Gb 4498 Wernigerödisches 224/ Schang Buch Begreifend 852. Geistreiche so wol Alte als Neue Nuserlesene Lieder/ Mit den Noten der unbekannten Skelodeyen und einem Kleinen Gebet- Buch versehen, Und Auf Gnädigste Anordnung Zur Ermunterung GOTT gefälliger Andacht also ausgefertiget. WERNIGERODA, Druckts und verlegts Michael Anton Struck, Hochgr. Stolb. Hof, Buchdr, 1742, дь 4498 дв По DUT с е noud one snoidead an ресни Univ.- Bibl. Giessen Vorrede. 85 Ingen ist nichts anders als Beten, und hat diesen befon dern Vortheil, daß in einem Gefange viele zugleich auf eine bequeme Beife einerley beten können. Denn in dem alle dieienigen, welche singen, nicht allein einerley Worte des Gebets vor sich haben, sondern auch die Stimme auf eine gleichförmige Art einrichten; so hindert einer den andern nicht, und ist die darin befindliche Harmonie sum erwecklichen Beten viele mehr sehr bequem und förderlich. Es tönnen also auch bey dem Gingen alle dieienigen Regeln flatt haben, wodurch man ein iedes Gebet sonst pfleget erbaulich einzurichten. Doch weil in einem Ge fange, wie schon gesaget, noch dieses besondere lieget, daß er zu einem gemeinschaftlichem Gebet sehr bequem ist, und durch die Harmonie der Stimmen, die zugleich fingen, auch besondere Er wedkung machen kan; so kan man in Betrachtung dessen auch eigene Anmerkungen geben, wie das Singen insbesondere heilsamlich zu gebrauchen. Hievon ist nun Die erste: Man fuche sich des Singens fonderlich zue Ermunterung mit andern zu bedienen. Paulus, wenn er Col. 3, 16. lehret, wie Kinder GOttes sich unteinander lehren und ermahnen sollen, seget: es müsse geschehen mit Pfalmen und Rob Gesängen, und geistlichen, lieblichen Liedern, und sie sollen dem HErrn fingen in ihren Bergen. Wer wole te leugnen, daß hier der Apostel dem Singen eine besondere Kraft, die Hergen zu erwecken, beylege? Wer siehet nicht auch hieraus, daß rechtschaffene Christen, wenn sie zu ihrer Ermunterung zusams men kommen, sonderlich auch mit einander zu singen verbunden feyn. O lernete dieses die Belt, welche bey ihren Zusammenkünfe ten complimentiret, fcherget, lüget, den Nächsten durchziehet, fpielet, und dergleichen Wercke der Finsterniß treibet, wie gar balb würde ihr Zusammenkommen im Segen, und nicht mehr zum Fluch ihrer Seelen, geschehen? Die andere: 3ft iemand in dem HErrn frölich, und füh let! befondere Freudigkeit des Glaubens, Abba, lieber Dater, zu sagen, der hat hierin einen befondern Beruf zu fingen. Man lese hievon die nach dendlichen Worte Jac. 5, 13. Leidet iemand unter euch, der bete: ift iemand gutes Muths, der finge Pfalmen. Die Freudigkeit des Hergens fol also ia nicht zur Fleisches Freyheit, sondern zum Lobe GOttes, und Singen seinem herrlichen Namen, angewendet werden. Die 22 Self Dorrede. Belt pfleget, wenn sie fidlich ist, auch wol zu fingen: aber wie ihre Freude vom Satan herrühret, also singet sie auch demselben zu Ehren, und entheiliget damit ihre Zunge auf das unverantwortlich, fie, als welche sich allein zum Preise ihres Schöpfers zu bewegen verbunden ist. Die dritte: Das Singen ift nicht allein eine frucht der Glaubens freudigkeit, fondern Fan auch als ein Mittel, fich zu derselben zu erwecken, gebrauchet werden. Daher haben es einige Kinder GOttes schon långst unter die besondern Bortheile, fich zu ermuntern, gezehlet, wenn fie sonderlich in Ge meinschaft anderer Gläubigen ein schönes Lied fingen können. Und wer wolte sich dieses Mittels nicht gerne bedienen? Gewiß ein ieder, dem daran gelegen, daß er brünstig im Geist erfunden werde, und dem die natürliche Trägbeit seines Herzens bewusst ist, läffet sich Daffelbe gar gerne gefallen. Die vierte: Man muß bey dem Singen ia nicht an der Melodey, armonie, oder ein und andern besonders lebhaften Ausdruck in Worten bangen bleiben, sondern den wahren Segen zur gründlichen Besserung seiner See le fuchen. Eine Melodie, gute Harmonie der Eingenden, und folche Worte, welche eine Sache sehr lebhaft vorstellen, tragen allerdings vieles zur Ermunterung des Herkens ben: nur hat man sich wohl in acht zu nehmen, daß dieses nicht die Haupt, Cache wer be, daran das Gemüth Fleben bleibe. Das Singen muß viel mehr gleichsam die Flügel feyn, damit man sich zu Gott erhebet, und von der Erde in den Himmel mit seiner Seele aufsteiget. Son Ren geschiehet es gar leicht, daß mancher, sonderlich ein von Natur weichherkiger Mensch, durch das Absingen eines beweglichen Bug oder Paßions Liedes auch wol zu Chránen beweget wird: aber es haftet diese Bewegung nicht recht in seinem Herten, sons dern ist jo fort wieder vergangen, alsbald er andere Dinge in die Augen und Sinnen bekommet. S Die fünfte: Es ist ein Stück der geiftlichen Klugheit, wenn man das Singen und Beren mit einander verbindet. Denn durch das Singen werden die Kräfte des Geistes ermuntert und rege gemacht: durch das Gebet aber dringet ein Kind GOttes in der Stille nahe zu seinem himmlischen Vater ein, und erhält gros Jen Segen. Auf diese Weise wird auch die sinnliche Freude recht ge heiliget und vor Ausschweifungen bewahret. Tie Dorrede. 9 Die sechste: Es ist ein groffer Greuel in den Jugen GOts tes und aller feiner Kinder, wenn ein aufe gottlofer keus te die schönsten Lieder singet, ohne Braft und Segen der Seele. GOtt beschweret fich unter andern heuchlerischen Wer den der Jüden, auch über das Geplerr ihrer Lieder Amos. 5, 23. Und was fan auch wahren Gläubigen betrübter seyn, als wann sie fo ein ungdttliches Geschren der heuchlerischen Belt mit anhören misfen? Wie viele tausend rufen mit lauter Stimme: Komm heilis ger Geist, HErre GOtt sc. und ist ihnen noch nie in den Sinn ge Fommen, diesem guten Geißte in sich Raum zu geben? Wie man nach Joh. 4.24. im Geist und in der Wahrheit beten soll: also ift man auch im Geist und in der Wahrheit zu singen verpflichtet; weil fingen nichts anders ift als beten. Dieses wenige zu erinnern, gibt mir Gelegenheit, da man wegen Abgang der vorigen Eremplas rien unsers Wernigerddischen Gesang Buchs, eine neue Auflage deffelben zu machen, gendthiget worden. Es ist dieselbe die fünfte, davon die erste ber sel. D. Neuf( dessen Andencken annoch bep allen rechtschaffenen in unserer Grafschaft im Segen ist) Anno 1712. heraus gegeben. Nach dem ist die andere Auflage 1727. heraus. fommen. Worauf die dritte 1735. erfolget. Und die vierte 1738. Man hat in den bepben leszteren eine dreyfache Veränderung gemachet. Die erste bestehet in anderer Einrichtung der Titel; die andere darin, daß einige Lieder, so in den vorigen beyden Editionen befindlich, in dieser weggelaffen, und andere an der felben Stelle gesetzet worden; und die dritte darin, daß man die Noten zu den unbekanten Melodeyen hinzugethan. Man hat sich bemühet, den Kern alter und neuer Lieder hier zusammen zu brin gen. Jene find insgemein lehrreich und nachdrücklich; diese aber ere wecklich und erbaulich. Beyderley aber hat man aus den besten Gefang: Büchern zusammen gezogen. Einige der neuen find noch niemals gedruckt gewesen. Senfien ist noch zu melden, daß der gange Titel vom natürlichen Verderben der Dienschen in den An bang hat müssen gefeget werden, weil er an ferner rechten Stelle, nemlich vor dem XXII. Titel vom wahren und falschen Christenthum, ans verfeben vergessen worden. GOtt lege auch auf dieses Gesangs Buch einen überschwenalichen Segen, und laffe ihm viele Hertzen das durch zubereitet werden, die ihm zu Ehren im Glauben fingen und beten fdnnen, um Chrifti willen. 213 Inhalt toto( 0) Inhalt des Gesang- Buchs Nach den Materien der Gesänge. I II. III, IV. V. VI. VII. VIII. Advents- Lieder. Von der Geburt JEsu Christi Vom Neuen Jahr IX. X. XI. XII. I 9 36 59 Von dem Namen, Aemtern, Verdienst und Wohlthaten des HErrn JEsu 44 Aufs Fest der Erscheinung Christi Aufs Fest der Reinigung Maria Aufs Fest der Berkündigung Maria 66 Voin Leiden und Sterben JESU Chrifti 61 69 Bom Begräbniß Christi 95 118 Von der Auferstehung JEfu Christi 97 Von der Himmelfahrt Christi Vondes H. Geistes Gnaden- Gaben, Kraft und Wirkung 125 142 XIII. Aufs Fest der H. Dreyeinigkeit XIV. Aufs Fest Johannis des Taufers 155 XV. Aufs Fest der Heimsuchung Marid 157 XVI, Aufs Fest Michaelis 158 XVII. Von der Liebe undLeutseligkeit Got tes und Christi 161 XVIII Bon Gottl. Vorsorge u. Regirung 178 XIX. Von GOttes Wort, Gesetz- und Gnaden- Berheiffungen Bonder H. Taufe XX. 196 204 Bon ( 0) 0 209XXI. Von dem H. Abendmahl Vom menschlichen Elend und Berderben 818 XXII.Vom wahren u. falschen Christenth. 224 XXIII. Von wahrer Buffe, oder Sinness Aenderung 238 XXIV. Vom wahren u. lebend. Glauben 280 XXV. Bonder Rechtfertigung eines are men Sünders vor GOtt 288 XXVI. Bom göttlichen Frieden, oder vom Frieden im H. Geist 303 XXVII, Von des Glaubens Troft und Freudigkeit 320 351 XXVIII, Bon derFrende in dem H.Geist 344 XXIX. Vonder geistlichen Verunählung der Gläubigen mit Chrifto XXX. Bon inwendiger Schönheit und hohem Adel der Gläubigen XXXI. Von der wahren Weisheit und göttlichen Einfalt 370 383 XXXII. Von der Liebe und Begierde zu GOtt 390 XXXIII. Von der brüderlichen und allges meinen Liebe des Nächsten 440 XXXIV. Bom Chriftl. Leben u.Wandel 444 XXXV. Von der Mäßigkeit und Keuschheit der Gläubigen XXXVI, Vom Kampf und Siege Gläubigen A 4 463 der 470 Vom XXXVII. Bom Gebet und Geistl. Wachsamkeit 511 XXXVIII. Von der Nachfolge Christi und dem schmalen Wege 528 XXXIX. Von der Verleugnung sein selbst und der Welt XL. Bon allgemeiner Noth XLI. 574 XLII. Von Creut und Anfechtungen Bon Klage und Hoffnung Zions 596 XLIII. Von Christlicher Geduld und Gelaffenheit 617 XLIV. Von Chriftlicher Danckbarkeit und Lobe GOttes 646 XLV. Vom Wachsthum in Christenth. 681 XLVI. Vom Tode und der Aufersteh. 687 XLVII, Bom Jüngsten Gericht XLVIII, Vom Himmel und himmlischen Jerusalem. 725 XLIX. Von der Hölle und ewigen Vers dammnifi Morgen- Gefänge Abend- Gesänge Tisch- Gesänge L. LI, LII LIII. LIV. LV. Reife Gesänge Zugabe Anhang 543 564 中 ··· 08 735 759 762 783 797 801 804 814 Preis Kos( 1) Se Preis dem Lamme. I. Advents: Lieder. Oder Von der Zukunft Chrifti ins Fleisch. I. Mel. Von GOtt wil ich, SA Euf! auf ihr reichs genos fen, Der König kommt heran, Empfahet unver, droffen Den groffen wunderman. Ihr Christen geht herfür, Lafft uns vor allen dingen Ihm Hosians na fingen Mit heiliger begier. 2. Auf ihr betrübte bergen, Der König ist gar nah, Hinweg all' angst und schmerzen, Der bel fer ist schon da. Seht, wie so man. cher ort Höchfitröstlich ist zu nen nen, Da wir ihn finden können Im nachtmahl, tauf und wort. 3. Auf! auf! ihr viel geplaate, Der König ist nicht fern: Seyd frdlich ihr verzagte, Dort fömmt der morgenstern. Der HErr wil in der noth Mit reichem troft euch fpeisen: Er wil euch hilf erwei, fen, Und dampfen gar den ted. 4. Nun hört, ihr frechen füns der: Der König mercket drauf, Wenn ihr verlorne finder Jn vollem lafter tauf Aufarges seyd bedacht, Und thut es ohne sorgen. Gar nichts ist ihm verborgen, Er gibt auf alles acht. es gut: Drum laffet uns die plas gen, Welch er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem muth. 5. Send from, ihr unterthanen, Der König ist gerecht. Lasst uns die weg ihm bahnen, und machen alles schlecht. Fürwahr, er meint 6. Und wenn gleich frieg und flammen Uns alles rauben hin: Geduld! weil ihm zusammen Ges hört doch der gewinn. Wenn gleich ein früher tod Uns, die uns lieb, genommen: Wolan, so find fie fommen Jns leben aus der noth. 7 Frisch auf inGOtt, ihr armen, Der König sorgt für euch, Er wil durch sein erbarmen Euch machen groß und reich. Der an ein thier gedacht, Der wird auch euch er nehren. Was menfchen nur de gehren, Das steht in seiner macht. 8. Hat endlich uns betroffen Viel creutz, låffe er doch nicht Die, welch' auf ihn flets hoffen, Mit rechter zuversicht. Von GOtt tömmt alles ber, Der låf fet auch im sterben Die feinen nicht verderben. Sein' hand ist nicht zu schwer. 9. Frisch auf, ihr hochbetrübs te! Der König kommt mit macht, An uns, sein bertsgeliebte, Hat er schon lånaft gedacht. Nun wird kein angst, noch pein, Noch jorn hinfür uns schaden, Dieweil uns GOtt aus gnaden Lässt seine finder seyn. 10. So lauft mit schnellen schritten, Den König zu befehn, 25 Dieweil Z Dieweil er fdit geritten Stard, Herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begriffen, Der alles creuß ver füffen und uns erldfen tan. 11. Der König wil bedencken Die, welch er herglich liebt, mit Foflichen geschencken, Als der sich felbft uns giebt Durch seine gnad und wort. D König, hocherho, TOTE 66 ### 6 5 5 6755 67 Advents Lieder. 6 89878 7 76 ben! Bir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 12. Nun, HErr, da gibst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach: Du liebest unvere gleichlich, Du jagst den fündern nach. Drum wollen wir allein Die stimmen hoch erzwingen, Dir hofianna singen, Und ewig danck bar feyn. 2. 6* 7 67 74 JELMAOUITER 6 6 3 6# 3 3 fuf! auf! weil der tag erschie nen, Der uns muß zur freude 6 5 mome 6 5 676 65 5 4% 6 75 5** 5 4 3.43 4323 6 € 17!!! mine 9878 5 3 6 野 配 656 6 dienen: Auf! es kommt das frohe jahr, Das der frommen alten Schaar Ichaar Mit so sehnlichem verlan gen Hat erwartet, hergegangen. Halleluja, Halleluja. Advents Lieder. 2. Nunmehr ist die zeit erwa, het, Da die tochter Zion lachet, Da sie jauchzt und jubilirt, Weil fie den im fleisch verspürt, Der ihr Bräutigam und König, Ob ihn gleich erkennen wenig. Hallel.:,: 3. Den so viele majestäten, So viel våter und propheten Ehmals anzuschaun begehrt, Und deß doch nicht find gewährt, Der hat sich nun eingefunden: Oder angeneh men stunden! Halleluja,:,: 4. Der zum Heiland war ers Foren, Und dem Abraham ge. schworen, Ifraelis cron and sonn, Aller heiden treft und wonn, Stes het nun in unser mitten, Kommt gen Zion fanft geritten Hall.:,: 5. Er ist da, des Vaters willen In gehorsam zu erfüllen, Er wil Durch sein eigen blut Alles wieder machen gut, Und durch schmert. lichs todes, ringen Was verlo ren, wieder bringen. Hall.:,: 6. Er wil fich), als deinen bürs gen, An dem holke lassen würgen. Daß der liebliche geruch Geines fegens deinen fluch Gang verjage, wil er werden Selbst ein fluch auf dieser erden. Hallel.:,: 클 64 7. Nunmehr muß der schatten fliehen, und das bilderwerck abs ziehen. Was sol opfer und altar? Schauet her; Er ist es gar. Was fol uns die bundes lade? Wahrs heit wird durch ihn und gnade. Halleluja.:,: 8. Was sol der versöhnungs, deckel? Was des heiligthumes seckel? Bas das rauchwerck, licht und di, Und das Lamm, das oh ne fehl? Die figur dem wesen weichet: Alles ist sein end erreir chet. Halleluja.:: 9. Moies hat nun ausregiret, Chrifti freyer Geist uns führet, Die gefangenschaft ist aus. Wer gehört in GOttes haus Kan, durch unsers Goets büffen, Freyer findschaft nun geniessen. Hall.:: 10. Nun der vorhang ist zers rissen, Darf ein ieder seyn geflissen In das heil'ge einzugehn, Und ver GOTT ohn furcht zu steha. Der, so zu uns ist gekommen, Hat uns alle furcht benemen. Hall.:,: 11. Drum auf Zion! dich des freue, Deinen König benedene, Gib ihm herk und mund zus gleich. Du bist braut, er wil das reich Mit dir theilen: darum bringe Dich ihm selbst zum opfer finge: Halleluja.:: 3. 698 43 986 43 6 43 antz Aur 6 Ein A6004 Zadanie 43 65 986 6 65 4 30 Advents Lieder. 76* 6# 6 6.98 4 380 666 65 56 6 4 3 0 5 66 436 HILUUDE Auf fuf Zion! auf! Auf tochter, fäume nicht! Dein König Fommt, dich freundlich zu um armen. Er brennt aus lieb, aus mitleid und erbarmen. Halt bich bereit, damit nicht öl ges bricht. Laß allezeit die glaubens, lampe brennen. Dein auge muß igt feine schlaffucht kennen. 2. Es ist genug, Es ist schon lange zeit, Daß dein gemüth den lüften nachgehangen, und daß Dein fuß sich in der weit vergan. gen. Das reuet dich: der König ist erfreut, Er geht dir nach, er fommet dich zu schauen, und sich mit dir in gnaden zu vertrauen. 3. So zeige dann, Daß ernst vorhanden sey. Ergib dich ihm, verleugne deinen willen. Die efe fin und das vergogne füllen, Die tose ab, und führe sie herbey. Der 6 98655 HINTE 65 4 38 König weiß sie beyde so zazwin. gen, Daß fie dich nicht in ferner unheil bringen. 4. Auf! tochter, auf! Des Königs glang bricht an, Geh ihm heraus entgegen auf die gass fen. Beut ihm das herg, da er dich wil umfassen. Breit dein ges wand, fireu palmen auf die bahn. Wir wollen ihn, da er sich uns wil nahen, Von ferne noch mit lobgefang empfahen. 5. Komm, edler held, Du held aus Davids stamm, Komm, fomm zu uns, die wir so sehnlich hoffen. Dir fiehet hert und geist und alles offen. Komm von dem HErrn, komm werther brauth gam: Wir wollen dir ein Hofiane na finaen. Ach! komm, und las es alles wohl gelingen. 4. Viel. Advents 4. Tel. lun Fomm der. Ott sey danck durch alle welt, Und der fünder trost und rath Zu uns her gesendet hat. 2. Bas der alten våter schaar Höchster munsch und sehnen war, Und was sie geprophecept, Ift ers füllt nach herrlichkeit. 3.3ions hilf und Abrams lohn, Jacobs beil, der jungfraun sehn, Der wohl zwengestammte held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sey willkommen, o mein heil, Dir hofanna, o mein theil. Richte du auch eine bahn Dir in meinem bergen an. 5. Beuch, bu Ehren König, ein, Es gehöret dir allein. Mach es, wie du gerne thust, Rein von als lem funden wust. 6. Und gleichwie bein jufunft war Boller fanftmuth, ohn ge. fahr; Also sey auch iederzeit Dei ne fanftmuth mir bereit. 7. Side, trôfle meinen finn, Weil ich schwach und bidoe bin, Und des satans schlaue list Sich ju hoch an mir vermisst. 8. Trit den schlangen Fopf enti wey, Daß ich, aller ångften frey, Dir im glauben um und an Se lig bleibe zugethan. 66 Lieder. 9. Daß, wenn du, o Lebenss Fürst, Prachtig wieder kommen entgegen 6 Und vor dir gerecht bestehn. 5 Mel. Ach was fol ich S. Omst du, kommst du, licht ber beiden. Ja du fomst, und såue mest nicht, Weil du weist, was uns gebricht.O du starcker troft im leie den! JEsu meines berhens thür Steht dir offen, komm zu mir. 2. Ja, du bist bereits jugegen, Du welt heiland jungfraun fohn. Meine sinnen spüren schon Deis nen gnaden vollen segen, Deine wunderssüsse traft, Deine frucht und bergens faft. 4.3Esu, rege mein gemütbe Jes fu, dffne mir den mund, Daß dich meines bergens grund Innig preis se für die gute, Die du mir, o sees len gaft Lebens zeit erwiesen hast. 5.Laß durch deines Geiftes gaben, Liebe, glauben und geduld, Durch bereuung meiner schuld, Mich zu dir seyn hoch erhaben: Den so wil ich für u. für Sofianna fingen dir. 6. porumbrummar 3. Able mich durch deine liebe, Jeju, nimm mein flehen bin. Schaffe, daß mein geist und finn Sich in deinem lieben übe: Const zu lieben dich, mein licht, Steht in meinen fråften nicht. 4 3 0 Macht 6 6 6 E 34* 6 7 0.². Advents: Lieder. 12H * 99 7.036 34 56 606 mud Acht hoch die thur, die ther macht weit: Es kommt der HErr der herrlichkeit, Ein Kd nig aller fönigreich), Ein Heiland aller welt zugleich, Der heil und leben mit sich bringt. Derhalben jauchzt, mit freuden fingt: Gelos bet sey mein GOtt, mein Schi: pfer, reich von gnad. 2. Er ist gerecht, ein helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein gefehrt, Sein Königs cron ist hei ligkeit, Gein scepter ist barmher. gigkeit, Au' unfer noth zum end er bringt. Derhalben fauchst, mit freuden fingt: Gelobet sey mein GOtt, mein Heiland, groß bon that. 67 7 CIMI 430 4.Macht hoch die thur, die thor macht weit, Eu'r herk zum tems pel zubereit't, Die zweiglein der gottseligkeit Steckt auf mit an dacht, luft und freud: Co fommé der König auch zu euch, Ja heil und leben mit zugleich. Gelobet sey mein GOtt, Voll that, voll rath, voll gnad. 5. Komm, o mein Heiland, JE su Chrift, Meins hergens, thür dir offen ist: Ach zeuch mit deiner gnade ein, Dein' freundlichkeit auch uns erschein; Dein heilger Geist uns führ und leit Den weg gur ewgen seligkeit. Dem namen dein, o HErr, sey ewig preis und ehr. 3. D wohl dem land, o wohl der stadt, So diesen König bey 7. fich hat: Wohl allen bergen ins. M. Don GOtt wil ich nicht, gemein, Da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte freuden. fonn, Bringt mit fich lauter freud und wonn. Gelobet sey mein GOtt, Mein tröster, früh und fpat. It ernst, o menschen kinder, bestent, Damit das heil der fünder, Der große wunder held, Den GOtt aus gnad allein, Der welt zum Jicht Advents Lieder. ficht und leben Gesendet und ges geben, Bey euch auch Fehre ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den weg dem grossen gaft: Macht seine steige richtig: Lafft alles, was er hafft: Macht alle bahnen recht: Die that lafft feyn erhöhet: Macht niedrig, was hoch stehet, Was frum ist, gleich und schlecht. 3. Ein herß, das demuth liebet, BeyGOtt am höchsen steht: Ein herk, das hochmuth übet, Mit angst zu grunde geht: Ein berk, das richtig ist, und folget GOttes leiten, Das fan sich recht berei ten, zu dem fommt JEfusChrift. 4.Ach mache du mich armen, Zu dieser heilgen zeit, Aus güte und erbarmen, HErr JESU, felbst bereit. Beuch in mein herk hinein Vom stau und von der Frippen: Co werden herk und lippen Dir ewig dandbar feyn. 8. Un Nun komm, der beiden Hei Lland, Der jungfrauen find erkannt: Deß sich wundert alle welt, GOtt solch' geburt ihm be. stellt. 2. Nicht von mannsblut noch vom fleisch, Allein von dem heils gen Geift J GOttes wort wor den ein inensch, Und blüht ein frucht meibes fleisch). 3. Der jungfraun leib schwan. ger ward: Doch bleibt keuschheit rein bewahrt. Leucht herfür manch tugend schon. GOtt da war in seinem throne 4. Er ging aus der fammer sein, Dem königlichen faal so rein. GOtt von art und menfch ein held, Sein'n weg er zu lass fen eilt. 5. Sein lauf fam vom Bater her, und kehrt wieder zum Ba ter: Fuhr binunter zu der hög, Und wieder zu GOttes ftuhl. 6.Der du bist dem Vater aleich, Führ hinaus den fieg im fleisch, Daß dein ewig' GOttes: gewalt Juuns das franck fleisch erhalt. 7. Dein' frippen glångt hell und klar, Die nacht gibt ein neu licht dar: Dundel muß nicht fommen drein, Der glaub bleibe immer im schein. Lob sey GOtt dem Vater thon, Lob sey GOtt fein'm eingen Sohn, Lob sey GOtt dem heilgen Geist, Immer und in ewigkeit. mel. Mein Freund zerschm. 9. Riebe, die Den himmel hat zerrissen, Die sich zu mir ins elend niederließ! Was für ein trieb Hat dich bewegen müssen, Der dich zu mir ins jammerthal verwies? Die liebe hat es felbf gethan: Eie schaut als mutter mich In meinem jammer an. 2. Die liebe ist So groß in deis nem hergen, Daß du für mich das grösste wunder thust. Die liebe macht Dir meinetwegen sehmergen, Daß mir zu gut du unter dornen ruhsi. Onnerhörter liebes grad, Der selbst des Vaters торсь Advents, Lieder. wort Ins fleisch gesendet hat! 3. Die liebe ist mein anver wandter worden: Mein bruder ist selbst die barmherzigkeit. Der Gottheit quell Lebt nun in meis nem orden: Die ewigkeit vers mählt sich mit der zeit: Das le ben selbst ist mensch geborn, Der glang der herrlichkeit, Das licht, das wir verlorn. 4. In ihm wird nun Die menschheit ausgeföhnet; Die rei nigkeit der seelen wiederbracht. Sie wird als braut Der Gottheit nun gecrdnet, Da sie der himmel felbst so angelacht. Die mensch, heit wird nun gang erneut, Und als ein reiner thron Der Gott Beit eingeweiht. 5. Die weisheit spielt Nun wies der auf der erden, Dadurch das paradies im menschen grünt. Nun können wir Aus GOtt ge boren werden, Weil die geburt des HErren dazu dienet. Die wohlgeborne ſeele spürt, Daß fie ein ander geist Aus ihrem ur fprung rührt. 6. Kein elend fan Nun unser berg besiegen: Immanuel ist bey uns in der noth. Ich darf ia nur Die gnaden quelle rügen, So dient mir selbft das elend und der tod. Der iammer hångt mir nur noch an, Der mir in Chrifto doch nicht schädlich werden fan. 7. Die fünde fan Mich auch nicht mehr verdammen, Dieweil fie selbst durch ihn verdammet ist. Was schaden nun Der seelen ihre flammen, Weil Chrifti blut und wasser in fie fliesst? Immanuel löscht ihren trieb: Er läfft die fees le nicht, Er hat sie viel zu lieb. 8.Ich habe nun Ein ewig leben funden. Viel reichthum, ehr und wohllust schendt er mir. Jch bin mit ihm, Er ist mit mir verbune den, Den ich in mir mit liebes. wirckung spür. Ich bin vergnügt und ganz geflillt, Weil mich der lautre strom Aus seiner lieb' ers füllt. 9. Auf, auf, mein geist! Vers giß die trauer lieder, Erfreue dich in dieser liebes macht. Des hime mels kraft und glang bestrahlt dich wieder, Und der verluft ift vdle lig wiederbracht. O! ewig, emig wohl ist mir, Daß ich in Chrifio nun Ein wohlgefallen spår. G 10. el. Serglich thut mich. Wie sol ich dich empfangen, Und wie aller welt verlangen O meiner feelen zier? O JEsa, JEsu, setze Mir selbst die fackel bey, Damit was dich ergete, Mir kund und wissend sey. 2. Dein Zion fireut dir pal men Und grüne zweige hin; Und ich wil dir in psalmen Ermuntern meinen sinn. Mein berke fol dir grünen In fietem lob und preis, und deinem namen dienen, Co gut es fan und weiß. 3. Was hast du unterlassen Zu 30/09) mei Advents: Lieder. meinem troft und freud, Als leib and feele fassen In ihrem größten leid? Als mir das reich genom men, Da fried und freude lacht, Da bist du, mein heil, kommen, Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren banden: Du kommst und macht mich los. Ich stund in spott und schanden: Du kommst und machst mich groß, Und hebst mich hoch zu eh ren, Und schendkft mir grosses gut, Das sich nicht lässt verzeh ren, Wie irgend reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich ge triebenzu mir vom himmels zelt, Als das geliebte lieben, Damit du alle weit, In ihren tausend plagen Und groffen jammerlaft, Die fein mund tan aussagen, So feft umfangen haft. 6. Das schreib dir in dein her ke, Du hochbetrübtes heer, Bey denen gram und schmerge Sich bäuft ie mehr und mehr. Send unverzagt, ihr habet Die hilfe vor der thür: Der eure hergen labet, Und tröstet, steht alhier. 7. Jhr dürft euch nicht bemüs ben, Noch sorgen tag und nacht, 9 Wie ihr ihn wollet ziehen Mit eures armes macht: Er kömmt, er tömmt mit willen, Ist voller lieb und lust, All' angst und noth zu ftillen, Die ihm an euch be wusst. 8. Auch dürft ihr nicht erschres cken Vor eurer fünden schuld: Nein, JEsus wil euch decken Mit seiner lieb und huld. Er fimmt, er kommt den fündern zu trost und wahrem heil; Schafft, daß bey GOttes Findern Verbleib ihrerb und theil. 9. Was fragt ihr nach dem schreyen Der feind und ihrer tück? Der HErr wird sie zerstreuen In einem augenblick. Er fömmt, er kommt ein König, Dem wahre lich alle feind Auf erden viel zu wenig Zum widerstande seynd. $ 10. Er fimmt zum welt ges richte, Zum fluch dem, der ihm flucht: Mit gnad und füffem lich, te Dem, der ihn liebt und sucht, Ach fomm, ach komm, o sonne! Und hol uns allzumal 3um ewe gen licht und wonne, In deinen freuden faal. II. Von der Geburt JEsu Christi. längst voraus: Fort, fort, und fus hehaus bey haus, Bis du dein beil gefunden. M. Mein II, ergens 3fu. uf, auf, mein geift! mach Sdich bereit, Nach Bethle hem zu gehen! Auf, auf, es ist ist gar nicht zeit, Sich lange um zusehen! Die hirten sind schon 2. Jhr augen feht, ihr füffe geht, Folgt dem pofaunen. schalle. D! welch ein strahl der majestät Bligt dort aus jenem stalle: Belchs 38 Von der Geburt 1 Findelein Jch muß es fren gestehen, Die glaubens fiffe find zu schwach, Daß ich nicht frisch kan gehen. Es thut mir in der seelen weh, Daß ich den himmel vor mir seb, Und kan fein nicht genieffen. 9. Wolan, so biete mir die hand, Und schencke mir den glauben, Zerreißse des unglaubens, band, Daß mir nicht wil erlauben Za deiner frippen mich zu nahn: Jes doch der glaube flammt sich an. Hilf, HErr, mir vom unglauben! 10 Belch ungemeines Liegt dorten in dem Frippelein, Im stroh und heu vergraben! 3. So hat der Heiland aller welt, Als hirte dieser erbe, Sich bier im stalle eingestellt, zn sam len seine heerde. Ja mir auch mir ruft er ist zu: Komm doch, ver. lornes schäfgen du, Komm, Fomm zu meiner Frippen! 4. Ach! aber ach! was hålt mich auf, Daß ich nicht im gebe: te, Mit los gelaffaem freyen lauf, 3u deiner Frippen frete, Daß ich nicht voller freudigkeit Zu dieser angenehmen zeit Mein hert zu Dir erhebe? 5. Was hinderts, daß die glau, bens, hand Nicht alle schaß er greiffet, Die mir dein angeneh, mer sland Bor augen hat gehäus fet? Warum, warum umfaß ich nicht Dein mehr als englisch an. gesicht, und füß es mit verlangen? 6. Hier lieget GOtt mit fleisch und bein, In windeln eingefleis det. Der wil gang arm und dürf tig seyn, Der doch die armen wei det. Der Gottheit schönste freud und luft Liegt hier an einer weis ber brust In einem finstern stalle. 7. So ist das gange himmel, reich In einem flall geflossen. Der engel ruft: das ist für euch; Kein mensch ist ausgeschlossen. Mein Heiland, ach! was sieh ich nun: Solt ich nicht muntre schritte thun, Dich frölich zu umfassen? 8. Uch: aber, mein erlöfer och 10. Vergnügter wechsel, selger tausch, Ich schmecke deine gute. Mein Heiland, welch ein fanfter rausch Durchwehet mein gemüs the. Das kindlein rufet: ich bin dein. Der glaube rufet: du bist mein. O freuden reicher wechsel! II Du findlein haft mir einen siraht In meine brust gespielet, Daß sie so schnell und auf einmal Die glaubens flamme fühlet. Kaum bört ich dein holdselig wort: So packte sich der zweifel fort; Der glaube frigte flügel. 12. Jet lauf ich nach der fripe penzu, Aufwohlgebahntem pfas de, Dafind'ich leben, heil und rub, Und nehme gnad um gnade. Jch küsse dich; du fuffest mich. Mein ganger geift verlieret fid), Und wird in dich verschlungen. 13. Und o! ein feliger genuß, Den ich im herken habe. Die weit liegt unter meinem fuß, Die fünde geht zu grabe. Es weicht der teufel, höll und tod, Und wer mir JEfu Chrifti. mir sonst noch mehr gedroht, Muß igo unterliegen. 14. Welch schimmer der ge. rechtigkeit Bekleidet mein gemü. the! Der Seraphinen helles kleid If nicht von solcher güte, Als die voulommne himmels pracht, Die mir diß kindlein hat gebracht, Und über mich gedecket. 15. Flench), furcht und angst, hier ist die thur, Ich weiß von kei nen leiden. Mein ftarcker Hei land ist bey mir, Uns kan fein teufel scheiden. Auf, Zion auf, Dein König kommt, Der alle trüb. fals fluthen hemmt! Wer wolte traurig werden? $ 16. Ja, ia GOtt selber ift ers freut, Daß Chriftus mensch ist worden. Er gönnt uns unfre ses ligkeit, Und daß in unserm orden Sein eingig Find gefunden wird; Zu diefer heerd der rechte hirt, Der das verlorne fuchet. Uns menschen, uns gehört dig find, Uns ist der Sohn gege ben. Wer sich in Abains lenden - findt, Dem bringt er heil und les ben. Ja, was? ist bin ichs gang allein, Und spreche: dieses Find ist mein, Mir, mir ist es geboren. 18. Und wår fein menfch in al ler welt, Der dieses wolte glau ben; So thu ichs doch, wie schon gemeldt, und lasse mirs nicht rauben. Hier fteh ich bey dem trippelein, Und spreche: dieses find ist mein; Troß sey der höll geboten! It 19. Ich bin mit glauben anges gethan, Und weiche nicht zurücke. Wie lächelt mich das findlein an? O wunderschöne blicke! Tht faß ichs voller bergens luft, Und hang es mir an meine brust, Bis wir in eins geflossen. 20. Bolan, ich wil dig liebe Find GOtt vor die augen legen: Was gilts, wenn sich sein zorn entzündt, So sol er seinetwegen Mir armen fünder anådig seyn, Ja, mich mit vollem liebes schein Ins fünftige bestrahlen. 21. Ja, ia ich hab es feft ges fast, O wunderleichte burde! Es ift an ihm gar keine laft, Ich trag es mit begierde. Die hände wers den mir nicht laß, Obgleich des drachens groffer haß mich und das kind verfolget. 22. Was schabts, der himmel öffnet sich, und hat mich aufges nommen. Zwey flügel, die umfass sen mich, Ich bin in freyheit fome men, Da steh ich nun vor GOttes thron, Und lege mich mit seinem Sohn, Mit meinem finde, nieder. 23. Welt, fünde, teufel packe dich; Spey lauter gift und flam men: Sprich nur, GOtt wolle gleichwol mich, Und alle welt vers dammen. Halt fatan, halt mit lås stern ein, Unmöglich ist die kinder lein Für mich umsonst geboren. 24. 3war wolte die gerechtigs Feit Den donner gerne schiessen: Doch sieht der Vater iederzeit Sein find, und lässt geniessen, Mich 332 Don der Geburt 12 mich armen finder stolke ruh. Eroß, der mir etwas schaden thu! Ich fürchte kein. verdammen. 25. Ich spreche: du gerechter GOtt, Die straf hab ich verdies net, Weil ich in Adam dein gebot, Bu brechen mich erfühnet. Mir, mir gehöret strick und schwert. Ja, Bater, ia ich bin nicht werth, Daß ich dein find mehr heise. 26. Das findlein spricht: ia Bater fieb, Für wen bin ich ge boren? Das ldse geld erscheinet bie, Das ich für ihn geschworen. Nun gib mir meiner a: beit lohn, Nimm diesen hin als deinen sohn. Die schuld ist ausgezahlet. 27. HErr, hilf doch, mein ge müthe schrent, Ich glaube diesen worten. Dwunder, welche frö, lichkeit Entfiehet aller orten! GOtt felbft sieht seine luft an mir, Beil ich mit seines findes sier Bin durch und durch beflammet. 28. Der Vater hat mir seine Band 3u tussen zugeneiget; Ja einen Föniglichen stand Bey sei nem Sohn gezeiget Die gange Gottheit neiget sich. Wir sind bereits gang füßiglich In lauter lieb zerfloffen. 29. Ich bin von meiner alten schuld In gnaden los gesprochen. Der volle strahl von seiner huld, Ift in mir angebrochen. Der neue geift belebet mich. Ich fan mich nun gang trokiglich zu meinem machen. 30. Ich werd im glauben fest und stard, Wenn ich bey meinem tinde, Das mahl von wein, von fett und mard, Ja volle gnüge finde. Hier ist der rechte lebens. moft: Weg welt mit deiner hüle sen koft, Das ist nur lose speise. 31. Egypten schmecket mir nicht mehr, Der feind hat weichen müssen Die ziegels ofen stehen leer, Der fleisch topf ist zerschmife sen. Das manna nehm ich willig an, Und reife frisch nach Canaan, Weil Jofua gekommen. 32. Mein Josua, ach zieh mich hin zu deines vaters hergen, Uch schüttle, rüttle meinen finn, Diß heil nicht zu verschergen. Ge schwind ergreiff mich bey der hand, Und führ mich ins gelobte land, Wo milch und honig flieffet. 33.D welch ein strom der süßige Feit Durchströmet meine finnen! Ich weiß fast nicht vor frölichkeit Mehr, was ich sol beginnen. Ich bin so voll, daß alles glüht: Beg, mea, was noch nach Sodom sieht! Ich bin een Zoar kommen. 34. Mein ungemeines findes lein Jft aans in mich zerfloffen. Ach, meine brust ist fast zu klein, Der mund wird mir geschlossen. Genna, ich wünsche immerdar, Daß ich mir so das gange jahr Weihnachten mögte feyren. 12. Mel. Endlich foldas frobe. uf, ihr menschen allzumal, kommen aus dem schönen hime mels JEfu Chrifti. mels faal, Hat die menschheit ans genommen. Sehet feine liebe an, Die ihn hat zu uns getrieben. Bått' er dieses nicht gethan, Bå , ren wir im tode blieben. Ebre bie chore der engel GOtt brin. gen, Christ ist geboren: ach lasst uns mit fingen! 2. Abrams tag, auf den er sich Hat gefreuet, ist erschienen. GOttes Sohn, dem ewiglich Müssen alle engel dienen, Jft zum heil uns aufgericht't. Durch ihn wir jum finder orden Eind ge, zehlet, daß wir nicht Ewig satans felaven worden. Freuden, nicht leiden, dein Jeſus mitbringet, Hi mlife's ergegen, das traus De egnimmet. $ Berobs is unmehr da, cht so lang begebret. Lob leluja Daß uns geit fedezeit beret, Die uns alen freude brinn Daß wir kön nen frölich fingen GOtt ist wor ben selbst ein find. Lasst uns ihm ein danck lied bringen. Ehret, ver. ehret den König der ehren, Willis .ge herken, das ist sein begehren, 5. Lebens brunn, HErr JEsu Chrift, Aus dem nur das leben springet, Daß du mensch gebo ren bist, uns das rechte leben bringet. Was von uns ist wegges wandt, Durch die lust der ersten sünden, Kan man nun in beiner hand Alles reichlich wieder fin. den Klarheit, licht, wahrheit und göttliches leben, Gnad' und vers gebung wird allen gegeben. 6. Uch! mein JEfu, laß mich dich Mit dem glaubens, aug er. blicken. Laß mich dich gang in niglich An mein faltes berge drüs den. Wirf auf mich), du liebstes find, Einen ftraht von deiner lies be, Daß ich wieder angezünde Werd von deines geiftes triebe. Kindlein, dein mündlein ich here he und füffe, Zucker und honig ist weit nicht so füffe. 7. Preis und danck sey dir ge bracht, JEsu, daß du mensch ges worden. Dadurch bist du mir ges macht, und dem gangen fünders orden, Zum ertöfer, daß wir nicht Wegen unfers fall umfämen, Sondern aus dir, unserm licht, Michten gnab um gnade neh men. Alle mit fchalle lobfingt ihm deßwegen; Ziehet im glaus ben ihn selbst an zum segen.. 4. Davids seusten ist gestiut, Hilfe ist aus Zidn tommen, Got tes rath ift nun erfüllt, und der fluch hinweggenommen Von der erd, es ist gemacht Friede durch bas blut des bundes 13. uns ist anlacht. D, des theuren Crifium wir faller loben liebes grundes Singet, dand bringet, ihr waret verloren Nan ift euch heute der Heiland gebo, fchon: Der reinen magd Ma rien Sohn, So weit die liebe some ne ieucht, Und an aller weit ende reicht. 33 2. Der 14 2. Der sel'ge Schöpfer aller ding Zog an eins fnechtes leib ges ring, Daß er das fleisch durchs fleisch erwürb, Und sein geschöpf nicht all's verdürb. 3. Die adttlich anad vom him. mel groß Sich in die keusche muts ter goß. Ein mågdlein trug ein heimlich pfand, Daß der natur war unbekannt. Don der Geburt 4. Das züchtig haus des hers gens ¡ art Gar bald ein tempel GOttes ward. Die fein mann rühret noch erkannt, Von GOt tes wort man schwanger fand. 5. Die edle mutter hat geborn, DenGabriel verhieß zuvorn: Den 43 0 Holl #till Sanct Johan mit.springen zeigt, Da er noch lag in mutterleib. 6. Er lag im heu mit armuth groß: Die krippen hart ihn nicht verdroß. Es war ein kleine milch sein' speis, Der nie kein vöglein hungern ließ. 7. Des himmels chor fich freu en drob, Und die engel fingen GOTT lob. Den armen hirs ten wird vermeldt Der hirt und Schöpfer aller welt. 8. Lob, ehr und danck sey dir gesagt, Chriß, geborn von der reinen magb, Mit Vater und dem heiligen Geist, Von nun an bis in ewigkeit. 14. G 56 Q MECHINDUT f 10... dieffet. ber süßig de finnen! Srdlichkeit Samal CRIANTŲ DIZ 65 43 untuu- RY Dancs 32fu Chrifti IS 4. Die hirten auf dem felde warn; Erfuhren neue måbre Bon den engelischen schaarn, Wie Christ geboren wäre, Ein König über alle fon'ge groß, Hes rodes die red' gar sehr verdroß, Ausfandt er seine boten. En wie gar eine falfche lift Erdacht er wis der Jefum Chrift! Die kindlein ließ er tödten.ARU 16. IS. 1 Aller creature: DennGOts Mel. Wer nur den lieben. Aineksagen wir alleGOtt un ferm HErrn Chrifto, Der uns mit feinem Wort hat erleuch: tet, und uns erldset bat Mit seis nem bluteVon des teufels gewalt 2. Den follen wir alle Mit seis nen engeln Loben mit schalle; Singer: preis fey GOtt in der böhe! die nature 2on einer jungfrau in Dichienen des troffen St geborn. Maria, du bist außers kohra, Daß du mutter werdest. s geschah so wunderlich? GOttese vom himmelreich, Der mensch geboren. Bes findelein so tdbelich Ift che oren heute Von einer eit fehlchrauberlich, 3u trost uns tes freundlichkeit. Das find, de m alle engel dienen, Bringt lichtin meine dunckelheit. Und dieses weit und himmel licht Weicht hundert tausend sonnen nicht. 2. Eaß dich erleuchten, meine seele, Bersäume nicht den gna den schein. Der glang in dieser Fleaten. Bár uns das kleinen höle Streckt sich in alle hein nicht geborn, Go wårn welt hinein. Er treibet weg der hällen macht, Der fünden und des creuges nacht. uumal verlorn. Das heil if unser aller. Ey du füffer HErr JEfu Chrift, Der du mensch ge boren bist, Behüt uns vor der hölle. 3. In diesem lichte kanst du se hen Das licht der klaren feligkeit Wenn fonne, mond und stern vers gehen, Vielleicht noch in gar fur. her zeit, Wird diefes licht mit feinem schein Dein himmel und dein alles seyn. 4. Laß nur indeffen helle scheis nen Dein glaubens und dein lies beslicht. Mit GOtt musst du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese sonne nicht. Wilt dur ges niessen diesen schein: So darfst 34 DM 3. Als die sonn durchscheint das glas Mit ihrem Flaren schei ne, Und doch nicht verfehret das, Co mercket allgemeine: 3u glei cher weiß geboren ward Bon einer jungfrau rein und zart, GOttes Sohn der werthe. In ein krippen ward er gelegt; Grof se marter für uns trägt hie auf Dieser erben. 16 du nicht mehr dunckel seyn. 5. Drum, JEfu, schöne weiß nachts sonne, Bestrahle mich mit deiner gunft, Dein licht sey meis ne weihnachts woane, Und lehre mich die weihnachts kunst, Wie ich im lichte wandeln sol, Und sey des weihnachts glanges voll. 17. $ Don der Geburt Mel. O GOtt du frommer. D U wesentliches wort, Bom anfang ber gewesen, Du GOtt von GOtt gezeugt, Bon ewigkeit erlesen Zum heil der gan gen welt: O! mein HErr JEsu Chrift, Willommen, der du mir 3um heil geboren bist. 2. Komm, o felbständigs wort, Und sprich in meiner seelen, Daß mirs in ewigkeit a troft nicht folle fehlen. Im glauben wohn in mir, Und weiche nimmer nicht. Laß mich auch nicht von dir Ab weichen, schönstes licht. Die gange welt formiret; Denn alle dinge find Durch dich ans licht geführet: Uch! so bin ich, mein heil, Auch dein geschöpf und gab, Der alles, was ich bin, Bon dir empfangen hab. 4. Was hat, o JESU, dich Vom anfang doch bewogen? Was hat vom himmels thron Dich in die welt gezogen? Ach deine groffe lieb' Und meine grof se noth Hat deine gluth entflamt, Die stärker als der tod. 5. Du bist das wort, wodurch 6. Gib, daß ich dir zum dienst Mein ganzes herk ergebe, Auch dir allein zum preis Auf dieser ers den lebe. Ja, JEfu, laß mein herk Gank neu geschaffen seyn, Und dir, bis in den tod, met seyn allein. Gewide 7.Laß nichtes in mir seyn, Bas du nicht haft geschaffen, Reut' als les untraut aus, und brich des feindes waffen. Was bis, ist nicht von dir, Das hat er feind ges than: Du aber führ mein herk und fuß auf ebner bahn. Petr. 8. Das leben ist in dir, er süßte, les licht des lebens e sinnen, mir dein glang, Meindlichke feyn vergebens. Weil du d'ass der welt: So fey mein lebe licht, O JEfu, bis mir dort Dein sonnen licht anbricht. 3 Du wesentliches wort, Warft ben GOtt, eh geleget Der grund der groffen welt, Da sich dein herz beweget 3ur liebe gegen mir. Ja du warst selber GOtt, Damit du machst im fleisch, Sünd, holl Eer liebste Sohn ist uns ges und tod zum spott. schencket, In dem GOtt gnad um gnad darbeut Für alles, das die feele fråncket. Merck auf, mein herk, Und schau das knäblein an, Dend, welch ein wunder GOtt durch ihn gethan. 2. Es spielt in seinem angesicht, Mit freudenreicher luft und wons ne, 18. Mel. Preis, lob, ehr, ruhm. 3Efu Chrifti. ne, Des Vaters flarbeit, lieb und licht. Er ist des nenen himmels. fonne, Dadurch der welt Ein neus es licht entsteht, Die ohne ihn im dunckeln untergeht. 3. Das find ist zart, und tråget boch, Was erd und meer und him. mel beget. Der gangen herrschaft laft und joch Ift seinen schultern aufgeleget Von dem, der ihn zum mittel punct gefegt Deß, was da ist, und werden sol zulegt. 4. Sein name beisset wunders bar, Er ist auch aller wunder cro, ne. Es jubilirt der engel schaar Mit hergen& Inft im füffen thone Das gloria als dieses wunder pfand Sich der nacht Bey uns jur welt.emad. Bedarfst durath und unters richt il diys an wig und weis heit fehlcheffenß find heisst Rath, es ist ein, Eo du dich wirst mit ihne dhlen: So wird es dir In aller noth und pein, Dein treuer rath, Und licht, und leit fern seyn. 6. Fehlt dirs an kraft, o liebe feel, Auf GOttes wegen fortzus fomen: Sey unverzagt, Imma, nuel, Der deine menschheit ange 17 nommen, Heist Kräft, und wil Durch seine fraft allein, In allem kampf Dein treuer helfer feyn. 7. Fehlt dirs an muth und tas pferkeit, Der feinde rotte zu bes friegen: Hier ist der Held, der in dem streit Dich nicht kan lassen unterliegen Wer in der schlacht Ihn an die spige stellt, Der sieget und Behält zuletzt das feld. 8. Ein ew'ger Vater ist er dir, Weil er dich durch sein wort ges zeuget: Nun forgt er für dich für und für, Sein hertz bleibt stets zu dir geneiget. Was er befiehltDen våtern in der zeit, Wird er viels mehr Selbst thun in ewigkeit. 9.DenFriedens Fürften nennt er sich, Weiler, als Herzog, für dich streitet: Ergeßt indessen reichs lich dich an seinem tisd), den er bes reitet, und macht dein herk von furcht und schrecken los: Zegt dich auch sanft In seiner liebe schoos. 10.Drum freue dich, mein herk, in ihm, Nimm an, was dir dein GOtt gegeben: Erhebe jauchzend deine stim, Und preise ihn mit dei nem leben.GOtt gibt sich dir: Gib du ihm wiederum Dich) gang und gar Zu seinem eigenthum. 19. ņ TKI 35 Q 43 0 6.6% 青 麻 Ermun 18 OP ¹² Q ņ 65 6 Don der Geburt 1 6 6 65 cher geist, Und trage groß vers langen, Ein kleines kind, das vas ter heisst, Mit freuden zu empfans gen. Diß ist die nacht, darin es fam, Und menschlich wesen an sich nahm, Dadurch die welt mit freuen, Als seine braut zu freyen, 2. Willkomm'n, o füsser bräu tigam, Du König aller ehren; Willkomm'n, o JEsu, GOttes Lamm, Jch wil bein lob vermeh, ren. Ich wil dir all mein leben lang Von hergen sagen preis und band, Daß du, da wir verloren, Für uns bist mensch geboren. 3.D großer GOtt, wie fonnt es feyn, Dein himmelreich zu laf fen, zu springen in die welt hin ein, Da nichts denn neid und baffen? Wie kontest du die groffe macht, Dein königreich, die freu ben pracht, Fa, dein erwünschtes leben, Für solche feind hingeben? 43 4.Ift doch, HErr JEfu, deine Braut Gank arm und voller schan, den; Noch bast du sie dir selbst 67 6 5 80 6 6 den. Ift sie doch nichts als übers drüß, Fluch, unflath, tod und finsterniß: Noch darfst du ihrents wegen Den scepter pn dir legen. 5. Du fürst und erfcher die fer welt, Du friedens wiederbrin ger, Du fluger rath und tapfree held, Du starcker en winger, Bie ist es mbalich ridu dich Erniedrigest so iandidh, Ais wäreft du im orden Der bettler mensch geworden? 6.D groffes werd, o wunders nacht, Dergleichen nie gefunden! Du haft den heiland hergebracht, Der alles überwunden. Du haft gebracht den starcken mann, Der feur und wolcken zwingen fan, Vor dem die himmel zittern, Und alle berg erschüttern. 7. O liebes Find, o suffer fnab, Holdselig von geberden, Mein bruder, den ich lieber hab, Ats alle schäß auf erden! Komm schönster, in mein herk hinein, Komin eilend, laß die trippe seyn: Romm JEfu Chrifti. Romm, tomm, ich wil bey zeiten Dein lager dir bereiten. 8. Sag an, mein herkens. brautigam, Mein hoffnung, freud und leben, Mein edler zweig aus Jacobs stamm, Was sol ich dir doch geben? Ach! nimm von mir leib, feel und geift: Ja alles, was mensch ist und heisst, Ich wil mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. 9. Lob/ preis und dand, HErr JEfu Chrift, Sey dir von mir gefungen, Daß du mein bruder worden bist, und hast die welt bezwungen. Hilf, daß ich deine gütigkeit Stets preise in der gnaden zeit, Und mdg hernach bort oben In ewigkeit dich loben. 20. Tel. Erschienen ist der. Nichienen ist die heilsam Die GOtt der welt erzeiget hat. Die züchtigt uns, daß nun ein Christ Verleugnet, was ungdttlich ist. Halleluja. 2. eg alle weltlich fünden luft, Und was der bosheit ist be wusst! Der heisst ein Chrift, wer chriftlich lebt, und früh und spat nach tugend firebt. Halleluja. 3. Werzüchtig in gerechtigkeit Fortstellet die gottseligkeit, Und mit der welt sich nicht gefellt, Der ists, der seinem GOtt gefällt. Halleluja. 19 lichkeit Erscheinen wird zur selig. Feit. Halleluja. 4. Der kan mit freuden feinen lauf Vollenden und stets warten drauf, Wenn die verhoffte herre 5. Da kommen wird der groffe GOtt, Der alle feinde macht zu spott, Der werthe Heiland JE sus Chrift: Der uns zum troft mensch worden ist. Halleluja. 6.Der fich für uns gegeben hat, Für unser aller misfethat, Der uns von ungerechtigkeit, Von fund, tod, tenfel hat befreyt. Hall. 7.Der sich sein volck zum eigens thum Hat rein gemacht zu seinem ruhm, Das fleißig war zur from. migkeit. Denn er schenckt uns die seligkeit. Halleluja. 8. Ehrsey dem Vater und dem Sohn, Samt heilgem Geift in einem thron. Welchs ihm auch also sen bereit Von nun an bis in ewigkeit. Halleluja. 21, Reuet euch ihr alle, Freue sich wer immer fan, GOTT hat viel an uns getban. Freuet euch mit groffem schalle, Daß er uns so hoch geacht, Sich mit uns befreund gemacht. Frens de, freude über freude! Chriftus wehret allem leide. Wonne, wone ne über wenne! Er ist die genas den sonne. 2. Siehe, siehe, meine feele, wie dein Heiland kommt zu dir, Brennt in liebe für und für, Daß emer in der Frippen böle Harte lies get dir zu gut, Dich zu ldfen durch sein blut. Freude, freade über zc. 3. JE/ u 20 Don der Geburt 3. JEfu, wie fol ich dir dan cken? Ich bekenne, daß von dir Meine feligkeit herrühr: So laß mich von dir nicht wandken, Nim mich dir zu eigen hin; So em pfinder herg und finn Freude, freude über ic. 4 JEfu, nimm dich deiner glieder Ferner in genaden an. Schende, was man bitten kan, Bu erquicken deine brüder. Gib der gangen christen schaar Friede und ein fel'ges jahr. Freude, freude über freude! Christus weh, ret allem leide. Wonne, wonne über wonne! Er ist die genadens sonne. 5. Hätte vor der menschen or. den Unser heil Einen greul: 2 år er nicht mensch worden. Hått per luft zu unserm schaden: En so würd Unsre burd Er nicht auf sich laden. 22. Mel. Warum folt ich mich. Nilich fol mein herge sprin, gen Dieser zeit, Davor freud Que engel singen. Hört, hört, wie mit vollen dhoren e luft Laute ruft; Chriftus ist geboren. Fo 2. Heute geht aus feiner fam. mer GOttes held, Der die welt Reifft aus allem jammer. GOtt wird mensch, dir mensch zu gute. GOttes find, Das verbindt Sich mit unferm blute. 3. Solt uns GOft nun fönnen haffen, Der uns gibt, Was er liebt, Uber alle maffen? GOTT gibt, unserm leid zu wehren, Seis nen Sohn Aus dem thron Sei er macht und ehren. uns GOttes Sohn nicht lieben, Der igt fömmt, Von uns nimmt, Was uns wil betrüben? 4. Golte von uns fein gefeh. ret, Der sein reich und zugleich Sich selbst uns verehret? Solt 6. Er nimmt auf fich, was auf erden Wir gethan; Gibt sich an, Unser Lamm zu werden. Unser Lamm, das für uns stirbt, und bey GOTT Für den tod Gnad und fried erwirbet. 7. Nun er liegt in seiner Fripe pen Ruft zu sich mich und dich, Spricht mit fuffen lippen: Laffet fabrn, o lieben brüder, Was euch quâlt, Was euch fehlt, Jch bring alles wieder. 8. Ey, so fommt und lafft uns laufen, Stellt euch ein, Groß und Flein, Eilt mit groffem baufen, Liebt den, der für liebe brennet, Schaut den stern, Der euch gern Licht und labfal gönnet. 9. Die ihr schwebt in groffen leiden, Sehet, hier Jft die thür Zu den wahren freuden. Fasst ihn wohl, er wird euch führen Un den ort, Da hinfort Euch kein creuß wird rühren. 10.Ber fich fühlt beschwert in bergen, Wer empfindt Seine fünd Und gewiffens schmerzen, Sen getroft: hie wird gefunden Der in eil Machet heil Die vers giften wanden. 11. Die JEfu Chrifti. 11. Die ihr arm seyd und elen. de, Kommt herbey, Füllet fren Eures glaubens hände. Hier sind alle gute gaben, und das gold, Da ihr solt Euer herk mit laben. 12. Siffes heil, laß dich um, fangen;& ß mich dir, Meine zier, Unverrückt anhangen. Du bist meines lebens leben: Nun kan ich Mich durch dich Wohl zu frieden geben. 13. Meine schuld fan mich nicht drücken: Denn du haft Mei. ne laft 20 auf deinen rücken. Rein fleck ist an mir zu finden: Ich bin gar Rein und flar Aller meiner fünden. 21 3. Den aller weltkreis nie bes schloß, Der liegt in Marien schbos. Er ist ein findlein worden Flein, Der alle ding erhält allein. Kyrie eleison. 23. & Elobet seyft du JEso Chrift, Daß du mensch geboren bift Von einer jungfrau, das ist wahr, Deß freuet sich der engel schaar. Kyrie eleison. 2. Des ewgen Vaters einigs find Jßt man in der krippen findt. In unfer armes fleisch und blut, Berkleidet sich das ewge gut. Kyrie eleison. 4. Das ew'ge licht geht da hers ein, Gibt der welt ein'n neuen schein. Es leucht't wol mitten in der nacht, Und uns des lichtes finder macht. Kyrie eleison. 5.Der Sohn des Vaters, Gott von art, Ein gast in der welt hie ward, Und führt uns aus dem jammerthal. Er macht uns erb'a in seinem faal. Kyrie eleison. 6. Er ist auf erden kommen arm, Daß er unser fich erbarm, Und in dem himmelmachereich, Und seinen lieben engeln gleich. Kyrie eleison. 14. Ich bin rein um deinet wil len. Du gibst gnug Ehr und schmuck, Mich darein zu büllen. Ich wil dich ins herke schliessen: Dmein ruhm, Edle blum, Laß Dich recht geniessen. 15. Ich wal dich mit fleiß be wahren, Ich wil dir Leben bier, Dir wil ich abfahren. Mit dir wil ich endlich schweben Voller 24. freud, Ohne zeit, Dort im andern HErr Chrift, der einge GOt tes leben. in ewigs teit, Aus seinem herg'n entsprofe fen, Gleich wie geschrieben steht: Er ist der morgen fterne, Sein'n glauk streckt er so ferne, Vor and dern sternen Flar. 2. Für uns ein mensch geboren Im legten theil der zeit, Der mutter unverloren Jbr jungfrau tich keuschheit. Den tod für uns zerbrochen, Den himmel aufges schlossen, Das leben wiederbracht. 3. Eaß 7.Das hat er alles uns getban, Sein groß lieb zu zeigen an. Deß freu sich alle Christenheit, Und danck ihm deß in ewigkeit. Kprie eleison. Don der Geburt 22 3. Eaß uns in deiner liebe Und erkentniß nehmen zu, Daß wir im glauben bleiben, und dienen im geift so, Daß wir hie mogen schmecken Dein' süßigkeit im her, gen, und dürften stets nach dir. 4. Du Schöpfer aller dinge, Du våterliche Fraft, Regirst von end zu ende, Kräftig aus eigner macht; Das herke zu dir wende, Und lehr ab unsre finne, Daß fie nicht irren von dir. 5. Ertidt uns durch dein gute, Erweck uns durch dein gnad, Den alten menfchen fråncke, Daß der neu leben mag Wohl hier auf dieser erben, Den sinn und all' begehrden, Und gedan cken haben zu dir. 25. falein. WerJEsum recht erkennt, Der stirbt nicht, wenn er stirbt, Co bald er JEfum nennt. 4. Bolan, so wil ich mich An dich, o JEfu, hallen, Und solte gleich die welt In tausend stue den spalten. D! JEsu, dir, nur dir, Dir leb ich ganz allein. Auf dich, allein auf dich, Mein JEsu, schlaf ich ein. 26. Mel. Mein bergens JEfu. Eh sieh an deiner frippen Shier, JEfulein, mein les ben! Ich komme, bring und schen de dir, was du mir haft geges ben. Nimm hin, es ist mein geift und finn, Herk, seel und muth, nimm alles hin, Und laß dirs wohlgefallen. Mel. O GOtt du frommer. mich in und 2. Du hast mit deiner lieb ers füllt Mein' adern und geblüte. Sheiffe dich wilkommen, Mein Dein schöner glank, dein füffes liebfes JEfulein, Du hast dir vorgenommen, Mein brüderlein zu seyn: Ach, wie ein füsser ton! Wie freundlich fiebt er aus Der groffe GOttes Sohn! bild Liegt mir gang im gemüthe. Und wie kan es auch anders seyn? Wie font ich dich, mein JEfulein, Aus meinem herken laffen? 2. GOTT sendt die majestät, Sein unbegreißlichs wesen, In eines menschen leib; Run muß die weit genesen. Der allerhöch, ste GOtt Spricht freundlich bey mir ein: Wird gar ein kleines kind, Und heisst mein JEsulein. 3. Wie lieblich flingt er mir, Wie schallt er in die ohren! Er fan durch siahl und erg Und har te felfen bohren, Das liebste JE 3. Da ich noch nicht geboren war, Da bist du mir geboren, Und haft mich dir zu eigen gar, Eh ich dich kannt, erforen. Eh ich durch deine hand gemacht, Da haft du bep dir selbst bedacht, Wie du mein woltest werden. 4. Ich lag in tieffter todes. nacht, Du warest meine fonne, Die sonne, die mir zugebracht, Licht, leben, freud, und wonne. D soane, die das werthe licht Des glare JEfu Chrifti. glanbens in mir jugericht, Wie schön find deine strahlen! 5. Ich sehe dich mit freuden an, Und fan mich nicht satt sehen. Und weil ich nun nicht weiter kan: Eo thu ich, was geschehen. O! daß mein sinn ein abgrund wår, Und meine feel ein weites meer, Daß ich dich möchte fassen. 6. Bergönne mir, o JEfulein, Daß ich dein mündlein füffe, Das mündlein, das den süssen wein, Auch milch und honig flüsse Beit übertrifft in seiner fraft, Es ist vou labsal, stård und faft, Der mard und bein erquicket. 7. Wenn oft mein herg im leis be weint, Und feinen troft fan finden; Da ruft mirs zu: Ich bin dein freund, Ein tilger deiner fünden. Was traureft du, mein brüderlein?( schwesterlein) Du folft ia guter dinge seyn, Ich zah. le deine schulden. 8. Wer ist der meister, der als hier Nach würden aus fan strei chen Die handlein, so dis kindlein mir Beginnet juzureichen? Der Schnee ist hell, die milch ist weiß; Berlieren doch beyd ihren preis, Wenn diese handlein blincken. 9.Wo nehm ich weisheit und verstand, Mit loben zu erhöhen Die äuglein, die so unverwandt Nach mir gerichtet sehen? Der volle mond ist schön und klar, Schön ist der güldnen sternen schaar: Dein' duglein sind viel schöner. 23 10. D, daß doch so ein lieber fern Sol in der frippen liegen! Für edle finder groffer herrn Gehören güldne wiegen. Ach! heu und stroh ist viel zu schlecht, Gammt, feiden, purpur waren recht, Diß findlein drauf zu legen. 11, Nehmt weg das stroh, nehmt weg das heu, Ich wil mir blumen holen, Daß meines Heis lands lager sey Auf frången und violen. Mit rosen, nelden, ross marin Aus schönen gårten wil id) ihn Bon oben her bestreuen. 12. 3ur seiten wil ich hier und dar Viel weisse liljen stecken, Die follen seiner dualein paar Im schlafe sanft bedecken: Doch liebt vielmehr das dürre graß Diß Findelein, als alles das, Was ich hier nenn und dencke. 13. Du frageft nicht nach luft der welt, Noch nach des leibes freuden: Du hast dich bey uns eingestellt An unser flat zu leie den. Euchfi meiner feelen herre lichkeit Durch dein selbft eignes hergeleid. Das wil ich dir nicht wehren. 14. Eins aber, hoffich, wirft dn mir, Mein Heiland, nicht verfagen, Daß ich dich möge für und für, In, bey, und an mir tragen: So laß mich doch dein kripplein seyn; Komm, fomm, und lege bey mir ein Dich und all deine freuden. 15. 3war sol ich denden, wie gering Don der Geburt 24 gering Ich dich bewirthen wer 28. de. Du bist der Schöpfer aller Obt GOTT ibr Chriften allo ding: Ich bin nur flaub und erde. Doch bist du so ein frommer gast, Daß du noch nie verschmähet haft Den, der dich gerne siehet. 27. Zugleich, In seinem höchsten thron, Der heut aufschleufft sein himmelreich, Und schenckst uns seinen Sohn.:,:. 2. Er fommt aus feines Bas ters schoos, Und wird ein kinde lein flein. Er liegt dort elend, Mel. Lobe den Errn, den. Ommst du nun, JEsu, vom auf und Sol nun der himmel und erde vereiniget werden? Ewiger Gott, Kan dich mein jammer und noth Bringen zu menschen geber den?:: 2. Was ich in Adam und Eva durch sterben verloren, Hast du mir, JEsu, durch leben und lei. den erforen. Gütiger GOTS, Alle mein jammer und noth Ens det fich, da du geboren.:: 3. Teufel, tod, hölle die zürnen und halten zusammen, Wollen mich fünder verschlingen und gånglich verdammen: Mächti ger GOtt! Wende den jammer und noth, Tilge die höllischen flammen.:,: 4. Gib mir, o JEfu, nur bei lige gute gedancken, Halte die glieder des leibes in heiligen schrancken, Heiliger GOtt, Laß mich nach deinem gebot Herzlich im glauben dir dancken.:,: 5. Führe mich endlich, o JEsu, ins ewige leben, Welches du al len, die glauben, versprochen zu geben, Daich ben GOtt, Ohne noth, jammer und tod, Ewig in freuden fan schweben.:: lein.:,: 3.Er duffert sich all seiner g'walt, Wird niedrig und gering, Und nimmt an sich eins knechts gestalt Der Schöpfer aller ding.:,: 4. Er liegt an seiner mutter brust, Jhr milch die ist sein speis, An dem die engel fehn ihr luft! Denn er ist Davids reis.:,: 5. Das aus sein'm flamm enti spriessen solt, In dieser letzten zeit: Durch welchen GOtt auf richten wolt Sein reich, die chris stenheit.:,: 6. Er wechielt mit uns wuns derlich, Fleisch und blut nimmt er an, Und gibt uns in seins va ters reich die Flare Gottheit dran.:,: 7. Er wird ein knecht, und ich ein herr, Das mag ein wechsel seyn: Wie könnt es doch sein freundlicher Das herke JEsus lein?:,: 8. Peut schleusst er wieder auf die thür Zum sadnen paradeis. Der Cherub steht nicht mehr dafür. GOtt sey lob, ehr und preis!,:, 29, r JEfu Chrifti. 25 glången, Und ewig in der rube feyn. In windeln wickelt man du uns retten Von schweren todes fetten. 6. Du weinst in deinen windes lein, Auf daß wir ewig lachen. Du bist der größt', und wirst dochs Flein, uns alle groß zu machen. Heiland, o genaden thrøn! Dubistia GOttes liebster Sobni Kommst doch zu uns auf erden, Wilft unser bruder werden. 7. Du bist ein HErr, und wirst ein knecht, Uns ewig zu befreyen. Reich bist du, wirst doch arm und schlecht, Uns reichthum zu vera leihen. Du trägst geduldig alles leid: D gib, daß ich auch iedere zeit, Wenn mich die noth wird thenrer seelen, plagen, Dein creutz dir mdg nach tragen. 29. Mel. Ermuntre dich mein. Lempor, Sey froh und gu ter dinge! Cluf mit dem schönen engel dor! Ermuntre dich, und finge! Weil GOttes eingebor. ner Sohn Von seinem hohen himmels thron Zu dir und allen frommen Heut ist auf erden Fommen. 2. O frommer Heiland, JEsu Chrift, Wie hoch ist doch zu schä Ben, Daß du gering und niedrig bist? Wie herrlich kan ergeßen Die bemuth, so du bey dir bast? Willkommen sanftmüthiger gast, Du troft betrübter finder, Des todes überwinlagen 3. Daß du, fürst, Haft fleisch an dich genoms men, Geringer als ein engel wirft, Das ist von liebe kommen. Du wirst dort in dem ehren reich) Uns machen deinen engeln gleich: Du kommst zu uns auf erden, Auf daß wir himmlisch werden. 4. Du wirst ein gafst in dieser welt, Und führst ein dürftigs le. ben. Hiedurch ist uns das reiche zelt Des himmels eingegeben. Du wirst geboren in der nacht, Auf daß uns werde licht gebracht. Durch dich sind wir geriffen Alus dicken finsternissen. 5. Im harten winter fömmest du, Bringst uns den himmels, lengen. Du suchst im bunckeln fingen. stalleruh; Damit wir möchten S 8. O du barmherzigs JEfus lein, Sib, daß ich mich des armen, Wo ich ihm kan behilflich seyn, Von hergen mdg erbarmen. Bib fanftmuth, Gib bescheidenheit, Gib christliche leutseligkeit, Laß mich den nächsten lieben, Auch wahre demuth üben. 9. Dreicher Heiland, schencke mir, Was mir fan ewig nüßen. starcker HErr, ich hang an dir, Du fanft und wilft mich schüßen. Wenn alle menschen fers ne stehn, Auch wenn mir wird die feel ausgehn, Wilst du den tod bezwingen: Dir wil ich ewig 30. Mel. 26 H ΣΤΟ 6 STE Von der Geburt 30. Mel. Wir Chriften leut, 2c.oder 1679 306 0 th 6 6 mituntut HITUS JEfu Chrift, Dein Fripp, tein ist mein paradies, da meine feele weibet. Hier ist der ort, Hier liegt das Wort Mit un ferm fleisch persönlich angekleidet 2, Dem meer und wind Ge horfam find, Gibt sich zum dienst, und wird ein knecht der fünder, DuGOttesSohn, Wirft erd und thon, Gecing und schwach, wie andre menschenfinder. 3. Du höchstes gut Hebsun fer blut Jn deinen thron, hoch i ber alle höhen. Du ew'ge fraft Machst bruderschaft Mit uns, die wir wie rauch u. dampf vergehen. 4. Was mit uns nun Zuwider thun Der feelen feind mit allem gift und gallen? Was wirft er mir und andern für, Daß Adam ist, und wir mit ihm gefallen? 5 Schweig, arger feind, Da fitzt mein freund, Mein fleisch und blut, hoch in dem himmel droben. Was du gefällt, Das ਦੇ 6 65 65 43 S 7 430 6 hat der held Aus Jacobs flamm, zu groffer ehr erhoben. 6. Sein licht und heil Macht alles heil. Derbimmels Schat bringt allen ffein nieder. Der frenden, quell, In manuel, Schlägt teufel, hd and all the rech danieder. 7. Drum frommer chrift, Ber du auch bist, Sey gutes muths, und laß dich nicht betrüben. Weil GOttes kind Dich ihm verbindt, So kans nicht anders seyn, GOff muß dich lieben. Univ.- Bibl. Giessen 8. Gedende doch, Wie herrs lich hoch Er über allen jammer dich geführet. Der engel heer Ift selbst nicht mehr, Als eben du, mit feligkeit gezieret. 9. Du siehest ia Vor augen da Dein fleisch und blut die luft und wolcken lendken. Was wil doch fich( Ich frage dich) Erheben, dich in angst und furcht zu fencken? 10. Dein blöder fion Geht oft Dahin, JEfu Chrifti. dahin, Ruft ach und web, lässt allen troft verschwinden: Komm her, und richt Dein angesicht Zum fripplein Christi; da, da wirst du's finden. 11. Wirst du geplagt, Sey un verzagt, Dein bruder wird dein unglück nicht verschmähen. Sein herk ist weich Und gnadenreich, Kan unfer leid nicht ohne thrå nen sehen. wall mind hd 12. Trit zu ihm zu, Such hilf und ruh, Er wirds schon machen, daß du ihm wirst dancken. Er weiß und kennt, Was beisst und breunt, Versteht wohl, wie zu muthe sey dem francken. 29 Chor. 1. Gelobet feyst du, JE fu Chrift, daß du zc. 13. Denn eben im Hat er den grimn Des creuges auch am ieibe wollagen Daß seine pein Jhm mochte seyn Ein unvers rückterinn'rung unter plagen. 14. Mit einem t: Er ist die pfort Zu diefes and des ans dern lebens freuden Er macht behend Ein feligs end An alle dem, was fromme herßen leiden. 15. Laß aller weit Ihr gut und geld, Und siehe nur, daß diefer schat dir bleibe. Wer den hie feft Hålt und nicht lässt, Den ehrt und crönt er dort an feel un leibe. 31. Mel. Unerfchaffne Lebens. End zufrieden, lieben brüs der: Denn des Vaters wort und licht, Das er aus sich selber spricht, Bringet das verlorne wieder, Und in unser fleisch und bein Kleidet ihn die liebe ein. 2. Höret, wie der engel orden In den tüften sich erfreu'n, Und wie halb erstaunet seyn, Daß das wort ist fleisch geworden, Daß man GOttes liebstes Find Unter Adams Findern findt. Ch. 2. Des emgen Vaters eis nigs find Jetzc. 3.Der die himmel aufgeführet, Und der erden grund gelegt, Der die creaturen trägt, Wurde auch wie wir formiret: Und der alle ding erfüllt, Wird in windeln eingehüüt. Ch. 3. Den aller welt freis nie beschloß, Der: c. 4.Berde auch in uns geboren, Und erleuchte du uns gang, D du durchgebrochner glang: Und dein bild, das wir verloren, Keh re wieder ben uns ein, Daß wir menschen GOttes seyn. Ch. 4.Das ewge licht geht da herein, Gibtzc. 5. Uns verlangt auf dieser ers den, Durch der liebe wunders fraft, Zu des lichtes bürgerschaft Wiederum gebracht zu werden, Daß uns unser vaterland Ranfo tig wieder sey befant. Ch. 5. Der Sohn des Vaters, GOtt von artic. 6. Bir verehren diese liebe, Die sich nun mit uns gepaart. O wie lauter und wie zart Brantest du in diesem triebe, Da du uns an licht und pracht Denen engeln gleich gemacht. Ch, Don der Geburt 28 Ch 6. Erift auf erden kommen arm, Daß er ic. 7. Nun dein paradisisch leben Dringet wieder in uns vor, Und der wille geht empor, Deinen namen zu erheben. Wir geniess fen deiner ruh: O wie felig find wir nu! Chor. 7. Das hat er alles uns gethan, Sein 2c. dl 3d32. dich uns armen gleich. Der jame mer, den wir leiden, hat dir dein herk bewegt, Ins fleisch dich einzufleiden, Das nichts als elend hegt. 4. Wie solich dich denn nene nen, Mein heil? denn du bist mein. Da dich die hirten kens nen, ilt du mein hirte fenu. Des nachts famst du auf erden, Doch glängt dein reines licht, Du solft mir sonue werden, Daß nie fein glang gebricht. ka 5. zu wenig, Du hast diß licht gemacht: Drum nenn ich dich mein'n König, Bist du gleich hier veracht. Doch nein, ich wil es whgen, Du bist mit mir verwandt. Schewil mein bluts freund sagen mieto wirst du recht genannt. Mel Berglich thut mich. So bist du nun gekommen, der ganzen welt. Du boffaung deiner frommen, Hast dich nun eingestellt. Die Hagen 3ion schicken Sich ist zum iubel ton, Weil wir im fleisch erblicken Den wahren GOttes Sohn. 2. Die himmel sind zerrissen, Du fährst zu uns berab. Du Fömmist, die schuld zu büffen, Ins fleisch, ans creuß, ins grab. Der våter ihr verlangen War deinen tag zu ſehn: Uns ist er aufgegan gen, Da fie vergebens flebn. 3.Was hat dich denn getrieben Aus deines Vaters reich? Was frag ich erst? dein lieben Macht 33. 6. Mein lufs freund, fen ge segnet, Wer. ou das fleisch und blut, Go so schlecht begegnet/ Doch annimmt uns zu gut. Die flammen foltens plagen, Ja sie ergriffens schon: Jet, da du es getragen, Sigt es auf GOttes thron. THE MAINTEI 6 656 66 67 70 m! 2 33. Co # 26 6 6 76 4% 54 3X Int Efu Chrifti. a 6: 5 65 6 4 38 Anumertim 66 66 6 6 O ist denn nun die hitte aufgebauet; Die hütte, die der Cherubinen heer, Und was sich sonst von engeln findet mehr, Mit wunder voller frend und luft beschauet; Weil ihres gleichen diese weite welt An herrlichkeit und schmuck nicht in sich hält. ? 2. 3war das vernunfts. aug weiß hier nichts zu preisen: Der schein ist schlecht, der sich von auffen zeint. Das macht, daß der vernunft ihr urtheil treugt: Sie II* ņ DENEN 66 6 € 3 65 43% YELTERS 66 29 richtet nur nach den gewohnten weisen. Die treflichkeit ist hier gar sehr versteckt: Ohn GOttes licht bleibt sie unaufgedeckt. 3. Die Gottheit selbst hat schö ners nichts gesehen, So lange diese erd und himmel steht. Seht, wie die luft zu diesem bau nur geht. Vor ihm muß iene hütte uns tergeben; Beil, was dort nur in dunckeln schatten war, Sich hier im wesen zeiget offenbar. 4.Die menschheit ist die hütte, bie Don der Geburt 30 Die ich meine, Die sich das wort in gnaden auserkiest,( Das wort, davon man schon in Mose lieft) Daß es mit ihr persönlich sich vers eine, Und seiner Gottheit pracht and maieståt An ihr ein zelt, ein haus und tempel bått. 5. Nicht menschen hand, GOtt felbft hat sie erbauet. Die werck ftat war der keuschen jungfraun leib. Maria ist das benedente weib, Der sich der Geist in reiner zucht vertrauet. Des wortes feu sche überschattung macht, Daß dieser bau wird an das licht ges bracht. 6.D groffes werd, geheimniß fonder gleichen! Wer hat doch, frag ich, iemals diß gehört, Daß GOTT bey menschen also einges tehrt? Vernunft, fey still, du wirst es nicht erreichen. Verehre nur die unumschrändte fraft, Die allmacht, die diß grosse wuns der schafft. 7. Gesegnet seyft du, aller, schönste hütte, Die gange füll der Gottheit wohnet hier: Sie wei chet nun und nimmermehr von dir, DesBaters wort bleibt flets in deiner mitte: Und ob dich gleich der tod in flicken bricht, So weicht nach solchem bruch diß wort doch nicht. 8. Man riech an dir die edle fpecereyen, es geistes übertref lichs balsam.dl, Mit welchem dich dein GOTE, nach leib und feel, 3u feiner butte hat gewolt einweihen: Dir ist kein maß der gaben angefegt, as dir ges schenckt, ist ohne maß geschäßt. 9. Hier findet man den rechten altar stehen, Zusamt dem opfer, das uns GOtt versöhnt, Der von uns fündern schåndlich ist ver. böhnt: Das opfer vieh muß nun bey seite gehen. Hier ist der born, draus lebens wasser springt, Das unsern geift zur reinigung durch dringt. " 10. Hier fiehet man ohn unters laß aufsteigen Vom rauch altar das priesterlich gebet; Man fins det brodt an dieser heilgen ståt. Der güldne leuchter ist nicht zu verschweigen, Der hier mit seis nen sieben lampene nennt, Und aller welt die lichtes strahlen gönnt. 11. Hier ist der thron der heis ligkeit und gnaden, Den engel auch gelüften anzuschaon; Der glaube trit binju obn furcht und graun, Empfänget heil und stård für Adams schaden. Was GOt tes wohlgefallen an uns sey, Wird hier durchs licht und recht entdes det frey. 12. Mit einem wort: das wort, das fleisch geworden, Des höch. fien Vaters eingeborner Sohn, Der ist der ewigkeit hat seinen thron, Und buldreich sich vers måhlt mit unserm orden, Hat, was chmals in bildern einges hüllt Verborgen war, in und durch sich erfüllt. 13. Ge 13. Gelobet fey Jehovah, deine freue, Die gnad und wahrheit nunmehr hergestellt, Wodurch, was fatan vormals hat gefällt, Gerettet wird: o feele, dich des freue; Stimm mit der engel chor ein danck lied an; Erhebe ihn um das, was er gethan. #i ( 二 6 5 8 32fu Chrifti. 5400r 4: 3 UNETEN 986 6 f præfto 34. 31 1 14. Du aber, der du vormals angenommen Diß fleisch, die ars me menschliche natur,( O nie verspürte heils und liebes spur!) Und aus der höh zu uns herab gekommen, Laß auch, bitt ich, be wegen deinen finn, Und nimm mein hert zu deiner hütte hin. Dona 6 66# 0 6 6% 6 THE MA 2657 2015 III nb. YETU € 4 65 6 65 4.30 II ITU IZ 56 6 6 65 6% 606 66 ZÚTI ITZ fri 666 76 32 11111 65 4 56 Von der Geburt 30 Ns ist geboren GOttes find, Ein menschen sohn ist uns gegeben. Sein name heisst JE fus, Immanuel, Meßias und Kd nig in Ifrael, Der selig macht und bringt zum leben uns, die wir fonft verloren sind. Wer wil nun verdammen, denn Chriftus ist da. Drum ruft Hosianna und Hallelujah! Lobet ihn alle, Sin get mit schalle: Ewig sey unserm GOtt Gloria! eene stellen uns da Mit dem Ho fianna und Hallelujah. Laß dir gefallen Diß unser lallen: Dir, unserm Hei and, sey Gloria! 4. Immanuel, wir bitten dich, Du wolleft deinen Geift uns ges ben, Daß wir dich von hergen, nach deinem gebot, Lieb baben und ehren bis in den tod. Laß uns in onad und wahrheit leben, und dein verbleiben ewiglich. O JE fu, sprich biezu felbst amen und ia, Bereit uns zum ewigen Sale leluja, Daß wir dort alle Ewig mit fchalle Singen preis, herra lichkeit, Gloria! 6 2. Gottfelig hoch und fündlich groß Ist das geheimniß volle wunder, Da GOtt felbst im flei fche sich offenbart, und annimmt der menschen natur und art, Kommt aus der höh zu uns hers 35. Om unter In einer armen jungfrau'n Vom himmel hoch da komm schoos. Meßias bringt fried und gerechtigkeit nah. Drum fingt Hofianna und Hallelujah. Lobet ihn alle, Rufet mit schalle: Un. ferm Erlöser sey Gloria! ich bring euch aute neue mähr, Der guten måhr bring ich so viel, Davon ich fing'n und sagen wil. 2.Euch ist ein findlein heut ges born, Von einer junafrau aus. erkorn, Ein kindelein so fart und fein. Das fol eur, freud und wons ne feyn. 3. Es ist der HErr Chrift, un fer GOTT, Der wil euch führn aus aller noth, Er wil eur Hei land selber seyn, Bon allen füns den machen rein. 4. Er 3. Du wunder find, der fin' der mund Jft dir zum lobe zuge richtet. Du bringest den alten und jungen beil, Gibst groffen and fleinen dich felbft zu theil. Drum sind wir alle dir verpflich, tet Zum lob und preis von her gens grund. Wir deine verbun. 3efu Chrifti. 4. Er bringt euch alle seligkeit, Die GOtt der Vater hat bereit, Daß ihr mit uns im himmelreich Solt leben nun und ewiglich. 5.So mercet nun das zeichen recht, Die frippen, windelein fo schlecht, Da findet ihr das find gelegt, Das alle welt erhält und trågt. 6. Deß lafft uns alle frölich seyn, Und mit den hirten gehn binein, Zu sehen, was GOTT hat beschert, Mit seinem lieben Cohn verehrt. 7. Merck auf, mein herß, und fieh dort hin, Was liegt dort in dem Frippelein? Weß ist das schöne findelein? Es ist das liebe JEfulein. 8.Biß willkommen, du edler Den nicht het haft, und kommst ins elend her zu mir: Wie fol ichs immer dancken dit? 9 Ach HErr, du Schöpfer aller ding, Wie bist du worden so gering, Daß bu da liegst auf dür, rem graß, Davon ein rind und efel aß. 10. Und war die welt vielmal so weit, Von edelstein und gold bereit: So war sie dir doch viel zu Klein Bu seyn ein enges wiegelein. 11 Der sammet und die feiden dein Das ist greb beu und winde. lein, Drauf du, König so groß und reich, Herprangst, als wars dein himmelreich. 33 Die wahrheit anzuzeigen mir, Wie aller welt macht, ehr und gut, Vor dir nichts gilt, nichts bilft noch thut. 12. Das hat also gefallen dir, 13. Ach mein herkliebes JEfu lein, Mach dir ein rein sanft bettelein, 3u ruhn in meines her. gens schrein, Daß ich nimmer vergeffe dein. 14.Davon ich allzeit frdlich sey, 30 springen, fingen immer frey, Das rechteSusaninne schon, Mit hertens lust den füssen ton: 15. Lob, ehr seyGOtt im höchs flen thron, Der uns schenckt seis nen eingen Sohn: Deß freuet sich der engel schaar, Und singen uns solch neues jahr. 36. Mel Bom Himmel hoch da. himmel der engels Vichaar, Erschien den hirten offenbar, Sie fagten ihn'n: ein lindlein gartDas liegt dort in der Frippen hart. stadt, Wie Micha bas verkündigt 2. Zu bethlehem in Davids hat. Es ist der HErre JEfus Chrift, Der euer aller heiland ist. 3. Deß solt ihr billig frölich seyn, Daß GOtt mit euch ist wor den ein. Er ist geborn eur fleisch und blut, Ear bruder ist das ewge gut. 4.Was kan euch thun die fünd und tod? Ihr habt mit euch den wahren GOtt. Lafft zürnen teus fel und die höll: GOtt's Sohn ist worden cur gefell. € Sty 18 5. Et 34 5. Er fan und wil euch laffen nicht, Segt nur auf ihn eur ju versicht. Es mdgen euch viel fech ten an: Dem sey troß, ders nicht laffen Fan. De Don der Geburt 66 manduatah 439843* 6 65 6543 6.3ulegt müsst ihr doch haben recht, Ihr seyd nun werden GOtt's geschlecht, Deß dancket GOtt in ewigkeit, Geduldig, frd lich allezeit. 37. 636# 6 02* CHO Je tündlich groß sind doch Obie wercke, Die GOttes hand und wunder macht An uns, uns fündern, hat vollbracht? 65 43% 0 er aründet GOttes allmachts ftárce? Wer ist, der folch geheim niß findt, Wie GOtt felbft wird ein menschen tind? Wer fafft, 665 65665 4 3 47 In X 784 1 5 temps dejta hur 5 438 } wie sich der gottheit fülle Inun fer fterblich wesen hülle? 2.Otheures werck, von GOtt erlesen! O wunder, das fein gleiches kennt! O liebe, die ohn ende brennt! GOtt kleidet sich in menschlich wesen: Der HENN, der diefes rund gebaut, Nimmt an JEfu Chrifti. an des menschen bein und haut; Lässt, uns von satans joch zu schei den, Der Gottheit glang mit fleisch bekleiden. 3. Bir frevler waren abgewi then: Das bild, das GOtt in uns geprägt, Ward, da das paradies uns hegt, mit teufels larven i berstrichen. GOtt, der uns erst den vorzug gab, Wäscht unsern unflath wieder ab; Wil, uns im HErren zu erfreuen, Sein erfies bild, uns selbst erneuen. 4. Er deckt durch seines reich, thums ardffe Durch seine füll und überfluß, In höchster armuth und verdruß, Der abgefalinen see, len blöffe. Dem Schöpfer, der Die ganze weit In ihr'm gewicht und fchranden hålt, Muß in so weit begriffnen pfählen Ein enger raum zur ruhe fehlen. 5. GOtt, den der himmel nicht kan fassen, Schliefst fich in slall und frippen ein. Sein glang und unerforschter schein Wil fich im finstern bergen lassen. Die an: muth seiner Gottheit pracht Liegt dort im heu bloß und veracht; Legt sich nur uns zu GOtt zu füh. ren, Zur unvernunft, zu groben thieren. 6. Ach! süsses kind, doch GOt tes erbe, Laß ochsen, stall und Frippen seyn, Komm, fomm zu mir zur herberg ein. Ich bin zwar nur dein thon, ein scherbe, Ein wastes nest; doch deine brunft Ran leicht, durch unerforschte 35 kunst, Mein herk, das blog von allen sachen, Zur würdgen woh nung GOttes machen. 7. Komm heilge meines geiftes gaben, Laß du durch deinen übers fluß, Jm grösstenjmangel und vers druß, Mich reichthum und die fülle haben. Hilf, daß ich eit ler dinge pracht, is schudden koth, als wust veracht, und nur in dir und deinem willen Mög al les mein verlangen stillen. 8. Herodes pracht und eitles prangen Sey mir ein greuel, sport und scheu. Laß deine des math, deine treu, Mich), dein er. worbnes gut, umpfangen. Ich bleibe, werthes find, dein find. Die wolluft, die die welt entzündt, Laß ia in meinem geift nicht fle ben. Dein armuth kan mich hoch erheben. 9. Fall ich aus schwachheit, hilf mir wieder; Tilg alles, was sich fündlich findt In mir, o aus. erwähltes kind. Du Vater deiner frommen glieder, Prag auch der theuren menschheit gut, Das du erwirbst, in meinen muth, Daß fatan und die macht der höl len Mein erbtheil nimmer md ge fållen. 10. Jndeß, mein heil und mein vergnügen, Du GOttes erb' und jungfraun Cohn, Mein schild, mein bort, mein gnaden, thron, Hilf mir mein fündlich fleisch bes fiegen. Mein troft in noth, mein fleisch und blut, Mein eigenthum, mein Dom enen Jahre. 36 mein höchstes gut, Durch dein blut, das du haft vergessen, Mach mich zu deines reichs genossen. 38. Jr Christen leut Habniko freud, Weil uns zu treft ift Christus mensch geboren. Hat uns erlöft; Wer sich des trift, Und glaubet fest, sol nicht wer. ben verloren. 2. Ein wunder freud! GOtt felbft wird heut Von Maria ein wahrer mensch geboren. Ein Jungfrau zart Sein mutter ward Von GOtt dem HErren selbst bazu erforen. 3. Die fund macht leid, Chri ftus bringt freud, Weil er zu uns in diese welt ist kommen. Rit uns ist GOtt Nun in der noth: Wer ist, der uns als chriften fan berdammen? Daß wir durch ihn Nun all loß seyn Der fünden last und un träglichen burden. 1 5. Hallelujah, Gelobt seyGOtt, Singen wir all aus unsers her. Bens grunde. Denn GO: t hat heut Gemacht solch freud, Der wir vergessen solln zu feiner stunde. 40. Mel. Gelobet seyft du JEfu. As alte jahr ist nun dahin: Erneure, JEju, hert und finn, 3u fliehen aller la fer schaar In diesem lieben neus en jahr. Kyrie, eleison. 2. Gib neuen segen, glück und Beil; Hilf, daß wir jämtlich ha ben theil An dem, was uns, du höchstes gut, Erworben hat dein 39. el. Dom Simmel hoch da. Euch mein geliebtes JEfue lein, Zurruhstät in mein berk hinein, Gib mir dich selber zum geschenck, Auf daß ich fiets an dich gedenck. 2. In dir laß mich feyn recht erfreut, und von dir singen alles zeit, Damit ohn dich mir keine luft In meinem leben fenn bewust. 3. Lob sey GOtt in dem höchs fien thron, Er fendt uns feinen eingen Sohn, Den uns der heils gen engel schaar Berkündiget $ 4. Drum fag ich tanck Mit dem gesang Chrifio dem HErrn, der uns zu gut mensch worden, zum neuen jahr. In. Vom Neuen Jahre. theures blut. Kyrie, eleison. 3.Gedenckenicht der missethat, Damit wir, JESU, früh und spat So oft gehandelt wider dich: Vergib, und gib genådiglich. Kyr. 4. Vergib uns alle finden schuld, Gib in der strengen noth geduld. Dein guter Geist uns wohne bey. Sein hilf und troft stets um uns sey. Kyr. 5. Gleich Dom Neuen Jahre. 37 $ 5. Gleich wie das güldne son nen: licht Die strahlen wieder zu höllen pfort! Das JEfulein ist unser bort. uns richt't: So richte deinen 4. Es bringt das rechte jubels gnaden schein Auf uns kraftlofe würmelein. Kyr. jahr, Was trauren wir denn ims di merdar? Frisch auf! igt ist es fingens zeit. Das JEsulein wendt alles leid.al dise 6. Laß deine hilfe allezeit, Du menschen freund, uns feyn bereit, Beschere nahrung, forn und most, Und segne reichlich trand und kost. Kyr. 7. Gib auch, HErr JEfu, diß dabey, Daß man dir fets erge ben fey, Dir dien in wahrer from migkeit, und stets zum tode sey Bereit. Kor. 8. Verhüte schweren unglückss fall, Durchfüffe wohl des creuges gal. Ein Chrift der muß doch insgemein Albie in creuß und unglück feyn Kyr. 9. Indeen gib zu aller frist, DOOEE as uns ersprießlich if, Bit wir einmal nach dieser seit Engehen in die seligkeit. 41. Yel. Vom Himmel hoch da. Us neugeborne findelein, Bringt abermal ein neues jahr Der auserwehlte christen schaar. 2. Des freuen fich die enge, lein, Die gerne um und bey und feyn. Sie fingen in den lüften frey, Daß GOtt mit uns verfühs net ſey. 3. If GOtt versöhnt und un: fer freund, Was fan uns thun der arge feind? Trok teufel und der 42. Mel. So ist denn nun die 5. und Er du bist A und O, anfang ende, Ein HERR der zeit und auch der ewigkeit, Dem alles steht zu seinem dienst bereit, Zu deinem thron, Jehovah, ich mich wende, Da diese zeit ein neues jahr uns bringt, Und Zion dir ein Hallelujah fingt. 2. Dich bet ich an, unwandels bares wesen, Du wesen, das kein von welchem zeugt der pfalmen zeiten wechsel trifft, Du bists, schrift, Daß deiner jahre zaht nicht ist zu lesen. Denn ob gleich erb und himmel muß vergehn, Bleibst du doch, wie du bist, und ewig flebn. Ip4 S 3. Wir aber find von gestern her entstanden, und müssen auch, in der besten blüte untergehn. Wir sind wie gras, das frühe zwar vorhanden, und doch wol, eh die sonne von uns weicht, Durchs schnitters hand sein ende schon erreicht. 4. Das macht der fall, der deis nen jorn erwecket, Und uns in diesem jammer bat versendt,( O wohl dem menschen, der es recht bedenckt!) Dom Neuen Jahre. 38 bedenckt!) Der sich nun über al les fleisch erstrecket. Fleisch ist wie heu, wie eines grafes blum, Bie leichter spreu, in seinem be, sten ruhm. 5. Du bist gerecht, wer darf dein urtheil tadeln? Doch sey ge priefen die barmherzigkeit, Die von uns nimmt so gnädig unser leid, Und uns so hoch hat wieder wollen adeln, Daß, ob wir gleich hier die verwesung sehn, Bir doch dereinst zum leben aufer, stehn. 6. Durch Christum ist uns die fes heil geschencket, Der kommt aus deinem schoos jauns herab, Wird mensch, und scheuet der fod noch grab. Wodurch er dine huld so zu uns lendet, Daß aller jammer, alle noth und pein, uns nichts als segen und gewinn muß seyn. 7.Durch ihn sind wir zur ewigs feit erfaufet, Wo freud und un vergänglich wesen grünt. Hiezu find wir, dir Bater, ausgeühnt, Und auf des Sohnes blut und tob getaufet. Wie gnädig haft du, GOtt, an uns gedacht, Daß du, durch unser Heil, diß heil gebracht! 8. Diß ist der brunn, aus wel chem hergeflossen, Was mich in meiner walfahrt früh und spat, An feel und leib, temals erquicket hat: Der sich hat strom weis über mich ergossen, Daß ich den augen, blick nicht nennen fan, Da mir nicht wäre daraus guts gethan. 9.Gelobet sey, o herrscher, dies se liebe, Die sonderlich auch im verfirichnem jahr Mich armen ftaub, der deß unwürdig war, Co mercklich spüren lassen ihre tries be. Ich fielle mich dafür in meie nem sinn Dir, grosser GOTT, selbst zum danckopfer hin. 10. dencke nicht an der veri gangnen feiten Gemachte viel und überhäufte schuld. Laß deine gnad und milde Vater buld, Zu meinem troft, in Chrifio fie bee streiten. Was ich gelebet hab, das decke zu: Was ich noch leben fol, regire du. 11. Erneure mich, der du machst alles neue, Das alte lag von nun an untergehn. Laß heiligs leit an dessen felle fehn, Die neue creatur dich stets erfrene. Der Geift aus dir verandre finn und muth, Nur dich zu lieben als das höchste gut. 12. Die seit fleucht hin, laß mich auch von ihr fliehen, Die ewigkeit rückt näher stets berbey: Gib, daß ich ihr im geift recht nahe sey. Laß mich als eilend stets von hinnen ziehen. Es müs fe mir nie kommen aus dem sinn, Daß ich hier fremd, ein gast und pilgrim bin. 13. Ach! lehre mich recht meis ne tage zehlen, Daß ich fie all' aufs best anwenden mag. Hilf mir auch tragen ihre lafi un plag: So wil des rechten zwecks ich nicht Dom Vleuen Jahre nicht verfehlen. Ich wil dereinst mit der erkauften schaar Bey dir begehn das groffe ueue jahr. 43. Mel. Don GOtt wil ich. Hien, For Chriften insges Elft mir GOttes gute preis mein, Mit gesang und andern weifen Ihm allzeit danckbar seyn, Fürnemlich zu der zeit, Da sich das jahr thut enden, Die sonn fich) zu uns wenden, Das neu jahr ist nicht weit. 2. Ernstlich lasst uns betrach ten Des HErren reiche gnad, Und so gering nicht achten Sein unzehlich wohlthat; Stets fühs ren zu gemüth, Wie er diß jahr hat geben All nothdurft diesem leben, und uns vor leid behüt't. 3. Lehramt, schul, firch erhal ten In gutem fried und ruh, Nahrung vor jung und alten Bes fcheret auch dazu, Und gar mit milder hand Sein guter ausges fpendet, Verwüstung abgewendet Von dieser stadt und land. 4.Er hat unser verschonet, Alus väterlicher gnad. Wann er uns bått belohnet All unfre miffethat Mit gleicher straf und pein: Wir wåren längst gestorben, In man cher noth verdorben, Dieweil wir fünder feyn. 5. Nach Baters art und freuen Er uns so gnädig ist. Wenn wir die fünd' bereuen, Glauben an JEfum Chrift, Herklich ohn heu. cheley: Thut er all sünd vergeben, 39 Lindert die straf darneben, Steht uns in nöthen bey. 6. All folch dein gut wir preis sen, Vater ins himmels, thron, Die du uns thust beweisen Durch Chriftum deinen Sohn, und bite ten ferner dich, Gib uns ein frieds lichjahre, Vor allem leid bewahs re, Und nåhr uns mildiglich. 44. Mel. Komm, o Fonim du. 1 gen, Hilf, das neue jahr geht an, Laß es neue träfte bringen, Daß aufs neu ich wandeln fan. Neues glück und neues leben Wollest du mit gnaden geben. 2. Alles, was ich zu beginnen, Und zu reden bin bedacht, Al mein trachten und mein finnen Werde stets durch dich volls bracht, Daß auch das, was ich gedencke, Dich zu preifen stets sich lende. 3. Meiner hånde werd und thaten, Meiner junge red und wort, Müffe nur durch dich gera. then, Und gank glücklich gehen fort. Reue fratt laß mich erfüls len, Zu verrichten deinen willen. 4. Was ich tichte, was ich mas che, Daß gescheh in dir allein. Wenn ich schlafe, wenn ich wache, Wollest du HErr, bey mir seyn. Geh ich aus, halt an zur feiten. Komm ich heim, so hilf mich leiten. 5. Laß mich beugen meine Fnie, Nur zu deines namens ehr. Hilf, DAE Vom Vleuen Jahre. 40 daß ich mich stets bemühe, Dich zu preisen mehr und mehr. Laß mein bitten und mein flehen Doch im himmel vor dir stehen. 6. Laß mich, HErr, in deinem namen Frölich nehmen speis und tranck. Güter, die von dir herkas men, Fordern ia von mir den danck. Deine weisheit kan mich stårcken Zu der lieb und guten wercken. 7. Mein gebet das muß aufftei gen, HErr, zu deinem gnaden thron: Dann wirst du zu mir Dich neigen, Wie zu deinem lieben Sohn. HErr, ich weiß, es wird vor allen Diß mein opfer dir ge fallen. 8. Laß diß feyn ein jahr der gnaden, laß mich haffen meine find. Hilf, daß sie mir nimmer schaden, und ich bald verzeihung find', HErr, in dir: nur du mein leben, Kanft die sind allein vers geben. 9. Eröfte mich mit deiner lie be, Nimm, o GOtt, mein flehen hin, Weil ich mich so sehr betrus be, und voll angst und zagen bin. Stårde mich in meinen nöthen, Daß mich sind und tod nicht tädten. 10.Salb, o Bater, meine wuns den. Wasche mich mit psop ab; Laß mich werden recht verbuns den; Heile mich bis in mein grab; Tilg, HErr, meine missethaten; So wird meiner noth gerathen. 11. Grosse sünder fanft du heis len: Ach! ich bin in ihrer zahl. Du, du fanft mir gnad ertheilen: Hilf mir doch aus dieser quaal. Denn du kennest ia die schwas chen, Die du wieder flard wilt machen. 12.3eble los mich hoch betrübs ten, Der ich nicht bezahlen fan. Liebe mich in dem geliebten, Dein Sohn JEfus nimmt mich an. JEsus lässt mich nicht vers derben, JEsus lässt mich nicht im sterben. 13. HErr, du wolleft gnade ges ben, Daß dis jahr mir heilig sey, und ich chriftlich könne leben, onder trug und heucheley; Daß ich noch alhier auf erden Fromm und selig moge werden. 14. Laß mich armen fünder ziehen Deinen weg der frömmige Feit: Laß mich folg und hoffart fliehen: Laß mich beten iederzeit: Laß mich schand und unzucht meiden: Laß mich willig unglück leiden. 15. JEsus richte mein begin nen: JEfus bleibe stets bey mir: JEsus zähme mir die finnen: Jesus sen nur mein begier: JE sus sey mir in gedancken: JEsus lasse mich nie wancken. 16. JEfu laß mich frölich en den Dieses angefangne jahr, Tra ge flets mich auf den hånden, Hal te ben mir in aefahr. Freudig wil ich dich umfassen, Wenn ic soldie welt verlassen. 45. Mel Dom enen Jahre. 45. Mel. Wer nur den lieben. Achdem das alte vers N Un floffen, und wir, die Gou nunmehr verneut, Desselben gnad aufs neu genoffen, Go find wir billig böchft erfreut, Daß uns berfelbe glück und leben So reich lich bis hieher gegeben. 2. Der geb uns lauter neue Fräfte, Damit der will', wie auch versland, Sich fest an ihm allein anhefte, Und nimmer mehr werd abgewandt. Er geb uns auch den neuen willen, Sein neu gebot nun zu erfüllen. 3 Er laß aufs neu fein licht aufgehen, Gleich wie die sonn feigt: Sein gnaden ist en bob uns stehen, Bis Da S glans fich die Belt jam ende neigt: wie die frommen, hans immerfort im tage mit Deln, wandeln. 4. Der name, den er selbst be fommen, als er für uns beschnit ten ward, Durch den wir unser heil vernommen, Sep unser weg sur lebens fahrt: Der sey der schmuck vor unfre crone, Und zier uns vor des höchsten throne. 46. Mel un lafft uns GOtt Nun lafft uns gehn und tretenm Mit fingen und mit beten Zum HErrn, der unserm leben Bis hieher Fraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wan dern Von einem jahr zum ans dern; Wir leben und gedepen Bom alten bis zum neuen. 3. Durch so viel angst und plas gen, Durch zittern und durch za gen, Durch krieg und grosse schre den, Die alle weit bedecken: 4. Denn, wie von treuen müss tern, In schweren ungewittern, fleiß bewahret werden; Die findlein hier auf erden Mit List GOTT ihm seine Finder, wann noth und trübſal bligen, 5. Also auch und nicht minder, In feinem schoose fitzen. Fürwahr es ist vergebens Mit 6. Ach! büter unsers lebens, unserm thun und machen, Wo nicht dein' augen machen. alle morgen neue: Lob sep den 7. Gelobt sey deine treue, Die starcken hånden, Die alles herge leid wenden. Sie 8. Eaß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In uns ferm creuß und leiden Ein bruns nen unsrer freuden. 5. Er lehr uns unser herg bes schneiden Von allem, das uns von ihm trennt: Er füll und mit erneurten freuden, Die nie tein weltlich hert erkennt, Damit, was alt, in uns, ersterbe, Und unser geift sein reich ererbe. 9. Gib mir und allen denen, Die sich von herken sehnen Nach dir und deiner hulde, Ein her, das sich gedulde. D 19. Schleuß zu die jammers pfør. Bom Neuen Jahr. 42 pforten, und laß an allen orten, Auf so viel blutvergiessen, Die friedens: strome fliessen. 11. Sprich deinen milden ses gen 3u allen unfern wegen: Laß groffen und auch kleinen Die gna den sonne scheinen. 12. Sen der verlaßnen Vater, Der irrenden berather, Der un, verforgten gabe, Der armen gut und habe. 13. Hilf gnådig allen francken: Gib fröliche gedanckenDen hoch betrübten feelen, Die sich mit schwermuth quälen. 14. Und endlich, was das meis te, Fill uns mit deinem Geiste, Der uns hie herrlich ziere, und dort zum himmel führe. 15. Das alles wolst du geben, Omeines lebens leben, Mir und der christen schaare 3um selgen neuen jahre. ToR 47. Mel Freu dich sehr, o meine. Eele, kanst du was ergrün, den Auf dem Freis der gans Ben welt; Kanst du etwas bessers finden In dem aantzen himmels zelt, Als das füffe JEfus wort? Nein, ach! weder hie noch dort It was, auffer JEfu namen, Seele, beffers zu berahmen. 2. Ach wie liebreich, ach wie schdne, Ist der füffe name mir! JEfus ist mein luft, getdne, JE fus meines hergens zier. Ach wie freundlich ist der schall, Und des glaubens wiederhau: JEsusbat sich mir ergeben; JEsu wil ich wieder leben. 3 3. Weg, in diesem neuen jahre, Weg mit fünden greul und wast Daß ich ganz allein bewahre Dieses wort in meiner bruft: JEfus ist mein schaß und theil; Ausser ihm weiß ich fein beil. JEsus ist mein wort im glauben, Das kein satan mir fol rauben. 4. Ach, daß alle möchten haben Diefen namen in der Fraft, Und nicht blos in den buchstaben, Da er feine früchte schafft; Nicht im munde nur allein, Sondern in des hergens schrein: So wird bey dem JEfus namen Nicht bestehn der schlangen- famen. 5. Diß geschicht, wenn er be schneidet Seine vo en fac Adit dem geift, Und wenn. fleische leidet: Da das erge fich befleisst, Von den fün abzu ich flehn; So lässt Jef bal febn; Ja, fein nam hat Fraft und fårcke Zu verstören satans werde. 6. Lasset uns im glauben treten Heute vor dem gnaden stuhl, Und mit mund und herken beten, Daß GOtt wolle kirch und schul, Und die hohe obrigkeit Wider fatans neid und streit, Samt dem haus stand, fest erhalten und mit macht darüber walten. 7. Ja der süsse JEsus name Laß ihr aller freude feon, Daß fich der gerechten fame Mehr', und Zions schmuck und schein Brech hervor Dom Neuen Jahr. 43 gervor zur freud und wonn: Ach!, fu, kraft und stårcke, Daß sich bald du fisse JEsus fonn, Komm, und laß es bald geschehen, Daß wir fie gebauet feben. offenbar Dein himmlische gestalt In vielen tausend feelen, Die sich mit dir vermählen.. Ja, thu es JEsu, bald. 5. Ich feufie mit verlangen, Und tausende mit mir, Daß ich dich mögumfangen, Mein allere schönste zier. Wenn ich dich hab allein, Was wil ich mehr auf ers den? Es muß mir alles werden, Und alles nüglich seyit. in 19.0 8. Hemm'und fieure dem ver derben, JEsu, selbst in allem land, Und laß nicht dein volck verders ben, Sondern mache bald be Fannt, Daß du Zion hast geliebt, Die nun alle welt betrübt. Thus um deinen heilgen namen, Süs fer JEsu, thu es! amen. 48. Mel. Don GOtt wil ich. E: sich im geift beschneidet, Des fleisches tödtung leidet, Die so hochndthig ist, Der wird dem Heiland gleich, Der auch be fchnitten worden, Und trit in orden In seinem gnas creu Den 2. Der fe im get biß jahr anhebet, Chrifti lehr, weil er bet und nicht im flei sche mehr. Er ist ein Gottes kind, Von oben her geboren, Das ab les, was verloren, In seinem JEsu findt. 3. Doch wie muß diß beschnei, den Im geist, v mensch, geschehn? Du musst die fünde meiden, Wenn du wilt JEsum sehn. Das mittel ist die buß, Bodurch das Reinern herge, In wahrer reu und schmerze, Zerknirschet wer, den muß. 6. Ach ihr verstockten fünder, Bedencket jahr und zeit, Ihr ab. gewichne kinder, Die ihr in eitels 8.Ja, mein HErr JEfu, gebe, Daß deine Christen schaar Mit qoldirim geift fo lebeIn diesem neus en jahr, Daß fie in feiner noth Sich möge von dir scheiden: Stårck fie im creuß und leiden Durch deinen bittern tod. führt euch GOttes guteDoch ein mal zu gemüthe, Und nehmt die zeit in acht. sim noe alle 7. Beschneidet eure herten, Und fallet GOtt zu fuß In wahs rer reu und schmerken: Es wird die bergens buß, Co gläubig thut geschehn, Das Bater herk bewegen, Daß man wird vielen segen In diesem jahre fehn. $ 4. Ach gib zu folchem werde In diesem neuen jahr, HErr JE 9. So wollen wir dich preisen Die gange lebens zeit. Und unfre pflicht erweisen In alle ewigkeit, Da du wirst offenbar. Und wir, mit allen frommen, Nach diesem leben komen Ins ewgenene jahr. D 2 IV. Vou 44 Dom Namen JEfu. IV. Von dem Namen, Aemtern, Verdienst und Wohlthaten des HErrn JEsu. 620 49. Mc. O GOtt du frommer. Th JEsu! dessen treu Im himmel und auf erden, Durch feines menschen mund Kan gnug gepriesen wers den, Ich dance dir, daß du Ein wahrer mensch geborn, Haft von mir abgewandt, Daß ich nicht bin verlorn. argondis 2. Fürnemlich wird in mir Al bergens angst gestillet, Wenn mich dein füffer nam Und dessen troft erfüllet. Kein troft so lieblich ift, Alls den mir gibt dein nam, Der füffe JEfus, nam, O first aus Davids stamm. 3.O JEfu höchster schat, Du Fanft mir freude bringen: Es fan nichts lieblicher, Als JEsus na me flingen. Ich kan nicht trau rig seyn, Weil JEsus heisst so viel Uls Heiland, oder held, Der felig machen wil.43 se 4. Wenn fatan fich bey mir Wil mit anfechtung regen, Jft JEfus name mir Jum trost, schuß, fried und fegen, Zur weis heit und artney Jn aller angst und noth: Daß ich nicht fürchten darf Den teufel und den tod. 5. Daß ich ein zorn kind bin, Das macht die schudde sünde; Dein name madhet mich zu ei nem gnaden, finde: Er nimmt von mir hinweg Die schuld und missethat; Bringt mir die selige feit Und deines Vaters gnad. 6. Eynun, so heilge mich, Der ich bin ganz beflecket, Dein JE fus name, der Die fünde gang zudecket: Er fehre ab den fluch; Den segen zu mir wend, Auf daß dadurch bey mir Sich alle schwachheit end. 7. Er sey mein licht, das mich Jn finsterniß erleuchte. Er sey des himmels thau, Der mich in hiß anfeuchte. Er sen mein schirm und schild, Mein schaffen, schloß und but, Mein reichthim, ehr un ruhm. Er sey metafis 8. Er sep nin bim Die wahrheit und des wolle mir zuteht us ses geben, Daß ich ihm Diß leben shti Wenn meine sterbens stunde kommen ſol. DES 9.Immittelf helf er mir, Co lang ich hie noch wandle, Daß ich in meinem thun Treu und auf richtig handle. Er stehe mir fiets bey Mit seines geiftes gab, und gebe kraft, wenn ich Was zu ver, richten hab. weg Und on Ne on in wohl, Und Sin f 10. In JEsu namen bin Ich heute aufgestanden, In ihm voll bringe ich, Was mir fimmt un terhanden: In seinem namen ist Der anfang schon gemacht: Das mittel Dom Namen JEfu. mittel uno der schluß Wird auch Durch ihn vollbracht. 11. Dir leb ich, und in dir, In bir wil ich auch sterben, HErr, sterben wil ich dir; In dir wil ich 50. 78 6 BILETUL 78 65 6 66 43 0 45 ererben Das ewge himmelreich, Das du erworben mir: Bon dir verklärt wil ich Dir dienen für und für. 267 C% Xper Prophete, mein herge begehret Von dir inwendig, gelebret zu feyn: Du aus des Va ters schoos zu uns gekebret, Haft offenbaret, wie du und ich ein; Du hat, als Mittler, den teufel bezwungen, Dir ist das schlans gen fopf treten gelungen. 2 Priester in ewigkeit, meine gedancken Denden mit brennen den eifer an dich: Bringe mein feufzen in heilige schrancken, Der Du ein opfer geworden für mich. Du bist als Fürsprach, zum hims mel gefahren, Kanft auch dein eigenthum ewig bewahren. 6 6 56 55 5 inb 65 3. König der ehren, dich wol len wir ehren. Stimmet ihr säis ten der liebe mit ein, Laffet das lo ben und dancen nun hören, Reif wir die theuer erkauffete seyn: Herrfche, liebwürdigster Heiland, als König, Menschen freund, schüße die deinen, die wenig. 4. Nun dann, so fol auch mein alles erflingen, Ich als ein Chri fte, wil treten berben, Wil, nicht ermüdet, aus liebe dir fingen, Gondern vermehren dis jubels geschrev: Ich wil dich, Herzog des lebens, verehren. Alles, was othem hat, lobe den HErren. D 3 51. 46 Dom Clamen JEfu. 51. 66 Q PER TE 4 6 6 43* 2***# 65 6 43 0 at fqz! Extinuer 6 5 5 65 4% Efu, der du deine liebe Lässeft durch des Geiftes triebe Jn die hergen sich ergießen, und im glauben dich genieffen. 2. Ber kan fagen und beschrei. ben, Was es sey in dir stets bleis ben, Dir im glauben anzuhane gen, Dich in liebe zu empfangen? 3 Gib uns fraft, die füßigkeis ten Deiner liebe auszubreiten, Auch der leiden und der thränen Derer, die sich nach dir sehnen. 4. O unendlich hohes wesen, In dem wir allein genesen, Mach uns würdig, dich zu sehen, In den himmel einzugehen. 5. Daß, wenn wir dich freudig fchauen In den schönen himmels auen, Wir bir Hallelujah fingen. Hilf, HErr, laß es wohl gelingen. 52. 10956734 6* Mel. 3Efu meines lebens. Eja, frommer menschen heer. den Guter und getreuer hirt, Las much auch bein schäßlein wer. den, Daß dein stab und flimme führt. tch! du haft aus lieb dein leben Für die schafe hingegeben, Und du gab es auch für mich; Laß mich wieder lieben dich. 2. Heerden ihre hirten, lieben, Und ein hirt liebt feineerd: Laß uns auch so liet On im himmel, ich aufchallel deine lieb berniederbol dir meine fchallen wieder enn du rufft: ich liebe dich; Ruft mein hert: dich liebe ich. 3. Schafe ihren hirfen kennen, Dem sie auch sind wohl bekannt: Laß mich auch nach dir zu rennen, wie du kamst zu mir gerannt. Ais des höuen wolfes rachen Ei ne beut aus mir wolt machen, Riefest du: ich kenne dich. Ich auch rief: dich Fenne ich. 4. Heerden ihre hirten hören, Folgen ihrer fimm allein. Sip ten auch zur heerd fich fehren, Beun sie blöcken groß und flein: Laf aber is muc Dom Vlamen 3su. 47 Laß mich hören, wenn du schrey, Wenn ich bete, höre mich; JEfu, eft, faß mich laufen, wenn du sprich): ich höre dich. Drauest, Laß mich horchen stets 6. Hdre, JEfu, und erhöre, auf dich. Jesu bdre du auch mich. Wenn ich ruf, anklopf und schrey. JEfu, dich von mir nicht febre, Steh mir bald in gnaden bey. Ja, du borst, in deinem nas men If ia alles ia und amen. Nun, ich glaub, und fühle schon Deinen troft, o GOttes Sohn. 53. *** I**** 5. Höre, JEsu, und erhöre Reine, deines schäfteins, flimm; Mich auch zu dir schreyen lehre, Wenn sich naht des wolfes grim; Laß mein schreyen dir gefallen, Deinen troft herwieder schallen; 43% 0 EET 438 orb( 6 fu, laß mich mit verlangen Dir anhangen, Daß ich an dir habe theil, O mein heil. 2. JEfu, laß mich meine füns den Recht empfinden, Daß ich Deiner gnade auch Recht ge brauch 3. JESU, ich dein schäflein Schreye Jkt mit reue: Suche mich, ich bin verirrt, mein hirt! 4. JEfu, laß auf mein gewif fen Dein blut fliessen, Daß ich sev von schuld und pein Loß und rein. 5. JEfu, laß auch deinen frie den Mich behüten, Daß mein hert, vor feinden frey, In dir sey. 6. JEfu, mache mir auch wie der Herg und glieder, Füffe, au gen, ohren, mund, Gang gesund. 7.JEfu, ich dein taublein girs re Jn der irre; Ach thu auf dein fensterlein, Laß mich ein. 8. JEfu, laß mich deine ga ben Kräftig laben, Daß ich nur an deiner brust Suche lust. 9. JEfu, laß mich hier aufers den Himmlisch werden, Daß mein wandel sep bey dir, Und nicht hier. 10. JESU, laß mich, deinen reben, Jn dir leben, Daß ich bringen könne frucht, Wie man sucht. 11. JESU, ich, dein küch lein, nenne Dich die henne; Gnas D4 48 Den flügel breiten fich Uber mich. 12. JEfu, laß in deinen ar men Mich erwarmen. Ach! zünd an die liebes flamm, Bräutigam. 13. JEsu, laß mich mit dir Triegen, Und auch siegen. Daß ich teufel, weit und fünd Uberwind. Dom lamen JEfu. 14. JESU, laß aus deinen fchrancken mich nicht wanden, Daß ich dich mein ziel ergreif, Ohn umschweif. 3. JEsu, zench mein herg Zu bir himmelwärts.Laß mich HERR, mit nichts bestricken, Was mir fan mein ziel verrücken. Zeuch mich himmelwärts, JEsu, in dein herg.is 4. JEsu, jeuch mein herk Zu bir himmelwarts. Laß mich nicht zurücke sehen, Oder iemals fille stehen. Zeuch mich himmelwärts, JEfu, in dein herk. 5. JEsu, zeuch mein herk Zu dir himmelwärts. Fördre du doch mein verlangen, Dir nur eingig anzubangen. Zeuch mich himelwarts, JEfu, in dein herg. 6. JEsu, jeuch mein herg Zu dir bimmeltoårts. Mehre selbst die jarten triebe, Brünftig, rein und lautrer liebe. Zeuch mich himmelwärts, JEfu, in dein herk. 15 JEfu, laß mich ia kein lei ben Bon dir scheiden, Daß ich bein mit feel und leib Ewig bleib. 16.JEfu, laß mir meinen glan ben Ja nicht rauben, Daß ich treu fey bis zum tod Dir, o Gott. 17. JEfu, lak mein schwaches fallen Dir gefallen, Daß ich, dein unmündig find, Gnade find. 54. Mel. Seelen Bräutigam Efu, teuch mein herg Zu dir Shimmelwärts; Gib, daß ich mag alles fliehen, Was mich fan von dir abziehen, Zeuch mich him, melwärts, JEfu, in dein herk. 7. JEsp, zeuch mein berk 30 dir himmelwärts, Unverrückt auf dich zu sehen, Tren im glauben nach zu gehen. Beuch mich him melwärts, JEfu in dein herk. 8. JEfu, jeuch mein herk Zu 2. JEfu, teuch mein her 30 dir himmelwärts. 3euch mich, bir himmelwärts. Laß mich ia in tench mich von der erden, Daß nichts verweilen, Was mich hin, ich mag recht himmlisch werden. bert an dem eilen. Beuch mich Zeuch mich himmelwärts, Jeju, himelwärts, JEfu, in dein herg. in dein herg. 55. 6 Fitnutim 676 # 6 6 6* ** THIL JEjus June 65 6 65 4 3* 4 Dom Tamen JEfu. mainagbDone du 65 d 43 6 656 0 667 6 6 65 6* 6 4 48 Efus ist der beste preand, Der uns emig treu perbleibet, Der es recht von berke meint, Den fein ungelu bestreibet: Kommt gleich trùbfal, augst und noth, Hunger fammer, schmach und fpott; eibt bis in den tod. 2. Er sieht vornen an im ftreit, Wenn die fende uns befriegen, Gibt uns muth und tapferkeit, Daß wir fie durch ihn, besiegen. Er ist unser schirm und schild, Unsre hoffnung, die uns stillt, Wann Leviathan brült. 49 1912 ingvedatis datt #mdu 6 LET 3. Er vergensst sein eigen blut, Lässt sich selber für uns tädten. Spricht für unsre schulden gut, Uns zu helfen aus den nöthen. Er verträgt uns mit geduld; Zahlt für uns, was mehr als gold, Und ist uns immer hold. 4 Nimmer lässt er von uns ab, Benn wir ihn beständig lieben; Folgt uns nach bis in das grab, Wo wir ihm nur treu geblieben. Seine grosse gütigkeit, eine treu und freundlichkeit, Vermine dert keine geit. 56. Mel. JEfus meine Zuverf. Esus ist der schönste nam, Al Ster die vom himmel kommen. Huldreich, prächtig, tugendfam. Den GOtt jelber angenommen. Seiner groffen lieblichkeit Gleicht Fein name weit und breit. 2. JEsus ist das heil der welt, Meine argnen für die fünden: JEsus ist ein flarder helb, Unfre feind' zu überwinden. Wo nue D5 Jesus So JEsus wird gehört, Wird der teufel bald zerstört. 3. JEsus ist der weisen stein, Der gesundheit gibt und leben. JEsus hilft von aller pein, Die Den menschen fan umgeben. Lege JEsum nur aufs herg, So vers tiert sich aller fchmerk. Dom Samen JEfu. 4. JEfus ist mein emger schatz Und ein abgrund alles guten. JE, fus ist ein freuden, plag, Voller fiffen himmels fluthen. JEfus ist ein turhler thau, Der erfrischet feld und au. 5. JEfus ist der füffe brunn, Der die feelen recht erquicket. JEsus ist die ewge sonn, Derer ftraht uns gang entzücket. Wilt du froh und freudig seyn, Laß ihn nur zu dir hinein. orta 6. JEfus ist der liebste ton, Den mir alle weit kan singen: Fa, ich bin im himmel schon, Wenn 115 dimesl dig [ 6 65 6 gehien soin 65P HIN 5.355 65 E ich JEfum hör erklingen. JE fus ift mein's hergens freud, Meis ne ewge feligkeit. 7. JEfus ist mein himmel. brodt, Das mir schmeckt, wie ichs begehre: Er erhåll mich vor dem tod, Stårdt mich, daß ich ewig lebe. Zucker ist er mir im mund; Balfam, wenn ich bin verwundt. 8. JEsus ist der lebens: baum, Voller edler tugend früchte; Wenn er findt im hergen raum, Wird das unfraut gang zu nich, te: Alles gift und unheil weicht, Das sein schatten nur erreicht. 9. JEsus ist das höchsie gut, In dem himmel und auf erden. JEsus name macht mir muth ,. Daßg ch nicht fan traurig, mer den. JEfus name föl allein Mir der liebss name seyn. 76% 6 57. UNITE 65 5 5 6 66643 4323 E bei 6 5.6 566 65 5 5 4.3% 432 36 Mein 65665 653443 Bom Vlamen 3* fo. 5:95 45 4 323 2. Mein herte wallt, und ist in dich mit heiffer lieb entzündet, Es fingt, es springt es freuet fich, Go oft es dich empfindet, So oft es bich im glauben fft, Der du Dem bergen alles im glauben fir Das dich 5. Du bist die wahrheit, dich allein Hab ich mir auserlesen. Denn ohne dich ist wort und schein; In dir ifi kraft und wesen. ma DIG Ein hergens JEsu, meine luft, An dem ich mich veri gnüge, Der ich an deiner liebes ma Achy mach mein herh doch völlig frey, Daß es nur dir ergeben sey, Durch den es tan genesen. brust Mit meinem hergen liege: 6. Du bist mein leben, deine Mein mund hat dir ein lob bereit, Weil ich von deiner freundlich Teit So groffes labfal krige. Fraft Sol mich allein regiren: Dein Geist, der alles in mic schafft, Kan leib und seeie rühren, Daß ich vol geist und leben bin. Mein JEsu, laß mich nun forthin Das leben nicht verlieren. berbares 7. Du bist mein füffes himmel brodt, Des Vaters höchfie gabe, Damit ich mich in hungers noth, Els einer stårcung, labe. O brodt, das fraft und leben gibt, Gib, erblicket, daß ich, was der welt beliebt, sicht, Dars Niemals zur nahrung habe an ich macht Nimm hin 8. Du bist mein tranck, und deis meines gang, one frucht Jft meiner fehlen füffe: wahre sourch deinen glang, Und weise nicht sbrücke. 3. Ombil lid, Durgh Mit aufgeben Wer von diz trinckt, derfelbe sucht, Daß er dich stets geniesse. quell, O nach der mein herte fchreyt, Gib, daß der strom der füßigkeit Sich gang in mir ergieffe. 4. Du bist mein- fichrer him mels weg, Durch dich steht alles offen. Wer dich versteht, der hat den fieg Zur seligkeit getroffen. Ach laß mich, liebstes heil, hinfür Doch ia den himmel ausser dir Auf teinem wege hoffen. 9. Du bist mein allerschönftes Fleid, Mein sierat, mein geschmeis de; Du schmücft mich mit ge rechtigkeit, Gleich als mit reinee seide. Ach gib, daß ich die schnd: de pracht, Damit die welt sich herrlich macht, Alls einen unflat, weide. 10, Du Univ.- Bibl. Giessen É St 52 Dom Namen JEfu. 10. Du bist mein schloß und mein licht, Wenn ich im finfiern fichres haus, Da ich in freyheit fine, Da treibet mich fein feind heraus, Da sticht mich keine bi Be. Ach laß mich, liebstes JEsu. lein, Allzeit in die erfunden seyn, Daß deine huld mich schüße. 11. Du bist mein treuer seelens Birt, und selber auch die weide; Du hast mich, da ich war ver frrt, Geholt mit groffer freude. Ach nimm dein schäßlein nun in acht, Damit es weder lift noch macht Von deiner heerde scheide. 12. Du bist mein holder brau tigam, Dich wil ich stets umfas fen; Mein hoherpriester und mein lamm, Das sich hat schlach, ten lassen; Mein König der mich gang besigt, Der mich mit seiner allmacht schützt, wenn mich viel feinde haffen. 13. Du bist mein außerkorner freund, Der mir mein her bei weget; Mein bruder, der es treu lich meint; Die mutter, die mich pfleget; Mein arkt, wenn ich ver, wundet bin; Mein balfam, meine wärterin, Die mich in schwach, heit tråget. 14. Du bist mein starder held fm ftreit, Mein und bogen; Mein tröfter in der traurigkeit; Mein schiff in wasser wogen, Mein ander, wenn ein fturm entsteht, Mein sichrer com paß und magnet, Der mich noch nie betrogen. 15. Du bist mein leitstern und gehe; Mein reichthum, wenn es mir gebricht; In tiefen meine hd. be; Mein jucker, wenn es bitter schmeckt; Mein festes dach, das mich bedeckt, Wenn ich im regen stehe. 16. Du bist mein garten, da ich mich In fiiller luft ergeßze: Mein liebstes blümlein, welches ich Darein zur zierde fete; Mein rösgen in dem creuges thal, Da ich mit dornen ohne zaht Den schweren gang verlege. 17. Du bist mein troft im here Beleid; Mein luftfpiel, wenn ich lache; Mein tagerverd, das mich erfreut; ein denden, wenn ich wache; Im schlaf mein traam und füffe rubemein vortang, den ich immerfus ngum mein bette mache. benam. 18. Was ſchönfter wol von dir Nou nater fegen ton nen? Ich wil dich, meine liebss begier, Mein einig a bei nennen. Denn was ich weit, das bist du mir. Ach! laß mein herge für und für Von deiner liebe brennen. 2014 58. el. Auf meinen lieben. Ein JEfus ist getreu, Er steht in nath mir bey, Auf ihn ist gut vertrauen: Drum wil ich auf ihn banen, Ihm wil ich mich ergeben Im tod und auch im leben. 2. Der welt ihr bester lohn st schaden, schimpf und hohn, Wer DER Dom Vlamen JEfu. 53 den nicht wil ererben, Der muß der höllen rachen Kan er mich les der welt abfterben, Muß ihrer nicht begehren, und sich zu JEsu tehren. dig machen. 5. Wenn sünden schuld mich plagt, und mein gewissen nagt, Mein treuer JESUS wachet, mich tröstet und anlachet. Eein leiden und sein sterben, Läfft kein nen nicht verderben. 6. Sry fort, HErr, mein beya fland, Mein auge, fuß und hand, Hilf mir auf allen seiten, OJE su, mächtig streiten. Dann wil ich deinen namen Bou herken preifen, Amen. 90 min 3.Wenn mich der feinde schaar il stürgen in gefahr, Und mich mit hohn belegen, IftJEsus mir sugegen, Sein schut zu mir sich wendet, und alle feinde blen. det. me 4. In aller meiner noth, Und war es auch der tod, Für mich mein JESUS ringet, Und noth und tod bezwinget; Ja, aus PEAT 6 19 67655 NEH 82 6 6 Condo 5 43 59, 187 65 donated in? MORNING dhe Bay of BRASIG 12.104 7 876 5 65 6 328 7 4 3 410 152 61 87 alis O OB de$ * 50xom l 43% 43% 6 76 8 TELE 87 5 66 55 56 5 438 6 6 5 4 3 4323 45.98 43 TuneI MEMEHHANI Z 6 316 CHILL WAITZ Mein 54 Dom amen Eía. ET 1005 52 343 23 19 CAS Eu Vater zeuge mich, Dein Find nach deinem bil meinem matten geift In aller hungers noth. SALA de und schaffe selbst in mir Die 6. Mein låmmlein, still und neue creatur. Laß mich doch güs tig seyn, Ja heilig, weif und mil de, Durch deiner gnaden fraft, Wie du bist von natura si fromm, Rein, heilig, und unschul dig! Uch würcke doch in mir Den fanften lämmleins finn: Eo werd ich auch, wie bu, Im leiden reche Jm geduldig, und lasse mich zum creuß Gar willig führen hir. dringen in mein herk, Vertreib 7. Mein meister, lehre mich, die finsterniß; Jch fall und irre sonst 30 allzuvielen malen; Ja, werd ich nicht erleucht't, Vers berbich gang gewiß. DenVater wohl zu Lennen; Weil ohne dich, o licht, ch Gott, das licht, nich set: Feinterweise mich, Ihr Abba recortarennen, Daß alles mas em uechter brunft gesche 3. Mein weg zum Baterland, Ach öffne mir die pforte, Die mich ins liebereich m glauben überbringt: Du weisst ia, daß Dein knecht An einen wüsten orte Schon lang genug gewohnt, Und nun nach freyheit ringt. 8. Mein Holjerpriester, bir nicht auf für mich zu beten; Ach rufe doch nit mir Den Vater tågs lich an. Laß deinen beilgen Geift Mit seufzen mich vertreten, Wer ich im harten Fampf Selbst nicht mehr beten fan. 2. Mein licht, erleuchte mich, Laß deiner gnaden strahlen Mir 4. O wahrheit, heilge mich In aller deiner wahrheit, und bringe meinen finn Zur rechten lauterkeit; Vertreib den lügen. geift Durch deines wortes Flars heit, und mache mich recht fest In allem kampf und Streit. 5. Mein leben, leb in mir, Und laß in dir mich leben; Ich bin ia ohne dich Zum guten gånglich todt. Du bist das lebens brod, Das einzig nahrung geben Kau mis 902 9. Mein König, schüge mich, Wenn fatan, welt und fünde, So fich in mir noch regt. Auf meis ne feele stürmt. Hilf, daß in deis nem schoos Jch allzeit ruhe findes Denn der ist sicher nur, Den deis ne macht beschirmt. 10. Mein hirte, weide mich Auf einer grünen auen, und las gre mich im durfiAns frische was fer fer hin. Hol meine feel herum; olt ich aufs eitle schauen, So bringe bald zurecht Den ausger fchweiften finn.dudes 11.Mein argt bin ich verwundt, Sind ausgezehrt die kräfte; So laß die liebs tinctur, Dein theur vergoßnes blut, Mich heilen; laß des geifts Erneurungs lebens fäfte mich laben und erfreun, Mir stården herß und muth. Dom Vlamen Esu. 12. Mein freund, vertraue dich Doch besser meinem hergen, und laß mich deiner treu Noch mehr versichert seyn, Auf daß zu aller zeit Ich meiner feelen schmergen 5* 14 380 43 5 6 65 4 en 4.3X DHL timbr 66 55 Getroft versencken darf In deis nes herkens schrein.. 13. Mein bräutgam, liebe mich, Uud fege mir das fiegel Der unverfälschten lieb, Den geist, auf meine brust, Laß deinen gruß und Fuß mich schmecken, sey mein spiegel, Darin ich mich beschau Mit aller herkens luft. 14. Mein ein und alles, lag Mit dir mich hier eins werden: So wird mir alles nichts, Du aber alles sepn. Und nimmet deie ne güt mich endlich von der ers den: So geh ich frieden voll In deine freude ein. 60. a doplingsher and arisa blind, pdhl sist hafs vied bi madam. Ame voller güte, Komm in mein gemüthe; Ausgegoß nes ôle, Fleuß in meine feele; 6 5 5 434 JULEFUM 2919? 5 L6 438 C 665 6 Artney aller schmergen, Gib dich meinem hergen. Denn du bists alleine, JEsu, den ich meine. liggs, 2. Sim 56 Dom Vlamen 3fu. 2. Dimmel der verliebten, Leit wird überschwemmt: Noch füss fern der betrübten, Unerschaffne fonne, Unerhörte monne! Gib, Daß deine strahlen Mich erfreun 2. JEsu, du hergens frend und und mahlen. Denn du bists al wonn, Des lebens brunn, Du leine, Name, den ich meine.wahre sonn, Dir gleichet nichts ser aber alles ist, wo du, o JEsu selber bist. hsm diad 3. Name, schönfter name, Der vom himmel kame, Namezuckers füffe, Lauter nectar fliffe, Dem der balsam weichet, und tein am. Bra gleichet. Name, du alleine Bleibeft, den ich meine. auf dieser erd, In dir ist, was man ie begehrt. 259 094 3.JEfu, dein lieb ist mehr denn füß, Nichts ist darinn, daß ein verdries. Viel tanfendmal ists, wie ich fag Edier, als man aus. sprechen mag. 4. Name, schön wie rosen, Werth fiets zu lieblosen, Name, wie narcissen, Würdig stets zu Füssen, Name, zart wie liljen, Die Das web vertilgen. JEsu, du al leine Bleibeft, den id) meine. 4. JEiu, du quell der gütige keit, Ein hoffnung bist all anfree freud, Ein suffer fluß und gna den brunn, Des hergens wave freud und wonn. $ POX 5. Name, den ich höre Von der engel chore, Der mir jauchzen bringet, Und am schönsten klin get, Der mich Fan ergehen, und in friede segen, Name, du alleine Bleibest, den ich meine. 5. Dein ließ, o füffer JESU Chrift, Des bergens beste labung, ist, Sie machet fatt, doch sha verdruß, hunger wächst im hberfluß. JESU füß! wer dein ge Denckt, Deß berg mit freub 6. JEfu, bu engelische zier, ie füß in ohren flingst du mir, Du wunder honig in dem mund, Rein'n bessern trund mein herk empfund. 6. Name, den man preifet, Dem man dienst erweiset, Dem die welt sich beuget, Und der him mel neiget, Den, was drunten les bet, Fürchtet, und erhebet. JEsu, du alleine Bleibeft, den ich meine. 7. Name, güldner name, Rei cher himmels. fame, Ewia wird mein herke, Schönste fönigs ferge, Dich in sich behalten, Und dich lassen walten. Denn du bist alleine, JEfu, den ich meine! 61... Mel. Err JEfu Chrift m. D 1 7. JEsu, du höchste gütigkeit, Meins hergens tuft und beste freud, Du bist die unbegreifflich güt, Dein lieb umfähet mein ge müth. 8. JEfum lieb baben ist sehr gut: Wohl dem, der sonst nichts suchen thut. Mir selber wil ich sterben ab, Daß ich in ihm das leben hab. 9. JEsu, o meine füßigkeit! Di Dom Du troft der feel, die zu dir fchreit: Die beissen thrånen su chen dich, Das hert zu dir schreit inniglich. 10. Ja, wo ich bin, um was revier, So wolt ich, JEsus war bey mir: Freud über freud, wenn ich ihn fünd'! Selig, wenn ich ihn halten funt! amen 3( v. 11. Was ich gesucht, das seh ich nun, Was ich begehrt, das hab ich schon: Vor lieb', o JEfu, bin ich schwach, mein hertz das flamint and schreit dir nach. ie läng'r ie mehr. 13 JEfu, du blum und jung, fraun- ionn, Du lieb' und unser graben- thron, Dir sey lob, ehr, wie sichs geziemt, Dein reich kein ende nimmer nimmt. 14. In dir mein herk hat seine luft, HErr, mein begierd ist dir bewusst: Auf dich ist all mein ruhm gestellt, JESU, du Hei land aller welt. 62. 12 Wer dich, o JESU, also liebt, Der bleibt gewig wol un betrübt: lieb nel. Seelen Bräutigam. Er wie du, Berzeht, Sie wächst und brennt Wfiffe rub, Unter vielen auss 15. Du brunnquell der barms bergigkeit, Dein glanz erstreckt sich weit und Breit: Der traurig, Feit gewolck vertreib, Das licht der glorie bey uns bleib. 57 17. JEfus im fried regiren thut, Der übertrifft all zeitlich gut: Der fried bewahr mein herg und finn, So lang ich hier auf erden bin. 16.Dein lob im himmel hoch erklingt, Rein chor ist, der nicht von dir singt: JEfus erfreut die gange welt, Die er bey GOtt zu fried gestellt. 18. Und wenn ich ende meinen lauf, So bole mich zu dir hinauf, JEsu, daß ich da fried und freud Bey dir genieß in ewigkeit. 19. JEsu, erhöre meine bitt, JEsu, verschmäh mein seufzen nicht, JEsu, mein hoffnung steht zu dir: O JEsu, JEfu, hilf du mir! loren, und ihklicht dazu, JEsu, erkehren, Leben derer, die vers füffe rub. aus aller noth zu erlösen, hat ge 2. Leben, das ben fod, Mich becket, und mich aus der noth schmecket, Meine schulden zuge Hat geführt zu GOtt. bist vor der zeit Zum eridier uns 3. Glang der herrlichkeit, Du versencket In der füll der zeit, geschencket, Und in unser fleisch Glank der herrlichkeit. 4 fünd, höll und welt, Que Fraft 4. Grosser sieges held, Tod, des grossen drachen Hast du wolln zu schanden machen Durch das ldfe geld Deines bints, o Held! S 5. Höchste majestät, König und prophet, Deinen scepter wil ic Dom Namen JEfu. 58 ich küssen, Ich wil sigen dir zun füssen, ie Maria that, Höchste Majestät. 6. Eaß mich deinen ruhm, Als dein eigenthum, Durch des geis ftes licht erkennen, Stets in dei ner liebe brennen, Als dein eigen thum, Alerschönster ruhm. 7. Zeuch mich gang in dich, Daß vor liebe ich Gang zerrinne und zerschmelge, Und auf dich mein elend welge, Das fiets drus cket mich, Zeuch mich gang in dich). schild, Deiner demuth bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein zorn noch folk sich rege: Vor dir sonst nichts gilt, Als dein eigen bild. 9. Steure meinem finn, Der zur welt wil hin, Daß ich nicht mnda von dir wanden, Sondern bleiben in den schrancken: Sen du mein gewinn, Gib mir deinen finn. 10. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen lauf Unverrückt zu dir fortfeße, und mich nicht in feinem nege Satan halte auf, Fördre meinen lauf. 11.Deines Geiftes trieb In die feele gib, Daß ich machen mög und beten, Freudig vor dein ant lig treten: Ungefärbte lieb Jn die feele gib. 12. Wenn der wellen macht In der früden nacht Wil des her, heus schiffein decken, Wollst du deine hand ausstrecken: Habe auf mich acht, Hüter, in der nacht 13. Einen helden muth, Der da gut und blut Gern um deinet willen lasse, Und des fleiſches tüs she hasse, Gib mir, höchstes gut, Durch dein theures blut. 9 14. Gols jum sterben gehn, Bodst du bey mir stehn, Mich durchs todes thal begleiten, Und zur herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur rechten stehn. 63. Mel. Err ich babe mißgeh. mir! meine W freude, sebet noch, und schafft mir ruh: Wenn ich angst und trübfal leide, Spricht er mir bald freundlich zu. Nun ich wil bey JEfu halten: JE JEfus fol es walten. 2. Was fol gråmen mich er müden? tinfall trag ich mit ge duld; Bix mit meinem glück zu frieden, So mir gönnet GOttes huld. Menschen, seh ich, find betrüglich: Du, mein herge, gehe flüglich. 3. Mancher freund rool hülfe gerne, Sein vermögen ist ju schwach: Manches heuchler trit auch ferne, Der doch wüsste rath zursach. Eolt ich nun auf men schen bauen? Nein, auf JEfum wil ich schauen. 4. Wunderlich hilft der errels ter, Soden armen kan erböhn: Wunderlich die folgen spotter Müssen doch zu grunde gehn. NB uns Aufs Fest der Erscheinung Chrifti. Wunder GOtt, du mirsts wohl machen: Dir befehl ich alle sa: chen. 5. Laffe gift den satan speyen, Und mit funckeln bligen drein: berücken. V. Aufs Fest der Erscheinung Christi. 64. Q ahalbning mehn 326 6 6 65984398 ** ŢIET LĪlmiitaity Efu, rufe mich Von der welt, daß ich zu dir eile, nicht verweile: JESU, rufe mich. 2 Nicht Jerusalem, Condern Bethlehem, Hat bescheret, was uns nehret: Nicht Jerusalem. 59 faß die klatsche, mäuter schreien: Und die neider spottisch seyn. GOttes hilf und wunder schie dken Col noch darf kein feind 1 3. Werthes Bethlehem, Du bist angenehm: Aus dir kommet, was uns frommet, Werthes Bethlehem. 4. Du bist, wie man spricht, Nun die kleinste nicht: Auen leu ten, auch den heiden, Bringi du heil und licht. 5. Beige mir den fiern, Der mich aus der fern Von den hei den lehr' abscheiden, Zeige mir den fiern: 6. So werd, JEsu, ich Bald, bald finden dich. Andachts. Fer Ben, reu im hergen Gläubig brin, ge ich. 7.Ach, verschmäh mich nicht! Gib doch, daß dein licht Nun und immer in mir schimmer: Ach verschmåh mich nicht! 8. Scdastes wunder Find, hilf, daß ich entzündt In dir brenne, dich stets nenne, Schöne stes wunder find. 9. Süsser liebes blick, Gönne mir das glück, Hier und droben dich zu loben, Suffer liebes blick. 65. Mel. Allein GOtt in der. Obet den HErrn ihr heiden all, Lobt GOtt von herkens grunde: Preist ihr ihr voicker alls zumal, Dandt ihm zu aller stun de, Daß er euch auch erwählet hat, Und mitgetheilet seine gnad Jn Chrifto seinem Sohne. 2. Denn feine groß barmhers gigkeit Thut über uns fiets mals ten; Sein wahrheit, gnad und gütigs € 2 Aufs Fest der 60 gütigkeit Erscheinet jung und als ten, Und währet bis in ewigkeit, Schenckt uns aus gnad die selig. feit; Drum finget: Hallelujah. 66. Mel. Serglich thut mich. König aller ehren, HErr reich fol ewig währen, Im him, mel ist dein thron: Hilf, daß all hier auf erden Den menschen weit und breit Dein reich bekannt mag werden Zur feelen feligkeit. 2. Von deinem reich auch zeu. gen Die leut aus morgenland, Die knie fie vor dir beugen, Weil du ihn'n bist bekannt. flern quf dich weiset, Dazu das göttlich wort: Drum mandich billig preiset, Daß du bist unser hort. 3. Ou bist ein groffer König, Bie uns die schrift vermeldt; Doch achtefi du gar wenig Vers gånglich gut und geld, Prangst nicht auf einem tosse, Tràaft keis ne guldne cron, Sigft nicht im festen schlosse: Hier hast du sport und hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, Den glang erstreckt sich weit: Dein gut allzeit floriret, Und bein gerechtigkeit: Du wollst die frommen schügen Durch dein macht und gewalt, Daß fie im frieden sitzen, Die bösen flürtzen bald. auf, Dein gute schenck mir are men, Und fegne meinen lauf. Mein'n feinden wolst du wehren, Dem teufel, fund und tod, Daß sie mich nicht versehren: Rett mich aus aller noth. 6. Du wollft in mir entzünden Mel. Ach was fol ich Sünd. Mer im berken wit erfahren, Er Der neu und darum bemühet ist, Daß der König JEfus Chrift Eich in ihm mig offenbaren, Der muß fuchen in der schrift, Bis er diesen schat antrifft: 2. Er muß gehen mit den weis fen, Bis der morgenfiern auf geht, Und im herken tille flebt: So lan man sich selta preisen; Weil des HERREN angesicht Glångt von flarheit, recht und licht. s. Du wollst dich mein erbar men, Indein reig nimm mich Laß falsche lehr und fünden Seyn von mein'm hergen fern. Hilf, daß ich dich erkenne, und mit der Christenheit Dich meinen König nenne Jßt und in ewigkeit. 67. 3.Denn woJEfus ist geboren, Da erweiset sich gar bald eine göttliche gestalt, Die im hergen war vestoren: Geine klarbeit spie " gelt fich In der seelen fråftiglich. 4. Alles fragen, alles sagen I von diesem Jesulein, Und von dessen gnaden schein, Dem fie fort und fort nachjagen, Bis die feele in der that Diesen schat gefunden hat. 5. Nch Erscheinung Chrifti. 5. Ach wie weit sind die zurü de, Die nur fragen in der welt: Wo ist reichthum, gut und geld? Wo ist ansehn bey dem glücke? Wo ist wohlust, ruhm und ehr? Und nach solcher thorheit mehr. 6. Ja, unselig sind die herken, Und in ihrem wandel blind, Die also beschaffen sind; Weil sie die. fen schan verschergen, Und erweh, len einen foth, Der nichts hilft in noth und tod. 7. Auch heisst nicht nach JEsu fragen, Wenn man nur zur fir chen geht, und in der versamm lung sieht, Oder eine beicht her. fagen, und darauf zum nacht, mahl gebn, Meinend, dann sey gaug geschehn. 8. Nein, wenn diß in deinem leben Nach gewohnheit nur ge geschicht; So ists noch nicht aus. gericht: Du musst dichGOtt gang ergeben, und in glauben nacht un tag Deinem JEfu folgen nach. 61 9. Denn so lässt er sich bald fin. den In dem tempel, ben der beicht, In dem nachtmahl, und erzeigt, Daß die vorbegangnen fünden Sind vergeben, und sein blut Reinigt seeie, geift und muth. Mel. Kommt her zu mir. a Eh daß ein ieder nåhm in acht, Was heut Ma ria wohl gemacht, Die nicht zum tempel fame, Eh ih re zeit der reinigung, Nach des gefeges ordenung Erfüllt, ein en de nahme. 10. Dann so fan man frendia treten Zu dem gnaden, stuhl und thron, Und den König in der cron, Als ein treuer fnecht, anbeten, Der nichts fuchet auf der welt, Als was seinem HErrn gefällt. 11. JEsu, laß mich auf der ers den Nichtes suchen, als allein, Daß du mögest bey mir seyn, Und ich dir mig ähnlich werden, In dem leben dieser zeit, Und in ie, ner ewigkeit. VI. Aufs Fest der Reinigung Marid. 68. 2. Wenn man das hert gerei nigt hat, Nach GOttes willen in 12. So wil ich mit allen wei fen, Die die welt vor thoren acht't, Dich anbeten tag und nacht, und dich loben, rühmen, preifen, Lieb. fier JEfu, und vor dir Chriftlich wandeln für und für. der that, Alsdenn wil JEsus fommen, und sich im tempel stel. len dar; Dieweil er nicht wird offenbar, Als bey den wahreu, frommen. 3. Gedencke nicht, daß JEſus Christ Im hergen gegenwärtig ist, Wo fleisch und blut regiret: Nein, wo der geist nicht triums phirt, Und fleisch und blut ge fangen führt, Wird JEsus nicht gespüret. € 3 4. Sein 62 4. Sein tempel ist ein reines Herg, Berknirscht von wahrer reu und schmer, Und da sein blut die schwellen Gezeichnet, ach! da wohnt er gern, Und da kan man ihn GOtt dem HErrn In glau bens fraft darstellen. Aufs Fest der 5. Dann fan man vor des Va fers thron, Als GOttes und Ma rien Sohn, Ihn als ein opfer bringen, Der für die schuld der gangen welt Sich willig felbft hat dargestellt, Und GOttes berk bezwingen. 1 6. Ach, stell, mein herk, dich ganz und gar Dem groffen him mels HErren dar, und laß zu rück die fünden, Verlaß die welt und all thr thun, Und such in GOtt allein zu ruhu; So wirst dugnade finden. 7. Bring tauben einfalt, reine lieb' 3um opfer, nach des geistes trieb, GOtt wird dich nicht ver. fchmähen; Bring låmmleins art und frömmigkeit, Das wird der HErr zu jederzeit Mit gnad und huld ansehen. 10. Der fan mit Simeon zu test Hinfahren, wo er sich ergest Ju friede, freud und wonne. Wer seinen Heiland hat gefehn Im glauben, fan in fried hingehn, 3u schauen feine sonne. 11. Ach, daß ich doch voll geis stes wär, Erfùuet mit dem liebes meer, Das sich ergießt von oben: So würd ich auch mit Simeon Im frieden bald zu Gottes thron Nach hergens wunsch erhoben. 12. HErr JEsu, mache mich bereit, Daß ich des hergens rei nigkeit Mög' emfiglich nachstre ben, Bis du mich, wenn es dir gefällt, Aus dieser welt zum him mels zelt In friede wirft erheben. 69. 8.Laß opfern die verkehrte welt Dem fatan wohlust, gold und 6 6 65 geld, Und was das fleisch erdene det: Es wird der dienst nach dies fer zeit Belohnt mit quaal in ewigkeit, Die ihr wird einges schencket. 9. Hergegen wer, wie Simes on, GOtt fürchtet, und des höche sten Sohn Zum heil verlangt zu haben, Der voll des heilgen Geis ftes ist, und wartet auf den Ers ren Christ, Der opfert rechte ga ben. DHE 665 6676 654 3 Cit Reinigung Maria. 63 netin 注音 68 4 5 2 6 5 43% 0 nennetamiz 6 766 43984 30 TELE EX Je ihr mit fünden gang bes flecket, Vor GOttes zorn er schrecket, Lafft fahren heut die furchtsamkeit, Hier ist der brunn Der reinigkeit, Un dem kein fehl zu finden: Macht selbst euch rein von fünden. 2. Das opfer, das GOttan gefehet, Bezahlt er unverleget, Und nimmt damit aus lieb und Huld Auf sich die schwere fünden. schuld, Die sonst der mensch hätt müssen Mit seiner strafe bussen. 3. Das ist der trost, der aus dem herzen Verjaget furcht und schmergen: Das ist der trost, den Simeon Empfindt mit solcher frend und wonn, Daß er die welt verachtet, Und nur nach sterben trachtet. 6 4. Wohl dem, der ihn noch heut kan schauen Mit Herzlichem vertrauen, und ihn feft in fein herte drückt, Der wird durch Diefen troft erquickt; Den wird nichtüberwindenDie schwere last der fünden. 5. HErr Chrift, mein troft, mein licht, mein ehre, Half mich bey deiner lehre: Laß mich durch deine reinigkeit Bon allen fünder seyn befreyt: Laß mich in fried hie sterben, und dort den hime mel erben. 70. el. A GOtt vom Sim. Ott lob, mein JEfus macht mich rein Bon allen meinen fünden; Bas er büfft, muß be zahlet seyn: Nun kan mich nicht mehr binden Cee sünden strick, des teufels macht, Drum mein glaub höll und tod verlacht, Weil JEfus ist mein leben. 2. Was traur ich denn, er lebt ia noch, Der das gefes erfüllet, Der durch den tob und creuzes: joch Des Vaters zorn gestillet. Bas er hat, das ist alles mein: Bie font doch gröffer reichthum € 4 64 feyn, Als den mir JEsus schens det? 3.Weil Jesus mich von sünden rein Durch sein verdienst wil mas chen, Daß ich, los aller quaat und pein, Nicht fürcht des todes ra chen; So tröst't mich seine heilig, feit, Sein unschuld, heil und feligs keit Ift mein schak un mein leben. 4. So fan auch ich mit fried und freud, Wie Simeon, mein les ben Beschliessen, frey von allem leid, Mich meinem GOtt erge ben: So bald ich thu mein aus gen ju, So wird mein tod mein schlaf und ruh, und seh des him mels freude. #I 6 6 5875 b3 X 43 Aufs Feft der 12601 IOLE 6 5 6 6* 7.6 4 6 87 5 569 65% 43% 6 T 87 6655 986 5 43 43 6 587 D 43% 5. Wie werd ich denn so fedlich leyn, Wenn ich die welt verlaf sen, Wenn mich die himmels. geisterlein Geführt zur lebenss straffen, Wenn ich erblick die ewigkeit, Benn ich erlangt die fetigkeit, Die mir mein GOTT bereitet! 6. Hilf, GOTT, daß ich sen stets bereit: Laß mich nichts von dir wenden: Bring mich zu deis ner herrlichkeit, Hilf feliglich vols lenden. Komm bald, bilf mic aus aller noth, Hilf mir, HErr, durch dein blut und tod: Ja, komm, HErr JEsu, Amen. 71. 687.5 5* 43%, 6 DEAL 984398 6 65 6 6 6 66 3433 43% 6 5 6 6 Mut der Reinigung Maria. It fried und freud ich fahr -dahin, In GOttes willen: Getroft ist mir mein herg und finn, Sanft und fille, Wie GOtt mir verheissen hat: Der tod ist mein schlaf worden. 2. Das macht Christus, wahr GOttes Sohn, Der treue Hei land, Den du mich, HErr, haft sehen lahn, Und machst bekannt, Daß er sey das leb'n und heil Jn noth und auch im flerben. 3. Den hast du allen vorges felt Mit groffen gnaden; 3u feinem reich die gange welt Heiß sen laden, Durch dein theures heilfam wort, Un allem ort er schollen. 4. Et ift das heil und selig licht Für die heiden, zu erteuch ten, die dich kennen nicht, Und zu weiden: Er ist deins volcks Jfrael Der preis, ehr, freud und wonne. 72. M. GOtt! du frommer. Je wird doch so gering Die reinigung im hergen Ge balten als ein ding, Damit sich laffe fchergen! Es meint die eitle welt, Sie fey gereinigt schon. Wenn sie eins niederfällt Zum schein vor GOttes thron. 65 3. Indessen meint die welt, Sie sey gereinigt worden, Weil sie sich eingestellt Nach GOttes will'n und orden: Sie bleibt bey ihrem wahn; Und wer ihr anders sagt, If auf der irrthums bahn. Ach! das sey GOtt geflagt. 2. Wenn zur gewohnten zeit Man wil zum nachtmahl gehen, So macht man sich bereit mit beten und mit flehen, Bis daß das werf vorben: Drauf fångt man wieder an zu fündigen aufs neu, Wenn, wie und we man fan. 4. Wie ist die reinigung Doch viel ein ander wesen, und die ere neuerung; Es muß, wer sie erles sen, Stets kämpfen: ach wie viel Findt da ein GOttes lind Zu bessern, weil ohn ziel Der fündens mångel find. 7 5. Das herg ist eine quell, Aus welcher nichtes flieffet Als boss heit, die sich schnell In wort und werck ergiesset. Wer nicht die quelle leert, Und flopft den brune nen zu, Wird nimmer recht bes kehrt, und kommt niemals zur ruh. 6. Es fehlt an mitteln nicht, GOtt hat sie gnug gegeben, Wen man nur wil, nach pflicht, Des HErren wort nachleben: Allein, es wil die welt Nicht an die creus Bigung; Und weil das creuß mißs fällt, Folgt keine besserung. 7. Es kan des HErren aug' Der schlangen gift nicht leiden: Es fiehet, was nicht taugt; Drum muß man alles meiden, Auch den geringsten schein: Es muß durch Jesu blut Cas herßze werden rein; Denn ist der wandel gut. 8. HErr JESU, der du mich, Diß haft erkennen lassen, Gib, daß ich für und für, Mig alle € 5 fünden 66 Aufs Feft Ser fünden haffen, und in der reini Bis ich die heiligung Durch dei gung Zunehmen bis ans end, ne fraft vollend. VII. Aufs Fest der Verkündigung Maria. fommt zu uns armen, Und aus rache wird erbarmen. 6. Jungfrau, mutter, feusch, heits crone, Du gebenedentes weib; Für des allerhöchstenSoh ne Wird dein unbefleckter leib Heut zum ehren thron erlesen: Du empfäångst ein ewig wesen. 73. S Mel Err ich habe mißgeb. Eut ist uns der tag er chienen, Worauf Adam jehon so oft, Wie auch Jacob, and samt ihnen, Aller våter schaar gehofft: Dran sich Abrabain erquicket, Als er ihn im geift erblicket. 2.D des tages, voller wonne, Und dem fonst kein tag nicht gleicht, Weil von anbegin die fonne Hat um dieses rund ge: leucht: der hoch gewünschten ftunden, Die sich nunmehr einge. funden! 3. D du anfang unsrer freu ben, Sen gegrüsst, gewünschtes licht! Als mit dem uns armen Heiden Jgt ein neuer troft ans bricht, und vor welchem wir eh dessen Etets in lauter nacht ge 4. Nunmehr trieft ein heiles, regen Oben durch den himmel ab: Auch die wolken schütten se. gen Und gerechtigkeit herab: GOttes Sohn tömmt selbst auf erden, Ein wahrhafter mensch zu werden. 5. Nunmehr wird die höchste hobe mit dem tiefsten thal vers cint: Ehre nimmt die schmach gur ehe: Almacht wird der schwachheit freund: Serrlichkeit 7. Er, der Vater, wird zum finde, Tochter, du must mutter seyn: Selbst das Heil wird hier zur funde*; Du empfängst, und bleibst doch rein. Jungfrau blei ben, schwanger gehen, Kan ab hier beysammen stehen. * 2 Cor. 5. 21. 8. D geheimnis, deffen glei chen Man auf erden nie gefehn: Dieses ist ein wunder zeichen, Das von GOtt ist heut geschehn, weiches tein vernünftig finnen Kanbegreiffen, noch gewinnen. 9. Vater, und doch find darnes ben, Unser bruder, fleisch und blut: Ach was fönnen wir bir ge ben, Für diß akzugroffe gut! Hilf, daß wir mit hert und sinnen Geistlich dich empfangen können. pm 74. M. Freuet euch ihr Chriften. Ommt vom himmel hoch herunter, Oihr engel, ziehet aus; Kommt vom güldnen fler nen haus, und beschauet diese wunder: Mutter feyn und jung, K frau Derkündigung Maria. frau doch, Ift euch und uns alzu, hoch: Darum freuet euch ihr lies ben, GOtt ift GOtt im himmel blieben, Hat sich wahrer mensch erwiesen: Ewig sey er drum ge. priesen. 2. Seht den HErren, euren König, ie er sich so niedrig wagt, Sencket sich in eine magd: Ja, es ist ihm viel zu wenig, Er wird unser aller knecht, und er wirbt uns finder recht. Darum freuet euch, ihr lieben, GOtt ist Doch wol GOtt geblieben, hat fich unjern knecht erwiesen: Ewig fey er drum gepriesen. 3. Ach der himmel stehet offen, Gott thut einen gnaden blick zu der menschen heil und glück: Nunmehr last ns alle hoffen; Die erlösung nahet fich; GOtt erloft uns ewiglich. Darum freus et euch, ihr lieben, Gott ist im mer GOtt geblieben, Hat erlöser fich erwiesen: Ewig sey er drum gepriesen. 4. Laufet fonne, mond und fternen und begrüßset unsern stand, GOtt ist uns mit blut ver. wandt: Ihr müsst halten euch von fernen; 2ir, wir gehn zu unserm blut, Das uns ewig gu tes thut. Darum freuet euch ihr lieben, Gott ist wahrer GOtt geblieben, hat sich fleisch und blut erwiesen: Ewig fey er drum gepriesen. 69 75. Mel. Es ist gewißlich an. Hut ist ein angenehmer tag, Der gute Da Zion hat verlanget nach, Da man von freude finget: Es ist der tag, den GOtt gemacht, An dem die zeitung wird gebracht: Daß JEsus werde kommen. 2. Des HErren engel wird ge fandt Nach Nazareth von oben, und machet die geburt bekannt Maria, die erhoben Von GOtt, als felig, fromm und hold, Daß fie den sohn gebåren folt, Den Sohn des Allerhöchsten. 3. Auf! auf! mein herg und denck hieben, Daß JEfus sey ems pfangen, Daß er in dir geboren neu Mög' ein gestalt erlangen: Bist du von den holdfeligen Und GOtt gebenedeyeten; So wirst du gnad erlangen. 4. Ach welch ein'n füssen hims mels gruß Lässt GOttes both ers fchallen; Wem folte nicht der lies bes kuß Auf erden wohlgefallen? Ja GOtt verkündiget noch heut In JEsu die versprochne freud, Wer ihn nur wil empfangen. dabey, Wie viele menschen meis 5. Es ist fürwahr kein' furcht nen: Geht die geburt nicht zu ohn reu, So lässt GOtt freud erschei koren if In uns der Heiland JE. nen, Wenn nach dem Kampf ge sus Christ, Fa, frende mit fro 27 Iden. 6. Wenn man bey GOtt in gna, Aufs Feft der Derkändigung 68 gnadensteht, Wofür solt man sich seheuen? Und wenn die traurig. Feit vergeht, Wer wolte sich nicht freuen? Es wird das weh ver, Lehrt in wohl, Wenn in dem her. Ben freuden vol Der Heiland wird geboren. 7. Bie wenig weiß die welt hie. von Bey falschem glaubens pran gen. Meil von Maria GOttes Sohn Wahrhaftig ist empfan gen; So meint sie, daß es sey ge. schehn, Daß fie nun mög in frey heit gehn, Nach eigenem gefallen. 8.D falscher wahn! wird JEius nicht Im geist von dir empfan gen, Daß du im glauben lieb und licht Fhm selig wirft anhangen; So hilft dir nicht, daß JEsus Thrift Zum heil der welt empfan, gen ist, weil er in dir nicht lebet. 9.Die freude geht dir heut nicht an, So lang du lebst in fünden, Du liegeft unter fluch und bann, Und fanft das heil nicht finden: Drum auf! und falle GOTT ju fuß, Belehre dich, und thue buß; So wirst du frend empfangen. 10. HErr JEsu, dffne das ge ficht Dem blinden volck auf er ben, und mache, daß mein herge bricht, Damit du môgest werden Empfangen und geboren feyn In mir, auf daß ich ewig dein Hier und im himmel bleibe. 76. Mel. Es ist das Geil uns. Der du vom Geift empfan gen In der Marien leibe bist, Ach laß mich gnad erlangen, Daß ich geboren werd im geist, Und was der name JEsus heifft, Im her Ben wohl erwege, s 2. Du heisseft JEsus, weil da mich Machst selig von den fünden, Und ich, als meinen Heiland, dich In nöthen möge finden. Es ist kein nam auf dieser welt, Noch uns zum heil im himmels zelt, Als JEsus, auserkohren. 3. Er ist des Allerhöchsten Sohn, Den GOtt wil hoch er beben Auf seines Vaters Da vids thron, Deß reich) er ihm wil geben, und ihn zum König setzen ein, Deß königreich kein end wird seyn: Dazu wird er em pfangen. 4. JEsu, laß bein reich in mir Gang feft gepflanget raerben, Daß du in mir, und ich in dir, So leben mög auf erden, Daß dieses reich in heiligkeit, m glauben und gerechtigkeit, Mög unverstöret bleiben. 5. Es ist ia doch in uns dein reich, Wils gleich die welt nicht wissen, und wird diß reich ges hasset gleich Vom reich der fin fernissen, So wird es dennoch feste stehn, Und nicht im herzen untergehn, Wenn gleich die feine de toben. 6. Bald wird es werden offen bar, Wenn JEsus wird einbre dar, Sich wider die ju rächen, Dom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. 69 Die dieses reich gefochten an, Und mit verfolgung fluch und bann Verfolgt die reichs ge nossen. den, Daß ich dein gnadenreich ausbreit, und dort bald mdge finden Das reich der groffen ewigkeit, Das man dort erbet nach dem fireit. Ach! laß es bald erscheinen. 7. HErr JESU, mache mich bereit, Und hilf mir überwins VIII, Bom Leiden und Sterben JEfu Chrifti, Webt 77. 8 6% 6 let 60 65 43 6 b 711411 111 65 6 6 4 0 3 Ewein, o chriften mensch, Selbst deine eigne noth, Vor schmert und berge: leid, Und nicht des HErren tod: Denn wir, die von natur Gant elend sind und schwach, Sindur. fach seiner noth Wol hundert tau. sendfach. 2. Drum kommt und schaut BX 76# 1111111117 56b 6 per 65 4 38 mit mir Den grossen Bischof alt, Der unfre funden: schuld Vor GOtt versöhnen kan: Der ist es, der uns führt In ienes freuden. reich: Denn einmal ist, noch war, Noch wird ihm niemand gleich. $ 3. Er hat mit rindern nicht, Noch mit der Fålber blut, Als priester ausgeföhnt Des firengen Vaters Dom Leiden und Sterben od 90 Vaters muth: Es muß sein eis gen blut, Und zwar mit groffer pein, Zur heilung unsrer seel, Um creuß ein opfer seyn. 4. Ein solcher priester warFür unsre seelen noth, Der nach dem opfer nicht mehr fürchten darf den tod; Der unsre schwachheit fo Gekostet und versucht, und doch unschuldig ist, Uud bleibet unverflucht. 5. Nun Bater, nimm denn an Des Sohnes bittern tod, So oft wir zu dir schrein In unsrer sün den noth: Schaff uns durch dei: nen Geist Bey zeiten hilf und rath, Wenn die begierd' uns reißt Zu fall und missethat. 78. B Mel. Seut triumphiret. Rich durch, mein ange fochtnes herk, Brich durch den innern feelen schmer, Kom, schaue deinen Bräutigam, Den gnaden brunn, das GOttes. Lamm, Am creußes flamm. 2. Dein JEfus reicht die arme Dir, Und legt dir ruh und leben für, Die crone der gerechtigkeit, Den jugang, der uns ist bereit't 3ur feligkeit. 3. Sey nur getroft und ringe recht, Durch ringen wirst du GOttes knecht: Denn aller an, fall iebret dich, Wie man in ihm gang ritterlich Bewaffne fich. 4. Die wunden hålt dir JE, faszu, Die sicherheit und süßfie ruh, Darinn'n der juflucht finden fan, Der ihn im glauben fiehet an, Den wunder mann. 5.Hie ist die burg für alle noth, Die gegen cur für höll und tod, Die quell, daraus das leben quillt, Das meer, so durst und kummer ftillt, Mit gnad erfüllt. 6. Stürmt auf uns die versu chung los, Wolan, wir treten zu ihm blos, Da stårdt uns unser JEfus Chrift, Wenn nur das herk aufrichtig ist, zu aller frist. 7. Nun, süßster JEfu, meine rub, Ich eile deinen wunden zu: Mein berg und glaube lässt dich nicht, Bis auch dein theures gnas den licht In mir anbricht. 8. Mein herk empfindet sturm und wuth, Auf allen seiten firömt die fluth, Ich fühle stets der fünden pfeil, Drum ich zu dir im glauben eil, und suche heil. 9.3u deinen wunden fliche ich, In deiner seiten stård ich mich, Ich labe mich in deinem blut, Das auch, durch deine liebes glut, Mir kommt zu gut. 10. O unerschöpftes gnaden meer, Israels ruhm und Zions ehr! Wie stärdt uns deine treue band, Das auserwählte gnaden pfand, und liebes band. 11. Da hångest du aus grosser huld Für fremde fund, für unfre schuld; Nur daß die angefochtne feel Erlang in deiner seiten höl Das gnaden, dl. 12. Du, Heil'ger, wirst vor aller welt Zum trauer schau spiel porges JEfu Chrifti. vorgestellt, Und kaufest uns durch Deinen tod, Die freyheit aus der feelen noth, Bringst uns zu GOtt. 13. Ev, wie solt ich denn trau rig seyn? Ich kehr bey dir, mein JEsu, ein: Hier find ich wahre ruh und raft, Weil du auf dich die funden- laft Genommen haft. 14. Diß ew'ge wort trågt volle Fraft, Hier ist die beste ritter schaft. Wolan dann, JEfu, mein gewinn, Dir liefre ich berk, feel und finn: Ach! nimm es hin, 79. Hrifle, du Lamm GOttes, Chri Der du trägst die fünde der welt, Erbarme Dich unser. 2. Christe, du Lam GOttes ic. Erbarme dich unser. 3.Christe, du Lam GOttes, 2c. Gib uns deinen frieden, Am. 80. Hristus, der uns selig macht, Kein bös hat begangen, Der ward für uns in der nacht Als ein dieb gefangen, Geführt vor gottlose leut, und fälschlich ver. Hlaget, Berlacht, verhöhnt und verspeit, Wie denn die schrift faget. 1 2. In der ersten tages ftund Ward er unbescheiden, Als ein mörder, dargestellt Pilato, dem heiden, Der ihn unschuldig be. fand, Ohn ursach des todes, Jbn derhalben von sich fandt Zum fd, nig Herodes. 3. Um drey ward der GOttes 71 Sohn Mit geisseln geschmissen, Und fein haupt mit einer cron Von dornen zerrissen, Gekleis det zu hohn und spott, Ward er sehr geschlagen, und das creuß zu seinem tod Musst er selber tragen. 4. Um sechs ward er nackt und blos Un das creuß geschlagen, Un dem er sein blut vergoß, Betet mit wehflagen. Die zuseher spots ten sein, Auch die bey ihm hin gen, Bis die fonn auch ihren schein Entzog solchen dingen. 5. JEsus schrie zur neunten stund, Klaget sich verlaffen, Bald ward gall in seinen mund Mit nen geist, und die erd erbebet, eßig gelassen; Da gab er auffeis Und manch fels zerklobet. Des tempels vorhang zerreiß, 6.Da man hat zur vesper, zeit Die schächer zerbrochen, Ward JEsus in feine feit Mit ein'm speer gestochen, Daraus blut und wasserrann, Die schrift zu erfül len, Wie Johannes zeiget an, Nur um unfert willen. 7. Da der tag fein ende nahm, Der abend war kommen, Ward JEjus vom creußes ftam Durch Joseph genommen, Herzlich nach jüdischer art In ein grab geleget, Alda mit hütern verwahrt, Wie Matthäns zeuget. 8. O hilf, Christe, GOttes Sohn, Durch dein bitter leiden, Daß wir dir stets unterthan, All untugend meiden Deinen fod 7.2 Dom Leiden und Sterben und sein ursach Fruchtbarlich be, hert, finn, geift und muth. dencken, Dafür, wiewol arm 6.Otheurer riß! o füffe böle! und schwach, Dir dandopfer Laß diß verlockte täubelein, Die schencken! jåmmerlich verlegte seele, In Dir nun gang verschlossen seyn. Dein heil'ger blut und wassers from Mach mich gerecht und gründlich fremm. 81. Mel. Wer nur den lieben. D A hangt mein heil im höch, Ren hohne Am creuß, mit någeln angespiesst: Ach sieh, wie durch die schmergens crone Sein heilig haupt zerriffen ist; Wie ist fein holdes angesicht So gar er, bärmlich zugericht't! 7. So, so wil ich denn gerne scheiden Aus dieser jammer, vols len welt, Ich wil mit dir auch gerne leiden, Was, wenn, wie wo es dir gefällt. Laß mich in deinem hergens schrein Nur une verrückt verwahret seyn. 82. 2. Verwundtes haupt, ist musst du biffen Was unser schad, der hoffarts sinn In ewger mar fer folt geniessen: Odaß ich noch M. Nun lafft uns den Leib. to eitel bin! Ach schencke mir Dein Geist versehe mich in durch deinen schmerk, HENR JEfu, ein demüthig herg. fich, Sein leichnam der für mich verwundt, Der mach mir leib und feel gefund. 3. Du hångst mit ausgespann, ten armen Gar als ein fluch am creußes vfal: Es wil fich niemand dein erbarmen Bey der so uner, hörten quaal. Zerspringt ein fels bey diesem schmerz, Warum nicht du, ohartes herk? 4. Gecreußigter, ich fomm ge gangen Jn unverfälschter hers gens buk, Ich wil die firdmlein blut auffangen Bey diesem durch gegrabnen fuß. Rinnt, rinnt, ihr båchlein aus dem grund, So wird mein frances herk gefund. 5. Hinzu, mein herg, jur holen feiten, Schwing dich im glau, ben recht hinein. Geniesse doch Die füffen beuten, Laß dir es doch) nicht fremde seyn. Der lebens, quell, die rothe fluth, Erfrische 2. Das wasser, welches auf den stoß Des fpeers aus seiner seiten floß, Das sey mein bad, und all sein blut Erquicke mir herg, finn und muth. 3. Der schweiß von seinem an gesicht Laß mich nicht kommen ins gericht: Sein ganzes leiden, creug und pein, Das wolle meine stårcke seyn. 4.0 JEfu Chrift, erhdre mich! Nimm und verbirg mich gang in dich: Schließ mich in deine wanden ein, Daß ich fürm feind kan sicher seyn. 5. Ruf mir in meiner letzten noth, Und seg mich neben dich, mein JEfu Chrifti. mott 73 mein GOtt, Daß ich mit deinen ges- stamm Mit någeln und mis beil'gen all'n Mög ewiglich dein lob erschallness 83. winn Mel. An Waffer flüffen. spiessen, Du schlachtest ihn, als wie ein lamm, Machst herg und adern fliessen, Das herge mit der seufe zer fraft, Die adern mit dem edlen ſaft Des purpur rothen blue tes. Duffes lamm! was folich dir Erweisen dafür, daß du mir Erzeigest so viel gutes? In lammlein geht und trägt die schuld Der welt und ihrer Finder: Es geht und buffet in ge duld Die fünden aller fünder: Es geht dahin, wird matt und franc, Ergibt sich auf die würge, band, Entzieht sich aller freuden; Es nimmt an sich schmach, bohn und fpott, Angst, wunden, striemen, creuß und fod, Und spricht, ich wils gern leiden. 5. Mein lebetage wil ich dich Aus meinem finn nicht laffen, Dich wilich fiets, gleich wie du mich, Mit liebes armen fassen. Du folt feyn meines hergense licht, Und wenn mein herg in stu cken bricht, Colt du mein herge bleiben: Ich wil mich dir, mein böchster ruhm, Hiemit zu dels nem eigenthum Beständiglich verschreiben. 2. Das lämmlein ist der grosse freund und Heiland meiner fees len: Den, den hat GOtt zum fün den feind Und föhner wollen wäh, ten. Geh hin, mein kind, und nim dich an Der finder, die ich ausges than Zur straf und zornes, ru. then: Die ftraf ist schwer, der jorn ist groß, Du kanst und folft fie machen los Durch flerben und durch bluten. 3. Ja, Bater, ia von herken. grund, Leg auf, ich wils gern fra. gen, Mein wollen hångt an dei. nem mund, Mein wircken ist dein fagen. Dwunder liebto liebes macht! Du kanst, was nie kein mensch gedacht, GOTT seinen Sohn abzwingen. Oliebe, lie be! du bist stard, Du ftreckest den ins grab und farg, Vor dem die felsen springen. 4. Du martersi ihn am creu 6. Jch wil von deiner liebliche feit Bey nacht und tage fingen, Mich selbst auch dir nach möge lichkeit Zum freuden opfer brine gen. Mein bach des lebens fol fich dir, Und beinem namen für und für In danckbarkeit ergiessen: Und was du mir zu gut gethan, Das wil ich stets, so tief ich fan, In mein gedächtniß schliessen. 7. Erweitre dich, meins here tens schrein, Du folt em schaf haus werden Der schäge, die viel gröffer seyn, Als himmel, meer, und erden. Weg mit dem gold Arabia, Weg calmus, myrrhen, cafia, Ich hab ein bessers funden. Mein grosser schatz, HErr JEsu Chrift, Ist dieses, was geflose fen 74 fen ist aus deines leibes wunden. 8. Das fol und wil ich mir zu nuß zu allen zeiten machen, Im Areite fol es seyn mein schuß, In traurigkeit mein lachen, In frd. lichkeit mein fäitenspiel, Und wenn mir nichts mehr schmecken wil, Sol mich diß manna speisen. Jm durft sols seyn mein wasser. quell, In einsamkeit mein sprach. gefell, zu haus und auch auf reifen. 9. Was schadet mir des fodes gift? Dein blut das ist mein le ben. Wenn mich der sonnen hiße trifft, So fan mirs schatten ges fen. Sett mir der schwermuths. * * 3 Dom Leiden und Sterben 65 543 0 *%% 6/5* 6 schmerzen zu, So find ich bey dir meine ruh, Als auf dem bett ein francker: Und wenn des creus ges ungestüm Mein schiflein treis bet um und im, So bist du denn mein ancker. mmiu ki 5 4% Q5% 65 t 6 zyz. 10. Wenn endlich ich fol treten ein In deines reiches freuden, So las diß blut mein purpur feyn, Ich wil mich darein kleiden. Es sol seyn meines hauptes cron, In welcher ich wil vor den thron Des höchsten Baters gehen, Und dir, dem ich mich anvertraut, Als eine wohlgeschmückte braut, An deinerseiten stehen. 84. 54 43%% 11 65 56% 6. 65 6 6 65 ITIES 6 65 JEsu Chrifti. C& s S ist vollbracht: vergiß ia nicht Diß wort, mein her, das JEsus spricht, Da er am creuße für dich ftir bet, Und dir die feligkeit erwirbet, Da er, der als les wohl gemacht, Nunmehro spricht: es ist vollbracht. 2. Es ist vollbracht am creuße dort, Geseß und der propheten wort: Was wir niemal vollbrin. gen tunten, ft nun volbracht durch JESU wunden: Was GOttes rath von ewigkeit be dacht, Das ist durch seinen tod vollbracht. 67 3. Es ist vollbracht und gnug gethan, Daß man nicht mehr vers langen fan, GOTT ist versöhnt und gant gestillet, Weil sein Sohn alles hat erfüllet: Was ifts, daß man in angst und sorgen wacht? Man glaube nur: es ist vollbracht: 4. Es ist vollbracht; was sol 85. ich nun Darzu noch, o mein JE su, thun? Nichts, nichts: denn was von dir geschehen, Wird schon als mein werd angesehen. Auch das, was ich vollbringe tag und nacht, Wird von dir selbst in mir vollbracht. 5. Es ist vollbracht, ich bin bes freyt, Ich habe schon die seligkeit: Weil sünd und tod find wegges nommen, Ist anad und leben wieberfommen: Darum, wenn auch gleich alles bricht und kracht, Sag ich getroft: es ist vollbracht. 6 b 6. Es ist vollbracht: vergiß ia nicht Dißwort, mein herk, das JEsus spricht, und laß es dir auch dazu dienen, Daß du volls bringst, was dir wil ziemen: So lang du lebst, laß diß nicht aus der acht, Daß JEsus spricht: es ist vollbracht. SEWER? 6 * 75 2 E 6 6* Gecrea 5 4% 57 Dom Leiden und Sterben 866 全 6 6 56 76 0 Ecreußigter, mein herge eins zu werden, Ach! deines to, des Fraft und frucht ft mein berlangen hier auf erden: Ich feufie und flehe, ich wil nur al lein Mit dir, o mein JEsu, ge creußige fenn. 2. Ach! daß sich um decreug und tod Herß und gewindch te schlingen, Co, daß ich dein ver, dienst vor GOtt Ais mein felbft eignes tante bringen Drum seufz ich so sehnlich, und wil nur allein mit dir, o mein JEEU, gecreutziget feyn. 6 646 26 gefällt, Als todte dinge gånglich Drum lich, Und wil nur allein Mit dit, o mein JEsu, gecreußiget seyn. 5. Ach! daß der alte abam fid) Mit an das creuß fest liefe schlagen, Daß dessen böse lüfte mich nicht mehr von nun an dürften plagen: Drum feusz ich so sehnlich und wil nur allein Di dir, e mein Jesu, gecreußiget seyn. 6. So, so laß mich an deinem tod, O JEsu, recht gemeinschaft finden, Und dadurch alle fünden notb, Gesetz weit und fleisch über winden. Erhdre mein seufzen, und laß mich allein Mit dir, o mein JEsu, gecreußiget seyn. 86. 3.Uch! daß ich dem gesetze doch Gang abzusterben möchte trach, ten, und dessen unerträglich joch Als mich nicht mehr angehend achten: Drum ſeuiz ich fo fehn GChrift, Der du all angst und Mel. Mads mit mir. lämmlein, JE lich, und wil nur allein mit dir, o mein JEfu, gecreußiget feyn. 4.Ach! daß ich doch mit dir die welt Mocht als ein fierbender ver. lassen, und was derselben wohl plagen, All's ungemach zu ieders frist Geduldia haft getragen: Berleib mir auch zur leidens zeif Geduld und alle tapferkeit. 2. D JEfu Chrifti. 2. Du hast gelitten, daß auch ich Dir folgen fol und leiden, Daß ich mein creuße williglich Ertrar gen fol mit freuden: Ach! möcht ich doch in creuß und pein Gedul big wie ein lämmlein feyn. 3. Jch wünsche mir von her, kens grund Um dich geschlacht't zu werden, Und, was noch mehr, zu ieder stund Gecreußigt stehn auf erden: Doch aber wünsch ich auch daben, Daß ich ein lämms lein JEfu sey. 4. Eaß kommen alles creuß und pein, Laß kommen alle plas gen: Laß mich veracht't, verspot. tet seyn, Verwundt und hart ge, schlagen: Laß aber auch in aller pein Mich ein geduldigs lämma lein feyn. 5.Ich weiß man kan ohn creuß und leid zur frende nicht gelan gen, Weil du in deine herrlichkeit Selbst bist durchs creuß gegans gen. Wer nicht mit dir leidt crent und pein, Kan auch mit dir nicht felig seyn. 87.. 77 2. Es fleusset deines blutes bach Mitgangen vollen hauffen; Dein leib ist auch mit ungemach Gang durch und durch belauffen. Danumschrändte majestát, Bie Fomts, daß dirs so kläglich geht? Das macht dein huld und treue. Wer danckt dir deg? mo ist der mann, Der sich, wie du für uns gethan, Far dich zu sterben freue? 3. Was solich dir doch immer mehr, O liebsler, dafür ocben, Daß dein herß sich so hoch und sehr Bemüht hat um mein leben? Du retteft mich durch deinen tod Von mehr als einer todes noth, Und machst mich sicher wohnen. Laß boll und teufel böse seyn, Was schadts? sie müssen dennoch mein Und meiner seelen schonew. 4 Für groffer lieb und heilaerluft, Damit du mich erfüllet, Drick ich dich an mein berg und. brust, So wird mein leid geftils let, Das deinen augen wohl be Fanne, Und das ist dir ia keine fdhand, Ein franckes bert zu las ben. Ach! bleib mir hold und que tes muths, Bis mich die frome deines bluts Gang rein gewas sen baben. Mel. An Wafferflüssin. Egruffet feyft du, meine cron, und König aller frommen, Der du zu trost von deinem thron 5.Sen du mein schah und höch, Uns armen fündern kommen. Ofte freud, Ich wil, dein diener wahrer mens, o wahrer GOtt, Dhelfer, voller hohn und spott, Den du doch nicht verschuldeft: ich wie fe arm, wie nackt und bloß, Hängst du am creut, wie schwer und groß It dein ( chymerk, den du duidest? bleiben, und deines creuses her: Beleid Wil ich in mein her schrei ben. Verleihe du nur fraft und macht. Damit, was ich ben mir bedacht, Ich mög ins werd auch fetzen: So wirst du, schönster, 83 meinen Dom Leiden und Sterben 78 meinen finn, Und alles, was ich hab und bin, Ohn unterlaß er, gegen. 88. Mel. Bewein, o Chriften. Eheimniß voller lieb! des adams find Mit luft berouns bern fol: Weil selbst der engel aug Nichts liebers ie gefehn, Ais GOttes liebsten Sohn An unsrer felle ftehn. 2. Wir frevler hatten uns, Aus unfrer eignen schuld und satans Schlangen lift, Des frommen Vaters huld Unwerth gemacht, dazu,( O centner schwere noth!) Aluf leib und feel gehaufft Ber, dammniß, fluch und tod. 3 3. Und nun, wer fonte uns Verbrecher machen frey Von jol, them jammer fland Und finstern fclaverey? Wir selber nicht, kein Engel, feine creatur: Nein, GOttes zorn zu still'n, War über Daß uns GOES würde hold. 6. So aber rühmen wir, Daß wir durch GOttes Find, Und also selbst durch GOTT, Mit GOtt verföhnet sind, Und daß, was Adam hat Durch seinen fall vers fod Wird wiederum erfeßt. 7. Nun haben wir in ihm Ge rechtigkeit und heil, Vergebung unsrer schuld, Ja, selbst zu unserm theil Das allerhöchfte gut, GOtt und sein ganzes reich: Sp macht die liebe uns Der liebe wieder gleich. 8. Mein geift, erwede dich, Und nimm im glauben an Den schak, den dir dein bürge und ers lösers mann So theur erworben bat: So frigst du ruh und raft; So herrscht der fried in dir; So fällt weg alle laft. 9. Erkenne aber auch, Was du ihm schuldig bift: Dich selbst, mit allem was Nur in und an dir ist, Must du, als sein von ihm Erfauftes efthum, Zum gans en opfer ihm Ergeben wie derum. to D liebe, drücke diß Lief in mein her hinein, Und laß zu gleb chem tod Mit dir gepflanket seyn Den edlen geift, damit Auf ienen grossen tag Des lebens herrlich keit Ihn auch bekleiden mag. Die natur. 4. Drum kommt das ew'ge wort, Des Vaters liebster Sohn, Sein glang und ebenbild, Und läft mit schmach und hohn Gank willig fich belegen, An der fün, der fiat, Um so zu zahlen, was er nicht geraubet hat. 5.Er nimmt als GOttes Lam, Die schuld der ganzen welt Auf fich, und bringt dafür Sein blut jum löse geld: Sein blut, fein 89. fremdes nicht, Nicht ſilber oder leſen und beiner marter in el. Wer nur den lieben. Err gar JEfu Chrifti. der schrift, Bey unserm vielen heuchel wesen, Gar felten recht das herkze trifft. Der schilt den Judas, iener klagt, Daß Petrus abfällt und verjagt. na 2. Ein ander eifert um die cro: ne, Die man dir, Heiland, einges brückt, Und daß der lands knecht Bder frobne Dir deine feite so zers fickt, Nachdem man dir das an gesicht So grausam übel zuge. richt't. 3. Wie wenig sind doch, die da faffen Den rechten zweck von die fer pein, Und die verfluchten fün, den haffen, So ursach deines leis dens seyn. Denn du allein getra, gen haft Der menschen schwere funden last. 4. Fürwahr, du trugest alle schmerzen, Und nahmest unsre Franckheit weg: Doch gehts den meisten schlecht zu berhen; Sie bleiben auf der fünder steg, Und creußigen dich immerhin Von neuem mit verkehrtem finn. $ 5. Laß doch dein bittres mar, ter leiden, HErr JEsu, mir zu herken gehn, Und solche tiefe wunden schneiden, Die immer blutend offen steha, Bis an mir alle lift und macht Des satans gånglich umgebracht. 6. Was wird es helfen, wenn ich) finge Von deinem leiden noch so viel, Und mirs doch nicht Durchs herte drünge? Recht fchaffne buß ist hie das siel: Be Fehre mich, o farcker held, Du 79 heil und arßt der ganzen welt. 7. Ich lege mich zu deinen füf sen, Laß meiner augen thrånen. bach Sich häufig und also ers giessen, Daß ein berstriefend weh und ach Um meiner missethat ente spring, Und mir durch mard und seele dring. 8. Auf daß ich hinfort möge meiden, Was dir, mein Heiland, mißgefällt: Uch schaffe durch dein fod und leiden, Daß ich schon hier unausgestellt Der find abs sterb, und stets an dir Ein zweigs lein bleibe für und für. 9. Verstärcke stündlich meinen glauben, und fleh mir schwachen bey im streit, Damit mir nie. mand fönne rauben Die wahre glaubens heiligkeit; Ohn ihr ift es mit uns geschehn, Und kan dich feiner ewig sehn. 10. Wer deine friemen schmach und wunden Mit reifer andacht überlegt, Der wird nicht übermannt gefunden, Wenn sich des satans heer erregt, Dieweit ein folch herg nicht mehr klebe An dem, wornach die welt noch firebt. 11. Kuhm, schönheit, wohilust ehr und güter, Auch alle schake diefer zeit, Eind bloß allein für die gemüther, Die Chrifti creug und niedrigkeit erachten, und nur suchen hier, Was lüßlert ihs rer luft begier. 12. Brich, JEss, meinen bösen willen Durch das gedächtniß dei. $ 4 Univ.- Bibl Glessen Dom Leiden und Sterben 80 ner quaal: Diß müffe fünd und bochmuth fiillen. Dein blut schweiß, angst und creußes pfahl Ertidt in mir zu aller frist, Was irdisch, falsch und fündlich ist. 90. Ha Erkliebster JEfu, was haft du verbrochen, Daß man ein folch scharf urtheit hat gespro chen? Bas ist die schuld? in was vor missethaten Bist du gerathen? 2.Du wirst gegeiffelt, und mit dorn'n gecronet, Ins angesicht geschlagen und verhönet: Du wirft mit eßig und mit gall ge trancket, Ans creutz gehendet. 3. Was ist die ursach aller folcher plagen? Ach meine fim den haben dich geschlagen. Ich, ach! HErr JEfu, babe dißver, schuldet, Was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diefe ftrafe? Der aute hirte leidet für die schafe. Die fchuld bes gablt der HErre, der gerechte, Für feine frechte. 5. Der fromme stirbt, der recht und richtig wandelt; Der böse lebt, der wider GOTT mißhan delt: Der mensch verwirdt den tod, und ist entgangen; GOTT wird gefangen. 6. Ich war von fuß auf voller schand und fünden, Bis zu der fcheitel war nichts guts zu finden, Dafür hätt ich dort in der höllen müffen Ewiglich büffen. 7.Ogroffe lieb, o lieb ohn alle maffe, Die dich gebracht auf diese martersstrasse: Ich lebte mit der welt in luft und freuben, und du mufft leiden. And saved G 8. Ach groffer König, groß zu allen zeiten, Wie kan ich gnuge fam alle treu ausbreiten? Keins menschen herg vermag es auszus dencken, Was dir zu schencken. 9. Ich kans mit meinen finnen nicht erreichen, Womit doch dein erbarmung zu vergleichen: Wie fan ich dir denn deine liebes tha ten Im werck erstatten? $ 10. Doch ist noch etwas, das fleisches liste dåmpf und zähme, dir angenehme, Wenn ich des Daß sie mein berg aufs neue nicht entzünden Mit alten fünden. 11. Weils aber nicht besteht in eignen fråften, Feft die begiers den an das creut zu heften; So gib mir deinen Geist, der mich res gire, Zum guten führe. 12. Alsdenn so werd ich deine buld betrachten; Aus lieb an dich die welt vor nichtel achten: Be mühen werd ich mich, HErr, deis nen willen Stets zu erfüllen. 13.Ich werde dir zu ehren alles wagen, Kein crent nicht achten, leine schmach noch plagen, Nichts von verfolgung, nichts von todes schmerzen Nehmen zu herken. 14. Diß alles, ob es zwar für schlecht zu schätzen, Wirst du es doch nicht gar ben feite fegen, In guaden wirst du diß von mir an nehmen, mich nicht beschamen. 15. Wenn, o HErr JEfu, dort vor and 3% fu Chrifti. bor deinem throne Auf meinem haupt wird siehn die ehren crone, Da wil ich dir, wenn alles wird wohl Plingen, Lob und danck fingen. bir 91. Mel Freu dich sehr, o meine. Ef eine beige wanden, Efu, deine beilge wunden, Laß mir geben alle stunden Trost in leibs und feelen noth: Wenn mir fällt was arges ein, Laß mich denden deiner pein, Daß ich deis ne angst und schmerßen Wohler, weg in meinem Herzen. 2. Bil sich gern in wohlluft weis den Mein verderbtes fleisch und blut; Laß mich dencken, daß dein leiden Löfchen muß der höllen gluth. zu mir, Hilf, daß ich ihm halte für Deine wunden, mahl und zeichen, Daß er von mir müsse weichen. 3. Wenn die welt mich wil ver. Führen Auf die breite fünden bahn; Wollest du mich so regis ten, Daß alsdenn ich schaue an Deiner marter centner laft, Die du ausgestanden hast, Daß ich fönn in andacht bleiben, Alle bi fe luft vertreiben. 4. Gib für alles, was mich Francket, mir aus deinen wun, den kraft: Wenn mein herk hin ein fich fencket, So gib neuen le bens faft, Daß mich stård in als lem leid Deines troftes füßigkeit, Beil du mir dein beit erworben, Da bu bist für mich gestorben. 81 5.Laß auf deinen tod mich traue en, O mein GOtt und zuversicht; Loß darauf mich feste bauen, Daß den tod ich schmecke nicht. Deines todes angst laß mich Stets erquiden mächtiglich. HErr, laß deinen tod mir geben Auferstehung, heil und leben. 6.JEfu, deine beilge wunden, Deine quaal und bittern tod Las mir geben alle stunden Trost in leibs und seelen noth: Sonders lich am legten end, Hilf, daß ich mich zu dir wend, Trost in deinen wunden finde, Und dann frölich überwinde. 92. Mel. Chriftus der uns felig. Esa, deine paßion, Wil ich iszt himmels- thron Geist und andacht schencken. In dem bild ikund erschein, JEfu, meinem herken, Wie du, unser heil zu seyn, Lite teft alle schmergen. 2. Meine feele sehen mag Dei ne angst und bande, Deine speis chel, schlåg und schmach, Deine ereußes schande, Deine geissel, dornen cron, Speer und någels wunden, Deinen tod, v GOttes Sohn, Und den leib voll schruns den. $ 3.Doch laß mich ia nicht allein Deine marter feben: Laß mich auch die ursach fein und die frucht verstehen. Ach, die urs fach war auch ich, Ich und mei ne funde: Diese hat gemartert 85 dich Bom Leiden und Sterben 82 dich, nicht das heid'n gesinde. 4. JEsu, lehr bedencken mich Diß mit buß und rene; Hilf, daß ich mit fünde dich Martre nicht aufs neue. Solt ich darzu haben luft. Und nicht wollen meiden, Was GOTT selber büffen musst Mit so grossem leiden? 5. Wenn mir meine fünde wil Machen heiß die hölle: JESU, mein gewissen still, Dich ins mit tel stelle. Dich und deine paßion Laß mich glaubig faffen. Liebet mich fein lieber Sohn, Wie kan GOtt mich haffen. 6. Gib auch, JEsu, daß ich gern Dir das creuß nachtrage, Daß ich demuth von dir lern, Und geduld in plage: Daß ich dir geb lieb um lieb. Indeß laß diß lal: len,( Bessern danc ich dorten geb,) JEju, dir gefallen. 93. Mel. Chriftus der uns felig. Efu, meiner feelen licht, Freu Spe de meiner freuden, meines lebens zuversicht, Nimm doch für dein leiden Diesen schlechten dand hier an, So viel meine feele Immermehr dir bringen kan In der schwachheitshöle. 2. Ich erweg es hin und her, Was dich doch bewogen, Daß du fo viel herk beschwer Saft auf dich gezogen, Daß du angst, ges wait and noth, Schlåg und hohn und banden, Lästerung und creuß and tod Billig ausgestanden. 3. GOttes wohlgewogenheit, Vaters lieb und güte, Deine here gens freundlichkeit und dein treu gemüthe, Esu, hat es ausges bracht, Daß kein mensch verzage te, Wenn der fünden meng und macht Die gewissen nagte. 4. O du wunderbarer rath, Den man nie ergründet! O der unerhörten that, Die man nire gends findet! Was der mensch, der fünden knecht, Trokig hat vers brochen, Wird an dem, der doch gerecht, Durch und durch geros chen. 5. Meine schnöde luft, begier hat dich so zuschlagen, Diese franckheit hab ich dir, JEju, aufs getragen: Meine schuld und miss sethat Hat dich so verbürget, Bis fie dich auch endlich hat Unrecht hingewürget. 6. Alle ftrafe, der ich war Tag und nacht verbunden, Liegt auf dir nun gang und gar, Und durch deine wunden Wird uns fried und beil gebracht: Drum wil mir ges ziemen, Deine starce liebess macht Ewiglich zu rühmen.. 7. Laß doch dieser ficherheit Gleichfals mein gewissen, Zwis schen angst und tod und streit, Kräftiglich geniessen: Ach, ach meines bergens hers Wirf durch deine schmerzen Meine schmergen hinterwärts, Fern aus meinem bergen. 8.Dei wie schnell mein her ers fchrickt uber firaf und fünden, So schnell wird mein herß erquidit Wenn JEfu Chrifti. 83 Wenn ich gnad fan finden. JEsu, zu setzen mich in ruh: Uch du hast sieh, ich falle dir Mitrechtschafs ner buffe, Und mit besserungs- be gier Glaubens voll zu fuffe. zu meinem segen Lassen dich mit fluch belegen. Tausend zc. 9. Nun ich weiß, worauf ich bau, Und bey wem ich bleibe, Welchem fürsprach ich mich trau, Und an wen ich glaube: JEsu du bist es allein, Der mich halt und schüket, Wenn gleich alle bölen pein Auf mich stürmt und bliget. 10. Ich wil, weil ich mit dir frey Berd im himmel erben, HErr, in deinen armen treu le ben und auch sterben, Bis man frölich sagen wird Nach den to. des banden: Sieb, dein braut. gam und dein Hirt, JEsus, istvor, handen. 94. Esu, meines Lebens leben JE, fu, meines todes tod, Der du dich für mich gegeben In die tief, ste seelen noth, In das äusserste verderben, Nur daß ich nicht möchte sterben. Tausend, taus fendmal sey dir, Liebster JEsu, band dafür. 2. Du, ach! du hast ausgestan. ben Läster reden, spott und hohn, Speichel, schläge, strick und ban, den, Du gerechter GOttesEohn, Nur mich armen zu erretten Bon des teufels fünden fetten. Tausend, zc. 3.Du hast lassen wunden fehlas gen, Dich erbärmlich richten zu, Um zu beiten meine plagen, und 4. Man hat dich sehr hart ver höhnet, Dich mit groffem schimpf belegt, und mit dornen gar ges crònet: Was hat dich darzu bes wegt? Daß du möchtest mich er geßzen, mir die ehren, cron auf setzen. Saufend, zc. 5.Du hast wollen seyn geschla gen, 3u befreyung meiner pein: Fälschlich lassen dich anklagen, Daß ich könte ficher seyn: Daß ich möchte trostreich prangen, Bist du sonder trost gehangen. Laufend, 2c. 6. Du hast dich in noth gestee cket, Baft gelitten mit geduld, Gar den herben tod geschmecket, Um zu büffen meine schuld: Daß ich würde los gezehlet, Haft du wollen fein gequälet. Laufend, ic. 7. Deine demuth hat geblisset Meinen stol und übermuth: Dein tod meinen tod verfüffet: Es kommt alles mir zu gut.Dein verspotten, dein verspeyen, muß zu ehren mir gedeyen. Tausend, tausendmal 2c. 8. Nun ich dancke dir von hers ken, JESU, für gesammte noth, Für die wunden, für die schmerzen, Für den herben bit tern tod, Für dein zittera, für dein zagen, Für dein tausend faches plagen, Für dein ach und tiefe pein Wit ich ewig danckbar segg. 95.Vel. 84 Bem Leiden und Sterben 95. Mel. Ich sehne mich zu ft. Ein Heiland eilt ¡ um ster. Loen, Und zeigt durch sein verderben Die fpur zur lebens. quell: Bie fråftig, füß und hell It seiner wunden fluch? Sein heisses GOttes blut, Das ihm durch lieb ausquillt, und mich mit pracht erfüllt, Das wird mich ohn ende laben, Ruh in sei nem schoos zu haben. 20 abgrunds meer voll liebe, Du ausfluß blut'ger triebe, Dich Füß ich inniglich: In dich ver, send ich mich, In deinen ab. grunds grund, ie in des was, fers schlund Ein fisch fein leben wehlt, Und luft das vöglein feelt. Ewig, Fräftig, füß und helle Ift mir diese lebens quelle. 3 Hier sind gerechtigkeiten, Wohl dem, der sich bereiten, Und göttlich Fleiden lässt Zum lam. mes hochzeit fest. Hier ist des brautaams pracht, Darinn'n man GOtt anlacht, und, königs lich geschmückt, Zu seinem thron hinrückt; Schaut, wie nun des Jornes ftrahlen Sich mit heil im blut bemahlen. 4. Rein crent, fein peinlich leiden Kan nun mein leben scheis den Bon Chrifti liebes tod: Die böchte todes noth Muß mir beym todes schein Ein brunn des lebens seyn. Ja aller feinde wuth Berbricht feinGOttes blut: Dar wm fieh ich ewig feste, Und erweht im creuß das beste. f 96. Vn. Liebster JEfu wir sind. Eine feel, ermuntre dich, ME Deines JEsu lieb' bedens de, ie er für dich giebet fich, Barauf deine andacht lendke: Uch erweg die grosse treue, Und dich deines JEsu freue. 2. Sieh, der wahre GOttes Sohn Jft für dich ans holk ges hånget, Sein baupt trägt die dornen cron, Sein leib ist mif blut vermenget, Er lässt sich für dich verwunden: Wo ist gröffre lieb gefunden? 3. Du, du soltest grosse pein Ewig leiden in der höllen, Und von GOTT verflossen seyn We. gen vieler fünden fållen; Aber JEsus trägt die fünden, Und lässt dich genade finden. 4. Durch sein leiden ist gestille Deines GOttes jorn und rache, Er hat das geset erfüllt, Gut ge macht die bdse sache, Sünde, teufel, tod umschraneket, Und den simmel dir geschencket. 5. Was zu thun, o liebes herk, Bie folt du dich recht anstellen? JEfu leiden ist kein scherk, Seine liebe fein verstellen: Dende drauf, was dir oblieget Gegen den, der für dich sieget. 6. Ich fan nimmer nimmers mehr Das geringfie nur vergels ten, Er verbindt mich alzusehr z Meine trägheit muß ich schelten, Daß ich ihn so schlecht geliebet, und wol gar mit sünd betrübet. 7.Wat JEfu Chrifti. 7. Was geschehen, sol nun nicht Hinfort mehr von mir gesche, ben: Mein schluß sey nun fest gericht't, Einen andern weg zu gehen, Darauf ich nur JEfum fuche, Und, was ihn betrübt, ver. fluche. 8. Weg ihr fünden, weg von mir, Euch fan ich an mir nicht leiden: Eurentwegen muß ich hier und dort von dem seyn ge fcheiden, Ohne welchem ist tein leben, Reine gnade, kein verges Ben. 9. Du, mein JEsu, du mein heil, Dir wil ich mich gant vers schreiben, Daß ich dir, als meis nem theil, Ewig wil getreu ver bleiben, Dir zu leben, dir zu lei, den, Dir zu fierben dir zu meiden. 10. Du mein JESU, folt es seyn, Den ich mir zum zweck ge feget, Wie du mein, so wil ich dein Bleiben stets und unvers letet: Bas du liebeft, wil ich lies ben, und was dich, sol mich be, trüben. 11. Was du wilt, das sey mein will, Dein wort meines herkens spiegel; Wenn du schlägest, halt 97. 6 4330 85 ich still; Dein geist bleibt mein pfand und siegel, Daß ich sol den himmel erben, Darauf fan ich frölich sterben. 12. Nun fo bleib es feft dabey: JEfus fol es seyn und bleiben, Dem ich lebe, deß ich sey; Nichts fol mich von JEsu treiben: Du wirft, JEfu, mich nicht laffen, Ewig wil ich dich umfaffen. 13. Ist bereits schon iso hier Solche freud und ruh zu finden, Wenn im glauben wir mit die Uns, mein JEsu, recht verbins den; Schenckst du schon so viel auferden, Ey, was wil im him, met werden? 14. Was vor luft und süßigkeit, Was vor freud und jubiliren, Was vor ruhe nach dem ftreit, Was vor ehre wird uns zieren? Ewig, ewig werd ich loben, Wenn ich gank in GOtt erhoben. 15.Ach, ich freu mich alle stund Auf diß freuben volle leben, Dan de dir mit hert und mund; Du, o JEfu, bafis gegeben: Nur im glauben laß michs halfen, und dein kraft in mir fiets walten. 66 65 5 43 du 86 mard 6670 65% Dom Leiden und Sterben FT 6 676** HIEPELN EE 65 6 65 4% 66 Du liebe meiner liebe, Du zuleßt in höchster hold Ihrem Bater Die dich aus hochstem triebe In das jammer volle leid Deines leidens, mir zu gute, Als ein schlachtschaf, eingestellt, Und bezahlt mit deis nem blute Alle missethat der welt. 2. Liebe, die mit schweiß und thranen Ala dem diberg fich" be trübt: Liebe, die mit blut und fehnen Unaufhörlich fest geliebt: Biebe, die mit allem willen GOt tes jorn und eifer trågt; Den, so niemand fonte stillen, hat dein Berben hingelegt. 3. Liebe, die mit ftarckem hers Ben Alle schmach und hohn ge, hört: Liebe, die mit angst und schmergen Nicht der strengste tod versehrt: Liebe, die sich liebend zeiget, Als sich kraft und athem endt: Liebe, die sich liebend neiget, Is sich leib und feele trennt. 4. Liebe, die mit ihren armen Mich zulegt umfangen wolt: Lie be, die aus liebs erbarmen, Mich und für mich bat, Daß mich nicht der zorn folt faffen, Weit mich ihr verdienst vertrat. 5. Liebe, die mit so viel wunden Gegen mich, als feine braut, Uns aufhörlich sich verbunden, Und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine schmerken, Meines lebens jamer pein, In dem blute verwandten hergen, Sanft in dir gestillet seyn. 6.Liebe, die für mich gestorben, Und ein immerwährend gut An dem creuges holg erworben: Ach wie denk ich an dein blut! Ach wie danck ich deinen wunden, Du verwundte liebe du, Wenn ich in den letzten flunden Sanft in deis ner seiten ruh! 7. Liebe, die sich tobt gekräncket, Und für mein erkaltes hers In ein faites grab gesendet: Ad, wie danck ich deinem schmerk? Habe dand, daß du gestorben, Daß Jefu Chrifti: mo Daß ich ewig leben kan, Und der feelen beil erworben: Nimm mich ewig liebend an. med #pardal 98. Hind Mel. Sertlich thut mich. Haupt, voll blut und wan ler hohn! O baupt zum spott ge, bunden mit einer dornen cron! D Haupt, sonst schön gezieret Mit höchfter ehr und zier; Fkt aber höchst schimpfiret: Gegrüß fet feyst du mir. 2. Du ebles angesichte, Das vor fich sonsten scheut Das groffe welt gewichte, wie bist du so bes fpent? Wie bist du so erbleichet? Wer hat dein augen licht, Dem fonst kein licht nicht gleichet, So fchåndlich zugericht't? 3. Die farbe deiner wangen, Der rothen lippen pracht, St bin und gang vergangen: Des blassen todes macht hat alles hin genommen, hat alles hingeraft, Und daher bist du kommen Von beines leibes kraft. 4. Nun, was du, HErr, erdul bet, Ift alles meine laft; Ich hab es selbst verschuldet, was duge, tragen haft. Schau her, hie steh ich armer, Der zorn verdienet hat, Gib mir, o mein erbarmer, Den anblick deiner gnad. 87 ser koft; Dein Geißt hat mich be gabet Mit mancher himmels luft. 6. Jch wil hier bey dir stehen, Verachte mich doch nicht: Von dir wil ich nicht gehen, wenn dir dein herge bricht. Wenn dein 5. Erfenne mich, mein hüter; Mein hirte, nimm mich an: Von dir, quell aller güter, Ist mir viel guts gethan: Dein mund hat mich gelabet Wit milch und süß todes stoß, Alsdenn wil ich dich fasſen In meinen arm und schoos. 7. Es dient zu meinen freuden, und kommt mir berzlich wohl, Wenn ich in deinem leiden, Mein heil, mich finden sol. Ach möcht ich, o mein leben, An deinem creuße hier Mein leben von mir geben: Wie wohl geschahe mir! 8. Jch dancke dir von bergen, JESU, liebfier freund, Füre deine todes.schmergen, Da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner tren, Und wenn ich nun erkalte, In dir mein ende sey. 9. Wenn ich einmal fol schei den, So scheide nichtvon mir: Wenn ich den tod sol leiden, So trit du denn herfür: Wann mir am allerbångsten Wird um das herge seyn, Eo reiß mich aus den angsten, Kraft deiner angst und pein. 10. Erscheine mir zum schilde, Zum trost in meinem tod, Und lag mich sehn dein bilde In deiner creußes noth. Da wil ich nach dir blicken, Da wil ich glaubens voll Dich fest an mein herg dru. cken: Wer so stirbt, der stirbt wohl! 99. 88 Dom Leiden und Sterben @lol) ps. Ich bins, ich folte bussen, 5. An hånden und an füffen Gei bunden, in der höll: Die geiffeln und die banden, Und was du ausgestanden, Das hat verdienet meine feel. 99. Lamm GOttes unschuldig D Am stamm des creuges ge fchlachtet: Allzeit erfunden ge buldig, Wiewol du wareft vers achtet: All sünd hast du getragen, Conft müssten wir verzagen, Ers barm dich unser, o JEsu! 2.O Lamm GOttes, 2c. Erbarm dich unser, o JEsa! 3. O Lamm GOttes, 2c. Gib uns deinen frieden, o JEſu! 78 100. Mel. un ruben alle Wald. Welt, fieh hier dein leben creußes schweben, Dein heil sinckt in den tod. Der grosse fürft der ehren Lasst willig sich beschweren Mit schlagen, hohn und grossem spott. 2. Trit her, und schau mit fleiffe, Sein leib ist gang mit fchweiffe Des blutes überfüllt. Alus seinem edlen herken, Vor unerschöpften schmerzen, Ein seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein heil, und dich mit plagen So übel zugericht't? Du bist ia nicht ein fünder, Wie wir und unsre kinder: Von missethaten weisst du nicht. 4. Jah, ich und meine fünden, Die sich wie fornlein finden Des fandes an dem meer, Die haben dir erreget Das elend, das dich fchlåget, Und das betrübte mare ter beer. 6. Du nimmst auf deinen rue den Die lasten, die mich drücken, Viel febrer als ein stein. Du bist ein fluch, dagegen Verehrst du mir den segen: Dein schmerze od sado muß mein labfal feyn. 7. Du setzest dich zum bürgen, Ja låsest dich gar würgen Für mich und meine schuld: Mir läss sest du dich crönen Mit dornen, die dich höhnen, Und leideft alles fodst 8. Du springft ins todes ra chen, Mich frey and los zu ma chen Von folchem ungeheur. Mein sterben nimmst du abe, Vergråbst es in dem grabe. O unerhörtes liebes feur! 9.Ich bin, mein heil, verbun den All augenblick und stunden Dir über hoch und sehr: Was leib und feet vermögen, Das fol ich billig legen Allzeit an deinen dienst und ehr.is Both 10. Nun ich kan nicht viel ge ben In diesem armen leben, Eins aber wil ich thun: Es sol dein tod und leiden, Bis leib und feele scheiden, mir fiets in mei nem berßen ruhn. 11. Ich wils vor augen setzen, mich fiets daran ergetzen, Jch fey auch, wo ich sey: Es sol mir feyn JEfu Chrifti.ot 89 feyn ein spiegel Der unschuld, fen Sind dem ewgen tod. Kyrie, und ein siegel Der lieb und uns verfälschten tren. prite, lefo 2. Aus dem fod wir fonten Durch unser eigen werck Nim mer werd'n errettet, Die fünde war zu starck, Daß wir würd'n erlöset; So fonts nicht anders seyn, Denn GOttes Sohn musst leiden Des todes bittre pein. Kyrie, eleison! 2c. 3. So nicht wåre kommen Christus in die welt, Und an sich genommen Unser arm gestalt, Und für unsre fünde Gestorben williglich, So hätten wir müssen Verdammt seyn ewiglich. Kyrie, eleison! zc. 12. Wie heftig unfre fünden Den frommen GOtt entzünden, Wie rach und eifer gehn, Wie grausam feine ruthen, Wie zor, nig feine flutben, Wil ich aus die sem leiden sebn. 13. Ich wil daraus studiren, Wie ich mein herk solzieren Mit stillem fanften muth, Und wie ich die fol lieben, Die mich so sehr bes trüben Mit wercken, so die bos beit thut. 14. Wenn böfe zungen flechen, Mir glimpf und namen brechen, So wil ich zähmen mich: Das unrecht wil ich dulden: Dem nächsten feine schulden Berzeihen gern und williglich. And 15. Ich wil mich mit dir schla, gen Ans creuß, und dem abfagen, Was meinem fleisch gelüft: Was deine augen haffen, Das wil ich fliehn und lassen, So viel mir durch dich möglich ist. 16. Dein seufzen und dein sidh, nen, und die viel tausend thrå nen, Die dir geflossen zu, Die fol len mich am ende, In deinen schooß und hände, Begleiten zu der ewgen ruh. IOI. D Wir armen fünder, Unser missethat, Darin wir empfangen und geboren find, Hat gebracht uns alle In solche grosse noth, Daß wir unterwor, eleijon! Christe, eleison! eleison! Kyrie, 4. Solche groffe gnade Und väterliche gunft hat uns GOtt erzeiget Lauter gar umsonst In Christo, seinem Sohne, Der fich gegeben hat In dem tod des creus kes, Zu unser feligkeit, Kyrie, 2c. Gegen sund und tod, Und ia nicht 5. Deß sollen wir uns trößten Denn wir sind errettet Aus aller verzagen Vor der böllen gint: fährlichkeit, Durch Christum, une jern HErren, Gelobt in ewige feit. Kyrie, eleison! 2c. 6. Darum woll'n wir loben, Und dancken allezeit Dem Vater und dem Sohne, Und dem heili gen Geist, und bitten, daß er wolle Behüten uns vor gefahr, Und daß wir fiets bleiben Bep seinem heilgen wort. Kyrie, eleis fon! Christe, eleison! Ryrie eleison! 192, 90 Dom Leiden und Sterben 102. Mel Chriftus der uns felig. Jehe, mein getreuer knecht, Der wird weislich handeln, Ohne tadel, schlecht und recht Auf der erden wandeln: Sein ges rechter frommer finn Wird in einfalt gehen; Dennoch, dennoch wird man ihn An das creuß er höhen. 2. Hoch am creuße wird mein Sohn Grosse marter leiden, und viel werden ihn mit hohn Als ein scheufal meiden; Aber also wird sein blut Auf die heiden springen, Und das ew'ge wahre gut In ihr berge bringen. 3. Kon'ge werden ihren mund Gegen ihn verhaiten, und aus innerm herkens grund Ihre hån, de falten: Das verblendte taube heer Bird ihn sehn und hören, Und mit lust zu seiner ehr Ihren glauben mehren. 4. Aber da, wo GOttes licht Reichlich wird gespüret. Hält man sich mit nichten nicht, wie es fich gebühret: Denn wer glaubt im jüden land Unfrer prebigt worten? em wird GOttes arm befannt Jn Ifraels orten? 5. Niemand wil fast feinen preis Ihm htelaffen werden: Denn er fcheufft auf, wie ein reis, Aus der dürren erden, Kranck, verdorret, ungefalt Voller blut und schmer, Hen: Daher scheut ihn jung und alt Mit verwandtem hergen. 6.Ey, was hat er denn gethan? Was sind seine schulden, Daß er da vor jedermani Solche schmac muß dulden? Hat er etwa Off betrübt Ben gefunden tagen, Daß er ihm anigo gibt einen lohn mit plagen? dar si 7. Nein, fürwahr, wahrhaftig nein, Er ist ohne fünden; Son dern was der mensch für pein Billig folt empfinden, Was für Franckheit, angst und weh Uns von recht gebühret; Das ists, so ihn in die höh An das creuß ges führet. schlägt, Thut er unfert willen: 8. Daß ihn GOTT so heftig Daß er solche burden trägt, Das mit wil er ftillenGOttes zorn und grossen grimm, Daß wir friede haben Durch sein leiden, und in ihm Leib und feele laben. 9. Wir finds, die wir in der fer, Als die schafe, gingen, und noch stets zur höllenthür, Als die tob len, dringen: Aber, Goft, der fromm und treu, Nimmt, was wir verdienen, Und feats feinem Sohne bey, Der muß uns ver fühnen. 10. Nun, er thut es herzlich gern: Ach des frommen bergen! Er nimt an den zorn des HErrn, mit viel tausend schmerzen, lind ift allzeit voll geduld, Läfft fein wörtlein hören Wider die so ohne schuld Ihn so hoch beschweren. 11. ie ein lämmlein sich da bin Lässt zur schlachtbanck leiten, Und hat in dem frommen fina Sar JEfu Chrifti. Bar fein widerstreiten, Lässt sich handeln, wie man will, Fangen, binden, fåhmen, und dazu in gros fer still Auch sein leben nehmen: 12. Also lässt auch GOttes lamm, Opne widersprechen, Jhm fein herß ans creußes flamm Un fertwegen brechen. Er finckt in den tod hinab, Den er selbst doch bindet, Weil er sterbend tod und grab Mächtig überwindet. 13. Er wird aus der angst und quaal Endlich ausgeriffen, Trit den feinden allzumal Ihren kopf mit füssen. Wer wil seines le bens lång Immermehr ausrech. nen? Seiner tag und jahre meng Ift nicht auszusprechen. 14. Doch ist er wahrhaftig hier Für sein volck gestorben, und hat villig dir und mir Heil und gnad erworben; Kimmt auch in das grab hinein, Herrlich eingehül let, Wie die, so mit reichthum feyn In der welt erfüllet. 15. Er wird, als ein böfer mann, Vor der welt geplaget, Da er doch noch nie gethan, Auch noch nie gefaget, Daß da bds' und un recht war: Er hat nie betrogen, Nie verleget GOttes ehr, Sein mund nie gelogen. 1 16. Ach er ift für fremde fünd In den tod gegeben, Auf daß du, o menschen find, Durch ihn möchtest leben, Daß er mehrte sein geschlecht, Den gerechten faamen, Der GOtt dient, und opfer brächt Seinem heilgen na WIEN, 91 17. Denn das ist sein höchste freud Und des Vaters wille, Daß den erdcreis weit und breit Sein erfentniß fülle, Damit der ges rechte knecht, Der vollkommne fühner, Gläubig mach und recht gerecht Alle fünden diener. $ 18. Grosse menge wird ihm GOtt Zur verehrung schencken, Darum, daß er sich mit ſpott Lafs fen für uns fråndken, Da er des nen gleich geseßtDie sehr übertre ten, Auch die, so ihn hoch verlegt, Bey GOtt selbst verbeten. 103. el. O Durchbrecher 2c. Terb' ich mit, werd ich mit er mich. Seele, wilst du dich ere leben, Duld ich mit, so crông heben, Fühl zuvor des todes stich: Laß dich mit ans creußze schlagen, Sage allen dingen ab. Wilst du dorten cronen tragen, Gehe mit ihm in fein grab. 2. Deine wunden, meine wuns den, JESU, dein blut ist mein blut: Ich bin mit ans creuß ge bunden, Mich bestrdmt die rothe fluth, Die aus deinem leibe quil let, Und der glaube durstig fast, Welche, so mein hert erfüllet, Daß es alle sünden hafft. 3.Siebe, dieses ist mein sterben, Dieses ist mein eigner tod. Meis ne fraft kan nichts erwerben, Du machst meine feele roth Aus den blutigefärbten hölen, Die an deir nem teibe find. Hier, hier stezbe alle feele, Die der glaube bir verbindt. 62 Bom Leiden und Sterben 92 4. Daher holt der glaube flår de, Que funden luft zu fliehn, Und ich kan die todten werde Als ein altes fleid ausziehn; Habe luft an deinem willen, Der mir hos nigfusse ist, Kan der feinde wuth bald stillen, Weil du selber sieger bist. 5. Freylich, du musst viel ver geben, Ich hergegen liebe viel: Du der weinfock, wir die reben: Wir die läufer, du das ziel: Du der braut'gam, wir die bräute: Wir jungfrauen, du das lamm. Gino denn auch die hochzeit lente Dem, der sie bewirthet, gram? 6. So, mein Hriland, leb ich heilig, Wenn der glaube Fräfte bringt. Alsdenn lauf ich unvers weilig, Wenn die liebe Chrifti bringt, Die in meiner feele spies let, Und mit süssen blicken strahlt; Wenn das herge Chriftum füblet, Wird leicht Mofes ausgezahlt. 7. Und so leb ich, wenn ich flerbe: Ja das leben bringt den tod: Leben ist des glaubens erbe, Und er achtet das für Foth, was des fleisches leben heisset, Tödtet alle fünden luft, Bis er endlich dahin reiffet, o uns kein tod mehr bewusst. 104. Mel. O du Liebe meiner. Us Nveranderliches wesen, un begreifflich höchstes qut Von dem Vater auserlesen, Daß du feines zornes gluth Und erweck ten grimm folft stillen, Durch dein GOttes blut so roth, Und ers füllen seinen willen Im gehorsam bis zum ted. daim 2. Ich verehre deine liebe, Un beflecktes GOttes Lamm, Die durch ihre feuer: triebe Dich ges bracht ans ereuges stamm: Ach, daß ich doch könnt durchschauen Dein von lieb durchglütes herk, Und im gläubigen vertrauen Da durch lindern meinen schmerk! 3. Zwar ich kan mich werth nicht schätzen, Daß in meiner fees. len pein Jch an dir mich fol erges ten, Ein so armes würmelein: Doch du bist ein arkt der schwa chen, Der betrübten fünder freund; Pfleaft den freundlich anzulachen, Der mit Petro flåge lich weint. shoting blac piel qu 4.Drum sich nicht auf meine würde, Lamm, das aller würde werth; Schau hingegen auf die bürde, Die den matten geift ber schwert. Weisst du doch, wie dem zu muthe, Welchen drückt der fünden laft, Weil du selbst im schweiß und blute Dieses joch ges tragen hast. Gbaby 5. O wie hat es dich gedrücket, Hertens lämtein, frommes schaf! Du bist drunter tief gebücket Gangen: aller jammer traf Deis ner menschheit zarte glieder, Uas fre schmach hat dich gehöhnt; Aber so hast du uns wieder Mit dem Vater ausgeföhnt. 6. Laß mich diese freundschaft schmecken, So auf ewig fest ge stellt; Efu Chrifti. stellt: Laß dein blut die schuld be: decken, Daß du hast zum löses geld Deinem Vater dargegeben, Durch der liebe wunder macht, Und dadurch du uns das leben Deiner Gottheit wiederbracht. 7. Laß dein herß mir offen sie hen, Deffne deiner feiten thür, Da hinein fol mein berk geben, Wenn ich keine fraft mehr spür: Wie ein hirsch in vollem springen, Laß den ausgezehrten geift Hin zu deinen wunden, dringen, Dar: aus blut und wasser flensst. 8. Dieser balfam müsse stårcken Geist und feele, marck und bein: Laß mich neue Fräfte merden. Dir, o låmmlein, treu zu seyn: Zeichne meines herkens pfoften, Daß der würger mich nicht rühr: Laß mich wahre freybeit foften, Die mich zu der ruhe führ. 9. Lamm, du hast dich mir er: geben, Dir ergeb ich wieder mich, Und verschreibe mich darneben, Dein zu bleiben ewiglich. Du bist nun erhöhet worden, Liebster, geuch mich dir bald nach, Daß ich in der engel orden Deine treu befingen mag. 105. Mel. Christus der uns felig. Wol As hat doch des viehes blut, Das so mild gefloffen, Und zum heilgen opfer gut Tage lich ward vergossen In der alten Salems stadt, Zu der juden zei ten, Nach des arossen GOttes rath, Sollen vorbedeuten? 93 2. Das bestimmte GOttes Lamm, Christus, ward gemeinet, Der vom bimmel zu uns fam, Und vor GOTT erscheinet Auf dem bohen creuß altar, Als ein opfer- gabe, Daß die gange mens schen schaar Ihr erldsung habe. 3. Denn was man daselbst vers goß, Konnt uns nicht von fün den Machen also quit und los, Daß tein schuld zu finden. Ach, wie solte doch das blut Von den schaf und rindern Unfrer funden firenge fluth Irgend können mins dern? 4. Chriflus aber, da er kam, Ist das lamm gewesen, Das die fünde von uns nahm, und macht uns genesen: Christi blut das machet rein Von der fünden scha den Alle menschen groß und klein, Die damit beladen. 5 Ey so kommt zu dieser fluth, Kommt ihr menfchen finder! Unsers trauten JEsu blut Reinis get die fünder. Drum, die ihr beflecket feyd, Lafft euch hier bes nezen: Eurer fünden heßlichkeit Kandiß blut erseßen. 6. Ja, mein JEsu, wafch auch mich Rein durch deine wunden, Daß ich nun und ewiglich Unbes fleckt erfunden, und mit solcher beiligkeit Mög erfüllet werden, mich butet allezeit Für der Die mich hütet allezeit Für der fund beschwerden. 3 106. Enn meine fund mich från o JEſu Chrift, Dom Leiden und Sterben JEfu Chrifti. 94 Chrift, So laß mich wohl beden. den, te bu gestorben bift, Und alle meine schulden last Am ftam des heilgen creußes Auf dich ge nommen haft. 2. O wunder ohne massen, Benn mans betrachtet recht! Es bat fich martern laffen Der HErr für seine frecht: Es hat sich selbst der wahre GOtt Für mich vers lornen menschen Gegeben in den tod. 3.Was fan mir denn nun schas ben Der fünden grosse zahl? Ich bin ben GOTT in gnaden, Die Chrifti theures blut, Daß ich nicht mehr darf fürchten Der höuen quaal und glut. 4.Drum sag ich dir von her Ben Jßt und mein lebenlang, Für folche pein und schmerzen, D JEfu, lob und dand, Für deine. noth und angst geschrey, Für dein unschuldig sterben, Für deine lieb und treu.. 5. HErr, laß dein bitter leiden Mich reißen für und für, Mit als lem ernft zu meiden Die fündliche begier, Daß mir nie fomme aus dem sinn, Wie viel es dich geko, ftet, Daß ich erldfet bin. 6. Mein creuß und meine pla gen, Solts auch senn schmach und spott, Hilf mir geduldig tras gen: Gib, o mein HERR und GOtt, Daß ich verleugne diefe welt, Und folge dem erempel, Das du mir vorgestellt. 7. Laß mich am andern üben, Was du an mir gethan, Und mei nen nächsten lieben, Gern dienen iedermann Ohn eigennuk und heuchel schein, Und, wie du mir erwiesen, Alus reiner lieb allein. 8. Laß endlich deine wunden Mich träften Fräftiglich In mei nen legten stunden, Und deß vers fichern mich, weil ich auf dein verdienst nur trau, Du werdest mich annehmen, Daß ich dich ewig schau. 107. Mel. Freu dich sehr, o meine. Weiden, und von deſsen nu Enn vernunft von Chrifti ken spricht, il sie sich von auf fen weiden Mit dem troft, den sie erdicht; Oder kommt es hoch, so Fan Sie viel klagens fangen an uber Chrifti pein und schmerken: Gleichwol gehts ihr nie von her. hen. 2. Aber meines geiftes sehnen Bielt auf die gemeinschaft hin, Stets zum fierben zu gewöhnen Den so tief verderbten sinn. Hier hång ich den myrrhen firauch nicht nur auf die bruft zum brauch: In mein herg wil ich ihn schliessen, Und ihn nimimer draus vermissen. 3. Diß geheimniß wird verbor gen, und als thorheit angesehn; Aber meine grösste sorgenCollen auf diß wunder gehn, Das nur Chrifti tod in mir, Durch erflers ben für und für Zu dem leben aus gebie Dom Begräbniß Chrifti. gebieret, Im gericht den fieg ausführet. 4. Drum such ich den freund im grunde Meines herkens, wo er sich, Aus dem sonst verschloße nem munde, Mir einflöfft so füf figlic), Zusamt seiner sterbens, traft, Die ein neues wefen schafft, Als die rosen in dem lenken, Nach dem tod des winters glänken. 5. Wenn ich denn vom ofter lamme Mit recht bittern falfen fpeif, Daß die heisse liebes flame me Selbft in mir zu braten weiß, Frag ich nicht erst, wer er sey? Weil ich ihn selbft effe frey, und wenns noch an fräften fehlet, Ift er mir ju all's erwehlet. 2. Verleih, o HErr, und flård und muth, Die bu erfaust mit Deinem blut, Und führ uns in des himmels licht, zu deines Baters angesicht. 95 6. Diß drückt mich in hoffart nieder, In betrübniß bålts em por, Gibt in schwachheit stårde wieder, Alus verzweiflung ziehts hervor, Hålt mich awischen lieb und leid In der rechten mäßige leit: Ja, ich find die tieffte ſtille, Benn am creuße hängt mein wille. IX. Vom Begräbniß Chrifti. 108. 109. Mel. Err JEfu Chrift w. Er du, HErr JEfu, ruh Mel. Ich hab mein Sach. Nun ist es alles wohl gemacht, und raft In deinem grab gehalten haft, Gib, daß wir in dir ruhen all, Und unser leben dir gefall. Weil JEfus ruft: es ist volls bracht. Er neigt sein haupt, o mensch), und stirbt, Der dir ers wirbt Das leben, das niemais verdirbt. 3. Wir danden dir, o GOffes Lamm, Getödtet an des creußes. stamm, Laß ta uns fündern bei ne pein Ein eingang in das leben feyn. 7.O geheimniß reiche liebe, Die sich im verborgnen schenckt! Deffne die geheimen triebe, sen mein finn ans creuß hindenkt: Keine leidens kraft von dir Miss fe iemals mangeln mir. Ausser mir mag all's vergehen, Bleibe du in mir nur ftehen. 2. Erschrecklich, daß der HEre erbleicht Der herrlichkeit, dem niemand gleicht, Der lebens für: die erbe fracht; Und es wird nacht, Weil GOttes Sohn wird umgebracht. 3. Die fonu verlieret ihren schein, Des tempels vorhang reifs set ein, Der heilgen gråber öffnen fich Gank wunderlich, Und sie 64 fiehn 96 ftehn auf gar sichtbarlich. 4. Weil denn die creatur fich regt, So werd, o menfch), bie durch bewegt: Zerreifft ein fels, und du wirst nicht Durch diß ge richt Bewogen, daß dein herge bricht? Dom Begräbniß Chrifti. 5.Du haft die schuld nimm das in acht, Daß JEfus ift ans creuß gebracht, Ja gar zum tod und in das grab, Weil er aufgab Den Geift, und mit geschren schied ab. 6. Drum folge JEsu nach ins grab, Und stirb den greul der fün. den ab, Gehst du nicht mit ihm in den tod Vom finden koth, So musst da füblen höllen noth. 7. ach! dein ein ger Sohn Erbleicht am creutz mit schmach und hohn; Nun diß geschicht für meine schuld, Drum hab geduld, Und zeig' in JEfu gnad und huld. 8. Ich wil mit ihm zu grabe gehn, und, wo die unschuld bleis bet, fehn: Ja ich wil gang begra ben seyn Im tod allein Mit ihm, und selig schlafen ein. 9. Ertidt, o JEfu, selbst in mir Der schlangen brut, das böse thier. Den alten menschen, daß ich streb, Und mich erheb Gen himmel, und dir, JEsu, leb. 10.Solt ich den finden unflath noch Mehr hegen? nein, diß fch were joch Sen abgelegt, es hat mir lang Gemachet bang: Nun weiß ich, daß ich gnad empfang. 11. Ich wil heut abgestorben seyn Der fünd, und leben dir ab lein: Es hat dein tod das leben mir Gebracht herfür, Und aufges than des himmels thur. 12. O JEfu Christe, stårde mich In meinem vorfag fraftigs lich: Laß mich den kampf so jetzen fort, Nach deinem wort, Daß ich die cron erlange dort: 13. So wil ich dich, HErr JE fu Chrift, Daß du für mich ges Alorben bist, Von hergen preifen in der zeit, und nach dem ftreit, In freud und wonn in ewigkeit. 110. Mel Der Tag ist hin, mein. meine schulden taft getragen, Und als ein Auch ist an das creuß geschlagen: Nun nimt man noch Vor abends dich berab, Und trägt dich hin In Josephs neues grab. 2. D triftlich bild! O gnadens volles zeichen! Daß aber nur Der glaube fan erreichen: Der fluch ist weg, die erbe ist nun rein: 3um jeugniß des Musst du be graben seyn. 3. Nun weiß und glaub Ich, daß du bist gestorben, Daß du den fod Geschmeckt, und mir erwors ben Gerechtigkeit, Daß ich befte hen kan Vor GOtt, und daß Die fünde abgethan. 4. Die schrift fonnt nicht An dir gebrochen werden; Drum muß dein leib Auch ruhen in der erden: Was Daniel Und Jonas vorges Dom Begräbniß Chrifti. vorgebild't, Seb ich hierin, Mein Heil, an dir erfüllt. 5.Du bist das weißen forn, so man verscharret, Doch, wenn man nur Dren tage hat geharret, Wird man dich aus Dem grabe auferstehn, Und tausendfache früchte bringen sehn. 6. Jndeß ist dein Begråbniß felbst ein siegel Der unschuld, und Der gangen welt ein fpiegel, Worinnen mit Verwundrung ies dermann Ein vorspiel der Erhd bung ipüren Fan. she thesi 7. Ich darf nun nicht Vor mei nem grab erschrecken, Da du mein heil, Dich in das grab lässt ftrecken; Dein grab macht meins Zur füffen lagerståt, Zum schlaf, gemach, Zum stillen ruhe bett. 8. Mein Heiland, ich Bin mit bir schon begraben, Als feel und leib Die tauf empfangen haben, Die taufe die Auf deinen tod ge schehn: Nan laß mich auch Mit bir ftets auferstehn. III. Traurigkeit! O bergeleid! Ist das nicht zu beflagen? GOTTES Baters einigs find 97 Wird ins grab getragen. 2.D grosse noth! GOtt felbft liegt tobt: Am creug ift er gestors ben; Hat dadurch das himmels reich Uns aus lieb erworben. 112. Mel. Chrift lag in Todes. Th GOtt, mich drückt ein schwerer stein, Wer wil ihn von mir nehmen? Dir ist bekannt mein schmer T 3. O menschen kind! Nur deie ne fund Hat dieses angerichtet, Da du durch die missethat Was rest gang vernichtet. 4 Dein brautigam, Das GOts tes Lamm Liegt hie mit blut bei flossen, Belches er gang mildige lich hat für dich vergoffen. 5. Ofisfer mund! Oglaubens grund! Wie bist du doch zerschlas gen: Alles, was auf erden lebt, Muß dich ia beklagen. 7. Hochfelig ist, zu ieder frist, Der dieses recht bedencket, Wie der HErr der herrlichkeit Wird dins grab gesendet. 6.D lieblichs bild! Schön, zart und mild, Du söhnlein der jungfrauen, Niemand kan dein heisses blut Sonder reu an schauen. 8.D JEsu, du Mein hilf und ruh, Jch bitte dich mit thrånen: Bilf, daß ich mich bis ins grab Nach dir mdge sehnen. X. Von der Auferstehung JEsu Christi. und pein, Und mein geheimes gråmen; JEsus lebt, und ich bin todt: Ach Water, das ist mei. ne noth, Und ich kan ihn für fün. den Nicht finden. 2. Ber walget diefen stein von mir, 35 Don der Auferstehung 98 mir, Der mich so hart beschwes ret? Wenn öffnet sich die grabes, thur, enn wird mir troft ge währet? Sol ich aus dem tode nicht Durchbrechen zu dem him mels, licht? Wer wil mich von den fetten Erretten? 3. Betrübtes herk, verzage nicht, Dein JEfus ist erstanden, Der tod und höllen macht zer. bricht, und löst die fünden ban den: Er wird auch durch seinen tod Dich reissen aus dem fünden, Foth, Und zu dem geiftes leben Erheben. OSIEDLE CHE 8.Flich aus dem grab ins hime mels zelt, Da ist dein heil zu fin den; Geb aus im glauben aus der welt, Verlaffe was dahinten: Co wird JEsus fich in eil Dir zeigen, als das beste theil, Und wirft ihm nach verlangen Ums fangen. 4.Er ist darum erstanden heut, Daß du mögst auferstehenDurch feine fraft zur seligkeit, und frde lich mit ihm gehen, Durch viel 9. O JESU, laß mich auf trübfal, angst und quaal, Und durch das finfire todes thal, Zur freud und wonn erhoben, Dort oben. erstehn Im geist, und mit dir les ben Bis du mich selig wirft ers höhn, und mir die crone geben, Die mir ist nach dieser zeit Be reit' tim reich der Berrlichkeit: HERN, hdr, und laß mein fle hen Geschehen! 5. Dein JEfus lässt dich nicht zurück, Weil er ist vorgegangen, Er wird zerreissen band und strick, In welchen du gefangen, Und dich aus dem grabe ziehn, Ohn alle forgen und bemühu, Und nehmen deine schmerzen Vom hergen. geh hin mit den heiligen, Wo JEfus ist von banden Erstanden. 7. Er ist nicht in dem fündens grab, Nein, wer mit ihm erstan den, Und folget seinem hirten stab, Bey dem ist er verhanden: Dars um prüf, o mensch, dein berk, Thu buß in wahrer ren und schmerz, So ist der stein gehoben Von oben. 6. Des HErren engel find bey dir, Die dich zu JESU leiten, Und auf dem weg zur lebens thür Mit flammen für dich fireiten: Suchst du den gecreußigten; So 113. so heilig ist der tag, Daß ihn niemand mit lob erfüllen mag: Denn der einig GOttes Sohn, Der die hölle überwand, und den leidigen teufel darinnen band: Der hat damit erlöst die Christenheit, Das that GOTZ selber. Kyrie, eleison. 2 114. Phon 6 6 A 43 DEE JEfu Chrifti. II4. 67 7 7 0 6 ruf, den, Nimm wahr, was heut geschicht: Wie kommt nach) gros sem leiden nun ein so grosses licht! Mein Heiland ward ge. legt Da, wo man uns hintrågt, Behn von uns unser geist Gen himmel ist gereist. 2. Er war ins grab gefencket, Der feind trieb groß geschrey; Ehers vermeint und dencket, Ist Christus wieder frey, Und ruft: victoria! Schwingt frölich hie und da Sein fähnlein, als ein held, Der feld und muth behält. 06 3. Der held steht auf dem gras be, und sieht sich munter um; Der feind liegt, und legt abe Gift, gall und ungestüm, Er wirft zu Chris 6 66 5 43 99 IEZ 0698 mit Ni fuß und muß Selbst in des fiegers band Erge ben fuß und hand. 4. Das ist mir anzuschauen Ein rechtes freuden spiel, Num fol mir nicht mehr grauen Vor allem, was mir wil Entnehmen meinen muth, Zufamt dem ebe len gut, So mir durch JEfum Chrift, Aus lieb erworben ist. 5.Die höll und ihre rotten, Die frammen mir fein haar, Der fünden kan ich spotten, Bleib all zeit ohn gefahr, Der tod mit sei ner mach: Wird nichts ben mir geacht, Er bleibt ein todtes bild, Und war er noch so wild. 6. Die weit ist mir ein lachen Mit ihrem groffen torn, Sie sürne Don der Auferstehung IOO Jurnt und fan nichts machen, Ul arbeit ist verlorn: Die trübfal trübt mir nicht mein herg und angesicht, Das unglück ist mein glick, Die nacht mein sonnen. blick. 7. Ich hang, und bleib auch hangen An Chriflo, als ein glieb: Wo mein haupt durch ist gan gen, Da nimmt es mich auch mit. Er reisfet durch den tod, Durch welt, durch fünd und noth: Er reisset durch die höll; Ich bin ftets fein gesell. 8. Er dringt zum faal der eh, ren, Ich folg ihm immer nach, Und darf mich gar nicht kehren, An einzig ungemach: Es tobe was da fan, Mein haupt nimmt fich mein an: Mein Heiland ist mein schild, Der alles toben stilt. 9. Er bringt uns an die pfor ten, Die in den himmel führt, Daran mit güldnen worten, Der reim gelesen wird: Wer dort wird mit verböhnt, Bird hier auch mit gecrint; Wer dort mit fierben geht, Wird hier auch mit erhöht. 115. Hrift ist erstanden Von der marter alle, Deß solln wir alle frob seyn, Christus wil unser trofi seyn. Kyrie, eleison. 2. Wår er nicht erstanden, So war die welt vergangen; Seit daß er erstanden ist, Lob'n wir ben HErren JEfum Chrift. Ky rie, eleison. 3. Halleluja, Halleluja, Hals leluja, Deß folln wir alle froh seyn: Christus wil unfer trost seyn. Kyrie, eleison. 116. Crift lag in todes banden Für ist wieder erstanden, und hat uns bracht das leben, Deß wir follen frölich seyn, GOtt loben und ihm danckbar seyn, Und singen: Hals lelujah, Hallelujah. 2. Den tod niemand zwingen funt Bey allen menschen fins dern: Das macht alles unfre fünd, Kein unschuld war zu fin den: Davon kam der tod so bald, Und nahm über uns gewalt, Hielt uns in sein'm reich gefangen. Halleluja. 3. JEsus Christus, GOttes Sohn, An unser statt ist kommen, und hat die fünde abgetban, Dai mit dem tod genommen 2 fein recht und fein gewalt, Da bleibet nichts benn tod's, gestalt, Den stachel hat er verloren. Halleluja. 4. Es war ein wunderlicher Frieg, Da tod und leben rungen: Das leben das behielt den sieg, Es hat den tod verschlungen: Die schrift hat verkündigt das, Bie ein tod den andern fraß: Ein ſpott aus dem tod ist worden. Halleluja. 5. Sie ist das rechte offer lam, Davon GOtt hat geboten: Das ist hoch an des creuges flamm In heisser lieb gebraten, Des blut 3Efu Chrifti. Blut zeichnet unfre thür: Das hålt der glaub dem tode für, Der mürger fan uns nicht rühren. Halleluja. 6. So feyren wir das hohe feft Mit herkens freud und wons ne, Das uns der HErr erscheis nen låfft: Er ist selber die fonne, Der durch seiner gnaden glang Erleuchtet unsre hergen gang: Der finden nacht ist vergangen. Halleluja. 7. Wir essen ist und leben wohl Im rechten ofter fladen: Der alte fauersteig nicht sol. Seyn bey dem wort der gnaden. Christus wil die föste seyn, Und speisen unfre feel allein: Der glaub wil feins andernleben. Halleluja. 117. Mel. Beut triumphiret. Richienen ist der herrlich' tag, Dran sich niemand gnug freuen mag: Chrift unser HErr heut triumphirt, Au sein feind er gefangen führt. Halleluja. 5 2. Die alte fchlang, die fünd und tod, Die höl, all jammer, anaft und noth hat überwunden JEsus Christ. Der heut vom tod erstanden ist. Halleluja. 3. Am fabbath früh mit spece rep Kamen zum grab Marien drey Zufalben da des menschen, sohn, Der von dem tod erstanden schon. Halleluja. 101 den jüngern sein. Halleluja. 5. Der jünger furcht und herges leid Wird heut verkehrt in lauter freud: So bald sie nur den HEre ren sahn, Verschwand ihr traus ren, furcht und zag'n. Halleluja. 4. Wen sucht ihr da? der engel sprach: Christ ist erstanden, der hie lag, Hier seht ihr die schweiß tücherlein, Geht hin, sagts bald 6.Der HErr hielt ein sehr schön gespräch mit zween jüngern auf dem weg: Vor freud das berg im leib ibu'n brannt, Im brod. bres chen ward er erkannt. Halleluja. 7. Unser Simson der starcke beld, Chriftus, den starcken Ide wen fällt: Der höllen pforten er hinträgt, Dem teufel all fein g' walt erlegt. Halleluja. 8.Jonas im wallfisch war brey tag; So lang im grab auch Chris flus lag: Denn långer ihn der tod fein ftunb In seinem rach'n behalten funt. Halleluja. 9. Der tod da seinen raub vere lor, Das leben fiegt und fam eme por: Zerstört ist nun des todes macht, Chrift hat das leben wies derbracht. Halleluja. 10. Heut gehn wir aus Egys ptenland, Aus Pharaonis dienst und band: Wir essen heut im brod und wein Das rechte offers låmmelein. Halleluja. 11. Auch effen wir die füssen brod, Die Moses GOttes volck gebot: Kein jauerteig fol bey uns seyn, Daß wir von fünden leben rein. Halleluja. 12. Der würg engel vorüber gebt: Kein erst geburt er bey uns schlägt: Des hergens thür hat 02 Don der Auferstehung Chrifti blut Bestrichen, das hält 6. Dafür dancken wir alle uns in hut. Halleluja. 13. Die sonn, die erd, all creas fur, Und was betrübet war zu vor, Das freut sich heut an diesem tag, Da der welt fürft darnieder lag. Halleluja. 14. Drum wir auch billig frds lich seyn, Das Halleluja fingen fein, Und loben dich, HErr JE, fu Chrift: Zu trost du uns erstan Den bist. Halleluja. 118. Mel. Erschienen ist der. Eut triumphiret GOttes Sohn, Der von dem tod er ftanden schon mit groffer pracht und herrlichkeit: Deß dand'n wir ihm in ewigkeit. Halleluja. 2.Dem teufel hat er seine macht Zerstört, verheert mit groffer Fraft, Wie pflegt zu thun ein star. der held, Der seinen feind ge waltig fällt. Halleluja. 3.D süsser HErre JEsuChrift, Der du der finder Heiland bist, Führ uns durch dein barmher, Higkeit Mit frenden in dein herr, lichkeit. Halleluja. 4. Hier ist doch nichts denn angst und noth: Wer gläubet und hålt dein gebot, Der welt ist er ein hohn und spott, Muß leiden oft ein'n schnöden fodt. Hallel. gleich, Und sehnen uns ins him melreich: Es ist am end, GOtt helf uns all! So singen wir mit groffem schall. Halleluja. 7. GOtt dem Bater im höch fien thron, Samt seinem einger bornen Sohn, Dem heilgen Geist in gleicher weis, In ewigkeit sey lob und preis. Halleluja. 5.Nun fan uns kein feind schas den mehr, Ob er gleich wütet noch so sehr: Er liegt im foth, der arge feind, Danea'n wir Got tes finder seynd. Halleluja. 119. Mel. GOtt ift getreu. Ch lebe noch, Diß sind erqui Sckungs, worte Immanuels, dadurch ein kranckes herg, Stünd es auch gleich Am ort der todes, pforte, Und fühlte nichts, als furcht und todes schmerk, Wird mercklich aufgericht: Das schwes re creußes joch Wird sanft, wenn JEfus spricht: Ich lebe noch. 2.Ey. lebst du noch, So lebet meine seele: Sie hüpft und springt in ihrem irdnen haus. Nun fürcht ich nicht Die distre grabes hdle: Mein Goel lebt, er führet mich heraus. Da die vers klärte haut Den HErrn, der sich so hoch Gesetzt, im lichte schaut, So leb ich doch. 3. Es lebt der hirt, Das lamm muß mit ihm leben, Sein herber tod macht mich vom flache frey: Sein leben stillt Des todes furcht und beben, und bricht im fleisch die fünden macht entzwey. Er ruhet eher nicht, Bis alles, was verwirrt, Ist wieder eingericht: O guter hirt! 4. So 1 4. So leb ich wohl, Wenn JE, fus in mir lebet, Und ich in ihm mit unverrücktem geist; Wenn sich zu ihm Mein alles stets erbe bet, Bis er die feel aus allen fest feln reifft, Da ich das füffe Lamm Denn gank genieffen soll, Als meinen Bräutigam: So leb ich wohl. JEfu Chrifti. Hat 120, EfusChristus unser Heiland, Der den tod überwand, It 6 6 7 5* 0 68 103 auferstanden: Die fünd hat er gefangen. Kyrie, eleison. 2. Der ohn fünde war gebe ren, Trug für uns GOttes jorn; hat uns verföhnet, Daß uns Gott sein huld gdanet. Kyrie, eleison. 3. Tod, fund, teufel, leben und gnad, All's in handen er hat: Er Fan erretten Alle, die zu ihm tre ten, Kyrie, eleison. 121. 6 Te 4* Q 6 6 Amz 56 6 5 60 6 680 6 6 65 4* 06 6 Lun Uffet uns den HErren preifen, und der low aus Juda flamm, Oihr Chriften überall; Kom Christus Jesus, ist erstanden: met, daß wir danck erweisen Nun ist bin der lange streit: Freue Unserm GOtt mit söffem schall: dich, o Chriftenbeit! Er ist free von todes banden, Simson, der vom himmel kam, 2. Christus selbst hat überwuns den Des ergrimten todes macht; Der 104 Von der Auferstehung Der in tüchern Tag gebunden, Und mit ehren angethan: Wer Hat die schlange umgebracht; ist, der sein leben wissen, und die Satans reich) ist gang verheeret, lang ausrechnen fan? Chriftus Christus hat es nach der rub ist der eckstein worden, GOTT, Ausgetilget, und darju Belial das ist von dir geschehn, Wie wir fein schloß zerföret, Daß wir has itt vor augen fehn: Wir sind aus ben fren geleit. Freue dich, o der fünder orden Hingerissen Christenheit! durch den streit. Freue dich, o Christenheit! 7. Hast du schon vom bach am wege angenommen einen trand, Und erlitten tausend schläge, Was reft fråncker noch als franck: Ey, so hast du doch erhoben Dein vers Flårtes angesicht, Stirbest nun und nimmer nicht; Ja, wir were den ewig loben Dich, HErr JE fu, nach dem freit. Freue dich, o Christenheit! 3. Warest bu, o held, gestors ben, Warest du ins grab gelegt. En, du bleibest unverdorben. Da sich hat der fels erregt, Da, da bist du wieder fommen, Haft das leben und die macht Aus der gruft herwieder bracht, und des todes raub genommen, Schen deft uns die feligkeit. Freue dich, v Christenheit. 4. Tod, wo find nun deine waffen? Hölle, wo ist dein tris umph? Satan fonte gar nichts schaffen, Seine pfeile wurden stumpf: Christus ist sein gift ges wesen, Ja, der hollen seuch und pest, Welt und fünde liegen feft, ind wir menschen find genesen Wiederum durch solchen ftreit. Freue dich, o Christenheit! 5. GOtt der heilet unsre pla, gen, Wenn wir nirgends hilfe sehn, Låsset uns nach dreyen ta gen Lebend wieder auferstehn: Darum muß ich dandbar wer den, und mein hert ist freuden. voll, Weil der HErr nicht sehen fol Die verwesung in der erden, Noch der höllen einsamkeit. Freue dich, o Christenheit! 6. Er ist aus der angst geriffen, 8. HERR, diß find recht edle früchte, Die dein auferstehen gibt, Daß wir treten vor gerich te Gank in deine gunft verliebt. HErr, diß sind die schönen gar ben: Gnad und leben, freud und sieg, Troft und friede nach dem Frieq. Obie sollen kräftig laben Leib und feel in allem leid. Freue dich, o Christenheit! 1 9. Weil nach diesem fried ich bürste, ie nach wasser tag und nacht, Den du, grosser sieges für ste, Durch den kampf haft wie derbracht: Ey, so theil ißt aus die beute, Wie der starcke Sime son that, Als er überwunden hat: Laß sich rühmen alle leute, Daß geendigt sey der streit. Freue dich, o Christenheit! 10, Gib, JEfu Chrifti. 10. Gib, HErr JEsu, deine gnade, Daß wir stets mit reue fehn, Wie so groß sey unser scha, de, Daß wir dir gleich aufer, stehn. Brich hervor in unsern bergen, Uberwinde fünde, tod, Teufel, welt und höllen noth; Dämpf in uns die angst und schmergen, Samt der feelen traus rigkeit. Freue dich, o Christenheit! 11. Meinen leib wird man ver. graben, Aber gleichwol ewig nicht: Bald werd ich das leben haben. Wenn das legte welt ge richt Alle gråber wird entdecken, Und der engel feldgeschrey Zeis gen, was vorhanden sey; Denn wird mich mein GOtt aufwecken, Und beschliessen all mein leid. Freue dich, o Christenheit! 12.Denn so werden meine glie, der, Die ißt Baub und asche seyn, Unverweslich leben wieder, und erlangen solchen schein, Deffen gleichen hier auf erden Nimmer mehr zu finden ist: Ja, mein leib, HErr JEfu Chrift, Sol dem deis nen ähnlich werden, Voller pracht und herrlichkeit. Freue dich, o Christenheit! ZOS het mich, Darum, mein herk, freu allzeit dich. Halleluja:,:! Ob fich erhebt der bösen rott, Sey gutes muths, nur ihrer spott. Hall.:,:! 122. Mel. Bent triumphiret. Ebt Chriftus, was bin ich bei trübt? Ich weiß, daß er mich berglich liebt. Halleluja, Hallelu ja! Wenn mir gleich alle welt flurb ab, Gnug, daß ich Christum bey mir hab. Halleluja, Hallel. 2. Mein JEfus lebt, und schü, $ 3.Lebt doch mein Jesus in der höh, Trok dem, der mir entges gen steh, Hallel.:,:! Er kan dem feind begegnen so, Daß er der lift wird nimmer froh. Hallel.:,:! 4. Ich seh auch nicht, warum ich solt Betrüben mich, wenn ich gleich wolt, Hallel.:,:! WeilJE sus lebt, an den ich glaub; Wer ist, der mir das leben raub? Halleluja,:,:! 5.Er macht ia durch fein aufere siehn, Daß ich zum himmel fan eingehn. Hallel.:,:! Kein fünd", fein tod im weg mehr seyn, Die straffe bålt er frey und rein. Halleluja,:,:! 6. Mein glaub an JEfum tilgt die fünd, GOtt liebet mich recht als sein kind. Hallel.:,: JIGOtt verföhnt, und nun mein freund, Laß toben welt und alle feind. Halleluja,:,:! nicht, Dein' macht die bösen nur 70 tod, vor dir fürcht ich mich anficht. Hallel.:,:! Mein leben JEfus, dich bezwingt, Und mich Durch dich zum himmel bringt. Halleluja,:,:! 8. Wenn ich troft, hilf und gnad begehr, Mein JEju, mir dasselb'gewähr. Hallel.::,! I giàub an dich, stårck meinen geist, Daß du vom tod erstanden ſeyft. Hallel.! 106 9. So werd ich nimmer seyn verlorn, So wahr als du ein mensch geborn. Hallel.::! Wer an dich glaubt, und zweifelt nicht, Der kommet ia nicht ins gericht. Hallel.:,:! 10. Jch glaub an dich, mein JEfu Chrift, Daß du für mich getödtet bift, Hallel.:,:! Und auf erstanden mir zu gut, Daß du mich hältest fiets in hut. Hall.:,:! 11. Wie könnt ich denn verlo FI Von der Auferstehung Q Genommin 6 123. Mel. 32fus ist das schönste Licht, oder 6 65 ren seyn? Es ist unmöglich, nein ach nein! Hallel.:,:! GOtt lob, der starde JEsus lebt, Mit ihm lebt, wer im glauben schwebt. Hallel.::! 12. Jch leb, und werd in ewige Feit Mit JESU leben: o der freud! Hallelujah, Hallelujah! Deß habe danck, du lebens: horf, Hab danck, o JESU, hier und dort. Hallelujah, Hallelujah! 6 42 6626 77 0 6 56 hati 65 6 6 6 43% 0 M Ene liebe lebet noch, Hat den tod in fieg verschlun, gen; Durch der höuen marters loch If sie freudig durchgedrun, gen. Mein licht ist nun wieder 65 4% THE 6 6 6% licht, Das im grabe lag erbleis chet, Ist der sonn und sternen gleichet Mit verklärtem ange sicht. 2. Hoffnungs voller freudens schein, JEfu Chrifti. fchein, Himmlisch unvergång. lichs wesen, Welches den ver: wahrten stein Sich zum dend mahl auserlesen, Daß die glie der ihrem haupt Gleich im leis den, gleich im sterben, Gleiches leben sollen erben, Dessen sie der fod beraubt. 3. Liebe, starcker als der tod, Schickt mir ihre sieges zeichen; Selbst der feind wird friedens, bot, Der dem leben müssen wei chen Nach dem gar verlornen freit: Sol mich denn die post erschrecken, Die mehr sagt vom auferwecken, Als der sterbens Uis Bitterfeit? 4. HErr, du weissts, ich glaub es feft, Daß die beine wieder grü nen: Der verwesie aschen rest Wird sich, wenn der tag erschie. nen Deiner zukunft, aus der gruft Bu dem geist mit freuden schwin gen, Und zu deinem throne brin gen, Ungehindert durch die luft. 5. Sehet nicht auf die gestalt Wenn ich sterbe: denn ich schlafe. Weil der satan die gewalt Ulber die verlornen schafe Gank verlo, ren: nun der hirt Selbst sein le ben hat gelassen, und noch auf den finstern straffen Treulich fucht, was sich verirrt. 107 Welches fie lebendia machet, Seyn und bleiben, no fie lebt. 124. el. Auf, auf, mein Gerts. MEin JEfu, fchönles leben, Der du dich haft gegeben Für Du rechtes Ofter, heiffer hertens lieb, Aus freyem mich ans creuges, flamm Aus geiftes trieb, Zum opfer und zur gab, Meta mattes berge lab! 2. D låmmlein ohne schulden, Das lässt erwürgen sich, und gers ne wil erdulden Die firaf und dem holk, zu büffen meinen stole, für mich; Du hångest an Du flirbest für die welt, Die doch von dir nichts hält. $ 6. Traget mich dem grabe zu, Das die Lebens Soun durchhet let, Komme nur, du süsse rub. Wenn es meiner lieb gefället! Wenn sie ihre stimm erhebt, Wil ich, wenn das fleisch erwacjet, den, Mein schat und bräutigam, 3. Hier hängt das heil der ers Hie wil zur sunde werden Das reine GOttes Lamm. Das leben selber stirbt, Gnad, fegen, fried Ach, lasst uns danckbar feyn! erwirbt Uns menschen insgemein: ten Am hohen creußes stamm, 30 4. Das lämmiein lässt sich bra helfen und zu rathen Uns von der hduen flamm: Sein schönes ro thes blut Löscht aus die heisse gluth, und dämpfet GOttes grim Durch seiner fürbitt flimm. 5. Doch bleibt nicht immer lie gen Das lämmlein in dem grabt: Es fleht auf und wil siegen, Nach, dems geleget ab Die schwachheit, nimmt es an Ein'n idwen muth, da fan Es zwingen als ein heid, Sund, teufel, tod und welt. 2 a 6.Wie Von der Auferstehung 198 6, Wie sol ich doch geniessen Diß låmmlein würdiglich, Das fein blut läfft vergiessen, Ja gar erwürgen sich? Mein berk erft foften muß Die falfen bittrer buß, Daß geift und auge thránt, Und sich nach troft recht fehnt. 7. Ich wil dich, JEfu, essen, Und glaubig nehmen ein, Dabey nicht seyn vergessen Der ausges flandnen pein. Mein herke, hand und mund Zu jederzeit und stund Soll dancken deiner treu, Die als le morgen neu. 8. Der fauerteig der fünden Muß werden ausgefegt, Die lu fte, so fich finden Bey mir, feyn abgelegt: In füffer lauterfeit il ich nun seyn bereit zu wans deln hier auf erd, So lang ich les ben werd. A 9. Gegürtet wil ich stehen Zum guten und geschuht, Den weg des HErrn zu gehen, Da man das droben fucht: Dein creuß fol feyn mein stab; Der erden fag ich ab; Zu dir hinauf ich eil; Im himmel ist mein theil. 10. Bie füß, o füffe schmecket Diß ofter låmmelein! Sein kleid die blöffe decket, Sein blut macht heil und rein, Sein fleisch, so schön und zart, Hatrechte zucker art, Im mund gibts suffen saft, Dem bergen fårck und fraft. 11 Wein, bonig, manna laben, A len die beste koft: Die aber JEfum haben, Betheuren gar getrost: Nichts jussers ist als du, O JEsu, sanfte ruh; Nichts ges het milder ein, Als diß brod, fleisch und wein. 1 12. Ber steht in schweren leis den, en dugft't der feelens schmer, Kan in dir, JEsu, weis den Sein jammer volles berg: Wer in sich schwach und matt, Wird durch dich starck und satt; Wer geht gebückt, gedrückt, wird in dir wohl erquickt. 13. Drum, lammlein Jesu, fpeise mit deinem fleisch und blut Uns auf der himmels, reise, Und bring uns zu der hut, Wo feinen nicht mehr dürft't, Da du selbst leiten wirst Dein schåflein zu der quell, Die felig, flar und hel. 14. Da GOtt, die lebens fons ne, In, durch, und an uns scheint, Wo JEfus freud und wonne Dem einschenckt, der geweint; Wo jauchzt, wer hier geachtt; o hüpft, wer hier gelechßt; Der schaden wird ersetzt, Was war verlegt, ergeht. 15. Da wollen wir dem lamme Mitten ins Vaters thron, Dem held aus Juda stamme, Dem rechten Davids, Sohn, Preis, ehre, lob und ruhm, Macht, weisheit und reichthum Zusamt victoria Bringen, Halleluja! 125. Mel. Wie wohl ist mir, daß, Midnige, lebt und ruft: JEfu Chrifti. Tuft: Nun ist das heil erworben, Er ist der held, so ewig cronen trägt. So kanst du GOttes Fürst, am creuß noch fiegen. Owohl! schaut, höll und tod dem held zun füffen liegen, Der bech jur rech, ten GOttes schwebt: Mein Kd, nig lebt. 2.Wie wohl ist mir, Welch auf, erstehungs fräfte Und abgrundes quell Der reinfien wohlufits fäfte Entspringen mit aus feines ara, bes thür! Nun öffnet sich ein Va. ter her voll liebe, Die braut des Lamms wird satt durch ihres brautgams triebe, In rub und folger liebs begier. Wie wohl ist mir. 3 Mein glaube siegt, mein herk glaubt unbezwungen, Weil mich dein sieg Mit glauben tief durch drungen, und höll und tod zu dei nen füssen liegt. Bist du aus gruft und tod in flarbeit aufge. wecket; So hat dein fieges, rock mein elend zugedecket, DasGOts tes freundschaft überwiegt. Mein glaube fiegt. 109 chel ist gebunden, und dein tri umph, o höll, ist gantz verschwuns den: Man spottet igt, wan ihr vers derben dreht: Immanuel heisst gift dem todes wüten. Sein tod hat peftileng, der höllen truß zu bieten: Beym glauben hats nun feine noth. Der tod ift todt. 6. Nehmt frieden hin, Ruft aus mein überwinder: Erschre ket nicht, Ihr seyd des friedenss finder: Die friedens boten schrein vom tempels zinn. Ach ia, wie lieblich gehn der bo ten füsse, Wie ist ihr friedensmund so unaussprechlich füffe; Sie sprechen sanft zum müden finn: Nimm frieden hin. 7. Go ruht mein geist In fanf. tem seelen frieden, Und schmeckt das wohl, Das dem gemüth bes schieden, Dem missethat nicht zu gerechnet heifft: Gewissene fluch, ist ganz von mir genommen, Weil Moses donner: firahl, in JEsu blut zerronnen, Und GOtt mit friedens manna speist Den ruh'gen Geist. 126. 4. Ich bin gerecht, Weil da dich hingegeben, und wieder. bracht Ein Mel Rommt, feyd gefasst. Erd, feele, was Nan herfst mich Gott nicht mehr Mjus jagt: Ich lebe, und Mtr ein fünden knecht; Ja noch viel mehr, weil du bist auferstanden, Und prächtig schau geführt die farden finden banden: So ift dein königlich geschlecht Nun gang gerecht. ihr folt auch leben. Ich habe ia für euch Mein leben dargege ben, und mich an welt, an fund, An tod und höll gewagt. 2. Ich leate mich für euch ins grab, Umschloffen mit des todes banden; Doch bin ich von dem 523 5.D schwacher tod, Dein flas tob Von der Auferstehung ITO od Zum leben auferstanden, Und grüne nun hervor, Wie Uarons mandeln, flab. 3. Hier steh ich als ein sieges held, Welt, sind und tod sind überwunden: Ich habe ia die macht Der finsterniß gebunden, Und ihre höllenrott Durch meis nen tod gefällt. 4. Nun leb ich, daß ihr gleich, falls Fönnt In mir das leben wie, Der haben: Ich habe euren tod In meinem tod begraben, und bring das leben dar, Das euch mein Vater gönnt. 5. O feele, nimm diß wohl in acht, Bedencke, was dir JEsus Ichencket; Wie er dich durres reis In baum des lebens fendet, und feiner lebens kraft und fasts theils haftig macht. 6. Vergiß auch nicht der creu, kes fchmach, Erwege feiner sees len schmerzen, Erinnre dich der angst Mit glaubens vollem ber Ben, Und finn' dem berben tod, In deiner feelen nach. 7. Bleib aber nicht allein da, bey; Gib dich vielmehr ihm gang zu eigen, und laß so fort dein berk Auch in der that bezeugen, Daß es durch Chrifit tod Vom too eridset sey. 8. Entfage deinem fleisch fort bin, Und dampf es mit den luft. begierden, Die dich, o feel, fa, vor In das verderben führten: Verschmåh die eitle welt; Brich Deinen eigensinn. 9.Ertödt den alten Adam gar, Laß ihn am bittern creuße sterben, Und in dem finstern grab Verfaus len und verderben, Als welcher ohne das Des todes ursach war. 10. Du bist auf Chrifti tod ges tauft, Zum unverfälschten Chri fien leben; Nicht, daß du dich dem fod Aufs neue folt ergeben, Wos von der Heiland dich So theuer hat erkauft. 11. Drum heb ein neues leben an, Bleib nicht im fünden tode stecken, Laß dich doch Christi Fraft Bom tiefen schlaf erwecken, Und schwere ihm zum preis, Zu seiner lebensfahn. 12. Dann leb und glaub an deinen HErrn, Der dich bis in den fod geliebet, Und der dir kraft und starck Zum rechten leben gies bet; Dem leb, dem diene auch Im heilgen leben gern. 13. Ja lebe, wie es fich gebührt, GOtt deinem HErrn zum wohl gefallen: Laß ferner deinen fuß Im lebens pfade wallen, Wie es der Christen stand Wahrhaftig mit sich führt. 14. Thuft du, o feele, dieses nicht, Und trößtest dich doch Chris fi lebens; So ist dein glaube falsch, Dein hoffen auch verges bens; So bist du noch im tod, Noch in dem zorn gericht. 15. Gehst du hingegen dieses ein, So wird dir JEsas herrlich tohnen, und mit dem Vater selbst, Und Geifte in pir wohnen, Und Deine $ Deine lebens Fraft Schon hier wahrhaftig seyn. 16.Ja, du wirst auch an ienem tag Mit Chrifto aus dem grab 127. 6 EE i 6 3Efu Chrifti. 6 4 7 06 26 un int 5 4 30 66 66 60 66 66 ILLALE TETTE aufstehen, Und zu der berrlichkeit Des ewgen lebens geben, Wo dich fein leid, fein tod, Kein elend treffen mag. 6 4 38 0 O JEsu, der du dich Von funden und des todes ban, den Haft los gemacht, und bist er. standen, und lebt nun ewiglich: Ach gib doch, daß ich dich im glauben recht faffe, Und gånglich Dein leben mein leben fepa laffe! 鞋 4 6 265 77 0 WIMMINU, 2. Dein tod fimmt mir zu gut: Bie folte nicht vielmehr dein les ben Mir feligkeit und gnade ge ben, Weil dein tod solches thus? Ach, mocht ich nur auffer dir al III hegtomi 6 etui les verachten, und in dir erfall ben zu werden, recht trachten! 3. Die griffe iener kraft, Go dich hat aus dem grab geführet, Die ist es auch), die mich regire, Und alles in mir schafft. Uchlaß mich recht mit dir aufstehen vi fünden, Und wirckung der mäch tigen sårche empfinden! 4. Ich lebe, doch nicht ich; Denn, weil du mich dir einverlei. best, Und auch in meinem herßen హ 4. Don der Auferstehung 812 bleibeft, So treib'st und regst du mich: Ach, laß mich, o JEsu, recht eins mit dir werden, Im geiste und sinne und gleichen geberden! 5. Dir lebich, und nicht mir: Denn weil du dich im tod und le ben Mir gang zu eigen haft gege: ben; So geb ich mich auch dir: Ach, nimm mich, o JEfu, nur gånglich hinwieder, So werden dich) preifen geift, feele un glieder. 128. Dem, der sich stets mit berg und finn Zu diesem fürften schwinget, Der frölich spricht: ich leb und ihr Golt mit mir leben für und für, Weil ich es euch erworben. 5. Der tod hat leine Fraft nicht mehr, Ihr dürfet ihn nicht scheue en, Ich bin sein sieges, fürst und HErr, Deß solt ihr euch erfreuen: Dazu so bin ich euer haupt, Drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt, Als glieder mit mir leben. 6. Der höllen, fieg der ist auch Mel. Es ist das heil uns. breit, En frölich alles weit und mein, Ich habe ſie zerfidret: Es nicht ihre pein, Wer mich und mein wort höret; Und weil des teufels macht und lift Gedampft, sein kopf zertreten ist, Mag er ihm auch nicht schaden. 7. Nun, GOtt sep danck, der uns den fieg Durch Chriftum hat gegeben, und uns den frieben für den frieg, Und für den fed das les ben Erworben, der die fünd und tod, Welt, teufel, höll und was in noth Uns stürget, überwunden. 129. vormals war verloren, Weil heut der HErr der herrlichkeit, Den GOtt felbft auserforen Zum fünden büffer, der sein blut Am creuß vergoffen uns zu gut, Vom tod ist aufers 1 flanden. 2. Wie schön hast du durch dei ne macht, Du wilder feind des lebens, Den lebens fürften um gebracht? Dein flachelift verge, bens Durch ihn geschoffen, schnd, der feind, Du hättest wahrlich wol gemeint, Er würd' im stau be bleiben. 3. Nein, nein, er trägt sein haupt empor, fi mächtig durch gedrungen Durch deine bande, durch dein thor, Ja, hat im sieg verschlungen Dich selbst; daß, wer an ihn nur glaubt, Bon dir ist ein gespåtte treibt, Und spricht: wo ist dein flachel? 4. Denn deine macht die ist das Sin, und keinen schaden bringet el. So ist denn nun die. O ist denn nun der tempel aufgebauet; Der tempel, den der feinde grimm und macht Vor dreyen tagen hat dahin ger bracht, Daß man ihn gang ver wüstet hat geschauet: Nun fan er nimmer wieder untergehn; Man wird ihn nie aufs neu zers brechen sehn. 2. Die menschheit ist der tem prl, den ich meine, Die fich der Sohn JEfu Chrifti. Sohn in gnaden auserkorn, Der Sohn, der aus GOtt selbsten ist geborn, Daß er mit ihr persöns lich sich vereine, Und in ihr wies berum, was fleisch und blut Ver. dorben hat, beym Vater machte gut. 3. Wir menschen folten seyn der Gottheit tempel, Cein fiß, sein thron, sein wohnhaus und sein zelt,( O würde, die der aangen welt darfiellt Der liebe GOttes beyfpiel und exempel!) Doch lei Der! Dieser tempel ward entebrt, Ja, in ein haus des argen feinds verkehrt. 4.0 greuel that, o frevel nicht jn leiden! Der unsers GOttes pallast hat entweih't: Das brin, set uns so grosse quaal und leid. Nun könnt uns GOtt von sei nem tempel scheiden: Wer mir, fpricht er, mein heiligthum ver: dirbt, Ein solcher ihm damit den tod erwirbt. 5. Doch diesen bann und fluch von uns zu nehmen, So kommt der Sohn, und baut aus unserm blut Jhm selbst ein haus, das hei lig, rein und gut, Ein haus, deß er sich nicht vor GOtt durft schå men: Diß gibt er preis, als obs nicht würdig sey, Daß es besteh vom fluch und plagen frey. 6. Man fahe ihn freywillig fich bingeben Der feinde wuth, die auf ihn stürmten tos: O wieso elend; blutig, nackt und blos, Must er am holke endigen sein 113 leben! Hie brach sein ban, des tempels grund zerris, Als dieser grosse Fürst den geifi ausließ. 7. Seht aber, feht aufs herr. lichfte ergänget, Was durch den tod, zuvor zerstucket war: Sebt, wie sein leib durchleuchtig, hell und klar Im licht der unverwess lichkeit ist gläntet: Für diesem andern bau der erste weicht, Weil er an pracht und schmuck ihm gar nicht gleicht. 8. Diß ists, was man ihn selbst juvor bört fagen, und mit ihm aller treuen zeugen schaar, Daß er, durch seine Fraft, die wunder bar, Den tempel, den man wird zu grabe tragen, Aufe neu auf. richten wolt nach kurter frift, Wie man im buch des liebsten jüngers lieft. 9. Diß sehen wir vollkömmlich nun erfüllet, Und mercken dran des Sohnes herrlichkeit, Die vor mit schwachem fleisch war überkleidt. Nun ist durch ihn des Baters jorn gestillet, Die ſchuld ist weg, die straf ist abgethan, Die långst erwünschte freyheit bricht nun an. 10. Nun können wir, o freud! aufs neue werden, 3u unserm heil und unsere Goels ruhm, Des Mo lerhöchften fik und heiligthum, Ein schöner tempel GOttes hier auf erden. GOtt wil in uns, wir sollen in ihm seyn; Wir gehn in ihn, als unfern tempel, ein. 11. Der HErr steht auf, der kan nun 55 114 nun nicht mehr sterben: Auch sol, wer an ihn glaubet, flerben nicht: Obgleich das irdsche haus in ftus den bricht, Gereichts dem glaus ben doch nicht zum verderben. Der fich durch sich erweckt, hat uns zugleich Schon mit sich selbst erwedt zu jenem reich. CINIC#Ill 7 Don der Auferstehung 6 PETENCY 130. Oder: Wie schön ist unsers Königs brant, 6 111 6#* Q 12. Hallelujah! daß Chriftus wieder lebet, Und daß der HErr in seinem tempel ift, Den man noch nicht drey tage hat vermisst, Und daß sein reich) nun über alles schwebet. Ihr völcker, die ihr seyd sein eigenthum, Bringt ihm das für lob, ehre, preis und ruhm. * 4* 65 7 53 0 鬥 66 Th Riumph, triumph! es komt mit pracht Der fieges fürst 66 6 5 4 n 4 38 Q 3 5 43 heut aus der schlacht: Wer seines reiches unterthan, Schau heute fein 3Efu Chrifti. fein triumph fest an. Triumph, triumph, triumph, triumph, Vi. ctoria, Und ewiges Halleluja! 