DieGemein zu Herzen Darcher Leist Pilet نار 0-3003130 RA 000 HOCKE Bum BA Borstkoen Selang In Verlegung der Erben des feel- Joh langen B La F R ENN Buch gehört David Schatz Büc bbinders an der 17.83 6 4456 Geistliche und Liebliche Bieder, Welche der Geist des Glaubens durch D. Martin Luthern, Joh. Herrmann, Paul Gerhard, und andere seine Werkzeuge, in den vorigen und jetzigen Zeiten gedichtet, und die bisher in Kirchen und Schulen Der Königl. Preuß. und Churfürstl. Branden burgischen Landen bekandt, und mit Ronigl. allergnäd. Approbation und Privilegio, zum funfzehenten mal mit grosser Schrift, und zwar völlig nach der kleinen Edition, gedruckt und eingeführet worden; Nebst Einigen Gebeten und einer Vorrede sig Johann Porst Königl. Preuß. Consistorial- Rath, Probst und Inspect. in Berlin. Berlin, 178 3. Berlegts fel, Jofua David Schak, Buchb, an der langen Brücke, Erben, und gebruckt beg Benjamin Christian Schat, privil. Buchdrucker. go# 456 Pf. 92, v. 2. 3. as ist ein köstlich Ding, dem HErren dancken, und lobsingen deinen Na men, du Allerhöchster. Des Morgens deine Gnade, und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. we Sir. 43, v. 32-35. 3806 obet und preiset den HERRN, fo hoch ihr vermöget, Er ist doch noch höher: Preiset Ihn aus allen Kräften, und lasset nicht abe. Noch werdet ihrs nicht erreichen. Wer kann ihn so hoch preisen, als Er ist? Univ. Bibl. Giessen Dem Allerdurchlauchtigsten, Großmächtigsten Fürsten und Herrn, HERNN Sriederich König in Breussen, Marggrafen zu Brandenburg, deß Heil. Rom. Reichs Erß- Cammerer und Churfürsten, Souverainen und Obersten Herzog zu Nieder- Schlesien, Souverainen Prinzen von Oranien, Neufchatel und Vallengin, in Gel dern, zu Magdeburg, Cleve, Jülich, Bergen, Stettin, Pommern, der Kaffuben und Wenden, zu Mecklenburg und Crossen Herzogen, Burggrafen zu Nürnberg, Fürsten zu Halber stadt, Minden, Camin, Wenden, Schwerin, Razeburg, Ost- Frießland und Moers, Grafen zu Hohenzollern, Ruppin, der Marck, Ravensberg, Hohenstein, Tecklenburg, Schwerin, Lingen, Bühren und Lehrdamm, Herrn zu Ravenstein, der Lande Rostock, Stargard, Lauenburg, Butow, Arley und Breda, x. x. Unserm Allergnädigsten Könige und Herrn, Der Allerdurchlauchtigsten, Großmächtigsten Königin und Frauen, Elifab. Christinen, Königin in Preussen, Marggräfin und Churfürstin zu Brandenburg, geborner Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Souverainer und Obrister Herzogin zu Nieder Schlesien, Souverainer Prinzeßin von Oranien, Neufchatel und Valengin, in Geldern, zu Magdeburg, Cleve, Jülich, Bergen, Stettin, Pom mern, der Cassuben und Wenden, zu Mecklenburg, und zu Crossen Hertzogin; Burggräfin zu Nürnberg, Fürstin zu Halberstadt, Minden, Camin, Wenden, Schwerin, Rakeburg, Ost- Frießland und Moers, Gräfin zu Hohenzollern, Ruppin, der Marc, Ravensberg, Hohenstein, Tecklenburg, Schwerin, Lingen, Bühren und Lehrdamm, Frauen zu Ravenstein, der Lande Rostock, Stargard, Lauenburg, Bütow, Arley und Breda, 2c. z. Unser allergnädigsten Königin und Frauen. H Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König, Allergnädigster König und Herr, 2 Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste Königin, Allergnädigste Königin und Frau, C er gottseelige König David hat zu seiner Zeit dieses für ein köstlich Ding gea halten, wenn man GOTT, dem HErrn, dancket, und seinem Na men lobsinget. Pf. 92. 2. Und er hats in Wahrheit wohl getroffen. Denn ſolches Dancken und Lobsingen muß ja gewißlich ein köstlich Ding seyn, dieweil es auf GOtt gea richtet, der selbst der Allerköstlichste und Herrlichste, die höchste Majestät und das höchste Gut ist, von dem wir ohne Unterlaß lauter Gutes empfangen, und den keine Creatur niemals gnugsam und nach Würden preisen kan. Ein köstlich Ding ist solches Dancken und Lobsingen, dieweil die göttliche Majestät dasselbe Ihr einen angenehmen Gottesdienst seyn läffet. 43 Denn Denn wer Danck opfert, spricht GOtt, der preiset mich, und das ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil GOttes. Pf. 50, 23. Ein föstlich Ding ist folches Dancken und Lobsingen, dieweil alle Kinder GOttes dasselbe zu allen Zeiten für ihren höchsten Dienst und Gebühr geachtet, und darinnen ihr höchstes Vergnügen gefucher. So haben die heiligen Engel, als Kinder GOttes, von dem ersten Anfange ihres Wesens an, GOtt Lob gefungen, Hiob 38, 7. und thun solches noch immer ohne Aufhören. Pf. 103, 20. 21. Efa. 6, 2. 3. Offenb. 4, 8. Die Juden halten dafür, es habe schon Adam die en 92sten Psalm am ersten Sabbath nach der Schöpfung gesungen. So man da hin gestellet seyn låsset: Das aber ist gewiß, daß alle gläubige Kinder GOttes dieses ihr HauptWerck seyn lassen, wie sie dieses köstliche Ding üben, und ihrem GOtt ohne Unterlaß lobsingen mögen. Pf. 34, 2. Pf. 33, 1. Sir. 47, 9. 10. Ein köstlich Ting ist folches Dancken und Lobsingen, dieweil die Gläubigen eben dadurch immer mehrere Gnade, Segen und Wohlthaten von GOtt erlangen. Wovon ein alter Lehrer gefaget: Für sich bedarf GOTT unsere Dancksagung nicht, sondern er erfordert sie nur, daß wir ihn dadurch reißen, uns desto mehr Gutes zu thun. Endlich so ist die es Dancken und Lobsingen ein köstlich Ding, tieweil es, dasjenige ist, welches wir wir dereinst im Himmel ohne Aufhören verrichten follen, da wir GOtt dancken und Ihm lobsingen werden in alle Ewigkeit. Offenb. 4, 10. II. Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster Allergnädigster König und Herr, König, Unter denen unzähligen geistlichen und leiblichen Wohlthaten, die uns GOtt der Allerhöchste unter Ew. Königl. Majest. Scepter und Königl. Regierung geniessen lassen, ist diese der gröffestesten eine, daß wir dieses köstliche Werck frey und ohngehindert ausüben, und unserm GOtt sowohl in öffentlichen Versammlungen, als auch in unfern Häusern, bey unferm Beruf und auf allen unsern Wegen, dancken und lobsingen können. Und solch köstlich Werck unter den Christen zu be fördern, hat unser fel. Bater gegenwärtiges GesangBuch verleget, und nach dessen Abgang haben wir es nun auf unsere Kosten zum zehnten mal mit grösſe rer Schrift und in solchem Format drucken laffen. Da nun Ew. Königl. Majest. das, von Deroselben, nunmehro in GOtt Höchst- selig rus henden Hrn. Vaters Majest. unserm fel. Bater al lergnädigst ertheilte Privilegium, uns, denen sämtl. Erben, von neuem zu confirmiren allergnädigst ges ruhet; Soerkennen wir folche hohe Königl. Gnade mit allerunterthänigstem Dand, und flehen zu Gott, a. 4 Daß daß Er Ew. Königl. Königl. Majestät, Majestät, Dero Königl. Geschwi stere Prinßen und Prinzeßinnen Hoheiten, wie auch Dero ganßes Königl. Haus und alle Hohe Anverwandte bey allem Königl. und Hochfürstlichem Wohlseyn in Gnaden erhalten, Ihre Jahre verlän gern, beständige Gesundheit und eine glückliche Regierung schencken, mit allem geistlichen Seegen in himmlischen Gütern überschütten, und bis auf die spåte Nach- Welt Sie erfreulichst wolle sehen. und hören lassen, daß dieses köstliche Werck des Tanckens und Lobsingens des göttlichen Namens, im Genuß der göttlichen Wohlthaten überall era schalle. Wir erbitten uns ferner Ew. Königl. Majestät Königl. Gnade und machtige Protection, und ersterben in der allertiefsten Submiffion Allerdurchlauchtigster, d Großmächtigster König, Allergnädigster König und Herr, Allerdurchlauchtigste, Großmächtigste Königin, Allergnädigste Königin und Frau, Ew. Ew. Königl. Königl. Majestät Majestät Berlin den zoten May, 1742. unterthänigste, fel. Josua David Schaß. Bürgers und Buchb. nachgelassene Erben. Renovirtes Privilegium und Extract aus demselben. emnach von Seiner Königlichen Majeståt in Preussen, Unserm Allergnädigsten Herrn, die Erben des verstorbenen Josua David Schar allerunthänigst vorstellig gemachet, wesgestalt das ihrem beregten Erblasser von des Höchstseligen Königes Friederich Wilhelms Majeståt Glorwürdigsten Andenkens, unterm 14ten Februarii 1722. über den Druck und Verlag verschiedener Geistlichen Bücher, besonders des von dem vormaligen Consistorial- Rath und Probst in Berlin, Johann Porsten, eingerichteten Gefangbuchs ertheilte, und ihnen unterm 28ten Januarii 1741. renovirte Privilegium mit dem 14ten Februarii c. zu Ende gehen, und daher allerunterthänigst Ansuchung gethan, felbiges, jedoch mit Ausschliessung des niemals in Debir gewesenen Porstenschen Communion- Buch, unter dem Titul: Christliche Vorbereitung zum würdigen Genuß des heiligen Abendmahls auf anderweitige fünf und zwanzig Jahre lang allerhuldreichst zu prolongiren; Als haben Sr. Königl. Majestät diesem Gesuch in Gnaden zu deferiren kein Bedenken gefunden; Höchstdieselben renobiren und bestätigen dahero auch hiemit, und Kraft dieses vorberegtes Privilegium vom 14ten Februarii 1722. welches wörts lich folgender Gestalt lautet: Wir Friederich Wilhelm, von Gottes Gnaden, König in Preuffen und niarggrafzu Brandenburg 2c. 2c. ekennen hiermit für uns, Unsere Erben und Nachkommen, Rönige in Preussen, Marggrafen und Churfürsten u Brandenburg, auch sonsten gegen Jedermanniglichen; Nacha em Uns unser Lieber Getreuer, Josua David Scharz, Bürger nd Buchbinder in Berlin, um allergnädigste Confirmation und Srolongirung des, von Unsers in GOtt ruhenden Herrn Vaters, Königs as Konigs Friederichs Majeståt, Chriftseligen Andenckens, erhaltenen Privilegii, allerunterthänigst angelanget. Als privilegiren und begnadigen Wir aus der Uns zustehenden Königl. auch Chur- und Landes- Fürstlichen Macht und Gewalt, Ihn, gemeldten Buch. binder, Jofua David Scharz, und seine Erben, hiermit und in Kraft dieses Unsers offenen Briefes, dergestalt und also, daß er solche Bücher, als das Neue Testament mit den Pfalmen Davids, JEsus Sirach, Catechismum Lutheri und einigen Liedern, desgleichen das, von Unserm Consistorial- Rath und Probsten in Berlin, Johann Persten, eingerichtete Gefang- Buch, unter dent Titul: Geistliche und liebliche Lieder, mit einem kurzen Ausjuge der nöthigsten Gebeter, wie auch desselben aufgesetztes Communion- Buch, unter dem Titul: Dorbereitung zum würdigen Genuß des Heil. Abendmahls, mit einer Vorrede, nicht weniger das gemeldte Buchstabier. Lese- und Spruch- Buch, nebst der Ordnung des Seils, mit denen nöthigen Sprüchen, wieder auflegen, und dieselbe sowohl in Duodez, als OctavFormat mit groffer und kleiner Schrift und gespaltenen Columnen Drucken lassen mdge; sonsten aber niemand in Unserer Chur- und Marck Brandenburg sowohl, als Unsern übrigen Provingen und Landen, sothane Bücher innerhalb denen nächsten Sunfzig Jab. ren, weder gang noch zum Theil, oder auch Extracts- weise nachzu drucken noch zu verlegen, noch weniger diejenigen Eremplaria, fo etwa ausser Unsern Landen und Gebieten von andern nachgedrucfet und verleget seyn möchten, in Unsern Landen einzuführen, da felbst zu distrahiren, heimlich oder öffentlich zu verhandeln, und zu verkaufen befugt seyn, sondern bey Confiscation der Exemplarien, fie mögen bey dem Verkäufer oder Käufer gefunden und angetroffen werden, wie auch zwey hundert Rthlr. Geld- Strafe, halb Unserm Fisco, und die andere Hälfte nebst denen Exemplarien ihm, deme von Uns privilegirten Verleger zu entrichten, gånglich verboten und nicht zugelassen seyn solle. Wir und Unsere Nachkommen Rönige in Preussen, Marggrafen und Churfürsten zu Brandenburg, wollen auch mehrgenannten Buchbinder Schagen und seine Er ben, solche Zeit der funfzig Jahre über, daben allergnädigst schuten, handhaben und erhalten, gestalt Wir dann auch Unserm Cammer- Gerichte und Regierungen, auch denen Magistraten in Städt Städten, und andern Unsern Befehligshabern, so von Unsertwe gen Gerichte üben und verwalten, in vorgedachter Unser Chur- und Marck Brandenburg, auch Unsern übrigen Provingien und Landen folches an unserer ftatt gleichfalls zu thun, über diesem Unferm Privilegio zu halten, und diejenige, so dawider handeln, mit vor. erweh ter Strafe ohnnachläßig anzusehen, hiermit allergnädigst und zugleich ernitlich anbefohlen: vahingegen aber soll Impetrant fchuldig und gehalten seyn, eortemeldte Bücher fleißig corrigiren, aufs zierlichste erucken, und gut weiß Papier darzu nehmen zu lassen, auds dieselben um einen billigen Preiß verkaufen, und von jedem Druck und Format derselben sechs gebundene Eremplaria, theils in Unserer Bibliothek, und theils in Unser Lehns- Archiv allhier, ehe fie verkaufet werden, auf seine Kosten einzuschicken und auszuhefern. Getreulich sonder Gefährde; Jedoch Uns an Unsern, und ſonsten Manniglich an seinen Rechten ohne Schaden. Urkundlich unter Unserer eigenhånd gen Unterschrift und anhängenden LehnSiegel. Gegeben zu Berlin, den 14. Febr. 1722. ( L.S.) Fr. Wilhelm. M. L. v. Pringen. ergestalt und also, daß die Scharzische Erben auf anderweitige fü fund zwanzig Jahre lang, vom 14ten Februariic. angerechnet, so hanem Privilegio gemäß, die darinnen benannte Geistliche Bücher, exclusive des oben berührten Porstenschen Communion- Buchs zu drucken und zu verlegen seyn sollen. Jedoch Höchstgedachter Sr. Königl. Majestät an Dero, bes fonders bey etwanniger Anordnung eines neuen Gesangbuchs, und sonst männiglichen an seinen Rechten ohne Schaden. Urkundlich ist dieses mit dem Königl. Lehns- Siegel bedrucket worden. Ge schehen und gegeben Berlin den 2ten May 1772. ( L. S.) Renovirtes Privilegium für die Schanischen Erben, über den Druck und Verlag verschiedener Geißlieber Bücher. Auf Sr. Königl. Majestät aller gnädigsten Special Befehl. v. Münchhausen. Vorrede. Heilig, Heilig, Heilig ist GOTT, der HERR Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehren voll, Halleluja! Amen! In Christo geliebter Leser! e beffer ein Christ sich selbst und den wahren GOtt erkennet, je eifriger wird er beflissen seyn, mit geistlichen lieblichen Liedern GOtt, das höchste Gut, in der Kirchen und zu Hause recht zu preisen. Erkennet er sich anfänglich recht als einen Menschen, der von dem hochgelobten Schöpfer vor allen Thieren und Vögeln,( die zwar auch Stimmen haben und singen; doch aber nichts verständliches hervor brine gen können), mit diesem herrlichen Vorzuge begnadiget ist, daß er verstånd. lich oder kläglich( Pf 47, 8.) fingen kann, und überleget zugleich, wie GOtt nicht das geringste vergeblich gemacht habe, noch wolle, daß ledig liege, oder nicht gebrauchet werde, was Er durch seine Weisheit erschaffen hat! Weish. 14 5. fo erwecket ihn solches, dasjenige zu thun, was er unter allen sichtbas ren Creaturen allein vermag, nehmlich verständlich zu singen, oder wie der fel. Hr Lutherns redet, die Musik im Dienft dessen, der sie gege: ben und geschaffen hat, sehen zu laffen. Tom. II. Altenb. 751. Blat b. Erkennet er sich ferner, als einen Clienten seines GOttes, dessen Gunst und Schuk, ja unaussprechliche und unzählige Wohlthaten er in der Schöpfung, Erhaltung, Erlösung und Seiligung( so lauter unergründliche und unerschöpfliche Oceanen und Meere der göttlichen Liebe find) bereits genossen hat, noch täglich genicsset, und dereinsten in der Vers herrlichung im Himmel vollkommen und ewig geniessen wird, und behers Biget Vorrede. giget dabey, wie er solches alles aus lauter Gnaren und Barmherzigkeit, ohne alle sein Verdienst und Würdigkeit empfahe: so wird durch diese r Fenntniß des Guten, daß er sonderlich in Christo JEfu hat, nicht nur sein Glaube starck, sondern auch die Liebe gereißet, diefen gütigsten Gotte und getreuesten Wohlthäter hiefür in tiefster Ehrfürcht ein herrliches Danck Lied zu singen. Denn GOtt hat, spricht Lutherus, unser Serg und Mund frölich gemacht durch seinen lieben Sohn, welchen er für uns gegeben hat zur Erlösung von Sünde, Tod und Teufel. Wer solches mit Ernst glaubt, der kanns nicht lassen, er muß frölich und mit Lust davon singen, u.f.w. Tom. VIII. P. 571, a. Erkennet er sich weiter als ein Kind, Knecht oder Magd Gottes, denen zukommt, ihrem Vater und HErrn zu ehren, Mal. 1, 6. und vers nimmt, wie Er insonderheit auch mit Gesang und Liedern wolle verehret seyn, indem Er fordert: Singet dem HErrn ein neues Lied, ma: chets gut auf Saitenspiel mit Schalle. Pf. 33, 13. P. 47, 7. 8. Pf. 96, 1. 2. und gebeut: Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen, und geistlichen lieblichen Liedern, und singet dem HErrn in eurem Bergen: Col. 3, 16. Ephef. 5, 19. Jac. 5, 13. So siehet er solchen Willen seines Gottes an, nicht als einen bes schwerlichen Frohndienst, sondern als den angenehmsten Liebes Dienst, das durch er süßiglich gelocket wird, die Ehre seines Vaters und HErrn auch mit Singen williglich zu befördern. Laßt uns, spricht er, Jhn lieben, auch mit Singen unsere Liebe bezeugen, denn Er hat uns erst geliebet. 1 Joh. 4, 19. Erkennet er sich endlich auch als einen Consorten und Mitgenossen der heiligen Engel und aller Gläubigen, und höret, wie jene ihr Heilig, Heis lig, heilig ist GOtt; und ihr Ehre sey Gött in der Sohe! ers schallen lassen; Efa. 6, 3. Luc. 2, 13. 14. Diese aber ihre Lobgesänge, wie Moses Mirjam, 2 Mos. 15, 1. 2. 21. Debora, Barac, Nicht. 6, 1. Hanna, 1 Eam. 2, 1. David, 2 Sam. 22, 1. Sir. 47, 9. 10. 11. Daniel 2, 20. Judith 16, 1. 2. Maria, Zacharias, Simeon, Luc. 1, 46. 68. cap. 2. 28. und Christus selbst mit seinen Jüngern, Matth: 26; 30. ihr Hosianna und Geløbet sey der da kommt im Namen des HErrn; wie das Volck mit den unmündigen Kindern, Luc. 19, 38. Matth. 21, 9:15. ihr neues Lied, wie die auserwählten Ueberwinder, Offenb. 5, 2. cap. 4, 13. cap. 15, 3. und ihr Halleluja, wie alle Gottesfürchtige, Offenb. 19, 5. 6. anstimmen, und also alles was Odem hat, den HErren lobe, Halleluja: Pf. 150, 6. So zichen ihn solche heilige Erempel kräftiglich, mit ihnen im Lobe Gottes eins zustimmen, und als ihr Consorte, auch, wie sie, den lieben GOtt mit Ges sängen, inniglich zu verherrlichen. Erkennet er hiernächst auch den wahren GOtt recht, als einen GOt', der ein Geist ist, dem eben sowohl im Geist und in der Wahrheit gesungen werden müsse, als Er im Geist und in der Wahrheit muß angebeter wers den: Joh. 4, 24. so wird er keinesweges damit vergnügt seyn, daß der Mand allein finge, oder die Worte ohne Andacht und Verstand herklinge: Son Vorrede. Sondern wird sich vornehmlich dahin bestreben, daß er von Grunde des Hercus und mit rechtem Verstande fingen möge. Er siehet zu, wie sein Herz zuvor mit dem göttlichen Lobe erfüllet seyn möge, welches hernach der Mund mit Lobgesängen aussprechen soll. Er suchet erst voll Geistes zu werden, damit er hernach dem HErrn die rechten geistlichen Lieder spies len könne. Ephef. 6, 18. 19. Solch Singen, wie der fel. utherus sehr wohl erinnert, muß nicht allein mit dem munde gesehen, oder ohne allen Verstand, wie eine Harfe oder Pfeife Flingt, Tom. III. p. 468. b. Es muß alles, sagt der gottfel Herr Arndt, fein anddchtig, geistlich), und aus Grund des Hergens geschehen, nicht nur ein äusserlicher Schall und Gepränge seyn. Wahr. Christ. 2 Buchy, cap. 43. p. 321. Geschicht das nicht, so wird ein äusserlich Werck daraus, worinnen sich das Ohr mehr an dem süssen Klange, als das Herz an dem göttlichen gobe ergdhet, worüber, daß es ihm einigemal begegnet, Auguftinus bitterlich flaget. Vid. B. Gefnerus Medit Gener. Pfalt. p. 490. Lind was wirden sodann auch die lieblichsten Lieder vor GOtt anders feon, als ein Geplerr, welches Er hasset? Amos 5, 23. Um deswillen haben die Alten gar fein erinnert: Non vox, fed votum, non cordula Mufica, fed cor: Non clamans: fed amans cantat in aure Dei. Welches überhaupt zu teutsch so viel heissen möchte: Vergeblich singt allein der Mund, Wo es nicht geht aus Sergens Grund. Siche Weftmeri Concil. Script.& c. pag. 853. Das wahre feb GOttes, spricht Herr D. Heinrich Müller, liegt im Herzen und Glaus ben, Verlangen und in der Liebe: Das rechte Singen( Gaitenspiel) liegt im freudigen Geißt. Das heißt denn nach dem 62. Psalm in der Stille GOtt loben, wenn der verborgene Grund des Hergens vom Heiligen Geist mit Freuden überschwemmet wird, daß er sich in GOttes Lob gank und gar ergieffen will. Viele meynen, wenn sie nicht in der Kirchen fiken und singen, so sen es auch kein Lob Gottes. Ach nein! das Lob( Ottes bestehet vielmehr im innerlichen Seusten des Geistes, als in der lauten Stimme des Mundes. Ein herzliches Seufßer lein klinget oft vor GOtt besser, als ein hohes und lautes Geschren. Der Heilige Geist muß den fob Gejang hers aus treiben. Er selbst muß durch unsern Mund beten und singen. JA das Herz voll Geistes, voll himmlischer Freude, voll Erkenntniß GOttes, so wird der Brunn bald überlaufen, da kann denn der Mund nicht schweis gen, wie David spricht: Psalm 116, v. 10. Jch glaube, darum rede ich. Wie kann das Hertz schweigen, in welchem Chriftus und sein Geist redet? Ist der Grund im Herken gelegt durch die Erkenntniß der Güte GOttes, To dencfets, bichtets und laufts aber vor Andacht und Freude; Ergeußt sich wie ein Strom; Wird ein Schak, daraus man viel Gutes kann hervor brin gen. Oft fühlet bas Herk mehr, als der Mund tann aussprechen. So unends Vorrede. 3 unendlich ist GOtt in seiner Süßigkeit. Siehe Mülls Göttliche Liebes flamme. 2 Buch, cap. 1. pag. 4026. 1027. 1038. 1039. Gleichwie nun ein jeder Christ GOtt fleißig bitten soll, daß Er ihm feinen Heil. Geist schencken wolle, auf daß er im Geist und in der Wahrheit möge singen können, welches ohne den Heil. Geist ohnmöglich geschehen kann: also muß Er sich auch befleißigen, dasjenige, was er finget, wohl zu übers legen, um den rechten Berstand desselben zu erlangen. Wie denn auch, damit nicht jemand Ursach habe, sich mit dem Cammerer, Up. Gefch. 8, 30. 31. über Mangel der Unterweisung zu beklagen, treue Lehrer bemühet seyn, ih, ren Zuhörern den rechten Verstand der Lieder beyjubringen. Erkennet auch ein Christ den lieben GOTT recht als einen Seind aller Seucheley, Lügen und gottlosen Wesens, Pf. 5, 5.7. fo wird er sich vor allen Dingen ernfilich bestreben, daß, wie Herk und Mund in der Andacht und Verstande, das ist, im Geist: also auch der Mund und das Leben in der Sache selbst, oder in der Wahrheit, übereinstimmen mögen. Sonst flingts wol fein, wenn der Mund singt: JEsu meine Freude, u. f. w. Wo man aber dennoch an Geld und Gut seine Freude hat; wo man sich noch mit schnöder Wollust weidet, u. s. w. so ist solches Singen Lügen und Heucheley. Von solchen mag man mit Paulo sprechen: Sie sagen, fingen und tonen: fie erkennen GOtt, aber mit den Wercken verleugnen fie es. Tit. 1, 16. Sie singen: Isu meine Freude: Aber mit dem Leben verlengnen sie es, worinnen die Welt und Wollust ihre Freude ist. Hin gegen nun prüfet sich derjenige, der GOtt, den Hertens Kündiger, recht ers Fennet, so oft er fingen will, und was er singet, ob er auch vor GOTT, als vor dessen Angesicht er stehet, also beschaffen sen, wie er mit dem Munde finget? Ob fich das so in seinem Leben und Wandel wircklich so befinde, wie er im Gesangbuche von sich ausgiebt? Und gehet sodann sein Fleiß dahin, daß er die schändliche Heucheley vermeiden, und GOtt, wie in dem Gesange, also auch mit dem Leben recht preisen möge. Hierauf zielet die feine Ers mahnung, welche im Concilio Carthaginenfi denen Sångern ist gegeben worden: Videant Cantores( canentes) ut, quod ore cantant, corde credant,& quod corde credunt, operibus comprobent. Das ist: Die Sänger( Singende) mögen wohl zusehen, daß sie, was fie mit dem Munde fingen, von Herzen glauben, und was sie im Bergen glauben, mit der That beweisen. Siche B. Balduin inftit. Miniftr. Eccl. c. 19. 198. Eben dahin gehen auch die schönen Worte Hra. Doct. Lütkemanns, wenn er im Borschmack göttlicher Gute pag. 236. spricht: Es ist ein unaufhörlich Lob GOttes, wenn die Seele im Glauben GOtt anhängt, Thn herklich liebt, in ihren Geschäften ihre Gedancken oft ja GOTT richtet, alle ihre Wege in acht nimmt, daß sie nichts vornehme, dadurch GOTT verunchret werde. Ja, dahin sehen auch die ernsten Worte Hrn. Doct. Müllers 1. c. p. 1039. wenn er spricht: Nicht allein aber muß GOttes Lob mit Worten, sondern auch mit Wercken ausges fpros Vorrede. sprochen werden. Was hilfts, daß du mit dem Munde lobest, und mit den Leben lästerst? Mit der einen Hand bauest, mit der andern niederreiffef Du Heuchler, es ist GOtt nicht um deinen Zungen, Schaum,( um die lie liche Stimme) zu thun, sondern um deine That. Mit heiligem Wande der dem Wandel Christi in der Liebe, Canftmuth, Demuth, Geduld u Gelaffenheit ähnlich ist, lobet man GOtt am meisten. Womit loben al Creaturen ihren Schöpfer? Zungen find den wenigsten gegeben. Sie lobe Thn mit ihren Kräften und Wercken: Der Himmel mit seinem Lauf; Di Sonne mit ihrem Licht; Die Erde mit ihren Früchten; Das erfordert de Heiland: Laffet euer Licht leuchten vor den Leuten, daß sie eure gute Werd sehen, und GOtt preisen. Matth. f, 16. Unser Leben preiset GOtt," reißet auch andere zum Preis; Wie man mit einem gottlosen Leben Thwyc fiert, und andern dazu Anlaß giebt. Wir sind Kinder Gottes Lin Rind ehret den Dater mit den Wercken seines Gehorsams Singet der Christ also, daß Herk, Mund und Leben übereinstimmen so finget er recht, es geschehe übrigens öffentlich mit der Gemeine, oder ir Verborgenen alleine, es sey seine Stimme schön, oder vor Menschen übe Elingend: so iss dennoch die lieblichste Harmonie und Melodie vor GOt und den Engeln. Und wer vermag sodann auszusprechen, welch ein köfilich und nüglich eing solch Singen sey? Ps. 92, 2. 3. Gewißlich ist es eine felige Schule der Chrisien, darinnen sie in der Erkenntniß ihres Gottes wachfen und zunehmen. Denn also lehren und vermahnen sie sich selbst mit Pfal men und Lobgefangen, nach der Ermahnung des Heil. Geistes, Col. 3, 16. daß Gottes Wort, wie der fel, Lutherus redet, und die Christliche Lehre auf allerley Weise getrieben oder geübet werden. Tom. II. Alt. p. 751 a. Solches Singen ist ein heilsames Mittel, dadurch oft die hårtesten Hertzen zur Bekehrung sind erweichet worden. Wie solches durch die geistliche Lieder Lutheri an Papisten geschehen, erwehnet Herr D. Löscher in seinen Andachts Früchten. P. III. p. 381. Eine Jüdin ward durch die Worte: Laß die Menge meiner Sünden Jetzt mit dieser Nacht vergebn, O HERR JESU! laß mich finden Deine Wunden offen stehn! Da alleine Hilf und Rath Ist für meine Missethat. welche sie einen Christen tåglich fingen hörete, dermassen beweget, daß fie eine Chriffin ward. Ein Mörder, der auf der Strassen einer Frau nach schlich sie zu erwürgen, ward durch ihr Singen, sonderlich da sie auf sein Begehren noch ein Bußlied fingen musie, also gerühret, daß er ihr nichts thun konnte, sondern anfing, sich nach der Gnade Gottes zu sehnen; Wie Titius in L. T. H. pag. 1oso. Loc. XXIII. no. 23. von Liedern erzählet. Durch Dorrede. m Durch solches Singen können die weltlichen Sauf und Huren- Lieder gedámpfet werden, die sonst als die allergiftigfte Best viele unschuldige bHerken verderben. Darun als der selige Lutherus sein Gesang, Buch - drucken ließ, worinnen die Lieder in vier Etimmen gebracht waren, bes eugt er, daß es deswegen auch geschehen, weil er gerne wolte, daß doch le die Jugend welche sonst folle und müsse in der Musica, und andern rechs ten Kunsten erzogen werden, etwas hätte, damit sie die Buhlen Lieder e und fleischlichen Gefänge los würde, und an derselben statt, etwas Heils fames lerne, loc. cit. b. 5. Ja, durch dieses Singen kann allen Sünden und fleischlichen Vere chungen machtiglich vorgebenget werden. Daher auch unser, durch die Erfahrung wohl geübte Lutherus, allen Angefochtenen den Rath aiebt, daß fie fleißig fingen sollen. Tom. II. pag 616. a. Solch Singen verfüffet auch alles Creutz und Leiden. Solch Singen vereiniget Engel und Mens fchen mit einander, wie der fel. Arnd 1. c. p. 323. redet, und Hr. D. Müller 11. c. p. 1023. fpricht: Das Lob( GOttes ist der Engel Leben und Freude: Drum haben sie auch die Menschen lieb, und gesellen sich gerne zu ihnen, die täglich( GOtt loben und ihre Mitsinger sind. Wir sollen dort den En geln gleich werden in der Klarheit, davon wird hier der Anfang gemacht, in einem andächtigen Lobe GOttes. Ein Mensch, der täglich GOtt lobet, ist ein leibhaftiger Engel. Ja, in folchem rechten Singen ist der Anfang des Himmels auf Erden, ein wahrer Vorschmack der ewigen Freude. Wie Hr. D. Müller am angezogenen Orte weiter meldet, auch Hr. D. Lütkes mann in der Harfe von zehen Saiten p. 562. bejeuget:, unter solchem Singen,( sagt Hr D. Carpiem Tom. I. Leichenpr. p. 543.) werden die Glaus bigen wahrhaftig in dem Himmel entzückt, daß ihnen anders nicht ist, als ob sie unter den heiligen Engeln waren, und mit ihnen ihren GOtt lobe: ten. Da nird das Herk voll Heiligen Geistes, und empfindet eine rechte Himmels Luft und Freude. Ach! solte nicht um solches unaussprechlichen Nußens willen folch Singen und Lob GOttes, so lange ein Oden in uns ist, geübet werden. Aus dieser angezeigten, an sich unstreitigen Chriften. Pflicht und Nutzbarkeit des rechten Eingens, fliesset von selbsten, daß jeder Gläubi ger, fo viel er kann, willig beyzutragen habe, was solche Pflicht auszuüben und solchen seligen Nußen zu erlangen, dienlich ist. Wann nun solches vornemlich dadurch mit göttlicher Hilfe geschehen Fann, wenn gute Gesang Bücher, darinnen man recht geistliche Lieder finden kann, angeschaffet werden; so ist allerdings nöthig, daß man denen Chrifil. Gemeinden, solche zu erlangen, behalflich sen, zumal, da die Lieder ein Stück unsers Christlichen Bekenntnisses und öffentlichen Gottesdienstes find; Daher es allerdings auch in die Sorge eines treuen Lehrers läuft, daß solche Lieder in den Kirchen und Häusern gesungen werden, die dem Gottlichen Worte gemäß und sein deutlich sind; Wie Hr. D. Balduinus b 1. c. Vorrede. 1. c. sehr wohl erinnert; So find sonderlich Chrifit. Lehrer darauf bedacht ihre Zuhörer mit solchen Gesang Büchern zu versorgen. Hierinnen haben wir an dem jel. Luthero selbst einen guten Vorgånger. Wie er es weit läuftig Tom. II. p. 751. und Tom. VIII. p. 587. a. auch Tom. III. Alt. P. 467. und ferner vorgestellet. Denn als zu seiner Zeit, dieweil faft alles in lateinischer Sprache gesungen ward, die wenigfien mit fingen fone ten, oder, ob sie gleich mit eintöneten, dennoch nichts davon verstung den, so dichtete er selbst geistliche Lieder in teutscher Sprache, und ließ ein Gesang Buch von teutschen Liedern drucken. Wir wollen ihn selbst davon hören: Daß geistreiche Lieder singen( spricht er) gut, und GOtt ans genebm fey, achte ich, sey keinem Chriften verborgen, dieweil je, de mann nicht allein das Erempel der Propheten und Rönige im Alten Testament( die mit Singen und Dichten und allerley Eaitenspiel Gott gelobet haben) vor sich hat, sondern auch solcher Brauch, sonderlich mupfalmen, gemeiner Christen von Anfang kund ist, in 1 Cor.14, 16. eingeseger, und Col. 3, 36. geboten ist. Demnach habe ich auch famt etlichen andern zum guten Anfange, und Ursach zu geben des nen die es besser vermögen, etliche geistliche Lieder zusammen: bracht, das heilige Evangelium, so ist von GOttes Gnade wies der aufgegangen ist, zu treiben und in Schwang zu bringen, das mit wir auch uns nochcen rühmen, wie Moses in seinem Gesange, 23. Mos. 10, 1.2. daß Christus unser Lob und Gesang sey, und nichts wissen soll zu singen noch zu sagen, denn Jesum Christum unfern eiland, wic Paulus sagt: 1 Cor. 2, 2. Bitte oerhalben, ein jeg. licher frommezChrist wolle ihmsolches gefallen lassen und wo ihm GOtt mehr oder dergleichen verleihet, fördern helfen. Tom, II. p. 751. a. b. Die Christen( sagt er ferner) haben GOtt für die Auslegung und geoffenbarte Wahrheit göttlichen Worts gedancket, wie ich denn auch gerne wolte, daß unsere geistliche teusche Lieder der: massen waren. Tom. III. p. 467. Beil denn der gütige GOtt nach und nach manches Herk erwecket hat, welches durch seine Gnade ein erbauliches Lied gemacht, so, daß davon unterschiedliche Gesang. Bücher sind angefüllet, und auch hiesiges Orts viel derselben bekannt, und in der Kirchen öffentlich gesungen werden; Es sich aber oftmals zugetragen hat, daß, weil solche bekannt gewordene Lieder in mancherley Gesang: Büchern, eines in diesem das andere in cis nem andern gefianden, zuweilen zwey bis drey Gesang Bücher zugleich in die Kirche mitgenommen werden müssen, und doch wol das Lied in solchen nicht zu finden gewesen ist; Als haben sich viele beschweret, und verlans get ein solches Gesang: Buch zu haben, darinnen alle diejenigen Lieder, die hier pflegen gesungen zu werden, beysammen gefunden würden; So ward man durch dieses Klagen und Verlangen vor etlichen Jahren verans laffet, alle Lieder, alte und neue, so viel deren hiesiges Orts, eingeführet worden, und man erfahren können, zu sammlen, und unter dem Titul: Geistlicher lieblicher Lieder, drucken zu lassen; worinnen des feligen Eutheri Lieder, so wie er ausdrücklich begehret, unverändert behalten worden. Tom. VIII. Alt. p. 685. b. Nebst S Dorrede. Nebst diesen herrlichen Liedern Lutheri, hat man diejenigen mit einges rückt, die von geistreichen Lehrern und frominen Christen gemacht, und hiesiges Orts ihrer Güte wegen, beliebt und angenommen worden sind, damit man ein, so viel möglich, vollständiges und zulängliches Gesangs Buch zur öffentlichen und sonderlichen Andacht haben möchte. Da aber bisher fich viele wegen der feinen kleinen Schrift, mit welcher das Buch gedruckt, beschweret, und einen gröbern Druck gar ernstlich vers langet, so hat der Verleger desselben, Herr Josua Dario Scharz, refolviret, folches Gesang Buch mit einer grössern Schrift, vermöge seines Königlichen allergnädigsten Privilegii, drucken zu lassen. Weil er mich nun ersuchet, gedachtes Buch mit einer Vorrede zu begleis ten, und es dem geneigten Leser aufs beste zu recommendiren, habe ich kein Bedencken gehabt, ihn in seinem erlangen zu willfahren. Versichere demnach den geneigten Leser, daß er hierinuen einen Auszug der kräftigsten und geistreichsten Lieder beysammen finden, auch alle Gesänge, so jemals in diesen Städten bekannt, und in den Kirchen gefangen worden, antreffen werde. Und da auch die dreyzehente Auflage wieder gåntlich abgegangen ist, so ist nach derselben die vierzehnte, und zwar völlig nach der kleinen Edition, eine gerichtet, und gedruckt worden. Was die Ordnung der Materien betrift, so ist dieselbe so eingerichtet, nach der Ordnung des Heils, so wie sie der sel. D. Spener in seiner laus tern Milch vorstellet. Und handelt erfilich von GOtt, so der Urheber des Heils; von Christo, so das Heil erworben: vom Seiligen Geist, welcher es zueignet: hernach von den Mitteln des Heils, von Seiten GOttes und der Menschen. Ferner von den Gütern des Heils und von den Pflichten derer, so des Heils theilhaftig worden; und endlich von der Einführung in den völligen Genuß des Heils in der Ewigkeit. Am Ende find angehangen die Collecten, so auf den hohen Fest: Tagen abgesungen werden, damit ein jeder solche verfiehen und andächtig bes trachten könne. Hernach folgt ein kurr Gebet- Buch aus Joh. Arnds Paradies: Gartlein und andern geistreichen Gebet Büchern zufams men gezogen, in welchem sowol die Morgens und Abend, als auch die Buß Beicht Communions und bey dieser Auflage auch die gewöhnliche Kirchen Gebeter zu finden. Die Lieder unter einem jeden Titul sind nach der Ordnung des Alphabeths eingerichtet, daß man sie desto leichter und bequemer aufschlagen und finden kann; Endlich befinden sich am Ende zwey Register, das erste ist über die Melodeyen, in welchem mit großer Mühe alle Gesänge unter eine Numer gebracht, welche in einer Melodev gesungen werden können, damit die, so etwa nur eine Meloden wissen, dennoch alle die übrigen Lieder nach dieser einigen Melodey singen können; Denen aber mehr als eine bes tannt, Vorrede. fannt, die können die anmuthigste erwählen, und die übrigen Gefange auch nach derselben singen. Das andere Register ist über die Lieder, fo im Gesang Buch stehen, da die erste Zahl die Numer der Melodeyen, die andere aber das Blatt, wo das lied zu finden, anzeiget. Sind Fehler oder sonst etwas darinnen, daß jemand anstößig; so wot: es der geneigte Leser aufs, beste erklären und anzeigen, man versichert, de bep künftigen Verlag alles geändert und gebeffert werden soll. Weil del einige Zweck dieser Arbeit ist, dem Nächsten zu dienen und zu bessern. Mein Wunsch dabey ist, daß dieses Buch gleich den glüenden Kohlen vom Altar des HErrn seyn möge, also, daß alle Hertzen, die es im Gebrauch berühren, davon gluend und zum Göttlichen Lobe und zur rechten JEfus- Liebe entzündet werden! Ja ich feufße mit dem sel. Hrn. D. Spener in seinen Theologischen Bedencken Part, IV. p. 323. Der HErr, HErr, dem alles Lob gebühret, wolle alles zu dieses zwecks Erreichung richten, alles dahin zielende Dornehmen segnen, sonderlich aber, so oft wir uns auch zum Singen vor sein Ange ficht stellen, unsere Sergen mit derjenigen Kraft des Geistes erfüllen, daß alles, was wir singen wollen, erst in unfern Bergen lebendig sey, und diese mit himmlischem Seuer entzündet werden mögen, damit, was wir als dann mit der Zunge singen, ein süffer Ton vielmehr in seis nen, als der Menschen Ohren, mehr im Simmel, als auf Erden schalle, als ein wahres Vorspiel jener ewigen Har monie werde, hingegen aller Orten das unandachtige Ges plårr der Lieder aufhöre, und dieser wahren Frucht des Geistes Plan gebe! Halleluja! Das verle he uns allen aus Gnaden die heilige hochgelobte Dreyeinigkeit, und leffe uns endlich dahin kommen, wo wir ohne Aufhören recht singen werden: Heilig, Heilig, Heilig heißt BOLT der Vater, Sohn und Geist. Halleluja! Ey ja, wåren wir da! Amen. Berlin, den 2. Januari Anno 1728. 20 Johann Porst. Bom TELY Vom Urheber unsers Heils. n Von GOtt und der Heiligen Dreyeinigkeit. 1. In bekannter Mel. föhner der'r die war'n verlein GOtt in der lohrn, du Stiller unsers Hdh fry Ehr, und Haders, Kamm Gottes Dand für seine heilger HErr und Gott? Snade, darum nimm an die Bitte von baß nun und nimmermehr unser Noth, erbarm dich ans rühren kan fein Scha- unfer aller. de, ein Wohlgefalln GOtt 4. O Heil'ger Geist, du an uns hat, nun ist groß höchstes Gut, dualler heilFried ohn Unterlaß, all famster Tröster! vors LeuFehd hat nun ein Ende. f'ls Gewalt fortan behüt, 2. Wir loben, preis'n die JEfus Christus erlöset, anbeten dich, für deine Ehr durch grosse Mart'r und wir dancken, daß du, GOtt bittern Tod, abwend all Bater, ewiglich regierst unsern Jam'r und Noth, ohn alles Wanden. Ganz dazu wir uns verlassen. mermeßn ist deine Macht, 2. m. Der Tag ist hin 2c. fort g'schicht, was dein heit wahrer Spie Bill hat bedacht: wohleneinigkeit der Gott uns des feinen Erren! gel, o Licht vom Licht, 3. O JESU Christ, als dessen Alumachts- Flite Sohn eingebohrn, deines gel sich um und um durch himmlischen Baters, Ber- diesen Erdkreis streat, A und Von GOtt und 2 und alle Welt mit seinem 6. Drum lehr uns, HErr, Schirm bedeckt. o lehr uns, ohne Trennen 2. Wir loben dich, so in Einem Drey, in Dreyen bald die Sonn erwachet, Eins erkennen; Ach lehr und wenn sie jetzt den spá- uns doch, GOtt Vater, ten Abend machet: Was Sohn und Geist: daß du lebt und webt auf dieser Ein GOtt in drey PersoErden weit, ist elles, nen heist. HErr, zu deinem Dienst 7. Gieb, daß von dir dis bereit. Wort bey uns stets flinge: 3. O reicher Schatz! o Von ihm, durch ihn, in unumschráncktes Wesen! ihm sind alle Dinge; dem Wer hat wol je die Heim- grossen GOtt sey Ehr in lichkeit geleſen? O tiefer Ewigkeit! Ja, Amen, Ja! Brunn, o unerforschte singt alle Christenheit. Pracht! wie groß, ach 8. Dein Nam ist groß, GOtt! wie groß ist deine dein Reich, HErr, in uns Macht! wohne; dein Will uns 4. Wer kann doch hier, zwing; ernähr uns und HErr, deine Weg' erfin- verschone; Versuchung den? Wie soll ich Mensch steur, erlos' aus böser Zeit: wol dein Gericht ergrün- dein ist das Reich, die den? Nur weg, Vernunft, Kraft und Herrlichkeit. nur weg. nur weg mit dir, 3. M. O GOtt! du from. dein Wiß der ist gar viel zu mer GOtt. u dreymahl groffer aur immerhin, nur hin mit deinem Dichten, Himmel dienen, und Heis du kannst dich nicht in Got- lig, Heilig fingt die Schaar tes Weisheit richten: wo der Seraphinen: du hochGOtt nicht selbst dich un- ste Majestát, und Helfer in terweisen wird, so bleibest der Noth, du aller Herren du verlohren und verirrt. HErr, Jehovah Zebaoth. 2. Dich der Heiligen Dreyeinigkeit. 6 2. Dich bet ich jetzund Geschlecht, das längst eran, dir Lob und Dand loset ist. zu lallen, mein Halleluja 6. Du nahmest Fleilch laß dir gnädig wohlgefal- an dich, nnd tratest in die len, du allerhöchstes Gut, Mitten, trugst unfre Sunund Wohlthats volle den- Schuld, indem du viel Sonn, du aller Gaben gelitten: doch dis dein Blut Meer, gang unerschöpf- und Tod erwirbt die Se ter Brunn. ligkeit, das ew'ge Him3. Mein Schöpfer! mels- Heil, die ungemeßMensch und Vieh und al- ne Freud. les andre Wesen, låst dei 7. Du füffer Himmelsner Almacht Pracht ganz Thau, du Taube reiner flärlich an sich lesen; ein Flammen, ENN und jedes Wunder lobt dich in GOTT Heilger Geist, der All- Natur, Stern, du führst die Kirch zusam Element, Gewöldk, und men, du heiligst durch und alle Creatur. durch, du bist ein Licht 4. Es muß dich jeder vom Licht, giebst neue mann, den treuen Bater Feuers- Glut, damit fein preisen, du führest wunder Glaub gebricht. bar, wilst Leib und Seele 8. Ach allerhöchster fpeifen, erhörest das Gebet, Trost und bester Weiserhältest Gut und Blut, heits- Lehrer, Erleuchter, wir sind viel zu gering, Heiliger, Aufrichter, und was deine Treue thut. Bekehrer! du theilst die 5. Heiland, Immanuel, Gaben aus, das Wollen Lamm GOttes ohne Sün- wird vollbracht, durch die den, mein JESU! deine Gemeinschaft wird uns Lieb kann kein Verstand Kraft und Geist geergründen, das Hosianna macht. fingt ein jeder wahrer 9. GOtt Vater, Sohn Christ, das menschliche nnd Geist, ein GOtt, und A 2 eins 4 Don GOtt und eins in Dreyen, gepries- das sen wahr! so sing'n ne Majestät, auf stets zuwir Halleluja. benedeyen! laß uns im 2. JEsus Christus Tugend- Beg gewissen- mohn uns bey, und laß haftig stehn, und durch uns nicht verderben, zc. ein fel'ges End zu unserm Erbe gehn. 3. Heil'ger Geist uns wohne bey, und laß uns 10. 2aß, dreymaht nicht verderben 2c. groffer GOtt, den Thaus. M. Meine Seel erhebt den der Gnade feuchten, ach! ſegne, ſegne uns, laß uns GOTT sen uns gnädig dein wir und hoffen ja auf dich, du läßt und gebe uns seinen göttliuns nicht im Spott, drum chen Gegen. fingt das Gloria: Gelobt, 2. Erlasse uns sein Antlig gelobt sey GOtt. leuchten, daß wir auf Erden erkennen seine Wege! 3. Es segne uns GOtt, 4. In eigener Mel. Gott der Vater wohnjunser GOtt; es fegne uns uns ben, und laß uns GOtt, und gebe uns seinicht verderben, mach uns nen Frieden, Amen. aller Sünden frey, und 4. Lob und Preis sey hilf uns selig fierben. Vor GOtt dem Vater und dem Teufel uns bewahr, dem Sohn, und dem Heihalt uns bey vestem Glau- ligen Geiste. ben, und auf dich laß uns 5. Wie es war im Anbauen, aus Herzensgrund fang jetzt und immerdar, vertrauen. Dir uns laß und von Ewigkeit zu sen gang und gar mit al Ewigkeit, Amen. len rechten Christen, ent6. Mel. An Wasserflüssen fliehn des Teufels Listen, Babylon. mit Waffen Gott's uns HErr Gott, der du ers forschest mich, kennst der Seiligen Dreyeinigkeit. fennst mich auß- und in- Geist? Denn du auch die nen, mein Thun und Las Gedancken weiß'st, es hilft sen kommt vor dich, Gehn, vor dir kein Fliehen. Führ Stehen und Beginnen. ich gen Himmel, bist du Was ich im Bette denck da; auch in der Höll trits und dicht, siehst du von t'st du mir nah, kann dir fern, und fehleft nicht, dujmich nicht entziehen. prüfest Herz und Nie 4. Nun, grosser Gott, ren: Du kannst auch, weil deine Hand mich überwenn ich bin allein, und all kann finden, und all gerne wolt verborgen mein Thun dir ist bekannt, seyn, all meine Weg aus- so hit ich mich vor Sunspüren. den: Denn finster ist wie 2. Es ist kein Wort in Licht bey dir, was heimmeinem Mund, so ich dir lich war, kommt klar herkönnt verheelen, du HErr, für, ich kann dir nicht ent- siehst recht des Herzens- gehen. Was ich gethan, Grund, was steckt in mei- geredt, gedacht, das wird ner Seelen: Du schaffest vor deinen Thron ge= ja, was ich vollbring, wie bracht, da muß ich vor dir groß es ist, und wie gering, stehen. ich kanns ohn dich nicht 5. HErr, meine Seel richten. Wenn aber du, erkennt dis wohl, daß du durch deine Gnad, Ver- mich haft bereitet, und wie stand mir giebst, auch Hülfein Mensch gestalt feyn und Rath, so kann ich alles soll, aus Mutter- Leib geschlichten. leitet: Durch deine Vor3. Wie du die Deinen sorg Fleisch und Bein, und wunderlich, o GOtt! hier alle Glieder an mir seyn, pflegst zu führen, versteh dein Aug hat mich erwäh ich nicht, und lasse mich let. Da ich noch ungebloß deine Gnad regieren. bohren war, hast du schon Wo soll ich hin vor deinem Stunden, Tag und Jahr A 3 im 6 Von GOtt und im Lebens Lauf gewoll wanden. Bin ich zählet. vielleicht auf bösem Weg, 6. Jch dancke dir und so führ du mich den rechpreise dich, für solche grofferen Steg, der nach dem Thaten, und daß du mir so Himmel weise, daß ich wunderlich an Leib und vom Sünden Dienste Seel gerathen. Sehr köst- frey, und dir, o HErr, lich ist dein Werck an mir, gefällig sen, bis ich von wenn ich erwach, bin ich hinnen reise. bey dir, und warte deiner Gnaden: Ich glaube vest, daß meine Sund durch Christum mir vergeben Jehovah ist die Bollensind, daß sie mir nicht kommenheit, Jehovah ist mehr schaden. die reine Seelen- Wonne, ehovah ist mein Licht 7. In eigener Mel. und Gnaden- Sonne, 8 7. Den Vorsatz giebmir Jehovah ist der Brunn HErr, dabey, daß ich, was voll Heiligkeit. In diesem bof' ist, meide. Die gott. Licht kann ich viel Wunder lof' Rott fern von mir sey, fehn: die Vollenkommenvon Frommen mich nicht heit ist meine Ruh, die scheide: Daß ich nur lieb, Seelen Freud erquicket was dir gefällt, und hasse, mich dazu: in Heiligkeit was ist von der Welt, auch muß ich auch zu Ihm ihren Truß nicht achte, gehn. halt dein Gebot, hör gern dein Wort, im Glauben greiflichs Wesen, da mein 2. Jehovah ist ein unbe und in Hoffnung fort das Berstand sich willig in verEwige betrachte. liert: In seinem Wort ist 8. Erforsch mich, GOtt, dieses klar zu lesen, wie ergrund mein Herz, durch wunderbar der kluge Rath fuch all mein Gedancken, regiert. Wer hat den Sinn und siehe, ob ich hinter des Geistes je erkannt? warts, und auf die Seit Wer gab dem Rath, der war der Heiligen Dreyeinigkeit. war von Ewigkeit? Ver- 8. In eigener Mel. nunft fey ſtill, die See iſt Hochheilige Dreyeinige tief, o kluger Unver- milde, mich haft geschafstand! fen in der Zeit zu deinem 3. Jehovah, Grund und Ebenbilde; ach! daß ich Leben aller Dinge, du bist dich von Herzens- Grund fürwahr ein unzulänglich doch lieben mögte alle Licht: Gieb, daß im Licht Stund! Drum komm mein Wandel mir gelinge; doch, und zeuch ein bey ach! führe mich mit dei mir, mach Wohnung und nem Angesicht. Du bist bereit mich dir. ein Licht, und bist im Licht 2. O Bater, nimm allein, du haffest den, der gang kräftig ein das seh Finsternissen liebt, und lie- nente Gemüthe, mach es best den, der Recht und zu deinem innern Schrein, Licht dir giebt; o laß mich und deiner stillen Hütte: stets bey deinen Strahlen vergieb, daß meine Seele seyn! sich so oft zerstreuet jám4. Jehovah, GOtt mit merlich; verseße sie in deimir zu allen Zeiten, mit dir ne Ruh, daß nichts in ihr ich nun Gemeinschaft ha- sey, als nur du. ben kann, wenn du mich 3.GOtt Sohn, erleuchwirst mit deinen Augen te den Verstand mit deileiten, so wirst du mich zu ner Weisheit Lichte, verEhren nehmen an. Ogieb, daß er sich oft ge= blinde Welt! o Welt! ich wandt zu eitelem Gedichwarne dich: fleuchst du dis te; Laß nunmehr nur iy Licht, und läufest in der deinem Schein mein eiNacht, die arme Seele ist nig's Schau'n und Wir ewig umgebracht. Nur den seyn: zeuch thn, daß Licht und Recht vereinigt er hier allbereit entreisfe GOtt und mich. sich von Ort und Zeit. 21 4 4. D 8 Von GOtt und 4. O Deilger Geist, du Mit zween verbargen sie Liebes Feu'r! entzünde ihr Antlig flar, mit zween meinen Willen, stård bedeckten sie ihre Füsse ihn, komm mir zu Hülf gar, und mit den andern und Steur, den deinen zween fie flogen frey, gezu erfüllen: Bergieb, daß g'n ander ruften sie mit ich so oft gewolt, was groffem Geschrey: Heilig fundlich ist, und nicht geist GOtt der HErre Ze folt: Berleih, daß ich mit baoth! ii. ii. Sein' Chr reiner Brunst dich innig die gange Welt erfüllet ewig lieb umsonst. hat: Bon dem Geschrey 5. O Heilige Dreyei- zittert Schwell und Bal nigkeit, führ mich nur den gar, daß Haus auch gang von hinnen! Richt gang voll Rauchs und zu dem Lauf der Ewigkeit Sebels war. all auß- und inn're Sinnen: Vereinge mich, und Gyrie, GÖtt Vater in 10. In eigener Mel. laß mich hier eins mit dir Ewigkeit! groß ist fenn, daß ich mit dir auch deine Barmherßigkeit, al dort sey in der Herrlich ler Ding ein Schöpfer keit, o heiligste Dreyei- und Regierer, Eleison! nigkeit! 9. In eigener Mel. eesaia dem Propheten 2. Christe, aller Welt Trost! uns Sünder allein du hast erlöst: O ge 3 ft Gottes Sohn! unGeist den HErren fißen ser Mittler bist in dem fah auf einem hohen höchsten Thron, zu dir Thron mit hellem Glans, schrey'n wir aus Herßensfent's Kleides Saum den Begier, Eleison! Chor erfüllet gang. Es 3. Kyrie, GOtt Hei stunden zween Seraphim liger Geifi! trost, stård ben Ihm or an, sechs Flutuns im Glauben allergel sah er eines jeden han; meist, daß wir am letzten End der Heiligen Dreyeinigkeit. 9 D End frölich abscheiden aus stets geistlich seyn gefinnt, diefem Elend, Eleison! daß, wann ich vor dich 11. M. Es woll uns GOtt trete, ich deine Kraft in genddig seyn. mir empfind, und dadurch meine Seel, erhebe dich anbete im Geist und in dich mit Andacht zu der Wahrheit. betrachten, wie GOtt hat 4. Du bist, o GOtt, von offenbahret sich, und wie Ewigkeit, ohn Anfang und man ihn soll achten, daß ohn Ende. Gieb, daß mein er der Allerhöchste ist, im Berß von aller Freud des Himmel und auf Erden, Zeitlichen sich wende, auf und ſoll gerühmt zu jeder daß ich möge immerdar Frist, auch angerufen drum bitten, und drauf werden, als Ursprung al- dencken, weil alles hier ist ler Dinge. wandelbar, daß du mir 2. GOtt, du bist einig dort wollst schencken das für und für, nichts sind unvergánglich' Erbe. der Heyden Götter, fein 5. O GOtt, du bist an Deyl und Trost ist ausser allem Ort, und gar nicht dir, kein Helfer noch Erzuermessen, ob einer hier ist retter. Laß mich, o HErr! oder dort, ist er dir nicht auf dich allein von gan- lentsessen. Laß mich nicht Bem Herßen trauen, dir zweifeln, wo ich sey, du inniglich ergeben seyn, auf könnst dich mein annehniemand anders bauen, men, auch was ich thu, laß Dir, GOtt, allein an mich daben des Bösen vor hangen. dir schämen, und überall dich fürchten. 3. O HERR, mein Gott, du bist ein Geist, 6. Unendlich, ist HErr, und theilest ben uns allen deine Macht, zu retten, an Gaben aus, was geist- die dich lieben; und wann lich heist, nach deinem der Gottlof dich veracht, Wohlgefallen. Laß mich die Rache auch zu üben: A 5 Gieb, IO Von GOtt und Gieb, daß sich deiner All- barmst dich, wie ein Vater macht Schus fort über thut, von Herzen deiner mich erstrecke; mich auch Kinder. HErr, laß von nicht Menschen Grimm deiner Lieb und Gnad noch Truß, nur deine mich allweg Trost bekomStraf erschrecke, du töd- men, von mir auch meine test Leib und Seele. Missethat so fern ſeyn hin7. Boll höchster Weis- genommen, als Morgen heit bist du, GOtt! nie ist vom Abend. mand kann sie ergründen: IO. GOTT, deine Wie wunderschwer auch Wahrheit stets besteht, ist die Noth, weist du doch und wohidem, der dir gláus Rath zu finden; Gieb, daß bet! Der Himmel und die ich dir stets traue zu, auf Erd vergeht. Dein Wort, dich werf meine Sorgen, HERR, ewig bleibet: auch übels weder denck Sieb, daß ich fürchte dein noch thu, weil du siehst ins Gericht, und alles, was Verborgen, und prüfest du dráuest; auch hoffe, Herz und Nieren. was dein Wort verspricht, 8. GOtt, du bist heilig daß du mir gern verleiund gerecht, du kannst die best. Hoffnung wird nicht Sund nicht leiden; Wer zu Schanden. sagen will, er sey dein II. Auselig bist du, Knecht, der muß das Böse GOtt, und frey, du thust, meiden. Gieb, daß ich mich was dir beliebet, du bist, zu jeder Zeit, der Heiligkeit ein milder HErr dabey, befleisse, nachiage der Ge- der reichlich Gutes giebet. rechtigkeit, auch dein Ge- Laß mich mit dem zufries richt gut heisse, ob ichs den seyn, was ist dein heilschon nicht begreife. ger Wille; Gieb auch, daß 9. Du bist sehr gnädig, ich von dir allein und deifromm und gut, wo sich ner Güte Fülle erwarte bekehrt der Sünder, er- lall's in allen. 12. GOtt, der Heiligen Dreyeinigkeit. * II 12. GOTT, wenn ich mich dich loben, bis einst dicho kenn und ehr, dein dort oben, wo dich die Bort zum Grunde seße, Engel und Menschen bes kann ich mich drob erfingen, meine verherrlichfreuen mehr als über alle te Zunge wird klingen. Schäße; Bis ich dort, o 3. Gonne von ferne du wahres Licht, ohn Lal- ldoch einige Blicke deiner lendich werd nennen, von im Glauben vermähleten Angesicht zu Angesicht Braut, bis ich die Seele anschauen und erken- einst freudig hinschicke, da nen, und ohn Aufhören sie dich, wie du bist, selig loben. beschaut, wann ich dein 13. GOtt Vater, Sohn Lieben stetig kann üben, und Heilger Geist, der tulund mit recht frommen auch wilt auf Erden von und reinem Gewiffen mir und allen seyn ge werd deine Ruhe und preist, laß deinen Ruhm Wollust geniessen. groß werden: Verleih 3. Der du dich in dir mir Gnade, Kraft und und durch dich erfreueft, Stard, daß ich zu allen eh dieses alles sein Wesen Zeiten, HERR, deinen gewann, auch, was erNamen und dein Werck quickend ist, jedem verleiFonn' mehr und mehr aus- hest, das sich doch selber breiten, so lang ich hab beleben nicht kann: Heiligdas Leben. ste Güte! laß mein Gemüthe in dir fich allezeit 12. In eigener Mel. Seligstes Wesen, un- freudig erweiſen, das dich endliche genugsam grund der allervoufom- kann preifen. mensten Lust, ewige Herr 4. Leb ich in Finsterniß, Lichkeit, prächtigste Son- machet dein Glängen selne, dem nie Verändrung ber im Todes- Thal mir und Wechsel bewust. Laßlwieder Licht; fall ich in Ohn Von GOtt und der Heiligen Dreyeinigkeit. Ohnmacht, und schwebe in schon anglimmet, was Grángen schwerer Ber- mich soll ewig und felig erzweifelung, laff'st du mich gößen, wenn du in deine nicht; Endlich im Ster- Ruh mich wirst einsetzen. ben muß ich ererben durch 7. So bist du selig, und dich und in dir ein ewiges theilest mit abe, läsfest Leben, das nur das felig- auch keinem Geschöpfe die ste Wesen kann geben. Macht, daß es von Mut5. Schüttert die Erde und terleib bis hin zum Grabe donnert der Himmel, tobet dem, den du deiner Gunst und schnaubet die rasende würdig geacht't, zu schaden Welt, bleibet mir mitten tauge, ja daß kein Auge, solt in folchem Getümmel doch es gleich Himmel und Erde mein: Seligkeit veste ge durchgehen, einen unselistellt; Wenn dein Erbar- gen Christen kann sehen. men sich läßt umarmen 8. Bin ich denn selig, fo von dem, ders flüglichsle laß mich es mercken, schreib feligste Wesen ihm hat zum es durch deinen Geist mit Felfen und Ruhe erlesen. recht in Sinn, und reiß im 6. Wird meine Seele Glauben und seligen Wer im Glauben auch lichte, den mich von der Eitelkeit, Danck ich es, seligste Son- wenn du wilt, hin, wo ne! nur dir: wenn ich mein man nach Klagen freudig Seufßen gen Himmel an kann sagen: Seht! aus der richte, merck ich im Her- Schaar der elendesten ßen auch balde, was mir Sünder machet der sel'ge von dir bestimmet, weil GOtt felige Kinder. 12 Vom Erwerber unsers Heils, von JESU Christo. Und zwar: I, Von der Zukunft Chrifti ins Fleisch. 13. M. Von der Zukunft Chrifti ins Fleisch. 13 13. M. Don GOtt will ich lohrne Kinder, in vollem nicht laffen. Laster- Lauf, auf Arges Buf! auf! ihr Reichs- send bedacht, so thut es nig kommt heran, empfa- ist ihm verborgen, Er giebt het unverdroffen den grof- auf alles acht. fen Wunder- Mann. Ihr 45. Ceyd fromm ihr UnChristen geht herfür, last terthanen, der König ist und vor allen Dingen gerecht; laßt uns den Weg Ihm Hosianna singen, ihm bahnen, und machen mit heiliger Begier. alles schlecht, fürwahr, Er 2. Auf! ihr betrübten meynt es gut, drum lass Bergen, der König ist sehr set uns die Plagen, die Ee nah, hinweg all Angst und uns schickt, ertragen mit Schmerzen, der Helfer ist unerschrocknem Muth. schon da, seht, wie so man 6. Und wenn gleich cher Ort hochtröstlich ist Krieg und Flammen uns zu nennen, da wir Ihn alles rauben hin; Geduld! finden können, im Nacht- weil Ihm zusammen gemahl, Tauff und Wort.( hört doch der Gewinn. 3. Auf! auf! ihr Viel- Wenn gleich ein früher geplagte, der König ist Tod uns, die uns lieb, genicht fern, send frölich ihr nommen, wohlan! so find Verzagte, dort kommt der sie kommen ins Leben aus Morgenstern, der HErr der Noth. will in der Noth mit rei 7. Frisch auf! in GOtt chem Troft euch speisen, ihr Armen, der König Er will euch Hülf erwei- forgt für euch, Er will sen, ja dámpfen gar den durch sein Erbarmen euch Tod. machen groß und reich, 4. Nun hört, ihr freche der an ein Thier gedacht, Sünder! der König mer der wird auch euch ernáhdet drauf, wenn ihr ver- ren, was Menschen nur bea Univ. Bibl Giessen 14 Von der Zukunft Christi begehren, das steht in fei- liebt, mit köstlichen Ge ner Macht. schencken, als der sich selbs 8. Hat endlich uns be- uns giebt, durch seine troffen viel Creuß, läßt Er Snad und Wort; o, Ko doch nicht die, welch auf nig hoch erhoben, wir alle Ihn stets hoffen mit rech- wollen loben dich freudig ter Zuversicht: Bon hier und dort. GOtt fommt alles her, 12. Nun, HERR, du der låsset auch im Sterben giebst uns reichlich, ob wir die Seinen nicht verder gleich arm und schwach, ben, sein' Hand ist nicht du liebest unvergleichlich, zu schwer. du jagst dem Sünder nach, 9. Frisch auf! ihr Hoch- drum wollen wir allein die betrübte, der König kommt Stimmen hoch erschwinmit Macht: An uns, fein gen, dir Hosianna singen, Herßgeliebte, hat Er schon und ewig danckbar seyn. langit gedacht, uns wird kein Angst und Pein, noch 14. In eigener Mel. Zorn hinführ schaden, Gottes Sohn ist kom= dieweil uns men, allen zu Gnaden läßt feine Kin- frommen, hier auf dieser der seyn. Erden, in armen Geber10. So lauft mit schnel den, daß Er uns von Sunlen Schritten, den König de freye und entbinde. zu besehn, dieweil Er 2. Er kommt auch noch kommt geritten starck, heute, und lehret die Leuherrlich, sanft und schon: te, wie sie sich von SunNun tretet all heran, den den zur Buß sollen wens Deiland zu begrüssen, der den, vom Irrthum und alles Creuß verfüssen, und Thorheit treten zu der uns erlösen kann. Wahrheit. II. Der König will be 3. Die sich sein nicht schäs dencken die, die er herzlich men, und sein'n Dienst ane nehmen ins Sleisch. 15 nehmen, durch ein'n rech- len, da sie ewig müssen ihr 7ten Glauben, mit ganßem Untugend bussen. e ben. e Vertrauen, denen wird 9. Ey nun, o HErr Greben ihre Sünd verge- JEsu, schicke unser Herz zu, daß wir alle Stunden 4. Denn Er thut ihn'n recht glaubig erfunden, shencken in den Sacra- darinnen verscheiden zur menten sich selber zurlewigen Freuden. Speise, fein' Lieb zu be 15. M. Von Zimmel hoch weisen, daß fie fein genief da komm ich her. fen in ihrem Gewissen. Cob sey dem Allerhöchsten 5. Die also bekleiben, GOtt, der unser sich ers und beständig bleiben, dem barmet hat, gefandt sein'n Erren in allen trachten allerliebsten Sohn aus ihm jugefallen, die werden mit geborn im höchsten Thron. Freuden auch von hinnen 2. Auf daß Er unser ſcheiden. Heiland würd, uns freyet 6. Denn bald und bevon der Sünden- Bürd, hende kommt ihr letztes und durch seine Gnao und Ende, da wird Er von Wahrheit führet zur ewia Bisen ihre Seel erlösen, lgen Klarheit. und fie mit ihm führen zu 3. O grosse Gnad und der Engel Chören. Gutigkeit! O tiefe Lieb 7. Von dannen Er kom- und Mildigkeit! GOTT men, wie denn wird verthut ein Werd, das ihm nommen, wenn die Todt n kein Mann, auch kein En werden erstehn von der gel verdancken kann. Erden, und zu seinen Füß 4. Der Schöpfer aller sen sich darstellen müssen. Creatur nimmt an sich 8. Da wird Er fie schei- unsere Natur, verachtet den, die Frommen zur nicht ein armes Weib, zu Freuden, die Bösen zur werden Mensch in ihrem pollen, in peinliche Stel- Leib. 5. Des 16 Von der Zukunft Christi. 5. Des Vaters Wort Gnaben- reichen Zukunft, von Ewigkeit wird Fleisch untergicb seiner Herrlichin aller Reinigkeit: Das feit die Werd deiner Ge A und O, Anfang und rechtigkeit. End, giebt sich für uns in groß Elend. II. Wo du dis thust, so ist Er dein, bewahrt dich 6. Was ist der Mensch? vor der Höllen: Pein: was ist sein Thun, daß Wo nicht, so sieh dich eben GOtt für ihn giebt seinen für, denn Er schleust vir Sohn? Was darf unser des Himmels Thür. das höchste Gut, daß es so unserthalben thut? 12. Sein erste Zus Funft in die Welt ist in 7. O weh dem Vold, sanftmüthiger Gestalt; das dich veracht't, der die andre wird erschrecklich Gnad sich nicht theilhafseyn, den Gottlosen zur tig macht, nicht hören groffen Pein. will des Sohnes Stimm, 13. Die aber ißt in Chris denn auf ihm bleibet Got- sto stehn, die werden denn tes Grimm. zur Freud eingehn, besitzen 8. O Mensch, wie daß da der Engel Chör, daß sie du's nicht verstehst, und kein Lebel mehr berühr. dein'm König entgegen 14. Dem Vater in dem gehst? der dir so ganz de- höchsten Thron, samt sei müthig kommt, und sich nem eingebohrnen Sohn, so treulich dein annimmt. dem Heilgen Geist in glei 9. Ey! nimm Ihn heut cher Weif' sey ewiguch mit Freuden an, bereit Dand Ehr und Preis. Ihm deines Herzens 16. M. Don GOtt will ich Bahn, auf daß Er komm nicht laffen. in dein Gemüth, und du Mit Ernst, ihr Menseiner 10. Unterwirf Ihm Herz in euch bestellt, damit deine Vernunft, in dieser das Heyl der Sünder, der groffe ins Fleisch. 17 groffe Wunder- Held, den 17. M. VonGOtt will ich 2c. GOtt aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben un jauchzet all the gesendet und gegeben, bey Gnaden- Zeit: Weil unallen kehre ein. fer Heil ist kommen, der 2. Bereitet doch fein HERR der Herrlichkeit, tüchtig den Weg dem grof zwar ohne stolßen Pracht, sen Gast, macht seine Stei- doch machtig zu verheeren, gerichtig, last alles, was er und gánßlich zu zerstöhhast, macht alle Bahnen ren des Teufels List und recht, die Thal laßt seyn er- Macht. höhet, macht niedrig, was 2. Er kommt zu uns gehoch siehet, was krumm ist ritten auf einem Efelein, gleich und schlecht. und stellt sich in die Mit 3. Ein perß, das De ten für uns zum Opfer muth liebet, bey GOtt amjein, Er bringt kein zeitlich höchsten steht: Ein Herß, Gut. Er will allein era das Hochmuth übet, mit werben durch seinen Tod Angst zu Grunde geht: und Sterben, was ewig Ein Herß, tas richtig ist, währen thut. und folger GOttes Leiten, 3. Kein Zepter, keine das kann sich recht bereiten Crone sucht er auf dieser zu dem kommt JEsus Welt: IJm hohen HimChrist. mels- Throne ist ihm sein 4. Ach! mache du mich Reich bestellt, Er will hier Armen in dieser Gnaden seine Macht und Majestät Zeit, aus Gute und Er- verhüllen, bis er des Babarmen, pErrJEfu, felbst ters Willen im Leiden hat bereit: Zeuch in mein Herz vollbracht. hinein, von Stall und von 4. 3hr grossen Potentader Krippen, so werden ten, nehmt diesen König Hertz und Lippen dir ewig an wann ihr euch wollet dandbar seyn. rathen, und gehn die rechte Bahn, 3 18 Von der Zukunft Christi Bahn, die zu dem Himmel Geist ist Gottes Wort führt; sonst, wo ihr Ihn word'n ein Mensch, und verach tet, und nur nach blüht ein' Frucht Weibes Hohe it trachtet, euch Got Fleisch. tes 3orn berührt. 3. Der Jungfraun Leib 5. Ihr Armen und swanger ward, doch Ele nden, in dieser bösen bleibt Keuschheit rein bes 3e it, die ihr an allen En- wahrt, leucht't hervor DF n müßt haben Angst manch Tugend schon, Gott 1 and Leid, send dennoch da war in seinem Thron. wohlgemuth, laßt eure 4. Er ging aus der KamLieder klingen und thut mer sein, dem Königlichen dem König singen, der ist Saal so rein, GOtt von eur höchstes Gut. Art und Mensch ein Held, 6. Er wird nun bald er sein'n Weg Er zu laufen scheinen in seiner Herrlich- eilt. keit, und all'eu'r Klag und 5. Sein Lauf kam vom Weinen verwandelen in Bater her, und kehrt wie. Freud': Er ists, der helfen der zum Bater, führ hinkann, halt eureLampen fer- unter zu der Höll, und wietig, und send stets sein ge- der zu Gottes Stuhl. wärtig, Er ist schon auf der Bahn. 6. Der du bist dem Ba ter gleich, führ hinaus den Sieg im Fleisch, daß dein' 18. In bekannter Mel. Nun kommt der Heyden ew'ge GOttes G'walt in Heiland, der Jung- uns das kranck Fleisch erfrauen Kind erkannt, deß halt. sich wundert alle Welt, 7.Dein' Krippen glängt GOtt folch Geburt Ihm hell und klar, die Nacht bestellt. giebt ein neu Licht dar, 2. Nicht von Manns- dunckel muß nicht kommen Blut noch vom Fleisch, drein, der Glaub bleibt allein von dem Heil'gen immer im Schein. 8. Lob ins Sleisch. ne C 19 8. Lob sey GOtt dem Ewigkeit, dein Ebenbild Bater gethon, Lob sey gezeuget. GOTT fein'm ein'gen 4. Du hast gemacht den Sohn, Lob sey GOtt Erdenkreiß nach deinem dem Heilgen Geist, im- Wohlgefallen, und Menmer und in Ewigkeit. schen drauf zu deinem 19. M. Nun freut euch, lie- Preis, da wird dein Lob ben Christen g'mein. erschallen; Auch wird heilige Dreyeinig- durch deines Mundes keit, voll Majestät Wort dis alles immer und Ehren, wie kann doch fort und fort erhalten und deine Christenheit deinsregieret. D Lob genug vermehren? 5. Drum steh, o BaDu bist sehr hoch und ter! ferner ben uns dei wundersam, ganz unbenen armen Kindern, und greiflich ist dein Nam, alle Schulden uns verzeih dein Wesen unerforschlich. als bußfertigen Sundern: 2. Wir dancken dir, daßlaus unsern Nöthen mandeine Gnad, auch weil wir nigfalt errette uns, und hier noch leben, in deinem bilf uns bald, wie du uns Worte so viel hat uns of haft versprochen. fenbahrt gegeben: daß du 6. O JEfu Chrifte, bist wahrer GOtt, und Gottes Sohn! von Ewigheist GOtt Vater, Sohn, feit gebohren, uns MenHeiliger Geist, dreyfaltig schben auch ins Himmels und doch einig. Thron zum Mittler auss 3. O Bater! aller Din- erkohren, durch dich ge= ge Quell und Ursprung, schicht, was nur geschicht, fey gepreiset für alle Wun- o wahrer GOtt! o wahder, die so hell, uns deine res Licht, vom wahren Macht erweiset. Du Va- GOtt und Lichte. ter, hast vor aller Zeit 7. Du bist des Vaters den ein'gen Sohn von Ebenbild, und doch vom Hime 2 20 Von der Zukunft Chrifti. Himmel kommen, als unser Hoffnung vest, und eben war die Zeit erfüllt, wann und alle Welt verhast du Fleisch angenom läßt, bleibst du bey uns im men, hast uns erworben Herzen. Gottes Huld, bezahlet 11. Wir bitten dich des unfre Sund und Schuld, müthiglich, daß es ja mög durch dem unschuldig durchdringen, was wir für Leiden. Eeufßen oft vor dich in 8. Nun sißest du zur unsrer Noth vorbringen: rechten Hand des Vaters Und wenn die letzte Stund hoch erhoben, beherrschestra ist, so hilf daß wir auf alle Leut und Land, und JEsum Christ getroft und dampfst der Feinde Toben. felig sterben. Hilf uns owahrer Mensch 12. GOtt Vater, Sohn, und GOt, wir wollen dir Heiliger Geist, für alle für deinen Tod und alle Gnad und Güte sey imWohlthat dancken. merdar von uns gepreist, 9. O Heilger Geist, du mit freudigem Gemüthe. werthe Cron! Erleuchter Des Himmels Heer dein unsrer Sinnen, der du Cob erklingt, und Heilig, vom Vater und vom Heilig, Heilig fingt: Das Sohn ausgeheft ohn Be- thun wir auch auf Erden. ginnen: Du bist allmäch- 20. M. Valet will ich dir tig und ohn End, der geben. Bater und der Sohn dich Wie soll ich dich empfans im uns zu leiten. gen? wie gegn' ich dir? o aller Welt 10. HErr, du gebierest Verlangen! o meiner durch die Taufuns wieder Seelen Zier! o JEfu, um aufs neue: hernacher JEſu, feße mir selbst die auch nimmst du uns auf, Fackel ben, damit, was wann du giebst wahre bich ergoße, mir kund und Reue. Durch dich wird wissend sey. 2. Dein ins Sleisch. CA 21 2. Dein Zion streut dirjalle Welt in ihren tauPalmen und grüne Zwei- send Magen, und groffen ge hin, und ich will dir in Jammer- 2aft, die kein Psalmen ermuntern mei- Mensch kann aussagen, so nen Sinn, mein Herzelvest umfangen hast. foll dir grünen in stetem 6. Das schreib dir in Lob und Preis, und dei- dein Herze, du Hochbenem Namen dienen, sostrübtes Heer, bey denen Gram und Schmerge sich gut es kann und weiß. 3. Was hast du unter häuft je mehr und mehr, laffen zu meinem Troffend unverzagt, ihr habet und Freud, als Leib und die Hülfe vor der Thür, Seele fassen in ihrem grò- der eure Herzen labet und sten Leid; Alls mir das tröstet, steht allhier. Reich genommen da Fried 7. Jhr dürft euch nicht und Freude lacht, da bist bemühen, noch sorgen Tag du, mein Heil, kommen, und Nacht, wie ihr ihn und hast mich frey ge- wollet ziehen, mit eures macht. Armes Macht: Er fommt, 4. Ich lag in schweren Er kommt mit Willen, ist Banden, du kommst und voller Lieb und Lust, all machst mich los; Ich stund Angst und Noth zu stillen, in Sport und Schanden, die ihm an euch bewust. du komst und machst mich 8. Auch dürft ihr nicht groß: und hebst mich hoch erschrecken vor eurer Sunzu Ehren, und schendst den Schuld? nein, JEmir groffes Gut, das sich fus will sie decken mit seis nicht läßt verzehren, wie ner Lieb und Huld. Er irrdisch Reichthum thut. kommt, Er kommt den 5. Nichts, nichts hat Sündern zu Trost und dich getrieben zu mir vom wahrem Heil, schafft, daß Himmels- Zelt, als das ben Gottes Kindern, vers geliebte Lieben, damit dulbleib' ihr Erb und Theil. 33 9. Was 22 Von der Zukunft Chrifti. 9. Was fragt ihr nachsmals Tag und Nacht des dem Schrenen der Feind Gesetzes starcker Hammer und ihrer Tück? Der HErr mir mit deinem Schrecken wird sie zerstreuen in ei- macht. O der schweren nen Augenblick; Er komt, Donner- Stimm! die mir Er kommt ein König, dem Gottes Zorn und Grimm warlich alle Feind' auflalso tief ins Herße schlá Erden viel zu wenig zum get, daß sich all mein Blut Widerstande seynd. beweget. 10. Er komt zum Welt- 3. Darzu kommt des Gerichte, zum Fluch dem, Teufels Lügen, der mir alder Ihm flucht; mit Gnad le Gnad absagt, als must und füssem Lichte dem, der ich nur ewig liegen in der Ihn hebt und sucht. Ach Höllen, die ihn plagt: Ja fomm, ach fomm, o Son- jauch, was noch ärger ist, ne! und hohl uns allzu- so zermartert und zerfrißt mal zum ewgen Licht und mich mein eigenes Gewif Wonne, in deinen Freu- sen mit vergiften Schlanden Saal. gen- Biffen. 4. Will ich denn mein Elend lindern, und erleicharum wilt du draus- tern meine Noth, bey der sen stehen, du Geseg- Welt und ihren Kindern, neter des HErrn? Laß dir fall ich vollends in den ben mir einzugehen wolge- Koth; da ist Trost der mich fallen, du mein Stern! du, betrübt? Freude, die mein mein JEfu, meine Freud, Unglück liebt, Helfer, die Helfer in der rechten Zeit! mir Herkleid machen, gute hilf, o Heiland! meinem Freunde, die mein lachen. Herzen von den Wunden 5. In der Welt ist alles die mich schmerzen. nichtig, nichts ist, das nicht 2. Meine Wunden sind kraftlos war. Hab ich Hoder Jammer, welchen oft- heit, die ist flüchtig. Hab ich 21. Mel. Freu dich sehr, o meine Seele. ins Sleisch. 23 ich Reichthum? was ists wie låst der grosfe Drach mehr, als ein Stücklein all sein Thun und Toben armer Erd? Hab ich Luft, nach, er muß aus dem was ist sie werth? Was ist, Vortheil ziehen, und in das mich heut erfreuet seinen Abgrund fliehen. das mich morgen nicht ge 9. Nun du hast ein süsses reuet? Leben, alles, was du wilst 6. Aller Trost und alles ist dein; Christus, der sich Freude ruht in dir, HErr dir ergeben, legt sein Reiche JEsu Christ, dein Er- thum bey dir ein. Seine freuen ist die Beide, da Gnad ist deine Kron, und man sich recht frölich ist. du bist sein Stuhl und Leuchte mir, o Freuden- Thron: Er hat dich in sich Licht! ehe mir mein Her- geschlossen, nennt dich sei ge bricht. Laß mich, HErr, nen Hausgenossen. an dir erquicken: JESU, 10. Seines Himels güld komm, laß dich erblicken. ne Decke spannter um dich 7. Freu dich, Herß, rings herum, daß dich fort du bist erhöret, jego komt nicht mehr erschrecke deis und zeucht Er ein, fein nes Feindes Lingestüm. Gang ist zu dir gekehret, Seine Engel stellen sich heiß Ihn nur willkom- dir zur Seiten: Wanndu men seyn, und bereite dich dich hier wilst oder dort Ihm zu, gieb dich ganz hinwenden, tragen sie dich zu seiner Ruh, öffne dein auf den Händen. Gemüth und Seele, flag 11. Was du Bofes hast Ihm, was dich drück und begangen, das ist alles quale. abgeschafft; Gottes Liebe 8. Siehst du, wie sich nimmt gefangen deiner alles setzet, was dir vor zu Sünden Macht und Kraft, wider stund! hörst du, wie Christi Sieg behält das Er dich ergößet mit dem Feld, und was Böses in Zuckersüffen Mund! ey der Welt sich will wider 34 24 Von der Geburt Christi. der dich erregen, wird zumen, und es treulich mit lauter Glück und Segen. dir meynt; bleibesi du dem 12. Alles dient zu deinem wieder treu, ists gewiß, und Frommen, was dir bos bleibt dabey, daß du mit und schädlich scheint, weil den Engeln droben Ihn dich Christus angenom- dort ewig werdest loben. II. Von der Geburt Christi. 22. Mel. Wo GOtt der selbst anweisen. So geht Err nicht bey 2c. es noch: wie mancher weiß ch! wie erschrickt die des HErren Wahrheit bose Welt vor Got- und Geheiß, thut doch tes Freund' und Kindern: nicht nach dem Wissen. wie wird ihr Angesicht 4. Wer bleibet zu Jerusa verstellt, wenn sie nicht lem in Stolß und Pracht kann verhindern, daß sie des Lebens, und gehet nicht im Glauben fahren fort, nach Bethlehem, der sucht des HErren Werck an al- sein Heil vergebens; Auch lem Ort zu treiben und zu wer die Schrift von aussen bauen. nennt, und thut nicht, was 2. Herodes und Jerusa- er wahr erkennt, wird JE lem erschrecken, wenn sielsum nimmer finden. hören, daß JEsus ist in 5. Die Weisen forschen Bethlehem gebohren; da so lang nach, bis sie das ihr Lehren och zeuget aus Paus erblicken, ivo sie an der Schrift davon, daß hier der gesuchten Sach sich in des Allerhöchsten Sohn der That erquicken. Ach! gebohren solte werden. daß wir mögen thun wie 3. Sie wissen dieses aus fie, und sparen weder Zeit dem Wort perodi anzu- noch Müh, bis wir dis preisen: doch gehen sie nicht peil gefunden. an den Ort, den sie doch 6. Perodes fraget heimlich Von der Geburt Christi. 25 lich nach, wenn dieser muß, wenn man als DeiStern erschienen: und ob den lebet. ers thate nur aus Nach, fo 23. Mel. Lobt GOtt, ihr laßt es darzu dienen, daß Christen allzugleich. wir nur um des Sternes Schein, der JEfus ift, bes Auf! Seele, auf! und säume nicht, es bricht fümmert seyn, so lang wir das Licht herfür, der Wunforschen können. derstern giebt dir Bericht, 7. Gold, Weyhrauch, der Held sen vor der Thür. Myrrhen, sey die Gab', die 2. Geh weg aus deinem wir zum Opfer bringen, Baterland, zu suchen solsamt Seel und Leib, all un- chen HErrn, laß deine Au ser Haab, so wird es uns gen seyn gewandt auf dies gelingen, daß unser Fuß- sen Morgenstern. fall GOtt gefällt, und JE 3. Gib acht auf diesen fus sich zu uns gesellt, im hellen Schein, der dir aufs - Leben und im Sterben. gangen ist, er führet dich 8. HERR JEsu, der zum Kindelein, das heiffet du wunderbar die Heiden JEsus Christ. Stamm, die Blum, haft gezogen, gib daß ich, 4. Er ist der Held aus wie die Heiden- Schaar, Davids im Herzen werd bewogen theure Garons zu suchen Dich, und nichtes das rechte achte Gottes= mehr, zu deines Namens Lamm, Ifraels Preis und Preis und Ehr, so lang ich Ruhm. leb' auf Erden. 5. Drum höre, merce 9. Ja, preis', o werthelsen bereit, verlaß des BaChristenheit, wie dir es ters Haus, die Freunds heut gebühret, daß Gottschaft, deine Eigenheit, aus der Unwissenheit diejgeh von dir selbsten aus. Beiden hat geführet: und 6. Und mache dich bedencke, daß die Finsternis hende auf, befreyt von aller ein boses Ende nehmen Zaft, und laß nicht ab von Dri35 26 Von der Geburt Chrifti. deinem Lauf, bis du dis 13. Erfindke du vor seis Kindlein hast. nem Glang, in tiefster Des 7. Du, du bist selbst das muth ein, und laß dein Bethlehem, die rechte Da- Herß erleuchten gang von vids- Stadt, wenn du dein solchem Freudenschein. Herke machst bequem, zu folcher groffen Gnad. 14. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar, mit Geiste 8. Da findest du das Le- Leib und Seel, und finge bens- Brod, daß dich er- mit der Engel- Schaar: laben kan, für deiner See- Dier ist Immanuel! len Hungers- Noth, das 15.Owunderbare Süf allerbeste Man. figkeit! Die dieser Anblick 9. Rimm wahr, mein giebt dem, dessen Herk Herß, doch deiner Sach, darzu bereit, und dieses ob gingst du gang allein, Kindlein liebt. und forsche weiter fleißig 16. Die Engel in des nach, und such das Kin- Himmels Saal, die freuen delein. end fich darob, die Kinder GotIo. Balt dich im Glau- tes allzumal, die bringen ben an das Wort, das vest hier ihr Lob. ist und gewiß, das führet 17. So sich und schmeck dich zum Lichte fort aus wie füß die Lust, die hier aller Finsterniß. hy verborgen liegt in deines 11. In solchem Lichte JEsu Liebes- Brust, die fiehet man das wahrejalles Leid besiegt. Licht allein: Ein armes 18. Geniesse hier das Menfchenkind das kann Engel- Brodt, die süsse uns davon Zeuge seyn. Himmels- Kost, und lobe 12.Johannesselbst, ders herzlich deinen GOtt, bey treulich meynt, der zeuget diesem Freuden- Most. ja von sich, daß er sen nur 19. Hier ist das Ziel, hier des Brautgams Freund; ist der Ort, wo man zum zu solchem nahe dich. Leben geht; hier ist des Para Von der Geburt Christi. 27 Paradieses Pfort die wie kein Leid, geh du die Leder offen steht. bens- Bahn in Still, zur 20. Bier fallen alle frohen Ewigkeit. Sorgen hin, zur Lust 24. M. Dom Himmel hoch wird alle Pein; es wird da komm ich her. erfreuet Herß und Sinn Christum wir jollen lo= in diesem JEsulein. ben schon, der reinen 21. Hier ist in allem Magd Marien Sohn, so Ueberfluß, was einem nur weit die liebe Sonne behagt, da ist kein Kum- leucht't, und an aller Welt mer und Berdruß, der Ende reicht. vor das Herß zernagt. 12. Der sel'ge Schöpfer 22. Mit GOtt und al- aller Ding zog an eins len Seligen hast du Ge- Knechtes Leib gering, daß meinschaft hier, der Ort er das Fleisch durchs Fleisch ist wol am glücklichsten, erwürb, und sein Geschöpf da wohnet GOtt in dir. nicht all's verdurb. 23. Der zeigt dir einen 3. Die göttlich Gnad andern Weg, als du vor- vom Himmel groß sich in her erkannt, den stillen die keusche Mutter goß, ein Ruh- und Friedens- Steg Mágdlein trug ein heim. zum ewgen Baterland. lich Pfand, das der Natur 24, Denselben geh und war unbekannt. folge dann, und kehrenicht 4. Das züchtig' Haus zurück, Herodi es zu zeigen des Herzens zart gar bald an, der heget einen Tuck. lein Tempel Gottes ward; 25. Er will das Kindlein Die kein Mann rühret bringen um, die edle Got- noch erkannt, von Gottes tes- Frucht; den theuren Wort man schwanger Schaß, dein Eigenthum, fand. es dir zu rauben sucht. 