cr C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. e) Bertrauen und Trost. F fe 114. Eigene Weiſe. 1. Auf mei- nen lie- ben Gott trau ich in Angst und Noth; er kann mich all- zeit ret ten aus Trübsal, Angst und Nö- then; mein Unglück kann er wenden: steht alls in seinen Hän- den. 2. Ob mich mein Sünd ansicht, haft mir das Heil erworben, will ich verzagen nicht: und bringst uns all zugleiche auf Christum will ich bauen zum ewgen Himmelreiche, und ihm allein vertrauen; 5. Erhöre gnädig mich, ihm thu ich mich ergeben mein Trost, des bitt ich dich: im Tod und auch im Leben. hilf mir am letzten Ende, 3. Ob mich der Tod nimmt hin, nimm mich in deine Hände, ist sterben mein Gewinn, daß ich selig abscheide und Christus ist mein Leben; zur ewgen Himmelsfreude; dem thu ich mich ergeben. 6. Amen zu aller Stund Ich sterb heut oder morgen: mein Seel thut er versorgen. 4. Ach mein Herr Jesu Christ, der du geduldig bist. für mich am Kreuz geſtorben, 105 sprech ich aus Herzensgrund. Du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ewiglich preisen. Amen. 115. Eigene Weiſe. 1. Al- les ist an Gottes Segen und an seiner Gnad ge- le- gen, # ii- ber alles Geld und Gut. Wer aufGott sein Hoffnung se- tet, der be- hält ganz un- ver- le- tet einen frei- en Helden- muth. 106 2. Der mich hat bisher ernähret und so manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein; der mich wunderlich geführet und noch leitet und regieret, wird forthin mein Helfer sein. 3. Viel bemühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig ſind; ich begehr nach dem zu ringen, was Vergnügung pflegt zu bringen, und was jetzt man selten findt. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. & XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. f fe 1. Befiehl du deine Wege und was dein Her- ze kränkt F Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen; es hat alles seine Zeit. Ich hab ihn nichts vorzuschreiben: wie Gott will, so muß es bleiben, wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben, will ich ihm nicht widerstreben; ich verlaße mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet; alles Irdische vergehet und fährt wie ein Strom dahin. 116. Weise: Herzlich thut mich verlangen. der aller treu- sten Pflege = des, der den Himmel lenkt; der Wolken, Luft und Win- den gibt We- ge, Lauf und Bahn, der wird auch We- ge finden, da dein Fuß ge- hen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, 3. Dein ewge Tren und Gnade, wenn dirs soll wohl ergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott ihm gar nichts nehmen: es muß erbeten ſein. o Vater, weiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starter Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Nath gefällt. C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. 4. Weg hast du allerwegen an Mitteln fehlts dir nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht. Dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehu, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn: was er ihm vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer jagt, mit großen Gnaden rücken; erwarte nur die Zeit: so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf! auf! gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Negente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß thun und walten: er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, 107 wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath die Sach hinausgeführet, die dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn, und thun an seinem Theile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und sollst du für und für in Angst und Nöthen schweben, fragt' er doch nichts nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst. Er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue: du hast und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron! Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand; und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende an aller unsrer Noth; stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewis zum Himmel ein. 117. Eigene Weise Gib und stille in dem Got- te = 1.{ In ihm ruht al- ler Freuden Fül- le, ohn ihn mühſt du 108 XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. dei- nes. Le- bens. dich ver- ge bens; T er ist dein Quell und deine Son- ne, scheint täg lich hell zu dei- ner Won- ne: gib dich zu frie- den. = Er hat ein Hand, voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben; 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens. Wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens. Kreuz, Angst und Noth kann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Händen: gib dich zufrieden. 3. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, deffen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen; gib dich zufrieden. 4. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stille Klagen, und was du keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen: Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald und gern der Armen Bitten: gib dich zufrieden. 5. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. gib dich zufrieden. 6. Sprich nicht: ich sehe keine Mittel; wo ich such, ist nichts zum besten; denn das ist Gottes Ehrentitel: helfen, wenn die Noth am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, schickt er sich zu, uns wohl zu führen; gib dich zufrieden. 7. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen; macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto süßzer; gib dich zufrieden. 8. Es kann und mag nicht anders werden: alle Menschen müßen leiden; was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägtunſre Lenden bis in das Grab, da wird sichs enden; gib dich zufrieden. C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. 109 10. Er wird uns bringen zu den Schaaren 9. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herspringen und aus der Qual uns sämtlich bringen; gib dich zufrieden; f 118. Weise: Herzlich thut mich verlangen. fe 1. Ich bin ein Gast auf Erden und hab hier kei- nen Stand; der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden abgefahren, sich auch nun in Friede freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören gib dich zufrieden. --A der Himmel soll mir wer- den, da ist mein Vater- land. sprechen: Hier reis ich aus und a- be, dort in der ew- gen Ruh 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an als Müh und Noth gewesen? So lang ich denken kann, iſt Got- tes Gna- den- gabe, die schleußt all Arbeit zu. 4. Die frommen, heilgen Seelen, die giengen fort und fort und änderten mit Quälen den erst bewohnten Ort; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt' in des Grabes Schoß. 5. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid: was will ich beßer leben als solche große Leut? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur Freud hinein! hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. So giengs den lieben Alten, an derer Fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rath. Wie mußten die sich plagen, in was für Weh und Schmerz, in was für Furcht und Zagen sank oft ihr armes Herz! 110 XII. Wiedergeburt und Heiligung 2. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt; ich wandre meine Straßen, die zu der Heimath führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. 7. Mein Heimath ist dort oben, da aller Engel Schaar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdems ihm wohlgefällt. 8. 31 dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin: die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin; je länger ich hier walle, je wenger find ich Freud, die meinem Geist gefalle; das Meist ist Eitelkeit. 9. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel: ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will! Komm, mach ein seligs Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft! 10. Wo ich bisher geseßen, ist nicht mein rechtes Haus; wenn mein Ziel ausgemeßen, so tret ich dann hinaus, und was ich hie gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ewgen Wonne da ich stets freudenvoll, gleich als die helle Sonne, nächst andern leuchten soll; 12. Da will ich immer wohnen, und nicht nur als ein Gast, bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast; da will ich herrlich singen von deinem großen Thun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbtheil ruhn. 119. Weise: Herzliebster Jefu, was bast du verbrochen. fe 1. Herr, un- ser Gott, laß nicht zu Schanden werden die, so in ih- ren Nöthen und Be- schwerden bei Tag und Nacht auf dei- ne Gü- te hof- fen und zu dir ru fen. C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. 