2. Vor freuden that und wald erklingt Die erbe schönes blum, werd bringt, Der zierath, die ta: pecerey Zeugt, daß ihr Schöpfer fieger sey Triumph, zc. 3. Die fonne sich aufs schdnfte schmückt, Und wieder durch das blaue blickt, Die vor pechschwark im trauerfleidBeschaut den bluts und todes freit. Triumph, 2c. 4. Das stille Lamm ist nicht mehr schweigt, GSich muthig als ein Idw erzeigt. Kein harter fels ihn hält und zwingt: Grab, fie gel, riegel vor ihm springt. Tris umph, 2c. 5. Der andre Adam heut er. wacht Nach seiner harten todes 115 schworne rott Ist ganz zerstört, der tod ein spott. Triumph, zc. 9. Hier liegt der folge Belial, Die höllenbürger allzumal Sind samt der schwefel, burg zerflört, Kein feind fich wider uns empört. Triumph, 2c. 10. HErr JEfu, wahrer Sie ges Fürst, Bir glauben, daß du schenden wirft Uns deinen fries den, den du bracht mit aus dem grab und aus der schlacht. Eris umps, 2c. 11. Triumph, triumph! dich ehren wir, Und wollen durch dich kämpfen hier, Daß wir als reicht. genoffen dort Dir folgen durch die sieges pfort. Triumph, zc. 131. Mel. Dieteria mein Lamm. 3ctoria! das Lämmlein erbaut Hlas, feine theur erlöste braut. Viegt, Es lebt ohn alles les Uns, Triumph, zc. 6. Wie Aarons ruthe schön ausschlug, Um morgen blüht' und mandeln trug: Go tråget frucht der seligkeit Des Hohen, priesters leichnam heut. Eri umph, ic. 7. Nun ist die herrlichkeit er kämpft, Der finden pest und gift gedämpft, Der schweren hand, schrift fluch und bann Vertilgt hier mein Erlösers Mann. Tri umph 2c. 8. Du, liebe feel, bist ausge, birgt, er bölische tyrann er. würgt, Sein raubschloß und ge, den. Das heer der feinde ift bes Friegt, Es liegt, o tag der frems den! Mein Goel flehet auf dem staub, 11nd nimmt demn tobe set nen raub. Dictoria! das Lamp lemn siegt. 2. Dictoria das Lämmlein siegt, Sein blut durchstreicht die fünden. GOtt is verföhnet und vergnügt, Er lässt uns gnade fins den. Die handschrift ist am creug terflidt, Und aus dem mit tel weggerückt. Victoria! das Lämmlein siegt. 3. Dictoria! das Lämmlein fiegt, Es bricht durch alle riegel. Von der Auferstehung 116 Seht, wie das buch eröffnet liegt, Das buch von sieben siegel. Durch seine weisheit, lieb und macht Ist GOttes liebes rath vollbracht. Dictoria das Räm lein siegt. 4.Dictoria! das Lämmlein fiegt, Den fluch macht es zum segen, und den, der sich zum creuge schmiegt, Gerecht; er darf fich legen Getroft ins vaters herg und schook, Von schuld und stra. fe quit und los. Victoria! das Lammlein fiegt. 5. Dictoria! das Lämmlein fiegt, Nun strömt die Bater, liebe, Die ewig unser herg ver, gnügt, Auf uns mit starckem triebe; Sie ziehet feele, geist and finn Zum vollen meer der liebe hin. Victoria! das kämm; lein siegt. 6.Dictoria! das Lämmlein fiegt, Der HErr der herren te bet: Der König aller fin'ge Friegt, Das herg der feinde be. bet, Es fällt, gleich einem wasser, guß, Dem starcken sieges held zu fuß. Victoria! das Lämm. lein ſiegt. 7.Dictoria! das Lämmlein Fiegt, Wo ist der sieg der höllen? Dein stachel gar zerbrochen liegt, D tod, du musst zerschellen. Des Lammes fieg, dein gift und peft, Gibt dir auf ewig deinen reft. Dictoria! das Lamlein siegt. 8.Victoria! das Lämmlein fiegt, Sein fieg ist unser wor, den: Seht, wie sein fähnlein schwebt und fliegt. Macht hoch die ehrenpforten: Ihr himmels chdre tretet her, Gebt unferm fieger alle ehr. Dictoria! das Kämmiein siegt. 9. Victoria! das Lämmlein siegt, Nun sind die reiche feine, Der himmel und was drunter liegt, ist sein, es herrscht alleine: Sein ist gewalt und majestät, Die über alles, alles geht. Dictoi ria! das Lämmlein siegt. 10. Dictoria! das Lämms lein fiegt, Der brunn ik non gegraben. Es ruft: wen dürft, wer wil, der krigt Umsonst die be sten gaben; Gerechtigkeit, heil, fried und freud, Ja alles, alles ist bereit. Victoria! das Läm lein siegt. 11. Dictoria! das Lämm lein siegt, Auch du, hol' deine gabe, Abtrünniger, den rückfall biegt, Herzu! dein herkze labe: Auch dich hats liebe lamm bes dacht, und alles wieder gut ge macht. Vitoria! das kämme lein siegt. 12. Victoria! das gamm lein fiege, Wilt du ber fünden dienen, Die dich um leib und feel betrügt? Brich durch, es ist er. schienen Ein Lamm, das satans macht zerstört, Das hergen åns dert und belehrt. Dictoria! das Lämmlein siegt. 13. Victoria! das Lämmi lein siegt, Weg! weg! mit dem halbiren, JEfu Chrifti. 117 2. Steh aus dem grab der füns den auf, Und such) ein neues les ben; Vollführe deinen glaubenss lauf, und laß dein hertz sich heben Gen himmel, da dein JEsus ist, Und such, was droben, als ein Christ, Der geistlich auferstans den. halbiren, Es muß die wahrheit, die nicht lügt, Allein das Herz re. gieren: Rein ab der welt und Chrifto an, So ist die sache recht gethan. Dictoria! das Rammlein siegt. 14. Dictoria! das Lämms lein siegt, Getrost! ihr blöden Bergen: Wenn euch der iammer überwiegt, So denckt bey euren schmergen: Das lamm führt aus, das lamm führt ein; Drum sol diß unsre losung sepn: Dictoria! das Lämmlein siegt. 15. Dictoria! das Lämmi lein siegt, Wolan! ihr muntern streiter, Den'n GOttes reich im bergen liegt, Dringt ein, geht im, mer weiter: Nach wohl voll brachtem fampf und lauf Sett JEsus euch die crone auf. Dis ctoria! das Lämmlein siegt. 16. Victoria! das Lamm lein siegt, Komm tod, streck meine glieder; Ob gleich der leib im moder liegt, Mein lamm ers weckt ihn wieder; Es führet ihn mit hohem schein Zu seiner ew' gen freude ein. Qictoria! das Lammlein siegt. 132. Mel. Es ist gewißlich an. Ach auf mein her, die 6. Es hat der Idw aus Juda slamm Heut siegreich überwuns den, Und das erwürgte GOttess Waacht gefun 1 aufgegangen, Ermuntre deinen geist und sinn, Den Heiland zu umfangen, Der heute durch des todes thür Gebrochen aus dem grab berfür, Der gangen welt jur wonne. 3. Vergiß nur, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, Damit dein herß zu ies der frist Zu JEsu sey erhoben: Trit unter dich die böse welt, und firebe nach des himmels zelt, Wo JEsus ist zu finden. 1 1 4. Quält dich ein schwerer sorgen stein, Dein JEsus wird ihn heben: Es kan ein Chrift bey creußes pein In freud und wonne leben: Wirf dein anliegen auf den HErrn, Und sorge nicht; er ist nicht fern, Weil er ist aufe erstanden. 5. Geh mit Maria Magdalen UndSalome zum grabe Die früh dahin aus liebe gehn Mit ihrer falbungs gabe; So wirst du sehu, daß JEsus Christ Vom tod heut auferstanden ist, Und nicht im grab zu finden. den Das leben und gerechtigkeit, Weil er, nach überwundnem freit, Die feinde schau getragen. 7. Drum auf, mein herk, fang an den streit, Weil JEfus über Don der Gimmelfahrt r18 überwunden: Er wird auch über, winden weit Indir, weil er ge bunden Der feinde macht, daß du aufstehst, und in ein neues les ben gehst, Und GOttim glauben dienest. 8. Scheu weder tenfel, welt noch tod, Noch gar der höllen ras hen: Dein Jesus lebt, es hat fein noth, Er ist noch bey den schwa, chen und den geringen in der welt, Als ein gecrônter fieges held; Drum wirst du überwinden. 9. Ach mein HErr JESU, 133. Mel. Wie schon leucht uns. XI. Von der Himmelfahrt Chrifti. D Ch wunder groffer sieges held, Du finden, tråger aller welt! Heut hast du dich geseket Zur rechten deines Baters fraft, Der feinde schaar gebracht zur haft, Bis auf den tod verleget. Mächtig, Prachs tig, Triumphireft, Jubilirest: Tod und leben It, HErr Chrift, dir untergeben. 2. Dir dienen alle Cherubim, Viel tausend hohe Seraphim Dich sieges fürften loben, Weil du den fegen wiederbracht, mit majestät und grosser pracht Zur freude bist erhoben. Ginget, Klin get, Rühmt und ehret den, fo fåh ret auf gen himmel Mit pofaus nen und getümmel. der du bist Von tobten auferstans den, Rett uns aus fatans macht und lift, und aus des todes bans den, Daß wir zusammen insges mein Zum neuen leben gehen ein, Das du uns haft erworben. 3.Du bist das haupt, hingegen wir Sind glieder, ja, es komt von 10. Sen bochgelobt in dieser zeit Von allen GOttes Findern, Und ewig in der herrlichkeit Von allen überwindern, Die überwun den durch dein blut: HErr JE su, gib uns fraft und muth, Dag wir auch überwinden. dir af uns licht, troft und leben: Seil, friede, freude, stård und Fraft, Erquickung, labsal, herkende faft Wird uns von dir gegeben. Bringe, Zwinge Mein gemüthe, mein geblüte, daß es preise, Dir lob, ehr und danck erweise. 4.3euch, JEsu, uns, zeuch uns nach dir: Hilf, daß wir künf tig für und für Nach deinem reis che trachten. Laß unser thun und wandel seyn, Daß wir mit de much gehn herein, All üppigkeit verachten. Unart, Hoffart, Laß uns meiden, Chriftlich leiden, wohl ergründen, Wo die gnade sey zu finden. 5. Sey, JESU, unser schuk und schak, Sey unser ruhm und fesfter plag, Darauf wir uns vers laffen: Laß suchen uns, was bro ben ist, Auf erden wohnet frug und left: Es ist auf allen firaſo fen Lügen, Krügen, Angst und plag JEfu Chrifti. Plagen, Die da nagen, Die da quälen Stündlich arme Christen feelen. 6. HErr JESU, komm, du gnaden thron, Du sieges fürft, held, Davids sohn, Komm, stille das verlangen: Du, du bist als lein uns zu gut, OJEsu, durch dein theures blut Ins heiligthum gegangen; Komm schier, Hilf mir: Dena so sollen, Denn so wollen wir ohn ende Frölich klos pfen in die Hände. 134. A Mel. Wenn mein stündlein. [ uf Christi himmelfahrt allein Ich meine nachfahrt gründe, Und allen zweifel, angst und pein Hiemit stets überwinde: Denn weil das haupt im himmel ist, Wird seine glieder JEsus Christ Zur rechten jeit nachholen. 2. Weil er gezogen himmel an, Und grosse gab empfangen; Mein her auch nur im himmel FanSonst nirgends ruh erlangen: Denn wo mein schak gekommen hin, Da ist auch fiets mein hert und finn: Nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach HErr, laß diefe gnade mich Von deiner auffahrt spüren, Daß mit dem wahren glauben ich Mag meine nachfahrt zieren, Und denn einmal, wenn dirs ge fault, Mit freuden scheiden aus der welt. HErr, höre bis mein flehen! 119 135. mel. Allein GOtt in der höh. Auf diesen tag bedencken wir, Daß Chrift gen himm'l ges fahren, und dancken GOtt aus böchft'r begier, Mit bitt, er woll bewahren Uns arme sünder hie auferd, Die wir von wegen man ch'rg'fährd Ohn hoffnung hab'n fein troste. ist g'macht, uns steht der himmel 2.Drum seyGOtt løb der weg offen: Chriftus schliesst auf mit groffem pracht,( Vorhin war alls verschlossen.) Wers glaubt, deg Herz ist frenden, voll, Dabey ee fich denn rüsten sol, Dem HEr ren nachzufolgen. 3. Wer nicht folgt, noch sein'n willen thut, Dem ists nicht ernst zum HErren. Denn er wird auch für fleisch und blut Sein himmels reich versperren. Am glauben liegts; so der ist recht, So wird auch g'wiß das leben schlecht Zu GOttim himm't gerichtet. 4. Soich himmelfahrt fåht in uns an, enn wir den Vater fin den, Und fliehen stets der welk ihr bahn, Thun uns zu GOttes Findern. Die sehn hinauf, und GOtt berab: An treu und lieb geht ihn'n nichts ab, Bis fie zus sammen fommen. 5. Dann wird der tag erst fren denreich, Wann GOTT uns zu ihm nehmen, Und seinem Sohn wird machen gleich, Als wir denn ist bekennen; Da wird fich fins DEM Don der Simmelfahrt 120 Den freud und muth In ewigkeit beym böchften qut. GOtt woll', Daß wirs erleben! 6. Ehr sey dem HErren JEsu Chrift, Der für uns ist gestorben, Und wieder auferstanden ist, Des Vaters huld erworben, Daß wir nun nicht in Adams fall Umfom men, und auch sterben all, Son dern das leben erben. 136. Can Mel. Christ ist erstanden. Hrift fuhr gen himmel: Was fandt er uns hernieder? Den Tröster, den heiligen Geist, zu truft der armen Christenheit. Ky rieleis. 2. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah. Des follen wir alle froß seyn, Christus wil unser trost sey. Kyrieleis. DHErr, in diesem leben Gnug würdiglich erheben? 3. Du hast dich zu der rechten handDesVaters hingeseket, Der alles dir hat jugewandt, Nach dem du unverleget Die starcken feind haft umgebracht, Triumph und fieg daraus gemacht, und sie auf deinem wagen Gang herrlich schau getragen. 4. Nun lieget alles unter dir, Den Vater ausgenommen. Die engel müffen für und für Dir aufe zuwarten kommen: Die fürfien stehen auf der bahn, und sind dir willig unterthan: Luft, wasser, feuer, erden, muß dir zu dienste werden. 137. D Mel. Ermuntre dich mein. U lebens fürst, HErr JEsu Chrift, Der du bist aufges nommen Gen himmel, da dein Bater ist, und die gemein' der frommen, Wie sol ich deinen grossen fieg, Den du durch einen schweren krieg Erworben haft, recht preisen, Und dir gnug ehr erweijen. 2.Du hast die höll und fünden, noth Gang ritterlich bezwungen: Du haft den teufel, welt und tod Durch deinen tod verdrungen: Du haft gesieget weit und breit: Wie werd ich solche herrlichkeit, 5.Du starder Herrscher fähreft auf Mit jauchzen und lobsagen, Und gleich mit dir in vollem lauf Biel hundert tausend wagen: Du fåhrest auf mit lob gefang: Es schaltet der posaunen. flang. Mein GOtt, vor allen dingen Bil ich dir auch lobsingen. 6.Du bist gefahren in die höh, Hinführend die gefangen, So uns mit thrånen, ach und weh Genéket oft die wangen: Drum preisen wir mit süßsem schall, O starcker GOtt, dich überall, Wir, die wir so viel gaben hiedurch empfangen haben. 7. Du bist das haupt in der ges mein, Und wir sind deine glieder: Du wirst der glieder schuß ia seyn, Und zu uns kommen wies der mit deinem frost und deinent licht, JEfu Chrifti. ficht, Wenn uns vor angst das her zerbricht; Dann fanft du Fraft und leben, Ja fried und freude geben. 8 Du falbeft uns mit deinem Geift, Und gibst getreue hirten, Die lehrer, welch uns allermeist Mit himmel brodt bewirthen: Du Hoherpriester zeigest an, Daß deine hand uns retten fan, Ja von der Hüllen rachen Uns frey und ledig machen. 9.Du hast durch deine himmel. fahrt Die straffen uns bereitet, Du haft den weg und offenbart, Der uns zum Bater leitet: Und weil denn du HErr JEfu Chrift, Nun filets in deiner wonne bift, So werden ia die frommen Da hin auch zu dir fommen. 121 plak Wirst GOttes kindern ge ben. Ach laß uns streben fest und wohl Nach dem, das künftig wers den sol: So können wir ergrün den, Wo dein gezelt zu finden. 12. Hilf, daß wir suchen uns fern schatz Nicht hier in diesem le ben, Besondern dort, wo du den 9 13. Zieh uns nach dir, so laufen wir, Gib uns des glaubens flügel: Hilf, daß wir fliehen weit von hier Auf Israelis hugel. Mein GOtt, wenn fahr ich doch dahin, Wo ich ohn ende frölich bin? Wenn werd ich vor dir sehen, Dein angesicht zu sehen? 14. Wann fol ich bin ins par radies Zu dir, HErr JEſu, kome men? Wann toft ich doch das engel füß? Wann werd ich aufges nommen? Mein Heiland, komm, und nimm mich an, Auf daß ich frölich jauchzen kan, Und flopfen in die hånde: Gelobt sey GON ohn ende. 10. If unser haupt im him. melreich, als die Apostel schrei. ben; So werden wir, den engeln gleich, Ja nicht herauffen bleiben: Du wirst uns deine gliederlein, 138. Mel.Zerfließ mein geift, in. Mein GOtt, nicht laſsen von dir Elober ſey Jehovah der herre & seyn, Die doch so feft vertrauen, Dein' herrlichkeit zu schauen. 11. HErr JEsu, zieb uns für und für. Daß wir mit den gemü. thern Nar oben wohnen stets bey dir, In deinen himmels gütern: Laß unsern sitz und wandel seyn, Wo fried und wahrheit gehn her ein: Laß uns in deinem wesen, Das himmlisch ist, genesen. umphs, feßt hålt! Man fiehet ihn schaaren, tris abschied nehmen aus der welt: mit grosser pracht auffahren, Und Er fährt dahin, wo er sonst war, Eh man noch fehlte tag und jahr, Zum Vater, der ihn auf die erden Gesandt, ein opfer lamm zu werden, } 2. Du kamft zu uns, und wurs dest unsers aleichen, Ein mensch, in armer knechts geftalt: Man fahe dich am creußes holg er bleis chen, und unterliegen der gewalt, Die 2 $ Don der Himmelfabri 122 Die sie an dir, aus höherm rath, Eo araujam hart vergriffen hat. Du schienest gang verspielt zu haben, is man darauf dich sah begraben. 3. Da liegt er nup, sprach dei ner feinde rotte, Nun fol er nims, mer auferstehn; Wir haben ihn gemacht zu schand und spotte; Gein werd wird nun gang un tergehn. En, fiehe aber, was ge: schicht; So bald der dritte tag anbricht, Erwachest du, o meine fonne, Dem feind zum hohn, dem freund zur wonne. 4. Du bricht hervor, und geis gest dich den deinen, Dein antlig ihren geift erquidt: Du låffest ihnen friedens blicke scheinen, Sie sind darüber als entzückt. Ja, was noch mehr, du lässt sie fehn, Daß fie dir an der feite flehn, Wie du dich in die höhe schwingek, Und durch der him mel himmel dringest. 5 So muß es gehn, fo bat es vor bezeuget Die heilige prophe ten schaar, Des Vaters wort in ewigkeit nicht trenget: Go folte werden offenbar, Daß du der feinde macht besiegt, Daß alles dir un fiffen liegt, Womit du, GOttes jorn zu dämpfen, Bis auf den tod haft wollen fåmpten, 6. Man sieht den feind von seis ner macht entbliffet, Sein raub ift ihm genommen ab. Womit er sich sonst wider uns geirdftet, It aun verscharret in dein grab. Du führft ihn in triumph mit dir. Ee darf sich nun nicht regen schier, Er ist durch deinen fod bezwuns gen: O wohl dem Held, dems so gelungen! 7. Nunmehro bat, o GOtt, dein GOtt accrdnet Dein Haupt mit ehre, preis und ruhm. Es sieht beschämt, was dich vorhin verhöhnet, Ais du kamst in dein eigentbum: Ja, du bist selbst zum Haupt erhöht; Dein name über alles geht, Was in den himmeln und auf erden Nur herrlich mag genennet werden. 8. Du bist erhaben über alle thronen Der Cherubim und Se raphin, Sie werfen samt den ab ten, ihre eronen 3n deinen beils gen fiffen hin: Dein regiment erstreckt sich weit, So weit der lauf der sonnen reicht, Haßt du, o herrscher, die dich Ennen Und ihren HErrn und Knig nennen. 9 Es ist dir nun des Geistes füll geschendet, Du bist gefalbt mit freudenedl; Der lavtre from der wohlluft dich nun tråncket, Und labet dich nach leib und feel: Doch gönnt auch uns dein übers fluß, Was uns zur beilgung dies nen muß; Ou lässt nicht unbes fucht die glieder; as dir gege ben, giebst du wieder. 10. Hast du uns gleich dein an geficht entzogen, Sehn wir aleich nicht dich, unferticht, Eo bleibst du doch aufs befte und gewogen, Bergiffest unfer nimmer nicht: Du JEfu Chrifti. Du tråaest uns auf deiner brust Und schultern; es ist deine luft, Uns zu vertreten alle funden Durch deinen tod und liebes. wunden. 11. Drum ist es gut, das du bist hingegangen, Dein hingang schaffet grosse frucht: Wer an dir bleibt durch glaubens, band be. hangen, Der findet bey dir, was er sucht: Der eingang ift ihm nicht verwehit Jus heiligthum, wo man dich ehrt: It doch der vorhang längst zerriffen, wil, kan deiner wohl geniessen. er 12. Die boffnung bleibt ohn, dem im geift feft stehen, Daß wir, nach wohl vollbrachtem lauf, Auch deine majestät mit augen seben, und zu dir sollen fahren auf: Die ståte ist uns schon bereit, Darinn uns iene herzlichkeit Sol, wie ein voller from, bedecken, Und über alles sich erstrecken. 13. Drum sey gelobt, Jehova der heerscharen, Daß du se sieg, reich triumphirt: Zench uns dir nach zu bundert tausend paaren, Damit wir thun, was uns ge bührt: Ach reiß uns los von zeit und welt, Und was uns noch ge fangen hält, Damit wir, wenn wir von der erden uns scheiden, him, mele, bürger werden. 139. M. Erschienen iff der herrl. Err JEfu Chrift, sich uns dir nach, So wie dein heilger mund versprach. Du wurdest 123 bemmel, on erhöht, Wohin der wunsch der deinen geht. Hab lelujah. 2. Wenn du uns ziehst, so laus fen wir, und richten unfern weg zu dir: Laß uns im geist fiets fahs ren auf, und fördre unfern fies ges lauf. allelujah. 3. Doch geht niemand zum himmel ein, Er muß hier vor er niedrigt fenn: Creuß, demuth, und des fleisches todSind vor der auffahrt dein gebot. Hallelujah. 4. Die reise, die das haupt ge than, It gleich fals seiner glieder bahn: Wo diefer eines davon weicht, Wird die gemeinschaft nicht erreicht. Hallelujah. 5. Wer standhaft ist, den låff'st du nicht, Du gibst ihm lehr und unterricht, Kommst felbft, und bietest ihm die hand, Benimmest ihm den wäysen fand. Hallet. 6. Dein abschied, und was einst geschehn, Zielt auf ein frd. lich wiedersehn, Und ward den jüngern offenbar, Als zeit und troft vorhanden war. Hallel. 7. Du gingest in die herrliche keit, Und haft die wohnung zu bereit. Die ist der frommen auf enthalt, Und schuß vor trùbfal and gewalt. Hallelujah. 8. Die flåt' ist ihnen da be flimmt, Wo fried und ruh kein ende nimmt: Du bist bey ihnen dort und hier, Abr bester ums gang ift mit dir. Hallelujah. 9. Hier suchefl du fie freundlich heim, 2 Don der Simmelfahrt Jefu Chrifti. 124 beim, Dadurch gewinnt ihr glück den feim: Dort grünet, blüht und trägt es frucht, Die rechter glaub und hoffnung sucht. Hall. 10.Du bist in wort und thaten nah, Berlangt dich wer, so bist du da, Dieweil dein thron, und was du bist, zur rechten deines Vaters ist. Hallelujah. 11. Durch dich wird GOttes werd mit macht Im reich der Himmels höh vollbracht, und du beherrscheft auch die welt, Daß alles dir zu foffe fällt. Hallel. 12. Jbr menschen, gebt ihm denn gehör, Und achtet dieser welt nicht mehr. Wer noch an diesem untern flebt, Gelangt nicht das hin, wo er lebt. Hallelujah. 13. Hebt euer aug und herß empor, Es schalle nur in eurem phr, Und sey der finnen ziel ger steckt, Wo, wenn und was er euch entdeckt. Hallelujah.. 14. Das bringet euch die felig feit, Und mindert euer zeitlich leid: Wer zu ihm fährt, erkennt fein licht, und fchauet GOttes angesicht. Hallelujah. 140. Mel. O GOtt du frommer. und betrachten wir, daß Dei butt, o höchfter GOtt, Du wol Test uns bewahren, Weil wir noch unten stehn In dieser argen welt, Da uns im tuffen nichts 21s sünd und noth befalt. 2. Doch ist der weg gebahnt, Der himmel steht uns offen, Nun können wir von GOtt Den rech ten einfluß hoffen. Wer diesen zugang kennt, Deß herg ist freue den voll: Denn er schaut Chrifto nach, Wie er ihm folgen fol. 3. Wer diesen weg nicht fucht, Dem ifts nicht ernft zum HEr ren, Der da vor fleisch und blut Den himmet wird versperren: Am glauben liegts attein; It der im herken recht, So kömmt die hilf herab, Und wird das fleisch geschwächt. 4. Diß ist die fahrt für uns, Den Vater bald zu finden, Die bahn der welt zu fliehn, und zu entgehn den sünden: Fährt nun die feel hinauf, So fährt der HErr herab; Und wo der Vater wohnt, Gehts nie ohn segen ab. 5.D HErr, bleib flets geneigt, uns freundlich aufzunehmen, Wenn wir durch Christum uns 3ur himmelfahrt bequemen: Zeuch uns zu dir hinauf, Bis wir mit reinem muth Mit die vereinigt seyn, Als unserm höch fen gut. 141. Mel. Ach GOtt und HErr. JEfu Chrift, Der du mit bift Der auf dieser erden, Gib, daß ich ganz In dei nem glang Mög aufgezogen werden! 2. Beuch mich nach dir, So laufen wir mit herzlichen belie ben, In dem geruch Der uns den fluch fluch Berjagt hat und vertrieben. 3. Zeuch mich nach dir, So laufen wir, In deine füsse wun, den, Wo ingeheim Der honig feim Der liebe wird gefunden. Don des heil. Ceiftes Gnaden: Gaben. 4. 3euch mich nach dir, So laufen wir, Dein liebßtes berk zu fiffen. Und seinen faft Mit al ler fraft Aufs beste zu geniessen. werden. XII. Von des Heil. Geistes Gnaden- Gaben, Kraft und Wirkung. 142. AL 65 711 COMED * 125 5.3euch mich in dic), Und speise mich, Du ausgegoßnes de: Geuß dich in schrein Meins bergens ein, und labe meine seele. 6. O JEju Chrift, Der du mir bist Der liebst' auf dieser ers den, Gib, daß ich gang In deis nen glang Mög aufgezogen 7 65 770 6 5 4 3 6 6 43 06 6 6 6 6 5** JJ E 6 4% 5 2 6 6% 43% Ch Geift des höchfien, SO Wie dürftet mich nach dir, Mein Hertz ver schmachtet, und ist vertrocknet STING 6.66 schier: Bie ein dürr land nach waffer lechzet, Eo meine feel auch nach dir schzet. 2.Uch, ach, wie hat mich Dech GOts I3 126 GOttes jorn verbrannt, Den ich sonst niemais vor babe recht er Fannt: Die biße feines eifers drus det Herk, feel und geist; nichts mehr erquicket. Don des Seil. Geiftes 3. Des wortes same Kan also nicht aufgehn, Der bergensader muß( o unfruchtbar Rehn, Wo nicht die himel sich bewegen, und endlich treuflen thau und regen. 4.Drum ächst und techzet Die ausgedorite au Nach solchem süf fen und angenehmen thau, Den GOtt durch seinen Geist ausgiefs fet, Daß er in unsre bergen flieffet. 1 5. Ach komm, ach fome, Ge, wünschter lebens faft, und laß mich spüren nunmehr auch wie: der Fraft: Den anaden firom laß sich eraieffen, Der berg und feel kan gang durchfüffen. 6.Doch, heilger regen, Wasch' erst mein fündlich herg: Gib wahre buffe, daß ich empfinde fdmerg Und reue wegen meiner funden: Dann laß mich troft und beffcung finden. 7. Verneue gånßlich Hierauf auch meinen fian, Mein ganzes leben, und alles was ich bin: Schaffein rein herg und rein ge. mithe, Daß ich recht schmecke deine aute. 8. Dein reich aufrichte, Soda ist fried und freud Im heilgen Geist, und die gerechtigkeit, Die vor dir gilt, die laß mich faffen Im glauben, und mich selber bassen. 9. So wird hinführo Mein herß dein tempel seyn, Durch deis ne falbung mach' es geschmückt und rein: Bertreib all sündliche gedancken, Und laß mich niemals von dir wancken. 10. Nichts laß mich trennen Bon dir in dieser welt; Nicht pracht, nicht ehre, nicht reich. thum, gut und geld; Nicht creuk und leiden, furcht und schrecken, So fatanas fan oft erwecken. 11. Erleucht und heil'ge Den willen und verstand: Gib weis, heit, gnade, kraft, hilfe und beys stand: Een mein regirer, führer, lehrer, Mein all's in allem, mein befehrer. 12. Mein licht im leben, Im al ter sey mein ftab, Mein letztes lablal vor meinem tod und grab: Und wenn ich wieder anferstehe, So hilf, daß ich in himmel gehe. 143. ungt.. 6** 875 87.65 6 654 30 43 65 430 BE Bruns Gnaden Gaben 6 766 4 30 2. Starder GOttes finger, Fremder sprachen bringer, Süf fer hergens faft, Tröster der be. trubien, Flamme der verliebten, Uues athems kraft: Gib mir dei ne brunst und gaben, Dich von herken lieb zu haben. 3. Bräutigam der seelen, Laß mich in der hölen Deiner lieblich. keit Ruh und zuflucht finden, Laß mich von den winden Trüber Roth befient. Komm hervor, o gnaden sonne, Küffe mich mit trosi und womne. 6# Runquell aller guter, Herr. 5. Wie ein hirschlein gehnet, diger wind, Stiller aller schmers Ben, Dessen glank und ferken Mein gemüth entzünd't: Lebre mich zu allen zeiten, Deine kraft und lob ausbreiten. es wird gejagt, Ev pflegt mein gemüthe, HERR, nach deiner qüte, Wenn es wird geplagt, Tief zu seussen und im dutren Nach dir, reicher strom, zu girren. 1 4. Theure GOttes Gabe, Komm o fomm, mich labe, Sieh, ich bin verschmacht. Komm, o mein verlangen, Romm, mein lieb gegangen: Dann mein herte lacht, Wird von neuem gang er quicket, Benn es labfal, dich ers blicket. s 127 6. Wahrer menschen schöpfer, Unsers thones töpfer, GDit son ewigkeit, Bander feuicher Liebe, Gib, daß ich mich übe Auch im creuß und leid, Ales dir aubeim zu stellen, Und mich tröst in allen fållen. 7. Führe meine fachen, Met nen schlaf und wachen, Meinen trit, und gang, Glieder und ge fichte, Daß mein arm gedichte, Daß mein schlecht gefana, Wan. del, werd und fand vor allen Dir, o Vater, mög gefallen. 3 4 8. Laß den sohn der höllen Nicht mit listen fållen Meiner tage lauf: Nimm nach diesem leiden Mich zur himmels f.eus den, Deinen diener, auf; Da sol fich mein mund erheben, Dir ein Hallelujah geben. 1 144. Bon des H. Beiftes 144. ņ autumn wu 66 6 6 6 4 580 B 128 6 67650 ELE 6 D u Geisi des HErrn, der du von GOTT ausgeht, und doch mit ihm in gleichem wefen febft: Kraft aus der böh, komm, mich zu überschatten, Romm bei nem lob und meiner bitt zu flatten 2. Das herg erquic, entzünde mein gemüth, Auf daß es schme, de nene lieb und gut. Du bal fams fraft, ich thue deiner wars ten: Komm, fanfter wind, komm, weh, durch meinen garten. 3. Du weisheits brunn, du ab. grund ohne end, Vernunft und Funst ist ohne dich verblendt, Gib mir versland und dein geheimes wiffen, Wie Salomon ju bitten fich befliffen. ' 1 4. Des worts, in welchem fich GOtt offenbart, 2Beifft du als lein die befte deutungs art; Aus bir allein, durch deine Fraft getries Ben, Hat der Prophet und Jün ger es gefchrieben. 5. Drum, flarheit, fomm, fom 5 6766 430 4 3* 0 und durchleuchte mich, Conft tappe ich und stoß mich jämmers lich: Komm, meister, lehre mich Chriftum erkennen, und meinen HErrn, in deinem licht, ihn nennen. 6. Ja, reines licht, brich an in deinem glans. Verklår in mir das wort des Vaters gang. O GOttes kraft, schließ auf was noch verborgen, Und zeige mir Den hellen lichten morgen. 7 Bestraffe aber auch in mir die sünd: Feg aus, was fünd lichs noch im fleisch fich findt. Zers brich, jermaim, entfindge meie ne sinnen, Und schaff in mir neu leben, new beginnen. 8. Mach, daß mein geist vor dir zerknirfcht erschein, In seinen arund fidß weh und bemuth ein. Ach), såubre ihn von allen eitel Feiten, Daß deinem trieb nichts finne widerstreiten. 9. D sanfter trieb, ach zeuch mich Gnaden Gaben. mich von der erd. Damit ich felg, wenn ich beweget werd. Versie gele und stärcke mich im glauben, Die sieges cron laß mir denfeind nicht rauben. 10. Du falbungs 8!, vermeh, re deine Fraft, Und flöß in mich Den besten lebens- faft. Du reiner Geift, laß deinen troft mich spů ren, Der leib und feel und geift Fan fráftia rühren. 11. Du gditlich feur, entzünde mein gebet, enn deine brunft in meiner bruft entsteht. Die ans dacht laß mein herß durchdrin, s gend fühlen, Und dir darin zum rahm mit freuden spielen. 12. Gib den geschmack der Fünftgen net mir ein, Der fisser ist, als honig, milch und wein. Laß Chrifti finn in mir geboren werden, Und tilge, was sich sehnt nach dieser erden. 13. Bewohn mich ganß dein güldnes tempelhaus, Und füll es gang mit herrlichkeiten aus. Ach, heilge mich, wie du der heilge heiseft, Und unfera sinn der fünd und welt entreißfest. $ 14. Wirst du, o lebens geift, diß an mir thun, So werd ich recht von meinen wercken ruhn: Und so du mich inwendig wirft verneuren, So fan ich ieden tag ein pfingst feft feyren. 145. Mel. Werde munter mein. Ott, gib einen milden regen; Denn mein hert ist dürr wie 129 sand: Bater, gib vom himmel segen, Tráncke du dein dün siges land: Laß des heilgen geistes gab über mich von oben ab, wie die starden firdme, fliessen, und mein ganges herk durchgiessen. 2.Kan ein vater hier auf erden, Der doch bds ist von natur, Seis nen lieben Findern geben nichts als gute gaben nur; Colteft du denn, der du beift Guter Vater, deinen Geist mir nicht geben, und mich laben Mit den guten hims mels gaben? 3. JEsu, der du hingegangen Zu dem Vater, sende mir Deinen Geift, den mit verlangen Ich ers warte, HErr, von dir: Laß den Trößter ewiglich Bey mir seyn und lehren mich, In der wahrs heit fest zu stehen, und auf dich im glauben sehen. 4. Heil'ger Geist, du kraft bee frommen, Kehre bey mir armen ein, und fey tausendmal willkoms men! Laß mich deinen tempel feyn: Såubre du nur selbst das haus Meines herkens, wirf hins aus Alles, was mich hier fan fcheiden Von den süssen himmelsa freuden. gaben, mache mich neu, rein und s. Schmücke mich mit deinen schön; Laß mich wahre liebe ha ben, und in deiner gnade ftehn. Gib mir einen flarcken muth, Heilige mein fleisch und blut, Leh. re mich vor GOtt hintreten, Und im geift und wahrheit beten. s 6.0 Don des Seil Geiftes 130 6. So wil ich mich dir ergeben, Dir zu ehren sol mein finn Dem, was himmlisch ist, nachfireben, Bis ich werde fommen bin, Da, mit Bater und dem Sohn, Dich im höchsten himmels thron, Jch erheben fan und preifen Mit den füffen engels weisen. 146. G Miel. Rommt her zu mir. OCT Vater, fende deinen Geist, Den uns dein Sohn erbitten heisst, Aus deines him melt höhen. Wir bitten, wie er uns gelehrt, Laß uns doch ia nicht unerhört Von deinem thro, ne geben. 2. Kein menschen Find hie auf der erd Ist dieser edlen gabe werth, Bey uns ist tein verdie, nen. Sie gilt gar nichts dann lieb und gnad, Die Christus nns verloienet hat mit buffen und ver, fühnen. 3. Es jammert deinen Bater, fina: Der greffe jammer, da wir hin Durch Adams fall gefallen. Durch dieses fallen ist die macht Des bdsen geistes leider! bracht Auf ihn, und auf uns allen. 4. Wir halten, HErr, an uns fera: heil, Und sind gewiß, daß wir dein theil Jn Chrifio werden bleiben, Die wir durch seinen tod und blut Des himmels erb und bödiftes gut zu haben treulich glauben. 5.Und das ist auch ein gnaden, ter df, und deines heilgen Geisles stård, Fa uns ist fein vermögen. Wie baid würd' unfer glaub und treu, HErr, wo du nicht uns fün dest ben, Sich in die afdhe legen. 6. DeinGeift hält unters glaus benslicht, Benn alle welt dawis der ficht Mit sturm und vielen waffen: Und wenn auch gleich der first der welt Selbft wider uns fich legt ins feld, So kan er doch nichts schaffen. 7. Wo GOttes Geift ift, da ist fiea, Wo dieser hilft, da wird der frieg Gewißlich wohl ablaufen. Was ist doch farans reich und ftand? Wenn GOttes Geist ers hebt die hand, Fållt alles übern bauffen. 8. Er reifft der höllen band entzwey, Er trist und macht das berge frey Von allem, was uns fråndet. Benn uns des une glücks wetter schreckt, So ist ers, der uns schüßt und deckt, Biel best fer, als man dendet. 9. Er macht das bittre creuße füß, Ift unser licht im finsternis, Führt uns, als seine schafe: Sålt über uns sein schild, und macht, Daß seine heerd in tiefer nacht Mitruh und friede schlafe. 10. Er lehret uns die furcht des HErra, Liebt reinigkeit, und wohnet gern In frommen feu fchen seelen. Was niedrtq ist, was tugend ehrt, Was busse that und sich bekehrt, Das pflegt er zu ers wehlen. 11. Er ist und bleibet fiets ge treu Gnaden Gaben. freu: Er steht uns auch im tobe bey, Wenn alle ding abfteben: Elindert unsre leste quaal; Läst uns hindurch) ins himmels faal Getroft und frölich gehen. 1 12. Nun, HErr, und Vater 5 6 4 3% 06 Hoch vom himmel uns er. fchein Mit dem licht der gna, den dein. 147. 1 5. Ohne deine gnad und gunft ft all unfer thun und kunst Vor GOtt gang und gar umjonft. 131 aller gut, dr unsern wunsch, genß ins gemirth Uns allen diese gabe: Gib deinen Geist, der uns albier Regiere, und dort für und für Im ewgen leben labe. 6. Wasch uns, HErr, von fün den weiß, Unser schmächtig herk beaeuß, Die verwandten heil mit 7. Lend und nach dem willen dein, Warm die kalten hergen fein, Bring zurecht die irrig feyn. 8. Gib uns, HErr, wir bitten 566 6 2 Romm, ach fomm, ju Chrifi Heerd, Komin, mit deinen gaben werth Uns erleucht auf dieser erd. 3. D du fäſſer hertzens. gaft, er Geist, Beſuch das berg O heil Der du trof die fülle haft, Uns erquick in aller last. 4. O du felge gnaden fonn, Full das herg mit freud und wonn Allee, die dich rufen an. der menschen dein. Mit gnaden fie füll, wie du weisst, Daß dein ges schöpffol vor dir seyn. 2. Denn du der tröfter bist ge nannt, Des allerhöchften gabe thear, Ein geistlich falb an uns gewandt, Des lebens brunnen, lieb und feur. 3 Du bist von gaben siebenfalt, Der finger GOttes rechter band: Des Vaters wort gibst du gar bald Mit zungen frey in alle land. Lie 65 43 DETE 6 Deine gaben mildiglich, 9. Daß wir leben heiliglich, Selig sterben alle gleich, Bep dir bleiben ewiglich. 148. 4. Bund uns ein licht an im verstand, Gib uns ins herg der liebe brunft: Des fleisches schwach. 132 Bon des Heil. Geiftes Schwachheit, dir bekannt, Starck wohl, Dazu JEsum Christ sei. allzeit durch dein fraft und gunft. 5. Des feindes lift treib von uns fern, Den fried schaff in uns deine gnad, Daß wir dein'm lei, ten folgen gern, Und meiden un frer feelen schad. nen Sohn, Daß wir des glau bens werden voll, Dich, beyder geist, recht zu verstehn. 7.GOttVater sey lob und dem Sohn, Der von den lodten aufers stund, Dem trifier sey dasselb' ges than, In ewigkeit und alle stund. 149. 6. Lehr uns den Vater lennen 5 4.38 6 6 65 SUN, 041uren FELUL 1 4 26 ņ 65 0 6 5 66 76 8 6 6 43% Q Omm heilger Geist, du böch. les gut, Entzünd mein her mit deiner glut, Schlag deines feuers suffe flammen Gant fråf, tig über mich zusammen; Erweck in mir durch deine gunst Der ew gen liebe heilge brunft. 2. Erleuchte mich du wahres licht, Daß ich im finstern tappe nicht, Beschätte mich mit deiner Fühle, Daß ich nicht fremde hige fühle, Erfrifche meines bergens au Mit deiner heilgen Gottheit thau. 3. Komm, theure falbe, heile mich Bom fünden gift und schlan, gen stich: Du überköstlichs bals fams die, Erquicke meine matte feele: Komm, meines geifies pas radeis, Komm himmels, tranc und lebens fpeis. 2 4. Komm, fomm, du allerfüß, ter trost, So werd ich frey vom sünden rost. Komm, komm, du geber aller gaben, Ohn welchem mich sonst nichts fan laben; Ers fülle meines hergens schrein Mit deiner Gottheit reinem wein. 5. Gib, daß ich, wie ein liebes Find, GOtt fürcht, ihm folg, und meid die fünd; Laß mich die heis ligung erlangen, und deiner weißs Gnadens Gaben. weisheit licht empfangen: Laß mich den weg der seligkeit Betre, ten mit beständigkeit. 6. Gib mir die stårde, daß ich kan Dir dienen wie ein friegess mann. Dein rath regire meine finnen, Daß fie recht unterscheis den können. Verleih mir götte lichen verstand, Daß mir dein wille fey bekannt. 7. Geuß deiner weisheit güld: nen fluß In mich durch deinen lies bes tuß, Daß ich in meinem ber Ben wisse, Wie gut du bist und wie fo fisse, Daß ich anschau zu ieder frißt Die wahrheit, die du felber bist. 8.Du siebenfaches gnaden gut, Du finger GOtt's, der wunder that, Du höchste kraft, Du lebens brunnen, Komm strom, weis in mein herg gerunnen, Du feuer. tauf', du GOttes pfand, Ohn dich ist alles eitler tand. 9. Du lebens strom, flar wie crystall, Der mit so gnadenreis chem fall Ewig Jerusalem er freuet; Du bists, der alle ding verneuet: Wer dich empfindt, weiß nichts von noth: Wer dich nicht hat, ift lebend todt. 133 150. Omm heilger Geift, Erfüll und entzünde in ihnen Das feuer deiner göttlichen liebe, Der du durch mannigfaltigkeit Der zuna gen die völcker Der gangen welt versammlet hast, In einigkeit des glaubens. Hallelujah, Hallel. 151. Omm heiliger Geißt, HErre GOtt, Erfüll mit deiner gnas den gut Deiner gläubigen, herk, muth und sinn, Dein brünftige lieb' entzündt in ihn'n. D HErr, durch deines lichtes glang Zu bem glauben versammlet haft Das volck aus aller welt zungen: Das sey dir, HErr, Zu lob ges sungen. Hallelujah, Hallel. 2. Du beiliges licht, Edler hort, Eaß uns leuchten des lebens wort, Und lehr uns GOtt recht erkens nen, Von bergen Vater ihn nene nen. D HErr, behüt vor frems der lehr, Daß wir nicht meister fuchen mehr, Denn JEfum Chrift mit rechtem glauben, und ihm aus ganger macht vertrauen. Hallelujah, Hallelujah. Univ. Bibl. Glessen 3. Du beilige brunft, Siffer trost, Nun hilf uns frölich und getroft In deinem dienst beståne 10.D JEfu, der du diesen gaft Mir gang gewiß versprochen hast, Ach send ihn itzt in meine dig bleiben, Die trübfal uns nicht hast, Ach fend ihn itzt in meine feele, Co wird erleucht't die dun dle hole: Geuß ihn tief in mein herg hinein, So werd ich GOt tes tempel feyn. abtreiben. DHErr, durch dein Fraft uns bereit, und stärck des ritterlich ringen, Durch tod und fleisches blödigkeit, Daß wir hie leben zu dir dringen, Hallel. Hall. 152, 134 74 553% 6 6rb 6 SERTIFIE ph 6 6 Von des 5. Geiftes 152. 6 56 3X 66 6 6 * T'!! T 6 ( 6) Kom Omm, himmlischer regen, Erquicke die erden, Komm, heiliger Geißt, Damit die ver. heiffung Erfüllet bald werden, Die JEsus anpreift: Er wolle ein durres und techzendes herg Mit waffer erfüllen, Und allemach fillen Den sehnenden schmerz, Den fehnenden schmerg. 2. Komm, wasser des lebens, 6.6 6 5 6 6 556 6 fin 6 6 2648. Laß firdmelein fliessen Auf dieses dein land, Das unter der trübsal Vertrockenen müssen, Dein erbe genannt: Sich, wie mein herk in mir so seufzet und stöhnt, Und sich im verlangen, Dich gang zu um fangen, Recht ängstiglich ſehnt.:,: 3. Komm, liebliches sausen, Belebe die feele; Lebendiger wind, Bib, daß sich ein leben In finftes rer Gnaden: Gaben.' 135 rer hôle Des leibes entzünd. 8. Komm, heiliges die, Und Mard, adern und beine erstar ren im lauf, Dein othem des mundes, Und zeuge des bundes, Der wecke sie auf.:,: 4. Komm, trößer der blöden, Und stårcke die sinnen: Komm, fifefter wein, Und laß durch den guipruch Der liebe zerrinnen Die schmerßliche pein Des schüchter. nen berhens, so wird es geschehn, Daß ich zu dem beter Kan freu diger treten, Und vor dir be stehn.:: 5. Komm, hårdke der schwa chen Erquide die glieder; Bals famische Fraft, Ermanne den müs den Und francken doch wieder, Hergårdruder faft: Eowerd' ich um kämpfen der liebe darauf Nicht wieder erfalten und bef fer anhalten Im beiligen lauf.:,: 6. Komm, lehrer der schüler, Dich wil ich erwehlen, Dubrin gest berfir, Was souften verbar. gen Gewesen der feelen, Ich fin. de in dir Mehr, als mir durch vieles bemühen wird kund; Recht wichtige fachen, Die weis und Flug machen, Die lebret dein mund.:,: 7 Komm, Flarheit der blinden, Und öffne die augen, Komm, glångendes licht; Weil in mir die augen Der feelen nichts tan gen, Eh dieses anbricht. Laß beine erleuchtung mein berge durchaebn, Comerd' ich im lich, te Dein gnaden gefichte In ewigkeit jehn.. falbe die fråfte Der feelen mit dir; Berrichte im hergen Die gnaden geschäfte, Und wircke in mir Was tugend und früchte des geiftes allein Man pfleget zu nene nen; Laß lichterloh brennen Den göttlichen schein.:: 9. Komm, führer der finder, Und lendke den willen Nach def nem gebot; Laß deinen befehl mich Getreulich erfüllen Bis ends lich der tod Mich, nach hier im frieden vollendetem lauf, Durch zeitliches leiden Zur ewigen freu den Führt himmelwärts auf.:,: 10. Komm, himmlische taube, und lasse dich nieder, In wahr. heit und tren, Auf deine im geiste Vereinigte glieder, Verbinde aufs neu Die bergen in liebe; aib, daß sie forthin Aufrichtig verfah ren, und immer bewahren Den göttlichen finn.:,: 11. Komm, friede der feelen, Und gib dem gewissen Beständige ruh, lud laß mich des himmli, schen troftes geniessen; Trit näher herzu, Und sprich zu der feelen diß triftliche wort: Sen wieder zu frieden, Denn ich bin hienie. den Dein sicherer bort.:,: 12. Komm, flamme der liebe, mein herge entzünde, In heiliger brunft: Gib, daß fich mein berk mit Dem deinen verbinde, Du himmlifche gunst. Richt auf in der feelen dein liebes panier; So wil ich mein leben Zu eigen dir geben 136 geben In liebes begier.:: 14. Komm, zeuge der Finds 13. Komm, quelle der freuden, schaft, Hilf Abba mir fingen Aus Erfüll das gemüthe Mit himmli findlichem geist, und drück die fcher luft: Es sey mir dein vor gewißheit Bom himmlifchen dins schmack Der göttlichen gute Allei gen, Die dein wort verheit, Das ne bewusst. Weil diesem vergnis siegel des erbes, ins herge hinein: gen font keine luft gleicht, So So werd ich in freuden Mein hat der gefunden Höchsiselige berge hier weiden, Und selig fchon ftunden, Wer dieses erreicht.:,: seya, Und selig schon seyn. 153. Fi m² 6 4 Don des 5. Geiftes 2678 38 0 6 4 6 26 6 5 78 0 HIM LET Omm, o fomm, du Geist des lebens, Wahrer GOlt von ewigkeit, Deine fraft sen nicht vergebens, Sie erfüll uns ieders seit: So wird geist, und licht, und schein In dem dunckeln herken seyn. 2. Gib in unser hert und sin nen Weisheit, rath, versland und zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Denn was nur dein wille sucht. Dein erfenntniß wer de groß, und mach) uns vom irrs thum los. 3.3eige, HErr, die wohlfahrts. 65 43 0 siège: Das, was hinter uns ge than, Räume ferner aus dem wege: Schlecht und recht sey um und an: Bircke reu an funden statt, wenn der fuß gestrauchelt bat. 4. Laß uns fiets dein zeugniß fühlen, Daß wir GOttes finder find, Die auf ihn alleine zielen, Wenn sich noth und drangfal findt. Denn des Vaters liebe ruth Ift uns allewege gut. 5. Neiß uns, daß wir zu ihm treten Frey mit aller freudigkeit, Seufs auch in uns, wenn wir bes sen, Gnaden ten, und vertrit uns allezeit: So wird unsre bitt erhört, und die zuversicht gemehrt. 6. Wird uns auch nach trofte bange, Daß das bers oft rufen muß: Ach, mein GOTE, mein GOtt, wie lange? Ey so mach uns den beschluß; Eprich der sees len tröftlich) ju, Und gib muth, geduld und ruh. 7. O du Geift der kraft und ftarde, Du gewiffer neuer Geist, Fordre in uns deine wercke, Wenn der satan auf uns scheufft: Schenck uns waffen in den frieg, Und erhalt in uns den sieg. 8. HErr, bewahr auch unsern glauben, Daß fein teufel, tod noch fpott Uns denselben möge rau ben, Du bist unser schuß und GOtt; Sagt das fleisch gleich immer nein, Laß dein wort ge wisser seyn. 9. Wenn wir endlich sollen fterben, So verfichre uns ie mehr, Als des himmelreiches erben, Jener herrlichkeit und ehr, Die uns unser GOtt erfiest, Und nicht auszusprechen ist. 154. Kom Mel Don GOtt wil ich n. DOmm Tröster, fomm hernies der Bom hohen himmels thron Auf Chrifti freund und brider, Komm eilig, fomm und wohn Im herken allermeist, Mit deinem licht und gaben und freu, den di zu laben: Komm, werther beilger Geist. Gaben. 137 2. Du bist ein trost der from men, Gieß aus dein heiligs dl, Und laß es zu mir kommen, Daß fich mein hert und feel Erfreuen inniglich: Komm, trifter, zu ere quicken Die feelen, die sich bücken Im geift demüthiglich. 3. Laß allen trost verschwinden, Den mir die welt verspricht Bey ihrem dienst der fünden, Der mich doch tröstet nicht. Was JEfus mir anpreift, Dem wil ich feste alduben: Du foit mein tro fer bleiben, Du, o GOtt heils ger Geift. 4. Du kanst mein herk erfreue en, und kräftig rufien aus, Ja gang und gar erneuen Mein ars mes herkens, haus: Drum fom, mein schönster gaft, und bleib ins tod und leben, Als Tröster, mir ergeben, Bis mein geficht eri blafft. 5. Der du, als GOtt, ausges hest Vom Vater und dem Sohn, und mich im geist erhöhest Zu GOttes stubl und thron, Kehr ewig ben mir ein, und lehr mich JEfum fennen, Ihn meinen Erren nennen Mit wahrheit, nicht zum schein. 6. Du kommst ia von dem Ba ter, Der meine seele liebt, Drum sey auch mein berather: Wenn mich die welt betrübt, So komm und trößte mich, Und fård im creuß und leiden Mein hert mit vielen freuden, Daß es erquis de fich, K 7.ga Don des Seil. Geiftes x38 7. Ja zeug' in meinem herken Bon JEsu gant allein, Von seis nem tod und schmerzen, Und sei ner wahrheit schein, Daß ich, gang überzeugt, Rein bild in meiner feelen, Uis JEfum, mdg erwehlen, Bis fid) mein herk ihm gleicht. 8. Leit mich mit deinem finger, D Geist von GOttes thron, Und fey mein herk, bezwinger, Daß mich fein schmach noch hohn, Kein trabfal, keine noth Von meinem JEsu scheide: Jm crenk fey meine freude, Und trost bis in den tod. 155. Nu Un bitten wir den heiligen Geift Um den rechten glaus ben allermeist, Daß er uns behňte An unserm ende, Wenn wir heim, fahren aus diesem elende. Kyriel. 2. Du werthes licht, gib uns deinen schein, Lehr uns JEsum Christum erkennen allein, Daß wir an ihm glauben, Den treuen Heiland, Der uns bracht hat zum rechten vaterland. Kyrieleis. 3. Du füffe Iteb, schend uns deine gunst, Laß uns empfinden der liebe brunft, Daß wir uns von bertzen Einander lieben, und im friede auf einem finne bleiben. Kyrieless. 4. Duböchster tröfter in aller noth, Hilf, daß wir nicht fürch. ten schand noch tod, Daß in uns die sinnen Nicht verzagen, Wenn der feind wird das leben verkla gen. Kyrieleis. 156.* Mel. Fren dich sehr, o meine. Du allerfüffte frende, du allerschönstes licht, Der du uns in lieb und leide Unbefur chet läsfest nicht, Geist des höchs sten, böchster fürst, Der du hältst und halten wirst Ohn aufhören alle dinge, Höre, höre, was ich finge. 2. Du bist ia die beste gabe, Die ein mensche nennen fan: Wann ich dich erwünsch und has be, Geb ich alles wünschen an: Ach ergib dich, fomm zu mir In mein herke, das du dir, Da ich in die welt geboren, Selbst zum tempel auserforen. 3. Du wirst aus des himmels. throne, Wie ein regen ausges schütt, Bringst vom Vater und dem Sohne Nichts als lanter fes gen mit: Laß doch, o ou werther gaft, GOttes segen, den du hast und verwaltst nach deinem wil len, Mich an leib und feel erfüllen. 4. Du bist weif und voll vers flandes, Was geheim ist, ist dir fund, Zehlst den staub des fleis nen sandes, Gründst des tiefen meeres grund: Nun, du weisst auch zweifels frey, Bie verderbt und blind ich fen; Drum gib weisheit, und vor allen, Wie ich mdge GOtt gefallen. 5. Du bist heilig, lässt dich fin den, o man rein und sauber ist; Fleucht hingegen schand und funden, 20ie die tauben flanck und Gnaden Gaben. und mist. Mache mich, o ana den quell, Durch dein waschen rein und hell. Laß mich fliehen, was du fliehest: Gib mir, was du gerne sieheft. 6.Du bist, wie ein schäflein pfles get, Frommes hergens, fanftes muths, Bleibst im lieben unbee weget, uns böfen alles guts: Ach vergib, und gib mir auch Diesen edlen fin und brauch, Daß ich freund und feinde liebe; Reinen, den du liebt, betrübe. 7. Mein hort, ich bin wohl zu frieden, Wenn du mich nur nicht verslöfft; Bleib ich von dir unge, fchieden, Ey, so bin ich anna ge tröst. Laß mich seyn dein eigens thum: Ich versprech hinwieders um, Hier und dort all mein ver mögen Dir zu ehren anzulegen. 8. Ich entjage alle deme, Was dir deinen ruhm benimmt: Ich wil, daß mein herg annehme Nur allein, was von die kommt. Was der satan wil und sucht, Wilich halten als verflucht: Ich wil sei nen schndden wegen Mich mit ernst zuwider legen. 9. Nur allein, daß du mich flärdeft, und mir treulich stehest bey. Hilf, mein helfer, wo du merckest, Daß mir hilfe nöthig sep. Brich des bdsen fleisches finn, Nimm den alten willen bin, Mach ihn allerdinges neue, Daß mein GOtt sich meiner freue. 139 fiab: Wenn ich sterbe, fey mein leben: Wenn ich liege, sey mein grab: Wenn ich wieder aufersteh, En, so bilf mir, daß ich geh Hin, da du in ewgen freuden, Wirst dein' auserwehlten weiden. 10.Sey mein retter, halt mich eben: Wenn ich fincke, sey mein 157. el. Wie schon leucht uns: 3. Du quell, draus alle weiss heit fleufft, Die sich in fromme seelen gensst, Laß deinen troft uns hören, Daß wir in glaubens einigkeit Auch andre in der Chris fenheit Dein wahres zeugniß lehren. Hire, Lehre, Herß und finnen zu gewinnen, dich zu preis sen, Guts dem nächsten zu ers weisen. 4. Steb uns fets ben mit deis nem rath, Und führ uns selbst den rechten R2 ein, und laß uns deine wohs nung seyn, D komm, du bergens fonne! Du himmelsdicht, laß dei Fräftig fenn, zu fleter freud und nen schein Bey uns und in uns wonne: Daß wir Ja dir Recht zu leben uns ergeben, und mit beten Oft deßhalben vor dich treten. deinem wort, und laß im herken 2. Gib Fraft und nachdruck immerfort Es wie ein feuer brene seinen Sohn, Dich, beyder Geist, nen, Daß wir, GOTT Vater, in einem thron Für wahren Gott bekennen. Bleibe, Treibe, Und behüte das gemüthe, daß wir glauben, und im glauben standhaft bleiben. 140 rechten pfad, Weil wir den weg nicht wissen. Gib uns beständig, Feit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Benn wir uns leis den müssen. Schaue, Baue Was zerrissen, und geflissen, dir zu trauen, Und auf dich allein zu bauen. 5. Laß uns dein edle balsams, Fraft Empfinden, vnd zur rite terschaft Dadurch geflärdket wer. den: Auf daß wir unter deinem schuß Begegnen aller feinde truß, So lana wir sevn auf erden. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, daß wir wieder troft empfinden, Alles unglück überwinden. 6. Du füsser himmels thau, # Bondes 5. Geiftes 66 65 H laß dich Jn unfre bergen fråftige lich, Und schenck uns deine liebe: Daß unser sinn verbunden sev Dem nichfien fiets mit liebes treu, Und sich darinnen übe. Kein neid, Kein frett Dich betrübe, reine liebe wollst du geben Sanft und demuth auch darneben. GIH 7. Hilf, daß in wahrer heiligs feit Wir führen unsre lebenszeit; Sey unsers geistes stårde. Daß uns forthin sey wohl bewusst, Wie eitel ift des fleisches luft, und sei ne fünden wercke. Rühre, Führe Unfre sinnen und beginnen von der erben, Bis wir himmels er ben werden. 158. 87 6 6 65# 9 6 CUTIIKEHeidi 66 6 6 65 66 D heil, Gnaden D Heiliger Geift, o beiliger GOtt, Du tröfter werth in aller noth, Du bist gefandt vons himmels thron, Von GOtt dem Vater und dem Cohn. O heili ger Geist, o beiliger GOtt. 2. O heiliger Geist, o heilis ger GOtt, Gib uns die lieb' zu deinem wort: Zünd an in uns der liebe flamm. Darnach zu lie ben allefamt. O heliger 2c. 3D heiliger Geift, o heiliger GOtt, Mehr unfern glauben im merfort: Au Chriftum niemand glauben fan, Es sey dann durch dein bilf gethan. D beiliger ze. 4.O beiliger Geist, v heili ger GOtt, Erleucht uns durch den göttlich wort, Lehr uns den Vater kennen schon, Darzu auch seinen lieben Sohn.O heiliger zc. 5. D heiliger Geist, o beiliger GOTT, Ou zeigt die thur zur himmels pfort: Laß uns hier Tämpfen ritterlich, Und zu dir bringen feliglich. Oheiliger zc. $ 6.0 heiliger Geift, o heiliger GOtt, Verlaß uns nicht in noth und tod. Wir fagen dir lob, ebr und banck Jeund und unfer le benlang. heiliger Geist, o beiliger GOtt. Gaben. 141 faltetes gemüth Durchs füffe feuer deiner gut Erwärmen und es zu erneuren, So lan ich recht die pfinaften feyren. Hallelujah, Hauelujah. 159. D M. Romm H. Geift Erre. Theurer Trdsier, beilger Geist. Der du dich in die bergen genst, Die sich zu dir in Demuth fehren, Ich fleh dich an, mich zu erhören, und mein er 2. Durchdringe du mit deiner fraft Des bergens harte eigen. schaft, Zermalme diesen fels ber fünden, Daß du dein wohn haus könneft finden: Ach, es ist leider angefüllt mit dem, was welt und wohluft ftillt: Es liegt noch fest am foth der erden, denn deine wohnung Hallelujah,:,:. ie fans werden? haus, Ach, fehre ein, und fege 4. So elend ist Des hertzens. aus Den schlamm und koth der finsternissen, Ergänge was das felbfi zerriffen, Berfior das faule fünden nest, Das sich auf Belial verlässt, und laß mich aus der Fnechtichaft gehen, und in der süffen freyheit stehen. Hallel.:,:. 5. Du edler pfingst gaft, dring herzu, Und gib der feelen ihre ruh: Arbeite selbst an meinem hergen, und zünde an die glau bens kergen. Schlag deine werck. $ 3 ståt 3. Der wille liebt Die zeitlich. keit, Und hält die nacht fur fuffe freud, Berlässt die ruh, das wah re wesen, Und wil durchs todes gift genesen, Dein theures wort erkennt er nicht, Ja schmecket nicht bes glaubens licht Die sanf te speise unsrer seelen, Wie fan ich denn dich gast erwehlen? Hallelujah,:,:. Aufs Fest der 6. Dreyeinigkeit. 142 flåt ben mir auf, und führe mei nen lebens lauf; Se fan ich durch Dein werthes laben Den innern fabbath in mir haben. Hallel.:: 6. Du geift der kindschaft, zei ge mir, wie ich in andacht komm ju bir, Ach, lebre mich von herken beten, Jn wahrer kraft vor dich za treten. Ich bin gang laulich, flårde mich, Daß berg and feel entzünde fich, Und blos in dir das wesen feße, So hat es den Schat aller schake. Halel.::. 7. Lea du mir dieses zeuaniß bey, Daß ich ein find des höchsten fey. Sreib felbflen mich zu deinen wegen, Daß sich in mir die lufte legen, und ich in mahrem glau bentan Das Abba, Bater, flim men an: Geuß aus durch deine S 160. Elein GOTT in der höß sey ehr, Und danck für feine gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren fan fein schade. Ein wohlgefall'n GOTS an und hat: Nun ist groß fried chn unterlaß: All fehd hat nun ein ende. 2. Bir loben, preifen, anbeten dich, Für deine ehr wir dancken, Daß du, GOtt Bater, ewiglich Diegirst von alles wancken. Gang farcke tebe Die strdme GOt tes reicher liebe. Hallel.::. nermes'n ist deine macht, Fort g'schicht, was dein will hat 8. Umgürte mich In allem fireit Mit wahrer glaubens freu digkeit, Daß ich in deiner Fraft beslehe, Und nicht auf fremde wege gehe. Du Geist der weis. heit, lehre mich, Daß herge, geist und feele fid) Nach deiner hohen weisheit sehne, Und von dir alle macht entlehne Hallel.:.:. XIII. Aufs Fest der H. Dreyeinigkeit. bedacht: Wohl uns des feinen HErren! 9.D Geist, regire meinen geift, Daß er dir folge allermeift, Daß er die maur der finden breche, Und Abba, Bater, in mir spreche. Laß ruh und frieb im herken seyn, Und flöffe' deinen treft hinein, Daß keine sünd dich von mir frei be, und ich in deinem bunde blek be. Hallelujah, Hallelujah. 3.O JEsu Chrift, Sohn ein geborn Deines himmlischen Va ters, Versöhner der'r, die warn verlorn, Du stiller unfers habers, Lamm GOttes, beilger HErr und GOTT, Nimm an die bitt von unsrer noth; Erbarm dich unfer aller. 4.O heilger Geist, du höch fies gut, Du allerheilsamster Trößter, Fürs teufels gewalt forts an behit, Die Jesus Christus eridset Durch grosse marter and bittern ted: Abwend all unfern jammer Von der Heil. Dreyeinigkeit. 143 in sich fast der himmel samt der erden, Der große bau, von schöns heit und von pracht, und was diß und nur köstlichs in sich schleufft, Das kommt aus diesem uners schöpften meer, Und dessen uners forschter fülle her. Er ist die quell, die immer überfleufft. 5. Er ist das A und O, anfang und ende, Der erste und wird auch der letzte feyn: Er ist zu spürn, wo man auch sich hinwen de: Das heimlichste wird flar in feinem schein: Sein licht ist nicht vermischt mit bundelheit: Die kraft, so ihm benwohnt, wird nimmer schwach, Er weiß in fich von feinem ungemach: Er ist und cibt, wie er war vor der zeit. lammer und noth: Darzu wir uns verlaffen. THD 161. M. Jehovah ist mein Licht, auf auf! den HErrn zu loben, Auf, auf, erwecke dich und fäume nicht! Was in dir ist, wird still und fanft erhoben Zu GOtt, Je hovah, unfer sonn und licht. Er ift allein lob, ehr, preis und ruhm Bu nehmen würdig fiets und überall: Erhebe ihn mit frohem jubel fehall, Gehein in sein er, habnes heiligthum. 2. Er ist das groffe wesen aller wesen, Die höchst und einige voll: kommenheit: Bon ihm, durch ihn, zu ihn ist, wie wir lesen, Das, was nur ist geworden in der zeit. Er hat und kennet seines gleichen nicht: Wer ist wie er und seine majestät? Vor ihr die creatur mit gittern fleht. Sein wohnhaus ist ein unzugänglich licht. 3. Man sieht ihn nicht, und ist boch wohl zu sehen, Man gebe nur auf feine werche acht: Da fehn wir ihn als vor den augen stehen Im schmucke feiner weisen Gottheits pracht. Die himmel rühmen ihres schöpfers ehr: Die luft, die erd, und was im meer sich regt, Das alles den zu zeigen sich bewegt, Der ist und heifft Je hovah, unser HErr. 4. Was gut und fein nur kan genennet werden, Was uns mit luft und lieblichkeit anlacht, Was 6. Was er zujagt, dem kan man sicher tranen, Die that stimmt mit den worten überein; Man darf mit ganzem Herzen darauf bauen, Des HErren ia ist in, fein nein ist nein. Voll recht und billigkeit ist sein gericht. Er hat geduld und übet langmuth aus. Mit beiligkeit hat er geziert sein haus. Er ist die lieb, ders nie an lieb gebricht. 1 7. Bie felig ist doch, der ihn alfo Fennet, Und zu ihm Abba, Bater, fagen fan! Den er auch) wiederum ben seinen nennet, Und ihn als sobn und tochter siehet an! Nichts ist so hoch, nichts fan so herrlich seyn: Der höchften fürs flen hoch erbabner stand Ift, ge: gen diß zu rechnen, lauter tand: K4 144 Von der Beil. Es ist zu schlecht, Es bleibt ein dder schein. 8. O herrscher, wie sol ich denn gaug erheben Dich, daß du mich auch denen zugegeblt, Die da in Christo haft gebracht zum leben, Und sie in ihm zu findern auser wehlt. Zwar seh ich dich ist nur im bunckeln licht. Doch weiß ich, es fommt fünftig noch der tag, Da ich dich ohne decke schauen mag Von augeficht zu frohem angesicht. 9. Indeß, mein geift, auf! auf! ihn fiets zu loben: Auf! auf! er wecke dich und säume nicht; Was in dir ist, werd sanft und fill erhoben zu GOtt, Jehovah, unsrer sonn und lidht: Er ist als lein lob, ehre, preis und ruhm 3u nehmen würdig stets und über all: Erhebe ihn mit frohem Ju bel schal, Bis er dich bringt ins himmels heiligthum. 162. Mel. Der Tag ist bin, mein. Deit aber feien, die von licht, is bessen allmachtss flügel Sich um und um Durch biején erb creis ftreckt, und alle welt mit seinem schirm bedeckt. 1 2. Wir loben dich, So bald die fonnerwachet, Und wenn sie ist Den spåten abend machet; Was lebt und webt auf dieser erden weit, Ift alles, HErr, Zu deinem dienst bereit.. 3. Dreicher schat, O unum: Dreyeinigkeit. schrindtes wefen! Wer hat ie wol Die heimlichkeit gelesen? O tiefer brunn, O unerforschte pracht! Wie groß, ach GOTT, Wie groß ist deine macht. 4. Wer kan doch hier, HErr, deine meg erfinden? Bie, folt ein mensch Wohl dein gericht er gründen? Nur weg, vernunft, nur weg, nur weg mit dir, Dein wit der ist Gar viel zu schlecht alhier. 5. Nur immerhin, Nur hin mit deinem tichten, Du fanft dich nicht In GOttes weisheit richten, Wo GOTT nicht selbst Dich unterweisen wird, So bleibest du Verloren und ver wirrt. 6. Drum lehr uns, HErr, D, lehr uns ohne trennen Ju einem drey, Und dreyen eins erkennen; Sch, lehr uns doch, GOTT Vas ter, Sohn und Geist, Daß du ein GOTT In drey personen beifft. 7. Gib, von dir Diß wort bey uns fiets klinge: von ihm, durch ihn, In ihm find alle din ge, Dem grossen GOtt Sey ehr in ewigkeit, Ja, amen, ia Singt alle Christenheit. 8. Dein nam ift groß; Dein reich, HErr, in uns wohne; Dein will uns zwing; Ernähr uns und verschone: Versuchung steur; Ers Id' aus bdfer zeit; Dein ist das reich, Die fraft und herrlich teit. 163. Von der Heil. Dreyeinigkeit. 900 163. OTT der Vater wohn uns bey, Und laß ans nicht ver, derben, Mach uns aller fünden frey, und hilf uns felig fierben, Für dem teufel uns bewahr, Halt uns ben festem glauben, und auf dich) laß uns bauen, Aus hergens. grund vertrauen. Dir uns laf, sen gang und qar, Mit allen rech, ten Christen Entfliehn des teufels liften, Mit waffen GOttes uns rufien. Amen, amen, das sey wahr: So singen wir Hallelujah. 2. JEfus Chriftus wohn uns ben, und laß uns nicht verder ben, 2c. 3. Der heilge Geist uns wohne bey, Und laß uns nicht verder ben, zc. 145 find dein kleid. Heil und recht find deine werde, Alle dinge dejs ner hand Dir von ewigkeit be kannt: Deiner weisheit, deiner stårde Jft nichts gleich, gang nichtes ist Vor dir unser wit und lift. 3. Niemand mag dir widers fehen. Wer ist mächtig doch wie GOtt? Wie ers dendt, so muß es gehen: Denn er heisst HErr Zebaoth. Alles läuft nach feinem willen. Cein allsehend angesicht Weichet von dem mene fchen nicht: Seine gegenwart fan füllen Erd und himmel hier und dort, Schaut und hört sie fort und fort. 164. de st unendlich: also auch Sei 4. Das vermögen seiner bån ne gnade sonder ende, Und ihm täglich im gebrauch. Laß mich seh'n dich, dich empfinden, Du ewiges heil, o licht, Welchem nimmer gebricht, M. Laffet uns den Erren Roffer Gichaffen hat zu feinem lob beine flamm entzünden. Ach! du er reinste liebes glut, Brenn in meis nem herg und muth. und preis, Laß dein lob bey mir nicht schlafen, Wecke selber mei nen fleiß, Stets ein opfer dir zu bringen: Denn wer kan so lieb. lich fenn, Ber so herrlich, heilig, rein, Von fo bohen wunder din gen, o gerecht und schon dazn, Schönster HErr und GOTT, als du? dich einst zu schmecken mir. O 5.Unerfåttlich füsse weide, Gib du höchster troft und freude, Find ich alles doch an dir; Du fanft rechten reichthum geben, Nichts als lauter armuth ist Da, wo du nicht alles bist. Ach, was ist doch 2.Du bist lauter güt und wahrs dieses leben Ohne dich als hollens heit, Du ein quell der freund: noth, Ubertünchtes grab und tod. lichkeit, Unaussprechlich hell 6. Schak, du reißeft mein vere an flarheit, Licht und strahlen langen, Ach, wenn kommt der schöne K5 146 Schöne tag, HERR, daß ich dich einst umfangen und vollfimm lich schauen mag? Daß, o meines geisies crone, Jch vom eitten Raube frey, Gang mit dir vereis. nigt sey, Und in deinem reiche wohne, Wodein antlig hell und Elar Uns fol werden offenbar. 7. Nun, du hast schon längst Don der Heil. Dreyeinigkeit. 65: 65 6 98% 76 6 BET ME TE PUNE, 2 65 erlesen zeit und stunde mir zu gut, Und ein solches lieblichs we sen Auch mit deinen eignen blut Mir verschrieben: unterdessen Wil ich harren in geduld, GOtt, mein Fönig, deiner huld, Deines lobes nicht vergessen. Lob und preis fen dir bereit Hier und dort in ewigkeit. 165. SIEHT # 6 6 65% 6 Ochheilige Dreyeinigkeit, ich haft geschaffen in der zeit Bu deinem ebenbilde: Ach, daß ich dich von hergens grund Doch lieben möchte alle stund! Drum Tomm toch, und zeuch ein ben mir, Mach wohnung, und bereit mich dir. 2. O Bater, nimm gang Fråf, tig ein Das sehnende gemüthe, ## ** I** 6% 4 686 5 26 S14## 9876 64% 0 H Mach es zu deinem innern Vergib, daß meine seele fich So oft zerfirevet jämmerlich: Ver sehe sie in deine rub, Daß nichts in ihr sen, als nur du. 3 GOtt Sohn, erleuchte denverstand mit deiner weisheit lichte: Vergib, daß er sich oft get wandt Zu eitelem gedichte: Lag nunmehr nur in deinem ſchein Mein Von der Heil. Dreyeinigkeit. Sein eingig schaun und wirden seyn; Zeuch thn, daß er hier albes reitEntreise sich von ort und zeit. 4. O heilger Geist, du liebes feur, Entzünde meinen willen, Etårdk thn, komm mir zu hilf und steur, Den deinen zu erfüllen. Bergib, daß ich so oft gewolt, Was fündlich ist, und nicht ge. folt. Verleih, daß ich mit reiner 65 6 2.6 57% 0 CHAIL 70 67 8: 0 66 6 166. 147 brunst Dich innig ewig lieb um sonst. 5. O heilige Drepeinigkeit, Führ mich nun gang von hinnen: Richt zu dem lauf der ewigkeis all auß und innre finnen. Ver. einge mich, und laß mich hier Eins mit dir seyn, daß ich mit die Auch dort sey in der herrlichkeit, D heiligste Dreyeinigkeit. matumainitz 6 543 O 6 AUTHENT FIGUHIN!! चि 工 教堂 三 里 26 66 LIINATI Ehovah ist mein licht ungna en fone: Jehovah ist die vol, lenfommenheit: Jehovah ist die 43 66 GIHO 43 0 666 HeŢIEMER fathe 6 6 6 4 26 CHIO 65 67 066 目 66 66 BINT MTH 6 # 43 0 $ reine feelen wonne: Jehovah ist der brunn voll heiligkeit. In dies sem licht fan ich viel wunder sehn; Die 148 Don der Heil. Dreyeinigkeit. 2. Jehovah ist ein unbegreiflich wesen, Da mein verffand sich wil lig in verliert. In seinem wort ist dieses klar zu lesen, Wie wun. derbar ber fluge rath regirt. Wer hat den finn des Geistes ie erkant? Wer gab dem rath der war von ewigkeit? Vernunft sen ftill: die see ist viel zu breit, Und allzutief, o fluger unverstand.:: Die vollenkommenheit ist meine HErren sitzen sah Auf einem hos ruh, Die seelen freud erquicket hen thron mit hellem glang: Seis mich dazu. In heiligkeit muß nes kleides saum den chor erfüllet ich auch zu ihm gehn.:,: gang. Es stunden zween Sera phim bey ihm dran: Sechs flügel fab er einen ieden han. Mit zween verbargen sie ihr antlig klar; Mit zween bedeckten sie ihre füffe gar; Und mit den andern zween fie flos gen frey: Gegen einander ruften fie mit groffem aeschrey: Heilig ist GOtt, Der HErre Zebaoth! Heilig ist GOtt, Der HErre Ze baoth! Heilig ist GOTT, Der HErre Zebaoth! Sein ehr die gange weit erfüllet hat. Von dem geschren zittert schwell und bal cken gar, Das haus auch gang voll rauchs und nebei war. 3. Jehovah, grund und leben aller dinge, Du bist fürwahr ein unzugänglich licht: Gib, daß im licht mein wandel mir gelinge. Ach führe mich mit deinem anges ficht. Du bist ein licht, und bist im licht allein: Du hasfest den, 168. der finsterniſſen liebt: Du liebeſtrie, GOtt Vater in ewigs ben, und dir Groß deine barm bergigkeit: Aller ding ein schö pfer und regirer, Eleison. O laß mich stets bey deinen sira len seyn.:: 4. Jehovah, GOtt mit mir ju allen zeiten, mit dir ich nun ge meinschaft haben fan. Wann du mich wirst mit deinen augen lei ten; So wirst du mich zu ehren nehmen an. O blinde welt, o welt, ich warne dich. Fleuchi du biß licht, und laufest in der nacht, Die arme feel ift ewig umge, bracht. Nur licht und recht ver, einigt GOtt und mich.:,: 2 Chrifte aller welt troft, Uns O fünder allein du haft erlöst; JESU, GOttes Sohn, Unfer mittler bist in dem höchsten thron, 3u dir schreyen wir aus bergens begier: Eleison. 3. Kyrie, GOtt heilger Geist, Tröst, starck uns im glauben als lermeist, Daß wir am letzten end Frdlich abscheiden aus diesem elend, Eleison. 167. 169. Aus Jesaia im 6. Cap. M.Du unvergleichlichs gut. Sidas, Efaia, dem propheten das ge. Monarche aller ding, Dem im den alle Von der Heil. Dreyeinigkeit. alle Seraphinen Mit ehrerbies tigkeit und tieffter demuth dies nen, Laß dein erhabnes angesicht 3u meiner armuth sein gericht't. 2. Du bist die majestät Der höchsten majestäten; Vor deinem glang muß aller glang und pracht erröthen: Doch bitt ich, zürne nicht mit mir, Daß ich, der staub, mich nah' zu dir. 3. Du vollenkommenheit Haft swar nicht deines gleichen: Doch darf drum nicht vor dir Das uns vollkommne weichen. Denn du, volfommner Vater, du Rufft dei nen schwachen findern zu: 4. Kommt alle her zu mir, Lasst euch nur nichts erschrecken: Ich wil den glang der majestät mit liebe decken. Drum komm ich auch in meinem theil Von dir zu fingen, schönftes heil. 5.Du bist das A und D.Der an fang und das ende. Hilt, daß mein berg zu dir, dem anfang, sich stets wende; Und ich in allem, was ich thu, Jn dir, als meinem ende, rub. 6. Du bist das grosse licht; Dein licht geht niemals unter, Der kleinste strahl von dir macht leib und feele munter; O daß in 4% 65 # 2 6 5 B 149 deiner heiterfeit Erflürbe meine Dunckelheit. 7. Du bift die liebe selbst, Die lauter liebe quillet, Die aller ene gel herg mit luft und lieb erfüllet. Olieb, ergieß dich auch in mich, Daß ich als liebe schmecke dich. 8. Du bist die lebens fraft, Durch die sich alles reget, Was sich zum guten nur in einger art beweget. O, daß dein leben meis nen tod Verschlunge gang samt aller noth. 9. Du bist das höchfie gut, Nur du bist gut zu nennen. O, laß mich ausser dir kein ander gut erkennen: Mach aber meinen finn und muth Durch dich und deine gutheit gut. 10.Co fol mein alles dich Mit ruhm und preis erheben: Ja, ich wil selbst mich dir zum gangen opfer geben; Und du wirst auch mit luft in mir Dein bild erblicken für und für. 11. Ehr sey dir, groffer GOtt, Du König der heerschaaren. Des himmels hor jarchit dir bey millionen paaren; Jch jauch. ze mit schon auf der erd, Bis ich ein himmels engel werd. 170. 1 76 66 6 O Gott, ISO +40 Jo 43 0 65 Don der 5. Dreyeinigkeit: * 6 6 Im In! puutt 5 43 656 43 6 56 Esta 6 IIÍ D GOTT, du tiefe sonder grund, Wie kan ich dich zur gnüge tennen? Du greffe höh, wie fol mein mund Dich nach Den eigenschaften nennen? Du 6 60 6 65 6 6 5 43 Q 66 LITE 65 656 EII B4% 6 43 WHIT IFF OPINE bist ein unbegreiflid) meer, 3d sencke mich in dein erbarmen. mein herk ist rechter weisheit leer, Umfasse mich mit deinen armen. Ich stellte dich zwar mir, Und Von der Heil. Dreyeinigkeit. Und andern gerne für; Doch werd ich meiner schwachheit in nen. Weil alles, was du bift, Obn end und anfang ist; Verlier ich brüber alle finnen. 2. Dein ursprung ist die ewig: Feit, Die niemals mit dir ange, fangen: Du warst vor aller welt und zeit, Und eh die schöpfung angegangen. An dir ist unaug. fprechlich viel, Und was du haft, wird nicht geendet: Dein hohes alter hat kein ziel, Daß deiner jahre lauf vollendet. Veräns drung trifft dich nicht, Dieweil bir nichts gebricht: Du bist ein unaufhörlich leben. Was lebet und sich regt, Das wird von dir bewegt: Du haft ihm dazu fraft gegeben. 180 G 3.Es rührt von deiner allmacht her, Aus welcher alle ding ent flanden, Rein einiges kommt phngefehr; årst du nicht, so war nichts verhanden. Was uns fer aug und ohr begrüsst, Bovon wir wissen, oder lesen, Was fichts bar und unsichtbar ist, Das alles hat von dir sein wesen. Du thust, was du beschleufft, Und was un möglich heisst. If das geringste Deiner wercke. Du bist nur dir bekannt, Dein göttlicher verstand Und weisheit gleichet deiner stårcke. da 4. Der himmel ist dein thron und fis, Und du regireft auch auf erden. Vor dir muß aller men, schen wit Als unvernunft be ISE schämet werden. Worauf man die gedancken stellt, Ift dir ents deckt und unverborgen. Bas finsternig beschlossen hält, Das fiehst du, wie am hellen morgen. Du wohnft in einem licht, Das hat kein dunckels nicht, noch mit dem schatten was gemeines. Kein Fönig ist bir gleich: Dein allge waltig reich Ift oben und hie un ten eines. 5. Du einiger und wahrer GOtt, Du herrscher aller hims mels, schaaren, Die götter find vor dir ein spott, Und scheuen alle dein verfahren. Vor dir erbebt per engel chor, Sie schlagen aug und antlig nieder, So schreck, lich kommst du ihnen vor, Und davon fchallen ihre lieder. Die creatur erstarrt Bor deiner ges genwart: Damit ist alle weit ers füllet. Und dieses duffre weist, Unwandelbarer Geist, Ein bild, worein du dich verhüllet. 6. Dich schliessen keine gråne gen ein, Und wenn gleich tausend welten waren; So wåren sie für dich zu klein, Und nur wie zeichen deiner ehren. Du streckest dich unendlich weit, und übersteigeft alle sterne. Dein namens, lob und herrlichkeit Erreichet eine solche ferne, Drauf niemand den. den fan, Dich betet alles an, Und muß fich unterthänigst bücken: Und wer in zuversicht Dir ſeine noth bericht't, Dem hilsest du mit deinen blicken. 7. Bey Don der Seil. Dreyeinigkeit." 152 7. Ben dir ist fluger rath die that; Gerechtes recht in dem ge richte; Vollkommenheit im höch, ften grad; Geduld vor deinem an. gefichte; Barmherzigkeit und grosse treu, Biel gnad und uns ermeßne liebe Wird alle morgen bey uns neu; Co handelst du aus eignem triebe; Ein ieder augen blid ft deiner wohlthat flück, darin wir deiner huld geniessen. Diß alles, was wir seyn, Muß immer und allein Aus dir, als eis nem brunnen fliessen. han 8.D Vater, welcher alles zeugt, Du allerhöchstes gut und gute, Von dem es zu uns abwärts fleigt, Du gibst uns des gedey ens blüthe, und den geschöpfen unterhalt, Nach eines ieden art und weise: Dein fegen macht sie wohlgestalt: Du fülleft sie mit freud und speise: Bist keines men. fehen feind, und deine ſonne als un scheint So über fromm' gerechte: Dein milder regen fällt, In dieser gangen welt, Auf alle vdicker und geschlechte. dir vertraut und sich zu deinen füffen leget: Was er dir leiften sol, Das thut ihm selber wohl: Denn du bedarfst nicht seiner gas ben; Stat dessen wendest du Ihm heil und leben zu, Und fanst von niemand etwas haben. 10. Du lohneft noch dem, der dich ehrt, und bist ein feuer deis ner feinde, Daß ihre feel und leib verzehrt; Dagegen labst du deine freunde. Dein lob vermelden immerdar Die Cherubim und Seraphinen, 3o dir der ältsten araueschaar u demuth auf den Enien dienen. Denn dein ist kraft und ruhm, Das reich und heis ligtham, Da mich entsetzen mir entreiffet. Bey dir ist majestät, Die über alles gebt, und heilig, heilig, heilig beiffet. 171. Bater, allmächtiger GOtt, zu dir schreyen wir in der noth. Durch deine grosse barms bergigkeit Erbarm dich über uns. 2. Chrifte, wollft uns erhören, Für uns bist du mensch geboren Bon Maria. Erbarm dich über uns. 9. Vermag dir jemand auch dafür Mit mund und hergen recht zu dancken? In keinen tem peln wohnst du hier; Dein dienst hat nicht gewisse schranden; 3. O beilger Geist, wolft uns Was menschen für dich aufges baut, Darin wird deiner nicht gepfleget: Du liebeft den, der geben, Dich allzeit herzlich zw lieben, und nach deinem willen zu leben. Erbarm dich über uns. 172, Von der. Dreyeinigkeit. 172. Q 0 4* 6 76 57 70 6 6 26 DEENTHETTES ESTE[ 1] 6* 3 6 TITLE 111111 $$ Eligstes wesen, unendliche wonne, Abgrund der aller, voukommensten luft, Ewige herr, lichkeit, prächtigste sonne, Der nie verändrung noch wechsel be wusst, Loß mich dich loben, Bis einst dort oben, Wo dich die en gel und menschen befingen, Mei, ne verherrlichte zunge wird flin gen. 5 7.7 IS 65 4 66* 3.Der du dich in dir und durch dich erfreuest, Eb dieses alles fein wesen gewann, Auch, was erquia dend ist, iedem verleihest, Das sich doch felbest beleben nicht fan; Heiligste gute, Laß mein gemüs the Indir sich allezeit freudig ers weisen, Das dich doch nimmer genugsam kan preifen. 2. Ginne von ferne doch einige blicke Deiner im glauben ver, måhleten braut, Bis ich die seele einst freudig hinschicke, Da sie dich, wie du bist, selig beschaut, Wann ich dein lieben Stetig fan üben, und mit recht frommen und reinem gewissen Werd deine ruhe und wohlust geniessen. 4. Leb ich in finfierniß, machet dein glången Selbest das todes, that mir wieder licht. Fall ich in ohnmacht und schwebe in grens hen Schwerer verzweifelung; låff'st du mich nicht. Endlich im fierben Muß ich ererben Durch dich und in dir ein ewiges leben, Das nur das feligste wesen kan geben. 2 5. Schüt. Don der Beil. Dreyeinigkeit. 154 5. Schüttert die erde und don nert der himmel, Tobet und die welt; not mir doch mitten in fol. chem getümmel Noch meine fes ligkeit fefte gestellt; Wenn dein erbarmen Sich låfft umarmen Bon dem, ders flüglichte feligste wesen Ihm hat zum felfen und ruhe erlesen. 6. Bird meine seele im glans ben auch lichte; Danck ich es, ser ligste fonne, nur dir. Wenn ich mein seufzen gen himmel an rich te; Merck ich im herken auch bal de, was mir Bon dir bestimmet, Weil schon anglimmet, Bas mich fol ewig und selig ergeben, Wenn du in deine ruh mich wirst einsetzen. 7. So bist du selig, und thei left mit abe; Låsfest auch keinem geschöpfe die macht, Daß es von mutterleib bis hin zum grabe Dem, den du deiner gunft wür. dig geacht't, zu schaden tauge; Ja, daß fein auge, Soltes gleich Himmel und erden durchgehen, Einen unseligen Christen fan fehen. 8. Bin ich denn felig, so laß mich es mercken, Schreib es burch deinen Geist mir recht in finn, Und reiß im glauben und feligen werden mich von der ei telfeit, wann du wilt, hin, Wo wan nach klagen Freudig fan fa, gen: Geht, aus der schaar der elendeften finder machet der fel'ge GOtt felige finder, 173. Mel. Chrift unfer rr. As alle weisheit in der welk Weg uns hier taum fan fals len, Das lässt GOTT aus dem himmels zelt In alle weit ere schallen, Daß er alleine König fen, Hoch über alle götter, Groß, machtig, freundlich, fromm und treu, Der frommen schuß und retter, Ein wesen, drey personen. 2. GOTT Vater, Sohn und heilger Geist Heifft sein hochheils ger name: So kennt, so nennt, so rühmt und preift Ihn der ges rechte fame; GOTT Abraham, GOtt Ifaac, GOtt Jacob, den er liebet, HErr Zebaoth, der nacht und tag Uns alle gaben giebet, Und wunder thut alleine. 3. Der Vater hat von ewigkeit Den Sohn, sein bild, gezeuget. Der Sohn hat in der füll der zeit Fm fleische sich eräuget. Der Geist geht ohne zeit herfür Bom Vater und vom Sohne, Mit beyden gleicher ehr und zier, Gleiche.vig, aleicher crone Und ungetheilter stårcke. 4. Sieh hier, mein herk, das ist dein gut, Dein schak, dem feiner gleichet: Das ist dein freund, der alles thut, as dir zum heil gereichet; Der dich ge baut nach seinem bild; Fir deine fchuld gebüffet; Der dich mit wabrem glauben füllt, und all dein creuß durchfüffet Mit seinem heilgen worte. 5. Era Aufs Feft Johannis des Täufers. 5. Erhebe dich, fleig zu ihm zu, Und lern ihn recht erkennen: Denn solch erkentniß bringt die ruh, und macht die seelen bren. nen In reiner liebe, die uns nehrt 3um ewgen freuden leben, Da, was alhier fein ohr gehört, GOtt wird zu schauen geben Den aus gen seiner finder. 6. Beh aber dem verstockten beer, Daß sich hie selbst verbien. det, GOtt von sich stößt, und seine ehr Auf creaturen wendet, Dem wird gewiß des himmels, thür Einmal verschlossen bleiben: Den wer GOtt von sich treibt alhier, Den wird er dort auch treiben Von seinem heilgen throne. XIV. Aufs Fest Johannis des Täufers. 174. M Meine Seel erhebt den, Elobet sey der HErr, der GOtt Ifrael: Denn er hat besucht und erlöset 155 7. En nun, so gib, du grosser held, GOtt himmels und der ers den, Daß alle menschen in der/ welt Zu dir befehret werden: Er feuchte, was verblendet geht; Bring wieder, was verirret; Reiß aus, was uns im wege steht, und freventlich verwirret Die schwachen in dem glauben. 8. Auf daß wir also alizugleich Zur bummels pforten dringen, Und dermaleins in deinem reich Ohn alles ende fingen, Daß du alleine Könia senst, Soch über als le götter, GOTS Vater, Sohn und heilger Geist, Der from men schuß und retter, Ein wesen, drey personen. sein volck, 2. Undhat uns aufgerichtet ein horn des heils In dem hause sei nes dieners Davids; 3. Als er vor zeiten geredet hat Durch den mund seiner heiligen Propheten, 4. Daß er uns errette von un fern feinden, und von der hand aller, die uns bassen, 5. Und die barmhertigkeit er zeigete unsern vätern, Und ge dächte an seinen heilgen bund, 6.Und an den eid, den er ges schworen hat unserm vater A braham, uns zu geben, 7. Daß wir, erliset aus der hand unfer feinde, Jhm dieneten ohne furcht unser lebenlang, 8. In heiligkeit und gerechtigs teit, Die ihm gefällig ift. 9. Und du findlein wirft ein Prophet des höchsten heissen: Du wirft vor dem HErrn herges ben, Daß du seinen weg bereitest, 10. Und erkentniß des heils ges best feinem vold, Die da ist in vergebung ihrer fünde, 11. Durch die hergliche barm bertigkeit unfers Gottes, Durch £ 2 welche 156 welche uns besuchet hat der auf. gang aus der höhe, 12. Auf daß er erscheine denen, die da figen im finsterniß und schatten des todes, und richte un fre füsse auf den weg des friedes. * 13. Lob und preis sey GOtt dem Vater und dem Sohn, Und dem heiligen Geifte. 14. Wie er war im anfang, bleibt er ist und immerdar, Und von ewigkeit zu ewigkeit, Amen. 175. Mel. Don GOtt wil ich. Oll sey gelobt mit freuden, Aufs Feft Johannis des Taufers. auch das volck der heiden, Das vormals war verrucht. Er hat sein horn erhöht, Das sich von heil ergieffet, und alles leid ver, fuffet Go von der fünd entflebt. 2. Ach, daß sich möcht ergieffen Das heil in meine seel, und mit dig überfliessen Des Geistes freus den d!, So mir durch dieses heil, Nach GOttes heilgen orden, und Dessen tod geworden Auf dieser welt zu theil. 3. Was GOTT vormals ver, sprochen Durch einen theuren eid, Das hat er nie gebrochen, Es zeugt die folge zeit Von dem, was GOttes mund Verheiffet: ia die feiten Die werden noch von wei ten Die wahrbeit machen kund, 4 Er wird fein volck erretten, Wie vormals ist geschehn, Bon aller feinde fetten, Die ihnen wir derstehn. Er wird barmherzig, Feit An Zion noch erzeigen, Wenn feinde fich eraugen, In dieser legs ten zeit. 5. Er hat es fest geschworen, Und denckt an seinen bund, Den er, weil nun geboren Meßias, machet kund: Drum wird er von der hand Der feind' und allem bösen Sein Ifrael erlösen, Und bringen in den stand. 6. Aus die im finstern siken, Die wird er führen aus Aus ih rentodes pfügen, Und bringen in fein haus. Es wird der heiden füll In herrlichkeit eingeben Und gnaden will. 7. Da werden sie ihm dienen Ohn furcht ihr lebenlang, Dies weil das heil erschienen, Das fie ohn furcht und zwang, In wah rer heiligkeit, Auf dieser gantzen erden Mit luft verehren werden, Und in gered tigkeit. 8.Denn wird man GOTT ers kennen, Und Je um Christ al lein Als seinen HErren nennen, Dieweil sein nam wird seyn Nur einer und sein ruhm, enn Ba bylon gefallen, Wird weit und breit erfchallen In feinem eigen thum. 9. Gelobet sey der name Des HErren ewiglich. Gesegnet sey der same Der heiligen, die sich 3um opfer fiellen da Nach Got tes wohlgefallen, und lassen GOtt erschallen Ihr lob, Hallelujah. XV Aufs Fest der Zeimsuchung Maria. XV. Aufs Fest der Heimsuchung Maria. 176. doch nehmen nicht in acht Ihre pflicht und schuldigkeit hier in dieler gnaden zeit: Aber er gibt gnad und güte, Die demüthig am gemüthe. SC M. Freu dich sehr, o meine. In mein geifi fol GOtters heben, Meine seel, herk und gemüthSol ein freu den opfer geben Ihm, weil er fein beil und güt Mir, nach seinem heilgen bund, Hat gemacht im glauben kund. Er hat angesehn in gnaden, Die mit elend war be laden. 1 2. Kindes finder sollen preisen Diese lieb und arosse guad, Die der HErr mir lässt erweisen, Und ertheilen in der that. Er hat grosse ding gethan, Weil er wiederum die bahn Hat eröffnet zu dem les ben, Das in unschuld war gegeben 3. Ewig wahret feine gute, E. wig die barmherzigkeit, Die in unverwelckter blüte Jft bey from, men allezeit, Die ihn fürchten für und für, Und ihn ehren nach ges bühr, Die ihn lieben, die ihm trauen, Un auf feine gute schauen. 4 Er verübt mit feinen armen Macht, gewalt und grosse kraft, Und zerfireuet ohn erbarmen, Die sich in fich selbst vergafft; Die in Sind boffartig immerhin, Denen wis bersieht er beftia, Und zerschlägt die hoffart kraftig. 5.Er zerfiöffet von den thronen Die gewaltigen mit macht, Wenn fie gar in schlössern wohnen, und 157 6. Er erfüllt mit reichen gus tern, Die da hungrig find im Geift: Aber schwülsligen gemů. thern, Nimmt er, was er sonst verheifft. Ja, er lässt die reichen leer, Die ein überflißigs meer Threr folgen werde zeigen, Und sich nicht in demuth neigen. 7. Er gedenckt noch) mit erbar. men, An Ifrael, und hilft auf. Seinen diener mit umarmen, Ja, es wird der kleine hauf, Noch in dieser gnaden zeit, Eich ausbreis ten weit und breit, Benn Ifrael, nach verlangen, Die verheissung wird empfangen. 8. Lob und preis fen GOtt ges fungen, Bater, Sohn und heilgen Geift. Nun ist alles wohl gelun. gen: GOtt erfüllt, was er vers heisst. Bie es in dem anfang war; Also ist und immerdar. Lasst uns GOttes heilgen namen Ewig, ewig preisen, Amen. 177. Men, fnd mein geift freuet sich GOttes, meines Heilandes. 2. Denn er hat seine elende magd angesehen: Siehe, von nun an werden mich selig preifen alle findes, kind. 3. Denn Aufs Fest Michaelis. 198 3. Denn er hat groffe ding an mir gethan, Der da mächtig ist, und des name heilig ist, 4. Und seine barmherzigkeit währet immer für und für Bey denen, die ihn fürchten. 5. Er übet gewalt mit seinem arm, Und zerstreuet die hoffärtig find in ihres hergens finn. 6.Er fieffer die gewaltigen vom stuhl, und erhebet die niedrigen. 7. Die hungrigen füllet er mit gütern, Und läsfet die reichen leer. 178. Mel. Vom Himmel hoch da. Err GOtt, dich loben alle wir, und follen billig dan den dirFür dein geschöpf der engel schon, Die um dich fchweb'n in deinem thron. 2. Sie glänzen bell und leuch, ten flar, Und sehen dich gang offenbar, Dein' stimm sie hören allezeit, Und sind voll göttlicher weisheit. 3. Sie feyren auch und schla fen nicht, Ihr fleiß ist gang da hin gericht't, Daß fie, HErr Chri, fle, um dich seyn, Und um dein ars mes haufelein. 8. Er gedencket der barmhers gigkeit, und hilft seinem diener Ifrael auf. 9. Wie er geredt hat unsern våtern, Abraham und seinem sa men ewiglich. XVI. Aufs Fest Michaelis. 4. Der alte drach und böse feind Vor neld, haß und vor jorne brennt, Sein datum steht allein darauf, wie er zertrenne deinen hauf. * 10. Lob und preis sey GOtt dem Vater und dem Sohn, und dem heiligen Geifte. II. Wie er war im anfang, bleibt er ist und immerdar, Und von ewigkeit zu ewigkeit, Amen. 5. Und wie er vor bat bracht in noth Die welt; führt er sie noch in tod: Kirch, wort, gefes, all ehr. barkeit Jfi er ju tilgen fiets bereit. 6.Darum fein rast noch ruh er hat, Brüllt wie ein low, tract't früh und spat, Ergt garn und strick, braucht falsche lift, Daß er verderb, was Chriftlich ist. 7. Indessen wacht der engels schaar, Die Chrifto folgen im merdar, Und schiget deine Chri fenheit, Wehret des teufels li ftigkeit. 8. Am Daniel wir lernen das, Als er unter den löwen faß; Dess gleichen auch den frommen Loth Der engel half aus aller noth. 9. Dermaffen auch des feuers glut Verschont und keinen scha den thut Den'n knaben in der heissen flamm, Der engel ihn'n zu hilfe kam. 10. Alfo Aufs Feft Michaelis. 10. Also schüßt GOTT noch heut zu tag Vorm übel, und vor manchher plag Uns durch die lie ben engelein, Die uns zu wäch. tern geben seyn. 11. Darum wir billig loben dich, Und dancken dir, GOTT, ewiglich),( Wie auch der lieben engel schaar Dich preiset heut und immerdar.) 12. Und bitten dich, du wollt allzeit Dieselbe heissen seyn bereit 3u schigen deine kleine beerd: So hält dein göttlich wort im werth. 179. Mel. Es ist das Seil uns. D GOtt, der du aus hergens. grund Die menschen finder liebest, und, als ein Bater, alle stund Uns sehr viel gutes gibest, Wir dancken dir, daß deine treu I bey uns alle morgen neu In unserm ganßen leben. 2. Bir preifen dich infonder heit, Daß du die engel schaaren 3u deinem lobe haft bereit't, Auch uns mit zu bewahren, Daß unfer fuß an feinem ftein, Wenn wir auf unfern wegen seyn, Sich flof. se und verlege. 3. Was ist der mensch, o Va, ter, doch, Daß du sein so geden. deft, und ihm dazu so reichlich noch Die groffe gnade schenckest, Daß er die himmels geisler hat, Wenn er nur geht auf rechtem pfad, zu seinem schutz und his tern? 159 4. HErr, diese grosse freund lichkeit und sonderbare gåte Ers heischet von uns allezeit Ein danckbares gemüthe: Darum, o GOtt, so rühmen wir Die grosse lieb, und dancken dir Für solche hohe gnade. 5. Es ist der flarcken Helden Fraft Geflanden uns zur seiten, Sonst waren wir schon hinges rafft Zu diesen böfen zeiten. Die firche und die policey, Ein ieder auch vor sich dabey, Ift gnådig: lich erhalten. 6. Ach, HErr, laß uns durch deine gnad In deiner furcht ver bleiben, und ia nicht selbst durch übelthat Die engel von uns treis ben. Gib, daß wir rein und hei lig seyn, Demüthig, und ohn heuchelschein Dem nächsien ger. ne dienen. 7. Gib auch, daß wir der engel amt Verrichten dir zu ehren, und deine wunder allesamt Ausbrei. ten und vermehren, Die duuns in der ganzen welt Und deinem wort haft vorgestellt, Voll weise beit, macht und gute. 8. Und wie du durch die engel haft Aus noth uns oft geführet, Se, daß uns manche schwere last Und plage nicht berühret; So thu es ferner noch hinfort; Befiehl, daß sie an allem ort Um uns fich stets berlagern. 9. Laß deine kirch und unser land Der engel schuß empfinden, Daß fried und heil in allem £ 4 stand Aufs Feff Michaelis. 160 stand Ein ieder mög empfinden. Laß fie des teufels mord und lift, Und was sein reich und anhang ist, Durch deine kraft zerstören. 10. Zulegt laß fie an unserm end Hinweg den satan jagen: Und unsre feel in deine hånd, In Abrahams schooß tragen, Da als les heer dein lob erftingt, Und hei lig, heilig, heilig fingt, Ohn eini ges aufhören. 180. M. Nun dancker alle GOtt. W MEr dort den engeln gleid, Ja, GOtt wer den Jn Christi königreich, Der muß auf dieser erden Erft wer, den als ein kind, Gank niedrig, arm und klein: Weil der nur gua: de findt, Der so fich stellet ein. 2. Er muß gant umgekehrt, Ja werden neu geboren, ie JEfus selber lehrt; Sonst gehet er verloren, Und kommt um leben nicht, Das von GOtt fel, ber ift. Wer lebt im glaubens, licht, Der ist ein wahrer Chrift. 3. Es meint die eitle welt, Daß bey gewohnten fünden Sie den. noch GOtt gefällt, Und daß sie Finne finden Zum himmel eine spur, Ob sie gleich nicht umfehrt, Im flande der natur: Da GOtt boch anders lehrt. 4. Sie fährt in årgerniß Und hoffart fort im leben; Und doch meint sie gewiß, Daß GOtt ihr werde geben Den himmel nach der jeit. Allein, etende weit! Du bist vom leben weit, Das JEsu wohlgefällt. 5. Web dem, der ärgerlich Auf dieser erden lebet; Ja, we he dem, der sich Im sünden koth erhebet; Web dem, der årgert den, Der glaubt und JEsum liebt, Ja auch den kleinesien; Weh dem, der ihn betrübt. 6. O web der böfen welt, Der ärgernissen wegen. Wenn GOtt wird ein das urtheil fällt, So schwefel regen Sie, wie dort Co, doma, Verzehren im gericht. Ja, dein gericht ist nah; Denck, daß es bald einbricht. 7.O JEfu, gib, daß ich Mich selber überwinde, und gang des müthiglich Vor deinem thron mich) finde; llamindig, als ein find; Gehorsam nach gebühr; Sanfmüthig und gelind; Ein fältig für und für. 8. So bin ich groß genug, Und werde größer werden, wenn ich des Geistes jugStets folg auf dieser erden: Bin ich denn schlecht und klein, Und elend vor der weit; So werd ich herrlich seyn, Und groß im himmels, zelt. XVII. 3( 161) XVII. Von der Liebe und Leutseligkeit GOttes und Christi. 181, Mel. Wer nur den lieben. N so hat GOTT die welt geliebet, Daß er sein ein gebornes find Für alle zur verföhnung gibet, Die der verdammniß schuldig sind. Wer aldubt, der sol von funben rein, Und ienes lebens erbe seyn. 2. Also hat GOTT auch mich geliebet, und liebt mich diese ftunde noch. Ob mein gewissen mich betrübet; Ach, so erfreut mich dieses doch: Ich babe Chri, fli theures blut, Das macht mein bises alles gut. 3. Ich weiß, der sünden mei ner jugend Gedendt mein from mer GOtt nicht mehr; Ach, ich verließ den weg der tugend, und alle lafter liebt ich fehr. Nun at les ist mir herzlich leid, Und suche blos barmherzigkeit. 4. Zwar will GOTE ins ges richte gehen; So bin ich ein ver: Wie ich 182. Mel. Die Tugend wird zc. In herk, das GOTT erkens nen lernet, Und sein lieb gewinnt, Das sich vom eiteln recht entfernet, Und himmlisch in sich wird gesinnt: Das zieht ihn vor den grössten schätzen; Es ehrt ihn als das höchsle gut; In ihm allein fan fichs ergeßen; Er ists, bey dem es sicher ruht. 2. Es dendt an dessen herrlich wesen, Das selbst der engel heil £ 5 ge doch vor ihm bestehen? An mir ist alles ungerecht. Doch das ist meine zuversicht: Wer glaubet, Der wird nicht gericht. fünde mächtig ein; Sot doch die gnade mächt'ger fenn. 6 Ey nun, so rücke mir der teue fel Nur immer meine greuel für. Mein berk ist frey von angst und zweifel, Und spricht: GOtt han delt nicht mit mir Nach meiner fünd und missethat, Weil Chri flus fie gebüffet hat. 5. GOtt sieht ia so nicht auf die fünden, Ob man derfelben viel gethan: Biel schuld sol viel vers gebung finden: Nur reu und glau: ben fichter an. Reisst gleich die 7. Auf diesen glauben wil ich leben, Co fierb ich auch und an ders nicht. Mein JEfus wird mir alles geben, Was meiner schwachheit noch gebricht. Ich babe nichts; doch er allein Sol alles mir in allen seyn. 8. Eoruhet mein erschreckt ges wis n; So hat mein Geist ge frotten muth; So wil mich Got tes liebe füssen; So wird mein end und alles gut. Das ist mein troft und freuden licht: Ich laffe meinen JEfum nicht. 162 Se schaar Zur augenweid fich Auserlesen. Denn furg: er ist es gang und gar, Und was man groffes kan vorstellen, Der glang der höchsten Majestät, Wird als wie nichts dem aug erhellen, Dem GOttes licht nur recht auf geht. Von der Liebe und Leutseligkeit 3.Denn was hier herrlich spielt auf erden, Ist wie ein rauch, der leicht vergeht; Ein schaß, der leicht geraubt fan werden; Wie wohluft, die im traum besteht; Wie reichthum, der nicht wird besessen; Wie troft, der mehr bes nimmt den muth; Wie freude, die leicht wird vergessen: GOtt aber ift ein ewges gut. $ 4. Und dieses gut ist lauter lies be: Diß faget alle creatur, Die GOtt aus heil'gem liebes triebe Uns dargestellt als eine spur, Co uns zu ihm hinauf fol führen, Und zeuge seyn von seiner Fraft, So finsterniß mit licht fan zieren, Die aus dem nichts ein etwas schafft. 5. Durch lieb allein ward er bewogen, Daß er uns arme men, schen schuf; Und da uns fünd von ihm gezogen, Uns wieder rief mit beilgem ruf. Denn als sein jorn der finde fluchte, Trieb ihn die lieb zum fegen an, Daß er den fünder wieder suchte, und zeigte ihm die lebens bahn. 6.Diß ist die unergründte tiefe, Die fein her gnug erforschet hat, Daß, da der mensch von ihm $ wegliefe, Er sich doch freundlich zu ihm that: So seele, sucht er auch noch heute, Wie er mit lies be dich umfah, Die schenckt er die zur füssen beute, und ist dir fiets in gnaden nah. 7. Er überschüttet dich mit fes gen; Er speiset dich mit himmels brodt; Er ist dein licht auf deinen wegen; Er führt dich machtig aus dem tod; Er trånckt dich aus den lebens bächen; Er siehet dir in nöthen bey; Im creuß lässt er dir troft einsprechen: So bleibet seine lieb stets neu. 8. Je mehr ein mensch dis gut geschmecket, und in der Fraft em pfunden hat, Je mehr wird er im geift erwecket, Es mehr zu sus chen früh und spat. Er ringt dar nach mit heissen thránen: Er eilt ihm nach mit schnellem lauf; Verlangt es mit den tiefflen seh nen; Betrübt sich, wann ihn was hålt auf. 9. Kein creuk wird seine liebe stöhren, Die er trägt zu dem ew. gen gut: Vielmehr wird es die glut vermehren, Shm schaffen neuen glaubens muth; Ihn mehr und mehr zum himmel treiben; Das andachts, feuer blafen an; Jn Christum tiefer einverleiben, In dem er hilfe haben kan. 10. Er flieht die wohluft dieser erden, als die am end gebieret pein; Verlanget aufgelöst zu werden, und dort ben feinem gut zu seyn: Er hålt umgürtet feine lenden lenden Zur reise in die ewigkeit; Begehrt den lauf bald zu vollen, den, Der ihm bestimmt in dieser 11. Denn hier wil feine lieb oft schwächen Das elend, so er in sich trägt; Dort fan fie lauterlich P 65 98 643% #j! 6 NER GOttes und Chrifti. 66 ET 6 6 4 163 ausbrechen, Da alle schwachheit abgelegt: Drum sebut er fich nach ienem teben, Das ihm sein gut viel näher zeigt, und ihn kan über das erheben, Was seinen trieb hier nieder beugt. 5 6% 183. 6 2 60* 1111 5 5 666 766 4 30 制 65 7 4 3* Q € In's Christen- berg sehnt sich nach hohen Dingen: Ein ir disch herß nach dem, was irdisch heifft. Hålt GOtt die feet, fan fie tein welt geift zwingen; Weil GOttes fraft fie flårdt und zu fich reifft. GOit ift getreu, wenn man sich zu ihm wendet; Fångt er wool an, er mittelt, er vollendet. 2. Ja, er kommt selbst zuvor mit seiner gnade, Er suchet uns, Drep 6 5 43 S $ 7 6 LIEZ und wil uns zu sic) zichn: Es schätzt der HErr so hoch die arme made, Ob sie gleich folt mit Jos na vor ihm sieh'n, Lieb't er fie doc), und wil ganz ungern lassen Das fünden kind, er sucht es zu umfassen. 3. Ach, öffne mir die tiefe meis ner fuaden, Laß mich auch sehn die tiefe deiner gnad; Laß keine ruh mich suchen oder finden, Als Bon der Liebe und Leutfeligkeit. 164 nur bey dem, der solche für mich hat; Der da gerufen: ich wil euch erquicken, Wenn euch die fund' und ihre last recht drücken. 4. Otheures lamm, das dort Johannes fahe, Wie es vom an fang her erwürget ist, nimm weg von mir die sünd", und sey mir nahe, Daß ich dich seh und schmecke, wie du bist. Laß mich durch dich, o lamm, recht übers winden Mein gròfies creuß, die greuel meiner funden. 5. Gib mir ein reines herk, da mit ich sehe, as fein natürlich aug gesehen hat. Gib deine lieb ins herß, daß ich verstehe, Was nie ein menfch erfahren in der that; Baß mich doch vom verborg, nen manna effen, und dein, o JEsu, ewig nicht vergessen. 6. So sol dein lob dann von mir stets erflingen, So langich noch in dieser schwachheit bin: Dort aber werd ich dir ein neu lied fingen, Inzwischen nimm diß tallen von mir hin, Bis ich dort werde mit den Seraphinen In deinem tempel tag und nacht Dir dienen. 184. M. Groffer Prophete mein. Reuet euch, die ihr den HEr, Oren anbetet, Die ihr ihm dies net in wahrheit und geist, Und vor sein antlig in demuth hintre tet, Die ihr nach Jacob und If rael heifft: Send unverzaget, Er hat gefaget: Ich bins, bey dem ihr stets hilfe erlangt. 2. Liebreich und gnädig, ia vols ler erbarmen Jft sein von liebe stets brennendes bert; Nimmers mehr wird er verlassen uns are men; Unser schmerg ist ihm auch wahrlich ein schmerg; Er wird uns segen Und heil darlegen, enn wir ins findlichen glauben drum flehn. 3. Er hat uns selbst in ber mut ter getragen, Und uns in Chrifio als finder gezeugt: Drum, wenn uns bittere trübsal wil plagen, Ift er zu trösten in gnaden geneigt: Sein herß steht offen, Lasst uns nur hoffen; Er wird uns reichlich mithilfe versehn. 4. O, wer mag seine erbar. mung ermessen Die wir mit freu den in Chrifto ersehn: Diese läfft ihn nie der seinen vergessen, Er lässt sein antlig stets über sie stehn. Ewiges leben Wil er uns geben, Wenn wir nur treulich uns hab, ten an ihn. 5. Er wird sich nimmermehr von uns entfernen, Wenn wir nach ihm nur begierig flets find: Und also werden wir mehr und mehr lernen, Daß, wer ihn su chet, ihn wahrlich auch findt. Er fteht zur feiten Denen, die fireis ten, Daß sie den beysland gar Träftig verspürn; 6 Denen, die nach der erquis ckung sich sehnen, Wenn sie die flammen des creußes berührn, Wird er abwischen die schmerh lichen thrånen, Und sie zum brun nen GOttes und Chrifti. 165 nen des lebens hinführn; Dafelbft crone, Und ihr versichrungs. zu haben, Was fie kan laben, Was fie in reinester wobluft erquickt. pfand. 2. Er ist ein mensch geboren, Der GOttes berk, und einigs kind, Sonst gingen die verloren, Die mit ihm eines fleisches sind. Sie sollen durch ihn leben, Und GOtt verföhnet seyn: Doch sich ihm wieder geben; Denn er wil nicht allein Vom untergang fie retten, Er schenckt auch seinen Geift, Damit sie alles båtten, Was dieser bund verheifft. 7. Drum, wenn im pfen des elends wir liegen, und seine prüs fung geduldig ausstehn; Wird unser glaube noch endlich so sie. gen, Daß man den ausaang mit freuden wird sehn. GOtt wird uns retten, und untertreten Alles, was seinem rath sich widersetzt. 8. Lasst uns im bande der liebe jusammen Preisen und rühmen die theuresie gnad: Lasst uns er wecken die heiligen flammen, Die fein Geist selber entzünd't in uns hat: Lasst uns ihn ehren, Sein lob vermehren, Und uns zum opfer ihm heiligen gang; S 9. So wird sein gnaden bruna noch fårcker fliessen, Wie selbst fein heiliges wort uns verheisst; Sein fanfter liebes from mehr fich ergiessen Über uns matte und arme am geist: Freude die fülle, Liebliche stille, Wird unserm her. gen fiets werden zu theil. 185. mel. lun leb mein Seel. Ott ist die wahre liebe, Die ihn ohn maaß und ende treibt: Ihr blick wird dem nicht trübe, Der fie umfafft, und in ihr bleibt; Sie ist dazu erschienen, Und menfchen fund gemacht, Daß sie sich des bedienen, Was fie hervorgebracht: Sie leuchtet aus dem Sohne, Den er zu uns gesandt, Der ist ihr glang und 3. Bedencket diß, ihr lieben, Wo trefft ihr etwas grössers an? Er hat sich euch verschrieben, Und bleibet ewig fest daran: Was for dert er dagegen? Auch eure lieb und treu, Woran euch selbst ges legen, Er wohnt euch darin bey; Ihr könnet reicher werden, So fern ihr darnach grebt, Als wels cher hier auf erden Viel tausend schake gråbt. 4. Der liebt nach ſeinem wils len, Der gegen GOTS in liebe brennt, Er fan die gluth nicht stils len, Bis sie ihn auch zum näch sten wendt: Dem wird er so ge neiget, Wie er sich selber ist, Daß er ihm dienst erzeiget, und keine pflicht vergift: Es ist ein findlich zeichen, Wenn man die brüder liebt, Der Vater thut deßgleis chen, Der alles gutes gibt. 5. Drum lafft uns auf ihn fe hen, und folget ihm mit eifer nach. Ihr wisset, was geschehen: Wir hatten unglück, fund und schmach; Don der Liebe und Leutfeligkeit 166 schmach, Nachfreyheit kein ver. langen; Noch bat er uns befreyt, Er ist uns nachgegangen, Und aus barmherzigkeit Sich unser angenommen: Wir waren in der flucht; Er ist uns vorgekommen, Hat unfer heil gesucht. 6. Uch, lasset uns ihn lieben: Denn er hat uns zuerst geliebt, Ift immer treu geblieben, Wie viel wir wider ihn verübt. Nun hat er uns gefunden; Bir ihn im john erkannt: Er sich mit uns verbunden, und wir sind ihm verwandt. Wollt ihr ihn alle Fennen; So thut, was ihm ge fällt: Ach, lasst die bergen bren nen In lieb vor aller welt. 186. 4. Drum fo! mich). nun fort nichts bewegen, Von dir, mein hirt zu setzen ab; Mir folget nichts als lauter segen Und gutes nach bis in mein grab. Der tod mag leib und feele trennen; Ich weiß, Ster, du wirst dennoch zu seyn ein kind in deinem haus. Der knecht mag nicht darin verbleis ben, Den sohn kan niemand draus vertreiben, Ob er gleich müsst zur welt hinaus. M. Wie wohl ist mir, o fr. Ehovah ist mein hirt und hi, treffen mich; Auf grüner quen feiner guter Erquicket er mich süf figlich; Er leitet mich zu frischen quellen, Da häufia sich mir zu gefellen Viel frand' und matte schäfelein. Wenn ich in ohnmacht finde nieder, So holt er meine feele wieder, Und flofft ihr lebens. balfam ein. mein ftern, mein führer, Dein fiab und stecken mein regirers Auf deinen achfeln ruhe ich. 3. Ein mahl voll himmels füße figkeiten, Ein mahl von fett, von marck und wein Haft du bereitet, daß von weiten Es fehn, die mir nicht günstig seyn. Du salbest mich mit dl der freuden, Da weiß ich denn von keinem leiden, Bin voller troft und freudigkeit. Den durft des geisles wohl zw stillen, Muß mich dein voller be cher füllen, Der becher deiner tieblichkeit. 2. Er führet mich anf rechten wegen, Er geht vorap, ich folge nach: Und wenn ich gleich in fin, stern flegen Und thålern vouer ungemach Durch dick durch dünn, durch dorn und hecken, Muß wandern; sol mich doch nichts schrecken, Denn du bist bey mir stetiglich. Du bist mein licht, 5. Hallelujah sey dir gefungen, holder hirt, o füffes lamm! Ach, bått ich hundert tauſend zungen, zu rühmen dich, mein bräutigam! Doch do wilt nicht viel zungen haben, Nur eins ist, das dein her kan taben: Ein berk, das dich nur liebt allein. Das wollst du mir, o JESU, schencken; So wil ich fiets ben mir gedencken: Mein hirt ist mein, Und ich bin sein. 187, GOttes und Chrifti. 187. Jeron Mel. Mein bergens JEsu. St Ephraim nicht meine cron Und meines herkens wonne, Mein trautes Find, mein theurer Sohn, Mein stern, und meine fonne, Mein augen luft, mein edle blum, Mein ausers wehltes eigenthum, Und meiner feelen freude. 2. Ich höre seines felfzens flimm Und hochbetrübtes Flagen: Mein GOTT hat mich, spricht Ephraim, Gestraft und wohl geschlagen: Er sucht mich heim mit harter zucht, Das ist mein lohn, das ist die frucht und nu, hen meiner fünden. 3.5dr alle welt, ich bin getreu, Und halte mein versprechen; Was ich geredt, da bleibt es bey, Mein wort werd ich nicht bre chen; Das fol mein Ephraim gar bald Erfahren, und mich derge. stalt Recht aus dem grund ers kennen. 4. Ich dend noch wohl an mei nen eid, Den ich geschworen habe, Da ich aus lauter gütigkeit Mich ihm zu eigen gabe. Ich sprach: du hast mein berg erfüllt mit dei ner lieb, ich bin dein schild, Und wils auch ewig bleiben. 5. Ich wil mit meiner ftarcken hand Dich, als ein Vater führen: Dich selbst wil ich und auch dein land Aufs schönft und beste zie. ren: Und wirst du mir gehorfam seyn, Eo fol dich meines segens 167 schein Ohn alles end erfreuen. 6. Wo du dich aber bösen rath Wirst von mir wenden lassen; So wil ich deine missethat Heimsu chen, doch mit maassen. Und wenn du wiederkehrst zu mir; So wil ich wieder auch zu dir Mich mit erbarmen Fehren. 7. Nun kehrt zu mir mein Ephraim, Sucht gnad in meinen armen; Drum bricht mein herge gegen ihn, Ich muß mich fein ers barmen; Der unmuth fällt mir mit gewalt, Mein eingeweide hitzt und wallt In treuer lieb und gnade. 8. Kommt, alle fünder, fommt zu mir, Bereuet eure funden, Und fuchet gnad an meiner thür, Thr fout fie reichlich finden. Wer sich mit Ephraim bekehrt, Wird auch mit Ephraim erhört, Und hier und dort getröstet. 188. el. Komm, o komm, du. Deiner Gottheit haft gemacht; du mich zum bilbe Liebe, die du mich so milde Nach dem fall mit heil bedacht; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu blei ben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh als ich geschaffen war; Liebe, die du mensch geboren, Und mir gleich warst gang und gar; Liebe, Dir ergebic. 3. Liebe, die für mich gelits ten Und geflorben in der zeit; Lie, be, die mir hat erstritten Erge Von der Liebe und Leutseligkeit 168 luft und seligkeit; Liebe, die er geb ich zc. 4. Biebe, die du Fraft und le ben, Licht und wahrheit, geift and wort; Liebe, die sich bloß er, geben Mir zum heil und feelen, hort; Liebe, zc. 5. Liebe, die mich bat gebun den An ihr joch mit leib und sinn; Liebe, die mich überwunden, und mein her hat gang dahin; Liebe, diric. Pas pats 6. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine feele bitt; Liebe, die das los geld gibet, Und mich Fräftiglich vertritt; Liebe, bir zc. 7. Liebe, die mich wird erwe, den Aus dem grab der flerblich, Feit; Liebe, die mich wird umfle. eten Mit dem laub der berrlich Feit; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 189. M.3n dich hab ich gehoffer, M& Ein geift und finn ist hoch erfreut In GOtt, der mich bat benedept In Chriflo feinem Sohne, Den er zum heil Und be ften theil Gesandt von seinem throne. 2. Er hat mich vor der welt er, wehlt, und seinen Findern zuge. zehlt; Er wird mich nimmer laf fen. Die gnaden füll Gibt, was ich wil; Sein lieb ist ohne massen. 3. Bin gleich ich fünder des nicht werth: Bleibt seine huid doch unversehrt, Sie hebt, fie trägt, sie duldet: Drum trifft mich nicht Das zern gericht, Das ich sonst hätt verschuldet. 4. In Chrifio fiehet er nicht an, Was meine unart hat ges than, Wenn ibn mein glaube fasset, Und alle sünd, Die sich noch findt, Mit ernst und abschen hasser. 5. Eo schendt er mir auch sei nen geift, Der mir den weg zum leben weist, Sein' lieb ins herge gieffet, Die mir mein leid Und traurigkeit Vermindert und vere süffet. 6. Er ist der allerbeste freund, Ders treu und gut mit mir fiets meint, Man findt nicht seines agleichen. Wer ihn erkennt, und Vater nennt, Solt er von dem wolweichen? 7. Ich habe und behalte ihn; Ich geb mich ihm vollkommen hin; Ohn ihn wil ich nichts wis fen: Weil ich ihn hab Zu meiner gab, Kan ich leicht alles missen. 8. Er ist mein leben, troft und licht, Mein fels, mein heil, drum achtich nicht Seibst himmel und die erden: Weil mir ohn ihn, Nach meinem finn, Kein gut und theil mag werden. 9. Er ist mein allerschönftes gut: Mein herg in seinem her. hen ruht: Ich schlafe gang mit frieden. Wir bleiben fort, So hier als dort, Vereint und unges fchieden. 10. Er fegnet mich, wenn man mir flucht, und wenn der feind mein GOttes und Chrifti. 169 mein unglück fucht, Wirds ihm Das glaube ich, Ohn ende in doch nicht gelingen: Er macht mich fren Und steht mir bey, Daß ich kan frölich fingen. ihm weiden. 11. Es wird mir ewig wohl er gehn, Ich werd ihn selbst mit augen fehn, Den ursprung aller freuden: Mein berg wird sich, E A 3 05 67 56 45 66 67 1 mm 1 mindez 66 6 56 6 4* 65 43 87 6 jamanteken 7 5 6 12.Kein menschlich ohr es hat gehört, Was mir von GOtt noch ist beschert, Jch seh es schon im glauben, und freu mich sehr, Daß nimmer mehr Kein feind es mic fan rauben. 190. 5 6X 6 7 56 6 7* 0 5. m 6 umum! HELL TI 60 65 76 kein 390 Don der Liebe und Leutseligkeit Ein der an, Die unter ihrer laft der fünden Kein mensch, fein en gel treten fan, Die nirgends ruh und rettung finden; Den'n selbst bie weite weit zu klein, Die sich und GOtt ein greuel seyn, Den'a Moses schon den slab gebrochen, Und sie der holle zugesprochen, Wird diese frey: stadt aufgethan. Mein Heiland nimmt die fünder an. 2. Sein mehr als mütterliches Herk Trieb thn von seinem thron auf erden: Ihn drang der fünder weh und schmerg, An ihrer stat ein fluch zu werden: Er sendte fich in ihre noth, Und schmeckte den verdienten tod. Nun da er denn fein eigen leben 3ur theuren zahlung hingegeben, und seinem Vater gnug gethau; So heiffts: er nimmt die fünder an. 3. Nun ist sein aufgethaner schooß Ein fichres schloß gejagter seelen: Er spricht sie von dem ur theil los, Und tilge: balb ihr angstlich qualeu; Es wird ihr gan Bes fünden heer, Jus unergründ, lich tiefe meer Von seinem reinen blut versendet; Der grif, der ih nen wird geschencket, Swingt über sie die guaden fahn. Mein Beiland nimmt die fünder an. 4. So bringt er sie dem Bater hin In seinem blut befloffnen ar men: Das neiget denn den Bas ter- fino 3u lauter ewigem erbars men. Er nimmt sie an an findes, 1 was er und Wird ihnen eigen übergeben: Und selbst die thür zum ewgen les ben Wird ihnen frölich aufge than. Mein Heiland nimmt die fünder an. 5. O, foltest du sein herße fehn, Wie fiche nach armen fündern sehnet, Co wol, wenn sie noch irre gehn, Als wenn ihr auge vor ihm thrånet! Wie streckt er sich nach zöllnern aus; Wie eilt er in Zachai haus; Wie fanft ftilt es der MagdalenenDen milden fluß erpreffter thränen, und dencki nicht, was sie sonst gethan. Mein Heiland nimmt die fünder an. 6. Wie freundlich blickt er Pes ftrum an, Ob er gleich noch so tief gefallen. Nun diß bat er nicht nur gethan, Da er auf erden musste wallen: Nein, er ist immer einerley, Gerecht und fromm und ewig treu; Und wie er unter schmach und leiden, So ist er auf dem thron der freuden Den fündern liebreich zugethan. Mein Heiland nimmt die fünder an. 7. So femme denn, wer füns der heisst, Und wen sein fündens greul betrübet, zu dem, der lei nen von fich weif't, Der fich ge beugt su ihm begiebet. Wie? wilft du dir im lichten stehn? und ohne noth verloren gehu? Wilst du der fünden länger dienen, Da dich zu retten er erschienen? Onein! vere laß die finden bahn. Mein Hei land nimmt die fünder an. 8. Komm 8. Komm nur mühselig und gebückt, Komm nur so gut du weiss'st zu kommen. Wenn gleich die last dich niederdrückt; Du wirft auch friechend angenoms men. Sieh, wie sein herg dir offen sieht, Und wie er dir ent gegen geht: Die lang hat er mit vielem flehen Sich brünstig nach bir umgesehen? So fomm denn armer wurm heran. Mein Hei land nimmt die fünder an. GOttes und Chrifti. 9. Sprich nicht: ich habs zu grob gemacht, Ich hab die güter feiner gnaden Go lang und schändlich umgebracht, Er hat mich oft umsonst geladen: Wp, fern du's nur ißt redlich meinst, Und deinen fall mit eruft bes weinst; So sol ihm nichts die Hände binden, und du folft noch genade finden. Er hilft, wena fouft nichts helfen kan. Mein Seiland nimmt die fünder on. EZT 6 171 10. Doch sprich auch nicht: es ist noch zeit, Ich muß erst die fe luft geniessen; GOtt wird ia eben nicht gleich heut Die offnen gnaden pforten schliessen. Nein. weil er ruft, so hdre du, Und greiff mit beyden händen zu. Wer seis ner feelen heil verträumet, Der hat die gnaden jeit versäumet: Ihm wird hernach nicht aufges than: Heut komm, beut nimmt dich JEfus an. 6. 6 6 6%* 6 ¹6 689 II. Ja, feuch uns selbsten recht zu dir, Holdfelia fuffer freund der fünder; Erfüll mit sehuender begier Auch) uns und alle Adams finder. Zeig uns beg unserm feelen schmerg Dein aufgespaltnes liebes herk; Und wenn wir unfer elend sehen, Go laß uns ia nicht fille fiehen, Bis daß ein ieder sagen fan: GOTE lob, auch mich nimmt JEfus an 1 191, ********* 670 6 6 6 6** 68 6# $ m 2 6 6 6 O HIL Nur 172 TH ܐ Don der Liebe und Leutseligkeit IPI 6 426 ၅ ။ Un ich habe GOTT gefehn, Il mein ganzes herk gene. fen: Ich bin gang entzückt gewe. fen In den abgrund seiner Fraft, Und sein füsser liebes saft Lässt mich stets auf rosen gehn. 6. Da ftindt mir die erde an: Ja, fdnnt ich das band zerreissen, Und des leibes hätt' einschmeis fen, Möchte ich mit vollem flug Folgen deinem himmels zug. Doch du bists, der alles kan. 2. Ach, nun weiß ich, daß du bift Eine quelle voller leben. Bilst du nur ein tröpflein geben Aus dem brunnen deiner abt; Jft mein herke und gemüth Gank er quickt, HErr JEfu Chrift. 192. 3. Ich thu meinen mund weit auf Ihn mit deiner Fraft zu fül len; Mein verlangen mir ju ftib len, Schenckst du füssen nectar M. Preis, Lob, Ehr, Rubm ein, Und dein angenehmer wein Sen hochgelobt, barmherg Fördert meinen christen, lauf. 4. Ach, wie fühl ich mich so frey Von den ångsten und den schmergen, Die zuvor in meinem bergen Machten manche bangig, Feit, Manchen kampf, und mans chen fireit; Stehe mir nur fer, ner bey. ger GOTT, Der du dich unser angenommen, Und uns in unsrer seelen noth Mit hilfe bist zu ftatten kommen, Und schenckest uns, Von deinem híme mels thron, Dein liebes find Und eingebornen Sohn. 5. Du erhebest meinen geist Von dem eiteln welt, getümmel: Schenckest mir schon deinen him mel, Da ich noch auf erden bin, Wenn du meinen stillen finn Sich zu dir aufschwingen herst. 7. Sey nur fille, ftille, fill, Eeele, er wil dich im lieben uns ter fåmpfen länger üben; Darum wart der rechten zeit: Es kommt eine ewigkeit, Da ruht, was nur ruhen wil. 2. Du segneft uns in ihm, dem HErrn, mit überschwänglich reichem segen, Und gehest un frer armuth gern mit deiner theuren gnad entgegen. Was find wir doch, Du allerschönstes gut, Daß deine lieb So grosses anuns that? 3. WAS GOttes und Cbrifti. 3. Mas dringet dich? wir sind ia nur Des ersten Adams fünden, finder, Und find auch alle von natur Berderbte menschen, schnd de funder, Und fremde vom Vers Beisfungs testament, Arm, lahm, und bloß, Blind, taub, stumm und elend. 4. Allein du, Vater voller gnad, Haft unsers elends dich erbarmet, Und uns, nach deis nem gnaden rath, In Chrifto, deinem Sohn, umarmet, Daß wir in ihm, Wie duzuvoz bedacht, Mun kinder sind, Und angenehm gemacht. 5. Du läsfest uns in JEju blut Heil, leben und erlösung finden, Und wäschest durch die edle fluth Uns von dem unflath aller sün: den. D tiefe lieb'! O wunders gütigkeit! Die unsre feel Bon sols eher schmach befreyt. 6. Du hast uns menschen dei nen rath Durch JEfum Chri, ftum wiffen lassen, Damit du, was da othem hat, In ihm zusammen möchtest fassen. Er ist der grund, Auf welchem alles steht, Was lebt und webt, Was lieget, fißt und geht. 7. Er stiftet frieben zwischen GOtt Und uns, da mir noch fein de waren, Und wird, der welt und hdll zum spott, Den frieden auch in uns bewahren. Oherr. lichkeit! Daß wir im frieden ftehn; Nun dürfen wir Getrosft zum Vater gehn. 173 8. Lebt Christus doch in uns, und wir Sind auch durch ihn mit GOtt verbunden. Wir ha ben feiner lieb' panier, Als eine ftarcke feftung, funden. In ihm sind wir Boll ruh und sicherheit, Und schmecken schon Die kraft der seligkeit. betheil Durch Christum, der es 9. Du gibst uns auch das ers uns erworben, Als er, der HErr, zu unserm heil, Am bittern creu ges stamm gestorben: Und sein verdiensi Und leiden macht allein, Daß dir zum preis Wir nunmehr etwas seyn. 10. Durch dich, und JEsum, unfern hort, Erkennen wir das wort der wahrheit, Und wachsen immer fort und fort Im lichte zur vollkommnen klarheit. Du felber bist Das wefentliche licht, Das durch den Sohn Die finster. niß vernicht't. 11. Du, Vater, wirdeft auch durch ihn In uns den lebendi gen glauben, Den uns die welt nicht kan entziehn, Noch ſatan aus dem herten rauben. Er wirs cket felbst, Und feines geifies trieb Macht unsre feel Unsträflich in der lieb'. 12. Du haft mit deines Geistes pfand Durch Christum unsre feel geschmücket, Und ihn auf unsre bruft und hand Zum festen fies gel aufgedrücket Zur versichrung, Daß wir, zu deinem ruhm, Dein M 3 erbe Von der Liebe und Reutseligkeit 174 erbe feyn, Und auch dein eigen thum. 13. Run, was wir sind, das Fomint von dir, In Chrifto haft du uns geschaffen Zum lobe deis ner macht, daß wir Jn GOttes fraft und geiftes waffen aus rei her lieb Jn deinem wege gehn, Und deinen ruhm Mit mund und herg erhöhn. 14. So, Bater, so bist du be reit, Ja, durch und um des Söh. nes willen, Den du gezeugt von ewigkeit, uns mit dir selber zu erfüllen, Auf daß wir nichts, Er aber allerley, Ja alles gar In als len dingen sey. 15. Drum wollen wir, HErr, beine macht, Du Vater ailer herrlichkeiten, Die unsre feel so wohl bedacht, Von herken rüh, men und ausbreiten. Es rühme bich und deine grosse that, Was rühmen fan, Was lebt und bthem hat. 16. Ja, treuer GOtt, wir los ben dich, Und ehren deinen gros fen namen. Serg, seel, und geist, erhebet sich, und finget: Sales Injab, amen. Der HERR ist GOtt, Der dreymal heilig heisst, GOtt Vater, Sohn, Und auch Beiliger Geift. 193. Mel.Raffet uns den Erren. Dit ich meinem Gott nicht danckbar seyn? Denn ich seh in allen dingen, sie so gut ers mit mir mein'. Ist doch nichts, als lauter lieben, Das fein treues herge regt, Das ohn ende hebt und trägt, Die in feinem dienst sich üben Alles bing währ't seine jeit; GOttes lieb in ewigkeit. 2. Wie ein adler sein gefieder über seine jungen Streckt; Also bat auch hin und wieder Mich des höchsten arm bedeckt: Also bald im mutterleibe, Da er mir mein wesen gab, Und das leben, das ich hab, Und noch diese stune de treibe. Alles ding wahr't seine jeit; GOttes lieb in ewigkeit. + 3. Sein Sohn ist ihm nicht z theuer, Nein, er gibt ihn für mich hin, Daß er mich vom ewgen feuer Durch sein theures blut gewinn. O du unergründs ter brunnen! Wie wil doch mein schwacher geist, Ob er sich gleich hoch beffeifft, Deine tief ergrüne den können? Alles ding währ't feine zeit; GOttes lieb in ewigs feit. 4. Seinen geist, den edlen füh rer, Gibt er mir in seinem wort, Daß er werde mein regirez Durch die welt jur himmels pfort, Daß er mir mein her ers fülle Mit dem hellen glaubenss licht, Das des todes macht zer bricht, und die Hölle selbst macht fille. Ales ding wahr't seine jeit; GOttes lieb in ewigkeit. 5. Meiner seelen wohlergehen Hat er ia recht wohl bedacht, 3 il GOttes und Chrifti. il bem leibe noth zu fiehen, Nimmt ers gleichfals wohl in acht. Wenn mein können, mein vermögen, Nichts vermag, nichts helfen kan; Kommt mein Gott, und hebt mir an Sein vermögen beyzulegen. Alles ding währ't feine zeit; GOttes lieb in ewig, Feit. 6. Himmel, erd und ihre heere Hat er mir zum dienft' bestellt. Wo ich nur mein aug hinkehre, Find ich was mich nährt und hålt, Thiere, kräuter und getráis de Jn den gründen, in der höh, In den bischen, in der see, Uber, all ist meine weide. Alles ding währ't seine zeit; GOttes lieb in ewigkeit. 7. Wenn ich schlafe, wacht sein forgen, Und ermuntert mein ge mith, Daß ich alle liebe morgen Schaue acue lieb und gut. Wåre mein GOtt nicht gewesen, Håtte mich sein angesicht nicht geleitet; war ich nicht Aus so mancher angst genesen. Alles ding wahr't feine feit; GOttes lieb in ewig feit. 8. Wie so manche schwere plas ge Bird vom fatan rum geführt, Die mich doch mein lebetageRies mals noch bisher gerührt. Got tes engel, den er sendet, Hat das bdse, was der feind Anzurichten war gemeint, In die ferne wegs gewendet. Alles ding währ't seis nejeit; GOttes lieb in ewigkeit. 9. Wie ein vater seinem finde 175 Sein herk niemals gant ent jeucht, Ob es gleich bisweilen fünde Thut, und aus der bahne weicht; Also hält auch mein vere brechen mir mein frommer Gott zu gut, Wil mein fehlen mit der ruth, Und nicht mit dem schwers te råchen. Alles ding währ't seine zeit; GOttes lieb in ewigkeit. 10. Geine straffen, seine schlä ge, Ob sie mir gleid) bitter feynd, Dennoch, wenn ichs recht erwes ge, Sind es zeichen, daß mein freund, Der mich liebet, mein gedende, Und mich von der schud den welt, Die mich hart gefans gen hält, Durch das creuße zu ihm lendke. Alles ding wahr't seis ne jeit; GOttes lieb in ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwahr, und laffe Mirs nicht aus dem finne gehn, Christen creuß hat seine maaße, Und muß endlich stille ftehn. Wenn der winter ausges schneyet, Trit der schöne sommer ein: also wird auch nach der pein, Wers erwarten fan, erfreus et. Alles ding währ't feine jeit; GOttes lieb in ewigkeit. 12. Weil denn weder ziel noch ende Sich in GOttes liebe findt; Ey, so heb ich meine hände Zu dir, Bater, als bein kind, Bitte, woüst mir guade geben, Dich aus aller meiner macht zu umfangen tag und nacht, hier in meinem gangen leben, Bis ich dich nach diefer zeit Lob und lieb in ewige Feit. 4 194. 176 5. 6 43 98 Donder Liebe und Leutseligkeit. 194. 6 665 X 50 98% 6 6 6 6 96 5% ਜਾਕੇ 43% * X6 56 98 * 6 6 986 43 Be 8 4.3* C 6 Teh ich bey meinem GOtt In unverrückten gnaden; So fan mit feine hoth An meiner feelen Schaden: Kommt gleich ein infall her; Weiß ich, daß der ihn sendet, Der ihn zu seiner ehr Und meinem Besten endet. 2. Weil unser drst uns wil Die wunden gründlich heilen; Pflegt er nicht allzusehr Mit sei ner eur ju eilen. Er nimmt nicht 43% 0 ** 6 6 查 1414 665 98 T di allein, Die schmerzen fiets zu lindern; Es muß auch scharfer wein Das wilde fleisch verbin dern. 3. Und wann gleich die natur Hierüber sich erschüttert, Und uns ter solcher cur An allen gliedern jittert; Merckt doch der geist das bey, Daß GÖTT durch diese schmergen Den tod in lieb und treu Abtreibe von dem herken. 4. Er GOttes und Chrifti. 4. Er spricht: ist Ephraim Nicht meine theure crone? Ich weiß wohl, was ich ihm, Als mei nem trauten Sohne, Vorlängsten zugesagt: Es muß mein herge bres then, Weil ihn der Fummer nagt, Ihm freundlich zuzusprechen. 5. Du bist, mein liebes Find, Gelbft von mir abgewichen, und unter mancher fünd Der wohllust Bachgeschlichen; Jch aber babe Dir. Durch alle warnungsstufen, Mit brünstiger begier Beweglich zugerufen. 6. Wie oftmal habe ich, Auch mitten in den fünden, Dich lassen einen stich In dem gemüth em pfinden? Wie oft hat nach der that Die pein in dem gewissen Dir einen guten rath Zur beff rung geben müssen? 7. Wie oft hast du die schuld Mir wieder abgebeten, Daß du in meine huld Aufs neue möchtest treten? Wie oftmals aber ist Der bund von dir gebrochen; Weil du mit heuchler lift Die busse haft verſprochen? 8. Colt ich nicht jorniglich, Wie Adama, dich richten, Und, wie Zeboim, dich Bis auf den grund jernichten? Ich hätt es macht und recht; Doch muß ich mich des armen, Der sich als ei nen knecht Zun füffen wirft, er barmen. 177 wirst neigen? Der himmel selbst ist dein Mit allen seligkeiten, Wo du wirst tapfer seyn Die crone zu erstreiten. 9. Und, o wie wil ich dir So viele lieb erzeigen, Wann du mit ernst zu mir Des hergens bhr 10. Diß ist die füffe fimm Des allerliebsten freundes: Was acht ich nun den grimm Des argen feelen feindes? Im glauben fabr ich fort, Die ehre zu erjagen, Daß ich vor JESU dort Mög' edle palmen tragen. 11. Und ist geduld gleich noth, So wil sie der doch geben, Der uns durch seinen tod Erkaufet hat das leben. Der hat das schlangen gift mit seinem blut vertrieben, So, daß nichts bdses trifft Die, so ihn herzlich lieben. 12. Was uns von außen fehlt, Wird innerlich ersetzet, Weil un fern geift nicht quält, Was un fern leib verleget. In armuth seyn wir reich; Gesund in francken ta gen; Stets frdlich, wenn uns gleich Das trauren scheint zu plagen. 13. Man bringt uns ins ges rücht, Ob uns schon niemand Fennet: Uns nimmt das leben nicht, Was leib und feel sonst trennet: Und wenn die Baters. ruth Uns scheinet gar zu tödten; Eo wird es eilends gut, Auch mitten in den nöthen. 14.Drum sag ich noch einmal: Bin ich beyGOtt in gnaden: Kan keine noth noch quáal Mir an der feele schaden. Glaub, und gebet, und fleiß Wird endlich das erfül M.5 len. 178 Von der Liebe und Leutseligkeit GOttes und Chrifti. len, Daß ich mit danck und preis Stets ehre GOttes willen. 195. das auf mich gericht, Verlaß mich nicht. Mel. Wie wohl ist mir, daß. Ergiß mein nicht, Daß ich dein nicht vergesse, Und meiner pflicht, Die ich, o wurkel Jeffe! Dir schuldig bin: erinnre ftets mein herg Der unzehlbaren gunft und lieblichkeiten, Die du mir ungefuchi haft wollen jubes reiten. Du wirst, was mir hin fort gebrigt, Bergessen nicht. 2. Verlier mich nicht, Mein Birt, aus deinen armen, Aus deis nem schooß, Aus deiner buld ers barmen, von deiner weid und honia fuffen fost; Aus deinem führen, locken, warnen, sorgen, Daß ich bey dir genieß vom abend bis am morgen, So lang dein stab sein amt verricht, Ver, lier mich nicht. 4. Verstoß mich nicht; Doch wie kanst du verstossen, Du weist von nichts, Ais lieb und liebes fosen, Von gnad und huld, daß dein mitleidig thun Dich zwinget meine schwachheit stets zu tragen. Wer wolt ben folcher treu an der vollendung zagen? Dein herß, das dir so ofte bricht, Berstößt mich nicht. 5. Vergiß auch nicht, HERN, deiner reichs genossen, Auf die dein blut In voller kraft gefloffen. 3 , faffe fie in deine liebes brunft: Gib, daß dein Zion sich bald deis ner freue, Und iederman dir stift ein denckmahl deiner treue, Daß feines der so theuren pflicht Vers geffe nicht. 6. Vergiß mein nicht, ab wer Fönnt dich vergessen? Man 3. Berlaß mich nicht, ein fan ia das Geheimniß nicht ers HErr und bester lehrer, Ben der messen, Daß du in mir, und ich gefahr So vieler friedens störer. in dir sol seyn. Wie folt ich nicht D, wach du selbst, und laß dein an dich, du an mich denden, Da liebs panier Mich rings erum du mich wilft in dich, und dich mit tausend schilden decken, Daß in mich versencken? Du wirst Feines feindes macht und beer mein ewiglich, mein licht, Vers mich kan erschrecken. Dein auge, geffen nicht. XVIII. Bon göttl., Vorsorge und Regirung. lendt. Der wolcken, luft und winden Gibt wege, lauf und bahn, Der wird auch wege finden, Da dein fuß gehen fan. 2.Dem HErren mufft du trau 196. Mel. Gerglich thut mich. Efiebl du deine wege, Un was bein herge frånckt, Der allertreusten pflege Deß, der den himmel Bon göttl. Dorsorge und Regirung. 179 en, wenn dirs; sol wohl ergehn: trfibt und traurig macht. Bist du Auf sein werck musst du schauen, doch nicht regente, Der alles füh Wenn dein werd fol beftehn: ren sol, GOtt sitzt im regimente, Mit sorgen und mit gråmen, Und Und führet alles wohl. mit selbst eigner pein, Lässt GOtt ihm gar nichts nehmen; Es muß erbeten seyn. 3. Dein ewge freu und gnade, O Bater, weiß und sieht, was gut sen, oder schade Dem sterblis then geblüt: Und was du denn er lefen Das treibst du, starcker held, Und bringst zum stand und wesen, Bas deinem rath gefällt. 4. Beg' hast du allerwegen; Un mitteln fehlt dirs nicht. Dein thun ist lauter segen; Dein gang ift lauter licht; Dein werd kan niemand hindern; Dein arbeit kan nicht ruhn, Wenn du, was deinen, findern Ersprießlich ist, wilt thun. 5. Und obgleich alle teufel Hie wolten widerstehn; So wird doch phne zweifel GOtt nicht zurücke gehn: Was er ihm fürgenommen, Und was er haben wil, Das muß doch endlich kommen zu sei tem zweck und ziel. 6. Hoff, o du arme seele, Hoff, und sey unverzagt, GOtt wird dich aus der höle, Da dich der Fummer plagt, it groffen gna. den rücken: Erwarte nur der zeit; So wirst da schon erblicken Sie fenn der schönsten freud. 7. Auf, auf, gib deinem schmerge und sorgen gute nacht: Laß fahren, was das herge Bes 8. Jhn, ihn laß thun und wals ten, Er ist ein weiser fürft, Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirft, enn er, wie ihm gebühret, mit wunderba rem rath Das werck hinaus ge führet, Das dich bekümmert hat. 9. Er wird jwar eine weile Mit seinem troft verziehn, Und thun an seinem theile, Als hätt in seis nem finn Er deiner sich begeben, Und foltst du für und für Jn angst und nöthen schweben, und fragt er nichts nach dir: 10. Birds aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst; So wird er dich entbinden, Da dus am mind'sten glaubft. Er wird dein hertze lösenVon der so schwes ren laft, Die du ju keinem bösen Bisher getragen hast. 11.Wohl dir, du find der freue Du haft und trägst davon Mit ruhm und danck geschreye Den fieq und ehren cron. Gott gibt dir selbst die palmen In deine rechte hand, Und du fingst freudenspfals men Dem, der dein leid gewandt. 12. Machend, o HErr, mach ende An aller unser noth: Starck unsre füß und hände, und laß bis in den tod Uns allzeit deiner pffe. ge Und treu empfohlen seyn; So gehen unfre wege Gewiß jum himmel ein. 19%. 180 197. Mel. Nun lafft uns GOtt. Er HERR, der aller andern, Degirt mit seinen Der brunn der ewgen güter, Der ist mein hirt und hüter. 2. So lang ich diesen habe, Fehlt mirs an keiner gabe: Der reichthum seiner fülle Gibt mir Die füll und hülle. Don adttlicher Dorforge 3. Er låsset mich mit freuden Auf grüner auen weiden; Führt mich zun frischen quellen; Schafft rath in schweren fällen. 4. Wem meine seele zaget, Und sich mit sorgen plaget; Weiß er fie zu erquicken, Aus aller noth zu rücken. 5. Er lehrt mich thun und las, fen; Führt mich aufrechter straf fen; Låfft furcht und angst sich stillen. Um feines namens willen. 6. Und ob ich gleich vor an. dern Im finstern thal muß wan. dern; Fürcht ich doch keine tü EE F 63 9 de, Bin frey vorm ungelücke. 7.Den du stehst mir zur seiten, mich Dein fiab, HErr, und dein fieden Benimmt mir all mein schrecken. 8. Du setest mich zu tische, Machst, daß ich mich erfrische, Weñ mir mein feind viel schmers hen Erweckt in meinem herken. 9. Du falbst mein haupt mit ble, Und fülest meine feele, Die leer und durftig fasse, mit volls geschencktem maasse. 10. Barmherzigkeit und gutes Wird mein her gutes muthes, Voll luft, vou frend und lachen, Solang ich lebe, machen. 11. Jch wil dein diener bleiben, Und dein lob herrlich treiben Im hause, da du wohnest, Und from jeya wohl belohnest. 12. Jch wil dich hier auf erben Und dort, da wir dich werden Selbst schaun, im himmel droben Hoch rühmen, fing'n und loben. 198. HE 56 EL 6 6 5 5 65 4* 0 **** 6% 5 6 GOtt ENAMEN 32 6 6 6 65 76 und Regirung. * 6 ņ 580 # 6 NENE MUUTETEZ 6 65 98 4% 5* Oft kans nicht böse meinen; nicht, Darin er mir so fest vers spricht, Er wolle mich mit seinen augen leiten; So folg ich seinem jug jn allen zeiten. Ich habe Berk und guten muth, GOTT meints mit seiner führung gut. Er lässt mich nicht, wenns gleich oft so wil scheinen: GOTT kans nicht böse meinen. Wils gleich böse scheinen: GOtt fans nicht bdse meinen. 2. GOtt fans nicht böse mei nen. Niemand ist gut als er al lein: Wie fan sein wille bdse seyn? Er wil, daß allen fol geholfen wer. den; macht alles wohl im him. mel und auf erden. Wer nur sein werd im glauben thut, Sindt, 6 5 666 IRELL C18.1 5# 0 daß ers mit ihm meine gut. Wohl, met keinen. GOtt kans nicht bös se meinen: er versäumet feinen: GOtt kans nicht böse meinen. 3. GOtt kans nicht böse meis nen: Er hat mich an das lich tges bracht, Und täglich für mein heil gewacht: Er wird mich ferner bis ins alter tragen, und, was nur selig ift, mir nicht verfagen. Ich steh in meines vaters but, GOtt meints mit seiner führung gut. Er sorgt für mich, gleich wie von findes beinen. GOtt fans nicht bödse meinen, wie von findes bei nen: Gott kans nicht böse meis nen. 4 GOtt fans nicht böse meis nen: Der fünden menge schreckt mich Don göttl. Borsorge 182 mich sehr; Doch ist der guteSot. tes mehr. Ich rief: GOtt fey mir armen fünder gnädig! Er sprach: getroft, du bist von fünden ledig. ich reinigt JEsu theures blut. GOtt meints mit seiner führung gut. Er macht gerecht und zehlt mich zu den seinen, GOTT kans nicht böse meinen: er kennt schon Die feinen: Olt kans nicht böse meinen. 5. GOtt Fans nicht böse mei nen. Wenn ich mir selbst nicht ra then kan, Nimmt er sich meiner fachen an. Gnug, ich befehl dem HErren meine thaten, Er wirds wohl machen, und mir treulich ra then. Es gilt mir gleich, wenns GOtt nur thut, GOtt meints mit seiner führung gut, Er lenckt das herk der groffen und der Fleis nen, Gott kans nicht böse meis nen: er lendt groß und kleinen, GOtt Fans nicht böse meinen. 6. GOtt fans nicht böse meis nen: Was mir nicht gut ist, geht surück: Das ardffte unglück ist mein glück. Ich weiß, daß denen, die GOtt lieben weten, 3um be fien alle dinge dienen sollen. So geh es denn durch gluth und fluth, GOSE meints mit seiner fürh. rung gut. Den abend lana mährt nur das bittre weinen, GOTZ fans nicht böje meinen: bald ver, geht das weinen, GOTT fans nicht böse meinen. 7. GOtt kans nicht böse mei nen. Die weit meints falsch zuc bösen zeit: Und wenns mir wohl geht, hab ich neid. Doch mag die welt gleich gang im argen liegen; So wil ich ihre böse luft besiegen. Trot biet ich aller feinde wuth, GOtt meints mit seiner führung gut. Meints niemand gut; so hab ich denoch Einen, Der kans nicht böse meinen: ich trot auf den Eis nen, Gott kans nicht böse meinen. 8. GOtt fans nicht böse meis nen, Weil ich im leben Chrifti bing So ist der tod auch mein gewinn. Ich bin gewiß, daß mein eridſer lebet, Der mich, fein glied zu sich, dem haupt, erhebet. Die feele lebt, der corper ruht; GOtt meint es auch im tobe gut. Er spricht mich los, wenn JEfus wird er. scheinen, GOtt kans nicht böse meinen: JEsus wird erscheinen, GOtt kans nicht böse meinen. HU 199. Mel. O wie felig find die. ERR, mein licht, mein heil und leben, Bie fan ich dich gnug erheben? Was für lieder slimm ich an? Was sol ich für danck erweisen? Wie fol ich das gute preisen, So du, HErr, an mir gethan? 2. Du haft meine feel gebeus get, Aber auch dabey gezeiget, Wie du seyft mit Hilfe nah. In der nacht warst du verborgen; Doch kam bald der frohe mors gen, Da ich, HERR, bein anks ligz jab. 3. Deilig, HERN, find deine wege und Regirung. wege: Wunderbar find alle stege, Drauf du deine Finder führst. Wer kan dieses hoch gnug ach, ten? Wer fan wol genug betrach, ten, Wie gerecht, du, HERR, res girst? 4. Nun ich wil dir fest vers frauen, und auf deine gnade Schauen, Wenn des creußes laft mich drückt. Ich wil in der stile le hoffen, Bis mein glaub dich an getroffen, und dein antlig mich erquickt. 5. Bilst du mit der hilf verzie Hen, Eine jeitlang von mir flies Hen, HErr, ich bin ein sündger Faecht. Wilst du strafen, wilt du schlagen, Wilst du züchtgen, wilst du plagen, HErr, du blei best fiets gerecht. 6. Doch weiß ich, daß deine freue Mir ist alle morgen neue, Auch zur schweren prüfungs seit. Deine strafen, Beine schlds ge Gind ja, wenn ichs recht erwege, Selbst voll liebes, süß figkeit. 7. Eo, so ftårde mir den glau Ben, Daß mir felbgen nichts fan rauben, Reine mobhlust keine pein. Laß mich deine lieb fiets schme den: Laß mich deine gnad erwe den, und den besten troft mir seyn. 183 det, Und deinen Sohn Zor freud und cron uns in die welt gefene det. 200. M.Jn dich hab ich geboffet. Ch dancke dir demüthiglich, O GOtt mein Vater, baß du dich Von deinem jorngewens 2. Er ist gekommen, hat sein blue Vergessen, und in solcher fluth All unser fünd erflicket: Wer ihn nur fafft, Wird aller laft Benome men, und erquicket. 3. Ich bitte, was ich bitten kan, Herklieber Vater, nimm mic) an In diesen edlen or. den, Der durch diß blut Gerecht und gut, Und ewig selig wore den. 4. Bereite meiner feelen Haus, Birf allen koth und unflath aus, Bau in mir deine hütte, Daß deis ne güt Ja mein gemüth All ihre lieb ausschütte. 5. Wenn ich dich hab, ist al les mein, Du fanft nicht ohne gaben seyn, Haft tausend weg und weisen, Dein arme heerd Auf dieser erd zu nähren und zu speisen. 6. Gib mir ein gnügsam herk und finn: Denn das ist in ein groß gewinn, In fteter andacht liegen, Und wann GOTT gibt, Was ihm beliebt, Ihm lassen gerà genügen. 7. Das wen'ge, das durch GOttes gnad Ein frommer unb gerechter hat, Ift vielmal mehr geehret, Als alles geld, Davon die welt Mit frechem herzen zehs ret. 8.Die frommen sind dir, HErr, bewusst: Du bist ips, und fie deis. Von göttl. Vorsorge 184 ne luft, und werden nicht zu schanden. Kommt theure zeit, Findt fich bereit Jhr brot in al len landen. 9. Des höchsten auge sieht auf die, So auf ihn hoffen spat und früh, Daß er fie schüß und rette Aus aller noth, Wenn sie der tod Auch selbst verschlungen båtte. 10. HERR, du fanft nichts als gute seyn: Da wolleft dei ner gute schein Uns und all denen gönnen, Die sich mit mund Und bergens grund Ullein zu dir be Fennen. 11. Insonderheit nimm wohl in acht Den fürsten, den du uns gemacht zu unsers landes cro ne; Laß immer zu Seyn fried und rub Auf feinem sluhl und throne. 12. Halt unser liebes vaters land In deinem schooß und stars den hand; Behüt uns allzusam men Für falscher lehr, Und fein des heer, Für pest und feuer, flammen. 13. Nimm all der meinen eben wahr, Treib, HERR, die bise böllen schaar Von jungen und von alten, Daß deine heerd Sie zeitlich werd Und ewig dort erhalten. 201. Mel. Ermuntre dich mein. Ehovah, dein regiren macht, 1 fer, Was sonsten ist gar hoch ge acht, Wenn er gebührend missek Die böhe deiner majestät, Wie weit sie über alles geht, was auf Den höchsten thronen Trägt die gerechtsten cronen. 2. Wo ist der ie fein regiment Mit solcher macht geführet? Wer ist, der dir fich gleich ers kennt, Ob er gleich viel regie ret? Was sich noch sterblich nens nen muß, Legt cron und scepter: dir zu fuß; Spricht: wir sind nur vafallen, So lang dirs wird ges fallen. 3. Wie weit erstreckt sich dein gebiet? Das ist noch ungemessen. as dein aug irgend wohnend sieht, Jft unter dir gesessen. Der allergrösste landes herr Sft ia dein größter schuldene:: Der grosse, wie der kleine, Hat auch vou dir das seine. 4. Wie recht sind, Herrscher, die gericht, Die du gewaltig is best; Wie richtig hält doch dein gewicht, Damit du maasse gies best, Daß alles werde recht er füllt, Wenn gleiches du vergele ten wilt, Wenn, richter, du mit straffen Und lohnen recht wilt schaffen. In keinem wird geirret; Nichts 5. Es gehet alles ordentlich, aeht den krebsgang hinter sich, Nichts findet sich verwirret. Ers halten, schützen ist dein thun, Versorgen, ordnen, stets wie nun: ist dein scepter richtig. 6.6 und Regirung. 6.Gepriesen sey die hohe hand, Die so rechtschaffen richtet. Wohl dem, der recht erkennt das band, Womit er dir verpflichtet. Jch, dein geringster unterthan, Meld' mich in tiefster demuth an, Vor deinen thron zu treten, Den sces pter angubeten. Dem nichtes ist zu wenig. 8. Ich bin ein ungerechter Fnecht, und muß die strenge fcheuen: Doch fing ich mit von gnad und recht, Deß sich die dei nen freuen. Du neigst den scepter her zu mir, Ich mag es, baß ich ihn berühr. So bin ich denn in gnaden: Mir wird dein zorn nicht schaden. 7. Hier lieg ich auf mein'm an geficht, Befehl mich deiner gna, de. Kehr deinen scepter von mir nicht: Bin ich gleich eine made In deinem hochgefeffnen aug, Mel. un ruben alle Wald. Da ich an allen 202, taug: So bist du doch ein König, Sich den höchſten rathen, Der 9. Das macht, der mich bey bir vertrit, Den du der welt ge. geben; Auf diesen gründ ich alle schrit, Die sich zu dir erheben. Der hålt mich alles zweifels frey, Daß ich der gnaden fähig feyi Da denen, die du liebest, Ja ihm dein reich) du gibest. 185 leit Dein Find, das drin ver. schlossen, Das wirst du nicht verstoffen. bon 10. Jdh gebe wieder, was ich hab, Du wirst es nicht verschmå hen: Mein herk sey meine gegen gab. Kan es dann nicht bestehen, Mit seiner eignen schågbarkeit; So macht mir doch ein frey ge. n 11. Sorg, schüß, erhalte fers ner noch, Regite mit verschonen. Laß unter deinem liebes joch In fried und freud uns wohnen. Ich freu mich deiner buldigung, Und JEsuleins verbrüderung Läfft mich nicht seyn geschlossen Aus seinen reichs genossen. alles fan und hat: Er muß zu als en dingen, Sols anders wohl gelingen, Selbst geben treuen rath und that. um alle meine mühe, Mein fors 2. Nichts ist es spät und frühe gen ist umsonst. Er mags mit meinen fachen Nach seinen willen machen, Ich fleus in seine Va ter 1 gunst. 3 Es kan mir nichts geschehen, Als was er hat versehen, lind was mir selig ist. Ich nehin es, wie ers gibet: Was ihm von mir beliebet, Das hab ich alles auch erkieſst. 4. Ich traue feiner gnaden, Die mich vor allem schaden, Vor allem übel fügt. Leb ich nach seinen fågen: So wird mich nichts verlegen, Nichts fehlen, was mir ewig nügt. 5. Er wolle meiner fünden In gnaben mich entbinden, Durch streichen meine schuld. Er wird auf Don göttlicher Dorforge 186 auf mein verbrechen Nicht firacks das urtheil sprechen, Und mit mir haben noch geduld. 6.Leg ich mich spåte nieder, Ers wach ich frühe wieder, Lieg oder zieh ich fort, In schwachheit und in banden, Und was mir flösft zu handen; So tröstet mich sein Fräftig wort. 7. Hat er es denn beschloffen, Go mil ich unverdrossen An mein verhångniß gehn. Kein unfall unter allen Wird mir so schwer ie fallen, Ich wil ihn männlich überstehn. 8. hab ich mich ergeben Bu sterben und zu leben, So bald er mir gebeut, Es sey heut oder morgen: Dafür laß ich ihn for, gen: Er weiß die rechte helfens. zeit. 9.So fey nun, feele, feine, Und fraue dem alleine, Der dich ge ſchaffen hat. Es gehe wie es gebe: Dein Vater in der höhe Weiß schon zu allen fachen rath. 203. min M.Auf ihr Chriften, Chrifti. Eine hoffnung stehet feſte Auf dem lebendigen GOtt, Er ist mir der allerbefle, Der mir bepfieht in der noth: Er allein Sol es feyn, Den ich nur von hertzen mein. 2.Sagt mir, wer kan boch ver. trauen, Auf ein schwaches men. fchen find? Wer kan feste schlds, fer bauen Jn die lust und in den wind? Es vergeht, Nichts be steht, Was ihr'auf der erben feht. 3. Aber GOttes güte wäbret Immer und in ewigkeit. Vieh und menschen er ernähret Durch erwünschte jahres zeit. Alles hat Geine gnad Dargereichet früh und spat. Ag( had 4. Gibet er nicht alles reichlich Und mit großem überfluß? Seis ne lieb ist unbegreiflich, Wie ein ftarcker wassers- guß. Luft und erd Uns ernährt, Wann es GOttes gunft begehrt. 5. Dandet nun dem groffen schöpfer Durch den wahren men schen sohn, Der uns, wie ein freyer töpfer, Hat gemacht aus erd und thon: Groß von rath, Starck von that Ift, der uns er halten hat. 204. vel. 3sus meine Zuvers. Mine feele fencket fich Hin Und erwartet ruhiglich Seiner wege ziel und ende: Liegt fein ftille nackt und blos In des lieb sten Vaters schoos. 2. Meine seele murret nicht, Jft mit allem wohl zufrieden. Was der eigne wille spricht, Ist zum fode schon beschieden. Was die ungeduld erregt, Ist in Chris Ai grab gelegt. 3. Meine seele forget nicht: Wil vielmehr an nichts geden den, Was gleich spißen dornen sticht, und den frieden nur kan frânden. Sorgen hört dem schöa pfer und Regirung. pfer zu. Meine seele sucht nur ruh. 4.Meine seele grâmt sich nicht, Liebt hingegen GOtt im leiden. Kummer, der das herge bricht, Trifft und ångslet nur die heiden. Wer GOtt in dem schooße liegt, Bleibt in aller noth vergnügt. 5. Meine feele klaget nicht; Denn sie weiß von feinen nöthen: Hangt an GOttes angesicht Auch alsdenn, wenn er wil töd. ten. Wo sich fleisch und blut be: Flagt, Wird das freuden licht verjagt. 6. Meine feel ist still zu GOtt, Und die junge bleibt gebunden; Also hab ich allen spott, Alle mar ter überwunden; Bin, gleichwie ein stilles meer, Voll von GOttes preis und ehr. 205. Mel. Wer nur den lieben. M. Ein GOtt, du weisst am -allerbesten Das, was mir gut und nützlich sey: Du kanst als lein mein beil befeften; Weg mit dem eigenen gebau. Gib, HErr, daß ich auf dich nur bau, Und dir mit gangem herken trau. 2. Reiß alles weg aus meiner feelen, was dich nicht sucht und deine ehr; Ja, wolte es sich auch verhelen, Eo vrüfe selbst ie mehr und mehr Mein innere beschaf fenheit, Und gib mir bergens redlichkeit, 187 licht und heil; Du heileft alle mein gebrechen, Und schenckest mir an Chrifto theil; Du bist mein als Terbester freund, Ders allzeit herzlich mit mir meint. 3. Daß ich könn' in der wahr heit sprechen: Du bist mein Abba, 4. Denn, kan ich dich nur Va ter nennen, O abgrund der barme hergiafeit! So muß mir alles nis ten können, Was man sonst heife fet creut und leid. Denn auch das bittre füffe ist, Wann du, o GOtt, im hergen bist. 5. Drum gib, daß ich recht Findlich glaube, Und nur fein frisch und unverzagt, Jedoch in demuth, mir zuschreibe, Was mir dein heiligs wort zusagt. Dein Geift erkläre meinem geiff, Was deine Vater treue heißt. 6. Du unerschaffnes höchstes wesen Haft vor der welt an mich gedacht, Und da ich gar noch nicht gewesen, Den liebes vollen schluß gemacht, Daß ich in Chri sto dein sol seyn, Und frey von aller höllen pein. 7.Dein kind, mein Jesus, bat vollendet, Was du beschlossen vor der zeit, Hat schuld und fira. fen abgewendet, Und mir ges schenckt die seligkeit. Dein Geist, der mir diß macht befannt, It alles dessen unterpfand. 8. Ich weiß nicht, was ich sonst fol fagen Von deiner treu, die ich verspürt, Da du mich haft in mei. nen tagen Bis hieher wunderbar geführt. Ja dort bey dir in ewig, keit Ift mir das beste noch bereit. N 2 9. NuB 188 9. Nun HErr, ich falle dir zun füssen, und bitt, o allerhöch, stes aut Laß mich wie wachs doch gang zerfliessen In dieser deiner liebes gluth; Ach gib, daß eine gegen treu Doch fiets in meiner feelen fev. 10. Und weil ich auf so viele weise, Mein Vater, bin dein eis genthum; So gib, daß ich auch dir zum preise, Und deines groß sen namens ruhm, Stets diene in gerechtigkeit, Und dir belieb ter belligkeit. Von göttlicher Dorforge 6 6 5 43 11. Du musst das gute selbst vollbringen In worten, wercken und verstand: Drum reiche mir in allen dingen Aus gnaden deine deine sey. 6 4 7 76 B 30 Vater band. Denn hier gilt nicht, wer rennen fan; Blos fommts auf dein erbarmen an. 206. am miy 5 7 4 3* 0 6 B 12. Legst du was auf, so hilfs auch tragen: Gib nur geduld in leidens- zeit: Und sey in gut und bdsen tagen Mein troft, mein rath, und meine freud. Gib de muth, einfalt, lieb und zucht: Was falsch und hoch ist," sey vers flucht. 13 Nun, amen, es sey fest ge schlossen: Nur daß des heilgen Geiftes fraft Bleib über mir fiets ausgeanssen. Als welche alles que te schoft; So bleibts in ewigkeit dabey, Daß du mein, und ich 65 43 0698 6 6 5 6 565 6726 44# 1114 INTE: LU 65 6 4** 5 6 6 76 推荐 Jan Mein und Regirung. 65 5 65 Ein GOtt, ich preise deine güte, lnd daß du deine gnaden band So liebreich haft zu mir gewandt. Es danckt herg, feele und gemüthe: Es freuet fich all mein gebeine, Was in mir ist, verehret dich Mit brünstgem erast, und nicht zum scheine. Ach HErr, mein GOtt, erhöre mich. 2. Jch stimm von deinen wun: der- wegen Ein füffes lob, und dand-' ied an, da ich nicht besser rühmen fan Den liebes: vollen Vater jegen, Den du mir reich lich mitgetheilet In meiner gan Ben lebenszeit; Da du mir im mer nachgeeilet Mit gnad und mit barmbergigkeit. 3. Nur lieb, o GOtt, hat dich bewogen, Daß du mich an das licht gebracht, und eh ich deiner noch gedacht, In Chrifto zu dir haft gezogen, Mit liebe haft du mich begleitet von meiner zarte ften findheit an, Und mich so vd terlich geleitet In deiner furcht auf ebner bahn. 4. Rein gutes hat mir ie gefeh. let: Leib, feel und geist hast du eiquickt/ Auch mit erwünschtem bei beglückt, und mich zu deiner schaar gezähtet. Ja, HErr, ich 65 43 0 N 189 bin viel zu geringe Der freue und barmherzigkeit, Davon ich ist in demuth finge, Obgleich in uns voukommenheit. 5. Mein herk, verehre diese gute Und unergründte Vater. tren, Die alle morgen bleibet neu, Mit ewig danckbarem ge müthe, Laß ja sich keinen tag an fangen, Noch eine nacht sich fiel len ein, Da du nicht brünftig soltst verlangen, Ein füffes opfer GOtt zu seyn. 6. Ach, ehr den meister deiner jugend Mit wahrheit und gerectigkeit. Dein bester schmuck und ehren- fleid Muß feyn ein wandel voller tagend, Der Chrifti gna. den kraft erweise, Und so den Bater in der that Durch viele früchte herrlich preise, Wie er es selbft befohlen hat. 7. Ach, folge dem erwürgten lamme Stets auf dem schmalen wege nach, Und schene ja nicht dessen schmach. Bolt gleich die beiffe crentes flamme Bey deiner pilgrimschaft sich mehren; Ey, rüste dich mit glaubens- fraft: So kan sie dich niemals versehren, Dein GOtt ist nah, der hilfe schafft. NS 8. 2er Don gåttlicher Vorsorge 190 8. Bertrau dich seinen Vater. banden, Und schütte allen deinen schmerk In fein hilfreiches liebes herg, Er fan, was schädlich scheint, so wenden, Daß dir es muß zum besten tienen. Wenn du nur hoffest in neduid, Bis feine hilf dir ist erschienen; So cront er dich mit gnad and huld. 9. Drum auf, mein geift zur himmels gianen, Verlag, was welt und fündlich heißft, und dich von Chrifti lieb abreifft; Co fanft du ew'ge scház gewinnen. Auf! eile deinem GOtt entgegen, Der freundlich naht auf tich herzu Mit lanter gnade, lieb und fegen, Mit heil und ewig füffer ruh. 10. Bleib ihm mit rechter treu ergeben: Eo segnet er dich ewig: lich, Ja seget dich einst neben sich; Co Fanft du ewig glücklich leben; Go hast du, was dich hier erqui det, Und was dich dort erfreuen wird: Co bist du mehr als hoch beglücket Denn GOTT bleibt Dein getreuer hirt. 207. Mel. Jehova ist mein Licht. O führst du doch recht selig, HErr, die deinen, Ja selig, und doch meistens wunderlich. Wie tontest du es böfe mit uns meinen, Da deine treu nicht lan verlengnen fich? Die wege sind oft frum, und doch gerad, Dars auf du lâff'st die Finder zu die geha, Da pflegt es wunderseltsam auszufeba: Doch triumphirt zu Legt dein hoher rath. 2. Dein Geift bångt nie an menschlichen gesehen, Co die vers nunft und gute meinung fleät. Den zweifels Enoten fan dein schwert verlegen, und lösen auf, nachdem es dir gefällt. Du reiß fest wol die stärksten band' ents zwey: Was sich entgegen fest, muß sincken hin: Ein wort bricht oft den allerhärtsten finn. Dann geht bein fuß auch durch unwege frey. 3. Was unsre flugheit wil zu sammen fügen, Theilt dein vers stand in oft und westen aus. Was mancher unter joch und last wit biegen, Sett deine hand frey ax der fiernen haus. Die weltzerreifft, und du verknüpft in kraft. Eie bricht, da bau'st, sie baut, dureißfest ein. Ihr glang muß die ein dunckler schatten seyn. Dein Geist bey tooten kraft und leben schafft. 4. Mit die vernunft was from und selig preisen; Ev haft du's schon aus deinem buch gethan: Wem aber niemand wil dig eugniß weisen; Den führst du in der still felbst himmel an. Der tisch der Pharifder låff'st du fichn, lind speisest mit den fündern, spricht fie trey. Wer weiß, was öfters deine absicht sey? Wer kan der tiefflen weisheit abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen augen: Was nichts ist, hast du, großer HErr, recht lieb. Der und Regirung. 191 Brauchst vater- recht, und zeugest mutter treu. Bo niemand meint, dag etwas deine sey; Da hågst du selbst dein schäfchenie und ie. 9. Niso gehst du nicht die gemeinen wege, Dein fuß wird fels ten öffentlich gesehn, Damit du fehst, was sich im hergen rege, Wenn du in dundelheit mit uns wilt gehn. Das widerspiel legst du vor augen dar Von dem, was du in deinem finne haft. Wer meint, er hab den vorsatz recht gefafft, Der wird am end ein ans ders oft gewahr. 10. Dauge, das nicht frug noch heucheln leidet! Gib mir der klugheit scharfen unterscheid, Dadurch natur von gnade wird entfcheidet, Das eigne licht von deis ner heiterkeit. Laß doch mein herg dich niemals meistern nicht. Brich ganz entzwey den willen, der sich liebt. Erweck die lust, die sich nur dir ergibt, Und tabell nie dein heimliches gericht. 11. Bil etwa die vernunft die widersprechen, und schüttelt ih ren Fopf zu deinem weg; So wollst du die befestung nieder brechen, daß ihre höh, sich nur bey siten leg. Rein frembes feuer sich in mir anzünd, Das ich für dir in thorheit bringen möcht, Und dir. wol gar sozu gefallen dåcht. Ach, selig, der dein licht ergreifft und findt! 12. So ziehe mich denn recht nach deinem willen, Und trag und N 4 beg Der worte pracht und ruhm mag dir nicht taugen: Du giebst die Fraft und nachdruck durch den trieb. Die besten werde bringen Dir fein lob: Sie sind versteckt: der blinde geht vorbey, Wer au gen hat, fieht sie, doch nicht so frey Die fachen sind zu klar; der finn za grob. 6. O herrscher, sey von uns gebenedeyet, Der du uns tödtest und lebendig machst. Wenn uns dein Geift der weisheit schaß verleibet; So sehn wir erft, wie wohl du für uns wachst. Die weisheit fpielt bey uns; wir spielen mit. Bey uns zu wohnen ist dir lauter bust, Die reget sich in deiner Vas ter- brust, Und gångelt uns mit jartem finder schrit. 7. Bald scheinst du uns was Harte anzugreiffen: Bald fährest du mit uns gang fåuberlich. Geschichts, daß unser finn sucht aus zuschweiffen; So weist die zucht uns wieder hin auf dich. Da gehu wir denn mit blöden augen hin. Du küsfest uns; wir sagen beff rung ju. Drauf schenckt dein Geist dem herken wieder ruh, Und hält im zaum den ausges schweiften finn. 8. Du fennst, o Vater, wohl das schwache wesen, Die ohns macht und der finnen unverstand. Man kan uns fast an unfrer stirn ablefen, Wie es um schwache kin Der sey bewandt: Drum greifft duzu, und hältst und trägest sie, Don göttlicher Dorforge 192 heg und führ dein armes find. Dein innres zeugniß fol den zwei fel Billen. Dein Geist die furcht und lüfte überwindt. Du bist mein alles, benn dein Sohn ist mein. Dein Geift reg fich gang Fräftialich in mir. Ich brenne nun nach dir in liebs- begier. Wie oft erquickt mich deiner Elarheit schein! 13. Drum muß die creatur mir immer dienen, Rein engel schämt nun der gemeinschaf: sich. Die geister, die vor dir vollendet gris nen, Sind meine brüder, und ers warten mich). Wie oft erquicket meinen geist ein herß, Das dich, und mich, und alle christen liebt? Jis möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm freuden. quell; weich ewig aller schmerg! 208. Urum betrübst du dich 7 bich, und trågest schmerz Nur um das zeitlich gut? Vertrau du beinem HErren Ott, Der alle ding erschaffen hat. 2. Er fan und will bich laffen nicht, Er weiß gar wohl, was bir gebricht, Himmel und erd ist fein. Mein Vater und meinHEr re GOtt, Der mir beyßteht in aller noth. 3. Weil du mein Gott und Bater bist; Dein find wirst du verlassen nicht, Du väterliches berg. Ich bin ein armer erden Floß, Auf erden weiß ich keinen frost. 4. Der reich' verläfft fich auf sein gut: Ich aber wil vertraun mein'm GOtt. Ob ich gleich werd veracht't; So weiß ich, und glaub feftiglich, Wer GOtt vere traut, dem mangelt nicht. 5. Elia, wer ernährte dich, Da es so lange regnet nicht In so schwer theurer zeit? Ein' wittwe aus Sidonier land, zu der D von GOtt warst gefanot. 6. Da er lag unterm wachhol derbaum, Ein engel GOtt's vom himmel kam, Und bracht ihm speis und tranck. Er ging gar einen weiten gang Bis zu den berg Horeb genannt. 7. Des Daniels GOtt nicht vergaß, Da er unter den löwen faß, Sein'n engel fandt er hin, Und ließ ihm speise bringen gut, Durch seinen diener Habacuc. 1 8. Joseph in Egypt'n verkaufet ward; gen hart Um fein gottsfürchtige feit: GOtt macht ihn zu einem groffen herrn, Daß er fonnt was I'r and brůd'r ernährn. 9. Es verließ auch nicht der treue GOtt Die drey månn'r im feur ofen- roth, Sein'n engel fandt er hin; Bewahrt sie für des feuers gluth, Und half ihnen aus aller noth. 10. Ach GOlt, du bist noch heut so reich), 21s du bist g'wes fen ewiglich: Mein vertrau'n steht ganz zu dir. Mach mich an meiner feelen reich; So hab und Regirung.ag hab ich gnug hier und ewiglich. 11. Der zeitlich'n ehr wil ich gern entbehrn: Du wollt mir nur das ewge gewährn, Das du erworben haft Durch deinen her. ben bittern tod, Das bitt ich dich, mein HErr und GOtt. 12 Alles, was ist auf dieser welt, Es sey filber, gold ober geld, Reichthum und zeitlich gut, Das währt nur eine kleine zeit, Und hilft doch nicht zur seligkeit. 13. Ich dand dir, Chrift, o GOttes Sohn, Daß du mich folchs haft erkennen lahn Durch dein göttliches wort. Verleih mir auch beständigkeit Zu meiner fees len feligkeit. 14. Lob, ehr und danck sey dir gesagt Für alle dein erzeigte woblthat, und bitt demüthiglich: Laß mich nicht von dein'm ange. ficht Verstossen werden ewiglich. 209. Mel. Warum folt ich mich. gen, Armes herk, Immer wärts Als ein beide forgen? Wo, ju dient dein täglich gråmen, Weil GOtt wil In der still Sich der noth annehmen. 2. GOtt hat dir geschenckt das leben, Seel und leib: Darum bleib Ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schencken. Traue feft, Er verlässt Nicht, die an ihn Dencken. 193 hier So viel jugemessen, Daß der leib sich kan ernähren; Ubri ges Wird indeß GOttes hand befcheren. 3. Sane nicht: was fol ich es sen? GOtt hat dir, Schon all 4 Es ift mehr, als frand und speisen Diefer leib: Darum gläub, Daß Gott wird erwei fen, Daß er speis and trand fan geben Dem, der sich Festiglich Ihm ergibt im leben. 5. Eorgst du, wie du dich solt Fleiden? JEfus spricht: Gorge nicht; Solches thun die beiden. Schau die blumen auf den fels dern, Wie so schön Diese siehn, und die baum in wåldern. 6. Sorgt ein vogel auf den zweigen, Wenn er fingt, Hüpft und springt, Wer ihm fol anzeis gen, Was er essen fol und trins cken? Nein, ach nein, Er allein. Folgt des himmels wincken. 7. Ach, der glaube fehlt auf erden, Wår er da, Müsst uns ia, Was uns noth ist, werden. Wer glauben wird nicht, Benns) gebricht, Von ihm seyn verlassen. 8. Ber gerechtigkeit nachtrache tet, Und zugleich GOttes reich Uber alles achiet, Der wird wars lich nach verlangen Speis und trand Lebens lang, Bie im schlaf empfangen. 9. Laß die welt denn sich bemüs hen Immerhta; Ach, mein sinn Col zu JEsu Bieben. Er wird geben, was mir fehlet, Ob ers eft Unverhofft Eine weil verhelet. 32 5 10. Wil Don göttlicher Vorsorge 194 10 Wil er prüfen meinen glau ben, und die gab, Die ich hab, Mir gar laffen rauben; So muß mirs zum besten kommen, Wenn, GOtt mir Alles schier Hat hin, weggenommen. 11. Er fan alles wieder geben: Wenn er nimmt, So bestimmt Er sein wort zum leben. Ach, wie viele fromme feelen Leben so, Und find froh, Ohne forg und qualen! 12. Sie befehlen GOTT die forgen, Wie er wil, Und find still Immer im verborgen. Was GOtt wil, ist ihr vergnügen, und wies er Ohngesehr Wil mit ihnen fügen. 13. Doch fan ihnen nicht ver fagen GOtt ihr brot In der noth, enn er, hört ihr Flagen. Er Fimmt wahrlich fie zu trösten, Eh mans meint, und erscheint, wenn bie noth am gröften. 14. Ihre sorg ist für die feelen, Und ihr lauf Geht hinauf zu den felfen holen, Zu des Erren JE fu wunden: Hier sind sie Aller müh Und der noth entbunden. 15. Nun, HErr JEsu, meine freude, Meine fonn, Meine wonn, meiner feelen weide, Gorge nur für meine feele: So wird mir Auch alhier Nichts am leibe fehlen. 16. Alles sey dir unverholen, Was mir fehlt, Was mich quält, Groffer GOtt; befohlen. Gorge bu, fo wil ich schweigen, und vor bie, Nach gebühr, Meine knie beugen. 17. Jeh wil dir mit freuden danden Fort und fort, Hier und dort, Und wil nimmer wancken. Lob und preis sey deinem namen. Gey mein theil, Hilf und heil, Liebster JEfu, amen, 210. Er nur den lieben Gott We lässt walten, Und hoffet auf, ihn allezeit, Den wird er wunders lich erhalten In allem ereuk und. traurigkeit. Wer GOtt dem als lerhöchsten traut, Der hat auf feinen fand gebaut. 2. Bas helfen uns die schwes ren sorgen? Bas hilft uns unfer weh und ach? Was hilft es, daß wir alle morgen Befeuffen unser ungemach? Wir machen unser creuk und leid Nur grösser durch, die traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig fide, und sey doch in sich selbst vergnügt, Wie unsers GOttes gnaden, wille, Bie fein allwis fenheit es fügt. Gott, der ans ihm hat auserwehlt; Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. 4. Er kennt die rechten freu den stunden, Er weiß wohl, wenn es nüglich fey. Wenn er uns nur hat tren erfunden, Und mercket Feine heucheley; So könnt Gott eh wird uns verfehn, und läffet uns viel guts geschehn. 5. Dend nicht in deiner drange fals bige, Daß du von GOtt vers lassen und Regirung. lassen seyft, Und daß der GOtt im schooße sitze, Der sich mit fle. tem glücke speist. Die folgend' zeit verändert viel, Und seßet ieg, lichem fein ziel. 6.Es find iaGOtt fehr schlech te fachen, und ist den höchsten alles gleich, Den reichen klein und arm zu machen; Den armen aber groß und reich. GOtt ist der rech te wunder mann, Der bald er böhn, bald stürgen Fan. 7. Sing, bet und geh auf GOt tes wegen, Verricht das deins nur getreu, Und trau des him, mels reichen segen;. So wird er bey dir werden neu. Denn wel cher seine zuversicht Auf GOtt fegt, den verlässt er nicht. rath: Herrlich ist doch sein erqui den, Diß erweist julegt die that. Wohl dem, der es recht bedenckt, Geinen finn zu GOtt nur lenckt Der wird sich in seinem leben GOttes obhut fiets ergeben. 195 Und dich ia nicht felbfien quale, Als soltst du verlaffen seyn. Gott spielt mit dir wunderlich), Herrs lich zu erretten dich. Laß dein hers ße nur nicht wancken, Du wirst ihm noch einmal dancken. 211. Mel. Freu dich sehr, o meine. Wunderlich ist Gottes schi, i fein 2. Also pflegt es GOtt zu ma chen, Dieses ist sein alter brauch: Uber die fein augen machen, Die betrübt und frånckt er auch. Stift in jammer angst und noth, Die er doch bald aus dem Foth Wil erhöhen, hoch versetzen, Und an feel und geift ergeßen. 3. Diß bedend, du meine feele, Wenn bey dir die noth bricht ein, 4. Dencke selbsten nur zurücke, Deine jugend es dich lehrt. O wie manches ungelücke Hat GOtt schon von dir gekehrt! Ofte da man hått gedacht, Du würd'st in der creußes nacht Bleiben lies gen und erfierben; Ließ dich GOtt doch nicht verderben. 5. Nun der große GOtt der ers den, Der ist unveränderlich). Woltst du ist verzaget werden, Alls folt er nicht schützen dich? Nein, sein werthes vater, hert Bricht ihm noch in deinem schmerg, Ja, wies eine muttes kräncket, So dein GOtt, an dich 6. Also fehlte auch nicht am Fönnen, GOtt kan machen was aus nichts: Drum lässt er sich måchtig nennen. Wenn er redet, so geschichts. Nimmt die noth schon überhand; Doch GOTT mittel find befannt, Bie er tone ne dich erldien, Wider all vers munft, vom bösen. 7. Hör aud), was dir GOtt versprochen Hier und dar in seis nem wort, Das hält er dir unvers brochen, So gewiß, als er dein bort. Himmel und die erd vere gebn, GOttes wort muß doch beftehn. Drum nur GOttes zes fog Don GOttes Wort, Gesetz 196 fag traue, Auf sein macht und gnade baue. 8. Doch, mein hert, noch dieses wisse, GOIt ist auch ein weiser mann Denck nicht, daß er helfen misse Piglich, da er helfen fan. Wunderlich führt er die zeit, Benn er wenden wil das leid, Wek ers herrlich wil ausführen, Unser haupt mit gnaden zieren. 9. HältsGOtt nun vor dir vers borgen, 2Benn, wie, wo er helfen wil: Mach dir darum keine for gen, Sey nur in dem HErren fill. Er wil sehen, ob auch fest Sich Dein herg auf ihn verlässt: Er wil, daß du ihn wohl kennest, Desto mehr auch Bater nenneſt. 10. Er wil deine andacht meh, ren, Welche font fast tatt und todt: Er wil gern das lob anhd, ren, So du nach erlittner noth zu 212. Mel. Durch Adams fall ift. Fin wort ist ia die rechte lehr; Ein licht, das uns erleuchtet; Ein schild an unfrer degenwehr; Ein thau, der uns befeuchtet; Ein starckungss trand, wenn wir uns frand Un feel und geist befinden; Ein festes band, das unsre hand Mit deiner Fan verbinden. Ihm, als der dein lebensfürft, Hoch erfreuet geben wirft, Wenn du greifflich wirft erblicken GOt tes herrliches erquicken. 2. So führe denn auf rechtem pfad, Durch diß dein licht mich 11. Drum so lasje GOtt nur walten, Ob du manchmal har ren musst; Er wird dennoch bey dir halten, Deine noth ifl ihm bei wusst, Die er so genau abmisst, Daß auch aller feinde lift Dir Fein hårlein mag berühren Ohne GOtt, fie muß verlieren. XIX. Von GOttes Wort, Gesetz und Gnaden- Verheissungen. 12. Nun, mein JEsu, sey gelos bet: Freplich bist du mir getreu. Ob des creuges meer schon to bet: Jfl doch deine hand dabey. Stård nur meine juversicht, Daß fie feft auf dich gericht. Bunderlich wirft dus noch schi den, Herrlich dein Find zu ers quicken, blinden. Laß mich durch deinen schuß und rath Den satan über. winden. Die füßigkeit laß allezeit Von deinem wort mich schme en; Und deine gunft in mir die brunst Der gegen lieb erwecken. S 3. Verleih auch deinen quten Geift, Der alles das versiegle, QBorin dein wort mich unter weist. Daß ich mich drein be fpiegle, Und immerdár diß, was ich war, Und was ich bin erkenne: Auch niemals mehr von deiner lehr und Gnaden, Derbeiffungen. lehr In sünd und irrthum renne. 4. Gib meinem glauben fiård und fraft, Die alles fan vollbrin gen, Damit durch dessen eigen fchaft Jch ritterlich) fan ringen, Und creuß und noth, ia gar den tod Viel lieber woll erleiden, Als daß ich hier vom wort und dir Mich ließ aus fleinmuth schei den. 213. I find die heiligen zehn ge, bot, uns unser HErre GOtt, Durch Mosen, sei, nen diener treu, Hoch auf dem berge Sinai. Kyrieleis. 2. Jch bin allein dein GOTT und HErr, Kein götter solt du haben mehr. Du folt mir gang vertrauen dich, Von herkens, grund lieben mich. Kyrieleis. 3. Du solt nicht führen zu une ehrn Den namen GOttes deines HErrn. Du folt nicht preifen recht noch gut, Ohn was GOtt felbft redt und thut. Kyrieleis. 4. Du folt heilgen den sieben den tag, Daß du und dein haus ruhen mag: Du solt von dein'm thun laffen ab, Daß GOtt fein werd in dir hab. Kyrieleis. 5. Du sölt ehrn und gehorsam seyn Dem vater und der mutter dein, Und wo dein' hand ihn'n dienen kan; So wirst du langes leben ban. Kyrieleis. 6. Du folt nicht tödten zornig lich, Nicht haffen noch felbft rås Chen dich: Geduld haben und 197 fanften muth, Und auch dem feind thun das gut. Kyrieleis. 7. Dein' eh' folt du bewahren rein, Daß auch dein herg lein andre mein, und halten feusch das leben dein Mit zucht und mäßigkeit fein. Kyrieleis. 8.Du solt nicht stehlen geld noch qut, Nicht wuchern jemands schweiß und blut. Du solt auf thun dein milde hand Den armen in deinem land. Kyrieleis. 9. Du folt tein falscher zeuge seyn, Nicht lügen auf den näch sten dein: Sein unfchuid folt auch retten du, Und seine schand decken 1. Kyrieleis. 10.Du folt deins nächsten weiß und haus Begehren nicht, noch etwas draus. Du folt ihm wüns fchen alles gut, Wie dir dein herk selber thut. Kyrieleis. 11. Die gebot all uns gegeben sind, Daß du dein fund', o men, schen find, Erkennen folt, und lernen wol, Wie man vor GOtt leben sol. Korieleis. $ 12. Das helf uns der HErr Jesus Christ, Der unser mittler worden is! Es ist mit unserm thun verlorn; Verdienen doch eitel forn. Ryrieleis. 214. Swoll uns GOtt genådig feyn, Und seinen fegen ges ben: Sein antlik uns mit hellem fchein Erleucht zum ewgen leben, Daß wir erfeninen feine werd, Und was ihm liebt auf erden, und JEfus Bon GOttes Wort, Gefets 198 JEsus Christus heil und stårdk Bekannt den heiden werden, und fie zu GOtt bekehren. 2. So dancken GOtt und to ben dich Die heiden überalle: Und alle welt die freue sich, und fing' mit groffem fchalle, Daß du auf erden richter bist, und läsf'st die fund nicht walten. Dein wort die hut und weide ist, Die alles volck erhalten, In rechter bahn u wallen, 215. Mel. Meine Seel erhebt. OCT sey uns gnädig und feinen göttlichen segen. 2.Er laffe uns fein antlig leuch. ten, Daß wir auf erden erkennen feine wege. 3. Es segne uns GOtt, unser GOtt: Es segne uns GOtt, und geb uns seinen frieden, amen. 216. 2. Thu auf den mund zum lobe dein: Bereit das herg zur ans dacht fein: Den glauben mehr, står den verstand, Daß uns dein nam werd wohl bekannt. 3. Es dance GOtt und lobe dich Das volck in guten thaten. Das land bring' frucht, und beffre sich, Dein wort laß wohl gera. then. Uns fegne Bater und der Mel. Err, ich habe mißgeb. Sohn, Uns jegne GOtt der heilsu, komm mit deinem Vas ge Geift, Dem alle welt die ehre Ster, Komm zu mir, ich liebe 217. thut, Für ihm sich fürchtet aller. meist. Nun sprecht von hergen: amen. ther, Heilger Geist, befiße mich. dich. Komm, o trener feelen ras Laß mich, o dreyeinigs wesen, Dir. zur wohnung seyn ertefen. Err JEfu Chrift, dich zu uns wend, Dein'n heilgen Geist du zu uns fend, Mit hilf und gnaden uns regir, Und uns den weg zur wahrheit führ. 3. Bis wir fingen mit GOttes heer: Heilig, heilig ist Gott der HERR, Und schauen dich von angesicht In ewger freud und selgem licht. 4. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Dem beilgen Geist in einem thron. Der heiligen Dreyeinigkeit Sey lob und preis in ewigkeit. 2. Laß mich, JESU, deinem worte Bollen glauben stellen zu: der füffen seelen rub. Niemand Fan den troft eraründen, Der in deinem wort zu finden. 3. Sende nun, o Vater, sende Deinen. Geist von deinem thron, Der mein herk zu dem nur wene de, Was dein allerliebfier Sohn, Dessen wort wir angehdret, Uns von deinem willen lehret. 4. Von mir selbst kan ichs nicht faffen, Mein hert ist verfinstert gang. Ich geh auf den irrthums straffen, Wo nicht deines Geis ftes and Gnaden Derbeiffungen. ftes glans Den verblendten finn regiret, Und zur hellen wahrheit führet. 5.3und doch an die liebes Fers ken, Und durchhike geist und muth: Werther Geist, laß unsre Hergen Brennen in der reinen gluth: Schaff, daß deine heilge flammen Schlagen über uns zu fammen. 6.Führe mir stets zu gemüthe, Was mir JEsus zugesagt, Daß ich traue feiner gute, Wenn viels leicht der zweifel fragt, Ob auf meine bitt und flehen Hilf und rettung werd ergehen. 7. Es kan feine noch nicht ha ben, weil mein JEsus wohnt in mir. Ich geniesse feiner gaben, Die sein Geist mir stellet für, Wenn ich ihn beständig liebe, Und in seinem wort mich übe. 8. Ber nach seinem mort nicht febet, und ihn nicht von herken liebt, Nur nach schndder wohlust firebet, Der muß ewig seyn be, trübt; Gott wird nicht in ihm mehr wohren, Sondern ihn mit gorn belohnen. 9. Mein her, du darfst nicht erschrecken, JEfus ist dein auf enthalt: Denn sein friede wird dich decken Wider alle feinds ge walt, Der vergeblich auf dich furmet, Weil sein friede dich be schirmet. 10. Fahre hin mit deinem frie de, Mehr als feind gefinnte welt: Deiner werd ich seitlich müde, 199 Weil dein friede bald zerfällt. GOttes fried erfreut die herken: Belt, dein friede bringet schmere gen. fordulf 11. Nun fol weder angst noch leiden, JEfu, keine macht noch list, Mich von deiner liebe scheie den, Weil dein friede bey mir ist. Ja, es sollen meine finnen Nichts als JEfum lieb gewinnen. 12. JEfu, der du vorgegangen Durch den tod zum Vater hin, Hohl mich, der ich mit verlangen Dir zu folgen willig bin. Wilft du, ich wil gern aufstehen, Und mit dir von hinnen gehen. 218. Mel. Wie schon leuchtet. Ch wil, o Bater, allezeit Ers Sheben deine gütigkeit, Daß du von so viel jahren Mich haft behütet wunderbar, Wie ichs mein lebtag immerdar, Auch dies se woch, erfahren. Singet, Brins get GOtt dem HErren nah und ferren danck und ehre: Jederman sein lob vermehre. 2. Du führst durch deinen gnas den schein Aus aller trübsal, noth und pein Den, der nur zu dir schreyet. Durch Christum gibst du deinen Geist, Der uns den weg zur busse weisst, und innerlich erfreuet. Laß mich, Bitt ich, Deie ne güte im gemüthe fort empfin den, Ohn anfechtung meiner fünden. 3. Sieh ia dasselbe nicht mehr an, Was ich hab wider dich ge than Von GOttes Wort, Gesetz 200 than In nächst verwichnen tagen. Nimm zur verföhnung Christi blut, Der uns gelitten hat zu gut, Und völlig abgetragen, was sich Täglich noch vor fünden in uns finden: drum wir schwachen Zu Dem gnaden thron und machen. 4 Mein leib, mein feel, und all ren: Lencke finnen und begier Auf die füffen himmels lehren, Daß die hergen von der erden Gang zu dir gezogen werden. 2. Unser wiffen und verstand Ift mit finsterniß umhüllet, Wo nicht deines Geiftes glang Uns mit hellem licht erfüllet. Gutes selbst in uns verrichten. das mein, Laß dir, o HErr, bedencken, gutes tichten Musst du fohlen seyn, Ich wil dir alls erge ben. Wend ab noth, angst und hertzeleid, Du Vater der barm bergigkeit, In meinem gangen leben. Daß ich Frölich Deinen willen mög erfüllen, stets dich lieben, Auch die lieb am nächsten üben. 5. Gib, daß mir beiner ruhe Die mag Durch deines wortes flår. de, Daß mir dasselb durchs her Be dring, Und hundertfältig früchte bring, Des glaubens rech, te werde. Von dir Laß mir Brünnlein fliessen, sich ergieffen, daß ich bleibe Ein reiß, das in dir befleibe. es Mel. Liebster JEfu wir. befördern lob, volls N bracht, Singen, beten, leg. ren, hören. GOtt hat alles wohl gemacht: Drum lafft uns sein lob vermehren. Unser GOtt sen hoch gepreiset, Daß er uns so wohl ges speiset. 2. Nun der Gottes, dienst ist aus, Und uns mitgetheilt der fes gen; So gehn wir mit freud nachh haus, Wandeln fein auf GOttes wegen. GOttes Geist uns fer ner leite, Und uns alle wohl be reite. 6. Verleihe, daß in dieser welt Mein hoffnung sen auf dich ge: fellt, und ich dir gang vertraue; Daß ich die wahre rub und freud Erlange bort ohn einig, leid, Wenn ich GOtt immer schaue. Durch dich Werd ich Grosse gaben ewig haben bey bir oben. Deinen namen wil ich loben. 3.D du glank der herrlichkeit, Licht vom licht aus GOtt gebos ren, Mach uns allesamt bereit; Deffne hertzen, mund und ohren. Unser bitten, flehn und singen Laß, HErr JEsu, wohl gelingen. 220. 219. Jebster JEfu, wir sind hier, Dich und dein work anzugs. 3.Unsern ausgang jegne GOtt, unfern eingang gleicher maassen: Gegne unser täglich brot; Gegne unser thun und lassen; Gegne uns mit felgem sterben, und mach uns zu himmels, er ben. 221, und Gnaden Derbeiffungen. 221. Mel. Durch Adams Fall ift. HErre GOtt, dein göttlich wort Ift lang verdunckelt blieben, Bis durch dein' gnad uns ist gesagt, was Paulus hat ge fchrieben, und andere Apostel mehr Aus dein'm göttlichen muns de. Deß dand ich dir mit fleiß, daß wir Erlebet hab'n die stunde. 2. Daß es mit macht an tag ist bracht, Wie flårlich ist vor aus gen. Ach GOtt, mein HErr, er, barm dich der, Die dich noch ist verleugnen, und achten sehr Auf menfchen lehr, Darin fie doch verderben. Deins worts verstand mach ihn'n bekannt, Daß sie nicht ewig sterben. 3. Wilt du nun ein gut christe feyn; So musst du erfilich glån. ben; Seg'n dein vertraun, darauf fest baun Hoffnung und lieb im glauben, Allein durch Chrift zu aller frift. Dein'n nächsten lieb barneben. Das gewissen frey, rein herg dabey, Das Fein' creatur Fan geben 201 tehren, Die nichts betracht'n, Dein wort veracht'n, Und wollens auch nicht lehren. Sie sprechen schlecht: es sen nicht recht, und habens nie gelesen, Auch nie ges bort das edle wort. Ifts nicht ein teuflisch wefen? 6. Ich glaub g'wiß gar, dag es fey wahr, Was Paulus' uns thut schreiben. Eh muß geschehn, und all's vergehn, Dein göttlich wort fol bleiben In ewigteit, was es auch leid Vieln hart verstock. ten herken. Rebrn sie nicht um, werd'n sie darum Leiden gar groffe schmergen. 7. GOtt ist mein HErr, so bin ich der, Dem sterben kommt zu gute, Dadurch uns haft aus aller last Erlds't mit deinem blute. Deß danck ich dir: drum wirft du mir Nach dein'r verheiffung geben, Was ich dich bitt: versag mirs nicht Jm tod und auch im leben. 8. HErr, ich hoff ie, du were deft die In keiner noth verlassen, Die dein wort recht, als treue knecht, Jm berg'n und glauben fassen: Gibst ibn'n bereit die ſe ligkeit, Und låff'st sie nicht ver derben. DHErr, durch dich, bittich, laß mich Frölich und wile lig sterben. 4. Allein, HErr, du musst sol, ches thun, Doch gar aus lauter gnaden. Wer sich des tròfi't, der ist erldst, Uab kan ihn niemand schaden. Ob wolten gleich Des teufels reich, Sie und dein wort vertreiben; Ist doch ihr macht vor dir nichts geacht: Sie wer. D'ns wol laffen bleiben. 222. Mel. Es spricht der Unweif. 5. Hilf, HErre GOtt, in die Mensch, wie ist dein herts beftelt? Hab achtung auf fer noth, Daß sich auch die be dein leben. Was trågt für fruche D Dein Von GOttes Wort, Gesetz 202 dein hertens feld? Sinds dornen oder reben? Denn aus der frucht kennt man die saat, Auch wer das land befået hat, GOtt oder der verderber. $ 2. If nun dein herß dem wege gleich und einer neben- ftrassen, Da auf dem breiten laster steig Die vogel alles fraffen? Ach pri fe dich, es ist kein schert! Ift so be wandt dein armes hers; Go bist du su bellagen. 3. Denn ist der fame wegge rafft, Vertreten und gefressen; So hast du keine glaubens- Fraft, Noch seelen- speis zu essen. Fålt dir ins ohr der fame nur, Ulud nicht ins herk; so ist die spur Zum leben gang vertreten. 4. Ist auch dein herge felsen art, Berhärtet durch die fünden; So ist der same schlecht verwahrt Auf folchen felfen- gründen. Ein felfen flein hat keinen faft: Drum hat der same feine kraft Zu spriess jen und zu schiessen. 5.So lang noch nicht zerknirscht bein herk, Und vom gesetz zer schlagen Durch wahre buse, reu und schmerk; So fans nicht früchte tragen. Bedend es wohl, und thue buß; Glaub fest, und falle GOtt zu fuß: So ist dein berk genesen. 6. Oft ist das herß auch dor. nen voll, Mit sorgen angefüllet: Oft lebet es in reichthum wohl, Da wird der sam verhüllet: Ja, er erflicket gang und gar, Und wird nicht einmal offenbar. Das ist wol zu beklagen. 7. So geht es, wenn man nur um geld Und reichthum ist bemü het, Und nur nach wohlust dieser welt Mit aug und herken fiehet. Da tan fein gutes haben stat, Womander wohllust nicht wird fatt: Der fame muß er flicken. 8. Doch ist, GOtt lob, noch gutes land Auf dieser welt zu fins den, Das GOtt dem HErrn als lein bekannt, Da in den hergenss gründen Der fame, Den GOtt eingelegt, Noch hundertfältig früchte trägt. Das sind die rech ten hergen. 9. Wer ohren hat, der höre doch, Und prüfe sich ohn heucheln, Dieweil es heute heisset noch: Hie muß sich keiner schmeicheln. Die zeit vergeht, das ende naßt. Fällt auf fein gutes land die faat; So musst du ewig sterben. 10.HErr JEsu, laß mein her ge seyn Zerknirschet und zuschla gen, Damit der fame dring hin ein, Und laß ihn früchte tragen, Die mir in himmel folgen nach, Da ich sie finde tausendfach. Das wünsch ich mit verlangen. 223. Mel. Es ist das Seil uns. Ir menschen sind zu dem, Do GOtt, Was geistlich ist, untüchtig: Dein wesen, wille und gebot Ist viel zu hoch und wich tig. Wir wissens und verstehens nicht, so uns den göttlich wort und Gnaden Derheiffungen. wott und licht Den weg zu dir nicht zeiget. 2. Drum sind vor zeiten aus gefandt Propheten, deine fnechte, Daß durch sie würde wohl be Fannt Dein will und deine rechte. Zum letzten ist dein lieber Sohn, DBater, von des himmels- thron Selbft kommen, uns zu lehren. 3. Für solches heil sey, HErr, gepreis't! Eaß uns dabey verblei ben, und gib uns deinen guten Geist, Daß wir dem worte giâu ben, Daffelb annehmen iederzeit Mit sanftmuth, ehre, lieb und freud, Als GOttes, nicht der menschen. 4. Hilf, daß der losen spätter Hauf Uns nicht vom wort abwen de: Denn ihr gespåtte endlich brauf Mit schrecken nimmt ein ende. Gib du selbst deinem don ner fraft, Daß deine lehre in ans haft, Auch reichlich bey uns wohne. 5. Deffn' uns die ohren und das berk, Daß wir das wort recht faffen; In lieb und leid, in freud und schmerg Es aus der acht nicht lassen; Daß wir nicht hörer nur allein Des wortes, sondern thåter seyn, Frucht hunderfältig bringen. 6.2m wege wird der fame fort Vom teufel hingenommen. In fels und steinen kan das wort Die wurkel nicht bekommen. Der fa, me, so auf dornen fällt, Bon sorg und wohlust dieser welt Berdir bet und ersticket. 203 7.Ach hilf, HErr, daß wir wer. den gleich Alhier dem guten lans de, Und seyn an guten wercken reich In unserm amt und flande; Biel früchte bringen in geduld; Bewahren deine lehr und huld In feinem guten berken. 8. Laß uns, dieweil wir leben hier, Den weg der fünden meis den. Gib, daß wir halten fest an dir, In anfechtung und leiden. Rott aus die dornen allzumal: Hilf uns die welt: sorg überall und bsse lüfte dåmpfen. 9. Dein wort, o HErr, laß allweg seyn, Die leuchte onfern füffen: Erhalt es bey uns klar und rein: Hilf, daß wir draus gerief. sen Kraft, rath und troft in aller noth Daß wir im leben und im tod Hierauf beständig trauen. 10. Laß sich dein wort zu deiner ehr, O GOtt, sehr weit ausbrei ten. Hilf, JEsu, daß uns deine lehr Erleuchten mdg und leiten. Oheilger Geift, dein göttlich wort Laß in uns wircken fort und fort Geduld, lieb, hoffnung, glauben. 224. W el. Werde munter mein. Ohl dem menschen, der nicht wandelt In gottloser leute rath! Wohl dem, der nicht unrecht handelt, Noch trit auf der fünder pfad! Der der spotter freundschaft fleucht, und von ihr'n gesellen weicht: Der hinges 02 gen Von der S. Taufe. ne 204 gen berglich ehret, Was uns GOtt vom himmel lehret! 2. Wohl dem, der mit lust und freude Das gesez des hoch fien treibt, Und hier, als auf fiffer weide, Tag und nacht bes ftändig bleibt! Dessen jegen wächst und bläht Wie ein palm baum, den man sieht Bey den flüs fen an der feiten Seine frische weig ausbreiten. 3. Also, jag ich, wird auch grü nen, Der in GOttes wort sich übt: Luft und sonne wird ihm XX. Von der Heiligen Taufe. S 225. Hrift, unser HErr, zum Jordan kam Nach feis nes Vaters willen, Von Sanct Johannes die taufe nahm, Sein werd und amt zu erfül len. Da wolt er stiften uns ein bad, zu waschen uns von sün, den, Erfäuffen auch den bittern tod Durch fein selbst blut und wunden: Es galt ein neues leben. dienen, Bis er reife früchte gibt: Seine blåtter werden alt, Und doch niemals ungestalt: GOtt gibt glück zu feinen thaten; Was er macht, muß wohl gerathen. 4. Aber wen die fünd erfreuet, Mit dem gehts viel anders zu: Er wird wie die spreu zerstreuet Von dem wind im schnellen nu. Wo der HERR sein bauflein richt't, Da bleibt fein gottloser nicht. Summa: GOtt liebt ale le frommen; Und wer bds ist, muß umkommen. 2. So hört und mercket alle wohl, Was GOtt selbst heifft die taufe, und was ein christe glaus ben fol, 3a meiden fetzer haufe. GOtt spricht und wil, das was ser fey, Doch nicht allein schlecht waffer: Sein heiligs wort ist auch dabey Mit reichem Geift ohn maassen, Der ist alhier der täufer. 3. Solchs hat er uns beweiset Flar Mit bildern und mit wor ten: Des Vaters fimm man ofs fenbar Dafelbst am Jordan hörs te. Er sprach: das ist mein lieber Eohn, An dem ich hab gefallen, Den wil ich euch befohlen han, Daß ihr ihn höret alle, und folget feiner lehre. 4.Auch GOttes Sohn hie sele ber steht In seiner garten mensch, heit: Der heilge Geift bermieder fährt, In tauben- bild verkleidet: Daß mir nicht follen zweifeln dran, Benn wir getaufet wer den, All drey person'n getaufet han, Damit bey uns auf erden zu wohnen sich begeben. 5. Sein' Jünger heisst der HErre Chrift: Geht hin all' welt zu lehren, Daß fie verlorn in fün den ist, Sich fol zur busse kehren. Wer gläubet und sich taufen lässt, Sol Don der 5. Taufe. Gol dadurch) selig werden. Ein neugeborner menfch er heisst, Der nicht mehr könne sterben, Das himmelreich fol erben. 6. Wer nicht gläubt dieser groffen gnad, Der bleibt in seis nen sünden, und ist verdammt zum ewgen tod Tief in der hdl. len gründen. Nichts hilft sein ei gen heiligkeit: All sein thun ist verloren. Die erbsünd machts zur nichtigkeit, Darin er ist ge boren: Vermag ihm selbst nicht helfen. 7. Das aug allein das wasser sieht, Bie menschen waffer gief: fen: Der glaub im geift die kraft versteht Des blutes JEfu Chrifti, Und ist vor ihm ein rothe fluth, Von Christi blut gefärbet, Die allen schaden heilen thut, Von Adam her geerbet, Auch von uns felbft begangen. * 8. Drum dancken wir dir in niglich, Für deine treu und gute, HErr JEfu Chrift, und bitten dich, Gib stets ein neu gemithe, Daß, wie du uns haft durch die tauf Ins gnaden reich genom. men, Bir auch fo führen unsern lauf, Damit wir endlich kommen Zu dir ins reich der ehren. 226. 205 Und durch ein sichtbar zeichen, D Vater, Sohn und heilger Geist, Es sey nichts zu vergleichen Mit deiner gnad und liebe. 2. Denn willig und von her. gens grund, So bald ich zu dir fommen, Hast du mich auf in dei nen bund Zum finde angenor men Du hattest ursach mich viels mehr 3u ftrafen und zu haffen: Coch haft du, grosser GOtt, so sehr Herunter dich gelassen, Den bund mit mir gestiftet. 6,9 Mel. Ehrift unfer HErr zum. Ott, da ich fonte feinen rath Für meine feele finden, Da haft du durch das wasser bad Mich rein gemacht von sünden. Dabey du klärlich haft erweist, 3. Dadurch bin ich nun, als dein kind, Versichert deiner gna den Was fich vor schwachheit an mir findt, Das lässt du mir nicht schaden. Den Geist der kindschaft gibst du mir. Und wenn ich vor dich trete, Mein herg ausschütte, GOTT, vor dir, In Chrifti nas men bete: Werd ich allzeit erhd. ref. 4. Hingegen hab ich mich vers pflicht, Ich woll ein gut gewissen, Fort bey des glaubens zuversicht, 3u halten seyn geflissen; Dich, Bater, Sobe und Geist, allzeit Für meinen GOtt erkennen, und samt der werthen christenheit Mit ebrerbietung nennen Den lieben HErrn und Vater. 5. Dem bösen feind hab ich entfagt, Auch allen jeinen wer den, Und dieser bund, der ihn verjagt. Kan gegen ihn mich slårs cken. Ich bin, o GOtt, dein teme pel nun, Und wieder neu geboren. Jet kan ich rechte wercke thun, D 3 Dazu Don der H. Taufe. 206 Dazu ich bin erforen, Und vie du felbft befohlen. 6. Der alte menfch muß ster ben ab; Der neue aber leben. Ich muß ben luften, die ich hab. Im geiste widerstreben. Ich muß dem guten hangen an; Verrichten Deinen willen, mit fleiß und sorg. falt dencken dran, Daß ich ihn mög erfüllen, Durch deine Fraft und fårcke. * 7. GOtt Vater, Sohn und Geist, verleih, Um Jesu Chris fli willen, Daß ich mich meiner taufe freu, Und mag dein wort erfüllen. Gib, daß ich teufels, wercke haß, und böse lüfte dåm pfe; Im guten nimmer werbe laß, Bis an das end hie kämpfe, Und dort dein reichy ererbe. 60 227. Mel. Es ist das Seil uns. Ott Vater, Sohn und heil. ger Geist, Du GOtt von groffer gåte, Sen ist und immer. Dar gepreift Mitbandbarem ge müthe, Daß du aus unverdien ter gnad Mich durch das heilge waffer bad Von fünden abgewa schen. → on 2. HErr, ich belenne, daß ich bin Gezeugt aus fünden samen, Ein find des jorns, das immer hin Entheiligt deinen namen. Ich eiß, daß von natur ich leb Oby Ohn beine furcht, und widerstreb, HErr, deinem wort und willen. 3. Du aber haft, v Vater, mich; Da ich war gang verloren, 3u dir gezogen gnådiglich, Und wies ber neu geboren Durchs wasser. bad der heilgen tauf, Auf daß in meinem lebenslauf Ich könne troft empfinden. 4. HErr JEfu Chrift, dein theures blut, Wäscht mich von meinen fünden; Kraft deffen macht die waffer fluth Denfelben fluch verschwinden, Den von na tur ich wohl verschuldt, Und feget mich ins Vaters huld, Die Adam hat verscherget. s.O beilger Geift, ich dance dir Für diese edle gabe, Daß ich nun inniglich in mir Dein flare des zeugnis habe, Dadurch ich meinen schöpfer kan Getroft und freudig rufen an, Und sagen: Abba, Vater. 6.Beil in der tauf auch JEsus Chrift Von mir ist angezogen; So hilf, daß durch des fatans lift Ich werde nicht betrogen. Denn die nan GOttes tempet fepnd, Die bleiben vor dem be sen feind, In deiner gnade, ficher. 7. OHErr, an diese würdige feit, Die du mir wollen schenden, Laß mich itund und allezeit In meiner noth gedencken, Daß ich dadurch ein herke faß, Und im mer mich getroft verlaß Auf deb ne gnad und hilfe. 1 8. Ich hab auch durch das waffer bab ich dir, a HErr, verbunden: Drum gib, daß feine sünden that Ju mir werd herrs schend funden. Gib, daß für dei Don der S. Taufe. ne gut und treu Ich danckbar und gehorfam fey, Wie ich hab anges lobet. 9. Und so ich was aus schwach, heit thu, Das wollst du mir ver, zeihen, und mir es ia nicht rech. men ju; Die gnade auch verleis ben, Daß ich meid alle heuches ley, Bis du mich einst wirst ma chen frey, Und in den Himmel nehmen. 228. D Mn. Mein Ertzens 3fu. JEfu Chrift, ich preise.dich Mit frölichem gemüthe, Daß du mich so genadiglich, Nach deiner groffen güte, Durch Deine tauf errettet haft Bon aller meiner fünden- iaft, und mir dein heil geschencket. 2. So bald mein haupt dein wafferguß Begunte zu begieffen; Da liefst du deinen liebes fluß Auch in mein herge flieffen: Ein göttlich leben gabst du mir: Dein Geist verband mein herß mit dir: Ich ward aus GDit geboren. 3. Du wuschest meine seele ab Bon allen finden flecken, und lieffeft alfe in ein grab Des fleis sches macht verstecken. Es ward in deinen tod getaucht, Was far tanas vorher gebraucht us elend mich zu bringen. 4. Co stelletest du beilig dar Vor deines Vaters throne, und vor der auserwehlten schaarMich in der schönen crone Der göttli chen gerechtigkeit: Du wurdeft 207 selbst mein ehren kleid, Darinn ich fonte prangen. 5 Kein engel war so schön, als ich, Da ich dich angezogen. Ich prangte mehr als föniglich: Du wurdeft selbst bewogen, Mich nun zu nennen deine braut; Im glaus ben ward ich dir vertraut. So hoch ward ich erhoben! 6. Da ward mir auch zugleich das recht zu deinem reich gege ben. Ich ward von göttlichem gefchlecht. Du wurdest selbst mein leben: Weil ich an deinem leibe ward Ein glied, und nun nach deiner art Mein leben Fonte führen. 1 7. Doch musste diß verborgen seyn, Die schönheit ward verde, det, Da man mich also tauchte ein, und unters creuß versledet. Es musste aun ans leiden gehn, Bis ich auch künftig fönte stehn In offenbarer klarheit. 8. So war es zu derselben slund, Als ich ward aufgenome men In diesen heilgen gnadens bund, Und in die zahl der from men. Wie ist es aber nun mit mir? Mein Heiland, sol ich iho dir nicht gleichfals zugehören? 9.Ach ia, es ist noch dieser bund Mein fiegel im gewissen, Das mich versichert alle slund, Wie du noch fenst geflissen Mich zu ers halten, daß ich kan Noch stets die frage stellen on: Bin ich nicht, GOtt, dein eigen? 10. Hast du mich nicht zu dei nem 04 208 Don der nem find In deinem Sohn er wehlet? Hast du mich nicht von aller fünd In gnaden los gezeh let? It nicht dein bund ein ew ger bund? Hat folchen nicht dein theurer mund Mit einem eid verfiegelt? 11. Geht mich nicht auch das alles an, Was Christus hat er. worben? Hat ers nicht mir zu gut gethan? Ift er nicht mir ges forben? If sein verdienst nicht mir geschendt, Da ich im glau, ben ward versendt In seine gnad und gute? 13. Zwar bab ich auch durch viele schuld Den gnaden bund zerriffen, Bin unwerth worden deiner huld: Doch bin ich nun be. Aliffen, Daß durch die buffe dieser bund Befestigt werde, weil der grund Bey dir noch feste stehet. S. Taufe. bin mit deinem liebes fener, Das gang durchglüet meinen finn; Ift mir sehr werth und theuer Dein gåttlich wort; das weifet mir, Bie ich fol fliehen für und für, Was dir nicht wohlgefället. 229. Mel. Es ist das heil uns. 12. Drum bleib ich in dein ei genthum, Daß du dir nicht lafft Seele, laß des Geiftes nehmen. Der fünden macht wird wiederum Mich nimmermehr be schamen Duwilft und kanst den laffen nicht; Der auf dich seine zus bersicht Von ganzem bergen feket? schwert Dich träftig nie. derschlagen, und höre, was bein gesus lehrt, mit herglichem behagen. Es gilt hie feel und se ligteit: Drum nimm in acht die gnaden zeit, Daß du nicht wirst verloren. 2.Du musst aus wasser und dem Geist Ecst neu geboren werden, Eb du ein find des höchsten heisst Und himmels erb auf erst den. Der alte menfch muß unters gehn, Daß sich der neue lasse fehn, Nach GOttes rath und willen. 14. Jch steh im fampse wider mich, Mein fleisch und blut zu wingen. Der Geist kämpft in mir ritterlich, Wenn lufte auf mich dringen. Lässt mir der fa tan teine ruh, Stürmt auch die welt mit auf mich zu; So geb ich nicht gewonnen. 15. Denn weil ich nun getaufet 16. Gib nun, daß deine lieb in mir Etets treibe mein gemüthe, Daß ich mich sehne fiets nach dir, Und mich vor fünden hüte. Du liebe, thust mir viel zu gut: Gib, daß ein ieder tropfen blut Von deiner liebe walle. 3. Geb in dein hert und forsche dich, Ob Adam in dir lebet, Und in den lüften Fräftiglich) Dem Geiste widerstrebet? Geschiehet diß, so lebt er noch: Drum maß er unter creuß und joch, Bis er getödtet werde. 4. Fofft die vernunft die sache nicht, Co laß fie stille schweinen. Der Don dem. Abendmahl. Der glaube weiß, was hier ge. fchicht, wenn sich die früchte zei. gen. Es blåst der wind ia wo er wil: Drum halte GOttes Geist nur still, Und leide dieses tödten. 5. Es widersetzt sich nicht der thon Des töpfers hånd und füs fen Drum leide dich, er wird dir schon die schmerzen all verfüffen. Wenn GOttes bild, o mensch, in bir zum neuen leben geht berfür; So ist der schmert vergessen. 6.O heilige geburt und werd, Das GOttes Geist ausführet, Der in des glaubens kraft und starck Uns täglich neu gebieret, Bis wir im glauben wachsen an Bu einem vollenfommnen mann, Dem alter Christi ähnlich. 7. Diß leben bast du gank al lein, O JEsu, uns erworben, Da du nach ausgefandner pein, Am ereuß für uns gestorben. Denn, wie die schlange ward erhöht den dancke. 6 76 5 XXI. Von dem Heil. Abendmahl. 230. ? 1 209 Von Mose, wie geschrieben sieht; So bist du auch erhoben. 8.Ja, darum ist des menschen. SohnUm creuß erhoben worden, Daß wir durch ihn, zum him. mels thron In seinem heilgen orden Erhoben, noch in dieser zeit Erlangen die gerechtigkeit, Die uns tan felig machen. 9. O JEfu, mach uns wohl bes reit, und brich die harten bergen, Daß wir noch in der gnaden, zeit, In glaubens- ren und schmergen, Aus GOtt geboren werden ney, Und mach uns endlich gånglich frey Im himmel von der fünde. 6 65 10. Ich wünsche nichts auf dieser welt, Als reinigung von fünden: Und weil mein wunsch dir wohlgefällt; So wirst du mich entbinden Der laft, die mich im bergen drückt, Damit die ſeele werd erquickt, Und dir mit freu 05 6 5 4 6 77 706 SE 56 76 76 5 757 65 3 4 5 4 5 4 3 4 05 4% Q 7 210 RES 65 5 986 4 Bon dem. Abendmahl. ITG: D Eh ziehe mich, ach ziehe mich, Mein JESU, gang in dich! Denn mein berge muß zerfliessen, und mein geist muß gant aus mir, Ob der groffen liebs begier, Die er hat, dich zu geniessen. 2. Uch feuch, ach zeuch mich zu dir hin Mit leib, geift, muth und finn! Oder fomm in meine feele, Seh durch diefen offnen mund. Heil mich, daß ich sen gefund, Edle falbe, füffes die. 3. Wie wünsch ich dich mein himmet brot, Verborgner mensch und GOtt Selig ist, der da kan haben Deiner flarcken Gott Beit kraft, und sein herge, mit dem saft Deiner süssen menschheit laben. 4.D, gib dich mir, und ziehe mich, Mein JEfu, gang in dich! Laß mich dich in dir geniessen: Denn ich fan in ewigkeit Confi von keiner luft und freud, Ais von dir, mein Manna, wissen. 231. M.Chrift unser Err 3nm tes Sohn, Der in der fünder orden Getreten, und vorlängsten, schon Mein bruder ist geworden, Und durch den höchsten liebes, zug Sich völlig dargegeben Zum lamm, daß meine sünde trug, Und sterbend war mein leben, Der if mein einger hirte. 2. Drum wird kein mangel in der noth Sich iemals bey mir fins den. Bin ich verwundet, schwach, ia tod, Beschwert von fluch und fünden; Ift er doch die gerech tigkeit, Durch die ich wieder flik le Mein herg in iedem kampf und streit, und nehm aus seiner fütte Genade um genade. 3. Er weidet mich auf grüner au Der himmei füffen lehre: Da schmeck ich GOttes gnaden than, mit dem ich mich ernehre, Als meines hirten eigenthum, Dee täglich mir darreichet Sein füffes evangeliam, Dem milch und bo nig weichet, Wenn GOtt die jest le speiset. 4. Bird mein geist dürftig; führt er mich zu frisch und fil len flüssen, Wo GOttes lebens firdme sich In fülle recht ergief fen. Da schmeck ich meiner taus bringet, Wenn meines hirten blutes faft Mir recht ins herge bringet Dom 5. Abendmahl. dringetIm abendmahl unworte. 5. Denn hier wird meine feel erquickt, Die fonfien muß verge, hen, Wenn sie, in GOttes trost entzückt, Ran glaubig GOtt an sehen, Wie sie in ihm und er in ihr Vereinigt sey und bleibe, Daß auch von seiner liebs begier Sie Fein geschöpf abtreide, Ja weder tod noch leben. S 6. Er führet mich auf rechter bahn, Entfernt vom pfad der süne de. Da nimmt mich GOtt in buffe an zu seinem gnaden, finde, Wenn meines hirten reinigkeit Mein unrein herge decket, Sein geist auch täglich mich fortleit't, Und von der fünd abschrecket, Er, neurt zu seinem bilde. 7. Um seines namens willen thut Er alle diese gnade. Beymir ist kein verdienft noch gut, Bieb mehr verlust und schade. Der nam' ists, der aus noth erldft; Der Jacob schuk verleihet; Der nam', der auch den Mosen tröst't Und Ifrael erfreuet, Gepredigt von dem HErren. 8. Und ob ich wand'r im fin Stern thal Der tödtlich schweren schatten, Da manche herbe see len quaat Mich armen gang ab matten: Fürchtich gleichwol kein anglück nicht; Nichts, das mir könnte schaden. Nichts ist, das mir mein herge bricht; Nichts, das mich lönnt beladen Mit em. ger angst und forgen. 9. Denn du, HErr, bist doch 211 stets bey mir, Vereinigt in der liebe. Was ist denn, das mich irs gend hier Beständiglich betrübe? Dein ftab und stecken trößten ia Weit über alles leiden. Kommt mir das unglück denn recht nah; Weisst du mich wohl zu weiden Mit manna in der wüsten. 10. Du hast bereitet einen tisch Bell himmels füffer lehre: Da werd ich recht gesund und frisch, Und spott' der feinde heere, Die auf mich öfters setzen zu, Wenn seufel, hdu und fünde Mir fldren wollen meine ruh, Als die ich überwinde Blos durch das schwert des Geiftes. 11. Du falbeft mir das haupt mit dl Des Geisles deiner hebe: Das bringet ein in meine feet, Daß ich mich nicht betrübe, Wen hergens, angst und creuges perm Zusammen auf mich schlagen; Weil meines GOttes troft und schein Mir lindert alle plagen Im leben und im sterben. 12. Du schenckft den kelch des heils mir ein Voll von genad und leben, Bol lieblichkeit und freu den wein, Die deine wunden ges ben. Wenn ich im glauben trind hievon, Macht mich, voll troft dein quälen. Dein blut schweiß, angst, schmach, spott und hoha Gibt herrlichkeit der seelen: Ja selbst bein tod das leben. 13, Barmherzigkeit und Var ter huld Begleiten mich im leben: Sie rufet mich, befreyt von schuld, 212 fchuld, Pflangt mich in dich zum reben, Der an dem weinstock früchte trägt; Lehrt mich das Abba beten: Sie ist es, die mich fanfte schlägt; Von sünden lehrt abtreten, und tröftet bis ans ende. 14. In GOttes hause werd Don dem 6. Abendmahl. 6 6 665 6 65 b 666 232. E ich nun Stets bleiben ohne ende. Da bin ich frey von allem thun Und mühe meiner hände, Wenn Gott wird lassen schauen sich, Und ich, in lieb entzucket, An feis nen wegen freue mich, Dem elend gang entrücket, In JEsu schooß und armen. dand dealt== 65 65 4* 65 6 Uzucker suffes himmelebrot, argnen für den eigen tod, Du Foft auf meiner reife, Wie berts lich fehn ich mich nach dir! Kom boch, meinschaß, fomm doch zu mir, Daß ich dich selbst ben mir mag haben, und mich mit dei nem fafte laben. 2. Ich bin verschmacht und un 65 5:43 666 6 65 Gotulema. A 65 43 5 4* 65 65 984% 161 gesund, Du aber kanst mich hei zu hert und mund, Daß da wolift zu mir eilen. Dein blut, o JEfu, ist der thau, Von welchem grünt des bergens au. Dem fleisch ist meiner feelen leben, Das du für mich haft hingegeben. 3. Du bist mein wahres offer.. lamm, Für mich am creuß ge. schlach, Don dem 4. Abendmahl. fchlachtet, Und willia an demsel, ben flamm Sn beisfer fieb ver schmachtet. Du bijl des ewgen lebens brot, Daß meine feel ers hält im tod. Wer dich aeneufft, der darf nicht fierben, Und fan in feiner noth verderben. 4. Du bist die emge füßigkeit, Nach der mein geist. fich sehnet; Der wahre troft und einge freud, ornach mein herse thrånet. Du bist des mundes honigseim, Und meiner feelen fester leim, Der mich mit GOtt auch in der flammen Vereiniget und fügt zu sammen. las 5. Laß mich dich doch, o engel brot, Oft würdiglich geniessen, Daß ich dich möge füsser GOtt, In meiner feelen füffen. Laß mich recht schmecken, JEfu Chrift, Wie fuß und lieblich du mir bist, Daß ich ie mehr und mehr dich effe, Du bonig fisse wurzel Jesje. 233. Mel. Es ist das Seil uns. Ch fomm ist als ein armer gast, OHErr, zu deinem ti sche, Den du für mich bereitet haft, Daß er mein her erfrische, Wenn mich der feelen hunger naat, Wenn mich der durft des geisles plagt, Bis ich den schweiß abwische. 2. Nun sprichst du, feelen bis schof, dort: Ich bin das brot zum leben. Diß brot treibt auch den hunger fort, Den sonst nichts mag aufheben. Ich bin der bruß, 213 mer glaubt an mich, Dem wird der durft nicht ewiglich Im here gen fliche geben.45 3 Drum führe mich, o treuer hirt, Auf deiner himmels, auen, Bis meine feel erquicket wird, Wenn du fie läsfest schauen Die frdme deiner gütigkeit, Die du für alle haft bereir't, So deiner hut sich trauen. 4. Ich armes Schäflein suche dich Auf deiner grünen weide. Dein lebensmanna speise mich, Zu troft in allem leide. Es tråna de mich dein theures blut, Auf daß mich ia kein falsches gut Von deiner liebe scheide. 5. Gleichwie des hirsches mattes herg Nach frischem was ser schreyet; So schreyet auch mein seelen. schmer. Ach, laß mich seyn befrepet Bon meiner schweren fünden- pein, Und schens de mir die trofi- fluth ein! Damit ist mir gedienet. 6. Vor allen dingen wird in mir Ein ungefärbte reue, Daß, wie vor einen wilden thier. Ich mich vor fünden scheue. Zench mir den rock des glaubens an, Der dein verdienst ergreiffen kan, Damit mein herk sich freue. 7.Entzünd in mir die andachts brunst, Daß ich die welt verlaffe, und deine treu und bruder gunst In dieser speise faffe, Daß durch dein lieben lieb in mir zu meinem nächsten wachs herfür, Und ich fort niemand haffe. 8. Ach 214 Don dem. 8. Ach, führe mich nun selbst von mir: Bey mir ist nichts denn sterben. Nim aber mich, o HErr, zu dir: Bey dir ist kein verderben. In mir ist lauter höllen- pein: In dir ist nichts als selig seyn Mit ale len himmels erben. 9. Erneure mich, o lebens flab, Mit deines geifles gaben. Laß mich die fünde dancken ab, Die mich sonst pflegt zu laben. Regis re meinen trågen finn, Daß er die life werfe hin, Die er sonst pflegt' zu haben. 10.So fomm nun, o mein fees len schat, Und laß dich freund lich küssen. Mein herge gibt dir raum und plag, Und wil von keis nem wissen, Als nur von dir, mein brautigam, Dieweil du mich ans creußes stamm Aus noth und tod geriffen. 11. Oliebster Heiland, grossen daad Für deine füßigkeiten! Ich bin vor lauter liebe Franck; Drum wart ich auf die zeiten, In wel chen du, o lebens- fürst, Mich samt den auserwehlten wirst Zur himmels tafel leiten. tes zorn wandt. Durch das bitter leiden fein Half er uns aus der böllen pein. Abendmahl. machen, Der hab wohl acht auf seine fachen. Wer unwürdig hin zu geht, Für das leben den tod empfäßt. 4. Du folt GOtt den Vater preisen, Daß er dich so wohl thut Speisen, Und für deine missethat In den tod sein'n Sohn gegeben hat. 2.Daß wir nimmer deß verges fen; Gaber uns fein'n leib zu es fen, Verborgen im brot so klein, Und zu trincken fein blut im wein. 3. Wer sich zu dem tisch wil 5. Du folt glauben und nicht wancken, Daß es sey ein' speis der trancken, Derer herk von füns den schwer, Und vor angst ist bes tribet sehr. 8. Hätt'st du dir was könn'n erwerben, as dürft ich denn für dich sterben? Dieser tisch auch dir nicht gilt, So du dir selber helfen wilt. 234. 9. Glånbst du das von here Hens grunde, Und bekenneft mit Esus Christus, unser Hei Sland, du 6. Solch groß gnad und barms hergigkeitSucht ein herg in grofe ser arbeit. Ist dir wohl, so bleib davon, Daß du nicht frigeft bd. sen lohn. 7. Er spricht selber: kommt ihr armen, Lasst mich über euch er barmen. Kein argt ift den stars den noth, Sein funft wird an ihm gar ein spott. wohl geschickt, und die speis dele ne feel erquickt. 10. Die frucht fol auch nicht ausbleiben: Deinen nächsten folt du lieben, Daß er dein geniessen Fan, Wie dein GOtt an dir hat gethan. 235. Don dem H. Abendmahl. 235. Mel. Mein Jefu, bier find. M Ein JEfu, der du vor dem scheiden, In deiner legten trauer- nacht, Uns haft die früchte beiner leiden In einem testament bermacht, Es preifen gläubige gemüther Dich, stifter dieser ho. ben güter. Go 2. So oft wir dieses mahl ges niessen; Wird dein gedächtniß bey uns neu. Man kan aus fris fchen proben schliessen, wie brüns flig deine liebe sey. Dein blat, dein tod un deine schmerzen Ver, neuern sich in unsern herken. 3. Es wird dem zitternden ge, wiffen Ein neues fiegel aufge, druckt. Daß unser schuld brief sey gerriffen, Daß unsre handschrift feyzerstückt, Daß wir vergebung unsrer fonden, In deinen Blutgen wunden finden. 4. Das band wird fefter juges zogen, Das dich und uns zusam men fügt. Die freundschaft, die wir sonst geflogen, Fühlt, wie sie neue stüßen frigt. Wir werden mehr in folchen stunden Mit dir zu einem geift verbunden. 5. Diß brot kan wahre nah, rung geben: Diß blut erquicket 66 6 215 unfern geist. Es mehrt sich unser inn'res leben, Wenn unfer glaus be dich geneufst. Wir fühlen neue Fraft und stärcke In unserm Fampf und glaubens werde. 6. Wir treten in genaure bans de Mit deines leibes gliedern ein, Ein herk und eine seele seyn: Der Mit denen wir in solchem stande Da wir ein fleisch u.blut geniessen geist muß mehr zusamen fliessen, Da wir ein fleisch u.blut geniessen 7. Dein fleisch muß uns zum pfande dienen, Daß unfer fleisch, das schwachheit voll, Einst herre lich aus dem flaube grünen, Und unverweslich werden sol, Ja, daß du uns ein ewig leben Nach diefem kurgen werdest geben. 8.D theures Lamm, fo edle gaben Hast du in dieses mahl ges legt, Da wir dich selbst zur speis fe haben! Wie wohl ist unser geist verpflegt! Diß mahl ist unter allen leiden Ein wahrer vor: schmack iener freuden. 1 9. Dir sey lob, ehr und preis gesungen. Ein solcher hoher lies bes schein Verdient, daß aller engel zungen Zu dessen ruhm ges schäftig seyn. Wird unser geift zu dir erhoben, So wird er dich vollkommner loben. 236. 6 435 6 Moin 216 68 43 65 * Vom H. Aberfomahl. 65 9843 6 Ein JEfu, hier find deine brüder, Die liebe an ein ander hålt, Die haben nun, als deine glieder, das brot zu bre chen angestellt, und wollen dein gedächtniß preifen, Wie du im nachtmahl haft geheissen. 2. Und darum rufen wir zu fammen: Erweck in uns recht reis nen trieb, Daß wir durch deines Geiftes flaminen Im glauben, hoffnung, furcht und lieb, Und in gewißheit vor dir stehen, Und dies jes hohe werd begehen. 3. Wir sprechen diß, was du geſprochen; wir brechen unges fauert brot, Gleichwie du deinen leib gebrochen, und dencken bey an deinen tod. So faß uns denn für unsre fünden Desselben kraft in uns empfinden. 4. Denn unser geift wil diese flunde Mit leib und blut gespeifet seyn: Drum nehmen wir mit unferm munde, Cowol gesegnet brot als wein, Damit wir es 4398* 76 zum pfande haben, und unsern schwachen glauben laben. 5. Und weil wir deinen leib ges niessen, Und uns dein blut genes jung gibt; So fönnen wir ges wißlich schliessen, Daß ieder, der von uns dich liebt, An dir und deis nem werthen leibe In ewigkeit vereinigt bleibe. 6. Wie wir von einem brotfe essen, und eins mit deinem leibe find: So laß uns nimmermehr vergessen, Bas uns ist unter uns verbindt, Da wir uns innige lich vereinen, Daß wir ein leib in lieb erscheinen. 7. Ja, liebster JEsu, weil wir leben, So find und leben wir in dir: Weil wir uns einmal dir eré geben, und mit so herglicher be gier Die gaben, welche von dir fliessen, Mit deinem leib und bluf genieffen. 8. Bir Edanen dich auch recht bekennen Durch dieses theure lies bes mahl Vor denen, die sich nach dir Don dem Seil. Abendmahl. dir nennen, Daß wir in einer bru: der zahl, und deine rechte jünger blieben, Wenn wir uns mit ein. ander lieben. 9. Wir können uns des endlich freuen, Daß du, o grosfer lebens. fürst, Mit uns das Übendmahl von neuen In deinem reiche hals ten wirst, Denn du fanft uns in Diesen werden mit glauben, lieb und hoffnung stärken. 237. M. Err JEfu Chr. wahr. JEfu, du mein brautigam, D Der du aus lieb am creus Bes stamm Für mich den tod ges litten haft, Genommen weg der fünden, last. 2. Jch fomm zu deinem 2, bendmahl, Verderbt durch man, chen fünden fall; Ich bin franck, unrein, nackt und bloß, Blind, arm: ach, HERN, mich nicht verstoß. 3. Du bist ber arkt, du bist das licht, Du bist der HERR, dem nichts gebricht, Du bist der brunn der heiligkeit, Du bist das rechte Hochzeit kleid. 4. Drum, o HErr JEsu, bitt ich dich, In meiner schwachheit beile mich: as unrein ist, das mache rein Durch deinen hellen gnaden, schein. 5. Erleuchte mein verfinstert herk, Zünd an die schöne glau, bens tert, In reichthum meine 217 6. Daß ich das rechte himmels brodt, Dich, JESU, wahrer mensch und GOtt, mithöchfter ehrerbietung eß, und deiner liebe nie vergeß. 7. Lesch alle laster aus in mir: Mein her mit lieb und glauben zier, Und was sonst ist von tugend mehr, Das pflang in mir zu deis ner ehr. 8. Gib, was nuk ist an seel und leib: Was schädlich ist, fern von mir treib. Komm in mein herk. laß mich mit dir Bereinigt bleiben für und für. 9. Hilf, daß durch dieser mahl. Zeit kraft Das bös in mir werd abgeschafft, Erlaffen alle fundens schuld, Erlangt des Vaters lieb und huld. 10. Vertreibe alle meine feind, Die sichtbar und unsichtbar seynd. Den guten vorsag, den ich führ, Durch deinen Geist fest mach in mir. 11. Mein leben, sitten, finn und pflicht Nach deinem heilgen wil. len richt. Ach laß mich meine tag in ruh Und friede chriftlich brin gen ju. 12. Bis du mich, o du lebens. fürst, Einst in den himmel neh men wirst, Daß ich bey dir dort ewiglich Un Deiner tafel freue mich. 238. Mel. O GOtt du frommer. camuth Lehr, und meinem flei. O JEfu, wilt du noch So sche steur und gnädig an mich dencken, P und 218 Und meiner seele dich Im abend. mahle schenden? Laß dein ges dächtniß auch In mir lebendig sepn, Da ich dein fleisch und blut Empfang im brot und wein. Von dem Heil. Abendmahl 2. Jch fünder war von GOtt, Und GOtt von mir geschieden; So drückte mich der fluch; So hatt ich keinen frieden: Denn das geseze fieß Mich in die höll hinein; Und da folt ich verdammt Mit leib und feele feyn. 3. Jh fonte nimmermehr Nichts zur versöhnung seten: Rein mensch, kein engel auch, Kein gold mit allen schätzen Be zahlte meine schuld, Noch riß mich aus der noth: Mein letztes urtheil war nichts, als der firen. ge tod. 4. Doch du, mein Heiland, bift An meine ftatt gekommen, Der finden straf und schuld, Haft du auf dich genommen: Du tru gef GOttes zorn, Du litteft höllen pein, Daß ich in dir ge, recht Und selig solte feyn. P 5. GOtt lob, es ist geschehn, Ich habe nun das leben; Denn du haft leib und blut Zum opfer hingegeben, und ich bin gang versöhnt. Was du, mein JEsu, du, In deiner kraft gethan, Das rechnet er mir zu. 6. Mein glaube hält dich fest, Und dich nicht zu vergessen, Gibst du mir mit dem brot, Den wah ren leib zu effen, Den leib, der für mich starb: Doch nicht den leib allein, Dein blut, dein wah. res blut, Trinck ich auch mit dem wein. 7. Jft, HErr, dein opfer gleich Geschehn vor vielen jahren, So muß ich dessen Fraft Doch igo noch erfahren. Denn dein vers dienst ist mir So kräftig, frisch und neu, Als obs erst diesen tag Von dir erworben fen. 8. Ach nun, ich dancke dir, Ich dancke dir von herken Für deine huld und treu, Für deine pein und schmerzen, Für deinen bit tern tod, Für deinen leib nnd blut, Damit du labest mich, D allerhöchftes gut. 9. Laß deine liebe doch Herk, geist und feel durchdringen. Hilf mir mein fündlich fleisch Mit al len tüften zwingen. Ach, halt mein innres rein: Mein herke sey dein haus, Und wirf was eitel ist, Durch deinen Beift binaus. 10. Laß mich buffertig fiets zu deinem: tische kommen, und würdig allemal, Bis du mit ab ten frommen ich in den hims mel rufft, Daß ich sol bey dir seyn: So geh ich hoch vergnügt Zu deinen freuden ein. 239 THILL Von dem S. Abendmahl. 239. CIG werneun 1² 66 9843 986 6 6 Ini! 76.65 876 65 6 54X4 3* Q 9843986 86 654% 43% 6 th interne 6 87 4 986 5430 6 5 9865# 26 6%* 6* 66 的 时间 和 国 6 48 5 2 6 68 43% ? 6 677 87 S 65 43 Menschen freund, o JEfu, brunnen lebens quell, 1 voller gnad, o mein erretter! Er 219 3 6 48 6 698 2666 barme dich, o Fräftiger vertreter! Gedenck an mich, o mein Immas huel! Ich flebe hier mit furcht 2 und Don dem. Abendmahl. 220 und angst belegt. Ich flag es dir, 240. du prüfer meiner nieren, Du bist el. Gier legt mein Sinn. mein Du bist mein hirt, der ſein ſchaf Sbeit und jegen, 9 feete, die felbst wil führen. 2. Ich bin betrübt, ich fühle was mich plagt: Mein auge darf ich kaum in dir aufheben, Von ferne steh und seh ich nach dem leben, Nach dir, o feligmacher, ich nur tracht. Aus demuth schlag ich auf die harte bruft: Sie liegt die sünd, Die mich von dir geschieden, Ich schäme mich auch der verborgnen luft, In welcher oft die herken heimlich sieden. 3. Wo sol ich hin? Ich wil zum lebens GOtt, Es fol mich nichts von meinem fels abtreiben: Troß fatan, JESU wil ich mich ver, schreiben. Zod, böll, dein fieg und stachel ist ein spott. Ich bin ein glied an dem fieghaften haupt Das teufel, tod und hölle hat be, zwungen: Ich bin durch ihn der funden rach entraubt. Es ist dem held aus Davids stam gelungen. 4.3u dir allein, o heibbrunn, ich nun komm, Ich dürfte sehr nach frischen waffer quellen, an deiner tafel wil ich mich einstet len, Verfloß mich nicht, du bist geneigt und fromm. Verborgnes Manna, speile meine feel. Du, offner strom, fanft meinen durft bald stillen. Du treuer hirt, dir ich mich ganz befehl, Laß hers und feel stets seyn nach deinem willen. heut selbst entgegen, Laß herk und blut ihm zu gefalln In dei ner bruft mit freuden walln. 2. Nichts, nichts muß dir am herzen hangen, um deinen freund recht zu umfangen. Heraus, wo noch was falsches fleckt, Das deis nen edlen geift befleckt. 3. Ein HERR gibt dir sich zu geniessen, Den erd und himmel nicht umschliessen, Der wird dein gaft im brodt und wein: Ja er wil selbst dein Manna seyn. 4. Hier muß ein hert erstau nend stehen, und schönste lieb vollkommen sehen. O huld, die fich unendlich zeigt, Die engel wiß weit übersteigt. 5.O holdes Lamm! den flaub, die made, Die würdigst du so ho her gnade. Was ist der mensch, daß du sein denckst, Und dich so tief herunter lendkft? 6. Du König und HErr aller Herren, Wilft unter meinem dach einkehren. Ich fünden wurm bins böchst unwerth, Daß mir ein solches wiederfährt. 7. Du felbft wilt mir ein mahl bereiten Vom fett und reinem wein der freuden. Du felbft deinem leib und blut Bist dieses mahl, o höchstes qut. 8. Nun hersens lamm, du wilft es haben, Drum komme ich, mein Don dem 3. Abendmahl. 221 mein hert zu laben. Dein eigen im leben Vor augen und im ber wort verbindt dich mir, Das hen schweben, Daß daran fich macht mir muth und herz zu dir. mein herge lab, Und fünden flich bis in mein grab.s 9. Ich werffe mich zu deinen füffen, Du baft ia niemals abges wiesen, Was arm und elend, blind nnd lahm Ehmals zu dir gefrochen fam. 17. Jch müsse, gleich den grü nen reben, An dir, mein edler weinstock, kleben, Damit ich),( wie dein Vater sucht,) Ihn ehr mit vieler Fraft und frucht. 10. Evd Francken hast du dich Jum leben, um argt und licht, zum heil gegeben: Weil ich denn auch ein folcher bin; Co nimm mich, mein erbarmer, hin. It. Im glauben nur mein herß entzünde, Daß ich mich gang mit dir verbinde, Mit dir, du fuffes GOttes Lamm, Als mei nem hertens brautigam. 12. Mein ganzer geist wird sich erheben, Mein leib und feel fängt an edle 241. bintes faft Mir heil, licht, troft Seaß die dunckie fünden- höle, o $ und leben schafft. 6 13.Dein brodt ist mir die rech te fpeife, In deren kraft ich frd. lich reise Durch ehr und schmach, durch dick und dünn, Bis zu den bügeln GOttes hin. 14. Diß pfand der unerhörten liebe, Die dich, o kamm, zum tode triebe, Beruhigt mir mein hert und sinn, Und gibt mich dir zu eigen hin. 18. Mein auge laß auf dich recht sehen, und forthin nur die wege gehen, Die du mich, theurer lebens fürk, Durch diese wüsten führen wirft. 15. Dir fot mein blut zu ehren wallen, Dir fol das lob von mir erschallen, So lange sich mein herge regt, und meine ader in mir schlägt. 16. Dein herber tod fol mir 19. Dein lieben müsse mich verriegeln, Und unauflöslich fe fie siegeln, zu meiner ewgen freud und luft, Ohergens freund, in deine bruft. Komm ans helle licht gegangen, Fange herrlich an zu prangen; Denn der HErz voll heil und gnas den Wil dich ist zur gaste laden, Der den himmel fan verwalten, Wil itt herberg in dir halten. 2. Eile, wie verlobte pflegen, Deinem brautigam entgegen, Der da mit dem gnaden hammer Klopft an beine herkens kam mer, Deffn' ihm bald die geistes. pforten, Red ihn an mit schönen worten: Komm, mein liebster, laß dich füssen, Laß mich deiner nicht mehr missen. 3. Zwar in fauffung theurer waaren Pflegt man sonst fein P3 gelb Von dem Seil. Abendmahl. 222 geld zu sparen: Aber du wilt für die gaben Deiner huld kein geld nicht haben, Weil in allen bergs werdks gründen Kein folch klei nød ist zu finden, Das die bluts gefüllte schaalen Und diß Man na fan bezahlen. dil 4. Ach, wie hungert mein ge müthe, Menschen freund, nach deiner gute! Uch wie pfleg ich oft mit thränen Mich nach dieser fost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürften Nach dem tranck des lebens fürften! Wünsche stets, baß mein gebeine Mich durch GOtt mit GOtt vereine. 9. JEfu, wahres brot des les bens, Hilf, daß ich doch nicht vers gebens, Oder mir vielleicht zum schaden Sey zu deinem tisch ge laden: Laß mich durch diß seelen essen Deine liebe recht ermessen, Daß ich auch, wie igt auf erden, Mög ein gaft im himmel werden. 5. Beydes lachen und auch zit tern Laffet sich in mir ißt wittern. Das geheimniß dieser speise, Und die unerforschte weise Machet, daß ich früh vermercke, HErr, die gröffe deiner werde. Ist auch wol ein mensch zu finden, der oft mein mund dein wate dein allmacht folt ergründen? 242. Mel. Mein Salome zc. lend Und meis nen geist und leib dein fleisch ers quickt, Werd ich, mein freund, in deinem tod entzückt, Daß fich ein meer der seligkeit ergieffet Ins matte hert und ausgeleert gemüth, Davon die braut, wie GOttes garten, blüht. 6.Nein, vernunft die muß hier weichen, Kan diß wunder nicht erreichen, Daß dis brot nie werd verzehret, Ob es gleich viel taufend nehret, Und daß mit dem faft der reben uns wird Chrifti blut gegeben. Oder groffen heim. lichkeiten, Die nur GOttesGeist fan deuten! 7. JEfu, meine lebens fonne, JEfu, meine freud und wonne, JEsu, du mein gang beginnen, Lebens quell und licht der finnen, Hie fall ich zu deinen füfen: Laß mich würdiglich geniessen Dieser 1 deiner himmels speise, Mir zum heil, und dir zum preife. 8. HErr, es bat dein treues lieben Dich vom himmel rab ges trieben, Daß du willig haft dein leben, In den tod für uns ge geben, und dazu gang unverdross sen, HErr, dein blut für uns vers gossen, Daß uns igt kan kräftig trånden, Deiner liebe zu get dencken $ 2. Immanuel, du zions hohers priester, Wie heilig, rein und koste bar ist dein blut? Viel höher ifts, als aller himmel gut, wodurch du den, der deines reichs verwis fter, Bezwungen und mit Fraff in staub gelegt, Und GOttes lieb zum ausfluß angeregt. 3. So hoch du warst, so niedria ift Von dem Beil. Abendmahl. 223 ist geworden Die menschheit, nicht verlegt. So lang ich bin drein du, GOtt, dich einverleibt, Daß auch ein trieb aus lieb ans creuß dich treibt, So seheu'st du nicht der Francken brüder orden, Hier opferst du dich gang GOtt zum geruch, Und nimmst von mir hinweg des todes fluch. auf meinen pilgrims reisen; So fol dein tod von mir verkündigt seyn, Bis daß du kommst, mein freund, und nimmst mich ein. 24-3. el. lun lob mein Seel. n Je wohl haft du gelaber, 4. Weil dich denn GOit zum dein blut ein ewigs life geld. Nun Fan Fein feind, tein teufel, fund Fan Fein feind, tein teufel, sünd und welt So machtig seyn, der nicht, sum fpott gebeuget, Vor dir erfchricht, entflieht und sich ver. flect, Benn dieser flarheits glang wird aufgedeckt. 5. Drum sey gerühmt, mein bräutgam, daß du füllest Der ar men herg aus dieser gnaden quell. Dein wundne fluß ist kraf: tig, klar und hell, wodurch du die zerschlagnen geister stillest.Du machst aus schwachbeit starck; burch schmach geehrt; Lebendig, wenn der tod am herken zehrt. 1 6.Dlebens brot, wie labst du mein gemüthe, Wie fårckt den schwachen finn dein feiten trand! Ber dich geniesst, wird niemals tödtlich Franck, Und ob er stirbt, erweckt ihn deine gute. Wen du erquicft, den hungert ewig nicht. Wer von dir trinckt, fommt nims mer ins gericht. $ 7. Mein lebens fürst laß mich biß manna speisen, Bis deine hand mich in dein reich versetzt, Damit der schlangen flich mich D O Ja mich so reich begabet, Daß ich igt fable freud und raft. wundersame spetse, O fiffer les bens trand, liebs mabi, das ich preise Mit einem lob gefang! ndem es bat erquicket Mein lee ben, berg und muth. Mein geist der hat erblicket Das allerhöchste gut. 2. Du hast mich ist geführet, HErr, in deinen gnaden faal; Daselbst hab ich berühret Dein' edle güter allzumal; Da hast du mir vergebens Geschencket mile diglichy Das werthe brot des les bens, Das sehr ergeket mich. Du bast mir zugelassen, Daß ich den feelen wein Fm glauben möchte fassen, und dir vermählet feyn. 3. Ben dir hab ich gegessen Die speise der unsterblichkeit. Du hast mir vollgemessen Den edlen felch, der mich erfreut. Ach GOtt, du baft erzeiget ir armen folche gunst, Daß billig ist sich nciget Mein hert für tiebes brunft. Du haft mich lassen schmecken Das föftlich engel brot, hinfort fan mich nicht schrecken Welt, teue fel, sünd und tod. $ 4 4 CD Don dem Geil. Abendmahl. 224 4. So lang id) leb auf erden, Preiß ich dich, liebster JESU, wohl, Daß du mich läsfest wer den Von dir und durch dich fatt und voll. Du hast mich selbst ge fråndet mit deinem thenren blut, Und dich zu mir gelencket, Dun. vergleichlichs gut. Nun werd ich ia nicht sterben, Weil mich gespeiset hat, Der nimmer kan verderben, Mein troft, schuß, hilf und rath. 5. Wie fan ichs aber faffen, HErr JEsu, daß du mit begier Dich haft so tief gelassen Bom himmels, faal berab zu mir. Du schöpfer aller dinge, Besuchest deinen fnecht, Ach hilf, daß ich dir bringe Ein herk, das fromm und schlecht, Das glaubig dir vertraue, Damit nach dieser zeit Ich ia dein antlig schaue, Dort in der ewigkeit. 6. Du bists, der ewig bleibet; Ich aber bin dem schatten gleich, Den bald ein wind vertreibet: HErr, ich bin arm, und du bist reich: Du bist sehr groß von gåte, Kein unrecht gilt bey dir; Ich boshaft von gemüthe, Kan feh. len für und für: Noch lommest du hernieder zu mir, dem fün. den mann: Bas geb ich dir doch wieder, Das dir gefallen kan? XXII. Bom wahren u. 24-4. Mel. Werde munter mein. Us, was chriftlich ist zu üben, Nimmst du men 7. Ein herß durch ren zerschla gen, Ein herk, das gank zerknir schet ist, Das weiß ich, wird bes hagen, Mein Heiland, dir zu ies der frist: Du wirst es nicht vers achten, Demnach ich emfig bin, Nach deiner gunft zu trachten. Nimm doch in gnaden hin Das opfer meiner zungen, Denn wil lig wird ikund Dein theurer ruhm befungen, HErr GOtt, durch meinen mund. 8. Hilf ia, daß diß geniessen Des eblen schakes schaff in mir Ein unaufhörlichs büssen, Daß ich mich wende fiets zu dir. Laß mich hinführo spüren Kein' an bre lieblichkeit, Als welche pflegt zu rühren Von dir, in dieser zeit. Laß mich ia nichts begehren Uls deine lieb und gunft; Denn nie mand kan entbehren Hier deiner liebe brunft. 9. Wohl mir, ich bin versehen Mit himmels speis und engel tranck; Nun wil ich frölich stehen, zu singen dir lob, ehr und dand. Fahr hin du weit getümmel, Du bist ein eitler fand: Ich seufze nach dem himmel, Dem rechten vaterland, In dem ich werde les ben Ohn' unglück und verdruß: Denn du GOtt wirst mir geben Der wohlußt überfluß. falschen Christenthum. schen kind, zu leicht. If dir nichts zurücke blieben? Hast du dean das ziel erreicht? Traue nicht Vom wahren und falschen Christenthum. nicht dem falschen schein, Wilt du nicht betrogen seyn: Hast du alles wohl erwogen, Dich auf GOttes wort bezogen? 2. Ehrbar seyn, die lafter flies hen, Daver auch ein heid er fchrickt; Um den nächsten sich be mühen, Wenn daraus ein nußen blickt; Freundlich thun; dem Zdu, ner gleich; Seyn an guten wercken reich: Hat noch keine rechte pro ben, Es als heiligkeit zu loben. 3. Wenn man ohne tadel lebet, Und das aug nichts schelten kan; Ben der finn nach tugend firebet, Feindet grobe lafter an; Lobt die frommen, rühmt was gut; Hat im leid gelinden muth; Solte zu der zahl der frommen Nicht mit recht ein solcher fommen? 4. Gottesdienst, gebet und feyer, Eine mild gewohnte band, Fleiß im amt, und reiche fleuer, Redlichkeit, der freue pfand, Recht und ftrafe mit gebühr Dem verbrecher schreiben für, Und was gutes mehr zu preisen, Kan fein Christenthum beweisen. 5. Nein, es ist ein göttlich we, fen, Eine geift erfüllte kraft, Von der welt feyn auserlefen, Tragen Chrifli Jüngerschaft Ohne schat ten, schaum und spreu Zeigen, daß man himmlisch jen. Der aus GOTT ist neu geboren, Jft in diefe zunft erforen. 6. Seele, wilt du recht erlan gen, Was dich Chrifto ähnlich macht, und nicht an dem duffern 225 hangen; Meid der worte schein und pracht; Auf das innre wend dein aug, Prüfe, ob es etwas taug. Durch verläugnung musst du gehen, Wilt du GOttes reichs thum sehen. 7. Wissen GOttes finn und willen; Folgen seinem rath und zucht; Eeinen durft an JEsu fils len; Zeigen schöne liebes frucht, Die der glaub umsonst gebiert; Ifs, was unsern zweck berührt. Buß thun, glauben, beilig leben, IJft, wornach bie chriften streben. 8. Glauben ist ein grosses wund der, Weil es JEfum an fichy zeucht; If des neuen lebens uns der, Eine burg, dahin man fleucht Wenn der grimme Mofis ftab Wirft der hoffnung grund herab: Da muß Chrifti blut ge deyen, Und für uns um hilfe schreyen. 9. Ist der glaube angezündet; Riecht er wohl, als eine blum. Der mit GOtt sich fest verbindet, Eucht nicht ruhm und eigens thum, Brennt für lieb, ift nie. drig, treu, Trägt für fleinfier fünde scheu, Steht vor GOTT gang aufgedecket, Da ein heuchs er sich verstecket. ro.Findest du nun, lieber Chri sie, Einen leeren bilder fram, Ein verblendtes schau gerüste, Drauf fein wahres wesen kam; Du bist eitel, taub und blind, Leicht zum bösen, wie der wind, Ohne faft und geistes treiben; Muß 35 $ 226 dia Bom wahren und Muß dein selbst lob unterbleiben. Sich gleich den namen gibt. 11. Ach, HErr JEju, laß uns wiffen, Wie man dir gefallen soll; Mach uns guts zu thun geflissen, Und des wahren glaubens voll. Dein Geist und sein liebes jug Muß entdecken den betrug, Da viel tausend sich bethören, Mei nend, daß sie dein gehören. 12. Geuß den Geist in unsre feelen Durch das wort, so feurig ist, uns vom irathum loszehlen, Der vom fleisch verborgnen lift. Prif, und siehe, wie es fleb, Daß fein schäflein untergeb. Laß das urtheil einst erschallen, Daß wir dir recht wohl gefallen. 245. Mel. O GOtt du frommer. U fagst: ich bin ein christ. 20ohlan wenn werck und leben Dir dessen, was du faaft, Beweis und zengniß geben; So steht es wohl um dich. Ich wün sche, was du sprichst, zu werden alle tag, nemlich ein guter chrift. 2. Du sagst: ich bin ein chrift. Der ists, der JEfum kennet, Und feinen GOtt und HErrn Ihn nicht alleine nennet, Sondern thut auch mit fleiß, Was fordert fein gebot. Thust du nicht auch also; Ift, was du sagst ein spott. 3. Du sagst: ich bin ein chrift. Wer sichs wil nennen lassen, muß lieben, was ist gut, Mit ernst das böse hassen. Der liebet Chris ftum nicht, Der noch die fünde liebt; Ift auch kein chrift, ob er 4. Du fagst: ich bin ein chrift, Denn ich bin ia besprenget Mit wasser in der tauf, it Chrifli blut vermenget. Ja wohi: hast aber du Gehalten auch den bund, Den du mit, GOtt gemacht In iener gnaden flund. $ 5. Hast du ihn nicht vorlängst Gar oft und viel gebrochen? Haft du als GOttes kind Dich, wie du haft versprochen, In allem thun erzeigt, Dem guten nachgestrebt? hat nicht der alte mensch Bisher in dir gelebt? 6. Du fagft: ich bin ein christ, Weil GOttes wort und lehre, Ohn allem measchen tand, Ich fleißig lef und höre. Ja, lieber, thuft du auch, Was bieses wort dich lehrt? Nicht ders hört, sons dern thut, Der ift ben GOtt geehrt. 7.Du sagst: ich bin ein chrift, Ich beichte meine fanden, und laß beym beichtflußt mich Auch oftermalen finden. Findt aber fich mein freund,( Ich bitte, fag' es mir,) Nach abgelegter beicht Die besfrung auch bey dir? 8. Ach), du bleibst nach wie vor: Dein' worte, werd und finnen Wird oftmals årger noch, Dein verfaß und beginnen Geht nach dem alten trieb: Und was noch gut sol seyn, Jft, wenn mans recht befieht, Nur lauter heuchels schein. 9. Du fagft: ich bin ein chrift, Las falschen Chriftenthum. 227 Laß speisen mich und tränden und übermuth Dein'n sinn und Mit dem, was Chriftus uns Im abendmahl wil schencken. Wohl. aber zeige mir, Ob Christi leib und blut In dir zur heiligung Auch seine wirckung thut. 6 10. Du fagft: ich bin ein chrift, Ich bete, lef und finge, Ich geh ins GOttes haus; Sind das nicht gute dinge? Sie sind es; aber wenn Sie werden so ver. -richt, Daß GOtt auch stets da bey Ein reines herte sieht. 11. Du sagst: ich bin ein christ, Ich kan dirs nicht gestehen, Es sey denn, daß ichs werd' Aus dei: nem wandel seben. Wer sagt und rühmet, daß Er Chriftum ange. bör; Und auch sein Jünger sey, Muß wandeln gleich wie er. 12. Bist du ein solcher chrift, So musst du seyn gesinnet, Wie JEsus Christus war. Wann rei ne liebe rinnet Alus deines her Bens quell; Wann du demüthig bißt Bonherken, wie der HErr: Co fag, du seyft ein chrift. 13. So lang ich aber noch An dir erseh und spüre, Daß stolk her regire; Wenn an der fanfta muth ftell Sich zeiget haß und neid: Go bist du gank gewig Vom christenthum sehr weit. 14.Gagft du: ich bin ein chrift, Und rühmst dich deß mit freuden; Thußt aber du auch mehr, As andre Fluge heiden? Ach öfters nicht so viel, Ais gutes fie gethan, Sie werden dorten dich Gewiße lich klagen an. 15 Sag' nicht: ich bin ein christ, Bis daß dir werck und leben Auch deffen, was du sagst, Beweiß und zeugniß geben. Die wort find nicht genug. Ein Christ muß ohne schein Das, was er wird genannt, Im wesen selbe ften feyn. 16. Ach mein GOlt, gib ger nad, Mich ernfilich zu befleissen zu seyn ein wahrer chrift, Und nicht nur so zu heissen. Denn welcher nam und that Nicht hat und führt zugleich, Der kommet nimmermehr zu dir ind himmels reich. 246. 87/65 6 766 6 6 65 43 0 144 6 Erleuch 228 LELISH Dom wahren und 7 66 67 3% O pilthier! 5 56 6 43 ņ G|||| G|||| 4 2015! Rieucht mich, HErr, mein licht; Ich bin mir selbst vers borgen, und fenne mich noch nicht. Ich mercke dieses zwar, Ich sey nicht wie ich war, Indes fen fühl ich wohl, Ich sey nicht wie ich sol. 2. Ich lebt in fiolger rub, Und wusste nichts von sorgen Vor die sem: aber nu Bin ich gang voller braft, und mir selbst eine laft, Was vormals meine freud, Macht mir ist hergeleid. 3. Kein zeitlicher verlust Ver ursacht diese schmergen, So viel mir ie bewusst, Mich liebt manch treuer freund, Mich überwindt tein feind, Der leib hat, was er wil, Gesundheit, hüll und füll. 4. Nein, es ist seelen pein, Es Fommt mir aus dem hergen, Und bringt durch mard und bein. Nur diß, diß liegt mir an, Daß ich nicht wissen fan, Ob ich ein wahrer Christ, Und du mein JE, fus bist. AME 6 5 66 dealin GIGH 美 5. Es ist nicht so gemein, Ein Christe seyn, als heissen: Ich weiß, daß der allein Des namens fähig ist, Der seine liebste luft Durch Chrifti fraft zerbricht, und lebt ihm selber nicht. 6. Es ist ein selbst betrug, Mit diesem wahn sich speisen, Als ob diß schon genug Zur glaubens, probe sey, Daß man von lastern frey, Die auch ein blinder heid Aus furcht der schande meid. 7. Der zeigt nur Christum an, Der aus sich selbst gegangen Und seines fleisches wahn, Vermögen, luft und rath, Gut, ehr, and was er hat, Von herken hasst, und spricht: Nur JEfus ist mein licht. 8. Das ist des glaubens wort, Und burstiges verlangen: HErr JEsu, sey mein hort, Verföhner HErr und schild, Und führ mich wie du milt; Dein bin ich, wie ich bin, Nimm mich zu eigen hin. 9. Wer diß nicht gründlich meint, Deß glaub ist noch un tuch, falschen Chriffenthum. tüchtig; Der bleibt noch GOttes feind; Sein hoffnungs grund ist fand, Und hält zuletzt nicht stand. Der einge glaubens grund ft dieser gnaden bund. 10. Hie, forg ich, fehlt es mir, Die lieb ist noch nicht richtig, Die ich, HErr Christ, zu dir Jßt habe, weil ich doch Bey nah ein Christe noch; Die welt und lust noch mehr Geliebt, als deine ehr. 11. Mein herk begreif dich nu, Ich muß es redlich wagen; Ich kommeb nicht zur ruh: Sagst du biemit der welt Und was dem fleisch gefällt Rein ab, und Chri, fto an; Eo ist die fach gethan. 12. Du erd wurm, solteft du Dem fön'ge dich) versagen, Dem alles stehet zu, Der allein weiß und reich. Der alles ist zugleich, Der selbst die gange welt Er schaffen und erhält? 13. Wenn alles wird vergebn, Was erd und himmel heget: So bleibt er fest bestehn, Sein wesen nimmt nicht ab, Die Gottheit weiß kein grab, Und wen er ein: mal fennt, Deß wohlstand nimmt fein end. 1 14. Wer aber in der zeit Mit ihm sich nicht vertråget, Der bleibt in ewigkeit Von GOttes freuden Haus Gang, gang ge schlossen aus, Vergoff' er in dem weh Auch eine thrånen see. $ $ 15. Wünscht nun GOTT den vertrag; Laß ihn dein ia mort schlichten, Oliebe feel, und lag: 229 Dir opfr' ich gänzlich auf, mein GOtt, meinen lauff, Und geist und leib und blut, Lust, ehre, hab und gut. 16. Thu, was du wilt, mit mir: Berd ich nur zugerichtet zu deinem preis und zier Ein faß der herrlichkeit, Mit deinem heil bekleidt, Geheiligt nun und dann: Wohl mir! so ists gethan. 247. en. Es koftet viel ein Chrift. S Es ist nicht schwer ein Chrift zu nach dem sinn des reinen geiftes leben. Zwar der natur geht es gar fauer ein, Sich immerdar in Chrifti tod ju geben: Doch führt die gnade felöft zu du aller zeit Den schweren streit. 2.Du darfst ia nur ein kindlein seyn, Du darfstia nur die leichte liebe üben. Oblöder geist, schau boch, wie gut ers mein. Das kleinste Find fan ia die mutter lie ben. Drum fürchte dich nur fers ner nicht so sehr; Es ist nicht schwer. 3. Dein Vater fordert nur das berk, Daß er es selbst mit reiner gnade fülle. Der fromme GOtt macht dir gar keinen schmer, Die unlust schafft in dir dein eige ner wille: Drum übergib ihn willig in den tod; So hats nicht noth. 4. Wirf nur getroft den kum merhin, Der nur dein herg vers geblich schwächt und plaget; Er. wecke nur zum glauben deinen finn, Bom wahren und 230 finn, Wenn furcht und weh dein schwaches berge naget; Sprich: Bater, schau mein elend gnädig an: So ifts gethan. 5. Besig dein herge in geduld, Wenn du nicht gleich des Vaters hilfe merckest. Versiehst dus oft, und fehlt aus eigner schuld; So fich, daß du dich durch die gna. de stårdest: So ist dein fehl und findliches versehn als nicht ges schehn. 6.Laß nur dein herk im glauben ruhn, Wenn dich wird nacht und finsterniß bedecken: Dein Vater wird nichts schlimmes mit dir thun: Vor keinem sturm un wind darfst du erschrecken. Ja, siehst du endlich ferner feine spur; So glaube nur. 7. So wird dein licht aufs neu entstehn, Und wirft dein heil mit grosser klarheit schauen: Was du geglaubt, wirst du denn vor dir fehn; Drum darfst du nur den frommen Vater trauen. O feele, sich doch, wie ein wahrer chrift So felig ist! 8. Auf, auf, mein geift! was fäumest du, Dich deinem GOtt gang findlich zu ergeben? Geh ein, mein herk, geneuß die füffe ruh: Im friede solst du vor dem Bater schweben. Die forg und laft wirf nur getrost und fühn Allein auf ihn. 248. S spricht der unweifen mund wol: Den rechten GOtt wir meinen; Doch ist ihr herk un glaubens voll, Mit that sie ihn verneinen. Ihr wefen ist verders bet zwar, Vor GOtt ist es ein greuel gar. Es thut ihr keiner fein gut. 2. GOtt felbft vom himmel sah herab Auf alle menschen kinder, Zu schauen fie, er sich begab, Ob er jemand möcht finden, Der sein'n verstand gerichtet bått, Mit ernft nach GOttes worten that, und fragt nach seinem willen. 3.Da war niemand auf rechter bahn, Sie war'n all ausgeschrit ten: Ein ieder ging nach seinem wahn, Und hielt verlorne sitten: Es that ihr keiner doch fein gut: Wiewol gar viel betrog der muth, Jbr thun folt GOtt gefallen. 4. Wie lang wollen unwissend seyn, Die solche müh aufladen, und fressen dafür das vold mein, Und nehren sich mit schaden? Es fteht ihr trauen nicht auf GOtt, Sie rufen ihn nicht in der noth, Sie welln sich selbst versorgen. 5. Darum ist ihr herg nimmer still, und steht allzeit in furchten. GOtt bey den frommen bleiben wil, Die ihm im glaub'n gehors chen: Ihr aber schmäht des ars men rath, Und höhnet alles, was er sagt, Daß GOtt sein troft ist worden. 6.Ber fol Ffrael, bem armen, 3a 3ion heil erlangen? GOtt wird sich seins volcks erbarmen, Und falfchen Chriftenthum. Und lösen die gefananen, Das wird er thun durch seinen Sohn, Davon wird Jacob wonne han, Und Ifrael fich freuen. 