5. Die edle Mutter hat 26. Laß toben, würgen, gebohrn, den Gabriel verwie er will, dir wiederfährt hieß zuvorn, den Sanct Johann 28 Von der Geburt Christi. Johann mit Springen Sohn vom Himmelreich, zeigt, da Er noch lag im der ist Mensch gebohren. Mutter- Leib. 2. Ein Kindelein so lobe6. Er lag in Heu mit lich ist uns gebohren heute, Armuth groß, die Krippen von einer Jungfrau sau hart ihn nicht verdroß, es berlich, zu Trost uns are war ein kleine Milch sein' men Leuten. Wár uns das Speif', der nie fein Bog Kindlein nicht gebohrn, fo lein hungern ließ. wär'n wir allzumahl ver7. Des Himmels- Chör lohrn, das Heil ist unser sich freuen drob, und die aller. Ey! du süsser JE Engel fingen GOtt Lob, fu Christ, der du Mensch den armen Hirten wird gebohren bist, behüt uns vermeldt der Hirt und vor der Hölle. Schöpfer aller Welt. 25. In eigener Mel. 3. Als die Sonn durch8. Lob, Ehr und Danck scheint das Glas mit ihfen dir gesagt, Christ, ge- rem klaren Scheine, und bohr'n von der reinen doch nicht versehret das, Magd, mit Bater und so mercket allgemeine: zu dem Heilgen Geist, von gleicher Weif' gebohren nun an bis in Ewigkeit. ward von einer Jungfrau rein und zart, Gottes Sohn der werthe; In er Tag der ist so Freu- ein' Kripp ward Er ge denreich für aller legt, grosse Marter für Creature: Denn Gottes uns trägt allhier auf dies Sohn vom Himmelreich ser Erden. wohl über die Nature von 4. Die Hirten auf dem einer Jungfrau ist ge Felde warn, erfuhren neue bohrn: Maria, du bist Mähre von denen Engeliauserkohrn, daß du Mut- schen Schaarn, wie Christ ter werdest. Was geschah gebohren wäre; ein König so wunderlich? Gottes über alle König groß: Herod's Von der Geburt Christi. 29 rod's die Red gar sehr ver- dein Himmel und dein droß ausfandt er seine alles seyn. Dis Boten. Ey! wie gar ein' 4.Laß nur indessen helle falsche List erdacht er wi- scheinen dein Glaubensder JEfum Chrift, die und dein Liebes- Licht; mit Kindlein lies er tödten. GOtt must du es treulich 26. M. Wer nur den lieben. mennen, sonst hilft dir diese is ist die Nacht, das Sonnenicht: Wilt du gemir erschienen, des nieffen diesen Schein, so groffen Gottes Freund- darfst du nicht mehr dunlichkeit; das Kind, dem kel seyn. alle Engel dienen, bringt 5.Drum, JEfu, schöne Licht in meine Dunckel- Weyhnachts- Sonne, beheit: und dieses Welt- und strahle mich mit deiner Himmels Licht weicht Gunst! dein Licht sey meihundert tausend Sonnen ne Weyhnachts- Wonne, nicht. und lehre mich die Weyh2. Laß dich erleuchten nachts Kunst, wie ich im meine Seele! versäume Lichte wandeln soll, und nicht den Gnaden- Schein: sey des Weynachts- Glander Glang in dieser klei- ßes voll.. nen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Pollen Macht, der Sünden und des Creußes Nacht. 27. In bekannter Mel. in Kind gebohrn zu Bethlehem:: des freuet sich Jerusalem. Hal. 2. Dier liegt es in dem 3. In diesem Lichte kannst Krippelein:: ohn Ende du sehen das Licht der klas ist die Herrschaft sein. ren Seligkeit: wenn Son Halleluja. ne, Mond und Stern ver 3. Das Oechslein und gehen, vielleicht noch in gar daš Efelein:: erkannten kurzer Zeit, wird dieses GOtt den pErren sein. Licht mit seinem Schein Halleluja. 4. Die.. 30 Von der Geburt Christi. 4. Die Weis'n aus Sa- Gnad darbeut, für alles ba kamen dar:: Gold, das die Seele krándet: Weyhrauch, Myrrhen Merkauf, mein Herz, und bracht'n fie dar. Dallel. schau das Knáblein an! 5. Sein' Mutter ist die denck, welch ein Wunder reine Magd:: die ohn GOtt durch Ihn gethan. ein'n Mann gebohren hat. 2. Er spielt in seinem Halleluja. Angesicht mit Freudenreis 6. Die Schlang ihn cher Lust und Wonne, des nicht vergiften kunnt:,: ist Baters Klarheit, Lieb und worden unser Blut ohn Licht: Er ist des neuen Sund. Halleluja. Himmels Sonne, dadurch 7. Er ist uns gar gleich der Welt ein neues Licht nach dem Fleisch: der entsteht, die ohne Ihn im Sund nach ist Er uns Dunckeln untergeht. nicht gleich. Halleluja. 3. Das Kind ist zart und 8. Damit Er uns Ihm tráget doch, was Erd und machte gleich:,: und wie Meer und Himmel heget: der bracht zu Gottes Der gangen Herrschaft Reich. Halleluja. Last und Joch ist ſeinen 9. Für solche Gnaden Schultern aufgeleget von reiche Zeit:: fey GOtt dem, der ihn zum Mittelgelobt in Ewigkeit. Halle- punct geſetzt des, was da luja. ist und werden soll zuleßt. 10. Lob sey der Heil'gen 4. Sein Name heisset Dreyeinigkeit:,: von nun wunderbar, er ist auch an bis in Ewigkeit. Hall. aller Wunder Krone: Es 28. M. Preis, Lob, Ehr, jubilirt der Engel Schaar Rubm, Danck zc. mit Herzens- Luft im füf Ein Kind ist uns geboh- fen Tone das Gloria, als ren heut, der liebste dieses Wunder- Pfand sich Sohn ist uns geschencket, in der Nacht bey uns zur in dem GOtt Gnad um Welt einfand. 5. Be= Von der Geburt Christi. 31 5. Bedarfst du Rath zu dir geneiget. Was Er und Unterricht, will dirs befiehlt den Båtern in der an Witz und Weisheit Zeit, wird Er vielmehr fehlen: Dis Kind heist selbst thun in Ewigkeit. Rath, es ist ein Licht: so 9. Den Friedens- Fürdu dich wirst mit Ihm ver- sten nennt Ersich, weil Er mählen, so wird es dir in als Herzog, für dich streialler Noth und Pein, deinstet; ergoßgt indessen reichtreuer Rath und Licht und lich dich an seinem Tisch, Leit Stern seyn. den Er bereitet, und macht 6. Feht dirs an Kraft, dein Herz von Furcht und oliebe Seel! auf GOttes Schrecken loß, legt dich Begen fortzukommen: auch sanft in seiner Liebe sey unverzagt, Immanuel Schoos. der deine Menschheit an- 10. Drum freue dich, genommen, heißt Kraft mein Herß, in Jhm; nimm und will durch seine Kraft an, was dir dein GOtt geallein, in allem Kampf geben: Erhebe jauchzend dein treuer Belfer seyn. deine Stimm, und preise 7. Fehlt dirs an Muth Jhn mit deinem Leben, und Tapferkeit, der Fein- GOtt giebt sich dir, gieb de Rotte zu bekriegen: du Ihm wiederum dich hier ist der Held, der in ganz und gar zu seinem dem Streit dich nicht kann Eigenthum. lassen unterliegen: Wer 29. M. Du bist ein Mensch in der Schlacht ihn an die das weißt 2c. Spiße stellt, der sieget und Ermuntre dich, mein behält zuleßt das Feld. schwacher Geist, und 8. Ein ew'ger Vater ist trage groß Verlangen, ein Er dir, weil Er dich durch kleines Kind, das Bater fein Wort gezeuget: Nun heißt, mit Freuden zu emforgt Er für dich für und pfangen. Dis ist die Nacht, für, fein Hertz bleibt stets darin es kam, und menschlich 32 Von der Geburt Christi. lich Wesen an sich nahm, darfst du ihrentwegen deis dadurch die Welt mit n'n Zepter von dir legen. Treuen als seine Braut 5. Du Fürst und Herrs zu freyen. scher dieser Welt, du Frie2. Willkomm'n, o füffer dens. Wiederbringer, du Bráutigam, du König al fluger Rath und tapfrer ler Ehren! willkomm'n, o Held, du starcker HöllenJEsu, Gottes Lamm! ich Zwinger! wie ist es mög will dein Lob vermehren, lich, daß du dich erniedriich will dir all mein Lebensgeft so jammerlich, als lang von Herzen sagen wärest du im Orden der Preis und Danck, daß du, Bettler Mensch geworda wir verlohren, für uns den? bist Mensch gebohren. 6. O grosses Werck, o 3.O groffer GOtt, wie Wunder- Nacht, dergleikonnt es seyn, dein Him- chen nie gefunden! Du hast melreich zu lassen, zu kom- den Heiland hergebracht, men in die Welt hinein, da der alles überwunden; Du nichts denn Neid und Haf haft gebracht den starcken fen? Wie konntest du die Mann, der Feur und Wolgrosse Macht, dein König- cken zwingen kan, vor dem reich, die Freuden Pracht, die Himmel zittern, und ja dein erwünschtes Le- alle Berg erscüttern. ben, für solche Feind hin. 7.Oliebes Kind, o füffer geben? Knab, holdselig von Ge4. Ist doch, HErr JEsu, berden, mein Bruder, den deine Braut gang arm und ich lieber hab als alle voller Scanden; noch haft Schäß auf Erden! Komm, du fie dir selbst vertraut am Liebster, in mein Derß hinCreuß in Todes- Banden; ein, komm eilend, laß die ist sie doch nichts als Ue Krippen seyn! komm, berdruß, Fluch, Unflath komm, ich will bey Zeiten Tod und Finsterniß; noch dein Lager dir bereiten! 8. Eng Von der Geburt Christi. 8. Sag an, mein Her- Blut hast angenommen Bens- Bräutigam, mein' un mein Bruder worden Sey willkommen Hoffnung, Freud und Le- bist. ben, mein edler Zweig aus und geküßt! Jacobs- Stamm, was soll 2. Sen gegrüffet, dir ges ich dir doch geben? Ach höret heut ein Lob Gesang nimm von mir Leib, Seel mit Recht: weil du ja so und Geist, ja alles, was hoch geehret unser mensch. Mensch ist und heist, ich liches Geschlecht, daß du will mich gang verschrei- folches anvermählet hast ben, dir ewig treu zu der göttlichen Natur, unbleiben. fre, die so niedrig nur, un9. Lob, Preis und fre Menschheit auserwäh Dank, HErr JEsu Christ, let, und gesetzt auf Gotsey dir von mir gesungen, tes Thron, in der mittlendaß du mein Bruder worden Person. den bist, und hast die Welt 3. Die in Adam gant bezwungen: Hilf, daß ich verderbet und geschwärzt deine Gütigkeit stets preif durch Sünde war, so von in dieser Gnadenzeit, und ihm uns angeerbet, wird mog' hernach dort oben in jetzt wieder weiß und klar, klar und rein in dir; von Ewigkeit dich loben. wegen Adams war sie ganz verflucht; Dugebenedente 33 30. Mel. Solt ich meinem GOtt nicht singen. wig sey dir Lob gesun Frucht der Jungfrauen gen, o du Mensch- ge- bist ihr Segen. Satan tohrner Held! mit dem machte sie zu Spott; du Herßen und der Zungen, verbindest fie mit Gott. daß du bist auf diese Welt 4. Du, du bist der Mittmir zu gut ins Fleisch geler worden, zwischenGOtt kommen, und aus lauter und Menschen: Du hast Freundlichkeit, o du Sohn den armen Menschen- Ora der Ewigkeit! Fleisch und den wiederum in Fried und S Un- Bibl. Giessen 34 Von der Geburt Chrifti. und Ruh, als du wurdest Seligkeit ist ein Mensch Mensch, geseget, uns beym geboren heut. Bater ausgeföhnt, und 7. O du allerschönster mit seiner Huld gekrönt. Knabe! o du keuscher Solche Gnad und Liebe Jungfraun Sohn! meia weßet meinen Glauben, ner Seelen reichste Haabe! wider Tod, wider Sund meines Glaubens edle und Höllen- Noth. Cron! laß auch neu gebo5. Solte GOLT nicht ren werden mich, und feyn gewogen mir, und ich fromm, als wie du Kind, in seiner put, der mein das man in der Krippen Fleisch hat angezogen? find; Meine beste Freud haßt auch wer sein Fleisch auf Erden! laß für diesen und Blut? Ist sein Sohn Gnaden- Schein, mich dir nicht mir geboren, und ewig danckbar seyn. bekleidt mit meiner Haut? 31. In eigener Mel. Hat Er mich nicht Ihm Greuet euch, ihr Christen vertraut? Trotz der sagt, alle, freue sich wer imich sen verlohren, stoßt mer kann, Gott hat viel an mir um dis Felsen- Wort, uns gethan. Freuet euch daß GOtt selber ist mein mit grossem Schalle, daß port. er uns so hoch geacht, sich 6. Wird das Leben doch mit uns befreundt gemein Leben, leuchtet mir macht. Freude, Freude doch selbst das Licht, wird über Freude! Christus das heil doch felbst gege- jwehret allem Leide! Wonben mir zum Beil: Ach! ne, Wonne über Wonwas gebricht weiter uns? ne! Er ist die Genadens die Quell der Freuden fáut Sonne. in dieses Jammerthal, aus 2. Siehe, siehe, meine dem hohen Himmels Seele, wie dein Heiland Saal, uns zu Troft in alfommt zu dir, brennt in les Leiden, meine Lieb und Liebe für und für, daßEr in Der Von der Geburt Christi. 35 der Krippen- Höhle harte/ 32. m. Warum solt ich zc. lieget, dir zu gut, dich zu lo- rölich soll mein Berge sen durch sein Blut. Freu- springen, dieser Zeit, de, Freude über Freude da vor Freud alle Engel Christus wehret allem Lei- fingen. Hört, hört, wie de! Wonne, Wonne über mit vollen Chören alle Bonne! Er ist die Gena- Luft laute ruft: Christus den- Sonne. ist geboren. 3. JEsu, wie soll ich dir 2. Heute geht aus seiner dancken? ich bekenne, daß Kammer Gottes Held, von dir meine Seligkeit der die Welt reißt aus herrühr': Solaß mich von allem Jammer; GOTT dir nicht wancken: Nimm wird Mensch dir Mensch mich dir zu eigen hin: Cozu gute; Gottes Kind, empfindet Herk und Sinn das verbindt sich mit unFreude, Freude über Freu ferm Blute. de! Christus wehret allem 3. Solt uns GOtt nun Leide! Wonne, Wonne köñen haffen, der uns giebt, über Wonne! Er ist die was er liebt über alle Mas Genaden- Sonne. fen? GOtt giebt, unferm 4. JEfu nimm dich dei leid zu wehren, seinen ner Glieder ferner in Ge- Sohn, aus dem Thron naden an, schencke, was seiner Macht und Ehren, man bitten kann, zu erqui 4. Colte von uns fenn den deine Brüder; Gib gekehret, der sein Reich und der ganzen Christen- zugleich sich selbst uns vers Schaar Friede und ein- ehret? Solt uns Gottes feligs Jahr! Freude, Freu- Sohn nicht lieben? der jetzt de über Freude! Chri- kommt, von uns nimmt, stus wehret allem Leide! was uns will betrüben. Wonre! Wonne über Wonne! Er ist die Gena- schen den- Sonne. 5. Hätte vor der Mens Orden unser Heil Greul, wår Crnicht Mensch leinen 2 36 Von der Geburt Christi. Mensch worden: Hått' er 10. Wer sich fühlt beLust zu unserm Schaden, schwert im Herßen, wer eny, so würd unsre Bürd Ersempfind seine Sünd und nicht auf sich laden. Gewissens- Schmerzen; 6. Er nimmt auf sich, sey getrost, hier wird ge was aufErden wir gethan, funden, der in Eil machet giebt fich an, unser Lammsheil die vergifte Wunden. zu werden: unser Lamm, II. Die ihr arm send das für uns stirbet, und und elende, kommt herben, ben GOtt, für den Tod, füllet freyeures Glaubens Gnad und Heil erwirbet. Bande: Bier sind alle gu7. Nun Er liegt in seiner te Gaben, und daß Gold, Krippen, ruft zu sich mich da ihr solt euer Berg mit und dich, spricht mit füffen laben. Lippen: Laffet fahr'n, o 12. Süffes Heil! laß lieben Brüder, was euch dich umfangen, laß mich quált, was euch fehlt, ichoir meine Zier, unverrückt bring alles wieder. anhangen: Du bist mei8. En so kommt und laßt nes Lebens Leben, nun kan uns laufen, stellt euch ein ich mich durch dich wohl Groß und Klein kommt zufrieden geben. mit groffem Haufen, liebt 13. Meine Schuld kann den, der vor Liebe brennet, mich nicht drücken, denn schaut den Stern, der uns du hast meine Last all auf gern Licht und Labsal deinen Rücken. Kein Fleck gönnet. ist an mir zu finden, ich bin 9. Die ihr schwebt in gar rein und klar aller meis groffen Leiden, sehet, hier ner Sünden. ist die Thür zu den wahren 14. Jch bin rein um deiFreuden; Faßt Ihn wohl netwillen, du giebst gnug Er wird euch führen an Ehr und Schmuck, mich den Ort, da hinfort euch darein zu hüllen. Ich will kein Creuß wird rühren. Idich ins Herße schließen, o mein Von der Geburt Christi. 37 mein Ruhm, eble Blum, Nacht, und uns des Lichtes laß dich recht geniessen. Kinder macht. Kyrieleis. 17.Ich will ich mitFleiß 5. Der Sohn des Vabewahren, ich will dir le ters, GOtt von Art, ein ben hier, dir will ich ab Gast in der Welt hie fahren; Mit dir will ich ward, Er führt uns aus endlich schweben voller dem Jammerthal, und Freud, ohne Zeit, dort im macht uns Erben in sein'm andern Leben. Saal. Kyrieleis. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm, und in dem Him feyst du JEfu Christ, daß du Mensch mel mache reich, und seigebohren bist von einer nen lieben Engeln gleich. Jungfrau, das ist wahr, Kyrieleis. des fi euet sich der Engels 7. Das hat Er alles uns Schaar. Kyrieleis. gethan, fein groffe Lieb zu und 2. Des ew'gen Baters zeigen an; Des freut sich einigs Kind jetzt man in alle Christenheit, der Krippen findt: In un- danckt hm des in Ewigfer armes Fleisch und Blut keit. Kyrieleis. verkleidet sich das ew'ge 34. Mel. Nun kommt der Gut. Kyrieleis. Beiden Seiland. 3. Den aller Welt Creis Ott sey Dank durch alle nie beschloß, der liegt in Welt, der sein Wort Marien Schooß: Er ist beständig hält, und der ein Kindlein worden klein, Sünder Trost und Rath, der alle Ding erhält al- zu uns her gesendet hat. lein. Kyrieleis. 2. Was der alten Våter 4. Das ewge Licht geht Schaar höchster Wunsch de herein, giebt der Welt und Sehnen war, und ein'n neuen Schein, es was sie geprophezeit, ist laicht wohl mitten in derlerfüllt nach Herrlichkeit. € 3 3.3ions 33. In eigener Mel. 38 Von der Geburt Christi. 3. Zions Hilf und der kommen wirst, ich dir Abrahms Lohn, Jacobs mög entgegen gehn, und Heil, der Jungfraun vor dir gerecht bestehn. Sohn, der wohl zweyge- 35. M. HErr GOtt, nun stammte Held, hat sich fey gepreiset. treulich eingestellt. Err Christ, der ein'ge Gottes Sohn, Va4. Sey willkommen, o He mein Heil! dir pofianna, ters in Ewigkeit, aus seis o mein Theil! richte dunem Herz'n entsprossen, auch eine Bahn dir in mei- gleich wie geschrieben nem Derken an. steht: Er ist der Morgen5. Zeuch du Ehrenko- fterne fein'n Glang streckt nig ein, es gehöret dir al- er so ferne vor andern lein; mach es wie du gerne Sternen klar. thuft, rein von allem Sün- 2. Für uns ein Mensch den- Bust. gebohren im letzten Theil 6. Lind gleichwie dein der Zeit, der Mutter unZukunft war war voller verlohren ihr jungfrauSanftmuth, ohn Gefahr; lich Keuschheit: den Tod also fen auch jederzeit deine für uns zerbrochen, den Sanftmuth mir bereit. Himmel aufgeschlossen, 7. Troste, trojte meinen das Leben wiederbracht. Sinn, weil ich schwach 3. Laß uns in deiner Lieund blöde bin, und des beundErkenntniß nehmen Satans schlaue List sich zu, daß wir im Glauben so hoch an mir vermißt. bleiben, und dienen im 8. Tritt den Schlangen- Geint so, daß wir hie mòKopf entzwen, daß ich al- lgen schmecken dein' Süßler lengsten frey, dir im figkeit im Herzen, und Glauben um und an selig dürften stets nach dir. bleibe zugethan. $ 1 4. Du Schöpfer aller 9. Daß wenn du, o Le Dinge, du väterliche Kraft bens- Furst, prachtig wie- lregierst von End zu Ende, kraftig Von der Geburt Christi. 39 Fräftig aus eigener Macht; Hers, nimm willig an dein das Herß uns zu dir wen- Creuß, das dir gebühret de, und kehr ab unfre Sin- dis Kind, daß dich erfreuen ne, daß sie nicht irr'n von kann, und deine Seele zie= ret! Odrückes vest an deidir. 5. Ertödt uns durch dein ne Brust, und laß es stets Güte, erweck uns durch seyn deine Lust. deinGnad, den alten Men 4. O wachse doch, du fchen fråncke, daß der neu werthes Kind, in mir nach leben mag, wohl hier auf deiner Güte! o Kind, dieser Erden, den Sinn in dem man einßig findt und all Begehrden, und daß tröstliche Gemüthe; G'dancken habn zu dir. laß mich auch wachsen auf 36. Mel. Mir nach, spricht in dir, und mich mit deiner Christus unser Held. Tugend zier. Hier liegt, den meine 5. Du hast dich ja in Seele liebt, nun darf Ewigkeit allhier mit mir ich nicht mehr klagen, wen vermählet, und mir darmich die schnode Welt be- auf Gerechtigkeit und Untrübt, mir anthut Schmach schuld zugezählet; Darum und Plagen. Im Herzen scheu ich dein Gerichte lieget mir dis Kind, ben nicht, weil du im Tod auch dem man Trost und Ret- bist mein Licht. tung findt. 6. So nimmst du nun 2. Es scheint ja zwar ein dagegen an das alles, was schwaches Kind, liegt da in ich habe. Du zahlst, was einer Krippen, im Stall, ich nicht zahlen kann, und und wo man unflat findt. holst mich aus dem GraDoch seine füsse Lippen be. Für Dürftigkeit giebst die blasen aus in mir den du mir dich, und mit vir Geist, der mir den Weg alles ewiglich. zum Leben weis't. 7. Duwirst schwach daß 3. Raum auf, meinlich sey ein Mann, hier rit€ 4 terlich 40 Von der Geburt Christi. terlich zu kämpfen. Dulgebohren, und unser einnimmst mein ganzes ger Heiland bist, daß nieElend an, um meine Noth mand sey verlohren, der zu dámpfen. Ich kann es sich bekehrt, und dir veralles sagen nicht, was du traut, und in sich deine mir worden bist, mein Liebe baut. Licht. 37. M. O GOtt! du from 8. Du bist mein All, was mer GOtt. will ich mehr in diesemch freue mich in dir, kurzen Leben? Dort werd Sund heisse dich willkom ich schauen deine Ehr, men mein liebstes JEfuwenn du mir das wirst gestein du hast dir vorgenomben, was ich alhier in men, mein Brüderlein zu Furcht und Noth, muß su- seyn. Ach! wie ein füffer chen bis in meinen Tod. Ton, wie freundlich sieht 9. Dis eine will ich biter aus der groffe Gottes ten noch: Du wollest in Sohn. mir wenden dis schwer ge- 2.GOtt sendt die Maſpannte Sünden Joch, ljestät, sein unbegreiflichs und dis mein Elend enden: Wesen in eines MenschenAch laß mich weiter nicht Leib: nun muß die Welt dranziehn, und ja der Lust- genesen; der allerhöchste Seuch bald entfliehn. GOtt spricht freundlich 10. So werd ich voller bey mir ein, wird gar ein Trost und Freud in mei- kleines Kind, und heißt nem Elend werden, verges- lmein JEsulein. sen all mein ganzes Leid, 3. Wie lieblich klingt er und zeitliche Beschwerden. mir, wie schallt er in die Wenn du auch kommest Ohren, es kan durch Stahl zum Gericht, wirst du mich und Erß, und harte Felsen denn verdammen nicht. bohren, das liebste JEfu II. Das hilf uns allen, lein: Wer JEsum recht o HErr Christ, der du dazulerkennt, der stirbt nicht, wenn Von der Geburt Christi. 41 wenn er stirbt, so bald er bohren, und hast mich dir JEfum nennt. zu eigen gar, eh ich dich 4. Wohlan! so will ich kannt, erkohren: Eh ich mich an dich, o JEfu hal durch deine Hand geten, und solte gleich die macht, da hat dein Herze Welt in tausend Stücken schon bedacht, wie du mein spalten, o JEsu dir, nur woltest werden. dir, dir leb ich ganz allein, 4. Ich lag in tiefer Toauf dich, allein auf dich, des- Nacht, du warest meimein JEsu, schlaf ich ein. ne Sonne, die Sonne die 38. Mel. Nun freut euch lie- mir zugebracht Licht, Lea ben Christen gemein. ben, Freud und Wonne. h steh an deiner Krip- OSenne, die das werthe des mein Leben! ich stehe, bring angericht, wie schön sind und schencke dir, was du deine Strahlen! mir hast gegeben. Nimm 5. Ich sehe dich mitFreuhin, es ist mein Geist und den an, und kann mich nicht Sinn, Herk, Seel und satt sehen; und weil ich Muth, nimm alles hin, nun nicht weiter kann, ſo und laß dirs wohlgefallen. thu ich, was geschehen: O 2. Du hast mit deiner daß mein Simn ein AbLieb erfüllt mein Adern grund wår, und meine und Geblüte, dein schö- Seel ein weites Meer, daß ner Glang, dein füffes ich dich mögte fassen! Bild liegt mir stets im Ge- 6. Vergönnemir, o JE. müthe; Und wie mag es sulein, daß ich dein Mundauch anders seyn? Biellein küsse, das Mündlein, könnt ich dich mein JEsu- das den füffen Wein, auch lein, aus meinem Herzen Milch- und Honig Flüsse laffen? weit übertrifft in seiner 3. Da ich noch nie geboh- Kraft, es ist voll Labsal, ren war, da bist du mir ge- Starck und Saft, der € 5 Marc 42 Von der Geburt Christi. Marck und Bein erqui- güldne Wiegen. Ach! Heu det. und Stroh ist viel zu 7. Wenn oft mein Herz schlecht, Samt, Seid' und im Leibe weint, und keinen Purpur wären recht, dis Tro kann finden, da ruft Kindlein drauf zu legen. mirs zu: Ich bin dein II. Nehmt weg das Freund, ich tilge deine Stroh, nehmt weg das Sünden: Was traurest Heu, ich will mir Blumen du mein Fleisch und Bein? holen, das meines Heidu folt ja guter Dinge seyn, lands Lager sey auf Rosen ich zahle deine Schulden. und Violen, mit Tulpen, 8. Wer ist der Meister, Nelden, Rosmarin, aus der allhier, nach Würdig- schönen Gårten will ich keit ausstreichet, die Hånd- Jhn von oben her belein, so dis Kindlein mir streuen. anlachendezureichet? Der 12. Zur Seiten will ich Schnee ist hell, die Mitch hier und dar viel weisse Li ist weiß, verlieren doch lien stecken, die sollen seibeyd' ihren Preis, wann ner Aeuglein Paar, im diese Håndlein blindken. Schlafe sanft bedecken? 9. Wo nehm ich Weis- Doch liebt vielleicht das heit und Verstand, mit 20- dürre Graß dis Kindlein be zu erhöhen die Aeug- mehr, als alles das, was lein die so unverwandt ich hier nenn und dencke. nach mir gerichtet stehen? 13. Du fragest nicht nach Der volle Mond ist schön Lust der Welt, noch nach und klar, schön ist der güld- des LeibesFreuden; du hast nen SternenSchaar, dief dich bey uns eingestellt, Neuglein sind viel schöner. an unsrer Statt zu leiden; 10. O daß doch so ein lie- suchst meiner Seelen Trost ber Stern soll in der Krip- und Freud, durch allers pen liegen! Für edle Kin- bandBeschwerlichkeit, das der groffer Herrn gehörenlwill ich dir nicht wehren. 14. Eins Von der Geburt Christi. 43 14. Eins aber, hoff ich, nicht, allen Leuten, auch wirst du mir, mein Hei- den Heiden, bringst du land nicht versagen; Daß Heil und Licht. ich dich möge für und für 5.Zeige mir den Stern, in, ben und an mir tragen: der mich aus der Fern So laß mich doch dein von den Heiden lehr' aba Kripp'lein seyn, kom, kom scheiden, zeige mir den und lege bey mir ein dich Stern. und all deine Freuden. 6. So werd, JEfu, ich 15.3war folt ich dencken, bald, bald finden dich; Anwie gering ich dich bewir- dachtskerzen, Neu lim then werde: Du bist der Herzen, glaubig bringe Schöpfer aller Ding, ich ich. bin nur Staub und Erde; 7. Ach verschmäh mich Doch bist du ein so lieber nicht! gib doch, daß dein Gast, daß du noch nie verlicht nun und immer in schmähet hast den, der dich mir schimmer, ach vergerne fiehet. schmäh mich nicht! 8. Schönstes Wunder39. In eigener Mel. Efu, rufe mich von der Kind, hilf, daß ich entWelt, daß ich zu dir zündt in dir brenne; dich eile, nicht verweile, ŠEsu, stets nenne, schönstes rufe mich. Wunderkind. S 2. Nicht Jerusalem, fon- 9. Süffer Liebes- Blick, dern Bethlehem har begonne mir das Glück, hier scheret, was uns náhret, und droben dich zu loben, nicht Jerusalem. füffer Liebes- Blick. 3. Werthes Bethlehem, 40. m. In dich hab ich zc. du bist angenehm, aus dirlm finstern Stall, o kommet, was uns fromdes Bas met, werthes Bethlehem. ters Kind liegt nackt und 4. Du bist, wie man bloß, der ewge Fürst des Les spricht, nun die Kleinstelbens. O göttlichs Wort! opima 44 Von der Geburt Christi. o Himmels- Pfort! Das weis undroth, von Maria thust du nicht vergebens. neu gebohren, unter tau2. Weil du so dürftig send außerkohren, allerkommst herein, ráumst du liebstes JEsulein, laß mich das Himmelreich uns ein, deinen Diener seyn. daß wir die Fülle haben: 2. Nimm mich an, vers Dein Armuth macht, daß liebtes Kind, und befiehle uns wird bracht der Reich- mir geschwind, rege deine thum edler Gaben. füffe Lippen, rufe mich zu 3. O Menschenkinder, deiner Krippen, thu mir freuet euch, dis nackte durch den holden Mund Kindlein macht euch reich deinen liebsten Willen es bringt euch von der Er- fund. den zur Himmels- Freud, 3. Ich verlasse nun die die euch bereit, und ewig- Welt, und was mir an ihr lich soll werden. gefällt. Dir alleine will ich 4. Drum laßt die Her- leben, dir mich kindlich unBen wacker seyn, und mit tergeben. Du alleine JE den lieben Engelein, diesfulein, folst mein HERR Stimm also erschallen: und Obrer feyn. GOtt, dir sey Chr, bey uns 4. Dir soll mein Seel allsich mehr dein Fried und zeit samt den Kräften seyn Wohlgefallen! bereit, und mein Leib mit 5. Du aber, zartes JE- allen Sinnen soll nichts fulein, kehr auch bey uns ohne dich beginnen, mein zur Herberg ein: erleucht Gemüthe soll an dich denuns das Gemüthe, daß den jetzt und ewiglich. Glaub und Lieb ein jeder üb: HErr, gibsourch deine Güte. 5 Nimm mich an, o JE sulein! Denn ich wünsche dein zu sein, dein verbleib ich, weil ich lebe, dein, wenn 41. In eigener Mel. Kleiner Knabe, groffer ich den Geiſt aufgebe. Ber Blume dir Held der Von der Geburt Christi. 45 der beherrscht die gange nach deinem Gebot herzlich Welt. im Glauben dir dancken. 5. Führe mich endlich, o JEfu! ins ewige Leben, du allen, die vom Himmel herun- ben, versprochen zu geben ter auf Erden? Soll nun da ich bey Gott ohn' Noth, der Himmel und Erden Jammer und Tod, ewig in vereiniget werden? Ewi- Freuden kann schweben. ger GOtt! kann dich mein 43. M. Quem Paftores 2c. Fammer und Noth bringen Christum ehren, Fert ommt und laßt uns zu Menschen- Geberden? 2. Was ich in Adam und und Sinnen zu Ihm kehEvadurchSterben verlohren: finget frölich, last ren, hast du mir, JEsu, euch hören, werthes Volck durch Leben und Leiden der Christenheit. erfohren; Gutiger GOtt! 2. Sünd und Hölle mag alle mein Jammer und sich grámen, Tod und TeuNoth endet sich, da du ge- fel mag sich schamen: Wir, bohren. die unser Heil annehmen, 3. Teufel, Tod, Hölle, werfen allen Kummer hin. die zürnen und halten zu- 3. Sehet, was GOtt hat samen, wollen mich Sün- gegeben seinen Sohn zum der verschlingen und gång- ew'gen Leben. Dieser kann lich verdammen; Machu.will uns heben aus dem tiger GOTT! wende den Leid ins Himmels Freud. Jammer und Noth, tilge 4. Seine Seel ist uns die höllischen Flammen. gewogen, Lieb und Gunst 4. Gib mir, o JEfu! nur hat ihn gezogen, uns, die heilige, gute Gedancken, Satanas berrogen, zu behalte die Glieder des Leibes suchen aus der poh. in heiligen Schrancken; 5. Jacobs Stern ist auf Heiliger GOtt! laß mich gegangen, stillt das sehnliche 42. M. Hast du denn JEsu, dein Angesicht 2c. 46 Von der Geburt Christi. liche Verlangen, bricht denjein Wunder? Drum lobt Kopf der alten Schlan- GOTT im Himmelreich gen, und zerstört der Höl- allzeit wie jeßunder. len Reich. 4.0 Herr Christ, nimm 6.Unser Kercker, da wir unser wahr, durch dein'n faffen, und mit Sorgen oh- heiligen Namen, gieb uns ne Maßen, uns das perselein gut neues Jahr: wers. felbst abfraffen, ist entzwey begehrt, sprech, Amen. und wir sind frey. 7. O du hoch gefegn'te 45. In bekannter Mel. Stunde, da wir das von Cobt GOtt, ihr Chriſten Herzensgrunde glauben, allzugleich in seinem und mit unserm Munde höchsten Thron, der heut dancken dir, o JE ulein. aufschleußt fein Himmel8. Schönstes Kindlein reich, und schendt uns sei in dem Stalle, sey uns nen Sohn. freundlich, bring und alle 2. Er kommt aus feines dahin, da mit füssem Baters Schooß, und wird Schalle dich der Engel ein Kind lein klein, Er liegt dort elend nackt und bloß, Deer erhöht. 44. M. Aus der tiefen 2c. in einem Krippelein. Last uns alle frölich feyn 3. Er duffert sich all ſein'r preisen GOTT den Gewalt wird niedrig und Herren, der sein liebstes gering, und nimmt an sich Söhnelein uns selbit thut eines Knechts Gestalt, der verehren. Schöpfer aller Ding. 2. Er tomt in das Jam 4. Er liegt an seiner merthal, wird ein Knecht Mutter Brust, ihr Milch auf Erden; daß wir in hie ist sein Speis', an dem des Himmels Saal grosse die Engel sehn ihr Lust, Herren werden. denn Er ist Davids Reis. 3. Er wird arm, wir 5. Das aus sein'm werden reich), ist das nicht Stamm entspriessen folt, in Von der Geburt Christi. 47 in dieser letzten Zeit, durch 2. O frommer Heiland welchen GOtt aufrichten JEsu Christ, wie groß ist wolt sein Reich, die Chri- doch zu schätzen, daß du gestenheit. ring und niedrig bist, wie 6. Er wechselt mit uns herrlich kann ergòßen die wunderlich, Fleisch und Demuth, so du dey dir Blut nimmt Er an, und haft! Willkommen, fanfte giebt uns in seins Vaters müthiger Gast, und Trost Reich, die klare Gott- betrübter Sünder, der heit dran. Todes- Lieberwinder. 7. Er wird ein Knecht, 3. Daß du, o theurer und ich ein Herr, das mag Seelen- Fürst, hast Fleisch ein Wechsel seyn, wie könnt an dich genommen, gerines doch seyn freundlicher ger als ein Engel wirst, das das Bertze JEfulein. ist von Liebe fommen; Du 8. Heut schleußt er wie- wirst dort in dem Ehrender auf die Thür zum schö- reich uns machen deinen nen Paradeis, der Cherub Engeln gleich: Du kommst steht nicht mehr dafür, zu uns auf Erden, auf daß GOtt sey Lob, Chr und wir himmlisch werden. Preis. 4. Du wirst ein Gast in 46. M. Ermuntre dich mein dieser Welt, und führst ein schwacher Geist. dürftigs Leben: hiedurch Mein Herße schwinge ist uns das rechte Zelt des dich empor, sey froh Dimmels eingegeben? Du und guter Dinge; hufmit wirst gebohren in der dem schönen Engel- Chor, Nacht, auf daßuns werde ermuntre dich und finge, Sicht gebracht, durch dich weil Gottes eingebohrner sind wir geriffen aus dicken Bohn, von seinem hohen Finsternissen. Himmels Thren zu dir 5. Im harten Winter und allen Frommen, heut kommest du, bringst uns ist auf Erden kommen. Ides Himmels Lenßen; Du fuchst 48 Von der Geburt Christi. suchst im dunckeln Stalle Gib Sanftmuth, gib Be= Ruh, damit wir mögten scheidenheit, gib Christliglänzen und ewig in der che Leutseligkeit, laß mich Ruhe seyn. In Windeln den nächsten lieben, auch wickelt man dich ein, daß wahre Demuth üben. du uns möchtest retten von schweren Todes- Ketten. Ifchendke mir, was mir kann 9. O reicher Heiland, 6. Du weinst in deinemsewig nüßen. O starcker Windelein, auf daß wir HErr, ich hang an dir, du ewig lachen. Du bist der kannst und willst mich schuGröst, und wirst doch klein, ßen, wenn alle Menschen uns alle groß zu machen. ferne stehn, auch wenn mir Heiland! o Genaden wird die Seel ausgehn, Thron! Du bist ja GOttes wilst du den Tod bezwinliebster Sohn, du kommst gen: Dir will ich ewig zu uns auf Erden, willst fingen. unser Bruder werden. 7. Du bist ein HErr, und 47. Mel. In dulci Jubilo. wirft ein Knecht, uns ewig Nun singet und ſeyd zu und du, wirst doch arm und faget so: Unsers Herzens schlecht, uns Reichthum zu Wonne liegt in der Kripverleihen, du trågst gedul- pen bloß, und leucht't doch dig alles Leid? O gib, daß als die Sonne, in seiner ich auch jederzeit, wenn Mutter Schook dubist A mich die Noth wird pla- lund O, du bist A und O. gen, dein Creuß dir mög nachtragen. 2. Sohn Gottes in der Hoh, nach dir ist mir so 8. O du barmherzigs weh: Tröst mir mein Ge JEfulein! gib daß ich mich mithe, oKindlein zart und des Armen, wo ich ihm rein, durch alle deine Güte, kann behüflich seyn, vono liebstes JEfulein, zeuch Bergen még erbarmen. mich hin nach dir:: 3. Groß Von der Geburt Christi. 49 3. Groß ist des Vaters 3. Du höchstes Gut, Huld, der Sohn tilgt un- hebst unser Blut in deinen fre Schuld: Wir waren Thron hoch über alle pdall verdorben durch Sünd hen. Du ew'ge Kraft, und Eitelkeit, so hat er uns machst Brüderschaft mit erworben die ew'ge Him- uns, die wir wie Dampf mels- Freud; Eya! wär'n und Rauch vergehenein wir da:,: 4. Was will uns nun 4. Wo ist der Freuden zuwider thun der SeelenOrt? Nirgends mehr denn Feind mit allem Gift und dort, da die Engel fingen Gallen? Was wirft er mit den Beilgen all, und mir und andern für, das die Pfalmen klingen, im Adam ist, und wir mit hohen Himmels Saal; ihm gefallen? Eya! wär'n wir da:,: 5. Schweigarger Feind! da fist mein Freund, mein 48. Mel. Wir Christen- Leut, Fleisch und Blut, hoch in hab'n irund Freud. dem Himmel droben: was JEfu Christ! Dein du gefällt, das hat der Kripplein ist mein Held aus Jacobs- Stamm Paradies, da meine Seele zu groffer Ehr erhoben. weidet; Hier ist der Ort, 6. Sein Licht und Heil hier liegt das Wort, mit macht alles heil, der Himunserm Fleisch persönlich mels Schaß bringt allen angekleidet. Schaden wieder: Der 2. Dem Meer und Wind Freuden Quell, Immagehorsam find, giebt sich nuel schlägt Teufel, Hol zum Dienst, und wird ein und all ihr Reich darnieder. Knecht der Sünden. Du 7.Drum, fromer Christ, Gottes Sohn wirst Erd wer du auch bist, sey gutes und Thon, gering und Muths, und laß dich nichts schwach, wie wir und unbetrüben; weil Gottes fre Kinder. Kind dich ihm verbindt, so fanns D 50 Von der Geburt Chrifti. fanns nicht anders seyn, kent, was beißt und brent, GOtt muß dich lieben. versteht wohl, wie zu mus 8. Gedencke doch, wie the sey dem Krancken. herrlich hoch, er über allen 13. Den eben drum hat Jammer dich geführet: er den Grimm des Creußes der Engel Heer ist selbst auch am Leibe wollen tranicht mehr, als eben du, gen, daß seine Pein ihm mit Seligkeit gezieret. möchte seyn ein unverrückt 9. Du siehest ja vor Au- Erinnrung unsrer Plagen. gen da, dein Fleisch und 14. Mit einem Wort Blut die Luft und Wol- Er ist die Pfort, zu dieses den lenden. Was will und des andern Lebens Doch fich( ich frage dich) Freuden: Er macht bea erheben, dich in Angst hend ein selges End an und Furcht zu sencken? alle dem, was fromme IO. Dein blöder Sinn Christen leiden. geht oft dahin, ruft Ach 15. Laß aller Welt ihr und Weh, läßt allen Trost Gut und Geld, und siehe verschwinden. Komm her, nur, daß diefer Schaß dir und richt' dein Angesicht bleibt: Wer den hier vest zum Kripplein Christi, hält und nicht läßt, den da, da wirst du's finden. jehrt un front er dort an II. Wirst du geplagt? Seel und Leibe. sen unverzagt, dein Bru- 49. Mel. Ach! was soll ich der wird dein Bitten nicht Sünder machen? zufrieden, verschmähen: Sein Herkz SBrüder; denn des lieben ist weich und Gnadenreich), kann unſer Leid nicht Baters Wort und Licht, ohne Thránen sehen. das er aus sich selber 12. Tritt zu ihmzu, such spricht, bringet das Vers Hülf und Ruh, er wirds lohrne wieder, und in uns so machen, daß du ihm ser Fleisch und Bein kleiwirst dance: Er weiß und der ihn die Liebe ein. 2. நல் Von der Geburt Christi.. 51 2. Höret, wie der En- juns gepaart; o wie laugel Orden in den Lüften ter und wie zart branntest sich erfreun, und wie du in diesem Triebe, da halb erstaunet seyn, daß du uns an Licht und das Wort ist Fleisch ge- Pracht denen Engeln worden, daß man GOt- gleich gemacht. tes liebstes Kind, unter 7. Nun dein Paradies Adams Kindern findt. fisch Leben dringet wieder 3. Der die Himmel aufein uns vor, und der Wille geführet, und der Erden geht empor, deinen NaGrund gelegt, der dieCreamen zu erheben, wir geturen trägt, wurde auch niessen deiner Ruh, o wie wie wir formiret, undselig sind wir nu! der alle Ding erfüllt, wird in Windeln eingehüllt. 50. In bekannter Mel. V Ro om Himmel hoch da 4. Werde auch in uns komm ich her, ich gebohren, und erleuchte bring euch gute neue du uns gang, o du durch- Mähr, der guten Mähr gebrochner Glang! und bring ich so viel, davon dein Bild, das wir verlich sing'n und sagen will. lohren, kehre wieder bey 2. Euch ist ein Kindlein uns ein, das wir Men- heut gebohrn, von eischen Gottes seyn. ner Jungfrau auserkohrn, 5. Uns verlangt auf ein Kindelein so zart und dieser Erden, durch der fein, das soll eu'r Freud Liebe Wunder- Kraft, zulund Wonne seyn. des Lichtes Bürgerschaft 3. Es ist der HERR wiederum gebracht zu Christ unser GOtt, der werden, daß uns unser will euch führn aus aller Vaterland künftig wieder Noth, er will eu'r Heisey bekannt. land selber seyn, von als 6. Wir verehren diese len Sünden machen rein. Liebe, die sich nun mit 4. Er bringt euch alle D2 Selig 52 Von der Geburt Chrifti. Seligkeit, die GOtt der Gras, davon ein Rind Vater hat bereit, daß ihr und Efel aß. mit uns im Himmelreich IO. Und war die Welt folt leben nun und ewig- vielmal so weit, von Edellich. 19 stein und Gold bereit't, so 5. So mercket nun das war sie dir doch viel zu Beichen recht, die Krip- klein, zu seyn ein enges pen, Windelein so schlecht, Wiegelein. da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt er hält und trägt. 11. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, 6. Des laßt uns alle darauf du König so groß frölich seyn, und mit den und reich herprangst, als Hirten gehn hinein, zuwärs dein Himmelreich. sehen, was GOtt hat be- 12. Das hat also gefalschert, uns mit fein'm lie- len dir, bie Wahrheit anben Sohn verehrt. zuzeigen mir, wie aller 7. Merck auf, mein Welt Pracht, Ehr und Herk, und sich dort hin, Gut, vor dir nichts gilt, was liegt dort in dem nichts hilft, noch thut. Krippelen? Wes ist das 13. Ach! mein herzlies fchöne Kindelein? Es ist bes JEsuleiu, mach dir das liebe JEsulein. ein rein, sanft Bettelein, 8. Bis willkommen, duzu ruhn in meines Here edler Gast, den Sünder Hens Schrein, daß ich nicht verschmähet hast, nimmer vergesse dein. und kommst ins Elend her 14. Davon ich allzeit zu mir; wie soll ich immer frölich sen, zu springen, fin dancken dir? gen immer frey das rechte Susañine schon, mit Her 9. Ach HErr! du Schó pfer aller Ding, wie bist genslust den füffen Ton. du worden so gering? daß 15.Lob, Ehr sey GOtt du da liegst auf dürrem im höchsten Thron, der uns Von der Geburt Chrifti: 53 uns schenckt seinen eigenen dem sen Troß, ders nicht Sohn. Des freuet sich der lassen kann. Engel Schaar, und sin 6. Zulegt müst ihr doch gen uns solch neues Jahr. haben recht, ihr send nun 51. M. Dom Himmel hoch worden Gott's Geschlecht; des dancket Gott Vom om Himmel kam der inEwigkeit, geduldig, froEngel Schaar, er- lich allezeit. da komm ich ber. schien den Hirten offen 52.M.Chriftum wir sollen 2c. bar, fie fagten ihn'n: Einas fürcht'st du Feind Kindlein zart, das liegt Herodes sehr, daß dort in der Krippen hart. uns geborn komt Chrift der 2 Zu Bethlehem in Da- HErr? Ersucht kein weltbids Stadt, wie Micha das lich Königreich, der zu uns verkündigt hat: Es ist der bringt sein Himmelreich. HErre JEfus Chrift, der 2. Dem Stern die Weieuer aller Heiland ist. fen folgen nach, folch Licht 3. Des solt ihr billig frozum rechte Licht sie bracht. lich seyn, daß GOtt mit Sie zeugen mit dem Gaeuch ist worden Ein, er ist ben drey, dis Kind Gott, gebor'n eu'r Fleisch und Mensch und König sey. Blut, eu'r Bruder ist das 3. Die Tauff' im Jordan ew'ge Gut. an sich nahm das himme4. Was kann euch thun lische Gottes- Lamm, dadie Sünd und Tod? Jhr durch, der nie kein Sunhabt mit euch den wahren de that, von Sünden GOtt; laßt zurnen Teufel uns gewaschen hat. und die Höll, Gott's Sohn ist worden eu'r Gefell. 4. Ein Wunderwerck da Ineu gefchah, fechs steinern 5. Er kann und will euch Krige man da sah, voll lassen nicht, feßt nur auf Wassers, das verlohr sein ihneur' Zuversicht, es mò- Art, durch sein Wortrechgen euch viel fechten an, ter Wein draus ward. D3 5. Lob 54 Von der Geburt Chrifti. 5. Lob, Ehr und Danck seyn der Sünden- Last und fen dir gesagt, Christ, ge- unträglichen Bürden. bor'n von der reinen 5. Halleluja! gelobt sey Magd, mit Bater und Gott! fingen wir all aus dem Heiligen Geist, von unsers Herzens Grunde; nun an bis in Ewigkeit. Denn GOtt hat heut ges macht solch Freud der wir 53. In bekannter Mel. Wir Christen- Leut hab'n vergessen soll'n zu keiner Freud, weil Stunde. uns zu Trost Gott's Sohn 54. Mel. Erschienen ist der ist Mensch geboren: hat herrlich Tag. uns erlöft; wer sich des Wir fingen dir, Immaund nuel, du foll nicht werden verloren. und Gnaden- Quell, du 2. Ein' Wunderfreud! Himmelsblum und MorGOtt selbst wird heut von genstern, du Jungfraun Maria ein wahrer Mensch Sohn, HErr aller HErrn. gebohren; Ein Jungfrau Halleluja. zart sein' Mutter ward, 2. Wir singen dir in'deivon GOtt dem HErrensnem Heer, aus aller Kraft felbst dazu erkoren. Lob, Preis und Ehr, daß 3. Die Sünd macht Leid, du, o längst- gewünschter ChristusbringtFreud, weil Gast! dich nunmehr einer zu uns in diese Welt ist gestellet hast. Halleluja. kommen. Mit uns ist 3. Vom Anfang, da GOtt nun in der Noth: die Welt gemacht, hat so Wer ist, der uns als Chri- manch Herz nach dir gesten kann verdammen? wacht, dich hat gehofft so 4. Drum sag' ich Dand lange Jahr der Båter und mit dem Gelang, Christo Propheten Schaar. Haldem HErrn, der uns zu leluja. gut Mensch worden: Daß 4. Vor andern hat dein wir durch Ihn nun all los hoch begehrt der Hirt und König Von der Geburt Chrifti. 55 König deiner Heerd, der Heiden Trost und Licht; Mann, der dir so wohl ge- fuchst selber Trost, und fiel, wenn er dir fang auf findst ihn nicht. Halleluja. Saitenspiel. Halleluja. 10. Du bist der füffe 5. Ach! daß der HErr Menschen- Freund, doch aus Zion kám, und unsre sind dir so viel Menschen Bande von uns náhm! feind: Herodis Herk hålt ach, daß die Hülfe brách dich für Greul, und bist herein! so würde Jacob doch nichts als lauter Heil. frölich seyn. Halleluja. Dalleluja. llot 6. Nun bist du da, dalie- 11.Schaber dein geringgest du, hältst da im Kripp- ster Knecht, ich fag es fren, lein deine Ruh: Bist klein, und menn es recht: Ich und machst doch alles groß, liebe dich, doch nicht so bekleid'st die Welt, und viel, als ich dich gerne kommst doch bloß. Hallel. lieben will. Halleluja. 7. Du kehrst in fremde 12. Der Will ist da, Hausung ein, und sind die Kraft ist klein, doch doch alle Himmel dein; wird dirs nicht zuwider Trindst Milch aus einersseyn. Mein armes Hertz Menschen- Brust, und bin und was es kann, wirst doch selbst der Engel Lust. du in Gnaden nehmen - Halleluja. an. Halleluja. 8. Du haft dem Meer 13. Hast du doch selbst sein Ziel gesteckt, und wirst dich schwach gemacht, ermit Windeln zugedeckt; wähltest was die Welt Bist GOtt, und liegst auf veracht't warst arm und Heu und Stroh: wirst dürftig, nahmst vorlieb, Mensch, und bist das A da wo der Mangel dich und O! Halleluja. hintrieb. Halleluja. 9. Du bist der Ursprung 14. Du schliefft ja auf aller Freud, und duldest so der Erden Schooß, so war viel Herbeleid: Bist aller dein Kripplein auch nicht 04 groß; $ 6 Dom Namen und Aemtern groß; der Stall, das Heu, noch war in Gottes Zorn. das dich umfing, war alles Balleluja. schlecht und sehr gering. Halleluja. 18. So faß ich dich nun ohne Scheu, du machst 15. Darum so hab ich mich alles Jammers frey; guten Muth, du wirst Du trägst den Zorn, du auch halten mich für gut. würgst den Tod, verkehrst OFEfulein! dein from- in Freud all' Angst und mer Sinn macht, daß ich Noth. Halleluja. so voll Trostes bin. Hallel. 19.Du bist mein Haupt, 16. Binich gleich Sünd hinwiederum bin ich dein und Laster volul, habich ge- Glied und Eigenthum lebt nicht wie ich soll: Eylundwill, so viel dein Geist kommst du doch deswegen mir giebt, stets dienen dir, her, daß sich der Sünder wie dir beliebt. Hallel. zu dir kehr. Halleluja. 20. Ich will dein Halle17. Hätt ich nicht auf luja hier mit Freuden finmir Gundenschuld, hätt gen für und für, und dort ich fein Theil an deiner in deinem Ehren- Saal Huld: vergeblich wärst soll schallen ohne Zeit und du mir geborn, wenn ich Zahl, Halleluja. III. Von Namen und Aemtern JEsu Christi. DAR 55. M. OGOrt! du from mir abgewandt, daß ich mer GOtt. bornicht bin verlohrn. A ch JEfu, dessen Treu 2. Fürnemlich wird in im Himmel und auf mir all Herzens- Angst ges Erden durch feines Men stillet, wenn mich dein süffchen Mund kann gnug ge- ser Nam mit seinem Trost priesen werden! Ich dan- lerfüllet: Kein Trost soliebde dir, daß du ein wahrerslich ist, als den mir giebt Mensch gebohrn, haft von dein Nam, der süsse JEfus JEfu Chrifti. 57 fus- Nam! o Fürst aus Erkehre ab den Fluch, den Davids Stamm! Segen zu mir wend, auf 3. O JEsu! höchster daß dadurch ben mir sich Schaß, du kannst nur alle Schwachheit end. Freude bringen! Es kann 7. Ersey mein Licht, das nichts lieblichers, als JE- mich in Finsterniß erleuchfus' Name klingen. Ichte: Er sen des Himmels kann nicht traurig fenn, Thau, der mich in Hik weil JEfus heißt so viel anfeuchte: Er sey mein als Heiland, oder Held, Schirm und Schild, mein der selig machen will. Schatten, Schloß und 4. Wenn Satan sich ben Huth, mein Reichthum, mir in Anfechtung will re- Ehr und Ruh, Er sey gen, ist JEsus Name mir mein höchstes Gut. zum Trost, Schuß, Fried, 8. Er sey mein Himund Segen, zu Weisheit mels Weg, die Wahrund Arzney in aller Angst heit und das Leben; Er und Noth, daß ich nicht wolle mir zuleßt aus Gnafürchten darf den Teufelden dieses geben, daß ich und den Tod. alsdann in Ihm dis Leben 5. Daß ich ein Zornkind schliesse wohl, wenn meibin, das macht die schnodejne Sterbens- Zeit und Sunde; Dein JEsus Nam Stunde kommen soll. macht mich zu einem Gna- 9. Jmmittelst helf Er den Kinde; Er nimmt mir, so lang ich hier noch von mir hinweg die Schuld wandle, daß ich in meinem und Missethat, bringt mir Thun treu und aufrichtig die Seligkeit, und seines handle. Er stehe mir stets Vaters Gnad. ben mit seines Geistes Gab, 6. Ey nun so heil'ge mich und gebe Kraft, wenn ich der ich bin ganz beflecket, was zu verrichten hab. dein heilger JEfus- Nam, 10.Jn JEfu Namen bin der alle Sund zudecket; Erlich heute aufgeſtanden, in 05 Ihm 58 Don Namen und Aemtern Ihm vollbring ich heut, Licht, das mein Gesicht was mir kommt unterhan- alleine will erblicken; Du den: In ſeinem Namen bist der Strahl, der alleist der Anfang schon gemahl kann meine Seel ermacht, das Mittel und der quicken. Schluß wird auch durch 3. Du bist der Glang Ihn vollbracht. der Herrlichkeit, und giebst II. Dir leb ich, und in der Welt das Leben; Dein dir, in dir, will ich auch Anblick macht noch jedersterben: HErr, sterben zeit mich in dem Himmel will ich dir: in dir will ich schweben, dein Freudenererben das ew'ge Him- schein macht meine Pein melreich, daß du erworben mir über Zucker füffe: mir: Von dir verklärt will deins Mundes Kuß, deis ich dir dienen für und für. n's Geistes Guß macht, 56. Mel. Erre GOtt, daß ich ganz zerfliesse. dein göttlich Wort. 4. Wo bist du schönster eh auf mein's Herzens Bräutigam? OauserMorgenstern! und korner Knabe! Wo bist werdemir zur Sonne; geh du süsses Gottes- Lamm, auf, und sey von mir nicht daß ich mich mit dir labe? fern, du höchste Seelen Komm doch geschwind, Wonne! erleuchte mich du Gottes- Kind! fomm, gang inniglich, daß ich in komm, daß ich dich preise, deinem Lichte noch diesen und dir Lob, Chr und Tag erblicken mag dein Danck und Ruhm aus Liebstes Angesichte. Bergens- Kraft erweise. 2. Ich wünsche nichts, 5. Der Leib wird matt, als dich zu sehn, hab auch die Seel ist schwach, die fonst kein Berlangen. Ach! Augen stehn vollThränen, wenn wird es doch nur ge- der Mund verblaßt, ruft: schehn, daß ich dich werd Ach und Ach! das Herz ist umfangen? Du bist das voller Sehnen. OJEsu lein, Jesu Christi. 59 lein, mein Freudenschein! er Erkaufete seyn: Herra Du kannst mich ja erqui- sche, liebwürdigster Heiden; Berzeuch doch nicht, land, als König, Menmit deinem Licht mich gná- schen- Freund, schüße die dig anzublicken. Deinen, die wenig. 57. Mel. JEfu, hilf siegen. 4. Nun denn, so soll auch mein ich Herke begehret, vonjals ein Christe, will treten dir inwendig gelehret zu herbey, will nicht ermüdet seyn: Du aus des Vaters aus Liebe dir fingen, fon Schooß zu uns gekehret, dern vermehren das Juhaft offenbaret, wie du bel- Geschren: Ich will und ich Ein; Du hast, dich, Herßog des Lebens, als Mittler, den Teufel verehren. Alles was Odem bezwungen, dir ist das hat, lobe den HErren. Schlangen Kopftreten 58. Melod. Alle Menschen gelungen. müssen sterben. 2. Priester in Ewigkeit Esu, frommer Menmeine Gedancken denden S schen- Heerden guter mit brennendem Eifer an und getreuer Hirt, laß dich, bringe mein Seufßen mich auch dein Schaflein in heilige Schranden, der werden, das dein Stab du ein Opfer geworden und Stimme führt: ach! für mich; du bist als Für- du haft aus Lieb dein Le= sprach zum Himmel gefah- ben für die Schaafe hinren, kanst auch dein Eigen- gegeben, und du gabst es thum ewig bewahren. auch für mich, laß mich 2. König der Ehren! wieder lieben Dich. dich wollen wir ehren, 2. Heerden ihre Hirten stimmet ihr Saiten der lieben, und ein Dirt liebt Liebe mit ein; Lasset das feine Heerd: laß uns auch Loben und Dancken nun so Liebe üben, du im Hims hören, weil wir die theu- mel, ich auf Erd. Schallet deine 650 Don Namen und Aemtern deine Lieb hernieder, soll herwieder schallen; wenn dir meine schallen wieder: ich bete höre mich ,; Jesu, roenn du rufft: Ich liebe sprich ich höre dich. dich! ruft mein Herß: 6. Höre, JEfu und erDich liebe ich. höre, wenn ich ruf, an 3. Schaafe ihren Hirten flopf und schren, JESU, kennen, dem sie auch sind dich von mir nicht kehre, wohl bekannt: Laß mich steh mir bald in Gnaden auch nach dir so rennen, bey, ja du hörst; in deinem wie du kamst nach mir ge- Namen ist ja alles Jaund rannt, als des Hollen- Wol- Amen. Nun ich glaub fes Rachen eine Beut aus und fühle schon deinen mir wolt machen, riefest Trost, o Gottes Sohn! du: Ich kenne dich; ich 59. m. O GOtt! du from auch rief: Dich kenne ich. mer GOtt. 4. Heerden ihre Hirtenlieb, und bleibe an ihm dennoch allein; Hirten auch zur hangen, Er einßig meine Heerd sich kehren, wenn sie Lust, ist einßig mein Verblöcken Groß und Klein; langen; Fall ich schon of Laß mich hören, wenn du termals aus meiner Lieschreyest, laß mich laufen, bes Pflicht, so trennet wenn du dráuest laß mich solches doch die treue Liebe horchen stets auf dich nicht. JEfu, hore du auch mich. 2. Denn hátt ich nur die Kraft, die ich mir wün5. Höre, JEsu, und er scben wolte, wenn mein höre meine, deines Schaf- Wunsch nach Begier erteins Stimm, mich auch füllet werden sollte: gewiß au dir schreyen lehre, wenn ich bliebe treu, er folte noch fich naht des Wolfes an mir von Herzen seyn Grim, laß mein Schreyen vergnügt, er meine höch Dir gefallen, deinen Trost ste Zier. 3. Das JEfu Chrifti. 61 3. Das Wollen und der 2. Liebet Jemand in Muth find da, obgleich zu der Welt edle Schäße, Zeiten Bollbringen man- Gold und Geld. JEsus geln will; Drum seh ich und sein theures Blut täglich streiten in mir mit ist mir mehr den alles Fleisch und Blut den Geist- Gut. gesinnten Sinn, weil ich 3. Stellen meine Feins nur noch ein Kind in de fich öffentlich gleich wiChrifti Liebe bin. der mich: JEfus reißt aus 4. Und werd ich dermal- aller Noth, tilget Teufel, einst zu meiner Mannheit Höll und Tod. fommen, wie will ich Ihm 4. Bin ich kranck, und so treu verbleiben. meinem ift fein Mann, der die frommen und allerbesten Schwachheit lindern fan; Schaß, ach! gegen Ihn JEsus will mein Arzt in allein soll in recht keuscher Pein, und mein treuer Brust mein Herz ent- Belfer senn. zündet seyn. 5. Bin ich nackend, arm 5. Komm, Liebster! zün- und bloß und mein Vorde an, entzünde die Gedan- rath ist nicht groß; JEfus den! entzünde mir mein hilft zurechter Zeit mein er Herß, so werd ich niemalsjarmen Dürftigkeit. wanken aus meiner Liebes- 6. Miß ich in das Elend pflicht: entzünde gegen fort, hinan einen fremden dich mein Herß, so bleib ich Ort; JEsus forget selbst treu dir, Liebster, ewiglich. für mich, schüßet mid) 60. Mel. Nun kommt der ganz wunderlich. Jeu Beiden Seiland. 7. Muß ich dulden Esu, meiner Seelen Höhn und Spott, wegen Ruh, und mein bester GOtt und sein Gebot: Schatz darzu, alles bist du JEfus gieb mir Kraft mir allein, sollst auch fer- und Macht, daß ich allen ner alles ſeyn. Spott nicht acht'. 8. Bat 62 Von Namen und Aemtern. 8. Hat der Bienen Hogenommen; seiner groffen nia- Saft, und der Zucker Lieblichkeit, gleicht kein füffe Kraft: mein Herz- Name weit und breit. liebster JEsus Christ tausendmal noch füsser ist. 2. JEsus ist das Heilder Welt, meine Arznen für 9. Drum, o JEsu! die Sünden. JEfus ist ein will ich dich immer lieben starder Held, unfre Feind' vestiglich; Du, o JEsu! zu überwinden; wo nur follft allein, meiner See- JEsus wird gehört, wird len alles feyn. der Teufel bald zerstört. 10. JEfus, was durch 3. JEsus ist der Weis Ohren bricht, Jesus, sen Stein, der Gesund.. was das Auge sieht, heit gieb und Leben. JE JEfus, was die Zunge fus hilft von aller Pein, schrneckt, und wornach die die den Menschen kan um Hand sich streckt. geben. Lege JEſum nur II. JEsus sey mein aufs Herg, so verliert sich Speif und Trand, JE- aller Schmerz. fus sey mein Lobgesang, 4. JEfus ist mein ewger JEfus fey mein ganzes Schaß, und ein Abgrund All, JESUS sey mein alles Guten, JEfus ist ein Freudenschall. Freuden- Plaß voller fuf 12. Endlich las, dusen Himmels- Fluthen. JEhöchstes Gut, JEsu, laß fus ist ein füffer Thau, der dein theures Blut, deine erfrischet Feld und Au. Wunden, deine Pein, mei- 5. JEsus ist der füffe nen Trost im Tode seyn. Brunn, der die Seelen 61. Mel. JEfus meineze recht erquicket. JEfus ist Esus ist der schönste die ewge Sonn, deren I die vom uns entzuDimmel kommen, huld- cket. Wilst du froh und reich, prächtig, tugend freudig seyn, laß ihn nur sam den GOtt selber an zu dir herein. 6. JEsus JEfu Christi. 63 6. JEsus ist der liebste 62. Mel. Ach! alles, was zc. Ton, den mir alle Welt Seele. fan singen, ja, ich bin imch liebe dich herzlich, Himmel schon, wenn ich o JEfu, vor allen, du JEfum hör erklingen. bist es, an dem ich mein JEsus ist mein's Bergens eingig Gefallen: Ich such Freud, meine ewge Se- dich, ich lieb dich, ich will ligkeit. dich umfassen, ich will 7. JESUS ist mein dich fest halten, ich will Himmel- Brodt, das mir dich nicht laffen. schmeckt, wie ichs begehJESUS. re: Er erhält mich vor 2. Mein liebstes Kind, dem Tod, stårdt mich, soltest du lieber mich hadaß ich ewig lebe: Zucker ben als andere? liebest du ist er mir im Mund, etwa die Gaben? Wie, Balsam, wenn ich bin wenn du vom Lieben verwundt.. nichts soltest geniessen, fo 8. JEsus ist der Lebens- möchte wol etwa die Liebe Baum voller edler Tu- zerfliessen? gend- Früchte: wenn Eri Seele. findt im Herzen Raum, 3. Ich liebe den Geber wird das Unkraut gang nicht um das Geschende, zunichte: Alles Gift und so viel ich mich kenne, und Unheil weicht, das sein wie ich gedencke: ich hofSchatten nur erreicht. fe in diesem Theil treu zu 9. JEfus ist das hoch- bestehen, wenn du, omein ste Gut in dem Himmel JEfu, die Probe woltst und auf Erden. JEsus sehen. Name macht mir Muth, JESUS. daß ich nicht kann traurig 4. Woltst du mich so hertzwerden. JEsus Namellich und inniglich lieben, foll allein mir der liebste und gegen mir deine Tren Name seyn. dennoch ausüben, wenn ich DIE 64 Don Namen und Aemtern dir die Güter der Erden Liebe, so zwischen uns, entrisse, und in die verscheiden; Wie würdest du achtete Armuth verstiesse. wol in der Probe beste. Seele. hen, wenn du für mich fole test zum Tode hingehen?? Seele. 5. Wer an dir, o JEsu! find alles Vergnügen, der tann sich in dieses mit leich 9. Ich wolte mich um ter Müh fügen; ich würde dich, mein Leben, herschlinmich für den Begütersten gen, so könte kein Marter schäßen, so lange du blei- noch Tod mich bezwingen, best mein einzig Ergößen. ich wolte anhalten mit Lie JESUS. ben und Glauben, so konte 6. Wie aber, wenn ich mich niemand des Lebens dir die Ehre ließ nehmen, daß, die dich geehret, sich berauben. JESUS. nachmals dem schámen? 10. Bie? wenn ich mich wie würd'st du ben stellte, als wolt' ich dich Schmach und Verachtung flichen? so dürft wol die dich halten, es möchte die Welt dich mit List zu sich Liebe wol etwas erkalten? ziehen, du würdst dich dem; Seele. der dich anlocket, verg'sels 7. Laß Ehre, Gunst, len, dich gegen den, der sich Herrlichkeit immer hinflie- verstellet, verstellen. hen, las Misgunst, Ber Seele. achtung und Spott mich 11.Du kannst nicht von beziehen, ich will es gedul Herßen die Menschen bee dig und willig verschmer- trüben, drum werd ich Ben, und nimmer ermüdet nicht müde, dich dennoch dich lieben von Herzen. zu lieben: ob deine treu' JESUS. Hülfe zu wanden gleich 8. Gefängniß, Band, schiene, so muß es zu Marter, Schmerß, Elend meiner Verstärkung nur und Leiden, das möchte dieldienen. I[ us Jesu Christi. 65 Sünden wollst haffen, so wolt ich dein eigne Gerechtigkeit faffen. JESUS. JESUS. Seele. 12. Ich könnte dich gleich wohl verstosfen zur Höllen, dann würde man sehen, wie du dich mögst stellen: 16. Wer dabey mich fas du würdest auf hören zu fet, dem ist es gelungen: lieben, und haffen den, der dein Glaube, mein Liebste, dich nunmehro hátt gång- der hat mich bezwungen. lich verlassen. Ich lieb dich, Ich halt dich, Ich will dich nicht lassen, 13. Ach lieber! wie solt'st Ich will dich annehmen, du das können und wol- Ich will dich umfassen. len, und halten so theure) Seele. Zusagen nicht sollen? Du 17. Beständig ben meihaft den Bekehrten zu hel- nem Borsaße zu bleiben, fen versprochen, was du wollst du mich durch deis mir beeidet, wird nimmer nen Geist stetig antreiben; gebrochen. und daß ich denselben auch feße ins Werde, verleih 14.Wer wolte mich zwin- mir, HErr, Kräfte und gen, dich Sünder zu lieben, göttliche Stärde. ein'n folchen, der öfters JESUS. JESUS. mich pflegt zu betrüben? 18. Jm Lieben getreu bis Ich haffe die Bosen, und ans Ende verbleibe, Mich liebe die Frommen: Ein nimmer zu lassen aufs neu reines Herß laß Ich vor dich verschreibe, von dir mein Gesicht kommen. will Sch, liebste, wol nimSeele. mermehr weichen, bis Ich dich heimhole beym Todesich gefündiget habe, doch Verbleichen. glaub ich, dein Blut mich 15. Ich leugnenicht, daß Seele. von Sünden wäscht abe; 19. Im Lieben getreu und da du mich wegen der bis ans End ich verbleibe, Dich 66 Don Namen und Aemtern' Dich nimmer zu lassen und Seel erquickt, euch aufs neu mich verschreibe: samit zum Siegen schickt. von dir will ich Liebster, 6. Herzens- JEsu, Siewohl nimermehr weichen, ges- Fürst! meine Seele bis Du mich heimholest nach dir dürst, alle Feind beym Todes- Verbleichen. 63. M. Nun kommt der Seiden Beiland. in mir besieg', daß ich nicht im Kampf erlieg'. 7. Nach dem Siegen nimm mich auf zu dem Efus ist mein Freuden- auserwählten Hauf, da Jem mir anbricht, meiner See- geben wirst, o GOttes len Ruhe Stadt, wenn Sohn. fie feine Kraft mehr hat. 8. Auf, ihr Leberwinder! 2. JESUS ist mein seht, JEsus euch entges starcker Held, wenn der gen geht, um vor wenig Teufel mich anfällt, und Schmach und Hohn euchy die Sünde groß sich macht, zu geb'n die Ehren- Kron. ich ihr Troßen gang 9. Halleluja! Gloria! nicht acht'. Aut! des HErren Tag ist 3. JEfus ist mein vester nah, wachet! haltet euch Sieg wider Teufel, Ba- bereit, jetzt kommt die Er bels Krieg, Er ist meine quickungs- Zeit. starcke Wehr, wider das verdammte Heer. 64. M. Nun freut euch lies ben Christen gemein. 4. Ach mein JEfu, laß mich dir seyn verpfändet für und für, laß mich ur. Mein Herkens-JEfu, meine Lust, an dem men dir allein in der Lieblich mich vergnüge, der ich ergeben seyn. an deiner Liebes- Brust 5. Alle die ihr JEfum mit meinem Herzen liege: fucht, kommt geniesset sei- Mein Mund hat dir ein ne Frucht, die den Geist Lob bereit, weil ich von deiner Jesu Christi. 67 deiner Freundlichkeit solist Wort und Schein, in groffes Labsal kriege. dir ift Kraft und Wesen: 2. Mein Herke wallt Ach! mach mein Herz doch und ist in dich mit heisser völlig frey, daß es nur dir Lieb entzündet, es singt, ergeben sey, durch den es es springt, es freuet sich kann genesen. so oft es dich empfindet, 6. Du bist mein Leben, so oft es dich im Glauben deine Kraft soll mich allein füßt, der du dem Herzen regieren: dein Geist, der alles bist, daß dich im alles in mir schafft, kann Glauben findet. Leib und Seele rühren, 3. Du bist mein wun- jdaß ich voll Geist und derbares Licht, durch Leben bin: mein JEsu, welches ich erblicke, mit laß mich nun forthin aufgedecktem Angesicht, das Leben nicht verlies daran ich mich erquicke:[ ren. Nimm hin mein Herß, 7. Du bist mein füffes erfüll es gang, o wahres Himmels- Brodt, des BaLicht, durch deinen ters höchste Gabe, damit Glang, und weiche nicht ich mich in Hungers Noth, zurücke. als eine Stärkung labe; 4. Du bist mein sichrer O Brodt! das Kraft und Himmels Weg, durch dich Leben giebt, gieb, daß ich steht alles offen, wer dich was der Welt beliebt, versteht der hat den Steg niemals zu Nahrung jur Seligkeit getroffen: habe. Ach laß mich, liebstes Heil, 8. Du bist mein Tranck, hinfür doch ja den Him- und deine Frucht ist meis mel auffer dir auf keinem'ner Kehlen füffe: wer von Wege hoffen. dir trinckt, derselbe sucht, 5. Du bist die Wahr- daß er dich stets geniesse; heit, dich allein hab ich mir O Quell! nach der mein anserlesen, denn ohne dich Herße schreyt, gieb, daß € 2 der 68 Don Namen und Aemtern der Strom der Süßigkeit Lamm, das fich hat schlach sich gang in mir ergieffe. ten lassen; mein König der 9. Du bist mein aller- mich ganz befißt, der mich fchönstes Kleid, mein Zier- mit seiner Allmacht schüßt, rath, mein Geschmeide, du wenn mich viel Feinde schmuckst mich mit Ge- haffen. rechtigkeit gleich als mit 13. Du bist mein auserreiner Seide: ach! gieb, kohrner Freund, der mir daß ich die schnode Pracht, mein Herz beweget; mein damit die Welt sich herr- Bruder, der es treulich lich macht, als einen Un- mennt: die Mutter, die flat meide. mich pflegt; mein Arzt, 10. Du bist mein Schloß wenn ich verwundet bin; und sichres Haus, da ich in mein Balsam, meine Freyheit fize, da treibet Wärterin, die mich in mich kein Feind heraus, dajSchwachheit tråget, sticht mich keine Hige: Ach 14. Du bist mein stare laß mich, liebstes JEfulein! der Held im Streit, mein allzeit in dir erfunden seyn, Pankzer, Schild und Bos daß deine Huld mich schüße.gen: mein Tröster in der II. Du bist mein treuer Traurigkeit, mein Schiff Seelen- Hirt, und selber in Wasserwogen; meinauch die Weide, du haft Ancker, wenn ein Sturm mich, da ich war verirrt, entsteht, mein fichrer Coma geholt mit grosser Freude; paß und Magnet, der mich Ach nimm dein Schaflein noch nie betrogen. nun in acht, damit es weder List noch Macht von deiner Heerde scheide. 15. Du bist mein Zeitstern und mein Licht, wenn ich im Finstern gehe; mein 12. Du bist mein holder Reichthum, wenn es mir Brautigam, dich will ich gebricht; in Tiefen meine stets umfassen; mein Ho- Höhe; mein Zucker, wenn her- Priester, und mein es bitter schmeckt; mein vestes JEfu Chrifti. noor 69 fies Dach, das mich bedeckt, nem Bilde, und schaffe wenn ich im Regen stehe. selbst in mir die neue Crea= 16. Du bist mein Gar- tur: laß mich doch gütig ten, da ich mich in stiller feyn, auch heilig, weis' und Luft ergoße; mein liebstes milde, durch deiner GnaBlümlein, welches ich den Kraft, wie du bist von darein zur Zierde seße; Natur. mein Rof'gen in dem 2. Mein Licht! erleuchte Creußes- Thal, da ich mit mich, laß deine GnadenDornen ohne Zahl den Strahlen mir dringen in schweren Gang verleße. mein Herk, vertreib die 17. Du bist mein Trost Finsterniß: Ich fall: und in Herßeleid; mein Lust- irre sonst zu allzuvielenSpiel, wenn ich lache; mahlen, ja, werd ich nicht mein Tagewerck, das mich erleucht't, verderb ich gang erfreut; mein Dencken, gewiß. wenn ich wache; im Schlaf 3. Mein Weg zum mein Traum und süsse Baterland, ach! öffne mir Ruh; mein Borhang, den die Pforte, die mich ins ich immer zu mir um mein liebe Reich im Glauben Bette mache. überbringt; Du weiß'st 18. Was soll ich Schön- jja, daß dein Knecht an ei ster! wol von dir noch wei- nem wüsten Orte schon ter sagen können? Ich will lang genug gewohnt, dich meine Liebs- Begier, und nun nach Freyheit mein einig alles nennen: ringt, Denn, was ich will, das 4. O Wahrheit! heil'ge bist du mir; Ach! laß mein mich in aller deiner WahrHerße für und für von dei- heit, und bringe meinen ner Liebe brennen. Sinn zur rechten Lauterfeit: Bertreib den Lügen65. In eigener Mel. Mein Bater! zeuge mich, Geist durch deines Wor dein Kind, nach dei- ltes Klarheit, und mache € 3 mich 70 Don Namen und Aemtern mich recht veft in allem Laß deinen heiligen Geist Kampf und Streit. mit Seufßen mich vertre5. Mein Leben! leb in ten, wenn ich im harten mir, und laß mich in dir Kampf selbst nicht mehr leben. Ich bin ja ohne beten kann. dich zum Guten gånglich 9. Mein König! schüße todt. Du bist das Ze mich, wenn Satan, Welt bens- Brodt, das einßig und Sünde, so sich in mir Nahrung geben kann mei- noch regt, auf meine Seele nem matten Geist in aller stürmt: hilf, daß in deinem Hungers- Noth. Schooß ich allezeit Ruhe 6. Mein Låmmlein! finde: denn der ist sicher still und fromm, rein, hei- nur, den deine Macht be lig, und unschuldig, ach! schirmt. wirde doch in mir den IO. Mein Dirte! weide fanften Lamleins- Sinn, mich auf einer grünen Auso werd ich auch wie duim en, und lagre mich im Leiden recht geduldig, und Durst and frische Wasser laffe mich zum Creuß gar hin: Hohl meine Seel willig führen hin. herum; wolt ich aufs Eitle 7. Mein Meister! lehre schauen, so bringe bald zumich den Bater wohl zu recht den ausgeschweiften kennen, weil ohne dich Sinn. o Licht! ich Gott, das 11. Mein Arkt! bin ich Licht nicht seh: Ach un- verwundt, sind ausgezehrt terweise mich, Ihn Abbajdie Kräfte, so laß den recht zu nennen, daß alle Liebes- Fluß, dein theurmein Gebet in rechter vergoßnes Blut mich Brunst gescheh. heilen: Laß des Geist's Er8. Mein Hoherpriester neuerungs- Lebens, Safhör' nicht auf für mich zu te mich laben und erfreu'n, beten, ach! ruffe doch mit mir stården Herk und mir den Vater täglich an: Muth. 12. Mein JEfu Chrifti. 71 12. Mein Freund! verskest; dieweil dein Kuß so traue dich doch besser mei- lieblich ist, daß man auch nem Herzen, und laß mich seiner selbst vergißt, wenn deiner Treu noch mehr du den Geist entzückest, daß versichert seyn, auf daß zu ich in dich aus dem Triebe aller Zeit ich meiner See- reiner Liebe, von der Erde len Schmerzen getroft über mich gezogen werde. versencken darf in deines 2. Was hätt' ich doch Hergens Schrein. für Trost und Licht, als 13. Mein Bräut'gam ich dein holdes Angesicht, liebe mich, und feße mir mein JESU, noch nicht das Siegel der unver- fannte? wie blind und thos fälschten Lieb, den Geist, richt ging ich hin, da mein auf meine Brust; laß dei- verkehrter Fleisches- Sinn nen Gruß und Kuß mich von Welt- Begierden schmecken: Sey mein brannte? Bis mir von Spiegel, darin ich mich dir Licht und Leben ward beschau nach aller Her- gegeben, dich zu kennen, Bens- Lust. berglich gegen dich zu 14. Mein Ein und Alles! brennen. laß mit dir mich Eins hier 3. Die arme Welt hat werden, so wird mir alles zwar den Schein, als wär nichts, du aber alles seyn. ihr schlechtes Frölichfeyn Und nimmet deine Güt' ein herrliches Vergnügen: mich endlich von der Erde, allein, wie eilend gehts so geh ich Friedensvoll in vorbey, da ſieht man, das deine Freude ein. es Blend Werck sey, wo66. Mel. Wie schon leucht't durch wir uns betrügen: uns der Morgenstern. Drum muß JEsus mit Mein mich ergolen- Lust! mir ist gen, die bestehen, wenn nichts auffer dir bewust, die Welt- Lust muß vergewenn du mein Herz erqui- lhen. € 4 4. Wer 72 Don Namen und Aemtern 4. Wer JEfum vest im fen: Du wirst meiner Glauben hält, der hat die doch gedencken. Kraft der andern Welt 7.Und folt ich auch, mein hier allbereit zu schmecken: Bort, in mir dein süsses Pflegt JEfus gleich zu Manna nicht allhier in mancher Zeit bey grosfer dieser Zeit empfinden; fo Herkens- Traurigkeit, sein will ich doch zufrieden Antlig zu verdecken, ist seyn, und werde deinen doch sein Joch sanft und Gnaden- Schein in jenen feiner, als wenn einer auf Leben finden, da man stets dem Bette dieser Welt zu kann, sich zu laben, JE. schlafen hätte. fum haben, stets erblicken, 5. Soweiß ich auch aus und Ihn in die Arme drideinem Wort, daß du dich, cken. liebster Seelen- Hort, nicht 8. Allein, du holder ewiglich versteckeft; Du Menschen- Sohn, ich kene thust vor mir die Augen zu, ne deine Liebe schon, wenn auf daß du desto grögre uns die Dornen stechen: Ruh hernach in mir erwe- Dein Herz, daß mich in dest, wenn ich treulich, als Trauren setzt, und sich ein Rebe, an dir klebe, auch verschließt, muß doch zuim Seide, nicht nur in dersleßt vor lauter Liebe brea füssen Freude. chen: Drum füllt und 6. Derhalben foll mich quillt in mein Herke nach keine Noth, mein JEsu! dem Schmerze deine war es auch der Tod, von Süsse, die ich noch allhier deinem Dienst abschrecken, genieffe. Ich weiß, daß mich dein 9. Du falbest mich mit Berge liebt, darum so geh Freuden- Del, so daß sich ich unbetrübt mit dir durch öfters Leib und Seel recht Dorn und Hecken: Plage, inniglich erfreuen; Ich fcblage, ich bin stille, ists weißwohl, daß du mich bea dein Wille mich zu krán- trübst, ich weiß auch, was du Jesu Chrifti, 73 du denen giebst, die sich da- darin, das ein'n verdrieß: vor nicht scheuen. Drumviel tausendmahl ists, wie gib den Trieb, unabwen- ich fag, edler als mans ausdig und beständig treu zu sprechen mag. Halleluja. bleiben, und recht vest an 4. JEsu, du Quell der dich zu glauben. Gütigkeit, du bist die Hoff 10. Der Glaub ist eine nung unsrer Freud, ein starcke Hand, und hält dich füffer Fluß und Gnadenals ein vestes Band; Ach! Bruñ, des Herzens wahe stärde meinen Glauben: re Freud und Wonn. im Glauben kann mich nie- Dalleluja. mand dir, im Glauben kan 5. Dein Leib, o füffer dich niemand mir, o star- JEfu Christ! des Herzens der JEsu, rauben, weil ich beste Labung ist, fiemachet frolich Welt und Drachen satt, doch ohn Berdruß, der kann verlachen, und die Hunger wächst im LeberSünden durch den Glau- fluß. Halleluja. ben überwinden. D 6. OJEsu! du Englische 67. M. Erschienen ist der 2c. Zier, wie süß in Ohren JEsu süß! wer dein klingst du mir, du Wungedenckt, des Herz der- Ponig in dem Mund, mit Freud wird über- kein'n bessern Trund mein schwemt noch füsser aber Bersempfund. Halleluja. alles ist, wo du, o JEsu! 7. JEsu, du hohe Gutigfelber bist. Halleluja. feit, mein's Herßens Luft 2. JEsu, du Herßens- und füsse Freud, du bist die Freud und Wonn, des Le- unbegreiflich' Güt, dein bens Brunn, du wahre Lieb umfäh't all' mein Ge Sonn, dir gleichet nichts mith. Halleluja. auf dieser Erd, in dir ist, 8. JEsum lieb haben ift was man je begehrt. Hall. sehr gut, wol dem, der sonst 3. JEsu, dein' Lieb ist nichts suchen thut. Mir mehr denn süß, nichts ist selber will ich sterben ab, daß € 5 74 Don Namen und Aemtern daß ich in Ihm das Leben Ende nimmer nimmt. hab. Halleluja. Halleluja. 9. JEsu, o meine Süf 14. An dir mein Herz figkeit! du Trost der Seel, hat seine Lust, HErr, mein die zu dir schreyt: die heisse Begier ist dir bewust, auf Thränen suchen dich, das dich ist all mein Ruhm ge= Herk zu dir schreyt innig- stellt, JEsu, du Heiland lich. Halleluja. aller Welt. Halleluja. 10. Ja, wo ich bin, um 15. Du Brunnquell der was Revier, so wolt Barmherzigkeit, dein ich, JESUS wars bey Glang erstreckt sich weit mir: Freud über Freud, und breit; der Traurigkeit wenn ich Ihn fünd, selig, Gewöld vertreib, das Licht wenn ich Ihn halten könt. der Glorie bey uns bleib.. Halleluja. Halleluja. 11. Was ich gesucht, das 16. Dein Lob im Himel seh' ich nun; was ich be- hoch erklingt, kein Chor ist, gehrt, das hab ich schon. das nicht von dir singt: Bor Lieb, o JEfu! bin ich JEfus erfreut die ganze schwach, mein Herz das Welt, die er ben GOtt zu flammt, und schreyt dir fried'n gestellt. Halleluja. nach. Halleluja. 17. JEfus im Fried' re12. Wer dich, o JESU! gieren thut, der übertrift also liebt, der bleibt gewiß all's zeitlich Gut, der Fried wohl unbetrübt: nichts ist, bewahr mein Herz und das diese Lieb verzehr, sie Sinn, so lang ich hier auf wächst und brennt je lång'r Erden bin. Halleluja. je mehr. Halleluja. 18. Und wann ich en13. JEsu, du Blum und de meinen Lauf, so hole Jungfraun- Sohn, duLieb mich zu dir hinauf, JEsu, und unser Gnaden- Thron, daß ich da Fried und Freud dir sey Lob, Ehr, wie sichs ben dir genieß in Ewigkeit. geziemt. Dein Reich kein Halleluja. 19.JEsu, Jesu Christi. 75 19. JEfu, erhöre meine 5. Hochste Majestät, KöBitt! JEsu, verschmäh| nig und Prophet! deinen mein Seufßen nicht! JE Scepter will ich küssen, ich fu, mein Hoffnung steht zu will fißen dir zu Füssen, dir, o JEfu, JEsu, hilf du wie Maria thát, höchste mir! Halleluja. Majestát. 68.M.Seelen- Brautigamc. 6. Laß mich deinen Wer ist wol wie du, JE Ruhm, als dein Eigens fu, füsse Ruh? unterthum, durch des Geistes vielen auserkohren, Leben Licht erkennen, stets in derer, die verlohren, und deiner Liebe brennen, als ihr Licht darzu, JEsu, füffe dein Eigenthum, allerNuh. schönster Ruhm. 2. Leben, das den Tod, 7.Zeuch mich gang in dich mich aus aller Noth zu er- daß vor Liebe ich ganz zerlösen, hat geschmecket, mei- rinne, und zerschmelße, und ne Schulden zugedecket, auf dich mein Elend wålund mich aus der Noth hatlße, das stets drücket mich, geführt zu GOtt. zeuch mich gang in dich. 3. Glang der Herrlich 8. Deiner Sanftmuth keit! du bist vor der Zeit Schild, deiner Demuth zum Erlöser uns geschen- Bild mir anlege, in mich det, und in unser Fleisch präge, daß kein Zorn noch versendket in der Full der Stolz sich rege, vor dir Zeit, Glang der Herrlich sonst nichts gilt, als dein feit. eigen Bild. 4. Groffer Sieges- Held! 9. Steure meinem Sinn, Tod, Sund, Höll und der zur Welt will hin, daß Welt, alle Kraft des gros- lich nicht mög von dir wansen Drachen hast du woll'n cken, sondern bleiben in den zu Schanden machen Schrancken, sey du mein durch das Löse- Geld deines Gewinn, gieb mir deinen Bluts, o Held! Sinn. 10. Wea B Jo 76 Vom Leiden Christi. 10. Wecke mich recht auf, du deine Hand ausstrecken, daß ich meinen Lauf un- habe auf mich acht, puter verrückt zu dir fortseße, in der Nacht. und mich nicht in seinem 13. Einen Helden- Muth Neke Satan halte auf, der da Gut und Blut gern fördre meinen Lauf. um deinetwillen lasse, und 11. Deines Geistes des Fleisches Lüste haffe, Trieb in die Seele gieb, gieb mir höchstes Gut! daß ich wachen mög und durch dein theures Blut. beten, freudig vor dein 14. Solls zum Sterben Antlig treten, ungefärbte gehn, wollst du bey mir Lieb in die Seele gieb. stehn, mich durchs Todes12. Wenn der Wellen Thal begleiten, und zur Macht, in der trüben Herrlichkeit bereiten; daß Nacht, will des Herzens ich einst mag fehn, mich Schifflein dedken, wollst zur Rechten stehn. IV. Vom Leiden Christi. 31 69. M. Ich liebe dich berg.zc. Christlich zu leben, daß ch alles, was Him einstens ich Himmel- an mel und Erden um- frölich kann streben. schlieffet, sey von mir viel 3.Es mag die Welt sturtausendmal schönstens ge- men, gleich wüten und togrüsset; Was hören kann, ben, den lieblichen JEfum hore, ich will sonst nichts will dennoch ich loben; Es wissen, als meinen gecreu- mögen gleich Bliße und zigten JEfum zu küssen. Donner drein knallen, ſo 2. Jch rühme mich ein- will ich von JESU doch Big der blutigen Wunden, nimmermehr fallen. die JEfus an Händen und 4. Und wenn es schon solFüssen empfunden, drein te in Trummern zergehen, will ich mich wickeln, recht daß nichtes mehr bliebe, auf Dom Leiden Christi. 77 auf Erden bestehen; So von welchem mich ewig soll doch mein Herße ben kein Teufel soll reissen. JEfu verbleiben, von wel 70. In eigener Mel. chem mich ewig kein Teu- rich entzwey, mein fel foll treiben. armes Berge, mein 5. Denn JEfus betrach- armes Herße, brich enttet die schmächtige Her- zwen, ach! mein Schmerz, Ben, verfüffet mit Freuden mein grosser Schmerze, die bittere Schmerzen: der ist so viel und manchers Das weiß ich nun alles, ley; Der Himmel zittert, drum will ich nicht lassen die Erde schüttert: ach von meinem Herß- JEsu, Noth! ach Noth! ach ich muß Ihn umfassen. Noth! JEfulein mein 6. Ach siehe! mein JEsus Schatz ist todt. komt freundlich gegangen, 2. Nechßet mit ihr fum. und will mich vor Liebe fast men Mauren, ach! sehet eubrünstig umfangen; o Lie- ren Schöpferan: kan euch be! o Freude! o liebliches nicht, ihr Steine dauren Leben! wer wolle an FE- was harte Felfen dauren sum nicht imerdar kleben? kan; Die Berge springen, 7. Auf JEsum sind alle die Felsen klingen, ach Gedancken gerichtet, dem Noth, ach Noth! ach hab ich mich gånglich mit Noth, JEfulein mein allem verpflichtet, dem hab Schatz ist todt. ich mir einßig vor allen er3. Seufßet mit ihr stil. lesen so lange mich tråget len Flüsse, bejammert eudas irdische Wesen. res Königs Fall: weinet und doch gesamte Güsse, weint beu- doch ihr Quellen überall: gen, so will ich doch end- die Meere brausen die lich mit Seufßen bezeu- Seen faufen; ach Noth! gen, daß JEsus, nur ŽEach Noth! ach Noth! JE fus, mein Jesus soll heissen, sulein mein Schaß ist todt. 4. Traus 8. Wenn Augen Herße im Tode sich 78 Vom Leiden Christi. 4. Trauret mit ihr hellen sich ganz der Welt begeLichter, ihr hellen Sterne ben, soll heulen, weinen, finstert euch, finstert euch was es kann, so lang sichs auch ihr Gesichter, der reget, und sich beweget: Herrscher hängt jetzt blaßlach Noth! ach Noth! ach und bleich, die Sonne Noth! JEfulein mein wimert, fein Mond mehr Schatz ist todt. schimmert; ach Noth! ach 8. JEsulein mein Schat Noth! ach Noth! JEsu- ist blieben, ach jämmerlich) lein mein Schatz ist todt. an einen Pfahl, ach! mein 5. Fall und stirb du Samt Schatz, den ich muß lieben und Seiden: vermodre al- in Ewigkeit und überall, ler Stolß und Pracht, jeden muß ich missen, und Bund muß mein JEfus lei- nicht mehr küssen: ach den, mein JEsus wird jekt Noth! ach Noth! ach umgebracht, der Schar- Noth! JEsulein mein lach schweisset der Vor- Schatz ist todt. hang reisfet: ach Noth! 71. Melod. Einen guten ach Noth! ach Noth! JE- Kampf hab ich. fulein mein Schaß ist tödt. Christus der uns selig 6. Laffe, Welt, jetzt Lust macht, kein Bof's hat: und Trincken, ach! weinet begangen, der ward für vielmehr, die ihr lebt, jeuns in der Nacht als ein Bund muß mein JEsus Dieb gefangen, geführt fincken, der über alles lebt vor gottlose Leut, und und schwebt. Die todten fälschlich verklaget, verFrommen die müssen kom- lacht, verhöhnt und vermen; ach Noth! ach Noth! veyt, wie denn die ach Noth! JEsulein mein Schrift faget. Schatz ist todt. 2. In der ersten Tages 7. JEsulein mein Schak Stund ward er unbescheis und Leben, hier bin ich, den, als ein Mörder darges mein Herz um und an soulstellt Pilato dem Heiden, der Dom Leiden Christi. 