111 2. Mache zu Schanden alle die dich| 4. Wir haben niemand, dem wir haßzen, die sich allein auf ihre Macht verlaßen, ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen. 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; wann du ein Wort sprichst, werden fie bald Freunde, fie müßen Wehr und Waffen niederlegen, kein Glied mehr regen. fcf f al uns vertrauen, vergebens ists, auf Menschenhilfe bauen; mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 120. Weise: Welt, ich muß dich laßen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten 1. In allen mei- nen Tha- ten laß ich den Höchsten ra= then, der Al- les kann und hat; r. und das bedrängte kleine Häuflein retten; wir traun auf dich, wir schrein in Jesu Namen: hilf, Helfer! Amen. selbst ge ben 2. Nichts ist es, spat und frühe, um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen; ich stells in seine Batergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat versehen, und was mir selig ist. 4 len Din- gen, solls an- ders wohl ge er muß zu Ź Segen, Nath und That. lin = gent, Ich nehm es, wie ers gibet, was ihm von mir geliebet, dasselbe hab ich auch ertiest. 4. Ich traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Uebel schützt. Leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig nützt. 112 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen nicht stracks das Urtheil sprechen und mit mir haben noch Geduld. XII. Wiedergeburt und Heiligung 2. 6. Sein Engel, der gebreue, macht meine Feinde schene, tritt zwischen mich und sie. Durch seinen Zug, den frommen, sind wir so weit nun kommen, und wißen selber fast nicht wie. 7. Leg ich mich späte nieder, erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein kräftig Wort. 30-1 € f 8. Hat er es denn beschloßzen, so will ich unverdroßen an mein Verhängnis gehn; kein Unfall unter allen wird mir zu harte fallen, mit Gott will ich ihn überstehn. 9. Ihm hab ich mich ergeben. zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 10. So sei nun, Seele, seine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat! Es gehe, wie es gehe, dein Vater aus der Höhe der weiß zu allen Sachen Nath. 121. Weise: Valet will ich dir geben. = 1. Ist Gott für mich, so tre te gleich alles wi- der mich; so oft ich ruf und be te, weicht alles hin- ter sich. 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei; und daß in allen Fällen er mir zur Rechten steh, und dämpfe Sturm und Wellen und was mir bringet Web. Hab ich das Haupt zum Freunde und bin ge- liebt bei Gott, was kann mir thun der Fein- de und Wi- der- sa- cher Nott? 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut, das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Mein Jesus ist mein Ehre, mein Glanz und helles Licht, wenn der nicht in mir wäre, könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmuth, darf kein Gerichte scheuen, wie sonst ein Sünder thut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mirSorg undSchmerzen, nimmt allen Kummer hin, C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. gibt Segen und Gedeihen dem was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meiner Kraft. 6. Und wenn an meinem Orte sich Furcht und Schwachheit findt, so seufzt und spricht er Worte, die unaussprechlich sind, mir zwar und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, der an des Herzens Grunde erfiehet seine Lust. 7. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bei ihm suchet Ruh, und wie er hab erbauet ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet was es geglaubet hat. fc f U 8. Da ist mein Theil, mein Erbe mir prächtig zugericht, wenn ich gleich fall und sterbe, fällt doch mein Himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit Thränen meine Zeit, du, Jesu, durch dein Leuchten versüßest mir mein Leid. 122. Weise: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. F 9. Die Welt, die mag zerbrechen, du stehst mir ewiglich; kein Brennen, Hauen, Stechen soll trennen mich und dich; kein Hunger und kein Dürsten, kein Armuth, keine Pein, kein Zorn des großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 10. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid, was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 11. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein: die Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ, das, was mich singen machet, ist, was im Himmel ist! 1. Verzage nicht, du Häuf- lein klein, 113 dich gänzlich zu Fein de Willens sein, Deutsches evang. Kirchen- Gesangbuch. f ob- schon die ver- stö- ren, 8 114 $ ₁. XII. Wiebergeburt und Heiligung. und suchen deinen Un- ter- gang, angst und bang: es wird nicht lan 2. Tröste dich des, daß deine Sach ist Gottes! Dem befiehl die Nach und laß es ihn nur walten; er wird durch einen Gideon, den er wohl kennt, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. fe 1. nicht von mir, ir ret sehr, = ge währen. 3. So wahr Gott Gott ist, und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort, und was dem thut anhangen, endlich werden zu Hohn und Spott; Gott ist mit uns, und wir mit Gott; den Sieg wolln wir erlangen! da- von dir wird ganz 123. Eigene Weiſe. Von Gott will ich nicht la- ßen, denn er läßt führt mich auf rechter Straßen, da ich sonst pr er reicht mir seine Hand, den A- bend wie den I Fe Mor- gen thut er mich wohl ver- sor- gen, sei, wo ich woll im Land. 2. Wenn sich der Menschen Hulde 3. Auf ihn will ich vertrauen und Wohlthat all verkehrt, in meiner schweren Zeit; so findt sich Gott gar balde, es kann mich nicht gerenen: sein Macht und Gnad bewährt er wendet alles Leid. und hilft aus aller Noth, errett von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns gleich wär der Tod. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Sect, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben; er schaffs, wies ihm gefällt. 4. Es thut ihm nichts gefallen, denn was mir nützlich ist; er meints gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Christ, sein allerliebsten Sohn; durch ihn er uns bescheret was Leib und Seel ernähret; lebt ihn ins Himmels Thron. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, die er uns beide schenkt; das ist ein selge Stunde, darin man sein gedenkt. Verlorn ist sonst all Zeit, die wir zubringn auf Erden; wir sollen selig werden und bleibn in Ewigkeit. 6.Auch wenn die Welt vergehet mit ihrer stolzen Pracht, nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht, ja auch nach diesem Tod, tief in die Erd begraben, wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. fe £# C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. 115 17. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoßz; der Leib wird neu geboren, von allen Eünden los, # f dich und trä S ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren; daran muß niemand irren des Teufels listig Art. = schaffen hat. 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde: kommt doch die Ewigkeit, ist aller Freuden voll; dieselb ohn einigs Ende, dieweil ich Christum kenne, mir widerfahren soll. Jad 1. War- um be- trübst du dich, mein Herz, 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat; sein Sohn hat Guts die Fülle erworben und Genad; Gott der heilige Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! 124. Eigene Weife. be tüm merst = gest Schmerz nur um das zeit- lich Gut? Ver- trau du dei- nem Herrn und Gott, der alle Ding- er XII. Wiedergeburt und Heiligung zc. 2. Er kann und will dich laßen nicht,| 7. Ach Gott, du bist noch heut so reich, als du gewesen ewiglich! er weiß auch wohl, was dir gebricht, Himmel und Erd ist sein, mein Vater und mein Herre Gott, der mir beisteht in aller Noth. Mein Traun steht ganz zu dir; mach mich an meiner Seele reich, so hab ich genug ewiglich. 116 G 3. Weil du mein Gott und Vater bist, wirst du dein Kind verlaßen nicht, du väterliches Herz! Ich bin ein armer Erdenkloß, auf Erden weiß ich keinen Trost. 4. Der Reich verläßt sich auf sein Gut; ich trau dir, Gott, aus festem Muth. 9. Alles was ist auf dieser Welt, Ob ich gleich werd veracht, so weiß ich und glaub feftiglich: wer dir vertraut, dem mangelts nicht. 