249. Mel An Wafferflüffen Bab. Jlf GOTT, wie gehts doch iho zu! Was find mir das vor zeiten? Die menschen hassen ihre ruh, Und wollen gar nicht leiden, Daß man sie lehr den rechten weg, daß man sie führ den schmalen steg, Der nach dem himmel führet. Sie sagen unge, scheuet: nein; wir wollen bleis ben, wie wir seyn. Sieh, wie das volck sich zieret. 231 die, Die sich nach Christo nennen: Verleugnen in dem leben hie, Was ihr mund thut bekennen. Sie schelten wol für Fetzerey, Daß man sie wolt bereden frey, Ein Christ müff' heitig leben. Daß JEsus und sein Geist die fünd Durch glauben in uns überwind, Jft ihnen gar nicht eben. 5. Drum, lieber GOtt, rett deine ehr, Uad JEfa, deines Soh nes. Laß leuchten immer mehr und mehr Durch den Geist deines thrones, Daß JEsus Christus heil und fårck, Genad und wahr. beit, glaub und werck Bekanne uns allen werden, und wie er für, in, mit uns sey: Behr, was wir an ihm haben frey Jm himmel und auf erden. 2. Genug its nicht, daß fie dein wort Verwerfen und verachten, Und nach der alten weise fort Den bauch zu nehren trachten: Sie wollen noch dazu recht han; Das gröft' unrecht hat der ge 250. Mel. Fren dich sehr, o meine. than, Der ihnen das verweiset, Kommt, lasst euch den HEre ren lehren und lere 5 Den halten sie für ungelehrt, und feine lehre für verkehrt, Der ihr thun nicht hoch preiset. 3.Wer wil von schwachen men fchen mehr, Als wir find, wol bes gehren? Man treibt die sach auch allzusehr, Und sagt nur vom bes Fehren. Ey lieber, lafft es, wies vor war, Welt bleibet welt, das feht ihr gar, Ist Christus doch ge. florben. Wenn wir zuweiln zur firchen gehn, 3ur beicht, und be ten beym aufstehn: Jfts denn so gar verdorben? 4. Dergleichen reben führen net allzumal, Welche die sind, die gehören In der rechten chris ften zahl. Die bekennen mit dem mund, Gläuben fest von bergen. grund, Und bemühen sich das neben, Guts zu thun, so lang fie leben. 2. Selig find, die demuth ha ben, und find allzeit arm im geist; Rühmen fich gang feiner gaben, Daß GOtt werd allein gepreift; Dancken dem auch für und für. Denn das himmelreich ist ihr. GOtt wird dort zu ehren setzen, Die sich selbst gering hie schäßen. 3. Selig 232 Vom wahren und 3. Selia find die leide tragen, lust der welt: Sondern sie mil Da sich göttlich trauren findt; Die befeuffen und beklagen Jbr und andrer leute fünd; Die deß. balben traurig gebn, Oft vor GOtt mit thrånen stehn: Diese follen noch auf erden, Und denn dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen herken, Da man fanfmuth( pů, ren fan; Welche hohn und truß verschmerßen, Weichen gerne ie derman, Die nicht suchen eigne rach, Und befehlen GOTT die fach: Diese wil der HErr so schi ken, Daß sie noch das land be, fißen. 5. Selig find die sehnlich fires ben Nach des Sohns gerechtig. Feit; Die allein des glaubens le ben, und das schöne hochzeits Fleid, Das am creuß durch JE. fum Chrift Uns umsonst erwor. ben ist, Ihren geift zu decken, faf sen: Die wird GOtt satt werden lassen. 6. Selig find die aus erbar, men Sich annehmen fremder noth; Sind mitleidig mit den ar men, Bitten treulich für sie Gott; Die behilflich find mit rath, Auch, wo möglich, mit der that: Werden wieder bilf empfangen, Und barmherzigkeit erlangen. 7. Selig find, die funden wer. den Reines herkens iederzeit; Die im werd, wort und geberden Lies ben jucht und heiliafeit. Diese, welchen nicht gefällt Die unreine ernst vermeiden, Werden schaus en GOtt mit freuden. 8. Gelig find, die friede mas chen, Und drauf sehn ohn unters laß Daß man mdg in allen sachen Fliehen hader, streit und haß: Die da stiften fried und ruh, Ras then allerseits darzu, Sich auch friedens selbst befleissen, Wer den GOttes kinder heissen. 9. Selig find, die müssen duls den Schmach, verfolgung, angst und pein, Da fie es doch nicht verschulden, Und gerecht befun den seyn. Ob des creußes gleich ist viel; Sezzet voch GOtt maaß und ziel, Und hernach wird ers belohnen Ewig mit der ehren. cronen. 10. HErr, reair zu allen zeiten Meinen wandel hier auf erd, Daß ich solcher seligkeiten Aus genaden fähig werd. Gib, daß ich mich acht gering; Meine flag oft vor dich bring; Sanfmuth auch an feinden übe; Die gerech tigkeit stets liebe; 11.Daß ich armen helf und dies ne; Jiner hab ein reines her; Die im unfried stehn, verfühne; Dir anhang in freud und schmerk. Vater, hilf von deinem thron, Daß ich glaub an deinen Sohn, Und durch deines Geistes stårde Mich befleifse rechter wercke. 251. M. Ach was soll ich Sünd. Reuer Bater, deine liebe, falfchen Christenthum. So aus einem heissen triebe mich in Chrifto auserwehlt, Und, eh ich zur welt geboren, Schon zur Findschaft auserforen, und den deinen zugezehlt. 2. Hat mich zwar bisher gese. hen Als ein faß des zornes stehen, Doch getragen mit geduld; So, daß du nicht wollen strafen, Noch mich aus dem wege raffen, mits ten in der fünden: schuld. 3. Da ich dacht, ich war ein Chrißle, Und davon zu reden wů fte, Brauchte firch, altar dabey, Sung, und guts den armen tha, te, Reine grobe laster hatte; War es doch nur heucheley. 4. Todtes werd, historisch we sen J, was sich die welt erlesen, Und für ihren Christum hålt. Schatten, bildniß, schein und meinen, Judas fuß und heuchel, weinen Jt der glaube dieser welt. 6 5. Hierin hab ich auch geste, det, Bis du mich haft aufgewe cket. Ach! daß ich nun wachte recht, und den gnaden zug be dachte, Wie du, HErre der ge rechte, Mich wilt haben schlecht und recht. 6. Hilf, daß ich dem fleisch absage, Nicht nach eiteln ehren frage. Reinge selbsten hert und finn. Laß mich diese welt vers achten, Christi schmach viel hd, her achten Als Egyptens luft ge winn. 7. Eddt' des alten adams glie, der, Mach uns dir jum opfer 233 wieder. Lehr mich nur zu Chrifto gehn. Laß das fleisch in uns vers derben, Und in Chrifti tod erstere ben, Daß wir in ihm auferstehn 8. Wenn am eiteln andre fles ben, Zwischen luft und furcht noch schweben, Oder blind zur höllen gehn; Wil ich meine glaubens flügel Schwingen zu dem ſternens hügel, Und auf meinen Heiland seha. 9. Wird man gute werck hoch achten, Andrer wandel sehr be trachten, Und man fondre gaben ehrt: Werd ich mich daran erge Hen, Wenn mir GOtt mit Chri fi schäßen Nur den glauben recht beschehrt. 10. Wil der fatan seine diffeln Wieder in die rofen nifteln, Und mich gerne zu sich ziehn: Zeigt er feines reiches schäße, Stellt subs til und grobe nege; Laß ihn sich umsonst bemühn. 11. Solte mich Egypten reue en, Und nach ihren töpfen schreys en, Herk und geist nach Sodom fehn? Laß mich beten, wachen, kämpfen, Sünde, tod und hölle dämpfen, und dem anlauf wis derfiehn. 12. Bird mir fraft und muth genommen, Und wenns fol zum treffen kommen, Ich nur hab den willen noch; So verleih auch das volbringen, Weisheit, kraft in allen dingen, Und zu tragen Chris stijoch. 13. Wil die eigenheit mich fäl len, 234 Bom wahren und len, Oder schlagen trübfals wel gen, Das erwart ich mit verlan len Auf mein armes schiflein zu; Weiß ich, daß es JEfus führet, Und er selbst das fieur regiret, Bringt es dech in port der rub. 14. Wer kein berling wil ver bleiben, Muß fich Christo einvers leiben, und ein guter rebe seyn; Sorgen, geiß und wohlluft haf. sen, Sich allein dem Heiland las fen, Meiden allen heuchel schein. 15. Wer auf seinen Heiland trauet, Der hat auf den fels ge bauet, Und besitzt den himmel schon. Ob er gleich muß zeitlich leiden, Folat doch herrlichkeit und frenden Dort vor feines JE, fu thron. 16. HERR, du wollst mich felbft bereiten, Wie in jeit und ewigkeiten Du dein armes kind begehrst. Du fanft fråftgen står cken, arunden, Mittel, zeit und wege finden, Da du mir bein heil gewährst. gen: Ach, versigl' es doch eins mal. Laß mich durch dein'n Geist auf erden Starck am innern menschen werden. Salb mich mit dem freuden dl. 20. Jch wil nach der stille fires ben, und an deiner liebe fleben, Gib ein feftes herte nur, Daß ich fiets aufrichtig bandle, Lauterlich in liebe wandle, Als durch göttli the natur. 21. HERR, bekehr auch doch die meinen, Echreib fie in die zahl der deinen, Zeige ihn'n dein angesicht: Ziehe sie von oben fråfe tig, Sey durch deinen geift ges schäftig, Bringe fie ¡ um rechten z licht. 22. Ta, laß auch die andern Heerden Bald herzu geführet wers den, Und viel taufend feelen seya, Die dich ihren hirten nennen, Und in rechter wahrheit kennen, Einft mit dir gehn himmel ein. 23. Daß wir fünftig allefams met, Wenn die hochzeit anbenas met, Und der bräutigam alloa, Helle glaubens lampen bringen, Und dem Lamm ein lob, lied fin gen: Hallelujah! Gloria! 17. Ich wil gerne halten stille. Meine heil'gung fey dein wille. Laß mein herge brünftig seyn, Dich, mein Heiland, zu umfans gen, und dir ewig anzuhangen. Sen du mein, ich bleibe dein. 252. 18. Wird mich Babel aleich vernichten; Wit mich auch selbst 3ion richten: Trag Mel. Liebster JEfu wir. aitgeduld, und will mich dabey Uach wie biſt du doch ſo ſelten Ah vergnügen, wenn ich nur fan ficher liegen Unter meines JEsu huld. 19. JESU, was du angefan Bil dein hochgepriefner ruhm Nicht mehr auf der erden gelten? Ist dein gold so dunckel worden Unter unserer Christen orden? 2. Chriften falschen Chriftenthum: 215 Als ein wahrer Christe leben, Und so denn, wenn dirs gefällt, Chriftlich meinen geift aufgeben, Auch im himmel zu den froms men und den wahren Christen kommen. $ 2. Christen sind zwar ohne zahl Auf den erden freis zu finden. Wo der güldne sonnen strahl Nur sein licht weiß anzuzünden, Missen auch die Christen heer: den Stets von ihm beschienen werden. 3. Aber ach, die Christenheit Führet, leider, nur den namen: Es ist sparsam ausgestreut Wah, ter GOttes finder samen: De rer zahl, Die Christum lieben, Ift gewiß sehr klein geblieben. 253. 4. Liebster JEiu, der du mich Selber durch dein blut erkaufet, Und auf namen Als ein en wacher auf ihr faulen. betrogne Ebriße, bin getaufet, Laß mich Wieelen, noch immerhin auf brinen Geist regiren, Solchen namen recht zu führen. 5. Laß mich meiner taufe bund Ernfilich immerdar betrachten: Laß mich doch von herkens grund Satan, welt und fleisch verach. ten; Laß hingegen stets mich üben, Gott und menschen recht zu lieben. 6. Laß mich auf dem schmalen weg, Durch die enge pforte ge hen: Laß auf deines wortes sleg Einig meine augen sehen. Gib geduld.im creuß und leiden, Daß sie nie mich von dir scheiden. 7. Komm, vermähle selber dich Liebster Heiland, meiner see. len: Gönne, daß ich süßiglich, Dich zum brautigam mag webs len. Gib, daß keine trübsals flus then Löschen unsrer liebe gluthen. 8. Laß mich hier in dieser welt 9. Ehre, glücke, Funft und ruhm, Laß ich dieser welt dabine den: Aber nur mein Christens thum, Hoff ich wieder dort zu finden, o mit schönen ehrens cronen GOTS wil wahren Chris sten lohnen. beyder seit? Fälts euch zu schwer, das zu erwehlen, Was euch des himmels ruf anbeut? O fehts mit offnen augen an, Und breches auf der schmalen bahn Hindurch! 2. Bedenckt, es sind nicht käy ser cronen, Nicht reichthum, ehe und luft der welt, omit euch GOTT wil ewig lohnen, Wenn euer Fampf den sieg erhält: GOtt felbst ist und die ewigkeit Boll luft und ruh, voll seligkeit. Hindurch! 3. Drum gilt bier fein halbire tes leben, GOTT crdnet kein ges theiltes herß. Wer JESU sich nicht recht ergeben, Der macht sich selber müh und schmer, Und tråget zum verdienten lohn Hier quaal, und dort die höll davon, Hindurch! 4. Wer aber mit gebet und ringen, Auf ewig allen abschied 22 gibt, Bom wahren und 236 gibt, Und den Monarchen aller dingen Von herken und alleine liebt, Der wird der crone werth geschäßt, Und auf des königs stuhl gesetzt. Hindurch! 5.3erreisfet dann die morschen schlingen, Die euch in diesem schönen lauf Berhindern, und zum faumen bringen, Und rafft euch heut von neuen auf. Auf, auf! verlafft die falsche ruh. Auf, auf! es geht zum himmel zu. Hindurch! 6. Auf, auf! ist dieser weg schon enge, Und voller dorn und rauher stein; Bringt euch die welt oft ins gedrånge; Stellt fa tan sich geharnischt ein; Erhebet fich fein ganges reich: Imma nuel ist auch bey each. Hindurch! 7. GOtt fordert nichts, geliebte feelen, Als daß ihr euch nur zu ihm balt't, und ohne heuchlerisch verhelen Vor ihm die schwachen hånde falt't. Er fireit't für euch; er macht euch bahn: Troß dem, der euch besiegen fan. Hindurch! 8. Die all macht siehet euch zur feiten, Die weisheit hält bey euch bie wach, Die Gottheit selbsten wil euch leiten: Folgt nur mit treuen schritten nach. Wie man che hat nicht diese hand Schon durchgeführt ins vaterland? Hin durch! 9. Nur( part es nicht auf an. Dre zeiten: Ihr habt schon iso viel versäumt. Ihr mehrt euch felbst die schwierigkeiten, Wo ihr das füsse heut verträumt. Eilt, eilet! denn die gnaden zeit Rennt zügellos zur ewigkeit. Hindurch! 10. Lasst euch das fleisch nicht träge machen, Verfluchet seine zärtlichkeit. Ihr gebt euch ia um eitle sachen In tausend müh und fährlichkeit: Wie? daß ihr um das böchste gut So faul, verzagt und sorg los thut. Hindurch! 11. O, sehet nicht das arme le ben, und den geringen hausrath an; Wil Joseph euch doch Go sen geben, und mehr als erd und himmel fan. Wer ist um thon und fand betrübt, Wen man ihm gold und silber gibt? Hindurch! 12. Eilt, fast einander bep den hånden, Geht, wie ist un ser ziel so nah, Wie bald wird unser kampf fich enden, Da sieht dann unser König da: Er führt uns ein zur stillen ruh, Und urs theilt uns das kleinod zu. Hin durch! 254. Mel. Wer nur den lieben. Ohl dem, der sich mit ernft bemühet, Daß er ein jün ger Christi sen; Der Chriftum als sein fleid anziehet Im glauben, und durch ihn wird frey; Der Christum fiets zum zwed ihm fest, Ihn über welt und him mel schätzt. 2. Wohl dem, der ihn zum licht und wegeErwehlet, und ihm folget nach Auf der verleugnung schmalem flege, Und auf fich nim met falfchen Chrifienthum. met seine schmach; Der sich be fleifft an seinem heil Jm glauben stets zu haben theil. 3. Was hilfts sonst, daß er ist empfangen, und fleischs und bluts theilhaftig ward; Wenn wir nicht auch dazu gelangen, Daß er sich in uns offenbart? Drum, fol er in dich kehren ein; So muß bein herg rechtschaf, fen seyn. 4. Was hilfts, daß Christus uns geboren, und uns die kind, fchaft wieder bringt; Benn, da diß recht schon längst verloren, Man hiernach nicht im glauben ringt? Wenn nicht sein Geist uns neu gebiert, und man keingött lich leben führt? 5. Was hilft dem menschen Chrifti lehre, Der der vernunft ein sclave bleibt, Nach eigner weisheit, wahn und ehre Sein leben, thun und wandel treibt? Ein Chrift, der die verleugnung ehrt, Folgt dem nur was ihu Chriftus lehrt. 6. Was hilft uns Chrifti thun und leben, Was demuth, lieb und freundlichkeit, Wenn wir dem folg und haß ergeben, Und schån, den seine heiligkeit? Was hilfts, nur mit dem mund allein, Und nicht im werck ein Chrifte seyn? 7. Was hilft uns Chrifli angst und leiden, wenn man nicht wil 237 and leiden gehn? Nur nach der pein sind füß die freuden, Und nach der schmach steht purpur schön. Wer hier nicht seinen adam krånckt, Dem wird die crone nicht geschenkt. 8. Was hilft uns Chrifti tod und sterben, Benn wir uns felbst nicht sterben ab? Du liebst dein leben zum verderben, Führst du die lust nicht in sein grab. Es bleibt dir Chrifti tod ein bild, Wenn du dir selbst nur leben an du dir ſelbst wilt. 9. Was hilft fein lösen und befreyen, Wo man nicht bleibt im bunde stehn? Was hilft, HErr, HERR, und Meister schreyen, Wenn man stets wil zurücke sehn? Was hilft dem, daß er ist ver fühnt, Der noch der welt und fünden dient? 10. Was hilft dir Christi auf erstehen, So du noch bleibst in finden todt? Was hilft dir fein gen himmel gehen, So du noch flebst am erden: foth? Was hilft dir fein triumph und sieg, So du mit dir nicht selbst führst frieg? 11. Wohlan, so tebe, thu und leide, Wie Chriftus dir ein vors bild war! Sieh, daß dich seine unschuld fleide; Co bleibst du in der feinen schaar. Wer Chrifti ist, sucht nur allein Jm leben Chrifto gleich zu seyn. Q3 XXIII. Don wahrer Buffe XXIII. Von wahrer Buffe, oder SinnesAenderung. oft geschicht, mein heil murrend verscherken. 238 255. Sa CH GOTT und HERR, Wie groß und schwer Sind mein begangne fünden; Da ist niemand, Der helfen kan, In dieser welt zu finden. 2. Lief ich gleich weit Zu dieser zeit Bis an der welt ihr ende, Und wolt los seyn Des creußzes mein; Würd ich doch solchs nicht wenden. 3.3u dir flieh ich, Verfloß mich nicht, wie ichs wohl hab mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Uch Gott, zurn nicht: Geh nicht ins g'richt; Dein sohn hat mich verfühnet. 4. Sols ia so seyn, Daß firaf und pein Auf fünde folgen müs fen: So fahr bie fort, Und scho ne dort, und laß mich hie wohl büffen. 5. Gib, HErr, geduld, Ber giß der schuld, Gib ein gehorfam berge: Laß mich nur nicht, Wies 6 60 6. Handel mit mir, Wies duns det bir, Durch dein gnad wil ichs leiden: Laß mich nur nicht Dort ewiglich Von dir seyn ab gescheiden. 7. Gleich wie fich fein Ein vd gelein In hole baum verstecket, Menns trüb hergeht, Die luft unftet, Menschen und vieh er schrecket: den: 8. Also, HErr Chrift, Mein uflucht ist Diehdle deiner wun Wenn sind und tod Mich bracht in noth, Hab ich mich drein gefunden. 9 Darin ich bleib, Ob hie der leib Und feel von einander schei den; So werd ich dort Ben die mein hort, Seyn in ewigen freu den. * 10. Ebre fey nun GOtt Va ter und Sohn, Dem heilgen Geift zusammen. Zweifle auch nicht, Weil Christus spricht: Wer glaubt, wird felig. Amen. 256. 6 76 6.6 EX* Nch LEINEZ LOODUD 65 ## 76 6 6 76 42 9 # tipz oder Sinnes Aenderung. 466 bate 6 67 650 6 6 6 6# 65 4% FO 6 4% 6 6582 Ett Ch, ist die nacht schier hin? Mein GOTT, verlaß mich nicht, Ich harre noch: hilf mir. Ich fan nicht selber Fommen. Heil die verborrte band. Bind an des glaubens licht. Du hast ia nicht gefeßt Die buffe denen frommen: Dem fünder aber wool, Der fich gewandt von dir. Jch ruf: ach hilf fich ruf: ac, Vater, bilf! Ach GOtt, sey gnädig mir. EX 4* 266 6 46 25 0 6 Desten 66 66 H 239 t 7. E 7 Stoß mich nicht ewig aus. Dart ich mich ia nicht mehr Dein kind, dich Vater, schreiben; Nimm mich zum tagelohn Nur wieder in dein haus. Es pflegt das Bas ter herß Beym Vater doch zu bleiben Dem ungeraihnen sohn, Der alles aufgezehrt, und durch gebracht, und schändlich durchges bracht, Doch endlich wiederkehrt. 24 3. Der 240 Von wahrer Buffe lig macht, verdammte felig macht, Der das verlorne sucht. 3. Der ernstlich wiederkehrt, Die das geseg verflucht, und ses Mit thrånen gnade fucht, Dem haft du gnade la Verheissen und geschworen. Blut rother fünden, wuft, Darum der mensch ver. flucht, Sol werden wie der schnee, Er fol nicht seyn verloren. Diß ist dein flares wort, Diß ist dein liebes finn: Da geht dein eid, da geht dein rufen, eid, Ber heiß und drauen hin. 7. Der die verlornen sucht, Mühselge zu fich winckt, Balades ne erquickt, Der allen schaden bei let: Der Früppel, lahm und blind Fm huy zurechte bringt, Und ih nen hand und fuß, Und aug und fraft ertheilet, Des glaubens licht anflammt, Und uns,( o theus res gut!) Vom fünden, greul, vom schndden sünden greul Ab, wascht mit seinem blut. 4.Da gehet alles hin, Das wes sen und das bild; Das opfer für die schuld Der menschen dargege: ben; Daß Chriftus leidet, stirbt Und das gesetz erfüllt; Daß GOt tes Geift uns lehrt, Und auch jum neuen leben Treibt, und die kraft darreicht; Daß er das her ge rührt; Das amt bestellt, das predig, amt bestellt; Die herten überführt. 5. Er ists, der überführt, Doß beine aütigkeit Und gnabe keine find' An uns kan überwiegen: Daß bey dem hochzeit mahl, Das du der welt bereit, Du lahm und blinde heifft Un deiner tafel liegen: Die fünde zwar verfluchst; Doch, da man fündiget, Daß eis ner sey daß ein fürsprecher sey, Der dich befriediget. 6. Der dich befriediget, Ein bolig opfer bracht, Das ewig vor bir gilt, Das ewig fråftig bieis bet, Das mächtig überwiegt Der gröften finden macht, Das ewig fiffe riecht, und allen fanck ver. treibet: Der aller fich erbarmt, 8. Er wäschet uns mit blut. O Trister heilger Geist, Laß dieser wahrheit kraft Auch meine feel empfinden. Gib, ewger Vater, mir, Was mir dein wort verheisst; Ich habe ia gethan Die allergrds ften finden: Ich bin blind, lahm und todt. Darum, o ewges gut, Ach! heile mich, heil und erwe dke michDurch JEfu Chrifti blut. 9. In JEsu Christi blut Lösch aus die missethat, Die bis daher mein herk, Mein bifes herg ge heget; Die, von der höll entzündt, Mich gang vergiftet hat; Die schrecklich hat gedämpft; Die mein gebein zerschläget. Nimm fehl und flecken weg, Weil nie. mand fommen fan Unrein zu dir, ohn heiligung zu dir. Ach nimm mich wieder an. 10. Uch nimm mich wieder an, Du lenneft ia mein berk, Wie febr es ist zerquetscht, Das wollst du nicht verschmähen. Ach wen be oder Sinnes Aenderung. de deinen grimm Und lindre meis nen schmerk! Tilg meine misse. that, Die von mir ist geschehen. Gib wahre seelen reu, Die im mer heilsam mir, So lang ich leb, und was ich leb, das laß Mich einig leben dir. 11. O leben, leb in mir, Richt auf dein ebenbild, Das du haft wiederbracht, Und Adam vor verloren, Gerecht und heiligkeit, Die aus dir selber quillt. Laß mich durch deinen Geist Gang werden neu geboren. Erwecke durch dein wort In mir des glau bens fraft, Daß fletten gleich, daß ich wie eine flett An dir, o JEſu, haft. 12. Daß ich fest an dir haft, O JEfu, laß dein blut An mir doch Fráftig seyn. Den abgeschnittnen reben Pfropf eilend wieder ein In dich, du höchstes gut. Du weinstock voller saft, Laß mich an dir bekleben: Ertheil auch saft und kraft zu bringen reiche frucht, Daß ich nicht tobt, damit ich nicht als todt Zum feuer sey verflucht. 241 14.Das meinige sey dein. Du, JEsu, mein, ich dein: Ac), tebe fort in mir, Und laß in dir mich leben, Was noch rückständig mir zu leben möchte seyn. Ich wil von nun an mich, OJEsu, dir ergeben: Sey du mein leben, argt, Brodt, tranck, kraft, reichthum, licht, Troft, leiter, hand, trost, segen, lehrer, hand. O JEſu, laß mich nicht! 13. Laß mich nicht fenn ver flucht; O JESU, stårcke mich. Sey meine weisheit selbst, Weit mein versland verblendet. Sen die gerechtigkeit Mir fünder ewiglich. Sen meine heiligung, Da fat an mich geschåndet. Sen die erlöfung dem, Der fot vers dammet seyn. Das dein ist mein, das deinige fey mein; Das meinige fey dein. 15. Dich, JEsu, laß ich nicht; Ach, gib zum segens, pfand Mir deinen heilgen Geist, Ohn den dich niemand kennet, Der mich versichere, Es sey das sünden. band Zerrissen, das mich hat Bisher von dir getrennet; Mich bheilge durch und durch, Daß ich wie du gefinnt, und mir bezeug', und meinem geift bezeug', Ich sey dein liebes find. 16. Daß ich sey GOttes kind, Diß sey der feste grund, Der feste GOttes grund, Mit diesem fies gel zeichen: Die seinen kennt der Erz: Von diesem gnaden bund, D werther heilger Geift, Laß ewig mich nicht weichen. Ach wohn und wirek in mir, Mein ganges herk ist dein, Dir einges räumt, dir fey es eingeräumt: Halt deinen tempel rein. 17. Halt deinen tempel rein. Wenn fatan, fleisch und welt Zur alten wohnuna eilt; So bilf mir treulich kämpfen Reich deine waffen her, Behalt in mir das feld, Und hiff den kleinesten Bon 25.. fein Don wabrer Buffe 242 feinden mir auch dämpfen. Gib mir licht, muth und ernst In die fer ritterschaft, Beständigkeit, bes ständigkeit und sieg Durch deine Gottes, kraft. 18. Durch deine Gottes Fraft Berlesche, was verübt. Reut' aus Das ärgerniß, Laß keinem meine fünde Doch iemals schädlich seyn. Erfreue, was betrübt. Gib mit tel, troft und rath Doch iedem dei nem finde. Deß, was buffertig ist, Nimm dich, o Tröster, an. Laß alles seyn, laß alle missethat Seyn ewig abgethan. 257. M. Eins ift noth, ach HErr. Abe Th! mein geift ist gang erfor: ben, Meme feel ist schreckens voll. Adams fall hat mich vers borben, Ich weiß nicht, wohin ich fol. Die banden des todes mich gänglich umhillen, O, Heiland, mit qnade mein herge wollft fül len Verbirg dich nicht länger, Er: Iofer von fünden, Dein freundlichs erbarmen laß mich irgund finden. 2.Sünden meiner jugend jahre Wachen im gewissen auf: Schon, ach schon, nicht hart verfahre; Hemme den verkehrten lauf: 2ch, wird in mir, JEsu, rechtschaffei ne buffe, Daß ich dir mag fallen zertnirfchet zu fusse. Schaff gott liches trauren, und neige den wil len Zu dir, der du seine pein einig tan't stillen. 3.2ch, daß ich gnug thránen båtte, 30 beklagen meine noth; Uch, mein helfer, fomm und rets te, Sonst ver sinck ich in den tob. Ich leugne nicht, daß ich nicht fünden verübet, Und dadurch den Vater im himmel betrübet: Doch such mich verlornen, o hirte der feelen: Zu deiner beerd wollst du in gnaden mich zehlen. 4. Wasch mich rein von allen fünden, Zauq mich in dein heil ges blut, Daß ich darin ruh mag finden. Ach, zerbrich des grimmes rath. Die laften der sünden mich heftig befchweren, D, daß ich sie könte beweinen mit zähren! Bespreng mich mit ysop der blutigen wunden, odurch uns zu helfen du dich haft vers bunden. 5. O, bu beil der Francken fün der Auserfornes GOttes Lamm, Unsers todes überwinder Durch den tod am creuges stamm, Ohn dich), o Erldser, find ewig verloren Die menschen, so iemals von weibern geboren: Nur deine vers föhnung ists, die uns kan retteg Bon banden des todes und hölli schen ketten. 6. Ach, laß doch aus deinem Hergen Auf mich triefen, HErr, dein blut; Deine marter, deine schmergen, Dein tod komme miz zu gut: Laß mich durch dich wers den vom sluche entladen, Ach! heile, o argt, den vergifteten scha den. Dir wil ich mich ist und auf ewig ergeben; Mein leben, o les ben, laß eingig dir leben. 7. Schaff oder Sinnes 7. Schaff in mir ein reines hers te, Gib mir einen neuen geist, Daß ich nicht mit fünden scherße, Sondern thue, was du heisst. Laß weisheit und liebe, famt reinem verlangen, Mich aus dir, o fulle des lebens, empfangen. Gib, daß sich mein alles zu deinem Dienst lende. Ein seliges end einst aus gnaden mir schende. 258. MACMel. Der Tag ist bin, mein. Eh schone doch, Ogroffer menschen hüter. Ach, ftrafe nicht, Barmherziger gebieter. Ach, rechne nicht, Wer kan vor dir bestehn? Ach, zürne nicht, Da ich wil zu dir gehn. N Aenderung. 243 werden. Was nützet doch, Zu tres ten auf die blum? Was bin ich, HErr? Gedenck an deinen ruhm. Antwort GOttes. 6. Ich fan dich nicht, Mein kind, hinfort verlassen, Ich wil mit lieb Dich ewiglich) umfassen. Sey nur getroft, Hab einen fris schen muth. Es ist bezahlt Durch meines Sohnes blut. 7. Nur daß, da du Mir nun mehr bist verfühnet, Du auch um knecht, Der treu und willig dienet, Dich mir darsteuft, Und baffeft, was ich haf: Co bleibt du mein, Ich dein ohn unterlaß. mm259, 784 was fol ich finder mas 2. Ach, zürne nicht. In JEsuch, was sol ich fan wil ich kommen; Hat der nicht, HErr, Die firafe weggenom men? Er ist am creuß Ein sluch für mich gemacht, An meiner stat Hat er es vollenbracht. gen an? Mein gewissen flagt mich an. Es beginnet aufzuwas chen Dis ist meine zuversicht: Meinen JEfum laß ich nicht. 2 3war es haben meine füns den Meinen JEsum oft betrübt; Doch weiß ich, daß er mich liebt, und lässt sich genddig finden. Drum ob mich die fünd ansicht; Meinen JEfum laß ich nicht. 3.Ob zwar schweres creuß und leiden, So bey Ehriften oft ents fteht, Mit mir hart darnieder geht: Sol mich doch von ihm nicht scheiden, Er ist mir ins her gericht: Meinen JEsum laß ich nicht. 3. Ach, rechne nicht, Stuftaus fend muß ich schweigen; Jch wil mich nur 3um gnaden scepter beugen. Auf meinen mund Die hånd ich legen wil, Und wie ein Find Geduldig schweigen still. 4. Ach, strafe nicht, Du sonst verzehrend feuer: Ich muß vers gehn. Die flamm brennt unge, heuer. Da ist dein Sohn, Der fehet vor den riß: Da ist der burg, Der hat bezahlet diß. 5. Ach schone boch, Ich bin nur asch und erden, Ein schlech 4. Ich weiß wohl, das unser leben, Nichts als nur ein nebes tes biat, Das bald zu staub wird, ist: Denn wir bie zu ieder frisk Mit 244 Don wahrer Buffe Mit dem tode sind umgeben. ich quit der sünden last. HErr, Drum obs heute noch geschicht, halt mir fest, Weß du dich mir Meinen JEsum laß ich nicht. verfprochen baft. 3. Gib mir nach deiner barms herzigkeit Den wahren Christens glauben, Auf daß ich deine süs figkeit Mög inniglich anschauen; Vor allen dingen lieben dich, Und meinen nächfien gleich als mich. Am letzten end dein hilf mir( end, Damit behend Des teufels lift sich von mir wend. 5. Sterb ich bald, so fomm ich abe Bon der welt beschwerlich Feit, Ruhe bis zur vollen freud, Und weiß, daß im finstern grabe JEfus ist mein helles licht. Meis nen Efum laß ich nicht. 6. Durch ihn wil ich wieder les ben: Denn er wil zu rechter zeit Wecken mich zur seligkeit, und wird mirs aus gnaden geben, Muß ich schon erst vors gericht; Meinen JEsum laß ich nicht. Drum, o JEfu, folt mein bleiben, Bis ich fomme an den ort, Welcher ist des himmels pfort. Darum thu auch einver, leiben Meine feele deinem licht. Meinen JEfum laß ich nicht. 260. 261. Nelein zu dir, Hrg steht Mel. Freu dich ſehr, o meine. Chrift, Mein hoffnung reso du erden, Ich weiß, mein trößer bist, Rein trost mag mir sonst werden. Von anbeginn ist nichts erkorn, Auf erden war Fein mens geborn, Der mir aus ndthen helfen fan. Ich ruf dich an, Zu dem ich mein vertraus en hab. 4. Ehr sey GOtt in dem höch fienthron, Dem Vater aller que te, Und JEsu Chrift, sein'm liebe sten Sohn, Der uns allzeit behis te, Und GOtt dem heiligen Geit fte, Der uns sein hilf allzeit leifle, Damit wir ihm gefällig seyn, Hier in dieser zeit, Und folgends in der ewigkeit. 2. Mein fünd find schwer und über groß, Und reuen mich von bergen, Derselben mach mich quit und los Durch deinen tod und schmergen, Und jeig mich deinem Vater an, Daß du hast gmug für mich gethan; So werd Dich, du arge bdse welt, Daß er seinen Sohn dir gibet Als das theure löse, geld, Auf daß du und iederman, Der ihn fafft mit glauben an, Nicht, mit dem vers dammten haufen, Dürfe nach der höllen laufen; 2. Gondern daß er ewig lebe, Und in freuden ohne zahl, Mit und bey den engeln schwebe, Vor dem HErrn, fren ohne quaal. Denn GOTT hat aus seinem thron Darum nicht gefandt den Sohn, Daß ersoll die menschen richten oder Sinnes Aenderung. richten und verdammen, nein, mit nichten; 3. Vielmehr sol er selig machen Jederman, der sich bekehrt, und sich aus des teufels rachen Herz lich wünschet und begehrt. Wer beständig gläubt an ihn, Hat das leben zum gewinn: Wer nicht glaubet, der wird müssen Vor ge richte ftehn, und büssen. 4. Darum selig ist, der glaus bet An den theuren GottesSohn, Und bey ihm beständig bleibet, Wie auf ihn die våter schon Ihre boffnung gang geseßt, Und an ihm ihr herk ergeßt. Jederman aus diesem orden Der ist durch ihn selig worden. 5. Diß ist aber das gerichte, Und der welt ihr untergang, Daß fie zu dem hellen lichte Sich nicht Fehren wil mit danck, Das doch wendet spat und früh Seinen gnaden glang auf fie. Sie wil nicht vom bösen lassen: Drum pflegt sie das licht zu haffen. 6. Ber das arge thut mit freu, den, Der ist auch des lichtes feind, Daß er nicht darf strafe leiden, Weil die wercke bdse seynd. Wer die wahrheit liebt und übt, und der tugend fich ergibt, Der lässt feine wercke sehen: Denn sie sind in GOtt geschehen. 262. Mel. Seelen Bräutigam. Hus us der tiefen gruft Mein geift zu dir ruff. HErr, du wollest doch aufmercken, und 245 durch deine kraft mich stärcken, Da mein geist so ruft Aus der ties fen gruft. 1 2. Meines flehens stimm, Mela geschrey vernimm, Das mein herg ist zu dir bringet, und durch trübe wolcken dringet. Ach ia, HErr, vernimm Meines flehens stimm. 3. Niemand, HErr, was gilt Vor dir, so du wilt So gestreng die sünd ansehen, HErr, wer wird vor dir bestehen? Wenn du also, wilt; Niemand, HErr, was gilt. 4. Denn allein bey dir Jft vers gebung hier, Daß du wilt ges fürchtet werden, Von den mens schen hier auf erden; Weil vers gebung hier Ift allein bey dir. 5. HErr, allein auf dich Hoff und barre ich, Auf dich harret meine seele; Pluf dein wort und dein befehle, Daß fie trösten mich, Hoff und harre ich. 6. Wie ist mir so bang! Ach, HERR, wie so lang Sol denn meine seele sorgen, Und so warten alle morgen Auf dich, Err, wie laug Col mir seyn so bang? 7.D Israel, schau, Auf den Herren trau. Denn bey ihm ist gnad zu finden, Und erlösung von den sünden. Drum, Israel, schau, Auf den HErren trau. 263. us tiefer noth schrey ich zu dir, mein rufen, Dein gnädig ohr febr ber zu mir, Und meiner bitt fie öffne, Don wahrer Buffe 246 öffne. Denn so du wilt das se, ben an, Was sind und unrecht ist gethan, Wer fan, HErr, vor dir bleiben? 2. Ben dir gilt nichts denn gnad und gunst, Die fünde zu vergeben. Es ist doch unfer thun umsonst Auch in dem besten leben. Vor dir niemand sich rühmen fan, Es muß fich fürchten ieder. man, und deiner gnade leben. 3. Darum auf GOtt wil hof fen ich, Auf mein verdienst nicht bauen. Auf ihn mein berk fol lassen sich, und seiner gute trau en, Die mir zusagt sein werthes wort, Das ist mein troft und treus er hort: Deß wil ich allzeit har 5. Ob bey uns ist der sünden viel; Bey GOtt ist vielmehr gna de. Sein hand zu helfen hat kein siel, Wie groß auch sen der scha de. Er ist allein der gute hirt, Der Israel eridsen wird aus sei nen fünden allen. nem pfad, Daß uns des teufels lift nicht schad. Wer das begehrt, sprech: Amen. ren. 4. Und ob es währ't bis in die nacht, und wieder an den mor gen; Sol doch mein herk an GOttes machtVerzweifeln nicht, noch sorgen. So thu Israel rechter art, Der aus dem Geift er, zeuget ward, und seines GOtt's as dieses sey: den HERRN erharre. 2. Du armer wurm, du halb verfaulte made! Warum erhebfl du dich so dumm und blind? Weisst du die pflicht, und fündis aeft auf gnade? O, beffre dich, es sich sein grimm entzündt. Ift aber dein verfall so groß, Daß du auch bist am wissen blos; So fomm, und lerne recht betrachten, verachten. * 6. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Und auch dem heil. gen Geisle, als es im anfang war und nun, Der uns sein gna, de leifte, Damit wir gehn auf seis 264. Mel. Zerfließ mein Geift. Er er alles füllt, vor dem die tiefen zittern, Wenn nun sein sirahl im donner angebrannt, Vor dessen stimm die berge fid erschüttern, Fa dessen hand den himmels freis umspannt, O mensch, der wird von dir entehrt, wenn sich dein herk von ihm abs Fehrt, und in den dingen sucht bes lieben, Die feinen guten Geist betrüben. $ 3. Jfs nicht genug, daß er dich hat getragen Bisher, fo lang du lagft im sünden wuſst? Daß er dich nicht zu boden hat geschlagen, und seinen pfeil ges jagt in deine brust? Verachte GOttes langmuth nicht, Sie harret nur, ob buß geschicbt, Und wenn du dich nicht wilt beques men; Wirst du ein end mit schres den nehmen. 4.Du bist ein thon, GOtt aber ift oder Sinnes, Aenderung. ist dein töpfer: So darf er ia mit Dir thun, was er wil. Sol das geschöpf dem unerschaffnen schde pfer In seiner ordnung seßen maß und ziel? Drum wirf dich bald in demuth hin, Und unters gib ihm deinen sinn. Wenn du dich in den Staub legft nieder, Co gibt er dir den segen wieder. 5. Das eben ists, was feine gna: den zuge Von langem her an dei ner feel gefucht, Daß nemlich einst dein sto ker muth erliege, Und dein gewissen bringe seine frucht: Daß dir die fünden fallen ein, Samt der verdienten hdl. len pein, Und daß du dich mit reu und schrecken In JESU seiten mdast versteden. 6. Dein JESUS ist zum gnaden ftuhl aefeßet, Daß man in ihm verföhnung finden kan. Wer GOttes ehr mit fünden hat verleget, Der trifft an ihm den fünden buffer an. Nur daß der glaub, ohn heucheley, Mit reu und leid verbunden sep. Dem höllen räuber wird geraubet, Wer also fest an JE, fum glaubet. $ 7. Gläub', daß der tod vor dies sem lebens fürsten, Samt sünd und fluch in dir ersterben muß. Laß dich nur erst nach gnade brünstig dürften; So wirst du fatt aus feinem überfluß. Er bitte dir nur diesen gast; So nimmt er von dir deine laft. Wenn du ihm vorseg'st all das 247 deine; So setzt er dir vor all das seine. 8.Die mahlzeit ist gar unaleid an gerichten, Du aibst ihm nichts als ungerechtigkeit, Verbotne areul und unerlaubtes tichten, Der worte aift, des thens vers dorbenheit: Er aber reicht die manna ber, Gerechtigkeit, heil Fraft und ehr; Ja, er verlangt sich selbst zu geben, Wie er ist wahrbeit, licht und leben. 9. Er fordert nur, daß deines hergens herge Vom bösen vorfag werbe ausgeleert, Und daß du nie ans sünden macheft scherze. Daß dir, was ihm beliebt, fen lieb und werth. Er wil, du solt aus Babel gehn Von nun an nue in ihm zu stehn, Daß er sein werd mdg in dir treiben, und sein ge sege in dich schreiben. 10. Was sich in dir hat gegen ihn geruflet, Duß nun mit schan den fallen in sein nichts. Der eis genwill, der sich so sehr gebrüstet, Gol nunmehr fühln die flamme des gerichts. Die eigenheit muß untergehn, Gelassenheit) muß auferstehn. Es muß die liebe dieser erden Ein opfer feiner lie be werden. 11. Die feligkeit, die du auf dies fem wege Erlangen wirst, ist unbeschreiblich groß. Und wenn die find auch in dir würde rege; Bist du doch schon vom fluch und ftrafe los. Ja JESU allmacht Bårdhet dich, Daß du wirst fön. nen Von wahrer Buffe 248 nen ritterlich Die bittre wurkel in dir dampfen, Und wider böse lüfte kämpfen. 12. Wenn hochmuth sich in dir empor wil schwingen; So setze JEsu demuth an die stell. Bil bdse luft sich in den willen drin gen; Mach', daß fie JEsu keusch, Wenn ehr, und gelb- fucht dich ficht an; Ver. fuch, was JESU armuth kan. Wirft du verlenguung bey ihm lernen; Wird eigenlieb sich bald entfernen. 13.So fanst du denn mit Pau to freudig fagen: Ich lebe nicht, denn Chriftus lebt in mir. Kein feind wird seyn, den du nicht kön test schlagen, Dieweil der held, bein JEsus, ist mit dir. Sooft sich regt ein neuer frieg; Gebiert fich dir ein neuer sieg. Wen fol, ten diese feligkeiten Nicht von der welt zu JEsu leiten? 14. Laß also dich in dein gewiss fen führen, finden knecht, und Fehre eilend um! Was läss'st du dich den blinden wahn regiren, Der schwarges weiß, und schlech, tes nennet frum? Erwache bald aus deinem schlaf, Ent gehe schnell der höllen, firaf, Die stundlich mehret ihre flufen, So lang du dir umsonst låssst rufen. 15. Wer aber schon in seines JEsu armen, Und an der brust des seelen brautaams ruht, Mag immer wohl in seiner lieb erwars men, Bis ihn durchfeuert durch und durch die gluth. So wird das gold von schlacken rein, und tugend schmelhet sich hinein: Daraus wird ein gefäß der ehe ren, Daß keine flamme fan vers sehren. 265. Gott, Mach deiner groffe Rbarm dich HErre barmherzigkeit; Wasch ab, mach rein mein' missethat: Ich bekenn mein' sünd, und ist mir leid. Al lein ich dir gefündigt hab, Das ist wider mich stetiglich. Das bof vor dir mag nicht bestahn. Du bleibst gerecht, Ob man urtheilet dich. ich geborn: In sünd'n empfing 2. Sich, HErr, in fund'n bin mich meine mutter. Die wahrs heit liebst, thus offenbarn Dein'r weisheit beimliche güter. Be spreng mich, HErr, mit Psopo: Rein werd ich, so du wäschest mich, Weisser denn schnee, mein gehör wird froh, All mein gebein wird freuen sich. 3. HErr, sich nicht an die füns de mein, Thu ab all ungerechtig keit, und mach in mir das hertze rein; Ein'n neuen geift in mir bereit. Berwirf mich nicht von dein'm angesicht. Dein'n heilgen Geist wend nicht von mir. Die frend deins heils, HErr, zu mir richt. Der willig Geist enthalt mich dir. 4.Die gottlof'n wil ich deine weg, oder Sinnes: Aenderung. weg, Die sünder auch dazu leh; ren, Daß sie vom bösen falschen steg, zu dir durch dich sich bekeh. ren. Beschirm mich, HERR, meins heils ein GOtt, Für dem urtheil durchs blut bedeut. Mein zung verkündt dein rechts gebot. Schaff, daß mein mund dein lob ausbreit. 5. Kein leiblich opfer von mir Heisch'st, Ich hätt dir das auch gegeben: So nimm nun den zer Enirschten geist, Betrübts und traurigs herk barneben. Vers schmäh nicht GOTT, das opfer mein. Chuwohl nach deiner gus tigkeit Dem berg Zion, da Chris ften seyn, Die opfern dir gerech tigkeit. 249 3. Ach nehmet diß zu berken, Die ihr erlöset seyd Durch Chri fti blut und schmerzen: Bekehrt euch in der zeit: Sagt allem ab, was zeitlich ist, und liebt alleine JEsum Christ: Thut was der felb euch lehret. Denn wer ihn so nicht ehret, Der wird im zorn verzehret. 4. Bekehre du uns, HErre; So werden wir bekehrt. Ach! führ uns aus der irre Zu deiner frommen heerd, Berzeiß, was wir bisher gethan. Nimm uns durch Chriftum wieder an. Laß deinen Geist uns leiten, Daß wir zu allen zeiten Dein heiligs lob ausbreitet. 267. 266. Err, habe Mel. Ach GOrt thu dich. Ha, mich drückt der fünden ERwach, o menfch, erwache, Steh auf vom fünden schlaf: Es kommt des höchsten rache, Und seine schwere firaf, mit schrecken und mit ungeftum, und sucht die fünder heim im grimm, Die auf der erben wohnen. Der HErr wird zornig lohnen, und nur der frommen schonen. last. Ich bin nicht den weg ge wandelt, Den du mir gezeiget haft: Und ist wolt ich gern aus schrecken, Mich vor deinem zorn verstecken. 2. Drum fallet GOtt zu fusse, Ihr menschen groß und flein; Thut rechte wahre busse; Etellt alle bosheit ein; Send auf den groffen tag bereit Mit glauben und gottseligkeit: So trifft euch Fein verderben; So könnt ihr frö lich sterben, und Ottes reich ererben. 2. Doch, wie könt ich dir ente fliehen? Du wirst allenthalben seyn. Wolt ich über fee gleich zie Hen, Stieg ich in die gruft hin ein, Hátt ich flügel gleich den winden, Gleichwol würdest du mich finden. 3. Drum, ich muß es nur bec kennen: HErr, ich habe mißges than, Darf mich nicht dein find mehr nennen: Ach, nimm mich su gnaden an. Laß die menge meis R ger Von wahrer Buffe.do 250 ner fünden Deinen zorn nicht gar entfürden. tekts 15012 4. Kint ein mensch den fand gleich zehlen An dem weiten mit tel meer: Dennoch wird es ihm wol fehlen, Daß er meiner fün den heer, Daß er alle mein ge brechen Solte wissen auszuspres chen. 5. Wein, ach wein ist um die wette, Meiner beyden augen bach! O daß ich gnug zähren häts te, zu betrauren meine schmach! D daß aus dem thrånen brunnen Råm ein ftarcker from gerunnen. 6. Ach, daß doch die frengen 6. Ach, daß doch die fluthen überschwemmten mein geficht, lind die augen möchten bluten, Weil mir wasser sonst ge, bricht! Ach, daß fie wie meeres. wellen Mdchten in die höhe schwellen. hice 7. Aber, Christe, deine beulen, Ja, en einzig tröpflein biut, Das Fan meine wunden heilen, Leschen meiner fünden gluth: Drum wil ich, mein angst zu stillen, Mich in deine wunden hüllen. 8. Dir wil ich die laft aufbine den: Wirf sie in die tiefe see. afche mich von meinen fünden; Mache mich so weiß als schnee: Laß dein'n guten Geist mich frei ben, Einkig fiets bey dir tu bleiben. um di madou 268. Err JEfu Chrift, du hoch. ftes gut, Du brunnquell al ler gnaden, Sich doch, wie ich in meinem muth Mit schmerzen bin beladen, und in mir hab der pfeile viel, Die im gewissen ohne ziel Mich armen fünder drücken. 2. Erbarm dich mein in solcher laft, Nimm sie aus meinem hera hen, Dieweil du sie gebüffet haft Um holg mit todes schmergen; Auf daß ich nicht mit grossem weh In meinen fünden unters geh, Noch ewiglich verzage. 3. Firwahr, wenn mir das kommet ein, Was ich mein tag begangen; So fällt mir auf das berg ein klein, und bin mit furcht umfangen; Ja, ich weiß weder aus noch ein, und müsst ewig ver loren seyn, Wenn ich dein wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam wort das macht Mit seinem süssen fingen, Daß mir das herße wieder lacht, Als wenns beginnt zu ſpringen, Dieweil es alle gnad verheifft Denen, die mit zerknirschtem geift, Ju dir, o JEsu, kommen. 5. Und weil ich denn in meinem finn, Wie ich zuvor geklaget, Auch ein betrübfer fünder bin, Den sein gewissen naget, Und gerne måcht im blute dein Von funden abgewaschen seyn, Wie David und Manasse; 6. So komm ich auch zu dir alhie In meiner noth geschritten, Und thu dich mit gebeugtem knie Bon gangem hergen bitten: Vers gib mirs doch genadiglich, Was ich oder Sinnes: Aenderung. ich mein lebtag wider dich Auf erden hab begangen. pll 7. Ach HErr, mein GOTT, vergib mirs doch Um deines nas mens willen, Und thu in mir das schwere joch Der übertretung fillen, Daß fich mein herg zufries ben geb, Und dir hinfort zu ehren leb, In findlichem gehorsam. 8. Starck mich mit deinem freuden Geist: Heil mich mit dei nen wunden; Wasch mich mit deinem fodes schweiß In meiner legten stunden; Und nimm mich denn, wann dirs gefällt, In wah rem glauben von der welt, zu beinen auserwehlten.. 269. Mel. Wer nur den lieben. Charmer mensch, ich armer funder, Steh hier vor GOt tes angesicht: Ach GOTT, ach GOTT, verfahr gelinder, Und geh nicht mit mir ins gericht. Er barme dich, erbarme dich, Gott mein erbarmer, über mich. 2. Wie ist mir doch so herzlich bange, Von wegen meiner grof sen fünd: Ach, daß von dir ich erlange, armes, verlornes find. Erbarme dich, zc. 3.Ach, hdre doch mein feufsend schreyen, Du allerliebstes Bater. herk: Wollst alle fünde mir ver. zeihen, und lindern meines hers Bens schmerk. Erbarme dich zc. 4. Wie lang fol ich vergeblich Flagen? Hörst du denn nicht, hörst du denn nicht? Wie fanft 251 du das geschrey vertragen? Hör, was der arme fünder spricht: Er barme dich zc. 5. Wahr ist es, übel steht der schade, Den niemand heilet auf fer du: Ach, aber ach, ach gnas de gnade! Ich lasse dir nicht eher ruh. Erbarme dich zc. 6. Nicht, wie ich hab verdienet, lohne, Und handle nicht nach meis ner fünd. O treuer Vater, scho ne, schone, Und nimm mich wieder an zum find. Erbarme dich zc. 7. Sprich nur ein wort, fo werd ich leben; Sprich, daß der arme fünder hör: Geh hin, die fund' ist dir vergeben; Nur füns dige hinfort nicht mehr. Erbars me dich zc. 8. Jch zweifle nicht, ich bin er höret; Erhöret bin ich zweifels frey, Weil sich der troft im herken mehret: Drum wil ich enden mein geschren: Erbarme dich, erbarme dich, GOtt mein erbare mer über mich.net. 270. el. Durch Adams fall ift. Ch armer fünder fomm ale Ben, O GOttfür deine gnaderts thür, Und klage dir mit schmerzen Die fünden all, und ieden fall, Den leider, ich begangen Von in gend auf. Mein lebenslauf, Hat nichts vor dir zu prangen. 2. Die fünden seyn, die ich ge than, Unmöglich zu erzehlen: Doch ich sie auch nicht bergen 2 fan, Don wahrer Buffe 252 Fan, Weil sie mich immer quålen. Dein liebster Sohn hat mich da von Durch seinen tod entbunden; Dennoch hab ich IJgt lassen mich Die sind aufs neu verwunden. 3. So ist auch mein undanck, barkeit Groß bis auf diese stunde. Ich habe dir zu keiner zeit Ge danckt von herkens grunde Für deine treu, Die täglich neu, Für deine lieb und güte, Die ich an mir Gar reichlich spür, Am lei be und gemüthe. recht Das leben mir verkürken, Und mich als einen böfen knecht, Hinab zur hduen stürgen, Der ich ohn scheu, Ohn leid und reu In sünden mich verweilet: Dens noch gibst du Mir raum und ruh; Haft mich nicht übereilet. 8. Wenn diß bey sich mein herk bedenckt, macht es in flücken springen: Die grosse ficherheit mich frånckt, Thut mard und bein durchdringen. Kein höllens opein So groß mag seyn, Ich habe sie verschuldet. Ich bin nicht werth, Daß mich die erd Erneh ret, frågt und duldet. 4. Fürnemlich haft du mit ge bult Biel jahr bisher verschonet, Und mir nicht, wie ich wohl ver schuldt, Im zorn bald abgeloh net: Haft fort und fort, Ohsch, fter hort, Dich meiner angenom men: Haft nichts gespart Auf manche art, Dem unheil vorzu fommen. 5. Du haft mit deinem edlen wort Oft an mein herk geschlas gen, Und meiner feelen fort und fort Den himmel angetragen: Haft in der that mich früh und fpat Zur buffe oft bewogen; Auch mit trübsal, angst, noth und quaal Zu dir hinauf gezogen. 6. Dennoch, daß ich nicht leug, nen kan, Wenn du gleich ange. klopfet, Hab ich dir niemals auf, gethan, Die ohren zugestopfet: Mit unbedacht Diß gang vers acht, Den rücken dir gekehret: Doch bast du mich So gnädig, lich Geduldet, nicht verzehret. 7. Du böntest ia mit gutem 9. Ich bin nicht werth, daß man mich nennt Ein werck, von dir geschaffen: Werth bin ich, daß all element Zur strafe mich hinraffen. So weit hats bracht Der finden macht: Ich muß es frey bekennen. Wo du siehst an, Was ich gethan, So muß ich ewig brennen. 10. O Vater der barmherzige keit, Dir falle ich zu fusse, Vers wirf nicht den, der zu dir schrept, Und thut rechtschaffne busse. Dein angesicht Mit gnaden richt Auf mich betrübten fünder. Thu einen blick Auf mich zurück; So wird mein angst bald minder. 11. Erdffne mir dein freundlich herk, Die quelle wahrer liebe. Bergib die fünd, beil meinen schmerz: Hilf, daß ich mich fiets übe In dem, was dir Gefällt an mir, und alles bdse meide, Bis ich jur oder Sinnes Aenderung. zur schaar Der engel fahr, Da nichts denn lauter freude. 271.2 Mel. Aus tiefer Cloth. Chwil von meiner misfethat Szum HErren mich bekehren: Zum HErren mich bekehren: Du wolleft selbst mir hilf und rath, Hleju, o GOtt, bescheren, Und deines guten Geistes fraft, Der neue herken in uns schafft, Alus gnaden mir gewehren. 2. Natürlich kan ein mensch doch nicht Sein elend selbst em pfinden. Er ist ohn deines Geistes licht, Blind, taub, ja todt in fün. den. Verkehrt ist will, verstand und thun, Des grossen jammers wolft du nun, O Vater, mich entbinden. wher 3. Klopf durch erkentniß bey mir an, Und führ mir wohl zu finnen, Was bases ich vor dir ges than. Du kanst mein herk gewin. nen, Daß ich aus fummer und beschwer Laß über meine wangen her Viel heiffer thrånen rinnen. 4. Wie haft dudoch auf mich gewandt Den reichthum deiner gnaden? Mein leben danck ich deiner band. Du hast mich über. laden Mit ehr, gesundheit, ruh und brot. Du machst, daß mir noch keine noth Bis hieher kön nen schaden. 5. Du hafi in Chrifto mich er, wehlt, Tief aus der böden, flu then. Es hat mir sonst auch nicht arfehlt An irgend einem guten. Bisweilen bin ich auch dabey, 253 Daß ich nicht sicher lebt und frey, Geståppt mit vater ruthen. 6. Hab ich denn auch nun ges gen dir Gehorsams mich beflif: sen? Ach nein, ein anders faget mir mein herge und gewissen. Darin, ist leider, nichts gefund, An allen orten ist es wund, Bom funden wurm gebiffen. 7. Die thorheit meiner jungen jahr, und alle schnöde sachen, Verklagen mich ju offenbar: Was sol ich armer machen? Sie fiellen, HErr, mir vors gesicht, Dein unerträglich zorn gericht, Der höllen offnen rachen. 8 Ach, meine greuel allzumal Scham ich mich zu bekennen. Es ist ihr weder maß noch zahl: Ich weiß sie kaum zu nennen: und ist ihr keiner doch zu klein Um welches willen nicht allein Ich ewig müsse brennen. $ 9. Bisher hab ich in ficherheit Fast unbesorgt geschlafen, Ge dacht: Es hat noch lange zeit, GOtt pflegt nicht bald zu strafen; Er fäbret nicht mit unser schuld So ftrenge fort; es hat gedult Der hirt mit seinen schafen. 10. Diß alles ist zugleich ers wacht, Mein herg wil mir zers springen. Ich sehe deines dons ners macht. Dein feuer, auf mich dringen. Du regest wider mich zugleich Des todes und der hdls len reich: Die wollen mich vers schlingen. 11.Wo bleib ich denn in solcher R 3 noth Don wahrer Buffe 254 noth? Nichts hafen thor und rie gel. Wo flieh ich hin? o morgen roth, Ertheil mir deine flügel. Berbirg mich, o du fernes meer: Bedecket mich, fallt auf mich her Ihr klippen, berg und hügel. 12. Ach, alls umsonst: und wenn ich gar Rönt in den himmel steigen, und wieder in die höll aldar, Mich zu verfriechen nei gen: Dein auge dringt durch al les fid); Du wirst da meine schand und mich Der lichten son, nen zeigen. 13. HErr JEst, nimm mich zu dir ein: Ich flieh in deine wun. ben. Laß mich da eingeschlossen feyn, Und bleiben alle stunden. Dir ist ia, o du GOttes Lamm, 20 meine schuld am creuges, ftamm 3u tragen aufgebunden. 14. Dißstell du deinem Vater für, Daß es fein herge lendke; Daß er sich gnädig kehr zu mir, Nicht meiner fünden dencke; Und we gen dieser straf und last, Die du auf dich genommen haft, Ins meer sie alle fence. 15. Hierauf wil ich zu jederzeit Mit ernst und sorgfalt meiden All böse luft und eitelkeit, und lieber alles leiden, Denn daß ich fünd aus vorsag thu, Ach HErr, gib du stets kraft dazu, Bis ich von hier werd scheiden. 272. Mel. JEfu meines Lebens. Esu, der du meine seele Haft durch deinen bittern tob Aus Sou des teufels finstern hdle, Und der schweren fünden noth, Kräftiglich heraus gerissen, und mich solches laffen wissen, Durch dein ange nehmes wort, Sey doch ist, s GOtt, mein hort. 2. Treulich haft du ia gesuchet Die verlorne schäfelein, Als fie liefen gang verfluchet In der höls len pfuhl hinein. Ja, du satans überwinder, Haft die hoch betrübe ten fünderSo gerufen zu der bus, Daß ich billig kommen muß. 3. Ach, ich bin ein Find der füne den: Ach, ich irre weit und breit: Es ist nichts an mir zu finden, Als nur ungerechtigkeit: All mein tichten, all mein trachten Heiffet unsern GOtt verachten. Bdslich leb ich gang und gar; Und sehr gottlos immerdar. 4. HErr, ich muß es ia bekene nen, Daß nichts gutes wohnt in mir. Das zwar, was wir wollen nennen, Halt ich meiner feele für; Über fleisch und blut zu zwingen, Und das gutezu vollbringen, Fol get gar nicht, wie es sol: Was ich nicht wil, thu ich wol. 5. Aber, HErr, ich kan nicht wissen, wie viel meiner fehler feyn. Mein gemüth ist gang zere rissen Durch der fünden schmerk und pein, Und mein herg ist mate von sorgen: Ach, vergib mir das verborgen. Rechne nicht die mis fethat, Die dich, HErr, erzürnet hat. 6. JEfu, du haft weggenome men oder Sinnes, Aenderung. men Meine schulden durch dein blut: Laß es, o Erlöser, kommen Meiner feligkeit zu gut. Und die weil du so zerschlagen, Hast die fund am creuß getragen; Ey so sprich mich endlich frey, Daß ich gang dein eigen sey. 7. Weil mich auch der höllen schrecken, und des fatans grim migkeit, Vielmals pflegen auf, suwecken, und zu führen in den streit, Daß ich schier muß unter liegen: Ach, so hilf HErr JEsu, fiegen. du meine zuversicht, Laß mich ia verzagen nicht. 8. Deine reth gefärbte wun. den, Deine nägel, cron und grab, Deine schenckel fest gebunden, alle plagen ab. Mel. Rommt her zu mir. armen pein und blutigs schwißen, Deine Shauf, kommt eilig, kommt, striemen, folåg, une rigen, Deine marter, angst und ftich, DHErr JEsu, trofien mich). und macht euch auf Mühselig und beladen. Hier öffnet sich das JEfus herg Für alle, die in rea und schmerz Erkennen ihren schaden. 9.Wenn ich vor gericht sol tre ten, Da man nicht entfliehen kans Ach, so wollest du mich retten, Und dich meiner nehmen an. Du allein, HErr, kanst es fören, Daß ich nicht den fluch darf bde ren: Jhr zu meiner lincken hand, Seyd von mir noch nie erkannt. 255 11. Nun ich weiß, du wirst mir Atillen, Mein gewissen, daß mich plagt; Es wird deine treu erfül len, was du selber haft gesagt: Daß auf dieser weiten erden Reis ner fol verloren werden, Sondern ewig leben wohl, Wenn er nur ist glaubensvoll. 10. Du ergründest meine fchmerzen: Du erkenneft meine pein: Es ist nichts in meinem her Ben, Als dein herber tod allein. Diß mein her mit leid vermens get, Das dein theures blut bes sprenget, Go am creut veraoffen ift, Geb ich dir HErr Jefu Chrift. 12. HErr, ich glaube, hilf mir schwachen: Laß mich ia verder. ben nicht. Du, du kanst mich stårs der machen, Wenn mich fund und tod ansicht, Deiner gute wil id) trauen, Bis ich frölich werde schauen Dich, HErr JEsu, nach dem ftreit In der füffen ewigkeit. 273. 2. Es heisst: er nimmt die füns der an. Drum fomin, dein JE fus wil und fan Dich retten und umarmen: Komm weinend, tom in wahrer buß, Und fall im glaus ben ihm zu fuß: Er wird sich dein erbarmen. 3. Ein hirt verlässt sein schäfs lein nicht, Dems in der irr' an hilf gebricht: Er sucht es mit vers langen: Er läfset neun und neun. zig stehn, Und sie gar in der wüsten gehn, Daß eine zu umfangen. 4. Es fucht der liebste JEfus R4 Chrift, Don wahrer Buffe 256 Chrift Das schaffein, das verlos d ren ist, Bis daß ers hat gefunden: So laß dich finden liebe seel, Und flich in JEfu wunden höl, Noch find die anaden flunden. 5.O JEsu, deine lieb ist groß: Ich komm mübselig, nackt und blos: Ach, laß mich gnade finden, Ich bin ein schaf, das sich verirrt: Ach nimm mich auf, weil ich vers wirrt Im ftrick und neg der funden. 2. Ach, ich habe bald mit wer den, Bald mit worten dich be trübt; Doch, so lan mich wieder färcken, Daß dein Sohn uns herzlich liebt: Habe leider in den schrancken Meincs lebens mit gedancken Mich vergriffen hie und dort; Doch so tröstet mich dein wort. 3.Aue funder, die nur kommen, Hast du ia, o frommer GOtt, So gar trötlich aufgenommen; Ev, so wird mich auch der tod Nicht verschlingen; ach HErr, treibe, Daß ich in der gnade blei be, Und bey GOtt verföhnet bin. Christi od ist mein gewinn. doll 4. Drum fo feufe ich im ver trauen: JEfu, nimm dich mei ner an; Laß mich auf dich glau big bauen, Weil mir feiner hels efen fan, Ohne deine grosse güte. HErr, ach flårde mein gemülhe, Daß ich einst zu seiner zeit Bey dir leb in ewigkeit. 6. Ach, wehe mir, daß ich von bir Gewichen bin zum abgrund schier; Ach laß mich wiederkeh ren Zu deinem schaf stall; nimm mich an, Un mach mich fren vom fluch und bann. Diß ist mein herkbegehren. 7. Laß mich dein schäflein ewig feyn, Und du mein treuer birt al lein, Jm leben und im sterben. Laß mich vom eiteln welt gefind Ausgehn, und mich als GOttes Find, um dich, mein schat, be werben. 8. Ich wil von nun an sagen ab Der finden luft, bis in mein arab, und in dem neuen leben, In heilig und gerechtigkeit, Dir dienen noch die furge zeit, Die mir zum beil gegeben. 274. el. Alle Menschen müssen. Jeber GOtt, vergib die sunde, Streich fie Christi biut, Daß ich wieder gnade finde, und ergreiffe frischen muth. JE fus hat ia müssen sterben: Ey, so laß mich nicht verderben. wir durch den fall verdient, Hat er wieder ausgefühnt. Was 9 Ach nimm dein armes täub. lein ein, und laß es sicher ben dir feyn, In deiner wunden holen: Bewahre mich für fünden werck, Und gib mir deines Geiftes flård Am leib und an der seelen. 275. bend Mel. Chriftus der uns felig. Jebsier Vater, ich dein Find Komm zu dir geeilet, Weil ich oder Sinnes: Aenderung. tch sonsten niemand find, Der mich armen heilet. Meine wun. den sind sehr groß: Groß sind mei ne funden: Mach mich von densels ben loß; Laß mich gnade finden. 2. Führst du väterlich ge schlecht, Hast du Vater fitten; Ey, so hab ich kindersrecht, Und darf fühnlich bitten. Dann den Findern siehet frey, Våter anzu. flehen. Bater, deine Vater treu Laß mich armen sehen. dd $ 3. Liebster Vater, wilst du dich Vater lassen nennen; Ev so musst du lassen mich Vater sinn erken nen: Denn das wäre viel zu schlecht Blossen namen führen, Und nicht thun nach Vatersrecht, Bas sich wil gebühren. 4. Nun so nimm dich meiner an, Wie die våter pflegen: Mei ne buß und thrånen bahn Laß dich doch bewegen; Meine sün, den bringen schmert. Die ich hab begangen. Ach, du liebes Vaters herk, Laß mich gnad erlangen. 5. Hast du doch in deinem work Gnade mir mich an der gnaden pfort Nicht vergeblich pochen: Laß der mats ten seufzer stårck Durch die wol, den dringen, Und von deinem himmels berg Mir genade brin. gen. 6. Jch laß doch nicht eher ab, Bis du mir gewehret Gnade, die ich von dir hab Inniglich begeh, ret: Seane mich, ich lasse dich Eher nicht: Ich hange, Wie die 259 klett am fleid, bis ich Gnad von Dir erlange. 7. Du bist GOtt, und heißfest gut, Bell du gutthat übest, Und gleich wie ein Vater thut, Deine finder liebest: Dieser gutthat laß mich auch, Vater her genies fen: Laß auf mich, nach deinem brauch, Deine gnade fliessen. 8. Ach, verzeiß mir, ad, vers gib, Was ich mißgehandelt, Weil ich nach der sünden trieb Ofters mals gewandelt. Meine sünden ich versendk, HErr, in deine wun den: Ach, derselben nicht gedenck: Laß sie seyn verschwunden. 9. Klagt mich) mein gewissen an, Und will mich verdammen: Wil der schwarge höllen, mann Dich zur rach anflammen: Ey, so dencke mit gedult, Daß ich staub und aschen, und daß mich von meiner schulo Christi blut ges waschen. 276. Mel. Mein 3Efu, dem die. Ein JEfus fieht mich an in gnaden, Ob nicht bey ihm verdient. Die fün den sollen mir nicht schaden, Weil er den schaden ausgefühnt: Ob fie mich noch so sehr betrüben; Ob fie gleich schmert und trau. rigkeit Und thrånen wircken noch zurzeit; So bålt mich doch sein heimlich lieben. 2. Er fan sich nicht im zorn verstellen: Sein Josephs, herge bricht ihm bald. Wenn er der RS brüder 258 brüder ångftich qualen Erblickt bey thrånender gestalt; Wenn sie zum gnaden stuhl nur kommen, Als zouner noch von ferne stehn, Und tief im ftaub gebeuget gehn: So ift ihm schon sein herk ges nommen. Don wahrer Buffe do 9 3. Er wirdket jelber meine reue, Und fråndt mein herg darum mit leid, Damit er mich hernach erfreue Mit ewiger gerechtigkeit. Je schmerglicher ich erf geweis net, Je mehr mein bert mit ban ger luft, GOtt, fey mir fünder gnädig, ruft; Je mehr mir seine fonne scheinet. 01:39 6, Umfasse doch, o mensch, dig leben Eh du in eigen tod vers findkft: Erkenn dein schåndlich widerstreben, Wenn du auf beys den feiten hinckst: Komm mit des zölners buß und reue, Mit Petri heissem thrånen fluß, Mit iener fundrinn liebes Fuß: Die enge pfort nicht länger scheue. ļ 4. welch ein wunderbares lieben! Die finsterniß führt mich 7. So, so wil JEfus dich ans zum licht: Die fünden, wenn sie mich betrüben, Entdeden GOt tes angesicht: Der tod, den ich bor augen sehe, macht mich zum leben recht geschickt: Die noth, fo mich erst niederdrückt, Macht, daß ich einst zum himmel gehe. nehmen: So schenckt er dir ges rechtigkeit. Wilst du dich solches weges schämen, Auf welchem E fus gnad anbeut? Onein! ihr sünder, eilt mit haufen, Eh er die gnaden thür zuschleufft, und euch hernach zurücke weisst: Itzt könnt ihr noch der höll entlaufen. 5. Wo findt man wol der, God 8 6 gleichen gnaden? D feel, wo ist ein solcher GOtt? Wer heilet so den grössten schaden? Wer macht den feind also zu spott? Nur JEfus ifts: das heil der fünder, Der einzige Immanuel, Der zdülner freund und spiel. gesell, Das leben aller Adams finder. 5 656 984% 277. 5 06 656 9843 66% 65 5 43 ** 6 656 *** Semu 5 69843 oder Sinnes Aenderung. 0* 60 5 5 69843 98 4*** Ein seufzen bricht herfür: Du biste in GOtt der gnaden: Wer ängstlich zu dir schreyt, Der wird zu seiner zeit Der bergens, angst entladen. Du weisfest, was mich drücket: Verbirge nicht Dein angesicht. Ich steh in noth: Mich schreckt der tod, Der mei ne sfeel ersticket, Wo mich kein troft erquidet. 2.Ich fühle meine laft: Die fund ist dir verhafft: Du bist den missethaten, und dem, der fie verneint, Zum allerhöchsten feind; Und ich bin unaerathen. Mein frevel ist entdecket: Ich schäme mich, Und scheue dich: Der bittre schmert zerknirscht mein herk. Was in dem fleische flecket, Hat meinen geift beflecket. 3Was irgend böse war, Be. ging ich offenbar; Was hielt ich nicht verborgen? Nun fällt mir alles ein. Das muß mein hencker • 685 54** 259 5 6 98 4% ** seyn; Die zeugen meine sorgen; urtheil ist: Wer hier nicht büfft, Deß übermuth Wird in der gluth Und höllen finsternissen Gepeis nigt werden müssen.at pag 4. Die strafe drauet sehr; Doch Frånckt mich diß vielmehr, Daß ich dich GOtt verachtet; O Vas ter, deine aunft, Und zarte liebess brunft, nicht nach gebühr bes trachtet, Die wohlthat nicht ges ehret. Du windtest mir; Ich lief von dir. Du gingst mir nach, Und hattest schmach: Dein ruf ward nicht gehöret; Dein wille mehr verjehret. 5. Dein nam und majestät, So über alles geht, Ward lästers lich geschåndet. Dem greuel jas heft du, Mit grosser langmuth zu, Und bliebst unabgewendet, is endlich dein erbarmen Mich starck gerührt, und ausgeführt, Wo satans macht mich hinges bracht. 260 Don wahrer Buffe so bracht. Ich kont in deinen ar. das nicht mehr irrt, Auf grüner men Den talten sinn erwarmen. auen weidet: Dahin steht mein verlangen. Benimm die pein, Gieß di darein, Treib thorheit weg, Stård meinen zweck, Sein bildniß zu empfangen, Womit die heilgen prangen. 6. Du zogest mich zugleich Nach einem bessern reich, Und gabst mir zu geniessen, Was son, ften unbewusst, Mir durch die neue luft Den eingang zu ver, fuffen. Darinnen folt ich blei ben: Ach, ungelück; Ich fiel zu rück! Es ward derübt, Was dich betrübt. Ich wolte nicht bekleiben, Noch dir alleine glau ben. 7. Ach, würd ich doch recht Flug! Wo find ich thrånen gnug, Mein elend zu beweinen? Ich geh im schweren joch: Wie darf ein solcher noch, O HErr, vor bir erscheinen? Wirst du auch nach ihm fragen? Jch bin ein fluch), Ein unrein tuch), Ein arger Inecht. Und ungerecht: Ich kan nicht alles fagen; Es mehrt nur meine Flagen. Rusta sy 8. Noch hast du mein begehrt, Mich deiner gnade werth Und ausgefühnt geschåget. Ber wahs rebusfe thut, Der macht es wie der gut, Wie sehr er dich verles Bet: So ward ich auch gezähmet. Das bif' ist mein, Das gute dein, Du öffnest mir Die hergensethur, Und hast dich mir bequemet: Wie werd ich nicht beschämet? 9. Gib ernfie reu und leid; Den schmuck der reinigkeit, 20o: mit dein Sohn mich kleidet, Bo. rinn der treue hirt Sein schaf, 10. Wasch mein gebrechen ab. Was mir ergeßung gab, Das segt die tiefsten wunden: Mach mich gesund und heil. Ich hab an Chrifto theil, Der mich, ich ihn gefunden. Des hohenpriei sters gaben, Der aller welt Sich dargestellt, Der zu dir trit, Und für mich bitt, Sind kräftig mich zu laben, und schulden zu begras ben. 11. Ich flieh, wohin ich fan; Schau deine Zujag an. Brich die verzweiflungs flippen: Erhör den, der dir fleht, und merck auf mein gebet, Das opfer meiner lippen. Ich fan kein mehrers ge ben; Der augen guß, Der zähren fluß Meldt, was mir fehlt, Was beftig quält: Erhalte noch mein leben, und beffre mich darnel en. 12. Ich werfe mich dahin, Der ich nicht würdig bin, Annoch dem kind zu heissen: Verleih mir deis nen Geist, Mich stets und allere meist Des guten zu beffeiffen. Gib mir die glaubens proben, Daß mein geschren nicht fruchts los sey: Co bring ich danck Mein lebenlang. Ich wil dich, Bater oben, Und meinen Heiland loben. This bota 278. DRIE 40 26 65 6 S min En HAUET 6 65 43 6 O 6 6 75 606 RE oder Sinnes, Aenderung. **** 278. Jana 4* 6 6 2 6 6 6 Herk des Königs aller welt, metszelt, Dich arist mein herz mit freuden: Mein herzze, wie dir wohl bewusst, hat seine grösst' und höchste luftAn dir und deinem leiden. Ach, wie be zwang und drang dich dochDein' edle lieb, ins bittre joch Des 7 6 6 65 6 60 654 65 43 ( 56% 261 6* 64% 5# 54% ** 2 66% 6 48 6 65 60643 2 65 098 schmergen dich zu geben! Da du neigteft in reto 1 ten aus der todes noth Mich und mein armes leben.. 2. O tod, du fremder erdens gaft, Wie war'st du so ein' herbe last Dem allerfüff'stem herzen! Dich hat ein weib ver welt ges bracht, und machst dem, der die wel 262 brVon wahrer Buffe welt gemacht, So unerhörte herh erwacht: Ach, laß dich doch schmerzen. Du meines her, errufen! Komm, beug' und neige gens herg und sinn, Du brichst dich zu mir An meines hergens und fällst, and stirbst dahin; arme thür, Und zeuch mich auf Wolft mir ein wort gewehren. Die stufen Der andacht und der Ergreif mein herk, und schleuß freundlichkeit. Gib, daß mein es ein In dich und deiner liebe herg in lieb und leid Dein eigen schrein: Mehr wil ich nicht be sey und bleibe, Daß dir es dien' gehren. an allem ort, Und dir zu ehren 3. Mein herk ist kalt, hart und immerfort All seine zeit vertreibe. bethört Von allem, was zur welt 6. O hergens rof', o schönste gehört, Fragt nicht nach eiteln fachen: Drum, hergens herge, bitt ich dich, Du wolleft dir, mein hert und mich Warm, weich und fauber machen. Laß deine flamm und starcke gluth Durch all mein herke, geist und muth Mit allen Fräften dringen: Laß deine lieb und freundlichkeitZur gegen lieb, HERR, iederzeit Mich armen funder bringen. blum, Uch, wie so köftlich ist dein ruhm! Du bist nicht auszupreis fen! Eröffne dich, laß deinen faft, Und des geruchs erhöhte kraft Mein hert und seele speifen. Dein herk, HErr JEsu, ist vers wundt: Ach, trit zu mir in meie nen band, und gib mir deinen orden. Verwund'auch mich, o füffes heil, Und triff mein herz mit deinem pfeil, Wie du vers wundet worden. 7. Nimm mein herß, o mein höchstes gut, Und leg es hin, wo dein herg ruht: Da ists wohl aufs gehoben: Da gehts mit dir zur hochzeit hin: Da lobt es deines Geistes finn, Und kan ihn nicht gnugloben. Hier setzt sichs, hie gefällts ihm wohl, Hie freut sichs, daß es bleiben fol: Erfüll, HErr, meinen willen: Und weil mein herk dein herge liebt; So laß auch, wie dein reich es gibt, Dein herk mein herge stillen. 4. Erweitre dich, mach alles voll, Sey meine roj' und riech mir wohl, Bring herß und her jusammen. Entzünde mich durch dich, und laß mein herk ohn end und alle maß In deiner liebe flammen. Wer dieses hat, wie wohl ist dem! In dir beruhn ist angenehm: Ach, niemand fans gnug fagen! Wer dich recht liebt, ergibt sich frey, In deiner lieb und füffen treu, Auch wohl den tod in tragen. 5. Ich ruf aus aller hergens. macht Dich, herk, in dem mein 279. 200 26 87 11 816 6 665 oder Sinnes, Aenderung. 6 C 279.41000: 選 E 66 564 Hae! 140 m 7 6 6 7019 5 6 70 7 5 S 3. # 65 J 6 5 5 87 6 6* 3 Weh! o weh! wo sol ich bleiben, so ieh ich ner fünder hin, Benn mir der höch ste wil zuschreiben Das alles, was ich schuldig bin? Ich weiß den greuel nicht zu heelen: Ich fan der fünden meng nicht zeh. len. Oweh! wie Flagt mein hers mich an: Es thut mich ewig in den bann. 6 6 0 263 65 643 6 la ser 5 4% C 2.O tausend o fünde, fünde, Wie bin ich von dir suges richt, Daß ich mich selbst in mich nicht finde! Wie ist mir leib und feel vernicht't! Ich hab erschreck lich mißgehandelt, Und aller bos heit bahn gewandelt: Ich hab das höchste gut veracht, Und nach dem höchsten übel tracht. 3. D Don wahrer Buffedo 264 3.0 GOtt, 0 GOtt, ich solte schauen, Zu deinem himmel auf zu dir: Ich aber seh vielmehr mit grauen Die wohlverdiente höll vor mir. Ich kan dir, wenn du wilst anheben, Auf tausend nicht ein antwort geben. Du GOtt bist heilig und gerecht; Ein schand, fleck ich und fünden knecht. 4. Herab ihr hügel, mich zu de den: Ihr berge fallet über mich. GOttes zorn, wie kanst du schrecken! Ohöllen, angst, osee len stich! Nun ist die zeit, da mich betrübet, Bas ich so thdricht hab geliebet. Verfluchet sey dieselbe stund, Da mein gewissen ist vers wundt. 5. Wem sol ich fünder mich vergleichen? Ich lauf wie ein verwundtes thier, Das seinen pfeilen wil entweichen, und ste, den doch schon tief in mir. Es eitert meiner thorheit wunde. Mir folgen meine höllen hunde. Mein Fläger, richter, hencker bin Ich selber mir in meinem sinn. 6. Ach, meine noth ist nicht zu schätzen! Ich achte teine pein zu seyn, Die neben meiner sey zu fegen. Mein herße weiß nicht aus noch ein. Wem folich met nen jammer flagen? Bey wem fol ich nun hilf erfragen? O JESU, wahrer mensch) und GOtt, Hilfst du mir nicht, so bin ich todt. 7. Ich weiß, wo fund ist mach, tig worden, Da ist die gnad noch mächtiger. Laß Saul, laß Jus dam sich ermorden; Ich fliehe diß verzweiflungs meer. Hab ich mein findes recht verloren; So ist ein menschen, find geboren, Das mir sein findes recht ge schenckt Da, als er ist ans creuß gehendt. S 8.Darum, o GOtt, wollst dich erbarmen, Und gebn nicht mit mir ins gericht. Vergib, vers gib, vergib mir armen, Was ich gehandelt wider pflicht. Ich komm im wahren glauben wies der, Und fall zu deinen füffen nieder; Uch GOTT, laß gnade gehn vor recht, Weil Christus meine fünde trågt. 9. Schau an diß lamm, das meinetwegen Vergoffen hat sein theures blut. Hie muß, o GOtt, der zorn sich legen, Der vest brennt in der höllen, gluth. Schau, dieser trågt auf seinen rücken mich schäflein, das du wirst erquicken. Schau, dieser ist das ldse, geld Für mich, und für die gange welt. 10.Und weil ich noch in sorgen fiehe, Daß satanas hinfort nicht ruht, Daß mich mit listen hinters gebe Die welt samt meinem fleisch und blut; So gib mir HErr, ein furchtsam herße, Das mit der fünd und dir nicht scher te. Ach GOtt! verleihe für und für Das wollen und vollbringen mir. 11.Eaß mich mein ende fiets bes dencken, oder Sinnes: Zenderung, dencken, Auf daß ich thu kein bd. fes nicht, Das mich sonst ewig möchte fråncken, Wenn du nun fommest zum gericht. Laß mich dem nächsten fiets gewehren, Was von ihm selbst ich mag be gehren; Dich aber lieben, o mein GOtt, Weit über alles bis in tod. 280. Mel. An Wafferflüffen. Wüster fünder, denckst du nicht, Was dein verruchtes leben An ienem grossen welt ge richt Für lohn dir werde geben? Gedenckst du nicht in deinem muth An GOttes jorn und seine ruth, Damit er grimmig drauet Den fündern, die im follen finn Gelebet, und von anbegin Bor ihm sich nicht gescheuet? 2. Vergissfest du der billen, glut, Darin die teufel wohnen; Wo man mit vielen graus und wuth Dich Fünftig wird beloh. nen? Von anfang brennet schon das feur, Darin dein leib, das ungeheur, Der aufenthalt der finden, Die arme feel, der freche geift, Der ist so mancher luft ge neusst, Ihr ach und weh wird finden. 3. Erbarme dich selbst über. dich und deine arme seele, Daß fie nicht einst so jammerlich Jn ienem feur sich quåle. Gedende doch, du sünden knecht, DaßGOtt allwissend und gerecht, und deine laster zehle. Auf, auf ermuntre dich mit fleiß, Die fünden nege S 265 bald jerreiß, Du arm verirrte feele. 4. Gib gute nacht der eitelkeit, Und ihrem wisten wesen: Ver giß der vor'gen finden zeit, Und fuche dein genesen In wahrer buß obn heucheley, Obn falschheit und ohn trügerev, Nach GOttes heils ger lehre. Eröffne deiner thr nen- bach; Raf über deine fünden ach! Und ernfilich dich befehre. 5. Noch ist die liebs und anas den thür Für deine busfe offen. Es ist noch heute auch für dir Was guts von GOtt zu hoffen. Auf! dich zu rechter reu anschick. Berfäume nicht den gnaden blick, Noch scheint dir deine sonne: Es wird auf deinen thrånen guß Ere folgen GOttes gnaden fluß, Und fünftig ewge wonne. 6. Sprich zu den fünden ins gemein, Die dich so tief vergiftet: Stellt ben mir nur euch nicht mehr ein; Ich hab ein haus ges stiftet Für GOtt in meines her. Bens- faal. Entweicht und fliehet allzumal, Ihr schändliche verras ther. Es fliehet meine arme feel In der fels, löcher sichre höl, Za JEsu, dem vertreter. 7. Ach JEsu, groffes gnaden. heil, Du arßt der menschen fine der, Sen gnädia, zum erbarmen eil, Du troft betrübter fünder! Jch komm, ach komm, und nimm mich an, Du gresser gnad und wunder, mann! Ich bitte um ers barmen. Ich weiß, daß noch wird • übrig Don wahrer Buffe 266 übrig seyn In deinem süffen her gens schrein Ein troft blick für mich armen. $ 8.D JEsu, meer der gütig, Feit, Laß deine gnade fliessen, und wie ein strom in dieser zeit Sich auch auf mich ergiessen. Hie steh ich nackend, blind und blos: Er. Bffae mir der liebe schooß, Und laß mich gnade finden. Führ auch durch deinen guten Geist, Mich so, daß ich fort allermeist Abster be allen fünden. 281. Mel. Es ist gewißlich an. Chaff in mir GOtt ein reis nes herk: Mein herk ist gang verderbet. Es fühlt der sün. den grossen schmer, Die ihm find angeerbet, Und die es hat ges than ohn schen, Uch, mache, daß es wieder sey, Wie du es erst ers schaffen. 2. Gib mir auch einen neuen Geist. Der, wie du, sey gesinnet, Der fiets dir anhang allermeist, Und was du wilt beginnet. Gib, daß er hasse fleisch und blut; Den glauben üb' in fanften muth; Zucht, demuth, hoffnung, liebe. 3 Verwirf von deinem ange, ficht, Ob ich es gleich verdienet, mich, allerliebfier Vater, nicht, Weil JEsus dich verfühnet. Ach, lag doch nun und nimmermehr ich, dein kind, fallen also sehr, Daß du es von dir würfest. 4. Den heilgen Geist nimm nicht von mir: Den bösen geift vertreibe, Daß ich, als nie enti führt von dir, Stets deine sey und bleibe. Beherrsche mein her, finn und muth Durch deinen Geist; so ist es gut Im leben und im fierben. 5. Mit deiner hilfe träfte mich: Hilf und vergib die fünden. Und sucht denn meine seele dich; So laß dich von ihr finden Und dein verdienst, HErr JEfu Chrift, Darinnen troft und leben ist, Trog finde, tod und teufel! 1 6. Dein freuden Geist erhalt mich doch mit seinem freuden dle, Damit nicht das verzweif lungs joch Verderbe meine feele. Sey du mein freund, o HErr, ab lein. Ach, laß mich deine freude sepn, und führe mich zur frende. 282, Mel.Strafmich nicht in, Seele. Jehe, ich gefallner fuecht, Voller blut und schläge, Jch, dein diener, bin wol recht Langsam, faul und tråge. Ach, du GOtt Zebaoth, Hör mein schrepen, tonen, Und mein ångst lich sehnen. 2. Ich bin Falt, entzünde mich. D erweich mich harten. Speif mich, ich bin hungerig. Feucht mich dürren garten. schlägt Und erregt Sehr viel har te wunden In versuchungs, stun Satan den. 3. Meines fleisches luft, begier Macht mir manche schmerzen, Auch oder Sinnes Aenderung: Auch die welt die schiesset mir Pfeile nach dem herken. Man Cherley Menschen scheu Sucht mich zu erschrecken Und in noth zu stecken. 4. Ach, Font ich doch, JEsu, dich, wie ich wolte, lieben! O mocht ich doch kräftiglich Solche lieb ausüben! Brünstiglich Wüne sche ich Dich im Geist zu küssen, In dir zu zerfliessen. 5. Mein geist weiß die wohllust wohl, Was es sey, dich lieben: Doch das fleisch ist trägheit voll; Wil die herrschaft üben. Fleisch und geist Zieht und reisst mich auf beyden seiten. D, dagilt es ftreiten! 6. Ach, was mach ich armer boch! Wer wird mich erretten? Wohin flieh ich endlich noch? Wer wird mich vertreten? HErr, mein heil, Komm in eil, Brich des fleisches tücke, Dieverstrid, ten stricke. JESUS. 7. Sieh, ich komme und erfüll, Seele, dein verlangen: Ja, ich tüffe dich, und wil Dich mit lieb umfangen. Fleisches noth. Welt $ Mache ich zu schanden. 8. Meinen Geist den schenck ich dir, Der das fleisch bezwinge; Auch die lieb, die dich zu mir Zieb und Fräftig dringe. Ich heil dich: Dich wil ich Reingen und verbinden, Stården, träften, gründen. 269 9. Deiner wunden tiefen / schmerk Heilen meine wunden. Deine schläge hat mein herk, Dir zum heil empfunden. Trag geduld; Alle schuld Sol mein blut bezwingen, Sol mein blut verschlingen. 10. Dieser reine purpur. schweiß Machet alles reine. Was nicht reine, das wird weiß Durch diß blut alleine. Die natur, Creas tur, Und diß gange wesen Sol das durch genesen. Seele. 11. D, wie rein ist doch dein blut, JESU, meine wonne! Schnee toeiß ist die wunden fluth, Heller denn die sonne. Bank und gar Hell und flar Werden dort die deinen Durch dein blut erscheinen. 12 Danck sep dir, du GOttese Lamm, Daß du überwunden: Daß du mir am creußes flamm Die erldsung fanden! Ich bin dein, Dir allein Wil ich mich ers geben; Ja dir fiegen, leben. 283. M. Dater unfer im Simele. Sein Gott, Wirth nicht lieb des fünders tod: Vielmehr ist diß mein wunsch und will, Daß er von fünden halte still, Bon seis ner bosheit Fehre sich, und lebe mit mir ewiglich. 1 2. Diß wort bedenck, o mens schen find, Verzweifle nicht in deiner fünd: Sie findest du trost, hell Don wahrer Buffe 368 beil und gnad, Die GOtt dir zu gesaget hat, und zwar durch ei nen theuren eid. O selig, dem die fünd ist leid! 3. Doch hüte dich für sicherheit, Dend nicht zur buß ist noch wol zeit: Ich wil erst frölich seyn auf erd: Wenn ich des Lebens müde werd, Aledenn wit ich bekehren mich; GOtt wird wol mein er. barmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wol fiets bereit Dem fünder mit barm herzigkeit: Doch, wer auf gua de fündigt hin, Fährt fort in fei nem bösen finn, und seiner see len selbst nicht schont, Der wird mit unquad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugefaget Gott, Von wegen Chrifti blut und tod: Doch sagen hat er nicht gewolt, Ob du bis morgen leben folt. Daß du musst sterben, ist bir fund. Berborgen ist die to des stund. 6. Heut tebst du, heut belehre dich; Eh morgen kommt, fans ändern sich. Wer heut ist frisch, gesund und roth, I morgen franck, ia wol gar todt. So du nun flirbest ohne buß, Dein feet und leib dort brennen muß. 7 Hilf, o HErr JEsu, hilf du mir, Daß ich doch fomme bald zu dir, Und busse thu den augenblick, Eb mich der schnelle fod hinrück, Auf daß ich heut und reverzeit Zu meiner heim, fahrt sey bereit. 284. ne. Traf mich nicht in deinem zorn, Grosser GOtt, verschos Ach laß mich nicht seyn vers lorn, Nach verdienst nicht lohne. Hat die fünd' Dich entzündt; gesch ab in dem Lamme Deines grimmes flamme. 2. Ach, sieh mein gebeine an, Wie fie gang erstarren. Meine feele faft nicht fan Deine gnad erharren. Wie so lang? Es ist bang Meiner armen feele In des leibes höle. 3. Zeig mir deines vaters huld, Starck mit troft mich schwachen. Nch, HErr, hab mit mir geduld, Mein gebeine frachen. Heil die feel mit dem di Deiner groffen gnaden. Wend' ab allen schaden. 4. HErr, wer denckt im tode dein? Wer danckt in der hölle? Rette mich aus iener pein Der verdammten seele, Daß ich dir Für und für Dart an ienem tage, Höchfter GOtt, lobsage. 5.Ach, ich bin so mid und matt Von den vielen plagen. Mein hert ist der seufzer fatt, Die nach hilfe fragen. Ich verschmacht, Eaq und nacht Muß mein lager flieffen Von den thrånen gieffen. 6. Weicht, ihr feinde, weicht von mir, GOtt erhört mein ber ten. Nunmehr darf ich mit bes gier Vor sein antlig treten. Teus fel weich, Hölle fleuch! Was mich vor gekråncket, Hat mir GOtt gefchencket. 7.Bater, oder Sinnes. Aenderung. 269 7. Vater, dir sey ewig preis, daß aus seiner heerde Das ge. Hier und auch dort oben, Wie ringst entzogen werde. auch Christo gleicher weis, Der allzeit zu loben. Heilger Geist, Sey gepreift, Hochgerühmt, ge, ehret, Daß du mich erhöret. 285. Mel. Freu dich sehr, e meine. 5. Kein hirt kan so fleißig ges hen Nach dem schaf, das sich ver. läufft. Goltst du GOttes herge feben, Wie sich da der kummer bäufft, Wie es dürftet jächßt und brennt Nach dem, der sich abge trennt und auch Wanden, der mit den geben ſeinen; Würdeſt du vor liebe fen wärst: Bleib in GOttes wort und schrancken, Da du anders re den hörst. Bist du bös und unge recht; En, so ist GOtt fromm und schlecht. Hast du zorn und tod verdienet; Sincke nicht, GOtt ift verfühnet. 1 2. Du bist, wie die menschen als le, Angesteckt mit fünden gift, Welches Adam mit dem falle Samt der schlangen angestift: A. ber so du kehrst zuGoit, und dich bessers, hats nicht noth. Sey ge troft, GOtt wird dein flehen und abbitten nicht verschmähen. 3. Er ist ia kein bar noch Idwe, Der sich nur nach blute sehnt: Sein herz ist zu lauter treue Und zur fanftmuth angewöhnt. GOtt hat einen Vater finn: Un fer jammer jammert ihn: Unser unglück ist fein schmerge: Unser fterben fråndt fein herge. 4. So wahrhaftig als ich lebe, Wil ich feines fùnders tod, Sons dern daß er sich ergebe 2n mich aus dem fünden foth. GOttes freud ist, wenn auf erd- Ein ver. irrter wiederkehrt. Wil nicht, weinen. 6. GOtt der liebt nicht nur die frommen, Die in seinem hause feynd, Sondern auch die ihm ge nommen Durch den grimmen feelen feind, Der dort in der hdl. len fitt, Und der menschen berk erhikt Wider den, der, wenn sich reget Sein fuß, alle weit beweget. 7. Dennoch bleibt in liebes flammen Sein verlangen allzeit groß; Ruft und locket uns zu sammen In den weiten himmels. schooß. Wer sich nun da stellet ein, Suchet frey und los zu sepa Aus des fatans reich und rachen, Der macht GOtt und engel las chen. 8. GOtt und alles heer Hoch droben, Dem der himmel schweis gen muß, Wenn sie ihren Schö pfer loben, Jauchgen über unfre buß. Aber was gesündigt ist, Das verdeckt er und vergifft: Wie wir ihn beleidigt haben, Alles, alles ist vergraben. 9. Kein fee kan sich so ergieffen, Rein grund fan fo grundlos seyn, Kein strom so gewaltig flieffen, 3 gegen 270 Gegen GOtt ist alles klein; Ge gen GOtt und feine huld, Die er über unsre schuld Alle tage lås fet schweben, Durch das gange funden leben. Don wahrer Buffe 10. Nun fo ruh und sen zufriz ben, Seele, die du traurig bist. Was wilt du dich viel ermüden, Da es nicht vonnöthen ift? Deis ner fünden groffes heer, Wie es scheinet, ist nicht mehr, Gegen GOttes Herk zu sagen, is was wir mit fingern tragen. 11. Bären tausend welt zu fin den, Von dem höchsten zugericht, 67 545 6 64 67 666 286. ter 76# Und du hättest alle sünden, So darinnen find verricht't; Wår es viel doch lange nicht So viel, daß das volle licht Seiner gnaden hier auf erden Dadurch könnt er. leschet werden. 12. Mein GOtt, öffne mir die pforten Solcher gnad und gütigs keit. Laß mich allzeit aller orten, Schmecken deine süßigkeit. Liebe mich, und treib mich an, Daß ich dich, so gut ich fan, Wiederum umfang und liebe, Und ta nun nicht mehr betrübe. Je lang schlagt ihr mich, ihr gebanden, Die des ge wissens geiffel seyn? Wie oft muß 06 Q6 6 6 7 65 TE 5 6 6 98 4 0 $ 26 65 43 0 65 48 0 銀 67 ich denn bor die schrancken Der richtband, die mir drohet pein? O funde, die nun reue bringt, Bie oder Sinnes Aenderung. Nie muß man deine falsche schaalen Nach füsser kost so herb bezahlen, Wenn angst und quaal das herß durchdringt. 2. Da ist der fall stets vorden augen, Die schuld und schand um hüllet hat. Entschuldigung kan hie nicht taugen, Sie ist ein kurs Bes feigen blat, Das meine bldfs se nicht versteckt: So ist vor Gott dem höchsten richter, Vor dem nicht rein des himels lichter, Des Hergens- grund auch aufgedeckt. 3. Die hölle zeiget ihre funcken, Nachdem die wohlust, wie ein traum, Nun vor der wahrheit licht versunden, Mir, dem vers dorrfen böfen baum. Wo sol ich hin? o schweres joch! Hätt ich der morgenrdthe flügeln, Und fönt in bergen mich verriegeln; So fünde GOttes hand mich doch. 4. Seht, fünder, denen noch die decke Der blindheit vor den au gen hängt, Wie uns hernach der wurm erschrecke, Der die geburt von luft empfängt. Eafft nicht der fünde mehr den fieg: Eilt, eilt, macht euch GOtt bald zum freun De. Lacht aber nicht, ihr meine feinde, Freut euch nicht, daß ich niederlieg. 271 Verfioß nur nicht mich afch und erden, Der du der fünder Hei land bist. 6. Es ist noch raum in deinen wunden Für mich, der ich) beladen bin. Hast du so manches hert verbunden; So nimm auch mei ne schmerzen hin. Ich weiß, du wirst mir gnådig seyn: Thu, JE fu, mir denn, wie ich glaube, Und schließ mich, die verlockte taube, In deiner seiten höle ein. 7. Gib mir, daß ich nicht möge wancken, HErr JEfu, den gewiss fen Geist. Berjag durch heilige gedancken Hinfort, was dir zus wider heißst. Mein stab sey die fürs sichtigkeit Auf meiner gangen les bens reise, Daß ich zu meiden mich befleisfe Die grube blinder ficherheit. 5. Ich friech, Erlöfer, dir zun füssen: Richt mich durch gnade wieder auf. Und darf ich deine wunden füffen; So wird der fün den meng und hauff, Ob fie gleich noch so blut roth ist, Doch weiß wie schnee und wolle werden. 1 8. Laß mich auch mehr als fchlangen fliehen Gelegenheit, die mich aufs neu In fünden schlin gen tönte ziehen. Erinnere mich oft der treu Des bunds, den ich ist mit dir mach. Und daß ich mög ju allen zeiten Bey veiner fahne munter streiten; So flårde mich, denn ich bin schwach. 9. Stell mir dein creug vor, ju erwegen, Daß ich mit dir gecreu higt sey, Wenn sich die lüfte wol. len regen, und mich lockt fündens schmeicheley: So wird mich, Got tes tamm, dein glied, Nichts mehr von deiner feite dringen; Und so wil ich die danckend fingen Vor Deinen fluhl ein neues lied. S4 289. 272 [[ I] M 65 626 6 6 6 5643 6 6.5 98 45 453 Don wabrer Buffe. 287. 6.98 6 3 NEE 慈 98 6 655 65 6 6 76%% 6 6 2 55 98 6 43 43 6 Je lange fol ich dann, 0JE Piu, mein leben, Rein birs te, dem ich mich hab gånglich er 用 5 3. 6 5 3 7 65 65 4% 4% 6 98 56 43 0 詐 罪 65 4% geben, In nächten der trübfal be timmerlich( chweben? Bie lange sol ich mich denn ångsten tin her. Benj oder Sinnes Alenderung. ken, Und leiden der liebe beküm. merte schmerzen? Ach, siehe, o JEsu, mein herzlich verlangen! Ach, fomm doch bald, Mein auf enthalt! Ach komm doch, mein les ben, und laß dich umfangen! 2. Zwar hab ich verdienet die ißige plagen, Die mich und mein inners fets martern und nagen: Doch fleh an mein herge in wehe muth zerschlagen. Entseglich ist, was ich durch fünden verschuldet: Doch grösser ist, was du, mein JEsa, erduldet, Als du haft aus liebe erlitten die strafe. Drum wende dich Gang gnädiglich zu mir, dem verirrt und verlorenen Schafe. 3. Du bist in der hirte verlore ner feelen; Die hirten, treu kauft du ia nimmer verhelen: War um muß ich mich denn so ångstig lich quälen? Ach, siehe, ich ver fluche die schande der jugend, Und daß ich gehasset den adel der tugend! Ach, siehe, ich gråm mich deßwegen mit schmerzen! D hd bites gut, Dein heilig blut, Das faß ich dagegen mit glauben zu hertzen. 4.Je größer der schade, ie grös fer die ehre Des arktes: darum doch die gnade vermehre, Und in mir des bösewichts tücke zerfibre. Zerreiß doch, mein JESU, die banden und ftricke, Und zieh mich vom ewgen verderben zurücke. Nichts if so gefährlich, du fanft es ia heilen, D GOttes Lamm, 273 Mein bräutigam. Ach, komm doch, o liebster, ohn långer vers weilen. 5. Ach, siehe, mein JEfu, wie bin ich so müde Von sünden und schrecken: dein götticher friede Erquicke mich, daß ich mit fröli chem liede, Mitjauchzen des geb stes, mit herglicher wenne Dich preise und rühme, o himmlische foane. Du rufft ia die armen, die mid und beladen: Go tröste mich Recht süßiglich, Und heile von grund aus den eiter und schaden. 6. Doch wirst du, mein hirte, dich långer verstellen, und lasse fortrauschen das wüten der wels len, Die mich höchst elenden zu boden bald fållen; Ja, wilst du, mein JEfu, in diesem gewitter Dich halten verborgen noch hins term gegitter, Und lassen den far tan mit fäuften mich schlagen: Gowil ichs gern, zu deinen ehra, Mit demuth von hergen gedul dig ertragen. 7. Doch JEsu, mein Tröfter, ach lindre die schmerzen, Und nimm doch mein elend erbars mend zu bergen. Ach, fárck nut des glaubens liebbrennende fers gen. Ach, laß mich nicht fallen, ach, laß mich nicht sincken, Ach, laß mich, mein Heiland, ia nim mer ertrinden! Du HErr, wolft dich zu mir genådig herkehren. Ich glaube dir, Du wirst noch mir Das, was ich mir wünsche, aus gnaden gewehren. 55 288. 274 ** 6* 0 6 65# 6% 5 6 7 8 HEUTE 876 50 6# 54 EX Von wahrer Buffe 288. 6 3# 6 6 9% 66% 3% 0 8985 65 96 766 40 43 * 6 GENE 6 598 aanku murahn 6 6 65 6 6 WHITEH Frf ab von mir Das schwe: Ore joch der fünden; Errette mich, mein JEfu, durch dein blut. Benn ferner mich Die lüfte wollen binden; Befreye mich Durch deine liebes- gluth. Hier ist mein herge, Zermalmt von leid und schmerge: Du wirst mich in nicht laffen in den banden. Ich hab auf dich gebaut, Und, JEfu, * 6*# TEZ XXX 6** 65 43% 0 deiner huld vertraut: Drum werd ich nicht zu schanden. 2. Jch wil die nur Mein fal fches herk bekennen; Ich zeuge hier von dem, das mir bewusst: Ich ließ in mir Ein fremdes feuer brennen, und heuchelte mit der verbotnen luft. Ich bin ger glitten, Weil ich nicht treu ges ftritten. Du wolft mich nicht mehr oder Sinnes, Aenderung. mehr lassen in den banden. Die weil ich dir vertrau, Und stets auf Deine wahrheit bau, So werd ich nicht zu schanden. 3. Dich hatt' ich nicht, O höch. fier, fiets vor augen, Noch deine furcht mir recht in sinn gedrückt. chlüsterte Nach dingen, die nicht taugen: Die hätten mir fast meinen geift erflickt. HErr, Deine treueWird iko wieder neue, Indem du mich befreyest von den banden. Ich hab auf dich gebaut Und deiner liebe nur getraut: Drum werd ich nicht zu schanden. 4. Ich firebte auch Gar oft nach hohen wesen, und ging nicht recht in wahrer demuth ein. Wenn meine luft Was schnddes sich erlesen; Muß oft dein dienst der falschheit schmincke seyn. O, Daß ichs fage, Und nicht genug beklage! Ach, ziehe mich mit macht aus diesen banden. Die weil ich dir vertrau, Und nur anf deine gute bau; So werd ich nicht zu schanden. 1 5.O siehe doch, Wie meine feele achet, Und sich nach dir und dei nem stromicin sehnt. Wie durres land Nach frischem regen tech get Also mein geift nach lebens waffer Röhnt. Komm ia und leis te Mich bald zu deiner seite, Und ziehe mich mit macht aus diesen banden. Ach, hilf mir hier ver trau'n, Und troft in deine feite bau'n; So werd ich nicht zu Schanden. 275 6. Gib mir dein fleisch Dech würdig zu geniessen, und drücke mich an deine fanfte brust. Laß auch dein blut In meine seele fliessen, und schwäche so die wur. hel bdser luft, Daß keine finden In mir den wohnplok finden, Und laß mich nicht mehr fesseln mit den banden. Ich wil dir stets vertraun, Auf dich den lebenss felfen baun; So werd ich nicht zu schanden. 7. Gib mir das pfand Der ses ligkeit zu schmecken, und drücke mir dein werthes fiegel ein, Zur macht im streis, Zur labung in dem schrecken, Wenn du mich siehst nach frischer fühlung schrepn, 3ur kraft im kämpfen Die fleisches luft zu dåmpfen. Ach, HErr, ach laß mich ia in teinen banden! Gib, daß ich dir vertrau, Und nur auf deinen willen bau; So werd ich nicht zu schanden. $ 8. Laß deine gluth Der liebe in mir brennen. Laß deinen tod mir in gedancken stehn. Laß keine lust Mich iemals von bir trennen, Noch mich aus furcht von dir gu rücke gehn. Sonst, wie dein wil le: Ich halte gerne fille. Wenn du mich prüfen wilft in creuges, banden; So wil ich dir vers traun, Und fest auf deine treue baun; So werd ich nicht zu schanden. 289. 276 43 0 650 4 38 6 65 4 38 65 6 6 6 Don wahrer Buffe 289. 0 4 2 65 43 0 6 6 6 6 676 6 7.76 63 5 43 6 65 43. 6 5 7 6 6 6768 6 時 封 路 目 0698 655 11111 65 5 230 oder Sinnes: Aenderung. 3Elus der Hirte. 0 ist mein schäslein, das W Pich liebe, Das sich so weit von mir verirrt, und selbst aus eigner schuld verwirrt, Darum ich mich so sehr betrübe? Wist ihrs, ihr quen und ihr hecken; So fagt mirs, eurem Schöpfer, an: Ich wil sehn, ob ichs fan er. wecken, Und retten von der irres bahn. 2. Ach, schäslein, finde dich doch wieder zu dem, der dich so berglich liebt, Und nie was bises hat verübt An dir, der sich gelas fen nieder. Um dich zu suchen und zu fassen Auf seine achfel fanftigs lich, Der nimmermehr dich kan verlassen. Denn meine lieb währt ewiglich. 3. Ich kan dich ia nicht länger wissen In folcher abgeschieden heit. Du lauffft nun hin und her zerstreut, und musst die grosse freude miffen, Co andre fcäflein bey mir finden, Die nur in mei nem schooße ruhn, Da sind sie ficher für den winden, Die ihnen Fönnen schaden thun. 4. Du findest eher feinen frie den, Bis du dich gang in mich verfendkt, Und dein berk baft zu mir gelendt. Ich bins alleine, der den müden Kan leben, fraft, er quickung geben: So komme doch nun bald herzu. Ach, schone doch dein armes leben, und schaffe dei ner feelen rub. 5. Wilst du, o armes lamm, 277 nicht hören, Läufft immer weiter mea von mir? Ruf ich doch sehns lich für und für, Ob du noch wole test wiederkehren Zu deinem urs sprung, deiner quelle, Aus wel cher du geflossen bist, Die ia so lieblich und so helle Von ewigkeit gewesen ist. 6. Ran dich mein rufen nicht erweichen, Das in der wüsten laut erschallt, und in den Flüften wiederballt; So bist du wol recht zu vergleichen Den bar ten felfen und den steinen, Die doch mein wort zerschmeissen fan. Uch ich muß für erbarmen weinen, Daß du mich nicht wilt hören an. Schiflein. 7. Weß ist die flimme, die ich höre Ja dieser wilden wüsteney? Es scheint, als obs ein hirte fey. Er rufet immer wiederkehre. Solt er mich denn auch irgend meinen? Ich sehe wol, daß ich verirrt. Nun bin ich lahm auf meinen beinen. Ach, bått ich mich nicht so verwirrt! Hirte. 8. Ich wil dir feine ruhe laf. sen, Ich wil dich locken, bis du hörst, Und dich von herken zu mir kehrst. Ach, wie wil ich dich denn umfassen, und an mein herk gang fanfte drücken! Ja liebes feilen folt du gebn: Denn wird fein feind dich mehr berücken. Ja meinen hürden soll du stehn. 1 Schif 278 Don wahrer Buffe Schäflein. 9. Ach holder hirt, ich komm gelaufen, So gut ich fan, auf dein geschrey: Du musst mich aber machen frey, Und selber Bringen zu den haufen Der ans dern schäflein die dich fennen, Die dich nur ihre angen luft Und allerliebsten hirten nennen. Nun, druck mich fest an deine bruft. 3 290. Mel. O GOtt du frommer. Oran fehlts immermehr, best Nur immer schwach und frand, und fort dein Flagen trei best? Wer ist denn schuld daran. Geh in den innern grund: Durch rechtes forschen wird Die ursach endlich Fund. 2. An GOtt fehlts Feinmal nicht. Denn er ist selbst die liebe. Sein herk ist allzeit voll Der süss sen liebes triebe, Den menschen guts zu thun. Sein wille bleibet fest, Sich mitzutheilen dem, Der ihn nur wircken läsſt. 1 $ 3. GOtt ist der ursprung selbst Der theuren menschen seelen, Wie folt er sich denn wol Bor is, nen so verheelen, und seine Fraft . entziehn? Was er bervor ge. bracht, Wird allezeit sehr hoch Und werth von ihm geacht't. 4 Hat er doch seinen Sohn Für dich dahin gegeben, Weil du in ewigteit In ihm folt felig le, ben. Was hätt er diß bedurft? Es fam aus freyer wahl; Was lockte ihn zu dir? Gar nichts nicht überall. 5. Nichts gutes war in dir: Hingegen war zu finden Ein strus del voller wuth, und eine wels voll fünden, Ein greuel volles meer, Ein pful voll höllen. Foth: In solcher häßlichkeit Lag deine feele tobt. 6.Als ein verworfen Find Lagst du in deinem blute. Nicht eine creatur That etwas dir zu gute. Die arme feele trug Die teufelss an und durch War gar zu jäms merlich. S 7. Da tam der feelen freund, Und nahm sich in genaden Des armen menschen an: Er heilte deinen schaden Mit seinem then ren blut, Und, daß er völlig dich Mit GOtt vereinigte, Nahm er dein fleisch an fich. 8. Und was hat wol das berk Des Vaters so bewogen, Daß er so vielmal dich Durch seinen geist gezogen? Drum liegt es nicht an Gott, Der es gar treulich meint. Du bist bir heimlich selbst Dein allerårgster feind. 9. Ach ia, mein treuer Gott, Du bleibest der gerechte, Auch wenn dich richten wil Das fund fiche geschlechte. Du hast mich iederzeit Gesucht in dich zu ziehn; Ich aber nur gesucht Dein gnas den werck zu fliehn. 10.Nun, HErr, erforsche mich, Und oder Sinnes Zenderung. Und fieh auf meine wege, Und wende meinen fuß Vom falschen Heuchel stege. Du HErr, erken nest mich, Erleuchte meinen finn, Weil ich noch gar zu blind In Deinen wegen bin. 11. Der seelen auge laß In mir einfältig werden, Daß es nicht mehr zugleich Sich richte nach Der erben und nach dem himmel ju. Nimm alle schalckheit weg. Dein wille sey allein Und allezeit mein swed. 12. Vollbringe, HERR, dein werd, Das du haft angefangen. Laß mich durch deinen Geift Eins mal dahin gelangen, Wohin dein wort mich weis't, Daß ich zur reinigkeit, Die deinem vold ge bührt, Gelang in dieser zeit. 13. So wird mein leib und feel Und geist in dir fich freuen, Und täglich deinen ruhm Und füffes lob verneuen. Wohl mir! wird feya mein wort, GOtt hat viel gnad erzeigt; Sein ruhm erfire de lich), So weit der himmel reicht. 291. Mel. Auf meinen lieben. 20 fol ich fliehen hin, Weil ich beschweret bin, Mit viel und grossen finden? Wo sol ich rettung finden? Wenn alle welt berkame, Mein angst sie nicht wegnahme. 2. O JEsu, voller gnad, Auf dein gebot und rath Kömt mein betrübt gemüthe Zu deiner groß 279 sen gute: Laß du auf mein gewisa fen Ein gnaden-tröpflein fliessen. 3. Jch, dein betrübtes find, erf alle meine fünd, So viel ihr in mir stecken, und mich so heftig schrecken, In deine tiefe wunden, Da ich stets heil ges funden. 4. Durch dein unschuldig blut, Die schöne rothe flath, Wasch ab all meine sünde, Mit trost mein hert verbinde, Und ihr nicht mehr gedencke, Ins meer sie tief ver. sence. 5. Du bist der, der mich träft't, Weil du mich haft erlöst. Was ich gesündigt habe, Hast du veri scharrt im grabe: Da hast du es verschlossen, Da wirds auch blei ben müssen. 6. Jst meine bosheit groß, So werd ich ihr doch los, Wenn ich dein blut auffasse, Und mich darauf verlaffe. Ber sich zu dir nur findet, Au angst ihm bald verschwindet. 7. Mir mangelf zwar sehr viel, Doch was ich haben wil, It als les mir zu gute Erlangt mit dei nem blute, Damit ich überwinde Tod, tenfel, höll und fünde. 8. Und wenn des satans heer mir gang entgegen wår; Darf ich doch nicht verzagen: Mit dir kan ich sie schlagen. Dein blut darf ich nar zeigen, So muß ihr trus bald schweigen. 9.Dein blut, der edle faft, Hat solchestård und fraft, Daß auch 280 Bom wahren und ein tropflein fleine Die gange baft mirs erworben, Da du für welt kan reine, Jagar aus teu mich gestorben. fels rachen Frey, los und ledig. machen. 10. Darum allein auf dich, HErr Chrift, verlaß ich mich: Set kan ich nicht verderben: Dein reich muß ich ererben. Denn du 11. Führ auch mein herk und finn Durch deinen Geist dahin, Daß ich mig' alles meiden, Was mich und dich fan scheiden, Und ich an deinem leibe Ein gliedmaß ewig bleibe. XXIV.Bom wahren und lebendigen Glauben. 292. M. In dich hab ich gehoffet. fers- mann, JEsum, den schlan gen treter, Der felbft für dich geopfert sich, Der, der ist dein erretter. uf, auf, o menich, es ist nun zeit, zu suchen die 6. Geh hin, und falle ihm zu fuß, Und sprich in wahrer Bers kens buß: HErr, tilge meine füns den. Dend nicht daran, Was ich gethan; Ach, laß mich gnade finden! 7. Bringst du ein recht zer. Fnirschtes herg, Das seiner fune den quaal und schmert Erfährt und mit vertrauenZuJEsu flieht, Und den ansieht; So darf dir fort nicht grauen. 8. Diß opfer ist GOtt anges nehm, Und du bist also recht ber quem An Chrifti theuren schätzen, Die feine treu Dir schencket frey, Dich innig zu ergeßen. D gerechtigkeit, Die Chris flus hat erworben, Der durch sein blut Gemachet gut, Was satan hat verdorben. 2. Du warst des Schöpfers schönstes bild, Mit lieb und licht von ihm erfüllt, Als er dich erst formirte, Und seine hand In sol. them stand Dich, einer braut gleich, fierte. 3. Doch sieh, wie durch der fchlangen lift Du bald darauf gefallen bist Aus diesem schönen orden: Wie du gang blind, und voller sünd, Zum scheusal bist ge. worden. 4. Da liegst du nun in deinem blut, Getrennt von GOtt, dem höchsten gut, Und dessen licht und leben, Der dir dafür, Das glaube mir, Des todes lohn könt geben. 5. Schau aber den im glauben an, Den GOtt gefegt zum hele 9. Deffelben rein und theures blut, So er vergoffen dir zu gut, Wird heilen deine wunden. Dis ist der Saft, Der heil und kraft Dir gibet alle ftunden. 10. Drum auf, o mensch, denn es ist seit! Geh, suche die ges rechtig lebendigen Glauben. rechtigkeit, Die Chriftus dir ers worben; So fommest du 3um fried und ruh, Und bleibest un verdorben. 293. Mel. ihr auserwehlten. Aut erwecket euch zum glau ben, Die ihr sions bürger fend: Lasst euch ihn durchaus nicht rauben, Scheuet feine leis dens zeit. Wenn die wellen Hoch aufschwellen; Müsst ihr diesen Mifft aneker werfen, und das schwert des Geistes schårfen. 2. Creuß und trübsal find nur winde, Solten die uns gleich um wehn? Sie verstreichen so ge schwinde, Als sie vorher schreck lich gehn: Drum steht feste, Kampft aufs beste. Durch den Jordan müsst ihr gehen, Wbit ihr anders Canan sehen. 3. Ihr send auf den fels gebau et, Eure feind auf fies und fand. Denckt doch, worauf ihr vertrau: et: Es ift JEsu fiarde hand. Der Gideon Ift wie Simson, Bricht und reifft durch alle stricke, Komt ohn beute nie zurücke. 4. Nun, wohlan, so feys ge waget, Mit dem teufel, fleisch und welt. Unser bogen nie verfaget, Unser feind ist bald gefällt. Wer erlieget, und nicht fieget, at nicht Chrifti fahn geschworen, Und geht ewiglich verloren. 294. Mel. Es( pricht der unweis Er falschen christen schaar $ 281 gedendt: Solt ich für fund er bes ben? Ist Christus doch ans creuß gehenckt, Was darf ich chriftlich leben? Er hat für mich ia gnug gethan; Ich stifte was ich wil und kan, GOtt muß es mir vergeben. 2. Die welt ist folcher christen voll, Die stets beharrn in fünden; Da war der glaube gelten fol, Die frucht doch nicht zu finden, Barum? er ist nur in dem mund: ein des hergens rechter grund Lafft seine Fraft verschwinden. 3. Es steht nicht, wie man fälschlich meint, Der glaub in unsern hånden, Da man sich weigert und verneint, 30 gürten feine lenden, GOtt anzuflehen in der jeit, Daß er uns aus barms hertigkeit Den glauben wolle fenden. 4. Es ist nicht gnug, daß ier mand sich Ein fünden find erkens net, Und bleibet gleichwol free ventlich Von fünden ungetrennet. Denn ob es wol ein wahres wort, Daß Christus ist der fünder hort, Und ihren argt sich nennet: doch, Die in der zeit der gnaden 5. So meint er solche fünder Mit thränen ihrer fünden joch Ihm auf die schultern laden. Es heisst zwar: fommt, ich bin bereit, Doch euch, die ihr gefräncket seyd, Zu heilen enren schaden. 6.Der glaub ist feine fühnbeit nicht, Die ruchlos wesen übet. Besondern eine zuversicht, Die 282 Vom wahren und Jucht und demuth liebet; Von greift, Auf sein verdienft fan bans GOtt fiets ihre stårcke sucht; Mit en, Der hat des glaubens rechte flehen und durch gute fruchtSich art, Und fan zur seligen hinfahrt zu erkennen gibet. Sich schicken ohne grauen. 7. Denn wer auf gnade böses thut Mit sicherem gemüthe, Wird schuldig an des HErren blut, Und findet jorn stati güte. Ein argenep kan nicht dafür, Daß du mit gift muthwillig dir Berder, best das geblüte. 8. Ach, harre ia nicht, bis der tod Schon kommt heran getre. ten: Es ist gefährlich in der noth Erst wollen lernen beten. Nimmn dir an flat der sicherheitVielmehr gebet und wachsamkeit, Solch unfraut auszugáten. 9. Ach, JEju, lehr uns deine huld und gnade recht erkennen: Erlaß uns unsrer trägheit schuld: Laß unsre lampen brennen: Dein dl erhalt uns ihren schein, Daß, wenn du kommst und brichst her. ein, Du uns dein reich könnst gönnen, 295. Mel. Es ist gewißlich an. Er glaub ist eine zuversicht 3. Das aber ist tein menschens werd, GOtt muß es uns gewäh ren: Drum bitt, daß er den glaus ben stårdk, Und in dir woll vers mehren: Laß aber auch des glaus bens schein In guten werden an dir seyn, Sonst ist dein glaube eitel. 4. Es ist ein schändlich bd. ser wahn, Des glaubens sich nur rühmen, Und gehen auf der fün der bahn, Das Chriften nicht kan ziemen. Wer das thut, der fol wissen frey, Daß sein glaub nur sey heucheley, Und werd zur höll ihn bringen. 5. Drum laffe sich ein frommer Christ Mit ernst seyn angelegen, Daß er aufrichtig ieder frift Sich halt in GOttes wegen; Daß sein glaub ohne heucheley, Vor GOtt dem HErrn rechts schaffen sey, Und vor dem näch sten leuchte. 296. S Zu GOtt's gnad und güte: Der bloffe beyfall thut es nicht, Gendet Seinen Sohn in dies el. Freu dich sehr, o meine. Es muß hert und gemüthe Durchaus zu Ott gerichtet seyn, Und gründen sich auf ihn allein, Ohn wancken und ohn zweifel. se welt, und sein her zu uns ge wendet, Daß ein urtheil sey ge fällt, weil die fünde uns vers dammt, Daß sein grimm und zorn entflammit; Nein, GOtt sendet ihn auf erden, Daß wir sollen felig werden. 2. Wer sein hertz also flårdkt und steift Fm völligen vertrauen, Und JEsum Christu.n recht er 2. Darum lebendigen Glauben. 2. Darum ist der Sohn ges Fommen In die welt zum ersten mal, Und hat unser fleisch an nommen, Daß er uns von sün, den quaal Retten soit und vom gericht, Das am end der welt anbricht, und aus satans höllen rachen Ziehen, und uns felig machen. a 3. Wer da gläubt, wird nicht gerichtet, Wer ihm folgt, und wer ihn liebt, Weil des Vaters zorn geschlichtet Durch den Sohn, den er uns gibt: Aber, wer an ihn nicht glaubt, st gerichtet, weil er bleibt In der finsterniß hie. nieden, und ist von GOtt abges schieden. 4. Das ist das gericht auf er den, Daß das licht gekommen ist Mit holdseligen geberden In die welt, und doch ein chrift Mehr die finsternissen liebt, Als das licht, und unbetrübt In der fin. fierniß verbleibet, Und nur fpott vom glauben treibet. 5. Hieraus Pan man klarlich feben, Daß bey sünden werden nicht Könne dieses licht bestehen; Sondern das ist das gericht, Daß man sich des glaubens rühmnt, Und nicht lebt, wie sichs geziemt, In dem glaubens licht; hergegen Wandelt auf den laster. 283 du nichts haft als den schein Der gottfeligkeit allein, Und verleuge neft ihre stårcke, Weil du nur thust bdse wercke. 7. Du wirst nicht zum lichte Fommen, Weil du ungestraft wilt seyn, Das doch alle wahre frommen Gern und willig gehen ein. Wer sich von dem lichte nicht Strafen lässt, bleibt im gericht, Und kommt nimmer zu dem liche te, Noch zu GOttes angesichte. 8. Ach, es ist ein böses zeichen, Wenn man straf und züchtigung In dem lichte nicht wil weichen Zu selbst eigner besserung. Denn da folget angst und noth, Das gericht, ia gar der fod, Weil er vor dem licht erschrecket, Weil es ihm die sünd entdecket. bet, Kommt zum licht und scheus 9. Wer die reine wahrheit lies et nicht, wenn ein hirt das ftrafe amt übet, Darum, weil er lebt im licht, und ihn dieses nicht ane und die wercke nicht verbelet, geht, weil er in der liebe steht, Beils ihm nicht am glauben fehlet. wercke Täglich seyn in GOtt ge 10. Laß, HErr JEsu, meine than, Daß ich mich im glauben flärde, Und nicht weiche von der bahn, Die du vorgegangen bist. Straf mich, daß ich als ein chrift, Alle finfire werde meide, Und im licht von hinnen scheide. 11. Habe danck für deine liebe, Die du mir vom himmel ab Hast ge wegen. 6. Liebest du die finsternissen Mehr als dieses helle licht, So wirst du verderben müssen, und stehst unter dem gericht, Weil £ 2 284 geschendt, ach, laß die triebe mich begleiten bis ins grab; Laß dein Geift in aller noth Seyn mein trifter, und im tod, Bis ich zu dem licht erhoben Dich werd ewig, ewig loben. 9 297. Ch glaub an einen GOtt alt lein, Der alle dinge groß und Hlein, Den himmel und die er. den Aus nichts hat lassen wer den: Der auch mich selbst aus lauter gnad, In diese welt er: schaffen hat, Mir feel und leib gegeben, Sinn und vernunft darneben. Durch seine weisheit, macht und gut All sein geschöpfe er behüt't. Er ist mein Vater und mein GOtt, Der mir zu hilfe kommt in noth, Mich schützet and ernehret. Dom wahren und 2. Ich glaube auch an JEsum Chrift, Der GOtt vom Bater ewig ist, Ein wahrer mensch ge 6 4 266 E 6 69843 6766 boren, Daß ich nicht würd vers loren: Der mir des Vaters huld erwarb; Um flamm des creus hes für mich starb; Fuhr zu der höllen nieder; Stund auf vom tode wieder, Und, zu vollenden seinen lauf, Fuhr er ins himmels thron hinauf, Von da er fome men wird einmal, Zurichten die sehr greffe zahl Der lebenden und fodten. 3. Ich glaub auch an den heil gen Geist, Der gleich ist wahrer Gott und heisst Ein lehrer unsrer finnen; Der ewig ohn beginnen Vom Vater und vom Sohn auss geht; Der den betrübten hier beysteht, Daß fie vergebung fini den All ihrer schuld und fünden. Ich glaube, daß erhalten werd Ein allgemeine firch auf erd, Bey der stets sey des Geistes gab. Ich glaub, daß dieses fleisch vom grab Werd auferstehn zum leben. 5 5 43.98.6 43 ņ may METUMI 298. 6 5 6 Mein lebendigen Glauben. Um 766 6 6 6 6984 33 Ein JEsu, dem die Sera, -phinen Im glang der höch, flen majestät Selbst mit bedeck tem antlik dienen, Wenn dein befehl an sie ergeht: Wie solten bidde fleisches augen, Die der verhafften funden nacht Mit ih rem schatten trüb gemacht, Dein helles licht zu schauen taugen? 2. Doch gönne meinen glau bens blicken Den eingang in dein heiligthum, Und laß mich deine gnad erquicken, 3u meinem heil und deinen ruhm. Reich deinen fcepter meiner feele, Die sich, wie Esther, vor dir neigt, Und dir, als deine braut, sich jeigt; Sprich: ia, du bists, die ich erwehle. 3. Sey gnådig, JEfu, voller güte, Dem hergen, das nach gnade lecht; Hör, wie die zung in dem gemüthe: GOtt sey mir armen gnädig! åchzt. Ich weiß, du kanst mich nicht verfioffen: Wie föntest du ungnådig seyn Dem, den dein blut von schuld und prin Erldst, da es so reich geflossen? 4. Ich fall in deine anaden hände, und bitte mit dem alau bens fuß: Gerechter König, wende, wende Die anabe zu der bergens buß. Ich bin gerecht 285 durch deine wunden, Es ist nichts fträflichs mehr an mir: Bin aber ich versöhnt mit dir; So bleib ich auch mit dir verbunden. 5. Ach, laß mich deine weis. heit leiten, Und nimm ihr licht nicht von mir weg. Stell deine gnade mir zur feiten, Daß ich auf bir beliebten steg Beständig bis and ende wandle, Damit ich auch in dieser zeit, In heb und hergens freundlichkeit, Nach deis nem wort und willen handle. 6. Reich' mir die waffen aus der höhe, und stårcke mich durch deine macht, Daß ich im glauben sieg' und stehe, Wenn stårdkund lift der feinde wacht: So wird dein gnaben reich auf erden, Das uns zu deiner ehre führt, und ende lich gar mit cronen ziert, Auch in mir ausgebreitet werden. 7. Ja, ia mein herk wil dich umfassen, Erwehl es, HErr, ju deinem thron. Hast du aus lieb ehmals verlassen Des himmels pracht und deine cron; So würde ge auch mein herk, o leben, Und laß es deinen himmel seyn, Bis du, wenn dieser bau fällt ein, Mich wirst in deinen himmel he ben. 8. Ich steig hinauf zu dir im glau, Dom wahren und 286 glauben: Steig du in lieb herab zu mir. Laß mir nichts diese freu de rauben, Erfülle mich nur gank mit dir. Ich wil dich fürchten, lieben, ehren, Co lang in mir das berk sich regt, Und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, So sol doch noch die fiebe wäh ren. 299. Mel. Uch GOrt vom him. GOttes Sohn, HErr JE, Fonne glauben, nicht iederman nes ting so ist, Auch standhaft zu verbleiben: Drum bilf du mir von oben her, Des wahren glan bens mich gewähr, und daß ich Drinn verharre. 2. Lehr du und unterweise mich, Daß ich den Vater kenne, Daß ich, o JEfu Chrifte, dich Den Sohn des Höchfien nenne, Daß ich auch ehr den heilgen Geist, Zugleich gelobet und ge preift In dem dreyeingen wesen. 1 3. Laß mich vom groffen gnas den beil Das wahr erkentniß fin. den: Wie der nur an dir habe theil, Dem du vergibst die fün Den. Hilf, daß ichs such wie mirs gebührt. Du bist der weg, der mich recht führt, Die wahrheit und das leben. 4. Gib, daß ich traue deinem wort, Ins herge es wohl faffe, Daß fich mein glaube immerfort Auf dein verdienft verlasse; Daß zur gerechtigkeit mir werd, wenn ich von fünden bin beschwert, Mein lebendiger glaube. 5. Den glauben, HErr, laß triflen sich Des bluts, so du vers gossen, Auf daß in deinen wune ben ich Bleib allzeit eingeschlos sen, und durch den glauben auch die welt, und was diefelb am höchsten hält, Får koth allzeit nur achte. 6. War auch mein alaub wie senf forn klein, Und daß man ihn mir mächtig seyn, Daß deine gnad mich stårcke, Die bas zer brochne rohr nicht bricht, Das glimmend tocht auch vollends nicht Auslöschet in den schwas chen. 7. Hilf, daß ich fiets forgfäls tig sey, Den glauben zu behalten, Ein gut gewissen auch dabey, Und daß ich so mdg walten, Daß ich seylauter iederzeit, Ohn ansloß, mit gerechtigkeit Erfüllt und ih ren früchten. 8. HErr, durch den glauben wohn in mir, Laß ihn sich in mir stårcken, Daß er sey fruchtbar für und für Und reich in guten were cken; Daß er sey thätig durch die lieb, Mit freuden und geduld fich üb, Dem nächsten fort zu dienen. 9. Insonderheit gib mir die Fraft, Daß vollends bey dem ens de Ich üb die gute ritterschaft; Zu dir allein mich wende; In meiner letzten Rund und noth, Des glaubens end, durch deinen tob lebendigen Glauben, mot 287 5. Aus hoffnung wächst die lieb, Weil man aus GOttes bånden Nimmt alle dinge an, Nicht zürnet, thut nicht schånden. Denn alles uns zu nuhund besten ist gemeint; Drum bringt die lie be durch Auf freunde und auf feind. 6. Wir waren GOttes feind, Er gibt uns seinen Sohne, Sein eingebornes find zu einem gnas den throne, Segt liebe gegen baß. Wer glaubig diß erkennt, Wird bald in lieb entzund't, Die allen haß verbrennt. 7. Wie uns nun GOtt gethan, Thun wir dem nächsten eben: Droht er uns mit dem tod, Bir zeigen ihm das leben: Fluchter; fo fegnen wir: In schande spott und hohn Ift unfer befter troft Des himmels ebren cron. 8.Seßt uns Ott auf die prob, Ein schweres creut zu tragen; Der glaube bringt geduld, Macht leichte alle plagen: Stat murren, ungeberd, Bird das gebet ere weckt, Weil aller angst und noch, Von GOtt ein siel gestedt. fod, Die feligkeit erlange. 10. HErr JEsu, der du anges gündtDas fündklein in mir schwa. chen, Was sich vom glauben in mir findt, Du wolft es stårcker machen. Was du gefangen an, bollführ Bis an das end, daß dort ben dir Auf glauben folg das schauen. 300. Mel. O GOtt du frommer. Vob ihr im glauben frebet, Ersuchet euch doch selbst, Ob ihr im glauben stehet, Ob Chriftus in euch ist, Ob ihr ihm auch nachgehet In demuth un geduld, In fanftmuth, freunds lichkeit; In lieb dem nächsten fets Zu dienen seyd bereit. 2.Der glaube ist ein licht m herken tief verborgen, Bricht, als ein glang, hervor, Scheint als der helle morgen, Erweiset seine Fraft, Macht Chrifto gleich ges finnt, Berneuert hert und muth, Macht uns zu GOttes lind. 3. Er schöpft aus Christo heil, Gerechtigkeit und leben, und thut es in einfalt Dem nächsten wie, der geben. Dieweil er überreich In Chrifto worden ist; Preift er Die gnade boch, Belennet JE, fum Chrift. 9. Man lernet nur darnach Sein elend recht verstehen, Wie auch des höchsten gut; Halt an mit bitten, flehen; Berzaget an sich selbst, und trauet Christi fraft: Vernichtet sich zu grund; Sangt nur aus JEfu saft; 10: Hålt sich an sein verdienst, Erlanget Geist und flårdke, In solcher zuversicht zu üben gute 34 wercke; 4. Er hofft in guversicht, was GOtt im wort zusaget: Drum muß der zweifel fort, Die schwers muth wird verjaget. Gich, wie der glaube bringt Die hoffnung an den tag, Hålt sturm und wet ter aus, Besteht im wagemach). 288 Dom wahren und lebendigen Glauben. wercke, Steht ab vom eigensinn; er wehren: Kein leio fol uns wis Fliebt die vermessenheit; Hålt derfahren: Er forget für uns, sich in gottesfurcht Im glück und Hüt't und wacht: Es steht alles schwerer zeit. in seiner macht. 11. Co prüfe dich denn wohl, Ob Christus in dir lebet: Denn Chrifti leben ists, ornach der glaube firebet. Erst machet er aerecht, Dann beilia, wircket luft Zu allem guten werck; Sieh, ob du auch so thuft. 12. O HErr, so mehre doch Ja mir den wahren alauben; So Fan mich keine macht Der guten werd berauben. Wo licht ist, geht der schein Freywillig davon aus Du bist mein GOTT und HErr, Bewahr mich als dein haus. 30g) soup 301. Fr glauben all an einen 25GOtt, Schöpfer himmels und der erden, Der sich zum Va ter gegeben hat, Daß wir seine finder werden. Er will uns all seit ernehren, Leib und feet auch wohl bewahren: Allem unfall wil 2. Wir glauben auch an JE fum Chrift, Seinen Sohn und unfern HErren, Der ewig bey dem Vater ist, Gleicher GOtt von macht und ehren: Von Mai ria, der Jungfrauen, Ift ein wahrer mensch geboren, Durch den beilgen Geist im glauben: Für uns, Die wir waren verlos ren, Am creuß gestorben, Und vom tod Wieder auferstanden ist durch Gott. 302. T Mel. Herzlich thut mich. Ch, GOtt, laß dein ers barmen Ergehen über mich, Berstoffe nicht Den armen, Der zu dir wendet fich. Wilt du, HErr, mit mir 3. Wir glauben auch an heile gen Geift, GOtt mit Vater und dem Sohne, Der aller blöden ein tröfter heifft, uns mit gaben zieret fchone. Die gange Chrie fenheit auf erden Hålt in einem finn gar eben. Hier all fund vers geben werden. Das fleisch soll uns wieder leben. Nach diesem elend ft bereit Uns ein leben in ewigkeit, Amen. XXV. Von der Rechtfertigung eines armen Sünders vor GOtt. rechten, Wie wil ich dann be ftehn? Wer wird mein thun ver fechten, Wenns sol nach rechte gehn? 2.3ir find ia ftaub und erden, Wir sind ia fleisch und blut: Wie fan dann das gut werden, Bas selbst ein mensche thut? Unrein bin Don der Rechtf. eines armen Sünders vor GOtt. 289 bin ich empfangen, Unrein ging 8. Bend ab dein angesichte ich herfür: Wo sol ich den herlan: Von meiner misfethat. Lesch aus gen, Das reine sey vor dir? in deinem lichte Des fleisches 3. Mag man auch reine finden, Da gar kein reiner ist? Wer lebt, der ohne fünden Sey zu derselben frift? Du weisst, HErr, daß nichts gutes In meinen gliedern ist. Das beste meines blutes Steckt 9. Wirf mich nicht aus dem lande, In welchem wohnt das voller schlangen lift. Alicht. Reiß deiner weisheit bande 4. Drum kan dir unter allen, ( Ich beichte meine schuld,) Das meine nicht gefallen, Noch werth feyn deiner huld. Du liebst als lein den deinen, Der von dem himmel kam, Der das fleisch der unreinen, Wiewol rein, an fich nahm. Bon meinen schultern nicht. Lag mich das jubiliren Hinwieder hd. ren an, Das die im munde füh ren, Die dein licht schauen an. 10.Laß mich im geiste springen, Den reihen deiner freud, und dein triumph- lied fingen: Christ ist ers fanden heut! Ich wil die fünder lehren, Auf deinen wegen stehn, Daß, die es werden hören, In sich selbst zu dir gehn. 5. Wie blut find meine fünden, Und wie rofin, so roth: Wo sol ich mittel finden Für solche fee len noth? Dein heiliger begieffe Mich oft mit yfopo, Am wasser, das da fliesse, Und wasche mich also. 1 II. Du wilt dir nicht versöhe. nen, Die nur blos heucheln dir, Die Christum, den sie höhnen, Zur lösung ftellen für. Du ach test solch vertrauen, Und solchen glauben nicht, Da man, du sob test schauen, Nur mit den lippen spricht. 12. Die, so in Chrifto leben, Die nur erkenneft du. Es find wahrhafte reben, Die du bringst zu der ruh. HErr, thue wohl den deinen, Hilf beinem Ifrael, Richt an das reich der reinen, Laß flieffen Zions quell. 6. Denn werd ich in die were ben, Wie schnee, so weiß und rein, Und fauber wie die heerden Der garten lämmer seyn. Die erfle welt verderbe, D HErr, durch deine flath: Es untergeh und fler. be, Das alte fleisch und blue. werck und rath. Gib mir in deis ner liebe Ein nenes hert und finn. Erhalte mich im triebe des Gei stes immerhin. 7. Begrab' in Chrifti fterben Samt ihm mich in sein grab: Die vorhaut fol nicht erben; Drum schneide fie nur ab. Du wodest meine flecken, Das schud de auffag maht, Un meinem fleisch zudecken Zu defner gna den, wahl. 1 13. Erhöhe durch die leiden Den David zu den thron, Und seg ihm auf mit freuden. Die fd, 25 nigli Don der Rechtfertigung 290 nigliche cron. Denn wird man dich erheben, und in der wahr. heit ftehn, Und des gerechten les ben Wird aus dem glauben gehn. 303. Ever Aus gnad und lauter güz S ist das heil uns kommen her Aus gnad und lauter gus te: Die werd die helfen nimmer, mehr, Sie mögen nicht behüten. Der glaub fieht JEfum Chri ftum an, Der hat gnug für uns all gethan, Er ist der mittler worden. 2. Was GOtt im g'set gebo ten bat, Da man es nicht font halten, Erhub sich zorn und groß fe noth Vor GOtt so mannig, falte, Vom fleisch wolt nicht her aus der geift, Vom g'fet erfor dert allermeist: Es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher wahn das bey, GOtt bått fein g'set drum geben, Als ob wir möchten selber frey Nach seinem willen leben: So ist es nur ein fpienel zart, Der und zeigt an die fundge art, Jn unserm fleisch verborgen. 4. Nicht müglich war diesel be art Aus eignen fråften laffen: Wiewol es oft versuchet ward, Doch mehrt sich find ohn maffen. Denn gleißners werdGOtt hoch verdammt, Und iedem fleifdy der finden schand Allzeit war angeboren. 5. Noch musst das g'set erfül let feon, Sonst warn wir all vers Dorben; Daram schickt GOtt fein'n Sohn herein, Der selber mensch ist worden. Das gank' gesetz hat er erfüllt, Damit feins Vaters zorn gestillt, Der über uns ging alle.isluges 6. Und wann es nun erfüllet ift Durch den, der es font halten: So lerne nun ein frommer chrift Des glaubens recht gestalte: Nicht mehr, denn: lieber HErre mein, Dein tod sol mir das les ben feyn, Du haft für mich be zahlet. 7. Daran ich keinen zweifel trag, Dein wort kan nicht betrü gen. Nun fagst du, daß kein mensch verzag, Das wirst du nimmer lügen; er glaubt an dich, und wird getauft, Demfel ben ist der himmt erkauft, Daß er nicht werd verloren. 8. Der ist gerecht vor GOtt aft lein, Der diefen glauben faffet. Der glaub gibt aus von ihm den schein, So er die werck nicht läss fet. Mit GOtt der Alaub ist wohl daran, Dem nächsten wird die lieb guts thun, Bist du aus Gott geboren. 9. Es wird die fünd durchs g'set erkannt, und schlägt das g'wiffen nieder. Das evangeliums kommt zur band, und stärckt den fünder wieder, Es spricht: nur freuch zum creuß berzu: Im g'set ist weder rafst noch ruh Mit allen feinen werden. 10. Die werd die Fommen g'wißlich her Aus einen rechten glauben, eines armen Sünders vor GOtt. glauben: Denn das nicht rechter glaube wår, Dem man die werd wolt rauben. Doch macht allein der glaub gerecht. Die wercke find des nächsten fnecht, Dabey wir'n glauben merden. 11. Die hoffnung wart't der rechten zeit, Was GOttes wort jufaget; Wenn das geschehen sol zur freud; Sett GOtt kein g'wis se tage. Er weiß wohl, wenns am besten ist, und braucht an uns kein arge lift, Des folln wir ihm bertrauen. 12 Ob fichs anließ, als wolt er nicht; Laß dich es nicht erschre den. Denn wo er ist am besten mit, Da wil ers nicht entdecken. Sein wort laß dir gewisser seyn, A 20 6 76 6 291 und ob dein herz spräch lauter nein; So laß dir doch nicht grauen. 13. Sey lob und ehr mit hos hem preis Um dieser gutthat wils len, GOtt Vater, Sohn heilis gem Geist, Der woll mit gnad erfüllen, Was er in uns anges fangen hat, zu ehren seiner Mas jestät, Das geheiligt werde sein name. 304. 14. Sein reich zufomm, sein will auf erd Gescheh wie ins hims mets throne. Das täglich brot ia hent uns werd. Bollst unser schuld verschonen, Als wir auch unsern schuid'gern thun Laß uns nicht in versuchung stahn. Lif uns vom übel, amen. Err, höre was mein mund Aus innerm hergens grund Don alle falschheit spricht: Wend, HErr, dein angesicht, Vernimm meine bitte. 美 5 438 4% 66 5 698# 26b43% pe= GIGH C 101 6 66 55 2. Jch bitte nicht um gut, Das auf der welt beruht, und endlich mit der welt Bricht und zu boden fällt, und mag gar nicht retten. 3. Der : 292 Don der Rechtfertigungs ruf ich laut und hell Nach dir, o mein leben. 3. Der schaß, den ich begehr, It deine gnad, o HErr, Die gna: de, die dein Sohn, Mein heil 12. Erquicke mein gebein, Gruß und gnaden thron, Mir sterbend erworben. troft und labsal ein, Und sprich mir freundlich zu, Daß meine fees le ruh Im schooß deiner liebe. 4. Du bist rein und gerecht, Ich bin ein biser knecht. Ich bin in finden todt, Du bist der grosse GOtt, Der fünde vergibet. 5.2aß deine frömmigkeit Geyn meinen troft und freud, Laß über meine schuld Dein edle lieb und huld Sich reichlich ergieffen. 6. Betrachte wer ich bin, Im hun fahr ich dahin, Zerbrechlich wie ein glas, Bergänglich wie ein graß, Ein wind kon mich fällen. 7. Wilt du nichts sehen an, Als was ein mensch gethan; So wird Fein menschen find, Für menge feiner fùnd, Jm himmel bestehen. 8. Sieh an, wie Jesus Christ Für mich gegeben ist, Der hat, was ich nicht lan, Erfüllt und gnug gethan Fm leben und leie den. 9. Du liebeft reu und schmerg: ( Schau her, hier ist ein herg, Das feine fand erkennt, Und wie im feuer brennt Får angst, leid und forgen. 10. Ich leche wie ein land, Jem deine milde hand Den re gen lang entfeucht. Bis saft und fiaft entweicht, Und alles vers borret. 13. Gib mir getroften muth, Wenn meine finden flath Aufs steiget in die höh, Ersauf all angst und weh Im meer deiner gnaden. 14. Treib weg den bdsen feind, Der mich zu stürgen meint: Du bist mein hirt, und ich Wil blei, ben ewiglich Ein schaf deiner weide. 11. Gleichwie auch auf der Fheid Ein birseh beaierlich schreit Nach frischem waffer quell; So Co lang auf dieser erd Ich othem holen werd, O HErr, so wil ich dein, Und deines willens seyn. Getreuer vollbringer. 16. Jch wil dir danckbar senn, Doch ist mein können klein: Al lein in deiner fraft, Die thun und wollen schafft, Steht all mein ver mögen. 17. Drum sende deinen Geist, Der deinen findern weist Den weg, der dir gefällt. Wer den bewahrt und hålt, Der wird nime mer fehlen. 18 Jch richte mich nach dir, Du solt mir gehen für, Du solt mir schlieffen auf Die bahn in meinem lauf: Ich wil treulich folgen. 19. Und wann des himmels. pfort Ich werd erreichen dort, Go wil im engel heer Ich ewig deiner ehr In freuden lobfingen. 305. eines armen Sünders vor GOtt. 29: 3 de den fan; Darf ich von feinent trofte wissen, Und scheine völlict ausgethan; Ist die errettungt noch so weit: Mir bleibet doch barmhertigkeit. 7.Beginnt das irdische zu drü den, Ja häuft fich fummer und verdruß, Daß ich mich noch in vielen stücken Mit eiteln dingen: mühenmaß; Ich werde ziemlich fehr zerstreut: So hoff ich auf barmbergigkeit. 305. Mel. Wer nur den lieben. Ch babe nun den grund ge funden, Der meinen ander ewig hält, Wo anders, als in JE, fu wunden? Da lag er vor der zeit der welt: Den grund der un beweglich steht, wenn erd und himmel untergeht. 2. Es ist das ewige erbarmen, Das alles dencken übersteigt. Es find die offnen liebes armen Deß, der fid) zu dem fünder neigt, Dem allemal das berge bricht, Wir kommen, oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, GOtt wil, uns fol ge bolfen feyn: Deßwegen fam der Sohn auf erden, Und nahm her, nach den himmel ein: Deßwegen Flopft er für und für So stard an unsers herkens thür. die 4. O abgrund, welcher alle fünden Durch Christi tod der schlungen hat! Das heisst wunde recht verbinden! Hier fin det fein verdammen ftat, Weil Chrifti blut beständig schreit: Barmhergigkeit, barmherßigkeit! 5. Darin wil ich mich glaubig fenden, Dem wil ich mich getroft vertraun, Und, wenn mich meine funden fråncken, Nur bald nach GOttes herßen schaun; Dafin barmherzigkeit. 6. Wird alles andre wegge, riffen, Was feel und leib erqui 8. Muß ich an meinen besten werden, Darinnen ich gewans delt bin, Viel unvollkommenheit bemerden; Eo fällt wol alles rühmen hin: Doch ist auch dieser troft bereit: Ich hoffe auf barme bergigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen wils len; Bey dem so viel erbarmen ift. Er wolle felbst mein herge stillen, Damit es das nur nicht vergifft: Softehet es in lieb und leid, In, durch und auf barmherzigkeit. 10. Bey diesem grunde wil ich bleiben, So lange mich die erde trågt; Das wil ich dencken, thun und treiben, So lange fich ein glied bewegt: So sing ich einst inz ewigkeit: O abgrund der barm, herzigkeit! 306. el. Wer nur den lieben. Ch weiß, ich weiß, an wen ich an fum, GOttes Sohn, Un JEsum, der mich seine taube, Der mich nennt seine werthe cron. Der, der DAB 294 hat mir das heil erworben, Da er für mich am creuß geflorben. 2. Ach, ach, ich habe nun vers tanden, Was ich in JEsu mor den sey, In JEsu bin ich von den banden Der finden und des fa, tans frey: In ihm bin ich von GOtt betrachtet, So heilig als er selbst geachtet. 3. In JEsu bin ich schon voll kommen, Ich bin ganz ohne schuld und sünd: In ihm bat mich GOTT angenommen zu feinem lieben gnaden find. Jn JEsu bin ich neu geboren, Und Don der Rechtfertigung 6 56 98 38 6665 64543 5 43 5 9865 4% 3* GOtt zum dienste auserforen. 4. In JEfu bin ich auch ge schaffen Zu guten werden als ein christ. In ihm bin ich mit fraft und waffen Zu allem kampfwohl ausgerüst't. In JEsu bin ich, wenn ich sterbe, Ein sieges fürst und himmels erbe. 6 5.D, was für theure glaubenss schåße, Die ich so lange nicht ger wusst, In welchen ich mich nun ergeße, In welchen meine hoch. fie luft. Wer ist der, der mich wil anklagen? Auf JEfum wil ichs mit ihm wagen. 307: 20 mwa 6 56 98 genemnd 65 6 6 43 0 ܂ 5 43 HE 6 6 6 6 650 64 65#* 오트 트 트트 665 6 5664 4 3 6 * I Efu, meines glaubens zier; ne; Wann es nacht ist, meine fon Wenn ich traure meine won. ne; Mein verlangen für und für, eines armen Sünders vor GOtt: Du alleine tilgst die fünden, Du alleine machst mich rein, Du al leine bist zu finden, Wann ich sonsten gang allein. 2. JEsu, deine todes noth Lässt mein leben ewig leben. Was dein blut mir hat gegeben, Tilgt im tode selbst den tod, Wäschet meis ne missethaten, Machet unschuld aus der schuld, Gibet rath, wo nicht zu rathen, Schendt mit GOttes gnad und huld. 3.JEsu, meine zuversicht, JE fu, o du mein erretter, JEsu, mittler, und vertreter, Meiner seelen schönstes licht, JEfu, meis nes glaubens mehrer, Meines herkens eigenthum, JEsu, JEsu, mein erhörer, O mein eing'ger preis und ruhm! 4. Dein blut fol ber balsam feyu, Der für meine fünden dies net. Du hast mich mit GOtt verfühnet, und macht mich wie fchnee so rein, Daß fein funden, fleck mir schade. JEfu, meiner unschuld pracht, Dandk fey dir für deine gnade, Die mich hat fo rein gemacht. 5. Laß mich nicht durch füns den schuld, Deine liebe, HErr, verschergen. Hilf, daß ich mit reinem hergen Suche deine gnad und huld. Gib, daß ich mdg al les meiden, as mit fünde mich befleckt. Laß mich durch dein blus tigs leiden Seyn gereinigt und bedeckt, 295 308. Mel. Err JEfu Chrift m. Ein gröffer trost lan seyn in Kon tes Vater herk Durch seinen schmerk, Als daß man GOt. Sohn darf sprechen an, Der als len zorn abwenden kan. $ 2. Wie ofte kommt man, durch den Sohn Befördert, vor des Königs thron! Manch fünder, der den fod verdient, Wird durch des richters kind verfühnt. 3. So wird auch ein leibeigner knecht Bey seinem Herrn oft bracht zu recht, und wird gestellt auf freyen fuß, Da er sonst ewig dienen muß. 4. Diß tröstet mich, o from mer GOtt, Der ich befleckt mit fünden koth, Daß ich vor deine Majestät In deines Sohnes nas men tret. $ 5. Aus lieb zu ihm sey gnådig mir, Mich aus dem fünden kers der führ, Des teufels bande reiß entzwey, Mach meine seel zum leben frey. 6. 3war mein verdienst und würdigkeit Dråut mir den tod und alles leid; Doch deines Soh nes tod und blut Macht mich vor dir gerecht und gut. 7. Ben Font ich sonsten brin gen dir, Der dein herk neigen möcht zu mir, 218 den, der für die schuld der welt Ift worden selbst das löfe geld? $ 8. Drum fieh, o Gott, hier ist dein Sohn, Mein einges heil, mein Don der Rechtfertigung. 296 mein gnaden thron, Der sich selbst aufgeopfert hat Am creat, für meine Der nicht verföhnet werden barf, Ob das gesetz ist noch so scharf. Er selber hat sein eigen blut Vergossen reichlich mir zu gut. 10. Und diß sein opfer ist so groß, Daß ich werd auer finden loß; Ein opfer, das dir wohl ges fällt, Dadurch verföhnt ist alle welt. 11. Das unbefleckte lamm ift hier, Das meine fünde nahm von mir: Das lamm, von welchem man kein wort Vor seinem sche. rer hat gehört. 12. Der gar nichts übels hat gethan, Den man mit recht nicht fadeln kan, Der hat die schwere fünden laft Der gangen weit auf fich gefasst. 13. Durch seine wunden sind wir heit, und haben ißt am him. mel theil, Darum, o GOtt, ers barm dich mein, Der ich vor die mit ihm erschein. 14. Ach, laß es kommen mit zu stat, Was er am creuß erwore ben hat, Ich set all meine hoff nung drauf, Hilf meinem schwa: chen glauben auf. 15. O GOtt, mein Vater, mich regir. HErr JEsu, bilf mir, und mich führ. O heilger Geist, mein berk anmahn, Daß ich stets geh aufrechter bahn. 309. Mel. Es ist gewißlich an. freut lieben Chris Nen gemein, und lasst uns frölich springen, Daß wir getroft, und all in ein Mit luft und liebe singen, Was GOtt an uns ge wendet hat, und seine süsse wuns derthat, Gar theur hat ers ers worben. 2. Dem teufel ich gefangen lag, Im tod war ich verloren, Mein fund mich quälte nacht und tag, Darinn ich war geboren, Ich fiel auch immer tiefer brein, Es war kein guts am leben mein, Die sünd hat mich besessen. 3. Mein gute werd die galten nicht, Es war mit ihn'n verdor ben. Der frey will haffte GOtt's gericht, Er war zum gut'n erstor ben. Die anaft mich zu verzwei feln trieb, Daß nichts denn fler. ben bey mir blieb; Zur höllen musst ich finden. 4 Dajammert GOtt in ewige feit Mein elend üb'r die maassen, Er dacht an sein barmherzigkeit, und wolt mir helfen lassen: Er wandt zu mir sein vater herk, Es war bey ihm fürwahr kein scherk, Er ließ sein bestes kosten. 5. Er sprach zu seinem lieben sohn: Die zeit ist hie zu erbarmen, Fahr hin meins hergens werthe crou, Und sey das heil der ar men, und hilf ihn'n aus der fün den noth, Erwürg für sie den bits tern tod, Und laß sie mit dir leben. 6. Der eines armen Sünders vor GOtt. 6. Der Sohn dem Vater ge horsam ward, Er kam zu mir auf erden, Von einer jungfrau rein und zart, Er wolt mein bru der werden. Gar heimlich führt er sein gewalt, Er ging in einer arm'n gestalt: Den teufel wolt er fangen. 7. Er sprach zu mir: halt dich an mich, Es sol dir ist gelingen, Ich geb mich selber gang für dich, Da wil ich für dich ringen. Denn ich bin dein, und du bist mein, Und wo ich bleib, da folt du seyn, Uns sol der feind nicht scheiden. 8. Vergieffen wird man mir mein blut, Dazu mein leben raus ben. Das leid ich alles dir zu gut, Das halt mit feftem glauben. Den tod verschlingt das leben mein, Mein unschuld trägt die fünde dein: Da bist du selig wor. ben. 9. Gen himmel zu dem Vater. mein Fahr ich aus diesem leben. Da wil ich seyn der meister dein, Den Geist wil ich dir geben, Der dich in trübsal trösten fol, Und lehren mich erkennen wohl, und in der wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, Das soit du thun und lehren, Damit das reich Gott's werd gemehrt, Zu lob und feinen ehren, Und hüt dich vor der men schen g'satz, Davon verdirbt der eble schaß. Das laß ich dir zu legte. H 297 310... Mel.Aus tiefer nothschrey. Err, mein GOtt, ich hab zürnen können; Wie ich versöh zwar dich Durch mich ers ne dich durch mich, Kan ich gar nicht aussinnen: Doch tröft't dem man nichts fündhaftes finde, mich, daß dein liebstes find, An Jft mein Erlöser worden. lich Auf erden zu mir fommen, 2. Vom himmel ist er willige und hat mein fleisch und blut an fich, Alus grosser lieb, genom men, Daß er mich schwachen heilen möcht, Und dir dafür ein opfer bracht, was dich zum zorn gereißet. bewegt: Dich musst ein mensch 3. Dazu hat dich ein mensch verföhnen. Durchs creuße, das er willig trågt, Musst er den jorn ablehnen. Zu deiner rechten zeiat er dir ht immerdar, wie er sich mir Mit freundschaft bas verbunden. 4. Sieh, das ist meine zuvers sicht, Diß ist mein gang vertraus en. Wilt du, gerechter Gott, mich nicht Der fünden halb ans schauen; So sieh mich doch in gnaden an, Weil dein Sohn gnug für mich gethan, Und meine fund gebüffet. 5. Nimm wahr, o Bater, dete nen sohn: Sey gnåbig deinem knechte. Weil er ward mensch, ach so verschon! Straf nicht nach strengem rechte. Wenn du siehst jeine Bon der Rechtfertigung 298 feine någel, wahl, Laß meine fün den ohne şahl Darin verborgen bleiben. 6. Wenn du beschaust das blut so roth, Das von ihm ist geflos fen, Wasch ab damit den fünden Foth, Weil ers für mich vergoß fen. Weil dich der mensch ers jürnet hat, So laß dich deinen Sohn zur gnad Hinwiederum be wegen. 7. Sehr groß ists, was ich oft und viel mit fünden hab ver. schuldet; Jedoch ich nicht verza gen wil, eil Chriftus hat er duldet Gehorsamlich den bittern tod, Und mir dadurch, o treuer GOtt, Die feligkeit erworben. 311. Mel. Wer nur den lieben. 8 Groß ist mein ungerechtig, keit, Die deinen sorn erwecket: JEfu, wahrer argt der fees len, Ich schaue dich im Sein unschuld aber ist das kleid, glauben an, Und wil nur deinen Damit sie wird bedecktet. Kein ruhm erzehlen; Denn du haft mensch so groffe fünde findt, Die mir viel guts gethan. In dir als nicht in Christi tod verschwindt, lein besteht mein heil. Dein nam Der unser bruder morden. ist meiner seelen theil. 9. Wer ist so hoch in aller welt Durch hoffart aufgeschwellet, Den Chrifti niedrigkeit nicht fällt, Wenn er sie ihm vorstellet? Des todes macht so groß ist nicht, Der bittre creng tod sie zerbricht, Den GOttes Sohn erlitten. 11. Darum, o du liebreicher GOtt, Deß gnad nicht auszu. gründen, Durch deines Sohnes blut und tod Bergib mir meine funden: Laß durch sein unschuld meine schuld, Durch sein geduld mein ungeduld Getilget gånglich bleiben. 12. Gib seine demuth mir zum schuß, Die mich für stolt behüte. Sein sanfter muth fteur meinem truk. Laß mich sein voller gute. Er sey mir alles, was ich darf; So wird fein urtheil seyn so scharf, Das mich verdammen möchte. 10.Ja, wenn man Chrifti gnad und huld, Und aller menschen fün, den Auf gleiche waae legen folt; So wirde fich befinden Ein fol. der groffer unterscheid, is zivis schen nacht, und tages- zeit, als swischen höll und himmel. 2. Du hast mein etend angefes hen., Zu mir gefehrt dein anges ficht. Du haft erhört mein sehn lichs fleben, und mein geschrev verachtet nicht. Du måschest meis ne sünden ab, und scharrest fie ins finfire grab. 3. Ich sahe an mir nichts als jammer: Der fünden aussag plage te mich. Ich klopfte mit dem alaus bens hammer Vor beiner pfor ten ångstiglich: Du wandteft dein gelicht zu mir, Und öffneteft die gnaden thür. $ 4. Run eines armen Sünders vor GOtt. 4. Nun ich bin rein von meinen finden, Ich bin nun meiner pla gen quit. In JEsu ist mein heil zu finden, Deß gnaden antlig auf mich sieht, Der mit barmhers Bigkeit und gnad Mich armen ftaub gecrônet hat. 5. Mein mund ist froh, GOtt sen gepriesen, Der mich verjüngt mit adlers- traft, Der sich mir vå, terlich erwiesen, und den geplag, ten frieden schafft. Mein Hei: land pint weg meine pein Drum wil ich ewig dandbar feyn. 312, Mel Auf! hinaufzu deiner. o feele, Steig aus deinem staub empor; Fleuch aus deiner finstern hdle! Dein licht bricht mit glang hervor, Dein süsses heil, das dir lauter freude brins get, und mit lust entgegen finget: GOtt ist dein theil. 2. Bist du gleich beschwert mit fünden, Mit verdammniß über, deckt: Guade, gnade ist zu fin den Wider das, was dich er. fchreckt. Hier ist der held, Der die fünde überwunden Durch fein blut und bittre wunden. Sie ift gefällt. 3. Alles, alles ist besieget, Was bir die verdammniß droht. Chri fileiden überwieget Alle fünden, angst und noth. Der todt ist todt. Drum so laß dein herg erklingen, Und für freude immer singen: Versöhnt ist GOtt. 299 4. Dadurch musst du überwinte den: Kleid dich nur in Chriftum ein. Durch beschauung deiner sünden Geht nicht auf der gnadens schein. Er ist das licht, Dran sich muß das auge weiden: Draus entsteht der glang der freuden, Und sonsten nicht. 5. Mofis ftrahlen sind zum schrecken, Die uns unsere gestalt Und das sündlich herg aufdecken, Wie es gegen GOtt so falt. Et treibt das herß Mit bedrohen und mit fluchen, Chriftum unfer heil zu suchen Inreu und schmerk. 6. Diesen jeuch denn an im dir aus. Sein verdienst laß bir nicht rauben; So vergehet furcht und graus. Er ist der mann, Der dein herk weiß zu erquicken, und den stein, der dich mag drücken, Bald heben kan. 313. Mel. Freu dich sehr, o meine. Ber grosse wunder- güte, Haft du, Gött, an uns gethan, Daß dein väterlich gemüthe Uns nun wieder lieben Fan. O wie machten wirs so schlimm, Und erweckten deinen grimm Uber uns durch unsre sünden, Die sich häu fig bey uns finden. 2. Dennoch woltest du nicht schlagen, Wie wirs hatten wohl verdient; Lieber mit geduld ere tragen, was sich unfer fleisch ers Fühnt. Ja, du suchst noch immers. zu Unser bestes, unfre ruh, Daß u a mir Don der Rechtfertigung 300 wir nur nicht ewig mdgen Ju der höllen abgrund liegen. 3. Als wir keinen finger regen Konten die gerechtigkeit zu er. langen; brach dein segen Los in früher morgen zeit, Da du, HErz, aus liebes brunft Uns erwiesen deine gunst, Daß der treter iener Schlangen Solt zu rechter zeit an langen. $ 4. Durch desselben tod und wunden haben wir, flat weh und ach, Schon das leben wieder fun den, Wir, die fündlich, Franck und schwach. Wann wir nur im glaubens finn Zu demselben na hen hin, Und auf ihn, als Heiland, schauen; Maß verschwinden al les grauen. 5. Jeue schlange war der schat. ten: Du, Herr JEsu, bist es recht, Den wir dort im bildniß hatten: Du bist der getreue knecht Deis nes GOttes, der den tod, Den der schlangen biß uns droht, Von uns gånglich abgekehret, Und das leben uns befcheret. 6. Nur, wenn wir mit glan, bens augen Dich am creuße schauen an, Und aus deinen wun, 6 len kan. Dieses rechnet GOtt uns zu, Bas nicht wir, besondern du Wieder gut haft wollen machen, Uns zu retten, deine schwachen. 7.So hat GOtt die welt gelie bet, Daß er uns von jenem thron Billiq zur verfdonung qibet Selbst den eingebornen Sohn. Nun, wer an denfelben aldubt, Und dadurch sich ihm zuschreibt, Eol in sündlichen beschwerden Nimmermehr verloren werden. 8.Gnad und leben fol er haben, Was der himmel guts vermag, Süsse botschaft sol ihn laben. Des gesetzes donnerschlag Col ihn treffen nimmermehr. Ach, HErr, dir sey preis und ehr, Tas wir durch des Sohnes sterben Sollen ein folch heil- ererben. 9. Durch desselben blut und leiden Sind mir von der finden frey, Können unser hertz stets wei den Un des Vaters lieb und freu. GOttes friede uns erquickt: Und was uns vorhin gedrückt, Davon werden wir entbunden, Wenn wir fliehn zu Chrifti wunden. 10. Liebster Vater, gib den ses gen, Daß wir die gerechtigkeit Deines Gohns im Herzen hegen, Und ihr ia zu feiner zeit Bieder. um verlustig gehn: Laß uns fest im glauben stehn, Und auf deinen wegen allen Wandeln, wie dirs kan gefallen. 314. Mel. Herrlich thut mich. As Was du men, Du armes menschen. find, Wie kan es dir geziemen, Der du bist taub und blind, Ja nichts in GOttes augen, Als fün den greul und spott, Wie kan der ruhm denn taugen Vor diesem groffen GOtt? 2. Wir sind in Adam sünder, Und eines armen Sünders vor Gott. Und satans eigenthum, Und also höllen finder. Drum mangelt uns der ruhm, Den wir zwar sol. ten haben Vor GOtt: allein das recht, Das leben, licht und gaben Sind tobt und abgeschwächt. 3. Drum bute dich auf erden, Daß du dich nicht erkühnst, Vor GOtt gerecht zu werden Aus eis genem verdienst. Du wirst vom aufsat schaden Vor GOtt gerecht allein Im glauben und aus gna den Durch JEsu blut und pein. 4. Diß ist die heilge lehre, Die JEsus vir anpreift: Drum gib dem wort gehöre, Das dich zu glauben heifft. Es ist der schlan gen treter Dein einkigs heil und theil: Drum sey ein wahrer be. ter, Und glaub, so wirst du heil, 5. Sieh andes zölners buffe, Der nichts als gnade sucht; Fall mit ihm GOtt zu fusse, Und ach, te dich verflucht; Erkenn, was du erdienet, Und glaub an GOttes Sohn: So spricht, der dich ver, fühnet, Dich los vor GOttes thron. 6. So fanft du freudig geben Gerecht hinab zu baus, Und vor dem Vater stehen, Dieweil der jorn ist aus. Du bist aus GOtt geboren, Und nun fein fünden knecht, Besondern auserforen Zum leben, und gerecht. 301 worden: So flieh die fünd als gift, Die welt und ihren orden, Den satan hat gestift. 8. Fahr fort in deinem leben In heiligung und zucht, und bleis be GOtt ergeben; Dieweil man an der frucht Den guten baum muß kennen, und ob man thẳtig glaubt. Den kan man glaubig nennen, Wer in der liebe bleibt. 9. Wirst du die frucht nicht zei gen; So acht ich nicht den ruhm. Was nügen fahle zweigen? Es muß die glaubens blum In Beter blüthe stehen und nicht ohn früch ten seyn. Sind diese nicht zu ses hen; So ist der glaub ein schein. 10. HErr JEfu mach aus ana den Mich selig und gerecht Von meinem fünden sehaden, Und laß mich seyn dein knecht Im leben und im sterben, Bis ich die glau bens cron Werd in dem himmel erben, Als einen gnaden lohn. 1 315. el. freu dich sehr, o meine. das nagende Uns der finden handschrift zeigt, und wir selbst bekennen müssen, Was sonst alle welt ver schweigt; Fällt die nacht des to des ein, und lässt uns nicht ruhig fern. Unfre fetten sind die fünden, Die uns zu der höllen binden. 2 Wenn wir denn den jammer spüren, Und dabey auf Chriftum fehn, Unsre fessel vor ihm rühren, Seufzend auf und nieder gehn; Wenn wir uns in feinem blut GOtt, 7. So steh in diesem glauben, Und laß fein teufel dir Die glau' bens crone rauben, So lang du lebst alhier. Du bist gesund ge. 11 2 Don der Rechtfertigung 302 GOtt, dem allerhöchfien gut, Hin zu seinen füffen legen: So empfangen wir den segen. 3. Denn die fünden sind geros chen Am verfluchten creußes. flamm, Als der richter ftab gebro. chen Worden über GOttes Lam. er nun diesen mittler liebt, Sich im glauben ihm ergibt, Kan Den frieden GOttes erben, und Darf nicht in funden sterben. 4. Steben wir so denn in gna ben; Schreckt uns GOttes ftim. me nicht, wenn uns folche wil einladen, 3u erscheinen vor ge richt. Sprichter doch uns selbst gerecht, weil der auserwehlte Inecht, Chriftus, allen feinen wil: Jen Dat gewolt für uns erfüllen. 5. Dorten musste Adam flie hen, Ober schon ein feigen blat Um die bloffe fonte ziehen, Nach begangner missethat. Wer hin gegen glauben fan, Und das opfer schauet an, Das man crônt mit born und hecken, Darf sich ferner nicht verstecken. 3 6. Denn GOtt hat den fluch der erden Auf sein heilig haupt gelegt, Und wir können fruchtbar werden, weil er born und difteln raat. Er bezahlet unsre schuld: ir gentefen gnad und huld, Daß wir zu den gnaden gaben Einen freyen zugang baben.. S 7. Wer wird uns verdammen wollen? Fehlet uns doch nicht der ruhm, Den wir vor: GOtt ha Ben follen. Wir find GOttes els genthum. Splittert gleich an uns die welt. Die GOtt selbsten mißgefällt; Bleiben wir doch die gerechten Unter allen welt: ges schlechten. TH 8. Unser ruhm ist selbst im leis den; Trübfal bringet doch geduld, und verdoppelt nur die freuden Uber GOttes Vater huld. Wer fein creuge täglich) trågt, Das ihm GOttes hand auflegt, Kan mit JEsu fich verbinden: Denn er ist am creuß zu finden. 9. Trübfal kan uns nicht betrüs ben. Denn, weil unsre namen find In dem himmel angefchrieben, Trifft uns mancher rauher wind. Also prüfet GOtt zuvor, Ob wie noch beweglich rohr, Bis wir une ter sturm und wehen Wie die ces dern GOttes, stehen. 10. Unser ruhm wird ewig blir hen, Benn einst die verdammte welt Wird vor ihren richter Fnien, Die den frommen nachges stellt. Denn wir werden insges famt, Wenn die welt zur schmach verdammt, GOtt in ehren, cros nen schauen, und bey JEfu huts ten bauen. 11. Diese hoffnung muß auf erden Unser himmels ancker seya. Gie lässt nicht zu schanden wers den Mitten in der todes pein. Dieses ist die herrlichkeit, Daß mir nach vollbrachtem fireit, Vor des Eammes throne dienen, Und mit Bieges palmen grünen. 316, eines armen Sünders vor GOtt. 3 316. Mel. Herzlich lieb hab ich. u dir, HErr JEsu, tomme ich, Nachdem du mich so süf figlich zu dir haft heissen kommen Mich drücket meiner fünden- last, Sie lässt mir feine ruh noch raft. Würd' sie mir nicht benommen So müsst darunter ich vergehn, Ich könte vor GOTT nicht bei Rehn, Vor dem die himmel selbst nicht rein; Ich müsst ein kind des todes seyn. HErr JEfu Chrift, Mein troft und licht:,: Erquicke mich, und laß mich nicht. 303 Wenn fatan wider mich auftrit. 3 Zu dir steht meine zuversicht. Ich weiß von feinem helfer nicht, Ohn dich, v argt, der fünder. Qu' andre helfer sind zu schlecht; Du bist allein vor GOtt gerecht, Des todes überwinder, Die freystadt und der fichre ort, Das feste schloß, der schild und hort, Der mittler und der gnaden- thron, Des Vaters hert und liebster Sohn. HErr JEsu Chrift Das glaube ich,:: Uch starck in sob hem glauben mich. 4. Hinfort wil ich nun ieders zeit Auf mich zunehmen seyn bes reit Dein jod), die sanfte bürde. Darunter find ich fried und ruh, Ich wachs und nehm im guten zu, Und ob ich drunter würde Aus schwachheit, die dir ift bekannt, Ermüden; wird doch deine hand Mir immer wieder helfen auf, Um zu vollenden meinen lauf. HErr JEfu Chrift, Durch dich allein:: Kan ich hier und dort felig seyn. = 2. Das fünden joch ist mir zu schwer, Es drückt den Geift nur allzusehr: Du HErr, wolft es gerbrechen. Gedencke, daß du Diefe laft Darum für mich getra, gen haft, Damit nicht möchte rachen Der Vater, was ich hab verschuldt, Vielmehr, daß seine gnad und huld Mir armen wie. der würd zu theil. Mach mich durch deine wunden heil, HErr JEfu Chrift, Und für mich bitt:,: XXVI, Vom Göttlichen 317. M. Wie wohl ist mir! o Sr. S ist noch eine ruh vor handen: Aluf, mides herk, und werde licht Du seufzeft hier in denen bans Den, und deine fonne scheinet nicht: Sich auf das Ramm, das Frieden, oder vom Frieden in dem Hy. Geist. dich mit freuden Dort wird vor die laft und eit herzu. Bald ist feinem fuhle weiden, Wurf hin der schöne kampf geendet, Bald, bald der faure lauf vollendet; So gehst du ein zu deiner rub. 2. Die ruhe hat GOTT aus. erforen, Die ruhe, die kein ende nimmt. Es hat, da noch kein mensch 13 4 304 menfch geboren, Die hede pe uns so bestimmt. Das lämms lein wolte darum sterben. Uns die feruhe zu erwerben. Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden feelen und ihr frommen, Versäu met nicht heut einzukommen 3u meiner ruhe lieblichkeit. Dom göttlichen Frieden 3. So kommet dann ihr mat. ten seelen, Die manche last und burde drückt. Eilt, eilt, aus euren Fummer hölen, Geht nicht mehr frumm und sehr gebückt. Ihr habt des tages last getragen, Da für lässt euch das tämmlein sa gen: Ich wil selbst eure rubflat seyn. Ihr seyd fein volck, ihr Jacobiten. Ob finde, weit und teufel wüten; Ceyd nur getrost und aebet ein. 4. Bas maa wol einen kran den laben, und einen müden wanders mann? Wo tener nur ein bettlein baben, Und sanfte dar: auf ruhen fan; Wann dieser sich barf niedersetzen, An einem fri fchen trund ergegen; Wie sind fie beybe so vergniat! Doch diß find furge rube filunden: Es ist noch eine ruh erfunden, Da man auf ewig stille liegt. 5. Da wird man freuden, gar ben bringen: Denn unsre thrå E 6 nenat ist aus. D, welch ein Jubel wird erflingen Und füffer ton ins Vaters haus! Schmerz, seufzen, leid, tod und dergleichen Wird missen fliehn und von uns weichen. Wir werden auch das lämmtein sehn: Es wird beym brünnlein uns erfrischen, Die thrånen von den augen wischen. Wer weiß, was sonst noch fol ge Schehn? 4 6. Kein durft noch hunger wird uns schwächen: Denn die erqui ckungs zeit ist da. Die sonne wird uns nicht mehr flechen: Das Lamm ift seinem volde nah. Es wil selbst über ihnen wohnen, Und ihre treue mohl belohnen Mit licht und troft, mit ehr und preis. Es werden die gebeine grünen. Der grosse fabbath ist erschienen, Daman von keiner arbeit weiß. 7. Da ruhen wir und find im frieden, Und leben ewig sorgen los. Ach, fasset dieses wort, ihr müden! Legt euch dem Lamm in seinen schooß. Ach, flüget her, wir müssen eilen! Und uns nicht lån ger hier verweilen: Dort wartet schon die frohe schaar. Fort, fort, mein geift, jum jubiliren! Beqürs te dich zum triumphiren: Auf, auf, es kommt das ruhe jahr! 318. 接 65 43 77 70 6 6 6 Friede FEIRIE 6 THOUT NII 4 26 676 5 6 6 787 5 6 oder vom Frieden im 5. Geift. * 4 765 2 6 6 543 Fo Riede, ach friede, ach göttli cher friede Bom Vater durch Chriftum und heiligen Geist, Welcher der frommen hert sinn und gemüthe In Christo zum ewigen leben aufschleust. Den follen die gläubigen feelen erlan, gen, Die alles verleugnen und Esu anhangen. 2. Richte deßwegen, friedlie. bende seele, Dein herge im glau, ben zu JEsu hinan. Was da ist droben bey Chriflo, erwehle. Vers leugne dich selbst und den irdi fchen plan. Nimm auf dich das fanfte joch Christi hienieden; So findest du ruhe und göttlichen frieden. 3. Nahm doch der mittler des friedens viel schmerzen, Von wei gen des Vaters versöhnung, auf sich. Nimm diß, o feele, recht fleißig zu bergen, Und siehe, was thut wol dein JEsus für dich). Er bringet mit seinem blut fries IMTIS GIATT 5 43 6 305 TE den zuwege, Und machet, daß alle unruhe sich lege. 4. Nun dafür bist du ihm ewig verbunden; Du solst dafür gång lich sein eigenthum seyn: Weil er die ew'ge erlöfung erfunden, Und schleusst dich in gnaden und fries dene- bund ein. Drum siehe, daß du dich ihm gånglich ergibest, Und immer beständig von herken ihn liebest. A 5. Siehe, von seinen fried- buns des genoffen Erfodert er berglis che liebe und treu: Darum solst du von dir alles ausstoffen, Was seiner feindseligen gegen parthen. Welt, teufel und sinde, die musst du befireiten, Was JEsu juwis der ist, fliehen und meiden. 6. Beislich und fleißig musst du dich entschlagen Der bösen gesellschaft und sündlichen rott, Welche den weltlichen liflen nachjagen, Nicht fürchten noch lieben den heiligen GOtt. Denn 115 Die Dom göttlichen Frieden 306 bie fich zu solchen gottlosen gesel. len; Die fahren mit ihnen hinun ter zur höuen. 7. Küchlein die bleiben bey ihs rer gluckhenne, Sie schreven und laufen den raben nicht nach: Also auch, feele, nur JEfu nacbrenne, Dich fündlicher bruth, und welt, vogel entschlag; So wird auch dein Heiland sein füchlein beschir men, Wenn auf dich welt, teufel und hölle losflürmen. 8. Liebe und übe, was JEsus dich lehret, Und was er dir faget, daffelbige thu. Hasse und laffe, was sein wort verwehret; So findest du frieden und ewige ruh. Denn felig, die also fich JEsu ergeben, und glaubig und heilig nach seinem mort leben. 3 9. JEsu, du herzog der frie: dens heerschaaren D König von Salem, ach zeuch uns nach dir, Daß wir den friedens bund tren lich bewahren, Im wege des fries dens dir folgen alhier. Ach, laß uns doch deinen Geift kräftig re giren, Und dir nach im frieden gum Bater hinführen. 319. Mel. Durch Adams fall ift. Eh bin getroft und freue Smich, weil ich had JEfum funden, Ich lieg und schlafe ficherlich In seinem schooß und wunden. Diß ift der ort, alwo mich nicht Sünd, tod und hölle schrecket, Weil mir in Chrifto nichts gebricht, und seine macht mich decket. 2. Er spricht zu mir: ich bin gang dein, Und du bist mein hin wieder. Ich mache dich frey als ler pein; Drum finge friedens. lieder. Ich fülle dich mit meiner freud, Und crône dich mit wonne. Jch gebe mich dir selbft zum kleid: Du bist schön, wie die fonne. 3.Wer wil mich nun aus Chris fi huld Verstossen und wegtrei ben? Wer mir beymiffet eine schuld, Dem halt ich vor fein leis den. Diß stellet mich in fichers heit, Und fillet mein gewissen. Den frieden frige ich zur beut, Zum schild und sanften küffen. 4. Hab band, o JEfu, GOt tes Cohn, Du friedens- wieders bringer, Daß du herab von dein nem thron Bift femmen als bes zwinger Deß allen, was den frier den stört. Ach, tag mein herk doch werden Zum tempel, da der fried einkehrt: Sen selbst mein fried auferden. 320. oder vom frieden im 5. Geift. 320. C++ 5 4 380 6 5 65 43 w my wn 2. HErr, in diesen deinen wun den Hab ich igo schon gefunden All erwünschte ficherheit. Wor, nach ich schon langst geftanden, Ifi mun alles bie vorhanden. Ach, mocht ich denn allezeit Dieses ed 1en guts geniessen, und mich gånßlich hier einschliessen. 3. Niemand hast du ie vertries ben. Der gern wäre da geblieben: HErr, ist fångst du es nicht an. Du haft selbst mich fingeführet, Weil ich nicht, wie sichs gebühret, Ohne leiter fommen fan. Solteft du denn nun ablaffen, Bey der hand mich uach zu fassen? 6 ### 6 _3[ it] II UI S Esu, o du troft der seelen, Der du in den lieben hdlen Deiner wunden haft zur ruh Mich ge: angstet laffen kommen, und mich freundlich aufgenommen, Gib noch dieses auch dagu, Daß mich niemand hie vertreibe, Daß ich ewig dein verbleibe. UZE 1132 GIMI S 6 43% Q 309 4 Zwar ich weiß es und eme pfinde, Daß die angeborne funde Täglich darauf ist bedacht, Daß sie mich heraußser fålle, Und ich armer in die hölle Werde letztlis chen gebracht. Aber JEsu, HErr der ehren, Du wirst deinem feins De webren. 5. Was ich bin, ist deine gute: Ach, so bitt ich denn, behüte, Den du aufgenommen hast. Hältst du mich in deinen hånden, So fan mich nichts mehr abwenden: Denn so find ich ruh und raft. Du kanst mich allein bewahren Für der menge der gefahren. 6.Gute, nacht, all welt- pallaste, Die ihr dennoch eure gåtte Niche vollkommen selig macht: Die ihe noch mit angst gefület, Niemal all verlanger stillet: Nun geb ich euch gute nacht. Ich hab den pallaft gefunden In des HErren JEfu wunden. 7., 201 308 Dom göttlichen Frieden 7. Biljur lincken oder rechten ben Deine füßigkeit recht loben. Mich vielleicht der feind anfech ten; Bin ich in der feftung frey. Hab ich selbst mich wund geschla gen, Oder wil mich franckheit plagen; Ift sie auch die argeney. Sucht der tod mich hinzugeben; Thut er doch nichts diesem leben. 8. Sie allein fo lieg ich warme, In des allerliebsten arme, Ja ich lieg an seiner brufl. Da wil ich den durft recht fillen, Und mit füßigkeit mich füllen, Die der welt noch unbewusst. Aller wein mag nichts erlaben, Wo ich JEsu blut Fan haben. 9. Dieses hat mich neu gebo. ren, Da ich vorhin war verloren, Und verloren blieben wår. Die fes fan mich recht erlaben. Denn allein von himmels gaben Kom met all' vergebung her. Dieses Fan allein erquicken, und mich ewig wohl beglücken. 10. JEfu, wohl, ich bin ver. gnüget, Alle andre wohlluft trů. get, aber diese hat bestand. Denn, daß sie sich ewig schreibet, Und ohn ende bey und bleibet, Machet deine milde hand, Die nicht hi. ret auf zu schencken, und mit freuden, wein zu tráncken. 11. Süffer tranck, o wein des lebens, Den ich trincke nie verges bens, Du bist über himmlisch süß: Ach, laß mich so trunden werden, Daß ich nicht mehr auf der ers den, Sondern droben dein ge nieß. Denn ich fan allein daro, 12. Unterdessen dennoch preise Ich zwar noch auf schwache weis fe, Meines JEfu freundlichkeit, Der mich also heissen kommen, Der mich liebreich aufgenomen, Der die wohnung mir bereit't, Der mich also lieblich tråncket, Ja, der mir sich selber schencket. 13. Wer wil meiner jungen wehren, Dich, HErr JEsu, schdn zu ehren, Ob es mol gelallet ift. Meinen Heiland fol ich loben, Ewig sey dein ruhm erhoben, Mein Erlöser, JEfu Christ, Fürst des himmels, HErr der erden, Dem nichts gleich genennt mag werden. 14. HErr, es werd in allen jungen Dein unendlich lob gefun gen, Es erschall bey iederman. Daß noch alles sey zu wenig, Bas von dir, o himmels fönig, Menschen unge rühmen fan: Gleichwol wird dir noch gefallen, Was wir, deine finder, tallen. 321. en. Err nicht schicke deine. Esu, rube meiner seelen, Lag Smich deine ruh erwehlen, enn die missethat ihr spiel In der unruh zeigen wil. Denn du bleibest mein ergeßen, Und ich fan mich selig schätzen, Wenn mein geift in deinem blut Und in deinen wunden ruht. 2. Deine ruhe bringet gaben, Welche feel und herke laben: Deis ne ruh ist meine kost, Und ein füffer oder vom Frieden im 5. Geift. füffer freuden moft: Und bey dir, du seelen- weide, Findet man ge, wünschte freude, Heil und friede in dem geist, Und was nur erfreu, lich heifft. 3. Uch, was fan auf dieser er den Doch für ruh gefunden wers den? Arbeit, schmerz und herges leid Ist der menschen lebens zeit. Auf der welt ist alles bitter, Und bey ftetem ungewitter Wird der menschen ruh und raft Eine cents ner schwere last. 4. Aber deine ruh ist füffe, Und so bald ich sie geniesse, Weicht aus meinem trüben finn Unruh, laft und unmuth hin. Ja, wenn ich in deinen wunden Habe trost und rub gefunden: Hab ich dein erworben heil, und den allerbe. ften theil. 5. Wenn die fünden mich vers giften, und im Herzen unruh ftif ten; Eile ich nach JEfu zu, Und ergreiffe feine ruh. Dorten fan ich, trok der bollen! Mein ge müth zufrieden stellen, Und für die gewissens pein Nehm ich sisse ruh herein. od 6. Muß ich gleich auf erden leiden, und entblößt seyn aller freuden, Muß ich gleich im fin. fern stehn, Und fein licht und fern mehr sehn; Trag ich den. noch allen schmergen Mit geduld und stillem herken: Denn ich weiß, ich trage doch Meines JE, ju fanftes joch. 7. Nun ich wil die welt verflu 309 chèn, Und hingegen Chriftum fu chen, Welchen meine seele liebt, Weil er solche ruhe gibt. Ich wil ihn ins berge faffen, Durch den glauben ihn nicht lassen, Weit er mich die rechte bahn Zu der rus he führen kan. 8. Nun fo komme denn mein le ben, Deinen frieden wolft du ge ben; Laß mich nicht in fteter pein und gewissens unruh seyn; Führ, ach! führe meine seele Hin in deie ne seiten böhle, Und bereite mir die ruh In dem ewgen leben zu. 1 322. nel. O der alles bått verl. der welt ist kein vergnügen, en Das die seele ruhig macht: Quer sich durch sie lässt betrügen, Der wird um sein heil gebracht. 2. Sie ist eine fee voll wellen, Boller klippen, sturm und wind, Bo der fünden bittre quellen Uns frer ruhe mörder find. 3. Schatten werd ist alles we fen, Daß ein chrift auf erden sieht, wo er nichts fan auser, lesen, Das nicht fummer nach fich zieht. 4. Richtet man nun feine fin nen Auf die menschen dieser welt; So merckt man, daß ihr begins nen Nur in eitel thorheit fällt. 5. Wer auf ihre herken bauet, Legt auf eis den schwachen grund: Wer auf ihr versprechen traurt, Dem wird nichts als falschheit Fund. R 6. Den man heute liebt und ehe res, Dom göttlichen Frieden 310 ret, Schaut man morgen kaum mehr an: Und so wird die lust ge fidret. Eh man sich befinnen kan. 7. Gibt ein tag oft helle blicke: So fimmt bald ein regensguß. Weinen folgt auf frohes glücke, Es hält nicht gar lange fuß. 8. Es ist nur ein traum zunen nen, wenn sich ehr und reich thum findt, Weil es, eh man ihn tan fennen, Schon in schneller eil verschwindt. 9.D, wer wolte denn verlan, gen, was uns quaal und angst gebiert! O, wer wolte damit prangen, Was man gar zu bald verliert! 10. Für den Geist, den Goff gegeben, Jft was beffers auser, fehn, Chriftus fol nur seyn fein leben; So fan er in frieden gebn. II. Wer sich diesem fels ver frauet, Der hat ruh und sicher beit: Wer auf ihn im glauben bauet, Solchem wiederfährt kein leid. 12. Dornen sind zwar ausge freuet, Aber Chrifti gnad und hut Macht, daß dieses uns erfreuet, Was dem fleisch sonst wehe thut. 13. Chriftus gibt nur wahre freude, Er ist unsers geiftes licht, Christus ist der feelen weide, Sei Be liebe wechselt nicht. 14. Weichet denn ihr eitelkei ten, Jhr bringt nichts denn angst und pein. Christus sol zu allen zei ten Meine wahre ruhe sepn. 323. el. O du Liebe meiner. Luß mich dich, mein Heiland, der fill. Trotz der stolzen sinnen tos ben! Trok dem ftrengen eigens will! Du, du selber leg die wellent, Halt der stürme rachen zu, Laß vernunft wind nicht mehr bellen, noch versidren meine ruh; 3 2. So wird deines Geiftes les ben, Deines frommen hergense faft, Auf den stillen wassern schwei ben mit der holden himmels Praft: So wird meine seele fin gen Von des frommen Vaters treu, Und dir ein dand opfer brin gen, Das bir wohlgefällig sey. 3. Du wirst selbst die wort mich lehren In der sanften eins famkeit, wie ich dich recht fol verehren Hier noch in der ler. nens zeit. Ach, daß ich mich solte tråncken Aus dem füssen liebes fee, Daß ich mich gant drein folt senden, zu vergessen welt und weh. 4. So wolt ich gank ohn auf. hdren In verstärktem liebess muth, JEfu, stets dein lob vers mehren, Du mein liebstes höchs ftes gut: Doch du wirkts wol ferner machen, Wie dirs woble gefällig ist. Dir befehl ich meine fachen, Ohne arge heur chel- lift. 5. Du wirst mich wol zu dir ziehen Auf dem Rillen friedenss meer: Da wil ich vor freuden flichen oder vom Frieden im 6. Geist. fliehen Zu dir, o mein GOTT und HErr. So ifis ia dein wohl gefallen, GOtt, so freu'st du dich gang sehr; Wilft mit denen from men wallen Auf dem schönen stil len meer. 6. Ey, so laß mich denn hinfah ren Nach dem frohen zions feld. Du wirst mich ia wohl bewahren Vor dem sturm der sinnen welt. Laß in mir dein lob erschallen, GOtt, daß du dich freuest sehr, Benn wir so in liebe wallen Auf dem schönen stillen meer. 324. Mel. So ist denn nun die. Ein Salomo, dein freund weh, das meinen geift beschwert. Wenn sich zu dir mein blödes herge fehrt; So lässt sich bald dein friedens Geift verspüren; Dein gnaden blick zerschmeltet meinen finn, und nimmt die furcht und unruh von mir hin. 1 2. Gewiß, mein freund gibt sol, dhe edle gaben, Die alle welt mir nicht verschaffen fan. Schau an Die welt, schau ihren reichthum an, Er fan ia nicht die miden feelen laben: Mein JEfus kans, er thuts im überfluß, wenn alle welt zurücke ftehen muß. 9 3.D süsser freund, wie wohl ist dem gemüthe, Das im geset sich fo ermüdet hat, Und nun ju dir, dem feelen leben, naht, und schmeckt in dir die wunder füffe güte, Die alle angst, die alle noth 31E verschlingt, Und unsern geift zu fanfter ruhe bringt. 4. Gewiß, mein freund, wenn deine liebes zeichen Mein armes berk so fänftiglich durchgehn; Co fan in mir ein reines licht ents stehn, Durch das ich kan das Bas ter her erreichen," In dem man nichts, als nur vergebung spürt, Da eine gnaden, fluth die andre rührt. 3 5. Je mehr das hert sich zu dem Bater kehret, Je mehr es Fraft und feligkeit geniesst, Daß es dabey der eitelkeit vergisst, Die sonst den Geift gedämpfet und be schweret. Je mehr das herk den wird es zur heiligkeit erwedt. 6. Der gnaden quell, der in der feele fliesset, Der wird in ihr ein brunn des lebens seyn, So in das meer des lebens springt hinein, Und lebens firdme wieder von sich giesset. Behålt in dir diß wasser seinen lauf; So geht in dir die frucht des Geistes auf. { 7. Wenn sich in dir des Hers ren klarheit spiegelt, Die freunds lichkeit aus seinem angesicht; So wird dadurch das leben anges richt't, Die heimlichkeit der weise beit aufgesiegelt. Ja, selbst dein berg in folches bild verklärt, Und alle fraft der fünden abgelehrt. 8. Was dem gesek unmöglich war zu geben, Das bringt als denn die gnade selbst herfür: Sie wirdet luft sur heiligkeit in dir, Und Dom göttlichen Frieden 312 Und ändert nach und nach dein aanges leben, Jadem fie dich aus Fraft in träfte führt, und mit ger duld und langmuth dich regirt. 9. Es müsse doch mein herk nur Chriftum schauen! Besuche mich mein aufgang aus der höh, Daß ich das licht in deinem lichte seb, und könne schlechterdings der gnade trauen: Kein fehler feo so groß und schwer in mir, Der mich von folchem blick der liebe fübr. 10. Wenn mein gebrech mich vor dir niederschläget, Und deinen geist der findschaft in mir båmpft, Wenn das gesetz mit meinem glauben kämpft, Und lauter angst und furcht in mir erreget; Co laß mich doch dein mutter herße fehn, und neue kraft und zuver ficht entstehn. G 11. So ruh ich nun, mein heit, in deinen armen. Du felbft folft mir mein ewger friede seyn. Ich wickle mich in deine gnade ein. Mein element ift einig dein eri barmen, Und weil du mir mein ein und alles bift; So ifts genug, wenn dich mein geift geniesst. hin er dich beschieden, In dem theuren werthen schooß. 2. Auf, o seele, von der erden, Schwinge dich in JEsu herk: Lasse dir nichts liebers werden; Denn du haft sonst eitel schmers. Einem sey dein herg ergeben, JE fum liebe nur allein, Nur nach JEsu musst du streben, Also kanst du ruhig seyn. 3. Als ein liebes schäfgen suche Nur auf JEsu rücken plas. Sas chen dieser welt verfluche, GOtt im himmel sey dein schaß. D, was wilt du länger achten Auf der gü ter falschen schein. Pein ists, dars um musst du trachten Bey dem liebsten schat zu seyn. 4. Hast du lust dich zu ergeßen; Richte dich nach GOttes wort. JEfus liebet ohn verlegen, JE fus liebet hier und dort Alles ist in ihm zu lieben, Er hat allen überfluß; Ruhe, reichthum ohn betrüben, Lebens, gnüge ohn verdruß. 5.JEsus bålt vor andern allen Freundschaft, sey ihm nur getreu. Ey, was kan dir doch gefallen Reichthum? davon mach dich fren. Dieser bräutgam wird ia schencken In der welt, was dir ist noth; Ey, so musst du dich nicht senden Ein in dieser erden koth. 326. 325. M. Odu Liebe meiner liebe. Eine feel fomm in die wun, den Chrifti ein zur füffen rus, Allwo friede wird gefunden: Hin, o tâublein, fleuch hinzu! Sib Mel. O JEsu, du bist mein. Ein gnug beschwerter finn, Mirf die gedancken hin, zufrieden, dich wie ein lamm Rabe aller forgen los Da, wo und wende dich zur stille, Daß dein dud oder vom Frieden im. Geift. bein zerstreuter wille Entflieh der feinde lift, eil ich in keinem win. de, Solch sanftes fausen finde, Als in dem JEfus ist. 2. Rehr aus der erden rund In deiner feelen grund, Die schweifenden gedancken Behalt in ihren schrancken, Und suche dei nen freund Mit sanften liebes. blicken, Bis er, dich zu erquicken, Mit fried und ruh, erscheint. 3. Weg mit dem eigen, finn, Durch den ich finster bin, Weg mit den wilden funcken, Und was mich sonsten truncken In meiner feele macht. Wirst du es nicht verlassen, So wird dich solches faffen, So bleibet deine nacht. 4. Drum glaube gank gewiß, Dig is die hinderniß; Diß macht, daß deine Fråfte, In äusserem ge schäfte, In lauter unruh stehn. Mag fatan nicht den willen, Den feine Fräfte füllen, Mit unruß leicht durchwehn? 5. Kehr hieher dein gesicht, Du Fanft die ursach nicht Der unruh sonst ergründen, In dir wirst du es finden, Was deinen frieden stört; Sonst wird selbst in den wåldern, und auch in stillen fel, dern Die unruh wol vermehrt. 6. So wage nur den freit Mit deiner eigenheit, Hålt sie dich hart gefangen, So stürme mit verlangen In GOttes liebe ein, Und laß nicht ab im ringen, Bis alle bande springen; Du wirst bald anders seyn, 313 7. So wirst du wunder sehn, So wird es dann geschehn, Daß du im sanften frieben, Von als lem abgeschieden, Mit himmels fraft erfüllt, Wirst linderung eme pfinden; Da muß dein schmerk verschwinden; Da wird dein durft gestillt. 8. Da seufzet man nicht mehr; Da gibt man kein gehör Den rauschenden gedancken; Da kan man ohne wandken In GOttes liebe rubn; Da kan es dann der seelen An licht und recht nicht feh. len. Wer wil ihr da was thun? 9.Man treibt folch liebes- spiel, So ofte man nur wit; Man mag mit GOttes herßen In sanfter liebe scherßen. Dafindt sich kein verdruß, Rein zorn blid fan uns rühren; Hier ist sonst nichts zu spüren, Als füfer überfluß. 10.Wie zart ist das gefühl Bey diefem liebes fpiel? Bie lieblich ist die speife, Wie angenehm die weise In diesem himmels schberg? Wenn solche füffe fluthen Mehr als man kan vermuthen, Durchs sirdmen unser herg. 11. Wenn du den freit der luft In die empfinden mufft, Wenn höllen furcht dich jaget, Wenn das gewissen naget; So ist hier linderang. Verbirgt fid) nur der wille In die erwünschte stille, So kämpfest du genung. 12. Wie sicher wandelst du In dieser ftillen ruh! Hier bleibst du abgeschieden. Denn GOttes reis MEE $ Dom göttlichen Frieden 314 ner frieden Nimmt keine sünden ein. Es können feine fünden Den friedens grund ergründen: Laß dich nur gang hinein, 13. Wenn man sich träge findt, So wird man hier entzündt. Da machet uns das fener Von zeit zu seiten freyer, Wen den gefchwach, ten geist und die erschöpfte sin nen So fräftiglich von innen Des himmels Manna speift. 14. Dram folg ich dieser ſpur, Und suche dieſes nur Jm geifte zu erlangen; So bålt mich nicht gefangen Der finnen gauckel Spiel; So bleib ich in den schran, den; So lauft man ohne wan, ken; So dringt man recht zum ziel. 327. M.Seele, was ist schöners. N man haben fan. Stille und ein guter muth Steiget himmel an. Die suche du. Hier und dort ist keine rub, Als bey GOtt: Zu ihmein. Gott ist die rah. 2. Nube fucht ein iedes ding, 2. Rube fucht ein iedes ding, Allermeist ein chrift; Mein her, nach derfelben ring, Wo du im. mer, bist: Such ruh, such ruh. Hier und 26. 3. Rube gibet nicht die welt, Ihre freud und pracht; Nicht gibt rube gut und geld, Eust, ehr, gunft und macht; Reicht keines zu. Hier und ic. 4. Ruhe gibt die erde nicht, Die ift kugel rund, Den sie in die höh' nericht't, Etürket sie zur stund. Oschlechte ruh! Hier und ze. 5. Ruhe geben kan allein JE sus GOttes Sohn, Der uns abe ladet ein Vor des himmels thron Zur wahren ruh. Hier und 2c. 6. Rube wer da finden wif, Komme nur zu mir: Hast du gleich des leidens viel, Ich kans lindern dir, Und geben ruh. Hier und zc. 7. Ruhe schenckt er allen gleich, Die beladen sind, Klein und groß se, arm und reich, Mann, weib oder Find, Findt bey ihm ruh. Hier und 28. 8. Ruhe schmecket denen wohl, Die schwer sind gedrückt, und mühselig, schmergens voll, Daß fie fast erstickt, Gern finden ruh. Hier und ic. 5 9. Ruhe gank umsonst vers spricht JEsu treuer mund, Sein so freundlich angesicht Aus des herkens grund Lockt au' herzu. Hier und zc. 10. Ruhe so gar williglich JE quicken, ich, Ders am besten kan, fus bietet an: Ich wil euch ers quicken, ich, Ders am besten kan, Als selbst die ruh. Hier und zc. 11. Ruhe labet und erquickt Süßiglich ein herg, Das da drückt und fast erflickt Kummer, creut und schmer, Und schreyt: ach ruh! Hier und ic. 12. Nube kömmt aus glauben her, Der nur JEfum hålt: JE sus machet leicht, was schwer, Richtet auf, was fällt. Sein Geist bringt oder vom Frieden in dem. Geift. bringt ruh. Hier und dort sc. 13. Ruhe find't sich allermeist, Wo gehorsam blüht, Ein in GOtt gefetter geift Macht ein still gemüth Und seelen ruh. Hier und 2c. 14. Ruhe wächset aus geduld Und zufriedenheit, Die in GOt tes jorn und buld, Und in lieb und leid Sich gibt zur rub. Hier und 2c. 15. Ruhe hat, wer williglich Christi sanftes joch Hingebucket nimmt auf sich: Ist es lieblich doch. Und schaffet ruh. Hier zc. 16. Ruhe den erst recht ergeht, Der ein schüler ist, und sich zu den füssen sekt Seines HErren Chrift, und lernt die ruh. Hier und 2c. 17.Ruhe, lieber, nirgends bleibt, Als wo demuth ziert. Was zur niedrigkeit fein treibt, Und her. unter führt, Gibt wahre ruh. Hier und 2c. 18. Ruhe springet aus der quell, Wo die liebe fleust. Ift das berge flar und hell, Sanft und still der geist, Da firdm't die ruh. Hier und zc. 19.Ruhe, noch mit einem wort, Sol sie ewig seyn, Bilt du ru ben hier und dort; Dring zu JE su ein. Er ist die rub. Hier und dort ist keine ruh, Als bey GOtt: Zu ihme zu. Gott ist die ruh. 328. Mel. Zerfließ mein Geift. O ruht mein geist in Chrifti 315 gnaden fülle, Nachdem sein Geist in mir gefiegt. Mein hertz zers fliefst in sanfter friedens, stille, Da höll und tod zum füffen liegt. Immanuels gerechtigkeitUlmgibt mich als ein göttlich fleid; So stehe ich vor GOttes throne, Und schau bereits die lebens crone. 2.D unverstand, der mich so lang betrogen, und in der lüfte garn verstrickt, Daß ich nicht schon vorlängst zuGOtt geflogen, Und ihn in seinem licht erblickt. Ich ging im labyrinth verirrt, Wo mich der fünden net ver. wirrt, Da sucht ich frucht, Doch meist mit gråmen, und ist muß ich mich solcher schämen. 3. Drum hochgelobt jeyst du, mein hirt, gepriesen, Daß du dein schäßlein oft gesucht, Mir erdens wurm so grosse tren erwiesen, Und nicht mein wesen bald vers flucht. Dein wallend herge ging mir nach, und fand mich da am höllenbach: Drum nahmst du mich auf deine armen, Und trug mich fort mit liebs erbarmen. 4.3war Adams sinn, der starck in mir sich regte, Chat mächtig groffen widerstand; Dabey denn oft der schmerk mein herg bewege te, Wenn dein Geist nicht gleich überwandt. Ich fühlte des un glaubens schuld. Un tämpfte hart mit ungeduld, Bis mir dein all machts voll verfühnen Im glaus bens licht mit troft erschienen. 5.Ach wie empfingst du da mit # 2 füffer Vom göttlichen Frieden 1.60 316 füffer liebe, Mein Abba, dein ver, laufnes find, Daß auch mein geift von deinem starden triebe Mit froher inbrunst war entzündt. Ich schmeckte nichts als himels, luft An deiner wohluss vollen brust, Die du in strömen liefst ausfliessen In mich, und feel und leib durchgiessen. 6. Drum schau ich ist nur Christi tod und wunden In un aussprechlich großer fraft, Und wie mein freund mich aller fünd entbunden, und dem gewissen ruh geschafft. Der schulden laßt be schwert mich nicht. Mich drückt nicht GOttes zorn gericht. Zod, teufel, holle kan ich spotten, Und wer wil wider mich sich rotten? 3 7. Seß ich nun so mein hoff nungs voll vertrauen Auf Chrißi angebotne gnad; So darf ich frey des Vaters antlig schauen, Und von ihm bitten rath und that. Er gibet mir des Geißles pfand, Und hålt mich bey der rechten hand; Dalässt er freunds lich mit sich schergen, Und füfft mich fanft an seinem herken. 8. Ja oft führt er mein licht in feinem lichte Zur ungebauten sions stadt, Daß ich da faan die gang verboranen früchte, Eosei ne aut bereitet hat Dem voick, das ihn von hergen liebt, und sich nur reinem trieb ergibt, Daß er fie ihm nach diesem leben In seis nem himmet moge geben. 9.0 grosse freud! dann fehrt der fünden kräfte Mein braut gam von mir treulich ab, Und feadt mit Fraft des fleisches mord, geschäfte Nebst sich in seis nen tod und grab, Da ich denn, als ein himmlisch bild, Mit licht und GOttes kraft erfüllt, In grosser flarbeit wieder lebe, Und feiner klarheit lob erhebe. 10. Die trübfal felbst, so mich sonst schmerzlich drücket, Wird hier in meinem ruhm verkehrt, Weil denn erst recht mein liebster mich erquicket, Benn creuß ae duld und hoffnung lehrt. Da wird oft wenig traurigkeit Ein same groffer himmels freud. Ja, duld ich nur hier treu auf erden, Eol mir die lebens crone werden. 11. Drum auch der fød, der welt ihr gröftes leiden, Ift mit ein durchgang zum gewinn. Ich habe luft noch heute abzuscheiden, Und GOtt zu sehn im reinen sinn. Hie fängt das jelge leben an, Das ist fein mensch begreiffen kan. Hier find die, die Golf ewig loben. Ach, wär ich auch nur ist schon droben! 12 Doch ruh mein geist, bis Christi gnaden, wille Selbst dei nen willen weislich fügt. Verbin ge dich in fanfte seeien fiille, Co wird dein seelen schmerk besiegt. imm, was dein herg im glau ben spürt, Bis dich dein freund zum schauen führt Und solt du hier noch länger wallen, Co lo be ihm nur zu gefallen. 329, oder vom Frieden im 5. Geift. 329. Mel. Mein JEsu dem die. doch ein herge, Das auffer JE, su ruhe sucht, und sich mit tau. fendfachen schmerge Abmattet, un, als auf der flucht, Dem rauch und schatten sters nachrennet, Bald diß, bald ienes ihm erwehlt, Und doch des rechten zwecks ver fehlt, weil es nicht seinen ur, ſprung Fennet. 2. Ein stein fan Feine ruhe ha, ben, So lang er in den lüften schwebt. Kein thier kan sich in waffer laben, Das, wie kein fisch, auf erden lebt. Das vöglein fchwingt sich in die höhe. Das wurmlein Friedht in seine erd, Und alle creatur begehrt, Daß fie in ihren ursprung gehe. 3. Und du, der du von Gott gekommen, Ein bauch und straßt von seinem Geift, Bist derge: ftalt dem wig entnommen, Daß man dich billig thöricht heisst, Weil du auf erden diß wilt fin den, as nur der himmel ge ben fan. Ach, glaub, es gehet nimmer an: Die thorheit ist nicht auszugrunden. 4. Wie fan das flerbliche ver gaügen Die feele, die unsterblich ift? Sol das, was ewig, unter liegen Dem, das da dauret furge frift? Wie fan was irdisch dich ergeßen, Da du zum himmel bift gemacht? Du bist von GOtt so boch geacht't, Und weist nicht dei nen werth zu schätzen. 317 5. Ach schande! du gibst deinen adel Und deine herrlichkeit dahin. der ta del Formirt nach seiner weisheit sinn, Muß selbst bey dir zurücke stehen, Sein schönes reich ist dir zu schlecht: Darum geschicht die eben recht, Wenn du dich musst betrogen sehen. 6 Wie aber, wenn du gar dar neben In lastern suchest deine luft, und mehr als vieh'ich in dei nem lebenDer fünd eröffnest herg und brust, Die GOtt zum tempel ihm erforen? So denck, wie groß fen deine schuld. Bie schmähst du nicht des Schöpfers huid? Ach wärest du duch nie geboren! 7. Dring ein in GOtt, verlaß. die finden, Sag ab ber thorheit dieser welt. Dann fan dein herk erft ruhe finden, wenn dir der himmel bloß gefällt. Die erd ist rund, drum muß man gleiten, Wenn man darauf zu ruhn vers meint; Wer aber sich mit Gott vereint, Find't fried und ruh za allen zeiten. 8. Da rubt das Findlein recht mit frieden Gar fanft in seiner mutter schooß: Der wanderss mann wird nach ermüden, Des tages last und hige los: Die feffel werden abgenommen, Die den gefangnen vor gedrückt: Das schiflein ist dem sturm entrückt, Und nun in seinen port gekomen. 9. Das füchlein kommet zu der bennen: Das schäslein, das sich * 3 vor 318 vor verirrt, Kan nun des pirten fimm erkennen, und wird der beerde zugeführt: Der sohn, der fich bisher verloren, Und in die ferne weggewandt, Wird von dem Vater nun erkannt, und gleichfam wieder neu geboren. 10. Drum, feele, lauf mit vol EF annue 76 565 6 5 4350463598 F 11 Dom göttlichen Frieden 6 6 5.98 7 666 7* len sprüngen, Ach, gehe ein zu deiner ruh, Und glaub, es muß dir hier gelingen, Sagst du nur GOtt die treue zu. Hier schme ckest du bereits den frieden, Den alle welt nicht geben fan; Dort gehet recht die ruhe an, Da du von GOtt niewirst geschieden. 330. HENTE 666 543 65 4:38 美國 66 4 6 66 26 5 687 67 80 56% conlenir 6 6 4 665 5 65 26543 6 o deiner aus der feelen, 20enn ich in der schwermuth- holen, Und eile deinen oder vom Frieden im H. Geift. Deinen armen zu. Da muß die nacht des traurens scheiden, Wenn mit so angenehmen freu den Die liebe strahlt aus deiner brust. Hier ist mein himmel schon auf erden. Wer wolte nicht vergnüget werden, Der in dir fuchet ruh und luft? 2. Die welt mag meine feindin beiffen, Es sey also, ich trau ihr nicht, Wann sie mir gleich wil heb erweisen Bey einem freund lichen gesicht. In dir vergnügt sich meine seele; Du bist mein freund, den ich erwehle; Du bleibst mein freund, wenn freundschaft weicht. Der welt haß kan mich dech nicht fällen, Weil in den stårdsten unglückswellen Mir deine treu den ancker reicht. 3. Wil mich des Mofis eifer brucken, Bligt auf mich des ge feßes weh, Droht straf und houe meinem rücken; So steig ich glån big in die höh, Und flich in deiner feiten wunden, Da hab ich schon Den ort gefunden, Wo mich fein fluch strabl treffen kan Trit alles wiber mich zusammen; Du bist mein heil, wer wil verdammen? Die liebe nimmt sich meiner an. 4. Führst du mich in die creus tes wisten, Ich folg, und lehne mich auf dich, Du nehreft aus den wolcken brüsten, Und labeft aus dem felfen mich. Ich traue deinen wunder wegen, Sie en den sich in lieb und segen. Genug, wenn ich dich bey mir hab. Ich 319 weiß, wen du wilt herrlich) zieren, und über sonn und sternen füh ren, Den führest du zuvor hinab. 5. Der tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil seele, herß und muth In dir, der du verläsfest keinen, O allerliebfles leben, ruht. Wen kan des weges end erschreden, Wenn er aus mörder vollen heden Gelanget in die sicherheit. Mein licht, so wit ich auch mit freuden Aus dieser finfiern wildniß scheiden Zu deie ner ruh der ewigkeit. 6. Bie ist mir denn, o freund der feelen, So wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich fan welt, noth und tod nicht qualen, Weil du, mein GOtt, veranus gest mich. Laß solche ruh in dem gemüthe, Nach deiner unums schränckten güte, Des himmels sussen vorschmack seyn. Weg welt mit allen schmeicheleyen! Nichts lan, als JEsus, mich erfreuen. D reicher troft: mein freund ist mein! W 331. mel. Der Tag ist bin, mein. Je wohl ist mir, Wenn ich an dich gedencke, Und meis ne feel In deine wunden sencke. O JEsu, nar Bey dir bin ich vergnügt, So oft mein geist Durch dich die welt besiegt. 2. Wie wohl ist mir, wenn ich mich nach dir sehne, Und meinen geist Zu dir allein gewöh ne, Wenn ich mit dir Genau vers einigt 4 320 Vom Göttl Frieden, oder vom Frieden im 5. Geift. einigt bin, Und reisse mich Von mir zu dir stets hin. 3. Bie wohl ist mir, Wenn ich mein creus umfaffe, Und alles, was Du haffeft, berglich baffe. Ach führe mich Auf dieser schmas len bahn Noch ferner fort, Wie du bisher gethan. 4.Wie wohl ist mir, Sv oft ich zu dir bete, Und eingekehrt Bor Deine Gottheit trete. Bring mich nur gang Zur abgeschiedenheit, Da mich nichts mehr, Als du al lein erfreut.. XXVII, Vondes Glaubens Trost und 6 5.7 6 6 6 6 * 95% 5 ---------6 6 65 5. Wie wohl ist inir, Wenn mich die welt verachtet, Und wenn mein herk Nach ihrer gunft nicht trachtet. Ach! drum so sev, O JEsu, völlig mein; So wird mir sonst nichts mehr ge fällig seyn. 6. Wie wohl wird mir Auch in dem tode werden. Denn also komm Jch von der eiteln erden. Da will ich denn In weissen klei dern stehn, Und nimmermehr Aus deinem frieden gehn. 46 Freudigkeit. 332. 768 7 pumantes 6 6 5670 Q NE 7 6 11111 Ach M Don des Glaubens Troff und frendigkeit. 321 Ch! alles, was himmel mich ewig tein teufel fot treiben. und erden umschlieffet, 5. Denn JEsus betrachtet die Sey von mir viel tau, schmächtigen hergen, Verfüffet sendmal schönstens gegrüsset. mit freude.die bitteren schmerzen. Was hören fan, höre, ich wil Das weiß ich nun alles, drum wil fonst nichts wissen, Als meinen ich nicht laffenBon meinem berk gecreußigten JEfum zu küssen. JEfu, ich muß ihn umfassen. 2. Ich rühme mich einzig der blutigen wanden, Die JEfus an hånden und füssen empfanden, Drein wil ich mich wickeln, recht chriftlich zu leben, Daß einstens ich himmelan frölich kan streben. kommt freundlich gegangen, Und 6. Ach, sehet, mein JEfus wil mich für liebe fast brünstig umfangen. Oliebe! o freude! o liebliches leben! Wer wolte an JEfu nicht immerdar fleben? 3. Es mag die welt stürmen, gleich wüten und toben; Den lieb: lichen JEsum wil dennoch ich lo. ben. Es mdaen gleich blitzen und donner drein knallen; Sowil ich vonJEsu doch nimermehr fallen. 7. Auf JEsum find alle gedans den gerichtet, Dem bab ich mich gånglich mit allem verpflichtet, Den hab ich mir eingia für allen erlesen, So lange mich tråget das irdische wesen. 8. Wenn augen und herge im tode fich beugen, So wil ich doch endlich mit seufzen bezeugen, Daß JEsus, nur JEsus, mein JE, sus sol heissen, Von welchem mich ewig kein teufel fol reissen. 333. 4. Und wenn es schon solte in trümmern zergehen, Daß nichtes mehr bliebe auf erden bestehen; So fol doch mein herke bey JE fa verbleiben, Bon welchem 6 0 666 66 7 mum THE #T plec un dlm nnmnmDE 4 65 48 62 66 4.3 0 6 6# 2 660 35 6 வரு 322 Bondes Glaubens Trof ņ 64 666 5 66454 20 As [ ch JEsu, meiner feelen frende, Mein reichthum, wenn ich mangel leide, Mein heil in mei ner fünden laft, Mein ancker, wenn mein fchiff wil wancken, Mein licht, wie kan ich dir verdancken, Daß du mich so geliebet haft. 2. charmer menfch, ich war berloren, und du, mein HErr, Du wirst geboren, Und gibst für mich dich in gefahr. Ich war Dein feind: du kommst gelaufen, Mein leben durch dein blut zu tauffen, Das anders nicht zu 76 retten war. 3. O tren, die nicht ist auszu finnen! Was sol ich armer doch beginnen, Der diß nicht wol be: greiffen kan? Doch webl: ich ha be festen glauben, Den fol mir auch der feind nicht rauben, und lief er noch so heftig an. 4.Ich weiß daß GOtt mich hat erforen; Daß mich sein Geift hat neu geboren; Daß mir fein Sohn ME! gestorben ist. Ich weiß, HErr, daß du bist mein leben; Daß du auch bist für mich gegeben; Ja, daß du noch mein belfer bift. 5.Schlägt Moses feine donners flammen um mein verdammtes haupt zusammen: Jn dir, o JE su, find ich ruh. Muß ich mit sund und hölle streiten; So lauf ich, HErr, auf deine feiten, Mis meine stårckfie feftung zu. 6. Und komt auch gleich der tod gesprungen; Hat JEfus doch für mich gerungen, und durch den tod den tod verjagt. Was darf mich für dem tode grauen, Wenn ich durch ihn sol wirklich schauen, Was mir mein JEsus zugefagt? 7. Nun, JEfu, laß mich an dir Fieben; So bleibet bir mein gan kes leben Mit stets verbundner treu verpflicht't.Denn wer sich hier mit dir verbindet, Der lebt, ob gleich sein leben schwindet, Und flirbet auch im tebe nicht. 334. H 06# 66 65 4.3 S 4.3* Auf 6 und Freudigkeit. 6 4 U 766 mununuING ** 6 deiner Dein Der um dich ſo Meine seele, hert und finn! treulich wirbet, Und für dich aus Weg, hinweg mit deinem leide, liebe ftirbet: Drum du sein bist. Hinzu deinem JEfu hin! Er ift dein schaß. JEsus ist dein einzig leben. Wil die welt kein'n ort dir geben: Bey ihm ist plak. 6. Auf, hinauf, das droben, suche, Trachte doch allein dahin, Wo dein JEfus, sonst verfluche Allen schnöden fünden sinn. Zum himmel zu! Welt und erde muß verschwinden: Nur bey JEsu ist zu finden Die wahre ruh. 2. Fort, nur fort, steig immer weiter In die höh zu JEfu auf! An, hinan die glaubens, leiter, Klettre mit geschwinden lauf! Gott ist dein schuß. JEfus blei bet dein beschirmer Bider alle feel bestürmer, und bietet trug. 3. Feft, fein fest dich angehal, ten An die starcke JEsus treu. Laß du, laß du Gott nur wal ten, Seine gut ist täglich neu. Er meints recht gut. Wenn die feinde dich anfallen; Müssen Sie zurücke prallen: Hab guten muth! 4. Ein, hinein in GOttes kam mer, Die dir JEsus aufgethan. Klag und fag ihm deinen jamer, Schreye ihn um hilfe an. Er steht dir bey. Wenn dich alle menschen baffen; Kan und wil er bich nicht laffen. Das glaube frey. 323 5. Hoch, so hoch du kanst er heben Deine finnen von der erd, Schwinge dich, dem zu ergeben, Bas du haft, der ist dein werth. 335el. Wo sol ich fliehen bin. Auf [ uf meinen lieben GOtt Trau ich in angst und noth, Er kan mich allzeit retten Aus trübfal angst und ndthen. Mein unglück fan GOtt wenden, Steht all's in seinen Händen. it ich verzagen nicht, Auf 2. Ob mich mein sünd ansicht't, Christum wil ich bauen, Und ihm allein vertrauen, Ihm the ich mich ergeben Im tod und auch im leben. 3.Ob mich der tod nimmt hin; Sterben ist mein gewinn, Und Chriftus ist mein leben, Dem thu ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, Mein( eel wird GOttversorgen. 4.O mein HErr JEfu Chriß, Der du fo g'duldig bist für mich 4113 3:24 am creuß geflorben, Hast mir das heil erworben, Auch uns als len zugleiche Das ewge himmel reiche. 5. Amen zu aller flund Sprech WA Don des Glaubens Troft 6 ZIRONAUTA 6 6 4* 6 5 66 50 6 6 6 2 4 3* 0 te fly 336. 5 5743 66 ich aus herkens grund. Dn wols left uns thun leiten, HErr Christ, zu allen zeiten, Auf daß wir dei nen namen Ewiglich preisen. amen. Thund 87 6 f 6 75 65 4 38 III 56 Straure wer da wil, I wil mich freuen, Es sol fein traus er geist Bey mir gedeyen. Denn JEfus steht mir bey In allen gnaden. Mir fan fein creut, tein leid, Rein teufel schaden. 2 Ficht mich gleich unglück an Auf allen eden; So sol doch sol ches leid Mich nicht erschrecken. Denn JEsus steht mir bey Jn allen gnaden. Mir fan fein ans gemach, Rein jammer schaden. 3. Hab ich nicht geld noch gut, 6 665 6 543 pol Fute 66 3 TUTZ 6 uta $ 56 b DETAL t 6 6 Nicht ruhm und ehre; Kranckt dieser mangel mich Doch nicht gar sehre. Denn JEsus steht mir bey In allen gnaden. Mir kan kein armuth nicht, Rein elend schaden. 4. Bin ich hie gang veracht, Mußunten liegen; Eol doch die ftolge welt Mich nicht besiegen. Denn JEfus fteht mir bey In al len gnaden. Mir fan kein hohn und spott, Rein schimpf nicht schaden. 5.23enn Do und Freudigkeit.no 5. Wern gleich auch noth und fod Mich gang umgibet; Jft nichts so schwer und arg, Das mich betrübet. Denn JEsus steht mir bey In allen gnaden, Und fan auch die gefahr mir selbst nicht schaden. 6. Verflofft mich iederman Mit gram und bassen; Kan ich mich doch den neid Nicht krån. den lassen. Denn JEsus steht mir bey Jn allen gnaden, Und tan die feindschaft mir Kein hår. lein schaden. 7. Schwebt auf der ganzen welt nur creuß und leiden; So lebt mein geist und herg In lau, ter freuden. Denn Jesus sieht mir bey In allen gnaden: Drum Fan Fein hergeleid Der freude schaden. 8. Und wenn die feinde noch So grausam toben; So bin ich wohl verwahrt Und aufgehoben. Denn JEfus fteht mir bey Jn al len gnaden, Er schügt und de, det mich Vor ihrem schaden. 9. Auch macht die tiefe noth Und höchfies leiden In meinem lieben GOtt Mich voller freuden. Denn JEsus fteht mir bey In allen gnaden, So, daß zur selig, feit Mir nichts fan schaden. 10. Was frag ich nach der welt Und ihren schätzen? Mich kan mein reicher GOtt Vielmehr er gegen. Denn JEfus fteht mir bey In allen gnaden, Er macht mich groß und reich, Heilt allen schaden. 3:05 11. Muß endlich feel und le ib Von hinnen scheiden; Co fa hr ich fort von hier Zu JEsu frens den. Denn JEsus sieht mir bep In allen gnaden: Drum bring et mir der tod Gar feinen schade n. 12. Nun traure wer da wil, Ich wil mich freuen, Es fol tein trauer geift ben mir gedeyen, Denn JEsus steht mir bey In allen gnaden. Mir fan Fein creut, tein leid, Kein teufel schre den. 337. Mel. Fren dich sehr, o meine. S, mein berg, sey unverzeis get! Kennst du GOttes liebe nicht? Höre, was sein wort dir faget: Glaube, daß sein hertz ihmi bricht, wenn du ringest mit dem tod, und empfindst betrübte noth. GOttes zarte Vater treue Ift noch alle fiunden neue. 2. Wie hat er diß oft bewiesen? Ja gewiß unzehlich mal hat er seine lieb gepriesen Gegen dich, und überall: Ev, so traue ihm nur zu, Er bringt dich zur sichren ruh. GOttes zarte Vater treue Ist noch alle stunden neue. 3. Denck an die vergangne zeis fen, Da er feine gnaden hand Sich ließ über dich ausbreiten, Zum gewissen unterpfand Seiner ewgen lieb und huld. Leide, leide mit geduld. GOttes zarte Vaters treue Jt noch alle stunden neue. 4. Er hat dich ans licht gezos gen Aus dem leib, der dich emo pfing. $ Bon des Glaubens Troft 326 pfing. Was hat ihn dazu bewo. gen? Dazu bist du zu gering. Seine unergründte lieb Wars, die ihn dazu antrieb. GOttes arte Vater treue If zc. 5. Wer hat dich der höll ent riffen? Wer dem teufel und dem tod? Saget dir nicht dein gewis fen, Dein erretter sey dein GOtt? Er entzieht dir ist auch nicht Sein erbarmend angesicht. Got tee jarte 2c. 6. Wer hat dich bisher geleis tet, Und geführt auf ebner bahn? er den tisch dir zubereitet, Und bir sonst viel guts gethan? Its sicht GOTT, der dich erwehlt, Und zu seiner schaar gejehlt? GOttes zarte zc. 7. Er hat dich ihm selbst vers föhnet In dem blute JESU Chrift; Mit barmherßigteit ges erdnet, Weil er gang die liebe ist. Unaussprechlich ist die gnad, Die er dir erwiesen hat. GOt tes zarte zc. 8. Chriftum hat er dir ge Schencket Gang zu deinem eigens thum, Und fein herg zu dir gelen det; Diß sey denn dein gröfter ruhm. Beuge dich vor seinem thron, Er gibt segen dir zum lohn. GOttes farte zc. 9. Preif und rühm' vor allen dingen Solchen reichthum seiner gut. Du musft ihm danck opfer bringen Mit inbrünstigem ges mith. Stimm ein lied im glau. ben an Von dem, was er bir ges than. GOttes zarte Vater treue Ift ic. 10. Schande ists, daß du wilsk weinen, Da du tausend jeugnis haft, Wie GOtt helfe denen seis nen, Benn fie drůdet ihre last; Wie er sie mit troft umfang, Wenn ein leiden sie macht bang. GOttes zarte zc. 11. Er betrübet nie von here ten, Wenn er züchtigt, die er liebt. Er flillt alle ihre schmerzen, Wenn er sie im creuße übt. Wer nur harr't der rechten zeit, Der wird bald von ihm erfreut. GOts tes jarte ic. 12. Darum laß dir deinen glauben und die freudge juvers ficht Keine nacht des creuges rau. ben. Warte, bis dein licht an bricht. Auf den bliß und donner. schlag Folgt ein angenehmer tag. GOttes zarte zc. 13. Freuedich, wenn du musse leiden: Denn es folgt ein feaen brauf. Du wirst noch in rosen weiden, Wenn vollendet ist dein lauf, Auf dem rauhen dornen. weg; Werde nur dabey nicht tråg. GOttes zarte zc. 14. Sieb, dein helfer firedt die armen Go gar liebreich nach bir aus. Reichlich zeigt er fein erbarmen; Wil dich führen in sein haus, Und, nach seiner lieb und buld, Daselbst crdnen die geduld. GOttes zarte zc. 15. Eile ihm getroft entge gen, Fahr im glauben freudig und Frendigkeit.' u. File, nimm von ihm den ses gen; So gelangest du jur ruh. Er ists, der dir helfen kan. Glaus 6 338. 327 be nur; so ists gethan. GOttes zarte Vater treue Ift noch alle stunden neue. ¡ 6 530 6 6 5 6 6 自持 65 43 0 Ott ist getreu, Der über meis ne fräfte Mich armes find noch niemals hat versucht. Biel leicht geschiehts, Daß er die anaft geschäfte Des trauer, geifis noch diesen tag verslucht. Mein berg, du folft es sehen, Was dir für bilfe fen Ja furger seit ge schehen. Gott ist getreu. 2.GOtt ist getreu In allen seis nen wercken, Macht er mir gleich die burde noch so schwer; So fan er mich Dabey doch wieder stårcken: Von ihm allein tömmt 6 565 654* ( 2 6 6 7 7 0 6 7 6 troft und labfal her. Und wenn die zeit vorhanden; So machet er mich frey Bon allen jammere banden GOtt ift getreu. 3. GOtt ist getreu, Dem hålt ist meine seele Sein theures wort mit festem glauben für: Kommt, fuchet mich In eurer fummer hole; Drum komme dein kind, und sucht dich mit be gier. Du kanst mich nun nicht lassen, Ich fag es ohne scheu, Du wirst dich selbst nicht hassen. Gott ist getreu. 4.600 328 Von des Glaubens Troft 4. GOtt ist getren, Er stöffet drum werd ich leben, Daß ich, feine finder Im zorne nicht von feinen augen hin. Erzeucht von uns, Sind wir gleich groffe sün, der, Die hand nicht ab, so reds lich ist sein sinn. Drauf kan ich zu ihm treten, Die noth sey, wie sie fey: Er wird mich doch erretten. GOtt ist getreu. 5. GOtt ist getreu, Der wird mir troft verschaffen, Wenn aleich Der trost bey allen menschen fehlt. Er wird den geist, Der mich mit trauer waffen So jammerlich Bis auf die seele quålt, Gar ferne von mir treiben; Jch aber werde frey Bey meinem JEsu bleiben. GOtt ist getreu. 6. GOtt ist getreu, Er mags auch mit mir machen, So wuns derlich und scharf er immer wil. Lässt er auf mich Gleich alle wet ter krachen; Er hat es macht, ich halte willig ftill. Ja, wil er mich gleich tädten; So fag ich doch dabey: GOtt hilft aus allen nd then. Gott ist getren. 7. GOtt ist getreu, Und froß sey euch, ihr teufel, Daß ihr diß wort aus meinem hergen fragt: Ihr bringet mir den trost in te nen zweifel, Und wenn ihr gleich vom grimm und zorne plaßt. Das bißgen traurig machen Geht endlich doch vorbey. D, wie wil ich noch lachen? GOtt ist getreu. 339. Mel. GOtt ift getreu. Ch sterbe nicht: Ich glaub, S o HErr, verfündige dein werdk. Du musst mir zwar die Vaters ruthe geben, Damit ich meine schulden recht bemerd: Doch gibt die Bater, treu mich nicht zum zorn gericht. O feel, dich dessen freu! Ich sterbe nicht. 1 2. Ich sterbe nicht. Stellt mir gleich mein gewissen Die schwere schuld, samt ihrer firafe vor, Drum daß ich mich Vom höch ften gut gerissen; So krieche ich zu meines Jesu thor, Und klopf so lange an, Bis mir, wie er vers spricht, Die thür wird aufge than. Ich sterbe nicht. 3. Ich sterbe nicht. Immanuel ist kommen, und hat sich selbs zum bürgen hergestellt. Er hat auf sich Die schuld und strafges nommen, Die schwere laft der grund verderbten welt. Er lescht die beisse gluth, Und was das urs theil spricht, mit seinem eignen blut. Ich sterbe nicht. 4.Ich fierbe nicht. Mein JE fus bat dem drachen, Halleluja! den folgen fopf zerknirscht. Trok sey dem feind, Der sich an ihn kan machen! Er heisst und ist als leine fieges fürft. Wenn nun der feinde wuth Auf meine seele ficht: Starckt mich des lämmleins blut. Ich flerbe nicht. 5. Ich sterbe nicht. Muß ich auch gleich bekennen, Daß fich in mir noch gift der fünden regt; Doch wirds mich nicht von meis nem und Freudigkeit. nem Heiland trennen, So lang der Beift die überwindung begt. Ja diese schlangen, brut Wird endlich gar zernicht Durch unsers lämmleins blut. Ich sterbe nicht. 6. Ich sterbe nicht, Muß gleich der leib verwesen, Darin der geist so hart gefangen liegt. Der innre mensch Fångt an recht zu genesen, Wenn sich der äussere jum sterben biegt. Bricht nun der leib entzwen; Sieht man, daß glang und licht Der seelen decke sey. Ich sterbe nicht. 7.Ich sterbe nicht, Laß nur den leib erblassen, und immerhin in seinen moder gehn: Laß sarg und grab Ihn eine weil umfaffen: Das leben heisst ihn wieder auf. erstehn. Indessen schwebt der Geift Da, wo das freuden licht Ihn ewig, ewig speist. Ich flerbe nicht. 8. Ich sterbe nicht, Kurk: JE fus ist mein leben, Er macht das sterben selbft mir zum gewinn. Der feelen- schat Wird alles wie. der geben, Des freuet fich mein ganger geist und sinn. Es ruhet meine feel, Wenn hert und auge bricht, In dir, Immanuel. I flerbe nicht. 340. 3 Mel. Berlich thut mich. St GOtt für mich; so trete Gleich alles wider mich. So oft ich ruf und bete, Weicht alles hinter sich. Hab ich das haupt zum freunde, Und bin geliebt bey Y 329 GOtt; Was fan mir thun dec feinde Und widersacher rott? 2. Nun weiß und glaub ich fee sie, Ich rühms auch ohne scheu, Daß GOtt, der höchst und beste, Mir gånglich günstig sey, Und daß in allen fållen Er mir zur rechten steh, Und dämpfe flurm und wellen, Und was mir bringet weh. 3.Der grund, da ich mich grüns de, Ift Christus und fein blut. Das machet, daß ich finde Das ewge wahre gnt. An mir und meinem leben ft nichts auf dies ser erd: Was Christus mir geges ben, Das ist der liebe werth. 4. Mein JEsus ist mein ehre, Mein glang und schönes licht. Wenn der nicht in mir wäre: Go dürft und könt ich nicht Vor GOttes augen stehen, und vor dem fternen fig: Ich müsste ftracks vergehen, Wie wachs in feuers. hiß. Was mit sich führt den tod. Der 5. Der, der hat ausgeleschet, ists, der mich rein waschet, Macht schnee weiß, was ist roth. In ihm fan ich mich freuen, Hab einen helden muth, Darf kein gerichte scheuen, Wie sonst ein fünder thut. 6. Nichts, nichts fan mich vers dammen. Nichts nimmet mir mein herk. Die höll und ihre flammen Die find mir nur ein scher. Kein urtheil mich erschres ket: Kein unheil mich betrübt: Weil mich mit flügeln decket Mein Don des Glaubens Troft 330 Mein Heiland, der mich liebt. 7. Sein Geift wohnt mir im hergen, Regirt mir meinen finn, Bertreibet sorg und schmergen, Nimmt allen fummer bin, Gibt fegen und gedeyen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreven Aus aller meiner Fraft. 8. Und wenn an meinem orte Sich furcht und schrecken findt; Co seufzt und spricht er worte, Die unaussprechlich sind Mir war und meinem mande, GOtt aber wohl bewusst, Der an des herkens grunde Erfiehet feine luft. 9. Sein Geist spricht meinem geiste Manch füffes troft wort zu, Wie GOtt dem hilfe leiste, Der bey ihm fuchet rub, Und wie er hab erbauet Ein edle neue stadt, Da aug und hergeschauet, Was es geglånbet hat. 1 10. Da ist mein theil und erbe Mir prachtig zugericht't. Wenn ich gleich fall und fierbe, Faut doch mein himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten mit thránen meine zeit; Mein JEfus und sein leuchten Durchfüßet al. les leid. 11. Ber fich mit dem verbin bet, Den satan fleucht und hafft, Der wird verfolgt, und findet Ein grosse schwere last Zu leiden und zu tragen, Geråth in hohn und spott: Das creuß und alle plagen, Die sind sein täglich brot. 12. Das ist mir nicht verbors gen, Doch bin ich unverzagt. GOtt wil ich lassen sorgen, Dem ich mich zugesagt. Es foste leib und leben, und alles was ich hab; An dir wil ich fest kleben, und nimmer lassen ab. 13. Die welt die mag zerbre chen; Du stehst mir ewiglich. Rein brennen, hauen, stechen, Col trennen mich und dich. Kein hunger und fein dürften, Kein armuth, keine pein, Kein zora des grossen fürften Sol mir ein hindrung seyn. 14. Rein engel, feine freuden, Rein thron, fein herrlichkeit, Rein lieben und kein leiden, Rein angst und fährlichkeit, Was man nur kan erdenden, Es sey flein o der groß, Der keines fol mich lens den Alus deinem arm und schook. 15. Mein herge geht in sprin gen, Und fan nicht traurig seyn, Ift voller freud und fingen, Siebt lauter sonnen schein. Die fonne, die mir lachet, Ift mein HEre JEfus Christ. Das was mich singend machet, Jft was im him mel ist. 341. Mel. Bertzlich thut mich. Einen bat GOtt verlaſſen, ob ihn gleich viel hassen, Geschicht ihm doch kein leid. GOtt wil die seinen schügen, Zulegt erheben hoch, und geben was ihn'n nuget, Hie zeitlich und auch dort. 2. Allein ichs GOtt heim stelle, Er machs, wies ihm gefällt. Zu nug und freudigkeit. 33% Christus heisst: Ift über alle schäße, Schenckt uns den heils gen Geist. 6. Jhn hab ich eingeschlossen In meines berkens schrein. Eein blut hat er vergessen Für mich arm's würmelein, Mich damit zu erlösen Von ewger angst und pein. Wie font auf dieser erben Doch ardffre liebe seyn? 4. All's glück und ungelücke Das kömmt allein von GOTS. Ich weiche nicht zurücke, Und steh in meiner noth. Wie kan er mich denn haffen, der treu noth helfer mein? Ja, wen die noth am 8. Amen, nun wil ich schlieffen gröften, So wil er bey mir seyn. 7. Nun folt ich mich e zeigen Danckbar für solche gnad. Ich geb mich GOTT zu eigen Mit allem, was ich hab, Wie ers mit mir wil machen, Sey ihm aul's heimgestellt. Ich b'fehl ihm all mein sachen: Er machs, wies ihm gefällt. 5. Reichthum und alle schäße, Was sonst der welt gefällt, Drauf ich mein'n finn nicht sehe: Das bleibet in der welt. Ein'n schak hab ich im himmel, Der JEsus Diß schlechte liedelein. HErr, durch dein blut vergiessen Laß mich dein erbe seyn; So hab ich all's auf erden, Was mich ers freuet schon. Im himmel fol mic werden Die ewge gnadencron. 34-2. nuß mein'r armen seele. In die fer argen welt Ift doch nur creuß und leiden, Und muß auch also seyn: Denn die zeitliche freuden Bring'n uns ewige pein. 3. Treulich wil ich GOtt bit fen, und nehmen zum bepfland In allen meinen ndthen, Ihm beff'r als mir bekannt. Um geduld wil ich stets bitten In all'm an liegen mein. Er wird mich wohl behüten, und mein nothhelfer feyr. EUUE Imand 53 6 666 55 6 4 430 undbinare 66 43 6 110111* *# 6 6 2 5 5 6 65 4 43% Mein -332 Von des Glaubens Troft FEI 5 # 65 4% EQUANIN 6 Mª Ein GOtt und Vater kan mich nimmer haffen: Denn ich bin ia mit ihm durch Chriftum ausgeföhnt. Sein allertreuftes berk mit gnaden mich becrönt. Er fan und wil mich nimmer mehr verlassen. Sein liebes brunn ergiefft sich auf mich allei zeit. Ich bin fein liebes find in alle ewigkeit. 25 2. Mein GOtt und Vater kan mir alles geben: Denn seine mil digkeit ift über alle maaß, und flieffet strömen weiß auf mich ohn unterlaß. Ich bin vergnügt mit ihm in meinem leben. Sein reich thum hat kein end und wird nie mals verzehrt. Er gibt mir alles das, was nur mein herz begehrt. 3. Mein GOtt und Vater fan mich hoch erhöhen: Denn seine Majestät ist über alle macht, Und feine herrlichkeit begreifft die höchste pracht, und bleibt in ih rem schönen glans bestehen. Ich habe ehre gaug, weil er mir ist 66 66 5 56 4 3 0 X3 befreund, Und ich ihm bin ver wandt, ia gar mit ihm vereint. 4. Mein GOtt und Vater kan mich wohl beschüßen, Daß mir nicht schaden Fan der feinde haß und neid. Er schaffet, daß ich hier in stolßer sicherheit Kan unterm feigenbaum und weinstock figen. Nichts mich versidren darf in meiner feelen- luft: Ich ruhe sanft und süß an seiner liebes-bruft.se 5. Mein GOtt und Vater Fan mich mächtig stårcken, und seire kraft legt mir fiets neue fråfte bey, Daß ich gen himmel mich zu ihm fan schwingen frey, Und feines Geifles wirckung in miv merden. Denn was ich selbst nicht fan, das schaffet er in mir. Und so verbleib ich sein, Und er mein für und für. 6. Mein GOtt und Bater wil mich nimmer schelten: Ich kan vor ihm ohn furcht in JEfu Chri fto stehn, Und in gerechtigkeit des glaubens ihn ansehn. Er wil mich nen und freudigkeit. nennen seinen auserwehlten. Ich bin fein fiegel ring, fein liebes frautes pfand, Das er zu feiner luft fiets trägt in feiner hand. 7. Mein GOtt und Vater wil mich ewig lieben; Ich sol in sei nem reich stets um und bey ihm seyn; Er wil felbst seinen schooß zum sig mir geben ein: Wie folt ich hier mich iemals denn betri ben? Ich freue mich in GOTT und lobe Jefum Chrift, Der meine seligkeit und meine liebe ist. 343. n. Es Foftet viel ein Chrift. Ein berk, wirf alle sorgen hinter dich, und sey in dei, nem GOtt allzeit zufrieden. Sen fill, denn er bekümmert wahrlich fich um alles, was dir nöthig ist bie nieden. Wie woltst du denn in eitler müh und pein Unruhig seyn? 333 nicht Ein frommes herg betrüb ten mangel leiden. Wenn ihm alhier an etwas es gebricht; Er. quickt und stärekt er es mit fpeis und freuden. Zum frischen was ser führet er es hin, Und tränckt es drin. 5. Kehr dich zu ihm, er rufet dir, Er spricht: wie font ich dich, mein find, verlassen? Mein herk bewegt von lieb sich so in mir, Daß ich dich muß mit gnad und huld umfassen. Drum, feele, bring getroft zu ihm hinein: Du bist ia fein. 1 6. Der himmel und die erdist dein; Die schenckt er dir in Chris sto, meine feele: So nimm in beilger glaubens fraft fie ein, Und dencke nicht, daß dir noch et was fehle. Bleib nur ben Gott, fo bleibest du zugleich Auch ewig reich. 2. Wohlan, sey gutes muths 344. im HErrn. Vertrau dich gång. Es Foster viel ein Chrift. Ein Men birt ist gut, der mich mit ſeiner hilfe ia nicht fern: Er er wird bald reichen fegen dir zu wenden. Such ihn, wenn es an et, was dir gebricht, und sorge nicht. 3. Ach, trachte nur mit ernst darnach, Daß du mit ihm dich, mögst genau verbinden, und werde ia im glauben nur nicht schwach; So wird das andre sich schon reichlich finden. Er ist und bleibt dein Bater und dein GOtt In aller noth. 4. Er lässt an feinem guten deffen schoof die liebe mich gele get. Sagt, schåflein, fagt, ob ihr noch einen fennt, Der folch ein hert zu seinen schäßlein tråget, Un sich so nah auch zu den schwäch. sten thut? Mein hirt ist gut. 2. Ich lag verstrickt in einer emgen noth, Zum tod verdammt, zum höllen pfahl verwiesen: Al. lein mein hirt erlitte meinen tod, Und ließ sein blut in meine flam. men fliessen. So liebreich bat mein 3 Don des Glaubens Croft 334 mein hirt mich angeblickt, Da ich verstrickt. 3. Nun bin ich sein, er nennt mich seine luß. Er zehlet mich zu feinen liebsten schafen. Er berget mich an seiner liebes bruft. In feinem schooß darfi aang sicher fchlafen. Sein blut schrieb mich ins buch des iebene ein. Nun bin ich sein. 4. Er lässt mich nicht, wenn ich mich gleich verirrt, Und meinen fuß aus seiner folge lende; So ist er doch und bleibt der aute hirt: Er läuft er eilt, er ruft:" meln Sammlein dence, Diß ist der weg zu deinen frieden nicht. Er läst mich nicht. 5. bit diß mein geift, und feht beschåmet ftill; Wie greifft er zu wie fafft er meine feele? Bie feffelt er den ihm entrunn's men will ie lieb und gnad, mit tilgung meiner fehle? Was hin dern wil, zerspringet und zerreißt. Diß fühlt mein geißt. 6.Bin ich verwundt, fühlt men ne frete pein; So darfs ich nur bem guten birten sagen: Der fidget mir die besten mittel ein, Und fillet bald der schäslein angstlich flagen. Ein einzig wort aus seinem ſüffen mund Heilt, was verwundt. 7. Er gångelt mich mit zartem Finder- schritt, und hat geduld mit meinem schwachen wesen. Nimmt er mich gleich ins that Der thränen mit, und heißfet mich des creuges wermuth effen; So fan fein her auch da nicht läng nen fich. Er gångelt mich. 8. Sein auge wacht, und nimmt der feindewahr, Die um und um sich gegen mich empören; Drum kan mir nie die gröffefte gefahr In seinem schuß den stillen fries ben sidren. Mein herge ruhs in seiner groffen macht. Sein auge wacht. 9. Und wie mein hirt, so ist auch seine weid. Wie wunders schön, wie süß sind seine auen? Bierein die quell, dazu sein ftab mich leit? Kein auge kan das gui te überschauen, Damit das schaf bey ihm gesättigt wird. So ist mein hirt. 10. Er führt mich aus, aus fünden angst und noth. Er geht voran, drum muß mir alles weis chen. Er führet mich auch end lich aus dem tod. So gar den staub von den verfaulten leichen Führt er verklärt in seines Bar ters haus. Er führt mich aus. 11. Er führt mich ein in seine herrlichkeit, Da dieser hirt, die er alhier regiret, Als lamm und hirt auf himmels auen weidt, Und zu dem brunn, tebend ger waffer führet. Da werd ich auch ein glangend lämmtein seyn. Er führt mich ein. 12. Drum nimm mich hin, nimm alles gänglich ein: Ich wil mich) bir hiemit, mein hirt, vec schreiben. Ich mag nichts mehr ats und Freudigkeit. als nur dein lämmlein seyn, Und beinem ftab auf ewig treu verblei, ben. Nimm leib und feel, nimm alles, was ich bin Mein hirte hin. 13. Komm tilge du, was sich noch in mir regt, Und, nach der art der dir verhaften böcken, Noch immer zu ein heimlich seh nen trägt Nach fremder fost und Denen wilden becken. Was nicht von dir, und dir nicht eilet zu, Das tilge da. 14. Mach mich recht tren, ver. gälle mir die welt, Ihr schlan, gen- fraut und die vergiften wei, den. Bewahre mich, wenn sie miz neke stellt, und laß mich stets der böcke umgang meiden. Mach felbst in mir stets diesen vorsag neu, Und dir recht treu. 15. Jhr schäßlein, eilt zu dieses hirten ftab: Eitt, schäslein, eilt wo wolt ihrs beffer krigen? Der breite meg führt ia gur höllen ab; Hier aber ist ein himmel voll ver, gnügen. Es ist genug, daß ihr so lang verweilt: Eilt, fchäßlein, eilt. 16 Bleibt, schaffein, bleibt, herlafft nicht seine but. Ber ihn berlafft, der haft fein eigen leben, Und muß gewiß der wölfe zorn und wuth Zar ew'gen firaf ein blutig opfer geben. Drum wacht und bet't, daß euch nichts von ihm treibt.Bleibt, schå flein, bleibt. 345. el. Wie wohl ist mir, o Fr. O hab ich nun den felser. 335 ter glaube ruht; Ein fels, der keis nen stürmen weichet, Ein fels, a dem die wilde sluth, Und wårs die gange macht der höllen, Ente fråftet muß zurüde prellen, Schliefst mich in seine rigen ein. Mein herk, verbanne furcht und grauen, Hier musst du dir nur hütten banen, Hier muß dein ewig wohnhaus feyn. 2.Mich warf die menge meiner funden Als ein erbossies meer herum. Ich ward ein franrig spiel der winden, und des verders bens eigenthum. Mir drohte mein befleckt gemissen Mit ewig bangen finsterniffen, und einem vollen maaß der noth. Ich schwamm auf diesen wilden wel len Verzweifelnd an dem rand der höllen, Und rang mit leben und dem tod. 3. Doch mitten in des todes. nöthen Erblickte JEfus meinen schmert. Ihm drang mein thrås nen- velles beten In sein erbar. mend mutter- herg. Er zeigte mir die offnen wunden, Die er als mittler hat empfunden; Errief: mein Lüchlein, Freuch herzu; Komm, fomm, diß sind die fels fen rigen, Die dich vor fluch und hölle schügen: Eil, tüchlein, eil, hier findst du ruh. 4. Und, o wie ist nun meiner feelen, Mein füffer fels, sowohl in dir? Wie weicht mein schmer, wie schwindt mein quälen! Wie 4 wird Bon des Glaubens Troft 336 wird mein lechzendes gemüthe Ben einem paradies voll gute Mit fräften iener welt erfüllt? Mein fels, ich bin dergleichen dinge Ja allzuviel, zuviel gerin ge; Doch nehm ichs, weil du's haben wilt. 5. Nun laß die tiefen immer Brausen: Seyd wind und meer nur ungeftum: Laß selbst des to. des fluther fausen: Berdopple, fatan, deinen grimm: Ihr wer det mich nicht viel erschrecken, Mein fels weiß mich schon zu be. decken, Auch in der allerschlimm, ften zeit. Laß alle berge unterges hen: Mir bleibt mein felfen ewig stehen, und wird die thür zur feligkeit. 6. Darum, we wil mirs besser werden, Mein fels, wo sol ich weiter hin? Onein, fein zeiflich gut der erben, Beweget meinen festen finn. Es fol vielmehr so luft als schrecken mich noch viel ernfis licher erwecken In dich, mein fels, zu dringen ein. Der tod felbst kan mich nicht vertreiben: Du folft,( baben muß ewig blei ben,) Mein haus, mein sarg, mein himmel feyn. 34.6. V OnGOtt wil ich nicht lassen, Denn er lässt nicht von mir. Fahrt mich auf rechter straffen, Da ich sonst irrte sehr. Erreicht mir seine hand, Den abend als den morgen Thut er mich wohl versorgen, Sey, wo ich woll' im land. 2. Wenn sich der menschen hulde Und wohlthat all verkehrt; So findt sich GOTT gar balde, Gein macht und gnad bewährt, Hilfet aus aller noth, Errett't von sünd und schanden, Von ket ten und von banden, Und wenns auch war der tod. 3. Auf ihn wil ich vertrauen In meiner schweren zeit, Es kan mich nicht gerenen: Er wendet als les leid, Jhm sey es heimgestellt. Mein leib, mein feel, mein leben, Gey GOtt dem HErrn ergeben, Er machs, wies ihm gefällt. 4. Es thut ihm nichts gefallen, Denn was mir nüglich ist. Er meints gut mit uns allen, Schenckt uns den HErren Christ, als seinen lieben Sohn. Durch ihn er uns bescheret, Was leib und seel ernehret. Zobt ihn ins himmels, thron. 5. Lobt ihn mit herk und munde, Weichs er uns beydes schenckt. Das ist ein selge stunde, Darin man sein gedenckt, Sonst vers dirbt alle zeit, De wir jubring'n auf erden; Bir follen selig were den, und bleib'n in ewigkeit. 6. Auch wenn die welt verge het Mit ihrem stolz und pracht, Wed'r ehr noch gut bestehet, Das vor ward groß geacht. Wit werden nach dem tod Lief in die erd begraben. Wenn wir geschla fen haben, Bil uns erwecken Gott. 7. Die feel bleibt unberloren, und Freudigkeit. Geführt in Abrams schooß. Der leib wird neu geboren, Von allen fünden Ids, Gantz heilig, rein und zart, Ein find und erb des Er ren: Daran muß uns nicht irren Des teufels lift'ge art. 8. Darum ob ich schon dulde Hie widerwärtigkeit, Wie ichs auch wohl verschulde; Kömmt doch die ewigkeit, Ift aller freu den voll. Dieselb ohn einigs en de, Dieweil ich Chriftum tenne, Mir wiederfahren soll. 9. Das ist des Vaters wille, Der uns geschaffen hat. Sein Cohn hat guts die fülle Erwor. ben und genad. Auch GOit der beilge Geift Jm glauben uns regiret 3um reich des himmels füb, ret. Ihm fey lob, ehr und preis. 347. Arum folt ich mich denn gråmen: Hab ich doch Chriftum noch, Wer wil mir den nehmen? Wer wil mir den him mel rauben, Den mir schon GOt tes Sohn Beygelegt im glauben? 2. Nackend lag ich auf dem boden, Da ich kam, Da ich nahm Meinen ersten othem.. Nackend werd ich auch hinziehen, Wenn id) werd von der erd, Als ein. schatten fliehen. 3. Gut und blut, leib, feel und leben Ist nicht mein: Gott als lein Jft es, ders gegeben. Bit ers wieder zu sich kehren; Nehm ers bin: Ich wil ihn Dennoch frölich ehren. 337 4. Schickt er mir ein creuß zu tragen, Dringt herein, Angst und pein, Solt ich drum verjas gen? Der es schickt, der wird es wenden: Er weiß wohl, Wie en fol All mein unglück enden.d 5. GOtt hat mich bey guten tagen Oft ergett, Golt ich ist Auch nicht etwas fragen? From ist GOlt und schärft mit maoffen Sein gericht, Kan mich nicht Gang und gar verlassen. 6. Satan, welt, und ihre rots tenKönnen mir nichts mehr hier Thun, als meiner spotten. Lag sie fpotten, laß fie lachen; GOtt, mein heil, Wird in eil Sie zu fchanden machen. 7.11nverzagt und ohne grauen Sol ein christ Wo er ift, Stets sich lassen schauen. Bolt ihn auch der tod aufreiben, Sol der muth Dennoch gut Und fein flille bleis ben. 8. Kan uns doch kein tod nicht tidten, Sondern reist unfern geist Aus viel tausend nöthen; Schleußt das thor des bittern leis den, und macht bahn, Da man kan Gehn zur himmels, freuden.. 9. Alda wil in süssen schäßen Ich mein herg, Auf den schmer, Ewiglich eraeßen. Hier ift fein rechtgut zu finden: Was die welt In sich hålt, Muß im huy ver. schwinden.. 10. Was sind diese lebens que ter? Eine hand, Boller fand Kum. mer der gemüther. Dort, dort S find Bon des Glaubens Troft 338 find die edlen gaben, Da mein hirt Christus wird Mich ohn en be laben. II. HErr, mein hirt, brunn aller freuden, Du bist mein, Jch bin dein, Niemand kan uns schei den. Ich bin dein, weil du dein leben, und dein blut, ir ju gut, In den tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich faffe, Und dich nicht, D mein licht, Aus dem hergen laffe. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich, und ich dich Lieblich werd umfangen. 348: Mel. Wachet auf, ruft uns. as beweget mich ju trau ren? Mein leiden wird nicht lange dauren: Es währet hier ein augenblick. Schwinge dich in iene freude, O feele, die du trågest leide, Laß allen dunft Der welt zurück. Wer feine hoffi nung hat, Der wird von seufzen inatt, Und muß trauren: Ein wahrer Christ Hingegen ist Boll freudigkeit zu ieder frist. 2. Mich befümmert zwar die finde, Die ich so wot an mir be: finde, Als auch an andern in der welt. Diese wil ich fiets beweis nen, Doch nie im trauren trot los( heinen, Weil mein vertrau en Efum bålt: Er, er ift, der mich trift't: Durch ihn bin ich erlößt Jeſu, Jesu, Wie wohl ist mir, Benn ich alhier Durch diesen glanben trane bir? 3. Meine schuld ist mir verges ben. Ich habetheil an ienem les ben, Das weiß und glaub ich feftiglich. Lobsen GOTS! der mir gefchendet Die fünden, die main berg gekráncket, und sich erbarmet über mich. Was fan mir fatan thun? 3 bin und heiss fe nun Kind und erbe, Was ache ich hohn? Die ehren: cron Beste ge ich in hoffnung schon. 4. Meinen JEfum werd ich sehen, und ihm zu seiner rechten stehen In vollem glang und hel lem licht. Mir wird nicht mehr Enechtlich grauen. GOtt meinen Heiland werd ich schauen Vonangesicht zu angesicht. Beyaller traurigkeit Segt in zufriedenheit Diefe boffnung, Die er, mein hort, Mir fort und fort Betheurt in seinem wahren wert. 5. Woblmir, mich darf nicht mehr erschrecken Der tod, ich kan dargegen schmecken Die fråfte der zukünft'arn welt. Ich bin schon in hoffnung felig. Mein glaube macht mich allzeit frölich, 3eil er bas, unsichtbare hält. Getroff if mir mein muth. 30 legt wird alles gut, Wena wit glauben. Mein glaube bålt, Was ihm gefåüt, Dich, JEfum, und besiegt bie meit. 349. 26 und Frendigkeit. 65 434 ID 6 65 5 43% 0 349.0 dth misio ņ 65 76 437778 Elt! packe dich, Ich sehne mich nur nach dem him mel. Denn droben ist lachen, und lieben und leben: Hier unten ist alles bem eiteln ergeben. 2. Du lignerin, Nach deinem finn Wilt du mich richten. Ich folge der wabrheit zum ewigen le ben, Das JEfus, die wahrheit, den frommen wird geben. 3. Owelt, du bist Voll trug und lift, Du legst mir firieke. Ich bin dir entgangen, und wil dir entgeben. Denn JEfus bleibt ewig zur rechten mir fiehen. 4. Du blinde welt, Wers mit bir hält, Sturgt in die grube. Ich folge dem Lamme, dem lichte und leben, Das uns das Lamm GOttes dort ewig wird geben. 4 5.Du mühest dich, zu sidren mich und meinen frieden. Ich liege und schlafe voll göttlichen 5 698 4 30 266698 875 5. 43 Wmmits frieden, und lasse dich toben un wüten hienieden. 2 339 6 6.Du spottest mein: Ich lache dein Und deiner waffen. Verfol ge, verspotte, verhöhne mich eben: Es bleibet mir dennoch das ewige leben. 7. GOtt ift bey mir: Satan mit dir: Wer wird gewinnen? Ich siege durch Chriftum, ich lämpfe und streite, Und trage die feele von dannen jur beute. 8. Mein schild is GOtt: In aller noth Ich auf ihn traue. Du wirft noch verstieben, ich werde bestehen, Benn alles zu bodem. and trümmern wird gehen. 9. auf, rusie dich, Streit ti der mich, Spanne den bogen! Dein bogen wird brechen, die sebne zerschellen, Damit du mich liftig gedachtest zu fällen. 10. Du rufft: da, da! Halles lujah! Jß meine Stimme. Da fus cheft 340 chest mein elend, das sähest du 350. gerne; Ich suche und sehe den el. Erre GOtt dein. himmel von ferne. 11. Jerusalem, Jerusalem Wird dennoch bleiben, Auch unter dem creuge fein luftig, fein fille. Denn GOttes fein brünn, tein hat waffers die fülle. Wer GOtt vertraut, Hat wohl gebaut Im himmel und auf erden. Wer sich verlässt Auf JEfum Chrift, Dem muß der himmel werden: Darum auf dich All hoffnung ich Ganz fest und steifthu seßen. HErr JEſu Christ, Mein trost du bist In toa des noth und schmerzen. 12. Zulegt, zulegt Werd ich ergest: Hier wil ich dulden. Mir ift schon der himmel von dem, der mich leitet. Dir aber die höllische grube bereitet. 13. Hallelujah! Hallelujah! Wo feyd ihr flugen? Der Bräu tigam fommet voll gnade und la chet, Uch, schmücket die lampen, feyd munter und wachet. Don des Glaubens Troft 14. Welt packe dich! Du hältst nicht flich, Du trügerinne. Ich lobe den himmel, und liebe das leben, Das JEius im himmel: Den frommen wird geben. 15. Nur fort du welt! Komm: Sternenzelt, Mich zu ergeten. Ich suche den himmel, das freu. dige leben. Das wolle mir JE, fus der Lebens Fürst geben! 1 $ 3000 텔 2. Und wenns gleich war Dem tenfel sehr Und aller welt zumi der; Dennoch so bist Du, JEſu Chrift, Der fie all schlägt darnie der. Und wenn ich dich Nur hab um mich Mit deinem Geist und gnaden; So kan fürwahr Mi gang und garWed'r tod noch teus fel schaden. 3. Dein trößt ich mich Gang sicherlich: Denn du fanft mir wol geben, Was mir ift noth, Du treuer GOtt, In dief'm und ienem leben. Gib wahre ren, Mein her erneu, Errette leib und feele. Ach höre, HErr, Diß mein begehr, Und laß mein bitt nicht fehlen. 351. at 11² 5 43* Q 6 76 5 66 Wohl 0900 65 43 S 4 und Freudigkeit.no mmuni 38 00 66 6* 7 6 5 685*# 6 4% 43% 656 O EE amapindmant 65 * 6 43% Ohl dem, der nur GOtt vertrauet, Und auf seine güte bauet, Der betrügt sich nicht. Er hat alles in den hånden, Kan es, wie er wil, fiets wenden, Weil ihm nichts gebricht. Laß GOtt führen deine fachen, Er weiß es recht gut zu machen.de 2. Geht es nicht nach den gedancken, Fångt die hoffnung an zu wancken; Ach, erschrecke nicht. Dencke, was der Allerhöchste Mit dir thut, das sey das beste. Denn was er ausricht, Darfuns gar nicht widrig scheinen: GOtt pflegt es fiets gut zu meinen. 3. Wollen neid und lästrer schrecken; GOtt weiß dich doch zu bedecken Unter seinem schuß. pening 6368 6 341 66 65 Wenn die menschen dich betrie ben, Tück und untreu an dir üben; GOTT beut ihnen truß. Menschen hergen kan er lencken, Daß sie müssen anders dencken. 4. Bil dir aller troft vers schwinden, Kanst du keine hilfe finden; Halte GOtt nur still. Er ist bey dir in den nöthen. Er lässt nicht die seele tödten. Er thut was er wil. Immerhin den leib gefråncket, Benn nur GOf die feel bedencket. 5. Wenn dir satan angst wil. machen, und der weite hollens rachen Dich zu schrecken tracht't; Ey, so werden sie doch missen Lies gen unter deinen füffen. Freudig fie verlacht: Wer bey JEsu gnaDe 342 de funden, Der hat felig über. wunden. 6. Drum auf, auf, ihr bidden finnen! Trauren weiche bald von hinnen; Mein GOtt lebet noch. Don des Glaubens Troff 5 43 65 436 6 5% 4 3*** 6 Er hat mich bisher erhalten; Ee wil ferner ob mir walten: Seele, merck es doch. Wohl dem, der nur GOtt vertrauet, Und auf seine gute bauet. 352. 8 76 5% 66* 98654 3% 65 87 * 6 743 665 665 5% 4 330 65 5430 66 30 Erfließ, mein geift, in JEsu blut und wunden, Und trinck nach langem durft dich sat. Ich habe ist die quelle wieder funden, Die seelen labt, so müd und matt. Eil, wie ein hirsch, zu dieser quell, Die kraftig, lieblich, füß und hell Aus JEsu herk und seite fliesset, Und unser herg und feel durchs fiffet. 3 2. Die welt hat nichts, das dir ein labsal wäre, Sie träuckt mit 65 65 7 43 9865 413 gift vom Höllen pfuhl: Darum dich bald zum strom des lebens febre, Der lauter fleufft vor GOttes stubl. Hie wird das in nerste vergnügt, Das sonsten als verschmachtet liegt. Hier wirdt ein balfam aller fäfte mit kraft in alle feelen. Fräfte. oble 3. Spey aus, wo du noch et was haft im munde, Das nach den eiteln wassern schmeckt, Daß der crystall fließ in dem reinen grunde, und Freudigkeit. grunde, Den GOttes brünnlein Dir entdeckt. Vermische nicht GOtt und die welt, weil dieses nie zusammen hält. Es haben reine finn und augen Die kinder, die die anade faugen. 4. Und o wie schön, wie unaus, sprechlich quillet Die himels, luft in unser herg, Wenn GOtt den durft in seiner liebe stillet, Und in uns firdmet niederwärts. Diß fan Tein fleischlich auge sehn, Viels weniger die werck verstehn, Die GOtt in fliller feele thuet, Benn Sie von ihren werden rubet. 5. Der mensch sieht GOtt mit Heiger furcht und zittern In träf ten über alle Fraft, Da er in uns das irdisch' wil zersplittern, Das uns hält in geheimer haft: Doch Fommet er fo lieblich füß Daß diese prin ift fein verdrüß. Er hålt uns mit verborgnen hånden, Daß wir uns gerne zu ihm wens den. 6. HErr, beine lieb' fan fonfi unmüglich tragen Die creatur, die so voll fund. Denn ob sie wol hie hat ein wohlbehagen, Wenn Du fie blickest an geschwind; So muß doch, wenn ein strahl ent Neht Von deiner hohen majestät, Was sterblich ist, vor dir erschres den, und mit Elia sich verdecken. 7. Doch offenbarst du dich in groffer wonne, Die deinem find erträglich fällt. Du spielft in uns, o freuden- reiche sonne, Als sonne in der neuen welf. Wir suchen 343 nur die morgen rdth, Da doch dein licht fiets höher geht, Bis uns nach hergens- luft erschienen Dein volles licht der blut- rue binen. 8. Ein from von diesen was fern kan vertreiben Egyptens die de finsterniß. Die fraft kan man nicht reden oder schreiben, Die in dir macht das berk gewiß. Wir fühlen deinen flarden Geist, Der deine grosse liebe preif't, In reiner flarheit ohne mackel, Als eine reine wahrbeits, fackel. 9. Mein Heiland, hier kan ich mich recht erkennen, Daß ich bin eine schlechte mad, Ein faules hols, nichts werth, als zu vers brennen: Und doch erhält mich deine gnad. Dein licht zeigt mir den kleinsten stanb Der sunden, die ich sonst nicht glaub. Diß legs den stoig fein bey mir nieder, Und führt mich zu der demnth wieder. 10. Nun hier kan ich, mein Heiland, dich erkennen, Wie gnadenreich dein angesicht. Du fegft den staub von deiner lieber tennen, Und gibeft mir, was mir gebricht. Mein elend nimmst du von mir ab, und gibst dich mir zum sichern stab: Und wenn ich nicht weiß fortzugehen; So muß ein neues licht aufgehen. und 11. Je treuer ich dich in dem glauben halte, Je flårer wird dein licht verflårt. Und wenn ich dann die frohen hände falte, Die seel der liebe kraft erfährt. Dann hüpfes 344 Drn der Freude bipfet sie in liebes trieb, und hat dich, HErr, inbrünstig lieb, Und gåbe dir wol tausend welten, Die freue liebe zu vergelten. laß doch bald die schwarze wold bergehen, Wenn sie mir vor den finnen liegt. Du freundlichster, du bist uns nah; Wenn man dich 12. O HErr, laß mich dein ans sucht, so bist du da, Und hältst geficht oft sehen: Ich weiß sonst dich imer zu den deinen: Darum nichts, was mich vergnügt. Ach, musst du mir oft erscheinen. XXVIII, Von der Freude in dem H. Geist. 353. 656 54 CHA B * TILES B 6 65 6 TE 667 54% Ingen 65 0 6 16 6 5 8 Je lieblichen blicke, die JEfus mir gibt, Die ma chen mir schmerzen, Und bringen zu bergen, Daß ich mich nun gånglich in JEfu verliebt. Drum ist auch mein geift Gang aus mir gereif't, und suchet nur dich, OJEſu, mein Jch::. nd 2. Die strahlenden augen, die MANUTE 6 657# 0 656 1000 06 66 6 0²4 Hell 5 3 0₂ zünden mich an. Mein herte bes tennet, Das lichter loh brennet, Daß solches das feur der liebe gethan. Es flammet mein muth Mithimlischer glut: Drum ftirs bet dahin Mein irdischer sinn.:: 3. O irdische sonne, du bren neft zwar sehr, Benn dn uns be strapleft, und prächtig berpras left, in dem left: Doch brennen die augen des braut'gams vielmehr, Wenn er uns anblickt, und feuer abschickt, Das heftiger sticht, Als, fonne, Dein licht.:,: 4. Ich sterbe für liebe: doch leb' ich auch noch. Ertddtete glie. der, Erholet euch wieder, Und ziehet mit freuden das selige joch. Dein himmlifcher alang Erneuet mich gank: O JEfu, nur dir, Dir leb' ich hinfür.:: 5. Ein göttliches feuer entzün det die brust. Ich weine für freus den, Und wünsche solch feiben Doch stetig im hergen zu fühlen mit luft. O süffeste pein, Wie nimmst du mich ein! Ach, ach! ich weiß nicht, Ach! wie mir ges schicht.:: 6. Bie wird mir doch werden, wenn du nun wirk Mit himmlifchen blicken Dort ewig erquicken, Darnach mit verlan gen mein herke so dürst? Ogött, liche zier, Ach war ich bey dir! O himmlischer schein, Komm, hole mich ein.:: 1 354. Mel. Berlich thut mich. Ch freu mich in dem HErren, Aus meines hergens grund, Bin frölich GOtt zu ehren Fßt und zu aller stund. Mit freuden wil ich fingen, zu lob dem namen fein, Gant lieblich sol erklingen Ein neues liedelein. 2. In sund war ich verloren, Sündlich war all mein thun 3 . Geift. 34% Nun bin ich neu geboren In Chrifto GOttes Sohn. Der hat mir heil erworben Durch seinen bittern tod, Weil er am creut gestorben Für meine missethat. 3. All fund ist nun vergeben, Und jugedecket fein, Darf mich nicht mehr beschämen Vor GOtt dem HErren mein. Ich bin gang neu geschmücket Mit einem schö nen kleid, Gezieret und gesticket Mit heil und g'rechtigkeit. 4. Dafür wil ich ihm fagen Lob und danck allezeit; Mit freud und ehren tragen Diß riftliche geschmeid; Bil damit herrlich prangen Bor GOttes majestät; Hoff' darin zu erlangen Die ewge seligkeit. 355. el. un kommt der Seid. Efu, meine sonne, from men wonne, Was für freude muß es seyn, Wenn du kömmst ins herkz hinein. 3 machst die nacht verschwinden, 2. Du erleucht'st die blinden, Bringest dem gewissen ruh, Gibst ihm wahren frost dazu. 3. Die betrübte seele Jauchst in ihrer bile: Denn du trånckst sie wie ein strom, Machßt sie heis lich, satt und fromm. 4. Alle kraft und sinnen Were den deiner innen, Auch die glie. der jauchzen schier Für frolocken über dir. 5. Deine liebes luffe Sind vor sucker füffe. Dein geruch ist gånge Donder Freude 346 gånglich gleich Gott und seinem himmelreich. 6. Ach, verzeuch nicht lange: Denn mir ist schon bange, Und mein hertze sehnet sich, Dich zu haben ewiglich. 7. Uue deine gaben Können mich zwar laben; Aber keine, JEfu Chrift, Schmeckt mir, wie Du selber bist. wusst, Benn du mein berg er quickest, Dieweil dein Fuß so lieb, lich ist, Daß man auch seiner felbft vergifft, Wenn du den Geist entzuckest, Daß ich In dich Aus dem triebe reiner liebe von der er de Uber mich gezogen werde. 2. Was hatt ich doch vor frost und licht, als ich dein holdes an gesicht, Mein JEsa, noch nicht Fante? Wie blind und thöricht ging ich hin, Da mein verkehr, ter fleisches finn Von welt be, gierden brante? Bis mir Von dir Licht und leben ward gegeben, dich zu kennen, Herklich gegen dich zu brennen. $ bestehen, Wenn die welt, lust muß vergehen. 356. Mel. Wie schon leucht. Ein seelen, 5. So weiß ich aus deis Mir ist nichts auffer bir bes nem wort, Daß du dich, liebs ster feelen, hort, Nicht ewiglich versteckeft. Du thuft vor mir die augen zu, Auf daß du desto gröffre rub Hernach in mir ers weckest, Wenn ich Treulich Als ein rebe an dir flebe, Auch im leide, Richt nur in der süssen freude. 6. Derhatben fol mich keine noth, Mein JEsu, war es auch der tod, Von deinem dienst ab schrecken Ich weiß, daß mich dein herge liebt. Darum so geh ich unbetrübt Mit dir durch dorn und hecken. Plage, Schlage, Ich bin fille, ift's dein wille, mich zu Francken, Du wirst meiner doch gedencken. 3. Die arme welt hat zmar den schein, Ais war ihr schlechtes frd. lich seyn Ein herrliches vergnüs gen; Allein, wie elend gehts vor. ben, Da sieht man, das es blend. werdk sey, Wodurch wir uns be. trügen. Drum muß JEsus Mit den schätzen mich ergegen, die 4. Wer JEfum feft im glans ben hålt, Der hat die fraft der andern welt Hier albereit zu schmecken. Pflegt JEfus gleich zu mancher zeit Bey grosser her. gens traurigkeit Sein antlik zu verdecken; Ist doch Sein joch Sanft und feiner, als wenn einer auf dem bette Dieser welt zu schlafen hätte. $ 7. Und soll ich auch mein hort, in mir Dein füffes Manna nicht alhier In diefer zeit empfinden: So wil ich doch zufrieden seyn, Und werde deinen gnaden schein In ienem leben finden, Daman Štets tan, Sich zu laben, JG, fum in dem 5." Geift. fum haben, fiets erblicken, und ihn in die arme drücken. 8. Allein du holder menschen, sohn, Ich lenne beine liebe schon, Wenn uns die dornen fiechen. Dein herß, daß mich in trauren fest, Un sich verschleust, muß doch julegt, Von lauter liebe brechen; Drum füllt Und quillt In mein dem schmerge deine füffe, Die ich noch allhier geniesse. 9. Du falbest mich mit freu, den dl, So, daß sich öfters leib und feel Recht inniglich erfreuen. Ich weiß wohl, daß du mich bes trübst: Ich weiß auch, was du denen gibf, Die sich davor nicht chenen. Drum gib Den trieb, Unabwendig und beständig treu zu bleiben, und recht fest an dich zu glauben. 10. Der glaub ist eine starcke hand, Und hält dich als ein festes band: Ach, fårcke meinen glau: ben! Im glauben kan dich nie. mand mir, Im glauben fan mich niemand dir, O farcker JEsu; rauben, weil ich Frölich Welt und drachen fan verlachen, und die fünden Durch den glauben überwinden. 357. D Mel. Seelen Bräutigam, Du süsse luft Aus der lie bes, brust, Du erweckest wahre freude, Daß ich falsche freude meide; O du süsse lust Uus der liebes, brust. 