79 der Ihn unschuldig befand, brochen, ward JEsus in ohn Ursach des Todes, Jhn seine Seit mit ein'm Speer derhalben von fich fandt gestochen; daraus Blut zum König Herodes. und Wasser rann, die 3. Um drey ward der Schrift zu erfüllen; wie GOttes Sohn mit Geif Johannes zeiget an, nur feln geschmissen, und sein um unsert willen. haupt mit einer Kronvon 7. Da der Tag sein Ende Dornen zerriffen, gekleidet nahm, der Abend war zu Hohn und Spott, ward komen, ward JEsus vom Er sehr geschlagen, und das Creußes Stamm durch Creuß zu seinem Tod must Joseph genommen, herrEr selber tragen. lich, nach Jüdischer Art, in 4. Um sechs ward Erlein Grab geleget, allda nackt und bloß an das mit Hütern verwahrt, wie Creuß geschlagen, an dem Matthäus zeuget. Er sein Blut vergoß, betet 8. hilf! Christe Gotmit Wehklagen. Die Zu- tes Sohn, durch dein bits seher spott'ten sein, auch terLeiden, daß wir dir sters der bey Ihm hinge, bis die unterthan, all Intugend Sonn auch ihren Schein meiden: Deinen Tod und entzog solchen Dingen. sein' Ursach fruchtbarlich 5. JEfus schrent zur bedencken, dafür wiewol neuntenStund, klaget sich arm und schwach, Dir verlassen, bald ward Gall Dand- Opfer schencken. in seinem Mund mit Effig! gelassen: Da gab Er auf 72. In bekannter Mel. feinen Geist, und die Erd Christe, du Lamm Goterbebet, des Tempels Vorhang zerreiß, und manch Fels zerklobet. tes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! 6.Da man hatt' zur Ve 2. Christe, du Lamm fper- Zeit die Schächer zer- GOttes, der du trägst die Sünde 80 Vom Leiden Christi. die Sünde der Welt, er- nes, nimm dein'e Mutter barm dich unser! wahr, solt ihr gar eben 3. Christe, du Lamm pflegen. GOttes ic. Gieb uns dei- 5. Nun mercket, was das nen Frieden. viert' Wort was: Mich 73. Mel. In dich hab ich zc. dürft't so hart ohn Unters D a JESUS an dem laß, schrie GOtt mit lauter Creuße stund, und Stimme: Das menschlich' Ihm sein Leichnam ward Heil tháåt Er begehrn, der verwund, so gar mit bit- Någl ward er empfindend. tern Schmerzen: Die fie 6. Zum fünft'n gedend ben Wort, die JESUS der Angst daben; mein sprach, betracht in deinem GOtt, mein GOtt, and Bergen. Creuß Er schren, wie hast 2. Zum ersten sprach Er du mich verlassen! das füßiglich, zu sein'm Bater Elend, das ich leiden muß, im Himelreich, mit Kráf- das ist gang üb'r die ten und mit Sinnen: Ber- Massen. gieb ihn'n Bat'r, sie wissen 7. Das sechste war ein nicht, was sie an mir be- skráftigs Wort, das manginnen. cher Sünder auch gehört 3. Zum andern denck der aus sein'm Göttlichen grossen Gnad, die GOtt Munde: Es ist vollbracht dem Schäch'r bewiesen mein Leiden groß, wol hier hat, sprach GOtt gar gná- zu dieser Stunde, digliche: Fürwahr du 8. Zum siebenden ich meis wirst heut ben mir seyn, in ne Seel, o Bater in dein* meines Vaters Reiche. Hande befehl, in meinen 4. Zum dritt'n gedend legten Zeiten, weil sie jest sein'r groffen Noth, laß von mir scheiden will, und dir die Red nicht seyn ein mag nicht langer streiten. Spott: Weib, schau dein'n 9. Wer GOttes Mart't Sohn gar eben, Johan- lin Ehren hat, und oft ges denck Dom Leiden Christi. 81 denckt der sieben Wort, 4. Der am Creuß ist des will GOtt eben pfle- meine Liebe: schweig, Gegen, wol hier auf Erd'n wissen, niemand mahnt; mit seiner Gnad, und dort GOtt preist seine Liebesim ewgen Leben. Triebe, wenn mir von der M. Sreu dich sehr, o 2c. Bandschrift ahnt: Schau, er am Creuß ist meine wie mein Hals Bürge 74. JEsus Christ, weg, ihr durchmahlt: Der am zc. argen Seelen- Diebe, Sa- 5. Der am Creuß ist meitan, Welt und Fleisches- neLiebe; Drum, Tyranne, Lift, eure Lieb ist nicht von foltre, stoß: Hunger, Bldf GOtt! eure Lieb ist gar se, Denckers- Biebe, nichts der Tod: Der am Creuß macht mich von JEsu loß; ist meine Liebe, weil ich nicht Gewalt, nicht Gold, mich im Glauben übe. nicht Ruhm, Engel nicht, 2. Der am Creuß ist mei- kein Fürstenthum: Der ne Liebe: Frevler, was be jam Creuß ist meine zc. fremdet dich, daß ich mich 6. Der am Creuß ist im Glauben übe? JEsus meine Liebe; komm, Tod, gab sich selbst für mich, so fom, mein Liebster Freund, wird er mein Friedens- wenn ich wie ein Staub Schild, aber auch mein zerstiebe, wird mein JE Lebens- Bild: Der am 2c. sus mir vereint, da, da 3. Der am Creuß ist mei- schau ich Gottes Lamm, ne Liebe: Sünde, du ver- meiner Seelen Brautis lierst den Sturm, weh gam: Der am Creuk ist mir, wenn ich den betrübe, meine Liebe, weil ich mich der flatt meiner ward ein im Glauben übe. Wurm. Creußigt ich nicht 75. mel. GOttes Sohn? Trát ich nicht fein Blut mit Hohn? Der am Creuß ist zc. $ un laßt uns den Leib begraben. mich, sein Geist ver ie Seele Christi heilge sens 82 Dom Leiden Christi. fende mich in sich, sein sprung aller Huld! daß du Leichnam, der für mich gecreußigt bist? verwundt, der mach mir Leib und Seel geſund. 2. Du unbeflecktes Kind, du reiner Jung2. Das Wasser, welches fraun. Sohn, du Sanftauf den Stoß des Speers muthvolles Lam, du weis aus seiner Seiten floß, das ser Keuschheits- Thron, fey mein Bad, und all sein ach! was hast du gethan? Blut erquicke mir Herk, 3. Du himmelische Sinn und Muth. Lieb, du unsers Lebens 3. Der Schweiß von GOTT, ach! warum seinem Angesicht laß mich hängst du da? ach! wanicht kommen ins Gericht, rum bist du todt? Ach! fein ganzes Leiden, Creuß warum is geschehn? und Pein, das wolle meine Starcke seyn. 4. Ists, daß du mir mein Derk mit deinem 4. O JEfu Christ, er- Pfeil verwundt; so haft höre mich, nimm und ver- du wohl gethan, denn birg mich gang in dich! schau, ich bin gesund, ich laß mich in deine Wunden bin gefund davon. ein, daß ich vorm Feind! 5. Was leidest du denn kan sicher seyn. dis? Weil du mir nichts ges 5. Ruf mir in meiner than? Weil ich dich, o mein letzten Noth, und setz mich Kind! nie hab geklaget an, neben dich, mein GOTT, und stets gepriesen hab. daß ich mit deinen Beilgen all'n mog ewiglich dein Lob erschall'n. 6. Ach ja, ach du vergeußt dein Rofinfarbnes Blut, gleich wie ein Pelis can für seine Küchlein thut, 76. In eigener Mel. Ach was hast du gethan! daß ichs geniessen soll. Ach was hast du ver 7. Ifts dis, du süsser schuld't! Du Brunn der Gott? Jsts dis, mein PeliFreundlichkeit, du Ur- lcan? So fülle doch mein Berk Dom Leiden Christi. 83 Herß und Seele damit verwundet seyn! Odu llr an, und wandle mich in sprung aller Freuden! must dich. du denn auch fühlen Pein? 8. Denn schau, ich wün- Muß man denn auch dir, sche mir mit groffer Innig- mein Leben, einen Stich keit, dein Ebenbild zu seyn, durchs Herße geben? und so zur Dandbarkeit 4. Was für Lieb hat dich für dich gecreußigt stehn. gedrungen, auszustehen 9. Drum werd ich dich, solchen Stoß? Daß der mein Kind, anrufen für Feind würd recht bezwun, und für, und warten mit gen, da du stirbest nackt Geduld bey deiner Gna- und bloß; Da dein Gent den- Thür, bis ich gecreu- mit bitterm Leiden von Bigt bin. dem Zeibe muste scheiden. 77. M. Err ich habe miß gehandelt. 5. Ach! du thufts, daß ich soll wissen, daß du mich is gegrüßt, du Königs- gang innig liebst; und nach Kammer, Gaft- Haus so viel Liebes- Kuffen auch der Barmherzigkeit, Auf dein Herzens- Blut herenthalt in allem Jammer, giebst; daß du alles an Frey. Stadt in der bösen wilt wenden, mein ErldZeit; Allerliebstes JEfus fung zu vollenden. Herße, bis gegrüst in deinem Schmerze. 6. O du hoch- verliebtes Berge, meines Bergens 2. Thron der Liebe, Sit Paradeis! meine Rub' in der Güte, Brunnquell al allem Schmerße, meiner ler Süßigkeit, ewger Gott- Liebe Ruhm und Preiß! heit eigne Hütte, Tempel Meines Geistes höchste der Dreyeinigkeit, treues Freude, meiner Seelen Berge, bis gegrüffet, und beste Weide! mit wahrer Lieb gefüffet. 7. Geuß die Flammen 3. Hast du denn auch deiner Liebe wie ein grof müssen leiden, und so viel fer Strom in mic), lantre mich 2 84 Dom Leiden Chrifti. mich, daß ich mich übe, mein Betrübniß, Angst dich zu lieben würdiglich; und Pein. Ach! wie wolt Laß mein Herze noch auf ich mich versenden und Erden deinem Herzen mein durstigs Herße tráns ähnlich werden. den. 8. Durch das Blut, das 12. Laß mich ein du gülde du vergoffen, liebstes Her- ne Höhle, ew'ger Schön Be, laß mich ein! laß mich heit Sommer- Haus! Laß doch dein'n Hausgenossen mich ein, eh meine Seele und Bewohner ewig seyn. vor Verlangen fähret aus. Denn ich mag auch bey den Laß mich ein, du stiller Thronen ohne dich, mein Himmel, nimm mich aus Schaß, nicht wohnen. dem Welt- Getümmel. 9. Laß mich ein, mit 13. Laß mich ein, auf einem Worte, laß mich daß ich bleibe dir gang inein, du freyer Saal! Laß niglich vereint, und mein mich ein, du enge Pforte, Hert dir einverleibe, daß ess laß mich ein, du Liljen nicht mehr meine scheint. Thal! laß mich ein, denn Denn ich wünsche nichts ich vergebe, wenn ich lån- auf Erden, als dein Herger drauffen stehe. Bens- Herß zu werden. IO. Ach mich Armen 78. Mel. An Wasserflüssen und Betrübten! daß ich Babylon. doch nicht damals fund, Ein Lämmlein geht und trägt der ten ward geöfnet und ver- Welt und ihrer Kinder, es wundt! Denn es ware geht und tråget in Geduld mir gelungen, daß der die Sünden aller Sünder; Speer mir eingedrungen. es geht dahin, wird matt 11. Ach! wie wolt ich und krand, es giebt sich mich ergoßen! Ach, wie auf die Würge- Band, wolt ich frölich seyn! und entzieht sich aller Freuden; mit wahrer Freud erseßenles nimt an sich Schmach, Hohn Dom Leiden Christi. 85 = mit Hohn und Spott, Angst, 4. Du marterst ihn am Wunden, Striemen, Creußes Stamm, Creuß und Tod, und Nägeln und mit Spiessen, spricht; Ich wills gern du schlachtest ihn als wie leiden. ein Lamm, machst Hert 2. Das Lammlein ist und Adern fliessen: das der große Freund und Hei Herße mit der Seufßer land meiner Seelen; Den, Kraft, die Adern mit dem den hat GOtt znm Sún- edlen Saft des Purpurden- Feind und Söhner rothen Blutes. O füffes wollen wählen. Geh hin, Lam! was foll ich dir ers mein Kind, und nimm dich weisen dafür, daß du mir an der Kinder, die ich aus- erzeigest so viel Gutes? gethan zur Straf, und 5. Mein Lebetage will Zornes Ruthen: Die ich dich aus meinem Sinn Straf ist schwer, der Zorn nicht lassen, dich will ich ist groß: Du kanst und solst stets, gleich wie du mich, fie machen los durch Ster- mit Liebes- Armen fassen: ben und durch Bluten. Du solt seyn meines Her3.Ja Bater, ja von Her- Bens Licht, und wenn mein zensgrund, leg auf, ich wills Herz in Stücken bricht, felt gern tragen: mein Wollen du mein Herze bleiben. Ich hángt an deinem Mund, will mich dir mein höchster mein Würden ist dein Sa- Ruhm, hiemit zu deinem gen. Wunder- Lieb, o Eigenthum beständiglich Liebes- Macht! du kannst, verschreiben. was nie kein Mensch 6. Ich will von deiner gedacht, Gott seinen Lieblichkeit bey Nacht und Sohn abzwingen. O Lie- Tage singen, mich selbst be, Liebe, du bist starck, auch dir zu aller Zeit, zum du streckest den ins Freuden. Opfer bringen; Grab und Sarg, vor dem mein Bach des Lebens soll Die Felsen springen.. sich dir, und deinem NaF3 men 86 Dom Leiden Chrifti. men für und für in Danck- 9. Was schadet mir des barkeit ergieffen: Und Todes Gift? Dein Blut was du mir zu gut ge das ist mein Leben; Wenn than, das will ich stets, so mich der Sonnen Dige gut ich kann in mein Ge- trift, so kann mirs Schatdächtniß schließen. ten geben; Seßt mir des 7. Erweitre dich, mein Schwermuths Schmer Hergens- Schrein! du solt gen zu, so find ich bey dir ein Schaß- Haus werden meine Ruh, als auf dem der Schäße, die viel größer Bett ein Krancker: Und feyn als Himmel, Meer, wenn des Creußes Ungeund Erden. Weg mit dem tüm mein Schiflein treiGold Arabia, weg Cal- bet um und um, so bist du mus, Myrrhen, Casia! dann mein Ancker. ich hab ein bessers funden. 10. Wenn endlich ich Mein größter Schaß, foll treten ein in deines Err JEfu Christ, ist die Reiches Freuden, so laß fes, was geflossen ist aus dis Blut mein Purpur deines Leibes Wunden. seyn, ich will mich dara 8. Das soll und will ich ein kleiden; Es soll seyn mir zu Nuß zu allen Zeiten meines Hauptes Kron, in machen: Im Streite soll welcher ich will vor dem es seyn mein Schus; in Thron des höchsten BaTraurigkeit mein Lachen; ters gehen, und dir, dem in Frölichkeit mein Sai Er mich anvertraut, als ten Spiel; und wenn mir eine wohlgeschmückte nichts mehr schmecken Braut, an deiner Seiten will, foll mich dis Man- stehen. na speisen; im Durst folle 89. Mel. Sreu dich sehr, o fenn mein Waffer Quell; meine Seele. in Einsamkeit zu mein ließt ihr Augen, fließt lie von Thránen, und be weinet eureSchuld; bricht. mein und auch auf Reisen. Dom Leiden Chrifti. 87 mein Herz von Seufßen Schanden, und wird höh Stöhnen, weil ein Lámm- nisch ausgelacht, Backenlein in Geduld nach Jeru- treich und Fäustenschlag, falem zum Tod, ach zum Fud und Heyden Grimm Tod! für deine Noth und und Rach duldet er für dei der ganzen Welt, hinwan- ne Sünden? Wer kann foldelt: denck, ach! Wie hastsche Lieb ergründen? du gehandelt. 5. Laß es dir zu Herzen 2.Es soll nun vollendet gehen, beß're und bekehre werden, was davon ge- dich: Wer kann diese That schrieben ist, und warum ansehen, daß man nicht auf diese Erden ist ge- bewege sich? JESUS fommen JEfus Christ. steht an unsrer statt, was Schauet nun des Höchsten der Mensch verdienet hat, Sohn, in dem Leiden, büsset Jesus, und erdulSchmach und Hohn, in det was der Sünder hat den Wunden, in den verschuldet. Schmerzen, und nehmt 6. Erhält seinen heilgen alles wohl zu Herken. Rücken Geissel, Ruth und 3. Es wird in der Sün- Peitschen dar; wer kan dis der Hände überliefert Got- lohn Reu erblicken? Wenn tes Lamm, daß sich dein die rohe Juden- Schaar Verderben wende: Jud Hand anlegt an Gottes und Beiden sind ihm gram, Bild, das so freundlich, und verwerfen diesen fromm und mild, und doch Stein, der ihr Edstein fol- nackend wird gehauen, te senn; Ach! dis leidet wer kann solchen Greu'l der Gerechte für die böse anschauen? Sünden- Knechte. 7. Also solt man die begeg 4. JEfus steht in Strick nen, du verruchtes Menund Banden, dessen Hand schen- Hert; aber nun komt die Welt gemacht, bey dich zu segnen, und zutra Verachtung, Spott und gen deinen Schmerz JE fus, 84 Univ. Bibl Giessen 88 Dom Leiden Christi. fus, und entblöffet fich, und Stam; ach erbarm dich! wird dort so jammerlich weil dein Leiden mir ges abgestraft, zerhackt, zer- deyen soll zur Freuden. schlagen, daß kein Maaß 11. Ich will dir ein noch Ziel der Plagen. Opfer geben, Seel und 8. Endlich wird der Leib ist meine Gab, JEfu, Schluß gesprochen, FE- nim dis arme Leben, weil fus muß zu Tode gehn, jich ja nichts bessers hab; und der Stab wird abgetödt in mir, was dir mißa brochen, es hilft hie kein fällt, leb' in mir auf dieser Bitten, Flehn. Barrabas Welt; laß mich mit dir les wird loßgezählt, JEfus ben, sterben, und dein wird zum Creuß erwählt: Reich im Himmel erben. weg mit diesem, dem Ver 12. Tausendmal sey dir fluchten, ruft der Haufe gesungen, liebster JEsu, der Verruchten. bag Preis und Ruhm, daß du 9.Folge denn zur Schä- Höll und Tod bezwungen, del- Stätte deinem JEfulnun bin ich dein Eigens traurig nach; Aber auf thum, und du meine Freud dem Wege bete, bet im und Wonn: mocht ich dich Geist mit Weh und Ach! o schönste Soñ, bald in deis daß der Vater auf seinjner Crone sehen! Komm, Kind, als den Bürgen für dein Leiden ist geschehen. die Sund, sehen woll und go. Mel. Ach GOTT und fich erbarmen über dich ZERR. Elend und Armen. ünf Brünnlein sind, Finf daraus mir rinnt Fried 10. Muß ich, JEsu, dich Denn sehen am verfluchten Heil, Trost, Freud und Creußes- Pfahl, ach! so laß Leben: In Angst und ich übergehen meine Thrá- Noth, bis in den Tod, mir nen sonder Zahl. Ach er- solche Labsal geben. barm dich, Gottes Lam! 2. Die Quell du bist, das da hängt am Creußes- HErr JEsu Christ, die Brünna Dom Leiden Christi. 89 Brünnlein deine Wun- damit von dir mein Herk den, daraus ich mich lab in deiner Lieb entbrenn, inniglich, in heissen Creu- und von der ganzen Welt Res- Stunden. fich trenn; Halt Herz und 3. Laß mir stets seyndas Brust in Andacht reich, Leiden dein ein Spiegel, und mich gang deinem Regel, Riegel, daß ich nach Willen gleich). dir mein Fleisch regier, und 3. Mach, Herr, durch laß ihm nicht den Zügel. deines Herzens Quell 4. O Gottes Lamm! o mein Herß von Unflat Liebes- Flamm! O meiner rein und hell, der du bist Seelen Freude! nimm hin Gottes Glank und Bild, die Sünd: das Herz ent- und aller Armen Troft zünd, daß mich von dir und Schild, theil aus nichts scheide. Schäßen deiner den 5. So werde ich recht se- Gnad auch mir mit Gnaliglich den Lebens- Lauf de Rath und That. vollbringen, und frölich 4.Osüsse Brust, thu mir hier, o GOtt mit dir, das die Gunst, und fülle mich rechte Vollbracht singen. mit deiner Brunft, du bist 81. Mel. Vater unser im der Weisheit tieffter Himmelreich. Grund, dich lobt und singt aus dir mein Heil, mein einge entspringt die edle Frucht, Lieb und schönstes Theil: die dein Johannes bey Gegrüsset seyst du, werthe dir sucht. 8 Brust, du Gottes Sohn, 5. Indir wohnt alle Got du Menschen Lust; dultes- Füll, haft alles, was ich Träger aller Bürd und wünsch und will, du bist, Last, du aller Müden Ruh das rechte Gottes- Haus, und Rast. drum, wenn zur Welt ich 2. Mein JEsu! neige dich muß hinaus, so schleuß zu mir mit deiner Brust, mich treulich in dich ein, $ 5. und 90 Dom Leiden Christi. und laß mich ewig bey dir dafür geben, daß dein sey. Herß sich so hoch und sehr 82. Mel. An Wasserflüssen bemüht hat um mein LeBabylon. ben? Durettest mich durch Gegrüsſer ſeyst du mei- deinen Todt, von mehr als ne Kron, und König einer Todes- Noth, und aller Fromen, der du zum machst mich sicher wohnen. Trost von deinem Thron Laß Holl und Teufel böſe uns armen Sündern kom- feyn; Was schadts? Sie men. Owahrer Mensch, müssen dennoch mein und o wahrer GOtt! o Helfer meiner Seelen schonen. voller Hohn und Spott 4. Vor grosser Lieb und den du doch nicht verschul- heil'ger Lust, damit du dest; Ach wie so arm, wie mich erfüllet, drück ich dich nackt und bloß hångst du an mein Herz und Brust, am Creuß, wie schwer und so wird mein Leid gestillet, groß ist dein Schmerz daß deinem Herzen wohl den du duldest. bekannt; und das ist dir 2. Es fliesset deines Blu- ja keine Schand, ein frantes Bach mit ganzem hel- des perß zu laben. Ach! len Haufen, dein Leib ist bleib mir hold und gutes Dir mit Ungemach ganz Muths, bis mich die Stros durch und durch belaufen. me deines Bluts gang rein O unumschránckte Maje- gewaschen haben. stát! wie fomts, daß dirs 5. Sey du mein Schatz so kläglich geht? das macht und höchste Freud, ich will dein' Huld und Treue. dein Diener bleiben, und Wer danckt dir des? Wo deines Creußes Herbeleid ist der Mann, der sich, wie will ich in mein Herz du, für uns gethan, für schreiben. Verleihe du Dich zu sterben freue. mir Kraft und Macht, das 3. Was soll ich dir noch mit, was ich bey mir bes immermehr, o Liebsterdacht, ich mög ins Werk auch Dom Leiden Chrifti. 91 Geduldigs auch seßzen; So wirst dusmen alle Plagen; Laß mich Schönster meinen Sinn, veracht't, verspottet seyn, und alles was ich hab verwundt, und hart geund bin, ohn Unterlaß blagen! Laß aber auch ergößen. in aller Pein mich ein ge83. M. Auf Christen Mensch. duldigs Lámmlein feyn. Lammlein, 5. Ich weiß, man kann JEfu Christ, der dujohn Creuß und Leid zur all Angst und Plagen und Freude nicht gelangen; Ungemach zu jeder Frist weil du in deine Herrlich geduldig haft getragen: keit selbst bist durchs Creuß Verleih mir auch zur Lei- gegangen; wer nicht mit dens- Zeit Geduld und aue dir leidt Creuß und Pein, Tapferkeit. fann auch mit dir nicht 2. Du haft gelitten, daß felig seyn. auch ich dir folgen soll und 84. M. Err ich habe miß leiden; Daß ich mein gehandelt. gen mit Creuße williglich soll traGute Nacht, ihr eitlen Freuden, gute Nacht, Ach! mocht ich doch in du falsche Welt! fehet doch, Creuß und Pein geduldig welch Angst und Leiden wie ein Lämmtein seyn. jest aussteht der Lebens3. Ich wünsche mir von Held! wie er zittert, wie Herzensgrund für dich er ringet, daß sein Blut geſchlacht't zu werden: auch von Jhm dringet. Und was noch mehr, zu 2. Wie? folt ich denn jeder Stund gecreußigt Wollust pflegen, und, o stehn auf Erden; doch schnöde Welt; mit dir gea aber wünsch ich auch da- hen auf den breiten Wes Den, daß ich ein Lámm- jgen der verderblichen Bes lein JEsu sey. gier? Nein, ich will nun 4. Laß kommen alles JEfu leben, und euch gus Creuß und Pein, laß kom- te Nacht jeßt geben. 3.3ch 92 Dom Leiden Christi. 3. Ich mageuch durchaus 7. Weiche Schwelgen, nicht hören, die ihr bald weiche Saufen! denn dein ein fromes Pers mit dem Wesen macht, daß mich Ansehn könt bethören, he- Furcht und Schrecken bet euch nur hinterwärts, überlaufen, wenn ich nur ihr folt mich nicht mehr bedenck, wie sich auch zu ihverblenden, noch von JE- rem groffen Schaden, viel fu mich abwenden. in Wollust überladen. 4. Besser ists mit JEfu 8. Und dem Schöpfer leiden Hohn, Berachtung, aller Dinge hats so gut Schmach und Spott, als nicht können seyn, daß, als von Ihm seyn abgeschei- ler am Creuß nun hinge, den, und bey der Gottlosen in der schwersten TodesRott, hier in groffen Ehren Pein, er sein mattes fißen, und dort in der Herz zu laben, möcht Bollen schwißen. ein Tropflein Wasser 5. Weg mit Hoffart, haben. weg mit Prangen! weg 9. Drum geb ich euch mit allem llevermuth! schnöden Sünden, hiermit meines Heilands Haupt nochmals gute Nacht: weis und Wangen triefen über- chet fern, und bleibt dahinall von Blut, und dem den, ihr habt GOtt die Schuß- Herrn aller From Angst gemacht, daß er klamen sind die Kleider selbst get ohne Massen, wie sein genommen. GOtt Jhn hab verlassen. 6. Ach! das Haupt muß 10. Daß der LebensDornen tragen, und die Herr verstirbet, und daß Glieder prangen noch; ja Er ein Fluch jetzt ist, der der Herr muß Blöße kla- den Segen uns erwirbet, gen, und der Knecht stolzi- daß soll mich zu jeder Frist ret hoch. Odu falsch- be- von der Sünden- Bahn fchontes Gleisen! wer kan abschrecken, und zu wahrer dich doch Christlich heissen? Buß aufwecken. II. Dabe Dom Leiden Christi. 93 11.Dabe Dank, o Freund meine Sünden haben dich der Seelen! für die Angst geschlagen: Jch, ach HE: c und Traurigkeit, für die JEsu! habe dis verschulStriemen, NothundQuá- det, was du erduldet. len, für des Todes Bitter 4. Wie wunderbarlich keit, die du hast, von Sund ist doch diese Strafe, der und Schanden uns zu ret- gute Birte leidet für die ten, ausgestanden. Schaafe; die Schuld be12. Gieb, daß wir fort- zahlt der HErre, der Gehin bereuen unsre Sün- rechte, für seine Knechte. den schwere Last, und die 5. Der Fromme stirbt, Strafen nicht erneuen, der recht und richtig wandie du jest bezahlet hast; delt; Der Böse lebt, der sondern dir uns gang erwider GOtt mißhandelt: geben, und nach deinem Der Mensch verwirckt den Willen leben. Tod, und ist entgangen; 85. In bekannter Mel. GOtt wird gefangen. erkliebster JEsu! was 6. Ich war von Fuß hast du verbrochen, auf voller Schand und daß man ein solch scharf Sünden, bis zu der Urtheil hat gesprochen; Scheitel war nichts guts Was ist die Schuld, in zu finden, dafür hátt ich was für Missethaten bist dort in der Höllen müssen du gerathen? ewiglich bussen. Herbliebster 2. Du wirst verspent, 7. O grosse Lieb! o Lieb geschlagen und verhöhnet, ohn alle Masse! die dich gegegeisfelt, und mit Dor- bracht auf dieser Martere nen scharf gecronet, mit Straffe! Ich lebte mit der Eßig, als man dich ans Welt in Lust und Freuden, Creuß gehendet, wirst du und du must leiden. getrandet. 8. Ach grosser König! groß zu allen Zeiten, wie ler solcher Plagen? Ach! kann ich gnugsam solche Treu 5. Was ist die Ursach als 94 Dom Leiden Christi. Treu ausbreiten? Kein nichts von Verfolgung, menschlich Herze mag ihm nichts von Todes dis ausdenken, was dir Schmerzen nehmen zu zu schencken. Herßen. 9. Ich kans mit meinen 14. Dis alles, obs für Sinen nicht erreichen, mit schlecht zwar ist zu scháwas doch dein Erbarmung ßen, wirst du es doch nicht zu vergleichen: wie kan ichlgar ben Seite seßen, in dir denn deine Liebes- Tha- Gnaden wirst du dis von ten im Werck erstatten?( mir annehmen, mich nicht 10. Doch ist noch et- beschámen. was, das dir angenehme, 15. Wenn dort, HErr wenn ich des Fleisches JEfu, wird vor deinem Lüfte dåmpf und zähme, Throne auf meinem daß sie aufs neu mein Daupte stehn die EhrenHerße nicht entzünden Crone, denn will ich dir, mit alten Sünden. wenn alles wird wohl II. Weil aber dis nicht klingen, Lob und Danck steht in eignen Kráften, fingen. dem Creuße die Begier 86. m. un laßt uns den 2c. den anzuheften: Christ, dein mir deinen Geiſt, der mich theures Blut ist meis gieb Err regiere, zum Guten führe. ner Seelen höchstes Gut, 12. Alsdenn so werd ich das stärckt, das labt, das deine Huld betrachten, aus macht allein mein Herz Lieb an dich die Welt für von allen Sünden rein. nichtes achten: Ich wer- 2. Dein Blut, mein de mich bemühen, deinen Schmuc, mein Ehren. Willen fiets zu erfüllen. Kleid, dein' Unschuld und 13. Ich werde dir zu Gerechtigkeit macht, daß Ehren alles wagen, kein ich kann vor GOtt bea Creuß nicht achten, keine stehn, und zu der Him Schmach noch Plagen, mels- Freud eingehn. 3. O Dom Leiden Christi. 95 3. O JEfu Christe, in die Welt, mit groffen Gottes Sohn, mein Trost, Wunderthaten; verkauft mein Heil mein Gnaden- um schnödes Geld, durch Thron, dein theures Blut, Judam seiner Jünger eidein Lebens- Saft giebt n'n ward Er in Tod gege= mir stets neue Lebens- ben,:: JEsus das LámKraft. melein. Hilf 4. HErr JEfu, in der 4. Nachdem sie hatt'n leßten Noth, wenn mich gegessen, vernehmt, das schreckt Teufel, Höll und Oster- Lamm, da that Er Tod, so laßja dis mein Lab nicht vergessen, das Brodt fal seyn: Dein Blut macht in sein Hand nahm; sprach: mich von Sünden rein. Est, das ist mein Leich87. M. Wenn mein Sünd zc.nam lind, der für euch GOTT! laß mirs wird gegeben,:,: zur Vergelingen, du edler gebung eurer Sund. Schöpfer mein, die Wort 5. Reicht ihn'n auch dar in Reim zu bringen, zuzu trincken im Wein sein Lob dem Namen dein, Blut so roth: Sein'n Tod daß ich mag frölich heben folt ihr verkünd'gen, Paus an, von deinem Wort zullus geschrieben hat: Wer fingen,:,: HErr, du wolst würdig is't von diesem mir beystahn. Brodt, und trinckt aus 2. Ewig dein Wort thut diesem Kelche,:,: wird. bleiben, wie Efaias meldt, nicht sehen den Tod. in seinem Buch thut schrei- 6. JEsus wusch ihn'n die ben: Eh wird vergehn die Füsse wohl zu derselben Welt, und was GOTT Stund, lehrt sie mit Wor felber je erschuf, solt es al- ten füffe, aus sein'm gott. les verderben,:: Er that lichen Mund; Liebet eins kein'n Widerruf. ander allezeit, caben wird 3. JEsus, das Wort man erkennen,:,: daß ihr des Baters, ist kommen mein' Junger seyd. 7. Chris 96 Vom Heiden Christi. 7. Christus, der HErr, 11. Lucas gar schön thut im Garten, da Er gebetet schreiben von seiner Him. hat, der Jüden that Ermelfahrt, doch auweg ben warten; von ihn'n gebun- uns bleiben, wie er vera den hart; Sie führten ihn sprochen hat, vernimms, in zum Richter dar, gegeisfelt sein'm göttlichen Wort, und gekrönet,:,: zum Tod wieder das kann nicht fieverurtheilt ward. gen,:,: kein G'walt noch Höllen- Pfort. 8. Hoch an ein Creuß ge hangen, der hochgebohrne 12.Ein'n Tröfter that Er Fürst, nach uns that Jhm senden; das war der Heilge verlangen, darum sprach Geist, von GOtt, der that Er: Mich dürft; Ber- fie lendken in Wahrheit alnimm, nach unsrer Selig- llermeist: Denselben wolkeit, darum ein Mensch l'n wir rufen an, der wird gebohren,:,: von einer rei- uns nicht verlassen,:,: und nen Magd. uns treulich beystahn. 9. Mit seinem Haupt 13. Recht laßt uns alle geneiget Er seinen Geist bitten Christum für O aufgab, als uns Johannes brigkeit, ob wir schon von zeuget: Er ward genom- ihr litten Gewalt, auch men ab vom Creuß: ins für all' Feind', daß ihn'n Grab ward Er gelegt; am GOtt wolle gnädig seyn, dritten Tag entstanden,:,: zu Lobe seinem Namen,:,: wie Er zuvor gesagt. um Christi Tod und Pein. IO. Lind in denfelben 88. Mel. Nun freut euch Tagen JEfus sein Jünger lieben Christen gemein. lehrt, allein sein Wort zuch dande dir für deis tragen, pred gen in aller nen Tod, HErr JEſu, Welt: Wer glaubet recht und die Schmerzen, die du und wird getaufft, der hat in deiner letzten Noth em das ew'ge Leben,:,: durch pfund'st in deinem Her Chriftum ihm erkaufft. gen: Laß die Verdienste fol Vom Leiden Christi. 97 folcher Pein ein Labsal Leute von ihren Sünden meiner Seelen seyn, wenn wäschet. meine Augen brechen. 2. Jch mach, HErr JE2. Jch dancke dir für su, mich zu dir, ach! halt deine Huld, die du mir mirs doch zu gute, und hast erzeiget; da du mit laß mich suchen Trost für Bahlung meiner Schuld mir, in deiner Wunden dein Haupt zu mir genei- Blute. Duwerthe Wunget: Ach! neig dich auch de, sey gegrüßt, du weites zu mir, mein GOTT, Thor der Gnaden, daraus wenn ich gerathin Todes- fichBlut und Wasser gießt, Noth, auf daß ich Gnade und da all unserm Schaſpure. den kann abgeholfen wer3. Laß meine Seel in den. deiner Gunst aus ihrem 3. Du riechst mir füffer Leibe scheiden: Auf daß an als der Wein, und heil'st mir nicht sen umsonst dein den Gift der Schlangen, theuer werthes Leiden: du flössest mir das Leben Nimm sie hinauf zur sel- lein, und stillst des Dursts ben Frist, wo du ihr lieb Verlangen. Eröfne dich, ster JESUS bist, und laß du liebe Wund, und laß mich ewig leben. mein Herße trinden; Ists 89.M.Es woll uns GOttzc. möglich, laß mich gar zu ch grüsse dich, du fróm- Grund in dir gehn, und ster Mann, der herk- verfinden, so werd ich mich lich gern vergiebet: Wie recht laben. schmerzlich weh wird dir 4. Mein Mund streckt gethan! wie wird dein Leib sich mit aller Kraft, damit betrübet! Es grüffet dich er dich berühre, und ich mein ganger Geist, du meiden theuren Lebens- Saft nes Beilands Seite, dulim Mard und Beinen spúedle Quell, aus welcher re. Ach! wie so füffe bist du fleußt das Blut, das so viel doch, HErr JEfu, meinem 98 Dom Leiden Christi. Herken! Wer dich rechtsverblenden meinen Sinn liebt, dem wird das Jochund Muth, weil meine der bittern Todes- Lieb gecreußigt ist. Schmerzen, gleich als 3. Ich habe keine Lust wie lauter Zucker. an den geschaffnen Dins 5. Berbirge mich, und gen mir kann was Zeita schließ mich ein in deinerlich ist, nicht eine FreudeSeiten Hole, hier laß mich bringen: Des Fleisches still und sicher seyn, hier Schönheit und ihr Ruhm warme meine Seele. scheint mir wie eine blaffe Wann mich der kalte Tod Blum, weil meine Lieb befällt, und wenn der höll gecreußigt ist. sche Löwe nach mir und 4. Es darf sich nun nicht meinem Geiste stellt, folmehr die Welt um mich laß in deiner Treue, mich bemühen, sie wird mein Denn fein ruhig bleiben. Herße nicht zu ihrer Liebe ziehen: Ich lieb und küß lebe nun n che mehr: auch in dem Tod den süßDenn Christus ist sen JEfum, meinenGOtt mein Leben, und meine weil meine Lieb' gecreus Lieb ist gar mit Ihm ans Bigt ist. 90. In eigener Mel. Jab Creuß gegeben. Es wissej91. M. Christus der uns 2c. nun die ganze Welt, daß Esu, deine Paßion, will mir nichts mehr an ihr ge- Sich jetzt bedencken; wols fällt, weil meine Lieb ge- lest mir vom Himmelscreußigt ist, Thron Geist und Andacht 2. Es herrscht in mir schenden. In dem Bild kein Feur der lufternden jegund erschein, JESU! Begierden, mein Berge meinem Herzen, wie du brennt auch nicht nach unser Heil zu seyn, littest Pracht und eitlen Zier- groffe Schmerzen. den; Es fann fein Reich 2. Meine Seele sehen thum, Geld und Gutlmag deine Angst und. Bande Dom Leiden Christi. 99 Bande, deine Speichel, sein lieber Sohn, wie kann Schlag und Schmach, dei- GOtt mich haffen? 1. ne Creußes- Schande, dei 6. Gieb auch, JEsu, daß ne Geissel, Dornen- Kron, ich gern dir das Creuß Speer- und Nagel- Wun- nachtrage: Daß ich De den, deinen Tod, o Gottesmuth von dir lern, und Sohn, und dein Leib voll Geduld in Plage, daß ich Schrunden. dir geb Lieb um Lieb. 3. Doch so laß mich nicht Indes las dis Lallen,( bef allein deine Marter sehen. fern Danckich dorten geb) Laß mich auch die Ursach JEsu! dir gefallen. fein und die Frucht verste- 92. Mel. Liebster JEsu roir hen. Ach! die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde: Diese hat ge- j martert dich, nicht das unsre Schuld gestorben, Heid'n- Gesinde. hat bezahlt am Creußede find hier. tes Lamm in fur Chriftus Gote 4. JEfu, lehr bedencken Stamm, und die Freyheit mich dis mit Bus und uns erworben: Wer die Neue! Hilf, daß ich mit Sünde wohl bereuet, wird Sünden dich martre nicht durch Christi Tod era aufs neue. Solt ich darzusfreuet. haben Lust, und nicht wol 2. GOtt, der ſelbst die len meiden, was GOtt fel- Liebeift, preifet feiner Liebe ber bussen must mit so Wunder, daß sein Sohn, grossem Leiden? HErr Jesus Christ, starb 5. Wenn mir meine für alle Feind und under: Sünde will machen heiß Sind wir durch die Blut die Hölle: JEsu, mein Gerechte, trifft der Zorn Gewissen still, dich ins nicht mehr die Knecte. Mittel stelle. Dich und 3. Ja, so wir verföhnet Deine Pasion las mich sind, weil der Sohn fich gläubig faffen: Liebet mich hingegeben, so wird das erstands ICO Dom Leiden Chrifti. erstandne Kind noch viel- 2. Will sich denn in Wol mehr uns durch sein Leben luft weiden mein verderba felig machen, die Er Brüstes Fleisch und Blut, so ges der heißt, und seines Lei- denck ich an dein Leiden, bes Glieder. bald wird alles wieder gut; 4. Aber nicht alleine dis, Komt der Satan und setzt sondern weil wir sind im mir heftig zu, halt ich ihm Sohne, welcher selbst den für deine Gnad und Gnas Sünden- Biß heilet, daß den- Zeichen, bald muß er Er in uns wohne; Ey, so von dannen weichen. rühmen auch wir Sünder, daß wir nun sind Gottes Kinder. 3. Will die Welt mein Berße führen, auf die breite Wollust- Bahn, da 5. Hochgelobet fagen nichts ist als jubiliren, als wir, Bater in dem Him- dann schau ich emsig an mel oben, fiehe! wie die deiner Marter CentnerSind allhier, in uns noch Last, die du ausgestanden will immer toben. Thu, hast, so kann ich in Andacht o HERR, den Geist uns bleiben, alle böse Lust vergeben, daß wir in dirstreiben. ewig leben. Jen 44.Ja für alles, was mich 93. Mel. Sreu dich sehr, ofránket, geben deine Wunmeine Seele. den Kraft: Wenn mein Efu, deine tiefe Wun- Herz hinein sich sendet, den, deine Quaal und krieg ich neuen Lebensbittrer Tod geben mir zu Saft; deines TrostesSufallen Stunden Trost in figkeit, wendt in mir das Leibs- und Seelen- Noth: bittre Leid, der du mir das Fällt mir etwas arges Heil erworben, da du bist ein, dend ich bald an deine für mich gestorben. Pein, die erlaubet mei nem Herzen mit der Sün de nicht zu scherzen. 5. Auf dich seß ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht: Dein Tod hat den Dom Leiden Chrifti. IOI den Tod zerhauen, daß erfund Banden, du gerechter mich kann tódten nicht; daß Gottes Sohn, mich Elenich an dir habe Theil, brin- den zu erretten von des get mir Troft, Schuß und Teufels Sünden- Ketten, peil: Deine Gnade wird Tausend, tausendmal ſen mir geben Auferstehung, dir, liebster JEsu, Dand Licht und Leben. dafür. 6. Hab ich dich in mei- 3. Du hast lassen Wunnem Herzen, du Bruñ al- den schlagen, dich erbármler Gütigkeit, so empfindlich richten zu, um zu hei ich keine Schmerzen auch len meine Plagen, um zu im letzten Kampf und fegen mich in Ruh. Ach! Streit; Jch verberge mich du haft zu meinem Segen, in dich. Welch Feind kann lassen dich mit Fluch beleverleßen mich? Wer sich gen. Tausend, tausends legt in deine Wunden, der mal sey dir, liebster JE hat glünklich überwunden. u, Dand dafür. 94. M. Du o schönes Welt Gebäude. 4. Man hat dich so hart verhöhnet, dich mit grof Efu, meines Lebens fen Schimpf belegt, und JEfu meines mit gar Todes Tod, der du dich Was hat dich dazu bea für mich gegeben in die wegt? Daß du möchtest tiefite Seelen Noth, in mich ergößzen, mir die Eh das äusserste Verderben, lren- Cron aufseßen. Tau nur daß ich nicht möchteisend, tausendmal sey dir, sterben. Tausend, tau- fliebster JEfu, Dankdafür. fendmal sey dir, liebster 5. Du hast wollen seyn. JEsu, Dand dafür. geschlagen, zur Befrenung 2. Du, ach! du hast meiner Pein: Fälschlich ausgestanden Läster- Re- laffen dich anklagen, daß den, Spott und Dohn, ich konnte sicher seyn: Daß Speichel, Schläge, Strick ich möchte troftreich pran63 gen, 102 Vom Leiden Christi. gen, bist du sonder Troststiefe Pein, will ich ewig gehangen. Tausend, tau- danckbar seyn. sendmal sen dir, liebster 95.Mel Christus der uns 2c. JEfu, Dandk dafür. ESII, meiner Seelen 6. Du hast dich in S Licht, Freude meiner Noth gestecket, hast gelit- Freuden, meines Lebens ten mit Geduld, gar den Zuversicht, nimm doch für berben Tod gesomecket, dein Leiden diesen schlechum zu bussen meinesten Danck hier an, so viel Schuld: Daß ich würde meine Seele immermehr losgezählet, hast du wollen dir bringen kann, in der fenn gequälet. Tausend, Schwachheits- Höhle. tausendmal sey dir, lieb- 2. Ich erweg es hin und ier JESU, Dand dafür. her, was dich doch bewo7. Deine Demuth hat gen, daß du so viel Herkgebuffet meinen Stolz B schwer haft auf dich ges und Liebermuth, dein Todszogen: daß du Angst, Gea meinen Tod verfüffet, es walt und Noth, Schlag, kommt alles mir zu gut. und Hohn und Banden, Dein Berspotten, dein Easterung, und Creuß und Berspeven, muß zu Ehren Tod, willig ausgestanden. mir gedeyen. Tausend, 3. Gottes Wohlgewotaufen mal sey dir, lieb- genheit, Vater- Lieb und er JEfu, Danck dafür. Güte, deines Herzens 8. Nun ic dance dir Freundlichkeit, und dein von Derßen, JE für treu Gemüthe, JEfu, hat gemmte Noth: Für die es uns gebracht, daß kein Wunden, für die Schmer- Mensch verzagte, wenn Ben, für den herben bit- der Sünden Meng und tern Tod, für dein Zit- Macht die Gewissen nagte. tern, für dein Zagen, für 4. O du wunderbarer drin tausendf des Pla- Rath, den man nie ergrüngen; Für dein Ach und det! o der unerhörten That Dom Leiden Christi. 103 That, die man nirgend 8. Und wie schnell mein findet! Was der Mensch, Herz erschrickt über Straf der Erden- Knecht, trokig und Sünden, so schnell hat verbrochen, wird an wird mein Herß erquickt, GOtt, der doch gerecht, wenn ich Gnad kann findurch und durch gerochen. den. JESU, sich, ich 5. Meine wildeSchand falle dir mit zerknirschBegier hat dich so zerschla ter Busse, und mit Bes gen; Diefe Krandheit hab serungs- Begier, Glauich dir, JEfu, aufgetragen: bensvoll zu Fuße. Meine Schuld und Misse- 9. Nun ich weiß, wor= that hat dich so verbürget, auf ich bau, und bey wem bis sie dich auch endlich hat ich bleibe, welcher Fürs unrecht hingewürget. sprach ich mich trau, und 6. Alle Strafe, der ich an wen ich glaube. JE war Tag und Nacht ver- su, du bist es allein, der bunden, liegt auf dir nun mich hålt und schüßzet, gang und gar, und durch wenn gleich alle Höllendeine Wunden wird uns Pein auf mich schießt und Fried und Heil gebracht: blißet. Drum will mir geziemen, 1o. Ich will, weil ich mit deine starcke Liebes- Macht dir fren werd im Himmel ewiglich zu rühmen. erben, HErr, in deinen Ar7. Laß doch diese Si- men treu leben und auch cherheit gleichfalls mein sterben, bis man frölich Gewissen zwischen Angst sagen wird, nach den Tound Tod und Streit kräf- des- Banden: Sieh, dein tiglich geniessen. Ach! Brdutgam und dein Hirt, ach! meines Herzens JEsus, ist vorhanden. Herß, wirf durch deine 96. In eigener Mel. Schmerzen, meine be alle, die ihr JEfum Schmerzen hinterwarts, liebt, send traurig und fern aus meinem Herzen.betrübt. Er, der wahre 64 Gote 104 Dom Leiden Chrifti. Gottes Sohn, der da saß durch seinen Tod eingeht aufs Baters Thron, wird in ein besser geben. ins Grab geleget. 7. Drum fall ich auch 2. Schau, Braut, hier nun zu dir hin, mein JE liegt dein Bräutigam, fu, wie ich bin; Denn ich dein Herß und auch dein will, o GOtt! mit dir Lamm! deines Bergens seyn begraben für und Troft und Ruhm, deiner für, bis ich auferstehe. Seelen Eigenthum; 97.m. Wer nur den lieben. Schau, er ist gestorben. Kommt her, und ſchauet an mein das uno bittre Noth! Was ist befleckte Jungfraun Kind, das für ein Tod? Alles, schaut, wie es ist ans Creuß was die ganze Welt, und gegeben, für unsre Schuld der Himmel in sich hält, und unsre Sund. Es ist das muß Ihn beklagen. so übel zugericht, daß mir 4. Ach! wie liegt er fo mein armes perße bricht. erfalt, verblasset undver. 2. Schaut, wie ihn die stalt! Seiner Augen Gottlosen haben so hart Freundlichkeit, seiner zerschmissen und verStirnen Herrlichkeit, wundt; Wie man ihm ist nun gang verschwun- Hand und Füß durchgra den. ben, wie man belohnt den 5. O Menschen- Kind, holden Mund; Wie ist bedenck es wohl, was dis die ewge Freundlichkeit bedeuten foll: Deine mit Koth beworfen und Sind und Misferhat ists, bespent. die Ihn geröstet hat, und ins Grab gesendet. 3. Der Leib ist voller Beul'n und Schrunden, 6. Wie felig ist der, voll Angst und Schmerzen weil er lebt, sich selbst mit ist sein Geist; das Fleisch ihm begräbt; der hier von und Mard ist faft verder Sund absteht, und schwunden, das Blut vergoffen Dom Leiden Christi. 105 goffen allermeist: Wie Eröfne deines Herzens muß das lieblich Aeuge- Hole, und gieb sie Ihm lein der Welt ein solches noch jetzt zur Ruh: steig Scheusal seyn. auf das Creuß, nimm 4. Er hat vom Himmel 3hn herab, und sey der auf der Erden aus lauter fel'gen Liebe Grab. Liebe fich gefendt, daß wir 8. Du bist die Schuld, erledigt follen werden von daß er gestorben, du bist die allem Ulebel, das uns Ursach seiner Pein; weil Er frånckt: Und sieh, er ste- um deine Lieb geworben, det selbst in Noth, der hat er des Todes müssen ewig treue Liebes- GOtt. feyn: Dis Lämmlein ist 5. Wer ist nun, der ihm für dich geschlacht, für dich ben kann springen, wer will in Leid und Tod gebracht. ihm feine Treu bezahln? 9. Entzieht euch nur Wer Dele feinen Wunden ihr meine Sinnen; Ihr bringen? Wer stillet seine Augen, schließt euch beyde Pein und Quaal? Wer zu, mein Geist begebe sich ist, der sich zu diesem von hinnen, mein Leben Kind mitleidig mit ans das ersterb auch nu, ich Creuße bindt? fann vor Leid nicht mehr 6. Soll denn die Lieb am bestehn, ich muß mit meis Creuße sterben; Soll denn ner Liebe gehn. die Unschuld länger stehn? 98. Mel. Solt ich meinem Soll denn das Heil der GOtt nicht singen. Welt verderben, und un- Caffet uns mit JEfu zie fer Leben untergehn? Ach hen, feinem Vorbild fol ja! es weicht schon Geist gen nach, in der Welt der und Sinn. Ach ja! mein Welt entfliehen, auf der GOtt, die Lieb ist hin. Bahn, die Er uns brach 7. Die Lieb ist hin, olimmer fort zum Himmel arme Seele! Die Lieb ist reisen, irdisch noch, doch todt, lauf doch hinzu: himmlisch seyn, glauben 65 recht 106 Dom Leiden Chrifti. recht und leben fein, in derjunser Haupt du bist, wir Lieb den Glauben weisen. find deines Leibes Glieder. Treuer JEfu, bleib bey Wo du lebst, da leben mir, gehevor, ich folge dir. wir, ach! erkenn uns für 2. Lasset uns mit JEfu und für, trauter Freund leiden, seinem Vorbild für deine Brüder. JE werden gleich: Nach dem Su, dir ich lebe hier, Leiden folgen Freuden, dorten ewig auch bey dir. Armuth hier macht dorten 99. m. Liebster JEsu wir 2c. reich, Thränen- Saat die seine Seel, ermuntre machet lachen, Hoffnung Mbich, deines JESU tröstet mit Geduld, es Lieb bedencke, wie er für kan leichtlich Gottes Huld dich giebet fich, darauf aus dem Regen Sonne deine Andacht lencke. Ach! machen. JESU, hierlerweg die große Treue, leid ich mit dir, dort theil und dich deines JESU deine Freud mit mir. freue. 3. Laffet uns mit JEfu 2. Sieh der wahre Gotsterben, fein Tod uns vom tes Sohn ist für dich ans andern Tod rettet und polß gehänget, sein Haupt vom Seel- Verderben, von trägt die Dornen- Kron, derewiglichen Noth. Laßt sein Leib ist mit Blut veruns tödten, weil wir leben, menget, Er läßt sich für unser Fleisch, dem sterben dich verwunden: wo ist ab; So wird er uns aus größre Lieb gefunden? dem Grab in des Him 3. Du, du soltest groffe mets Leben heben. JEsu, Pein ewig leiten in der fierb ich, ferb ich dir, daß Hollen, und von GOTT ich lebe für und für. verstoffen seyn, wegen vies 4. Laffet uns mit JEfuler Sünden- Fällen; aber leben; Weil er auferstan- JEsus trägt die Sünden, den ist, muß das Grab uns und läßt dich Genade wieder geben. JESU finden. 4. Durch Dom Leiden Christi. 107 4. Durch sein Leiden istjeurentwegen muß ich hier gestillt deines Gottes Zorn und dort von dem seyn und Rache, Er hat das Ge- gescheiden, ohne welchen feß erfüllt, gut gemacht die ist kein Leben, teine Gnas bose Sache, Sünde, Teu- de kein Vergeben. fel, Tod umschräncket, und 9. Du, mein JEfu, den Himmel dir geschenket. du mein Heil, dir will ich 5. Was zu thun, oliebes mich gang verschreiben, Hert! wie solt du dich recht daß ich dir, als meinem anstellen? JEsu Leiden ist Theil, ewig will getreu fein Scherß, seine Liebe verbleiben, dir zu leben, kein Verstellen! Denckesdir zu leiden, dir zu ster drauf, was dir oblieget ge- ben, dir zu meiden. gen den, der für dich sieget. 10. Du, mein JEfu, folt 6. Jch kan nimmer nim es seyn ,, den ich mir zum mermehr das Geringste Zweck gefeßzet, wie du mein nur vergelten, Er verbindt so will ich dein bleiben stets mich allzusehr: Meine und unverlehet, was du lies Trägheit muß ich schelten, best, will ich liebe, und was daß ich ihn so schlecht gelie dich, soll mich betrüben. bet, und wohl gar mit Sund betrübet. II. Was du wilt, das sey mein Will, dein Wortmeis 7. Was geschehen, soll nes Herzens Spiegel, wen nun nicht hinfort mehr du schlägest, halt ich still: von mir geschehen: mein Dein Geift bleibt mein Schluß sey nun vest ge- Pfand und Siegel, daß ich richt, einen andern Weg soll den Himel erben, dars zu gehen, darauf ich nur aufkann ich frölich sterben. JEsum suche, und was 12. Nun so bleibt es vest Ihn betrübt, verfluche. dabey: JEsus soll es seyn 8. Weg ihr Sünden, und bleiben, dem ich lebe, weg von mir! euch kann deß ich sey: Nichts soll mich ich an mir nicht leiden, von JEsu treibe, du wirst, JEsu 108 Vom Leiden Christi. JESU, mich nicht lassen, 2. Meine Liebe hängt ewig will ich dich umfassen. am Creuß, was häng ich 13. Jft bereits schon jeko denn an den Brüsten hier solche Freud und Rühlschnöder Lüsten! wäre zu finden, wenn im Glau- doch die Welt nur mir, ben wir mit dir, uns, mein und ich auch gecreußigt JEsu, recht verbinden, ihr. schenckst du schon so viel 3. Meine Liebe hängt auf Erden, ey! was will am Creuß, ich will seiner im Himmel werden? stets gedenden, wenn mich 14. Was für Luft und krändken Sünde, Tod und Süßigkeit, was für Freud Teufel, Hill, Er macht und Jubiliren, was für selig meine Seel. Ruhe nach dem Streit, 4. Meine Liebe hängt was für Ehre wird uns am Creuß, auf Ihn will gieren? Ewig, ewig werd ich frölich sterben, und er ich loben, wenn ich gangerben, was mir GOtt hat in GOtt erhoben. zubereit, in der ewgen 15. Ach! ich freu mich Seligkeit. alle Stund auf dis Frei- 1o1. M. Ich hab mein Sach denvolle Leben, dance dir GOtt heimgestellt. sun ist es alles wohl mit Herz und Mund, du, Ngemacht, mein JEfus JESU! hafts gegeben; nur im Glauben laß michs ruft: Es ist vollbracht! halten, und dein'n Geist Er neigt sein Haupt, o in mir stets walten. Mensch! und stirbt, der dir erwirbt das Leben, 100. In eigener Mel. Meine Liebe hängt am das niemals verdirbt. Creuß, ich will ihn 2. Erschrecklich, daß der dafelbst umfassen, und HErr erbleicht der Herrs nicht lassen, daß Er durchlichkeit, dem niemand sein theures Blut mache gleicht, der Lebens- Fürst; mich gerecht und gut. die Erde kracht und es wird Nacht, Dom Leiden Christi. 109 Nacht, weilGOttes Sohn Hohn: Nun dis geschicht wird umgebracht. für meine Schuld, drum 3. Die Sonn'verlieret hab Geduld, und zeig in ihren Schein, des Tem- JEsu Gnad und Huld. pels Borhang reisset ein, 8. Ich will mit Ihm zu der Heilgen Gräber of Grabe gehn, und wo die nen sich ganz wunderlich, Unschuld bleibet, fehn: Ja, und stehen auf gang sicht- ich will gang begraben barlich. seyn in Tod allein mit 4. Weil denn die Crea- Jhm, und selig schlafen tur fich regt, so werd', o ein. Mensch! hiedurch be- 9. Ertödt, o JEfu, selbst wegt, zerreißt ein Fels, in mir der Schlangen und du wirst nicht durch Brut, das böse Thier, den dis Gericht bewogen, daß alten Menschen, daß ich dein Herke bricht? streb' und mich erheb' gen Himel, und dir, JEsu, leb. 5. Du bist die Schuld, nimm dis in acht, daß JE 10. Solt ich den Sunfus ist ans Creuß gebracht, den- Unflat noch mehr ja gar zum Tod und in das hegen? Nein, dis schwere Grab, weil Eraufgab den Joch sey abgelegt, es hat Geist, und mit Geschreymir lang gemachet bang, schied ab. nun weiß ich, daß ich Gnad 6. Drum folge JESU empfang. nach ins Grab, und stirb II. Ich will heut abges dem Greu't der Sünden storben seyn der Sünd', ab; gehst du nicht mit und leben dir allein, es Ihm in den Tod vom hat dein Tod das Lebers Sünden- Koth, so must du mir gebracht herfür, und fühlen Höllen- Noth. aufgethan die Himmels Thür. 7. Ach Bater, ach! Dein einger Sohn erbleicht am 12.JefuChriste, stårcke Creuß mit Schmach und mich in meinem Borsas kraftige IIO Dom Leiden Christi. kräftiglich! laß mich den 3. Liebe die mit starkem Kampf so seßen fort nach Bergen alle Schmach und deinem Wort, daß ich die Hohn gehört: Liebe, die Kron erlange dort. mit Angst und Schmer 13. So will ich dich, ßen, nicht der firengste HErr JE u Christ, daß Tod versehrt; Liebe die du für mich gestorben bist, sich liebend zeiget, als von Herzen preifen in der sich Kraft und Athem Zeit, und nach dem Streit endt: Liebe, die sich lie in Freud und Wonn in bend neiget, als sich Leib Ewigkeit. und Seele trennt. 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zulegt um102. Meli Alle Menschen muffen sterben. du Liebe meiner Lie fangen wolt; Liebe die aus be! Du erwünschte Liebs Erbarmen mich zu Geligkeit! die du dich aus leßzt in höchster Huld, ihe höchsten Triebe in das rein Vater überlassen, die Jammervolle Leid deines selbst starb und für mich Leidens, mir zu gute, als bat, daß mich nicht der ein Schlacht Schaaf ein- Zorn folt fassen; weil mich gestellt, und bezahlt mit ihr Verdienst vertrat. deinem Blute alle Missethat der Welt. 5. Liebe, die mit so viel Wunden gegen mich, als 2. Liebe, die mit Schweiß seine Braut, unaufhörlich und Thránen an dem Oel- ich verbunden, und auf berg fich betrübt: Liebe die ewig anvertraut, Liebe, mit Blut und Sehnen un laß auch meinen Schmere aufhörlich vest geliebt; Eie- ßen, meines Lebens Jame be die mit allen Willen mer- Pein, in dem Bluta Gottes Zorn und Eifer verwundtenHerßen, sanft trágt: Den, fo niemand in dir gestillet seyn. konnte stillen, hat dein 6. Liebe, die für mich ge Sterben hingelegt. storben, und ein immerwährend Dom Leiden Christi. III während Gut an dem Gottes Sohn, mein' Lieb Creußes- Holk erworben; und Leben ist davon: Ach Ach! wie denck ich an dein nimm, ach nimm dis LeBlut! Ach! wie danck ich ben hin! ich ruh nicht, bis deinen Wunden! du verlich auch fort bin. wundte Liebe du! wenn 3. O Lieb, dein blasses ich in den letzten Stunden Angesicht macht das mir fanft in deiner Seiten ruh. Herz und Muth gebricht 7. Liebe, die sich todt ge- dein gang verblichner Ros Francket, und für mein er- fen- Mund hat mir schon falt'tes Herb in ein kaltes Leib und Seel verwundt. Grab gefencket: Ach! wie Ach nimm, ach nimm dis danckich deinem Schmerz! Eeben hin! ich ruh nicht, habe Dand, daß du ge- bis ich auch fort bin. storben, daß ich ewig le 4.Ich weiß wohl, daß du ben kann, und der Seelen mir zu gut vergoffen hast heil erworben, nimm dein theures Blut: Drum, mich, liebster JEsu, an! daß ich es vergelte dir, so 103. Mel. Vater unser im will ich wieder sterben mir. Simmelreich. En nimm, en nimm dis Elend, Jammer, Leben hin! ich ruh nicht, Angst und Noth! bis ich auch fort bin. Seh ich doch meinen JE 5. Gieb mir dein Leiden fum todt. Er ift erstarret Creutz und Pein, die Nägang und gar, der einzig gelmaale druk mir ein, meine Hoffnung war! nun beehre mich mit deinem nimm, nun nimm dis Le- Spott, mach mich gant ben hin, ich ruh nicht, bis ähnlich deinem Tod: Ach ich auch fort bin. nimm, ach nimm dis Le2. Nichts ist nun auf der ben hin! ich ruh nicht, bis ganzen Welt, das mein sich auch fort bin. Gemüth zufrieden stellt, 6. O JEsu, laß mich mein Trost und Freudeldoch nicht hier! Nim mich Doch 112 Dom Leiden Christi. doch in das Grab mit dir, schwer die Bürden auffich laß deines füffen Hergens nehmen, den Tod dadurch Schrein mein Grab und zu zähmen? einge Ruhstatt ſeyn: O 4.Ift Er nicht selbst die JEfu! nimm dis Leben Herrlichkeit, und wird hin, ich ruh nicht, bis ich dennoch verspeyet? ja, ist auch fort bin. Er nicht der Held im 104. Mel. Was GOtt thut, Streit, und wird so leicht das ist wohlzc. zerstreuet? ist Er nicht groffer GOTT im GOtt, und leidet Spott? Himmels- Thron! ist Er nicht sonder Schulhilf, daß ich mög erkennen, den, und muß den Tod ers wer doch gewesen die Per- dulden? fon, und wie sie sey zunen- 5. O frommes, unbea nen, die hier für mich solflecktes Lamm, o schönster ritterlich bis in das Grab Mensch auf Erden; o gestritten, als sie den Tod Manna, das vom Himmel erlitten. fam, du must geopfert 2. Ach! ist es nicht dein werden, dein Hand und liebes Derk, dein Kind und Füß, als die so süß am leßEingeborner? Wie leidet tenEnd uns laben, die werdenn so groffen Schmerz, den gang durchgraben. D GOtt! dein Auserkor 6.Dein würdigs Haupt, ner? Wie kañ es seyn, daßlo Gottes Sohn, das wir folche Pein dem Belden mit Zittern ehren, bedecket wird gegeben, der allen eine Stachel- Cron, dein giebt das Leben? Elend zu vermehren: Dein 3. Ja, Bater, ist er nicht theurer Mund, der Wahrder Mann, von dem du heit Grund, die Rosenfelbst gefaget: Er ist es, farbne Lippen find bleicher der mich stillen kann, mein als die Klippen. Sohn, der mir behaget; 7. O grosse Lieb, jetzt seh wie muß denn Er jetzund solich recht die Wund in deis ner Dom Leiden Christi. 113 ner Seiten, dadurch du der Höllen frey zu mawilt mir armen Knecht, einschen. ewges Mahl bereiten, dis 11. Wunder- Werd! Herzens Blut, das hohelder herrlich ist, nimmt auf Gut, desgleichen nicht zu sich unsre Schande, der finden, befreyet mich von keusch, gerecht und sonder Sünden. List gepriesen wird im Lan8. Dein' Augen voller de, trägt mit Geduld gang Freundlichkeit, der Men- fremde Schuld, ja hat sein fchen Lust und Wonne, die eignes Leben für unsers färer waren vor der Zeit, hingegeben. als die so klare Sonne, die 12. Wie niedrig bist du ändern sich nun jämmer- worden, HErr, um unsrer lich, die schönsten Lichter Hoffart willen! dein Geis schwellen von lauter Thrá- seln, Marter und Benen- Quellen. schwer muß unsre Frech9. Sie rinnen als ein heit stillen. Nur unfre Wasser- Fluß auf die zer- Lust, der Sünden- Wust, schlagne Glieder, fie fallen gebieret deinem Bergen, wie ein Regen- Guß dieo Heiland! so viel zarten Wangen nieder. Schmerzen. Ach! nichts ist hie als Angst 13. Jch bin, HErr JEsu, und Müh, es wird mit tau- gang verflucht; Du aber send Plagen, der schönste bist der Seegen: Noch hat Leib zerschlagen. der Segen mich geſucht auf 10. Du trägst die Straf- lgar verfluchten Wegen. fen meiner Schuld und Ich hab allein die hochfte schweren Miffethaten; ja Pein mit Sünden wohl läsfest dich aus lauter Huld verdienet: Du hast mich am Pfahl des Creußes ausgefühnet. braten. Das that die Lieb, 14. Ich war verkauft HErr, die dich trieb, die zur Höllen- Glut, um fo Sünder aus dem Rachen viel böser Thaten, da wust $ allein 114 Dom Leiden Christi. Geallein dein göttlich Blutsschön gezieret, mit höchster in solcher Noth zu rathen, Ehr und Zier, jetzt aber der theure Schaß, behält höchst schimpfiret; den Platz, der Satan mu grüsset feyst du mir. fte weichen, Sund, Holl 2. Du edles Angesichte! und Tod desgleichen. davor sonst schrickt und 15. Nun höret auf des scheut das grosse WeltHochsten Rach, sein Zorn Gewichte, wie bist du so der ist gestillet, durch so bespent? Wie bist du so viel Smerßen, Peinerbleichet? Wer hat dein und Schmach, nun ist Augen- Licht, dem sonst die Schrift erfüllet: des fein Licht nicht gleichet, so HErren Tod hat nun die schändlich zugericht't? Noth auf Erden wegge- 3. Die Farbe deiner nommen, der Fried ist Wangen, der rothen Zipwieder kommen. pen Pracht ist hin, und 16. HErr JEsu! nimmgang vergangen: des mich gnädig an, vertilg in blaffen Todes Macht hat mir die Sünde, die ich alles hingenommen, hat nicht ganz ertödten kann, alles hingeraft, und das wie leider! ich befinde her bist du kommen von Eins bitt ich dich, HErr, deines Leibes Kraft. laffe mich dein theures Blutvergieffen bis in mein Grab geniessen. 4.Nun, was du, HErr, erduldet, ist alles meine Last: Ich hab es selbst ver105. M. Berglich thut mich schuldet, was du getragen verlangen. hast. Schau her, hie steh D Haupt! voll Blut ich Armer, der Zorn verund Wunden, voll dienet bat; Gieb mir, o Schmerz und voller Hohn; mein Erbarmer! den AnHaupt! zum Spott ge- blick deiner Gnad. bunden mit einer Dor- 5. Erkenne mich, mein nen- Kron; o Haupt! sonst Buter! mein Hirte nimm mich Vom Leiden Chrifti. 115 mich an! von dir, Quell al 9. Wenn ich einmal foll ler Güter, ist mir vielGuts scheiden, so scheide nicht gethan. Dein Mund hat von mir; wenn ich den mich gelabet mir Milch Tod soll leiden, so tritt du und füsser Kost, dein Geist dann herfür: wenn mir hat mich begabet, mitam allerbångsten wird um mancher Himmels- Lust. das Herke seyn, so reiß 6. Ich will hier bey dir mich aus den lengsten, stehen, verachte mich doch Kraft deiner Angst und nicht: von dir will ich nicht Pein. gehen, wen dir dein Herße 10. Erscheine mir zum bricht; Wenn dein Herk Schilde, zum Trost in meiwird erblassen im letzten nem Tod, und laß mich Todes- Stoß, alsdenn will sehn dein Bilde in deiner ich dich fassen in meinen Creußes Noth, da will ich Arm und Schooß. nach dir blicken, da will ich 7. Es dient zu meinen Glaubens- voll dich vest an Freuden, und kommt mir mein Herz drücken. Wer herzlich wohl, wenn ich in so stirbt, der stirbt wohl. deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll; mocht ich, o mein Leben, an deinem Creuße hier mein Leben von mir geben! wie wohl geschahe mir. Ach! 106. M. oMensch), bewein dein Sünde groß. Herß des Königs affer Welt, des Herrschers in dem Himmels Zelt, 8. Ich dancke dir von dich grüßt mein Herz mit Herzen, oJEfu! liebster Freuden, mein Herze, wie Freund, für deine Todes- dir wohl bewust, hat seine Schmerzen, da du's so gut größt' und beste Luft an die gemeint: Ach gieb daß ich und deinem Leiden. Ach! mich halte zu dir und deiner wie bezwang und drang Treu, und wen ich nun er- dich doch dein edle Lieb, ins Falte, in dir mein Ende sey.lbittre Joch der Schmerzen D 2 dich 116 Dom Leiden Christi. dich zu geben! Da du dich Muth, mit allen Kräften neigtest in den Tod, zuret- dringen! Laß deine Lieb ten aus der Todes: Noth und Freundlichkeit zur mich und mein armes Gegenlieb, HErr, jederLeben. zeit mich armen Sünder 2. O Tod, du fremder bringen. Erden Gast! wie warst 4. Erweitre dich, mach du fo ein herbe Last dem alles voll, sey meine Rof allerfüß'sten Herßen, dich und riech mir wohl, bring hat ein Weib der Welt ge- Herz und Hertz zusambracht, und machst dem, men; Entzünde mich durch der die Welt gemacht, so dich, und laß mein Herk unerhörte Schmerzen; dulohn End und alle Maaß meines Dergens Herb in deiner Liebe flammen; und Sinn, du brichst und Wer dieses hat, wie wohl fallst und stirbt dahin, jist dem! in dir beruhn ist wolft mir ein Wort ge- angenehm: Ach! niemand währen: Ergreif mein kanns gnug sagen. Wer Herk und schließ es ein dich recht liebt, ergiebt sich in dich, und deiner Liebe fren in deiner Lieb und füfSchrein, mehr will ich sen Treu, auch wohl den nicht begehren. Tod zu tragen. Mein Herz ist kalt, 5. Jch ruf aus aller Herhart und bethört von al- gens macht dich, Herz, lem, was zur Welt gehört, in dem mein Herge wacht, fragt nur nach eitlen Sa- ach! laß dich doch errufen! ben, drum Herzens Her- fomm beug und neige dich Be! bitt ich dich, du wolleft zu mir an meines Herzens dis mein Herz und mich arme Thur, und zeuch mich warm, weich und sauber auf die Stufen der Anmachen: Laß deine Flamm dacht und der Freudigkeit, und starcke Glut durch ausgieb, daß mein Herz inkieb mein Herze, Geist und und Leid dein eigen sey und bleibe, Dom Leiden Chrifti: IIZ bleibe, daß es dir dien' an und weil mein Herz dein allem Ort, und dir zu Herze liebt, so laß auch, wie Ehren immerfort all seine dein Reich es giebt, dein Zeit vertreibe. Herß mein Herke stillen. 6. O Herzens- Rof, 0107. M. Wie schön leuchtet schönste Blum! ach! wie so der Morgenstern. köſtlich ist dein Ruhm, du bist erJEfu Chrifte Gottes Lamm, mein theurer Seelen- Brautigam, der ofne dich, laß deinen Saft und des Geruchs erhöhte du für mich gelitten, der du Kraft, mein Herz und des Leidens schwere Last Seele speifen. Dein Herß an meiner Statt getragen HErr JEsu, ist verwundi hast, und mit dem Tod ge ach! tritt zu mir in meinen stritten, gieb mir an dir Bund, und gieb mir dei doch jeßunder deine Wun nenOrden: verwund auch der anzusehen, und im Geis mich, o suffes Heil! und ste zu verstehen. triff mein Herß mit dei 2. Es rauschet über nem Pfeil, wie du ver- dich mit Macht die gange wundet worden. Schaar der Höllen 7. Nimm mein Herz, Wacht, das Reich der o mein höchstes Gut! und Finsternissen geust seinen leg es hin, wo dein Herz schwarzen Zorn und ruht, da ists wohl aufge- Grimm aus über dich mit hoben, da gehts mit dir, ungeftum, du must anjetzo gleich als zum Tang, da bussen, was du, JESU, lobt es deines Hauses nicht verbrochen, wird ges Glang, und kanns doch rochen, du must tragen nicht gnug loben: Hier aller Menschen Schmach feßt fichs, hier gefällts ihm und Plagen. wohl, hier freut sichs, daß es bleiben soll. HErr, meinen 3. Der gringe Tod mit Erfüll, seiner Macht ist gänzlich Willen, wider dich erwacht, mit 3 dem 118 Dom Leiden Christi. dem must du jetzt ringen: stehen, über dich mit Füß Obittrer Zorn! sehr schwer sen gehen. und heiß, dafür die Tro- 6. Du wirst gar ernstpfen Blut, wie Schweiß, lich angeklagt, und was aus durch die Adern drin- ein Lügen- Maul aussagt gen; ach wie drückt die falsch wider dich, muß gelGunden- Menge dich folten; die Lügen, die sie selbst ftrenge, daß du liegest, jerdacht, hat man auf dich und dich wie ein Würm- John Ursach bracht, daß fie lein biegest. dich konten schelten; Lügen, 4. Du wirst von der Trügen thun das beste, Gottlosen Rott, in folcher weil man veste hält zusaminnern Geelen- Roth, auch men, dich zum Tode zu äusserlich gefangen; man verdammen. kommt zu dir mit starker 7. Was dir weh thut, Macht, als einem Mörder versäumt man nicht, man in der Nacht, mit Spiessen peyet dir ins Angesicht, und mit Stangen, keine man schláget dich mit eine Schuld der Sünden Grimme: die Rotte treibt kann man finden noch an- mit dir ein Spiel, fie legt fagen; und doch wirst du auf dich der Schmach sehr hart geschlagen. jviel, fie giebt dich um und 5. Du trågest Schläge, ümme: Was man nur kan Hohn und Spott, Berach- bier erdencken, dich zu kráns tung Schmach und Speiden und zu quälen, an der chel Roth: Du bist gleich feinem muß es fehten. einem Ballen, den man 8. 3u mehrer Pein und bat wirft bald stößt, bald groffem Bohn, befiehlt schlägt, bald hin bald wie man, eine Dornen Kron der her bewegt, bald läßt dir auf dein Haupt zu zies zur Erden fallen; Wieeinhen, man giebt ein Rohr Würmtein auf den Straf in deine Hand, zum Kleid fen, muft du laffen auf dichlein Purpur roth Gewand, man Dom Leiden Chrifti. 119 man spricht mit Spott Dand für solche Gnad erund Knien: Glückzu, o duweise, daß ich in meinem Fürst der Ehren, laß jetzt Lebens- Rest an dir stets hören dich ein wenig, o du hange hart und vest, und feiner Juden- König! deine Wunder preiſe: gieb 9. Du must die schwere mir, nach dir mich zu sehe Creußes- Laft, die Last, die nen, und mit Thránen aller Welt verhaßt, selbst meine Sünden in dein Leiauf den Rücken tragen: den einzuwinden. du wirst gleich einem Bd 12. Gieb mir, o HErr! fewicht, mit zween Mor- aufmeiner Bahn dein Leis dern hingericht't, und an den stets zu schauen an, das Creuß geschlagen: den Gang darnach zu richs Christe, dein Weh ist ten. Wie du den Himmel ohnmäßig, Gall und Eßig und die Welt zu gute mir wird darneben, die in dei- bindan gestellt; so laß nem Durst gegeben. michs auch vernichten, 10. Und dis nimmst daß mich ewig weder du, o HErr! auf dich, daß Freuden, noch das Seidu davon befreyest mich, een von dir trenne, und o herzliches Erbarmen! mich nur den Deinen wie soll ich doch gnuginenne. danckbar seyn, für dis dein 13. Du trágest Elend, Leiden, Tod und Pein, Creuß und Samach, wie die du trägst für mich folt ich mir denn Welt- Ge Armen? Ach! ich will mach auf dieser Erden fus mich und mein Leben nur chen? Solt ich hier wün ergeben, dir zu eigen, und schen Gunst und Ehr, da mein Herz gang zu dir du, mein Haupt, mein neigen. GOtt und Err, ertrågest 11. Ach hilf doch, daß Schmach und Fluchen? mein Lebelang ich dir Onein; läkt mein Haupt von Herzen Lob und und König fich so wenig $ 4 alhier 120 Vom Leiden Christi. allhier achten, was solt ich daß ich, JEsu mein Gott nach Ehren trachten. und HERR, dir ähnlich 14. Der König trägt die werde mehr und mehr, Dornen- Kron, folt ich sein und diese Zeit mit leide; Knecht, denn bessernLohn, daß mich, wenn ich hier als wie mein HERR, mit leide, dort die Freude erwarten? folt ich mir auch erquicke, und einst dir wünschen frohe Zeit, dalentgegen rücke. felbst der HErr der Herr lichkeit vor Angst Blut schwist im Garten? Ach nein! wer dein Knecht 108. In bekannter Mel. will werden, muß auf Erdes Creußes geschlachtet, den sich nicht schamen, allzeit erfunden geduldig, auch sein Creuß auf sich wiewol du warest verachzu nehmen. tet: All Sund hast du ge15. Wer nun der Welt- tragen, sonst müsten wir Luft hier begehrt, der ist, verzagen: Erbarm dich o JEfu! dein nicht werth, unser, o JEfu! Creuß ist der Christen 2. Lamm Gottes Zeichen. Am Creuße unschuldig, 2. Erbarm wurden wir erlöst, drum dich unser, o JEfu! wer das Creuße von sich 3. Lamm Gottes stößt, von dem muß Chri- unschuldig, zc. Gieb uns frus weichen: Singen, deinen Frieden, o JEſu! springen, dem Welt Le 109. In eigener Mel. ben sich ergeben, stolk hergehen kann mit Chrifti Mensch! bewein dein Sünde groß, darum Creuß nicht stehen. Christus sein's Baters Lamm Gottes unschuldig am Stamm 16. Christe! gieb mir Schooß äussert, und kam deinen Sinn, daß ich, wie auf Erden, von einer du, nun auch forthin das Jungfrau rein und zart, Welt Getümmel meide, für uns Er hier gebohren ward Dom Leiden Christi. 121 ward, Er wolt der Mittler Er setzt uns auf ein Testawerden. Den Todten Erment, sein'n Tod zu b'dendas Leben gab, und legt cken bis ans End, wvsch dabey all Kranckheit ab, den Jüngern die Füsse, Er bis sich die Zeit herdrange, bild't ihn'n für die eiebe daß Er für uns geopfert schon, und wie sie Ihn würd, trug unsrer Sün- würden verlahn, mit Trost den schwere Burd, wohl that Ers beschliessen. an des Creußes Stange. 4. Darnach Er an den 2. Denn als das Fest der Delberg trat, in Furcht Juden kam, JEsus sein und Zittern Er da bat, ach Junger zu sich nahm, gar betet und thut wachen! bald that Er ihn'n sagen: Ein'n Steinwurf Er bald Des Menschen Sohn ver- fürder gieng, so seinem rathen wird, ans Creuß Bater auch anfing: O geschlagen und erwürgt, Bater! thu hie machen, wol auf der Juden Tagen. daß dieser Kelch jetzt geh In Simons Haus ein von Mir, denn alle Ding Fraue kam, viel köstlichs sind möglich Dir; doch es Wasser zu ihr nahm, thats gescheh dein Wille. Solchs üb'r den HErren gieffen. Er zum dritten male bat, Erlich' der Junger murr so oft Er zu sein'n Junten bald, JEsus die Fraue gern trat, sie schliefen all gar nicht schallt, das that in Stille. Judam verdriessen. 5. Er sprach: Schlaft 3. Zum Hohenpriester ihr in meinem Leid? Es ist er sich fügt, den HErren gnug, die Stund ist bereit, zu verrathen lugt, nahm des Menschen Sohn wird dreyßig Pfennig b'hende: g'geben in die Hand der Bald JEsus mit sein'n Sünder, steh't auf, der Jüngern kam, und aß mit mich verräth, der lauert ihn'n das Ofter- Lamm, drauf, mun betet ihr darneund that dasselbe enden.ben. Als Er noch redt, sich! 5 Judas 122 Dom Leiden Christi. Judas kam, ein' grosse hinein, durch den bekannSchaar er mit sich nahm, ten Jünger ein'n, vers mit Spiessen und mit läugnet dreymal den HEr. Stangen: Fin Zeichenren: Der Bischof fragder Verräther gab, wel- te JEfum hart, fie suchchen ich küs, merdt eben ten falfche Zeug'n und ab, den solt ihr weislich Rath, Ihn zu verdammen fangen. führen. 6. Als JEsus nun wuft 8. Christus antwortet alle Ding, gar bald er ihm ihnen nicht, der Hoheprieentgegen ging, und sprach ster zu Ihm spricht: was zu ihn'n mit Güte: Wen wilt du dazu sagen: Ich sucht ihr hie mit solcher b'schwör dich bey dem Gewalt? JEfum, sprach'n GOtte mein, fag', bist du fie, und fielen bald zurück Christ der Sohne feyn? in ihrem Wüten. Judas JEsus antwort't ohn Zagab ihm den Kuß behend, gen: Ich bins, und sag der grausam Bauf auf von dieser Zeit werd't ihr JEfum rennt, und fingen des Menschen Sohne weit Ihn mit Grimme, Petrus in Wolken sehen kommen, fein Schwerdt auszuckte zur Rechten Gottes fizen recht, hieb ab das Ohr fein. Der Bischof riß ab des Bischofs Knecht. JE- das Kleid sein, und sprach: SUS antwortet ihme: Ihr habt vernommen. 7. Ficht nicht, steck ein 9. Daß er gelåstert GOtt das Schwerdte dein, soll so sehr; er sprach: Merckt ich den Kelch nicht trincken auf! was woll'n wir mehr? ein? Den Knecht macht er Sie sprachen: Er soll sters gefunde. Der Bauf JE- ben. Und speyten Ihm fum zu Hannas führt, und ins Angesicht, viel Backenauch zu Caiphas darührt, streich auf Ihn gericht, mit gefangen und gebunden. Laster- Worten herbe, verPetrus folgt in den Hof deckten Ihm das Antlig fein Dom Leiden Christi. 123 fein, und schlugen Ihm mit Pilatus Wunder. Fr Fäusten drein, sagt'n: chickt Ihn zu Herodes Wer hat dich geschlagen? hin, Herodes freute sich Am Morgen früh der auf Jhn, mennt, wolt Haufe gar fragten JEfum sehn was befonders. mit manch'r Gefahr, thá- 12. Als JEfus nun kein ten mit Ihm bald jagen. Antwort gab, verachtet 10. Und gaben Ihn Pi- Ihn Herodes drob, schickt lato b'hend. Als Judas Ihn Pilato wieder. Pisah, wonaus es lendt, thát latus b'ruft die Jüden, ihn die Sach gereuen: sprach: Den Menschen Das Gelder bald den Prie- auch Herodes fah, und ache stern gab, und sprach: Ichtet Ihn für bieder. Ein sehr gefündigt hab, erkann- G'wohnheit ihr allwegen te fein' Untreue, erhenckte habt, darinn ihr ein'n Ge fich, und barst entzwey.fangnen lat, JEfum will Die Hohenpriester bender- ich loßgeben, fie schrien all len rathschlagten um das mit lauter Stimm: JE Gelde; Eins Töpfers sum nur an das Creuße Acker kauften sie den Pil nimm, Barrabam laß uns gern zum Begräbniß hie, leben. als der Prophete meldet. 12. Pilatus JEfum geif II. Als JEsus vor Pi- seln ließ, unter die Schaar lato stund, erhub sich groffe ins Richthaus fiieß, JE Klag ohn Grund, thätenfus ein Purpur truge: Aus Shn hart verklagen: Dem Dornen flochten sie ein Kayf'r hat er dawid'r Kron, die musie durch sein gethan, und nennet sich Haupte gahn, mit ein'm auch Gottes Sohn ver- Rohr sie Ihn schlugen, und führt das Bold all Tage.grüßt'n Ihn ein'n König Pilatus Jhn viel fragen mit Spott, spryten auch in that, JESUS aber kein sein Antlitz Koth, fein heils Antwort redt, das nahm ges Daupt auch schlugen. Pilga 124 Dom Leiden Christi. Pilatus sprach: Seht ansiedes und sein' Kinder, ihr den Mann, in dem ich werdt noch selig sprechen kein Args finden kann, die Unfruchtbarn und die und hab nicht Strafens säugten nie, vor Furcht Fuge. und Quaal der Sünde. 14. Sie schrien all mit 16. Sie kamen bald zur lauter Stimm: Creußige, Schädelstätt, zween Lecreuß'ge, ten hinnimm, belthäter man da hátt, die fonst bist nicht Kaysers man ans Creuß auch Freunde. Als nun Pila- schluge, zur linden und tus hört das Wort, sest er zur rechten Hand, wie es sich an des Richters Ort, die Schrift längst hat bea wusch die Hand, wolt seyn kannt. JEfus bat, sprach ohn Sünde, gab ihn'n den mit Fuge: Verzeih ihn'n Mörder Barrabam, bald Bater diese That, kein'r er JESUM zu creußgen weiß, was er hie gethan nahm, nach ihrem falschen hat. Pilatus that auch Billen. Sein Kleiderschreiben, Hebräisch, fie anthäten Ihm, und Griechisch und Latein: führten Ihn mit groffer JEfus ein Kon'g der JuStimm, das Creuß trug den fein; Das that die Er mit Stille. Priest'r betrüben. 15. Als sie nun giengen 17. Alls JEfus nun geaus mit Ihm, zwungen fie creußigt war, sein' Kleider Simon in dem Grimm, fie bald nahmen dar, und daß er Ihms Creuß nach- spielten drüber behende. trige. Viel Volcks und Auch JEsus da sein Muta Frauen weinten da, bald ter sah, darzu Johannem, JEsus sprach, als Er fie bald Er sprach: Weib sah, that sich zu ihnen bie- diesen Jch dir sende, dis ist gen, und sprach: Weinet dein Sohn. Zum Junger nicht über mich, ihr Toch spricht: Dis ist dein Mutter Zion, bewein sich einster, laß sie nicht: Balder sie zu Dom Leiden Christi. 125 zu sich nahme. Die Ho- Geiste mein, schreyt Er mit henpriester trieben Spott, lauter Stimme, gab auf auch andre viel låsterten fein'n Geist. Der Vors GOTT: Bist du der von hang b'hend im Tempelriß GOtt kame? entzwen zu End, die Felsen 18. Bist du nun Got- wichen Ihme. tes lieber Sohn, steig jeßt 20. Das Erdreich auch vom Creußz, hilf dir davon, erzittert gar, die Gråber das thaten auch die Schä- wurden offenbahr, der cher: Doch einer sich zum Hauptmann und sein andern kehrt, JESUS G'sinde sprachen: FürUnschuld er ihn da lehrt, wahr der Fromme was, sprach: JESU, dencklund Gattes Sohn, dis mein nachher, so du kom- zeuget das, schlug'n an ihr mest ins Reiche dein. Erers geschwinde. Als sie sprach: Heut wirst du bey den Schächern brach'n die Mir seyn wohl in dem Bein, war JESUS Paradeise. Ein Finst'r- todt, brachen Ihm fein', nis ward zur fechsten und stachen auf sein SeiStund, um neun Uhr, ten, es rann daraus Was JEsus schrey von Grund, ser und Blut, ders hat mit lauter Stimm, nicht gesehen, zeugets gut, die leiſe: Schrift zeugt es auch 19. Mein GOtt! mein weiter. GOtt! wie láß'st du mich! 21. Nachdem als mun im Spott brachten sie bald der Abend kam, Jofeph, der Eßig, und gaben Ihm zu Fromme, JEsum nahm trincken. Als JEsus den vom Creuß, Ihn zu begraversucher hått, ſprach Er: ben: Darzu auch NicodeBollbracht ist, das ich that, mus kam, viel Aloes und fein Haupt ließ Er da sin- Myrrhen nahm, damit sie den; o Bater! in die Hán- JEsum haben gewickelt in de dein, befehl Jch die denlein Leinwand rein, da war ein 126 Dom Leiden Christi. ein Grab in einem Stein Menschen- Kind betracht' und einem Felsen neue, das recht, wieGottes Zorn darein sie JEsum legten die Sünde schlägt, und dich schön, ein Stein auch drü- dafür bewahre. ber ward gethan, und gin110. Mel. Ach was soll ich gen hin mit Reue. Sünder machen. 22. Die Juden führten noch ein' ki g, bewahrtens Grab am dritten Tag, JEgeben für das meine so du nun dein fus stund auf mit G'walte, hingegeben, JEfu, meine auf daß er uns ja frommer Freud und Ruh! bist du macht, und mit Jhm in sein nun für mich gestorben, Reiche bracht, aus dezfünd- und hast mir das Heil era lichen G'stalte. Darum worben, du verwundte wir sollen frölich seyn, daß Liebe du! unser Seligmacher fein, 2. Freylich ja, du bist Christus, hat überwun- gestorben, daß du mir das ben, für uns der Sünden Heil erworben, liegest so groffe Noth, dazu die Hölle elende todt: Nicht ein und den Tod, und auch den Athem ist zu spühren, nicht Teufel bunden. ein Glied kanft du mehr * 23. So last uns Ihm nun rühren: Achder unerhördanckbar sey, daß er fürsten Noth! uns litt grosse Pein, nach 3. Deine Lippen find feinem Willen leben; Auchsverblichen, und dein Geist laßt uns senn der Sünden von dir gewichen, alle feind, weil uns Gott's Fräfte sind verzehrt: Alle Wort so helle scheint, Zag Rosen deiner Wangen und Nachtdarnach streben. sind verweldet und vers Die Lieb erzeigen jeder- gangen, alle Schönheit ist mann, wie Christus hat an verheert. uns gethan, mit feinem 4. Dein erfreulich Ange Leid'n und Sterben: Olsichte ist nun worden gang que Dom Leiden Christi. 127 zunichte, deine Stirn ist O! daß ich mein Herzensungestalt: Ja, dein Alu Leben möchte haben hingen, meine Sonnen, find gegeben, und für dich ver= verloschen und zerronnen, wundet seyn. alles ist verstalt und kalt. 9. Weil dirs aber so ge 5. Ach! wo werd ich fallen, daß du, Treuester, Feuer finden, mich hin- vor allen, meinetwegen führo anzuzünden in der das gethan: Will auch ich ewgen Liebes- Brunst! mich zu dir strecken, und wenn dein Augen, o mein dein theures Blut aufLeben! keine Funden von lecken, weil mein Mund sich geben ist all unser sich rühren kann. Thun umsonst. 10. Deine Wunden will 6. Ach! was soll ich wei- ich küssen, und das liebste ter sagen? Du bist auch so Herke grüssen, wie ich im gar zerschlagen, daß mein mer kann und weiß: DeiHerß und Seele weint: nen Leichnam will ich pfleDeine Schultern sind zer- gen, in Gewürß und schmissen, und dein Haupt Myrrhen legen, und Ihn so sehr zerrissen, daß es ehr'n mit grossem Fleiß. lauter Wunden scheint. II. Gieb mir, wenn ich 7. Du bist gang mit dich so küsse, daß mir Seel Blut umflossen, welches und Geist zerfliesse, daß du für mich vergossen, mein Herße werde weich aus dem tiefsten Lebens- Daß der Balsam deiner Grund, alle Glieder sind Wunden heile meiner zerrendet, und was mehr Seelen Schrunden, daß mein Herze krándket: dein mein Geist dein Herß ers verliebtes Herz ist wund. reicht. 8.Oder Wunden! odes 12. Denn ich will mich, o Schmerzens! o du per mein Leben! in dein ofnes Be meines Herßens! Herß begeben, als den bes du Arzney meiner Peinsten Felien- Stein: Weil man 128 Dom Leiden Chrifti. man vor dem Grimm der 5. O werther Riß! O Hollen, vor der Welt und süsser Fluß! nimm hin von ihren Wellen, kann darin- mir den Glaubens- Kuß, nen sicher seyn. eröfne mir dadurch den Mund, und laß mich wer111. M. Dis sind die heilgen den bald gesund, bis auf zehn Gebot. den Grund. ft dieser nicht des Höch6. Wie heilsam ist doch sten Sohn, der Sünder deine Kraft! wie trefflich Heil und Gnaden- Thron, deine Eigenschaft! Du dem man in ſeiner groffen riechest edler als der Wein, Quaal die Ribben zählet kein Gift kan vor dir sicher allzumal, am Creußzes- seyn: du machst uns rein. Pfahl? 7. Du bist der rechte 2. Ach ja! es ist mein Je- Lebens- Tranck, du heilest fulein, dem schau ich in die mich, wenn ich bin frand Seit hinein, in welcherlau- viel füsser Labsal giebst du ter Honig klebt, das allem mir, wenn mich, HERR, Trubsal widerstrebt, das dürftet für und für allein um uns schwebt. nach dir. 3. Gegrüffet seyft du, 8. Eröffne dich, du Seischönste Quell, in der er- ten- Loch, daß ich dein Herz scheinet trefflich hell der begrüsse doch; Ach JEsu! Liebe Macht, die rothe kan es nicht geschehn, daß Fluth, des Lebens Brunn, ich mach in die Höhlegehn, dein edles Blut, mein höch- dein Herz zu sehn? fles Gut. 9. HErr, meine Lippen 4. Ich mache mich in schliessen sich, dein Herk Furcht zu dir, du Gottes- zu küssen säuberlich: Ich Lamm verzeih es mir, ich bringe mit Gewalt hinein, komm allein, zu sehen an ich will in deines Herdie Wunde, welch uns hei- Bens Schrein verschlossen len kan, da Blut aus rann.seyn. 10. D Dom Leiden Chrifti. 