5. Du hast dein Kinder stets ernährt und gnädig ihrem Leid gewehrt; Elias ward gespeiſt von Raben in der Hungersnoth; so bracht ihm auch dein Engel Brod. 6. Josephs hast du erbarmet dich und seiner Brüder gnädiglich in schwerer, theurer Zeit; hast Danjels, deines Knechts, gedacht, ihn von den Löwen frei gemacht. fe $ V f² 8. Der zeitlich Ehr will ich entbehrn, willst du das Ewge mir beschern, das du erworben haſt durch deinen herben, bittern Tod, des bitt ich dich, mein Herr und Gott! nicht wo aus noch ein, es sei Silber, Gold oder Geld, Reichthum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 10. Ich dank dir, Christe, Gottes Sohn, daß du mir dieß haft kund gethan durch dein göttliches Wort; verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seelen Seligkeit! 11. Lob, Ehr und Preis sei dir gesagt für alle dein erzeigt Wohlthat; ich bitt demüthiglich: laß mich nicht von deim Angesicht verstoßen werden ewiglich. 125. Eigene Weise. 1. Wenn wir in höch- sten Nö S then sein und wis- sen und fin- den we- der Hilf noch Nath, ob wir gleich sorgen früh und spat: 2. So ist dieß unser Trost allein, daß wir zusammen ingemein anrufen dich, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Noth, C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. 3. Und heben unser Aug und Herz zu dir in wahrer Reu und Schmerz, und bitten um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich all denen die drum bitten dich im Namen deins Sohns Jesu Christ, der unser Heil und Fürsprech ist. for 1. f f₁ Wer Gott wer sich und auf Er Him- mel wer 126. Weise: Was mein Gott will, das gscheh allzeit. 117 5. Drum fommen wir, o Herre Gott, den; den. und klagen dir all unsre Noth, weil wir jetzt stehn verlaßen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Sieh nicht an unsre Sünden groß, sprich uns davon aus Gnaden los, ver- traut, hat wohl ge- baut ver läßt auf Je- sum Chrift, 2 re steh uns in unsrem Elend bei, mach uns von allen Plagen frei; 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken dir, gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu Christ, der sie all schlägt darnieder. Und wenn ich dich nur hab um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. ganz fest und steif thu se- ten; Herr Je Darum auf dich all Hoffnung ich im Him- mel dem muß der S su Christ, mein Trost du bist in To- des- noth und Schner zen. 2. Und wenns gleich wär dem Teufel| 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich, denn du kannst mir wohl geben, I was mir ist noth, du treuer Gott, hier und in jenem Leben. Gib wahre Neu, mein Herz erneut, errette Leib und Seele. Ach höre, Herr, dieß mein Begehr und laß mein Bitt nicht fehlen. 118 XII. Wiedergeburt und Heiligung 2. 127. Eigene Weife. f³ c= r 1. B Was Gott thut, das ist wohl ge- than, es bleibt gewie er fängt meine Sachen an, will ich ihm recht sein Wille; hal- ten stil- le. Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten; 2. Was Gott thut, das ist wohl gethan; er wird mich nicht betrügen, er führet mich auf rechter Bahn; so laß ich mir genügen an seiner Huld und hab Geduld, er wird mein Unglück wenden; es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohl gethan; er wird mich wohl bedenken; er ist der beste Arzt und kann nicht Gift für Balsam schenken zur Arzenei; Gott ist getreut, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl gethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben drum laß ich ihn nur walten. in Frend und Leid, es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohl gethan; muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nichts schrecken, weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohl ge= than; dabei will ich verbleiben; es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen balten; drum laß ich ihn nur walten. C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. foo 128. Eigene Weisſe. E 1. Warum sollt ich mich denn grä- men? Habich doch Christum noch, fr. wer will mir den neh- men? Wer will mir den Himmel rau- ben, den mir schon Got- tes Sohn bei- ge- legt im Glan- ben? 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und Leben ist nicht mein, Gott allein ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin, ich will ihn dennoch fröhlich ehren. Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden, er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt, follt ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen jein Gericht, fann mich nicht ganz und gar verlaßen. 119 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil sie zu Schanden machen. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, 7. Unverzagt und ohne Grauen dringt herein soll ein Christ, wo er ist, stets sich laßen schauen; wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Muth dennoch gut und fein stille bleiben. 120 8. Kann uns doch kein Tod nicht tödtent, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöthen, schleußt das Thor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 9. Allda will in süßen Schätzen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergötzen. XII. Wiedergeburt und Heiligung 2c. Hier ist kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hält, muß im Hui verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüther. 1. fo be fe = B ste; ste. F Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. 11. Herr mein Hirt, Brunn aller Freuden, T du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut Was mein Gott will, das gscheh all- zeit, zu helfen den er ist bereit, mir zu gut in den Tod gegeben; 12. Du bist mein, weil ich dich faße und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen laße. Laß mich, laß mich hin gelangen, da du mich und ich dich lieblich werd umfangen. 129. Eigene Weiſe. sein Will der ist der die an ihn glau- ben Er hilft aus Noth, der from me Gott, = und tröstt die Welt mit Ma- ßen. Wer Gott vertraut, sest auf ihn baut, den will er nicht ver- la B Ben. C. Heiligung. e) Vertrauen und Trost. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Leben; was mein Gott will, das mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, mein Haar er selber hat gezählet; er hütt und wacht, stets für uns tracht, auf daß uns gar nichts fehle. 3. Nun muß ich Sünder von der Welt hinfahrn in Gottes Willen zu meinem Gott, wenns ihm gefällt: ich will ihm halten stille. 3 4 1.{ fd 121 Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden; du frommer Gott, Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. du wirst mirs nicht versagen: wenn mich der böse Geist ansicht, laß mich, Herr, nicht verzagen; hilf und auch wehr, ach Gott, mein Herr, zu ehren deinen Namen. Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich Amen. 130. Eigene Weise. ( Ober in seiner andern Weise, Nr. 133.) Wer nur den lieben Gott läßt walten den wird er wun- ver- lich er- hal- ten F gen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid mur größer durch die Traurigkeit. und hof- fet auf ihn in al- ler Noth und allezeit, Wer Gott, dem Al- ler- höch- sten, traut, der hat auf Traurig- keit. B0 # kei- nen Sand ge- baut. 2. Was helfen uns die schweren Sor-| 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gnadenwille, wie sein Allwißenheit es fügt; Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 122 XIII. Die letzten Dinge. 4. Er kennt die rechten Freudenstun-| 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen, den, und ist dem Höchsten alles gleich, er weiß wohl, wann es nützlich sei; den Reichen klein und arm zu wenn er uns nur hat treu erfunden machen, und merket keine Heuchelei: so kommt Gott, eh wirs uns verfehn, und läßet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlaßen seist, und daß Gott der im Schoßze sitze, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem sein Ziel. XIII. den Armen aber groß und reich; Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, Die letzten Dinge. so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. A. Cod( Sterbelieder). fe f 2. Mit Frend fahr ich von dannen zu Chrift, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm ſei. 131. Eigene Weise. 1. Christus der ist mein Leben, ster- ben ist mein Ge- winn; 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Noth; durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Athem geht schwer aus, und kann kein Wort mehr sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf. hin; dem thu ich mich ergeben, mit Freud fahr ich da- 5. Wenn mein Herz und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her thut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille laß mich, Herr, schlafen ein nach deinem Nath und Willen, wenn kommt mein Stündelein. 7. Ach laß mich gleich den Reben anbangen dir allzeit und ewig bei dir leben in deiner Himmelsfreud! fro la f fej F JE 1. Wenn mein Stündlein vor- han- den ist, und soll hin- fahrn mein foo Stra- se, so gleit du mich, Herr Je- su Christ, mithilf mich nicht ver= A. Tod( Sterbelieder). 