2.Deine reine quel Gibet klar 347 und hell Geistliche erquickungs. fäfte, Lebens volle himmels Fråfe te: Deine reine quell Gibt es Flar und hell. 3. O gewalt'ger trieb! O du JEfus lieb! O unendlich tiefe gute! O wie froh ist mein ge müthe! O gewalt'ger trieb! O du JEfus lieb! in der nicht, was ich thu. Ich bin durch den vorhang gangen, JEsum eis nig zu umfangen. Lasst mich in der rub. Fragt nicht, was ich thu. 5. Ich bin benedent, Beit mich GOtt erfreut. Diese freud niemand erfähret, Als in dem sich GOtt verklåret. Ich bin benes deyt, Weil mich GOtt erfreut. 6.Denn das sinnlich theil Fühe let nicht diß heil: Blos der Geift der feelen Fräfte Trincket dieſe himmels fäfte. Denn das finne lich theil Fühlet nicht diß heil. 7. In der fabbaths, ruh Trit er selbst herzu. O. wie groffe füffe wonne Strahlet dann von dieser sonne. In der sabbaths ruh Trit er selbst herzu. 8. Alles wird versenckt, Was uns ie gefråndt. Diese freud weiß nicht von leiden, Weil in freuden über freuden Alles wird versendt, Was uns ie gefrändt. 9. D du süsser hørt, Du lebens digs wort! Du musst niemals mich verlassen hier auf dieser pilgrims straffen; O du füsser bort, Du lebendigs wort! 1 32 385. 348 11 SIHID POR 6 5 3 von der Freude. 358. 66 6 $ 7 44 2 2 7 6 6 5 56% +11 6 65 06 MINT WHE JEsu, mein bråutgam, wie ist mir so wohl! Dein' liebe die macht mich gang trun, den und voll. O selige stunden! Ich habe gefunden, Was ewig ei freuen und fåttigen fol. 2. Du hast mich, oJEsu, recht reichlich erquickt, und an die troft brüste der liebe gedrückt, Mich reichlich beschencket, Mit wohlluft getráncket, Ja gånglich ia himmlischer freude verzückt. d 6 3.Sun, bergens geliebter, ich bin nicht mehr mein: Denn was ich bin um und um, alles ist dein: Mein lieben und hassen hab ich dir gelassen, Diß alles wirckt X 7 568 6 5 60 6 MAINILE 6465 HI in mir dein göttlicher wein. 4. Was ist es, daß hier und dort mich noch ansicht Der eltern, der brüder, der finder gesicht? Weg, weg ihr verwandten, Ihr freund' und bekanten! Schweigt alle nur stille; ich kenn euch ia nicht. 5. Kommt, jauchzet ihr from men, frolocket mit mir, Ich ha be die quelle der freuden ſelbst hier. Kommt, lasset uns sprin gen Und singen und klingen, Ja gånglich entbrennen in liebes begier. 6.O liebster, wie haft du mein herge verwundt: Wie hat mich DEHI Dein heiliges feuer entzündt! Ach, fchauet die flammen, Sie schla gen zusammen, Nicht himmel, noch erde weiß, was ich empfind'. DIDINI 7. Trot teufel, welt, bölle, fleisch, fünde und tod! Ich fürchte Fein trübfal, fein leiden noch noth. Wil JEfus mich lieben, Was kan mich betrüben? 2ll's, was mir entgegen, muß werden zu spott. 8. Weg cronen, weg scepter, 359. 6 65 4: 3 0 in dem 6. Geift. 51% 6% B4 TIHE 6 Q 3 Q 48 2 ETITIE IN TIMIUI 5 6 5* 43* 5*** 111 6 4* 65 26 6 6 43 0 # 349 weg hoheit der welt! Weg reich thum and schäße, weg güter und geld! Weg wohlust und prangen! Mein einzig verlangen Jesus, der schönsie im himmlijchen zelt. 9. Bann nimmst du o liebster, mich gånglich zu dir? Wie lang, ach wie lang sol ich warten als hier? Wenn seh ich, o wonne! Dich ewige sonne? o JEfu! o schönster! o einige zier! 65 6430 6 E 6 bulu 6 56 33 56 34 6 66 6 Wie 350 Bon der Freunde Je wohl ist mir, Daß ich nunmehr entbunden Von aller fund, Durch Chriki blut und wunden. Was ich gesucht so lan ge mit begier, Das ist mir nun durch Chrißi tod aegeben, Weil der unflerbliche selbst worden ist mein leben, Daß mich hinfort Fein tod berühr. Wie wohl ist mir: 2. O grosse freud, Die mich mit lust umbüllet, Demnach sein til Vom Bater ist erfüllet, Daß, wo er ist, ich sen auch allezeit In reinem himmels glang mit anzu fehen, Wo fo viel tausende der heilgen engel stehen, und schauen feine herrlichkeit In groffer freud. 3. Ich bin vergnügt: Denn Dieser erben fachen, Wie schön fie find, Die fan ich frey verlachen, Nichts ird'sches ist, das mein ge. müth besiegt. Ich fan mich kei nem menfchen mehr vertrauen, Mein auge das wil nur, was himmlisch ist, beschauen, und was des Vaters wille fügt Macht mich vergangt. 4. Er ist mein hirt, Er weidet meine feete Mit lebens brot, Mit freuben wein und die, Auf aru, ner au werd id) von ihm geführt. 3 ich tan fein glück noch unfall mehr erschrecken: Denn JEsus Chriftus ift bey mir, mein stab un Recken Ich weiß, daß mir nichts mangeln wird: Er ist mein hirt. 5. Mir wallt das herg, Benn ich, in lieb erwarmet, Oft spür und fühl, Wie heiß er mich ums armet, Dadurch mir gleich ents fliehet aller schmerz: Auch angst und seufzen müssen beyde weis chen. Owohl, fein labfal ist mit diesem zu vergleichen, Weil, voll vom füffen himmels schert, Mir wallt das herk. 6. Ich geh und fleb, So bist du mein begleiter, Du machst vor mir Die finsternissen heiter, Daß ich in deinem licht das licht erjes. Deß danck ich dir, du reine lebens quelle, Daß du verwehrt, daß mich kein böser fall nicht fåte le, Und daß ohn schmerzen, angst und weh Ich geh und fieb. 7.O fiiffe ruh: Es mag in uns rub bleiben, Wer sich mit sorg Last von der welt umtreiben. Ich wehle mir kein folche luft wie du, Du tolle welt, ich hab was beffers funden: Ich bin, o glück, an JE fu fanftes joch gebunden, Und les be dennoch immerzu In füffer ruh. i 8. Mein speif' und tranck Ift flets mit luft gemifchet, Und mein gemüth Wird tåglich) neu erfris schet Mit himmels fraft, damit ich nicht erkranck. Jch forge nicht, er weiß wohl, was auf erden Mir täglich nöthig ist, das läfft ez reichlich werden, und so genteß ich auch mit danck Mein( peif und tranch. 9. Ich schlaf gar füß, Wenn mich mein JEsus beget, Und meinem haupt Sein lincke unters leget: in dem. Geift. Me 351 leget: Dann hertet mich die rech- nun nimmer sterben. Denn du te gar gewiß. Ich spür im schlaf, wie er mit liebefofen Mich stets erquickt, erfreut mit lilien und rojen. Weil ich so stolger ruh ge nieß, So schlaf ich ſüß. 10. Wenn ich erwach, Bin ich gang unverrücket Bey dir, mein Herr, daß ich so entzücker, Dich halten möcht stets unter meinem dach, Daß ich dich allzeit fünde ben mir stehen. Laß, liebster brautgam, mein verlangen doch geschehen, Auf daß ich freudig dich anlach, Wenn ich erwach. 11. Ich sterbe nicht, Nein, fondern ich werd leben, und dei ne werd Verfündigen darneben. Ich glaub an dich, und komm nicht ins gericht: Und weil du haft den tod schon längst ver. fchlungen; So bin ich gleichfals auch zum leben durchgedrungen. Ich leb und glaub an dich, mein licht: Ich flerbe nicht. 12. Se leb ich fort, Und Fan erlöst Mein leben vom verderben, Bis du mich gar hinführest an den ort, Allwo ich überkleidet werde sehen Die neue himmels braut, Jerusalem, hergehen, Auf daß ich ewig bleibe dort, Und lebe fort, 360. Mel. Es ist das Heil uns. D 9 uf! feete, Jesus, GOt tes Lamm, Hat dich gur braut erweblet: Er hat mit dir als Bräutigam,( o anade!) sich vermählet: Er brent für liebe gegen dich: Sein kens 13.In ewigkeit, mit allen aus erwehlten, Die nun genant Sind deine neu vermählten, Mit des nen du, was dir vorher bereit't, Jhunder wilft die herrlichkeit ge niessen; Wo die cryftallen flare strom und wasser fliessen; Beym holg des lebens ohne zeit In ewigkeit. 14. Es bleibt dabey; Ich wit dich ewig loben, Wenn ich in ies ner neuen stadt bort oben Vers Flårt anschauen werd dich, Eins und Drey. Ja, ia, ich glaub, es wird nun bald geschehen, Daß ich dich, Jehovah, werd' loben, preifen, sehen, weil ich von allen banden frey. Es bleibt daben. XXIX, Von der geistlichen Vermählung der Gläubigen mit Christo. sches herte fehnet sich Nach keus fcher gegen liebe. 2 Er liebet nicht auf lurke zeit; Nein, so ist nicht sein lieben, Er wil an dir in ewigkeit Recht freue liebe üben. Bleib du ihm auch in liebe treu, Und augenblicklich fie erneu: Sein lieben wird nicht wancken. 3. Er wil sich in gerechtigkeit Mit 34 352 Von der geiftlichen Dermählung Mit dir nach wunsch vertrauen. An meinem thun betrüben. Nim Er ist ohn unterlaß bereit, Dich meine feel und sinnen ein, Laß gnåbig anzuschauen. Er meinets mich dir gauk ergeben seyn, Und recht, und schencket fich Selbst zur deine braut verbleiben. gerechtigkeit, die dich, Als dein gewandt, fol fleiden. 361. Mel. Mein Seiland nimmt. 4. Er an dir Bigkeit und grade zu beweiſen; Belt Die freundschaft im Er gibet, was dein herg erfreut, Bil dich mit Manna speisen. Wer ihn nur liebet hat es gut. Er stårckt und labet finn und muth: Bey ihm ist lauter himmel. 5. Du darfit dich deiner liebes brunft Im glauben nur vertrau en. Du fanft auf seine groffe gunst Mehr als auf felfen bauen. Er ist die wahrheit und das licht: Er weiß von feiner falschheit nicht: Was er verspricht, ges fchiehet. 6. Du wirft ihn erstlich in der noth Als deinen HErren kennen: Auch felbft der schreckens volle fod Bird dich nicht von ihm tren, nen. Dann wird er dich zum himmels faal, Als feine braut, zum hochzeit mahl Geschmückt und herrlich führen. 7. Ach, feele, liebe wiederum Den, der dich berglich liebet: Ergib dich dem zum eigenthum, Der an dir gnade übet. ach, faß ibn tief in deine brust, Und laß bich nicht die schnöde lust Der eiteln welt verleiten. 8. Ach zünde mich, o JEfu, an, Dich inniglich zu lieben. Laß mich fiets meiden, was dich fan mer auf die gleichen und leugnet, daß fich GOtt gefellt mit denen, die ihn nicht erreichen. Ist Gott schon alles, und ich nichts; Ich schatten, er die quell des lichts; Er noch so stard, ich noch so blds de; Er noch so rein, ich noch so fchndde; Er noch so groß, ich noch so klein: Mein freund ist mein, und ich bin sein. 2. Mein Goel, mein Immas nuel, Mein mittler fonte mittel finden, Sich meiner hocherhabe nen seel, Die ihn berab zog, zu verbinden. Mein Salomo, mein Jonathan, Mein Bräutigam, mein GOtt und mann, Kam von dem himmel und auf erden, Mein muth und blutes freund zu wer den, Ein leib und geist, mein fleisch und bein: Mein freund ist mein, 2c. 3. GOtt, welcher seinen Sohn mir gab, Gewährt mir alles mit dem Sohne, Nicht nur fein creuß, nicht nur sein grab, Auch seinen thron, auch seine crone. Ja, was er redet, hat und thut, Sein wort und Geist, sem fleisch und blut, Was er gewonnen und erftritten, Was er geleistet und gelitten, Das der Gläubigen mit Chrifto. 353 chen. Ohn ihm ist mir, trok aller meng, Die zeit zu lang, die welt zu eng. Ich bin, wann feind und freunde fliehen, Wenn sich die Engel felbst entziehen, Zwar eine fam, aber nicht allein. Mein freund ist zc. 4. Ich finde nugen, luft und ehr Bey unserm bund im höchsten grade. Er heischet von mir sonst nichts mehr, Als glauben, und ich nichts als gnade. Owohl der wahl, die uns gefügt! Weg ren 8. Man nehme alles, was ich und tausch, ich bin vergnügt In ihm, und er mit mir zufrieden; Drum bleibt bey beyden unge schieden Ein hert und mund, ein ia und nein. Mein freund zc. hab, Man gebe mir nichts, was ich heische, Man scheel mich aus, man streif mich ab, Man zieh mir kleid und haut vom fleische, Ja, fpeis und trand, und was man wil: Mein freund bleibt meine hüll und füll. Die welt mag alles mir entrauben, Sie laffe mir nur meinen glauben; So bleibt nichts, eins und alles mein. Mein freund zc. Das raumet er mir alles ein: Mein freund ist mein zc. 5. 3war fan er aller Christen muth Mit seiner liebe fatfam wei den. Wir dürfen um diß hoch, ste gut Nicht eifern, noch einan der neiden. Durch unsern grös felten genuß Erschöpft sich nicht fein überfluß: So wil ich ihn swar Feinem leugnen, Doch mir borl allen andern eignen. Welt janck dich um das mein und dein: Mein freund 20. 9. Sein ist mein leib und meis ne feel, Die er erfchuf und auch erlöfte, Hier nährt und falbt mit feinem di, Bis er dort bende ewig tröfte. Sein ist mein muth, fein ist mein sinn, Sein ist, mit Furken, was ich bin: Ja, was ich an und um mich habe, Ift alles seine gnaden gabe. Die macht mich auch vom undanck rein. Mein freund ist zc. 10. Sein ist mein werd, fein ist mein ruhm. Er suchte mich, eh ich ihn fande. Ich habe für mein eigenthum Conft, leider! nichts, als fünd und schande: Doch hat mein freund auch diese last Zus samt dem creuß auf sich gefafft, und meine feindschaft abzuschaf fen, Die scharf gebüffte schuld 35 UND 6. Mein freund ist meiner fee len geist, Mein freund ist meines leibes leben. Nach einem, der mich feine heisst Und sonst nach feinem fot ich fireben: Dem ich mich, der sich mir ergibt, Dem ich, und der mich wieder liebt, Von dem ich nichts mehr fan begehren, Der mir nichts bessers fan gewehren. Dißlicht verblendet allen schein. Mein freund ist zc. 7. Ohn ihm ist mir der himmel trüb, Die erd ein offen höllen, rachen: Hingegen kan mir seine lieb Die eindd selbst zu Eden ma Don der geistlichen Germählung 354 und sirafen Verscharrt in seines grabes schrein. Mein freund zc. 11. Gein ist mein glück und meine zeit, Sein ist mein sterben und mein leben, 3u feinem ebren dienst gereicht, Bon ihm bestimt, und ihm ergeben. Es kommet, was ich laß und thu, Bon ihm ber, und thin wieder zu. Sein sind auch alle meine schmerzen, Die er ihm zärtlich zieht zu hertzen. Er fühlt und ahndet meine pein. Mein freund ist zc. 12. Es zirn und fürme ieder feind, Er macht nicht, daß ich viel erstaune. Der richter ist mein befter freund: Drum schreckt mich nicht die weck posanne. Ob erd und himmel bricht und fracht, Ob leib und feele mir vers schmacht, wenn meine beine gleich verwesen: So wird mein wabispruch doch gelesen, Und haften an dem grabe fiein: Mein freund ist mein, Und ich bin sein. 362. D Mel. Wer nur den lieben. u bist der herkog meiner lie be, Mein feelen freund, du ziehest mich, Daß ich mich nur barinnen übe, Wie ich mich gang erach an dich. Diß ist das schd. ne blumen feld, Das beine schäf. lein unterhält. 2. Du bist mein schak, mein auserforner, D, deines gleichen find ich nicht. Ich bleibe ewig Dein geschworner: Mein herke ist auf dich erpicht. Dein herge liebt mich ia so rein, Wie solt ich nicht dein eigen seyn? 3. Du, du solt mir mein schöne fles heiffen, Weil du so třeu im lieben bift. Nichts, nichts fot mich von dir abreissen: Dein herk ia lauter liebe ist. O mach mich freu auf dieser spur: Denn fals sche liebe martert nur. 4. Ou, du solst mich alleine Füssen, Dein tieben fol mein nes ctar seyn. Mein König, laß mich sonst nichts wissen, Führ mids nur stets in eins hinein, In dich und deine liebes gluth, Die meis ner feelen fanfte that. 5. Nichts fol in meinem hers ßen wohnen, is bu, mein allers höchstes gut. Dein lieben lieb ich mehr als cronen: Die ifts, wors in die feele ruht. Ich bleibe herzens JEfu, dein: Dein hert fol ewig meine seyn. 6.D laß mich einig an dir kle ben In rein und teuscher liebes flamm: Laß mich, als ein herk, mit dir leben, Mein holder her. Bens bräutigam. So, so lieb ich dich ganz allein, Und du lässt mich dein eigen seyn. 7.Ja, mein verliebter, laß mich hangen An dir, als eine reine braut: Die fiets mit beiffefiem verlangen Auf dich mit taubens augen schaut, Mein auge muß ohn falfdem fcheinAuf dich, mein Lamm, geheftet seyn. 8. Du felbft folft mir mein au ge werden, So lang ich muß hie nieden der Gläubigen mit Chrifto. nieden seyn, Bis du mich völlig von der erden Ziehst in dein her ke, glang und schein. Olaß mich bald zu dir hinein: Mein eigen folst du ewig seyn. 363. Mel. Mun kommt der Seid. Da mein rechter braut schak ist, Hast du schon vorlängst mir nicht Ein verlibniß zugericht't? 2. Jft die starde liebes hand Nicht mein fichres lunterpfand? Hatt' ich nicht den fiegel ring, Als ich deinen geift empfing? 3. Hast du mich nicht schon ge, liebt, Ob ich dich gleich noch be, trubt? Hast du deine werbung nicht, Bräutigam auf mich ge richt't? 4. Bracht der Vater meinen finn nicht aus liebe zu dir bin, Als fein unverwehrter jug Den unglauben überwuq? 5. Als ich mich nun zu dir wandt, Machtest du dich mir be, Fant; Mehr als man verlobte schaut Mit einander sein vers fraut. 6. So viel jahre, tag und fund, Ift mir deine liebe fund, Und der treu' flandhaftigkeit Dauret fest auf deiner feit. 7. Mir ist auch das hochzeit, Fleid In dir wesendlich bereitt: Deine menschheit JEfu Chrift, Die mir angezogen ist. 8 Diß ist die gerechtigkeit, So die fünde von mir scheidt, Da 355 du in mir neu geborn, Bist nune mehr zum heil erkorn. 9. Ja es mangelt mir auch nicht Heiligung, fraft, lieb und licht: Du bringst wesentlich mir ein, Was mein ewig theil sol feyn. 10. Aber eines fehlt mir hier, in Der verbundnen einigkeit Unbe wegte feftigkeit. 11 Denn mein wille lenckt sich wol Manchmal aus dir, da er fol In dich eingekehret seyn, Drins gen in das Eine ein. 12. Wie du mich nun, edler gast, Durch den Geist versiegelt hast, Daß ich weiß, ich bleibe nan Ewig in der liebe ruhn; Gänglich in den deinen hin, Daß 13. Also ziehe meinen finn ich wie ein fiegel steh, und dich eingedruckt mir fel. 14. Jch begehr nur in dein bert, Sonst nicht auf noch nie. derwärts. Ohne dich wil ich nicht seyn Irgendswo gedrückes ein. 15. O, daß diefes fiegel blieb Auf den armen meiner lieb' Un verrücket eingeprägt, wenn sich nur mein leben regt. 16. Eo, daß auch kein augen blick Mich von der gemeinschaft rück, nichts zu wollen, nichts zu thun, Ais in dir, mein lieb, in ruhu. 17. Laß diß bild stets fefter feyn Jn mein herk gebrücket ein: Cod und leben mach mich gleich Des nem Bon der geiftlichen Vermählung 356 nem bild und himmelreich. 18. Wer wil allo scheiden mich Bon der lieb, die ewiglich Alls ein fiegel in mir steht, Und aus GOtt in GOtt eingeht? 364. G Mel. Jauchzet all mit. Roß und herrlich ist der K, nig In der fülle:,: seiner pracht, Ale zungen sind zu wenig, Auszufprechen:: feine macht. Der durch so viel niedrigkeiten Eich den fluhl wolt zubereiten, Stellet sich nun offenbar In der höchsten klarheit dar. Zions töchter kommt und schauet, Wie sich unser König trauet: Jauchzet mit und jubiliret, Weil er feine:,: braut heimführet. 2 Dinge, die von langen jah. ren Aus dem buch der ewigkeit in die schrift verzeichnet waren, Bringet unfre legte zeit. Die ers füllung wird geboren Dessen, was GOtt hat geschworen, Daß auf Davids festem thron Ewig Figen fol sein Soha. Zions töch. ter, sc. 3. Er, der schönste aller schd, nen, So die menschheit ie ge, bracht, Lässt an diesem tag sich erinen, Da sein berge freudig lacht. Seine mutter eilt die crone Aufzuseßen ihrem Sohne: Drum ist unser Salomo Uber seiner hochzeit froh. 3ions tochter. ic. 4.Er hat sich mit heil gerüstet, Und schlägt, als ein tapfrer held, Was sich wider ihn gebrüstet, Augenblicklich aus dem feld. Er ists, dem es muß gelingen, Seine feinde umzubringen. Wahrheit und gerechtigkeit Ziehen mit ihm in den streit. Zions töchter, 2c. 5. Er erscheinet nun vor allen Als der low' aus Juda flamm. Bor ihm müssen niederfallen, Die ihm ehmals waren gram. Denn er kommt mit scharfen pfeilen, Rach und ftrafe zu er theilen. Er besieget haß und neid, Und erbeutet ehr und freud. 3i ons Töchter, zc. 6. Er tfis, dem der Vater schencket Alle welt zum eigen thum. Was der sonnen lauf um schrendet; Sol erheben ſeinen ruhm. Er fol nun das scepter führen, und den erden freis res giren, Und sein scepter wird als lein Ein gerades scepter seyn. 3ions tochter, zc. 7. Weil er recht und tugend liebet, Weil er alle bosheit bafft; Hat das di, das wonne gibet, Sein geheiligt haupt benasst. Gott hat ihn damit begoffen, Mehr als seine mitgenossen, So hoch, daß sein überfluß Sie zus gleich erquicken muß. Zions töchter, zc. 8. Seine Fleider find von myrrhen, Aloes und Pezia. Aug and sinn möcht sich verirren, Weil fein ganger schmuck ist da, Weil die vielen treflichkeiten Mit sich um den vorzug streiten. Da er sitzt als Davids Sohn, Auf dem elfens der Gläubigen mit Chrifto. 357 elfenbeinern thron. 3ions toch, in liebes flammen glüen, Was ger, ic. im weiten himmel schwebt, Und was hier auf erden lebt. Zions töchter, 2c. 9. Auch in gold gekleidet flehet Zu der rechten seine braut. Nun: mehr wird sie so erhöhet, Weil ihr nicht vor schmach gegraut, Und dem König hat für allen The re schöne wohl gefallen, Da aus ihres Baters hauf Sie sich rufen ließ heraus. 3ions töchter, ze, 10. Sie ist brünftig anzubeten Thren bråutgam, als den Herrn: Mit geschenden herzutreten Eilt die tochter Zor nun gern. Alle reichen gehn und legen Vor ihm nieder ihr vermögen. Er ist Kd, nig, er ist GOtt, Alles steht ihm au gebot. Zions töchter, zc. de, Die des Königs tochter trägt? Solcher zierde böchste würde Ift von innen angelegt. Sie trit ber in güldnen stücken, Vor dem Kd nig sich zu bucken: Auch die ihr zu dienste stehn, Sieht man prachtig einher gehn. Zions töchter, 2c. 12. Seine finder sollen sitzen Mit ihm auf des Baters ftuhl, Da die bösen müssen schwigen Mit dem fatan in dem pful. Je.. ne follen fürften werden, Und res giren auf der erden: Diefen aber fället zu Ewge knechtschaft ohne ruh. Zions töchter, ic. 13. Lasst uns unsern König los ben, Das von find auf findes, Find Er werd' überall erhoben, Bo nur vdicker wohnhaft sind. Alles müsse vor ihm fnien, Und 14. Alles muß mit vollem amen Lob, ehr, weisheit, danck und preis, Kraft und stårcke seinem namen Opfern auf die beste weif. Heil sey GOtt und seinem Soh ne, Als dem Lämmlein, auf dem throne. Hallelujah fingen ihm Geraphim und Cherubim. Zions töchter kommt und schauet, Wie sich unser König trauet: Jauch zet mit und jubiliret, Weil er feis ne braut heimführet. 365. Mel.Jhr Kinder des höchst. HErs, freue dich ſolcher höchſt, Da dich mit JEsu auf ewig verbunden: Er hat mich zu seiner braut fel ber erwehlt, Sich mit mir, als bräutigam, ewig vermählt. Mein herge muß gegen ihn flammen und brennen In liebe, mein ein und mein alles ihn nennen. Nichts müsse mich ewig von feis ner huld trennen. 2. Ach suffester bräutigam, was für ein lieben Gedenckest du an mir elenden zu üben? Gewiß nicht nur jahre, nicht stunden noch zeit, Worin sich das fterbliche leben erfreut. Verloben in ewigkeit und im gerichte, Diß, diß gibt der liebe das rechte gewichte, Worauf ich ia billig mein ganges herg richte. 3. Selbst 358 Donder geiftlichen Vermählung 3. Selbst deine gerechtigkeit im süßfesten frieden. Mein haus gibst du zum kleide. Wieföftlich, ist dort oben, und nicht mehr hies ben, und nicht wie reine, wie weiß ist die seide, nieden. Worin du dich, bräutigam, mit mir vertrauft, und mich als die deine in schönheit anschauft. Ge. nade, barmhertigfeit ist meine crone: Unendliche klarheit, worin nen ich wohne, Zur rechten des brautigams dort auf dem throne. 7. In ndthen fol ich dich als meinen HErrn kennen: Das stere ben soi mich und dich nimmer mehr trennen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch unverrückt, Dir, gleich einem fiegel, aufs herge gedrückt; Hier unten in trübfal und mancherley leiden; Dort droben in glorie und ewigen freue den. Da mein, und ich deine, nichts müsse uns scheiden. 8. Nun theureste, fiehe, der bråutgam der seelen Hat mit dir auf ewig sich wollen vermäh len: Du gibst ihm das ia wort gar williglich hin. O bringe nur ferner mit redlichem sinn Tief in die gemeinschaft deß, welcher sein leben, Aus flammender liebe dem tod übergeben, Nur dich aus dem tode ins leben zu heben. 4. Dich wil ich alleine, mein feelen freund, haben. Du, du Fanft das herge vollkommen recht laben Mit himmlischer wohllust, als mit einer fluth. Lebendige quelle, bey dir ist es gut: Hier wil ich mich ewige hütten erbauen, Und unter den flügeln der gnade vertrauen, Bis daß du mich füh, rest jum seligen schauen. 5. So lang ich indessen hier unten muß wallen, Sey dieses die lofung; nur dir zu gefallen. Verleid mir die stinckende liebe der welt, Die schon so viel tausend betrüglich gefällt. Fort augen fuft, fleisches: luft, hoffartig we, sen: Des teufels braut hat dich zum theile erlesen. Die liebe des Höchsten macht mein herg ge nesen. 6. Ach, bräutigam, gieffe die Aluthen der liebe Stets in mich, damit ich aus innigem triebe Ohn unterlaß in dich, mein leben, eindring, Und gleich einem adler, mich wärts Belt, teufel und fünde die mögen denn wüten: Ich fige und ruhe 9. Was wilt du, so lange du lebeft, wohl üben? Nur JËsum, den bräutgam, herginnig zu lies ben. Nur dieses ist fiftlich, diß eine ist noth, Das andere schade und würcklicher tod. Nun, amen, Immanuel, ia es geschehe, Ach, starcke du felbften dein lamm aus der höhe, Bis ich es dort oben vor deinem thron sehe. 366. Mel. Es ist das heil uns. fommt hers Sbey, Lafft uns ein braut lieb hören: Bernehmt, wer euer Brauts der Gläubigen mit Chrifto: 359 brautaamsey, Von dessen ruým braut fan nun zu aller frist, Weil und ehren Gar lieblich fingt des himmels chor. Drum hebt auch eure stimm empor, Diß lob: lied zu vermehren. er ihr Hoherpriester ist, Den gnaden blick erlangen. 7. Er ist der grössefte Prophet, Den alle welt sol hören; Der Meister, dessen stimm ergeht Mit himmels füffen lehren; Der seiner firchen hirten gibt, So, wie es ihm nach wunsch beliebt, Sein gnaden reich zu mehren. 2. Er ist des höchften GOttes Sohn, Von ewigkeit gejenget. Vor seinem scepter, reich und cron Sich erd und himmel beus get. Was ebre, lob und ruhm erweis't Dem Vater und dem heilgen Geist, Vor ihm sich gleich falls neiget. 3. Er ist hernach auch in der zeit Ein menschen, find geboren. Das zweiglein Jeffe, das verneut, Was vormals war verloren. Er ist der holde menschen Sohn, Den GOtt zu Davids reich und cron Schon längst bat auser foren. 4. Drauf hat sich dieser bräu tigam In unsern tob gegeben: Er selbst, das theure GOttes Lamm, Schafft seiner braut das leben. Er führte feine lebens zeit In grosser schmach und niedrigs keit, Zu GOtt uns zu erheben. 5. Darum hat ihn auch Gott erhöht, und aus der schmach ge hoben: Er fiket nun mit Majes ståt Zur rechten GOttes droben: Er ist das haupt der Christenheit, Er ist der HErr der herrlichkeit, Den alle engel loben. 6. Er ist vor GOtt mit seinem blut Ins heiligste gegangen, und hat alda, der braut zu gut, Ein ew'ges heil empfangen. Die 8. Die braut verehrt ihn auch zugleich In seiner Königs crone: Sie spürt sein macht und gua, den reich, Bückt sich vor seinem throne: Sie hoffet in gelassenheit Das Fünftge reich der herrlichs keit, Nebst vielem gnaden, lohne. 1 9. Drum ist die braut so wune der still, Wenn sie die welt nicht kennet; Auch fie wol gar verdam men wil, Mit fremben namen nennet. Ihr schmuck ist ihres bråutgams schmach: Sie trägt das creut ihm willig nach, Wird dadurch nie getrennet. 10. Des bråutgams fland der niedrigkeit Muß hier die braut nur zieren; So wird sie auch zu seiner zeit Schon die erhöhung spüren. Er wird, wie ihr sein wort verspricht, Sie einst mit vollem glang und licht Ins Ba ters haus einführen. 11. Er, als der Richter aller welt, Wird einft mit feuer, flams men Das, was sich ihm entgegen stellt. Zur ewgen pein verdam. men: Dann findet diefe theure braut, was sie ist nur im glau Бер Don der geiftlichen Dermablung. 360 ben schaut, Auf einen blick bey, fammen. 12. Jbr töchter Zions, freuet euch, Lafft, mit des himmels hd ren, Aus euren herken auch zugleich Viel Hallelujah hören, Dem allerschönsten brautigam, Dem auserwehlten GOttes: Lamm, Zu ewgen lob und ehren. 367. Mel. Dictoria! mein Lamm. mmanuel, mein brautigam, Mein herk, das vor in thränen fchwam, Steigt aus den schwer muths holen. Es reiffet firick und fett entzwey, So bald der König trit herbey. Immanuel, mein bräutigam.. 2. Er ist in reiner lieb entbrannt, Mit mir sich zu vermählen: Er reichet mir bert mund und hand; Fich auch, was fan mir fehlen? Hier ist mein berk, hier ist mein mund, Hier hand in hand, fo flebt der bund. Er ist in reiner lieb entbrannt. 3. Jehovah, deine majestät, Vor der ich schüchtern werde, Wie hat mich die so hoch erhöht, Mich wurm, mich afch, mich er de? Wie schickt sich doch zu mei, ner noth, 3u meinem schatten, nichts und tod, Jehovah, deine Majestät? nem finde. Was ich nicht bin, das bist du mir: Ich überlas mich gänzlich dir. Mein kamm, du wilft mich anders nicht. 5.Du legft mir selbst den brauts schmuck an, Den schmuck der refo nen seide. Mit liebe werd ich an gethan: Das licht wird mir zum Fleide. Der glaube ist mein neu gewand: Hier ist der ring des geistes pfand. Du legst mir selbst den braut schmuck an. 4. Jedoch du wilst mich an ders nicht, Als ich mich igo fin de. Das, was mir mangelt und gebricht, Das schenckst du deis 6. Mein Lamm, welch übers schöner frank, Wie schön ist er gewunden! Des diamantner creuges glank Vermehrt sich alle stunden. Aus thrånen werden perlen hier: Der spott wird gold, die schmach saphir. Mein Lamm, welch über schöner trang. 1 7. Mein braut schaß ist dein Fönigreich, O HErr, das ich be finge. Dein blut ist unser eb vers gleich. Dein her mein leibges dinge. Mein aufenthalt ist deine brust, Die nabrung iene hims mels luft. Mein braut schak ist dein königreich. 8. Dir aber geb ich alles hin, Laß mich nur dein geniessen. Die müde feel, den harten fins, Und mein verwundt gewissen, Den fiolken geift, das böse herk, Die finden, laft, den todes schmerk. Dir geb ich, JEfu, alles hin. $ 9. Das grab ist mir ein brauts gemach, Erfreut euch ihr gespie len. Ach, JEsu, ziehe mich dir nach: Du wirst mein elend füh len. der Gläubigen mit Chriffo: 36E fen.Du fühlst es, und bringst mich augen zu. Das grab ist mir ein zur ruh, Ach, drück mir bald die braut gemach. 1 368. 11 GEN 5 6654 SETERU 6 38 6 4665 265 4 3 65 14 665 5 43 LIe Jebster JEsu, du wirst kom men 3u erfreuen deine from men, Die bedrånget sind alhier. JEsu mich, JEsu mich verlangt nach dir. 2. Ach, so laß mich beine bleis ben, Laß mich deinen Geist fiets treiben, Daß du alzeit wohnst in mir. JEfu mich, JEsu mich zc. 3. Nichte JEsu, meine wege, Bahne du selbst meine stege, Laß mich seufzen für und für: JEsu mich, JEsu mich 26. * 5 6 66560 65 0 E 4. Komm doch, JEsu, mein vergnügen, In mein herk, lag mich nicht liegen Vor des flei sches sünden thür. JEsu mich), JEfu mich verlangt nach dir. 5. An dir hanget meine feele, Ohne dich ich mich sehr quale, Ohne dich vergeh ich schier. JE su mich, JEsu mich zc. 6. Bilde du dein schönes wes fen In mein herk, das du erles sen: Spiegle du dich selbst in mir. JEsu mich, JEfu mich zc. Na 7. Eya, 362 7. Eva, TEsu, schönste wonne, Schein in mir, du lebens fonne, Es ist nichts im leben hier: JEsu mich, JEfu mich zc. Don der geiftlichen Dermählung BE -* 8. Treufle deine liebes- fropfen. Die dein bild in mir einpfropfen. Geh durch meines hergens thür: JEfu mich, JEfu mich zc. 6 4 * 6666 66 665 26543 5 6 9865 43 9. Halte meine seele feste: Du bift ia der allerbeste. Ach, daß ich dich nicht verlier! JEfu mich), 26. 8010. Allerliebster hergens freund, Der es einßig gut gemeint, Halt mich, bis du brichst herfür. JE fu mich, JEsu mich verlangt nach dir. 369. 66 6 6 9865 43* 66 TE 6 4 6770 6 677 65 Aria bat das beste theil er 6 6 9843 65 8 6# 6# 6 E in licht und wahrheit übt. O! wer mit vermähs ren JEfum liebt, und ihren geift let, Daß, wenn er seine schöne / beit heit fennt, Er, voll verlangen, auch nach JEsu brennt. 2. Gewiß, er ist das beste thell im leben; Wo er nicht ist, ist nichts als pein; Er ist der friede fürff, er ifts allein, In dem das herk sich tan jufrieden geben: Drum wer fein herß mit ihm vermählt, Der hat gewiß das beste theil erwählt. der Gläubigen mit Chrifto. 3. Was hilft dirs, daß dein leib fich wohl befindet? Was hilft dirs, wenn du alles haft? Was ist hier freud' und luft? des geistes laft, Die noch dazu mit dieser welt verschwindet.as hilft dizs, daß du fie geniesst, Wenn JEsus nicht der seelen luft, spiel ist? 11 6 ZEE 363 4. Ist aber er dein theil, dein freund der feelen, und haft du feine kraft geschmeckt, Die füßigs keit, die er im geist erweckt: So mag, dem leibe nach, dir alles fehlen; Er wird dennoch dein als les seyn, Dein labfal in der noth, dein licht in pein. 5.Drum bleibts dabey, Maria bleibt vergnüget, Wenn alles drein und drüber geht, Wenn über fie nur falter nord, wind weht; Genua, daß sie zu JEſu füffen lieget Und weil sie sich mit ihm vermählt, Hat fie gewiß das beste theil erwählt. 6 6 6 6 65 # 6 65# 6 QUHEMIL TIL GautentITEME 6 4% 0 370. 65 65 6.2 FIT MENt tut ? ** 6* 6 6 6 na uwountur: 家 2a 2 * 66 Mein 364 Ponder deifflichen Dermählung 625% 4 3* 65 Ein holder freund ist mein, M³ Er bleibet ir ergeben, Das fiegel seiner treu ist mir sein theures blut. Die ihr der freunde werth Nach würden könt erheben, Geht, wie mein liebster sich So nahe zu mir thut. Mein freund Fan geift und feele laben: Mein berk kan alles in ihm haben, Was freunden mag erfreulich seyn. Mein freund, mein holder freund ist mein. 2.Mein freund vergnüget mich, Und wil sich zu mir balten, Sein liebe volles hert entzündet meine bruf Wenn alle freundschaft wil Bergehen und erkalten; So hat mein feelen freund An mir boch seine iuft. Die freundschaft wird durch nichts gehindert: Nichts ist, was seine liebe min. bert. Wenn freunde unbeständig fenn, So bleibt mein treuer freund doch mein. 3. Geht, menschen, gehet hin, Und feget eur vertrauen Auf mens schen die vergehn, Und selbsten ferblich sind: Ihr müsst doch ein ften euch zu spät betrogen schaus en, Weil aller menfchen gunft Mehr als zu bald verschwindt. Es kan die freundschaft unterbres * 0 chen Zeit, argwohn, neid und widersprechen: Ich aber kan vers sichert seyn, Mein freund der ist und bleibet mein. 4. Auch selbst die Vater freu Muß dieser freundschaft weichen. Es fönnen brüder nicht so bergs lich lieben sich. Das zartsie mub ter herh Ist gar nicht zu verglei chen Der beissen liebes brunst, Damit er liebet mich. Aus seis nem hergen ist gefloffen, Was man von liebe ie genossen. Drum fol mein fteter waht spruch seyn: Mein freund, mein liebfier freund ist mein. 5. Es liebt ein bråutgam zwar Aus allen feinen Fräften Die ihm verlobte braut, so er getreu ers Fannt; Mein liebster aber ließ Sich gar ans creuße beften, Und darum wird er auch Ein blut bråutgam genannt. Um seine braut ihm zu erwerben, Hat selbs der bråutgam wollen sterben. Wie fonte gröffre liebe seyn? Mein freund, mein wahrer freund ist mein. F 6. Mein freund der bleibet mein, ei freundschaft nun auf höret, Und wenn der blasse tod die besten freunde trennt. Wenn alo der Gläubigen mit Chrifto. 365 les, was gelebt, In seinen ur nen, as die vernunft pflegt za fpruna fehret, Und alles einft vers verneinen: Dann wird die freunds geht, Was man nur irdisch nennt: schaft ewig seyn. Meta freund Dann fol und wird es erst erscheider ist und bleibet mein. 371. 56 65 43 B 66 5 S 11. 6.56 11 Luang tamEME 66 * 56 57 b4 6 * 5 6 8 4 26 6 675 66 6 76 0 650 665 5 4 3 65 NA 3 in 7 ņ 66 76 6 5 6 56 41% 6 GHEI 7 6 6 5 5 65 S Odu 366 Donder geistlichen Dermählung. D Du herkog meiner liebe, Du musst mein rein auge were 3 Fragst du noch, warum ich mich nur in deinem lieben übe, Und mich gang ergeb an dich? Ach, mein' lieb, ich bin gewesen. Wo man schone früchte bricht; Wo die fchafe blumen lesen: Deines gleichen find' ich nicht. Drum lieb ich nur dich allein: Du, du folt mein liebster seyn, Und du liebst mich auch so rein. Laffe mich dein eigen seyn. den, Obne schald und heuchels schein. Meinen geift zeuch von der erden; So leb ich in deinem schein, Und du liebest mich allein. Meine liebe wird so rein, Weil du mich läss'st zu dir ein. Du folt stets mein eigen seyn. 2. Soltst du nicht mein schön fter bleiben, Der so treu im lies ben ift? Solt mich was von dir abtreiben, Der du ohne falsch und lift? Ach, so treu mich die auch mache, du allerreinstes licht. Gib, daß falscher lieb ich lache, Daß du mich alleine küff'ft. Denn du liebest mic) se rein, Solft auch nur der meine seyn, Und ich liebe dich allein: Du, du folt mein König feyn. 3. Laß in deinem herken woh nen Mich, du allerhöchstes gut, Und mir deine liebe lohnen, Weil mir sonst nichts fanfte thut. D laß mich nur deine bleiben: Denn dein herg fol meine seyn. Ewig laß mich an dir fleiben: Denn du bift nur feufch und rein. So lieb ich dich auch allein, Und du låff'st mich beine seyn, Läsfest mich in dich recht ein, Solt auch stets mein bråutgam feyn. 4. Laß mich deine braut ftets bleiben, Mein verliebter brautis gani. Augen ogne falsch wie taus ben Haft du, o du Boites Lamms 372. el. herzlich thut mich. Chak über alle schake, D JESU, liebster schak, An dem ich mich ergege, Hier hab ich einen plak In meinem treuen herken Dir, schönster, zugetheilt, Beil du mit deinen schmergen Mir meinen schmerk geheilt. 2. Ach, freude meiner freuden, Du wahres himmel brot, Dat mit ich mich fan weiden, Das meine seelen noth Gang fraftige lich kan ftillen, und mich in leis denszeit Erfreulich überfüllen Mit troft und füßigkeit. 3. Laß liebster, mich erblicken Dein freundlich angesicht: Mein herge zu erquicken Komm, komm mein freuden licht. Denn ohne dich zu leben Jft lauter bergeleid: Bor deinen augen schweben Ift wahre seligkeit. 4.O reiche lebensquelle, O Jesu, füfferub, Du trener creußs gefelle, Schlag nach belieben zu; Joh wil gebultig leiden, Und fol mich feine pein Von deiner liebe scheiden, Noch mir beschwerlich feyn. 5. Mein herke bleibt ergeben Dir Dir immer für und für, Zu stere ben und zu leben, Und wil viel mehr mit dir m tieffien feuer schwißen, Als, schönster, ohne dich Im paradiese sitzen Beracht und jammerlich. 6. O berrlichkeit der erden, Dich mag und wil ich nicht: Mein geist wil himmlisch werden, Und ist dahin gericht, Wo JE. 98 der Gläubigen mit Chrifto. 430 in $ 6 ņ 43984 30 ஜரோம்" H 367 sus wird geschauet: Da sehn' ich mich hinein, 2o JEfus hütten bauet: Denn dort ist gut zu seyn. 7. Nun, JEsu, mein vergnü. gen, Komm hole mich zu dir, In deinem schoos zu liegen: Komm, meiner keelen zier, Und seße mich aus gnaden In deine freuden stadt; So kan mir niemand scha den; So bin ich reich und fatt. 373. 6 65 6 43 H 6 43 984398% 98 8 65 6 437 ration Eeten Bräutigam, JEsu, lich mich anblickest, Und an dei' GOttes Lam, Habe danck $ ne brust mich drückeft: Macht mich wohlgemuth Deine liebes gluth. für deine liebe, Die mich zieht aus reinem triebe Von der fün den schlamm, JEsu, GOttes Lamm. 2. Deine liebes gluth Starcket muth und blut. Wenn du freund 3. Wahrer mensch und Gott, Troft in noth und tod, Du bist darum mensd) geboren, zu er sehen, was verloren Durch dein Na 4 bluf Bonder geistlichen Vermählung 368 blut fo roth, Wahrer mensch und GOtt. 4. Meines glaubens licht Laß verlöschen nicht. Salbe mich mit freuden dle, Daß hinfort in mei, ner seele Ja verlesche nicht Mei, nes glaubens licht. 5. So werd ich in dir Bleiben für und für. Deine liebe wil ich ehren, und in dir dein lob ver. mehren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. 3 6. Held aus Davids flamm, Deine liebes flamm Mich erneh, re, und verwehre, Daß die welt mich nicht verfehre, Ob sie mir gleich gram, Held aus Davids, fiamm. 7. Groffer friede, fürft, Wie hast du gedürft't Nach der men fchen heil und leben? Und dich in den tod gegeben, Wie du riefft: mich dürft't, Groffer friebe fürft. 8. Deinen frieden gib, Aus so groffer lieb, Uns ben beinen, die Dich fennen, und nach dir sich Christen nennen, Denen du bist lieb, Deinen frieden gib. 9. Wer der welt abflirbt, Ems fig fich bewirbt Um den lebendi gen glauben, Der wird bald em, pfindlich schauen, Daß niemand verdirbt, Der der welt abftirbt. 10. Nun ergreiff ich dich, Da mein ganges ich: Ich wil nim mermehr dich laffen, Sondern glaubig dich umfaffen, Weil im glauben ich nun ergreiffe dich. II. Wenn ich weinen muß, Wird dein thrånen fluß Nun die meinen auch begleiten, und zu deinen wunden leifen, Daß mein thrånen, fluß Sich bald stillen muß. 12. Wenn ich mich aufs new Wiederum erfreu, Freuest du dich auch zugleiche, Bis ich dort in deinem reiche Ewiglich aufs neu Mich mit dir erfreu. 13. Hier durch spott und hohn; Dort die ehren cron: Hier im hoffen und im glauben; Dort im haben und im schauen. Denn die ehren eron Folgt auf spott und hohn. 14. JEfu, bilf, daß ich Alhier ritterlich Alles durch dich übers winde, Und in deinem fieg em pfinde, Wie so ritterlich Du ge kämpft für mich. 15. Du mein preis und ruhm, Werthe Sarons Blum, In mir fol nun nichts erschallen, Als was dir nur fan gefallen, Wers the Sarons Blum, Du mein preis und ruhm. 1 374. el. O GOtt du frommet. Me freuet fich mein herk, leib und fee le, Mein JEsu, über dir! Mein geist aus seiner böle Sich schwins get hoch empor, 3u preisen früß und spat, Was deine große lieb Un mir erwiesen bat. 2. Du hast, o JEfu, dich Mit mir aus lauter liebe In ewigkeit verlobt. Was ist, das mich ber trübe 369 8. Du wirst mich auch gewiß Zur hochzeit bald heimführen In deines Baters haus: Da wirst du mich recht zieren Mit deinem himmels schmuck, Und in voukommner freud, it dir mich sättigen In alle ewigkeit. 9. Drum ist mein muth und finn Mit himmels: luft erfüllet: Die freud ie mehr und mehr Im mund und herken quillet, Wenn ich diß recht bedenck. Ich muß auch deinen ruhm Erzehlen fort und fort, O du mein eigenthum. 10. Laß nur, mein bräutigam Dir dieses schlechte lallen, Das ich in schwachheit thu, In gna adden wohlgefallen, Dort sol es besser gehn. Dann fällt die schwachheit hin, Wenn ich nun völliglich mit dir vereinigt bin. 11. Jndeß gib, JEsu, doch, Ja, du wirst gnade geben, Daß ich als deine braut Beständig mdaeleben, Rein, heilig, unbe. fleckt, Ohn' alle lieb der welt, Bis du mich zu dir holst In ie nes freuden zelf. 375. der Gläubigen mit Chrifto. tribe, Weil du mich so erfreust? Ich bin nun, JEfu, dein, Nad Du bist gånglich mein, Wie fan Ich traurig seyn? Nun fan und wil ich dich Für meinen schaß erkennen, und werthen bräutigam. Ich fan and wil dich nennen Mein ein'ge luft und frend. Ich nehm von Deiner hand Den Geist im glaus ben an Zum wahren liebes pfand. 4. Du bist schön überall, Und boller lieblichkeiten, Holdfelig, mächtig, reich, Und treu zu allen zeiten, Du haft von ewigkeit Mich dir erwehlt zur braut, Und dir durch deinen tod Im glauben mich vertraut. 5. Du wäschest mich gant rein Mit deinem GOttes blute, Und Deine helligkeit Kommt gånglich mir zu gute, 3u meiner zierd and schmuck. Du zeuchst mich felber an Mit einem weissen kleid, Das dir gefallen fan. 6. Ich bin ein Geist mit dir, Ich wil fest an dir hangen, Als meinem fleisch und bein: Ich wil dich stets umfangen Mit unge, färbter lieb. O herrlicher ge Je winn, Daß göttlicher natur Ich Wie ſchön leucht't uns der bin! morgenstern, Voll qnad und wahrheit von dem HErrn, Die füffe wurzel Jeffe. Du Sohn Davids aus Jacobs stam, Mein König und mein bråutigam, Haft mir mein herg besessen, Lieblich), Freundlich, Schön und herrlich, groß und ehrlich, reich von gaben, Hoch und sehr prächtig erhaben. Na 5 2. Eg 7.Der wahre glaub allein Kan mich mit dir verbinden. Die lie be wil der Geist ie mehr und mehr entzünden. Die hoffnung bleibt gewiß, und unverrückt diet reu, Auf daß der heil'ge bund Fest und beständig sey, Don inwendiger Schönheit 370 2. Ey mein perle, du werthe cron, Wahr'r GOttes und Ma rien Sohn, Ein hochgeborner König, Mein berg beifft dich ein lilium: Dein füffes Evangelium If latter milch und honig. Ey mein Blümlein, Hosianna! himm lisch manna, das wir essen, Dei ner fas ich nicht vergessen. 3. Cheuß sehr tief in mein herk hinein, Du heller Jaspis und Rus bin, Die flamme deiner liebe, Und erfreu mich, daß ich doch bleib An deinem anderwehlten leib Ein les bendigeribbe. Nach dir Isl mir, Grativfa côli rofa, Franck und glimrnend Mein herg, durch lie be verwundet. 4 Von GOtt kommt mir ein freuden schein, wenn du mit deis nen augelein mich freundlich thuft anblicken. O HErr JEsu, mein trautes gut, Dein wort, dein Geist, dein leib und blut, Mich innerlich erquicken. Nimm mich Freundlich In dein' arme, daß ich warme werd von gnaden: Auf bein wort fomm ich geladen. 5. Herr GOtt Vater, mein starcker held, Du hast mich ewig vor der welt In deinem Sohn ges liebet. Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut: Er ist mein schak, ich bin sein braut, Sehr hoch in ihm erfreuet. Eya, Eya, Himme lisch leben wird er geben mir dort oben. Ewig fol mein herz ihn TO MO MAY loben! 超过 6.3wingt die fäiten in cythara, Und lafft die füffe mufica Gang freudenreich erschallen, Daß ich möge mit JEsulein, Dem wun derschönen braut'gam mein, In fieter liebe wallen. Singet Sprins get, Jubiliret, triumphiret, dandt dem HErren. Groß ist der Kd nig der ehren! 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß mein schaß ist das A und D, Der anfang und das ene de. Er wird mich noch zu seinem preis Aufnehmen in das para deis, Deß klopf ich in die hande. Amen, Amen, Komm du schöne freuden crone, bleib nicht lange: Deiner wart ich mit verlangen. XXX. Von inwendigerSchönheit und hohem Adel der Gläubigen. 376. 5. 6 6 626 4 3R O HE 6 6 5 76 Es HOME 665 38 0 und hohem Adel der Gläubigen. 6 6.6 6 9 38 78% 65 65 INTIMIE mumlaher 6 466 * 265 4 S glånget der Christen inwendiges leben. Ob gleich sie von aussen die fonne verbrannt. Was ihnen der König des himmels gegeben, Ist Feinem als ihnen nur selber be Fannt. Was niemand verspüret, Was niemand berühret, Hatih, re erleuchtete finnen gezieret, Und sie zu der göttlichen würde ge führet. 372 2. Sie scheinen von aussen die schlechtesten leute, Ein schauspiel der engel, ein eckel der weit, Und innerlich find fie die lieblichsten braute, Der sierath, die crone, die JEfu gefällt, Das wunder der zeiten, Die hier sich bereiten, Den König, der unter den lilien * 6 6 weidet, zu füssen in güldenen stücken gefleidet. 3. Conft sind sie des Adams natürliche Finder, Und tragen das bilde des irdischen auch. Sie leiden am fleische, wie andere fün der, Sie essen und trincken nach nöthigem brauch. In leiblichen fachen, In schlafen und wachen, Sieht man sie vor andern nichts fonderlichs machert, Nur, daß fie die thorheit der welt- luft verlas chen. 4. Doch innerlich find fie aus göttlichem flamme, Die GOtt durch sein mächtig mort selber ges jeugt, Ein funde und flåmmlein aus göttlicher flamme, Die oben Jerufalem freundlich gesaugt. Die 372 Don inwendiger Schönheit Die engel find brüder, Die ihre die heimlichen wege erwehien, lob lieder mit ihuen gar freund. Benn gleich) uns die larve des lich und lieblich absingen. Das creußes verstellt. Hier übel ge muß denn gang herrlich), gank nennet, Und wenig erfennet, prachtig erklingen. Hier heimlich mit Chrißo im Vater gelebet: Dort öffentlich mit ihm im himmel geschwebet. 5. Sie wandeln auf erden, und leben im himmel. Sie bleiben Dhnmächtig, und schüßen die welt. Sie schmeden den frieden bey allem die ärmsten, was ihnen gefällt. Sie stehen im leiden: Sie blei. ben in freuden. Sie scheinen er tödtet den äusseren sinnen, Und führen das leben des glaubens von innen. 6. Menn Christus, ihr leben, wird offenbar werden, wenn er fich einst, wie er ist, öffentlich fellt; So werden sie mit ihm, als gotter der erden/ Auch herrlich erscheis nen zum wunder der welt. Sie werden regiren, und ewia flori ren, Den himmel als prachtige lichter auszieren. Da wird man die freude gar offenbar spüren. 7. Frolocke du erde, und jauch set ihr hügel, Dieweil du den göttlichen famen geneufft. Denn das ist Jehovah fein göttliches fiegel, Zum jeugniß, daß er dir noch fegen verheifft. Dn folt noch mit ihnen Aufs prächtigste grü. nen, Wenn erst ihr verborgenes Leben erscheinet, ornach sich dein seufzen mit ihnen vereinet. 8.OTEfn, verborgenes leben der feelen, Du heimliche zierde der innern welt, Gib, daß wir 377. Mel. Smgen wir aus. bild und ehr, Sin fein find, was wil ich mehr? Chriftus ist mir anvers wandt: Uberköstlich ist mein fland. Christus ist mein schmuck und kleid Hier und dort in ewigs keit: Durch ihn werd ich hoch er freut. 2. GOtt hat mich gerecht ge macht. Chriftus hat mir heil ges bracht. GOTT zurnt nimmers mehr mit mir: Ich bin selig für und für: GOTT hålt mich auf fe nem schoos: Ich bin GOttes hausgenoß, Mein siz ist im hime meis schloß. 3. GOtt verlässt mich nimmers mehr, Er gibt, was ich nur bes gehr. Alles, was GOtt hat, ist mein. Chrifti taufe wascht mich rein: Ich bin GOttes beilig thum: Chriftus zieret mich mit ruhm, Schenckt sich mir zum eis genthum. simpl 4 GOttes liebe wohnt in mir: GOttes gaad ift mein panier. Chrifins hat mich auserwehlt: Er hat sich mit mir vermählt: Er hat sich mit mir vertraut: Ich bin Chrifti schat und braut: Chrifti Christi avae auf mich) schaut. 5 eine uh bleibt ungefibrt: Mein vergnügen ewig währt: Meine luft vergehet nicht. Ich fomm nimmer ins gericht: Chri stus selber ist der monn, Der för mich hat gnug gethan. Keine plage rührt mich an. BERI # und hobem Adel der Gläubigen. £ 1 * 6 6861 438 5 43 0 56 6 9865 4 3 6665 6.6154 38 378. 373 6. Drum bin ich stets wohlges muth, weil mich Christus hat in but, Und sein herz mich ewig liebt. Ja, weil er sich gank mir gibt, Auf! mein geist, und nicht verweil, GOTT, der selbst dein gut und theil, Stets zu lieben für diß heil. 6 6 Garm # 6 6% 6 66 665 6 ** * 月 全 Ein noft, damit ich nacht feel in füffe rube lege, Iß diß, und tag Sund, teufel, daß ich mich allezeit Am freu: welt und tod verjag, Und meine den bild der seligkeit, Darein di 374 du mich, mein GOtt, gebracht, ergeße 2. Nehm ich, o HErr, dein wort für mich, Betracht dein wesen inniglich; So find ich nichts denn lauter feligs leben: Darüber wird mein herz sehr reich Un freuden, und der mund zugleich, Daß ich mein heil nicht gnug weiß zu erheben. 3. Sowahr sich GOtt im him. mel findt; So wahr bin ich sein frautes find, Von fünden los, gang beilig, voller anaden: Er wil mein lieber Vater seyn, Schliesst mich in seine vorsorg ein, Be schüket mich für unglück, leid und schaden. 4. So wahr mein Heiland, JEsus Chrift, Ein Sohn des Allerhöchsten ist; So wahr kan ich mich seiner liebe rühmen, Die ihm sein herk so rührt und presst, Daß er mich nimmermehr ver läfft, Den er ihm selbst erkauft mit blut und striemen. 5. So wahr der HERR, der Beilge Geift, Mein GOtt und füffer Tröster heisst, und hat mich Don inwendiger Schönheit- A 2 60 ihm zum Christen taufen lassen; So wahr ist er in meiner feel, Regirt mich durch des worts bes fehl, Daß ich zu GOtt ein kinde lichs herg kan fassen. 6. Die beilige Dreyeinigkeit Die hat mich ihr zum fig bereit't: Sie lässt in mir all ihre gnade wohnen Es sieht auf mich und mein gebet Die allerhöchfie Mas jestät, Die stets verehren Sera phim und thronen. 7. Arbeite, schlafe, wache ich, Eo schwebt der engel heer um mich, und pflegen emfiglich mich zu bewachen. Ach GOTT, mie freu ich mich darauf, Daß ich, nach meines lebenslauf Zu ihe rem chor mich selig werde mas chen. 8.O sen für solche reiche gut Gelobt aus findlichem gemüth, HErr, dem ich stets im glauben wil vertrauen. Eins bitt ich noch, mein frommer GOtt, Laß mich nun bald in meinem tod, Die seligkeit, die ich igt glaube, schauen. 379. 6 43 G DJE und hohem Adelder Gläubigen. 6.65 636 4 4 Eleme 6 X ENTENDE 6 6 6 6 6 O 1 JEfu Chrift, Der du mir alles bift, Mein fchag, mein theil, mein paradies der freuden, Ach lasse mich Doch stets umfan. gen dich, und nur an dir sich meine feele weiden: Mein herke sey von deinem licht und glang Erfüllet gang. C 3. O GOttes Lamm, Mein schönster bräutigam, Wie sol mein geist doch gnugsam dich er. heben, Daß du mich haft Erlift von aller laft, und durch den tod 6 6 6 6 666 65 4% 375 TEI 6 mir wiederbracht das leben. Du haft mich durch ein theures Idses geld Dir selbst vermählt. 4. O seligkeit, Die Christus mir bereit't, Daß ich bey ihm als seine braut fol leben Ohn end der zeit, In füff'fter wonn und freud. Er hat sich mir zum grossen loha gegeben. Ich sein, er mein: o welche herrlichkeit Ift mir bes reit't! 2. Du bist die kraft, Die alles wirdt und schafft; Wo du nicht bift, ist nur ein todtes wesen: Ach bleib in mir, Und wircke für und für Was dir gefält; fo fan ich recht genesen. Mein glaube 380. Tel.Mein Herzens Jfu. müſſe flets herkzinniglich Umfaf licht vom licht, o Baters sen dich. glang, wahrheit und das leben, Der du als GOTT und mensch dich ganz Zum opfer hins gegeben Für uns, und darauf deine macht Aus deines grossen Baters kraft, Wie ein held, anges nommen. 2. 213 Don inwendiger Schönheit 376 2. Als hoherpriester flirbest du, Als König hast du wieder Ver, laffen deine todes, rub, Und mit dir deine glieder Der höll ents führt; haft deinen lauf, Nach auss gefandner creußes tauf, Zum Bater fortgefeget. 3. Derselbe hat dich, seinen Sohn, Gesetzt zu seiner rechten, Daß du auf deinem ehren thron Für deine braut folt fechten, Und ihrer feinde lift und werd Durch deine groffe löwen slårdk Zu spott und schanden machen. $ 4. So hat burch todes leiden dich Mit preis und schmuck ge, crönet, O GOtt, dein GOtt, und wunderlich Den stein, so da verhähnet, Zam edstein seiner Tirch erwehlt, Zum ehren, haupt, Das da beseelt Die glieder seines leibes. 5. Er hat dir alles unterthan, Und dir das reich beschieden. Doch dieses niemand leugnen fan, Daß wir, so da hienieden, Dein reich und deine herrlichkeit Nicht recht erkennen, bis zur zeit Der siebenden pofannen. 6.Da wird das leben, das noch ikt In GOtt sehr tief verborgen, Ausbrechen wie ein heller blit, Wenn iener liebe morgen, Nach vorgegangnem abend licht, Bird feyn, und iener bösewicht Zum abgrund starck versiegelt. 7. So gehts auch uns, die wir erbaut Aus deinem fleisch und beinen, Die du dir, als dein weib, vertraut, und die du als die def nen; Alleine fenneft, und in dirə Dunbefleckte GOttes Zier, Ges zeichnet und geschrieben. 8. Wir sind in deinem tod gei tauft, Und samt dir auch begras ben, Da hast du uns, die du ere fauft, Mit licht, mit heil und gaben, Mit ehr und herrlichkeit erfüllt: Doch ist diß alles noch umhüllt Mit sünd und schwache heits, windeln. 9. Wir sind wolselig, und von dir Inwendig schön geschmücket, Doch sind wir uns verborgen schier, Weil uns noch täglich drücket Versuchung, schwachheit, furcht und noth, Und dieser leib zu staub und koth Noch dermal einst muß werden. 10. Jch selbst sag oft mit iener braut, Die du doc) dir ernennet: Ich bin sehr schwark, auf mich nicht schaut, Die sonn hat mich verbrennet. Mein Jacob und Immanuel, Jch bin Lea, und nicht Rabel, Wie fol ich dirs verheelen? 11. Viel weniger wil mich die welt Erkennen und groß achten, Weil ich mich schäm, nach ehr und geld Und ihrer luft zu trach ten. Nenn ich in demuth mich dein find; Co wird sie rasend, toll und blind, Wie Caiphas der heuchler. 12. Also bin ich, HErr JEsu Christ, Mit dir in GOtt verbors gen Ce lange, bis du kommen wirft und hohen Adel der Gläubigen. wirst, Und vollends von den jors gen Dein Zion, die geliebte brauf, Darauf bein freundlich auge schaut, Erlösen und befreyen. 13. Dann wil ich dir, v GOts tes- Lamm, Mit pracht entgegen gehen, Wie eine braut dem braus tigam, Und dir zur rechten fles hen: Da sol dein Esther frey vor dir Am gläsern meere für und für Auf ihrer harfe spielen. 14. Hier ist des Königs tochter war Inwendig schön gezieret; Dort aber wird fie gant und gar Auswendig fein poliret Mit schon gestickter tleider schein: Es wird fein fleck noch mackel seyn An ihrem Fiaren leibe. 15. Ach drum brich auf, mein liebstes heil, Damit ich dich bald sehe, Wenn ich dereinst in mei nem theil Mit Daniel aufstehe. Hier bleib ich doch verborgen mir und andern, bis du mich zu dir Jus paradeis wirft führen. 381. Mel. Warum folt ich mich, Ofen hat ein Chrift, Der ba Was für ein herrlich we ift Recht in GOtt genesen; Der aus ihm if neu geboren, und hier schon In dem Sohn Jf jum find erforen. 379 nen, Sind ein fand Und ein tand, Nebst den bohen thronen: Eine feel, die GOtt regiret, Hat hier schon Eine cron, Die sie ewig fieret. 2. Wenn die feel sich von der erden ang loß reifft, Durch den Geift Heilig hier zu werden; Eo ist das ihr hoher adel, Welchen fie Je und ie Findet ohne tadel. 3. Ird che scepter, irdsche cro. Bb 4. Kdftlich ist sie ausaefchmu ket: Reine seid Jh ihr kleid Hoch i fie beglücket: Innerlich) glángt sie von golde; Pranget sehr, Lebt in ehr: Denn Gott ist ihr bolde. 5. Doch ihr glang bleibt hier verdecket Bor der welt, Die fie bålt, Ats war sie beflecket. Sie lebt ist in GOTT verborgen; Krigt oft hohn Hier zum lohn: Doch sie lässt GOtt sorgen. 6.Hier sieht diese rof im gruns de, Und ihr schein Bleibet flein Bey der prüfungs ftunde. Man trit sie bier oft mit füffen; Aber GOTT Wird den spott Ihr eine mal verfüssen. 7. Christus, der sie hat erweh let, Und als braut Jhm vertraut, Der fieht, was ihr fehlet: Er tròfi't sie im bittern leiden; Führt sie dann auf die bahn Der vers gnügsten freuden. 8. Ihre hoheit wird vermeh ret Bey dem schmerk, Der ihr berg Hier im creuß bewähret. Dieses schmücket ihre crone, Die einmal Nach der quaal Sie be kommt zum lobne. 9. Ewig wird sie triumphiren, Wenn ihr hirt, Chriftus wird In sein haus sie führen, und ihr öffnen alle schätze, Damit fie Je und ie Sich daran ergege. 10. Dann 378 10. Dann wird fie Fein feid mehr beugen, und ihr alang Wird sich gang Offenbarlich zei gen. Sie wird leuchten als die fonne: GOtt allein Bird stets seyn Ihre freud und wonne. 11 6 H 6 5 Don inwendiger Schönheit 56 67 11. Dann wird fie mit Chrifts sißen Auf dem thron: Ihre cron Wird von golde bliken. Dram wird iederman fie fennen: Und fie frey Obne scheu Hoch von adel nennen. 382. 07 66 65 IXI 鼓鼓 鼓 65 43 D Wie selig find die seelen, Die mit Jesu fich vermäh len, Die fein fanfter liebes, wind So gewaltiglich getrieben, Daß fie gang dafelbst geblieben, Wo sich ihr magnet befindt.:,: 2. Denn wer fasset ihre würde, Die bey dieser leibes: bürde Sich in ihnen schon befindt? Alle hun me! find zu wenig Für die seelen, die der König So vortreflich an. gezündt.:,: 3 65 0 # 6 HE 7 5 66 66 340 TMII 3. Wenn die Seraphim sich decken, Und für seiner macht ers schrecken, Wird er doch von seis ner braut In der wunder vollen crone Auf dem aloridsen throne Ohne decke angeschaut.:,: 4. Sonst erfreut man fich) mit zittern, Uno bedienet mit erschlite tern Dieses Königs heiligkeit: aber wer mit ihm vertranet, Wird, wenn er fein antlig schauet, Doch gar fanftiglich erfreut.:: 5. Wenn 5. Wenn Jehovah man genen. net, Wird nichts höhers mehr er Fennet, Als die herrlichkeit der braut. Sie wird mit dem höch, fen wesen, Das sie sich zur luft erlesen, Gar zu einem geist vers traut.:,: und hohen Adel der Gläubigen 6. Sie ist edler als carfanckel; Diamanten find zu dunckel Vor Dem glang ber herrlichkeit, Der fie durch und durch erfüllet, Der wie firôme aus ihr quillet, Der die königin erfreut.:,: 7. Drum, wer wolte sonst was lieben. Und sich nicht beständig üben Des Monarchen braut zu feyn? Muß man gleich dabey was leiden, Sich von allen din, gen scheiden; Bringts ein tag Doch wieder ein.:,: 6 4 6 63 FITNET BAUMI 6 4 6 6 58 6 16 0 6 6 5 986 6 5 53 26 379 8. Schencke, HErr, auf meine bitte, Mir ein göttliches gemü the, Einen königlichen geißt, Mich als dir verlobt zu tragen, Alem freudig abzusagen, Was nur welt und irdisch heißft.:: 9. Co wil ich mich selbst nicht achten. Golte gleich der leib vers schmachten; Bleib ich, JEsu, doch netreu. Solt ich keinen troft erblicken, Bit ich mich damit erquicken, Daß ich meines JE su sey.:,: 10. Obne fühlen wil ich trau en, Bis die zeit fommt, ihn zu schauen, Bis er sich zu mir ge fellt, Bis ich werd in seinen are men, In gar süsser lieb erwars men, Und er mit mir hochzeit hålt.:: 383. 56 ņ 346 6 6 56 346 6 0 TERWIEN 362 Cep Don inwendiger Schönheit w minut 38 6 4 98 26 6 2. O himmlische zierde, die fonne der gnaden Geht über dir verflåret auf! Die bürde der funden, damit du beladen, So dich gehemmt im fugendlauf Die nun 6 4 266 qanda iniMENU Evfrölich im HErren, du heilige feele, herrliche im hochzeit fleid. Dein Heiland der zeucht dich aus finsterer böle, Und schmückt dich mit gerechtig, Feit. Er tilaet die fünden mit sei nem blut, Daß feine zu finden, die schaden thut. Die rungeln, die mackeln, und was da befle, det, Das hat er mit Föstlicher feide bedecket. nicht hart, Weil JEfus im gra be sie hat verscharr't. Ein lichtes und leichtes herz hast du bekoms men, Nachdem du das sanfte joch auf dich genommen. 3. Es freue fich alles von ausen und innen, Daß du mit GOTS verföhnet bist. Ach, liebe und lobe mit hergen und sinnen Den treuen Heiland Jefum Chrift. Er hat dich erwehlet, fein eigens thum, Und ewig vermählet zu feinem ruhm: Trog sunde, trok teufel, trog hoursche pforten! S 69 843? Du bist nun ein feliges GOttes find worden. 4. O berrliche schäge, Dewige güter, Se dir dein Heiland bat beschert. Was vormals verloren, das hat er dir wieder Durch seis nen Geist und wort verehrt. Ere greiff es im glauben, es ist ia dein. Laß dir es nicht rauben noch fremde seyn. Es ist dir ia darum so theuer erworben: Drum halte es feste, sonst bist du verdorben. 384. M. Wie wohl ist mir, daß. Erborgner GOtt du wohnst in einem lichte, Das nie ers blickt Ein menschliches gesichte, Wie groß ist unsre finsterniß und noth, Wenn du an deinen ort ins dunckle kehrest, Wenn du die welt auch noch so deutlich lebrest: So bleibst du doch der thoren spott, Verborgner Gol. 2. Verborgner rath, Nach wels chem GOtt uns leitet, Ja schon von ewigkeit uns gnad bereitet, Den iederzeit begleitet macht und that, Nach welchem sich sein Sohn für uns gegeben, Dem feind, welt, fleisch, vorgeblich wis derstres And und hohen Adel der Gläubigen. derstreben, Den niemand ie er gründet hat, Verborgner rath. 3 Verborgner troft, Wenn die verborgne wahrheit, Und der ges heimen weisheit GOttes flarbeit Nur dem zerknirschten hergen bringt die poft: Dir ist auch die verborgne schuld vergeben. Du haft in Chrifio gnade, fried und leben, Verborgnes Manna, him mels foft, Verborgner troft. 4. Verborgne art Des Geists, der geist gebieret, Des lebens, das man hier in GOttschon füh, ret; Des Christen, der ein Christ inwendig ward; Des menschen, den man nur den neuen nennet; Der finder GOttes, die die welt nicht kennet; Der fel'gen seelen himmelfahrt, Verborgne art. $ 5. Verborgner grund, Ein fels, auf den man bauet; Ein ancker, dem Man sich in noth vertrauet; Ein ewig fest und freuer gnaden bund; Ein finn, der weiter als natur licht dencket; Ein erbe, das GOTT feinen kindern schencket, So feinem aug noch ohre fund, Berborgner grund. 6. Verborgne kraft Des glaus bens, der nicht fiehet; Der liebe, die Das schwere an sich ziehet; Des seufzens, das so manche bil fe schafft; Des duldens, welches alles überwindet; Der boffaung, die im tod das leben findet, Die nur in denen schwachen haft't Verborgne Fraft. 7. Berborgner weg, Auf dem 38r ein thor nicht irret, Und doch ein Fluger fällt und sich verwirret, Den auch ein lahiner läuft und wird nicht tråg, Den nur ein blinder gebt, und wer nicht flies het, Auf dem man nicht, wohin man kommet fiehet, Des finfiern thales fchmaler fieg, Verborgs ner weg. 8 Verborgne funft, Die feinen fürwig treibet, Noch eitles worts Und fchul gezånde schreibet; Die nicht besteht in einem lecken dunft; Die feinen rasend macht, obs gleich so beiffet; Die alles kan, und wird doch unterweiset; Die nur das beige füllt mit brunst, Verborgne kunst. 9. Verborgner schaß. Ein berk mit licht erfüllet, Daß aus dem felben alt und neues quillet, In welchem nach dem grund bewährs ten schatz, Das himmelreich an ftat der mammons sorgen, Mit allem, was in Chrifto liegt vers borgen, Inwendig bat gefunden plaß, Berborgner schatz. 10. Berborgner schmuck, Der nicht von auffen pranget, Und vor dem höchsten gunst und huld erlanget. Ein mensch, der unter vielem leidensbruck Im herken unverrückt verborgen lieget, Und nur mit sanft und stillem geiste sieget, Der ist vor Gott selbst köst, lich gnag, Berborgner schmuck. 11. Verborgner schuk, Den GOTT felbft denen ſeinen, Die er viel beffer kennt, ats sie es meis Bb3 282 Doninwendiger Schönheit u. hohen Adel der Gläub: nen, Oft leistet gegen aller feinde fruß, Und sich so heimlich ben sich felbft verbirget, Daß, der sie gern ausrottet und erwürget, Nur muß befördern ihren nug, Vers borgner jchuk. und ruhig sterben, Wenn hier das schaf im schoos des hirten liegt? Es darf sich nicht Vor höll und tad entfärben: Sein treuer hirt hat höll und tod besiegt. Büst gleich der leib die regung ein, So wird die seele doch kein raub des moders seyn. 12. Berborgne zeit, Benn wirft du einmal fommen, Daß ich mit allen auserwehlten frommen Den Heiland feh? ich mache mich be, reit, Weil ich nicht weiß, obs heute möcht geschehen, Daß ich bem brautgam muß entgegen ge hen. Wenn bringst du mir die ewigkeit, Verborgne zeit! 385. M. Mein Freund zerschmeltzt Wi Je herrlich ists, Ein schäf lein Chrifti werden, Und in der huld des trenften hirten stehn. Kein höhrer fland ft auf der ganzen erden, is unverrückt dem Lamme nachzugebn. Was alle weit nicht geben kan, Das trifft ein solches schaf Bey seinem hirten an. 2. Hier findet es Die anges nehmsten auen: Hier wird ihm ftets ein frischer quell entdeckt. Rein ange fan Die gnade über schauen, Die es alhier in reicher menge fchmeckt. Hier wird ein leben mitgetheilt, Das unauf, hörlich ist, und nie vorüber eilt. 3. Wie lässt sichs da So froh 4. Das schäfgen bleibt In seines hirten hånden, Wenn gleich vor zorn der gange abs grund schnaubt. Es wird es ihm Fein wilder wolf entwenden, Weil der allmächtig ist, an den es glaubt. Es fommt nicht um in ewigkeit, und wird im tos des that Von furcht und fall bea frent. 5. Wer leben wil, und gute tas gesehen, Der mache sich zu dies fes hirten stab. Hier wird sein fuß Auf füffer weide gehen, Da ihm die welt vorhin nur tråber gab. Hier wird nichts gutes ie vermisst, Dieweil der hirt ein HErr Der schätze GOttes ist. 6. Doch ist diß nur Der vore schmack gröffrer freuden: Es folget noch die tange ewigkeit. Da wird das Lamm Die feinen herrlich weiden, Wo der crys fallen from das waffer bent. Da fiehet man erst klar und frey, Wie schön und auserwehlt Ein schäf lein Chrifli sey. XXXI, 32 383 3 XXXI. Von der wahren Weisheit und Göttlichen Einfalt. 386. Mel. Was mein GOtt wil, Es ich das nichts nahm wohl in acht, und mich darein ergeben; Ward - ich zum rechten ziel gebracht, Bornach ein Christ muß fireben, S 5. Fürwahr da kommet alles her, Was iemals war verborgen. schwer: Man hat für nichts zu Diß macht das leben ohnber forgen Es ist der reicht auf dies fer welt Der ärmste an begehren: Denn was er eigenwillig bålt, Kan ihn von GO: t ablehren. 6. Die einfalt ist los und be freyt, Ist Herr, und wirds wol bleiben: For herrschaft fireckt fich weit und breit, Kan alle feind vertreiben. Sie macht das Herz dis ie vernommen? Ein ieder Wer hat flurm, der sie bekriegt, Macht sie gur ruhe kommen. 7.Deinfalt alles lobens werth, Du fels, drauf all's gegründet? Der steigt gen himmel von der erd, Der dich wahrhaftig findet. Mis dir kommt man gewiß jum diel, Draus man die lehr kan zie: hen: Daß, wer GOTS selber schmecken wil, Sich nichts zu feyu muß mühen. 387. 4.Gelehrte, fommt zum nichts Mel. Durch Adams Fall ift. heran, Sonst ist eu'r thun geschaft In diesem furgen tes Je menschen suchen wissen. wirre. Wer sich nicht find't auf diefer babn, Bleibt ewig in der irre. Webtmir, daß ich in die fer zunft Berd gläubig stehend funden, Weil ich die blinde un ben, und werden plöglich hin. gerafft, Indem sie darnach stre, ben. Eie forfchen nur in der na, tur, Und mögen nichts ergrün, 36 4 den vernunft Dadurch hab überwuns den. Und wurde lebend in dem tod. D wunder über massen! Ich frigt das höchsle gut in GOTT, So bald ich mich verlassen. 2. So bald der creaturen dunst Ich floß und gant ließ fahren; Da Font mein geist voll liebes, brunst Sich mit dem Schöpfer paaren. Ich hab erlangt nach langem streit, Das meine feel begehret, Und leb in nichts als lauter freud, Weil mir diß ist gewähret. 3. Auch weil ich in der einfalt bin, Und alles laffe fincken; So bin, Und alles laffe fincken; So find ich GOTT in meinem finn, Der mir sein licht låfft blincken. Selbft finfierniß ist ist mein licht, Weil ich mich selbst nicht übe: DennGOtt ersffnet mein gesicht, Und führt mich in der liebe. Don der wahren Weisheit 384 den. Ach möchten wir nur eines hier Im gangen leben finden. 2. Das ist die allerhöchfie kunst, Die alles übersteiget: Betrach, tet doch die liebes brunst, Die Chriftum zu uns neiget. Der weisheit Fern ist unsern HErrn, Und seine lieb erkennen. Erkennst du diß, so sen gewiß, Du wirst für liebe brennen. 3. Erzehlen, was ein ander spricht, und nichts im hergen fublen, If meinung und ein falsch gedicht Wie die gedancken fpielen. Wird dir der grund der fache kund, So wirst du erfilich wissen Bas du begehrft, was Du erfährst, Und davon zeugen müssen. 4. Wer GOtt um folch erkent niß bitt't, Und sich dazu gewöh, net, Dem theilet er das wesen mit, Bornach er sich gesehnet. Er wird forthin in seinem finn Die rechte wirdung schmecken: Der theure birt und Heiland wird Sich dergestalt entdecken. 5. Die liebe machet ihn bekant, enn fie in uns entstanden. Wir werden ihm damit verwandt, Und gehn in seinen banden. Wir follen nun nichts ohn ihn thun, Und sind mit willen knechte. Ber fehlen wir in der gebühr, So weif't er uns zu rechte. 6.Hier gilt nicht Flugheit noch vernunft Bey arauen erden gå flen: Die GOTT geweyhte fin der junft Begreifet es am besten, Was Chrifti treu und liebe sev, Und was wir an ihm haben. Ein schwach gesicht erblicket nicht Die fülle seiner gaben. 7. Wir können in der tief und höh Nicht maaß noch grånken spüren: Die lång' und breit ist eine see, Darin wir uns verlies ren. HErr Christ, mein flern, fen mir nicht fern, Erscheine meinem bergen, Verfinfire gang durch deinen glang Der falschen weiss heit kerken. 388. M.RommGOrt Schöpfer. arund, Dir ist all mein ver. mogen fund: Bo du nicht hilfft und deine gunst; Ift all mein thun und werck umsonst.st 2. Jó, leider, als ein sünden Find, Bin von natur zum guten blind: Mein herke, wenn dirs dienen sol, ungeschickt und thorheit voll. 3. Ja, HErr, ich bin gar viel zu schlecht, zu handeln dein ges setz und recht. Was meinem nächsten nuß im land, Ift mic verdeckt und unbekant. 4.Mein leben ist sehr kurk und schwach, Ein lüftchen, das bald läfset nach. Was in der welt zu prangen pflegt, Das ist mir wee nig bengelegt. 5. Wenn ich auch gleich voll kommen war, Hått aller gaben ruhm und ehr, Und solt entrathen deines und göttlichen Einfalt. Deines lichts: So wår ich doch ein lauter nichts. 6. Was hilfts, wenn einer gleich viel weiß, und hat zufdderst nicht mit fleiß Gelernet deine furcht und dienst, Der hat mehr schaden, als gewinst. 7. Das wissen, das ein mensche führt, Wird leichtlich in fich felbft verirrt: Wenn unsre kunst am meisten kan; So fdsst sie ab 14. Sie ist voll ehr und herr. lichkeit, Bewahrt vorm tod und grossem leid: Wer fleißig um fie Påmpft und wirbt, Der bleibet les bend, wenn er stirbt. Per con 15 Sie ist des Schöpfers näch. fer rath, Von worten mådhtig und von that. Durch fie erfährt die blinde welt, Was GDit ges denckt in seinem zelt. lerenden an. 8. Wie mancher fürget seine feel Aus klugheit, wie Ahitophel, 16. Denn welcher mensch weiß Und nimmt, weil er GOtt nicht recht kennt, Durch seinen wig ein schrecklich end. GOttes rath? Wer ist, der ie ers funden hat Den schluß, den er im himmel schleust, Den weg, den er uns wandeln heisst? e 9. O GOtt, mein Vater, lehe re dich zu meiner bitt' und höre mich: Nimm solche thorheit von mir hin, Und gib mir einen bess fern fian. 17. Die feele wobnet in der erd, Und wird durch ihre last bes schwert: Die sinnen hin und her zerstreut, Sind ia von irrthum nicht befreyt. 18. Wer wil erforschen, was GOtt fest? Und sagen, was sein herh ergeßt? Es sey denn, der du ewig lebst, Daß du uns deine. weisheit gebst. 19 Drum sende sie von deinem thron, Und gib fie deinem find und sohn: Ach schütt und geuß fie reichlich aus In meines armen hertens baus. 20. Befiehl ihr, daß sie mit mir sey, Und wo ich gehe, stehe bey. Bin ich in arbeit, helfe sie ir tragen meine schwere mih. 21. Gib mir durch ihre weise hand Die recht erkenntniß und 365 ber: 10. Gib mir die weisheit, die du liebst, Und denen, die dich lieben gibst; Die weisheit, die vor deinem thron Austets ers fcheint in ihrer cron. 11. Ich lieb ihr liebes anges ficht: Sie ist mein's hergens freud und licht; Sie ist die schönste, die mich hålt, Und meinen augen wohlgefällt. 12. Sie ist hochedel ausers Pobrn, Von dir, oböchster, felbft geborn: Sie ist der hellen son men gleich An tugend und an gaben reich. agu 385 gen übergehn. Wenn uns der fammer niederbrückt; So ist fies, die das hert erquickt. 13. Thr mund ist süß und trd. ftet schön, wenn und die au Don der wahren Weisheit 386 verstand, Daß ich an dir alleine Fleb, und nur nach deinem wil, len leb. 22. Gib mir durch fie geschick, lichkeit: Zur wahrheit laß mich feyn bereit, Daß ich nicht mach aus sauer süß, Noch aus dem lichte finsterniß. 23.Gib lieb und luft zu deinem wort: Hilf, daß ich bleib an meis nem ort, Und mich zur frommen fchaar gefell, In ihrem rath mein wesen stell. 24. Gib auch, daß ich gern ie. derman Mit rath und that, so qut ich kan, Aus rechter unverfälschs ter treu, Zu helfen allzeit willig sey. 25. Auf daß in allem, was ich thu, In deiner liebe nehme zu: Denn wer sich nicht der weisheit gibt, Der bleibt von dir auch angeliebt. 389. H Mel. Wie wohl ist mir, o. Erben, mein berk, sur weis. heit lehre, Die dich zum le. ben führen fan. Sieh zu, daß dich ia nichts bethdre, Noch ziehe von der rechten bahn. Die welt ist voll betrügereyen, Und du selbst liebst die schmeicheleyen, Die ges Hen dir oft süsse ein. Beg, weg mit solchen thorheits jeugen! Du mufft dein herg zu Chrifto neigen, Benn dir fol hier und dort wohl feyn. 2. Was ist welt ehr? ein eittes wefen; Ein göge, der GOtt raubt die ehr; Ein schat für solche auss erlesen, Die auf dem wilden thore heits meer Durch wütende einbils dungs fluthen Gezüchtigt wer den als mit ruthen; Ein tand, ein gift, ein feelen tod, Den man mit allem ernst muß meiden, Solt man gleich schmach der welt drum leiden: Denn dieses bringt uns keine noth. 1 3.Und so find alle andre fachen, Die diese welt als schåße weist, Damit sie sich pflegt groß zu mas then, und sich dabey glückselig preift.Sucht nur den grund recht aufzudecken; Die schmindke tan fich nicht verstecken, Der falsche schein wird offenbar. Ein herk, das wahre weisheit liebet, Und sich derselben recht ergibet, Wird solches blend werck bald gewahr. 4.Wohlan denn, die wir, Chris sten heiffen, Nach dem, der selbst die weisheit ist, Wir wollen uns mit ernst besleiffen, zu fliehen für der thorheit list: Bir wollen Chris ftijoch erwehlen, Den schaß wird uns die welt nicht stehlen: Denn ihre augen sind verblendt, Daß fie die seligkeit nicht fiehet, Die ein solch herge an sich ziehet, Das fich iu GOtt rechtschaffen wend't. 5. Wer wahre tugenden ausi bet, Die GOttes Geift gewircket hat, Wer seinen Heiland hert lich liebet, Und solches seiget in der that, Den kan man flug und selig nennen, Wenn ihn die we nigsten gleich kennen: Denn er bat und gåttlichen Einfalt: hat GOtt, das höchste gut, Und sicht den vor den reichsten schå, Ben. In ihm kan er sich stets erges Ben, Weil er in seiner liebe ruht. 6. Wer mag die seligkeit be Schreiben, Darin ein solches her. Be lebt, Das sich den Geift zu GOtt låfft treiben, Und nicht an eiteln dingen klebt. O, soit uns Dieses nicht bewegen, Nach dies fem reichen himmels segen Zu trachten beydes tag und nacht! Was können wir wol bessers has ben? Woran Fan sich das her fonst laben? Die weisheit spricht: nimim bis in acht. 390. M. Eins ist Voth ach Err. 3 Efu, lehre mich recht thatlich, Was die wahre einfalt sey, Die recht findlich und recht gött. lich, Ohne alle heucheley. Du haft ia in deinem einfältigen les ben uns davon ein völliges mu fter gegeben: Ach drücke mir fol. ches so tief in den fin, Bis ich recht einfältig und ähnlich dir bin. 2. Wenn ich lefen fan und hd, ren, Was zu meinem heil und wohl Ich nach deinen himmels. lehren Glauben, thun und leiden fol: So laß mich, mein Heiland, das nimmer verblenden, Was liftig und fünftlich dagegen ein wenden Die tolle vernunft, und der eigene geist, Durch welche der satan so viele hinreifft. 3. Vielmehr håre biß mein fle, hen, JEfu, du mein höchstes 389 gut, Und laß gang gewiß gesches ben, Durch dein theur vergog nes blut, Daß ia mit recht finde lich einfältigem wesen Dein Geist mich erfülle, das du dir erlesen, Damit mich dein Vater fiets al so erfind, Daß er mich erkenne in dir für sein kind; 4. Daß ich recht einfältig glaube, Deinem theuren werthen wort, Auch einfältig thu und treibe Das, was du, mein treuer hort, Mir gnådig befiehleft; ine gleichen mit freuden Einfältig mit dir mich begebe zu leiden. Ach, daß ich einfältig, wie dein wort mich heisst Das Abba recht schreye im findlichen geist. 5. Dag von aussen und von innen Alles ohne heucheley, Auch im reden und beginnen Nichts als lauter einfalt sey; Daß einfalt im leben, daß eine falt im leiden, Daß einfalt sich jeige im feligen scheiden; Fadaß auf der ståte des grabes man find: Hier lieget ein rechtes einfältiges find. 6. JESU, nun wil ich dich faffen, Du mein theurer les bensfürst, Und nicht eher von dir laffen, Bis du dieses schafs fen wirst. Dafür fol mein herge dich rühmen und toben Nach allem vermögen hier und auch dort oben. O freude, o won ne, mein JESUS spricht: ia. Ja, amen: mir amen, dir Hale lelujah. 391 388 Don der wahren Weisheit, 391. M.Die Tugend wird durchs. Suffer fland, o felig leben, falt quilt, wenn sich ein berß GOTT so ergeben, Daß Chrifti finn es gang erfüllt; Wenn sich der geißt, nach Chrifli bilde, In licht und recht hat aufgericht, Und unter folchem flaren schilde, Durch alle falfche höhen bricht. 4 2. Was andern schön und lieb, lich scheinet, Ift folchem herben Finder spiel; as mancher für unschuldig meinet, Ist folchem hergen schon zu viel: Warum? es ailt der welt abfagen. Hier beiffts: rührt Fein unreines an. Das Fleinod lässt sich nicht erja, gen, Es sey denn aues abgethan, 3. Die himmels. fost schmeckt biel zu füffe Dem bergen, das in JEsu lebt. Die braut bewahrt haupt, berg und füffe; und wo ihr etwas noch anklebt. Das zu dem glang der welt gehöret, Das ist ihr lauter höllen pein; und wo sie recht in GOTT einkehret, Da macht sie sich von allem rein. 4. Die einfalt Christi schliefft die feele Vor allem welt getüm mel zu: Da sucht sie in der dun ckeln hdle, In Horeb, GOTT und ihre ruh. Wenn sich das heuchel volck in lüften Der welt und ihrer eitelkeit, Auch wol bey gutem schein wil brüften: Fühlt tene fampf und harten fireit. 5. Die einfalt weiß von feiner jierde, Als die im blute Chrifti liegt. Die reine himmlische bes gierde Hat solche thorheit schon testinde Glångt GOttes name schön und rein; Bie kont es denn vom eiteln winde Der welt noch eingenommen seyn? 6. Von sorgen, noth und allen plagen, Damit die welt sich felbft auficht, Vom neid, damit sich ans dre tragen, Weiß Chrifti finn und einfalt nicht. Den schak, den sie im bergen heget, Behält sie wis der allen neid. It iemand, der lust dazu tråget, Das macht ihr lauter hergens freud. 7.O schönes bild, ein herk zu schauen, Das sich mit Chrifti eins falt schmückt: Geht hin, ihr the richten jungfrauen, Harr't nur, bis euch die nacht berückt. Was find die lampen sonder die? Schein ohn einfalt und Chrifti finn: Sucht doch was beffers für die feele, Und gebt der welt das ihre bin. 8. Ach JEsu, drücke meinem hergen Den finn der lautern eins falt ein: Reiß aus, ob schon mit tausend schmerzen, Der welt ihr wesen, tand und schein. Des als ten drachen bild und zeichen Trag ich nicht mehr; brum laß mich nur Der einfalt zier und schmuck erreichen: Das ist die neue creatur. 392. und göttlichen Einfalt. 392. Mel. Fren dich sehr, o meine. deinem fen, Das du itt fo hoch ge, bracht: Ich fan deine weisheit missen, Die der weise GOtt ver. acht. Meines Jifu creuß und pein: Sol mein liebstes wissen feyn: Weiß ich das in wahrem glauben, Wer wil mir den him. mel rauben? 2. Andre mögen weisheit nen nen, Was hier in die augen fällt, Ob sie schon den nicht erkennen, Deffen weisheit alles bålt: Mir fol meines JESu pein Meine Funst und weisheit seyn. Das ge heimniß seiner liebe Jft die schul, da ich mich übe. 3. Andre mögen ihre sinnen Schårfen durch verschlagenheit, Daß sie lob und ruhm gewinnen, Bey den groffen dieser zeit: Ich wil meines Heilands schmach Gang alleine dencken nach. Chri ften wil es nicht geziemen, Daß fie sich des eiteln rübmen. 389 dich. Allerliebste wissenschaft, Ach, beweise deine Fraft, Daß Und 5. Ev, fo komm mein wahres leben, Komm, und unterweise mich: Dir wil ich mein herh er geben, Daß es wisse nichts als nichts auffer dir verlange. 6. Weiß ich keinen troft auf ers den, Klagt mich mein gewissen an, Wil mir angst und bange werden, Ist nichts das mir hels fen fan, Drückt mich des gesetzes joch; Eo laß mich bedencken doch, Daß du hast mit deinem blute Gnad erlanget mir zu qute. 7. Ach, mein JESU pflanke weiter Dieses wissen in mein bert: Sey mein freuer freund und leiter, Und laß deines todes schmer, Deine schwere creußes. pein Mir stets in gedancken seyn, Du hast dich mir wollen schens den, Daran laß mich ewig dene den. 8. Endlich, wenn des todes grauen Alles wissen von mir treibt; So laß meine augen schauen Diefen troft, der ewig bleibt. JEfu leiden, creuß und pein Sol mein letztes wissen seyn. JEfu, bilf mir das vollbringen; Co wil ich dir ewig singen. 4. Andern mag es wohl beha, gen, wenn sie hurtig und ge, schickt, Groffe schäße zu erjagen, 393. Und wenn ihnen alles glückt: Om Romm, o kom du Geift. mein reichthum, glück und theil Eg mit allem, was da scheis Ist der armen funder heil. Dienet Frdisch, klug in dieser ses weiß mein hert zu finden, Und die welt zu überwinden. welt, Was mich nicht mit dem vereinet, Dem der finder herk gefällt, Welcher ist ein GOTT von machten, Unbegreiflich zu betrachten. 2. Was mich, sag ich, nicht hinfüßs Don der Liebe 390 binführet Zu dem allerhöchsten GOtt, Das ist nichts, ia mir ge bühretDiß zu nennen lauter koth: Es find andre wissenschaften, Die mit JEsu mich verhaften. 3.Fragst du, worin diß beste. het, Das mein herk so sehr bes gehrt. Wenn ein mensch in furch. ten gehet, Und den grossen Schd, pfer ehrt: Das ist weisheit, das find gaben, Die nur himmels bürger haben. 4.Bdses meiden, gutes suchen, 394. Mel. 3ch danck dir schon. XXXII. Von der Liebe und Begierde zu Gott. abendmahl mit deinem schwa Chen finde, Auf daß dein wunders füsfer firahl Mich inniglich ents zünde. Ch! komm, du füffer here gens, gast, Du labsal meiner seelen, Bey der du deine wohnung haft In dieser jammer hölen. D 2. Reut aus du theures glau bens pfand, Was nicht dein eis gen heiffet. Ach, beut dem willen doch die hand, Der sich der welt entreiffet. 3. Es schaut dein holder gna den blick Die fünden gruft im Herken, Und zieht sich dennoch nicht zurück: Er sieht auf Christi fchmerzen. Jagen nach Gottseligkeit, Ale lust der welt verfluchen, So vers schwindet mit der zeit, Das heisst rechte weisheit haben, Welche geist und feel fan laben. 4. Ich öffne dir herg, feel und finn Mit brünftigem verlangen Dich, meine ruh und mein gewin, Recht freudig zu umfangen. 5. Komm, komm und halt dein 5. Wilt du dieses ist nicht glauben, O du falsch berühmte kunst: Warlich, du wirst doch vers ftauben, Und vergehen als ein dunft. Ach, wie balb, wie bald verschwindet, Was sich nicht auf Chriftum gründet. 6. Dein manna schmeckt nach himmels luft, Dein brunnquell fleufft ins leben, Davon das, was uns nicht bewusst, zu schmecken wird gegeben. 7. Es ist wol ein verborgner schak, Doch bringt er geist und leben, und lässt den fünden keinen plaß, Die andacht zu erheben.. 8.So kehrt GOtt zu der seelen ein Mit allen feinen gutern, Und machet seine Fraft gemein Den himmlischen gemüthern. 9. Da liegt des teufels machs zerstreut, Die welt ist überwuns den, Und führt des geistes freus digkeit Die fünden luft gebunden. 10.GOtt zeigt, was zu erwarten sey Auf wenig crenges flunden, Wenn und Begierdezu GOtt: Wenn wir, von diesen fesseln frey, Die freyheit so gefunden. 11. Da, da verbindt fich feel undGOttIn recht vertrauter lie, be: Was nicht ist göttlich, wird zu spottVon diesem himmels triebe. 12. Wie leicht ist da des Heis lands joch, Wie sanft ist seine burde? Ach, spricht die seele, daß ich doch Ein himmels bürger würde! $ 13. Mein GOtt, wenn zeuchft du mich zu dir? Wenn werd ich dahin kommen, Daß ich dein ants lig für und für Anschaue mit den frommen? 14. Ich glaube doch, ich wer de sehn Das gut im freudens Himmel, Und dort vor deinem throne stehn, Nach diesem welts getümmel. 15. Du Geift der gnaden fieh mir bey, Und laß mich ia nicht fal. len: Mach meinen gang gewiß und frey: Ach, leite mich in allen. 16. Ach fireite wider meinen feind, So kan und werd ich sie gen: Und wenn ers gleich aufs årgste meint, Kanst du nicht uns ten liegen. 17. Drum nimm mein herß dir gånglich ein, Und stård es aus der höhe. Dann werd ich völlig selig seyn, Wenn ich dich ewig sehe. 395. Mel. Sier liegt mein Sinn, Ch, liebster, zeuch mich von der erden, Lagß meine seele himmlisch werden: Nimm, was 391 da irdisch, von mir hin, Und dämpf in mir des fleisches finn. 2. Bie felig find dieselben fees len, Die dich zu ihrer lufi erweh. len, Die sich losreissen von der welt, Die auch für uns nichts in sich hålt. 3.Ach, laß mich dieses wohl bes dencken, und ohn aufhören mich versencken In tich, das eing'ge wahre gut, Mit feel und geist, mit sinn und muth. 4. So kan ich mich in dir ere geßen, Nichts kan von allen mich verlegen, Was diese welt auf mich gericht: Das finstre muß mir werden licht. 5. Diß ist die burg der ruh und freude: Sie siege ich, wenn ich schon leide: Hier kämpfe ich in Chrifti kraft, Und fauge seiner liebe faft. 6. Drum wil ich mich ihm willig lassen: Was irdisch ist, von herken hassen; Hergegen richten meinen finn Auf das, was ewig bringt gewinn. 7. Biezu gib deines Geiftes stärde, Vernichte meines fleis sches wercke; So bin ich stets und bleibe dein, Und du wirst auch der meine seyn. nel. Lobe den Errn den. 396. Life, mein leben, mein hoffen, mein wallen, Und das, was Christen kan schmecken und eingig gefals len, Richte den finn, Treuer welf, Don der Liebe 392 welt heiland, dahin, Ruhm dir zu bringen vor allen. 2. Einig geliebter, du wonne, dich wil ich erheben, Ich wil mich gånglich dir schencken und völlig hingeben. Nimmſt du mich hin; Ist es mein groffer gewinn: Keis nen wird fråncken mein leben. 3. Eines das nöthig, laß mach, tig vor allen bestehen: Ruhe der feelen, laß alles, was eitel, ver, gehen: Eingige luft Ift mir nun ferner bewusst, Chriftus mir ewig ersehen. 4. Hertog des lebens, du wols left mich selber regiren, So, daß das leben ich heilig und selig mag führen: Gib du den Geift, Reis che, was göttlich nur heifft/ An ders die feele zuzieren. 5. Friedens fürst, laß mich im glauben dir treulich anhangen: Eile zu ftillen diß wünschen, mein hochfes verlangen. Von dir nichts mehr, Heiland, ich igo begehr: Nimm mich dir selber gefangen. 6. Centner schwer find mir die birden, wo du nicht wilt tragen: Alles, was irdisch ist, trachtet die Chriften zu plagen. Laß es denn seyn, Lebt man nur Chrifto ge mein; Er wirds wol können vers jagen. 7. Nun, nun, so wil ich auch immer und ewiglich haffen Bür. den, die Christum, das kleinod, nicht in sich einfassen. Er sol mir seyn Reichthum und alles allein: GOtt, GOtt, wer wolte dich laffen. 397. Mel. Wer nur den lieben. Je feele ist dazu geboren, göttliches ers Sie war vom Schöpfer auserforen, Daß sie sein bild und gleichniß sey: Wer kan die ehre gnugsam preisen. Die GOtt der seelen wolt erweisen? 2. Kein adel alich sich ihrem adel; Rein pracht kam ihrer schönheit bey; Man fand an ihr gar keinen tadel; Ihr schmuck war viel und mancherley; Es font ihr ewiglich nichts fehlen: Denn GOtt war selbst das licht der feelen. D Daß sie was freu. 3. Sie schöpfte stets aus ihrer quelle, Aus welcher sie entspruns gen war: Die weisheit war ihr spiel gefelle, Die treflichkeit gar wunderbar: Sie hatte ehr und reichthum funden, Weil sich der höchste ihr verbunden. 4. Ihr leben war filets GOtt zu lieben; Jhr alles, daß fie fein folt seyn. Wär fie in seiner liebe blieben; So wår fie frey von quaal und pein: Allein der feind bat fie verderbet, Die fünde ist uns angeerbet. 5. Sie ist nunmehr gang ir. disch worden, Sie liebt die eitel feit der welt, Sie lebt nun in der fünder orden, Der arge hat sie gang versiellt, Sie kan sich nicht mehr aufwårts schwingen, Sie juchet und Begierde zu GOtt. 393 fuchet ruß in schndden dingen. überwinden, Und sey mir doch nicht abgekehrt: Denn läsfest du dich in mich nieder, So find ich meine seele wieder. 6. Sie ist in aberwiß verfallen, Sie spielet nur in sand und foth. Hört sie gleich blik und donner Fnallen, So denckt sie doch an teine noth. Sie übt sich nur in poppen, wercken, und lässt nur thorheit an sich mercken. 7.DGOit, der du ein heil ges geben, und hilfft der feele wieder auf, Erwecke sie zum neuen leben, Und fördre zu dir ihren lauf, Laß mich die weisheit wieder finden, Und mich mit neuer lieb entzün den. 8. Ach, nimm von mir die grof se schande, Daß ich so wenig dich geliebt, Da sich dein herg zu fol chem brande Der seelen gang zu eigen gibt, Hör, wie ichs dir so schmerklich klage, Hilf mir von der betrübten plage. 9. D liebe! hilf, dich lauter lies ben, bringe mich in dir zur ruh. Ich kans nicht länger mehr aufschieben, Ach, neige dir mein innres zu: Ich wil bir gern mein herk hingeben: Dich lieben ist der seelen leben. 10. Ach, liebe, ach, ich kans nicht lassen, Ich wiederhole mein gebet: Laß mich die reine liebe fassen, Sen doch demüthiglich gefleht. Denn fan ich dich recht lauter lieben, Was ist, das mich dann mag betrüben? 11. O höchster GOtt, wo fol ich finden Die flamme, die mein herg begehrt? D liebe, laß dich 12. Ich habe mich schon längst gesehnet, Mit schmerzen lieb und such ich dich. Du hast mich schon an dich gewöhnet: Ach, lies be, fomm, erfülle mich. Du haft mich ia, eh ich geboren, Zu dete ner wohnung auserforen. 13.Du bist mir doch nun schon versehen, Dein Vater hat dich mir geschendt; So laß es doch nur bald geschehen, Daß sich mein alles dir zulenckt. Denn alle kraft wird nur verschwender, Die nicht in dir wird angewendet. 14. So sey mein himmel, meis ne sonne, Mein reichthum, meis ne herrlichkeit, Mein schaß und luft spiel, meine wonne, Mein ewig leben in der zeit. Findt dich mein herk, o lebens quelle; So find ich meine rechte stelle. 398. Mel. Nun lafft uns den Leib. U unbegreiflich höchftes gut, mein und muth, Ich dürft, o lebensa quell, nach dir, Ach bilf! ach lauf! ach komm zu mir! stig is Bon grosser his; du, JE 2. Ich bin ein hirsch, der dura su, bist Für diesen hirsch ein sees len tranck: Erquicke mich, denn ich bin franck. 3. Ich schreye zu dir ohne stimm: Ich seufze nur: o HErr, ( c Vers 394 vernimm: Vernimm es doch, bu gnaden quell, und labe meine durre feel. 4. Ein frisches waffer fehlet mir: HErr JEfu, zeuch, zeuch mich nach dir. Nach dir ein groß fer durst mich treibt: Ach, war ich dir nur einverleibt. 5. Wo bist du denn, o brautis E 6 65 5 4% Sonder Liebe da 98 65 4 6 76 Գե 399. Q gam? Wo weidest du, o Gote tes. Lamm? Un welchem brinne lein rubeft du? Ich dürfte, laß mich auch dazu. 6. Jch kan nicht mehr, ich bin zu schwach: Ich schreie, durst, und ruf dir nach. Der birsch muß bald gefüßlet seyn: Du bist ia fein, und er ist dein. 6 50 6 6 6 4** 三 段 U unvergleichlichs gut, Wer 6 5.65 ( 26X65 65 65 24% 48 7 AFT 06 645 65 188 Den auch blos anzuschauer, Rein Wer wolte nicht sein berts Um menfch fichs trauen? Und den dich), o GOtt, betrüben? 3er noch bist du mehr gemein, Als molte nicht mit Geist und finn Jn immermehr der sonnen schein. dich, mein JEsa, wandern hin? 3. Du bist die Majestät, Der 2. Du bist der ew'ge glang, alles ehr erzeiget, Der HErr, DOC und Begierde zu GOtt. 395 vor dem erd, höll Und himinel mers dich ewig erfreue, Deffne tief sich neiget: Und doch neigst du dich, HErr, so weit Zu mir, der schndoften schnödigkeit. ihm durstig geist, seele und munds Siehe, dein JEsus, der bergog der liebe, Begequet dir heute im herrlichsten triebe. 4. Du bist die weisheit selbst, Die ewiglich regiret, Der tiefefte verstand, Der alles glücklich füh. ret: Und doch) kommst du, mich hinzuführ'n, Daß auch ich sol mit dir regir' n. 5. Du bist das höchste gut, Du barfft fein gut verlangen, Du felbft bist alle luft, Darfst keine luft empfangen: Und doch ver langst du meine bruft 3u deiner ew'gen frend und luft. 6. Du bist die schönheit selbst, Du kanst nichts schöners finden; Es kan dich nichts, als nur Dein' eigne schönheit binden: Und doch bat deiner liebe band Dich mir, dem schatten, zugewandt. 7. Du fizest auf dem thron, or dem die teufel jittern; Es fan in deinem reich Sich ewig lich nichts wittern: Und doch gibst du dich fo herab Um mich bis an das creuß und grab. 8. Du unvergleichlichs gut, Wie folt ich dich nicht lieben? Wie solte sich mein herk Nach dir nicht stets betrüben? Ach wa re doch mein geift und finn Jn dich schon gang, mein JEsu, hin! 400. M. Groffer Prophete mein. Usse den ausdruck der ewigen treue, Werthefte seele, im innersten grund, Deines erbari Fth 2. O wie zerschmelget fein hers te im feuer Einer so gar unbes greiflichen glut! Theureste, schaue, wie sich dein getreuer Um dich bewirbet mit eigenem blut. Schaue, wie hat ihn die liebe erhitzet, Daß er auch strome weis sein mildes blut schwißet. 3. Unter den schönesten föhnen der erden, Unter den chdren der englischen schaar, Kan ihm an würde nichts gleich geacht't wers den: Himmel und erde nicht; Furg: er ifts gar. Darum, o seele, lieb ihn nur alleine: Sey bu nun wiederum gank und gar feine: 4. JEfus der würdiget dich zu benennen: Meine vergnüglichste luft ist an ihr. Solte das berke nicht lichterloh brennen, Rafens de: meine luft, JEsu, an dir! Woltest du dich mir mit blute verschreiben; So solt du auch ewig mein bräutgam verbleiben. 5. Seße mich auf dein hert fest wie ein fiegel: Ziehe mich liebster, aur gånglich in dich. Was du noch findest der fündlichen riegel, Soiche zerschlage, zerbaue, zers brich. O mein Immanuel, bör mein verlangen: Ach, laß mich an dir mit meinem geifst hangen 6. Ey ia, mein herkens freund, lag ! Ec a Don der Liebe do 396 laß michs erreichen, Daß ich noch eines hier mit dir mag seyn. Bin de mich denn auch beym todes. verbleichen Feste, fein feste ins bündelein ein Dever, die unter den englischen choren Dich, herrlichs Lammlein, unendlich verehren. 7..Selige schaffein, die also ent runnen Aller verführischen fünd, lichen last! JEfus der weidet euch selbst bey dem brunnen, Drückt euch mit freuden and her. ße und brust. Wohl euch, ihr send nun volkommen genesen In dem so lieblich und herrlichen wesen. 8. Höchste luft ist es, den Kö, nig zu sehen, JEfum, den braut gam, das liebliche Lamm, Jhm zu der rechten im braut, schmuck zu stehen, Brennend in seligfter liebender flamm. Dia ich seufze: laß halde geschehen, JEsu, mein schönster, daß ich dich) mag sehen. 401. M. Mein Herzens JEfum. Ott lob, ein schritt zur ewig G teit Ist abermals vollendet! Bu dir im fortgang dieser zeit Mein herk sich sehnlich wendet, O quell, daraus mein leben fleufft, und alle gnade fich ers geufft In meine feel zum leben. 7. Doch sey dir gang anheim gestellt Die rechte zeit und Rum de, Wiewol ich weiß, daß dirs gefällt, Daß ich mit herk und munde Dich kommen beiffe, und Bis es erscheine, daß ich gar, darauf Von nun an richte meinen Leben, dich umfange, Damit, lauf, Daß ich dir tomm ent was sterblich) ist in mir, Ber: gegen. schlungen werde gang in dir, Und ich unsterblich werde. 2. Ich zehle stunden, tag und jahr, Und wird mir allzulange, 8. Ich bin vergnügt, daß mich nichts fan Bon deiner liebe trens nen 3. Vom feuer deiner liebe glut Mein herk, das sich entzündet, Was in mir ist, und mein gemüth Sich so mit dir verbindet, Daß du in mir, und ich in dir, Und ich doch immer noch allhier Wil nas her in dich bringen. 4.D, daß du selber Fåmest bald, Ich zehl die augenblicke! Ac komm, eh mir das berg erkalt, und sich zum sterben schide! Kom doch in deiner herrlichkeit: Schau, deine braut hat sich bes reit, Die lenden sind umgürtet. 5. Und weil das if des Geifles ia Jft in mir ausgegossen, Du mir auch selbst von innen nah, Und ich in dir zerflessen; So leuchtet mir des lebens licht, und meine lamp ist zugericht't, Dich frdlich zu empfangen. 6. Komm, ist die Stimme des ner braut, Komm, rufet deine fromme; Sie ruft, und schreiet überlaut: Komm bald, o JEsu, brautigam, Du kenneft mich, o GOttes Lamm, Daß ich dir bin fomme. So fomme dann mein vertrauet. und Begierde zu Gott. 397 nen, und daß ich frey vor ieder. Deines schäfleins dich erbarmen, man Dich darf den bråutgam nennen, Und du, o theurer le bens fürst, Dich dort mit mir vermählen wirst, Und mir dein erbe schencken. Und nach deiner hirten pflicht Tragen heim auf deinen armen? Wilt du mich nicht aus der quaal Holen in den freuden saal? 9. Drum preis ich dich aus danckbarkeit, Daß sich der tag ( die nacht)( die flund)( das jahr) geendet, Und also auch von dieser zeit, Ein schritt nochmals vollendet, Und schreite hurtig weiter fort, Bis ich gelange an die pfort Jerufalems dort oben. 2. Schau, wie ich verirret bin Auf der wüsten dieser erde: Kom, und bringe mich doch hin zu den schafen deiner heerde: Führ mich in den schafftall ein, Wo die heils gen låmmer seyn. 3. Mich verlangt, dich mit der schaar, Die dich loben, anzuschaus en, Die da weiden ohn gefahr, Auf den fetten himmels auen, Die nicht mehr in furchten stehn, Und nicht können irre gehn. 10. Wenn auch die hånde läßig find, Und meine fnie wanden; So biet mir beine hand ges schwind In meines glaubens fchrancken, Damit durch deine traft mein berg Sich stärcke, und ich himmelwärts Ohn unterlaß auffteige. ic 4. Dann bier bin ich sehr bes drängt, Muß in fleten førgen les ben, Weil die feinde mich um schränckt, Und mit lift und macht umgeben, Daß ich armes schäfes lein Keinen blick kan sicher seyn. 11. Geh, feele, frisch im glau ben dran, Uud sey nur uner. schrocken: Laß dich nicht von der rechten bahn Die lust der welt ab locken. So dir der laufzu lange fam deucht; So eile wie ein ads ler fleugt Mit flügeln füsser liebe. 12. O JEfu, meine feele ist Zu bir schon aufgeflogen, Du hast, weil du voll liebe bist, Mich gånk! lich hin, was heiſet flund und zeit, Ich bin schon in der ewigkeit, weil ich in JEsu lebe. $ 402. Mel. 3Efus meine Zuverf. Guter Uter hirte, wilt du nicht 5. D HERR JESU, laß mich nicht in der wölfe rachea Fommen, Hilf mir nach der hire ten pflicht, Daß ich ihnen werd entnommen, Hole mic), dein fchäfelein, In den eigen schafe flat cin. 403. nel. Hertzlich lieb hab ich. Err mein und olut, Mein feelen- schat, mein höchstes aut, und aller fin nen freude, Ich bleibe dennoch Kiets an dir: So ist auch nichts, das dich von mir, Und unfre liebe scheide. Du machst mir deinen Cc 3 meg Don der Liebe 398 weg bekant, Håltst mich bey meis ner rechten hand, Regirsi und führst den lebenslauf, und hilfest meiner schwachheit auf. HErr JEfu Chrift, Du bist mein licht:,: Ich folge dir, so irr ich nicht. 2. Du leitest mich nach deinem rath, Der anders nichts beschloss fen hat, Als das mir segen brin, get. Gehts gleich zu zeiten wun, derlich; So weiß ich dennoch daß Durch dich Der ausgang wohlges linget. Nach hartem trit aufraus her bahn Nimmst du mich dort mit ehren an, Wo mich vor dei nem thron erfrent Die crone ber gerechtigkeit. HErr JEfu Chrift, Ach voll begier:,: Wünsch ich zu feyn, mein GOtt bey dir. 3. Mein alles ist auf dich ge richt't, Hab ich nur dich, so fraq ich nicht nach himmel und nach erden. Denn war der himmel ohne dich; So könte keine luft für mich Fn tausend himmeln werden Bårst du nicht schon auf erden mein, möcht' ich auch nicht auf erden seyn. Denn auch die ganße weite welt Hat nichts, bas mir, wie du, gefällt. HErr JEfu Chrift, We du nicht bist:: Ift nichts, das mir erfreulich ist. bist und bleibest doch mein heil, Und meines hergens troft und theil: So wird und muß durch dich allein Auch leib und seele ses lig seyn. HErr JEsu Chrift, Ich hoffe fest:: Daß deine kraft mich nicht veriäfft. 5. Wer von dir weicht, und auf der welt Dir nicht beständig glauben hält, Muß freylich wol verderben, Und kan, weil er die luft und pracht Des fleisches hier jum himmel macht, Den hime mel dort nicht erben. Wer fatan folgt, und årgerlich In finden huret wider dich, Und denckt an feine busse nicht, Den bringst du um durch dein gericht, HERR JEfu Chrift, Du bist darbey:,: Dem, der dir treu ist, ewig treu, 6. Drum halt ich mich getrost zu dir: Du aber hältst dich auch zu mir, Und das ist meine freude. Ich fege meine zuversicht Auf dich, mein fels, der nicht zubricht, In freud und auch im leide. Dein thun foll alles und allein Ja meinem heiß und munde ſeyn, Bis ich dich kan mit augen sehn. Ach möchte solches bald ge schehn! HErr JEsu Chrift, Ich warte brauf:: Komm fom, mein schak, und nimm mich auf. 2404. Mel. Wo folich fliehen bin. 4. Und solte mir durch creuk und noth, Durch marter, durch gewalt und tod, Auch feel und leib verschmachten: Diß alles an mich immer zu In deiner wird, wenns auch noch mehr, Ja gar wie eine böle wär, Mein liebe brennen, und dich im hers glaube nichts nicht achten. Du gen kennen, und preifen deinen namen und Begierde zu GOtt. namen Mit dem erwehlten ja men. 2. HENR, deiner liebe kraft, So alles in mir schafft, Erneure meine finnen. Mein thun und mein beginnen Sen nur auf dich gerichtet: Dir hab ich mich ver, pflichtet. 3. Berlobe dich mit mir: Ich hab mich ia auch dir 3 eigen gang geschencket: In dir bleib ich versendet. Bir müssen uns im lieben Stets mit einander üben. 4 Du bist allein mein heil Und meines bergens theil: Ach, gib dich meiner feelen, Thudich mit mir vermählen. Dit bin ich) gank ergeben Im tod und auch im leben. 5. HERR deine freudigkeit, Sen meine freud im leid, und deine groffe gute Rühr kräftig mein gemüthe, Daß ich auf dich nur baue, und auf dein heil nur schaue. 6.3u deiner herrlichkeit Mach mich, o GOtt bereit. Laß mich flets an dir bleiben, Kein' luft von dir abtreiben. Komm, gib dich meinem hergen, 3u tilgen Deffen schmergen. 7.Send mir von deinem thron, Du wahrer GOttes Sohn, Den Geist der fraft und stärde, Daß ich ihn fiets vermercke In allen meinen finnen: Er selbst sey mein beginnen. 8.So sey ich für und für, HErr, 399 anbefohlen dir: Der alte abam fterbe: Der neue menfch ererbe Das reich der fraft und ehren: Ein amen laß mich hören. 4.05. He m. Eine ist noty, ach Err. Ergog unsrer feligkeiten, thum, Da du uns die slåt bereis Beuch uns in dein heiligs ten, Und hier im triun ph herum, is deine erkaufte, fieg prachtig wilt führen: Laß unsere bitte dein hergeist rühren. Wir wol len dem Vater um opfer dars fiehn, Und in der gemeinschaft der leiden hingehn. Und du wider zu ihm hin; Liebe 2. Er hat uns zu dir gezogen, hat uns überwogen, Daß an die len wir gerne mit dir auch abfler. hängt muth und finn: Nun wol ben Dem gangen natürlichen sees fen verderben. Ach pflange und fes uns zum tobe hinzu, Const finden wir ewig tein leben noch ruh. ne So viel ausflucht überall; 3. Aber hier erdenckt die schlan: Bald macht sie dem willen ban ge; Bald bringt sie die luft zu fall. Es bieibet das leben am kleinsten oft Fleben, Und will sich nicht vol lig zum sterben hingeben: Es schüßzet die besten absichten noch vor, Und bauet so höhen und vestung empor. 4. Drum, o fchlangen treter eile, Führ des todes urtheil aus, Brich entzwey des morders pfeis ( c 4 le, Von der Liebe 400 le, Wirf den drachen gang hin. aus, Ach laß sich dein neues er: ftandenes leben yn unfer verblis thenes bildniß eingeben: Erzeig dich verklåret und herrlich noch hier, Und bringe dein neues ge. Schöpfe berfür. 5. Rehre die zerstreuten finnen Aus der vielheit in das Ein, Daß 406. he neuen raum gewinnen, Nur Hrlich lieb hab ich dich, o von dir erfüllt zu seyn. Ach lege die machten der finsternis nieder, Und bringe des geiftes verneuten muth wieder, Der sich aus der fülle der gnaden fiets nehr, Und gegen der Gottheit verächter sich wehr. 6. Starde deinen zarten fa, men, Der dein männlich alter schafft, Daß wir hier in JESU namen Stehn vor GOlt in jungs lings fraft, Den bösewicht völlig in dir zu besiegen, Daß endlich Die feinde jun füffen da liegen: So sol aus dem tode das leben entstehn, Und hier noch in völlis ger mannheit aufgehn. 7. Lebe denn, und lieb, und labe In der neuen creatur, Lebens furst, darch deine gabe, Die er stattete natur. Erwecke dein pa rabies wieder im grunde Der feelen, und bringe noch näher die funde, Da du dich in allen den gliedern verklärst, Sie hier noch des ewigen lebens gewährst. 8. Gonne uns noch frist auf ers ben, Zeugen deiner fraft zu seyn, Deinem bilde gleich zu werden Im tod, und zu nehmen ein Des lebens vollkommene freyheit und rechte, Als eines vollendeten Hei lands geschlechte. Der unglaub mag denden: wir bitten zu viel; So thast du doch über der bitten ihr ziel. levn von mir nicht fern Mit deis ner hilf und gnaden. Die gange welt mich erfreuet nicht: Nach himmel und erden frag ich nicht, wenn ich dich nur kan haben. und wenn mir gleich mein herk erbricht; So bist du doch mein zuversicht, Mein heil und meines herkens trost, Der mich durch sein blut hat erldst. HErr JEfu Chrift, Mein GOtt und HErr! mein GOTT und HERR! Ja schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ia, HERR, dein ges schenck und gab, Mein leib, feel und all's, was ich hab In diesem armen leben: Damit ichs brauch zum lobe dein, 3um nug und bienft des nächsten mein, Wollst mir bein' qnade geben. Behüt mich HERR, vor falscher lehr, Des satans mord und Ingen wehr. In allem creuk erhalte mich, Auf daß ichs trag gedultig lich. HErr JEsu Chrift, Mein HErr und GOtt, mein HERR und GOtt, Tröst mir mein feel in todes noth. 3. Ach HErr, laß dein' lieb enger und Begierde zu Gott. engelein Am letzten end die seele mein In Abrahams schoos tra, gen; Den leib in sein'm schlaf Fåmmerlein Gar fanft ohn einge quaat und pein, Ruhn bis am jungsten tage. isdenn vom tod erwecke mich, Daß meine augen sehen dich In aller frend, o GOts tes Sohn, Mein Heiland und genaden thron. HErr JESU Chrift, Erhöre mich, erhöre mich, Ich wil dich preisen ewiglich. 407. Mel. Der Tag ist hin, mein. Jer lieg ich nun, DHErr, mich der süssen huld geniessen, Mit welcher du Die deinen oft erquicft, Und ihnen licht, Troft, freud und kraft zuschickt. 2. Ohn dich, mein heil, Kan ich nicht ruhig leben: Ohn dei nem troft Muß ich in angst stets schweben: Ohn dich bin ich Sang Fraftlos und verschmacht: Ohn Deinen schein Tapp ich in finstrer nacht. 3. Du bist der arkt, Der mei nem matten hergen Alleine fan Benehmen seine schmerken; Ach heile mich, Nimm meine schwach, heit hin; Ach mach gefund Den mehr als francken finn. 4.Du bist mein hirt, Der mich auf griner que So gerne führt: Sieh, wie ich um mich schaue Nach deiner hut: Ach ruf mich zu dir hin. Führst du mich nicht; Weiß ich nicht, wo ich bin. 401 5. Durch deinen schein, Ers leuchtst du, meine sonne, Mein dunckel berk, Und gibst miz freud und wonne: Denn ohn dein licht müsst ich im finstern fehn: Dein liebreich herg Läfft folches nicht geschehn. 6. Du hast es ia Gefaget und versprochen: Dein heilfam wort Hast du noch nie gebrochen. Wer dich um hilf Anschreit, dem gibst du fie, Wen nach dir dürfi't, Bleibt ungeträndket nie. 7. So laß mich nun Die füßige feit empfinden, Durch die, was / schwinden. Ich schrey und ächt Ohn unterlaß nach dir: Laß mich dich schaun, OJEju, meine zier. 8.3ind in mir an Die reinen liebes flammen, Die allesame Aus deiner lieb herfiammen: Ich fleb, ich bitt, Mein heil, ich laß nicht ab, Bis du dich felbfi Mir hast geschenckt zur gab. 4-08. Ho Mel. O wie felig sind die S. Dechste luft und herkvergnů, gen, Auserformer und ers wehlter, Liebster seelen, brautis gam, Ach, gib du mir das vermis gen, Daß ich dich mag hoch erhe ben, D du treues GOttes Lamm. 2. Du bist meiner armen fee len Ein erquickend und gesegnet Luft erfülltes paradies: En, was folte mir denn fehlen, Bann ich dich im bergen habe In dem se ligsten genieß? € ¢ 5 3. Offen 402 Don der Liebe das 3. Offenbarst du deine fräfte, ligstes wesen, Steinefte wohllust, O wie machtig und durchdrin, gend Ubermeistern sie das herk. Deines Geiftes balsams fäfte Führen alles über finnlich Schleus nig zu dir himmelwärts. beherrscher der welt, Herrlichste Majestät, die sich erlesen Zu ihrer hofstadt bas bimmlische gelt, Ab wo dich preisen Mit taufend weis fen So viel im licyte vereinigte fchaaren Der Seraphinen, die auf und abfabren. bilmiy 4. Du bist der magnet der lies be, Der in beiffen liebes zügen Geelen ziehet und entzünd't: Diese fraft führt uns im triebe Immer ja dir, bis wir werden In dein bertze fest gegründ't. 5. Ach du hast mich auch ergrifs fen: Biaf' das feuer beiner liebe Stets in meiner feeten auf. Dei ne lieb' hat groffe tiefen: Darum eil ich zu der quelle, Wie ein hirsch in vollem laufale 2. Gelig sind alle mit diesen zu fchägen, Die vor dem throne der herrlichkeit fehn, Die an der fülle des lichts sich ergeßen, Und ohne vorhang, dich, wie du bist, fehn; Deren gemüthe Der from der gute Völlig und sonder abs wechslung durchfliesset, Da man bie nieden kaum tröpflein ge nieffet. 6. Alle welt mit allen lüften Spey ich aus dem bergens grun de is vergifte mandeln aus: Nehre du mich in der wisten Mit der reinen himmels liebe, Bis ich komm ins Vaters haus. 7. Denn du bist mein einig alles, Mein erbarmer und ver. föhner, Und der liebe wunder, licht: Wer ist sonst der trost des 4. Doch warum wünsch ich falles? Du, o JEfu, bifts alleine: Drum dich mir ju eigen gib. 8. Hör, ach hör, wie ich mich freue, wie die feele hüpft und springet, Und frolockend jubilirt: Denn sie fühlet deine trene. Ach, fey mit ihr ewig, ewig, Bis fie völlig triumphirt. entrůcket zu werden, Eh denn es teit ist, dem stückwerck der zeit? Gnug, daß ich selig auch hier schon auf erden: Obgleich der geist noch nicht völlig befrept; Darf ich doch wagen, Hoffend zu fagen, Daß ich zu rechter zeit auch werd erlangen, Das, wo mit iene, die droben find, pran gen. 409. Mel. Seligstes Wefen. Oechste vollkommenheit, se 3.Wår doch mein geist erst von hinnen geführet, Und in das lufte schloß des himmels verfest, o das vollendete heer triumphiret, und sich in ewigen freuden ergeßt. Wenn sol ich seben Die feit anges hen, Die mich fo felig und herrs lich beglücket, Und mich zu iener gesellschaft hinrücket? H 5. Laß nur immittelft mein tichten und Begierde zu Gott. fichten und trachten Ja, HErr, auf nichts hier gerichter sonst feyn, Ais wie ich möge, was ir disch, verachten, Und dir an bangen, dem feligfien ein. Was da wil hindern, Und in mir min dern Den durft des geistes nach dir, o mein leben, Müsse sein le. ben zum tode hingeben. 6. Starcke hingegen das zarte verlangen Nach einer nåhern ges meinschaft mit dir. Dich, das vergnüglichste gut zu umfangen, Laß sich stets mehren der liebe bes gier. Lehre mich eilen, Und nicht verweilen, Nach dir, dem höch ften zweck, mich fiets zu lencken, Und mich dir gånßlich zum opier zu schencken. 7. Eolt ich auch etwa, wie oftmals geschehen, Und dir All wiffenden wohl ist bewusst, Es ichs vermercke, mich von dir vergehen, Durch die vermierung betrüglicher luft; Eo laß mein weichen Dazu gereichen, Daß ich aufe fünftigetreuer dich liebe, Und mich im wachen und beten fiets übe. 8. Nun ich begehre, dich ewig zu haben, und auch ohn ende dein eigen zu seyn. Himmel und er de, und was sie für gaben In fich besitzen, find ohne dich pein: Ich wils nicht achtén, Ob schon verschmachten Mein leib und see le; ia ob ich auch sterbe: Wenn du mir bleibeft mein theil und mein erbe. 403 410. mel. O GOtt du frommer. Cb hab ihn dennoch lieb, Und Sbleibe an ihm hangen: Er einig meine luft, Er einig mein verlangen. Fall ich schon ofter. mal Uus meiner liebespflicht; So trennet folches doch Die trene liebe nicht. 2. Denn hätt ich nur die kraft, Die ich mir wünschen wolte, wenn mein wunsch nach begier Erfüllet werden solte; Gewiß ich bliebe treu: Er solte noch an mir on hergen seyn vergnügt, Er meine höchste zier. 3. Das wollen und der muth Sind da, ob schon zu zeiten Vollbringen mangeln wil: Drum seh ich täglich fireiten In mir mit fleisch und blut Den geist gefinns ten finn, Weil ich annoch ein find gn Chrifti liebe bin. 4. Und werd ich) dermaleins zu meiner mannheit fommen, Wie wil ich ihm so freu Vers bleiben meinen frommen Und allerbesten schat? Uch, gegen ihn allein Sol in recht feuscher brunst Mein herk entzündet seyn. 5. Komm, liebfler, günde an, Entzünde die gedancken; Entzün de mir mein herh: So werd ich niemals wancken Alus meiner lies bes pflicht: Entzinde gegen dich Mein her; so bleib ich treu Dir, liebster, ewiglich. 4TI. 404 thi Fundt 6 6 65 65 43 3131 1 65 4* 656 6 6* Don der Liebe 411. 676 hrplatinu 6 H b laß ihn nicht, der sich ge heil herab Er, der mich einmal wolt umfassen, Muß meine seyn bis in das grab. Ob mir die welt gleich viel verspricht, zu brechen meiner liebe pflicht, Ich laß ihn nicht. 2. Ich laß ihn nicht, der mich 65 6 # 4 6656 98 26 655 0 5645 3422 6 65 THI * 6 6 4665 E erworben, Den werb ich mir: ich er mein. Der für mich am creuß geflorben, Deß wil ich auch im sterben seyn, Was schres dest du, du höll geficht? Qas lockest du, du weit gericht? Ich laß ihn nicht. 3.Ich las ihn nicht, der mich nicht läffet, Deß nam mir füffer ift und Begierde gu GOtt. 405 als dl: Der feelen brünftig diß leben und dieses gange laffen mich umfasset, Den foffet wieder meine feel. Was allen zucker über Richt, Das ist mein süsses Gott heits licht: Ich laß ihn nicht. foi: Ro er, da wil ich gleich auch schweben, Es mag mir gehen, wie es wol. Wie eine flette flebt und flicht, So ist mein sinn auf ihn gericht: Ich laßihn nicht. 4. 3ch laß ihn nicht; mich mag verlassen Der ganzen erden pracht und macht. Der meine feele nicht fan baffen, Den nehm ich mit zur todes schlacht: Er nimmt mich wieder zu dem licht, Das in dem himmel neu an, bricht: Ich laß ihn nicht. 7. Ich laß ihn nicht, kommt nur ihr plagen, Und feßt mein wissen auf die prob; Mein creuß iß sein, er hilft mir tragen: So sing ich ihm dafür ein lob. Er bleibet meines herkens licht, Ob gleich die unglicks. nacht aus bricht: Ich laß ihn nicht. 5. Ich laß ihn nicht, wil Ja cob werden/ Er habe denn ge feqnet mich, und müsst ich drüs ber von der erden, Mein glaube sieht ihn doch an sich. Ob mir ge lenck und hüft zerbricht, und gar vergehet mein geficht: Ich laß ihn nicht. 8. Ich laß ihn nicht, was wilt du funde? Du liegt im tiefen meer versendt. Trok, daß fich fatan unterwinde Zu rauben, was mir ist geschendt! Dein stachel, tod, mich nimmer sticht, Weil JEfus mir im Herzen liegt: Ich laß ihn nicht. 6. Ich laß ihn nicht, wenn ich ( 4-12, 6 56 60 6 65 576 In Utt 5 4** 65 65 4* G # *# 6 65 Home E TEZ Ich 406 65 58 4 Q 63 Don der Liebe IT 67 * 5 Ch suche dich in dieser ferne, Mein aufenthalt, mein licht und fterne: Dein pilgrim bin ich noch auf erd: Ach, wie so oft, ach, wie so gerne War ich in dich gar eingekehrt! 2. Komm, gürte mir die tra gen lenden: Laß fich mein her dir gang juwenden, und halte meinen sinn in dir. Wenn wird sich doch die unruh enden, Daß ich dich) fråftig fühl in mir? 3. Ach faffe die zerfreuten fin nen, und nahe dich mir selbst von innen, Daß mich nicht iede re, gung stör. Zeuch mich im gruns de stets von binnen, Daß mich das fleisch nicht mehr bethör. 4. Du, meine luft, bist so be, hende, und mein verlangen hat tein ende: Co fommst du vor mir schnell vorbey. Eh ich die finnen dir nachwende, Ift mein gemüth schon mancherley. 5. Ach heitre doch von so viel dünsten Die feele, die dich, den gewünschten, Im herken stets zu finden sucht, Daß ich mög' was chen, und zum minsten Dich noch erreich in dieser flucht. 6. Beil noch i unståt die ge dancken; So bind das herk in 588 65 4% solchem wandken An dich, du hoffnung felger fahrt: Enthalte mich in glaubens schrancken, Bis sich dein licht einst offenbart. 7.Ich fühle wohl, du bins alleie ne: Ach, nimm doch von mir all das meine, Daß ich der gnade mächtig werd. JEfu, fomm, und mir erscheine, Bis alle hoffe nung in dich fehrt. 8. Du, mein Gott, bist das schönste wesen, Durch dich allein kan ich genesen: Wie mag ich oh ne dich was seyn? Du bist zu uns serm argt erlefen, Dein blut macht uns von fünden rein. 9. Ach, so befreye, o mein les ben, Durch wahrheit, die du hast gegeben, Mein herk, und eigne es dir gar, Daß ich gleich einem grünen reben, An dir viel früch te bringe dar. 10. Laß deines wortes edlen famen, Der mich zum preise dei nem namen In dir aufs neu ges boren hat, Mich stårcken, die stets nachzuahmen, Und dir zu leben in der that. 11. Laß die entbrannten liebess flammea, So felbft von dir, der lieb', herstammen, In mir vers leschen nimmermehr: Ach, halte feft und Begierde zu Gott. feft in dir zusammen, Die von dir mit mir kommen her. 12. Den Geift der lautern GOttes liebe Laß führen mich 65 6 6 65 430 社 6 5 5 984376 65 413. panblad monde 65 4* 三 都 * 6 6 40% im heilgen triebe Dir nach, und bhalten diefe fpur, Daß wenn ich mich darinnen übe, Mich nicht aufhalt die creatur. Ide Chwil dich lieben, meine slår. ke; Ich wil dich lieben, met ne jer; Jd) wil dich lieben mit dem wercke Und immerwähren, der begier; Ich wil dich lieben, schönstes licht, Eis mir das berg zerbricht. 2. Jch mil dich lieben, o mein leben, als meinen allerbesten freund; Ich wil dich lieben und erheben, So lange mich dein glang bescheint; Ich wil dich lieben, GOttes Lamm, Als mei um, Quis mei. nen brautigam. 3. Ach, daß ich dich so ſpåter, kennet, Du hochgelobte schönheit, du, Und dich nicht eher mein ge nennet, Du höchstes gut und wah. reruh. Es ist mir leid, ich bin be trübt, Daß ich so spåt geliebt. 5 665 4376766 5 4 3 M 4. Ja lief verirrt Und war verblendet, Ich suchte dich und fand dich nicht, Ich hatte mich von dir gewendet, und liebte das geschaffne licht: Nun aber ists durch dich geschehn, Daß ich dich hab ersebn. 5. Ich dance dir, du wahre sonue, Daß mir dein glang hat licht gebracht: Ich dancke dir, bu bimmels wonne, Daß du mich froh und fren gemacht: Ich dancke dir, du fiffer mund, Daß du mich machst gefund. 6 Erhalte mich auf deinen stes gen, und laß mich nicht mehr irre gehn: Laß meinen fuß in deinen wegen Nicht straucheln oder fiille ftehn: Erleuchte leib und feele gang, Du starter himmels glang. 7. Gib 3. 408 Don der Liebe 7. Gib meinen augen süsse reinen Gottheit führet ein. thrånen, Gib meinem herken feusche brunft, Laß meine feele sich gewöhren zu üben in der liebe, kunst, Laß meinen geist, finn und verstand Seyn stets zu Dir gewandt. 5. Die feele fan niemals von dencken ruhn, Jhr wille hat mit etwas fiets zu thun: So sol er stets von dir, du höchstes gut, Nur essen, wie ein starder hune ger thut. 8. Ich wil dich lieben, meine crone: Ich wil dich lieben mei nen GOTT; Ich wil dich lieben ohne lohne, Auch in der allerard, sten noth: Ich wil dich lieben, schönstes licht, Bis mir das her ge bricht. 414. Mel. Du Geift des HErrn. Ehovah, nimm von mir die Sträfte hin, Darin ich nun von dir gefangen bin. Dir muß mein herk und sinn ergeben seyn, Sonst wird dir deine braut nicht villig rein. 2. Laß wachsen in der neuen creatur Den reinen finn zur gött. lichen natur, Die nichts behält vom alten fauerteig, Und auch ein fleinern herk macht klein und weich. 3. Drum sammle doch der gangen liebe fraft Zu dem, was deine hand nun neues schafft: Beil finn und herk und der ges dancken lauf zu diesem werck ab lein fich opfern auf. 4. Gebt doch der sinn bey eis ner ird'schen braut Auf den alle jeit, dem sie sich hat vertraut: Gott nicht mein herk bey seinem schak tets seyn, Der mich zur 6.D wurkle tief, du neues les ben, ein, Laß deinen wachsthum nie gehindert seyn. Der neue mensch zieht GOttes lieb in sich, Und trindt aus JESU brüsten süßiglich. 7. Co wird der tempel in ges beim erbaut, Ein haus der mut ter für des Lammes braut, Da sie den bräutgam lieblich lockt hinein, Bon ihm gefüffet und ers fannt zu seyn. 8. Hier beut sie ihm die neuen früchte dar, Und wird dafür der heiffen lieb' gewahr. Je mehr sie gibt, ie mehr er sich ihr schenckt, Und die begierde nur hineine wårts lenckt. 9. Zeuch uns nach dir, o kráss tigfter magnet, Wie unsre lies bes luft zu dir nur steht: Verbirg in dir der neuen menschheit leib, Daß dieses find vor feinden fi cher bleib. 10. Erdffne dich, du name Je hovah In JEfu, der uns bleibt ein ewig ia. Duoffne lieb', uns eingeschrändte treu, Mach deinen bund in uns noch immer neu. 11. Schaff alles neu in uns, du sprechend wort: Halt offen die einmal zersprengte pfort Jerusa lems lems, daß die erfaufte zaht In ihren mauren halt des Lammes mahl. 12. Ruft nicht die flimm aus beinem tempel vor: O brauf, behalt das herk zu mir empor; Bewahr, dein Fleid, samt hert and sinnen rein, Und eil ans 6. STE 6 Potenha 6 6 5 und Begierde zu Gott, 6 56 0 5* 6 6 IE 80 409 endlich in mein herg hinein. 13. Ja fomm, HErr JEsu, nimm in uns fiets ju, Und laß uns sonst in keinem dingeruh. Zeuch uns dir nach; so lauffen wir zu dir, Und folgen als jungfrauen für und für. 6 5.6 415. 6 6 5 6 图 ELA Elu, Jehovah, ich such und bunden zu feyn. Reiß mich von allem, wor an ich Ser Be Von der Liebe 4TO ge mich in dich, mein ursprung, doch ein. Zeige mir flärlich mein tiefes verderben, Alles was dir auch zuwider feyn mag. Laß mich dir leben, und gänglich mir sterben. Sen du im finstren her. Ben mein tag. 2. Starcke die Präfte der seelen von innen, Daß ich die wirdkung des Geistes empfind. Nimm dir gefangen mein reden und sinnen. Leite doch, JEsu, dein firauchlens des find. Ich wil verlieren mich, wo ich mich finde; Gib mir, mein JEsu, vermögen dazu. Gib, daß durch deine Fraft gånßlich verschwinde, Was da versidret der innere ruh. 3. O, daß mein leben mit gan tem ernst hielte Deine gebote von herken allzeit. Uch, daß mein fin. nen auf JEfum nur zielte! O, ich bin, leider, von dir noch gar weit! JEsu, der du mir das wollen ge. geben, Gib mir noch ferner durch deine Igenad, Daß ich bezeuge mit heiligem leben Mich ein find GOttes in fleißiger that. 4.Hire doch, JEsu, mein feuf. gen und girren. Such doch, mein hirte, dein irrendes schaf. Lab mich im trauren, verfüffe die myrrhen. Wecke die feele vom fündlichen schlaf. Wandle das wiffen ins wahre fraft wefen, von ich lich nur schein. Reinge mein hers ße, und laß mich genesen, Daß ich in wahrheit mich nennen fan dein. 5. JEfu, wann wirst du mich einmal erquicken? Sieh doch, wie drückt mich die burde der fünd. Sol ich nicht, liebster, dich tröste lich erblicken? Kom doch, bedrohe das meer und den wind. Freunds lichster JEsu, ich hoff auferbar. men: Birg doch nicht ewig bein antlig vor mir. Edelster reich thum der geistlichen armen, Füll die nothdürftige feele mit dir. 6. Gütigster JEsu, vernimm doch mein flehen: Sieh; wie die hungrige seele fo matt. Liebster Immanuel, laß es geschehen: Mach mich doch mit dir einst fels ber recht fat. Jenesmal sprachst du: das volck möcht verschmachs ten, Wenn du ungessen sie von dir liefst gehn: Ewige liebe, wie woltst du nicht achten, wenn du die feele verhungern- folft sehn! 7. Gnädigstek JEsu, ich wil nun blos hangen An der verheiß fung und triftlichem wort: Wel che da bitten die sollen empfans gen, Wie du selbst redest, mein gütigfter hort. Ach ia, ich wil dir begierig nachschreyen Mit der Candin, und lassen nicht ab: Stetes anhalten wird mich auch nicht renen: Ich laß nicht von bir, bis gar hin ins grab. 416. el.Nun komm der beiden. komm mir, Sund verbleibe für und für. Kom doch, werther seelen- freund, Liebster, den mein herge meint. 2. Tau und Begierde zu Gott. 2.Caufendmal begehr ich dich, Weil sonst nichts vergnüget mich, Tausendmal schrey ich zu dir: JEfu JEfu, fomm zu mir! 3. Keine luft ist auf der welt, Die mein herg zufrieden stellt: Dein, o JESU, bey mir segn Nenn ich meine lust allein. 4. Uller engel glang und pracht, Und was ihnen freude macht, Fft mir, süffer seelen fuß, Ohne dich nichts als verdruß. 5. Nimm nur alles von mir hin, Ich verändre nicht den finn: Da, o JEsu, musst allein Ewig meine freude seyn. 6. Keinem andern sag ich zn, Daß ich ihm mein herk aufthu: Dich alleine laß ich ein, Dich ab leine nenn ich mein: 7. Dich alleine, GOttes Sohn, Heiß ich meine cron und lohn. Du für mich verwundtes Lamm, Bift allein mein brautiqam. 8.D so komm denn, süsses herk, Und vermindre meinen schmerg: Denn ich schreye für und für, JEsu, JEsu, tomm zu mir. 9. Nun ich warte mit geduld: Bitte nur um diese huld, Daß du mir in todes, pein Wolft ein süf fer JEsus seyn. 4-17. Mel. Groffer Prophete. Esu, mein Heiland, mein ein lichste freude und luft, Dir hat fich meine seel gänglich ergeben; Ey nun so drück mich fest an dei 411 ne bruft: Laß deine liebe noch mehr mich entzünden, und mich aufe inniafte mit dir verbinden. 2. Deine lieb hat mir das here te gebrochen, Daß es der welt nun ertddtet da liegt. Da du dein gnaden wort mir hafi verspro. chen, hat deine liebe mich gånge lich besiegt: Sie führt nun meis nen geift kräftig von hinnen Läft ihn nie lust an der fünde gewine nen. 3. Da ich dich, JEſu, nun habe gefunden, und deine schön. heit erblicket in mir; Da du in liebe dich mit mir verbunden: Wil ich auch treulich aushalten bey dir. Du hast mein berge gar lieblich gefangen: Drum wil ich immerdar dir auch anhangen. 4.Dich hat nun meine feel zum schaß erforen: Nunmehr vertraut fie sich nur deiner hand, Nachdem du sie gesucht, da, als verloren, Sie in der irre ging, und dich nicht kannt. Deine leutfeligkeit hat sie geschmecket: Das hat so zarte lieb in ihr erwecket. 5. O bu mein preis und ruhm, o meine wonne, dr, wie von liebe Franck ich seufs und stöhn. Schönfter Immanuel, o gna, den sonne, Sich, wie ich ångstige lich nach dir mich sehn, wie ich mit grossem durft nach bir vers ich voller 1 dich frey umfange. 6. JEsu, ach, fete mich als wie ein siegel Auf dein von liebe DD 2 fiets Don der Liebe 412 stets wallendes berg. Läutere meine lieb wie gold im tiegel; Laß in mir brennen hell die glaubens, ters. Laß mein herg immer seyn von dir beseffen, Und es, o JE, fu, dein ia nie vergessen. 7. So ist mir iminer wohl, o freund der feelen; So kan fein texfel mir schaden alhier; So kan auch keine noth mich tödtlich quå len. Ich fan doch frölich seyn und still in dir; So lan von deiner lieb nichtes mich scheiden Auch nicht das allerempfindlichste leiden. 8 D mocht ich balde doch mein siel erreichen! Wie macht das harren mir oftmals so bang. O möchten tage doch und nachte weichen, Die meine pilgrimschaft mir machen lang! D, daß dein gnaben wind mich voller liebe Bald von der erden hin zum hims mel triebe! $ 418. S Mel. Meine Seele, wilt du. Efu, wahres lebens brot, Labfal in der größten noth, Der du meinen teib ernebrest, Und mir foft und trand besche rest: Speif doch auch mit him. mels gut, Das du felbft bist, geift und muth. C 2. Meine seele ist entbrannt, Und dürft't wie ein durres land: Du allein fanft sie erfüllen, Jh. ren durst und hunger stillen. Denn du bist selbst speis und trand Für uns, die wir mate and Franc. 3. Hier, in dieser wüsteney, Find ich nichts als leere fpreu. Bittre waffer, herbe fpeise, Ift die koft auf meiner reise. Drum bereite mir den tisch, Dran sich hert und feel erfrisch. 4. Theil in meinem herkens. haus Dein verborgnes Manna aus. Laß dein brünnlein reich. lich fliessen, Und sich in mein ins ners giessen, Daß des lebens waffer mich Starck und labe füf figlich. 5. Denn ein brosam deiner kraft, und ein tröpflein von dem saft, Der aus deinem herken quillet, und des geistes durst mir fillet, Ift mir lieber, als ein meer Deffen, was die welt reicht her. 6. Geht die vorfoft füffe ein, Bie wird nicht die füll erfreun? Chun mir wohl die erflen gaben, Wie wird nicht die ernte laben? Laß mich, bitt ich, o mein heil, Doch auch bald dran haben theil. 7. Dann bleibt dir in ewigkeit Bahrer dand und preis bereit. Hier in diesem armen leben Kan ich dich nicht gnug erheben: Aber dort in ienem reidy Lob ich dich, den engeln gleich. 419 HIDH HO 85 43 und Begierde zu GOtt. 419. 6 6 65 06 657 87 65 65 4* 0 Q 與 作 65 4 0 6 6 430 6 2. JEsus ist die lieblichkeit, Und der feelen luft spiel worden; Er verzehret alles leid; Er er. leuchtet seinen orden. JEfus ift mein freuden spiel. Ich bin gang in ihn entzündet, Weil man alles in thm findet, was man wünscht und was man wil. 3. JEsus wird von mir ge 6 111 6 686 413 TOTELE licht, wird von mir JEfus ift des Vaters freude, gebret. Ques, alles fep verflucht, So er aus fich) felber spricht: Er ist meine luft und weide. JEfus ist die füffe kraft, Die mit liebe mich entzündet, Da mein herg alleine findet. Was mir ruh und freude schafft. Was mich in dem suchen storet. Gagt mir nichts von luft und welt, Sagt mir nichts von qu ten tagen: Wolt ihr aber ia was sagen; Sagt, wie JEfus mir gefällt. 4. JEsu, JEsu, meine ruh! JEfu, JEsu, laß dich finden! JEsu, magst du mich doch nu Mit den liebes feilen binden. JEsum such ich nur allein; JE fus fol mich nur besitzen: Last die hölen kräfte bligen, Kan ich nur in JEſu seyn. 5. Neane mich nur deine braut D03 Nence Don der Liebe 414 Nenne mich nur deine taube. Mache mich dir recht vertraut. Mache, daß ich an dich glaube. JEfu, JEſu, nimm mich auf, Ich wil dein alleine heiffen, Mich von allen dingen reiffen, So vers hindern meinen lauf. 6. Sage nicht, o creatur, Daß ich dir noch sey verbunden: Nun hab ich die reine( pur Meines brautigams gefunden. Was von bir noch an mit flebt, Solsicht immer in mir bleiben: Esas wird es schon vertreiben, Wenn er mich in sich erhebt. 7. Ihr gespielen, faget mir, Be ich finde, den ich meine? Ach! wer bringet mich zu dir? Saget ihm, ich sen nun seine; Sagt, ich fen in ihm entbrannt, und mit lie bes, macht durchbrungen; Sa get ihm, wie ich gerungen, Da ich feinen zug erkannt. 8. Doch ich wil ihn selber sehn, Ich muß JEfum selber sprechen; Und ich weiß, es wird geschehn, Es wird ihm sein herge brechen. Denn ich wil nicht eher rubn, Bis ich JEfum fan umfaffen, Bis er sich wird sehen laffen, Und mir meinen willen thun. 9.Oft haft du mich angeblickt, Und gelabt mit deinen gaben: Doch bin ich nicht gnug erquickt, Ad! ich muß dich selber haben. JEfu, brich in mir herfür, JE fu, werde mir gur fonne, JEsu, JEfu, meine wonne, JEsu, ach, ergib dich mir! 420. mel. Mein JEsu dem die. Mein geist, o HErr, nach dir fich sehnet, Nach der du ihm alles bist. Mein herk fich hoffend auf dich tehnet, D fels, der bleibet wie er ist: Laß mich mit schanden nicht bestehen, Damit mein feind nicht freue sich; Vielmehr laß den, der wider dich Sich setzt, mit schanden uns tergehen. 2. Denn keiner ist zu schanden worden, Von anfang bis auf dies se lund, Die sich gefunden in dem orden Der gläubigen von hers kens grund. Du haft der feinen nie verlaffen, Der dich zu seinem Gott erwehlt, Es hat ihm nie Fein gut gefehlt. Du haffest nur, die dich, HErr, haffen. 3. Drum woll'st du deinen weg mir zeigen, Den weg, dee mich zum leben führt. Zu deinen feigen woll'st du neigen Mein herk, daß deine Fraft gerührt. Lag meinen fuß ia nimmer wans den Von wahrheit und gerechtigs Peit, Von unschuld und gottfee ligkeit: Dafür wil ich dir immer Danden. 4. Gedenck, o HErr, an dein erbarmen, Das weder end noch anfang fennt: Ach, schau in gnas den auf mich armen, Der sich nach deinem namen nennt. Ge dende nicht der findheit fünden, Und was die jugend hat ver fchuld't; Hab aber, HErr, mit mir und Begierde zu GOtt. mir gebuld, Und laß für recht mich gnade finden. 5. Der HErr ist gut, ia felbst die gute, Er ist von hergen treu und fromm, Leutselig, sanft ist fein gemüthe; Drum spricht er zu dem fünder: komm; Und lei tet ihn auf feinen wegen, Die vol ler rub und sicherheit. Wer elend ist, sich des erfreut: Für ihn, bey GOtt ist lauter fegen. 6. Ach ia, des HErren weg ist richtig, Wahrheit und gnade ist sein pfad. Wer fromm ist und jum glauben tüchtig, Erfährt es vol recht mit der that. Derun glaub ist nur nicht zufrieden; Der eigenwill fiebt faner aus, GOtthalte, wie er wolle haus: Drum bleibt er auch von ihm geschieden. 7. Uch, siehe nicht an mein vers brechen, Bitt ich nochmal aus bergens- grund; Laß es bein ftrens ges recht nicht rächen; Gedencke doch an deinen bund, Und was du bey dir selbst geschworen, Daß der, so sich von fünden kehrt, Und seinen fuß von unrecht wehrt, it nichten solle seyn verloren. 8. Wer fromm ist und den HErren scheuet, Dem zeiget er , den besten weg; Sein geift wird immerbar erfreuet; Er wandelt auf den friedens steg; Der fegen Pommt auf seinen famen; Des HErrn geheimniß wird ihm tund; Der geift eröffnet seinen 415 mund, Zu offenbarn des HEr ren namen. 9. 3war legt des feindes lift viel nege Dem, der nur GOtt ers wehlet hat; Er suchet, wie er ihn verlege, Und schaden thue früh und spat: GOtt aber wachet für die feinen, Gibt fie dem feinde nimmer preis, Weil er sie wohl zu schügen weiß; Er lässt sie nicht vergeblich weinen, 10. Drum wil ich mich zu dir auch wenden, Wenn ich elend und einfam bin: Du wirst mir hilf aus zion senden, Und trösten den geångsten finn. Ja führe mich aus meinen nsthen, Vergiß, vergiß die missethat, Die dich so hoch betrübet hat, Daß ich dafür nicht dürf erröthen. II. Noch eins, HErr, wil ich von dir bitten: Bewahre mich durch deine macht. Wil gift und gall der feind ausschütten; So hab' auf meine feele acht. Laß schlecht und recht sie fiets behüten. Sey gnädig deinem Ifrael, Und rette deines volckes feel Von aller seiner feinde wüten, 12. Ehr sey dem Vater, der regiret Von ewigkeit zu ewigkeit, Samt seinem Sohne, der uns führet Aus allem jammer dieser zeit. Der Geißt, der Trößter, der uns lebret, Und unsern geist mit liebe nährt, Sen gleichfals von uns hoch geehrt: Sein lob werd immerdar vermehret, DD 4 421, Don der Liebe 421. dabunt mi nmentE 6 5 76 416 100 56 66 98 6 TERU 6 4 # 266 Lichrepen Zu dem treuen, Der mich fegnet und macht reich. JEfu, du bists, den ich meine, Da ich weine, Damit ich dein herg erweich. 66 66 44 6 5509 2266 5 6 2. Ach, wo nehm ich her die Fräfte 3um gefchäffe, Dazu ich verbunden bin? HErr, mein ar mes her anfeure, Und erneure Den zerfreuten geist und sinn. 6 5 59843* 3. Sieh, es eilt zu deiner quelle Meine feele, Von dem durft ge plagt und matt: Du kanft die be gierden stillen, und mich füllen, Daß ich werd erfreut und fat. cludig inf bern. Du kanst mindern Der ver suchung starcke Fraft. Laß nichts meinen glauben schwächen, Dich zu sprechen: So empfind' ich Fraft und faft. 5. Eil' mit ausgespannten ar men Zu mir armen, Drücke mich an deine brust. Du erkenn'st mein tiefes sehnen, Und die thränen, JEfu, meines hergens luft. 6. Du bleibst ewig meine freu de, Auch im leide, Benn mich angst und kamer plagt. Denn du bist der auserforne; Das verlor ne Hast du nimmer weggejagt. 7.D und Begierde zu GOtt. 417 dick und dunne; Er hat dennoch über mich Immer etwas quts im finne. Ja, es führt die wunder. bahn Nirgend hin, als himel an. 7.Von der treuen JEfus hand Offenbart fich lauter liebe.Nichts beruht auf unbesland Bey dem treuen liebes triebe. Jesus im mer und bet treu. 7. O vergnügter fuß des mun. des, Und des bundes Zucker. füffe füßigkeit! Ach mein GOtt! was fol ich sagen? Mein behagen Bleibest du in ewigkeit. 422. M. Meinen 3fum laß ich. Einen JEfum laß ich nicht: ben? Rube, freude, troft und licht If in seinem schooß begraben. Alles, was vergnügung gibt, Hab ich, weil mich JEfus liebt. 2. Er ist mein und ich bin sein, Liebe hat uns so verbunden: Es ist auch mein troft allein Nur in feinen tiefen wunden. Auf ihn 8. Blinde welt fuch immer hin, Rauch und Foth auf dieser erben. Ausser JEfu fol mein finn Nie. mais recht vergnüget werden. Also bleibts bey dieser pflicht: Meinen JEfum laß ich nicht. 423. ich nicht, bau ich felfen- fell Boller hoff. Mgweil er sich für mich gege Einen ben; So erfodert meine pflicht, Kletten weis an ihm zu Fieben: Er ist meines lebens, licht. Meis nen JEfum laß ich nicht. 2. JEfum laß ich nimmer nicht, Weil ich fol auf erden leben. Jhm hab ich voll zuversicht, Was ich bin und hab, ergeben: Alles ist auf ihn gericht. Meinen JE, fum laß ich nicht. 3. Laß vergeben das gesicht, Hören, schmecken, fühlen wei. chen; Laß das letzte tages licht mich auf dieser welt erreichen. Wenn der lebens faden bricht; Meinen JEfum laß ich nicht. 1 4. Ich werd ihn auch laffen nicht, wenn ich nun dahin ge langet, Wo vor seinem angesicht Frommer Christen glaube prans Do 5 get. nung, die nicht läfft. 3. Ohne JEfu würde mir Nur Die welt zur höllen werden. Hab ich ihn, so zeigt er mir Oft den himmel auf der erden. Hungert mich; so fest er mir Brot, wie lau Ser Manna, für. 4. Eine funde, da man ihn Recht ins herge sucht zu schließ fen, Gibt den feligsten gewinn, Gnad und friede zu geniessen. Ein nach ihm geschickter blidk Bringt viel taufend luft zurück. 5. O, wie wird mein creuß so Flein! Hilft er mirs doch selber tragen; Richtetes jum besten ein; Er wil auch nicht immer schla. gen. Nach der ruthe fommt die huld, Er begehret nur geduld. 6. Fübrt er mich gleich wun derlich, Rechts und lincks durch 418 get. Mich erfreut sein angesicht. Meinen JEfum laß ich nicht. 5. Nicht nach welt, nach him, mel nicht eine seele wünscht und sehnet. Esum wünscht sie und sein licht, Der mich hat mit GOTE verföhnet, Der mich * 6676 65 4.3 Don der Liebe 665 554% 424. freyet vom gericht. Meinen 2c. 6. JEfum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der fei ten: Christus lässt mich für und für Zu dem lebens bächlein leiten. Selig, der mit mir so spricht: meinen JEfum laßich nicht. 生活 Mam bir immer gutlich Eine feele wilt du ruhn, HIFUL M 77665 6$ 64% thun; Wünscheft du dir von be schwerden, und begierden fren zu werden: Liebe JEfum und fonst nichts, Meine seele, 10 ge Schichts. 2. Niemand hat sich ie betrübt, Daß er JEsum hat geliebt. Nie mand hat ie web empfunden, Daß er JEsu sich verbunden. 6 4* AENE 6 66 6655 65 56 viel als felig seyn. Jejum lieben, und allein, Ift so 3.Ber ihn liebt, liebts höchste gut, Das allein vergnügen thut. Seine liebe pflegt zu geben Erge frend und ewges leben. Seine liebe macht die seit Gleich der füffen ewigkeit. 4. Drum, so du von aller pein, Meine feel, wünsch'it frey zu seyn; So du suchst dich zu erge Ben hen, und in ewge ruh zu segen: Liebe JEfum, und sonst nichts, Meine seele, so geschichts. 5. Liebe feele, ach, daß du Diese wahre seelen- ruh Doch nicht eher haft erkennet; und dein höchstes gut genennet: Laß dirs leid seyn, sen betrübt, Daß du dieses so berübt. 6. Schäße, weltlich freud und luft Nur für foth und fünden, wust, Weil doch nichts von fol then dingen Dir fan wahre rube bringen: JEfum lieben und al lein, wird die wahre ruhe seyn. 7. Nun, mein JEsu, schencke mir, Daß ich einzig für und für Liebe dich von ganzem berken. Attes andre zu verschergen, und zu lieben dich allein, Gol mein wunsch und wille seyn. 8. Geuß selbst deinen Geist der lieb', Seine brunft und füffen trieb, Mildiglich in mein gemü, the: Laß mich schmecken deine güte, Dich zu lieben unverrückt, # 6 und Begierdezu Gott. 65 6 419 Und aus mir in dich verzückt. 9. sie mag einer seelen seyn, Deren liebe zu dir rein, Die nichts wünschet, nichts verlanget, Als nur dich, dem sie anhanget. Mehr als alles bist du ihr: Was sie sucht findt sie in dir. 10. Ruhe, fried und ficherheit, Leben, luft, troft, heil und freud Gibet, JEfu, deine liebe. O, daß sich mein geiß erhübe, Rein und fest zu lieben dich! Hilf, mein helfer! senfze ich. 11. GOtt, die lieb, in wem er bleibt, Lieb zu haben stets and treibt: Daß er in uns, kan man merden Un der lieb und ihrers wercken. GOTT und JEsum lieben heisst In uns unsers GOt tes Geist. 12. Ach du reine liebes gluth, Brenn in meinem finn und muth. Nach der liebe laß mich ringen, Schrey mir zu in allen dingen: JEfum liebe nur allein, Sonst fanft du nicht selig seyn. 425. 5 4%# 9776 去 程 6 6 5 5% 0 5*## 6# 维 [ 国际 非 * 7 6 6 7 65 5 4% Stur 420 G 7 067* 0 Don der Liebe 1 65 60 6676 48 ** Pur mein JEfus ist mein le lehre: Ach dein blut Mache mich er rein und gut. gibt: Meine feel sol an ihm fle ben, Als die in ihm gant verliebt. Dum so geh duschnddes wesen Nur weit von meiner seelen hin, Nemlich was die welt erlesen. Ach JEsa, meinen geift und finn Bu deinem lichte Gang brünftig richte: Ach, mein licht, Ach, déin glang verlaß mich nicht. 2. O du wesen, mein ergeßen, Meines geistes fille luft, Du wolft mich in dich verseßen; Mir fey nichts, als du, bewusst. Du, mein feelen licht wolft glången In meinem geifte ewiglich, Und ihn mit der cron umtrången, Darnach er herßlich sehnet sich. In deiner stille Mein her er fulle. Ach, mein bort, Komm and sprich in mir dein wort. 3.Deines Geistes blick ich bitte, Bis dein glans mich beimge, sucht. Deine Fraft mich über. fchütte, Und, als eine himmels: frucht, Deinem wefen einverleibe, Daß ich in dir, dem weinstock, fey, Meine seele an dir bleibe. Ach, trancke sie doch immer neu. Dein faft mich nehre, Und innig 4. Nun fo gib doch, daß ich schwinge Meine seele ritterlich, In dein wesen tief eindringe, Auch nichts anders such als dich, Und den ruhe fabbath finde, Daß ich in fieter lieb' dich seh; Mich mit dir im licht verbinde, Das nimmer wiederum veraeh. Dein Geist mich treibe, Und in mir bleibe: Ach mein heil, Hilf, daß id) Bets zu dir eil. 5.Groß sind ia, HErr, deine werde, D Jehovah, farcker GOtt. Du bift deiner finder fåre dfe, Und ihr schuß in aller noth. er mag dir, HErr, widerfie ben, Wenn dein band sich aufge macht? des muß zu nichte ge hen, Benn deine fraft und wort erwacht Das alles tråget, Wirdt und beweget, Wenn dein licht Alle finsterniß durchbricht.. 6. Du, mein JEsu, baft ents decket, Deinen findern durch den Geist, Daß dein arm ist ausges strecket, Und sich deine macht er weis't, Um bein Zion zu erhöhen, Ferufalem zu richten auf. Ach, nun gib, daß wir bestehen, Durch deine und Begierde zur COtt. Deine Fraft, im glaubens, lauf, Dich feste fassen, Und ia nicht laf sen, Bis dein licht Unfre finster niß durchbricht. 426. Mel Freu dich sehr, o meine. O Du allertiefste liebe, Die in Chrisio JEfu ift, In der ich mich fietig übe, Der mein her. Be nicht vergisst: Schencke mir doch deine cron Und dein perlein, o mein lohn: Drück es doch in meine feele, Die ich dir nun gang befehle. 2. O du allerfüffte liebe, Ich bin zwar unrein vor dir, Daß ich mich drum ftets betrübe Und fast schame selbst vor mir: Aber du, mein HErr und Gott, Ach, jer brich durch deinen tod, Was die arme feel beflecket, Und sie ins verderben stecket. 421 sen O du meiner feelen gut. JE su, ach dein himmlisch wesen Sey mein brot, mein tranck dein blut: Tranck aus deinem brünnelein Meine seel, und führe ein Deine lieb' in mein verlangen. Laß mich feyn in dir gefangen. 6. Adam ist von dir gewichen, Und ich auch in ihm zugleich. Drum ist auch mein bild verblis chen, und ist todt am himmels reich: Nun, so weck es durch dein wort Wieder in mir auf, mein hort. Gib du wieder geist und leben; Ich wil mich dir wie der geben. 7. Es hat ia all deinen from men Zugesagt dein treuer mund, Daß du wilt zu ihnen kommen, Wohnen in des herkens grund: Ja, dein füffer mund verheffe Denen, deinen guten Geist, Die in deiner heilgen hütten Suchen dich, und darum bitten. 3. Führe meiner feelen dürften Doch durch deinen tod und graus. du fürft der sieges, für. ften, 3u dem triumphiren aus. O mein GOtt, HErr Zebaoth, Schlage doch in deinem tod Mich, den alten, gang darnieder, Daß der neue lebe wieder. 9. Wed in dir mich auf zum leben, Daß ich deine füßigkeit 4. Bist du doch in mir erschie nen; Ey so bleib doch auch in mir. Ich wil dir ia willig dienen, Und dein bleiben für und für. Fasse mich doch gang in dich, dae schmecken, und erheben Halt mich in die feftiglich, Daß ich nicht von dir fan weichen. Laß mich dieses heil erreichen. Meinen geist aus dieser zeit. Bleibe doch durch deine fraft Selbst in mir, ach, gib doch faft, Edler meinstock, deinem reben: 5. Du bist mir gang auserle. Ohne 8. Nun ich führ in die zusage Meiner feelen hunger ein: Diß wort fol mein lebetage Mein brot in dem hunger seyn. Ach, ver. mehre du in mir Meinen.hunger flets nach dir. Stårde mich, o füffe liebe, Jn des Geistes fraft und friebe. Bon der Liebe 422 Ohne dich fan ich nicht leben. 10.O du allerfüffte liebe Durch die liebe bitt ich dich, Die des Baters zorn vertriebe, lind ver. fchlang jur lieb' in sich. Ach, ver, schling auch doch den zorn, Der in meiner feel erborn, Durch dies felbe großfe liebe, Daß sie sich im lieben übe. 11. Führe dich in meinen wil. fen, und mich auch in deinen ein. Laß dein berk mein herge stillen, Laß mein berg in deinem feyn. Dein gehorsam sen in mir, Mein geborsam sev in dir, Daß ich dir noch auf der erden, Möge gang gehorsam werden. 12. Was sol ich mich hier noch quälen, Und der welt anhängig fevn? Nimm du den durft meiner feelen Doch in deine wunden ein, In die wunden, da dein bluf Ausquall und des zornes glut In der süssen liebe dämmte, Und den grimm der höllen hemmte. 13. Führ in deine hole feiten, Daraus blut und wasser rann, Smeinen hunger iederzeiten; Nimm, o fels, dein täublein an. Wirf mich ganz und gar darein, Ich bin dein, sey du doch mein, Labe mich in deinem leben, Laß mich fest an dir belieben. 14. Edler weinstock, dem ich diene, Gib doch deinem reben faft, Daß ich in dir wachs und grüne, Alus bir ziebe meine fraft: Bring durch deine fraft in mic Eine rechte kraft berfür. Ach, laß mich, mit früchte bringen, Nach des Vaters segen ringen. 15. Dich wil ich mich auser. wehlen: Denn du bist mein füffes licht. Leuchte meiner armen fees len; Du weisst, daß es ihr ges bricht: Weil dig fleisch und blut, der mist, Jhr ein finfirer ferder ist; Führe fie auf rechter straffe, Daß sie von dem irrthum laffe. 16.Triff mein herk mit deinem hammer. Führe mich, o JEfu, du, Durch des grimmen todes fammer Ein in deinen tod und ruh, Daß mein leib am junaften tag In dir auferstehen maa, Auf dein wort aus deinem sterben, Und dein ewigs leben erben. 17. Lehre du mich alles halten, Was du von mir foderst nun: Laß mich dich nur lossen walten; Sey mein wissen, will und thun Ach, mein leiter, laß doch mich Nir gends gehen ohne dich: Denn ich hab mich beinem namen Gang und gar ergeben. Amen. 427. el. Jcb ruf zu dir Err J. fres Der du in deiner O JEfu Chrift, mein ſchön seelen, So hoch mich liebst, daß ich es nicht Aussprechen fan noch zehlen, Gib, daß mein herk dich wiederum Mit lieben und ver. langen Mda umfangen, Und; als dein eigenthum, Nur eingig an Dir hangen 2. Gib, daß sonst nichts in mei ner see! Als deine liebe wohne. Gid, und Begierde zu GOtt. 423 Gib, daß ich deine lieb erwehl als diesen lebens saft Mir deine liebe meinen schatz und crone. Stoß alles aus, nimm alles hin, Was mich und dich wil trennen, und nicht gönnen, Daß all mein thun und finn Jo deiner liebe brennen. 3. Wie freundlich, selig, füß und schön Ift, JEfu, deine liebe! Wenn diese steht, fan nichts ent flehn, Das meinen geift betrübe. Drum loß nichts anders dencken mich, Nichts sehen, fühlen, hd, ren, Lieben, ebren, Als deine Lieb und dich, Der du sie fanft bermehren. 4.D, daß ich dieses hohe gut Mocht emialich besitzen! O, daß in mir dief edle alut Ohn ende möchte hitzen! Ach, hilf mir wa chen tag und nacht, und diesen schah bewahren Vor den schaa, ren, Die wider uns mit macht Alus satans reiche fahren. 5. Mein Heiland, du bist mir zu lieb In noth und tod gegangen, Und haft am creuß als wie ein dieb und mdrder da gehangen, Berhöhnt, verspent und sehr verwundt: Ach, laß mich beine wunden Alle stunden Mit lieb ins bergens grund Auch riken und verwunden. 6. Dein blut, das bir vergoß sen ward, Ist köftlich, gut und reine; Mein herg hingegen bd. fer art. Und hart gleich einem steine; O, laß doch deines blutes traft Mein hartes herke win. gen, Wohl durchdringen, Und bringen. 7. O, daß mein Herke offen stünd, Und fleißig möcht auffans gen Dietrdpflein bluts, die meie ne sünd Im garten dir abbran gen! Ach, daß sich meiner augens brunn Aufthat, und mit viel sidh. nen Heisse thränen BVergisse, wie die thun, Die sich in liebe fehnen! 8. O, daß ich, wie ein Fleines find, Mit meinen dir nachginge, So lange, bis dein herg entzünde Mit armen mich umfinge, Und deine seel in mein gemüth In vols ler füffer liebe Sich erhübe, Und also deiner güt Ich stets vereis nigt bliebe. 9. Ach jeuch, mein liebster, mich nach dir; So lauf ich mit den füffen. Ich tauf und wil dich mit Begier In meinem hergen tüffen. Ich wil aus deines mune des zier Den füffen troft empfin. den, Der die fünden Und alles unglück hier Kan leichtlich übers winden. 10. Mein troft, mein schak, mein licht und heil, Mein höch fles gut und leben, Ach, nimm mich auf zu deinem theil: Dir hab ich mich ergeben. Denn auf ser dir ist lauter pein, Ich find hier überalle Nichts, denn galle; Nichts kan mir träftlich seyns Nichts ist, das mir gefalle. 11. Du aber bist die rechte ruh, In dir ist fried und freude. Gib JEsu, gib, daß immerzu Mein berg 424 berg in dir sich weide. Sey meine flamm und brenn in mir. Mein balfam, wolleft eilen, Lindern, hei len Den schmerzen, der alhier Mich seufzen macht und heulen. Don der Liebe un 12. Was ists, o schönster, das ich nicht, In deiner liebe habe? Sie ist mein ftern, mein sonnen. licht, Mein quell, da ich mich labe, Mein süsser wein, mein himmel brot, Mein Fleid für GOttes throne, Meine crone, Mein schutz in aller noth, Mein haus, darin ich wohne. 13. Ach liebfles lieb, wenn du entweicht, as hilft mir, feyn geboren? Wenn du mir deine lieb entzeucht; Ift all mein gut verloren. So gib, daß ich dich meinen gaft Wobl such, und be fer massen mdae fassen, und wenn ich dich gefafft, In ewigkeit nicht laffen. 14. Du hast mich ie und ie ge 65 65 liebt, Und auch nach dir gezogen Eh ich noch etwas guts geübt, Warst du mir schon gewogen. Ach, laß doch ferner, edler hort, Mich diese liebe leiten Und be aleiten, Daß sie mir immerfort Beyfteh auf allen seiten. 65@ 15. Los meinen fland darinn ich steb, HErr, deine liebe jieren, Und wo ich etwa irre geh, Als. bald zurechte führen: Laß sie mich allzeit guten rath Und rechte wer cke lehren, Steuren, wehren Der fund, und nach der that Bald wieder mich befehren. 16. Laß fie feyn meine frend im leid, In schwachheit mein vermögen; Und wenn ich nach vollbrachter zeit Mich fol zur rus he legen; Aisdenn laß deine lie bestreu, HErr JEsu, mir beys stehen, Luft zu wehen, Daß ich getroft und frey Mdg in dein reich eingehen. 428. ULI 6 4.6 65 264 54%* 5 43 0 4398 T S 4398 *# 65 He wen DJEU, 65 und Begierde zu GOtt. 65 65 0 och omso D JEfr, du bist mein, Und ich wil auch dein seyn. Her, feele, leib und leben Een dir, mein hort, ergeben: Nimm hin den gangen mich: Wie du in deis nen hånden ich kehren wilt und wenden, So müffe werden ich. 2. Jch müsse nun nicht mehr, Obs vor geschehen wår, Nach meinem willen leben; Dir müsse seyn ergeben Mein ganger will und than: Jch müsse mich vers laffen, Und mich selbst an mir bassen, Jn dir allein zu ruhn. 3.Mein herk, was ziehet dich? Und warum jeuchst du mich Stets zu der erden nieder, Und fenckest dich stets wieder Hin in die eitelkeit? Ist denn des bim, mels freude Dir nicht genug zur weide? Suchst du noch diese zeit? 4. Ach JESU, ziehe mich, Mein herte sehnet sich: Ach, sey du mein gewichte, Daß sich zu dir aufrichte Mein centner schwe rer finn. Schneid ab das blepge wichte, Das aus des himmels lichte ich zeucht zur erden hin. 5. Hier ist kein ruhe plaß Hier find' ich keinen schak Für meine arme feele: Denn was ich hier 5 6## 4 ņ 425 erwehle Jft von der eitelkeit, Und kan die feel nicht laben: Denn fie wird es nicht haben Nach gar gee ringer zeit. 6. Du JEfu, bist mein auf, Da meine feel auf ruht: Dich Pan ich nun nicht finden In diesen leeren rinden Der schnöden eitels feit. Wer an der weit noch håne get, und ihre schåß umfånget, Der ist von dir noch weit. 7. Im himmel ist dein thron, Omeiner feelen loba. Drum wer nach dir wil streben, Der muß sich auch erheben Beit über selbe sten fich, Weit über feine finnen, Und auch des himmels zinnen. Wer diß thut, findet dich. 8. En nun, zerschneide doch Diß zähe jammersjoch, Das mich zur erden sencket, Und mich von bir ablendket: Schneid ab, schneid ab die laft, So schwing ich mich zum himmel Aus diesem erdges tümmel, Zur stelle meiner raft. 9. Schneid ab die last der welf, Die mich hie nieben bålt, Dag ich dich dort mag finden, Mich vest mit dir verbinden, Daß mein her sey bey dir, und stetig bey dir bleibe, Auch alles leid vere treibe, 426 Don der Liebe ne treibe Mit dir, o meine zier. himmels und der erden Alhier ges böret werden; Und følte gleich dazu Mein leib und feel vers schmachten: So wil ichs doch nicht achten, und bleiben fiets in ruh. 10. Sch wil ia williglich um deinet willen mich Berleugnen und nicht kennen, Wenn du mich nur wilt nennen Den allerklein, ften knecht. Ich wil mich selbst verlassen, und mich selbst an mir hassen, und bleiben schlecht und recht. 16. Denn du, du bist mein heit, Und meines hergens theil, Mein trost in meinem zagen, Mein argt in meinen plagen, Mein labe sal in der pein, Mein leben, licht und sonne, Und freuden reiche wonne. OJEsu, du bist mein. 11. Die welt mag immerhin In ihrem fiolgen finn Mich für unsinnig fågen, und mich za unten setzen. Sie mach es, wie sie wil; Sie leg mir auf zu tragen Greut, trübfal, angst und plagen; Doch wil 2. Sie lege heimlich mir Die neke vor die thir: Sie fluche, Tåstre, schånde: Sie wasche ihre hånde, Its noth, in meinem blat: Sie mühe, sich mein leben In todes hand zu geben: Sie thue, was sie thut. 13. Ich bleibe doch an dir, Mein JEfu, für und får, Mich fol von dir nichts trennen, Db mic es schon mißgonnen Der teu fel und die welt. Was können sie mir schaden, Wenn du mit deiner gnaden Dich haft zu mir gefellt? 14. Befest'ge nur den finn, Daß ich beständig bin: Bebüte mich vor wancken, Und zeuch finn und gedancken, Mein JEsu, stets zu dir: Laß herk, feel und vers langen An dir alleine hangenund bleiben für und für. e 15. So frag ich nirgends nach, Und foite gleich ein krach Des 429.01 el. Wie schon leucht uns. Sohn, Mein mittler und JEfu, mein gnaden thron, Mein schatz, mein freud und wonne, Du weiss fest, daß ich rede wahr, Vor die ist alles sonnen: Flar, und Flårer als die sonne, Herzlich Licb' ich Mit gefallen( bid) vor allen: nichts auf erden Kan und mag mir lieber werden. fråncket mich Daß ich nicht gung 2. Diß ill mein schmerk, diß fan lieben dich, wie ich dichy lie ben wolte: Ich werd von tag zu tag entzünde, Je mehr ich lieb, ie mehr ich find, Daß ich dich lieben solte. Von dir Laß mir Deine gute ins gemüthe reichlich fliessen; So wird sich die lieb er gieffen. 3. Durch deine Fraft treff ich das ziel, Daß ich, so viel ich Fan und wil, Dich allzeit lieben kön ne. Nichts auf der gangen weis ten und Begierde zu GOtt. ten welt, Pracht, Wohlust, ehre, freud und geld, Wenn ich es recht befinne, Kan mich, Ohn dich Gnugfam laben: ich muß haben reine liebe, Die trift', wenn ich mich betrübe. 4. Denn wer dich liebt, den liebest du, Schaff'st seinem her. Ben fried und ruh, Erfreueft sein gewissen: Es geh ihm, wie es woll auf erd, Wenn ihn gleich gang das creuk verzehrt, Col er doch dein geniessen Im glück; Ewig Nach dem leide grosse freude wird er finden, Alles trau ren muß verschwinden. 5. Rein ohr bat dis iemals ge: hört, Kein mensch gesehen und gelehrt, Es fans niemand be. schreiben, Was denen dort für herrlichkeit Bey dir und von dir ist bereit't, Die in der liebe blei, ben. Gründlich Läst sich nicht 67 67 0 n 427 erreicen, noch vergleichen den welt schäßzen Dis, was uns dort wird ergeßen. 6 6 6. Drum laff ich billig diß ale lein, OJEfu, meine freude seyn, Daß ich dich herklich liebe, Daß ich in dem, was dir gefällt, Und mir dein flares wort vermeldt, Aus liebe mich stets übe, Bis ich Endlich Werd abscheiden und mit freuden ju dir fommen, Al ler trübsal gang entnommen. 7. Da werd ich deine füßigkeit, Die ist berühmt ist weit und breit, In reiner liebe schmecken, Und fehn dein liebreich angesicht Mit unverwandtem augen licht, Ohn alle furcht und schrecken. Reichlich Werd ich Seyn erquis det und geschmücket Vor dein'm throne Mit der schduen hims mels, crone. 430. 65 6 65 743 0 Ef 2 6 6 6 36 mummies 75 65 E 4% 0 6 O JE 428 6 76650 D JEfu, komm zu mir, Mein rechtes leben, und mache mich an dir zum reben, Ich kan und wil ia nicht nur mein ver, bleiben: Drum wolst du mich, mein licht, Dir einverleiben. BUNDER 2. Was war ich ohne dich, Was könt ich machen? Der hölle steckte ich im rachen: Wie font ich doch, mein heil, Vor GOtt bestehen? Hätt ich an dir nicht theil, Müsst ich vergehen. 3.Drum fol die glaubens- hand Dich stets umfassen: Du wirst ia dieses band nicht hassen. Mein Heiland, ich bin dein, Du wirst mich lieben, Dein blut hat mich dir ein Ins herk geschrieben. * Don der Liebe da 76 65 6643 GHO 6 7 6* 4. So nimm mich gånglich hin zu deinem willen, Der fan den bidden finn bald stillen. Ich bin schon selig hier in diesem les ben, Weil JEsus fich hat mir zum schatz gegeben. III 5. Ach seele, wilt du doch noch mehr verlangen, und diesem eis teln noch anhangen? O JEſu, laß mich bald von hier abscheis den: Dort ist mein aufenthalt, in deinen freuden, 6. So komme denn zu mir, mein licht und leben, und mache mich an dir zum reben, So kan ich dir, durch dich, viel früchte bringen, Und hier und ewiglich danck leider singen. 431. wait unte 65 4* 6656 munion 56 9 82 6 66 T 65 HM 65 6 656 4 3 ņ und Begierde zu Gott. 69 86 676 * 6 * 1141 69 6 4% 11111 6 D Unbegreißlich herrlich wes sen, O theur und allers böchftes gut, An welchem klebt mein finn und muth, Das ich zu meinem theil erlesen, O quell, nach der mein hertze schreiet, Und mein geift dürftet tag und nacht, In dem mein alles sich erfreuet, Wenn deine füll mich truncken macht. 2. Sol ich ist, wie ich bin, be Fennen, und sagen, wie mir ist ums herß, Ob dich bewegen mocht mein schmerg; Co mag ich einen hirsch mich nennen, Den big und dürre beftig plaget Und den sein durft fast gang entfeelt, Der aber über nichts mehr kla, get, Als daß es ihm am wasser fehlt. 6 65 654 429 * 0 E DELT 66 6 願 生 3.Darum ich meine flimm ers hebe: Ich schreie auch wol ohne fimm, Und seufze nur: ach HErr, vernimm, Vernimm es doch, damit ich lebe, und mich nicht hit und durft verzehre, Ohn daß ich eine labung spür: Dein trand, o gnaden, quell, mich nehre, So lang ich muß noch wallen hier. 4. Was ist es, das mich sonst erquicket, Als diefer reine lebens.. faft, In dieser meiner pilgrims schaft, Darinn noch manche noth mich drücket: Der troft, den uns die welt einfchencket, Ift gift mit zucker untermischt; Dein waffer aber, das uns tråndet, O JEsu, geift und feel erfrischt. 5. Sag an, den meine feele lie e 3 bet, 430 bet, Mein auserkorner brauti, gam, Mein holder hirt und auch mein lamm, Was für ein ort dir weide gibet? Was für ein brünn lein du ersehen? Doch du bist felbft mein quell und brunn, Wie gern wolt ich doch ben dir stehen, Jagar in deinem schoose rubn. 6. So eile denn mit vollem FICULT 6 I * 5**** Von der Liebe 4 4% 26426 432. 6 5%* 6** 6 HEINUTU 7 ** springen, 3u mir, gleich einem hirsch und reh, Da ich selbst, wo ich geh und steh, In dich so suche einzubringen, Mein troft, vere weile nicht so lange, Der birsch muß bald gefühlet seyn, Laß ihm nicht immer sein so bange, Du bift ia sein, und er ist dein. D Ursprung des lebens, O ewiges licht, Da niemand vergebens Sucht, was ibn ges bricht; Lebendige quelle, Solan ter und helle Sich aus seinem beiligen tempel ergiefft, Und in die begierigen seelen einfliesst. 2. Du spricht: wer begehret 3u trincken von mir, Was ewig 2 6 65 8 6% 65 Citt 6* 9 11111 lich nehret, Der komme alhier Sind himmlische gaben, Die fünft figlich laben, Er trete im glauben jur quelle heran, Hier ist, was ihn ewig beseligen kan. 3. Hier komm ich, mein hirte, Mich dürftet nach dir: O liebs fler, bewirthe dein schåflein als hier. Du kanst dein versprechen Smir und Begierde zu GOtt. Mir armen nicht brechen, Du fiehest, wie elend und dürftig ich bin, Auch gibst du die gaben aus gnaden nur hin. 4. Du süsse fluth labest Geift, feele und muth, Und wen du be gabest, Find't ewiges gut. Wenn man dich geniesset, Wird alles verfüffet, Es jauchzet, es singet, es springet das herty, Es weichet zurücke der traurige schmers. 5.Drum gib mir ju trinden, Wies dein wort verheisst, Laß gånglich versincken Den sehnen. den geist Fm meer beiner liebe, Laß heilige triebe mich immer fort treiben zum himmlischen hin, Es werde mein herge gang truns den darin. 6. Wenn du auch vom leiden Was schenckest mit ein, So gib, dir mit freuden Gehorsam zu feyn. Denn alle die, welche Mit trincken vom felche, Den du haft getruncken im leiden alhier, Die werden dort ewig fich freuen mit dir. 7. Drum laß mich auch wer den, Mein JEfu, erquickt Da, wo deine heerden Kein leiden mehr drückt, Wo freude die fülle, Wo liebliche stille, Wo wohlluft, wo jauchzen, wo herrlichkeit wohnt, Wo heiliges leben wird ewig belohnt. 43T ihn liebe nur allein? Daß aug und her an ihm sich stets erges ten, Und immer in ihm frölich seyn? Der ist es, den man Chri fum heisst, Und der sich selber uns anpreift, Daß über alles hier auf erden Er würdig sey ge liebt zu werden. 2. Uch ia, der isls, ihm müssen alle weichen Im rang der liebe, vater, sohn, Auch bruder, mut. ter, tochter und deßgleichen, Def liebe sonst bat groffen lohn. Gelbst unser leben ist zu schlecht, Benn man es nur bedencket recht, Daß wir es wolten lieber haben, Wårs auch geschmückt mit tausend gaben. 3. If er nicht GOtt des Vas ters bild und spiegel, Der glang der ewgen herrlichkeit, Der bey ihm war, eh alle berg und hügel Geschaffen sind hier in der zeit? Ach ta, er ist das schönste licht, Das selbst des Vaters angesicht mit höchfter luft und freud er blicket, Und sich an ihm ohn end erquicket. 4. Er ist ein meer voll aller treflichkeiten, Ein quell, der ohn outhdren fleust: Riemand ver. mag die fülle ans zu deuten, Die feine Gottheit in sich schleufft. Schau, wie das gange engels heer, Und was im himmel sonst noch mehr Von frommen geis flen wird gezeblet, Ihn hat zur eingen luft erwehlet. 5. Er ist es, der uns hatzuerst 4 gelie: 4-33. Mel. Zerfließ mein Geift in. Ag an, o mensch, wer ist wol werth zu schäßen, Daß man € Don der Liebe dra 432 geliebet, Da du und ich nur jorn verdient. Fraaft du: worinn er folches hat genbet? Darin, daß er uns GOtt verfühnt, GOtt der von uns war hoch entehrt, Da wir uns von ihm abgekehrt, Der uns darum bättlaffen können In tenen flammen ewig brennen. 6. D abgrund, der sich hier dem aug entdecket, O tiefe der barmherzigkeit, Durch deren trieb er hat das werd vollstrecket, Dadurch gewehrt ist unserm leid, Er ward ein mensch, o menschens Find, Uns fündern gleich, doch ohne sünd, Ließ auf die höchsten marter zinnen Sich stellen, um dich zu gewinnen. 7. Daß er dir wiederbringen möcht den segen, Wird er ein fluch am creußes stamm; Lässt allen deinen tammer auf sich le gen; Wird zum brandopfer selbst das lamm. Nicht gold noch fil, ber legter dar, Beil dieses zu un, kostbar war, Dich und mich wie der fren zu machen, Er stürzt sich felbst ins todes rachen. 8. Dadurch wird er dein hirt, dein argt, bein leben, Das heil und die gerechtigkeit; Dein brån tigam, der sich) bat hingegeben Für dich, dein schmuck und eh. ren fleid: Er ist dir alles, was bir noth; Er ist der freund, der weiß und roth. Mein, folt er nicht seyn werth zu lieben? Ja wohl, diß eine ift zu üben. 9. Mit höchstem recht fan ies derman den schåßen Anathema, der ihn nicht liebt: Er selbst der HERR, wird tödtlich ihn verles gen, Wenn er einst fein gericht verübt. Wohl aber allen, derer finn Sich neigt zur liebe Chrifti hin! Denn er wird ihrer ewig schonen, Und ihre lieb mit liebe lohnen. 10. Hilf, JEfu, hilf, daß ich mit reinem hergen Dich über al les lieben mag, Die welt und ei gne lieb macht lauter schmerzen, Dein lieben weiß von keiner plag, Laß mich empfinden mehr und mehr, Wie du mich liebst so hoch und sehr, Damit aus solchen rei nen flammen Die funcken meiner lieb berstammen. 11. Man hörte ehmals dich wol dreymal fragenDen Simon, ob er dich lieb bått? Hilf, daß, wie er, ich könn aufrichtig fagen, Falls dein mund gleiche frage thắt: Ac, HERR, du weissest alle ding, Du weifft, daß ich, was wahr, vorbring, Und ich dich, als die höchste gabe, Jm hergen lieb gewonnen habe. 434. S Mel. Erleucht mich, Err. Chau meine armuth an, D HErr, nach deiner treue, Sep du mein helfers mann, Ich weiß sonst keinen nicht, Du siehst was mir gebricht, und Fanft in eis nem nu Mic schaffen hilf und rub. 2. Jch merde feine fraft, Zu wircken deine wercke: Des Geis ftes ftes lebens faft, Den ich jo vit verspürt, Der meinen geist bes rührt, Ist schier vertreckner gar, Ach HErr, nimm meiner wahr! 3. Du bist der gnaden, quell, Zu dem mein inners eilet, Ergieß dich mild und hell, Erquicke den, der matt, Erfreu und mache fatt Den, der zwar des nicht werth, Doch sehnlich es begehrt. 4. Ach schwemme gånglich weg, Was meinen geift turbiret, Was mich den friedens steg 3u laufen hindern wil, Bas mir verrückt mein ziel, Das laß dem feind zur pein, D HErr zernich tet seyn. 5. Ja eile her zu mir, Mit aus, 78 und Begierde zu GOtt. ELT 65 43 6 6 6 58 98#, 6 6 5 INTELI 433 gespannten armen, Ich schend aufs neu mich dir, und warte deiner huld, Vergiß du meiner fchuld, Solch lieb und glaubens band Eol trennen keine hand. 6 6. Muß ich denn gleich noch oft Mein fünden elend fühlen, So kommt wol unverhofft Ein blick der freundlichkeit, Der gnad und füßigkeit. Von deinem ange sicht, Der machet alles licht. 7. Ach! ia, diß ist der bund, In welchen sich verfencket Mein geift zu aller ftund, Daß mir nicht schaden kan Mein elend um und an, HErr, dir sey danck dafür In ewigkeit und hier. 435. Ees ņ 6 5. 5 9843 1 ( 65 65 7.43 E Schön Don der Liebe an Chonfter aller schönen, glaub', lieb', hoffnung Meine Meines herkens luft, Eintis bruft erfüllt. Muth, gedult in ges vergnügen Meiner zarten leiden, Demuth, gut in freuden, brust, Quell der füffen freuden, Gey das kleid des heils, so meis Troft im bittern leiden, Hirte, ne bruft umhüllt. Fönig, retter aus der sünden wust. 8. Dein Geist sey mein maht schas, Meiner liebe di: Deine tiefe wunden Meine fichre höht: Dein wort mein regirer: Dein befehl mein führer, Bis zur fro hen hochzeit schreitet meine feel. 436. 434 S 2. ch! mein liebster, schaue, Den du haft verlegt, Durch die macht der liebe, In die gruft ges fest, Schaue, wie ich dche, Schane, wie ich lechie, Schaue, wie der thränen thau die wangen netzt. bashss of maior 3. Solt ich drum nicht lieben, Daß ich bin gequält? Lieben ist ia leben, Das uns nicht entfeelt, Du bist selbst die liebe, und die fuffen triebe Werden uns vou dei ner hand selbst zugezehlt. 1? 4. Was ein gärtner bauet, Reifft er ia nicht ein, Und du solf'st mein liebster, Mir so grausam feyn? Was die erde tråget, Wird von dir geheget, Und du folteft mir entziehn den gnaden schein? 5. Doch du bist weit holder, Als vernunft es dendt; Dann am allernächsten, Wenn anfech, tung frånckt: Wenn die winde faufen, und die wellen brausen, Wird, stat Petri fchiff. Die noth und angst versendt. 6. Drum fo fomm, umarme, Der dich herglich liebt, Der fich deiner liebe Gang zu eigen gibt: Stille mein verlangen, Dopple bein umfangen, Lehre, wie man fich mit feufchen füffen übt. 7. Druck in meinem bergen Ab bein schönstes bild: Gib, daß en. Groffer Prophete mein. hönster Immanuel, bers mei ner feelen troft, fomm, fomm nue bald, Du hast mir höchster schak, mein herk genommen, So gang vor liebe brennt und nach dir wallt: Nichts kan auf erden Mir liebers, werden, Als wenn ich meinen JEfum ftets behalt. 2. Dein nam ift zucker füß, honig im munde, Holdselig, liebs lich, frisch, wie kühler thau, Der feld und blumen negt zur morgens stunde: Mein JEfus ist es nur, dem ich vertrau. Denn weicht von bergen, Was mir macht schmerzen, Wenn ich im glauben ihn anbet und schau. 3. Ob mich das creuße gleich Bier zeitlich plaget, ie es ben Christen oft pflegt zu geschehn: Benn meine seele nur nach JE fu fraget, So kan'das hertze schon auf rosen gehn. Kein ungewitter Ift mir zu bitter, Mit JEfu kan ichs frölich überflehn. 4. Wenn und Begierdezu GOtt: 4. Wenn fatans lift und macht mich wil verschlingen, Wenn das gewissens buch die fünden fagt, Wenn auch mit ihrem heer mich wil umringenDie hölle, wenn der tod am herzen nagt, Steh ich doch feste, JEfus der beste, Ift, der fie alle durch sein blut verjagt. 5. Ob mich auch wil die welt verfolgen, haffen, und bin dars zu veracht't bey iederman, Bon meinen freunden auch gånglich verlaffen, Nimmt JEfus meiner doch sich herzlich an, Und stårekt mich müden, Spricht: sey zu frieden, Ich bin dein bester freund, der belfen fan. 6. Drum fahret immerhin, ihr eitelkeiten, Du JESU, du bist mein, und ich bin dein, Ich wil mich von der welt zu dir bereiten, Du folt in meinem herk und munde seyn, Mein ganzes leben Sen dir ergeben, Bis man mich einsten legt ins grab hinein. 437. Mn. Jefus meine Zuversicht. In den dingen dieser erden, Die doch bald verzehren sich, Und zu lauter nichtes werden? Enche JEsum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 2. Samleden zerstreuten finn, Laß ihm sich zu GOtt aufschivin gen, Nicht ihn stets zum himmel bin, Laß ihn in die gnad eindrin gen: Suche JEsum und sein sc. 3. Du verlangst oft füffe ruh, 435 Dein betrübtes hert zu laben: Eil zur lebensquell hinzu, Da kanst du sie reichlich haben: Sus the JEsum und sein licht, zc. 4. Fliehe die unsel'ge pein, So das finsire reich gebieret, Laß nur den bein labsai seyn, Der zur glaubensfreude führet: Suche JEsum und sein licht, zc. 5. Ach! es ist ia schlecht genug, Daß du sonst viel zeit verdorben Mit nichts würdigem gesuch, Das bey du fast bist erfiorben: Sus che JEsum und ic. 6. Geh einfältig fiets einher, Laß dir nichts das ziel verrücken: GOtt wird aus dem liebes meer Dich, den francken, wohl erquis den: Suche JEsum und 2c. 7. Weisst du nicht, daß diese welt Ein ganz ander wefen heget, Als dem höchsten wohlgefällt, und dein ursprung dir vorleget? Suche JEfum und sein zc. 8. Du bist ta ein hauch aus GOtt, Und aus seinem Geist ges boren, Darum liege nicht im du nicht Fohren? Suche JEsum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 9. Schwinge dich fein oft im geift über alle himmels höhen: Laß, was dich zur erden reiff't, Weit von dir entfernet stehen; Suche JEsum und fein zc. 4 10. Nahe dich dem lautern strom, Der vom thron des Lame mes flieffet, Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem maas Don der Liebe da 416 maaß ergieffet: Suche JEsum und sein licht, 2C. 11 Laß dir seine Majestät Im merdar vor augen schweben, Laß mit brünftigem gebet Sich dein hert zu ihm erheben: Suche JEsum und sein licht, Alles ic. cher ausfluß der göttlichen fülle, Berbinde dich mit mir in heili. ger stille: Rück alle gedancken nur himmelwärts hin, Trit unter die füsse den irdischen sinn. 4. In dir werd ich ia erquicket Mit der reinen engel, luft, Co 12. Sen im übrigen gang still, mich deine liebe drücket An dein Du wirst schon zum ziel gelan, berg und deine brust; Fried' gen: Glaube, daß sein liebes will ewige liebe, freud', herzlichs er. Stillen werde bein verlangen: barmen Erånckt, tröstet, ergöket Drum fuch) JEsum und sein und fåttigt mich armen. Ein licht, Alles andre hilft dir nicht. volles meer deiner unendlichen 438.gut, Mein JEfu ergeusit fich ist M. Eins ist noth, ach Err, in mein gemüth. Rautster JEfu, fånig, Liebßter, bilf, daß ich auch TRutien gas, brean Brnig, treatish Leve hide ion glowome tigam! Ebler bort, ach nur ein wenig Nicht dein aug auf mich, mein lamm. Voll brunfliger lies be und heissen verlangen Erwar, tet mein herg dich, mein heil, zu nmfangen: Bereite mich, tilge die fündliche art, O JESU, sey lauf, Dieses kleinod, das sehr heilig, Still und flüglich hebe auf: Es mögen alsbenn gleich die träfte der bilen Mit ihrem anhange sich wider mich stellen: Seift, macht, fraft und stårde legtJEsus mir bey, Er selber hilft fiegen, und machet mich frey. inniglich mit mir gepaart. 2. Nichts, als dich/ HErr, ich erwehle, Reinige nach deinem finn, Geift und leben, leib und feele, Nimm mich dir gang eigen hin. Erwecke durch deine heil. bringende gnade Mein herge zu laufen in göttlichempfade: Nur dieses alleine, was töflich vor dir, Schaff, o mein HErr JE, fu, und wircke in mir. 6. Lauter wohlust mich nun träncket, Das, was mich ergeßt allein, If in JEsu mir geschen det, Konnt' auch was erwünsch ter seyn? Stimmt alle die her hen zusammen im loben, Licht, leben, heil, gnade erscheinet von oben: Vor allen hebt himmel auf beilige hånd. GOtt slårdt uns! o JEfu, hilf fiegen! ohn end! 3 Quelle, die das leben quillet, Deiner ströme füßigkeit, Sey 439. Mel. Wer nur den lieben 2c. gibst du denn, o meine mein labſal, ſo daſtillet Hergens Wirele, Gott, der dir täg angst und fünden leid. Unendlis lich und Begierde zu Gott. lich alles gibt? Was ist in deiner leibes, bdle, Das ihn vergnügt und ihm beliebt? Es muß das liebst und beste seyn: Gib ihm, gib ihm das her allein. 2. Du musst, was GOttes ist, GOtt geben: Sag' feele, wem gebührt das herg? Dem teufel nicht, er hafft das leben, Wo dies ser wohnt, ist höllen schmerg: Dir, dir, o GOtt, bir soll allein Mein hert aufwärts gewidmet feyn. ļ 3. So nimm nun hin, was du verlangeft, Die erstgeburt ohn alle lift, Das herk, damit du Schöpfer, prangest, Das dir fo fauer worden ist; Dir geb ichs willig, du allein Haft es bezahlt, es ist ia dein. 4. Wem folt ich mein her lie ber gönnen, Als dem, der mir das feine gibt? Dich kan ich den herß liebsten nennen, Du hast mich in den tod geliebt. Mein berk, dein herk, ein herk allein Sol dein und feines andern fenn. 440. M. JEsu meines herrens. Enn erblick ich doch einmal Meine liebe? Eile bald von Libano, Süffe Liebe. Deine braut ruft mit begter: Komm, o JE fa, Komm, o füffer JEfu. 2. Siehe mich, die matte an, Deine Francke, Daß ich nicht von dir, mein hirt, etwa wancke: Mei, ne fraft verlåffet mich, Ich vers gehe, Wo ich vich nicht fche. 437 3. Tochter von Jerusalem Ges het, eilet, Saget meinen brautis gam Der mid) beilet, Saget, wie mich hat entzündt Seine flamme, Seine feusche flamme. 4. Ruft, ihr fterne, überlaut: Daß ich liebe, Und ihr wasser ru fet nach, Daß ich liebe: Alles, was nur stimmen hat Sag' dem Lamme Viel von meiner flamme. 5. Einmal hat er einen Fuß mi gegeben, Alsbald font ich ohe ne ihn nicht mehr leben; Nichts vergnügt mich ausser ihm, Alle dinge Sind mir zu geringe. 6. Ich verlange tausendmal Meinen bruder, Tausendmal bes gehr ich ihn Meinen bruder: Er fimmt nie aus meinem finn; Er ist meine Und ich gånglich seine. 7. Was verzeuchst du denn, mein herz, Mein verlangen? O! wie fehnlich wart ich dich zu ums fangen? Sieh', der Geist und deine braut Rufen: fomme, La be deine fromme! 8. Romme wieder, lieber freund! Komme wieder, Lauf noch schneller als ein hirsch, Komm hernieder: Küffe mich mit deinem fuß: Deine füffe Sind mir bonig füffe. 9. Hört! de holde stimme rust Meines freundes, Bloß die stimm erquicket mich meines freundes, Auf dem diberg stehen schon Seis ne füffe, Die ich herzlich küsse. 10. Voller freude jauchze ich, Weil mirs glücket, Daß ich mei DEN 438 nen schönsten schak Hab erblicket. Er ist mein, und ich bin sein: Er alleine Ift es, er alleine. 11. Bürger zions, die ihr seh't Meinen lieben, Derer nam' im himmel fleht Angeschrieben, und du jungfräuliches heer, Freut FI 1066 雪 Ein # 6 Von der Liebe s 76 weganimn 65 4 3* Q 68 4 6 441. euch alle, Freut euch mit mir alle. 12. Seht mit frohem angesicht Meine freude, Seht, wie mit dem brautigam Jch mich weide, Er ist mein, und ich bin sein: Er alleine Ist es, er alleine. 6 6 58 9'8# A 57 In 65 3 676 4 3 7 686 6 6 6 66 III 6 65 6r 67 43% 0 6 6 6 66 50 6 6 56 Q 6 $ 8 KE FIE .6 666 65 677 6 E Wie 663 und Begierde gu GOtt. Je lechiet geist, 4. Dein Wasie dürftet meine feele, in ausgeſpannter wille Sol mit der gnaden fülle Bald überschüttet seyn: Drum halte dich bereit, Und fange brünstig auf den strom der süßigkeit. Wenn du verlangst ein tröpfelein, So sollen strome sich ergieffen: Es fol noch als ein volles meer Vom gnaden, wasser überfliessen Dein ausgeleertes herk. 5. Dann wirst du fruchtbar seyn, Dein hert wird reichlich tragen, Auch in den winters tas gen, Die früchte guter art: Weil meines geiftes fraft, Die deine feel' belebt, Nur gutes in die schafft. Dein glaub wird wie ein palmen baum, Und gleich den grünen waffer weiden, zu deines gårtners freud und luft, Aufs wachsen unter vielem leiden. So fruchtbar wirst du seyn! Diefer leibes, hdle? Wo ist das brunnelein, Das lebenswasser quillt? Das alle durstige mit rei chem troft erfüllt? Ach! möcht ich einen frischen trunck In dieser dürren wüste haben, und meinen matt und müden geist Doch nur mit einem tröpflein laben: Wie lechzet doch mein geift. 3. Ich bin ein dürres land, Das wil befeuchtet werden. Ich bin auf dieser erben Doch nur ein wanders, mann, Der oft durch Mara reis't, Und sein verschmach, tes hert mit bitterm wasser fpeift. Wenn wird doch mein Immanuel Mir dieses bittre creutz verfüssen, und aus sich als den brunn des heils Erquickungs ftröme lassen fliessen Auf dieses durre land? 439 3. Sey fille liebe seel! Ich hd. re dein verlangen, Du solft ge, wiß empfangen Den segen Abras hams, der dir verheissen ist. Er warte in gedult Nur eine fleine frift; So fol dein gang verlech, stes herk, Das gleid) ist einer dürren erden, Mit einem kühlen. himmels, thau Und füffen troft erfrischet werden. Drum, stille, liebe feel! 6.D groffe seligkeit! Du wirst dein berge weiden Mit füffen himmels freuden. Es werden andre dich Den treuen GOttes knecht, Ein geistlichs Ifrael, Ja, auch mit allem recht Den rechten saamen Abrahams Und frommen Jacobiten nennen: Du wirst mich deinen brautigam, In lieb und wahrheit innig kennen. O groffe seligkeit! XXXIIL 440 Don der brüderlichen XXXIII, Von der brüderlichen und allgemeinen Liebe des Nächsten. 442. M.Der lieben Sonnen Licht s Hr herken, die die reine lieb In Chrifto bat vers bunden, Was für ein ftarder glaubensotrieb Soit nicht zu allen stunden Uns reiffen schnell dahin, Wo unser geist und finn, In fel'ger ftill sich schliessen zu, und kommen zur erwünsch. ten ruh. 2. Ach lafft uns denn in einem geift Nach diefem fleinod trach, ten, Lasst uns, was zu demselben weift, Im glauben stets hoch achten, Diß ist das beste gut, Das stärdet und gibt muth, Das bringt uns viel vergnügung ein, Und lässt nie ohne labfal seyn. 3. Kunst, berrlichkeit, gut oder geld Kan uns dahin nicht brin. gen, Die angesehnste macht der welt Kan den schatz nicht erzwin. gen; In Christo nur allein Mag er erlanget seyn. Wenn der mit feiner liebes füll Das herk erfüllt, fo wird es still. dieb nicht fehlen kan: So find wir wahrlich wol daran. 5. Itt ist die angenehme jeit, Da uns die anad steht offen, Der HErr zeigt sich in freundlich feit uns, die wir auf ihn hoffen: Uch lasst uns diese gnad, Die er geschencket hat, In tieffter des muth stets verebrn, Und sein lob unter uns vermehrn. RATING 6.Lafft uns die schndde eitel feit Je mehr und mehr verachten, Und immer mehr in dieser zeit Der heiligung nachtrachten; tets unfer hert und finn Zum bimmel richten hin: So fönnen wir in Chrifto ruhn, So kan uns nichtes schaden thun. 4.Drum lasst uns träfte, muth und sinn, Zu diesem zweck verbin den: Auf, auf! und stets zu JE su bin, Da ist der schatz zu finden, Der mehr als föstlich ist, Den Feine moite frisst, und den fein 7. Eafft uns mit allem, was wir find, Entfliehen von der ers den! Ach lasst uns immer mehr entzündt Von Chrifti liebe wers den! Wo ist das glaubens, dl? Wie brennts in unsrer feel? Ach lasset uns mit voller, flamm Ent gegen gebn dem brautigam. 8. Lasst uns, weil wir sind in der zeit, Umgürten unsre lenden, Und so den lauf zur ewigkeit In Chrifto felig enden: So nimmt uns ein die ruh, Co ftöfft kein leid uns zu, So sind wir recht des friedens voll, So ist uns une aufhdrlich wohl. 443 BIETTIVU 698 und allgemeinen Liebe des Vächsten. 441 443. 65 5 43 6 57# 0 67 666 5 S 453 Q 6 65 6 676 6 6 6 6 6 6 6 6 6 97 7 7 tumat E 2. So bald wir von oben aufs neue geboren, Da sind wir von Chrifto zu brüdern erkoren. Ein Bater, ein glaube, ein geift, eine tauf, Ein voller zum himmel ges richteter lanf Kan unfere bergen vollkömmlich verbinden. Wir können nichts anders als füßigkeit Ff finder des wie neid und års Stehts um die liebe? Wie gerniß müssen verschwinden.::. 3 folgt man dem wahren vereini gungs triebe? Bleibt ihr auch im bande der einigkeit ftehn? Ist feine gertrennung der geisler ge schehn? Der Vater im himmel fan hergen erkennen, Wir dür fen uns brüder ohn liebe nicht nennen, Die flamme des höchsten muß lichter loh brennen.:,:. 3. Die mutter, die droben ist, hält uns zusammen, Und schickt uns herunter die himmlischen flammen. Kein unterscheid fin det hier einige stat, Weil demuth die bergen vereiniget hat. Wo eigenheit, zand und haß können regiren, Da kan man den fun den der liebe nicht spüren, Noch in den chor englischer thronen ihn führen.:,.. 4. Die zions gesellschaft ver. lässt die verwandten, Sett bris der am höchfien vor alle bekan. ten. Wer noch ist bezaubert von liebe der welt, Und sich in der falschheit zum bruder verstellt, Den Von der brüderlichen 442 Den kansie unmöglich zum bru der annehmen, Er müsst sich denn vitig zur busse bequemen. Sie darf sich des redlichen finnes nicht schämen.:,:. 5.Seht aber, wie felig wir ha ben erwehlet, Die wir sind zum segen der brüder gezehlet! Wir find die erfaufete feligste schaar. Ach! lobet den Vater, denn furt: er ists gar. Singt ihm mit verei nigtem bergen und munde. Ohn loben und lieben vergeb feine ftunde. Wir stehn vor dem HErs ren als einer im bunde.:,:. 6. Was ich bin, mein bruder, das bist du auch worden, Wir find an dem himmlischen erbe conforten, Ein ieder für alle zum vaterland bringt, Die kirche nach einem stets fåmpfet und ringt. Wir müssen bereit seyn für brü der zu fterben; Wie JEfus uns auch so gemacht hat zu erben. Einglied fühlt und leidet des an. dern verderben.:,:. 7. Ach, lasst uns einander erin nern und führen, Daß wir nicht die crone des lebens verlieren. Wenn Babel nun truncken wird von zions blut, So stehn wir ver einigt auf unserer hut. Das schreyen der finder wird wahrlich erhöret. Durch völlige eintracht wird Babel zerstöret: Wer ist, der verbundenen geistern was wehret?:,:. 8. Drum laffet und lieben und freuen von herken, Verfüssen einander die leidenden schmers ßen! Dringt kräftig, ihr geister, in eines hinein, Vermehret die strahlen vom göttlichen schein; Das läsfet der Vater ihm herts lich gefallen. Im loben fan auch fein ruhm herrlich erschallen, Wenn kinder, für liebe entzüns bet, nur fallen.:,:. 9. In iener welt wird es noch besser hergehen, Da wird vor dem Vater die brüderschaft ste ben Im heftigsten feuer, in felige fter brunst, Die ziehet zusammen des königes gunft. Ach, dricket zusammen die herken und hände, Und bittet, daß er zion hilfe bard sende; So kennet die liebe nicht anfang noch ende.:,:. 444. 2. Laffet uns den Erren. Unter denen groffen gütern, Die uns Christus jugetheilt, Ist die lieb in den gemüthern Wie ein balfam, der sie heilt, Wie ein stern, der herrlich blins dhet, Wie ein kleinod, dessen preis Niemand zu benennen weiß, Wie Die schönheit, die uns windet, und die luft, so ieberman Zwin gen und vergnügen fan. 2. Liebe fan uns alles geben, Was auf ewig nigt und ziert, und zum höchfien sland erheben, Der die seelen aufwärts führt. Menschen oder engel zungen, Wo fich feine liebe findt, Wie beredt sie sonsten sind, Wie behergt fie angedrungen, Sind ein flüchte ger und allgemeinen Liebe des achffen. 443 ger gefana, Eind ein erg und fchellen flang. Laß mich halten als verfluchet. Lende meinen gangen finn, Geist der lieb, zur liebe hin. 445. 3. Was ich von der weisheit böre, Der erkäntniß tiefer blick, Die geheimniß- volle lebre, Und. Ach GOtt vom himmel, Des glaubens meisterstuck. So der Enn einer alle ding vere berge grund verseket, Was sich fund, mit engel zungen mehr in uns verklärt, Das ver lieret feinen werth, Alles wird für nichts geschätzet, Wenn sich nicht dabey der geist, Der die lie, be wirdt, erweist. W redte; Wenn er zugleich weissa. gen fünt, Den wunder glauben hätte, Daß er versekte berge bin, und hätte nicht der liebe finn: So war es all's vergebens. 4. Hätt' ich alle meine baabe Denen armen zugewandt, Säh' ich nicht gefahr im grabe, Scheut ich feiner flammen brand, Gåb ich meinen leib auf erden Ihnen zu verzehren hin. Und behielte meinen finn: Würd ich doch nicht besser werden, Vis mich wahre liebe crint, Und ich von ihr stårck entlehnt. 3. Die lieb ist lauter fanftmuth voll, Ist gütig und gelinde, Daß man, es komme, mie es wol', Nichts bitters an ihr finde. Wenn einer etwas guts verricht; So eifert und mißgdnnt sie nicht: Sie thut nichts ungeschicktes. 4. Die lieb nicht aufgeblafen if, Die lieb beschimpfet keinen: Sie sucht nicht ihren nut mit lift, Sie rather dem gemeinen: Entrüft sich nicht, ob man viel sagt Vom nächfien, über den man flagt: Sie fehret all's jum besten. 5. Die lieb sich allda nimmer freut, o unrecht wird gerich, tet: Der wahrheit und gerechtig feit Von bergen fie beypflichtet: Des nächsten mångel fie vers $ f2 trägt, 5 Glaubens- sieg und hoff nungs- blüte Unterstüßt und in der welt, Bis das irdische gebiete Und der schöpfung:-bau zerfällt; Nur er liebe weite grången Strecken fich in ewigkeit: Alle, welche sich befleidt, Werden un aufhörlich glängen. Glaub und hoffnung bleiben hier, Liebe wäh. ret für und für. 2. Wenn einer auch all feine haab Austheilete den armen, Und thate nicht dieselbe gab Aus liebe und erbarmen; Wenn er sich brennen ließ darbey, Und hätte nicht die lieb und treu: So war es ihm nichts nike. 6. O du Geist der reinen liebe, Der du von GOtt gehest aus, Laß mich spüren deine triebe, Komm in meines hergens haus. Alles, was sich selbst nur suchet, Und nicht aut mit andern meint, ( Es seyn feinde oder freund',) Dom Chriftlichen Leben 444 traat, Bedecket und zurücke legt, Und sie ihm nie aufrücket. 6. Die lieb vom nächsten gern das best Ohn argwohn glaubt in allen, Eie hofft noch seine bess. rung fest, wenn er in fünd gefal len. Wo man ihr leid thut unver, fchuldt, Berträgt sie alles mit ge buld, Wird auch dabey nicht müde. 7. Und wenn zuletzt die wissen fchaft und alles wird aufhören; XXXIV. Bom Christl. Leben und Wandel, 4. Du bist der wieder bringer nur, Ohn dich ist lauter hdue, Gib, daß sich mir die rechte spur Zu dir gang offen stelle, Zu drins gen tief in dich hinein, Und unverrückt in dir zu seyn, Mein le ben und mein alles. 446. Mel. Mein bertens JEfu. Fin blut, HErr, ist mein element, Darin ich nur fan leben, Daß mich kein fan leben, Daß mich kein schmack sonst zu sich wendt, Ms diefer saft der reben. So leb ich in des Vaters schooß, und bleib von allen dingen blos, und bin in GOtt verschlungen. 2. So thu an mir, o hirten freu, Dein amt in allen dingen, Und mache mich vom fremben frey, Dir einkig frucht zu bringen, Die reiffe, fuß und heilsam find, Co bleib ich ein gehorsam kind, Und mohn in deinem namen. Behält die lieb doch ihre fraft, Und wird sich noch vermehren, Wenn wir dort in der seligkeit, Einander in der höchften freud, Voutdmmlich werden lieben. 8. HErr JEsu, du stelfi selbs sten dich Zum fürbild wahrer lies be, Berleih, daß dem zu folge ich Die lieb am nächsten übe: Daß ich ben allem, wo ich fan, Lieb, treu und hilfe iederman, Wie ich mirs wünsch, erweise. 3. Komm selbst, o volle lebens, quell, Dring ein in meine seeie, Daß nichts aus Adams fall mich fåll, Und durch die fünde quale. Du musst in allem, alles seyn, Sol anders deine schöpfung rein Und herrlich wieder werden. heit, Da mangelt fein vergnü 5. Da ist nur rub und sicher, gen: Da hast du mir die slåt bes und saugen deiner weisheit brust, reit, Wo ich sol sanfte liegen, Die ist so voller reiner luft, Daß alles ihr muß weichen. ters reh, Komm, spring auf deine 6. Drum eile brünftig, mun triften, Nimm auf die, der dubie ten; Mit dir sol alle creußes pein, und ie Ein denckmahl wollen stife Der schönste rosengarten seyn: Denn du bist selbst der himmel. 7.Bist du, mein schaß, nicht im merdar Der ursprung reiner freude, Ein lautrer strom crystal len und Wandel. $ len'flar, Darin ich mich gern weide, Und trinck in luft und liebs- begier? Bleib ewig unbe wegt in mir, Im band der ew gen ehe. 4. Und mache denn mein herg zugleich An himmels- gut und se gen reich, Gib weisheit, stårcke, rath, verstand Aus deiner mil. den gnaden hand. 5.So wil ich deines namens rubm Ausbreiten, als dein eigen, thum, Und dieses achten für ge winn, Wenn ich nur dir ergeben bin. 445 2. Ertödt in mir die schndde luft, Feg' aus den alten fünden wust. Ach, rüst mich aus mit kraft und muth, 3u streiten wider fleisch und blut. 447. E M. SErr JEfu Chrift, dich. reines in mic, Schleuß zu der sün, den thor und thür, Vertreibe fie, und laß nicht zu, Daß fie in met nem herken ruh. 2. Dir dffn' ich, JEsu, mei ne thår, Ach komm, und wohne du bey mir, Treib all unreinig Feit hinaus Aus deinem tempel und 3. Laß deines guten Geistes Gets im besten, Wenn meine licht, und dein hell glänzend an. geficht Erleuchten mein herß und gemüth, O brunne unerschöpfter güt. noth und iammer ist am größten: Bewache mich mit deiner liebess freu, Und lasse mich von dir ia nimmer wancken, Wenn alles mich wil einsten schrecken in ges banden, enn meine feinde süre men ein, Gedencke mein. 448. Mel. Err JEfu Cbrift m.. Kneure mich, o ewigs licht, Und laß von deinem ange sicht Mein berg und feel mit deis nem schein Durchleuchtet und er fullet seyn. 3. Schaff in mir, HErr, den borsam leift, Und nichts sons, als neuen Geist, Der dir mit luft ges was du mit ihm mein herk erfüll. HErr, 4. Auf dich laß meine finnen gehn, Laß sie nach dem, was dro ben, flehn, Bis ich dich schau, o ewges licht, Von angesicht zu ane gesicht. 449. Mel. Wie wohl ist mir, daß. 2. Gedende mein, wenn ich dein wil vergessen, und lasse mich ia nicht seyn so vermessen, Erinnre mich fiets deiner groffen treu, Damit ich nicht durch un treu von dir weiche, Noch mich der arge feind mit tücken hinters fchleiche, Uch la, bewahr mich hiervon rein; Gedende mein. 3. Gedende mein, wenn meine life flürmen ,, Und laß mich deis ne grosse macht beschirmen, Ach, schenck mir muth und Fräfte aus F13 der Dom Chriftlichen Leben 446 der höh, Daß ich doch ihnen fei ne herrschaft laffe, lind alles thr begehren stets verfluch und hasse, So komm ich bald ab ihrer pein. Gedencke mein. 4. Gedende mein, wenn des unglaubens Fräfte Ausfaugen aus mir deines lebens fäfte, Ach Schenck mir waffen auch in diefen Frieg, Und hilf mir seine finster. nis besiegen, Laß mich ihm nim: mermehr so ju den füffen liegen, Wenn seine finstre macht bricht ein, Gedencke mein. 5. Gedende mein, in allen meis nen wegen, und leite du mich ftets in deinen segen, Schwing bein panier der liebe über mich, Daß ich auf dich getrost all mein thun wage, Und im geringsten nicht an deiner treu verzage, Vers birg mich fiets in dich hinein. Gedencke mein. 6. Gedencke mein, o süsse JE, fus- liebe, und fördre in mir deis ne liebes triebe, Ach, und dein feuer in mir vollig an, und laß Den armen geift nicht mehr so schmachten, Lehr unaufhörlich mich als liebe dich betrachten. Tila allen falschen heucheleschein. Gedende mein. 7. Gedende mein, und bring mich in die lille Des bergens, daß ich thue, was dein wille Jm bergen fündlich von mir fordern wird, Laß alle meine finnen stille werden, und feine creatur, fo lang ich leb auf erben, Mehr in mein berge wurgeln ein. Geden de mein. 8. Gedende mein, und fuch mich mit erbarmen, Wenn ich nicht wil in deiner lieb erware men, Und meine eigne wege laus fen hin, Laß keine ruh in meinem herken bleiben, Bis ich mich von dir laß so in die enge treiben, Daß nichts mehr mög mein eigen seyn. Gedencke mein. 9. Gedencke mein, Und gib mir eine feele, Die feusch und rein, ohn flecken, ohne fehle, Ims manuel, in dir stets möge seyn; Laß mich den geift der zucht in dir bewahren, Daß keine falsche luft sich mdge mit mir paaren, Ach, mach mich züchtig, keusch and rein. Gedencke mein. 10. Gebende mein, o demuthe volle liebe, Befrene mich von ale lem hoffarts triebe, Daß nichts vom stolgen finn mehr übrig bleib. Ach, mache mich doch vor mir selbst zu schanden, und reiffe mich auch bald aus diesen schwes repbanden, Ja, mache mich vor allen flein. Gedencke mein. 1 11. Gedencke mein, ich trinde oder effe, Daß ich dabey ia dei ner nicht vergesse, Laß mich dein mäßig fenn recht üben aus. Re gire du mein schlafen und mein wachen, Las, wenn ich wachen fol, Mich ia nichts schläfrig mas men, Laß immer mich gedencken dein. Gedencke mein. 12. Gedencke mein, wenn alle mein und Wandel. mein vergessen, und mir, was ich an dir verdient, zumessen, Wenn alles mich für irr- and thd rigt hålt, Und niemand mehr mir wil was guts zutrauen; So laß mich einig nur auf dich, mein JEfu, bauen. Wenn alle mir zuwider seyn; So denck du mein. 13. Gedencke mein, so tan ich an dich dencken Und leib, und feel, und geist auf dich hintencken. Ge Dencke meiner jamer- hütte auch, So viel du mir, HErr, wirft für nöthig halten: Ich laß dich ledigs lich, mein GOtt, in allem walten. Komm, komm in meines hers Beus schrein. Gedencke mein. 450. m. Preis, Lob, Ehr, Rubm. Heer, gib Och gib mir wahre be, treu zu thun, was mein ruf wil haben, Damit mir nichts zur fünde sey. Ach! laß mich nicht mein pfund vergraben: Treib mich stets an, daß ia nichts unterbleibt, orzu mich meine pflicht in meinem ftande treibt. 2. Es liege iede pflicht mir an, Und falle mir auf mein gewissen; Doch was ich wircken fol und Fan, Wirst du mir selber zeigen müssen, Daß mich fein feind mit gutem schein betriegt, lind meine zeit und kraft nicht mehr umsonst verflieat. 447 machen, Denn ich vor mich ver derb es bald allein: Drum solst du HErr und GOtt, und ich dein knecht nur feyn. 4. Hilf, daß ich stets in wahrer treu hier allen, die mir anbefeh len, Zu ihrem heit behilflich sey: Hilf durch gebet den segen holen. Es leuchte wort und wandel allen für. Ich sey zu deinem ruhm stets deines hauses zier. 3. Negire du mein herß und haus, und führe felber meine fas chen, Ja, führ an meiner fiat es aus, Ich wil dich laffen alles 5 Ich muss ein licht im HEr ren seyn Bey allem, wo ich ume gang habe. Ich müsse hier stets aus und ein Mit der in mich ges legten gabe Bey iederman in reis chem wucher seyn. Drum qib zu trit und schrit, zu werck und wort gedeyn. 6. Thu mir dein werck nur flündlich Fund, Und gib darzu auch kraft und stårcke. Bewege selber hert und mund, und wird auch selbst die guten wercke. Be wahre mich für bösem werd und schein, Und laß mich allen stets nur recht erbaulich fryn. 7. Die fehnsucht nach der ans dern heil, Und dir zum ruhm viel frucht zu bringen, Die müsse mich an meinem thell Zu allem guten kräftig dringen: Ich müs se hier dir immer würckſam seyn, Doch nur aus deiner Fraft, nach deinem wind allein. 8.D laß mich meine zeit alle hier Nur deinem willen treu lich dienen, Und nicht mehr thun das, was nur mit Im eigen Ff 4 dünckel 448 dünckel gut geschienen Nimm mich an anden felbft zum werck jeug an, Daß niemand mich um schuld vor dir verflagen fan. nim mich dir nur hin, Worzu ich bier in zeit und ort gesetzet bin. 10. Co bilf mein pfund und meine zeit Jn dir zum himmel ans 9. Und wo ich ia nicht wircken juwenden, Mein lauf geh in die fan, Go laß mich doch für alle ewigkeit, Hilf ihn mit aller treu beten. Treib mich noch zeit und vollende, Daß zeit, ort, fland, beruf prt nur an, Stets betend vor den, und allerley, Was mir zum pfund riß zu treten, Erinare mich, und vertraut, im himel fruchtbar sep. 451. 655 13] 68 4 5% 2 6 Dom Chriftlichen Leben 43% Q 6 4 2 6 6% 5% 5 43# 66 HTT THEE 5 6# 65% 43% 66 43% Err GOtt, der du himmel, Durch dein wort haft heissen werden, und der schöpfer bist: Schaff auch mein Berge rein, Daß mein sinnen, Mein begin. nen, Mdge heilig vor bir seyn. 5 6 43 5 the 6 2. Send' herab aus deinem er mich, fein haus, bewohne, Gaad und hilfe leift: Daß er mir, GOtt vor dir Recht zu leben Möge geben, und mich lehren für und für. 3. Komm, und Wandel. 3. Komm, o hochgelobtes we fen, Zeuch doch bey mir ein, Daß ich möge gang genesen, Starck in dir zu seyn. Denn ich, ach! Binzu schwach: Ich bin bidde, Wüst' und dde: Drum steht dir mein auge nach. 4.O bu aufgang aus der höhe, Heller morgenstern, Brich an, daß dein glang aufgehe, Treib Das dunckle fern. Laß den schein Nehmen ein Mein gemüthe Daß die gute Nun erquicke mein ge bein. 5. Komm, erleuchte mein ge fichte, Glank der herrlichkeit, Laß mich fehn in deinem lichte, Deine wonn und freud: Laß bein wort, Höchster hort, In mir schallen, Laß mich wallen Durch dein licht zur himmels pfort. 452. H M. Dir, dir Jehovah wil ich. Err JEfu Chrift, mein licht und leben, Erneure meinen geist, samt leib und seel, Dir dir, hab ich mich gang ergeben, Mit meiner feel dich inniglich ver, måhl: Ach, nimm dich meiner herzlich an, und zeige mir, und führe mich die lebens- bahn. 2. Und weil ich auch alhier 449 noch lebe, So gib mir deinen beilgen guten Geist, Daß ich in deinem willen schwebe, Und thue nur, was du, mein GOtt, mich beisst. Ach, nimm dich meiner alle jeit an, Und führe mich, ach, führe mich auf ebner bahn. 6% 6 6 takoni 3. Mein JEfu, laß mich mit dir sterben, und mit dir leben in die ewigkeit, Was fündlich ist, laß gang verderben, Ach! mache mich, mein GOtt, fein bald be reit. D, nimm dich meiner seelen an, Und führe mich, ia führe mich die lebens- bahn. 4. Wann ich von aus und ins nen leide Anfechtuna, schmach, verfolgung, angst und pein, Co gib, daß ich stets bleib in freude, Und allzeit könne gutes muthes seyn. Ach, nimm dich meiner treutich an, So febt ich nicht, so fehl ich nicht der rechten bahn. 4-53. ponudatuturutz 5.Q JEfu Chrifle, heil der menschen, D wahrer GOtt von aller ewigkeit, Die fünde wolft du gang versencken, Die sich in mir noch regt zu dieser zeit. Ach, nimm dich meiner berklich an, Und führe mich, ia führe mich die lebens- bahn. 5 6 43 ST 5 6 5.9865 174117 Herr 450 LIFEL 65 4 3% E Dom Chriftlichen Leben 6 5 6 6 5 984 3 Err JEsu, ewges licht, Das uns von GOST anbricht, Slank doch in unsre herken Recht helle glaubens kertzen, Ja, nimm uns gånglich ein, Du Heilger gnaden schein. 2. Ein strahl der herrlichkeit Und glang der ewigkeit Wirft du von dem genennet, Der dich durch dich erkennet: Ach! leucht auch in uns flar, Mach dich uns offenbar. 3. Von dir kömmt lauter Fraft, Die gutes wirdt und schafft: Denn du bist GOttes spiegel, Sein heilig bild und siegel, Sein bauchen voller gnad, Und fein ge heimer rath. 5 # 984 3 0 5. Gib dich in unsern finn, Nimm unfre hergen hin, Füll 686 £: fie mit deiner liebe Und deines Geifies triebe, Daß wir wahre haftig dein, Der weisheit fin der seyn. 6. Verneure du uns gang Durch deines lichtes glank, Daß wir im lichte wandeln, Und all zeit thun und handeln, Was lichtes Findern ziemt, und deinen namen rühmt. 7. Trând uns mit deinem wein, Dein waffer wasch uns rein, Salb uns mit deinem dle, Heil uns an leib und feele, Bring uns ins licht zur ruh, Du ewge weisheit da. 454. Miel. So ist denn nun die. 4. Hochheilig lebenslicht, Dein gnaden angeſicht Und majestätisch Herr, lehr mich thun nach dei wefen Leucht uns, daß wir gène, sen, Und werden gang befrent Aus finstrer dunckelheit. nem Dein gue ter Geist führ mich auf ebner bahn, Daß ich dich mehr und mehr erkennen, kan, Und mit dem sinn schon in dem himmel wallen: Hilf, daß ich fort und fort und Wandel. fort am glauben flårdker werd, Verleugne stets mich selbst, ver leugne welt und erd. 2. Kein heuchel schein, kein Falt noch laulich wesen Beflecke meinen geift: aufrichtigkeit und rechter ernft fey meine frdmmig, Feit. Nach deinem finn, den wir im worte lefen, Regire meinen gang, daß ich durch dein geleit, Geh ohne finsterniß in lieb und thatlichkeit. 3. Gib, daß ich stets in allem thun bedencke, Ob deine ehr dess felben entzweck sey? Ob ich was thu, das mich am end geren? Ob ich mich stets nach meinem tauf, bund lendke? Ob ich auch immer mehr von dir mich heilgen laß? Ja, ob vielleicht noch heut Der tod mich mache blaß? 451 6. Auch was du wilt, dafür laß mir nicht grauen, Nichts scheuen, und wen es auch war der tod; Trit du, an meiner stat, die feinde in den toth. Gib, daß ich nur als lein dir mdg vertrauen: Ich weiß, du weißt vielmehr die forge, die uns plagt, Berlässt, versäumst uns nicht, gleichwie du zuges jagt. 5. Daß du, mein GOtt, erfül left all's in allen, Und daß du auch allgegenwärtig bist, und deinem aug gar nichts verborgen ist, Das zieh mich ab, in fünde nicht zu fallen. Dein name werd mir groß, dein zorn mir nicht zu theil, und deine gnade sen mein schuß, mein troft und heil. 7. Laß mich schon bier von dei nen gutern schmecken, Ach, laß schon hier mich speisen deine Fraft, Bis mich dein will gar in den himmel schafft, Da ein lob wird das andere erwecken, Da die vollkommenheit ist ewge freud und licht, Da ich in klarheit schau dein herrlichs angesicht. 455. Mel. O GOtt du frommer. 4. Mein selig seyn laß mich mit zittern ſchaffen, Mein höchft Hrgallerlieblier GOtt, Der und einigs qut sey du nur GOtt; Die eitelkeit sev mir wie schnöder Foth. Laß mich in diese welt mich nicht vergaffen, Gib, daß ich dessen, was dahinden ist, vers geß, und mir das vorgesteckte fleinod nur erlef'. du dieses Leib, seele und vernunft Aus anaden haft gegeben, Regire ferner mich Durch deinen guten Geift, Daß er in allem thun Mir kraft und beystand leift. 7, Hilf, daß ich allezeit Des fleisches lufte meide, Singegen emfiglich Des geiftes werde treis be, Und gute ritterschaft Ausübe, auch dabey In hoffnung immer ftarck Und feft aegründet sey. 3. Gib, daß ich, als ein chriff, Wie Chriflus mich) bezeige, Und meine obren fiets Zu seiner lehre neige. Im glauben stårcke mich, Daß ich der argen welt Nicht fals ge, 452 Dom Chriftlichen Leben Hoff ge, wenn fie mich Von deinem Ilf mir, mein Gott, hilf, wort abhårt. daß nach dir Von herken mich verlange, Und ich dich suche mit begier, Wenn mir wird angst und bange. Verleih, daß ich Mit freuden dichIn meiner angst bald finde. Gib mir den finn, Daß ich forthin Meid alle schand und fünde. 4. Entzünde du mein herg Mit deiner wahren liebe, Und gib, daß ich zugleich Am nächsten liebe übe. Verleihe mir geduld, Wenn trúbfal bricht herein, Und hilf, daß ich im glück Demüthig möge seyn. 5. Verleihe, daß ich stets Nach deinem reiche ringe, Auf daß dein fegen sich zu mir heruntez( in meie ne nahrung) dringe: Ber nach dem ewigen Vor allen dingen tracht't, Der wird auch wol mit dem, as jeitlich ist, bedacht. 6. Haß, falschheit, übermuth Und heucheley darneben Laß ia an mir nicht seyn In meinem gangen leben. Lift, unrecht, fre. vel, geig Und unbarmherßigkeit Sey ferne weg von mir, O GOtt, u aller zeit. 7. Mit deiner rechten Hand, HErr, wollest du mich leiten, Und schützen tag und nacht, Daß meine trit nicht gleiten: Du wol: left meine burg Und schuß in ns. then seyn, Wenn ich in meinem amt Ausgehe oder ein. 8. Zuletzt erlöse mich Vonal, lem creuß und leiden, Und wenn ich fel einmal Von dieser welt abfcheiden, So siehe du mir bey Mit deiner gnaden hand, Und führe mich hinauf Insrechte Bas terland. 2. Hilf, daß ich stets mit reu und schmerk Mich deiner gnad ergebe, Hab immer ein zerknirsch tes herk, In rahrer busse lebe: Vor dir erschein, Herzlich bei wein All meine mifethaten. Laß allezeit Mich seyn bereit Dem dürftigen zu rathen. 3. Die luft des fleisches dämpf in mir, Daß sie nicht überwinde. Rechtschafne lieb und luft zu die Durch deinen Geist anzünde, Daß ich in noth Bis in den tod Dich und dein wort bekenne, Und mich kein trug Noch eigennuk Von deiner wahrheit trenne. 6 4. Behüte mich vor zorn und grimm, Mein herk mit sanft muth ziere: Auch alle hoffart von mir nimm, Zur demuth mich anführe. Was noch von sünd In mir fich findt, Laß mich hin. fort ablegen. Laß allezeit Troft, frieb und frend Sich in mir are men regen. 5. Den glauben flård, die lieb erhalt, Die hoffnung mache feste, Daß ich von dir nicht wandke bald, Beständigkeit ists beste. Mel. Was mein GOtt wil. Den mund bewahr, Daß nicht 456. gefahr und Wandel. gefahr Durch ihn mir werd erwe det. Epeis ab den leib Doch daß er bleib Von geilheit unbeflecket. 6. Gib, daß ich treu und fleißig sey, In dem, was mir gebühret: Daß ich auch nicht durch heuche ley, Und ehrgeiß werd verführet. Leichtfertigkeit, Haß, and und neid, Eaß in mir nicht verbleiben. Verflockten finn Und diebs gewin Wolst du von mir abtreiben. 7. Bilf, daß ich folge treuem rath, Von faischer meinung tre te: Den armen helfe mit der that, Für freund und feind stets bete: Dien' iederman, So viel ich kan: Das böse haß und meis de Nach deinem wort An allem prt, Bis ich von hinnen scheide. 457. Mel. O JEsu, du bist mein. Charmes menschen, find, Such, daß meine fund, mir Die fchwere todes bürde, Doch abgenommen würde: Ach, daß ich von der last Des fleisches, die mich dricket, Und meinen geist ersticket, Bekäme ruh und raft. 2. Mein GOtt, wenn hilft du mir? Wenn zeuchst du mich zu dir? Wie lange fol das leben Des fleisches widerstreben Dem edien Geiftes trieb? Wie lange fel ich leiden, Was mich und dich Fan scheiden, Des fleisches werck and lieb? 453 erheben? Steh auf, erhebe dich, Ertödt in deiner stårcke Des tode ten fleisches wercke, In dir ertide te mich. 3. JEiu, mein HErr undGOtt, Du meines todes tod, Du meines Lebensleben, Wenn wilt du dich 4. Ich bin des lebens fat, Das mir eb füffe that, Weil es ein tod und sterben, und stetiges verders ben Mehr, als ein leben war. So wil ich denn nun fireben Nach einem bessern leben ,. Mit auser. wehlter schaar. 5. Wer hier dem fleische nach il leben, der, o ach! Ift an der feel erstorben, Er hat durchs fleisch verdorben Den edlen geist aus GOtt. Wer alles das wil haben, as unfer fleisch fan laben, Des seele leidet noth. 6. Des geists und fleisches reich Bestehen nicht zugleich, Das fleisch muß untergeben, Sonst mag der geist nicht stehen: Denn wo das fleisch regirt, Da schlägt es alles nieder, Was herts und geist hinwieder Zum leben neu gebiert. 7. Drum, JEfu, hilf du mir, Daß mein geift leb in dir, Lag alles an mir sterben, Verwesen und verderben, Was fleisch und fündlich ist, Daß fich zum neuen leben Mein geift mag auferheben, Wie du erstanden bist. 8. Gib, daß ich sey der welt Mit dir ans creuß gestellt. Gib mir das recht zu fassen, Was alle menschen hassen, Dein creuß und deinen tod, und daß mir sey hins gegen Der welt luft freud und se gen Dom Chriftlichen Lebert. 454 gen Mein creuß und meine noth. 9. So werd ich auch mit dir Bur rechten lebens, thir Durch Deinen tod eingehen, und in dir auferstehen Zur unverweslichfeit: Ich werd im neuen wesen Des Geißes wohl genesen, In him, mels luft und freud. 10. Da werd ich, JEsu, dich Anschauen inniglich, Du wirst mich dann umfaffen, und mich dich füssen lassen. O füffe seelen luft, Wie werd ich mich erquicken, Benn JEsus mich wird drücken Für lieb an seine bruft? 11.Wie werd ich dich alsdann, Mein JEsu, reden an? Mein troft nach meinen plagen Berd ich dann zu dir sagen: Mein edle perlen cron, Mein theurer schatz, mein leben, weinstock deiner reben, O JEju, GOttes Sohn. 12. Mein schak, umfasse mich, Dich, schak umfasse ich. Mein heil, mein licht, und sonne, fisse feelen wonne, Du bist mein brau tigam. Mein herz hat fiets ge thrånet, und sich nach dir geseh, net, Eh ich, schat, zu dir kam. 13. Nun aber, ey nunmehr Bin ich erfreuet sehr, Die augen find erfrischet, Die thrånen ab gewischet: All' meine feinde find, Triumph! triumph! verschwun. den: Ich habe JEsum funden: Ich bin ein feligs find. 458. Mel. Ach was fol ich sünd. Jei Esus selbst mein licht, mein leben, JEfus meiner feelen gier, Epricht: fommt her, lernt alt von mir. JEsus, dem ich mich ergeben, Mein heil und gerech tigleit, Lehrt mich selbst die frdma migkeit. 2. Ach, wie ist mein herk vers derbet, Wie feft hålt das sünden. band Leib und feel, finn und ver. ftand. Was von Adam angeer. bet, Sündlich wesen, fleisch und blut Bleibt fleisch, und thut nime mer qut. 3. Mein GOtt bilf du mir aus rotten Alles unkraut, haß und neid, Hochmuth, ungerechtigkeit, Laß den satan mich nicht ſpotten, Mach du mein her täglich new, Mach mich aller bosheit frey. 4. Pflank in mein herk und ges müthe Deine groffe freundlich. keit, Die geduld und frömmig feit. Deine liebe, deine ante, Ans dacht, treu und heiligkeit, Wahrs heit und gerechtigkeit. 5. Laß mich dir zu ehren leben, JEfu/ meines hergens licht, Mein trost heil und zuversicht, Laß mich dir allein ergeben, Laß mich fers ben dieser welt, Laß mich thun, was dir gefällt. 6. Führe mich auf deinen wes gen, Gib mir deinen guten Geist, Der mir hilf und beystand, leist, Laß mich deine gnad und segen Stets empfinden früh und spat, Segne dencken, wort und that. 7. Bis ich endlich werde fome men Aus der unvollkommenbeit 3⁰ und Wandel: Bu des himmels herrlichkeit, Da ich denn mit allen frommen Dei ne grosse gütigkeit Preisen wil in ewigkeit. 459. M. Nun sich der Tag geend. ME Ein GOtt, das hertz ich bringe dir Zur gabe und ge, Schenck: Du forderst dieses ia von mir, Deß bin ich eingedenck. 2. Gib mir, mein sohn, dein berg, sprichst du, Das ist mir lieb und werth, Qu findest an. ders auch nicht ruh Im himmel und auf erd. 3. Nun du, mein Vater, nimm es an Mein herg, veracht es nicht, Ich gebs so gut ichs geben fan, Kehr zu mir dein gesicht. 4. 3war ist es voller fünden wust Und voller eitelkeit, Des gu ten aber unbewusst, Der wahren frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in reu, Erkennt sein'n übelstand, Und tråget iegund vor dem scheu, Davons zuvor lust fand. 6. Hier fällt und liegt es dir zu fuß, Und schrent: nur schlage zu; Berknirsch, o Bater, daß ich bug Rechtschaffen vor dir thu. 7.3ermálm mir meine hårtig. Feit, Mach mürbe meinen finn, Daß ich in seufzer, reu und leid Und thrånen gang zerrinn. 8. Co dann nimm mic), mein JEfu Chrift, Tauch mich tief in dein blut, Ich glaub, daß du ge. creußigt bisiDer welt und mir zu gut. 455 9. Stård mein sonst schwache glaubens hand, Zu faffen auf dein blut, als der vergebung uns terpfand, Das alles machet gut. 10. Schend mir, nach deiner JEfus huld, Gerechtigkeit und heil. Und nimm auf dich mein füns den- schuldund meiner ftrafe theil. 11. In dich wolst du mich kleis den ein, Dein unschuld ziehen an, Daß ich von allen sünden rein, vor GOtt befiehen fan. 12. GOtt heilger Geist, nimm du auch mich In die gemeinschaft ein, Ergieß um JEfu willen dich Tief in mein herg hinein. 13. Dein göttlich licht schütt in mir ans, Und brunst der reic nen lieb: Lösch finsterniß, haß, falschheit aus, Schendk mir fleis deinen trieb. 14. Hilf, daß ich sey von hers ken tren, Im glauben meinem GOtt, Daß mich im guten nicht mach scheu Der welt lift, macht und spott. 15. Hilf, daß ich sey von hers Daß, wenn du nur mich nicht Ben fest In hoffen und geduld, verlässt, Mich träfte deine huld. 16. Hilf, daß ich sey von here Ben rein Jm lieben, und erweis, Daß mein thun nicht sey augens schein, Durchs werck zu deinem preif. 17.Hilf, daß ich fey von herßen schlecht, Aufrichtig, ohn betrug, Daß meine wort un werde recht, Und niemand schelt ohn fug. 18. Silf, 456 18. Hilf, daß ich sey von ber, Ben flein, Demuth und fanft, muth halt, Daß ich von aller welt lieb rein, Vom fall aufstehe bald. 19. Hilf, daß ich sey von her Ben fromm, Ohn alle heucheley, Damit mein ganzes Chriften, thum Dir wohlgefällia sey. 20. Nimm gar, o GOtt, zum tempel ein Mein berg bier in der geit, a, laß es auch dein wohn haus seyn Jn iener ewigkeit. 21 Dir geb' ichs gang zu eigen hin, Brauchs, wozu dirs gefällt, R= X Vom Chriftlichen Leben 6 6 6 T!! ņ 67655 98 43 0 ich weiß, daß ich der deine bin, Der deine, nicht der welt. 22. Drum fol fie nun und nim, mermehr Diß richten aus bey mir, Cie lock und droh auch noch so sehr, Daß ich sol dienen ihr. 23. In ewigkeit geschicht das nicht, Du falsche teufels braut, Gar wenig mich, GOTT lob, ansicht Dein' glänzend schlan gen haut. 24. Weg welt, weg fünd, dir geb ich nicht mein herß: nur, JEsu, dir Ist diß geschencke zus gericht't, Behalt es für und für. 460. ņ 6 68% 6 5 Durchbrecher aller bande, Der du immer ben uns bist, Bey dem schaden, spott und ņ MENNE 5 420 6 6 dabom 6777 6 6 76 6 schande Lauter luft und hemmel ist; Ube ferner dein gerichte Wi der unsern Noams sinn, Bis uns Dein und Wandel. dein so treu gesichte Führet aus Dem ferder hin. 2. Its doch deines Vaters wille, Daß du endest dieses werck; Hierzu wohnt in dir die fülle Aller weisheit, lieb und flård, Daß du nichts von dem verliereft, Was er dir geschencket hat, Und es von dem treiben führest Zu der füffen ruhe stat. 3. Ach, so musst du uns vollen, den, Wilft und fanft ia anders nicht, Denn wir id in deinen hånden, Dein herg ist auf uns ges richt't: Ob wir wol vor allen leu ten Als gefangen sind geacht't, Weil des creußes niedrigkeiten Uns veracht und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre ket. ten, Da wir mit der creatur Seufzen, ringen, schreyen, bes ten Um erlösung von natur, Bon dem dienst der eitelfeiten, Der uns noch so harte drückt, Unge acht der geist in zeiten Sich auf etwas beffers schickt. 5. Ach, erheb die matten Fräfte, Sich einmal zu reiffen loß, Und durch alle welt geschäfte Durchs gebrochen stehen bloß: Weg mit menschen furcht und zagen, Weich) vernunfts bedencklichkeit, Fort mit scheu vor schmach und plagen, Weg des fleisches zärts lichkeit! 6. HErr, zermalme, brich und reiffe, Die verboffte macht ent awey, Dencke, daß ein armer men sche, Dir im tod nichts nüße sey. 457 Heb' ihn aus dem staub der fün. den, Wirf der schlangen. brut hinaus, Laß uns wahre freyheit finden In des Vaters hochzeits haus. 7. Wir verlangen- Peine ruhe Für das fleisch in ewigkeit. Wie dus nöthig findst, so thue Noch vor unsrer abschieds zeit; Aber unser geist der bindet Dich im glauben, lässt dich nicht, Bis er die erlösung findet, Da ihm zeit und maaß gebricht. 8. Herrscher herrsche, fieger fies ge, König brauch dein regiment, Führe deines reiches friege, Mach der sclaverey ein end, Laß doch aus der grub die feelen, Durch des neuen bundes blut, Laß uns länger nicht so qualen, Denn du meinfis mit uns ia gut, 9. Haben wir uns selbst gefane gen In luft und gefälligkeit, Ach, so laß uns nicht fiets hangen In dem tod der eitelkeit. Denn die last treibt uns zu rufen, Alle schreyen wir dich an. Zeig doch nur die ers sten slofen Der gebrochnen freps heits. bahn. 10. Ach, wie theur sind wir ers worben Nicht der menschen knecht zu seyn; Drum, so wahr du bist gestorben, Musst du uns auch machen rein, Rein und frey und gang vollkommen, Nach dem besten bild gebildt. Der hat gnad um gnad genommen, Wer aus deiner füll sich füllt. 3g 11. Liebe, seuch uns in dein fier. ben, Vom Chriftlichen Leben 458 ben, Laß mit dir gecreußigt seyn, Was bein reich nicht fan ererben, Führ ins paradies uns ein. Doch woblan, du wirst nicht säumen, Bo wir nur nicht läßig seyn, Werden wir doch als wie traus men, Wann die freyheit bricht herein. 4-61. Du brunnquell guter gaben, Ohn dem nichts ist, was ift, Bon dem wir alles haben, Gefunden leib aib mir, Und daß in solchem leib Ein unverletzte feel Und rein gewissen bleib. 2. Hilf, daß ich thu mit fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wo. ju mich dein befehlt In meinem ftande führet: Gib, daß ichs thue bald zu der zeit, da ich sol, und wenn ichs thu, so gib, Daß es gerathe wohl. 3.Hilf, daß ich rede stets, Wo. mit ich kan bestehen, Laß kein un nüßes wort Aus meinem munde gehen. Und wenn in meinem amt Ich reden sol und muß, So gib den worten fraft Und nachdruck ohn verdruß. 4. Findt sich gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gib einen helden muth, Das creuk hilf felber tragen. Gib, daß ich meinen feind, Mit sanftmuth überwind, Und wann ich rath bes darf, Auch guten rath erfind. 5. Laß mich mit iederman In fried und freundschaft leben, So weit es christlich ist. Wilt du mit etwas geben Un reichthum, gut Daß von unrechtem gut Nichis untermenget fey. 6.Sol ich auf dieser welt Mein leben höher bringen, Durch mans chen sauren trit Hindurch ins als ter dringen; So gib geduld; vee sind Und schanden mich bewahr, Auf daß ich tragen mag Mit ehe ren graues haar. 7.Laß mich an meinem end Auf Christi tod abscheiden: Die feele nim zu dir Hinauf zu deinen frem den: Dem leib ein räumlein adní Bey fromer christe grab, Auf daß er seine ruh An ihrer seiten hab. 8. Wenn du an ienem tag Die fodten wirft erwecken, Wollst da audh deine hand Zu meinem grab ausstrecken, Loß hören deine fiim, Und meinen leib week auf, Und führ ihn schön verklärt Zum auss erwehlten hauf. 462. 6 43 0 und Wandel. miem deutame 6656 6 6 6% 5 TE O mein höchfter schat und Mel. Mein 32ju, dem die. JEfu, meiner feelen leben, 463. Reines wesen, lautre quels alle meines herkens- lust, Dir wil ich mich, mein GOtt, ergeben, Uch, dämpfe bu in mir den fünden wust, Ach nimm dich meiner sees len an, Und zeige mir die lebens. bahn. 2. Wenn mir die welt die firideleget, Wenn satan mich von bir wil ziehen ab, Wenn in mic fich was bases reget; Sofey, v GOtt, mein licht und fester ftab. Ach, nimm dich meiner seelen 2c. 3.0 GOtt, du licht der from men hergen, Vor dir ist alles, al les fonnenstlar, Duzehleft ab der frommen schmerzen, Du hilfest deiner auserwehlten schaar. Ach, nimm dich meiner feelenze. 459 4. Ach, sende, HErr, aus dei nem throne Licht, leben, Fraft und gnade deinem find: Hilf Ifraeli, deinem sohne, Vergib aus gna den alle meine sünd. Ach, nimm dich meiner seelen an, und zeige mir die lebens, bahn. so heit, Vor deinen augen, die fo helle, Ja heller als die beiterkeit Des grossen welt- lichts, ist eredes muft, Und wie so manche schudde det Des hergens angeborner lust Den edlen Geist bisher bes flecket. 2. Wenn nur ein reines herk zu schauen Gewürdget wird bein angesicht; So kommt mir billig an ein grauen, Wenn ich auf mich mein auge richt. Mit wehmuth seh ich mein verderben, Doch aber schrey ich, HErr zu dir: Ein reines bertze schaff in mir, Das böse laß in mir ersterben. 3. Gnug, daß es ist dem feind gelungen, Von dir, mein Gott, mich abzuziehn, Von nun an laß mich unbezwungen Dagegen seis ner lift entfliehn, Und waffne mich mit kraft und stärcke Durch 692 den 460 Dom Chriftlichen Leben den gewissen neuen Geist, Dar, zutheiien feyn bereit: Dafür wil um bein wort uns bitten heisst, ich lob lieder singen. In dir zu thun all' meine wercke. 4. Hat meine schuld und über treten Mich unwerth deiner gunft gemacht, So tret ich doch zu die mit beten, und fage: ach, HErr, hab nicht acht Auf daß, was ich gefündigt habe, Im zorn verwirf, verwirf mich nicht von dir und deinem angesicht, Ein blick von Deiner huld mich labe. 5. Den geist, den du mir bast geschencket, Das edle theure lies bes pfand, Das unsern geift mit wohllust trancket, Und fliehen heifft des fleilches tand, Laß nicht von mir genommen werden, Viel mehr damit versiegelt seyn Mein berg, bis dieser bau fällt ein, und du mich nimmst von dieser er den. 2 6. Weil sich auch noch in mir befindet Das zagen, das die fün. de bringt, Benn fie im tampf und überwindet, und unter ihre macht uns zwingt; So wolst du, HERR, mit troft der freuden, Der aus dem brunn des lebens fleufft, Berbinden den verwund ten geist, Und so beschliessen die fes leiden. 7. Jch bleib an deiner gnade Bangen, Und jencke mich in ihren bund, Des innern beimlichtes verlangen Jt dir, dem hersens Fundger, fund, Du wirst auch sols ches zu vollbringen; Den geift der freud und willigkeit Mir mit 464. . Alle Menschen müssen. Chaffet, daß ihr felig werdet, Jhr, die ihr wolt felig seyn, Each iwar Chriftlich bier gebere det, Doch davon tragt bioffen schein: Dendet, wenn der HErr wird kommen, Hie zu richten bds und frommen, Daß ihr schaffe selig seyn. mit furcht allein, Wie ihr möget 2. Schafft mit groffer furcht und zittern, O ihr fünder allzue mal, Wenn der jüngfte tag wird wittern, Daß ihr denn der höllens quaal Mit erfreuter feel ents gehet/ Nicht zur lincken JEfu stehet. Schafft mit furcht hier ingemein, Daß ihr denn mögt felig seyn. 3. Schaffet, daß ihr selig were det, Traut nicht eurem fleisch und blut, Das sich heilia hier ges berdet, Und thut euch doch nims mer aut. Fliebt das falsche chris flen leben, Bleibt an Chrilli les ben fleben, Dem folgt; schafft hier ingemein, Daß ihr möget felig seyn. 4. O HErr, der du durch dein leiden Uns von sind erldfet hast, Laß uns nicht seyn abgescheiden Von dir, ancker, steur und maft. ir mar feben flets an fünden, Aber taß uns guade finden, Deis ne treusie lieb allein Schaffe, daß wir sekig leyn. 465. * c 65 43 0 und Wandel. 465. ņ 5 6 43 0 Inte 678 6 5 43 ņ 7 65 * 5 43 TURQUE Tentang 65*** 656 SEUH 5. 68 6 438 O 656 Ն ԱՅ q= f= 461 6 6% 6 765 543 an Chrifto baben, Du fleinod, das den glauben weist, Du tiefe, die kein maaß verschleufft, Wie fol ich deinen ursprung nennen? Die deine würd' und hobeit tens nen, und wissen, was vollkom men ist, Bezeugen, daß du götte. lich bist. 2. Du bist, so bald nicht zu ers Oukommenheit, du haupt greiffen; Die um die leeren schaa, Und denen ſich kein fern entdeckt, Bermeinen, daß sie dich geschmeckt: Die recht dem Heiland anaehdren, Und thun, was seine boten lehren, Die stehn unausgesetzt nach dir, Und hal ten feinen wahn dafür. 3. Du bist ein unaufhörlich wesen, Und was wir herrlichs von dir lesen, Das wird in Chri 6g 3 fto Dom Chriftlichen Leben 462 fio erft erfüllt: Denn er ist Got tes ebenbild. Bas ataubige da von geniessen, Muß sich aus ihm auf sie ergieffen, Du bist bey ihm von anbegin In seinem geist und heilgem finn. 4. Dendt dich ein frommer ju erreichen, So muß er seinem HErren gleichen: Der vorzug der gerechtigkeit Erweiset hier den unterscheid. Je mehr er seine wunden heilet, Ihm huld und neue slårdk ertheilet, Je kräftiger entfiehest du, Und nimmt dein wachsthum bey ihm zu. 5. Je mehr der mensch nun weisheit lernet, Je weiter scheinst du ihm entfernet. Dein giang, der in die seele trit, Bringt demuth und erkentniß mit. Er findt nicht anlaß fich zu rühmen, Gein elend lafft sich nicht verblümen, Er fiebt den tiefen fünden- schlund, Ihm wird sein groß verderben fund. 6. Du macheft ihn zum geist. lich armen, Er fleht zu GOtt um fein erbarmen, Lebt einzig seiner gnad und treu, Wird niemals wahrer Suffe fren. Erhebt sich et was dem zuwider, So schlägt du alles in ihm nieder, Was du ihm nimmst, das ist sein gut, Dein reichthum ein gebückter muth. 7. Im fall fich deine schåge mehe ren, Gereichet ihm auch schmach zu ehren: Er wird ben atter welt verhafft: Gedulb erleichtert ihm die last. Der Heiland hielt es ovor jahren, Wer dich verlangt, wird diß erfahren. So viel das herk von Chrifio hat, Gewinst du daria raum und stat. 8. Vollkommenheit, du höch stes glücke, Wer kennet alle deine ftücke? Dein werdk erfirecket sich zu weit Vor aller menschen fierb. lichkeit: Jedoch, wer etwas von dir fráget, Dem wird dein name beygeleget. Ogroffer lohn, o reiche frucht, Für einen, der bich) liebt und sucht! 466. Mel. Von GOtt wil ich. wird nach W Fm glang und herrlichkeit, Im glang und herrlichkeit, Bey GOtt ohn ende schweben, In Chrifio hoch erfreut? Wer wird in GOttes Hand Der gnu ge fähig werden, Die noch kein finn auf erden, Rein shr noch aug erfant? 2. Der, weil er hier muß wab len, Bugleich in lieb und pein Gott suchet zu gefallen, Und die net ihm allein, Sichy ihm nur schuldig hält Mit gut, leib und gemüthe, Als er durch seine gute Gebaut die gange welt. 1 3. Der feinen neben christen So, wie sich selber, liebt, Und nie mals ihn mit listen Noch offent lich betrübt, Dem hochmuth wi derstrebt, Das unrecht nicht kan leiden, Sucht geiß und zorn zu meiten, Auch feusch und heilig lebt. 4. Und ist es wo versehen, Sein herg ihm wird beschwert, Sich fira d's und Wandel. tracks mit buß und flehen Zu sei, nem GOtt bekehrt, Ihm heisse thrånen schenckt, Die allzeit ihm gefallen Vor andern opfern allen, Daß er sich zu uns lendt. 5. Voraus, der auf fein ende Ju allen dingen fieht, Und wenn Das kommt behende, Sich hin zu Chrifio zicht, Dem rechten gna den- thron, Und wird in seinen fannt. 463 munden Der leides laft entbuns den, Und flirbt wie Simeon. 6. Der wird nach diesem leben, Im glang der herrlichkeit, Bey GOTT ohn ende schweben, In Christo hoch erfreut; Der wird in GOttes hand Der anuge fås big werden, Die noch kein sinn auf erden, Kein ohr noch aug er XXXVI. Bon der Mäßigkeit und Keuschheit der Gläubigen. 467. Mel. Dater unfer im him. SA Ch! HErr und GOtt, du höchstes gut, Der du er forderst beilgen muth, Und wilt, daß unser hertz allein Dem guten fol ergeben seyn, und daß wir meiden allezeit, Was wider unsre seligkeit. 2. Du weisst, o HErr, daß bd. fes nur In unserm fleisch steckt von natur, Und daß wir, leider! für und für Geneigt zu schadder luft begier, Die nichts als jam. mer, angst und noth, Und endlich gar gebiert den tod. So bald die luft sich regt in mir, Und ihrem ersten wachsthum wehr, Eh sie mit starcker fraft sich mehr, und mich, bevor ich selbst es spür, In grosses leid und elend führ. 5. Ja hilf, o HErr, daß ims merdar Jch mich für ihrem neg bewahr, Und ehe sie noch nistet ein, Mdg ihrer herr und mächtig feyn: Wirf diese schlangen brut hinaus, Die dir entheiliget dein haus. 6. Erfüll hingegen meine brust Mit rein und keuscher aucht und lust, Daß mein verlangen und begier Nur speis und weide find in dir, Und ich, von schndden tü fen frey, Dein heiligthum und tempel fey. 3. Ich bitte, gib mir deinen Geift, Der mir getreuen ben fland leift, Und wenn unreine luft sich regt, und mich zu fündigen bewegt, Durch seine Fraft mein 4-68. berg und finn Zur reinigkeit fiets Golln auch beilig leben, Und Mel. O GOtt du frommer. Ott, bist, Mir neige bin. 4. Ach ia er thue fich herfür, unfre leiber dir Zum opfer gang 394 bege. 464 begeben, Das da lebendig ist; Ach! wie hat bife luft Doch un fer herk befleckt mit vielen sün. den wust! Don der Mäßigkeit. und Keuschheit 2. Vor deinem richter fuhl Kan ia fein mensch bestehen, Benn du die fleischlichen Begier den wilt ansehen, Zusamt der ei telkeit, Die unfer herk ansicht; Ein greuel sind wir, HErr, Vor Deinem angesicht. 3. Drum hilf uns bdse luft Durch deines Geiftes stårde Be zwingen, und mit ernst Stets flies Den fleisches wercke; Damit der glaub und geißt Behalten sieg und macht, und dein hochheilger will Von uns hier werd vollbracht. 4. Verbinde du dich selbst mit unfern geist und feelen, Daß wir des schmalen weas Zum leben nicht verfehlen. Nimm weg was unrein ist, Und wider dein gebot, Damit nichts fündliches uns stürke in den tod. 5. Ach! laß dein GOttes bild In uns von neuen prangen, Zu Dir hur und dem Lamm Steh unser gang verlangen. Befreye infern geift Von schndder lüfte pein, Und laß uns göttlicher Ra tur theilhaftig feyn. 6. Nimm uns zum tempel ein, DHErr, nach leib und feele, Ach! heilg' uns durdy und durch), Und bich mit uns vermáble Jn Chri fib unserm HErrn, dem teuschen Jungfraun Cehn, Den nur ein reines herk Wird schaun in seiner eron. Ki 469. Mel. Alle menschen müssen. Euscher JEsu, hoch von adel, Unbeflecktes GOttes Lamm, Züchtig, heilig, ohne tadel, Du mein reiner bråutigam, O du crone feuscher jugend, Du liebs haber reiner tugend, Ach! ents ziehe mir doch nicht Dein holdfes jigs angesicht. 2.Darf ich dir in wehmuth fla genmeinen tiefen jammer ftand? Ach! ich schâm michs fast zu fa gen: Doch dir ist es schon befant, Wie mein ganzes her beflecket, Und gang voll von unflath stecket: Dieser greuel, diefer gift Mich vonjmutterleib an trifft. 3. Ach! es ist mir angeboren nichts als nur unreinigkeit; Aber du bist auserkoren, Unbefudelt ist. dein Fleid. An der blüte der jung frauen Lässt sich nichts unreines ( chauen, Denn wenn sie schon schwanger beifft, Ist es doch vom heilgen Geist. 4. Was natur in mir verdore ben, Hat der reine keuschheits rahm Deiner menschheit mir er worben, Beil du bist mein eigens thum. O, du unbeflecktes wesen, Laß mich doch durch dich gene sen. Mehr als engel- reines Lam, Tilge meinen fünden schlamm. 5. Hat was böses angefliftet Dieser abgrund schnöder luft, und mir leib und feel vergiftet, Wie dir alles wohl bewusst, Weil begierden und geberden Leichtlich anges der Gläubigen. angeflammet werden, Wo der reine GOttes Geist Nicht im hergen meister heißt: 6. O, so wolft du mich vertre ten, Mein geneigter gnaden thron, Laß doch seyn zurück gebe tenDen hiedurch verdienten lohn. Eol es nach dem rechten gehen, D, so ifts um mich geschehen: Dein für mich vergoßnes blut Sen für diese wanden gut. 1 7.Sollen nur dein antlik schau en Die von hergen feusch und rein? O, so werden ia mitgrau en Sinden hin zur böllen pein, Die aus unverschämten bergen Ihre reinigkeit verschergen; Drum, HErr JEfu, sieh mir bey, Mach mich dieser bande frey. 8. Ich fan auch nicht süchtig leben, Wenn dein gnaden, über fluß Mirs nicht wird von oben geben, O! drum fall ich dir ju fuß, Du wolft ein rein herge Ichaffen, Mich anthun mit feusch. heits waffen: Ach! mein heil, verstoß mich nicht weg von deis nem angesicht. 465 Stoß ihn völlig von mir aus, Daß er nicht den leib anstecke, Geist und feele nicht beflecke: Halt von seiner teufeley Mir auch die gedancken frey. 11. Alle schudde unzuchts flems men Hilf, durch deine GOttes fraft, In mir tilgen und verdams men: Gib, was zucht und ehre schafft. Meine lenden, meine nie ren Laß den gurt der keuſchheit gieren. Reiner zweig aus Das vids flamm, Eep allein mein brautigam. 9. Gib, daß unverfälschter glaube mich vom unflath mache rein, Und dein Geift, die reine taus be, Nehm mein berg zur wob nung ein. Laß mich fiets in buffe Fåmpfen, und die bösen lüfte dåm pfen, Auch die neue creatur Beis ge mir die feuschheits- fpur. 10. Hilf, daß satan nicht befi ke Mich als sein unreines baus, Noch mit seiner glut erhige, 12.Fasse mich mit deiner liebe, Und vermähle dich mit mir, Lag mein her mit feufchem triebe Seyn erfüllet für und für: Meis ne finnen und gedancken Halte stets in jucht und schrancken. Deine leusche liebes- glut Ift fiets für verführung gut. 13. Hilf, daß ich an deinem lefs be, O mein auserwehltes licht, Stets ein reines glied verbleibe: Ach! verhüte, daß ich nicht Durch verführische geberden Mög ein glied des satans werden; Laß mich seyn ein rein gefäß, Deiner herrlichkeit gemäß. 14. Mache mich jur saubern bütte, Da du flets gehst aus und ein, Und hilf, daß ich nicht vers schütte Deiner gaben glank und schein; Laß mich ia diß nicht ver. lieren, Womit du mich wollen zieren; Laß mich dir zum preis al lein Dein verschloßner garte seyn. 15. Laß mich zucht und feuich, beit 38 5 Von der Mäßigkeit und Renschheit 466 heit scheiden Von unsaubrer gei. fter schaar, Wie auch von unreis nen heiden. Seße du mich gang und gar Dir zum festen pfand und fiegel, Sey mir ein verwahr, ter riegel: Laß mich), als dein lies bes- schrein, Keinem, als dir, offen feyn. 16 Mach in keuscher glaubens. freue mich dir gånglich ange: nehm, Daß mich nicht, als foth, ausspeye Dort dein neu Jerusalem. Diese thore, diese gaffen Können nichts unreines fassen: Wer den pallast wil besehn, Der muß weiß gekleidet gehn.. 17. Hilf, daß ich dir mdg an hangen, Als ein geift, ein herk, ein leib, Auch gang innig dich umfangen, Und dir stets vereinigt bleib; Ja, recht brünſtig dir nach laufe, Weil schon in der heilgen faufe Du zu wahrer heiligkeit Mich gewaschen und geweiht. 18. Weil du meinen leib wilt ehren, Daß er dir ein tempel sey, Und den gånglich wilt verheeren, Der denselben bricht entzwen: Also sey, was du geehret, Nie durch unfeuschheit verföret: Al les, alles bleibe rein, Was dir sol ein tempel feyn. 19. Nun, mein liebster, der du weideft Unter rofen reiner zucht, Reine geilheitsneffein leideßt, Dein fuß reine lippen sucht, Du folt fiets für andern allen Meis nen augen wohlgefallen: Las denn auch ben mir nichts ein, Was dir könte widrig seyn. 20. Du hast dich mit mir ver måhlet: Dein Geist ist mein une terpfand: Auch ich habe dich ers wehlet, Und mit herken, mund und hand Meine treue bir ge schworen, Dich allein hab ich ers foren: Es wiff' alle creatur, JE fum, JEsum lieb ich nur. 21. Keuscher JEsu, hoch von adel, Unbeflecktes GOttes, Lam, Züchtig, heilig, ohne tabel. Du mein reiner bräutigam, O du crone keuscher jugend, Du lieb haber reiner tugend, Laß mein end und anfang seyn: JEsum lieb ich ganz allein. 470. Mel. Die Tugend wird. Verliebtes luft fpiel reiner feelen, Immanuel, voll licht und lieb, Der du dich denen wilst vermählen, Die folgen deines Geiftes trieb, Wie gerne möcht ich auch im reihen Der reineffen jungfrauen stehn, Mich aller an dern lieb verzeihen, Nur dir, dem Lamme, nachzugehn. S 2. Du forderst nur ein reines herge, Wer aber schafft und gibt es mir? Daß es, wie eine lichte Ferße, In liebes luft brenn stets nach dir. Ich weiß, bier Fan kein menfche taugen, Es sey denn, daß du weisheit schenckft, Und uns mit deines geistes augen Za reiner tuft und liebe lendst. 3. Diß if die cur für Adams. schaden; Lieb ist die beste argenen. Gibst Sis Gibst du uns GOttes lieb aus gnaden, So weiß ich, daß man ficher sey Vor aller falschen liebe Fräften, Die nur auf sind und schande geht, Und vor des feindes mord geschäften, So das noch jarte leben tödt't. 4. Geuß diesen balfam in mein leben, Durchdring mit deines feners Fraft Mein innerstes, mir lieb zu geben, Die alles todte werck ausschafft, Verzehrt die fucht der argen lufte, Und in ein göttlich licht ausbricht. D, wer Die reine liebe wüsste, Der würd' nach andrer hungern nicht. 5. Greiffst du die angeborne feuche nicht an der tiefften wur kel an, So bleibts, daß sie im fin, fern schleiche, Und hinters licht fich stecken kan. Das zartste GOt tes liebs bewegen Wird unver merdt ins fleisch geführt, Wo nicht des Geistes stardes regen Uns zum gebet und wachen rührt. der Gläubigen. " 6. Was kan uns der gefahr entnehmen, Als die par lautre Geistes lieb? Wil fich das hert hierzu bequemen, So fühlt es einen höhern trieb, Der führet den gefangnen willen Zu dem ges nuß der freuden ein, Und kan die luft so reichlich stillen, Das fleisch dafür muß eckel feyn. 7. Wenn du, mein GOtt, kein bild lässt flehen Im herzen nes ben deinem bild, Comuß der eit le finn vergehen, Weil GOtt den gangen menschen füßt. Da wird 467 tief nach dem schak gegraben, Die perl forgfältig beygelegt: Kein thier kan folches Fleinod haben, Das GOttes braut zur lieb bewegt. 8.Wird JEsus lieb zum grund gefeget, I er der eckstein von dem bau, Wer ist, der diesen grund verleget, Daß man ihn nicht stets wachsen schau? Bey reigung und gelegenheiten Wird er die cron vom kenschen kampf, Weil diese son die eitelkeiten Vers treibt so schnell, als einen dampf. 9. So triumphiret GOttes les ben noch in dem leib der fierblich Feit. Kein kleinod würde sonst ges geben, Wår nicht der feind noch an der seit. Wo bliebe sonst die kunst im fiegen, Wie hielt man im gebet so an, Wenn nicht auch bey dem blut'gen kriegen Der liebess eifer siegen fan? 10. Die kleine müh, das Furke streiten Bringt unaussprechlich füffe rub. Die tiefften GOttes heimlichkeiten Aus Zion fliessen denen zu, So aller dinge sich ents halten, Auch nicht das zartsie rühren an. Låsst man den braut. gam felber walten, Eo sieht man, was die liebe fan. 11. Die liebe erönt des Lamms jungfrauen, Und führt sie vor des Vaters thron, Den nur ein reis nes herg darf schauen: Die lie be wird der keuschheit lohn. O! wernur JEsus lieb' befizet, Hat gnug und über gnug an ihr: Wen feine 468 Don der Mäßigkeit und Keuschheit feine brunst ohn end erhitzet, Der verwandt, Wird wahrlich gar ohn wird ergebet bort und hier. 471. alles scherten Ein' jungfrau selbst und feusch genannt, Sie kommt nicht hin, Wo nicht der finn Ift abgesondert von der luft, Die Mel. Entfernet euch ihr m. Uch auf, du Geist der trey, enjengen, Der vor bezeugt den lautern finn Der feelen, die gang JEfu eigen, und sich stets Schwingen zu ihm hin, Bring an Das licht, Verhalt uns nicht Der jungfrauschaft vortreflichkeit, Ur. sprung, unschuld und ehren kleid. 2. Sie ist des höchften theure gabe, Nicht Evå findern ange erbt, Sie ist viel eine beffre haa. be is die natur, die so verderbt; Dean Christus gibt Dem, der sie liebt, Daß ihm, dem reinen Jungfrau Sohn, Das her sey gleich, das er bewohn. ¡ 3. Sie ist vom föniglichem adel, Weil sie aus GOttes Geist ge born, Und als ein lamm, so oh ne tadel, Zum opfer von GOtt auserkorn, Und fein gebot, noch einge noth 3wingt sie in den enthaltungs- stand, Dem nichts als freyheit ist bekant. 4. Wird hoher stand durch föhn' und töchter Mit grossem namen fortgeführt; So ist die alles boch viel schlechter, Ais was. verschnittenen gebührt, Auch En.. gel feyn Selbstjungfräulein, Ja unsers Hohenpriesters braut Wird ihm als jungfrau nur ver. traut. 5. Die weisheit, so mit Got tes hergen Um allernächsten ist 6. Sie hilft den frömmsten Gottes findern, Die keusch, wie Jofeph, blieben seyn, Das creuß, so unvermeidlich, mindern, Seßt fie darnach zu berren ein. Da Ruben hatDurch seine that, Das recht der erst geburt verderbt, Hats Rabels keuscher sohn er erbt. 7. Ja GOtt thun jungfraun so gefallen, Daß er sie, als ein koste bar gut, Zählt und erkauft aus andern allen Zu erfilingen mit feinem blot, Jhm und dem lamm, Aus iebem stamm 3wolf tausend, die dem Lamm nachgehn, Als unbefleckt vor ihm zu stehn. 8. Die finds, so hier zu seinen füssen Sich sehen und entzündet find, In feiner liebe nur zu wissen, Wie man sich gang mit ihm ver bindt Fm liebes feil, zu grossem beil. Wie hat GOtt diese leut so lieb, Sprach Moses schon aus. GOttes trieb.. 4 9. Sieb, welch ein schmuck, barinnen prangen Des Königs töchter innenwärts, Die bloß an JEfu hertzen hangen, Und opfern ihm ihr ganges herk. Es ist der geift, Der fich entreifft Von ab lem, was nicht JEfus ift, Bis er sich selbst aus lieb vergifft. 10. Dig der Gläubigen. 10. Diß ist fößlich und fein zu Heiffen, Stets unverhindert, un verrückt, und so, daß man nicht abzureissen, Dem HErren die nen seyn bestrickt In seinem net, Daß er ergeß In feligster gefans genschaft Das hert mit unschuld, lieb und fraft. 