129 10. O. fuffer Schmack! 2. Bist du nicht der Weg o Himmels- Brodt! auszum Leben? Bist du nicht Liebe wünsch ich mir den der Wahrheit Grund? Tod; Wer dich geschmeckt, Hast dich selbst für uns gedu Heil der Welt, der hat geben, daß noch übrig war sich selbst schon hingestellt ein Bund, ein Bund der ins Dimmels- Zelt. Barmherzigkeit, ein Bund 11. In dieser Höhle soll der Gerechtigkeit. Dein fein Schmerz betrüben Creuß, dein Blut ist der mein zerschlagnes Herk, Seegen, so uns bringt zu hie fürcht ich nicht der Gottes Wegen. Hollen Glut, des Hoch- 3. O Lamm Gottes, sten Grimm, der Sünden hochgelobet! Gottes WetsFluth, des Creußes Ruth. heit, Gottes Kraft, als der 12. OJEsu, schließ jetzt Grimm und Born getobet, meine Seel in diese deine hast du Frieden und ge Seiten- Höhl, und laß mich schafft. Bist von Ewigfrey von allem Streit, er feit erkohrn, und dazu ein heben dich nach dieser Zeit, Mensch gebohrn, daß dein in Ewigkeit! ewiges Erbarmen in der 112. Mel. Sreu dich sehr, oZeit errett' uns Armen. meine Seele. D 4. Wort, o Schöpfer Lamm Gottes hochjaller Dinge! Schaffest erhaben, welches der auch uns neue Huld; Welt Sünde trägt! Du Siehe, sprichst du, wie allein du kannst uns laben, ich ringe für der Menwenn uns Noth und Todsschen Sünden Schuld; bewegt. Siehe, du bist Ja du haft des Creußzes Gottes Lamm, fiehe, wir Pein laffen dein Bergnü vom Sünden. Stamm: gen seyn, daß du möchtest ach! wir find ja Gottes durch dein Sterben, Gnad Feinde, lehr uns werden und Deil'gung uns erwerGottes Freunde. ben. 3 5. Une 130 Dom Leiden Christi. 5. Unfre Bergen, un- wahre Frucht, laß mich fre Sinnen, unsre Kräfte den Betrug vermeiden, überall sind verkehrt von daß ich nicht der Sünden aus und innen durch den Sucht zu bedecken fálichersten Gunden- Fall; findlich menn', ob ich bleibe vom Guten gang entleert, gleich unrein: Niemand und ins Bofe gang ge- wird Vergebung finden, kehrt: Alles Tichten, alder nicht abstirbt allen les Trachten, kann nichts Sünden. als nur GOtt verachten. 9. Und wer mag nun 6. Alles dieses har ge us von fich sagen: Sieh, ich fet Gottes eingebohrner sterbe der Welt ab? Wo Sohn; Groffer Heiland, man nicht in deine Plafey gegrüffet, du trägfilgen sich verfenckt, und in unsrer Schulden Lohn! dein Grab. Dein Tod auch ist deiner Wunden will gepflanget seyn in Saft, alles deines Leidens mein ganzes Herz hinein, Kraft, uns geschenckt, den daß die Sünden aller Feind zu binden, und das Sinnen auszusterben Fleisch zu überwinden. recht beginnen. 7. O Geheimniß voller 10. Komm, o Zagen, Wunder! Creuß, du bist komm, o Trauren, über des Lebens Holk, bist der alles Bof' in mir! nichts einge Trost der Sünder, mehr soll fort bey mir daß der Fall nicht mache dauren, was die Welt era stolk. Christi Creuß bringi wählet ihr. Siehe dort, alles ein, was nur mag wie zu dem Bach auf verlohren ſeyn, wenn der dem Creußes- Wege, ach! Geist aus Chrifti Schmer- ach! das Lamm so tief sich Ben Freußiget die Welt im neiget, unter Gottes Herzen. Willen beuget. 8. Drum, o JEfu! laß 11. Eile zu mir aus dem dein Leiden schaffen in mir Garten, Gottes Lamm, mit Dom Leiden Christi. 131 mit deinem Sinn, brich zagen, hilf durch deinen mir meinen Sinn, den Hohn und Spott! durch harten, nimm gang mei- den Geift der Heiligung nen Willen hin! sey duldampf in mir die Zweidenn der Engel auch, der felung, durch dein heilimir stárcke den Gebrauch ges Bekennen laß mich deines Leidens in dem al- GOTT den Vater nenlen, wo ich möge dir nach- nen. wallen. 15. Troß gesagt dem 12. Will der Welt es alten Drachen, des Pronicht gefallen, daß ich ihr pheten falschen Schein! Thun fliehe fehr, laß mich GOTT reißt mich aus nicht zurück hinfallen, bin- eurem Rachen durch des de mich je mehr und mehr, Sohnes Schmach und daß ich dir verbunden sey, Pein; Heßet auf mich und durch deine, Bande nur das Thier, das mich fren, daß man mich durch längst verschlungen schier, ihre Neße nicht berücke reißet auf mich los die Wilnoch verlege. den, denen ihr was könnt 13. JEfu, deine Backen- einbilden. streiche, deine Wunden 16. Was für Schmaohne Zahl, stárcken mich, hung, was für Schläge daß ich nicht weiche, zu leidest du, o Heiland erdulden alle Quaal: Du mein! folt ich denn allein trågst falscher ZeugenHaß, so tråge, und von ihm gegieb mir auch ohn Unterschieden seyn? Nein, ich laß meine Feinde recht zu kann, ich will, ich muß, lieben, keinen Menschenzugleichwie dort Ignatius, betrüben..) in mir sein Beyspiel erfül14. Will der Teufel mich ten, nichts soll mein Berverflagen, daß die Sin- langen stillen. nen låstern GOtt; Las 17. Gein Stillschwei mich, JESU, nicht ver- lgen nur bezwinget meinen 32 Geist 132 Dom Leiden Chrifti. Geist in Gottes Schooß, ben mich befreyet hier und und sein Geist in mir stets dort; Gall und Eßig sey ringet, daß ich von mir dein Trend: JEsu, dir werde los, gang vom eig- fey Lob und Dand! lehre nen Willen frey, nichts mich, wie von der Erde nichts in der Welt mehr mir nichts, denn die Noths fcheu, alle seine Schmach durft, werde. und Plagen, durch ihn wil lig zu ertragen. 21. Selig, felig, die das Streuben dieser Welt 18.Omein GOtt! mein gang stellen ein, und bald GOtt! Er schreyet, hast du ihren Leib betäuben, uns mich verlassen gar? Den terthänig GOtt zu seyn: die bose Welt anspeyet, Selig ist ihr Ausgang hier, straft der Vater offenbar, durch Christum fie für und da er doch unschuldig ist, für Welt und Teufel übers und 3hn würget meine winden, Fried und Freud List; En wie gern bin ich im Geiste finden. verlassen, sein Verdienst 22. O Geheimniß voller fann Gott nicht hassen. Wunder: Creuß bringt 19. Alter Mensch, dein lauter Seligkeit, Creuß arges Leben muß so auf- lerhebt die armen Sunder geopfert seyn, du must dei- in Reichthum und Herrs nen Geist aufgeben, soll ich lichkeit. Schenckt den anders werden rein; Laß Creuß- Kelch immer voll! die Welt nur schreyen bas: Alles, was ich leiden soll, Sehet, welch ein Mensch mich nur mehr und mehr ist das! gnug, es fordert bereitet, daß der Geist Christi Lehre, daß der zum Siege sdbreitet. Sünden- Leib aufhöre. 23. JEfu, Gottes Lam, 20. Angenagelt muft die Deinen folgen dir nicht du sterben, angenagelt anders nach. Kommt dein immerfort: Solch dein Geist durch seligs Weis Sterben vom Verder- inen unter ihres Herzens Dach, Dom Leiden Christi. 133 Dach, wird das Fleisch so gering hie seyn, auch zerknirschet recht, so wird ein kleines Tröpfelein, bald der Sünden- Knecht was verleugnet, was geein Kind Gottes, dein litten, wird dein Segen Mit- Erbe, dis verfüffet überschüten. alles Herbe. 27. Nur beständig seyn 24. Drum, wer sich von im Ringen, Flehn und Christo nennet, und er- Wachen lehre mich, daß wählt des Creußzes Joch, ich alles mag vollbringen, solchen nichts vom HEr- und im Grab auch ehren ren trennet, ist er nur dich, und im Geist auch besprenget noch; Christi stehen auf, bis ich ende Blut, sein Eigenthum, meinen Lauf: Da will reinigt ihn zum Heilig- lich dort frölich singen, thum, ihn durchs Leiden dir, Lamm Gottes, Opfer stets verkläret, ihm das bringen. Erbe stets vermehret. 28. Ewig will ich dir Lob 25. O wie sehnet sich sagen, daß du mich erlöset mein Alles, deinem Tode haft, durch dein Leiden, gleich zu thun! keiner Pla- Angst und Plagen, von der ge, feines Falles fürcht schweren Sünden- Last: ich mich, o JEfu nun; Daß dein Blut die ReiniAlles ist ein Vortheil mir, gung hat gebracht zur Hei was mich nur gleich ma- ligung, will ich mit vera chet dir: Herrlichkeit und flärten Weisen stets in ewigs Leben wirst du dei- deinem Bilde preisen. nen Dienern geben. 113. Mel. O Traurigkeit, o Sergeleid. theures Blut! orothe 26. HErr der Herrlich keit, ich dencke stets an deinen theuren Mund, Fluth! Wiequillst du lende meine Sinnen, len aus den Wunden, die mit de, fence mich in dei unerhörter Angst JEfus nen Bund; Nichts maglhat empfunden. 33 2. Ach 134 Dom Leiden Christi. 2. Ach theurer Flus! in deinen Namen, komm Ach Fluß! ich muß mit dir du theures A und O, mich die Seele laben; Sonsten zu holen, Amen. kann sie in der Welt keinen Labsal haben. 14. In bekannter Mel. Traurigkeit! o Hers 3. Fleuß auf sie zu, und Beleid! ist das nicht schaffe Ruh, wenn sie die zu beflagen? Gottes BaSünde naget, wenn siesters einigs Kind wird ins fühlet Höllen- Angst, und Grab getragen. nach Troste fraget. 2. O grosse Noth! 4. O Gottes Sohn, GOTT selbst liegt todt, mein Gnaden- Thron! dulam Creuß ist er gestorben, stirbst, auf daß ich lebe, hat dadurch das Pimmelund an dir, o Weinstock! reich uns aus Lieb erworsen eine grüne Rebe. ben. 5. Ich Sünden- Knecht 3. O Menschen- Kind! bin nun gerecht, mein nur deine Sünd hat dieses Fluch wird mir zum Se- angerichtet, da du durch gen; Denn ich bin des die Missethat warest gang Dochsten Kind, meines vernichtet. JEfu wegen. 4. Dein Bräutigam, 6. 3ch dance dir, o das Gottes Lamm liegt Simmels Zier! daß du hier mit Blut beflossen, für mich gelitten, daß du welches er gang mil sterbend meinen Tod rit- diglich hat für dich vers terlich bestritten. goffen. 7.0 Pelican! o reiner 5. O füffer Mund! o Schwan! laß solches mich Glaubens- Grund! wie bedencken, bis man end- bist du so zerschlagen? Allich meinen Leib wird ins les was auf Erden lebt, Grab versenden. muß dich ja beklagen. 8. Denn leb ich wohl, 6. lieblichs Bild! gleichwie ich soll, und sterblschön, zart und mild, du Söhn Dom Leiden Christi. 135 Söhnlein der Jung 3. Wer hat dich so ge frauen, niemand kann schlagen, mein Heil, und dein heisses Blut ohne dich mit Plagen so übel zus Neu anschauen. gericht't? Bist du doch 7. Hochselig ist zu jeder nicht ein Sünder, wie wir Frist, der dieses recht be und unsre Kinder; von dencket, wie der HERR Missethatë weist du nicht. der Herrlichkeit wird ins 4. Jch, ich und meine Grab gefencket. Sünden, die sich wie 8. JESU du, mein Körnlein finden des San Hülf und Ruh, ich bitte des an dem Meer, die hadich mit Chránen: hilf, ben dir erreget das Elend daß ich mich bis ins Grab das dich schläget, und das nach dir moge sehnen, betrübte Marter- Deer. 5. Ich bins, ich folte bussen, an Bänden und Welt, sich hier dein an Füssen gebunden in der Leben am Stamm Holl. Die Geiffeln und des Creußes schweben, die Banden, und was du dein Heil sindt in den ausgestanden, das hat Tod. Der grosse Fürst verdieret meine Seel. der Ehren läßt willig 6. Du nimmst auf deisich beschweren mit Schlá nen Rücken die Lasten, fo gen, Hohn und grossem mich drücken, viel schwes Spott. rer als ein Stein, Du 2. Tritt her und schau wirst ein Fluch, dargegen mit Fleisfe, sein Leib ist verehrst du mir den Sta gang mit Schweisse des gen: Dein Schmerzen Blutes überfüllt; Aus muß mein Labsal seyn. feinem edlen Bergen, für 7. Du feßzest dich zum unerschöpften Schmerzen, Bürgen, ja läß'st dich gar ein Seuffer nach dem an erwürgen für mich und Imeine Schuld: Mir läsfest dern quillt. 34 du 115. Mel. Nun ruhen alle Wälder. 136 Dom Leiden Christi. du dich krönen mit Dor- Gott entzünden, wie Rach nen, die dich höhnen, und und Eifer gehn, wie grauleideft alles mit Geduld. sam seine Ruthen, wie zor8. Du springst ins Tonig seine Fluthen, will ich des Rachen, mich fren und aus diesem Leiden sehn. los zu machen von folchem 13.Ich will daraus stu Ungeheur: mein Sterben diren, wie ich mein Herk nimmst du abe, vergråbstssoll zieren mit stillem fanf es in dem Grabe. Oun- ten Muth, und wie ich die erhörtes Liebes- Feur! foll lieben, die mich so sehr 9. Ich bin, mein Heil, ver- betrüben mit Werden, so bunden, all Augenblick und die Bosheit thut. Stunden, dir überhoch 14. Wenn böse Zungen und sehr: Was Leib und stechen, mir Glimpf und Seel vermogen, das soll Namen brechen, so will ich ich billig legen allzeit an zahmen mich; das Ulnrecht deinem Dienst und Ehr. will ich dulden, dem Nach10. Nun ich kann nicht sten seine Schulden verzeiviel geben in diesem armen hen gern und williglich. Leben; Eins aber will ich 15. Jch will mich mit dir thun: Es soll dein Tod und schlagen ans Creuß, und Leiden, bis Leib und Seele dem absagen, was meinem fcheiden, mir stets in mei- Fleisch gelüft't: Was deine nem Herzen ruhn. Augen haffen, das will ich II. Ich wills vor Augen fliehn und lassen, so viel feßzen, mich stets daran er- mir immer möglich ist. goßen, ich fen auch, wo ich 16. Dein Seufßen und fey; Es foll mir seyn ein dein Stöhnen, und die viel Spiegel der Unschuld, und tausend Thránen, die dir ein Siegel der Lieb und un- gefloffen zu, die follen verfälschten Treu. mich am Ende, in deinem 12. Wie heftig unfre Schooß und Hande, be Sunden den frommen gleiten zu der ewgen Ruh. 116. In Dom Leiden Chrifti. 137 116. In eigener Mel. uns GOTT erzeiget laus D wir armen Sünder ter gar umsonst, in Chriunsre Misfethat, da- sto seinem Sohne, der sich rin wir empfangen und gegeben hat in den Tod geboren sind, hat gebracht des Creußes," zu unsrer uns alle in folche groffe Seligkeit. Kyrie eleisor, Noth, daß wir unter- Christe eleison, Kyrie worfen sind dem ewgenfeleison. Tod. Kyrie eleison, Chri 5. Des folln wir uns ste eleifon, Kyrie eleison. trösten wider Sünd und 2. Aus dem Tod wir Tod, und ja nicht vere konnten durch unser eigen zagen vor der pollens Werd nimmer werd'n er Gluth. Denn wir find rettet, die Sünde war zulerrettet aus aller Fährlichstard. Daß wir würd'n keit, durch Christum una erlöset, so konnts nicht an- fern HErren, ewig gebes ders seyn, denn Gottes nedent. Kyrie elei or, Sohn must leiden des Christe eleison, Kyrie eleis Todes bittre Pein. Ky- on. rie eleison, Chrifte elei son, Kyrie eleison. 6. Darum woll'n wir loben und dancken alles 3. So nicht ware kom- zeit dem Vater und dem men Christus in die Welt, Sohne, und dem Heili und an sich genommen gen Geist, und bitten, daß unfre arm' Gestalt, und er wolle behüten uns vor für unsre Sünde gestor Noth, auch daß wir stets ben williglich, so hätt'n bleiben ben, seinem heil'. wir müff'n bleiben ver- gen Wort. Kyrie eleis dammet ewiglich. Kyrie son, Christe eleison, Kyrie eleison, Chrifte eleison, eleison. Kyrie eleison. 117. In eigener Mel. 4. und väterliche Gunft hat Shau, Braut, hier hångt dein Bräuti35 gam 138 Dom Leiden Christi. gam an eines harten Creu- Betrüben! das ist nicht Bes- Stamm! fag, ist auch unverwundet blieben. wohl ein Schmerz zu 7. Schau, Braut, fo nennen, den man nicht gehts dem grünen Reis! jetzt an Ihm kann kennen. So gehts dem fruchtbarn 2. Schau doch, er han- Paradeis! Schau! wie get gang entblößt, be wird es mit dir denn wertrübt, geangstigt, unge- den? Du durres Holz, tröst! voll Beulen, Strie- Staub, Asch und Erden. men, voller Wunden, die 8. Jedoch verzage nicht, ungepfleget, unverbunden. Er hat bezahlet deine 3. Die Glieder alle find Missethat: Schau hin, er zerdehnt, der Mund steht neigt sich, dich zu küssen, offen, lechßt und gähnt; will dich stets um und bey Und seine Lippen, wie Co- fich wissen. rallen, die sind erblaßt, 9. Geh, werde seinem beschmißt mit Gallen. Leiden gleich, erduld auch 4. Sein so holdreiches du mit Ihm den Streich: Angesicht kann man vor Denn es will sich ja nicht Blut erkennen nicht, die geziemen, daß du als Stirne die ist ganz zersto- Braut seyst ohne Stries chen, und seine Augen men. find gebrochen. 10. Ach! steig hinauf 5. Das Haupt ist grau- und stirb mit Ihm, wie famlich verhont, mit ei- jein verliebter Seraphim: nem Dornen Krank ge- Denn wer sein Leben will Front: Und seiner Haare erwerben, der muß mit schöne Locken, die hängen Ihm am Creuße sterben. voller Speichel- Flocken. 118. Melod. JEfus meine Zuversicht. 6. Die Hand und Füsse find durchbohrt, verrendt, Selig wer ihm ſuchet Ja selbst das Herh, o groß nen Friedens- Matten, bey Dom Leiden Christi. 139 ben des heil'gen Creußes diesen Stamm, daß er eure Baum, fißend unter dei- Seel befchattet: Eilt dem nem Schatten. Denn heilgen Creuße zu, denn er bleibet wohl beschüßt, ihr findt da wahre Nuh. wenns gleich donnert, 6. JEsu! laß mich für kracht und blißt. und für unter deinem 2. Keine Sonne bren- Creuge bleiben: Laß mich net ihn, und kein Mond keinen Feind von dir, und fann ihn nicht schaden: aus deinem Schatten treiSein Gemüthe, Herg und ben. Denn dein Creuß Sinn wird mit feinem und deine Pein ist mein Wh beladen: Er ist Troft und Ruh allein. sicher, daß nicht Gift noch 19 M.3ion Flagt mit Angst, ein Unheil ihn betrift. 3. Er erquidet feine Sen mir tauſendmal gegrüsset, der mich Brust mit der Frucht, die ie und je geliebt, JEfu, auf ihm siehet; wird da- der du selbst gebüffet, das, durch nach Wunsch und womit ich dich betrübt. Luft inniglich zu GOTT Uch! wie ist mir doch so erhöhet. O wie füß ist wohl, wenn ich fnien und diese Frucht! felig, wer liegen soll an dem Creuße, fie recht versucht. da du stirbest, und um 4. Seine Seele wird meine Seele wirbest. getröst't, wie ein Schaaf 2. Jch umfange, hert auf frischen Weiden, und küsse der gekránckten wenn sie den, der sie er- Wunden Zahl, und die lost, so verliebet fiehet lei- Purpur- rothen Flüffe, deis den: Wenn der Balsam ner Füß und Nagel- Mahl. auf fie fleust, der sich Ower kann doch, schönster reichlich da ergeußt. Fürst, den so hoch nach mir 5. Kommet her ihr allegedürft't, deinen Durst famme, die ihr schwach und und Liebs- Verlangen volabgemattet, fest euch unter lig faffen und umfangen. 3. Deis 140 Dom Leiden Christi. 3. Heile mich, o Heil 120 Mel. Was mein GOtt der Seelen, wo ich frand will das gescheh allzeit. und traurig bin: nimm die Suter Hirt, und ihr, 4. Schreibe deine blut len, und den ganzen Scha- lo heilgen Hände voll Roa den hin, den mir Adamssen, die man preisen wird, Fall gebracht, und ich selb- lbis an des Himmels Ende: sten mir gemacht. Wird, die Rosen die ich meyn o Arßt! dein Blut mich allhie, sind deine Mahl negen, wird sich all mein und Plagen, die dir am Jammer feßen. End, in deine Dånd, an Creuße sind geschlagen. ge Wunden mir, HERR, 2. Du zahlst mit beyden in das Herß hinein, daß hånden dar die edle rothe fie mögen alle Stunden, Gulden, und bringst die ben mir unvergessen seyn: gange Menschen- Schaar du bist doch mein schönstes dadurch aus allen SchulGut, da mein ganzes den. Ach! laß von mir, Herke ruht; Laß mich o Liebster! dir, die Hánfiets zu deinen Füssen dei- de herzlich drücken, und ner Lieb und Gunst ge- mit dein'm Blut, das mir niesſen. zu gut vergoffen, mich ers 5. Diese Füsse will ich quicken. halten, auf das best ich 3. Wie freundlich thust immer kann. Schaue mei- du dich doch zu, und greifft ner Hände Falten, und mit beyden Armen nach mich felbsten freundlich aller Welt, in Lieb und an, von des hohen Creu- Ruh uns ewig zu erwar. Bes Baum, und gieb mei- men: Ach HErr! sich hier, ner Bitte Raum; sprich: mit was Begier ich Armer laß all dein Trauren zu dir trete! fen mir bereit, schwinden! Jch! ich tilge und gieb mir Freud und deine Sünden. Trost, darum ich bete. 4. Zeuch Dom Leiden Christi. 141 4. 3euch allen meinen 2. Hoch am Creuße wird Geist und Sinn nach dir, mein Sohn grosse Marter und deiner Höhe, gieb, daß leiden, und viel werden mein Herß nur immerhin Jhn mit Hohn, als ein ben deinem Creußze stehe; Echeusal meiden; Aber Ja, daß ich mich selbst wil- also wird sein Blut auf die lichlich mit dir ans Creuße Heiden springen, und das binde, und mehr und mehrjewge wahre Gut in ihr todt und zerstöhr in mir des Herße bringen. Fleisches Sunde. 3. Kon'ge werden ihren 5. Ich herk' und küsse Mund gegen Ihn zuhals wiederum, aus rechtem ten, und aus innerm Hertreuem Herzen, HERR, ßens- Grund ihre Hände deine Hand, und fage falten. Das verblendte Ruhm und Dand für ihre taube Heer wird Ihn fehn Schmerzen, darneben geb und hören, und mit Luft zu ich, weil ich leb, in diese dei ſeiner Ehr ihren Glauben ne Hände, Herß, Seel und mehren. Leib, und also bleib ich dein 4. Aber da, wo Gottes bis an mein Ende. Licht reichlich wird gespüh ret, hålt man sich mit nich121. Mel. Christus der uns ten nicht, wie es sich gebühselig macht. ret. Denn wer glaubt im Siehe! mein getreuer Jüden- Land unfrer Pres wird weislich handeln, ohneTa- Gottes Arm bekannt in del, schlecht und recht, auf Ifraels Orten? der Erden wandeln: fein 5. Niemand will fast seigetreuer frommer Sinn nen Preis Ihm hier lassen wird in Einfalt gehen, werden: Denn er scheußt dennoch, dennoch wird auf wie ein Reis, aus der man Ihn an das Creuß dürren Erden, frand, vererhöhen. dorret, ungestalt, voller Blut 142 Dom Leiden Christi. Blut und Schmerzen: da- lgiengen, und noch stets zur her scheut Ihn Jung und Höllen- Thür, als die Tol Allt mit verwandtem len dringen. Aber GOtt, Herzen. der fromm und treu, nimt, 6. Ey, was hat Er denn was wir verdienen, und gethan? Was sind seine legts seinem Sohne bey, Schulden, daß er da vor der muß uns verfühnen. jedermann folche Schmach 10. Nun er thut es hertzmuß dulden? Hat er etwa lich gern: Ach des treuen GOtt betrübt bey gefun- Herßen! Er nimmt an den den Tagen, daß er ihm an Zorn des HErrn, mit viel jezo giebt seinen Lohn mit tausend Schmerzen, und Plagen? ist allzeit voll Geduld, läßt. 7. Nein, fürwahr, wahr- fein Wörtlein hören wider haftig nein: Er ist ohne die so ohne Schuld Ihn so Sünden; sondern, was die hoch beschweren. Welt für Pein billig folt 11. Wie einLamlein sich empfinden, was für Krank- dahin läßt zur Schlachta heit, Angst und Weh uns Band leiten, und hat in von Recht gebühret, das dem frommen Sinn gar ists, was Ihn in die Höh kein Widerstreiten, läßt an das Creuß geführet. ich handeln, wie man will, 8. Daß Jhn GOtt fo hef fangen, binden, záhmen tig schlägt, thut Er unfert- auch dazu in groffer Still willen, daß er solche Bür ihm sein Leben nehmen. den trågt, damit will er 12. Also läßt auch Gots stillen Gottes Zorn und tes Lamm, ohne Widergrossen Grimm, daß wir sprechen, Ihm sein Herk Friede haben durch fein am Creuses- Stamm Leiden, und in Ihm Leib unfertwegen brechen. Er und Seele laben. findt in den Tod hinab, 9. Wir finds, die wir in den Er selbst doch bin der Irr, als die Schaafeldet, weil er sterbend Zod und Vom Leiden Christi. 143 und Grab mächtig über- test leben, daß er pflanzte windet. sein Geschlecht, den gerechs 13. Er wird aus dersten Saamen, der GOTT Angst und Quaal endlich dient', und Opfer bracht ausgeriffen; tritt den Fein seinem heil' gen Namen. den allzumal ihren Kopf 17. Denn das ist sein' mit Füssen. Wer will sei- höchste Freud, und des nes Lebens Lång immer Baters Wille, daß den mehr ausrechnen? Seiner Erdkreis weit und breit Jahr und Tage Meng ist sein Erkenntniß fülle, danicht auszusprechen. mit der gerechte Knecht, 14. Doch ist er wahrhaf- der vollkommne Sühner, tig hier für sein Boldk ge- gläubig mach und recht gestorben, und hat völlig mir recht alle Sünden- Diener. und dir Heil und Gnad 18. Groffe Menge wird erworben; Kommt auch Ihm GOtt zur Verchin das Grab hinein herr- rung schencken, darum, daß lich eingehullet, wie die, so er sich mit Spott für uns mit Reichthum seyn in der lassen kränden, da erdenen Welt erfüllet. gleich geschätzt, die sehr 15. Er wird als ein böser übertreten, auch die, so Mann, vor der Welt ge- Jhnhoch verlegt, selbst bey plaget, da er doch noch nie GOtt verbeten. gethan, auch noch nie gefaget, was da bof' und un- 122. Mel. Was mein GOtt recht war, Er hat nie be will, das g'scheb allzeit. Zo gehest du mein JE trogen, nie verleßet Gottes Ehr, sein Mund nie gelogen. su hin, den Tod für mich zu leiden, für mich, 16. Ach! Er ist für fremder ich ein Sünder bin, de Sund in den Tod gege- der dich betrübt mit Freus ben, auf daß du o Menden. Wohlan, fahr fort, schenkind, durch Ihn möch- ldu edler Port, mein Augen sollen 144 Dom Leiden Christi. follen fliessen einThránen- verchreiben, auch nach der See, mit Ach und Weh, Zeit, in Ewigkeit, deinDies Dein Leiden zu begiessen. ner seyn und bleiben. 2. Ach Sund! du schädlichs Schlangen- Gift, wie weit kanst du es bringen! dein Lohn, der Fluch, mich Vich nicht an, daß ich so 123. Mel. Mir nach, spricht Christus unser Held. Beiland! jest betrifft, in Tod thuter mich zwingen. Jest komt mißgehandelt, und mit den Die Nacht der Sünden Sündern auf der Bahn Macht, fremd Schuld muß der Bosheit hab gewanich abtragen; Betracht es delt; Ich komme nun zu recht, du Sünden- Knecht! deinen Füssen, und küsse Nun darfst du nicht mehr dich mit taufend Küssen. zagen. 2. Die Zunge bebt und 3. Jch, ich, HErr JEfu, spricht nicht viel, das folte zwar der Sünden Haupt sinckt zu der Erden, Strafen leiden, an Leib die Thránen sagen, was ich und Seel, an Haut und will, es reden die Gebera Haar, auch ewig aller den; Erhör mein Herz, o Freuden beraubet seyn, groffe Güte, und das zers und leiden Pein, so nimst knirschete Gemüthe. du hin die Schulde, dein 3. Laß mich nur solche Blut und Tod bringt mich Gnad und Huld, wie vor GOtt, ich bleib in dei- Magdalen erlangen, und ner Hulde. die Vergebung meiner 4. Was kan für solche Schuld aus deinem Mund Liebe dir, HErr JEfu, icblempfangen: Beiß mich fo wohl geben? Ich weiß und voller Trosts aufstehen, finde nichts an mir, doch und, gleichwie sie, befrie will, weil ich werd leben, digt gehen. mich, Piebsler, dir, hier nach 4. Ich will dich lieben Gebühr, zu dienen gang ohne Maaß, und nimmermehr Dom Leiden Christi. 145 mehr verlassen, mit Her- seinen Willen, im GehorBens Thränen machen sam bis zum Tod. naß, und als ein Kind um 2. Ich verehre deine Lies fassen; Jch will dich lieben be, unbeflecktes Gottesmeine Seele, gieb mir nur 2amm! Die durch ihre deiner Wunden- Dele. Feuer- Triebe dich gebracht 5. Ihr armen Füsse send ans Creußes Stamm; geküßt, die ihr für mich zer- Ach! daß ich doch könnt folagen, die ihr für meine durchschauen dein von Thaten büßt, und traget Lieb durchglühtes Herz, meine Plagen: Hátt' ich und im gläubigen Ver doch nie gelebt in Sünden, trauen dadurch lindern daß ihr nicht durftet dis meinen Schmerk. empfinden. 3. Zwar kann ich mich 6. Verstoßt mich dochwerth nicht scházen, daß in nicht, weil mirs leid, weil meiner Seelen- Pein, ich ich die Schuld bekenne; an dir mich soll ergößen, Bergebt, weil ich mich allein fo armes Würmelein: bereit von Herßen euer doch du bist ein Arzt der nenne: Gebt, daßich des Schwachen, der betrübten Verdiensts genieffe, das ihr Sünder Freund, pflegst erwerbt, ihr heil'gen Füsse. den freundlich anzulachen, der mit Petro kláglich 124, Mel. O du Liebe meiner weint. Liebe. 4. Drum fieh' nicht auf fen! unbegreiflich hoch- das aller Würde werth! stes Gut! von dem Vater schau hingegen auf die auserlesen, daß du seines Bürde, die den matten Bornes Glut und erweck Geist beschwert. Weißt du ter Grimm foltst ftil- doch, wie dem zu Muthe, len, durch dein Gottes- welchen drückt der Suna Blut foroth, und erfüllen/ den- East, weil du selbst im K Schweis 146 Dom Leiden Chrifti. Schweiß und Blute dieses 8. Dieser Balsam müsſe Joch getragen hast. stården Geist und Seele, 5. O wie hat es dich ge- Marck und Bein; laß mich drücket, Bergens- Lámm: neue Kräfte mercken, dir, lein, frommes Schaaf! dulo Lámmlein! treu zu seyn: bist drunter tief gebucket Zeichne meines Herzens gangen: Alter Jammer Pfosten, daß der Würger traf deiner Menschheit mich nicht rühr, laß mich zarte Glieder; unfrewahre Freyheit kosten, die Schmach hat dich ge- mich zu der Ruhe führ! höhnt. Aber so hast du 9. Lamm! Du hast dich uns wieder mit dem Ba- mir ergeben, dir ergeb ich ter ausgeföhnt. wieder mich, und verschreis 6. Laß mich dieseFreund be mich darneben, dein zu schaft schrecken, so auf bleiben ewiglich. Du bist ewig vest gestellt: laß dein nun erhöhet worden; Blut die Schuld bedecken, Liebster, zeuch mich dir das du hast zum Löfe- Geld bald nach, daß ich in der deinem Bater dargegeben, Engel Orden deine Treu durch der Liebe Wunder befingen mag. Macht, und dadurch du 125. Mel. Treuer Vater uns das Leben deiner deine 2c. Gottheit wiederbracht. Was bedeut't dis, ihr Jungfrauen, daß offen stehen, öfne deiner wir unsern Bräut'gam SeitenThur, da hinein sou schauen mit gestreckten mein Herz gehen, wenn Armen stehn? Daß er nich keine Kraft mehr spühr. beyde Hand ausbreitet, fi Wie ein Hirsch in vollem und sein Blut herausfer Springen, laß den ausge- spreitet, daß er sich läßt so zehrten Geist hin zu deinen erhöhn? n Wunden dringen, daraus 2. Thut Ers nicht uns Blut und Wasser fleußt. zu erlangen, zu umhalsen, 31 Dom Leiden Christi. 147 zu umfangen, unsre Seel ßen, für die grosse Mildig zu sich zu ziehn? Freylichkeit. Denn dadurch haft ja, er will vom Bosen sei- du erworben meine Hånne Braut hiermit erlösen, de, die verdorben durch die drum geht näher zu Jhm Unbarmherzigkeit. hin. 7. Gieb, daß ich nicht 3. Gehet, daß ihr seht die müde werde, Guts zu Plagen seiner Hande, die thun auf dieser Erde mit durchschlagen, und ans den Händen was ich fan: Creuß geheftet seyn: Daß Daß ich deine Leiden preis ihr feh't, mit was für Wun- se, und dir wieder Dienst den euer Braut'gam sich erweise, weil du mir so viel verbunden, euch zu retten gethan. aus der Pein. 8. Daß du mir an meis 4. Schaut das Leiden nem Ende reichest deine seiner Armen, daß es einen treue Hände, und dein Steinerbarmen, und ein'n gültiges Verdienst: Daß Stock bewegen solt. 3st ich in den keuschen Armen nicht alles so zerrendket, hoch- erfreulich mög erausgezogen und gefrán- warmen, mit beständigem det, wie sein Feind es selbst Gewinnst. gewolt? 5.O der groffen Liebes- 126. Mel. ilf GOtt, daß Flamme, die Ihn an des mirs gelinge. Creußes Stamme ausge. W mich francken, o mein - spannet stehen macht? Hat enn meine Sünd man vormals auch gesehen HERR JEfu Chrift! so folches Wunder- Werck laß mich wohl bedencken, geschehen, als der liebste wie du gestorben bist, und GOtt erdacht? alle meine Schulden- Laft, 6. Dand sey dir für am Stamm des heilgen diese Schmerzen, JEfu Creußes, auf dich genomChrist, von gangem Her- men hast. K2 2.0 148 Dom Leiden Christi. 2. O Wunder ohnel 6. Mein Creuß und meis Maassen! wer es betrach- ne Plagen, sollts auch seyn tet recht, es hat sich mar- Schmach und Spott, hilf tern laffen der HErr für mir geduldig tragen: Gieb, feine Knecht; Es hat sich o mein HErr und Gott, felbst der wahre GOtt für daß ich verläugne diese mich verlohrnen Menschen Welt, und folge dem gegeben in den Tod. Erempel, das du mir vor3. Was kann mir denn gestellt. nun schaden der Sünden 7. Laß mich an andern groffe Zahl? Ich bin ben üben, was du an mir geGOTT in Gnaden, diesthan, und meinen NächSchuld ist allzumal besten lieben, gern dienen zahlt durch Christi theures iedermann, ohn Eigennuß Blut, daß ich nicht mehr und Heuchelschein, und, darf fürchten der Höllen wie du mir erwiesen, aus Quaal und Glut. reiner Lieb allein. 4. Drum sag ich dir von 8. Eaß endlich deine Bergen, jetzt und mein Le Wunden mich trösten belang, für deine Pein und kräftiglich, in meiner leszSchmerzen, o JEfu, Lobren Stunden, und des verund Dand, für deine Noth sichern mich, weil ich auf und Angst- Geschrey, für dein Verdienstnur trau, du dein unschuldig Sterben, werdest mich annehmen, für deine Lieb und Treu. daß ich dich ewig schau. 5. HErr, laß dein bit ter Leiden mich reißen für 127. Mel. Sreu dich sehr, o und für, mit allem Ernst meine Seele. zu meiden die fündliche Wenn Bernunft von Leiden aus dem Sinn, wie viel von dessen Nutzen spricht, es dich gekostet, daß ich er- wie sie sich von auffen weilöset bin. den mit dem Troft, den fte erdicht't: Dom Leiden Christi. 149 erdicht't: Oder, kommt es so süßiglich feine ganze hoch, so kann sie viel Kla- Sterbens- Kraft, die ein gens fangen an über Chri- neues Wesen schaft, als die sti Pein und Schmerzen, Rosen in dem Lenßen, nach gleichwol gehts ihr nie von dem Tod des Winters, Bergen. gläußen. 2. Aber meines Geistes 5. Wenn ich denn vom Sehnen zielt auf die Ge- Ofter- Lamme mit recht meinschaft hin, stets zum bittern Salsen speis: Das Sterben zu gewöhnen die heiffe Liebes- Flamme den so tief verderbren selbst in mir zu braten Sinn. Hier hång ich den weiß: Frag ich nicht erst, Myrrthen- Strauch nicht wer Er sen, weil ich Ihn nur auf die Brust zum selbst effe frey: und wenns Brauch: In mein Herz noch an Kräften fehlet, ist will ich ihn schlieffen, under mir zu All's erwäblet. ihn nimmer draus ver- 6. Dis drückt mich in miffen. Hoffart nieder, in Betrüb 3. Dis Geheimniß wird niß hälts empor, giebt in verborgen, und als Thor- Schwachheit Stardewies heit angesehn: Aber mei- der, aus Verzweiflung ne größten Sorgen sollen ziehts hervor, hält mich aufdis Wunder gehn, das zwischen Lieb und Leid in nur Christi Tod in mir, der rechten Mäßigkeit: Ja durch ersterben für und ich find die tieffte Stille, für, zu dem Leben ausge- wenn am Creuße hängt bieret, im Gericht den mein Wille. Sieg ausführet. 7. O Geheimniß- reiche 4. Drum such ich den Liebe, die sich im VerborgFreund im Grunde meinen schenckt! öffne die ges nes Herßens, wo er sich, heimen Triebe, wenn mein aus dem sonst verschloß- Sin ans Creuß hindendt: nem Munde, mir einflößt Keine Leidens- Kraft von dir K3 150 Von der Auferstehung dir müsse jemals mangeln/ roth, erlöf uns von dem mir. Ausser mir mag al- ew'gen Tod, und tröst uns l's vergehen, bleibe du in in der letzten Noth. mir nur stehen! 3. Behut uns auch vor 128.Mel. Err JEfu Christ Sünd und Schand, rett' wahr'r Mensch) 2c. uns durch dein allmächtig Wir dancken dir, HErr Hand, daß wir im Creuß JEfu Christ, daßsgeduldig seyn, uns trösten. Du für uns gestorben bist, beiner schweren Pein. und hast uns durch dein 4. Und schöpfen draus theures Blut vor GOTT die Zuversicht, daß du gemacht gerecht und gut. uns wirft verlassen nicht: 2. Und bitten dich wahr'r fondern gang treulich bey Mensch und Gott, durch uns stehn, bis wir durchs dein heilig fünf Wunden Creuß ins Leben gehn. des Banden. To Gott! V. Von der Auferstehung JEfu Christi. 129. Mel. Christ lag in To.löfnet sich des GrabesThür? Wenn wird mir 5h GOtt! mich drückt Trost gewähret? Soll ich ein schwerer Stein, aus dem Tode nicht durch wer will ihn von mir neh- brechen zu dem Himmels. men? Dir ist bekannt mein Licht? Wer will mich von Echmerk und Pein, und den Ketten erretten. mein geheimes Grámen; 3. Betrübtes Herk! JEfus lebt und ich bin todt! verzage nicht, dein JEfus ach Bater, das ist meine ift erstanden, der Tod und Noth, und ich kan Ihn vor Höllen- Macht zerbricht, Sünden nicht finden. und löst die Sünden- Ban. 1 2. Wer weißet diefen den; Er wird auch durch 1 Stein von mir, der mich so seinen Tod dich reiffen aus hart beschweret? Wenn dem Sünden- Koth, und zu JEfu Chrifti. 151 zu des Geistes Leben er- mit Shm erstanden, und heben. folget feinem Hirten4. Er ist darum entstan- Stab, bey dem ist er vorden heut, daß du mögft handen; darum prüf, o auferstehen, durch seine Mensch! dein Herk, thu Kraft, zur Seligkeit, und Buß in wahrer Reu und frölich mit Ihm gehen Somerh, so ist der Stein durch viel Trubsal, Angst gehoben von oben. und Quaal; und durch das finstre Todes- Thal, zur Freud und Wonn er hoben, dort oben. 8. flich aus dem Grab ins Himmels- Zelt, da ist dein Heil zu finden; geh aus im Glauben aus der 5. Dein JEsus lást dich Welt, verlasse was danicht zurück, weil er ist vor- hinten; so wird JEsus gegangen; Er wird zer ich in Eil dir zeigen, als reissen Band und Strick, das beste Theil, und wirst in welchem du gefangen, Ihn nach Verlangen umund dich aus dem Grabe fangen. ziehn, ohn alle Sorgen 9. O JEsu, laß mich und Bemühn, und neh- auferstehn im Geist, und men deine Schmerzen mit dir leben, bis du mich vom Herßen. felig wirst erhöhn, und mir 6. Des HErren Engel die Krone geben, die mir find bey dir, die dich zu ist nach dieser Zeit bereis JEsu leiten, und auf dem t't, im Neich der HerrWeg zur Lebens- Thür mit lichkeit. HERR! hör, Flammen für dich streiten. und laß mein Flehen geSuchst du den Gefreußig- schehen. ten? So geh hin mit den Deiligen, wo JEfus ist Banden erstanden. 130. In eigener Mel. so heilig ist der Tag, daß ihn niemand mit 7. Er ist nicht in dem 2ob erfüllen mag. Denn Sünden- Grab, nein, merider einige Gottes Sohn, K4 der h 31 152 Von der Auferstehung der die Hölle überwand, len- Reich, und muß selbst und den leidigen Teufel in des Siegers Band ers darinn band; Damit geben Fuß und Hand. erlöst der HErr die Chri- 4. Das ist mir anzus stenheit, das war Chri- schauen ein rechtes Freu stus selber. Kyrieleis. den Spiel: nun soll mir 131. Melod. Mein Jep, nicht mehr grauen vor al lem, was mir will beneh schönstee 2c. Quf! auf! mein Herz men meinen Muth, zu mit Freuden, nimm samt dem edlen Gut, so' wahr, was heut geschicht, mir durch JEfum Christ wie kommt nach groffem aus Lieb erworben ist. Leiden nun ein so groffes 5. Die Höll und ihre Licht: mein Heyland war Rotten die krummen mir gelegt, da, wo man uns kein Haar; der Sünden hinträgt, wann von uns kan ich spotten, bleib allunser Geist gen pimmelzeit ohn Gefahr: Der Tod ist gereist. mit seiner Macht wird 2. Er war ins Grab nichts bey mir geacht't, er gefendet, der Feind trieb bleibt ein todtes Bild, und groß Gestrey; eh ers ver- wár er noch so wild. mennt und dendet, ist 6. Die Welt ist mir ein Christus wieder fren, und Lachen mit ihrem groffen ruft: Victoria! schwingt Zorn, fie zürnt und kan frölich hie und da sein nichts machen, all Arbeit Fähnlein, als ein Beld, ist verlohrn: die Trubsal der Feld und Muth behält. trübt mir nicht mein Hert 3. Der Held steht auf und Angesicht, das Undem Grabe, und sieht sich glück ist mein Glück, die munter um! der Feindliegt Nacht mein Sonnenund legt abe Gift, Gall Blid. und Ungestüm: er wirft 7. Ich hang und bleib zu Chrifti Fuß sein Höl- lauch hangen an Christo, als Jefu Chrifti. 153. als ein Glied; Wo mein 2. Wár Er nicht ers Haupt durch ist gangen, da standen, so war die Welt nimmt es mich auch mit: vergangen; seit daß er erEr reisfet durch den Tod, standen ist, lob'n wir den durch Welt, durch Sind Erren JEsum Christ. und Noth, Er reisset Kyrie eleis! durch die Höll, ich bin 3. Haleluja, Hallelufets sein Gesell. ja, Halleluja! Des foll'n 8. Er dringt zum Saal wir alle froh seyn, Chris der Ehren, ich folg Ihmitus will unser Trost seyn. immer nach, und darf mich Kyrie eleis! gar nicht fehren an einzig 133. Jn bekannter Mel. Lingemach; es tobe, was Christ lag in Todes unfre fich mein an; mein Hei- Sünd gegeben; Er ist land ist mein Schild, der wieder erstanden, und hat alles Toben stillt. uns bracht das Leben, des 9. Er bringt mich an wir sollen frölich seyn, die Pforten, die in dem GOtt leben, und 3hm Himmel führt, daran mit dandbar seyn, und fingüldnen Worten der Reim gen: Halleluja. Halleluja. gelesen wird: Wer dort 2. Den Tod niemand wird mit verhöhnt, wird bezwingen kunt, ben allen hier auch mit gekrön Menschen Kindern; das Wer dort mit sterben machet alles unfre Sund, geht, wird hier auch mit kein' Unschuld war zu finerhöht. den: Davon kam der Tod 132. In bekannter Mel, so bald, und nahm über hrist ist erstanden von uns Gewalt, hielt uns in der Marter alle; dessein'm Reich gefangen. foll'n wir alle froh seyn, Halleluja. Christus will unfer Trost seyn. Kyrie eleis! Chriſt iſt erstanden 3. JEfusChristus, wah. r'r Gottes Sohn, an unser £ 5 Statt 154 Von der Auferstehung Statt ift kommen, und Gnaden- Glang erleuchtet hat die Sünde abgethan, unsre Herßen gang: der damit dem Tod genom Sünden Nacht ist verganmen all sein Recht und gen. Halleluja. fein' Gewalt, da bleibet 7. Wir effen jetzt und nid to benn Tod's- Gestalt, leben wohl im rechten den Stachel hat er verloh Offer Fladen: der alte ren. Halleluja. Sauerteig nicht soll seyn 4. Es war ein wunder- bey dem Wort der Gnalicher Krieg, da Tod und den; Christus will die KoLeben rungen: das Lebenjie seyn, und speisen une das behielt den Sieg, esffre Seel allein, der Glaub hat den Tod verschlungen. will kein's andern leben. Die Schrift hat verkün- Halleluja. digt das, wie ein Tod den 134. M. Erschienen ist der zc. andern fraß: ein Sport Christo, dem Ofter. wel aus dem ist worden. Halleluja. ch's hat erlöst sein Schäfes 5. Hier ist das rechte lein, fing heut die liebe Ofter- Lam, davon GOtt Christenheit: Lob, Ehr hat geboten, das ist hoch sey GOtt in Ewigkeit. an des Creußes Stam in Halleluja. heiffer Lieb gebraten: das 2. Das Lamm Gottes Blut zeichnet unsre Thür, mit sein'r Unschuld hat das hält der Glaub dem uns erworben Gottes Tode für, der Würger kan Huld, den Sünder zu uns nicht rühren. Hallel. Genaden bracht, und zu 6. So feyern wir das ein'm Himmels- Erb'n gehohe Fest, mit Herzens macht. Halleluja. n r Freud und Wonne, das 3. Tod und Leben traund der HErr erscheinensten in Kampf, ein starcker last; Er ist felber die Löw, ein schwachbes Lamm, Conne, der durch seiner der Tod meynt', er hátt schon JEfu Chrifti: 155 schon gefiegt, weil Christ 9. Marid Zeugniß das der HErr im grabe liegt. ist wahr, GOtt gebe, was Halleluja. log der Juden- Schaar, wir 4. Aber es währet nicht wiß'n gewiß, daß JEfus drey Tag, Christus siegt, Chrift vom Tode aufers der Tod unten lag, verlohr standen ist. Halleluja. alle seine Kraft und Macht, 10. JESU, du wahres Christus erstand aus eig- Ofter- Lamm, hilf uns fiener Kraft. Halleluja. gen im Todes- Kampf, steh 5. Maria sag uns ohne uns ben in der leßten Noth, Scheu, wer dir am Weg'und schüß uns vor dem begegnet fey? Es war mein ew'gen Tod. Halleluja. Heyland JEsus Christ, 135. In eigener Mel. wahrhaftig Er erstanden Erschienen ist der herrs ist. Halleluja. lich' Tag, dran fich 6. 3ween Engel faß'n in niemand gnug freuen feinem Grab, desgleich'n mag: Christ, unser HErr, ich auch gesehen hab sein heut triumphirt, all' fei Schweiß- Tüchlein undne Feind gefangen führt. Leingewand, drinn Jofeph Halleluja. ihn verhüllet hat. Hallel. 2. Die alte Schlang, 7. Aber Christus mein die Sünd und Tod, die höcher Trost, wahrhaftig poll, all'n Jamer, Angst ist vom Tod erlöst. Das und Noth hat überwunGrab ist leer, sein Leib ist den JEsus Christ, der hin, am Wege selbst er heut vom Tod erstanden mir erschien. Halleluja. ist. Halleluja. 8. Er sprach: Maria, 3. Am Sabbath früh geh schnell hin zu meinen mit Specerey kamen zum Brüdern, und sag ihn'n, Grab Marien drey, daß fie soll'n in Galiläam gehn, fie falbten Marien Sohn, da soll'n sie mich wahrhaf- der vom dem Tod ersten. tig sehn. Halleluja. den schon. Halleluja. 4. Wen 156 Von der Auferstehung 4. Wen sucht ihr da? 9. Sein'n Raub der der Engel sprach: Christ Tod muß fahren lahn, ist erstanden, der hie lag: das Leben siegt, und g'wan hier ſeht ihr die Schweiß ihm an, zerstöhrt ist nun Tücherlein; geht hin, all seine Macht, Christ fagts bald den Jüngern hat das Leben wieder. sein. Halleluja. bracht. Halleluja. 5. Der Junger Furcht 10. Heut gehn wir aus und Herzeleid wird heut Egyptenland, aus Phaverkehrt in lauter Freud, raonis Dienst und Band, so bald sie nur den Her- das rechte Oster- Lámmeren fah'n, verschwand ihr lein effen wir heut im Trauren, Furcht und Brodt und Wein. Hal Beg'n. Halleluja. leluja. 6. Der HErr hielt ein II. Auch essen wir die freundlich Gespräch mit füffen Brodt, die Moses zween Jüngern auf dem Gottes Bold gebot. Kein Weg, vor Freud das Herz Sauerteig soll bey uns im Leib ihn'n brannt, amseyn, daß wir von Sin Brodt- Brechen ward er den leben rein. Halleluja. erkannt. Halleluja. 12. Der schlagend Eng'l 7. Unser Simson, der vorüber geht, kein' Ersttheure Held, Christus den geburt er bey uns schlägt, farden Löwen fällt, der unser Thür- Schwell hat Höllen Pforten er hin Christi Blut bestrichen, trágt, dem Teufel all' fein' das hält uns in Hut. Hala G'walt erlegt. Halleluja. leluja. 8. Jonas im Wallfisch 13. Die Sonn, die Erd, wir dren Tag: so lang all Creatur, und was bes Chriftus imGrab auch lag: trüber war zuvor das freut Denn lánger Ihn der Tod fich heut an diesem Tag, da kein' Stund in seinem Ra- der Welt- Fürst darnieder ch'n behalten kunt. Hall. lag. Dalleluja. 14.Drum JEfu Chrifti. 157 14. Drum wir auch bil 4. Jetzt ist der Tag, da lig frölich seyn, singen das mich die Welt am Creut Halleluia fein, und loben mit Schmach gefangen dich, HErr JEsu Christ, hält: Halleluja, Halleluja. zu Trost du uns erstanden Drauf folgt der Sabbath bist. Halleluja. in dem Grab, darinn ich Ruh und Friede hab. Hala leluja, Halleluja. 136. Mel. Seut triumphiret Gottes Sohn. F 5. In kurzem wach ich Grüh Morgens, da die frölich auf, mein OsterSonn aufgeht, mein Tag ist schon im Lauf; Heiland, Christus, aufer- Halleluja, Halleluja. Ich steht: Halleluja, Halleluja. wach auf durch des HErBertrieben ist der Sündenren Stimm, veracht' den Nacht, Licht, Heil und Le- Tod mit feinem Grimm. ben wiederbracht, Halle Halleluja, Halleluja. luja, Halleluja. 6. Am Creußlaßt Chri2. Wenn ich des Nachts ftus öffentlich vor allem oft lieg in Noth verschloß Boldke tödten sich; Hallel. fen, gleich als wär ich todt: Halleluja. Da Er durchs Hallel. Halleluja. Läß'st Todes Kerder bricht, läßt du mir früh die Gnaden- lers die Menschen sehen Conn aufgeh'n, nach nicht. Halleluja, Halleluja. Trauren Freud und 7. Sein reich ist nicht Wonn. Hallel. Halleluja. von dieser Welt, kein groß 3 Nicht mehr, als nur GeprängJhm hier gefällt; drey Tage lang bleibt mein Halleluja, Halleluja. Was Heilandim Todes- Zwang. folecht und niedrig geht Dalleluja, Halleluja. Densherein, foll Ihm das Allers britten Tag durchs Grab liebste seyn. Halleluja, er bringt, mit Ehren seine Halleluja. Siegs Fahn schwingt. 8. Hier ist noch nicht Halleluja, Halleluja. recht fund gemacht, was 158 Von der Auferstehung Er aus seinem Grab ge- Stein liegt so schwer auf bracht, Hallel. Halleluja. mir, Er weißt ihn von des Der groffe Schat, die rei Herzens- Thur. Hallel. che Beut, drauf sich ein palleluja. Christ so herßlich freut. 13. Kein Creuß und Hallel. Halleluja. Trubsal ist so tief, mein 9. Der Jüngste Tag Heiland thut darein ein'n wirds zeigen an, was Er Griff. Hallel. Halleluja. für Thaten hat gethan. Führt mich heraus mit seiHallel. Halleluja. Wiener Hand: wer mich will Er der Schlangen Kopfjhalten, wird zu Schand. zerknickt, die Höll zerstört, Hallel. Halleluja. den Tod zerdrückt. Hallel. 14. Und daß der HErr Halleluja. erstanden sey, das ist von 10. Da werd ich Christi allem Zweifel frey. Hallel. Herrlichkeit anschauen Halleluja. Der Engel selbst evig voller Freud; Hallel. bezeugt es klar, das leere Hallel. Ich werde seh'n, Grab machts offenbar. wie alle Feind zur Höllen- Hallel. Halleluja. Pein gestürset seynd. Dal teluja, Halleluja. 15. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, 11. Der HErr den Tod daß er mich herzlich liebt, zu Boden schlägt, da er Hallel. Halleluja. Wenn selbst todt, und sich nicht mir gleich alle Welt stürb regt, Hallel. Halleluja.jab, gnug, daß ich Christum Geht aus dem Grab in bey mir hab. Hall. Hallel. eigner Kraft, Tod, Teufel, 16. Er nåhrt, er schüßt, Holl an Ihm nichts schafft. er tröstet mich; sterbich, so Hallel. Halleluja. nimmt er michzu sich. Hall. 12. O Bunder groß! o Hallel. Wo er jetzt lebt, #starcker Held! Wo ist ein damuß ich hin, weil ich ein Feind, den er nicht fällt? Glied fein's Leibes bin. Hallel. Hallel. Kein Angst- Hallel. Halleluja. 17. Durch JEfu Chrifti. 159 17. Durch seiner Aufer- Hallel. Halle Wie pflegt stehung Kraft, fomm ich zu thun ein starcker Held, zur Engel Brüderschaft, der seinen Feind gewaltig Hallel. Hallel. Durch Ihn fällt. Hallel. Halleluja. bin ich mit GOtt versöhnt, 3.0füsfer HErre JEu die Feindschaft ist gantz ab- Christ, der du der Sünder gelehnt. Hallel. Halleluja. Deiland bitt. Hallel. Hal18. Mein Herß darfleluja. Fihr uns durch nicht entseßen sich, GOtt dein Barmherzigkeit, mit und die Engel lieben mich, Freuden in dein HerrlichHallel. Hallel. Die Freu- lkeit. Hallel. Dalleluja. de, die mir ist bereit't, ver- 4. Hier ist doch nichts treibet Furcht und Trau- denn Angst undNoth: wer rigkeit. Hallel. Halleluja. gláudet und hátt dein Ges 19. Für diesen Trost, o bot. Hallel. Halleluja. Der groffer Held, HErr JEsu! Welt ist er ein Hohn und danckt dir alle Welt. Dall. Spott, muß leiden oft Hallel Dort wellen wir ein'n schnöden Tod.Hallel. mit gröfferm Fleiß erheben Halleluja. Heut deinen Ruhm und Preis. 5. Nun kan uns kein Hallel. Halleluja. Feind schaden mehr, ob er gleich murrt, ists ohn Ge137. In bekannter Mel fahr, Hall. Hallel. Er liegt eut triumphiret Got- im Koth der arge Feind, tes Sohn, der von dem dageg'n wir Gottes KinTod erstanden schon. Hal- der feynd. Hallel. Hallel. leluja, Sallel. Mit groffer 6. Dafür dancken wir Pracht und Herrlichkeit: alle gleich, und ſehnen uns des dand'n wir Jhm in ins Himmelreich), Hallel. Ewigkeit, Hallel. Hallel. Dalleluja. Es ist am End, 2. Dem Teufel hat er Gotthelfuns all, so fingen feine Macht zerstört, ver- wir mit groffem Schall. beert mit grosser Kraft, Hallel. Halleluja. 7. GOtt h 11 160 Von der Auferstehung 7. GOtt dem Vater im 4. Ich bin Fleisch, und höchsten Thron, samt seis muß daher auch einmahlzu nem eingebohrnen Sohn, Aschen werden, das gesteh Halleluja, Halleluja. Demlich, doch wird Er mich ers Heil'gen Geist in gleicher wecken aus der Erden, daß Weif' in Ewigkeit fey 2oblich in der Herrlichkeit um und Preis. Halleluja, Jhn feyn mog allezeit. Halleluja. 5. Dann wird eben diese Daut mich umgeben, wie 138. Jn bekannter Mel. ich glaube, Gott wird Efus meine Zuversicht, werden angeschaut dann im Leben: Dieſes weiß ich und in diesem Fleisch werd folt ich nicht darum mich ich JEfum sehen ewiglich. zufrie en geben? Was die 6. Dieser meiner Augen lange Todes Nacht mir Licht wird Ihn, meinen auch für Gedancken macht. Deiland kennen: ich, ich 2. JEfus, Er mein Hei- felbst, kein Fremder nicht, land lebt, ich werd auch das werd in seiner Liebe bren Leben schauen, seyn, wonen: nur die Schwachheit mein Erlöser schwebt, war- um und an wird von mir um folte mir denn grauen? feyn abgethan. Läffer auch ein Haupt sein 7. Was hier fråncket, Glied, welches es nicht nach seutzt und fleht, wird dort sich zieht? frisch und herrlich gehen: 3. Ich bin durch derjirrdisch werd ich ausgefä't, Hoffnung Band zu genau himmlisch werd ich aufers mit Ihm verbunden, mei- stehen; Hier geh ich natür ne starcke Glaubens- Hand lich ein, nachmals werd ich wird in Jhm gelegt gefun- geistlich feyn. den, daß mich auch kein 8. Send getroft und hoch Todes Bann ewig von erfreut, JEfus trägt euch, Ihm trennen kan. Imeine Glieder: gebt nicht Statt Jefu Chrifti. 161 Statt der Traurigkeit, 3. Tod, Sund, Teufel, sterb ihr, Christus ruft geben und Gnad, all's in euch wieder, wenn die letzt' Bånden er hat, Er kann ers Trompet erklingt, die auch retten alle, die zu ihm tredurch die Gräber dringt. ten. Kyrie eleison. 9. Lacht der finstern Er. den- Kluft, lacht des Todes 140. M. Es ist gewißlich an und der Höllen; Denn ihr der Zeit, follt euch durch die Luft hr Christen seht, daß ihr eurem Heiland zugeſellen: Sausfegt, was sich ineuch Dann wird Schwachheit von Sünden und altem und Verdruß liegen unter Sauerteig noch regt, nicht eurem Fuß. muß sich des mehr finden: 10. Nur daß ihr den Daß ihr ein neuer Teig Geifterhebtvonden Lüsten mögt seyn, der ungefäuert dieser Erden, und euch dem sey und rein, ein Teig, der schon jetzt ergebt, dem ihr GOtt gefalle. beygefügt wollt werden. 2. Habt doch darauf geSchickt das Herke da hin- naue Acht, daß ihr euch ein, wo ihr ewig wünscht wohl probiret, wie ihrs vor zu seyn. JEfus GOtt in allem macht, und euren Wandel führet: ein 139. In eigener Mel, wenig Sauerteig gar leicht Esus Christus unser den ganzen Teig fortan Heiland, der den Tod durchschleicht, daß er wird überwand, ist auferstan- gang durchsäuert. den, die Sünd hat Er ge- 3. Also es mit den Sinfangen. Kyrie eleiſon. den ist, wo Eine herrschend 2. Der ehn Sünde warbleivet, da bleibt auch, gebohren, trug für uns was zu jeder Frist zum Gottes Zorn, hat uns ver- Bdsen fernertreiber: Das föhnet, daß uns GOtt sein' Oster Lamm im neuen Duld gonnet.Kyrie eleison. Bund erfordert, daß des 8 Sers 162 Von der Auferstehung Bergens Grund gang rein überall! kommet, daß wir in allem werde. Dand erweisen unserm 4. Wer Offern halten GOtt mit süssem Schall: will der muß dabey nicht Er ist frey von Todesunterlassen die bittern Banden, Simson, der vom Salsen wahrer Buß, er Himmel kam: und der muß das Bose haffen; daß Low aus Juda Stamm, Christus unser Ofter Christus JEfus ist erstanLamm für uns geschlacht't den, nun ist hin der lange am Creußes- Stamm, ihn Streit; Freue dich, o durch sein Blut rein mache. Christenheit. 5. Drumlaßt uns nicht 2. Christus selbst hat im Sauerteig der Bosheit überwunden des ergrimmOstern essen, auch nicht insten Todes Macht; der in Schaldheit, ob sie gleich Tüchern lag gebunden, hat uns hat sehr hart beseffen: die Schlange umgebracht. Vielmehr laßt uns die Satans Reich ist gang Ofter Zeit im füssen Teig verheeret, Christus hat es der Lauterfeit und Wahr- nach der Ruh ausgetil heit Chriftlich halten. get und dazu Belial sein 6. HErr JEfu, Ofter- Schloß zerstöret, daß wir Lamm, verleih uns deine haben frey Geleit; Freue Ofter- Gaben, daß wir den dich, o Christenheit. Frieden, und daben ein rei 3. Warest du, o Held! nes Herke haben! gieb, daß gestorben? Warest du ins in uns dein heiligs Wort, Grab gelegt? Ey du blei den Sünden Sauerteig best unverdorben, da sich hinfort je mehr und mehr nur die Erd erregt, bill du ausfege. aus der Erden kommen, 141. Mel. Solt ich meinem hast das Leben und die Macht aus der Gruft herGOtt nicht singen. Caffet uns den Erren wieder bracht, und des preisen, o ihr Christen Todes Raub genommen fchen JEfu Chrifti. 163 Schenckest uns die Seligkeit.Christus ist der Eckstein Freue dich, o Christenheit. worden. GOtt, das if 4. Tod, wo sind nun von dir gescheh'n, wie wie deine Waffen? Hölle, wo jest vor Augen sehn, wir ist dein Triumph? Satan find aus der Sünder Ora funte gar nichts schaffen, den hingerissen durch den feine Pfeile wurden freit. Freue dich, o stumpf: Christus ist sein Christenheit. Gift gewesen, ja der Höllen 7. Hast du schon vom Seuch und Pest; Welt Bach am Wege eingenomundSünde liegen vest, und men einen Trand, und era wir Menschen sind gene- litten tausend Schläge, sen, nur durch seinen tap- wareft kråncker noch als fern Streit. Freue dich, frank: Ey so hast du doch o Christenheit. erhoben dein verklärtes 5. GOtt der heilet unfre Angesicht, stirbest nun und Plagen, wenn wir nir- nimer nicht; Ja, wir wer gends Hülfe sehn; läffet den ewig loben dich, HErr uns nach dreyen Tagen JEfu, nach dem Streit. lebend wieder auferstehn! Freue dich, o Christenheit. darum muß ich dandbar 8. Err, dis sind die werden, und mein Herkedlen Früchte, die dein Aufist Freuden voll, weil der erstehung giebt, daß wir HErr nicht sehen soll die treten vor Gerichte, gang Verwesung in der Erden, in deine Gunft verliebt. noch der Höllen Einsam HErr, dis sind die schönen keit. Freue dich, o Chri- Gaben: Gnad und Leben, stenheit. Freud und Sieg, Trost 6. Er ist aus der Angst und Friede nach dem geriffen, und mit Ehren Krieg; o! die soller fråfangethan. Wer ist, dertig laben Leib und Seel in fein Leben wissen, und allem Leid. Freue dich, o Die Láng ausrechnen kan? Christenheit. 82 9. Weil 164 Von der Auferstehung 9. Well nach diesem Geschren zeigen, was vorFried'nich durfte, wie nach handen sen? dann wird Wasser, Tag und Nacht, mich mein GOtt aufweden du, groffer Siegesden, und beschliessen all Fürste, aus dem Kampfmein Leid. Freue dich, o haft wiederbracht. Ey so Christenheit. theil jeßt aus die Beute, 12. Dann so werden wie der starde Simson meine Glieder, die jetzt that, als er überwunden Staub und Asche seyn, hat; Laß dich rühmen alle unverweslich leben wieLeute, daß geendet sey ber, und erlangen solchen der Streit. Freue dich o Schein, dessen gleichen Christenheit. hier auf Erden nimmer10. Gieb, HErr JEfu, mehr zu finden ist: Ja, deine Gnade, daß wir stets mein Leib, HErr JEsu mit Reue sehn, wie so groß Chrift, soll dem deinen fenunfer Schade; daß wir áhnlich werden, voller dir gleich auferstehn. Pracht und Herrlichkeit. Brim hervor in unfern freue dich, o Christenheit. Herßen, überwinde Sunde, Tod, Teutel, Welt und 142. Mel. Seut triumphirer Hollen- noth, dámpf in Gottes Sohn. uns die Angst und Schmer Gebt Christus, was tin Ben, samt der Seelen ich betrübt? ich weiß Traurigkeit. Freue dich, daß Er mich herzlich liebt, o Christenheit. Hallel. Halleluja! Wenn II. Meinen Zeib wird mir gleich alle Welt stürb man begraben, aber ab, gnug, daß ich Christum gleichwol ewig nicht: bald beh mir hab, Halleluja, werd ich das Leben haben, Halleluja. wenn das letzte Welt- Ge- 2. Mein JEsus lebt und richt alle Graber wird ent- schüßet mich, darum, mein decken, und der Engel Feld- Herk, freu allzeit dich, Hallel. JEfu Chrifti. 165 Hallel. Halleluja. Ob sich ben Welt und alle Feind, erhebt der Bösen Rott, sey Halleluja, Halleluja. gutes Muths, nur ihrer 7. O Tod! vor dich spott. Hallel. Halleluja. fürcht ich mich nicht, dein 3. Lebt doch mein JEfus Macht die Bösen nur ans in der Höh, trotz dem der ficht, Halleluja, Halleluja. mir entgegen steh, Hallel. Mein Leben, JEfus, dich Halleltja. Er fann dem bezwingt, und mich durch Feind begegnen so daß er dich zum Himmel bringt, der List wird nimmer froh. Halleluja, Halleluja. Hallel Halleluja. 8. Wenn ich Trost, Hülf 4. Jb seh auch nicht, und Gnad begehr, mein warum ich solt betrüben JEsu mir dasselb' gewähr, mich, wenn ich gleich wolt, Hall. Halleluja. Ich glaub Pallel. Halleluja. Weil an dich, stárd meinen JEsus lebt, an den ich Beist, daß du vom Tod er= glaub, wer ist, der mir das standen seyft. Hall. Dallel. Leben raub. Hallel. Hal leluja. 9. So werd ich nimmer feyn verlohrn, so wahr als 5. Er macht ja durch sein du ein Mensch gebohrn; Auferstehn, daß ich zum Hallel. Halleluja. Wer an Himmel fenn eingehn, dich glaubt, und zweifelt Hallel. Halleluja. Kein' nicht, der kommet ja nicht Sund, fein Tod im Weg ins Gericht. Hallel. Hallel. mehr seyn, die Straffe hält 10. Ich glaub an dich, Er fren und rein. Dallel. mein JEfu Christ, daß du Halleluja. für mich getödtet bist, pal6. Mein Glaub an JE- leluja, Hallel. Und aufersum tilgt die Sund, GOtt standen mir zu gut, daß du liebet mich recht als sein mich hältest stets in Hut. Kind. Hallel. Halleluja. Hallel. Halleluja. It Gott versöhnt und II. Wie könnt ich denn nun mein Freund, laß to- verlohren seyn, es ist un23 mog 166 Von der Auferstehung möglich, nein, ach nein! 3. Hier hängt das Heil Hallel. Hallel. GOtt Lob der Erden, mein Schaß der starde JEsus lebt, mit und Bräutigam: hier will ihm lebt, wer im Glaubenzur Sünde werden, das schwebt. Hallel. Hallela.freine Gottes Lamm. Das 12. Jchleb, und werd in Leben selber stirbt, Gnad, Ewigkeit mit JEfu leben, Segen, Fried erwirbt uns o der Freud! Hall. Hallel. Menschen insgemein: ach Des habe Danc, du Lelaßt uns danckbar feyn! bens- Hort, hab Dand, o 4. Das Lámmlein läßt JEsu hier und dort. Balsich braten am hohen leluja, Halleluja.pCreutes- Stamm, zu helfen und zu rathen uns von der Hollen- Flamm; fein schönes rothes Blut löscht Mein JEfu, schönstes aus die heisse Glut, und Leben, du rechtes dämpfer Gottes Grimm Ofter- Lamm, der du dich durch seiner Fürbitt haft gegeben für mich ans Stimm. Creußes Stamm, aus 5. Doch bleibt nicht imheiffer Herßens- Lieb, zummer liegen das Lámmlein freyem Geistes Trieb, zum in dem Grab: Es steht auf Opfer und zur Gab: mein und will siegen: nachdems mattes Herße lab! geleget ab die Schwach2. Lammlein ohne heit, nimmt's an ein'n Schulden! das läßt erwür Löwen- Muth, da kann gen fich, und gerne will er es zwingen als ein held, dulden die Straf und Sund, Teufel, Tod und Pein für mich; Du hån- Welt. gest an dem Holk, zu 6. Wie soll ich doch gebuffen meinen Etols: du niessen dis Lammlein wür stirbest für die Welt, die diglich, das sein Blut läßt doch von dir nichts hält. vergiessen, jagar erivürgen fich 143.M. Auf, auf mein mit Sreuden. JEfu Chrifti. 167 fich? Mein Herz erst kosten melein! sein Kleid die muß die Salsen bitterer Blöffe decket, ein Blut Buß, daß Geist und Auge macht heil und rein: Sein thránt, und sich nach Trost Fleisch, so sdon und zact, recht fehnt. hat rechte Zucker- Art, im 7. Ich will dich, JEfu, Mund giebts füffen Caft, effen und gläubig nehmen dem Bergen Stärd und ein, dabey nicht seyn ver- Kraft. geffen der ausgestandnen 11. Wein, Honig, ManPein, mein Herte, Hand nalaben, und sind die beste und Mund zu jeder Zeit Kost! die aber JEfum haund Stund soll dancken ben betheuren gar getroft: deiner Treu, die alle Mor- nichts suffers ist als du, o gen neu. JEfu, sanfte Ruh; nichts 8. Der Sauerteig derig het milder ein, als dis Sünden muß werden aus Brod, Fleisch und Wein. gefegt, die Lufte, so fich fin den bey mir seyn abgelegt; 12. Wer steht in schwes ren Leiden, wen ångfr't der In füsfer Lauterkeit will Seelen- Schmerß, kann in ich nun feyn bereit, zu dir, JESU, weiden sein wandeln hier auf Erd, so Jammer- volles Herk. lang ich leben werd. Wer in sich schwach und 9. Gegürtet will ich matt, wird durch dich starck stehen zum Guten, und und fatt: Wer geht gegesucht, den Weg des bückt, gedrückt, wird in dir HErrn zu gehen, da man wohl erquickt. was droben, sucht: Dein 13. Drum Lammiein Creuß soll seyn meinStab, JEfu, speise, mit deinem der Erden sag ich abe, zu dir Fleisch und Blut, uns auf hinauf ich eil, im Himmel der Himmels- Reife, und ist mein Theil. bring uns zu der Hut, wo 10. Wie füß, o füffe feinen nicht mehr dürft't. schmecket dis Oster- Lám- lda du selbst leiten wirst dein Schäfe 24 168 Von der Auferstehung Schäflein zu der Quell, die 2. Er ist erstanden von selig zart und hell. dem Tod, der Lebens14. Da GOtt, die Le- Fürst, der wahre GOtt; bens- Sonne, in, durch und Er hat des Teufels Burg an uns scheint, wo JEsus zerstöhrt, und Gottes Freud und Wonne dem Himmelreich vermehrt einschenkt, der geweint, wo Triumph 2c. jauchzt, wer hier geáchzt, 3. Er ist erschienen, wie wo hupft, der hier geledzt: ein Blis, und hat bethört der Schaden wird ersetzt, der Feinde Wiß; Er hat was war verlegt, ergößt. erwiesen mit der That, was 15. Da wollen wir dem er zuvor verkündigt hat. Lamme mitten ins Vaters Triumph zc. Thron, dem Deld aus Juda 4. Er hat nun überwunStamme, dem rechten Da- den gar sein Leiden, Trüb. vids- Sohn Preis, Ehre, sal und Gefahr; Sein Lob und Ruhm, Macht, Haupt trågt schon mit Weisheit und Reichthum, grossem Glang ten ewigzusamt Bictoria bringen, grünen Lorbeer- Crank, Halleluja. Triumph 2c. N 5. Die Wunden, die er hier empfing, da er ans Creuß genagelt hing, die un dancket GOtt, ihr leuchten wie der Mor Christen all, und genstern, und Arahlen jauchzet Ihm mit frohem von ihm weit und fern. Schall; Dieweil er seiner Triumph zc. Gottheit Macht durch 6. Er ist nun voller Sefeinen Sohn an Tagligkeit, und herrschet über gebracht: Triumph, Ort und Zeit, er lebt von Triumph, schren alle Freud im Paradeis, und Welt! denn JEfus hat den hört mit Lust fein Lob und Feind gefällt. Preiß. Triumph zc. 7. Drum 144. Mel. Vater unfer im Gimmelreich. JEfu Chrifti. 169 7. Drum dandet GOtt get auf sein Herz hinein. ihr Christen all, und Triumph zc. jauchzet Ihm mit groffem 4. Wo ist o Tod dein Schall; Ihr solt in Ihm Stachel ißt? wo habt, auch auferstehn, und in die ihr Teufel, euren Wit? ewge Freude gehn. Drum Wo ist der Höllen Macht schrey Triumph die ganze und Sieg? wer führet Welt; denn JEsus hat wider uns nun Krieg? den Feind gefällt. Triumph zc. 145. M. Triumph, Triumph es kommt mit Pracht. un hat das heilge Got 5. Das Lamm, das der Welt Günde trágt, hat eure Macht in Koth gelegt: es herrschet kräftig amCreuß das Leben nahm, Leid währt für und für. den schönen Sieg an Höll Triumph 2c. und Tod behauptet, als ein 6. Ja liebster Heiland! wahrer GOtt. Triumph, deine Kraft hat uns nun Triumph, Triumph, Fried und Ruh geschafft: Triumpb, Victoria, und gang matt sind die uns ewiges Halleluja. drängten sehr, und gelten fort und fort nichts mehr. Triumph zc. 2. Sein Fersen- Stich giebt nicht mehr Blut, ver schwunden ist der Schlan 7. Was murret ihr, gen Muth, ihr Haupt ist ihr Teufel noch? nun zerknirſchet gar, das sperret sich der Höllenbey dem Creuß so freche Loch? und dürfen Gottes war. Triumph ic. feiner Schaar noch Marwas 3. Der Drache hat sich ter drauen und Gefahr. eingehüllt, sein Troß und Triumph zc. Frevel ist gestillt; fein 8. Das Lämmlein, das Gift macht ihm selbst erwürget war, bricht euAngst und Pein, und drin- ren Muth und Rachgier 25 gar: 170 Von der Auferstehung gar: der Low aus Juda her zu uns in aller Noth, steht und bey, und macht führ uns ins Leben durch von eurem Garn uns frey. den Cod. Triumph, Triumph 20. Triumph, Triumph, 9. Der Simson bricht Triumph Victoria, und die Höllen Thur, der kühne ewiges Halleluja. David tritt her für, der Goliath liegt schon ge- 146. M. JEfu meine Freude. ſtreckt, und die Philifter Nun ist auferstanden sind aus 10. Du Heiland, du den GOtt und Menschenbeherßter Held, hast aller Sohn; JEsus hat gesie. Feinde Muth gefällt, in- get, daß nun alles lieget dem du aus dem Grab auf- unter feinem Thron. Alle stehst, und wiederum zum Feind, so viel ihr seynd, Leben gehst. Triumph ic. hat er auf das Haupt geII. Was wollen wir schlagen, ja gar schau gedenn fürchten sehr des tragen. Todes Macht, das höll'sche 2. Daß er wollen ster Heer? Las toben, was daben, war uns zu erwerben will un Fann.tritt nur den Heil und Beiligkeit. NachKampf frisch mit ihn'n dem dis geschehen, dürfen an. Triumph 20. wir nun sehen, daß vor 12. Ist deine Macht, o kurzer Zeit er zwar sich Menfch, gleich schwach, so wahrhaftiglich, in den Tod hilft dein Heiland hinten um unser Leben, hab dahin nach, durch deffen Kraft gegeben.) wirst du beftehn, und dein 3. Niemand wird nun Feind muß zu Boden gehn. finden, daß von unsern Triumph zc. Sunten noch was übrig 13. Heiland, hilf zu sey: Weil der wieder komjeder Frist! der du vom men, der sie übernommen: Tod erstanden bist; tritt Ja, indem er frey, so ist nun JEfu Chrifti. 171 nun genug zu thun, weillanschauet, daß noch in das die Zahlung just befunden Grab meine müde Glieder keiner mehr verbunden. werde legen nieder, weil 4. Was will uns nun ich dieses hab, daß mein schaden? weil wir zu Hort mir diesen Ort felbst Genaden find einmal gemit feinem Leibe weihe, bracht: Will der Teufel daß ich ihn nicht scheue. drauen; dürfen wir nicht 8. So find all wir Chrischeuen sein verlohrnessten dir und deinen Lüften Macht. Hie ist der, vorstodt, o Eitelkeit! wie wir welchen er augenblicklich uns nun haben lassen mit muß erbeben, und hinweg begraben, hier in dieser sich heben. Zeit, so wird er, der groffe 5. Holle wilt du pochen? HErr, uns hervor auch Der dich hat zerbrochen, mit sich führen, und mit stellt sich lebend dar. Weil Kronen zieren. du nun gelassen, und nicht 9. Dann dis sicher stemöchtest fassen den, der het, weil das Haupt nun Burge war; so hast du fort gehet aus dem Grab herimmerzu deines Rechtes aus, müssen auch die Glie tich begeben wider unser der, ohne Zweifel, wieLeben. der aus dem Todten- Haus 6.2aß die Zähne blecken,( wenn jeßund die liebe und die Hand ausstrecken Stund ihnen wieder giebt wider und den Tod! Denn das Leben,) zu ihm sich besein Pfeil und Bogen fin- geben. den sich betrogen: Es hat 10. der grossen Freukeine Noth. Ob er trifft, de! wer wolt nun das ist drum kein Gift, fon- Kleide dieser Sterblichkeit dern muß mit seinen Pfei nicht getrost ablegen? weil len er vielmehr uns heilen. ja doch hingegen, nach so 7. Darum mir nicht kurzer Zeit, JEfus Christ grauet, wenn mein Geist bereitet ist, ihn zu kleiden mit 172 Von der Auferstehung mit der Sonne, in der 4. Des Todes Gift, der Himmels- Wonne. Bollen Pest ist unser Heis land worden: Wenn Sa, 147. M. Allein GOtt in der tan auch noch ungern läßt Sob fey Ebr. vom Wüten und vom Tod! wo ist dein Sta- Morden, und, da er sonst chel nun? Wo ist dein nichts schaffen kann, nur Sieg, o Hölle? Was kann Tag und Nacht uns klauns jetzt der Teufel thun, get an, so ist er doch verwie bös' er sich auch stelle? worfen. GOtt sen gedandt, der Des HErren Rechte uns den Sieg so herrlich die behält den Sieg, und hat nach dieſem Krieg aus ist erhöhet; des HErren Gnad und Gunft gegeben. Rechte mächtig fällt, was 2. Wie sträubte fich die ihr entgegen stehet. Tod alte Schlang, als Christus Teufel, Höll und alle mit ihr kämpfte, mit Lift Feind in Chrifto gang ges und Macht sie auf Ihn dämpfet seynd, ihr Zorn drang, jedennoch Er fieist kraftlos worden. dampfre? ob sie Ihn in die 6. Es war getödtet Fersen sticht, so fsieget fie JEsus Christ, und sich! doch darum nicht, der Kopf Er lebet wieder. Weil ist ihr zertreten. nun das Haupt erstanden 3. Lebendig Christus ist, stehn wir auch auf kommt herfür, den Feind die Glieder; So jemand nimmt Er gefangen, zer- Chrifti Worten glaubt, im bricht der Höllen Schloß Tod und Grabe er nicht und Thür, trägt weg den bleibt; Erlebt, ober gleich Raub mit Prangen; nichts stirbet. ist, das in dem Sieges- 7. Wer täglich hier durch Lauf den starcken Held wahre Reu mit Christo kann halten auf; Er ist der auferstehet, ist dort vom Lleberwinder. landern Tode frey, derfelb ihn JEfu Chrifti. 173 der Tod/ 148. Mel. un freut euch lieben Christ'n gemein. ihn nicht angehet: hat ferner keine Macht, das Leben ist uns wieder. pracht, und unvergånglichs Wesen. en frölich alles weit und breit, was vormals war verlohren, weil Se B 8. Das ist die rechte heut der HErr der HerrOfter Beut, der wirklichkeit, den GOtt felbst theilhaftig werden: Fried, auserkohren zum SündenHeil, Freud nnd Gerech Büsser, der sein Blut am tigkeit im Himmel und Creutz vergossen, uns zu auf Erden. Hier sind wir gut, vom Tod ist aufer still, und warten fort, bistanden. unser Leib wird ähnlich 2. Wie schön hast du durch dort Christi verklärtem deine Macht, du wilder Leibe. Feind des Lebens, den Le9. Der alte Drach und bens- Fürsten umgebracht! feine Rott hingegen wird dein Stachel ist vergebens zu Schanden, erlegt ist er durch ihn geschossen, schndmit Schimpf und Spott, der Feind, du hättest warda Christus ist erstanden. lich wol gemeint, Er würd Des Hauptes Sieg der im Staube bleiben. Glieder ist, drum kann mit 3. Nein, nein! Er trägt aller Macht und List uns sein Haupt empor, ist machSatan nicht mehr schaden. tig durchgedrungen durch IO. O Tod, wo ist dein deine Bande, durch dein Stachel nun? Wo ist dein Thor; ja hat im Sieg vers Sieg, o Hölle? Was kann schlungen dich selbst, daß, uns jetzt der Teufel thun, wer an Ibn nur glaubt, wie grausam er sich stelle? von dir jetzt ein Gespotte GOtt fen gedandt, der uns treibt, und spricht: Wo ist den Sieg so herrlich hat in dein Stachel? diesem Krieg, aus Gnad und Gunst gegeben. 4. Denn deine Macht, Idie ist dahin, und feinen Schae 174 Von der Auferstehung Schaden bringet dem, der Noth uns stürget, übers sich stets mit Herz undSin wunden. zu diesem Fürsten schwin- 149. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag. get, der frölich ſpricht: Ich leb, und ihr sollt mit mir leben für und für, weil ich es euch erworben. o bald des groffen Sabbaths- Nacht den Tag vertrieb und dunckel 5. Der Tod hat keine macht, da kauften der MaKraft nicht mehr, ihr dür- frien dren, den HErrn zu fet ihn nicht scheuen, ich bin falben, Specerey. Hallel. fein Siegs- Fürst und sein 2. Sie richten alles fleis HErr, des sollt ihr euch er- fig zu, und warten, bis aus freuen; dazu so bin ich euer ihrer Ruh ans Himmels Haupt; drum werdet ihr, Feld die Morgenroth in wenn ihr mir glaubt, als ihrem güldnen Schmucke Glieder mit mir leben. geht. Halleluja. 6. Der Höllen Sieg der 3. Als sie nun auf dem ist auch mein, ich habe sie Wege sind, bald sich ein zerstöret; Es darf nicht neuer Kummer findt. fürchten ihre Pein, wer Ach! sprechen sie, ein gros mich und mein Worthöret. ser Schmerz durchdringet Und weil des Teufels unser traurigs Herk! HalMacht und Lift gedämpft, leluja. fein Kopfzertreten ist, mag 4. Wer öffnet uns des er ihm auch nicht schaden. Grabes Thür? Kein Jun7. Nun, Gott sey Dand, ger macht sich jetzt herfür, der uns den Sieg durch uns Armen wirds unmög JEsum hat gegeben, und lich seyn zu wálßen ab den und den Frieden für den schweren Stein. Hillel. Krieg, und für den Tod 5.Indem sie schauen auf das Leben erworben, der das Grab, da ist der Stein die Sund und Tod, Welt, gewälket ab; GOtt giebt Teufel, Holl, und was in für Angst und groffes Leid, ges JEfu Christi. 175 gewünschten Trost und 11.Heist sie in Galitäam Frölichkeit. Halleluja.gehn, daselbst wird Er vor 6. Sie gehn hinein, da ihnen stehn, fie werden sehn sie bald, wie daß, ein sehn sein Angesicht, was Jungling wohlgestalt, zur Er zusagt, das fehlet nicht. Rechten sitzt, und trägt ein palleluja. Kleid, weiß wie der Schnee in Winterzeit. Hall. 12. Sie gehn heraus, und eilen fort, ihr Mund 7. Sie sind bestürzt, daß vor Zittern redt kein keine kann vor Furcht die Wort, die blöden Herzen andre reden an, der Engel find erschreckt, mit Furcht tröstet sie und spricht: Ihr und Angst ganz überdeckt, lieben Frauen fürcht'teuch Halleluja. nicht. Halleluja. 13. Wir aber halten 8. Ihr sucht den HErrn diese Post für unsers Hervon Nazareth, der JEfus ßen Freud und Lust, und heift, hier ist die Státt, danden dir, HErr JEsu hier ist das Räumlein, da Christ, daß du heut auferman Jhn aus Liebe hat ge- standen bist. Halleluja. leget hin. Halleluja. 14. Der Teufel tobe, wie 9. Am Creuße litt Er er will, wer fragt nach zwar den Tod; Jezt aber ihm; er hat sein Ziel, darlebt Er fren von Noth; Er über darfer schreiten nicht, isterstanden als ein Mann, wird er auch toll, er ist geder auch den Tod selbst töd- richt't. Halleluja. ten kann. Hallel. 15. Des Todes Stachel 10. Pier bey den Todist entzwey, Er thut nicht, ten werdet ihr Ihn finden das mir schädlich sey, sterb nicht, das glaubet mir. ich, so sterb ich die allein, Geht hin und machts den die Seele muß bald bey dir Jungern kund, und Petrosseyn. Halleluja. dem sein Herz ist wund. Halleluja. 16. Der Leib, der in dem Grabe liegt, schläft sanft, als 176 Von der Auferstehung als war er eingewiegt ich halt und zwingt, Grab, weiß, daß du ihn als ein Siegel, Riegel vor Ihm Fürst des Lebens aufer- springt. Triumphic. wecken wirst. Halleluja. 5. Der andre Adam heut erwacht, nach seiner hars 150. In eigener Met. ten Todes- Nacht, aus ſeiriumph, Triumph! esner Seiten Er erbaut uns, kommt mit pracht seine theur- e lof'te Braut. der Sieges- Fürst heut aus Triumph zc. der Schlacht: wer feines 6. Wie Aarons Ruthe Reiches Unterthan, schau schön ausschlug, am morheute sein Triumphs. Fest gen Blüth' und Mandeln an. Triumph, Triumph, trug: so tráget Frucht der Triumph, Triumph, Seligkeit des HohenVictoria und ewiges Hal- priesters Leichnam heut. leluja. Triumphic. 2. Vor Freuden Thal und 7. Nun ist die Herrlich Wald erklingt, die Erdelkeit erkämpft, der Sünden fchönes Blumwerdbringt: Pest und Gift gedämpft: der Zierath, die Tapezeren der schweren Handschrift, zeigt, daß ihr Schöpfer Fluch und Bann vertilgt Sieger sey. Triumph zc. bier mein Erlösers- Mann, 3. Die Sonne sich aufs Triumphic. schönste schmückt, und wie 8. Du liebe Seel, bist der durch das Blaue blickt, ausgebürgt, der höllische die vor Pechschwarz im Tyrann erwürgt, sein Trauer- Kleid beschaut den Raub- Schloß und geBlut- und Todes- Streit. schworne Rott ist gank zerTriumph 2c. tort, der Tod ein Spott. Triumph 2c. 4. Das stille Lamm jest nicht mehr schweigt, sich 9. Hier liegt der folge muthig als ein Low er Belial, die Höllen Bür zeigt: kein harter Fels Jhniger allzumal sind samt der Schwes Jesu Chrifti. 177 = Schwefel Burg zerstört, deinen Glaubens Lauf, kein Feind sich wieder uns und laß dein Hertz fich heemport. Triumph zc. ben gen Himmel, da dein 10. DErr JEfu, wahrer JEfus ist, uns such, was Sieges- Fürst! wir glau- droben, als ein Christ, der ben, daß du schenden wirst geistlich auferstanden. uns deinen Frieden, den du 3. Bergeffe, was dahinbracht mit aus dem Grab ten ist, und tracht nach und aus der Schlacht. dem, was droben, damit Triumph 2c. dein Hertz zu jeder Frist zu 11.Triumph! Triumph! JEſu sen erhoben: Tritt dich ehren wir, und wollen unter dich die böse Welt, durch dich kämpfen hier, und strebe nach des Hima daß wir als Reichsgenoffen mels Zelt, wo JEfus ist zu dort dir folgen durch die finden. Sieges Pfort. Triumph, 4. Quält dich ein schwerer Triumph, Triumph, Sorgen- Stein, dein JE Triumph, Victoria! und fus wird ihn heben: Es kan ewiges Halleluja! ein Christ bey Creußess 151. Mel. Nun freut euch Pein in Freud und Wonne lieben Chrift'n gemein. leben, wirf dein Anliegen ach auf, mein Berß, auf den HErrn, und sorge die Nacht ist hin, die nicht, Er ist nicht fern, weil Sonn ist aufgegangen, er. Er ist auferstanden. muntre deinen Geist und 5. Geh mit Maria Mage Sinn, den Heiland zuum- dalen und Salone zum fangen, der heute durch Grabe, die früh dahin aus des Todes Thur gebrochen Liebe gehn, mit ihrer Sal aus dem Grab herfür, der bungs- Gabe; so wirst du ganzen Welt zur Wonne.fehn, daß JEsus Christ 2. Steh aus dem Grab vom Tod heut auferstans der Sünden auf, und such den ist, und nicht im Grab ein neues Leben: vollführelzu finden. m 178 Von der Auferstehung JEfu Chrifti. 6. Es hat der Low aus insgemein zum neuen Le Juda Stamm heut fieg- ben gehen ein, das du uns reich überwunden, und das hast erworben. erwürgte Gottes- Lamm 10. Sey hochgelobt in hat uns zum Heil erfunden dieser Zeit von allen Gotdas Leben und Gerechtigtes Kindern, und ewig in feit, weil Er nach über der Herrlichkeit von allen wundnem Streit die Fein- Lleberwindern, die überde Schau getragen. wunden durch dein Blut, 7.Drum auf mein Herz! HErr JEfugieb uns Kraft fang an den Streit, weil und Muth! daß wir auch JEfus überwunden: Er überwinden. wizdauch überwindenweit 152. Mel. Erschienen ist der in dir, weil Er gebunden herrlich' Tag. der Feinde Macht, daß du aufstehst, und in ein neues Leben gehst, und GOttim vom Glauben dienest. ir dancken dir HErr JEfu Christ, daß du Tod erstanden bist, und haft dem Tod zer8. Scheu weder Teufel, stöhrt sein' Macht, und Welt, noch Tod, noch gar uns das Leben wiederde Höllen Rachen: denn bracht. Halleluja. Jus lebt, es hat kein 2. Wir bitten dich durch Noth, Er ist noch bey den deine Gnad, nimm von Schwachen und den Geuns unsre Missethat, und ringen in der Welt, als ein hilf uns durch die Güte gekrönter Sieges Held, dein, daß wir dein' treue drum wirfiduüberwinden. Diener seyn. Halleluja. 9. Ach! meinHErr JEsu, 3. GOtt dem Vater im der du bist von Todren auf höchsten Thron, samt feie erflanden, rett und aus nem eingebohrnen Sohn, Satans Macht und List dem Heilgen Geist in glei( und aus des Todes Ban- cher Weif, in Ewigkeit fen den, daß wir zusammen Lob und Preis. Halleluja. VI. Von Von der Zimmelfahrt JEfu Chrifti. 179 VI. Von der Himmelfahrt JEsu Christi. 