132. Eigene Weise. ße! Mein Seel an meinem letz- ten End be- fehl ich dir in dei- ne Händ, du wollst sie mir 2. Mein Sünd mich werden kränken sehr, mein Gwißen wird mich nagen, denn ihr sind viel wie Sand am Meer, doch will ich nicht verzagen: gedenken will ich an dein Tod, Herr Jesu, und dein Wunden roth, die werden mich erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen! Von dir ich ungeschieden bleib in Todesnoth und Schmerzen; fer, 1. 123 be- wah- ren! wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir: ein ewigs Leben hast du mir mit deinem Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden biſt, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Tods Furcht kann sie vertreiben; denn wo du bist, da komm ich hin, 133. Eigene Weiſe. ( Ursprünglich zu dem Liede: Wer nur den lieben ott läßt walten.) ( Oder in der älteren Weise des Liedes. Nr. 130 zu singen) daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich bin mit Freuden. Wer weiß, wie na- he mir mein En- de! ach wie geschwinde und be- hen- de Hin geht die Zeit, her fann kommen mei- ne 124 XIII. Die letzten Dinge. kommt der Tod; To- des- noth! F Mein Gott, ich bitt durch Chri- sti Blut: - nem En de gut! S machs nur mit 2. Es kann vor Nachts leicht anders| 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Jesu zu, darein ich mich festgläubig winde, das gibt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! mei- werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du wilt, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 5. Mach immer süßer mir den Himmel, und immer bittrer diese Welt, gib, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod; ich leg die Hand in seine Seite und sage: mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf; du bist mir auch daher gewogen, hast mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Fleisch gegeßen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kannst du meiner nicht vergeßen! Ich bleib in ihm, und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! A. Tod( Sterbelieder). 125 10. So komm mein End heut oder| 11. Ich leb indes mit dir vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis; mir guilget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewiß, durch deine Gnad und Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. morgen: ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jesu Blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut! 134. Eigene Weise. be 1. Herzlich thut mich verlangen nach einem sel- gen End, weil ich hier bin um- fan- gen mit Trüb- sal und E- lend. Ich hab Lust, ab- zu scheiden von dieser ar- gen Welt, = sehn mich nach ew- gen Freuden; 0 Je su, komm nur bald! F 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Höll; es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vor Hölle, Tod und Sünd? Weil ich auf dich thu bauen, bin ich ein seligs Kind. 3. Wenn gleich füß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, zu sterben willig dir. Ich weiß ein beßer Leben, da meine Seel fährt hin: des freu ich mich gar eben; Sterben ist mein Gewinn. 4. Der Leib zwar in der Erden von Würmern wird verzehrt, doch auferwecket werden durch Christum, schön verklärt, wird leuchten als die Sonne und leben ohne Noth in ewger Freud und Wonne; was schadet mir der Tod? 5. Ob mich die Welt auch reizet, länger zu leben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Geld, Gut, all ihr Zier: doch ich das gar nicht achte, es währt ein kleine Zeit; das Himmlisch ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. 126 XIII. Die letzten Dinge. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide| 9. Gesegn euch Gott der Herre, von meinen Freunden gut, das mir und ihnn bringt Leide: doch tröstt mir meinen Muth, daß wir in größern Freuden zusammen kommen dort, und bleiben ungescheiden im himmelischen Thron. 7. Ob ich auch hinterlaße ihr Vielgelickten mein! Trauert nicht allzu sehre über den Abschied mein! Beständig bleibt im Glauben! Wir werdn in kurzer Zeit einander wieder schauen dort in der Ewigkeit. betrübte Waiselein, dern Noth mich über Maße jammert im Herzen mein: will ich doch gerne sterben und tranen meinem Gott; er wird sie wohl ernähren und retten aus der Noth. 8. Was thut ihr so sehr zagen, ihr armen Waiselein? Sollt euch Gott Hilf versagen, der speist die Raben klein? 10. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: gib mir ein seligs Ende, send mir die Engel dein; führ mich ins ewig Leben, das du erworben haft durchs Leiden dein und Sterben und blutiges Verdienst. 11. Hilf, daß ich gar nicht wante von dir, Herr Jesu Christ; den schwachen Glauben stärke in mir zu aller Frist! Frommer Wittwen und Waisen ist er der Vater treu; trotz dem, der sie beleidet; das gläubt ohn alle Schen. Hilf ritterlich mir ringen, bein Hand mich halt mit Macht, daß ich mög fröhlich singen: gottlob, es ist vollbracht! fe 1., Freu dich sehr, o mei- ne See le, und ver- giß all Noth weil dich Christus mun, dein Her- re, ruft aus diesem Jam5 f f f und Anal, mer- thal. in die 7 die Freud, in 135. Eigene Weise. Aus Trübsal und großem Leid s R sollt du fah- ren 7 die fein Ohr je hat ge- hö wig- teit auch wäh ret. ret, A. Tod( Sterbelieber). 2. Tag und Nacht hab ich gerufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Noth. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Bahn: so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleichwie die Nosen stehen unter Dornen spitzig gar: also auch die Christen gehen stets in Nengsten und Gefahr. Wie die Meereswellen sind, und der ungestüme Wind: also ist allhier auf Erden unser Lauf voller Beschwerden. 4. Welt und Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, laßen uns bei keinem Muth. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Krenz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, Jammer gnug findt sich auf Erden. 5. Wenn die Morgenröth herleuchtet, und der Schlaf sich von uns wendt, Sorg und Kummer daher streichet, Müh findt sich an allem End; unsre Thränen sind das Brod, so wir eßßen früh und spat; wenn die Sonn nicht mehr thut scheinen, so ist nichts denn Klag und Weinen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil dein Blut mich hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freub 127 mög von hinnen fahren heut! Ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlaße! 7. In dein Seite will ich fliehen an meim bittern Todesgang; durch dein Wunden will ich ziehen in das himmlisch Vaterland. In das schöne Paradies, drein dein Mund den Schächer wies, wirst du mich, Herr Christ, einführen und mit ewger Klarheit zieren. 8. Ob mir schon die Augen brechen, das Gehör auch gar verschwindt, und mein Zung nichts mehr kann sprechen, mein Verstand sich nichts besinnt: bist du doch mein Licht, mein Hort, Leben, Weg und Himmelspfort, du wirst selig mich regieren und die Bahn zum Himmel führen. 9. Laß dein Engel mit mir fahren auf Elias Wagen roth, und mein Seele wohl bewahren, Lazaro gleich, nach dem Tod. Laß sie ruhn in deinem Schoß, fülle sie mit Freud und Trost, bis der Leib kommt aus der Erden, und sie beid vereinigt werden. 10. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Noth und Qual, weil dich mun Christus, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal. Seine Freud und Herrlichkeit sollt du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren, und auf ewig triumphieren. 128 fe XIII. Die letzten Dinge. 136. Weise: Vater unser im Himmelreich. 1. Herr Jesu Christ, wahr Mensch und Gott, der du littst Mar- ter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch end- lich starbst O und mir deins Vaters Huld er warbst: G bittre Lei den dein, du 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnoth und ringen werde mit dem Tod, wenn mir vergeht all mein Gesicht, und meine Ohren hören nicht, und meine Zunge nicht mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt, und mir all menschlichHilf zerrinnt: so komm, Herr Christe, mir behend zu Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammerthal, verkürz mir auch des Todes Qual! 4. Die bösen Geister von mir treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt, so nimm sie, Herr, in deine Händ! Der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis naht der jüngste Tag herzu. 