11. Nur Chrifti feyn bringt Chrifti leiden, Ein's andern seyn bringt seines mit, Erwehl nun eines unter beyden, Sols ia fo fepn, nimms schlimfte nit. Von forgen frey, Und flets getreu Dem HErren dienen ist ia leicht, wenn fremdes joch nicht niederbeugt. 12. Die zeit ist furt, der abend kommet, Da man sich auf den fab bath freut, er flug ist, schafft, was ewig frommet, Macht fener, abend in der zeit, Schmückt sich aufs best Zum hochzeit- fest Rauft Sie ein mit guter rub, Und richt't Die lampen Flüglich zu. 13. Ach aber, wo ist die zu fins den, Der so wohl ist ins HErren haus, Daß sie sich nicht lässt übers winden Durch eigennug zu gehen draus, Liebtihn so fest, Daß fie ihr lässt Das ohr durchborn ans lebens- thür, Und dienet ihm dann für und für? 14. So lehrt die schrift, und wird bezeuget Vom Geiste, daß Geist wahrheit sey, Wer unter dieses joch fich beuget, Den macht die wahrheit völlig frey; Die niemand zwingt, Noch darauf bringt, Ob war die ehe nicht er 469 laubt, Denn Paulus selbst nicht so geglaubt. 15. Das krånglein lieb, halts nicht für eigen, Bewahrs als eir ne GOttes- gab; Mit keuschheit, demuth und stillschweigen Die wahre lieb zum nächsten hab: Denn müßig gehn, Und sich auf blehn, Berdirbt den schatz; gewig sey des. Wers faffen mag der faffe es. 472. el. un lafft uns den leib. Eg lust, du unlust bolle feuch, Du pest der feelen von mir weich! Du GOttes liebe nimm mich ein, Uad laß mich deis nen tempel seyn. 2. Treib aus, was mich macht frech und wild, Ergång in mir der Gottheit bild, Daß ich mit herkens- reinigkeit Nur dich zu lieben sey bereit. 3. Laß mich bedenden iene lieb, Die Gottes Sohn zum tod selbst trieb, Daß ihm zu lieb, mein fleisch ich baß, Nichts, was er hast, mich lüften laß. 4. Und warum folt unreine Luft mir nicht auch bleiben uns bewusst? Indem ihr end ein elend beisst, Das endlich ab zur Höllen reisst. 5. Ein augenblick, der hier ers geßt, Geschwind in ewig trau ren setzt: Drum heilige mir berk und finn, O JEfu, jeuch mich zu dir hin. 6. Schaff in mir, GOtt, ein reines Bom Rampf und Siege 470 reines berg, Daß ich den himmel nicht verscherg, Erneure meinen geist, und gib, Daß ich, was bros ben ist, nur lieb. 7. Bis daß ich komme zu der XXXVI, Vom Kampf und Siege der Gläubigen. 473. Big fagen, Was ich begehr, so ifts Mel. Hier legt mein finn, fer noth: Der loſet mich von dies Q CH HErr, du wollst die wehmuth ftillen, und mich mit deinem troft erfüllen, Wenn sich in mir die schlange regt, und lauter noth vor augen legt. 2. So wahr als du im himmel lebeft, Und über deinem throne schwebest; So wahr bin ich dein trautes kind, Das du in deiner lieb entzündt. luft, Die feinem bergen noch bes wusst, Wo nichts unreines, eitel rein, Gank heilig und gerecht wird seyn. 474. Mel. Machs mit mir GOtt. 3. Daher ist es mir gar zu ſchmerzlich, Daß, wenn ich dich Auf chriften mensch, auf, auf auch noch so herzlich Gern lieben wil, der finden wust Mir stdh, ret diese liebes luft. streit, Auf, zum überwinden! In dieser welt, in dieser zeit Ift keine ruh zu finden. Wer nicht wil streiten, trägt die cron Des ewgen lebens nicht davon. 4. Ich hasse wahrlich alle fun den, Doch muß ich noch dabey empfinden, Daß sich mein herk oft dazu neigt, So mich nur zum verderben beugt. 5. Es quålt mich so das ferfen, stechen: Die schiange wil gern unterbrechen Die liebes- luft, das presset mir Die bittre klagen so herfür. 7. Ach ia, du wolft den geist entbinden, Und diesen schweren leib der fünden Zernichten, ſo werd engel- rein Bey dir, mein liebster JEsu, seyn. 8. Doch gib mir nur geduld im kämpfen, und hilf die böse reaung dämpfen, So warte gerne auf die zeit, Die du gesetzt zur feligkeit. 2. Der teufel kommt mit seiner lift, Die welt mit pracht und pran ..gen, Das fleisch mit wohluft, wo du bist. Zu fällen dich und fangen: Streitft du nicht wie ein tapfrer held, So bist du hin, und schon gefällt. 3. Gedencke, daß du zu der fahn Deins feld herrn hast ge schworen: Dend ferner, daß du 9 als 6. Ich fan es fast nicht mehr ertragen, Und soll ichs offenher der Gläubigen. als ein mann 3um streit bist aus. erforen: Ja, dende, daß ohn streit und fieg Nie keiner jum tri umph aufstieg. 4. Wie schmählich, ifts, wenn ein foldat Dem feind den rücken Fehret? Wie schåndlich, wenn er feine statt Verlässt, und sich nicht wehret? Wie spottisch, wenn er noch mit fleiß Uus zagheit wird dem feind zum preis? 5. Bind' an, der teufel ift bald hin, Die welt wird leicht veria, get, Das fleisch muß endlich aus dem finn, Wie sehr dichs immer plaget. Dewge schande, wenn ein held Vor diesen dreyen buben fällt. 6. Wer überwindt, und Frigt den raum Der feinde, so vermess fen, Der wird im paradies vom baum Des ew'gen lebens essen. Mer überwindt, den fol kein leid Noch tod berührn in ewigkeit. 7. Ber überwindt und seinen Lauf Mit ehren fan vollenden, Dem wird der HErr alsbald dar auf Verborgnes Manna senden, Ihm geben einen weissen stein, Und einen neuen namen drein. 8. Wer überwindt, bekommt gewalt, Wie Christus, ju regi ren, Mit macht die völcker man nigfalt In einer schnur zu führen. Ber überwindt, bekommt vom HErrnZum feld panier den mor: genstern. 9. Wer überwindt, fol ewig nicht Aus GOttes tempel gehen, 471 Vielmehr drin, wie ein englisch licht, und güldne saute stehen: Der name Gottes unsers HErrn Sol leuchten von ihm weit und fern. 10. Wer überwindt, fol auf dem thron Mit Chriflo JEfu fi gent, Gol glången wie ein GOts tes sohn, Und wie die sonne blis ken: Ja, ewig herrschen und res girn, Und immerdar den himmel ziern. 11. So fireit denn wohl, fireit keck und fühn, Daß du mögst überwinden, Streng an die kraf te, muth und sinn, Daß du dig gut mögst finden. Wer nicht wil streiten um die cron, Bleibt ewige lich in spott und hohn. 475. n. Meine boffnung fiehet. uf, ihr dhriften, Chriſtiglies der, Die ihr noch hängt an mannt euch wieder, Eh ihr wer. dem haupt! Auf, wacht auf, ers det hingeraubt. Satan beur An den streit Chrifto und der chris fenheit. 2. Auf, folgt Christo, eurem arm. Liegt der satan gleich zu fel. helde, Trauet seinem ftarcken de Mit dem gangen hollens schwarm: Sind doch der Noch viel mehr, Die da stets sind um uns her. 3. Nur auf Christi blut gewas get Mit gebet und wachsamfeit: Dieses machet unverzaget, Und recht tapfre friegesileut. Chrifti blus 472 blut Gibt uns muth Wider alle teufels brut. 4. Chrifti heeres creukes fah. ne, So da weiß und roth ge. sprengt, Ift schon auf dem sieges plane, Uns zum trofte ausge, bengt: Wer hie Friegt, Nie ers liegt, Sondern unterm creuße fiegt. 5. Diesen sieg hat auch empfun, den Vieler heilgen starcker muth, Da sie haben überwunden Frd. lich durch des Lammes blut. Sol ten wir Denn alhier Auch nicht streiten mit begier? Dom Rampfund Siege • In der zeit und ewigkeit, Und den finden sich ergibet, Der hat we nig luft zum streit: Denn die nacht, Satans macht, hat ihn in den schlaf gebracht. 7. Aber wen die weisheit leh ret, Was die freyheit für ein theil, Dessen herk zu GOtt sich Febret, Geinem allerhöchtten heil, Sucht allein Obne schein Chrifti freyer fnecht zu seyn. 8. Denn vergnügt auch wol das leben, So der frenheit man: geln muß? Wer sich GOtt nicht gang ergeben, hat nur müh, angst und verbruß: Der, der Frigt Recht vergnügt, Wer sein teben selbst besiegt. 9. Drum auf, lafft uns übers winden In dem blute JESU Chrift, Und an unsre ftirne bin den Sein wort, fo ein jeugniß ist, Das uns deckt, und erweckt, Und nach GOttes liebe schmeckt. 10. Unser leben sey verborgen Mit Chrifto in GOtt allein, Auf daß wir an ienem morgen Mit ihm offenbar auch seyn, Da das leid Dieser zeit Werden wird zu lauter freud. II. Da GOtt feinen treuen fnechten Geben wird den gnaden. lohn, Und die hütten der gerech ten Stimmen an den sieges ton: Da fürwahr GOttes schaar Ihn wird loben immerbar. 476. Mel. Wie lange schlagt ihr. ruf, den, Auf, auf und faffe fri schen muth, Baß furcht und za gen dich nicht binden, Schau, wie das Lamm mit seinem blut Co brünstig an dein herke dringt, Da es aus ewigen erbarmen, Nur dich, o feele, in umarmen, Selbst in des todes rachen springt. 2. Es ruft der neift: wer übers windet, Sol weiß gefleidet eins her gebn, Wer dieses fest ins hers ke bindet. Sol in dem buch des lebens ftehn. Ich mache vor der engel- schaar, Ja vor des Vaters ehren throne, Wo ich, als übers winder, wohne, Desselben namen offenbar. 3. Ich mercke wohl, o mein ers barmer, Daß meinethalben diß erflingt, Wie aber kommt ein folcher armer, Den nichts als lau ter tod umringt, 3u solcher intere wine der Gläubigen. windungs- kraft, Die so durch al le machten dringet, Bis sie den legten feind bezwinget? Woher wird solcher muth geschafft? 4. Es sprichts der Geist, drum wird sein sprechen Ja mir auch geist und leben seyn. Diß wird die schwierigkeit durchbrechen, Dringts nur durchs phr ins herk hinein. Es ist dein Geift, o sieges fürft, Durch den du satanam ge banden, Tod, sünd und hölle überwuuden, Durch den du in uns fiegen wirst. 5. Wohlan, ich schicke mich zu fireiten, Weil dieser Fraft und lebens- Geifl Mich selbsten darzu wil bereiten, und darum über winden heifft. Ich weiß, du wirst, olebens quell, Schon allen tod in mir bezwingen, Die lofung fol forthin erklingen: Hier ist, hier ist Immanuel! 6 6. Darneben laß mich wohl er. Fennen, Wenn nun der sehr ver fchmißte feind, Mich wiederum von dir zu trennen, Bol in ge ftalt des lichts erscheint, Daer, nach seiner schlangen lift, Japft in unvermercten dingen, Den fee len- gift weiß beyzubringen, Wen man nicht stets in waffen ist. 7. An dir nur unverrückt zu bleiben, Laß zum gebet und wach famkeit Mich deinen Geist bestån, dig treiben, Verleid' mir trågs und sicherheit; So wird bey sol chem krieges schweiß Mein geist das fleinod schon erblicken, So 473 mich dort ewig wird erquicken Bey dir im schönen paradeis. 477. Mel. O wie felig find die. pfe Auf! die furcht vor mens Auf! versagter geist, und kame schen dämpfe Jn des Königs hel den blut. Herrlich siegt, wer taa pfer streitet: Dort find cronen zus bereitet: Christi schmach bringts höchste gut. Heisst auf leidens flucht sich ges 2. Menschen zu gefallen leben, ben, und in creußes feindschaft stehn: Menschen freundschaft kan nicht retten, Wenn GOLE leib und feel wird tddten, Und vere jagte untergehn. schande. Himmels, pracht sind 3. Christum kennen, ist nicht spott und bande Denen, die dem Lamm nachziehn: Ruhm genug, wenn GOtt uns ehret, Und zur Königs- braut begehret, Drum wec wolt verfolgung fliehn. fern feinden, Gras und fraut den 4. Stroh und heu gleicht uns eitlen freuden, Beyde werden bald verheert: Wenn des höchsten feuer fauset, Wenn sein eiferss strom erbrauset, If ihr grimm und gunst verzehrt. 5. Drum, wohl auf, du welke monarche, Zeig uns beiner alle macht arche, und bring unfern Geist zurruh. Durch dich muß zu fuß uns fallen, Was erst mord und wuth ließ schallen: Schende muth und fraft baju. 6. Eaß 474 6. Laß uns heldenmüthig rin gen, und in zions pforten dringen Durch viel schmach und hohn der welt: Lehre uns ein schauspiel werden, und ein narr zu seyn auf erden, Bring uns nur ins fter nenzelt. Dom Rampf und Siege 478. M. Komt feyd gefafft zum. As leben unsers königs fiegt, Und hat sich durch den tod geschwungen: Bie höchst erfreu. lich ists, baß es so wohl gelungen, Und daß der drachen, kopf Vor feinen füffen liegt? 2. Nun kan ich nicht mehr trau, rig seyn, Beil der beherrscher aller schmerzen, Das wort, mir nabe ist in meinem mund und bergen, Und dringt als sieger auch In meine Fräfte ein. 3. Was gråmt und fümmert man sich doch, Daß fatans fraft sich bey uns findet? Ist der nicht auch in uns, der seine regung bindet, Dein Jofua, dein fürft, Und überwindet noch? 4. Sein sieg ist noch nicht gang grendt, Er lämpft und siegt in uns ferm geifte, Die helde kraft, die er in dieser welt beweis'te, Die ruhet 6 4 26 nicht, bis er Die feinigen vollende 5. Wenn ihm nun alles unters liegt, Da solt du dein triumphs lied singen, Und solt mit freuden dich durch alle himmel schwin gen, Weil auch der letzte feind, Der tod, wird seyn besiegt. 6. Nur frisch im glauben fort gekämpft, Wenn sich die schlange dir und nur getroft den fuß auf ihrem kopf bemeget, So wird ihr schnddes gift Durch folchen muth gedämpft. 7. Inzwischen nimmt das le ben zu, Und grünt gar lieblich durch die kräfte, Der herbe sturm und fireit bewegt die lebens- fäfte, und wirdet mit zur frucht Der füffen fabbaths- ruh. 8. Du GOtt durchdringst die erde gang, Daß sie die ranhig feit verlieret, Und man gar füffe Fraft in ihren früchten spüret, Weil unser erdreich fühlt Des bimmels reinen glang. 9. Gelobt sen GOtt schon in der zeit, Der uns die freude hat gegeben, Daß, wenn man in fich spürt die kraft des todes leben, man auch im glauben fühlt Des lebens tapferkeit. 479. 6 5 78 66 6 5% #E T! BILIS ? 6 66 766666 #ES 6x65 54% 611 5* 主播 der Gläubigen. 0 EHHEIM 6* 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 6 66 MUHTITE 項目 66 Er glaube siegt, und bricht durch alle schwierigkeiten: Wenn er fich feftiglich an seinen David hält, Der selbst den Go liath schon längsten hat gefäut, So wil er ihm auch hier diepal men forbereiten. It man nur unverzagt, und faffet frischen muth, So überwindet man in unsers lammes blut, Dem sünde, bil und tod schon zu den füssen liegt: Der glaube fiegt. ņ 6 5 73 76 4% 7* 5 6 66.6 475 6567 66 2. Der glaube fiegt: wenn uns fer Jonathan selbst fireitet, So folget leichtlich auch fein waffens fråger nach: Er übt mitt apferm muth an feinen feinden yach; Der sieg ist dann schonde, die crone wird erbeutet, Wewa er nur uns verrückt auf seinen führer fieht, So weicht der höllen schwarm, Das heer der feirade flicht, Das vor so graufa mlich sein armes herk bekriegt: Der glaube fiegt. 3. Der 476 Dom Kampf und Siege 3. Der glaube fiegt, wenn man mit Chrifti waffen kämpfet, Mit liebe, heiligkeit, mit beten und geduld. Er macht vom flache fren, Bon strafe und von schuld. Es wird der fünden macht und herrschaft bald gedämpfet, Wenn man in Chrifti fraft sich auf den Fampf plag wagt, Und einen erns ften streit der falschen lust ansagt: Unmdglich ist es, daß die allmacht felbst erliegt: Der glaube fiegt. des Lammes werden Ein opfer, das geheiligt dir, Erkauft sey von der laft der erden. Hast du uns nicht von feindes hand erlöst? Bie fommts, daß uns nicht die fe hilfe tröft't? Der drache tobt und herrschte in dem sinn, Durch stolk zur hön und mit zu reissen hin. 2. Wir waren wie verirrte schaf, Die tod und höll in sich verschlungen: Des feindes pfeil die hergen traf, Der schlangen gift hatt' uns durchbrungen: 3. Mit diesen feinden hatte sich Das fleisch in uns zum fieg vereis net: Diehdule hatt' uns durftige lich zu halten immerdar vermei net, Da lagen wir, erfanten uns selbst nicht, noch die gefahr, ver düstert ohne licht. 4.Der glaube fiegt, wenn man des creußes fähnlein führet, Und bis aufs blut sich in den schönen Fampf eingibt, Wenn man bis in den tod sein leben selbst nicht liebt, und in dem hårtsten Kraus Die boffnung nicht verlieret. Wie unfer sieges fürft durch leiben überwandt, So wird sein edler fieg den seinen auch bekant. Un möglich ist es, daß die wahrheit uns betriegt: Der glaube siegt. 480. Mel. Preis, lob, chr, ruhm. Ein HErr, vor Doir hier, une villent but seblang anläuft eit ihren truar 4. Nun offenbar dich, JEsu, bald, Daß in uns werd dein werd vollendet, wie da ehmals in knechts geffalt Von uns haft fluch und tod gewendet: Bestraf, ser trit, und treib den feind hinaus, Befreye gang von ihm dein tem pel haus. 5. Ach, HErr des lebens, auffre dich mit voller stårcke in den dei nen, Die tag und nacht schrevn ängstiglich, Bis du, als retter, wirft erscheinen. Wir halten an, bis daß bein ia wort kömmt, Den gangen sieg und durchbruch uns bestimmt. lich glatten worten? Wie oft fie die bestürmung häuft, Und mans chen schon ist mächtig worden? Laß bein gericht nun über fie fort gehn, Daß sie sich gang muß aus gestoffen sehn. 7. O, daß wir unser leben nicht Lieb hätten, auch bis in das sier ben! O, daß der kampfschon wit verricht't, Im blut des Lamms, von seinen erben! Du berkog, führ der Gläubigen. fuhr doch aus den schweren krieg, Wir glauben, daß in dir nichts ist als fieg. 8. Nun müffe beil und macht und kraft Dir GOtt und deinem Chriftus werden, Der den aus deinen himmeln schafft; Couns, und deiner weide heerden Ver Flagt vor dir. HErr, råche deine freund, Die dir den ruhm ju ge, ben sind gemeint. 9. Halt uns bey dir, bis daß uns mag Dein Geist mit gröff'rer Fraft durchziehen: Der blut'ge tampf das leben wag, Gank aus der eigenheit zu fliehen, zu stehn vor dir entblößt, rein, arm und frey, Daß nichts dem feind da zu betaflen sey. 10. So gehn wir durch die en ge thür, Die du vor uns wolft 68 477 offen geben, Zu dringen mit ge walt zu dir, Geniessend das erld fungs leben, So uns bey Gott ins heiligthumes fladt Melchi fedech im blut erfunden hat. 11. Ja, amen, JEsu, trener jeug', er dürft't, der glaubt, wer glaubt, der nimmet, er nimmt der hat das freudenreich, Weil die geschmückte lampe glims met, Eo gehn wir ein ins braut's gams hochzeit- haus. Da ift die lieb', bie theilt nur liebe aus. 2 676 12. Noch eins, HErr, bitten wir von dir, Daf, wenn der sieg ist ausgeboren, Der arg uns boch nicht mehr berühr, Und ewig hab sein recht verloren. Nach sol chem sieg fol dein volck williglich Im heitgen schmuck dir opfern ewiglich. 481. 66 0 66 6 6666 H13 5 3% 65 43% Die 478 Dom Kampf und Siege mulkdi 6 5 66 6 Je tugend wird durchs Das kan sie nicht seyn: Wenn fie aucht oftmals wird betrübet, So merct man gar nicht ihren schein. Sie muß im creng die stårce seigen, Die sie verborgen in sich at, Daß fie den könne unterbeu. gen, Der ihr nachstellet früh und fpat. fommen, wenn sie im firelt gei bet der weg, den alle frommen Erwehlen: wer sich felbft vergist, Und eilet zu den ewigkeiten, Wird durch des Ba ters hand geführt, Der ihn durchs creuk sucht zu bereiten, Eh'er ihn mit der crone ziert. 5. Denn GOtt hat uns nicht führen wollen Durch einen weg voll zärtlichkeit, Darauf wir em sig laufen sollen In der so furgen pilgrims zeit Zum leben, das da ewig währet, Wo fireit nad fampf entfernet ist, und wo man recht die rub erfähret In Gott, der alles leid verfüfft. 6. Darum, wen GOTT zum Find erflåret, Der hat am fatan einen feind, mit dem fein tampf fiets wird vermehret, Meil ers gewiß mit ernfte meint. Er blåf't ihm durch sein giftig hauchen Oft lüfte mancher lafter ein, Und weiß sich grosser lift zu brauchen, Daß er mög überwinder seyn. 2. Wer folte ohne kampf wol fiegen? Die tapferkeit fan nicht beftehn, Wenn man nicht wil zu felde liegen, und einen ernfien ftreit angehn. Der feind ist, wenn GOtt fraft verliehen, Flugs da, der ihr sich widersetzt: Da sol man ia den schlaf recht fliehen, Benn fatans heer die schwerter wekt. 7 3. 3war druckt den palmbaum wol zur erben Gar oft ein cent ner schwer gewicht, Der doch nicht unterdrückt fan werden, Er stehet wieder aufgericht: So wird die funend auch gebrücket, Daß fie fast als in zügen liegt, Bald aber wird die starck erblis det, Mena fie mit macht den feind besiegt. 4. Sie tan su hohen Stufen 65 43 7. Denn wie GOtt aufwärts führt zum leben, So führt der feind jum untergang; Er sucht mit grimm su widerstreben, und macht dem armen menschen bang; bang: Er wil, den muth darnie, ber schlagen, Drum nagt er al les was er fan, Und låsset nicht bald ab zu plagen, Zu fällen ihn auf rechter bahn. 8. Doch, wie er viel geschla, gen nieder, So wird er auch gar oft besiegt, Wenn man ermannt die matten glieder In GOtt, und tapfer ihn bekriegt. Der glaube muß ihm widerstehen, und hat in ich die GOttes macht, Der sa fan muß vor ihm bald gehen, Wenn man sich wachend nimmt in acht. 9. DJEsu, der du mir erwor zen Hell, fraft und leben durch der Gläubigen. K 6 66 MU 482 puunduuNTE 65. 43 6 65 479 den tod, Da du am creuges stamm gestorben, Nach ausges ftandner vieler noth, Komm mit zu hilf, und schaffe leben In mir, und Bürge meinen feind, Der über mich sich wil erheben, Wenn mir dein licht nicht helle scheint. 10. Fliff immer in mich neue Fräfte, Damit ich hang an deis ner brust, Und tddt' in mir all mein geschäfte, Dein frieve bleib mir nur bewufft. Stård on, mein held, mir selbft den glauben, Und zeuch mein ang auf dich nur hin, So wird mich wol der feinb nicht rauben, Weil du in mir, ich in dir bin. 65 4:38 0 665 5/438 TRIGE 6665 45-4-36 TIN T 686 65 6 6 98 66 43 66 665 5:43. FIT 564 TE Du Bom Kampf und Siege 480 De U bist ia, JEsu, meine freu. Berg betrübt? Kan denn die freud auch bey dem leide Seyn in dem hergen, das dich liebt? Ach ia, mein JEsu, wenn ich übe Mein Berk in deiner füffen liebe, Eo zeigt sich solche freud oft an, Die teine jung ausſprechen lan. 2. Beil aber noch nicht gant gedämpfet In mir mein böses fleisch und blut, Und noch der geift dawider kämpfet, Wird oft dadurch gefrånckt der muth. Drum leg' ich mich vor dir mit flehen, Mein heil, laß hilfe mir geschehen, und stårcke mich in diefem freit, Daß ich mög über winden weit. 3. Du hast, o helb, ia überwun, Den, Gib mir auch überwin dungs fraft, Und laß mich in den fampfes funden Erfahren, was dein leiden schafft, Dadurch du alles haft besieget, Daß unter Deinen füffen lieget Belt, funde, teufel, höll und ted: Nun mach fie auch an mir zu spott. 6 4. Ich trau allein auf deine wort verspricht: Es jagt, daß nichts den deinen schade, Beils nie an deiner kraft gebricht. Nun hast du mich ia angenommen, Als ich bin flehend zu dir kommen: Es hats mein herk ia wol ge spürt, Als es dein gnaden, blick gerührt. 5. Weil ich denn nun an deis nem leibe Ein glied, wiewol un würdig, bin, So gib, daß ich fiets in dir bleibe, und in mir habe deinen finn. Laß mich nicht an dre helfer suchen, Laß falsche li ste mich verfluchen, Besitze du mein hertz allein, Dein leben laß mein leben seyn. 6. Gib, daß ich mich in die flets freue, Weil dein hert mich beständig liebt; Doch auch dabey Fein leiden scheue, Als welches meinen glauben übt, und macht, daß ich viel flårder ringe, Und immer näher in dich dringe, Bis endlich nach besiegter pein, In mir wird lauter freude seyn. 4-83. (# 0 6 can ho m 6 der Gläubigen. sthumnambung 7.65 6 6 0 6 INGLE 10pm 2. Stärdet die hånde, ermun tert das herk, Trauet mit freus den dem ewigen GOtt: JEfus, die liebe, verfüffet den schmerß, Reisfet aus ångsten, aus jammer und noth. Ewig muß unsere see, le genesen In dem holdfeligsten freundlichen wefen. 3. Halte, o feele, im leiden fein fill, Slage die ruthe des Ba, ters nicht aus, Bitte und schöpfe aus göttlicher füll Kräfte zu fie gen im kampfe und straus. Flu then der trübsal verrauschen, ver gehen: JEfus, der freue, bleibt ewig dir sieben. 4. 3ion, wie lange haft du nun 4 Iner ift König, Immanuel geweint, Auf, und erhebe dein gebet die flucht: 3ion, hingegen fey innig vergnügt, Labe dein berge mit himmlischer frucht. Ewiges teben, unendlichen frie den, Freude die fülle hat er uns beschieden. ne der freuden erscheint Tausends mal heller, als du es geglaubt. JEfus der lebet, die liebe regi ret, Die zu den quellen des lebens dich führet. 5. Laufet nicht hin und her, eis let zur quell; JEfus der bittet: kommt alle zu mir. Gehet, wie lieblich, wie lauter und hell Fliefs sen die ströme des lebens alhier, Trindet ihr lieben und werdet erquicket: Hier ist erlösung für alles, was drücket. 6.Streitet nur unverzagt, seht auf die cron, Die euch der König des himmels anbeut: Selbstes Jehovah wird fiegern zum lohn, Bahrlich, biß Fleinod verlohnt fich ben streit Streitet nur unvers jagt, feht auf die erone: Selbsten Jehovah wird siegern zum lohne. 7. Herrliches lämmlein, da, da wird man fehe Eine gewaltige Riegende 482 fiegenbe schaar Deine unendliche hoheit erhöhn. Alles, was odem hat, ruft: Er ists gar. Gehet, wie cronen und thronen hinfallen. Hdret wie donnernde stimmen er, schallen. 8. Reichthum, kraft, weisheit, B6 Dom Kampf und Siege 7 6.* DIELLININGINE 7 6 667% 0 6 6 57 6 5 706 6 7 preis, stårcke, lob, ehr, Gott und dem Lam und dem heiligen Geifte Wenn ich da stünde, o wenn ich da war! Springet ihr banden, ihr feffel zerreißt. Amen, die liebe wird wahrlich erhören. Alles was in mir ist, lobe den HErren! 484. 67 665 5 436% 6 7 6. 5 66 76676% 76 4#Q 6 ET UNA Ribinde mich, mein GOtt, in Bon allen meinen banden, Bomit mein armer geift noch so gebunden ist: Mach atter feinde Hrid Und ticke gang zu schanden, Durch den, in welchem bu mein ginger retter bift: Zerbrich, zer fchlag, zerreiß, und mach mich Durch den Sohn. Zum recht ge freyeten, sonst komm ich um die cron. z.Ach GOlt, erst war ich recht: Ein sclave aller fünden; Doch dein erbarmen hat mich davon fren gemacht. Nun wollen sich aufs neu Gubtile stricke finden: Uch, so wird doch mein fuß zulegt ins garn gebracht. Bater, mach mich der Gläubigen. mich frey, siell mich auf weiten raum, Daß sich mein geist aus breit, als wie ein ceder baum. 3.Was sieht mich niederwärts, Daß ich nicht fan auffliegen? Was macht mich denn so matt in meinem chriften lauf? Ach, welch ein blengewicht Geh ich noch in mir liegen, Das drückt mich uns terwärts, und lässt mich nicht hinauf. O, woher frig ich fraft, von allen log zu seyn, So fren und los gemacht, als wie ein vögelein? 4. Ach, dieser todes leib Be fchwert die arme feele, Die bitte drückt den geist, der drin gebun, den liegt: D, wer macht mich doch frep aus dieser fünden höle, Daß mein verlangen luft und freyen zugang Frigt? Durchbre. cher, brich doch durch, und mach mich völlig frey, Daß mein geift nicht, wie ich, mehr so gefan, gen fey. 5. Ich weiß, ich liebe dich; Doch fol ichs recht bekennen, Noch lange nicht so viel als meine feet begehrt. Es ist noch was in mir, Ich fan es selbst nicht nen nen, Das öfters meinen geift in Deiner liebe stört. Ach fund' ich, denck ich oft, doch nur ein raumelein, Da ich gant unver, fört dich möchte liebend seyn. 6. Such ich die einsamkeit, Und mein es da zu finden, So mår es freplich gut, wenn ich da Pönt allein Mich gänglich von mir selbst und meiner taft entbin483 den, Daß ich auch ohne mich köns recht alleine seyn; Doch nun trag ich mit mir mein arges fleisch und blut, Das in der einfamkeit auch nimmer in mir ruht. 7.Gedancken plagen mich, lind eitle phantafeyen, Zerfireuung mancherley, die schwermath dee natur Die fommt noch wol dars zu: Ach, wer wird mich befreyen? Wer zeigt zur freyheit mir die rechte sichre spur? Ich armer, ach, wie lang sol ich gebunden feyn, Wenn schau ich durchs ge seg der vollen freyheit ein? 8.Die eigen liebe schleicht Sich oft in meine glieder, Und sidre durch ihren trieb mir dfters alle ruh. Diß schlägt die freudigkeit Der feelen mächtig nieder: Kaum that das hert sich auf, so schleuffe fichs wieder zu. Sol licht und finsterniß denn fiets im wechsel feyn? Wenn fommt mein volles licht und steter sonnen schein. 9. Ach, GOtt, entbinde mich Bon allen meinen banden, Und was mich noch subtil im fleisch ges fangen hålt. Ist das nicht schon genug, Wenn eines nur vorhans den, Das mich noch binden fan in diefer fünden welt? Sel ich gebunden seyn; so binde deine treu Mein armes berg, auf daß ich dein gefananer fey. 1 10.Men deine liebe bindt, f nicht ein fnecht der finden, Er bleibt in banden auch ein rechter freyer mann. Mein Abba, to. Dom Rampf und Siege 384 wil ich mich gerne lassen binden, Wenn ich dein freyes find auf ewig bleiben fan. Nur mach mich von mir frey, und von der argen welt, Daß meine eble feel ihr freyheits, recht behålt. 485. E M. Mein freund zerschmeltzt Rwürgtes Lamm, das die verwahrten fiegel Zu meinem heil und wahrem trofte brach, Mein glaube wirft auf iene zions, bügel Dir einen blick in heiffer fehnsucht nach. Du bist ia nun, D Lamm, erhöht, Was wunder, wenn mein geist auch oft in sprin. gen geht? 2. Der feinde heer ist von dir Eberwunden, Drum fehlt mirs nicht an überwindungs, Fraft: Nur schade, daß mein geist noch fo gebunden, Daß ich noch fråg in meiner pilgrimsschaft. Du gingst durchs creng zur freude ein, So! denn nicht auch das glied dem haupt vereinigt seyn? 3. Du holdes Lamm, was haft du nicht verheissen:( O worte, Die gewiß und ewig wahr!) Es fol kein wolf ein schäßlein mir ent reiffen, Es frumt fein feind den meinen nur ein haar. Ich schliess fe mich in diese zahl, In deine hole feit, in deine någel- mahl. 4. Roch mehr, wenn ich erhd het von der erden, Sa wil ich auch die meinen zu mir stehn, So fprach dein mund:( weg Fum mer und beschwerden) er wolte nicht zu dieser freystadt fliehn? Ich folge deinem liebes. zug, und lasse andern gern den eiteln selbst betrug. 5. Du frommes Lamm, das sich zu todt geblutet Vor meine fchuld am hohen creußes flamm, vermuthet? Wer ist dir gleich, Wer hatte doch dergleichen ie mein außerwehltes Lamm? Co oft mir eine aber schläat, Eep leben, gut und blut zu füsſen dir gelegt. 6. Doch aber darf ich meinem herten frauen? Vielleicht ist dig von mir zuviel gesagt. Ja, wolte ich auf meine ohnmacht schauen; So würde es wol nimmermehr gewagt: Nun aber fafft mein glaube an, Und hält die allmacht selbst, die alles schaffen fan. 7. Du treues Lamm, du, du wilft selbst verrichten In deinem volck das, was dein geift begehrt; Drum lässt der fireit sich auch gar leichte schlichten: Ich ich bin nichts, du aber alles werth. D treue, mache mic) dir treu! O liebe, liebe mich, daß ich auch brennend sey! 8. Mein ganges heil bleibt dir dena zugeschrieben, Du bist es gar, du GOTT und menschen. Sohn, Nur dein verdienft ift bloß mein troft geblieben. Ich nehm umsonst die mér erwerbne cron, Und also bleibet der be schluß: Daß mein erwürgtes Lamm mit alles werden muß. 486. 486. Pamuntoasin LETRIET 98 71 MA der Gläubigen. 66 66.98 65# 5 4 30 5 4 30 4% -10 335 11111+ 1 1 FAggregrinde Jalentin matten 52100 4 387 6 6 9855 626 6.98 6* 98 111 S loftet viel ein Chrift zu seyn, Und nach dem sinn des teinen Geiftes leben. Denn der natur geht es gar sauer ein, Sich immerdar in Chrifli tod zu geben, Und ist hier gleich ein Pampf wohl ausgericht't, Das machts noch nicht.:,:. 6 6 6 6 2. Man muß hier stets auf Schlangen gehn, Die ihren gift 485 6 6 1989 6 QUE 5 4 380 in unsre ferfen bringen: Da for stets müh, auf seiner but za fiehn, Daß nicht der gift kan in die feele bringen. Wenn mans versucht, fo fpürt man mit der Leit Die wichtigkeit.:,:. 3. Doch ist es wol der mühe werth, Wenn man mit ernst die herrlichkeit erweget, Die ewige lich ein solcher mensch erfährt, Dit 486 Der sich hier stets aufs himmlis fche geleget. Es hat wol müh, die gnabe aber macht, Daß mans nicht acht't.:,:. 4. Man fol ein Find des höch, ften seyn, Ein reiner glang, ein licht im grossen lichte. Wie wird der leib so starck, so hell und rein, Go herrlich seyn, so lieblich im gefichte! Dieweil ihn da die wesentliche pracht So schöne macht.:,:. 5. Dawird das kind den Ba ter fehn, Im schauen wird es ihn mit luft empfinden, Der lautre firem wird es da gang durch gehn, Und es mit Gott zu einem geift verbinden. Wer weiß, was da im geiste wird geschehn? Wer mags verstehn?::. 6. Da gibt sich ihm die weis Feit gang, Die es hier stets als Bom Bampf und Biege 6 HÙM 6 6 6 I mutter hat gespüret, Sie cronet es mit ihrem perlen frang, Und wird als braut der feelen zuges führet. Die heimlichkeit wird. da gang offenbar, Die in ihr war.:,:. 7. Mas GOtt geniesst, geniesst es auch, Was GOtt befißt, wird ihm in GOtt gegeben, Der hims met steht bereit ihm zum ge brauch: Wie lieblich wird es doch mit JEsu leben! Nichts hde her wird an fraft und würde seyn Nis GOtt allein.::. 8. Auf, auf mein geift, ermüde. nicht, Dich durch die macht der finsterniß zu reiffen. Was sorgest du, daß dirs an fraft gebricht? Bedencke, was für fraft uns GOtt verheiffen. Wie gut wird fichs doch nach der arbeit ruhn! Wie wohl wirds thun!:,:. 487. 770 66 6 670 6 65 4 87 64 32 5 6 5 7 40 Risch auf, verzagtes berk! Die aggett hintermärts: Es foste Birf durch den helden- muth, gut und blut. Laßlich nicht von allen der Gläubigen. allen feiten Schändlich deine feind erfireiten. 2. Der held wird nur bekant Durch blutgen krieg und fireit, Und das gelobte land, Die schöne ewigkeit, Ift ia werth, daß man brum fåmpfe, und mit ernst die feinde dämpfe. 3. Obgleich der trene GOtt Sein reich aus gnaden gibt; So ist doch sein gebot Un iedem, der ihn liebt, Daß er muß mit Chris fto leiden, Seiner feinde freund schaft meiden. 4. Darch manche helden that Bat Job den fieg erreicht. Der tapfre Paulus hat Nicht in die luft gestreicht: Und viel and'rer martrer siege Grünten nur durch blut'ge friege. 5. Der biener folgt dem HErrn Ja billig bis in tod. Die liebe leidet gern Auch iede creu, Bes noth. Liebe kan die pein ver, jagen: Chrifii laft ist leicht zu tragen. 6. Ich schau den gnaden lohn, Der sieges palmen glang, Die güldne ehren cron, Der herr. Hichkeiten frang, Und das weisse Fleid schon prangen, So ich werd von GOtt empfangen. $ 7. Mein JEsus wird den schweiß,( Wie denn mein Fries ges stand Mir oft macht bang und heiß,) Mit heilig schönster hand Gelbft mitleidend mir ab wischen, und sein troft wird mich erfrischen. 487 488, Mel. Freu dich sehr, o meine. Err, du HEr du berrfcher aller enden, He meine an, Die sich ist wil zu dir wenden, eil sonst niemand belfen fan. Das, was tief gebenget geht, Hast du ia noch nicht verschmåht: Drum fieh auch auf mich in gnas den, Der ich bin sehr hart be laden. den Den schon sonst gedruckten 2. Centner schwere lasten drue geift, Uab ich fühl auf meinem rücken Mehr, als was befchwer rung heifft. Hier dringt, ach! und dert fleigt, weh! Zu dir, bels fer, in die höh, Aus dem sehr bee Flemmten herken, Welches fühe let feine schmergen. 3. Denn bald wil die macht der fünden, Ob ich gleich im Tampfe bin, Meine feele übere winden, Und sie siegend reiffen hin: Bald stellt sie sich schmein, chelnd ein, und kommt unter gus tem fchein, Dendt das herge zu berücken mit den schlaugelegten stricken. 4. Ja, was noch den jammer mehret, Und das elend größer macht, Mich in guter faffung fid. ret, Die mir GOttes Geift ges bracht, Die vernunft wil meister seyn: Wes GOtt felbst gegeben ein, Kan sie als nichts würdig schäßen, Um sich auf den thron zu segen. 5. Oft vermeint fie was zu fina den, Vom Rampfund Siege 488 den, Das böchst widersinnig sey, Und was sie nicht fan ergrün den, Davon sagt sie ohne scheu, Daß es leere träume sind, De rer grund man nirgend findt. Kurk: sie suchet das zu rauben, Wodurch dein Geist wirdt den glauben. 6. Was ich zu verschiednen malen So gewaltiglich verspürt, Da mir deine gnaden strahlen Geele, mard und finn gerührt, Das hält sie für träumerey, Und schrents aus als phantasey, Nur, daß ich von dir mdg wei en, und das kleinod nicht er. reichen. 7. Was ich um mich seh' und höre, Solches alles zielt dahin, Daß es vom erbarmer fehre Den fo febr bedrängten finn, Der doch als der helfers mann, Nur allein erretten fan. Ach! drum girret meine seele Nechzend in der kum mer böle. 8. 2Beil du aber mich gebauet, Und selbst haft gegründet feft, sich in gnaden angeschauet, Und noch oftmals spåren lässt, Daß du deine trene mir Halten wolleft für und für; So muß felbst der höllen stürmen Mich hur gründen und beschirmen. 9. Croß den teufel und der fünde! Troß sey ihrer macht und lift! Weil ich durch den überwin, de, So der stårcffle Simson ist/ Der fiegt in mir machtiglich, Und bleibt mein held ewiglich. Denn ich hab in seinen wunden Die ers lösung glaubig funden. 10. Dadurch hab ich übers kommen Seil und stårck im überfluß, Bin den feinden so ents nommen, Daß mir niemand schaden muß. Dringet höll und tod herein, So dring ich in JE, sum ein, Wo ich gnaden voll fets mercke Die mittheilung seiner stårcke. 11. Muß ich fleck und mackeln fehen, Damit ich umgeben bin, Co darf ich nur freudig gehen Zu dem offnen brunnen bin. JEsus wäscht mich durch sein blut, Und was bos ist, macht er gut. Denn gerechtigkeit und leben Schenckt er allen seinen reben. 12.Und so weisst du zu besiegen Der vernunft bedencklichkeit, Diese muß darnieber liegen Ges gen Christi berrlichkeit, Wenn man deffen kraft empfindt, Und dadurch das überwindt, Was man nicht besiegen mochte, Da die eigne kraft noch fochte. 13. Ich fan mich glückselig nennen, Daß ich auf den grund gebaut, Wo man nicht auf eig nes können, Sondern nur auf fremdes schaut, Und Christi ges rechtigkeit Annimmt als sein ei gentleid. Laß bey diesem grund mich bleiben, und nie etwas das son treiben. 14. Denn so fahr ich fort zu tämpfen In dem angefangnen streit, der Gläubigen. ftreit, Kan die feinde muthig båmpfen, Weil mir schon der fieg bereit: Und mein ganger geist freut sich Auf die stunde in 489. * 5% 6 60 6 560 5 1. Seele. Ilf, JEfu, hilf fiegen, Und laß mich nicht m Fercher der fünden: Laß gnade mich finden: O JEsu, mein licht, Ich laffe dich nicht. JEfus. 1. Jch helfe bir fiegen, Und lasse nicht liegen Dich armen im kämpfen, Jch helfe dir dáms pfen Der fünden begier: Oglau, be nur mir. 489 niglich), Da du mir die fiegess crone Schencken wirst zum gnag den lohne. Seele. 2. Errette die feele, Und gib mir doch die. Ach, laß doch mein wesen In die recht genesen; DJEsu, hilf mir, Ich schreye zu dir! 3Efus. 2. Ich höre dein fle hen, und habe gesehen Dein elend im Herzen, Die bittere 1 B 6 4 schmerken, Nun bin ich bereit, Zu helfen im fireit. Geele. 3 Laß mich recht eine dringen, HErr, laß es gelingen, Uch, laß mich nicht fallen, Ers höre mein lallen; Verstosse mich nicht In deinem gericht. JEfus. 3. Mein herke fest offen, Durch glauben und hoffen Wird dir es gelingen, Co moffe du eindringen: Mer alaubet wird nicht Bom Bater gericht't. Seele. 4. Wenn du mich wilk haffen, Wowolt ich mich loffen? HErr, laffe die fünden Doch einsten verschwinden, Gib gnas de für recht, So bin ich tein knecht. JEfus. 4. Wie wolt ich dich Dom Bampfund Siege 490 bassen? Wie font ich dich laffen? Ich habe empfundenBiel schmer, Ben und wunden Im leiden an mir, Aus liebe zu dir. Seele. 5. HErr, hdre mein girren, und laß mich nicht irren, Gib richtige schritte, Und wenn ich dich bitte, Berbirge dich nicht, DJEfu, mein licht. JEfus. 5.Wer mir wird nach, geben, und auf mich fiets sehen, Thut richtige schritte; Und ob er gleich glitte, So irret er nicht, Ich bin ia sein licht. Seele. 6. Gib einfalt und wahrheit; Die göttliche Harbeit Durchleuchte mein herke, So weichet der schmerge. Ich suche allein Den göttlichen schein. JEfus. 6. Kehr einwärts die finnen, Daß mögen zerrinnen Die bilde der dinge, Stets bete und ringe, So findest du hier Die einfalt in mir. Seele. 7. Ich warte vom mors gen Zum abend, und sorgen Stets ångsten die feele, Die nächte ich jehle: HErr, komme in eil, Und zeig mir dein heil. JEfus 7. Durch warten vom morgen Zum abend mit sorgen Kan man mich nicht finden, Ich laß mich nicht binden: Sey stille in dir, So kommst du zu mir. Seele. 8. Er, gib mir den fegen, In finsteren wegen Låf'st du mich ist gehen, Ich bleibe fest stehen, und ringe mit dir. Ergib dich nun mir. JEfus. 8. Die alfo im ringen Sich um mich fest schwingen, Empfangen den segen, Und licht auf den wegen, Wie Jacob das licht Bey Pniel anbricht. Seele. 9. HErr, laß dich ge winnen, Wenn gleich auch zer. rinnen Die fraft und vermögen; Doch hof ich zu fiegen, Ich halte, HErr. dich, Ach, segne du mich. JEfus.9. Du haft mich bes zwungen, Mein hert ist zerrun nen Jn liebe zu geben Dir krafte und leben: Das glaube du mir, Ich schencke mich dir. 490. nel. O JEsu, du bift mein. ch armes menschen find, Such, daß mit meine fünd, Die fchwere todes burde Doch abges nommen würde! Ach, daß ich von der last Des fleifches, mich drücket, Und meinen geist ersticket, Befame ruh und raft! die 2. Mein GOtt, wenn hilffi du mir? Wenn zeuchst du mich zu dir? Wie lange fol das leben Des fleisches widerstreben Dem edlen Geistes trieb? Wie lange fol ich leiden, Bas mich und dich tan scheiden, Des fleisches werd und lieb? 3. JEfu, mein HErr und GOtt Du meines todes tod, Dut meines lebens leben, Wenn wilt du dich erheben? Steh auf, ers bebe dich, Ertodt in deiner slårs cke Des todten fleisches werde, In die ertödte mich. 4. Ich der Gläubigen. 491 4. Ich bin des lebens fat, Das, deinen tod eingehen, und in die mir eb süsse that, Weil es ein tod und sterben Und stetiges verder: ben Mehr als ein leben war. Co wil ich dann nun streben Nach ei. nem beffern leben, mit außer wehlter schaar. auferstehenZur unverweßlichkeit. Ich werd im neuen wesen Des Geiftes wohl genefen In hime mels luft und freud. 5. Wer hier dem fleische nach Willeben, der, o ach, Ist an der feel erstorben, Er hat durchs fleisch verdorben Den edlen Geift aus Gott. Wer alles das wil haben, Was unser fleisch kan la ben, Des seele leidet noth. 6.Des Geist und fleisches reich Bestehen nicht zugleich: Das fleisch muß untergehen, Gonfi mag der Geist nicht stehen. Denn wo das fleisch regirt, Da schlägt es alles nieder, Was herg und geist hinwieder Zum leben neu gebiert. 7. Drum JEfu, hilf du mir, Daß mein geift leb in dir, Laß alles an mir sterben, Verwesen und verderben, Was fleisch und findlich ist, Daß sich zum neuen leben Mein geift mag auferheben, Wie du erstanden bist. 8. Sib, daß ich sey der welt Mit dir ans creng gestellt. Gib mir das recht zu fassen, Was alle menschen haffen, Dein creug und deinen tod, Und daß mir sey hingegen Der welt luft, freud und fegen Mein creuß, und meine noth. 10. Da werd ich, JEfu, dich, Anschauen inniglich, Du wirst mich dann umfassen, und mich dich küssen lassen, Osüffe seelens luft. Wie werd ich mich erquis cken, Wenn JEfus mich wird drücken Vor lieb au seine bruft! 11. Wie werd ich dich alsdanni Mein JEsu, reden an? Mein treft nach meinen plagen, Berd ich dann zu dir sagen: Mein edle perlen- cron, Mein theurer schat, mein leben, O weinstock deiner reben, DJEfu, GOttes Sohn. 9. So werd ich auch mit dir Sur rechten lebens thür Durch 12. Mein schak umfasse mich, Dich schaß, umfasse ich, Mein heil, mein licht und sonne, O sisse seelen- wonne, Du bist mein braus tigam Mein herk bat fiets ges thrånet, Und sich nach dir gefeh, vet, Eb ich, schet, tu dir fam. 13. Nun aber, ey, nunmebe Bin ich erfrenet fehr! Die angen find erfrischet, Die tbrånen abe gewischet: All meine feinde find, Triumph! triumph! verschwun den: Ich habe JEfum funden, Ich bin ein feligs find. 491. EH ruf zu dir, HErr JEfu Schrift, Teh bitt, erhör mein Flagen, Berleih mir gnad in die ser frift, Laß mich doch nicht vers sagen: Den rechten glauben, 312 Vom Kampf und Siege 492 HErr, ich mein, Den wolleft du mir geben, Dir zu leben, Mein'm nächsten nug zu seyn, Dein wort zu halten eben. 492. M. Groffer Prophete mein. 2. Ich bitt' noch mehr, o HErEsu, bilf fiegen, du fürste des re GOtt. Du kanst es mir wol ges Stebens, Sieh, wie die finster ben, Daß ich nicht wieder werd niß dringet herein; Wie sie ihr au spott, Die boffaung gib dars blisches heer nicht vergebens neben, Boraus wenn ich muß machtig aufführet, mir schädlich hier davon, Daß ich dir mög vers zu seyn. Satan der finnet auf al trauen, und nicht bauen Auf allerhand råncke, Wie er mich sich les mein thun, Sonst wird michs te, verstöre und fråncke. swig reuen. 3. Verleih, daß ich aus hergens grund Mein'n feinden mdg vers geben: Berzeih mir auch zu dies fer stund, Schaff mir ein neues leben. Dein wort, mein speif' laß allweg' seyn, Damit mein feel zu nehren, Mich zu wehren, Wenn unglück geht daher, Das mich bald möcht abkehren. 4. Laß mich fein' lust noch furcht von dir In dieser welt ab, wenden: Besländig seyn ans end gib mir, Du hafts allein in hån, den, Und wem du's gibst, der haté umsonst; Es mag niemand ererben, Noch erwerben Durch mercke deine gnad, Die uns ers rett't vom flerben. 5. Ich lieg im freit und wi derstreb, Hilf, o HErr Christ, dem fywachen: Un deiner gnad allein ish fleb, Du fans mich ftåreker machen: Kommt nun aufechtung her, so wehr, Daß sie mich nicht umstoffen, Du kanf massen, Daß mrs nicht bring gefahr, Ich roeiß du wirsts nicht laffen. 2. JEsu bilf siegen, der du mich erkaufet, Rette, wenn fleisch und blut, fatan und welt, mich zu bes rücken, gang grimmig anlaufet, Oder auch schmeichelnd sich liftig verstellt. Wenn Babel wütes von aufen und innen, Saß mir, HErr, niemals die hilfe zerrinen. 3. JEfu, hitf siegen: ach, wer muß nicht flagen! HErr, mein gebrechen ist immer vor mir? Hilf, wenn die fünden der jugend mich nagen, Die mein gewissen mir täglich hålt für: Ach, laß mich schmecken dein fråftigs ver fühnen, und diß zu meiner demüs thigung dienen. 4. JEfu, bilf fiegen, wenn in mir die funde, Eigen lieb, boffarth und mißgunst fich regt, wenn ich die laft der begierden empfinde, Und sich mein tiefes verderben darlegt: So hilf, daß ich vor mir selbst mag erröthen, und burch dein leiden mein fündlich fleisch töbten. 5. JEfu, hilf fiegen, und lege gefan der Gläubigen. gefangen In mir die liste des fleisches, und gib, Daß ben mir lebe des geistes verlangen, Aufs wärts sich schwingend durch hei ligen trieb. Laß mich eindringen ins gottliche wesen, Go wird mein geist, leib und feele genesen. 6. Jeju, bilf ßegen, tamit auch mein wille Dir, HErr, sey gånglich zu eigen geschenckt, und ich mich slets in dein wollen ver, hille, Wo fich die seele jur ruhe hinlenckt. Laß mich mir sterben und alle dem meinen, Daß ich mich zehlen kan unter die deinen. 7. JEfu, hilf fiegen, in allerley fällen Gib mir die waffen und wehre zur hand. Benn mir die holischen feinde nachstellen, Dich mir zu rauben, o edelstes pfand; So hilf mir schwachen mit all, macht und fårcke, Daß ich, o lieb, ster, dein dasenn vermerde. 8. Jesu, buf siegen, wer mag fonst bestehen Wider den liftig verschmitzeten feind, Wer mag dodh) dessen versuchung entgehen, Der wie ein engel des lichtes er. scheint? Ach! HERR, wodu weicht, so muß ich ta irren, Benn mich der schlangen lift fucht zu verwirren. 493 Lehre mich kämpfen und prüfen die geister. 9. JEju, bilf fiegen, und laß mich nicht finden, wenn sich die Fräfte der lügen aufblehn, und mit dem scheine der wahrheit fich fehmincken, Laß doch viel heller. dann deine fraft seba. Steh mir sur rechten, o König und meister, 10. JEsu, bilf fiegen, im was chen und beten, Hüter, du schläfft ia und schlummerft nicht ein; Laß dein gebet mich unendlich vertreten, Der du versprochen mein fürsprach zu seyn. Wenn mich die nacht mit ermüdung wil decken, Wolst du mich, JE. fu, ermantern und wecken. II. JEfu, hilf fiegen, wenn alles verschwindet, Und ich mein nichts und verderben nur seh, Wenn fein vermdaen zu beten fich findet, Wenn ich muß seyn ein verschüchtertes reh: Ach! HErr, so wolf du im grunde der seelen Dich mit dem innersten feufzen vermählen. 12. JEsu, hilf fiegen, und laß mirs gelingen, Daß ich das zei en des sieges erlang; Co wil ich ewig dir lob and danck fingen, JEfu, mein Heiland, mit frehem gesang. Wie wird dein name da werden gepriesen, Wetu, o held, bich so mächtig erwiefen! 13. JEfu, hilffiegen, laß bald doch erschallen, Daß zion rufet: es ist nun voubracht! Babel, die folge, ist endlich gefallen, Die da bishero so lang bat gekracht. Ach, HErr, fomm, mache ein ende des frieges, Schmucke dein sis on mit pahmen des sieges. 14. JEfu, bilf fiegen, damit wir uns schicken, Bürdig zur hochzeit des Lammes zu nehn, Jiz Kleide Vom Kampf und Siege 494 Kleide dein zion mit güldenen stů, den, Laß uns den untergang Ba bels einst sehn: Doch wolan, Fracht es, so wird es bald liegen; Auf zion, rüste dich! JEsus hilft fiegen. 493. SHErr, Hilf, daß ich nicht zit Ndich hab ich geboffet HErr, Hilf, daß ich nicht zu schanven werd, Noch ewiglich zu spotte, Das bitt ich dich, Erhalte mich In deiner treu, HERR GOtte 2. Dein gnädig ohr neig her zu mir, Erhör mein bitt, thu dich berfür, El balo mich zu erretten, In anast und web, Ich lieg oder fieh, if mir aus meinen nd, then. 3. Mein GOtt und fchirmer Feb mir ben, Seymir ein burg, darin ich frey, Und ritterlich mig freiten Wider mein feind, Der gar viel feynd An mir auf beyden feiten. 4. Du bist mein ftárck, mein fels, mein bort ein schild, mein Fraft, fagt mir dein wort, Mein bilf, mein beil mein leben, Mein Rarder GOtt, In aller noth, Wer mag bir widerstreben? 5. Mir hat die welt triglich ges ridt, mit Ihnen und mit fal Ichem a'echt, Viel net und heim lid Briden: Er nimm mein wahr In dieser g'fahr, but mich vor falschen rücken. 6 HErr, meinen geiß befest ich dir, Mein Gott, mein GOte, weich nicht von mir, Nimm mich in deine bånde. O wahrer GOtt, Aus aller noth Hilf mir am lege ten ende. 7.Glorie, lob, ehr und berrliche Feit Sep dir GOtt Vat'r und Sohn, bereit, Dem heiligen Geift mit namen. Die göttlich) Fraft mach uns fiegbaft, Durch JE fum Chriftum. Amen. 494. Mel.Du bijt ia JEfu meine. Et doch der fehler gar kein Sende, So mir umschrändt des fampfes lauf? Je mehr ich mich zum himmel wende, Halt meine flucht ein stürgen auf. Ich glaubte, fetig frey zu leben, Vom schlangen sich und fünden stres ben, Nach durchgekämpften ere fien krieg; So aber hålt erst schwer der sieg. 2. Mein Abba, tief find meine wunden, Mein fünden brunn hat keinen grund, Er quillet las fier alle flunden Auf lohn und frucht im böllen, schlund, Und meiner trägheit faules sehen, Des leichten finnes grob verges hen Sind schuld, daß meiner feinde wuth Mir unvermerdt oft fchaden thut. 3. Ach, könnt ich nur flets feuf gend beten Jn wachsamkeit aufs fünden- gift, Mögt ich im glaus ben zu die treten, Wenn furcht und flucht verzweiflung flift. Digifts, mein freund, was du ges lehret, Bedurch ein matter geist der Gläubigen. 495 dich ehret; Ich aber fühle ban. ausgespannter wille Nur flieb'n • den noth, Laß mich aus dieses leibes tod. zu deiner wuuden plan. Hier prangt ein feld, da wohlust fliese fet, Ein lebens strom, so sich ers giesset Von himmels- Fraft ins matte herg, D braut'gam, das tilgt allen smert. 6. Jch aber schau mein unvermögen, und werd in armuth ein versenckt, Du lehrst mich tief zun füssen legen, Was du mir gutes haft geschendt, Unf daß ich nur mich deiner tühme, Und seh, wie preis nur dir gezieme; So machst du mich im fallen bloß, In des muth wieder herrlich groß. 4. Kan auch ein mutter herk vergessen Ihr schwaches find, so schmerzlich fällt? Drum laß ia mich auch zorn nicht pressen, Weil JEfus treu und wahrheit hält. Kanst du für mich, den fünder, sterben, So muß ich ia dein reich ererben. Dein bundes blut hat mich versöhnt, Und mit ge rechtigkeit gecrönt. 3 5. So schaust du denn aus Dunckler stille, und blickft mein weinen gnädig an: Es fol mein 6 6x66 6.0 65 4.3 持 国内 666 J atentatinate 66 65 5 06 6 76 6 0 495. 6 5 43 6 66 5* 06 656 6 6 ARENDAM 6 6 6 6 6 5 4% 686 686 66* 自己 支持 314 Jst 496 5 Vom Kampfund Siege gt ist mein geift beschwert, Und liegt in blut und schmers Ben, Mein banger finn ist gang in sich verwirrt. Mein quälen ång, Rigt mich, Viel, unruh wallt im berken, Durch heiffen wunsch bin 4. Dir flag ich, liebfler, frey ich verdurft, verirrt. Das macht Den schwarm verbefter sünden, das feur der fünden, So mein ge So in mir tobt und dich mir fast mütb aufs neue wil entzünden; entwandt. Ich flage, meine luft, Das brennt, und treibt, und il dich, ach schmerg! entzün quält, Und martert meinen geift, Daß oft ein donner- ipruch mich gant verzweifeln heiffe. den, und hat schon zorn und tod mir zu erkannt. Du bist ein heilig wesen, Jh aber unter sändern, auserlesen; Ich bin voll greul, du fromm; Ich bis, und du gerechts Drum wart ich oft ein recht, wie hofft ein fünden- knecht. 2.Wie war ich erst so froh Bie fchreemten wohluß fluthen mich um und um, ia in, durch seel und brufi! Solch ungehemmter flaß Erfullte fiets mit gutem Mein hungria berk, und ich war fat in luft. Ich war des HErren gar. ten. Und konte ständlich faft und raft erwarten, Drum wuchs und blüht ich boch, Ich prangt in vollem flor, Und fchoß geliebte frucht zu GOttes ruhm hervor. 5. Ach! aber, ach mein berk Zerfliefst in blut durch weinen, Dein zorn drückt schwer, dein grimm schlägt mard und bein, Dein fried ist balsam gleich, Und wer nebst dich zu einen Durch lieb jerschmelgt, mag froh und frölich feyn. Diß ist, was ich gefuchet, Die lukte hab ich ernlich) all ver fluchet; Wie tömmts nun, daß mich luft Und gorn wie Dunft ume sieht, Mich, der fiets deinen zora undiust als hölle flieht. 3. Mun aber aun, ia nun Hat heijje seelen dürre Die fraft ver zehrt, und ich leb ohne frucht. Drum bin ich áchsens volt, Und, wie ein täublein, girre Zu dem, Der mit viel tren sein schüchtern täublem sucht. Hast du dein licht 6. Es lieg ich in der höll, Und HErr, es ist dein wille, Du zeudyst von entzogen, und ist dein Geift von mir geflogen, So ruf, und schrey, und fleh Jch, o Immanuel, Bis du, mein seelen- sürft, mich rett'st aus dieser bda. bon fraft mich aus: der feind fållt ju. Dein geist dämpft mir das licht, Und weicht in finstre fille, Drum fühl ich noth, bab tag und nacht nicht ruh. Das heifft ein schwermuths leiden! Und wünscht ich mehr des leibs, and feelen- scheiden; Doch ist dein liebes rath, Der hats also erdacht, Auf daß in tiefen schmerß ich werde groß gemacht. 7. Nun Abba! lob sey dir, Du wilst mich hoch erheben, und mei nen geift zu zions wohnung ziehn; Und, o wie selig ists, Nach dei nem schluß zu leben In sanfter ruh, und eigne weg zu flieh'n. Drum folg ich deinen stegen, und wandle fort mit troft in dunckein wegen; Dein trenes herg ver fendt Mein herg in sicherheit, Und bringts zum Lammes thron durchs leiden dieser zeit. 8. Du dedkft mir auf viel fünd, der Glaubigen. 6X0 6 6 879865 0 6 1 49% Um mich mit kraft zu treiben Im sünden kleid zum fünden tilger hin, Du låsfest zorn mich rührn, Und gang durch schmerk zerreis ben, Auf daß dein glang mit gnad durchstrahl den finn: Ja auch verzweiflungs hige Brennt nur mein hert zur festen glaubenss flüge. So macht denn fünden rein Dein zorn, lässt friede sehn. Wer wolt zum Vater nicht auch durch verzweiflung gehn? 1 9. Hochfiwunderbarer GOtt! Voll von verborgner gute! Dein rath ift tief, und menschen aug ist blind, Wie gut ists, aber ichwer, Zu schaun in dein gemüthe, Das liebreich lacht, wann man in angfe fsich findt, Bring mich zur hergens. fiille, Laß seyn mein schooß dein eingig felger wille HErr, mach mit mir den bund; Führ mich nur wie du wilt, Laß aber fets mich ruhn in Chrifti wunden schild. 496. Gipsme 15. 4 37 0 MEISTE 6 665 66 3464 4 3 Jis 65B iz % 67676 * in ton Mein 498 Dom Rampf und Siege Q DIE WEL 655 98 650 65 48 0 4% Ein Vater, zeige mir, Was wie du nichts als treu, Hier von mir haben wilt, Auch wie, wer untreu ist, Den bund mit dir zer reiffet, Und selber ursach ist, Wenn ihm der brunn nicht quillt, Dieweil dein band verspricht, Nur denen heil zu geben, Die dir nach folchem bund Auch treu gehor. fam leben. 2. So jeige mir recht an Der untreu ftraf und plage, Und trei be mich dadurch, Sie stets zu flie hen an. Auch zeige, was die freu Vor füffe früchte trage, Und wie man nur durch treu Fm guten wachsen kan. Hilf, daß diß alles mir So tiefen eindruck gebe, Daß ich mich aller treu Dit allem ernst bestrebe. 3. Man Flagt und ist verjagt, Als wolf uns Ott nicht retten, 2114 würde nicht sein wort In sein erfüllung gebn. Die untreu ist nur schuld, Die hångt das gut in fetten. Benn wir der fünde nicht Balb anfangs widerstehn, Da frigt sie mehr gewalt, Und mebret die beschwerden, Dari, ber wir denn schwach, Und end lich zaghaft werden. 5 66 65 4 3* Q 4. Wer aber nur nicht säumt, Stets aues absulegen, dert seine laft, und macht den kampf sich klein, Da folgt auf fol dhe treu Bald neu und grosser ses gen: Das kleinste tröpfelein Birdnoch ein brunnen seyn: So wers den wir gewiß Das wort erfüllet: sehen, wenn wir in wahrer treu Nur wachen, kämpfen, fleben. 5. O ia, du hältest, HErr, Dein wahres wort mit freuden, Du bist der treue GOTS, Der glauben ewig hålt. Drum laf mich keinen fampf, O HErr, vom glauben scheiden, Doch står de mich in dir, Benn mir zu schwer es fällt, Daß mich, da ich so schwach nur nichts zur untreu bringe, Hilf daß es mir vielmehr In allem fampf gelinge. 6 So bilf daß meine treu Auf deine treu es wage, und recht an baltend fleb, Bis mir geholfen ist. Obilf, HErr, daß es bald In meinem bergen tage; Dieweil du ia mein licht Und meine fenne bift. Doch mache mich erst treu, Damit dein licht und leben Nicht fruchtlos angewandt, Vergeblich sey gegeben. 7. Bereit erst zum gefäß Mein herk hers durch deine gute, Damit ein größer maaß Der gnaden in mich geh, Auc) daß ich keine fraft Durch untrea mehr verschütte, Und nicht aus eigner schuld In durre wider fieb. D nein! ich misse in Rein tropffein mehr ver, lieren, Wol aber tag für tag Noch gröffre inbrunst spuren. 8. Drum laß mich nimmers mehr hier wider rein gewiffen, In untreu etwas thun, Eonft Dringt die nacht bald ein. Wie fol fich da in uns noch gröffre gnad ergiessen, Wenn mir im Fleinen nicht Erst tren und fleißig feyn? Nun hilf, HErr, weil es licht, Im lichte fiets zu wallen, Daß mich die finsterniß Nicht könne mehr befallen. # 67 1181 der Gläubigen.1082 5 6 676 4 67 565 443 ODGONE b7 5 499 9. Nun gib, ach! gib mir treu, Ich kan fie mir nicht geben, Sch würde, bilfft du nicht, Noch im mer treuloß feyn. O, laß nur eine sorg Jn meinem hergen schweben, Wie ich in allem thun Dir kan ges fällia feyn. Hilf, daß ich eil, und nie Mit fleisch und blut erst spres che, Damit ich nie in mir Dein licht und leben schwäche. 3 10. Laß mich vielmehr durch treu Ein gröffer licht erlangen, Daß ich in diesem licht Dir recht ins herge feb, Und deine lieb ers fenn, Um dir nur anzuhanaen, Ja auch im tobe selbst,( Ach! höre, was ich fleh,) Dein licht und lebens kraft So trößlich in mir finde, Daß ich den lehtem feind Auch frölich überwinde. 497. 6 6 65 7 IININEN 6 6 6 65 70 5 70 6 56 6 GHA 0 b Dou 50.0 5 Bom Kampf und Siege 56 6 7!! 16 Du húter Ifrael, Wilt du 5 verbinden Mit der feel, die suchet btch Inniglich? Warum trittest du so ferne, Da ich dich doch hätt so gerne? HErr, du bists, dich meine ich. 2. Du bist ia mein licht und flern, Der mir baid ist aufgegan gen, Der umfangen Meinen gan Ben lebenslauf. Merd ich drauf, So erstaunen meine finnen Ja mir, die gedanck n rinnen, Jh. rer ist ein grosser hauf. 3. HErr, was ist denn nun ein mensch? Daß du seiner o geden dest, Und umschrändeßt Seinen weg, daß er nicht Fan Finden bahn, Sondern muß im dunckeln figen, Oder sich an dornen rigen, Und verirren von dem plan. 4. Menschen freund, gefället birs, Daß ich ein werck, deiner hånde, Nehm ein ende In so schwerer finsternig? Wie ist biß? Bist du gang von mir gewichen? fl die anaden fonn verblichen? Daß ich sie nicht mehr genieß. 1 5. Uch, ich leide deinen grimm, Groffer GOtt, du roilt mich stras fen Mit den waffen Deines jorns: ach, deine ruth wehe thut. Benn 06 LUPA ALL. ALLI ( b4 LET 65 43 30000 du sendest deine heere, Die mit stand, gut, muth und blut. 6. Heilger GOtt, es ist dein will, Der an mir vollbracht fol. werden hier auf erden: Drum ich nun in diese slund Komm ies hund. Dein wort als ein schwert, wil scheiden Seel und geist, daß man von beyben Aufgedecket feb den grund. 7. Dieses ist die creußes.prob, Die du mich auch lässt erfahren In den jahren meiner schweren pilgrimschaft, Darin haft't Tam send noth auf meinem rücken, Die mich gar wil unterdrücken: HErr, verleihe mir doch kraft! 8. JEfu, flårde mich jum fampf, Denn du hast ta über. wunden, Und gefunden Einen offe nen weg für mich, Ritterlich Ane feind mit dir zu schlagen, Und das kleinod au erjagen, Auszur halten allen tich. 9. Traun, es koftet viele müh, Ja es dringen grosse fehmergen Zu dem hergen, Das sich waget in den streit: Angst und leid Kom men wie die meeres wogen Auf daffelbe zugezogen: Da vre schwindet alle freud. 10. Man 10. Man hats nicht allein zu thun Mit dem groben fleisch und blute; Dem zu gute Steiget' aus dem abgrund gar Eine schaar Bdser geister, die verleßen, as die christen theuer schäßen, Ma chen trübe, was ist klar. der Gläubigen. 11. Nur bleibt übrig in dem geist Eine stått, die GOtt bereis tet Gelbft erbeutet Ihm zum fit in allem leid. Kampf und streit Gol mich nicht von ihm abtrei ben, Er sol mir im herten bleiben: Durch ihn überwind ich weit. 12. Also prüft Gott wunders lich Oftmal seine liebslen kinder, Wie die fünder, Welche stehen im gericht, Da man spricht 6 5 9865 43 50x Scharfe urtheil, låfft sie fühlen: mit der fünde seys kein spielen, Er erfordre unfre pflicht. 13. Gnade, HErr, bitt ich von bir, Die alleine fan mich lösen Von dem bösen, Und vertilgen alle schuld; Hab geduld, HErr, ach, belle mein gebrechen! Wol left dich an mir nicht rächen, Sondern zeigen deine buld. 14. Führe aus den streit zum fieg, Daß ich wiederum mag sehen, Bald aufgehen Licht und stern in finfirer nacht. Wenn erwacht Meine seel am frohen morgen, Frey und loß von quaal und sorgen, Ift sie auf dein lob bedacht. [ 三 维持 sinun juntes 6 77 7 6 66 498. ↑ 6 6 4# 06 6 6.6 1010 ² 566 06.6 դեմք ! wie 502 Dom Kampf und Siege der in GOttes reich: Bil der satan widerstre. be Werde weder matt noch weich. 1 4. Ringe, daß dein eifer glühe, Und die erste liebe dich Von der gangen welt abziehe; Halbe liebe hält nicht stich. 5. Ringe mit gebet und schreys en Halte damit feurig an: Laß dich keine zeit gereuen, Wärs auch tag und nacht gethan. 6. Hast du denn die perl erruns gen, Dencke ia nicht, daß du non Alles böse haft bezwungen, Das uns schaden pflent zu thun. 7. Nimm mit furcht in deiner feele, Deines beils mit zittern wahr: Hier in dieser leibes- böle Schwebt du täglich in gefahr. 8. Halt in deine crone feste, Halte männlich, was du hast. Recht beharren ist das beste: Rückfall ist ein böfer gaft. welt Unsre finnen zu berü den, wenn er mit so manchen tus chen, Uns bald hie, bald da nach stellt: Er sucht mit geschwinden ränden Sich in unser herk zu fencken. 2. In der wüste dringt er ein, Uns mit zweiflen zu gewinnen; Er flellt uns aufs tempels zinnen, Und heisst uns vermessen seyn; Auf dem berge mit den reichen Lockt er uns von GOTT zu weis chen. 3 Geist aus GOtt, o beilger Geift, Steb uns wider ihn zur sei ten, Hilf doch daß wir also ftreis ten, Wie es recht gekämpfet beifft, Hindre feine macht und Fräfte, Und zerfidre sein geschäfte. 4. Laß uns deine tempel seyn, Wirde in uns ren und schmer. ken, Und schreib unsern blöden bergen Glauben, liebe, hoffnung ein: Treibe uns, daß wir dar neben Keusch, gerecht, gottselig leben. 499. Mel. O der alles hätt verl. Inge recht, wenn GOttes gnade Dich nun ziehet und bekehrt, Daß dein Geist fich recht entlade Von der laft, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die pført ift en ge, Und der lebens- weg ist schmal: Hier bleibt alles im gedrange, Was nicht zielt zum bimels- saai. 3. Kämpfe bis aufs blut und 9 Eaß dein auge ia nicht gaf fen Nach der schndden eitelfeit. Bleibe tag und nacht in waffen, Fliehe tråg- und ficherheit. 10. Laß dem fleische nicht den willen, Gib der luft den zugel nicht. Wilt du die begierden füllen, So verlöscht das gnas den licht. 11. Fleisches freyheit macht die feete Kalt und sicher, frech und fiole, Frist hinweg des glaus bens die, Läfft nichts als ein fau les holg. 12. Wahre treu führt mit der fünde der Gläubigen.00 503 finde Bis ins grab beständig den. Mache dich von allem rein. frieg, Richtet sich nach feinem winde, Sucht in iedem fampf den fieg. 13. Wahre treu liebt Chriffi wege, Steht beberßt auf ihrer hut, Weiß von keiner wohlust. pflege, Hålt sich selber nichts zu gut. 14 Wahre treu hat viel zu wei nen, Spricht zum lachen: du bist toll: Weil es, wenn GOtt wird erscheinen, Lauter heulen wer den fol. 15. Wahre treu kommt dem ges tümmel Dieser welt niemals zu nah: Ist ihr schatz doch in dem himmel, Drum ist auch ihr berk 21. Laß dir nichts am berken fleben, Fleuch für dem verborg, nen bann, Such in GOtt geheim zu leben, Daß dich nichts beflecken fan. 20.Lauf der welt doch aus den hånden, Dring ins stille 3oar ein; Eile, daß du mögst vollen. 22. Eile, jehle tag und fun den, Bis dein bråutgam hüpft und springt, Und wenn du nun überwunden, Dich zum schauen GOttes bringt. 23. Eile, lauf ihm doch ent gegen, Eprich: mein licht, ich bin bereit, Nun mein büttlein abe zulegen, Mich dürft't nach der ewigkeit. allda. 16. Diß bedencket woht, ihr freiter, Streitet recht und fürch. tet euch; Geht doch alle tage weiter, Bis ihr kommt ins hims melreich. 17. Denckt bey fedem augenbli de Obs vielleicht der letzte feyi Bringt die lampen ins geschicke, Hobit fiets neues of herbey. 18. Lient nicht alle welt im bd fen? Steht nicht Sodom in der 2. Reinigt euch von euren lis gluth? Seele, wer sol dich erlden, Besieget sie, die ihr send fen? Eilen, eiten ist hier gut. 19. Eile, wo du dich erretten, Und nicht mit verderben wilt, Mach dich loß von allen fetten, Fleuch als ein gejagtes wild. christen, Und stehet in des HEr ren fraft. Stärdet euch in Jesu namen, Daß ihr nicht strauchelt, wie die lahmen. Bo ift des glaubens eigenschaft? Wer hier ermüden wil, Der schaue auf das ziel, Da ist freude. Wohlan, so feyd Zum kampf be. 500. el. Wacht auf, ruft uns. euch, ihr chrißen leute, N Die feinde fuchen euch au beute, Ja fatan selbst hat eur be gehrt. apnet euch mit Got tes worte, und kämpfet frisch an iedem orte, Damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der feind zu schnell, Hier ist Immanuel. Hofianna! Der starcke fält, Durch diesen held, Und wir ber halten mit das feld. Dom Kampf und Siege 504 reit, So crdnet euch die ewigkeit. 3. Streitet recht die wenia jah. re, Eh' ihr kommit auf die todten baare: Kurk, Furg ist unser les benslauf. Wenn GOtt wird die tobten wecken, Und Chriftus wird die weit erschrecken, Softe. ben wir mit freuden auf. GOtt Job: wir sind versöhnt: Daß uns Die welt noch höhnt, Währt nicht lange, Und GOttes Sohn Hat långsten schon uns beygelegt die ehren cron. 4. JEsu, stårcke deine kinder, Und mache die zu überwinder, Die du erkauft mit deinem blut. Schaffe in uns neues leben, Daß wir uns stets zu dir erheben, Wenn und entfallen wil der muth. Geuß aus auf uns den Geift, Dadurch die liebe fleufft In die bergen; So halten wir Getreu an dir Jm tod und leben für und für. 501. Mel. Freu dich fehr, o meine. Chaffet, schaffet, menschen. tinder, Schaffet eure felig Feit: Bauet nicht, wie freche suns der, Nur auf gegenwärtge zeit, Sondern schauet über euch), Rin, get nach dem himelreich, und be mühet euch auf erden, Wie ihr mdget felig werden. 2. Daß nun dieses mög gesche. hen, Müsst ihr nicht nach fleisch und blut, und desselben neigung, gehen; Sondern, was GOTE wil und thut, Das muß einig und allein Eures lebens richt schnur sev, Es mag fleisch und blut in allen Ubel oder wohlges fallen. 3. Ihr habt urfach zu bekennen, Daß in euch noch fünde steckt, Daß ihr fleisch von fleisch zu nena nen, Daß euch lauter elend deckt, Und daß GOttes gnaden kraft nur allein das gute schafft, Ja, daß auffer seiner gnade, In euch nichts denn feelen schade. 4. Selig, wer im glauben kämpfet, Selig, wer im kampf besteht, und die fünden in sich, dampfet, Eelig, wer die wels verschmäht. Unter Chrifti creus es schmach Faget man dem frieden nach. Wer den himmel wil ererben, Muß zuvor mis Chrifto sterben. 5.Werdet ihr nicht treulich rin gen, Sondern tråg und läßig feyn Eure neigung zu bezwingen; So bricht eure hoffnung ein. Ohne tapfern streit und Frieg Folget niemals rechter fieg. Wahe ren siegern wird die crone Nur zum beygelegten lohne. 6. Mit der welt sich luftig mar chen, Hat bey chriften keine ftat: Fleischlich reden, thun und lachen, Schwächt den geißt, und macht ihn matt. Ach! bey Cbrifli creus tes fahn Geht es wahrlich nie. mals an, Daß man noch mit fres chem hergen Sicher wolle thun und scherzen. 8 7. Furcht muß man vor GOtt der Gläubigen.no 3 505 gnaden- licht ansehen. Rets tragen, Denn er fan mit leib mdge vor dir stehen, Und dein and feel uns zur höllen nieder schlagen, Er ists, der des geistes di, Und, nach dem es ihm beliebt, Wollen und volbringen gibt. D! so lasst uns zu ihm gehen, Ihn um gnade anzufleben. 8. Und denn schlagt diefünden glieder, Welche Adam in euch regt, In dem creuges tod darnie: der, Bis ihm feine macht gelegt. Hauet hånd und füffe ab, was ench ärgert, sendt ins grab, Und dendt mehrmals an die worte: Dringet durch die enge pforte. 9. Bittern wil ich für der fün. de, Und daben auf JEsum sehn, Bis ich seinen Beystand finde, In der gnade zu beftehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht Mit mir armen ins gericht, Gib mir dei nes geiftes waffen, Meine selig, feit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, amen, GOtt verfiegle diß in mir; Auf daß ich in JEsu namen Se den glaubens- fampf ausführ. Er, er gebe kraft und stärdk, Und regire felbst das werd, Daß ich wache, bete, ringe, Und also zum him mel dringe. 2. Hemme in mir das zerfireu. en Meiner finnen, beine fraft Kan mich leicht davon befreyen; Ach, wenn wird mir hilf geschaft? Ste be mir im kampfe ben. Daß ich überwinder fey, Weil sich die vers suchungs fiunden Mächtig haben eingefunden. 3. Toote in mir alle thiere Der begierden, die allzeit Mich be fireiten, und vouführe Selbft in mir zum fieg den fireit, Daß dein friede ie und ie In dem herken Fråftig blüh, Und mein mund zu allen zeiten möge deinen ruhm ausbreiten. 4. HErr, gebeut ben starden winden, Dem gewitter und dem meer, So muß sich die fille fin den, Ob sie wüten noch so sebr. Laffe deiner wahrheit schein Als ein helles licht mir seyn, Denn sonst bleib ich schndde erde, Wenn ich nicht erleuchtet werde. 5. Eaß von oben auf mich fliess sen Deiner gnaden süßigkeit, Und den matten geist geniessen Deinen himmels- thau allzeit: Geuß in meine dürre erd Lebens, strome, daß ich werd Fruchtbar, und vor allen dingen Dir mög gute früch te bringen. 502. Mel. Freu dich sehr, o meine. Chütte deines lichtes ftrah, len, o mein Heiland, über mich, Laß sie mein gemüth be mahlen Mit der Flarheit machtig, lich, und vertreib durch beiterfeit Ja mir alle dunckelheit, Daß ich KE 6. Ach, so heb durch deine gü te Mein gepresstes her empor, Ziehe nach dir mein gemüthe, Defne ihm des himmels thor, Daß es göttlich werd erfreut, und Bom Kampf und Siege 506 Und flieh alle eitelkeit, 2n gar nichtes mehr zu dencken, was nicht fan gen himmel lencken. 7. Reisfe weg aus meinem hers Ken Allen troft der creatur: Denn der lindert nicht die schmergen, Beigt mir auch nicht deine spur. Die begierde brennt in mir, D, mein Heiland, nur nach dir, Laß mich, wenn ich dich gefunden, Ewig mit dir seyn verbunden. 503. Mel. Fren dich sehr, o meine. Th Reuer GOtt, ich muß dir kla, gen, Meines hergens jammers stand, Ob dir wol find meine plas gen Beffer, als mir selbst bekant: Grosfe schwachheit ich bey mir In anfechtung oft verspür, Wenn Der satan allen glauben il aus meinem herßen rauben. 2. Du, GOft, dem nichts ist verborgen, Weisst, daß ich nichts von mir hab, Nichts von allen meinen sorgen, Alles ist, HErr, Deine gab: Was ich gutes find an mir, Das hab ich allein von dir, Auch den glauben mir und allen, Gibst du, wie dirs mag gefallen. 3. O mein GOtt, vor dem ich trete Ist in meiner groffen noth, Hire, wie ich sehnlich bete, Laß mich werden nicht zu spott: Mach zunicht des teufels werck, Mei nen schwachen glauben fård, Daß ich nimmermehr verzage, Chrifium stets im hertzen trage. 4. JEsu brunnquell aller gna, den, Der du niemand von dir ftöf'lt, Der mit schwachheit ist beladen, Sondern deine junger tröf'ft: Eolt ihr glaube noch so klein Bie ein kleines fenfforn feyn, Wolst du sie doch würdig schäßen, Groffe berge zu versetzen. 5. Laß mich deine gnade finden, Der ich bin voll traurigkeit, Hilf du mir selbst überwinden, So oft ich muß in den streit. Meinen glauben täglich mehr, Deines Geistes schwert verehr, Damit ich den feind kan schlagen, Alle Pfeile von mir jagen. 6. Heilger Geift ins Himmels throne, Gleicher GOtt von ewig feit mit dem Vater und dem Sohne, Der betrübten troft und freud, Der du in mir angezündt, So viel ich vom glauben find, Uber mir mit gnaden walte, Feri ner deine gab erhalte. 7. Deine hilfe zu mir sende, O du edier hertens gaft, Unb das gute werck vollende, Das du anaefangen baft, Blaf das klei ne fündlein auf, Bis daß nach vollbrachtem lauf Ich den auser wehlten gleiche, Und des glau bens ziel erreiche. 8. GOtt, groß über alle gåt ter, hellige Dreyeinigkeit, Aus ser dir ist kein erretter, Trit mir selbst zur rechten feit, Wenn der feind die pfeil abbrüct, Meine schwachheit mir aufrückt, Wil mir allen troft verschlingen, Und mich in verzweiflung bringen. 9.3ieg der Gläubigen. 9.3ith du mich aus seinen stris den, Die er mir geleget hat, Laß ihm fehlen feine tüdken, Drauf er finnet früh und spat; Gib kraft, baß ich allen strauß Ritterlich mdg stehen aus, Und so oft ich noch muß fåmpfen, Silf mir meine feinde dåmpfen. 10. Reiche deinem schwachen Finde, Das auf matten füssen steht, Deine gnaden- hand ge schwinde, Bis die angst vorüber geht. Wie die jugend gångle mich, Daß der feind nicht rühme Frch, Er hab ein solch herß gefäl let, Daß auf dich sein hoffnung stellet. 11.Du bist meine hilfim leben, ein fels, meine zuversicht, Dem ich reib und feel ergeben; GOtt, mein GOtt, verzeuch doch nicht, Eile mir zu stehen bey, Brich des feindes pfeil entzwey, Laß ihn felbft surücke prallen, Und mit schimpf zur höllen fallen. 12. Jch wil alle meine tage Rühmen deine starde hand, Daß bu meine angst und plage Haft so gnädig abgewandt: Nicht nur in der sterblichkeit, Col dein ruhm seyn ausgebreit't, Ich wils auch hernach erweifen, Und dort ewig, lich dich preisen. 504. M. Ein fefte burg ist unser. Enn GOttes fraft sich zu 507 missethat Zu reingen das gewiss fen. Erhebt sich in uns fireit, Des fatans grausamleit Bricht denn gewaltig aus, Und wil er nicht sein haus, Das er bewohnt vers lassen. 2. Die feel gehörte Chrifo zu, Dem sie der feind geraubet, Und ihr verschaffet falsche ruß, weil sie nicht dem geglaubet, Durch den sie hatte theil Am ewig wahe ren heil, Den, welchem fie, als braut, War eingia anvertraut, Begonnte sie zu haffen. 3. Wil nun, der heifft Ime manuel, Die herrschaft in ihr nehmen, Muß er des drachen sit, die hou, Und seinen anhang zähe men. Hier fommts aufs fåme pfen an: So viel die schlange fan, Thut fie zwar widerstand; Doch muß des helden hand Zuleht das feld behalten. 5. Dendt, wie es sey mit euch Bestellt, Jbr rohen menschen. hålt, Daß ihr bleibt blind, und Finder, Die fatan noch gefangen finder, Ihr liebt die finsternis, Den und Das fleisch, so cu regirt, Die luft, die Kla ergiessen, Bon aller sünd und 4. So geht der HErr zur fees len ein, Berbindt sie ihm zu eigen, Daß fie fein tempet folle seyn, Drin er ihr wolle zeigen Des rechten reichthums schatz, Den luft- und freuden plag, Wenn sie fo, wie man fol, Der lieb und hoffnung voll, In allem iha lässt walten. Vom Rampf und Siede 508 euch verführt, Dadurch ihr geht verlohren. 6. Den Heiland, welcher wil und fan Euch ldfen von den let ten Des bösewichts, ruft sehnlich an, Daß er euch mol erretten; Und haltet bey ihm fuß, Macht euch der feind verdruß, So thut ihm gegenwehr, Das heilig en gelsbeer Ift euch zum schuß er. Foren. 7. Ta Christus selbft, der wah, re GOtt, Wird mit dem schwert ihn schlagen, Wird båndigen die bollen rott, Erwürgen die euch plagen. Gebt leben, leib und finn, Dem überwinder hin: Was nügt euch welt und gut? br müsst durchs Lammes blut, Allein Den sirg erlangen. 8. Rrigt das in euch die ober: hand, So werdet ihr erfahren, Mas euch zuvor war unbekant, Rommt zu den tausend schaaren, Die ob der herrlichkeit Des Va ters find erfreut, Die gnade wird euch fund, Ihr tretet in den bund, Das kleinod ju empfangen. 9. Nur weicht von Chrifto nimmermehr, Steht feft in fei nem orden; Bebt dem versucher fein gehör, Er ist verstossen mor den, Der vor GOST tag und nacht, Ench in verklaaen, tracht: Der HErr macht euch gerecht, Bit euch als sein geschlecht, 3u feinem dienft erwehlen. 10. Macht eure feelen feufch and fart, und setzt sie in die stille, Nach derer reinen geifter art, Durch welche GOttes wille Wird treulich vollenführt: Wo ihr den frieden( pirt, Wo sich entdeckt in euch Der himmel und sein reich, Was tan euch weiter fehlen. 505. We nel. Alle menschen müssen. Er das fleinod wil erlan er kan, Wer die crone wil empfan gen, Der muß laufen was gen, Der muß tâmpfen als ein mann, Dazu muß er sich in zeiten Auf das befte zu bereiten, Ales andern müßig gehn, Was ihm fanim wege stehn. Steckt mir auch ein kleinod für, 2. Hergens JEsa, deine gute Das entreißst mir mein gemüthe, Durch den ausbund seiner zier. D, wie glångt die schöne crone Von dem hohen ehren, throne, Die du in der herrlichkeit Dei nen streitern haft bereit! 3. Mich verlangt von gangem hergen, Auch nicht weit davon zu seyn, Ja, ich ziele recht mit schmerzen Auf den freuden vol len schein: Doch das laufen thut mir bange, Und der fampf wird mir zu lange. Der geschmücte erden, wust Nimmt mir öfters alle Inft. 4. Mein verderbter eigen wil le hat bald diß, bald das, zu thun, Hålt im laufen vielma! stille, Und wil in dem ftreite ruhn; Satan macht mich auch fast mürbe, Daß mich der Gläubigen. 509 mich auch der sieg verdürbe, o musst mich leiten, Selbst helfen mir deine treue fraft nicht ges wünschte hilfe schafft. streiten, und mich bereiten, wie dirs gefällt. 5. Drum, mein JEsu, fteh mir armen In so groffer schwachs beit bey, Laß dich meiner noth erbarmen, mache mich von al lem frey, Was mir wil mein ziel verrücken, Romm, mich selbst recht zuzuschicken, Gib mir kraft und freudigkeit, Fördre meinen Tauf und ftreit. Christus. 3.Wer überwindet, dem fol nichts geschehen Vom andern tode, der die feele quålts Er fol mein angesicht vorm thro. ne sehen, Wo das erwehlte heer mein lob erzehlt. Nach tapfern ringen Sol er mir singen, Und opfer bringen in heiligkeit. Seete. 4. O JEfu, hilf du mir selbst überwinden, Mein glaub ist oftmals schwach, und wircket nicht: Schick einen gna. den ftrahl ihn zu entzünden, Vertreib die finsterniß durch bele les licht. Laß mich recht brennen, Jm schranden rennen, und dich erfennen, o sieges fürft. ebriftus.5..Wer überwindet, dem wil ich zu essen Vom manna geben, das verborgen liegt: Sein zeugniß bleibet auch gar nicht vergessen, Ein neuer name wird ihm beygefügt, Den der versle. bet, Wer ihn empfabet, Und wen erhöhet des Lammes blut. 6. Es verlohnt sich wohl der mühe, Ob mirs gleich was fauer wird, Wenn ich mich der welt entziehe, Die mich fiets zurücke Fürrt: Deine treue gnaden crone Ist mir übergnug zu lohne, Wirft du nur mein bestand seyn, So ist fie in furgen unein. 506. W Mel Schönfter Immanuel. Chriftus. Er überwindet, sol vom bolk geniessen, Das in bem paradiese GOttes grunt: Er fol von feinem tod noch elend wissen, Wenn er mir, als dem HErrn des lebens, dient. Ich wil ihn laben Mit himmels gas ben, und er for baben, was ewig tröst't. Die glaubige Seele. 2 O JEfu, hilf du mir selbst überwinden, Ich kämpfe zwar, jedoch mit wenig macht. Oft pflegt die sünde mir den arm zu binden, Daß in dem streite faft das herk verschmacht't. Du Seele. 6. O JEfu, hilf du mir selbst überwinden, Die welt legt mir ein falsches manna vor, Darein verbirget sie das gift der funden: Ach, ziehe mich von ihr zu dir empor. Du wolft verja gen Und niederschlagen, Die zu mir sagen: wo ist dein GOtt? Chriftus 7. Wer überwindet, und hält meine werde Bis an das ende mit beständigkeit, Dem Kt 3 geh Dom Rampf und Siege 510 geb ich über heiden macht und stårde, Daß er sie mit der eisern ruthe weid't, Bis fie zerschmissen, Erkennen müssen, Daß all ihr wissen vor mir nichts gilt. Seele. 8. DJEsu, bilf du mir selbst überwinden, Sib, daß mein christenthum recht lauter fey: Laß sich nicht heidnisch's mehr an mir befinden, Ach, ma the mich vom fastern wesen frey. Du musst mich lehren, Mein herg bekehren, und das zerstören, was dich betrübt. Chriftus.9. Wer überwindet, fol gang weiß gefleidet Jm bud Des lebens eingeschrieben seyn, Bo feinen namen nichts vertigt noch scheidet, Den ich betennen wit, daß er ist mein. Borsa ters throne, Bey dem ich wohne, Bird ihm die crone des heils geschenckt. Seele. 10. JEsu, hilf du mir felbst überwinden, Mein fleid Der feelen ist noch schwart be flect: Der werde unwerth muß wie rauch verschwinden, Vordei men augen bleibe is nichts ver Deckt. Ach, mach mich reine, Daß ich ais deine Im buch erscheine, Das ewig Bleibe. Chriftus. It. Wer überwin bet, fol ein pfeiler bleiben 3m fempet meines GOttes früh und spat. Ich wit aufihn dennamen GOttes schreiben, Jerufalems, das GOtterwehlet hat. Meins namens zeichen Sol er erreichen, Und nimmer weichen, noch von mir gehn. Seele.. 12. DJEfu, hilf du mir selbst überwinden, Wie leicht lich findket doch mein hert und muth. Ou konst mich vollbereis ten, fårcken, gründen, Ach, waffne mich) jum siege durch dein blut. Du fanft den schwachen Gaug träfte machen, Daß fie fiets wat chen und siegreich sind.. Christus. 13. Wer überwin det, fol im himmel figen Auf meis nem fiahl, gleich wie ich über wandt: Ich musst auch in der welt am creuße schwißen; Nun sit ich zu des Baters rechten hand. Hier fol fich) laben An himmels gaben, und ruhe haben, wer recht gelampft. Seele. 14. O JEfu, hilf du mir selbst überwinden, Der feins de jaht ist groß, ach, komin ges schwind: Welt, teufel, fleisch und blut, famt meinen fånden, Seynd mir zu fiard, o HErr, erhör dein find; So fol dort oben Mein geift dich loben, Wenn ich erhor ben ben fieg erlangt. 507. V el. Wer nur den lieben Je bin ich, HErr, so unbes ändig, Ich nehme mie was gutes vor, Es macht dein wart mich) recht lebendig, Allein ich bin ein wandenb rohr. So bald id) beine gnad empfinde, So bald vergeb ich mich durch fünde. 2.0 2.D JEfu, dieses macht mir schmerzen, Ich habe mich dir gang geweibt, Ich schwur, al lein aus falschem hergen Dir de ters einen hohen eid, Ich wolte enig ben bir bleiben, und mich nichts lassen von dir treiben. der Gläubigen. 3. Jgt komt die luft, und trifft die sinnen; Ich ftritte zwar, sie fiegte doch. Nun wil mein stolker finn gewinnen: Ich fåmpf und zur pflege, XXXVII. 3om Gebet und geiftlicher Wachsamkeit. 4 0 508. www.blinsumonde 6 5-3 511 trage doch sein joch. Wie kommt es denu? mein eigen kämpfen, Muß ich in deinem tode dämpfen. 4. Hier liegen, JEfu, meine waffen, Womit ich mich so schlecht geschügt: Du kauft, wirst, musst mir hilfe schaffen, Wenn welt und fatan auf mich blitt. Ich mach es, wie ein kind, und le ge mich hin in deinen schoof 6 Jr, dir Jehovah, wil ich fingen, Denn wo ist doch ein solcher GOCT wie du? Dir wil ich meine Heber 65 66 6 6 4 7 6 78 6 bringen, Ach, gib mir deines Gei stes kraft darzu, Daß ich es thu im namen JEfu Chrift, So wie es dir, durch ihn gefällig ist. KL 4 2. Zeuch 512 2. Zeuch mich, o Vater, zu Dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder sich au dir. Dein Geift in meinem bergen wohne, Und meine finnen und verstand 6. Was mich dein Geist selbst regir, Daß ich den frieden GOt tes fchmeck und füßt, und die barob im bergen fing und spiet. let Gant brünstig gegen mir für heisser lieb, Daß mirs die bitte nicht versagen kan, Die ich nach deinem willen hab gethan. Dom Gebet 3. Verleih mir, höchfter, sol che gute, So wird gewiß mein fingen recht gethan; So flingt es schon in meinem liede, Und ich bet' dich im geift und wahrheit an; So hebt dein Geist mein hk zu dir empor, Daß ich dir pfalmen fing im höhern chor. 4. Denn der kan mich bey dir vertreten Mit fenfern, die gang unaussprechlich sind, Der lehret mich recht glaubig beten, Gibt geugniß meinem geift, daß ich bein find, Und ein miterbe JEsu Chrifti fey, Daher ich Abba, lie ber Bater, schrey. 5. Wenn diß aus meinem her gen schallet, Durch deines heiß gen Geistes fraft und trieb, So bricht dein Vater hert und wat $ 65 5.4%.? bitten lehret, Das ist nach deinem willen eingericht't, Und wird ge wiß von dir erhdref, Weil es im namen deines Sohns geschicht, Durch welchen ich dein find und erbe bin, und nehme von dir gnab um gnade hin. 7. Wohl mir, daß ich diß zeugniß habe, Drum bin ich voller troft und freudigkeit, Und weiß, daß alle gute gabe, Die ich von dir verlanget iederzeit, Die gibst du, und thust überschwenglich mehr, Uls ich verstehe, bitte und begehr. 8. Wohl mir, ich bitt in JEfu namen, Der mich zu deiner reche ten felbft vertrit, In ihm ist al les ia und amen, Was ich von dir im geift und glauben bitt. Wohl mir, fob bir ißt und in ewigkeit, Daß du mir schendeft solche feligkeit. 509. W ぼはう 6 6 53 0 # 676 * HErr 6 6 und geiftlicher Wachfamkeit. mint mm. 76 65 6 665 43 0 653 0 9865 76# * 6 4*# 665 IN 6 77 65 43 0 11111 5. 6 6 6 65 Ha Err, höre mich, und merce auf mein wort, O du mein treuer hort, Denn ich wit vor dir Beten, und ist vor deinen thren Im geist, durch deinen Sahn, 666 657 6 513 66 6 ņ 5. 4XX Mit flehen glaubig treten; Du afbft mir hie u das wollen. Weil wir aber doch nicht wissen, Was und wie wir bitten sollen, Wird dein Geist mich lehren müssen kt s Schrey Dom Gebet 514 Schreyen, fenfien inniglich. HErr, höre mich, HErr, hdre mich. 2. HErr, lehre mich, und öffne mein gehör, Daß ich zu deiner tehr Mich gånglich möge fehren, Und in des hergens grund Die fimm aus deinem mund Recht deutlich tänne hören, Mache den versland verständig, und den wil len dir recht willig, Mache meine finnen båndig, Daß sie seyn ge finnt, wie billig, Dir ju dienen heiliglich. HErr, lehre mich, 3. HErr, sieh auf mich, und laß Dein wahres licht und gnådig an, gesicht Mir leuchten und mich lei ten; Bewahre meinen gang, Da mit mein lebelana Mein fuß nicht möge gleiten, Noch von deiner bahn abweichen. Laß mich nicht die tücke fållen, So die feinde mir erzeigen, Die mir neß und ftricke stellen, Darum fleh und bit ich dich: HErr, sieh auf mich,::. 3 4. HErr, zich auch mich mit. beinem gnaden blick, Daß ich nicht seh zurück Auf das, was ist dahinden, Gib, daß ich mein ge Ficht nur einzig dahin richt, Wo ich das Fleinod finden, Und das siel erlangen möge, Das du mir haft vorgestecket, Auch nicht wer de laß und träge, Bis ich hab ben lauf vollstrecket Und geendet feliglich. HErr, siehe mich,:,:. 5. HErr, stårcke mich mit dei nes Geiftes traft In meiner rit terschaft, Daß ich mdg tapfer rins gen. Bruch bu zu allerzeit Selbst vor mir her im freit, Damit ich Fan bezwingen, Seufel, fünbe, weit und alles, was mir nach der fees len slehet, Und sich freuet meines falles. Deine rechte sey erhöhen Uber mir, so siege ich, HErr, stårde mich,::. 6. HERR, merd auf mich, wenn ich bin in gefahr, Und doc nicht immerdar Dich sehe oder höre, Wenn du dich stellest hart, Wie deine gegenwart Mir gar entzogen wäre, Da gib hoffnung und vertrauen, Daß ich treu sey bis ans ende, Und kan ich dich gleich nicht schauen, Nimm mic doch in deine hånde, Daß ich merd und fühle dich. HERR, merd auf mich,:,: 7. HErr, weide mich auf einee grünen an, o mir dein gnabens thau Das manna gibt zu schme den, und mach mich fat und frisch 2n deinem himmels, tisch, Den du haft laffen decken Für die, so nach dir verlangen, Als die schafe deiner weide. Laß mich da vollauf: empfangen, Wo die gåste deiner freude Süß und freundlich schmecken dich. HErr, weide mich,:,:. $ 8. HErr, feite mich zum fris schen waffer hin, Indem ich düre flig bin Nach deiner lebens quels le, Und meine feele achit, 24s wie ein hirschlein lächst Nach der ers quickungs stelle, Da du ihr wirst vol einschencken Von den firde EXER und geifilicher Wachfamkeit. men deiner freuden, Und sie wirst mit wohlluft träncken, Daß sie nicht mehr durft darf leiden; Da hin, feuss ich durstiglich, HErr, leite mich,... 9. HErr, labe mich, wenn ich für angst und fchmach Im creuk und ungemach muß gar in ohn macht liegen: Sey mir da lab fals gnug, und laß mich den ge ruch Bom lebens balfam riechen, Der durch geift und seele dringet, Und die träfte gang verneuet, Der da neues leben bringet, Und gar von demted befreyet, Daß ich leb und lobe dich. HErr, la be mich,:,:. 10.HErr, habe mich zu deinem ehren- faß, Füll mich mit vollem maaß Bon deiner GOttes fülle, Damitin meiner feel Dein falb, und freuden- di Dir stets zu ehren. quille, Und daß hier all' mein be ginnen, Als ein ppfer, dir wohl rieche. Endlich, wennich scheid von hinnen, Gib mir dort die vollegnüge. HErr, behalt mich ewiglich: Da haft du mich,:,:. 510: Mel: Du Geift des Errn. Ch wart auf dich, und sehne mein licht, ach, wenn erscheint dn mir? Du wilft, daß ich in reiner liebe wache: Ich wil; doch hilf, Daß mich nichts schläfrig mache. 2. Du weifft, wohin der weit. ihr fehmetchein sielt, Wenn- fie ein lieb vor unfern ohren spielt. 515 Wed' meinen geist, daß sie ihn nicht einwiege, Und über mich, mit ihren feffeln fiege.. 3. Das tråge fleisch hat dens noch frischen muth zu streben nur nach eingebildtem gut, Macht schläfrig; und das schwanen- betts geråthe Der falschen luft den geist zur grabes- state. 4.Schau doch, mein HErr, dem nichts verborgen ist, Wie wach famsich erzeigt des fatans lift: Uch stårde mich im glauben reche zu machen, Daß nicht mein schlaf dem feind erreg ein lachen. 5. Gibst du mir nun die Praft der munterkeit, So wachet auch die feele iederzeit, Und gehet die mit heller lamp entgegen, Daß du auf sie mögst troft und segen legen. 6.Des Fnedjies ana fieht auf des HErren hand, zu deinent wort bleibt auch mein aug' ges wandt Du bist mein HErr, nach dem ich blicke schide; Schick mie zurück die gülbne graden blicke. 7. Bild iede stund mir als die letzte ein, Damit ich Plug und wachsam möge seyn; So werd ich dann, wenn meine zeit verlofs. wie du will, von die auch angetroffen. 8.2d) fomm! mein her fragt: bist du, JEsu, da? Mir schaue Die fimm aus deiner höhe: nah.. Otroft! ich wart in fehnendent verlangen Dich, meinen GO und Beiland, juumfangen. SIE 516 LESS 6 6666 66 理 接 65 43 鞋 健 # 6 推荐 686 686 6 65 43. 665b 6.6 6606 Dom Gebet 511. 65 60 6 封 S 5 5 439843 9843 86 6 6 65 66.5 43 打 蛙 5 5 439843 9843 0 年 封 66 6 7 6 6 街 65 6 43 6% 6 4 XO 封 6 6.6 76. 66 6 666 76 NIT E Liebster und geistlicher Wachsamkeit. Jebster JEsu, liebstes leben, Der du bift das GOttes kam, Das die fünde auf fich nahm, Dir hab ich mich gang ergeben:,:, Dich wil ich den braut'gam nen. nen, Denn ich bin ia beine braut, Die du ewig dir vertraut, Nichts:::: nichts fol unfre liebe trennen. Selig, felig, felig find,:,: Die zu dem abendmahl der hoch. zeit des Lammes berufen sind, 512. Met. Straf mich nicht in. mein üben Hier in meinem hriftens Musache, fleb, und bete, Daß dich nicht die bose zeit Unverhofft betrete, Denn es ist Satans lift uber viele frommen Zur verfue chung kommen. thum, Daß nur dieses sey mein rubm, Daß fein unfall, fein be trüben:: Mich durch schreden könn abziehen Von der lieb, da mit ich dir Bin verpflichtet für und für, A':::: alle luft der welt zu fliehen. Selig, felig, 26. 3. Laß durch deine gnab ge fchehen, Daß mir niemals di ges bricht; Gib, daß meines glan bens licht Nimmer mög in mir ausgehen,::; Laß die lampen fenn geschmücket Durch gebet und wachsamkeit, Und das in der dun, delheit Sie: fie flets scheint und helle blicket. Selig, felig, zc. 517 5.Laß mich dir entgegen gehen, Wenn du mir entgegen fömmst, Daß du mich zu dir einnimrast; Da ich dich fol ewig seben,:,:. JEsu, du wolft mich verneuen, Daß bey deinem abendmahl In der auserwehlten zahl Jch:::: ich mich ewig konna' erfreuen. Se lig, felig, 2c. 4. Laß den schlaf nicht über winden Meine augen, sondern gib, Daß durch deines Geiftes trieb Du mich machend mdgest finden,:,:, Und mit herglichem verlangen Wartend, wenn der engel ruft Hoch von der gestirn ten luft: Auf!::::, auf der braut'gam fommt gegangen Se lig, felig, 26. Von dem fünden, schlafe, Denn 2. Aber mache erst recht auf es folget sonst darauf Eine lange Grafe, Und die noth Samt dem tod Möchte dich in fünden Unver. muthet finden. 3. Wache auf, sonst kan dich nicht Unser HERR erleuchten; Wache, sonsten wird dein licht Dir noch ferne deuchten: Denn Gott wil Für die füll Seiner gnaden, gaben Offae augen has ben. 4. Wache, daß dich satans lift Nicht im schlaf antreffe, Weil er fonft behende ift, Daß er dich beåffe, Und GOtt gibt, Die er liebt, Oft in seine strafen, Wann fie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die melt Durch gewalt bezwinge, Oder, wenn sie sich verstellt, Wie der 518 Der an sich bringe. Bach und fieh, Damit nie Biel von falschen brie Dern Unter deinen gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, Für dein fleisch und berge, Damit es nicht liederlich GOttes gnad verscherge. Denn es ist Boller Lift, Und fan fich bald heucheln, Und in hoffart schmeicheln. Bom Gebet 7.Bete aber auch dabey Mitten in dem wachen: Den der HErre muß dich frey Bon dem allen ma chen, Was dich drückt und be ftrickt, Daß du schläfrig bleibeft, Und sein werd nicht treibest. 8. Ja er wil gebeten seyn, Benn er was jol geben: Er ver 4323 5 4 3 513. 7 65 5 6:43 420 langet unser schreyn, Wenn wir wollen leben, und durch ihn Un fern finn, Feind, welt, fleisch und fünden Kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schonAlles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn Im gebet anflehen! Denn er wil Uns mit full Seiner gunst beschütten, Wenn wir glaubend bitten. 10. Drum fo lafft uns immers dar Wachen, flehen, beten, Weil die angst, noth und gefahr Ime mer näher treten. Denn die zeit I nicht weit, Da uns GOLL wird richten, und die welt vers nichten. 65 43 65 110 111= 1 HT stalmiaintraindindi2 5 43 6.6 ET 4323 PHP 6 117 IH# 65 Ihr auserwehlten finder, ihr trågen überwinder, er id a fam met, und geistlicher Wachsamkeit. met, Schläft und träumet? Wisst ihr nicht, was euch gebühret, und was euren:,: braut stand zieret? 2.Wachet, wachet Faufet die Jßt in dieser mitternacht, Schmückt bie lampen eurer feele, Habet auf den bräutgam acht. Er wird kommen, Hort, ihr frommen, Bas die friedens boten sagen: Tho kommt der hochzeit wagen. 4 3. Wacht, und schmücket euch aufs befte, Legt die feyer, Fleider an, Stellt euch) als die hochzeit gåste, Daß mans an euch sehen Pan, Wie so herzlich Und so fchmerzlich Ihr euch nach der ruhe fehnet, Wie das her nach freyheit fidhnet. 4. Nun sol leib und feel gene fen, Alles fol in vollem glang Friede, freude, lieblichs wesen Erben mit im fieges Franß: Weil das hoffen Eingetroffen, Die er quickungszeit erschienen, Muß nan alles wieder grünen. 5. Drum fo lafft uns triumphi ren, Stimmet an den brautzge fana, Lafft uns lieblich muficiren, Sånten- spiel und lauten Plang. Auch trompeten, Orgeln, flisthen, Und pofaunen, cymbeln, geigen, Machen einen langen reigen. 6. Ep, wie lieblich wirds erst Hlingen In der stillen ewigkeit, Engel werden mit drein fingen, Die fich längst darauf gefreut: Da die schaaren Paar ben paaren Werden ihre harffen rühren, Und die hochzeit prächtig sieren. 519 7. Hört ihrs nicht von ferne schallen? Ach, bas ist ein reiner thon! Seht, die harffen spieler fallen Nieder vor des Lammes, thron, Seine ehren zu vermeh ren. Ach, wen ich nur flügel hätte; Glaubts, ich eilte um die wette. 8. Seht, wie Jacobs rofe blue het Ohne dorn an ihrem flock, Und wie unvergleichlich fiehet Joseph in den bunten rock, Und die brüder, Seine glieder, Die sich legen zu den füffen, Laffen freuden thrånen flieffen. 1 9. Also sehn wir schon von fere ne Lauter seligkeiten ein, Da wir schöner, als die flerne, feuchten follen engel rein: Darum eilet, Nicht verweilet, Euch inwendig zu vermählen Mit dem brauts gam eurer feelen. 10. Ber dort wil als rofen sie, hen, Trågt hier zwar die dornencron; Dorten muß er dorn und schleen Haben abgeleget schon, Daß von fünden Nichts zu finden: Denn dergleichen art von rosen Blühen nur im tande Sofen. II. Drum soleide, dulde, tra ge, Nach dem ftillen Lammess finn, Fein geduldig ohne flage, Nimm die liebes ruthe hin, Stile les lämmtein, Frommes schäflein, Anders fans nicht seyn auf erden, Morgen soll es besser werden. 12. Rühme, jauchze, lebe frds lich, Zion, braut, und königin, Deine freude währet emig Jo dem Chor der Seraphia, Da da weiden Dom Gebet 520 weiden Solt mit freuden In viel taufend lieblichkeiten. Laß dich darzu wohl bereiten. 514. M. Ach GOtt vombímmel. Bater, Unmüalich auszugrunden, Die du recht anzurufen bist, Bere nunft fans gar nicht finden. Deßt halben geuß, wie du verbeifft, Gelbst über uns aus deinen geist Der gnad und des gebetes. 2. Daß er mit seufzen Fråf tiglich Mög uns bey dir vertre ten, So oft wir kommen, HErr, vor dich, zu dancken und zu be ten: Laß nicht nur plappern un. fern mund, Hilf, daß zu dir aus hergens grund, Ogrosser GOtt, wir rufen. 3. Beuch unser berk zu dir hin auf Im beten und im fingen, Und thu uns auch die lippen auf, Ein opfer dir zu bringen, Das dir qe: falle, wenn allda Dasherk ist mit den lippen nah; Und nicht von Dir entfernet. 4. Im geift und wahrheit laß zu dir Das hert uns immer rich, ten, Mit andacht beten für und für, Ohn fremdes denck- und dich, ten; Gib uns des glaubens zu versicht, Daß, was wir bitten, zweifeln nicht Durch Christum zu erhalten. 5. Hilf, daß wir keine zeit noch maaß Im beten dir vorschreiben, Anhalten ohne unterlaß; Bey. Dem allein auch bleiben, Was die gefällt, was deine ehr Und unfre wohlfahrt mehr und mehr Bes fördert hie und ewig.. 6. Laß uns im herken und ges müth Aufwnser thun nicht bauen, deiner Uns ganz und gar vertrauen. Ob wie es gleich nicht würdig seyn, So wolleft du aus gnad allein Der bitt uns doch gewehren. 7. Du Vater weisst, was uns gebricht, Weil wir noch seynim leben, Es ist dir auch verborgen nicht, In was gefahr wir schwe ben; Um benffand flehen wir dich an, Dein Vater- herke uns nicht kan Berlaffen beine Finder. 8. Wir haben ia die freudige teit In JEfu Chrift empfangen, Der gnaden Buhl ist da bereitDie bilfe zu erlangen. Drum laß hie und an allen end Uns flets auf beben beilge hånd, Ohn allem jorn und zweifel. 9. Dein nam, o GOtt, geheh ligt werd, Dein reich laß zu uns femmen, Dein will geschehe auch auf erd, Gib brod, fried, nug und frommen, All unfre sünden uns verzeih, Steb und in der verz suchung bey, Erids uns von dem übel. 10. Diß alles, Vater werde wahr, Du wollest es erfüllen; Erhör und hilf uns immerdar um JEsa Chrifti willen. Denn dein, o HErr, ist allezeit Von ewigkeit zu ewigkeit Das reich, die kraft, die ehre. 515. 6 * Q C 66 0 TH und geistlicher Wachsamkeit. S 4 3 68 5 515. 6 4 8 65# 6 INTER thron, Schwache thränen, finds lich fehnen, Bring ich dir, bu men. schen sohn; Laß dich finden,:,: Von mir, der id) afch und thon. 2. Sieh doch auf mich, HErr, ich bitt dich. Lencke mich nach deinem finn; Dich alleine ich nur meine, Dein erkaufter erb ich bin; Laß dich finden!::. Gib dich mir und nimm mich hin. 4 267 70 3. Ich begehrenichts, o HErs re, Als nur deine freve guad, Die du gibeft, den du liebeft, Und der dich liebt in der that: Laß dich finden!:: Der hat alles, wer dich hat. 76% 65. 6 48 26 $ 21 Jeh, bie bin = Sale, Lege mich vor einen wonne, Unbeflecktes Ge Himmels fonne, feelens Lamm, Jn der bole meine feele Suchet dich, o brautigam, Laß dich finden,:,:, Starcker held aus Davids, stamm. 5. Hor, wie Fläglich, wie be weglich Dir die treue feele fingt, Wie demüthig und wehmüthig Deines findes ftimme flingt: Laß dich finden!:,:. Dann mein herge zu dir dringt. 6. Dieser zeiten eitel feiten, Reichthum, mohllust, ehr und freud, Sind nur( hmergen meis nem herßen, Welches sucht die ewigkeit; Laß dich finden,:,:, Groffer GOtt, ich bin bereit. 81 516. AHHO 522 516. Uter unfer im himmelreich, Der du uns alle beisfest gleich, Brüder seyn, und dich ru, fen an, Und wilt das beten von uns han, Gib, daß nicht bet als lein der mund, Silf, daß es geh aus hergens grund. Dom Gebet 2. Geheiligt werd der name bein, Dein wort bey uns hilf bal ten rein, Daß wir auch leben bei liglich, Nach deinem namen wür diglich. Behit uns, HErr, vor falfcher lehr. Das arm verführ. te vold befebr. 3. Es komm dein reich zu dieser jeit, und dort hernach in ewig, feit. Der beilge Geist uns wohne bey Mit seinen gaben mancher, lep. Des fatans zorn und groß gewalt Zerbrich, vor ihm dein firch erhalt. 4. Dein will gescheh, HErr GOtt, zugleich Auf erden wie im himmefreich. Gib uns geduld in leidens zeit, Gehorsam feyn in lieb und leid. Behr und fleur allem fleisch und blut, Das wider Deinen willen hut. 5. Gib uns heut unser täglich brot, Und was man darf jur leibes- noth. Behüt uns, HErr, 7. 6 vor unfried und freit, Vor seus chen und vor theurer zeit, Daß wir in guten friede stehn, Der sorg und geißes müßig gehn. 6. All unser schuld vergib uns, HErr, Daß fie uns nicht betris ben mehr, Wie wir auch unsern schuldigern Ihr schuld und fehl vergeben gern. Zu dienen mach uns all bereit In rechter lieb und einigfeit. 7. Führ uns, HErr, in versus dung nicht, Wann uns der böje geift ansicht Zur lincken und zur rechten hand, Hilf uns thun star den widerstand. Im glauben felt und wohl gerüst, und durch des heilgen Geiftes trof. 8. Von allem übel uns erlöß, Es sind die zeit und tage bds; En Und loß uns von dem ewgen tod, trist uns in der letzten noth, Be schehr uns, HErr, ein selges end, Nimm unsre seel in deine bänd. 9. Amen, das heisst, es werde wahr: Starck unfern glauben immerdar, Auf daß wir ia nicht zweifeln dran, Was wir hiemit gebeten han. Auf dein wort in dem namen dein, So sprechen wir das amen fein. 517. Q 67 6 6 66 MIT! fr 940P 6 07 6680 und geistlicher Wachsamkeit. 6.0 Achet auf, ihr faulen chri ten, Bedencket, daß euch GOttes gnad Vom tiefen schlaf der fünden lüften Zum leben auf erwecket hat, Verlaffet doch die finstre gruft, Und höret, wenn euch JEsus ruft: Wachet. 2. Wachet, denn die sünden nåchte Entweichen vor dem hels len licht, Das GOtt dem mensch. lichen geschlechte Im wort und Hergen aufgericht't. Ach, wan. delt doch in folchem schein, Conft Fönnt ihr feine chriften feyn. Wachet. 3. Wachet, ist der geist schon willig, Go ist das fleisch doch gar zu schwach: Drum folgen wahre christen billig Dem Geist, und nicht dem fleische nach. O theure feelen, werdet flug, Und folget Doch des geisles zug. Wachet. 666 4.Wachet, denn die alte schlan ge Sucht tag und nacht mit macht und lift Die menschen in 0207 67 $ 23 ihr net zu fangen, Weil wenig, seit vorhanden ist: Ergreiffet doch des glaubens schild. Und wiffet, daß nicht schlafen gilt. Wachet. 5. Wachet, eh' die todes- siune de Das unvermerd te ziel er reicht, Ihr seht ia, wie der tod gesunde Eo wol ats francke hins terschleicht. Der leste floß ist un gewiß, Ach, werthe chriften, mere det diß! Wachet. 6. Wachet, daß ihr euch bereis tet Auf ienen groffen tag des HErrn: Denn, wie uns GOttes wort bedeutet, Co ist derselbe nicht mehr fern. Ach, schicket euch, vielleicht kommt heut Der erste tag der ewigkeit. Wachet. 7. Wachet, JEfus hats gebor ten, Ach, felget feiner wächter. stimm! Was schlafet ihr doch wie die todten? Ermuntert euch) und kehret um, Bedencket doch, was euch behaat, Und daß GOtt mir und allen fagt: Wachet. 212 518. 524 Dom Gebet 518. M. Freu dich sehr, o meine, Wen, acht, der bräufgam Achet, wachet ihr jungfrau, bricht berein: Baffet euch nicht schläfrig schauen, Zeiget eurer lampen schein; Schmückt euch, schickt euch, macht geschwind, Daß er euch bereit erfind': Wolt ihr erf gun Fråmern gehen, Ey, so bleibt ihr haussen stehen. 2.D, wie selig ist die seele, Die die lampe gugericht't, Daß es ihr da nicht am dle, Wann der braut, gam fommt, gebricht, Das it eine fluge braut, Die darauf, weils zeit ift, schaut: Die wird bey dem brautgam stehen, und mit ihm zur hochzeit gehen. 3.D, wie thdricht find hinges gen, Die der feind also berückt, Daß fie sich nicht bald drauf le gen, Daß die lampen sind ge, schmückt. Jammer, wenn der bråutgam spricht: Gehet hin, ich Fenn euch nicht; Wenn die gna den zeit verflessen, und die him, mels thür verschlossen. 5 4. Gib, mein bråutgam, daß mein herge Sey mit glaub und lieb erfüllt, und ich nicht die zeit verscherge, Da du hochzeit hal. ten wilt, Sondern wenn dein tag bricht an, und die thür wird auf gethan, Ich, nach überstandnem leiden, Eingeh zu den hochzeit freuden. 5. Laß mich beten, laß mich wachen, Bis meinletter tag an bricht. Laß mich ia nichts schläfe rig machen; Bleibe du bey mir, mein licht. Laß stets deiner gna. den schein Leuchten in mein herk hinein. Hilf mir ringen, hilf mir kämpfen, und die falsche regung dâmpfen. 6. Deine liebe laß mich ehren, Und erheben deinen ruhm, kaf mich stets dein lob vermehren, Als dein werthes eigenthum, Nimm doch alle trägheit hin, Und ermuntre meinen finn: Rüfte mich mit geiftes waffen; Nur was du wilt, laß mich schaffen. 7. Steur dem fleische, wehr dem drachen und der bösen welt dazu, Die mich wollen schläfrig machen, und doch stören meine ruh: Wecke du mich stündlich auf, und befördre meinen lauf, Daß ich werde alle stunden, Klu gen jungfraun gleich erfunden. 519. el.O GOtt du frommer. Elch eine und furcht Wol nicht bey christen was chen, Und sie behutsamlich Und wohlbedächtig machen. Mit furcht und zittern, heißsts, Schafft eurer feelen heil. Benn faum der fromme bleibt, sie denn der fund'ge theil? 2. Der satan geht umher, Und suchet zu verschlingen, Legt tau. fend neß und frick In unver merckten dingen, Diewelt ist toll, verführt, und bindt ihr selbst die ruth und geiftlicher Waebsamkeit. ruth, Fa gar der årgste feind Ift unser fleisch und blut. 3.Man kan so manche fünd Un wiffendlich begehen: Vor GOtt fommt der gedanck Gleich einem werd zu stehen. Ein eingig reu big schaf Verdirbt den ganzen ftall, Wer steht, der sehe zu, Daß er nicht plöglich fall. 4. Ihr sollet, faget GO: t: Wie ich bin, heitig leben, Mir en re feelen gang. Nicht halb gethei let geben. Bom adel und gewals Hab ich nicht viel erwehlt; Viel HErr HErr sager, find Der höl len jugezehlt. 5. Und wird ein fremmer schlimm, So sol ihm das nichts dienen, Daß er vor solcher zeit Rechtschaffen gut geschienen. Der necht, der es nicht thut, Den willen aber weiß, Macht sich ver. vielte schlag Durch seiner bosheit fleiß. 11. HErr GOtt, so oft ich dis Nach aller lång bedencke, So schneidet angst und furcht Durch abern und gelencke, So schauert mir die haut, Co gellt und flingt das ohr, So bebet mund und herg Und hebet sich empor. 12. Jch lebe zwar getroft Durch glauben, lieb und hoffen, und weiß, daß deine gnad Noch allen menschen offen; Und deine lieb und treu mich tröstet und erhält; Doch fleh ich desto mehr Für mich und alle welt. 13. Send deine wahre furcht In aller menschen herken, Las niemand mit der buß Und wah. rem glauben scherken, Thu allen Fügel weg, Trägheit, vermessen. 21 3 heit, ? 6. Ein einger apfel biß Kont und so heftig schaden, Und Chrie stus musst sich selbst In GOttes zorne baden; Ein bruch an deiner tauf Spricht dir den meineid zu: Vielleicht kommt tod und end In diesem blick und nu. 525 jåmmerlich vergeben, Acht seelen find allein Vor GOtt gerecht er. fehen. Nicht zehn gerechte find Ja Sodoms nachbarschaft. Des faamens vierter theil Geht nur in frucht und fraft. 9. Es find nur etliche in Car naan gegangen; Auch aus den zwölfen felbft It Judas aufges bangen. Der zebnde dancket nur, Daß er vom auffagrein. Ach, möchten fünf doch flug, Und fünf nurthöricht seon! 10. Des richters zukunft wird Gleich einem blis geschehen. as unrein und gemein, Darf nicht im himmel gehen. Es fühlt die legte plag Egyptens erstes find; Es wird kein haus nicht seyn, Da nicht verdammte find. 7. Man hat genug zu thun, Die einge feel zu retten, Wer noch viel anders hat, Bie fan er das vertreten? Je gröffer amt und aut, und pfund und gaben sevn. Je gröffre rechenschaft Bild' man sich teck ein. 8. Die gange erste welt Must Dom Gebet 526 heit, Verflockung, heucheley, Bosheit, unheiligkeit. 14. Hilf fiegen über das, was du schon überwunden; Zerstör des teufels reich, Laß ihn bald seyn gebunden, Daß wir mit fleiß und forg Verleugnen, widerstehn, An, halten mit gebet, Entfliehen und extgehn. 15. Verleih geduld und troft Im lämpfen und im ringen, Gorgfält'ge wachsamkeit Laß mit bestand durchdringen, Laß uns in heilger furcht und in bereitschaft fiehn, Daß wir mit freudigkeit Vor deinen augen gehn. 520. M. An wasserflüssen Babyl. Wa Enn ich mein herk vor dir, mein bort, In meiner noth ausschütte. Und auf dein wahrs heits volles wort Bey dir um Hilfe bitte, Wenn meine feele ruft und schreyt, Und dir, o Gott, das schwere teid mit ach und seufzen Flaget, Wenn mein geift durch Die wolcken dringt, Und dir ein lippen opfer bringt; So bin ich nie verzaget. F 2. Ich werde vielmehr freu. den- voll, Daß ich für gutem mu, the Nicht weiß, wo ich mich laffen fol, Weil on mit deinem gute Mich als mit einem than er qutckft, Und dich mir so ins herzze brückst, Daß ich die gute schme, de, Die gute, die du bey der last Des creuges so verborgen haft, 2013 unter einer Decke. 3. Da wird mein her ein Gotteshaus Und deines geistes kammer, Mein jammer bricht in thrånen aus, und ist mir doch fein jammer: Die wehmuth står cket meinen geift, Daß ich nicht weiß, obs wehmuth heißt, Weil alle pein verschwindet, Jch aber bey dem größten weh, Als wie auf lauter rosen geh, Worin man anmuth findet. 4. Du, Vater, lässt dein anges ficht mit solchem licht mir bli den, Womit das grosse fonnens licht Das land pflegt zu erquicken, Da nimt dein heller liebes firaht Von mir die furcht samt allere quaal, Und leichtert meine feele, Daß ich mit troftes überfluß, Auch da ich heftig kämpfen muße Biel freuden wechsel zehle. 5. Dann fällt die angst vom bergen hin, Mein glaube schwei bet oben, Mir ist nichts anders in dem finn, Als war ein stein ges hoben: Dir werf ich dann die fore gen zu, Mein herk begibt sich in die rub, Und harret in der stille, Bis du mich wonne hören lässt, Darauf besteht mein glaube feft: HErr, es geseheh dein wille. 6. Se merckich ia und bin ges wiß, Daß du, mein GOtt, midy liebest. Weil du selbst in der fins ferniß ir licht und freude gis beft. Ich mercke, daß mein angst geschrey Bev dir in Chrifto fråfs tig sey, Und dir das her kan brea chen, Sonst würdest du mir nime mermehr und geiftlicher Wachsamkeit. mermehr So reichen troft und füffe lehr, Mein GOtt, ins her te sprechen. 7. So spür ich, wie dein tröst lich ia Mein flehen schon vergnü get. Ist gleich der nuß nicht als bald da, Wenn so mein glaube fieget; So bin ich wie ein acker mann, Der in geduld erwarten Fan Die schöne frucht der erden. Ich barre, HErr, bis daß eins mal Mein troft nach überstande ner qual Wird offenbaret werden. 3. Doch, was ihn fan mit recht ausschliessen Vom eingang in des Baters heiligthum, Und was ihn, GOttes zu geniessen, Unwüre dig macht, und ihm benimmt den ruhm, Das ist bey dem durch Chriftum abgethan, Der ihn im glauben hat gezogen an. 4. Der ist es, der uns ausges fühnet Durch sein selbst eignes theures opfer- blut; Der hat uns gnad und gab verbienet, und uns zum freund gemacht das höchste gut: Drum wir durch ihn uns dürfen unterstehn Jus heilige zu GOtt ohnfurcht zu gehn. 5. Der himmel ist uns aufger schloffen, Der weg dahin ist uns durchs blut gebahnt, Das unser bürge hat vergossen, Als unser unrecht an ihm ward geahnd't. Nur frisch hinzu, der vorhang ist entzwey, Nun steht uns, gnad um gnad zu nehmen, frey. 6. Er selbst ist hin zu GOtt ges gangen, Da er als unfer mittler uns vertrit: Seht, wie er bren net für verlangen zu thun, was von ihm heifchet unsre bitt. Der reichthum, den er hegt in seinem schooß Für uns, ift theur und unaussprechlich groß. 7. Nun kan und darf ich nims mer jagen, Mein fünden elend machet mich nicht scheu: Im glauben wil ichs frdlich wagen, 214 Da 8. Hilf denn, mein GOtt, nach deiner macht, Schaff rettung, frost und friede: Gib aber, daß ich tag und nacht Im beten nicht ermüde; So wil ich bis die mors genrdth Mit freuden über mir aufgeht, it dir, o Bater, rin gen: Ich fasse dich ben deinem wort, Und werde noch bey dir, mein hort, Davon den segen bringen. 521. Mel. Dir, dir Jehovah. Er ist wol würdig, sich zu nahen Zu GOtt, dem uns veranderlichen licht? Wil fichs, was finster, unterfaben, So wird der frevel ihm gelingen nicht: Kein fünder darf die heiligkeit berührn, Den heiligen wil solches nur gebührn. 527 sich gar keiner gabe werth: Nur fluch und mangel ists, was ihm gehört. 2. Der mensch, dieweil er ist gefallen, Und sich an seines schi pfers majestät Verariffen, muß jurücke prallen, Wenn er zu ihm zu gehn fich untersteht. Er ist für $ 28 Vom Gebet und geifilicher Wachsamkeit. Dadurch ich Abba lieber Bater, lich bringe, Daß dein wunsch schren. Und weiß, weil ich im na men JEfu Chrißt Ihn bitte, daß es ihm gefällig ift. und gebet Durch alle wolcken dringe, Weil dich GOtt beten beifft, Weil dich sein lieber Sohn So freudig treten heisst Vor seis nen gnaden thron. A 8. Er, lebre mich nur recht fo beten, Denn es ift beines Geis is gnaden gab: Laß mich nie anders vor dich treten, Als daß ich deinen Sohn im hergen hab. ach, mache mich nur von mir feibsten frey, Daß Christus alles mir in allen sey. 9. Sein nam sep mir ins her geschrieben. Mein werd sey nichts, nur feins allein fey groß. In Chrifti fchmuck musst du mich lieben, Ohn ihn fieh ich beschå, met, nackt und bloß: Bring ihn ich mit, fleht offen mir dein haus, Ohn ihn werd ich von dir geflof fen ans. 2. Dein Vater ists, der die Befohlen hat zu beten: Dein bruder ists, der dich Vor ihm getroft heifft treten; Der werthe Tröster ists, Der dir die wort gibt ein; Drum muß auch dein gebet Gewiß erhds ret seyn. 523. Mel. Bater unfer im Sim. Ch Gott, wie manches hergeleid Begegnet mir in Abergele 3. Da siehst du GOttes herk, Das dir nichts kan vers res wort Bertreibt ia alles zas sein theus gen: Was dir unmöglich deucht, gen: Was dir unmöglich deucht, Kan feine Vater hand Stoch ge. 1 ben, die von dir So viel noch ab. gewandt. 10. Run, Vater, fülle meine Bånde, Eo oft ich sie in Chrifto hebe auf; Aus seiner fülle mir zusende, Was mächtig ist zu förs dern meinen lauf Dahin, wo man ohn end Hallelujah Dir und dem Lamme finget. Das sey ia. 522. un dancket alle Gott. mein berk, ju Woolt Dein andacht frdXXXVIII. Von der Nachfolge Christi und dem schmalen Wege. 4. Komm nur, Fomm freudig her In JEfu Chrifti namen, Eprich: lieber Vater, bilf, Ich bin dein find; sprich: amen. Ich weiß, es wird geschehn, Du wirst mich laffen nicht, Du wirst, du wilft, du fanft Chun, was dein wort verspricht. dieser zeit, Der schmale weg ist tribfal voll, Den ich zum bime mel wandeln fot. Bie schwer. lich läßt sich Beisch und blut Zwin Don der Klachfolge Chrifti, u. dem schmalen Wege. 529 3wingen zu dem ewigen gut. doch ia nicht zeigen an Wie hoch 2. Wo sol ich mich denn wen. den hin? Zu dir, HErr JEsu, fieht mein sinn: Bey dir mein herg troft, hilf und rath Allzeit gewiß gefunden hat, Niemand iemals verlassen ist, Der nur ge, traut auf JEfum Chrift. Dein nam erfreuen tan, Wer glaub und lieb im herzen hat, Der wirds erfahren in der that. 3. Du bist der groffe wunder mann, Das zeigt dein amt und dein person; Welch wunder ding hat man erfahrn, Da du, mein GOtt, bist mensch geborn; Und führeft uns durch deinen fod Gank wunderlich aus aller noth. 4. JEfu, mein HERR und GOtt allein, Wie füß ist mir der name dein? Es fan fein trauren feon so schwer, Dein füffer nam erfreut vielmehr: Kein elend mag so bitter seyn, Dein füsser troft der linderts fein. 5. Ob mir gleich leib und feel verschmacht, So weisst du, HErr, daß ichs nicht acht, Wenn ich dich hab, So hab ich wol, Was mich ewig erfreuen fot, Dein bin ich ia mit leib und feet, Was kan mir thun fund, tod und höll. 6. Kein beffre treu auf erden ift, Denn nur bey dir, HErr JE, fu Chrift/ Ich weiß, daß du mich nicht verläfft, Dein wahrheit bleibt mir ewig fest, Du bist mein rechter treuer hirt, Der mich ewig behüten wird. 8. Drum hab ich oft und viel geredt, Wenn ich an dir nicht freude hått, So wolt ich den tod wünschen her, Ja, daß ich nie ge boren wår. Denn wer dich nicht im bergen bat, Der ist gewiß lebendig todt. 7. JEsu, mein freud, mein ehr and ruhm, Meins herkens schatz und mein reichthum, Ich fans 9. JEsu, du edler bråutgam werth, Mein einger trøst auf dies ser erd, An dir allein ich mich ers get Weit über alle güldne schätz, So oft ich nur gedenck an dich, All mein gemüth erfreuet sich. 11. Drum wil ich, weil ich lebe noch, Das creuh dir frölich tras gen nach: MeinGOtt, mach mich dazu bereit, Es dient zum besten allezeit. Hilf mir mein fach recht greiffen an, Daß ich mein'n lauf vollenden kan. 12. Hilf mir auch zwingen fleisch und blut, Vor sund und schanden mich behüt, Erhalt mein herg im glauben rein, So leb und sterb ich dir allein. JE fu, mein troft, bör mein bee gier: O mein Heiland, wär ich bey dirk £ 15 10. Wenn ich mein hoffnung ftell zu dir, So fühl ich freud und trofi in mir. Wenn ich in nöthen bet und fing, So wird mein herk recht guter ding; Dein geift be zeugt, daß solches frey Des ewgen lebens vorschmack sey. 524 530 Donder Machfolge Chrifti, 524. Mel. Der schmale weg ist br. Er schmale weg führt doch gerad ins leben, Obgleich den fuß manch scharfer dorn ver, legt, und mancher guß die blöden augen neht; Muß man sich gleich viel mühe geben: So führt er doch gerad ins frohe leben. 2. Es lässt sich nicht auf beyden wegen gehen; Der breite führt dich plößlich höllen- wärts, Der schmale hebt das loßgeschnittne berk Zu Salems schönen friedens höhen: Drum lässt sichs nicht zu gleich auf benden gehen. 3. Der fleisches: finn mus erst gebrochen werden, und nach der welt verlangen, börn und sehn, Ben schwerem kampf und vieler angst vergehn: Man muß von allem tand der erben, Durch GOttes macht getrenn't, gerif fen werden. 4. Da fångt sich dann die rei the saat der thrånen, Und das von GOTT gebotne ringen an: Weil man das find nie ohne thránen fan Bon seiner mutter brust entwöhnen; So brinat uns diß zur reichen faat ber thrånen. 5. If aber diß nun in dir vor. gegangen; So bist du dram nicht über alle stein: Nein, nein, du musst in fteter arbeit seyn, Und anders nicht zur ruh gelangen, Als JEsus dir hier leidend vor gegangen. 6. Er legt dir schon dein tåg lich crenk zu rechte, Diß trage ihm denn gang gehorsam nach, Und lerne nur bey allem unge. mach, Einfältig, wie getreue nechte, Auf deinen JEfum sehr und seine rechte. 7. Was zagest du, mein herk? Welch furcht und schrecken Bes fällt und greifft bey diesem wort dich an? So daß ich dich kaum wieder ftillen fan, Auf, laß dich wiederum erwecken, Du läsfess dich hier ohne ursach schrecken8. Du folft ia nichts aufs eigne Fräfte wagen, Dein JEfus brach nicht nur zu erst die babn: Er geht noch ist, als könig dir voran, Und wil dich führen, beben, tras gen; Du solt ia nichts auf eigne träfte wagen. 9. O, sol diß nicht das schwes re creuß verfüssen, Wenn man fid) nur in JEfu armen fieht. Ja, wag es nur auf deines JESU aüt, Du wirst dichy endlich schämen müssen, So wird er dir das schwerfie creuk verfüffen. 10. Wo aber führt er endlich bin? jum leben, 3um friedenss schloß, zur lang gewünschten ruh, Zum lieben reich, des Vaters are men ju: Den, der sich recht hin ein begeben, Führt dieser weg gea rabins frohe leben. 11. Das ende crint, das füf fe ende bringet In einem blick mehr seligkeiten ein, Als taus sendjahr hier kummer, noth und prin und dem schmalen Wege. 53E pein. Wenn nun der dorn durchs wie mein geift es wünschet, dir Fleisch eindringet, So dencke doch Der rofen, die er bringet. nachlaufen. 12. Zeuch füffes lamm, zeuch mich dir nach zu laufen, Mein bdses fleisch freubt sich von dei ner bahn, Es klammert sich an allen ecken an, Und wil nicht von den groffen baufen, So, 5 6 4% 85 65 65430 98 85 4 77 13.Doch brauche du die starcke deiner hånde; Und, wil ich nicht, so reisse mich dir nach: Gewiß, mein Lamm, an dem erlösungss tag, Der allem elend macht ein ende, So füß ich dir dafür die treuen hände. 525. 66 87 11111 65 43 tr 5 98 4 31 65 76 43 LE 6765¹ 5* 584% 65 65 43/ 4* 5 Er schmale weg ist breit ge, füßigkeiten, Wenn man es nur nug zum leben, Wenn man nur facht und grad und stille geht, So wird man nicht so leichtlich umgeweht. Man muß sich recht hinein begeben, So ist er breit genug jum frommen leben. 2. Des HErren weg is voller im glauben recht bedendt, Wenn man das herß nur frölich dazu lenckt. Man muß sich recht dazu bereiten, So ist der schmale weg voll füßigkeiten. 3. Bie kan ein bår des schafes sanftmuth üben? Kein wilder wolf Don der Machfolge Chriffi, 532 wolf gibt sich in schrancken ein: Bie fan das fleisch nach GOtt gefinnet seyn, Und diesen weg des Geiftes lieben? Es fan fein bår Des schafes sanftmuth üben. 4. Du musst erst geift aus Geist geboren werden, Dann wandelst du des Geistes schmale bahn, Sonst ist es schwer, und gehet doch nicht an. Weg schnd der finn, du schaum der erden! Ich muß erst geift aus Geist ge boren werden. 5. Wer die geburt aus Chrifto hat erlanget, Der folgt allein dem HErren treulich nach: Er lekdet erst, er trågt erst seine schmach, Eh er mit ihm im lichte pranget, Der die geburt aus Chrifto hat erlanget. 6. Er wird mit ihm in feinen tod begraben, Er wird im grab auf eine zeit verwahrt, Er stehet auf und hält die himmelfahrt, Er Frigt darauf des Geistes gaben, Wenn er vorher mit ihm im tod begraben. 7.Derselbe Geist der Chriftum hier geübet, Derselbe übt die Junger Christi auch, Der eine Geift hålt immer einen brauch, 6 6 65 Kein andrer weg wird fonfi belies bet, Der Jünger wird, wie Chris flus, bier geübet. 8. Und ob es gleich durch fod und dornen gehet, So triffts doch nur die ferf und nicht das herk, Die traurigkeit låfft Feinen tiefen schmerk; er nur getroft und fes ste fiehet, Db schon es durch den tod und hölle gebet. 9. Das sanfte joch kan ia nicht harte drücken, Es wird dadurch das böse nur gedrückt, Der mensch wird frey, damit er nicht erstickt, er sich nur weiß darein zu schicken, Das sanfte joch kan ia nicht harte drücken. 10. Die leichte laft macht nur ein leicht gemüthe, Das herg hebt sich darunter hoch empor, Der geift frigt luft sein wandel fömmt in flor, lind schmeckt dadurch des HErren güte, Die leichte last macht nur ein leicht gemüthe. 11. Zeuch, JEfu, mich, zeuch mich die nachzulaufen, Beuch mich dir nach, zeuch mich, ich bin noch weit, Dein schmaler weg ist voller füßiakeit Das gute folgt uns da mit haufen. Zeuch, JEsu, mich, jeuch mich dir nachzulaufen. 526. 1¹1 6 665 4 3 Folges 6 und dem schmalen Wege. 65 11 4 30 6* 65 * 6 6 5 Fon Olget mir, ruft uns das le ben, Was ihr bittet, wil ich ge ben, Gehet nur den rechten fleg, Folget, ich bin felbft der weg. Fol get mir von gangem bergen, Ich benehm euch alle schmerzen, Lers net von mir insgemeinSanft und rein von demuth seyn. 2. Ja, HErr JEsu, dein be gehren, Golt ich billig dir geweh ren, Weil ich weiß, daß der kein drift Unter uns zu nennen ist, Der fich gleichfals pflegt zu schå men Deine laft auf fich zu neh men. Ach, ich weiß es gar zu wohl, Daß man dir nachwandeln fol. 3. Aber, HErr, we find' ich stårcke, Zuvolbringen gute wer. de Dir mit luft zu folgen nach? Ach, mein GOTT, ich bin zu schwach. Geh ich schon auf guten wegen, Muß ich mich bald nieder, legen. Dich zu lieben, o mein licht, Steht in meinen kraften nicht. 4.3war mein geift wird oft be. wogen, Über bald durchs fleisch 4* 0 533 betrogen, Wann die wohluft trit herfür, Freundlich rufend: folge mir. Ehr und pracht samt an dern sachen, Wollen sich zum herren machen. Geiß und unge. rechtigkeit Kommen auch zu dies sem ftreit. 5. Ach, wie seh ich doch ein ren nen, Nach den gütern, die wir tens nen; Liebet doch die schnöde welt Nur den reichthum und das geld, Und dem HErren, der das leben Nach dem sterben uns mit geben, Folget niemand mit der that, Ob mans gleich verspros chen hat. 6. Aber, HErr, ich wil nicht lassen Dich mit freuden anzufafa sen, Hilf mir gnädig, stårde mich, Steif und fest zu halten dich; Jene wege laß ich fahren, Nur mit dir wil ich mich paaren; Jene wege find betrug, er dir folget, der ist flug. 7. Du bist vor uns hergegans gen, Nicht mit groffem flott und pran Bon der Nachfolge Chrifti, 534 prangen, Nicht mit bader, zanck und fireit, Gondern mit barm Bertigkeit. Gib, daß wir als Hausgenoffen, Dir zu folgen uns berdroffen, Wandeln in der tu gend- bahn, Wie du hast vor uns gethan. 8. HErr, wie bist du doch ge laufen Unter ienem schnöden haus fen, Damals, als der fünden macht Dich hat an das creuß ge bracht, und ein übergroffe liebe Dich für uns zum sterben triebe, Da dein theur vergossnes blut Uns erwarb das höchste gut. S 9. Laß uns auch in solchen schranden Chriftlich laufen son, der manden, Daß uns lieb und freundlichkeit Feft verknüpf in Dieser zeit. Niemand seh in die fem flücke, Wohl zu leben, hie zurücke. Christes aebet vor uns her: Folget, das ist sein begehr. 10. JEfu, du mein licht und leben, Deine schritte find gang eben, und die stapfen deiner füß Daß ich im Eoch der fünden Meis nen gang nicht lasse finden: Zeig, HErr, deinem armen knecht Alle fleg und wege recht. 11. Laß mich deine gnade spů ren, Meinen trit also zu führen, Daß ich in der unschuld geh, und nicht bey den spöttern sieh: Hilf, daß ich nicht nur in frenden, Sondern auch im creuß und leis Den, Durch so manchen fampf und streit, Dir au folgen sey be, 12. Laß mich, HErr, doch nicht verdriessen, Angst und trübfal zu8 geniessen; Meil man weiß, daß diese bahn Ist ein rechter un glücksplan, Da man muß in ddre nern baden, und mit elend sich bes laden, Da dann laufend iederman Gar zu schleunig fallen Fan. 13. Lag mir doch mein ziel auf erden nicht so schnell verrücket werden, Daß ich ia das gnaden. licht In der zeit verliere nicht. Gib, daß ich von meiner jugend Bis ins alter mir die tugend Recht von herken, nicht zum schein, Hoch laß angelegen seyn. 14. Hilf mir, HErr, vor allen dingen Meinen lauf so vollen. bringen, Daß ich mich in deiner lieb und der wahren bemuth üb. Hilf, daß ich dir hier vertraue, Und dich dort mit freuden schaue; Jenes gib mir in der zeit, Dies ses in der ewigkeit. 527. Ha el. Wachet auf rufe uns. Eiligster queue, Dehr als cryftall rein, klar und belle, Du lautrer from der heiligkeit, Aller glang der Cherubinen Und heiligkeit der Seraphinen Jfi gegen dir nur Dunckelheit. Ein vorbild bist du mir, Ach, bilde mich nach dir, Du mein alles: JEfu, ey nu, Hilf mir dazu, Daß ich mag heis lig fepn, wie du. 2. O filler JEfu, wie dein wille Dem willen deines Vaters und dem schmalen Wege. 535 ftille und bis zum tod gehorsam ters haus. Mein Heiland, ach war; Also mach auch gleicher massen Mein herk und willen dir gelassen: Ach, stille meinen willen gar; Mach mich dir gleich gefinnt, Wie ein gehorsam find, Stille, stille: JEfu, ey nu, Hilf mir dazu, Daß ich fein stille sey wie du. verleih Mir sanftmuth und daben Guten eifer: JEsu, ey nu, Hilf mir dazu, Daß ich sanftmüthig sey, wie du. 3. Wachfamer JEsu, ohne Schlummer, In groffer arbeit, müh und fummer Bist du gewe, fen tag und nacht. Du musstest täglich viel ausstehen, Des nachts Lagst du vor GOtt mit flehen, Und haft gebetet und gewacht. Gib mir auch wachsamkeit, Daß ich zu dir allzeit Wach und bete: Sesu, ey nu, Hilf mir baju, Daß ich fiets wachsam sey wie du. 4. Gütigfter JEsu, ach wie anddig, Wie liebreich, freund, lich und gutthätig Bist du doch gegen freund und feind, Dein fonnen- glang der scheinet allen, Dein regen muß auf alle fallen, Ob sie dir gleich undanckbar feynd. Mein GOtt, ach lehre mich, Damit hierinnen ich Dir nacharte: JEsu, ey nu, Hilf mir dazu, Daß ich auch gütig sey wie du. 5. Du, sanfter JEfu warst unschuldig, Und litteft alle schmach geduldig, Vergabst, und lief'st nicht rachgier aus; Nie mand fan deine fanftmuth mes fen, Bey der kein eifer dich gefress sen, Als den du hattft ums Bas 6. Würdigster JEsu, ehren. könig, Du suchtest deine ehre wes nig, Und wurdest niedrig und ges ring, Du wandelt's gang ertieft auf erden, In demuth und in Enechts- gebehrden, Erhubst dich selbst in keinem ding. HErr, sols che demuth lehr Mich auch ie mehr und mehr Stetig üben: Elu, ey nu, Hilf mir dazu, Daß ich demüthig sey wie du. 7.O keuscher JEfu, all dein wefen War züchtig, keusch und auserlesen, Bon tugend voller fittsamkeit, Gedancken, reden, glieder, finnen, Gebebrden, Fleis dung und beginnen, War voller lauter züchtigkeit. O mein Ims manuel, Mach mir geist, leib und feel Reusch und züchtig: JE fu, ey nu, Hilf mir dazu, So feusch und rein zu seyn, wie du. 8. Mäßiger JEfu, deine weise Jm trinden und genuß der speis se Lehrt uns die rechte måßigkeit, Den durft und hunger dir zu stile len War, stat der koft, des Bas ters willen Und werck vollenden dir bereit't. HErr, bilf mir mei nen leib Stets zähmen, daß ich bleib, Dir stets nüchtern: JEſu, en nu, Hiif mir dazu, Daß ich stets nüchtern fey, wie du. 9. Nun, liebster JEsu, liebstes leben, Don der Nachfolge Chrifti, $ 36 leben, Mach mich in allen dir recht eben, und deinem heilgen vorbild gleich. Dein Geist und Fraft mich gar durchdringe, Daß ich viel glaubens früchte bringe, Und tüchtig werd, zu deinem 665 6 654* 68 0 26 5-28. Wenn S 43986 TITUT PESU, gib mir deine fülle, Siebst du nicht, was ges bricht? Schweigst du denn dazu fo ftille? Wilst du nicht den geist erlöfen Von dem bösen? 2. Du bist licht, ich leb im schatten, Du bist rein, Ich ge mein, Du bist fraft, ich muß er, matten: O Erlöser von den fün den, Laß dich finden. reich. Ach, zeuch mich ganz zu dir, Behalt mich für und für, Treuer Heiland: JEfu, ey nu, Laß mich wie du, Und wo du bist, einst finden ruh. 3. Solte mich mein argt nicht heilen? Warum wår Ehmals er Selbst gewest so voller beulen? Solt ich stets im tode schweben Bey dem leben? 4. Ey die liebe muß ia lieben, Solte sie Denn nicht hie Sich an mir auch wollen üben: Nun, sie Wem G 5 9843 6 6 wird ia auch des armen Sich ers barmen. 5. Co gewiß ein feuer brennet, So gewiß, Ist auch diß, Daß, wer dich als licht erkennet, Muß vom lichte lichte werden Auf der erden. 6. Aber warum wahrts so lange, Eb du eil'st Und mich heil'ft? Eile, sonsten ist mir bans ge, Daß der tod mich übereile Bey der weile. Antwort. 7. Meine fund ist noch nicht Fommen: Liebe mich, leide dich, Bis ich dich in mich genommen. Ich wil dich gewiß eridsen Von dem bösen. 529. und dem schmalen Wege. 529. ņ PIONEI 自 6 698* 68 6 98 66 5175 gentinie 101NŢIZ! zł 6 5 6 1111 6 4* 2 6 4% * 2 6 6 68 6 6 HUA 565 * 4* 3 50 4 537 wie und wie gelegt; du bifts, der das Steichte Jfl doch bein joch und schwerste trägt, Wer wolte denn deine laft, Wer sie nur millig auf gefafft, Da ihm bein ruf die träf te reichte. Wie wohl ward mir, du füsses Lamm, Da ich dein creuß auch auf mich nahm. nunmehr verzagen? Die fandens firafe liegt auf dir, Gewissenss frieden haben wir. 2. Ich war mühselig und bela, ben, Da ich noch war der fünden knecht Und da mir GOttes siren ges recht Aufdeckte meinen alten schaden. Viel meisler binden manche bürd, Die keiner mit dem finger rührt. 3. Du aber, JEfu, hilfft selbst tragen, was du dem junger auf 4 Und wer nur auch sein gan. Bes leben In fanft und demuth führt wie du, Der findet wahre seelen- ruh, Die du, ia du allein fanft geben; Sein leiden tråge er mit geduld, Das machet deine lieb und huld. 5 Zwar dunckts dem fleische unerträglich; Denn, darauf ists auch angesehn, Daß solches mdg zu grunde gehn: Jedoch der geist M m bleibs Don der Nachfolge Chrifti, $ 38 bleibt unbeweglich, Und hält nur diß für feine last, Daß ihn das fleisch so hart umfasst. 6. Nun JEfu, gib mir ferner Fräfte, Daß ich dein joch bestån. dig trag, Mit freuden und ohn alle flag, Und meines fleisches luft geschäfte, Die selbst und welt- lieb allermeist Ertddte durch den neuen geift. $ 7. Ifts hier so süß dir, JEfu, dienen, Wie füsse wird nicht seyn der lohn, Wenn man nun dort vor deinem thron Im licht des le bens ist erschienen, Wenn uns, wie wir von dir gehört, Dein Vater feibst auf ewig ehrt? 530. Lune M. Raffet uns den Erren p. Affet uns mit JEu ziehen, Seinem vorbild folgen nach, In der welt der welt entfliehen, Auf der die er Immerfort zum himmel reisen, Frdisch noch, doch himmlisch seyn, Glauben recht und leben fein, In der lieb' den glauben weisen. Treuer JEfu, bleib bey mir, Gehe vor, ich folge dir. 2. Lasset uns mit JEsu leiden, Seinem vorbild werden gleich. Nach dem leiden folgen freuden, Armuth hier macht dorten reich, Thränen saat die erndte lachen; Hoffnung tröstet mit geduld. Es tan leichtlich GOttes huid Aus dem regen sonne machen. JEsu, hier leid' ich mit dir, Dorttheil Deine freud mit mir. 3. Lasset uns mit JEsu sters ben: Gein tod uns vom andern tod Nettet, und vom seel, verders ben, Von der ewiglichen noth. Lasst uns tädten, weil wir leben, Unser fleisch, ihm sterben ab; So wird er uns aus dem grab In das himmels- leben heben. JEſu, sterb ich, flerb ich dir, Daß ich les be für und für. 4. Lasset uns mit JEſu leben: eil er auferstanden ist, Muß das grab uns wieder geben. JE su, unser haupt du bift, Bir find deines leibes glieder, Wo du lebst, da leben wir. Ach, erfenn uns für und für, Trauter freund, für dri ne brüder. JEsu, dir ich lebe bier, Dorten ewig auch bey dir. 531. M.Der liebenSonnen Licht. Much doch den engen lebens வத weg, ten, Und deinen schmalen creus ges fleg, Dein ringen, wachen, befen, Mir mehr und mehr be fant, Damit an deiner band Ich hurtig, sonder fleisches ruh, Stets eile meiner beimat ju. 1 2. Ja, laß mich, als ein Find des lichts, Die finsterniß befiegen. Die arme welt hat warlich nichts, Das mich hier kan vergnügen. Drum ziehe mich, o Lamm, Mein holder bräutigam, Daß ich dir, Lämmlein, stets nachgeh, Nicht stehe, noch zurücke seh. 3. Laß deines reinen lichtes Strahl Die dunckelheit vertreiben, Und und dem schmalen Wege. Und mich bey deiner kleinen zahl Der wahren jünger bleiben, Die folgen bis zum creuß, Aus einem heilgen geiß, Der dir dein herge felbst abzwingt, Und mich zum höchsten reichthum bringt. 1 4. Wie groß wird meine freus de seyn, Wenn ich dir treu geblie ben, Und weder schmach noch creußes pein Mich ie zurick ge trieben? Ja, wenn ich ungestört Nur deine fimm gehört, Und, da es nicht an leitern fehlt, Dich mir sum fübrer nur erwehlt. s. olan, so sey es denn ge. wagt, Ich wehle deine dornen, Das, was dein freuer mund ge. sagt, Sol mich hinfort anspor. nen. Man komt durch spott und hohn Allein zur ehren cron. D fanftes joch, o leichte last! Wohl dem, der dich getroft auffasst! 532. Mel. Machs mit mirGOtt. Jr nach, spricht Christus, chriften alle: Verleugnet euch, verlafft die welt, Folgt meinem ruf und schalle; Nehmt euer creuß und ungemach Auf euch, folgt meinem wandel nach. 2. Ich bin das licht, ich leucht euch für Mit heilgem tugend- les ben. Wer zu mir tömmt und fol 539 feit, Voll liebe meine feele, Mein mund der fleusst zu iederzeit Von füffem fauftmuths die, Mein geift, gemüthe, kraft und sinn Ist GOtt ergeben, schaut auf ihn. 1 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden, Und euer berg von arger lift zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der feelen feis und hort, und führ euch zu der himmelss pfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich ges voran, Ich steh euch an der feite, Ich lämpfe felbft, ich brech die bahn, Bin alles in dem freite. Ein böfer knecht, der fill, darf fteha, Wenn er den feld- herrn sieht angehn! 6. Wer seine feel zu finden meint, Wird sie ohn mich vers lieren; Wer fie hier zu verlieren scheint, Wird fie in GOtt einfüh ren. Wer nicht sein ereuß nimmf und folgt mir, Ift mein nicht 7. So lasst uns denn dem lies ben HErrn Mit leib und feel nachgehen, und wohlgemuth, ges trost und gern Bey ihm im leiden fehen: Denn wer nicht fåmpit, trägt auch die cron Des ewgen lebens nicht davon. 533. get mir, Darf nicht im finstern. Viun dancket alle Gott, Schweben. bin der weg, ich Stilles Lamm, weise wobl, wie man wahrhaf. Ich ſuch dein fanftes w D we tig wandeln fol. 3.Mein berk ist voll demüthig, sen: Drum hab ich mir zur cron Dich selbsten auserlesen, Und weil 2 540 Don der Vlachfolge Chrifti, weil ich gang in dich, mein lieb, 2. Ach, bilde du Mich gants verliebet bin, Folg ich beständig nach deinem sinne, Und gib, daß dir Bis an dein creuße hin. ich Dich ia recht lieb gewinne, und folge dir, wo du nur gehest hin, Damit ich aller orten bey dir bin. 2. Ach, wasche mich schneeweiß Und rein, wie reine wolle. Mach mich nur still und fumm, Wenn ich was leiden folle; Ja, bilde du felbft dir Ein jartes lamm aus mir, Und schlachte mich, mein GOtt Zum reinen opfer dir. 3.Wilt du mich denn Auf Gol gatha mitnehmen, So laß mich deines creuges ia nicht schämen: Sol ich denn auch Mit dir auf Labor feyn, Sosey mirs gleich, Wenn du nur bleibeft mein. gånglich sich zu der vernichtung 4. Ach, laß mich dieſe ehre wende; Ja, führe ihn nur frisch Bu deinem altar zu, Laß hinfort nimmer nicht Dem alten Adam ruh. 3.Ach, binde deinem find, Dem Ifaac, füß und hände, Bis daß er auch erreichen, Daß du mir schreibft An meine stirn zum zeie Chen, Des Baters nam'n, Daß ich der deine sey, Und mach mich ia Bon aller welt lieb frey. " 4. So werd ich dir, mein hirt, Dort überall nachgeben, Wiewol im glauben es Auch hier schon sol geschehen: Ich werde dir so dann Als lamm und jungfrau feyn. Mein braut'gam mache mich Nur recht jungfräulich rein, 5. Einfältig, schlecht und recht, 6. Laß mich nun rein 11nd uns Unwissend böser dinge, Gehors fam, treu und flua In dem, was ich vollbringe: Und wie du selber bist Als Lamm und jungfrau rein; So laß mich eben auch Nach dei nem finne seyn. befleckt erscheinen, Unfträflich feyn Und bleiben bey den deinen: Kein falsches sey Nunmehr in meinem mund, Von ito an, Hin fort, auch alle flund. 534. Mel. Der Tag ift bin, mein. Süsses Lam, Laß mich doch mit dir gehen Auf jions berg Da laß mich bey dir stehen, Nimm mich auch mit In der ge, liebten zahl, Damit ich komm zu deinem hochzeit- mahl. 5. Du hast mich von Der erden schon erfaufet Durchs bundes blut, Ich bin auf dich getaufet, Und da die welt Mich wieder zu sich nahm, Holt'st du aufs neue mich, o GOttes Lamm. 7.Ja, laß mich auch Das neue lied verstehen, und mit dir in Den innern tempel gehen, Da GOttes stuhl Gank frey zu sehen ist, und da du selbst In allen alles bist. 8. Gib, daß ichs cintig möge mit dir halten, und lassen dich Nur immer mit mir walten, Wie dirs beliebt; Ich weiß, du wirst mich und dem schmalen Wege. 541 mich so hier leiten, daß Ich deß fey ewia froh. Denn es 9. So wil ich denn Des kam mes lied mit fingen, Und Mosis lied Das sol denn auch erflingen, Wann ich erlanget habe, nach 6. Wie wenig werden sich hier dem frieg, Durchs Lammes blut Victoria und sieg. sind, Vermögen nicht das mahl zu schmecken. Das nur ein heilger mund empfindt. Hier darf im chore der gemeinen, Wer sich be.. fudelt, nicht erscheinen. 535. Mel. Wer nur den lieben. ihr unbefleckte prangt mit eu finnen, und rer jungfrauschaft. Wo menschen Chriftum lieb gewinnen, Verliert die welt- lieb alle Fraft. Ein herk, das sich mit ihm verlobet, Bird sahm, wie sehr es sonst getobet. 2. Es folgt der fanftmuth und dem Lamme, Das auf dem berge zion steht, und wird in keuscher unfchulbs flamme, Bis vor des höchften thron erhöht: Hier fchallen harff und ftimen wieder, Und bringen neue hochzeit lieder. 3. Die worte fan fein fremder faffen, Sie find den obren unbe, kannt; Nur, die sich unterrichten laffen, Erlangen weisheit und verstand. Das Lamm erkauft fie von der erden, Damit sie him. mels bürger werden. E 4. Sie sind die erstling und die früchte, An denen GOtt ge fallen trägt. Die seele schaut sein angesichte, Die feine falschheit in sich hegt, Des Lammes blut jur iofung führet, Und sich mit reinigkeit gezieret $ 5. Die voller bösen lüfte stecken, Die unrein, feig und weibisch finden, Spricht der verzagte wan ckelmuth: Doch ist die zahl nicht zu ergründen, Wie vielen GOtt Die guade thut, Daß fie fich zu zu der fel'gen schaar gehören. 7. Viel tausend, tausend find erforen, Kein volck hat hier das vorzugsrecht, Kein ort, an wels hem fie geboren, Nicht ihre spra che, noch geschlecht, Kan sie dare innen unterscheiden; Er rechnet auch dazu die heiden. kommen, und die eridfung ist ge 8. Die botschaft muß zu allen mein. Wer ihre wirckung ange nommen, Der trit zu der vers fammlung ein, und hat nun ane theil an dem bunde: Denn die verheiffung steht zum grunde. 9. Der grosse reichthum feiner güter, Das süsse evangelium Vers neut und saubert die gemüther, Die engel tragen es herum, Und welche GOtt darin beschlossen, Die werden seine hausgenossen. 10. Sie geben ihm dafür die ehre, Und fürchten seine majes ståt, Erfreuen sich der himmele lehre, Die durch ihr mard und adern geht, und lassen sich die lie be treiben, Daß sie dem Echd. pfer treu verbleiben. mm 3 536. 542 Bon der Nachfolge Chrifti, 536. 1'r²maxi 65 6443% 日 14 6 65 R 69 6 Fürst Meine feele nach dir Durf't: Ach, wenn wird, mein hirt, Doch mein herk mit lam. mes art von dir umgurt't! # 65 6 6866# 6 5 438 0 2.Gib, daß ich in lieb und treu, 211s ein lamm, gehorsam sey, Daß mein finn, Lieb gewinn, Stch zum opfer gang und gar zu geben hin. 3. Echende mir den fanften geift, Der nur lindigkeit beweist, Der in mir Sey die zier Und der fchmud, der fiftlich ist und werth bor dir. 4. Gib, daß ich mit tapferkeit Dich zu lieben fey bereit: Wenn mich pein Nimmet ein, Daß ich mög ein lamm und löwe vor dir 65 43 5. Halte mich dir unbefleckt, Und beständig aufgeweckt, Nach zuflehn, Nachzuschn, Und wo du hingehf, getroft dir nachzugehn. Q THE 6 hat, Gib mir armen lamm die gnab, Daß ich hier Für und für, Durch dein blut gestår dket, ftreit und sieg in dir. 7. Führe mich, wenn ich eins mal andern muß im finstern thal, Und im tod, O mein Gott, O! so stård und schüge du mich in der noth. 8. Wenn du wirst auf Zion fehn, Müsse man mich um dich sehn, Ohne pein, Weiß und rein, Da solft du mein Lamm, mein licht und tempel seyn. 537. Mel. Bertzlich thut mich. den, So sucht ihn, weil es thr fine zeit: Wolt ihr den bräutgam binden, Go thuts, weil ers vers leibt: Wolt ihr die cron empfans gen, So rennet nach dem ziel Wer viel meint zu erlangen, Der und dem schmalen Wege. $ Der sucht und müht sich viel. 2. Sucht ihn mit finds geber, den Im Fripplein auf dem heu. Denn wer fein find wil werden, Der geht ihn fracks vorbey. Sucht ihn, den reinen fnaben, In der jungfraun schooß: Denn wer diß gold wil haben, Muß seyn von keuschheit groß. 3. Sucht ihn, sol er sich zeigen, Im ftraßweg der geduld. Wer meiden fan und schweigen, Der findet seine huld. Gucht ihn in wüsteneyenlind abgeschiedenheit: Die mit der welt sich freuen, Die fehlen seiner weit. XXXIX, Von der Verlengnung fein selbst und der Welt. Ch, seele, dend Und flieh den groffen haufen, Was nugen bringts, Stets mit der welt zu laufen? Ach steh boch still, Du laufft dem unheil zu, Und findest doth In allem feine ruh. 543 4. Sucht ihn in creuß und lefs den, Ja trübfal und elend. Denn durch der wohluft freuden Wird man von ihm getrennt. Sucht ihn, wo er im grabe Der telt ge florben ist. Denn wer nicht all'm stirbt abe, Bird nicht von ihm ertieft. 538. Entschlieffe dich zu seyn im frey. M. Der Tag ist hin, mein J. en stand und reiß entzwey All the ih re feste band. D 2. Ach meid die lust, Schen nicht ein furthes leiden: Es wird gewiß Dir viele frend bereiten. Der erste kampf Bringt zwar viel todes fich: If der gewagt, Es wird viel helfen dich. 5. Sucht ihn im himmel bro ben, Im chor der Seraphim: Denn die ihn liebend loben, Sind nicht sehr weit von ihm. Sucht ihn in euren hergen Mit tiefer in nigkeit; So werd't ihr frey von schmerzen Iht und in ewigkeit. 3.Kundg' einmal auf Die dienft barkeit der fünden, Laß ihren frieb In dir nicht stat mehr finden, 4.Ein fühner muthWird nime mer dich gereuen; Er wird viel mehr dein ganzes berg erfreuen: Da du vorherDie fünd haft boche geacht, wirst du nun flets Aufs gute sepn bedacht. 5. Du wirsi sugleich Geniessen aroffe gaben, Der feelen, ruh Wirst du auf erden haben, Des HErren Geißt wird fårcken deis ne feel, Daß es dir nie An kraft und willen fehl. 6. Entschliesse dich Nach seinem wort zu leben, und seiner hand dich gånglich zu ergeben, Lag Chrifti lehr und leben dir allein mm 4 Von der Derlängnung fein felbft 544 Den rechten weg, Ihm nachzu: folgen, feyn. 7.So wird er auch Sich dir im Geift entdecken, Und dir ein licht Dem andern nach anstecken, Bis daß in dir Der morgenstern auf geh, und in dein herk Der volle tag entsteh.. 8. Doch dencke nicht, Daß diß zugleich geschiehet, Es kommt ge schwind, Nachdem man sich bei mühet. Bist du getreu, Und lauf fest reblich fort; So kommst du bald zu dem gewünschten port. 9. Halt stetig an Mit bitten, suchen, flehen, und laß nicht ab, Daß du jurid wolt'ft gehen, Greiff ihn nur selbst Bey seiner zusag an, Die er als GOttZuhali ten hat gethan. 10. Er hat geſagt: Du folt in noth ihn bitten, So wolte er Mit hilf dich überschütten: Drum trau ihm fest, Mach farck die hoffnung dein; So wird sein wort Dir allzeit amen feyn. 539. Mel. Zuf binauf zu deiner. uf, binauf, o feel, in himmel, dich von erben los! Bea, hinweg vom welt getum, mel! Schwinge dich in JESU schooß. Er fümmert sich, weil du ihm wilt widerfireben, und ihm fein gehöre geben: Befinne dich. 2. Fort, nur fort! laß dich nicht fören Durch des fatans falsche lift. An, beran! ben musst du eß ren, Dem du långst verbunden bist. Verlaß die welt, Welche nur im argen lieget, Und dein herge doch betrüget, Bis daß es fällt. 3. Feft, fein fest musst du dich gründen Auf die huld, so Gott dir gibt: Laß, ach laffe was bahin. den, Siehe, wie dich JEfus liebt. Golte die pein, Da der Heiland, dir zu gute, Sich am creuß zu tode blut'te, Denn fruchtlos feyn? 4. Ein, binein in JEsu bertze, Weil die feit eröffnet fleht/ Klag und fag ihm von dem schmerke, Daß dein thun so laulicht geht. Sag es ihm recht, Dein so öfter res gebrechen, Schâm dich nicht mit veu zu sprechen: Ach, ich bin schlecht! 5. boch, ach hoch, muft bur die sinnen Von der erden- lust ente ziehn. Wilt du JEfum lieb gee winnen; So gib dich ihm gångs lich hin, Und heuchle nicht. Denn er wird dein herk ansehen, Ob es wil die welt verschmähen, Wie er selbst spricht. 6. Auf, hinauf zu JEsu thro me Nahe dich, entbundner geiſt, Sodir JEfu huld verheifft. Er rufet dich, um dich ewig zu erhes ben, Du musst ihm die antwort geben: HErr, hier bin ich. 540. Mel. Entfernet euch ihr. Eglückter Rand getreuer fees len, Die GOtt allein zu ihs rem theil, Zu ihrem schak und zwedk Be und der Welt. zweck erwehlen, Und nur in SE, fu suchen heil, Die GOtt zu lieb, Alus reinem frieb, Nach ihres treuen meisters rath, Sich selbst verleugnen in der that. 2. Ach, folt man was mit GOtt verlieren, Der alles guten ursprung ist? Nein, feele, nein, du wirst verspüren, Wenn du nur Deiner erst vergif'ft, Daß, in der seit Und ewigkeit, Dein GOtt dir ift, und wird allein Gut, ehre, luft und alles seyn. 3. Betrogne welt, verblendte fünder, Ihr eilet einem schatten nach, Betrüget euch und eure Fin, der, Und flürgt euch selbst in web und ach: Ihr lauft und rennt, Das berg euch brennt, Ihr tappt im finstern obne licht, Ihr sorgt, ihr sucht, und findets nicht. 4. Was fol euch reichthum, gut und schäße? Was wohluft, ehre dieser welt? ich glaubt, es find nur ftrick und nege, Die eure fchmeicheley euch stellt. Die Des lila ft wahrlich nah, Wenn ihr der welt im schooße ruht, Und meinet noch, wie wohl es thut. 5. Unmöglich fan was gutes geben Die, so ia selbst im argen 545 legt: Der eitelkeit ihr falsches lee ben Macht wahrlich nie ein berg vergnügt; GOtt muß allein Die wohnung seyn, Darin man wah re rub geneufst, So uns erquict an feel und geist. 6. Drum dendet nach, wohin ihr laufet, Befinnet euch, und werdet flug: Ergebt euch dem, der euch erfanfet, Und fotget jei nes Geistes zug: Nehmt JEfum an, Der ist der mann, Der alle fille in fich hat, Die unsern geist allein macht satt. 7.D füffe luft, die man empfire det, Benn man zu ihm das bers te lenckt, lind sich im glauben dem verbindet, Der sich uns selbst zu eigen schenckt. Der engel beer Hat felbft nicht mehr An reich. thum, ebre, freud und lust, Als Chrifti freunden wird bewusst. 8. Mein JEfu, laß den schluß uns faffen, Zu folgen dir auf dei ner bahn, Uns selbst, die fünd und welt zu haffen, Ja, was uns nur aufhalten fan: So gehn wir fort Bis an den ort, Wo man in vollem licht und schein Ohnwechs fel kan geniessen dein. 541. Funnumitsemi 6667 0 6 Mis 5 GET THE * 1 Behalt 546 Bon der Verleugnung fein felbft 6 6 6% Ehalt, Egypten, deine cro, ne, pur an: Ich sehne mich nach ie nem lohne, Der mich weit mehr erfreuen fan. So spricht, der bey erwehlter schmach nicht mehr ein cron- pring heissen mag, Und bey ergriffnem hirten stabe, Legt crone, fdmuck und purpur abe. 2. Dort ist, spricht er, das rech, teleben, Da wird die crone mir bereit; Solt ich wohl dieses Hei nod geben Für deiner würde ei felkeit? Woht mir, daß ich fie Siehen fan, Ich fang der våter leben an, Und wil, wie sie mit luft und freuden In guter still die schaffein weiden. 3. So macht ein frommer feine reurbe, Und ben verborgnen glang und schein, Auch bey des feibes druck und bürde, mit fremben fchmucke nicht gemein. Bom himmel ftammet fein ge schlecht: Drum hålt er über die fem recht, und nach dem beyspiel 6* 219 65 6 67 6 7 6 68 6 5 4% 0 EXTENGI MUZE berer alten, Sich eitler freundi 4. Er ist von oben her gezeuget, Da ihn Jehovah angeblickt, Jes rusalem hat ihn gesäuget, Und wunderprächtig ausgeschmückt, Wie, wenn der morgenrdthe pracht Durch die beglångte wol de lacht; Der thau sich wun. derbar ergießet, Und Hermons gangen berg befliesset. 5. Drum ist sein wandel auch nun droben, Das ird'sche ist ihm foth und mist; Darin hålt er die wahre proben, Daß er aus GOtt geboren ist. Denn zeigts doch felber die natur, Indem ia iede creatur Nach ihrem ersten ur fprung gebet, und ohne diesen nicht bestehet. 6. Das meiqlein blüht nur ant dem flamme, Das tröpfein fel get feinem bach, Das flammfein lobert mit der flamme, Das schäfaen geht der mutter nach, Der fisch verlässt sein waffer nicht: und der Welt. Ein drift lebt in dem frohen licht, Das ihn zum licht hat neu geboren, Und ju des lichtes find erforen. 7. Doch wird sein leben noch verborgen Mit Chrifto hier in GOtt geführt, Er selbst hat oft. mals schwere forgen, Wenn er nichts von der gnade fpürt; Er trauret oft die gange nacht, Und wenn der morgen wieder lacht, So feufit er: wo bleibt meine jonne, Erscheint fie nicht auch mir jur wonne? 542. el. Wer nur den lieben. leidet nicht gesellen, 3. Drum ist diß täglich ſeinem fall fie tren nud reblies 8. bitte, Die er mit vielen thránen nest, Daß doch einst diese schwe re hütte, Die uns in manche une rub setzt, Zerbrechen möchte, und der geist, Der von dem himmel ist gereift, Alls wie mit schnellen tauben flügeln Sich schwinge nach den zions hügeln. brennt. 3wo sonnen mögen nicht erhellen Beysammen an dem firs mament. Wer herren, die einan der feind, Bedienen wil, ist feines freund. 2. Was hinckst du denn auf beyden seiten, D feel, ist Gott der HErr, dein schat? Was haben denn die eitelkeiten Vor einen anspruch, theil und plak? Sol er dich) nennen seine braut, Kanft du nicht andern seyu vertraut. 9. Gold, perlen, edelsteine, cronen, Und was ein mensch für Herrlich hält, Ja, wårens auch die böchften thronen, Ich sage mehr, die gange welt, Sieht er nicht in dem wege an, und hält sich wie ein wadrer mann, Der nach dem Fleinod recht zu fireben, Sich ab les dinges muß begeben. 547 erhaltnen siegen, Die kämpfer JEfu Chrifti frigen. 11. Dahin, o JEsu, meiner feelen Gar wunder schöner braus tigam, Dahin, ich wil dirs nicht verhelen, Verlangt dein auser. wehltes lam. Mein Herz ist künf tig so bestellt, Daß es sich alles dings enthält: Du wirst mirs wohl nicht fehlen lassen, Auch einst das kleinod anzufassen. 10. Er weiß die unverweldte crone, Die ihm im himmel bey, gelegt, Dergleichen vor des Lam mes throne Die schaar der aus erwehlten trågt, Die crone der gerechtigkeit, Sonach wohl aus geführtem fireit, Und ritterlich 3. Im fall du Chriftum wilt behalten, So halt ihn einig und allein; Die gange welt fol die erfalten, und nichts als lauter greuel seyn. Dein fleisch muß fterben, eh die noth Der sterblich feit dir brings den tod. 4. Warum solt ich doch das umfangen, Was ich so bald vera lassen muß? Was mir, nach abe gefürttem prangen, Brächt ewig edel und verdruß? Solt ich um einen Don der Derleugnung fein felbft 548 einen dunft und schein Ein scheu fal heilges Geiftes seyn. 2. Müde, die der arbeit menge Und der heiffe ftrahl beschwert, ünschen, daß des tages lange Werde durch die nacht verzehrt) Daß sie nach so vielen lasten Kedn. nen fanft und füffe raften: Ich wünsch igt bey dir zu seyn, Allers schôdnfies JEfulein.tel abiv 6. Ach GOtt, wo sind sie, die vor fahren Ergeben aller eitelkeit, Und in die welf so brünftig waren Verliebt? des schndden leibes. Heid Sind würmer, ihre feele figt In ewig beiffer glut und enn ich könte bey dir seyn, Al Schwißt? 3. Ach möcht ich in deinen ar men Sp, wie ich mir wünschen wolt, Alerliebfler schak, erware men; So wolt id) das feinste gold, Das in Ophir wird gegraben, Nicht für dief ergetzung haben, ទ lerliebstes JEfulein. G 7. Die welt fenckt ihre todten nieder. Und weckt fie nimmer wie der auf; Mein schaß ruft seine todten wieder zum unbeschrånck, ten lebenslauf, Berklärt sie wie Das morgenroth, Wenn iene nagt der andre tod. 5. Die augen dieser erben la Chen Zwar weidlich in der fierbi lichkeit, Beweinen aber in dem rachen Der Höllen ihr unendlich Leid: Die engel traub bergegen trandt Den, der mit thränen hier fich fråndt. 8. Was hab ich denn, o welt zu schaffen mit deiner leichten rosen cron? Fleuch hin, und gib sie deinen affen; Laß mir des creu Bes born und hohn. Besiz ich JE fum nur allein; ft alles, was zu wünschen, mein. 4. Andre mögen durch die wel len Und durch wind und Flippen gehn, Ihren handel zu bestellen, Und da sturm und noth ausstehn: Ich wil meine glaubens, flügel Schwingen an der Sternen hüget, Ewig da bey dir zu seyn, Allers liebsles JEfulein. 5. Causendmal pfleg ich zu fa gen, und noch tausendmal darzu: Ach! würd ich ins grab getragen, Ey, so fám ich zu der ruh, Und mein beftes theil das würde, Frey von dieser leibes bürde, Je und ewig um dich seyn, Allerschön. ftes JEfulein. du schlafes 543. Vel. 3Efu meines Lebens. o gebände, Dagft gefallen, avem du bruder, Komm, and führe mich wilt, Deine scheinbarliche freude If mit lauter angst umbüllt. Des nen, die den himmel haffen, Wil ich ihre welt- luft laffen; Mich ver, langt nach dir allein, Allerschön. Res JEfulein. nur fort, Löfe meines fchifleins ruder, Bringe mich in sichern port. Es mag, wer da wil, dich scheuen, Du kanst mich vielmehr erfreuen: Denn durch dich komm ich ich hinein Zu dem schönsten JE Julein. tok od 300 7. Ach, daß ich den leibes ter der Heute noch verlassen müsst, Und fäm an den sternen årcker, Bo das haus der freuben ift! Da wolt ich mit wort- geprän ge, Bey der engel grossen men ge Rühmen deiner Gottheit 1165 43 und der Welt. d no 6 6 6 Sant wit me 6 549 schein, Allerschönstes JEfulein. 8. Doch weil ich die jeelen. auen und den güldnen himmels. faal Jkt nicht kan nach wünschen schauen, Und muß hier im thras nen that noch am Fummer fa den spinnen: Ep, so follen meine finnen Unterdeß doch bey dir seyn, Allerschönstes JEfulein. 1 $ 544. 6 PIEE 5 6 65 6 43 0 sid 65 65 65 430 6 2016 BB 65 6.65 6 5 Alles wies auch diß eine Lehre mich erkennen scheine, Ift ia nur ein schweres joch, Bon der Derleugnung fein felbft 550 joch, Darunter das herge sich nas get und plaget, und dennoch kein wahres vergnügen erjaget. Ers lang ich diß eine, das alles ersegt; So werd ich mit einem in allem ergeßt. 2. Seele, wilt du dieses finden, Suchs ben feiner creatur: Laß, was irdisch ist, dahinden, Schwing dich über die natur, Wo GOtt und die menschheit in einem vereinet, Bo alle vollkoms mene fille erscheinet, Da, da iß das beste nothwendigste theil, Mein ein und mein alles, mein feligstes heil. 3. Wie Maria war beflissen, Auf des einigen genieß, Da fie sich zu JESU füffen Boller an. dacht nieder ließ, Ihr herke ent Brannte diß einßig zu hören, Was JEfus, ihr Heiland fie wolte be Jehren, Ihr alles war gånglich in JEsum versendt, Und wurde ihr alles in einem geschenkt. 4. Also ist auch mein verlan gen, Liebster JEfu, nur nach dir, Laß mich treulich an dir hangen, Schende dich zu eigen mir. Ob viel auch umfehrten zum grösse, ften hauffen; So wil ich dir den noch in liebe nachlaufen. Denn dein mort, o JEsu, ist leben und geist. Was ist wol, das man nicht in JEsu geneufft? Worinnen die demuth und eine falt regiret, und mich zu der weiss heit, die himmlisch ist, führef. Ach! wenn ich nur JEfum, recht Fenne und weiß; So hab ich der weisheit vollkommenen preis. 6. Nichts fan ich vor GOtt ia bringen, 21s nur dich mein höch stes gut, Jefu, es muß mir geline gen Durch dein rofinfarbes blut. Die höchste gerechtigkeit ist mir erworben, Dadu bist am flamme des creuges gestorben: Die klei der des heils ich da habe erlangt, Worinnen mein glaube in ewig Feit prangt. 7. Nun, so gib, daß meine feele Auch nach deinem bild erwacht: Du bist ia, den ich erwehle, Mie zur heiligung gemacht. Was die net zum göttlichen wandel und leben, Jft in dir, mein Heiland, mir alles gegeben: Entreiffe mich aller vergänglichen luft, Dein les ben sey, JEfu, mir eingig bewusst. 8.Ja, was sol ich mehr verlans gen? Mich beschwemmt die gna den- fluth. Du bist einmal einges gangen In das heilge durch dein blut; Da hast du die ewge erlös fung erfunden, Daß ich nun der höllischen herrschaft entbunden. Dein eingang die völlige freyheit mir bringt, Im findlichen Geis ste das Abba nun flingt. 5. Aller weisheit höchfte fülle 9. Bolles gnügen, fried und In dir ia verborgen liegt: Gib freude Jho meine feel ergeht, nur, daß sich auch mein wille. Weil auf eine frische weide Mein Fein in folche schranden fügt, hirt, JEsus, mich gefegt. Nichts fiffers fan also mein herge erla ben, 2lls wenn ich nur, JEsu, dich immer fol haben: Nichts, nichts ist, das also mich innig er quickt, als wenn ich dich, JEsu, im glauben erblickt. 10. Drum auch JEfu, du al leine Solt mein ein und alles und der Welt. PorquerTEAK 68 67 66% 0 B EX Q 6 muhim andmigthewolume 6 6% G JELA 6 65% S 56 55E seyn, Prüf', erfahre, wie ichs meine, Tilge allen heuchel- schein, Sieb, ob ich auf böfem, betrüge lichem flege, Und leite mid), Höchfter, auf ewigem wege. Gib, daß ich hier alles nur achte für koth, Und JEsum gewinne: diß eine ist noth. 007 th 545. Ntfernet euch, ihr matten träfte, Von allem, was noch irrdisch heisst! Wirf hin, die zeit lichen geschäfte, Mein gnug ge plagter müder geist! Nun gute nacht, Es ist vollbracht, Ich fang ein ander wesen an, Das sich mit nichts vermengen kan. 2. Jhr berg und thåler helft 68 6 58 6* 5 4 6 5 6 65 4 3 0 mir singen, Befingen meines JE su preis, Der unter so geringen dingen Mich doch so lang zu schü Ben weiß. Habt gute nacht, Ich habs bedacht, Es ist mit mir recht hohe zeit, Zu fliehen die vergångs lichkeit. 3. Ihr seyd ia wol, ihr grünen auen, Im sommer lieblich anzus lebu Don der Derleugnung fein selbst 552 sehn; Doch wird man auch an euch bald schauen, Wie alle schön heit muß vergehn. Drum gute nacht, Nimm diß in acht, Mein berk, du liebeft von natur Nur allsugern die creatur. 4. Hat du bisher noch was ge liebet, Das dir hat zeit und fraft verzehrt, So sey denn auch nicht mehr betrübet, Wann dir wird der Gib gute nacht, Der bräutgam wacht, Und wil, daß feine braut ihm bleib Ein wohlgeschmückt jungfrau lich weib. 5. Nur weg, du schndde eigen liebe! Du musst mein herge loffen leer, 3u folgen dessen liebes trie be, Dem nur allein gebührt die ehr. Nun gute nacht, was sich selbst acht, Ich geh nun von mir selber aus, 3u ziehn in meines liebsten haus. 6. Ach reiß mich los von allen banden, Von den subtilften negen frey: Mach aller feinde rath zu schanden, Daß ich dein freyes schäfgen sey. Hab gute nacht, Du lift und macht, Die mich so oft betrogen hat, Euch fehlt an mir nun rath und that. 7. Wie füß ist doch ein freyer wandel In voller abgezogenheit, Wann dieser welt ihr toller han del Uns feine sorg noch furcht be, reif't. Ja, gute nacht, Du luft and pracht, Ich bin bereits in meinem finn Verlobte braut und Tonigin. 8. Verbirg mich nur in deinen frieden, und drück mich tief in deis nen schooß. Mach mich von allem abgeschieden, Und von den creas turen blos. Nun gute nacht, Die liebe macht, Daß ich mich selbst vergessen fan, Und sehne mich nur himmel an. 546. el. Wachet auf, ruft uns. OTT wohnt in seiner mels Gucis: hõbe, Bil, daß mein finn erhöhet stehe, und suche das, was himmlisch heist Gott hat aus erde mich formiret, Mich felbft gebildet und gezieret, Mit dem mir eingehauchten Geift: Mensch schaue diß wohl ein. Du folt nicht irdisch senn hier auf ers den, und bist du schon Aus erd und thon, Stamt doch dein geist von GOttes thron. 2.Mein berk steig auf und wek ter gehe, Der ew'ge aufgang aus der höhe Hat dich erkauft mit seis nem blut. Im fünden fall warft du verdorben, Das ew'ge licht hat dir erworben Dein vor vers lornes erb und gut. Erwege doch diß heil; O, fuche doch dein theil Nicht auf erden; Dir steht bereit Die ewigkeit, Die suche hier fchon in der zeit. 3. Mein GOtt, du hast mich theur erforen, 3ur ewigkeit mich neu geboren Durch deines ew'gen Geistes fraft: Dein Geist durch, flammet mein gemüthe, Durch fufft mein herg mit ew'ger güte, Schendt Td und der Welt. Schendt himmels kost und ne. star- saft: Drum sot die erden luft Mir nicht mehr seyn bewusst. Hert und ohren Durchdringet schon der süsse ton Von GOttes ew'gen freuden thron. 547. 553 begehret, Wird in JEsu dir ges wehret: Suche JEfunt nut at lein, Mit dem bleibet alles dein. 7. Suchst du wahrer weisheit gaben; Du kanst sie in JEsu has ben: Er hat alles wiederbracht, Ift zur weisheit uns gemacht. Mel. Liebster JEfu, du wirft. OTT und welt, und beyder glieder, Sind einander stets Juwider: Was GOtt lobt, das schilt die welt, Und er schilt, was 9. Wilt du ehr und ruhm erstei fie hoch hålt. 8. Wünschest du dir kraft und stärcke; Wird in JESU deine wercke: In dem HErrn ist flård und macht, Sieg und leben wies derbracht. 2. Klugheit nach des fleisches finnen, Kunst, geschickliches bei ginnen, Irdisch reichthum, ho, heit, macht ft ihr schag, den fie bewacht. gen; Gib dich JEsu nur zu eigen: Niemand hat mehr ehr und ruhm, Als wer JEfu eigenthum. 10. Trachtest du nach gut und schågen; Laß dich JEfus lieb ers gegen: JESU liebe fan allein Deiner feelen reichthum feyn. 11. Lieb in JEsu, was du lie best; Ub'in JEfu, was du übest: JEsum, JEsum laß allein Alles dir in allem seyn. 12. Wer sich JEsu gang ergis bet, Ohne dem nichts liebt noch übet, An ihm sein vergnügen hat, Der ift felig in der that. 3. Aber GOtt hat an dem al len, Da mans liebt, ein mißge fallen, Und hålt Hoch das, was die welt Thdricht, schwach und niedrig hålt. 4. Was wilt du dich denn er, heben, du staub, in folchem le ben? Dein thun treuget überall, Solch erheben ist der fall. 5. Bilt du recht erhaben wer. den, Laß das wefen dieser erden, JEfum, JEsum laß allein Alles dir in allem feyn. 6. Was bein herk, o mensch, 665 6 6 6 5 4 3* 13. JEsu, gib mir folche gnas de, Daß ich dich nur zu mir lade; Un dir habe meine freud, JEsu, meine feligkeit. 548. 6 65 Nn dituz 87 65 98 65 43 6 554 aylant Von der Derleugnung fein felbft H ochfter Prießer, der du dich Selbst geopfert haft für mich, Laß doch, bitt ich, noch auf er den Auch mein herk dein opfer werden. 2 Denn die liebe nimmt nichts an, Was du liebe nicht gethan: Was durch deine hand nicht ges het, Wird zu GOTT auch nicht erhöhet. E 65** 6 9 9865 380 3. Drum fo todt und schlachte Hin Meinen willen, meinen sinn, 6 b6.6 ↓ 5 43% 6 66% 6 65 438 Reiß mein herk aus meinem here gen, Solts auch seyn mit tauſend schmerger. 4. Trage holg auf den altar, Und verbrenn mich gank und gar: O du allerliebste liebe, Wenn doch nichts mehr von mir bliebe! 5. Also wird es wol geschehni Daß der HERR es wird ansehn, Also werd ich noch auf erden GOtt ein liebes opfer werden. 549. 6 66 65 56 65 65 43% ņ 5 43 BEF $ 5 65 53 43 66 55 6 65 5 438 und der Welt: lebe nun zier, wie lange, Joann Christus ist mein leben, 3ft dem bergen bange, Und vers Und meine lieb ift gar Mit ihm ans creuß gegeben. Es wisse nun die gange welt, Daß mir nichts mehr an ihr gefällt; Weil meine lieb gecrengigt ift. langt nach dir. GOttes Lamm, mein brautigam, Ausser dir fol mir auf erden Nichts sonst liebers werden. 2. Unter deinem schirmen Bin ich für den stürmen Aller feinde frey: Laß den satan wittern, Lag den feind er bittern, Mir sieht JE sus bey. Ob es ist gleich fracht und blist, Ob gleich fünd und bölle schrecken; JEsus wil mich decken. 2. Es herrscht in mir fein feur Der lüsternden begierden, Mein berge brennt auch nicht nach pracht und eitlen zierden, Es fan tein reichthum, geld und gut Verblenden meinen finn und muth; Weil meine lieb gecreu, Bigt ist. 555 3. Ich habe keine luft An den geschaffnen dingen, Mir fan, was zeitlich ist, Nicht eine freude brin. gen; Des fleisches schönheit und ihr ruhm Scheint mir wie eine blaffe blum: Weil meine lieb ge creußiat ist. 4. Es darf fich nun nicht mehr Die welt um mich bemühen, Sie wird mein herge nicht zu ihrer liebe ziehen, Ich lieb und füß auch in dem tod Den süssen JE, fum, meinen GOtt, Dem meine lieb grcreutigt ist. 550. Esu, meine frende, Meines 3.Trok dem alten drachen, Trok destodes rachen, Troß der furcht dazu! Sobe welt und springe, Ich bin hie und finge In aar fichrer ruh: GOttes macht hält mich in acht, Erd und abgrund muß vers stammen, Ob sie noch so brumen. bist mein ergeßen, JEfu, meine 4.Weg mit allen schätzen! Du luft. Weg ihr eiteln ehren! Ich mageuch nicht hören. Bleibt mir unbewusst. Elend, noth, creuß, schmach und tod Sol mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von JEfu scheiden. 5. Gute nacht, o wesen, Das die welt erlesen, Mir gefälst du ride, JEsu, meine nicht: Gute nacht, ihr sünden, NR 2 Bleibel Donder Derleugnung fein felbft 556 Bleibet weit dahinden, kommt nicht mehr ans licht: Gute nacht, du stolk und pracht, Dir jey gang du laster leben, Gutenacht gegeben. 6. Weicht ihr trauergeifter, Denn mein freuden meister, JE, fus, trit herein. Denen, die GOtt lieben, Maß auch ihr betrüben Lauter freude seyn: Duld ich schon hier spott und hohn, Dens noch bleibst du auch im leide, JE fu, meine freude.. 551. Mel. Wer nur den lieben 2c, Mfagen Der welt und aller Ein herge sol nun gang abs eitelfeit, Und nur nach JEfu lie be fragen, Dieweil fichs regt in biefer zeit. Wie lange fol für eis telm schmerk Unruhig feyn mein armes herk? Singe den ersten vers von JEfu meine Freude zc. 2.So mein hirt, JEfus, mich erfreuet, und mich mit seinem stabe schütt, So fteh ich frdlich, wenn mir drauet Des wolfes lift, mit grimm erhigt: Weil mir nichts übele schaden wird, So lange JEfus ist mein hirt. v. 3. Troß dem alten drachen. 4. Mein schak, mein hirt und meine weide, Versalge mir die falsche welt, Daß ich alsbald von ihr abscheide, Erhebe mich ins himmels zelt: Da such und find ich einkig plak, Wo Jesus Chris ftus ift, mein schaß. v. 4. Weg mit allen schätzen 16. 5. Chriftus, mein freund und hergens, könig, Bergdönnt nicht, daß ich lieben sol, as ihm vers hafft, und allzuwenig Thn liebt, weils andrer liebe voll. Drum fey die welt mein fteter feind, Nur Christus sey allein mein freund. v.5. Gute nacht, o wesen ze. 6. Gut, ach wie gut hats eine feele, Die aller welt gibt gute nacht: Troß, daß fie ferner also quâte Der geiß, die wohlluft und der pracht. Nun ist sie ims mer wohl gemath: Wohl ihr, fie hat es ewig gut. v. 6.Weicht ihr trauer, geister ic. M. Mein hergens JEsu, meine. 7. Freundschaft mit GOTT und himmels luft 3ft angefans gen worden, Kein sehnen ist mir mehr bewusst, Als nach der engel orden: Denn mich verlangt mit groffer fraft Nach Chrifti freund und brüderschaft, und nach der bimmels pforten. v.2. Unter deinem schirmen. 3. Nuh nur auf JEsu liebstem Bergen, als ein gefundnes schaf lein ftill, So er nach vielen dör. ner schmerzen An seiner bruft er 552. wärmen wil, Und trägt dich heim Mund fladderst du noch, was Mel. Die lieblichen Blicke. Ein wie wandkest jur rechten spur Der andern schas fe: ruhe nur. bilft dir das ringen Nach irdis schen Ad fchen dingen, Und immer zu zie hen das fündliche joch? Das nd thighte theil J JEsus, dein heil: Drum richte den finn Zum him, lifchen hin, 2. Mein holdefter JEsu, du füffeste luft Rechtschaffener feelen, Die dich nur erwehlen, Wie we nig ist mir noch dein wesen bes wusst: Laß sterben in mir Des 8. Mein wille sey gånglich in fleisches begier, Nach bir nur ab lein Laß hungrig mich seyn. 7: So siebe, mein JEfu, mich gånglich in dich): Laß in mir zers rinnen Die herrschaft der finnen, Und leite die sirdme der liebe in mich. Dein himmlischer glang Durchleuchte mich gang, Hin führo allein Dein eigen zu seyn. 3. In dir ißt die fülle des allen, was gut: Das andre betrüget, Was fleischlich vergnüget, Es schwachet den glauben, entkräftet den muth. Wer alles verlässt, Und hanget nur fest an JEsu al lein, Kan freudiger seyn. deinen verfendt: Jm leben und freuden, Im wircken und leiden, Werd alles nach deinem gefallen gelendt. Dir geb ich mich hin Fm findlichen sinn: Ach lebe in mir, Co lebe ich dir. 553 M 4. Uch, lehre mich kehren in inneren grund: Laß mich recht im mesen Der Gottheit genesen, Und thue die richtigen wege mir Fund. Verleihe da mir zu finden in dir, Was ewig ergeht, Und nimmer verlegt. m1. Romm, o komm du. Eines lebens beste freude thron, Meiner seelen troft und Jft der himmel, GOttes weide Ist mein JEsus GOttes Sohn: Was mein herge recht ers freut, Jft in iener herrlichkeit. 2. Andre mögen fich erquicken An den gütern dieser welt: Ich wil nach dem himmel blicken, Und zu JEsu seyn gesellt: Denn der erben gut vergeht, JEsus und fein reich besteht. und der Welt. 5. Ums irdische wil ich mich nicht mehr bemühn: Ich wil nur erwehlen Den bråutgam der fees len, und alles das andre ohn unterlaß fliehn. Er füllet die brust Mit himmlischer luft, Und was man begehrt, Wird in ihm gewehrt. 6. Er ist auch der befte und treueffe freund: Es wallet von liebe Und inniqstem triebe Sein berte, das allzeit es brüderlich meint. Er schencket zugleich Sein 557 ewiges reich, In welchem es nicht Un freude gebricht. 3. Reicher kan ich nirgends werden, Als ich schon in JEsu bin: Use schätze dieser erden Sind ein schnöder angst gewinn. JEsus ist das rechte gut, Das der feeten fanfte thut. 4. Glånget gleich das welt ges pränge, Ist es lieblich anzusehn, Währt es doch nicht in die lange, Nn 3 Unb Von der Verleugnung fein felbft $ 58 Und ist bald damit geschehn: Pisklich pfleget aus zu seyn Dies fes lebens glang und schein. 5. Aber dort des himmels ga ben, Die mein JEfus innen hat, Können herk und feele laben, Machen ewig reich und fatt, Und bergeht zu feiner zeit Jenes les bens herrlichkeit. 6. Noft und motten, raub und fener Schaden auch der freude nicht, Die mein JEsus, mein ge freuer, und sein himmel mir vere spricht: Dort ist alles ausger merkt, was die feele Frânckt und schmerzt. 7. Einen tag bey JEsu fiken, I viel besser als die welt Eau fend jahr in freuden nüßen: Aber ewig seyn aestellt zu des HErren rechter, hand, Bleibt ein außer wehlter fland. 8.Trinden, effen, tengen, sprin, gen Labet meine feele nicht: Aber nach dem himmel ringen, Und auf JEfum seyn gericht, Jft der feelen schönste zier, Geht auch al Ter freude für. 9. Ach, so gönne mir die freu de, JEfu, die dein himmel hegt, Sen du selber meine weide, Die mich hier und dort verpfleat, Und an dir recht froh zu seyn, Nimm mich in den himmel ein. 554. M. Der Tag ist bin, mein 3. nun Mun gute nacht, Du eitles welt getummel, Mein herkze fehnt Sich fort nur nach dem himmel: Denn deine luft Bringt nichts als pein und laft; InChristi lieb' Find ich nur ruh und raft. 2. Mein Heiland ruft, Mich ihm zur braut zu werben, zu seis ner ehr und seines reiches erben: Was ist dem gleich? Ach nichts, auf dieser welt, Nicht creatur, Nich: gold, das sonst gefällt. 3.Solt ich denn wol Mein glüs cke selbst verschergen? Das möcht ich ia Wol nimmermehr vers schmerken: Nein! JEsu, dir Er geb ich mich allein, Dufolt nun mein, Ich dein vollkommen seyn. 4. Mit dir, mein schak, wil ich mich recht verbinden, Mein herk kan doch Sonst keine ruhe finden; nur deine fieb Mein füffes labfal ist: Drum fleuch, owelt, Ich liebe JEsum Christ. 5. Er ist mein Lamm, Das zarte ste kind auf erden, Das schönste bild, fo mag gefunden werden: Sein augen licht Hemt mir mein herß und sinn, Daß ich für freud Nicht ben mir selber bin. 6.D groffer HErr, Hoch über alle herren, GOtt Zebaoth, Den auch die engel ehren, Was ist der mensch, Daß du sein so get denckst, und deine lieb In seine seele fenckft? 7. Hallelujah, Es ist mir schon gelungen, Mein Heiland hat mich füßiglich bezwungen: Drum schudde welt, Fahr hin mit dei ner luft, Mir ist forthin Nur GOtt allein bewusst. 555. 6 65 6,67 5 und der Welt. 555. of 606 6 986 Nur das Ein' hått auserforen, So her, geist und feel erfreut. 2. D, der alles hätt' vergessen, Der nichts wüsst als GOtt allein, Deffen gute unermessen Macht bas herk still, ruhig, rein. 6 3. D, wer doch gar wår ertrun den In der Gottheit ungrund. fee: Damit war er gang entfun. den Ullem kamer, angst und weh. 4. O, der alles Fonte taffen, Daß er frey vom eiteln all, Wan dern möcht die friedens straffen, Durch diß thrånen jammer thal. 5.D, wir unser herk entnom, 65 643 656 der alles hätt' verloren, men Dem, was lockt durch eis teln glank, Und hält ab zu zu kommen, In dem alle gut ist gang. THE 65 65 556. 0 Nn 4 21 6 O 4* 0 4% 0 6.0, daß wir GOtt möchten finden In uns, durch der liebe licht, und uns ewig ihm verbins den; Ausfer ihm ist eitel nicht. 7.0, wår unser aug der feelen Stetig nur auf GOtt gewendt; So hätt auch das sorglich quas len Im gewiffen gang ein end. 8. O du abgrund aller güte, Zeuch durchs creuß in dich hins ein, Geist, seel, hert, finn und gemüthe, Ewig mit dir eins zu seyn. 6 559 WHI S 6 566 4 3 0 A EE Om n 960 43 656 98 拜 6 Von der Derlengnung fein felbft ** 6.65 665 43% HT SAMMA 6 66 G 4 665 2654 30 Menschen Find, wilt du mit GOtt Genauer vereis niget werden; Ey, so musst da durch Christi tod Sterben ab 16 tod bem mefen der erden: Unsers Heilandes tod ist die einige bahn, Da man geht himmel an. 2. Du musst die welt mit ih. tem thun In deinem gemüthe verlaffen, Anders kanst du in GOtt nicht ruhn, Eiteles lieben heiffet GOtt haffen: Unsers Hei landes tod is die einige bahn, Da man geht himmel an. 3. So schwinge dich aus dieser welt, Erhebe die edelen finnen, Suche einig des himmels zelt, Haffe alles eitle beginnen: Un fers Heilandes tod ist die einige bahn, Da man geht himmel an. 557. Mel Fren dich sehr, o meine. Shopfer aller menſchen kin oer, Groffer GOtt, ich klage ņ 郵 66 Al dir, Daß ich stets, ich böser füns der, Murre wider dich in mir: Immer wil ich meistern dich, Bessern dein geschöpfe mich: Nur denck ich zu werden immer Grösser, aber frömmer nimmer. 2.Seh ich einen, der gelehrter, Der beglückter ist, als ich, Der ba reicher und geehrter, Stracks mein herk entrüstet sich; Trogig denckt es, und voll neid: Was fol dieser unterscheid? Ich möcht auch wol solche gaben, und wol mehr, als iener, haben. 3. HErr, ich bin ia dein ges schöpfe, Hast aus erden mich ges dreht, Wie ein töpfer feine töpfe, und in deinem willen steht, Was du machen wilt aus mir: Soll ich widerstreben dir? Ach! du fanst mich schmeissen nieder, Und zu scherben machen wieder. 4. Gnad ist alles, was wir ha ben; Nichtes du uns schuldig bift: Du gibst alle gute gaben, Wie es dir gefällig ist: Laß mich diß be Denden recht, Laß mich, als ein frommer knecht, Frdlich deines willens leben, Seyn vergnügt mit deinem geben. 5. HErr, hie bin ich, dein ge fåffe; Lege brein, was dir beliebt, Und was deinem rath gemässe. Deine hand was beffers gibt, Als mein herk erdencken fan: 1 B TE plutütbtagi man 6 6 6 6598 6 111 5 43 6 98 6 455 3 4323 und der Welt.do 98 53 5 643 4 561 nur um diß ruf ich dich an; Wol left( diß nur ich begehre) In mich fassen deine ehre 6. Laß mich fein gefäß der fün den, Nech des satans werckzeug seyn, Daß du mich flets rein bes finden und in mich mögst fassen ein Deine gnade, die da nicht In ein toth geschirr einzieht. Nun, GOtt, dein find alle gaben, Was ich sol, das werd ich haben. 111 558. 98 6555 5 43 43% 23% 6 6 6 9878 8 5 6 56 3 87 8 65 565545 53 3433 23 76 5 43 6# 5 5 075 55 5 3 3 5 403 3 Seele, was iſt ſchöners wol, welt, und bleibet welt, Welt, gut GOtt! fer ihm ist alles voll Eitelkeit und spott, Ja noth und tod; Welt is mit dich zu Gott. 2. Hat der himmel etwas auch, 15 Das 562 Das kan besser seyn? Auf der er den ist nur rauch, Was sol seyn ein schein? Es ist ein spott. Welt ist welt ic. 3. Seele, such das höchste gut, Deinen GOtt und HErrn: Auf, hinauf mit deinem muth, Hin bis an die stern! Hier ist nur spott. Welt ist welt, ic. Don der Berlengnung fein felbft 4. Hier auf diesem runden plag Kanst du bleiben nicht: Erachte nur nach deinem schatz In dem klaren licht, Da ist kein 6 6 656 6770 Fors 5 43 ņ spott. Welt ist welt, und bleibet ze. 5. Wer auf GOtt den HErren baut, Wird dort wohl bestehn, Wer der zeitlichkeit vertraut, Wird dort jammer sehn, Mit höchstem spott. Welt ist welt, 2c. 6. Seele, bencke, daß du bist Zu des höchsten reich Theur ers fauft durch JEfum Chrift Von des fatans reich, Aus allem spott. Welt ist welt, und bleibet melt, Welt gut mit der welt hinfällt: Schwing dich zu GOtt. 559. 特技 表 5 598 4% O oft ein blick mich auf wärts führet, Und meinen geist ein fitrahl berühret, Der von gions glang ausgeht, il mein berg zu enge werden, Beils auf S 5 66 566 4# Q ņ HE 6.655 66 erden Schon in himmels träften steht. 2. Da bin ich in die böh geflos gen, Und iener welt schon nache gezogen, Alles wird mir viel zu flein, und der Welt. Flein, Daß mein herge plak da båtte: Denn die ståte Muß ein weiter himmel seya. 3.Was sollen mir denn nun die fachen, Die ein gemüth voll uns ruh machen, Ich fan der entus brigt seyn: Denn meine auge Fennt den führer und regirer, Der mich führt zum Einen ein. 4. Der schatten ist mir zu ges ringe, Daß er mich in das wesen bringe, So die weisheit mir ges zeigt: Dich schäße mich für selig, Und bin frölich, Daß meinGOtt mich in sich zeucht. 5. Ich habe es nun lang erfahs ren, Ich konte mich selbst nicht verwahren Für den feinden mei ner ruh, Bis ich in mich selbst ge. Fehret, und bewähret Liefe nach dem Einen zu. 6. Drum scheint gleich etwas als das beste, Daß sich die lieb darin sekt feste, Fällts doch ends lich alles bin, enn es GOTT nicht selbst gewesen, Dessen wes fen Füllt allein den leeren finn. 7. So lang ich noch nicht konte fliehen, Bas hin und her das herg kan ziehen, War mein jams mer über groß, und zerstreute die gedancken, Die leicht wancken, Wenn sie sind vom schöpfer los. 563 9. Dadarf ich nicht nach frem den gaffen, Er fan in meinem herken schaffen, Was zu meinem heil gehört: Ja, wenn alles muß verstieben, Muß fein lieben, Mir doch bleiben ungestört. 8. Solt ich nun nicht den gd Ben fluchen, Solt ich auffer GOtt was suchen, Welcher alles in mich legt, Was ich hier zur noth fol haben; Wenn die gaben Mir fein Geist ins herge prägt. 10. Ach, wilt du dieses noch verschieben, und deinen himmel felbst nicht lieben, Seele, siehst du nicht den trug? Ach die viels heit ist dein schade, GOttes gna de Macht dich durch das Eine flug. 11. Die zeit ist kurk, und dein verlangen Ist nur nach langem heil gegangen: Drum ſol diß die meinung seyn, Daß ich welt und himmel brauche, Bie es tauge, Und dem HErrn belieb allein. 12. Mein Vater, du bist nicht zufrieden, Wenn ich nicht völlig bin geschieden, Auch von luft des besten schein. Du wilt mich rechts schaffen haben, Deine gaben Sollen recht gebrauchet seyn. 13. Drum thu ich nichts mehr zu gefallen Der sund und welt, und wil für allen Meinen schde pfer bleiben treu: Der fol mir als lein behagen, Alles klagen Hins fort von mir ferne soy. 14. Das auge sol in einfalt schauen Auf ihn, mein herk ihm völlig trauen, Sich in nichts nicht halten auf, Was nur fals fches urtheil heget: Denn er leget Mir ia vor den leichtsten lauf. 15. So laß, mein GOtt, mit noch auf erden Dich selbst in als Lem Don allgemeiner Totb. $ 64 lem alles werden, Daß deine ar. me creatur Dir allein den preis hingebe, und nicht lebe Nach vers Bunft und nach natur. 16. Ach, bring mich unter bei nen willen, Und laß ihn gang in mi: erfüllen, Daß ich brauche bei ne fraft, Die mich aus der viel heit reiffet, Heil beweiset, Und in einem alles schafft. 560. Mel. Kun sich der Tag. As mich auf dieser welt bes trübt, Das währet furße geit: Was aber meine feele liebt, Das bleibt in ewigkeit. Dram fahr, v welt, mit ehr und geld, Und deiner wohlust hin! Im creuß und fpott fan mir mein GOtt Erquicken mutb und finn. 2. Die thoren freude dieser welt, wie süß fie immer lacht, XL. Bon 561. 7m Ungewitter. Mel. Erbarm dich mein, o Hat schleunig ihr gesicht verstellt, Unt den in leid gebracht, Der auf fie baut: wer aber traut Allein auf GOttes treu, Der fiehet schon die himmels, cron, Und freut sich ohne reu. Ch GOtt, wie schrecklich ist dein grimm, Wann du ftarck auf den wolcken gehst, Undd eine schwere donners fimm Mit starckem frachen von I 3. Mein JEfus bleibet meine freud, Was frag ich nach der welte welt ist nur furcht und tranrigs Feit, Die letztlich selbst gerfällt. Ich bin ia schon mit GOttes Tehn Jm glauben hier vertraut, Der droben fitzt und hier beschikt Sein' auserwehlte braut. 4. Ach, JEfu, tdbt in mir die welt Und meinen alten finn, Der deinem willen widerbellt; HErr, nimm mich selbst nur hin, Und binde mich gang feftiglich An dich, o HERR, mein hort, So irr' ich nicht in deinem licht, Bis in die lebens, pfort. allgemeiner Noth. 2. Die erde, die sich sonst nicht regt, In groffer furcht erschütters fich: Wann du nur schnaubest, wird bewegt Der berge grund, und fürchtet dich. Dein arm ift starck, dein hand ist schwer, Wann du im zorn fie hebeft auf, Und wirft die ftrahlen bin und her: Mit zittern treten wir zu hauf. bir fiifft. Wir arme bidde mens 3. Wir hätten wohl verdient, o fchen find Erkennen deine große macht: Drum wir in furcht und schrecken sind, Dieweil der him, mel bligt und kracht. GOtt, Mit unsern finden schwer und viel, Daß du uns schlugft mit grimmju todt, Beil fast niemand gehorchen wil: Doch, weil wir deis ne Don allgemeiner Moth, ne finder feynd, Dein vold und Ichafe deiner weid, Das volck, bas seine schuld beweint, So hof fen wir barmbergigkeits 4. Wir wissen nichts und nirs gends hin, Wann wir durchlies fen alle welt, Zu wem wir sicher möchten fliehn: All creatur zur rach sich stellt. Wir wissen nichts als deine gnad, Die alle morgen neu aufgeht, Die groß ist, und fein ende hat, Die iederman fiets offen steht. 200 sind 5. Wir schrepen aus dem jam merthal, Durch Christum deinen lieben Sohn, Hinauf zu dir ins himmels faal: Um seinet willen unser schon. O Vater der barm hergigkeit, Straf uns ia nicht, wie wir verschuldt, Uns ist die finde Berklich leid, Kehr dich zu uns in gnad und huld. and 6. Laß nicht anzünden deinen bliß, was du an nahrung haft verehrt, Für donnerschlagen uns beschüß, Laß unsern leib feyn un versehrt, Sey du bey uns in die fer noth Zu dem all hoffnung ist gericht't, Bebüt für bösem schnellen tod, Mit deiner hilf ver laß uns nicht. 565 8. Du bist allein der HErr und Gott, Dem donner, blik, feur, luft und wind, Ja alles stehet zu gebot, und seinen willen thut ges schwind. Ach, HErr, wo ist die iemand gleich Im himmel und in aller welt? Wer hat ein folch ge. waltig reich, Daß alles ihm zu foffefällt? 7. Bedecke du mit deiner hand, Leib, leben, haus, vieh, gut und haab, Erhalt die früchte auf dem land, Und was sonst mehr ist dei ner gab, Für schloffen, bagel, was ferfluth, Für feur und anderm wetterschad, halt uns, o GOtt in deiner but: Wir wollen rühmen deine gnad. 9. Drum sprich ein wort, so weichet bald Des schweren wets ters grausamkeit. Dein wort durchbringet mit gewalt; Drum uns zu retten sey bereit. Ach kom, ach fomm, und itzt beweiß, Daß du der rechte helfer seyft: So wol len wir dir fingen preis, Samt Chriflo und dem heilgen Geist. 562. Um Regen oder Sonnen fchein. Mel. Wo GOtt der Err. Ch HErre, du gerechter 46Out, Wir habens wohl vers dienet, Mit unser sünd und miss fethat, Daß unser feld nicht grü net, Daß menschen und vieh traus rig seya: Wenn du zuschleufft den himmel dein; So müssen sie vers schmachten. 2. HErr unsre find bekennen wir, Die wolst du uns verzeihen, Au unsre hoffnung steht zu dir, Croft, hilf thu uns verleihen, Gib uns regen und segen dein ( Klarbeit und sonnen schein,) Um deines namens will'n allein, HErr, unser GOtt und Trifter. 3. Gedencke, HErr, an deinem bund 566 bund, Um deines namens willen, Das bitt'n wir dich von herken. grund, Und thu unsre noth ftillen Vom himmel mit dem regen dein,( sonnenschein) Denn dein HErr, ist der himm'l allein, Ohn dich fan es nicht regnen.( Die sonn nicht scheinet.) in 4. Kein beiden göß vermag es nicht, Daß er solt regen( flar heit) geben, Den himmel hast du sugericht't, Darinnen thuft du schweben, Allmächtig ist der nas me dein, Solchs kanst du alles thun allein, HErr unser GOTS und Trdster. Don allgemeiner Cloth: 563. In Peft, Zeiten. Mel. Wo GOtt der HErr. Ch lieben Christen, send ge: troft, Wie thut ihr so verzas gen, Weil uns der HErr heim: fuchen thut? Lasst uns von her. Ben fagen: Die straf wir wohl verdienet han, Solch's muß be Fennen iedermann; Niemand darf sich ausschliessen. [ 6 2. In deine hånd uns geben wir, O GOtt, du lieber Bater. Denn unser Hie wird uns nicht gerathen: Weil wir in dieser hütten fenn, Ist nur elend, trübfal und pein, Bey dir der freud wir warten. 3. Kein frucht das weißen, Fornlein bringt, Es fall' denn in die erden: So muß auch unser irdfcher leib Zu staub und aschen werden, Eh er tömmt zu der herrlichkeit, Die du, HERN Christ, uns haft bereit Durch dets nen gang zum Vater. 4. Was wollen wir denn fürch ten sehr Den tod auf dieser ers den? Es muß einmal gestorben sevn, O wohl ist hie gewesen! Welcher wie Simeon einschläft, Sein' fünd' erkennt, Chriftum ergreifft, So muß man felig sterben. 5. Dein' feel bedenck, bewahr den leib, Laß GOTT den Vater sorgen, Sein engel deine wächter seyn, Behüten dich vorm argen: Ja, wie ein' henn' ihr Füchelein Bedeckt mit ihren flügelein, So thut der HErruns armen. 6. Wir wachen oder schlafen ein, So sind wir doch des HEra ren. Auf Christum wir getaufes seyn, Der kan den satan wehren. Durch Adam auf uns kommt der tod, Christus hilft uns aus aller noth: Drum loben wir den HEr 564. 3n Krieges Cloth. U frieben fürft, HErr JEht mensch und wahrer GOtt, Ein starder noths helfer du bist Jm leben und im tod: Drum wir allein Im nas men dein Zu deinem Vater schrei en. 2. Recht groffenoth uns stösset an Von frieg und ungemach, Daraus uns niemand helfen kan, Denn du: drum führ die fach: Dein'n Von allgemeiner Noth." 567 schaden. Der feind mit macht dahin nur tracht, Die völcker zu verheeren, Die deinen Sohn, den Heiland fromm, Erkennen, lobn und ehren. 4. Berdienet hab'n wir alles wohl, und leidens mit gedult: Doch deine gnad grösser seyn sol, Denn unsre sünd und schuld: Darum vergib, Nach deiner lieb, Die du fest zu uns trågest. 2. Gib frieb, D JEsu, lieber HERR, Du schüßer deiner Heere de, Es langet an dein amt und ehr, Dem gottesdienst so werthe, Solche alls der feind mit ernst ist meint, Wils hindern und aus rotten: Drum steh uns bey, HErr JEsu frey, Die feinde mach zu spotte. 5.Es ist groß elend und gefahr, 3. Gib fried, o HErr GOST o peftilent regirt: Aber viel grösser ists fürwahr, Wo Frieg ge führet wird: Da wird veracht, Und nicht betracht, Mas recht und Idblich wäre. Dein'n Vater bitt, Daß er ia nicht Im zorn mit uns verfahre. 3. Gedenck, HERR, igo an dein amt, Daß du ein fried fürst bist, und hilf uns gnädig alles samt Jßt und zu ieder frist. Laß uns hinfort Dein göttlich wort Im fried noch långer hören. 6. Da fragt man nicht nach ehrbarkeit, Nachzucht und nach gericht: Dein wort liegt auch zu folcher zeit, Und geht im schwan. ge nicht. Drum hilf uns, HErr, Treib von uns fern Kreig und all fchädlich wesen. 7. Erleucht auch unser finn und herk Durch deines geistes gnad, Daß wir nicht treiben daraus ein'n scher, Der unfer feelen schad. O JEfu Chrift, Allein du bist, Der solches fan ausrichten. 565. Mel. Durch Adams Fall ist. Jb fried, o frommer treuer GOtt, Du Vater aller gna. den, Wend ab die groß vorftes bend noth, Berhüt all unsern heilger Geist, Du Tröster aller bidden. Dein hilf uns ist und allzeit leift, Laß dein kirch nicht verdden. Das gebet erweck, den glauben stård, Gib wahre bug und reue. Die feinde stürk, dein volck beschük, Auf daß fichs ewig freue. 566 Mel. Folget mir, ruft uns. uber meine böse fache, Ob sie wol durch übelthat Groffen zorn verdienet hat. Freylich muß ich es bekenuen, Urfach hast du sehr zu brennen; Doch du wolleft ist allein Vater und nicht richter seyn. 2. Schicke lieber, o mir armen, Für den eifer dein erbarmen: Heile mich, denn ich vorhin Schwach und lagerhaftig bin. Siehe, wie ich ab sey kommen, Wie mir alle fraft benommen, Mache 568 Don allgemeiner Moth. Mache, HErr, es ia nicht lang, schwunden, Ungedult macht die Marck und bein ist fierbe Franck. 3. Für der forgen, pein und schmerzen Jft kein herg in mei nem berken. Mein gemüthe, das dich liebt, Sft bis an den tod bes trübt. Mein troft, kanst du noch verweilen? Hat es keine noth zu eilen? Macht denn deine gute dich Schwächer, als der kummer mich? BERS 4. Kehre wieder, wieder Fehre, Eh ich mich in angst verzehre, Reiche deine hand, o GOtt, Mei ner feelen in der noth. Zwar du möchtest sie wohlhaffen, weil sie felber dich verlaffen, Doch be trachte biß dabey, Was dein heil und güte sey. 5. Menschen, die nicht mehr am leben, Die den geist schon auf, gegeben, Wissen nichts von schuld und pflicht, Und gedencken deiner nicht. Denn wer fan dir ehr ers weisen; Wer vermag dich wol zu preisen, Wenn er schon liegt ausgestreckt, und im tiefen gras be steckt? gestalt mir vor meinen jahren alt. Denn ich muß von allen seis ten Mit dem losen haufen fireb ten, Der mir anthut schmach und spott, und mich ångstet auf den tod. CHE 701053 7.Von der pein, die ich empfun den, Ist mein antlig fast vers 8. Nun, ihr übelthäter, siehet, Ihr tyrannen auf und fliehet, Geht ihr vold der eitelkeit in, woher ihr kommen seyd. Dena der HErr sieht, wenn ich weine, Daß ich diß mit treuen meine: Meine thrånen fliessen bin In fein herk, und beugen ihn. 9. Er, der HERR, hat schon mein flehen Mit genaden anges sehen: Mein gemüthe, das mich regt, Hat ihm seines auch bewegt. Alsobald ich ihn gebeten, Jhm vor augen bin getreten, hat auch seine güte sich Ausgebreitet über mich. 10. Vor der gangen welt auf erden, Sollen die nun schamroth werden, Zittern auch vor GOtt und mir, Die mich haffen für und für: Weichen müssen sie zurücke, Plöglich und im augenblide, Und doch sehen auch dabey, Daß der HErr mein Heiland sey. 6. Meine müde feufter fagen, Was der mund nicht weiß zu klas gen, Durch mein weinen alle nacht Wird mein lager naß ges macht: Meiner augen heisse thr Die mir 567. Die große Litancy. bes nehmen, Quellen als ein waffers Rebrifte, Eleiſon, Auß, Daß mein lager schwim. men muß. Kyrie, Eleison, Chrifie, Erhöre uns. HErr GOtt Vater im Himmel, Erbarm dich über uns. HErr Bon allgemeiner Noth. $ 69 HErr GOTT Sohn, der welt Allen retten und årgerniffen Heiland, wehren, Alle irrige und verführte wieder bringen, Erbarm dich über uns. HErr GOtt Heiliger Geist, Erbarm dich über uns. Sen uns gnådig, Den satan unter unsere füffe treten, Verschon uns, lieber HErre GOtt. Treue arbeiter in deine ernbte fenden, Deinen Geist und kraft zum tvor te geben, Allen betrübten und bläden hel fen und sie trösten, Erhör uns, lieber HErre GOtt. Den lieben bescherten religione und allgemeinen land fries den uns beständig in guar den erhalten, Sen uns gnådig, Hilf uns, lieber HErre GOtt. Für allen sünden, Für allem irrfal, Für allem übel, Für des teufels trug und lift, Für bösem schnellen tod, Für peftilent und theurer zeit, Für frieg und blutvergiessen, Für aufruhr und zwietracht, Für feur und wassers, noth, Für hagel und ungewitter, Für dem ewigen tod, Behüt uns, lieber HerreGOtt. Durch deine heilige geburt, Durch deinen todes kampf und blutigen schweiß, Unserm Käyser steten fieg wider deine feinde gönnen, Ihro Königl. Majestät in Preuss fen, unfern allergnädigsten Herrn, segnen und erhalten, Allen Königen, Chur- undFürsten, fried und eintracht geben, Unsere Herrschaft nebst ders bes amten leiten und schüßen, Durch dein heilig auferstehn und Unsern Rath, Schul und Gemele Durch dein creuß und tod, himmelfahrt, ne segnen und behüten, Erhör uns, lieber HErre GOtt Allen, so in noth und gefahr find; mit hilf erscheinen, Alen schwangern und sängern fröliche frucht und gedegen geben, Aller finder und Francken pflegen und warten, In unser legten noth, Am jüngsten gericht, Hilf uns lieber HErre GOtt. Wir armen fünder bitten, Du wolleft uns erhören, lieber HErre GOtt, Und deine heilige chriftliche kir. che regiren und führen, e bischofe, pfarherren und firchen diener im heilfamen wort und heiligem leben er Balten, Alle unschuldig gefangene løs und ledig laffen, alle mittmen und wäisen verthei Digen 570 digen und versorgen, Aller menschen dich erbarmen, Unsern feinden, verfolgern und låsterern vergeben, und sie befehren, Don allgemeiner Cloth. Die früchte auf dem lande geben und bewahren, Und uns gnådiglich erhören, $ Erhör uns lieber Herre GOtt. DJEsu Chriße, GöttesSohn, Erhör uns lieber HerreGOtt. O du GOttes Lamin, das der welt fünde trägt, Erbarm dich über uns. D du GOttes Lamm, das der welt fünde trägt, Erbarm dich über uns. O du GOttes Lamm, das der welt fünde trägt, Verleih uns steten fried, Erhöre uns. Eleison. Eleison. Eleison. Amen. 568. Christe, Kyrie, Chrifte, Kyrie, $ Nã Die kleine gitaney. Jmm von uns HErreGOtt, All unfer fünd und missethat, Auf daß wir mit rechtem glauben Und reinem hergen In deinem dienst erfanden werden. 2.Erbarme Dich, erbarme dich, Erbarm dich deines volcks, O Christe, das du erlöset haft mit deinem theurbaren blute. 3 Erhöre, erhöre, erhöre un fre bitt, GOtt Vater, Schöpfer aller ding, Hilf uns, Und sey uns guddig. 4. Erhöre, erhöre, erhöre uns fre bitt, Christe, Aller welk Heiland, Bitt für uns, und sey uns gnådig. 5. Erhöre, erhöre, erhöre une fre bitt, GOTT heiliger Geißt, du einiger Tröster, Erleuchte uns, Und sey uns anådig. 6. So wahr ich lebe, Spricht GOtt der HErre, Jch wil nicht den tod des fünders, Sonderk daß er sich befehre und lebe. Amen. 569. Mel. Dater Unser im Sim. Jmm von uns du Nireuer GOTT Die schwere straf und grosse noth, Die wir mit fünden ohne zahl Verdienet haben allzumal: Behüt für frieg und theurer zeit, Für seuchen, feur und großem teid. 2. Erbarm dich deiner bösen Enecht, Wir bitten gnad, und nicht das recht: Denn so du, HErr, den rechten lohn uns geben wolft nach unserm thun; So müsst die gange welt vergehn, Und fint kein mensch vor dir bestehn. 3. Ach, HErr GOtt, durch die treue dein Mit trost und rettung uns erschein, Beweis an uns dein grosse gnad, Und straf uns nicht auf frischer that, Wohn uns mit deiner güte bey, Dein zorn und grimin fern von uns sey. 4. Barum wilt du so zornig seyn Uber uns arme würmelein? Weisst du doch wol, du groffer Gott, Don allgemeiner Vloth. GOtt, Daß wir nichts sind als erd und koth: Es ist ia vor dein'm angesicht Unser schwachheit vers borgen nicht. 5. Die fund hat uns verderbet sehr; Der teufel plagt uns noch vielmehr; Die welt und unser fleisch und blut uns allezeit ver führen thut. Solch elend fennst du HErr allein: Ach, laß es dir zu hergen gehn. 6. Gedend an bein's Sohns bittern tod, Sieh' an sein heilge fünf wunden roth, Sie sind ia für die gange welt Die zahlung und das idse geld. Deß trösten wir uns allezeit, und hoffen auf barmhertigkeit. 7. Leit uns mit deiner rechten hand, Und segne unser stadt und land, Gib uns allzeit dein heilges wort, Behüt fürs teufels list und mord: Berleih ein selges stünde lein, Auf daß wir ewig bep dir feyn. 570. Groffer GOtt von macht, Und reich von gütigkeit, Wilt du das ganze land Stras fen mit grimmigkeit? Vielleicht möchten noch fromme seyn, Die thaten nach dem willen dein; Drum wollest du verschonen, Nicht nach den werden lohnen. 2. O grosser GOTT von ehr, Diß ferne sey von dir, Daß bds und fromm zugleich Die strenge straf berühr, Der möchten etwa funfzig seyn, Die thaten nach 571 dem willen dein; Drum wollest du verschonen, Nicht nach den wercken lohnen. 3.D grosser GOTT bon rath, Laß die barmherzigkeit Ergehen, und halt ein Mit der gerechtig feit. Der möchten fünf und viero sig seyn, Die thaten nach dem willen dein; Drum wollest du verschonen, Nicht nach den wer, den lohnen. 4.O groffer GOtt von starck, Schau an das arme land, Und wende von der straf Dein ausges streckte hand. Der möchten etwa vierzig feyn, Die thäten nach dem willen dein; Drum wolleft du verschonen, Nicht nach den wercken lohnen. 5.O groffer GOtt von kraft, Laß doch erweichen dich, Weil das elend gebet So oft erholet sich. Der möchten etwa dreyßig seyn, Die thâten nach dem wil dein; Drum wollest du ver schonen, Nicht nach den wercken lohnen. 6. O groffer GOtt von gnad, Erhör auch diese stimm, Und in dein'm hohen thron Das seufzen tief vernimm. Der möchten ets wa zwanzig seyn, Die thaten nach dem willen dein; Drum wollest du verschonen, Nicht nach den werden lohnen. 7.O grosser GOTS von that, Schau, wie die arme erd Von deiner mildigkeit Noch einen wunsch begehrt: Der möchten etwa 20 2 Don allgemeiner Moth. creuß und bittern tod, Uns vers föhnt mit deinem blut, Ausges lescht der höllengluth, Wieders bracht das höchste gut. 100 groffer GOTS von lob, 4. Sigest ist ins Baters reich, Ihm am macht und ehren gleich, Unser mittler und patron, Seine höchfie freud und cron, Den er in dem hergen trågt, Wie sich selbst zu lieben pflegt, Dem er feine bitt abschlågt. $ 72 etwa zehen seyn, Die thaten nach dem willen dein; Drum wolleft du verschonen, Nicht nach den wercken lohnen. 8. Bann ia das maaß erfüllt Der fünden, und aus zorn Uns gar verderben wilt; So möchten doch die kinderlein Chun nach dem rechten willen dein: Drum wol left du verschonen, Uns nicht nach| inden lohnen. 9.D grosser GOtt von tren, Weil vor dir niemand gilt, Als dein Sohn Jesus Chrift, Der Deinen zorn gestillt; So sich doch an die wunden sein, Sein mar. ter, angst und schwere pein; Um seinet willen schone, Uns nicht nach fünden lohne. 571. M.Singen wir aus Herz. Reuer wächter Ifrael, Deß fich freuet leib und feel, Der du weißfest alles leid Deiner ars men Christenheit: O du wächter, der du nichtSchläfft noch schlum. merft, zu uns richt Dein hilfreis ches angesicht. 2. Schau, wie groffe noth und quaal Trift dein vold ist überall; Eaglich wird der frübfal mehr: Hilf, ach hilf, schüß deine lebr, Bir verderben, wir vergehn, Nichts wir sonst vor augen sehn, o du nicht bey uns wirft siehn. 3. Hoherpriester, JEfu Chrift, Der du eingegangen bist In den beilgen ert zu Gott, Durch dein 5. Kläglich schreien wir zu dir, Klopfen an die gnaden thür, Wir, die du mit höchstem ruhm Dir erfauft zum eigenthum: Deines Vaters zorn abwend, Der wie lanter feur ißt brennt, Und schier alle weit durchrennt. 6.3eig ihm deine wunden roth, Red von deinem creuß und tod; Und was bu mehr haft gethan, Zeig ihm unfert wegen an: Sa ge, daß du unsre schuld Haft bes zahlet mit gedult, und erlanget gnad und huld. 7.JEsus, der du JEsus heisst, Als ein JEfus hilfe leist, Hilf mit deiner starcken band: Mens schen hilf hat sich gewandt. Eine mauer um uns bau, Daß dem feinde dafür gran, Und mit zits tern sie auschau. 8. Liebfier schak, Immanuel, Du beschüßzer leibs und feet, GOtt mit uns in aller noth, Me ben uns und in uns GOtt, Gott für uns zu aller zeit: Trog dem, der uns thut ein leid, GOttes straf ist ihm bereit. 9. Dri Don allgemeiner Klotb. 9.Deines Baters starcker arm, Komm, und unser dich erbarm; 572. Enn wir in Laß ist sehen deine macht, Drauf Wehen jeyn, Und wissen nicht, wir hoffen tag und nacht; Aller feinde toppel trenn, Daß dich als le welt erkenn, aller herren HEr wo aus noch ein. Und finden wes der bilf noch rath, Ob wir gleich) sorgen früh und spat: ren nenn. Daß wir zusammen insgemein 2. So ist das unjer trost allein, Dich anrufen, o treuer GOTT, um rettung aus der angst und noth, 10. Andre trauen ihrer kraft, Ihrem glück und ritterschafts Deine Christen lehn auf dich, Trauen dir fich fefliglich: Laß sie werden nicht zu schand, Bleib ihr helfer und beystand, Sind sie dir doch gang bekant. 11. Gurte dein schwert an die seit, als ein held, und für sie streit, Und zerschmettre deine feind, Co viel ihr auf erden seynd: Auf die balfe trit du ihn'n, Leg fie dir zum fchemel hin, Und brich ihren flok und Ben finn. 12. Du bist ja der held und mann, Der den kriegen steuren Fan, Der da spieß und schwert zubricht, Der die bogen macht zu nicht, Der die wagen gar ver brennt, und der menschen herke wendt, Daß der frieg gewinn ein end. 13. JEfu, wahrer friede fürft, • Der der schlangen hat zerknirscht Ihren kopf durch seinen tod, Wiederbracht den fried ben Gott. Gib uns frieden gnädiglich; So wird dein volck freuen sich, Dafür preisen ewig dich. $ 93 3. Und heben unfer aug'n und hert, zu dir in wahrer reu und schmers, Und suchen der fünd'n vergebung, und aller firafe linde, rung. 4. Die du verheißfest gnädig, lich Allen, die darum bitten dich, Fm namen dein's Eohns JEsu Chrift, Der unser heil und fürs sprech'r ift. 5.Drum kommen wir, o Here re GOtt, Und flagen dir all uns fer noth, Weil wir itt flehn ver. lassen gar In groffer trübfal und gefahr. 6. Sich nicht an unfer fünde groß, Sprich uns derselben aus gnaden los: Steb uns in unferm elend bey, Mach uns von allen plagen frey. 7. Auf daß von herken können wir Nachmals mit freuden dans den dir, Gehorsam seyn nach deis nem wort, Dich allzeit preisen hier und dort. 003 XLI. 574 Don Creutz und Anfechtungen. XLI, Von Creuß und Anfechtungen. 573. Mel. Mein Salomo dein fr. g Eglückter stand, o süsses feligs leben, Darin der HErr die seinen treulich führt, und unterm creuß mit fchönen cronen ziert. Wenn sie sich nur of'n ausnahm ihm erge INGRE! ben; So führt er grad und recht 6. Dod), HErr, was wil ich zum himmel zu, Durch dick und Dünn zur ungestörten ruh. 5. Und wenn wir dann nach wir gang voll erstaunen stehn, Zion erst- gekommen, Da werden Indem wir da die gnade werden sehn, Davon wir hier ein wört lein nur vernommen, und die ge wis so unaussprechlich ist, Daß man die welt vom vorschmack schon vergisst. armer wurm hier sagen, Da ich davon fast gar noch nichts ge fühlt? Doch, da das Fleinste schon aufs leben sielt: So hab auch ich anitzt es wollen wagen: Und da ich nur von weiten was erblickt, Es dir, o GOtt, schon wieder zugeschickt. 2. Bas wilt du mehr? ist das nicht treu zu nennen, Daß er dich felbft auf seinen bånden trägt, Und aller feinde macht und fraft zerschlägt, Damit du ihn auf ewig mögft erkennen, als einen held, dir auch sein leben gibt, Für feine braut, die er so innig liebt? 3. O wunder lieb! die er uns hat erzeiget: Damit wir nur von find und ftrafe frey, Begibt er fich felbft in die sclaverey. Wo, durch er jo den Vater zu uns nei get. Daß, da er vor als richter an zusehn, Wir nun mit ihm nach finder recht umgehn. ia 4. Hallelujah! biß ist beglückt zu heiffen, Des Königs braut, freund und bruder seyn, Mit dem uns gar das fönigreich gemein. Wer wolte nnn nicht gleich nach Bion reisen? Der weg ist schmal, doch aber auch sehr leicht, Weil unfer held die kräfte selbst dar, reicht. 7. Da du nun, HErr, so gnd dig angefangen; So fahre dann damit auch also fort, Daß ich ges lange an den freuden ort, Wo ewiglich bie auserwehlten pran gen, Die so gekämpft, daß sie zus letzt gefiegt Durchs Lammes blut, dem alles unterliegt. 574. Mel. Mein Freund zerschm. 21e edle creuß macht in recht Dedie Chriften: O in, es iſt und bleibet wol an dem. Uch! daß es doch nur alle seelen wüsten, Den'n Christi joch so schwer und unbequem, Und die für dem als schlangen fliehn, Was ihnen GOTT zum stab nach Canaan verliehn. 2. Das Don Crents und Anfechtungen. 2. Das edle creuß macht ia recht edie Christen: GOtt fährt damit uns kräftig durch den sinn. Denn wenn wir nicht die ruthe fühlen müssten; So trug uns stets das böse herk dahin: So aber wird die lust der welt, Durch folche hergens angst, uns auf ein mal vergållt. 3. Das edle creuß macht ia recht edle Christen: Wir würden oft vor übermuthe schwelln; Bey Chrifti creuß vergehet uns das brüsten. Es fan gar bald das stolge hertz zerschelln, Daß fichs in ftaub und asche biegt, und als ein hundelein, zu JEfu füffen liegt. 4. Das edle creuß macht ia recht edle Christen: Gemächlich feit macht nur dem fleische raum. Wie mancher schläft halb truns den im gelüften: Das creuß weckt auf, und hilft uns aus dem traum. Das leben kan nicht bits trer seyn, Als uns zu seiner zeit bas fierben wird erfreun. 5. Das edle creuß macht ia recht edle Christen: Ein her voll geiß und Nabals steinern' art Verschlieffer sich und seinen gott in füsten, Da unsern schaß uns GOtt im himmel spart. Wir bleiben arm und überreich: Denn was kommt unserm theil, dem Sohne GOttes gleich? 575 eine wüsten, Wo wir allein, und alles um uns still. Wir schmach. ten, weils an licht gebricht, Und wissen lange nicht, was uns da guts geschicht. 7. Das edle creuß macht ia recht eble Christen: Sie machen fich aus keinem freunde viel; Sie lernen bald entfliehn des teufels luften, und der natur und kunst ihr offen spiel Das creug macht sie von schlacken rein, Und JEsu lämmieins, art verbleibt ihr průs fe, flein. 3 6. Das edle creuß macht ia recht eble Christen: Wann sich der freund uns recht vertrauen wil; So führt er uns mit fleiß in 8. Das edle creuß macht ia recht edle Christen: Der haß der welt treibt sie nur mehr zu GOtt. Sie lernen sich mit waffen GOt tes rüßlen: Der gegner grimm wird endlich gar zu spott. Und wenn ihr weg dem HErrn ges fällt; Wird oft ihr årgster feind zufrieden mit gefiellt. 9. Das edle creuß macht ia recht edle Christen: Ach, würde es doch nur für freud geacht. Ach, daß wirs doch als unfre freundin grüssten, Weils uns vor GOtt so reich und edel macht. Ach, edles creuß, glück zu! glück zu! Ach wahrlich auch bey dir Bes steht die seelen ruh. 10. Das edle creuk macht ia recht edle Christen: Das edle creuß, der Chriften beste kunst. Wie kanst du doch, o welf, im uns flath niften, Und weidest dich von fünden schlamm und dunst? Ach, wüsstest du, was JEsu schmach, 20 4 Ich 376 Bon Creut und Anfechtungen. Ich bin es ganz gewiß, du risfest 3. Was ist die trübsal diefes les dich darnach. bens? Ein furges web, ein fleis nes ach: Es darf ein wenig wis derstrebens; So ist besiegt das ungemach. Drauf folget grof se freud, und wonne, Auf trübe nacht die helle sonne. 11. Das edle crent macht ia recht edle Christen: Ja, ia so ists, es bleibet schon daben. Ach, daß dazu auf einmal fich entschlieffs ten, Die immer noch dafür so schrecklich scheu. Ey, was er. müdet ihr euch fo? Und werdet ausferm creuß des Heilands nicht recht froh. 12. Das edle creuß macht ia recht edle Christen: Es bleibt das ben, man rede mir nicht brein. Wilft du, mein GOtt, mein biß chen leben friften; So laß es ia nicht ohne creuße seyn. Ihr kin der GOtt's, daß ihr es wisst: Das eble creuß allein macht einen ed, len Chrift. 575. Sel. Wer nur den lieben. Er wahren Chriften ganzes fchaft: Darein hab ich mich auch ergeben, und bleib darin, durch GOttes fraft. Gewiß ist: wer hier überwindet, Dort herrlich. Feit ohn ende findet. 2. Kein wahrer Chrift ift ohne leiden, Gleich wie fein frieger ohne feind: Die cron ift denen nur bescheiden, So in dem Fams pfe helden seynd. Drum nar frisch und getroft gelitten, Und fo den ehren, crang erstritten. 4.3war fleisch und blute pflegt zugrauen, Es hält das creug für überschwer; Die aber auf das Fünftge schauen, Die fürchten sich bafür nicht sehr: Sie sehen, daß ein quintlein mühe Wol centuer freude nach sich ziehe. 5. Das kan und wil ich sicher fetzen, Daß alles leiden dieser zeit nicht werth noch würdig sey zu schågen Der übergrossen herre lichkeit, Die, nach dem elend dies fer erden, An uns sol offenbaret werden. 6. Wohlan, so laß denn noth und plagen Nur auf mich drin mich durchzuschlagen: Glaub ungebet ist mein gewehr. Ich kan dabey gar nichts verlieren: Mich wird noch iene cronezieren. 7. Hilf, JEsu, mir im glau ben fåmpfen, und durch dein blut und meine tauf, Welt, teus fel, sünd und hölle dämpfen, Wohl führ'n und enden meinen lauf, Daß, wenn des glaubens Fampf geschehen, Ich deine herr lichkeit mag sehen. 576. Don Crent und Anfechtungen. 576. 6 # 6 t 5% 6 thu Doston 66 6 65** Es unglücks noth entsteht, Daß es mir nicht nach met nem willen geht; Ich leide den und ienen schmergen, Darüber frümmt fich fleisch und blut: Doch danckt dir, GOTT, mein geist von herken, Ihm ist das creuß gar süß und gut. 2. Damit, o Vater, dir Die welt, dein kind des himmels nicht verführ, Das dein Sohn hat mit blut erworben; So schickst du deine milde ruth, Im fall mein herß fich hat verdorben, ind machst es alles wieder gut. 3. HErr Chrift, dein fanftes joch Demüthigt mich, ich führe # 6 5 4 3* ELL Ingu unamuw 87 5 66 556 9865 43 6 55 9843 5 438 3 577 sonst zu hoch, Möcht auf den Christen stand nicht achten; So zwingst du meinen folgen muth, Daß ich muß nach dem himmel trachten: D, wie ist das für mich so gut! 4. O heilger Geift, dein licht Das haftete in meiner feelen uicht, Wo nicht die noth zum wort mich triebe, Zum edlen wort, das fanfte thut, In deffen Fraft ich mich verliebe, und halt es für mein einig gut. 5. Drum fommt das creuß herein, Das liebe creut; so wil ich frölich seyn, Weil du, mein BOTE, es mir zuschickest, Und 00 5 durch 598 Don Creutz und $ durch die herbe thrinen fluth Mir endlich herg und feel erquis deft, und machst es alles mit mir gut. 6. Das leiden dieser seit Jft boch fürwahr nicht werth der 65 985 I 6 DE 98 6 76 0763 54 6 6 65 4 3* Anfechtungen. herrlichkeit, Die GOTT an mir wird offenbaren: Ich werde durch des creuges glut Geläutert nach fehr furgen jahren Einges hen zu dem höchsten gut. 577. 6. 4% 26 76 HUT IT* 76 65 66 43 ## 6 56# 64 5 Datenban 665 Q A 66 65 438% ↑ 6 656 # 6 6 6 6 # 6 6 6 5 67 43 S Don Creut und Anfechtungen. 4 3% 0 Mitme B U edles creuß/ der Christen beste kunst, Ob gleich der blinden welt Ein årgerniß, da, durch sie fällt, Doch weisheit den vollkommnen seelen, Die nur den engen weg erwehlen, Dein helles licht hat nichts vom fal schen dunst. Creuß, wer dein geheimniß fennet, Schaut schon hier in himmel ein, und fan in der Gottheit tiefe Stille, ruh und freudig seyn. 2. Du ebles creuß, der Chri filen füffe luft, Obgleich für fleisch und blut Ein pfahl, der weh und schmerklich thut, Doch, in dem innern glaubens grunde, Ein bonig aus des löwen munde, Ein füffer fluß aus Chrifti liebes brust. Creuß, du Cherub mit dem schwerte Am verschioffnen Pas radeis; Aber den ein Gottvers lobter Mächtig durchzubringen weiß. 3. Du edles creuß, der Chri 6 b6 29 6 579 4K 67 sien schönsies gut, Zwar bey der welt verhaft, Weil du nicht gold und silber hast; Doch tan ein Christ bey deinen gaben, Nichts haben, und doch alles haben: Bey dir hat nur die armuth her und muth. Ereuß, wer deinen schatz befizet, Ift von allen for, gen frey, Geht allzeit ben GOtt zu tische, Und weiß recht, was glaube sey. 4. Du ebles creuk, der Chri ften groffer ruhm, Nicht wie die welt folgirt, Die ihren ruhm von thorheit führt. Aus leiden, schmach, aus spott und hohne, Entsteht und funckelt diese crone, Das ist der ruhm, der Chriften eigenthum. Creuß, wem du bey lauter leiden Chrißi bild haft ein gedruckt, Der wird vor den stuhl des Lammes Zum triumph bald hingerückt. 5. Du edles creuß, der Christen fteter fieg, Du starcke GOttese Fraft, $ 80 Don Creng und traft, Die immer fuffen frieden schafft, Du schlägt das ganze heer der holle, Und wirst darauf jur füffen quelle, um dich entsteht, durch dich vergeht der krieg. Creut, wie fleucht die alte schlane ge, Wenn sie deine någel fiebt; Und wie bindet fie ein Christe, Benn er nur im crenge blüht. 4 6. Nun, JEfu Chrift, du edler Creutes fürft, In dir ist ia die schaar, Eh noch die welt geschaf fen war, Erwehlet deine somach zu tragen: Ach, möchte sie nur alles wagen! Ich weiß, wenn du nun wieder fommen wirft, Ber, den deine ereußes brüder, Als gecrönte häupter gehn, Und mit palmen in den hånden, Stets vor deinem throne stehn. 578. Mel. Nur frijh binein, es, führt hinein, Er muß auch helfer feyn, Der treue GOtt, der sich nicht fan verleugnen: Kein unfall darf sich ohne ihm er, dugnen. Er, er verfügts, er thut es gank allein, Er führt hinein. 2. Führter hinein; So tanft bu freudig seyn: Er hat ia nicht gefallen am verderben, Rein fün. der fol in seinen funden sterben. Damit das her von unflath wers be rein, Führt er hinein. 3 Er meint es wohl, Nicht daß man fallen fol Wann dem gefühl er feine hand entzichet: Nur die vernunft ist blind: Der glaube sie. het, und kehret sich zu GOtt, als Anfechtungen... seinem pol, Der meint es wohl. 4 Die höllen pfort It oft dee büfire ort, Ju welchem man ges dencket zu versincken; Bald stillt der HERR den sturm mit einem wincken, und es verschwindet auf ein einigswort Die höllen pfort. 5. Der todten zahl Sieht man ein andermal In einem blick fchon vor und nach sich schweben: Und eh mans hofft, gibt GOTT ein neues leben, Daß man fich fieht entfernt vom finstern that Der todten zahl. 6. Der HErr erhält Den weis ten creis der welt: Den erdens ball hat er hinein gefeßet: Durch seinen schuß bleibt aues unverle get. Drum ifis gewiß, daß feiner gånglich fält, Den er erhält. 7. Die bitterkeit, Die man ema pfindet beut, Ran morgen schon dem geist wie honig schmecken. Und folt er auch noch länger sich verstecken; So bleibt doch wahr: es weichet mit der zeit Die bitters teit. 8. Diß merche auch: Was die der schlangen bauch In Adam schon als gift hat eingeblasen, Bersucht in dir nunmehr fein legs tes rafen. Wo feur entsteht, da findet sich auch rauch: Diß mere cke auch. 9. So lang diß gift Kein ges gen gift antrifft, Pflegt es gar ftill und unvermerckt zu tödten: Wann aber nun es selber kömmt in nöthen, Nachdem das wort den Von Creut und Anfechtungen. den buß kampf angestifft't, Da brauft diß gift. 10. Es folget nicht, Daß uns da nichts gebricht, Wenn wir fein sanft auf unsern hefen liegen, Daß wir uns selbst an unserm thun vergnügen; Daß unfrer feel alsdann so wohl geschicht, Das folget nicht.. 11. Es ist betrug, Wenn man den ersten flug, Womit die feel fich lieblich aufwärts schwinget, Eh noch das herk der creußes born durchdringet, Erkennen wil für Christenthums genug, Das ist betrug. 12. Vor sicherheit Verwahrt der saure streit, Den man in sich mit fleisch und bint muß führen, Wann sich nunmehr die bösen lis ste rühren. Der streit verwahrt, o grosse feligkeit! Vor ficherheit. 13. Man lernt dabey, Was vor ein held man sey, Ob man nicht vor dem kampf triumph ge jungen, Und mit der jungen nur voraus gesprungen: Auch wie man muß im leiden seyn getreu, Lernt man dabey. 14 ft uns denn gut Der ftreit mit fleisch und blut, So müffen auch die fråfte in den luften Uns nüglich seyn, an stat uns zu vergiften. Wer nur in GOtt durch glauben stårckt den muth, Dem ist es gut. 581 Ja, wann sie gar uns lockt mit buren blicken: Besieget doch, wer sich zu JESU hålt, Leicht auch die welt. 15. Und wann die welt Uns grimmig überfällt, und mit ver folgung uns wil unterdrücken; 16. Mit einem wort: Es fol die höllen pfort, Samt aller macht und liftigkeit der feinde, Nichts schaden dem, der JEsum hat zum freunde. Denn JEfus ist der feelen fels und hort, Mit einem wort. 17. Mit leiden muß, Wer dort den friedens- kuß Auf seinem thron Von ihme wil erlangen; Wer cronen sucht, muß vormit Dornen prangen: Dieweil ein Chrift, nach ewig festem schluß, Mit leiden muß. 19. Den lobgefang Mitsüssem freuden klang Eilt Moses schon am ufer vorzufingen; Sieh Mirs djam bort am reihen frålich sprins gen: So folget dir auf deinem creukes gang Der lob gefang. 20. Der jubel schall Gibt einen gegen- hall Von oben her, von den verflärten chdren: Man kan im geist die engel, stimmen hören. Sie rufen laut, es thonet überall Der jubebschall: 18. Drum frisch hinein, Lern nur gedultig seyn, lieber Chrift, laß nichts das ziel verrücken, Sep fiets getroft, es muß die endlich glücken: Das rothe meer wird lauter jucker wein, Nur frisch hinein! 21. Preis, lob'und ehr Bringt unserm JEsu her, Der durch das sreus 582 Don Creut und creuk in diese freude führet, Das haupt mit gold, die hand mit pals men sieret. Er bleibt erhöht; bringt ihm ie mehr und mehr Preis, lob und ehr. 579. Mel. Es Foftet viel ein Chr. R wird es thun, der fromme treue GOtt, Er kan ia nicht phn alle maaß versuchen, Er bleis bet noch ein Vater in der noth: Sein segens, mund wird seinem Find nicht fluchen. Ey hdre nur, wie er so freundlich) spricht: Ver. zage nicht. 2. Bedencke fein, daß du berus fen bift, Ju GOttes reich durch Frübfal einzugehen. Du gläubejt fa, du seyft ein wahrer Christ; So muß man auch von dir die proben sehen. So lang es geht nach deinem fleisch und blut, Stehts noch nicht gut. 3.Du hast genug vom Chriften, creuß gehört, So hast du auch genug davon gesprochen; Doch haftet mehr, was die erfahrung lehrt: Drum komm getroft zum creuk heran gekrochen. Wer Dieses fasst, dem wird julegt zu theil, Kraft, troft und heil. 4. Eh Joseph steigt auf der Egypter thron, Muß er zuvor den schwarzen Fercker sehen. Eh David kömint zu der verheiffnen cron, Muß er mit schmach im elend umher gehen. Hiskias wird erst nach der sterbens: noth Be. frent vom tod. 5. Dein Jesus selbst geht dir Anfechtungen. zum beyspiel vor, Der musste ia auf erden vieles leiden, Eh er sich hub zur herrlichkeit empor, Da er nun hat und gibt die ewge freus den. Wer treulich kämpft, bringt auch den guten lohn Zulegt das von. 6. Drum hoffe nur auf den der Vater heisst, Er ist dir gut auch mitten in dem jammer: Dein braut'gam fieht, wenn dich der fummer beifft, Und schaut hine ein in deine hergens fammer: Da sieht ers wohl, wenn du bist troffes blos, und hilfe- los. 7.Und also bricht das herk ihm gegen dir, Er spricht: ich muß mich über dich erbarmen, Du liebstes kind, haft niemand auffer mir; Drum halt ich dich in meis ner gute armen: Sey gutes muths, die hilfes stund ist nah, Dein troft ist da. 8. Dir sey gedandet, du ausere wehlter freund, Daß du dein aug so richtest auf die deinen. Dann wann uns ist der arge friedens feind So hat gefasst, daß wir vers loren scheinen; So fürgest du ihn in der höllen schlund, Zur rechten stund. 9. Gib, daß auch wir, die du so innig liebst, Dich mögen stets in lieb und hoffnung ehren, Weil du ia nicht von hergen uns bes trübft, Und unser leid in freude wilt verkehren. So sey dir dann lob, ruhm und danck gebracht, Aus aller macht, 580. Bon Creut und Anfechtungen. 580. Mel. O Durchbrecher aller. Ahre fort mit liebes schlägen, Fo Suffer JEfu, liebster bort: Laß sich tribsals: winde regen, Und bring mich hiedurch an port. Ach, ich biete dir den rücken, Echlag nur zu, ich habs ver, schuldt, Creuß und noth find lie. bes firicke, Zeichen deiner grossen huld. 2. Ich bin lang von dir gewi chen, Lang war mir das eitle lieb: Doch bist du mir nachgeschlichen, Weil dich deine liebe trieb; Liebe, die dir hånd und füffe Un des creuges bolg gespiest, Liebe, die so honia füffe Auf die armen fün. der fliesst. 3. Ach, so dende nicht wie lan, ge Jch dich, bräutgam, nicht ers Fannt; ie ich mich zur alten schlange Oft mit hert und finn gewandt: Sondern denck an deis ne wunden, Die dein heilig fleisch durchrist; Denck an deine trau er flunden, Da du blut für mich geschwist. 4.Fege durch die creuges ruthe Alles aus dem herten aus, Wasch es denn mit deinem blute, Und mach es zu deinem haus. Ach, eröffne selbst die thüre, Wag den fünden stein davon: Giv, daß ich dich drinnen spüre, Du geliebs ter GOttes Sohn. 9 5. Benn du es nun eingenom. men, So laß gar nichts mehr hinein: Denn ich hab mir vorges 583 nommen, Dein hinfort allein zu seyn. Ich wil selbst mich nicht mehr Feanen, Nicht die welt, nicht fleisches luft: Augen luft, stolk, sündlich brennen, Sey mir niemals mehr bewusst. 6. Dann wil ich in deinen ar men Unterm creuß gang fanfte ruhn: Doch vertrag auch mis erbarmen, Wenn mein laffen oder thun, Noch mit schwachheis sehr beflecket, Die dir nicht vere borgen ist; Diese aber wird ben decket, Weil du mein Erldser bist. 7. Nun du folt mein in dem lea ben, und im tod auch meine feyn; Dir mit leib und feel ergeben, Geh ich in mich selbst hinein'; Dich such ich in meinem Herzen, Bis du dich mir offenbarst: Schencke mir des glaubens fers Ben, Wie du vormals gnådig warst. 8. Hör, ach bör mein sehnlich fleben: Ach, wie lang verbirgst du dich? Hilf mir kämpfen widera stehen: Meine fraft verliret sich. Aber du bist in den schwachen Mächtig, wenn ihr herg betrübt: Drum magst du es mit mir mas chen, JEfu, wie es dir beliebt. cm 581. M. Der lieben Soñen Licht, Risch, frisch hinnach, mein geift und herg, Auf JEfu dornen wegen, Bekrieget mich hier leid und schmerk; Auf siegen folget segen. Nur frölich aufs gefasst Die leichte liebes lafta Das 1 Don Creut und Anfechtungen. 584 Das leiden dieser furgen zeit, Jst Doch nicht werth der herrlichkeit. 2. Du kennest, liebster JEfu, wohl Der schultern stård, ver. mdgen; Du weisst schon, was ich tragen sol, Und was du soift aufs tegen. Leg auf, ich halte dir, Dein will gescheh in mir: Dein will', an dem mein wollen hangt, Das nichts, als was du wilt, berlangt. 3. Du gingest felbft zu ehren ein Durch schmerk, gedult und leiden: Solt ich nun, JESU, beffer seyn, Und hier in rosen wei den? Der himmels. lilien glans Wächst aus dem dornen krang Dem, den rock des creußes trägt, Wird dort der purpur an gelegt. 1 $ 4. Wo blieb des herkens gar, ten pracht, Wenn füd und nord ftets schliefen? Nur das bewölck te wehen macht, Daß seine würke triefen: Indessen bleibest du Doch meine sonn' und ruh, Die mich mit ihrem licht ergeßt, Wenn mich des creuges sturm benetzt. 5. Denn du, mein GOtt, bift foun' und schild Der gläubigen auf erden, Die deinem creuß und marter, bild Hier sollen ähnlich werden, Eh sie die herrlichkeit Mit ihrer cron erfreut, Und der gedult die palmen bringt, Die fie nach sieg des leidens fchwingt. 6. Mein herg Fan diese leidens. ehr, O JEsu, fast nicht fassen: So fomm du liebe last denn her, Wer wil sein wohlseyn haffen? Mit JESU hier gehöhnt; Mit JEsu dort gecrönt: Mit JEsu hier ans creuß gedrückt; Mit JEfus freude dort erquict. 7. Wohlan, so wil ich in gedult Nach deinem willen leiden; Der becher fliesst von deiner huld, Den du mir haft bescheiden. Im creuß erblick ich schon Die mit verheißne cron. Du leuchtest in gedult mir vor: Jch folg', es geht jum sternen thor. 1 582. Mel. JEfu meine Freude. mein Dem ich mich ergeben Feft bis in den tod; Er ist meine soune, Meine frend und wonne In der gröften noth: Leid' ich gleich in seinem reich; So werd' ich mit ihm re giren, Und dort triumphiren. 2. Die mit JEfu leiden, Wer den mit ihm weiden In den sters nenzelt; Die mit JEsu sterben, Werden mit ihm erben, Wo ihr reich bestellt: Ihre cron und fieges lohn Sind, wo GOtt die engel loben, Sicher aufgehoben. 3. Die mit thrånen fåen, Wenn die winde wehen, Die der feind erweckt, Werden dort mit freus den Erndten nach dem leiden, Da kein feind erschreckt: Nach der müh, die sie alhieDulden, wird fie GOtt ergegen Mit des hims meis schågen. 4.0 Don Creut und Anfechtungen. 4. Dihr frommen feelen, Die ihr euch mit quälen Bringet durch die welt, Die ihr öfters weinet, Wenn fein troft erschei. net, Wenn euch creuß befällt, Dencket doch bey diesem joch An Die cron in jenem leben, Die euch GOtt wird geben. 5. Wenn die sünden Fråncken; So lasst uns bedencken, Daß, nach GOttes rath, JEsus straf erduldet, Und was wir verschul, bet, Ausgestanden hat. Kämpfen wir mit ihm alhier; So wird er uns helfen kämpfen, und die sün, de dämpfen. 6.98 76 65 % 6% 17 87 6 5 65 4 3* ΕΞΩ 770 E 585 6. Send getreu ihr hergen, Ben des creußes schmergen, Bis an euer end: JEsus wird euch trösten, Wenn er den eridsten Ihr gefångniß wendt. Auf dem nu folgt eine ruh: GOTT wird lassen nach dem weinen Euch die fonne scheinen. 7. Nun, HErr JEsu, flärde, Die des satans werde Und das reich der welt Lassen in sich sidh. ren, und sich zu dir kehren, Sey ihr starcker held: Dein schuk sey ihr aller truk In der leben und im sterben, Bis sie alles ers ben. 583. pe રૂટ ઉં HONE 6# 6 6 素 5 98 43% 76 0 665 PEin Chrift fol ihm die rechs fonnenschein Um ihn fiets werde nung machen, lauter er nur p HOP Don Creutz und Anfechtungen. $ 86 und lachen: Wir haben feinen rofen garten Hier zu gewarten. 2. Wer dort mit Chrifto hofft su erben, Gedend auch für und für In dieser welt alhier Mit ihm au leiden und zu sterben: Hie wird, was GOTT uns dort er foren, Durchs creuß geboren. 3. Was musste Christus selbst aussiehen: Er musste ia durch noth Und iammerlichen tod zu feiner herrlichkeit eingehen; Und du vermeinst mit recht zu klagen In bdsen tagen. 4. Der wein muß erst gefeltert werden, Eh als sein süffer saft Das trauren von uns raft. Der weißen, so uns stårckt auf erden, Kommt durch das mahlen und durch hike Uns erst zu nüße. 5.Gold, silber, und viel anders wesen, Muß auch durchs feuer gehn, Eh als es kan bestehn. Ein Francer, wil er recht genesen, Wird über den arkney getrån, den Sich nicht viel fråncken. 6. Wer hat den sieges, frank getragen, Der nicht vom über muth Der feind, im schweiß und blut, Und fummer hat gewusst zu fagen? Wer wird das ziel im wette rennen Ohn staub er kennen? 7. Ist noch so viel uns wider, fahren; Ev ist doch dieses leid Nicht werth der herrlichkeit, Die GOTT an ans wil offenbaren, Weil sie nach diesen furtzen zy ren Sol ewig währen. 584. Kommt ber zu mir, spricht GOttes Sohn, All, die ihr seyd beschweret nun, Mit fünden hart beladen: Ihr jungen, alte, frau'n und mann, Ich wil eud) geben, was ich han, Wil heilen euren schaden. 2. Mein joch ist süß, mein burd ist g'ring, Wer mirs nachträgt in dem geding, Der hun wird er entweichen. Ich wil ihm treus lich helfen traq'n, mit meiner hilf wird er erjay'a Das ewig himmelreiche. 3. Was ich gethan und gelitten hie In meinem leben spat und früh, Das folt ihr auch erfüllen. was ihr gedenckt, ia redt und thut, Das wird euch alles recht und gut, wenns g'schicht nach GOttes willen. 4. Gern wolt die welt auch fe lig seyn, Wenn nur nicht war die schwere pein, Die alle Christen lei den: So mag es anders gar nicht seyn, Darum ergeb sich nur dare ein, er ewig pein wil meiden. 5. All creatur bezeuget das, Was lebt im wasser, laub und gras, Sein leiden kans nicht meiden. Wer dann in GOttes nam'n nicht wil, Zuletzt muß er des teufels ziel, Mit schwerem g'wissen leiden. 6. Heut ist der mensch schön, jung und lang. Sieb, morgen ist er schwach und kranck, Bald muß er auch gar sterben: Gleichwie Die Von Creutz und Anfechtungen. die blumen auf dem feld, also muß auch die schnöde welt, In einem huy verderben. 7.Die welt erzittert ob dem tod: Benn einer liegt in der lekten noth, Denn wil er erst from mers den. Einer schafft diß, der ander Das, Sein'r armen seel er gang vergaß, Dieweil er lebt auf erden. 8. Und wenn er nimmer leben mag, So hebt er an ein groffe Flag, Wil fich erst GOtt ergeben: Ich fürcht fürwahr, die göttlich gnad, Die er allzeit verspottet hat, Wird schwerlich ob ihm schweben. 9. Ein'm reichen hilft doch nicht sein gut; Dem jungen nicht fein flolßer muth, Er muß aus diesem månen. Wenn einer hätt' die gange welt, Silber und gold, und alles geld, Noch muß er an den reiben. 10. Dem q'lehrten hilft doch nicht sein kunst, Die weltlich pracht ist gar umsonst, Wir müf. sen alle sterben. Wer sich in Chris fto nicht bereit, Weil er noch lebt in der gnaden zeit, Ewig muß er verderben. II. Hdret und merckt ihr lieben find, Die ißund Gott ergeben find, Lasst euch die mich nicht ren en: Halt stets am heilgen GOt tes wort, Das ist eur troft und höchster hort: GOtt wird euch schon erfreuen. 587 schuldig lebt; Lasst euch die welt nur áffen: Gebt GOTT die rach und alle ehr, Den engen weg geht immer her: GOtt wird die welt schon strafen. 6 13. Wenn es ging nach des fleisches muth, In gunst, gefunds heit, grossem gut, Ward't ihr gar bald erfalten: Darum ichickt GOTT die trübfal her, Damit eur fleisch gezüchtigt werd, Zur ewgen freud erhalten. 14. Ist euch das creuß bitter und schwer; Gedenckt, wie heiß die hölle wår, Darein die welt thut rennen. Mit leib und feel muß leiden seyn, Ohn unterlaß die ewge pein, Und mag doch nicht verbrennen. 12. Nicht übel ihr um übel gebt: Schaut, daß ihr hie un 15. Jhr aber werdt nach dieser zeit Mit Chrifto haben ewig freud: Dahin folt ihr gedencken. Es febt tein mann, der auss sprech'n tan Die glorie und den ew'gen lohn, Den euch der HErr wird schencken. 16. Und was der ewig gütig GOTT Jn seinem wort verspro chen hat, Geschworn bey seinem namen, Das hålt und gibt er g'wiß fürwahr: Der helf uns za der engel schaar, Durch JEsum Chriftum, Amen. 585. en. Jesus meine Zuversicht. Ein eridser kennet mich, Er weiß alle meine leiden: Drum, o feel, ermuntre dich; Laß dich deinen hirten weiden: Er ist, Pp 2 Der Don Creutz und Anfechtungen. 588 der sein schäßlein kennt, Und bey feinem namen nennt. 2. Du, HErr JEfu, nimmest theil An dem, was die deinen Fråndket: Du beforgest stets ihr Heil, Wenn der mord geift boses Dencket. Plagt Saul dein volck heftiglich: Rufft du, was vers folgst du mich? 3. Das ist deiner liebe kraft, Die dich so mit uns verbindet, Daß fein schmergen an uns haft, Den dein her nicht mit empfin det: Du, HErr, lässt uns nicht als lein, Wir sind bein von deinem bein. 4 Lob sey, JEfu, deiner macht, Die uns ist zum trosk gerathen. Wen mein geist in sorgen bracht; So erzehl ich deine thaten, und was deine treue fan, Die sich meiner nimmet an. 5.Du wirst, JEfu, ferner noch Mich in meiner noth erkennen, Daß ich unter deinem joch Dich Fan meinen Heiland nennen. Leichtere mir deine laft, Wie du felbft verheiffen hast. 6. Mache meinen glauben feft, Die verheiffung recht zu fassen; So darf ich der leiden rest Mich nicht weiter schrecken lassen: Denn durch leiden gehen wir zu der herrlichkeit mit dir. 7. Führe mich nach deinem rath; Du, du folt mein auge bleis ben, Bis ich finde in der that, Was wir hier unsichtbar glau ben, Daß ich einst nach dieser zeit Schaue beine herrlichkeit. 586. Mel. Wo ist mein Schäflein. Mein freund ist mir ein bus schel myrrhen, Das meine feele lieblich tiert. Wenn er gleich feine ruthe führt, Laß ich mich gar nichts an ihm irren: Er muß mein liebfier freund verbleiben, Auch wenn die liebe bitter schmeckt. Ja, wolte er mich gar aufreiben; Bleibt mir mein ziel doch fest gesteckt. 2. Ach, feele, Fanft dus nicht vertragen, wenn er in liebe mit dir schergt? Wie ists, wenn er dich lieblich herkt? So ists auch, wenn er dich wil plagen. Er bleibt dein freund in leid und freuden. Schau ihn nur durch die larve an: Nichts wird fein hertze von dir scheiden; Weil er sich nicht verleugnen fan. 3.Ich mercke wohl dein liebess spielen, Mein freund, ich weiß wohl, wer da bist, Weil mir dein herkentdecket ist. Mag ich freub ober leiden fühlen; So wil ich fiets in deinen armen Mit stillem fanstem geiste ruha: Da tan mein herg in lieb erwarmen, Und sich nur immer gutlich thun. 4. Nun ists zu spät sich zu vers stellen, Da ich dich anders hab erkannt; Du baft mich deine braut genannt: Drum bin in ab len meinen fållen Versichert, wie dus mit mir meineft. Wenn du mir nun in lowen haut Als ein ergrimmter feind erscheineR; Dend Don Creutz und Anfechtungen. 589 Dend ich: dir bin ich ia vertraut. gen dringe Zuvor in meine gange seele: Mach mich zu deinem Tirael: Ach, mache meine dun d'le hôle Durch deine sonnen, ftrahlen hell. 5. Der bräutigam' ist oft ver Bullet Jn ein geschwärgtes anges Ficht: Und wenn alsdenn die larve bricht, Werd ich mit neuer freub erfüllet, und rufe aus: er wil nur scherzen: Gewiß es ist sein eraft noch nicht, Er wendet alle meine fchmergen, und gibet mir fein freuden licht. 6. Doch da ich einmal mit ihm ringe; So halte ich mit Jacob an, Und spreche: du, GOttes, mann, Ich laß dich nicht, der se. 6 65 6 87 Q H 65 43 7. Co danck ich dir für dieses feuer, Dadurch mein gold bewähs ret wird. Ach JEfu, füffer feelens hirt, Wie werde ich doch immer freyer Von dem, was mich vor bir beflecket? Ich bin bereit mehr auszustehn: Durch leiden werd' ich aufgewecket, Dir, meinem Lamme, nachzugehn. 587. 6 4% 5 6* 4* Q m 焦 6 6 76 5 6 6 667 6 65 4% 30 ET Ein freund zerschmelzt aus leiden ist der höllen strenge pein; lieb in seinem blute; Sein Er lescht den grimm, zerbricht Pp 3 des Don Cretit und Anfechtungen. 590 des treibers ruthe: Das leben wirft sich in den tod hinein, Das von zerspringt des todes schlund. Nun macht mein bräutigam mich wiederum gesund. 2. Er sahe mich in meinem blute liegen, Sein herß ent brannt in heiffer liebes macht. Diß war genug den schöpfer zu besiegen, Das hat ihn bald in folchen trieb gebracht, Daß er mit GOttes zorn gekämpft. Nun bat fein fanftes licht des grimmes quell gedämpft. 3. Du musst'ft mit anaft die feuers macht zerschellen, Die der gestalt in deinen geift geblißt, Daß du getdmeckt die bitterfeit der höllen, und in dem kampf das milde blut gefchwitzt; Du findst so tief in tod hinein, Daß bu von deinem GOtt musst wie geschieden seyn. 4. Obraut'gam, bein geheim niß volles lieben Hat dich selbst zum Anathema gemacht. Wie wird die lieb' auch bis zum fluch getrieben? Ach ia, der trieb hat fie so weit gebracht. Das leben nimmt uns wieder an, Und wird felbst aus dem buch des lebens ausgethan. 5.So haft bu benn, o ted, den mann verschlungen, Und wusstest nicht, daß er das leben trågt: Dem leben ist der weife rath ge fungen; Des todes truß wird von ihm hingelegt. Geh ich nun in den tod hinein; Somuß der tod mir selbst des lebens wurkel seyn. 6. In Chrifti tod wird nun mein tod vertrieben, Er ist mir nur ein weg ins paradies: Dars innen wird der strenge finn zers rieben, Wenn ich sein blut und seinen tod genieß. Davon zers schmeißt die hårtigkeit, Und wandelt meine pein in reine hims mels freud. it may 7. Nun wird mein gold im lei den rein gefeget: Der ofen ist das creug; der test das herg: Die fchlacke ist, was sich in gliedern reget; Der schmelzer ist mein freund; Die gluth der schmerk. Marß gleich das gold durchs feuer gehn; So bleibt es doch verklärt in seinem tiegel stehn. 8. Dann bringt mein geift mit freuden seine garben: Des hims mels blik durchftrablet seinen finn: Die weisheit ſpielt in ihren wunder farben, Da blinckt das herg wie jaspis und rubin. Wenn sich der blick durchaus erfireckt; So frigt mein geift sein fleid, und wird mit licht bedeckt. 9 9. Da füffen ihn der weisheit füffe blicke, Da rubt die feel in ihrem liebes schoos: Da wird sie dann vom tod, vom sünden stricke, Und von dem dienst der eitelkeiten los. Benn sie des himmels klarheit ziert; Wird sie als königin zum fönige geführt. 10 Drum scheu ich nicht des leidens bittre myrrhen: In myrr hen liegt die schönste balsams fraft; Don Creutz und Anfechtungen. Praft: Dabey fan mich des flei sches schmert nicht irren, Weil mir bas joch in Chrifto ruhe fchafft. Die liebe ging den schmas len steg: Aus liebe wehl' ich mir der liebe creuges weg. 11. Mein GOTT, entzünd in mir des creußes flamme; Laß des fen gluth des gestes gold durch gehn, und stårde mich in dem er. würgten Lamme, Daß ich ver, Flärt im tiegel bleibe stein. Wenn gleich das fleisch sich flåglich flellt: Gnug, daß der neue menfch im creuß den fieg erhält. 588. Mel. Wie wohl ist mir, o. Ein JEfu, treufter freund ber voller angst und pen In dieser tiefen marter båten, mit trauren muß verschlossen seyn, Weil sa tan mit den feuerpfeilen Mein herge schläget voller beulen, Daß es vor schmer zerspringen wil. Nch, ach! fol ich es denn auch fagen? Es ist in mir nichts mehr als jagen: Denn meinequaal ift ohne ziel. 2. Erheb ich meine augen, lies der, Erblick ich deinen richter ftuhl; Schlag ich sie denn mit schrecken nieder, Co zeinet sich der höllen- pfubt, Und satanlässt in groffem grimme Mich hören diese mörder flimme: Da, da fel deine wohnung seyn; Da solt du deinen loha empfangen, Nichts anders darfst du dir verlangen; 591 Drum fort, nur fort, du musst hinein. 3 Fang ich denn an voll furcht und jutern, Erbarmialich zu dir zu schreyn, Eo schrept er in mich mit erschüttern: weig, fchweig, was bildest du dir ein, Er ist nicht gütig, wie ihr meinet. Er hilfet nicht, wie es wol scheinet: Und war es auch, so huft dichs nicht; Er wird dich nimmermehr erretten, Im zorne wird er dich vertreten: Drum weg von sei nem angesicht. 9 4. Nehm ich in folchen höllen. ångsten Dein troft und lebens wort vor mich: So wird mir erst am allerbängsten, Weil mein feind Wit du denn diesen schriften frauen? Du wirst dich wol betrogen schauen, Du einfalt, es ist ia nicht wahr: Und folt es seyn, so wårs dein schade; Weil nur der zorn und nicht die grade An dir muß wers den offenbar. $ 5. Ja, was mir fensten folte fiillen Die grausam schwere hdb len pein, muß ich mit aröfferm schmerg erfüllen, weil satan in mich dringet ein Mit so entsetz lich bösen dingen, Die ich mich scheu vor dich zu bringen, Weil du dadurch geschändet wist. Da möchtich denn vor angst verder. ben: Denn ich ia lieber wolte sterben, Als solches thun, mein lebens: fürst. 6. Nan JEsu, ach was fol ich fagen? 