153. M. Wie schön leuchtet Stárek und Kraft, Erquider Morgenstern. dung, Labsal, HergensT Wunder groffer Saft wird uns von dir Sieges Held, du gegeben: Bringe, zwinge Sünden- Träger aller mein Gemüthe, mein GeWelt! heut hast du dich blüte, das es preife, dirLob, gefeßzet zur Rechten deines Ehr und Dand erweise. Baters Kraft, der Feinde 4. Zeuch, JEsu, uns, Schaar gebracht zur Haft, zeuch uns nach dir, hilf, daß bis auf den Tod verleßet: wir fünftig für und für Machtig, prachtig, trium- nach deinem Reiche trachphirest, jubilirest, Todundsten: Laß unser Thun und Leben, ist HErr Christ, dir Wandet seyn, daß wir mit untergeben. Demuth gehn herein, all 2. Dir dienen alle Che Leppigkeit verachten: Unrubim, viel tausend hohejart, Hoffart laß uns meis Seraphim dich, Sieges- den, Christlich leiden, wohl Fürsten, loben, weil du ergründen, wo die Gnade den Gegen wiederbracht, sey zu finden. mit Majestät und grosser 5. Sey, JESU, unser Pracht zur Freude bist er- Schuß und Schaß, feyunhoben; Singet, flinget, fer Ruhm und vester Plas, rühmt und ehret den fo darauf wir uns verlaffen! fähret auf gen Himmel laß suchen uns, was dromit Posaunen und Geben ist, auf Erden wohnet tümmel. Trug und List; Es ist auf 3. Du bist das Haupt, allen Straffen Lügen, hingegen wir sind Glieder; Trügen, Angst und Pla ja es komt von dir aufuns gen, die da nagen, die da Licht, Troft und Leben; quálen stündlich arme Heil, Fried und Freude, Christen- Seelen. M 2 6. HErr 180 Von der Simmelfahrt 6. HErr JEsu komm, 3. Ach HErr! laß diese du Gnaden- Thron, du Gnade mich von deiner Sieges Fürst, Held, Da- Auffahrt spüren, daß mit vids- Cohn! komm, stile dem wahren Glauben ich das Verlangen! Du, dumag meine Nachfahrt zie bist allen uns zu gut, oren, und denn einmal, JEfu, durch dein then wenn dirs gefällt, mit res Blut ins Heiligthum Freuden scheiden aus der gegangen: Komm schier, Welt. HERR, höre dis hilf mir, denn so follen mein Flehen. denn so wollen wir ohn55. mel. un freut euch lies Ende, frölich flopfen in ben Chrift'n gemein. die Hände. 154. Mun freut euch 2c Auf diesen Tag bedenden wir, daß Christ Juf Chriſti Dimmelfahrt gen Himmel gefahren, und allein ich meine Nach- danken GOtt aus hoch. fahrt gründe, und allenft'r Begier, mit Bitt, Er Zweifel, Angst und Pein woll bewahren uns arme hiemit stets überwinde: Sunder hie auf Erd, die Denn weil das Haupt im wir von wegen manch'r Himmel ist, wird seine Gefährd ohn Hoffnung Glieder JEsus Chrift zurhan kein Troste. rechten Zeit nachholen. 2. Drum fey GOTT 2. Weil er gezogen Him Lob, der Weg ist g'macht, mel an, und grosse Gab'n uns steht der Himmel of empfangen, mein Herß fen; Christus schließt auf auch nur im Himmelfann, mit großem Pracht,( vor sonst nirgends, Ruh er- hin war all's verschlossen.) langen; denn wo mein Bers glaubt, des Berg Schak gekommen hin, dajist Freuden voll, dabey ist auch stets mein Herber sich denn rüsten foll und Sinn: Nach Ihm dem HErren nachzufol mich sehr verlanget. Igen. 3. Wer JEfu Chrifti. 181 3. Wer nicht folgt, noch der auferstanden ist, des sein'n Willen thut, demins Baters Bulb erworben, nicht Ernst zum HErren; daß wir nun nicht in Denn Er wird auch vor Adams Fall umtommen, Fleisch und Blut sein Him- und auch sterben all, sonmelreich versperren. Amdern das Leben erben. Glauben liegts, so der ist 156. In bekanter Mel. recht, so wird auch g'wißhrift fuhr gen Himmel: Das Leben ſchlecht zu Son was sandt Er uns hers nieden? den Tröster, den im Himm'lgerichtet. 4. Solch Himmelfahrt Heiligen Geist, zu Trost fåht in uns an, wenn wir der armen Christenheit. den Bater finden, und Kyrieleis. flichen stets der Welt ihr 2. Halleluja, HalleluBahn, thun uns zu Got- ja, Halleluja. Des soll'n tes Kindern; die fehn hin- wir alle froh seyn, Chriauf, und Gott herab, an ftus will unfer Trost seyn. Treu und Lieb geht ihn'n Kyrieleis. nichts ab, bis sie zusam- 157. mel. un freut euch 26. men kommen. u fährst gen Dimmel, 5. Dann wird der Tag JEfu Christ, die erst freudenreich, wenn Stätt mir zu bereiten, uns GOtt zu ihm nehmen, auf daß ich bleibe, wo du und seinem Sohn wird bist, zu ewiglichen Zei machen gleich, als wir denn ten: Du fährst, mein jetzt bekennen; da wird sich Heiland, in die Höh auf finden Freud und Muth, daß ich in die Höh auch in Ewigkeit beym höchsten geh; dis kann mich recht Gut. Gott woll, daß ergoßen. wird erleben. 2. Du fährst, mein 6. Chr' sey dem HEr- JEfu, Wolden an, und ren JEfu Chrift, der für dringst durch alle Hitamel, uns ist gestorben, und wie damit ich dir nachfahren M 3 fann 182 Von der Himmelfahrt kann aus diesem Welt- Ge- ren Krieg erworben hast, timel. Du bist, mein JE- recht preisen, und dir gnug fu, aus dem Leid gegan- Ehr erweisen. gen in die höchste Freud, 2. Du hast die Höll und daß stete Freud mich labe. Sünden- Noth ganz rit. 3. Wo JEfus ist, da terlich bezwungen; Du komm ich hin, bey JEfu hast den Teufel, Welt und will ich bleibe. Drum steht Tod durch deinen Tod vers zu JEſu stets mein Sinn, drungen: Du hast gesieget nichts soll mich von ihm weit und breit; wie werd treiben. Ob ich schon duld ich solche Herrlichkeit, o hier manche Noth, so werd HErr, in diesem Leben ich doch, nach meinem Tod gnug würdiglich erheben. ben JEfu recht erquicket. 3. Du hast dich zu der 4.Gozage nicht, du mei- rechten Hand des Baters ne Seel, laß nur den Kum hingeseßet, der alles dir hat mer fahren, und dich nicht zugewandt, nachdem du, allzuschmerzlich quát, ich kaum verleget, die stárckwerd nach kurzen Jahrensten Feind haft umgegelangen aus dem Jam- bracht, Triumph und Sieg merthal, hin in den schö- daraus gemacht, und sie nen pimmels- Saal, da auf deinen Wagen gang JEfus mich wird trösten. herrlich schau getragen. 158.M. Ermuntre dich mein schwacher Geist. 4. Nun lieget alles unter dir, den Vater ausgenomDuLebens- Fürst, HErr men: die Engel müssen JEfu Christ, der du für und für dir aufzuwars bist aufgenommen gen ten kommen: die Fürsten Himmel, ta dein Vater tehn auch auf der Bahn, ist, und die Gemein der und sind dir willig unter Frommen: wie soll ich then, Luft, Wasser, Feur Deinen groffen Sieg, den und Erden muß dir zu du uns durch den schwe- Dienste werden. 5. Du JEfu Chrifti. 183 5. Dustarder Herrscher den wir, den Engeln gleids, fähreft auf mit Jauchßen ja nicht heraußen bleiben; und Lobsagen, und gleich du wirst uns deine Kins mit dir in vollem Lauf, auch derlein, mein GOtt, nicht mehr denn tausend Wa- laffen von dir seyn, die ih. gen: Du fähreft auf mit nen vet vertrauen, dein Lobgefang, es schallet der Herrlichkeit zn schauen. Posaunen Klang, Mein 9. Hilf, daß wir suchen GOtt, vor allen Dingen unsern Schaß, nicht hier will ich dir auch lobfingen. in diesem Leben, besondern 6. Du bist gefahren in dort, wo duden Platz wirst die Höh, hinführend die Gottes Kindern geben. Gefangnen, so uns mit Ach! laß uns streben best Thranen, Ach und Wehlund wohl nach dem, was benetzet oft die Wangen; künftig werden soll, so köndrum preifen wir mit süßnen wir ergründen, wo sem Schall, o starder dein Gezelt zu finden. GOtt, dich überall, wir, 10. Zieh uns dir nach, fo die wir so viel Gaben von laufen wir, gieb uns des dir empfangen haben. Glaubens Flugel: hilf, daß 7. Du hast durch deine wir fliehen weit von hier Himmelfahrt die Strassejauf Israelis Hügel. Mein uns bereitet; Du haft den GOtt! wenn fahr ich doch Weg uns offenbahrt, der dahin, da ich ohn Ende uns zum Vater leitet. Und frölich bin? Wenn werd weil denn du, HErr JEsulich vor dir stehen, dein Christ! nun stets in deiner Angesicht zu sehen? Wohnung bist, so werden 11. Wenn soll ich hinins ja die Frommen dahin Paradeis zu dir, HErr auch zu dir kommen. JEsu, kommen? Wenn 8. Ist unser Haupt im fost ich doch das Engelsüß? Himmelreich, wie die Wann werd ich aufgeApostel schreiben, so wer- Inommen? Mein Heiland komm 184 Von der Zimmelfahrt komm und nimm mich an, den, lobsinget ihm alles, auf daß ich frölich jauch was hohlet den Odem. Ben kann, und klopfen in Ein König ist GOtt, der die Hände: Halleluja ohn HERR über die Heiden, Ende! Er fiset auffeinem Stuhl, 159. Mel. Ach! alles was selbe zu weiden. Simmel zc. 5. Die Fürsten der Völ rolocket mit Händen, der sind alle gezählet zu ihr Bölcker, nun alle, einem Bold Abrahams, und jauchzet dem Höchsten dasGOtt erwählet. Denn mit frölichem Schalle. Gott ist sehr hoch bey den Denn GOtt der Aller- Schilden auf Erden, und höchst ist schrecklich dort wird noch viel höher und oben, ein König fehr hoch herrlicher werden. auf der Erden erhoben. 160 In bekannter Mel. 2. die Bolder wird unter uns Gen Himmet aufgefahrenist, Halleluja! der zwingen! die Leut unter König der Ehren JEfus unsere Fiffe nun bringen. Christ. Halleluja! Denn Er uns ein Erbtheil 2. Er fizt zur Rechten erwählet, und giebet die Gottes Dand, Halleluja! Herrlichkeit Jacobs, den herrscht über Dimm'l und Er hat geliebet. alle Land. Halleluja! 3.Frolockend mit jauch 3. Nun ist erfüllt, was Bendem Schall Gott aufg'schrieben ist, Hallel. in fähret, der HErre, mit Pfalmen von dem HErren hellen Posaunen beehret. Christ. Halleluja! Lohfinget GOtt, finget, 4. Nun fißt beym HErlobsinget, lobfinget, lob- ren Davids HErr, Hallel. finget, Lob unserem Ko- wie zu ihm hat gesagt der nige bringet. DErr. Hallel. 4. Denn Gott ist ein 5. Drum jauchßen wir Konig auf diesem Erdbo- lmit groffem Schall'n, Halleluja. JEfu Chrifti. 185 leluja! dem HErren Chriftnach sich lassen, Er zeiget zu Wohlgefall'n. Hallel. uns die Straffen, Er 6. Wir lob'n die heilgemacht uns sichre Bahn. Dreyfaltigkeit, Hallelu 4. Wir sollen himmlisch ja! GOtt Vater, Sohn werden, der HErre macht und Heilgen Geist, Bal- uns Platz; Wir gehen von leluja! der Erden dorthin, wo uns fer Schat: Ihr Herzen, macht euch auf, wo JE. 161. M. Mit Ernst themen schen Kinder. Himmel mit frohem sen das Bertangen, dahin Jubel Schall, mit prách- sey euer Lauf. tigem Getümmel, und mit 5. Laßt uns zum HimPosaunen- Hall. Lobsingt, met springen mit herzlicher lobsinget GOtt, lobsingt, Begier: laßt uns zugleich lobfingt mit Freuden dem auch singen: Dich, JEsu, Könige der Heiden, dem suchen wir! dich, o du HErren Sebaoth. Gottes Sohn, dich Weg, 2. Der HERR wird dich wahres Leben, dem aufgenommen, der gan- alle Macht gegeben, dich He Himmel lacht, um Ihn unsers Hauptes Kron. gehn alle Frommen, die 6. 2de mit deinen Er hat frey gemacht. Es Schäten, du Truges- volle holen JEfum ein die lau- Welt, dein Koth kann nicht tre Cherubinen, den hel lergößen: Weist du, was len Seraphinen muß Ersuns gefällt? Der HErr willkommen feyn. ist unser Preis, der HErr 3. Wir wissen nun die ist unsre Freude, und köstStiege, die unser Haupt liches Geschmeide, zu Ihm erhöht, wir wissen zur Ge- gilt unfre Reif. nüge, wie man zum Dim 7. Wenn soll es doch ges mel geht. Der Heiland schehen? Wenn kommt die geht voran, will uns nicht liebe Zeit, daß wir Gott M 5 wers 186 Von der Zimmelfahrt werden fehen in seiner alles wird mir Pein, ohne Herrlichkeit? Du Tag, dich, mein JEsu, seyn. wenn wirst du seyn, daß 6. Laßhergegen mich zer wir den Heiland grüssen, reiffen, und vom Basilisk daß wir den Heiland küflerbeissen; Wenn ich nur fen? Komm, stelle dich bey dir soll seyn, so dunckt doch ein. michs doch keine Pein. 162. Mel. Liebster JEsu, dus 7. Ach, wer hilft mir wirst zc. doch erwerben, daß ich meiner armenschleunig moge sterben! Seele, Troster in der daß ich ende meine Pein, Trauer Höhle, ach! wie die ich hab, bey GOtt zu ifts so groffe Pein, lang feyn. und ferne von dir ſenn. 8. Belfer meiner ar 2. Schau, ich zähle Tagmen Seele, Trdster in der und Stunden, bis ich selig Trauer Höhle, JEfu! werd entbunden, ach! wen JEsu! du allein, must end't sich meine Pein, daß nur meine Hülfe seyn. ich fonder dich muß feyn. 163. Mel. O GOtt du from. 3. Schneid den Lebens mer GOtt. Faden abe, bring michegund betrachten wir, Denn es macht mir doch fahren; mit Bitt', o nur Pein, wenn ich nicht höchster GOtt, du wollest bey bir soll seyn. uns bewahren, weil wir 4. Laß mich alle Luft noch unten stehn in dieser geniessen, laß mich allejargen Welt, da uns im Kunste wissen: Wenn ich Tiefen nichts, als Sund nicht bey dir soll seyn, so und Noth befällt. gebiert es mir nur Pein. 2. Doch ist der Weg ge5. Laß mich alle Welt bahnt, der Himmel steht berehren, musicir'n mit uns offen: Nun können tausend Chören; Alles wir von GOtt den rechten Ein JEfu Chrifti. 187 da komm ich her. Einfluß hoffen. Wer die- 164 M Domimmel hoch sen Zugang kennt, des Herz ist Freuden voll, un freut euch Gottes denn er schaut Christo Kinder all, der HErr nach, wie er ihm folgen soll. fährt auf mit grossem 3 3. Wer diesen Weg Schall, lobsinget ihm, nicht sucht, dem ifts nicht lobsinget ihm, lobsinget Ernst zum HErren, derlihm mit heller Stimm. da vor Fleisch und Blut 2. Die Engel, und all den Himmel will versper- Himmels- Heer, erzeigen ren; Am Glauben liegts Christo göttlich' Ehr, allein, ist der im Herzen und jauchßen Ihm mit recht, so kommt die Hülf frohem Schall, das thun herab, und wird das die lieben Engel all. Fleisch geschwächt 3. Daß unser Heiland 4. Dis ist die Fahrt JÉSUS Christ, wahr'r für uns, den Bater bald Gettes Sohn, Mensch zu finden, die Bahn der worden ist, des freuen Welt zu fliehn, und zussich die Engel sehr, und entgehn den Sünden: gönnen uns gern folche Fahrt nun die Seel hinauf, Ehr. so fährt der HErr herab, 4. Der HErr hat uns und wo der Vater wohnt, die Stätt bereit't, da wir gehts nie ohn Segen ab. foll'n bleib'n in Ewigkeit: 5.O HErr, bleib stets 2obsinget ihm, lobsinget geneigt, uns freundlich ihm, lobsinget ihm mit aufzunehmen, wenn wir heller Stimm. durch Christum uns zur 5. Wir sind Erben im Himmelfahrt bequemen: Himmelreich, wir find Zeuch uns zu dir hinauf den lieben Engeln gleich: bis wir mit reinem Muth das sehn die lieben Engel mit dir vereinigt fenn, als gern, und dancken mit unserm höchsten Gut. uns GOtt dem HErrn. 6. 188 Von der Zimmelfahrt 6. Es hat mit uns nun ohn durch den Heilgen keine Noth; der Garan, Geist allein, der muß die Sund und ewger Tod all- Herßen machen rein. samt zu Schanden worden 12. So manche schöne find, durch Gottes und Gottes- Gab bringt uns Marien Kind. der HeilgeGeist herab, und 7. Den Heilgen Geist uns vorm Satan wohl befendt Er herab, auf daß wahrt; solchs schafft des Er unfre Herhen lab, und HErren Himmelfahrt. trost' uns durch sein gött 13. Sodandet nun den lich Wort, und uns be- lieben HErrn, und lobet hut vors Teufels Mord. seinen Namen gern; loba 8. Also baut Er die finget mit der Engel Chör, Christenheit zur ewgen daß man es in dem HimFreud und Seligkeit: Al- mel hör. lein der Glaub an JEsum Christ das recht Erkennt niß Gottes ist. 14. GOtt Bater in der Ewigkeit, es fagt dir dei. ne Christenheit groß Chr 39. Der Heilge Geist den und Dand mit höchstem Glauben stårdt, Geduld Fleiß, zu allen Zeiten Lob und Hoffnung in uns und Preis. wirkt, erleicht't und macht 15. HErr JEfu Chris die Berzen vest, und uns ste Gottes Sohn, gewalin Trubsal nicht verläßt. tig, herrlich, prachtig, 10. Was uns die gött- schón, es danckt dir deine lich Majestát am heilgen Christenheit, von nun an Creuß erworben hat, das bis in Ewigkeit. theilet aus der Heilge 16. O heil'ger Geist, Geist, darum er unser du wahrer GOtt, der du Lehrer heist. uns tröst'st in aller Noth, 11. Der Vater hat den wir rühmen dich, wir los Sohn gesandt, der Sohn ben dich, und sagen dir wird anders nicht erkannt, Dand ewiglich. 165. M. JEfu Chrifti. 189 herrlich' Tag. W 165.Mel. Erschienen ist der] 6. All Teufel, Welt, Sund, Holl und Tod, dancken dir, HErr er alles überwunden hat. JEfu Christ, daß du Troß, wer da will, es liegt gen Himm'l gefahren bist. nichts dran, den Sieg muß O starcker GOtt, Imma- Er doch allzeit han. Hallel. nuel, stárd uns an Leib, 7. Wohl dem, der Ihm stard uns an Seel! pallel. vertrauen thut, und hat in 2. Nun freut sich alle Ihmein'n frischen Muth, Christenheit, und singt Welt, wie du wilt, wer und springt ohn alles Zeid. fragt nach dir? nachChristo GOtt Lob und Dand im steht unser Begier. Hallel. höchsten Thron, unser 8. Er ists, der HErr und Bruder ist Gottes Sohn. unfer Trost, der uns durch Halleluja. fein Blut hat erlöft, das 3. Gen Himmel ist ge- G'fängniß Er gefangen, fahren hoch, und ist doch hat, daß uns nicht schad allzeit bey uns noch: sein der bittre Tod. Halleluja. Macht und G'walt un 9. Wir freuen uns aus endlich ist, wahr'r GOtt Herßens- Grund, und fina und Mensch zu aller Frist, gen frölich mit dem Mund: Halleluja. unser Bruder, Fleisch, 4. Lleb'r alle Himmel Bein und Blut, ist unser hoch erhebt, üb'r alle Enget allerhöchstes Gut. Hallel. machtig schwebt, üb'r alle 10 Durch Ihn der HimMenschen Er regiert, und mel unser ist, hilf uns, o alleCreaturen führt. Hall. Bruder JEfu Christ, daß 5. Zur Rechten Gott's wir nur trauen vest auf des Baters groß, hatEr all dich, und durch dich leben Macht ohn alle Maaß, all ewiglich. Halleluja. Ding sind Ihm gang un- 11.Amen! Amen! HErr terthan, Gottes und der JEfu Chrift, der du gen Marien Sohn. Hallel. Himm't gefahren bist, bes halt 190 Von der Zimmelfahrt JEfu Chrifti. halt uns, HErr, bey reiner 2. Ich geh vom Abend Lehr, des Teufels Trug und bis zum Morgen, in groß Listen wehr. Hallel. fen Kummer, groffenSor12. Komm, lieber HErr, gen, daß ich nicht seh sein komm, es ist Zeit, zum leß- Angesicht; Ich ängste mich ten G'richt und Herrlich in meinem Bergen, ich leide keit, führ uns aus diesem Pein und groffe Schmera Jammerthal, in den ewißen, daß mir mein liebster gen Freuden- Saal. Hall. Schats gebricht. 13. Amen! fingen wir 3. Wergiebt mir, daß ich noch einmal, und sehnen Ihn geschwinde, wie ich be uns ins Himels Saal, da gehr, erblick und finde, und wir mit deinen Engelein unzertrenlich bey ihm sey? das Amen wollen singen Wer will mir, um mich zu fein. Halleluja. erheben, der Morgenrothe Flügel geben? Daß ich Ihn suche frisch und frey. 4. Ist er im Haus der gangen, der meine Ewigkeiten, mir eine Woh Seele hält gefangen, der nung zu bereiten; ſo mach mir mein Herz genommen ers bald und säum sich hat? Wo ist die Sonne nicht; Ich werde sonst vor der Betrübten? Wo ist der Leid verderben, und gleich Leitstern der Verliebten? wie ein Berliebter sterben, der mich getröstet früh wo es in kurgem nicht ges und spat. schicht. 166. In eigener Mel. ist der Liebste hinge Wº Vom Heiligen Geist. Welcher uns zum Genuß des Heils bringet. 167. M. Aun laßt uns den seiner leiblichen Person, Leib begraben. von dieser Welt abscheiden T 5ls JEfus Christus woll'n, sagt er sein'n Juns Gottes Sohn, mit gern unverhohin. 2. Ich Vom Heiligen Geift. 191 2. Ich geh zu Gottes die Junger redten nu, mit Majestät, ihr aber geht neuenZungengroffeDing, nicht aus der Stått, bis das vielen ſehr zu Herzen euch zuvor himmlifche, ging. Kraft bestätiget zur Rit- 8. Derhalben sprachen terschaft. etliche: Die Männer sind 3. Die Jünger glaubten von Galilá, wie reden fie diese Wort, blieben ver- denn unsre Sprach, so fami't an einem Ort, ein grosse Ding' vorbringen tráchtig nach Chriftlicher auch? Weif', betend zu GOtt mit 9. Etliche sprachen: Sie allem Fleiß. find voll, fie reden wie die 4. Nach Ostern an dem Trunckenbold: Petrus funfzigst'n Tag, den manlaber voll Gottes- Kraft, den Pfingst- Tag nennen gab ihnen freudig Rechenmag, zehn Tag nach Chri- schaft. sti Himmelfahrt, ward 10. Nahm Wort vor ein sehr groß Ding offen sich aus Joels Buch, und bahrt. aus dem Pfalter manchen 5. Des Morgens um Spruch, redet, daß durch die dritte Stund, weil sie viel Herßen drang, und sie beren aus Herzensgrund, also zu reden zwang. kam der Heilige Geist ins 11.O lieben Bruder ras Haus, wie ein Sturm- thet zu, wie kommen wir wind mit groffem Braus. zur rechten Ruh? Wir fin6. Saß auf jeglichen un- den bey uns nichts denn ter ihr's, gab ihn'n allen Sünd, sagt, wer uns denn rechtswaffnen Sinn, sagt davon entbind? ihn'n von Gottes Wun- 12. Petrus sprach: derthat, mit neuen Spra- Bessert euer Thun, und chen ohne Spott. glaubt an Christum Got. 7. Auf diesen Sturm tes Sohn, betet ihn an lief viel Volck zu, und sieh'imit Herz und Mund, und last 192 Dom Heiligen Geist. laßt euch tauff'n aufseinen dich von Herzen lieb zu Bund. haben. 13. Sie thaten, wie 3. Bräutigam der Seeihn'n Petrus rieth, kamen len, laß mich in der Holen von ihrem bösen Tritt, deiner Lieblichkeit, Ruh glaubten, und empfingen und Zuflucht finden, las die Tauff, lief'n einen gott- mich von den Winden triber Noth befreyt: Komm seligen Lauf. 14. Ey nun verleih, Heihervor, o Gnaden- Sone, liger Geist, daß wir uns füffe mich mit Trost und halten allermeist nach die- Wonne. fer ersten Kirchen- Weif', 4. Theure Gottes Gabe! dir, GOtt, zu kob, Danc, komm, o fomm, mich labe, Ehr und Preis. fieh, ich bin verschmacht't: fomm, o mein Berlangen, fomm, mein' Lieb gegans 168. In eigener Mel. Brunnquell allerGüter, gen, denn mein perse Herrscher der Geslacht, wird von neuem müther, lebendiger Wind, gantz erquicket, wenn es, Stiller aller Schmerzen! Labsal, dich erblicket. 5. Wie ein Hirschlein deffen Glang und Kerzen mein Gemüth entzündt: gehnet, fich nach Wasser lehre meine schwache Sai- jehnet, wenn es wird gea ten, deine Kraft und Lobljagt; so pflegt mein Ge ausbreiten. müthe, HErr, nach deiner 2. Starder Gottes- Güte, wann es wird geFinger, fremder Spra- plagt, tief zu seufzen und chen. Bringer, süfferim Dürren nach dir, rei Hergens- Saft! Tröfterscher Strom, zu girren. der Betrübten, Flamme 6. Wahrer Menschender Berliebten, alles Schöpfer, unsers Thones Athems Kraft: gieb mir Topfer, GOtt von Ewig deine Brunst und Gaben./keit! Zunder keuscher Liebe, gieb 3 Vom Heiligen Geist. 193 giv, daß ich mich übe, auch und füll es ganz mit Herra im Creuß und Leid, alies lichkeiten aus, ach! heuge dir anheim zu stellen, und mich, wie du der Heilge mich tröst in allen Fällen. heisfest, und unsern Sinn 7. Führe meine Sachen, der Sünd und Welt ents meinen Schlaf und Wa- reisfest. chen, meinen Tritt und 3. Dein Ruf, Beruf, Gang, Glieder und Ge Erleucht- und Samme. fichte, daß mein arm Ge- lung, hat mich gebracht tichte, daß mein schlecht zur Christen- Huldigunge Gefang, Wandel, Werd auf meine Tauff wurest und Stand vor allen, dir, du schon ausgegossen, seit o Bater, mag gefallen. dem von dir viel Gnad 8. Laß den Fürst der auf mich geflossen. Bollen nicht mit Listen 4.Dein Amt bestraft die fällen meiner Tage Lauf; Welt um ihre Sünd, thu nimm nach diefem Leiden, wegaus mir, was sich noch mich zur Dimmels- Freu- schlimmes findt, durchs den, einen Diener auf, da fránd, durchbrenn, ente foll dich mein Mund erhe- fündge meine Sinnen, ben, dir ein Hallel. geben. und schaff in mir neu Le 169. Mel. Auf, auf, meinden und Beginnen. Berg und du. D 5. Mach. daß mein Geist u Geist des HErrn, vor dir zerknirscht erschein, der du von Gott aus- in seinen Grund floß Wehe gehst, und selbst als GOtt und Demuth ein, durch in gleichem Wefen stehst: autre ihn von allen Eitel Kraft aus der Höh, komm, feiten, daß deinem Trieb mich zu überschatten, kom nichts könnewiderstreiten. deinem Lob und meiner 6. Magneten Trieb, ac! Bitt zu statten. zeuch mich von der Erd, 2. Bethrone mich, dein damit ich folg, wenn ich begüldnes Tempels- Haus, lweget werd, verneure mich in n 194 Dom Heiligen Geist. in dem bestärkten Glau 11. O licht vom Licht, ben, die Ritterschaft, laß gib mir vollkommnen Tag, keine Feinde rauben. daß JEsus sich in mir 7. Du göttlichs Feur, verkláren mag, du Stimm' entzünde mein Gebet, des HErrn, eröfne, was wenn deine Brunst in verborgen, du Finger, meiner Brust entsteht, die deut und zeig den hellen Andacht laß mein Her Morgen. durchdringend fühlen, darinnen dir erwecklich an fing'n und spielen. 12. Werdmeister, hilf unserm HimmelsBau, und vollbereit, was 8. Du Weisheit selbst, du ich noch niedrig schau, Abgrund ohne End, Ver- gebrauch mich selbst, nunft und Kunst ist ohne zum Werkzeug deiner dich verblendt; gib mir Gnaden, laß, was du Verstand und dein gelehr- wirckst, vollkommentlich tes Wissen, wie Salomon gerathen. zu bitten fich befliffen. 13. Der Seelen, gib den 9. Im Wort, da sich Gott wahren Schmuck und hat geoffenbahrt, weist Zier, hab Lust an ihr du allein die recht Ausle- und ihrer Sehn- Begier, gungs- Art, aus dir allein, den Balſam kann sie nirdurch deine Kraft getrie- gend sonst erwarten, du ben, hat der Prophet und fanfter West, komm, weh, Junger es geschrieben. durch meinen Garten. 10. Drum Klarheit, 14. Du Salbungs- Del, fomm, komm und erleuch- verleih vermehrte Kraft, te mich, sonst tappe ich du Hauch von GOtt, blaf und stoß mich jämmerlich, ein Geruch und Saft, du komm, Meister, lehr Gottsfüffer Hort, laß deine Labesser zu erkennen, durch bung spüren, und all mein dich allein Ihn einen Thun zugleich nachdrückHErrn zu nennen. lich rühren. 15. Vom Geiligen Geist. 195 15. Gib den Geschmack 170. M. Dancker dem Ers der Kräfte jener Welt, ren denn er ift 2c. die füffer find als Honig, Geiſt aller Geiſter uners Wein laß die dein Natur der Gottheit mich name sey jetzt gleichfalls geniessen, und sich in mir hochgelobet. lebendigen Trost er gieffen. 2. Die unerschöpflich Quell des ewgen Baters 16. Du Kleinod, sprich sich als der Strom des Les der Seelen freundlich bens flar ergieffet. zu, dein Reich heist ja 3. Du gehest aus vom nur Friede, Freud und Sohn ein Geist des MunRuh, zeug, das ich sey des, und falbest ohn Maaß ein Kind und Erb von den Gefalbten Gottes. Himmel, das Abbaschreyt 4. Bon dir wird das, auch unterm Welt- Ge- was lebt und webt, begeitümmel. stert. Der ganze Erd17. Drum der du auch Creis ist voll deiner Güte. Geist der Verheiffung! 5. Der Sünder wird heist, ein theures Pfand, durchs Wort von dir ge das mich auf Hoffnung fchlagen: dein Hauchen speist, verfiegle mich bis tödtet plößlich den Gott zu den bessern Zeiten, lofen. mach mich gewiß der ewgen Seeligkeiten. 6. Du schredkst und töd. test Herßen und Gewissen; 18. Nun Heilger Geist wer deinem Finger folget, bethronst du mich alfo, ach! ist genesen. wer ist wohl, der mehr be 7. Das Licht, die Weis glückt und froh? Wirst heit und die Kraft des Ledu mich so mit Gnad und bens, schenckst du dem, der Trost verneuren, so kanjan JEfum einßig gläubet, ich recht ein stetes Pfingst Fest feyren. 8. Durch Blut, Geist, Wasser, als der dritte Zeus N 2 ge 196 Vom Heiligen Geist ge, vom Himmel wirds du Jamer, da wir hin, durch in der Kindern Gottes. Adams- Fall gefallen: 9. Du tódtst das Fleisch durch dieses Fallen ist die und stärchst die Seel im M chr des bösen Geistes Leben: Die Todten wirstleider! bracht auf ihn und du einsten all erwecken. auf uns allen. 10. HErr unser Herr 4. Wir halten, HErr, scher! herrlich ist dein Na- an unserm Deil, und find me in allen Landen, die gewiß, daß wir dein Theil danckt man im Himmel. in Christo werden bleiben, 11. Lob, Ehrund Preis die wir, durch seinen Tod fey dir, o GOtt! gefungen, und Blut, des Himmels dem Vater, Sohn, und Erb und höchsles Gut zu Heil'gem Geiste, Amen. haben treulich glauben. 171.M. Kommt her mir 2c. Ott Bater, sende dei 5. Und das ist auch ein Gnaden- Werd, und deinen Geist, den uns nes heilgen Geites Stärk, dein Sohn erbitten heißt, in uns ist kein Bermögen. aus deines Himmels Hd Wie bald wird unser hen: wir bitten, wie Er Glaub und Treu, HErr, uns gelehrt; laß uns doch wo du uns nicht stundest je nicht unerhört von dei bey, sich in die Asche legen. nem Throne gehen. 6. Dein Geift hålt un2. Kein Menschen- Kind fers Glaubens Licht, wenn hier auf der Erd ist dieser alle Welt dawider ficht edien Gaben werth, bey mit Sturm und vielen uns ist kein Verdienen. Waffen: und wenn auch Hier gilt gar nichts, als gleich der Fürst der Welt Lieb und Gnad, die Chri- silbst wider uns sich legt stus uns verdienet hat mitjins Feld, so kann er doch Büffen und Berfühnen. nichts schaffen. 3. Es jammert deinen 7. Wo Gottes Geift ist, Bater Sinn der groffelda ist Sieg, wo dieser hilft, Da Vom Heiligen Geift. 197 da wird der Krieg gewiß- des HErren Haus in dies lich wohl ablaufen. Was sem Leben bauen; Er ziert. ist doch Satans Reich und ihr Herz, Muth und Vers Stand? Wenn Gottes stand, läßt ihnen, was uns Geist erhebt die Hand, unbekannt, zu unserm Bee fällt alles übern Haufen, sten schauen. 8. Er reißt der Höllen 12.Eröfnet unsers Ber Band entzwey, Ertröst't ßens Thor, wenn sie sein und macht das Herze fren Wort in unser Ohr, als ed von allem, was uns från- len Saamen ftreuen. Er det. Wenn und das Un giebet Kraft demselben glücks- Wetter schreckt, so Wort, und wenn es fället, ist Ers, der uns schützt und bringt ers fort, und lästes deckt, viel besser als man wohl gedeyen. dendet. 13. Er lehret uns die 9. Er macht das bittre Furcht des HErrn, liebt Creuße fuß, ist unser Licht Reinigkeit, und wohnet im Finsterniß, führt uns gern in frommen keuschen als seine Schaafe, hátt Seelen; was niedrig ist, über uns sein Schild und was Tugend ehrt, was Macht, daß seine Heerd' Busse thut und sich bein tiefer Nacht, mit Ruh kehrt, das pflegt Er zit ers und Friede schlafe. wählen. 10.Der Geil, den GOtt 14. Er ist und bleibet vom Himmel giebt, der lei stets getreu, und steht uns tet alles, was ihnliebt, auf auch im Tode bey, wenn wohlgebahnten Wegen alle Ding abstehen; Er Er setzt und richtet unsern lindert unsre lehte Quaal, Fuß, daß er nichts anders läßt uns hindurch ins treten muß, als wo man HimmelsSaal getroft und findt den Seegen. frölich gehen. 11.Er macht geschickt und 15.felig! wer in dieser rüstet aus die Diener, diel Welt läßt diesem Gaste Haus N.3 198 Vom Heiligen Geist. Haus und Zelt in seiner] 4. Ehr sey dem Vater und Seel aufschlagen: Werdem Sohn, dem Heil'gen Ihn aufnimmt in dieser Geist in einem Thron; der Beit, den wird Er dort zur heiligen Dreyfaltigkeit sey ew'gen Freud in Gottes Lob und Preis in Ewigkeit. Bitte tragen. 173. M. Durch Adams Fall 16. Nun, HErr und Ba ist ganz verderbt. ter aller Gút, hör unsern eut ist das rechte JuWunsch, geuß ins Ge bel- Fest der Kirchen muth uns allen diese Gabe angegangen, daran ein Gib deinen Geift, der uns Glanz sich sehen läßt des allbier regier, und dorten Geistes, den empfangen für und für im ewgen Leder Jünger Schaar, die ben labe. offenbar von diesem HimHe 172. Mel. Err JEfu Christ mels- Regen beneßet ist: wahr'r Mensch zc. dis, o mein Christ, kann Err JEfu Christ, dich Berk und Muth bewegen. zu uns wend', dein'n 2. Auf! meine Seel, auf Heil'gen Geist du zu uns und vernimm, wie doch in fend! mit Hilf und Gna- allen Gaffen gehöret wird den uns regier, und unsden die Freuden- Stim: Euch Weg zur Wahrheit führ.jist die Sünd erlassen, nun 2. Thu auf den Mund send ihr frey, es sind ents zum Lobe dein, bereit das wen der Höllen starce Herz zur Andacht fein! den Ketten; ein Sünder kann Glauben mehr, står den vor jedermann jetzt auf den Verstand, daß uns dein Schau- Plaß treten. Nam werd wohl bekannt. 3. Nan wird das Evange3. Bis wir fingen mit lium auf einem WunderGottes Heer: Heilig, hei Wagen des werthen Geilig ist Gott der HErr! stes weit herum geführet und schauen dich von An- und getragen; Owelch ein geficht in ew'ger Freud Schaß! der seinen Plaß und felgem Licht. bey Vom Heiligen Geist. 199 bey frommen Seelen su Pracht undEhren, der will chet, werden nicht nimmt, in euch sein herrlich Reich und dem zustimmt, bleibt erbauen und vermehren. ewiglich verflucher. 7. Seht, hier ist lauter 4. Hier schauet man des Trost und Licht, feht, hier Glaubens Gold, hier wird find Gnaden- Zeichen! hier man frey von Simden, darf kein Christ fich fürchhier läßt ein reicher Gng- ten nicht, hier muß der Sa denhold sich überflüßig ten weichen: des Höchsten finden: Hier ist das Mund macht einen Bund Brodt, das in der Noth mit Ju en und mit Hei kann unfre Seele laben; den; troß jedermann, mun hier finden sich für dich nichts uns kann von Gote und mich viel tausend schö- tes Liebe scheiden. ne Gaber. 8. O Tag des Heils, o 5. Heut hat der große güldner 2 g, desgleichen Himmels HErr Herol- nie gesehen! o Tag, davon den ausgeſendet, schaut man fingen mag, daß feine tapfre Prediger, Wunder sind geschehen, die haben sich gewendet im Himmelreich, als auch an manchen Ort, dazugleich hier unten auf der Flingt ihr Wort: Thut Erden; GOtt fähret auf Buß, ihr Leut auf Erden, des Geistes Lauf muß und dis ist die Zeit, so euch hienieden werden. befrent, und läsfet selig 9. Der Junger Zungen werden. gleichen sich den schallen 6. Es fäßt die wunder- den Posaunen, ihr Haupt schöne Braut sich hören Haar brennet wunderlich, auf den Wegen sie tritt das Bold muß schier cre hervor, und schreyet laut: staunen, es bricht heraus Da komt nun euer Segen; in ihrem Haus ein Wort macht auf die Thür, jetzt von grossen Thaten: o geht herfür der Geist in welch ein Glang, der N 4 himm 200 Vom Heiligen Geist. himmlisch gang, ist auf dis 174 M. Err JEfu Christ, Bold gerathen! dich zu uns wend. 10. Es laffen sich Luft, mm, GOtt Feur und Wind voll Bunomm, GOtt Schöpfer, Heiliger Geist, besuch der sehn und hören, welch, das Herz der Menschen ob sie wohl nicht einig sind, dein, mit Gaben sie füll, doch niemand hier verseh- wie du weißt, daß dein Ge ren: des Windes Kraft schöpf soll vor dir seyn. hat hier geschafft, daß sich 2. Denndu der Tröster die Schwachen stárden. bist genannt, des AllerWer ihn nur hat, kann höchsten Gabe theur, ein' Trost und Rath in allem geistlich Salb an uns geTrubsal mercken. wandt, des Lebens Brun11. O füffer Tag! nun nen, Lieb und Feur. wird der Geist vom Him- 3. Du bist mit Gaben melausgegoffen, der Geist mannigfalt, der Finger der uns der Welt entreißt, Gottes rechter Hand: des und uns, als Reichs- Ge- Voters Wort giebst du gar noffen, der Sterblichkeit bald mit Zungen frey in fogar befreyt, zu JEsu läs- alle Land. fet kommen. Ach! würdich 4. Zund uns ein Licht bald auch dergestalt an die an im Berstand, gib uns sen Ort genommen. ins Herz der Liebe Brunft: 12.Oguter Geist, regiereldes Fleisches Schwachheit doch mein Herz, daß ich dir bekannt, står allzeit dich liebe! daß meine Seel durch dein' Kraft und im Sünden- Joch hinfort Gunst. fich nimmer übe! HErr, laß 5.Des Feindes Lift treib mich bald des Feurs Gevon uns fern, den Frieden walt das himmlisch heißt, schaff in uns dein' Gnad, empfinden, und alle Noth, daß wir dein'm Leiten fol ja selbst den Tod, durch sol- gen gern, und meiden unches überwinden. rer Seelen Schad. 6. Den Dom Zeiligen Geift. 201 6. Den Vater uns wohlj 2. Erleuchte mich, du kennen lehr, und JEsum wahres Licht, daß ich im Christum feinen Sohn, Finstern fierbe nicht: bes daß wir auch geben gleiche chatte mich mit deiner Ehr dir beyder Geist in Kühl, daß ich nicht fremde einem Chron. Hiße fühl: Erquicke meis 7. GOtt, unser Vater, jnes Hertzens Au' mit deis sen allzeit aus Herzens ner heilge Gottheit Thau. Grund von uns gepreist; 3. Komm, komim, du Lob sey HErr JEfu, dir allerliebster Trost, der uns bereit, mit GOtt dem ser Seelen liebste Köst! werthen Heiligen Geist. fomm, kemm du Geber 175. In eigener Mel. aller Gab, ohn welchen ich Kom Heiliger Geist, er- nichts kannoch hab: erfülle Schrein Gläubigen, und entzund mit deiner starden Gott in ihn'n das Feuer deiner heit Wein. Göttlichen Liebe; Der du 4. Gieb, daß ich, wie ein durch Mannigfaltigkeit liebes Kind, GOtt fürcht, der Zungen die Boölker der und Ihme folg geschwind: ganzen Welt versammlet aß ich die Frömmigkeit era haft, in Einigkeit des Glau- lang, und deiner Weisheit bens. Halleluja, Halleluja. Licht empfang, daß ich den 176. Mel. Vater unser im Weg der Seeligkeit betreimmelreich. te mit Beständigkeit. 5. Gib mir die Starcke, höchstes Gut, entzünd das ich kann dir dienen, wie mein Herz mit deiner ein Krieges- Mann; dein Gut: Daß deine füffe Nath regiere meinen Sin, Flammen sich zusammen daß ich recht unterscheiden schlagen über mich, erweck könn: Verleih mir Götts in mir durch deine Gunstlichen Verstand, daß mie o HErr, der wahren Liebe dein Wille sey bekannt. Brunst. N 5 6. Geuß omm Heilger Geist, du Komm 202 Dom Zeiligen Geist. 6. Geuß deiner Weisheit uns GOtt recht erkennen, güldnen Fluß in mich, von Herßen Vater Ihn durch deinen Liebee Kuß nennen! o Herr, behüt daß ich in meinem Herzen vo fremder Lehr, daß wir wiß, wie gut du bist, und nicht Meister suchen mehr, wie so süß: daß ich ausbau denn JEfum Christ mit zu jeder Frist die Wahr rechtem Glauben, und heit, die du selber bist. Ihm aus ganzer Macht 7. O JEfu, der du die vertrauen. Halleluja, Hab fen Gast mir gar gewiß leluja. versprochen haft; O fend 3. Du heilige Brunst, ihn doch in meine Scel, zufüffer Troit, nun hilfund benedeyen diefe Höhl: frölich und getrost in deis Geuß Ihn tief in meinem Dienst beständig bleiHerz hinein, und laß ihn ben, die Trübsat uns nicht ewig ben mir ſeyn. abtreiben! OHErr, durch ein Kraft uns bereit, und des Bld HErre Gött, erfüll digkeit, daß wir hie ritters mit deiner Gnaden Gutlich ringen, durch Tod und deiner Gläubigen Herk, Leben zu dir dringen. HalMuth und Sinn, dein leluja, Halleluja. 177. In eigener Mel, brünstig Lieb' entzünd in 178. m. Liebe die du miche. ihn'n! OHErr, durch dei omm, o komm du nes Lichtes Glang, zu dem Geift des Lebens, wahGlauben verfamiilet hastrer GOtt von Ewigkeit! das Volck aus aller Welt deine Kraft sen nicht verZungen, das sey dir, HErr, gebens, fie erfülluns jederzu Lob gefungen. Hallel. zeit: so wird Geist und Halleluja. Licht und Schein in dem 2. Du heiliges Licht, ed- dunckeln Herzen seyn. fer Hort, laß uns leuchten 2. Giv in unser Herz und des Lebens Wort, und lehr Sinnen Weisheit, Rath, Ver Dom Heiligen Geiß. 203 Verstand und Zucht, daß mein Gott, mein GOtt, wir anders nichts begin- wie lange? ey so mache nen, denn was nur dein den Beschluß; sprich der Wille sucht: dein Erfennt- Seelen tröstlich zu, und niß werde groß, und mach gib Muth, Geduld und und vom Irrthum los. Ruh. 3. Zeige, HERN, die 7. Odu Geist der Kraft Wohlfahrts- Stege, das, und Stárcke, du gewisser was hinter uns gethan, neuer Geist, fördre in uns ráume ferner aus dem deine Werde, wenn der Wege, schlecht und recht Satan auf uns scheußt: sey um und an; wirde Reuschend uns Waffen in den an Sünden statt, wenn Krieg, und erhalt in uns der Fuß gestrauchelt hat. den Sieg. 4. Laß une stets dein 8. HErr, bewahr ouch Zeugniß fühlen, daß wir unsern Glauben, daß kein Gottes Kinder sind, die Teufel, Tod noch Spott, auf Ihn alleine zielen, uns denselben moge rans wenn sich Noth und ben; du bist unser Schuß Drangfal findt: Denn und GOtt; sagt das Fleisch des Baters liebe Ruth ist gleich immer nein, laß dein uns alle Wege gut. Wort gewisser seyn. 5. Reiß uns, daß wir zu 9. Wenn wir endlich sol Ihm treten, frey mit aller len sterben, so versichre uns Freudigkeit; feufß auch in je mehr, als des Himmels uns, wenn wir beten, und reiches Erben, jener Herra vertritt uns allezeit: folichkeit und Ehr, die uns wird unfre Bitt erhört, unser GOtt erkiest, und und die Zuversicht ver- nicht auszusprechen ist. mehrt. 6. Wird uns auch nach Herß oft rufen muß: Ach 179. M. Mit Ernst ihr zc. Domn hernieder, vom hohen Hime Vom Sciligen Geist. Dimmels Thron, aufßens- Haus: Drum fomm, Christi Freund und Brü- mein schönster Gast, und dern, komm eilig, komm bleib im Tod und Leben, und wohn im Herzen als Tröster, mir ergeallermeist, mit deinemben, bis mein Gesicht ers Licht und Gaben, und blaßt! 204 Freuden- Oehl zu laben, 5. Der du, als GOtt, komm, werther Deilger ausgehest vom Vater und dem Sohn, und mich im 2. Du bist ein Troft der Geist erhöheft zu Gottes Frommen, gieß aus dein Stuhl und Chron, kehr heilges Oehl, und laß es ewig ben mir ein, und lehr zu mir kommen, daß sich mich GJESUM kennen, mein Herz und Seel er- Jhu meinen HErrennen freuen inniglich: Komm, nen mit Wahrheit, nicht Tröster, zu erquicken zum Echein. die Geelen, die sich bu- 6. Du kommst ja von den im Geist demüthig dem Vater, der meineSeee lich! le liebt, drum sey auch mein 3. Laß allen Trost ver- Berather; wenn mich die Ehwinden, den mr die Welt betrübt, so kom und Welt verspricht ben ihrem tröste mich, und stárck im Dienst der Sünden, der Creuß und Leiden mein mich doch tröstet nicht; Berg mit vielen Freuden, was JEfus mir anpreist, daß es erquicke sich. dem will ich veste glauben, 7. Ja zeug' in meinem tu folt mein Troiter blei- Herzen von JEsu gang ben, du, o GOtt Heilger allein, von seinem Tod und Geist. Schinerßen, und seiner 4.Du kannst mein Herz Wahrheit Schein; daß ich erfreuen und kraftig rü- gant überzeugt, kein Bild sten aus, ja gang und gar in meiner Seelen, als erneuen mein armes Her- JEsum mög erwählen, bis Dom Heiligen Geist. 205 bis fich mein Herk Ihm und im Friede auf einem gleicht. Sinne bleiben. Kyricleis! 8. Leit mich mit deinem 4: Du höchster Tröster Finger, o Geift von Got in aller Noth hilf, daß tes Thron! und sey mein wir nicht fürchten Schand Hert Bezwinger, daß noch Tod, daß in uns die mich kein Schmach noch Sinne nicht verzagen, Hohn, kein Trübfai, keineswenn der Feind das Leben Noth von meinem JEfu will verklagen. Kyrieleis! schei'e, im Creuß fey meis r8r. mel. 3ion Flagt mit ne Freude, und Trost bis Angst und Schmerzen. in den Tod. 180. In eigener Mel. N" du allersüßte Freu de, o du allerschönstes un bitten wir den Licht, der du uns in Lieb Heiligen Geist umfund Leide unbesucher láse den rechten Glauben aller- sest nicht; Geist des Hochmeist, daß Er uns behütte sten, höchster Fürst, der du an unserm Ende, wenn hältst und halten wirst, wir heimfahren aus die- ohn Aufhören alle Dinge, fem Elende. Kyrieleis! höre, höre was ich finge. 2. Duwerthes Licht, gib 2. Du bist ja die beste uns deinen Schein, lehr Gabe, die ein Mensche und JEfum Chriftum er- nennen kann, wenn ich dich kennen allein, daß wir an erwünscht und habe, geb Ihn glauben, den treuen sich alles Wünschen an: Heiland, der uns bracht Ach! ergib dich, komm zu hat zu dem rechten Vater mir in mein perhe, daß du land. Kyrieleis! dir, da ich in die Welt ges 3. Dususse Liebe, schenck bohren, selbst zum Tempel und deine Gunst, laß auserkohren. uns empfinden der Liebe 3. Du wirst aus des Hims Brunst! daß wir uns von mels- Throne wie ein Res Herzen einander liebenigen ausgeschütt't, bringsk bom 206 Vom Heiligen Geist. vom Vater und dem Soh- dleibst im Lieben unbewe ne nichts als lauter Gee- get, thust uns Bösen alles gen, mit: Laß doch, o du Guts! Ach! verleih und werther Gast, Gottes gib mir auch diesen edlen Seegen den du hast, und Sinn und Brauch, daß ich verwalt'st nach deinem Freund und Feinde liebe, Willen, mich an Leib und keinen, den du liebst, be Seele füllen. trübe. 4.Du bist weis' und voll 5. Mein Hort, ich bin Verstandes, was geheim wohl zufrieden, wenn du ist, ist dir kund, zählst den mich nur nicht verstöß'st, Staub des kleinsten San- bleib ich von dir ungedes, gründst des tiefen schieden, en, so bin ich gnug Meeres Grund. Nun du getröst't. Laß mich seyn weißt auch zweifels- frey, dein Eigenthum; ich verwie verderbt und blind ich sprech hinwiederum hier sey; drum gib Weisheit, und dort all mein Bermsund vor allen, toie ich mogen dir zu Ehren anzuge GOtt gefallen. legen: 5. Du bist heilig, läff' 8. Jch entfage alle deme, dich finden, wo man rein was dir deinen Ruhm bes und sauber ist; Fleuchst nimmt, ich will, daß mein hingegen Schand und Herz annehme nur allein, Sunden, wie die Tauben was von dir kommt: was Stand und Mist. Mache der Satan will und sucht, mich, o Gnaden Quell, will ich hatten als verdurch dein Waschen rein flucht, ich will seinen schnound hell: Laß mich fliehen, den Wegen mich mit Ernst was du fliehest, gib mir, zuwider legen. was du gerne fiehest. 9. Nur allein, daß du mich 6. Du bist, wie ein Schaf- stardest, und mir treulein pfleget, frommes Herlich stehest ben: Hilf, mein Bens, sanftes Muths, Delfer, wo du merckest, daß Vom Zeiligen Grift. 207 daß mir Hülfe nöthig ey; deinen Trost uns hören, brich des bösen Fleisches daß wir in Glaubens- CiSinn, nimm den alten nigkeit auch kennen alle Willen hin, mach ibn al- Christenheit, dein wahres lerdinges neue, daß mein Zeugniß lehren: Höre, GOtt sich meiner freue. lehre, daß wir können 10. Sen mein Netter, Herz und Sinnen dir erhalt mich eben, wenn ichsgeben, dir zum Lob und finke sen mein Stab; wenluns zum Leben. ich sterbe, fey mein Leben; 3. Steh uns fiets bey wenn ich liege, fey mein mit deinem Rath, und Grab; wenn ich wieder führuns felbfi den rechten aufersteh, en so hilf mir, Pfad, die wir den Weg daß ich geh hin, da du in nicht wissen. Gib uns Bea ewgen Feuden wirst dein'ständigkeit, daß wir getreu Auserwähiten weiden. jdir bleiben für und fir, 182.7.Wie schon leuchtezzc. wenn wir nun leiden müs O Heilger Geist, kehrssen; Schaue, baue, was bey und ein, und laß zerriffen, und gefliffen uns deine Wohnung seyn, jdich zu schauen, und auf o komm, du Hergens deinen Troft zu bauen. Sonne! du Himmels- 4. Laß uns dein edle Licht laß deinen Schein Balsams Kraft empfin ben uns und in uns kräftig den, und zur Ritterschaft fenn, zu fteter Freud und dadurch gestärdet werden. Wonne. Sonne, Won- Auf daß wir unter deinem ne, himmlisch Leben wilt Schuß begegnen aller du geben; wenn wir be- Feinde Truß, mit freudis ten, zu dir kommen wirgen Geberden; Laß dich getreten. reichlich auf uns nieder, 2. Du Quell, draus alle daß wir wieder Trost eme Weisheit fleußt, die sich inspfinden, alles Unglück fromme Seelen geußt, laß überwinden. 5. D 208 Dom Zeiligen Geist. 5. O farcker Fels und/ ren und Beginnen von Lebens- Hort, laß uns dein der Erden, daß wir Him. Himmel- firffes Wort in mels- Erben werden. unsern Bergen brennen, 183. In eigener Mel. daß wir uns mögen nim- Heiliger Geiſt! o Heis mermehr von Weisheit- reichen Lehrster werth in aller Noch, und deiner Liebe tren du bist gefandt vons Himnen: Flieffe, giesse deinemels Thron, von Gott Güte ins Gemüthe, daß dem Vater und dem Sohn. wir können Christum un- O Heiliger Geist, o Heis fern Heiland nennen. liger Gött! 6. Du suffer Himmels 2. O Heiliger Gelft! o Thau, laß dich in unsre Heniger GOtt! gib uns Herken kraftiglich, und die Zieb zu deinem Wort, fchend uns deine Liebe, zund an in uns der Liebe daß unser Sinn verbunFlamm, darnach zu lieben ben sey dem Náchsten allesamt, OHeiliger Geist, stets mit Liebes Treulo Heiliger GOtt. und sich darinnen übe. 3. Heiliger Geift! o Kein Neid, kein Streit Heiliger GOtt! mehr undich betrübe, Fried und fern Glauben immerfort, Liebe müssen schweben, an Christum niemand Fried und Freude wirst glauben kann, es sey denn du geben. durch dein Hülf gethan. 7. Gib, daß in reiner O heiliger Geist, o Heili Heiligkeit wir führen un- ger GOtt! fre Lebens- Zeit, sey unsers 4. O Heiliger Geist! o Geistes Starde, daß uns Heiliger GOtt! erleucht forthin sen unberoust diejuns durch dein göttlich Eitelkeit, des FleischesLuft, Wort, lehr und den Bater und seine todten Werke. kennen schon, dazu auch Rühre, führe unfre Sin- seinen lieben Sohn. Beif Dom Zeiligen Geist. 209 Heiliger Geist, o Heiliger harte Eigenschaft, zermale GOtt! me diesen Fels der Sün5. O Heiliger Geist, oden, daß du dein Haus Heiliger GOtt! Du zeigst konnest finden; Ach! es ist die Thür zur Himmels- leider! angefüllt mit dem, Pfort; laß uns hier kám- was Weit und Wollust pfen ritterlich, und zu dir stillt, es liegt noch fest am dringen seliglich. O Hei- Koth der Erden, wie kanns liger Geist, o Heiliger enn deine Wohnung GOtt! werden? Halleluja:: 6. O Heiliger Geist, o 3. Der Wille liebt die Heiliger GOTT! verlaß Zeitlichkeit, und hält die uns nicht in Noth und Nacht für süsse Freud, vers Tod; Wir sagen dir Lob, läßt die Ruh, das wahre Ehr und Dand, allzeit Wesen, und will durchs und unser Lebentang. OTod's Gift genesen: dein Deiliger Geist, o Heiliger theures Wort erkennt er GOtt! nicht, ja schmecket nicht 184. M. Rom Heiliger Geist. des Glaubens Licht, die theurer Tröffer, Heil- fanfte Speise unfrer See. ger Geist! der du dich len, wie kann ich denn dich in die Herßen geußt, die Gast, erwählen? Hallesich zu dir in Demuth keh- luja:,: S ren, ich fleh dich, mich zu 4. So elend ist des Hererhören, und mein erfatte Bens Haus, ach! kehre ein, tes Gemüth durchs füffe und fege aus den Schlamm Feuer deiner Gut erwär- und Koth der Finsternis men und es zu erneuren, sen, ergáng, was daselbst fo kann ich recht die Pfing- zerriffen. Zerstör das faule sten fenren. Halleluja, Sünden- Nest, das sich auf Halleluja. Belial verläßt, und laß 2. Durchdringe du mit mich aus der Knechtschaft deiner Kraft des Herzens gehen, und in der süssen D Freys 210 Vom Heiligen Geist. Freyheit stehen! Hallelu- kann das Abba Bater stim ja, Halleluja. men an: geuß aus durch 5. Du edler Pringst- deine starcke Triebe die Gast, dring herzu, und gib Ströme Gottes reicher der Seelen ihre Nuh, ar- Liebe! Halleluja:,: beite ſelbst an meinem Her 8. Umgürte mich in als Ben, und zundan dieGlau- lem Streit mit wahrers bens- Kerzen. Schlag Glaubens Freudigkeit, Deine Werdstatt bey mir daß ich in deiner Kraft auf, und führe meinen 2e- bestehe, und nicht auf. bens- Lauf, so fan ich durch fremde Wege gehe. Du dein werthes Laben den Geist der Weisheit, lehre innern Sabbath in mir mich, das Herze, Geist haben. Halleluja:,: und Geele fich nach dei 6. Du Geist der Kindner hohen Weisheit seh schaft, zeige mir, wie ich ne, und von Dir alle in Andacht komm zu dir, Macht entlehne. Halle ach! lehre mich von Her- luja:: Ben beten, in wahrer Kraft 9. O Geist regiere meis vor dich treten. Ich binnen Geift, daß er dir folge ganz laulicht, starde mich, allermeist, daß er die Maur daß Herß und Seel ent- der Sünden breche, und zürde sich, und bloß in dir Abba, Bater, stets sprecte: das Wesen setze, so hat es las Nuh und Fried im den Schatz aller Schäße. Herzen seyn, und flösse Halleluja deinen Trost hinein, daß 7. Leg du mir dieses keine Eund dich von mir Zeugnis ben, daß ich ein treibe, und ich in deinem Kind des Hochsten sen, Bunde bleive. Halleluja, treis felbsten mich zu dei- Halleluja. R nen Wegen, daß sich in 185.M.Err ich babemißg. mir die Luft' legen, und trabl der Gottheit, ich in wahren Glaubeni Kraft der Höhe, Geist der Vom Heiligen Geist. 211 der Gnaden, wahrerbung bey, daß mein Leib GOtt! höre, wie ich Air- auch von dem Dele, dein mer flehe, das zu geben, geweihter Tempel ſey, was mir noth, laß den bleib auch ben mir wenn Ausfluß deiner Gaben ich sterbe, daß ich Chriftt auch mein dürres Herße Reich ererbe. laben. 6. Strahl der Gottheit, 2. Glaube, Weisheit, Kraft der Höhe, Geist der Rath und Stärke, Furcht, Gnaden, wahrer GOtt! Erkenntniß und Verstand, höre wie ich Armer flehe, das sind deiner Gottheit das zu geben, was mir Wercke, dadurch wirst du noth, laß den Ausfluß deis uns bekant, dadurch weißt ner Gaben auch mein dürdu recht zu lehren, wie wir res Herße laben. follen JEfum ehren. 186.M.DonGott will ich ze. 3.Theurer Lehrer, Got euch ein zu deinen 3 be deinen Sinn auch inspergens Gast, der du, da Herk mir, deinem Jünger, ich gebohren mich neu ges fete dich auf mich auch bohren haft: Ohochgelieb hin, daß ich stets von deiner ter Geift des Baters und Fulle reichlich lern, was des Sohnes, mit beyden sey dein Wille. gleiches Thrones, mitbey4. Laß das Feuer deiner den gleich gepreist! Liebe rühren meine Zung 2. Zeuch ein, laß mich und Mund, daß ich auch empfinden und schmecken mit heiffem Triebe Got- deine Kraft, die Kraft, die tes Thaten mache fund; uns von Cinden Hülf laß es Seel und Hertz ent- und Errettung schafft. zünden, und verzehren alle Entsünd'ge meinen Sinn, Sünden. daß ich mit reinem Geiste 5. Leg hingegen meiner dir Ehr und Dienste leiste, Seele deine heilge Sat- ldie ich dir schuldig bin. D 2 3.Ich G 212 Vom Heiligen Geist. 3. Ich war ein wilder füssen Worten mir aufgeReben, Du hast mich gut than die Pforten zum gemacht: der Lod durch- güldnen Himmels- Saal. drang mein Leben, du hast 7. Du bist ein Geist der ihn umgebracht, und in giebe, ein Freund der der Tauff erstickt, als wie Freundlichkeit: wilt nicht in einer Fluthe, mit dessen daß uns betrübe Zorn, Tod und Blute, der uns Zand, Has, Reid und im Tod erquickt. Streit. Der Feindschaft 4 Du bist das heile bist du feind, wilt, daß Dehle, damit gefalbet ist durch Liebes- Flammen mein Leib und meine See- sich wieder thun zusamle, dem HErren JEfulmen, die voller Zwie Chriftzum wahren Eigen- tracht seynd. thum, zum Priester und 8. Du, HERR haft Propheten, zum Kon'ge, selbst in handen die ganden in Nöthen GOTT ße weite Welt, Fannf schikt vom Heiligthum. Menschen Herzen wen5. Dubistein Geit, der den, wie es dir wohlges lehret, wie man recht be fällt; so gib doch deine ten oll; dein Beten wird Gnad zum Fried und Lie erhöret, dein Eingen klin- bes Banden, verknüpf get wohl; es steigt zum in allen Landen, was sich Himmel an, es teigt und getrennet har. last nicht abe, bis der ge- 9. Erhebe dich und fleuts holfen habe, der allen hel- fre dem Herzleid auf der fen kann Erd, bring wieder under6. Du bist ein Geist der neure die Wohlfahrt deis Freuden, von Traurenner Heerd. Loß blühen hälst du nicht, erleuchtest wie zuvor die Länder, so uns im Leiden mit deines verheeret, die Kirchen, so Trostes Licht. Ach ja! wie zerstöhret, durch Krieg manchesmahl hast du mitlund Feuers. Zorn. 10, Be 213 Dom Heiligen Geist. 10. Beschirm die Poli 12. Gib Freudigkeit und ceyen, bau unsers Königs Stárcke zu fiehen in dem Thron, daß Er und wir ge- Streit, den Satans Reich deyen! schmück, als mit eis und Wercke uns täglich ner Kron, die Alten mit anerbeut: hilf kämpfen Verstand, mit Frömmig ritterlich, damit wir übers keit die Jugend, mit Got winden, und jezumDienst tesfurcht und Tugend das der Sünden kein Christ Bold im ganzen Land. ergebe sich. 11. Erfülle die Gemü- 13. Richt unser ganzes ther mit reiner Glaubens- Leben allzeit nach deinem Zier, die Häuser und die Einn; und wenn wirs folGutermit Seegen für und len geben ins Todes Hán= für; vertreib den bösen de hin, wenns mit uns hie Geist, der dir fich wider wird aus: So hilf uns feßzet, und, was dein Herz frölich sterben, und nach ergoßet, aus unserm Her dem Tod ererben des ew Ben reißt. igen Lebens- Haus. Von den Göttlichen Gnaden- Mitteln, wodurch wir zum Genuß des Heils kommen. I. Vom Worte Gottes. 187. M. Err JEfu Chrift, HErr, Beständigkeit, daß dich zu uns wend. wir dein Wort und SaT HErr JEfu Chrift, an unfer End. weil es nun Abend worden 3.HErr, JEsu, hilf, dein ist; dein göttlich Wort, Kirch erhalt, wir sind gar das helle Licht, laß ja bey sicher, faul und kalt, gib uns auslöfchen nicht. Gluck und Heil in deinem 2. In dieser leßt'n be- Wort, damit es schall an trübten Zeit, verleih uns allem Ort. D 3 4. Er ch! bleib bey uns crament rein b'halten bis 214 Dom Worte Gottes. 4. Erhalt uns nur bey darauf ferner fahren fort deinem Wort, und wehr von hinnen aus dem Jamdes Teufels Trug und merthal, zu dir in deinem Mord. Gib deiner Kir Himmels- Saal.. cheGnad und Huld, Fried, Einigkeit, Muth und Ge duld. 188. In eigener Mel. 5. Ach geht Ach gar übel zu, auf dieser GOtt! vom Hima mel sieh darein, und Erd ist keine Ruh, viel laß dich das erbarmen: Secten und viel Schwar- wie wenig find der Heil's meren auf einen Haufen gen dein! verlaffen find komm'n herbey. wir Armen. Dein Wort 6. Den stolßen Geistern man nicht läßt haben wehre doch, die sich mit wahr, der Glaub ist auch G'walt erheben hoch, und erloschen gar ben allen bringen stets was neues Menschen Kindern. her, zu fälschen deine rech- 2. Sie lehren eitel fal te Lehr. sche List, was eigen Wik 7. Die Sach und Ehr, erfindet, ihr Hers nicht ei HErr JEfu Christ, nicht nes Sinnes ist in Gottes unser, sondern ja dein ist, Wort gegründet; Der darum so steh du denenswählet dis, der andre das, ben, die sich auf dich versie trennen uns ohn alle laffen frey. Maaß, und gleissen schön 8. Dein Wort ist unsers von aussen. Herzens Truß, und deiner 3. GOtt woll ausrota Kirchen wahrer Schuß, ten alle Lehr, die falschen dabey erhalt uns, lieber Schein uns lehren, dazu HErr, daß wir nichts an- ihr Zung stolß offenbar ders suchen mehr. spricht: Troß, wer wills 9. Gib, daß wir leb'nuns wehren? Wir haben nach deinem Wort, und Recht und Macht allein, was Dom Worte Gottes. 215 was wir sehen, das gilt 189. Mel. Wach auf, mein Serg, und finge. gemein: Wer ist, der uns ſoll meistern. 4. Darum ſpricht Gott: Her HERR, der aller Enden regiert mit ſeis Ich muß auf seyn, die Ar- nen Händen, der Brunn men find zerstöhret, ihr der eigen Güter, der ist Seufßen dringt zu mir mein Hirt und Hüter. herein; ich hab ihr' Klag 2. So lang ich diefen erhöret: Mein heilsam habe, fehlt mirs an keiner Wort soll auf dem Plan Gabe, der Reichthum feis getreu und frisch fie grei- ner Fülle giebt mir die jull fen an, und seyn die Kraft und Hülle. der Armen. 3. Er läffet mich mit 5. Das Silber durchs Freuten auf grüner Auen Feur fiebenmal bewährt, weiden, führt mich zu friz wird lauter funden: Ansschen Quellen, schafft Rath Gottes Wort man war- in schweren Fällen. ten soll desgleichen alle 4. Wenn meine Seele Stunden. Es will durchs zaget, und sich mit Sorgen Creuß bewähret seyn, da plaget, weiß Er sie zu ers roird erkannt sein' Kraft quiden, aus aller Noth zu und Schein, und leucht't| rücken. stard in die Lande. 5. Er lehrt mich Thun 6. Das woll'st du, und Lassen, führt mich GOTT, bewahren rein auf rechter Strassen, läßt vor diesem arg'n Geschlech Furcht und Angst fich stil te, und laß uns dir belen, um fcines Namen fohlen seyn, daß fichs in willen. uns nicht flechte! der gott 6. Und ob ich gleich vor lof Hauf fich umher andern im finstern That findt, wo diese lose Leute muß wandern, fürcht ich sind in deinem Bolck erha- doch keine Tücke, bin frey ben. vorm Ungelucke. 04 7. Denn 216 Dom Worte Gottes. 7. Denn du stehst mir 190. In eigener mel. zur Seiten, ſchüßt mich is und die heilgen Stab, HERR, und dein gab unser HErre GOtt, Stecken, benimmt mir au durch Mosen seinen Die mein Schrecken. ner treu, hodh auf dem 8. Du ſehest mich zu Ti- Berg Sinai. Kyrieleis. fche, machst, daß ich mich 2. Ich bin allein dein erfrische, wenn mir mein GOtt und HErr, kein Feind viel Schmerzen er- Götter folt du haben mehr, wedt in meinem Herzen. du folt mir gang vertrauen 9.Dufalbst mein Haupt dich, von Hergens- Grund mit Dehle, und füllest mei- lieben mich). Kyrieleis. ne Seele, die leer und dur. 3. Du solt nicht führen ftig faffe, mit vollgeschend zu Unehren den Namen tem Maaffe. Gottes, deines HErrn; 10. Barmherzigkeit und du folt nicht preisen recht Gutes wird mein Herß noch gut, ohn was GOtt gutes Muthes, voll Lust, selbst redt und thut. Kyvoll Freud und lachen, so rieleis. lang ich lebe, machen. 4. Du folt heil'gen den II. Ich will dein Die- fieb'nden Tag, daß du ner bleiben, und dein Lob und dein Haus ruhen mag; herrlich treiben, im Haudu solt von dein'm Thun se, da du wohnest, und lassen ab, daß GOtt fein fromm seyn wohl beloh- Werd in dir hab. Kyneft. frieleis. 12. Jch will dich hier 5. Dufolt ehr'n und geauf Erden, und dort, horfam seyn dem B ter da wir dich werden selbst und der Mutter dein, und schau'n im Himmel dro- wo dein' Hand ihn'n dies bin, hoch preisen, sing'nnen kann, so wirst dulang's und loben. Leben han. Kyrieleis. 6.Du Dom Worte Gottes. 217 6. Du folt nicht tödten 11. Die G'bot all uns zorniglich, nicht haffen gegeben sind, daß du dein' noch jelbst rächen dich; Ge- Sünd, o Menshen- Kind, duld haben und fantten erkennen folt, unv lernen Muth, und auch dem'wohl, wie man vor Gott Feind thun das Gut. Ky- jieben soll. Kyrieleis. rieleis. 12. Das helf uns der 7. Dein Eh folt du be- HErr JEfus Christ, der wahren rein, daß auch dein unser Mittler worden ist! Herß kein' andre mein, und Es ist mit unserm Thun halten keusch das Leben verlohrn, verdienen nur eidein, mit Zucht und Masstel Zorn. Kyrieleis. figkeit fein. Kyrieleis. 191. Mel. Was mein GOtt 8. Du folt nicht stehlen will das gescheh allzeit. Geld noch Gut, nicht wu- Durch Adams Fall ist dern gang und Blut; du solt aufthun lich Natur und Wesen: dein' milde Hand den Ur- Dasselb Gift ist auf uns men, in deinem Land.lgeerbt, daß wir nicht kont'n Kyrieleis. genesen ohn Gottes Trost, 9. Du folt kein falscher der uns erlöst hat von dem Zeuge seyn, nicht lügen auf groffen Schaden, darein den nächsten dein; sein die Schlang Evam beUnschuld folt auch retten zwang, Gott's Zorn auf du, und seine Schand de- sich zu laden. den zu. Kyrieleis. 2. Weil denn die Schlang 10. Du soit dein's Nách-| Evam hat bracht, daß sie sten Weib und Haus be ist abgefallen von Gottes gehren nicht, noch etwas Wort, das sie veracht't, das draus; Du solt ihm win- durch sie in uns allen bracht fchen alles gut, wie dir hat den Tod; so war je dein Herß selber thut. Ky- Noth, daß uns auch Gott rieleis. folt geben sein'n lieben 05 Sohn, 218 Dom Worte Gottes. Sohn, den Gnaden- noch G'walt, aus seiner Thron in dem wir möch- Hand wird rauben. ten leben. 6. Der Mensch ist gott3. Wie uns nun hat ein los und verflucht, sein fremde Schuld in Adam Heil ist auch noch ferren, all verhöhnet; also hat uns der Treft bey einem Mens ein fremde Huld in Chrifchen sucht, und nicht bey sto all' versöhnet; und wie GOtt dem HErren: denn wir all' durch Adams wer ihm wili ein ander Fall, find ewgen Tods ge- Ziel ohn diesen Tröster storben: Also hat GOttecken, den mag gar bald durch Christi Tod erneurt, des Teufels G'walt, mit was war verdorben. ſeiner Lift erschrecken. 4. So Er uns denn sein'n 7. Wer hofft in GOtt Sohn geschendt, da wirsund dem vertraut, wird fein Feind noch waren, der nimmermehr zu Schanfür uns ist ans Creuß geden: Denn wer auf diefen henkt, getödt't, gen Him't Felsen baut, ob ihm gleich gefahren, dadurch wir stößt zu handen viel Una seyn von Tod und Peinfalls hie, hab ich doch nie erlöft, ſo wir vertrauen in den Menschen sehen fallen, diesem Hort, des Vaters der sich verläßt auf Gots Wort: Wem wolt vorm tes Trost; Er hilft sein'n Sterben grauen? Gläub'gen allen. 5. Er ist der Weg, das 8. Ich bitt, o HERR, Licht, die Pfort, die Wahr- aus Herzens- Grund, du heit und das Leben, deswollst nicht von mir nehBaters Rath und ewges men dein heilges Wort Wort, den Er uns hat ge- aus meinem Mund, so geben zu einem Schuß, wird mich nicht beschädaß wir mit Truß an Ihnmen mein Sund und vest follen glauben; dar- Suld: Denn in dein um und bald kein Macht Hulo fezz ich all mein Vertrauen; Dom Worte Gottes. 219 trauen: wer sich nur vest gleit uns ins Leben aus darauf verläßt, der wird dem Tod. den Tod nicht schauen. 4. Ihr Anschlág, HErr, 9. Mein'n Füssen ist zunichte mach, laß fie trefdein heilges Wort einfen die bose Sach, und brennende Lucerne, ein sürß sie in die Grub hins Licht, das mir den Weglein, die sie machen den weist fort: So dieser Mor- Christen dein. gen Sterne in uns auf 5. So werden sie erkengeht, so bald versteht der nen doch, daß du, unser Mensch die hohen Gaben, GOTT, lebest noch, und die Gottes Geist den'nshilfst gewaltig deiner g'wiß verheißt, die Hoff Schaar, die sich auf dich. nung darein haben. verlassen gar. 192.M. Ach bleib bey uns sc. Ferhalt uns HErr! ben deinem Wort, und 193. In eigener Mel. s spricht der Unweisen Mund wohl: Den steur des Pabsts und Tür- rechten Gott wir meynen: cken- Mord, die JEsum Doch ist ihr Herß UnglauChristum deinen Sohn, bensvoll, mit That sie Ihn stürgen wollen von seinem verneinen: ihr Weien ist Thron. verderbet zwar, vor GOtt 2. Beweis dein' Macht, ist es ein Greuel gar, es HErr JEsu Christ, der thut ihr keiner kein gut. du ein HErr alle Herren 2. GOTT selbst vom bist, beschirm dein arme Himmel sah herab auf Christenheit, daß sie dich aller Menschen Kinder, zu lob' in Ewigkeit. schauen sie Er sich begab, ob 3. GOtt Heilger Geist, Er jemand mocht finden, du Tröster werth, gib der sein'n Berstand gerich dein'm Boldk einerley tet hätt, mit Ernst nach Sinn auf Erd: steh bey Gottes Worten that, und uns in der letzten Noth, fragt nach seinem Willen 3. Da 220 Dom Worte Gottes. 3. Da war niemand auf und lösen die Gefangnen: rechter Bahn, sie warn all Das wird Er thun durch ausgeschritten, ein jeder seinen Sohn, davon wird ging nach seinem Wahn, Jacob Wonne han, und und hielt verlorne Sitten, Ifrael fich freuen. es that ihr keiner doch kein 194.M.Chriftunser Err2c. gut: wiewohl gar viel bes woll' uns GOtt getrog der Muth, ihr Thun nådig seyn, und seinen folt GOtt gefallen. Seegen geben, sein Antlig 4. Wie lange woll'n uns mit hellem Schein era unwissend seyn, die solchesleucht't zum ew'gen LeMüh aufladen, und fref/ ben, daß wir erkennen seine fen dafür das Bold mein, Werck, und was ihm liebt und nähren sich mit Scha- auf Erden, und JEſus den? Es steht ihr Trauen Christus, Heil und Stärt, nicht auf Gott, fie rufen bekannt den Heiden wers Ihn nicht in der Noth, den, und sie zu GOTT sie wollen sich selbst ver- bekehren. forgen. 2. So danden GOTT 5. Darum ist ihr Herz und loben dich die Heiden nimmer still, und steht all- über alle, und alle Welt zeit in Furchten. GOtt die freue sich, und sing mit bey den Frommen bleiben groffem Schalle, daß du will, die ihm im Glaub'n auf Erden Richter bist, gehorchen: Ihr aber und läß'st die Sünd nicht schmäht des Armen Rath, walten: dein Wort die und höhnet alles, was er Hut und Weide ist, die fagt, daß GOtt sein Trost alles Boldk erhalten, in ist worden. rechter Bahn zu wallen. 6. Wer foll Ifrael, dem 3. Es danke GOtt und lo-> Armen, zu Zion Heil er- be dich, das Voldk in guten langen? GOtt wird sich Thaten, das Land bring' sein's Boldks erbarmen, Frucht, und besre sich, dein Wort Dom Worte Gottes. 231 Wort laß wohl gerathen. den Himmel und die ganze Uns segne Bater und der Welt, und was dieselbe in Sohn, uns segne GOtt der sich hält. Halleluja. Heilige Geist! dem alle 5. Und als er sie genug Welt die Ehre thut, vor geziert, hat er den Menihm sich fürchtet aller- schen drauf formirt, und meist. Nun sprecht von ihn nach seinem Ebenbild, Hergen: Amen. mit Weisheit und Ver195. Mel. Erschienen ist der stand erfüllt. Halleluja. herrliche Tag. 6. Erkennt mit danckbaHeut eut ist des HErrenrem Gemüth, wie er allein Ruhe- Tag, vergesset durch seine Gut uns tågaller Sorg und Plag, lich schützet und ernährt, treibt eure Wochen- Arund manches Unglück von beit nicht, kommt vor des uns fehrt. Halleluja. Hochsten Angesicht. Hal leluja. 2. Tret't her, und fallt hung JEfu Christ, daauf eure Knie vor Gottes durch die wahre Freudige Majestát allhie, es ist seyn keit in aller Noth uns ist Heiligthum und Haus, bereit't. Halleluja. wer Sunde liebt, gehört 8. Der von den Juden hinaus. Halleluja. ward veracht't, mit Mör7.Dendt auch, daß heut geschehen ist die Auferste3. Ganz unerträglich dern schándlich umges ist sein Grimm, doch hört bracht, daß seine Lehr hätt' er gern der Armen kurßen Lauf, und mit ihm Stimm: deswegen lobt müste hören auf. Hallet. ihn allesamt, das ist der 9. Der ist erstanden hell Christen rechtes Amt. und klar, und hat erfreut Halleluja. sein kleine Schaar, die bis 4. Rühmt unsers Got- ans Ende ihn geliebt, und tes Meister That, da Er seinethalben war betrübt. aus nichts erschaffen hat Halleluja. 10.Ceiba Dom Worte Gottes. 10. Leibhaftig er sich ih-| Trost ja bey uns haft', und ner wies', sich sehen, hör'n wir uns drauf verlaffen und fühlen ließ, damit ver- vest, wenn uns nun alle sichert war ihr Sinn, des Welt verläßt. Halleluja. Todes Macht sey nun da 16. Heilger Geist! laß O hin. Halleluja. uns dein Wort so hören II. Drum wollen wir heut und immerfort, daß begehn mit Fleiß den Tag sich in uns durch deine nach recht Christlicher Lehr, Glaub, Lieb und Weif', wir wollen auf Hoffnung reichlich mehr. thun unfern Mund, und Halleluja. sagen das von Hergens 17. Erleuchte uns, du Grund. Halleluja. wahres Licht! entzeuch 12.0GOtt! der du denluns deine Gnade nicht, all Erdenkreis erschaffen haft unser Thun auch so regier, zu deinem Preis, uns auch daß wir GOTT preisen bewahrt so manches Jahr, für und für. Halleluja, in vieler Trubsal und Ge fahr. Halleluja. 196. M. Tundancket alleze. erßliebster JEfu 13. Hilf, daß wir alle dei- Chrift! wir dancken ne Werd, voll Weisheit, deiner Güte, daß du so wil Güte Kraft und Stard, lig bist in unsrer ersten erkennen, und je mehr und Blüthe, zu schencken folmehr ausbreiten deines chen Sinn, der sich nach Namens Ehr. Halleluja. deinem beugt! Ach nimm 14. Oliebster Heiland, doch alles hin, was uns JEfu Chrift! der du vom von dir abzeucht. Tod erstanden bist, richt 2. Hab Danck für deiunfre Herzen auf zu dir, ne Lehr, und allzugroffe daß sich der Sündenschlaf Treue, erleucht uns mehr verlier. und mehr, und unser Herk 15. Gib deiner Aufer- erfreue, durch deinen Gnastehung Kraft, daß dieserlden- Schein: Hilf, daß wir Dom Worte Gottes. 223 wir nehmen zu im Guten; dein allerliebster Sohn, führ uns ein zuletzt in dei- dessen Wort.wir angehö ne Ruh. ret, uns von deinem Wils 3. Wir wollen nun hin- len lehret. fort zu deinem Dienste 4. Bon mir selbst kann leben, gehorsam deinem ichs nicht fassen, mein Wort, das du uns hast Herz ist verfinstert gang: gegeben: Berleih Beich geh auf den Irrthums ständigkeit, behüt uns vor Strassen, wo nicht deiRückfall; Regier uns jenes Geistes Glang den derzeit, bekehr uns alizu verblendten Sinn regies mahl. ret, und zur hellen Wahrs 197 M Err ich habe mißg. heit fähret. mit deinem 5. I Bater, komm zu mir bes- Kerßen, und durchich liebe dich! komm, ohiße Geist und Muth: wertreuer Geelen Rather: ther Geist! laß unsre HerHeilger Geist, befiße mich! Ben brennen in der reinen Laß mich, o Dreyein'ges Glut: schaff, daß deine Wesen, dir zur Wohnung heilge Flammen schlagen feyn erleſen! über uns zusammen. 2. Laß mich, JEfu, deis 6. Führemir stets zu Ges nem Worte vollen Glau- müthe, was mir Jesus ben stellen zu, denn es ist zugesagt, daß ich traue seis die rechte Pforte zu der ner Güte, wenn vielleicht fiffen Seelen- Ruh: Nie- der Zweifel fragt: Ob auf mand kann den Trost er- meine Bitt und Flehen, gründen, der in deinem Bülf und Rettung werd Wort zu finden. ergehen? 3. Sende nun, o Bater, 7. Es kann keine Noth sende deinen Beit von dei nicht haben, weil mein nem Thron, der mein Herz JEfue wohnt in mir, ich zu dem nur wende, waslgeniesse feiner Gaben, die fein 224 Dom Worte Gottes. sein Geist mir stellet für, les sollen meine Einnen wenn id Jón beständig uichts, als JEfum lieb geliebe, und in seinem Wort winnen. mich übe. 12. JEsu, der du vorge8.Wer nach seinem Wort gangen durch den Tod nicht lebet, und Ihn nicht zum Vater hin, hol mich, von Herzen liebt, nur der ich mit Verlangen dir nach schnöder Wollust stre- zu folgen willig bin: willst bet, der muß ewig seyn be- du, ich will gern aufitetrübt; GOtt wird nicht in hen und mit dir von hinihm mehr wohnen, sondern nen gehen. ihn mit Zorn belohnen. 198.M.Betzlich thut michzc. 9. Mein Herk, du darfſt as mich dein ſeyn und nicht erschreden, JEsus ist bleiben, du treuer GOtt dein Aufenthalt, denn sein und HErr, von dir lag Friede wird dich decken mich nichts treiben, halt wider aller Feind'Gewalt, mich ben reiner Lehr: Die vergeblich auf dich stür- HErr, laß mich nur nicht met, weil sein Friede dich wandken, gib mir Bestáns beſchirmet. digkeit, dafür will ich dir 10. Fahre hin mit dei- dancken in alle Ewigkeit. nemFriede, mehr als feind 199.m.un Gottlob! es ze. gefinnte Welt, deiner werd Ciebster JEfu, wir find ich zeitlich müde, weil dein hier, dich und dein Wort Friede bald zerfällt. Got anzuhören; Lendke Sin tes Fried erfreut die Hernen und Begier auf die Ben: Welt, dein Friede süssen Himmels- Lehren, bringet Schmerzen. daß die Herzen von der II. Nun soll weder Angst Erden gang zu dir gezogen noch Leiden, JEfu, keine werden. Macht noch List mich von 2. Unser Wissen und deiner Liebe scheiden, weil Berstand ist mit Finster dein Friede bey mir ist; jainiß umhüllet, wo nicht deines Dom Worte Gottes. 225 deines Geistes Hand uns 4. Dem Vater und der mit hellem Licht erfüllet: Mutter dein folt du nach Gutes dencken, thun und mir gehorsam seyn: Nies tichten, wollst du selbst in mand tödten, noch zornig uns verrichten. seyn, und deine Eh halten 3.Odu Glanz der Herr- rein. Kyrieleis! lichkeit, Licht vom Licht 5. Du folt ein'm andern aus GOtt gebohren, mach stehlen nicht, auf niemand uns allesamt bereit, öffne Falsches zeugen nicht, Herken, Mund und Oh dein's Nächsten Weib ren! Unser Bitten, Flehn, auch nicht begehr'n, und und Singen, las, HErr all sein's Gut's gern ents JEfu, wohl gelingen. behr'n. Kyrieleis! 200. M. Dis sind die heilgen 201.M.Liebster JEfu wir zc. zehn Gebot. Menfch, wit du leben Nun GOtt Lob! es ist vollbracht Singen, feliglich, und bey Beten, Lehren, Hören: GOTT bleiben ewiglich, GOtt hat alles wohl ges folt du halten die Zehn macht, drum laßt uns sein Gebot, die uns gebot Lob vermehren: Unser unser GOtt. Kyrieleis! GOtt sen hoch gepreiset, 2. Dein GOtt und HErr daß er uns so herrlich allein bin ich, kein ander speiset. GOTT muß irren dich), 2. Weil der Gottestrauen joll mir das Herße Dienst ist aus, und uns dein, mein eigen Reich mitgetheilt der Seegen, so folt du seyn. Kyrieleis! gehn wir mit Freud nach 3. Du folt mein'n Na- Daus, wandeln fein auf men ehren schon, und in Gottes Wegen. Gottes der Roth mich rufen an; Geist uns ferner leite, und du folt heil'gen den Sabuns alle wohl bereite. bath Tag, daß ich in dir 3. Unsern Ausgang wirden mag. Kyrieleis! fegne GOTT, unfern P Eins 226 Dom Worte Gottes. Eingang gleicher massen: jerfilich glauben, setz dein Seegne unser täglich Vertrau'n, darauf vest Brodt, fegne unser Thun bau Hoffnung und Lieb und Laffen, jegne und mit im Glauben, allein durch fel'gem Sterben, und Christ, zu aller Frist; deis mach uns zu Himmels n'n nächsten lieb darneErben. ben, das G'wissen frey, rein Herz dabey, das kein' 202. Mel. Was mein GOtt will das gescheh allzeit. Creatur kann geben. HErre GOtt, dein 4. Allein, HERR, du göttlich Wort ist lang must folches thun, doch nur verdunckelt blieben, bis aus lauter Gnaden: wer durch dein Gnad uns ist sich des tröst't, der ist er gesagt, was Paulus hat loft, und kan ihm niemand geschrieben, und andere schaden; Ob wolten gleich Apostel mehr, aus dein'm Pabst, Kayser, Reich, sie göttlichen Munde: des und dein Wort vertreidanc ich dir mit Fleiß, daß ben, ist doch ihr Macht wir erlebet hab'n die geg'n dir nichts g'acht, fie Stunde. werden wol laff'n bleiben. 2. Daß es mit Macht an 5. Hilf, HErreGott, in Tag ist bracht, wie klárlich dieser Roth, daß sich auch ist vor Augen. Ach GOtt die bekehren, die nichts bes mein HErr! erbarm dich tracht'n, dein Wort verder'r, die dich noch iegt ver- acht'n, und wollens auch leugnen, und achten sehr nicht lehren. Sie sprechen auf Menschen- Lehr, darin schlecht, es sey nicht recht: fie doch verderben! dein's und habens nie gelesen, Worts Verstand mach auch nie gehört das edle ihn'n bekannt, daß sie nicht Wort. Ifts nicht ein teufewig sterben. lisch Besen? 3. Wilt du nun fein gut 6. Ich glaub'g'wiß gar, Chripe seyn, so must ou daß es sey wahr, was Paulus Dom Worte Gottes. 227 lus uns thut schreiben: Ehlkennen nicht, und bringe muß gescheh'n, und all's sie zu deiner Heerd, daß ihvergeh'n, dein göttlichs re Seel auch selig werd. Wort soll bleiben in Ewig- 2. Erfüll mit deinem feit, war es auch leid viel'n Gnaden- Schein, die in hart verstockten Herzen. Frrthum verführet seyn, Kehr'n sie nicht um, wer- auch die, so heimlich fichter den sie drum leiden garlan in ihrem Sinn ein fal groffe Echmergen. scher Wahn. 7. GOtt ist mein HErr, 3. Und was sich sonst so bin ich der, dem Sterben verlaufen hat von dir, das kommt zu gute, dadurchsuche du mit Gnad, und uns haft aus aller Laft, er- sein verwundt Gewissen lof't mit deinem Blute: heil: laß sie im Himmel Des danck ich dir, drum haben Theil. wirst du mir, nach dein'r 4. Den Tauben öffne Berheiffung geben, was das Gehör, die Stummen ich dich bitt; versag mirs richtig reden lehr, die nicht nicht, im Tod und auch im bekennen wollen fren, was Leben. ihres Hergens Glaube 8. HErr, ich hoffie, dussey. werdest die in keiner Noth 5. Erleuchte, die da sind verlassen, die dein Wort verblendt, bring her die recht, als treue Knecht, im sich von dir getrennt, vers Hert'n und Glauben faß fammle, die zerstreuet fen; giebst ihn'n bereit die gehn, mach veste, die im Seligkeit, und läßt sie nicht Zweifel stehn. verderben. OHErr, durch 6. So werden sie mit dich, bitt ich, laß mich fro- uns zugleich auf Erden lich und selig sterben. und im Himmelreich, hier 203.M.OJesu Christ mein's. zeitlich und dort ewiglich JEfuChriste, wahres für solche Gnade preisen Licht, erleuchte die dich dich. 2 204. M. 228 Dom Worte Gottes. 204. Mel. unfreut euch lie- Saame schlecht verwahrt ben Christen gemein. auf solchen Felsen- GrünMenschh! wie ist dein den. Ein Felsen- Stein Herz bestellt? Hab hat keinen Saft, drum Achtung auf dein Leben; hat der Saame keine. was trágt für Frucht dein Kraft zu spriessen und zu Bergens- Feld, finds Dor- schiessen. nen oder Reben? Denn 5. So lang noch nicht aus der Frucht kennt man zerknirscht dein Herß, und die Saat, auch, wer das vom Gesez zerschlagen, Land befäet hat, GOTT, durch wahre Busse, Reu oder der Verderber. und Schmers, so fanns 2. Ist nun dein Herz nicht Früchte tragen: Bedem Wege gleich und eidend es wohl und thue ner Neben- Strassen, da Buß, glaub vest und falle auf dem breiten Laster- GOtt zu Fuß, so ist dein Greig die Vogel alles fraf Herz genesen. fen, ach! prüfe dich, es ist, 6. Oft ist das Herß auch kein Schers, int so bewandt Dornen- voll, mit Sorgen dein armes Herz: so bist angefüllet, oft lebet es in Du zu beklagen. Reichthum wohi, da wird 3. Denn, ist der Saame der Saam' verhüllet, ja weggerafft, vertreten und er ersticket gang und gar, gefressen, so hast du keine und wird nicht einmal Glaubens Kraft noch offenbar, das ist wohl zu Geelen- Speif' zu essen. beklagen. Fällt dir ins Ohr der Saa 7. So geht es, wenn man me nur, und nicht ins nur um Geld und ReichHerß, so ist die Spur zum thum ist bemüher, und nur Leben gang vertreten. nach Wollust dieser Welt 4. In auch dein Herze mit Aug und Herzen fies Felsen Art, verhärtet het, da kann kein Gutes hadurch die Sünden, so ist derlben Statt, wo man der Wol Dom Worte Gottes. 229 Wollust nicht wird satt, vest versiegelt, bewährt der Saame muß ersticken. durch seinen Geist, und in 8. Doch ist, GOtt Lob! der Seel verriegelt. Recht noch gutes Land auf dieser muß doch bleiben Recht. Welt zu finden, das GOtt Hálts gleich die Welt für dem HErrn allein bekannt, Saverß, so fället ihm doch dain den Bergens- Grün- gu ein jedes glaubige den der Eaame, den GOtt Herz. eingelegt, noch hundert 2. Ihr Menschen drauet fältig Früchte trägt: das mis mit viel und manchen sind die rechten Bergen. Plagen, wo ich nach eurer 9. Wer Ohren hat, der Lust euch nicht bald will bea höre doch, und prüfe sich bagen: ihr wollt mir, wie ohn Heucheln, dieweil es ihr fast, benehmen Amt Heute beiffet noch, hie mußlund Ehr, und machen, daß sich keiner schmeicheln. tein Kind mich nicht soll Die Zeit vergeht, das En- achten mehr. de naht; fällt auf kein gu- 3. Doch dis bewegt mich tes Land die Saat, so must nicht: Wie? sollt ich denn du ewig sterben. betrachten, was mir ein 10. HErr JEfu, laß Mensch gebeut? Und uns mein perhe seyn zerknir- terdeß verachten des HErscher und zerschlagen, da- ren sein Gebot; so müste mit der Saame dring hin- dieses Haupt vom Hören ein, und laß ihn Früchse seynentblöst, von Sinnen tragen, die mir im Him- seyn beraubt. mel folgen nach, da ich 4. Solt ich vom Wahrfie finde tausendfach, das heirs. Grund mich lassen wünsch ich mit Verlangen. abe führen, war ich das 205. M. O GOtt dou from- jelendst nicht denn unter allen Thieren? ein wanmer GOtt 2c. Gott ſelbſten hat dis celbares Rohr, ein leicht Wort der Wahrheitlzerbrochnes Faß? Nein! das P 3 230 Dom Worte Gottes. das ist ungereimt, mein meine Lenden, und geben GOTT verhüte das! Geistes Muth, das mitten 5. Laß kommen, was in der Pein dem Teufel da will, laß alle Spotter zum Verdruß ich frölich rasen, laß schwarze Nach- möge seyn. red auch mit vollem Mun 9. Und so denn jemand de blasen ihr tootliches fragt: Warum muß dieser Vergift: Laß Kinder, leiden? wo ich noch reden Mann und Weib mir tre- fann, will ich ihm dis bea ten auf den Kopf, mir scheiden: Drum, daß er lies spenen auf den Leib. ber wollt erfahren Spott 6. Werd ich schon von und Pein, als wider seine der Schmach an allem Oct Treu ein Lügen- Redner besprungen, gebissen von seyn. dem Neid, gestochen von 10. Dis steht in mir ge den Zungen, der Schimpffseßt: ich wolt den Tod erwerf Eifer aus, und der führen, eh daß mein Mund Verdruß spey Gall; derfund Herß die Wahrheit Welt Schand oder Ehr folt verlieren, viel lieber bewegt mich nichts mit all. soll mein Leib ohn Haupt Unschuld veracht't Ge- seyn dargestreckt, ale meifahr! laß auch den Henckerjne Seele mit Treulofig= kommen, zu plagen meinen feit befleckt. Leib; es dient zu meinem 11. Mein Glaub auf Frommen. 