5. Ein fröhlich Urständ mir verleih, am jüngsten Gricht mein Fürsprech fei ich P bitt durchs wollst mir Sün- der gnä- dig sein. und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk; wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir: 6. Fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt! 7. Sondern ich will mit starker Hand ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich, da soll er denn mit mir zugleich in Freuden leben ewiglich!" Dazu hilf uns ja gnädiglich! 8. Ach Herr, vergib all unsre Schuld; hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei, auch unser Glaub stets wacker sei, deim Wort zu trauen festiglich, bis wir entschlafen seliglich! fe 1. fo A. Tod( Sterbelieder). f 137. Eigene Weiſe. mei nem Lei den!> Seel will scheiden, Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt, Ruf ich dich an, ver- sag mirs nicht; 3 die Seel sich zu dir schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Noth, Müh, Arbeit überall. so nimm sie, Herr, in deine Händ! Ist al- les gut, wenn gut das End. 2. Gern will ich folgen, liebster Herr,| 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt, die du wirst mirs nicht verderben. Sünd Ach, du bist doch von mir nicht fern, ob ich gleich hie muß sterben und laßen meine lieben Freund, dies mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, 138. Eigene Weise. mir können nichts mehr schaden; an dir, o Herr, ich Nettung find, ich tröst mich deiner Gnaden: dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. 5. Was wollt ich denn lang traurig ſein, weil ich so wohl bestehe, bekleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut, hergehe? Gehab dich wohl, du schnödeWelt, bei Gott zu leben mir gefällt! 1. Welt, ich muß dich la ßen, S 129 r hilf mir in wenn sich mein H Straßen ins e wig Va- ter- land; Deutsches evang. Kirchen Gesangbuch. ich fahr da- hin mein r mein Geist will 9 130 ich auf- ge - XIII. Die letzten Dinge. S ben, fc- F 1. dar je Ben in 2. Mein Zeit ist nun vollendet, der Tod das Leben endet, Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden; das Ewig muß mir werden, mit Fried und Freud ich fahr dahin. Gottes 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogen durch Schand und Büberei; will ich doch nicht verzagen, sondern mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen, wahrlich, durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben, des Vaters Huld erworben, mein Mittler er auch worden ist. S zu mein Leib und Le- ben gnä- dig Hand. 6. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich ererben, wie er mirs hat bereitt; hier mag ich nicht mehr bleiben, der Tod thut mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 7. Damit fahr ich von hinnen; o Welt, thu dich besinnen, denn du mußt auch hernach; thu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren, im Glauben sei du auch nicht schwach. 8. Die Zeit ist schon vorhanden, hör auf von Sünd und Schanden, und richt dich auf die Bahn mit Beten und mit Wachen, sonst alle irdsche Sachen laß fahrn und gib sie willig bran. 5. Die Sünd mag mir nicht schaden: 9. Das schenk ich dir am Ende; wohlan, zu Gott dich wende: erlöst bin ich aus Gnaden, umsonst, durch Christi Blut; kein Werk kömmt mir zu Frommen, zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Bein und Echmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen, meins Bleibens ist jetzt hie nicht mehr. drum will ich zu ihm kommen allein durch wahren Glauben gut. 139. Eigene Weise. Ba- let will ich dir geben, du arge, fal- sche Welt; dein fündlich böses Leben durchaus mir nicht ge fällt. 5 A. Tod( Sterbelieder). fro f da wird Gott herr- lich 2. Nath mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon; verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Muth, laß selig mich abscheiden, setz mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde: drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde, zu Trost in meiner Noth, wie du, Herr Christ, so milde dich haft geblut zu Tod. # 1 Im Himmel ist gut woh- nen, hin- auf steht mein Be- gier; fer B for zur Ewig- teit! lohnen dem, der ihm dient all- hier. 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden in deiner offnen Seit, rück sie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit. 131 Der ist wohl hie gewesen, wer kommt ins Himmels Schloß; der ist ewig geneſen, wer bleibt in deinem Schoß. 5. Schreib meinen Namn aufs beste ins Buch des Lebens ein, und bind mein Seel gar feste ins schöne Bündelein 140. Weise: Ich hab mein Sach Gott heimgestellt. ord 1. Wie fleugt dahin der Menschen Zeit, der, die im Himmel grünen und vor dir leben frei: so will ich ewig rühmen, daß dein Herz trene sei. T F wie ei let man Wie wenig denken an die Stund von Her- zens Grund, wie schweigt da von der träge Mund! 2. Das Leben ist gleichwie ein Traum,| 3. Nurdu, mein Gott, du bleibest mir das was du bist; ich trane dir. ein nichtger, leerer Waßzerschaum, im Augenblick es bald vergeht und nicht besteht, gleichwie ibr dieses täglich seht. Laß Berg und Hügel fallen bin, mir ist Gewinn, wenn ich allein bei Jesn bin. 132 XIII. Die letzten Dinge. 4. So lang ich in der Hütten wohn, 6. Weg, Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewuſt: das such ich nur, das bleibet mir; o mein Begier, so lehre mich, o Gottes Sohn! Gib, daß ich zähle meine Tag und munter wach, daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 5. Was hilft die Welt in letzter Noth? Lust, Ehr und Reichthum in dem Tod? O Mensch, du laufst dem Schatten zu! Das merke du, du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh. fe B. Wiederkunft des Herrn zum Gericht, Auferstehung der Codten, ewiges Leben. f 1. Mitten wir im Le- ben sind Wensuchn wir, der Hil- fe thu, BE 141. Eigene Weise Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! Das bist du, Herr, al- lei- ne. 7. Was wird das sein, wenn ich dich jeb und bald vor deinem Throne ſteh? Du unterdeßen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. = mit dem Tod um- fan -8 daß wirGuader- lan = S gen. gen? Uns reu- et uns- re Mis- se- that, die dich, Herr, er zür net hat. Heiliger Her- re Gott, fa bei li- ger, starker Gott, hei- li- ger, barmherziger Hei- land, S & B. Wiederkunft des Herrn zum Gericht zc. du e- wi- ger Gott, laß uns nicht ver- fin in des bit- tern To des Noth! Ky rie = 2. Mitten in dem Tod ansicht uns der Höllen Rachen; wer will uns aus solcher Noth frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unser Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Gluth! Kyrieleison. fes 3² O 142. Eigene Weiſe = lei= son. 3. Mitten in der Höllen Angst unser Sünd uns treiben, wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? 1. Nun laßt uns den Leib be gra- ben ਕੀਤ 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden; und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gottes Posaun wird angehn. Zu dir, Herr Christ, alleine! Vergoßen ist dein theures Blut, das gnug für die Sünde thut. Heiliger Herre Gott, heiliger, starker Gott, heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott, 133 laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost! Kyrieleison. JE - fen und unver- wes- lich hervor- gehn. kein Zweifel ha- ben, er werd am jüng- sten Tag auf stehn I und da- ran 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhie aus lauter Gnad von aller Sünd und Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. 134 XIII. Die letzten Dinge. 4. Sein Armuth, Trübsal und Elend| 7. Nun laßen wir ihn hie schlafen, und gehn all heim unser Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß; denn der Tod kommt uns gleicher Weis. ist kommen zu eim selgen End: er hat getragen Christi Joch, ist gstorben, und lebet doch noch. 5. Die Seele lebt ohn alle klag, der Leib schläft bis an jüngsten Tag, an welchem Gott ihn verklären und ewger Freud wird gewähren. 6. Hier ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen in herrlicher Freud und Wonne, leuchten als die helle Sonne. fe 143. Eigene Weise. sehr hoch auf der Zin- ne, 8. Das helf uns Christus, unser Trost, 1. Wa- chet auf! ruft uns die Stim r der uns durch sein Blut hat erlöst vons Teufels Gwalt und ewger Pein. Ihm sei Lob, Preis und Ehr allein! uns mit hel- lem Mun- de: Mitternacht heißt diese Stun * wach auf, du Stadt Je- ru- sa- lemt! 3 $ me $ ihr mü ßet ihm entgegen- gehn! de, der Wächter r a sie ru wo seid ihr flu- gen Jungfrau- en? r F Wohlauf! Der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! fen Hal- le- lu- ja! Macht euch bereit zut der Hoch- zeit; 數 。 