4 P 592 Von Creutz und Anfechtungen. fagen? Ich habe ia mit meiner ach, laß doch auf mich fliessen schuld Verdienet solche schwere Ein tröpflein von dem theuren plagen: Ja, ia ich habe deine blut, Das ströme weis von dir ges huld Verschertet mit der fünden floffen, Das du auch mir zu gut menge, Ich bin werth, daß du bergoffen, O lebens quell, mein mich nach strenge Verflösseft in höchstes gut. der höuen schlund: Und solte gleich dein jorn entbrennen; So müsste doch gleichwol bekennen, Du seyft gerecht, mein eigner mund. 9. Wohl mir, ich höre JEfum sagen: Was winselst und was schreyest du? Hdr auf so jammer. lich zu zagen, Besinne dich und höre zu: Ich habe ia mich und mein leben Für dich aus liebe hin gegeben; Wie könt ich dir ungna, dig seyn? Sieh doch, wie freund. lich ich mich wende Zu dir, schau her, in meine hånde Hab ich dich längst gegraben ein. 7. Doch weiß ich, es ist nicht dein wille, Daß ich elender fiers ben fol: Es ist in deine GOttes fülle, O JEsu, noch erbarmung, voll. Du rufest liebreich und in gnaden Die, so müßfetig und be laden: Auf, kommet, kommet her zu mir! Ich wil euch aller angst entrücken, Ich wil euch inniglich erquicken, Hier solt ihr ruhen für und für. 8. So komm ich denn voll angst und schmergen, Voll ächzen, feufzen und begier, Mit meinem gnug geplagten herken, OJEsu, du mein heil, zu dir: Ich werfe mich zu deinen füffen. Und schrey: 6 10. JEfu, troft der blöden herken, Versiegle dis dein wort in mir: So weichen alle meine schmergen; Go freuet fich mein geift in dir; So wil ich dich mit macht erheben, Mein hort, in mei nem gangen leben: Und wenn du nach volbrachtem streit Mich mit triumph wirst zu dir bringen; Da wil ich denn voll freude fins gen: Hallelujah in ewigkeit. 589. 5 56 56 98430 6 7 8 6 Nur 65 4 3X Q 6 Bon Creutz und Anfechtungen. 65 5 43 6 4 2 65 65 68 43 0 Ur frisch hinein, Es wird so tief nicht senn: Das rothe meer wird dir schon plak vergon. nen. Was wimmerst du? solt der nicht helfen können, Der nach dem blig gibt heitern sonnen schein. Nur frisch hinein. 2. Betrübter Chrift, Der du in schwermuth bist, Ermuntre dich und deine schwache finnen: Das schwere creuß wird doch einmal zerrinnen Gleich einem fluß, der dir zum beyspiel ist, Betrübter Chrift. 3. Der himmels held Hat ei nen weg befiellt, Den niemand weiß, Eh sein volck solte sincken, Muß selbst das meer auf dieses helden wincken Zur mauer seyn. Er herrscht im fluthen: feld, Der himmels held. 6 5 4. Die tapferkeit Ift iederzeit bereit, Durch creuß und schmach und durch die trause wellen Zu dringen durch: fein sturmwind 928 58 4 30 593 6 E kan sie fällen. Sie hält uns feft in fteter sicherheit, Die tapferkeit. 5. Ein frieges mann muß ta pfer halten an: Es sieht nicht wohl, wenn Erieger wollen stehen, Beil fie das end des krieges nicht ersehen. Ein Christ ist auch, der tapfer fåmpfen fan, Ein friegess mann. 6. Es höret auf Ein dina, so bald fein lauf 3um ende läuft: was einmal angefangen, Das nimmt ein end. Der HErr ist vor gegangen: Du folge nach, und trit nur tapfer drauf: Es hdret auf. 7. Des creutges pein Bird ia nicht ewig seyn, Es ist ein Felch, der seinen boden zeiget; Man sieht den grund, wann alles ausgenei. get: Drum bilde dir wie füffen nectar ein Des creuges pein. 8. Die centner noth Berbricht der kalte tod: Hindurch, hindurch und folge deinem führer. Dein JEsus ist der erd und meer regis Pps rer, Don Creug und Anfechtungen. $ 94 rer, Der watet durch), und trit für dich in foth Die centnernoth. 9. Er ist der hirt, Der dich nicht lassen wird: Er wird sein schaf auf seinen achseln tragen, Es wartet schon auf dich der en gel, wagen, 3um fichern schuß: und ob du dich verirrt; Er ist der hirt. 10. Auf schwacher sinn! Wirf allen kummer hin, Und schicke dich, die tiefe durchzuwaten: Kommt schon ein ffurm; dein JEjus wird dir rathen Und hel fen aus: der tod ift dein gewinn: Auf, schwacher finn! 11. Der Christen stand Ift hier also bewandt, Es muß ein creng das andre creußze iagen. Eo ging es dem, der unser creuß getragen Am creuges fiamm. Es ist kein tinderstand Der Christen stand. 12. Wer wandern fol, Muß oftmals traurens vol Durch berg und thal und tiefe pfüßen bringen: So muß ein Christ auch nach dem himmel ringen, Und leiden viel: Der muß oft geben joll, Wer wandern fol. 13. Ach, suffer Christ, Wenn bu nur bey mir bist; So wil ich auch mein leben willig enden: Zu dir, mein GOTS, wil ich mich gånßlich wenden, Und tragen was mir auferleget ist, Uch, suffer Chrift. 590. M. Groffer Prophete mein. Elig, ia felig, wer willig er, tråget Dieser zeit leiden, verach tung und streit, welches nach dieser vergånglichkeit pfleget Mit sich zu bringen die ewige freud. Dieser zeit leiden nimmt ende be hende: Himmlische freude beste het ohn ende. 2 Dieser teit leiden das qua let gelinde, Dieser zeit leiden vers gehet wie schnee, Schwindet ges schwinde, wie schwindende wins de: Qualen der feelen bringt ewiges weh. Dieser zeit freude nimmt ende behende: Qualen der feelen beharret ohn ende. 3. Diefer zeit ichmerzen im hergen verschmerzen, Stehet ge rüsteten Chrifien wohl an Wels che im hergen sind brennende fers ßen, Die uns erleuchten die hime lische bahn. Selig, wer dieser zeit schmergen erduldet; Droben im himmel wirds doppelt vers schuldet. 4. Dieser zeit plagen find leichtlich ertragen Gegen der ewi gen höllischen quaal. Dieser zeit nagen und plagen uns janen Hin zu den freuden im himmlischen faal. Dieser zeit plagen nimmt ende bebende: Himmlische freue de beharret ohn ende. 5. Endlich, nach dieser zelt schmerzen und leiden, werden wir, welches gewiß wird geschehn, Scheiben aus neiden und leiden zu freuden, welches kein sterbli ches auge geschn, Die uns dort allen aus gnaden wird geben JE jus, Don Crents und Anfechtungen. fus, die wahrheit, der weg und das leben. TESTOS 6. Selig, drum selig, wer wils lig ertråget Dieser zeit leiden, vers achtung und streit, Belches, nach dieser vergänglichkeit, pfleget Mit sich zu bringen die ewige freud. Selig, wer alles um JE fum erduldet; Droben im hims mel wirds doppelt verschuldet. 591. Mel. Wie wohl ist mir, o. Je weh ist mir, o freund der feelen, Wenn du mir deinen liebes finn Wilft einen aus genblick verbeelen, zu prüfen, ob ich redlich bin: Denn macht dein unvermuthet scheiden Mir ein empfindlich feelen leiden; Die ungedult vermehrt den schmerß. Ich werfe mich mit winseln nies der: Komm doch, o Heiland, komme wieder In das mit angst erfüllte herk. S 2. Die welt wil meine freund fchaft haben; Allein ich mag die ihre nicht: Nur JEfus liebe fan mich laben, Sie schencket mir, was mir gebricht. Und hast du dich gleich ist verborgen; Wirft du dob vor die seele forgen, Die ihre zuflucht zu dir nimmt. Soll ich der welt mich gleiche ftellen? Onein, das ist der weg zur höl, len, Ta mir der himmel längst bestimmt. 595 zurücken, was du mir längst vers geben haft. Ach, tönt ich recht vergebuug glauben, Ber wolte mir den troft denn rauben. Allein der glaube fehlet mir. Wil ich in deine wunden fliehen, So scheint mich was zurück zu ziehen, Und fagt: der ort gehört nicht dir. 4. Das creuk droht mir mit vielen plagen; Ich bin vor eine schon zu schwach. Ich folt es freudig mit dir tragen, Und schlepp' es dir mit thrånen nach. Heiland, gib mir deine flårs de: Denn, weil ich dich nicht in mir mercke; Fall ich in meiner ohnmacht hin. Ich muß in dies fer noth vergehen, Wo du nicht eilft, mir bey zu stehen, und aus der tiefen mich zu ziehn. 3. Die fünde wil mich nieder. drücken, Sie macht mir eine neue laft, Sie sucht mir alles vor: 5. Der tod macht meiner seelen bange, Weil sie zum sterben nicht geschickt. DJEsu, halt ihn doch so lange, Bis du mit glauben mich geschmückt. Ich sorge, daß ich zu dem grabe Bielleicht noch wenig schritte habe. Allein ist doch der tod besiegt, Osieger, laß mich diß empfinden; So wird die bange furcht verschwinden, Und ich bin wiederum vergnügt. 6. Wie wird mir denn, o freund der seelen? Mir ist recht wohl, mir ist nicht weh. Bin ich denn aus der marter bölen? Ach ia, mein her steigt in die hdh. Du kommst aufs neu mit deiner gute, Und hilfft dem ängstlichen gemüthe: Es bricht dein holder glang 596 Von Blagen und hoffnung Zions. glang berfür Nunmehro fan ich ewig mich umfangen, Ich fühl es troft erlangen: Du wirst auf schon: Wie wohl ist mir! XLII. Von Klagen und Hoffnung Zione. 592. glaub auf erden ist, Ein ieder braucht sein tück und lift: Der reich den armen zwinget, Und ihm sein schweiß abdringet, Daß nur sein grofchen flinget. Ch Gott, thu dich erbars 303 men, Durch Chriftum deinen Sohn, Ub'rreich und über armen: Hilf, daß wir busse thun, Und sich ein ied'r er. Fennen thut. Ich fürcht, GOtt hat gebunden ein' ruth, Er wil uns damit strafen, Den hirten mit den schafen: Es wird ihm tein'r entlaufen. 2. GOtt hat uns lang gerufen Durch seine treue knecht, Unfre phrn sind abr nicht offen: Darum geschicht uns recht. Sein'straf hab'n wir ist in dem land: Ich fürcht, ihr find mehr vor der hand. GOTT well sie von uns wenden, und seine gnad uns sen den, Es steht in seinen hånden. 3. Es geschehn groß wunder seichen: Noch schlag'n wir all's in wind, Die uns folten erweis chen; So gar sind wir verblendt, Daß wir erkenn'n die wahrheit nicht, Wie uns ist GOttes wort bericht, Daß wir uns daran Fehrten, und feiner gnad begehr, ten, nicht so dawider sperrten. 4. Nerger ists nie gewefen Bon anbeginn der welt. Ein ieder mags wol lefen, Was Christus bat gemeldt: Kein lieb' noch 5. Wer fan alles ermessen, Was treibt die welt mit macht, Mit ihrem sauffen und fressen, Hochmuth und grossen pracht? GOTS wirds die länge leiden nicht; Schau, daß dich nicht ers haidh fein gericht; Sonst bist ewig verloren, Dem teufel außers foren; Wår beffer, nie geboren. 6. GOtt eilt gewiß zum ende, Das zeigt all' creatur; Er wird kommen behende, Deß hab'n wir schön figur. Das glaubet der gottlose nicht, Der wol in feinent hergen spricht: Es kan noch lang zeit wären, Wir wollen schlem'n und gehren; Der teufel thut fies lehren. 7. Die welt låfft nun nicht abe, Das wild vielföpfig thier Man werf fie denn ins grabe: Es wird geschehen schier. Der teufel hats dahin gebracht, Daß man GOtt und sein wort veracht't, Fragt nicht nach sein'm gebote, Treibt daraus nur ein spotte, Sagt wol, es sey kein GOite. 8. Die art ist schon geleget Dem baum an seine wurg, Als uns Don Klagen und hoffnung Zions. 597 auszusammen, 3u obe seinem namen, Durch JEsum Chris flum, Amen. abdi ang ton uns Johannes zeiget: Ins feuer muß er furß. Wohl dem, der es ju herken nimmt, Und wacht, wenn sein erlöfer tömmt, Liebt allezeit das gute, Der wird fein 593. ard wohl behütet Ja für der höllen: Ch Gott, vom himmel sieh gluthe. 9. Christus sein propheceye Ist nun erfüllet gar, Ein ieder merck dabeye, und nehm sein eben wahr, Daß er fein leben ans bers schick, Und Chriftum in fein herk verstrick; Niemand weiß, welche funde, Spricht GOtt aus seinem munde, Die welt wird gehn ju arunde. darein, Und laß dich das ers barmen: Wie wenig find der heile gen dein, Verlassen sind wir are men. Dein wort man nicht läffe haben wahr, Der glaub ist auch erloschen gar Bey allen menschens Findern. 10. Solchs alles ist verborgen In der gortiosen finn: Das sieht man alle morgen, Wie läuft die welt dahin, Daß sie nur frigt das Beitlich gut, Das ewge sie vers geffen thut, Daran wil niemand Dencken, Thut leib und feel ver fenden, Manch'n Christen thut es francken. 11.GOtt hat in seiner hute All, die er hat erwedt. Erkauft durch Chrifti blute, Am creuß hoch auss gestreckt, Da er uns all erldset hat Wom teufel, sünd und ewgen tod, Ift selbst für uns geftorben, Des Vaters huld erworben; Sonst wårn wir all verdorben. 12. Dis lied sey ist gesungen Bu troft der Christenheit, Den alten mit den jungen, und dem sein fünd ist leid, Der bitt Gott allezeit um gnad, Daß er nim mer in fünden bad. Der helf uns 2. Sie lehren eitel falsche lift, Was eigen wit erfindet: The herß nicht eines finnes ift, In GOttes wort gegründet: Der wehlet diß, der ander das, Sie trennen uns ohn alle maaß, Und gleissen schön von aussen. 3. GOTT woll ausrotten alle labr, Die falschen schein uns lehs ren, Dazu ihr jung stole offene bahr, Epricht: trog, wer wils uns wehren? Wir haben recht und macht allein, Was wir sehen, das gilt gemein, Wer ist, der uns fol meistern? 4. Darum spricht Gott, ich muß auf seyn, Die armen sind verföret, Ihr seufzen dringt zu mir herein, Ich hab ihr klag ere höret: Mein beilfam wort fol auf dem plan Getrost und frisch fie greiffen an, Und seyn die kraft der armen. 5. Das silber durchs feur fie benmal Bewährt, wird lauter funden: An GOttes wort man warten fol Deßgleichen alle fluns Den 598 den: Es wil durchs creuß bewäh ret fenn, Da wird erkannt sein' Fraft und schein, Und leucht stard in die lande. SO 6. Das wollst du GOTT be wahren rein, Für diesem arg'n Don Blagen und Hoffnung 3ions. 66 594. geschlechte; Und laß uns dir bes fohlen seyn, Daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos hauf sich umher findt, Wo diefe lose ieute sind In deinem vold er haben. 6 6 6 56 INTERNE INTERIETETI 65 43 vald bln 65 As CH, HErr, wenn kommt das jahr, Die deinen zu erlöfen? Bird denn dein volck nicht bald Von seinen banden frey? Wie lange jol uns noch die stolke hand der bösen Mit frevel und gewalt Bedrängen ohne scheu? Ach, daß doch die hilfe aus Zion bald fame, Und Israels schwere gefängniß wegnehme! 2. Wilst du dein eigenthum ņ 65 6 7 7 6 0 777** 6 5 " MIMISEDIM. 7 mill * 6 60 6x6 686 6 11TE Sie lassen gar besiken? Wo bleibt dein eifer doch Und deine grosse macht? Ist deine hand zu schwach, Dein Zion zu beschützen? Bleibt die verheiffung weg? Wird keine hilf gebracht? Ach, laß es nach deiner verheiffung ge fchehen? Laß Israel hilfe aus Zion bald sehen. 3. Ach, Ifraelis GOTT, O Vater, HERR und Schöpfer, Erbarm Von Klagen und hoffnung 3ions. Erbarm dich deines volcks, Das Bach dir ist genannt: Wir alle find dein thon, Und du bist unser töpfer, Wirf doch dein armes werd nicht gar von deiner hand. Ach, laß uns die hilfe aus Zion erscheinen, Sen gnädig und sen de erlöfung den deinen. 4. HErr, jürne nicht zu sehr Von wegen unfrer fünden, Und denck nicht ewiglich Der schwer ren missethat: Laß uns doch nun einmal verzeihung wieder fin den: Ey, nimm uns wieder an, Und feia uns deine gnad. Ach, trößte uns wieder nach vielerley plagen, Und laß uns die hilfe aus Bion ansagen. 5 Du Hüter Israel, Kehr dich dal FIL 6 4K 2 65 6 43% 0 6 $ 99 zu deiner heerde, Die so zerfreuet ist, und in der irre geht: Echaff, daß sie doch nicht mehr Der thie re speise werde; Komm, rette fie nun felbil, Die so verlassen steht. Ach, laß doch die hilfe aus Zion bald kommen, zu retten die scha fe, die dir sind genommen. 68 6. Verzeuch doch långer nicht, Steh auf, du treuer hirte Komm, stård und heile selbst, Was schwach ist und verwundt, Such das verloren iff. Bring wieder das verirrte, Und mache darauf bald Mit uns den gnaden bund. Ach, böre doch Ifraels schreyen und fleben, und lag bald die hilfe aus Zion ergehen. 595. 6 6 5650 75 6; 果 676 566 563 0 natum 11111 UT 66 65 43* 43 67. * 5 566 56 7 65** 6 65 Die 600 Don Klagen und Hoffnung 3ions. 5194 6543% の Zion triumphiret, Da ihrer Finder hand Ein güldner palm weig zieret: Eie sind noch nicht gecrint, Sie werden noch vers Höhnt: Und ob sie gleich den feind besiegen, So müssen sie doch un ten liegen. 2. Die ftille fabbaths, feyr Ift noch nicht angebrochen, Für GOttes liebes vold: Ihr blut bleibt ungerochen noch bis auf diese stund: Ihr aller wahrer mund, Weiß noch nicht viel von ruh zu sagen, Er muß mehr über unruß Flagen. 3. Wir sehn die arche noch Auf Ararath nicht stehen: Die fluth wil, wie es scheint, So bald noch nicht vergehen: Sie wächst schier mit der zeit, Und dürft noch man ches leid Dem Noah machen, famt den seinen: Vor lachen ge, het her das weinen. 4. Ifrael ist noch nicht In Cas naan eingangen: Es kan mit def fen glang Igt nur auf boffnung prangen: Es wallt noch hin und her, Mit mühe und beschwer: Der Amaleck fucht es zu dåms pfen; So muß es auch mit Balac tämpfen. Salomo regirte, Und über fo viel vold Den friedens scepter führte; Da er dem HErrn ein haus Ere baute, und es aus Mit gold und silber prächtig schmückte. O daß man solches bald erblickte! 6. Die tochter meines volds Muß als gefangen leiden: Sie hångt ihr fäiten, spiel Für traus ren an die weyden: Die harte sclaverey Bricht ihr das herk entzweyn, Und macht sie mit viel tausend thrånen Nach iener frice dens stadt sich sehnen. 7. Sie muß noch immerfors Mit naffen augen fåen: Sie schaut die frucht noch nicht In ihren åhren stehen. Man fäh den tag so gern, Da aus der näh und fern, Man wird die vollen garben bringen, Und wie zur zeis der erndte, fingen. 8. Doch was wir noch nicht sehn, Wird drum nicht gar auss bleiben: Mein leben wolt ich selbst Für GOttes treu verschrei ben. Wäres nicht viel zu schlecht? Sein thun ist immer recht: Und was sein mund einmal verspros chen, Das bleibt wol ewig unges brochen. 9. J Don Blagen und Hoffnung Zions. # 9. Ich höre schon im geist Die fabbaths lieder schalen: Die wasser werden auch zu rechter zeit noch fallen. Ifrael erbt das land, Das ihm den güldnen stand Des friedens und der ruh wird schen. den, Kein feind fol Zion weiter Francken. 10. Die erndte rückt herben, Der streit geht fast zu ende, Man fingt victoria, Und ftreckt aus haupt und hände Mit frohem jubel schall, und sagt schon übers all, Daß, worauf wir izt hoffend trauen, Wir sollen bald im wesen schauen. 596. In' feste burg ist unser GOtt, Ein gute wehr und waffen: Er hilft uns frey aus als ler noth, Die uns itt hat betrof fen. Der alte böse feind Mit ernst ers ist meint, Groß macht und viel lift Sein' grausam rü ftung ist, Auf erd'n ist nicht sein's gleichen. 2. Mit unser macht ist nichts 649 601 gethan, Wir sind gar bald vers loren: Es freit't für uns der rechte mann, Den GOTT felbft hat erkoren. Fragst du, wer er ist, Er heisst Jesus Christ, Der HERRE Zebaoth, Und ist fein ander GOtt, Das feld muß er behalten. 6 6. 5 65 30 26 HI 3. Und wenn die welt voll teu fel wår, Und wolten uns ver schlingen; Eo fürchten wir uns nicht so sehr, Es muß uns doch ges lingen. Der fürfte dieser welt, Bie faur er sich fellt, Thut er uns doch nichts, Das macht er ist gericht't, Ein wörtlein fan ihn fällen. 4. Das wort fie follen laffen ftahn, Und kein'n danck dazu haben: Er ist bey uns wol auf dem plan Mit jeinem Geift und gaben. Nehmen sie uns den leib, Gut, ehr, tind und weib, Laß faße ren dahin, Sie habens fein ger winn: Das reich GOttes muß uns bleiben. 597. Ç 6 5 3 0 29 D E 65 6 5 4 38 0 Ende 602 E Don Klagen und Hoffnung Zions. 87 6 5 6 65 4 3 55 6 6 65 7 Ndlich fol das frohe jahr Der erwünschten freyheit kommen: Seht, der geist wirds schon gewahr, Hats im vorrath eingenommen. Seht, er trium phiret schon, Geht einher in fies ges frången, Wartend, bey der feinde hohn, Auf den neu becrôn ten tengen. Freunde, nicht fein de, die sollens erblicken: Langes verlangen fol finder erquicken. B74 2. Endlich wird das seufzen Still, Und das Herke ruhig werden, Wenns der Vater haben wil, Daß die lieben, die bewährten, Aus dem finstern kercker gehn, Band und eisen von sich schmeiss fen, Und nicht mehr von ferne flehn, Condern ihn in einem preis fen. Harte Chaldåer, ihr müsset uns weichen, Loadicåer, ihr folt wol verbleichen. NO sedlnog pE 3. Endlich wird man pflangen fehn, GOtt zum preis, in seinem anled106 6 26 7 garten, Wenn man wird bey paaren gehn, Und nicht mehr in hoffnung warten, Gondern eins dem andern wird Können feine führung zeigen: Jeder wird, als nur ein knecht, Allen in der des muth weichen, Weichen, sich beus gen zur einigkeit bande, Sine gen und springen im lieblichen. lande. 4. Weg vernunft und zweifels wind, Eigen lieb und eigen ehre! Wer hier nichts in einfalt find't, Wis, daß er die hoffnung fidre, und der liebe schmack verderb, Die doch unvermischt sol bleiben. Was in ihr noch scheinet herb', Kan uns nicht in Eins eintreiben. Stille, der wille des Vaters wird zeigen Allen gefallen bey findlis chem schweigen. 5. Wenn der schnee verschmol hen ist, Pflegt der blumen zier zu blicken: Wenn du aus dem winter Don Klagen und Hoffnung Zions. winter bist, Wird der lent die Frånke schicken, Die noch ist ver derbet stehn: Und nach faltem schnee und winden Col dein fuß spahiren gehn, Tausend blumen einzubinden, Rosen, liebkosen der himmlischen blüte, Engels füß, dort genieß feligster qüte. 6. Endlich wirst du dann auch braut, Und dein bruder bråut gam beiffen. Wer dich ist in neid anschaut, Wird dich endlich felig preisen. Endlich muß der Ein beliebtes en. Groffer Prophete mein. wort fagen, Und wer ſonst, nach Duſches wesen, Deine vers welt gebrauch, Niemats hier heissung wird immermehr Flar: was wollen wagen. Endlich un as wir bishers in schriften ges endliche herrlichkeit bringet: End lich die endliche trübsal vers schlinget. lefen, Wird non von innen und auffen recht wahr. Lang genug hat uns der schatten bedecket; Nun wird das wesen vom lichte entdecket. 598. Rhalt uns HErr bey deinem wort, Und steure aller feinde mord, Die JEfum Chriftum dei nen Sohn Stürgen wollen von feinem thron. 2. Beweis dein macht, HErr JEfu Chrift, Der du ein HErr all'r herren bist: Beschirm dein erme Christenheit, Daß fie dich lob in ewigkeit. 603 erhalt, Und reiß sie aus der feins de gewalt. 5. Ibranschlåg, HERR, zu nichte mach, Laß sie treffen die bd. se fach, und stürk fie in die grub hinein, Die sie machen den Chris sten dein. 3. GOtt heilger Geift, du trs fter werth, Gib deinem volck ei. nerley finn auf erd, Steh bey uns in der letzten noth, Gleit uns ins leben aus dem fod. 2. Sieht gleich der blinde nicht einmal am tage, Etdsst sich, und schliesset die augen mehr zu, Wird ihm das füffe licht selber zur plage; Gnug, daß bey kindern des lichtes ist ruh. Diese erblicken die feitfamen weisen, Menn fie die weisheit in einfalt nur preifen. 3. Vater der lichter, schleus unsere hergen, mit dem Davidi fchen schlüssel weit auf: Laß uns mit göttlichen wundern nicht scherken, Sondern dir lassen den villigen lauf. Was du von ewig, keit feste beschlossen, Kömmt nun von zeiten zu zeiten gefloffen. 4. Mache zu schanden hochmů. 292 thige 4. Ach HErr, laß dir befohlen feyn Die arm bedrängte Chris sten dein, Bey festem glauben fie 6.So werden sie erkennen doch, Daß du, unfer GOtt, lebeft noch, Und hilft gewaltig deiner schaar, Die sich auf dich verlassen gar. 599. Don Klagen und Hoffnung Zions. 604 thige geisler: Alle unwissende rühre mit kraft, Daß sie nur hö, ren den einigen Meister, Der in den niedrigen herken was schafft: Heilige, lautre, und zu dir doch siehe Alles, daß dein zion ewigs lich blühe. 5. Süssester Abba, laß alle bes stehen In der genade, die du er. kannt haft: Laß uns in kindlichem geiste hingehen Zu dir, ohn alle gefeßliche last: Hilf uns in füs, sem gehorsam dir dienen; So fan die lieb in uns immerdar grünen. 6. Dir sey für alle verschmå hung gedandet, Welche der dra che dem findlein anthut. Danck fey dir, weil dein rath nimmer mehr wancket, Alles ist, was du nur machefst, recht gut. Du hast dir nur das veracht'te erwehlet: Babel hat deines raths immer verfehlet. 7. König der ehren, dich wird man erfi ehren, Wenn dir muß alle welt unterthan seyn: Wenn deine rechte wird Babel zersid ren, Gehet dein Zion zur herrlich, feit ein. Preis und danck sey dir, o König, gegeben, Ewige herrlich, feit, ewiges leben. 8. Gebet ihr menschen, dem Ichöpfer alleine Alle vollkommen fe starcke und macht: Spart es nicht, bis er im grimm euch er scheine: Kisset den sohn weil sein angeficht lacht. Wahrlich, ihr müffet in abgrund verfallen, Wen nun sein donner im zorne wird fnallen. 9. Aber ihr finder, aus zion geboren, Hebet die häupter nur wader empor, Glaubet, ihr feyd nun zur freude erkoren: Stim met die lieder im höheren chor. Habt ihr doch lange erniedrigt gesessen: Wer wird bald euere höhe ermessen? 10. Vater, dich wollen wir eine sten recht loben, Jko geschichts nur mit lallendem mund: Doch wir erstatten die kleinesten pros ben, Bis uns dein völliges wer fen wird kund. Herrsche, reau re, behalt uns gang inne: Lobe dich selber in unserem finne. 600. Mel freuet euch ihr Chrift. ERR, wenn wirst du Zion fladt, Die sich dir ergeben hat? Ach, fol sie nicht einmal schauen Ihre mauren aufgericht't? Ja, der HErre lässt sie nicht. Freude, freude über freude, Chriftus wehs ret allem leide: Wonne, wonne über wonne, Er ist die genadene sonne. 2. O, wenn fol die fimm er schallen, Da man rufet überall In der auserwehlten zahl: Sie, die stolte, ist gefallen, mit der folgen buren pracht, Die vor mals war hoch geacht't, Freude, freude zc. 3. Hdre, wie dein Zion Flaget Unter Babels dienstbarkeit. Itt in dieser finstern zeit: Doch du wirst den, der sie plaget, Sture Ben Don Klagen und Hoffnung Zions. Ben bald durch deinen Geist, Der die frommen singen heisst: Freu, de, freude 2c. 4. Gib nur, JESU, daß wir wachen Und im glauben munter seon, Wenn du fömmst und brichst herein Mit posaunen und mit krachen, zu erlöfen deine brant, Die du ewig dir vertraut. Freude, freude 2c. 5. Drücke uns dein beilges fie. gel An die finne, an die band, Dir zu ehren und zum pfand, Daß wir uns durch glaubens: flügel Können schwingen himmel an, Da uns niemand schaden kan. Freude, freude zc. 6. Zeichne mit dein'm heilgen seichen llns dein volck, dein eigen thum Schönster JEsu, höchster ruhm; So muß satan von uns 65 4* 0 Col 6 66 0 605 weichen, Weichen muß der fün den find, Weil wir dein erkaufte find. Freude, freude ic. 7. Ach, wie wird dein volck dich ehren, Wenn es nun entnommen ist Babels folk, des thieres lift; Deinen ruhm wird es vermeh, ren, und in alle ewigkeit Dich zu loben seyn bereit. Frende, freude ic. 65 6 6 43 8. Darum, Zion, unbetrübet, Die erquickungs zeit ist da, Und des HEren hilf ist nah. Celig, der sich ihm ergibet, Und vor seis nem Heiland Fan Stimmen dieses liedlein an: Freude, freu de über freude, Christus weh. ret allem leide: Wonne, wonne über wonne, Er ist die genadens sonne. 601. 65 65 2 293 65 65 4.3 5 4 3* 0 E Jauch 606 BE 6% 4 276 Don Klagen und Boffnung 3ions. LEKINUON!!! 6 6 5.9 65 2 打 S 4 30 65 Auchzet all mit macht, ihr frommen: Hört ihr:::: wie der löwe brüllt, Auf, des Königs tag wird fommen! Er ist:::: auf mit kraft und schild. Babel, nun wirst du erschrecken, Weil er dir bald auf wil decken Deine schand und missethat, Die ihn sehr er. zürnet hat. Hallelujah:,: finat ihr frommen, Ihr folt bald gen zion kommen: Freuet euch, und jubiliret, JEsus:,:,: ist es, der euch führet. 6 65 654 30 2. auf, auf, lafft uns nicht vers fäumen Dieses::: unfer groffes heil: Auf, und lafft uns psalmen reimen JE( u: unserm schon ften theil: Lasst uns ihm zu ehren 597566 5 43 6 E 065 singen, Ein lied nach dem andern Flingen: Er ist unser lobgefang, Thm sey ewig lob und danck. Hallelujah:,: fingt ihr frommen, Ihr solt bald gen zion fommen, Freuet euch und jubiliret, JE jus:::: ist es, der ench führet. 3. Weiß und roto und auser koren Jfi er:::: unser schöuster freund, In ihm sind wir neu ges boren, Er ist,:::: der für uns erscheint. Da des Vaters zorn erhißet, hat sein leichnam blut geschwitzet: O du theures GOt tes Lamin, Das erwürat am creuges famm Hallelujab:: fingt ihr frommen, Jor folt bald gension tommen: Freuet euch und Don Klagen und Hoffnung Zions. and jubiliret, JEsus:,:,: ist es, der euch führet. 4. Weisse kleider sind bereitet Der verlobten:: JEfus braut, Dir er durch sein blut erbeutet. Er hat eine: Stadt erbaut, Drein er die geliebte führet, Ewig 5 6 665 4 6360 SITTEN 602. 66 6666** b b 65* 607 mit ihr jubiliret. Licht und recht und herrlichkeit ft für sie dort zus bereit't. Datum jauchzet:,: fingt ihr frommen, Weil diß unser heil fol kommen: Auf, ihr Flus gen, steht und wachet, Schmückt die lampen:: Babel krachet. Ben, Hör doch, wie vor grossen schmerzen, Dein bedrängtes zien schreit, Wie das volck des fries dens weint, Weil die lebens: fon ne nicht mehr helle scheint. 2. Finsterniß bedeckt das land, Dunckel übernimmt die fünder, TE 66 $ 1 PRI 6 6 66 5 6643 En 6 4 5 26 65 4 30 6* Esu, HErr der herrlichkeit, Blindheit hat die menschen Fin der Von dem himmel abgewandtDich, o HErr, des lebens licht Kennt man mitten unter denen Chriften nicht. 3. Die dich kennen, wil die welt Nicht des lebens würdig achten: Lässt sie unterm creuße schmachten, So, daß zion nieders 214 fällt, 608 faut, Und für trauren sich ver. zehrt, Bis dein arm, o JESU, folchen greueln wehrt. 4. HErr, dein volck ist umge wandt, Treibts schier arger als die heiden, Die wol grobe lafter meiden: Bosheit nimmt so über hand, Daß dein wort nicht weis ter gilt, Und die, so es üben, für verachter schilt. Von Klagen und hoffnung Zions. 5. Ad), wie ist die zahl so klein Derer, die sich dir ergeben, und als Chriften heilig leben; Uberall ist heuchet schein. Gibt der mund fchon glauben für; So entfernen fich die herken doch von dir. 6.3ion börts mit thrånen an, Schaut, wie sich die bösen rotten, Die den wen des lichts perfpot ten, Merckt schon, was der feind getban. Zion seufzet tag und nacht: Ach, wie lange steht des finstern reiches macht! 7. Ja, dein zion ångstet sich, Muß sich noch vor Babel schmie gen, und in seinem ftaube liegen: Ihr thor ftehet iämmerlich, Bis du, ebler lebens fürst, Zion wies der aus dem staube bringen wirft. 8. Drum, o JEfn, himmels held, Komm, and rette deine heerde, Daß sie nicht zertreten werde, Komm, und beffre doch die welt. Mache doch dein Zion frey, Daß dein reich alleine groß und herrlich sey. Seneng Esu, bilf, schau doch in gnas denEinst dein zion wieder an, 2weil ia niemand heilen fan Selo ne wunden und den schaden, Welchen es so heftig fühlt, Da dein weinberg gang zuwühlt. Siehe drein, thu bich der armen Und zerstreu'ten heerd erbarmen, Gamle fie zu deinen hürden, Und nimm weg die schweren burden. JEsus. 2. Ach, fey stille, liebes herze, Warte mit gedult der zeit, Meine hilf ist schon bereit. Meinft du, daß mich auch nicht schmerge Die zerfidrung jions riß? Ja brum glaube nur gewiß, Du folt bald mit augen schauen, Daß man wird die lücken bauen, Und die wege herrlich zieren, Die dich hingen zion führen. Seele. 3. Ja, HErr JESU, dein verheissen Jt auch, was mich noch erquickt, Wenn Egyptens last uns drückt. Ich weiß, daß du wirst zerschmeissen Und zu tres ten unter dich, Was ist noch ers hebet fich. Aber wilt du nicht bald wehren Babels spott, den man muß bören? Sot der stolte tånger böhnen, Und sich wider dich auflehnen? JEjus 4.Ich verziehe nicht zu fommen Wider das verdammte beer, So da schåndet meine ehr: über das gebet der frommen, So für ihr bekehren wacht, Hemmt und hindert meine macht Wohl, M. Freuet ench ihr Christen. wer diefe zeit erkennet, Und noch Seele. eh mein zorn entbrennet, Mich is 603. 609 Bon Klagen und Soffnung 3ions. in buß und glauben fusset, Und wohlgefallen, Hör mein seufzen, fein felbßen nicht vergiffet. flehen, laller. Seele. 5. O, wer kan doch ie ergründen, JEfu, deine lieb und huld, Die so lange trågt gebult? Da sich mehren Babels fünden, Mehrt auch dein erbarmen sich), Nad bist noch fo mütterlich. Non, so laß denn bald geschehen, ind der heiden füll eingehen, Ho le doch dein zion wieder, Und er barm dich deiner glieder. JEfus. 8. Ich wil eh du rufest, hören, Denn mein retten säumet nicht: Meiner augen gnaden licht Sol zu dir sich freundlich kehren. Selig bist du meine braut, Die nur auf mein wollen schaut. 2 men, mein rath fot geschehen, Ich wit auf bie, so mit fliehen Blos um meinet willen bitten, Meiner wunden firdm ausſchütten. JEfus. 6. Fa ich komme de nen meinen 3ur erlöfuna; meine Fraft, Die da gang nen alles schafft, Bird mit vielen sich vers einen, Auf daß ion nehme wahr Das gar nahe gnaden jahr. Denn was gilts, die hirten Fna, ben, Collen bald ihr müthlein la ben. Und das werck mit macht an greiffen, Babels burg und mau, ren schleiffen. $ $ Seele. 9.O, mein geist wünscht zu zerfliessen, JEsu nur in deinen ruhm; Er fiebt aus dein heiligs thum Lebens båche sich ergieffen über alles vold und land, Wo Jehovah wird erfannt. Babel fället in die pfügen, Nichts fan ihre macht ihr nügen: Jauchzet, freuet euch, ihr frommen, Ihr folt bald gen zion kommen. Chorus. 10. Hallelujah, komt, lobfinget UnfermGOtte und dem Lamm, Das erwürgt am creus ges- stamm: Preis, macht, ruhm und ebre bringet. Denn der flar de löwe fiegt: Babels folk zu bo. den liegt. Freude, freude über freude, Christus webret allem leis de: Wonne, wonne über wonne; Er ist die genaden sonne. 604 Seele. 7. Ach, ia rette unsre feele Gib uns HErr, des Gei. stes schwert: Hirt, vertrit selbst deine heerd, Geuß doch aus das gnaden dle Deines Geistes, daß das licht Auch im finstern uns an, bricht. Denn mein herg an dir nur hanget, Und nach deiner traft verlanget. Führe aus dein RUA TUT 65 6x6 43 6 6 5 4 770 6% ΣΥΣΤΗΡΙ 295 194 5* 3* 53 Mein 610 6 Don Klagen und Soffnung 3ions. turi 6 5 4 43 582 6 598 8 M Ein JESU, der du mich -3nm luft fpiel ewiglich Dir hast erwehlet, Sich, wie dein eigenthum Des groffen braut' gams ruhm So gern erzehlet. 2. Vernimm, wie deine braut, Darauf dein auge schaut, Zudei, nen ehren Ein lied von zion fingt, Wie ihr das berke springt, Dein lob zu mehren. 3. Zwar hör ich deinen hohn, Du schnödes Babylon, Und dei ner rotten, Weil du dewohnet bist Das, was von zion ist, Nur zu verspotten. 4. Allein, mein brautigam, Der held von Davids slamm, Macht sie zu schanden. Orum fing ich doch diß lied, Das fie nicht gerne sieht, In ihren landen. 5.Es kommt auch wol ein jahr, Wenn GOTT die werthe schaar Gen zion bringet, Daß zion hoch erfrent Von seiner herrlichkeit Busion finget. 6. Denn wahrlich unser GOtt Wird uns zu ihrem spott Aus bas bel führen, und die erfaufte zahl 3u zion noch einmal Die fäiten rühren. 7.Wie fol das neue lied, Daß 65 438 0 zion ewig blüht, Alsdann erschale len, Wenn es von Babel heist, Die sich ist selig preift: Sie ist gefallen. 8. Der bråutgam ruft schon laut Zu der geliebten braut: Ja, ia, ich komme, Nunmehr vers zieh ich nicht; Sen träftig aufges richt't, Du meine fromme. 9. Ja fomm doch, liebster hort, Und laß dein wahres wort Nun bald ergehen; So wird die blinde welt, Die es für thorheit hålt, Mit spott bestehen. 10. Und mich, die sie vertacht, Wird deine grosse macht Mit lies be decken, Wenn du auf Cherub figst, Und aus den wolcken bligst, Diewelt zu schrecken. 11. I balte fest an dir, Und wil dich nun in mir zu bleiben. zwingen: Ich lasse dich nicht aus; In meiner mutter haus Muß ich dich bringen. 12. Laß es nur bald geschehn, Der, die du hast ersehn, Dich zu verbinden. Ist die verlobung da; Go muß die hochzeit in Sich dann bald finden. 13. Jedoch, ich weiß ia wohl, Was bald geschehen sol, Wer mag Don Klagen und Soffnung Zions. mag es wehren? Was dir zu thun 606. 14. Die braut sitzt iko schon Tuner glieder flarcker ſäng, gefällt, Das fol bald alle welt mel. Fren dich sehr, o meine. deiner heerde, Sieh boch, wie die afch und erde, Deiner schuß, Grosser GOTT, mit grimmen truk, Tobt und wütet wider dich, Und vermifft sich freventlich, Deine firche zu zerstören, Und dein erbtheil zu verheeren. Im Geist auf deinem thron Dir zu der seiten, und macht sich schon bereit, Dein lob in ewigs keit Hoch auszubreiten. 605. Miel. Chrifte der du bist Cag. Erleuchte die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Heerd, Auf daß ein ieder selig werd. 2. Erfülle die im irthum seyn, Mit deinem geift, und gnaden, schein; Auch die, so heimlich fich. tet an In ihrem sinn ein falscher wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat Von dir, das suche du mit gnad, Und sein verwandt ge. wiffen heil: Am himmel laß sie haben theil. 4. Den tauben öffne das gehör, Die stummen richtig reden lehr, Auf daß sie alle sagen frey, Was ihres hergens glaube sey. 5. Erfeuchte, die da sind ver, blendt; Bring her, die sich von uns getrennt; Versammle, die serstreuet, gehn; Hilf allen, die im zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zu gleich Auf erden und im himmel, reich, Hier zeitlich und dort ewig, lich, Für solche gnade preisen dich. 611 nis, 2Bit puto dein mit leis und feel: Menschen hilf ist ia zu wes nig, Wo du nicht, Immanuel, Zu der deinen rettung wachst, Und dich selbst zu felde machst, Für dein wahres wort zu kämpfen, Und der feinde rott zu dåmpfen. 3. Es trifft deines namens ess re, Deiner wahrheit heiligthum, JESU, deines glaubens, lehre, Deines leidens kraft und ruhm, Und den dienst, den dir allein Wir zu leisten schuldig seyn: Dazu kanst du ia nicht schweigen, Deis ne macht hand wirst du zeigen. 4. Du verlachst der feinde tüs cke, Treibst der bösen rath und schluß, Muth und anschlag selbst zurücke, Daß er nicht gelingen muß. Die verfolgung hat ihr ziel, Du verhångft ihr nicht zu viel, und pflegft derer nur zu spotten, Die, HErr, wider dich fich rotten. 5. Starcke nur den schwachen glauben, Den bey fo betrübter zeit, Fleisch und satan uns zu rau ben, und mit furcht und biddig. Von Blagen und Hoffnung 3ions. 612 feit uns zu schrecken find bemüht. Deine weisheit fennt und fieht Deiner finder schwach vermögen, Und wird nicht zuviel auflegen. der fåugelingen mund Haft dur dir ein lob bereitet ,, Welches deis ne macht ausbreitet. allerbächstes lich ist dein groffer name, Beider wunder thaten thut, Edblich nah und auch von fernen, Von der erd bis an die sternen. 2. Wenig sind zu diesen zeiten, Welche dich von hertzen grund Lieben, suchen und begehren: Alus 3. Es ift, leider, ju beflagen, Ja, wem bricht das herge nicht, Wenn man siehet so viel tausend Fallen an dem hellen licht. Ach, wie sicher schläft der sünder: Ift es nicht ein grosses wunder? 6.Hilf den deinen, und befehre Der verfolger blindes heer: Der verfolgung steur und wehre, Daß fie uns nicht sey zu schwer. Nimm dich der bedrängten an, Leit auch die auf rechter bahn, Die noch ist durchs satans lügen, Eich felbft um ihr heil betrügen. 7. Laß uns recht und redlich handeln, Und in tauben einfalt dir Gang gelassen, heilig wan, deln, Und dabey uns Flüglich bier Schicken in die böse jeit, Und für falscher heiligkeit, Auch der feinde lift und wüten, uns mit schlangen flugheit hüten. 8. Eaß mit beten und mit wa chen Stets uns stehn auf unsrer but Und nur dich, HErr, lase fen machen; So wird alles were ben gut. JEfus freitet für uns hier, und vertrit uns dort bey dir, Bis wir auf der neuen erden Bey ihm triumphiren werden. 607. Mel. Err ich habe miß geh. fer herrscher, unser könia, sind die leiden? Ach folgen nicht darauf ewige freuden? Was ist die fchmach der welt, br trotz und quälen? Bist du doch, JEsu Christ, Mein schatz der feelen. 2. Die trubsal gehet an, Laffe menschen wüten: Der hüter Jfras el wird mich behüten. Das kleis nod 4. Unterdessen, HErr, mein herrscher, Wil ich treulich lieben dich, Denn ich weiß, du treuer Bater, daß du heimlich liebest mich. Zench mich kraftig von der erden, Caß mein herg mag himmlisch werden. 5. HERR, dein nam ist hoch gerühmet, Und in alle welt be fannt: Wo die warmen sonnen strahlen Nar erleschten einig land, Daruft himmel, da ruff erbe: HochgelobtJehovah werde. 6. HErr, mein herrscher, o wie herrlich Ist dein name meiner seel: Drum ich auch vor deinen augen Eingende mich dir befehl. Gib, daß deines findes glieder Sich dir gang ergeben wieder. 608 M. OJEfu, komm zu mir. Was Don Kiagen und Soffnung 3ions. nod sol dennoc, Mir niemand stehlen: Denn JEfus ist mein hirt, Mein schatz der feelen. 3. Ich wil gebultig seyn Im creuß und leiden: Du GOttes Lamm wirst mich), dein schäflein, weiden: Du wirft mich führen aus Der trauer hölen, Du, lieb. fter Bräutigam, Schag meiner feelen. 4. Du bist mein preis und rubm, Mein Ehren König. Ach, Babels spott und hohn ist viel zu 10. Seynd nicht die locken wenig, Daß sie mich von dir treib, Es sol ihr fehlen: Denn du bist, JEfu Chrift, Mein schak der Teelen. 5. Du bist mein Friedens Held Mitten im friegen: Drum werd ich auch im streit nicht unterlies gen. Ich überwinde weit Die macht der bollen: Denn du bist meine Fraft, Mein schaß der feelen. 6. Bald wirst du himmel und Die erd beregen, Und flat des fuchs auf fie den segen tegen. Dann kommt der Füßle tag Nach hitz und quälen. Komm, bald, mein Bräutigam, Schaß meiner feelen. 7. Ach freuet euch mit mir, Liebste gespielen, Frolodet, denn igt fömmt mein freund im füb. len, Er ist bereit mit mir Sich zu vermählen, Jafom mein Bräu tigam, Schak meiner feelen. 613 allerschönst ist er, troß allen feinden! Ach, wer kan deinen ruhun fatfami erzehlen? Mein allerschönster freund, Schak mei, ner feelen.. 9. Mein freund ist weiß und roth, Sein haupt ist gulden. Er sieht wie Libanon auf een gefil den, Wie cedern, die man fonst Pflegt zu erwehlen: Ein solcher ist mein freund, Mein schag der feelen. 8. Was ist dein freund, sprecht ihr/ Für andern freunden? Der fraus, Schwart wie ein rabe? Saat, welche taube wel folch augen habe? Ach, ist er nicht ſo schön! was sol ihm fehlen? Ein solcher ist mein freund, Mein schag der seelen. 11. Gleich den würk- gårten find Die holden wangen, Den schöne en rosen gleich die lippen prans gen. Bie lieblich ist mir nicht Die füffe feble? Die kraft durchs dringet mir Mein berg und feele. 12. Schaut wie die mutter hat Dem liebsten Sohne Gefeßet auf fein haupt die freuden crone? Ach nun, so fomm, mein freund, Dich zu vermählen; Komm doch, mein Salomon, Schaß meiner feelen. 13. Gib für das trauer, Fleid Den Geist der freuden; Schenck die gerechtigkeit, die weisse feiden Mir, die du dir zur braut Haft wollen wehlen, Ach ia, mein braus tigam, Schaß meiner feelen. 14. Ja, ia, spricht ist mein freund, Bald werd ich kommen. Schnell 614 Don Klagen und Soffnung Zions. Schnell wird gehn ein geschren: gürte, Erlöse zion bald Aus feiner Kommt, kommt ihr frommen; hölen. Ach, komm, HErr JEfu Ihr Flugen, stehet auf, Kommt, Christ, Schaß unsrer feelen. liebste seelen, Euch hab ich mir ng 609. zur braut Wollen erwehlen. år 15. Bald kommt die mitters nacht, Drum lasst uns wachen: Lafft babel truncken seyn, Lafft sie nur machen: Wie wird den thd richten Ihr hoffen fehlen, So bald mein freund aufbricht, Mein schaß der seelen. War Gott nicht mit uns dies gen: år GOTT nicht mit uns diese zeit, Wir hätten müssen vers zagen, Die, fo ein armes häuflein find, Beracht't von so viel mens schen kind, Die an uns segen alle. 16. Das Hallelujah kommt, Auf leid folgt wonne. Ach leuch, te doch in uns, Du gnaden fonne; Laff uns in wachsamkeit Die stun. den jehlen. Denn wie der blik Fommst du, Mein freund der feelen. 2. Auf uns ist so zornig ihr finn, Wo GOTT bas hätt zuges ben, Verschlungen hätten sie uns hin, Mit gankem leib und leben: Wir wårn als die ein fluth ers fäuft, Und über die groß wasser läuft, Und mit gewalt verschweine met. 17. Die wächter rufen lant: Bacht, liebe finder, Die rache Fommet schnell Uber die fünder; Euch frommen aber wird Es gar nicht fehlen, Weil JEsus euer hirt Und schaß der feelen. 18. Ja, amen, komme bald, Mein treuer hirte, O Friedens, Held, steh auf, dein schwert ans ( ISTIT 5 6 66 430 3. GOTT lob und danck der nicht zugab, Daß ihr schlund uns möchtfangen. Wie ein vogel des stricks fommt ab: Ift unsre feet entgangen. Strick ift entzwey, und wir sind frey; Des HErren name sieh uns bey, Des GOttes himmels und erden. 610. 68 6 65 4 38 0 Qann e. Don Blagen und Hoffnung Zions. કે 6 65 5 66 665 43 026 66 meint, Die sehr geliebte stund erscheint, Da GOtt wird die erlösung geben, Co unfern fercker bricht entzwey, Und ma chet die gefangne frey; as freu, de wird man da erleben. 2. Die plöglich eingebrochne zeit Und übergrosse feligkeit Wird über unsre sinnen gehen: Wir werden seyn als träumende, Be flürgt, obs in der that gescheh', Und wahr sey, was die augen sehen. 3. Wie wirst du denn, du lieber mund, Den manches ach bisher verwundt, Erfüllet feyn mit laus ter lachen, und unsre jung, voll ruhm geschrey, Wird unsers Kd. nigs lieb und treu Von tag zu ta. ge grösser machen. 4. Das vold, so ito uns ver lacht, und unsre hoffnung gar nichts acht't, Wird dann mit reu bekennen müssen, Daß Zious reich nicht narrethey Und süsser traum gewefen sey, Wie sie es ist zu låstern wissen. 5. Die gange welt wird jeuge feyn, Wenn dieser grosse freudene schein Das liebe volck wird über, 615 INTE 65 43 ding gethan An ihnen, wie mart sehen kan; Das wird man sagen bey den heiden. 6. Vielmehr bey deinem Ifras el Bird alles, was an leib und feel, Diß grosse Hallelujah fine gen: Der HENR hat groff's an uns gethan, Deß sind wir frölich; iederman Laß dieses ewiglich era Flingen. 7. Ach aber, HErr, ach HErr, wie lang Geschicht uns noch in babel drang? Erlöse uns von ihs ren banden. Das ist dir ia so leich te sach, Als wenn du einen seichs ten bach Vertrockneft in den mits tags landen. 8.20lein es ist dein gnaden- rath, Daß erst gescheb die thrånen saat, Eh man die erndte seb ber freu den. Ist tragen wir nach deinem finn, Annoch den edlen samen hin, Da viele thránen uns begleiten. 9. Der winter ist nun bald das von, Die volle biüthe zeigt sich schon: Wie wenig tage sind zu jehlen; So kommt der ganze hauf erfreut, Bringt seine gars ben heim, und schrept: Ach, uns fre hoffnung font nicht fehlen. 611 616 Von Klagen und Soffnung Zions. 611. W GOtt der HErr nicht O bey uns hält, Wenn unfre feinde toben; Und er unser fach nicht zufällt, Im himmel hoch dort oben; Wo er Ifraels schuß nicht ist, und selber bricht der fein de lift: Soifts mit uns verloren. 2. Was menschen kraft und with anfäht, Sol uns billig nicht schrecken: Er sitet an der höch, sten ståt, Er wird ihrn rath auf decken: Wenn sies aufs Flhafte greiffen an, So geht doch GOtt ein ander bahn: Es sieht in fei nen hånden. 3. Sie wüten fast und fahren her, Als wolten sie uns fressen: 3u würgen fieht all ihr begehr, GOurs ist bey ihn'n vergessen, Wie meeres mellen einher schlan, Nach leib und leben sie uns flahn: Des wird sich Gott erbarmen. trößtest du Die gånglich sind vers lassen, Die gnaden thür sieht nimmer zu. Vernunft kan das nicht fassen; Sie spricht: es ist nun all's verlorn, Da doch das creuß hat neu geborn, Die deiner bilf erwarten. 7. Die feind find all in deiner hand, Dazu all ihr gedancken, Ihr anschläg find dir wol bes wandken. Vernunft wider den kant, Hilf nur, daß wir nicht wil glauben ficht, Aufs künftig fie trauen nicht, Da du wirst fel. ber trösten. 8. Den himmel und auch die erden Haft du, HErr GOtt, ge gründet. Dein licht laß uns helle werden, Das herg uns werd ents sündet In rechter lieb des glau bens rein, Bis an das end be ständig seyn, Die welt laß immer murren. 4. Sie stellen uns wie fehern nach Nach unserm blut fie trach 612. Mel.Freu dich sehr, o meine. Jon flagt mit und ten, Noch rühmen ſie ſich Chri. Schmerzen, Zion Gottes wer groß flen auch, Die GOtt allein achten. Ach, GOtt, der theure name dein Muß ihrer schalckheit deckel seyn, Du wirst einmal auf, wachen. in the stadt, Die er trågt in seinem herken, Die er ihm erwehlet hat: Ach, spricht sie, wie hat mein GOttich verlassen in der noth, und lässt mich so harte pressen! Meiner hat er gang vergessen. 5. Aufsperren sie den rachen weit, Und wollen uns verschlin. gen. Lob und danck sey GOtt alle zeit, Es wird ihn'n nicht gelin, gen: Er wird ihrn strick zureissen gar, Und stürgen ihre falsche lahr, Sie werdens Ort nicht wehren. 2. Der GOtt, der mir hat vere sprochen Seinen bepfland ieders zeit, Der lässt sich vergebens sus chen Jetzt in meiner traurigkeit. Ach, wil er denn für und für Grausam zürnen über mir, Kan 6. Ach, HErr GOtt, wie reich und Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 619 und wil er sich der armen Ist Deiner fan ich nicht vergessen. nicht, wie vorhin erbarmen. 3. Zion, o du vielgeliebte, Sprach zu ihr des HERREN mund, 3war, du bist ist die betrübte, Seel und geist ist dir verwundt; Doch stell alles traus ren ein: Bo mag eine mutter feyn, Die ihr eigen find fan haj sen, Und aus ihrer forge lassen? 5.Laß dich nicht den fatan bien den, Der sonst nichts als schres den fan: Siehe, hier in meinen hånden Hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders sepn? Ich muß ia gedencken dein: Deine mauren wil ich bauen, Und dich fort und fort anschauen. 6.Du bist mir stets für den aus 4. Ja, wenn du gleich mich gen, Du liegst mir in meinem teft finden, Einen solchen mutter, choos, Wie die lindlein, die noch finn, Da die liebe kan verschwine faugen; Meine treu zu dir ist den; So bleib ich doch wer ich groß, Mich und dich fol keine zeit, bin: Meine treu bleibt gegen Keine noth, gefahr noch streit, dir, Zion, o du meiñezier. Du Ja, der fatan selbst nicht scheiden: haft mir mein berg besessen: Bleib getreu in allem leiden. XLIII. Von Christl. Gedult und Gelaffenheit. wil für dich zur marter gehn; Du hast die straf und tod vere schuldet, Er hat dis all's für dich erduldet. 613. Mel. Wie Fündlich groß ist. D Rmseligs hüttlein meiner feelen, Du wüßtes nest, was suchst du doch Jn dem dir auferlegten joch, Dich felber mit verdruß zu quälen? Dein haupt und Heiland leidet pein, Und du, du wilt befreyet jeyn? Sieh deines herrschers tie fe wunden, Die dich zu gleichem bund verbunden. 2. 3war du wirst recht mit creuß gecrdnet; Er leidet sonder recht und fug Für deine bosheit, troß und trug, Der dich mit deis nem GOtt verföhnet: Du hafts verbrochen, hafts verfehn, Er FRE 3. Wie manchmal hat dein fuß gegleitet? Wie oft hat die vere wegne hand Sich zu verbotnem zweck gewandt? Wiesoft hat dich dein ang verleitet? Was fatans erb gift angehaucht, Das hast du vielmats mit gebraucht; Mein herg hat aus des Geistes schrane den Durch deinen trieb oft müfe sen wanden. 4. Drum leide, was GOTS aufgeleget, Er meint es mit dir herzlich gut, Du kennst ia feinen Vater muth, Damit er deine schwachheit tråget: Diß joch, die fast, 2 618 Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. laft, die bürd und pein Laß dir ein fichres merckmal seyn, Daß, wer nicht hier auf rosen gehet, Bey feinem Gott in gnaden fiehet. 614. Mel. Wer nur den liebenzc. 5. Laß denn das heer des ab sorgen los! Vertraue feiner Bas wege, Und mache dich von ter pflege: Vor ihm ist nichts zu schwer und groß, Das er, zu seis nes namens preis, Nicht herra lich auszuführen weiß. grunds brummen: Die theure Efiehl dem HErren deine schuld, die hohe post, Die mehr als alle schåge kost't, Die unbe greiflich schwere summen, Die fatan auf uns burden kan, Die hat mein JEfus abgethan: Sat mich von fünden frep gezehlet, Und ewig sich mit mir vermehlet. 6.D fuffes joch, o fanfte bürde, Dvortheilhafte creuges laft, Die du mir das erworben hast, Daß ich mit GOtt vereinigt würde! Wie leicht ist, was GOtt aufges legt, Weil Christus selber begt und trägt, Weil GOttes Find felbft feinen rücken Wil unter meine birde bücken. laffen, Da hat er alles wohl ges 2. Wo du ihn nur haft rathen macht: Denn was dein dencken nicht fan fassen, Das hat er längst zuvor bedacht: Wie diß fein rath hat auserfehn, Sound nicht anders muß es gehn. 7. Tilg, ach HErr JEsu, mein gebrechen, Lesch unfers GOttes eifer gluth, Wo mir mein lafter schaden thut: Laß für mich, HErr, dein leiden sprechen. Dåmpf alle bosheit, alle schuld, Gib trost im leiden, gib gedult, Lehr mich, daß deine Bater ruthe Komm meinem armen geift zu gute. 1 8. Laß mich dein leiden, dein verdriessen, Was, HERR, dein lieb für mich ertrug, Als GOt tes jorn ruth auf dich schlug, zu meinem heil und troft geniessen: Laß, HErr, das gut, das du er warbst, Als du für mich am holge Starbft, ich deinen knecht, dein kind ererben, So werd ich in dir selig sterben. tage So manches fummers seyr 3. Wie werden deine lebenss befreyt: Wie leicht wird alle noth und plage Dir werden in der eis telkeit, Benn du nichts wüns scheft in der wett, Als was Gott wit, und ihm gefällt. 4. Dir wirds an feinem gute fehlen, Wenn du dein herk ges wöhnst und lehrst, Nur GOttes willen zu erwehlen, und deinem eignen willen wehrst, Den fiets fein eigen wehlen trengt, So oft ihm gut sein wollen deucht. 5. Gib meinem herken solche stille, Mein JEsu, daß ich sey vergnügt mit allem, was bein gnaden wille Mit mir und meis nem leben fügt; Nar nimm dich meiner feelen an, So hab ich, was ich wünschen fan. 6. J Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 6. Ich weiß, du thusts, sie ist die deine, Und fostet dich dein theures blut; Behalt fie du dir fchön und reine: Laß diß dein mir vertrautes gut Nur einkig meine sorge seyn; So trifft mein ganges wünschen ein. 7. Indeß sey fiets, mein feil, geprieser, Für alle sorgfalt die du mir, Noch eh ich war, schon haft erwiesen, Da du, mein treuer hirte, dir Zum eigenthum mich haft erwehlt, und deinen schafen zugezehlt. 8. Dir sey auch ewig lob gege, ben, Daß du so unvermuthet haft Für mich gesorgt in meinem leben: So lang ich bin der erden gast, Ift alles liebreich, nüß und gut, as deine schickung mit mir thut. 9. Dort werd ich deiner liebe thaten Erst preisen in vollkom, menheit: Wenn nur mein wün. schen ist gerathen, Daß ich fan in der ewigkeit Erkennen, wie dein wille mir So gut gewest is für und für. 615. M.Maria bat das beste theil. Ellemmtes herk! was wilt 619 2.Verzagtes berh! ey nur nicht gar verzaget, Wenn dir nicht bald die hilf erscheint: Denn wen du bitterlich erfi baft geweint, Vergeht die nacht, der helle mors gen taget; Drum wirf alle forgen angst und noth, Gang kindlich nur allein auf deinen GOtt. nur ångsten tag und nacht Um das, was doch nicht steht in deis ner macht? GOTT bringt aus nacht den angenehmen morgen: Oft wer am abend flåglich singt, Wol morgens GOtt mit freuden lieder bringt d 3. Gepresstes berg! lieg nur darunter stille, Die traube muß gepresset seyn, Wenns werden fol ein angenehmer wein: Denck nur, es ist so GOttes heilger wille, Daß, eh man steiget in die höh, Man fühlen muß mit Chri fto ach and weh. 4. Verstummtes herk! ey nue auf JEsum schaue: Er war vers slummet, wie ein lamm; Doch siegt er, da er hing am creußess flamm. Dein hoffnungs grund auf diesen felsen baue; So fällt er nicht, ob stürmt der wind: Leid nur; den feind man dadurch überwindt. 5. Ermüdtes her! richt dein haupt in die höhe, Schau nur auf deines Baters treu, Der dei nen fummer weiß, und macht dich frey, Durchs dick bewolkte durch auf ihn nur sehe: Sein ane der in dir neues leben schafft. 6. Erniedrigt herk! schning beine beyde flügel Des glaubens und der hoffnung hin, Wo wünscht zu seyn dein herke, geißt und sinn; Vergiß der angst: es geht zum fternen hügel. 3ich Rr 2 aus Don Chriftl. Gedult und Gelaffenbeit. 620 aus dein trauer schwark gewand: Denn du trittst nun in den erhöh, ten stand. 7. Nun, liebes herk! bleib hier nicht langer stehen, Dring du mit fraft in JEfum ein; Laß dir hier nichts zu herb noch bitter seyn, Des Felches boden wirst du endlich sehen: Drauf folget auch der freuben wein, Der nie mit gallen wird vermischet seyn. 8. Beglücktes hert! du bist wol recht beglücket, Daß du darfst anterm creuße stehn, Und kanst in JESU offres herge sehn, Ob schon dein haupt muß etwas seyn gebucket. Ach, weiche davon nicht zurück, Du frigst von ihm schon manchen liebes blick. 9. D felig herg! recht selia, aber selig, Daß du tråast Chrifti liberey: Sag, wo ist einer, der wol selger sen? Ein GOttes freund seyn hier, und dorten ewig. Bist du im glauben ihm ver mählt: Hast du gewiß das beste theil erwehlt. 616. Mel. Wie wohl ist mir o. Je treue siegt, und wird ges weglich reich empfangen, So bald er höll und toe gedämpft. und JEsu hålt: Sie wird nur hier, nicht dort verhöhnet, Und wenn einst alles bricht und fällt; So bleibet der, der treu geblies ben, und den fein furm von dem getrieben, Der auch durch noth und tod gekämpft; Und weil er nie jurück gegangen, Ein unbes 2. Diß ist der führer der ges treuen, Sein vorbild lockt, und stårcket fie; Er weiß fie innigst zu erfreuen, Bey aller noth und jauren müh; Er ist der weinstock sie sind reben; Was ihnen fehlet, kan er geben; Und wer sich nies mals von ihm trennt, Dem feh len nie des lebens fåste, Er merckt bey ieglichem geschäfte, Daß ihn sein treuer Heiland fennt. 3.Er gönnet andern gröffre ga ben; Nur braucht er sein verlieh nes pfund: Er wil aus faulheit nichts vergraben, und macht durch wort und wercke fund, Sein auge sey auf GOtt gerich tet; Was aber falsche Flugheit dichtet, Sen seiner feelen fluch und wust. Hingegen JEsu reich vermehren, und ihn, trok welt und satan ehren, Bleibt stets sein zweck auch seine luft. 4. Ben solchem finn, auf fol chem wege, Bleibt GOTT ihm berglich zugethan; Er geht, ben treuer feelen pflege Getrost auf angewiefner bahn. Weil JE an und Ihm immermehr sein herk ent decket, Je mehr er fich ihm eine verleibt. Sein schiff behålt fo mast als ruder, Dieweil sein erst geborner bruder Für wahre treu ihm treu verbleibt.in 5. Bas dieses bündniß mit fich führet, Begreifft tein sinn, Der Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. der irdisch heisst, Und was ein Christ vor labjal spüret, Den GOtt von seiner tafel peist, Mag war auf dieser finstern erden, Bezeugt, doch nicht verstanden werden, Es sey dann, daß mans felbft erfährt. Eprecht, feelen, die ihr was erfahren, Und nennts, der worte zu ersparen, Die reinste luft, so ewig måhrt. 6. O, füffer stand getreuer feelen! Wer fennet dich, und liebt dich nicht? Gesetzt, daß hier noch jammer. hdlen, Darin es oft am trost gebricht; Gesetzt, die welt fan dich nicht leiden; Die fie famint ihrem unflath meiden, Und JESU treu er geben sind. Spott, schmach und schmers fan dem nicht schaden/ Der hier bey GOtt in schuß und gnaden, Und dort ein königreich gewinnt. 7.0, mercket diß, ihr falschen geister, Die ihrs mit GOTT nicht redlich meint: Die schlan, ge selbst ist euer meister, Des teufels finn, was flugheit scheint. Je länger ihr hier wandkt und bincket, Und treulos eure fauls heit schmincket, Je nåher trit der fluch herbey. Ihr wolt nicht weit nicht himmel haffen; Doch eins von beyden müsst ihr las fen. Auf, prüfet, was zu weh. len sey! 621 8. Was habt ihr doch von eus rem heucheln? Jhr schmecket nie, wie GOtt erfreut. Die falsche welt hört auf zu schmeicheln, So bald ihr nicht mehr brauchbar seyd: Und wenn sie euch von hin nen schicket: So weiß sie nichts, das euch erquicket, Kehrt euch drum bald den rücken zu. Ach, möchtet ihr doch Jesum wehlen; So möcht euch welt und alles fehlen, Jhr hättet GOtt, trost, hilf und ruh. 9. Ach, treuer Heiland, hilf mir schwachen, Dem trågen geift gib munterkeit, Und um mein herg dir treu zu machen, Erinnre mich, wie Furt die jeit, Und wie mein leben nur verschwendet, Das nach dem lauf der welt vers wendet, Und nicht in deinem dienft verzehrt. Ach, laß mich, was noch übrig, retten! Zerreiß auch die verborgne ketten, So noch bisher mein hertz beschwert. 10. Die treue siegt, und wird gecrinet: Das zeiget die gecrôn te schaar, Die hier durch Gott, mit GOtt versöhnet, Und JE fu treu ergeben war. Sie ging in ihren letzten stunden, So bald sie völlig überwunden, Zur freus de ienes lebens ein. Drum JEsu, hilf, ach, laß mich eilen, Ja, binde mich mit liebes feilen, Dir unverbrüchlich treu zu seyn. Rr. 3 617 622. 6 Don Chriftl. Gedult und Gelassenheit. 617. STRA 球 5 6 6 6 9865 43% Q a lang! 438 15 5 65 43 * 65 6 4 438 066677 0 1111 Fever Urwahr, mein GOtt, du bist verborgen! Ich denck und dicht fast alle morgen, Ob irgend zu begreifen sey, Mie GOtt der menschen thun regire, Und seits fam feine finder führe, Durch diefes lebens wüsteney. 2. Nein, feele, diß dein denck und dichten Ist nicht vermögend auszurichten, as weder anfang hat noch end. Du haft vonGOtt ** 6 6 6666** 6* 6* 63 umschränckte maassen: Wie un tersiehst du dich, zu fassen Des grossen schöpfers regiment? 3. Geheimniß voll ist GOttes wesen: Was wir davon im wort nicht lesen, Worin er sich hat offenbart, Das ist und bleibet wol verborgen Auch aller men schen witz und sorgen, und bis zur ewigkeit gespart. 4. Auch das, was er uns wis fen Bon Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 623 fen lassen, Kan der verstand an. Dem haupt die glieder ähnlich möglich faffen, Der nicht von werden, und dann der freuden GOtt erleuchtet ift. Er selber fähig seyn. muß zu uns sich neigen, Und muß den finn des wortes zeigen: Dann find wir damit ausgerüft. 5. Kan der verstand und duffre seichen, Die er uns zeiget, nicht erreichen Das uns versteckte GOttes licht: So ist mit forschen und durchgründen Auch weder weg noch weis zu finden, Wie GOtt ber menschen wandel richt. 6.Drum, feele, laß dein dicht und dencken Sich nicht in dieses meer versenden, Das nirgend zu ergründen steht. Trau du nur GOTT. er wirds wol machen: Er macht, daß es in allen sachen mend nach seiner weisheit geht. 7. Es muß doch gehn zum nuk der frommen, Ob schon viel wet ter stürme fommen, Und ihnen alles widrig scheint. Es wird sich endlich dennoch) finden, wenn sie geduldig überwinden, Daßes bey GOtt sey wohl gemeint. s 8. Richt du dich nur nach feis nem willen, und such in allem zu erfüllen, Was er in seinem wort gebeut. Es bleibt doch wahr: wer GOtt vertrauet, Und stets auf feine wege schauet, Der wird nach seinem leid erfreut. 9. Das haupt der frommen hat gelitten, Durch leiden höll und tod bestritten, Und ging zum leben herrlich ein: So müssen auch, durch creaß beschwerden. 10. Vor dir leg ich mich JE fu, nieder: Du schenckst mir ia noch immer wieder, Was meis nen matten geist erquickt, Wenn rauhe trübfals winde wehen, Wenns allenthalben aus wil sehen, Ob sey der feelen kraft er. fickt. 11. Bahrifts, die, JEsu, dir anhangen, Wird deine macht, die du empfangen, Wohl schüßen wider feindes lift. Dein rath ist wunderbar und führeft Sehr herrlich aus, Was du regirest, Weil alles dir gegeben ift. 12. Ich wil denn, JEsu, an dir bleiben, und deiner hand mich einverleiben: Du leitest mich nach deinem rath. Du wirsis mit mir zum besten kehren, Und nimft mich an mit grossen ehren, Wenn meine zeit ein ende hat. 13. Hier wil ich deine wunder preisen Mit schlecht gemachter lieder weisen, Die dir mein herk jum opfer bringt, Bis daß ich zu dem chor der frommen Bey deiner tafel werde kommen, Der ewig Hallelujah singt. 618. Mel Es Foster viel ein Chr. Edult ist noth, wenns übel geht, Und uns das schwere joch des creuges drücket: Nicht iedermann da in der prob besteht, Wenn er geht unter dieser last Rr 4 gebü Von Ehriftl. Gedult and Gelassenheit. 624 gebucket. Drum mag das creuß mit recht zu nennen seyn Ein prü fe ftein. S 2. So frech und trokig unser muth, Wenns geht nach unsers fleisches luft und willen; So sehr erfchrickt man für der creußes, ruth: Es lässt die jagbeit schwer lich sich verhüllen: Wie kleinlaut macht der unverhoffte schmerz Das blöde herk? bir 3. Kaum rührt uns GOttes finger an; So fangen wir schon an mit macht zu schreyen: HErr, schone, schone mein: Die creu kes, bahn scheint uns so bald den untergang zu drauen. Vernunft denckt, wenn sie hört ein lüftlein wehn: Nunists geschehn. 4. Ach, daß doch GOTTein wunder that, Spricht man, fo bald das erste web sich reget, Ein wunder, dadurch das, was früb und spät mich quâlt, Zu boden würde stracks geleget. Das fleisch erfittert stets für seinem tod; Drum scheute bie noth. 5.GOtt aber fraget viel bar nach, Was unsre zärtlichkeit von ihm begehret: Er mehrt die gluth und prefft aus manches ach, An flat, daß er uns unser bitt gewähret. Dürft er uns doch auch, wenns nach uns soit gehn, Raum scheel ansehn. 6. Der eigenwill wolt zwar ins reich mit andern treuen tam, pfern gern eingehen; Daß aber er mit ihnen hier zugleich Erst lei den fol, das wil ihm nicht anftes hen: Wie gern wolt er doch mit geordnet seyn, Nur ohne pein. 7. Dadurch wird aber GOtt sein spiel Berderbt, das er mit uns, den seinen, treibet: Man kehrt die ordnung um, die uns zum ziel Der glorie führt, und ihr uns einverleibet: Es wird der weise rath, den er bedacht, Zu nicht gemacht. 8. Drum thut GOTT wohl, daß er sich nicht An feine farte heiligen groß kehret; Daß er uns ungefragt, ein bley gewicht Der centner noth anhängt, und also wehret, Daß nicht sein schluß an uns alhier auf erd Vereitelt werd. 9. Indessen bleibt er fromm und treu, Lässt uns nicht ohne maaß geängstet werden; Sein gnaden licht wird täglich bey uns veu, Dadurch er uns erleichtert die beschwerden: Ja endlich bricht, wenn sein will ist voll. bracht, Die creußes macht. 10. Erkenne diß, du armer flaub, Und lerne dich in GOttes wege schicken: Sen nicht stracks wie ein leicht und bebend laub, Wenn dich die noth und trübs fals pressen drücken: Schau auf die treu und füffe Vater hand In solchem stand. 2 11. Sie wil dadurch zu deinem heil, Nur deine freu, geduft und demuth üben. Drum ehre ihn in solchen deinem theil; Sey still, und laß dich nichts zu sehr betrů, Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 625 betrüben: Nur unverzagt, halt er dich ein wenig zappeln lässt; einen kleinen straus Ohn murren Getrost! So wird das weiter fich aus. bald legen. Dend, wenn er dich führt mitten in den tod: Gedule ist noth. buo 12. Sey månnlich und steh fel, fenfest, Laß keinen flurm zum uns muth dich bewegen; Und wenn S 43 66 Hihn THE 51 65 43 0 6* 619. 5* 4 3 6 f 4 380 6 6 6x6 支持 行 6 0# 6# 75# 6 140 hikilon ast fixy 6 5 64 3% 0 lebens: n ihm ruht aller freus den fülle Osn ihm mühst du dich vergebens: Er ist dein quell und 願 整 排 66665 556 6 S 4.3% 65 5 686 5 4 0 43 [ 1111 Jb dich zufrieden und sey deine sonne, Echeint täglich bell brines frieden. 2. Er ist voll lichtes, troft und gnaden, Ungefärbten treuen hers Rr s gens: Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 626 Hens: Wo er steht, thut dir keinen Schaden Auch die pein des gröff ten schmerkens. Creut, angst und noth kan er bald wenden, Ja auch den tod hat er in hånden. Gib dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern ofters gehe, Ift ihm wahrlich nicht ver borgen: Er ficht und fennet aus der höhe Der betrübten hergen forgen: Er zehlt den lauf der heiffen thränen, Und fafft zu Bauf all unser sehnen. Gib dich zufrieden. 4. Wenn gar Fein einger mehr auferden, Deffen treue du darfst trauen, Alsdean wil er dein tren'fter werden, und zu deinem Besten schauen: Er weiß dein leid and heimlichs gråmen, Auch weiß er zeit dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden. 5. Er hört die feuffer beiner feelen, Und des hergens stilles Flagen, Und was du feinem darfst erzehlen, Magst du GOTT gar Fühnlich sagen: Er ist nicht fern, fieht in der mitten, Hört bald und gern der armen bitten. Gib dich zufrieden. 6. Laß dich dein elend nicht be Jwingen; Halt an GOtt, so wirft du siegen: Ob alle fluthen einher gingen; Dennoch musst du oben liegen. Denn wenn du wirft so hoch beschweret, Hat GOtt, dein Fürst, dich schon erhdret. Gib Dich zufrieden. 7. Was forgst du für dein ars mes leben, Wie dus halten wolft und nehren? Der die das leben hat gegeben, Wird auch unters halt bescheren. Er hat ein' hand, voll aller gaben, Da see und land sich muß von laben. Gib dich zu frieden. 8. Der allen vögeln in den wäls bern Jhr bescheidnes tornlein weifet, Der schaf und rindern in den feldern Alle tage trånckt und speiſet, Der wird ia auch dich ein'gen füllen, Und deinen bandh zur nothdurft ftillen. Gib dich zufrieden. $ 9. Sprich nicht: ich sehe leine mittel, Wo ich such, ist nichts zum besten. Denn das ist Gote tes ehren titel: Helfen, wenn die noth am grössten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren; So schickt er ju, uns wohrzu führen. Gib bich zufrieden. 10. Bleibt schon die hilf in etwas lange, Wird fie dennoch endlich kommen: Macht dir das harren angst und bange, Glaube mir, es ist dein frommen: Was langsam schleicht, fafft man ges wiffer, Und was verzeucht, ist des sto füffer. Gib dich zufrieden. 11. Nimm nicht zu herken was die rotten Deiner feinde von die tichten, Laß fie nur immer weid lich spotten, Gott wirds hören und recht richten. Jf GOtt dein freund und deiner fachen; Was fan dein feind, der mensch, groß machen? Gib dich zufrieben. 12. Hat Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 12. Hat er doch selbst auch wol das seine, Wenn ers fehn Font und wolte: Wo ist ein glück so Flar und reine, Dem nicht etwas fehlen folte? Wo ist ein haus, Das könte fagen: Ich weiß durch, aus von feinen plagen? Gib dich sufrieden. de 3. Du verächter, GOtt, dein wächter, Schläfet ia noch schlum. mert nicht. Zu den höhen auf susehen, Wäre deines glaubens pflicht. 13. Es fan und mag nicht ans ders werden, Alle menschen müss fen leiden: Was webt und lebet auf der erden, Kan das unglück nicht vermeiden. Des creußes stab schlägt unfre lenden Bis in das grab, da wird sichs enden. 5. Glaub nur feste, daß das Gib dich zufrieden. 4. Jin verweilen und im eilen Bleibt er stets ein vater herk: Laß dein weinen bitter scheinen, Dein schmerk ist ihm auch ein schmerk. beste Uber dich beschlossen sey. Wann dein wille nur ift ftille; Wirst du von dem fummer frey. 6. Laß dir füffe feyn die füffe, Die dir JEfus ruthe gibt: Der fie führet und regiret, hat nie ohne frucht betrübt. 14. Es ist ein ruhestag vor. handen, Da uns unser GOTT wird lösen: Er wird uns reissen aus den banden Dieses leibs und allem bösen. Es wird einmal der tod herspringen, Und aus der quaal uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden. 629 2. Wer sich fråndet, Weil er dencket JEfus liege in dem schlaf, Wird mit flagen nur sich plagen, Daß der unglaub leide straf. 15. Er wird uns bringen zu den schaaren Der erwehlten und getreuen, Die bie mit frieden abgefahren, Sich auch nun in friede freuen, Daß fie im grund, ber nicht kan brechen, Den ew'. gen mund selbst hören sprechen: Gib dich zufrieden. 620. Mel. Seelen Weide, meine, OCC wils machen, daß die fachen Gehen, wie es heils sam ist. Laß die wellen sich vers ftellen, Wenn du nur bey JEfu bift. 7. Wilt du wancken in geban den; Fall in die gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen HErr ist über leid und freud. 8. GOttes hånde seyn ohnen. de, Sein vermögen hat kein ziel. Ifts beschwerlich, scheints ge fährlich; Deinem Gott ist nichts au viel. 9. Seine wunder sind der zun der, Da der glaube funcken fångf. Alle thaten sind gerathen Jedese mal, wie ers verhängt. 10. Wann die stunden sich ges fanden; Bricht die hilf mit macht herein: Und dein gråmen zu bes schämen 628 Bon Chriftl. Gedult und Gelaffenheit! schämen, Wird es unversehens Leyn. 11. Eignen willen zu erfüllen, Leidet sichs noch ziemlich wohl: Da ist plage, noth und klage, Bo man leiden muß und fol. ut 12. Drum wohl denen, die sich sehnen Nach der stillen willens rub! Auf das wollen fällt dem follen Die vollbringungs kraft bald zu. 13. Mehr zu preifen sind die weifen, Die schon in der übung stehn: Die das leiden und die freuden Nur mit Hiobs aug Nur mit Hiob ansehn. 14. Nun so trage deine plage Fein getroft und mit gedult: Wer das leideu wil vermeiden, Häufet feine fünden schuld. $ 15. Die da weichen, und das zeichen Ihres brautigams vers schmäh'n, müssen lauffen zu den bauffen, Die jur lincken feiten stehn. 16. Aber denen, die mit thrås nen Küssen ihres JEsu joch, Wird die crone auf dem throne Ihres Heilands werden noch. 17. Amen, Amen, in dem na men Meines JEsu halt ich still: Es geschehe und ergehe, Bie, und wann, und was er wil. 621. Mel Freu dich sehr, o meine. Err, besänftige mein herge, Mach es von gedanden los, Daß es in gedult verschmerge, Wenn es steht von freuden blos: Meinen willen lendke so, Daß ich stille sey und froh, Ob du gleich dein licht verbirgest, Meinen ei gen finn erwürgest. 6021615 2. Laß mich seyn fest angebef tet Mit dir an dem creuges baum, Damit täglich mehr ents fråftet Werd die fund, und fasſe raum In mir deines Geistes fiård, 3uvollführen solche werd, Die aus liebe zu dir fliessen, Sich als glaubens ström ergieffen. 3. Mein verkehrter fleisches wille Müsse angenagelt seyn, Daß er sterb' und werde stille as an mir noch heisset mein: Dein will', der allein ist recht, Muß der meine werden schlecht, Daß ich, was du wilt, beliebe, Leide, preife, woll' und übe. 4.So oft mich gedancken schres den, Die nicht find zu dir ges richt't, Und nur ungemach erwe den, So zertheil, o ewig licht, Dif gewdick und hergens nacht Treib es aus durch deine macht: Laß indeß mich ruhig stehen, Bis dein Geist sie wird verwehen. d 5. Kan ich nicht so mercklich fpüren In mir deine gegenwart, Und wilt du mich also führen, Daß, ob du dich gleich felft hart, Ich bey deinem wort dich faff', Auch des abends nicht ablaß, Deine wahrheit hoch zu preisen, Und getroft mich zu erweisen: 6. Gib mir, daß ich dennoch hange An dem eidschwur deiner treu, Daß dein will gescheb, vers lange, Don Chriftl. Gedult und Gelaffenbeit lange, Und mich auch hierinnen freu, Daß mirs geht, wie dirs gefällt, Weil mich doch dein wort erhält. Nimmermehr wird der verlassen, Der recht lernet JE fum fassen. 7. Meiner feel zwar treflich fchmecket Deine gut und freund lichkeit; Krümmt sich aber, wenn fie lecket, Aus dem felch der traus rigkeit: Drum, o JEsu, lehre fie Durch dein beyspiel ie und ie, Daß fie beydes gleich gewohne, Sich nicht übrig lieb und schone. 8. Besser ist doch nichts zu fin den, Das du liebst und nüßlich sey, Als ein herk, das sich kan winden Nach dem willen GOt tes frey; Das in ihm ist gang geftillt, und aus dem diß eing'ge quillt: Vater, dein, dein wohl gefallen Ist das mein, und bleibts in allen. 515 C 629 11. Nur im glauben kan man sehen Dich, der du im dunckeln bist: Fleisch und blut fan nicht verstehen, Was an dir das kleine se ist; Uber, wer; o Gott, dich Fan Blos im glauben schauen an, Siehet deine gute walten, Dabey wolst du mich erhalten. 9.3war vernunft und fleisches. fühlenStreiten wider diesen sinn, Laufen fort und fort wie mühlen, Wollen über GOtt noch hin: 2 ber wenn der glaubens geift In der Fraft fie schweigen heifft; Les gen sich die folgen wellen, Fleisch, vernunft zur ruh sich stellen. 10. Bár boch diß kein GOtt zu nennen, Der vernunft sich fass fen ließ, Und sein werd von ihr erkennen; Der einstellt, was sie versließ. Nein, dein nam und wunderthat, Deine wercke, weg und art, Grosser GOtt, weisst du zu richten Uber finn, vernunft und tichten. 12. Eins wil ich nur noch aus bitten, Ich weiß, du versagst mirs nicht; Wenn mich stellen in die mitten Meine feind, die zuges richt't, Mich von dir zu trennen ab, und zu rauben, was ich hab; Eile du mir bey zu springen, Lag ihr' tücke nicht gelingen. 13. Schwach und hoch betrügs lich finde Ich mein eigen fleisch und blut; Was ihm lüftet, ist nur fünde, Fliehet das was recht und gut; In ihm wohnet allezeit Hochmuth, heucheln, furcht und neid: Aber dein Geift fan diß dämpfen, Und in mir dagegen fämpfen. 14. Drum so laß einst recht durchdringen Meine feel deins creuges kraft, Siegreich alles umzubringen, Was das fleisch wil, wirdt und schafft. Lödte durch dein blut und tod Alles böf, erweck den muth, Müßig aller fünd zu gehen, Dir zu ehren aufzustehen. 15. O, daß doch mein geist sich schwinge Tief in deine le bens quell, Unter fich das irdisch' wünge, Dir allein vergdant die stell, Daß er fest mit dir vereint, Bic Bon Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 630 Wie du, wolte, dacht und meint, Dir im glauben heilig lebte, Oben in dem himmel schwebte. 16. Solte das nicht einem hers ken, Schön, sanft, wohl und liebs lich thun, Wenn es, stünd es gleich in schmerzen, Kinte so in JEsu ruhn? War es doch schon in der zeit Als im himmel und in freud: In nichts würd es sich verlies ben, und um nichts sich mehr bes trüben. 17. Drum fleh ich und bitte heftig Dich, mein liebstes brů derlein: Ey, laß mein gebet fo Fräftig, und mich hier so selig seyn, Daß ich nur allein dich lieb. Deinen Geist darzu mir gib, Der mich solches gründlich lehre, Von der welt zu dir mich fehre.es 18. Denn muß fichs wohl Laf, fen sterben, Benn die feel in JE fu steckt. Wo viel güter find zu er ben, Ift man bald dazu erweckt. Aus der erd in himmel ein, Laß mir einen wechsel seyn. Solte wol fich der sehr fråncken, Dem man wolt ein königreich schencken? 19. Meinen felch, den ich fol trincken Noch julegt an meinem end, Wirft du, nebst ein'm gna den wincken, Segnen durch der engel hånd; Zu dem trunck auch stården mich, Daß ich deanoch fanftiglich Fahre heim ohn alles sagen, Als auf meines Vaters wagen. 20. Dann wirds heiffen: kom, willkomme; Dann wirds an ein füssen gehn: Was ich dir gesagt, du fromme, Siehe, ist es nicht geschehn? Bist du nun nicht en gel- rein? Könt der himmel schde ner jeyn? Bin ich, GOtt, nicht lauter liebe? Ist auch was, das dich betrübe? 21. O was frend, was für ers geßen Muß seyn in der seligkeit, Uber das, was davon schwätzen Wic in schwach und dunckelheit: Tausend, tausend, tausendmal Schöner wirds seyn überall, Könk man doch nur flügel krigen, und gleich ist so bald hinfliegen. 22. Doch ich muß und wil ers wartenDißfalls die entbindungss stund, Bis im paradieses garten Mich ruft meines JEfu mund: Solang wil gedulden mich Hier auf erden, bis daß ich Nach des Vaters willen scheide. JEsu, mich dazu bereite. 622. Mel. Ach GOtt vom Sim. Err, wie du wilt, so schicks Het mit mir, Im leben und inz fterben. Zu dir allein steht mein begier, Laß mich doch nicht ver derben: Erhalte mich in deiner huld; Sanft wie du wilt gib mir gedult. Dein wille ist der beste. 2. Verleihe mir zucht, treu und ehr, und luft zu deinem worte: Behüte mich vor falscher lehr, und gib mir hie und dorte, Was Dient zu meiner feligkeit: Wend ab all ungerechtigkeit In meinem gangen leben. 3. Sol Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 3. Sol ich einmal nach deinem rath Von dieser welt abscheiden; So gib mir HErr, ia deine gnad, Auf daß ichs thu in freuden. Mein leib und feel ergeb ich dir: Ein feligs end, o HErr, gib mir, Durch JEfum Chriftum, Amen. 623. Mel.Was mein GOtt will. bab in Sfinn Mein berg and finn er geben. Was bdse scheint, ist mir gewinn, Der tod selbst ist mein leben: Ich bin ein sohn Deß, der Den thron Des himmels aufgezo, gen. Ob er gleich schlägt, und creuß auflegt; Bleibt doch sein berk gewogen. 2. Das tan mir fehlen nim. mermehr Mein Vater muß mich lieben: Wenn er mich auch gleich wirft ins meer; So wil er mich nur üben, und mein gemüth In feiner gut Gewöhnen fest zu stes hen. Halt ich denn stand, Weiß feine Hand Mich wieder zu ers höhen. 631 fangen Mit seinem arm, Der alles warm, Gesund und frölich machet: Was er nicht hålt, Das bricht und fällt; Was er erfreut, das lachet. S 3. Ich bin ia von mir selber nicht Entsprungen und formiret: Mein Gott ists, der mich zuges richt, An leib und feel gezieret, Der feelen fig Mit sinn und wig, Den leib mit fleisch und beinen. Wer so viel thut, Deß hertz und muth Kans nimmer böfe meinen. 4. Woher wolt ich mein'n aufenthalt Auf dieser welt erlan: gen? Ich wäre längsten todt und falt, Wo mich nicht GOtt um 5.3u dem ist weisheit und vere stand Bev ihm ohn alle maassen: Zeit, ort und fund ist ihm befant, Zu thun und auch zu lassen: Er weiß, wenn er weiß, wenn 1 leid Uns, ſeinen kindern, diene, und was er thut, Jft alles gut, Obs noch so traurig schiene. 6. Du denckest zwar, wenn du nicht haft, Was fleisch und blus begehret, als sey mit einer grofe sen last Dein glück und heil bea schweret, Hast spat und früh Viel sorg und müh zu deinem wunsch zu kommen, und denckeft nicht, Daß, was geschicht, Ge sheh zu deinem frommen. 7. Fürwahr der dich geschaffen hat, Und ihm zur ehr erbauet, Der hat schon längst in seinem rath Ersehen und beschanet, Aus wahrer treu, Was dienlich) sey, Dir, und den deinen allen: Lag ihm doch zu, Daß er nur thu Nach seinem wohlgefallen. 8. Wenns GOtt gefällt, so Fans nicht seyn, Es wird dich letzt erfreuen: Was du ißt nennest creut und pein, Bird dir zum heil gedeyen. Wart in gebult: Die gnad und huld Wird sich doch endlich finden; All angst und quaal Wird auf einmal Gleich wie ein dampfverschwinden. 9.Dal Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 632 9.Das feld fan ohne ungestüm Sar feine früchte tragen: So fällt auch menschen wohlfahrt im Bey lauter guten tagen. Die Aloe Bringt bittres weh, Macht gleichwol rothe wangen: So muß ein herg Durch angst und 3. Oft denckt der mensch in sei schmert Zu seinem heil gelangen. nem muth, Diß oder ienes sey ihm gut, Uud ist doch weit gefeb let: Oft sieht er auch für schäd lich an, Was doch GOtt felbft erweblet. 10. En nun mein GOtt, fo fall ich dir Getrost in deine hånde: Nimm mich, und mach es so mit mirBis an mein letztes ende, Wie du wohl weisst, Daß meinem geist Dadurch sein nug entstehe, Und deine ehr Je mehr und mehr Sich in mir selbst erhöhe. II. Wilt du mir geben sonnens schein; So nehm ichs an mit freu: den: Sols aber creuß und uns glück feyn; Wil ichs geduldig lei den. Sol mir alhier Des lebens thur Noch ferner offen stehen, Wie du mich führst Und führen wirft, Eo wil ich gern mit gehen. 12. Sol ich denn auch des to des weg Und finftre straffen reis fen; Wolan, so tret ich bahn und feg, Den mir dein augen weisen: Du bist mein hirt, Der alles wird 3u solchem ende kehren, Daß ich einmal In deinem faal Dich ewig mdge ehren. 624. 3 M. 3n dich hab ich gehoffet. ch weiß, mein GOtt, daß all mein thun Und werck auf deis nem willen ruhn; Von dir kömmt tuck und jegen: Bas du regirst, Das geht und steht Aufrechten gu ten wegen. 2. Es steht in feines menschen macht, Daß sein rath werd ins werck gebracht, und feines gangs sich freue: Des höchsten rath der machts allein, Daß menschen rath gedeye. 4. So fåht auch oft ein weiser mann Ein gutes werck zwar frd lich an, und bringts doch nicht tum fande: Er baut ein schloß und festes haus, Doch nur auf lauterm sande. 5. Wie mancher ist in seinem finn Fast über berg und spitzen hin, Und eh er sichs versiehet, So liegt er da, und hat sein fuß Vers gebens sich bemühet. 6. Drum, lieber Vater, der du cron Und scepter trägst ins hims mels thron, Und aus den wolcken bligefst, Vernimm mein wort, und höre mich Vom stuhle, da du figeft. 7. Verleihe mir das edle licht, Das sich von deinem angesicht In fromme feelen firecket, Und das der rechten wahrheit kraft Durch deine kraft erwecket. 8. Gib mir verstand aus deiner höh, Auf daß ich ia nicht ruh und fteh Auf meinem eignen willen: Sey du mein freund und treuer rath, Was gut ist, zu erfüllen. 9. Prüf Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 9. Pruf alles wohl: und was mir gut, Das gib mir ein; was fleisch und blut Erwehlet, das vers wehre. Der höchste zweck, das be fte theil, Sey deine lieb und ehre. To. Was dir gefält, das laß auch mir, O meiner feelen sonn und zier, Gefallen und belieben; Was dir zuwider, Laß mich nicht Im werck und that verüben. 11. Jsts werd von dir, so hilfs zu glück: Jfts menschen thun, so treibs zurück, und andre meine finnen. Was du nicht wirdst, Pflegt von sich selbst In kurgem zu zerrinnen. 12. Solt aber dein und unser feind An dem, was dein her gut gemeint, Beginnen sich zu rächen; Ist diß mein troft, Daß seinen jorn Du leichtlich könneft bre. chen. 18. Dein fol seyn aller ruhm und ehr; Ich wil dein thun ie mehr und mehr Aus hocherfreue anter feelen, Vor deinem volck und aller welt So lang ich leb eri zehlen. 13. Trit du zu mir, und mache leicht, Was mir sonst fast unmüg. lich deucht, und bring zu gutem ende, Was du selbst angefangen haft, Durch weisheit deiner hånde. 633 16. Der weg zum guten ift faft wild, Mit dorn und becken aus, gefüllt: Doch, wer ihn freudig gehet, Kommt endlich), HERR, Durch deinen Geist, Wo freud und wonne stehet. 14.Ift gleich der anfang etwas schwer, Und muß ich gleich ins tie fe meer Der bittern sorgen tres ten; So treib mich nur Ohn un terlaß3am seufzen und zum beten. 15. Wer fleißig betet und dir traut, Wird alles, da ihm sonst vor graut, Mit tapfern muth bezwingen, Sein sorgen flein Wird in der eil In tausend stů den springen. 17.Du bist mein Vater, ich dein Find: Was ich bey mir nicht hab und find, Hast du zu aller gnüge; Co hilf nun, daß ich meinen stand Wohl halt, und herrlich siege. 625. mel un komm der Seiden. Efa, meiner feelen leben, Dem Sich ich mich zum dienft ergeben, Welchem auch der tiefste grund Uller hergen klar und fund. 2. Du, HErr, prüfest meine finnen, Reden, schweigen und bes ginnen, Alles überlegeft du, Was ich vor und nachmals thu. 3. Ach, ich wünsche deinen wile len Nur für allem zu erfüllen. O, fiteh diesem vorfag bev, Mach mich eigen willens frey. 4. Gib mir Fräfte, daß in af lenMir dein wollen mag gefallen. So in freuden als in leid, So in zeit als ewigkeit. 5. Stets nach deinem willen fireben, Heisst, den engeln ähne lich leben, und fan auch in höl. ef legs Bon Chriftl. Gedult und Gelassenheit. und bande, Ketten/ fesseln, hohn und schande, Ja was ärgers auss zustehn; Dein will' sol an mir geschehn. 15. Ob mich tausend tod schon tödten; Bleibt dein will in allen nöthen, Ja in schwerster seelem last, Blos mein labjal, ruhund raft. 2623 634 len pein Gläubger seelen labsal seyn: 6. Da hingegen sein begehren Nicht in deinen willen Fehren, Brächt auch wol ins himmels. faal, Unergründte höuensquaal. 7. Deinen willen in fich ziehen, Und den eigen willen fliehen, Macht, daß ein betrübtes herg Ruhig lebt im größten schmerz. 8. Stündlich mit sich selber Fåmpfen, und den eigen willen dampfen, Bringt uns öfters in der zeit, Einen schmack der se ligkeit. 9. Drem so wil ich mich be zähmen, Niemals etwas vorzu nehmen, Ohne was zu ieder frist Deinem willen ähnlich ist. 10. Wilt du mich im himmel haben; En, wie fol mich diß nicht laben? Stist du mich zur hôi len gluth; Was du wilt, ist mir sehr gut. $ 11. Doch versichert mich dein leiden, Blutig schwißen, tödtlich scheiden, Daß du solches nie ge wolt: O trost, werther als das gold! 12. Ist es aber dein behagen, Mich mit neuer noth ju plagen, Daß ich keinen treft fan sehn: Amen, ia es mag geschehn. 13. Muß ich betend in den wes hen Gleichwol hilflos von dir ge hen; Bleibet endlich diß mein ziel: Ich wil nichts, was GOtt nicht wil. 14. Schickest du mir schmac 16. Summa, so es dein belie ben, Mich im höchsten creuß zu üben, Wo, wie lang, und was du wilt; Diß ist, was mir fiets gleich gilt. 17. Doch, in dem es schwer zu nennen, Deinen willen recht zu kennen; Ey, so seusßt mein herk und mund: Mach mir selben Flårlich Fund. 18. Dein Geift, JEsu, woll' mich stården, Daß im lassen, thun und wercken Jch von aller eigenheit Colchen weislich unters scheid. 19. Und ia, was ohn ihn be ginnet, Oder fleisch und blut ere finnet, Jch, obs noch so wohl gestalt, Nicht für deinen willen halt. L 20. Nun, der du wirdt guten willen, Send' auch kraft, ihn zu erfüllen, Und zu thun hier in der zeit, Was dir lieb in ewigkeit. 21. JEsu, Jeju, bilf vollbrin gen, Hilf mir fleisch und blut bes zwingen Es wird doch nichts ausgericht't, Bas nicht blos durch dich geschicht. 626. 626. Mel. Komm, o komm, du. Esus, JEfus, nichts als TE, Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. und mein ziel. Jhund mach ich ein verbündniß, Daß ich wil, was JEfus wil. Denn mein hert mit ihm erfüllt, Rufet nur: HErr, wie du wilt. 2. Einer ist es, dem ich lebe, Den ich liebe früh und spat: E. fus ift es, dem ich gebe, Was er mir gegeben hat. Ich bin in dein blut verhüllt: Führe mich, HErr, wie du wilt. 3. Scheinet was, es sey mein glücke, und ist doch zuwider dir: 15 43% 30 5 4K Q 6 3 635 Ach so nimm es bald zurücke, JE fu, gib was nüßet mir. Gib dich mir, HErr JEfu, mild; Nimm 4. Und vollbringe deinen wil. len, In, durch und an mir, mein GOtt: Deinen willen laß erfül len Mich im leben, freud und noth, Sterben als dein ebenbild, HERR, wenn, wo und wie du wilt. 5. Sey auch, JEsu, stets ge, priesen, Daß du dich und viel da, zu Hoft geschenckt, und mir er, wiesen, Daß ich frölich singe nu Es geschehe mir, mein schild Wie du wilt, HErr, wie du will 627. 66 65 43% 6 5 8743 の 66676 S12 5 65 4 Laß Don Chriftl. Gedult und Gelassenheit. 636 Laß Aß dich GOtt, Du verlassner; fill dein sorgen: Deine quaal und deine noth Ift dem höchsten unverborgen, Hilft er heut nicht, hilft er morgen: Laß dich GOtt. 2. Halt GOtt ftill: Denn er brauchet liebes schläge, wodurch er dich bessern wil, Daß sich kin des furcht errege. Traue feiner Bater pflege. Halt GOtt still. 3. GOtt ist nah, Wenn er dir entfernet scheinet, Ist nicht gleich die rettung da; Ist es dir zum nuß gemeinet: Er hilft, wenn du gnug geweinet. Gott ist nah. 4. GOtt ist dein; Co du ihme dich ergibest: Deine pein wird zucker seyn, Wenn du ihn für als les liebest, und mit unmuth nicht betrübest. Gott ist dein. 5. Lehr GOtt nicht, Wie und wenn er dich fol hören. Sein aug steht auf dich gericht: Währ't dein creug lang, laß es währen; Endlich wird es sich doch lehren. Lehr GOtt nicht. 6. Liebst du GOtt, Wandelst treu auf seinen wegen; Wird kein creuß, fein noth, noch tod Dein vertrauen niederlegen. Alles die net dir zum segen. Liebst duGOtt. 628. M. Schönster aller schönen. Die Braut. Jebster, allerlieben, Meiner Lebe feelen ruhm, Dem ich mich verschrieben Als sein eigenthum: Ich bin franck für liebe, und die ftarcken triebe Jagen mich aus mir zu dir, o farons: blum. 2. Ich ſeh, daß auf erden, Nichts beständig ist. Drum wil ich entwerden Diesem erden mist. Laß die sinnen schweigen, Die sich abwärts neigen: Nimm mich aus mir selbst hin, wo du alles bist. JESUS. 3. Meine liebe taube, Ausere wehlte braut, Selig ist der glaus be, Der ohn sehen traut: Nimm nur dein verlangen In gedult ges fangen, Und sey gang gewiß, daß mein ana auf dich schaut. 4. Auf der erden schweben Schadet keinem nicht: Aber irs disch leben, Bricht die liebes pflicht. Glaube du nur feste, Daß es sey das beste, Was von meiner hand dir ißt und ie geschicht. Die Braut. 5. Amen, HErr, ich glaube, Daß dein theures pfand Dir wol niemand raube Aus der freuen hand: Aber unterdessen Wird mein herßcgefressen Unter vielem leid, durch deiner liebe brand. JESUS. 6. Wilt du mit regiren, Und ohn leiden seyn? Sol die cron dich zieren Ohne alle pein: Liebe ste, das ist eben Recht das Chris sten leben, Wenn der creußes dorn tief sticht ins herz hinein. Die Braut. Braut'gam meiner feelen, Dort ist nichts als frend; Hie muß ich mich qualen in der eis telkeit: Sol ich mich nicht sehe nen, Mon Chriftl. Gedult und Gelaffenbeit. 637 nen, Dort zu stehn bey denen, lud im loben üben, Bis der mis Die nun nimmermehr berühret de geift sich von der aschen trennt. quaal und leid. 2011-12: 1 629. JESUS. 8. Fliegende gedancken Reis Mel. 3£ fu meine Freude. fen deinen finn Aus den sichern Meine feel ist file Zu Gott, fchranden Der verleugnung hin. Du folt meiner warten In dem creußes garten: doch stets in, mit und bey dir bin. dessen wille Mir zu helfen Mit dem, wies GOTT füget, steht: Mein berß ist veraniget Nimmt an wie es geht. Geht es nur zum himmel zu, Und bleibt 9. Laß dich nicht verwirren Die begierlichkeit: Du kanft nie. JEfus ungeschieden; So bin ich zu frieden. mals irren In ge'assenheit. Ich wil deine sachen Ohne dich wohl machen, Ruhe du in mir, und harre meiner zeit. Die Braut. 10. Heiland, freund und könig, Ich erkenn, aufs neu, Daß ich viel zu wenig Aller deiner freu. Ich wil deine lehren Mit gehors fam ehren, Denn du weisst allein, was mir das beste sey. 11. Sol ich langer leben, Le be du in mir: Dir bleib ich erge ben, Beydes dort und hier. Col ich aber flerben, und den himmel erben; Ev, so fahr ich hin mit freudiger begier. 12. O wie wil ich droben, Im fapphirnen thron, Dich so frde lich loben, O du GOttes Sohn, Wenn ich werde hören Bey den engel choren In der stolten rub den ew'gen iubel- ton. 13. Ja, auch hier schon singe, Was nur JEsum nennt; Halles lujah bringe, Wer den Heiland kennt: Lasst uns hier im lieben und verlanget, GOtt, bey bir zu 2. Meine feele banget An die, seyn Aller ort und zeiten, Und mag keinen leiden, Der ihr rede ein Von der welt, ehr, luft und geld. Wonach so viel find be fliffen, Mag fie gar nicht wissen. Sagt sie: und sonst keiner, Wird 3. Nein, ach nein, nur einer, von mir geliebt. JEfus, der ges freue, In dem ich mich freue, Sich mir gang ergibt. Er allein, er fol es seyn, Dem ich wieder mich ergebe, Und ihm einig lebe. 4. GOttes gut erwege, Und dich glaubig lege Sanft in feinen So wirst du bald schauen, Wie schoos: Lerne ihm vertrauen; die ruh so groß. Die da fleufft aus fillem geift. Ber sich weiß in GOTT zu schicken, Den kan er erquicken. 5. Meine feele harret, Und sich gang verscharret Lief in JESU bruft; Sie wird start durch hof fen: Was sie ie betroffen, Tråaet sie mit luft: Fasset sich gang mån S13 niglich Don Chriftl. Gedult und Gelaffenbeit. 638 niglich Durch gedult und glauben fefte: Am end kommt das beste. 6. Amen, es geschiehet: Wer zu JEsu fliehet, Wird es recht erfahrn, Wie GOtt feinen fin dern, Pflegt das creuß zu min, dern, und das glück zu spar'n Bis zu end, alsdenn sich wend't Das zuerst geloft'te leiden, Und gehn an die freuden. 630. 5. Laß mich, HErr, immerdar Doch diese stufen gehen; So kan ich aller welt Mit trok entgegen stehen; So bleib ich dein, durch bich, In alle ewigkeit, und koste schon alhier Den verschmack ies nerzeit. us Mel. O GOtt du frommer. HErr, den alles muß Al. leine alles nenuen, Gib mir in deinem licht Mein nichtes zu erkennen, Daß, wie ich selbst bin nichts, Auch nichtes würdig bin, So auch mich in der Fraft Anseh in meinem finn. in 2. Was sonst die welt in ihr Für schön und herrlich achtet, Bornach auch fleisch und blut In seiner blindheit trachtet, Das laß in mir gering Und auch erfiors ben seyn, Daß ich nicht werd ge blendt Von dessen falschem schein. 3. Der adel unsrer feel Besteht in deinem willen, Wenn in dems felben wir Uns gang versencket stillen, Daß, was du in uns thust, Uns auch sey wohl gethan, Es greif uns noch so hart In unfrer seelen an. 4. Das richtigste gewicht Und ander unsrer finnen Ift, wenn fich unser herg Mit eifrigem bes ginnen In deine liebe fenckt, und alle willens fraft In wahrer laus terkeit, An deinem willen haft. 631. Mel. Was Lobes folln wir. JEsu, lehre mich, wie ich dich finde, Und mich durch dich, mein heil, stets überwinde; Wie ich die eigenheit und alles leben, Das sich noch selber sucht, mdg übergeben. JEfus. 2. Steh, in gelassenheit, nimm wahr meinn willen, Und lebe felbem nach, ihn zu erfüllen; Ergib dich gånglich mir in freud und leiden, Daß ewig dich von mir nichts möge scheiden. Seele. 3. Wie fan ich arme doch hier also leben? Sie kan ich mich so gar bir übergeben? Ich finde ia so viel von aus und innen, Das hindert meinen lauf and mein beginnen. JEfus. 4. Du musst alleine mir gelassen leben, und meiner wirckung dich gang übergeben, Im grunde deiner feel in mich verfencken, So werd ich dir in 2 mir viel kräfte schencken. Seele. 5. Wenn ich nun also dir mich übergebe, Und in gelass fenheit des willens lebe, Wie muß ich mich gleichwol hieben verhals ten, Daß du dein bild in mir md geft gestalten? JEsus. Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. JEjus. 6. Wenn du läsf'st deis nen grund von GOTT bereiten, Und gebeft von dir aus auf alle zeiten, Behältest nichts für dich in keinem dinge, Daß ich nicht felbst in dir wirckend vollbringe. Seele. 7. Wie wird es mir, o HErr, alsdenn ergeben, wenn ich nun werd in dir gelassen fte, hen? Ich werde ia in mir dich endlich finden, Und du wirst dich mit mir freundlich verbinden. JEfus. 8. Ofeele, mercke auf, fieb' auf die wege, Wie ich die meinen sonst zu führen pflege: Denn erst nehm ich hinweg, was ich gegeben, und lasse dich von troft entblöffet schweben. 639 durch mich selbst überwinden: So fällt die eigenheit und alles wesen, Das du dir iemals hier haft außerlesen. 11. Ja, wenn du gang von dir bift abgefommen, und deiner felbft beraubt, bir bift entnom men, In meinem willen rubft, ob fünd und hölle, Samt allen ihs rem heer schrecket die seele. 9. Dich hiedurch auf dich felbst fein recht zu führen, Auf daß du an dir selbst nun mögest spüren, Wie doch ein armer mensch gar nichts vermöge, Wenn ich ihm meine kraft und ihm meine kraft hilf entzöge. 632. Mel. Was GOtt that das. Reicher GOtt von 10.Da D ro. Da wirst du dann im grund keit, Von gnade underbare erst recht gelaffen, wenn du noch GOtt, noch troft, noch gnad kanst faffen, Wenn ich dir alles, was du hast, entziehe, und von dir als ein gaft entfremdet fliehe. men, Wie groß ist deine lieblich feit Bey allen geistlich armen. mein her ist ftill, und spricht: dein will, O Bater in der höhe, Dein will' allein geschehe. 12, Siehe, o liebe feel, so fanft du finden Mich, und dann dich Seele. 13. O JEsu, lehre mich dich fiets zu fassen, und mich und alle ding durch dich zu lassen: Und wenn der himmel felbst folt offen stehen, Dennoch nicht ohne dich hinein zu gehen. JEsus. 14. D feele, folge mir, so fois geschehen, und wirft als benn in mir noch wunder sehen: Leg' dich in demuth hin zu meis nen füffen, Ich wit auf dich die Fraft des lebens giessen. Seele. 15. Ich lege mich denn hin in aller stille, zu warten und zu sehn, was sey dein wille. Ich sterbe gänglich mir und allem abe: Gnug, wenn ich dich allein, o JEfu, habe. 2. Eaß leuchten nur dein anges sichtIn meinem dunckeln herken, Da deines theuren wortes licht 3erftreuet allen schmerzen, Und öffnet mir Die schöne thür Der gnaden und der wahrheit, In lauter frohen klarheit. 3. Uch, selig und gar heilig ist, 61 4 Wer 640 Wer hierzu tan gelangen, Daß du, o mittler JEfu Chrift, Den willen nimmst gefangen, und bringft den finn Zum Vater hin, Versöhnt mit deinem blute, Da schmeckt man alles aute. 4. Denn GOTE ist nicht ein menfchen find, Was böses zu ers wehlen. Der beste mensch ist oft, mals blind, Und kan gar leicht lich fehlen. Wer aber sich gang lediglich Vergnügt in GOttes wegen, Der findet lauter segen. 5. Drum schaff in mir, o heil: ger Geist, Den wahren finn des Sohnes, Und aib mir, der du Trößter heisst, Die einfalt deines Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. thrones, Daß ich ia frey Vom wollen sey, Und mich dir überges be, Daß dein will in mir lebe. 6. Zerbrich, o Gott, des teue fels lift, Der immer wil verhins dern, Daß nicht, was auch dein rathschluß ist, Erscheine deinen Findern; Stoß ab den feind, Ders böse meint, Laß an das licht nie kommen, Was er zufügt den frommen. P 6 5.8 7. Wenn aber deines friedens schein Nun zeiget deinen willen; So wolleft du ohn alle pein, Auch allen zweifel flillen. Versiegle du In tiefer ruhAll'innigkeit der fees len. Dein wille sey mein wehlen. 633. 17!! 6 # FRE Eelen weide, meine freude, JEfu, laß mich fest an dir Mit verlangen stetig hangen, Bleib mein schild, schuß und panier. 2. Lebens quelle, Flar und helle Bist du, wenn ich dich empfind: Deine füffe liebes füsse Süsser mir als honig sind. 1 11 6% 60% 6 66 3. Laß mein JEfu, feine unruh Mich von deiner lieb abführ'n, Ob die welt schon auf dein zion Ihren haß und grim lässt ſpür'n. 4. Ob gleich dernen mich von vornen Und von hinten gang um ringt; Schüßest du mich; daß fein dorn stich Seine kraft an mir volbringt. 5. Weis Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. 641 5. Weißen, förner unfrantss sein wille: Wie er fångt meine Dörner Hier beysammen müssen stehn; Dort wird scheiden Gött die beyden, Wenn die erndte wird angehn.. sachen an, Will ich ihm halten stille. Er ist mein GOtt, Der in der noth Mich wohl weiß zu ere halten. Drum laß ich ihm nur walten. 6. Saulus schnauben Frånckt den glauben, und verfolgt die Fleine heerd. Mein GOtt hdre, viel bekehre, Daß dein kirchlein fruchtbar werd. 2. Was GOTT thut, das ist wohlgethan, Er wird mich nicht betrügen, Er führet mich auf rechter bahn; Drum laß ich mich begnügen An feiner huld, Und hab gedult. Er wird mein unglüc wenden, Es steht in seinen häne 7. Und viel glieder hin und wie der Sich zu dir noch finden ein; So wird freude nach dem leide Uber der bekehrung feyn. 8. Armes zion, Gott ist dein lohn, Bleibe du nur ihm getren, Eey gedultig, leb unschuldig Vor der welt, und rede frey. 9. Schinale wege, enge flege, Beigen wie vorsichtig wir Wan deln sollen, wenn wir wollen Oh, ne anstoß leben hier. 10. Furcht und zittern muß er schüttern Leib und feel in wahrer buß: Reu im bergen, glaubens Fergen GOTT in uns anzünden muß. 11. Brennt der glaube; en so schaue, Was für fråfte er uns gibt: Wohlluft meiden, willig leiden, Gerne thun, was GOtt beliebt. 12. Eifrig haffen, unterlassen, Was nur GOtt zuwider ift: Sei nen willen zu erfüllen, Darnach strebt ein wahrer Christ. den. 3. Was GOTT thut, das ist wohl gethan, Er wird mich wohl bedencken, Er als mein arkt und wunder, mann, Bird mir nicht gift einschencken Für argenen, GOtt ist getreu. Drum wil ich auf ihn bauen, und seiner güte trauen. 4. Was GOTT thut, das ist wohl gethan, Er ist mein licht und leben, Der mir nichts böses gönnen fan: Ich wil mich ihm ergeben In freud und leid: Es kommt die zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was GOTT thut, das ist wohl gethan, Muß ich den felch gleich schmecken, Der bitter ift nach meinem wahn; Laß ich mich doch nicht schrecken, Weil doch zuletzt Ich werd ergeßt mit süß fem troft im herken: Da weichen 634. MUs GOtt thut, das ist wohl alle schmerzen. 2gethan, bleibt 6. Was GOTT thut, das ist wohl Sis Von Chriftl.Gedult und Gelaffenheit. gehrt, Dem wirds gewehrt. Drauf sprech ich frölich: Amen. 636. m. 642 wohl gethan, Dabey wil ich vers bleiben: Es mag mich auf die rauhe babuGleich noth und elend treiben; So wird doch mich Gott väterlich In seinen armen halten. Drum laß ich ihn nur walten. 635. 28 mein GOtt meil, das ges scheh allzeit, Sein will der ist der beste. Zu helfen den er ist bereit, Die an ihn glauben feste. Er hilft aus noth, Der fromme Gott, Und züchtiget mit maassen: Wer GOtt vertraut, Fest auf ihn baut, Den wil er nicht verlassen. 2. GOtt ist mein troft und zu. versicht, Mein Hoffnung und mein leben: Was mein GOTT wil, daß mir geschicht, Wil ich nicht widerstreben. Sein wort ist wahr: Denn all mein haar Er felber bat gezehlet: Er hüft und wacht, Stets für uns tracht, Auf daß uns la nichts fehtet. 3. Muß gleich) id sünd'r von dieser welt Hinfahrn nach GOt tes willen, 3u meinem GOTT, wenns ihm gefällt; Wil ich ihm balten stille: Mein arme feel Ich GOtt befehl, In meiner letzten stunden. Ofrommer GOTT, Sind, höll und tod, Hast du mir überwunden. 4. Noch eins, HErr, wil ich bitten dich, Du wirst mirs nicht du Liebe meiner Liebe. As von auſſen und von in nen meine feele drückt, und hält herg, gemüth, und sinnen Unter seiner last ges bückt; In dem allen ist dein wille, GOTT, der aller unruh wehr't: Und mein herk hålt in der stille, Bis es deine hilf erfährt. 2. Denn du bist mein fets auf erden, Da ich still und sicher leb. Deine hilfe muß mir werden; So ich mich dir übergeb. Dein schuß ist mein truk alleine Gegen fünde, noth und tod. Denn mein leiden ist das deine, Weil ich dein bin, o mein GOtt. 3. Auf dich harr ich, wenn das leidenNicht so bald zum ende eilt. Dich und mich fans nimmer fcheiden, Wenns gleich noch so lang verweilt. Und auch diß, mein gläubigs hoffen, Hab ich nur als lein von dir. Durch dich steht. mein herß dir offen, Daß du sol ches schafft in mir. 4. Ben dir ist mein heit und ehre, Meine farcke zuversicht. Wilt du, daß die noth sich mehre, Weiß ich doch, du lässt mich nicht. meint der feind mich zu errei chen, Und zu werffen unter sich; Der wirft alles unter mich. versagen: Wenn mich der böse il ich auf den felfen weichen, geift anficht; Laß mich ia nicht verzagen: Hilf, fleur und wehr, Ach GOtt, mein HErr, Zu eh. ten beinen namen. Wer das be 5. Lieben leute, traut beständig Auf ihn, als auf euren hort. Er ift Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. ift GOtt, und heifft lebendig, Ist s euch nah an iedem ort. Wenn und wo hilfe Da Elopft an, er ist zu haus, Kommt, und ist zur hilf erböthig; Schütt't das herß nur vor ihm aus.sex 6. Aber wie kans dem geline gen, Der auf fleisch die hoffnung richt't? Groffe leut find famt geringen, In der noth gar ohn gewicht. Traut doch lieber auf den Einen, Welcher lieb und all macht hat, Daß er helfen wil den feinen, und beweisets mit der that. 7. Auf dich, mein GOtt, bau ich feste, Geh in aller stille hin: Denn julegt kommt doch das be ste, Und das end ist mein gewinn. Deine allmacht hilft mir tragen, Deine lieb verfüffet mir Alles bittre, alle plagen: Darum bin ich still zu dir. 8. Laß, o feele, es nur gehen, Wie es geht, und sorge nicht: Endlich wirst du dennoch sehen, Daß GOtt übt ein recht gericht. ho ist er deine flårde, Daß dir gar nichts schaden fan: Dort vergilt er alle wercke, So ein te der hat gethan. 9. Breit, o HErr, doch deine güte Über mich, nimm mich in dich: So wird hinfort mein ge müthe Stille bleiben ewiglich. Werde alles und in allen: Gib uns, daß wir dir allein Trachten allzeit zu gefallen; So wird alles fille seyn. 643 637. Mel. Wie wohl ist mir, o. Je meiner Wieelen, wenn ich in Gof tes führung ruh: Ich darf mich schlieffe nur die augen zu, Und nicht mit sorgen quälen, Ich folg ihm, wie er mich wil führen, weil ich doch immerdar kan spis ren, Daß nur sein rath allein bes steht, Und daß nur dieses wird geschehen, was er, und nicht, was ich ersehen. Drum laß ichs gehen, wie es geht. 2. Was fol mein eigensinn mich Fråncken? Sein will und rath wird nur vollbracht. Ich darf, was Fünftig nicht bedens den; Er hat schon selber dran ge dacht, und eh ich noch zur welk geboren, Ja ewig her schon aus erkoren, Wie er nach iedem trif und schrit, Mich selig durch die welt wil führen, und alles mir zum heil regiren: Drum geh ich immer Findlich mit. 3. Ich hab ihm ia mich gant ergeben; Und diß ist auch mein innig flehn, Daß nur sein will im gangen leben, Un mir doch mdge stets geschehn: So wird denn nun in meinen jahren Mir auch nie etwas widerfahren, Als was fein rath mir hat erkieft, Und dieses, wie es auch geschienen, Wird mir zum heil und besten dienen, Weil, was er thut, stets heilsam ist. 4.3war wenn ich meine füns den 644 Don Chriftl. Gedult und Gelaffenheit. den fråncken: So stellt sich man stehn. Hingegen wenn ich selber che furcht noch ein, ObGOTT weble, und feinen rath dabey nicht werde dran gedencken, und verfehle; Da krig ich unruh, pein mir ein strenger richter seyn, Und und quaal: Ich muß durch schas ob ich nicht in fernern jahren den mich belehren, und noch dars Noch erst die strafe werd erfah, zu den vorwurf hören: Sieh, ren, Die ich durch sunde wohl das ist deine eigne wahl. verdient: Doch nein, es ist ins meer versencket, Daß er nicht fers ner dran gedencket, Es ist durch Chriftum schon verfühnt. 5. Ich musste selbst mein rich, ter werden, ich trifft kein to des urthel spruch. Der HErr, vergibet hier auf erden; Als. dann so weichet straf und fluch. Und wird mich gleich was treffen Fönnen; So darf ichs keine strafe nennen, Es ist vielmehr ein liebes pfand, Es kommt von seinen Ba ter handen, Die werden auch zum besten wenden, Was sich zu meinem fall verband. 8 Drum fürcht ich dich, da eigen wille, Und wil nur flets ge lassen seyn: Ich finde da die grd fte flille, Es fiellt fich freud und frieden ein. Da bin ich denn gar wohl zufrieden mit dem, was mir mein GOtt beschieden, War um? sein will ist nur mein ziel: Und daich sonst nichts wil begeh ren, Als was er mir nur wil ge wehren: So krig ich immer was ich wil. 1 6. Ich weiß, er hat mich nicht vergessen, Ich lieg ihm ia im hert und sinn: Er hat mein theil mir jugemessen, Dadurch ich fchon vergnüget bin. Wenn ich in hoffnung mich recht fasse, Und mich ihm Findlich überlasse: Ich freu mich da auf seinen schluß, Und weiß, wenn alle wettertoben, Daß dennoch, was der HErr von oben Beschlossen hat, geschehen muß. 7. Nur werd ich seinen weisen schlüssen, Die ia auf lauter segen gehn, Auch immer findlich folgen müssen; So bleib ich in der ruhe 9. Ich wil nicht diß und das verlangen. Ich wil auch nichts vorhero schaun: Ich nehme die vernunft gefangen, Und wil nur seiner führung traun. Ich wil in meinem gangen leben Auf seinen wind nur achtung geben. Ich warte, wie ers mit mir fchidt, Und wil zu allem mich bequemen, Was er denckt mit mir vorzunehs men; So weiß ich, daß mirs fiets gelückt. 10. Denn wolt ich gleich mich nicht bequemen; Ich muß, GOtt fährt mir durch den finn: Ich seh die scharfe ruth ihn nehmen. Drum, Vater, nimm mich willig hin: Doch, weil sich noch wil schwachheit regen; Co laß du über mein vermögen Mich nur nies niemals versuchet seyn. Du weisst, wie wenig schwach' ertras gen: Wil gleich der geist sich wil lig wagen; Dem fleische gehts doch bitter ein Don Chriftl Gedult und Gelaffenheit. 11. Drum gib mir kraft in als len dingen Im wohl und weh zu iederzeit, Nur deinen willen zu 5 48 6 66 65 43 S 66 43 6 4 2 6 656 645 vollbringen, Gib mir noch mehr gelasseuheit. Wil ich nach eig nen willen gehen; So fomm, mir gleich zuwider stehen, und leite mich nach deinem sinn: Laß mich das beste theil erwehlen, Und nie den rechten weg verfehten, Bis ich bey dir daheime bin. 638. blut, Und GOttes erbe war. Es Tommt julegt das angenehme jahr. Der tag des heils, an dem wir frölich werden. 2.3ulegt gibt GOtt, wornach wir uns gesehnet, Wenn glaub und lieb im creuß bewehret ist, 0 MOUWE 65 543 0 65 Uletzt gehts wohl dem, der ge Und man gedult an unsern flirs auf nentieft, Wenn wir genug find von der welt verhdnet. 3.Zuletzt reicht man den fiegern ihre cronen, Und führet sie vom feld ins vaterland, Allwo bereit't der selge ruhe stand, Dadurch der fürft den kampf pflegt suter lohnen. 4.300 Don Chriftlicher Danckbarkeit 646 4. Bulegt macht GOTT das waffer selbst zu weine, Der besser ist, und alle gåst erfreut, Im glau, ben stårckt die neuen hochzeit leut, Da sieht man denn, daß ers an noch gut meine. 5. Bulegt wird erst die Rahel beygeleget Dem Ifrael. Zuletzt wird Joseph groß und kömmt empot: erst war er arm und bloß. Zuleßt ward noch Tobias wohl verpfleget. 639. Mel. GOtt des Himmels. SE Ele welt, was lebt und we bet, Und im feld und häusern ist, Was nur zung und stimm erhebet, Jauchze GOtt zu ieder frist. Dienet ihm, wer dienen kan; Kommt mit lust und freud heran. XLIV. Von Christlicher Danckbarkeit und Lobe GOttes. 2. Sprecht: der HErr ist uns fer meister, Er hat uns aus nichts gemacht, Er hat unfre leib und geister An das licht hervor ges bracht: Wir sind seiner allmacht rahm, Seine schaf und eigen thum. 6. Zuletzt, und nicht zuerst, nimmt GOtt die seinen Ins pa radies, ins lebens liebe reich, und machet fie den engeln GOttes gleich: Vorhero lässt er sie erst gnug abweinen. 3. Gehet ein zu seinen pforten, Geht durch seines vorhofs gang; Lobet ihn mit schönen worten; Saget ihm, lob, preis und danck: Denn der HErr ift iederzeit Vol ler gnad und gütigkeit. 7. 3ulegt, merd's wohl, und halte nur fein stille, Oliebes her, dem, der dich erst betrübt, Und dich daben doch wahrlich herzlich liebt. Gedencke nur: Es ist so GOttes wille. 4. GOtt des Himmels und der erde, Vater, Sohn und heilger Geist, Daß dein ruhm bey uns groß werde, Beystand, gnad und hilf uns leist; Gib uns fråfte und begier, Dich zu preisen für und für. 640. Mel. Es ist das Seil uns. Ringt her dem HErren lob und ehr, Aus freudigem ges müthe: Ein ieder GOttes ruhm vermehr, und preise feine gute. Ach lobet, lobet alle GOtt, Der uns befreyet aus der noth, Und dancket feinem namen. 2. Lobt GOtt und rühmet aller zeit Die groffen wunderwercke, Die maiestät und herrlichkeit, Die weisheit, fraft und stärcke, Die er beweist in aller welt, Und dadurch alle ding erhält. Drum dancket feinem namen, 3. Lobt und Kobe GOttes. 641. 3. Lobt GOtt, der uns erschaf fen hat: Leib, seele, geist und les ben, Aus lauter våterlicher gnad, Mel. Romm o komm du. dem HErrn, ihr Uns allen hat gegeben; Der uns durch seine engel schützt, und taglid) gibet, was uns nugt. Dram dancket feinem namen. Lobt uns feinen Sohn, Der für uns ist ges noch heut, Gestern und in ewigs Dies fuechte, Kommt, erhes bet feinen ruhm: Er hålt Ifraels gefchlechte Doch noch für sein eis genthum. JEfus Christus ist Feit. storben, Und uns die felge lebens cron Durch seinen tod erworben: Der worden ist der höllen gift, Und frieden hat mit GOTT ge fift. Drum dandet seinem nas men. 5. Lobt GOTT, der in uns durch den Geist Den glauben ans gezündet, und alles gutes noch verheisst, Uns stårcket, fråftget, gründet; Der uns erleuchtet durch sein wort, Regirt und trei bet fort und fort. Drum dancket feinem namen. 6. Lobt GOTT, der auch diß gute werck, So in uns angefans gen, Bouführen wird und ge ben stård, Das fleinod zu erlan gen, Das er hat allen darges stellt, Uud seinen glänb'gen vor behält. Drum dancket feinem 647 namen. 7. Lobt GOTT, ihr starcken Seraphim, Jhr fürstenthum und thronen: Es loben GOTT mit heller flimm, Die hier auf erden wohnen. Lobt GOtt, und preist ihn früh und spat. Ja alles, was nur othem hat, Das dande seis nem namen. zeiten, Nicht noch, wie es vors 2. Eprich nicht: Es ist dieser mals war, GOTT macht seine heimlichkeiten Jhund niemand offenbar; Was er vormals has gethan, Das geht uns anige nicht an. 3. Sprich so nicht: des höch sten hände Sind mit nichten ist fein ende, Er ist gnädig, vor wie zu schwach, Seine gut hat auch nach. JEfus Chrifins ist noch heut, Gestern und in ewigkeit. 4. Halte dich in allen dingen nur an deines GOttes treu: Laß dich nicht zur freude bringen, Ehe dich dein GOTT erfreu: Such in aller deiner noth Nichts zum troft, als deinen GOtt. 5. All ihr knechte GOttes hd. ret: Sucht den HErrn in eurer noth. Wer sich zu wem anders kehret, Als zu ihm, dem wahren GOTT, Der geht irr in allem flück, und bereitet ungelück. 6. Die nur, die dem HErrn vertrauen, Gehen auf der rech. ten bahn: Die in angst, in furcht und grauen Jbn nur einig rufen an, Denen wird allein bekannt 69t 648 Von Chriftl. Dankbarkeit GOttes herrlichkeit und hand. und heiliges leben Die proben 6 7. Drum danckt GOTT, ihr GOttes Fnechte, Kommt, erhes bet seinen ruhm: Er hålt Ifraels geschlechte Doch noch für sein eis genthum. JEsus Christus ist noch heut, Gestern und in ewig teit. 642. Mel Sey frölich im Erren. ERbebe den HErren, der alles in allen, meine feele, und des göttlichen lichtes zu geben. 4. Vollführe, o JEfu, in ste tiger gute, Was du selbst ange fangen haft: Verklåre dich herrs lich in meinem gemüthe, und gib der seelen ruh und rast; So wil ich im himmel, wenn ich die erd Und irdisch getümmel verlassen werd, Dem heiligen, heiligen hei ligen namen Lobfingen und dans cken Amen. 643. mein geist; Lafft herrlich mit freu digem rühmen erschallen Die wohlthat, die er mir erweist: Die In dieser lieben som Mel. Kommt her zu mir. Eh aus, mein und suche schein beilsame gute lässt ihren In meinem gemüthe auch helle feyn, Weil JEfus, die sonne der gnaden, aufgehet, Und göttlich erkenntniß im herten entstehet. mer zeit An deinen GOttes ga ben: Schau an der schönen gårs ten zier; Und siehe, wie sie mir und dir Sich ausgeschmücket haben. 2. Jch tapte in blindheit und Irrigen wisten, Verfinstert war finn und verstand; In sündlichem wesen und weltlichen lüften War mein unreiner will entbrannt: Nun aber mich armen der treue hirt, Nach seinem erbarmen, ju recht geführt, it alles ungdttlis che wesen verschworen, Und ich bin im glauben von neuem gebo, ren. 3. Mein JEsus der tidtet die fündliche glieder, Der alte mensch wird abgelegt; Die wütende wel. len die legen sich nieder, Wenn er nur feinen finger regt. Er woh, net im Herzen und stecket auf Die leuchtende fergen im glaubens, lauf, Durch keusches, gerechtes 2. Die bäume stehen voller laub, Das erdreich decket seinen staub, Mit einem grünen Fleide; Narcissen und die tulipan Die zie hen sich viel schöner an Als Salo monis seide. 3.Die lerche schwinat sich in die luft; Das täublein fleucht aus feiner fluft, und macht sich in die wälder: Die hochbegabte nachtis gal Ergeßt und füllt mit ihrem schall Berg, hügel, thal und fels der. 4. Die glucke führt ihr völd lein aus: Der storch baut und bes wohnt sein haus; Das schwalbe lein speift die jungen. Der schneüe hirsch, das leichte reh Ift froß und Lobe GOttes. froh, Und kommt aus seiner höh Ins tiefe gras gesprungen. 5. Die båchlein rauschen in dem sand, Und mahlen sich in ihrem rand Mit schatten reichen myrthen: Die wiesen liegen hart dabey, Und klingen gang von luft geschrey Der schaf und ihrer hirten. 6. Die unverdrosne bienen. schaar, Fleucht hin und her, sucht hier und dar Jbr edle honig, fpeise. Des fussen weinflocks starder saft Bringt täglich neue stårck und kraft In seinem schwa chen reise. 1278 7. Der weißen wächfet mit ges walt, Darüber jauchzet jung und alt, und rühmt die große güte Deß, der so überflüßig labt, und mit so manchem gut begabt Das menschliche gemüthe. 8. Ich selber fan und mag nicht ruhn: Des grossen GOttes gros ses thun Erweckt mir alle finnen. Ich finge mit, wenn alles fingt, Und laffe, was dem höchsten Flingt Aus meinem herken rinnen. 649 raphim, Mit unverdroffnem mund und flimm, Ihr Hallelujah fingen. 9.Ach denckich, bist du hier so schön, Und läsfest uns so lieblich gehn Auf dieser armen erden; Was wil doch wol nach dieser welt, Dort in dem vesten himets. felt Und güldnen schlosse werden. 10. Welch hohe luft, welch ho 11.D war ich da, o fund ich schon, Ach, siffer GOtt, vor deis nem thron, Und truge meine pale men; So wolt ich nach der engels weis' Erhöhen deines namens preis Mit tausend schönen pfate men. 12. Doch gleichwol will ich, weil ich noch Sie trage dieses leis bes joch, Auch nicht gar stille schweigen; Mein herte fol fich fort und fort, An diesem und an allem ort, zu deinem lobe neigen. 13. Hilf mir, und fegne meinen geist Mit segen, der vom himmel fleufft, Daß ich dir stetig blühe; Gib, daß der sommer deiner gnad In meiner feelen früh und fpat Biel glaubens frücht erziehe. 14. Mach in mir deinem geiste raum, Daß ich dir werd ein guter baum, llnd laß mich wohl bekleis ben: Verleihe, daß zu deinem ruhm, Jch deines gartens schöne blum Und pflange måge bleiben. 15. Erwehle mich zum paras deis, Und laß mich bis zur lege ten reis, An leib und feele grünen: So wil ich dir und deiner ehr Allein, und sonsten keinem mehr, Hier und tort ewig dienen. 644. mal. Wie schon leucht uns. her schein, Wird wol in Chrifli Hela, lob, prets under, garten es da wol tlingen, Da so viel tausend Ee Sey unferm GOTS te mehr und mehr, Für alle seine werde. Von It Von Chriftl. Dankbarkeit 650 Von ewigkeit zu ewigkeit Sey in uns allen ihm bereit Danck, weis. heit, kraft und flårde. Klinget, Singet: Heilig, heilig, freplich, freylich: heilig ist GOtt, Unser GOtt, der HErr Zebaoth. 2. Hallelujah, preis, ehr und macht Sen auch dem GOttes Lamm gebracht. In dem wir sind erwehlet, Das uns mit seinem blut erkauft, Damit besprenget und getauft, Und sich mit uns vermählet. Heilig, Selig Ift Die freundschaft und gemein schaft, die wir haben, und darin, nen uns erlaben. 3. Halleluiah, GOtt heil'ger Geift, Sey ewiglich von uns ges preift, Durch den wir neu gebos ren, Der uns mit glauben aus. geziert, Den bräutigam uns zus geführt, Den hochzeit tag erfos ren. Eva, Ey da, Da ist freude, da ist weide, da ist Manna Und ein ewig Hosianna. 4. Hallelujah, lob, preis und ehr Sey unserm GOtt ie mehr und mehr, und seinem groffen na: men: Stimmt an mit aller him. mels, schaar, Und finget nun und immerdar Mit freuden: Amen, Amen. Klinget, Singet: Heilig, heilia, frenlich, frenlich, heilig ist GOTT, Unser GOST, der HErre Zebaoth. 645. 59 Err GOtt, dich loben wir, Herr GOtt, wir dancken dir. Dich Gott Vater, in ewigkeit Ehret die welt weit und breit. All engel und himmels heer, Und was dienet deiner ehr, Auch Cherubim und Seraphim Singen immer mit hoher fimm: Heilig ist unser GOtt, Heilig ist unser GOtt, Heilig ist unser GOtt, der HEr re Zebaoth. Dein' göttlich macht und herrs lichkeit Geht über himm'l und erden weit. Der heiligen zwölf bothen zahl, Und die lieben Propheten all, Die theuren Mårtrer allzumal Loben dich, HErr, mit große sem schall. Die gange werthe Christenheit Rühmt dich auf erden allezeit: Dich, GOtt Bater, im höchsten thron, Deinen rechten und ein'gen Sohn, Den heilgen Geist und Tröfler werth, Mit rechtem dienft fie lobt und ehrt. Du König der ehren, JEſu Chrift, GOtt Vaters ew'ger Cohn du bist: Der Jungfraun leib nicht haß verschmäht, Zu erlösen das menschlich' ge schlecht. Du hast dem tod terflört sein macht, Und und Lobe GOttes. Und all' Christen zum himmel bracht. Du sitt zur rechten GOttes gleich, Mit aller ehr ins Vaters reich. Ein richter du jufünftig bist Alles, was tod und lebend ist. Nun hilf uns, HERR, den die nern dein, Die mit dein'm theuren blut erldset seyn: Laß uns im himmel haben theil, Mit den heiligen im ew'gen Heil. Hilf deinem vold, HErr JEfu Und segne was dein erbtheil ift: Bart und pfleg ihr zu aller zeit, Und heb fie hoch in ewigkeit, Täglich, HErr GOtt, wir loben dich, Und ehr'n deinen namen stetige lich. Behüt uns heut, o trenerGOtt, Für aller sünd und missethat, Sey uns gnädig, o HErreGOtt, Sen uns gnädig in aller noth, Zeig und deine barmherzigkeit, Wie unser hoffnung zu dir flebt. Auf dich hoffen wir, lieber HErr, In schanden laß uns nimmer mehr. Amen. 65t eins beginne nach dufferster macht, Dich zu erheben, und dir zu leben, Weil du mich mit fo viel gnaden bedacht. 646. M. Groffer Prophete mein. schfter formirer der löblich, ften dinge, Der du mich ars men so ferne gebracht, Rühr mir die junge, damit ich dir finge, Und 2. Dandet, ihr augen, dem ewigen lichte, Daß ihr so sehend und offen da steht; Dandet ihm für das erlangte gesichte, Das auch noch dauret und noch nicht vergeht; Echauet mit wonne Auf ihn, die sonne, Bis er euch unter die sternen erhöht. 3. Dancket, ihr ohren, dem torte des lebens, Daß ihr vers nehmen könnt, was es euch heifft: Deffnet euch, daß es nicht rufe vergebens; Lafft euch regiren den ewigen Geist, Daß ihr könnt hd, ren, Wie man mit choren Dore ten ihn ewig erhebet und preift. 4. Dande, du riechen, dem schöpfer der nasen, Daß dich so mancherlen geiftwerd ergest: Daß er den lebens geift in dich geblafen; Daß er dir Christi fuß stapfen vorsett, Fleißig zu ſpü ren, Wie die dich führen, Alles zu meiden, was ewig verlegt. 5. Dancke, du junge, für res stumm, zu erheben die macht, den und schmecken, Werde nicht Daß du dein regen kanst weiter erstrecken, Als wie die thiere das mundwerd gebracht: Lerne die fpeifen Einzig hoch preisen, Wel che, wer Christum nur fennet, hoch acht't. 6. Dandet ihr glieder, GOtt alle fürs fühlen; Hände fürs E1 2 greifen 652 greifen, und füsse fürs gehn; Las set den wandel doch eingig drauf zielen, Daß ihr dort ewig wohl finnet bestehn; Wolt ihr in sün, den Dort nicht empfinden, Wie sich die strafen der höllen erhöhu. 7. Dandet, gebancken, vers fand und du wille, Dance ge, dächtniß und urtheil dazu, Schwinget die flügel zur ewigen fülle, Lasst euch nicht halten das seitliche nu. Eur lobgefieder Cinde nicht nieder, Bis ihr ge langet zur himmlischen ruh. 8. Wenn nun das innere GOtt so gepriesen; Stimme das äusse re gleichfals mit an: Freylich, o Bater, du haft mir erwieseu Tausendmal mehr, als ich aus, finnen kan. Nahrung und bülle, Güter die fülle, Melden, diß ha be GOtt alles gethan. 9. Nun denn, du geber so herr, licher gaben, Weil du mir gibeft mehr als ich begehrt, Laß mich Don Chriftlicher Dandbarkeit Board FE 43 0 6 6 66 65 die augen fiets inner mir haben, Daß ich nichts mein acht, als was du beschert. Mach mich ges ringe, Schöpfer der dinge, Bis sich mein etwas in nichtes vers kehrt. 10.Und weil dann noch ein ge schencke vorhanden, Welches viel höher als himmel und welt: Nemlich dein Sohn, der uns rets tet aus schanden, und dich nun wieder zufriden gestellt, Welches mit weisen Nie gnug zu preifen, Bis du die feele zun engeln gefellt. 11.So nimm denn, an was im himmel erklinget: Macht, reich thum, weisheit, kraft, ehre und preis, Dancksagung und was das engel volck singet, GOtt und dem Lamme mit ewigem fleiß. Aues sprech: Amen, Wo nur ein namen Je wird genennet von creise zu Greis. Gen 24acha 647.79 m Mister innsamenE 36 6 7 7 6667 H QS. 111111 65 41 2,6 2010 JANA 66 0 H 11141 und lobe GOttes. 65 43 Oldfeligs GOttes Lamm, Sen hoch gebenedeyet, Daß du die lieb ernenet, Ais unser brautigam: Die lieb wird trium phiren, Und uns mit cronen zie ren, Weil sie vom himmel kam, Holdseligs GOttes, Lamm. 2. Vereinte liebe fiegt, Schwebt über alle böhen, Kan überwuns den sehen Den feind, der sie be: Friegt. Die fieges psalmen flin, gen, Dem fönig danck zu brin, aen, Weil all's zu boden liegt. Vereinte liebe fiegt. 3. Nach wohl vollbrachtem fireit Rechtfertigt sich das leben, Das uns die lieb gegeben, 3u groffer jubel freud. Steh auf, du fürst der deinen, Sieg- prách. tig zu erscheinen In deiner liebe lichkeit, Nach lang geführtem fireit. 4. Du bift nur liebens werth, Man wird dich immer müssen, Du allerschönster, tüffen, So lang die liebe währt. Die liebe wird bestehen, Wenn alles muß vergehen, Wie uns bein mund felbft lehrt. Du bist nur liebens OTRO werth. 5. Du festes liebes band, Bir find von dir gebunden, So bald 653 uns hat gefunden Des hirten trene hand. Komm, laß uns in den armen Der füffen gunft ers warmen. Wir sind dir nah vers wandt, Du festes liebes, band. 6. Mit einem hert und mund Colin und unser meifter Dich, Vater aller geiffer, Hoch pret fen alle slund: Frolod'n und jus biliren, In liebe triumphiren, Sen unser neuer bund zu einem herß und mund. 7. Der heil'gen engel chor Vers Fündigt deine thaten, D held, von fraft und rathen, Und hebt dein lob empor. Seuch her in deis ner stårcke, Laß deine liebes wer. de Erst kommen recht hervor, So singt der engel chor. 8. Der Altsten gange schaar, Die vor dem throne wohnen, Die werfen ihre eronen Vors Lame mes füffen dar. Wir fall'n mit ihnen nieder, Und singen lobes. lieder, Denn Furg: er ist es gar, So ruft der ältsten schaar. $ 9. Die liebes harmonie Col immer füffer spielen, Je mehr fie Fraft wird fühlen, Obn ende dork und hie. Dein reich muß in und bleiben, Vermischte kraft Etz bers 654 Don Chrifil. Dankbarkeit vertreiben Der eiteln phantafie, dem wind? Wer macht es, daß Durch liebes harmonie. man dl und most Zu seinen zeiten findt? 10. So wächs't dein leben mehr Bur mannheits vollen fårcke, Benn alle liebes wercke Dir bringen ruhm und ehr. Wenn lieb' wird engel machen: So fan fie wohl verlachen Der feinde gan kes heer; So wächst dein leben mehr. 11. Dand, weisheit, stärck und pracht, Lob, herrlichkeit und les ben, Sen unserm GOtt gegeben, Der uns zur lieb gebracht. Das Lamm, das uns befreyet, Sey hoch gebenedeyet; Ihm sey tob, preis und macht, Danck, weiss beit, stårck und pracht. M. Lobt 64-8. Ott ihr Chriften. Ch finge dir mit berg und mund, HErr, meines her: gens luft: Ich fing und mach der erden fund, Was mir von dir bewufft. 3 2. Ich weiß, daß du der brunn der gnad Und ewge quelle seyft, Daraus uns allen früb and spat Biel heil und gutes fleufft. 3. Bas sind wir doch, was ha ben wir auf dieser gangen erd, Das uns, o Bater, nicht von bir Allein gegeben werd? 4. Ber hat das schöne him, mels zeit Hoch über uns gesetzt? Ber ist es, der uns unser feld Mit thau und regen neßt? 5. Wer wärmet uns in fålt und frost? Wer schigt uns für 6. Wer gibt und leben und ge blit? Wer hålt mit seiner hand Den güldnen werthen edlen fried In unserm vaterland? 7. Ach, HErr, mein GOTT, das fommt von dir: Du, du musst alles thun; Du hältst die mach an unfer thür, Und läff'ft uns sicher ruhn. 8. Dunebrest uns von jahr zu jahr, Bleibst immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in gefahr Gerathen, treulich bey. 9. Du strafft uns fünder mit gedult, Und schlägst nicht allzw sehr: Ja, endlich nimmst du un freschuld, Und wirfft sie in das meer. 10. Wenn unser herge seufzt und schreyt, Wirft du gar leicht erweicht, und gibst uns, was uns hoch erfreut, Und dir zu ehren reicht. 11.Du jehlst, wie oft ein Chrifte weln, Und was fein fummer sey: Kein zähr und thrånlein ist so klein, Du hebst und legst es bey. $ 12. Du füllft des lebens mans gel aus Mit dem, was ewig sieht, Und führst uns in des himmels haus, Wenn uns die erd entgeht. 13.Wohl auf, mein herge, fing und spring, Und habe guten muth: Dein GOtt, der ursprung aller ding, Ift selbst und bleibt dein gut. 14. Et und Lobe GOttes. 14. Er ist dein schak, dein erb and theil, Dein glang und freu: den licht, Dein schirm und schild, Dein hilf und heil, Schafft rath, und lässt dich nicht. 655 3. Jch bat dich mit thränen, Mit leid, angst und sehnen; Mein aug und gesicht Hub ich auf und schrie, Bengte meine knie, Stund auch aufgericht; Ich ging hin und her, mein sinn ar beküm mert und voll sorgen Durch die nacht am morgen. 15. Was franckst du dich in deinem sinn, Und gråmst dich tag und nacht? Nimm deine sorg und wirf fie hin, Auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von ju gend auf Versorget und ernehrt? Wie manchen schweren unglücks. lauf Hat er zurück gefehrt? 4.Ich, als ich nicht sahe, Daß du mir so nahe, Sprach zu dir im finn: Ich kan nicht mehr beten, Komm, mein heil, getreten, Sonst finck ich dahin; Ja ich finck, ey, sprach dein winck: Halt, meinst da, daß ich nicht lebe, Noch fort um dich schwebe. 5. Ich war noch im glauben, Den mir doch zu rauben Satan war bemüht, Der die armen fees lenJn des leibes höhlen Bielmals nach sich zieht: Ich sprach doch: ich glaube noch: Gläubt ich nicht, nicht wok ich beten, Noch vor dich hintreten. 17. Er hat noch niemals was versehn In seinem regiment: Nein, was er thut und lässt ges schehn, Das nint ein gutes end. 18. Ey nun, so laß ihn ferner thun, Und red ihm nicht darein; So wirst du hier im frieden ruhn, Und ewig frölich seyn. 649. Mel. JEfu meine Freude. wer dir schreyet, Sbetrübe Hier in diefer weit, Seine fund anſpeyer, Ruft dich Dir bandt mein gemütheBegen beiner gute, Die mich noch erhält, Die mir oft gar unverhofft Hat geholfen in dem flagen, Noth, leid, angst und jagen. herzlich an Aus aetreuem here gen, Dessen grosse schmerzen, Wirst du, HErr, alsdann, Wann er vest glaubt, dich nicht lässt, Als die deine felbft empfinden, Tilgen feine fünden. 2. Nun, ich wil dran dencken, Wann ich werd im frånckenund in ångslen seyn; Wo ich werde stehen, wo ich werde gehen, Wil ich denden dein; Ich wil dir, HErr, für und für Danckbar feyn in meinem hergen, Dencken dieser schmerzen. 7.Drum, o meine liebe, Die ich oft betrübe Hie in dieser welt, Dir danckt mein gemüthe egen deiner gute, Die mich noch erbålt, Die mir oft Gar unverhofft Hat geholfen in dem klagen, Noth, leid, angst und zagen. St 4 650. 656 Don Chriftl. Dankbarkeit 650. 5. Dreis, Lob, br, Rubm. K.P. Omm, beag dich tief mein herg und finn, Vors Lams mes thron Fm ftanb darnieder, Leg dich zu seinen füffen bin, und wiederhole deine lieder. Erkenne, wie du selbst aus dir nichts bist, Wie GOTT in dir, und allen alles ift. 2. Wo hättst du einen funcken fraft, Benn du sie nicht erlangt von oben? Wer hat dir so viel ruh geschafft Von deiner feinde lift und toben? Ber stillte wol bas braufen dieses meers? Und wer bezwang die macht des hôt, len heers? 3. Was hat dich von dem ftrick befreyt, Dein leben vom verderb geriffen? Wer crint dich mit Barmbergigkeit, und lässt dich feine rechte wissen? Bist du es nicht, du unerschöpfter quell, Der täglich noch auf uns fleufst starck und hell. 4. Hat uns nicht deine hand gefasst, Und wider alle menschen hoffen, Gebracht aus aller funs den laft, Daß wir das ziel der rub getroffen, und reichen fried für feinden um uns her Genieffen stets, von furcht und zweifel leer. 5. Bas zwischen uns fich fes gen wolt, Hat deine kraft bald ausgetrieben. Du bliebest deinem tempel bold, Daß bis hieher dein bau ist blieben, Daß feste steht des Sohnes herrlichkeit, Die dir in uns der Vater hat bereit. 6. Du überschütteft uns mit lieb, und reinigefi herk, mund und sinnen, Daß wir aus deines Geiftes trieb Dich fets in uns mehr lieb gewinnen: Du drückst dem geift der reinheit fiegel auf, Daß uns kein koth befleckt den frohen lauf. 7. Co nimm dafür zum opfer bin uns selbst mit allem, was wir haben: Nimm geift, feel, leib, herk, muth und finn Zum eigen hum, flat andrer gaben. Bereite dir ein lob selbst aus dem mund Der säuglingen; mach deinen na men kund. 8. Sind wir doch nichts in uns ohn dich: Was haben wir ohn deine wercke? Dir, dir gebühret ewiglich Macht, weisheit, ehre, Fraft und flärde. GOTT und dem Lamm, das uns erkaufet hat, Wird lob gesagt in unfrer mutters stadt. 9. Gib uns hierzu ein hert und mund; Halt deine einheit so jus sammen, Daß unser geift von lieb verwundt, Dir stets zufchick die keuschen flammen; Madh) uns vor dir als wagen Cherubim, Entzünd uns fiets als feuer Se raphim. de 651. M. Ach alles was himmel. Ommt, helft mir den schöns sten der schönen befingen, Last bergen und lippen aufs lieb lichste klingen, Was leben und ofhem othem hat, rühre die såiten; Es müsse sich alles zum loben berei ten. und Lobe GOttes. 2. Ich habe in einem nun alles gefunden: Der hertog des le bens ist mit mir verbunden. Er lebet und sieget: wie fonte ich Sterben? Ich lebe, ich siege, ich Fan nicht verderben. 3. Die burde der finden 3. Die burde der finden ist von mir genommen; Ich habe den braut, schmuck des Lammes bekommen. Ich prange in uns fchuld der reineen seide: Ges rechtigkeit ist es, womit ich mich Fleide. 4. Was acht ich den stachel, der in mir sich reget: Die herrschaft der finden ist mächtig erleget. Immanuel fchendket mir Fräfte jum streiten, Er lässt mich nicht fincken, steht immer zur seiten. 659 5. Selbst firaucheln und feh len fan långer nicht schaden, Es treibt mich nun näher zum bruns nen der gnaden. Ich schöpfe mit freuden die wasser des lebens: Das höllen heer wütet und laus ret vergebens. 5 6 6 48 6. Der schlangen gift muß nur sich selber zernichten: Mehr fol er und kan er ben mir nichts aus richten. Ich werde den schön fien der schönen dort oben Ohne fehlbar in völliger klarheit noch loben. 7. Last bande und trübfal nur immer mich drücken, Bis alle fich rüften und wider mich schi ken; Laß ebre und güter und le ben mir rauben: Ich ehre den schönsten der schönen im glauben. 652. 65 6 6 8787 98 6 6 5 4% A inten Fr! 43 untu 出门 ## 9865 8 7 6 0 9865* St 5 Kommt 658 Don Chriftlicher Danckbarkeit ennen 5 48 98 6 6 4 7 6* 8* 26 gen! 5 6 43 6 98 657 3 " AMERICmis 團 Ommt ihr lieben GOttes finder, Last uns loben uns fern GOtt, Der uns sonst ver. lorne finder Reisst aus fünde, noth und tod. Lobe, welt, was Dir gefällt, Rühme deine loft barkeiten, Preise deine felten beis ten, Liebe, wohluft, ehr und geld: Dem groffen GOtt dancken, ihn lieben und toben, Das bleibet das föstlichste hier und dort oben. magis 40 6 2. Köftlich ists, bey früßem morgen Seiner gnade rühm er höhn; Seine wahrheit, frey von forgen, Preisen bey dem schla, fen gebu. Singe, welt, ins fåis ten spiel, Was du wilt, dir zum gerichte; Unsers neistes lob: ger bichte Haben viel ein edlers ziel: Denn unser GOTE lehret uns freuden voll fingen Von göttli chen thaten und himmlischen din, gen. 3. HErr, wie groß sind deine 655 wercke, Wie verborgen ist dein rath: Deine weisheit, macht und stårde Zeigt sich herrlich früh und spat. Dennoch wil die blin be welt Diß nicht glauben noch erkennen, Und ein thor darf thor heit nennen, Was der glaub für wahrheit hält. Wir lassen den thoren ihr lachen und scherken, Und nehmen die wunder des höchsten zu hergen. 4. Die gottlosen stehn und grünen Eine zeit wie gras und laub: Aber die ißt grünend schies nen, Liegen bald verdorrt im flanb. Die um wind und eitels feit Ihre zeit und můh verkau fen, Gehn auf ewig übern haus fen, Und verfincken in dem leid. Der höchste wird bleiben und ewiglich leben, und ewiges leben den gläubigen geben. 5 Sieh', HErr, fiehe, deine feinde Kommen um in furger und Lobe GOttes. 659 ferner unfern sinn. Laß ewiglich unsere feelen genesen, heiligste Dreyheit in einigem wesen. 653. n.Jauchzet all mitmacht. geit, und die haffer deiner freun de Werden, wie die spreu, zer freut: Da hingegen wird uns nun Unser horn des heils erhoss het, und wir sehen, wie es gehet Denen, die uns unrecht thun. Wir sehens, wir hörens: das $ gute muß fiegen, und solten es noch so viel feinde bekriegen. 6. Es wird grünen der gerech, te, Wie ein cedern baum, Und die theuren GOttes, baum, Und die theuren GOttes Fnechte Stehn gepflangt auf wei tem raum. Ob man auch das graue baar Sieht auf ihrem Scheitel blühen: Wirds doch keine Fraft entziehen: Sie seyn frucht bar immerdar. Ja alle, die red, lich in GOttes haus dienen, Die werden in ewigkeit blühen und grünen. 7. Sie verkündigen, wie treue, Und wie fromm der frommen hort, Unser GOTT im himmel, feve, Und wie richtig all sein wort. Nichts ist unrecht, was er thut, Er fan auch fein unrecht leiden, Glauben, hoffen, bdses meiden, Schlecht und recht ist vor ihm gut. Und diesem gewaltigen herr. fcher zu ehren Lässt unser andäch tiges loblied sich hören. 8.Großer schöpfer, fey gepries fen, Daß du deine Vater treu Uns so reichlich bast erwiesen: Laß sie täglich werden neu. Hei land, nimm ju eigen hin, Was wir seyn und was wir haben. Guter Geift, mit deinen gaben Fülle Asset uns den HErren preifen, Und vermehren:: feinen ruhm, Stimmet an die füffen weisen, Die ihr seyd fein:,: eigens thum: Ewig währet sein erbars men, Ewig wil er uns umarmen Mit der füffen liebes huld, Nicht gedencken unsrer fchuld. Preiset ewig:,: feinen namen, Die ihr feyd von Abrams famen: Rüh met ewig seine werde, Gebet ihm lob:: ehr und stärcke. ren, hat er uns zuvor erkannt, 2. Ehe noch ein mensch gebo Und in Chrifto auserkoren, Sei ne buld uns zugewandt: Selbst der himmel und die erden müs fen uns zu dienste werden, Weil wir durch sein liebstes Find Seine finder worden sind. Ewig folche gnade währet, Die er uns in ihm bescheret: Ewig wollen wir uns üben, Uber alles ihn zu lieben. 3. Ja wir wollen nur mit freu den Zu dem lieben Vater gehn, uns in seiner liebe weiden, Wie die thun, so vor ihm stehn, Heis lig, heilig, heilig fingen; Halles lujah fol erklingen UnsermGOtte und dem Lamm, Unserm holden Bräutigam. Lasset seinen ruhm erschallen, Und erzehlt sein werck vor allen, Daß er ewig uns erweb. let, und zu seinem volck gezehlet. 4. Lero Don Chriftl. Dankbarkeit 660 4. Lernet euren JEfum fen nen, Der euch theur erfauffet hat; Lernet ihn fein lieblich nen nen Euren bruder, freund und rath, Euren starcken held im freiten, Eure luft in frölich leis ten, Euren troft und euer heil, Euer allerbestes theil. Ewig sols che gute währet, Die euch durch ihn wiederfähret; Ewig fol das lob erflingen, Das wir ihm iu ehren singen. 5. Tretet nur getrofi zum thro. ne, Da der gnaden, fubizujebn: Es fan euch von GOttes Sohne Nichts als lieb' und huld, ges schehn. Er erwartet mit verlan, gen. Bis er toane uns umfangen, Und das allerhöchsie gut uns mittheilen durch sein blut. Groffe gnad ist da zu finden: Er wil sich mit uns verbinden, und fol nie mals etwas können uns von sei ner liebe trennen. 6. Er hat nunmehr selbst die fille Geiner Gottheit aufgethan, Und es ist sein ernfter wille, Daß nun fomme iederman: Reiner fol fich bieben schämen, Sondern gnad um gnade nehmen; Wer ein hungrig herge hat, Wird aus feiner fülle fat. Ewig solche fül le währet, Die uns so viel guts bescheret: Wohlluft, die uns ewig träncket, ird uns daraus eingeschencket. 7 Nun, du liebster, unfer fallen, Damit wir dir danckbar seyn, Laß dir gnädig wohlgefallen, Bis wir alle insgemein Ewig deine gütigkeiten, Mit gesammten lob ausbreiten, Da wir werden glo ria Singen und Halleluja. Preis, ehr, rühm, danck, macht und står cke, Und was rühmet feine wers cke, Werde unserm GOtt gege ben, Lasst uns ihm zu ehren leben. 654. big of on Tel. Werde munter mein, ebster JEsu, gnaden sonne, Meines bergens zuversicht, einer feelen frend und wonne, ch komm vor dein augsiecht: Ob ich schon in fünden bin, Werf ich doch den muth nicht hin; Bin ich auch schon asch und erden, Bil ich dennoch vor dich treten. 2.3war ich muß für allen dire gen, Ob ich schon nicht völlig kan, Dir, o HErr, ein dandklied fin gen, Daß du mir viel guts gethan Bon der zarten findheit auf, Durch den ganzen lebens lauf: Woit ich deine gutthat sehlen; Würde mir es gåntlich fehlen. 3. Alles, was ich bin und habe, Kommt von deiner Vater hand: Es ist dein geschenck und gabe, Seele, leib und ehren stand. Ha be danck vor beine treu, Weiche alle morgen neu; Habe danck für deinen fegen, An dem alles ist ge legen. 4. Laß auch ferner deine gute Uber mir seyn tag und nacht, mich auf meinem weg behüte, Durch der starcken engel wacht, Laß diefelbe bey mir seyn, Wenn ich und Lobe GOttes. ich gehe aus und ein, Wenn ich reise, wache, schlafe, Wenn ich etwas gutes schaffe. 5. Segne alle meine thaten, Durch den werthen segens geist, Daß fie mögen wohl gerathen, Und dein name werd gepreift: Es ist dein und nich mein werd. Drum verleihe muth und stårck, Daß ich möge gleich durchgehen, Nicht auf gunst und ungunst fehen. 6. Treuer lehrer, wolft mich lehren; Gib mir weisheit und verstand, Daß mein thun zu dei nen ehren und zu dienst dem Bas ter land Allezeit sey eingericht. Ach, mein GOTE, versag mirs nicht! Wehre, daß des satans tů te mir nicht dieses ziel verrücke. 7. Gib gedult und hilf mirtra gen Meines amtes laßt und bürp, Die mich manchmal pflegt ju plagen, Und auch oft beschwerlich wird: Gibt es etwan hinderniß, Und dahero auch verdrieß; Zaßgen könig der ehren, Meine den den mein her sich in nicht qualen, geliebete feete, das ist mein begehs Condern alles dir defehlen. ren. Rommet zu hauf, Pfalter, und harfe wach auf, Lasset die muficam hören. 8. Dir befehl ich meine sachen, Dir sey alles heimgestellt, Wol left es mit ihnen machen, Wie es dir, o HErr, gefällt. Kommt mir creuß und leid zu haus, Daß es scheint, als sey es aus; Laß mich folgendeinen willen, und damit den kummer stillen. 661 kehreu, Bin ich von der welt vers lacht: Was ists mehr? welt, wie du wilt, Du, o GOtt, bist doch mein schild: Laß mich wider dich nichts sprechen, Auch mich nicht an ienen rächen. 10. Sol ich hier noch langer leben; Nehm ichs gern und willig an, Wil auch gar nicht widerstres ben, Wenn ich dir nur dienen fan. Schaff, daß ich dir treu vers bleib; Gib daben gefunden leib, Und daß ich mir laß begnügen, Wie du es mit mir wilft fügen. 11. Sol ich denn von hinnen scheiden; Bilich auch zufrieden seyn, Wolst mich nur zum tod bes reiten, Denn so schlaf ich selig ein. Nimm in deine hånd die feel; Lag den leib ins grabes hôl Ruhen: Diß ist mein begehren: JESU, wolleft mirs gewehren. 9. Muß ich etwa spott red hd. ren, Werd ich hie und da veracht; Laß mein herg sich nicht dran 655. el. Hast du denn JEſu. 2. Lobe den HErren, der alles so herrlich regiret; Der dich auf adelers fittigen ficher gefübret; Der dich erhält, wie es dir selber gefäut. Hast du nicht dieses vers spüret. 3. Lobe den HErren, der fünfte lich und fein dich bereitet; Der die gesundheit verliehen, dich freunds lich 662 lich geleitet. In wie viel noth Hat nicht der gnädige GOTT über dir flügel gebreitet? 4. Lobe den HErren, der dei nen stand sichtbar gesegnet; Der aus dem himmel mit sirdmen der liebe geregnet. Dencke dars an, Was der allmächtige kan, Don Chriftl. Dankbarkeit 656. purettinNÃE 5 43 6 6 56' Der bir mit liebe begegnet. 5. Lobe den HErren, was in mir ist, lobe den namen; Alles, was othem hat, lobe mit Abras hams samen. Er ist dein licht, Seele, vergiß es ta nicht: Lobens de schliesse mit Amen. 77 G Lobe Obe den HErren, o meine feele! Ich wil ihn loben bis in tod: Weil ich noch stunden auf erden zehle, Wil ich lobfingen meinem GOTT. Der leib und feel gegeben hat, Werde geprie. en früh und spat. Hallelujab, Hallelujah. 6 4 26 6 56 65 6 ThedawLSEHU 5 73 43 6 6 55 2. Fürften sind menschen, vom weibe geboren, und kehren um zu ihrem staub; Ibre anschläge sind auch verloren, Wenn nun das grab nimmt seinen raub. Weil dann tein menfch uns hels fen fan: Nufe man GOtt um Bilfe au. Hallelujah, Hallelujah. 3. Selig, und lobe GOttes. 3. Selig, ia felig, ist der zu nennen, Deß hilfe der GOST Jacob ist; Welcher vom glauben fich nichts lässt trennen, und hofft getroft auf JEfum Christ. Wer diesen HErrn zum beysland hat, Findet am besten rath und that. Hallelujah, Hallelujah. Mel. Liebster JEfu, liebstes. 4. Dieser hat himmel, meer und die erden, und was darin nen ist, gemacht. Alles muß punctlich erfüllet werden, Wasbe, lobe meine feele, Der, er uns einmal zugedacht. Er ifts, der herrscher aller welt, Welcher uns ewig glauben hålt. Halelus jah, Hallelujah. der heisst HErr Zebaoth, Ale ler herren HErr und GOTT; Seinen grossen ruhm erzehle:,: Singe: groß sind seine wercke, Groß ist seine Baterkreu, Sie ist alle morgen neu; ich:,::: ich wil rühmen seine slärde. Viel zu, viel zu, viel zu klein:: Bin ich, daß mit so groffem glang Mir leuchten fol dein gnaden schein: 5.Beigen sich welche, die unrecht leiden; Er ifts, der ihnen recht verschafft. Hungrigen wil er zur fpeis bescheiden, Was ihnen dient sur lebens fraft. Die hartge bundne macht er fren. Seine ges nad ist mancherley. Hallelujah, Hallelujah. $ 663 8. Rühmet ihr menschen den hohen namen Deß, der so grosse wunder thut. Alles, was othem hat, rufe Amen, Und bringe lob, mit frohem muth. Ihrfin. der GOttes, lobt und preift Bater und Eohn und heilgen Geist. Hallelujah, Hallelujah. 657. 6. Sehende augen gibt er den blinden; Erhebt, die tief gebeuget gehn. Woer kan einige fromme finden, Die lässt er seine liebe fehn. Sein aufficht ist des frem, den truk; Wittwen und wäysen hält er schuk. Hallelujah, Hallel. 7. Aber der GOttes vergesfaen tritte Kehrt er mit flarcker hand zurück, Daß fie aur machen ver, kehrte schritte, Und fallen selbst in ihren strid. Der HErr ist König ewiglich: Zion, dein GOtt sorgt stets für dich. Halle. lujah, Hallelujah. 2. Deine hand hat mich formis ret und gebildet wunderlich); Deine augen sahen mich; Du haft selbst mich ausgeführet:: Aus der mutter, die mich heate. Ja mein ganger lebenslauf Ift von dir geschrieben auf, Da ich mich noch nicht bewegte. Viel zu:: c. 3. Du, o GOtt, haft aufges nommen Mich in deinen gnadens bund, Den mir dein wort machet Fund, Und ich habe schon bekoms men:: Mehr als tausendfachen segen. Von dir, Vater, in dem Sohn, Unserm eingen gnaden. thron. Ach ,,, ach, daß ichs recht tönt erwegen. Viel zu:: c0. 4. Gnad und wahrbeit sind die wege Don Christl. Danckbarkeit. 664 wege, Die du uns zu führen pfleaft: Wenn du auch auf und zuschlägft, Sind es doch nurlie, bes fchläge:: GOtt, dein pfad ist immer richtig. Scheinet er uns gleichwol frumm; Kommts da, her, daß wir so dumm: Wer :::: wer ist ihn zu faffen, tüchtig? Viel zu:,: 2c. 20 mit liebes strömen regne:,: Laß in meinem herten klingen Das wort: ich wil mit dir seyn, Du bist mein und ich bin dein: Dann 7.D, wer bin ich, HErr der Herren, Was ist doch mein haus vor dir, Daß du so viel thust an mir? Ja, du wilft noch mehr ge, währen: Als ob es zu wenig wäre, was du bisher haft ge than, Das ich doch nicht zehlen Fan: Dir:::: dir fen dafür alle ehre. Viel zu:: 20. 1 :: dann wil ohn aufhören fin gen: Biel zu, viel zu, viel zu flein : Bin ich, daß mit so groffem glang Mir leuchten sol dein gna den schein. 5. Wenn du etwas uns entzien heft: Thust du es, daß unfre luft Oft dran flebt, uns unbewusst; 658, d Mel. Einer ift König zc. Und weil dus uns schädlich fiebe, o feele, den mächtigen HErrn, Rufe, was lebet und hest:: Wenn die hoffaung auch webet zu hauf, Lob ihn mit freu verweilet, Und viel ångfien ma het raum; Wird sie noch zum le: bens baum, Wenn::: wenn sie endlich zu uns eilet. Viel guic. 6. Wenn die feinde uns anfai len, Daß von aussen streit es gibt, Und von innen furcht betrübt; Miffen sie zurücke prallen:,: Da heisst denn der fein der frommen Eben Ejer bis hieher. Bis hieher hilft uns der HErr, Bis: bis hieher sind wir nun kommen. Biel zu:: 2c. den, ach lobe ihn gern, Fördere himmel und erden mit auf, Daß fie dir helfen bey million chdren, Deinen allmächtigen schöpfer verehren. 2. Lobeden HErren, die weiße heit verehr, Die dich erschaffen, so künstlich formirt Glieder und gaben des leibes, was mehr? Kräfte der seelen, damit du ge ziert; Hören und sehn, fühlen, riechen und schmecken, Muß dich zum lobe des meisters erwecken. 3. Lobe den HErren, der Idblich regirt, Der dich als Bater ers nehret, erhält, Der dich in sei len der liebe geführt, Himmel und erde zum dienste bestellt, Der dich in diesem gefährlichen leben Selbsten mit liebe der gnade um geben. 4.Eobe den HErren, den, der 8. Nun fo fabre fort und segne dich erlöst, JEsum den Heiland, HErr, HErr deines findes haus, ben freundlichen GOTT, Der Gruß doch deine fülle aus, und dich mit freundlichem trofte de tröft und Lobe GOttes. 665 troft, Als er sich selber in marter Du hocherbabner Zions, GOtt, und tod Für dich), o wunder der liebe, verfenckte, Und dich mit ewis gem leben beschenckte. 5. Lobe den HErren, den heilis gen Geist, Der dich zum heiligen tempel geweiht, Der dich mit geistlicher nahrung gespeift, Und mit den wassern des lebens er freut, Der dich mit ewiger ana, de getaufet Deines blut brauti gams, der dich erfaufet. Des rühmens ist die fülle Vor dir, o HErr GOTT Zebaoth. Du bist doch, HErr, auf erden, Der frommen zuversicht: In trübfal und beschwerden Lässt du die deinen nicht. Drum sol dich stündlich ehren Mein mund vor iederman, Und deinen ruhm vere mehren, So lang er fallen fan. 1 2. Es müssen, HErr, sich freue en Von ganger feel, und jauchs zen schnell, Welch unaufhörlich schreyen: Gelobt sen der Gott Ifrael, Sein name werd gepries fen, Der grosse wunder thut, Und der auch mir erwiesen Das, was mir nügt und gut. Nun das ist meine freude, Daß ich an ihm flets fleb, Und niemals von ihm scheide, Eo lang ich leb und schweb. 3. HErr, du haft deinen na men Sehrherrlich in der welt ge macht: Denn als die schwachen Famen, Haft du gar bald an fie ges dacht. Du hast mir gnad erzeiget: Nun, wie vergelt ichs dir? Ach, bleibe mir geneiget, So wil ich für und für Den keich des heils erheben, und preifen weit und breit Dich, HErr, mein GOtt, im leben, und dort in ewigkeit. 660. 6.Lobe den HErren, der, da du verwirrt, Und dich von neuem in fünden verstrickt, Dich, als ein feelen begieriger hirt, Wieder ge, funden, der höllen entrückt, Der dich erleuchtet, belebet, bekehret, Und dich die wege des friedens gelehret. 7. Lobe den HErren, der heget und pflegt, Schläget, verbindet, verwundet und heilt, Der dich in schwachheit umarmet und trägt, Immerfort mit dir zur heimat zu eilt. Alles, was dich zu verder. ben geschienen, muß dir zum vor, theil, zum besten nur dienen. 8. Lobe den HErren, und gib dich ihm hin, Sage: mein here Bens freund, nichts ist mehr mein; Nimm mich zum opfer, so wie ich hier bin, Leib und feet, muth und blut, alles ist dein. Also verbindt fich dein heiliger samen. Alles, was in mir ist, lobe dich. Amen. 659. Mel. un lob mein Geel. Mein Mel. Es ist gewißlich an. Ein GOtt und König dele ne gut Wil ich mit lob ers heben; Ich wil aus freudigem MAn lobt dich in der stille, gemüth In meinem gangen le 666 ben, GOtt, alle tage preisen dich, Und deinen namen ewiglich Vor iederman erhöhen. Bon Chriftl. Danckbarkeit 2. Sehr groß und löblich, HErr, du bist, In ndthen kanst du rathen: Dein grösse unaussprech, lich ist: Es werden deine thaten Gepreifet noch von Findes, find; Denn man sie allenthalben findt Boll stårcke, gut und weisheit. 3. Ich wil dein lob mit meinem mund Nun und zu allen zeiten, Auch inniglich von hergengrund Vermehren und ausbreiten: Ich wil von deiner ehr und pracht, Von deiner grossen wunders macht, So lang ich lebe, reden. 4. Du bist voll gnade, lieb und tren, Der frommen zu verscho men; Und gleichwol auch gerecht dabey, Die bösen abzulohnen: Der HErr ist voll barmherzig, teit, Gedultig, gütig allezeit, Wenn man ihm recht vertrauet. 5. Er ist genådig iederman, Und hilfet gern den armen, Nimt aller seiner werck sich an Durch väterlichs erbarmen. Durch sei ne allmacht er erhält, Was hier in dieser gangen welt Sich regt, bewegt und lebet. 6. HErr, deine werde und gewalt, Die sollen uns auf er den, Den menschen findern man nigfalt, Bekannt gemachet wer, den. Dein reich), GOtt ist ein emig reid), Und deiner herrs schaft ist nichts gleich, Sie bleis bet ist und ewig. 7. Der HErr verstofft die fins der nicht, wenn sie den fall bes flagen: Die werden von ihm aufs gericht't, Die nieder find geschla gen: In feiner noth er die vers lässt, Die sich an ihn ergeben fest, Und hilfe bey ihm suchen. 8. HErr, aller augen warten dein, Du gibeft ihnen speise zu rechter zeit, daß ingemein Man dich, o Bater, preife. Du thuft auf deine milde hand, und fåts tigft alles in dem land Mit luft und wohlgefallen. 9. Groß ist der HErr und gant gerecht In allen feinen wegen: Drum segnet er auch das ges schlecht, Das geht auf seinen ste gen; Und wie er heilig ist und rein, So liebet er auch die allein, Die heilig vor ihm wandeln. 10. Der HErr ist allen denen nah, Die flehend vor ihm tretens Er ist bey allen denen da, Die ihn mit ernft anbeten: Der from men schreyen GOtt erhört, Und ihrer bitte sie gewährt, Er lässt sie hilfe finden. 11. Der HErr in gnaden die bewahrt, Die ihn von hergen lies ben, Bertilget auch die böse art, Die frome leut betrüben: Mein mund fol stets nach seinem wort, Auch alles fleisch wird immer fort Des HErren namen loben. 12. GOtt Vater, Sohn und heilger Geist, Ohn anfang und ohn ende, Der du viel gutes mir erweißt Durch allmacht deiner hände, und Lobe GOttes. hånde, Sey von mir ist und al lezeit, Von nun an bis in ewig, Feit, Gelobet und gepreiset. 661. Mel. Kommt ber zu mir. Ein her sey GOttes lobe. thal, ME allemal ein lob erfchallen böre. So lang du dich durch GOTT bewegst, So sieh zu, daß du ihm ablegft Ruhm, dand, lob, preis und ehre. 2. Ach frage ia nicht erst: wars um? Denn du bist GOttes eis genthum, Zu GOttes lob bereis tet; Durch Chrifli tod und blut eridft; Vom heilgen Geist gang reich getrofl't, Geheiligt und ges leitet. 3. Du bist so oft von GOtt er. neut, Versöhnt, erquicket und ers frent, Aus noth und tod gerissen: Drum solst du ia ju iederzeit, Für GOttes lieb und gütigkeit, Zum lobe feyn befliffen. 4. Mein GOTL, mein hert sen stets bereit zu deinem lob, nach möglichkeit, Nimms hin in deine hände: Es sey dein tem pel, ach, vernimm In selbigen die freuden stimm: Lob, lob sey GOtt ohn ende. 669 springen steb, Und ieder sprung im himmel geh, Mit lob dich zu erheben. Gelobet sey GOtt über, all: Mein berk bleibt GOttes lo, bethal, Im sterben und im leben 662. 5 Lob für dein lieb und Chrifti blut, Lob für des heilgen Geistes gut, Lobt für hilf, Fraft und stårs de, Lob für so manchen freuden blick, Lob für all feel und leibes. glück, Lob für all deine wercke. 6. Gib, daß mein hert in Un dandet alle Nergen, mund und händen, Der grosse dinge thut An uns und allen enden, Der uns von mutterleib und findes beinen an Unzeblich viel zu gut Und noch igund gethan. ou uns bey unserm leben Ein 2. Der ewig reiche GOTT immer frdlich) berg Und edlen frieden geben, und uns in seiner gnad Erhalten fort und fort, Und uns aus aller noth Erldsen hier und dort. Dem Vater und dem Sohne, 3. Lob, ehr und preis sey GOtt, und dem, der beyden gleich Im hohen himmels throne: Dem anfang war, Er ist und bleiben dreyeinigen GOtt, Als der im wird Igund und immerdar. 663. un lob, mein feel, den HEr ren, as in mir ist, den na men sein, Sein'wohlthat thut er mehren: Bergiß es nicht, o herge mein! Hat dir dein' fund verges ben, und heilt dein schwachheit groß, Errett't dein armes leben, Nimmt dich in seinen schoos, Mit reichem troft beschüttet, Verjüngt dem adler gleich: Der König nu z Bon Chriffl. Dankbarkeit 668 König schafft recht, behütet Die leiden in seinem reich. 2. Er hat uns wissen lassen Sein heilges recht und sein ge richt, Dazu sein' gut ohn mass fen; Es mangelt an seiner erbar. mung nicht: Sein'n zorn lässt er bald fahren, Straft nicht nach unser schuld; Die gnad thut er nicht sparen; Den blöden ist er hold; Sein gut ist hoch erhaben Obden'n, die fürchten ihn: So fern der oft vom abend Ist unser fund dahin. 3. Wie sich ein Vater erbar. met Uber seine junge Findlein flein, So thut der HErr uns ars men, So wir ihn findlich fürch, ten rein. Er fennt das arm ges machte, GOtt weiß, wir sind nur Staub, Gleich wie das gras zu rechnen: Ein' blum und fallen, des laub; Der wind nur drüber wehet, So ist es nimmer da, Al so der mensch vergehet, Sein end das ist ihm nah. 4. Die GOttes anad alleine Steht feft und bleibt in ewigkeit Bey seiner lieben gemeine, Die fiets in seiner furcht bereit, Die feinen bund behalten. Er herrscht im himmelreich. Ihr starcken engel waltet Seins lobs, und die net zugleich Dem arossen HErrn zu ebren, Und treibt jein beilges wort. Mein feel sol auch vers mehren Sein lob an allem ort. s. Sey lob und preis mit ebren GOTT Bater, Sohn, beiligem Geist: Der well in uns vermeh ren, Was er aus gnaden uns verheisst, Daß wir ihm fest vers trauen, Gånglich verlaffen auf ihn, Bon hergen auf ihn bauen, Daß unser herk muth und finn Ihm sietig thu anhangen. Drauf sprechen wir zur stund: Amen, wir werd'ns erlangen, Gläub'a wir aus herkengrund. 664. Mel. Wer nur den lieben. Daß ich tanfend jungen hätte, Und einen tausends fachen mund; So stimmt ich das mit in die wette, Bom allertiefs sten hergens grund, Ein lob- lied nach dem andern an, Von dem, was Ott an mir gethan. 2 O! daß doch meine stimme schallte Bis dahin, wo die fonne fleht. D! daß mein blut mil jauchzen wallte, So lang es noch im laufe geht. Ach, war ein ieder puls ein band, Und ieder othem ein gesang. 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine kråste? Auf, auf, braucht allen euren fleiß, Und siehet mun ter im geschäfte zu GOttes, meis nes HErren, preis! Mein leib und feele schicke dich, Und lobe GOtt herzinniglich. 4. Jhr grünen blåtter in den wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir; Ihr schwancken gråsgen in den feldern, Ihr blw men, tafft doch eure sier ZuGOt tes si und Lobe GOttes. tes rubm belebet seyn, Und fiims met lieblich mit mir ein. dal 5. Uch, alles, alles, was ein les ben und einen othem in sich hat, Sol fich mir zum gehilfen geben: Denn mein vermögen ist zu matt, Die grossen wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 6.Dir sey, o allerliebster Bater, Unendlich lob für feel und leib: Lob sey dir, mildester berather, Für allen edlen zeitsvertreib, Den bu mir in der gangen welt 3u meinem nußen haft bestellt. 7. Mein treuster JEsu, sey gepriesen, Daß dein erbarmungs, volles herg Sich mir so hilfreich bat erwiesen, und mich durch Blut und todes schmerk Von aller teufel grausamkeit, zu deinem ei genthum, befreyt. 8. Auch dir sey ewig ruhm und ebre, Oheilig werther GOttes Geift, Für deines troftes füffe lehre, Die mich ein kind des les bens heisst. Ach, wo was guts von mir geschicht, Das wirdet nur dein göttlichs licht, 9. Wer überströmet mich mit fegen? Bist du es nicht, o reicher GOTT? Wer schützet mich auf meinen wegen? Du, du, o HErr GOtt Zebaoth: Du trägst mit meiner fünden schuld unsäglich gnådige gedult. 10. Für andern füß ich deine ruthe, Die du mir aufgebunden haft: Wie viel thut sie mir doch zu gute, Und ist mir eine sanfte 669 last! Sie macht mich) fromm, und jeugt dabey, Daß ich von deinen liebsten sey. 11. Ich hab es ia mein lebetas de, Schon so manch liebesmal gespürt, Daß du mich unter vie ler plage Durch dick und dünne baft geführt: Denn in der gröss festen gefahr Ward ich dein troft licht stets gewahr. 12. Wie folt ich nun nicht vol ler freuden In deinem fteten los be ftehn? Wie wolt ich auch im tiefften leiden Nicht thriumphk rend einher gehn? Und fiele auch der himmel ein: So wil ich doch nicht traurig seyn. 13. Drum reiß ich mich ist aus der höle Der schniden eitel keiten los, Und rufe mit erhöhter feele: Mein GOtt, du bist sehr hoch und groß. Kraft, ruhm, preis, danck und herrlichkeit Ges hört bir ist und allezeit. 14. Ich wil von deiner gute singen, Go lange sich die junge regt: Ich wil dir freuden opfer bringen, So lange sich mein bert bemegt: Ja wenn der mund wird Fraftlos seyn; So stimm ich doch mit seufzen ein. 15. Uch, nimm bas arme lob auf erden, Mein GOtt, in allen gnaden hin: Im himmel sol es besser werden, Wenn ich ein schöner engel bin; Da fing ich bir im höhern chor Biel tausend Hallelujah por. Uu 3 665. 690 665. Mel. Durchbrecher aller. D Immanuel, mein Hirte, Bie vergelt ich deine huld? Die mich årmsien, da ich irrte, Mit fo berglicher gedult Hat ge fuchet, bat gefunden, und mir so viel guts gethan, Fa fich gar mit mir verbunden, Daß mir nun nichts mangeln kan. Don Chriftl. Dánckbarkeit 2. Du hast mich zu deiner weis de, Zu der an des worts gebracht: Hier empfand ich erst die freude, Die uns deine wahrheit macht. Ach, ich schmecke noch die quel len, So den matten geift er frischt, Als du nach den fünden, fållen Mir die thränen abges wischt. 3. Du erquickest meine sfeele, Als um troft mir bange war. Ich lag in der sünden höle Voller noth und voll gefahr. Lief ich, so wars jum gerichte, Zu der höll auflincker hand, Bis ich, HErr, in deinem lichte Dich, die rechte Straß, erkannt 09 6 ņ Junin m 66 4. Nun such ich den weg zum leben, Er führt in dein herg hin ein. Ich darf nicht in furcht mehr schweben, Ob gleich finstre thåler feyn. Ich geh nach durch dorn und hecken, Von dem creuß zum throne hin: Denn es tröstet mich dein stecken, Ein stab, dars an mandeln blühn. 5. Einen tisch mir zu bereiten, Schenckst du mir dein fleisch und blut: Bil mich denn der feind bestreiten, Diese koft dämpft seis ne wuth. Ja du salbest mich mit dte, Daß mein herg die freud empfängt, Wenn dein Geist der matten feele Deiner gnaden fülle schenckt. 6. Gutes hast du mir verspros chen, Gutes hast du mir gethan, Es ist dir dein herg gebrochen, Daß es sich nicht halten kan, Mir barmherzigkeit zu geben, Die zum ernft im Fampf mich treibt, Bis mein Geist nach dies sem leben, HErr, in deinem hau fe bleibt. 666. indirell HEE 665 6 76 65 4* Preis 3 6A 6 665 5430 und Lobe GOttes. 100 END 6 4 26 76 J Reis, lob, ehr, ruhm, dandk, fraft und macht Sey dem erwürgten Lamm gefungen, Das uns zu seinem reich gebracht, und theur erkauft aus allen jungen: In ihm sind wir zur seligkeit be. dacht, Eh noch der grund Der gangen welt gemacht. 2. Wie heilig, heilig, heilig ist Der HErr der herren und heers schaaren, Der uns geliebt in JG fu Christ, Dawir noch seine fein, be waren, Und seinen Sohn zu eigen uns geschenckt, Sein herg der lieb In unser berg versendt. 65 3. Im weinfleck JEsu stehen wir Gepfropft und gang mit GOft vereinet: Diß ist die höch, fte wonn und zier, Ob schon der unglaub folchs verneinet, Da: durch der Geist Die lebens: quell ftets trinckt, Die feel in GOttes liebes meer verfinct. 4. Ihr sieben fackeln vor dem 660 671 thron Des Lamms, ihr himmels freuden geifter, Erhebt mitjauchs hen GOttes Eohn, Der unfer König, hirt und meister: Lobt ihn mit uns Gesammt in ewigkek: Sein's namens ruhm Erschalle weit und breit. a. 5. Ihm, der da lebt in ewig. keit, Gey lob, ehr, preis und Dand gesungen Von seiner brant, der Christenheit, Ihm loben mensch und engels jungen: Es jauchgen ihm Der himmel him, mels heer, Und was das wort Je ausgesprochen mehr. 6. Die höchst gelobte Majes flåt Der heilgen einheit sey erho ben, Die in fich felber wohnt und steht; Sie müssen alle dinge los ben: In ihr besteht Das freuden. lebensslicht, Von deffen blick Die diffre welt zerbricht. 7. Des ftadt, die schönste Zion, ist Mit edelstein und perlen tho nu 4 ren 672 ren Erbaut zum lobeJEfu Christ, Für uns, die er sich auserforen: Wir jauchzen dir Mit danck, lob, preis und ruhm. O freud, o fust! O licht, o lebens blum! 667. Mel. Es ist das Seil uns. Ey lob und ehr dem höchs ften gut, Dem Vater aller güte, Dem GOtt, der alle wun, der thut, Dem Gott, der mein gemüthe Mit seinem reichen troft erfüllt, Dem GOtt, der allen jammer stillt: Gebt unfermGOtt die ehre. Von Cbrifil. Dandbarkeit $ 5. Der HERR ist noch und nimmer nicht Von seinem vold geschieden; Er bleibet ihre zuvers ficht. Ihr segen, heil und frieden: Mit mutter hånden leitet er Die seinen stetig hin und her. Gebt unserm GOtt die ehre. 6. Wenn troft und hilf ermans geln muß, Die alle welt erzeis get; So fimmt, so hilft der überfluß, Der Schöpfer selbst, und neiget Die Bater, augen de me zu, Der fonsten nirgends findet ruh. Gebt unserm Gott die ehre. vet 2.Es danden dir die himmels. beer, herrscher aller thronen: Und die auf erden, luft und meer In deinem schatten wohnen, Die preifen deines Schöpfers macht, Die alles also wohl bedacht. Gebt unserm GOtt die ehre. 3. Was unser GOTT geschaf fen hat, Das wil er auch erhab ten: Darüber wil er früh und fpat mit seiner gnade walten, 8. Jhr, die ihr Chrifti namen nennt, Gebt unserm GOTT die ehre: Jhr, die ihr GOttes macht bekennt, Gebt unserm GOtt die In feinem gangen fönigreich febre; Die falschen gögen macht alles recht und alles gleich. Gebt zu spott. Der HErr ist Gott, unferm GOtt die ehre. der HErr ift GOTT: Gebt un serm GOtt die ehre. 4. Ich rief dem HERRN in meiner noth: Ach GOTT, vers nimm mein schreyen: Da half mein helfer mir vom tod, Und ließ mir troft gedeyen. Drum danck, ach GOTT, drum danck ich dir. Ach, dancket, dancket GOtt mit mit. Gebt unserm GOtt die ehre. 7. Ich wil dich all mein lebene lang, O GOTT, von nun an ehe ren, Man fol, o GOTE, dein'n lob gefang, An allen orten hören. Mein ganzes herg ermuntre fich, Mein geift und leib erfreue dich. Gebt unserm GOtt die ehre. 9. So fommet vor sein anges ficht Mit jauchgen: vollen( prin gen, Bezahlet die gelobte pflicht, Und lasst uns frölich fingen: Gott hat es alles wohl bedacht, Und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm GOtt die ehre. 668. D und Lobe GOttes. no 668. till, 1-317 656** 7779 prefto 6 9843 98 TALLER Q6 6 5 6 98 43898* 6 6 6 6 #djjpert Jugt dem HErrn Nah und tern, Rühmet ihn mit fros hem schall: Das alte ist vergan. gen, Das neue angefangen, Lafft Die erneurte finnen Ein neues lied beginnen: Es vermehre Seine ehre, Was da lebet, Was da schwebet Auf der erden überall. 66 ** 2. Was nur fan Stimme an, Das Jehovah werd erhöht: Lafft euren lobspruch wandern Von einem tag zum andern, Diemen 6 57 30 673 1990 S 670 6 schen ohn aufhören, Von seinem heil zu lehren, Sagt mit freuden Auch den heiden Aue wercke Seis ner stårcke, Die ihr seine wunder seht. 3. Groß ist GOTT Zebaoth, Hochgelobt in seiner pracht. Er ist regent und retter, Dem alle erden götter Mit zittern zu den füffen Anbetend fallen müssen. Gögen knechte, Eur gemach te Macht zunichte Im gerich uus tt 674 Don Chriftl. Dankbarkeit $ 3 te Der den himmel hat gemacht. 7. Freue dich Inniglich Him 4. Herrlichkeit, Wonn und freud Ift vor seinem angesicht: Auch seiner wohnung würde Be fieht in kraft und zierde. Drum eilt ihr völcker haufen, Begierig hinzulaufen, Ihm zu singen, Jhm zu klingen, Ihm zu springen, Thm zu bringen Ehr und macht in demuths pflicht. mels burg und himmels heer: Du erde lasse spüren Ein stardes jubiliren: Du meer und auch ihr seen Lafft ein getön ergehen; Laf set sausen, Lasset brausen, Was ihr heget und beweget, Alles zu Jehovah ehr. 5. Gebt mit fleiß Allen preis Seinem groffen namen hin: Doch folt ihr als die reinen Im heilgen schmuck erscheinen, Rann ihr wolt anzubeten In die vorhöfe treten. Er wil habenkiebes gaben: Die ja schencken Lafft euch len cfen. Aller welt creis fürchte ihn. 6.Saget an Auf dem plan, Der von heiden wird bewohnt, Daß er allein regiret, Daß er das sce: pfer führet, Daß er sich lässt auf erden Ein reich befestigt werden. Er wil richten, Er wil schlichten, Alle sachen gleich zu machen: Er ists, der nach wercken lohnt. O 6 4% 6 6 64 26 8. Was das feld In sich hält, Col mit hüpfen frölich seyn; Ja über alle felder Jauchßt ihr, the grünen wälder; Euch bäumen und euch zweigen Gebührt es nicht zu schweigen Vor dem Höch sten, Der am nächsten Vor euch stehet. Gebet, fehet, wie er zum gericht zicht ein. 669. TILL E 7660 9.Dieser ist Jesus Chrift, Der von GOtt beslimte mann, Durch den der creis der erden Nun sol gerichtet werden Jn licht, und recht, und klarheit, Nach billigs Feit und wahrheit. Die erquis ckung und beglückung Ift, the frommen, Nun gekommen: Stimmt das Hosianna an. unde 68 77 06 6 6 + EINEC 6 6 6% und lobe GOttes. Hot 6 6 766 6 jun nim TITETE 65 4 30 paika O nimm denn hin mein ganges leben, DJEsu, dem ich mich ergeben: Ich weiß nicht, was ich dencken fol, Wenn ich, von deiner liebe voll, Dein hol: des her bey mir erwege, Daß du die wilden fünden stege Mir gang verzäunet hast. 2. Jo lief gang frech in mein verderben, und hätte ewig müs fen sterben; Da zog dein füffer liebes strick Bom höllen rachen mich zurück. Jch sehe mich nun gang verneuet, Mein herg und geist ist höchst erfreuet, Daß ich dein schäflein bin. 3. Uch hätte ichs schon längst betrachtet, Daß, wer die lust der welt nicht achtet, In dir die grösste ruhe findt: Gewiß mein Berge war entzündt, Dir, JEsu, einzig anzuhangen, und dich im glauben zu umfangen Als meinen schönsten schat. 4. Darum vergiß die erste zeis ten, Da ich den schndden eitelleis 675 6 ten Mitfeel und leib ergeben war. Auch ich vergesse gang und gar, Was mich in fünden hat vergnüs get, Weil deine liebe in mir sieget, Dagegen alles koth. 5. Ja, gnte nacht ihr eiteln lu fie, Ich komm nicht mehr in eu re wüste, Wo ich zuvor verirret lief. So bald mich JEsu stime me rief, Hab ich euch gank bey mir verfluchet: Mein geist der nun den himmel suchet, Berach tet euren tand. 6. Wer Christi süsse schäße kens net, Und in desselben liebe bren. net, Der wundert sich, daß euch die welt Für ihre beste guter hålt. Ich habe nun was beffers funden In meines JEfu blut und wun den: Drum fahret immer hin. 7. Ach, JEsu, fahre fort mit lieben, Ich wil dich nun nicht mehr betrüben. Und wenn noch was von mir geschieht, Das dein aug nicht gern an mir sieht: So glaube nur, daß diß mein leiden, Sena Don Chriftlicher Dankbarkeit 676 Wenn ich mich nicht kan gånglich scheiden Von aller funden lust. 8. Mir ist so wohl in deinen armen; In felbigen stets zu er. warmen, Geb ich mein best und liebstes hin. Nein, nein, ich ån dre nicht den finn: Du solft es, JEfu, selbst erfahren, Ich wil nicht sorg und mühe sparen, Nur ewig dein zu seyn. 9. Halt mich nur fest mit dei nen handen: Und wil mich was von dir abwenden; Co warne mich, und zeig es mir, Alsdenn so fehr ich mich zu dir Mit vielen taufend liebes thrånen, Und du först gern mein findlich sehnen. So bleib ich stets ben dir. 10. Dein joch) ist mir gar nicht zu bitter, Ich scheue nicht das ungewitter, So creuß und trüb. fal mir erreat: Wenn deine ruthe auf mich schlägt; Gedencke ich: das ist das feuer, Darin mein Heiland, mein getreuer, Mich noch mehr säubern wil. wolleft eilen, Und deine antunft nicht verweilen: Die lampe ift geschmückt. 12. Ach, würde ich bald heim. geführet Dahin, wo feine fünde rühret Die, welche vor dem Zam me stehn, Und in den weissen flei Dern gehn. Mein brautigam, du 670. Mel D GOtt du frommer. As kan ich doch für danck, D HErr, dir dafür sagen, Daß du mich mit gedult So lan ge jeit getragen? Da ich in mans cher fünd Und übertretung lag, und dich, o frommer GOTT, Erzurnte alle tag. 2. Sehr grosse lieb und gnad Erwieseft du mir armen: Ich fuhr in bosheit fort, Du aber in erbarmen; Ich widerstrebte dir, Und schob die buffe auf, Du scho best auf die straf, Daß fie nicht folgte drauf. 3. Daß ich nun bin bekehrt, Haft du allein verrichtet, Du haft des satans reich und werck in mir zernichtet: HErr, deine gut und treu, Die an die wolcken reicht, Hat auch mein steinern herg Zere brochen und erweicht. II. Du spielft mit holden lie: bes, blicken In meine seel, mich 4. Selbst font ich allzuviel ju erquicken: Dein fiegel ist auf meiner brust, Dadurch ich zu der himmels luft Versiegelt bin, daß ich bein erbe, Wenn ich nach dei nem willen sterbe, Im himmel leben sol. Beleid'gen dich mit fünden; J Fonte aber nicht Selbst gnade wieder finden: Selbst fallen kon te ich, und ins verderben gehn; Ich konte selber nicht Von mei nem fall aufstehn. 5. Du hast mich aufgericht't, Und mir den weg qeweiset, Den ich nun wandeln sol: Dafür fen HErr, gepreiset. GOtt sey- ges lobt, daß ich Die alte fund nun baß, und Lobe GOttes. Baß, Und willig ohne furcht Die tooten werde lag. 6. Damit ich aber nicht Aufs neue wieder falle; So gib mir deinen Geist, Dieweil ich hier noch walle, Der meine schwach heit stård, und darin mächtig sey, Und mein gemüthe stets zu dei nem dienst erneu. 7. Ach, leit und führe mich, So lang ich teb auf erden; Laß mich nicht ohne dich Durch mich ge führet werden. Führ ich mich oh, ne dich; So werd ich bald ver, führt, Wenn du mich führeft felbst; Thu ich was mir gebührt. 8. DGOtt, du groffer GOtt, O Vater, hdr mein flehen; O JEsu, GOttes Sohn, Laß deine Fraft mich sehen; Owerther heil ger Geift, Regir mich allezeit, Daß ich dir diene hier und dort in ewigkeit. 699 derwercke, Hast du zerknirschet der Hethiter fårcke. 6. Darzu ein'n eminen bund mit uns gemachet: Wohl dem, der mit dem bergen darauf achtet. 7. D Bater, deine rede find beständig, Gerichte, wahrheit, wercfe deiner hånde. 4. Dabey wir sollen lernen heut und morgen, Daß du wilt unfern leib und feel versorgen. 5.3u beweisen deine hohe wun. 8. Du sendest die efldfung den gefangnen, Und trägst hinweg den raub mit hohem prangen. 9. Theur, schrecklich, unvers gånglich ist dein name: Wer den fürchtet, der wird zur weisheit fommen. Joogad miest 10. Lob und ehr müsse dir, o Bater werden In ewigkeit, auch hier auf dieser erden. 11. Lob und ehr müsse dir, o JEsu werden, ic. 12. Lob und ehr müsse dir, o heilger Geist werden, 2c. 672. 671, Mel. Dancket dem Errn. Mel. Kommt ihr lieben G. Je hat die M As lobes folln wir dir, o Weber So lieb, daß er auch) Bater, fingen? Dein that Fan feines menschen zung auf bringen. 2. Du hast uns wahre fiegel aufgedrücket, Dabey wir deine gunst und güte schmecken. sein herk Für sie, als verdammte fünder, Sencket in den grössten schmerz. Unerhörte liebes brunst, Komm, erfülle herk und sinnen, Führe meinen geist von hinnen, Offenbare GOttes gunft, Durch schwemme mich fräftig im gruns de der feelen; So kan ich frotos ckend die wunder erzehlen. 3. Den bösen Pharao im meer erwürget, Ifrael in der wüft'n mit brot versorget. 2. Es hat deine ewge gnade Born gewolde gang zertheilt, Der verzweifelt böse schade Ift $ nun Don Chriftl. Dancbarkeit 678 nun wiederum geheilt. Dieses allerhöchste gut Hast du, da die ewge liebe Dich zum tod des creu kes triebe, Uns erworben durch dein blut; Da hast du das feuer des zornes gedämpfet, Genade und wahrheit, geift, leben er, eit, geift, leben Tämpfet. 3. Nimm mein herk, finn und gewissen, Brinas, o JEfu, in die sucht Deines Geistes, zu genies fen Diese unschäßbare frucht, Daß ich dich, v GOttes Lamm, Als mein eigen, glaubig fasse, Ab les andre fahren lasse, Um dich, feelen bräutigam. O laß mich beständig die feligsten lehren Von dir, o mein JEsu, gehorsamlich hören. $ 4 4. Creußge, was dir noch zu wider Jft in diesem todes leib, Bånd'ge so die fünden glieder, Daß feins ungetödtet bleib, Da hingegen laß, mein GOtt, Mich also in liebe brennen, Daß mich nichts von dir mög trennen, Wes der leben oder tod. Entzünde mein herge, o Herzog der liebe, In solchem lieb flammenden geistlichen triebe. 5. Es fol dieser liebes wille In mir unverrückt bestehn, Wenn nun deine liebes fülle Mich wird als ein strom durchgehn. Liebe sev mein einig ziel: Ich mag schlafen oder wachen, Ich mag weinen oder lachen, Ichthu we. nig oder viel; So müsse mich eis nig die liebe regiren, Und selbsten zum throne der liebe hinführen. 6. Selig, wer zu dir geschwo ren, O du siegend liebs panier; Gelig, wer sich nur erforen, Dich zum schilde, burg und zier, Der bleibt ewig unbesiegt: D, so lag mich männlich fämpfen, Falsche liebe herghaft dämpfen; Denn dieselbige betrügt. Ach, schencke mir fräfte znm fåmpfen und rins gen, und laß mich dich selbsten, mein JEsu, bezwingen. 7. Laß mich, da ich dich nun habe, Wieder gang dein eigen seyn, Daß mich deine liebe labe Mehr als sonst der beste wein; Ja sie sey mein speis und trand: Reden, schweigen, thun und dens den, Müsse sich zu ihr stets lene cken. Liebe sey mein lob gefang, Damit sich mein inneres Himmels wärts schwinget, Auwo man der liebe im höchsten chor finget. 8. Ach, es ist nicht zu beschreis ben, Was für grosse herrlichkeit, Die so in der liebe bleiben, Fins den für sich zubereit't: Menschens wiß begreift es nicht; Es hats nie fein ohr gehöret, Reine junge ausgelehret, as die liebe zuges richt. Unendliche herrlichkeit sol man erreichen, mit welcher nichts irdisches ist zu vergleichen. 9. Eine GOTT ergebne feele hat im geist weit mehr erblickt, Als ich lallender erzehle, Und in schwachheit ausgedrückt: Doch es segne uns ie mehr JEsus, als das herß der liebe, it des geis fies und Lobe GOttes: no ftes flarcfem triebe, Bis wir mit dem engels heer Fm feuer der lie, be als Seraphim brennen, und JEfum vollkommen als liebe er. Fennen. 10. Sprich, Immanuel, dein amenSelbst in unser herß hinein: Laß uns deinen theuren namen Hiemit aufgeopfert seyn, Bis bein holdes angesicht, als die Helle gnaden sonne, Uns zu ewe ger freud und wonne, Aufs voll kommenfte anbricht. Da sollen Die lieblichsten lieder erflingen, Womit wir dein ewiges lieben befingen. 673. W Mel. 32fu meines Lebens. Omit sol ich dich wol los ben, Måchtiger HErr Ze. baoth? Sende mir dazu von oben Deines Geistes kraft mein GOtt: Denn ich kan mit nichts erreichen Deine gnad und liebes. zeichen. Laufend, tausendmal fen dir, Grosser König, dandk dafür. 2. HErr, entzünde mein ge müthe, Daß ich deine wunder. macht, Deine gnade, treu und gute Stets erhebe tag und nacht; Denn von deinen gnaden güffen Leib und Seele zeugen müssen. Lausend, 2c. 3. Denck ich nur der fündem gaffen, Drauf ich häufte schuld mit schuld; So möcht ich für schaam erblaffen, Vor der lang muth und gedult, Womit du, o 699 GOtt, mich armen Haft getras gen mit erbarmen. Lausend, zc. $ 4. Ach ja, wenn ich überlege, Mit was lieb und gütigkeit Du durch so viel wunderwege Mich geführt die lebens zeit; So weiß ich kein ziel zu finden, Noch den grund hie zu ergründen. Laue jend, 2c. 5. Dn, HErr, bist mir nach. gelaufen, Mich zu reissen aus der gluth: Denn da mit der finder haufen Ich nur fuchte irdisch gut; Hiesfest du auf dich mich achten, Bornach man zuerst sol trachten. Tausend, 2c. 6. O wie hast du meine feele Stets gesucht zu dir zu ziehn, Daß ich aus der fünden höle Möchte zu den wunden fliehn, Die mich ausgeföhnet haben, Und mir kraft zum leben gaben. Tausend, zc. 7. Ja, HErr, laufer gnad und wahrheit Sind vor deinem anges ficht. Du, du tritt'st herfür in Flarheit, In gerechtigkeit, gericht, Das man fol aus deinen wercken Deine gut und allmacht mers ken. Sausend, zc. 8. Wie du feteft iedem dinge, Zeit, zahl, maaß, gewicht und ziel, Damit keinem zu geringe Mocht geschehen, noch zu viel; So hab ich auf tausend weisen, Deine weisheit auch zu preifen. Tausend,: c. 9. Bald mit lieben, bald mit leiden Ramst du, HERR, mein 680 GOtt, zu mir, Nur mein herge zu bereiten, Sich gank zu ergeben dir, Daß mein gångliches ver, langen Möcht an deinem willen hangen. Tausend,? c. 10. Wie ein vater nimmt und gibet, Nachdems findern nüß: lich ist: So hast du mich auch geliebet, HErr, mein GOTT, ju ieder frist, Und dich meiner an genommen, Wenns auch gleich auts höchste kommen. Lau fend, 2c. 11. Mich haft da auf adlers flügeln Oft getragen våterlich); In den tbålern, auf den Hügeln, Wunderbar errettet mich; Wenn schien alles zu zerrinnen, Ward doch deiner hilf ich innen. Tau, fend, sc. 12. Fielen tausend # I LERDO Don Chriftl. Dankbarkeit zm 6 4 11111 HEI mir zur CIH +1 5 4306 6 4 seiten, Und zur rechten zehnmal mehr; Liesfest du mich doch be gleiten Durch der engel starckes heer, Daß den nöthen, die mich drangen, Ich iedennoch bin ente gangen. Tausend, c. 13. Bater, du hast mir erzeiget Lauter gnad und gütigkeit: Und du haft zu mir geneiget, JEsu, deine freundlichkeit: Und durch dich, o Geift, der gnaden, Werd ich stets noch eingeladen. Taus fend, 2c. 14. Tausendmal sey dir gesuns gen, HErr, mein GOtt, preis, lob und danck, Daß es mir biss her gelungen: Ach, laß meines les bens gangFerner doch durchJE fu leiten, nur gehn in die ewig keiten: Da wil ich, HErr, für und für Ewig, ewig dancken dir. 674. 5 430 4 266 66 4 46 262530 65 43 Underbarer König, Herr unser lob gefallen Deines Vaters von uns zaß dir süte Hafst ou laſsen triefen, 26 wir wir schon von dir wegliefen. Hilf uns noch, Stård uns doch, Laß Die junge fingen, Laß die flimme Flingen. 2. Himmel, lobe prächtig Dei nes schöpfers thaten, Mehr als aller menschen staaten; Grosses licht der sonnen, Schiesse deine strahlen, Die das groffe rund be. mahlen; Lobet gern, Mond und stern, Seyd bereit zu ehren Eis nen solchen HErren. GRIERT ALAD 3.O du meine feele Singe frd, lich, finge, Singe deine glaubens. XLV. Vom Wachsthum im Christenthum. 675. 184 und lobe GOttes." 66 66 MIT 6 26 6 6 65 980 65 5 65 60 436 65 43 当 65 TE!! FIL 681 lieder: Was den othem holet, Jauchze, preife, flinge, Wirf dich in den Staub danieder: Er ist GOtt Zebaoth, Er ist nur zu los ben, Hier und ewig droben. 4. Hallelujah bringe, Wer den HErren kennet, Wer den HEr ren JEsum liebet: Hallelujah finge, Welcher Chriftum nennet, Sich von herken ihm ergibet. O wohl dir! Glaube mir, Endlich wirst du droben Ohne fünd ihn loben. DIANE ** 66 6 4 26 7 7 60 6768 Fabre Dom Wachsthum im Chriftenthum. 682 S Ahre fort:: Zion, fahre fort im licht, mache dei nen leuchter belle, Laß die erste liebe nicht, Suche fiets die lebens, quelle; Zion, dringe durch die enge pfort, Fahre fort:: 2. Leide dich:,: Zion leide ohne schen Trübfal, angst, mit spott und hohne, Sey bis in den tod getreu, Siehe auf die lebenss croue: Bion, fühlest du der schlan. gen stich, Leide did;:,: 3. Folge nicht:: Zion, folge nicht der welt, Die dich suchet groß zu machen, Achte nichts ihr gut und geld, Nimm nicht an den stuhl des drachen; Zion, wenn fie dir viel luft verspricht, Folge nicht:: 4. Prüfe recht:: Zion, prüfe recht den geist, Der dir ruft zu benden seiten, Thne nicht, was er dich heifft: Laß nur deinen stern tich leiten: Zion, beyde das was Frum und schlecht, Prüfe recht:,: 5.Dringe ein:: Zion, bringe ein in GOtt, Stärcke dich mit geift und leben, Sey nicht, wie die an dre, todt, Sen du gleich den grü nen reben; Zion, in die kraft, für heuchel schein, Dringe ein:: 6. Brich herfür:: Zion, brich herfür in fraft, Weil die bruder. liebe brennet, Zeige, was der in dir schafft, Der als deine braut bich kennet; Zion, durch die dir gegebne thur, Brich herfür:,: 7. Halte aus:,: 3ion, halte dei. ne treu, Zaß dich ia nicht laulich finden: Auf, das kleinod rückt herbey, Auf! verlaffe, was da binden; Zion in dem letzten kampf und firauß Salte aus:,: 676. Mel. Frisch auf verzagtes Seele. ürst aller seligkeit, Der du die deinen übst, und ihnen zeit von zeit Was aufzusagen gibst, Laß mich hier zu deinen füffen Was vom innern wachsthum wiffen. 2.Als deines Geistes Praft Sich erst ins berg ergoß, Und deines blutes saft Durch marck und adern floß, Da war nichts an mir zu finden, Als vergebung meiner finden. 3. Mein beten tar voll brunst, ein fampf nie obne fieg, Die welt mir rauch und dunst, Und so auch lust aufstiea, Wurde sie gang ungezwungen Durch die gnade gleich verschlungen. 4. Itt ist mir alles zu, Dal befte eine laft, Ich find in nichts mehr ruh, Auch beten macht mit brast. Und so muß ich frey gestes hen, sich sey im zurücke gehen. JEfus. 5. Du gehest nicht zu rück, Ob schon dein wille stirbt, Und da er dir ein firick, An mei nem creuß verdirbt. In den dun deln glaubens wegen Liegt das gröfte licht und fegen. 6. Hang an der gnade wort, Auch wider dein gefühl, Kämpf immer redlich fort, Zulegt komst du jum ziel. In gemeinschaft meiner leiden Liegt der jame deis ner freuden. 7. Kleid dich in mich hinein, Wirf alles eigne weg, Halt, was nur eitler schein, Für schaden fand und dreck. Was bis igo 6 4 Dom Wachstbum im Christenthum: 6 2 60 6 5 6 76 076 683 dich gebunden, Das versend in meine wunden. Seele. 8. So wachs ich dann, mein kamm, In dich und in dein blut, Dein bittrer creuges Ramm, Sey meines geiftes qut. Ques andre misse schwinden: Diß sep nur in mir zu finden. 677. ņ 6 5.0 76 H² Allelujah, immer weiterSteis ge ich zum himmel an, und mein glaube ist die leiter, Auf der ich nicht irren fan. Lob und danck dem Lamm gesungen, Daß es mein durchbrecher ist: Bisher bin ich nachgedrungen; Weil du = 76 7666 thimin 60 6 6 T 7 z feil und führer bist. In bir fahr ich fort zu steigen, Bis ins schöne himmels zelt; Ja, ich fan mich schon mit beugen, Wenn die schaar dort niederfällt. 2. Ach, ich war ein wilder res be: Du hast mich in dich gesett, Daß 2 684 Dom Wachsthum im Christenthum. Daß ich nun in grången schwebe, Bey der ersten liebes gluth; Doch Wo mich keine noth vertetzt. Du, du suchtest mich mit thrånen, und ich weinend deine huld, Bis des gloubens treue sehnen Tilgte mei ne sünden schuld. Kaum hatt' ich Das hert erblicket Deß, der sich mein Vater nennt, Wurde schon mein geift erquicket Durch die gluth, die in ihm brennt. es fehlte oft an slårcke, Ging das fåmpfen bis aufs blut. Ach, dacht ich: die fiegel brechen, Die dir aufgedrücket find; Doch bald hörte ich ihn sprechen: Nein, da bist ein himmels kind. 3. Da krigt ich ein leichtes ber. he, Das war einem abler gleich, Und ich flieg, befreyt vom schmers ge, Bis zum gülduen himmels, reich. Welt und erde wurden klet ne, Weil ich hoch im steigen war, Und ich gab mich als die feine, Alls die braut dem Heiland dar. Er sprach): meine auserwehlte, Meine taube flieget auf, Seht die braut, die neu vermählte, O, wie feuriq ift ihr lauf! 4. Ich schwur ihm den eid der freue; Er schwur mir das erbe zu, Wenn Jerufalem, die neue, Jhre Finder bracht zur rah. Doch diß war mir noch ein riegel, Ob id) würd' beständig seyn: Alsbald drückte er fein fiegel In mein blo bes herg hinein. Hier gedachte id): o feele, Du trägst ein sehr groffes pfand: Gehst du aus des leibes bble, Weisst du schon dein baterland. 5. Drauffolt ich mich nun im lieben, Bis zur finsteru todes, gruft, Auch so lang im loben üben, Bis er mich felbst zu sich ruft. Ich ging frisch genug um werde, 6. Jahre bin ich bingegangen, Fühlte nichts als lauter noth, Und die seelen feinde drangen Meine feele fast zu tod, Hatte wenig Fraft zu beten, Mit erhab nem glaubens, muth, Und die schlange zu zertreten, Machte fåmpfebis aufs blut. Denn ich war nicht treu im lieben, Das geseß trigt überhand, Fischte gleichsam in dem trüben: D, ein berber seelen stand! 7. Dennoch hielt ich immer fe steAn des freundes troftes brust, Und es war hieben das beste, Daß mir schon sein herk bewusst: Dachte zwar gar oft mit sehnen, An die ehmals reiche Fraft, Und es fraffen meine thrånen Faft hinweg des lebens saft. Doch gab er bald jünglings stårcke, Die den bösewicht bezwingt, Die durch alle teufels wercke, In ein reifer alter bringt. 8. Drauf ward mir aufs neue theuer, Was man in dem Lame me findt, Und das schwache lies bes fener Ist durch fämpfen mehr entzündt. Billen los muß ich noch werden, In mir nichts, in Chrifto viel; Und mein fleigen sonder erden Eile beffer zu dem atel; Dom Wachsthum im Chriffenthum. siel; Mein begehren sen nicht meine, Mein her sey des Hei lands herk, Ob ich iauchze oder weine, Hab ich freude, oder schmerk. 9. So frigt man die Bater. finnen, Die im greffen Bater ruhn, Wann die träfte gang gerrinnen, Welche eigne wercke thun, Wann man auf die wege fiehet, Die BOSE seine finder führt, Wann gedult im glauben blibet, Wann man lauter des muth spirt. Ich bin mit dem maaß zufrieden, So das Lamm 6 6 66 685 mir zugewandt; Singe, lobe GOtt hienieben, Bis ich komm ins Baterland. 10. Hallelujah! viele schritte Eind dem Lamme nachgethan; Doch auf iede harte tritte, Schwingte ich die sieges. fahn. Belt und teufel, alle funden, Rauben mir den Heiland nicht. Was wil meinen geift noch bin. den? Er ist flårder, er zerbricht. Lieber noch durch fieben tiegel, Als von dir, mein Lom, geführt; Lieber todt, als einen riegel An des hergens pfort vei spürt. 678. II 54 653 0 66 06 6 MEA00. Jer legt mein fian sich vor dir nieder, Mein geift sucht sei, nen ursprung wieder: Laß dein erfreuend angesicht Zu meiner ars muth seyn gericht't. 2. Schau her, ich fühle mein verderben, Laß mich in deinem tode fierben: fonte doch in dei uer pein Die eigenheit ertöbtet feyn. 3. Du wollest, Jesu, meinen willen Mit der gelaffenheit erfüls len: Erich der natur gewolt ents zwey, lind mache meinen willen frey. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich. liebe, und mich in deinen wegen übe: Nur ist von der unlauters keit Die liebe noch nicht gang bes freyt. XX 3 5. Ich 686 Dom Wachsthum 5. Ich muß noch mehr auf die fer erden Durch deinen Geist ge heiligt werden: Der fian muß tiefer in dich gehn, Der fuß muß unbeweglich stehn. 679. m. Ach, was sind wir ohne. 6. Ich weiß mir zwar nicht Was sind wir in dir, JE felbft zu rathen, Hier gelten nichts der menschen thaten: Wer macht sein berg wohl selber rein? E muß durch dich gewircket feyn. fu, und reich, Boller gnade, fraft und leden, Deinem beilgen bilde gleich? Wir gefallen deinem her. gen; Nichts verdammlichs fan uns schwärgen. 7. Doch fenn ich wohl dein treurs lieben: Du bist noch im mer treu geblieben. Ich weiß ge, wiß, du steht mir bey, und machst mich von mir selber frey. 8. Indessen wil ich freulich Fämpfen, und fiets die falsche regung dämpfen, Bis du dir dei ne zeit erfiebft: Und mich aus fol. chen negen ziehst. 9. In boffnung fan ich frölich faaen: GOTT hat der böllen macht aefhlagen, GOtt führt mich aus dem kampf und streit In seiner ruh und sicherheit. 10. Drum wil die forge mei. ner seelen Dir, meinem Bater, gang befehlen: Ach, brücke tief in meinen finn, Daß ich in dir fchon felig bin. 11. Wenn ich mit ernft hieran gedencke, Und mich in deinen ab. grund sende; So werd ich von bir angeblickt, und mein herg wird von dir erquickt. im Chriftenthum. es wahrheit ist, Daß, du mein GOtt, die liebe bift. 12. So wächst der effer mir im ftreite; So schmeck ich theils die füffe beute; Und fühle, daß Chriftum Alles können, und im 2. 2Bir sind helden, die durch freut Mäåchtig werden aus der schwachbeit, Und so überwinden weit, All's auf GOttes foften wagen, Nicht auf sich nur sehn und jagen. 3. Tausend feinde iaget einer, elt und fatan fürchten sich: Denn die schrecklichkeit Jehovah 3eucht sich um an Fräftiglich. Bidder geift, so glaub nur find lich, Wir sind doch unüberwinds lich. 4. Wir in JESU find nicht Enechte, Sondern GOttes freuns de nun, Das erweblete gefchlech te, Melchifedechs priesterthum, Sein gang eigen volck and erbe, Dran er ruhm und ehr erwerbe. 5. Und was haben wir an JE su Noch für recht, daß er vers heisst? Er wil wieder gang sein unser. Samt dem Bater und dem Geist, In uns wohnen, wan deln, leben, Als in feinem tem pel schweben. 6. D, die herrlichkeit des HEr ren Dom Wachsthum im Chriffenthum. ren Tragen wir, da er uns trägt. GOTT samt seinem reich ist in uns: Wer ist, der diß heil erwegt? Was wir in ihm glauben wollen, Das ists, das wir haben sollen. 7. Also rühmen wir in Chriflo, XLVI. Vom Tode und der Auferstehung. 680. 6 6 65 6 5* 764% 687 Und sind ferner gutes muths, Weil in thm wir, und er in uns Bleibet: O, er sagts und thuts. Seht, das nichts in all erhöhet; Colch unmündig lob befiehet. 660 gitt 17 tttt @ 6 65 43 5 676 43 6 6 768 66 650 ZENIT INTEN HE V Ch, wenn werd ich aufge Idfet? Wenn werd ich bey JEfu stehn, Wo mein armer geift geneset, Der noch muß in fesseln gehn? Wenn der fünden leib verwefet, und sein schatten nicht zu sehn: Co werd ich bey JEsu stehn. 65 6 2. Ach, ich jehle tag und fluns den, wenn der kampf mich mů de macht, Wenn ich schier bin überwunden, lind vom feind ins garn gebracht. Ach, wie hart bin ich gebunden, Scuff ich in der todes nacht, wenn der Kampf mich müde macht. # 4 3. Mei 688 3. Meine seele liegt gefangen, Und schickt matte seufzer ab: JE fus if all ihr verlangen, Wenn fie schreckt das fünden grab; ft bereit, ihn zu umfangen, Als ihr einges gut und haab, Und schickt matte ſenfzer ab. Dom Code und der Auferstehung. 4. Kommt ihr segens vollen zeiten: Komm, ach komm erid, fungs tag, Der mich wird gang neu bereiten, Los von allem un gemach. Ich bin müde von dem streiten, Darum wünsch ich tau, fendfach: Komm, ach, fomm, erlösungsstag. 5. Spanne, JEsu, aus den müden, ib los den bedrängten geift, Führe mich zu ienem frie den, Der die folge ruhe beist. Ich bin alles fat hiernieden, Weil die finde mich verdreusst. Gib los den bedrängten geift. 681. ele menschen müssen sterben, Alles fleisch vergeht wie heu; Was da lebet mußg verderben, Soles anders werden neu: Die fer leib der muß verwesen, Wenn er anders fol genefen Der so grof, fen herrlichkeit, Die den from men ist bereit. 2. Drum fo wil ich dieses le ben, wenn es meinem Gott be, liebt, Auch gang williq von mir geben Bin darüber nicht betrübt. Denn in meines FEfu wunden Hab ich schon erlösung funden, Und mein troft in todes noth Ift des HErren JEfu tod. 3. Chriftus ist für mich geftors ben, Und fein tod ist mein gewinn, Er hat mir das heil erworben: Dram fahr ich mit freud dahin, Hier aus diesem welt getümmel In den schönen GOttes himmel, Da ich werde allezeit Schauen die Dreyeinigkeit. 4. Da wird seyn das freudens leben, Da viel tausend feelen schon Sind mit himmels glang umgeben, Stehen da vor GOttes thron, Da die seraphinen prane gen, und das hohe lied anfangen: Heilig, heilig, heilig beifft GOtt der Vater, Sohn und Geist. 5.Da die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal, Wo auf ihren ehren thronen Eiget die gezwölfte zahl, Wo in so viel tausend jahren Alle frommen hins gefahren, Da wir unserm Gott zu ehrn Ewig Hallelujah hör'n. 6. D Jerusalem, du schöne, Ach, wie helle glängest du; Ach, wie lieblich lobgetdne Hört man da in stolzer ruh: O der grossen freud und wonne, Jeund gehet auf die sonne, Jhund gehet an der tag, Der kein ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket Diese groffe herrlichkeit, Ihund werd ich schön geschmücket Mit dem weissen himmels kleid; Mit der güldnen ehren crone Steh ich da vozGOttes throne, Schaue folche freude an, Die fein ende nehmen fan. 682, Dom Tode und der Auferstehund. 682. Mel. un komm der beiden. Aler Llenthalben wo ich gehe, Si ge, liege oder stehe, Sehn ich mich nach JEfu Chrift, Der für mich gestorben ist. 2. Von der bösen welt zu schei. den, Nach so vielem creug und leiden, wenn es ihm gefällig ist, Bin ich fertig und gerust. 3. Wenn ich werde mit ihm le, ben, Herrschen und in freuden schweben: O wie felig werd ich feyn Bey den lieben engelein. 4. Herzlich werd ich mich er. freuen, Wenn mich Christus wird erneuen Und im himel führen ein, Prachtig stets bey ihm zu seyn. 5. Bung und herge wird da klingen, und dem HErren JEsu fingen: Ewig werd ich stimmen ein mit den lieben engelein. 6. Besser leben werd ich finden, Ohne tod und ohne fünden: O, wie selig werd ich seyn Bey den lieben engelein. 683. Mel. Err JEfu Chr.meins. meine freundin, sey bes reit! Es nähert sich dein ab. schieds zeit, Du wirst bald wer den aufgelds't, Und ewig ewig, lich getroft't. ( 1) Chriftus der ist mein leben, Sterben ist mein gewinn, Dem thu ich mich ergeben, Mit freud fahrich dahin. 2. Heut ist der långft erwünsch, te tag, an dem sich endet alle 689 plag, Die du vormals erduldet haft; Heut wirst du ledig deiner last. ( 2) Mit freud fahr ich von dannen Zu Christ, dem bruber mein Auf daß ich zu ihm komme, Und ewig ben ihm sev. 3. Den tod hab ich schon durch mein blut Bormals bezwungen dir zu gut: Drum darfst du ist nicht fürchten ihn, Du fåhist im friede sanft dahin. ( 3) Der tod kan mir nicht schas den, Er wird ein durchgang feyn. Darauf in GOttes gnaden Schlaf ich gank selig ein. 4. Ich stehe zu der feiten dir: Ergib dich ohne zagen mir: Wen einbricht deines leibes baus, Geb' freudig und mit springen draus. ( 4) Wenn meine augen bre chen, Mein othem geht schwer aus, Und fan Fein wort mehr sprechen: HERR, nimm mein seufzen auf. 5. Getroft, mein' starcke JE fus hand, Darein du dich stets baft gewandt, Sol dich bewahs ren zu der flund, Da dein aug bricht, erblasst der mund. ( 5) Wenn mein hert und ges dancken Ausgebn, als wie ein licht, Das hin und her thut wan ckan: Alsdenn verlaß mich nicht. 6. nein, ich wil zur rechten zeit, Dich holen heim durch mein gel it Der engel, die dich führen fort, und sicher bringen an die pfort. ** S ( 6) Al Bom Tode und der Auferstehung. 690 ( 6) Alisdenn fein fanft und fille: HErr, laß mich scheiden ab: Und ist es sonst dein wille, Ginn' meinem leib ein grab. 7.Der leib fol ruhen in der erd, Bis ich ihn selbst erwecken werd, Ihn neu verklären zu der freud Ja iener auferstehungszeit. ( 2) Ey nun, fo komm und eile, Mein schak, hol deine braut, Die alle stund and weile Wart't, wenn fie werd getraut. 8 Hier bin ich, auf! es steht bereit Die engel schaar und die hochzeit: Hent wirst du mit mir feyn in frend Im" paradief, und das noch heut. ( 8) Erwünschter tag und ftuns den, Euch hab ich längst verlangt: Nun hab ich das gefunden, Wor, an das leben hangt. 9. Genieß der berrlichkeit nun mehr, Der wonne, luft, freud, ruh und ehr, Die dir verdient und zugesagt, Darum du alles haft gewagt. fingen die chd. re, Mein Heiland JEfus lacht: pas ich fühl, seh und höre, If freud: welt gute nacht! 684. Co Hriftus der ist mein leben, Sterben ist mein gewinn, Dem thu ich mich ergeben, mit freud fahr ich dahin. 2. Mit freud fahr ich von dan nen Zu Chrift, dem bruder mein, Auf daß ich in ihm tomme, Und ewig bey ihin sey. 3. Nun hab ich überwunden Creuß, leiden, angst und noth: Durd sein' heilge fünf wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Benn meine träfte brechen, Mein athem geht schwer aus, Und kan kein wort mehr sprechen, HErr, nimm mein seufzen auf. 5. Wenn mein herk und gedans den Bergehn als wie ein licht, Das hin und her thut wanchen, Wenn ihm die flamm gebricht. 6. Aisdenn fein fanft und stille, HERR, laß mich schlafen ein, Nach deinem rath und willen, Wenn kömmt mein stündelein. 7. Und laß mich an dir kleben, Wie eine flett am fleid, Und ewig bey dir leben In der himm lischen freud. 8. Wohl in des himmels, thro ne, Sing ich, lob, ehr und preis Dem Vater und dem Sohne, Und auch dem heilgen Geift. 685. Mn. Jesus meine Zuversicht. Hrifi tröstet mich, Cseis cenfchtes leben: rifts Denn ich glaube sicherlich, Er sey mir von GOtt gegeben, Daß er mich vom tod befrey, Und mein ewig leben sey. 2 Mit ihm hat es keine noth, Er hat tod mit tod bezwungen: Co bin ich auch durch den tod Schon zum leben durchgedruks gen. Tod, ich frage nichts nach dir, Ich wil leben für und' für. 3. GOtt sey lob, ich weiß, ich weiß, Dom Tode und der Auferstehung. 691 weiß, Mein Erldser ist am leben, Der strick zerreist, der uns ges Der wird noch mit groffem preis Mir das leben wieder geben: Ich werd frdlich auferstehn, Meinen GOtt mit augen sehn. bunden, Wir sind von allem jam merlos. Nunschaut die feel ins unendlich', Und GOtt ist ihr als GOtt recht fenntlich, Der in der majestät ist groß. Eeht, wie die feel geziert, wie boch fie trium phirt: Victoria, Ruft sie durch GOtt. Was ist der tod? Der tad ist nichtes als ein spott. 4. Biebe meine feel in dich, JEfu, daß fie lebend bleibe, Und dich liebe brünftiglich, Ihr den funden schlaf vertreibe: Wer in funden schlafet ein, Wird des ew'gen todes seyn. CA 5. Lebe mit mir, JEsu, nun Sehr als brüderlich verbunden: Au' dein leben, leiden, thun, Werd an meiner feel gefunden. Was ich hab, ist alles dein; as Du hast, ist alles mein. 686. Mel. Wacher auf, ruft uns. Er tod führt uns zum leben: Send frölich, die ihr GOtt ergeben. Der tod ist todt und fer ne hin, Sein stachel gehet ins vers wesen, Der leib ftebt auf, und wird genesen, Der Christen tod ist ihr gewinn. Was ist es, das Hier firbt? Die fünde nur ver, dirbt. Hochgelobet sey unfer GOtt In todes noth, Weit in den tod der tod ift todt. $ 2. Der feind ist überwunden, 3. Solt uns der tod anfechten, Da JEfus figt zu GOttes rech ten, Der von dem tod erstanden ist? Der HErr kan ist nicht mehr fterben, Kein glied kan an dem leib verderben, Ich bin sein glied, ein wahrer Christ. Darum ist mir der fod Ein rechter freuden both: Erlöfte seel, Du wirst izund In GOttes bund Vom elend los, und recht gesund. 4. Bohl auf, du solt hintreten Vor GOttes ftuhl und den anbe ten, Der heilig, heilig.heilig beifft. JEsus trägt dich mit erbarmen, Und nimt dich frölich auf die are men, Daß er erquicke deinen geift. Der tod ist mir und dir Die rechte lebens thür; GOtt öffnet sie. En was ist das: Ich werd nicht blaß, Ich finge GOtt das gratias. 687. 8 65 6 4 43% 0 66 9 ^ 66 Hom! de Die 692 Dom Tode und der Auferstehung. 65 66 4 3 26 #Ill 8 65 6 6 4 3 7 4. Die trübsal ist sehr groß, Und setzet mich in pein; Des lei bes übel bringt Zugleich zur fees #.6 Je freude macht es nicht, len ein. Laß, treuer Bater, mich nen willen nur, und meinen nicht, geschehn. Ich finge, damich schmerg Und trübe noth umringt. Der mens schen bilf ist aus: Zu wem fol ich) 5. Dir unterwerf ich mich, Wie denn gehn? Zu dem, der al les schafft, Wenn freud und leid entflebn. sauer es mir fällt. Du haft die zeit, wie lang Es währen jol, bes fellt: Die ursach ist dir fund. Was deine weisheit thut, Und was dein vorfaß wil Das ist und bleibet aut. 2. Das elend schaust du, GOtt, Der du die menschen schlägst, Und meines alters blut Alufe Franden bette legft: Sieb, wie mich deine hand Mit schwerer plag und zucht, Der seufzer uns terhalt, Biel jahre lang besucht., 3. Ich werd in dem beschwer Mit mermuth abgespeist, Woben mein schwacher mund Dich nach vermögen preift: Noch werden Flag und angst Ja meinem geift erregt, Daß er nicht allezeit Die laft mit lust erträgt. 6. Verbängst du über mich Noch långer creuß und leid, Daß ich vom foth der welt, und ihrer eitelfeit, Durch dieses feaers gluth Geläutert werden fol: Co gehts nach deiner gnad, Und mir in allem wohl. 7. Wird durch den unglücks thau, Der immer auf mich trieft, Auch die beständigkeit und glaub an mir geprüft, Bird mir die traurigkeit Darum zur bittern fluth; So gehts mir rechte wohl: Denn was du thuft, ist gut. 8. Ge Dom Tode und der Auferstehung. 8. Gefällt dirs, daß mein fland Ein fteter iammer sey, Das mit ich dir darin Gehorsam und getren, Ein spiegel der gedult Und leidens werden sol; Wohlan, es sey denn so: Du machest alles wohl. 9. Jft aber,( GOtt, du weisst, Warum) dein fefter schluß, Daß erst mein lebens, ziel Die quaal beschliessen muß; So scheinet es war hart, Es frümmt sich fleisch und blut: Jedoch, weil du es thuft, Eo ist und bleibt es gut. 10. Jch bitte nicht, daß du Mich aller noth befreyfi; Ich fles he, daß du mir nur deine huld verleibst. Uns schabt kein harter stoß, Uns rührt kein schneller schlag, Wenn unser herte findt, Woran fichs halten mag. 6 60 0 67 693 II. HERR, send mir deinen Geist Zum beysland aus der hös, Daß ich nicht fündlich murr, Und dir nicht widersteh; Bereinbar dich mit mir; Laß meinen willen rein, Und deinem beilgen rath Boukommen ähnlich seyn. TumiTE 5 6 4% 65 4% 0 111-11 12. Geschichts denn, daß der leib Viel herbe schmerzen leidt, Das auge weint, der mund Beym hergens feufzer schreyt; Co bleibe doch der geift Getrost in seiner ruh, Durch deines Geis fles Fraft: Der helfe mir dazu. 13. Nun, seele, richt dich auf, GOTT bleibet dir doch gut: Er ist die aüte selbst, Und was die schmerzlich thut, Verliert sich mit der zeit. Wo nicht; so denck gewiß, Daß er dein bestes sucht: Dir dient bekümmerniß. 688. 6 HET * 60 6 Egypten, 694 Dom Tode und der Auferstehung. Pingnitimo 64% 0# 656% 5 6 48 ņ Gypten, Eappten gute nacht, Die dienstbarkeit ist aus: Mein Moses rückt herben, Der mich aus Gosen führt. Nunmeh. ro bin ich frey Von aller schwe, ren laft; Die arbeit ist vollbracht. Egypten, Egypten, gute nacht. 2. Gomorra, gute nacht, und was wie Eodom lebt: Der him mel tout sich auf, und braut mit fchwefel gluth. Ich richte meinen lauf zu meinem 3Zoar hin, Da meine ruhe wacht. Gomorra, gute nacht. 3.D Babel, gute nacht, Ifra, el geucht zur rub, Die trübfal ist gewandt, Ich komm auf freyen fuß, und in mein vaterland; Die bande fallen weg, Und werden ausgelacht. Babel, gute nacht. 4. Du eitles, gute nacht, Es ist genug gekämpft: Mein geift eilt nun zur ruh; Er fleucht mit fro hem muth Nach Zions hügeln zu, Da wahreruhe wohnt, Und 60 recht vergnügen macht. Du eite les gute nacht. 5. Laß deinen diener fort Nun, HErr, wie du gesagt, mit fries den aus der welt: Laß meinen abschied seyn, Benns bir, mein GOtt gefällt, So spanne selig aus. HErr, ich trau auf dein wort: Laß deinen diener fort. 6. Nun alles, ante nacht, Egys pten gute nacht, mit deiner felas verey: Gomorra, gute nacht: Von Babel bin ich frey: Mein JEfus, der mich liebt, hat mich nun frey gemacht Von allem, gus te nacht. 689. Mel. Wo ist meinSchäflein. ES halten eitele gemüther Die erde für ihr 1 aber JEfum hat erkannt, Und die wahrhaften himmels gü ter, Der sieht den gangen creis der erden Für eine fremde tutte an, Und sehnet sich erlöst zu wers Den Dom Tode und der Auferstehung. den Von dieser rauhen pilgrims Баби. 2. Ein herk, das Chrifto ist verbunden, Weiß, daß es hier das elend bau, Und nichts als wilde wüste schau: Drum zehlet es auch alle stunden, Und dendt stets auf das end der reise, Die uns ins vaferland versest: Denn es wird wol auf feine weife Durch das vergångliche ergeht. 1 3.Kein fluß kan so dem meer zu laufen, Rein flein eilt so der tiefen 3u, Als wie ein Chrift zur him, mels ruh Hinweg eilt von dem erden haufen. Ob feine füß die welt berühren; So ist das haupt doch in der böh: Er sucht den wandel so zu führen, Daß herk und finn im himmel steh. ( 4. Diß beim weh GOtt vers lobter hergen Vermehrt sich bey der creuges last: Man findt auf erden keine raft, Bey seelen oder leibes schmerken. Wenn sich die trübfals fluth ergiesset: So wird der engen brust gang bang, Bis daß die lebens jeit verfliesset: Ach GOtt, heisst es, wie lang? wie lang? 695 6. Dech ist diß eilen zu dem himmel Gemäßigt mit gelassen. beit; Man wartet auf die rechte zeit, Die zur erlösung vom ges tümmel, Des Allerhöchsten rath beliebet; man sett GOtt weder maaß noch ziel: Und wird das herh gleich lang betrübet, So ist es ihm doch nicht zu viel. 5. Da hat ein Paulus luft zu scheiden, Ein Abraham ist lebens fat, Ein Hiob wird gang mid und matt Für langem sehnen in dem leiden: Elias wünscht bey seinem wandern, zu schliessen den betrübten lauf; Von einem mor, gen bis zum andern Sieht David nach der hilfe auf. 7. Soit fichs auch noch so sehr verweilen, Bis man ein end zu sehn vermeint, Und bis die frohe bilf erscheint; So wird doch GOTT gewißlich eilen; Die seis nen mächtig zu erretten, Die tag und nacht so zu ihm schreyn, Und nach zerbrochnen jammer. fetten, Wird er ihr arkt und hel fer seyn. 8. Der HErr, der über tod und leben Die unumschränkte herrschaft hat, Wird feinen Fins dern nie zu spat Die lang vers langte freyheit geben. Ein feligs end muß alles wenden, Was an fanas unerträglich war: Und GOTT reicht selbst mit seinen hånden Den lohn für allen jame mer dar. 9. Bir, die wir auf der erden wallen, Verlangen, daß zu rechter zeit Auch unser abschied aus dem streit Dem frommen GOtt mdg wohlgefallen. Du, Jesu, wolft uns gnad verleihen, Daß wir das zu bereitet flehn, Und uns auch so der welt verzeihen, Damit wir so gen himmel gehn. 690% 696 Dom Tode und der Auferstehung. 690. M Wie nach einer Wafferq. Reu dich sehr, o meine feele, Und vergiß all noth und quaal, Weil dich nun Christus, Dein HErre, Ruft aus diesem jammerthal. Aus trübsal und groffem leid Solft bu fahren in die freud, Die fein ohr ie hat ges höret, und in ewigkeit auch wäh, ret. 2. Tag und nacht hab ich gern, fen, zu dem HErren, meinem GOtt, Weil mich stets viel creuß betroffen, Daß er mir hilf' aus der noth: Wie sich sehnt ein wan. ders mann, Daß sein weg ein end mög' ban, So hab ich ges wünschet eben, Daß sich enden mig mein leben. 3. Denn gleich wie die rosen fehen Unter dornen spißig gar, Also auch die Christen gehen In angst, trübfal, und gefahr: Wie die meereswellen find, und der ungestüme wind, Also ist alhier auf erden Unser lauf voller be schwerden. 4. Welt, tod teufel, sünd und bolle, Unfer eigen fleisch und blut Plagen fets hier unfre feele, Laf fen und bey feinem muth: Wir find voller angst und plag, Lau, ter creuß sind unfre tag; enn wir nur geboren werden, Findt fich jammer gnug auf erden. 5. Wenn die morgen rdth her. leuchtet, Und der schlaf sich von uns wendt, Sorg und fummer daher schleichet; Müh findt fich an allem end. Unfre thránen find das brot, So wir essen früh und spat; Wenn die sonn nicht mehr that scheinen, Ist nichts denn Flagen und weinen. 6. Drum, HErr Chrift, du morgenfierne, Der du ewiglich aufgehst, Sey von mir igund nicht ferne, Weil mich dein blus hat erlöft; Hilf, daß ich mit fried und freud Mög von hinnen fahren heut; Ach, sey du mein licht und straffe, Mich mit beys stand nicht verlasse. 7. In dein' feiten wil ich flies hen An mein'm bittern todess gang; Durch dein' wunden wil ich ziehen Jns himmlische vaters land. In das schone paradeis, Drein der schächer that sein' reis, Birst du mich, HErr Chrift, eins führen, und mit ewger klarheit zieren. 8. Ob mir schon die augen brechen, Das gehöre gar vers schwindt, Und mein zung nicht mehr lan sprechen, Der verstand sich nicht befinnt; Bist du doch mein licht, mein hort, Das leben, der weg, die pfort: Du wirft mich felig regiren, Die rechts bahn zum himmel führen. 9. Laß dein engel mit mir fahe ren Auf Elias wagenroth, Und mein' feele wohl bewahren, Wie Lazrum nach seinem tod; Laß fie ruhn in deinen schoos, Erfüll sie mit freud und treft, Bis der leib kömmt Dom Tode und der Anferstehung. Fommt aus der erden, Mit ihr wird vereinigt werden. 10. Freu dich sehr, o meine sees le und vergiß all noth und quaal, Weil dich nun Christus, bein 屋 6665 1111111111 6 6 65 6 6 65 697 HErre ruft aus diesem jammers thal: Seine frend und herrlich, teit Solt du sehn in ewigkeit; Mit den engeln jubiliren, Ju es wigkeit triumphiren. 691. 5 48 66 5 06 65 4% * 6 ņ 5 43 0 HIILITE 5 6. 66 4 66 Ott, den id) als liebe tenue, dert, Das der liebe regung mins Der du frandheit auf mich dert, Die ich öfters von dir hab. legst, Und des leidens flamm er. regst, Daß ich davon hiß und brenne, Brenne doch das bdse ab, Das den geist bisher gehin 2. In der schwachheit sey du fråftig, In den schmerzen sep mir füß; Schaffe, daß ich dich genieß, Wenn die tranckheit Py ftreng Dom Tode und der Auferstehung. 698 ftreng und heftig: Denn was ist den leib bewegt, Was mein fleisch und marck verzehret, Was den corper ist beschweret, hat die liebe selbst erregt. 3. Leiden ist ist mein geschäfte: Anders fan ich ist nicht thun, 4. GOtt ich nehms aus deinen hånden Alls ein liebes zeichen an: Denn in folcher leidens: bahn, Wilst du meinen geift vollenden. Auch die labung die man mir 34 des leibes starckung gibet, Komt von dir, der mich geliebet: Alues kömmt, mein GOtt, von dir. 5. Zaß nur nicht den geist er müden Bey des leibes mattigkeit, Daß er sich zu aller zeit In dich fenck in lieb und frieden: Laß des teibes angst und schmerk Nicht der feelen auffahrt hindern, Und die ruhe in die mindern, Unters flüge du das herk. den müssen meine kräfte, Leiden Gues, Da ich werd aufge 1 ist ist mein gewinst: Das ist ist des Baters wille, Den verehr ich fanft und stille; Leiden ist mein Gottesdienst. nommen Ins schöne paradeis. Ihr eltern dürft nicht klagen; Mit freuden folt ihr sagen: Dem höchsten sey lob, ehr und preis. 6. Hilf mir, daß ich gant be scheiden, Gang in ruh, mit freund lichkeit, Sanfte mit zufriedenheit, mdg auf meinem bette leiden. Denn wer hier am fleische leidt, Wird errettet von den finden, So den corper oft entzünden, Und an seinem geift erneut. bleib An dich völlig übergeben; Denn so weiß ich vestiglich, Ich mag leben oder sterben, Daß ich nicht mehr kan verderben: Denn die liebe reinigt mich. 7. Dir empfehl ich nun mein leben, und dem creutze meinen leib; Gib, daß ich mit freuden 692. nel. un ruben alle Wald. 2. Wie kans GOtt besser mas chen? Erreifft mich aus dem ras chen Des teufels und der welt, Die ist wie löwen brüllen, Ihr grimm ist nicht zu stillen, Bis ale les übern haufen fällt. 3. Diß sind die legten tage, Da nichts als angst und plage Mit haufen bricht herein. Mich nimt nun GOtt von hinnen, und lasset mich entrinnen Der überhäuften noth und pein. 4. Kurg ist mein irdisch leben; Ein beffers wird mir gebenGOtt in der ewigkeit. Da werd ich nicht mehr sterben, In feiner noth vers derben: Mein leben wird seyn lauter freud. 5. GOTT eilet mit den feinen, Läfft sie nicht lange weinen In diesem thránen, thal. Ein schnell und selig fierben Ist schnell und glücklich erben Des schönen hims mels ehren, saal. 6. Wie dfters wird verführet Manch kind an dem man spüret Rechts Bom Tode und der Auferstehung. Rechtschaffne frömmigkeit. Die welt voll list und tücke, Legt heim lich ihre stricke, Bey tag und nacht zu jederzeit. 7. Ihr nege mag sie stellen, Mich wird sie nun nicht fällen, Cie wird mir thun fein leid. Denn wer kan den verlegen, Den Chriflus ist wird feßzen Ins schloß vollkommner sicherheit? 8. Zuvor bracht ich euch freu, de; Jßt nun ich von euch scheide, Betrübt sich euer her: Doch, wenn ihrs recht betrachtet, Und was GOTT thut, hoch achtet, Wird sich bald lindern aller schmerk. 9. GOtt zehlet alle standen, Er schlägt und heilet wunden, Er Fennet ieberman. Nichts ist in ie geschehen, Das er nicht vor ge, fehen, und was er thut, ist wohl gethan. 10. Wenn ihr mich werdet fins den Vor GOtt, frey aller fün den, In weisser seiden stehn, Und tragen sieges palmen In hånden, und mit pfalmen Des HErren ruhm und lob erhöhn: 11. Da werdet ihr euch freuen, Es wird euch herzlich reuen, Daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes willen Gedencket zu erfül len, und ihm sich in gedult ergibt. 12. Ade, nun seyd gesegnet: Was euch ihund begegnet, ft andern auch geschehn; Viel muf sens noch erfahren: Nun GOtt woll euch bewahren: Dort wol len wir uns wieder sehn. 699 693. m. Err JEfu Chrift wahr. mein's les 4 bens licht, Mein höchster trost, mein zuversicht, Auferden bin ich nur ein gaft, und drückt mich sehr der fünden last. reip, Zu dir ins himmlisch paras 2. Ich hab vor mir ein schwere deis, Da ist mein rechtes vater. land, Daran du dein blut hast gewandt. matt, Der leib gar wenig fråfte 3.3ur reif ist mir mein berte hat; Allein mein feele schrept inmir: HErr hol mich heim, nimm mich zu dir. leiden dein In meiner letzten to 4.Drum stårck mich durch das des pein, Dein blut schweiß mich fröft und erquick: Mach mich frey durch dein band und strick. 3 5. Dein backen streich und ru then frisch, Der finden firiemen mir abwisch. Dein hohn und spott, dein dorne cron Laß seyn mein ehre, freud und wonn. 6.Dein durst und gallen tranc mich lab, Wenn ich sonst keine stärckung hab. Dein angst ges schrey komm mir zu gut, Be wahr mich vor der höllen gluth. 7. Die heiligen fünf wunden dein Laß mir rechte fels Idcher seyn, Darein ich flieh als eine taub, Daß mich der höu'sche weiß nicht raub. 8. Wenn mein mund nicht kan reden frey, Dein Geist in meinem 99 2 ber Dom Tode und der Auferstehung. 700 herßen schrey, Hilf, daß mein jeel den himmel find, Wenn meine augen 694. n.3Err JEsuChrift meins ERN JEsu Christ, wahr'r werden blind. Dein lettes wort lag feyn Hend und Gott, der du 9. Ha mensch mein licht, Wenn mir der tod das her zerbricht. Behüte mich vor ungeberd, Wenn ich mein haupt nun neigen werd. 2 10. Dein creuß laß feyn mein wander stab, Mein ruh und raft dein heilges grab. Die reinen arabe fucher dein Laß meine fler be Fleider seyn. 11. Laß mich durch deine nägels mahlErblicken die genaden wahl. Durch deine aufgespaltne jeit Mein arme jeele heimgeleit. littst marter, angst und spott, Für mich am creuß auch endlich sfarbst, Und mir dein's Baters huld erwarbs. 13. Am jüngsten tag erwed mein'n leib: Hilf, daß ich dir zur rechten bleib, nicht rechten bleib, Daß mich nicht treffe dein gericht, welchs das erschrecklich urtheil ſpricht. 14. Alisdenn mein'n leib ers neure gang, Daß er leucht wie der sonnen glang, Und ähnlich sey dein'm klaren leib, Auch gleich den lieben engeln bleib. 12.Auf deinen abschied, HErr, ich trau, Darauf mein leste heim 4. Wenn mein verstand sich fahrt bau. Thu mir die himmels nicht befinnt, und mir all mensch, thir weit auf, wenn ich beschließlich bilf zerrinut; So komm, o meins lebens laut. HERR Christ, mir behend Zu bilf an meinem legten end, 5.Und führ mich aus dem jamis merthal, Berkürk mir auch die todes, quaal, Die bösen geister von mir treib, Mit deinem Geist stets ben mir bleib. 15. Wie werd ich denn so frd. lich seyn, Werd fingen mit den engelein, Und mit der auserwehl ten schaar Ewig schauen dein antlig llar. 2. Jch bitt durchs bitter leiden dein, Du woulst mir fünder gnås dig seyn, Wenn ich nun fomm in fterbens noth, Und ringen werde mit dem tod; 3. Wenn mir vergeht all mein gesicht, Und meine ohren hdren nicht', Wenn meine junge nicht mehr spricht, und mir vor augst das her zerbricht. 6 Bis sich die seel vom leib ab. wendt: So nimm sie, HErr, in deine hånd. Der leib hab in der erd sein ruh, Bis sich der jüngst tag naht berzu. 7.Ein frdlich auferstehung mir verleih, Am junaften g'richt mein fürsprecher sey, Und meiner fünd nicht mehr gedenck, Aus gnaden mir das leben schenck. 8. Wie du haft zugefaget mir Ja Dem Code und der Auferstehung. In deinem wort, das trau ich dir: Fürwahr, fürwahr, euch sa ge ich, Wer mein wort hålt und glaubt an mich, 9. Der wird nicht kommen ins gericht, und den tod ewig schme. den nicht, und ob er gleich hier zeitlich stirbt, Mit nichten er drum gar verdirbt. 10. Sondern ich wil mit star, der hand Jhn reissen aus des to des band, und zu mir nehmen in mein reich), Da fol er dann mit mir zugleich, 11. In freuden leben ewiglich: Dazu hilf uns ia gnädiglich. Ach HErr, vergib all unsre schuld, Silf, daß wir warten mit gedult, 12. Bis unfer stuudlem kommt herbey, Auch unser glaub stets wacker sey, Dein'in wort zu traus en feftiglich, Bis wir einschlafen feliglich. 695. Mel. JEfu meines Lebens. Erglich gerne wolt ich ster. segn. Denn da werd ich mit ihm erben, Was mich ewig fan er freun. Heil und fegen, troft und leben Wird er mir die fülle geben: Aller fummer wird vergehn, Wenn ich werde vor ihm stehn. 2. Komm, ach fomm, o les bens fonne, Reiß mich aus dem jammerthal: Führe mich zu dei ner wonne In den schönen him. mels faal. Still, o JEfu, mein verlangen, Laß mich deine holde 701 wangen Sehn in deiner herrlichs feit, Die dein Vater dir bereit. 3. In der welt und ihren ga ben Find ich nimmer wahre ruh. Alles, was die menschen haben, Nimmet plöglich ab und zu: Kraft und ohnmacht, leid und freude, schmach und ehre, woll und seide, Glück und unfall, fried und streit, Wechseln täglich in der zeit. 4. Und wie fan doch ruhe ge ben Schatten, dunst und eiteb feit? Dort ist ehre, fraft und les ben, Reichthum und zufriedens heit: Corten wird das herk in als lenFinden, was ihm kan gefallen; Dorten wird die luft erfüllt, So die gange welt nicht fillt. 5. Auch des geißles glaub und gaben Können in der sterblichkeit Niemals meine feele laben, Ohe ne wechsel, furcht und streit; Dorten aber, wenn die funden Reinen Zunder in mir finden, Wird das stückwerd abgethan, geht das an. $ 6. O, mein JEfu, aib mir flüs gel, Führe, führe mich hinein, Wo die rechten freuden bügel, Und die sichern schleffer seyn: Laß die liebe stunde kommen, Da ich völlig werd entnommen Allem jammer, der mich krånckt, und in tausend schmerzen senckt. 7. Nun ich warte mit verlan gen Auf den süssen augenblick, Benn du kommst mich zu um. fangen: Komm, und weiche nicht Y93 jurück 702 Dom Tode und der Auferstehung. Jurück, Komm zu meinem heil Durch Christum schön verklärt, und frommer, Komm, ich heiße dich willkommen; Komm, ach fomm mein brautigam, Komm, o theures GOttes: Lamm. Wird leuchten als die sonne, Und leben ohne noth In himmlischer freud und wonne. Was schadt mir denn der tod? 8. O wie sol denn mein gemü the, Ohne misfethat und schuld, Rühmen deine grosse gute Deine treu und menschen huid. Denn, wenn alles wird wohl Flingen, Wil ich schön und lieblich fingen: Heilig, heilig, heilig heifft, GOtt der Vater, Sohn und Geist. 696. el. Ach Err mich armen. Erhlich thut mich verlangen Weil ich hie bin umfangen mit trübfal und elend: Ich hab luft abzuscheiden Von dieser argen weit, Sehn mich nach ewgen freu den, O JEfu, fomm nur bald 2. Du hast mich ia erlöfet Von fund, tod, teuft und höll: Es hat dein blut aekoftet, Drauf ich mein Hoffnung stell: Warum folt mir benn grauen Vorm tod und hou, schem gefind? Weil ich auf dich thu bauen, Bin ich ein feligs find. 1 3 Wann gleich füß ist das le ben, Der tod sehr bitter mir, Wil ich mich doch ergeben zu flerben willig dir. Ich weiß ein beffer leben, Da meine feel fährt bin, Deß freu ich mich gar eben: Sterben ist mein gewinn. 4. Der leib zwar in der erden Von würmen wird verzehrt; Doch auferweckt fol werden 5. Ob mich die welt gleich reis Bet Långer zu bleiben hier, Und mir auch immer zeiget Ehr, geld, gut, all ihr zier; Doch ich das gar nicht achte, Es währt ein kleine zeit: Das himmlisch ich betrach, te, Das bleibt in ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide, Bon meinen freunden gut, Das mir und ihn'n bringt leide; Doch trößt mir meinen den Zusammen werden komm'n, und bleiben ohngescheiden Im himmelischen thron. 7. Ob ich auch hinterlasse Bes frübte wäyfelein, Der'r noth mich über die maasse Jammert im hergen mein; Wil ich doch gerne fierben, und trauen meis nem GOtt, Er wird sie wohl ver. forgen, Retten aus aller noth. 8. Was thut ihr so verzagen, Thr armen wäyfelein? Solt euch GOtt hilf versagen, Der sprift die raben klein? Frommer witt wen und wäysen Ist er der Vater tren, Er wird sie gnädig speisen. Das glaubt ohn allen scheu. 9. Gesegn' euch GOtt der HErs re, Jhr vielgeliebten mein; Traus ret nicht allzufebre Uber den abs schied mein; Beständig bleibt im glauben: Wir werd'a in kurger zeig zeit Einander wieder schauen Dort in der ewigkeit. 10. Nun wil ich mich gank wenden, zu dir, HErr Christ, allein, Gib mir ein feligs ende, Send mir dein engelein, Führ mich ins ewge leben, Daß du er worben haft Durch dein leiden un sterben, Und blutiges verdienst. LOBANA #* Dom Tode und der Auferstehung. 6 H THE THIN 6 6 6598 66698 n 76 703 11. Hilf, daß ich ia nicht wans de Von dir, HErr JEsu Chrift, Den schwachen glauben flårcke In mir zu aller frist, Hilf mir ritterlich ringen, Dein hand mich nehm in acht, Daß ich mag frd. lich fingen: GOtt lob, es ist volbracht. 697. 3 696 60 6 665 664 4* 43* 066 66 2 R6 6 որեք եր 673 0 7 6% Shunin11 7 9865 4 30 FE# 294 65 430 Ich Dom Tode und der Auferstehung. 704 Ja Ch bin, ia HERR, in deiner macht, Du haft mich an das hat gebracht, Du unterhältst mir auch das leben; Du kenneft meiner mondenszahl, Weißt, waft ich diesem jammerthal Auch wie der gute nacht muß geben: wie und wann ich sterben sol, Das weisst du, Vater, mehr als wohl. o, 2. Ben hab ich nun, als dich allein, Der mir in meiner legten pein Mittrof und rath weiß bey, zuspringen? Wer nimmt sich meiner feelen an, Wann nun mein leben nichts mehr fan, Und ich muß mit dem tode ringen, Bann aller finnen fraft gebricht? Thust du esGOtt, mein Heiland, nicht. 3. Mich dunckt, da lieg ich schon vor mir, In arosfer hitz, ohn kraft und zier, Mit höchster bergens angst befallen, Gehör und rede nehmen ab, Die augen werden mir ein grab; Doch Fräuckt die finde mich vor allen: Des fatans anklag hat nicht ruh, Seßt mir auch mit ver: suchung zu. 4. Jch böre der pofannen ton, Und seh auch den gerichtsstag fchon, Der mir auch wird ein urs theil fällen. Sier weiset mein ge wiffens buch, Da aber des aefe. Bes fluch, Mich fünden- find hin, ab zur höllen, Da. wo man ewig, ewig leidt, Mord, jammer, angst und zetter schreyt. 5. Rein geld und gut errettet mich: Umsonst erbeut ein bruder sich, Den andern hie erst los zu machen: Er muß es ewig lassen ftehn. Wir werden ewig nicht entgehu; Krigt einmal uns der höllen rachen. Wer hilft mir sonst in dieser noth; Wo du nicht GOtt, du todes tod? 6. Der teufel hat nicht macht an mir: Ich habe blos gefundigt dir, Dir, der du missethat vereis best, Was masst sich) satan dessen an, Der kein gesetz mir geben kan, Nichts hat an dem, was du, HErr, liebest? Er nehme das, was sein ift, bin: Ich weiß, daß ich des HErren bin. 7 HErr JEsu, ich dein then, res gut, Bezeug es mit selbh deis nem blut, Daß ich der fünden nicht gehöre: Was schont dann satan meiner nicht, und schreckt mich, durch das jorn gericht? Komm, rette deines leidens ebre. Was gibest du mich fremder hand, Und haft so viel an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein heil, Du låsfest mich, dein wahres theil, 3u tief in deinen wunden sizen. Hier lach ich aller macht und noth: Es mag geset, höll oder tod Auf mich her don nern oder bligen: Dieweil ich lebe, bin ich dein, Fm tod fan ich Feins fremben seyn. 698. Ch hab' mein' sach Golt heims Jeh Dom Tode und der Auferfiebung. heimgestellt, Er machs mit mir, wies ihm gefällt. Sol ich alhier noch langer leb'n, Nicht wider streb'n; Sein'm willen thu ich mich ergeb'n. 2. Mein' zeit und slund ist, wann GOtt wil, Ich schreib ihm nicht vor maß noch ziel: Es sind gez: hit all bårlein mein, Bend groß und flein, Fällt keines ohn den willen fein. 3. Es ist alhie ein jammerthal, Angst, noth und trübfal überall; Des bleibens ist ein kleine zeit, Voll mühseligkeit, Und wers be. Denckt, ist immer im fireit. 4. Was ist der mensch? ein er den flos, Bon mutferleib fommt er nackt und blos, Bringt nichts mit sich auf diese welt, Rein qut noch geld, Nimmt nichts mit sich, wenn er hinfällt. 5. Es hilft kein reichthum, geld noch gut, Rein Funft, noch gunst, noch stoltzer muth; Fürm tod Fein Fraut gewachsen ist, ein frommer Chrift: Alles, was le bet sterblich ist. 6. Heut sind wir frisch, gesund und starck, Morgen todt und lie gen im fara, Heut blühn mir wie die rosen roth, Bald franck und todt, Ist allenthalben müh und noth. 7. Man traat eins nach dem andern hin Bol aus den augen, aus dem fian. Die welt vergiffet unser bald, Sen jung oder alt, Auch unser ehren mannigfalt. 705 8. Ach HErr, lehr uns beden. cken wohl, Daß wir sind sterblich allzumal, Auch wir alhie kein blei ben ban, Miss'n all davon, Ge lehrt, reich, jung, alt oder schön. 9. Das macht die fünd, o treus er GOtt, Dadurch ift fomm'n der bittre tod, Der nimmt und frifft all menschen find, Wie er fie findt, Fragt nicht, wes stands oder ehren sie sind. 10. Ich hab hie wenig guter tag, Mein täglich brot ist müh und klag. Wenn mein GOTT wil, so wil ich mit Hinfahrn im fried: Eterbn ist mein gewinn, und schadt mir nicht. 11. Und ob mich schon mein fünd anficht; Dennoch wil ich verzagen nicht: Ich weiß, daß mein getrener GOtt Für mich in tod Seinen liebsten Sohn ge. geben hat. 12.Derselbe, mein HErr JE sus Christ, Für all mein fünd ge storben ist, und auferstanden mir ju gut, Der höllen gluth Gelescht mit seinem theuren blut. 13 Dem leb und sterb ich alle. zeit, Von ihm der bittr' tod mich nicht scheidt: Ich leb oder sterb, so bin ich sein, Er ist allein Der einig troft und helfer mein. 14. Das ist mein troft zu aller zeit In allem creuß und traurigs teit: Ich weiß, daß ich am jüngs fien tag, Obn alle Flag, Werd auferstehn aus meinem grab. 15. Mein lieber, frommer, trens Yy 5 er 706 er GOtt Ull mein gebein bewah, ren thut, Da wird nicht eins vom leibe mein, Sey groß oder klein, umfommen noch verloren seyn. Dom Tode und der Auferstehung. 16. Meinen liebenGOtt von ans gesicht Werd ich anschaun, dran zweiffl ich nicht, In enger freud und herrlichkeit, Die mir bereit. Ihm fey lob preis in ewigkeit. 17. DJEfu Chrifte GOttes Sohn, Der du für mich haft gnug gethan, Uch, schleuß mich in die wunden dein: Du bist als lein Der einge trost und helfer mein. 18. Amen, mein lieber fromer GOtt, Bescher uns allen ein'n felgen fod. Hilf, daß wir mögen all zugleich Bald in dein reich Rommen und bleiben ewiglich. 699. Ja Mel. Wer nur den lieben. Ch ruhe nun in GOttes are men, Mein leib schläft fanft und selig ein, Die liebe låffet mich erwarmen Bey ewig gnaden, rei them scheir. Dort hatt' ich wenig rubeflunden: Hier hab ich sie in GOtt gefunden. 熱 2. Hier hab ich alles zu geniess fen, Worauf mein glaube fich gefreut: Der lebensquell lässt auf mich fliessen die strome seiner süßigkeit: Mein freuden, meer ist GOttes fülle, Bey dem ist meine seele stille. 3. Mein matter leib schläft in der erden, Er schläft, bis ihn mein freund erweckt; Die asche wird zur sonne werden, Ob fie gleich finstre nacht ist deckt: Er wird mit freuden auferstehen, Mit mir vereint zur hochzeit gehen. 4. Da wird das Lamm mich ewig weiden, In feldern voller fis cherheit: Da ist das himmels brot der freuden Jn ewigkeit für mich bereit. Das hab ich schon von GOtt empfangen, Mit des nen, die voran gegangen. 5. Ihr, die ihr ito thrånen speiset, Denckt an des himmels bonigseim, Ob ihr gleich noch durch Mara reiset, GOlt bringt zu rechter zeit euch beim. Da werdet ihr mit freuden sehen, Wie wohl mir durch den tod geschehen. 700. 6 76 * # 5 6 56 55 6 56 NET Ich SHITST O 76 Bom Tode und der Auferstehung. 6665 * 6 6 444* 2 67% 666 65 3th Ich sehne mich zu sterben: Komm, JEsu, laß mich ers ben Das mir versprochne theil, Ach, knüpfe auf das feil, Das leib und feele hålt, Mir eckelt für der welt, Mein wunsch geht himmel an Zum schönen Canaan, Da ich ewig werde prangen, Und das bürger recht erlangen, und das bürgerrecht erlangen. 9 拜 5 6 5 43 MELDISINM 6 6 6 6 6 66 2. Wer flüchtigkeit wil lieben, Der suchet fein betrüben In schudder eitelkeit, Die ihm die welt anbeut. Es ist ein schattens bild, Mit angst und nothum, hillt. Wer seinem lachen traut, Der hat auf sand gebaut. Sie die leichten blätter fliegen, Mus, was irdisch ist, erliegen,:,: 660 0 66 76 707 S 6 40 6 4 [ 111) 3. Muß nicht das haus der er den Doch einst zu nichte werden? Und was ist leben doch? Nichts als ein mühsam joch! Ein kurzer feyertag, Dem kaum was gleis chen mag, Was furtze zeit besteht, ind bald, bald untergeht. ist, lange jahre zehlen? Nichts als ein gequältes quålen,:,: s 4. Mich dürftet nach den freus den Der zuckersüssen weiden, Wo ewig ruhe ift, Und wo du hirte bist, OJEfu deiner schaar, Die das gewünschte jahr Der ewigs feit geneufft, Wo milch und ho, nig fleufft, Wo, die überwunden haben, Eich mit himmels nectar laben,:,: 5.Weg, weg mit allen sachen, Die Dom Tode und der Auferstehung. 708 Die sterben bitter machen, Beg, was die eitle weltFür ihr vergnü gen hålt, Was dieser schäßbar heifft, Und iener köftlich preiß, Es ist nur phantasey, Und ein zer, brechlich en. Alles, alles muß verrafen, Wann der tod darein wird blasen:,: 6. Wornach sich andre sehnet, Ist nur ein tand und wehnen: Was ist des scepters macht? Bas rothe purpur pracht? Was Fonigliche cron? Hat sie nicht gleichen lohn, Als wol des armen fab? Denn beydes muß ins grab. Und was mag sich unterstehen Ceinem tode zu entgeben?:,: Mel. Mein Gerzens JEsu 7. Ich achte nicht das leben, eh weiß, daß mein Erldſer mir mir meinen wunsch erfüllt, lind meinemen. Er lebt, und was ihm verlangen stillt: Das andre ist widerstrebt, Das muß sich end ein traum, Ein aufgeschwelter fchaum. Das, was ein welt find liebt, Das ist, was mich betrübt. Ich wil nach dem himmel trach, ten Aue welt luft gar verachten:: lich schämen. Er lebt fürwahr, der starcke held; Sein arm, der alle feinde fällt, hat auch den too bezwungen. Ich 8 Komm, JEfu, mein vergnü gen, Laß sterbend mich obsiegen Das schlos der ewigkeit. warte nur der zeit, Dieftetia mich ergetzt, und hin zum fterben fetzt. HErr JEfu, fey mein licht, So fierb ich sterbend nicht: Nur nimm du am letzten ende, Meine feel in deine hánde:,: 9. Ach, bilf mir überwinden, Diß schöne ufer finden, Co in den himmel trägt, Da mir ist beygelegt Der krang so immer blüht, Und nicht verwelckung fieht, Wo ewig ehre wacht, Wo freude mich anlacht. Darum laß mich, JEsu, sterben, Daß ich kan den himmel erben:,: 10. Fahrt hin, ihr eitelkeiten, Duflucht der schudden zeiten, Du Furte monden zahl, Fahr hin, du thránen thal, Mein auge freus et fich, Dewigkeit auf dich. Komm du gewünschte ruh, Echleuß meine angen zu, Und laß mich in friede fahren Sin jum frohen engel schaaren:,: 701. $ 2. Deß bin ich herzlich hoch erfreut, Und habe gar kein scheus en Für dem, der alles fleisch zers freut, Gleich wie der wind die spreuen. Nimmt er gleich mich und mein gebein, Und scharrt uns in die gruft hinein; Was Fan er damit schaden? 3. Mein Hetland lebt: ob ich nun werd Jns todes faub mich frecken! Co wird er mich doch aus der erd Hernachmals aufer, wecken, Er wird mich reiffen aus dem grab, und aus dem lager, Da Dom Tode und der Auferstehung. da ich hab Ein kleines ausge schlafen. 4. Da werd ich eben diese haut Und eben diese glieder, Die ieder iko an mir schaut, Auch was sich hin und wieder Bon adern und gelencken findt, Und meinen leib zusammen bindt, Gang richtig wieder haben. 702. 5.3war alles, was der men. sche trägt, Das fleisch und seine Esus meine zuversicht Und wann Smein 1 1 sterben leat, Zermalmet und zers brochen Von maden, motten und was mehr, Gehöret zu der wür. mer beer; Doch sols nicht stets so bleiben. 6.Es sol doch alles wieder fehn In seinem vorgen wesen: Was nieder lag, wird Gott erhöhn; Was umfam, wird genesen; Bas die verfåulung hat verheert, Und die verwesung ausgezehrt, Wird alles wieder kommen. 7. Das hab ich ie und ie ge glaube, Und faß ein vest vertraus en: Ich werde den, der ewig bleibt, In meinem fleische schaus en; Ja in dem fleifche, das hie stirbt, und in dem stanck und foth verdirbt, Da werd ich GOtt in ſehen. 709 9. Troß sey nun allem, was mir will Mein herge blöde mas men, Wars noch so mächtig, groß und viel, Kan ich doch frölich las chen. Man treib und spanne noch so hoch Sara, grab und tod, so bleibet doch GOtt, mein erlös fer, leben. 8. Ich selber werd in seinem licht Jon fehn, und mich erqui cken: Mein auge wird sein ange ficht Mit groffer luft erblicken. Ich werd in mir sehn, mir zur freud, und werd ihm dienen oh, nezeit, Ich selber, und kein frem, der. Dieses weiß ich: sol ich nicht Darum mich zufrieden geben, Was die lange todes, nacht Mir auch für gedancken macht? 2. JEsus, er mein Heiland, lebt; Ich werd auch das lebent schauen, Seyn, wo mein Erldser schwebt. Warum solte mir denn granen? Låsset auch ein haupt das glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der hoffnung, band Zu genau mit ihm verbun. den, meine farcke glaubens hand Wird in ihm gelegt befunden, Daß mich auch kein todes bann Ewig von ihm trennen fan. 4. Ich bin fleisch und muß daber auch einmal ju afchen wer den Das gesteb ich: doch wird er Mich erwecken aus der erden, Daß ich in der herrlichkeit Um ihn seyn mög allezeit. 5. Denn wird eben diese haut Mich umgeben, wie ich alâube. GOTT wird werden angeschaut Dann von mir in diesem leide, Und 710 Und in diesem fleisch werd ich JEsum sehen ewiglich. 6. Dieser meiner augen licht Wird ihn, meinen Heiland, kens, nen: Jch, ich selbst, kein fremder nicht, Werd in seiner liebe brens nen; Nur die schwachheit um und an Wird von mir seyn abgethan. 7. Was hier kråncket, feufit und flebt, Wird dort frisch und Herrlich gehen: Irdisch werd ich ausgesät, Himmlisch werd ich auferstehen: Hier geh ich natür: lich ein, Nachmals werd ich geist, lich seyn. Bom Tode und der Auferstehung. t. 8. Seyd getroft und hoch er freut, JEsus trägt euch meine 66 76 0 5 8743 0 6665 64443 ( E TUTUT numdan 6 643 HI glieder; Gebt nicht flat der traus rigkeit; Sterbt ihr, JEfus ruft euch wieder, Wenn die letzte trompet klingt, Die auch durch die gråber dringt. 9. Lacht der finstern erden Fluft, Lacht des todes und der hollen: Denn ihr folt euch durch die luft Eurem Heiland zugesellen. Dat wird schwachheit und verdruß Liegen unter eurem fuß. 10. Nur daß ihr den geist ers hebt Von den lüften dieser erden, und euch dem schon ist ergebt, Dem ihr beygefügt folt werden. Schickt das herge da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu seyn. 703. 65 566 5 430 GITAI ( 6 6 566 6 E 5 480 7 Rein Dom Tode und der Auferstehung. Kein Ein stündlein geht dahin, Es liegt mir in den finn, Ich bin auch immer wo ich bin, Daß mich der tod Wird setzen in die letzte noth. Ach GOTT, wenn alles mich verlässt; So thue du bey mir das best. 2. Hier ist kein aufenthalt, Der tod hat die gewalt, Er frifft und würget jung und alt, Er reist uns fort Aus unserm orden, stand und ort. Ach GOtt, 2c. 3. Kein rath, kein arkeney, Rein heulen noch geschrey, Rein bruder kan mich machen frey, In aller welt Ist nichts, das end, lich mich erhålt. Ach GOtt, 2c. 4. Kein reichthum, geld noch gut, Rein fühner helden muth Hilft für des todes grimm and wuth: All ehr und gunst Und macht für ihm ist gar umsonst. Ach GOtt, ic. 5. Was schmerk, was angst und pein, Ach GOtt, wird um mich seyn, Wenn nun der tod wird brechen ein! Wer wird als: bann Mit treft fich meiner neh, men an? Ach GOtt, 2c. 6. Wenn mein gewiffens buch, Wenn des gesetzes fluch, Wenn fund und fatan zum versuch Trit wider mich, Wer ist, der mein er barmet fich? Ach Gott, xc. 7. Wenn meiner augen licht Mir ferner leuchtet wicht, Und mir das herß im leibe bricht, Für angst und quaal, Wer führt mich durch das finstre that? Ach Gott, c. 711 8. Wenn sprach), verstand und finn Auf einmal fällt dahin, Und ich nicht mehr bin der ich bin, Wer schrept mir zu, Wenn mir der schmerg lässt keine ruh? Ach Gott, c. 9. HErr JESU, du allein, Solft mir in todes pein, Die bes ste hilfund labsal seyn: Auf dich wil ich Die weit gesegnen ewigs lich. Ach GOtt, 2c. 10. HErr JEfu, nimm mich aufzu dir im himmel nauf. Wenn ich vollendet meinen lauf. Ich ruf zu dir, So lang ein othem ist in mir: Ach GOtt, wenn alles mich verlässt, So thue du beg mir das best. 704. Mel. Es ist gewißlich an. mich: Du lebst, ich lebt auf Omm, sterblicher, betrachte erden; Was du ikt bist, das war auch ich, was ich bin, wirst du werden; Du musst hernach, ich bin vorhin: Ach), dencke nicht in deinem finu, Daß du nicht dure fest sterben. 2. Bereite dich, stirb ab der welt, Denck auf die legten fluns den. Wenn man den tod verächts lich hält, Wird er sehr oft gefune den. Es ist die reihe heut an mir, Wer weiß, vielleicht gilts morgen dir, Jawohl noch diesen abend. 