3ft JEfus GOLT gegründ't, wird meine Kraft, hab ich ein mich schon lassen schmecken treues Hers; so bleib ich das Leben in dem Tod, das wohlgemuth auch mittenlich nicht werd erschrecken in dem Schmerß. vorm Urtheil das man 8. Entweder wird mein fälit, zu dámpfen meinen GOtt die Pein von mic Muth. Ein Wahrheitsabwenden, wo nicht, so Zeug schweigt nicht, wie wird er mir drinn stárden sonst ein Sünder thut. 12. Nun Dom Worte Gottes. 231 12. Num seht, das ist auch dabey, und hoffe treu mein Schluß! die Wahr- zu seyn, bis JEfus meine heit hoch zu schäßen, und Seel zur Freude führet alles Zeitliche derselben ein. nachzusetzen. Ich will denn 206. Dor der Predigt. GOtt, du unser Bas warten ab, was GOTT, mein trener Hirt, mirim- ter bist, durch JEfum mer dieses Falls zu Hán- Christ, gib deinen Geist den schicken wird. uns all'n gemein, der uns 13. Ich hab auf Gott zur Wahrheit leite: Erhör vertraut, in GOtt hab ich uns auch zu dieser Stund, begonnen, mit GOtt den öffne den Mund dein's Streit geführt, mit GOtt Dieners, daß er dein Wort hab ich gewonnen, GOtt rein und freymüthig auss ftell ichs ferner heim. Was breire, dazu, o HERN! acht ich Schmach und genadiglich, öffne unfr' Spott? wie fanns dem Herz'n und Ohren, daß übel gehn, der sich verläßt wir das hören fleißiglich, auf GOtt? und treuelich bewahren, 14. Ich will von nun aufdaß wir mögen fruchtfort an, in meinem ganbarlich dein Lob allzeit Ben Leben, nach Gottes verklaren. reinem Wort zu handelnj 207. In eigener Mel. mich ergeben, zu seyn in olt ich, aus Furcht vor Menschen Kindern, meinem Thun demüthig und gerecht, zu werden des Geistes Trieb in mir durch den Geist ein from- verhindern, und nicht, bey mer treuer Knecht. so viel Heuchel- Schein, 15. Drum was ich vor- lein treuer Zeuge Gottes mats hab geredet und ge- seyn? schrieben, daben bin ich, 2. Solt ich des Höchsten GOtt Lob! bis hieher noch Wort verfchweigen, und geblieben, und bleib jetzt nicht dem Hause Jacob P4 žeis 232 Dom Worte Gottes. zeigen, wie schändlich fichssein Dampf und leicht gevor GOtt verstellt, dasschätzte Spreu. rum, weils Menschen 8. So hoch sie sind in nicht gefällt? ihren Sinnen, so werden 3. Solt ich den falschen sie doch endlich innen, daß Christen heucheln, und der all ihr Thun zur Höllen gottlosen Rotte schmei- fährt, und nur auf kurze cheln, um eine Hand voll Zeit hie währt. zeitlich Korn, und zu ent- 9. Wer bin ich denn, den gehn der Menschen Zorn? sie verschmähen? ists denn 4. Sott ich den Bosen auf mich nur angesehen? felig preisen, die weder ifts GOtt nicht, der mich Licht noch Glauben wei- reden heißt, und treibt mich fen, um derer Gunst und nicht sein werther Geist? Liebes- Wind, die doch to. Wes ist das Amt, das nur Feinde Gottes sind? ich hier trage? wer for5. Solt ich die Gottes derts, daß ichs ihnen fage? Kinder nennen, die weder ists nicht des großen GotGOtt noch Chrium ken- ſtes Mund, der thut durch nen, die, bey der Wahrheit mich sich ihnen kund. Hellem Schein, so arg als II. Ey folt mein GOtt blinde Heiden seyn? mich auch nicht schüßen, 6. Wer sind sie denn, die wenn sie mit Wuten auf mich verlassen, und mich mich blizen? folt dessen als ein Feg- Opfer hassen? Huld in aller Pein mir wer sind sie, die so zornig- nicht ein füffes Labsat feyn? lich ihr Herßz verbittern 12. Du kennst mich ja, wider mich? du Menschen- Hüter, daß 7. Es sind nur Men- mirs nicht um die schr fhen, die mit Sunden den Gåter zu thun, och und losen Stricken sich ver- um die Gunst der Welt, binden, ein nichts, ein die manchen so gefangen Gras, ein schnides Heu, hält. 13. Die Dom Worte Gottes. eil ic. 13. Die Liebe Christi, 208. M. Es ist das die mich dringet, die ifts, Wir Menschen und zu dem, o was get, mit Rufen, Locken, geistlich ist, untüchtig: Bitten, Flehn, der Men Dein Wesen, Wille und schen Seelen nachzugehn. Gebot ist viel zu hoch und 14. Darüber will ich wichtig: Wir wissens und gerne leiden; kein Creuß verstehens nicht, wo uns noch Spott der Bösen dein Göttlich Wort und meiden: sen du mir nur bey Licht den Weg zu dir nicht Hohn und Spott, nicht weiser. schrecklich, du getreuer 2. Drum find vor Zei GOtt. ten ausgefandt, Prophes 15. Hier ist mein Blut, ten, deine Knechte, daß mein armes Leben! soll durch dieselben würd bes ichs bey deinem Wort hin- fannt dein heil'ger Will geben: ja, HERR, dein und Rechte: Zum letzter Will gescheh an mir ist dein ein'ger Sohn, d bring nur dadurch viel Bater! von des Himmels Gut's herfür. Thron, selbst kommen uns 16.Ich weiß, dein Wort zu lehren. wird endlich siegen, das 3. Für solches Heil sey, finstre Reich muß unten HErr, gepreis't, laß uns liegen, den Sieg wird man daben verbleiben; Und gib in furßen fehn, sollts auch uns deinen Heilgen Geist, durch Mártrer- Blut ge- daß wir dem Worte glauschehn. ben; Dasselb annehmen 17. Ach frårde mich doch jederzeit mit Sanftmuth, auch, mein Netter, damit Ehre, Lieb und Freud, als durch alle Donner- Wet- Gottes, nicht der Mens ter mein Zeugniß vest und schen. freudig sey, es ist gewagt! 4. Hilf, daß der losen GOtt steh mir bey. Spotter- Hauf uns nicht P5 bom 233 234 Dom Worte Gottes. vom Wort abwende: Stande; Viel Früchte Denn ihr Gelpott famt bringen in Geduld, bewahihnen drauf mit Schrecken ren deine Lehr und Huld, nimmt ein Ende. Gibin feinem guten Herßen. du felbst deinem Donner 8. Laß uns, so lang wir Kraft, daß deine Lehre in leben hier, den Weg der uns haft', auch reichlich in Sünder meiden! Gib, daß uns wohne! wir halten vest an dir, in 5. Oefn'uns die Ohren Anfechtung und Leiden; und das Herz, daß wir das rott aus die Dornen allWort recht fassen, in Lieb zumal, hilf uns die Weltund Leid, in Freud und Sorg überall und böse LiSchmerß, es aus der Achtste dämpfen.. nicht lassen: Daß wir nicht 9. Dein Wort, o HErr, Horer nur allein des laß allveg seyn die Leuchte Wortes, sondern Thäter unsern Füssen, erhalt es Leyn, Frucht hundertfältig ben uns klar und rein; bringen. Hilf, daß wir draus ges 6. Um Weg der Saame niessen Kraft, Rath und wird so fort vom Teufel Trost in aller Noth, daß hingenommen: In Fels wir im Leben und im und Steinen kann das Tod bestandig darauf Wort die Wurßel nicht trauen. bekommen: Der Saam, 10. GOtt Vater, laß in die Dornen fällt, von zu deiner Ehr dein Wort Sorg und Wollust die- fich weit ausbreiten! Hilf, fer Welt verdirbet und JEsu, daß uns deine Lehr ersticket. erleuchten mög und leis 7. Ach! hilf, HErr, daßjten! O Heilger Geißt! wir werden gleich dem gu dein göttlich Wort las in ten fruchtbarn Lande, und uns wirden fort und fort fenn an guten Werden Glaub, Lieb, Geduld und reich in unserm Amt und poffnung. 209. M. Dom Worte Gottes. 235 Wohl 209. M.Werde munter meinlan den Seiten, seine fris Gemüthe. sche Zweig ausbreiten. ohl dem Menschen 3. Also, fagich, wird auch der nicht wandelt in grünen, der in Gottes gottloser Leute Rath! Wort sich übt; Luft und wohl dem, der nicht undSoune wird ihm dienen, recht handelt noch tritt auf bis er reife Früchte giebt, der Sünder Pfad, der der seine Blätter werden alt, Spotter Freundschaft und doch niemals ungefleucht, und von ihr'n Gestalt: GOtt giebt Glück fellen weicht; der hingeszu ſeinen Thaten, was er gen herzlich ehret, was macht, mußwohlgerathen. und GOtt vom Himmel 4. Aber, wen die Sünd lehret. erfreuet, mit dem gehts 2. Wohl dem, der mit viel anders zu: er wird Lust und Freude das Ge- wie die Spreu zerstreuet fez des Höchsten treibt, von dem Wind im schnel und hier, als auf füffer len nu. Wo der HErr Weide, Tag und Nacht sein Häuflein richt't, da beständig bleibt; deffen bleibt kein Gottloser nicht. Seegen wächst und blüht, Summa: GORI liebt wie ein Palm- Baum, den alle Fromen und wer bos' man sieht, bey den Flüssen, ist, muß umkommen. I. Von der Tauffe. 210. m. Es woll uns GOtter stiften uns ein Bad, zu genddig seyn. waschen uns von Sünden, brist, unfer HErr, zum ersäufen auch den bittern Jordan kam, nach sei- Tod, durch sein selbst Blut nes Baters Willen, von und Wunden, es galt ein Sanct Johanns die Tauf- neues Leben. fe nahm, sein Wort und 2. So hört und mercket Amt zu erfüllen: da woitlalle wohl, was GOtt felbft heist 236 Don der Tauffe. heist die Lauffe, und was 5. Sein'n Jüngern heißt ein Christe glauben soll, der HErre Christ: Geh't zu meiden Keßer- Haufe. hin all Welt zu lehren, daß GOtt spricht und will, daß fie verlohrn in Sünden ist, Wasser sey, doch nicht al- fich soll zur Busse kehren. lein schlecht Waffer, fein Wer glaubet und sich taufe heilig Wort ist auch da fen täst, soll dadurch selig ben, mit reichem Geist ohn werden, ein neugebohrner Maassen: der ist allhier Mensch er heißt, der nicht der Tauffer. mehr könne herben, das 3. Solch's hat er uns Himmelreich soll erben. bewiesen klar mit Bildern 6. Wer nicht glaubt dies und mit Worten; des Ba- fer großenGnad, der bleibt ters Stimm man offen- in seinen Sünden, und iſt bar daselbst am Jordan verdammt zum ewgen hörte; Er sprach: dis ist Tod, tief in der Höllen mein lieber Sohn, an dem Gründen. Nichts hilft ich hab Gefallen; Den will fein eigne Heiligkeit, all ich euch befohlen han, daß sein Thun ist verlohren: ihr Ihn höret alle, und die Erb- Sund machts zur folget seiner Lehre. Nichtigkeit, darin er ist ge 4. Auch Gottes Sohn bohren, vermag ihm selbst hier selber steht in feiner nicht helfen. zarten Menschheit: der 7. Das Aug allein das Deilge Geift hernieder Wasser sieht, wie Menfährt, in Tauben- Bild schen Wasser giessen: der verkleidet; daß wir nicht Glaub im Geist die Kraft, follen zweifeln dran, wenn versteht des Blutes JE wir getauffet werden, all'su Christi, und ist vor drey Person'n getauffet ihm ein rothe Fluth, han, damit ben uns auf von Christi Blut ge. Erden zu wohnen sich be- färbet, die allen Schaden geben. heilen thut von Adam her ge= Von der Tauffe: 237 geerbet, auch von uns selbst 4. HErr JEfu Christ, begangen. dein theures Blut wäscht 211. M. Allein GOtt in der mich von meinen SunBob sey Ehr. den; Kraft deffen macht Bater, Heil'ger Geist, duben Fluch verschwinden, GOtt von groffer Güte, den ich hab von Natur ver sey jeßt und immerdar ge- schuldt, und feßzet mich ins preist mit dandbarem Ge- Vaters Huld, die Adam muthe: Daß du, aus un- hat verscherget. verdienter Gnad, mich 5. O Heilger Geisi, ich durch das heilge Wasser- dancke dir für diese edle Bad von Sünden abge- Gabe, daß ich nun immers waschen. lich in mir dein kraftig 2. HErr, ich bekenne, Zeugnis habe: Dadurch daß ich bin gezeugt aus ich meinen Schöpfer kann Sunden Saamen, ein getroft und freudig rufen Kind des Zorns, das im- an: O Abba! lieber Bater! merhin entheiligt deinen! 3. Weil in der Tauff Namen; ich weiß, daß auch JEfus Chrift von von Natur ich leb ohn dei mir ift angezogen, so hilf, ne Furcht, und wider daß durch des Satans Lift streb, GOTT, deinem ich nimmer werd betrogen: Wort und Willen. Denn die nun Gottes A 3. Du aber haft, o Va- Tempel seynd, die blei ter, mich, da ich war gang ben vor dem bösen Feind verlohren, zu dir gezogen in deiner Gnade ficher. gnädiglich, und wieder neu 7. OHErr, an dieser gebohren durchs Wasser- Würdigkeit, die du mir Bad der heilgen Tauff; wollen schencken, laß mich Daß ich in meinem Le- jcßund und allezeit in meis bens- Eauf mich deiner ner Noth gedencken; Denn Lieb kann trösten. lich dadurch ein Herze faß, und 238 Von der Tauffe. und immer mich darauffger Geist, es sey nichts zu verlaß, daß du mir Hülffvergleichen mit deiner versprochen. Gnad und Liebe. 8. Ich hab auch bey dem 2. Denn willig und von Wasser Bad mich dir Herzen- Grund, so bald ich zum Dienst verbunden; zu dir kommen, hast du Drumgib, daß keine Sun- mich auf in deinem Bund den- That in mir werd zum Kind auch angenomherrschend funden: Gib, men: Du hattest Ursach, daß für deine Gut und mich vielmehr zu strafen Treu ich den Gehorsam und zu haffen, und hast, o stets erneu, den ich da an- groffer GOtt, so sehr hergelobet. unter dich gelaffen, den 9. Und so ich was aus Bund mit mir gestiftet. Schwachheit thu, das 3. Dadurch bin ich nun, wollst du mir verzeihen, als dein Kind, versichert und mir es ja nicht rechnen deiner Gnaden: Was sich zu: Die Gnade auch ver- für Schwachheit an mir leihen, daß ich in dir be- findt, das läß'st du mir standig bleib, bis du die nicht schaden: Den Geist Seele von dem Leib zu dir der Kindschaft giebst du hinauf wirst nehmen. mir, und wenn ich vor dir 212, M. Chrift unser Errstrete, mein Herz ausschutzum Jordan kam. te, GOtt, vor dir, nach GOtt, da ich gar kei- deinem Willen bete, werd nen Rath für meinelich allzeit erhöret. Geelkonnt finden, hast du 4. Hingegen hab ich mich durch das Wasser- mich verpflicht't, ich woll Bad gewaschen rein von ein gut Gewissen fert bey Sünden; dabey du klår- des Glaubens Zuversicht lich haft beweist, und zu halten seyn beflissen: durch ein sichtbar Zeichen, Dich Vater, Sohn und a Bater, Sohn und Heil- Geist allzeit für meinen GOtt Von der Tauffe. 239 GOtt erkennen, und samt Kind, Teufels Werde der wahren Christenheit haß, die bösen Liste démmit Ehrerbietung nennen pfe, das Gut zu thun nie den ein'gen HErrn und werde laß, bis an das End Vater. hier kämpfe, und dort dein 5. Ich hab dem bösen Reich ererbe. Feind entfagt, auch allen 213. M. Nun freut euch, lie seinen Werden: Und die ben Christen gemein. fer Bund, der ihn verjagt, JEsu Christ, ich preis kann gegen ihn mich star- se dich mit frölichem den. Ich bin, o GOtt, dein Gemüthe, daß du mich so Tempel nu, und wieder genadiglich, nach deiner neu gebohren, auf daß ich groffen Güte, durch deine rechte Wercke thu, dazu ich Tauff errettet haft von als bin erkohren, und die duller meiner Sünden- Laft, felbst befohlen. und mir dein Heil ges 6. Der alte Mensch muß schendet. sterben ab, der neue aber 2. Sobald mein Haupt leben; den bösenküsten, die dein Wasser- Guß begonte ich hab, muß ich stets wi- zu begiessen, da liest du derstreben; ich muß dem deinen Liebes- Fluß auch in Guten hangen an, verrich- mein Herße fliessen: Ein ten deinen Willen: Mit göttlich Leben gabst du Fleiß und Sorgfalt den- mir, dein Geist verband den dran, daß ich ihn mög mein Herz mit dir, ich erfüllen durch deine Kraft ward aus GOTT gebohund Starcke. ren. 7. GOtt Vater, Sohn 3. Du wuschest meine und Geist verleih, daß Seele ab von allen Ginich vest an dich glaube, mich den Flecken, und liessest meines Tauff- Bunds also in dein Grab des Flei-= tröst und freu, darin besches Macht verstecken: Es stándig bleibe; Als dein ward in deinem Tod ges taucht, 240 Von der Tauffe. taucht, was Satanas vor 7. Doch muste dis verher gebraucht, in Elend borgen seyn, die Schönheit mich zu bringen. ward verdecket, da man 4. So stelletest du hei- mich also tauchte ein, und lig dar, vor deines Ba- unters Creuß verstecket; ters Throne, und vor der Es muste nun ans Leiden Auserwählten Schaar, lgehn, bis ich auch künftig mich in der schönen könnte stehn in offenbarer Krone der Göttlichen Klarheit. Gerechtigkeit, du wur 8. Eo war es zu derseldest selbst mein Ehren- ben Stund, als ich ward Kleid, darin ich konnte aufgenommen in diesen prangen. heilgen Gnaden- Bund, 5. Kein Engel war so und in die Zahl der From schön als ich, da ich dich men. Wie ist es aber nun angezogen, ich prangte mit mir? Mein Heiland! mehr als Königlich; soll ich jeho dir nicht gleichDu wurdest selbst bewo- falls zugehören? gen, mich nun zu nen- 9. Ach ja! es ist noch dienen deine Braut, imser Bund mein Siegel im Glauben ward ich dir ver- Gewissen, das mich vertraut: So hoch ward ich sichert alle Stund, wie du erhoben! noch feyft geflissen, mich zu 6. Da ward mir auch erhalten, daß ich kann noch zugleich das Recht zu dei- fiets die Frage stellen an: nem Reich gegeben: Ich Bin ich nicht, GOtt, dein war von Göttlichem Ge- leigen? schlecht; du wurdest selbst 10. Hast du mich nicht mein Leben: Weil ich an zu deinem Kind, in deinem deinem Leibe ward ein Sohn, erwählet? Hast du Glied, und nun nach dei- mich nicht von aller Sünd ner Art mein Leben konnte in Gnaden los gezähler? führen. Ist nicht dein Bund ein ew'ger Von der Tauffe. 241 ew'ger Bund? Hat sol- Grund bey die noch veste chen nicht dein treuerstehet. Mund mit einem Eid 14. Ich steh im Kamversiegelt? pfe wider mich, mein 11. Geht mich nicht Fleisch und Blut zu zwinauch das alles an, was gen: der Geist kämpft Christus mir erworben? in mir ritterlich, wenn Hat Ers nicht mir zu aut Liste auf mich dringen; gethan? Sft Er mir nicht läßt mir der Satan keigestorben? ist sein Ver- ne Ruh, stürmt auch die dienst nicht mir geschenckt, Welt mit auf mich zu, da ich im Glauben ward so geb ich nicht gewon versenckt in seine Gnad nen. und Güte? 15. Denn weil ich nun 12. Drum bleib ich ja getauffet bin, mit deinem dein Eigenthum, das du Liebes- Feuer, das ganz dir nicht läff'st nehmen durchglühet meinen Sinn, Der Sünden Macht wird ist mir sehr werth und wiederum mich nimmer- theuer dein göttlich Wort, mehr beschamen. Du das weiset mir, wie ich willst und kannst den lassen soll fliehen für und für, nicht, der auf dich seine was dir nicht wohl gea Zuversicht von ganzem fället. Herzen sehet. 16. Gib nun, daß deine 13. Zwar hab ich auch Sieb in mir stets treibe durch viele Schuld den mein Gemüthe, daß ich Gnaden- Bund zerriffen, mich sehne stets nach dir, bin unwerth worden dei- und mich vor Sünden hitner Huld: Doch bin ich te. Du, Liebe, thust mir nun beslissen, daß durch viel zu gut; gib, daß ein die Buffe dieser Bund jeder Tropfen Blut vont bevestigt werde, weil der deiner Liebe walle. III. Vom Vom Zeil. Abendmahl. III. Vom Heiligen Abendmahl. At! 214. M. Sreu dich sehr, o 2c. 4. Hier sieht man dein Gnad über alle treu Gemüthe, du bist Gnaden! heisset das sonst der Arzt allein, doch nicht Gutigkeit? JEsus witst du aus lauter Güte hat uns selbst geladen zu auch die Arzney felber dem Tisch, den Er bereit't. eyn; Du giebst dich selbst JEfus bitt't uns selbst zu uns zu Theil, daß wir Gaft, daß wir, aller Cor- mochten werden heil von gen Laft, aller Sünd und den tieffen Seelen- Wune Noth entnommen, in den den, die fonst waren una Himmel mogen kommen, verbunden.. 2. JEsus Christus will 5. Ach! zu dir komm ich uns fpeifen, und auch selbst gestritten, o mein lieb die Köfte fenn, heiffet dasliter JEfu Chrift! Und nicht Gnad erweifen? Owill dich im Glauben mein liebstes JEfulein? bitten, weil vor mir de folches ist an keinem Ort, reitet ist jego dein Genao mein liebster Seelen- den: Tisch, daß sich meiHort, sonst gehöret noch ne Seel erfrisch, und vor gesehen, solches ist noch nie Hunger nicht vergehe, geschehen. wenn mir deine Kraft entitebe. fu 242 11 3. Hast du dich doch schon gegeben, unfertwegen in 6. Ach! so wollest du den Tod, daß wir möchten mich laben, mit dem rech wieder leben fren von aller ten Himmel- Brodt, und Quaal und Noth: aber mit reichem Trost begadeiner Liebe Macht hat ben, wider Hölle, wider dich auch dahin gebracht, Tod. Ah! laß deine Les daß du deinen Leib uns bens- Quell auch mich mas fchendest, und mit deinem chen weiß und hell: Tráns Blute trandest. Icke mich, eh ich ersterbe, und Dom Zeil. Abendmahl. 243 und vor großem Dursi 4. Jch öffne dir Herk, verderbe. Seel und Sinn, mit brun7. Dir will ich anjeßostigem Verlangen, dich, schicken mein gang mud meine Ruh und mein Ge und mattes Herß, ach! das winn, recht freudig zie wollest du erquicken, weil empfangen. es fast vergeht vor 5. Komm, komm, und Schmerz: O mein Arzt! halt dein Abendmahl mit du fanft allein mich son deinem schwachen Kinde, Sünden machen rein, du auf daß dein Wunder süß alleine kanst mich heilen ser Strahl mich inniglich von der Sünden Eiter entzünde. Beulen. 7.Dein Manna schmeckt 215. M. Ich danck dir schon nach Himmels: Lust; dein durch deinen Sohn. Brunnquell fleußt ins LeNch! komm, du füsser ben, davon das, was uns Herzens- Gast, du nicht bewust, zu schmecken Labfal meiner Seele, wird gegeben. A! bey der du deine Woh 7. Es ist wohl ein vernung hast in dieser Jam- borgner Schaß doch mer- Hole. bringt er Geist und Leben, 2. Reut aus, dutheures( und läßt den Sünden keis Glaubens Pfand! was nen Plag) die Andacht zu nicht dein eigen heißet. erheben. Ach! beut den Willen doch: 8. So kehrt Gott zu die Hand, der sich der Welt der Seelen ein mit al entreiffet. len seinen Gütern, und 3. Es schaut dein holder machet seine Kraft geGnaden- Blick die Sün- mein den himmlischen Ges den Gruft im Herzen, muthern. und zieht sich dennoch 9. Da liegt des Teufels nicht zurück, er sieht auf Macht zerstreut, die Welt Christi Schmerzen. ist überwunden, und führt 22 des 11 FAESONE fo ne fü 244 Vom Geil. Abendmahl. des Geiftes Freudigkeit die mich ja nicht fallen: Mach Sünden- Lust gebunden. meinen Gang gewiß und 10. GOtt zeigt, was zu frey, ach! leite mich in allen. erwarten fey auf wenig 16. Ach! fireite wider Creußes- Stunden, wenn meinen Feind, so kann und wir von diesen Fesseln fren, werd ich siegen, und wenn die Freyheit so gefunden. ers gleich aufs årgstes 11.Da, da verbindt fidmennt, kannst du nicht unSeel und GOtt in recht terliegen. vertrauter Liebe: Was 17. Drum nimm mein nicht ist Göttlich, wirdzu Herz dir gánglich ein, und Spott vor diesem Him- tard es aus der Höhe! mels: Triebe. Dann werd ich völlig selig 12. Wie leicht ist da des seyn, wenn ich dich ewig Heilands Joch, wie sanft seye. ist seine Bürde! Ah! 216. M. O GOtt du fromer. spricht die Seel, daß ich ch! wenn ich mich doch jetzt doch ein Himmels Bürger würde! A kont in JEsu Liebe senden, und alle Augenblick 13. Mein GOtr, wenn an JEsu Liebe dencken! zeuchst du mich zu dir, Mich deucht, ich höre stets, wenn werd ich dahin kom- jals wenn mir was zumen, daß ich dein Antlig spricht: Vergiß ben Leibe für und für anschaue mit du der Liebe JEfu nicht. den Frommen. 2. Ach! wie fonnt ich doch 14. Ich glaube doch, ich auch mein JEfu, dein verwerde sehn bos Gut im gessen? Das, was ich oft Freuden Himmel, und mahls hab getrunden und dort vor deinem Throne gegesſen, dein eigen Leib stehn, nach diesem Welt- und Blut, das hat mein Getümmel. Herz und Ginn verán15. Du Geist der Gnadert, daß ich nun in meis den, sich mir bey, und laßinem JEfu bin. 3.36 Vom Heil. Abendmahl. 245 3. Ich bin gang durch 2. Da nahm er in die und durch mit JEfu ange- Hand das Brodt, und füllet, kein Ader ist in mir, brachs mit feinen Fingern, die nicht von JEfu quillet, sah auf gen Himmel, das Hertz das triefet noch dankte GOtt, und sprach vons liebsten JEfu Blut, zu seinen Jüngern: und brennet lichterloh in JEsu Liebes- Glut. 3. Nehmt hin und est, das ist mein Leib, der für 4. Zu viel, ach! gar zu euch wird gegeben, und viel thust du mir, JEfu, dencket, daß ich euer bleib Gnade, ich armes Stück im Tod und auch im Leben. lein Erd bekenne zu gera- 4. Desgleichen nahm er de: Ich bin der feines auch den Wein, im Reich, werth, so du an mir ge- und sprach zu allen: than, und weiß auch nim- Nehmt hin, und trindket mermehr, wie ich gnuglinsgemein, wollt ihr GOtt = dancken kann. wohl gefallen. 5. Dis Dencken und den 5. Dier geb ich euch mein Dand laß stetig dazu kom- theures Blut, im Kelche men in allem, was auch zu geniessen, das ich für wird von mir nur vorge- leuch, und euch zu gut, am nommen; So leb in JE- Creuß ist werd vergiessen. su ich mit einem frischen 6. Hier wird ein neuer Muth, und sterbe, wenn Bund gemacht, in meiGOtt will, auf JEfum nem eignen Blute: im und sein Blut. Alten ward nur Vieh ge217. Mel. Ich danck dir schlacht, geholet, von der schon durch z. Bute. Als JEfus Christus in 7. Dier ist der Corper, der der Nacht, darin er bin Jch, dort war Figur ward verrathen, auf unser und Schatten: Dort war Beil gang war bedacht, ein Lam, hier laß Ich mich daffelbe zu erstatten. lin heiffer Liebe braten. Q3 8. Das 246 Dom Heil. Abendmahl. 8. Das macht euch allerden, doch mache mich, o Sünden frey, daß fie euch JESU, mehr geschickt! nicht mehr fråncken, so oft 3, Gebeut, als HErr, ihrs thut, folt ihr dabey an dem theur erkaufften Kins meinen Tod gedencken. de: Gib, daß ich Kraft in 9. O JESU, dir seydir als König finde; sen ewig Dand für deine mein Prophet, so werd ich Treu und Gaben! ach! laß Gottgelehrt! bist du mein durch diese Speis und Haupt, so hab ich dich zum Trand auch mich das Le- Führer: Bist du mein ben haben. Mann, so bist du mein Regierer: Als Hoher- Prie218. In eigenet Mel. auf! mein Geist, iter ich dein Opfer werd. erhebe dich zum Him 4. Was will ich mehr mel, weich von dem unbe- als diesen Himmels- Fürs ständigen Getümmel, da sten? Ich werd hinfort durch die Welt ihr blindes in Ewigkeit nicht dursten, Boldk betriegt: Ich habe weil der mich tránckt, der nun vom Himmels- Man- selbst das Leben ist. Kein na gessen, bin an des guten Hunger wird die Seele jes Hirten Tisch geseffen: der mahls pressen, weil mir alte Feind zu meinen Füß ein Theil vom Manna zusen liegt. gemessen, das du allein, o 2. Was frag ich nun süsser JEsu, bift. nach Ehre, Lust und 5. Ich lebe nun, und 1 Schäßen? Ein Lebens will mich GOtt ergeben; Strom der kann mich doch nicht ich, sondern gnug ergoßen, der Durst Christus ist mein Leben. de ist hin, wie bin ich so er- So lebe dann in mir, o quickt! mun wird die Seel Gottes Sohn! ich bin ge in Wollust fetter wer- wiß, daß droben und auf für den, den Vorschmack hab Erden, Barmherzigkeit ich schon auf dieser Erlund Güte folgen werden, als Auf Dom Seil. Abendmahl. 247 als ein durch Blut des 6. Die Zeit eilt ja heran, 2amms erworbner Lohn. da wir die Leidens- Bahn 219.M.Mein Jefu, der du 2c. sollen betreten. Ach hilf! uf, Seele, sey gerust! daß uns die Nacht nicht dein Heiland JEsus trág und schläffrig machty Christ brennt vor Ver- eifrig zu beten. Auf, langen. Sein Hertz sehnet 7. Nimm unsern Wils fich noch vor dem Leiden, len hin, schaffeinen neuen dich recht zu umfaugen. Sinn nach deinem Wil2. O Liebe, ohne Zahi! len, daß wir, was dir ges das Bild muß diesesmahl, fällt, in dieser Creußes. dem Wesen weichen, Fr Welt mogen erfüllen. felbst, der Bräutigam 8. Laß deines TodesSchenckt sich zum Ofter- Kraft den edlen LebensLamm uns ganz zu eigen. Saft in uns ausfliessen, 3. Er hat ein Deud stard uns aus deiner mal jetzt der Wunder ein- Höh, wenn du die letzten gesetzt, uns zu verbinden Weh nun wirst aus zu seinem Tod, den wir, giessen. bis er kommt für und für follen verkind gen. 9. Sieh! Satan mer dets schier, daß dein Volck, 4.Drum, liebstes Ifrael, HErr, bey dir, find't Hülf auf! ftárde deine Seel, er- und Gegen. Drum ma greif disSiegel Gottführt chet er sich auf, uns unfern durchs Lammes Blut die Waffen- Lauff nieder zu Seinen durch die Fluth legen. zum Freuden- Hügel. 10. Du aber, JEfu, 5.O JEfu, dir sey Danck! hilf, daß wir nicht wie das lehr uns den Lob- Gesang, Schilf hin und her wan nun also fingen; daß wirken. Gib uns Bestán dann können drauf den digkeit in Trübsat, Angst Dehl- Berg gehn hinauf, und Leid, dir stets zu dans und tapfer ringen. den. 24 II. Auf 248 Vom Heil. Abendmahl. 11. Auf daß wir unsern 16. Und geußImmanuel! Murth in keiner Hiß und in unser Herß und Seel Glut nicht lassen finden, Einfalt und Wahrheit, gib sondern den Myrrhen- und Weisheit in dir, und Bein, den du uns schen- schend uns für und für deft ein, gantz willig trin- Klugheit und Klarheit. den. 17. HErr, dir ist ja der 12. Die Zeit ja bald Ruhm, ach! hör im Heihinschleicht, da uns drauf ligthum dis unser Lallen, wird gereicht der Kelch der hier klingt: Halleluja, laß Freuden; o Troftes Ueber- JESU, ja, ja, ja, doch fluß! der dann erfeßen wiederschallen. muß das kleine Leiden. 18. Mach uns in dir be13. Da wird die Trau- reit, durch Leiden in die rigkeit von Freud und Freud so einzudringen, Herrlichkeit werden verdaß wir Victoria! Tris fchlungen, wenn GOTTumph! der HErr ist da, das weisse Kleid, giebt de- bald frölich singen. nen nach dem Streit, die 220.m. Nun freut euch, liehier gerungen. ben Christen gemein. 15. Hiernach das Herße Dein Blut, Here, ift HErr M 11 wallt, Element, darin komm, fomm bald! uns zusich nur kan leben, daß mich vollenden, hilf, weil jezt kein Schmack sonst zu sich Babel schnaubt, damit es wend, als dieser Saft der Dich nicht raubt uns aus, Neben. So leb ich in des ft den Händen. Vaters Schooß, und bleib 15. Laß unsre Waffen von allen Dingen bloß, doch im Segen ferner noch und bin in GOTT vers fets fiegend gehen, verschlungen. blende Babylon, daß es 2. So thu an mir, o Bira mit Sport und Hohn nur ten- Treu! dein Amt in almuß bestehen. FACER llen Dingen, und mache mich Vom Heil. Abendmahl. 249 mich von Fremden frey, 6. Drum eile brünstig, dir einßig Frücht zu brin- muntresReh, komm spring gen, die reife, füß und heil auf deine Trifften, nimm fam find, so bleib ich ein ge auf dir, der du je und je ein horsam Kind, und wohn Dendmal wollen stifften. in deinem Namen. Mit dir soll alle Creußess 3. Komm selbst, o volle Pein mein schönster NoLebens- Quell, dring ein in fen- Garten seyn, denn du meine Seele, daß nichts bist selbst der Himmel. aus Adams Fall mich fäll, 7. Bist du mein Schatz, und durch die Sünde qud- nicht immerdar der Ur. le. De must in allen alles sprung reiner Freude, ein seyn, soll anders deinellautrer Strom, Chrystals Schöpfung rein und herr- len- tlar, darin ich mich lich wieder werden. gern weide, und trind in 4. Du bist der Wieder- Lust und Liebs- Begier? bringer nur, ohn dich ift Bleib ewig unbewegt in lauter Hölle; gib, daß sich mir, im Band der ew'gen mir die rechte Spur zu dir Che! gang effen stelle, zu drin- 221. M. Nun freut euch zc. gen tief in dich hinein, und Du Lebens- Brodt, Chrift! zu mein Leben und mein mag dich ein Sünder ha Alles. ben, der nach dem Himmel 5. Da ist nur Ruh und hungrig ist, und sich mit Sicherheit, da mangelt dir will laben? So bitt ich fein Vergnügen; Da haft dich demüthiglich, du woldu mir die Státt' bereit't, left recht bereiten mich, daß wo ich soll sanfte liegen, ich recht würdig werde. und saugen deiner Weis- 2. Auf grüner Auen wol heit Brust, die ist so vol- lest du mich diesen Tag, fer reiner Luft, daß alles HErr, leiten, den frischen ihr muß weichen. Wassern führen zu den Q5 Tisch f n SEE 250 Vom Geil. Abendmahl. Tisch für mich bereiten: 6. Ich bin ein Mensch, Ich bin zwar fündlich, voll Sünden Grind, laß matt und franc, doch laß deine Hand mich heilen: mich deinen Gnaden Erleuchte mich, denn ich Trand aus deinem Be- bin blind, du kannst mir cher schmecken. Gnad ertheilen. Ich bin 3. Du Zucker füffes verdammt, erbarme dich: Himmel- Brott, du web Ich bin verlohren, suche lest mir verleihen, daß ich mich, und hilf aus lauter in meiner Seelen- Noth zu Gnaden. dir mag findlich schreyen: 7. Mein Bräutigam, Dein Glaubens- Rock be- fomm her zu mir, und decke mich, auf daß ich wohn in meinem Herken; moge würdiglich an deiner Laß mich dich küssen für Tafel siken. und für, und lieblich mit 4. Tilg ellen Haß und dir scherzzen: ach! laß doch Bitterfeit, o HErr, aus deine Süßigkeit für meine meinem Herßen: Laß mich Seele seyn bereit, und fille die Sünd in die er Zeit be- ihren Jammer! reuen ja mit Schmergen. 8. Du Lebens- Brodt, Du heiß- gebratnes Oster HErr JEfu Chrift, komm Lamm, du meiner Seelen selbst dich mir zu schencken; Bräutigam, laß mich dicho Blut! das du vergossen recht genieffen! bist, komm eilight mich zu Zwar bin ich deiner tränden; Jch bleib in dir, Gunst nicht werth, als der du bleibst in mir, drum ich jest erscheine mit Sun wirst du, güld'ne Him den allzuviel be chwert, die mels- Think! auch mich fchmerzlich ich beweine: dort auferwecken. In solcher Trübfal tröstet mich, HErr JEsu! daß du fu gnädiglich der Sünder 222. In eigener Mel. u Zucker füffes Hime mel- Brodt, du wahre Seelen Dom Zeil. Abendmahl. 251 Seelen- Speise, du Art 4. Du bist die ew'ge ney für den ew'gen Tod, Süßigkeit, nach dir mein du Kost auf meiner Reise! Geist sich schnet; Der wie herglich sehn ich mich wahre Trost und einge nach dir, komm doch, mein Freud nach dir mein Her Schak! o! komm zu mir, Bethránet; Du bist mein's daß ich dich selbst in mir Mundes Honig eim, und mag haben, und mich mit mein erwünschter Seelens deinem Safte laben. Leim, der mich mit Gott 2. Ich bin verschmacht auch in den Flammen und ungesund, du aber vereiniget uno fugt zukanst mich heilen: drum fammen. fibreyt zu dir mein Herk 5. Laß mich dich doch, o und Mund, daß du woulsi Enget- Brodt! oft würdigzu mir eilen. Dein Blut, lich geniessen; daß ich dich oJEfu, ist der Thau, von móge, luffer GOtt, in meis welchem grünt meine ner Seelen kussen; Daß Herzens Au: Dein Fleisch ich dich schmede, JESU ist meiner Seelen Leben, Christ! wie süß und lieblich das du für mich hast hindu mir bist, daß ich je mehr gegeben. und mehr dich esse, du Hos 3. Du bist mein wahres nig- füsse Wurzel Jesse. Offer- Lamm; für mich am 223. m. un freut euch lie Creuß geschlachtet, und ben Christen gemein. willig an desselben Erscheine füffer SeelenStamm in heiffer Lieb Gast, daß ich mich hoch verschmachtet: Du bist des erfreue, komm an, du meie ew'gen Lebens Brodt, das ne Ruh und Rast, wie meine Geel erhält in groß ist deine Treue, daß Tod: Wer dich geneust du zur Seelen, die so der darf nicht sterben, und schwach, hier unter eines kann in keiner Noth ver- Sünders Dach so brüderderben. lich einkehrest. 2. Groß HANCEN 252 Vom Heil. Abendmahl. 2. Groß Herßens- Lust an alten Adams Wunden, hab ich daran, wenn ich ich dancedir, daß du HErr Dein Wunder merde, doch Christ, mein treuer Saschau ich, was du haft ge- mariter bist, wilt Leib und than in dem Erlösungs- Seele helfen. Werde, wenn mich dein 6. Du hältest die Vers Leib und Blut erquickt, so heissung vest, und meynst bald mein Geift viel Luft es gut von Herßen, wie erblickt, mit Vorschmack treulich du geschehen läßt jenes Lebens. Del geußt du in die 3. Wie gnädig bist du, Schmerzen, denn wie du, Wunder- GOtt, den hoch- HERR, verheissen hast, betrübten Seelen, du läffo hast du deinen armen fest sie ja nicht mit Spott.Gaft recht königlich vere von falschen Feinden quá- pfleget. len, dein theurer Schutz 7. Trifft mich der See mir steht bereit, zu Troß len Hungers- Noth, muß des Feindes Grausamkeit, ich mein Herz abmatten, troß wer es nicht kann so komme du, mein Himlaffen! mels Brodt, erfreulich 4. Wohl weidest du mich, mir zu statten, dein theus treuer Hirt, zeigst mir geres Blut im Abendmahl, fundes Wasser, du tráncst erfrische mich in Lodesmich) als ein treuer Wirth, Quaal, damit ich nicht treibstab den bösen Hasser, verschmachte. und giebst dich selbst zu ei 8. Wie herrlich, heilig, gen mir, was opfre ich dir hoch und hehr ist, groffer denn dafür, für diese Lie- GOTT, dein Name, wie bes- Thaten. heilig ist dein Ruhm und 5. Nun habe fünffer JEsu, Ehr, ich bin ein blosser Dand, du hast mich wohl Saame, jedoch, weil du verbunden, du stärkst mit mir HErr Christ, im mich, wenn ich liege krand Abendmahl vereinigt bist, kannst Vom Heil. Abendmahl. 253 kannst du dein Glied nichtlicher Treue, daß uns die haffen. 224. In eigener Mel. 08 Speif' nicht gereue, Kyrie, eleison! HERR, deinen Ott sen gelobet und ge- Beilgen Geist uns immer benedeyet, der uns sel- laß, der uns gebzu halten ber hat gespeiset, mit sei- cechte Maaß, daß dein' nem Fleische und mit seilarme Christenheit leb in nem Blute, das gib uns Fried und Einigkeit. KyHErr GOtt, zugute, Ky- frie, eleison! Hert rie, eleison! HErr, durch 225. M. Gort sey gelobet deinen heiligen Leichnam, und gebenedeyer. der von deiner Mutter Err JESU Christe, Maria kam, und das hei- mein getreuer Hirte, lige Blut, hilf uns, HErr, komm, mit Gnaden mich aus aller Noth. Kyrie, bewirthe, bey dir alleine eleison! find ich Heil und Leben: Der heilige Leichnam Was ich darf, kanst du mir ist für uns gegeben zum geben, Kyrie, eleison! Dein Tod, daß wir dadurch te- arm Schiflein wollest du ben. Nicht gröffre Güte weiden auf Ifraels Berkönnte Er uns schendken gen in Freuden, und zum daben wir sein fölln geden- frischen Wasser führn, da den. Kyrie, eleison! HErr, das Leben her thut rühr'n. dein Lieb' so groß dich ge- Kyrie, eleison! zwungen hat, daß dis 2. All andre Speis und Blut an und groß Wun- Trand ist gants vergebene, derthat, und bezahlet unsre Du bist selbst das Brodt Schuld, daß uns GOtt ist des Lebens; Kein Hunger worden huld Kyrie, eleison! plaget den, der von dir iffet, 3. GOtt geb uns allenjatles Jammers er vergis feinen Gnaden Segen, daß set. Kyrie, eleison! Dubift wir gehn auf seinen Wegen die lebendige Quelle, zu dir in rechter Lieb und brüder- ich mein Krüglein stelle, las 254 Dom Zeil. Abendmahl. laß mit Trost es fliessen mit Begier er nach ihm voll, so wird meiner See- fraget: O süsser JEfu! len wohl Kyrie, eleison! schau, wie tieffe Wunden FACER 3. Laß mich recht trau- werden auch in mir gefunren über meine Sünde, den. Kyrie, eleison! Du bist doch den Glauben auch ia der Arzt, den ich ruffe, anzünde; den wahren auf den ich mit Berlangen Glauben, mit dem ich dich hoffe. Hilf! o wahrer faffe, mich auf dein Ber- Mensch und GOtt! hilfft dienst verlasse. Kyrie, elei- du nicht, so bin ich todt. fon! Gib mir ein recht Kyrie, eleison! busfertig Herße, daß ich 6. Du ruffest alle zu die mit der Sund nicht scher- in Genaden, die mühselig Be, noch durch meine Si lund beladen: All ihre cherheit mich bring um Missethat wilt du ver die Seeligkeit. Kyrie, zeihen, ihrer Bürden sie eleison! befreyen. Kyrie, eleison! 4. Mir ist befleckt sehr Uch! komm selbst, leg an greulich mein Gewissen: deine Hände, und die Ach! laß die Bluts- Tropf- schwere Last von mir wen lein fliessen aus deinen de. Mache mich von Wunden, welche du em- Sünden frey, dir zu diepfangen, da du bist amnen, Kraft verleih. Kyrie, Creuß gehangen. Kyrie, eleison. eleison! Wird damit mein 7. Du wolleft Geist und Herß gerühret, wirds von Herzezu dir neigen: nimm f Stund an rein und gezie- mich mir, gib mich dir ei ret, durch dein Blut mitgen. Du bist der Wein Glauben schon, fann in dir stock, ich bin dein Rebe, vor GOtt bestehn. Kyrie, nimm mich in dich, daß ich eleison! lebe. Kyrie, eleifon! Ach! 5. Der darf des Arztes, in mir find ich eitel SunDen die Krankheit plaget, lden, in dir müssen sie bald bers Vom Geil. Abendmahl. 255 verschwinden: In mir damit du uns begabet, im find ich Höllen- Pein, in Brodt und Wein dein dir muß ich felig seyn. Leib und Blut kommt uns Kyrie, eleison! wahrhaftig wohl zu gut, 8. Komm, o meinFreund, und uns're Bergen labet: o komm du schönste Krone! Daß wir in dir, und nach JEsu, komm und in mir allem Wohlgefallen heilig wohne. In mir will ich dich leben: Solches wollest dir mit Gebet oft grüssen, jaluns geben. mit Lieb und Glaubenküf 2. Dukehrest, oImmasen, Kyrie, eleison! Komm, nuel! ja selber ein in unfre und schenck mir deine Lie- Seel, die Wohnung dazu be, so wird nichts seyn, maden: Drum uns ein das mich betrübe: Deine solches Herß verleih, das Sanftmuth und Geduld von der Welt- Lieb ledig die Frucht deiner Gnad sey, und allen eitlen Saund Huld. Kyrie, eleison! chen. Bleibe, treibe unfre 9. Dis sind die Blum- Sinnen, und Beginnen, lein, die mich können hei- daß wir trachten, alles len, und mir Lebens- Kraft Fred'sche zu verachten. ertheilen, daß ich aus mir 3. Ach! HErr, laß uns nun all Untugend reise, doch nehmen nicht dein dir zu dienen mich befleisse, werthes Nachtmahl zum Kyrie, eleison! In dir hab Gericht: Ein jeder recht ich, was ich soll haben, dei- bedencke, daß wir mit dies ner Gnaden Brünnlein sem Lebens Brodt im mich laben. Laß mich ewig Glauben stillen unfre seynindir, und bleib ewig noth, der Fels des Heils auch in mir. Ryrie, eleifon! uns tránce: Züchtig, 226.M.Wie schon leuchtuns tichtig, dich dort oben Err JEfu, dir sey Preis stets zu loben, bis wir wers und Dand, für diese den zu dir kommen von der Seelen- Speis und Trand Erden. 3 4. D ? FACER fü 256. Dom Zeil. Abendmahl. 4. Odaß wir solcher Se- seine Gerechtigkeit bleibet ligkeit erwarten möchtenjewiglich. allezeit in Hoffnung und 4. Er hat ein Gedicht. Vertrauen: Und folglich niß gestiftet seiner Wun aus dem Jammerthalein- der, der gnädige und gehen in den Dimels Saal, barmherzige HErr. da wir GOTT werden 5. Er gibt Speise denen, schauen: Tröstlich, köstlich, so Ihn fürchten, Er geuns als Gáste auf das Bedendet ewiglich an seinen ste ben ihm laben, und Bund. * gang volle Gnüge haben. 6. Erläffet verkündigen Das gib du uns von seine gewaltige Thaten fei deinem Chron, o. JEsu nem Volck, daß Er ihnen Chrifte GOttes Sohn! gebe das Erbe der Heiden. Gibs durch dein bitter Lei7. Die Wercke seiner den: Dasselbe weil wir le Hande find Wahrheit und ben hier, laß uns betrach Recht, alle seine Gebote ten für und für, all Böses find rechtschaffen. darum meiden. Amen, 8. Sie werden erhalten Amen, hilf uns kampfen; immer und ewiglich, und hilf uns dampffen alle Sünden! Hilf uns frölich geschehen treulich und redlich. überwinden. 227.M.Meine Seelerhebrze fung feinem Bold, Er ver 9. Er sendet eine ErldJ$ Job on ganzem Herzen, dh dem HErrn von ganzem Herzen, beisfet, daß sein Bund im Rath der Frommen ewiglich bleiben soll. und in der Gemeine. 10. Heilig und hehr ist 2. Groß sind die Wercke fein Name. Die Furcht des HErrn, wer ihrachtet, des HErrn ist der Weisder hat eitel Lust daran. heit Anfang. 3. Was Er ordnet, das II. Das ist eine feine ist löblich und herlich, und Klugheit, wer darnach thut, Dom Zeil. Abendmahl. 257 thut, des Lob bleibt ewig- Himmels- Auen, bis meine lich. Seeterquidket wird, wenn 12. Lob und Preis sen du fie läsfest schauen die GOTT dem Vater und Ströme deiner Gütige dem Sohne, und dem Hei- keit, die du für alle haft ligen Geißle! bereit't, so deiner Hut 13. Wie es war im Ansich) trauen. fang, jetzt und immerdar, 4. Jch armes Schäflein und von Ewigkeit zu suche dich auf deiner grüEwigkeit. Amen. nen Weide, dein Lebens228. Mel. Lun freut euch zc. Manna speise mich, zum ch komm jeßt als ein Trost in allem Leide: Es armer Gaft, o HErr! tránce mich dein theures zu deinem Ti che, den du Blut, auf daß mich ja kein für mich bereitet hast, daßsfalsches Gut von deiner er mein Hert erfrische, Liebe scheide. 3th wenn mich der Seelen 5. Gleichwie des Hirs Hunger nagt, wenn mich sches mattes Derß nachh der Durst des Geistes frischem Waffer schreyer: plagt, bis ich den Schweiß So schrever auch mein abwische. Seelen- Schmerß: Ach! 2. Nun sprichst du, See- laß mich feyn befreyet von len- Bischoff dort: Ich bin meiner schweren Sündendas Brod zum Leben; Pein, und schende mir die Dis Brod treibt auch den Trost- Fluth ein, denn bin Hunger fort, den sonst ich benedeyet. nichts mag aufheben. Ich 6. Vor allem aber wird bin der Trand, wer glaubt in mir ein ungefärbte an mich, dem wird der Reue, daß, wie vor einem Durst nicht ewiglich im wilden Thier, ich mich vor Herßen Stiche geben. Sünden scheue: Zeuch mit 3. Drum fübre mich, ojden Rock des Glaubensan, treuer Hirt! auf deine der dein Verdienst ergreif R fen fi 258 Vom Heil. Abendmahl. fen tan, damit mein Herz Mein Herße giebt dir fich freue. Raum und Plaß, und will 7. Entzünd in mir die von keinem wissen, als nur Andacht- Brunst, daß ich von dir, mein Bräutigam! die Welt verlaffe, und dei- dieweil du mich am Ereus ne Treu und Bruder- ßes Stamm aus Noth Gunst in dieser Speise faf- jund Tod geriffen. se, daß durch dein Lieben 11. Oliebster Heiland, Lieb' in mir zu meinem groffen Dank für deine Nächsten wachf herfür, Süßigkeiten! ich bin vor und ich fort niemand lauter Liebe kranck, drum haffe. wart ich auf die Zeiten, in 8. Ach! führe mich nur welchen du, o Lebensselbst von mir, bey mir ist Fürst, mich, fammt dere nichts denn Sterben. Nim Auserwählten, wirst zur aber mich, o HErr, zudir! Dimmels Tafel leiten. Ben dir ist kein Verder= ben. Inmir ist lauter Hol len- Pein, in dir ist nichts als felig seyn, mit allen Himmels Erben. 229. In eigener Mel. Esus Christus unser Heiland, der von uns den Gottes- Zorn wandt, 9. Erneure mich, o Le- durch das bittre Leiden bens Grab mit deines fein half Er uns aus der Geistes Gaben, laß mich Hollen- Pein. die Sünde danden ab, die 2. Daß wir nimmer des mich sonst pflag zu laben.jvergessen, gab Er uns Regiere meinen lassen sein'n Leib zu essen, vera Sinn, daß er die Lüste borgen im Brod so klein, werfe hin, die er sonst und zu trincken sein Blut pflegt zu haben. lim Wein. 10. So komm nun, o 3. Wer sich zu dem Tisch mein Seelen- Schaß, und will machen, der hab wohl laß dich freundlich küssen.lacht auf sein' Sachen! wer unwürs Dom Seil. Abendmahl. 259 unwürdig hinzugeht, für 9. Glaubst du das von das Leben den Tod em- Hertens- Grunde, und bes pfäht. fenn'st es mit dem Mun4. Du sollt GOtt den de, so bist du recht wohl ge Bater preiſen, daß Er dich schickt, und die Speis' deja so wohl thut speisen, und ne Seel erquickt. für deine Misfethat in den 10. Die Frucht soll auch Tod seinen Sohn geben nicht ausbleiben, deinen hat. Nächsten sollt du lieben, 5. Du folt glauben und daß er dein geniessen kann, nicht wanden, daß es sey wie dein GOtt an dir hat ein Speif' der Krancken, gethan. derer Hertz von Sünden ichwer, und vor Angst ist betrübet sehr. 230. M. Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 6. Solch groß Grad und hus, der füffe LebensWein, nimmt meinen Barmherzigkeit, sucht ein Geist so mächtig ein, cas Hert in groffer Arbeit: er sonst nichts mag trinIst dir wohl, so bleib da- ken; Er ruft und schreyt von, daß du nicht kriegest mit voller Brust: ach bösen Lohn. mocht ich doch in diesem 7. Er spricht selber: Most nur gang und gar Kommt ihr Armen, laßt versinden! mich über euch erbarmen, 2. Nunmehr begehr ich kein Arzt ist dem Starken keine Tracht, die auf der noth, sein' Kunst wird an Herren Tisch wird bracht, ihm gar ein Spott. will auch nicht ihr Ge8. Hätt'st du dir was tránde. Denn JEfus, der können erwerben, was mich speist, ist ja viel füf dürft' ich denn für dich ser als Ambrosia, und was sterben? Dieser Tisch auch ich je gedenke. dir nicht gilt, so du dir selber helfen wilt. 3.Weg mit den Blumen lauf der Au, mit Honig und R 2 mit 260 Vom Heil. Abendmahl. mit Mayen- Thau, mithraus gegangen, der mir Manna, und was füsse: die Thür bald aufthue, Mein JESUS ist mein daß ich Ruhe in Ihm Thau allein, mein Bonig, finde, und nicht länger Manna, Blümelein, den drauffen flünde. ich für all's geniesſe. Seele. 4. Ach! daß ich doch nur 2. Ist dieses nicht die möchte seyn, gleichwie ein füffe Stimm? Still! ftill! Fluges Bienelein, so mein Herß, und recht vers wollt ich mich erheben: nimm, obs meines FreunIch hinge mich an seine des Worte? Ja, ja Erisist Brust, und bliebe da, nachlich kenn sie nun; aut! auf! Wunsch und Lust, bis ich geschwind, seß alles Thun zerflösse, kleben. zurück! eil zu der Pforte, 5.OJEfu, hilf mir doch gehe, stehe, brich das Sie dazu, daß ich schon jest gel, treib den Riegel von Darinnen ruh auf himme- der Thüren, meinen lische Weise: Du bleibest Schaß herein zu führen. doch in Ewigkeit mein's 3.Macht hoch das Thor, Hergens Trost und Süf- die Thüren weit, räumt figkeit, mein bester Trand alles Hockericht benfeit, und Speise. der König aller Ehren, der HErr des Himmels, der mit Zier ankommet, dieſer soll ben mir gang prachtig ein Freundin, fichießt einkehren; fliehet, zie 231. M. Wie schon leuchter der Morgenstern. JESUS. icb aus mit Haufen, her innern Herzens- zu laufen, all ihr Sünden! Thür, und klopf an mit feine laß sich hier mehr Verlangen, ob jemand finden. n meine Stimm wolt hör'n, 4. Derein mein Freund! fi und wie es wohl sollt seyn, ach! fomm herein! von gewährn, jemand kämmir fout du willkommen ſeyn, Dom Zeil. Abendmahl. 261 seyn, wollst draussen nicht geven, das erhalt der Seel lang stehen, das Haus ist das Leben. gang für dich geraumt, beWer davon nimmet, liebe, Liebster, ungesäumt, ist und trinckt, im Glaumit allem einzugehen: ben sein Geist gleich vers Lein heißt mein Geist, indt hinein in meine Leib fammt allen zu gefal- Stárde. Er, als ein tich ten, es befiehe, als dein ei- tig Rebe, faugt aus mir gen Haus beziehe. den Saft, der ihm denn JESUS. taugt zur llebung rechter 5. So jemand meiner Werde: Mein Saft giebt Etimm nimmt wahr, ge- Kraft, daß er ringet, und hercht derselben, will ich bezwinget, was vonno gar, wenner aufthut, ein- then, kein Tod mag ihn treten: Ich bringe mit Ge ewig tödten. nad und Gab, sein ist es/ 232. m. Wer nur den lieben alles, was ich hab, weil Er GOtt läßt walten. mich hat erbeten: Sein Firt und Wirth will ich Mein JESU, hier find deine Brüder, die werden, Guts auf Erden Liebe an einander hált, soll zufliessen, das Mahl die haben nun als deine foll er mit geniessen. Glieder das Brot zu bre6. Das Abendmahl, dhen angestellt, und wollen da ich bin Roft, das Le- dein Gedächtniß preifen, bens- Brodt, der füffe wie du im Nachtmahl haft Most, der Wirth, Gast, geheissen. Trand und Speise: 2. Und darum ruffen Wer mir ein glaubig wir zusammen: Erweck in Herß vorfeßt, als meineluns gerechten Trieb, daß Speise, den ergößt aufwir durch deines Geistes unerforschte Weife so fort Flam men, im Glauben, mein Wort, Fleisch und hoffnung, Furcht und Blute, das zu gute darge- Lieb, und in Gewißheit vor R 3 Dir n fi 262 Dom Geil. Abendmahl. Dir stehen, und diese hohejuns nimmermehr vergess Werd begehen. fen, was uns jetzt unter 3. Wir sprechen dir, was uns verbindt, daß wir uns Du gesprochen, wir bre- inniglich vereinen, daß wir chen ungesäuert Brodt, ein Leib in Lieb erschei. gleichwie Du Deinen Leib nen. gebrochen, und denden 7. Ja, liebster JEfu, weil bey an Deinen Tod folwir leben, so sind und lelaß uns denn für unsre ben wir in Dir, weil wir Sünden desselben Kraft uns einmal Dir ergeben, in uns empfinden. und mit so herzlicher Be4. Denn unser Geist gier, die Gaben, welche will diese Stunde mit von Dir fliessen, mit Deis Leib und Blut gespeiset nem Leib und Blut ge feyn, drum nehmen wir niessen. so mit unserm Munde fol 8. Wir können dich auch wohl gefegnet Brodt als recht bekennen, durch dies Wein, damit wir es zum ses theure Liebes- Mahl, Pfande haben, und unvordenen, die sich nach dir fern schwachen Glauben nennen, daß wir in deiner laben. Brüder Zahl und deine 5. Und weil wir deinen rechte Jünger blieben, Leib geniessen, weil und wenn wir uns mit einandein Blut Genesung giebt, der lieben. To können wir gewißlich 9. Wir können uns des fchlieffen, daß jeder, der endlich freuen, daß du, o von uns dich liebt, an dir groffer Lebens- Fürst, mit und deinem werthen Lei- uns das Abendmahl von be in Ewigkeit vereinigt neuen in deinem Reiche bleibe. halten wirst, denn du kanst 6. Wie wir von einem uns in diesen Wercken, Brodte effen, und eins mit mit Glauben, Lieb und einem Leibe find, so laß Hoffnung ftárcken. 233.217. Vom Heil. Abendmahl. 263 233. M. Err JEfu Christ, 6. Auf daß ich dich, du wahr'r Mensch 2c. wahres Brodt der EnJEfu, du mein Bráu- gel, wahrer Mensch und tigam, der du aus GOTT, mit solcher EhrLieb'am Creußes Stamm erbietung nehm, wie dir für mich den Tod gelitten es rühmlich, mir bequem. hast, genommen weg der 7. Lösch alle Laster aus Sünden Last. in mir, mein Herß mit 2. Ich komm zu deinem Lieb und Glauben zier, Abendmahl, verderbt und was sonst ist von Tus durch manchen Sünden- gend mehr, das pflang in Fall: Ich bin frand, un- mir zu beiner Ehr. rein, nackt und bloß, blind 8. Gib, was mir nuß an und arm, ach! mich nicht Seel und Leib; was schade verstoß. llich ist, fern von mir treib: 3. Du bist der Arßt, du komm in mein Herß, laß bist das Licht, du biji der mich mit dir vereinigt bleis FERR, dem nichts ge- ben für und für. bricht. Du bist der Brunn 9. Hilf, daß durch deis der Heiligkeit, du bist das ner Mahlzeit Kraft, das rechte Hochzeit- Kleid. Bof in mir werd abge4. Darum, HErr JE- schafft, erlassen alle Sünd fu, bitt ich dich, in meiner und Schuld, erlangt Echwachheit heile mich: des Vaters Gnad und Was unrein ist, das ma- Huld. che rein, durch deinen hellen Gnaden- Schein. 10. Bertreibe alle meine Feind, die sichtbar und uns 5. Erleuchte mein ver- sichtbar seynd. Den gue finstert Herß, zund an die ten Borsag, den ich führ, fhone Glaubens- Kerß: durch deinen Geist mach mein' Armuth in Reich- vest in mir. thum verkehr, und meinem 11. Mein Leben, Site Fleische steu'r und wehr. ten, Sinn und Pflicht nach R4 Deia n fi 264 Vom Zeil. Abendmahl. deinem heilgen Willen ner Freuden; dir danckich richt. Ach! laß mich mei für dein Sehnen, und heißne Tag in Ruh und Friede vergoßne Thránen. Chriftlich bringen zu. 6. Dir danck ich für dein 12. Bis daß du mich, o Le- Lieben, das standhaft ist bens- Furst! zu dir in Him- geblieben; dir danck ich für mel nehmen wirst, daß ich dein Sterben, das mich bey dir dort ewiglich an dein Reich läßt erben.deiner Tafel freue mich. 7. Jest schmecket mein 234. Mel. Nun laßt uns Gemüthe dein' übergroffe GOtt dem Erren. Güte: dis theure Pfand JEU, meine Wonne, der Gnaden tilgt allen Du meiner Seelen meinen Schaden. Sonne, du freundlichster 8. HErr, laß mich nicht auf Erden, laß mich Dir vergessen, daß du mir zuge danckbar werden! meffen die kraftge Him2. Wie kann ich gnug- mels- Speise, wofür meine sam scháßen dis Dimmel- Herß dich preise. füß ergoßen, und diesel 9.Duwellest ja di Sin theure Gaben, welch' uns de, welch' ich annoch ema geftárcket haben? pfinde, aus meinem Fleis 3. Wie ſoll ich Dirs ver- sche treiben, und kräftig dancken, o HErr! daß du in mir bleiben. mich Kranden, gespeiset 10. Nun bin ich losge und geträndket, ja selbstzählet von Sünden und Dich mir geschendet? vermählet mit dir, mein 4. Jch lobe dich von Her- liebstes Leben: Was kanst Ben, für alle deine Schmer- du werthers geben? Ben, für deine Schlag und II. Laß, Schönster, Wunden, der'r Du so viel meine Seele doch stets in empfunden. dieser Höhle des Leibes mit 5. Dis dand ich für dein Berlangen an deiner Liebe Leiden, den Ursprung mei- hangen. 12. 2aß 265 Vom Geil Abendmahl. 12. Laß mich die Süde bald des Geistes- Pforten, meiden, laß mich geduldig red 3hn an mit faonen leiden, laß mich mit An Worten: Komm, mein dacht beten, und von der Liebster, laß Dich küssen, Welt abtreten. laß mich deiner nicht mehr missen. 13.Im Handeln, Wan deln, Essen, laß nimmer 3. Zwar in Kauffung mich vergessen, wie treflich theurer Waaren pfiegt ich beglücket, und himm- man sonst kein Geld zu lisch bin erquicket. fparen: Aber du wilt für 14. Nun kann ich nicht ie Gaben deiner Huld verderben, drauf will ich sein Geld nicht haben, weil selig sterben, und freudig in allen Bergswerkss auferstchen, o JEfu, dich Gründen kein solch Kleinod zu sehen. ist zu finden, daß die Bluts gefüllte Schaalen und dis Manna kan bezahlen. Seele! laß die dundle 4.Uch! wie hungert mein Sünden- Höhle, komm Gemüthe, Menschenans helle Licht gegangen, Freund! nach deiner Gute! fange herrlich an zu pran- Ach! wie pfleg ich oft mit gen: Denn der HErr, voll Thränen mich nach dieser peil und Gnaden, will Kost zu sehnen! ach! wie dich jetzt zu Gaste laden; pfleget mich zu dürften der den Himmel kan ver- nach dem Tranck des Lewalten, will jetzt Herberg bens- Fürsten! Wünſche in dir halten. frets, daß mein Gebeine 2. Eile, wie Verlobte sich durch GOTT mit pflegen, deinem Bräuti- GOTT vereine. gam entgegen, der da mit dem Gnaden 5. Beydes Lachen und Hammer auch Zittern lässet sich in klopft an deine Bergens- mirjest wittern: Das GeKammer: Deffn' Ihm heimniß dieser Speise und die R 5 235. In eigener Mel. dhmücke dich, o liebe 266 Vom Heil. Abendmahl. die unerforschte Weife Himm'l herab getrieben, macet, daß ich frith ver- daß du willig haft dein Les merce, HErr, die Gröffe ben in den Tod für uns gekeiner Wercke. Ist auch geben, und dazu gang una wohl ein Mensch zu finden, verdrossen, HERR, dein der dein' Allmacht kan er Blut für uns vergoffen, grimden? das uns jetzt kan fräftig 6. Nein, Bernunft die trénden, deiner Liebe zu muß hier weichen, kan dis gedencken. Wunder nicht erreichen, 9. JEfu, wahres Brodt daß dis Brodt nie wird des Lebens! hulf, daß ich terzehret, ob es gleich viel, doch nicht vergebens, oder Laufend náhret, und daß mir vielleicht zum Schamit dem Saft der Neben den, fen zu deinem Tisch uns wird Christi Blut geladen: Laß mich durch gegeben. O der groffen dis Geelen- Effen deine Heimlichkeiten, die nur Liebe recht ermessen, daß Gottes Geist kann deu ich auch wie jetzt auf Erten! den, mogein Gast im Hima 7. JESU, meine Le- mel werden. bens- Sonne, JESU, 236. In eigener Mel. meine Freud und Won uffes Seelen- Abendne! JESU, du mein mahl, Himmets- Rost gans Beginnen, Lebens- im Jammerthal, Manna Quell und Licht der Gin- aller Lüfte; O wie würde nen! hier fall ich zu dei nicht die Welt alles verachnen Füssen, laß mich wir- ten, was sie hält, wenn diglich genieffen dieser dei- fies weislich wüste. ner Himmels- Speise, mir 2.Aller Speisen Lust vers zum Heil und Dir zum schwindt, wenn man dich Preise. im Herßen findt, du allein 8. HERR, Es hat dein bist füffe; dir gleicht nicht, treues Lieben, dich vom was Wald und Gruft, fi was Dom Heil. Abendmahl. 267 was Feld, Meer giebt, was wundersame Speise, o die Luft, und die Wasser- süsser Lebens- Trand! o Fluffe. Liebs Maht! daß ich preise 3. Duernähreff, wie ein mit einem Lob- Gefang, Brodt, trandeft wie einjindem es hat erquicket Quell in Noth, heilst, was mein Leben, Herz und will verderben. Bist der Muth, mein Geist der hat Armen Trost und Schaß, erblicket das allerhöchste der, Verfolgten Zuflucht Gut. Plaß, läsfest niemand sterben. 2. Du hast mich jetzt ges führet, o HErr! in deinem 4. Du bists Opfer für Gnaden Saal, daselbst die Schuld, bist der From- hab ich berühret, dein'edte men Gnad und Huld, bist Güter allzumal, du hast mein Leib- Gedinge; bist mir nicht vergebens ges der Engel Speis und schencket mildiglich das Trand, bist mein Lust- werthe Brodt des Lebens, und Lob- Gesang, GOtt das sehr ergößet mich: Du und alle Dinge. haft mir zugelassen, daß ich 5. Weg mit aller Speif den Seelen- Wein im und Tracht, die den Köni- Glauben möchte faffen, gen wird bracht, weg mit und dir vermählet seyn. Specereyen! JEsus ist 3. Bey dir hab ich gegess mein Trost allein, meine fen die Speise der Unsterbe Speis und bester Wein, lichkeit, du hast mir voll ge= Er soll mich erfreuen. messen den edlen Kelch, der 237. M. Nun lob mein Seel mich erfreut: Ach Gott! den Erren. du hast erzeiget mirArmen Wie ie wohl hast du gela- solche Gunst, das billig bet, o liebster JEsu jeßt sich neiget mein Herz deinen Gast, ja mich folvor Liebes- Brunst: Du reich begabet, daß ich jetzt hast mich laffen schmecken fühle Freud und Raft: Oldas köstlich' Engel Brodt: hina 268 Vom Heil. Abendmahl. hinfort kan mich nicht Schatten gleich, den bald fchrecken Welt, Teufelein Wind vertreibet: Sand und Tod. HERR, ich bin arm und 4. So lang ich leb auf Du bist reich: Du bist sehr Erden, preif' ich dich, lieb- groß von Güte, kein Unfrer JEfu, wohl, daß Dufrecht gilt bey Dir, ich bosmich läsfest werden von haft von Gemüthe, kann Dir und durch Dich satt fehlen für und für: Noch und voll. Du hast mich kommest Du hernieder zu felbst geträndket mit dei mir, dem Sünden- Mann: nen theuren Blut, und Was geb ich Dir doch dich zu mir gelendket, o un wieder, das Dir gefallen vergleichlichs Gut! Nun kann? werd ich ja nicht sterben, 7. Ein Herz durch Neu weil mich geſpeiset hat, der zerschlagen, ein Herz, das nimmer fan verderben, ganß zerknirschet ist, das mein Trost, Schuß, Hülfweiß ich, wird behagen, und Nath. mein Heiland, dir zu jeder 5. Wie fan ichs aber faß Frist: Du wirst es nicht fen, HErr JEsu! daß du verachten, demnach ich mit Begier dich haft fo tief empfig bin, nach deiner geloffen vom Himmels- Gunst zu trachten: Nimm Saal herab zu mir? Dudoch in Gnaden hin das Schöpfer aller Dinge, be- Opfer meiner Zungen, fichest deinen Knecht, ach denn willig wird jekund hilf! daß ich dir bringe ein dein theurer Ruhm beſunHerß, das fromm und gen, Err GOtt, durch 1 Schlecht, das gläubig dir meinen Mund. vertraue, damit nach die8. Hilf ja, daß die Gefer Zeit ich ja dein Antlig nieffen des edlen Schatzes schaue, dortinder Ewigkeit. schaff in mir ein unauf6. Du bists, der ewig hörlichs Buffen, daß ich bleibet, ich aber bin dem mich wende stets zu dir: Lak Dom Geil. Abendmahl. 269 Laß mich hinführo spi- kräftig, lieblich, füß und ren kein' andre Lieblich- hell aus JEsu Herz und keit, als welche pflegt zu Seite flieffet, und unser rühren von dir in dieser Herz und Seel durchZeit: Laß mich ja nichts füffet. begehren, als deine Lieb 2. Die Welt hat nichts, und Gunst: denn niemand das dir ein Labsal wäre, kann entbehren hie deiner sie trándt mit Gift vom Liebe Brunst. Holen- Pfuhl, darum dich 9. Wohl mir! ich bin bald zum Strom des Leversehen mit Himmels bens fehre, ter lauter Speif' und Engel- Trand: fleust vor Gottes Stuhl. nun will ich frölich stehen, Hier wird das Innerste zu singen dir Lob, Ehr und vergnügt, das ſonsten als Dand. Fahr hin, du Welt- verschmachtet liegt; hier Getümmel, du bist ein eit- wirckt ein Balam aller ler Tand: Ich feufße nach Säfte mit Kraft in alle dem Himmel, dem rechten Seelen- Kräfte. Herz 2c. ger Baterland, in dem ich wer- 3. Spey aus, wo du noch de leben, ohn Unglück und etwas haft im Munde, das Berdruß, denn du, GOtt, nach den eitlen Wassern wirst mir geben der Wol- schmeckt, das der Cristall lust Lleberfluß. fließ in dem reinen Gruns 238. Mel. Auf, auf, mein de, den Gottes Brünnlein dir entdeckt: vermiOerfließ, mein Geist, in fche nicht GOTT und die I JEsu Blut und Wun- Welt, weil dieses nie zuden, und trinck nach lan- fammen hält; Es haben gem Durst dich satt! Schreinen Sinn und Augen habe jeßt die Quelle wieder die Kinder, die die Gnade funden, die Seelen labt, die faugen. midund matt. Eil, wie ein 4. Und, o wie schön, wie Hirsch zu dieser Quell, dielunaussprechlich quillet die Hims 270 Dom Zeil. Abendmahl. = Himmels Luft in unfer 7. Doch offenbarst du Herß, wenn GOtt den dich in groffer Wonne, die Durst in seiner Liebe stil deinem Kind erträglich Ict, und in uns stromet nie- fällt, du spielst in uns, o derwärts! Dies kann kein Freuden reiche Sonne! fleischlich Auge sehn, viel- als Sonne in der neuen weniger die Werd ver Welt. Wir suchennur die fehn, die GOtt in stiller Morgen- Roth, da doch Geele thut, wenn sie von dein Licht stets höher thren Werden ruht. geht, bis uns nach Hers 5. Der Mensch sieht gens- Luft erschienen dein GOtt mit heilger Furchtsvolles Licht der Blut- Ruund Zittern in Kräften binen. über alle Kraft, da er in 8. Ein Strom von dies uns das Jrrd'sche will zer- fen Waffern kann vertreisplittern, das uns hålt injben Egyptens dicke Fingeheimer Haft: doch kom sterniß, die Kraft kan man met Er so lieblich süß, daß nicht reden oder schreiben, die e Pein ist kein Berdrieß: die in dir macht das Herz Er hält uns mit verborg gewiß; wir fühlen deinen nen Händen, daß wir uns starcken Geist, der deine gerne zu Ihm wenden. grosse Liebe preis't in rei6. HErr! deine Liebe kaniner Klarheit ohne Mackel, fonst unmöglich tragen die als eine reine WahrheitsCreatur, die so voll Sund: Fackel. denn ob sie wohl hie hat ein 9. Mein Heiland! hier Wohlbehagen, wenn du ste kann ich mich recht erken1 blickest an geschwind; sonen, daß ich bin eine muß doch, wenn einStrahl schlechte Mad', ein faules entsteht von deiner hohen Holt, nichts werth, als zu Majestät, was sterblich ist, verbrennen; und doch ervor dir erschrecken, und halt mich deine Gnad, mit Elia sich verdecken. dein Licht zeigt mir den Fleine 1 Dom Zeil. Abendmahl. 271 kleinsten Staub der Sün- klärt, und wenn ich denn den, die ich sonst nicht die frohen Hände falte, die glaub; dies legt den Stolß Seel der Liebe Kraft erfein bey mir nieder, und fährt. Dann hüpfet fie in führt mich zu der Demuth Liebes Trieb, und hat wieder. Dich, HErr, inbrünstig 10. Nun hier kann ich lieb, und gåbe dir wohl mein Heiland! dich erken- tausend Welten, die treue nen, wie, Gnaden reich Liebe zu vergelten. dein Angesicht: du fegst 12. OHErr! laß mich den Staub von deiner lie- dein Angesicht oft sehen, ben Tennen, und giebest ich weiß sonst nichts, das mir, was mir gebricht; mich vergnügt: ach! laß mein Elend nimmst du doch bald die schwarze von mir ab, und gibst dich Wold vergehen, wenn sie mirzum sichern Stab, und mir vor den Sinnen liegt. wenn ich nicht weiß fort- Du Freundlichster, du bist zugehen; so muß ein neues uns nah, wenn man dich Licht aufgehen. sucht, so bist du da, du 11. Jetreuer ich dich in hältst dich immer zu den dem Glauben halte, je klá- Deinen: darum must du rer wird dein Licht ver- mir oft erscheinen. Von der Ordnung und den Mitteln, wodurch der Mensch zum Genuß des Heils gelanget. I. Von wahrer Buße. 239. Mel. O JEfu Chrift, dulzweifle schier, wenn ich behöchstes Gut. fchau mein Leben: nichts 34 ch! GOtt, ist noch ist an mir, das mich ents dein Geist bey mir, indt, in wahrer Buß zu der mir kann Zeugniß ge- feyn gefinnt, wie du von ben: ich sey dein Kind? Ich mir begehrest. 2. Den 272 Von wahrer Busse. 2. Den guten Geist, den Ich halte dich für meidu mir hast versprochen nen GOtt: will doch nicht mich zu führen, treib ich halten dein Gebot, entzieh von mir, und halt für Last mich deinem Joche. ſein himmliſches Negieren: 6. Du gabst aus Lieb mir Die Freud in Gott, die deinen Sohn, mich Armen wahre Ruh, kann ich mir zu erlösen. Wasgeb ich dir nimmer eignen zu, weil nur für einen Lohn? Ich laufmein Flei ch mich leitet. fe nach dem Bösen. Die 3. Daß du ein großer Sünden, die du hast ver= Herrscher seyft, der alles bannt, in die bin ich so sehr hier regieret, bedend ich entbrannt, daß ich dein gar zwar: Doch, daß du braust vergesse. der Sünd, wie ihr gebüth: 7.30, groffer GOtt, es ret mit schwerer Strafffaget mir der Zeuge, mein betracht ich nicht. Den Gewissen: Ich geb dir Richter weiß ich, das Ge- nichts, ich raube dir die richt will ich doch nicht er- Seel, die du geriffen mit wegen. folcher Müh aus ihrer 4. Die viele Gaben die- Noth; ich stürß sie willig fer Welt lieb ich mehr, als in den Tod, verrath sie den Geber. Gesundheit, deinen Feinden. Wollust, Chr und Geld 8. Die Gaben, die von find solche füffe Tråber, deiner Hand sie dandwornach ich meine Wün- barlich sollt nehmen, die fbestell: Daßmeine Seel finds, die sie von dir gedie wahre Quell verlieret wandt, und ihren Glauben ihren Schöpfer. lähmen, sie an die Erd so 5. Ich meyne zwar, ich heften an, daß sie sich nicht liebe dich, wünsch auch mehr schwingen kan zum dein Gegen- Lieben: Was Ursprung ihres Wesens. aber scheidet dich und mich, 9. Weil denn mein scheu ich mich nicht zu üben. Geist so irrdisch ist, so hab ich Von wahrer Buffe. 273 ich leicht empfunden, daß der helfen kann, in dieser mich mein Fleisch und Sa- Welt zu finden. tans List an diese Welt 2. Lief ich gleich weit in gebunden, löf' du mich, dieser Zeit, bis an der Welt GOTT, der du mich haft ihr Ende, und wolt los seyn vormals erlöst von Sün- des Creußes Pein, würd den- 2aft, und meiner dich es sich doch nicht enden. erbarme. 3. Zu dir flich ich, vers 10. Den guten Geist, stoß mich nicht, wie ichs den ich nunmehr so langelwohl hab verdiener: Ach nicht gefühlet, den laß GOTT! zirn nicht, geh mir kommen wieder her, nicht ins G'richt, dein und steur dem, der da zie- Sohn hat mich verföhnet. let auf mich mit tödtli 4. Solls ja so seyn, daß chem Geschoß: Damit Straf und Pein auf Bein Zweifelmuth nicht Sünden folgen müssen: floß die Seel in das Ver- So fahr hie fort, und derben. schone dort, und laß mich 11. Es soll der schwere hie wohl büssen. Sünden- Wust mich nicht 5. Gieb, HErr! Geduld, kleinmuthig machen. Des vergieb die Schuld, verleih Sunders Reu ist deine ein gehorsam Herße; las Lust, der Engel Freud mich nur nicht, wies oft und Lachen. Dein guter geschicht, mein Heil murGeist geb für und für ein rend verschergen. Beugniß meinem Geist 6.Fandle mit mir, wies in mir, daß ich sey Gottes dündet dir, nach dein'r Erbe. Grad, will ichs leiden, laß 240 In eigener Mel.mich nur nicht, dort ewigs J GOtt und HERR von dir seyn abgewie groß und schwerscheiden. find mein begang'ne 7.Gleich wie fich fein ein Sinden, da ist niemand, Bögelein im hohlen Baum vera d a fa 274 Von wahrer Buffe. verstecket, wenns trüb her- 2. Heil Du mich lieber geht, die Luft unstet, Men HErre, denn ich bin franc schen und Bich erschrecket. und schwach, mein Herz 8. Also, HErr Chrift, betrübet sehre, leidet groß mein Zuflucht ist die Höh- Lingemach, mein' G'beine le deiner Wunden, wenn sind erschrocken, mir ist Sünd und Tod mich sehr angst und bang, mein' bracht in Noth, hab ich Seel ist sehr erschrocken: mich drein gefunden. Ach Du HERR! wie fo 9. Darinn ich bleib, ob lang? schon der Leib und Seel 3. HErr! troft mir mein vonander scheiden; so Gemüthe, mein' Seelrett' werd ich dort, bey dir, olieber GOTT, von wegen GOrt! seyn in der ew'gen deiner Gute hilf mir aus Freuden. aller Noth. Sm Tod ist 10. Ehre sey nun GOtt alles stille, da denckt man Bater, Sohn, und Heil- deiner nicht; wer will doch, gem Geist zusammen, in der Hölle Dir dancken zweifel auch nicht, weillewiglich. Christus spricht: Wer 4. Ich bin von Seuf glaubt, who selig, Amen. Ben mide, hab weder 241. M. Bernlich thut mich Kraft noch Macht, in verlangen. groffem Schweiß ich liege Ach HErr! mich armen durchaus die ganze Nacht Sunder in von Thra deinem Zorn, dein'n ernnen, mein' G'stalt von sten Grimm doch kuder, Trauren alt, zu tod ich fonst ists mit mir verlohrn. mich fast gráme, die Angst Ach HErr! wollst mir der ist mannigfalt. geben mein Sünd, und 5. Weicht all ihr Llebeb gnádig seyn, daß ich magkháter, mir ist geholfen ervig leben, entfliehn der hou, de: HERR ist mein Hollen Pein. Errenter, Er nimmt mein, Flehen Von wahrer Buffe. 275 Flehen an, Er hörts mein's 3. Mache, daß in deinem Weinens Stimme: es Stalle eine Freud' ob mir müssen fallen hin all sein' erschalle, bring mich wieund meine Feinde, und der zu der Heerd: und dein schåndlich kommen um. Stab alstenn mich lendke, Sünder machen. Nch! ich armes Schaflein 6. Ehr sey ins Him- daß ich mich nicht ferner mels- Throne mit hohemskránce. JESU, laß es Ruhm und Preis, dem seyn gewährt. Bater und dem Eohne, und auch zu gleicher Weif dem Heilgen Geist mit Eh ren in alle Ewigkeit, der Ach! strafe nicht, barmherwoll' uns all'n bescheren ßiger Gebieter, ach! rechne die ew'ge Seeligkeit. Inicht, wer kann vor Dir 242. Mel. Ach was soll ich bestehn? Ach! zurne nicht, da ich will zu Dir gehn. 2. Ach! zürnenicht, in schreye, und bekenne JEfu will ich kommen, hat felbst mit Reue, daß ich der nicht, HErr, die Stramich vergangen hab. Jch feweggenomen? Er ist am ließ mich die Lust verfüh Creuß ein Fluch für mich ren, lief mit Bocken hin gemacht, an meiner Statt spazziren, kam weit von hat er es vollenbracht. der Heerde ab. 3. Ach! rechne nicht, auf 2. Ach! mich stechen im tausend muß ich schweigen, Gewissen Dornen, und ich will mich nur zum Gnaich soll ein Bissen dort dersden- Scepter beugen, auf Hollen Wölfe seyn. JE- meinen Mund die Hand fu, treuer Hirt, wollst ich legen will, und wie fommen: Laß die neun ein Kind geduldig schweis und neunzig Frommen, gen ftill. komm, hohl mich das Hunderst' ein. 4. Ach! strafenicht, du sonst verzehrend Feuer, S2 ich 243.M.Die Sonnbat sich zc. ! schone doc), o groß fer Menschen- Hüter! ( 1 d fc 276 Don wabrer Buffe. ich muß vergehn, die oft betrübt, doch weiß ich, Flamm brennt unge- daß Er mich liebt, denn Er heuer; Da ist dein Sohn, läßt sich gnádig finden, der stehet vor den Riß; da drum ob mich die Sünd ist der Burg, der hat beanficht; meinen JEsum zahlet dis. laß ich nicht. 5. Ach! schone doch, ich 3. Ob zwar schweres, bin nur Asch und Erden, Creuß und Leiden, so bey ein schlechtes Blatt, das Christen oft entsteht, mit bald zu Staub wird wer- mir hart darnieder geht: den, was nüßet doch zu Soll michs doch von Jhm treten auf die Blum? nicht scheiden; Er ist mir Was bin ich, HErr? ge- ins Herß gericht, meinen dend an deinen Ruhm. JEsum laß ich nicht. Antwort Gottes. 4. Ich weiß wohl, daß 6. Ich kann dich nicht, junser Leben oft nur als mein Kind, hinfort verlaflein Nebel ist, denn wir fen, ich will mit Lieb dich hier zu jeder Frist mit dem ewiglich umfassen; fen nur Tode find umgeben: drum getrost, hab einen frischenjobs heute nicht geschicht, Muth, es ist bezahlt durch meinen JESUM laß deines JEsu Blut. ich nicht. 244. M. Jch bin mude mehr zu leben. 5. Sterb ich bald, so fomm ich abe von der Welt Ach! was soll ich Sünder Beschwerlichkeit, ruhe bis maden? Ach! was soll zur vollen Freud, und ich fangen an? mein Ceweiß, daß im finfiern wissen Flagt mich an; Es Grabe, JEsus ist mein beginnet aufzuwachen, dis helles Licht, meinen JE ist meine Zuversicht, mei- fum laß ich nicht. ven JEfum laß ich nicht. 6. Durch Ihn will ich 2. Zwar es haben meine wieder leben, denn Erwird Sünden meinen JEsumbzur rechten Zeit wecken mich Don wahrer Buffe. 277 mich zur Seeligkeit ,, und hab mich von der Herrthut mirs aus Gnaden ge- lichkeit in Schmach und ben, muß ich schon erst Sport gefället. Uch Weh! vors Gericht, meinen JEach Weh! o Hertzeleid! fum loß ich nicht. daß ich mich so verstellet. Ad 7. Drum, o JEfu, solt 3. Ach Weh! ich habe mein bleiben, bis ich kom- mich von GOtt, dem höchme an den Ort, welcher sten Gut, gewendet, und ist des Himmels Pfort: zu der Sund, der Höll und darum thue einverleiben Tod, gang thôricht angemeine Seele deinem Licht, landet. Ich hab Ihn nicht, meinen JESUM laß wie ich gefollt, von Herich nicht. Bens- Grund geliebet, und 245. Mel. Was mein GOtt Jhm zu Lob, wie er gewill das gescheh allzeit. wollt mich nicht sehr streng Weh! ach Weh! wo geübet. soll ich hin vor meinen 4. Ich hab dem HErrn grossen Sünden? Wolder Herrlichkeit sehr lau wird mein Geift und tod- sund kalt gedienet, und ter Sinn das Leben wieder Jhm durch meine ganze finden? Wer giebt mir Zeit, mit schlechter Treu eine Thranen- Fluth, daß gegrünet: Ich hab nicht ich mein Leid beweine? Acht auf Jhn gehabt, Wer gli't mein Herß nicht wie ein Knecht geehmit Kraft und Glut, ret, noch auch, mit dem Er und macht mich wieder mich begabt, sein schönstes reine? Pfund vermehret. Schö 2. Ich hab des 5. Ich hab, wie ein verpfers schönstes Bild, mein' stocktes Kind, den Bater, arme Seel, befleket, undjac)! verlaffen: und bin gefeiner Gleichniß besten rennet wild und blind auf Schild in Koth und meiner Bosheit Straffen: Schlamm gestedet: Jah Ja habe meine Pflicht 3 und 278 Don wahrer Buffe. und Schuld ihm leider! men; durch dich bin ich nicht erzeiget: noch vor der um Vater, GOTT, Båterlichen Huld mich HERRN, Freund und nach Gebühr geneiget. Bráut'gam kommen. 6. Ich habe meinem 9. Ach! ist auch irgend besten Freund die Freund eine Pein, die meiner schaft aufgefaget, und gleich zu scháßen? Kann Jhn, wie treu Ere auch ge- lauch ein einzigs Uebel meynt, von mir hinweg ge- feyn, das neben meins zu jaget: Ich habe mich zum segen? Gott ist für mich Feind gewendt, und bin aus blosser Huld am Creus sein Sclave worden; Zum ges Stamm gestorben; Feind, der mich doch hat lind ich hab mich aus eigbehend auf ewig woll'n ner Schuld doch wiederum ermorden. verdorben. : 7. Ich habe meinen 10. Wem soll ich nun Brautigam, der mich mein Herzeleid und groß Ihm auserkohren, mein's sen Jammer klagen? Wem Hergens Schaß, das soll ich meine Traurigkeit Gottes- Lamm elendiglich und ew'gen Schaden saverlohren: Ich hab des gen? Ich bin mir selbst Schönsten Angesicht, des mein Seelen- Gift, mein Liebsten Kuß verscherzet. Tod und Feind gewesen: Ich habe meines Lebens ich hab mir selbst, was Licht mit tausend Weh mich jetzt trifft, das Ulebel geschmerhet. auserlesen. I 8. O tausend Weh! o 11.O ew'ge Güt! ogrof todte gust! wie hast du ser GOtt! zu Dir wend ich mich vernichtet! O Eitel- jmich wieder! Dir flag ich d keit! o Sünden- Wust! wie meines Hergens Noth, bin ich zugerichtet! du, du, vor dir werf ich mich nic o Gund! o Seelen Tod der; Dir ruf ich zu, Dich hast mich mir selbst genom- schrey ich an um Ablaß G meiner Von wahrer Buffe. 279 meiner Sünden; Du bist 15. So du wilt ins Ge allein, der helfen kan, und richte gehn, und nach den mich vom Tod entbinden. Thaten sprechen, wer ists, 12. Es ist mir leid, was der vor dir wird bestehn, ich gethan, und was ich und sich der Straf entbre. mißgehandelt: Es reuet dhen? Die Himmel sind mich, daß ich die Bahn nicht rein vor dir, und deider Sünden bin gewanne Heil'gen alle: Vieldelt. Ach! daß ich doch mehr der Mensch, das mein Angesicht von dir je Sünden- Thier, der so ge= abgewendet, und auf die neigt zum Falle. Creatur, mein Licht! fo fündlich angelandet. 16. Schau an, schau deinen eingen Sohn, der 13.Es ist mir leid, ich bin meine Schwachheit trånicht werth dein Antliß zulget: Der meine Pein und erblicken: Ich bin nicht Sünden- Lohn sich selbst werth, daß mich die Erd, hat auferleget: Schau, und ihre Frücht erquicken, wie er an des Creußesjedoch vergieb, schrey ich zu Stamm für mich ist anges dir, vergieb, o grosse Gite, schlagen, und als ein treuer vergieb, vergieb, vergieb es Bräutigam, so liebreich mir, o gnáðiges Gemüthe! fich läßt plagen. 14. Du bist ja huldreich, 17. Was wilt du mehr? gut und mild, barmherzig die Sünd ist hin, die und gelinde: Du wirst ja Schulden find bezahlet: deiner Gottheit Bild Verändert ist mein Herz nicht lassen in die Sünde! und Sinn; sein Blut hat Wer wird Dich loben in mich bemahlet; Ich bin dem Pfuhl? Wer in demjnun Freund, ich bin nun Abgrund preisen? Wer Kind, ich bin nun neu ges Opfer bringen deinem bohren; es fauset nun Stuhl, und ein'gen Dienst fein's Geistes Wind in erweisen? Imeines Herzens Ohren. 4 18. Sin G 280 Von wahrer Buffe. 18. Hinführo werd ich Geist der läßt sich lencken, nimmermehr aus deinen dahin, wo ich fliehen solt, Wegen schreiten: ich wer- und flebt dem so veste an, de deines Namens Ehrwas zum Abgrund ziehen durch alle Welt ausbrei- fan. JEsu! hilf mein ten: Ich will dich lieben Herz aus Gnaden, dieser über mich, ich will mein schweren Last entladen. Leib und Leben zu deinem 4. Ach! weil denn mein Lobe williglich, so oft du Geist erstorben, und mein wilt, hingeben. Fleisch nimmt überhand, 246.07.3ion Flagt mit Angst. feh ich kaum, was ich erAch! nie will es endlich worben, da ich mich von werden, ach! wie will GOTT gewandt. Mein es laufen ab, daß ich stets Berderben merd ich hang an der Erden, und so kaum, weil ich geb dem wenig Andacht hab? Ja, Fleische Raum. JEsu, daß ich im harten Sinn, mir die Gnade gönne, daß ohne Buß geh immer hin? ich die Gefahr erkenne. JEfu, mir mein Herze 5. Ach! so wache doch rühre, mich zur wahren von Sünden auf, o du Buffe führe. mein sicherer Geist. Su2. Ach! ich fühle feine che GOtt, weil Er zu finReue, und mein Sünden- den, weil Er noch dein Herß ist kalt. Ich erkenne Bater heißt. Komme ohne Scheue meine Fehler weil die Gnaden- Thür, mannigfalt, und doch son- nun noch stehet offen dir. der Traurigkeit, lebe ich in JESU, zu so guten Wer Sicherheit; JEfu, mich de, mich mit Herzensdoch so regiere, daß ich Andacht ståccke. wahre Busse spüre. 6. Ach! mein Herß, be 3. Ach! ich kan an Dich dend die Schulde, schau, nicht dencken, wie ich folt wie weit du bist von Gott, und gerne wolt; denn mein/ wie du seine Gnad und Hulde Von wahrer Buffe. 281 Hulde haft verworfen und bin ich denn hingetrieben? verspott't, und wie duso ich habe mich verirrt! aus seiner Ruh, selbst der bin gebracht von meinen Höllen eilest zu. JEfu, Lüsten in die schwarze mir mein Herße lende, Sünden- Wüsten. daß ich diese Noth bedende. 