B. Wiederkunst des 2. Zion hört die Wächter singen, das Herz thut ihr vor Freuden springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaben stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werthe Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. fver 1. fo Herrn zum Gericht 2c. 13. Gloria sei dir gesungen Herr, wird kommen, Bös und Frommen. for mit Menschen und mit EngelZungen, mit Harfen und mit Cymbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore an deiner Stadt, wir stehn im Chore 144. Eigene Weiſe. O 135 der Engel hoch um deinen Throu. Kein Aug hat je geſehn, kein Ohr hat je gehört solche Frende; drum jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für. Es ist gewiß- lich an der Zeit, daß Christ, der in seiner großen Herr- lichkeit, 311 rich> ten 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welt ihr Ende; dann werden alsbald auferstehn die Todten gar behende. Da wird der Tod erschrecken sehr, wann er wird hören neue Mähr, daß alles Fleisch soll leben. 3. Ein Buch wird dann gelesen bald, darinnen steht geschrieben, wie Gott will richten Jung und Alt: nichts wird verborgen bleiben. Wer wird als dann vor ihm be- stehn, wenn al- les wird durchsFeur vergehn, wie uns sein Wort be- zeu- get? Da wird ein Jeder seinen Lohn empfahen, wie er hat gethan in seinem ganzen Leben. 4. Was werd ich armer Sünder dann vor deinem Nichtstuhl sagen? Was werd ich für ein Fürsprech han, der meine Sach austrage? Das wirst du thun, Herr Jesu Christ, weil du zuvor gekommen biſt, all Sünder zu erlöſen. 136 5. Wann ich, Herr, meine Sünd bedenk, XIII. Die letzten Dinge. 6. Herr Jesu Christ, du machst es lang in diesen bösen Tagen, den Leuten wird auf Erden bang, laß sie doch nicht verzagen; gib ihnen deinen heilgen Geist, der sie in alle Wahrheit leit; durch Jesum Christum. Amen. 145. Eigene Weiſe. mein Augen müßen weinen, wann ich die ewig Freud bedenk, mein Herz thut sich erfreuen; fe $ ₁ Herr, hilf, daß ich dein Angesicht mög sehn mit meinem Augenlicht dort, in dem ewgen Leben. E- wig- keit, du Donnerwort, Ewig- keit, Zeit oh- ne Zeit! r r o Schwert, das durch die Ich weiß vor großer See- le bohrt, D An- fang son- der En de! a Traurig- teit nicht, wo ich mich hin- wen- de!! Mein ganz erschrocknes Herz er- bebt, wenn mir dieß Wort im Sinne schwebt. 4. Doch so lang Gott im Himmel lebt 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt, nicht endlich muß vergehen. Die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen; und über alle Wolken schwebt, wird solche Marter währen; wie frißt der grimmen Flamine Strahl: ja, wie mein Heiland selber spricht: ihr Wurm und Feuer stirbet nicht. 3. Wenn der Verdammten große Qual so manches Jahr, als an der Zahl hier Menschen sich ernähren, als manchen Stern der Himmel hegt, als manches Laub das Erdreich trägt, noch endlich sollte währen: so wäre doch der Pein zuletzt cin Ende und ein Ziel gesetzt. so plaget sie die ewge Qual und kann sie nicht verzehren. Dann wird sich enden diese Pein, wann Gott nicht mehr wird ewig sein. 5. Ach Gott, wie bist du so gerecht, wie strafest du den bösen Knecht so hart im Pfuhl der Schmerzen! Auf kurze Lüste dieser Welt hast du so lange Pein geſtellt. Ach nimm dieß wohl zu Herzen und merke drauf, o Menschenfind: furz ist bie Zeit, der Tod geschwind. B. Wiederkunft des Herrn zum Gericht zc. 6. Ach fliehe doch des Teufels Strick! Die Wollust kann ein Augenblick, und länger nicht, ergötzen; dafür willst du dein arme Seel hernachmals in des Teufels Höhl, o Mensch, zum Pfande setzen? Ach tausche nicht für kurze Freud die lange Pein der Ewigkeit! 7. Wach auf, o Mensch, vom Sündenschlaf; ermuntre dich, verlornes Schaf, und bere bald dein Leben! Wach auf, es ist sehr hohe Zeit, fed 1. f 137 es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn zu geben. Vielleicht ist heut der letzte Tag; wer weiß noch, wie man sterben mag? 146. Eigene Weise. 2nd to was die lan- ge To- des- nacht 2. Jesus, er meiu Heiland, lebt; ich werd auch das Leben schauen; sein, wo mein Erlöser schwebt, warum sollte mir denn granen? Läßet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glaubenshand wird in ihn gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin Fleisch, und muß daher auch einmal zu Asche werden, das gesteh ich; toch wird er 8. Ewigkeit du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! Ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Himmelszelt! Je- sus, mei- ne Zu- ver- sicht und mein Heiland, ist im Leben: dieses weiß ich, sollt ich nicht da- rum mich zu- frie- den ge- ben, mir auch für Ge- dan- ken macht? mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dann wird diese meine Haut mich umgeben, wie ich glaube, Gott wird werden angeschaut dann von mir in diesem Leibe, und in diesem Fleisch werd ich Jesum sehen ewiglich. 6. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen; ich, ich selbst, kein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgethan. 138 XIII. Die letzten Dinge. 7. Was hier kranket, seufzt und| 9. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen: denn ihr sollt euch aus der Gruft enrem Heiland zugesellen, dann wird Schwachheit und Verdruß fleht, wird dort frisch und herrlich gehen: irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hier geh ich natürlich ein, dort, da werd ich geistlich sein. 8. Seid getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder; gebt nicht Statt der Traurigkeit: sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wenn einst die Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. fe. 1. 147. Eigene Weife. ( Oder in seiner andern Weise, Nr. 29.) Al- le Menschen müßen ster- ben, al les Fleisch ver- geht wie Hen; ( was da le- bet, muß verder- ben, soll es an ders werden neu. liegen unter eurem Fuß. 10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden, und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt sollt werden; schickt das Herze da hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein. Die- ser Leib, der muß ver- we- sen, wenn er an ders soll ge- ne- sen f der so gro- ßen Herr- lich- keit, 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben: bin darüber nicht betrübt. Denn in meines Jesu Wunden hab ich schon Erlösung funden, und mein Trost in Todesnoth ist des Herren Christi Tod. 3. Christus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn: er hat mir das Heil erworben; drum fabr ich mit Freuden hin, die den Frommen ist bereit. hin aus diesem Weltgetümmel in den schönen Gotteshimine!, da ich werde allezeit schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird sein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron; da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: heilig, beilig, beilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist. B. Wiederkunft des Herrn zum Gericht 2. 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal; wo auf ihren Ehrenthronen sitzet der zwölf Boten Zahl; wo in so viel tausend Jahren alle Frommen hingefahren; da wir unsrem Gott zu Ehrn ewig Halleluja hörn. 6. Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! Ach wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! fe 148. Eigene Weise. Bo 1. O wie se lig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den 4 f Tod zu Gott ge- kom- men! Ihr seid ent- gan- gen al- ler Noth, die uns noch hält ge- fan gen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, 3 139 Oder großen Freud und Wonne! Jetzund gehet auf die Sonne, jetzund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit; jezzo werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid, mit der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, schaue solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. da mur Sorge, Furcht und Schreden schweben; was wir hier tennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr dagegen ruht in eurer Kammer ficher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Thränen; ihr habt das schon, wornach wir uns sehnen; euch wird gesungen was durch Keines Ohr allhier gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt hier bleiben. sich den Jammer länger laßen treiben? 6. Komm, o Christe, komm, uns aus. zuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Woune. 140 XIII. Die letzten Dinge. 149. Weise: Unser Herrscher, unser König. fe 1.{ Wer sind die vor Gottes Throne, was ist das für ei- neSchaar?, Se- der trä- get ei- ne Kro- ne, glän- zen gleich denSternen flar; = f Hal- le- lu- ja fin- gen' all, lo- ben Gott mit ho- hem Schall. haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht; 2. Wer sind die, die Palmen tragen, wie ein Sieger, in der Hand, welcher seinen Feind geschlagen und gestreckt hat in den Sand? sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. Welcher Streit und welcher 7. Es sind die, so stets erschienen Krieg bat gezenget diesen Sieg? hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern; nun stehn alle sie herum vor dem Stuhl im Heiligthum. 