3. Sprich nicht: ich bin noch gar zu jung, Ich kan noch lange leben. Ach) nein, du bist schon alt genung, Den geift von dir zu ges ben, 712 Dom Tode und der ben. Es ist gar bald um dich ge. than, Es sieht der tod fein alter an: Wie magft du anders den. cken? 4. Ach ja, es ist wol Flagens werth, Es ist wohl zu beweinen, Daß mancher nicht sein heil be gehrt, Daß mancher mensch darf meinen, Er flerbe nicht in seiner blüth; Da er doch viel exempel fieht, ie junge leute sterben. 5.So oft du athmest, muß ein theil Des lebens von dir wehen; Und du verlacht des todes pfeil. Itt wirst du müffen geben: Du hältst dein grab auf tausend schritt. Und haft dazu faum einen trit: Den tod trägst du im busen. 6. Eprich nicht: ich bin frisch und gesund, Mir schmeckt auch noch das essen. Ach, es wird wol ißt diele tund Dein farq dir ab. gemessen. Es schneidet dir der schnelle tod ja täglich in die hand das brodt. Bereite dich zum ster, ben. 7. Dein leben ist ein rauch, ein schanm, Ein wachs, ein schnee, ein schatten, Ein thau, ein laub, ein leerer traum, Ein gras auf dür, ren matten. Wenn mans am we, nigsten gedacht; So heisst es wol: zu guter nacht, Ich bin nun hier geweſen. 8. Indem du lebeft, lebe fo, Daß du kanst selig sterben: Du weifft nicht, wann, wie oder wo Der tod um dich wird werden. Ach denck, ach dencke doch zu Auferstehung. rück: Einzug, ein kleiner augen blick Führt dich zun ewigkeiten. 9. Du seyft dann fertig oder nicht; So musst du gleichwol wandern, Wann deines lebens ziel anbricht: Es geht dir wie den andern. Drum laß dirs eine wars nung feyn. Dein auferstehn wird überein Mit deinem sterben kom men. 10. Ach dencke nicht, es hat nicht noth, Ich will mich schon bekehren, Wenn mir die frands heit zeigt den tod, GOTT wird mich wol erhdren. Ber weiß, ob du zur francheit kommft? Ob du nicht schnell ein ende nimmst? Wer hilft alsdenn dir armen? 11. Zu dem, wer sich in fünden freut, und auf genade bauet, Der wird mit unbarmhergigkeit Dec töllen anvertrauet. Drum lerne sterben, eh du ftirbft. Damit du ewin nicht verdirbst Wenn GOtt die welt wird richten. 12. 3um tode mache dich ge schickt, Gedenck in allen dingen: Würd ich hierüber hingerückt, Colt es mir auch gelingen? Wie, Fönt id) ist zu grabe qebu? Bie, könt ich ist vor GOTT bestehn? So wird dein tod zum leben. 13.So wirst du, wenn mit feldo geschrey Der grosfe GO: t wird fommen, Von allem sterben frand und frepGryn ewig aufges nommen. Bereite dich, auf daß dein tod Beschliffe deine pein und noth. O mensch, gedenck aus 70% ende. Bom Tode und der Auferstehung. 705. H 65 6 441 NENI ņ Hit!! 430 EI Int 4 6. 6230 5 Uchs mit mir, GOtt, nach deiner gut, Hilf mir in mei, nem leiden. Was ich dich bitt, versag mir nicht: Wenn sich mein feel wil scheiden; So nimm fie, HErr, in deine hånd. Ist als les gut, wenn gut das end. 2. Gern wil ich folgen, lieber HErr, Du wirst mir nichts ver, derben: Denn du bist ia von mir nicht fern, Wenn ich gleich hier muß sterben, Verlassen meine lieben freund, Dies mit mir LOD 4. Tod, teufel, 5du, die welt und sünd Mir nicht mehr können 6430 6 713 schaden: Bey dir, o HErr, ich rettung find', Ich tröst mich dei ner gnaden. Dein einger Sohn aus lieb und huld Für mich bes zahlt hat alle schuld. 5. Warum folt ich denn frau rig seyn, Da ich so wohl bestehe, Bekleidt mit Chrifti unschuld rein, Wie eine braut, bergehe? Gehab dich wohl du schnöde welt: Bey GOtt zu leben, mir gefält. 706. mel. Mein freund zerschm. Ein treuer komm gemeint. 3. Ruht doch der leib sanft in M ich, doch hinüber? Mir der erd; Die feel zu dir sich schwin, get In deine hand fie unversehrt Durch tod ins leben dringet; Hier ist doch nur ein thránen, thal, Angst, noth und trübsal überall. grauet für dem finstern todes, that. Du bist mir ia, Mein hort, mein Heiland, lieber, Als diese welt: Woher kommt doch die quaal, Daß mich des todes larve schreckt, Da gleichwol deine huld Mich so gar treulich deckt? 2. Du hast mich in So wohl 31 hin Dom Tode und der Auferstehung. 714 bindurch geführet, Als mich dein licht erst aus Egypten riß: Das rothe meer hat mich fast nicht bes rühret: Du jogst mich aus der dicken finsterniß; Ich folgte dir mit hergens freud, Und ließ der blinden welt Die schnöde herr. lichkeit. 3.Ich fühlte zwar, Wie damals fod und leben, zu meinem heil, sich in mir scheiden musst; Doch überwand Jch alles widerstreben, Der wahrheit glang entzündte meine bruft: Du strahltest in mein berk hinein; Drum fon te mir zu dir Auch nichts im we ge seyn. 4. So hast du ia Den fod in mir verschlungen, und ich bin aus des todes gift und macht, Durch deine fraft, Zum leben durchge drungen. Das leben, das du haft ans licht gebracht, Belebte meis nen geist und finn: Des todes fia: chel fiel Samt aller furcht dahin. 5. Wie hat dein Geist mir al les aufgeschlossen, und mir die schåge deines reichs gezeigt, Dein frieden bat Sich auf mein her eraoffen, Gleichwie der thau von Hermon niebersteigt, Und deine reine GOttes kraft Hat mir so manchen fieg, So manchen troft geschafft. $ 6. Bie lieblich hat mich deine hand geweidet In deines wortes fegens voller au! Dein süsses wort Das leib und seele scheidet, Dar innen ich dein treues berge schau, Hat täglich meinen geist genährt, Und meinen arm den fampf Des glaubens wohl gelehrt. 7. Du hast mich durchDie wü ste durch getragen, Da manchers ley versuchung mich gedrückt: Dein füsser trost Hat in so man chem jagen Mein mattes herk mit neuer fraft erquicft. Weiß ich von mancher trubsals laft; So weiß ich auch, wie du Mir beygestanden haft. 8 Nun aber, da Ich durch den Jordan brechen Und durch den tod in Canaan fol gehn, Da will die furcht mir muth und glauben schwächen, Der Jordan wil die folge fluth erhöhn. Mein Schif lein eilt zum hafen ein, und sol, wie ohne maft, Ein raub der web len seyn. 9. Ach, lebens fürst, Uch, JE fu, mein erretter, Ach, zeige mit dein freundlich angesicht; 2, reiß mich raus, Ach, führ mich aus dem wetter, Verbirge mir işt ia dein berge nicht. Was kan mein hers ist anders thun? Es muß bey solchem sturm In deis nem hergen ruhn. 10. Benebelt mich Die finfire todes decke; Berkläre mich in sob cher finsterniß: Und wenn ich schon In todes rachen stecke; Eo ma che mich nur deiner huld gewi Bewahre deinen finn in mir, Auch wenn ich meinen finn Und alle kraft verlier. 11. Lässt du mich schon Im fine stern Dom Tode und der Auferstehung. flern thale wandeln, Eh noch der fod mein mattes her zerbricht; Treibt mich die noth Von einem ort zum andern: So komm ich doch aus deinen wunden nicht. Muß hier mein geist durchs feuer gehn; So wird es dort um mich auch besser stehn. 12.Und ob du mich Beschlossen haft zu tädten; So hoff ich doch auf dich, mein HErr und GOtt. Die hoffnung muß an dir ia nicht erröthen, Der glaube wird ia nimmermehr zu fpott. Was du erwehlt und frey gemacht, Wird auch gewiß durch dich Zur herr. lichkeit gebracht. 13. Mein bergens trost, Jch bin dir übergeben, Du wirst nun wohl, o mein Erlöser, fehn, Wie du mich folft Bewahren zu dem leben: Denn ohne dich ißs ia um mich geschehn. Dein blut und deis nes blutes heil, Bleibt mir wohl eingeprägt, zu meinem besten theil. 14.Mein brautigam, Erkenne meine feele: Mein flämmlein brenat in himmlischer begier; Es lebt und glängt In deinem lau tren dle: So komme denn, mein licht, ich folge dir. So gehts zum neuen Zion hin. Hallelujah, GOttleb, Daß ich hinüber bin. 707. Marten wir im Leben find Wen suchen wir, der hilfe thut, Daß wir gnad erlangen? Das 715 bist du, HErr, alleine. Uns reuet unsre missethat, Die dich, HErr, erzürnet hat. Heiliger HErre Gott, Heiliger starcker GOtt, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewiger GOtt, Laß uns nicht versincken In der bittern todess noth. Kyrie eleison. 2. Mitten in dem tod anfiche Uns der bölen- rachen; Wer wil uns aus folcher nothFrey und les dig machen? Das thust duHErr, alleine: Es jammert dein barme hergigkeit Unser fünd und groffes leid. Heiliger HErre GOLT, Heiliger starcker GOtt, Heiliger barmberßiger Heiland, Du ewie ger GOTT, Laß uns nicht verzas gen Für der tiefen höllen, gluth, Kyrie eleison. 3. Mitten in der höllen, angst Unfre sünd uns treiben: Wo solln wir denn fliehen hin, Da wir mie gen bleiben? Zu dir, HErrChrift, alleine. Vergoffen ist dein theus res blut, Das gnug für die fünde thut. Heiliger HErre GOTT, Heiliger starder GOtt, Heiliger barmherziger Heiland, Du ewi ger GOtt, Laß uns nicht entfale len Von des rechten glaubense troft. Kyrie eleison. 708. Un lasst uns den leib begras kein'n wir zweis fel haben, Er wird am jüngſten tag aufstehn, und unverweßlich berfür gehn. Antw. 716 Dom Tode und der Auferfiehung. Antwort des Verstorbenen. 1. So grabet mich denn im mer hin, Da ich so lang ver. wagret bin, BisGOtt, mein treuer feelen birt Mich wie der auferwecken wird. 2. Er ist erd, und von der erden, Wird auch zur erd wieder wers den, und von der erd wieder auf stehn, Wenn GOttes posaun wird angehn. 2. 3a freylich werd ich durch den tod Zu aschen, er den, staub und koth; Doch wird diß schwache fleisch und beinDon meinem GOtt verwahret feyn. 3.Sein feele lebt ewig inGOtt, Der fie allhie aus lauter gnad Bon aller sünd und missethat, Durch seinen sohn erldset hat. 3. Mein leib wird hier der würmer spott; Die feele lebt bey ihrem GOTC, Der fie durch sein so bittres leid Er löfet bat zur seligkeit. 4. Sein jammer, trübfal und elend ft kommen zu ein'm selgen end, Er hat getragen Christi joch, Ift gefiorben und lebet noch. 4. Was mich für trübsal bier verletzt, Wird ist mit bimels lutt erfetzt: Die welt ift nur ein jammerthal Dort ist der rechte freuden faa!. 5. Die feele lebt ohn alle flag; Der leib schläft bis am jüngsten tag, An welchem GOtt ihn vers Flåren, und erger freud wird ger währen. 5.Wenn alle welt zu trüm mern bricht, Und GOTT wird halten sein gericht; So wird mein leib verkläret ftehn, Lind in das himmel reich eingehn. 6. Hier ist er in angst gewesen; Dort aber wird er genesen, In ewger freud und wonne, Leuchten wie die belle fonne. 6. Wie manche widerwär tigkeit hatt ich bey meiner lebens zeit; iun aber ift mir nichts bewust, als aller auserwehlten luft. 7. Nun lassen wir ihn hie schla fen, Und gehn all heim unser straffen, Schicken uns auch mit allem fleiß: Denn der tod kömmt uns gleicher weiß. 7. So lafft mich denn in fanfter rub, Und geht nach eurer wohnung zu, Ein ieder dende tag vor tag, Wie er auch felig sterben mag. 8. Das helf uns Christus, un ser troft, Der uns durch sein blut hat erlöft Vons teufels gewalt und ewger pein. Shm sey lob, preis und ehr allein. 709. Mel. Zerfließ mein Geift in. instre nacht, wenn wirft bricht mein lebenslicht herfür? Wenn werd ich doch von fünden auferstehen, und leben nur allein in dir? Wenn werd ich in gerech tigkeit Drin antlig seben allezeit? Wenn Dom Tode und der Auferstehung. Wenn werd ich fat und froh mit lachen, O HErr, nach deinem bild erwachen? pie 2. Ich fühlezwar schon deiner Herrschaft wercke Und deiner aufs erstehung kraft; Du macheft mich war in des glaubens stårcke Schon theilhaft deiner leiden schaft: Dein geist muß mir zwar täglich seyn Des fleisches creußis gung und pein; Durch ihn fan ich die fünde binden, und in dem Fåmpfen überwinden. 3. Doch ist der kampf noch nicht gang ausgekämpfet, Der lauff ist auch noch nicht vollbracht, Der bosheit feur ist noch nicht ausge, dämpfet. Sol nach der schwars Hen fünden nacht Ein neues vol les licht aufgehn, Und ich mit Chrifto auferstehn, Sol ich diß Pleinod mit ihm erben; Maß ich zuvor auch mit ihm sterben. 4. Darum, mein geist, sey wacker, wach und streite, Fahr immer in der heilguna fort; Ver giß, was rückwärts ift: die grosse beute Steht noch in ihrem orte dort, Streck dich darnach, eil nach ihr zu, Du findest sonsten doch nicht ruh, Bis du hast diese cron erftritten, und mit dem HErrn den tod erlitten. 5. O füffer tod, o lang gehoff, tes ende, Wenn kommst du doch einmal beran, Daß ich den kampf und lauf eins gar vollen de, und völlig überwinden kan? Alsdann erflirbt der fünden gift, 717 Wenn ihn das leben übertrifft: Wenn du, mein licht, wirst gant aufgehen; So kan die nacht nicht mehr bestehen. 6. O güldnes meer, durchbrich doch deine dämme, Komm, wie ein aufgehaltne fluth, Und alles fleisch, was lebet, überschwemme, Das vor dir immer böses thut. OGOttes kamm, dein blut ale lein Macht uns von allen fünden rein. Die fleider, die gewaschen worden Hierinnen, trägt dein priester orden. $ 7. Wenn du mein licht, mich so wirst überkleiden Mit seiden der gerechtigkeit; Dann werd ich recht auf grüner aue weiden, Und in dir haben ruh und freud; Dann werd ich die geschmückte braut, Die du dir durch dein blut vertraut, Und da bleibst meine stete wonne, O alles lichtes licht und sonne! 8. Dann werd ich einen mons den nach dem andern Dir feyren deine fabbaths ruh, und in dem heilgen schmucke willig wandern, zu opfern dir, dem tempel ¡ n; Darin werd ich die lebens quell Indir, o licht, fehn klar und hell: Kein schmert, noch tod wird, die dich lieben, Alsdenn auch fermer nicht betrüben. 9. Halleluiah! so oft ich nur gedencke An diesen meinen sters bens. tag, Und mein verlangen dahin gänglich lencke, Vor fieus den ich fanm bleiben mag. Komm 313 doch Dom Tode und der Auferstehung. 718 doch, spricht geist und braut zu dir, Mein leben, daß ich sterb in mir, Und in dir wieder auferste, he, und in dein Zion mit eingehe. 10. Ja, ia ich fomm, hör ich den lebens fürften Schon rufen in dem wieder hall: Es trincken, die nach meinem wasser dürften; Mein geist macht othem überall. Ja, komm HErr JEsu, deine gnad Sey bey uns allen früh und spat: Laß beyuns bleiben deinen samen, Daß wir nicht können fündgen, Amen. 710. M. Bater Unser im Simelr. Mensch, bedencke ftets dein le trennt; Gehorche GOtt, und dich belehr, mit fünden nicht dein herk beschwer. Sie bleibst du nicht, du musst davon: Wie du hie lebt, ist dort dein lohn. 2. Wo find die Finder dieser welt, mit ihrer wohllust, pracht und geld? Wo sind, die noch vor wenger zeit Bey uns stolßirten voller freud? Sie sind dahin: all ihre haab Ist nichts, denn staub und stand im grab. 3.Hieran gedenck, o menschen. Find, Bedende, was sie worden find: Sie waren menschen gleich wie du, Die meiste zeit sie brach, ten zu In wohllast; aber ach, wie schnell Sind sie gefahren zu der höll! 4. Hier muß der leib ins grab hinein, und dort die feel empfin, den pein, Bis sie der HErr am jungsten tag Zusammen bringen wird mit flag, Und flürken in das schwefel feurzu allen teufela ungeheur. 5.Denn weil sie hier mit üppig, feit Gedient dem fatan haben beyd, An ihre buffe nicht gedacht, Und an des andern todes macht; So ist auch recht, daß fie zugleich Dort leiden quaal im teufels reich). 6. Was hilft fie nun ihr ehr und gut, Jhr wohlluft, pracht und übermuth? Wo ist ihr lachen, spiel und scher? Wo ist ihr stol Bes freches herk? Diß alles ist in lauter pein Verwandelt, der tein en roer t 7. Was GOTT an ihnen bat gethan, Er auch an dir erweisen fan. Gedencke, mensch, du bist nur erd; Tritt'st erd, und wirst von erd genehrt: Zur erden wirst. du nach dem tod Auch werden gleich wie mott und Foth. 8. Merck und behalt diß, was ich sag, Vergiß nicht deinen to des tag, Wie schnell er brechen wird berein: Vielleicht macht es noch heute seyn. Der tod mit bir macht keinen bund: Bie? wenn er käm in diese stund? 9. Gewiß ists, daß du flerben musst; Wenn, wie und wo, ift unbewusst. Un allem ort, all au genblick Wirft aus der tod sein neg und strick: Bist du nun king, so sey bereit, Und warte sein zu ieder zeit. FO. Tran Dom Tode und der Auferstehung. 10. Erau nicht auf deinen stol. gen leib, Das fünden rad nicht weiter treib: Wirst du in bos, heit fahren fort, Co fährest du zur höllen pfort. GOTT ist ge recht, Er firaft die fünd: Dort firaft er, wie er hie dich findt. 11. Denn wer die welt mehr liebt als GOtt, Ausfrömmigkeit nur treibt ein'n spott, Lebt täglich wie der reiche mann, Jn volleren, aufs best er fan; Der dient dem teufel auf der erd, Wird mit ihm gleicher straf gewehrt. 6 5 4398 5 8 Q 711. ņ 719 12. O JESU Christe, der du mich Aus finsterniß so anadiglich Berufen baft zu deinem licht, hilf, daß ich mich gleich stelle nicht Dem wesen dieser argen welt, Die gang mit Bosheit ist vergåült. 660 frommen, Die ihr durch den tod zu GOtt gekommen, Jhr send entgangen Aller noth, die uns noch hålt gefangen. 13. Verleih, daß ich aus aller macht Die welt mit ihrer Inft vers acht: Begierd nach reichthum oder ebr, Laß in mir herrschen nimmermehr, Damit ich dort in deinem reich, Den engeln GOt tes lebe gleich. Antwort der Seligen. 1 Ja böchft felig sind wir, Heben brüder: Linjer mund ift voller ficuden ücder: 6* 5 430 6 6% 6 ²7€*** NE 6.98 430 Wird GOtt euch gar bald auch anvertrauen. 2. Muß man hier doch wie im Fercher leben, Da nur sorge, furcht und schrecken schweben: Was wir hier kennen, Ift nur müh und herseleid zu nennen. 2. Dihr lieben, seyd doch 3: 4 14 720 Dom Tode und der Auferstehung. iazu frieden, Wünscht nicht und führ uns bald von dannen: freude, weil ihr feyd hienie. den, Lafft euren willen Sich nur sanft von GOttes gnas de stillen. Bey dir, o sonne, Jft der from men feele freud und wonne. 3. Jbr bergegen ruht in eurer kammer, Sicher und befreyt von allen jammer, Rein creuß und leiden Jft euch hinderlich in eu ren freuden. 7. Nun wir wollen beyderseits denn loben GOttes Lamm, Das uns in GOtt erhoben: Ein ew's ges leben Jft uns beyderfeits ges wiß gegeben. 8. Lobt ihr menschen, lobt ihr himmels chore, Gebt dem höch ften GOtt allein die ehre: Die ewigkeiten Werden unsers GOt tes lod ausbreiten. 712. Mel. Gertzlich that mich zc. 4. Duldet euch nur fort bey euren thränen, Bleibt allet will ich dir geben, Da getreu, euch himmel an zu febnen: Eur iig leiden 3ft der famen zur Fünftigen freuden. arge, falsche welt; Dein fündlich böses leben Durchaus mir nicht gefällt: Im himmel ist gut wohnen. Dahin sieht mein bes gier, Da wird GOtt ewig lohnen Dem, der ihm dient alhier. 2. Rath mir nach deinem her ken, O JEsu, GOttes Sohn. Soll ich hie dulden schmergen; Hilf mir, HErr Christ, davon: Berfürt mir alles leiden, Stård meinen bidden muth, Laß mich felig abscheiden, Sek mich in dein erbgut. 3. aber gleichwol mufften wir auch Fämpfen, Da in uns war fünd und tod zu dämpfen: Was euch ist qualet, Daran gat es uns auch nicht gefehler. 4.Christus wischet euch ab alle thránen, Habt das schon, wor. nach wir uns erst sehnen, Euch wird gesungen, Was durch keis nes ohr alhier gedrungen. 5. Ach, wer wolte denn nicht gerne fierben, und den himmel für die welt ererben? Wer wolt hier bleiben, Sich den jammer langer lassen treiben? 5. Freylich ist hier gut, bey Chrifto leben; Doch kont ihr euch in gedult ergeben: all ener ftreitenLobner Chriftus hier mit herrlichkeiten. 6. Ach, ihr theure feelen, eure cronen, Eure palmen, cure güldne thronen, Sind schon bereitet: Sbafft nur, daß ihr recht zum siege ftreis tet 6. Komm, o Christe, komm uns auszuspannen, Löß uns auf, 3. In meines bergens grunde Dein nam' und creng allein Fun delt allzeit und stunde: Dran kan ich Dom Tode und der Auferstehung. ich frdlich seyn. Erschein mir in dem bilde, Zum troft in meiner noth, Wie du, HErr Christ, so milde Dich haft geblut't ju tod. zu 4. Verbirg mein seel aus ana, den In deine offne seit; Rück sie aus allen schaden In deine herr, lichkeit. Der ist wohl hier gewe: fen, Wer kommt ins himmels, schloß; Der ist ewig genesen, Der bleibt in deinem schoos. 5. Schreib meinen nam'n aufs bestens buch des lebens ein, und bind mein' feel gang vefle Ins schöne bündelein Der'r, die im Himmel grünen, Und vor dir les ben frey, So will ich ewig rüh, men, Daß dein herg treue sey. 713. Mel. Wer nur den lieben zc. Meil nichts gemeiners ist als sterben, und bald vielleicht Die reiß an mir; So will ich mich ben zeit bewerben um ein recht se ligs sterben hier: Ich will erst sterben, eh ich sterb, Daß ich im tode nicht verderb. 2. Weil aber diß ist eine fache, Die nicht in menschen Fräften steht; So weiß ich, wie ichs klug, lich mache, Daß mein vorhaben doch fortgeht: Ich lauff gerade zu dem Mann, Der zum wohl fierben helfen kan. 3.Das ist mein Jesus, der sein leben Für meines hat geopfert auf, Mir sein verdienst zum trost gegeben: Sein blut zu meiner feelen Fauf, und mir durch seine 721 todes, noth Erworben einen fels gen tod. 4. Ach, liebster schak, gedenck doch meiner, Und halte bey mir redlich aus: Laß allzeit mich ges niessen deiner, Und reiß aus aller noth mich raus: Dann ich wil hab'n in diesem nun Mit nie, mand, als mit dir, zu thun. 5. Laß mich absterben meinen fünden Durch stete reu und wahs re buß, Im glauben mich mit die verbinden, Und lernen, daß ich sterben muß, Damit ich mich all augenblick zu einem felgen ster. ben schick. 6. Ich gebe dir zu treuen häns den, HErr, meine seel, dein eis. genthum: Das deine mag ich nicht entwenden, Es bleibet dein zu deinem ruhm. Sib du nur selber achtung drauf: HErr JE su, meinen geift nimm auf. 7. Bereite mich von aus, und innen, Wie du mich selber haben wilt: Den glauben mehr, stård meine finnen, und sey vor mir ftets fonn und schild: Die fünde tilg, dem satan wehr, und zeig dich mir mit deinem heer. 8.Ich bitt mir aus dein' heilge wunden Zur rub, dein wort zur argenen, Deins leidens kraftzun letzten stunden, Des Vaters herk, des tröfters treu, Dein blut zur cren und sterbe Fleid, Zulekt zum grabe deine feit. 9. Auf diese weise mag ich ster. ben, 3m fargen oder über lang: 315 Mir Dom Tode und der Anferstehung. 722 Mir ist, als einem himmels erben Und Gottes finde gar nicht bang. Die GOttes lieb', das JEsus blut Machts schon mit meinem ende gut. 714. n. Ein Lämmlein geht und Enn dieses haus der sterb. lichkeit, Die hitte voll be schwerden, Mein schwacher leib zu seiner zeit Wird abgebrochen werden, wenn ich den lebens, lauf vollbracht, Den GOttes rath mir zugedacht, Der meine tage zehlet; So geht mein leben drum nicht aus, nein, ich hab ein besfres haus Von dem, der mich erwehlet. 2. Der Fercker bricht da nur entzwey, Das schnice nest der finden, Hingegen wird die seele frey, und kommt zum überwins den: Was sterblich und verwes, lich heisst, Das fällt dahin; der edle geift Erlangt denn erst sein leben: Die fünde selbst, der schar. fe pfahl, Stirbt, und was sonst im jammerthal Mich hat für noth umgeben. 3. Ein neuer bau, von GOtt erbaut, Bird mich alsdenn be, decken, Wo man von menschen hand nichts schaut, Wo weder aram noch schrecken mir die ero faufte ruhe sidrt, 2o man nichts mehr von thránen hört, Wo flob ger friede blühet, Wo GOTT felbft all's in allem ist, Und wo der auserwehlte Chrift GOTT felbft mit augen siehet. 4.Das wissen wir durch Got tes Geift, Der diß durchs wort versiegelt, Und der durch die vers nunfft hinreisst. Die solchen troft verriegelt: Der Geist zeugt, daß geist wahrheit sey, Der sieht dem glauben Fräftig dey, Der weit hinüber schauet In das beglückte Canaan, Wenn für der rauhen todes: bahn Dem armen herken grauet. 5. Hiedurch entbrennet uns das herg In brünfligem verlan gen, Es schwingt und sehnt sich himmelwärts, Die hitte zu em pfangen, Die uns mit Gottes flarbeit füllt, Die alles weh und feuffen stillt In Chrifti schoos und armen. Der geift spricht: komm, ach komm, mein licht, Fleuch wie ein hirsch, und säume nicht, Vollende dein erbarmen. 6. Diß fehnen wirckt mit aket macht, und lässt uns niemals friede, Es treibt die seufzer tag und nacht, Macht uns der well gang müde: Was hoheit, pracht und wohlust heifft, Das stinct uns an; ach spricht der geift: Was hilft die schönste seide Dem fisch, der ausser waffer liegt: So bin auch ich nur unvergnügt, Bis ich von hinnen scheide. 7. Bie freuet fich mein herk und sinn, Wie froh ift mein ge müthe, Daß ich schon eingeschries ben bin Durch meines GOttes güte, Durch meines holden Ked nigs waht, zu der erkauften feelen Dom Tode und der Auferstehung. feelen jahl, Die zu dem Lame kome men, und die Gott aus der argen welt Erwehlt, und in fein eigen telt Alls finder aufgenommen: 8. Ach! aber war ich nur erst recht Bekleidet und geschmücket. Mein thun ist doch noch gar zu schlecht: Bas man an mir ers blicket, Jft fündlich, eitel und ver. derbt: Was Adam mir hat anges erbt, Macht all mein thun zu schanden. Ach, decke meine bide zu, O JEsu, bring mein schiff in ruh, lad laß es non nicht stranden. 723 nicht verzagen, Gedend'n wil ich an deinen tod; HErr JEsu, deine wunden roth, Die werden mich erhalten. 3.Ich bin ein glied an deinem leib, Deß tröst ich mich von her. gen: Von dir ich ungeschieden bleib In todes noth und schmer, Ben. Wann ich gleich sterb, so fierb ich dir, Ein ewigs leben haft du mir Darch deinen tod erwor, ben. 2. Mein fund mich werden Fråncken sehr, ein g'wissen wird mich nagen; Denn ihr find viel, wie fand am meer, Doch wil ich 4. Weil du vom fod erfianden bist, Werd ich im grab nicht blei ben: Mein höchster troft dein auffahrt ist, Lodéfurcht kanst du vertreiben. Dann, wo du bist, da dir leb und bin: Drum fahr ich ich stets bey bin mit freuden. 5. So fahr ich hin zu JESU Chrift, Mein arm thu ich auss strecken: So schlaf ich ein und rube fein, Kein menfch fan mich aufwecken, Denn JEsus Chris flus, GOttes Sohn, Der wird die himmels thür aufthun, Mich führn zum ew'gen leben. 9. Ach, kleide mich in dich selbst ein, Dein heil sey meine decke, Laß mich nach dir gefinnet seyn, Daß mich ja nichts erschrecke, Wenn ich durchs todes that muß gehn. Durch dich will ich vor GOtt beftehn: Schleuß mich in deine wunden. Dein ftab und stecken träften mich, Wenn ich verscheide, bis ich dich, Das les ben hab gefunden. 715. Enn mein stündlein vor handen ist, und ich sol fabra mein firaffe; So gleit du mich, HErr JEfu Chrift, Mit bilf mich nicht verlasse: Mein feel an meinem legten end Befehl ich, HErr, in deine hånd, Du wirft sie wohl bewahren. 716. el. Wer nur den lieben zc. Erweiß, wie nahe mir mein ende? die zeit, berkömmt der tod. Uch, wie ges schwinde und behende Kan kom men meine todes: noth Mein GOtt, ich bitt durch.Chrifti blut, Machs nur mit meinem ende gut. 2. Es kan vor nachts leicht ans ders werden, 21s es am frühen morgen Dom Tode und der Auferstehung. 724 morgen war: Denn weil ich leb auf dieser erden, Leb ich in fteter tods gefahr. Mein GOtt, ichze. 3. HErr, lehr mich stets mein end bedencken; Und wenn ich ein Ben serben muß, Die feel in JE fu wunden fencken, Und ia nicht sparen meine buß. Mein GOtt, ich bitt 2c. 4.Laß mich bey seit mein haus bestellen, Daß ich bereit sey für und für, Und fage frisch in allen fällen: HERR, wie du wilt, so Schicks mit mir. Mein GOtt, zc. 5. Mach mir stets zucker füß ben himmel, Und gallen bitter diese welt; Gib, daß mir in dem welt getümmel Die ewigkeit sey vorgestellt. Mein GOtt, ich ic. 6. Uch Bater, deck all meine finde Mit dem verdienste Chrifti zu, Darin ich mich veft gläubig winde, Das gibt mir recht er. wünschte ruh. Mein GOtt, c. 7. Ich weiß, in JEsu blut und wunden hab ich mir recht und wohl gebett't: Da find' ich troft in todes stunden, Und alles, was ich gerne hätt. Mein GOtt, ic. 8. Nichts ist, das mich von JEsu scheide, Nichts, es sey le ben oder tod. Jch leg die hand in feine feite, Und sage: mein HErr und mein GOtt. Mein GOtt 2c. 9. Ich habe JEsum angezogen Schon längst in meiner heilgen tauf: Du bist mir auch daher ger wogen, Haft mid) zum Find ges nommen auf. Mein GOtt, ich: c. 10. Ich habe JEfu fleisch get gessen, Ich hab sein blut getruns dcken hier: Nun kan er meiner nicht vergessen, Ich bleib in ihm, und er in mir. Mein GOtt, 2c. 11. So fomm mein end heut oder morgen, Ich weiß, daß mirs mit JEsu glückt. Ich bin und bleib in deinen sorgen Mit JEsu blut schön ausgeschmückt. Mein GOtt, ich bitt ic. 12. Jch leb indeß in dir vers gnüget, Und sterb ohn alle küm merniß. Mir gnüget, wie es mein GOtt füget. Ich glaub, und bin es gant gewiß, Durch deine gnad und Christi blut Machst dus mit meinem ende gut. 717. Mel. Ich hab mein Sach. Je fleucht dahin der mens W fchen zeit, Wie eilet man zur ewigkeit! Wie wenig dencken an die stund Von hertens grund, wie schweigt hievon der tråge mund! 2. Das leben ist gleich wie ein traum, Ein nichtes werther was ser schaum: Im augenblick es bald vergeht, Und nicht besteht, Gleich wie ihr dieses täglich seht. 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir Das, was du bist: ich traue dir: Laß berg und hügel fallen hin: Mir ist gewinn, Wenn ich allein bey JEsu bin. 4. So lang ich in der Hütten wohn; Ey, lehre mich, o GOttes Sohn, Dom Jungffen Gericht. Sohn, Gib, daß ich zehle meine tag, Und munter wach, Daß, eh ich sterbe, sterben mag. 5. Was hilft die welt in letzter noth? Lust, ehr und reichthum in dem tod? O mensch, du laufft dem schatten zu, Bedend es nu, Du kommst sonst nicht zur wah, ren ruh. 6. Weg eitelkeit, der thoren 718. Mel. Berglich that mich zc. Er mit erblafften wangen, Am creuß verschieden ist, Der als ein fluch gehan, gen, Den man zum spott ge grüfft, Hat höll und tod bezwuns gen, und fißt aufs Vaters thron: Es ist dem Held gelungen, Er fommt mit seinem lohn. XLVII. Vom Jüngsten Gericht. 2. Er wird fein heer aufmuns ternym himmlischen gebiet: Sie werden sich verwundern, Wann erd und himmel flieht, Wann sie mit grossem trachen Forteilen in der flucht; Wird euch das herk recht lachen, Das JEfum hier gesucht. 725 lust! Mir ist das höchfie gut bes wusst: Das such ich nur, das bleis bet mir, O mein begier, HErr JESU, zeuch mein herg nach dir. 3. Des Richters fiimm wird Flingen, Als wie ein feld geschrey, Wann sich die feind' eindringen, Daß alles fertig sey. Ein fürft der engel schrepet: Hier fommt der richter an, Die welt wird ist verneuet Durch den bestimmten mann. 7: Was wird da seyn, wenn ich dich seh, Und bald vor deinem throne steh? Du unterdessen lehe re mich, Daß stetig ich Mit klas gem herken suche dich. 4. Drauf die pofaun erklinget, Da aller corper laft Sich aus der erde schwinget; Und was im grab geraft't, Wird herrlich dars gestellet: Die seel tritt aus dem heer, Weil ieder sich gesellet Dem leib, der nicht mehr schwer. 5.So wird der glaub gecrdnet, Wann alles kommt ans licht. Nicht so, der GOtt verhönet, Er bleibt nicht im gericht: Bie wird die feel erbeben, Die das verfluchte theil Von neuem muß beleben, und stehn ohn alles heil? 6.Der Richter kommt zu schei den, Was hier vermenget war, Das schaf, so hier musst leiden, Von der verdammten schaar: Er rühmt der schafe glauben, und was sie guts gethan, Ruft sie als seine tauben, und zeigt die freuden bahn. 7.Wie helle flammen glänzen, So wird auch euer schein, Bis an die himmels grängen Mit luft zu sehen seyn: Ihr prangt mig Dom Jüngsten Gericht. 726 mit himmels cronen, und tragt das weisse kleid; Ihr sitzt auf schönen thronen, Euch ist das reich bereit. 8. Ihr folt den orden führen Vom morgenstern genant; Euch wird ein scepter zieren, Das ies den feind verbannt: Ihr habt nun fit, zu richten Die welt und ihre schaar; Wie sollet ihr nicht schlichten, Was hier verwirret war? 9. Ihr seyd nun nicht mehr wapfen, Eteht in erhöhter pracht Die völcker zu zerschmeissen, Die euch wie nichts geacht: Der HEr: wird sie verdammen 3um tiefen Bodenpfuhl. Ihr alle stimmt zus fammen, Erhöht auf eurem stuhl. 10. Ihr ziehet ein mit freuden In iene nene fladt; Könnt in den auen weiden, Die GOtt gepflan Bet hat. Das leben wird fiets grünen, Die cron verweldet nicht. Ihr solt nun JEsu dienen Vor seinem angesicht. 719. Mel. Kun freut euch lieben. Sist gewißlich an der zeit, Fommen In feiner großen herr lichkeit, zu richten bds und from men: Dann wird das lachen werden theur, Wenn alles wird vergehn im feur, Wie Petrus das von schreibet. 2. Posaunen wird man hören gehn An aller welt ihr ende, Dar. auf bald werden auferstehn Un tobten gar behende: Die aber noch das leben han, Die wird der HErr von stunden an Verwan deln und verneuen. 3. Darnach wird man ablesen bald Ein buch, darin geschrie ben, Was alle menschen, jung und alt, Auf erden hab'n getrie ben. Da denn gewiß ein jeder man Wird hören, was er hat ge than In seinem gangen leben. 4. Oweh demselben, welcher hat Des HErren wort verachtet, Und nur auf erden früh und ſpat, Nach lust, geld, ehr getrachtet! Der wird fürwahr gar tahl be flehn, Und mit dem fatan müssen gehn Von Chrifto in die hölle. 5.O JEsu, hilf zur selben zeit, Von wegen deiner wunden, Daß ich im buch der seligkeit Werd eingezeichnet funden, Daran ich denn auch zweifle nicht; Denn du haft ià den feind gericht't, Und meine schuld bezahlet. 6.Derhalben meis fürsprecher fey, Wenn du nun wirft erschei nen, und lies' mich aus dem bu dhe frey, Darinnen stehn die dei nen, daß brün dern mein Mit dir geh in den himmel ein, Den du uns haft eri worben. 7.D JEfu Chrift, du machst es lang, Mit deinem jüngsten ta ge, Den leuten wird auf erden bang, Von wegen vieler plage. Komm doch, komm doch, du richter groß, Und mach uns in gena Dom Jüngsten Gericht. 727 genaden los Von allem über umfabet, Weil sich die erlösung Amen. 720. & Mel freu dich sehr, o meine. S find schon die legten zeiten, Drum mein herg bereite dich, Weil die zeichen schon von weiten Zum gericht eräugen sich: Himmel, erde, luft und meer Machen sich, als GOttes heer, Auf zur rache, sonder schonen, Über die im finstern wohnen. 2. Es ist alles fast verdorben In der gangen christenheit; Glaub und liebe find erflorben, Alles lebt in eitelfeit: Wie es war zu Nod zeit, So lebt ist in ficherheit Der gemeine hauf der chriften, Die im fünden koth sich brüften. 3. Unverstand und fünden le ben Herrschet und nimmt über band. Die dem unheil widerstre, ben, Sind als frembdling unbe, fannt, Und, wie JEsus selbst ver, acht't, Ja, ihr thun steht im vers dacht. Wie ist denn der welt zu rathen Bey dergleichen frevel thaten? 4. JEsus wird bald felbst eins brechen, Weit fein heer sich auf gemacht, und sein armes bäuf lein råchen, Das zu ihm schreyt tag und nacht. Darum hebt das baupt empor Zu des himmels thür und thor, Daß ihr euer heil nahet. 5. Weil der feigenbaum aus. schläget, und anlegt sein hoffs nungs kleid; So weiß man, daß sich erreget Die erwünschte soms merzeit; Ja, die blätter zeigen sich In den frommen häufiglich), Wer bemerckt derzeiten zeichen, Wird diß gleichniß bald erreis chen. 6. Wächst das reich der fins sterniffen; So wächst auch des lichtes reich. Jenes wird bald weichen müssen, aber der ges rechten zweig Wird in fieter blus te stehn, Wenn die Welt wird uns tergehn. Darum freuet euch, ihr frommen, Euer JEfus wird bald kommen. 7. Hütet euch, daß nicht mit fressen und mit sauffen euer herk, Noch mit nahrungs sorg indes sen Sey beschwert als bley und erk, Daß nicht komme dieser tag, Wie ein bliß und donnerschlag, Uber die auf erden wohnen, Ohn erbarmen und verscho nen. 8. Ja, wir wollen deinen wors ten Folgen, trauter feelen schat, Stör der höllen macht und pfor ten, Und mad) selber bahn und plak, Daß dein zion werd gebaut, und die schöne himmels braut Von den banden dieser erden Möge bald erlöset werden. 7212 728 EL 65 43 PINNEN 6 65#Q# * Q* 14 Vom jüngsten Gericht. 721. E # 31 x ņ 111 6 5665 Q 5 4 80 6 4% * 2 6 6*** 6 6 65 65 66 6 654366 645 Esu, als du erftlich kameft, Unser armes fleisch annahs mest, 3ogest du fanftmüthig ein: Ach dein andres wieder kommen Wird zwar auch den frommen frommen; Aber bdsen böse seyn: Da wirst du den weißen sichten, Wie du ieden fin, dest, richten. 要 支 6 6 6 56 0 6 65 2. Darum, ach, behüt in gnas den, Daß mein herß nicht sey be laden Mit der erden eitelkeit: Mach mich wachen, lehr mich beten, Daß, vor deinem thronzu treten, Ich sey jede stund bereit. Denn ich weiß, du wirst einbres chen Schnell, und gleich den res gens bächen. 3. Laß Dom Jüngsten Gericht. 3. Laß mich dann feyn aufge schrieben, Liß mich aus dem buch der lieben, Lesdh die schwarzen schulden aus Mit dem blute dei ner wunden, Daß ich werd ein schäßlein funden, Emig bleib in deinem haus, Wenn der teufel treibt zur höllen Seine böck und quaal gefellen. 4. Bor mir liegen falsche Förs ner, Woblluft, ehr und reich, thums, dorner, Auf dem lock heerd dieser welt: Die lock vdgel aus der Höllen Mir manch füffes liedlein gellen, Das auf mein vers Derb gestellt. Ach, der tod das garn bald zucket, Wie ein fall firick uns berucket. 5. Gib mir augen, recht zu se. Ben, Gib ein herk, das mög vers stehen, Was zwar scheint, doch schädlich ist. JEsu, meinen finn regire, Daß der feind mich nicht verführe Mit verdeckung seiner list, Daß dein tag mich nicht in funden, Gleich den bösen, möge finden. 722. Mel. Berglich thut mich. Luft Ust ab von fünden alle, Lafft Lab, und zweifelt nicht, Daß Christus wird mit schalle Bald tommen zum gericht: Sein stuht ist schon bereitet, Der HERR fommt offenbar, Er fommt, und wird begleitet von einer grossen schaar. 2. Erfchrick, o fichre feele: Diß ist der legte tag, Dein leib kömmt 729 aus der höle, Darinn er schlafen lag, Da musst du stehn enikleidet, und hören an mit scheu, Wie Christus selber scheidet Den weis hen von der spreu. 3. Wohl dir, so du geschmücket Im wahren glauben bist; Als. denn wirst du gerücket Hinauf zu JEsu Chrift: Weh aber deinem hersen, Wo du bist unbereit; Du musst erleiden schmerzen Und pein in ewigkeit. 4. Was wird der Richter mas chen? Der richtet nicht allein; Er wird jugleich in fachen Dein wahrer zeuge seyn. Denn wirft du sehr erschrecken, Wenn auf dem urtheils plan Der richter wird aufdecken, Was heimlich du gethan. 5. Wie wilt du doch bestehen Vor seinem groffen zorn, Wenn er dich låset sehen Die wunden, schlåg und dorn, Und was er mehr getragen, O schndder mensch, für dich? Bald wird dich Christus fragen: Warum, mensch, schlägst du mich? 6. Hab ich nicht gern vergos fen Mein blut für deine schuld? Ward ich nicht feft geschlossen? Litt ich nicht mit geduld Die nie verdiente firafen Und marter tag und nacht, Bis ich am creus entfchlafen, hab alles vollen bracht. 7. Wie haft du nun bergolfen Mir, was ich dir gethan? Oft hast du mich gescholten, Bist oft Aaa Die 730 3 die fünden bahn Mit dem ver flachten haufen, Nur mir zu spott und hohn, In sicherheit gelaufen, War das dafür mein lohn? Dom Jüngsten Gericht. 8. Uch Gott, wie wird er fchüttern Alsdenn ein finden, Find! Ifrael musste zittern, Als es den starcken wind, Das donnern und das blißen Samt der posau. ven schall Hört auf des berges spigen: Da schrie es überall. 9. Wie wird der fünder schrei en, Wenn ihn der Richter fragt, Barum er nicht mit treuen Ge, than, was ihm gefaat? Wie wird er fönnen schauen Ein solches an, geficht, Das ihm mit angst und grauen, Leib, feel und geift zer. bricht? 10. Wer kan die schand errei chen, Die er erdulden muß, Der dort wird müssen weichen Von GOTT? der mit verdruß und grosser angst wird sehen Biel hei B7 65 6 655 65 43 68 5 4** lige mit pracht Bey GOtt dem richter stehen, Der ihm fein ur theil macht? II. Die grossen GOttes måne ner Verfluchen denn zugleich Den frechen friedens trenner, Der fatans kirch und reich Gesuchet zu vermehren Aus böser lust allein, Und muß nun aller ehren Dafür beraubet feyn. 12. O himmel, es erschallet Der fünder klag geschrey: Thr berg und hügel fallet, Und Fairs schet uns entzwey, Bedeckt uns vor dem pfute, Dieweil zu dieser frist Das Lamm auf GOttes fuhle So sehr ergrimmet ift. 13. HErr, lehre mich beden: den Doch diesen jüngsten tag, Daß ich zu dir mich lencken, Und Chriftlich leben mag: Und wenn ich dort sol fiehen Vor deinem angesicht; So laß mich alsdann sehen Dein klares himmels, licht. 723. P 06 6 666 5 66 6 65 4 2 65 43 06 Wach x 6% Dom Jüngsten Gericht. E S 2. Sprich nicht, du schnödes fünden find: Man hat schon längst davon gelebret, Und folgt doch nichts. Ach! daß du blind, Der satan hat dein berk bethdret. Ja, spotter, du darfst gar nicht forgen, Ob gülten Christi worte nicht; Nein, bringen wird er vor gericht, Was hier gewesen gang verborgen. 3. Ich schaff und wircke, was ich woll. Im essen, trincken, schla, fen, wachen; So hdr ich angst, und schreckens voll, Luft, himmel, erd und wasser krachen. Ich hd, re schon die flimm erschallen: Steht auf, ihr todten geht herfür, Hier ist die höll und himmels, thur: Laß mich, mein GOtt, zu Dieſer wallen. 65 4.3 4* 0 65 65 gemiditeten Ach auf, wach auf, du fichre tig lassen schauen Sein richterlie welt! Der letzte tag wird wahrlich fommen: Denn was im himmel ist bestellt, Wird durch die zeit nicht hingenommen. Ja, was der Heiland selbst geschwo. ren, Sol endlich allzumal ges schehn: Ob gleich die welt muß untergehn; So wird sein wort doch nicht verloren. ches angesicht, Das die verdam ten machet grauen. Seht, den der Vater låffet figen Zu seiner reche ten, der die welt Zu seinen füffen hat gestellt, Der kommt mit done ner, feur und blitzen. 5. Sehr lieblich wird im ges gentheil Erscheinen dieser tag den frommen, Un welchem ihr ges wünschtes heil, Sie frey zu mas chen, ist gefommen. Der rechte Josua wird bringen Die feinigen mit flarder hand In das gelobte vaterland, Ein sieges lied dafelbft zu singen. 731 4.Wach auf der HErr kommt jum gericht, Er wird sehr präch 6. Sind gleich die zeiten so vers lehrt, Daß wir für unmuth schier vergehen; Wird schon die trubsak so vermehrt, Daß auch kein ziel daran zu sehen: Geduldet euch, bald wird sich enden Des lebens schwere pilgrimschaft, Bald were den wir dahin geraft, Wo sich die plagen von uns wenden. 7. Wach auf, wach auf, du fichre welt: Sehr schnell wird dieser tag einbrechen Wer weiß, wie bald es GOtt gefällt? Sein will ist gar nicht auszusprechen. Uch, bute dich für geiß und prase sen. Gleichwie das vöglein wird Mag 2 berückt, Bom Jungffen Gericht. 932 berückt, Noch eh' es seinen feind erblickt: So schnell wird dieser tag dich fassen. 8. Wolan, wir wollen tag und nacht Im geist und ohnabläßig beten: Wir wollen immer geben acht Auf unsern HErrn, und ver ihn treten. Kommt, losset uns entgegen gehen Dem Bräutigam zu rechter zeit, Damit wir in der ewigkeit Samt allen engeln vor ihm stehen. 724. Achet auf ruft uns die hoch auf der zinne. Wach auf, du stadt Jerufalem. Mitternacht heifft diese stunde; Sie rufen uns mit hellen munde: Wo seyd ihr Flugen jungfrauen? Wolauf, der brautgam fommt, Steht auf, die lampen nehmt. Hallelujah! Macht euch bereit Zu der hoch zeit, Ihr müsset ihm entgegen gehn. 2. Zion hört die wächter fins gen: Das here that ihr vor freu den springen, Sie wachet und steht eilend auf: Ihr freund komt bom himmel prächtig, Von gna. den starck, von wahrheit mächtig; Ihr licht wird hell, ihr stern geht auf; Nun komm, du werthe cron, HErr JEsu, GOttes Sobn; Hosianna. Wir folgen all 3um freuden saal, Und halten mit das abendmahl. 3. Gloria sey dir gefungen Mit menschen und englischen jungen, Mit harffen und mit cymbeln schon. Von zwölf perlen sind die pforten An deiner stadt; wir find consorten Der engel hoch um dei nen thron. Kein aug hat ie ges spürt, Kein ohr hat ie gehört Colche freude: Deß sind wir froh. Jo, jo, jo, Ewig in dulci jubilo, 725. Mel. Es ist gewißlich an. Enn dort des allerhöchsten Sohn Wird in den mob den fommen In grosser kraft von seinem thron, 3u rihten bds und We stuhl die schaar Der völcker wer den offenbar, Die ie gelebt auf erden. 2. Da wird, was hier verbor gen war, Von GOTT entdecket werden, Es mag seyn lügen oder wahr, Und was geschehn auf ers den, Gut oder bös: dort wird nichts seyn, Berheelt, es sey groß oder klein, Es muß entdecket werden. 3. Weh dem, ia weh in ewig keit, Der dann beschämt muß ste hen, Weil alles, was in dieser zeit In bosheit ist geschehen; Ja, was man heimlich hat verricht't, A180 denn muß fommen an das licht. Ach, daß man diß bedächte. 4. Man wird ia nicht so unge scheut In sünden greuein leben; Besondern weils noch heisset beut, zu GOtt das herg erbeben In wahrer buß und glaubenss fraft, Damit, wenn uns de tod hinrafft, Dom Jüngsten Gerichte. hinrafft, Wir freudig scheiden möchten. F. Allein, die welt fährt immer fort In ihren fünden greueln: Ihr weg ist breit, und weit die pfort, Sie ist nicht mehr zu hei len. Drum wird bald fommen zum gericht Der HErr, und låns ger schonen nicht; Er wird sie gar bertilgen. 6. Dort wird die scheidung ges ben an, Der bicke von den scha, fen,( Die hier noch nicht gesche: ben lan) Wenn alle, die da schla, fen, Zur rechnung werden auf erfiehn, Und JEsum in den wol cken sehn, Den richter aller men schen. 7. Hier steht der acker unkraut voll, und lässt sich prächtig sehen; Allein, o mensch, die scheidung fol Dort gang gewiß geschehen: Man wirds in bundlein packen ein, Und werfen in die höllen. pein Zum ewigen verderben. 8. Hier ist noch gut und bis vermengt, Der weißen mit der Spreue: Wenn aber das gericht anfängt; So wird man wölf und faue Samt allen böcken sondern ab, Und was aus der gottlosen grabMehr aufersteht zur schande, 9.Bedencket, ihr gottlosen, doch, Ihr bdcke dieler erden, Die ihr in fünden lebet noch, und wollt nicht anders werden, Die ihr die frommen nagt und plaat, Und alles ungescheuet wagt, Bedenckt, was dort wird fommen. 733 10. Ihr werdet dort zur lincken stehn, Als die verfluchten böcke, und in das ewge feuer gehn. D laster, hauf erschrecke! Es wird fürwahr nicht bleiben aus, Fals ihr nicht anders haltet haus: Das urtheil ist gesprochen. 11. Ihr laffet JEfum hungrig ftehn In seinen armen gliedern, Und lieblos unbekleidet gehn, Ja feinen frommen brüdern, Ja, wenn er fremd und als ein gast In ihnen trågt der fetten last; Bes fucht ihr nicht die seinen. hat gethan; Auch das, was und 12. Seht nicht nur, was man terlassen, Wird JEsus bringen auf die bahn. Drum, die hier tågs lich prassen, und machen ihren bauch zum Gott, Die werden dort mit schand und spott Zur bollen müssen gehen. 13. O welt, o welt, bekehre dich, Und was noch zu befehren, Daß dein der HErr erbarme sich, Und du nicht mögest hören Das urtheil, das geschrieben steht: Geht von mir, ihr verfluchten, geht, Geht in das ewge feuer. 14. DJEsu Chrift, bewahre mich), Und alle fromme hergen, Daß wir nicht unvorsichtiglich Die seligkeit verschergen; Laß uns zu deiner rechten flehn, Und zu bes himmels freud eingehn, Wenn du wirft kommen, amen. Aaa z 726. 734 11114 65 Dom Jüngsten Gerichte. 726. b 111111 566 370 66 NOT 655 5 4 3KQ 6 Wout Out ihr euch nun, o ibr fromme chriften, Auf des Herren JEfu zukunft rüsten; So bedencket früh und spat Die fen meinen rath. 2. Laffet seyn umgürfet eure lenden, und die lichter brennen in den Händen: Zwinget zu dem höchsten gut Euer fleisch und blut. 3. Thut mit luft, was ench zu thun gebühret, Und wie euch des HErren wort anführet: Wer diß brauchet als ein licht, Der wird irren nicht. 4 Seyd den menfchen gleich, die alle stunden Werden wacker and bereit erfunden, Daß, wann ihr HErr klopfet an, Ihm werd aufgethan. 6. 6 5. Selig, ia recht felig find die Inechte: Die fets fuchen alles 6 MITE 6 55 5 43% O B fein zurechte, Die, wann ihr HEr bricht herein, Nicht im schlafe seyn. 6 Wahrlich, er wird fie zu ti sche sehen, und selbst warten auf, fie zu ergeßen; Er wird ihnen nach gebühr Epeise tragen für. 7. Wenn ein hausherr gründ lich wissen folte, Daß ein dieb in fein haus brechen wolte; Rein schlaf müsst ihm seyn so lieb, Et wart't auf den dieb. 8. Also, wie ihr öfters habt vernommen, Wird des menschen Sohn auch schnelle kommen, Da ihrs hättet nicht gedacht. Drum merdt auf, und wacht. 9. Hilf, HErr JEfn, daß wir alle wachen, Und all' augenblick uns fertig machen, Daß wir vor dir wohl bestehn, Und in dein reich gehn. XLVIII. --( 735) en XLVIII. Bom Himel und himml. Jerusalem. fingen Al' beilgen GOttes Ewig in GOttes reich. gleich Mit himmelischen zungen 727. M. Herrlich thut mich verl. Er braut'aam wird bald rufen: Kommt all ihr hochzeit- gåst, Hilf GOtt, daß wir nicht schlafen, Ju fün, den schlummern feft; Bald hab'a in unsern hånden Die lampen, di und licht, und uns nicht dürfen. wenden Von deinem angesicht. 2. Da werden wir mit freuden Den Heiland schauen an, Der durch sein blut und leiden Den himmel aufgethan, Die lieben Patriarchen Propheten allzu mal, Die Martrer und Apostel Mit ihm in groffer zahl. 3. Die werden uns annehmen, Als ihre brüderlein, Sich unser gar nicht schamen, Uns mengen mitten ein. Bir werden alle tres ten Zur rechten Jesu Christ, Als unsern GOtt anbeten, Der un fers fleisches ist. 4. GDit wird sich zu uns keh. ren, Ein'm ieden setzen auf Ein' güldae cron der ehren, Und her Ben freundlich drauf, Wird uns an sein' bruft drücken Aus lieb gang våterlich, an leib und feel uns schmücken Mit gaben mil diglich. 5. Da wird man hören klingen Die rechten fåiten spiel; Die mus fica wird bringen In GOtt der freuden viel: Die engel werden 6. Er wird uns frölich leiten Ins ewge paradeis, Die hochzeit ubereiten zu seinem lob und preis: Da wird seyn freud und wonne, Jurechter lieb und treu, Aus GOttes schatz und brunne, Und tåglich werden neu. 7.Also wird GOtt erlösen Uns gar aus aller noth, Bom tenfel, allem bösen, Bon trübsal, angst und spott, Von trauren, web und Flagen, Von franckheit, schmerk und leid, Von schwermuth, zorn und zagen, Von aller bösen zeit. 728. Wiel. Wo fol ich fliehen hin.. D Je zeit ist nunmehr nah; HErr JEfu, du bist da: Die wunder, die den leuten Dein. anfunft follen deuten, Die sind, wie wir gesehen, In grosser zahl geschehen. 2. Was fol ich denn nun thun? I foi auf dem beruhu, Was du mir haft verheissen, Daß du mich wollest reissen Aus meines gra bes fammer, Und allem andern jammer. 8. Ach JESU, wie so schön Wird mirs alsdann ergehn? Du wirft mit tausend blicken Mich durch und durch erquicken, Wenn ich hie von der erde mich zu die schwingen werde. Aaa 4 4. A$ Vom Himmel und himmlischen Serufalem. 736 4. Ach, was wird doch dein wort, O füffer feelen hort, as wird doch senn dein ſprechen, Wenn dein herg aus wird bre chen Zu mir und meinen brüdern, Als deines leibes gliedern? 5. Werd ich dann auch für freud In solcher gnaden zeit Den angen ihre zähren Und thránen können wehren, Daß sie mir nicht mit hauffen Auf meine wangen lauf fen.. PONCAMEN 6. Was für ein schönes licht Wird mir dein angesicht, Das an ienem leben Berd erst mal feben, geben: Wie wird mir deine gute Entzücken mein gemüthe. 7. Dein augen, deinen mund, Den leib für mich verwundt, Da wir so fest auf trauen, Das werd ich alles schauen, Auch innig hertz lich griffen Die mahl an hånd und füssen. 8. Dir ist allein bewusst Die ungefälschte luft, Und eble seelen, fpeife In deinem paradeife, Die fanfi du wohl beschreiben: Ich Fan nichts mehr als glauben. 9. Doch was ich hier geglaubt, Das steht gewiß und bleibt, Mein Heil, dem gar nicht gleichen Die güter aller reichen; All's ander gut vergehet, Mein erbtheil das bestehet. 10. Ach HErr, mein schönftes gut, Wie wird sich all mein blut In allen adern freuen, Und auf Das neu erneuen, Bann du mir wirft mit lachen Die himmels, thür aufmachen. 11. Komm her, fomm und eme pfind, auserwehltes kind, Kom, schmecke, was für gaben Ich und mein Vater haben; Komm, wirst du jagen, weide Dein herk in ewaer frente. 12. Ach, du so arme welt, Was ist dein gold und geld Hie gegen diese cronen, und mehr als güldne thronen. Die Chriftus hingestellet Dem volck, das ihm gefället? 13. Hier ist der engel land, Der sel'gen seelen Band, Sie hör ich nichts als fingen, Hie seh ich nichts als springen, Hier ist kein creut, fein leiden, Kein tod, kein bittres scheiden. 14. Halt ein mein schwacher sinn, Halt ein, wo dendst du hin? Wilt du was grundlos grünben? Was unbegreiflich, finden? Hier muß der wiß sich neigen, Und alle redner schweigen. 15. Dich aber, meine zier, Dich laß ich nicht von mir, Dein wil ich flets gedencken, HERR, der du mir wirft schencken, Mehr als mit meiner feelen Jch wünschen kan und zehlen. 16. Ach, wie ist mir so weh, Eh ich dich aus der höh, HErr, sehe zu uns kommen? Ach, daß zum heil und frommen Ou meinen wunsch und willen Noch möchtest heut erfüllen. 17. Doch, du' weisst deine zeit, Mir ziemt nur flets bereit und fertig da ju sieben, und so jum HErrn zu gehen, Daß alle stund und und tage mein her mich zu dir trage. 18 Diß gib, HErr, und vers leib, Auf daß dein huld und freu Dom Simmel und himmlischen Berufalem. 737 Ohn unterlaß mich wecke, Dak mich dein tag nicht schrecke, Da unser schreck auf erden Sol fried und freude werden. 6 46 65 2 64# 4# HE! 5 43 6 F¹ 接线 6 4 20 # 548 THU 729. 65 54% 65 64 5 5 4% 66 6 65 5 483 6 5 48 ** ņ 6 6 56 56 Maas 66 HELE 6 4 26 66 5 43 *: E 6 6 26 ņ 56 ( XT11 E Du Bom Simmel und himml. Jerusalem. 738 u meiner augen licht, Schwing dich hinauf nach ienen Salems pforten. Denn wo kommts her, daß es dir aller orten Un math, an fraft und freu: digkeit gebricht? Jss nicht da. her, daß du nichtGOtt vertraueft, Und in dem jammerthal Allein auf deine quaal, Und nicht auf ienes theure fleinod schauest? 2. Drum auf, ermuntre dich: Die wunden, die dir diese dor, nen geben, Die währen nur durch dieses furge leben. Denn dort versucht die schlange keinen flich): Und du wilft drob in JEsu dienst ermatten? Wird nicht die eivig, Feit, Die, so in dieser zeit Ge, fchwitzt, mit freud und wonne überschatten? A 3. Sieh, das erwürgte Lamm, Bie herrlich geht es dort auf Zions auen, Und wie frolockt in solchem frohen schauen Die schaar, die hier zu dessen hürden Fam? Wie hörst du, als mit don, ner flimmen fingen Das auser wehlte heer, An ienem gläsern meer, Und Mosis lied auf Gots tes harfen flingen? 4. Wird nicht auch dieser mund, Der fümmerlich hier pflegt von GOtt zu lallen, In Eden, wie ein donnerschlag er. fchallen, Wenn er in dieser schaar zu aller stund Das lob des Aller, höchsten wird erzehlen? Ein schd, nes weisses kleid Il dir ia schon bereit: Es wird an feiner freud und zierde fehlen. 5. Doch eins behalte wohl: Sein leben muß hier einer ernst lich haffen, Und was ihn in dem fampf verhindert, lassen. Wenn er zu dem triumph gelangen sól. Der alte sünden- mensch muß erst verderben, und wie vorhin das Lamm Am bittern creußes stam, Mit seinen faulen gliedern gang ersterben. 6. Denn muß der lebens geift Aufs neu von oben wider dich bes leben, und dir zum frommen want del kräfte geben, Der dein em pfangnes leben andern weist. Diß leben wird hier in dir anges fangen: Doch, wenn du diese zeit, Es mit beständigkeit Behältst, so wirst du ewig darin prangen. 7. Wilst du nun dieses thun? Wilst du dein fleisch und allen gui ten tagen Mit rechtem ernft bis in den tod entfagen, Und nur in dei nes JEsu folge ruhn: So wird dir auch die ehre nicht entstehen, Nebst deinem sieges held In ie ner freuden welt Mit heil ge cront, In dem triumph zugehen. 8.Ja, ia, von hertzen gern Wil ich mein creuß auf diese schultern nehmen, und in das sanfte joch den hals bequemen, zu folgen meinem hellen morgen stern. Wohlan, ihr läste müsst das leben lassen, Du harter hoffarts finn, Du liebe zum gewinn, Weicht von des bergens haus, geht eure straffen. 9. Mein JEsu, stårcke mich, Den Dom Himmel und himmlischen Jerusalem. Den fünden wust von mir hinaus su fegen, Und was dir in den weg wil hindrung legen, Daffelb zer fchell, zerhaue und zerbrich: Laß Deine liebe fiets mein herge küssen, Und was bein holder rath Uns aufgehoben hat, Durch lebens, volle hoffnung mir verfüssen. 10. Du werthe jions stadt, Wenn werd ich einmal deinen König grüssen, und deiner edlen bäume frucht geniessen, Die kraft gun leben und gesundheit hat? Das herte hüpft, das blut in adern wallet, Der gcist spricht mit begier: Uch, war ich nur in dir! Die junge igo mehr für sehr nen lallet. 11. Doch, feele, warte nur: Die freude fommt doch endlich nach den sorgen, und nach der schwartzen nacht der helle mor gen: Hier zeigt dir die geduld die rechte spur. Indeffen wache stets, und sen beflissen, Daß deiner lam pen licht Rein dle te gebricht: Der braut'gam wird die beste seit fchon wiffen. 12. Kommt, jions tochter, her, Dem braut'gam wollen wir ent: gegen geben: Lasst uns vereint auf unsrer warte stehen, Daß durch betrug die fünd uns nicht verkehr; Hebt eure häupter auf, die gnaden sonne Trit samt der braut herfür, Sie öffnet schon die thur: Geht ein zur frohen lam mes hochzeit wonne. S 739 grossen GOtt, der alles ist in als len; Lasst seinen ruhm in aller mund erfchallen, weil er in allen alles wohl gemacht. Stimmt an ein lob, ihr fåiten, feinem nas men: Wir find fein eigenthum, Er unfre farons blum Ihm sey mit aller macht gesungen: amen. ID 730. .Sertlich thut mich vrrl. In tropflein von den reben Der füfen ewigkeitKan mehr erquicung geben, Als dieser ei feln zeit Gesamte wobluft flüsſe: und wer nach ienem strebt, Trit unter seine süffe, Was hier die weit erhebt. 2. Ber von dir möchte sehen nur einen blick, o GOtt, Wie wohl würd ihm geschehen? Die welt war ihm ein spott Mit allem ihren wesen. So herrlich und so rein, So lieblich, so erlesen Ift St deiner augen schein. 3. Den wahren GOtt zu schau en, Das ist die feligkeit, und aller himmels auen Ihr schönstes blu men Fleid: Wie war nach seinen blicken Der Abraham so froß; Wie wünscht er zu erquickenSich an dir A und O? 4. Sprach mit triumph und prangen Der liebe Jacob nicht: Ich habe GOttes wangen und Flares angesicht Gefehn, und bin genesen. Wie glängte Moses haut, Als er ben GOtt gewesen, Und seinen mund geschaut? 13. Gebt aber allen pracht Dems. Du reichlichfie belohnung Der 740 Dom Himmel und himmlifchen Jerufalem. Der auserwehlten zahl, Wie lieb, lich ist die wohnung, Da deiner Gottheit strahl Sich offenbarlich zeiget: O herrlich edler tag, Dem biese fonne fleiget, Und ihn ers Leuchten mag. 6. Olicht, das ewig brennet, Dem keine nacht bewusst, Das Teinen nebel fennet, Gesellschaft reich an luft, Da GOtt und en gel fommen Mit menschen übers ein, und ewiglich die frommen Gesegnet werden seyn. 7. Vollkommne liebe bringet Dort immer neue freud; Uus ewaer lieb entspringet Ein ewge frölichkeit. Gott selbst in folche wonne, Ift folcher liebe preis, I feiner blumen fonne Jm bunten paradeis. 8.Sein licht wird in uns leuch ten: Sein dl und honia saft Sol unfre lippen feuchten Von seiner starde kraft, Mit weisund schön heit werden Wir gang erfüllet feyn, und spiegeln die geberden In feinem hellen schein. 9. Was wünscheft du für ga. ben? Du wirst fie finden dort, Und in dir selbsten haben Den reichthum fort und fort: Denn GOtt, vor welchem cronen Und perlen staub und spott, Wird felbsten in uns wohnen, Und wir in unserm GOtt. 10. Wann werd ich einmal Fommen zu solcher freudenquell? War ich doch aufgenommen, und schon bey dir zur ftell! HERR Chrifie, nimm mein fleben So lang indessen an, Bis ich dich selbst ersehen, und recht beschau en Fan. 731. M. Herrlich thut mich verl. muntert euch ihr frommen, Zeigt eurer lampen schein: Der abend ist gekommen, Die finstre nacht bricht ein; Es hat fich aufgemachet Der brautigam mit pracht. Auf, betet, kämpft und wachet, Bald ist es mitters nacht. 2. Macht eure lampen fertig, Und füllet sie mit dl, Und send des heils gewärtig, Bereitet leib und feel. Die wächter Zions schrey. en: Der bräutigam ist nah, Be gegnet ihm im reihen, Und singt Hallelujah. 3. Ihr Flugen jungfraun alle, Hebt nun das haupt empor Mit jauchten und mit schalle 3um frohen engel, chor: Die thür ist aufgeschlossen, Die hochzeit ist bes reit. Auf, auf ihr reichs genossen, Der braut'gam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang versies hen: Drum schlafet nicht mehr ein, Man sieht die bäume blühen, Der schöne frühlings schein Ver heifft erquicungs zeiten, Die abend rdthe zeigt Den schönen tag von weiten, Daver das dur die weicht. $ 5. Wer wolte denn nun schla fen? Wer flug ist, der ist wach. GOtt tömmt die welt zu strafen, 3u Vom Himmel und himmlischen Jerufalem. 741 streit: Wir beben haupt und håne de Nach der erlösungs, zeit. Bu üben grimm und rach An al len, die nicht machen, und die des thieres bild Unbeten samt dem drachen. Drum, auf, der Löwe brüllt. 6. Begegnet ihm auf erden Thr, die ihr Zion liebt, Mit freus bigen geberden, und send nicht mehr betrübt: Es find die freu, den stunden Gekommen, und der braut Wird, weil sie über. wunden, Die crone nuu vertraut. 7. Die ihr geduld getragen, Und mit gestorben seyd, Solt nun, nach creuß und plagen, In freu, den, sonder leid, mit leben und regiren, Und vor des Lammes thron Mit jauchzen triumphiren, In eurer fieges cron." 8. Hie find die siegesipalmen, Hie ist das weisse kleid, Hiefehn die weißen halmen Im frieden nach dem streit, und nach den winter fagen; Hie grünen die gebein, Die dort der tod erschla, gen, Sie schenckt man freudens wein. 9. Hier ist die stadt der freu. den, Jerufalem, der ort, Bodie erlöften weiden, Hier ist die sichre pfort, Sie sind die güldne gafen, Hier ist das hochzeit mahl, hie fof fich niederlassen Die braut im rofen sthal. 10. O JEsu, meine wonne, Romm bald, und mach dich auf: Geh auf, verlangte fonne, Und fördre deinen lauf. O JEsu mach ein ende, Und führ uns aus dem 732. Tel. Wachet auf, ruft uns. Smag bis haus, das aus der erden, Nur immerhin zerbrochen werden, Ein anders haus wird uns erbaut: GOTT felbst wil diesen bau vollführen, mit ewger himmels Flarheit gies ren, Dran man nichts unvoll Fommnes schaut. Hinweg, was irdisch heisst, mein berk und ganger geift Fleucht von hinnen, Ergreifft diß wort, und ist schon dort, Un ienem felgen freudens prf. 2. Da wird kein vorhang an getroffen, Das allerheiligste steht offen: O feligste zufriedenheit! Hie gibt sich inniglich zu küssen, mit füsser wonne zu geniessen, Die heiligste Dreyeinigkeit. Es schenckt sich uns alhier Der engel schöne zier; Alle frommen Um fassen sich Recht brüderlich. D herg und feele, freue dich! 3. Hier ist nur lauter licht und freude, hie fleidet uns nur weife se seide Der allerreinsten heiligs teit: Wir tragen lauter güldne cronen, Wir sigen hier auf gulds nen thronen; Hie wechselt sich gar feine jeit. Hör auf, mein bidder finn, Wo wilt du endlich bin? Stille, sille, Geh ruhig ein Wo GOtt allein Wird alles und in allem sepn. 733 742 IWHILE Dom Himmel und himml. Jerusalem. 7336 643 6 6 6306 WEEMINEM alumismulwil 66 6 50 65 43 64 Fot Ort, fort, mein herk zum him. mel! Fort, fort, zum Lamm, lein zu! In diesem welt, getum mel Ift für dich keine ruh; Dort, wo das Lämmlein weidet, I deine stadt bereitet: Da, da ist deine ruh. Fort, fort, zum Lamme lein ju. 66 2. Fühlst du dich noch gebun den, Entreiß dich nur behergt: Das Lamm hat überwunden, Das deine feel ist schmerkt, Wie schwingt es feine fahne Dort auf dem fieges plane; Nun blühet deine ruh. Fort, fort, znm Lämms lein zu. 3. Wie wallt das Bater, herge 66 THE WINE 60 6 In heiffer liebes glut, Der her. betodes schmerge, Das unschuld volle blut Des Lammleins hat gedämpfet Den zorn, und dir ers kämpfet Das Vater- herk zur ruh. Fort, fort, zum Lämmlein zu. 4. Es eilet mit erbarmen Der Vater selbst zu dir, Wil ewig dich umarmen, Sett dich zur pracht und zier, Schendt dir die reine seide, Gerechtigkeit zum kleide: Diß bringet stolke ruh. Fort, fort, Zum kämmtein zu. 5. Die fülle aller gnaden Ers giefft sich dir zu gut; Hier kan dein herg fich baden Echnee weiß im Låmmleins blut; Auch find alhier $ Vom Himmel und himmlischen Jerusalem. 743 albier die gaben, Die feele recht zu laben, Licht, leben, freud und rub. Fort, fort, zum Lamm lein zu. 6. Wie groß ist deine würde, Dauserwehlte feel! Der HErr ist selbst dein Hirte, Dein Lamm Immanuel. Dein bräutigam, dein leben, hat sich dir gang er geben, 3ur ewgen füffen ruh. Fort, fort, zum Lämmiein zu. 7. Nimm ihm mit tauben au gen Das herg, und lege dich An feine bruft, zu faugen Den guas den strom, der sich Crystallen klar ergieffet, Der feel und geißt durch fiffet; Hier ist die füffte ruh.Fort, fort, zum Lammlein ju. 8. D Lamm auf Zions hügel, Wie herrlich siehst du aus? Ach, hått ich adlers flügel, Ich eilte heut nach haus, Womit triumph und prangen Die deinen dich um fangen, In höchst vollkommner rub. Fort, fort, zum Lämmlein ju. $ 9.D hätt ich dich im schauen, Mein holder Bräutigam, Stünd ich aufienen auen Schon bey dir, liebstes Lamm, mit denen, die du weidest, Und selbst zum brunnen leitest, Zum quell der ewgen: ub. Fort, fort, zum Lammlein zu. 10. Jedoch fol mein verlangen In deinem willen ruhn; Mein berg sol an dir hangen, Und, was du sageft, thun; Ich wil hier war. tend siehen, Bis mich dein mund heißft gehen: Fort, fort, zu deiner rub, 34 mir, dem Lämmlein zu. 734. Mel. Mein Heiland nimmr. $ ch eile meiner beimat zu, S3um stillen paradies der freuden, Zum hochzeit- saal, zum ort der rus, Zum gläsern meer der seligkeiten Zum Baters haus, zum Lammes thron, Zur quell des trofts, zum groffen lohn Dee von ihm treu gefundnen frechten, Zum heer vollendeter gerechten: Mein aug, das vor mit thränen rann, Schwingt sich im glauben dahin an:: 2. Solt ich mein abgezehrt ge sicht, Nur stets auf meine fünden lencken, Daran der Vater selber nicht um seines Sohnes blut, wil dencken; So frigt ich keine freu digkeit, und weber Fraft noch muth im streit, Ich müsste mich mit furcht und zagen, zu meines Heilands unehr plagen. Nein, lieber vor hinauf geschaut, Wo mir mein Heiland hütten baut:: 3. Der Vater schuf mich ia da zu, Der Sohn hat mich dazu ers laufet, Und schrieb mich in das buch der ruh, Als mich sein Geist darauf getaufet. Nun er wil nicht zurücke gehn, Sein bund und fier gel bleibt mir ftehn, Wann gleich der gange schwarm der höllen Mit ungeftum dargegen bellen: So bleibts doch ewig fest dabey, Daß ich ein erbe GOttes sey:: 4.3war leugn' ich meinen scha den nicht, Daß ich den bund mit ihm gebrochen: Doch beugt es mich, 744 Dom Simmel und himmlischen Jerusalem. mich, mein herge bricht, und fommt zerquetscht zu dir gefro. chen, Der mir zu gut den fod ges schmeckt, Hie wird der schade jugedeckt, In ihm der gnaden bund erneuet, Und ich von aller schuld befreyet: GOTT nimmet mich fo anådig an, Als hätt ich Feinen fall gethan:: 5. Ich lebe auch noch auf der welt Und trag' mich mit dem leib der fünden, Der mich mit so viel noth verstellt, An dem sich so viel greuel finden: Ich fühl den alten menschen wohl, Und kan nicht, wie ich wil und fol, Dem from men Rönig früchte tragen: Doch, darum fol ich nicht verzagen. Ich Hülle mich in JEsum ein: Denn bin ich mehr als engel rein:,: 6. Gefeßt, die legte todes, noth Macht meiner blöden seelen bar ge: Ich trau auf meines mittlers tod, Der siegreich meinen tod verschlange: Der mich im leben feine hieß, Wird auch in dieser finsterniß Mein tröster, licht und führer heissen, und mich aus al len ångsten reiffen. Druckt er mir denn die augen zu; So bin ich völlig in der ruh:,: 7. Ob schon des creuges schwe re last Die schwache schultern traurig drücket, Wenn auch die alte schlang nicht raft, Und man che pfeile auf mich schicket; So ist ia eben diß der pfad, Den GOttes Sohn betreten hat, Als er zu seinem Vater gangen: Je näher wir zur stadt gelangen, Je mehr man hunde bellen hört, Und durch vertiefte wege fährt:,: 8. Da seh ich denn den GOt tes Sohn Holdselig mir entgegen eilen, Und seinen glorieusen thron Mit mir, als seiner braut, zu thei len: Willkomm'n, willkomm'n, wilkomm'n erklingt, Das durch den gangen himmel bringt Von der verklärten geifter hören, Da werd ich meinen namen hören, Und wer mich hier im HERRN gekannt, Biet't mir frolockend mund und hand:: 9. En, heisst es dann, biff du auch da, Hast du nun völlig über wunden? Triumph, triumph, vi ctoria! Hast du den frohen port gefunden? Denn eilen fie in füfe ser ruh Als tinder ihrem Vater zu, Jbm unter lauter glorie fin gen, Den neuen himmels gast zu bringen, Sie beten ihn in de muth an, Für das, was er mir guts gethan:,: 10. Hie lieg ich, wie gebunden da; Dort werd ich jauchzend mit ihm springen, Und ein erquickend gloria, Und heilig, heilig, heilig fingen: Angst, flagen, jammer, noth und leid Verwandeln sich in ruh und freud; Die thrånen, die sich hier ergiessen, Die werden dort wie perlen fliessen; In meis nes frommen Baters haus Wird lauter gold und perlen braus. 11. Und was mich noch am meisten freut, Ist diß, daß alle meine Bom Himmel und himml. Jerusalem. meine fünden, und alle last der sterblichkeit Wie rauch im starden wind verschwinden, Und Furg: hier hab ichs ewig gut, Jch schwimma in ether friedens fluth: Was Bater, Sohn und Geist geniessen, Sol ewig stromweis auf mich fliessen, Ich sol, und nicht zum blossen schein, Bey GOtt nun ewig felig seyn,:,:. 12. Auf, auf, mein geift ermun tre dich Beh allen deinen schwe, ren leiden. Oglaube JEsu sicher, fich), Diß ist der nächste weg zur freuden; Ergib in findlicher ge, bulb Dich deinesBaters lieb und huld: Er wird in seinen treuen hånden Dich unaussprechlich schön vollenden, Und ehe du dichs wirst versehn, Wirst du verklärt dort oben stehn,:,:. 735. Mel. O Durchbrecher aller. go fomm ich an die pforten Sveiner neuen himmels fladt. JEsu, laß mit füffen worten Den, der dir gedienet hat, Ein in sei nes HErren freude: Meine rits terschaft ist aus; Nimm dein schäflein von der weide, Bring es in des Vaters haus. 2. Kennst du nicht dein eigen fiegel, Das mir aufgedrucket ift? Schaue in des bergens- spiegel, Da du vorgestellet bist. Du fanft mich ia nicht verleugnen, Daß du mich doch bezeichnen: Drum so nimm das deine ein. 64 3. Bist du nicht mein Gottges wesen, Seit dem ich dich recht ers fannt. In dir war ich gleich gene sen, Da ich mich nur zu die wandt. Ach, so leugne nicht das deine: Wo du dich ist grausam stellft; Ey, so seufz ich, schrey und weine, Bis du dich mir zugesellft. 4. Vor dem richter- slubl zu fles hen, Der den gangen erd. creis richt't, Und vor deinen thron ju geben, Fürcht ich mich, mein Heiland, nicht. Kan die braut den bråutgam scheuen, Dem fie bie verlobt gelebt? Nein, fie muß sich herzlich freuen, Wenn er seis ne Stimm erhebt. 5. Jho iste nicht zeit zu Flagen, Da es zuder hochzeit geht. Des mag sich mit fummer nagen, Wer den glauben nicht versteht. Mei ne schwere leibes, schmerzen Tra ge mit gelaffenheit. Dieses füffe liebes scherpen Führt mich in die ewigkeit. 6. Auf, triumph, o meine seele, Brich in tausend lob hervor! Thund bricht des leibes- höle, Und du steigst zum engel chor: Da wirst du die worte hören, Die hier unaussprechlich sind; Da wird man dich dinge lehren, Die man nie beschrieben findt. 736. . Laffet uns den HErren. Eine mir die perfen. thoren, stadt, Licht vom licht zum licht ers Foren, Eh die welt den anfang 3bb bat: Dom Simmel und himml. Jerufalem. 746 bat: Eile, liebster, heim zu füh. ren Meine feele, deine braut, Die du dir haft anvertraut; Laß mich Diese Flarheit sieren, o mich Feine finden nacht mehr betrübe und finster macht. 2. Jo lieg schon in deinen ar men Durch den glauben fest ge schränckt, und durch deiner lieb erbarmen Wird mir freude einge schendt, Die nach deinem nectar schmecket, Den du in der ewig, Feit meiner feelen haft bereit. Aber diese luft erwecket Durst, den nichts, mein GOtt, als du Såt tigest in voller ruh. 3. Es verlanget mich zu seben Ohne decke dein gesicht, Und von. funden frey zu stehen, Reines wil dir nichts vorschreiben, Und mein himmel ist schon hier, Wirft du, meiner feelen- sier, Nur mit mir vereinigt bleiben. Denn wie solt auch ohne dich Himmels luft vergnügen mich. 4. Du bist meiner feelen- won ne, Wenn mich angst betrüben wil, Mein her nennt dich seine fonne, Und das forgen weer wird fill, Wenn mir deine blicke la chen, Deren lieb beglangter ftrahl Trennet alle nacht und quaal; Du fanft mich vergnüget machen, In dir bab ich himmels freud, Ausser dir verdruß und leid. 5. Laß mich, baum des lebens, bleiben Un bir einen treuen zweig, Der, wenn ihn hie stürme treiben, Starcker werd und höher steig, Nuch im glauben früchte bringe, Und verses mich nach der zeit In das feld der ewigkeit, Da ich mich in dir verjünge, Wenn des leibes meldes laub Wieder grünt aus seinem staub. 6. Gieß indessen in die seele Deinen füffen lebens faft, Leben, dem ich mich vermähle, Und laß deiner liebe kraft Mich ganz gna den voll erlaben, Bleibe mein, ich bleibe dein, Dein wil ich auch ewig seyn. Dich, mein JEsu, wil ich haben. Erd und himmel acht ich nicht Ohne dich, mein trost und licht. Mel. 737. Ewigkeit du donn. Ewigkeit, freuden Das thich erquicket fort und fort, D anfang sonder ende! Q ewigkeit, freud ohne leid, Ich weiß für hergens frdlich feit Gank nichts mehr vom elende, Welchs sonst in diesem leben plagt, weil mir die ewigkeit be bagt. 2. Rein herrlichkeit ist in der welt, Die endlich mit der zeit nicht fällt, und gänglich muß vergehen: Die ewigkeit hat nur Fein ziel, Sie treibet fort und fort ihr spiel, Bleibt unverändert stehen; Ja, wie der heilge Petrus fpricht: Sie faulet und verweb cket nicht. 3.O ewigfeit, du währest lang! Wenn mir auf erden gleich ist bang, Dom Simmel und himml. Jerufalem. Bang, Weiß ich, daß solchs auf. Bdret. Drum, wenn ich diese lan. ge jeit Erwege famt der feligkeit, Die nichtes nicht zerfidret; So achtich alles leiden nicht, Weichs Faum ein angenblick anficht. 4. Was ist doch aller chriffen quaal, Die pein der mårtrer all amal, So vieles sreuß und leis Den? Wann man es gleich zu fammen frågt, und alles auf die wage legt, So dann zur andern feiten Dort ienes lebens herrlichs feit; Wie wird es überwogen weit. 5. Sieht man denn die vers bammten an, Wie lang ihr mars ter währen Fau, Wie graufam Sie geplaget, Nur immer sterben ohne tod, Und leben in der höch, ften noth, Bom feners wurm genaget: Was ist das eine herre lichkeit, Von diesem allen seyn befrent? 6. Jm himmel lebt der Chris Ren schaar, Bey GOtt, viel tane fend tausend jahr, Und werden deß nicht måde; Sie halten mit den engeln ein; Sie sehen stets der Gottheit schein; Sie haben güldnen friebe, Da Christus gibt, wie er verheifft, Das man na, welche die engel ſpeist. 7. Ach, wie verlanget doch nach dir Mein mattes herge mit begier, Du überseligs leben! Wenn werd ich doch einmal dahin Ge langen, wo mein schwacher finn Stets pfleget nach zu streben? 747 Ich wil der welt vergeffen gange Mich sehnen nach des Himmels* glang 8 Fahr bin, du schnide sucht und pracht, Du tolle hoffarts Fleider- tracht; Fahr hin, du funde lichs wesen, Du falsch entzündte liebes brunft, Du gold und filber, reichthums dunft, Und was die welt erlesen, Gleich als ihr einig höchstes gut: Das ewge macht mir bessern muth. 4 9.Dewigkeit, du freuden worf, Das mich erquicket fort und fort! O anfang sonder ende! O ewige feit, freud ohne lefd! Ich weiß von feiner traurigkeit, Bann ich mich zu dir wende. HErr JEsu, gib mir solchen sinn Beharrlich, bis ich komm dahin. 738. D Mel. Es ist das Seil uns. GOtt, wer dieses leben wohl Betrachtet, der wird finden, Daß es ist allenthalben yoll Ung, elend, noth and süne den, Boll müh, beschwerniß, sorg und leid, Boll schwachheit oder eitelkeit, Auch wo es ist am besten. 2. Nun hab ich, leider, so viel jahr Diß niemals recht erwogen: Es hat die welt mich immer dar Mit falschem schein betrogen. Vergib mir, HErr, durch deine gnad, Auch diese meine wissethat, Und andre sebwere fünden. 3. Ist aber dencke ich daran, Und auch an ienes leben: Ich rufe dich demüthig an, Daß du 8662 mirs Vom Himmel und himml. Jerusalem. 748 mirs wolleft geben; Hiezu du mich erschaffen haft, Erldset von der fünden last, Und auch aus gnad berufen. 4. Was mich für forge hier ans ficht, Die mich noch möchte qualen, Wil ich, GOtt, meine zuvers sicht, Dir gang und gar befehlen: Benn mir denn leib und feel ver schmacht; So bilf du, HERR, daß ichs nicht acht, weil ich dich hab im herken. 5. Es ist das leiben dieser zeit, Bie schwer es ist auf erden, nicht werth der groffen herrlichkeit, Die uns darauf fol werden: Ge wißlich, wer dieselb erlangt, Gang überreichen lohn empfangt, Auf sehr geringe arbeit. 6. Die thrånen werden allzu, mat Von augen abgewischet; Die folge rub im freuden faal Das herge fiets erfrischet: Kein schmerz, fein trübfal, keine pein, Wird alda mehr zu finden seyn; Nur lauter freud und wonne. 7. Der leib wird leuchten hell und flar, Wie Chrifti leib ver Flåret, Und ob er schon von wür. men war Gefressen und verzeh, ret; So wird er doch im himmel, reich, Den beilgen engelu GOt tes aleich, mehr als die sonne glången. 8. Alsdann wird unser augen licht GOtt, wie er ist, ansehen Bon angesicht zu angesicht. Ach, wann wird das geschehen, Daß dieser hütten irdisch haus Zerbro chen werd, und ich daraus Geh in des HErren freude? 9.D GOtt, mein Vater, hdre doch Mein fehnliches begehren, Und laß mich hier das sündens joch Nicht länger mehr beschwer ren: Bring mich bald an denfels ben ort, An welchem ich werd immerfort Ohn alle schwachheit leben. 10. GOttes Sohn, HErr JEfu Chrift, Der du vom him mel kommen, Und wiederum zus sehens bist Gen himmel aufger nommen, Hol auch mich nach, und zeige mir Die macht und herrlichkeit, die dir Der Vater hat gegeben. 11. D heilger Geift, regire mich, Bis ich von hinnen schei de, Daß ich empfinde fråftiglich Den vorschmack dieser freude, Die fein mensch hier erfahren hat, Und doch an uns, nach GOttes rath, Sol offenbaret werden. 12. Nun hilf denn, daß ich meinen lauf, HErr JEsu, bald vollende. Ich sehne mich zu dir hinauf, Gib mir ein selig ende. Komm bald, HErr, und eridse mich; Denn meine hoffnung steht auf bich. Komm, JEsu, komm in gnaden! 739+ #BE 6 6 Dom Simmel und himml. Jerufalem. 739. 65 56 6 4* 6 56 6 766 65 45 36. 23 6 5 4 3 2. Wie bist du mir, so treslich. schön, weiß, sierlich, sonder ma del? Wie glänzend bist du anzu, fehn, Du zione güldne fackel? Du, schönste tochter unfers fürfien, Nach deiner liebe muß ich dürften; Der König selbst hat aroffe freud An deiner werthen lieblichkeit. 3. Wie sieht dem liebster 2 fag per 6 665 12131 DE 65 6 5 749 65 4 3* 6 6 GOttes stadt, v güldnes es mir: Er ist gang auserlefen, D licht, D groffe freud ohn ende, Wenn schau ich doch dein angesicht? Wenn füß ich doch die bånde? Wenn schmeck ich deine groffe gute? Olieb, es brennet mein gemüthe, Da lieg und seufs ich mit begier, D allerschönste brant, nach dir. Wierofen sind die wangen schier, Wie gold fein prächtigs wesen; Er ist der schönste baum in wal dern, Er ist die beste frucht in feldern, Er ist, wie lauter milch, so schön: So ist mein liebster an zufebn. 4. Da fit ich unter ihm allein, Den schatten mir zu wehlen: Denn seine frucht wird süsser feyn Als honig meiner fehlen. Als ich erst kam in seinen orden, Binh fast gang beweget, wor den, Und als ich faum vom schlaf ermadt, Da sucht ich ihn die gange nacht. 5. Mun füß ich feiner auaen. 366.3. licht, Dom Himmel und bimml. Jerufalem. 750 licht, Nun hab ich ihn berühret: Ich halt ihn fest, ich laß ihn nicht, Bis er ins grab mich führet. Dann wird er mir im freuden- les ben Gein auserwehlte schönheit geben; Dann werd ich wunders barer weiß Erfüllen mich mit him mels- speis. 3 6. Es wird fein hunger plagen mich, Noch auch fein durft mich quälen. O. folt ich nur erst her gen dich, und mich mit dir ver måhlen! O, so't ich deine pforten fehen, und bald auf deinen gaf fen gehen! O, folt ich, da mein güldner schein, Nur erst in deinen hütten feyn! 7. Aus edelsteinen find gemacht Dein bocherbante mauren, Von perlen ist der thore pracht, Welch unverweßlich dauren, Nur gold bededet deine gaffen, Da täglich fich muß hören iaffen Ein lobges fang; man fingt alda Das freu den- reich, ballelujah. 8. Da sind der schönen häufer viel, Gang von saphir erbauet, Des himmels pracht hat da kein giel: Wer nur die dächer schauet, Der findet lauter güldne ziegel, Ja güldne fchlöffer, güldne riegel: Jedoch darf feiner gehn hinein, Er muß denn unbeflecket seyn. 9. D 3ion, du gewünschte fladt, De bist nicht auszugrun den! Oftabt, die lauter wohlluft hat In dir ist nicht zu finden Schmert, frandheit, unglick, trauren, sagen, Nicht finsterniß und andre plagen, Es ändert sich nicht tag noch jeit, In bir if freud in ewigkeit. 10. D fladt, in dir bedarf man nicht Der fonnen güldne strahlen, Des monden schein, der fternen licht, Den himmel bunt zu mahlen; Dein JEfus wil die fonne bleiben, Welch' alles dun dcfle fan vertreiben: Nur ihn zw schauen offenbar, Ist deine flare hek gang und gar. II. Da steht der König aller weltGang prächtig in der mitten; Da wil er dich, der tapfre held, Mit freuden überschütten: Da hör ich seine diener fingen, Und ihrer lippen opfer bringen; Da rahmet ihres Königs kraft Die himmets werthe bürgerschaft. 12. Da geht das frölich hoch zeit fest, Bo die zusammen kom men, Die GOtt aus frica, ang, hunger, pest, Hat in fein reich genommen; Da sind fie frey von allen nöthen; Da reden fie mit den propheten; Da wohnet der apostel zaht, Und auch die mart ver algumal. 13. Auf dieser hochzeit finden fich, Die GOtt bekennet haben, Und von den beiden jämmerlich Getddtet, nicht begraben; Da freuen sich die keuschen frauen; Da laffen sich die töchter schauen, Welch hier ihr leben tag un nacht Jn zucht und tugend zugebracht. 14. Da sind die schaffein, die der luft Der schnöden weit ents runnen, Vom Himmel und himml. Jerusalem. 751 leben, meine wonne, Mein eingis ger gewinn, und rechte freudens sonne, Mein berß und ganger geift Schreyt fets, o GOtt, zu dir: Wenn werd ich schauen dich, O JEsu, meine zier. 3. Ich denck an iene zeit, Da ich zu deinen freuden, O JEsu, werd eingehn, Nach vielem creuß und leiden, Wie grosse freud und luft Wird denn ben mir entstehn; Wenn ich in deinem licht Dich, JEsu, werde sehn. 4. Uisdenn so wirst du mich Zu deiner rechten stellen, und mir, als deinem find, Ein gnädig urs theil fällen; Mich bringen zu der luft, Wo deine herrlichkeit Ich werde schauen an In alle ewig, feit. runnen, Die fangen ist an GO tes brust, Sie trincken aus dem brunnen, Der lauter freud und wohluft gibet; Da liebet man und wird geliebet. Die herrlich, teit ist zwar nicht gleich, Doch lebt man gleich im freuden reich. 15. Die höchste luft ist unfern GOtt In ewigkeit zu sehen, Und vor dem HErren Zebaoth Bey Fönigen zu stehen; Ja, recht in himmels liebe brennen, Dazu die besten freunde kennen, Mit allen engeln freuen sich, und lieb. lich fingen ewiglich. 16. O GOtt, wie selig werd ich seyn, Wenn ich aus diesem fe Ben Zu dir spring in dein reich hinein, Das du mir haft gegeben, Ach, HErr, wenn wird der tag boch kommen, Daß ich zu dir werd aufgenommen? Ach, HErr, wenn kommt die stund heran, Daß ich zu zion jauchzen kan? 740. Mel. O GOtt du frommer. JEfu meine luft, Oleben meiner feelen: Wenn rufft du mich hervor Aus dieser trau, er hölen? Wenn werd ich einft befreyt, Dich, liebfler JEfu, fehn, Und zu dir in dein reich Mit freuden sprüngen.gehn? S 3 2.0, du mein aufenthalt, Mein 5. Ach, daß ich heute noch Von hinnen folte scheiden, Nur daß ich käme bald zu ienen himmels freuden! Ach, daß ich heute noch Die welt verlaffen müsst, Und Fame zu der luft, Danichts als freude ist! 6. D, du mein liebster schak, Wenn wirst du mich einführen zu solcher herrlichkeit, lind mit der wonne zieren, Die du mir haft bereit? Wenn küß ich deine brust In ienem freuden faal, O JEsu, meine luft 2 355 4 741. 752 6* Invent Dom Simmel und himml. Jerusalem. 741. Tomten.w 65 87 65 49 6 4 3% 65 43 03. 65 0 6 6 DLWENN 6 48 82 6 6 66 67 6*#* ² 65 65 984 30 65 67665% mind 6% 0% ein fremder gaft, Nachdem du mich, o GOtt, befehret haft; 6 5 43 9866 D 7 6 67% 6 6 nte 66 66 7 6 76 Ich bin ia auch im heilgen bürs 1 ger orden Einglied und hausges noffe GOttes worden: Doch hab ich Bom Himmel und himml. Jerusalem. 953 ich noch den weg vor mir, Daß in meinem Heiland alles funden, ich von hinnen geh zu dir, Und das, worauf ich tht vertraue, Im himmel offenbaret schaue. Drum bin ich ein bürger und pilgrim zu gleid), Und walle nach ienem ver, heiffenen reich. Und ruhe nur allein in seinen wunden: Doch jag ich immer nach dem zweck, Und halte alles nur für dreck, Damit ich auch in meinem wallen Dem HErren möge wohlgefallen. So bin ich ein bürger 2c. 2. Ich bin nun frey gemacht durch JEfum Chrift, und habe recht zur fladt, die droben ist; Das erbe ist auch mir fest beyges leget, Wornach mein Herz gewis. se hoffnung tråget: Doch hab ich nur alhier das pfand, und bin noch nicht im vaterland. So lang ich in dem leibe wohne, Trag ich noch nicht die ebren crone. Co bin ich ein bürger und ic: 3. GOtt hat mich lieb und an genehm geschäßt, Der sich an meis ner schöne selbst ergeßt; Ich hab' EXTI D 6₁ 4. Ich hab in Chrifti blut ge rechtigkeit; Der beilge Geist bringt wahren fried und freud: Ich bin HErr über teufel, welf und fünden, Und fan im glauben alles überwinden: Doch sehnes sich mein herg zur ruh, Nach meiner rechten heymath zu.Denn weil ich diese bütte trage, Fühl ich noch manche noth und plage: Drum bin ich ein bürger und pilo grim jugleich, Und walle nach ienem verheissenen reich.. 742. 6, 76 11 11 67 6 686 6 JUNE 7.7 69 ctoria, mein Lamm ist da!! den schweben, und mit ihm die Mein Lamm, mein licht und leben; Mein Lamm, das dort Johannes sah Sehr hoch in freus erwehlte schaar, Die über hun derttausend war, Aufsions bero ge stehen. 665 2. La Dom Simmel und himml. Jerusalem. 754 2. Lamm, du haft mich von ewigkeit Geliebt und anserkoh, ren. Aus liebe bist du in der zeit, O Trost: ein mensch geboren: Dein treu- qesinntes bruder herk Lub auf sich meine noth und schmer, Und zog mich aus dem jammer. $ 3. Du hast mich, als ein trener hirt, Gesucht und auch gefunden, Bum leben hast du mich geführt, 3um hell aus deinen wunden; Auch bast du, mein Immanuel, Mich mit des Geistes freuden, di Bu deinem dienft begnadet. 4. Es ist durch deine liebes, freu Das creuß, der christen or den, Zum zeichen, daß ich deine fey, Auch mir zu theile worden. Wer dieses fiegel an sich hat, Dev ist ein bürger tener stadt, Die GOttes hand gebauet. 5. Ermuntre dich), o meine feet, Auf, auf! nun gehts ans scheiden; Berlaß des leibes finstre böl, Steig auf den berg ber freuden. Dein Låmmlein ruft: nimm hin den krang, Den ich vom leben, licht und giant Dir lieblich hab gewunden. 6. Nun ist des raußen winters wath Dahin und gang vergan, gen; Die plak- und wetter- regens: fluth Jf weg; die naffen wangen, Go dieser berbe leidens fluß Be netet, fol mein liebes tuß Mit ewgem troft abwischen. 7. So fiebe nun behende auf: Komm, fomm, du meine schöne! Komm, freundin, komm mit vola lem lanf Zu mir, daß ich dich crde ne. Mein thron und meine herr lichkeit, Mein ganzes reich ist die bereit, Du haft nun überwunden. 8. Ich ehrejdeine någel mahl, O Lamm, mit tausend füffen, Die mich der schuld und höüen. quaal, GOtt lob! nun gang ents rissen: Rein flecken, rungel wird verspürt, Weil mich so köfilich ausgeziert Mein erstgebornen bruder. 9. Hallelujah, der kampfund lauf Ift aus, die feinde liegen; Mein Lamm geht mir als sonne auf; Der berg ift überfiegen. Ihr Harfen- spieler gönnet mir Mit endh) des himmels schönste zier, Das Lämmlein, hoch zu preisen.. 10. Preis, lob, ehr, ruhm, band, fraft und macht Gep dir, mein Lamm, gesungen, Daß du mich haft zur ruh gebracht, Zur ruh, mir ists gelungen! Ein wone nen Frang becrönt mein Haupt: Unendlich mehr, als ich geglaubt, Find ich der herrlichkeiten. 11. O hundert taufend jungen her, Lob, lob dem Lamm zu fine gen! Auf, himmel, erde, luft und meer, Auf, auf, ruhm, dandzu bringen! Stimmt an mit mir, macht euch bereit, Den, der da lebt von ewigkeit, Aus ganger macht zu ehren.. 12. Ach füffes Lamm, wie wohl ift mir! Mein hertz hebt an zu springen noch in dem leib: wie? wenn Dom Simmel und himml. Jerufalem. 755 wenn bey dir Willkomm'n erst komm herbey, Und mach mich wird erklingen; Wie wird mit da von den fesseln frey, Den schöns zu muthe seyn, Benn ich dich sien anzuschauen. felbft in augenschein, Mein leben, werde nehmen? 13. 2ch flügel, flügel, flügel ber: Hinauf mich gleich zu schwins gen, Ich muß dem König seine ehr Nun bald vollkommen brin, gen. Komm froher tag, fomm, Go, so bin ichs zufrieden. 743. 5 5 6984398438 5% 4 3X X 66 14. Doch wiit du mich noch cis neweil, Mein HEir, auferden feben; So laß mich nur an meis nem theil Umgart't und wartend stehen, Daß ich zur froben ewigs feit Sep alle augenblick bereit: THE MINUTI 5 9843 55: 6 9843 G WhatInt 65 5 6 5 4 30** 43. 6 6777 Weit Elt, ade, ich bin dein mü Doe, Jch witnach dem him. met zu, Da wird seyn der rechte friede und die flotte seelen- rub. Beit, ben dir ist frieg und freit, Nichts denn lauter eitelkeit: In dem himmel allezeit Friede, ruh und seligkeit. G 199 5 66593430 6 5* 6 76 # 11 2. Wenn ich werde dahin tom, men; Bin ich aller franckheit los, und der traurigkeit entnommen, Ruhe fan't in GOttes schoog. Jo der weit ist angst und noth, Endlich gar der bittre ted; Aber dort ist allezeit Friede, freud und feligkeit. 3. 2008 756 Dom Simmel und himml. Jerusalem. 3. Was ist hier die erden freu. Denn bey uns ist lauter noth, de? Nebel, dunst und hergeleid: Müh und furcht, zulegt der tod; Hier auf dieser schwarzen beide Aber dort ist allezeit Friede, freud Sind die lafter ausgestreut.Belt, und seligkeit. ben dir ist frieg und streit, Nichts denn lauter eitelkeit; In dem himmel allezeit Friede, ruh und feligkeit. 4. Unaussprechlich schöne fin get GOttes auserwehlte schaar; Heilig, beilig, heilig klinget In bem himmel immerdar. Welt, bey dir ist spott und hohn, Und ein fteter jammer- thon; Aber dort ift allezeit Friede, freud und se ligkeit. 5. Nichts ist hier als lauter weinen, Reine freude bleibet nicht: Bil uns gleich die sonne schei nen; So verhemmt die nacht das licht. Welt, bey dir ist angst und noth, Sorgen und der bittre tod; In dem himmel allezeit Friede, ruh und seligkeit. 6. Nun, es wird dennoch ge schehen, Daß ich auch in turger zeit Meinen Heiland werde se ben In der groffen herrlichkeit. 7. O, wer nur dahin' gelanget, Wo igund der schöne chor In vergåldten cronen pranget, Und die slimme schwingt empor. Denn die welt hat krieg und streit, All ihr thun ist eitelkeit; In dem himmel allezeit Friede, ruh und feligkeit. 8. Zeit, wenn wirst du doch anbrechen? Stunden, o wenn schlaget ihr? Daß ich mich doch mag besprechen Mit dem schön. ften für und für. Belt, du haft nur flurm und fireit, Lauter quaal und traurigkeit; Aber dort ist ale. lezeit, Friede, freud und seligkeit. 6.5 6, 48 4 Q 9 Ist wil ich mich fertig mas then, Daß mein thun vor GOtt besteh, Daß, wenn alles wird zers Frachen, Es heifft: tomme, und nicht: geh. Welt, bey bir ist angst. geschrey, Sorge, furcht und heu chelen: In dem himmel allezeit. Friede, rub und feligkeit. 744.. En muni 6: sie Vom Himmel und himml. Jerufalem. 40 6.5 2664 66 65 4 38 Q Je schön ist unsers Königs Obraut, Wenn man sie nur von ferne schaut! Wie wird fie nicht so herrlich seyn, So bald sie völlig bricht herein. Triumph! wir sehen dich, wir fingen dir. Wohl dem, der dich empfängt, du himmels zier. 2.Sie ist schön ihrem maun ge. schmückt, Der ihr den glang ent gegen schickt. In solchem zierath fährt die stadt Herab, wenn sie die zahl voll hat. So wird der him mel samt der erd verneut, Die creatur von ihrer last befreyt. 3. Ich sehe schon im geist zu bor, Wie GOttes hütte fleigt empor. Hier wohnt GOtt selbst den menschen bey, Sagt, ob diß GOttes fladt nicht sey? Der sein Jerufalem mit taft bewohnt, Und feinen bürgern nur mit liebe lohnt? 4. Hier gilt fein weinen, låge lich thun, Nun muß geschrey und schmerzen ruhn. Was noch zur alten welt gehört, Ift gant in grund zerstört, verkehrt. Der auf dem throne fitt, verfündigt frey: Sebt, lieben, wie mein Geist macht alles neu. 757 5. Die braut des Lamms wird vor der zeit Biezu verwandelt und verneut: Und so befißt fie GOttes ruhm, und bleibt des Königs eigenthum. O güldner ftern, wie blikt dein heller strahl! wer weiß der auserwehlten bür. gér zahl? 6. Die alte fonne scheint da nicht, Hie glänget viel ein ander licht, Weil GOttes grösste herr. lichkeit, Des Lammes leuchte, fie erfreut. Drum geht der heiden fuß im licht umher: Hie mehrt der fönge ruhm des Königs ehr. 7. Sie ist von purem gold ges baut, Und was man auf den gast sen schaut, Ist als ein hell durch scheinend glas, Als sie der güld ne robrstab maß. Ihr tempel ift der HErr und auch das Lamm, Die braut hat tempels gnug am bräutigam. 8. Ich grüffe dich, du güldne stadt, Die thor von lauter perlent hat, Führ deine mauren hoch her. vor, Sie heben deine pracht em por. Ich schau dich wohl, denn dich deckt keine nacht. O, daß ich schon längst wär dahin ges bracht! 9. Nie Dom Simmel und himml. Jerufalem. 875 9. Wie funckelt da der grünoe schein! Ein ieder ist ein edelstein: Bie blist der engel hoher alang! Er überstrahlt die thore gang Da Tommt fein gdgen Frecht tea hurer ein, Db schon die thore fiets $ to. Bie frenet fich mein gan. 10. Her finn, Daß ich schon einge schrieben bin In der verlobten glieder zahl, Durch meines hot ben Königs waht. Wie gerne mach ich mich mit nichts gemein, Beil ich ein reines glied der braut wil seyn. 11. Drum überwindt mein glaube weit Im geift die alte nich, tigkeit, Er wartet auf die neue stadt, Die lauter neue fachen hat. m blut des Lamms ererb ich ab les mit: Das ist der sieg, darum ich ſehnlich bitt. 12. Ach wundre sich nur nie. mand nicht, Daß ich nichts an ders mehr verricht. Die braut Fan doch sonst uirgends rahn, Sie hat mit ihrem fchmuck zu thun. Wer seinen hochzeit tag schon vor fich sieht, Der ist am andern tand nicht mehr bemüht. 13. Wenn ich nun folgends umgekehrt, und klein als wie ein Findlein werd; So ist Jerusalem nun mein: Denn solche bürger müssens seyn. Dafahr ich denn zugleich mit ihr herab, Und was ich sonst dabey für ehre hab. 14 Nun ist das alte völlig bin: Das neu ist da, nach geistès fiun, Biüfommen, allerliebftes Lam! Scommia fein bald, mein Bräutio tigam. Triumph, triumph, vie cioria, Und ewiges hallelujah! 745. nel. Mein 3Efn dem die, u dir erheb ich meine finnen, 3HErr JEfu, stärcke meinen gett, Der mich zur hohen hims mels zinnen Der auserwehlten wohnung weis't, Ich las ikund das eitle liegen, Mich fol hins fort die flolge weit, Und was da ihrer luft gefällt, Samt ihres pracht nicht mehr vergnügen. 2. Seh ich diß groffe welt: gee bäude und aller häuser zierath an; So ist es eine furge freude, Die uns ihr ansehn geben fan. Die zeit reifft alle bobe mauren, Sie mögen noch so töflich seyn, Und alle marmel fåuten ein: Nichts fan auf erden ewig dan ren. 3. Die welt mag ihre schlösser loben, Ich lobe diß gepränge nicht: Mein luft und wohnhaus in dort oben; Dort ist mein herge hingericht't. Jerufalem, du burg der frommen, Du GOttes fladt, war ich in dir; So würd ich, was mich für und für Erfreuet, reichlich überkommen. 4.D unerhörte zierlichkeiten, Die dort an deinen wanden stehn. mich deucht, ich fan igt fchon von weiten Die flarbeit deiner mauren fehn: Das glas der fens fier sind rubinen; Die thore pers fem Von der Hölle und ewigen Verdammniß. len und sophir: Das gold muß überflüßig dir Zur schönheit deis ner dächer dienen. 5. Dort wünsch ich mir allein ju leben, Und wil mich nun der eitelkeit Und allerwelt- luft gang begeben: Wo bleibt die lang ge wünschte zeit, Da ich die seele GOttes bånden Mit freuden wieder liefern Fan? Komm tod, ich schen mich nicht, fomm an, Du musst mir doch mein leben enden. 6. Du musst mich doch zum himmel führen, o mein gelieb ter Heiland ist, Wo stetes woht XLIX. Von der Hölle und ewigen Verdammniß. 746. Ewigkeit, du donner. mort! O schwert! das durch die seele bohrt! O anfang sonder ende! O ewig, teit, zeit ohne jeit! Ich weiß für groffer traurigkeit Nicht, wo ich mich hinwende! Mein gang er schrocknes herg erbebt, Daß mir die sung an gaumen klebt. 759 seyn ist zu spüren. Und du, o grings mer fod, nicht bist. Was fan mir hie dein flachel schaden? Werd ich von deiner hand ermordt; So sterb ich hier, und lebe dort Bey meinem liebsten GOtt in gnaden. 7. Mein trauter JEfus, mein verlangen, Wird meine feel in seine hand, Nach meinem tode, schon empfangen. D. wunder schönes vaterland! Jerufalem, du stehst mir offen. HErr JEfu, nimm mich nur hinein, Bey dir wünsch ich allein zn seyn, Auf deis ne zukunft wil ich hoffen. 2. Kein unglück if in aller welt, Das endlich mit der zeit nicht fällt, Und gang wird aufgehoben: Die ewigkeit hat nur fein ziel, Sie treibet fort und fort ihr spiel, Låfft nimmer ab zu toben; Ja, wie der Heiland selber spricht: Aus ihr ist kein erlösung nicht. 3. O ewigkeit, bu machsi mie bang! Dewig, ewig ist zu langz Sie gilt fürwahr fein schertzen. Drum wann ich diese lange nacht Safammt der groffen pein bes tracht; Erschred ich recht von bergen. Nichts ist zu finden weit und breit So schrecklich als die ewigkeit. 4. Was acht ich wasser, feur und schwerdt? Dif alles ift kaum nennens werth, Es fan nicht lange dauren. Was war es wenn gleich ein tyrann, Der funfzig jahr Faum leben Fan, Mich ends lich ließ vermauren? Gefångniß, marter, angst und pein, Die kön nen ia nicht ewig seyn. 5. Wenn der verdamten grosse quaal 760 Don der Hölle und ewigen Derdammniß. quaal So manches jahr, als an bestellt. Ach, nimm es wohl ju berzahl Hie menschen sich erneh. bergen! Betracht es wohl, o ren, Als manchen stern der him menschen sind: Kurk ist die zeit, mel hegt, als manches laub die der tod geschwind. erde trågt, Noch endlich solte währen; So wäre doch der pein sulegt Ihr recht bestimmtes ziel gefert. 6. Nun aber, wann du die ge fahr Viel hundert tausend tau send jahr Haft Fläglich ausge. standen, und von dem teufel fol che frist Gang grausamlich ge martert bift; ft doch kein schluß vorhanden. Die zeit, die niemand zehlen kan, Die fänget fiets von neuen an. 7. Liegt einer Franck und ruhet gleich Im bette, das vom golde reich Recht fürftlich is gezieret; So haffet er doch solchen pracht Auch so, daß er die gange nacht Ein flåglich leben führet: Er zeh let ieden glocken schlag, Und senf jet nach dem lieben tag. 8. Ach, was ist das? der bdl Jen pein Wird in nicht leibes Franckheit seyn, Und mit der zeit sich enden: Es wird sich der vers dammten schaar Fm feur und schwefel immerdar Mit zorn und grimm umwenden, und diß ihr unbegreiflichs leid Sol währen bis in ewigkeit. 9. Ach GOtt, wie bist du so get recht, ie strafft du einen bösen Fuecht So hart im pfuhl der fehmergen? Auf Forge fünden Dieser welt Hast du so lange pein 10. Ach, fliehe doch des teufels strid, Die wohluft kan ein aus genblick, und länger nicht erge gen; Dafür wilt du dein arme feel Hernachmals in des teufels höl, O mensch, zu pfande sehen. Ja schöner tausch, ia wohl ge wagt, Das bey den teufeln wird beklagt! 11. So lang ein GOtt im hime mel lebt, und über alle wofdken schwebt, Wird solche marter wäh ren: Es wird fie plagen fålt und hik, Angst, Hunger, schrecken, feur und bliß, Und sie doch nicht vers zehren. Denn wird sich enden dies sepein, Wann GOtt nicht mehr wird ewig seyn. 12. Die marter bleibet immer dar, Als anfangs sie beschaffen war, Sie kan sich nicht vermin dern; Es ist ein arbeit sonder ruh, Sie nimmt an flag uu seufzen zu Bey ienen fatans Findern. O fünder, deine missethat Empfiae det weder troft noch rath. 13. Wach auf/ o mensch, vom fünden schlaf, Ermuntre dich, verlornes schaf, und bessre bald dein leben! Wach auf, es ist doch hohe zeit, Es fommt heran die ewigteit, Dir deinen lohn zu ges ben. Vielleicht ist heut der lette tag: Wer weiß noch, wie man fierben mag. 14. Ach, Donder ölle und ewigen Derdammniß. 761 14 Ach, laß die wohäuft dieser Weil sie von GOttes angesicht welt, Pracht, boffart, reichthum, Sind ewiglich versiossen. ehr und geld Dir långer nicht ge bieten; Schau an die grosse sicher, heit, Die falsche weit und böse zeit, Zusammt des teufels wüten. Für allen dingen hab in acht Die vorerwehntelange nacht. 3. Ein baum, aleid) wie er nie der fåut, So bleibt er ewig lies gen: Wie sich ein mensch im fode bålt, Wird er den lohn dort fris gen. Da hilfet feine thränen. fluth; Conft würden in der hdis len glut Stets die verdammten weinen. 1 4. Wer kan doch wohnen in der flamm, Die nimmermehr fich leget? Ber kan doch leben in dem schlamm, Der pech und schwefel heget? Ulmo man leidet tausend plag, Und feinen troft erreichen mag, Weil man nicht fan ersterben. 5. Alsdenn ist alle reu zu spat; Hingegen die man hielte Für thoren sind in GOttes fladt, Da hin ihr wandel zielte. Das Wat hat sich da recht gewendt: Die bdsen sind gequält ohn end; Die frommen sind getröstet. 15. O du verfluchtes menschen. lind, Von sinnen toll, von herzen blind, Laß ab, die welt zu lieben. Ach, ach! sol denn der höllen- pein, Da mehr denn tausend hencker seyn, Ohn ende dich betrüben? Wo ist ein so beredter mann, Der Dieses werd aussprechen fan? 16.0 ewigkeit du donner wort! D schwerdt, daß durch die seele bohrt! O anfang sonder ende! D ewigteit, zeit ohne zeit, Ich weiß, für groffer traurigkeit, Nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wenn es dir gefällt, HErr JEfu, in dein freuden zelt. 747. M. Ach GOtt vom Himmel, Er dencket an der höllen. glut, Muß in empfinden, Weil er des höchsten jornes ruth Berdient mit seinen funden: Indem ihn das gewissen plagt, Berklagt, verdammet, quält und nagt; Fühlt er der hdl len flamme. $ 6. O lieber mensch, bedenck die höll, Seb an ein neues leben: noch heut deine feel, GOtt hat dir frist gegeben. Ver. säumest du die gnaden, zeit; Co ist in alle ewigkeit Die bölle die bereitet. 7. Ach, bilf, Gott, daß ein les dermann Sein leben so anftelle, Daß er nach seinem tode kan Seyn sicher für der hölle. Hilf uns durch deinen lieben Coba, Daß wir der frommen chriften. lohn Im himmel all erlangen. L. More Ссс 2. Es fommet der geschwinde tod, Und setzet in viel schmerzen Die fünder in der letzten noth, Daß fie mit francken hergen Er tennen GOttes Araf gericht, $ 762 Morgen Gefänge. L. Morgen Gesänge. 748. Mel. Bommt ber zu mir. D If, auf, mein herk, zu GOTT dich schwing, Mit freuden deinem Schopfer fing, Weil schon die nacht vergangen: Gleichwie vom schlaf sich ist aufricht't Der leib; so laß der feelen nicht Den fün den schlaf anhangen. 2. Sieh, wie mit frischer wa derheit Der gange erdcreis ist bereit, Des Schöpfers macht zu ebren: Ja was sein ganger raum beschlensst, Mit böchster mühe sich befleißft, Des Schöpfers ehr zu mehren. 3. Was sol denn diese trägheit feyn, Die nur, mein herg, bey dir allein Noch gleichwol wird ges ſpüret? O, sey nicht fummer wie das wild; Du bist ia mit des schd: pfers bild Bon ihme selbst ge fieret. gnad; so wird es leicht Bon tai gend fruchtbar werden. 6. Ja, hilf, HErr, daß ich die sen tag Nach deinem wort so ens den mag, Damit ich dir gefalle, Benn dort der ewae tag am bricht, Da du, o schönes freuden licht, Wirft scheinen überalle. Auch gras und blumen du ist schmückst, Dadu mit deinem thau erquicft Das dürre land der erden. Wann auch dein Geist mein her befeucht't Mit deiner 749. Mel. Der lieben Sonnen. 2. Sprich: GOtt, ich bin nicht gnug dazu, Die gnade zu erzeß len, Die du durch fichre leibesi ruh Erzeigt baßt meiner feeten; Ich kan nicht zeigen an, Was du mir guts gethan Nebst andern, die auch trauen dir, Und eines glaubens find mit mir. 4. Nun, HErr, du schaffest, daß dig licht, Das ist schwark 3. Nun meiner seelen hilf und durch die woicken bricht, Bald völlig wird aufgehen; Olaß auch in dem herken mein Aufgehen deiner weisheit schein, Daß ich dich mig verstehen. schuk, Jch rühme deine treue, Die deinen findern kömt zu nuk, Die alle morgen neue; Ich danck herg inniglich, Daß du so gnå dig mich Und auch die meinen diese nacht Durch deine engel haft bewacht. Auf feel, und dancke Deinem HErrn Aus reinem herkend grunde: Das belle licht vertreibt die stern In dieser morgen stun de; Die fonn entdecket dir Der güter GOttes zier, Die sich zu GOttes kinder schau Beſpiegell in dem morgen thau. 4. Gib, liebfier Gott, daß ferner auch Ich heute chriftlich wandle, Und meiner pflicht also gebrauch, Morgen: Gefänge. gebrauch, Daß, was ich thu und handle, Gereiche mehr und mehr Bu deines namens ehr, 3u meiner feelen heil und schutz, Und meines nächsten dienst und nuß. 5. Behüte mich vor alle dem, as leib und feele tråncket; hin gegen gib, was angenehm, Was Deinen segen schencket. Wend ab gefahr und noth, Krieg, hunger, feur und tod: Schickst du mir aber creuß mit zu: So gib ge bulb, troft, hilf und ruh. an 6. Ich wil gern alles nehmen lieb und auch zu leide, Weil deine hand es ändern fan, Und wenden leid in freude. Dein hert auf mich gericht't, Kau mich verlassen nicht: Denn, wer im glauben fdmait zu dir, Der ist gesegnet für und für. 7. Nur dir sey alles beimge, fiellt, Seel, leib, fand, gut und leben: Mach alles, wie es dir ge fällt, Dir hab ich es ergeben. Bewahre fladt und land, Lehr. wehr- und auch nehr- stand; Er halte wort und facrament; Gib ein vernünftig felig end. 8 Mein HErr, und GOtt, dich laß ich nicht, Dir lieg ich hier zun füssen, Bis mir dein mund den fegen spricht Der alles fan durch füssen, Bis mich dein himmel tranckt, und mir viel guts ein chendt, Wenn mich dein füffer gnaden- geist Aus meines JEfu wunden speist. 9. Hierauf nehm ich mit freu 763 den an, Was mir ist aubefohlen. Dein Geist mich führ auf ebner bahn, Bis du mich wirft einho. len Ins schone paradeis, zu deis nem lob und preis; So ist der tag in GOtt verbracht, Anfang und ende gut gemacht. gh 750. Sag ich dir lob und danck, fus meines bergens grunde In dieser morgen fiunde, Dazu mein lebenlang, O GOtt, in deis ehren, Durch Christum unsern nem thron, Dir zu lob, preis und Herren, Dein'n eingebornen Sohn. Jn diefr vergangnen nacht Für 2. Daß du mich aus genaden ' fahr und allem schadeuBehitet und bewacht. Ich bitt demütige lich, Wolft mir mein sind vers geben, Womit in diesem leben ich hab erzürnet dich. Mich b'hüten biesen tag Fürs 3. Du wolft auch gnådiglichen teufels lift und wüten Für fünden und für schmach, Für feur und wassers- noth, Für armuth und banden, Für bösem schnellen tod. für schanden, Für Fetten und für 4. Mein leib, mein feel, mein leben, Mein weib, gut, ehr und find, In deine hånd thu geben, Darzu mein hausgefind, als bein geschend und gab, Mein ele tern und verwandten, Gefreundte und bekannten, und alles was ich hab.. ( Mein leib, mein feel, mein leben 6412 Morgen Gefänge. 764 leben, Gut, ehr und was ich bin, Sen gånglich dir ergeben, HErr, nimm es gnåbig hin, Als bein recht eigenthum: Schür meine bluts verwandten Herß freunde und bekanten, O GOtt, zu dei nem ruhm.) M 5. Dein engel laß auch bleiben Und weichen nicht von mir, Den fatan ju vertreiben, Auf daß der bds feind hier In diesem jam, merthal Sein tück an mir nicht übe, Leib und feel nicht betrübe, Und bring mich nicht zu fall. • $ 6. GOtt wil ich lassen rathen: Denn er all ding vermag. Er fegne meine thaten, Mein vor nehmen und fach: Denn ich ihm heimgestellt, Mein leib, mein feel, mein leben, und was er mir fonft geben; Er machs, wies ihm ge, fällt. 7.Darauf so sprech ich: amen, Und zweifle nicht daran, GOtt wird es alzusamen Ihm wol ge fallen lahn; Uud stred nun aus mein band, Greiff an das werd mit freuden, Darju mich GOtt bescheiden In mein'm beruf und fand. 2. Wecke mich vom sünden schlaf, Der du bist das leben; Neues leben in mir schaff. Denn, hast du gegeben Dieser welt das sonnen- licht, Welches all erfreuet; Wirft du mich ia lassen nichtTåg lich unerneuet. 3.Obne licht sieht man fein licht; OhneGOttes leuchtenSieht kein mensche Christum nicht, Der uns muß befeuchten mit dem hellen himmels thau Seiner füffen lehe re. Drum, HErr Chrifte, auf mich schau, Und dich zu mir kehre. 4. Kehre zu mir deine gut, Freundlich mich anblicke, Daß mein innerstes gemüth In dir fich erquicke, Und die füffe himmels luft Mit begierde schmecke; Son ften sen mir nichts bewusst, So da freud erwecke. 5. Laß ia ferne von mir seyn Hoffart, augenweide, Fleisches luft und allen schein, JEfu, mit verleide, Damit sich die welt er gekt Zu ihr selbst verderben; Denn was sie fürs befte schågt, Machet ewig fierben. 3 6. Nun, so bleibe fiets mein licht, JEsu, meine freude, Bis der frobe tag anbricht, Da, nach allem leide, Jch in weißser kleiders pracht Werde freudig ipringen, Und, daß GOtt es wohl gemacht, Ohn aufhören fingen. 751. Tel. Chriftus der uns felig. Cor Hrifte, wahres seelen licht, Deiner chriften sonne, O da tiares angesicht, Der betrübten wonne, Deiner gute lieblichkeit It neu alle morgen: Indir bin 752. Mel. Herzlich thut mich. Anck GOtt ich recht erfreut, Darf nicht übrig ud fe in der höhe forgen. dieser morgenstund, Durch Morgen: Gefänge. Durch den ich wid'r aufstehe Vom schlaf frisch und gesund. Mich hatte zwar gebunden Mit fiafterniß die nacht: Ich hab fie überwunden Durch GOtt, der mich bewacht. 9 2. Wiedrum thu ich dich bit ten, schuß herr Ifrael, Du wolft treulich behüten Den tag mein leib und feel. All christlich obrigkeiten, Unser fchul und ge mein In diesen böfen zeiten Laß dir befohlen seyn. 3. Erhalt uns durch dein gute Bey g'funder reiner lehr; Für tegeren behüte, Streit für dein wort und ehr, Daß wir mit un ferm famen immer in einem geift Sprechen: des HErren namen Sey groß und hoch gepreis't. $ 4. Dem leibe gib darneben Nahrung und guten fried; Ein g'fund und måßig leben, Dazu ein frdlich g'müth, Daß wir in allen stånden Tugend und ehr barkeit Lieben, und fleiß drauf wenden, Als rechte chriften leut. 5. Gib mildiglich dein'n segen, Daß wir nach dein'm gebeiß Wandeln auf guten wegen, Thun unfer amt mit fleiß, Daß ein ie der sein nege Auswerff, und auf dein wort Sein'n troft mit Petro fege, So geht die arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu ehren. Und der gemein zu nutz, Das wilder satan wehren Mit lift und groffem truk; Doch kan ers nicht volbringen, Weil du HERR 765 Jesu Chrift, Herrscheft in allen dingen, Und unser beystand bist. 7. Wir sind die zarten reben; Der weinstock felbft bist du, Dar. an wir wachf'r und fleben, und bringen frucht dazu: Hilf, bag wir an dir bieiben, und wachsen immer mehr; Dein guter Geift uns treibe zu werden deiner ehr. 753. S el. Dir, dir, Jehovah wil. Er frohe morgen fommt ge am himmel bricht herfür; Man gangen, Das schöne licht spüret schon der sonnen prangen, Das dunckle weicht, der tag ist vor der thur, und was vorhin erstarrt und schlafend lag, Das reget fich, ist munter, frisch und wach. 6 2. Du auch, mein geist, und meine Fräfte, Ermuntert euch, gebt keiner schlaf sucht plag: GOtt loben sey itt eur geschaffie, GOtt, der Israels einger saug und schatz; Deß auge schläft noch schlummert nimmer nicht, weil es der Gottheit nie an kraft ges bricht. 3 Er ist der HErr der tag und nächte; Er sprach: es werde licht, und es ward licht: Des himmels bau ist sein gemachte, Und was daran sich zeiget dem gesicht, Die fonn, der mond, das ganze sternen heer, Erteblet dieses groffen Schöpfers ehr. 4. Die luft und was darinnen schwebet, Das meer und alles, Ccc 3 was 766 was es in fich hålt, Was auf dem rund der er den lebet, Mit einem wort: die gange weite welt, Jf schuldig, diesen HErrn mit preis und ruhm Stets zu erhöhn in feinem heiligtham. 5. Drum wil ich auch igund nicht schweigen, Und,( ob ichs gleich für mich nicht würdig bin,) Bor feiner majestät mich beugen, Daß ich ihr opfre danck im geist und sinn; Ja, ich wil ihm mich felbften gang und gar, So gut ich Fan, zum opfer ftellen bar. Morgen: Gefänge. 6. Er ist mein Vater, GOTT und schöpfer, Von dem ich leib und feel und alles hab: Ich bin fein thon, er ist mein töpfer; Was aut an mir, it alles feine gab: Er nehrt, er pflegt, er schüßt, er tråget mich, Und was noch mehr, er gibet felbft mir sich. 7.3war ging ich irr in finfiern wegen, Er aber zeigte mir fein an geficht: Ich spürte feines geiftes regen, Ich lam zu seinem wunder baren licht: Mir war, als war ich aus dem schlaf erwacht, Wenn ben uns abschied nimmt die finßre nacht. 8. In Chrifio hat er mich ge Jiebet, Durch beffen tod bin ich ihm ausgeföhnt: Die schuld und funden er vergibet, Und war er Dadurch noch so hoch verhöhnt; Ja, durch den Sohn bin ich sein erb und find, Das ewig vor ihm gnad um guade findt. 9. Er hat mir seinen Geiß ges schencket Zum führer, fiegel licht und unterpfand; Der ists, der meinen willen lencket und unters thänig machet seiner hand; Der, wenn ich schwach, bedrückt und elend bin, Mit fried und troft ers quickt den blöden finn. 10. Nun, Bater, fey gebener beyet, Sey hoch gerühmt von mir in ewigteit Für alles, womit mich erfreuet Die fülle deiner gut bier in der zeit, Und was sie guts mic dort hat zugedacht, Wo und die frobe ewigkeit anlacht. 11. Dir wil ich ferner mich era geben, und deiner treu auf ewig anvertraun: Jch beilge dir mein ganges leben; Mein auge laß be fåndig auf dich schaun, Daß dies fer tag, mit dem ich bin erwacht, Von mir durch dich in dir werd zugebracht. 12. Ja fegne, Bater, und be hüte Den gangen mich und alles, was nur bein: Das antlig deiner lieb und gute Erleuchte mich mit feiner flarheit schein. Ach, richt auf mich bein gnädigs angesicht, Und gönne mir bein göttlich frems den licht. 754. Mel. Du Geist des Errni vor dens Does tages schein, Die mors genroth, und sonne schamroth seyn, Du schickest sie, und schaffst, daß ihre strahlen Den erdem creis mit hellem licht bemahlen. 2. Send in mein herg das wahre Morgen Gefänge. wahre licht der welt, Das Chris ftus ist, das heil, das du bestellt; Co weicht die nacht, fo freten lie bes flammen mit heilger furcht und scheu in mir zusammen. 3. So wirst du mir in deinem Sohn bekannt, Die finsterniß der fund in glang verwandt: Ich werde los vom eiteln, das ich) fühlte, Das band zerreißt, das mich gefangen hielte. 4. Drum lehre mich durch dei nen Geist im wort, Recht busse thun, und bring mich weiter fort: Geleife mich im wandel auf der erde, Daß ich dir glaub, und dir gehorsam werde. 5. Dann bricht mein danck und lobes glut herfür: wie ich dir bien', also gefällt es dir: HErr JEfu Chrift, sey ne, Mein morgenstern, gerechtig, Feil und wonne. 6. Geh in mir auf, erleucht mich immerdar. Dein flügel fey die wehre für gefahr. Dein fab. baths- tag mein werck im gangen leben; Mein werckel, tag zu dei. ner ruh ergeben. 7. Erwecke mich vom schlaf der sicherheit, Und zeige mir die rechte wirdungs- jeit. Was ich verricht, entsteh aus deinen fråf ten; So herricht kein tod bey mie in den geschafften. 767 den: Tode deinen feind, der noch in uns vorhanden. 9. Dein heilger Geist sier an fre bergen aus, Ses ihn darein, mach schul und tempel draus, Worin du lehrst, was wir vers fehn und wollen, Gedencken, thun und unterlassen sollen. 10 Erflår dein wort, daß trug und heucheley Von uns entfernt, and wahrheit nahe fey; Daß uns dein werck, was dir gefällt, ges linge, Und ich es nan and ewig. lich vollbringe. 8. Mein lebens zweck sey blos ju dir gericht. Leb du in mir; denn fonfien leb ich nicht. Duftarbst darum, und bist auch auferstar 755. el Mein Herzens JEfu. he Rhebe dich, o meine feel, Die HErr erscheint in Israel, Sein finsterniß vergebet: Der licht am himmel siebet; Erhebe dich aus deinem schlaf, Daß er was gutes in dir schaff, Indem er dich erleuchtet. seyn, Und sich zur arbeit wenden; 2. Im licht muß alles rege Im licht fingt früh das vögelein, Im licht wil es vollenden: So fol der mensch in GOttes licht Aufheben billig sein gesicht Zu dem, der ihn erleuchtet. 3. Lafft uns an unfre arbeit gehir, Den HErren zu erheben; Last uns, indem wir auferstehn, Beweisen, daß wir leben; Lofft uns in diesem gnaden- schein Nicht eine fiunde müssig seyn. GOttifs, ber uns erleuchtet. 4. Ein tag geht nach dem an dern fort, Und unser werek bleibt € cc 4 lie, 768 liegen, Ach, hilf uns, HErr, du freufter bort. Daß wir uns nicht betriegen; Gib, daß wir greiffen an bas werd, Gib gnade, segen, traft und stård Im licht, das und erleuchtet. Morgen Gefänge. 5. Du jeigt, was zu verrichten fey Auf unsern glaubens wegen: Co bilf uns nun, und steh uns bey, Verleihe deinen fegen, Daß bas geschafft von deiner band Bollführet werd in alle land, Bozu du uns erleuchtet. 6. Ich fiehe, HErr, raach uns bereit Zu dem, das dir gefällig, Daß ich recht brauch die gnaden, zeit; Go fleben auch einhellig Die finder, die im geist geborn, Und die sich fürchten für dem jorn, Nachdem du sie erleuchtet. 7. Das licht des glaubens feb in mir Ein licht der kraft und stär, de. Es fen die demuth meine sier; Die lieb das werd der wer. de. Die weisheit fließt in diesen grund, Und öfnet beydes herk und mund, Dieweil die feel erleuchtet. 8. bleib bu ew'ges licht, Daß ich fiets gehe richtig: Erfreu mich durch dein angeficht: Mach mich zum guten tüchtig, Bis ich erreich die güld ne fladt, Die deine band gegrün, bet hat, Und ewiglich erleuchtet. 756. Mel. O GOtt du frommer, Rfchein du morgen stern; Leucht hell in mir, du fonne. Mein Heiland, wahres licht, Be 4 ständig in mir wohne. Erwäre me du mich gang mit deiner liebe schein, und bringe lauter licht Ins neue herk hinein. 2.Schaff du mirs neu und rein Mit dem gewissen Geiste, Daß ich dir reinen dienft In deiner lies be leiste: Mach deines lichts mich voll, Verflår den Vater gang, Daß seine liebes bruft Mich nehr in reinem glang. 3. So laß mich allezeit In dir beständig wandeln, Und nicht in finsterniß Noch heucheley was handeln. Faß mich mit deiner hand, Dein auge leite mich, Daß ich dir folge schlecht, Und seh ale lein auf dich. 4. Laß mich fein ander bild In meine feel einlaffen, Als dich, mein licht und theil, Zum licht und leben fassen. Sey du mein einig wort, Eröffne mein gebdr, Und ziehe mich dir nach; So laufich immer sehr. 757. el. Err JEfu Chrift w. ür deinen tret Go GOtt, und dich demüthig Fo but, end dein genådig anges sicht Von mir, dem armen füns der, nicht. mild, Gemacht nach deinem eben, 2.Du hast mich, o GOtt Vater bild: In dir web, schweb and lebe ich, Vergehen müsst ich ohne dich. 3. Errettet hast du mich gar oft Gang wunderlich und unvers bofft, Morgen Gefänge. hofft, Da nur ein schritt, ia nur ein haar mir zwischen tod und leben war. 4. Verstand und ehr hab ich bon bir; Des lebens nothdurft gibst du mir, Dazu auch einen freuen freund, Der mich in glück und unglück meint. 5. GOtt Sohn, du hast mich burch dein blut Eridset von der höllen glut, Das schwer gesek für mich erfüllt, Damit bes Va ters gorn gestillt. 4 6. Benn sund und satan mich anklagt, Und mir das herg im leib verzagt; Alsbenn brauchst du dein mittler amt, Daß mich der Bater nicht verdammt. 7. Du bist mein fürsprach alles jeit, Mein beil, mein troft und meine freud. Ich kan durch dein verdienst allein Hie ruhig und dort selig seyn. 9.Dein ists, daß ich GOtt recht. erfenn, Ibn meinen HErrn und Bater nenn, Sein wahres wort und facrament Behalt und lieb bis an mein end; 769 $ herk und mund, O GOtt, in dies ser morgen stund, Für alle deine treu und gnad, Die meine feel em pfangen hat. 12. Und bitt, daß beine gnaben hand Bleib über mir heut ausges spannt. Mein amt, gut, ehr, freund, leib und feel In deinen schuß ich dir befehl. 10. Daß ich fest in anfechtung Aleb, Und nicht in trübfal unter geh, Daß ich im herten trost empfind, Zulegt mit freuden über. wind. 11. Drum band ich dir mit 13. Hilf, daß ich sey von herken fromm, Damit mein ganges christenthum Aufrichtig und rechts schaffen sey, Nicht augenschein und bencheley." 14. Erlaß mich meiner fündene schuld, Und hab mit deinem knecht( find) geduld: Zünd in mir glauben an und lieb; 3a ienem leben hoffnung gib. 758. 8.GOtt heilger Geist, du höch. fle fraft, Deß quade in mir alles schafft, Ift etwas guts am leben Mel. O ewigkeit du don. Ott, mein; So iſt es wahrlich lauter Soft, der du ſelber biſt das bein. licht, Deß und flirs Bet nicht, Dir sey istlob gesun. gen, Nachdem durch deine grosse nacht So kräftig hat verdrungen, macht Der belle tag die finstre und deine gnad und wunderthat mich, da ich schlief, erhalten hat. 15. Ein felig ende mir bescher; Am jüngsten tag erwed mich HErr, Daß ich dich schaue ewige lich. Amen, amen erhdre mich. 2. Eaß ferner mich in deinem schuß, DVater, vor des satans trug Mit freuden auferstehen, Damit ich diesen gangen tag Dich ia mit meinen augen mag Im glauben fidlich sehen. Für Ecc 5 alem Morgen: Gefänge. 770 allem sey du selber mir Das licht des lebens für unb für. 3. Des glaubens licht in mir be wahr, D, kård und mehr es im merdar; Erwecke tren und liebe. Die hoffnung mach in nöthen fest: Hilf, daß ich mich aufs allerbest Auch in der demuth übe, Daß brine furcht stets vor mir steh, Und ich auf guten wegen geh. 4. HErr, balte meinen gang gewiß; Treib aus von mir die fin. terniß Und bosheit meines her gens. Behite mich den gangen tag Für aberglauben, zorn und plag, Auch für verbotnem schers Ben: Bewahre mich für folg und pracht, und allem, was mich lů, fern macht. 5. Gib, daß ich dir gehorsam fey, und mich für gand und ha der scheu, Auf daß der sonnen ftrahlen Mich diesen tag nicht jornig fehn, Und nachmals traus rig untergehn. Ach, laß mich nicht bezahlen Dem nächfien feine bitterkeit mit feindschaft, haffen, grimm und neid. 6. Für unzucht und für böser Tuft, Für Fargheit und des geißes wust Behüte mich in gnaden. Gib, daß die falschheit dieser zeit, Bufamt der ungerechtigkeit Mein Berg ia nicht beladen. Ach, daß bein heiligs angeficht Doch solche fund erblicke nicht. 7.O treuer GOtt, erweck in mir Nur einen hunger stets nach dir, Daß ich die welt verlieres Auch lehre mich, du starder held, 3u thun allein, was dir gefällt, Dein guter Geist mich führe, Das mit ich auffer bösen wahn Stets wandeln mög auf ebner bahn. 8. Befiehl auch deiner engel fchaar, Daß fie mein leben für ge fahr Den gangen tag beschügen, und auf den hånden tragen mich, Daß nicht der satan grausamlich ich fönn alhier beschmigen; So werd ich gegen löwen fiehn, und unverzagt auf drachen gehn. 9.So nimm von mir, o Vater, Bin Mein berk, gedancken, muth und sinn, Daß ich dir gang vers traue: Behüt auch, du getreuer hort, Meintichten, reden, werd und wort, Daß es nur ftetig schaue Auf deines theuren na mens ehr, Und meines nächsten nuk vermehr. 10. HErr JEfu Christe, laß allein Mich armen ein gefäffe seyn Und werckzeug deiner gna den. Nicht all mein thun, beruf und stand, Halt über mich dein' rechte hand; So fan mir nie mandschaden. Du wolleft auch ia gnädiglich Für dem verleum der schüßen mich. 11. Mit berg und mund ich bir befehl, HErr JEfu Christ, mein leib und feel, Auch ehr und gut daneben. Wenn ich nan fise, geb und steh, Aledenn so schaffe, daß ich seh, HERR, über mir dich schweben. Gibia, daß deine gna deni Morgen Gefänge. den hand Sey nimmer von mir abgewandt. 12. Für böfen pfeilen, die bey tag Auf erden bringen groffe plag, Alls für des todes feuche, Für peftilent behüte mich, Da mit sie nicht so grausamlich Bey nacht berummer schleiche: Be wahr uns auch vor frieges, noth, Und einem bösen schnellen tod. 13. Gib, lieber HErr, zu dies fer frift, So viel im leben nöthig ist, Doch nur nach deinem willen. Wenn du die speif und nahrung hie Auf erden segneft spat und früh, Kanßt du uns reichlich füt len; Nur daß man deine milde gab Auch nicht zu einem miß brauch hab. 14. Allein zu dir hab ich gefeßt Mein herk, o Vater, gib zulegt ir auch ein feligs ende, Auf daß ich meinen abschieds- tag Mit groffer freud erwarten mag; Drauf fireck ich aus die hånde. Ach, fomin, HErr JEfu, fomm mein ruhm, Und nimm mich in Dein eigenthum. 15. Mein GOtt und Vater, fegne mich; Der Sohn erhalte gnädiglich, Was er mir hat ge geben; Der Geift erleuchte tag und nacht Sein antlig über mich mit macht, Und schüge mir mein leben. Nur dieses wünsch ich für und für: Der friede GOttes fey mit mir. 771 den, Vater, Sohn und heilger Geist, Der du tag und nacht lässt werden, Gonn und mond uns scheinen heisst; Deffen fiarekfe hand die welt, Und was drinnen ist, erbålt. 2. GOtt, ich dancke dir von hergen, Daß du mich in dieser nacht Für gefahr, angst, noth und schmerzen Haft behütet und bes wacht, Daß des bösen feindes lift Mein nicht mächtig worden ist. 3. Laß die nacht auch meiner fünden Jkt mit dieser nacht vergehn: D, HErr JEfu, laß mich finden Deine wunden offen flehn, Da alleine hilf und rath ft für meine missethat. 4. Silf, daß ich mit diesen morgen Geistlich auferstehen mag, Und für meine seele sorgen, Daß, wenn nun dein groffer tag uns erscheint und dein gericht, Ich davor erschrecke nicht. 5. Fübre mich, o HErr, und leite einen gang nach deinem wort; Sey und bleibe du auch heute Mein beschüßer und mein bort. Nirgends als bey dir allein Kanich recht bewahret fenn. 6.Meinen leib und meine feele, Samt den finnen und verstand, Groffer GOtt, ich dir befehle Um ter deine star de band. HERN, mein schild, mein ehr und ruhm, Nimm mich auf dein eigenthum. 7. Deinen engel zu mir fende, Der des bösen feindes macht, List 759. Goff des Oft des himmels und der er und anschlag von mir wende, Und 772 Morgen Und mich halt in guter acht, Der auch endlich mich zur ruh, Brin ge nach dem himmel zu. 8. Hore, GOtt, was ich begehe re, Bater, Sohn und heilger IN 6 6 666 6% 6 3% 0 6 6 7 5 5 4 3 Gefänge. Geift, Meiner bitt mich, HErr, gewähre, Der du selbst mit bit ten heifft; So wil ich dich hier und dort Herklich preisen fort und fort. 760. 6 X OCT lob, nun ist die nacht verschwunden, Die finster: nig ift überwunden, Das licht des himmels triumphirt, Das 6. MUZINITY² 6 6666 6 65 4* 6 26 6 5 6 erdreich, so die dunckeln schatten, Mit ihrer macht umgeben hat ten, Der güldnen fonnen Flare heit fiert. 2. Mach Morgen Gefange. 2. Wach auf, mach auf, mein geist, und singe, Dem Vater al ler geister bringe Preis, lob, ehr, ruhm, danck, kraft und macht: Erfenne feine huld und treue, Die alle morgen sich aufs neue Aus, breitet, und dich stets bewacht. 3.0, daß doch mit der äussern erden Mein innerstes auch licht möcht werden! O, daß mein herk ein himmel war, Ein firmament, daran die sonne, Mein JEfus, meines geiftes wonne, Micht scheinen zu des schöpfers ehr! 4. O, daß der finstern nacht ges schäfte Durch dieser sonnen neue Fräfte Zerstrenet würden und mein sinn Zu ihrem licht sich stets erhübe! O, daß ihr einfluß star. der triebe mich führte zu ihr sel ber hin! 5. Diß ist mein wunsch und mein begehren: Du Bater, wolft mich diß gewähren, Sprich as men selbst und ia dazu: So werd ich auch nach diesen tagen Und überstandnen leid und plagen Ge niessen dort des lichtes ruh. 761. Hier Mel. Wo ist meine Sonne. iter, wird die nacht der sün, den nicht verschwinden? Hiter, ist die nacht schier hin? Wird die finsterniß der finnen Bald zerrinnen, Darin ich ver. wickelt bin? 2. Mocht ich, wie das rund der erden, Lichte werden: Seelen foune gehe auf. Ich bin finster, 773 falt and trübe, JEsu, liebe! Kom, beschleunige den lauf! 3. Wir sind ia im neuen bunde, Da die stunde Der erscheinung tommen ist, Und ich muß mich stets im schatten So ermatten, Weil du mir so ferne bist. 4. Wir find ia der nacht ents nommen, Da du kommen; Über ich bin lauter nacht. Darum wolst du mir, dem deinen, Auch erscheinen, Der nach licht und rechte tracht't. s. Wie fan ich des lichtes were de Ohne stårcke In der finsterniß vollziebn? Wie fan ich die liebe üben, Demuth lieben, und der nacht geschäfte fliehn? 6. Laß doch nicht den geift der seelen Sich so quålen, Zund dein feuer in mir an. Laß mich finstern wurm der erden Helle werden, Daß ich gutes wirken kan. 7. Das vernunft- licht kan bas leben mir nicht geben; JEsus und sein heller fehein, JEsus mus das berk anblicken und erquiden, JEfus muß die sonne seyn. 8.Nur die decke vor den augen Kan nicht taugen; Seine flarheit kan nicht ein: Wann fein helles licht den feinen Col erscheinen s Muß das auge reine seyn. 9. JEsu, gib gefunde augen, Die was taugen, Nühre meine augen an. Denn das ist die grd, ste plage, Wenn am tage Ma das licht nicht sehen fan. 762. 774 Morgen Gefänge. 762. SCh band dir, lieber HErre, SDaß du mich haft bewahrt In dieser nacht so g'fähre, Darin ich lag so hart Mit finsterniß um fangen: Dazu in groffer noch, Daraus ich bin entgangen, Halfft du mir HErre GOlt. 2. Mit danck wil ich dich loben, Odu mein GOtt und HErr, Im himmet hoch dort oben. Den tag mir auch gewähr, Warum ich dich thu bitten, und auch dein will' mag feyn: Leit mich in dei, nen sitten, Und brich den willen mein. 3. Daß ich, HErr, nicht abweis cheVon deiner rechten baßn; Der feind mich nicht erschleiche, Das mit ich irr mocht gahn. Erhalt mich durch dein gute, Das bitt ich fleißig dich, Fürs teufels lift und wüten, Damit er sett an mich. 4. Den glauben mir verleihe An dein'n Sohn JEfum Chrift: Mein' sind mir auch verzeihe Alhier zu dieser frift. Du wirst mirs nicht versagen, Wie du verheissen hast, Daß er mein' fund thut tragen, Und lös't mich von der lak. 5. Die hoffnung mir auch gibe, Die nicht verderben lässt, Dazu ein chriftliche liebe Zu dem, der mich verlegt, Daß ich ihm guts erzeige, Such nicht darin das mein, und lieb ihn als mich eis gen, Nach all dem willen dein. 6. Dein wort laß mich beten nen Vor dieser argen welt, Auch mich dein'n diener nennen, Nicht fürchten g'walt noch geld, Daß mich bald möcht ableiten Von deiner wahrheit flar; Wolst mich auch nicht abscheiden Von der christlichen schaar. Jody 7. Laß mich den tag vollenden Za lob dem namen dein Und mich nichts von dir wenden, Ans end beständig seyn. Behut mir leib und leben, Dazu die frücht im land. Was du mir haft gegeben, Steht all's in deiner hand 8. HErr Chrift, dir lob ich sa ge Für deine wohlthat all, Die du mir all mein tage Erzeigt haft überall. Dein'n namen wil ich preisen, Der du allein bist gut, mit deinem leib mic speise, Trånck mich mit deinem blut. 9. Dein ist allein die ehre, Dein ist allein der ruhm; Dierach dir niemand wehre, Dein fegen zu uns komm, Daß wir in fried eine schlafen, Mit gnaden zu uns eif; Gib uns des glaubens waffen Fürs teufels lift'ge pfeil. 763. Snen Sohn, Ch danck dir schon durch deis nenSohn, O GOtt, für deine gute, Daß du mich heint in dieser nacht Go gnädig haft behütet. 2. In welcher nacht ich lag so hart Mit finsterniß umfangen, Bon all mein'n fund'n gepla get mard, Die ich mein tag bes gangen. 3. Drum Morgen, Gesäuge. 3. Drum bitt ich dich aus her. Bens grund, Du wollest mir vers geben Au meine fünd, die ich be gunt In meinem gangen leben. 4. Und wollest mich auch die sen tag In deinem schuß erhals ten, Daß mir der feind nicht schaden mag Mit liften mannig, falten. 5. Regier mich nach dem wil. len dein, Laß mich in fünd nicht fallen, Auf daß dir mög das le ben mein, Und all mein thun ge fallen. 6. Denn ich befehl dir leib und feel, Und all's in deine hände, In meiner angst und ungefäll, HErr, mir dein hilfe jende. 7. Auf daß der fürfte dieser welt Kein' macht an mir nicht finde: Dann, wo mich nicht dein' gnad erhält, If er mir viel zu g'schwinde. 8. Ich hab es all mein tag ge hört, Menschen hilf sey verloren; Drum sieh mir bey du treuer GOtt, Zur hilf bist du erkoren, 9. Allein GOtt in der höh fev preis, Samt seinem ein'gen Sohne, In einigkeit des heil'gen Geifts, Der herrscht ins himmels throne. 764. Mel Berzliebster 3ESU. n dieser morgen stund wil Sich dich loben,& Gott, mein Vater, in dem himmel oben: Was du für gnade mir stets thust erweisen, Wil ich nun preisen. 77$ 2. Du hast mich an- das tagss licht lassen kommen, und durch die tauf in dein reich aufgenome men, Und låffeft mich in deinem Sohn entbinden Von schuld und fünden. 3. Du gibest mir den heilgen Geist darneben, Daß er mich lehr und führ in meinem leben, Damit ich lern auf dich alleine schauen, Und dir vertrauen. 4. Du hast mich allzeit våtere lich ernehret, Was ich bedurft mir immerzu bescheret, Und, wenn mich noth und unglück hat berüh ret, Bald draus geführet. 5. Ist hast du auch durch deine engel schaaren Mich lassen heint in dieser nacht bewahren, Daß mich darin kein unfall hat erschredet, Noch aufgewecket. 6. D HERR, mit meinem munde und gemüthe Erzehl und rühm ich solche grosse güte, Die ich empfangen hab an allen ene den Aus deinen hånden. 7. Ich bitt, du wolleft über mir fort walten, Und mich auch heute diesen tag erhalten, Daß fatan nicht durch seine lift und pfeile mich übereile. 8. Hilf, daß ich breid, wie ju fleht frommen chriften, Rein von der welt und ihren bösen lüßen, Daß ich auch meinen eignen bde sen willen Nicht mög erfüllen. 9. HErr, laß in deinen schut seyn eingeschlossen, Leib, leele, freunde, feinde, bausgenossen, Und 776 Und was ich sonst durch deine milde gabe Auf erden habe. 10. Die obrigkeit erhalt ben gutem stande. Gib friede, glück und heil im gangen lande. Be but uns allerseits, o HERR, aus gnaden Für schand und schaden. 11. Du wolleft auch an diesem fag mich stårcken Durch deine Fraft in mein's berufes werden, Auf daß ich môge in denselben allen Dir wohlgefallen. 12. Zulegt verleih, wenn ich fum 65 453 5 3 6 4 2 6 Morgen Gefänge. 665 5 4 3 6 aus diesem leiden, Es sey heut oder morgen, werd abscheiden, Daß ich auf Christi tod mag frde lich sterben, Den himmel erben. 55 6 4 3% 13. Go bin ich dann an leib und feel genesen, und wohl auf dieser welt alhie gewesen: Dort habe ich das rechte kleinod fun den; Hier überwunden. 14. Das hilf mir, Vater, der du mit dem Sohne Und heilgem Geift regirst in einem throne; Gib, daß ich dessen, was ich ist begehret, Ja werd gewehret. 765. 67 3 4 26 6 HE Orgen- glang der ewigkeit, zeit Deine strahlen zu gesichte, lichte, Schick uns diese morgen Unsre nacht. 2. Die 2. Die bewöldte finsterniß Müsse deinem glang entfliehen, Die durch Adams apfel- biß Uns, die kleine welt, bestiegen, Daß wir, HErr, durch deinen schein:,: Gelig seyn. S 3. Deiner gute morgen thau Fall auf unfer matt gewiffen. Laß die durre lebens au Lauter füffen troft geniessen, und erquick uns, Deine schaar,:,: Immerdar. 4. Gib, daß deiner liebe, glut Unfre falte werde tödte, Und er weck uns hert und muth Bey ent standner morgen rithe, Daß wir, eh wir gar vergehn,:,: Recht aufstehn. Nisj quing Coll step MorgensGefänge. 6 43% 766. panimemalliollagen 65 6 6 43 T 658 6 43% 777 5. Laß uns ia das fünden, Fleid Durch des bundes blut vermeis den, Daß uns die gerechtigkeit Midg als wie ein rock befleiden, Und wir so vor aller pein:,: Sis cher seyn. 6.Ach, du aufgang aus der hdß; Gib, daß auch am jüngsten tage Unser leichnam aufersteh, Und, entfernt von aller plage, Sich auf iener freuden- bahn:: Freuen fan. 7. Leucht uns selbst in iene welt, Du verklärte gnaden.fonne; Führ uns durch das thränen- feld In das land der süssen wonne, Da die lust, die uns erhöht,:,: Nie vergeht. 4* 26 7* 0 lo 26 677 65 43 Hemmun 6 48 06 626 65 543 6 6 D 778 Morgen Gefange. Allerhöchster menschen- hü. ter, Du unbegreiflich höch, stes gut, Ich wil dir opfern herg und muth. Stimmt:::: an mit mir, Gedendt der güter, a' ihr gemüther. 2. Mein feel, leib, ehr und gut bewahr, Daß mir kein böses wi derfahr, Und mich der fatan nicht verlet, Noch mich in schand und schaden lesz. 2. HErr, deiner Fraft ich nur zuschreibe, Daß ich noch othem schöpfen kan, Du nimmst dich gnådig meiner an; Du:::: va ter berk, Mich nicht vertreibe, Heut bey mir bleibe. 3. Des Vaters huld mich heut anblick. Des Sohnes gute mich erquick. Des heilgen Geistes glang and schein Erleucht mein's finstern hergens schreine host 3. Israels GOtt, da ist mein mille, Der fich dir willig unters gibt, Dich über alles gerne liebt: 4. Mein Schöpfer, steh mir Fräftig ben. O, mein Erldser, bey mir sey. O Tröfter werth, weich nicht von mir, Mein Herz mit deinen gaben zier.om sondurd Das ist mein wunsch In 5. HERR, seane und behüte früher stille, O gnaden fülle. 4. Dein angesicht mich heilig leite, Dein auge fråftig auf mich seh, Ich reise, geh, fitz oder sieh, Mich zu der ewigkeit bes gleite. Err, mich bereite. 5. Laß feel und leib, so du gege, mich. Erleuchte mich, HErr, gnå diglich. HERR, heb auf mich dein angesicht, und deinen frie den auf mich richt. ben, Stets seyn in deiner furchteilig, heilig, heilig weſen, bereit, Ais waffen der gerechtig feit, Auch in den tod Dir ::: anzufleben, O feelen leben. 6. Gesegne mich auf meinen wegen. Mein thun und lassen len de du. In unruh bleibe meine ruh, Bis:::: ich zuletzt mich werde legen In fried und segen. 767. 768. Mel. Wer nur den lieben, heilger Geißt, Der du mich dir zum dienst erlesen, Und did felbft meinen Vater heifft, Hie bring ich meine findes pflicht, Da du mir zeigst des tages licht. Mel. Für deinen Thron tret. gnaden Haft du für unfall mich 2. Im zelte deiner macht und bedeckt, und ohne leibs und fee len schaden Mit segen wieder aufgeweckt. Wie thener, GOtt, Heilige Drenfaltigkeit, Oift deine gut, Die der so schwa hochgelobte Einigkeit, Gott hen menschen hüt't. Bater, Sohn, beiliger Geift, Heut diesen tag mir beystand leift. D 3. Des jågers firick, des Idwen rachen Sind an mir nur umsonst gewest: Ich laß dichs heut auch ferner Morgen Gefänge. ferner machen, und glaub, daß du den nicht verlässt, Der seiner freudigkeit zum grund Legt dei nen theuren gnaden- bund. 4. Ich suche nun nach deinem worte Dein segen reiches ange sicht. Sen meine Fraft und le. bens pforte, Die feine bôllen macht zerbricht: So muß der feind in schanden flehn, Und mir tan denn fein leid geschebn. 35. Laß auch die welt mich nicht ableiten, Bon JEsu, meinem höchften gut, Die mit so vielen schåndlichkeiten Mich zu betri gen nimmer ruht. Ihr gift sey mir gang unbewusst. Ihr hoffart, geiß und fleisches, lust. 6. Und weil ich noch mein fleisch empfinde;( Wer wird mich gar erlösen doch?) So tddte mehr und mehr die fünde, Des tedes leib, brich dieses joch Der fünden durch des glaubens fraft, Der meiner feelen freyheit schafft. 7. Des glaubens, der in JE, fum dringet, und mit ihm theilt fein herrlichkeit, Sein bitter lei den auf sich bringet, Und seines lebens reinigkeit, Damit er wart't vor GOttes thron, An statt der straf, den gnaden lohn. 8. So wird die welt von ihm getödtet In JEsu der nur himm, lifch war. Was der gedacht, ge than, geredet, Das ist des glau bens gang und gar. Wer alfeJE fu schönheit keunt, Dem stinct die welt, und was fie nennt. 779 9. Eaß mich des glaubens wers cke üben, Lieb, hoffnung, demuth, fleiß, geduld; Genügsam, teof feyn, feinde lieben; Amts flug. heit schenck mir, deine huld Zur fanftmuth, treu, gelassenheit; Zum dienst der armen mich bes reit. 10. Dein wort mein her stets kräftig rühre, Daß ich nur wolle, was du wilt. Dein Geift mich selbst zum brunnen führe, Dare aus, HErr, dein erkäntniß quifit, Der mich jum lob und beten treib, Und als mein lehrer in mir bleib. 11. Was ich heut thu, red und gedencke, Laß, HErr, in deiner Fraft geschehn. Die werde meis nes amts so lence, Daß fie gen fegnet vor fich gehn, Daß ich vor GOtt, aus GOTT, in dir, Jesu, wircke mein gebühr. 1 12. Vor allem wollest du vere fchaffen, Daß dein erwehltes gnas. den find Stets wachse in des lichtes waffen, Daß kein geschöpf mich überwind: Du bist ia größe ser, starder beld, Als was sich mir entgegen stellt. 13. So segne mich denn und behüte, O HErr, du ein'ge fea gene- quell. Erquidke mich in dei, ner gute. Dein antlig leucht mir freudig, hell. HErr, beb dein antlik über mich. Dein fried bleib in mir ewiglich. Did a 769. 780 Morgen Gefänge. 769. Mel. O GOtt du frommer. JEsu, süsses licht, Nun ist die nacht vergangen; Nun bat dein gnaden glank Aufs neue mich) umfangen; Nun ist, was an mir ist, Vom schlafe aufgeweckt, Und hat nun in begierd zu dir fich ausastredt. 2. Was sol ich dir denn nun, Mein GOtt, für opfer schencken? Ich wil mich gang und gar In deine gnad einsenchen Mit leib, mit feet, mit geift, Heut diefen stund. gangen tag: Das fol mein opfer. 8. Ach, segne was ich thu, Ja feyn, Weil ich sonst nichts ver, rede und gedende: Durch deines Geistes fraft Es also führ und lende, Daß alles nur gescheh zu deines namens ruhm, und daß ich unverrückt Verbleib dein ei genthum. Mit weisheit und mit liebe, Mit Feuschheit, mit geduld. Durch deis nes Geiftes triebe, Auch mit der demuth mich Vor allen kleide an; So bin ich wohl geschmückt und föstlich angethan. 7. Laß mir doch diesen tag Stets vor den augen schweben Daß dein allgegenwart Mich, wie die luft, umgeben, Auf daß mein ganzes thun Durch her durch sinn und mund Dich lobe inniglich, Mein GOtt, zu aller mag. 3. Drum siehe da, mein Gott, Da haft du meine seele, Siefen Dein eigenthum, Mit ihr dich heut vermähle In deiner liebes, Fraft. Da hast du meinen geist, 770. Darinnen welst du dich Verkla: el. Süter, wird die nacht. ren allermeift. Sele, Du musſt munter wer 4. Da fen denn auch mein leib 3um tempel dir ergeben, 3ur wohnung und zum haus. Ach, allerliebstes leben, Ach wohn, ach leb in mir, Beweg und rege mich; So hat geist, feel und leib Mit dir vereinigt sich. den: Denn der erden Blickt hervor ein neuer tag. Komm, dem Schöpfer dieser strahlen Zu bezahlen, as dein schwacher trieb vermag. 2. Doch den groffen GOTT dort oben Recht zu loben, Wollen nicht nur lippen seyn; Nein, es hat sein reines wefen Auserlesen Herhen ohne falschen schein. 5. Dem leibe hab ich ist Die Fleider angeleget. Laß meiner fees len feyn Dein bildniß eingeprä. get, Fm güldnen glaubens, schmuck, In der gerechtigkeit, So allen seelen ist Das rechte eh, ren. Meid. 6. Mein JEsu, schmücke mich 1 3.Deine pflicht die, kanft du lers nen Von den sternen, Deren gold der sonne weicht: So laß auch von GOtt zerrinnen, Was den sinnen hier im finstern schöne deucht. 4. 2Ber Morgens Gefänge. 4. Wer ihn ehret, wird mit füs fen Treten müssen Enst und reich, thum dieser welt. Werihm irdie Iches ergeßen Gleich wil schågen, Der thut was ihm mißgefällt. 5. Schau, wie das, was athem siehet, Sich bemühet Um der fonnen holdes licht? Bie fich, was nur wachsthum spüret, Freu, dig rühret, Wenn ihr glank die fchatten bricht. 6. So laß dich auch fertig fin den Anzuzünden Deinen wey, rauch, weil die nacht, Da dich GOZZ für unglücks stürmen Wollen schirmen, Jft so glüeklich bingebracht. tussuoe 7. Bitte, daß er dir gedeyen Mag verleihen, Wenn du auf was gutes zielft; Aber, daß er dich mag stdren, und bekehren, Benn du böfe regung fühlst. 8. Es wird nichts so klein gen sponnen, Das der fonnen End lich unverborgen bleibt: GOttes auge fieht viel heller, Und noch schneller, Was ein sterblicher be treibt. 9. Denck, daß er auf deinen wegen If zugegen, Daß er allen funden wust, Ja die schmach ver borgner flecken Kan entdecken, Und errathen was du thust. 10. Bir find an den lauf der nden Fest gebunden, Der ente führt was eitel heifft, Und der dein gefiß, o feele, Nach der höle Eines fterb- gewdibes reifft. 11. Drum fo feufie, daß mein 781 scheiden Nicht ein leiden, Son dern sanftes schlafen sey, Und daß ich mit luft und wonne Ceh die sonne, Wenn des todes nacht vorbey. 12. Treib indeffen GOttes blis de nicht zurücke. Wer sich seiner huld bequemt, Den wird schon ein frohes glängen Hie bekran ken, Das der sonnen glut be.. schåmt. 13. Kranckt dich etwas dieser morgen; Laß ihn sorgen, Der es wie die sonne macht, Welche pflegt der berge spißen Zu erhie gen, Und auch durch die thåler lacht. 14. Um das, was er dir verlie. ben, Wird er ziehen Eine burg, die flammen firent: Du wirst zwischen legionen Engel wohnen, Die der fatan selber scheut. 771. Tel. Wo folich fliehen hin. tret ich demnach an, So 1 gut immer Mein amt, beruf und wesen, Dazu mich GOtt erlesen: Der wird mie feinen segen Auch wissen beye zulegen. N 2. Dir, Bater, fag ich danck, Daß du mein lebentang, So reichlich mich ernehret, Und manche guad beschevet: Laß dei ne gut und gaben mich auch noch ferner laben. 3.), mein HErr JEfuChrift, Der du mein helfer bist, Geseg ne meine werde, und mich vom himmel Morgen Gefänge. 782 himmel frårdke, Damit ich deinen willen In allen mög erfüllen. 4. Behüte feet und leib, und alles von mir treib, Was meine arbeit hindert, und deinen segen mindert. Laß mich in frieb und freuden Zulegt von hinnen schei. den. 772. Mel Freu dich jehr, o meine. S ffer JEfu, deiner gnaden Sag ich banck und demer gür, Daß du mich für allem scha, ben Diese gange nacht behüt't; Daß mein feelen feind durch lift Mein nicht machtig worden ist; Daß ih gang gefund aufstehe, Und mit luit die sonne sehe. 2. Wår ich, HErr, ohn dein er barmen Diese nacht geschlafen ein, D, wie würde denn mir armen Manches leid geschehen fenn! Satan und die böse welt Hätten mich schon hingefält; Aber weil bu mich geschüget, hat ihr keis nes mich beschmißet. 3. Nan, so laß, mein fels und hügel, JEfu, meine zuversicht, Unter deiner gnaden flügel, Drauf mein hoffnung ich gericht't, Mich auch ferner diesen tag, Obn ger glückt zu ende bringen; Laß mir auch mein thun gelingen. 4. Leib und feel und alle sinnen, Die gedancken, werd und wort, Mein thun, lassen und beginnen Sey allein, dir treuer hort, 3u regiren heimgestellt, Dachs mit mir, wie dirs gefällt. Denn ich mich dir gang ergebe, Ob ich sterbe oder lebe. 5. Tilge meine schwere fünden, JEsu, durch dein theures blut. Laß mich deine gnad empfinden, Wenn in angst fie nöthig thut. Gey mein reichthum, schuß und licht, Wenn mir fonfien als ges bricht. Laß in deiner wunden hö, len Seyn die ruhstadt meiner feelen. 6. Laß auch deine hilf empfin den, Die in angst und nöthen seyn, Denen aller troft wil schwinden; Geuß dich felbft ius hert hinein. Segne einen ieden fland. Sep auch gnädig unserm land, Und laß deiner engel schaaren uns für allem leid bewahren. 7. Ach, HErr JEfu, mich re gire Durch den werthen heilgen Geist, Daß ich so mein leben füh re, Wie mich dein wort unters weift: Daß ich meinen lebens, laufRichte nach dem himmel auf: Und wenn ich einst fomm zu fiers ben; Laß mich denn den himmel erben. 773. Mel. Viun lafft uns GOtt. finge Dem Schöpfer aller Dinge, Dem geber aller güter, Dem frommen menschen hüter. 2. Heint als die bundeln schat ten, Mich gang umgeben hatten, Hat fatan mein begehret; GOtt aber hats gewehret. 3. Ja, Abend 3. Ja, Bater, als er suchte, Daß er mich fressen mochte, War ich in deinem schooße, Dein flüs gel mich umschlosse. 4.Du sprachst: mein find, nun liege, Troß dem, der dich betriege; Schlaf wohl, laß dir nicht grau. en, Du folt die sonne schauen. 5. Dein wort das ist geschehen, Ich fan das licht noch sehen; Vor noth bin ich befreyet, Dein schuß hat mich verneuet. 6. Du wilft ein opfer haben. Hie bring ich meine gaben: Mein weyhrauch und mein widder Sind mein gebet und lieder. LI. Abend 3.30 Gefänge. 783 7.Die wirst du nicht verschmä: Hen: Du kanst ins berge sehen, Und weist wohl, daß zur gabe, Ich ia nichts bessers habe. 8. So wollst du nun vollenden Dein werck an mir, und senden, Der mich an diesem tage Auf seis nen hånden trage.d 774. M A was fol ich Sünder. D Cb, mein JEsu, sieh ich trete, Da der tag nun mehr sich neigt, Und die finsterhiß fich zeigt, hin zu deinem thron und bete. Neige du zu deinem finn Auch mein herk und finnen hin. 3 2. Meine tage gehn geschwin de, Wie ein pfeil, zur ewigkeit, Und die allerlångfte zeit Gauft vorben, als wie die winde, Fleufft. dahin, als wie ein fluß, mit dem schnellsten wasser- guß. 9. Sprich ia zu meinen thaten. Bilf felbft das beste ratben. Den anfang, mitt'l und ende, Ach, HErr, jum besten wende. 10. Mit segen mich beschütte. Mein her sey deine hitte. Dein wort sey meine fpeife, Bis ich gen himmel reife. Gefänge. dahin, Da ich nicht recht wacker bin. GO 4. Ach, ich muß mich herzlich schämen, Du erhältst, du schü gest mich Tag und nacht so gna diglich, Und ich wil mich nicht bequemen, Daß ich ohne heuche ley Dir dafür recht danckbar sey. 5. Nun, ich komme mit verlans gen, mein hertens- freund, zu dir, Neige du dein licht zu mir, Dader tag nunmehr vergangen. Sev du selbst mein sonnen licht, Das durch alles finstre bricht. 6. Las mich meine tage fehlen, Die du mir noch gönnen wilt. 3. Und, mein JEfu, sich, ich ar Mein her sey mit dir erfällt; So mer Nehme mich doch nicht in wird mich nichts können quålen. acht, Daß ich dich bey tag und. Denn wo du bist tag und licht, nacht Herklich fuchte, mein er.. Schaden uns die nächte nicht. barmer. Mancher tag geht so 7. Run, mein treuer Heiland, DDD 4 wache Abend Gefänge. 784 wache Du für mich in dieser nacht, Schüge mich, mit deiner macht, Deine liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam seyn, Ob ich gleich ist schlafe ein. 775. Chr Mel. Für deinen thron tret. Hrift, der du bist der helle tag, Für dir die nacht nicht bleiben mag, Du leuchtest uns vom Bater her, Und bist des lich tes prediger.ed 2 Ach, lieber HErr, behütuns heint In dieser nacht fürm böfen feind, Und laß uns in dir ruhen fein, Daß wir fürm satan sicher feyn. 3. Ob schon die augen schlafen ein; So laß das herg doch wacker feyn. Halt über uns dein rechte hand, Daß wir nicht falln in fünd und schand. 4.Bir bitten dich, HErr JE fu Chrift, Behit uns für des teus fels lift, Der fiets nach unfern see, len tracyt, Daß er an uns hab Teine macht. 5. Sind wir doch dein ererbtes gnt, Erworben durch dein theu res blut: Das war des ewgen Baters rath, Als er uns dir ges fchencket hat. 6. Besicht dein'm engel, daß er Fomm, Und uns bewach dein eigenthum; Gib uns die lieben wachter zu, Daß wir fürm satan haben rub. 7. So schlafen wir im namen dein, Dieweil die engel bey uns seyn. Du heilige Dreyeinigkeit, Bir loben dich in ewigkeit. 776. Q Mel. Für deinen thron tret. Hriste, der du bist tag und licht, Für dir ist, HErr, ver borgen nicht: Du våterliches lich tes glang, Lehr uns den weg der wahrheit gang. en 2. Wir bitten dein göttliche macht, Beschirm uns, HErr, in dieser nacht, Bewahr uns, HErr, für allem leid, GOtt Vater der barmherzigkeit. 3.Vertreib den schweren schlaf, HErr Chrift, Daß uns nicht schad des feindes lift: Das fleisch in züchten reine sey, So find wir mancher sorgen frey. 4. So unfre augen schlafen ein; So laß das berke wacker seyn. Beschirm uns GOttes rechte hand; Und töf und von der fünden band. 5. Beschirmer, HErr, der chri fenheit, Dein hilf allzeit fey uns bereit. Hilf uns, HErr GOtt, aus aller noth Durch dein heilge fünf wunden roth. 6 Gedenck, o HErr, der schwes ren zeit, Darin der leib gefangen leit. Der feelen, die du haft erlöst, Der gib, HErr JEsu, dei nen treft. 7. GOtt Vater sey lob, ehr und preis, Und seinem Sohne gleicher weiß, Des heilgen Geis fles gütigkeit Von nun an bis in ewigkeit., strand 999. 5) 4 300 ਹਰ Abend Gefänge. **# 777. 66 Q 6 665 Er lieben sonnen licht und pracht hat nun den lauf bollführet. Die welt hat sich zur rub gemacht: Thu, feel, was dir gebühret; Trit an die himmels. thir, Und sing ein lied dafür; Laß deine augen, berg und finn Auf JEsum seyn gerichtet hin. 2. Ihr hellen sternen leuchtet wohl, und glängt mit licht und fitrahlen, Ihr macht die nacht des prachtes voll: Doch noch zu tausendmalen Scheint heller in mein her Die ewge himmels. Ferg, Mein JEsus, meiner feelen ruhm, Mein schuß, mein schat, mein eigenthum. 6 3. Der schlaf wird fallen diese nacht Auf menschen und auf thie ren: Doch einer ist, der droben wacht, Ben dem kein schlaf zu spüren. Es schlummert, JEsu, nicht Dein aug, auf mich gericht: 65 43 20 666 6 ✪ 785 ** Drum fol mein herg auch was chend seyn, Daß JEsus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht das schlechte lied, Das ich dir Jeju, finge: In meinem bergen ist kein fried, Eh ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich fan: Ach, nimm es gnädig an. Es ist doch herke lich gut gemeint, DJEsu, meis ner feelen freund. 5.Mit dir wil ich zu bette gehn, Dir wil ich mich befehlen, Du wirft, mein hüter, auf mich sehn, und rathen meiner feeten. Ich fürchte keine noth, Rein hole, welt noch tod; Denn wer mit JEsu schlafen gehe, Mit freuden wieder aufersteht. 6. Ihr hdlen- aeiffer packet euch, Hier habt ihr nichts zn schaffen: Dis haus gehört in JE fus reich), Lafft es ganz sicher DDD 510 S er faylas Abend: Gefänge. 786 Ichlafen. Der engel starcke wacht Hålt es in guter acht, Jhr heer und lager ist sein schuß: Drum fey auch allen teufeln trug. 7. So wil ich denn nun schlafen ein, JEsu, in deinen armen: Dein aufsicht sol die decke seyn, Mein bette bein erbarmen, Mein tuffen beine brust, Mein traum Die füffe laft, Die aus dem wort Des lebens fleust, Und dein Geist in mein berg eingeufft. 8. So oft die nacht mein aber fchlägt, Sol dich mein geist um fangen; So vielmal sich das herg bewegt, Col diß seyn mein vers langen, Daß ich mit lautem schall, Mig rufen überall O JEsu, JEfu, du bist mein, Und ich auch. bin und bleibe dein. 9. Nun matter leib, schick bich zur rub, Und schlaf fein fanft and stille. Ihr müden augen schliesst euch zu: Denn das ist GOttes wille; Schliefft aber diß mit ein: HErr JEsu, ich bin dein; So ist der schluß recht gut gemacht. Nun, liebster JEfu, gute nacht.. 778: Mel. O Traurigkrit! O. Er tag ist hin: Mein geift und finn Sehnt sich nach ie, nein tage, Der uns völlig machen, wird Frey von aller plage. 2. Die nacht ist da: Sen du mir nah, JEfu, mit hellen fer, gen, Treib der finden dunckelheit Beg aus meinem herken. 3. Der fonnen licht Uns ist ges bricht: O, unerschaffne sonne, Brich mit deinem licht hervor Mir zur freud und wonne. 4. Des monden schein Fällt nun herein, Die finsterniß zu mins dern: Ach, daß nichts veränder lichs einen lauf möcht hindern. 5. Das sternen heer Zu GOt tes ehr Um blauen himmel wims mert: Wohl dem, der in iener welt Gleich den sternen fchimert. 6. Bas sich geregt und vor bei wegt, Rubt ist von seinen wer den: Laß mich, HErr, in filler ruh Dein werck in mir mercken. 7. Ein ieder wil bey solcher fill Der füffen rube pflegen: Lag die unruh dieser zeit, JEfu, bald fich legen. 8. Ich selbst wil auch Nach meinem brauch nun in mein bettlein steigen: Laß mein Herz zu deinem sich Als zum bettlein nei gen. 9. Halt du die wach, Damit kein ach Und schmerk den geift be rühre: Gende deiner engel schaar, Die mein bettlein ziere. 10. Wenn aber fol Der wech fel wol Der tag und nächte weis chen? Wann der tag anbrechen wird, Dem tein tag zu gleichen. 11. In. iener welt, Da diese fällt, Die zion noch macht weinen, Sol noch heller siebenmal Mond und sterne scheinen. 12. Alsdenn wird nicht Der fonnen licht Jerufalem verlieren: Denn das Lamm ist selbst das licht, licht, Das die stadt wird zieren. 13. Hallelujah! Ey wår ich da, Da alles lieblich Flinget! Daman hn abwechselung Heilig, heilig finget. LEUNDET Bill KWAY 11 6* 60 5 65 43 0 Abend Gefänge. 787 14. O JEsu, du mein hilf und ruh, Eaß mich dahin gelangen, Daß ich mög in deinem glang Bor dir ewig prangen. 779. *.66# 65 6 43% Q Er tag ist hin, Mein JEfu, bep mir bleibe. D feelen licht, Der finden- nacht vertreibe. Geh auf in mir, Glang der ges rechtigkeit, Erleuchte mich, Ach HErr, denn es ist zeit. 2. Lob, preis und band Sey dir, mein GOtt, gefungen, Dir sen die ehr, Daß alles wohl ge lungen Nach deinem rath, Ob ichs gleich nicht verfeh. Du bist gerecht, Es gehe wie es geh. S* 4 38 6* 6 ņ 65 9843% de timbr 6 650 3. Nur eines ist, Das mich em. pfindlich quâlet, Beständigkeit Im guten mir noch fehlet, Das weisst du wohl, O hergens fündi ger, Jch firauchle noch Wie ein unmündiger. 4.Vergibes, HErr, Was mir fagt mein gewiffen. Welt, teufel, fund hat mich von dir geriffen; Es ist mir leid, Ich fiell mich wie der ein, Da ist die hand: Du mein, und ich bin dein S. Ifracts 788 5. Ifraels schuß, Mein hüter und mein hirte, zu meinem troft Dein fieghaft schwert umgürte. Bewahre mich Durch deine große fe macht, Wann Belial Nach meiner feelen tracht't. Abend, Gefänge. 6 676 suita 5 438 0 5 43% 0 780. 5 4398 5 4388 6 Und liegt schon auf der er den. Mein JEfu, trit berfür, Und laß es helle werden. Bey dir, D JEfulein, Ift lauter sonnens schein. 6.Du schlummerft nicht, Wann matte glieder schlafen: Ach, laß Die feel Im schlaf auch gutes schaffen. O lebens- fonn, Erquicke meinen sinn. Dich laß ich nicht, Mein fels, der tag ist hin. 2.Gib deinen gnaden- schein Ja mein versinstert herge. Laß in mir brennend seyn Die schöne glau, bens- terge. Vertreib die fündem nacht, Die mir viel fumer macht. 43% 6 1 # 698 t 65 #E eitelkeit vertrieben; Du haft den überschlag Gemacht und aufge schrieben; Ich selber fielle mit Die schwere rechnung für. 4. Golt etwan meine schuld Noch aufgeschrieben fiehen; So laß durch deine buld Diefelbe doch vergehen. Dein rofinfarbes blut Macht alle rechnung gut. 5. Ich wil mit dir, mein hort, Aufs Abend Gefänge. Nufs neue mich verbinden, zu folgen deinem wort Zu fliehn den wust der sänden. Dein Geist mich stets regir, Und mich zum guten führ. 6. Wolan, ich lege mich In deinem namen nieder. Des mors gens rufe mich zu meiner arbeit wieder: Denn du bist tag und nacht Auf meinen nuk bedacht. 7. Ich wünsche nur von dir, Nichts von der welt zu träumen. Drum bitt ich, komm zu mir, Komm doch ohn alles säumen, Und heisse meinen geift Nur trâu men, wer du feyst. 8. Ich schlafe; wache du. Ich schlaf in JEsu namen; Sprich du zu meiner ruh Ein kräftig ia und amen: Und also stell ich dich Bumi wachter über mich. 781. Mel. Der Tag ist hin mein. glang gewendet, und was fie fol, Auf diesen tag vollendet, Die bundle nacht Dringt allents halben zu, Bringt menschen, vieh Und alle welt zur rub. 2. Jch preise dich, Du HErr der nacht und tage, Daß du mich heut Für aller noth und plage Durch deine hand Und hochbe, rühmte macht Haft unverlegt Und frey hindurch gebracht. 3. Vergib, wo ich bey tage so gelebet, Daß ich nach dem, Was finster ist gestrebet; Laß alle schuld Durch deinen gnaden schein, Jn 789 ewigkeit Bey dir verloschen seyn. 4. Edaff, daß mein geist Dich ungehindert schaue, Indem ich mich Der trüben nacht vertraue, Und daß der leib Auf diesen schwe ren tag Sich seiner Fraft Fein fanft erholen mag. 5. Verginne, daß Der lieben engel schaaren Mich für der macht Der finsterniß bewahren, Auf daß ich für Der lift und ty ranneyDer argen feind Im schla fe sicher sey. 6. HErr, wenn mich wird Die lange nacht bedecken, und in die ruh Des tiefen grabs verstecken; So blicke mich mit deinen augen an, Daraus ich licht Im tode nehmen fan.se 7. Und laß hernach Zugleich mit allen frommen Mich zu dem glang Des andern lebens kom men, Da du uns haft Den grossen Sein licht und klarheit nimmt. 782. P Mel. O Durchbrecher aller. Err und GOtt der tag und nächte, Der du schläfft noch schlummerst nicht, Schaue, wie dein arm gemachte Jkt nach seis ner findes pflicht, Da der abend ist geworden, und der tag sich bat geneigt, Samt der deinen gangem orden, Sich vor deinem throne beugt. 2. Vater, ich bin zu geringe Aller freu unb gütigkeit, Die du, wesen aller dinge, Mir in meiner lebens. 790 lebenszeit Und auch beute haft erwiesen. D. daß ich recht danck bar wår! HErr, dein nam sey hoch gepriesen, Dein herk ferner ju mir febr. CIST 3. Siche nicht an mein verbre, chen: Ach, gedencke nicht der fchuld, Die dein ftrenges recht Fönt' rächen, Habe doch mit mir geduld. Schaue an des Sohnes wunden, Dadurch ich versöhnet bin, Dadurch ich erlösung funs den, und das leben zum gewinn. 34. Ich verlange frey zu wer den, Durch das reine Lammes, blut, Von der fünden luft be. schwerden, Von der finstern fchlangen brut. Ach, HErr, reinge mein gewissen, Leib und feel dir heilig sey. Dein Geist 5 43 G Abend: Gefänge. S 65 0 # 6 6% 48 Q C430 雪野 65 mache mich geflissen, Dir zu dies nen ohne scheu. 5. Laß mich nicht dahinten blei ben, Laß mich nicht zurücke sebu. Dein Geist müsse mich stets treu ben, Unverzüglich fort zugehn, Ja, mit schnellem schritt zu lauf fen Zu dem kleinod, das das Lamm, Uns mit blute zu erkauf fen, Ift gebracht ans creußes stamm. 6. Drauf wil ich mich schlafen legen: Laß mich dir empfoblen seyn. Vater gönne mir den se. gen, Der am leib und geiste rein Mich auch in der nacht bewahre. Deine gnade sey mein schild, Bis ich meinem schaß nachfahre, Und erwach nach seinem bild. 783. 668 480 里 E 6 6 6% TI 56 mein Abend Gefänge. Ein augen schließ ich in MGOttes namen zu, Dieweil m. Der lieben Sonnen Licht. Mein Heiland, nimm mich dich recht füge. Thu du mir selbst Und mich in die sinnen zu, Und sey du meine Aus deiner reichen füll Stets wiege, Darin ich sanft und still trincke deiner liebe wein, und ruh in dir ohn alle pein. 2. Laß feinen feind zu uns her. ein; Du musst uns selbst bewahe ren. Leg mich in deine wunden Ganz ficher allezeit, Auch ohne ein, Da bin ich ohn gefahren, lift und neid. Drum nimm mich) recht, mein Heiland, ein: In die Fan ich bewahret seyn. 3. Wenn ich erwach; so fpeife mich, und tränck mich, wenn ich dürfte. Im finffern mache mach tiglich Bey mir e lebens fürfle: So hab ich was ich sol: Denn in dir ist mir wohl; So eß, trind, wach und schlaf ich dir, und da lebst unverrückt in mir. der müde leib begehret feine ruh; Weiß aber nicht, ob ich den mor. gen werd erleben: Es könte mich vielleicht der tod noch heut ums geben. 2. Drum fag ich dir, o GOtt, von hergen lob und danck: Ich wil auch ſolches thun hinfort mein lebenlang, Weil du mich diesen tag baft wollen so bewah, ren, Daß mir fein ungelück hat Fönnen widerfahren. 3. Du hast des teufels list von mir gang abgekehrt, Der als ein grimmger low zu gehrt. Beschüß auch diese nacht mich, HErr, durch deine waffen, Wenn als ein todes bild der leib wird liegen schlafen. 4. Regir auch mein gemüth, und richt es gank zu dir, Daß Teine böse luft durch träume mich berühr; Auch deinen engel mir an meine feite setze, Daß mich der satan nicht mit seiner lift veri lege. 5. Also, wenn morgen ich das Nmenschen, städt und felder, S. Un alle $ tages licht erblick, Ich mich gar willig dann zu deinem lebe schick. Thr forgen, weichet hin; du aber, HErr, verleihe Den gliedern ih re ruh, daß mir der schlaf gedeye. 791 6. Und so ia diese nacht mein ende kâm herbey; So hilf, daß ich in dir, o JEfu, wacker sey, Auf daß ich seliglich und sanft von hin nen scheide: Dann führe meine feel hinauf zur himmels, freude. 785. Es schläft die gange welt; Ihr aber meine finnen, Auf, auf, ihr folt beginnen, Was eurem Sci, pfer wohl gefällt. 2.QBD bist du fonn geblieben? Die nacht hat dich vertrieben, Die nacht, des tages feind. Fahr hin, ein andre sonne, Mein JE sus, meine wonne, Gar hell in meinem hergen scheint. 3. Der Abend: Gefänge." 792 3. Der tag ist nun vergangen, Die güldnen sternen prangen Am blauen himmels.faal: Also werd ich auch stehen, Bann mich wird heissen gehen Mein GOTT aus diesem jammerthal. 4. Der leib eilt nun zur ruhe, Leat ab das kleid und schue, Das bild der sterblichkeit; Die zieh ich aus, dargegen Wird Chriftus mir anlegen Den rock der ehr und herrlichkeit. 5.Das haupt, die füß und bån de Sind froh, daß nun zum ende Die arbeit fommen sey: Hers, freu dich, du solt werden Vom elend dieser erden und von der fünden arbeit frey. Land 6. Nun geht ihr matten glie, der, Geht hin und legt euch nie. der, Der betten ihr begehrt: Es Fommen stund und zeiten, Da man euch wird bereiten Zur rab ein bettlein in der erd. 7. Mein' augen flehn verdrof fen, Im huy find sie geschlossen: Wo bleibt denn leib und feel? Nimm sie zu deinen gnaden, Sey gut für allem schaden, Du aug' und wächter Ifrael. 8. Breit aus die flügel beyde, DJEsu, meine freude, Und nim dein küchlein ein. Wil satan mich verschlingen; So laß die engel fins gen: Diß find sol unverletzet seyn. 9. Auch euch, ihr meine lieben, Sol beinte nicht betrüben Ein unfall noch gefahr: GOtt laß euch selig schlafen, Stell euch die güldne waffen Ums bett und feli ner engel schaar. 786. Mel. Mein GOtt das Hertz un fich der tag geendet hat, nun Schläft alles, was sich abgemate, Und was zuvor geweint. 2. Nurdu, mein GOtt, bast Feine rast, Du schläfft noch schlummerst nicht: Die finfierniß ist dir verhafft, Weil du bist selbst das licht. doch auch an mich In dieser finstern nacht, Und schencke mir genådiglich Den schirm von deiner macht. 4. Wend ab des fatans wüte rep Durch deiner engel schaar: So bin ich aller sorgen frey, Und bringt mir nichts gefahr. 5. Ich fühle zwar der fünden schuld, So mich bey dir Flagt an: Doch aber deines Sohnes huld Hat gnug für mich gethan. 6. Den seg ich dir zum bürgen ein, wann ich sol vors gericht. ch tan ia nicht verloren feyn In solcher zuversicht. 7. Drauf thu ich meine augen zu, Und schlafe frölich ein. Mein Gott wacht ist in meiner ruh. Werwolte traurig seyn? 8. Weicht, nichtige gedancken hin, Wo ihr habt euren lauf; Ich bane igt in meinem sinn GOtt ei nen tempel auf. 9. Sol diese nacht die lekte seyn In diesem jammerthal; So führ Abend: Gesänge. führ mich HErr in himmel ein Bur auserwehlten schaar. 10. Und also leb und fierb ich dir, O HErr GOtt Zebaoth: Im tod und leben hilfft du mir Aus aller angst und noth. 787. M. Mein Jefu, der du mich. O ist nun abermal Bon meiner tage jahl Ein tag verstrichen: O, wie mit schnellem schrit Und unvermerctem trit 3ft er gewichen. 2. Kaum war der morgen nah, Nun ist die richt schon da Mit ihrem schatten. Wer kan der zei ten lauf Und eilen halten auf, Sie abzumatten? 3. Nein, nein, sie fäumt fich nicht, Sie lehret ihr gesicht Nie. mals zurücke: Ihr fuß fleht nim. mer ftill. Drum, wer ihr brau, chen wil, Sid) in fie schicke. 4. Sie fleugt, gleich wie ein pfeil, 3um ziel in schneller eil: Eh mans gedencket, Und sichs versehen maa, Hat uns der letzte tag Ins grab versendet. 5. Was traumest du dennoch, 993 Mein geift? erwecke doch Die trågen sinnen, Um von der schnels len jeit Auf iene ewigkeit Was zu gewinnen. 6. Wie mancher taq iß nicht Vor deiner augen licht Nan schon vergangen: Da du; zu ienem wed zu lauffen deinen weg, Kaum angefangen? 666 6 432 7.D HErr, der ewigkeit, Der du vor aller zeit All meine tage, Eh sie noch worden seyn, Jas buch geschrieben ein, dr was ich sage: 8. Vergib nach deiner bulb, ( Wie du bisher geduld An mir geüber,)- Daß mein unachtsame feit Dich in verwichner zeit So oft betrübet. 9. Gib aber wackerheit, Den reft der lebenszeit Go anzuwen den, Daß ich den letzten tag Einst frölich schliessen mag Und felig enden. 10. Hilf auch durch diese nacht, Und habe auf mich acht; Sep mir zur wonne, Zum hellen tag und licht, Wenn mir das licht gebricht, Israels sonne. 788. 65 6 34% 6 5 4% Tu nu tom 65 65 Uner 794 Abend, Gefänge. prontam 65 5 5 4398438 6** 6 543 60 65 *** ITENI 4% 0 100 Nerschaffne lebens, sonne, Licht vom unerschaffnen licht Das die finsterniß durchbricht, Gehe auf zu meiner wonne, Und bestrahle meinen sinn, Da man ſpricht: der tag ist hin. 2. Finfier ist mein ganges we sen, Und Eapptens dunckle nacht, Die die höd herfür gebracht, Macht, daß ich nicht fan gene. sen, Wo nicht deiner klarheit schein Meine Fräfte nimmet ein. 3. Ach, drum dringet meine feele Aus der fünden dunckelheit Hin zu deiner Heiterkeit, Die ich mir zum troft erwehle, Benn der finsterniß verdruß Ich mit schmer. Ben leiden muß. 4. Denn die fünde bringt ans leiden, Als die aus dem abgrund ift Von dem, der durch seine lift Uns geführet in ein scheiden Von der liebe, die so zart Sich ehmals mit uns gepaart 5. Aber dein licht ist das leben, 6 65 Das die todten wecket auf, Und befördert ihren lauf. O was freude fan es geben? Nichts als lauter wohluft ift, Wodu licht und leben bist. 6.Laß mich diese wohluft schme deu, Die fo feusch und fauber macht, Daß ich fremdes gar nicht acht. Reisse weg die fünden, de cfen, Welche machen, daß dein glang Mein herg nicht erfüllet gang. 7. O, daß ia der abend Fame, Da es sol so lichte feyn, Und des Geistes heller schein Uns die machte recht bequeme; Ja, was mehr, daß ich im sinn Hdren möcht: die nacht ist hin. 8. Nunmehr ist der tag erschie nen, Der nicht seines gleichen hat, Da der güldnen GOttes stadt Sol zur sonn und leuchte dienen Das Lamm GOttes. Glo ria! Auf, triumph! der tag ist da! 789, Abend Gesänge. 789. Erde munter mein gemü, the, Und ihr sinnen geht berfür, Daß ihr preifet GOttes güte, Die er hat gethan an mir, Da er mich den gangen tag Für so mancher noth und plag Hat er halten und beschützet, Daß mich fatan nicht beschmüßet. 2. Lob und danck sey dir gefun. gen, Vater der barmhertigkeit, Daß mir ist mein werd gelungen, Daß du mich für allem leid, Und für fünden mancher art So ges treulich haft bewahrt, Auch die feind hinweg getrieben, Daß ich unbeschädigt blieben. 795 du allein erretten: Strafe nicht mein übertreten. 6. Bin ich gleich von dir gewis en; Stell ich mich doch wieder ein. Hat uns doch dein Sohn verglichen Durch sein angst und todes pein. Ich verleugne nicht die schuld; Aber deine gnad und huld I viel größer als die fünde, Die ich stets in mir befinde. 7. O du licht der frommen fees len, du glang der ewigkeit, Dir wil ich mich gank befehlen Diese nacht und allezeit, Bleibe doch, mein GOtt, ben mir, weil es nunmehr dunckel schier: Da ich mich so sehr betrübe; Triste mich mit deiner liebe. 3. Keine flugheit Fan ausrech, nen Deine gut und wunderthat; Ja tein redner fan aussprechen, Was dein hand erwiesen hat: Deiner wohlthat ift zu viel, Sie hat weder maaß noch ziel; Ja, du haft mich so geführet, Daß mich fatan nicht berühret. 8. Schüße mich fürs teufels negen, Für der macht der finstere niß, Die mir manche nacht zusen hen, und erzeigen viel verdries. Laß mich dich, s wahres licht, Nimmermehr verlieren nicht. Wenn ich dich nur hab im here 4. Dieser tag ist nun vergangen; Fühl ich nicht der feelen gen, Die betrübte nacht bricht an: Es ist hin der sonnen prau gen, So uns all erfreuen kan. Stehe mir, o Bater, bey, Daß bein glang fiets vor mir sey, Und mein faltes herg erhite, Ob ich gleich im finfiern size. 5. HErr, verzeihe mir aus gnaden Alle sünd und missethat, Die mein armes herk beladen, Und so gar vergiftet hat, Daß auch satan durch sein spiel Mich zur höden stürgen wil. Da fanft schmergen. 9. Wenn mein augen schon fich schliessen, Und ermüdet schlafen ein; Muß mein her dennoch ges flissen, und auf dich gerichtet seyn. Meiner feelen mit begier Träume flets, o GOtt, von dir, Daß ich fest an dir bekleibe, Und auch schlafend dein verbleibe. 10. Laß mich diese nacht eme pfinden Eine sanft und füffe ruh. Alles übel laß verschwinden, Des de mich mit segen zu. Leib und Ett 2 feele 796 feele, muth und blut, Weib und Finder,( auch mein zeitlich) haab und gut, Freunde, feind' und baus genoffen Seynd in deinen schuß geschlossen. Abend Gefänge. schnellen tod, Laß mich nicht in sünden sterben, Noch an leib und feel verderben. 12. O'du grosser GOtt, erhdi re, as dein find gebeten hat. JEsu, den ich fiets verebre, Bleibe ia mein schuß und rath. und mein hort du werther Geift, Der du freund und trößer beifft, Höre doch mein sehnlichs fleben. Amen, ia, es fol geschehen. 790. TUZ 11. Ach, bewahre mich für schreden, Schüße mich für über fall; Laß mich franckheit nicht aufwecken; Treib hinweg des frieges schall; Wend ab feur und wassers noth, Pestilenk und 65 430 65 4:38 Q 6 66 65 6 643 A 7686## ami untu mtattame 46 256 ist meine soune blieben, Deren lieben mir so wohl und fanfte that, Da fie in den fin, nen spielte, Und ich fühlte, Was für kraft man durch sie bat. 2. Aber nun empfind ich 69848 6% 7 67 到 下层 schmergen In dem herzen, Die versuchung wächst in mir, Und ich bin gang matt zu kämpfen, Und zu dâmpfen, Weil ich feine fonne spår. 3. Ich fan nicht die welt ertra gen Abend Gefänyc. Sen: Ich wils wagen; Vielleicht find ich meinen freund, Daß die schwere nacht der lerden Sich muß scheiden, Wenn sein mäch, tig licht erscheint. 1 $ 4.Seele, schlafe nur im friede, Du bist müde, Du find'st ist die fonne nicht, Du musst in der still ertragen Deine plagen, Bis der morgen ftern anbricht. 5. Meide nur der nacht ges fchäfte, Laß die Präfte zu dem licht gefehret seyn, So wird dir der güldne morgen Ohne sorgen, Endlich wieder treten ein. 6. Weil die kleine weit wird flehen, Wird man sehen Eag und nacht im wechsel stehn: Denn, fol durch den thau die erden Fruchtbar werden; Muß die fühle nacht ergehn. 7.Kålt und hige muß den from men Nüglich kommen, ind und regen hilfet nur: Denn es fommen feine früchte Nur bey lichte zur vollkommenen natur. 791.. 797 8. Schaue, wie die weise fü gung Nur vergnügung Stat des bittern Flagens macht. Dance diesem weisen Vater Und beras ther, Daß er es so wohl bedacht. 9. Laß dir nur den theuren glauben Niemand rauben, und verharre im gebet. Schlafe, und dein herge wache: Deine sache In des Vaters hånden sieht. 10. So nimmt dich die Flare fonne In der wonne Eigenthüme lich in sich ein: Da wird dich sein blik durchgehen; Du wirst sehen, Daß tein theil wird finster seyn. LII. Tisch- Gesänge. M. Sertliebster JEsu, was. uf, lobt den HErrn, und danckt für seine gaben, Die wir von ihm aus gaad empfangen haben Jht, an. dem tisch, und wo wir aller ens den Uns sonst hinwenden. S 2. Er hat ans licht uns alle laf sen kommen, uns durch die tauf 11. JEfu, gib in dunckeln we: gen Deinen segen Weil die nacht des glaubens währt. Hilf mir stat vergebner flagen Alles tragen, Weil es nur die Fraft verzehrt. 12. Und dein fried erhalt die finne Bey mir inne, Er bewahre meinen finn; Daß die nacht durch deine gnade mir nicht schade, Bis ich ganz im lichte bin. in fein reich aufgenommen; Ber. gibt uns auch, durch seines Soh nes dulden, Der fünden- schulden. 3. Sein guter Geist ists, der uns selbst reairet, Straft, unter. weif't, erhålt und kräftig führet, Auf daß wir fest im creuß, ohn als les granen, Jhm können trauen. 4. Er pflegt uns auch durch seiner engel schaaren Zu tag und nacht für unfall zu bewahren. Eee 3 Damit 798 Damit der feind an uns den bö, fen willen Nicht mög erfüllen. Tisch Gefänge. $ 5.Als Vater wil er feine finder nehren, Und ihnen hilf in aller noth beschehren; Ja, láfft gewiß all ihre feind auf erden zu schan den werden 6. Derhalben seyd getroft in GOtt ihr frommen: Denn ihr folt schuß und brot genug bes Fommen; Und über diß nach die fem armen leben Bey Christo schweben. 8.Se sind wir recht an leib und feel genesen, und reich genug in diefer welt geweien; So haben wir den besten schat gefunden, Und überwunden. 67% 0 seine gut und wahrheit bleibet ewiglich. 2. Der als ein barmherziger gütiger GOTT Uns dürftige creaturen gespeifet hat. 3. Singet ihm aus hersens, grund mit innigkeit: Lob und danck sey dir, GOtt Vater, in ewigkeit. 7. Deß dandet ihm von gan Hem bergens grunde, und bittet 5. Verleih, daß wir dich recht ternen erkennen, und nach dir, ewigem Schöpfer, uns sehnen. ihn zu all' und ieder stunde, Daß 6. Durch JEsum Chriftum, er uns helf, als seinen lieben er ben, Einft felig sterben. deinen allerliebsten Sohn, Web cher unfer mittler ist worden von deinem thron, 4. Der du uns als ein reicher milder Vater Speisest und kleis dest dein' elende finder, M lich zugleiche, und mach uns ers 7. Der belf uns allesamt frå ben in sein's Vaters reiche, 8. 3u lob und ehren seinem heilgen namea. Wer das be gehrt, der sprech ven herken, 792. Mel. Was lobes folln wir. Andket dem HErren, denn Amen. Der ist sehr freundlich, Und 793. 17! 65 6 6 43% 6 989 # 66 Tisch Gefänge. 4.3 dhe ITEM 0% 6 THE CHR U 065 056864* 42 #**** En Vater dort oben Wollen wir nun loben, Der uns, als ein reicher GOtt, Gnädiglich ge speiset hat, Und Christum seinen Cohn, Durch welchen der segen kommt Vom allerhöchften thron. 2. Sprechen in der wahrheit: Dir sey preis und flarheit, Dand und o Dit von ewigkeit, Der du dich erweiset, Und uns heut mit deiner gab Leiblich haft geſpeiset. 3. Nimm an diß danck opfer, O Vater und Schöpfer, So wir deinem namen thun Jn Christo dein'm liebsten Sohn; O, laß dirs gefallen, und ihn mit seinem ver Dienst Zahlen für uns allen. c- Ill 4. Denn nichts ist zu melden, Das dir möcht vergelten Alle gnad und gütigkeit, Erzeigt un fer schwachheit: Ey, wie mags auf erden, Weil alles bein eigen ist, Dir vergolten werden. F. HERR, nimm an unfern 79 67 56% 98 me dand, Samt diesem lob gefang, Und vergib, was noch gebricht, Uns ju than bey unfer pflicht. D mach uns dir eben, Daß wir hier in deiner gnad, Und dort ewig leben. 794. Mel. Err Christ der einig. Err GOtt nun sey gepreiset, air fag'n bir groffen danck Du hast uns wohl gespeiset, Und geben guten tranck, Dein' mil digkeit zu mercken, und unsern glaub'n zu stården, Daß du seyst unser GOtt. 2. Ob wir solchs hab'n genom men Mit luft und über maaß, Dadurch wir möchten kommen Vielleicht in deinem has: So wolft du's uns aus gnaden, O HERR nicht laffen schaden Durch Christum deinen Eohn. 3. Also woist allzeit nehren, HErr unfre feel und geift: In Christo gang bekehren, und in Ett 4 bir Tisch- Gefänge. 800 bir machen feift, Daß wir den hunger meiden, Starck seyn in als lem leiden, und leben ewiglich. 40 Vater aller frommen, Ge Heiligt werd dein nam; Laß dein reich zu uns kommen; Dein wille mach uns zahm; Gib brot, ver gib die fünde; Rein args das hert entzünde; Loß uns aus aller noth. 795. Lift sehr freundlich. Es ist sehr Föstlich unfern GOtt zu loben,:,:, Sein lob ist schön und lieblich an zuhören. Lobet ben HErren, 2. Gingt gegen einander:,: Dem HErren mit dancken, Lobt ihn mit harfen unfern GOtt, den tperthen.::, Denn er ift måchtig und von groffen träften. Lobet den HErren,:,:. 3. Er kan den himmel:,: Mit wolden bebecken, Und gibt den regen, wenner wil auferden,:,:, Er lässt gras wachsen hoch auf bürren bergen. Lobet den HEr ren,:,:. 4. Der allem fleifche:,: Gibet feine fpeife, Dem vieh sein futter väterlicher weife,::, Den jungen raben, wenn sie ihn anrufen. Lo bet den HErren,:,:. 5. Er hat fein' lufte:: An der fard des roffes, Noch wohlge, fallen an temandes beinen,:: Er hat gefall'n an den'n, die auf ihn trauen. Sobet den HErren,:,:. 6. Dandet dem HErren, Schöpfer aller dinge: Der brunn des lebens thut aus ihm entsprins gen:: Gar hoch vom himmel her aus seinem hergen. Lobet den HErren,:,:. 7.D JEfu Chrifte,:.:, Eohn des Allerhöchsten, Gib du die gnadeallen frommen chriften,:,:, Daß fie dein'n namen ewig preifen. Umen. Lobet den HEr ren!:,:, 796. Mel. Herzliebster JEfu. Obt und erhöht des groffen GOttes güte, Die uns bezeugt fein väterlich gemüthe, Indem er reichlich unfern tisch beseket, und uns ergeget. 2. Bie folte bas nicht und die hoffnung mehren, Weil er uns pflegt so ofte zu ernehren, Daß wir nach wunsch auch von ihm werden haben Des Geistes gaben. 3. Die uns im glauben feste werden gründen, Das herg mit liebe gegen ihn entzünden, Die feel in andacht durch gebet und fingen Hinaufwärts schwingen. 4. Den trieb zum guten in uns kräftig stården, Und uns erfüllen mit viel Geiftes wercken, Daß obi ne heucheln wir der franck und armen Uns fiets erbarmen. 1 5. Daß wir in unschuld un fern wandel führen, Mit treu und demuth alle thaten zieren, Bus gleich der welt luft und dem fleisch absterben, Als GOttes erben. 6. Und so im vorschmack feiner rub Tisch rub geniessen, Bis wir in Chri Rounser leben schliessen, und aus genaden, zu ihm aufgenommen, Bur freude fommen. Gefänge. 7. Die er bereitet denen, die ihn lieben, Die er uns selbst hat durch sein blut verschrieben, Dar auf wir eingig und alleine bauen, Und feil vertrauen. 8. Nun ihm, famt Vater und dem heilgen Geifte, Dem GOtt, dem alle welt den dienst flets leifte, Sey igt und ewig lob und band gesungen Mit herk und jungen. 797. Tel. Wach auf mein hergs. Nren Dandfagen und ihn eh. ren Von wegen seiner gaben, Die wir empfangen haben. 2. Den leib, die feel, das leben Hat er allein uns geben: Diesel ben zu bewahren Thut er gar nichtes( paren. gox 3. Nahrung gibt er dem leibe; Die feele muß uns bleiben, Wies wol tödtliche wanden Sind kom men von der fünden. 5 65 6 43 65 43 4. Ein arkt ist uns gegeben, Der selber ist das leben: Chriftus für uns gefiorben, Hat uns das beil erworben. 5. Sein wort, sein tauf, fein nachtmahl Dient wider allen unfall: Der heilge Geist im glauben Lehrt uns darauf vers trauen. 6. Durch Ihn iff uns verges ben Die fünd, geschendt das les ben. Im himmel folln wir haben, D GOtt, wie groffe gaben. Wolst uns hinfort behüten, Die groffen mit den kleinen. Du tanfts nicht böfe meinen. 8. Erhalt uns in der wahrheit; Gib ewigliche frenheit Zu preifen deinen namen Durch JEsum Chriftum. Amen. LIII. Reise- Gesänge. 798. inte 65 5 6 543 65$ 38 9 43% HEANETTE: Eees HErr, 802 66 44 2266 65 74380 En 5 65 6 5 36 Reise Gefänge. 6 6 5 6 6 7 65 54 6 6 5 6 m 66 CENU In 65 6 65 98 5 43 FRR, so du wirst mit mir seyn, Und mich führen aus und ein/ und mich wohl bewahren Für fünd und der höllen schaaren; So # 06 6* 65* 5 48 6 TE 5 7.66 8 67 77 98 6 5 7 114 06 680 fol mein hertz dein tempel wer den, Darinnen ich dich lob auf erden; Ja, du allein folft seyn mein GOtt, Dem ich vertrauen wil in aller noth. Sey mein [ cou து. Reife: Gefänge. Ichus Und gib mir stårde, Damit ich mercke, Wie deine gute So wohl behüte. 2. Alles steht in deiner hand; Was wir thun, ist dir bekant, und was wir anfangen, Kan durch dich zum zweck gelangen. Drum geb ich mich in deinen willen, Du wolft an mir dein wort erfüllen, Daß denen sol viel guts geschehn, Die nur allein auf deinen wegen gehn. Sen mein GOTT, daß dein rath lencke, Was ich) geden cke, Und deine treue mich stets erfreae. 4 3. Lehre mich die pilgrims art Auf der christen creußes fahrt Recht zu hergen nehmen, Meines fleisches luft zu zähmen. Gib, daß ich dich allein hoch achte, Nach dem, das droben ist, nur trachte, Auf daß mein wandel fey allzeit Im himmel, wo die fladt uns ist bereit't. Sey mein schak, nach dem ich lauffe, Den ich erkauffe, Nach dem ich firebe, Dem ich gang lebe. 803 Wie sol ich genug verklären Deis ne grosse wunderthat. Die für un fall mancher art Mich so treulich hat bewahrt, Daß ich heute meis ne pflichten Mit gesundheit kan verrichten? 3.D Jehovah, mein vergnügen, Sonne der gerechtigkeit, Laß mich doch nicht langer liegen In der feelen dunckelbeit; Laß doch deinen liebes schein Auf mich fiets gerichtet seyn, Daß ich mit erfreuter feele Deines namens ruhm erzehle. 4. Kan das licht der sonnen machen, Daß die thiere luftig seyn, Daß die felder gleichsam lachen, Durch den bunten blu. men schein: Ach, mein ausers wehltes licht, was wirst du denn selber nicht Dermaleins in ie nem leben Deinem volcke wieder geben? 1 leit, Daß ich feinen ruhm ergeh le Diefen tag und allezeit, Weil er auch in dieser nacht mich so gnädig hat bewacht, Daß ich nicht bin bingeriffen Von der macht der finsternijen. 2. O du groffer GOtt der eß ren, Bater aller gut und guad, $ 5. Nun, ich reife meine straffen, HERR, in deinem namen hin: Laß mich, gånglich dir gelassen, Dandeln nur nach deinem finn, Gleich wie vormals deine knecht Mel. Werde munter mein. Wandelten nach deinem recht; 799. Werde munter, meine feele, Daß ich heut auf meinem wege Zu Deinen 6. Sey denn auch stets bep den meinen, Die mich wünschen bald zu sehn, Laß auf fie, als auf die deinen, Deine gnaden augen gehn. Führe fie doch allermeist, Groffer GOTT, durd) deinen Geift, Daß fie ia nicht bingerai then In gefahr und wissethaten, 7. Schaffe, Reife Gefänge. 804 7. Schaffe, daß sich ihre her. Ben Mit mir sehnen nach der fladt, Wo fein unfall, sünd noch fchmergen Das geringste an uns hat; Condern da uns deine brust Ewia speis't mit himmels luft, Da wir ewig werden stehen, Und Dein angeficht ansehen. 8. HENR, es steht in deinen bånden, Alle die gelegenheit, Wo ich mich hin werde wenden, 3u regiren allezeit: Wasser, wetter, wind und land, Alles steht in dein ner hand. Ohne dich und dein bewegen Kan sich kein geschöpfe regen. 9. Darum wolft du alles lens den nur allein nach deinem finn, Daß ich dadurch mög gedencken, Bie ich dir verpflichtet bin, Deis LIV. ne grosse gut und freu, Welche alle morgen neu, Nach vollbrin gung meiner reifen, Defio eifri ger ju preisen. 10. Gib, daß ich fürsichtig wandel In gesellschaft böser leut; Daß ich ia an ihrem handel Hab ein abschen allezeit; Doch, was ich nicht ändern kan, Höre nur geduldig an, Und sie doch, nach möglichkeiten, Suche davon abi juleiten. 800. 1. Am Geburts Tage. Ach alles, was simmel. Je güte des HErren, die ewige gute Bestrahtet von oben mein hert und gemüthe: Erbarmende liebe, die immerdar neue, Jils, daß ich noch lebe, macht, daß ich mich freue. 2. Der himmel heut meiner im besten gedendet, Ein stromender regen des lebens mich tråndet. Bie groß ist die treue, wie reidy ist der segen! O ursprung des le bens, du kommst mit entgegen. 11.Eaß mich so die reif vollfühs ren, Daß ein ieder, wo ich bin, Mög an meinem wandel spüren, Daß ich ganz nach deinem fing Meine zeit wil wenden an, Bis ich endlich ewig fan, Nach den schweren pilgrims laften, Fried und freuden voll ausrasten. Zugabe. 3. Fort, fünden gewürde, du thörichter handel! Was dienet gum leben und göttlichen wandel, Was führet zur ruhe und füffe fien stille, Echenckt JEsus aus seiner unendlichen fülle. 4. Ein herße voll glaubens und göttlicher fråfte, Volfgeistes der liebe, voll himmlischer fäfte, Ein geistlich und göttlich gesinntes gemüthe, Erlangt man durch un fers Immanuels gåte. 5. Auf feele, auf sinnen, auf geist und gemüthe, Auf herge, auf glieder, auf leib und geblü te, Auf, stimmet vereinigt in beisfesten flammen Der liebe, jum Bugabe. sum lobe des schsten zusam, men. 6. Erhebt euch wie adler ent fernt von der erden, Erscheint vor ihm danckbar in engels, ger behrden; Send frölich und jauch, Bet, im höchsten thon singet, Fro, locket mit handen, hüpft, flinget und springet. 7. Ihr sinnen müsst wachen zu ehren den wunden, Die JEsus an hånden und füffen empfun. den. Mein fühlen gereiche dem Lammlein jum preise, Das für mich gerungen im blutigen Schweiffe. 8. Jhr augen und ohren, ihr müsset euch lehren Zu ihm nur alleine, dem König der ehren: Den lehrer vom himmel, den fehet, den höret, Dem folget von Hergen, den liebet und ehret. 9.Mein riechen und schmecken geniesse der speise, Dem brunn Zum lobe des freundes, ber alles bereitet, Der unter den rosen und lilien weidet. 10. Auf, lobe den HErren, verstand und du wille, Gedicht nig und bildung, auf, lob in der fille, Die weisheit des Höchfien, die allmacht und fiårde, Die wunder der liebe in jeglichem werde. 11.Mein feelen geift müffe fich lebend aufschwingen, Und dir HERR, mit iedem puls, heilig 805 absingen. Mein othem des les bens und alle die glieder, Die müssen dir fingen viel tausend lob lieder. 12. Ach, laß mich dich, Herr. licher, würdig erhöhen: Laß tag und nacht herg und mund offen dir siehen, um dich mit verneuers tem lobe zu küssen, Und gånglich in liebe und lobe zufliessen. 13. Doch, Höchster, wer kan dich nach würden auspreisen? Wenn himmel und erde sich los bend erweisen, und dich nur zum ziele des lobes erlesen: Ifts doch noch zu wenig, du herrliches wesen. 14. Selbst du bifts, der in mie fein loben ausführet, Wie deiner unendlichen hoheit gebühret; Du wirft mich mit leib und feel in dich erheben, Da werd ich in deis nem glang ewiglich leben. 801. Mel. Mein Salomo, dein fr. : welt geſchienen, Als ich das sonnen- licht zuerst erblickt, Jch preise GOtt, der mich gar hoch beglückt, Daß mirs zum lebens licht hat müssen dienen. Gefege net bleibt die erste lebens stund, ils meines ewgen lebens erster grund. $ 2.3war war es wol ein un glücks tag zu nennen, und selbst mein leben hieß ein ewger tod, Wenn nicht Immanuel aus fins frer noth Den Geist entführt mis 806 mit fraft durch sein erkennen. Was möcht ein höllen brand wol wünschen mehr, Als daß er nimmer nicht geboren wår? Zugabe. G 3. Drum jauchzt mein sinn, daß ich auch neu geboren Aus GOTT zum licht und lebens zu versicht, Als er sein leben in mir angericht, und mich zum himels. erben auserforen. Ach, hätt ich nur solch heil schon längst erkannt, Und alle zeit auf Chrifti ruhm gewandt. 4. GOTT hat mich erst zur neunten und gedungen; Ach, bått ich um die dritte mich ge neigt: Doch selig, daß mein herk nur da erweicht, und mirs nicht um die eilfte erst gelungen. Was schon geschehn, bleibt wol vers gangne jeit, GOtt lob! es schadt nichts meiner seligkeit. 5. Ich habe nnn den frieben GOttes funden, Vergebung aller fchuld erfreut mein herg, Fm manuel zernichtet allen schmerk, Nachdem sein blut von banden mich entbunden: Des todes schrecken selbst erschreckt mich nicht, Weil ich im hochzeit kleid steh im gericht. 6. Mein geift frolodt, daß GOTT mein GOtt ist worden, Es wallt mein blut, wenn seine luft mich rührt: Und weil gerech tigkeit mich fünder ziert; So steb ich auch nicht mehr in fünder pr. den. Ich bin des Königs aller 109 ton'ge kind, Ja königs braut, die man bey Chrifto findt. 7.Ich bin geschmückt mit him. mels güldnen stücken; Doch ist die pracht inwendig nur zu sehn: Ich muß noch in der welt verbors gen gehn, Bis mich mein brauts gam wird zum fiernen rücken. Dann führen engel mich zum Kon'ge. hin, Der mich umarint als himmels Fönigin. 8. Drum acht ich nicht den Foth der eitlen erden; Mein glaus be schaut und sucht ein ander ziel, Ein kleinod, das an würden viel zu viel, Als mit der gangen weit vertauscht zu werden. Ich fag aufs neu der welt ist völlig ab, und Christo an zur treue bis ins grab. 9. Mein leib und feel bleib ewig GOtt ergeben, Wie ers im mutter leib mir hat geschendt. mich reuet ewig, wenn mein herk bedenckt, Daß ich ihm nicht geo pfert alles leben. Ach, stårde mich, daß in der dritten zahl Jch noch mit ernst erkämpf die erste wahl. 10. Ein iedes jahr, ia stund und augenblicke, So meinem le ben GOTT noch zu bestimmt, Wil ich durch göttlich feur, fo in mir glimmt, Da mich so felig fesseln seine stricke, Jn feinem eds len dienst nun gang verzehrn, Und sol fein widerstand den vorfat wehrn. 11. Doch trau ich nur allein Auf Sugabe. auf deine gnade, Daß du mein feelen freund mich haft erlds't. Ich weiß, wenn mich dein blut und labsal troft't, Daß teufel, find ung tod mir nichts nicht fchade. Dein kennen schencket licht und glaubens traft, Fa bel den leidens muth und lebens saft. I 12. Ach ia, mein freund, ich hab auf dich gebauet, Den fels, und grund stein meiner feligkeit, Du heissest rath und kraft und held im fireit, Und haft auf ewig dich mit mir vertrauet. Gewiß, du bleibest treu, ich bleibe treu, Ach, bleibe mein, daß ich dein ewig sey. 802. Mel. Gier legt mein sinn. Er stårcket mich, ein lied zu singen, Dadurch mein geist sich möchte schwingen, HErr JEfu, in dein herk bin ein? Du liebs magnet mussts selber seyn. 2. Es sencket fich mein schwar cher wille Hinein in die erbar, mungs fülle, Die sich der grund verderbten welt 3um leben wie der hergestellt. ? 3. Von dir ist alles, was ich habe, HErr, leib und feel ist dei ne gabe. Was ich für gutes ie er fant, Das fleust aus deiner mil den hand. 4. Nur du erkenneft meine feele, Mein fiken, stehn und was ich wehle, Mein innere beschaf 807 fenheit If vor dir flårlich aus. gebreit. 5.Dein auge fiehet meine wege, Du bist um mich, wenn ich mich lege, Es ist dein gnädig anges sicht Auf einen ieden trit ges richt. 6. Dein hörend ohr kan nichts verwehren, Was ists, bas es nicht solte hören? Kein leises wort hegt unser mund, Es ist, o HErr, dir alles fund. CON 7. Mein thun hast du bisher ge lendet, Daß mich kein feind zu tod gefråncket. Ach stehe mir noch ferner bey Mit deiner zars ten mutter treu. 8. Wer will, HERR, deinem geift entgehen? Wer kan vor dir verborgen stehen? Führ ich gen himmel, bist du da, Fldg ich zum abgrund, bist du nah. 9. Nåhm ich der morgenröthe flügel, Und jette mir das meer junt riegel, So holest du mich gleichwol ein, Es fan vor dir nichts ferne seyn. 10. Für deinem glang und ew'gen lichte Wird alle duuckel, heit zu nichte: Die heimlichkeit der differn nacht Wird hier aus helle licht gebracht. 11. Als deine hand mich wolk formiren m mutter leib, find meine nieren, Und was ich bin, durch deine macht Gar wunders fam hervor cebracht. 12. Dir ist mein wesen unvere holen, Das du dem mutterleib empfohs 808 empfohlen; Da durch die weise schöpfers art Jch in der erd ge bildet ward. Zugabe. 13. Dein auge fah mein Findes weien; In deinem buch war fchon gelesen Der tag, so noch vorhanden ist, Weil du des le bens ursprung bist. 14. Und du, o JEsu, mein getreuer, Wie hat dein brennend liebes feuer, Indem du dich für mich verzehrt, So unaufhörlich mein begehrt. 1 15 Kaum war ich an das licht gekommen, So wurd ich freunds lich aufgenommen In deiner lies ben firchen schooß, Darinnen ich das heil genoß. 16. Das heil, fo Adam erst verschwendet, Ift wieder zu mir hergewendet, Es wurde durch die gnaden fluth Der seelen scha de wieder gut. 17. Da baft du mich, ich dich gefunden, Ich ward mit dir in eins verbunden; So lieffest du dich mit mir ein, Daß ich dein Find folt ewig seyn. 18. Daneben aber folt ich laf. fen, Bas deine reine augen haf. fen, Die schnöde luft der argen welt, Und was dem fleische sonst gefällt. 19. Ach, aber wie muß ich mich schämen, Ich fühl ein heims lich feelen gråmen, Wenn ich die innere gestalt Des herkens ist Dagegen halt. 20. Der feelen feind wusst sei 1 ne tücken Bald in mein partes herg zu rücken. Et führte mich ein eitler finn Auch ofte als ein wind dahin. 21.Und dennoch trieb dich bein erbarmen, Mich), die verirrte, ju umarmen; Bey einer ieden fals schen ruh Tratst du mit deiner zucht herzu. 22.Diß brachte mich denn wol zum klagen, Ja wol mit thrånen zuzusagen, Daß ich dir, meinem HErrn, allein Von nun an wolte treuer sevn. 23 Allein, mein unbeständig berge, D, daß ichs nicht genug beschmerge! Ift von dem dienst der eitelkeit Bis dato noch nicht recht befreyt. 24. Jedoch, da deine groffe frene Sich mir an diesem tag aufs neue Gewiß herß- mütterlich anbeut; So mach ich mich durch dich bereit. 25. Dir, hergens GOtt mein übrig leben Zum gangen opfer hin zu geben, Beziehe nur mein herzens haus, Was dein nicht ift, feg alles aus. 26 Du bist mein HERR, ich deine birne Bezeichne damit mei ne ftirne; So folge ich dir treu, lich nach, In lieb und leid, in ehr und ſchmach. 27. Nun fort, du schndde ei genliebe, Jch folge nicht mehr deinem triebe. Mein herk und mund bekennt es frey, Daß ich gang meines JEsu sey. 8030 Zugabe. 803. D 2. Bey Confirmation der Kinder. Mel: Ein Lämmlein geht. Süsses Lamm, HErr JE, fu Chrift, Der du, wie al ler funder, Auch unser frommer JEsus bist; Schau her, wir ar. men finder Erscheinen hier in un frer noth, In unserm unflath, blut und tod, In unsern schweren fünden. Der schaden, der uns angeerbt, und den wir selbst noch mehr verderbt, Ist gar nicht zu ergründen. 2. Zwar haft du, freundlich GOttes Lamm, Uns durch dein blut erlaufet; Wir sind auf dich, v bräutigam, Und dein verdienst getaufet. Ach aber dir ists offenbar, Wie treuloß unser herge war,( So tren du auch gewesen,) Sie oft und sehr wir dich betrübt, Die welt vielmehr als dich geliebt, und deiner huld ver: geffen. 3. Nun schreyt und Flagt dein wort uns an, und regt uns das gewissen, Es ruft: was hat die GOtt gethan, Daß du den bund zerrissen? Ach JESU, ach, ich böses find, Wie stinckt und eitert meine fünd, Wie bin ich doch verblendet, Du brunn der freud, du himmels- luft, Jsts möglich, hat der finden wust Mich von dir abgewendet? 809 werden? Wer föhnt mich aus? wer åndert mir Herg, finn/ muth, und gebehrden? HErr JEsu, nimm dich meiner an, Weil sonst lein mensch mir helfen kan. Kom, tilge meine fünden, Und staid mich durch dein GOttes blut, Das feelen heilt und wunder thut, Die welt zu überwinden. 5. Doch JEsulein, ich sehe dich, Mir schon entgegen eilen! Dein suffer mund versichert mich, Du wirst mich andern, beilen, heer In deines blutes rothen Und meiner fünden schändlich meer, Wie Pharao, versenden. Du spricht: stell dich nur wieder ein, Heutfol aufs neu verläbniß seyn; Ich wil an nichts gedene cken. 4. Was thu ich nun, was nehm ich für? Wie sol ich selig 6. Ach, mein herßliebstes JE sulein, Was sol ich dazu sagen? Ich armes find, ich würmelein Solt ich mich des entschlagen? Hier ist mein berte, band und mund, Ich schwere diesen liebes bund In deiner fraft zu halten: Ich wil dein treues schäfelein, Du solft mein lieber JEfus seyn, Bis daß ich werd erfalten. 7. Weg eitelkeit, weg wohlluff sucht, Weg stolk, weg luft der ers den, Ihr send und bleibt von mir verflucht; Mein herk muß himme lisch werden. Zwar freylich fan ich selber nicht Erfüllen, was mein mand verspricht; Doch trau ich JEsu hånden: Was ich nicht fan, das schenckt er mir, Sein Fif arm Zugabe. 810 arm ist mir schon gut dafür, Er wird mich wol vollenden. 8. Ach, lieben eltern, schrept and bet't, Daß GOtt uns kraft verleihe, Und wer hier um und bey uns steht, Der bitte GOtt um treue; Ja, fommt und tre tet mit zum bund, Bekennt und schwert mit hert und mund Nur JEfu anzuhangen. Denn wahr lich anders kan man nicht Durch noth und fod und durchs gericht Bu seiner ruh gelangen. 804. 3. Wenn sie zum erstenmal zum Abendmahl geben Mel. Alle Menschen müssen. Big treuer hirt der feelen, $ Der du uns bir zu vermählen, Wurdest mensch und bräutigam: Kans ein mensch iemals ausden. cken, Wisst er gleich sich zu ver, fenden In der liebe volles meer, Wie du liebst so hoch und sehr? 2. Viel ists, daß du mensch ge. boren: Biel ists, daß du gehst in tod: Viel ists, daß wir neu gebo ren Durch die tauf von sünden toth: Biel ists, daß du uns getras gen Fn verfloffnen lebens- tagen: Viel ifts, daß mit uns dein mund Itt erneut den gnaden- bund. 3. Deinen leib, die himmels. fpeise. Und dein blut den lebens. trand, Schenckst du unerforsch. ter weife Uns zum heil und dir zum danck. So, HErr, zieht Du in die mitte Unfrer armen jammer- hütte, Birfft uns fünder nicht hinaus, Nach verdienst, ins höllen- haus. 4.Dwer tausend zungen hätte zu erheben deine treu! Sagt, wer Fan, fingt um die wette, Bie fo gut der Heiland sey: Gnådig, freundlich, voll erbarmen, Ausge spannt mit liebes armen; Wahr lich, einen solchen HErrn, Findt man weder nah noch fern. 5. Nun, du liebster, was wir ha ben, fegt zum danck sich willig dar: Hast du uns so wollen laben, So sind wir dein gang und gar. Labe dich mit unsern gaben, Die wir durch dich selber haben: Un fre armuth legt sich dir, Unſerm 1 6. Laß, o Lamm, uns nie vers geffen, was du igo uns geschendt, Was du reichlich zugemessen, Bleib in unser berk versendt. Dein blut, daß du uns gegeben, uns und adern leben: Wår ein ieder tropf ein meer, Solt er wallen dir zur ehr. 7. Unser bund, den wir geschlos sen, Gey auf ewig feft gestellt, Weil wir dich nun selbst genossen, So mißfället uns die welf. Fort, was weit, und irdisch heiffet, Fort, was hier als herrlich gleißfet: Du, o stareker bundes, Gott, Bift uns mehr als dieser Foth. 8. Doch da wir im iammertha le Noch viel feinde um uns sehn; So wolf du vom himmels faale Selbst uns zum paniere fiehn. Gångle Zugabe. Gångle, schüße, trage, stärcke Uns zu allem guten werde, Lam, du selbst musst leit- fern seyn, Der und führe aus und ein. 9. Wir auch, die zu mehrern malen, Süffer hort, dein maht geschmeckt, Wollen mit gelübde zahlen, Da dein herg und ist mit weckt Laß dich preisen berg und gungen: Loben alte mit den jun gen: Laß von deiner lebens foft Uns geniessen stård und troft. $ 10. Schenckst du nun so viel auf erden, Wo des jammers wohnhaus ist; Ey, was wits im himmel werden, Da man dich erst recht geniesst? Wonne, luft und jubitiren Wird die hochzeit gåste sieren. Eya, wären wir doch da, Zeuch uns nach, Halle, lujah! 805. 4. Ein Lied für die Rinder. Mel. ur frisch hinein. 9, Kindlein, fieh, wer rufet Wer 6980 zu solchen königreichen, Den al ler welt, luft, ehr und schäße wei 811 dhen? Dein JEsus gibt um dich fich solche müh, Ey; kindlein, sich! 2. Ey, findlein, eil zu diesem füssen heil! O, laß dich doch von deinem JEsu lieben! Wirf weg die welt, nimm, was er bir vera schrieben; Sein cron und thron ist dein beschiednes theil: Ey, findlein, eil! 3. Es ist zwar viel, das dich verhinderu wil, Der böse geift dein flatterhaft gemüthe, Dein tråges herk, das bald im beten müde, Die böse welt und dein verkehrtes spiel, Und des ist viel. 4 Doch sorge nicht, dein hol der JEsus spricht: Wehr't ihnen nicht, dem wort muß alles weie chen. Du darfst ia nur vor ihne die knie beugen, So weichet bald, was dir im wege liegt: Er läfft dich nicht. 5. Drum frisch heran, die thur ist aufgetban. Wiewohl wird doch noch bier auf dieser erden, und endlich dort dem kleinen hers gen wenn er fein reich dir anvertrauen fan. Nur frisch heran! 806. 6 6 650 6 Sifa 6 65 ņ 43 5. Gee 812 FE 6556 6 433 4 65 65 4.3 GELENE Zugabe. 5. Gedancken beym Aderlaffen. das sünd und gift Und frevel angesteckt, Ich fübt es wohl, Wie ich im blute lag, Mit lauter schuld befleckt. Das bdse wird uns nicht benommen; Du musst mit stahl und eisen kommen, Dena quillt mein blut. 2. Es quillt mein blut; Das Herge fånget mir Nun stard zu pochen an. HErr, mir ist angst, Denn ieder schlag schlägt mir, Was ich vor dir gethan, Mein blut muß ist die erde fårben, Weil ichs verdient im blut zu sterben, Drum quillt mein blut. 3. Es quillt mein blut, Uch war ich auf einmal Des bösen blutes loß. Doch, HErr, mein Berg Berlanget itzt dein blut, So aus der feiten floß. Es klingt die bitte sehr vermessen, Dein blut mit fünden auszupressen, Und blut zu schreyn. 4. Es quillt mein blut, mir 6556 433465 graut davor so sehr, Ich mag es felbst nicht sehn. Ich werde matt meinem Ein schade sey geschehn, Mein blut, HErr, fan ich zärtlich lies ben, Dich kan ich bis aufs blut ber trüben; Go quilt mein bluf. 5. Mein fündlich blut, Vere mischt mit wasser sich, Und mag nicht rache schieyn, Wie froh bin ich, Du wirfest meine schuld Instiefe meer binein. Nun ieder tropfen blut ist dein; Ein tröpflein deines bluts ist mein, Des theus ren bluts. 807. su, Jehovab, ich. Esu, Jehovah, dein blut ist el. Sgeflossen Auf uns verlorne zum ewigen heil Du hast es reichs lich aus liebe vergoffen, Ich nehm im glauben an solchem auch theil. JEfu, du hast mich nun einmat gezogen, Ziehe mich völlig zum blute hinzu: Dein blutend herge bleib ewig gewogen, Ich such im blute und finde auch rub. 2. Mein Sugabe. 813 2. Mein blut, mit giftigen wasch mich schneeweiß im blute Jünden durchdrungen, Stecket vom bösen, Ich bin am geiste vou schulden von Adam geerbt. und leibe befleckt, Du haft mit Ich bin aus fündlichem blute ent. blate mich muffen erlösen, Mit sprungen, Womit die kleider der blnt find meine blut schulden unschuld verderbt. Kein einigs bedeckt. tropflein war in mir zu finden, Aus dem die quelle des bösen nicht floß. Ich sah von weiten den strudel der finden, Wie er sich endlich zur bollen ergoß. 3. Lämmlein, wie zittert mein angstliches herge, Wenn ich ein wenig vom blute fol sehn. Ich fürcht mich heimlich, mir graut vor dem schmerge, ich laß nicht gerne mir webe ges schehn. Wie thu ich sårtlich mit fündlichem blute. Hått ich dein GOttes blut höher ge, acht't, Doch fliefst dein liebs from mir chriften zu gute, Und hat mein sündlich blut reine gemacht. 4. Du sabft mich, Heiland, im blute dort liegen, Und kontft das sterben des fünders nicht schaun. Du gabft mir leben und volles genügen, Um deiner ewigen gnade zu traun. Ach, F # 1 6 98 CHIG n 5. Doch eins bekennet mein herge mit ångsten, Weil ich dein blut mit den füffen meist trat, Dif beugt am tiefsten, diß beugt mich am längsten, Ich weiß im tampfe oft hierin nicht rath. Nimmermehr wil ich die bos. heit verüben, Es fafft mein her. ge dein blut igo auf. JEfum, ist gånglich mein vorsag, zu lie ben, Bis ich beschliesse den selit gen lauf. 6 Du wirst mich, JEfu, mit blute erquicken, Wenn ich im fampfe verschmachtet fast bin. Wil mich die menge der fünden erflicken, So werd im glauben jum blute nur fliehn. Kan ich im tode tein wörtgen mehr sagen, So fang, o Lämmlein, dein bluts gefchrey an. Blutsey mein leg ter trand am sterbens tage, Bis ichs aus deinem herk saugen dort Fan. 808. 11 6% Sff 3 4 3% 0 66* 6. Schluß Zugabe, pung Maun 11 6 HINGE 814 65 6 65 43 f 6. Schluß Lied. Men, GOrt Bat'r undSoh, ne,::; Sein Geift stård uns im glauben, im glauben,:,:, Und mach uns selig, Amen,:,:. 2. Amen, es wird gefchehen, Wir werdes Chriftum feben,:,. In den welden berfommen, herkommen: Uns mitzunehmen, Amen:,:. 3. Umen, uns ewig wahre Die freude, GOtt die ehre,::. Bringt 65 643 HHHO alle( prach'n zusammen, zusam men,:,: In einem glauben, LIV. Anhang. 809. 4. Amea, fein tod fol schre den, Chriflus wil und erwe deu,::, Der selbst zuvor beara ben, begraben, ,, Nun lebet ewig Amen:,: 5. Umen, GOtt sey gepren fet Der Geist auf Chriftum weis fet,:,:, Der belf uns all zufams men, zusammen, Im ewgen leben, Amen,.. 76 7 7 0 68 76 65 # I! 11773 三 6* Don 6 26 77 Zugabe. un t * 6 66** 65 6543 Don der Auferstehung Chrifti, K Ommt, feyd gefasst zum Lammes mahl, Am geist geziert mit weiffen rocken: Wir sind im rothen meer Der schuld nicht blieben stecken: Dem HErrn, der unfer fürft, Sep lob ohn alle zahl. 2. Sein leib, der unfre feel er geht, Gebraten an des creuges, flamme, Das rosen rothe blut Von diesem Ofter Lamme J un fre feelen, foft, Die uns in GOtt versetzt: 3. Die durchgangs nacht ist nun vorben, Daß uns der würger. nicht berühret, Wir sind vom Pharao Befrent und aufgefüh: ret Vom joche böser luft, Und sol, ther tyranney. 4. So ist denn Christus unser fest, Das Lamm sem schlachten bingegeben; Das ungefäurte brot 3am unverfälschten leben, 665 1 815 E Das ist sein opfer fleisch, Das er uns kosten lässt. 5. Dopfer aller ebren werth, Dadurch der höllen schloß zerbro. chen, Was sonst der satan band, Kommt nun hervor gefrochen, Und wird durch Christi tod Zum leben umgekehrt. 6.Der HErr sieht auf und lässt fein grab, Er hat den abgrund berrounden; Den mord tyran nen selbst und seine macht gebun den, und bricht von Edens thor Die fiarden riegel ab. 7. Du ursprung dieser ganzen welt, Erhdr diß nnfer ofter bits ten, und rette was dein Sohn Jhm selbst so theur erftritten, Von dem, was man für tod Und folchen unfal hält. 8. Lob jen dir, HErr, dem als les fingt: Der du vom tod erstehst ins leben, Mit Bater und dem Geißt, Der uns mehr kraft kan ges ben, Bis, daß die ewigkeit Den Lauf der zeit verschlingt. Sff 4 810. 816 2nbang. 810. Mel. Allein GOtt in der. Tod, wo ist dein Rachel den. nun, Wo ist dein sieg, o boule? Was fan uns ist der teufel thun, Bie bds er sich auch felle? GOtt sey gedandt, der uns den fieg So herrlich hat nach die fen Frieg Aus gnad und gunst gegeben. 2. Wie fråubte sich die alte fchlang, ls Christus mit ihr Pauspfte, Mit lift und macht sie auf ihn drang, Jedennoch er sie dampfte; Ob sie ihm in die fer fen fiicht, So fieget fsie doch dare um nicht, Der topf ist ihr zer. treten. 3 Lebendig Chrisius kömme berfür, Den feind nimmt er ges berfür, Den feind nimmt er ges fangen Zerbricht der höllen schloß und thür, Erägt weg den raub mit prangen; Nichts ist, das in dem sieges- lauf Den stars den held tan halten auf, Er ist Der überwinder. 4. Des codes gift, der höllen: pest Jft unser Heiland worden. Qwenn fatan auch noch ungern läffe Bon wüten und von mor. Den, Und da er sonst nichts schaft fen fan, Nur tag und nacht uns Flaget an, So ist er doch ver, worffen. In Christo gang gedämpfet seynd, Ihr zorn ist kraftioß wor 5. Des HErren rechte bie be bålt Den fieg, und ist erhöhet; Des HErren rechte mächtig fällt, was ihr entgegen stehet, Zod, teufel, höll und alle feind, 6. Es war getddtet JEsus Christ, und fieb, er lebet wieder. Weil nun das haupt erstanden ist, Stehn wir auch auf die glieder; Sojemand Christi worten glaubt, Im tod und grabe der nicht bleibt: Er lebt ob er gleich flirbet. 7. Wer täglich hie durch wah, re reu Mit Chriflo auferstehet, It dort vom andern tode frey, Derselb ihn nicht angehet; Der tod hat ferner keine macht, Das leben ist uns wieder bracht, und unvergånglichs wesen. 8. Das ist die rechte ofter- beut, Der wir theilhaftig werden: Fried, heil, freud und gerechtige feit Im himmel und auf erden. Hier feyn wir still, und warten fort, Bis unfer leib wird ähnlich dort Chrifti verklärtem leibe. 9. Der alte drach und seine rott Hingegen wird zu schanden, Erlegt ist er mit schimpf und fpott, Da Christus ist erstanden, Des hauptes fieg der glieder ist, Drum fan mit aller macht und list Uns fatan nicht mehr schaden. 10. O tod, wo ist dein flachel nun? Wo ist dein sieg, o hölle? Was fan uns jetzt der teufel thun, Wie grausam er sich stelle? GOTS sen gedanckt, der uns den fieq So herrlich hat in die fem krieg Aus gnad und gunst gegeben.. 811. Anhang. 811. Von der gottlichen Dorforge und Regirung. Mel. An wafferflüffen Bab mich, Und Pennst mich aus und innen, Mein thun und las sen kommt vor dich, Gehn, stehen und beginnen, Was ich im bette denck und ticht, Siehst du von fern und fehleft nicht, Du prüfest herk und nieren: Du kanst auch, wenn ich bin afein, Und gerne wolt verborgen seyn, All meine weg ausspüren. 2. Es ist kein wort in meinem mund, So ich dir könt' verhelen. Du, HErr, fiebff recht des her Bens- grund, Was steckt in meiner feelen. Du schaffest ia, was ich bollbring, Wie groß es ist und wie gering, Ich kans ohu dich nicht richten: Wenn aber du, durch deine gnad, Verstand mir gibst, auch hilf und rath, So kan ich alles schlichten. 3. Wie du die deinen wunders lich, O GOtt, hiepflegft zu füh, ren, Versleh ich nicht, und laffe, mich Bloß deine gnab regiren. Wo sol ich hin für deinem Geist? Denn du auch die gedancken weifft, Es hilft vor dir lein flie. hen. Führ ich gen himmel, bift du da, Auch in die höll, tritsi du mir nah, Kan dir mich nicht ent ziehen. 4. Nun, großer GOtt, weil 817 deine hand mich überall kan fins den, Und all mein thun dir ist be fant, So but ich mich für füns den. Denn finster ist wie licht bey dir, Was heimlich war, kommt gehen; Was ich gethan, geredt, gedacht, Das wird vor deinen thron gebracht, Da muß ich vor dir stehen. 5. HErr, meine feel erkennt diß wohl, Daß du mich haft bes reitet, Und wie ein mensch ges stalt seyn soul, Aus mutter- leib geleitet: Durch deine vorforg, fleisch und bein, Und alle glies der an mir seyn: Dein ang hat mich erwehlet. Da ich noch un geboren war, Hast du schon stuns den tag und jahr Jm lebenslauf gezehlet. 6. Ich dancke dir, und preife dich Für solche groffe thaten, Und daß du mir so wunderlich An leib und feel gerathen. Sehr köstlich ist dein werck an mir, Wenn ich erwach, bin ich bey dir, Und wars te beiner gnaden. Ich glaube fest, daß meine fund Durch Chriftum mir vergeben sind, Daß sie mir nicht mehr schaden. 7. Den vorfaß gib mir, HErr, dabey, Daß ich, was bos ist, mei de. Der bösen rott fern von mie fen, Von frommen mich nicht scheide: Daß ich nur lieb, was dir gefällt, und haffe, was ist von der welt, Auch ihren truß nicht achte, alt beingebot, bör gern Sffs bein Anhang. 818 Dein wort, Im glauben und in Hoffnung fort Das ewige be trachte. 8. Erforsch mich GOtt, ers grund mein herk, Durchsuch all mein' gedancken, Und siehe, ob ich hinterwärts Und auf die feit woll wanden. Bin ich vielleicht auf bisem weg, So führ du mich den rechten steg, Der nach dem himmel weise, Daß ich vom fün, den dienste frey, Und dir, o HErr, gefällig ley, Bis ich von hinnen reiſe. 812. Von dem Stil. Abendmahl. Ott sey gelobet und gebene, deyet, gespeiset Mit seinem fleische und mit seinem blute, Das gib uns, HErr GOtt, zu gute. Ryrie eleison. 2. HErr durch deinen heiligen leichnam, Der von deiner mutter Maria Fam, Und das heilige blut, Hilf uns, HErr, aus aller noth. Ryrie eleison. 3. Der beilge leichnam ift für uns gegeben Zum tod, daß wir dadurch leben: Richt grösfer gü. te fonte er uns schencken, Dabey wir sein sollen gedenden. Kyrie eleison. 4. HErr dein lieb so groß dich gezwungen hat, Daß. dein blut an uns groß wunder that, Und bezahlet unser schuld, Daß uns Gott ist worden huld. Kyrie eleison. 6. HErr, deinen heilgen Geist uns immer laß, Der uns geb ju balten rechte maaß, Daß dein arme in fried und einigkeit. Kyrie eleison. 814. Ma Mel. Err JEfu Chrift du, Ch, GO, es hat mich gang verderbt Der aussag meiner fünden, Die mir von Adam angeerbt; o fol ich reh tung finden? Es ist mein clend 5. GOtt geb uns allen feine gnad un segen, Daß wir gehn auf seinen wegen In rechter lieb und brüderlicher treue, Daß uns die speis nicht gereue. Kyrie eleison. 813. in mir:,: Eln reines herke, Und gib mit einen neuen gewiffen grift. 2. Verwirff mich nicht,:,; Von beinem angesicht, und nimm deit nen heiligen Geist nicht von mir. 3. Triste mich wieder,:,: Mit deiner hilfe, Und dein freudiger Geist enthalte mich. Vommenschlichen Elend und Verderben. gar zu groß, Und ist für deinen augen bloß, Wie tief mein herg verdorben. 2. Es ist verdorben mein vers fand, Mit finsterniß umhüllet, Der will ist von GOtt abges wandt, Mit bosheit angefüllet, Und Anhang. Und die begierden sind geneigt Die luft, die aus dem hergen feigt, Im werd zu vollenbrins gen. 3.Wer Fan aussprechen solchen greul, Der leib und seel beflecket? Wer macht uns von dem unheil heil, Das uns hat angestecket? Der taufenste bedenckt es nicht; Drum bleibt er todt und im ges zicht, und muß in abgrund finden. 4. Ich fomm zu dir in wahrer reu, Und bitte dich von hergen: O mein HErr JEsu, mache frey Die seele von den schmerzen, Daß sie nicht von der last be fchwert, Die lebens fråfte gar verzehrt, und in dem schlamm berfincke. 819 Und suchet dich demüthiglich Mit mehr als tausend thránen. 8. Du we fit, o JEfu, meine noth, Und Fanft nach deinem wils zen Mich retten aus dem fündens tod, Und meinen jammer ftillen; Ja, HErr, du wilt, ich traue fest, Daß du mich nicht in angst vers lässt, Von wegen deiner wunden. 9. Errette mich, HErr JE Chrift, Und laß mich nicht vers derben, Weil du für mich gestors ben bist, Laß mich der fünd abe fterben, und heiliga leben auf der welt, Daß ich dich dort ins himmels- gelt Mög ewig preisen, Amen. 815. 5. Wem folt ich anders beten an, MelErr ich babe mißgeb is dich, mein heil und lederben Wohnet nicht in mes Ch, mein JEfn, weich vers ben? Du bist allein der helfers ner brust? Denn mit andern mann, Der mir fan rettung ge ben, Daß ich von fünden werde rein, und in dem unschuld kleid erschein, Nach abgewaschnen funden. dams erben Steck ich voller fünden luft. Ach, ich muß die nur bekennen: Ich bin fleisch von fleisch zu nennen. 6. Wer nicht die fünd im Bere gen fühlt, Der fällt dir nicht zu fuffe, Es ist zum schein nur ab gezielt ein heuchlerische buffe, Er spottet GOtt durch selba bes trug, Indem er meint es fey ge nug, Doß er jur beichte gehe. 7. Wer aber höllen angst er fährt und sieht im lampf der fün den, Der ihm das leben fast ver zehrt, und kan nicht überwinden, Der Frümmt wie eine made fich, 2. Bie verkehrt sind meine wes ge, Wie verderbt mein alter since, Der ich zu dem guten tråge, Unb zum bösen hurtig bin. Ach, wer wird mich von den ketten Dieses sünden todes retten? 3. Hilf mir durch den Geift der anaden Aus der angeerbten noth Heile meinen ferten, schaden Durch dein blat und creuges- tod, Schlage du die fünden glieder Meines alten adams nieder. 4. Ich bin uuten von der ers ben Anhang. 820 den, Stecke in dem sünden grab: Soll ich wieder lebend werden, Co musst du von oben ab Mich burch deinen geist gebären, Und mir neue fraft gewähren. 5 Schaff in mir ein reines her Be, Einen neuen geit gib mir, Daß ich ia nicht langer scherte Mit der finden luft, begier, Laß mich ihren tück bald mercken, Mich im geist dargegen stärcken. 6. Lebr mich wachen, beten, ringen, Und mein böses fleisch und blut Unters geistes joch zu zwingen, Weil es doch thut nim. mer gut; Was nicht fan bein reich ererben, Laß in deinem tod ersterben. 7.Reiße mich durch iene crone, Die mir droben beygelegt, Daß ich meiner niemals schone, Wenn und wo ein feind sich regt, Son Dern hilf mir tapfer fåmpfen, Teu fel, welt und fleisch zu dämpfen, 1 8. Solt ich etwan unterliegen, D, so bilf mir wieder auf, und in deiner Fraft obsiegen, Daß ich meinen lebenslauf, Unter deinen fieges, hånden, Mdge ritterlich vollenden. 816. AG Mel.Err ich habe mißgeb. Ch, was find wir ohne Eju? Dürftig, jämmerlich und arm. Ach, was sind wir? voller elend. Ach, HErr JEfu, dich er barm, Laß dich unsre noth beive. gen, Die wir dir vor augen tegen. 2. Wir sind nichts ohn dich, HErr JEsu, Hier ist lauter fins sterniß, Darzu quälet uns gar heftig Der vergifte schlangen. big, Dieses gift steigt zu dem bergen, Und verursacht steten schmerzen. 3. Ach, ohn bich gefreuer JE fu, Schreckt der teufel und die höll, Die verdammniß macht mich zittern, Da ich steh auf die fer stell, Mein gewissen ist erwa chet, Und der abgrund flammt und frachet. 4. Ohne dich, herkliebster JE fu, Kommt man nicht durch dies fe welt, Sie hat faft auf allen we gen Unsern füssen neg gestellt, Cie kan trogen und kan heucheln, und hält uns mit ihrem ſchmeis cheln. 5. Ach, wie kraftlos, bergens Jesu, Richten sich die Francken auf, Unfre macht ist lauter ohn macht In dem müden lebens lauf. Denn man sicht uns, da wir wallen, Ofters straucheln, oftmals fallen. 6. Darum flård uns, liebfler JESU, Sey in finsterniß das licht, Deffne unsre bergens au gen, Zeig dein freundlich anges ficht. Spiel, o fonn, mit lebens blicken, So wird sich das herk erquicken. 7. Trit den satan, starder JE su, Unter unsern schwachen fuß. Komm zu deiner braut gegan gen, Gib ihr einen liebes fuß, Daß sie himmels freud verspüre, Und Anhang. Und kein leid fie mehr berübre. 8. Faß uns an, o füffer JEsu, Führ uns durch die pilger, straß, Daß wir auf den rechten wegen Gehen fort ohn unterlaß, Laß uns meiden alle firicke, Und nicht wider fehn zurücke. 9. Laß den Geist der fraft, HErr JESU, Geben unserm geiste fraft, Daß wir brünflig dir nachwandeln Nach der liebe eigenschaft. Ach, HErr, mach uns selber tüchtig, So ist unser leben richtig. 10, Dann wird lob und danck, HErr JEsu, Schallen aus des hergens grund; Dann wird alles jubiliren, Und dir singen berts und mund; Dann wird auf der gangen erden JEfus hochgelobet werden. 817. A Mel Durch Adams fall ift. Chweh, ach weh, wo sol ich in Für meinen grossen fün den? Wo wird mein tobter geift und finn Das leben wieder fin den? Wer glüht mein herg mit himmelsiglut, Wie anfangs, noch zu scheinen? Wer gibt mir eine thrånen fluth, Mein elend zu be weinen? 2. Ich hab des Schöpfers schönftes bild, Mein arme feel, beflecket, Und seinen glang, gang rafend wild mit Foth und schlamm verdecket, Ja, mich von höchster herrlichkeit In tieffen fpott gefället. Ach weh, ach weh, 821 achy berhekeid! Daß ich mich ſo verstellet. 3. Ach weh, ich habe mich von GOtt, Dem höchsten gut, gewens det, Und zu der fünd, der höll und tod Unfinnig angeländet. Ich hab dem alle gunst versagt, Dee mich so hoch geliebet: Es hat mir dieses mehr behage, Das ewiglich betrübet. 4. Ich hab dem HErrn des herrlichkeit Sehr lau und falt ger dienet, Und ihm durch meine gange zeit mit schlechter treu gegrünet. Ich hab auf ibn nie achtgehabt, nicht wie ein fnecht geehret, Noch auch, womit er mich begabt, Sein schönes pfund vermehret. 5. Ich hab, wie ein verstocktes Find, Den Vater, ach! verlassen: Ich bin gerennet wild und blind Auf meiner bosheit straffen: Ich hab ihm meine pflicht und schuld Nicht nach gebühr erzeiget, Noch für so väterliche Guld In der muth mich geneiget. 6. Ich habe meinen beffen freund Die freundschaft aufges faget, Und ihn, wie treu ers auch gemeint, Von mir hinweg geja get: Ich habe mich zum feind gewendt, Und bin sein sclave worden, 3um feind, der dufferft mich geschåndt, Und ewig wil ermorden. 7.Ich habe meinen bräutigam, Der mich ihm auserkehren, Den höchsten schak, das theure lamm, Eleni Anhang. 822 Elendiglich verloren: Ich hab des schönsten angesicht, Des lieb: ften fuß verschertet. Dich him mels fonn und lebens licht Ver fieren, ach, das schmerket! 8. D tausend weh! o todte luft! ie bast du mich vernichtet! O eitelkeit! o fünden- wust! Wie bin ich zugerichtet! O sünd, o sünd, D feelen tod! Du hast mich mir genommen, Durch dich bin ich um Vater, GOtt, HErrn, freund und bråutgam fommen. 9. Ach, ist auch irgend eine pein, Die meiner gleich zu schå gen? Kan auch ein eingig übel feyn, Das neben meins zu fe ken? Ich war aus unerhörter huld Zum zweck der lieb gestel let; Doch hab ich mich aus eig, ner schuld In tiefsten grimm ges fället. 10. Wem fol ich nun mein her Beleid Und groffen jammer flat gen? Wem fol ich meine traurige Feit und ew'gen schaden sagen? Ach, ich bin felbfi mein feelen, gift, Mein tod und feind gewe, fen: Jch selbst hab mir, was mich igt trifft, Muthwillig auserle, fen. offer 11. etge güt, GOtt! Zu dir wend ich mich wie der, Dir klag ich meines herkens noth, Für dir werf ich mich nie der: Dir ruf ich zu, dich schrey ich an um ablaß meiner fünden; Du biss allein, der Feifen fan, Und mich vom fod entbinden. 12. Leid ist mirs, was ich hab gethan, Und was ich mißgehana delt: Es reuet mich, daß ich die bahn Der fünder ie gewandelt. Ach, daß ich doch mein angesicht Jemals von dir gewendet! Ach, daß der creaturen licht mich ie mals so geblendet! 13 Jch bin nicht ist noch ewig werth Dein antlig zu erblicken: Ich bin nicht werth, daß mich die erd Erduld't auf ihren rücken: Jedoch, vergib, schrey ich zu dir, Vergib, o groffe güte, Vergib, vergib, vergib es mir, O gnådi ges gemüthe! 14. Du bist ia huldreich, gut und mild, Barmherzig und ges linde: Du wirft ia deiner Gotts heit bild Nicht lossen in der füns de. Wer wird dich loben in dem pfuhl? Ber in dem abgrund preifen? Wer opfer bringen dei nem fteht, Sich deines diensis befleissen? 15. HErr, so du ins gericht wilt gebn, Und nach den thaten sprechen, Wer ists, der vor dir kan beftehn, und sich der straf ente brechen? Die himmel sind unrein vor vir, Die engel haben tabel, Vielmehr der mensch; das füns den thier, Mit allem ſeinen adel. 16. Schau an, schau deinen ein gen Sohn, Der meine schwache heittråget, Der meine pein und sünden lohn Sich selbst hat auf geleget: Schau, wie er an bes creuges stamm Für mich ist ans geschla geschlagen: Schau, Bater, wie bas theure Lamm All meine fchuld getragen. 17. Was wilt du mehr? die fund ist hin, Die schulden sind be, sahlet, Berändert ist herk, muth und finn, Sein blut hat mich be mahlet: Ich bin nun freund, Enecht, braut und Find, Ich bin nun auserforen; Nun sauset sei. 66% 6 7 8 * Anhang. pirm 6 65 65 646 6 4* 76 6 18. Forthin werd ich wol nime mermehr Aus deinen wegen schreiten; Ich werde deines nas mens ehr Durch alle welt aus breiten: Ich wil dich lieben über mich, Und wil mein leib und le ben 3a deinem lobe williglich, So oft du wilt, aufgeben. 818. 823 nes Geiftes wind, Nun bin ich neu geboren. Ch, wie bat das der den mich an feel und leib vers derbt, Daß nichts guts an mir zu finden, Und darüber bin ente erbt GOttes bildes und der gas ben, So die erflen eltern haben 7756 6 43 6 6 6 TEE HE 66 6 65 43 0 6 5 IXIZ 114 6543 66 垄 des Bormals in der unschuld fland Uberfommen und erfant. 2 Mir ist kein vermögen blies ben, Dich, das höchste gut, o GOtt, zu erkennen und zu lies ben, Anhang. 824 ben, Und zu fürchten in der noth: Oder dir allein zu trauen, Und auf deine macht zu bauen. Ach, Die angeerbte fund macht mich zum verkehrten find, An verstand und finnen blind. 3. Mein will ist dir gank zumi der, Was du wilt, das wil er nicht: Ja, verderbt seyn kräft und glieder, Was du haffeft, das ges schicht! Leider o, wie gar verkehret It, was du gang gut bescheret: Oft war wil ich was da gut, Doch das böse fleisch und blut Immer seinen willen thut. 4. Ach, ich sag oft, wer wird Idsen Mich von diesem schweren joch? Das mit übervielem bs sen Mich beschwert die stunde noch. Wie ein brunn sein was. fer quillet, Und fich tag und nacht nicht fillet; So steigt aus des Hergens grund, und aus diesem in den mund, Sünd und fünd fast alle stund. 5. JEsu, abgrund aller gute, Der in allem helfen kan, Dich ruft mein betrübt gemüthe Aus des elends abgrund an, Du wolt diesen jammer stillen, Und mit gnad und geist mich füllen, Was fche mich mit deinem blut, Schen dhe nenen finn und muth, Was verderbt, das mache gut. ONS 819. Mel. O GOtt du frommer. Er gnaden brunn fleust wincken: Es lehrt dich ia das wort, Das licht für deinen fuß, Daß Christus dir allein Von füns den helfen muß. 2 Dein thun ist nicht geschickt Zu einem bessern leben Auf Chri ftum richte dich, Der kan dir sol ches geben, Der hat den zorn verföhnt mit seinem theuren blut, Und uns den weg gebahnt Zu GOtt, dem höchsten gut. 3. Die fünden abzuthun Kanf bu bir ia nicht trauen, Dein glaus be muß allein Auf GOttes bilfe bauen. Bernunft geht wie sie wil, Der fatan fan fie drehn; Huft GOttes Geift dir nicht, So ifts um dich geschehn. trinden; Mein geist, laß deinen GOtt Dir doch umsonst nicht 4. Nun, HErr, ich fühle durft Nach deiner gnaden- quelle, Wie ein gejagter hirsch, Auf so viel fünden- fälle. Wie fomm ich aus der noth, Als durch den gnadens faft? Hilf mir durch deinen Geist, In mir ist feine fraft. 6. O felig, wilst du mir Von diesem waffer geben, Das trån adfet meinen geist Zu der gerechten leben? Gib diesen trunck mis stets, Du brunn der gütigkeit, gelaffenheit. 5. Du hast ia zugesagt: Du wolft, die durft empfinden Nach der gerechtigkeit, Befreyn von al len sünden; Nun zeiget mir den weg Dein Sohn, der wahre Christ, Nur du musst helfer seyn, Weil du voll hilfe bist. 820, Anhang. 820. fall verderbt, Menschlich natur und wesen: Dasselb gift ist auf uns geerbt, Daß wir nicht font'n genesen Ohn GOttes troft, der uns erlöst hat von dem groffen schaden, Darein die schiangEvam bezwang, Gott's forn auf sich zu laden. 2. Weil denn die schlang Evam bat bracht, Daß fie ist abgefallen Von GOttes wort, das sie ver. acht't, Dadurch sie in uns allen Bracht hat den tod, so war ie noth, Daß uns auch GOtt folt geben Sein'n lieben Sohn, den gnaden- thron, In dem wir möch. ten leben. 3. Wie uns nun hat ein frem. de schuld In Adam all verhöh, net: Also hat uns ein' fremde huld In Christo all verföhnet; Und wie wir all durch Abams fall Sind ewgen tods gestorben, Also hat GOtt durch Christi tod Erneurt, was war verdorben. 4.So er uns denn sein'a Sohn geschenckt, Da wir noch feinde waren, Der für uns ist ans creuß gehenckt, Getödt, gen himm'i gefahren, Dadurch wir seyn vom tod und pein Erlöst, so wir ver, trauen In diesem hort, des Ba ters wort, Wem wolt für sterben grauen? 825 wort. Den er uns hat gegeben Zu einen Daß wir mit Un ihm fest ſollen glauben Darum uns bald fein mache noch g'walt Aus seiner hand wird rauben. 6. Der mensch ist gottlos und verflucht, Sein heit ist auch noch ferren, Der troft bey einem ment schen sucht, Und nicht bey GOK dem HErren: Denn wer ihm wil ein ander ziel Ohn diesen trößter siecken, Den mag gar bald des teufels gewalt Mit seiner lift ers fchrecken. 5. Er ist der weg, das licht, die pfort, Die wahrheit und das le: ben, Des Baters rath und ewges 7. Wer hofft in GOtt und dem bertraut, Der wird nimmer zu schanden: Denn wer auf diesen felfen baut, Ob ihm gleich stösst zu handen Viel unfalls hie, hab ich doch nie Den menschen sehen fallen, Der fich verlässt auf Got tes troft: Er hilft sein'n glaub gen allen. 8. Ich bitt, o HErr, aus here tens- grund, Du wolst nicht von mir nehmen Dein beilges wort aus meinem mund, So wird mich nicht beschrämen Mein fünd und schuld, denn in dein huld Se ich all mein vertrauen Wer fich nun fest darauf verlässt, Der wird den tob nicht schauen. 9. Mein'n füffen ist dein heil ges wort Ein' brennende lucerne, Ein licht, das mir den weg weist fort; So dieser morgensterne In uns aufgeht, so bald versteht Der mensch die hohen gaben, Die Sgg Got Anhang. 826 GOttes Geist den'n gewiß ver beifft, Die hoffnung darein haben. 821. Mel. Wo ist der schönste, den. Urch Adams fall und frevel, ften freund, GOtt felbst, verübet als ein feind, Isls, leider, bald dahin gerathen, Daß er und sei, ne schndde kinder, Die, wie er felbft, es arg gemacht, Den to. des: lohn boshafter finder An feel und leib davon gebracht. 2. Wo ist doch hin das schöne wefen, Der giang, die pracht und lieblichkeit, Die aus des schöpfers gütigkeit, Am menschen war so Flar zu lesen? Wo find die immer grünen fråfte? Des lebens, baus mes ebler faft? Der trieb zu gött, lichem geschäfte? Ift es nicht al les weggerafft? befunden. Ach, alles ist umsonst gethan. 5. Es hilft kein heften, heilen, schmieren, Rein kraut noch pfla fier nuget hier, Es ist vergeblich, 4. Bo ist der argt, der mich Fan heilen? Mein schade ist ver: #weifelt groß, Wer fan mich da von machen toß? Lafft dt und sals ban nicht verweilen, Grefft wein in die vergiften wunden; Wer Pan, der lege hand mit an; Bringt ber, was man bewährt das balsamiren. Weg, weg mit allen Funfieleyen, Die menschens wiß erfunden hat, Nichts fan davon mir angedepen: Nur eins ist, das hier findet statt. 6.Dein blut mein argt und Sal mariter, Das du, aus unerhörter huld, zu tilgen aller menschens schuld, Veraoffen, und dadurch die güter, Die wir verscherget, uns erworben; Das ist es, das mich heilen kan, Ob ich gleich durch und burch verdorben: Ach, nun, so nimm dich meiner an. 7.Das wasser, das aus deinem hergen, Als einer heilungs vollen quell Gefloffen ist, fo flar und bell, Das lindert meiner Frands heit schmergen; O, laß es denn mein herg durchfliessen, So werd ich heil, nesund und rein, So wird mein innerfies geniessen Kraft, stårck und ruh von aller pein. 3.Da liege ich in meinem blu te Gang blutig, franck und jam, merlich; Mir grauet anzuschau, en mich. Ich unflath bin vom höchsten gute, Wie fatan selbst, frech abgewichen, Das fürget mich in folche noth: Nun ist in leib und feel geschlichen Die 8. Die wunden, die man die Franckheit, ia felbft gar der tod. geschlagen, Die beuten, so man dir gemacht, Da du verböhnt, verschmäht, verlacht, Für mich empfunden so viel plagen, Die laß zur argeney mir dienen; Laß ihre fraft durchdringen mich, Indem ich schmecke dein verfühs nen. Ach, hilf mir, so genese ich. 9. Laß dich die macht der heist fen Anhang. fen liebe, Die dich, Den argt selbst franek gemacht, Ja in des todes Hlaub gebracht, Bewegen, daß mit vollem triebeDu zu mir eilest, mir zu geben Dein dl und wein mit sanftem guß, Eprich: du, ia du solt wieder leben, So weicht die quaal, so fleucht verdruß. 822. Mel. Wer nur den lieben 2c. 10. So muß der jammer sich ERquicke mich, du heil der verschleichen; Was matt und fiech funder, dich und deis und fråndlich war, Was mir nen gnaden schein, Und loß, o stets drauete gefahr, Kan seinen freund der menschen kinder, Dein swed nicht mehr erreichen: Der herk auf mich ger id tet seyn: geift vermercket neue stårcke, Es Komm, und erzeige bein erbare dringt ein neues leben ein, Damen Dem heil und hilfs bedürfts durch man wieder GOttes wercke Kan wircken ohne heuchel schein. 11. Ich fasse dich bey deinem morte, Da du gejagt: ich bin dein heil, Dein argt, dein leben, und dein theil, Diß wort dient mir sur lebens pforte. Ich weiß, daß du den tod verschlungen, Da du den tod geschmeckt für mich, Und haft das leben mir errungen, Daß ich nun lebe ewiglich. 827 ren dich, den überwinder So groß und unheilbarer plagen: Denn bin ich tödtlich gleich verwundt, Darf ich dennoch auf hoffnung wagen, 3u fagen: ich bin gang gefund. 12. Denn, ob gleich noch zu ftaub und erden Diß fleisch der funde werden wird, So wird mein Goel, arkt und hirt, Mich lassen wieder lebend werden, Und diese asche so verklaren, Daß nicht ein ståubgen übrig sey, Von dem, was ist auspresset zähren: Dann bin ich gang von fraudheit frey. 13. Hallelujah, du argt der fünder, Preis, ruhm, lob, ehr, danck, kraft und macht, Sey von uns allen dir gebracht, Wireh, gen armen. 2. Du bist und bleibst der troft der erden, llnd der gepriesne wunder, mann, Durch welchen wir errettet werden, Der allen menschen helfen kan, Und uns von allen unserm schaden, Durch seine huld und fraft, entladen. 3. Der blinde fan die sonne sehen, Der taube hört die flimme an, Der lahme muß gerade gehen; Der auffag wird hinweg gethan; Den todten hast du geist und leben, und allen armen troft gegeben. 4. Hast du vor diesem folche thaten, O HErr, durch deine hand gestift, Corollest du auch igo ratben Dem( chaden, der die feele trifft: Ach zeige deine große stårcke, Durch unverdiente gna. den wercke. 5. Du weisst ia, was wir mens schen taugen, Wir sind verblendt 6ggz und Anhang. 828 und sehen nicht: Darum erleuch. te meine augen Mit deinem glang und gnaden licht, Zu sehen, was ſonst nicht zu sehen, wenn wir in nicht stehen. 6. Erdffae mir, HErr, meine ohren, und mache mich zu deinem Fnecht. Hie bin ich, du wolft sie durchbohren, Daß ich auf ewig freu und recht Dir diene, und auf bein wort merde, Darnach iu thun all meine wercke. 7. Ich wandkle auf verlähmten fiffen, Und firauchte hie, bald traucht' ich dort: Laß deine Fraft in mich einfliessen, Daß ich mag geba gerade fort, Und meine fritte niemals gleiten, Noch aus dem pfad der wahrheit schreiten. 8. Wer wil doch meinen aussaß heilen, Der franckheit allerschlim, ften theil? Mein arkt, du wolest nicht verweilen, Ach, heile mich, so werd ich heil: Lag Deine wuns den, o mein leben, Für meine wunden pflaster geben. 9. Ich bin gang todt, und meine fräfte, Will und verstand find obne fraft, zu thun recht göttliche geschäfte: HErr, gib mir neuen lebens faft, Daß ich gleich einem baum ausschlage, Und tauſendfache früchte trage.. 10. Ich finde mich arm und elende, Enthlefft von allen eig, nen ruhm: Die friedens botschaft zu mir sende, Deia fuffes evange, lium Daß ich dadurch noch hier auf erden Gerecht und selig måge werden. 823. Mel. An wafferflüssen Bab. Eh Gb ich recht in der ſeelen grund, ich tiefe, Die niemand, dem sie sich gibt fund, Ob er die welt durchlieffe, Jemals ergründen wird und kan, Daher bemüht sich iedermann, Sie womit zu erfüllen; Sie hegt ein feuer der begier, Und das vere langen wächst in ihr, Es immers dar zu ftillen. erkannt, Noch fich mit ihm ver 2. So lange sie nicht GOtt bunden, Erreget sich ihr trieb und brand, und mehrt sie alle stunden: Drum sucht sie lust und darin rub, Und braucht der finnen dienst dazu, Das fleisch, ihr knecht, wird meister; Sie nimmt viel tausend bilder ein, Bekommt für wesen falschen schein, Für wahrs heit rauch und Fleister. 3. Diß alles, was sie fåttgen sol, Gereichet ihr zum schaden, Ihr wunsch wird davon nimmer voll, Womit sie sich beladen: So viel sie hat, begehrt sie mehr, Und was fie frigt, das quält sie sehr, Daraus entfieht ihr leiden: Der boje will hat oberhand, Oft wie derspricht ihm der verstand, Die marter dämpft die frenden. 4. Sie tobet in fich, als ein meer, mit wellen der gedancken, Der zweifel wirfft fie bin und her, Jhr hoffen ist ein wancken: Sie ändert sich ohn unterlag, Wird beiß von lieb, und falt von baß Furcht Anhang. Furcht, traurigkeit, verzagen, Stolk, zorn und rache macht sie matt, Weß fie sic beut entzogen hat, Das darf sie morgen wagen. 5. Was sie von auffen nur er. fährt, Das ångftet fie im herken, Wenn ungemach ein glied be fchwert, Empfindet sie den schmer, Hen: Ja, woulust bringt die gröf, fie pein, Wirdkt franckheit, reifft die herberg ein, Sie muß zulette fcheiden, Der lafter werdzeug, ihren leib, Und unzuläßig zeit, vertreib, Mit vielem fummer meiden. 6. Alsbenn fångt recht ihr elend an, Ste ist der welt entblöf. jet, Und hat nichts, was sie laben tan, Wenn schrecken auf sie stof fet, und ihr ber eitle troft gebricht, So fennt fie ihren helfer nicht, Sie sucht ihn nicht zu lieben. Nun weiß sie nicht, zu wem sie geh/ Ihr abgrund rufet ach und weh, Der wist und leer geblieben. 7. Ich schweige, was sie mehr verbient, und von des richters stabe, Der von der fünder stra; fen grünt, Bald zu gewarten har be: Sie hat den schöpfer gar vers acht, Alus sich selbst einen gdg gemacht, Sich ienes diensts ent riffen, und seinen feinden zuge, fellt, Der über fie das urtheit fällt: Was wird sie tragen mif fen? 829 Die feine güte fchencket: Er felt ber ist ihr reiches aut, Wobey ihr nichts mehr nöthig thut. Als daß sie sein geniesse: Je mehr sie welt und fünde hafft, Je lieber wird ihr dieser gaft, und alles bittre füffe. 8. Die feele, welche GOtt er greifft, In die er fich gesendet, Die wird mit gütern überhäufft, 9. Er ist das wesen und fein bild, Das flårfle licht, fein schats te; Sie wird bis oben angefüllt, Der manget, den sie hatte, Wird hier mit überfluß erfeßt, Sie wird mit wohllast fiets ergest; Je mehr das fleisch verlieret, Je mehr gewinnt sie an dem schag, Der armuth höchsten gegensag, Den sie in sich verspüret. 10. Bedencket sie, was in ihr ist, So wird fie schier verschlun gen, Wodurch sie ihrer selbst ver. gifft, Rein ausdruck aller zungen Stellt solche höh und größe für, Was sie hat, ist auch auffer ihr, Und kan von feiner erden, Bom himmel, noch vom weit gebäu, ( Gesetzt, daß dig unendlich ſey,) Nicht eingeschlossen werden. $ 11. Hier ist allein vollkommen. beit, Es übertrifft die sinnen, Was ewig heisst, ist seine zeit, Die fchönheit ift darinnen, Ehr, herrs lich feit, gewalt und macht, Der friedens schild, ber uns bewacht, Ift an ihm zu bemerden: ein groß erbarmen beckt uns zu, Ge. nade, heil und felge rub, Ge hört zu feinen werden. $ 12.Aus dieses beyftands eigen. schaft, Die sich zur feele füger, Ggg 3 830 Erlanget sie den fieg und fraft, Daß sie nicht unterlieget, Wenn fie versuchung überfällt, und sich ihr HEr verborgen hålt, Kein creug ist ihr entgegen; Erånut fich ihre wander geit. Eo fibit fie luft und willigkeit, Die wohnung abzulegen. 13.Zerfällt das fleisch, ihr feinde lich haus, Bergeht ihr irdisch les CHITET 6 Betamol 7 7 Anhang. 65 48 698 6 7 6 67 765 98 543% H 6 ben, So bricht sie von dem fer der aus, und fan fich frep erher ben, Läfft ihre finftre laft zurück, Erreicht den morgen- ftern, ihr glück, Und kommt zur fillen wonne; Was thr, die hoffnung långst versprach, Das trifft sie an, und sieht hernach Die volle mittags- fonne. 824. 6 5 111113 健康 6 65 43 6* TERAT Efu, Iraft der bidden bergen, Troft in aller bangigkeit, Lab fal in den finden schmergen, Urtt fir alles bergeleid, Pflaster für die todes wunden, Das man ßets voll fraft befunden. 2. Meines Hergens brůmnicin 3 5% 4** 6 686 quißet Lauter angeborne wust, Mard und adern sind erfüllet Durch das gift der bösen luft; ein bluts tropfen ist zu finden, Der nicht start' von andern sün, Den 3. Ja, ich stecke voller pfeile Durch Durch den teufel, fleisch und welt; Ch id) zu dem belfer eile, Werd ich wiederum gefällt; Mei ne feele muß erliegen, Eh sie fan recht athem frigen. 4. Bil ich mich zu dir erhe, ben, Wird vor trågheit nichts Daraus: Benn dein Geist in mir fol leben, Jagt das wilde fleisch ihn aus, daß ich auch die quaal der schulden Fort nicht länger tan erbulden. tara 5. Drvm du beib ber Francken finder, Brunn, von dem das le ben springt: Selbst das pflaster und verbinder, Deffen cur stets SIN FIM 5 3 6 58 4*% 689 Znbang. 76 # 626 IT 831 woht gelingt; Du kanst pein und schmerzen lindera, Ja des todes floß verhindern. 6. Komm, o HErr, und druck in gnaden Mir Dein bild ins herg hinein, So wird meinem alten schaden Durch dein blut geholfen fenna Salbtdein Ste meine wan den, So bin ich denn gang vers bunden. 7.Slöffest du denn meiner feele Dic, o beifer, felber ein, Co wird meiner abern höle Boll des neuen lebens seyn; Ja, mein mund wird voller weisen Deinen finger ewig preifen. 825. 76 6 centr 609 4 6 50-9 6 5 TITI! 6% 65 3256 terug mit de 6. Jmna 732 POJEDIN 6 Anhang. 