2. Hab ich mich so weit vergangen? En, das hätt' 7. Ach! weil denn noch ich nicht gedacht; wie foll Zeit zu kehren, so verlaß ich hieraus gelangen? Es ich diesen Stand. Du befällt mich schon die mein JEfu, wollst mich, Nacht, o wie wird es mir hören, und mir bieten dei- hie gehen! Nun ists wohl ne Hand: hilfmir Schwa- jum mich geschehen. dhen, hilf mir auf, teure 3. Meine Seufßer gehn meinen Sünden- Lauf, geschwinde, und mein HErr! um deiner Marter Aengsten häufet sich; wo willen, wirst du meinenlich bald nicht JEsum finWunsch erfüllen. de, so verderb ich jämmer8. Ach! ich kan schon tich; denn des grimmgen tröstlich finden, JESU Wolfes Rachen wird mich hier, in deinem Blut, die bald zum Raube machen. Abwaschung meiner Sin 4. Drum so komm, ach den. Dieses stärcket mei- komm! mein Leben! JE, nen Muth, dis erfrischet su komm! mein Hirt und meinen Sinn, ob ich gleich Freund: Der du dich für ein Sünder bin. JEfu! mich gegeben, auch da ich mich forthin regiere, daß noch war dein Feind. Su ich ein fromm Leben führe. che selbst mit viel Erbar247. M. Err ich habe miß- men, mich von dir verlaufgehandelt. nen Armen. Nh! wo ist mein JE 5. JEfu hör, wie durch fus blieben? Wo ist die Wälder dein verirrtes mein getreuer Hirt? Wo Schäflein ruft. Hier be 65 wohnt 282 Von wahrer Buffe. wohnt die dürren Feldersund Schmerßen, und zeig lauter ungesunde Luft. mich deinem Vater an, Führe mich zu deinen daß du hast gnug für mich Auen, die von Lebens- gethan; so werd ich quitt Balfam thauen. der Sünden- Laft. HErr, 6. Nimmermehr will halt mir vest, wes du dich ich denn wieder weg von mir versprochen hast. dir, mein JESU, gehn: 3. Giebmir, nach dein'r Und voll Lob- und Freu- Barmherzigkeit, den den- Lieder soll mein Mund wahren Christen Glauhinkünftig steh'n. Nur, ben, auf daß ich deine daß mich dein Geift regie- Süßigkeit mög inniglich re, und auf rechter Straf anschauen: vor allen Dinfen führe. gen lieben dich, und meinen Nächsten gleich als 248. In eigener Mel. Allein zu Dir, HERR mich: Am lesten End JEfu Christ, mein dein Hülf mir send, daHoffnung steht auf Er- mit behend des Teufels den. Ich weiß, daß du List sich von mir wend. mein Tröster bist, kein 4. Ehr sey GOtt in dem Trost mag mir sonst wer- höchsten Thron, dem Baden: Von Anbeginn ist ter aller Güte, und JEsu nichts erkohrn, auf Erden Christ, sein'm liebsten war kein Mensch gebohrn, Sohn, der uns allzeit beder mir aus Nöthen hel- hüte, und GOTT dem fen kann, ich ruf dich an, Heiligen Geiste, der uns zu dem ich mein Ber- sein' Hülf allzeic leiste, das trauen hab. mit wir Ihm gefällig ſeyn 2. Mein' Sund sind hier in der Zeit, und fol d schwer und übergroß, und gends in der Ewigkeit. veuen mich von Herben, 249.M.Errich habe mißg. us der Tiefe meiner G f derfelben mach mich quit Sinnen rufich), groffer und los durch deinen Todl HErr! Von wahrer Buffe. 283 HErr! zu dir, der du vonjcke Macht: Denn ben Ihm der Sternen Zinnen bli- list lauter Gnade, ja Er hat dest auf dies Rund allhier: Erlösung bracht; Er wird laß die Seufßer meiner Ifrael erretten aus den Stimmen über sich gen schweren Sünden- Ketten. Himmel flimmen. 2. Laß dein'Obren auf mich mercken, laß mein 50. Mel. O JEfu Christ, du höchstes Gut. us tiefer Noth schrey ich zu dir, HErr GOtt! Denn wo Du nach unfern erhör mein Rufen; Dein Werden strafest, HErr! gnädig Ohr neig her zu wer wird bestebn? Du mir, und meiner Bitt ste kannst keines Menschen öfne: Denn so du wilt das schonen, wo Du nach Ber- sehen an, was Sund und dienst wilt lohnen. Unrecht ist gethan, wer 3. Aber Deine groffe kann, HERR, vor Dir Gute die erlässet derer bleiben? Schuld, die aus kindli 2. Bey dir gilt nichts chem Gemüthe sich ver- denn Gnad und Gunst, die trauen deiner Huld, die Sünde zu vergeben: Es ihr Ulebelthat bereuen, ist doch unser Thun umund zu Dir um Gnade sonst, auch in dem besten schreyen. Leben; Vor Dir niemand 4. HErr! ich will auf sich rühmen kann, es muß Dich stets bauen, meine Dich fürchten jedermann, Seele harret dein, auf dein und deiner Gnade leben. Wort will ich vertrauen, 3. Darum auf GOTT wenn der helle Tag bricht will hoffen ich, auf mein ein, und wenn er des Verdienst nicht bauen: auf Abends schwindet, und sich Ihn mein Herß soll laffen Morgens wieder findet. sich, und seiner Güte 5.3frael, dein Hoffnung trauen, die mir zusagt fein lade auf des HErren star- werthes Wort: das ist mein 284 Von wahrer Busse. mein Trost und treuer der Höchste faget, und was Hort, des will ich allzeit sein Mund selber spricht: harren. Ich bin gnädig und sanft4. Und ob es währt bis müthig. Baterherzig und in die Nacht, und wieder auch gütig, ewig währt an den Morgen; soll doch mein Zorn auch nicht. mein Herß an Gottes 3. Ephraim, du HochbeMacht verzweifeln nicht trübter! bist du nicht mein noch sorgen. So thu Israel Herßgeliebter, und mein rechter Art, der, aus dem allertraut'ster Sohn? wie Geift gezeuget ward, undifolt ich mich denn verbof feines Gott's erharre. fen, und im Zorne dich 5. Ob bey und ist der verstoffen? Omein Sinn Sünden viel, ben GOtt ist ist weit davon. vielmehr Gnade, seyn' 4. Hör ich dich so klågHand zu helfen hat kein lich sprechen, möchte mir Ziel, wie groß auch fey der das Herße brechen, seh ich Schade. Er ist allein der deinen Thranen- Fluß, gute Hirt, der Israel eriö- und der rechten Buffe fen wird, aus seinen Sün- Schmerzen, machst du, den allen. daß ich mich von Herzen 251. Mel. Ach was soll ich über dich erbarmen muß. Sünder machen. 5. Aber du must in dich Bist du, Ephraim, begehen, und dein Sündens trubet, daß du Bos- Hertz besehen, wie es bis heit hast verübet, drückt her seinen Spott hat mit dich deine Misserhat? laß meiner Gunit getrieben, darum nicht die Gedan- wie dein üppigs Lasterden von des Höchsten Lieben mich betrübet, deiGnade wanden, sondern nen GOtt. folge diesem Rath. 6. Deine mir verhafte 2. Leg' zur Seiten, was Sünden, die sich häufig dich vlaget, hor, was dir bey dir finden, haben mich und Von wahrer Busse. 285 und dich getrennt, deiner war es noch nie geschehn. Bosheit schwer Gewichte Ich will alle deinen Schamacht, das ich mein Ange- den, aus Barmherßigkeit fibre habe von dir abge- und Gnaden, als ein Bawendt. ter übersehn. 7. Dend nicht etwan, 11. Wenn auch deine daß mein' Ohren ihre grose Fehler waren wie Horens- Kraft verlohren, die Purpur- Mähler, und oder daß mein' Hand ver- wie Rosin- farbnes Blut, Fürßt, daß sie dir nicht sollen sie doch weiffer werhelfen könne, denn mit den, als der frische Schnee deinem Lafter Sinnelauf Erden, oder wie das hast du selber: dich ge- Wollen- Gut. stürzt. 12. Hügel, Berge, star8. Aber gieb dich nur de Ballen sollen weichen zufrieden, du bist nicht von und zerfallen, aber die mir geschieden, kehr nur Barmherzigkeit, die Sch wiederum zu mir, fo will dir, mein Kind, will reis ich mich zu dir wenden, chen, soll in Ewigkeit nicht alle dein Betrübniß en weichen, sondern währen den, und dich lieben für allezeit. und für. 13. Schau, wie dich der 9. Such mich nur, weil Höchste liebet, und was Ich zu finden, flag mir dei- Er für Trost dir giebet, ne schwere Sünden, ruf Ephraim denck ja daran, mich, weil ich nah bin, an; nimm es dancbarlich zu Beiche von dem Sun- Herßen, wirf von dir den- Wege, tritt vom brei- den Bergens Schmerten Laster- Stege, und er- ßen, und bereu, was du fenn, was du gethan. getan. 10. So will Ich mich 25 2. M. Es ist das Heil c.. dein erbarmen, and dich wiederum umarmen, als as Elend weißt du ijt f 286 Don wahrer Buffe. ist angeerbet, und wie mir des mehr, mir leider! noch alle Kräfte seyn durch anhanget. Adams Fall verderbet: 5. Dies ist die Wurzel denn mein Verstand ver- und der Grund, draus alfinstert ist, ich kann dich gar les Unheil rühret, daß ich nicht, wie Du bist, noch zu aller Zeit und Stund deinen Rath erkennen. von Dir werd abgeführet: 2. Mein Wille ist so sehr Es steht mir stets mein verkehrt in meinem Thun Herz und Muth nach und Lassen, daß er am mei- Woulust, Ehre, Geld und sten das begehrt, was Du Guth, und solchen eitlen befiehlst zu haffen: Hinge- Dingen. gen, Bater, was Du wilt, 6. Da ich mich nun der ben mir sehr wenig oft- Sünden 2ust nicht soll mals gilt, ich seß es ausjgefangen geben, und wie den Augen. mirs macht dein Wort be 3. Es geht des alten wust, ihr allzeit widerstre Adams Trieb nur immer ben; so denck ich nicht so dar zur Sünden, das recht' fleißig dran, ruf dich nicht Vertrauen, rechte Lieb, fort um Hülfe an, ich bin sich in mir nicht befinden, oft tråg und sicher. daß ich dem Nächsten diene 7.Wenn mir was Böses nicht, wenns nicht zu mei- kommt in Sinn, dawider nem Nuß geschicht, und ich sollt kämpfen; so tracht fuche nur das Meine. ich nicht alsbald dahin, 4. Ja, wenn ich alles das Feur mit Macht zu recht betracht, so wird dámpfen: Das nimmt gar leicht auf Erden ein denn in mir überhand, Abgott aus mir selbst daß ich möcht leicht in gemacht, dem fort ge- Sünd und Schand dardient must werden; Denn über gröblich fallen. eigne Lieb und eigne Ehr, 8. Oft will mich auch auch Eigennüß und was die arge Welt, die ich doch fiets Von wahrer Buffe. 287 stets foll fliehen, wenn mei-/ saß alle Tag aufs neue nem Fleisch ihr Werd ge- wiederhole. fällt, mir zur Gesellschaft 12.Und weil dir niemand ziehen: Sie will, daß ich ohn Gebet beständig kann auch Ulebels thu, und an- anhangen, so gieb, daß ich dre reißen soll dazu, daß oft vor dich tret, die Gnafie auch Sund begehen. de zu erlangen. Damit 9. Ach GOtt! ich hab mein ganzes Christennach solcher Art gar lang, thum des Nächsten Nutz, mit groffem Schaden, ehund deinen Ruhm ohn ich zu Dir bekehret ward, Heucheley befördre. gelebet ausser Gnaden. 13.Gieb mir des Geistes Ich bin auch noch nicht Freudigkeit, daß ich daohn Gefahr, dieweil mir durch verachte Geld, Ehr jeßt und immerdar die und Wollust dieser Zeit, Sünden- Lust anklebet. das Ewige betrachte. Ach! 10. OHErr! in dieser nimm mich mir, und gieb meiner Noth sieh mich an mich Dir, daß ich Dir leb, mit Erbarmen. Komm und sterbe mir, und meimir zu Hülf, Du treuer nen böfen Lüsten. GOtt, und steh mir bey, 14. Des Fleisches und mir Armen: Erleucht des Geistes Krieg ist dies durch deine Gnad und bey Jung und Alten: Laß Gut mein unverständiges mich da immerfort den Gemüth, daß ich dich recht Sieg durch deine Kraft erkenne. erhalten. HERR, står11. Den Willen leit nach de mich, und mich erneu, deinem Wort, daß ich dich daß ich stets unverdroffen herzlich liebe: Dir vestssey, an diesen Streit zu vertrau, und fort und fort treten. in Gottesfurcht mich übe: 15. Bor Stolk und Ehra Daß ich Dir meine Tauf- sucht mich behüt, daß die Zufag mit starckem Bor- nicht funden werden in meis d G f 288 Von wahrer Buffe. meinem Herzen und Ge- johne Maaß wird folgen muth, in Worten und Ge- dort ohn Unterlaß auf berden; Hoffart war ja kurze Lust und Freude. des Teufels Foll; Ach 19. Laß mich allzeit vor. hilf HErr! daß ich übersichtig seyn, mit wem, und a vest an der Demuth wie ich wandle: Daß ich halte. halt mein Gewissen rein 16. Die Sorg der Nahin allem, was ich handle, rung nimm von mir, laßjund achte keines Menmich nicht mehr begehren, schen Gunst, wenn mich denn was ich hab vound- die Welt durch ihre Kunst then hier, mich ehrlich zulvon dir zu sich will zieernähren: Daß ich auch hen. keinen Zweifel hab, Du 20. Dem bösen Geist werdest mich bis an mein sieb nimmer zu, mich ir Grab mit Unterhalt ver- gerds zu verletzen, und forgen. meine Seel aus ihrer Ruh 17. HERR, gieb mir aufs neu in Noth zu seGnade, daß ich dámpflßen; Wenn sich Verfol des Fleisches bösen Willen, gung zu mir wendt, laß und wieder mich ja fel- fie gewinnen so ein End, ber kämpf, die Luft nicht damit ichs könn' ertrazu erfüllen, wenns gleich gen. nur in Gedancken war; 21. Verleih, o Vater, Bilf auch, daß ich mich gnádiglich, daß es ja mog nicht beschwer mit Effen geschehen, was ich, dein oder Trinden. Kind, nun bitte dich mit 18. Gieb, daß ich oft der Seufßen und mit Fle Höllen Quaal hierwieder hen: Hilf, wenn mir alle mog bedenden, wie häu- Bulf zerrinnt, daß ich fig man dir wird einmal geduldig überwind, in für böse Lust einfchencken: JESU CHRISTI Pech, Schwefel, Jammer Namen. 253. M. Von 253. M. Allein zu dir, JEfu Chrift, wahrer Buffe. 289 Errzu aller Frist, HErr JEsu Christ, in Noth Du auch u weinest für Jerusa- gewesen bist. alle meine Seufs fe Záhren, zum Zeugniß, Berlein und Thránen find Dir sey angenehm, wenn gezáhlet, und ob sie gleich Sünder sich bekehren. unzählbar, seyn, dennoch Wenn ich vor dir mit Bußjdir keiner fehlet, so oft vor erschein, und über meine dir fie regen sich, so oft fie Cinden wein, abwäschest auch bewegen dich, daß du Du aus lauter Gnad, all dich mein erbarmen must, Liebelthat, fo mich bisher wie Dir bewust, denn Du gequalet hat. mir allzeit Hilfe thust. 2. Wenn deines Baters 5.Werjeßund fået ThráZorn entbrent von wegen nen aus, hált in Geculd meiner Sünde, zu deinen GOtt stille, wird frölich Thránen ich mich wend. feyn in deinem Haus, und da ich Erquickung finde erndten reiche Fülle, ja solVor GOLT sind sie solche Fülle die kein Mann hoch geschäßt, wer seine mit seiner Zung ausspreCund hiemit beneßt, den chen kann, und die da bleibt blickt GOtt an mit Gütig in Ewigkeit: Mein Creuß keit, zu jeder Zeit, und sein und Leid wird werden lau betrübtes Herß erfreut. ter Frölichkeit. 3. Hier muß ich noch im 6. Für diese Thränen Thränen- Haus aus groß- danck ich Dir, daß Du die fer Angst oft weinen, der Freuden- Krone, HErr Welt aushalten manchen Christ, dadurch erworben Strauß; Sie martert mir, ben dir im Himmetsstets die Deinen. Auf al- Throne: Wenn Du mich len Seiten, wo sie kann, holen wirst einmal hinauf fängt sie mit mir zu hain deinen Freuden Saai, dern an. Dis tröstet mich denn will ich recht lobsinT gen 290 Von wahrer Buffe. aen dir, o höchste Zier! bereit. Berwirfmich nicht für deine Thránen für von dejn'm Angesicht, und für. dein'n Heil'gen Geist wend nicht von mir: die Freud dein's Heils, HErre GOtt, nach HERR, zu mir richt, deiner groff'n Barmher- der willig' Geist enthalt Bigkeit, wasch ab, mach mich Dir. 254. In eigener Mel. Erbarm dich mein, rein mein' Missethat, ich 4.DieGottlos'n will ich erfenn mein' Sund, und deine Weg, die Sünder ist mir leid: Allein ich dir auch dazu lehren, daß fie gefündigt hab, das ist wie vom böfen falschen Eteg der mich stetiglich: das zu Dir durch Dich sich beBos' vor dirmag nicht be- kehren. Beschirm mich, stahn, du bleibst gerecht, HErr, mein's Heils ein wo man urtheilet Dich. GOTT, vor dem Urtheil, 2.Sieb, HErr, inSund'n durchs Blut bedeut. bin ich gebohrn, inSund'n Mein' 3ung verkünd'g empfing mich mein' Mut- dein recht's Gebot, schaff, ter: die Wahrheit liebst, daß mein Mund dein Lob thust offenbahr'n deiner ausbreit. Weisheit heimliche Gü 5. Kein leiblich Opfer ter; Bespreng mic), HErr, von mir heischt, ich hätt' mit Isovo: rein werd ich, dir das auch gegeben: So fo Du wäschest mich, weiß nimm nun den zerknirschfer denn Schnee; mein ten, Geist, betrübt's und G'hör wird froh, all mein traurigs Hertz daneben: Gebein wird freuen sich. verschmáh nicht, GOTT, 3.HErr! sich nicht an die das Opfer mein, thu wohl Sünde mein, thu ab all nach deiner Gütigkeit dem Ungerechtigkeit, und mach Berg Zion, da Christen in mir das Berge rein, seyn, die opfern Dir Ges ein'n neuen Geist in mir rechtigkeit, 255. Miel Don wahter Buffe. 252 255. Mel. Serglich lieb habshinab tief in die HöllenFür Gricht, HErr ich dich, o Err. Gruft, aus der dir jetzt die ürG'richt, HErr JEsu, matte Seele ruft. steh ich hie, beug in De 3.Du siehst, meinert, muth mein's Herzens wie daß ich untersinde, Knie, und feufße mit Weh- und das ich jetzt, wo Du Hagen: Mein groffe Simnd nicht hilfft, ertrinde, und Missethat mich ver- weil ich dich verlaffen hab Flagt und verdammet hat, allhier, so werd ich jetzt doch will ich nicht verza- verlaffen auch von dir. gen. HErr JEsu Christ, 4. Jst denn nun nichts, dein Blut allein macht das meinen Geist ergoßze, mich von allen Sünden das mich aus Angst und rein, weil ich west glaube rauher Trubsal setze? und dabey im Hertzen ha- Mein Geisterbleicht, mein be wahre Reu. HERR Herk verliert das Herz, JEfu Christ, des danck ich und schwellet auf vom dir:: Ich will mich bef Steuen und vom Schmers. sern, hilf Du mir. 5. Die Thránen- Fluch 256. Mel. Die Sonn hat sich bemüht sich weg zu mit ihrem Glang. schwemmen die Sündenroß ist die Quaal, o Last, und deinen Grimm HErr in meiner See zu hemmen; Was aber len, die Sünd und Schuld hilft der bloffe Chránen mir mein Gewissen qud- Bach? Er mehret nur len, weil deinen Grimm mein schweres Ungemach. ich hab auf mich gebracht, 6. Was thu ich nun, und dein Gebot und Wie? soll ich, Err, verzas Drauen nicht betracht't. Igen in solcher Angst, in sols Groß 2. Co muß ich nun inschen meinen Plagen? Coll meinem Leben leiden, und ich verzagt mit Cain fagen deine Gnad und süsse hier: Das große Schuld Gunst entmeiden, ich sind du nicht erläsfest mir? 32 7. Ach f 292 Don wahrer Busse. 7. Ach nein! ach nein! ben, und achten nichts der ich will zu dir mich schwin- Neider grimmges Toben, gen, und mit Gebet und des Teufels List und meiFlehen auf Dich dringen, ner Feinde Schaar, Du weil von der Schuld mein tilgest Noth und Tod dann Heiland selber spricht: gang und gar. Daß Er fie deck, und dende ſolcher nicht. 12. Denn wird mein Geift sich wiederum er8. So will ich nun die freuen, weil weggelegt Sünden- Last hinlegen, an wird seyn dein grimmges solchen Ort, wo abzuflies Drauen; Drauf opfre ich sen pflegen die Gnaden- mich Dir nun gang und Strom' aus Christus gar, und fliehe von der theurem Blut entsprun- Sünder losen Schaar. gen, und vergossen mirj 13. Mein HErr, mein zu gut. GOtt, dich will ich einig 9. Hierzu will ich Dir preisen: Doch wollest Du, Buffe- Thránen bringen, mein Heil, mich unterdie sollen auf die Last der weisen den Weg, den ich Sünden dringen, und soll gehen fort von nun führen sie zu deiner Liebe und lehre mich nach deis hin, die ewig fann erquinem Willen thun. Haft den Geist und Sinn. 257. M.JEfu, meine Freude. 10. Wenn sie nun, ast du Angst im HerHERR, an deine Lieb Ben, und empfindest hinkommen, so hilf, daß fie Schmerzen wegen deiner bald werd hinweg genom- Sünd? Osey wohlzufries men, versende da der den, denn du bist hienieSinden schwarzes Heer, den worden Gottes Kind. versendes, HErr, in dein GOTT betrübt das, was Erbarmungs- Meer. Er liebt, was GOTT II. So werd ich denn will zur Rechten stellen, Dich wieder können to- lführt Er erst zur Höllen. 2. Wer Don wahrer Buffe. 293 2. Wer sich selbst wird groß. Hier in diesem Lerichten, den wird GOTT ben GOtt uns will verges mit nichten bringen ins ben, daß wir fren und los Gericht; GOtt hat drum mögen feyn von ew'ger das Leben seines Sohns Pein. Wer die Sünd gegeben in den Tod, daß hier sucht zu haffen, den nicht ich und du von ew'- wird GOtt nicht laffen. ger Nuh sollen abgefon 6. Der, den GÖTT dert bleiben, wenn wir nicht liebet, wird hier nicht Ihn nur glauben. betrübet wegen seiner 3. Gottes heil ge Pflege Sünd, alldieweil er bleisind die Wunder- Wege, bet dessen, der ihn treibet, darauf Er uns führt, Satanas sein Kind. Drauf wir müssen fám- Schaue nun, wie ist dein rfen, unsern Willen dám- Thun? Wirst du wahre pfen, bis daß wir verspürt, Buß anfangen, solt du daß die Bushalt bey uns Gnad erlangen. Fuß, und war Glaubens- 7. Gottes Lieb und Männer werden, hier auf Treue bleibt uns stets hier dieser Erden. neue; GOtt wirft uns 4. Wilt du Gnade fin nicht weg, ob wir gleich den, fuche deine Sünden vor allen viel und sehr ge forthin nicht in dir. fallen. Auf dem LebensSchaue JEsum tragen Steg, hat stets acht des das, um was du klagen höchsten Wacht auf fort wilt für und für, uns seiner Liebe BrenGOTT der schlägt den, nen, läßt uns nicht abwelcher trägt unfrer Gün- trennen. den schwere Burden, daß 8. DieferLiebeBrennen wir Kinder würden. lehruns wohl erkennen, o 5. Macht der Sünden HErr JEsu Christ, wenn Menge dir die Welt zuin unferm Zagen, oftinals enge? Gottes Gnad islwir beklagen, was uns 23 nagt f 294 Von wahrer Buffe. nagt und frißt: JEsu, du Schuld dein' edle Lieb o ein'ge Ruh! Laß uns und Huld sich reichlich nicht von Dir abscheiden, ergiessen. noch von deinen Freuden. 6. Betrachte, wer ich bin, im Huy fahr ich da258.1.Als der gütigeGott. hin, zerbrechlich wie ein HErr! höre, was mein Glas, vergänglich wie ein Wind Mund Herzens- Grund, ohn alle mich fällen. Falfbheit spricht: Wend, 7. Wilt du nichts sehen DERR, dein Angesicht, an, als was ein Mensch vernimm meine Bitte. gethan, so wird kein Men2. Jch bitte nicht umsschen Kind vor Menge Gut, das auf der Welt be- seiner Eund im Himmel ruht, auch endlich mit der bestehen. Welt bricht und zu Boden 8. Sieh an, wie JEsus fällt; und mag gar nicht Christ für mich gegeben retten. ift, der hat, was ich nicht 3. Der Schatz, den ich kann, erfüllt und gnug gebegehr, ist deine Gnad, othan, im Leben und LeiHERN! die Gnade, die den. dein Sohn, mein Heill 9. Du liebest Reu und und Gnaden- Thron, mir Schmerz: schau her, hie sterbend erworben. ist mein Herz, das seine 4. Du bist rein und ge- Sund erkennt, und wie techt, ich bin ein böser ein Feuer brennt, vor Knecht: Ich bin in Sun- Angst, Leid und Sorgen. den todt, du bist der groffe 10. Jch lechße wie ein GOTT, der Sünde ver- Land, dem deine milde giebet. Hand dem Regen lang 5.8aß deine Frömmig- entzeucht, bis Saft und keit seyn meinen Trost und Kraft entweicht, und al Freud, laß über meine les verdorret. II. Gleich Von wahrer Busse. 295 11. Gleichwie auch auf len schafft, steht all mein der Heid ein Hirsch begier- Vermögen. lich schrent nach frischem 17. Drum sende deinen Wasser Quell; so ruf ich Geist, der deinen Kindern laut und hell nach Dir, ofweist den Weg, der dir ges mein Leben! fällt: wer den bewahrt 12. Erquicke mein Be- und hält, der wird nimbein, geuß Troft und Lab- mer fehlen. fal ein, und sprich mir 18. Jch richte mich nach freundlich zu, daß meine dir, du folt mir gehen für, Seele ruh im Schooß dei ner Liebe. du solt mir schlieffen auf die Bahn im TugendLauff, ich will treulich 13. Gib mir getrosten Muth, wenn meine Sün- folgen. den- Fluth aufsteiget in die 19. Und wenn des HimHoh, ersäuff all Angst und mels Pfort ich werd errei Weh im Meer deiner chen dort, so will im Gnaden. Engel- Heer ich ewig dei14. Treib weg den bösen ner Ehr in Freuden lobs Feind, der mich zu stürzen singen.. meynt: Du bist mein Hirt, 259. M. Ach! wo ist mein 2c. und ich will bleiben ewighandelt, ja mich drückt RR, ich habe mißgelich ein Schaaf deiner Weide. der Sünden Last, ich bin 15. So lang auf dieser nicht den Weg gewandelt, Erd ich Athem holen werd, den Du mir gezeiget haft, oHErr! so will ich dein mit und jetzt will ich gern aus Leib und Seele seyn, auch Schrecken, mich vor deis getreu verbleiben. nem Zorn verstecken. 16.Jch will dir danckbar 2.Doch wie könnt ich Dir seyn, doch ist mein Können entfliehen? Du wirst als klein: Allein in deiner lenthalben seyn: Wolt ich Kraft, die Thun und Wol- überSee gleich ziehen, stieg ith 24 296 Don wahrer Buffe. ich in die Gruft hinein: bricht! Ach daß sie wie Hått ich Flügel gleich den Meeres- Wellen möchten Winden, gleichwohlwür- in die Höhe schwellen! dest Du mich finden. 7. Aber Christe, deine 3. Drum ich muß es nur Beulen, ja ein einzigs bekennen: HErr ich habe Tropflein Blut, das kann mißgethan, darfmich nicht meine Wunden heilen, dein Kind mehr nennen, löschen meiner Sünden ach! nimm mich zuGnaden Glut: drum will ich, mein an; laß die Menge meiner Angst zu stillen, mich in Günden deinen Zorn deine Wunden hüllen. nicht gar entzünden. 8. Dir will ich die Last 4. Könnt ein Mensch den aufbinden, wirf sie in die Sand gleich zählen an tiefe See, wasche mich von den weiten Mittel Meer: meinen Sünden, mache Dennoch würd es ihm mich so weiß, als Schnee: woht fehlen, daß er meiner laß dein'n guten Geist Sünden Heer, daß er alle mich treiben, eingig stets mein Gebrechen, solte wis bey Dir zu bleiben. ſen auszusprechen. 260. Mel. Solt es gleich bisweilen scheinen. Hot 5. Wein, ach wein' jetzt! um die Werte meiner bey- Err, nicht schicke deine den Augen Bach! o daß ich Rache über meine böſe gnug Zähren hätte, zu be- Sache, ob sie wohl durch trauren meine Schmach! Ulebelthat grossen Zorn o daß aus den Thránen- verdienet hat. Freylich Brunnen, fám ein starcker muß ich es bekennen, Ur Etrom gerunnen. sach hast Du sehr zu bren6.2ch! daß doch die stren- nen: Doch du wollest dge Flu hen überschwemm- ießt allein Bater, und ten mein Gesicht, und die nicht Richter, seyn. f Augen möchten bluten, 2. Schicke lieber, o mir weil mir Wasser sonst ge- Armen, für den Eifer dein Erbare Von wahrer Buffe. 297 Erbarmen: heile mich, wissen nichts von Schuld denn ich vorhin schwach und Pflicht, und gedencken und lagerhaftig bin. Siehe demer nicht: Denn wer wie ich abbin kommen, wie kann dir Chr erweisen, wer mir alle Kraft benommen, vermag Dich wohlzupreimache, Err, es ja nuchissen, wann er schon liegt lang, Marck und ein ist ausgestreckt, und im tief sterbe- franck. fen Grabe steckt? 3. Vor den Sorgen, 6. Meine mide SeufPein und Schmerzen ist ger sagen, was der Mund kein Herß in meinem nicht weißzu klagen; durch Herken; Mein Gemüthe, mein Weinen alle Nacht das Dich liebt, ist bis answird mein Lager naß geden Tod betrübt. Mein macht. Meiner Augen Trost, kannst Du noch ver- heisse Zähren, die mir weilen? Hat es keine Ruh und Schlaff bes Noth zu eilen? Macht schweren, quellen als denn deine Güte sich ein Wasser Fluß, daß schwächer, als der Kum- lim Bett ich schwimmen mer mich? muß. 3 4. Kehre wieder, wie 7.Von der Pein, die ich derkehre, eh ich mich in empfunden, ist mein Anta Angst verzehre, reiche deilig abgeschwunden, Ungene Hand, o GOtt, meiner duld macht die Gestalt mir Seelen in der Noth. Zwar vor meinen Jahren alt: du möchtest sie wohl haf denn ich muß von allen fen, weil sie selber Dich Seiten mit dem lofen verlassen; Doch betrachte Hauffen streiten, der mir dis dabey, was dein Heil anthut Schmach und und Güte sey. Spott, und mich quált bis auf den Tod. 5. Menschen, die nicht mehr im Leben, die den Geist schon aufgegeben, 8. Nun ihr Uebelthäter ziehet, ihr Tyrannen, auf! 25 und AGE 298 Von wahrer Buffe. und fliehet, geht, ihr Boldk ich bin sonst gang und gar der Eitelkeit, hin, woher verlohrn, mit dir ist nicht ihr kommen seyd: Denn zu scherßen: Auch zücht'g' der HErr sieht, wenn ich mich nicht in deinem weine, daß ich dis mit Grimm, weil ich so voll Treue meyne, meineThrá- Betrübniß bin, und leide nen fliessen hin in sein grosse Schmerzen. Herß, und beugen Ihn. 2. Sey gnádig mir, denn 9. Er, der HErr, hat ich bin schwach, von Herschon mein Flehen mit Ge- gen sehr erschrocken, kein naden angesehen, mein Ruh hab ich bey Tag und. Gemüthe, das mich regt, Nacht, das Mard im hat Jhm seines auch be- Bein vertrocknet, mein wegt; Alsobald ich Ihn Seel auch sehr betrübet ist, gebeten, Ihn vor Augen daß Du, o HErr, so lange bin getreten, hat auch seine bist, auf den ich stets thu Gute sich ausgebreitet hoffen. über mich. 3.Ach! wende Dich, Du 10.Vor der ganzen Welt lieber HErr, errette meine auf Erden sollen die nun Seele! hilf mir durch deischamroth werden, zitternne Güt und Ehr, ich thu auch vor GOtt und mir, mich Dir befehlen. Im die mich haffen für und Cod gedenckt man deiner für. Weichen müssen sie nicht, in der Hou'n Dir zurücke plößlich) und im kein Danck geschicht, darAugenblicke, und doch fe- in ist nichts, denn Quálen. hen auch dabey, daß der 4. Bon Seufzen ic) sebr HErr mein Heiland sey. müde bin, mein Bette thu 261. Mel. O JEfu Chrift, du ich schwemmen, betrübt höchstes Gut. ist mir Herß, Muth und HERR! straf mich nicht Sinn, nach dir thuich mich in deinem Zorn, das sehnen, die ganze Nacht bit: ich Dich von Hergen, das Lager mein mit Thranen Von wahrer Buffe. 299 nen muß geneßet seyn, das meiner grossen Sünd: wollst Du, HErr, erken- Ach! daß ich vor Dir Gnad erlange, ich armes und nen. 5. Von Trauren abge- verlohrnes Kind. Erbarnommen hat mein Gestalt me dich, erbarme dich, und ist veraltet, ich werd GOtt, mein Erbarmer! geångfiet früh und spat, über mich). das Herß im Leib erkaltet. 3. Ach! höre doch mein Ach HERN! erhör das seufßend Schreyen, du als Beinen mein, mein Flehnterliebstes Bater- Herß, laß nicht vergeblich seyn, wollst alle Sünden mir im Glauben mich erhalte. verzeihen, und lindern 6.JhrUlebelthäter weicht meines Herzens Schmerz. von mir, der HErr erhört Erbarme Dich, erbarme mein Flehen: MeinFeind' Dich, GOTT mein Erzu schanden werden schier; barmer! über mich. Mein G'bet zu GOtt ge- 4. Wie lang soll ich verschehen, wird nicht vergeb- geblich klagen? hörst Du lich seyn fürwahr, das ist denn nicht, hörst Du denn gewiß und offenbahr, des nicht? Wie kannst Du das thu ich mich versehen. Geschren vertragen? Hör, 262.M. Wer nur den lieben. was der arme Sünder armer Mensch, ich spricht: Erbarme Dich, erarmer Sünder, steh barme Dich, GOtt mein hier vor GOttes Ange Erbarmer! über mich. sicht. Ach GOtt! Ach 5.Wahr ist es, übel steht GOtt! verfahr gelinder, der Schade, den niemand und geh nicht mit mir ins heilet, ausser Du! Ach! Gericht. Erbarme Dich aber ach! Ach Gnade! erbarme Dich, GOttmein Gnade! ich lasse Dir nicht Erbarmer! über mich. Id eher Ruh. Erbarme dich erbarme dich, GOtt meine Erbarmer! über mich. 6. Nicht 2. Wie ist mir doch so herzlich bange von wegen LUGE 300 Von wahrer Buffe. 6. Nicht, wie ich habsbekenne Dir mit Schmerverschuldet, lohne, und ßen die Sünden all und je handle nicht nach meiner den Fall, wie ich ihn hab Sünd. O treuer Bater, begangen, von Jugend schone, schone, und nimm auf mit grossem Hauff, mich wieder an zum Kind. darin ich bin gefangen. Erbarme Dich, erbarme 2. Die Sünden sind, die Dich, GOTT mein Er- ich gethan, unmöglich zu barmer! über mich. erzählen; Doch ich sie auch 7. Sprich nur ein nicht bergen kann, weil sie Wort, so werd ich leben; mich immer quálen. Dein Sprich, daß der arme liebster Sohn hat mich da Sünder hör' Geh hin, die von durch seinen Tod ent> Sund ist dir vergeben; bunden; dennoch hab ich Nur fündige hinfort nicht jett lassen mich den Satan mehr. Erbarme Dich, er- neu verwunden. barme Dich, GOtt mein Erbarmer! über mich. 3. So ist auch mein' Undanckbarkeit sehr groß bis 8. Ich zweifle nicht ich auf die Stunde; ich habe bin erhöret; Erhöret bin Dir zu keiner Zeit gedanckt ich Zweifels frey, weil von Hertens- Grunde für sich der Trost im Herzen deine Treu, die täglich neu, mehret. Drum will ich für deine Lieb und Güte, enden mein Geschrey; Ich die ich an mir gar reichlich lobe Dich, ich lobe Dich, spür, und stets trag im GOtt, mein Erbarmer, Gemüthe. über mich. 4. Bornehmlich haft du 263. M. Durch Adams Sall mit Geduld viel Jahr bisist gang verderbt. her verschonet, und mir armer komm wie ich oft vera Ja die mit demüthi- schuld't, bald zornig abgegem Herzen, o GOTT! lohnet; Hast fort und fort, der gnädig für und für, ohöchster Hort! Dich meis ner Don wahrer Buffe. 301 ner angenommen, hat mich verweilet: Dennoch nichts geſpart nach dei- giebst du mir Raum und ner Art, bis ich zu Dir bin Ruh, hast mich nicht überkommen. leilet. 5. Mit deinem Wort 8. Wenn mein Herz dis hast Du gar oft an mein ben sich bedenckt, in StitHer angeschlagen; durch den möcht's zerspringen; deinen Geist mir zuge- die groffe Sicherheit mich ruft, den Himmel ange- fránckt, thut Mard und tragen; haft früh und spat Bein durchdringen. Kein' durch viel Woh that zur Höllen- Pein so groß mag Busse mich bewogen, auch seyn, ich habe sie verschulmit Trubsal, Angst, Noth det, ich bin nicht werth, daß und Quaal zu Dir hinauf mich die Erd' trägt, nährt gezogen. und auf sich duldet. 6. Dennoch, das ich 9. Unwerth bin ich, daß nicht leugnen kann, wenn man mich nennt ein Du gleich angeklopfet, hab Werd von Dir geschafich Dir niemahls aufge- fen; werth bin ich, daß all than, die Ohren zuge- Element zur Straffe mich stopfet, mit Unbedacht hinraffen; So weit hats die gang veracht't, den bracht der Sünden Rücken Dir gekehret: Macht! Ich muß es frey Doch hast du mich so gná- bekennen: wo Du siehst diglich geduld't und nicht an, was ich gethan, so muß verzehret. ich ewig brennen.. 7. Du könntest oft mit 10.Bater der Barm gutem Recht das Leben herzigkeit! ich falle Dirzu mir verkürßen, und mich Fusse, verwirf nicht den als einen bösen Knecht derzu dir schreyt, und thut hinab zur Höllenstürzen, rechtschaffne Busse. Dein der ich ohn Scheu, ohn| Angesicht aus Gnaden Leid und Reu, in Sündenkricht auf mich betrübten Sün f 302 Von wahrer Buffe.. Sinder, gib mir ein'n Will, Verstand und Blick, der mich erquick, Thun, des grossen Jamso wird die Angst bald mers wollst du nun, o Bas minder. ter, mich entbinden. II. Eröfne mir dein 3.Klopfdurch Erkännt freundlichs er, die Re- niß bey mir an, und führ fident der Liebe, vergib mir wohl zu Sinnen, was. die Sund, heil meinen Böses ich vor Dir gethan, Schmert, hilf, daß ich Du kannst mein Herk gemich stets übe in dem, was winnen, daß ich aus KumDir gefällt an mir, und mer und Beschwer, laß alles Böse meide, bis ich über meine Wangen her, hinfahr zur Engel- viel heisse Thránen rinSchaar, da nichts denn nen. lauter Freude. 4. Wie haft du doch auf mich gewandt den Reich264. M.un freut euch lie- thum deiner Gnaden! ben Christen gemein. Mein Leben danc ich deis ch will von meiner Misner Hand: du hast mich sethat zum HErren überladen mit Nuh, Gemich befehren: Du wollest sundheit, Ehrund Brodt, selbst mir Hülf und Nath Du machst, daß mir noch hiezu, o GOtt, bescheren, keine Moth bis hieher könund deines guten Geistes nen schaden. Kraft, der neue Herßen 5. Hast auch in Christo in uns schafft, aus Gna- mich erwählt, tief aus der den mir gewähren. Hollen- Fluthen: daß niest 2. Natürlich kann einmals mir es hat gefehlt Mensch doch nicht sein an irgend einem Guten; Elend selbst empfinden: erlund daß ich ja dein eigen ist ohn deines Geistes Licht sey, hast du mich auch aus blind, taub und toot in groffer Treu, gestäupt mit Sünden;, verkehrt ist Bater- ithen. 6. Wer Von wahrer Buffe. 303 6. Wer giebt den Kin- unsrer Schuld so strenge dern, was du mir gegeben, fort, es hat Geduld der zu geniessen? Schend aber Hirte mit den Schaafen. ich Gehorsam dir? das zei- 10. Dis alles jetzt zu get mein Gewissen, mein gleich erwacht, mein Herz Herk, in welchem nichts will mir zerspringen, ich gefund, das tausend Sün- sehe deines Donners den- Würme wund bis macht und Feuer auf auf den Tod gebiffen. mich dringen: Du regest 7. Die Thorheit meiner wieder mich zugleich des jungen Jahr und alle Satans und der Höllen schnöde Sachen, verklagen Reich, die wollen mich mich zu offenbar. Was perschlingen. soll ich Armer machen? 11. Die mich verfolgt Sie stellen, HERN, mir die grosse Neth, fährt vors Gesicht dein uner- schnell ohn Zaum und Zitträglich Zorn Gericht, gel. Wo flieh ich hin? Du der Höllen offnen Rachen. Morgenroth, ertheil mir 8. Ich bege meiner deine Flügel; Berbirge Greuel Quaal, und schämmich, o fernes Meer, fie zu bekennen: Es ist ihr stürzt hoch herab, faut auf weder Maaß noch Zahl, mich her ihr Klippen, ich weiß sie nicht zu nen- Thurn und Hügel. nen: und ist ihr keiner doch 12. Ach! nur umsonst, so klein, um welches willen und könnt ich auch bis in nicht allein ich ewig müste den Himmel steigen, und brennen. wieder in der Höllen 9. Bisher hab ich in Bauch mich zu verkrieSicherheit fein unbesorgt chen, neigen. Dein Auge geschlafen, gesagt: Es dringt durch alles sich, da hat noch lange Zeit, GOtt wirst Du meine Schand, pflegt nicht bald zu stra- und mich der lichten Sons fen, Er fähret nicht mit nen zeigen. 13. HErr D f 304 Von wahrer Auffe. 13. HErr JEsu, nimm Zwang, den du mir wollst mich zu Dir ein, ich flich verleihen, daß er von alin deine Wunden, die Dujler Sünden Lift, und o Heiland! wegen mein, dem, was Dir zuwider ist, am Creuße haft empfun- helf ewig mich befreyen. den, als unser aller Gun 265. Mel. Du o schönes den Müh, Dir, o Du Got- Welt- Gebduce. tes- Lamm, ward hie zu Esu der du meineSeele, durch deinen birtragen aufgebunden. 14. Wasch' mich durch cern Tod, aus des Teufels deinen Todes- Schweißfinern Höhle, und der und Purpur- rothes Leis schweren Sünden- Noth, den, unslaß mich sauber kräftiglich herausgerissen, fenn und weiß, durch dei- und mich solches. laffen ner Unschuld Seiden. wissen durch dein ange. Von wegen deiner Creu- nehmes Wort; sey doch Bes- Last, erquick, was Duljest, o Gott, mein Hort! zermalmet hast, mit dei- 2. Treulich hast du ja ge= nes Trostes Freuden. fuchet die verlohrne Schä15. So angethan, will felein, als sie lieffen gantz ich mich hin vor deinen verfluchet in der Höllen Vater machen, ich weiß, Pful hinein: ja Du SaEr lendet seinen Sinn, tans- Uleberwinder, hast und schaffet Rath mir diehochbetrübtenSünder Schwachen, Er weiß was so geruffen zuder Buß, daß Fleisches Luft und Welt, ich billig kommen muß. und Satan uns für Netel 3. Ach ich bin ein Kind stellt, die uns zu stürzen der Sünden! Ach ich irre wachen. weit und breit! es ist nichts 16. Wie werd ich mich an mir zu finden, als nur mein Lebenlang vor fol- Ungerechtigkeit, all mein der Strafe scheuen, durch Tichten, all mein Trach Deines guten Geisteslten, heisset unsern GOtt vers Von wahrer Buffe 305 verachten: böslich leb ich getragen: en, so sprich mich ganz und gar, und sehr endlich frey, daß ich gang gottlos immerdar. dein eigen sey. 4. HERR, ich muß es 7. Weil mich auch der ja bekennen, daß nichts Höllen Schrecken, und des Gutes wohnt in mir: das Satans Grimmigkeit, zwar, was wir wollen vielmals pflegen aufzuwenennen, halt ich meiner den, und zu führen in den Seelen für; aber Fleisch Streit, daß ich schier muß und Blut zu zwingen, und unterliegen; ach so hilf, das Gute zu vollbringen, HErr JEsu! stegen, o du folget gar nicht, wie es soll: meine Zuversicht, laß mich was ich nicht will, thu ich ja verzagen nicht. wohl. 8. Deine roth- gefärbte 5. Aber, HERR, ich Wunden, deine Nägel, kann nicht wissen meiner Kron und Grab, deine Fehler Meng allein, mein Schenckel vest gebunden, Gemüth ist ganz zerris wenden alle Plagen ab. sen, durch der Sünden Deine Pein und blutig's Schmerz und Pein, und Schwißen, deine Striemein Herz ist matt von men, Schläg und Rißen, Sorgen, ach! vergib mir deine Marter, Angst und das Verborgen: rechne Stich, o HErr JEsu, trdnicht die Missethat, die sten mich. dich, HERR, erzúrnet 9. Wenn ich vor Gehat. richt soll treten, da man 6. JEsu, du hast wegge- nicht entfliehen kann, ach! nommen meine Schulden so wollest du mich retten, durch dein Blut, laß es, ound dich meiner nehmen Erlofer! kommen meiner an. Du, pErr! fannst Seligkeit zu gut: und die allein es stöhren, daß ich weil du so zerschlagen, nicht den Fluch darf hdhast die Sünd am Creußlren: Ihr zu meiner line 11 den 306 Von wahrer Buffe. den Hand, send von mir dem Streit, in der süssen noch nie erkannt. Ewigkeit. 10. Du ergründest 266. m. Alle Menschen müs meine Schmerzen, du ersen sterben. kennest meine Pein: ist nichts in meinem Her es Efu liebster Schaß der Frommen, schönster GOttes Ben, als dein herber Tod Braut'gam, allein: Dis mein Herz Sohn, schaue deine Braut mit Leid vermenget, daš ießt kommen, wie sie sich dein theures Blut bespren- vor deinem Thron zu der get, so am Creus vergof Erden niederleget, und fen ist, geb ich dir, HErr auf ihre Brust anschläget, weil ihr hochbetrübtes JEfu Christ. II. Nun ich weiß, du Derß fühlt den schweren Sünden Schmerk. wirft mir stillen mein Ge2. Ach es ist nicht zu be wissen, das mich plagt; fchreiben die sehr groffe es wird deine Treu erfül- Gunden- Schuld! ich kann len, was du selber hast ge- kaum vor Wehmuth bleifagt: Daß auf dieser weiben, weil, o ŻEu, deiten Erden feiner soll ver- ne Huld gegen mir ist nun lohren werden, sondern vericberget, welches mich ewig leben foll, wenn er nur ist Glaubens voll. to heftig schmerzet, lieber sturb ich tausendmahl, als 12. HErr! ich glaube, ich litre solche Quaal. hilf mir Schwachen, laß 3. Selbst das Herz fängt mich ja verz aen nicht: du, an zu bluten, das dein du kannst mich stárder ma- scharf Ge es zerbricht, die chen, wenn mich Sund sehr herbe Thránen Fluund Tod anficht. Deiner then überschwemmenmein Gute will ich trauen, bis Sesicht; alle mein Gebein ich frölich werde schauen erzittert, weil dein Grimm dich, HErr JEsu, nachlin mir so wittert, ach! ich bin Von wahrer Busse. 307 bin lebendig tødt in so groß 267. Mel. Ach was soll ich ser Seelen- Noth. Sünder machen. 4. Wilt du mich denn ewig haffen? Deine Liebfrael bekehre dich, ach! und bekehre dich noch heuFreundlichkeit wird te, und im Glauben dich ja den nicht sterben lassen, bereite, daß du könnest der nach deiner Hülfe würdiglich bey dem schreyt, ach! ich weiß, dein Abendmahl erscheinen, Herz wird brechen, und worzu JESUS ruft die mir Armen Troft zuspre- Seinen. chen, weil du meine Sun- 2. Willst du kommen, den- Last, JEsu, selbst ge- fäubre dich von dem tragen hast. Schmuß der Laster- Fle 5. Deine Wunden sind cken, die in deinen Flei che die Quelle, wo ich soll mein stecken. Christi Blut kann 2after- Kleid waschen als dich und mich reinigen ein Schnee so helle von von allen Sünden, wenn dem Koth der Eitelkeit. wir Buffe ben uns finden. Ach wie will ich mich denn 3. Glaube, Hoffnung, laben! kann ich nur ein und Geduld, Liebe, DeTröpflein haben von dem muth und dergleichen, Balsam deines Bluts, des sind der Christen wahre hochtheuren Seelen Guts. Zeichen, welche sieh'n in 6. Wirf dein liebreich Christi Huld, die Er kenAngesichte her auf dein be- net und heißt kommen, trübtes Kind, weil ich mich daß sie werden aufge jetzt zu dir richte, und be- nommen. reue meine Sind, laß doch 4. Solcher Schmuck und mein geangst't Gewissen Himmels- Tracht Christo einen Gnaden- Blick ge- einig wohlgefället, wer der nieffen, einen Blick, o Bru- Welt hier gleich sich stellet, der Herk, so verschwinden der wird von Ihm nicht Angst und Schmerk. geacht't, und von seinen Tisch 112 308 Von wahrer Buffe. € Tisch Genossen schimpf-| nen: Denn das wäre viel lich wieder ausgestossen. zu schlecht blossen Namen 5. Ifrael bekehre dich, führen, und nicht thun weil es jetzt noch heisset nach Bater- Recht, was heute, und im Glauben sich will gebühren. dich bereite, daß du kon 4. Nun, so nimm dich nest würdiglich bey dem meiner an, wie die Båter Abendmahl erscheinen, pflegen; meine Buß und worzu JEfus ruft die Thränen- Bahn laß dich Seinen doch bewegen. Meine bringen 268. M. Christus der uns 2c. itn den Liebſter Bater! ich dein Schmerß, die ich hab bes Kind, komm zu dir gegangen: Ach! du liebstes eilet, weil ich sonsten nie- Bater- Herß, laß mich mand find, der mich Ar- Gnad erlangen. men heilet. Meine Wun 5. Hast du doch in dei den sind sehr groß, groß nem Wort Gnade mir find meine Sünden; mach versprochen: Laß mich an mich von denselben los, laß der Gnaden- Pfort nicht mich Gnade finden. vergeblich pochen. Laß 2. Führst du väterlich der matten Seufßer Geschlecht, und hast Ba Stárd durch die Wolken ter- Sitten; En, so hab ich dringen, und von deinem Kinder- Recht und darf Himmels- Berg mir Ge kühnlich bitten: Denn den nade bringen. Kindern steht es frey, Bá 6. Jch laß doch nicht ter anzuflehen: Bater, dei- leher ab, bis du mir ge ne Vater Treu laß mich währet Gnade, die ich von Armen fehen. dir hab inniglich begehret: 3. Liebster Bater, willst Segne mich, so laß ich dich du dich Bater laffen nen- leher nicht; ich hange, wie nen; Ey so must du lassen die Klett am Kleid, bis ich mich Vater- Sinn erken- Gnad von dir erlange. 7.Du Don wahrer Buffe. 309 7: Du bist GOtt, und jetzt mein Gewissen nagt, heisfest gut; weil du Gut- wegen meiner Sünden. that ubest, und, gleichwie 2.0Furcht und Graus! ein Vater thut, deine Kin- das Höllen Haus, darnach der liebest. Dieser Gut- ich pfleg zu ringen, hat den that laß mich auch, Bater Rachen aufgesperrt, und Herk, geniessen, laß auf will mich verschlingen. mich nach deinem Brauch, deine Gnade flieffen. 3. O Ach und Weh! O Schredens- See! wo foll 8. Ach verzeih mir! Ach ich mich verstecken? Ach! vergib, was ich mißgehan- daß doch die tieffle Gruft delt, weil ich nach der Sün möchte mich bedecken. den Trieb oftermals ge- 4. Der Erden Saum wandelt. Meine Sünden hat keinen Raum, drin ich ich versendk, HErr, in dei- kann sicher bleiben, meine ne Wunden, ach! derselben Bosheit will mich ganz in nicht gedenck, laß sie seyn den Abgrund treiben. verschwunden. 5. Wie werd ich dort so 5. Klagt mich mein Ge- strenge Wort vor Gottes wissen an, und will mich Richtstuhl hören, weil ich verdammen, will der mich die Fleisches- Luft las schwarze Hollen- Mann sen so bethören. dich zur Rach anflammen; 6. Gottes Sohn, du Ey so dende mit Geduld, Gnaden- Thron! ich flieh daß ich Staub und Aschen, in deine Wunden, drin und daß mich von meiner hab ich noch jederzeit Ruh Schuld hab dein Blut ge- und Rettung funden. waschen. 7. Dein heil'ges Blut, 269. Mel. O Traurigkeit, o das mir zu gut am Creuße ward vergoffen, ist ein Brunn, daraus das Heil Traurigkeit! die ich kommt auf mich geflof jetzt muß empfinden, die fen. O 11-3 8. DarZergeleid. Angst und Leid! 1 310 Don wahrer Buffe. 8. Darum, mein Heil, laß deine Gnad und Gütlaß mich jest Theil an deitigkeit mehr gelten, denn yem Gnugthun haben! Gerechtigkeit. meine Sünde sey hinfort in dein Grab begraben. 5. Verschone, o HErr! laß deine Huld zu decken al9. Otreuer Hirt! wenn le meine Schuld, so werd Satan wird mein Ulep- lich arm verlohrnes Kind pigkeit verklagen, so stillsledig und los all meiner ihn durch dein Verdienst, Sund. sonst must ich verzagen. 6. Ich will, o HErr 270. Mel. Nun laßt uns nach deinem Wort, mich den Leib begraben. bessern, leben fromm hinfrommer und ge- fort, damit ich mög nach treuer GOtt! ich dieser Zeit gelangen zu der hab' gebrochen dein Ge- Seligkeit. bot, und sehr gefündigt 271. Mel. Aus tiefer Noth wider dich, das ist mir schrey ich zu dir. leid, und reuet mich. 2. Weil aber du, gnädi- JEfu Chrift, du höchstes Gut, du Brunnger GOtt, nicht haft Ge- quell aller Gnaden! fieh fall'n an meinem Tod, doch, wie ich in meinem und ist dein herzliches Be- Muth mit Sünden bin begehr'n, daß ich mich soll zu laden, und in mir hab der dir bekehrn. Pfeile viel, die im Gewis 3. Auf die Wort, lieber sen ohne Ziel, mich armen Bater fromm, ich armer Sünder drücken. Sünder zu dir komm, und 2. Erbarm dich mein in bitt dich durch den bittern solcher Last, nimm sie aus Tod und heilige fünf meinem Herzen, dieweil Wunden roth. du fie gebüffet haft am 4. Dein's lieben Soh- Holz mit Todes- Schmer nes JEfu Chrift, der mir gen, auf daß ich nicht mit zu gut Mensch worden ist, greffem Weh in meinem Elend Von wahrer Busse. 311 Elend untergeh, noch geschritten, und thu dich ewiglich verzage. mit gebeugtem Knie von. 3. Fürwahr, wenn mir ganßem Herzen bitten: das kommet ein, was ich Berzech mirs doch genás mein Tag begangen; so diglich, was ich mein Tage fällt mir auf mein Herz wider bich auf Erden hab ein Stein, und bin mit begangen. Furcht umpfangen, ja ich 7. O HERR, mein weiß we er aus noch ein, Gott! vergib mirs noch, und müste gang verlohren um deines Namens wilfenn, wenn ich dein Wortlen, und thu in mir das nicht hätte. schwere Joch der Uleber4. Aber dein heilsam tretung stillen, daß sich Wort das macht mit ſei- mein Herz zufrieden geb, nem füssen Singen, daß und dir hinfort, zu Ehren mir das Herße wieder leb, in kindlichen Gehorlacht, und fast beginnt zu sam. foringen, dieweil es alle 8. Stárek mich mit deiGnad verheißt denen, fo nem Freuden- Geist, heil mit zerknirschtem Geist mich mit deinen Wunden, zu dir, o JESU, kom wasch mich mit deinem Todes Schweiß in meis men. 5. Und weil ich denn in ner letzten Stunden, und meinem Sinn, wie ich zunimm mich hin, wenn dirs vor geklaget, auch ein be- gefällt, in wahren Glautrübter Sünder bin, den ben aus der Welt, zu deis sein Gewissen naget, und nen Auserwählten. gerne mögt im Blute dein 9. Auf daß ich in der von Sünden losgespro- lewgen Freud, mit Sing'n chen seyn, wie David und und Jubiliren preis ewig Manaffe. deine Herrlichkeit, mit 6. Also komm ich nun Spring'n und Triumphiauch allhie in meiner Angst/ ren. Erhörmein Bitt nach 11 4 Deinem 15X 312 Von wahrer Buffe. deinem Wort, nimm auf du bist ein HErr, der groß dein Kind, o treuer Hort, von Rath, du bist ein durch JEfum Christum, GOtt, der starck von That. Amen. 6. Was wilt du HErr? 272. Mel. Nun laßt uns den das sage mir, ich klopf, ach thu doch auf die Thür! ich Leib begraben. starder GOtt! Oruf und schren, du hörst es Seelen- Kraft! olieb wohl, was wilt du, HErr, ster HERR! o Lebens- das ich thun foll? Saft! was soll ich thun, 273. M. Straf mich nicht in was ist dein Will? gebeut, deinem Zorn, ich will dir halten still. Seele. 2. Ich weiß ja nichts,( iehe! ich gefallner das weist du wohl, auch Knecht, voller Blut weiß ich nicht, was ich und Schläge, ich, dein thun soll, Du kanst allein Diener, bin wohl recht verrichten dis, du weist es langsam, faul und tråge: i auch allein gewiß. Ach du GOtt! Zebaoth, 3. Rath, Kraft, Held ist hör mein Schreyen, Toniemand als Du, Rathnen, und mein ängstlich giebest du in stiller Ruh, Sehnen. Kraft giebst du auch in 2. Ich bin falt, entzünhöchster Noth, Held ist dein de mich, o! erweich' mich Nahm, o Wunder- GOtt! Harten: Speis' mich, ich 4. Du Fels des Heils, bin hungerig, feucht mich erhalte mich, du Lebens- dürren Garten! Satan Strom, fließ mildiglich, schlägt, und erregt sehr viel fließ doch in meine Seel harte Wunden, in Bersu hinein, en fehre bey dem chungs- Stunden. Sünder ein. 3. Meines Fleisches Lust5. Die Zeit ist bds' und Begier macht mir man Falschheit voll, ich weiß dhe Schmerzen, auch die nicht, wie ichs machen soll, Welt, die schieffet mir Pfeile Von wahrer Buffe. 313 Pfeile nach den Herßen: langen, ja ich küsse dich, Mancherley Menschen und will dich mit Lieb um. Scheu sucht mich zu er fangen; Fleisches- Noth, schrecken, und in Noth zu Welt und Tod, ja der Höl= stecken. len Banden, mache ich zu 4. Ach! könnt ich doch schanden. JEfu! dich, wie ich wolte, 8. Meinen Geist den lieben: O! mocht ich doch schenck ich dir, der das kräftiglich solche Lieb aus Fleisch bezwinge, auch die üben! Brünstiglich wün. Lieb', die dich zu mirzieh, sche ich, dich im Geist zuküf- und kräftig dringe; Ich fen, in dir zu zerfliessen. heil' dich, dich will ich rein'5. Mein Geift weiß diegen und entbinden, står Wollust wehl, was es den, kräft'gen, gründen. fen, dich lieben: Doch das 9. Deiner Wunden Fleisch ist Trägheit voll, tiefen Schmerz heilen will die Herrschaft üben; meine Wunden, deine Fleisch und Geist zieht Schläge hat mein Herz, und reißt mich auf beyden dir zum Heil, empfunden; Seiten, o da gilt es strei- Trag Geduld, alle Schuld ten! foll mein Blut bezwingen, 6. Ach! was mach ich soll mein Blut verschlinArmer doch? Wer wird gen. Wohin mich erretten? 10. Dieser reine Pur flieh ich endlich noch? Wer pur- Schweiß machet alles wird mich vertreten? reine; was nicht reine, das HErr, mein Heil, komm wird weiß, durch die Blut in Eil, brich des Fleisches alleine: Die Natur, Creas Ticke, die verstrickten tur, und die ganze Wesen Stricke! foll dadurch genesen. Seele. JEfus. 7. Sieh! ich komme und II. O wie rein ist doch erfüll, Seele, dein Ber- dein Blut, JEsu, meine U15 Won 315 Von wahrer Buffe. Wonne! Schnee- weiß isto felig! dem sein Sund die Wunden- Fluth, heller ist leis. denn die Sonne. Gang 3. Doch hüte dich vor und gar bell und klar wer- Sicherheit, denck nicht: den dort die Deinen durch Es ist noch lange Zeit, ich dein Blut erscheinen. will erst frölich seyn auf 12. Danck sey dir, du Erd; und wenn ich Lebens GOttes Lamm, daß du müde werd, alsden will ich überwunden, daß du mir bekehren mich, GOtt wird am Creußes Stamm die wohl mein erbarmen sich. Erld ung funden; Ich bin 4. Wahr ists, Gott ist dein, dir allein will ich zwar stets bereit dem mich ergeben, in dir sie- Sunder mit Barmher gen, leven. Bigkeit: Doch, wer auf 274. Mel. Vater unser im Gnade fündigt hin, fährt Simmelreich. fort in feinem bösen Sinn, S o wahr ich lebe und seiner Geelen selbst spricht dein GOtt, nicht schont, der wird mit mir ist nicht lieb des Sün- Ungnad abgelohnt. ders Tod; Vielmehr ist 5. Gnad hat dir zugesadis mein Wunsch und get GOTT, von wegen Will, daß er von Sünden Christi Blut und Tod, halte still, von seiner Bos- doch sagen hat Er nicht ges heit kehre sich, und lebe mit wolt, ob du bis Morgen les mir ewiglich. ben folt: daß du must sters 8 2. Dis Wort bedend, ben, ist dir kund, verborgen 0 Menschen Kind! ist die Todes- Stund. verzweifle nicht in dei- 6. Heut lebst du, heut ner Sund; Hier fin- bekehre dich, eh Morgen dest du Trost, Heil und kommt, kanns ándern sich. Gnad, die GOtt dir zu- Wer heut ift frisch, gesund gefaget hat, und zwar und roth, ist Morgen durch einen theuren Eyd.ikrank, ja wohl gar todt. So du Von wahrer Busse. 315 du nun stirbest ohne Buß, hab mit mir Geduld mein dein Leib und Seel dort Gebeine krachen; heil die brennen muß. Seel mit dem Oehl dei7. Hilf, o HErr JEfu! ner grossen Gnaden, wend hilf du mir, daß ich jetzt ab allen Schaden. komme bald zu dir, und 4. Ach! sich mein Ge Busse thu den Augenblick, beine an, wie sie all erstareh mich der schnelle Tod ren, meine Seele gar nicht hinrückt, auf daß ich heut kann deiner Hülfe harren; und jederzeit zu meiner Ich verschmacht; Tag und Heimfahrt sey bereit. Nacht muß mein Lager 275. Mel. Mache dich mein fliessen von den ThränenGeist bereit. Güssen. Straf mich nicht in dei5. Ach! ich bin so mid nem Zorn, groffer und matt von den schweGOtt verschone! ach! laßren Plagen; mein Herz mich nicht seyn verlohrn, ist der Geufßer satt, die nach Verdienst nicht loh nach Hülfe fragen: Wie ne, hat die Sünd dich ent so lang machst du bang zündt, lösch ab in dem meiner armen Seele in der Lamme deines Grimmes Schwermuths- Hohle! Flamme. 6. Weicht ihr Feinde, 2. HErr, wer denckt im weicht von mir, GOtt erTode dein? wer danckt in hört mein Beten. Nunder Höllen? rette mich aus mehr darf ich mit Begier jener Pein der verdamm vor sein Antlig treten: ten Seelen, daß ich dir für Teufel weich, Hölle fleuch! und für bort an jenem was mich vor getráncket, Tage, höchster GOtt, Lob hat mir GOtt geschendet. fage. 7. Bater, dir sey ewig 3. Zeig mir deine Bater- Preis, hier und auch dort Huld, starck mit Trost mich oben, wie auch Chrifto gleiSchwachen; ach HErr! cher Weis, der allzeit zu loben 316 Von wahrer Busse. ben. Heil'ger Geist, sey nicht. So du, Bater, vor gepreist, hoch gerühmt, Gericht, Recht vor Gnade geehret, daß du mich er- läsfest gehen, wer ist rein? höret. wer kann bestehen? 276. M. 3ion klagt mitAngst 4. Gleichwohl sagst du zu das Leben, und willst und Schmerzen. Pater, ac! laß Troſt nicht des Sünders Tod, du erscheinen, siehest du willst schencken und vergedein Kind denn nicht bit- ben, woverlassen dein Geterlich mit Petro weinen? bot, wo aus bos verderbter wie es mit Manaffe Art, auf der breiten Hölſpricht: wie es schlägt anjlen- Fahrt, ich mich habe seine Brust? wie die eitle lassen finden in gang un Sünden- Luft wird aus gebüßten Sünden. Reue so verfluchet? Wie es weinend Gnade suchet? 5. Suche mich dein Schäflein wieder, du mein 2. Hast du, Bater! nicht GOtt und treuer Hirt! geliebet mich von aller welches irrig auf und nie. Ewigkeit? So mich nunjder, Wölfen sonst zum die Schuld betrübet, tröst Raube wird: Schließ in ich mich der Gnaden- Zeit: JEsu Wunden ein das JEfu Creuß und Dornen- verscheuchte Täubelein, Kron bring ich hier vor daß es Satan nicht erwis deinen Thron: Hat dein sche in dem wüsten WeltSohn nicht das erlitten, Gebüsche. und kann fráftig für mich 6. HErr! ich habe zwar bitten? verzogen, bin nach Noi 3. 3war du bist gerecht, Raben- Art, ficher hin und ich scháme mich der Unge her geflogen, hab die Bus rechtigkeit; so ich Feigen- fe lang gespart: Jeßt thu Blätter nähme, meiner ich zu dir den Tritt, bringe Berde nichtig Kleid: Reu und Glauben mit, Deckt es doch die Blosse HErr! ich komme hoch beladen, Von wahrer Buffe. 317 laden, nimm dein armes 6. Du brachtest mich Kind zu Gnaden. gar fein zur Ruh, und 277. Mel.Wenn wir in höch- heiltest alles glücklich zu, ften öthen seyn. du warntest, daß ich mich om Satan lieg ich hinfort soll hüten vor dem hier gehegt; von Räuber Ort. Sinden auf den Tod verBom 7. Und ich versprach leßt, wie ein gejagtes jun- hingegen dir, dafür zu dies ges Wild verblutet liegt, nen für und für, nicht verstrickt, verhüllt. mehr den Sünden- Pfad 2. Erlöf mich, meiner zu gehn, noch bey der EiHoffnung Stab, o JEsu! telkeit zu stehn. treib den Geyer ab, der 8. An diese nun fo seinen Schnabel an mich schwache Brust schrieb legt, und an das Herz der sich die Handschrift an Seelen schlägt. mit Lust: dis Berk 3. Du sprichst vielleicht: soll für mein Leben Wer bist du dann? Wie seyn, du Arzt Israels Sünde doch verstellen kan: ewig dein. Ey! kennest du mein Trost 9. Ach GOtt! wie ist es und Licht, das Denckmal umgewandt, das scheint deiner Güte nicht? geschrieben in den Sand, 4. Erinn're, Samariter, ich falscher Bogen wich dich; der unter Mördern gar weit vom Ziel, und war, bin ich, ben Jericho fiel in frisches Leid. lag ich halb tod, ich lag, 10. Leid ist mirs aber und lieg in gleicher Noth. wieder, laß dich meiner 5. Du warst, und bist Augen Blick und Naß bees, dessen Hand mich wegen, ach! verwirf mich dort fo meisterlich ver- nicht darum von deinem band, der lindes Oel Angesicht. und reinen Wein in meine Wunden goß hinein. II. Laß sich verneuen Gnad und Treu, ben dir, weil 318 Von wahrer Buffe. weil sich ben mir die Reu sindkt jest wie ein garstig verneut, schau, wie ich bin Schacht, darinn der Sa fo franck voll Blut, voll tan wohnet. Eiter und Gestanck. 3. Mich überzeuget Herk 12. Erbarm dich, schlag und Sinn, ich muß es frey die Hand doch an, und heil bekennen, daß ich der grö was niemand beilen kann, fte Sünder bin, darf mich verbinde den verwundten nicht anders nennen: doch, Muth, durch deiner ro- wenn ich dich, o GOTT, then Wunden Fluth. schau an, mit nichten ich 13. Verleih mir frischelverzweifeln kann, du kanst Stárd und Kraft aus dei und willst mir helfen. ner Adern Reben- Saft, so 4. Groß ist zwar meine bleib ich ewig dankbar dir Missethat, die mich bisher ergeben, und du bleibst in be effen: Doch ist weit gröffer deine Gnad, nie278.M. O Jefu Chrift, duze. mand kan fie ermessen. So oft o GOtt, du mir. und viel, als war ich bist, so groß ist auch zu aller gar verblendet, gefündigt Frist bey dir die Gnad und ohne Maaß und Ziel, von Güte. GOtt mich abgewendet, 5. Die hast du keinem der mir doch nichts dennlje versagt, weil diese Welt lauter Gnad und Wohl- gestanden. Wer dir ver that stets erwiesen hat in traut, und nicht verzagt, meinem ganzen Leben. wird nimmermehr zu 2. Weh mir, daß ich Schanden. Ich bitt, ich vor meinem GOtt mein fleh, ich schrey, ich ruff, auf Ders so vest verschlossen, deine Gnad ich wart und da er mir doch ein Schuß hoff, ach laß mich Gnade in Noth zu seyn war un- finden. verdrosfen: viel Greuel 6.Jch bin das ungerathhab ich drein gebracht, es ne Kind, das sich von dir geiven. Von wahrer Buffe. 319 gewendet, und mit den Liebes Glut. Hier ist frechen Welt- Gefind sein mein Herze zermalmt von Erbtheil hat verschwen- Leid und Schmerße: Du det; dich als das Lebens- wirst mich ja nicht laffen Brodt ohn Scheu hindan in den Banden; Ich hab gesetzt, und wie die Sáu auf dich gebaut, und 3mit Träbern sich gefüllet. su, deiner Huld vertraut, 7. Ich habe dir oft wi- drum werd ich nicht zu derstrebt, gefolget meinen Schanden. Lüsten, und den Begier2. Ich will dir nur mein den nachgelebt, die, was falsches Hers bekennen, recht ist, verwüsten. Das ich zeuge dir von dem, was höchste Gut hab ich vermir bewust: ich ließ in mir acht, auf dis, was zeitlich ein fremdes Feuer brenist, gedacht, und in der nen, und heuchelte mit der Welt hoch pranget. verbot'nen Lust, ich bin 8. Doch aber bitt ich geglitten, weil ich nicht dich, aus Gnad wollst du treu gestritten. Du woll'st nicht mehr gedencken, was mich nicht mehr laffen in ich geübt für Frevel- That, den Banden, dieweil ich ins Meer wollst du sie sen- dir vertrau, und stets den. Die Sünderlaß, die auf deine Wahrheit bau, Straf abführ, ein neues so werd ich nicht zu Leben schaff in mir, um Schanden. deines Sohnes Willen. Wirf 3. Dich hatt ich nicht, o 379. In eigener Mel. Höchster, stets vor Augen, irf ab von mir das noch deine Furcht mir schwere Joch der recht in Sinn gedrückt: Sünden, errette mich, Ich listerte nach Dingen, mein JEfu, durch dein die nicht taugen, die hätten Blut: wenn ferner mich mir fast meinen Geift ers die Lüfte wollen binden, stickt. HErr, deine Treue befreye mich durch deine wird jeßo wieder neue, indem 320 Don wahrer Buffe. dem du mich befreyest von trau'n, und Trost in deine den Banden: Ich hab auf Seite bau'n, so werd ich dich gebaut, und deiner nicht zu Schanden. Liebe nur getraut, drum 6. Gib mir dein Fleisch werd ich nicht zu Schan- doch würdig zu geniessen, den. und drücke mich an deine 4. Ich strebte auch gar sanfte Brust: laß auch oft nach hohen Wesen, dein Blut in meine Seele und ging nicht recht in fliessen, und schwäche fo wahre Demuth ein: wenn die Wurzel böser Lust, meine Lust was Schnödes daß keine Sünden in mir fich erlesen, must oft dein den Wohn- Plaß finden Dienst der Falschheit und laß mich nicht mehr Schminde seyn: O! daß fesseln mit den Banden. ichs sage, und nicht genug Ich will dir stets verbeklage! Ach! ziehe mich trau'n, auf dich, den Le mit Macht aus diesen bens- Felsen, baun, so werd Banden; Dieweil ich dir ich nicht zu Schanden. vertrau, und nur auf deine 7. Gib mir das Pfand Gute bau, so werd ich der Seligkeit zu schmecken, nicht zu Schanden. und drücke mir dein wer5. O! siehe doch, wie thes Siegel ein, zur meine Seele achßet, und macht im Streit, znr sich nach dir und deinen Labung in dem Schre Stromen sehnt: wie dür- den, wenn du mich siehst res Land nach frischem nach frischer Kühlung Regen lechket; also mein schreyn, zur Kraft im Geist nach Lebens- Was- Kämpfen, die Fleischesfer stöhnt. Komm ja, und Lust zu dámpfen: Ach leite mich bald zu deiner HERR! Ach! laß mich Seite, und ziehe mich mitja in keinen Banden: gib, Macht aus diesen Ban- daß ich dir vertrau, und den: ach! hilf mich hie ver- lnur auf deinen Willen bau, Von wahrer Buffe. 321 bau, so werd ich nicht zu Sünd, so viel ihr'r in mir Schanden. stecken, und mich so heftig 8. Laß deine Glut der schrecken, in deine tiefe Liebe in mir brennen, laß Wunden, da ich stets Heil deihen Tod mir in Gedan gefunden. den stehn: 2aß keine Lust 4. Durch dein unschulmich jemals von dir tren- dig Blut, die schöne rothe nen, noch mich aus Furcht Fluth, wasch ab all meine von dir zurücke gehn. Sünde, mit Trost mein Sonst wie dein Wille, ich Derz verbinde und ihr'e halte gerne stille: Wenn du nicht mehr gedencke, ins mich prüfen willst in Creu- Meer fie tief versende. Bes- Banden, so will ich dir 5: Du bist der, der mich vertrau'n, und vest auf dei- tröft't, weil du mich hafterne Treue bau'n, so werd ich löst: was ich gefündigt hanicht zu Schanden. be, hast du verscharrt im 280.M. Auf meinen lieben sc. Grabe; da hast du es verWo soll ich fliehen hin? schloffen, da wirds auch weil ich beschweret bleiben müssen. bin mit vielen grossen 6. Jft meine Bosheit Sünden: Wo soll ich Ret- groß, so werd ich ihr'r doch tung finden? Wenn alle los, wenn ich dein Blut Welt herkáme, mein' auffasse, und mich darauf Angst fie nicht wegnáhme. verlasse. Wer sich zu dir 2.OJEsu! voller Gnad nur findet, all Angst ihm auf dein Gebot und Nath bald verschwindet. kommt mein betrübt Ge 7. Mir mangelt zwar müthe zu deiner groffen sehr viel, doch was ich haGute: Laß du auf mein ben will, ist alles, mir zu Gewissen ein Gnaden- gute erlangt mit deinem Tröpflein fliessen. Blute, damit ich überwin3. Jch, dein betrübtes de Tod, Teufel, Doll und Kind, werf alle meine Sünde. X 8. Und 322 Don wahrer Buffe. 8. Und wenn des Sa Io. Darum allein auf tans Heer mir gang ent- dich, HErr Christ! verlaß gegen war, darf ich doch ich mich: jest kannich nicht nicht verzagen, mit dir verderben, dein Reich muß fenn ich sie schlagen, dein ich ererben: Denn du hast Blut darf ich nur zeigen, mirs erworben, da du für so maß ihr Truk bald mich gestorben. schweigen. II. Führ auch mein 9. Dein Blut, der edle Herz und Sinn, durch Saft, hat folche Stárd deinen Geist dahin, daß und Kraft, daß auch ein ich mög alles meiden, was Tropflein kleine die gan mich und dich kann scheiBe Welt kann reine, ja gar den, und ich an deinem aus Teufels Rachen frey, Leibe ein Gliedmaß ewig los und ledig machen. bleibe. II. Vom Glauben. Soci 281. In eigener Mel. Ithum, und laß mich deine ein JESU, dem Gnad erquicken, zu meidie Seraphinennem Heil, und deinem im Glanz der höchsten Ruhm. Reich deinen Majestát selbst mit be- Scepter meiner Seele, decktem Antlig dienen, die sich, wie Esther vor wenn dein Befehl an sie dir neigt, und dir, als ergeht; wie solten blöde deine Braut fich zeigt; Fleisches Augen, die der sprich: Ja du bists, die verhaßten Sünden- Nachtlich erwähle! mit ihren Schatten trüb 3. Een gnádig, JEsu, gemacht, dein helles Licht voller Güte, dem Herzen, zu schauen taugen? das nach Gnade lechßt! 2. Doch gönne meinen hör wie die Zung in dem Glaubens Blicken den Gemüthe: GOtt sey mir Eingang in dein Heilig- Armen gnådig! ächßt. B ஒ ch Dom Glauben. 323 Ich weiß, du kanst mich Macht, daß ich im Glaunicht verstoffen; Wie kön- ben fieg' und stehe, wenn test du ungnådig seyn Stárek und List der Feindem, den dein Blut von de wacht: So wird dein Schuld und Pein erlös't, Gnaden- Reich auf Erda es so reich gefloffen? den, das uns zu deiner 4. Ich fall in deine Ehre führt, und endlich Gnaden Hände, und gar mit Kronen ziert, bitte mit dem Glaubens- auch in mir ausgebreitet Kuß: Gerechter König, werden. wende, wende die Gnade 7. Ja, ja, mein Herk zu der Herzens- Buß. Ich will dich umfassen, erwähl bin gerecht durch deineles, HERR, zu deinem Wunden, es ist nichts Thron. Hast du aus Lieb sträflichs mehr an mir. ehmahls verlassen des Bin aber ich versöhnt mit Himmels Pracht und deidir; so bleib ich auch mit ne Kron: So würd'ge dir verbunden. auch mein Herß, o Le5. Ach! laß mich deine ben, und laß es deinen Weisheit leiten, und nim Himmel seyn, bis du, ihr Licht nicht von mir wenn dieser Bau fällt weg: Stell deine Gnade ein, mich wirst in deinen mir zur Seiten, daß ich Himmel heben. auf dir beliebtem Steg 8.Ich steig hinaufzu dir beständig bis ans Ende im Glauben, steig du in wandle, damit ich auch zu Lieb herab zu mir! Laß dieser Zeit in Lieb und mir nichts diese Freude Herzens Freundlichkeit rauben, erfülle mich nur nach deinem Wort und gang mit dir. Ich will dich Willen handle. fürchten, lieben, ehren, ſo 6. Reich mir die Waflang in mir das Herß sich fen aus der Höhe, und regt, und wen dasselb auch stárde mich durch deine nicht mehr schlägt; so soll doch € 2 Vom Glauben. 324 doch noch die Liebe währen. 4. Gib, daß ich traue deis nem Wort, ins Herße es D 282. Mel. Nun freut euch wohl fasse: Daß sich mein lieben Christen gemein. Glaube immerfort auf Gottes Sohn, HErr dein Verdienst verlasse. JEsu Christ, daß Daß zur Gerechtigkeit mir man recht könne gläuben, werd, wenn ich von Günnicht jedermannes Ding den bin beschwert, mein so ist; auch standhaft zu lebendiger Glaube. verbleiben; Drum hilf du 5.Den Glauben, HErr, mir von oben her, des laß trösten fich des Bluts, wahren Glaubens mich so du vergossen: Auf daß gewähr, und daß ich drin in deinen Wunden ich verharre. bleib allzeit eingeschloffen: 2. Lehr du, und unter- Und durch den Glauben weise mich, daß ich den auch die Welt, und was Vater kenne, daß ich, o' diefelb am höchsten hålt, liebster JESU, dich den für Koth allzeit nur achte. 6. War auch mein Sohn des Hochsten nenne: Daß ich auch ehr den Glaub wie Senfkorn Heilgen Geist, zugleich ge- klein, und daß man ihn Lobet und gepreis't in dem kaum mercke, wollst du Dreyein'gen Weſen. doch in mir machtig seyn, 3. Laß mich vom groffen daß deine Gnad mich står Gnaden- Heil das wahrcke, die das zerbrochne Erkenntniß finden, wie Rohr nicht bricht, das der nur an dir habe Theil, glimmend Tocht auch vol dem du vergiebst die Sün- slends nicht auslöschet in den. Hilf, daß ichs such, den Schwachen. wie mir gebührt, du bist 7. Dilf, daß ich stets forg der Weg, der mich recht fältig sey, den Glauben zu führt, die Wahrheit und behalten, ein gut Gewissen Das Leben. lauch dabey, und daß ich so mög Dom Glauben. 325 mog walten, daß ich sey 283. M. OGött! du from mer GOtt. lauter jederzeit, ohn Anfüllt und ihren Früchten. Verfuchet euch doch 8. HERN, durch den ben stehet, ob Christus in Glauben wohn in mir, laß euch ist, ob ihr ihm auch ihn sich immer stården, nachgehet in Demuth und daß er sey fruchtbar für Geduld, in Sanftmuth, und für, und reich in gu- Freundlichkeit, in Lieb ten Wercken: Daß er sey dem Nächsten stets zu die thätig durch die Lieb, mit nen seynd bereit. Freuden und Geduld sich 2. Der Glaube ist ein ib, dem Sächsten fortzu Licht im Herzen tief ver dienen. borgen, bricht als ein 9. In onderheit gib mir Glanz hervor, scheint als die Kraft, daß vollends der helle Morgen, erweiset bey dem Ende ich übe seine Kraft, macht Christo gute Ritterschaft, zu dir gleich gesinnt, verneuert allein mich wende in mei Hertz und Muth, macht ner letzten Stund und uns zu Gottes Kind. Noth, des Glaubens End, 3. Er schöpft aus Chridurch deinen Tod, die See- sto Beil, Gerechtigkeit ligkeit erlange. und Leben, und pflegt in 10. HErr JEsu, der du Einfalt es dem Nächsten ungezündt das Fundklein wieder geben; Dieweil er in mir Schwachen, was überreich in Chrifto worsich vom Glauben in mir den ist, preift er die Gnade findt, du woll'st es stárcker hoch, bekennet JEfum machen: Was du gefan- Christ. gen an, vollführ bis an 4. Erhofft in Zuversicht, das End, daß dort bey dir was GOtt im Wort zusaauf Glauben folg das get, drum muß der ZweiSchauen. fel fort, die Schwermuth 3 wird # 326 Dom Glauben. wird verjaget. Sieh, wie 8. Seßt uns GOtt auf der Glaube bringt die die Prob, ein schweres Hoffnung an den Tag, Creuß zu tragen, der hält Sturm und Wetter Glaube bringt Geduld, aus, besteht in Ungemach macht leichte alle Plagen: 5. Aus Hoffnung wächst statt Murren, Ungeberd, die Lieb, weil man aus wird das Gebet erweckt, Gottes Händen nimmt weil aller Angst und Noth alle Dinge an, nicht zur- von GOttein Ziel gesteckt. net, thut nicht schånden; 9. Man lernet nur das denn alles uns zu Nuß durch sein Elend recht verund Besten ist gemeint, stehen, wie auch des Hochdrum dringt die Liebesten Gut; hält an mit Bita durch auf Freunde und ten, Flehen, verzager an auf Feind. fich selbst und trauet Chri6. Wir waren Gottes fti Kraft, vernichtet sich Feind, er giebt uns feinen zu Grund, saugt nur aus Sohne, fein eingebohrnes JEsu Saft. Kino zu einem Gnaden- 10. Hålt sich an fein Throne, feßt Liebe gegen Verdienst, erlanget Geist Haß: wer glaubig dis er- und Starcke, in solcher kennt, wird bald in Lieb Zuversicht zu üben gute entzundt, die allen Haß Werde, steht ab vom Eiverbrennt. gensinn, flieht die Ver7. Wie uns nun GOtt messenheit, hält sich in gethan, thun wir dem Gottesfurcht im Glück Nächsten eben; droht erlund schwerer Zeit. uns mit dem Tod; wir zei II. Soprüfe dich denn gen ihm das Leben: flucht wohl, ob Christus in dir er, fo fegnen wir: inSchan- lebet, denn Christi Leben de, Sport und Hohn istists, wornach der Glaube unser bester Trost des strebet; erst machet er ge Himmels Ehren- Kron. Irecht; dann heilig, wirdet Lust Dom Glauben. 327 Luft zu allen guten Werd: 2. Wir glauben auch sieh, ob du auch so thust. an JEfum Christ, seinen 284, In eigener Mel. 12. O HErr! so mehre Sohn und unfern HErdoch in mir den wahren ren, der ewig bey dem Ba Glauben, so kan mich keinester ist, gleicher GOtt von Macht der guten Werck Macht und Ehren; von berauben. Wo Licht ist. Maria, der Jungfrauen, geht der Schein freywil- ist ein wahrer Mensch gelig davon aus, du bist bohren, durch den Heilgen mein GOtt und HERR, Geist im Glauben: für bewahr mich, als dein uns, die wir war'n verlohaud. ren, am Creuß gestorben, und vom Tod:,: wied'r aufs ir glauben all an ei- erstanden ist durch Gott. nen GOtt, Schöpfer 3. Wir glauben auch an Himmels und der Erden, Heilgen Geist, GOtt mit der sich zum Vater geben Vater und dem Sohne, der hat, daß wir seine Kinder aller Blöd'n ein Tröster werten; Er will uns all- heißt, uns mit Gaben zieret zeit ernähren, Leib und schöne: die ganze ChristenSeel auch wohl bewahren: heit auf Erden hålt in eis allem Unfall will er wäh- nem Sinn gar eben. Hier ren, kein Leid soll uns wie- all Sund vergeben wer derfahren, Er forget für den; das Fleisch soll uns uns, hut't und wacht,:,: wieder leben, nach diesem es steht alles in seiner Elendist bereit't:,: uns ein Macht. Leben in Ewigkeit. III. Vom Gebet. 285.M.Berzlich thut michzc.juns hinfort nicht schade bleib mit deiner des bösen Feindes List. SGnade bey uns, 2. Ach! bleib mit deinem HErr JEfu Christ, daß Worte, bey uns, Erlöser 4 werth, T 328 Dom Gebet. werth, daß uns, bend' hier wie es dir durch Ihn geund dorte, sey Gut und fällig ist. Heil beschert. 2. Zeuch mich, o Va3. Ach! bleib mit dei- ter, zu dem Sohne, danem Glange bey uns, du mit dein Sohn mich wie werthes Licht, dein'der zieh zu dir; dein Geist Wahrheit uns umschan- lin meinem Herzen wohhe, damit wir irren nicht.[ ne, und meine Sinnen 4. Ach! bleib mit dei und Verstand regier, daß nein Seegen bey uns, dulich den Frieden Gottes reicher HErr, dein Gnad schmeck und fühl, und dir und all's Vermögen in barob im Herzen sing und uns reichlich vermehr. spiel. 5. Ach! bleib mit dei- 3. Verleih mir, Höchnem Schuße ben uns, duster, folche Güte, so wird starcker Held, daß uns der gewiß mein Singen recht Feind nicht truße, noch gethan; so klingt es schön fall die bofe Welt. in meinem Liede, und ich 6. Ach! bleib mit dei- bet dich im Geist und ner Treue bey uns, mein Wahrheit an: so hebt dein HErr und GOtt, Be Geist mein Herk zu dir ständigkeit, verleihe, hilflempor, daß ich dir Psaluns aus aller Noth. men fing im höhern Chor. 286. Mel. O JEsu meiner 4. Denn der kann mich ben dir vertrete mit Seuf Seelen 2c. Dit ir, dir, Jehovah, will gern, die gang unaus. ich fingen, denn wo sprechlich sind, der lehret ist doch ein solcher GOtt, mich recht glaubig beten, wie Du? Dir will ich mei- gibt Zeugniß meinem ne Lieder bringen, ach! gib| Geist, daß ich dein Kind mir deines Geistes Kraft und ein Mit- Erbe JEſu dazu, daß ich es thu im Christi sey, daher ich Ab Namen JEfu Chrift, solva, liever Bater! schrey. 5. Wenn Vom Gebet. 329 5. Wenn dis aus mei- stritt: in Ihm ist alles Ja nem Herßen schallet, durch und Amen, was ich von deines Heilgen Geistes dir im Geist und Glauben Kraft und Trieb, so bricht bitt: Wohl mir! Lob dir, dein Vater Herß, und ießt und in Ewigkeit, daß wallet gang brunstig ge du mir schendest solche gen mir vor heisfer Lieb, Seeligkeit! daß mirs die Bitte nicht 287. In eigener Mel. verfagen kann, die ich nach HER! Höre mich, und gedeinem than. o Du mein treuer Bort, 6. Was mich dein Geist denn ich will vor dir beten, felbst bitten lehret, das ist und jetzt vor deinen Thron noch deinem Willen ein im Geist, durch deinen gericht't, und wird gewiß Sohn, mit Flehen gläubig von dir erhöret, weil es im treten: Du giebst mir hie Namen deines Sohns ge- zu das Wollen. Weil wir fhicht, durch welchen ich aber doch nicht wiffen, was dein Kind und Erbe bin, und wie wir bitten sollen, und nehme von dir Gnad wird dein Geist mich lehum Gnade hin. ren müssen schreyen, seuf7. Wohlmir, daß ich dis ßen inniglich: HErr, höre Zeugniß habe! drum bin mich! HErr, höre mich! ich voller Trost und Freu- 2. HErr, lehre mich, digkeit, und weiß, daß alle und öffne mein Gehör, daß gute Gabe, die ich von dir ich zu deiner Lehr mich verlanget jederzeit, die gánklich möge kehren, und giebst du, und thust über- indes Herßens- Grund die fdwenglich mehr, als ich Stimmaus deinem Mund verstehe, bitte und begehr. recht deutlich könne hören! 8. Wohl mir! ich bitt in Mache den Verstand verJEfu Namen, der mich zuständig, und den Willer deiner Rechten, selbst ver- dir recht willig, mach € 5 me 328 Dom Gebet. werth, daß uns, bend'hier wie es dir durch Ihn ge= und dorte, sey Gut und fällig ist. Beil beschert. 2. Zeuch mich, o Va3. Ach! bleib mit dei- ter, zu dem Sohne, danem Glange ben uns, du mit dein Sohn mich wiewerthes Licht, dein'der zieh zu dir; dein Geist Wahrheit uns umschan- lin meinem Herzen wohke, damit wir irren nicht. ne, und meine Sinnen 4. Ach! bleib mit dei und Verstand regier, daß nein Seegen bey uns, dulich den Frieden Gottes reicher HErr, dein Gnad schmeck und fühl, und dir und all's Vermögen indarob im Herzen sing und uns reichlich vermehr. spiel. 5. Ach! bleib mit dei- 3. Verleih mir, Höchnem Schuße bey uns, dusster, folche Güte, so wird starcker Held, daß uns der gewiß mein Singen recht Feind nicht truße, noch gethan; so klingt es schön fall die bofe Welt. in meinem Liede, und ich 6. Ach! bleib mit dei- bet dich im Geist und ner Treue bey uns, mein Wahrheit an: so hebt dein HErr und GOtt, Be Geist mein Herz zu dir ständigkeit, verleihe, hilf empor, daß ich dir Psaluns aus aller Noth. men fing im höhern Chor. 286. Mel. O JEsu, meiner Seelen 2c. 4. Denn der kann mich ben dir vertrete mit Seufir, dir, Jehovah, will gern, die gang unaus. ich fingen, denn wo sprechlich sind, der lehret ist doch ein solcher GOtt, mich recht glaubig beten, wie Du? Dir will ich mei- gibt Zeugniß meinem ne Lieder bringen, ach! gib| Geist, daß ich dein Kind mir deines Geistes Kraft und ein Mit- Erbe JEfu dazu, daß ich es thu im Christi sey, daher ich AbNamen JEfu Chrift, solva, liever Bater! schrey. 5. Wenn Vom Gebet. 329 5. Wenn dis aus mei- stritt: in Ihm ist alles Ja nem Herzen schallet, durch und Amen, was ich von deines Heilgen Geistes dir im Geist und Glauben Kraft und Trieb, so bricht bitt: Wohl mir! Lob dir, dein Vater Herß, und ießt und in Ewigkeit, daß wallet gang brünstig ge du mir schendest solche gen mir vor heisser Lieb, Seeligkeit! daß mirs die Bitte nicht 287. In eigener Mel. verfagen kann, die ich nach HERR! höre mich, und gedeinem than. o Du mein treuer Hort, 6. Was mich dein Geist denn ich will vor dir beten, felbst bitten lehret, das ist und jetzt vor deinen Thron noch deinem Willen ein- lim Geist, durch deinen gericht't, und wird gewiß Sohn, mit Flehen gläubig von dir erhöret, weil es im treten: Du giebst mir hie Namen deines Sohns ge- zu das Wollen, Weil wir shicht, durch welchen ich aber doch nicht wissen, was dein Kind und Erbe bin, und wie wir bitten sollen, und nehme von dir Gnad wird dein Geist mich lehum Gnade hin. ren müssen schreyen, seuf7. Wohlmir, daß ich dis ßen inniglich: HErr, höre Zeugniß habe! drum bin mich! HErr, höre mich! ich voller Trost und Freu- 2. HErr, lehre mich, digkeit, und weiß, daß alle und öffne mein Gehör, daß gute Gabe, die ich von dir ich zu deiner Lehr mich) verlanget jederzeit, die gänzlich möge kehren, und giebst du, und thust über- in des Herzens- Grund die fdwenglich mehr, als ich Stimmaus deinem Mund verstehe, bitte und begehr. recht deutlich könne hören! 8. Wohlmir! ich bitt in Mache den Verstand verJEfu Namen, der mich zuständig, und den Willen deiner Rechten, selbst ver- dir recht willig, mache X5 meis 330 Dom Gebet. meine Sinnen bändig, 5. HErr, stårde mich daß sie ſeyn gesinnt, wie mit deines Geistes Kraft billig, dir zu dienen beilig in meiner Ritterschaft, lich! HErr, lehre mich:,: daß ich mögtapfer ringen. 