3. Wer sind die in reiner Seide, welche ist Gerechtigkeit? Angethan mit weißem Kleide, das zerreibet keine Zeit und veraltet nimmermehr? Wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, die wohl gekämpfet für des großen Gottes Ehr, haben Fleisch und Blut gedämpfet, nicht gefolgt des Satans Heer; die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, die viel erlitten: Trübsal, Schmerzen, Angst und Noth; im Gebet auch oft geſtritten mit dem hochgelobten Gott; nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zweige Eines Stammes, der uns Huld und Heil gebracht: 8. Wie ein Hirsch am Mittag lechzet nach dem Strom, der frisch und hell: so hat ihre Seel geächzet nach dem rechten Lebensquell; nun ihr Durst geſtillet ist, da sie sind bei Jesu Christ. 9. Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die Lebenssonn, mitten in dem Stuhl sie leitet zu dem rechten Lebensbronn; Hirt und Lamm, das ewig Gut, lieblich sie erquicken thut. 10. Ach Herr Jesu! meine Hände ich zu dir nun strecke aus; mein Gebet zu dir ich wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit: treibe, Herr, die Feinde weit. B. Wiederkunft des Herrn zum Gericht zc. 141 11. Hilf mir Fleisch und Blut be-| 13. Daß mein Theil sei bei den Frommen, siegen, Teufel, Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Noth, Herr, mein Fels, mein treuer Gott! 12. Gib, daß ich sei nen geboren, an dir, als ein grünes Reis, wachse und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß, meine Kleider halte rein, meide allen falschen Schein. F 150. Eigene Weise. be J 1. Je- ru- fa- lem, du hoch- ge- bau- te Stadt, wollt Gott, ich f wär in dir! Meinsehn- lich Herz so groß Ber- lan- gen hat f welche, Herr, dir ähnlich sind und aus großer Trübsal kommen. Hilf, daß ich auch überwind alle Trübsal, Noth und Tod, bis ich komm zu meinem Gott. 14. O wie groß wird sein die Wonne, wenn wir werden allermeist schauen auf dem hohen Throne Vater, Sohn und heilgen Geist! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! und ist nicht mehr bei mir. Weit über Berg und Tha- le, f weit über blaches Feld schwingt es sich it ber al-- le Ź f e und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag, und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier, da ich mit Luft, mit Frend und freiem Muth die Seele geb von mir, in Gottes treute Hände, zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 142 XIII. Die letzten Dinge.. 3. Im Augenblick wird sie erhe- 6. Propheten groß, und Patriarchen ben sich hoch, auch Christen insgemein, bis an das Firmament, die weiland dort trugen des Kreu zes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, in Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich die Stätt der Element, fährt auf Eliä Wagen mit heilger Engel Schaar, die sie in Händen tragen, umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, thu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit! kommt dort gezogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin 5. Was für ein Volk, was für ein 8. Mit Jubelklang, mit Instrumen edle Schaar ten schön seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war von ferne in meinem Thränenland. ins schöne Paradies, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis: das Halleluja reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigkeit; auf Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal, mit hunderttausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer. Versmas. Derzeichnis der Singweisen, nach Versmaßen geordnet. Singweise. Vierzeilig. 1. Christus der ist mein Leben 2. Nun laßt uns Gott, dem Herren 3. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich Nun banket all und bringet Ehr 4. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Herr Jesu Christ, dich zu uns wend. Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist Nun laßt uns ben Leib begraben O Jesu Christ, meins Lebens Licht Vom Himmel hoch ta komm ich ber Wenn wir in höchsten Nöthen ſein. 5. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen 6. Nun komm, der Heiden Heiland 7. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen Fünfzeilig. 8. Warum betrübst du dich, mein Herz 9. In dich hab ich gehoffet, Herr 10. Ich hab mein Sach Gott heimgestellt 11. Erichienen ist der herrlich Tag Gelebet seift du, Jesu Christ 12. O Traurigkeit 13. Verleib uns Frieden gnätiglich Ursprung berselben. Vulpius? 1609. 131. 58. Selneccer? 1587. 18. N.Herman. 1560. 10. ( 1559.) Grüger. 1657. 81. 77. Altkirchlich? 1543. 61 75. 1651. ( Altkirchlich.) ( 1524.) 1535. Nummer im Gesangbuche. 1544. 1630. 1540. 68. 69. 72. 52. 142. 34. 21. 74. 94. 8. 12. 13. 125. 19. Französ. Psalm. 1555.( 1543?) Grüger. 1640. 28. 119. ( Altkirchl.) 1524. 3. Grüger. 1649. 148. 1588. 124. 1536. 105. 1398.( 1397.) 140. N.Herman.1560. 39. ( 1559.) Altreutsch? 1524. 7. 11. N. Haffe? 1611. 35. ( Altkirchl.) 1535. 109. 144 Versmaß. Verzeichnis der Singweisen. Singweise. 14. Gelobet seist du, Jesu Christ 15. Christus ist erstanden 16. Lobe den Herren, den mächtigen König ( urspr.: Hast du denn, Jesu, dein Angesicht) 17. Nun bitten wir den heiligen Geist 18. O Jesulein süß, o Jesulein mild Sechszeilig. 19. Ach Gott und Herr 20. Auf meinen lieben Gott 21. Welt, ich muß dich laßen 22. Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt 23. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn 24. Heut triumphieret Gottes Sohn Vater unser im Himmelreich 25. O daß ich tausend Zungen hätte ( urspr.: Ach sagt mir nichts von Gold und Schäßen) Wer nur den lieben Gott läßt walten Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 26. Seelenbräutigam 27. Sesus, meine Zuversicht 28. Liebster Jesu, wir sind hier 29. Gott des Himmels und der Erden Unser Herrscher, unser König 30. Alles ist an Gottes Segen 31. Mit Fried und Freud ich fahr dahin 32. Nun preiſet alle Siebenzeilig. 33. Herr Christ, der einig Gotts Sohn 34. D Lamm Gottes, unschuldig 35. Ach Gott, vom Himmel sieh darein Allein Gott in der Höh sei Ehr Aus tiefer Noth schrei ich zu dir Es ist das Heil uns kommen her Es ist gewißlich an der Zeit ( urspr.: Nun freut euch, lieben Christen) Ursprung derselben. Altdeutsch? 1524. 9. Altdeutsch. 1531. 41. 1668. 78. Altdeutsch? 1524. 51. 1650.( 1649.) 53. ( 1627.) 1682. 1605.( 1627) 1598.( 1597.) Schein. 1628. ( 1645.) Nummer im Gesangbuche. 1534. 1601. 1540.( 1539?) 1738. 86. 114. 138. 27. 120. 137. 96. 1524. 1524.( 1523.) 1535. 122. 43. 108. 93. 136. 84. Neumark. 1657. 130. ( 1704.) 1715. 133. Drese. 1698. 112. Crüger.( 1653.) 146. 23. 91. 1657. 101. Ahle. 1664. 70. 71. 64. Albert. 1642. 73. Neander. 1680. 111. 149. 1738. 115. Luther? 1524. 25. A. v. Löwen- 83. stern. 1644. 1524. 1540.( 1557.) 1524. ( Altkirchl.)( 1527.) 54. 42. 59. 1540. 31. 26. 88. 90. 40. 85. 144. 67. 99. Versmaß Verzeichnis der Singweisen. Singweise. Herr, wie du wilt, so schicks mit mir ( urspr.: Aus tiefer Noth schrei ich zu dir.) Nun freut euch, lieben Christen gmein Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wo Gott, der Herr, nicht bei uns hält 36. Da Christus geboren war 37. Nun singet und seid froh 38 Gib dich zufrieden und sei stille 39. Lobe den Herren, o meine Seele Achtzeilig. 40. Nun danket alle Gott O Gott, du frommer Gott 41. Aus meines Herzens Grunde Von Gott will ich nicht laßen Zeuch ein zu deinen Thoren 42. Herzlich thut mich verlangen Valet will ich dir geben 43. Was Gott thut, das ist wohlgethan 44. Was mein Gott will, das gscheh allzeit 45. Auf diesen Tag bedenken wir 46. Ewigkeit, du Donnèrwort 49. Straf mich nicht in deinem Zorn 50. Christus, der uns selig macht 51. Warum sollt ich mich denn grämen 52. Freu dich sehr, o meine Seele ( urspr. Wie nach einem Waßerquelle) 53. Alle Menschen müßen sterben Sesa, meines Lebens Leben ( urspr.: Alle Menschen müßen sterben) 54. Schmücke dich, o liebe Seele 55. Christ lag in Todesbanden 56. Eins ist noth, ach Herr dieß Eine Ursprung derselben. Teutsches evang. Kirchen- Gesangbuch. 1525( 1524?) 1524.( 1523.) 1569. 1535. Altlateinisch? Grüger. 1619. 1711.( 1710.) 1598.( 1597.) 1572.( 1571.) Crüger. 1653. Haßler. 1613. ( 1544.) 1597. Altdeutsch? 1535. 17. Hinge? 1686. 117. 1714.( 1713) 79. Teschner. 1615. ( 1613?) 1690. 1540.( 1539.) 1537? 47. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit 1701.( 1703.) 48. Jerusalem, du hoch gebaute Stadt Nummer im Gesangbuche. 104. 89. 92. 20. 46. 132. 63. 16 45. ( Schop. 