6.65 5 43 Q manuel, des gute nicht zu 1 der blöden heil, Berborgner GOtt, du troft betrübter feelen, Der geiftlich armen bergens theil, Dadu, JEfu, felber woh neft, Neigt auf ihr geschrey dein ohr, Und mit viet geduld ver idoneft Das zerbrochne glau bens rohr. 2. Uch, siehe doch die Höllen anaf, den schmerzen, Der fo viel feuffer auss mir zwingt! Uch, fleure body, Err, meinem eig, en herben, Aus dem die bofe quell entspringt, Das mir wil Dein wort verrichten, Ach, HErr, laß es ihm nicht zu, Laß mich nicht ben satan sichten, einen glauben flärde bu. 3. Jch kämpf, ich fahren, ich angfle mich, ich bete, Und bin er båtmlid jugeridott: Und wenn ich gleich mit meinen vor dich fre te, Go frau ich dody mir selber nicht. Ob benn diß, warum ich flas ge, Mir auch wohl zu bergen geht, Beil des bösen zweifels plage Nos mir, feiber, felbft entstebt. 4 Mein beten ist voll gweiftens der gedanden, Benn gleich dein wart and troft erfchallt, Svift und bleibt mein glaube doch voll t todt und kalt: Es ist so voll angst und zagen, Und gang in sich selbst verwirrt; Ich fan faum mich felbft vertragen, Eo gar ist mein sinn verirrt. 5. Die wunder, die ich vormals selbst gepriesen, Die du vom ane fang haft gethan, und die du mir insonderheit erwiesen, Seh ich wie iener blinde an, Der die mens schen fah als baume; Ja, ich halt fie faum für dein, Und ist mir als ob mirs traume, Daß fie ie ge schehen seyn.ON. 9. Wenn ich mein herk mit deinem wort wit fiillen, Und hale te mit viel thránen mir Die fisse schrift von deines Vaters willen, und meines JEsu leiden für, fts, als ob ich måhriein hörte, Finde feinen glaubens, faft, Und was vor mein berge nehrte, Gibt mir thund teine traff. 7. Bte fan ich doch dem bösen hergen trauen, Das auch dein wort mir niederreift, Den grund, barauf ich fob mein hoffenbauen, Und mich an allem zweifeln heist, Daß ich muß zum beten swingen, Und Bans mitten im ges fchrey, Znbang. Ichrey, Leider, doch nicht dahin bringen, Daß es fonder zweifel fen.de 8. Erforsche doch, erfahre wie ichs meine, Durchsuche doch mein boses hert, und prüfe mich, mein GOtt; warum ich weine, Ob diß wahrhaftig sey mein schmerg, Daß mein glaubens tocht so wandet, Daß mein herg fo laulicht ist, und dir nicht mit andacht dancket, Ob du mir mein alles bist. 9. Findst du denn noch bey mir den rechten willen, Daß mein berk um den glauben schreyt; Co laß sich doch das ungewitter stil len, Das in mir regt den zweifele ftreit. Ift mein glaube flein und fchmächtig, Bin ich elend, blind und blos; So fey deine gnade mächtig, Und in meiner schwach, heit groß 10. Soltaber, ach mein glau, be seyn verblichen, hat sich viel leicht mein herk der welt, Die mir mit ihrem fürften nachgeschlichen, Und denen thoren zugesellt, Die gang feinen GOtt nicht glauben, Ach, so andre meinen finn: Laß dir, JEfu, mich nicht rauben, Michy, der ich dein eigen bin.. 11. Du fanft ia, GOtt die tod ten auferwecken, Wie soit bir denn unmiglich seyn, Des glau bens licht auch wieder anzuste, den, und ein neu herg zu geben ein, Das sich wieder zu dir kehre, Treulich und ohn heucheley, Oh 833 ne jweifeimuth dich ehre, Und sich lasse deiner tren. 133 12. Du fanft, mein heil, und must mein jagen enden, Dein eigne ehre wils von dir; Ich bin ia dein, und sieb in deinen håns den: Was hilf dem schmerzlich leiden mir, Benn du mich woltst fallen laffen, Weil ich glaubens Efrancker nicht Dich getroft und fest fan fassen, weil mein berge mit mir ficht. 13. Zwar hab ichs wol mit trågheit und mit fünden Schon långft, s GOtt, verdient, daß ich Tht weder troft noch glauben Fan empfinden; Ach, aber ach! erbars me dich, JEfu, hilf dem unvers mögen, Ich wil; wenn ich aber, ach, Dir mein herg recht vor fol legen, Auch mein wollen ist sehr schwach. 14. Ach, slårde HErr, das wollen und das können, und gib mir den gewissen Geißt, Daß ich mich wieder freudig dein kan nens nen, Und alauben, wie dein work michs heisst. Kan ich dich nicht fefte halten, Defto fefter halt du mich, Laß mein her nicht gang erkalten, Bis mein glaub erfolet fich. 15.Troß meines herkens zweifs lenden gedancken, Croß meinem böfen fleisch und blut, Das mich so qualt, und macht mich immer wanden, Daß mein gemüthe nimmer ruht, Solt du doch mein JEsus bleiben, Ich wil beten Ggg 5 Unbang. 834 und an dich, HErr, wie schwach es ist doch glauben, Ist mein herg gleich wider mich. 16. Kan ich gleich nicht so, wie ich wünsche, siegen, Und fall aus schwachheit bald zurück; So wil ich doch mit GOtt nicht unterlies gen. Ach JEsu, gib mir einen blick, Wie du dort dem Petro gas best, Der schon gang gefallen. war: Daß du meine feele labeft Und entreisfest der gefahr. 17. Nur zurne nicht mit deinem schwachen kinde, und habe, HErr, mit mir geduld, Nach rechne mir, was ich in mir befinde, nicht zur verdammniß und zur schuld, Laß wie schwachheit mir nicht schaden, Weil du fein verdienst begehrst, Sondern doch nur bloß aus gna ben Uns die seligkeit gewehrst. 18. Uch, aber ach, ists möglich, ifts dein wille, So laß den felch doch von mir gehu, und mache mich von der versuchung fiille, Und laß mich wieder feste stehn, Und mit ängstlichen gedancken In dem glauben, den mein mund Frey bekennet, nicht so wancken, Mach, o argt, mein herk gefund. 826; Mel. Alle menschen müssen. Jebster JEfu, in den tagen, Deiner niedrigkeit alhier Hör te man zum volck dich sagen; Es geßt eine fraft von mir; Laß auch Deine traft ausflieffen, und sich Deinen Geift ergieffen, Da du in Der herrlichkeit Nun regireft weit und breit., 2. Denn dir ist in deine hånde Nun gegeben alle macht; Bis an aller welt ihr ende Wird dein nas me hoch geacht; Alles muß sich vor dir neigen, Und was hoch ist, muß sich beugen; Selbst der lege te feind auch muß Endlich unter deinen fuß. 3.Darum fanft du allen rathen, Deine fraft ist nie zu flein, Es be zeugens deine tharen, Die uns auf geschrieben seyn; Ja, du bist deswe gen kommen, Beil du dir haft vore genommen, Aller menschen heil zu. feyn, Und zu retten groß und klein. 4. Sier, mein argt, steh auch ich armer, Krand am geiste, blind und bloß: Rette mich, o mein ers barmer, Mache mich von fünden loß, Und von den so vielen tücken, Die mein armes berg bestricken; Ach, laß deinen soffen mund Zw mir sprechen: sey gesund. 5. Giehe, meine feele rühret Deinen faum im glauben an, Wartet, bis sie endlich ſpüret, was du haft an ihr gethan: An dein wort wil ich mich halten, Und indeß dich lassen walten; Leugnen, kanst du dich doch nicht, Da dein wort mir heil verspricht. 6. Atmen, du wirst mich erhö ren, Daß ich durch dich werde rein, Und zu mir dein antlik kebe ren, Daß ich könne frölich jeva: Go wil ich, aus hergens grunde, Deine gute mit dem munde Ruhe. men hier in diefer zeit, Bis zur frohen ewigkeit. 82%. Pusten ENGINAI 6 7 5 368 5. 48 代理 87 76,656 6 6.5. 76 6 56 6 Sinbang. 827. 表 26 全 小 6. 66 7 5. 666 6 3# 3 儿子 65 43 668 835 持 8.7 6 76 656 26 5 6* 6* 6.4% 42.6 666% Don 936 p 6 ini 65 6% 43 ņ Znbang. Don wahrer Buffe und Sinnes Aenderung. Oft und Vater alles bessen Was auf erden finder heifft, Sch), wie hat mein armer geift Ceines ursprungs so vergessen, Und so lange ohne dich In den tag hinein gelebet, Deinem juge wi derfrebet, Und den jorn gebäuft duf sich: Solt ich nun nicht billig flerben, und in meinem sünden wust, Als ein höllen brand vers derben? Wenn du hättst am to be luft. 2. Aber deine Vater treue Die von ewigkeit besteht, Und auch ewig nicht vergeht, Welche alle morgen neue, Locket mich zur wiederkehr: Ich hingegen bin so tråge, zu betreten deine wege, Denn sie scheinen mir zu schwer: Ach), so laß doch dein erbarmen Meiner schwachheit helfen auf, Sen mir gnädig, bilf mir armen, Hemme meines willens lauf, $ Mach ihn aller fesseln frey; Står de mich in meinem muthe, Aus der fülle deiner anad, Wasche mich in Chrifti blute Wohl von meiner miffethat. 4. Und da ich nichts in mir fin de, Als nur wie befleckt ich bin, ch, so rein ge meinen finn, Ja, mid) gang von meiner fünde, Denn, daß ich in deinem licht Nun erkenne meine greuel, Meis ne missethat und scheuel, Diß ers fordert meine pflicht; Aber fünde zu vergeben, Ist dein werd, HErr JEfu Chrift; Drum vers gib auch, o mein leben, Was noch immer vor mir ist. 5. Denn an dir, o HErr, alleine habe ich gefündigt fehr, und dem finden übel mehr Nachgehängt, als beinem scheine, Ja, nichts guts vor dir gethan. Doch, auf daß du recht behalteft In dem amit, das du verwalteft, Und in deinem worte man Dich fiets wahr und rein befinde, Daß du bleibst der lebens fürft, Und nicht ewig denckst der fünde, Wenn du schon gerichtet wirst; 3.Thu es, HErr, nach deiner güte, und nach deiner reichen huld, Tilge meine fünd und fchuld, Ja, erwecke mein gemüthe, Und nach deiner groffen treu, 6. So entsündige mich thoren, Laß barmherzigkeit und leben Mit yfopen deiner huld, Daß ich Den erstorbnen geift umgeben, rein von meiner schuld, In die werde Anhang. werde nen geboren. Wasche mich, daß ich wie schnee, Weiß und rein in dir erscheine, Daß ich werde gang der deine, Und nur deine wege geh, Ja, verbirge nun in gnaden, HErr, dein antlig von dem wust, Der noch meinen fün. den schaden Hegt und nehrt in meiner brust. 7. Tilge also ans erbarmen Alle meine missethat, Und nach deinem Vaters rath Mach und schaffe in mir armen, GOtt, ein herk, das Peusch und rein, Ein folch herk, das dich nur liebe, Und mit vorfag nie betrübe, Das dein tempel moge feyn. Gib mir ends lich einen neuen Und in die gewiss sen geist, Dir zu dienen, dich zu scheuen, Dir zu trauen allermeiß. 8. Nun, o HErr, ich übergebe, Mich hiemit in deine hand, Daß fie meinen jammer ftand, Benn, und wie du wilst, aufhebe. Hilf nur, daß ichs thue recht Ohne ei nias vorbehalten, Daß ich dich nur lasse walten, und die folge recht und schlecht: Daß dich mei ne lippen rühmen, Ja, auf daß mein her und mund Deinen ruhm, wie sichs wil ziemen, Nun verkündge alle ftund. 837 Lamm für mich geschlachtet, Der höllen- glut gelöschet hat? Wie kommts, daß mir noch wird ges rathen, Da meine schuld fich fo vermehrt; Daß dieser brand nicht gang verzehrt? Es kommt aus unverdienten gnaden. 828. Von des glaubens Troft und Freudigkeit. Mel. Mein Jesu dem die. Je bin ich noch so theur ge achtet, Wie widerfährt mir solche gnad, Daß GOttes 2. Des Baters lieb hat mich geliebet Eh noch die welt gegrüne det war, Mich, der ich ihn viels mols betrübet, Stellt er dem ho benpriester dar, Daß er, da mich die finden drången, Die, wie die fluthen, auf mich gehn. Wie groß se schriften vor mir ftehn, Mich möcht mit seinem blut besprene gen. 3. Nicht nur dahin fleigt GOt. tes liebe, Daß sie auf den ver. fluchten baum Nicht mehr die apt im zorn aufhübe, Und gebe ihm noch frist und raum; Sie wil so gar die freude geben, und stiften diesen friedens plan, Daß noch der fünder hoffen kan, werde vor dem richter leben. 4. Denn wie das berk des Was ters dencket, Co find auch wir in diefer welt, Die er uns hat dem Sohn geichendet, Daß ein gar theures idfeegeld In Chrifli blut bezahlet worden, Indem es recht vergebung quillt, Das gange herk mit luft erfüllt, Und führet zu den himmels: pforten. 5. Des Vaters herg wil uns nicht scheiten, Der glaube( pricht: du schiltst mich nicht, Ich fit ins Vaters schooß und zelten, Und gehe Anhang. 818 gehe freudig ins gericht, Weil GOttes her nicht kan verdam, men Den sohn, der in dem Sohne steht, und frey zu seinen wunden geht, Hier sengen nicht der höllen flammen. Anarja 6. Der Vater wil die nimmer haffen, Die sich geschmückt mit Chrifti blut, Und also sein ver dienst umfassen, Daß fie in tief. fter reinen fluth Sich waschen von der fünden schulde, Sie sind so heilig, hell und rein, Als immer nur die engel seyn, Und stehn in GOttes gnad und hulde. 7. So schwingt der glaub, den GOtt wil zieren, Sich über fünd und höll empor, Und kan hier folche sprache führen, Als wår er in der engel- chor, Jhm lieget sünd und höll zun füssen, Der Vater riecht des Sohns geruch, Sein opfer tilget schuld und fluch, In dem er alles fonte büffen. 8. Läst du mich diese liebe schmecken, Daß du, mein GOtt, verföhnet bift, So wolft du mir die quell entdecken, Aus welcher sich die lieb ergiesst, In welcher ich dir sol anhangen, Die keine pein mehr in sich heat, Da sich das herg zum bergen trågt, Und dich auch kan mit lust umfangen. 829. Dom Kampf und Siege der Gläubigen. M. Ringe recht, wenn Gott. Jie, eile meine feele, Da Dich ist dein Heiland sucht! Eile aus der fünden höle; Was nicht himmlisch, sey verflucht. 2. Dringe doch mit ernst zum leben, Das dir JEsus schencken wil: Er wil sich dir eigen geben, Halt nur seinem Geifte still. 3. Fühlest du dich hart gebun den, JEfus macht dich wieder los; JEfus heilet deine wunden, Und nimmt dich in seinen schook 4. Wil sich eigenliebe zeigen, Macht dein stolker finn dir pein; JEsus fan dich gründlich beus gen, JEsus führt in demuth eins 5. Wil der jorn sich in dir res gen, Wirf dich deinem Heiland hin, Er wird diesen feind erlegen, Er wird ändern herg und sinn. 6. JEsus kan dich auch erweis chen, Wenn du noch so steinern bist, Er kan bald sein ziel ers reichen, Wenn man nur gehors sam ift. 7. Qualen dich der lufte triebe, Leg dich ihm nur redlich dar, Nur ein tröpflein feiner liebe Bringt dich schon aus der ges fabr. 8. Bist du noch so sehr zerfireu et, Fall dem helfer nur zu faß, Er ists, der dich ganz erneuct, Daß dein flattern weichen muß. 9. Bil die trägheit Dich bes swingen, Schrepe ibm um bilfe an, Er lehrt seiber eraftlich rin gen, Erifts, der ermuntern tan. IO. Wilst du recht erhörlich bes ten, Seufze nur: erbarm dich mein, Er weiß dich so zu vertre ten Anhang ten, Daß du ihm wirst danckbar seyn. 11. Wil sein wort dir nicht recht schmecken, Schrey: HErr, dne mir mein herk, Laß mich nicht im finstern stecken, Ziehe mich doch himmelwärts! 12. Schendet er dir was im worte, So gibt er auch treu dazu. Er führt durch die enge pforte, Drum, o feele zu ihm zu. 13. Solte dir noch etwas feh. len, Krag und fag es ihm nur frev, Er hebt was dir nur fan qualen, Ceine gut ist täglich neu. 14. Wag es nur auf sein erbar men, Laß ihn nich, er segne dich, Er wird dich gar bald umarmen Und erfreuen ewiglich. 15. HErr, ich fange an zu fle ben: Decke mir mein elend auf, Doch laß mich dein herg auch fe hen, Eo fola ich im schnellen lauf. 16. Amen! HErr, du haft ver heissen Selbst das A und O zu feon, Du wirst dich auch so er weisen; Drum geh ich diß bünd, niß ein. 17. Dir zu leben, dir zu sterben, Rostet es gleich viele pein, Durch dich dein reich zu ererben; Du bist mein, ich bleibe dein. 830. Fiets Mel. Mein Salomo zc. Ort, fort, mein herk, du musst stets aufwärts steigen Zu dem, der dich so inniglich geliebt; Und ob du ihn gleich noch so sehr betrübt, So kan dennoch sein 839 $ liebes sinn nicht schweigen, Ex lockt, er zieht, er hålt, was er verspricht, Er hebt, er trågt, er heilet mas gebricht. 2. Fort, fort, mein geist, nun darfst du nicht verweilen, Da JEfus dir die fråfte selbst dare reicht. Ein schlechter held, der nur in etwas weicht; Nein, nein du hältst dein wort, du must nun eis len; Die crone wil mit ernst ers ftritten seyn, Dann geht die braut mit pracht zum bråutgam ein. 3. Fort, fort, mein herk, dein Jésus, der dich liebet, Und längst für dich am creuß gestorben ist, it helfer seyn, und wenn der feinde lift Dich hier und dadurch manche schlingen übet; So komt dein hirt, zerschläget, jagt und fåll't Das, was sein schaf in seinem lauf aufhält. 4. Fort, fort, mein herk, du musst anhaltend fleben, Stets seufzen, und im kampf nicht flille stehn, Ja, grades wegs zu deinem Heiland gehn, Da wirst du bald sein liebes wallen sehn, Daß ihn für dich zum fluche gar gemacht, Und dir also das leben wieders bracht. 5. Fort, fort, der berg ist nun bald überfliegen: Wer leben wit der Fennt fein fille stehn, Nur unverrückt auf Esum selbst ge sehn, Der bleibet treu, bey dem ist fraft zum siegen; Drum fort, nur fort, jum fillen lämmlein zu, In dessen blut allein ist wahre rub. 8350 840 6# 66% Q Anhang. 831. 6 6666 Q Li 6686 67 Etted 6.65 0 11 45 6 23 2. Jch laß dich nicht, Du aller, böchfie liebe, Benn zweifel sich Gegt wider mich. Ich weiß wie dich die feusche flamme triebe, 6 45 237 ITE 최희 6 6 6* tir 6 H 666 Chlaß dich nicht, Du musst Du tragest schuld und pein, Solt Imein ich verurtheilt seyn An jenem welt gericht? Du allerhöchste liebe, Ich laß dich nicht. mein JEfus bleiben! Wil rauhe noth, Sünd, höll und tod, Im legten kampf mich in die enge treiben; Nur her, ich hatte mich, Mein farcker fels, an dich, Sör, was die seele spricht: Du musst mein JEfus bleiben; Ich laß dich nicht. 3. Ich laß dich nicht, Du süsse feelen stårcke, Die mich erlabt, mit kraft begabt, wenn ich in mir des geißtes ohnmacht mers de, Macht mich der franckheit ach Durch schmergens nachte schwach, Die frische feele spricht: Du süsse feelen stårcke, Ich laß dich nicht. 4. Jch 4. Ich laß dich nicht, du hilf in allen nöthen, Leg joch auf joch, Ich hoffe doch, Auch wenn es scheint, als woltest du mich tod, ten, Machs wie du wilt mit mir, Ich weiche nicht von dir Verstelle dein gesicht, Du hilf in allen nd. then, Ich laß dich nicht. Anhang. 5.Ich laß dich nicht, solt ich den fegen lassen, Nein JEfu, nein, Du bleibest mein, Dich halt ich noch, wenn ich nichts mehr fan fassen, Nach kurzer nächte lauf, Geht mir der segen auf Von dir, dem segens licht, Eolt ich den fegen lassen? Ich laß dich nicht. 6. Jch laß dich nicht, führ mich nach deinem willen, Ich folge nach Durch wohl und ach, Dein weifer schluß fan allen fummer fillen, Der liebe hanq ich an, Und achte keine bahn, Wo mich die dorne sticht, Führ mich nach deinem willen: Ich laß dich nicht. 7. Ich laß dich nicht auch in 6 6 66 841 dem schoos der freude, Denn wenn ich mich Seb ohne dich, Go ist die luft mir eine wermuth weide, Mir graut für ihrer kost, Wenn nicht von deinem troft Mein herk durchfüffet spricht, Auch in dem schoos der freude: Ich laß dich nicht. 8. Ich laß dich nicht, was wil die höue haben; HERR, ich bin dein, Wie kan ich seyn Als deine taub, Auch bey verdammten ras ben, Mich reiniaet dein blut, Was drobet dann mit gluth Thr rauchendes gesicht, Was wil die hölle baben, Ich laß dich nicht. 9. Ich laß dich nicht, mein GOtt, mein HErr, mein leben, Mich reift das grab, Von dir nicht ab, Der du dich haft für mich in tod gegeben, Du farbst aus liebe mir, Jch fag in liebe dir, Auch wenn das herk zer. bricht, Mein GOtt, mein HErr, mein leben, Ich laß dich nicht. Oucht 832. 6 6 6666 6 pemanmus 166 6 6666 .6% 53 Lebs 842 65 664% Anhang. En Ebt iemand so wie ich, So lebt er iämmerlich, Worüber ich muß weinen, Wil mir doch nicht erscheinen, Was ich such mit begier, Verbirget sich vor mir. SHOULD 2. Im himmel ist das gut, Darinn mein herte ruht, Hinauf steht mein verlangen, Dich, JE, tu, zu empfangen, Ich such und finde nicht, Was mir so hoch ges bricht. SAU 3. Was mir sonst werden kan, Steht meiner lieb nicht an, Die welt mit ihren schäßen Kan mich doch nicht ergeßen, Die wohlluft dieser erd Ist keiner liebe werth. 4. Ich lieb was ewig bleibt, Was feine zeit wegtreibt, Was meine seele nebret, Was teine fluth verzehret, Und Feine gluth verbrennt, Kein unglück von mir trennt. 5. Ich lieb und werd gequält, Denn was ich hab erwehlt, Gibt sich nicht zu geniessen, Wie folte nicht verdriessen, Stets lieben ohs ne frucht, Nicht finden, was man fucht. 6. Wie lang hab ich geweint, Weil mir kein troft erscheint, Wie lang hab ich geklaget, Daß mich die liebe plaget, Stund nicht mein herk und sinn Nach JEsu immer hin? 7. Ach himmel, thu dich auf Ich komm in vollem lauf, Laß mich nur einst erblicken Den, der mich fan erquicken. Uch JEsu, laß mich ein, War oft mein feuf gerlein. 8. Umsonst ist alles doch, Ich muß an schweren joch Des le bens långer ziehen, Umsonst isl mein bemühen. Was mir foll füsse seyn, Das bringet bittre pein. 9. Ich wil doch nicht aufhörn 3u lieben und zu ehrn, Den meis ne seele liebet, Ob gleich die lieb betrübet: Ob ich nicht sein ges nieß, It doch das leben süß. 10. Der wille bringt die cron, Jt sonst kein ander lohn, Das ungestillte sehnen, Vermischet mit den thránen, Muß mitten in der pein Ein- fiffes labfalfeyn. 833. 7 * * 7 4% 26 6 7 6 6 680 Unhang. 833. 65 43 10 6 4466 Ebt jemand so wie ich, So lebt er seliglich, Was ich such alle stunden, Hab ich nun eins gefunden, Ich bin der forgen los, Und sig in JEſu ſchoos. 2. Ich aß das thránen brot, Und gråmte mich schier todt, Jch ließ das welt getümmel, Und hatt hinauf gen himmel Mein her und sinn gericht; Allein ich fand ihn nicht. 3..Die welt drang auf mich zu, Bersprach mir füffe rub, Die wohllast güldne zeiten, Die hof fart herrlichkeiten, Die augen luft viel gut, 3u lendken meinen muth. 4. Fahrwelt, fahr immer bin, 6666666 Q Shh 2 a 843 4 4* 6 26 66% 3 Sprach ich in meinem ſinn, Denn deine lieblichkeiten Verblühen mit den zeiten: Bey dir ist kein gewinn, Fahr welt, fahr immer hin. 5. Kaum war bis wort gebacht, Da mirs schon frende bracht, Er gab sich zu geniessen Mit tausend liebes küssen, Der meine feele liebt, Der mich vorhin betrübt. $ $ 6. Balt ein du thrånen, bach, Du herk erzwungnes ach, Skt tömmt nach bittern leiden, Mit vielen füffen freuden JEsus, der liebfie freund, Den meine feele meint. 7. Mein seufzen ist erhört, Mein 844 Mein weinen ist verkehrt In las chen, mein betrüben Ist süß er wünschtes lieben: Der Himmel tropfelt ab Die werthe seelen gab. 8. Was mir bracht bittre pein, Muß iko füffe seyn, Je bittrer im betrüben, Je süsser in dem lieben. Ber wandelt mir die zeit In voll'ge ewigkeit? 9. Diß quålet mich annoch, Anhang. 6 834. 65 43 Daß ich vom lebens joch Nicht kan erldfet werden: Ach reiß mich von der erden, Daß ich in ewige Feit geniesse dieser freud. 10. Jch bin des Lebens fatt, von vielem creuße matt, Die ers de macht mir bange. Mein JE fu, wie so lange, Ach nimm mich aus der welt Jns güldne hims meis, zelt. W Ohlan, mein sieges fürft, Ich halte es mit dir, Der du nicht fallen wirst; Trit Go, liath berfür, Deinem finde hohn ju sprechen, Sol ein schleuder stein ihn schwächen. 2. Ein wörtlein deiner Fraft Nimmt ihm den stolzen muth, Berbricht ihm spieß und schafft, Du haft ihn durch dein blut, Starcker David,( theures lam, schon) überwunden, Er liegt dir zu fuß, gebunden. 3. Die welt mit ihrer rott, 65 चित्ती 6% 65 to 6.6% 6 6 4 30 30 6% Und was im fleisch noch steckt, Wird wahrlich auch zu spott, Wer sich im geift erweckt Stets in Chrifti Fraft zu ringen, Wird durch alle bande dringen. 4. Wer glaubt, besiegt die weit, Geht nur sein Jonathan, Der topfre sieges held, Im freite stets voran; Kan der waffen trå ger kriegen, und der feinde heer besiegen. 1000 5. Il mit des HErren schwert Der Gideon verfehn, Wird al les umgekehrt, Kein feind kan hier Anhang. hier bestehn: Wahrlich er muß Unten liegen, GOttes waffen müssen siegen. 6. Drum auf, verzagter fiun, Zeuch GOttes harnisch an, Qirf furcht und sagen hin; Schau her, da steht der mann, welcher dich mit wahrheit kleidet, Und bestån. dig für dich streitet. 7. Gerechtigkeit ist dir Zum panger angelegt, Dein haupt zum schirm und zier Den helm der hoffnung trågt. Und des glaubens fchild verwehret, Daß fein feuer pfeil versehret. 8. Gebet und wachsamkeit ft hier für allen gut; Das macht beherst im fireit, Zerbricht der feinde wuth. Wer sich hierin treu bewiesen, hat das feld de. halten müssen. 8. Bat nicht ein streitend glied Ein triumphiread haupt; Drum fingts vom fiege mit, Ob Sau. lus gleich noch schnaubt. GOt tes stachel wird ihn schrecken, Wider welchen er wil lecken. 10. Ein held, der freuet sich 3u laufen seinen weg, Geht uns ter dornen stich) Getroft den schmalen steg, Der ia nur zum leben führet, Wo fein dorn ihn mehr berühret. 845 12. Der tisch ist schon bereit, Der dir dein manna reicht, Nach wohl vollbrachtem fireit, Das heer der fieger zeucht, Seinen glück wunsch abzulegen, Dir mit jubel Flang entgegen. 11. Heb doch, o liebe feel, Dein hoffnungs aug empor. Was hält fleinod vor? Denck, du folt auf seinem throne Sigen in der schönsten crone. 13. Wie blißt das weisfe Fleid Dort oben in der höh: Ein glank der herrlichkeit Ifs, was ich bligen feh, Welcher wird die kämpfer decken, Die sich durstig darnach Strecken. uw ond 14.Der baum des lebens neigt Sich dort im Paradies Dem, der sich siegend zeigt, Zum felig: flen genieß. Wer von dessen früchten iffet, Ewig leben der ges nieffet. 15. Wie fundelt dort von fern, In seiner schönen pracht, Der helle morgenstern. Wers glaus big hat gewagt, Frisch die tiefe durch gewadet, Wird damit vom HErrn begnadet. 31 16.0 grosse herrlichkeit Dem, welcher überwindt, Ift alles zus bereit: Er als des höchsten find, Nimmt zum schild und grossen lohne Selbst den Vater mit den Sohne. 835. EPIC Dom wahren und lebendi gen Glauben. Mel. A GOtt vom Sim. Enn dein herkliebſter ſohn, o auf erden fommen, und hätt, da ich in fünden todt, Mein fleisch nicht argenommen: So müsst ich ar H003 mes 846 mes würmelein, Zur höllen wan. dern in die pein, Um meiner fün De willen. Anhang. 2. Jßt aber hab ich ruh und raft, Darf nimmermehr verzas gen, weil er die schwere findens laft Für mich hat felbft getragen; Er hat mit dir versöhnet mich, Da er am creug ließ tödten sich, auf daß ich felig würde. 3. Drum ift getroft mein her und muth Mit findlichem ver trauen: Auf diß sein rosinfarbes blut Will ich mein hoffnuna bau en, Daß er für mich vergoffen hat, Gewaschen ab die miffethat, Daß ich schneeweiß bin worden. 4. In seinem blut erquick ich mich, und komm zu dir mit freus den. Ich suche gnad demüthig, lich: Von dir fot mich nichts scheiden. Was mir erworben hat dein Sohn Durch seinen tod und marter cron, Kan mir kein teufel rauben. 5. Nichts hilft mir die gerech tigkeit, Die vom gesetz herrüh ret: Wer sich in eignem werd er frent, Wird iammerlich verfüß ret. Des HErren JEfu werck allein, Das machts, daß ich kan felig seyn, Weil ich fest an ihn gläube. 6. GOTT Vater, der du alle fchuld Auf deinen Sohn geleget; HErr JEfu, dessen lieb und huld All meine fünde tråget; heils ger Geist, deßgnad und Fraft 2. lein das gute in mir schafft, Laß mich ans end beharren. 836. O el. Aus tiefer Loth. sol ich hin? wer hilfet mir? Wer führet mich um leben? Zu niemand, HErr, als nur zu dir, Wil ich mich hin begeben: Du bist, der das vers lorne sucht; Da segneft das, so war verflucht. Hilf JEsu, dem elenden. fien mich, Der todes, leib mich 2. HErr, meine fünden ånge plaget. Olebens, GOtt, erbar me dich, Bergib mir, was mich naget: Du weisst es wohl, was mir gebricht, Ich bin entfernt von deinem licht. Hilf, JEsu, dem betrübten. fürchten nicht; Durufft: ich bin 3. Du spricht: ich sol mich das leben. Drum ist mein troft auf dich gericht't, Du kanst mir gnade geben. Im tode kanst du bey mir ftehn; In noth, als hers dem zerknirschten. Bog, vor mir gehn. Hilf, JEsu, 4. Bist du der arßt, der Frans detrågt? Auf dich wil ich mich legen; Bist du der hirt, der schwas chepflegt? Erquicke mich mit fes gen; Ich bin gefährlich Franck und schwach, Heil und verbind, hör an die klag. Hilf, JEsu, dem zerschlagnen. 5. Ich thue nicht, HErr, was ich sol. Wie kan es doch beste hen? Es drücket mich, das weisst du wohl. Wie wird es endlich ges hen? Elender ich, wer wird mich doch Anhang. doch Eridsen von dem todes joch: Ich dance GOTC durch Chris ftum. 837. Don göttlicher Dorforge und Regirung. Mel. Wie wohl ist mir/ o. W in 3 armen is ein noch schwa. ches kindlein ruhn, Und an der liebes bruft erwarmen Ohn alle furcht und ängstlichs thun. O feele, laß dein banges forgen. Der heute lebt, der lebt auch mor. gen; Sein her ist immer gleich gefinnt: Gott ist ein freund, ges freu im lieben; Er hat mit blute fich verschrieben. Wohl, wenn Dein hert ihn also find't. 2. Wie thöricht isls, als blinde heiden, Der schudden sorg erger ben seyn? Du kanst ia solchen Fummer meiden: Dring nur in GOttes herß hinein. Da wird das sorgen sich verlieren, Und bu bie fanfte stille spüren, Wenn Chrifti liebe fich verklärt, Die fchen von ewigkeit geglühet, Und fich um unser heil bemühet, und die auch ewig, ewig währt. 1 3. Was forget man doch für fein leben? Was forget man für speis und tranck? Das ersie hat dir GOTT gegeben; Das andre folget ohne zwang. Der uns mit Chrifti rock bekleidet, und feine feelen blöffe leidet, hat auch an unfern leib gedacht, und seine decke ihm beschieden, Drum blei 847 be ruhig und im frieden, Weil GOttes treue für dich wacht. 4. Ja, lerne dech, du kind der liebe, Von unvernünftger crea tur: Sich auf des schöpfers all, machts triebe, Merck auf die gnaden volle spur: Ein vöglein/ Das nichts von fsorg und müh erfäh ret, Beschämt dich, weil es GOtt vertraut. Ifts möglich, daß dein glaube wancket, Und GOtt nicht unaufhörlich dancket Für das, was er von ferne fchant? 5. Wirf dein gesicht auf grüne auen, Da kanst du, GOtt ergebe nes herg, Ein bild der lieb und allmacht schauen. Drum wächfi auch alles himmel, warts: Hie blühen rosen unter dornen, Um dich zum glauben anzuspornen; Dort ein beliebtes tausend schön, Nebst andern blumen vieler ars ten, Die auf des himmels eins fluß warten, Und bloß durch Gott so schöne fiehn. 6. Ihr schöpfer hat sie so gezies ret, Daß ihre anmuth uns an lacht, Und Salomo den preis verlieret In seiner ungemeinen pracht. Thut diß nun GOtt an einer blume; Co stehet fest zu seis nem ruhme: Er ists, der dein bes gehren stillt; Du hast den schön. ' ßen schmuck ererbet, Da GOtt Dich felbft mit blute fårbet, Und dich in Christi purpur hüllt. 7. Die dinge dieses furgen les bens Sind doch nicht vieler forge 555.4 werth. 848 werth. Dein lauf und rennen ist vergebens, Nur eins ffi noth, wie Christus lehrt. Wie mancher quålet fein gemüthe; Da doch des treuen Vaters gute Echon felber auf sein wohlseyn denckt, Und das, so ihm unmöglich fcheinet, Eb mans gehoffet und gemeinet, Bum höchst erwünsch ten ende lenckt. 8. So rube ohne sorg und grå मतमोज H 7 6 6.6* EX 65 649 * 2 * 6 178 6% Anhang. 838. 14 TETONUI T 6 97 7 50% 5*# € 1 men, Noch ferner in der liebe schoos. Ofeele, laß es dir nicht nehmen, Vielmehr sey diß dein beftes loos: GOtt hat in Chrifto mich erwehlet, Und meine feufs zer lånaft gezehlet; Er ists, der meine schritte misst, Der selbst mein leiden abgewogen, Und des fen führung nie betrogen, Der meiner ewig nicht vergisst. 687 MINDE 58 43%* 77 9843? METE 5 4.3 6 65 43* * 6* 6 65 65 48 Don Anhang. 849 Don der Liebe zu GOtt und JEsu, zu dir kommen, Und uns Christo. abscheidlich bey dir seyn? Wenn alle geister speiset, Und allen creaturen gnad und huld erweis fet, Wenn wirst du dich in mich begeben, und überflüßig mich er fül'n? Wenn wirst du selber seyn mein leben, und alle mein begeh, ren 2. Du wahres paradeis, Du ewger frühlings- garten, Du brei les blumen feld von unerhörten arten, Wenn werd ich von der wüsten erden In deine luftbarkeit versegt? Wenn werd ich deiner würdig werden, und ewig seyn von dir ergeht? 3. Du freuden reicher firahl, Wenn wirst du mich verzucken, Und gang und gar in dich und deinen blik eindrucken? Wenn fällt das fündklein, meine feele, Ins feuer deiner Gottheit ein? Benn fols samt ihrer leibes hôle Mit bir ein' ein ge flamme seyn? 4. Du ew'ges wolluft, meer, Senn wirst du mich ertråncken? Wenn wirst du mich in dich mit leib und feel verfencken? Wenn wird mein geift in dich zers fliessen, Und seiner liebe lauf voll führn? Wenn werd ich auch mich selbst nicht wissen, und ewiglich in dir verliern? 2 in Wenn, JEsu, wenn? mein eis nigs ein. 5. Du hoch gewünschte ruh, Du ziel stand der verliebten, Du end und mittel punct der wallens den betrübten, Wenn werd ich, 839. mel. Durch Adams fall ift. Bater- hers, o liebes brunft, O brunnquell aller gnaden, Dhimmel breite GOttes gunft, Komm, heile meinen schaden; Komm, fomm, nimm herg and finnen ein, Durchschwemme.meis ne seele: Wasch ab, mach heilig, licht und rein Die dunckte her. gens böle. 2. Erlang mir wieder GOttes buld, Still seines grimes wellen; Lesch aus den brand, der ewig wolt Mich brennen in der Höllen: Treib aus das böse, das in mir Den geift macht falt und trübe; Dein ew'ges licht sey meine zier, Ohöchste GOttes Liebe. und muth, Zu folgen deinen leb 3.3wing berk, gewiffen, finn ren, und laß mich stets in stiller but Dein's worts vermahnung hören: Dämpf aus in mir das fremde feur, Das aus der böllen flammet; Die ewge gluth komm mir zu fleur, Die blos aus lieb entflammet. 4. Damit entzünde mich, o GOTT, In liebe laß mich bren nen: Von deiner lieb laß bis in tod Wed'r höh' noch tief mich trennen. Ach, steh mir, dich zu lieben, bey, Mit deines Geistes 500 5 Alårde: Anhang. 850 stårcke: Gib mir, daß ich ohn Heucheley Auf deine lieb nur merche. 5. Laß, dich zu lieben, mich auf stehn, Nach deinem liebes wil len, In liebe laß mich schlafen gehn, Ach, thu mein feufzen stil len. Hilf mir dich lieben, was ich fan, Mit innigsten begierden, Und wandeln blos die liebess Bahn Zum ewgen liebes zier, den. ". Nach deiner lieb laß all mein ach Der bergens pfeile schiessen; Nach ihr müff meiner thränen bach Mit strdmen sich er giessen: Dein liebe bleib mein fiegs panier, zu welchem ich ge. schworen: Sie sey mein burg, mein schild, mein sier: Ohn fie bin ich verloren. 7. Nun, GOTT der lieb, dir blos allein Wil ich mich gang ergeben; Dir fol mein berg zu eigen seyn Jn sterben und im les ben. Nichts fol aus meinem mund hinfür Als deine liebe fchallen: Es fol fein wort, das nicht zu dir Gericht't sey, mir entfallen. 8. Der GOttes lieb richt ich u ehrn Mein reden und mein schweigen: Nur diese flamm in mir zu mehrn, Wolst du mir gnad erzeigen, Daß ich zunehm in dieser brunst, Dich mehr und mehr ju lieben. Ach, lehr mich völlig diese kunst Und meisterlich zu üben. 9. Entzünd in mir die keusche gluth, Der JEfus liebes flame men, Daß nicht der höllen stren ge fluth Schlag über mir zusam, men; Laß deine füffe liebes pein Ohn aufhörn in mir walten, und meines hergens flåmmelein 30 feiner zeit erkalten. 2 840. Don der Freude im 6. Geift. Mel. Die lieblichen Blicke. Je fanfte die lieb Duche traft, Die bey mir fich reget, und die mich beweget, Hat JEfus, mein holder, mein treuer geschafft: Der hat mich berührt, Den hab ich verspürt, Sein freundlicher scherg Erquis det mein herß.:.: 2. Er macht mir das herge gang linde und still, Vertreibet das fråncken, Begehren und dencken: Da wil ich was Jesus, mein bräutigam, wil. Die jare te regung, und die bewegung, Die in mir ausfleust, Beruhigt den geift.:: 3. So riechet dein balsam, fo trieffet dein gang, O schönster der schönen: Drum wil ich auch tönen Von deinen Fußstapfen mit diesem gefang. Der vorblick ist gut, Er ftárcket den muth. Ift das schon so sein, Wie wirst du nicht ſeyn?:,: 4. Doch was ich empfinde, das ist nicht mein siel; Ich laß es dahinden, Es sol mich nicht bin den; Mein herge befriedigt fein finnlis Anhang. finnliches spiel: Ich suche das licht, Das alles ausspricht: Drum lieb ich das creuß Aus heis ligem geiß:,: 5. Auf feele, und fchwinge dich über den finn, Und suche den wil. len In Jesu zu filten, Mir ist die entblösung des geiftes gewin. Was traumest du doch? Was fäumest du noch? Im geiste er. fcheint Dein lieblicher freund:,: 6. Ach, jeuch mich durch ar muth des geistes hinauf: Beföre dre durch leiden, Im schweigen und meiden, Nach deinem ges fallen den feurigen tauf. Ich gebe den blick Jn demuth zurüd; Ich fuche allein Dir ähnlich zu seyn:: 7. Doch hat mich dein anblick gar brünftig gemacht: Mein her Be läuft über Und hat dich noch lieber, Da du mich in diese bewe gung gebracht. On haft mich so lieb: Ich fühle den frieb, In welchem du brennst, Durch den du mich kennst.:,: 8. Ihr töchter Jerusalems, liebet mit mir, Ach, liebet den König, Bemüht euch nicht we nig, und brechet mit iauchzen und freuden herfür. Befinget die pracht, Bedendet die macht; Sein seliges reich Gehöret für euch.:,: 851 erkan: Was acht ich den schmer, Ich kenne sein herk.:,: 841. 9. Jch bringe zu feinem gezelte hinein, Ich wil mich befleisfen, Durch alles zu reißfen, Was mir im durchbrechen wil hinderlich feyn. Er stelle sich an, Wie harte M. O ihr Auserwehlten K. Eine luft und bergens freu gam; Deines geisies füsse weide Ist das treue GOttes Lamm, Zwe ker süsse Sind die küffe, Damit JEfus die erquicket, Die er an sein herge drücket. 2. Kommet her, ihr matten seelen, Kommet her zum para dies: Was wolt ihr euch länger quälen? Her zum feligften genieß. Seht, hie quillet, Was da stillet Eurer seelen heisses dürften. Na het doch zum lebens fürften. 3. Lasset ihn mit kraft und les ben bermeiffern euer berk; Nehmt den schat, der euch geges ben; Schwingt euch mit ihm himmelmårts; Seine fåfte Ger ben fråfte Allen ausgeborrten feelen. Wahrlich, kein gut sot euch fehlen. 4.3ieht nicht der magnet der liebe Eure herten nur an sich? Merckt ihr nicht die starcken tries be, Damit er so träftiglich Euch bezwinget, Und durchdringet, Daß ihr euch ia als leib, eigen müsst zu seinem herken neigen. 5. Ja, HErr JESU, deine treue Bat mein herge auch be fiegt. Omein geist, dich dessen freue, Bleibe in ihm hoch ver. gnügt. Süffe quelle, Klar und helle Lebens ströme låst du flies fen. Anhang. 852 fen. Ewig fol ich dich geniessen. 6. Arme welt, dein tobtes we fen Gibet solche nahrung nicht: Bas du dir zum theil erlefen, Läsſt dich fincken im gericht. Flei fches, freude, Augen weide, Hofs farth, famt dem eitlen lieben, Seßt dich ewig in betrüben. 7. JEsu, du bist meine wonne, Meines hergens troft und licht, Meiner feelen schild und sonne, Auch mein bräutgam im gericht: Gnad und fegen Wirft du legen Um den scheidel derer deinen, Wen du, König, wirft erscheinen. 8. Konten auch wol grössre ehren, Kan vergnügter wol was seyn, 21s aus kon'ges munde bören: Geht zu meiner freude ein. O, drum finget, Hüpft und fpringet Ihr, die thr den brauts gam fennet, und in seier liebe brennet. 9. Hergens Bråutgam, nimm gefangen An uns was mensch ist und heisst, Laß uns mit dir ihm anhangen, Werden ein herk, feel und geist. Dir in allen 34 ge fallen, Sey der zweck, wornach wir streben Hier und dort in ie. nem leben. 10 Denn wird unser mund voll lachen, Unfre zung voll rüh mens seyn, Wenn wird unser geift erwachen, wenn wir her, Bens Lämmelein, Dich nun sehen Vor uns stehen: Schmerz und feuffen müssen scheiden; Wonne muß uns ewig fleiden. and van 842. 842.10 plan Dom Chriftlichen Leben und Wandel. V Mel. HErr hrift der einge. HErr JEfu Chrift, mein leben Und enige Dir hab ich mich ergeben, Berlaß, verlaß mich nicht: Ach, laß mich deinen willen Beständiglich erfüllen, Du meiner feelen zier. 2. Ach schenck mir deine liebe, Mein Hort und Bräutigam; Sib, daß ich nicht betrübe Dich; werthes GOttes Lamm, Ach, laß mich an dir hagen, Im hers ken dich umfangen: Denn du bist liebens werth. 3. In liebe laß mich brennen, und an dir halten fest. Von dir fol mich nichts trennen: Du bist der allerbest. Ach, laß mich mit dir sterben, Und nachmals auch ererben Das reich der herzlichkeit. 4. Ach, laß mich allzeit bleis ben Ein grüner reb an dir, Dir wil ich mich verschreiben, Ach, weiche nicht von mir. Ich bleib dir gank ergeben, Jm tod und auch im leben. Ach, huf mir ar men bald. 5. Nun, JEsu, sey mein leben, Mein alles ganz allein; Nach dir laß mich) stets streben; So werd ich felig seyn: Ach, laß mich dich siete suchen, und alles das verfluchen, Was mich von dir hålt ab. 6. Gib, daß ich mein vertrau en Nur seg auf dich allein: HErr, laß 853 mir, mein jeelen bort, Und öffne mein verständniß Durch dein hei liges wort, Damit ich an dich glaube, und in der wahrheit bleis 7. Mein Heiland, du wolft be, Zutruß der höllen pfort. tommen: Ja fomm, ach fommes Trånd mich an deinen brus doch, Erldfe deine frommen Von allem band und joch: Ach, JEsu, fomm und dampfe Das fleisch; gib, daß ich kämpfe Quein durch deine Fraft. sten, Und creußge mein begier Samt allen bösen liflen, Auf daß ich für und für Der fündene welt absterbe, und nach dem fleisch verderbe, Hingegen leb in dir. Anbang. laß mich auf dich schauen, und warten allzeit dein; Ja, laß mich dich stets loben Hier und hernach dort oben In alle ewigkeit. 8. Nun Bater, hör mein lal len; Mein JEsu, meine bitt Laß dir doch nicht mißfallen, und sel ber mich vertritt; GOtt heilger Geift erfülle mein herk, daß ich fey stille, Und allzeit lobe dich. 843. Mel. Err Christ der einge. Err JESU, gnaden sonne, leben, licht und wonne Mein bls, des angesicht Nach deiner gnad erfreuen: Und meinen geist er. neuen: Mein GOtt, versag mire nicht. 2. Vergib mir meine sünden, Und wirf sie hinter dich; Laß al len zorn verschwinden, und hilf genddialich: Laß deine friedenss gaben Mein armes herge laben. Ach, HErr, erhöre mich. 3. Vertreib aus meiner seelen Des alten Adams finn, Und laß mich dich erwehlen, Auf daß ich mich forthin zu deinem dienst er. gebe, Und dir zu ehren lebe, Weil ich erlöfet bin. 4. Befordre dein erkentniß Jn 6. Ach zünde deine liebe In meiner feelen an, Daß ich aus innerm triebe, Dich ewig lieben kan, Und dir zum wohlgefallen Beständig mdge wallen Auf rech ter lebens babn. tarde, Verleih mir kraft und 7. Nun, HERR, verleib mir werde, Die dein Geist schafft und thut; Hingegen meine finnen, Mein lassen und beginnen 3ft bds se und nicht gut. $ 8. Darum, du GOtt der gnas den, Du Vater, aller treu, Wend allen seelen schaden, und mach mich täglich neu: Gib, daß ich deinen willen Gedende zu erfüls len, und steh mir kräftig bey. 844. Dom Creug und Anfech tung. Mel Freu dich sehr, o meine. Eine sorgen, angst und plas -gen, Lauffen mit der zeit zu end: Alles seufzen, alles flagen, Das der HERR alleine lennt, Wird Anhang: 854 Wird GOtt lob nicht ewig seyn: Nach dem regen wird ein schein Vieler tausend sonnen blicken Meinen matten geift erquicken. 2. Meine faat, die ich gefäet, Wird zur freude wachsen aus: Wenn die dornen abgemehet; So trägt man die frucht zu haus: Wenn ein wetter ist vorben, Wird der himmel wieder frey: Nach dem kämpfen, nach dem freiten, Rommen die erqui cungszeiten. 3. Wenn man rosen wil ab, brechen, Muß man leiden in der fill, Daß uns auch die bornen stechen; Es geht alles, wie GOtt wil: Er hat uns ein ziel gezeigt, Das man nur im fampf erreicht: il man hie das kleinod fin den; So muß man erst über: winden. ret, Weil sie glücklich trium phiret. 6. GOttes ordnung stehel feste, und bleibt ewig unvere rückt: Ceine freund und hoch zett gåste Berden nach dem streit beglückt: Ifrael erhält den fieg Nach geführtem kampf und frieg: Canaan wird nicht gefun den, Wo man nichts hat übera wunden. 5. Es sind wahrlich alle from men, Die des himmels klarheit sehn; Aus viel trübsal hergekoms men: Darum fiehet man sie stehn Vor des Lammes stuhl und thron, Prangend in der ehren Gron, Und mit palmen ausgezies 7. Darum trage deine ketten, Meine feel, und dulde dich, GOtt wird dich gewiß erretten, Das gewitter leget fich: Nach ein angenehmer tag; Auf den dem blik und donnerschlag Folgt freude nach den sorgen. abend folgt der morgen, Und die 845. Dom Seil. Abendmabl. Mel. un lafft uns GOtt; Du 4. nach den 1 sternen, Der mit creußen ist bessiner feelen sonne, Ou fest; Hie muß man sich nicht freundlichster auf erden, Laß mich entfernen, Ob er gleich mit blut dir danckbar werden. beneßt. Zu dem schlos der ewig. Feit Kommt Fein mensch hin fonder streit: Die in Salems mauren wohnen, Zeigen ihre Dornen cronen. 2. Wie Fan ich gnugsam schå ßen, Diß himmel süß ergeßen, Und diese theure gaben, Welch uns geftarcket haben? 3. Wie sol ich dirs verdancken, HERR, daß du mich frane den Gespeiset und getråncket, Ja selbst dich mir geschencket? 4. Ich lebe dich von herken Für alle deine schmerzen, Für deine schlåg und wunden, Der du so viel empfunden. 5. Dir Anhang. 5. Dir danck ich für dein leis den, Den ursprung meiner freus den; Dir danck ich für dein sehnen Und heiß vergone thrå nen; 6. Dir danck ich für dein lie ben, Das standhaftist geblieben; Dir dand ich für dein sterben, Das mich dein reich lässt er. ben. 7. Jkt schmecket mein gemus the Dein' übergroffe güte: Diß theure pfand der gnaden Tilgt allen meinen schaden. 8. HERR, laß michs nicht vergessen, Daß du mir zugemes fen Die Fräftge himmels speise, Wofür mein hertz dich preise. 9. Du wolleft ia die fünde, Welch ich annoch empfinde, Aus meinem fleische treiben, und Fräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich los gezehlet Von funden und vermählet Mit bir, mein liebstes leben: Was Fanfi du werthers geben? 11.Lab, Schönster, meine feele Doch stets in dieser hdle Des leibes mit verlangen An deiner liebe hangen. 12. Laß mich die fünde meiden; Laß mich geduldig leiden; Laß mich mit andacht beten, Und von Der welt abtreten. 13. Jm handeln, wandeln, ef fen, Laß nimmer mich vergessen, ie treflich ich beglücket, Und himmlisch bin erquicket. 14. Run fan ich nicht verder. 855 ben, Drauf wil ich selig sterben, Und freudig auferstehen, O JG ju, dich zu sehen. 846. Noch 2. Advents- Lieder. Mel.3Esus ist das schönfte. Jebes her, bedencke doch Deines JESU groffe güte; Richte dich igt freudig auf, und erwecke dein gemüthe, JESUS FSmmt dir, als ein König, Der fich deinen helfer nennt, und sich durch die wort dir also Selbst zu deinem heil verpfåndt. 2. Als ein helfer, dir ju gut, ft er in die welt gekommen: Als dein helfer ist er auch in den himmel aufgenommen: Als ein helfer herrscht er igo Unter uns im gnaden reich: Als ein helfer wird er kommen, Und uns ihm felbft machen gleich. Und zwar nicht im blossen nas 3. Da er sich nun helfer nennt, men, Sondern zeigets in der that: Was er faget, das ist Amen. Was bekümmerst du dich ofte, Suchest hilfe hier und da? Der fich deinen belfer nennet Ift die allenthalben nah. 4. Er wil helfen allezeit: Was dich drückt, darfst du ihm klagen; Stößt dir noth und mangel zu, Du darfsis ihn nur findlich fa gen: Du haft einen solchen hel fer, Der von ewigkeit dich liebt; Der die noth auch selbst erfahren, Und im leiden sich geübt. 5. Ja, er wil es nicht allein, Con Anhang. 856 Sondern nimmt es so zu hertzen, Daß er dich nicht lassen fan, Wenn du schreyst in deinen schmergen. Er spricht: es bricht mir das herge, Daß ich mich er barmen muß, Und dann gibt er zur verfichrung Einen füffen gna, Den fuß. 6. Nun, mein JEsu, weil du dich Selbsten unfern helfer nen neft, Und zu deinem herzen uns Freyen jutrit herzlich gönneft; So komm ich, und falle nieder Hie vor deinem gnaden thron, Du fanft dich nun selbst nicht leugnen, Hilf mir, grosser GOt tes Sohn. 7. Hilf mir allzeit ritterlich Ringen in den glaubens, fåm pfen; Hilf mir auch mein fleisch und blut, Durch dein creuß und leiden, dampfen; Hilf, daß ich mög überwinden, Wie du über wunden haft; Hilf mir endlich felig sterben, und ablegen alle last. 8. So wil ich dich, meinen GOTT, Stets als einen helfer preisen; Ich wil auch durch deis ne gnad Hier schon in der that erweisen, Daß ich einen helfer habe, Der da herrscht in aller welt, und auf welchem gant al leine Meine Hoffnung bleibt ges fellt. 9.Hallelujah, dand sey GOtt, Der uns diese gnad erzeiget, Und auf uns, fein armes vold, Seine huld so reichlich neiget, Daß er seinen Sohn uns schencket, Der uns nicht verlassen kan. Amen amen, Hallelujah Singe mit mir iederman. 847. mel. Vom Himmel hoch da. Lob fer dem allerhöchfien sey GOTT, Der met hat, Gesandt sein'n allers liebsten Sohn, Aus ihm geborn im höchsten thron. 2. Auf daß er unser Heiland würd, Uns frente von der fün den burd, und durch seine gnad und wahrheit Führte zur ewigen klarheit. 3. D grosse gnad und gütige keit, tiefe lieb und mildigkeit, Gott thut ein werck, daß ihm fein mann, Auch kein engel, veri dancken fan. 4. Der Schöpfer aller creatur Nimmt an sich unsere natur, Berachtet nicht ein armes weib, zu werden mensch in ihrem leib. 5. Des Vaters wort von ewigs feit Wird fleisch in aller reinig keit. Das A und D, anfang und end, Gibt sich für uns in groß elend. d tohm 201 St. 6. Was ist der mensch, was ift fein thun, Daß Gott für ihn gibt seinen Sohn? Was darf unsrer das höchste gut, Daß es so unferthalben thut? 7. D weh dem vold, das dich veracht't, Der gnad sich nicht theilhaftig macht, Nicht hören wil Anhang. 1848. wil des Sohnes stimm: Denn quf ihm bleibet GOttes grimm. 8. D mensch, wie daß du's nicht verstehst, Und dein'm König entgegen gebfi, Der dir so gang Dom Simmel und himmli fchen Jerufalem. demüthig kömmt, und ſich ſo et du weiden. Seele, Mel.Wo ist meine Sonne. Nter iener freuden treulich dein annimmt? schwinge dich empor; Als ein adler fleuch behende: JESUS hånde Defnen schon das perlens thor. 9. Ey, nimm ihn heut mit frenden an, Bereit ihm deines Bergens bahn, Auf daß er komm in dein gemüth, Und du genies fest feiner gut. 10. Unterwirf ihm deine ver nunft In dieser gnadenreich'n sukunft; Untergib seiner herr. lichkeit Die werd' deiner gerech. tigkeit. 11. Wo du dis thust, so ist er dein, Bewahrt dich für der hdl. len pein; Wo nicht, fo fieb dich eben für: Denn er schleufst dir des himmels thur. $ 12. Sein' erste jukunft in die welt Fft in fanftmüthiger ges falt; Die andre wird erschreck, lich feyn, Den gottlosen ju grof fer pein. 13. Die aber ist in Chrifto fehn, Werden alsdenn zur freu de gehn, Und besigen der engel chir, Daß fie fein übel mehr berühr. 857 14. Dem Vater in dem höch. ften thron, Samt seinem einge, bornen Sohn; Dem heilgen Geist in gleicher weis', Sey ewig, lich danck, ehr und preis. 2. Lafft mich gehen, lasst mich lauffen Zu dem hauffen Derer, die des Lammes thron, Nebft dem chor der Seraphinen Schon bedienen Mit dem reinsten jubel. thon. 3. Lise erfigeborner bruder, Doch die ruder Meines fchifs leins, laß mich ein In den fi hern friedens. hafen, 3n den schafen, Die der furcht entrücket seyn. 4. Nichts fol mir am herken kleben, Süsses leben, Was die erde in sich hält. Solt ich noch in dieser wüsten Länger niften? Nein, ich wil ins himmelss felt. 5. Hergens Heiland schencke glauben Deiner tauben, Glane ben, der durch alles dringt, Nach dir girret meine feele In der böle, Bis sie sich von hinnen schwingt. 6.Dwie bald fanft du es mas chen, Daß mit lachen Unser mund erfüllet fey, Du kanst durch die todes thüren Träumend fühe ren, Anhang: 858 ren, und macht uns auf einmal frey. 7. Du hast sünd und firaf ges tragen: Furcht und zagen Muß nun ferne von mir gehn. Tod, Dein stachel ist zerbrochen; Mei ne knochen Werden frölich auf erstehn. $ 8. Herkens, Lamm, dich wil ich loben Hier und droben, In der zartsten liebs begier. Du haft dich zum ewgen leben mir gegeben; Hole mich, mein Lamm, zu dir. 849. Don der Derläugnung sein selbst, und der Welt. Mel. Wo fol ich fliehen hin. De, du füffe welt, Ich schwing ins bimmels zelt Die flügel meiner finnen, und suche zu ge winnen, Was ewiglich bestehet, Wenn dieses rund vergehet. 2. Fahr hin mit deinem gut, Das eine kleine fluth So balde Fan verheeren, und eine gluth verzehren: Fahr hin mit dei nen schågen, Die nimmer recht ergeßen. 3. Fahr hin mit deiner luft, Sie ist nur foth und wust, Und deine frölichkeiten Vergehen mit den zeiten. Was frag ich nach den freuden, Auf die nur folget leiden. 4. Fahr hin mit deiner pracht: Bon würmen ist gemacht Der fammet und die feiden, Die dei nen leib bekleiden; as mag ges nennet werden, Ist lauter loth und erden. 5. Fahr bin mit deiner ehr: Was ist die hoheit mehr, Als kummer im gewinnen, Und herts leid im zerrinnen? Was frag ich nach den ehren, Die nur das herk beschweren. 6. Fahr hin mit deiner gunfi: Falsch lieben ist die kunst, Das durch der wird betrogen, Dem du dich zeigst gewogen. Was frag ich nach dem lieben, Das endlich muß betrüben. 7. Im himmel ist der freund, Der mich recht herzlich meint, Der mir fein herge gibet, Und mich so brünstig liebet, Daß er mich süß erquicket, Wenn angst und trübfal drücket. 8. Des himmels herrlichkeit Ift mir schon zubereit't; Mein name steht geschrieben Bey des nen, die GOES lieben; Mein Co ruhm kan nicht vergehen, lang GOtt wird beslehen. 9. D 3ions güldne pracht, Wie hoch bist du geacht't? Von perlen sind die pforten, Das gold hat aller orten Die gaffen ausges schmücket. Wenn werd ich hine gerücket? 10. O füffe himmels, luft! Wohl dem, dem du bewufft: Wenn wir ein tröflein haben; So fan es uns recht laben. Wie wird mit groffen freuden Der vol le sirom uns weiden. 11. D Anhang. 11. O theures himmels qut, Du machest rechten muth. Was werden wir für gaben Bey dir, HErr JEfu, haben? Mit was für reichen schägen Wirst du uns dort ergeken? 12. Fahr weit, fahr immer bin. Gen himmel steht mein finn: Das irdisch ich verfluche; Das himmlisch ich nur suche. Ade, du welt getümmel, Ich Wehle mir den himmel. 4 850. Mel. GOtt des Himmels. Teh doch, feele, steh doch tille, Und befinn dich wo du bist: Dende doch, wo dich Dein wille, Der so gar im eiteln ift, Der so gar flebt an der erde, Endlich hin verleiten werde. 2. Weisst du denn, wo du hin renneft, Warum du dir mühe macht? Ist es denn, daß du be tennest, Oder was du recht be, trachtst, Drum dn alles zu ge winnen, Stetig frånckest dein beginnen? 3. Ehrist rauch: wilt du den fangen? Gold ist nichts denn rothe erd: Trägst du darnach ein verlangen? Luft ist gang und gar nichts werth, So die erde und erzeiget, Wenn sie nicht vom himmel fleiget. 4. Laß der welt den dampf der ehre; Gönn ihr doch, daß sie ihr gold Mit unrechtem gut vermeh, re; Laß sie seyn den freuden hold, Die ein augenblick erfreuen, Und hingegen ewig renene. 859 5. Wie ein fischer in den flüs sen, Der mit angeln fische fångt, Wenn er dem den wurm entrifs sen, Ihn für einen andern sendt, Und doch keinen lässt verschlins gen: So gehts auch mit solchen dingen. 6. Dir wirds heute vorgestreue et, Bis du dich gefressen todt; Bald ein andrer daran fauet, Bis er tömmt in gleiche noth: Viele diß ins nege treibet, Und doch endlich keinem bleibet. 7. Ach der tod hat seine pfeile Auf dich längsten ausgewäßt Eis le, dich zu schicken, eile, Eh er grimmig an dich fest. Läfft du dich im eitein finden; Ewig wirft dus nicht verwinden. 8. Was dir ewiglich kan daus ren, Das ist dein, und ſonst nichts mehr. Warum woltst du denn viel trauren Um vergånglich gut und ehr, Das dich heute tan ere freuen, Und sich morgen muß zero streuen. 9. Uchte dich nicht so geringe: Du bist viel in gut darzu, Daß dir solten solche dinge Nehmen des gemithes ruh. Wilft du auf der ecden liegen? Kanst du nicht zum himmel fliegen? 10. Wilt du dich in loth eins fencken? Du bist iazum reich ers forn: Wilt du dich zu GOTT nicht lendken, Der bir hat so oft geschworn: So du dich nur wils bekehren; Sol dein freuen ewig währen? Jil 2 Chri 860 11. Chriftus reicht dir selbst die hånde: Lauf, o feel, im glauben, lauf: Bitt, daß er dir flügel fen de; Schwing dich frölich zu ihm auf, Wirst du den Erldser sehen, So wird dir erst wohl geschehen. 12. Wirf doch hin, was dich beschweret: Chriftus wil dein eis gen seyn, Der sich gnädig zu dir kehret, Und dich zu sich ladet ein. Freundlich wil er den umfangen, Der nach ihm nur trågt verlam gen. 13 Ojo hilf, du höchfefiårde, Und mich also richte zu, Daß ich beine fraft vermerde, Daß ich Anhang. 65 65 6 7 02.6 7 EI EU! 65 6 deinen willen thu; Daß ich dich allein betrachte, Und der erden nichts mehr achte. Noch 2. Lob Lieder. Hre sey JEfu mit freuben gefungen: Singen und bes 14. Ich bin lahm, du musst mich führen; Ich bin blind ers leuchte mich; Ich bin stumm, da wolft anrühren Meine junge, daß ich dich hier anfangen mdg zu los ben, und hernach im himel oben. 851. 15. Hilfft du nicht; so ists ges schehen: Niemand ohn dich hel fen wird. Gib, HERR, daß ich dich mag sehen, Daß ich sprech: o treuer Hirt, Niemand wird von dir verlassen, Der dich wird mit glauben fassen. 78 a ņ Onz 111 98 65 06 FLORIN ten ist fråftig gelungen, Den maiestätischen König der ehren Wollen Anbang. Wollen wir preifen, wer fan es uns wehren.:,: 2. Sagt mir, wem haben wir alles zu dancken, Daß wir ge laufen im heiligen schrancken, . Daß wir das lebens, brot häuf fig noch haben? Sind das nicht GOttes langmüthige gaben?:: 3. Freylich, es isi so. Jehovah der lebe: Nimmer veraeffende bergen uns acbe. Lebe Jehovah! dir wollen wir fingen, Und unser opfer der lippen dir bringen:: 4. Elend ist, wer auf die für flen vertrauet; Selig ist, wer auf den Mächtigen bauet: Der ift be trogen wer menschen anklebet; Der ist gesegnet, wer JEfu nur lebet.:.: 5. Es ist nur eine lebendige quelle, Kraftig zu stårcken die dürftige feele. Löchrichte brun nen sind menschen gedancken, Bolcken ohn regen, die hin und her wanden.:,: 6. Aber der Heilige bleibet der meine; Ich bin und bleibe auch ewig der feine. Ehre sey unferm GOTT boch in der höhe! Amen, fein heiliger wille geschehe.:,: 852. 86t 2. Du haft, was genennt mag werden, Erft aus nichts herfür gebracht, Auch den menschen aus der erden, Anfangs wunders lich gemacht. Diefe deine wuns derthat, muß ich preifen früh und spat. Den wo ist ein GOtt gefan den, Der sich dessen unterwunden? 3. Daß ich mit vernunft ges boren, und gesund bin in der welt, Auch zum Chriften auser, Foren, Wissen kan, was dir ne, fällt, Oder mag zuwider seyn! Das hab ich von dir allein, Drum, o GOtt, sey hoch gepries sen, Daß du mir diß haft erwiesen. 4. Du haft auch die straf und plagen, Die mit fünden ich ver dient, Deinen Sohn selbst lassen tragen, und bist mit mir ausge fähnt, Da er an des creugess flam Meine sünde auf sich nahm. Ach, sey auch dafür gepriesen, Was du deßfals mir erwiesen. $ 5. Darzu werden deine wege mir noch täglich fund gethan, Da zum rechten himmels flege Du mich läsfest führen an, Daß ich schon in meinem finn, Durch die hoffnung felig bin; Dafür muß ich dich hie preisen, Und dort ewig danck erweisen. Mel. Freudid febr, omeine. mein Vater, sey ge. 6. Bin ich schon mit bes Spriefen für die groffe gütigt laden, Sest mir gleich der teufel Feit, Welche du mir haft erwies fen So vielfältig allezeit. Ach, wie sol ich doch dafür Recht zur gnüge dancken dir? Alle mein verstand und sinnen Sollen diß dein lob beginnen. zu; Muß mir solches doch nicht schaden: Du verschaffst mir hilf und ruh: Ja, es muß die creußes. pein Mir mehr nük als schädlich seyn. Solt ich dich dafür nicht Jii z prei 862 Preisen, Und dir ewig lob er, weisen? Anhang. 7. Reichlich haft du auch gege, ben Mir, o Ott, mein täglich brot: Läsfest mich im friede leben, Fren von pest und hungers noth: Meine ehre, meinen stand Hab ich bloß von deiner band: Für so biele gütigkeiten Muß ich, HErr, bein lob ausbreiten 8. Kürklich: deine gut und freue Jft wahrhaftig ohne jahl, Sie ist alle morgen neue. Drum ihr menfchen allzumal, Bringet Doch mit höchstem fleiß, Unserm GOtte lob und preis; Rühmet feine groffe güte, Lobt sein våter. lich gemüthe. 9. Auch ihr engel und ihr see, len, Die ihr seydim himmel fchon, Helft des HErren lob er, jehlen, Tretet boch vor GOttes thron, Preiset feine gütigkeit, Rühmet feine herrlichkeit, Laffet euch zu seinen ehren Mit viel lobe gefangen hören. 10. Jch wil auch zu feinen zei ten, Wenn ich werde ben euch feyn, Jhme sein lob zubereiten, mit euch frölich stimmen ein. Unterdessen fol von mir, So viel immer möglich hier, GOTT ju ehren und gefallen Ein dandbas res lieb erfchallen. 11. Heilig, heilig heilig werde, GOtt, bein name stets genannt: Denn der himmel und die erde Machen deinen ruhm bekant: Deine gute, deine macht, Weiße heit, maieftät und pracht, Hat doch nirgends ihres gleichen; GOTT, wer fan dein lob er reichen? Einige WANAWANAN* 2.5753437 Einige Gebete aus Johann Arndts Paradies- Gartlein. Der Morgen Segen. Armherziger, geistliche Finflerniß und Blind. heit meines Herzens. Behüte mich diesen Tag und allezeit für überglauben und Abgötterey, für Hoffart, für Lästerung deis nes Namens, für Verachtung deines Worts, für Ungehorsam, für dem leidigen Zorn, daß die Sonne diesen Tag nicht möge über meinen Zorn untergehen. Behüte mich für Feindschaft, für Haß und Neid, für Unzucht, für ungerechtigkeit, Für Falsche heit und Lügen, für dem schädli hen Geiß, und für aller bösen Luft und Vollbringung dersels ben. Erwecke in mir einen Huns ger und Durst nach dir und deie ner Gerechtigkeit. Zehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein GOTT, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Laß mir begegnen das Heer deiner heiligen Engel, wie dem Jacob: thne denselben Bes fehl, daß sie mich auf allen meis nen Wegen behüten, mich auf den Händen tragen, daß ich meis nen Fuß nicht an einen Stein flosje, daß ich stard werde aufed. wen und Ottern zu gehen, und zu treten auf die inngen Löwen und Drachen. Jil 4 gnädiger GOtt, du Vater des ewi gen Lichts und Troftes, des Güte und Treue alle Morgen neu ist, bir sey Lob, Ehr und Danck ge, fagt für das liebliche Tages Licht, und daß du mich in dieser finstern Nacht gnädiglich bewahret haft, mir einen fanften Schlaf und Ruhe verliehen. Laß mich nun auch in deiner Gnade und Liebe, Schuß und Schirm wieder frds lich aufstehen, und das liebe Las ges Licht nüglich und frölich ge brauchen. Vor allen Dingen aber erleuchte mich, mit dem ewi gen Lichte, welches ist mein HErr JEsus Chriftus, daß er in mir leuchten möge mit seiner Gnade, und mit seinem Ertent, niß. Bewahre in meinem Her gen das Lichtlein meines Glaus bens, mehre dasselbe und stärcke es, erwecke deine Liebe in mir; befestige die Hoffnung; gib mir wahre Demuth und Sanfts muth, daß ich wandele in den Fußstapfen meines HErrn JE, Su Chrifti, und laß deine göttliche Furcht in allem mei, nem Thun für meinen Augen feyn. Treibe von mir aus alle Gebet, Büchlein. Ich befehle dir heute meine Ges Herrlichkeit meines HErrn JE banden, mein Herz, Sinne, und alle meine Aafchläge: ich befehle dir meinen Mund and alle meine Worte; ich befehle dir alle meine Werde, daß fie zu deines Nas mens Ehre nereichen, und zuNuk meines Nachfien: Mache mich sum Gefäß deiner Barmherßig Feit, zum Berckzeug deiner Gna be, fegne alles mein Thun, laß meinen Beruf glücklich fortaehen, hindern. Behüte mich für Ver. leumdungen, und für den Mord. pfeilen des Lügeners. Ich befehe le dir meinen Leib und Seele, mein Ehr und Gut, laß mich dei ne Gnad und Güte allezeit begleis ten. Halte deine Hand über mich, ich gehe oder flehe, fiße oder wandele, wache oder schlafe. Behüte mich für den Pfeilen, bie des Tages fliehen, Für der Pestileng, die im finstern schleicht, für der Seuche die im Mittage verderbet. Gegne meine Nah rung, gib mir was dein Wille ist zu meiner Nothdurft. Laß mich auch deiner Gaben nicht miß. brauchen. Behüte uns alle für Krieg, Hunger, und Pestileng, und für einen böfen schnellen Lod: Behüte meine Seele, meis nen Ausgang und Eingang, von nun an bis in Ewigkeit. Beschere mir ein feliges Ende, und laß mich des lieben jüngsten Sages, und der Erscheinung der fu Chrifti mit Verlangen und Freuden erwarten. GOTT der Bater fegne mich und behüte mich. GOtt der Sohn erleuchte sein Antlig über mich und sev mir gnädig. GOtt der H. Geist ers hebe fein Antlik über mich, und gebe mir seinen Frieden. Amen. ( Num. 6, 24. seq.) 2. Der Abend Segen. Armherziger, gnådiger dir Lob und Danck, daß du Tag und Nacht geschaffen, Licht und Finfierniß unterschieden, den Lag zur Arbeit, und die Nacht zur Ruhe, auf daß sich Menschen und Biebe erquicken; ich lobe und preise dich in allen deinen Wohl thaten und Wercken, daß du mich den vergangenen Tag haft vollens den lassen, durch deine göttliche Gnade und Schuß, und desselben kaft und Plage überwinden und zurüdelegen lassen. Es ist ia ge nug, lieber Bater, daß ein ieder Tag seine eigene Plage habe: du hilfft ia immer eine Laft nach der andern ablegen, bis wir endlich zur Ruhe und an den ewigent Tag fommen, da alle Plage und Beschwerung aufhdren wird. Ich dancke dir von Hergen, für alle das Gute, das ich diesen Tag von deiner Hand empfangen habe. Ach HErr, ich bin zu gering aller deiner Barmhertigkeit, die du an mir täglich thuft. Gebet: Büchlein. Ich dance dir auch für die Ab wendung des Bösen, so mir dies sen Tag begegnen können, und baß du mich unter dem Schirm des Höchfien und Schatten des Almächtigen bedecket, und behu. tet haft für allem Unglück und für schweren Sünden; Und bitte Herzlich und kindlich, vergib mir alle meine Sünde, die ich diesen Tag begangen habe mit Gedan den, Worten und Wercken: viel Böses habe ich gethan, viel Gu tes hab ich versäumet; ach sey mir gnädig, mein GOtt, sey mir gnädig, laß heute alle meine Sün de mit mir abfterben, und gib mir, daß ich immer gottsfürch tiger, heiliger, frömmer und ges rechter wieder aufstehe, daß mein Schlaf nicht ein Sünden Schlaf fey, sondern ein heiliger Schlaf, daß meine Seele und mein Geist in mir zu dir wache, mit dir rede und handele. Gegne meinen Schlaf wie des Erhvaters Jas cobs, da er die Himmels Leiter im Traum sahe, und den Segen empfing, und die heiligen Engel fabe, daß ich von dir rebe, wenn ich mich zu Bette lege, an dich ge dende wenn ich aufwache, daß dein Name oder Gedächtniß immer in meinem Herken bleibe, Sturmwinden der Gottlosen, sons dern füsse schlafe. Behüte mich für schrecklichen Träumen, für Gespensten und Nacht Geistern, für dem Einbrach der Feinde für Feuer und Wasser. Siehe, der uns behütet schlafet nicht, fiehe, der Hüter Ifrael schläfet noch schlummert nicht. Sen du, o GOtt, mein Schatten über meis ner rechten Hand, daß mich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts. Laß deine H. Wächter mich behüten, und deine Engel sich um mich berlagern, und mir aushelfen. Dein heiliger Engel wecke mich zu rechter Zeit wieder auf, wie den Propheten Eliam, da er schlief unter dem Wacholderbaum: wie Petrum, da er schlief im Gefäng, niß zwischen den Hütern. Laß mir die heiligen Engel erscheinen im Schlaf wie Joseph, und den Weifen aus Morgenlande, auf daß ich erkenne, daß ich auch sey in der Gesellschaft der heiligen Engel, und wenn mein Stünd lein vorhanden ist, so verleihe mir einen seligen Schlaf, und eine fe lige Ruhe in JEfu Chrifto meis nem HErrn, Amen. 3.Gebet um wahre Büffe und Erkentniß der Sünden. Ch du heiliger, gerechter und barmberßiger GOtt, ich kla ge und bekenne dir mit reuendem, zubrochenem, zuschlagenem Hers gen und zerknirschtem Geist mei Jiis ne ich ſchlafe oder wache: Gib mir As daß ich nicht erschrecke für dem Grauen des Nachts, daß ich mich nicht fürchten möge für den plög, lichen Schrecken, noch für den Gebet: Büchlein. 4 ne übertretung und Missethat. Ach, HErr, wie viel find meiner Gunden, wie Cand am Meer, sie gehen über mein Haupt, und wie eine schwere Last sind sie mir zu fchwer worden, wie groß ist meis ne Misfethat, daß sie gen Himmel steiget und schrevet? wilt du mit mir rechten, jo, fan ich dir auftau, fend nicht eines antworten. Ach welch ein unrein Mafsa und Klampen bin ich, wie bin ich durch das tödliche Gift der Erbs fünde so jammerlich an Leib und Seele verderbet.( Pf. 51, 7.) Siehe, ich bin aus fündlichem Saamen gezeuget, und meine Mutter hat mich in Sünden em, pfangen, vom Haupt bis an die Fußsohlen ist nichts gefundes an mir.( Hiob. 14,4.) Ach, HErr, wer wil einen reinen finden, da keis ner rein ist? Ach, ich bin ein böser 3weig aus einem giftigen Bauin, alle meine Kräfte find verderbet, mein Verstand ist verfinstert, mein Wille ist dir widerspenstig; ich er. Fenne dich nicht recht, ich liebe dich nicht von Hertzen, ich ver, traue dir nicht gångtich, meines Hersens Tichten undTrachten ist böse von Jugend auf immerdar: wie ein Brunn fein Waffer quil let, fo quillet mein Herz die Sün, be. Da gehet heraus Verachtung, Lafterung, Soffart, Lügen, eigne Liebe und Ehre, Ungehorsam, Feindschaft, Zorn, Rachgier, Un gedult, Unzucht, Ungerechtigkeit, Geiß, allerley bdse Lüfte, über wel dhe du, o du gerechter GOtt, das Urtheil gesprochen haft: die das thun, sollen das Reich GOttes nicht erben.Ach, meinGOtt, mein Schöpfer und Erlöser, ich klage dir, daß ich zwar nach deinem Bilde geschaffen, aber dasselbe verloren habe, und bin worden das Bild des Satans: das gan te Reich des Satans ist, leider, in mir mit aller Bosheit und Untu gend, und bin ein Werdzeug des Satans worden. Ach, HErr, mein GOTT, mein Elend ist grösser, denn ich dirs klagen kan, ich bin ein Greuel in allem meinem thun und lassen, alle meine Gerechtigs Feit ist wie ein unflåtig Kleid, ich verwelcke in meinen Sünden wie die Blätter, meine Sünden were den mich auch noch dahin führen wie ein Wind. A HErr, ich habe alle deine Bohlthaten mißbraucht, mit als len meinen Gliedern und Kräften Leibes und der Seelen dir widers strebet, mit Leib und Seel hab ich der Sünden und dem Teufel ges dienet. Ach, ich bin aus deiner Gnade gefallen in deinen ewigen Zorn, aus der Seligkeit in die ewige Verdamnis, aus dem Leben in den ewigen Tod, aus dem Hims mel in die unterste Hölle. Ach HErr, ich bin der verlorneSohn, der seine Güter so schåndlich ums bracht hat: Ich bin nicht werth, daß ich dein Kind heisse: ich bin werth, Gebet Büchlein. werth, daß du mich aus deinem Hause stiefseft, und nimmermehr wieder aufnehmeft: ich bin der Knecht, der dir, meinem HErrn, sehen tausend pfund schuldig ist, und habe in Ewigkeit nicht zu bes zahlen: ich bin der Mann, der unter die mörder gefallen, die haben mich ausgezogen, und des schönen Bildes GOttes beraubet, und haben mich an Leib und Seel so sehr verwundet, daß mich kein Mensch heilen fan: darum hilf du mir mein GOTT und HErr, schaffe mir Beystand in dieser Moth, denn Menschen Hilfe ist hie fein nüge:( Jer. 31, 18.) Bes Fehre du mich, HErr so werde ich befehret, hilf mir, so ist mir ge holfen: denn du bist mein Ruhm. O HERR, wer kan das böse Hertz ändern, und ein neues schaffen? du HErr allein, du ges trener Schöpfer in guten Wer den: wer fan die tiefen und ab, scheulichen Sünden Bunden Heilen? du HErr und dein Wort, welches alles heilet. Nimm weg das böse fleinerne Herk.( Pf. 51, 12. 13. 14.) und schaffe in mir GOtt ein reines Herß, und gib mir einen neuen gewissen Geist, verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen H. Geist nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich. Ich bin das verlorne Schaf: wenn du mich nicht fucheft, so irre ich 5 ewiglich), und bleibe ewig verloo ren, nimm mich auf deinen Rüs den, und bringe mid) zu deinem himmlischen Schaf Stall. Gib mir eine göttliche Traurigkeit, die da wircke eine heilsame Rene jur Seligkeit, die niemand gereus et, und daß mein Herk durch den Glauben bereitet werde, fähig zu werden deines Trostes und der hochwürdigen Vergebung der Sünden. Gib mir einen zer knirschten Geist, ein zerbrochenes reuendes Herg. Laß meine Augen Thränen, Quellen werden, meine Sünde herzlich zu beweinen mit Petro und mit Maria Magdalena. O mein HErr und GOtt, wenn ich Tag und Nacht weinete, fonte ich mein Elend nicht gnugfam be weinen, meine Sünde nicht gnug beklagen, meinen Ungehorsam nicht gnug befeufzen. Ach mein GOTT, es reuet mich nicht so sehr, und thut mir nicht so wehe, daß ich den Tod, Hölle und Vers dammniß verdienet habe,( denn das habe ich billig verdienet,) als daß ich dich meinen GOtt, meis nen Schöpfer, meinen lieben Vater, meinen Erhalter, meinen Erldser, meinen Seligmacher, meinen getreuen Hirten, meinen einigen wahrhaftigen Trößter, fo hoch, so oft, so vielfältig, so grob. lich, so schändlich beleidiget und erzürnet habe, und bin dir so uns dancbar gewesen für deine gross fe Lie Gebet Buchlein. fe Liebe und Treue, wohlthat und Barmherzigkeit. ich, wie werde ich bestehen vor deinem angesicht, var beinem gerechten gericht, vor allen hei lizen Engeln und Anserwehlten. ( Pf. 139.7.) Ach, wo soll ich hin gehen vor deinem Geift, wo sol tch hinfliehen vor deinem ange ficht, deine rechte Hand wird mich doch an allen Orten finden und halten. Ich kan und weiß nichts mehr denn bis einige: ( Euc. 15,18.19) Vater, ich habe gefundiget im Himmel und vor bir, und bin nicht werth, daß ich dein Kind heiffe. Ach, ich habe mich der Kindschaft verlustig ge. macht, ich habe aufgehöret dein Kind zu seyn, durch meinen Un gehorsam, und habe alle mein Kindes Recht verloren. Aber ich glaube, du habeft noch nicht aufgehdret mein Vater zu seyn, denn deine barmherßigkeit ift groß, und währet von Ewigkeit zu Ewigkeit: Darum erbarme dich mein, und fiche nicht an meine Günde, sondern deine unendliche ewige Gnade und Barmherzigs Feit, um deines lieben Sohns JEfu Chrifti willen, Amen. 4. Um Vergebung der Sůn erquicken: Ich komme zu dir, und bringe nichts mit mir denn eitel Sünde und Ungerechtigkeit, eine grosse und schwere Sünden. Last, und die über mein Hauptgehet, mir viel zu schwer ist. Ich bringe auch mit ein zerbrochen und zer schlagen Herk, das wirst du Gott nicht verachten, sondern dis O. pfer dir laffen wohlgefallen. Ach, HErr! du bist ia gnådig und barmherzig, gedultig und von groffer Gnade und Güte, du wirst ia nicht ewiglich zürnen, noch immerdar Zorn halten: du haft ia jugesaat,( Ps. 103,10. fq.) du wollest nicht mit uns handeln nach unsern Sünden, und uns nicht vergelten nach unserer Mis fethat. Denn so hoch der Himmel über der Erden ist, läsfest du deine Gnade walten über alle, die dich fürchten; so fern der Abend ift vom Morgen, läsfest du unfre Ubertretung von uns seyn; wie sich ein Vater über Kinder erbare met, so erbarmet sich der HErr über die, so ihn fürchten. As den vor der Beicht. ch du barmherziger und gnå diger GOTT, gedultig und von grosser Gnade und Treue, der du durch deinen lieben Sohn alle Sünder ju dir rufeft, dieselbe zu Ach, HErr, fiehe an meinen Jammer und Elend, und vergib mir alle meine Sünde.( Pl. 51, 9. fq.) Entfündige mich mit so pen, daß ich rein werde, wasche mich, daß ich schneeweiß werde. Laß mich hörenFreude und Wond ne, daß die Gebeine frålich were den, die du zuschlagen haft. Vers birge dein Antlig von meinen Sünden, un tilge alle meine Mis fethat: Gebet Büchlein. 2 34.) Mein GOtt, mein GOtt, warum bast du mich verlassen? Um deines heiligen Durftes wit lex am Creuß, um deiner heili gen Wunden willen an Händen und Füssen, und in deiner Sei ten, um aller deiner Blutströpfe lein willen, um deines bittern tos des willen. Ach Bater, um dies ses bohen theuren Schakes wile len, um dieses hohen Berdien stes willen: Vergiß meiner Süns de: denn die Bezahlung ist voll kommen, und wichtiger denn alle meine Sünde, diß heilige Vers dienft wieget alle meine Sünden auf. DGOtt H. Geist, du einis ger Trifter, zünde an diesen Trost, und bewahre ihn in meinem here gen, daß ich ihn nimmermehr vers liere, sondern darauf lebe und flerbe, und in diesem Glauben vor GOttes Angesicht erscheinen und die ewige Eeligkeit erlangen mde ge. Amen. fethat: denn ich erkenne meine Sünde, und meine Missethat it immer vor mir. Allein an dir ha, be ich gefündiget, und übel vor dir gethan, auf daß du Recht behals teft in deinem Wort, und rein bleibest, wenn du gerichtet wirft. ( Pf. 143, 2.) Ach HERR, gehe nicht ins gericht mit deinem Knecht, denn für dir ist kein Lebens diger gerecht,( Ps.130, 3.7.8.) so du wilt fünde zurechnen, wer wird vor dir bestehen? Ich hoffe auf den HErrn, denn bey dem HErrn ist die Gnade, und viel Erld. fung bey ihm. Und er wird Israel erldfen aus allen seinen Sünden. Ach mein herzliebster HERR JEfu Chrifle, duLamm GOttes, das da trägt die Sünde der Welt, erbarme dich mein um deiner heis ligen Menschwerdung willen, um deiner groffen Liebe willen, um deiner heiligen Traurigkeit wil len, da du in deinem Leiden zit tertest und zagtest, um deines hei ligen Todeskampfs und blutigen 5.Seufzer bey Ankündigung der. Abfolution. Schweisses willen, um deinere Worte sich tief in mein HErr laß dies groffen Schmach willen, um der barten Schlåge willen, um der Berspottung und Verspeyung willen, so du erlitten, um deines heiligen Gehorsams willen, bis zum Tode am Creuß, um deiner hohen Gedult willen, um deiner edlen Sanftmuth willen, um deis ner heiligen Fürbitte willen, um deines heiligen Angst Geschreyes willen, da du riefeft:( Marc. 15, Herk sencken, daß ich mich dersels ben in Creuß und Verfolgung, in Noth und Lod trößten, und auf meinen verföhnten und gnädigen GOST allezeit verlaffen möge, Amen, Amen, Amen. 6. Danckfagung nach em pfangener Abfolution. rimächtiger, gnädiger Gott und barmhergiger Water, ich Gebet: Büchlein. 8 ich sage dir von Grund meines Hergens Lob, Ehr und Danck, für diese grosse Gnade und Wohls that, die du mir ist so väterlich haft erzeiget, indem du mich ar men Sünder abermal zu Gnas ftarckes Wort und H. Geist mir beystehen und überwinden helfen, alles um und durch deinen lieben Sohn, meinen HErrn und Heis land, JEsum Christum. Amen. 7. Ein Anders. ben angenommen, mir ist durch e ist deine Barmherzige die heilige Abfolution alle meine Sünde verziehen und vergeben, und das ewige Leben aufs neue wieder zugesagt und versprochen haft, um deines lieben Sohns JEfu Christi willen. Ich bitte dich herzlich, du wollest mich in folcher Gnade allezeit våterlich erhalten, und mir deinen heiligen Geist verleihen, daß ich dieser ist empfangenen gnadenreichen Ber, gebung feftiglich glaube, und mich derselbigen nicht allein ißt, fondern auch hinführo und alle jeit in meinem gangen Leben ans nehmen, und in aller Anfechtung und Widerwärtigkeit trösten, und mich also auch daher alles guten zu dir versehen möge. Verleihe auch, daß ich der Sünden hinfüh. ro te långer ie feinder werde, mich dafür fleißig hüte, und meinem Fleisch nicht mehr den Willen las se zu fündigen, sondern daß ich demselbigen durch ein stard Ge bet widerstehen, mein ganzes Les ben nach deinem Willen anstellen und führen möge, was ich darin, nen zu schwach bin,( wie ich dir denn meine grosse Schwachheit mit tieffen Seufzen immerdar be Fenne,) so wollest bu durch dein Skeit so groß, o HErr und Bater des Himmels und der Ers den! Wie läsfest du dich so gnädig finden von denen, die sich zu dir bekehren! Du redeft freundlich mit deinem Volck und triftest es, vertilgest auch ihre Sünden wie die Wolcken, und ihre Missethat wie einen Nebel. Nun ist das Wort des HErrn auch zu mir ges schehen: Du haft mir durch deis nen Diener zugesprochen: Fürche te dich nicht und jage nicht. Sey getroft, dir sind deine Sünden vergeben. Ich wil folche deine Barmherzigkeit erzehlen u. rühs men, so lange ich) lebe. Wo ist ein solcher GOtt wie du bist, der die Sünde vergibt, und erläffet die Missethat den übrigen seines Erbe theils? Darum meine Seele, ers bebe den HErrn, und mein Geift freue dich GOttes deines Heilan des, der so wohl an dir gethan, und dich gecrdnet hat mit Gnade und Barmherzigkeit. Du aber HErr, bekräftige dein Wort in Ewigkeit, denn du bist GOtt und deine Wors te werden Wahrheit seyn. Verleis he auch, daß ich mich ferner recht prüfe, und den Leib des HErrn unterscheide, damit ich nicht durch Gebet Büchlein. unwürdige Geniessung des heilis genAbendmahls an dem Leib und Blut des HErrn schuldig werde, sondern also deiniFleisch, o JE fuz effe, und dein blut trincke, daß ich das ewige Leben habe. Hilf mir, o HErr, und laß alles wohl gelingen. Von mir selber bin ich nicht tüchtig, auch das geringste Gutes zu vollbringen. Darum, mein GOtt, sey du meine Hilfe, daß ich das Gelübde, so ich dir heute gethan, durch deinen Beys stand getreulich halte, mein Les ben bessere, und dir allzeit gehor. sam erfunden werde. Gelobet sey dein Name von nun an bis in Ewigkeit, Amen. H 8.Gebet vor dem H.Abendm. Err JEsu Christe, mein ge treuer Hirte und Bischof meiner Seelen, der du gefaget haft:( Joh.6, 35.) Ich bin das Brot des Lebens; wer von mir isset, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubet, den wird nimmermehr dürften. Ich kom, me ju dir, und bitte dich demu. thiglich, du wollest mich durch wahren Glauben bereiten, und zum würdigen Gast machen die fer himmlischen Mahlzeit, wollest mich dein armes Schäffein hente weiden auf deiner grünen Alue, und zum frischen Waffer des Lebens führen: Du wollefst meis ne Seele erquicken, und mich auf rechter Strasse führen, um deines Namens willen: Duweb 9 left mich würdig machen zu deis nem Tisch, und mir voll einschen. cken den Becher deiner Liebe und Gnade. Ich armes Schäflein komme zu deiner Weide, zum Brot des Lebens, zum lebendigen Brune nen: Ach du wahres füffes Hims mel, Brot, erwecke in mir einen geistlichen Hunger und heiligen Durst, daß ich nach dir schreye, wie ein Hirsch schreyet nach fris schem Wasser. Vor allen Dingen aber gib mir wahre hertliche Reue und Leid über meine Güne de, und lege mir an das rechte hochzeitliche Kleid des Glaubens, durch welchen ich dein H. Vera dienfi ergreiffe, und dasselbe mein schdnes Kleid fest halte und bes wahre, damit ich nicht ein un würdiger Gast bin. Gib mir ein demüthiges versöhnliches Herk, daß ich meinen Feinden von hers kengrund vergebe. Tilge aus meinem Herßen die Wurtel ale ter Bitterfeit und Feindseligkeit: Pflange dagegen in meine Seele Liebe und Barmherzigkeit, daß ich meinen Nachften, ia alle Menschen in dir lieb habe: Ach du wahres Ofter Lämmlein, sen du meine Epeise, laß mich dich geniessen und essen mit bittern Salfen der herzlichen Neue, und mit dem ungefäuerten Brot eines heiligen und bußfertigen Lebens. Ach, ich komme zu dir mit vies ler Gebet Büchlein. 10 ler grosfer unsauberkeit beladen, ich bringe zu dir einen unreinen Leib und Seele, voller. Ausfat und Greuel: Ach reinige mich, du höchste Reinigkeit. Dein heis liger Leib, als er vom Creuß abs genommen ward, wurde in ein rein Leinwand eingewickelt: Ach wolte GOtt, ich möchte dich mit fo reinem Hergen aufnehmen, als es dir wohlgefällig: Ach, daß ich dich mit heiliger Andacht umfa, hen, und in meine Liebe einwi deln, und mit den Myrrhen des serbrochenen Hergens und Gei ftes falben folte. Das Himmels Brot musste in einein güldenen Gefäß aufgehoben werden, zum Gedächtniß in der Lade des Bun, des: Ach, wolte GOTT, ich möchte dich in einem gang reinen Herten bewahren. Ach, mein HErr, du hast ia selbst gesagt: ( Matth. 9, 12.) Die Stardken bedürfen des Urhtes nicht, son dern die Krancken: Ach, ich bin Franck, ich bedarf deiner, als meines himmlischen Seelen Arg. tes. Du haft ia gesagt:( Matth. II, 28.) Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen fend, ich wil euch erquicken: Ach, HERR, ich komme mit vielen Günden beladen, nimm fie von mir, erledige mich dieser gresen Bürde: ich fomme als ein un reiner; reinige mich: Als ein Blinder; erleuchte mich: Als ein Armer; mache mich an meiner S Geelen reich: Als ein verlorner; suche mich: Als ein Verdamme ter; mache mich selig. Ach JESU, mein liebster Seelen Bräutigam, führe mich von mir selbst ab, und nimm mich aufzu dir, ia in dich, denn in dir lebe ich, in mir selber sterbe ich, in dir bin ich gerecht, in mir bin ich eitel Sünde, in bir bin ich se lig, in mir bin ich lauter Vers dammniß. Ach, du mein himme lischer Bräutigam, fomm zu mir, ich wil dich führen in die Kam mer meines Herzens, da wil ich dich Füssen, auf daß mich niemand höhne. Bringe mir die Süßige feit deiner Liebe, den Geruch dei nes seligen ewigen Lebens, den Geschmack deiner Gerechtigkeit, die Schönheit deiner Freunds lichkeit, die Lieblichkeit deiner Gite, die Zierde deiner Demuth, Die Frucht deiner Barmhers zigkeit. $ uch, mein himmlischer Arzt, ich bringe zu dir eine toote Seele, mache fie lebendig; eine France Seele, beile fie; ein Herk das leer ist von allen wahren gründe lichen Tugenden, erfülle es mit deiner Gnade, mit deinem Geist, mit deiner Liebe, mit deiner Sanftmuth, mit deiner De muth, mit deiner Gedult. uch bu süsses Brodt des Lebens, speise mich ins ewige Leben, daß mich in ewigkeit nicht hungere noch dürfte. Ju dir habe ich volle Gnis gr, Gebet: Büchlein. ge: du bist mir alles. Bleibe ewig in mir, und laß mich ewig in dir bleiben, wie du gesagt haft:( Joh. 6,54.56.) Wer mein Fleisch iffet, und mein Blut trindet, der bleibet in mir, und ich in ihm, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Amen. 9. Dancfagung nach dem 5 Abendmabl. 9[ Eh, du freundlicher, liebrei cher, füsser, herglieber HErr JEfu Chrifte, dir sag ich von her. Ben Danck, daß du mich mit der fdftlichen und theurbaren Speise und Trand deines heil. Leibes und Blutes gespeiset und erqui det haft: Ach, wer bin ich, daß du mich Unwürdigen gewürdigt haft von deinem Tisch zu essen! Ich dancke dir für alle deine Liebe und Treue, für deine Menschwerdung, für dein holdfeliges Evangelium, für deinen Todes Fampf und blu tigen Schweiß, für all bein heilig Leiden, für die Schläge, für die Schmach, für die erduldete Ver. speyung, für die schmerzliche Geiffelung, für die schmerkliche fcharfe Dornea Crone, für deine Wunden, für alle deine Schmers Ben, für deine Thränen, für dein Seufzen, für deine Angst, für deine Creußigung, für den er bärmlichen Tod, und für alle dei ne Wohlthaten, die du mir das durch erworben; für die Erfül lung des Gesetzes, für die Verges bung der Sünden, für die voll $ 11 fommene Bezahlung und Gnuge thuung für meine Misfethat, für die Versöhnung deines himmlie schen Baters, für die erworbene und geschenckte Gerechtigkeit, für die Heiligung durch den H. Geist, für das ewige Leben, welcher Wohlthaten allein du mich durch den Glauben theilhaftig gemacht, und durch das hohe theure Pfand deines Leibes und Bluts im Sa crament versichert haft. Ach, wie kontest du mir ein hd. her Pfand geben deiner Liebe, und eine größere Versicherung meis ner Erldfung, der Vergebung der Sünden, und des ewigen Lebens? Gib, daß ich deiner groffen Liebe nimmermehr vergesse, deines heis ligen Codes ftetiglich gedencke. Dein heilig Leib und Blut heilige, segne, benedeye mein Leib und Seele, und behüte mich für allen Sünden. Ach, mein Eridser und Seligmacher, lebe du in mir, und ich in dir, vertreibe aus meinem Herken alle Untugend, behalte und besitze du allein das Haus meines Hergens. Meine arme Seele hat sich mit dir vermählet als beine Braut, und du hast dich mit ihr veriobet und vereiniget in Ewigkeit, und ist nun eine Konts gin worden, weil sie dich den Rd. nig aller Könige zum Gemahl be kommen hat, wie solte sie sich wies der zur Dienfimagd machen so vieler Sünden und Unsauberkeit? wie solte sie sich ihres Adels wies K!! Der Gebet Büchlein. 12 der verlustig machen, durch die Eitelkeit und Richtigkeit der Sünden, und sich selbst unwür dig machen eines folchen königli chen Gemahls. Ach, schmücke und ziere meine Seele mit geiftlichem Schmuck, mit himmlischer Schönheit, mit ftarckem Glauben, feuriger Liebe, brennender Hoffnung, mit edler Demuth, heiliger Geduld, brün ftigem Gebet, holdfeliger Sanft muth, sehnlichem Verlangen nach dir allein, und nach dem ewigen Leben, daß ich mit dir allein eine freundliche Gemeinschaft habe, ich esse oder trincke, schlafe oder wache, tebe oder sterbe, daß du bep mir und in mir, und ich bey dir und in dir ewig bleibe, stets mit dir esse und trincke, von dir rede, finge und fage, ohn unterlaß an dich gedencke, daß ich möge in diesem Glauben einschlafen, am jüngsten Tage auferstehen, und in die ewige Freude eingehen, Amen. 10. Gebet um die Sachfolge Chrifti. Eh du holdfeliger, freundli, cher, liebreicher HErr JEin Christe, du fanftmüthiges, de müthiaes, geduldiges Herk, wie ein schönes tugendreiches Erem. pel eines heiligen Lebens hast du uns gelaffen, daß wir follen nach folgen deinen Fußstapfen. Du bist ein unbefleckter Spiegel aller Tu genden, ein voukommen Exem, pel der Heiligkeit, eine untabef hafte Regel der Frömmigkeit, eine gewisse Richtschnur der Ges rechtigkeit. Ach, wie ungleich ist doch mein fündliches Leben gegen deinem heiligen Leben? Ich folte in dir als eine neue Creatur les ben; so lebe ich mehr in der alten Creatur, nemlich in Adam, als indir meinen lieben HErrn JE su Christo: ich solte nach dem Geift leben; so lebe ich leider nach dem Fleisch, und weiß doch was die Schrift sagt:( Rom. 8, 13.) Wo ihr nach dem Fleisch lebet, fo werdet ihr sterben. Ach, du freundliches, geduldi ges, langmüthiges Herg, vergib mir meine Sünde, decke zu meine Gebrechen, übersiehe meine Mis fethat, verbirg deine heilige zarte Augen für meiner Unreinigteit, verwirf mich nicht von deinem Angesicht, verstoß mich nicht aus deinem Sause, als einen Uns reinen und Ausfäßigen, tilge qus meinem Herzen alle.Hoffart, als des Teufels Unkraut, und pflange in mir deine Demuth, als die Wurzel und Fundament der Tugend, reut zu Grund aus in mir alle Rachier, und gib mir deine edle Sanftmuth. Ach, du höchste Zierde aller Tugend, schmücke mein Herg mit reinem Glauben, mit feuriger Liebe, mit lebendiger Hoffnung, mit heil. Andacht, mit kindlicher Furcht. D du meine einige Zuversicht, meine Gebet Büchlein. meine Liebe, meine Hoffnung, meine Ehre, meine Zierde, dein Leben ist ia nichts anders gewe: fen, denn Liebe, Sanftmuth und Demuth, darum laß diß dein ed: les Leben in mir dein tugendhaftes Leben. Laß mich eis nen Geist, ein Leib und Seele mit dir seyn, auf daß ich in dir und du in mir lebest. Lebe du in mir und nicht ich selbst; laß mich dir le. ben und nicht mir selbst. Gib, daß ich dich also erkenne und lieb habe, daß ich auch also wandele gleich wie du gewandelt haft. Bist du mein Licht, so leuchte in mir; bist du mein Leben, so lebe in mir; bin ich deine Wohnung so befige mich allein, laß mich allein dein Werkzeug seyn, daß mein Leib, meine Seele und mein Geist heilig sey. Du ewiger Weg, lei te mich, du ewige Wahrheit lehre mich; du ewiges Leben erquidke mich. Laß mich ia nicht des bd. fen Geistes Werdzeug seyn, daß er nicht seine Bosheit, Lügen, Hoffart, Geiß, Zorn, Unsauber Feit durch mich und in mir übe und vollbringe, denn das ist des Satans Bild, davon du mich, o Du schönes vollkommenes Eben bilde Gottes, erlösen wolleft. Er neure aber meinen Leib, Geift und Seele täglich nach deinem Bilde, bis ich vollkommen werde. Laß mich der Welt abfterben, auf daß ich dir lebe: Laß mich mit dir auferstehen, auf daß ich mit 13 dir gen Himmel fahre: Laß mich mit bir gecreußiget werden, auf daß ich zu dir in deine herrlichkeit eingehen möge, Amen. 11. Gebet um Keuschheit. heiliges, reines, Ch du teusches, unbeflecktes, süchtis ges Hertz, HErr JEfu Christe, du Liebhaber der Reinigkeit, du Crone aller Ehre und Tugendg Ich flage und bekenne bir meines Hergens angeborne Unreinigkeit, dadurch ich meinen Leib und Sees le oft befleckt habe, durch unreis ne Gedancken, Worte und Were cke. Ach vergib mir, du reines, mildes, qutiges Herk, diese meine grosse Günde, und wende die schwere Strafe von mir ab, so du den Unreinen dråueft. Denn so die selig sind, die reines Herzen seyn, und GOtt schauen werden; so werden die ohne zweifel unselig seen, die unreines Herzens find, und werden GOtt nicht schauen. ( Pf. 51, 12. 13.) Darum schaffe in mir GOtt ein reines Herß, und verwirf mich nicht von deinem heiligen Angesicht um meiner Unreinigkeit willen. Und weil ich erkenne, daß ich nicht anders kan züchtig leben, bu gebeft mirs denn, und solches Ere kennen ist auch eine grosse Gnat de; so bitte ich dich demüthialich, heilige und reinige mein Herk durch den Glauben, durch den H. Geist, durch die Busse, und durch die neue Geburt, und stårcke KIF 2 mich, Gebet Büchlein. 14 mich, daß ich den unreinen Geist in mir nicht fasse herrschen, oder mich einnehmen und besigen wie ein unreines Haus, auf daß er nicht meine Seele beflecke, meis ne Gedancken vergifte, meinen Leib verunreinige. Lesche in mir aus die Flamme der Unjucht, umgürte meine Lenden und Nies ren mit dem Gurt der Kensch, heit, du feuscher, güchtiger, und edler Bräutigam meiner Seelen, umfahe mein Herk mit deiner reinen Liebe, vereinige und veri måble meine Seele mit deinem teuschen Herken, erfülle mein Herk mit heiligen und reinen Gedancken, daß ich an deinem Lei be ein reines unbeflecktes Glied sep, und allezeit bleiben möge, bamit ich nicht ein unreines Ge fåß und Glied des Satans wer de, ein Gefäß der Unebren und Schanden, sondern ein Gefäß der Gnaden und Ehren, und meine Gaben, die du in mich, als in ein Gefäß der Barmherzigkeit, gesch mein hertzliebster HERN tegt haft, nicht verschütte und gar verliere, daß ich mich durch Zucht und Reinigkeit abfondere von den unreinen Geistern, den Teufeln, und von allen unreinen Heiden, daß ich nicht ausgestof, fen werde aus dem neuen himm lischen Jerufalem, sondern mit bir vereiniget bleibe, und ein Herk, ein Leib mit dir sey. Gleich wie du mich dazu in der heil. Saufe gewaschen, geweihet, und mit dem Heil. Geift gefalbet und geheiliget haft, zu deinem heiligen Tempel und Wohnung.( 1 Cor. 3,16.17.) Ach, lehre mich bedencken, daß mein Herz ein Tempel und Woh nung sey des H. Geistes, daß ich GOttes Tempel nicht zerbreche, auf daß du mich nicht wieder zer brechest, und daß ich ein Glied Chrifti bin, und aus mir selbst fein unehrlich Glied mache, und an meinem eigenen Leibe sündige. O du ebler, keuscher, jüchtiger Himmels Bräutigam, der du un ter den Rosen der Reinigkeit wei best, weide meine Seele mit deie nem Erfentniß und reiner Liebe, und treiße von mir alle unreine Gedancken, daß du mit deinem H. Geist in mir mdgest wohnen, und die heiligen Engel bey mit bleiben mögen allezeit, Amen. 12. Um die Verschmähung der Welt. der Herrlichkeit, wie hab ich diese elende vergängliche Welt so lieb gehabt. Ach, was hab ich so sehr geliebet? eine Blume, die verwele dket, Heu, das verdorret, einen Schatten, der dahin fleucht. Ach, wie hab ich meine Liebe und mein Herz an so ein nichtiges und flüchtiges gehänget, wie hab ich doch einen leblosen Schatten, der nichts ist, so sehr geliebet? wie hab ich mich darum so viel vers geblis Gebet Büchlein. 15 D daß ich deine Schmach, o Err Christe, gröffer achte, denn alle Schäße Egypti, ia der ganzen Welt. Ach, was fan mir auch aller Reichthum helfen, wenn ich sterben sol? Werde ich auch etwas mitnehmen? Darum, o mein GOTT and HErr, laß mich den ewigen Steichthum be halten, welchen ich nimmermehr verlieren fan, nemlich dich selbst, deine nade und Barms herzigkeit, dein heiliges Vers dienst, o HErr JESU, die Bergebung der Sünden, den heiligen Geist und ewiges Les ben. Bleibet doch sonst alles in der Welt, und vergehet mit der Belt; was wird mirs denn helfen, wenn ich gleich aller Welt Gut hätte? Was wird mirs denn schaden, wenn ich gleich nichts gehabt habe? Im Himmel ist mir aufgehoben das ewige, unvergångliche, unvers weßliche und unbefleckte Erbe. Ach, was ist auch alle Lust dies ser Welt und des tddtlichen Flei sches? Ifts nicht der verbotene Baum, davon wir den Tod essen? Ifts nicht lauter Gift, bringts nicht Gråmen, Schmer gen, Reue, bis Gewissen, und einen nagenden Wurm, Weinen und Heulen? Wie sagen die Verdammten, Sap. am 5. Was hilft uns nun der Pracht? Reich. thum und Hochmuth? ist doch alles dahin geflohen wie ein KI! 3 Schatten, geblicher Unruhe gemacht, so viel Schmerßen, so viel Sorgen und Gramen? Was kan doch meiner unfterblichen Seelen ein fterblich Ding helfen? Wo ist alle Herrlichkeit Salomonis? Sie ist als eine Blume verwel det. Wo ist seine Ehre, wenn ihn GOTT nicht ehren wird? GOTT ehren ist des Menschen rechte Ehre: wer mich ehret, den wil ich wieder ehren. Welchen nun GOtt nicht ehret an ienem Tage, wer wil ihn ehren: Die Ehre dieser Welt fähret niemand nach, aber wer GOtt ehret, des Ehre wird ewig bleiben. In Men schen Augen groß seyn, ist nichts, und währet eine kleine Zeit; aber bor GOtt groß seyn, das ist, gotts fürchtig seyn, das währet ewig. lich. Was hilft nun grosse Ehre auf Erden, wenn man vor GOtt nicht geehret ift? Wie sagt der Engel Gabriel zum Propheten Daniel: Du lieber Mann, du bist GOtt lieb und werth. Ach mein GOtt, laß mich nach dieser Ehre trachten, daß ich dir lieb fenn md. ge, und nicht nach der Ehre die ser Welt, dadurch ich dir unlieb und unwerth werde. Was scha: dets, vor der Welt verachtet und verschmåhet werden, wenn man pon GOTT geehret wird? Laß mich, o HErr Christe, mit dir hie deine Schmach tragen, auf daß ich dort beiner Herrlichkeit theilhaftig werde. Gib mir, Gebet Büchlein. 16 Schatten, wie ein Geschrey, das vorüber fähret. Ach, mein HErr JEfu Chrifte, laß mich meine Freude ewig seyn Laß mich meine Ehre an dir haben; so wird meine Ehre ewig seyn. Laß mich meinen Reichthum an Dir haben; so ist mein Reich, thum ewig. Laß mich meine Herrlichkeit an dir haben; so ist meine Herrlichkeit ewig. 2Ach, mein HErr JEfu Chrifte, in Dir hab ich tausendmal mehr Güter, denn ich in der Welt laffen muß; in dir hab ich viel gröffere Eure, ob ich gleich von allen Menschen verachtet werde; in dir hab ich viel grössere Liebe, bb mich gleich die gange Welt haffet; an dir hab ich den ab ferliebsten und besten Freund, und die höchste Freundschaft, ob ich gleich keinen Freund in der Welt habe; in dir hab ich vielmebr Segen, ob mich gleich die gange Belt verflucht, in dir hab ich viel gröffere Freude, ob mich gleich die gange Belt betrübt: Gumma, in dir hab ich alles, und du bist mir alles; und wenns müqtich wäre, daß mein Leib tausendmal erwürget würde, so bleibst du doch Her, Christe, mein Leben, ia mein ewiges Leben, und mein ewiges Seil. Amen. Geber um die geiftliche Ver mählung Chrifti mit un ferer Seelen. sch schönster unter den Menschen Kindern, bu holdseligster Bräuti gam unfrer Seelen, du haft ge fagt: Ich wil mich mit dir verlos ben in Ewigkeit: ich wil mich mit dir vertrauen in Gericht und Gerechtigkeit, ia im Glauben wil ich mich mit dir verloben, und du folt den HErrn erkennen. Jo dancke dir von Herten für deine inbrünstige, herzliche, heilige und reine Liebe, damit du mich allezeit geliebet haft; du haft deine Liebe bewiesen in deiner heil. Mensch werdang, da du menschliche Na tur, das ist, menschlichen Leib und Seele, in Einigkeit der Pers fon angenommen, und mit deiner ewigen Gottheit unzertrenlich un unauflößlich in Ewigkeit dir ver einiget: Ach! welch eine triftliche, liebliche und holdselige Vereini gung ist das, daß GOtt Mensch, und Mensch GOtt ist, was konte doch freundlichers und leutfelis gers feyu? damit hast du bezeus get, daß du dich auch also mit mir und allen Gläubigen vereinigen wolleft, daß wir mit dir ein Leib, ein Fleisch und Bein, ein Geift und Hert werden sollen. Darju hast du verordnet die H. Taufe, und dadurch dich mit mir vereis niget, vermählet und verbunden, daß sie mir sey ein Bund eines gu ten Gebet Büchlein. 17 ten Gewiffens mit dir; und weil du deine garte, eble, menschliche Natur, die du angenommen, ge heiliget baft, daß fie Engelrein ift, ia mehr denn Engelrein, ohne Mackel und Sünde, lauter und unbefleckt: so haft du mich in der heiligen Taufe, weil du dich mit uns vermählen wollen, auch ges reiniget durchs Wasserbad im Wort, und haft dir zugerichtet ets ne Gemeinde, die beilig sen, die nicht habe einen Sünden- Flecken Bder Runkel, sondern daß sie hei lig sey und unsträflich. Sorein und vollkommen rein hast du uns mit deinem Blut gewaschen,( dei deine Reinigung ist vollkommen,) daß kein Sünden- Fleck ist über blieben. Du haft uns auch mit dir durch den H.Geist vereiniget, und zu einem Leibe verbunden, und vereinigest uns auch mit dir durchs heilige Nachtmaßt, durch Nieffung deines heiligenFleisches und Bluts, damit du dich uns gar zu eigen gibeft, dein Leben, deinen Geist, dein Fleisch und Blut, ia deine Gottheit und Menschheit ist unser, der gange Chriftus ist unser eigen, und du wilt in uns fenn, und wir sollen in dir seyn: du haft aus groffer Liebe deinen heil. Leib and Blut für uns geo: pfert amCreuß; Weil du uns ein mal lieb gewonnen, so hast du so eine beständige Liebe gegen uns, die stärder ist denn der Tod, dein Eifer ist fest wie die Hdde, ihre * Glut ift feurig, und eine Flamme des HErrn, daß auch viel Wasser diese Liebe nicht midgen aueld. schen, noch die Strôme erfäffuen, und wenn einer alles Gut in sei Hem Hause um diese Liebe geben wolte, so gilt es alles nichts. Ach mein Freund, wie freudig ist dein Hert, wie wacker ist deine Liebe! Das ist die Stime meines Freun des, fiehe, er tömmt und hüpfet auf den Bergen, und springet auf den Hügeln. Mein Freund ist gleich einem Rehe oder jungen Hirsch. MeinFreund ist weiß und roth, auserkohren unter viel taus senden. Sein Haupt ist wie das feineste Gold, seine Backen wie die wachsende Würg Gårtlein, seine Lippen sind wie Rosen, die mit fliessenden Myrrhen trieffen, seine Hände sind wie die güldenen Ringe vollerTürkissen, sein Leib ist wie rein Helffenbein mit Saphi ren geschmücket, feine Beine find wie Marmelsäulen, gegründet auf güldenen Füssen. Ach, du aller. schönster Bräutigam, ents inde eie ne herzliche innigliche brünflige Gegenliebe in mir, Füffe mich mit dem Kuß deines Mundes. Erquis de mich mit Blumen deines edlen lebendigen Geruchs. Labe mich mit Alepfeln deiner Lieblichkeit. Lege deine lincke Hand unter mein Haupt, und deine rechte Hand bertze mich. Ach, komme mein Freund, in meinen Garten, und is deiner edlen Früchte. Sege mich Kit 4 mie 18 wir ein Siegel auf dein Herß, und wie ein Siegel auf deinem Arm. Nimm weg aus meinem Herzen alles, was deine Liebe in mir hin bert: entfleide meine Seele von aller Creatur und Beit Liebe: mache fie bloß und lauter von al len irdischen Dingen, daß du dich allein mit ihr vermählen und ver einigen fanft, daß du sie allein ba ben und besitzen mögest und fein anderer mit dir. Du schönster Hoherpriester im heil. Schmud, eine Jungfrau musst du zur Ge mahlin haben, die nicht mit der Welt und mit fremder Liebe be fleckt ist: eine solche Seele nimft du gang an, Und sie nimmt dich gang an: eine solche Seele haft du tausendmal lieber, denn ein lie ber Bule seinen Bulen, über eine folche Seele freuest du dich tau, fendmal mehr, denn sich ein Bräu tigam freuet seiner Braut: einer folchen Seelen offenbarest du dich und bein aanges Herk, wer dich herglich liebet, den offenbareft du bich herglich. Ach meine Seele, beraiß der ganzen Welt, und wen, de dich ganz zu deinem Bräutis gam, so wird er Luft an deiner Schone haben, so wird er sich mit bir recht vereinigen, und du wirst Den Herrn erkennen. Er hat ia dir feine Liebe gang gegeben, und das durch fid) mit dir gang vereiniget; daß du dich aber mit ihm nicht gang vereinigen Fanft, das macht, Gebet Büchlein. daß du ihm deine Liebe nicht gang gegeben hast. Ach, wie gehet dieser liebfie Bräutigam umber, und fu chet eine liebhabende Geele, eine reine Jungfrau, mit welcher er sich vermählen möchte. Ach er hat folche gläubige heilige Geelen so lieb, daß er tausend Himmel veri lieffe, und wohnete in einer sol chen liebhabenden Seelen: mit derselben nimmt er alles gleich, Glück und Unglück, Leben und Tod: er nimmt einer solchen See len Creuß auf sich, und trägts, als wäre es sein eigen: er leidet mit ihr, arbeitet mit ihr, trauret mit ihr weinet mit ihr, führet sie durch Creuß und Trübfal, durch Hille und Tod mit sich; und so wenig als Ereuß und Tod ihm feine menschliche Natur nehmen, und von ihm trennen und abreissen können, so wenig können auch al le Trübfal, weder Schwert noch Hunger, weder Engel noch Für fienthum, weder Hobes noch Ties fes, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Leben noch Tod, ihm eine solche Seele neh men, und von ihm scheiden, denn er hat sich mit derselben in Emig, Feit verlobet. Ach bilf, HErr JE fu, daß wir das erkennen, diese hohe Himmels Gemählschaft und Königliche Vere recht bedencken, und mit dir ewig verlobet, vermählet und vereinis get bleiben, Amen. Register S 3 ( 9) Register. Über die Gesänge nach dem Alphabeth. Wo bey der Zahl ein* ftehet, deutet folches an, daß das Lied Eloten hat. 21 As 125 [ Ch, alles was himel und* 321 Uch, daß ein ieder nåhm 61 Ach Geill des Hichften Ash GOtt, es hat mich Ach GOtt, laß dein Ach GOtt, mich drückt ein Ach GOtt, thu dich erb. Ach GOtt und ZErr Ach GOtt, vom Himmel Ach GOtt, wie manches Ach GOtt wie schredlich Ach HErre du gerechter Ach HErr, du wolft die Ach HErr und GOtt du Ach HErr, wenn kommt Ach JEsu, dessen Treu Ach JEsu, meiner Seelen Ach, ist die Nacht schier Ach komm du suffer Ach, lieben Chriften, seyd Ach liebster, zeuch mich pag. Ach, ziehe mich, ach ziehe Ade, du süsse Welt Allein GOtt in der Höh Allein zu dir, HErr J. E. Alle Menschen müssen Allenthalben, wo ich gehe 818 288 Ach, mein Geist ist gank Ach, mein JEsu, sieh ich Ach mein JEsu, welch Ach, schone doch, o grosser Ach Seele dend und Ach, was sind wir ohne Ach, was sol ich Sünder Ach web, ach weh wo sol Ach, wen werd ich aufgel. Ach, wie bat das Gift der Ach wunder groffer Sieges 97 596 238 597 528 564 565 470 463 * 598 44 * 322. * 239 390 566 391 242 783 819 243 243 821 * 687 * 823 118 Alle Welt, was lebt und Als ich das Nichts nahm 1 Auf, auf weil der Tag Auf Christen Mensch, auf Auf Christi Himmelfahrt Auf diesen Tag bedenden 210 858 Also hat GOtt die Welt Also heilig ist der Tag 98 Also hoch hatGOtt geliebet 244 Amen, GOtt Vater und* 814 Armselige Hütlein meiner 617 142 244 688 689 646 Auf, auf ihr Reichs Genossen I 143 Aluf, auf mein Beift, auf Auf, auf mein Geist, mach Auf, auf mein Herz mit Wuf, auf mein Herz zu Auf, auf o Mensch Auf, erwecket euch) zum Auf, hinauf, o Seel 383 161 Auf, lobt den HErrn Auf, meine Freundin Auf, meinen lieben GOtt Auf, Seele, auf zum: 119 281 544 Auf, hinauf zu deiner 323 543 Auf ihr Chriften, Chrifti 471 820 Auf, ihr Menschen allzumal 12 9 * 99 762 280 2 479 119 797 689 323 472 Auf, Seele, JEfus, GOttes 351 Kit 5 Nof AufSeel, und dancke deinem 762 473 Auf verzagter Geist Auf Zion, auf Aus der tiefen Gruft Aus meines Herzens Alus tiefer Noth. Regifter Das edle Creuß macht Das Leben unfers Königs * 4 Das neu geborne 245 Das, mas Chriftlich ist 763 Dein Blut, HErr, ist Dein Erbe, Herr Dein Wort ist ia die Den Vater bort oben245 618 Ffiehl dem HErren Befiehl du deine BeglückterStand getreuer 544 178 Beglückter Stand, o suffes 574 Behalt Egypten deine* 546 Beklemmtes Herk Beschrändkt ihr Weisen 619 Bewein, o Chriften Mensch Brich durch, mein Bringt her dem HErrn Brunnquell aller Güter € Chrift, der du bist der Christe, der du bist Tag Chrifte, du Lamm GOttes Ehrifte, mein Leben Chriße, wahres Seelen Chrift fuhr gen Himmel Christ ist erstanden von Chrifti Leben tröstet mich Chrift lag in Todes Christ unser HErr zumChriftum wir follen loben Chriffus der ist mein Leben Chriftus, der uns felig. Whängt mein Heil Dancket dem HErren Dandsagen wir alle Dandk sey GOtt in der Dandt dem HErra ihr Das alte Jahr ist nun 352 * 69 70 646 * 127 784 784 71 391 764 120 100 204 13 690 71 Der alles füllt, Bor Der Bräutgam wird bald Der du bist und O Der du HErr JEsu Der falschen Christen Der frohe Morgen fommt Der Glaube fiegt und Der Glaub ist eine 72 798 574 474 37 224 444 476 196 690 Der wahre GOtt und. 100 Der wahren Christen Des unglücks Noth Die Freude macht es * 799 246 735 37 95 Der Gnaden- Brunn 824 Der HErr, der aller 180 Der lieben Sonnen Licht * 785 Der mit erblafften Wangen 725 Der schmale Beg führt 530 Der schmale Weg ist breit* 53E Der Tag der ist so freud. IS Der Tag ist hin, mein Geift 786 Die lieblichen Blicke Die Menschen suchen Die fanfte Bewegung * 15 764 Die Nacht ist vor der Die Seele Chrifti heilge 765 479 282 Der Tag if bin, mein.* 787 Der Tod führt uns zum 691 210 576 * 577 * 692 Die Güte des HErren, die 804 Die ihr mit Sünden gang* 63 Die Liebe leidet nicht 547 * 344 647 36 Die Seele ist dazu geboren 383 850 * 788 * 72 392 Die nach dem Alphabeth. 789 620 Die Sonn hat sich mit 197 144 Die Treue siegt und wird Die Tugend wird Die Zeit ist noch nicht da Die Zeit ist nunmehr nah Dir, dir Jehovah, wil ich Diß ist die Nacht, da mir Diß sind die heilgen Dreyeinigkeit, der Gottheit Du bist der Hertog meiner 354 Du bist ia, JEfu, meine Fr.* 480 Du edles Creuß Du Friedens Fürst Du Geist des HErrn, der Du GOtt des Lichts Du Lebens Fürst H.J.E. Du meiner Augen Licht Duo schönes Welt. Geb. Durch Adams Fall ist Durch Adams Fall und Du fagst, ich bin ein Christ Du unbegreiflich höchfles Du unvergleichlichs Gut Du wesentliches Wort Du wunderbares Gut Du zucker- surffes * 478 * 600 735 * 511 15 579 566 * 738 548 Erhalt uns HErr bey Erhebe den HErren, der Erhebe dich, o meine Seel Erleucht mich, HErr mein* 228 Ermuntre dich, mein schw.* 18 Ermuntert euch, ihr Fr. 128 Erneure mich, Dewges 740 445 766 Erquicke mich, du Heil der 827 120 Erschein du Morgenstern 768 ΙΟΙ 19 249 582 484 * 825 326 226 393 * 394 16 * 849 * 212 Gopten, Egypten gute* 694 Ehre mit Eins ist noth, ach HErr* 549 Ein Tropflein von den Reb. 739 Endlid) fol das frohe * 602 Entbinde mich, mein GOtt* 482 Entfernet euch ihr * 55 ¢ Erbarm dich mein, o HErre 248 Erführt hinein Ein Herk, das GOtt Ein Kind ist uns geboren Ein Lämmlein geht und Ein reines Hers, Herr, schaff 445 Eins Christen Hert fehnt 163 Erschienen ist der herrlich Erschienen ist die heilsam Erwach, o Mensch Er wird es thun der Erwürgtes Lammbas Esglånget der Christen Es halten eitele Gemüther Es ist das Heil uns komen Es iff gewißlich an der Es ist nicht schwer Es ist noch eine Ruh vorh. Es ist vollbracht Es kostet viel ein Chrift mag dis Esquillt mein Blut Es sind schon die legten Es spricht der Unweisen Es tranre wer da wil Ele, eile, meine Seele 838 Einer ift König, Immanuel* 481 Ein fefte Burg ist unser 6or 161 16 Es woll uns GOtt genådig 73 Emge Weisheit Jesu Chr. Ewig treuer Hirt der Seel. Ey Kindlein, sich wer rufet 580 603 648 767 371 694 290 726 229 303 * 25 * 485 * 741 812 727 230 324 197 355 810 811 Ey, mein Her sey unverz. F Ahre fort, fabre fort mit Fasse den Ausdruck der Folget mir, ruft uns das Fort, fort mein Herß du Fort, fort mein Herkjum Freu dich sehr, o meine Freuet euch, die ihr Freuet euch, ihr Christen * Regifter. Se 325 682 583 395 * 533 839 42 696 * Geheimniß voller Liebe Geh ich recht in der Seelen Gelobet sey der HErr Gelobet sey Jehovah der Gelobet sepst du JEſu Gib dich zu frieden Gib Fried, o frommer GOtt, da ich fonte keinen GOtt den ich als Liebe GOtt, der du heilig bist GOtt, ber du selber bist GOtt der Vater wohn uns GOtt des Himmels und GOtt gib einen milden 164 19 Friede, ach Friede * 305 Frisch auf, verzagtes Herk* 486 Frisch, frischinnach Frölich fol mein Für deinen Thron tret Furft aller Seligkeit Fürwahr mein GOtt, du 583 20 Geduld ist noth, wenns Gegrüsset seyft du meine 77 Geh aus, mein Herß und* 648 682 * 622 768 GOtt und Vater alles GOtt und Welt und GOtt wils machen GOtt wohnt in seiner Groffer GOtt, der mich Ecreußigter, mein Herke* 76 Prophete, Geduldigs Lämtein, JEsu 76 623 78 828 155 121 21 GOtt hat wahrlich nicht GOtt ist die wahre Liebe GOtt ist getreu GOtt fans nicht böse GOttlob, die Stund ist GOtt lob, ein Schritt GOttlob, mein JEsus GOtt lob, nun ist GOtt mein Vater, sey * 625 567 205 * 697 282 165 327 * 181 GOtt sey danck durch alle GOtt ses gelobet und 5 818 GOtt fey gelobt mit Fr. 156 GOtt sey ans gnädig und 198 GOtt Vater, Sohn und H. 206 GOtt Bater sende deinen Alelujah, imer weiter Hallelujah, lob, preis 698 396 63 Heiliger Geift, du 772 861 130 * 836 553 627 Groß und herrlich Guter Hirte, wilt du nicht 397 356 5 552 145 * 45 * 683 649 * 131 Heiligster JEsu, heilig. Helft mir GOttes Güte Herbey mein Herk HErr, aller Weisheit 21 HErr, besänftige mein HErr Chrift der einge 463 HErr, du Herrscher 769 HErr gib ach gib 487 447 145 HErr GOtt der du erf. HErr GOtt der du Himel* 448 817 771 129 HErr GOtt dich loben alle 158 HErr 534 39 386 384 628 nach dem Alphabeth. Hilf JEsu, bilf Bilf mir, mein GOtt Höchste Luft und Hochsler Formirer Höchsler Priester, der du Höchste Boutommenheit Hochheilige Drepeinigt. Holdseligs GOttes Lam Hüter wird die Nacht 3 Chrift, 123 all mitmacht* 606 HErr JEfu, erges Licht* 453 S 3charmer Mensch ich 258 251 Ich armer Sünder Ich armes Menschen 398 HErr JEsu Gnaden Sone 853 HErr JEsu, meine Ruh HErr JEsu, was von die HErr, lehr mich thun Herrlichste Majestät 78 ch bin getroft und freue 450 Ich bin GOttes Bild und 603 Ich bin ia Herr in deiner 182 HErr, mein Licht mein HErr, nicht schicke Ich danck dir lieber Ich danck dir schon 567 789 604 Hert, so du wirst mit mir* 802 HErr, und GOtt, der Tag HErr, wenn wirst du HErr, wie du wilt HerBallerliebster GOtt Herk, freue dich solcher Herglich gerne weit ich 701 Herzlich lieb hab ich dich, o 400 Herzliebster JEſu, was Herßlich thut mich verl. ch dancke bir demüthiglich Ich eile meiner Heimath Ich freue mich in dir 630 Ich freue mich in dem 451 Ich glaub an einen GOtt 357 Ich habe nun den Grund Ich hab ihn dennoch lieb Ich hab in GOttes Her 80 dh hab mein Sach GOtt 9h fomm ißt als ein 213 Ich laß dich nicht du musst* 840 Ich laß ihn nicht, der sich * 404 102 102 d lebe noch, diß find ch lebe nun nicht mehr Jch ruf zu dir, HErr J. 401 685 Ich rube nun in GOttes 231 Ich sehne mich zu fterben 39 I finge dir mit Herk HErr GOtt, dich loben wir 650 799 * 513 * 291 249 HErr GOtt, nun sey HErr, bore mich und HErr höre, was mein HErr, ich habe mißgeh. HErr JEfu Chrift, du HErr JEfu Chrift, dich HErr JEfu Chrift, meins 699 HErr JEfu C. mein Fleisch 397 HErr JEfu C. mein Leben 852 HErr JEfu C. mein Licht 449 HErr JEfu Christ, wahr 700 Hergoa unfrer Seligkeiten Heut ist ein angenehmer Heut ist und der Tag Heut triumphiret Hier lieg ich nun, o HErr Hier legt mein Sinn fich Hilf, GOit, wie gehts Hilf, HErr JEsu, laß 250 198 202 399 67 66 * 489 452 401 651 * 554 402 * 146 * 653 773 453 306 372 * 704 774 774 183 743 22 345 284 293 403 631 704 * 555 491 706 707 654 Register 199 Ich steh an deiner Krippen 22 Ich sterbe nicht, ich glaub 328 Ich suche dich in dieser* 406 Ich wart auf dich und sehne* 515 Ich weiß, daß mein Erldser 708 Ich weiß, ich weiß an wen 293 Ich weiß mein GOtt, daß 632 Ich wil dich lieben meine* 407 Ich wil, o Bater, allezeit Ich wil von meiner Misseth. 253 Jehovah dein regiren macht 184 Jehovah ist mein Hirt und 166 Jehovah ist mein Licht und* 147 Jehovah, nim von mir die 408 Jesaia dem Prophrten das 148 JEsu, als duerftlich famest* 728 Efu, deine heilge Wunden 81 Elu, deine Paßion, wil ich 81 JEfu, der du deine Liebe JEfu, der du meine Seele JEfu, frommer Menschen 46 254 46 Eju, aib mir deine Fille* 536 JElu, HErr der Herrlicht.* 607 JEsu, bilf, schau doch in gn. 608 JEfu, bilf fiegen, du Fürste 492 JEsu Jehovah, dein Blut 812 JEsu Jehovah, ich such u.* 409 JEiu, fomm doch selbst zu 410 JEfu, fom mit deinem B. 198 JEfu, Kraft der bidden H.* 830 JEfu, laß mich mit veri.* 47 JEfu lehre mich recht thatl. 387 JEſu, meine Freude JEsu, mein Heiland, mein Jesu, meine Liebe JEfu, meine Sonne 345 Esu meiner Seelen Leben 633 * 555 411 655 JEfu, meiner Seelen licht 82 glaubens zier* 294 JEsa, meines Lebens Leben 83 Eu, o du Troft der Seel.* 107 JEfu, rufe mich * 59 JEfu, Nube meiner Seel. 308 JEiu, wahres Lebens Brot 412 JEfu, wie sanft und wie so* 537 JEfu, zeuch mein Herk JEsus Christus unser Hei 48 land, der den Cod JEsus Chriftus unser Heis land, der von uns JEsus, JEsus, nichts als JEſus 103 214 635 584 709 JEins ist das schönste Licht* 413 TElus ist der beste Freund* 49 SEsus ist der schönste Nam 49 JEsus ist mein Leben JEfus, meine Zuversicht JEfus, selbst mein Licht, m. 454 Jbr armen Sünder kommt 255 ThrHergen, die die reine L. 440 Ihr Kinder des Höchften* 441 Shr Töchter Zions, kommt 358 Immanuel, des Güte nicht* 832 Immanuel, mein Bräutig. 360 In allen meinen Chaten In der Welt ist kein Verg. Fu dich hab ich gehoffet In dieser Morgenft. wil If doch der Fehler gar Ift Ephraim nicht meine 185 309 494 775 494 167 If GOtt für mich, so trete 329 Igo komm ich an die Pfort. 745 hund betrachten wir Set ist mein Geist beschw.* 496 124 K Ein Chrift fol ihm die* 585 Keinen bat GOtt 330 Kein nach dem Alphabeth. Kein großer Troft fan feyn 295 Kein Stündlein geht dahin 711 Keuscher JEGU, hoch von Adel 464 656 131 132 133 133 Komm, beug dich tief Komm, o GOtt Schöpfer Komm, beil. Geift, du b. Komm beilger Geist erfüll Komm heiliger Geift Herre Komm, himmlischer Regen 134 Komm, o fomm du Geist 136 Komm Trößter, Femm hern. 137 Komm sterblicher, betrachte 711 Kommst du, kommst du Kommst du nun JEfu vom Kommt, helft mir den sch. Kommt her zu mir spricht Kommt, ihr lieben GOttes Kinder 5 24 656 586 * 658 Rommt, lasst euch den HEr. ren 23T Kommt, feyd gefafft zum L.* 815 Kommt vom Himmel hoch 66 Rorie Eleison. Litaney Kyrie GOTT Vater in E wigkeit 568 148 f Af dich, GOtt du verl. Lafft ab von Sinden Laffet uns den Herren pr. Loffet uns den HErren preis sen, und vermehren Laß mich dich mein Heil. Lasset uns mit JEfu ziehen Lebt Chriftus, was bin ich Lebt iemand so wie ich, so 842 Lebt iemand so wie ich so lebl 843 Siebe die du mich zum 167 636 729 103 * 659 310 538 105 Lieber GOtt, vergib die S. Liebes Herk, bedencke doch Liebster aller Lieben Liebfier JEsu, du wirft t. Liebster JESU, Gnaden, Sonne 256 855 636 36r 660 Liebster JEsu, in den Tagen 834 Liebster JEiu, liebstes Leb.* 517 Liebster JEfu, wir find hier 200 Liebster Bater, ich dein K. 256 Litaney 568 Lobe den Herren, den mächt. 66r Lobe den Herren, o meineS.* 662 Lobe, lobe meine Seele 663 Lobe, oSeele, den mächtigen 664 Lobet den Herren, denn er ist 800 Lob sey dem allerhöchfien 856 Lobet den HErrn, ihr Heid. 59 Lobt GOtt ihr Christen allz. 24 Lobt und erhöht des groffen 800 Sm Ach doch den engen Ze bens- Weg Mache dich mein Geift Machs mit mir GOtt nach deiner Güt 538 517 713 Macht hoch die Thür, die Thor macht weit * 6 Man lobt dich in der Stille 665 Maria hat das beste Theil* 362 Meine Armuth macht mich schreyen * 416 Mein Augen schließ ich ist* 791 Mein Erldser kennet mich 587 Meine Hoffnung stehet feste 186 Meine Liebe lebet noch Meine Lust und Hergens, Freude 106 85 einen Register. Meinen J. laß ich nicht, ach 417 Mein JEfus fiebt mich an 257 108 417 Mein König lebt 186 Mein Salomo, dein Mein Seufzen bricht Mein treuer Hirt, wie 157 Meinen JEfum laß ich Meine Seele fencket fich Meine Seele erhebt den Meine Seel, ermuntre dich 84 Meine Seele, wilt du ruhn* 418 Meine Seel ift fille Meine Seel, fomm in die Meines Lebens beste Freude Meine Sorgen, Angst Mein Freund ist mir ein Mein Freund zerschmelßt Mein Geist, o HErr nach Mein Geist und Sinn ist Rein gnung beschwerter Mein GOtt, das Herz ich 637 312 557 853 588 Mir nach, spricht Chriftus * 589 Mit Ernst, o Menschent. Mit Fried und Freud ich Mitten wir im Leben find Monarche aller ding 414 168 312 Morgen Glang der Ew. n 455 ZIE * 259 713 Mein Troft, damit ich nacht 323 Mein Vater, jeige mir Mein Vater, zeuge mich Merd, Seele, merck was * 51 25 556 667 556 333 333 Mein Gott, du weiſst am 187 Nachdem das alte Jahr 41 * 55 ich preise deine* 189 Mein GOtt und König 665 voller Nim von uns HErr GOtt 570 Mein GOtt und Vater * 332 Nimm von uns HErr, du 570 84 138 667 Nun bitten wir den H. Num dancket alle Gött Nun freut euch lieben Nun, GOtt løb, es ist 296 200 Nun gute Nacht, du eitles 558 Nun ich habe GOtt * 172 Nun ist es alles wohl Mein Heiland eilt zum Mein Heiland, nimm mich 791 Mein Heiland nimmt die* 170 Mein bergens JEsu m. Mein Herße schwinge dich Mein berße fol nun Mein Herß sey GOttes Mein Herke, wie wandest Mein Herk, wirf alle Mein Hirt ist gut Mein holder Freund ist* 364 Mein JEsu dem die Ser.* 285 Mein JEsu, der du mich* 610 Mein JEfu, der du vor dem 21s Mein JEsu, hier sind deine* 216 Mein JEfu, füffe Ceelen 346 Mein JEfu, schönstes Mein JEsu, treuster Fr. Mein JEfus ist getreu 107 59 L 52 Ullerhöchster Mensch. 778 daß * 498 * 54 109 539 6 * 65 Nun komm der Heiden Nun lasst uns den Leib Nun lafft uns gehn und Nun lasst uns GOtt Nun lob mein Seel den Nun mein Geist sol GOtt Nun ruhen alle Wälder Nun sich der Tag geendet Nur frisch hinein Nur mein JEfus ist mein O 715 148 * 996 95 7 715 41 gor 667 157 791 792 593. * 420 nach dem Alphabeth. * 559 668 JEfu, du mein Braut. DJEsu, JEsu GOttes OJEsu, tomm zu mir DJEsu, lehre mich, wie DJEfu, mein Bräutig. OJEfu, meine Luft O, daß ich taufend D, der alles hätt verloren D, du allenfüsste freude D, du allertiefft: Liebe D, du Herkog meiner D, du Hüter Ifrael Ddu Liebe meiner Liebe D, Durchbrecher aller D, du süsse Lust Defne mir die Perlen DEmigkeit, du donnerw. DEwigkeit, du Freudenw. Dfinstre Nacht, wenn DFrenden Licht, das in DGOtt, der du aus DGOtt, du frommer DGOtt, du tiefe sonder OGOttes Sohn, HErr OGOttes Stadt, o DGOtt, wer dieses Beben O grosser GOtt von Ogroffer König JEsu O Haupt, voll Blut und O beilige Dreyfaltigkeit O beiliger Geift, bey Oheilig, heilig, heilig Dheiliger Geist, o heiliger DHErre GOtt, dein DHErr, dem alles muß DHErr, mein GOtt, ich D Herß des Königs aller DJEsu Chrift, dein OJEfu C. der du mir alles 375 DJEsu Christ, der du mir* 124 DJEfu Chrifte wahres DJEfu Chrift, ich preise DJEfu, Christ, mein DJEsu, der du dich von DJEsu, du bist mein 138 421 * 366 500 * * 86 JEsu, meine Wonne 456 347 745 759 746 716 805 159 458 * 150 286 * 749 747 571 68 87 778 139 778 * 141 201 638 297 * 261 * 26 DJEsu, meiner Seelen JEfu, süß, wer dein DJEfu, füffes Licht 611 207 422 * III OJEsu, wabrer Arkt OJEsu, wilt du noch Dihr auserwehlten mmanuel, mein DKönig aller Ehren Lamm, das meine O Lamm GOttes ficht, vom Licht, o Liebe, die den Himmel O Mensch, bedencke flets O Menschen Freund, o D Menschen Kind, wilt Mensch, wie ist dein Dreicher GOtt von Dreines wefen, lautre Seele, taß des Geistes O süsser Stand, o feligs Dfiffes Lamm, HErr D füffes Lamm, laß mich D ftilles GOttes Lamm Otheurer Trifter H. D Cod, wo ist dein Stachel O Traurigkeit, o Hertel. Bater, allmächtiger Vater Herk, o Liebes D Vater, unfer GOtt, es Dunbegreiflich herrlich Ursprung des Lebens 425 D, was für ein herrlich 217 426 428 638 * 348 * 740 854 * 459 56 78@ 298 217 * 518 670 60 96 88 375 7 718 * 219 * 560 201 639 459 208 388 809 540 539 141 816 97 153 849 $ 19 * 429 * 430 377 was Register D, was sind wir in dir, Jesu 686 Oweh, o weh wo sol ich* 263 D Welt, fieb hier dein Leben 88 D, wie selig send ihr doch* 719 D, wie felia sind die Seelen* 378 D, wie sucht der Geift der* 502 Dwir armen Sünder D wüsler Sünder 89 265 m Range Welt mit deinen 389 Preis, Lob, Ehr, Ruhm,* 671 R Inge recht, wen Gottes 502 314 503 NRuhe ist das beste Ristet euch, ihr Christen S 266 Ug an, o Mensch, wer 431 Schaff in mir, GOtt, 818 Schaff in mir, Gott, ein Schaffet, daß ihr selig Schaffet, schaffet Mensch. Schak über alle Schäße Schau, JEsus kommt mit Schau meine Armuth an Schmücke dich, o liebe Schönfter aller Schönen* 434 Schönfter Immanuel Schopfer aller Menschen 560 Schutte deines Lichtes 434 Sos 460 504 366 220 432 221 299 780 * 367 Schwing dich auf, o meine Seele, du musst munter Seele, fans du was ergründ. 42 Seelen Bräutigam, Seele, was ermüdst du 435 Seele, was ist schoners wol* 61 Seelen weide, meine* 640 Selig, ia felia, wer willig 594 Seliaftes wesen, unendliche* 153 Seyd froh, ihr unbefleckte 541 27 112 Seyd zufrieden, lieben Sep frölich alles weit und Eev frölich im Herren, du 380 Sep hochgelobt, barmh. Gey Lob und Ehr dem Sieh, hie bin ich Ehren Siehe, ich gefallner knecht Siehe, mein getreuer Cingt dem HErrn nab So bin ich nun nicht mehr So bist du nun gefommen Eo führst du doch recht So hab ich nun den Fels So ist denn nun der Temp. So ist denn nun die Hütte So ist nun abermal von Solt ich meinem GOtt Sonimm/ denn hin mein So oft ein Blick mich Go oft mein mund dein So ruht mein Geist in Go tret ich demnach an So wahr ich lebe spricht Steh doch, Seele, sieh Steh ich bey meinem Treuer Hirte, deiner Treuer Vater deine Liebe Treuer Wächter Ifrael Triumph, Triumph es 11 172 67% 521 266 Ber Unerschaffne Lebens 90 673 * 52 * 190 335. 112 * 29 793 174 675 562 222 859 176 Sterb ich mit, werd ich mit 91 Stilles Lam und Friede f.* 542 Straf mich nicht in deinem 268 Suffer JEsu, deiner 782 315 781 267 1004 436 Treuer GOtt, ich muß 506 Rautfter JEfu, Ehren 611 232 572 * 114 299 * 194 Unjer nach dem Alphabeth. 612 Was kan ich doch für Bas lobes soln wir * 32 442 Was mein GOtt wil, 857 as mich auf dieser Welt 92 234 Was von aussen und von Was wilt du dich doch Weg Lust du Unlust volle Herß, 300 469 Net wil ich dir geben 720 Weg, mein her, mit den 269 522 allem, was da Wellnichts gemeiners ist, Welch eine Gorg und Welt, ade, ich bin dein Unser Herrscher, unfer Uns ist geboren GOttes Unter denen groffen Unter Lilien iener Freuden Unveranderliches Wesen Unverfälschtes Christenth. Verborgner GOtt Vergiß mein nicht Verliebtes Luft, Spiel Versuchet euch doch Victoria, das Lämmiein Victoria, mein Lamm Voukommenheit du Vom Himmel hoch da Vom Himmel kam der Von GOtt wil ich nicht X W Uch auf, wach auf du Bach auf, mein Herk Bach auf, mein Herz und Wach auf, du Geift der Bachet auf ihr faulen Wachet, wachet ihr Jungf. Wachet auf, ruft uns die Wann endlich eh' es Zion Wår GOtt nicht mit uns Warum betrübst du dich Barum folt ich mich) QBarum wilt du doch für Bas alle Beisheit in der Bas beweget mich zu Bas gibft denn, o Mas GOtt thut, das ist Was hat doch des Biehes Was hincket ihr betrognen Was ist doch diese Zeit 380 178 * 466 287 115 * 753 461 32 33 336 * 73r 17 782 468 * 523 524 732 * 615 614 192 Belt, packe dich Meni bas nagende Gewissen 154 338 Benn dein herzliebster Wenn dieses Haus der Benn dort des Allerhöchst. Wenn einer alle ding Wenn erblick ich doch Wenn GOttes Kraft sich Wenn ich mein Herk vor Wenn meine Sund mich Wenn mein Stündlein Wenn Vernunft von Wenn wir in höchsten Wer das Kleinod wil Ber dencket an der Höllen Werdemunter, mein G. Werde munter, meine S. Wer dort den Engeln 337 Wer GOtt vertraut 193 676 677 642 564 642 436 641 93 235 612 Qer weiß wie nahe mir 211 2 721 524 * 755 * 339 zor 845 722 732 443 437 507 526 93 723 94 573 508 761 795 803 160 34° Ber im Herzen wit erfahren 60 Wer ist wol wie du 57 Ber ifi wol würdig fich 527 er nur den lieben 194 Ber sich im Geißt beschneidet 43 Ber stårcket mich ein Lied 807 Ber überwindet, fol vom 509 723 Wer Register 724 368 847 Wer wird nach diefem 462 Wie bin ich, HErr, fo unbefl. 510 Bie bin ich noch fo theur g. 837 Wie fleucht dahin der M Wie freut sich mein Herg Wie gut iste doch in Gottes Wie hat Gott die Mensch. Wie herrlich ifte ein schäft. Wie fündlich groß find doch* 34 Wie lang schlagt ihr mich* 270 Bie lange fol ich dañ, o J.* 272 Wie lechter doch mein G.* 439 Wie schön ist unsers K. 677 182 * 757 Wie schönleuchtung der M. 369 Bie fol ich dich empfangen. Wie thöricht handelt doch 8 Bie meb ift mir, o Freund Wie wird doch so gering die Bie mohl hast du gelabet Wie wohl ist mir, daß ich n.* 350 2:23 317 595 65 Wir Menschen sind zu dem 202 Wo Gott der Herr nicht ben 616 Wohlan meinSieges F.* 844 Wohlauf mein Herg zu 6. 528 Wohl dem, der nur GOtt* 341 Wohl dem, der sich mit Ernst 236 Wohl dem Menschen, der 203 Wohl pin, JEfus meine Fr.$ 8 Wo ist meine Sonne blieb.* 796 Wo ist mein Schäffein, das* 277 Wolt ihr den HErren finden 542 Weit ihr euch nun, ihr Fr..* 934 Bomit fol ich dich wol lob. 679 Woran fehlts immer mehr 278 Bofol ich fliehen hin Wo sol ich bin, wer hilfet Bunderbarer König Wunderlich isGOttes Sch. 195 3 33 Erfließ mein Geiß in* 342 Bruch mein geliebtes 36 30n float mit Angst und 616 Zu dir erheb ich meine Sinn 758 * 274 Zu dir, HErr JEsu komme 303 Bir glauben all an einen 288 Zulegt gehts wohl dem, der* 645 Bie mobl if mie, o Freund* 318 Sie wohl ist mir, wenn ich 319 Wir Christentent babnikund 36 Bir ab von mir 279 846 * 680 COL COLLECTEN Auf die Fest- Tage. Advent Sonntage. 1. Bereitet dem HErrn den Weg, Hallelujah, Machet feine Steige richtig, Hallelujah. 2. Machet die Thore weit, und die Thüre in der Welt hoch, Hallel Daß der König der Ehren einziehe, Hallel. Weyhnachten, 3. Uns ist ein Kind geboren, Hallelujah. Ein Sohn ist uns gegeben, Hallelujah.. 4. Das Wort mard Fleisch, Hallelujah. Und wohnete unter uns, Hallelujah. 5. Euch ist heute der Heiland geboren, Hallelujah. Welcher ift Chriftus der HErr, in der Stadt David, Hallel Meu Jahrs Tag. $ 6. HErr, du crinest das Jahr mit deinem Gute, Hallelujah. Und deine Fustapfen triefen von Fette, Hallelujah. 7. Die Güte des HErren ists, daß wir nicht gar aus sind, Hallett Und seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, Hallel: Epiphanias. 8. Die Heiden werden in deinem Licht wandeln, Hallelujah.. Und die Könige im Glange, ber aber dir aufgebet, Hallel. 9. Lobet den HErrn alle Heiden, Hallelujah. Und preifet iba alle Völcker, Hallelujah. 10. Das Boldk, so im Finslern wandelt, fiehet ein groffes: Licht, Halleluiah. Und über die da wohnen im dunckelen Lande scheinet es helle, BEL Licht Meffen. an. Err, nun- låfest du deinen Diener in Friede fahren. Denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen... Maria Derkündigung. 12. Siehe, eine Jungfrau ist schwanger, Hallet.. Und wird einen Sohn gebären, Hallel. 13.Das Wort ward Fleisch, Hallel. Und wohnete unter, uns, Hallel. Die faften Zeit. 14. Chriftus iftum unser Miffethat willen verwundef, Und um unserer Sinde willen zerschlagen. 25. Die 40( 0) 201 15. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Friede hätten. Und durch seine Wunden sind wir geheilet. Grünen Donnerstage. 16. Ce oft ihr von diesem Brot effet, und von dem Kelch des HErrn trindket. Solt ihr des HErrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. 17. Der HErr gibt Speise denen, so ihn fürchten, Hallel. Und gedencket ewiglich an seinen Bund, Hallel. 18. Dancket dem HErrn, denn er ist freundlich, Und seine Güte währet ewiglich. Oftern. 19. Christus ift um unser Günde willen dahin gegeben, Hallel. Und um unser Gerechtigkeit willen auferwecket, Hallel. 20. Christus von den Todten auferwecket, flirbet Hinfort nim mer, Hallel. Der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen, Hallel. 21.Chriftus hat dem Tode die Macht genommen, Hallel. Und das Leben und ein unvergänglich Wesen ans Licht bracht, Hall: 22. Jch weiß, daß mein Erlöfer lebt, Hallel. Und er wird mich hernach aus der Erden auferwecken, Hallel. immelfabrt Chrifti. 23. Christus ist aufaefahren in die Höhe, Hallel. Und hat das Gefängniß gefargen geführet, Hallel. 24. GOtt fäbret auf mit Jauchzen, Hallel. Und der HErr mit heller Posaune, Hallel. 25. Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Bater, Hallel. 3u meinem GOtt, und zu eurem GOtt. Ullel. Pfingsten. 26. Schaff in mir, GOtt, ein reines Herk, Hallel. Und aib mir einen neuen gewiffen Geift, Hallel. 27. HErr, lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen: denn da bist mein GOtt. Dein guter Geißt fübre mich auf ebener Bahn. 28. Der Himmel ist gemacht durch das Wort des HErrn. Hall. Und alle seine Heer durch den Geift feines Mundes, Hall. Trinitatis. 29. Wir loben GOtt den Vater, Sohn und H. Geist, Hallel. Und preisen ihn von nun an bis in Ewigkeit, Hallel. 30 Heilig, heilig ist der HErr Zebaoth, Hallel. Que Land find seiner Ehren voll, Hallel. 301 Johannis feft. 31. Bereitet dem HErra den Weg, Hallel. Madhyet feine Steige richtig. Hallel. 32. Gelobet sey der HErr, der GOtt Ifrael. Denn er hat besuchet und erlöset sein Vold. 33. Siehe, ich sende meinen Engel vor dir ber, Hallel. Der deinen Weg vor dir bereiten fol, Hallel. A 34. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüsten: Hallel. Richtet den Weg des HErrn, Hallel. 9 Maria Seimsuchung. mchun 35. Lobet ihr Berge mit Jauchsen, Hallel. Denn der HErr hat sein Bolck getröntet, Hallel. 36. Treuffelt ihr Himmel von oben, Halleland la 08 Und die Boldken regnen die Gerechtigkeit, Hallel.mun 37. Er flöffet die Gewaltigen vom Stuhl, Hallel. Und erhebet die Niedrigen, Hallel. Michael, d Din 1 16502523 38. Der HErr hat seinen Engeln befohlen über die Hallel.mone Daß fie dich behüten auf allen deinen Wegen, Hallel, 39. Lobet den HErrn, ihr seine Engel, ihr starcken Helden, Hallel. Die ihr feine Befehl ausrichtet. Hallel. 4o Der Engel des HErrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, H. Und hilft ihnen aus, Hallel. Collecten insgemein GO: t gib Fried in deinem Lande. Glück und Heil zu allem Stande. HErr zeige mir deine Wege, Hallel. Und lehre mich deine Steige, Hallel. Bittet, so werdet ihr nehmen, Hallel. Daß eure Freude vollkommen sey, Hallel. Rufe mich an, spricht der HErr, in der Zeit der Noth, Hallel. Co wil ich dich erretten, und du solt mich preisen, Hallel. Hilf uns, GOtt unsers Heils, um deines Namens willen. Errette uns, und vergib uns unsre Sünde, um deines Namens willen HErr, handle nicht mit uns nach unfern Sünden. Und vergilt uns nicht nach unser Missethat. Wir haben gesündiget mit unsern Båtern. Wir haben mißgehandelt und find gottlos gewesen. Lim -3( 0) 2 Um Regen. HErr, du feuchteft die Berge von oben, Hallel. Du machest das Land voll Früchte, die du schaffest, Hallel. Aller Augen warten auf dich, HErre. Und da gibest ihnen ihre Speife zu seiner Zeit. Um gut Wetter. HErr, erzeige deine Gnade und Güte, Hallel. Stuf daß unfer Land in schönem Wetter sein Gewächs gebe, Hallel. Danksagung. Dancket dem HErrn, denn er ist freundlich. Und seine Güte währet ewiglich.sa Bey Begräbniß. HErr, nun lässt du deinen Diener in Friede fahren. Denn meine Augen haben deinen Helland gesehen. Ich weiß, daß mein Erldfer lebet, Hallel. Und er wird mich hernach aus der Erden auferwecken, Hallel Selig find die Todten, die in dem HErra sterben, Hallel. Der Geist spricht: daß fie ruhen von ihrer Arbeit, Hallel, Deine Todten werden leben, Hallel. Und mit dem Leichnam auferstehen/ Hallel. ENDE. De Call as follo Smagiad mu et CH 100 Jurnal) in10 Nice Leachlese Einiger theils alten, theils noch nie gedruckten Lieder. in himmel tragen. Glaub', ich hab ein mutter herk. 6. GOtt du kommst in meinen orden, Bist der fünder bluts. freund worden, Du bist mein, und ich bin dein. Dein creuß, dein grab, deine crone, Dein fleisch, blut, Geist mit dem throne, Das raumst du mir alles ein. 7. Du schenckst mir die reine feide Der gerechtigkeit zum Fleis de; Schuld und ftrafe nimmst du bin. Selbst der richter fan die fünden, Auch nicht eine an mir fin den; Weil ich in dir, JEsu, bin. 8. Ach, wie groß ist mein vers derben, Doch du schwörst, ich sol nicht sterben. Helfer, hilf! ich flieh zu dir. Alle sünder die ges kommen, Hast du willig anges nommen. Sehnt sich nicht dein herß nach mir? I, Don dem Vlamen JEfu. Me'. O wie felig sind die S. D Und D, Anfang und ens de, Nimm mein herg in deine hånde, Wie ein topfer seinen thon. Meister, laß Dein werd nicht liegen, Hilf mir beten, wachen, siegen; Bis ich steb vor deinem thron. 20 2. D blut bråutgam meiner feeten, Du wilft dich mit mir ver. mählen; Nun so nimm das Ja wort hin, Welt, fahr hin mit lust und schätzen; JEsus sol allein ergegen Mich als braut und fås nigin. 3. Kommt ihr fünder, eilt zum Sohne, Chriftus ruft vom gnas den throne: Friede, friede sey mit euch. Weg mit eurem trau er fleide; Ich bin eure cron und freude. Sünder sind mein him melreich. 4. Beinet nicht dem Held zur schande, Der durchbrecher aller bande, Lebt und schwingt die sie ges fahn. Troll dich welt, fleisch, alter drache; JEfus führt der bidden fache, Wagts getroft auf diesen Mann. 5. Ich bin JEfus, dein Erbar. mer, Trit doch her zu mir, du ar mer; Denn dein iammer ist mein schmerk. Hör doch auf, mein find, mit klagen, Ich wil dich CEA, OR 9. Israel, du haft gerungen Mit GOTT, und sein herk bes zwungen, Auch das höllen heer erlegt. Dein arm führt des HErs ren kriege In mir völlig aus zum siege; Bis mein haupt die crone trägt. 10. Wer an eigner kraft verza get, Und auf JEfu kraft es waget; Trägt den weissen stein davon. Alle teufel mögen rafen, Fleisch und welt zu furme blasen, Da fraft, held, sprichst ihnen hohn. II. Dend ich an des Lammes weide; So hüpft mir mein herg für a Nachlese einiger 2 für frende. Süffe, füsse wird sie seyn. Meinkamm wird mit tan fend lachen Mir die himmels. thür aufmachen; Ach kam ich noch heut hinein! 12. Meister, führe du die sache Reiner feelen; was ich mache, Taugt un gilt doch nichts vor dir. Du weisst auch aus bösen dingen Etwas guts hervor zu bringen; Mach es, wie du wilt mit mir! 13. Laß die fünden sich aufthürs men, und die höllen- fluthen stür men; GOttes stadt wird nicht be wegt. Kan das täublein nirgends raften, Nimmt es Noah in den lasien; Bis die wellen sich gelegt. 14. JEfus hängt in seinem blute, Groffen fündern nur zu gus te. Trit herzu verwundtes herk; Siehst du nicht dein opfer han aenFür die fänden, die begangen. Glaube so stillt sich dein schmerß. 5. Pfleger aller himels gaben, Auch abtrünn'ge sollen haben Von dem, was dein herk besitzt. Sauer ward dir das erwerben; Geben kostet dir kein sterben. Gib, was mir, doch dir nichts nicht. 16.Bolt ihr eine quelle wissen, Da man alles fan geniessen? Cilt zur fülle JEsu Christ. Hier ist der born für die finden, Und ein Canaan ju finden; Wo nur milch und honig fliesst. 17. Führe mich durch dick und dünne, Du hast allzeit guts im finne; Es qlångt dein verborgner pfad. Meine feinde mögen las chen, Künstlich drehen ihre fachen, Es siegt doch dein hoher rath. 18. Der, den Mofis strahlen schrecken, Muß sich hinter JEsum stecken; Der hat das gefeß erfüllt. Wer ihn an die spige fiellet, Wird von feinem feind gefället; Denn er ist ihm sonn und schild. 19. Sieh um troft ist mir sehe bange, JEfu, JEfu, wie so lans ge? Hörst du nicht mein ängsts lich schreyn? Doch ich weiß, daß dein verweilen, Unders nichts, als nur ein eilen. Drum wil ich gang stille seyn. 20. JEfus lebt als überwinder. Freuet euch mit mir ihr fünder; Sprechet allen feinden hohn. Diefer held steht uns zur feiten, Lasst uns durch ihn månlich streis ten. Eronen sind der sieger lohn. 21. Mag mich gleich die welt nicht kennen, Kan ich doch Gott Bater nennen; Wie sein Geift mir jeugniß gibt. O wie sehn ich mich zu sterben; Denn ich sol als Find beerben, Meinen Vater, der mich liebt. 22. Satan mag mich hart vers tlagen, und auf mich mit fäuflen schlagen. JEfus bleibt mein wort und licht. So viel stimmen als Er wunden, Schreyen: gnad! in solchen stunden, Co, daß GOtt das hertze bricht. 23. Nun dein name sey in nd then, Wenn du mich auch woltest tödten; Meine zuflucht für und für Daran wil ich mich erquicken, Bis auserlesener Lieder. Bis ich dich selbst werd erblicken. Sole mich nur bald zu dir. 2. Don der Leutseligkeit GOt. A tes und Chrifti. Mel. Ermuntre dich mein. efo hatGOtt die welt geliebt, ( Das mercke, wer es höret!) Die welt, die GOTT so hoch bes trübt, Hat GOtt so hoch geehret, Daß er sein'n eingebornenSohn, Den eingen schatz, die einge cron, Das einge berg und leben, Mit willen hingegeben. 2. Ach! wie muß doch ein ein ges find Bey uns hie auf der er den, Da man doch nichts als bos, heit findt, So sehr geschonet wer deu; Wie higt, wie brennt der Ba, ter finn, Wie gibt und schenckt er alles hin, Eh als er an das schens den Des ein'gen nur wil denden. 3. GOtt aber schenckt aus frey, em muth Und freuen milden her gen, Sein einges tind, sein höch, ftes gut, In mehr als tausend schmerken: Er gibt ihn in viel schmach und pein, Ja in den creu gestod hinein: 3u unerhörtem leide Stifft GOTT sein einge freude. 4. Warum doch das? daß du, o welt, Frey wieder möchtest ste, hen, und durch ein theures låse, geld Aus deinem fercker gehen: Denn du weisst wohl, du schadde braut, Wie, da dich GOtt ihm an vertraut, Du, wider deinen orden, Ihm allzu untreu worden. 3 5. Darüber hat dich sünd und tod, lind satanas gefellen, 3u bite frer angst und barter noth, Bes schlossen in der höllen, und ist hier gar kein andrer rath, Als der, den GOtt gegeben hat: Wer den hat, wird dem hauffen Der bollen, feind entlauffen. 6. GOtt hat uns feinen Sohn verehrt, Daß aller menschen we fen, So mit dem ewaen fluch bes ( chwert, Durch diesen fol ge nefen; en die verdammniß hat umschränckt, Der fol durch den, den GOtt geschendt, Erldsung, troft und gaben Des ewgen les bens haben. 7. Ach! mein GOtt, meines les bens grund, Wo sol ich worte fins den? Mit was für worten fol mein mund Dein treues herk era gründen? Wie ist dir immers mehr geschehn? Was hast du an der welt ersehn, Daß die so sehr dich höhnet, Du so gar hoch gee cronet? 8. Warum behieltst du nicht dein recht, und liesseft ewig presi fen Dieien'ge, die dein recht ges schwächt Und freventlich vergess fen? Was hattest du an der für lust, Von melcher dir doch war bewusst, Daß fie für dein verscho nenDir schåndlich würde lohnen? 9. Das herk im leibe weinet mir Für grossem leid und grå men, Wenn ich bedencke, wie wir dir So gar schlecht uns beques men: Die meisten wollen deiner nicht, 92 Nachlese einiger 4 nicht, Und was du ihnen zuges richt't Durch deines Sohnes büs fen, Das treten sie mit füssen. 10.Du, frommer Vater, meinst es gut mit allen menschen, kin dern; Du ordneft deines Sohnes blut, Und reicht es allen fündern; Wilst, daß sie mit der glaubenss hand Das, was du ihnen zuge, wandt, Sich völlig zu erquicken, Fest in ihr herge drücken. 11. Sieb aber, ist nicht immer, fort Dir alle welt zuwider? Da baueft hier, du bauest dort, Die welt schlägt alles nieder: Darum erlangt sie auch fein heil; Sie bleibt im tod, und hat kein theil Am reiche, da die frommen, Die GOlt gefolgt, hinkommen. 12. An die, o GOtt, ist keine schuld, Du, du haft nichts ver schlafen: Der feind und hasser deiner huld Ift ursach deiner stra fen, Weil er den Sohn, der ihm so klar Und nah ans herk gestellet war, Auch einzig helfen solte, Durchaus nicht haben wolte. 13. So fahre hin, du tolle fchaar, Jch bleibe bey dem Soh ne, Dem geb ich mich, deß bin ich gar, Und er ist meine crone. Hab ich den Sohn, so hab ich guug; Er ist, der meine, fünde trug, Sein' angst ist meine frende, Sein sterben meine weide. 14. Ich freue mich, so oft und viel Jch dieses Sohns gedencke: Diß ist mein lied und fäitenspiel, Benn ich mich heimlich fråncke, Wenn meine sündjund missetbak Wil grösser seyn als GOttes gnad, Und wenn mir meinen glau ben Mein eigen herg wil rauben. 15. En, sprech ich, war mir GOtt geneigt, Da wir noch fein de waren: So wird er ia, der kein recht beugt, nicht feindlich mir mitfahren Anigo, da ich ihm verfühnt; Da, was ich böses te verdient, Sein Sohn der nichts verschuldet, So wohl für mich erbuldet. dan 90 16. Fehlts hie und da: en un verzagt, kaß sorg und Fummer schwinden; Der mir das größte nicht versagt, Wird rath zum kleinern finden. GOtt hat mit seinen Sohn geschenckt, und für mich in den todt gesenckt, Wie solt er, lasst uns dencken, Nicht alles mit ihm schencken. 17. Jch bins gewiß, und sterbe drauf, Nach meines GOttes willen: Mein creat und ganger lebenslauf Wiro fic) noch frölich ftillen. Hier hab ich Gott und GOttes Sohn, und dort bey GOttes ftuhl und thron, Da wird fürwahr mein leben In ewgen freuden schweben. 3, Dom 5. Abendmahl. mel. Mein JESU, der du. Quf, feele, schicke dich, Dein Heiland nahet sich. Geh ihm entgegen. Nimm abschied von der luft, Und laß fort deine brust nichts eitles begen. 2. DR 4userlesener Bieder. 2. Der wird dein gast, o geift, Den das, was himmel beisst, Nicht kan umschliessen. Der, dem Die welt ju flein, Gibt sich im brot und wein Dir zu geniessen. 3. Oliebe, die sich bier In ih rer schönsten zier Vollkommen geiget. Hald, der fein ziel be Fant, Die über den verstand Der engel steiget. 4.Was ist, o Lamm, ein staub, Ein mensch, der würmer raub, Ein mensch, die made, Daß du ihn so ergoß'st, Daß du ihn wür, dig scháy'st So hoher gnade. 5.Ach wie komm ich dazu, Daß so ein HErr, wie du, Mein haus beschreitet? Daß mir das höchste gut Von seinem leib und blut Ein mahl bereitet? 6. Doch, da dirs so gefällt, Hab ich mich eingestellt, Da wilft es haben. Dein wortent fchuldigt mich, Bey diesem halt ich dich: Du wirst mich laben. 7. Bin ich gleich arm und bloß, Co wird dein holder schoos Mich doch umgeben. Die arke ney ift ia Nur für die Francen da Zu ihrem leben. 8. Nur glauben schencke mir, Der mich, mein argt, mit dir Genau verbinde, Damit mein Francker geist, enn er dein mahl geneusst, Gesundheit finde. 9. Laß dein gesegnet blut, Das lauter wunder thut, Mein herg durchdringen. Laß diesen edlen faft Trost, heil und lebens fraft ir armen bringen. $ 5 10. Der leib, der für die welt 3um opfer dargestellt. Sey meis ne speise. Durch deren kraft mein geist, Der sich der welt entreifft/ 3um bimmel reise. 11. Diß pfand von deiner huld, Die dich für meine schuld Ju fod getrieben, Verbinde meinen finn, Go lang ich leb und bin, Dich treu zu lieben. 12. Wie du, D böchfies aut, Dich mir mit leib und blut Haft übergeben, Co wirde du in mir, Daß ich hinwieder dir Mag ei nig leben. 13. Gib, daß mein blut, bas dein, zu deinem ruhm allein, O Mittler, walle: Daß, wenn mein hert sich regt, wenn meine ader schlägt, Dein lob erschalle. Laß deiner angst und noth Mich 14. 3euch mich in deinen tod! stets gedencken. Laß sie wie spor. nen syn, Die mich vom eiteln schein Zur wahrheit lencken. 15. Gib, daß ich als ein zweis, An faft und leben reich, nun an dir bleibe, Und als in dich vers fetzt, Stets frisch und unverlegt, Viel früchte treibe. 16. Mein leben sey in dir, Dein leben sen in mir. Nimm mich zu eigen. Ich wil auf dich nun fehn, Und nur die wege gehn, Die du wirst zeigen. 17. Du haft an mir gethan Ein werd, das niemand kan Nach würden preisen: Gib, daß ich 03 willig Viachlese einiger 6 willig sey, Dem nächsten lieb und tren Auch zu erweisen. 18. Zulegt erlaube mir, Daß ich auch bort mit dir 3u tisdbe liege; Und mich in deinem reich Mit Abraham zugleich An dir vergnüge. 4. Ruhe in den Wunden JEfu. Mel. Menfch bewein. Etrübtes her, faß einen fus blut Mit findlichem vertraus en; Berlaß die finfire schwer, muths nacht, Gott ist kein GOtt der trauren macht, Wilst du sein antlik schauen, So hulle dich in JEfum ein, Der ist der mann, der ists allein, Der uns muß gnad erwerben, Denck nicht wie du ge fallen bift, Dann wann die schuld gleich blutroth ift, So tilgt sie doch dein sterben. 2. Sein sterben ist der fünder glück, Wir lagen in des teufels frick, Des bildniß wir annah, men: Allein er lud die schuld auf sich, Und ward ein fluch und warb um dich, Gefallner Adams, faamen; Und machte aus dem höllen brand, Dem quaal und marter zu erkannt, Ein find und GOttes erben. Das lafft mir ein erbarmen seyn! Herk, bring in diß geheimniß ein, Dann dir gilt auch fein sterben. 3. Sein fierben hat auch dich erkauft, Du bist auf JEsus tod getauft, Hier haft dupfand und fiegel, Wann nun der teufel an bich sett, Wann dich sein schlans gen stich verletzt, So schwing die glaubens flügel, und halte dich mit herg und mund An dem mit ihm erricht'ten bund, Er lässt dich nicht verderben, Er steht dir bey mit starcker hand, Du bist bey ihm in gnaden, stand Halt dich nur an fein fterben. 4. Kommts dir gleich wie uns möglich über dir Noch walte mit erbars men; Weil du der schuld zuviel gemacht, und alle guter umges bracht, Such doch ihn zu um armen. Machs so, wie das vers lorne find, Bring JESU deine feel und sünd, Sein blut wird dich auch färben, Sein blut macht arme sunder rein, Wann sie noch so unheilbar seyn, So heilt sie doch sein sterben. 5. O JEsu, meine schuld ist groß, Doch senck ich mich in deis nen schoos, Den offnen born der gnaden. Dein theures blut komm über mich, Dein JEsus herß ers öffne sich zu heilen meinen scha den, Trit als ein arkt zu deinem knecht, Ich bin verflucht, du bist gerecht, Jch zaple im verderben; Du aber bist vor GOTT mein ruhm, Du hast mich dir zum eis genthum Erkaufet durch dein sterben. 6. Dein flerben ist mein troft allein, Diß fol mein eingigs wissen seyn, Ich wil sonst nichts begeh! auserlefener Lieder. begehren. Nimm ehr, vernunft und glück dahin, Nur laß mein her stets wo ich bin Von deinem fterben hören. HErr JESU Chrift, erbarme dich, Und wie du bir gabft müh um mich, Als dei, ne braut zu werben, So gib, daß ich im lieben treu, Und auch im tod versichert sey, Du helfst mir durch dein sterben. 7. So fomm denn längst ge wünschtes arab, Ich nenn dich, weil ich JEfum hab, Mein fanf, tes hochzeit bette. Doch sey es JEfu heimgestellt, Er komm und nehm mich von der welt, Von Ker dars jammer fiådte, Früh oder fpat, mir gilt es gleich, Sein wil le ist mein himmelreich, Er lässt mich nicht verderben, Sein blut ist meiner feelen bad, Sein creus tes tod mein lebenspfad, So kan ich felig sterben. 5. Donder Freudigkeit des Glaubens. Mel. Durch Adams Fall ist. troft, Mein Heiland seyn und bleiben, Der mich geliebet und erlöft, Rein g'walt sol mich abtreiben; Thm wil ich mich ganz williglich Von hergens grund er. geben, Es mag mir seyn weh oder fein, Mag sterben oder leben. 2. Mit meinem lieben JEfu lein Wil ich gar wol bestehen, Wenn ich mitten durch noth und prin Nach GOttes will'n fol ge hen. Was wil mir denn wol haben an, Welt, teufel, tod und sünde? Beym Jefulein, dem Heiland mein, Fh allzeit rets tung finde. 3. Auf diß mein liebes JEh lein Wil ich vor GOtt felbst tres ten, Vor allen feinden sicher ſeyn, mein' seele wohl zu retten, Zum leben fein zu gehen ein, und lieb lich anzuschauen Den Heiland schön, den ich gesehn Aühier als lein im glauben. 6. Mel. Mein JEsu der du m. Erschein erwünschter tag, Un elend wendet; An dem die eigens dem plag Und lieb Samt allen fleisches. trieb Sich einsten endet. 2. Ich sehne mich nach dir, und wünsche mit begier, Dem abzusterben, Bas meine feel ver Legt, und mich in jammer fest Durch sein verderben. 3. HErr JEsu, fteh mir bey, Mach alles in mir neu, Daß ich finn, Und was ich hab und bin, Dir gang ergebe. 4. Wie wird sich doch der math, Zusamt der adern blut, In mir erfreuen, Wann du nach deinem bild, Das lieblich mic und mild Mich wirft er. neuen. 5. Wer also in derzeit, Durch flerben sich bereit, zu seinem ens de; Der gibet seine seel Von dieser 04 Nachlese einiger diefer leibes. höhl Ins Baters hånde. 6. Er ist dem mandrer gleich), Der aus dem mörder reich, mit noth entgangen, und einem den einmal Viel ångfien, noth und quaal Gar hart gefangen. 7. Er geht den schmalen steg, Und richtet seinen weg Hin nach dem himmel: Die fünde macht ihm bang, Das harren wird ihm lang Im welt getümmel. 8. Er eilt mit seinem finn, Aus diesem elend hin, Nach 3i ons bügeln; Und schwingt sich aus der welt; Ins frobe him. mels zelt, Mit glaubens flů geln. 9. Dann dorten ist sein schak, Sein ruh und fammel plaß, Sein wahres leben. Da ist der fchöne ort, Da fromme fort und fort In freuden schweben. 10. Der tod ift fein gewinn, Es fteht fein ganger finn Von hier zu scheiden, und vor des fönigs thron, In einer gnaden cron Den geift zu weiden. 11. Sein herge freuet fich, Bann es vom legten stich Nur etwas höret: Weil weder angst noch leib, Ihm feine feelen freud Hinführo fidhret. 12. Er gehet in die rus Und schliefft die augen zu, GOtt wird ihm geben, So gleich nach dieser zeit In freud und herrlichkeit Vor ihm zu leben. on 7. Mel. Fabre fort, Zion fabre. Reue dich,:,: Seele! JEfus is bein freund, Der dich ewig, evig liebet: Der dir, da du noch fein feind, Millionen proben gi bet, Wie er liebe dich herzinnig, lich: Freue dich, freue dich). 2 Reiß entzwen:: Reisse durch der liste band: Alle fesseln müss sen springen; JEfus bietet dir die hand: Darum muß es dir ge lingen: Er, dein freund, steht dir allmächtig bey: Reiß entzwey! reiß entzwey. ARAN PER 3. Eile bald:,: Eile, und ergib dich ihm, Deinen freund mit leib und feele; Sieh dich nicht nach andern um: Eile! dich mit ihm vermähle. Schaue, wie sein hertze nach dir wallt! Eile bald! eile bald. 4. Unverrückt!:: Unverrückt umfasse ihn, Deinen freund mit glaubens armen: Er gibt fic) dir willig hin, Schliesst dich ein in sein erbarmen, Wirst an ſeine liebes bruft gedrückt, Unverrückt, unverrückt. 5. Nåhre dich:: Nun an sei ner liebes brust: Sauge gnade, licht und leben, Kraft und stårde, freud und lust, Dein freund ist dir preiß gegeben. Er ist dein hier und dort ewiglich, Nähre dich, nåhre dich. 6. Dande ihm:: Deinem freund mit herg und mund: Siche, wie sein lieben grünet! Ale angerlesener Lieder. Alle augenblick und stund Hat er frischen dand verdienet: Seele, de ihm! dancke ihm. 8. E C 43 665 54 6 63 2 6 6** 5 6.6 hin ņ 430 5 4 323 HE Seele. 3th Chliebe dich herzlich, o JE fu, vor allen, Du bist es, an dem ich mein einzig gefallen: Ich fuch dich, ich lieb dich, ich wil dich umfassen, Ich wil dich fest halten, Ich wil dich nicht laffen. folge dieser wecker stimm: Dans JEsus 2. Mein liebstes Find, foltest du lieber mich haben Als andere? liebest du etwa die gas ben? Wie, wenn du vom lieben nichts soltest geniessen, Somsch, te wol etwa die liebe zerfliessen? S.3. Ich liebe den geber nicht 6 665 ** 6 66 um das geschencke, So viel ich mich kenne, und wie ich gedende: Ich hoffe in diesem theil tren zu bestehen, Wenn du, o mein JEsu, die probe woltst sehen. I.4. Woltst du mich so berts lich und inniglich lieben, und ges gen mich deine treu dennoch auss üben, Wenn ich dir die güter der erden entrisse, Und in das vers achtete armuth verstiesse? S.5. Wer an dir, o JESU, find't alles vergnügen, Der fan sich in dieses mit leichter müh fügen: Ich werde mich für den 05 begü, 10 Nachlese einiger begüterften schågen, So lange Du bleibest mein einkig ergehen. J. 6. Wie aber, wenn ich dir die ehre ließ nehmen, Daß, die dich geehret, sich nachmals dein Schämen? Wie würd'st du ben schmach und verachtung dich hal, ten? Es möchte die liebe wol ets was erkalten. S.7.Laß ehre, gunft, herrlich, Feit immer hinfließen, Laß miß gunst, verachtung und spott mich beziehen. Ich wil es gedultig and willig verschmerzen, Und nimmer ermüdet, dich lieben von Hertzen. J.8. Gefängniß, band, mar ter, schmer, elend und leiden, Das möchte die liebe, so zwischen uns scheiden: Wie würdest du wol in der probe beflehen, Wenn Du für mich soltest jum tode hin gehen? S. 9. Ich wolte mich um dich, mein leben, berschlingen, So kön te fein marter noch tod mich bes zwingen, Ich wolte anhalten mit lieben und glauben, So fin te mich niemand des lebens bes rauben. werd ich nicht müde dich dennoch ju lieben: Ob deine treu hilfe zu wancken mir schiene, So muß es zu meiner verstärkung nur dienen. J. 10. Wie, wenn ich mich flellte, als wolt ich dich fliehen, Co dürft wol die welt dich mit lift zu sich ziehen? Du wird's dich dem, der dich anlocket, ver: g'fellen, Dich gegen den, der sich berflellet, verstellen? S. 11. Du kanst nicht von her. en die menschen betrüben, Drum J. 12. Ich könte dich gleich, wol verstossen zur höllen, Dann würde man sehen, wie du dich macht'st stellen: Du würdef auf bören zu lieben, und haffen Den, der dich nunmehro hätt gånglich verlaffen. S. 13. Ach! lieber, wie solt'st du das können und wollen, Und halten fo theure zusagung nicht sollen; Du haft den bekehrten zy helfen versprochen: Was du mir bereitet, wird nimmer gebros den. J. 14. Wer wolte mich zwin gen, dich funder, zu lieben, Ein'n solchen, der öfters mich pflegt zu betrüben? Ich hasse die bösen, und liebe die frommen; Ein reis nes herg laff' ich vor mein gesicht kommen. S.15.J leugne nicht, daß ich gesündiget babe, Doch glaub ich, bein blut mich von fünden wäscht abe; Und da du mich wegen der fünde woltft haffen, So wolt ich dein eigne gerechtigkeit faffen. J. 16. Wer dabey mich faffet, bem ist es gelungen, Dein glaus be, mein liebfie, der hat mich begawungen. Ich lieb dich, ich halt dich, ich wil dich nicht lassen, Ich wil dich annehmen, ich wil dich umfassen. 17. S. außerlesener Lieder. S. 17. Beständig bey meinem borfage zu bleiben, Wolst du mich Durch deinen Geißt stetig antrei ben, und daß ich denfelben auch ses Be ins wercke, Berleih mir, HErr, Fräfte und göttliche starde. J.18. Im lieben getreu bis ans ende verbleibe, Mich nim. mer ju laffen aufs neu dich vers schreibe: Bon dir wil ich, liebste, wol nimmer mehr weichen, Bis ich dich heim hole beym todes: verbleichen. S. 19. Jm lieben getren bis ans end ich verbleibe, Dich nim mer zu lassen aufs neu mich ver. Schreibe, Bon dir wil ich, liebster, wol nimmermehr weichen, Bis du mich heimholeft beym todes. verbleichen. 9. Vom rechten Dienst im Kampf. Mel. Zerfließ meinGeift in. Seele. Ch habe dich im alauben überwunden, Mein Heiland, und bin sehr vergnügt, Daß ich in dir die sieges kraft empfunden, Die fiets in meinen fåmpfen fiegt. Ich binde dich durchs glaubens band, Da gibst du dich in meine hand, Und spricht: der glaube fan mich binden, Sonst laß ich mich nicht überwinden. II Verspreche mir viel segen, traff und beystand; Weil mir sonst nies mand helfen kan. Ich laß dich nicht, ich laß dich nicht, Bis mir dein freuden dicht anbricht. So lange wil ich mit dir ringen, Und in die gnaden füll eindringen. 2. Mein arm schlingt sich um dich, mein herzen Heiland, Ich laß dich nicht, du GOttes mann, JEfus 3. Wie heißest du? Seele. HErr, Jacob ist mein name, Doch tämpf ich noch, um meinen sieg. Ich führe noch als ein gerechter saame Von Abras ham, den glaubens krieg. 3. fus. Jch nenne dich nun Ifrael, Dein glaube brenne rein und hell, Dadurch du mir bist obger legen, Ich schende dir des Bas ters segen. Seele. 4. Nun weiß ich auch, wie ich dich recht sol nennen, Du bist mein Heiland JEsus Christ. Von ito an will ich dich besser Fennen, Wer, und wie gnadens reich du bist. Ich meine zwar, ein harter mann, Den niemand überwinden fan, Hått mich zu diesem tampf geführet, Dabey mich furcht nnd angst berühret. 5. Jgt freue mich, da ich dich, HErr, besieget. Wenn du bald wieder fämpfen wilft, Bin ich bereit, weil niemand unterlieget, Denn du mit deiner kraft erfülft. Vermag ich nichts, so weine ich, Das, weiß ich, JEſu, jammert dich, Daß du nur spielft, und wenn du schreckest, Zu gleicher zeit mich auch bedeckeft. 6. I bleibe fest in deiner gnade Nachlese einiger 12 gnade fiehen, und schaue fiets dein angesicht. Ich werde nun aus fraft in fråfte gehen. Mein glaube wohnt in deinem licht. Dheilig, heilig is der ort! Der HERR hat mir mein ohr durch, bohrt. Ich sol fein fnecht nun ewig heissen. Wer wil dis feste band zerreissen? 7. Und wenn du mir gelenck und büft perrenckeft; So hinck ich zwar, doch bin ich starck. Ich weiß, daß du nun eirig an mich Denckest, Begleitest mich bis in mein sarg. Alspenn nimmst du die bürden ab, Und führest mich durch tod und grab 3u deines Salems purpur bühnen, Im weiffen fleide dir zu dienen. 10. Von der Liebe JEfu gegen den Sünder. Mel. Mein Geyland nimmt, Ch weiß, daß mein Erldfer geblutet, Der held, vor dem die holle bebt, Der meine schuld bey GOTT vergufet; Er lebt, und hat sein angesicht Aus lauter lieb nach mir gericht't, Und wil mir gnade, fried und leben In seinen blutgen wunden geben, Da fich mein neist zu ihm erhebt. Ich weiß, daß mein Erldfer lebt. 2. Schweig fatan, von der bölle fiill, Sie ist nicht mir, nein, dir bereitet; Jchy bins, den JE, fus retten wil, Ob gleich dein grimm entgegen streitet, Mein Heiland nimmt die fünder an, Sein wort hat mir es fund ge than, Verdriesst es dich, so klingt mirs schöne: Blåck immer die verfluchten zähne, Du machst nicht, daß mein herg erbebt. Ich weiß, daß mein Erldser lebt. 3.Ich freu mich sein, er wohnt in mir, Mit ihm ist mein gemüth ein kuchen, Er öffnet mir die gnas den thür Und lässt mich nichts vergeblich suchen, Wann mich die last der fünden drückt, So Friedh ich als ein wurm gebückt Nach seinen ausgespannten ar men, Und schmecke wie vor liebs erbarmen Gein herg an armen sündern klebt. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. 4. Schlägt Mofis, Steden auf mich ju, So fagt dem ång stenden gewissen Sein geift, bey der gestöhrten ruh: Dein JEfus hat den fluch zerriffen, Sein sieg, vollkommnes feyer fleid, Das deine blisse zugedecket, Und so gleich wird der trost geschmecket, Der an dem wort des glaubens Flebt. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt. 346. 5. Was meine fünde schlimm gemacht, Welst GOtt auf meis nes JEfu rücken; Ich kan, trok finstrer chwermuths nacht, Des Baters liebes herg erblicken. Mein Hoherpriester, GOttes Sohn, Hat als der rechte Aaron Auf seimer brust mich eingegras ben, auserlefener' Lieder." ben, Und wil auf mich die auf ficht haben, Da er zur rechten GOttes schwebt. JIch weiß, daß mein Erlöser lebt. 6. Kein schmergen drücket meinen Geist, Den er nicht auch im hergen fühlet, Er weint, wenn mich ein fummer beifft; Und wenn mein hert ihm lieder spies let, Co macht sein vor wort mein gesang Bor GOtt zu einem füssen klang, So labt er mich mit gnaden früchten, Um allen wehs muth zu vernichten, Die meiner freude widerstrebt; Ich weiß, daß mein Erldser lebt. 7. Wann satan unvermerct gesucht mich als ein weißen forn, zu fichten; So hat mein JEfus ihm geflucht, und ließ sich nicht sein werd zernichten, Ich lag', er half mir wieder auf, und hemm. te den verruchten lauf, und riß mich aus dem schlund der höllen, Nun darf der höllen hund nur bellen, Hier steht das wort, wo von er bebt: Ich weiß, daß mein Erldser lebt. 8 Dwifftens olle fünder doch Wie gut mir JEfus liebe schme, det, Sie båtten längst bem fanf ten joch) Die hälse willigst dar. gestrecket, Ach, arme seelen, hd. ret mich, Ach! lasst euch nicht so liederlich Den eitlen tand der wohluft blenden, Auch euch wil JEfus gnade senden, Nar daß ihr ihm die ehre gebt. Jch weiß, daß mein Eridser lebt. 13 9. Denckt nicht, der sünden sind zu viel, Nein, glaubt nur, dem verfluchften fünder, Die gnade hat nicht maaß und ziel, GOTT wil gefallne Adams Kinder. Je heftiger der schlangen stich, ge mehr gehört der argt für dich. Drum eilt; er windt, er ruft, er schrepet, Er heilt, er triftet, er er freuet Das herk, das ihm nicht widerstrebt. Ich weiß, daß mein Erldfer lebt. 10. Diß alles ist kein bloffes wort, Ich hab es nicht von hdren fagen, D nein, mein GOtt, mein heil, mein hort, Hat kraftig bey mir angeschlagen, Ich hört ihm zu und gab ihm raum, Was ich empfunden tar fein traum, Ich hab ihn und sein herk geschme det, Diß hat ben mir den trosters wecket, Diß macht, daß sich der mund erhebt: Ich weiß, daß mein Ertöfer lebt. 11. Im mittelft lach, verblendte welt, Du wirst durch dein gespott zu schanden, Ich weiß, wer mit dir freundschaft hålt, Der wähe let glaß fiatt diamanten, Du setzft den deinen treber vor, Ich war ia felbfi ein solcher thor, Und ließ mich deine lary bethdren, Doch hinfort wil ich dich nicht hören, Ich seh den fluch, der an dir Flebt; Ich weiß, daß mein Ers löfer lebt. 12. Ja, liebffer freund, bu lebft in mir Und schencksi mir tausend fuffe blicke, Was ich fort leb, das leb Nachlese einiger 14 leb ich dir, weil ich mich nur an dir erquicke, Du solst mein GOtt und alles seyn, Ich geh aufs neu das bündniß ein, Dir wil ich le, ben, leiden, sterben, So fan ich nimmermehr verderben, So heiffts auch, wann man mich ver, gråbt: Ich weiß, daß mein Er, isfer lebt. und laß ihn nicht. 2. Jch wil wie Jacob mit ihm ringen, Jch bete, weil ich beten Fan, Ich wil ihm meine lieber bringen, Ich greiffe es im glaus ben an, Ich rufe bis sein herge bricht, und fein mund mir den fegen spricht. faecht, Er schüßet mich, and spricht mir recht. II. 6. Die hoffnung låsset mich Don der Derleugnung fein nicht fallen, Sie ist mein ander felbst und der Welt. Mel. Wer nur den lieben. Ch wende mich von allen dine gen, in dem Sturm, Ift mein gebet gleich nur ein lallen, Und ich ein armer erben wurm, So werd ich doch von ihm erquickt, Es ist mir gut, was er zuschickt. hin. Ich weiß, es wird mir wohl gelingen, Ob ich gleich frand und elend bin. Mein hoffen ist auf ihn gericht, Ich halte ihn, 7. Er ist mein hirt und meis ne weide, Er ist mein arkt und meine freude, und meiner mat, lebens faft; Er bleibet ewig ten seelen fraft. Er ist mein schak, der mich ergeßt, ann mich des creußes dorn veri letzt. 3.Ich muß den neuen namen haben, Ich werde überwinder feyn; Wie wird sich da das herk erlaben, Wann es mit GOttes gnaden schein Sich völlig wird. umgeben sehn, In seiner kraft einher zu gehn. 5. Wie solte ich dann von ihm wancken, Wann mich das creus zu boden drückt? Nein, es sol herß, finn und gedancken, Wann er mir eine probe schickt, Jhm desto mehr ergeben seyn; Ich lies be ihn auch in der pein. 8. Jch bleibe gänglich an ihm hangen, und gebe allem gute nacht; Ich fan hinfort sonst nichts verlangen, Als was mich fromm und selig macht. Mird dieser zweck an mir erreicht, was schadets, wann mein leib era bleicht. 12. Dom himmlischen Jeru falem. 4. Er ist mein licht und meine sonne, Er ist mein feelen brauti gam, Er bleibet meines hergens wonne, Er ist das reine GOttes, Lamm, Er ist mein König, ich sein mer fan, Denn meine feele ist die Mel. Wie schön ist unsers. Ch zieh mich auf den sabbath wie ich ime an, braut, auserlefener Lieder. braut, Die nun dem manne wird vertraut: Jgt fömmt der bråu tigam und holt sie hin, Wo fie in ewigkeit ist fönigin. 2. O auldne stadt, ich grüsse dich: OKönig, sieh, ich neige mich! Vor deinem Föniglichen thron Ist hingeworfen meine cron, Jeund umfånget mich die herrlichkeit, Dir mir war zu gedacht von ewigkeit. 3. Von welchen theilen fang ich an, zu schauen diesen him. mels plan? Hier ist ia alles hoch und groß? Verwundern muß ich mich nur bloß, Die gange stadt ist prachtig zugericht, Alhier ist alles urch und durch voll dieſem ort? Wie? lebt man 9. fein mensch an licht. 4. Man sehe doch wie glängt das thor, Wie ftrahlet dort die mauer vor, Ifts möglich, daß die alte stadt Mich noch so lang behalten hat? Ey, warum fam ich nicht schon längst hieher, Mein theil zu nehmen an so gros fer ehr? 5. Ihr Engel, führet mich herum, Ich bin des Königs eis genthum; Ich fing auch Hallelu: ja mit, und bin der fünden gleich falls quit, So zeiget mir dann alle herrlichkeit, Die mir mein bräutigam hat zubereit. 25 ste in der welt; Nichts ist, das nun die lust zurücke hält. 6. Viereckigt liegt die schöne fladt, Die so viel grosse freude bat, Ach, wie erquickst du mich mein GOtt, Ob aller meiner laft und noth, Die ich ausstehen muß 1 7. Ich leuchte, wie der sonnen. glang, Darob ich mich entsege gang, Weil ich den andern bure gern gleich Nun bin in meines Vaters reich; Hier firalet eine fonn die andre au: Die braut hat solchen glang von ihrem mann. 8. Ach brecht gesundheitss blätter ab, Daran fich unfer hers ke lab, Sie wachsen und vor uns ser haus, Sind alle morgen new heraus; Brecht ab, Hier kan man nicht mehr fünde thun: Wir wollen in der reinen wohluft ruhu. hier denn fort und fort? Da ruft der König von dem thron: Hier ist kein tod, mein lieber Sohn; Wer einmal lebt, der lebt in ewigs feit. O übergrosse wonn und himmels freud. 10. Wir singen dir Imma nuel. Ach hört, wie flingt das spiel so hell? Hier ist nichts neuves anzusehn, Wie harffens spieler chdre stehn, Auch hier in diesem himmel schwebt hers um Des Lammes ewges Evan gelium. $ II. Wo ist denn nun die trüb: fal bin? Wie? daß ich itzt so frölich bin? Hier sehe ich am gläsern meer, Hört all ihr him, mels bürger ber, Wie doch mein harffen spiel so berglich klingt: IS Vachlese einiger 16 Ich finge mit, weil hier ia alles fingt. 12. Auf Thabor war es auch wol schön, liebe, dich ver, Flårt zu sehn; Allein die lange ewigkeit Geht über Thabors Furke jeit: Hier war es recht, Hier macht ich hütten her, Wenn nicht die stadt selbst eine hütte war. 13. Auf! laffet uns noch für der gehen, Der gasen herrlichkeit zu sehen: Für freuden bin ich ausser mir Ob solcher schönen pracht und zier; So gar ist mir die helfte nicht gesagt Von dem, was iko meinen geist behagt. 14. Kaum fam ich in die neue welt, In dieses schöne himmels. selt, Da sind die thrånen abge wischt, Ich wurd an leib und feel erfrischt. Mein herk, diß ist die füffe ewigkeit, zu welcher du ge, schaffen in der zeit. 15. Vielleicht ists nur ein süf fet traum? Gib deiner phantasie nicht raum. Nein, es ist amen, das ist ia, Die angenehme zeit ist da; Nun geht mein leben an vor GOTT zu stehn, Jch darf nicht müde seyn, nicht schlafen gehn. 16. Hier fall ich hin vors Lams mes thron, Da lieget nachmals meine cron: Preis, lob, ehr, ruhm, danck, fraft und macht Sey dem erwürgten Lamm gebracht, Diß ist das Lamm, dem ich gefolget bin: So sieht es aus, mein herk, schau ewig hin. 17. Alhier ist auch kein glos den schlag, Nicht vormittag und nachmittag; Der ort ist unver gleichlich schön, Daran man sich nicht satt tan sehn: Diß ist der unbeschreiblich lange tag, Dem Feine nacht sein licht benehmen mag. 18.So geh ich nun im licht um her, Ich strahle starck und glåns gesehr; Also, also hat mich bei dacht Das Lamm mit seiner him mels, pracht! Preis, lob, ehr, ruhm, danck, fraft und GOttes macht Sey dem erwürgtenkamm davor gebracht. 13. Don der Leutseligkeit Gots tes und Chrifti. Mel. Liebster JEfu wir find. Esus Christus, GOttes Lam, Sft für unsere schuld gestors ben, Hat bezahlt am creuges stamm, Und die freybeit uns ers worben: Wer die fünde wohl bereuet, Wird durch Christi tod erfreuet. 2. GOtt, der selbst die liebe ist, Preiset seiner liebe wunder, Da, wie sein Sohn, JEsus Christ, Starb für alle feind und fünder: Sind wir durch diß blut gerech te, Trifft der zorn nicht mehr die knechte. 3. Ja, so wir verföhnet sind, Weil der Sohn ist hingegeben. So wird das erflandne find Noch vielmehr uns durch sein leben ben Selig machen, die er brüder Heisst; und seines leibes glieder. 4. Aber nicht alleine diß, Son, dern weil wir sind im Sohne, Welcher selbst der fünden biß Seilet, daß er in uns wohne; En, fo rühmen auch wir fünder, Daß 1 10. auserlesener Lieder. 6 P ⠀⠀ IMPE 66 65 0 7 6 19 wir nun find GOttes finder. 5. Hochgelobet, jagen wir, Va ter, in den himmel oben, Siehe, wie die fünd allhier Noch wil in uns immer toben. HERR, du wolft den Geist uns geben, Daß wir ewig in dir leben. 14. Jeev Trimmphs Lied über den gee Fommenen Heiland. Esus ift fommen, grund ewis ger frenden, 2 und Danfang und ende steht da. Gottheit und menschheit vereingen sich beyde: Schöpfer, wie komst du uns men schen so nah! Himmel und erde erzehlets den beiden. JEsus ist kommen, grund ewiger freuden. 2. JEfus ift kommen, ach hd rets ihr fünder, JEsus ift tom, 6 6 5 0666 HANNTENUE 12 14 men mit wasser und blut. Schaue et, der bürge verschuldeter finder Låsset fich würgen, und allen zu gut; Macht aus gottlosen gottfe lige finder. JEsus ist kommen, ach hörets ihr finder! 3.JEfus ift fomen, die lieblich fte crone Seines erhabenen Bas fers ist hier; Holet sich fünder, und führt sie zum throne.O der erstau nenden liebessbegier! Dancket der liebe, ergebt euch dem Sohne, Jee fus Nachlese einiger 18 fus ist komen die lieblichste crone. 4. JEfus ist komen, nun sprin, gen die banden; Stricke des todes: die reiffen entzwey: Unser durch brecher ist nunmehr vorhanden. Er der SohnGOttes, der machet recht frey; Bringet zu ehren aus funden und schanden. JEsus ist fomen, nun springen die banden. 5. JEfus ist kommen, der stars de Erlöser Bricht dem gewapnes ten starcken ins haus: Sprenget des feindes befestigte schlösser; Führt die gefangene siegend her aus. Fühlst du den stårckeren? fatan, du biser! JEfus ist koms men, der starcke Erldfer. 6. JEfus ift komen, der Fürste des lebens; Sein tod verschlinget den ewigen tod. Gibt uns, ach hörets doch ia nicht vergebens, Ewiges leben, der freundliche GOtt: Glaubt ihm, so macht er ein ende des bebens. JEsus ist fommen, der Fürste des lebens. 7. JEfus ist komen, mein Goel der lebet. JEfus mein blutes, freund nimmt sich mein an. Fein des macht vor ihm erzittert und bebet: Er ist der ihnen gewachse ne mann. Er ists, der mich aus dem ftaube erbebet. JEfus ist fommen, mein Goel der lebet. 8.JEfus ist kommen, Jehovah ist Hirte Welcher sein hirten amt freulic) verwalt't; Für euch vers forne, verwundte, verirrte, Hat ihm die liebe das herge gespalt't, Daß er euch ewig mit leben bei wirthe. JEfus ist kommen, Jet hovah ist Hirte. 9. JEsus ift kommen, als JE sus, versiehets! Alles, was an ihm ift, schmecket nach heil. Schmache tende schåflein, fommt, schmeckets und sehets. JEsus ist euer bescheis denes theil. Wagets im glauben, ergreift ihn, so gebets. JEſus ist kommen, als JEsus, verstehets! 10. JEsus ist kommen, der Kö nig der ehren. Himmel und erde rühmnt feine gewalt. Dieser Mos narche kan hergen bekehren; Defe net ihm thoren und thüren fein bald: Denckt doch, er wil euch der crone gewähren. JEsus ist kommen, der König der ehren. 11. JEfus ift fommen, die ewi geliebe. Liebe, du bist uns recht nahe verwandt. Liebe, du liebst uns mit feurigem triebe. Liebe, du unser Blut Bråutgam ges nannt. O daß mein alles sich in dich erbübe! JEfus ist kommen, die ewige Liebe. 9 12. JEfus ift kommen, o gül denezeiten! Morgen Stern, der uns im hergen aufgebt. Mittler, du machest nun eines aus beyden. Ziehe uns nach dir, o Liebes. Ma gnet. Meister zu helfen, du siehst uns zur feiten. JEfus ist kom men, o güldene zeiten! 13. JEfus ist kommen, troft aller betrübten, Welche der ofen des elends bewährt. Euer noth helfer hilft, glaubts ihr geliebten, Herrlich aus allem, was euch hier ber auserlesener Lieder. 19 befchwehrt: Cronen erwarten Echat der verarmten, der nas euch, o ihr geübten, JEfus ist kommen, Troft aller betrübten. ckenden schmuck, Starcker schuß wider des feindes anfallen, Jesus ist kommen, der schönfle für allen. 14. JEsus ist kommen, ein opfer für fünden. Sünden der gangen welt tråget diß Lamm. Sündern die ewge erlösung zu finden Steigt es aus liebe an blu tigen flamm. Abgrund der liebe, wer fan dich ergründen? JEfus ist kommen, ein opfer für fünden. 15. JEfus ist kommen, sagts aller welt enden: Eilet, ach eilet zum gnaden panier: Schweret die treue mit herten und hånden; Sprechet: wir leben und sterben bey dir. Herkens freund, aurte mit wahrheit die lenden. JEsus isl fomen, fagts aller welt enden. 16. JEsus ist kommen, die quelle der gnaden. Komme, wen dürftet, und trincke, wer wil: Ho let für euren so giftigen schaden Gnade aus dieser unendlichen füll. Hier kan das berte fich la ben und baden. JEsus ift kom men, die quelle der gnaden. 17. JEfus ist kommen, die an muth der seelen, Das ist die lieb, lichste rofe im thal. Alle, die sols dhe jum luft spiel erwehlen, Tref fen die suff'sie und seligste wahl. Eitles vergnügen macht ewiges quålen. JEfus ift kommen, die anmuth der seelen. 19. JEfus ist kommen, der ewige treue; Ifraels troft und ers quickender thau; Traube des hims mels, nach welcher ich schreye; Grünende tanne, herklabende au, Starcke die schwachen, Betrübte erfreue. JEsus ist kommen, der ewige treue. 20. JEsus ist kommen, die urs fach zum leben: Hochgelobt ſey der erbarmende( Dit, Der uns den ursprung des segens gegeben; Dieser verschlinget fluch, jammer und tod. Selig sind, die ihm bes ftändig anfieben. JEfus ist kom men, die urfach zum leben. 21. JEfus ift lommen, ein Va ter der wäysen, Bormund der bide den, versorgendes herg. Vater in ewigkeit bist du ju preifen; Du kanft verfüssen der beinigen schmers. Ewige liebe muß trâns den und speisen. JEfus ist kome men, ein Vater der waysen. 22.JEfus ift kommen, ein weg füsser weide. Wahrheit, du labst mit wahrhaftigem gut. Weisheit, wie wunderbar führst du zur freus de. Weinslock, dein trauben blut slårdckt uns den muth, Dir anzus hangen in freude und leide. Jesus ist kommen, ein weg füffer weide. 23. JEjus is kommen, die zus flucht in nöthen Aller auf erden und ferne am meer. Wer ihm 5 2 Dets 18.JEsus i fomen, der schön, fle für allen, Sonne der blinden, ein( d, atten im druck, Schloß der verjagten, slab derer, die wallen, 20 Vachlefe einiger vertrauet. Darf nimmer erröthen: Merche dir dieses du leidendes heer, Laß dich aus liebe zum Lam lein nur tödten. JEfus ift kom. men, die zuflucht in nöthen. 15. Mit JEfu verbundeneLiebe. Mel. Meinen JEfum laß. Efum lieb ich ewiglich, Sein wort wil id) treulich halten, Seine liebe starcket mich, wenn mein berge wil erfalten: Er hat mich verbunden sich, JESUM lieb ich ewiglich. 2. JEfus lässt mir seinen fried. Denn er ist für mich gestorben, Seines Geistes reiche gut hat er mir am creuß erworben, Diß ers quicket mein gemüth: JEfus tässt mir feinen fried. 3 Weiche weg, was trauren heißt, JEfus wil mir reichlich lohnen: Vater, Sohn und heilger Geiß Bil in meinem herken woh. nen: Mich erfreuetGOttes geist, Meiche weg, was trauren heisst. 4. Alſo liebt vous himmels. thron welt, er ge gebenSeinen eingebornen Sohn, Daß wir alle mögten leben: Muß ich heute aleich davon; Lie bet mich doch GOttes Sohn. 5. Ber an seinen JEfum glaubt, Der wird nimmermehr verloren, Niemand ihm den himmel raubt, Er ist ewia auserkoren: Ihm den bimmel niemand raubt, Wer an seinen JEfum glaubt. 6. eu nun JEsus mir ist hold, Wil ich gern vor sein ges richte: Wenn ich heute sterben folt, Wird vor seinem angesichte Mich nicht quälen meine schuld: JEfus ist und bleibt mir hold. 7. JEfus liebt mich für und für; Drum wil ich ihn wieder lies ben, Er hat an des himmels thur Mich, fein fchäfilein, angefchrie ben: Er ist selbst bie lebens thur, JEfus liebt mich für und für. 8. JEfus mir den him't weist, Drum wil ich ihm ewig trauen: JEfus und sein freuden Geist Führen mich auf grüner auen: Er die thür zum schafen heisst; Beil er mir den himmel weist. 9. Jch bleib JEſu eigenthum, in sein schaf, und er mein hirte, Er mein GOttes. Lamm, mein rubm, Tråget meine fünden bür de: Diefes ift und bleibt mein ruhm: Ich bin JEfu eigenthum. 16. Zukunft Chrifti ins Fleisch. Mel Mein eiland nimmt. hoch Much thur and there buch Land weit, Dein Kônia wil den einzug balten. Der König der gerechtigkeit: Begegne ihm mit håndefalten, Stimm ho fianna jauchgend an, Mach ihm in deinem herzen bahn, Da wil er seine herrlichkeiten, Sein licht, fein recht, sein reich ausbreiten: Versäume nicht die gnaden zeit. Mach thür und thore hoch und weit:: 2. Ift gleich sein kleid mit blut besprügt, anserlesener Rieder. besprüht, So ist es blut für deine fünden, Die adern, die ihm auf gerigt, Sind nur zum heilen und verbinden. Dein freund, der ims mer weiß und roth, Senckt sich mit leben und mit ind In deine gang verderbten fråfte. Diß ist fein groffes haupt geschäfte. Drum sey im loben recht erhitzt. Il gleich sein kleid mit blut be: ſprüßt.:,: 3. Er kommt als helfer und ge recht In sanftmuth, demuth, huld und liebe, Rein vold, fein alter, Fein geschlecht Entgehet feinem Vater triebe. Fühlst du der alten fchlangen biß, Schau ihn nur an, er hilft gewiß, Er bleibt ein Rd nig seiner freunde, Die schüßet er vor ihrem feinde. Nur sey nicht mehr ein fünden knecht. Er komt als helfer und gerecht:: 4. Gib deinen willen seinem bin, Entlade dich von eignen wers den, Bon Geistes höhen, eigen finn, Und lern auf seine züge mer den. Stren diesen plunder auf den weg. Er, er allein ist licht und steg, Du wirst ie mehr und mehr verspüren, Sein führen könne nie verführen. Jaat er dich schon durch dick und dün; Gib deinen willen seinem hin.:,: 21 de nie ein end. Den kleinsten seis ner reichs genossen Kommt tau, send gutes zugeflossen. Wirst du in stets in die erhöhn; So wird sein friede dich durchgehn.:,: 5. So wird sein friede dich durchgehn, Und alle finftre macht zerschellen, Gerechtigkeit wird um dich siehn, Als eine fluth der meeres wellen. In dieses Rd. nigs regiment at treu und gna. 17. Mein Freund ist mein. ML Wie wohl ist mir, o Fr. Min freund ist mein! wohl Die troft bep sich verspürt, Nun kan mir ewig nichts mehr feblen, weil mich mein hirte JEfus führt: Weg eitelkeit, weg welt getümmel, Ich sebe schon den of nen himmel, Und fliege glaubens voll hinein. Aus JEfus ausges spannten armen Erlang ich leben und erbarmen, D grosser troft: mein freund ist mein! 2. Mein freund ist mein! er hålt versprechen, Sein mund ist wahr, sein hertz getreu, Es fan nichts diese zufag brechen, Daß GOtt in ihm mein Vater sey. Je mehr ich fluch auf mich geladen, Je grösser ist sein maaß der gna den. Oliebe, die gang ungemein, füffes labsal meiner glieder, O auserwehlter thon der lieder, O himmlisch wort: mein freund ist mein! 3. Mein freund ist mein! mein ist sein leiden, Mein ist sein creuß, mein ist sein grab; Ich weiß von nichts als feliakeiten, Seit dem ich meinen JEfum hab. Sein blut macht mich von fünden reine, Und weil all fein genugthun meis b3 ne, 22 ne, So muß auch mein sein him, melfeyn. Dann ich bin fest mit ihm verbunden, Mein herg wird nur in ihmi erfunden. Freud über freud, mein freund ist mein! Nachlese einiger 4. Mein freund ist mein! zwar spricht die hölle: Mein schwefel brand gehört vor dich: Und denck ich an die fünden fälle; So ång, ften tausend bender mich: Der aber lässt mich nicht verzagen, Der felbften meine fchuld getra. gen, Dann kaum fällt mir fein fterben ein, Soruf ich: Bater, fieh den burgen, Du fans im jorn mich nicht erwürgen, Hier ist sein blut, Mein freund ist mein! 5. Mein freund ist mein! auch wann die fünde In meiner brust sich heftig rent, Wann ich des feindes grimm empfinde, Der allen muth fast niederschlägt. Dann wie auch dieses leiden quas let, So fühlt es der, der mich er, wählet, Und weilen meine Fraft zu klein Dergleichen elend zu er. tragen, So schmeck ich unter al len plagen, Die JEfus fraft. Mein freund ist mein! 6 6. Mein freund ist mein! der mich erfaufet: Wie frenet sich mein ganger sinn, Daß ich auf JEfus blut getaufet, Und hier in ihm schon felig bin Sein waffer bad wäscht mich von fünden, Und lafft mich die verfichrung finden, Sein berke sey nicht ia und nein: Es bleibe wahr, was er verspre chen; Und hab ich gleich den bund gebrochen, So weiß ich doch: mein freund ist mein! 7. Mein freund ist mein! wir find verbunden, Daß uns kein teufet trennen fan; Sein herh voll lieb, fein leib voll wunden, Ist meiner fecten Canaan: Hier läfft fichs schöne hütten bauen; 20 anders ist mir koth und grauen, Die gange welt ist mir zu klein; Ihr pracht, der blinde menschen bindet, Jft rauch, der in der luft verschwindet, Ich( pey ihn an. Mein freund ist mein. 8. Mein freund ist mein! sein mort der liebe Jf meinem bergen milch und most; Je mehr ich mich darinnen übe, Je füffer schmeckt die engel kost. Wohl mir, der aus erwehlten pflege! So oft ich die fan troft erwege, Mein JEfus fey mein fleisch und bein; So wird mir marck und blut durchdruns gen, So wünscht ich mir viel tam fend zungen, welch ein schat: Mein freund ist mein! 9. Mein freund ist mein! weil er mich labet, Mit feinem fleisch und GOttes blut, Der mich in sich so hoch begabet, Der meints mit mir gewiß recht gat. Dir, feele, ist der tisch gebecket, Der nach des himmels Manna fchmes det, Dir, bir gehört dis brot und wein. Hier darfst du nehmen, fo Alen, tunden, komm fåttge dich, und werde truncken, Er gönnt birs gern. Mein freund ist mein! 10. Mein freund ist mein! ie mehr auserlefener Lieder. mehr ich finge, Was JEsus mei, ner seelen ist, Jemehr erfahr ich wunder dinge, Jemehr wird mir mein herh durchfüfft, Jemehr em pfind ich kraft und leben, Jemehr muß ihn mein mund erheben, Jes mehr raum ich ihm alles ein, Je mehr erwachsen glut und flams men, Dann spricht der glaub: wer wil verdammen? Mein JE: fus lebt: mein freund ist mein 11. Mein freund ist mein! so wil ich siegen, Der hoffaunas. an cker wandket nicht. Er lässt fein eis gen werck nicht liegen; Und waan gleich dieses rund zerbricht, So werd ich dennoch feste stehen, und ihn dereinst mit augen sehen, Auch ewig um und bey ihm seyn. Ich flerbe felig, wann ich sterbe; Ich bin sein Find und auch sein erbe. Jhr himmel hörts: Mein freund ist mein! 18. Don der Libergabe des Ser gens an Ott. M.Err JEfu Chrift wahr. Ein herge liegt an Jeſus brust, Und labet sich mit himmels, luft, Es spührt mehr, als ich fagen kan, Gott nehme sich der fünder an. 23 ruh, Wie labt dein fleisch, wie fårdt bein blut, Bie meints Dein treuer finn so gut. 4. Die welt flinct mir von neuen an, Der blick, den ich nach dir gethan, Macht, daß mir als les eckel ist, Was nicht aus deis nen wunden fliesst. 5. Es lan, o HErr, nicht an Ders feyn, Mein herts gehört nun nicht mehr mein: Hått ich dirs nicht zuvor geschendt; Sowårs doch igt in dich verfendft. 6. Drum nimms doch nur, HErr JEsu, an, Ich hab kein weiter recht daran, Und weil ich dir es zugestellt, So mach mit ihm, was dir gefällt. 7. Ach nimm den tollen eigens finn, Nimm den verfluchten wahuwiß hin, Der deinen wegen maaß und ziel Durch eigne fühs rung feßen wil. 8. Berleihe mir bestand und treu, Und gib, daß ich in furcht und scheu, Mit flehn und seufzen vor dir ring, Und alle hinderniß bezwing. 9. Lab mich mit deines blutes faft, Und gib mir wahre glam bens, kraft, Daß wann ich auch nichts fühlen( ot, Ich dennoch glaub, es geh mir wohl. 2. Der groffe Heiland diefer twelt Hat vor mir seinen tisch bestellt, Sein fleisch ist hier die 19. bechte koſt, Sem blut der füß'fte Mun Fehovah opfer brine Mel. O wie felig find die G. Eine feele wil Nectars Most. 3. O JEfu Chrift, wie süß bist du, Wie schafft du meiner feelett gen Für die unerforschte tren, Go er seinem knecht erzeiget, 64 Der Machlese einiger 24 Der, da er zuvor gebeuget, Nun von allem jammer frey. 2. Ach, wie girrte mein gemü the, Menschen freund, nach deis ner gute, Als ich nichts als elend fab, Womit ich war gang umge ben, Gang entfernt vom geiftes les ben, und dem untergange nah? 3. O wie fand ich mich verbors ben! Und zum guten gang erfiors ben, Da ich im geschenckten licht mich, wie ich befchaffen, fante, Und mit recht ein scheusal nante, So erbärmlich zugericht. 4.Mein gewiffen musst empfins den Die gehäufte schuld der fün. ben, und dadurch verdienten tod: Ich war um und um voll schre den, Da du anfingfit aufzudecken Die mir jugezoane noth. 5.Alle luft ward mir verbittert, Und mein innerftes erschüttert, Als mir des gesetzes, buch Offens te mein bergehen, und ich fomerklich musste fehen, Daß ich unter forn nnd fluch. 6. Rein fried blieb in march und beinen, Dada lieffest mir er scheinen, Was ich für ein höllen. brand: Dieses beugte mich jur erden, Daß ich lernte nichtes wer. ben, und fast in verzweiflung fland. 7.3u dem sonst geliebten fün den, Eieß ich alle neigung schwin den Und verfluchte ihre luft: Alles eitle welt vergnügen, So mich sonsten kan besiegen, War mir nur als pein bewusst. 8. Ich begab mich in ein kame pfen, und versuchte nur zu dâme pfen Der gewohnten fündens macht: Aber, ach ja diesem wers de fand ich in mir keine stårcke: Eo mich zum gebet gebracht. 9. Anfangs font ich nichts als stöhnen, und mit seufzen mich nur sehnen, Db denn nirgends hilfe sey? Mein gemüthe war voll fors gen Von dem abend bis zum morgen; Es blieb dennoch ei nerley. 10. Endlich lernt ich glaubig beten; Und mitzuversicht hintres ten Zu dem, der mir helfen kan, Und ich fast ein gutes herte Zu GOTT, daß er in dem schmerge Sich werd meiner nehmen an. 11. Ja, ich fand ein groß vers langen Nur an seiner gnad ju hangen, Welche uns sein wort verheifft, Die bezeugt, wie er im Sohne Auch des größten fünders schone, Unb im worte über fleusst. 12. Uberschwenglich ward er quicket Mein gemüth, da es erblie det Gnad und huld in JEsu blut, Daß die fünden mir vergeben: Solches bracht mir heil und le ben, und erweckte frohen muth. 13. Musst ich mit verzweiflung ringen, Und font nicht durchs duncle dringen, Eh mir dieser glaube ward; Also darf ich mich nun nennen GOttes Find, une fren bekennen, Daß ich auf das Fleinod wart. 14. Mir muß wol der himmel bleiben, auserlesener Lieder. bleiben, Da nichts JEfum draus Fan treiben, mit dem ich vereis nigt bin. Glaubig hab ich ihn um. fangen, und muß, wo Er, hingelans gen. Denn ich habe seinen finn. 15. Fühl ich gleich noch groß verderben; Muß der alte mensch doch sterben Täglich durch des glaubens fraft: Und in meines JEsu wunden hab ich die erld. fung funden, So stets neues le ben schafft. 16. Mein geist wird zwar tief gebeuget, Wenn mir mein ges wissen zeuget, Daß ein fehltritt sen geschehn: Und ich wünsch so rein zu leben, Als die engel, wel che schweben Vor GOtt, und sein antlig fehn. 17. Doch kein fehltritt fan den glauben Mir aus meinem hergen rauben, Daß ich GOtt gefällig sey: Gehts gleich durch sehr vie: les gleiten: Bird sein Geist mich boch bereiten, Bis ich endlich völlig frey. 18. In dem offnen born der gnaden, Kan ich mich beständig baden; Da werd ich von flecken rein, Da maß aller mackel schwin, den, Und was noch von schwach heits, sünden Anklebt, kan nicht schädlich seyn. 19 Die verdammnis muß ver. schwinden An den seelen, die sich finden In dem Heiland einvers fendt: Der kan ia die feinen schů Ben, Wenn schon alle wetter bli Ben: Selig, wer sich ihm gang Schenckt. 25 20. D du brautgam meiner feele, Du bist der, den ich erwehle Ewiglich zu hangen an. Nichts fol mich ie von dir scheiden, Dein bin ich in freud und leiden, Trus dem,( nichts ift) das mich tren nen kan. 20. Don der Übergabe des Hers gens an GOtt. mel. Mein Vater zeige mir. Mein Schöpfer, bilde mich, nach deinem willen: Nimm weg die hinder. niß, Bertreib die finstre nacht, Die deine wirckung sfidrt, An mir das zu erfüllen, was beiner liebe rath Mir längst hat zugedacht. Du läsfest dich, mein GOTT, Rath, fraft, allmächtig nennen: Hilf, daß ich auch an mir Dich mdge so erkennen. 2. Ein fünfiler liebt sein werd, Das er hat zubereitet, Mit wil len låsset er Nicht einen fehler dran: Mein Schöpfer, fiche, wie mich fleisch und blut bestreitet; Befreye mich von dem, was mir noch schaden kan. Du fanft ia nichts von dem, was du selbst machest, haffen: Wie foltest du denn mich, Dein arm geschöpf, verlassen? 3. Ein guter meifler weiß Das, was sich nicht wil schicken, Gar fünftlich abzuthun, Er machet alles fein: Du wirst was hindern fan, und dein werck wil bestris cken, Nicht lassen ewiglich Mir bs eine 26 eine hindrung feyn. Du bist der weise GOtt, Und fanft zum be: ften lencken, Worüber wir uns oft am allermeisten fråncken. Vlachlefe einiger fille hålt: Darum, mein Schd, pfer, dir Mein herge stille bieis bet: ach ohne meine Fraft Aus mir, was dir gefällt. Jamirde selbst in mir Die dir beliebte ftil le: Es fierbe tåglich mehr In mir der eigenwille, 4.MeinSchöpfer, ich wil mich Dir hiemit gang ergeben, Bereis te du mich nur, Wie du mich has ben wilft. Bey mir ist keine kraft, Auch ist in mir fein leben: Es sey denn, daß du mich Mit deiner gnad erfüllt. Was uns von dei ner hand Begegnet, mag ans scheinen, Wies immer fan und wil, Du kansis nicht böse meinen. 6. Ich weiß, es wird noch einst Das werd den meister toben: Du bist viel treuer ia, als iemand dencken fan. Darum erschaft dein ruhm Hier unten und dort oben: Du wendest deine Fraft Niemals vergebens an. Erwecke meinen geist, Im glauben dich zu ehren, Und täglich deinen ruhm Durch fletes lob zu mehren. 5. Ein töpfer ist vergnügt, Wenn er sein handwercktreibet, Daß der gelinde thon Nur immer 21. 6 6%. 6656 6 626 A S * 6 5 4 3*# 6 56866 X 6 65% 56. 65 4:32 ? HE 6 67 % Don aueerlesener Lieder. Don der Übergabe des Hers Bens an GOtt, un nimm mein herk und al №-les, was ich bin, Von mir, ju dir, mein liebsler JEsu, hin: Ich wil nur dein Mit leib und feele seyn, Mein reden thun und tich, ten Nach deinem willen richten. 2.Du trånckest mich mit lauter milch und wein; Du schenckest mir den brunn des lebens ein. D ebles bild, Du bist so süß un mild, Daß ich stets drauf gedencke, Wie ich mich dir gang schencke. 3. Drum schau, ich wil in alle ewigkeit, Dein wohlgefalln zu ides ben feyn bereit: Wilt du mich todt; So sterb ich gern, mein GOtt: Wilt du, daß ich solleben; Wil ich mich drein ergeben. 4. Du aber solft auch wieder meine seyn, Und gang und gar gehn in mein her hinein; Solft feyn mein GOtt Und trost in aller noth, Solst mich dir einverleiben, Und ersig bräutgam bleiben. 22. DonderFreudigkeit der Rin der GOttes im Gebet. 130h. 5, 14.15. Mel Mein Freund zerschm. Freudigkeit, die wir zuChris flo haben, Wenn wir um was nach seinem willen flehn; So bort er uns, und gibt uns alle ga ben, Die nur fein rath uns heil fam auderfehn: Die bitte wird uns gleich) gewährt; Weil ieder seufzer baid In Chrifti berge fährt. 27 2. Joh weiß, daß ich die auss gebetne gabe nicht allererst nach langer zeit empfah, Mein, dieses ( Chrifti) wort Zeigt, daß ich bald fie habe, So bald ich fleh, so bald ist sie auch da. Und ob ers zu vers bergen pflegt; So wird es mir doch flets Zum erbtheil beygelegt. 3. Kein seufzer ist verloren auf zugeben, Für ieden wird ein klei nod dort bestimmt, Ein ieder holt aus Chrifto fraft und leben, Es bleibt darbey: wer bittet, der, der nimmt. O möcht uns dieses Präfs tig ziehn, Mit seufzern hier zu ihm Ohn unterlaß zu fliehn. 4. Nun, weil du denn so willig bist zu geben, Du brunnquell aller lieb und gütigkeit; So bitt ich auch um gnade, licht und leben, um buß, und wahre glaubens sicherheit, Um fried und freud, und was mir fehlt, Um lieb, als die mich hier zu deinen jüngern zehle. 5. Du forderst ia die lieb, und alles gute, Drum fordre ich es erst meinGOtt von dir, Mein glaube fchwimm in deinem theuren blue te, Da brech in mir der liebe bruit herfür, Daß ich dein lieben schme den tan, Das treibe mich zur lieb Auch gegen iedermanu. 6. Du wollft auch mich aus ak len mächtig reissen, as mich versucht, und mich verhindern Fan, Dubaft es mir ia oft, und viel verheissen, O, zünde mir nur dein erkentniß an. Ja, mache licht Nachlese einiger 28 die finsterniß, und mich in meis nem gang In notb und tod gewiß. 7. Diß alles sind nun lauter fol. the gaben, Die ich nach deinem willen bitten fan. Du freust dich ia, wenn ich wil solche haben, Wie nahmest du denn nicht mein fles hen an. Hört denn kein jartes mutter, herk, Wenns find um arknen schreyt Bey seinem hers ben schmerk. 8. Ja, amen, ia, es sol also ges schehen, weil du mich ia, biß felber bitten heisst, Ich wil noch luft an deiner hilfe sehen, Ich bete ia in dir durch deinen Geist. Du gibest mehr als ich begehr. D, daß ich doch stets selbst Ein mensch des betens wår. 23. Troft im Leiden. Mel. Es glänger der Chrift. JEsu, du hoffnung der lei deaven feelen, Du labfal O ano manna, ich åche nach dir. Du stårdkung im leiden, wann schmerzen uns quälen, Mein her, Be verlangt dich, ach schende bich mir. Ich kan dich nicht laj, fen, Ich muß dich umfassen. Ich wil nicht aufbdren nach JEfu zu schreven, Bis daß er erscheinet mein bert zu erfreuen. 2. Ich habe niematen von mit teln gehöret, Die schwache und matte fo innig gestårdt, Die allen Franckheiten so fräftig gewehret; Es haben auch andre diß gleich, fals bemerckt: Daß feine argueys en So treflich gedeyen, Als wel. che der Heiland den leidenden gi bet, Und dadurch die herrlichsten curen ausübet 3.Hier findest du, seele, die gnas dens tincturen, Den kraftigsten balfam, dem keiner sonst gleicht: Es gibt dir dein Heiland die zár teste sparen Der liebe, da sein herk aus liebe erbleicht. Das wasser des lebens Empfängst du verges bens, Wirst du dich zu solchen arte neyen bequemen; So werden sie deine schwachheiten wegnehmen. 4. Doch musst du des arktes verordnung nachleben; Dann wer die nicht achtet, verhindert die cur: Er wird dir in allen den bestenrath geben, Merck, was er bir faget, und folge dem nur; Im glauben und lieben Musst du dich ftets üben, Der fündlichen wolluft und welt lieb absagen, Was Gott dir jufchicket, geduldig ertragen. 5. Wirst du dich nach dieser verordnung anfchicken, zu gehen auf dem dir beschriebenen weg; So wirst du die hilfe unfehlbar erblicken: Ermuntre dein herge, unsey ia nicht trág. Durch ringen und beten Zerspringen die letten und Frands Damit uns die fünde und Frands beit gebunden. Wer glaubet, hat Hilfe und rettung gefunden. 24. Uber die Vlamen JEfu. el. 3hr Kinder des höchst. Schönster der schönen, wie fol man dich nennen? Dein liebli auserlesener Lieder. 29 liebliches wefen macht herzen Frey unter die chöre des himmels entbrennen, Ein Apfelbaum bist Du voll edelfter frucht: Ermüdes te finden hier, was sie gesucht: Erquickende schatten, herglabens de früchte, Unendliche gnade vor GOttes gerichte, Gerech tigkeit, stårde zu wandeln im lichte.:,: 2. O liebe, wie hast du den Bimmel zerrissen? Wir dürffen den Schöpfer, als Bruder nun Füffen: Erschrockene glaubets, sein brüderlich bert Vertreibet auf ewig den nagenden schmerß: Er gibt sich zum bürgen,( was Far uns nun fehlen?) 3um les bens brod, brunnen und bråut gam der secten: Er wil sich in ewigkeit mit uns vermählen.:,: 3. Du herrscheft auf deinem erhabenen throne, D GOTT mensch, als Ifraels liebliche Crone, Du ausbund der schön heit; du herrlicher frank, Dein feelen erquickender göttircher glang Kan niedergeschlagene häupter erhöhen, Sie sollen mit freuden gecrönet dich sehen, und vor dir als priester und Fönige stehen.:: 4. O abgrund der liebe, er, Staunende höhe, Unendliche ties fen der demuth ich sehe, Dem ewigen König es also gefällt, Ein Diener zu werden der sclavischen welt: Er lässet das urtheil des todes fich fällen, Die finder des todes, die sclaven der höllen, zu stellen.:: 5. O fifilicher Eckstein von göttlichem wesen, Jn Zion ge gründet, vom Vater erlesen, Du, du liegst den'n völckern zum ewis gen bund, Ber auf dich erbauet, findt ewigen grund. Die mach ten der fünden, die pforten der höllen Die müssen, hier plöglich) anlaufend, zerschellen, Unmöge lich ist allmacht und glauben zu fällen.:,: 6. Mein Hergens. Freund, nichts ist mit dir ju vergleichen: Das zärtlichste lieben der mütter muß weichen. Es zog dich dein lies ben ins elend herab, Vom himmel ans creuße, vom creuße ins grab: Du holst mich aus tiefen, und felst mich auf böhen, Man wird uns als ewig verbundene fehen: 23eld) wunder der liebe ist an uns geschehen.:: 7.Sieb.JEfus, der Gnadens Stuhl stehet im blute, Den füns dern zum leben, den fündern zu gute: Allmächtige liebe hat dies ses gethan: Fallt nieder, ihr mens schen, kommt, betet fie an: Kommt eilend vor andern, ihr schüchterne tauben: Die erndte ist kommen, euch reiffen die trauben; Nehmt gnade um gnade mit freuden im glauben.:,: 8. Du guter und freuer irt låsseft dein leben, Ein ewiges les ben den schafen zu geben: Wie läufst du verlornen, verirreten лаф, Nachlese einiger 30 nach, Wie heilst du verwandte, wie pflegst du, was schwach, Sie effen das beste, fie trincken das fufffte, Du, du bist ihr Manna, ihr quell in der wüfte: Ein ewig meer reiner und himmlischer lu fie.:,: more 9: Der eine ift Jacobs Schak, Ifraels wonne: Jehovah, der mächtige, Jesus, die Sonne. Hinaus mit den gößen, dem schåndlichen koth! Immanuel, unser lebendiger GOTT, Hat fünde, tod, teufel und hölle bes zwungen, Ein leben der ewigen glorie errungen. Dem gläubi gen Israel ist es gelungen.:,: 10. Dein König kommt, Zion, auf, eil ihm entgegen, Er kommt dir mit gnaden zum ewigen segen: Er kommt zu zerfidren das höllis sche reich, Dir als ein gerechter und helfer zugleich. Er kommt, dich durchs leiden zur freude zu führen: Du solft ihm dem Himmel, als seine pracht, zieren, Und mit ihm, als Königin, ewig regiren.:,: 11. Glorwürdiges Lämmlein, mit welcherley weisen IR deine unendliche treue zu preifen? Du haft uns erkaufet mit eigenem blut, Dein sind wir, du unser wahrhaftiges gut. Auf, himmel! auf erde! auf, höre und mercke, Komm, bring ihm für seine so herrliche werde, Kraft, reich, thum, lob, weisheit, preis, ehre und stärcke.:,: 12. Du einiger Mittler, alls mächtiger meister, Du, du fügst zusammen getrennete geister: Durch deinen verföhnenden blus tigen tod Naht GOtt zu der fee len, die seele zu GOtt. Komm, gründe die freundschaft in meis nem gewissen; Laß gute und freue mein herge geniessen, Und friede sich mit der gerechtigkeit füffen.:,: 13.Du güldener nagel, von ewis ger dauer, Du schmückest Jerusa lems herrliche mauer, Befestigt durchsBaters allmächtige hand: Troft Ifraels und ihr Nothhelfer genant. Beladene fanft du vors treflich entlaften, Mein Noah, du läsfest fie füßiglich rasten In dir, als in einem verschlossenen kas ften.:,: 14. O Bergens Immanuel, ewige liebe! Selbst gibst du dich für uns aus flammendem triebe Zum opfer, dem Vater zum füf sen geruch: Nun strömen die se gen nun weichet der fluch. Komm fener der liebe, fall auf mich hernieder, Entflamme mein herge, geist, seele und glieder, Und mach mich zum völligen opfer hinwieder.:: ? 15. Kleinod des himmels! nach dir wil ich lauffen, Und um dich mein alles verlieren, vere tauffen; Hier find ich unendli mehr, als ich begehrt, Die fösts liche Perle von göttlichem werth. Du bist es, mein JESU, mein fuffester Hirte, Ein himmel voll teichs anserlefener Lieder. 3E reichthum, voll wohllust und würs be Ein ewig erquickendes trau de, Mein ein und mein alles, die himmlische zierde.:,: ben blut an, Das lauter allmächs tige wunder gethan, Es hat mich erworben, gewonnen, verföhnet, Gewaschen, mit ewiger gnade ges crônet; Blut Bräutigam, nach dir mein innerfies stöhnet.:,: 1 16. Gesegneter Heiland, le bendige quelle, Wie reichlich, wie lieblich, wie lauter und helle Durchdringst du das dürre und durftige herg! Vollkommen ver füß'st du den bittersten schmerg: Otrindket, ihr lieben, und wer det recht truncken; Jhr dürft nicht nur fosten, und dann und wana tundken; Schöpft, bis ihr im wollust meer ewig versun cfen.:,: 20. Vollendeter Heiland, ges horsame liebe, Die dich auch zum tode des creuges hintriebe, Schafft unserer seelen volkoms mene ruß, Der ewigen feligkeit ursach bist du. O mach uns die alle, so lang wir hier wallen, Von herten im glauben gehors fam in allen, Nur dir, o mein JE fu, nur dir zu gefallen.:,: 21. Versöhnung, versöhnung! bringt felige flammen, Schmeißt bergen in eines auf ewig zusame men: Der Vater umarmt nun ein fündig geschlecht. Fürspree cher beym Bater, du, du bist ges recht. Versöhnung für unsre und aller welt sünden, DJEfu, o lies be, wer kan dich ergründen? Ach! möcht sich der gange erdbos den entzünden!:,: 22.Verirrten hast du dich zum wege gegeben, Betrognen zur wahrheit, und todten zum leben, Nur fündern ein seliges alles zu seyn. Ach führe mein irrendes herk in dich ein; Laß mich dir bes Råndig nachlaufen im fiehen: Era füll mich mit wahrheit nur auf Dich zu sehen, und endlich zum Vater vollendet zu gehen.:: 23. Wie soll ich dich, JESU, Denn 17. Ihr schäftein, lasst fatan, welt, fünde nur schnauben; Er. mannt euch in eurem lebendigen glauben; Jehovah ist mit uns, ein siegender held, Der herrschen de König, der Richter der weit Ift unser, er hilft uns im leben und sterben. Wir können bey Diesem unmöglich verderben; Wir bleiben des höchsten hochse. lige erben.:,: 18. O felige seelen, die JEsum erwehlen, Die ewig und innig fich mit ihm vermählen: Jeho: vah ist sonne, Jehovah ist schild, Der himmel und erbe mit Flar, heit erfüllt. Jehovah gibt gna. de und ehre zusammen, Wer wil fie vertlagen, wer will sie verdam. men? Sie leben und lieben in se. ligen flammen.:,: 19. Holdseliger menschen. freund, edelfie traube Der füffen erlösung, bey dir trift mein glau Vachlefe einiger 32 denn endlich noch nennen? Was bist du, wenn leib und feel ster: bend sich trennen? Wenn himmel anderde verschwindet, zerstäubt? Die Zuflucht der bidden, die es wiglich bleibt: Jhr Zion, ihr him mel, die ewige weide. Nun amen, auch mir sey die zuflucht im leide, Im leben mein alles, im himmel die freude.:: D Trenes Lamm, du trågest meine fünde, und machest mich von allem fluche frey, Von fünden noth und ihrer sclaverey; So, daß ich nun in dir vergebung finde, Indem du mich zum te bens waffer führst, und selbsten mir die gnaden quelle rührst. 25. Von der Lentfeligkeit JEfu, 5. So fuchtest du mein hirt auf alle weise, Mich armes schaf, Mel. Mein Salomo zc. bisher das gange herg verwehrt; das sich gang abgefehrt, Und die Doch war es dir, wie sonst, auch hier die speise, Des Vaters werck, das dir vertrauet ist, zu enden, weil du stets voll liebe bist. 2. Ich armer wurm, der nichts als zorn verdienet/ Weiß nicht, wie mir dabey zu muthe ist, Daß Deine fluth fo reichlich sich er giefft, und deine huld nunmehro wieder grünet, Ja, daß du mich, den fünder also liebst, und gang umsonst kraft, muth und Leben gibst. Daran du nicht erwieseft deinen finn. 3. Erbarmend herk, du haft mich stets getragen, und da ich wich, liefst du mir immer nach: Ich wolte nicht, du scheutest teis ne schmach, um meine treu durch lieben zu erjagen: Du locktest, togst, es gieng fein tag dahin, 4. D liebster hirt, es ist nicht auszusprechen, Wie du mein hartes herg gezogen haft: Ich wurde mir zulegt zur grossen last. Ich wolte nicht durch dei ne Fraft zerbrechen, Womit mein geift fo fehr gefeffelt war, Und glaubte doch die grösse der ges fahr. 6. Also ift es dir auch an mir gelungen, Da alle macht der feinde auf mich drang. Ich wolte los, dem hertzen wurde bang, Ich rief und ftritt, ich ward durch dich gedrungen Von zeit zu zeit. Bald lief, bald fiel ich bin, Und mancher tück befleckte meinen finn. 7. Ach JEsu, bilf du mir selbst überwinden, Schrie ich zulegt. Dusprachft: Auf, glaube nur, Komm her zu mir, hier ist die rechte spur, Auf welcher du kanst wahre ruhe finden, Ich schencke dir die überwmdungs- traft, J bin der Mann, der dir erlösung swafft. 2.Raum hört ich biß, so fing ich auserlefener Lieder, Ich an zu leben, Der zweifel wich, ich frigte neuen muth. Du tauch, teft selbst mich in dein GOttes, blut, Ich glaube es, daß alles mir vergeben, Weil deine treu so Fraft voll zu mir sprach: Und auf einmal des todes bande brach. 9. HErr JESU, so hast du mich angenommen Umsonst, um sonst, aus lauter gnad allein, Weil du mir wilft der grund und alles seyn, Durch welchen wir zum leben follen kommen, Wer gang verzagt, und sich nicht heb fen fan, Dem wirst du bald der rechte helfers mann. 10. O liebster Hirt, nun fährst du fort zu tragen, Mich armes schaf, das selbst nicht laufen fan, Du bilft mir fort und zeiaft mir alles an; Was dich betrübt. Ich Pan es, HErr, nicht sagen, mit was vor huld und langmuth du regirst, und mich durch allen Fampf um fiege führst. 11. Ich preife dich, du brunns quell aller gnaden, Für deine treu, die mich, dein schaf, erhåll, Und wenn mich nun das fünden heer befällt, So wollst du mich in deinem blute baden, Ich fincke sonst, und kan so gleich nicht fort. Drum stårde, HErr, mich armen durch dein wort. 12. Go folg ich dir, mein Hirt, burch alles leiden, Geh nur vors an, und steh mir kräftig bey, Ja mache mich von allen banden frey, Daß weder lust noch furcht 33 mich könne scheiden Von dir, mein Lamm, bis es dir einst ge fållt, Daß ich dich fehen fol im himmels zelt. 26, Don der Ulbergabe des Hers Bens an GOtt. Mel. Wie wohl ist mir, o. Vater herk, o licht, o les nuel, Dir bin ich einmal überges ben, treuer Hirt, Imma ben, Dir, dir gehöret meine feel, Ich wil mich nicht mehr selber führen, Der Vater fol das find aus und ein, und leite mich nach regiren; So geß nun mit mir allen tritten, Ich geh,( ach bör, o HERR, mein bitten,) Vor mich nicht einen schritt allein. kind volbringen, Ich weiß mir 2. Was fan dein schwaches gar in keinem rath, Drum ser in groß und kleinen dingen Mir ins mer selber rath und that; Du wilft dich meiner gar nicht schår men, Ich mag dich ia zu allem nehmen, Du wilft mir selber alles feyn; So folst du denn in allen fachen Den anfang und das ende machen, Dann stellt sich lauter fegen ein. 3. Du gångleft mich, ich kan nicht gleiten, Dein wort muß emig feste stehn, Du sprichst, dein auge fol mich leiten, Dein anges ficht sol vor mir gehn, Ja deine gut und dein erbarmen Coll mich umfangen und umarmen; Nachlese einiger 34 O! daß ich nun recht kindlich sey, Ben allem glaubig zu dir flehe, Und stets auf deinen winck nur sehe, So spür ich täglich neue freu. 4. D! daß ich auch im kleins ften mercke Auf deine weisheit, güt und treu, Damit ich mich im glauben färdke, Dich lieb, und lob, und ruhig sey, Und deine weisheit laffe walten, Stets ord nung, maaß und ziel zu halten, Sonst lanf ich vor, da lauf ich an. Drum mach am besten mich ge laffen, Nichts ohne dich mir an, sumaffen, Was du nur thust, ist wohl gethan. 5. Du weifft allein die besten weiden, Auch das, was an mir schaden übt. Drum laß bein schäflein alles meiden, Was ihm nicht gute nahrung gibt. Ach! daß ich nicht mehr von dir irre, Noch durch zerfireuung mich verwirre, Auch nicht im allerbes fien schein. Ach! halte meine feele feste, ab acht auf mich aufs allerbeste, Und halte der vers suchung ein. 6. Du wolft ohn unterlaß mich treiben Zum wachen, ringen, flehn und schrenu. Laß mir dein wort im hergen bleiben, und in mir Geift und leben feyn. Laß deinen juruf fiets erschallen, Mit furcht, und als vor dir zu wallen, Laß mich stets eingekehret seyn. Bermehr in mir dein innres les ben, Dir unaufhörlich frucht zu geben, und laß nichts lau, und tråges ein. 7. D! daß ich mich in nichts verweilte, Was mir hat seit und kraft verzehrt. O! daß ich stets zum himmel eilte, Mein Held, umgürte du dein schwert, Und brich durch alle hindernisse, Ja laß nach deinem wort die füffe Hinfort gewisse tritte thun, Laß mich in allen wort und werden Auf deines Geiftes trieb nur mercken, Und nie in eignem wil len ruhn. 8. Ach! mach einmal mich freu und flille. Daß ich dir immer fol gen kan; Nur dein, nur dein volle kommner wille, Sey hier mein schrancken, lauf und bahn. Lag mich nicht mehr für mich verlans gen, Ja laß mir nichts am Hertzen hangen, Als deines groffen nas mens ruhm, Der sey allein mein ziel auf erden, Ach, laß mirs nie verrücket werden, Denn ich bin in dein eigenthum. 9. Laß mich in dir den Water preifen, Wie er die liebe ſelber ist, Laß deinen Geist mir flårlich weisen, Wie du von ihm ge schenckt mir bist. Ach! offens bare deine liebe, und würde doch die heissen triebe Der reinen ges gen, lieb in' mir. Durchbringe dadurch herz und sinnen, Daß ich hinfort mein gang beginnen In deiner lieb und lob nur führ. 10. Ich sehne mich, nur dir zn leben anserlesener Lieder. leben, Der du mein HERR und Bräutgam bist; Was dir sich nicht wil gang ergeben, und was nicht deines willens ist, Das frafe bald in dem gewissen, Laß blut und waffer auf mich fliessen, Und tilge, was nicht lauter heifft. Laß nur bein lob zur luft mir wer den, Und denn das heil der ar men heerden, Nach einer reinen lieb und geist. 11. So lob und lieb ich in der fille, Und rub als kind in deinem schoos, Das schäßlein trinckt aus Deiner fülle, Die braut fteht aller forgen los. Sie forget nur allein in allen Dir, ihrem bräutgam, zu gefallen, Sie schmückt und hält sich dir bereit. Ach zeuch mich, euch mich weit von hinnen; Was du nicht bist, laß gank zerrinnen, Dreiner glang der ewigkeit. 27. Don der Liebe JEfu. Mel. Schönfter 3mmanuel. 35 den, Nichts traff ich in der welt als elend an, Luft, ehr und schä te Eind dunst und nehe. Wo man nichts bessers sucht, ist es gethan. dir, Jesu, gegeben, Daß du mir 3. Preis, ruhm und danck sey sund und welt vereckelt haft, und dich mir offenbart als licht und leben, Wie sanft ist mir dein joch, wie leicht die last? In deinen wunden hab ich gefunden Weit mehr als himmel und erd in fich fafft. 4. Herrliche quter, unendliche Gott thronet in mir. Sein Geist gaben! GOTT ist mein Vater, weiß meinen geist lieblich zu las ben. Du bist mein brautigam, mein schmuck und zier. Heil, segen, stårde, So ich vermers mercke, Friede und seligkeit hab ich von dir. 5. Ich schmeck im herken die himmlische liebe. Mich nehrt deiner 1 hand. Das bringt mir hoff nung und liebliche triebe zu laufs fen himmel an, ins vaterland. Im tod' und leide Werden wir bende Gar nicht getrennet, ia nicht unbekant. o doch alles in allen, Mein hertz ver, fencket sich allein in dich. Denn nach des Vaters rath und wohl gefallen Gabst du dich selbst in noth und tod für mich, Mir zu erwerben, Was ich sol erben Hier in der gnaden zeit und ewiglich). 2.O JEsu ausser dir ist nichts zu finden, Was meinen matten geist vergnügen fan. Ich suchte in mir selbst, und fand nur fün, ( 2 6. Alles, was schmerket, hilfft du mir ertragen, Du stårckst, du retteft auch zur rechter zeit. Alles, was GOtt und sein wort von dir fagen, Stehet mir, wann ich nur glaube, bereit. O welche gaben Werd 36 Werd ich erst haben, dich schauen werd feit. Macblefe einiger 28. teger ndig Mel. Die Zugend wird d. kein Find der schmuck nicht fehle, Wenn ich zur hochzeit kommen fol, Ich weiß in meines Königs augen Kan nur ein losgeschnittner geift, Ein ausi geleertes berge taugen, Das alles andre schaden heifft, in day 5. Ein glaube, der nur ihn ers wehlet, Der in wuns Serden, Rein bürger dieſer wees, Und uns mit heiſſer lieb den ruht, eitelkeit, Mein hierfeyn sol nicht ewig werden, Ich walle eilend durch die zeit, Mein vaterland ist in der höhe, Wo mein geliebter Abba wohnt, Und wo ich meinen bruder sebe, Der als Monarche herrscht und thront. beſeelet: Die seinen willen finds lich thut, Der ihn bis an das creuß begleitet, Und gerne feine dornen trågt, Der munter um die crone streitet, So oft die welt sich in ihm reat. Wenn ich in ewig, 2. Wenn nur die wenig traus er funden Nach meines holden Königs mund In fiegender ge. dult verschwunden, So schlägt arh mir die frohe stund, Daß sich aus dieser wilden grången mein fren gemachter fuß be wegt, Und da, wo luft und wonne glangen, Den müden geift zur ru be trägt.Hiptory 3. Ich bin dazu geschaffen worden Ich bin dazu mit blut ers Lauft, Ich bin zum himmels bürger orden, Zur braut des Kd niges getauft, Der geift, der mir zum pfand gereichet, Macht mei nen geist gewiß und fest, Daß auch bey allem, das mich beuget, Mein glaube mich nicht zweifeln låfft. 4. Nur eines liegt mir an der feele, und macht mein herge for gen voll, Ob mir der rechte 6. Diß ist die zierde feiner tauben, So siehet feine fromme aus, Den glauben kan ihr nichtes rauben, Er wächst viel mehr bey kampf und strauß: Stellt sie sich dann in dem ges schmeide Dem König auch gleich thrånend für; So ist sie dennoch feine freude, Er reicht den liebes scepter ihr. 7. Nun brautigam du wirst es wissen, Wie viel mir noch hieran gebricht, mein aug ist voller finsternissen, Jch armer Fenn' mich selber nicht, Zum we nigften ist viel verlangen In mir durch deinen Geist erweckt, Mein Lamm, dir einßig anzuhangen, Vis mir der tod die glieder firect. 8. Was ich nicht hab, das fanft du geben, Was ich nicht bin, das bist du mir. Nimm hin mein herg es zu beleben, Ich überlaß ( s anserlefener Rieder. es gånglich dir. Erfülle mich mit glaub und liebe, und bild mich gank nach deinem bild: Entzünde mich mit fien triebe, Bu leiden, wenn dus haben wilt. 9. Zermaim, jerbrich, 0 HErr, verbrenne, Was bir nicht vollig wohlgefällt; Zerstoß, zerschlage und zertrenne, Was sich nicht gånglich zu dir hält. Ogreiff die angeborne seuchen Recht bey der tiefflen wurzel an, Laß keinen bann im finstern schleichen, Der mich und dich einst trennen kan. 10. Hier reich ich schwährend bende hande, Ich sage dirs aufs neue zu, Ich liebe dich ohn alles ende, Du meiner Jeelen wahre ruh. Ich liebe dich nicht nur in freuden, Und wenn du mich mit sucker fpeif't: Ich liebe dich in schmach und leiden, und wenn du mich auch sterben heisst. II. So komm ich dir ge schmückt entgegen, Du nahst in liebe dich zu mir, Mir cron und purpur anzulegen, Du öffaest mir die himmels thur. Wenn werd ich dich, mein Lamm, umfangen? Und wenn, ach wenn umarmst du mich? Laß mich nur bald dazu gelangen, Denn lob und lieb ich ewig dich. 29. Erweckung an die Si chern. M Der lieben Sonnen Licht Teb armer mensch, befinne 37 dich, Du eilft in dein verderben, ein herge bricht, du jammerst mich): Ach wilst du ewig sterben? hab ich dich nicht gezeuat? Hab ich dich nicht gesaugt? Such ich nicht deiner feelen ruh? Und ars mer wurm, wo eilst du zu? 2.Du fliehst von dem, der nach dir ruft Aus lieb entflammten bergen, Du eilst, wohin? zur höllen kivft, Ach solte michs nicht schmerzen? O arme creas tur! Steh fill, bedencke nur, Ich hab dir selbst mein bild vers fraut; Und du wirft eine teufels braut. 3 Find In pful des abgrunds rens 3. Djammer, ach! ich seh mein nen, Jch ruf, ich schren: es ift fo blind, Und wil mich nicht erkens Denck, wer dich retten wil, Ich nen; O armer mensch, fteh stil! bins, der dich so brünstig liebt: Ich bins, den deine noth bes trübt. 4. Gedende nicht: ich fen ein thier, Das sich vom blute nehret. Bie wohl, wie wohl ist dem bey mir, Der sich zu mir bekehret, Romm nur, mein find, komm her, Ich bin kein löw, noch bår. Ich, ich bin GOtt, das höchste gut: Was nutzt mir eine hand voll blut? 5. So wahr ich GOTT und ewig bin, Ich wil nicht dein vers derben, O komm doch nur, ver. ireter finn, Du solft das leben c3 erben. Machlese einiger 38 erben. Das Lamm hat dich be frent; Tauch nur das sünden Fleid In seine tiefe wunden ein, So wil ich dein erbarmer feyn. 6. Diß ist der freuen lehrer rath, Dich von den höuen ketten, Benn dein her buß und glau: ben hat, Durch Christi blut zu rets ten. Mein geift kommt selbst zu dir, Bringt ren und buß herfür, Er schenckt dir selbst das glau bens licht: Nur halte ftill, und fliehe nicht. 7. Sich armer mensch, so tren bin ich, Wer kan dich reiner lie: ben? So fomm denn her, komm, Püffe mich. Wie Fanft du mich betrüben? Fleuch, fleuch die fal fche welt, Die dich gefäffelt hält, Fleuch armer, geß von Sodom aus, und komm in deines Va ters haus. 8. Funte fo die erden luft, Wie ich, dein herg vergnügen; Ich adante dir, an ihrer brust In ewigkeit zu liegen. Ich bin GOtt ohne dich; Nur du erbarmest mich; Denn was vor ist dein berg erfreut, Berlässt dich in der ewigkeit. 9. Was wird so dann den ars men geist, und fein verlangen stil len? Die tråber, so er hier ge neusst, Wird ihn nicht ewig fül len. Pracht, wohllust, gut und geld Bergeht, verraucht, zerfällt. Drum komm zu mir, betrognes find, Weil ich und du nur ewig sind. 10. D glaube nicht, es sey ein joch, In meinem schoos zu lies gen, komm nur her, versuch es doch, Ich wil dein herk vergnü gen. Wie sanfte wirst du ruhn, Wie wohl wil ich dir thun, Wenn du der welt nur abschied gibst, und mich allein durch Chriftum liebſt. 11. Drum auf, und eil aus Ba bylon, Verlaß die fünden pfi hen: Bist du zu schwach, hier ist mein Sohn, Sein arm wird dich beschützen. Hat er dich frey ge So wird dein herk recht frey und macht, und dich zu mir gebracht; rein, Und ich dein GOTT und Vater seyn. 135 keit, So die gerechten schmecken? 12. Wie groß ist doch die selige Sie fan fein tod, kein schmerg fel schrecken. Ich bin ihr schuk noch leid, Kein feind, Fein teus und heit: Ich bin ihr lohn und theil. Nun armer mensch, fomm, liebe mich! Diß alles, alles wart't auf dich. 30. Dom Glaubens Rampf. M. Owie selig feyd ihr doch JESUS. Retet her, ihr armen Adams tinder, Seht, mich dürftet nach dem heil der fünder, Laft ench befreyen Von dem joch der hou'schen sclavereyen. 2. Seele, außerlesener Lieder. 2. Seele, HErr, hier komm ich elend und beladen, Heil, D Heiland, meiner feelen scha den, Rett durch dein sterben Meine feel, und laß fie nicht ver berben. 3. JEfus. Niemand flarb der Mofis schlang erblicket, Wer sich in den rath des Vaters schicket, Und zu mir eilet, Wird von allen fünden gift geheilet. 4. Seele. HERR, ich wäre Långst ju bir gegangen, Sielte anich die fünde nicht gefangen, Die dir zuwider, Und gleichwol fich regt durch alle glieder. 5. JEfus. Wer sich fühlet Franck von seinen beulen, Warum folte der zum argt nicht eilen? Fühlst du die fünde, Komm und eile nur zu mir geschwinde. 6 Seele. HErr, du weisst, wie oft ichs vorgenommen, Als ein fünder zu dir hin zu kommen, Und wie im lieben Ich doch gleichwol nicht bin treu geblieben. 7. JEfus. Deine untreu kan ich zwar nicht loben, Doch die anad ist dir noch aufgehoben, Komm nur beheade, Und ergib dich mir in meine hånde. 39 Gleich) groffen tiefen, Daß doch meine wunden qnade triefen? 10. Secle. HErr, ich glaube, aber hilf mir schwachen, Du kanst meinen glauben flårdker machen, Und von den fünden, Als der rechte Heiland mich entbinden. 11. JEfus. Wirst du dich in meine wege schicken, So sol dirs ( trok aller noth) gelücken, Sey unverzaget, Niemand fällt, ders auf mein blut gewaget. 12. Seele. Über, JEfu, woran Fan ichs wissen, Daß du meinen schulden brief zerrissen, Weil mich das nagen Des gewissens stündlich wil verklagen? 13.3Ejus. Daran, wann du glaubig auf mich bauest, Und dem wort, das von mir jeuget, traueft, Wie ich geflorben, Und den fündern heil und gnad erwors ben. 9.3Efus. Glaubst du, feele, find gleich) deine fünden, Die du fühleft, nimmer zu ergründen, 14.Seele. Lieber Heiland, wie schwer ist zu glauben, Wie sucht fatan mir dein wort ja rauben und zu verdecken, Daß ich nicht desselben trof fan schmecken. 15.3Ejus.Gehts gleich mühi fam, und durch fampf und lei den, Sey gedultig, dann auf furges fireiten Folgt cron und les ben: Bleibt nur fest an der vers 8.Seele Dwie lieblich flingt mir diß versprechen, Daß du nicht wilft meinen abfall rächen, Oheissung kleben. höchftes wesen, Laß mich wieder durch die wort genesen. 16. Seele. Ja, HErr, wann die feel den frieden ſpühret, Den dein holdes wort in uns gebies ret; Wann du im freiten Sie Läffft fchmecken deine süßigkeiten. 17.3( us. $ 4 40 Nachlese einiger 17.3Esus.Hier musst du mir ohne fühlen trauen, Wilst du an ders die vollenduna schauen, In fenem leben Wil ich mich dir schon zu schmecken geben. 18 Seele. Aber, JEfu, andre deiner finder( Sind fie gleich), wie ich, geborne fünder,) Sind voller freuden, Und ich fol alleine fummer leiden. 19.JEsus.Du verstehst nicht, feele, was du sageft, Du hast un, recht, daß du dich beklageft, Du wirft einst sehen, Daß ich mit dir diesen weg mufft gehen. 20. Seele. Nun wohlan, ich halte? HErr, dir stille, Mir ge: schehe, wie du will, mein wille Sen dir ergeben, Dir zu sterben, und auch dir zu leben. 21. JEfus. So recht, bleibe mir nur fein gelaffen, Lerne nur mein creuß, und mich umfassen, So wirst du siegen, Wann dich gleich die feinde sehr bekriegen. 22. Seele. Amen, ja, ich wil bir fest vertrauen, Nach dir fol mein herk und augen schauen, Bis nach dem freiten Jch mich an die einst kan ewig weiden. 31. Donder fiegreichen Auferfte stebung JEfu Chrifti. Mel. O GOtt du frommer. Riumph! mein JESUS ist Fren von des todes banden, Triumph! triumph, er lebt, und ist selbst auferstanden, Jhr from men kommet her, Jor engel tre 6 tet nah, Stimmt alle mit mir eia, Triumph, Hallelujah. 2. Du alter bollen wurm, Mit allen deinen rotten, Wo ist dein folger trok? Wo ist dein hönisch spotten, Du liegest gantz zers Fnirscht Mit kopf und flachel da, Mein JEsus hat den sieg, Tri umph, Hallelujah. 3. Willkommen, fieges fürft, Willkommen, schlangen, treter, Billkommen, starcker held, Will fommen, mein erretter, Mein hergens JESU, sey viel tau. fendmal gegrüsst, Ja, sen viel tausendmal Recht inniglich ges Füsst. 4. Komm, o mein JESU, komm, Ach komm, mein einig leben, Komm in mein herß hins ein, Das sich dir gang ergeben; Erfüll es durch und durch Mit deiner sieges Fraft, Mit deinem friedens, strom, Mit deinem les bens faft. 5. So kan ich, o mein beil, In meinen schweren frieaen, Mit teu fel, welt und fleisch, Auch triumphirend fieaen; So hab ich füffe rub, So fola ich dir stets nach, Auf deiner lebens, bahn, Durch alles ungemach. 6. Triumph, Hallelujah, Lob, preis, ehr, fraft und leben, Sey dir, du GOttes Lamm, Für dei nen sieg gegeben, Komm zeuch mich bald dir nach, Mein JEsu, amen, ia! So sing ich ewig dir, Triumph, Hallelujah. 32. Sel auserlesener Lieder. 41 32. beilig handeln, Und fan bald anders nicht; HErr JESU lehe Mel. Serglich thut mich zc. uns wandeln In deiner augen. licht. augen Beligkeit in Chrifto. Vichweben, Ift wahre jelig. Feit, Ein unverrücktes leben In der verborgenheit, Nichts kön nen und nichts wissen, Nichts wols ten und nichts folgen müssen, Das heifft: in frieden ruhn. 2. Man steht aus seinem schla, fe In Chrifti freundschaft auf: Man fürchtet teine strafe Im gangen lebens lanf; Man ifft und trinckt in liebe, Man hunger, te wol auch; Man hålt im gnaden triebe Beständig einen brauch. 3. Wenn man den tag vollens det, So legt man sich zur rub; Von Christo unverwendet Thut man die sinnen zu, Und weiß auch denen träumen, Wenns ia ge träumt muß seyn, Nichts anders einzuräumen, Als Chrifti wie, derschein. 4. Man geht in einer fassung Dahin bey tag und nacht, und ist auf die verlassung Der gangen welt bedacht: Man hört, und fieht und fühlet, Hört, sieht und fühlt doch nicht; Und wenn uns schmerg durchwüblet, Weiß man nicht was geschicht. 33. Dom hohen Adel der Gläu bigen. Mel. un lafft uns den Leib. As hat gethan der heilig Chrift? Sag an, o herk zu dieser frift: Er hat des bittern todes band Zurissen gar mit eige ner hand. 2. Die schuld der welt er zah. len folt Nicht zwar mit filber oder gold; Sondern mit seinem theuren blut, Allsbald aufhören solt der tod. 3. Im himmel hoch er jubilirt, Sein Geist die gange welt regirt: Durch ihn geht fort des Vaters rath, Wie der Prophet geschries ben hat. 4.Er hat mein herz zu sich ges kehrt, und mit dem höchsten schak beehrt. Er hat wol durch den alauben mein Gezogen mich in sich gar fein. 5.Ich bin ein edles pflängelein, und trag das ehren frångelein, Und bin ein fürst der herrlichkeit, Gezieret mit gerechtigkeit. 6. Der sonnen glang sich scha men thut Bor meinem licht und tlarheit gut. Es wünschen auch die engelein: Ach möchten wir so herrlich seyn. 5. Gewiß, wer erft die fünde In Chrifi blut ertråndt, Und burtig und geschwinde Auf JE sum jugelendt, Der kan sehr C. 5 7. Des Vaters herk in lieb entbrannt, hat sich gånglich zu mir Machlese einiger 42 mir gewandt. Er spricht zu mir aus hergens grund: Du bist mein fohn zu aller flund: 8.Bitt was du wilt, es ist schon bein, Weil du der liebe erbe mein: Reise Lied. In deinem tempel wobne ich, el. Mein Schöpfer bilde. Wenn du beteft, erhör ich dich. We felig find wir hier, Wenn in allen 9. Und weil Chriftus nach sei. nem rath Sich nun mit mir vers einigt hat: Wer wil sagen, daß ich so hold Den heilgen Geist nicht haben folt? 10. Denn, ist der born von bal fam voll, So muß der fluß auch riechen wohl, Der weinstock gibt den reben faft, Die reben hab'n Die meiste kraft. 11. Zu dem bin ich ein mächt ger HERR, Zu streiten wider fa tans heer: Kein fund noch zorn mich schrecken kan, Das g'sek muß mich zufrieden lahn. 12. Denn ich bin fren von fund und zorn: Was frag ich nach des g'seges horn, Damit der teufel an mich wil? Berlo, ren hat er doch das spiel. 13. Wenn er fireitet in hohem muth, So zeig ich ihm des Lam mes blut, und halt ihm vor der taufe bad, Damit gewinne ich die stadt. 14. Der tod fan auch mich wirgen nicht, Ob er gleich mörd, lich in mich flicht: Denn weil ich bin in Jesu Christ, Der tod mein ruh und leben ift. schall, Ach! du mein lieber GOt tes Cohn, Meins hergens freud, mein heil und cron. 34. 15. Für diese wohlthat überall Sag ich dir danck, mit frohem gen Nach seinem rath uns führt, und immer vor uns geht, Diß ist mein herzens wunsch, Ach! möcht ichs dahin bringen, Weil fonst das beste werck Doch in vers wirrung steht. ach möcht, o! HERN, jemand Dein licht und recht noch tragen, Daß ich in allem thun Um rath dich kön te fragen. 2. Mein find ich bin bey dir Noch alle lebens tage, Ich leite dich gewiß Mit meiner augene licht, Bring im gebete nur An mich die klag und frage. Es fehlt im neuen bund As licht und rech te nicht, Denn hat der alte bund Durch menschen solche gaben, Co muß der neue ia Durch mich was grössers haben. 3. Wilt du, was ich wil, thun, Du wirst schon inne werden, Was ich von dir begehr, Ich wäre nicht getreu, Wenn ich dich sie den ließ Im zweifel und be schwerden, Ich mach in allem dich noch recht gewiß und frey: Doch musst du, leitet dich Mein aug in deinem leben, Auf meinen augen winck Auch fleißig achtung geben. 40 4. Mein auserlesener Lieder. 43 4. Mein GOLT hilf mir es Ie wohl ist mir, daß ich W Je felbst, Laß mich in allen dingen, nunmehr genesen, Da ich Auch in dem fleinsten fets Auf an leib und feele frand gewefen; deinen winck nur sebn, D! laß Nun habe ich den besten acht all mich darum doch, Nichts in zer hier. Mein JEsus isis, den ftreuung bringen, Und nichts so habe ich gefunden, und er hat ausgezweift und übereilt ge mich von meiner schweren last schehn. Ach laß mein auge nicht entbunden. Ach! daß ich ihn Von deinem auge gehen, Laß doch nimmermehr verlier! Bie mich recht eingekehrt, Nur im wohl ist mir. mer vor dir siehen. 5. Die falbung lehre mich Damit ich alles wisse, Was stundlich sey zu thun, Befesige nur den finn, und hilf, daß Deine kraft Sich so in mich ergief se, Daß ich, was ich erkant, zn thun auch machtig bin. O! mocht ich bis in tod, Getreu und folgfam leben, Der du das wel len wirdt, Wirst auch vollbrin, gen geben. 6. Mein wollen fan doch noch Gar oft verändert wer den, Drum mache du mir stets Nur deinen willen lieb, Und gib beständigkeit, Die lieb und lust Der erden Vertreibe stets in mir Durch deines Geistes trieb, So laß das bertze frey, Die Augen helle bleiben, und mei nen willen sich Demi deinen ein verleiben. four re 35. Bon der Freude in dem Heil. Geift. Mel. Wie wohl ist mir, daß 2. Ich bin erfreut, daß du mich angenommen, Als ich zu dir, den rechten argt gekommen, Dein nam ist groß, dein ruhm geht weit und breit, Du hast mich nun mit gnaden angefüllet, Und alle meine noch aufe träftigfte gestillet; Du schenckest mir die wahre seligkeit, Ich bin ers freut. 3. Was wil ich mehr, da mein berg troft geniesset, Und Chrifti blut in meine seele flieffet. Ach daß ich dir, mein Heil, recht dancks bar wår, Du retteft mich von allen meinen plagen, Von meiner angst und, noth, Und dem gewiss fens nagen. Nun gehe ich in freudigkeit einher, Was wil ich mehr? 1 4. Ich bin verpflicht, allzeit hieran zu dencken, Und diesen Arht recht reichlich zu beschen. den; Er hat an mir gar grosses ausgericht, Und solches bleibt tief in mein herg gegraben, Ich dencke stets ben mir, Ach! möcht ich etwas haben Zu legen vor das Machlese einiger 44 das holde angesicht, Dem ich verpflicht. 5. Was ich nun hab von aussen und von innen, Und was ich noch zu diesem kan gewinnen, Ist viel zu schlecht. Er hilft mir aus dem grab. Ich wil mich ihm mit leib und feel ergeben, ein her fol, JEfu, dir Eingig und ewig leben, Und also geb ich mich dir felbst zur gab, Und was ich bab. 6. Es bleibt dabey, ich wil dich herzlich ehren, Und deinen ruhm, so viel ich fan, vermehren, Ich liebe dich ohne alle schmei cheley, Dir gleicht kein argt auf dieser weiten erden, Weil wir durch dich gesund und selig sollen werden, Ich bleibe dir bis in den tod getreu, Es bleibt darbey. 7. Ich dancke dir, daß du aus lauter gnaden, All meine schuld und last auf dich geladen, HErr JESU Chrift, mein argt und meine zier. Sch wil hinfort auf deinen wegen gehen, Erhalt mich nur, allzeit im wachen, bes ten, flehen, Damit mich ja die fund nicht mehr verführ. Ich dance dir.gg the to astele 36. Don der Führung GOttes. Mel. O wie felig sind die. Under anfang, berrlichs ende, Wo die wunder, wei, sen bånde GOttes führen ein und aus: Wunder weislich ist sein rathen, Wunder herrlich seine thaten, Und du sprichst: wo wils hinaus. buld 2. Dencke doch: es muß so gee hen, Was GOtt weislich) beifft, geschehen, Jhm und dir zur herre lichfeit: Ob der anfang feltfara scheinet, Ist das end doch gut gemeinet: Friede folget nach dem freit. on this 3. GOttes weg ist in den flüss fen, und in grossen waffer güffen, Und du spürst nicht seinen fuß: So auch in dem meer der sorgen Hålt GOTT seinen pfad vers borgen, Daß man nach ihm ſus chen muß. 4. In den unergründten grün den, Wo nur tiefer schlamm zu finden, Im angst, creuß, und to des meer, Sieht man oft die Christen schwimmen, Und sich im verbucken frümmen, Als obs schon verloren war. 5. Kein befinnen fan erfinnen, Wo man könne hilf gewinnen, Die vernunft ist hier zu blind. Ihre halb gebrochne augen Nicht in das verborgne taugen, Dem sie allzu blöde find. 6. Weil der HErr im dunckeln wohnet, Und sein reich im trauen thronet, Daman glaubt, ob man nicht sieht; Bleibt die forge mol bey sorgen: Wer nicht trauen wil auf morgen, Dem auch keine hila fe blüht. 7. GOtt muß man in allen fas chen, Weil er alles wohl kan ma chen, anserlefener Lieder. chen, End und anfang geben frey. Er wird, was er angefangen, Laffen so ein end gelangen, Daß es wunder herrlich sey. 8. Rollet er mit dir im schre den Durch die dornen, durch die becken, Uber stock und über sein, Berg und that und felfen klüften, Feuer, waffer, und in lüften, Und was mehr fan schrecklich seyn: 9. So laß dich doch nichts nicht grauen, Lerne deinem GOtt vertrauen, Sey getroft und gu, tes muths. Er, fürwahr! er wird es führen, Daß du wirst am ende spüren, Wie er dir thu laus ter guts. 10. Du wirst an den fingern zehlen, Und nicht vor der welt verhehlen, Was die blinde welt nicht kennt: Er wird dir dein creuß versüssen, Daß du wirst be. tennen müssen: Bunder, anfang, herrlichs end. 17. Reife Lied. Mel. Mein Bertzens JEfu. Euch mich nach dir, so laufen wir, Mein licht, mein weg, mein führer; Mein theil in jeg. lichem revier, Mein rath und mein regirer, Mein sprach- gefell, troft und panier, Mein ftab und stårcke, mein quartier, Immanu, el, mein alles! 3 2. Mein licht, daß alle welt durchbricht, Wohl mir bey deis nem scheine! Strahlft mir ins 45 herk und angesicht, Durchdringst mard und gebeine, Erleuchte meine finsterniß: Mach meinen gang licht und gewiß. Zeuch mich, ich wil dir folgen. 3. Mein weg, ich gehe nicht von dir. Wohl mir! daß ich dich fun. den. Die alten wege grauen mir; Der schlamm ift überwunden; Nimm vollends allen unrath weg; Erhalte mich auf deinem steg; So wandt' ich in dir frds lich. 4. Mein führer, ich verlange nur Bon dir geführt zu werden. Ohn dich folgt man nur falscher spur, Und findt nichts als bes schwerden. Ach führe mich nach deinem rath, Berfüffe mir den creußes pfad. Zeuch mich, so laufich richtig. 5. Mein theil in jeglichem res vier, Du HERR von allen lane den; Du wohneft dort, du woh. neft hier, Bist mir zu gut vorhan den, Durch dich ist, was ich sehe, mein. Doch folt du mir das bes fte seyn. Zeuch mich in dein ers fentniß. 6. Mein rath, ich weiß mir Feinen rath, Auch nur in Bleinen dingen; Ach rathe mir denn früß und spat: So wird mein werck gelingen. Ein Pilgrim Tommt in manche noth, Bey dir ist rath vor noth und tod. Seuch mich nach deinem willen. 7. Regirer aller creatur, Du musst auch mich regiren, Und alle Dins Vlachlese einiger 46 Dinge der natur Bey mir aufgna de führen. Nachdencken, wollen, reden, fehn, Col nur nach deinem winck geschehn. Zeuch mich von mir selbst abe. 8. Mein sprach gefell, ermuns tre mich), Mit( von) dir fein viel zu sprechen. Sen meiner ar muth forderlich, Wil mirs hier in gebrechen. Unnige worte laß mich fliehn; Imanten mach mich weif' und fühn; Zeuch mich nach deiner weise. 9. Mein troft, wie unverhofft entsteht Bey mir und meines gleis chen, Angst, kummer, wenn es wis drig geht, Da, da musst du nicht weichen. In allen meinem angst geschrey Beschwer ich dich bey deiner treu: Zeuch mich in dein erbarmen. 10. Du mein panier, zu deiner fahn Hab ich vorlängst geschwo ren: Sgt hång ich mich noch se fter dran, Solt ich so senn verlo ren? Nein deine lieb ist über mir, Rein eingger feind besteht vor dir. Beuch mich dir nach im glauben. is 11. Mein ftab auf meiner wan derschaft, Auf dich wilich mich lehnen. Die creatur ist mangel haft, Laß mich von ihr entwöh, nen. Mit dir fomm ich am be ften fort. Es unterflüge mich dein wort; So lauf ich deine wege. 12. Du fårde für den schwa. chen leib, Und für die müde seele, Gib, daß ich allzeit an dir bleib, An dir, du lebens dfe, Ermuntre mich, wenn ich gesund, Belebe mich, wenn ich verwundt: So lauf ich ruftig weiter. 13, Du mein quartier und rus bestatt, In dir ist gut zu raften. Bin ich von meiner reise matt, Gedruckt von manchen lasten, Un deiner liebes vollen bruft Erhol ich mich nach aller lust, Ach zeuch mich in dein herge.sch 14. Immanuel, mein JEsu Christ, Der du so manche wege Zu meinem wohl gereffet bist: Ich bitt, ich bitt, ach präge Mic diß auf allen wegen ein: Zeuch mich dir nach, so bleib ich dein, Und du verbleibst mein alles. 38. Beschreibung der Bekeh rung. Mel. O der alles hätt verl. Jebe mich aus meinen fünd den, JEsu, rühre mir mein hert. Lasse mich meine elend fine den, Und vertreib den fündens schers. 2. Ach du wolft die quell ente decken, o der feelen erbgiftist, Bo die greuel alle flecken, Damit du erzurnet bist. 3 Laß mich ia fein tief eingras ben Jn des bergens fündens grund, Wo die lufte wohnung haben: Mach mir meine wunden kund. 4. Seh auserlesener Lieder. 4. Seh ich denn mein tief ver. derben, Bircke thrånen und ge, bet. Meine Fraft fan nichts ers werben, Nur was du thust, HErr, besteht. 5. Wird mir gleich dein zorn und drauen Im gewissen offen bar, Laß mich nur stets stårcker schreyen, So hats wahrlich nicht gefahr. 6. Wil die fünde stärcker wus ten Seßt sich fatanas zur wehr; So fanft du ihm bald gebieten: Gib mir mein verlornes her. 7. Kan ich nur auf dich stets fehen, Wird mir bald gerathen feyn. Denn allein die dich an flehen Werden von dem aufsatz rein. 8. Du bist mein arkt und mein Heiland, Der den sünden biß curirt. Du bist auch der schuld ner bestand, Der sie aus dem fercker führt. 9. Sen mir nur alsdenn nicht schrecklich, D mein Heiland, JE. fu Chrift, Wenn mir sonsten 47 nichts erwecklich, Als was du nur selber bist. 10. Trit felbft mit mir vor den richter, Mache meine schulden gut, Eey du meiner fachen schlichter, Zahle aus mit deinent blut. 11. O HERR, brich der füns den stärcke und der lüfte macht entzwey, Räume weg die todten werde, Mach mich von mir selbs fien frey. 12. Laß mich schmecken deine liebe, und der Findschaft füßigs Feit, Gib mir deines Geißles tries be, Welcher Abba, Bater, schreyt. 13. Im verleugnen creuß nachs tragen, Wenn es auch selbst fiers ben war, Laß mich stets mir selbst absagen; Doch gib du die kråfte her. 14. Siegle mich mit deinem fiegel, Als des erbes unterpfand. Endlich brich des todes riegel, Und führ mich ins Bater- land. PER Register Register. SM303 und D, anfang und ende 1 Mein schöpfer, bilde mich N und 25 27 5Ofreudigkeit, die wir zu Chr. 27 6 D Jefu, du hoffnung der leid. 28 7 O schönster der schönen wie O treues Lamm, bu trågest 28 7 32 8 Auf, feele, schicke dich, dein Betrübtes her faß einen Das JEsulein foldoch mein Erschein erwünschter tag Freu dich:,: Seele! JEfus Ich liebe dich herzlich, o Jesu 9 Ich habe dich im glauben üb. 11 Ich weiß, daß mein Erlöser 12 Ich wende mich von allen 14 Ich zieh mich auf den fabbath 14 JEsus Chriftus GOttes L. JEsus ift fommen grund ew. 17 Esum lieb ich ewiglich, sein 20 Mach thür und thore hoch 20 Mein freund ist mein! wohl 21 Mein herge liegt an Jesus br. 23 Meine seele wil ist singen 23 16 Vater herk, o licht Eey mir, o JEsu, doch alles So bin ich nun fein find der Steh armer mensch befinne Tretet her, ihr armen Adams 38 Triumph/ mein JEfus ift fr. 40 Vors brautgams augen schw. 41 Was hat gethan der H. Chrift 41 Wie felig find wir hier, wenn 42 Wie wohl ist mir, daß ich Wunder, anfang, herrlichs 44 Zeug mich nach dir, so lauf. 45 Siehe mich aus meinen sünd. 46 43 ENDE. 33 35 36 37 AAA0 Inches Centimetres Blue ¹2 3 4 Cyan 2 5 ¹6 17 Farbkarte# 13 Green 3 8 Yellow 9 4 10 Red 11 LO 5 112 13 Magenta 14 6 ( O 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black m