1642.) 145. Grüger. 1653. 1704. 10 145 80. 56. 107. 4. 6. 123. 1. 49. 134. 24. 32. 106. 116,118. 139. 2. 14.22. 44. 121. 5. Melch. Frant? 150. 1663. 1691. 95. Altlatein.? 1531. 36. Ebeling. 1666. 128. Französ. Psalm. 135. 33. 1555.( 1543?) Hinge? 1690. 1687. 127. 129. 126 Grüger. 1649 65. ( Altdeutsch) 1524. 38. ( Neander.1680.) 98, 147. 29. 146 Versmaß. Verzeichnis der Singweisen. Singweife. Neunzeilig. 57. Es wolle Gott uns gnädig sein 58. Allein zu dir, Herr Jesu Christ 59. Komm heiliger Geist, Herre Gott 60. Jesu, meine Freude 61. Ein feste Burg ist unser Gott 62. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Chrift Zehnzeilig. 63. An Waßerflüßen Babylon 64. Laßet uns den Herren preisen ( Sollt ich meinem Gott nicht singen) 65. Der Tag der ist so freudenreich 66. Wir glauben all an einen Gott Zwölfzeilig. 67. Nun lob, mein Seel, den Herren 68. Herzlich lieb hab ich dich, o Herr 69. Wie schön leuchtet der Morgenstern 70. Wachet auf, ruft und die Stimme Vierzehnzeilig. 71. Mitten wir im Leben sind 72. Gott der Vater wohn uns bei Sechszehnzeilig. 73. Christ ist erstanden Zweiundfünfzigzeilig. 74. Herr Gott rich loben wir Ursprung derselben. 1525.( 1524?) 1545.( 1541?) Nummer im Gesangbuche. 87. Altdeutsch? 1524. 48. Crüger. 1656. Luther. 1529. 1535. 110. 60. 103. 62. 1540. Vor 1577. 1599:( 1598?) 1599.( 1598?) 1525. Schop(?) 1641. 113 30. 66. Altlateinisch.1531. 15. 55. Luther. 1524. 1535. 182. 100. 102. 47. 50. 143. 97. Altdeutsch? 1524. 141. Altdeutsch? 1524. 57. Altdeutsch. 1535, 37. ( Altkirchl.)( 1527.76. Register. Nummer. 58. Ach bleib mit deiner Gnade 86. Ach Gott und Herr 59. Ach Gott, vom Himmel sieh 47. Ach wundergroßer Siegesheld Allein auf Christi Himmelfahrt Allein Gott in der Höh 46. 54. 87. Allein zu dir, Herr Jesu Christ 147. Alle Menschen müßen sterben 115. Alles ist an Gottes Segen 4. Auf, auf, ihr Reichsgenoßen 45. Auf diesen Tag bedenken 114. Auf meinen lieben Gott 88. 116. 37. 38. 131. 41. 62. Aus tiefer Noth schrei ich Befiehl du deine Wege Christ ist erstanden von der Marter Christ lag in Todesbanden Christus, der ist mein Leben Christus ist erstanden von des Todes Banden 16. Da Christus geboren war 19. Das alte Jahr vergangen ist 20. 15. 12. 60. 30. 94. 98. 61. 39. 90. Das liebe neue Jahr geht au Der Tag der ist so freudenreich Dieß ist der Tag, den Gott gemacht Ein feste Burg ist Ein Lämmlein geht und trägt Ein reines Herz, Herr, schaff Eins ist noth, ach Erhalt uns, Herr, bei Erschienen ist der herrlich Tag Es ist das Heil uns kommen her Es ist gewißlich an der Zeit Es wolle Gott uns gnädig sein Jof. Stegmann. Mart. Nutilius. Luther. E. C. Homburg. Jof. Wegelin. Decius. Schneefing. J. G. Albinus. I. Nist. Joh. Zwick S. Weingärtner. Luther. P. Gerhard. Luther. Böhmische Brüder. Steuerlein. Schneegas. Gellert. Luther. P. Gerhard. H. G. Neuß. 3. H. Schröder. Luther. Nik. Hermann. P. Speratus. Luther. 148 Register. Nummer. 135. Fren dich sehr, o meine Seele 43. Frühmorgens, da die Sonn Gelobet sei der Herr 56. 9. Gelobet seist du, Jesu Christ 117. 57. 73. Gib dich zufrieden und sei Gott der Vater wohn uns 3. Gott des Himmels und der Erden Gott sei Dank durch alle Welt Halt im Gedächtniß Jesum Christ 76. Herr Gott, dich loben wir 99. 68. Herr Jesu Christ, dich zu uns wend 67. 136. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut Herr Jesu Christ, wahr Mensch Herr Jesu, Licht der Heiden 24. 69. 119. Herr, öffne mir die Herzensthür Herr, unser Gott, laß nicht 104. Herr, wie du wilt, so schicks 100. Herzlich lieb hab ich dich 134. 28. 75. 118. Herzlich thut mich verlangen Herzliebster Jesu, was hast Hinunter ist der Sonnenschein Ich bin ein Gast auf Erden 44. Ich geh zu deinem Grabe 66. Ich komme, Herr, und suche dich 103. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ 77. Ich finge dir mit Herz und Mund 150. Jerusalem, du hochgebaute 33. Jesu, deine tiefe Wunden 23. Jesu, großer Wunderstern 110. Jesu, meine Freude 29. Jesu, meines Lebens Leben 146. Jesus, meine Zuversicht 91. Jesus nimmt die Sünder an 14. Ihr Christen anserkoren 120. In allen meinen Thaten In dich hab ich gehoffet, Herr Ist Gott für mich, so trete K. v. Warnberg. Joh. Heermann. D. J. Olearius. 8. Komm Heidenheiland, Lösegeld 106. Laß mich dein sein und bleiben 64. Liebster Jesu! wir sind bier, deinem Luther. Gerhard. Luther. Heinrich Albert. H. Held. Syr. Günther. Luther. Wilhelm v. Weimar. P. Eberns. Joh. Frank. J. Olearins. Joh. Heermann. K. Bienemann. M. Schalling. Chr. Knoll. Joh. Heermann. Nik. Hermann. P. Gerhard. B. Schmolk. Gellert. 105. 121. 52. Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist Luther. 48. Komm, heiliger Geist, Herre Luther. SachsenP. Gerhard. 3. M. Meyfart. Joh. Heermann. E. Neumeister. Joh. Frank. E. C. Homburg. Luise Henriette v. Brandenburg. G. Neumeister. G. Werner. F. Flemming. A. Reißner. P. Gerhard. N. Selnecker. B. Schmolk. Nummer. 79. 10. 95. 137. 70. Liebster Jesu! wir sind hier, dich 78. Lobe den Herren, den mächtigen Lobe den Herren, o meine Seele Lobt Gott, ihr Christen alle gleich Mache dich, mein Geist, bereit Machs mit mir, Gott, nach deiner Macht hoch die Thür, die Thor Meinen Jesum laß ich nicht 5. 101. 96. 1. 25. 51. 80. 81. 92. 71. 6. 7. 412. Register. 107. 32. Nun danket all und bringet Ehr Nun freut euch, lieben Christen Nun, Gottlob, es ist vollbracht Nun jauchzet, all ihr Frommen Nun kommt das neue Kirchenjahr Nun laßt uns den Leib begraben Nun laßt uns gehn und treten 18. 82. Nun lob, mein Seel, den Herren 83. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit Nun singet und seid froh 17. 84. O daß ich tausend Zungen hätte 145. O Gwigkeit, du Donnerwort O Gott, du frommer Gott Mir nach, spricht Christus Mit Ernst, ihr Menschenkinder. Mit Fried und Frend ich fahr Mitten wir im Leben sind 72. 50. 53. 36. Nun bitten wir den heiligen Geist Nun danket alle Gott O Haupt voll Blut und Wunden O heilige DreifaltigkeitO heilger Geist, kehr bei uns ein Oheiliger Geist, o heiliger Gott O hilf. Christe, Gottes Sohn 21. O Jesu Christe, wahres Licht 22. OKönig aller Ehren 26. O Lamm Gottes unschuldig 74. O selges Licht, Dreifaltigkeit 40. O Tod, wo ist dein Stachel 35. O Traurigkeit, o Herzeleid O Vater der Barmherzigkeit 89. 138. 27. O Welt, fiebh hier dein Leben O Welt, ich muß dich laßen 148. O wie selig seid ihr doch, ihr 97. Rüstet euch, ihr Christenleute Schmücke dich, o liebe Seele 65. Tob. Glausniper. Ivach. Neander. 3. D. Herrnschmidt. Nik. Hermann. 3. B. Freystein. I. H. Schein. G. Weissel. Chr. Keymann Ang. Silesins. Val. Thilo. Luther. Luther. Luther. M. Ninfart. P. Gerhard. Luther. Hartmann Schenk. Mich. Schirmer. Joh. Olearius. Mich. Weisse. P. Gerhard. Joh. Graumann. M. A. v. Löwenstern. Joh. Menzer. Joh. Rift. Joh. Heermann. P. Gerhard. M. Bohemus. Mich. Schirmer. M. Weiffe. Joh. Heermann. M. Bohemus. N. Decius. Joh. Gefenine. Job. Nist. Dav. Denike. 149 Joh. Heffe. P. Gerhard. Šim. Dach. Wilh. Er. Arends. Joh. Frank 150 Nummer. 85. Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut 113. Sollt ich meinem Gott nicht singen 93. So wahr ich lebe, spricht 139. Valet will ich dir geben 108. Vater unser im Himmelreich 109. Verleih uns Frieden 122. Verzage nicht, du Häuflein 13. 123. 42. 143. 63. Register. 129. 111. 31. Wär Gott nicht mit uns diese Zeit 124. Warum betrübst du dich 128. Warum sollt ich mich denn grämen 127. Was Gott thut, das ist wohlgethan Was mein Gott will Vom Himmel kam der Engel Schaar Von Gott will ich nicht laßen Wach auf, mein Herz, die Nacht Wachet auf, ruft uns 2. 34. Weicht, ihr Berge Wenn meine Sünd mich 132. 125. 126. Wer Gott vertraut 112. Wer ist wohl, wie du 130. Wer nur den lieben Gott 149. Wer sind die vor Gottes Throne 133. Wer weiß, wie nahe mir Wenn mein Stündlein Wenn wir in höchsten Nöthen 140. Wie fleugt dahin der Menschen 102. Wie schön leuchtet der Morgenstern Wie soll ich dich empfangen Wir danken dir, Herr Jesu 55. Wir glauben all an einen Gott 11. Wir singen dir, Immanuel 49. Zeuch ein zu deinen Thoren I. I. Schüß. P. Gerhard. Joh. Heermann. Valerius Herberger. Luther. Luther. ( Gustav Adolphs Feldlied.) Luther. L. Helmbold. L. Laurenti. P. Nicolai. Luther. Hans Sachs. P. Gerhard. S. Nodigast. Albr. v. Brandenburg. Benj. Schmolk. Just. Gesenius. N. Hermann. P. Eberus. J. A. Freilinghausen G. Neumark. Heinr. Theob. Schenk. Am. Juliane v. Schwarzburg- Rudolstadt. Johann Neander. Phil. Nicolai. P. Gerhard. Chr. Fischer. Luther. P. Gerhard. P. Gerhard. ADATAK ! Inches 1 Centimetres Blue 2 3 2 Cyan 5 6 17 Farbkarte# 13 Green 3 8 4 4 9 Yellow Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8