3. HErr, sieh auf mich, Zeuch duzu aller Zeit selbst und laß dein wahres Licht, vor mir her im Streit, und gnädig Ungeficht mir damit ich kann bezwingen leuchten und mich leiten! Teufel, Sünde, Welt und bewahre meine Gang, alles, was mir nach der damit mein Lebenlang Seelen stehet, und sich mein Fuß nicht möge gleis freuet meines Falles: deiten, noch von deiner Bahn ne Rechte ſey erhöhet über abweichen. 2 ß mich nicht mir, fo siege ich; HErr, die Tücke fällen, so die starcke mich, HErr, stárFeinde mir erzeigen, die de mich. mir Netz und Stricke stel 6. HERR, merck auf len, darum fleh und bitt ich mich, wenn ich bin in Ge dich: HERR, sich auf fahr, und doch nicht immich:,: merdar dich sehe oder hd4. HErr, zieh auch mich re: Wenn du dich stellest mit deinem Gnaden- Blick, hart, wie deine Gegendaß ich nicht ſeh zurück auf wart mir gar entzogen das, was ist dahinden! gib, wäre, da gib Hoffnung daß ich mein Gesicht nur und Vertrauen, daß ich einzig dahin richt, wo ich treu fen bis ans Ende! und das Kleinod finden und kann ich dich gleich nicht das Ziel erlangen möge, schauen, nimm mich doch das du mir hast vorgeste- in deine Hände, daß ich det, auch nicht werde las merd und fühle dich; und tráge, bis ich hab den HERR, merck auf mich, Lauf vollstredet und geen- ERR, merck auf mich. det feliglich! HErr, zie 7. HErr, weide mich auf he mich:,: leiner grünen Au, wo mir dein Dom Gebet. 33I dein Gnaden: Thau desmir da Labfals gnug, und Manna giebt zu schme- laß mich den Geruch vom den, und mach mich satt Lebens- Balsam riechen, und frisch an deinem Him- der durch Geist und Seele mels- Tisch, den du hast dringet, und die Kräfte lassen decken für die, to gang verneuet, der da nach dir verlangen, als neues Leben bringet, und die Schaafe deiner Wei gar von dem Tod befreyet, de: laß mich ca. vollauf daß ich leb und lobe dich empfangen, wo die Gäste Err, labe mich, HErr, deiner Freude uß und labe mich. freundlich schmecken dich: HErr, weide mich:,: 10. DERR, habe mich zu deinem Ehren- Faß, ill 8. HErr, leite mich zum mich mit vollem Maaß frischen Wasser hin, in- von deiner GOttes- Fülle, dem ich duria bin nach damit in meiner Seeldein deiner Lebens- Quelle, und Salb- und Freuden- Dehl meine Seele ådygt, als wie dir stets zu Ehren quille, ein Hirschlein lechßt nach und daß hier all mein Bes der Erquickungs- Stelle, ginnen, als ein Opfer, dir da du ihr wirst voll ein wohl rieche. Endlich, schencken von den Etro- wenn ich scheid von hina men deiner Freuden, und nen, gib mir dort die sie wirst mit Wollust trán- volle Gnüge: HERR, den, daß sie nicht mehr behalt mich, ewiglich; da Durft darf leiden: Da- hast du mich, da hast du hin seufzß ich dürftiglich: mich. HErr, leite mich:,: 288. M. Straf mich nicht in deinem Zorn. 9. HERR, labe mich, wenn ich vor Angst und mache dich, mein Geist, Somach im Creuß und bereit, wache, fleh Ungemach, muß gar inund bete, daß dich nicht Ohnmacht liegen. Senldie bdse Zeit unverhofft bes trete: 332 Vom Geber. trete: denn es ist Satans mit nie viel von falschen List, über viele From Brüdern unter deinen men, zur Bersuchung Gliedern. kommen. 6. Wache dazu auch für 2. Aber, wache erst recht dich, für dein Fleisch und auf von dem Sünden- Herße, damit es nicht litSchlafe; denn es folget derlich Gottes Gnad vers bald darauf eine lange scherße; denn es ist voller Strafe; und die Notheist, und kann sich bald famt dem Tod möchte dich heucheln, und in Hoffart in Sünden unvermuthet schmeicheln. finden. 7. Beteaber auch dabey 3. Wache auf! sonst kan mitten in dem Wachen: dich nicht unser HErr er- denn der HErre muß dich leuchten; wache! sonsten frey von dem allen mawird sein Licht dir noch chen, was dich drückt und ferne deuchten; Denn bestrickt, daß du schläfrig GOtt will für die Füll ei- bleibest, und sein Werck ner Gnaden Gaben offne nicht treibest. Augen haben. 8. Ja, Er will gebeten 4. Wache! daß dich Sa- seyn: wenn Er was foll tans List nicht im Schlaf geben: Er verlanget unantreffe; weil er sonst besser Schrey'n, wenn wir hende ist, daß er dich be- wollen leben, und durch affe; und GOTT giebt, ihn unsern Sinn, Feind, Die Er liebt, oft in feine Welt, Fleisch und Sun Strafen, wann sie sicher den kräftig überwinden. schlafen. 9. Doch wohl gut, es 5. Wache! daß dich nicht muß uns schon alles glücks die Welt durch Gewalt be- lich gehen, wenn wir Ihn zwinge, oder, wenn sie sich durch seinen Sohn im Ge verstellt, wieder an sich bet anflehen; denn Er will bringe; Wach und sich, da- uns mit Füll seiner Gunst beschit Dom Glauben. 333 beschütten, wenn wir erschrickt, ben uns Dreyglaubend bitten. heilig heissen! gib reine 10. Drum so laßt uns Lehr, und hilf dazu, daß immerdar wachen, flehen, wir uns groffer GOTT, beten, weil die Angst, wie du, der Heiligkeit beNoth und Gefahr immer fleissen! D näher treten; denn die 3. Bergönn uns, HErr, Beit ist nicht weit, da uns dein Gnaden- Reich auch GOtt wird richten, und noch in diesem Leben, bis die Welt vernichten. daß wir dermaleinst zus 289. Mel. An Wafferflüssen gleich mit dir in Freuden Babylon. ſchweben: Dein werther GOtt! der du in Lie- Geist der wohn uns bey, bes- Brunst gang ge- daß unser Herk nicht irrgen uns entbrennest, und disch sey; Er schend uns dich aus unerforschter seine Gaben, daß wir in Gunst selbst unsern Bater dieser Wander- Zeit den nennest, der du im hohen Borschmack füffer EwigHimmel bist, und alles keit und Himmels- Sehfiehst, was niedrig ist, auch nung haben. uns selbst hast gelehret, 4. Err, was du wilt, wie man recht kräftig be- und dir gefällt, muß auch ten soll, gib, daß der Mundivollendet werden, gleichsa dich Glaubens- voll von wie in jener Himmels ganzem Herzen ehret. Welt, also bey uns auf 2. Laß deines hohen Erden. Hilf, daß wir die Namens Ruhm, dem sich gehorsam seyn, in Lieb die Thronen beugen, und undLeid, in Lust und Pein. dem der Engel Fürsten- Laß uns, wenn du betritthum pflegt Ehre zu erbest, gedencken, daß du, zeigen, vor dem sich HErr, uns schlägst, und es Luft und Erdreich bückt, also zu machen pflegst mit und die erschrecklich' Hdüldenen, die du liebest. 5. Gib 334 Dom Gebet. 5. Gib uns heut unser der rechte Mittels- Mann täglich Brodt, und was und nimm dich unfei den Leib ernähret, wend treulich an, lehr unsre Arab die schwere Kriegesme kriegen, daß wir be Noth, die Land und Leut halten Oberhand, und verheeret, daß wir gefund wenn der Feind ist über mit guter Ruh das kurße mannt, mit groffen Freu Leben bringen zu: gefegn'den fliegen. all unfre Sachen; treib 8. Und weil in diesem Theurung ab und Pest- Jammerthal nichts Gu Gefahr: hilf, daß wir dir tes ist zu hoffen, weil uns trauen gar, und dich nichts als Elend, Müh nur lassen machen! und Quaal allhier wird 6. Daß unsre fünd'ge angetroffen; So sich uns Adams- Art, durch schreck in dem Unfall bey, und liches Verbrechen, garoft- mach uns von denselben mals ist dein Widerpart, frey, bis daß die Zeit wird wollst du, o HERR, nicht kommen, daß wir zu deiner rachen! Gleichwie auch Herrlichkeit aus sterblicher wir aus Herßens- Grund Beschwerlichkeitgang denfelben, die durch That werden aufgenommen. und Mund uns Leid an- 9. Denn dein, HErr, ist thun, vergeben. HErr, das Reich und Thron, wir gib uns einen sanften sind dir untergeben, es Geist, der auch denselben kann vor deiner AllmachtGuts beweist, die uns Kron sich keine Macht stehn nach dem Leben. erheben: Ob diese Welt 7. Verleih auch einen gleich wird vergehn, bleibt Helden- Muth, wenn wir deine Kraft doch ewig jetzt sollen kämpfen, mit stehn. 2Lob, Preis sen dei. Teufel, Welt und unserm nem Namen! Weil JE Blut, hilf, daß sie uns sus selbst so bitten heißt, nicht dampfen; Sey dulund uns die rechte Bet Kunst Vom Gebet. 335 Kunst weis't, sind wir er- juns immer richten, mit höret: Amen. Andacht beten für und 290. M. Es ist das Zeil uns für: ohn fremdes Denckkommen her. und Tichten. Gib uns Vater, unser GOtt, des Glaubens Zuversicht, es ist unmöglich aus- daß, was wir bitten, zugründen, wie du recht zweifeln nicht durch Chrianzurufen bist, Vernunftsstum zu erhalten. kanns gar nicht finden. 5. Hilf, daß wir keine Deshalben geuß, wie du Zeit noch Maaß im Beverheißt, selbst über uns ten dir vorschreiben, anaus deinen Geist der Gnad halten ohne Unterlaß: bey und des Gebetes. dem allein auch bleiben, 2. Daß er mit Seuf- was ist dein Will, was deiBen kraftiglich uns mögne Ehr, und unsre Wohls ben dir vertreten, so oft wir fahrt mehr und mehr bekommen, HErr, vor dich, fördert hier und ewig. zu dancken und zu beten: 6. Eaß uns im Herzen Laß nicht nur plappern und Gemüth auf unfre unsern Mund, hilf, daß zu Werck nicht bauen; auf dir aus Herßens- Grund, o deine unaussprechtich Güt groffer GOtt! wir rufen. laß einzig uns vertrauen! 3. Zeuch unser Herz zu ob wir es gleich nicht wirdir hinauf im Beten und dig seyn, wollst du aus lauim Singen, und thu uns ter Gnad allein uns doch auch die Lippen auf, ein der Bitt gewähren. Opfer dir zu bringen, das 7.DuVater! weiß'st, was dir gefalle, wenn aulda das uns gebricht, weil wir noch Derz ist mit den Lippen sind im Leben; es ist dir nah, und nicht von dir auch verborgen nicht, in entfernet. was Gefahr wir schweben: 4. Im Geist und Wahr- Um Beystand flehen wir heit laß zu dir das Herz dich an, dein Bater- Herze uns 336 Dom Gebet. uns nicht kann verlassen, vor deinen Thron, schwadeine Kinder. che Thränen, findlich Geh 8. Wir haben ja dienen bring ich dir, du Men Freudigkeit in JEsu schen- Sohn! laß dich fin Christ empfangen, der den:,: von mir, der ich Gnaden- Stuhl ist da be- Asch und Thon! reit, die Hülfe zu erlangen: 2. Sieh doch auf mich, Drum laß hier und an HErr, ich bitt' dich, lende allem End uns stets auf- mich nach deinem Sinn! heben heil'ge Hånd, zu dir dich alleine ich nur meine, gen Himmel schreyen. dein erfaufter Erb' ich * 9. Dein Nam, o Gott! bin; laß dich finden:,: gib geheiligt werd, dein Reich dich mir, und nimm mich las zu uns kommen, dein hin. Will geschebe auch auf 3. Ich begehre nichts, Erd, gib Fried, Brodt, o HErre, als nur deine Nuß und Frommen, all freye Gnad, die du gie unfre Sünden und ver- best, den du liebest, und zeih, steh uns in der Ber- der dich liebt in der That; suchung bey, erlöf uns laß dich finden:,: der hat von dem Ulebel. alles, wer dich hat. 10. Diß alles, Bater! 4. Himmels Sonne, werde wahr, du wollest Seelen- Wone, unbefleck. es erfüllen; erhör und hilftes Gottes- 2amm! in der uns immerdar um Jesu Höhle meine Seele fuchet Christi willen! denn dein, dich, o Bräutigam! las o HERR, ist allezeit von dich finden:,: starcker Held Ewigkeit zu Ewigkeit das aus Davids Stamm. Reich, die Macht, die 5. Hör, wie kláglich, wit Ehre. beweglich dir die treu 291. M. Auf ihr Christen zc. Seele singt! wie demüthig S ieh, hie bin ich, Eh- wie wehmüthig deines ren- Konig, legemich Kindes Stimme klingt! las dich Dom Gebet. 337 dich finden:,: denn mein cherley: des Satans Zorn Herke zu dir dringt. und groß Gewalt zerbrich, 6. Dieser Zeiten Eitel vor ihm dein' Kirch erhalt. keiten, Reichthum, Wol-. 4. Dein Will gescheh, luft, Ehr und Freud, sind HErr GOtt, zugleich auf nur Schmerzen meinem Erden wie im Himmels Hergen, welches sucht die reich; Gib uns Geduld in Ewigkeit; laß dich fin- Leidens Zeit, gehorsam den:: grosser GOtt mich seyn in Lieb und Leid, wehr zubereit. und steur allem Fleisch und 292. M. Nimvon uns Err. Blut, das wider deinen Pater Unfer im Himmel- Willen thut. 5. Gib uns heut unser heisfest gleich Brüder seyn, täglich Brodt, und was und dich rufen an, und man darfzur Leibes- Noth: wilt das Beten von uns behüt uns, HERR, vor han: gib, daß nicht bet' al- Krieg und Streit, vor lein der Mund; hilf, daß es Seuchen und vor theurer geh aus Herzens- Grund! Zeit, daß wir in gutem 2. Geheilget werd der Frieden stehn, der Sorg Name dein, dein Wort und Geißes müßig gehn. ben uns hilf halten rein, 6. All unfre Schuld vers daß wir auch leben heilig- gib uns, HErr, daß sie uns lich, nach deinem Namen nicht betrüben mehr, wie würdiglich; behüt uns, wir auch unsern SchuldiHErr, vor falscher Lehr, jgern ihr Schuld und Fehl das arm verführte Bold vergeben gern: zu dienen bekehr. orad omach uns all' bereit in 3. Es komm dein Reich zu rechter Lieb und Einigkeit. dieser Zeit, und dort her- 7. Führ uns, HErr, in nach in Ewigkeit: der Heil- Bersuchung nicht, wenn ge Geist uns wohne beyjuns der böse Geist ansicht, mit seinen Gaben man- zur lincken und zur rech2 ten 338 In gemeinen 7öthen. ten Hand, hilf uns thun End; nimm unfre Seel starcken Widerstand, im in deine Händ. Glauben vest und wohlge: 9. Amen, das heißt es rüst't, und durch des Heil- werde wahr, stárck unsern gen Geistes Trost. Glauben immerdar, auf 8. Von allem Uebeluns daß wir ja nicht zweifeln erlof', es sind die Zeit und dran, was wir hiemit ge Tage bof', erlös' uns von beten han; auf dein Wort, dem ew'gen Tod, und tröst in dem Namen dein, fe uns in der letzten Noth; sprechen wir das Amer bescher uns allen ein selige fein. Vom Creuß und Leiden, als einem Hülfs- Mittel. I. In gemeinen Nöthen. 293. Mel. O JEfu Christ, du unser Heil, nimm weg höchstes Gut. und heb auf in der Eil, ERN, der du vor- was uns betrübt unt mals haft dein Land fråndket. S mit Gnaden angeblicket, 3. Lösch aus, HErr, dei und des gefang'nen Jasnen grossen Grimm, im cobs Band gelöst, und ihn Brunnen deiner Gnaden: erquicket; der du die Sünd erfreu und tröst uns wie und Missethat, die dein derum nach ausgestand' Bold vor begangen hat, nem Schaden. Wilt du hast väterlich verziehen. dennzürnen ewiglich, und 2. HErr, der du deines sollen deine Fluthen sich Eifers Glut zuvor haft ab- lohn alles End ergieffen? gewendet, und nach dem 4. Wilt du, o Bater, Zorn das füffe Gut der uns denn nicht nun einmal Lieb und Huld gesendet, wieder laben, und sollen Ach! frommes Herk, ach! wir an deinem Licht nicht wie In gemeinen öthen. 339 wieder Freude haben?| grüssen müssen: Gered)Ach! geuß aus deines Him- tigkeit wird einher gehn, mels- Haus, HErr deine und Friede wird sie küssen: Gut und Seegen aus auf die Treue wird mit Lust uns und unsre Häuser. und Freud auf Erden 5. Ach! daß ich hören folt blühn, Gerechtigkeit wird das Wort erschallen bald von dem Himmel schauen. auf Erden, daß Friede soll 9. Der HErr wird uns an allem Ort, wo Christen viel Gutes thun, das Land wohnen, werden! ach! daß wird Früchte geben, und uns GOtt doch sagte zu, die in seinem Schooffe des Krieges Schluß, der ruhn, die werden davon Waffen Ruh, und alles leben; Gerechtigkeit wird Unglücks Ende! dennoch stehn, und stets in 6. Ach daß doch diefe bo- vollem Schwange gehn, fe Zeit fich stellt in guten zur Ehre seines Namens. Tagen, damit wir in dem 294. Die Litaney. groffen Leid nicht mögen ganz verzagen! doch ist in Kyrie, Eleiſon! Gottes Hülfe nah, und feine Gnade fiehet da, all 1 denen, die ihn fürchten. : 7. Wenn wir nur from find, wird sich Gott schon wieder zu uns wenden; den Krieg und alle andre Noth nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land, und überalle werd erkannt, ja stetig ben uns wohne. 8. Die Güt und Treue werden schon einanderl Christe, Eleison! Kyrie, Eleison! Christe, erhöre uns. HERR GOtt Vater im Himmel, Erbarm dich über uns! HERR GOtt Sohn, der Welt Heiland, Erbarm dich über uns! HERR GOtt Heiliger Geist, Erbarm dich über uns! Sen uns gnådig! Verschon- uns lieber HErre GOtt! Y 2 Sen In gemeinen öthen. 340 Sey uns gnådig! Hilf uns lieber HErre GOtt! Vor allen Sünden, Vor allem Irrthum, Vor allem Uebel, Vor des Teufels Trug und List, Vor bösem schnellen Tod, Vor Pestilent und theurer Zeit, Vor Krieg und Blut vergieffen, Vor Aufruhr und Zwie tracht, Alle Bischöffe, Pfarr Herren, und KirchenDiener im heilsamen Wort und heiligen Leben erhalten. Vor Feu'r und Wassers- Allen Rotten und AergerRoth, niffen wehren, ter, Vor Hagel und Ungewit- Alle Irrige und Verführ te wiederbringen, Den Satan unter unsere Füsse treten, ne Treue Arbeiter in deine Erndte senden, Ge- Deinen Geist und Kraft zum Worte geben, Durch deinen Todes- Allen Betrübten und BldKampf und blutigen Schweiß, den helfen und trösten. Erhör uns, lieber HErre GOtt! Allen Christlichen Köni gen, Chur- und Fürsten Fried und Eintracht ge ben, Unserm Vor dem ewigen Tod, Behut uns, lieber HEr re GOtt! Durch deine heilige burt, Durch dein Creuß und Tod, Durch dein heilig Auferstehn und Himmelfahrt, In unsrer letzten Noth, Am Jüngsten Gericht, Hilf uns lieber HErre GOtt! Wir armen Sünder bit ten; Du wollest uns erhören, lieber HErre Gott. Und deine heilige Christli che Kirche regieren und führen. 34I Erhör uns lieber HErre GOtt. O JEsu Christ, GOttes Sohn! Erhör uns lieber HEr. re GOtt. In gemeinen 7öthen. Unserm Kayser steten Sieg wider deine Feinde gönnen. Unsern Landes Herrn mit allen seinen Gewaltigen leiten und schützen. Unsern Rath, Schul und O du GOttes Lamm! das Gemeine fegnen und behüten, der Welt Sünde trägt! Erbarm dich über uns. du GOttes Lamm! das der Welt Sünde trägt! Erbarm dich über uns. Allen, so in Noth und Ge fahr sind, mit Hilf er- O du GOttes Lamm! das scheinen, der Welt Sünde trägt! Allen Schwangern und Verleih uns steten Fried! Saugern frölicheFrucht Christe, erhöre uns. und Gedeyen geben, Kyrie, Eleison. Aller Kinder und Krancken Christe, Eleison. pflegen und warten, Kyrie Eleison. Amen. Erhör uns lieber HEr- O re GOtt. Alle unschuldig Gefange- 295. Mel. Vater unser, im ne los und ledig lassen, Simmelreich. Alle Wittwen und Bay- Nimm von uns, HErr, vertheidigen und du treuer versorgen, die schwere Straff und groffe Aller Menschen dich er- Roth, die wir mit Sunbarmen, den ohne Zahl verdienet Unsern Feinden, Verfol- haben allzumahl. Behüt gern und Låsterern ver- vor Krieg und theurer geben und sie bekehren. Zeit, vor Seuchen, Feu'r Die Früchte auf dem Lan- und groffem Leid. de geben und bewahren, 2. Erbarm dich deiner Und uns gnädiglich erhö- bösen Knecht, wir bitten ren. Gnad und nicht das Recht 3 Denn 342 In gemeinen öthen. Denn so du, HERR, denj 6. Gedenck an dein's rechten Lohn uns geben Sohns bittern Tod, sieh woltst nach unserm Thun; an sein' heil'ge fünf Wuns so must die ganze Welt den roth, die sind ja für die vergehn, und font fein ganze Welt die Zahlung Mensch vor dir bestehn. und das Löse- Geld; des 3. Ach! HErr GOtt, trösten wir uns allezeit, durch die Treue dein, mit und hoffen auf Barmher. Trost und Rettung uns zigkeit. erschein, beweif' an uns 7. Zeit uns mit deiner dein' groffe Gnad, und rechten Hand, und segne. straffuns nicht auf frischer unsre Stadt und Land: That, wohn uns mit dei- lgib uns allzeit dein heilges ner Gute bey, dein Zorn Wort, behut vors Teufels und Grimm fern von uns List und Mord, verleih) ein sey. feligs Stundelein, auf. 4. Warum wilt du fo daß wir ewig bey dir seyn. 296. In eigener Mel. Macht, und reich von 3ornig feyn über uns arme Würmelein? Weiß'st du doch wohl, du grosser Gott, daß wir nichts fine groſſer GOTT von als Erd und Koth. Es Gütigkeit! wilt du das ist ja vor dein'm Angesicht ganze Land straffen mit unsre Schwachheit ver- Grimmigkeit? Bielleicht borgen nicht. möchten noch Fromme 5. Die Sünd hat uns seyn, die thaten nach dem verderbet sehr, der Teufel Willen dein; Drum wol plagt uns noch vielmehr, lest du verschonen, nicht die Welt, auch unser Fleisch nach den Wercken lohnen! und Blut, uns allezeit ver- 2.O groffer GOtt von führen thut: solch Elend Ehr! dis férne sey von dir, kenst du, Err, allein ach! daß Bof und Fromm laß es dir befohlen seyn. zugleich die strenge Straff berühr: In gemeinen 78then. 343 berühr: der'r möchten et- lest du verschonen, nicht wa funfzig seyn, die thá- nach den Wercken loh. ten nach den Willen dein; nen. Drum wollest du verscho 6. O groffer GOtt von nen nicht nach den Wer- Gnad! erhör auch diese cken lohnen! Stimm, und in dein'm 3. Ogrosser GOtt von hohen Chron das SeufRath! laß die Barmher- zen tief vernimm: der'r Bigkeit ergehen, und halt möchten etwa zwanzig ein mit der Gerechtigkeit; seyn, die thäten nach dem der'r möchten fünf und Willen dein: drum wolleft vierßig seyn, die thaten du verschonen, nicht nach nach dem Willen dein; den Wercken lohnen! Drum wollest du verscho 7. Ogroffer GOtt von nen, nicht nach den Wer- That! schau, wie die arme ten lohnen! Erd von deiner Mildig4. O groffer GOTT feit noch einen Wunsch bevon Starck! schau an das gehrt! der'r möchten etwa arme Land, und wende zehen seyn, die thäten nach von der Straf dein' aus dem Willen dein; drum gestreckte Hand: der'r wollest du verschonen, mochten etwa vierßig seyn, nicht nach den Wercken die thaten nach dem Wil- lohnen! len dein; Drum wollest 8. O grosser GOtt von Du verschonen, nicht Lob! wenn ja das Maaß nach den Wercken lohnen! erfüllt der Sünden, und 5. O grosser GOtt von aus Zorn uns gar verders Kraft! laß doch erweichen ben wilt; so möchten doch dich, weil das elend Gebet die Kinderlein thun nach so oft erholet sich: der'r dem rechten Willen dein; mochten etwa dreyßig drum wollest du verschoseyn, die thaten nach dem nen, uns nicht nach SünWillen dein: Drum wol- den lohnen. Y 4 9. D 344 In gemeinen Nöthen. 9. O grosser GOtt von Schmerz, und suchen der Treu! weil vor dir nie- Sünd Vergebung, und mand gilt als dein Sohn aller Strafen Linderung. JEsus Christ, der deinen 4. Die du verheisfest Zorn gestillt; So sieh doch gnädiglich allen, die dar. an die Wunden sein, fein' um bitten dich, im NaMarter, Angst und schwe- men dein's Sohns JEfu re Pein; um seinet willen Christ, der unser Heil und schone, uns nicht nach Fürsprech'r ist. Sünden lohne. 297. In eigener Mel. 5. Drum komen wir, o HErre GOtt! und kla Wenn wir in höchsten gen dir all unfre Noth, Nöthen seyn, und weil wir jetzt stehn verlas wissen nicht wo aus noch sen gar, in großer Trubsal ein, und finden weder und Gefahr. Hilf noch Rath, ob wir 6. Eich nicht an unfre gleich sorgen früh und Sünde groß, sprich uns fpat. derselb'n aus Gnaden los, 2. So ist dis unser Trost steh uns in unserm Elend allein, daß wir zusammen bey, mach uns von allen insgemein dich anruffen, Plagen frey. o treuer GOtt! um Ret tung aus der Angst und Noth. 7. Auf daß von Herzen können wir nachmahls mit Freuden dancken dir, ge 3. Und heben unsre horsam seyn nach deinem Alug'n und Herz zu dir, Wort, dich allzeit preis in wahrer Reu undssen hier und dort. II. Bey grosser Dürre, oder um Regen. 298.M.Wo GOtt der HErr wohl verdienet mit unser HErre, du gerech Sund und Missethat, daß ter Gott! wir habens unser Feld nicht grünet, D daß In gemeinen Nöthen. 345 daß Menschen und Vieh Namens willen, bitten traurig seyn. Wenn du wir dich aus Herzenszuschleuß'st den Himmel Grund, und thu unfre dein, so müssen wir ver- Noth stillen vom Himmel schmachten. mit dem Regen dein: 2. HErr, unsre Sünd Denn dein ist ja der bekennen wir, die wollt Himm'l allein, ohn dich du uns verzeihen. All un- kann es nicht regnen. fre Hoffnung steht zu dir, 4. Kein nicht'ger Gök Troft, Hülf thu uns ver- vermag es nicht, daß er leihen; Gieb uns Regen solt Regen geben; Den und Seegen dein, um dei- Himmel hast du zuges nes Namens will'n al- richt't, darinnen thust du lein, HErr unser GOtt schweben; Allmächtig ist, und Tröster. der Name dein, solch alles 3. Gedencke, HErr, an kanst dirthun allein HErr deinen Bund, um deines unser GOtt und Tröster. N III. Dancksagung für erlangten Regen. 299. Mel. Nun freut euch 2c. unser Land mit Früchten ch HErre GOtt, wir fein erfüllet werd erfunloben dich, und prei- den; frón du das Jahr fen deinen Namen, das mit deinem Gut, halt uns du uns hast so gnädiglich ser Feld in guter Hut, und unser Gewächs und Saa- unsre Furchen träncke. men, befeuchtet mit dem 3.Duweiß'st ja, das wir Regen warm, o höchster deine Kind, und hochgeGOtt! dich doch erbarm, liebte Erben, dazu dein's und ferner uns bedencke. Sohnes Brüder sind, 2. Gib fruchtbarn Reg'n drum laß uns nicht verders undSonnenschein, zurech- ben. Behüt uns, HErr, ter Zeit und Stunden, daß vor Hungers- Noth, und 35 gib 346 In gemeinen Nöthen. gieb uns unser täglich 2. Schwing ießt empor Brodt, aus reichen mil- die Flügel deiner Sinnen, den Gnaden. und preise GOtt, der von 4. Wenn du aufthust des Himmels Zinnen hat dein' milde Hand, so stehet dein Gebet und Seufßen all's im Seegen; Wenn angehört. Sprich: Her du gnädig anschau'st das ren- HErr, dein Nam ist Land, so neiget sich der Re- hochgeehrt. gen; wenn du aufthust, 3. Du hörest stets des ars fo fammlen wir: Wenn men Volkes Flehen, und Schuß und Schirm her- pflegest sein Geschrey nicht kommt von dir, mag uns zu verschmähen: Wir hakein Unglück schaden. ben kaum dir, grosfer 5. Behut uns auch, o Gnaden Thron, die Noth treuer GOtt! mit allem geklagt, da hilfest du uns unsern Saamen, vor schon. aller Feind' Gewalt und 4. Du siehest an das lech. Spott, zu Ehren deinem zende Gefilde, und was Namen. Beschüß vors ferst es ganh gnådiglich Türcken Tyranney, vors und milde. Du giebst BePabstes Mord und Trü- fehl, daß fich die Woldengeren, durch JEsum Chri- Fluthergieffen soll, als wie ftum, Amen. fie jeßt auch thut. 300. M. Die Sonn hat sich mit ihrem Glang. 5. Ein Tropfen- Strom, getrieben von dem WinBereite dich mein Herz de, aus Weſten her, nett aus allen Kraften, unfre dürre Gründe, und entzeuch den Sinn von unser Feld, das vor fo irrdischen Geschäften; schmächtig schien, das ste nimm alsobald dein Sai het jetzt gang fruchtbar, ten- Spiel zur Hand, und frisch und grün. fing ein Lied, in Geistes 6. Wo ist doch wol ein Glut entbrannt. GOtt dir zu vergleichen? Wer In gemeinen 7öthen. 347 Wer hat wol je verübet| nig seyn? Ach! was find folche Zeichen, wie du, owir? Stoppeln, Blätter, GOtt? Dir muß der Son- Würme, Schaum, ein lees nenschein, Wind, Regen, rer Schein: Laß doch unBliß, stets zu Gebote seyn. fre heisse Zähren deinen 7. Nun, groffer HErr, Zorn in Gnade kehren. wir dancken deinem Na- 3. Sieh, oHErr, das men; wir dancken ihm, 2and muß trauren, weil es daß er Gras, Frucht und nicht getráncket wird, unSaamen, zu rechter Zeit fre Necker sind wie Maudurch Regen, Thau er- ren, so ist alles ausgedürrt, quickt, und wieder drauf unsre Gründe sind gang ein warmes Wetter schickt. trocken, und die Saat die 8. Auch bitten wir, las bleibet stocken. deinen Gnaden- Seegen. 4. Ist der Himmel denn fich ferner noch um unsre verschlossen? Soll forthin Felder legen, daß wir mit bas Wolden- Faß nicht Danck in Ruh und unge mehr werden ausgegos Franckt geniessen das, was sen? Soll forthin des Himdeine Hand uns schenckt. mels Naß nicht mehr una 301. M. Err ich habe miß- ser Feld ergößen? Nicht gehandelt. mehr unfre Saat beneGOTT, des Gute sich gen? = nicht endet, hast du 5. Solldas Land nun Eidenn die Bater Handssen werden? Soll das Feld gånglich von uns abge- nun dde stehn? Sollen wir wendet? Wilt du uns samt unsern Heerden gar und unser Land, mit den verschmachten, gar vers viel gedräuten Plagen, gehn? Ach HErr! laß dich gang und gar zu Boden doch bewegen, laß doch deis schlagen. nen Zorn sich legen. 2. Warum wilt du GOtt 6. Dencke doch an deis der Götter über uns so zor- nen Bogen, den du in die Luft 348 In gemeinen öthen. Luft gestellt, als du deinen Gras: in Gáng und Fels Bund vollzogen nach der gut Er du legst: Fried, Sundfluth erster Welt. Schuß und Recht du sel- s Du HErr, haft noch nie ber hegt. gebrochen, was du vor mals haft verſprochen. 3. Dugiebst auch selber Brodt und Wein, daß 7. Ja du hast mit deinem Menschen Herz kann frdSeegen uns zu jeder Zeit, lich seyn: Du deckst auch beschendt, haft mit früh unsre Sünde zu: Dein und spatem Regen unser Wort bringt uns Trost, durres Land getránckt Fried und Ruh. Denn dein Wort bleibt 4. So bitt'n wir nun ewig stehen, muß gleich dein' Gnad und Güt, dein Erd und Luft vergehen. Wort und Fried uns stets 8. Drum, o HErr, wir behüt: Die Frücht' der Erwollen trauen, du wirst den uns bewahr, und gib unfre Bitt erhörn, duluns jetzt ein reiches Jahr. wirst unsre Felder bauen, 5. Ein fruchtbar Wetuns derselben Früchteter uns bescher, dem Hamehr'n. Du wirst uns mit gel und Gewitter wehr: Fülle speisen, daß wir dich Schnee, Regen, Wind drum werden preisen. und Sonnenschein allzeit 302. M. Wenn wir in höch- dein'm Wort gehorsam sten Nöthen seyn. feyn. OTT Vater, der du der du 6. Heuschreck'n und deine Son läß'st schei- Raupen sind dein' Ruth, nen über Bos' und Fromm und all's was Schad'n an und der ganzen Welt da- Früchten thut. Solch Unmit leucht'st, mit Reg'n und geziefer, HErr, vertreib, Thau die Erd befeucht'st. daß dein Gab unbeschis 2. Die Berg' machst du digt bleib. von oben naß, und läß'st 7. Denck, daß wir arme drauf wachsen Laub und Würmelein dein Ge schöpf, In gemeinen 349 othen. Um Regen. schöpf, Erbgut und Kinder seyn, und warten auf 9. Durch Christ dein'n dein' milde Hand, uns aus Sohn, hör unser Bitt, theil dein'm Wort und Werd uns ein'n gnád'gen Regen bekannt. mit, und krón das Jahr aus deiner Hand, mit dein'n Fußstapfen dung Um Sonnenschein. 8. Die liebe Sonn uns das Land. scheinen laß, heiß wachsen] 10. Den HErrn von Erk, Brod, Kraut und Zion man dich nennt, in alGras, daß Leut und Biehler Welt dein' Gut' man ihr Nahrung hab, und kent, hörst unser Bitt, und dich kennen aus deiner hilfft allein. Gib Gnad daß Gab. wir dir danckbar seyn. IV. Dancksagung für Sonnenschein nach langem Regen und Ungewitter. 303. Mel. Auf meinen lie- Straffen euch gar nicht ben GOtt. wenden lassen. Soun un ist der Regen hin 3. Drum soll mein Himwohl auf, mein Herz mels- Licht sein klares Anund Sinn, sing nach be- gesicht in schwarze trübe trübtem Leiden, GOtt dei Decken und dunkle Wolnem HErrn mit Freuden! den stecken, und für das GOTT hat sein Hert helle Scheinen nur immer gekehret, und unsre Bitt zu euch weinen. erhöret. 4. Bald aber fiel sein 2. Sein Zorn war sehr Grin durch unsers Seufentbrannt auf uns und ßens Stimm, das ewige unser Land; Er sprach: Ihr Gemüthe dacht an ſein' Menschen Kinder, geht, lew'ge Güte, und ließ auf send und bleibet Sünder, unser Schreyen Ihm seis wollt von der Bosheits- nen Zorn gereuen. 5. Die 350 In gemeinen 7öthen. 5. Die Wolden flohen 9. Die Bäume werden weg, der feuchten Winde schön in ihrer Fülle stehn, Steg, daher die Wasser die Berge werden fliessen, flossen, nahm ab, und und Wein und Oele gies ward verschlossen, des ho- sen, das Bienlein wird hen Himmels Tiefen, die wohl tragen, bey guten hörten auf zu triefen. warmen Tagen. 6. Steh auf, du mattes 10. Davon wird unser Feld, aus deinem Trauer- Theil das ew'ge Gut und Belt, steh auf, und laß nun Deil uns alleſamt zumes wieder die füsse Sommer- fen, wir werdens sehn und Lieder, zu deines Scho- essen, und mit dem Gut pfers Ehren mit Lust und der Erden, zur Gnug' ge Freude horen. sättigt werden. 7. Sieh hier, der Son 11. Nun GOTT ist nen Zier geht wieder fromm und treu, fein schön herfür, bringt nach Huld ist immer neu, und dem Schlagg' und Regen läßt sich leicht verfühnen, den lieben warmen See- giebt, was wir nicht vers gen, und wirdt auf Berg dienen, läßt gnädiglich und Thalen mit wunder- fich finden, lohnt nicht lichen Strahlen. this nach unfern Sünden. 8. Die Erde wird er- 12. Darum so richte quickt, und was durch Näß nun o Mensch, auch du erstickt, das wird nun wie dein Thun zu Gottes Lob der leben, und reife Früch- und Liebe, daß dein Herk te geben, die Aecker gut nicht betrübe, mit mehGetreyde, die Wiesen rerm Zornund Schmerze, Gras und Weide. Idas allerfrommste Herze. V. Gebet In gemeinen 7öthen. 351 V. Gebet um Sonnenschein, bey vielem Negen. 304. M.Wo Gott der Err.Ine uns in Gnaden bey, die GOtt, der du das Fir- wir dich findlich suchen. mament mit Wol- Wie hält sich so hart dieſe den thust bedecken: Der Zeit dein Herz und sanfte du imgleichen kannst be- Freundlichkeit? Du bist ja hend das Sonnen- Licht unser Vater. erwecken: halt doch mit 5. Gib uns von deinem vielem Regen ein, und gib Dimmels. Saal dein klauns wieder Sonnenschein, res Licht und Sonne, und daß unser Land sich freue. laß uns wieder überall em 2. Die Felder trauren pfinden Freud und Wonweit und breit, die Früchte ne, daß alle Welt erkenne leiden Schaden: weil sie frey, daß ausser dir kein mit vieler Feuchtigkeit Seegen sey, im Himmel und Nässe find beladen: und auf Erden. Dein Seegen, HErr, den 305.M. Wo Gott der Err. du gezeigt uns Armen, sich zur Erden neigt, und win Err Gott, der du fast gar verschwinden. will deiner Schaar hast zugesagt auf Erden: Daß 3. Das machet unsre fie von dir soll immerdar Missethat, und ganz verim Creuß getröstet wer kehrtes Leben, so deinen den, dazu auch das tägliche Born entzündet hat, daß Brodt, samt Rettung aus wir in Nöthen schweben. der Angst und Noth, reicha Wir müssen zeugen unsre lichen überkommen. Schuld: weil wir die Bus 2. Gib reine Luft, warm se nicht gewollt, so muß Sonnenschein, gut Thau der Himmel weinen. und fruchtbar'n Regen: 4. Doch dencke wieder Damit die Früchte wachs an die Treu, die du uns sen fein, durch deinen mile hast versprochen, und woh- den Segen, die hier zu Lans de 352 In gemeinen Nöthen. de früh und spat der Acker- letwa mit Gefahr das mann geworfen hat, auf Wetter was anzünde, halt dein Wort in die Erde. auch das Erdreich nicht zu 3. Ohn dich so ist all un- naß, auf daß wir mögen fre Kunst, Fleiß, Arbeit, Scheun und Faß, durch und Bermögen verge- deinen Seegen füllen. bens, wo du deine Gunst 6. Gib gnädig, was uns nicht geben wirft zum deine Hand jetzt thut gar Pflügen, und allen Saa- reichlich weisen: Und thu men wecken auf, daß er damit im ganzen Land all wohlreiff, und seinen Lauf Creaturen Speisen. So mit gut'm Gewin erlange. wird dich loben Groß und 4. HErr, straff mich nicht Klein, die Alten und die in deinem Zorn, gedend Kinderlein, und was auf an deine Güte: Den Erden lebet. Weinstock und das liebe 7. Wir trauen dir, o Korn uns gnädiglich be- HErre GOtt, dein' Gnahüte vor Hagel, Frost, de laß uns walten: Du Sturmwind und Schlag weiß'st wohl, was uns vor Mehlthau und was mangeln thut, haft lange schaden mag den Früchten hausgehalten, und wirst insgemeine. noch ferner so regier'n, daß 5. Vor groffer Dürre man wird deinen Seegen uns bewahr, vergieb uns spür'n, und deinen Namen unfre Sünde: damit nicht preifen. N VI. Bey grossem Uingewitter. 305.M.Erbarm dich meinzc. mit starckem Krachen von 5h GOtt! wie schreck- dir stöß'st. Wir arme blo lich ist dein Grimm, de Menschen- Kind erken wenn du starck auf den nen deine grosse Macht. Wolden gehst, und deine Drum wir in Furcht und schwere Donner- Stimm Schrecken sind, dieweil der In gemeinen Nöthen. 353. der Himmel blißt und nichts als deine Gnad, die kracht. alle Morgen neu aufgeht, 2. Der Erd- Ball, der die groß ist, und kein Ende fich sonst nicht regt, in grof hat, die jedermann stets fer Furcht erschüttert sich offen steht. Wenn du nur schnaubest, 5. Wir schreyen aus wird bewegt der Berge dem Jammerthal, durch Grund, und fürchtet dich. Christum deinen lieben Dein Arm ist starck, dein' Sohn, hinauf zu dir ins Hand ist schwer, wenn du Dimmels- Saal, um feiim Zorn fie hebest auf, und net willen unser schon. O wirfft die Strahlen hin Vater der Barmherßigund her, mit Zittern tre- keit, straf uns ja nicht wie ten wir zu Hauf. wir verschuld; uns ist die 3. Wir hatten wohl ver- Sünde herßlich leid, kehr dient, o GOtt, mit un- dich zu uns mit Gnad und fern Sünden schwer und Huld. viel, daß du uns schlügst 6. Laß nicht anzünden mit Grimm zu todt, weil deinen Bliß, was du an fast niemand gehorchen Nahrung hast verehrt; will; doch weil wir deine vor Donner- Schlägen Kinder feynd, dein Boldkluns beschüß, laß unsern und Schaafe deiner Leib feyn unversehrt: Weid, das Volck, das Sey du bey uns in unsrer feine Schuld beweint; so Noth, zu dem all Hoff hoffen wir Barmherzig- nung ist gericht't; behüt feit. vor bösem schnellen Tod, 4.Wir wissen nichts und mit deiner Hülf verlaß nirgends hin, wenn wir uns nicht. durchliefen alle Welt, zu 7. Bedecke du mit deja wem wir ficher möchten ner Hand Leib, Leben fliehn, all Creatur zur Rach Haus, Vich, Gut und sich stellt. Wir wissen Haab: erhalt die Frücht 3 Durch 354 In gemeinen othen. durch Feld und Land, und im Himmel und in aller was sonst mehr ist deine Welt? Wer hat ein folch Gab, vor Schloffen, gewaltig Reich, dem alles Hagel, Wasserfluth, vor stracks zu Fusse fällt? Feur und anderm Wet- 9. Drum sprich ein Wort, ter Schad: halt uns, oso weichet bald des schwe GOTT, in deiner Hut! ren Wetters Grausam wir wollen rühmen deine feit; Dein Wort durch Gnad. dringet mit Gewalt, drum 8.Du bist allein der HErr uns zu retten sen bereit. und Gott, dem Donner, Ach! komm! ach komm! Blis, Feu'r, Luft und und jetzt beweis', daß du Wind, dem alles stehet zu der rechte Helfer seyst; so Gebot, und seinen Willen, wollen wir dir singen thut geschwind. AchHErr! Preis, samt Christo und wo ist dir jemand gleich, dem Heilgen Geist. VII. Danksagung nach schwerem Ungewitter. 307. M. DonGott will ich zc. anflehen, schüßt. Wer sid ir haben jetzt verzu dir bekehret, der bleibet nommen, wie du unversehret, wie sehr ei HErr Zebaoth, zu uns bist kracht und blißt. schrecklich kommen durch 3. Ift Trubsal da mit Bliß und Feuers- Noth. Haufen, so denckst du je Wir waren gar verzehrt, derzeit an die, so dich an wenn du es nicht gewen- laufen, hilfft in Barm det, und Hülfe zugesendet, herzigkeit. Du hast an wie wir von dir begehrt. uns gedacht, wie du des 2. HErr, deine Macht nicht vergessen, der in der wir preisen, dein Zorn ist Arch gesessen, haft ihn zu uns bekannt: doch thust du Lande bracht. uns auch weisen, wie deine 4. Das Wetter ist ver Gnaden- Dand, die dich trieben durch deine Gnal und In Krieges Seiten. 355 und Kraft, du bist stets bey du gethan: von deiner uns blieben, hast Sicher Hülf wir singen, ach! heit verschafft, wie du, nimms in Gnaden an, HErr JEsu Christ, im durch Christum deinen Schifdem Meer gedráuet, Sohn, um sein's Verdiendie Jünger drob erfreuet, stes willen, der deinen gewährt des Teufels List. 3orn kann stillen, der 5. Du hast Haus, Hof, wahre Gnaden- Thron. Leib, Leben, und was ein 7. Wenn du am Jungs jeder hat, mit deinem sten Tage, der schon ist Schuß umgeben, bey uns angestellt, mit deinem und unsrer Stadt; dein Donner- Schlage anfreundlich Angesicht läßt zünden wirst die Welt; du uns wieder schauen, die So streck aus deine wir uns dir vertrauen mit Hand, und zeuch uns, die starder Zuversicht. wir glauben an dich, und 6. Dand Opfer wir treu verbleiben, hinauf dir bringen, für dis, was ins Baterland. VIII. In Krieges- Zeiten. 3 308. In eigener Mel. Ungemach, daraus uns u Friede Fürst, niemand helfen kann, denn HErr JEfu Christ, Du, drum führ die Sach! wahr'r Mensch und wah- dein'n Vater bitt, daß Er rer GOTT! ein starcker ja nicht im Zorn mit uns Noth- Helfer du bist, im woll' fahren. Leben und im Tod. Drum 3. Gedenck, HErr, jeßo wir allein im Namen an dein Amt, daß du ein Dein, zu deinem Vater Fried- Fürst bist, und hilf schreyen. uns gnädig allesamt jetzt 2.Recht groffeNoth uns und zu aller Frist, laß uns stoffet an, von Krieg und hinfort dein göttlichs 32 Wort 356 In Krieges- Seiten. Wort in Fried noch langer der solch's wohl kann aus schallen. richten. 4. Verdienet hab'n wir 309. Mel. Was mein GOtt alles wohl, und leidens mit will das gescheh allzeit. Geduld: Doch deine Gnad Gzib Fried, o frommer unfre Sund und Schuld. ter aller Gnaden! wend ab Darum vergib nach dei die groß vorstehend Noth, ner Lieb, die du vest zu verhüt all unsern Scha uns trågest. den. Der Feind mit Macht 5. Es ist groß Elend und dahin nur tracht't, die Gefahr, wo Pestileng re- Völcker zu verheeren, die, giert: aber viel grösser ists deinen Sohn, den Hei fürwahr, wo Krieg gefüh- land fromm, erkennen, ret wird, da wird veracht't lob'n und ehren. und nicht betracht't, was recht und löblich wäre. 2. Gib Fried, o JEfu, lieber HErr, du Schüße 6. Da fragt man nicht deiner Deerde! es langet nach Ehrbarkeit, nach an dein Amt und Ehr, den Zucht und nach Gericht, Gottesdienst so werthe, dein Wort liegt auch zu solchs all's der Feind mit solcher Zeit, und geht im Ernst jetzt meint, will Schwange nicht; drum hindern und ausrotten: hilf uns, HErr, treib von drum steh uns bey, HErr uns fern Krieg und all JESU frey, die Feinde schädlich Wesen! mach zu Spotte. 7. Erleucht auch unser 3. Gib Fried, o Her Sinn und Herz, durch den GOtt Heilger Geist, du Geist deiner Gnad, daß Tröster aller Blöden wir nicht treiben draus Dein' Hilf uns jetzt unt ein'n Scherk, der unser allzeit leist; laß dein' Kird Feelen schad. O JEsu nicht veröden. Das G'be Christ, allein du bist, lerweck' den Glauben stár gin In Krieges Zeiten. 357 gib wahre Buß und Reue; treu, hilf, daß sich bey uns Die Feinde stürk, dein lo e der Krieg und fein Bold beschüß, auf daß Geschrey. sichs ewig freue. 10 310. m. un lob, mein'Seel, den Erren. * Gott 3. Sey tausendmal will kommer, eu theure werthe Friedens- Gab, jetzt fehn Ott Lob! nun ist er wir, was für Frommen chollen das e le Fried- dein ben uns wohnen in und Freuden- Wort, daß sich hab; In dir hat Gott nunmehr ruhen tollen die versendet all unser Glück Spieß und Schwerdterlund Heil: wer dich betrübt und ihr Mord. Wohl und krändet, der drückt auf, und nimm nun wie- ihm selbst den Pfeil des der dein Saiten Spiel Herk'leids in das Herze, hervor. O Teutschland! und löscht aus Unverstand finge Lieder, im hohen die güldne Freuden Kerze vollen Chor. Erhebe dein mit seiner eignen Hand. Gemüthe zu deinem GOtt 4. Das drückt uns nies und sprich: HErr, deine mand besser in unsre Seel Gnad und Güte bleibt und Herß hinein, als ihr dennoch ewiglich. zerstöhrten Schlöffer und : 2. Wir haben nichts Städte voller Schutt und verdienet, als schwere Stein; ihr vormals schöne Straf und grossen Zorn, Felder mit frischer Saat weil stets noch bey uns bestreut, jetzt aber lauter grünet der rechte schnöde Wälder, und dürre wuste Sünden- Dorn. Wir sind Heid; ihr Gråber voller fürwahr geschlagen mit Leichen, und blut ger Hels harter, scharfer Ruth, und den- Schweiß, der Helden, dennoch muß man fra- jderer gleichen auf Erden gen: Wer ist, der Busse man nicht weiß. thut? Wir sind und bleiben 5. Hier trübe deine Sin bose: Gott ist und bleibet nen, o Mensch! und laß den 33 358 In Krieges Zeiten. den Thränen- Bach aus deine Güte hoffen, und zu benden Augen rinnen, geh dir rufen. in dein Herß, und dende 2. Machezu Schanden nach, was GOtt bisher ge alle, die dich hassen, die sendet, das hast du ausge- fich allein auf ihre Macht lacht? nun hat er sich ge- verlassen. Ach! kehre dich wendet, und väterlich be- mit Gnaden zu uns Ardacht, von Grimm und men, laß dichs erbarmen. scharfen Dingen, zu dei 3. Und schaff uns Bey nem Heil zu ruhn; ob er stand wider unsre Feinde: dich möchte zwingen mit wenn du ein Wort sprichst, Lieb und Gutes thun. werden sie bald Freunde; 6. Ach! laß dich doch er- fie müssen Wehr und wecken, wach auf! wach Waffen niederlegen, kein auf! du harte Welt, eh Glied mehr regen. als das tarde Schrecken 4. Wir haben niemand, dich schnell und plößlich dem wir uns vertrauen: überfällt! wer aber Chri- vergebens ist, auf Menftum liebet, sey unerschrock schen. Hülfe bauen. Mit nes Muths, der Friede, dir wir wollen Thaten den er giebet, bedeutet alt hun und kämpfen, die les Guts. Er will die Feinde dampfen. Lehre geben: Das Ende 5. Du bist der Held, der naht herzu, da folt ihr sie kann untertreten, und ben GOtt leben in ew das bedrängte kleine Häufgem Fried und Ruh. lein retten. Wir trau'n 311. M. Sertliebster Jesu, auf dich, wir schrey'n in was hast du verbrochen JEsu Namen: Hilf, Hel unser Amen. faß nicht zu Schanden 12. mel. Singen wit que fer, Bergens Grund. werden die, so in ihren Nöthen und Beschwerden des sich freuet Leib und ben Tag und Nacht auf reuer Seel, S In Krieges Seiten. 359 Seel, der du weisfest alles 5. Kläglich schreyen wir Leid deiner armen Chri- zu dir, Flopfen an die stenheit: D du Wächter, Gnaden- Thür: Wir, die der du nicht schläfit noch Du mit höchstem Ruhm Schlummerst, zu uns richt oir erkauft zum Eigendein hulfreiches Angesicht. thum: Deines Vaters 2. Scheu, wie grosse Born abwend, der wie Noth und Quaal trifft lauter Feu'r jetzt brennt, dem Volck jetzt überall, und schier alle Welt durch täglich wird der Trübfal rennt. mehr, hilf, ach! hilf, schüß 6. Zeig Ihm deine Wuns deine Ehr, wir verderben, den roth, red von deinem wir vergehn, nichts wir Creuß und Tod, und was fonst vor Auge sehn, wo du Dumehr haft gethan, zeig nicht ben uns wirst stehn. Jhm unfertwegen an: fa3. Doherpriester, JEfuge, daß du unsre Schuld Chri, der du eingegan- hast bezablet in Geduld, gen bist in den heil'gen uns erlanget Gnad und Ort zu GOtt, durch dein Huld. Kreuß und bittern Tod: 7. JEfus, der du JE uns verföhnt mit deinem fus heißt, als ein JEfus Blut, ausgelöscht der Höl- Hülfe leist! Hilf mit deis len- Glut, wiederbrachtner starden Hand, Mendas hochste Gut. schen Hilf hat sich ges 4. Sißest jest ins Va wandt. Eine Mauer um ters Reich, ihm an Macht uns bau, daß dem Feinde und Ehren gleich, unfer davor grau, und mit Zit. Mittler und Patron, tern sie anschau. feine höchste Freud und 8. Liebster Schatz, ImKron, den Er in dem Her- manuel, du Beschüßer Ben trägt, wie sich selbst meiner Seel, GOtt mit zu lieben pflegt, dem Eruns in aller Noth, neben keine Bitt abschlägt. luns und in uns GOTT, 34 Gott 360 In Krieges Zeiten. GOtt für uns zu allergen steuren kann, der da Zeit, Troß dem, der uns Spieß und Schwerdt zer: thut ein Leid, Gottes bricht, der die Bogen Straf ist ihm bereit. macht zunicht, der die Wa9. Deines Vaters star- gen går verbrennt, und der Arm, komm und un- der Menschen Herze ser sich erbarm; Laß jetzt wendt, daß der Krieg ge sehen deine Macht, drauf winnt ein End. wir hoffen Tag und Nacht: 13. JESU, wahret aller Feinde Koppel trenn, Friede- Fürst, der der daß dich alle Welt erkenn, Schlangen hat zerknirsch aller Herren HERREN ihren Kopf durch seiner Tod, wiederbracht der nenn. 10. Andre trauen ihrer Fried bey GOtt; gib uns Kraft, ihrem Glück und Frieden gnädiglich, ſo Ritterschaft: Deine Chri- wird dein Bold freuer sten sehn auf dich, trauen sich, dafür preisen ewig dir sich veftiglich, laß sie dich. werden nicht zu Schand, 313. In eigener Mel. bleib ihr Helfer und BeyVerleih uns erleih uns Frieder stand, sind sie dir doch gnädiglich, HERI gang bekannt. GOtt, zu unsern Zeiten 11. Gürte dein Schwerdt es ist doch ja kein ander an die Seit, als ein Held, nicht, der für uns könnt und für sie streit: Und streiten, denn Du unse: zerschmettre deine Feind', GOTT alleine. Gib un fo viel ihr'r auf Erden serm König und aller seynd. Auf die Hälfe tritt Obrigkeit Fried und gu du ihn'n, leg fle Dir zum Regiment, daß wir unte: Schemel hin, und brich ihnen ein geruhiges uni ihren stolßen Sinn. stilles Leben führen mo 12. Du bist ja der Held gen, in aller Gottseeligkei und Mann, der den Krie- und Ehrbarkeit, Amen. 314. M In Krieges Zeiten. 361 7314. M. Kommt ber zu mir, ben in ihrem Blut, wirst spricht GOttes Sohn. erzage nicht, o Häuf du mit Augen schauen. Verze 5. Amen, das hilf, lein klein, ob schon HErr JEfu Christ, die die Feinde willens seyn, weil du unser Schutzdich gänzlich zu verstöhren, HErr bist, hilf uns durch und suchen deinen Unter- deinen Namen; So wolgang, davor dir wirdrecht len wir, deine Gemein, angst und bang, es wird dich loben und dir dancknicht lange währen. bar seyn, und frölich sin2. Dich tröste nur, daß gen, Amen. deine Sach ist Gottes, 315. Mel. Warum betrübst dem befiehl die Rach; laß du dich mein Hertz. Ihn alleine walten: Er schwer die Laft, die Erie ist und wird durch seinen Gideon, den Er wohl kennt, dir hel- du uns aufgeleget haft, o fen schon, dich und sein aller Götter GOTT! Wort erhalten. GOtt, der du streng und 3. Sowahr GOtt GOttjeifrig bijt, dem, der nicht ist und sein Wort, muß fromm und heilig ist. Teufel, Welt und Höllen 2. Die Last, die ist die Pfort, und was dem thut Krieges- Fluth, so jetzt die ranhangen, endlich werden Welt mit rohem Blut e zu Hohn und Spott. und heissen Thränen füllt; r GOttist mit uns, und wir Es ist das Feu'r, das hist mit GOTT, den Sieg und brennt, so weit fast woll'n wir erlangen. Sonn und Mond sich 4. Drumsey getrost, duwendt. r kleines Heer, streit ritter 3.Groß ist die Laft, doch lich für Gottes Ehr, und ist dabey dein starder laß dir gar nicht grauen, Schuß und Bater- Treu Er wird den Feinden neh- uns gar nicht unbekannt, m'nden Muth, daß sie ster- ldu strafft, und mitten in 35 dem r 362 In Krieges- Zeiten. dem Leid erzeigst du Lieblzum tiefsten Untergang; und Freundlichkeit. der Menschen Hütten sind 4. Wir unters Theils zerstöhrt, die Gottes- Hau find dir verpflicht't dafür, fer umgekehrt. daß Du Dein Heil und 9. Ben uns ist ja noch Licht uns niemals gang Policey, auch leisten wir versagt: Viel andre haft noch ohne Scheu dem du abgelohnt, uns hast du HErren seinen Dienst; ja noch oft verschont. man lehrt und hört ja fort 5. Wie manchmal hat und fort alltäglich bey uns sich hier und dar ein groß Gottes Wort. fes Wetter der Gefahr um 10.Wer dieses nun nicht uns gezogen auf! Dein' will verstehn, läste in die Hand, die Erd und Him- Luft und Winde gehn, mel trågt, hat Sturm und und, bey so hellem Licht, Wetter beygelegt. nicht Gottes Gnad und 6. Wie oftmals hat bey Gut erkennt, der ist für Tag und Nacht der Feinde wahr durchaus verblendt. List und grosse Macht uns 11. O frommer Gott, deine Heerd, umringt! nimm von uns hin solch Du aber, o du treuer Hirt, Unvernunft, richt unferm haft unsern Wolf zurück Sinn, daß wir mit Dandgeführt. barkeit, mit Lobgefang 7. Biel unsrer Brüder und füssen Ton uns finden find geplagt, von Haus stets vor deinen Thron. und Hof darzu verjagt: 12. Nicht unferm Werk, wir aber haben noch beym nicht unserm Thun; at Weinstock und beym Fei- lein dir, dir, o Gnadengenbaum, ein jeder seinen Brunn, gebührt all Chr Sik und Raum. und Ruhm; wir haben 8. Sieh an, mein Herk, Zorn und Tod verschuld't wie Stadt und Land an du zahlest uns mit Lich vielen Orten ist gewandtlund Huld. 13.2a In Krieges Seiten. 363 13. Laß diese Lieb, als vieler Seufßer, die der eine Glut in uns entzün- Schmerz uns aus dem den Herz und Muth, gib Herßen zwingt. Du bist Engelische Brunst, das al- ja GOTT, und nicht ein le unsre lederlein zu sin- Stein, wie kannst du denn gen dir bereitet seyn. so harte seyn. 14. Laß auch einmal, 17. Wir sind an bdsen nach so viel Leid, uns wie- Wunden krand, voll Ei der scheinen unsre Freud, ter, Striemen, Koth und des Friedens Angesicht, Stand; du, HErr, bist das mancher Mensch noch unser Arzt. Geuß ein, nie einmal ge dhaut in die- geuß ein dein Gnadensem Jammerthal. Dehl, so wird geheilet 15. Sind wirs nicht leib und Seel. werth, so sich doch an die, 18. Nun du wirsts so kein Unrecht je gethan, thun, das glauben wir, die kleinen Kinderlein: ob gleich noch wenig scheis Soll'n sie denn in der nen für die Mittel in der Wiegen noch mit tragen Welt; wenn alle Mittel dieses schwere Joch? stille stehn, denn pflegt 16. Erbarm dich, odein Helfen anzugehn. barmherzigs Herß, fo IX. In Sterbens- Läuften. 316. M. Wenn wir in hoch- 2. Behüt uns deine sten othen seyn. Kinderlein, um Chrifti No GOtt! in Gna- unsers HErrn Pein, vor den von uns wend Pestilent und schnellen dis groffe Creuß und Tod, und laß uns nicht in groß Elend, damit wir dieser Noth. find umgeben gar, und 3. In dieser Noth ach! stehn all Aug'nblick in laß uns nicht, wend von Gefahr. uns, HErr, dein Zorn- Gericht, 364 In Sterbens- Läuften. AG! richt, daß dir lobsinge unser 4.Was wollen wir denn Mund, für deinen Schuß fürchten sehr den Tod auf aus Herzens- Grund. dieſer Erden? Es muß ein317.M.Wo Gott der Err. mal gestorben seyn: O lieben Christen send wohl ist hie geweſen, wel getrost, wie thut ihr cher wie Simeon eins so verzagen, weil uns der schläft, sein Sünd erkennt, HErr heimsuchen thut? Christum ergreift! so maß last uns von Herzen fa- man seelig sterben. gen: Die Straf wir wohl verdienet han. 5. Dein' Seel bedenck, Solchs bewahr dein'n Leib, laß muß bekennen jedermann; GOtt den Vater sorgen; niemand darf sich aus fein' Engel deine Wächter schliessen. fenn, behüten dich vorm 2. In deine Hand uns Argen; ja wie ein' Henn geben wir, o Gott, du ihr Küchelein bedeckt mit lieber Vater! denn unser ihren Flügelein; So thut Wandel ist bey dir, hie der HErr uns Armen. wird uns nicht gerathen. 6. Wir wachen oder Weil wir in dieser Hütten schlafen ein, so sind wir ja seyn, ist nur Elend, Trub- des HErren, auf Chris fal und Pein, ben dir der stum wir getaufet seyn, der Freud wir warten. kann dem Satan währen. 3. Kein Frucht das Wei- Durch Udam auf uns komt. Ben. Körnlein bringt, es der Tod; Christus hilft fall denn in die Erden: so uns aus aller Noth, drun muß auch unser irrd'scher loben wir den HErren. Leib zu Staub und Aschen 318. Mel werden, eh er kommt zu Err, straf mich nicht in deinem 2c. der Herrlichkeit, die du, be frommer und ge aller die reit't durch deinen Gangsauf dich hoffen! es hat uns leine schwere Noth, durd zum Bater. deine In Sterbens- Läuften. 365 deine Hand getroffen; dein 5. Lehr- Amt und andre Zorn der drückt uns mit Ordnung mehr gehn nicht Gewalt, und wirft die in vollem Schwange; all Menschen, jung und alt, unsre Nahrung welcket mit Petilentz darnieder. sehr, uns ist von Herzen 2. Du bist gerecht, und bange; und wissen weder dein Gericht kann unser ausnoch ein, o Bater! fich keiner strafen: Von we- doch gnädig drein, und thu gen unser Sund geschicht, uns wieder trösten. daß wir so schnell entschla- 6. Las ab von uns mit fen. Ja, unfre grosse Mis deiner Ruth, nimm fie fethat dich so gar hoch be- von unsern Rücken; was wegen hat, dein'n Pfeil hast du Nug an unserm in uns zu schieffen. Blut, wenns thut der 3.OHErr, vergib, und Tod hinzücken? Ein todstraf uns nicht im Zorn ter Körper dich nicht preiso gar geschwinde, kehrs't, noch jemand zur Er- a doch des Baters Angesicht kenntniß weis't deines zu deinem lieben Kinde: hochheilgen Namens. laß finden den gerechten 7. Erzeig uns Gnad, o Grimm, uns wieder zu frommer HErr, thu deis Genad'n annimm, umnen Grimm, aufheben, deines Namens willen. und sen mit deiner Hülf 4. Sieh, HErr, wie wir nicht fern, du hast ja Lust betrübet gehn, kraftlos zum Leben, und bist ein mit Furcht umgeben: in GOtt von Wahrheit vest, Angst und grossen Sor- der seinen Zorn bald fahgen stehn, und in viel ren läßt, wenn man dich Kummer schweben, die herzlich bittet. Nachbarschaft sich vor uns 8. OJEfu Christe, un fcheucht, ein jeder vor uns ser Heil, thu alles Unglück läuft und fleucht, als wa- wenden, nimm doch den ren wir verbagnet. Bogen und die Pfeil aus 366 In Sterbens Läuften. deines Vaters Danden; vons Teufels Stricken heiß den Verderber hören gnädiglich, und von der auf, daß er nicht so ge- Pestilenge. schwinde lauf, zu würgen 2. Mit seinen Flügeln deine Brüder. deckt Er dich, auf Ihn folt 9. Dein Will gescheh du vertrauen, sein' Wahr wir bitten all, in Noth heit schüßt dich g'waltig uns nicht verlaffe; hilflich, daß dich bey Nacht uns, nach deinem Wohl- kein Grauen, noch Be gefalln, du weiß'st die trübniß erschrecken mag, rechte Maasse, und wirst auch kein Pfeil, der da wohl deine Zeit ersehn, fleugt ben Tag, weil dir wenn uns hierin soll Hulf sein Wort thut leuchten. geschehn, daß woll'n wir 3. Kein' Pestilent dir dir vertrauen. schaden kann, die in dem 10.0 Heilger Geist, mit Finstern schleichet; Kein deiner Kraft, die sterben Seuch noch Kranckheit sollen, stårde, daß man rührt dich an, die im Mit des Glaubens Ritterschaft tag umstreichet. Ob tauan ihrem End vermercke; send sterben dir zur Seit, und sie also mit Fried und und zehen tausend ander. Freud ihr'n Abschied neh- weit: Soll es dich doch men aus der Zeit, in nicht treffen. Christo, unserm HErren. 4. Jadu wirst auch noch 309. M. Wo Gott der Err Lust und Freud mit dei nicht bey uns hält. nen Augen sehen an der B er in dem Schuß des Gottlosen Herßeleid, wen Hochsten ist, und sich Bergeltung wird g'sche GOtt thut ergeben; der hen: Weil der HErr ist spricht: du, HErr, mein' dein' Zuversicht, und dir Zuflucht bist, mein GOtt, der Höchst sein'n Schuß Hoffnung und Leben: Der verspricht, drum, daß du du wirst ja erretten mich Ihn vertrauest. 5. Rein In Sterbens Läuften. 367 5. Kein Ulebels wird behüten: Ich will allzeit begegnen dir, fein' Plag sein Helfer seyn, drum dein Haus wird rühren, daß er kenn't den Namen denn Er sein'n Engeln für mein: Des soll er sich ja und für befiehlet dich zu trösten. # führen, und zu behüten 8. Er ruft mich an als vor Unfall, auf Händen seinen GOTT, drum will tragen überall, daß kein ich ihn erhören: Ich bin Stein dein'n Fuß leßze. bey ihm in aller Noth, ich 6. Auf Low'n und Ot- will ihm Dulf gewähren: tern wirst du gehn, und Zu Ehren ich ihn bringen treten auf die Drachen: will, lang's Leben ihm Auf jungen Löwen wirst auch geben will, mein Heil du stehn, ihr' Zähn und will ich ihm zeigen. Gift verlachen: Denn dir 9. Ehr sey dem Vater der keines schaden kann. und dem Sohn, und Kein' Seuch kommt dem dem Heiligen Geiste: Alls vom andern an, der auf es im Anfang war und GOtt thut vertrauen. nun, der uns sein' Gnade 7. Er begehrt mein leiste, daß wir wandeln in aus Herzensgrund, und seinem Pfad, daß uns der hofft auf meine Güte, arge Feind nicht schad. drum helf ich ihm zu aller Wer das begehrt, sprech Stund, ich will ihn wohl Amen! Von den Gütern des Heils. I. Vom Erkenntniß Gottes und JEsu. 320. M. O GOtt! du from. Wenn Werck und Leben mer GOtt. dir dessen, was du sagst, Beweiß und Zeugniß ge u fagst: Ich bin ein ben, so steht es wohl um Christ. Wohlan! dich. Ich wünsche, was die sprichst, 3 368 Dom Erkenntniß Gottes. spricht, zu werden alle Gottes Kind, dich, wie du Tag, nämlich ein guter haft versprochen, in allem Christ. Thun erzeigt, dem Guten 2. Du sagt: Ich bin ein nachgestrebt? Hat nicht Christ. Der ists, der JE- der alte Mensch bisher in fum fennet, und seinen bir gelebt? GOTT und HErrn Jhn 6. Du sagst: Ich bin nicht alleine nennet, fon- lein Christ, weil Gottes dern thut auch mit Fleiß, Bort und Lehre ohn alwas fordert sein Gebot; len Menschen- Tand, ich thust du nicht auch also, ist, fleißig lef' und höre. Ja was du sagst, ein Spott. Lieber! thust du auch, was 3. Dusagit: Ich bin ein dieses Wort dich lehrt? Christ. Wer sichs will nen- Nicht der's hört, sondern nen lassen, muß lieben, thut, der ist bey GOtt was ist gut, mit Ernst das geehrt. Bose haffen, der lieber 7. Du sagst: Ich bin ein Chriftum nicht, der noch Christ, ich beichte meine die Sünden liebt, ist auch Sünden, und laß beym kein Christ, ob er sich gleich Beicht- Stuhl mich auch den Namen giebt. oftermalen finden. Findt 4. Du sagst: Ich bin ein aber sich, mein Freund, Christ, denn ich bin ja be- jich bitte, sag es mir, nach Sprenget mit Wasser in abgelegter Beicht die der Lauf, mit Christi Beß'rung auch bey dir? Blut vermenget. Ja 8. Ach! du bleibst nach wohl; haft aber du gehal- wie vor, dein' Worte, ten auch den Bund, den Werck und Sinnen, wird du mit GOtt gemacht in oftmals ärger noch. Dein jener Gnaden- Stund? Borsaß und Beginnen 5. Hast du ihn nicht vorgeht nach dem alten Trieb: långst gar oft und viel Und was noch gut soll gebrochen? Hast du, als seyn, ist, wenn mans recht besicht, und JEsu. 369 befieht, nur lauter Heu- stus war; wenn reine Liea be rinnet aus deines Herchel- Schein. 9. Du sagst: Ich bin ein Bens Quell, wenn du deChrist, ich laß mich speis'n müthig bist von Herken, und tráncken mit dem, wie der HERR, so sag: was Christus mir im Du seyst ein Christ. Abendmahl will schen- 13. So lang ich aber den: Wohl! aber zeige noch an dir erseh und ſpü mir, ob Christi Leib undre, daß Stolß und Uebers Blut in dir zur Heiligung muth dein'n Sinn und auch seine Wirkung Hertz regiere; Wenn an thut? der Sanftmuth Stell sich 10. Du sagst: Ich bin zeiget Haß und Neid; so ein Christ, ich bete, lef und bist du ganz gewiß vom finge, ich geh ins GOttes- Christenthum sehr weit. Haus, sind das nicht gute 14. Sagst du: Ich bint Dinge? Sie sind es, aber ein Christ, und rühmst wenn sie werden so ver- dich des mitFreuden: thust richt't, daß GOTT auch aber du auch mehr, als stets dabey ein reines Her- andre kluge Heiden? Ach! öfters nicht so viel, was Be kriegt. 11. Du sagst: Ich bin Gutes sie gethan. Sie ein Christ: Ich fan dirs werden dorten dich gewiße nicht gestehen, es sey dennlich klagen an. daß ichs werd aus deinem 15. Sagnicht: Ich bin Wandelsehen. Wer sagt ein Christ, bis daß dir und rühmet, daßer Chri- Werck und Leben auch des stum angehör, und auch sen, was du sagst, Beweis fein Junger sey, mußwan- und Zeugniß geben. Die deln gleichwie Er. Wort sind nicht genug; ein 12. Bist du ein solcher Christ muß ohne Schein Christ, so must du seyn das, was er wird genannt, gesinnet, wie Jesus Chri- im Wesen selbsten ſeyn. Aa 16. Ach 370 Dom Erkenntniß GOttes 321. In eigner Mel. 16. Ach mein GOTT! wind't kein Feind: Der gib Genad, mich ernst- Leib hat was er will, Ge lich zu befleissen, zu seyn sundheit, Hüll und Füll. ein wahrer Christ, und 4. Nein! es ist Seelennicht nur so zu heissen: Pein, es kommt mir aus Denn welcher Nam und dem Herßen, und dringt That nicht hat und führt durch Marck und Bein. zugleich, der kommet nim- Nun dis, dis liegt mir an, mermehr zu Dir ins Him- daß ich nicht wissen kan, melreich. ob ich ein wahrer Christ, und du mein JEfus bist. 5. Es ist nicht so gemein, Erleucht mich, HERR, ein Chrifte seyn, als heißmein Licht, ich bin mir sen: ich weiß daß der allein selbst verborgen, und ken- des Namens fähig ist, ne mich noch nicht: Ich der seine liebste Lust durch mercke dieses zwar, ich sey Christi Kraft zerbricht, nicht, wie ich war; indessen und lebt ihm selber nicht. fühl ich wol, ich sey nicht, 6. Es ist ein Selbst- Be wie ich soll. trug, mit diesem Wahn 2. Ich lebt in stolzer sich speisen, als ob dis Ruh, und wuste nichts von schon genug zur GlauSorgen vor diesem; aber bens- Probe sen, daß nu bin ich gang voller man von Lastern frey, Braft, und mir selbst eine die auch ein blinder Heid, Last: Was vormals meine aus Furcht der Schande Freud, macht mir jetzt meid't Herbeleid. 7.Derzeucht nur Chri3. Kein zeitlicher Ver- stum an, der aus sich selbst luft verursacht diesen gegangen, und seines Flei Schmerzen, so viel mir jessches Wahn, Vermögen, bewust: Mich liebt manch Lust und Nath, Gut, Ehr, treuc: Freud: Mich über- und was er hat, von Her Ben und JEsur. 371 Ben haßt, und spricht: dem Fleisch gefällt, rein Nur JESUS ist mein ab, und Christo an, so ist Licht. die Sach gethan. 8.Das ist des Glaubens 12. Du Erd- Wurm, Wort und durstiges Ber- soltest du dem Kön'ge dich langen: HErr JEfu! sey versagen, dem alles stehet mein Hort, Versöhner, zu, der allein weis und HErr und Schild, und reich, der alles ist zugleich, führ mich, wie du wilt; der selbst die ganze Welt dein bin ich, wie ich bin, erschaffen und erhält. nimm mich zu eigen hin. 13.Wenn alles wird ver9. Wer dis nicht gründ- gehn, was Erd und Himlich mennt, des Glaubist melheget, so bleibt Er vest noch untüchtig, der bleibt bestehn, sein Wesen nimmt noch GOttes Feind: Sein nicht ab, dieGottheit weiß Hoffnungs Grund ist kein Grab, und wen er Sand, und hält zulegt einmal kennt, des Wohlnicht Stand. Der eingestand nimmt kein End. Glaubens- Grund ist die 14. Wer aber in der Zeit ser Gnaden- Bund. mit ihm sich nicht verträs 10. Hier, sorg ich, fehlt es get, der bleibt in Ewigkeit mir, die Lieb ist noch nicht von GOttes Freudensrichtig, die ich, HERR Haus gant, ganz geschloss Christ, zu dir jetzt habe, sen aus, vergöß er in dem weil ich doch ben nah ein Weh auch eine ThränenChriste noch, die Welt und See. Lust noch mehr geliebt, 15. Wünscht nun Gott als deine Ehr. den Vertrag, laß ihn dein II. Mein Herk, begreif Ja- Wort schlichten, o liedich nu, ich muß es redlich be Seel, und sag: Dir opfr wagen, ich komm eh nicht ich gänglich auf, o mein zur Ruh: Sagst du hier- HOtt! meinen Lauff und mit der Welt, und was Geist, und Leib, und Blut, Aa 2 Lust, 372 Vom Erkenntniß GOttes Lust, Ehre, Haab und tragen, da sich göttlich Gut. Trauren findt, die befeuf16. Thu was du wilt, ßen und beklagen ihr und mit mir: werd ich nur zu- andrer Leute Sünd: Die gerichtet zu deinem Preis deshalben traurig gehn, und Zier, ein Faß der oft vor Gott mit ThraHerrlichkeit, mit deinem nenstehn: Diesefollen noch Heil bekleid't, geheiligt auf Erden, und denn dort nun und dann; wohl mir! getröstet werden. so ists gethan. 4. Selig sind die from 322.MT. Freu dich sehr, ose. men Herßen, da man Dommt, laßt euch den Sanftmuth spüren kan, HErren lehren, komt welche Hohn und Truß und lernet allzumahl, wel- verschmerzen, weichen che die sind die gehören zu gerne jedermann. Die der rechten Christen Zahl: nicht suchen eig'ne Nach, Die bekennen mit dem und befehlen GOTT die Mund, glauben vest von Sach: Diese will der Herr Herzens- Grund, und be- so schützen, daß sie noch das mühen sich daneben, Guts Land besitzen. zu thun, so lang fie leben. 5. Selig sind, die sehn2. Selig sind, die De- lich streben nach Gerechmuth haben, und sind all tigkeit und Treu, daß in zeit arm im Geist, rühmen ihrem Thun und Leben fich gar keiner Gaben, daß kein' Gewalt noch Unrecht GOTT werd allein ge- sey. Die da lieben gleich preist, dancken dem auch und recht, sind aufrichtig, für und für: Denn das fromm und schlecht. Geiß, Himmelreich ist ihr. GOtt Betrug und Unrecht haf wird dort zu Ehren setzen sen, die wird GOTT satt die sich selbst gering hier werden lassen. schagen. 6. Selig sind, die aus 3. Selig sind, die Leide Erbarmen sich annehmen fremder und JEsu. 373 fremder Noth, find mitlei- den, und gerecht befunden dig mit den Armen, bitten seyn. Ob des Creußes treulich für sie GOtt: Die gleich ist viel, setzet Gött behilflich sind mit Rath, doch Maas und Ziel, und auch wo möglich, mit der hernach wird ers belohnen That, werden wieder Hülffewig mit der Ehren- Kroempfangen, und Barm- nen. herzigkeit erlangen. 10. Herr, regier zu allen 7. Selig sind, die funden Zeiten meinen Wandel werden reines Herzens hier auf Erd, daß ich soljederzeit, die im Werck, cher Seeligkeiten aus GeWort und Geberden lie- naden fähig werd! Gib ben Zucht und Heiligkeit. daß ich mich acht' gering, Diese, welchen nicht ge- meine Klag oft vor dichy fällt die unreine Lust derbring: Sanftmuth auch Welt, sondern sie mit an Feinden übe, die GeErnst vermeiden, werden rechtigkeit stets liebe. schauen GOtt mit Freu den. 11.Daß ich Armen helf und diene, immer hab ein 8. Selig, find die Friede reines Herz, die in Unmachen, und drauf sehn fried stehn, verfühne, dir ohn Unterlaß, daß man anhang in Freud und mög in allen Sachen flie- Schmerk! Bater, hilf hen Hader, Streit und von deinem Thron, daß Haß. Die da stiften Fried ich glaub an deinen Sohn, und Ruh, rathen allerseits und durch deines Geistes dazu, sich auch Friedens Stárcke mich befleisfe felbst befleissen, werden rechter Wercke. Gottes Kinder heiffen. 9. Selig find, die müssen dulden 23. m. OGØtt! du from. mer GOtt. gung, Angst und Pein, da fie es doch nicht verschulWeisheit aus der Höh! gieb du mirzu erkennen bey meinem 11nAa 3 vers 374 Dom Erkenntniß GOttes verstand, was Weisheitlichs in deinem Sohn und sey zu nennen: Vor allem dir allein anfang. aber gib, daß ich dich recht 5. Sinck ich unachtverehr, aus deines Geistes samlich in SchwachheitsKraft, nach deines Soh- Sünden nieder, so richte nes Lehr. du mich bald durch deine 2. Ich leb im Christen- Hülfe wieder, daß ich mich thum, laß mich doch stets auf dich, mit offnem Christlich leben, auf dei- Angesicht, und nimmer nes Sohnes Pfad, nach weg von dir, auf diese reiner Tugend streben, Welt- Bahn richt. weil ich dir zugesagt: 6. Deintheures Pfand, Ich wollte deinen Will'n, mein Geist, mein Ehre, nach meiner Taufe Gut und Leben, sey dir, o Bund, genau durch dich HERR, allein in deinem erfüll'n. Schuß gegeben: Mein 3. Die Lehr entspringt Höchster was ich bin, werf von dir, sey du mein rech- ich in deine Hånd: Wiedu ter Lehrer: Bist du der mein Anfang bist, so bleib Weisheit Quell, so seylauch stets mein End. auch ihr Vermehrer. Was 324. Mei. Ach! was soll ich hilft mir mein Bemühn, Sünder machen. mein Lefen, mein Stu- Treuer Bater! deine dirn? nicht Liebe, aus dadurch zur wahren Tu- heissen Triebe mich in gend führn? Christo auserwählt, und, 4. Mein Dencken und eh ich zur Welt gebohren, mein Wort, mein Thun schon zur Kindschaft ausund auch mein Lassen, re- erkohren, und den Deinen giere ganß nach dir. Soll zugezählt. ich was weiters faffen: So 2.Hat mich zwar bisher gib, daß dirs allein zu Lob gesehen, als ein Faß des und Ruhm gelang, wie Bornes gehen, doch getra gen und JEsu. 375 gen mit Geduld: So, daß selbsten Herz und Sinn! du nicht wollen straffen, Eaß mich diese Welt vernoch mich aus den Wegelachten, Christi Schmach raffen, mitten in der Sün- viel höher achten, als den- Schuld. Egyptens Lust- Gewinn. 3. Da ich dacht ich war 7.Todt des alten Adams ein Christe, und davon Glieder, mach uns dir zum zu reden wüste, brauchte Opfer wieder: Lehr mich Kirch, Altar dabey, sang nur zu Christo gehn. Aus und Guts den Armen tha- des alten Adams Modern te, keine grobe Laster hat- muß der neue Mensch auf te, war es doch nur Heu- lodern, und in Christo auf cheley. erstehn. 4. Todes Werck, histo- 8. Wenn am Eitlen anrisch Wesen ist, was sich dre kleben, zwischen Lust die Welt erlesen, und für und Furcht noch schweben, ihren Christum hält; oder blind zur Höllen Schatten, Bildnißgehn, will ich meine GlauSchein und Meynen, Ju- bens- Flügel schwingen das Kuß und Heuchel- zu dem Sternen- Hügel, Weinen, ist der Glaube und auf meinen Heiland dieser Welt. 7 sehn. 5. Hierin hab ich auch 9. Wird man gute Werck gestecket, bis du mich haft hoch achten, andrer Wanaufgewecket: Ach! daß ich del sehr betrachten, und nun wachte recht, und den man sondre Gaben ehrt: Gnaden Zug bedächte, Werd ich mich daran erwie du, HErre, der Ge- gößen, wenn mir GOtt rechte, mich wilt haben mit Christi Schäßen mur recht und schlecht. den Glauben recht be6. Hilf, daß ich dem schert. Fleisch absage, nicht nach 10. Will der Satan ſeine eitlen Ehren frage, rein'ge Disteln wieder in die NoNa 4 sen 376 Vom Erkenntniß GOttes sen nisteln, und mich ger- 14. Wer kein Herling ne zu sich ziehn: Zeigt er will verbleiben muß sich seines Reiches Schäße, Christo einverleiben, und stellt subtil und grobe Ne- ein guter Nebe seyn: Sorße: laß ihn sich umsonst gen, Geist und Wollust bemühn: haffen, sich allein dem Hei II. Solte mich Egypten land lassen, meiden allen, reuen, und nach ihren Heuchelschein. Topfen schreyen, Herk 15. Wer auf seinen Heiund Geist nach Sodomsland trauet, der hat auf fehn; laß mich beten, wa- den Fels gebauet, und bechen, kämpfen, Sünde, sitzt denHimmelschon: Ob Tod und Hölle dämpfen, er gleich muß zeitlich lei und dem Anlauff wider- den, folgt doch Herrlichkeit stehn. und Freuden dort vor sei12. Wird mir Kraft und nes JEsu Thron. Muth genommen, und 16. Herr, du wollst wenns soll zum Treffen mich selbst bereiten, wie in kommen, ich nur hab den Zeit und Ewigkeiten du Willen noch; so verleih dein armes Kind begehrst: auch das Vollbringen, Du kanst fráft'gen, stårWeisheit, Kraft in allen ken, gründen, Mittel, Dingen, und zu tragen Zeit und Wege finden, Christi Joch. da du mir dein Heil ge 5 13. Will die Eigenheit währst. mich fällen, oder schlagen 17.Ich will gerne halten Trubsals Wellen auf stille, meine Heil'gung fey mein schwaches Schifflein dein Wille, laßmein Herzu: Weiß ich, daß es JE- ße brünstig seyn, dich, mein SUS führet, und Er Heiland, zu umfangen, felbst das Steu'r regieret, und dir ewig anzuhangen: bringt es auch in Port Sey du mein, ich bleibe Der Ruh. dein. 18. Wird und Efud med 377 18. Wird mich Babel geführet werden, und viel gleich vernichten, will mich tausend Seelen seyn, die auch selbst Zion richten; dich ihren Hirten nennen, trag ich solches mit Ge- und in rechter Wahrheit duld, und will mich dabey kennen, einst mit dir gehn vergnügen, wenn ich nur Himmel- ein. kan ficher liegen unter 23. Daß wir künftig almeines JEsu Huld. lefammet, wenn die Hoch19. JEfu, was du ange- zeit anberamet, und der fangen, das erwart ich mit Bräutigam allda, helle Verlangen: Ach! versiegl Glaubens- Lampen brines doch einmal. Laß mich gen, und dem Lammein durch dein'n Geist auf Er- Lob- Lied fingen: Halleden stark an innerm Men- luja! Gloria! schen werden: Salb mich 325. Mel. Err, nicht schia mit dem Freuden- Del. che deine Rache. 20. Ich will nach der Treuer Meiſter! deine Stille streben, und andeiner Liebe kleben, gib ein Himmels- Pforte: Deine vestes Herße nur, daß ich Lehre sind der Pfad, der stets aufrichtig handle, uns führt zu GOttes lauterlich in Liebewandle, Stadt. Owie selig! wer als durch göttliche Natur. dich höret, wer von dir will 21. HErr! bekehr doch seyn gelehret: Wer zu jeauch die Meinen, schreib der Zeit und Stund schaut fie zu der Zahl der Deinen, auf deinen treuen Mund! zeige ihn'n dein Angesicht: 2. Sprich doch ein in Ziehe sie von oben kräftig, meine Hôle, rede doch zu fey durch deinen Geist ge- meiner Seele: Lehr sie fchäftig, bringe sie zum halten bis in Tod deiner rechten Licht! Liebe Liebs- Gebot. Hilf 22. Ja, laß auch die an- mir in dem Lieben üben, dern Heerden bald herzu- und GOtt über alles lieAa 5 ben; 378 Von der Gnade und Liebe ben; meinen Nächsten, ein, mach mich klug in gleich wie mich, laß mich Einfalt fein. Also werd' lieben inniglich ich mich entbinden, und 3. Lehr mich Englische der Seelen Ruhe finden: Geberden, laß mir deine Also werd ich in der Demuth werden; geuß Zeit seyn gelehrt in mir deine Sanftmuth Ewigkeit. II. Von der Gnade und Liebe GOttes und JEſu. 326. M. Wer nur den lieben verwüsten, was Menschen GOtt läßt walten. Hande, zugericht't; Ein Dah fagt mir nichts von jeder liebe, was ic. Gold und Schäßen 4.Sein Schloß kan keivon Pracht und Schön- ne Macht zerstöhren, sein heit dieser Welt; es kan Reich vergeht nicht mit der mich jagar nichts ergößen, Zeit: fein Thron bleibt was mir die Welt vor Anstets in gleichen Ehren von gen stellt: Einjeder liebe, nun an bis in Ewigkeit; was er will; Ich liebe JE- Ein jeder liebe zc. fum, der mein Ziel. 5. Sein Reichthum ist 2. Er ist alleine meine nicht zu ergründen: Sein Freude, mein Gold, mein aller schönstes Angesicht, Schak, mein schönstes und was vor Schmuck an Bild, an dem ich meine Jhm zu finden, verbleichet Augen weide, und finde, und veraltet nicht: Einzc. was mein Hertze ftillt: Ein jeder liebe, was ic. 6. Er kan mich über all's erheben, und seiner Klar3. Die Welt vergeht mit heit machen gleich: Er kan ihren Lüsten, des Fleisches inir so viel Schäßze geben, chönheit dauret nicht, daß ich werd unerdie Zeit kan alles das schöpflich reich: Ein z. 7. Und und Ef. 379 7. Und ob ichs zwar noch treuem milden Herßen, mußentbehren, so lang ich sein ein'ges Kind, sein wandre in der Zeit: So schönstes Gut, in mehr als wird Er mirs doch wol tausend Schmerzen: Er gewähren im Reiche seiner giebt ihn in den Tod hinHerrlichkeit: Drum thuich ein, ja in die Höll und ewge billig, was er will, ich liebe Pein; zu unerhörtem LeiJEfum, der mein Ziel. de stößt Gott sein ein'ge 327.. Ermuntre dich mein Freude. schwacher Geist. 4. Warum doch das? Also hat GOtt die Welt daß du, o Welt, fren wiegeliebt,( das mercke, der möchtest stehen, und wer es höret!) die Welt durch ein theures Löse= die GOtt so hoch betrübt, Geld aus deinem Kercker hat GOtt so hoch geehret, gehen. Denn du weißt daß Er sein'n eingebornen wohl, du schnöde Braut, Sohn, den ein'gen Schatz wie, da dich GOtt Jhm die ein'ge Kron, das ein ge anvertraut, du, wider Hertz und Leben mit Wil- demen Orden Ihm allzu len hingegeben. untreu worden. 2. Ach! wie muß doch ein 5. Darüber hat dich ein'ges Kind bey uns hier Sünd und Tod, und Saauf der Erden, da man tanas Gesellen, zu bittrer doch nichts als Bosheit Angst und harter Noth findt, so sehr geschonet beschlossen in der Höllen. werden, wie hißt, wie und ist hier gar kein anbrennt der Bater- Sinn! drer Rath, als der, den wie giebt und schenckt er GOtt gegeben hat; wer alles hin, eh als er an das den hat, wird dem HaufSchencken des ein'gen nur fen, der Höllen- Feind entwill dencken. lauffen. 3. GOtt aber schenckt, 6.GOtt hat uns ſeinen aus freyem Muth, und Sohn verehrt, daß aller Men 380 Von der Gnade und Liebe Menschen Wesen, so mit Leid und grämen, wenn dem ew'gen Fluch be ich bedencke, wie wir dir schwert, durch diesen soll so gar schlecht uns bequegenesen; wen die Ver- men. Die meisten wollen damniß hat umschränckt deiner nicht, und was du der soll durch den, den ihnen zugericht't, durch GOTT geschenckt. Erld- deines Sohnes Büssen, sung Trost und Gaben das treten sie mit Füssen. Des ewgen Lebens haben. 1o. Du, frommer Ba 7. Ach! mein GOtt, ter, meynst es gut mit almeines Lebens Grund, len Menschen- Kindern: wo soll ich Worte finden? du ordnest deines Sohnes Mit was für Lobe soll Blut, und reichst es allen mein Mund dein treues Sündern: Willst, daß sie Her ergründen? wie ist mit der Glaubens- Hand dir immermehr geschehn? das, was du ihnen zuge Was hast du an der Welt wandt, sich völlig zu er gesehn? Daß, die so sehriquicken, vest in ihr Herze dich hönet, du so gar hoch drücken. gekrönet? II. Sieh aber, ist nicht 8. Warum behieltst du immerfort dir alle Welt nicht dein Recht, und lief- zuwider? Dubauest hier, sest ewig vreffen diejen'ge, du bauest dort, die Welt die dein Recht geschwächt schlägt alles nieder: Darund freventlich verges- um erlangt sie auch kein fen? Was hattest du an Heil: Sie bleibt im Tod: der für Luft, von welcher und hat kein Theil am dir doch war bewust, daß Reiche, da die Frommen, fie für dein Verschonen, die GOtt gefolgt, hindir schändlich würde loh- kommen. nen? 12. An dir, o GOTT 9. Das Herß im Leibe ist keine Schuld, du, du weinet mir vor grossem haft nichts verschlafen! GOttes und JEſu: 381 Der Feind und Haffer dei- wir noch Feindewaren: so ner Huld, ist Ursach deiner wird Erja, der kein Recht Strafen; Weil er den beugt, nicht feindlich mit Sohn, der ihm so klar und mir fahren anjeßo, da ich nah ans Herz gestellet Ihm versühnt; da, was war, auch einzig helfen ich böses je verdient, sein folte, durchaus nicht ha- Sohn der nichts verschulben wolte. det, so wohl für mich er13. So fahre hindu tol- duldet. le Schaar, ich bleibe bey 16. Fehlts hier und da: dem Sohne, dem geb ich Ey unverzagt! Laß Sorg mich des bin ich gar, und und Kummer schwinden: Er ist meine Krone. Hab der mir das Gröste nicht ich den Sohn, so hab ich versagt, wird Rath zum gnug: sein Creuß und Lei- Kleinern finden. Hat den ist mein Schmuck, GOTT mir seinen Sohn sein' Angst ist meine Freu- geschendt; und für mich de, sein Sterben meine in den Tod gesenckt; Wie Weide. folt Er( laß uns dencken) 14. Ich freue mich, so mit Ihm nicht alles oft und viel ich dieses schencken. Sohns gedencke; dis ist 17. Ich bins gewiß, und mein Lied und Saiten- sterbe drauf, nach meines Spiel, wenn ich michheim- GOttes Willen; Mein lich krancke. Wenn mei- Creuß undgangerLebensne Sund und Missethat Laufwird sich noch frölich will grösser seyn als GOt- stillen. Hier hab ich Gott tes Gnad, und wenn und GOttes Sohn, und mir meinen Glauben dort bey GOttes Stuhl mein eigen Herß will rau- und Thron, da wird fürben. wahr mein Leben in Freuden schwe928. MT., 15. Ey, sprech ich: warew'gen mir GOTT geneigt, da ben. 382 Von der Gnade und Liebe 328. Mel. Nun lascuns den steh und wo ich bin: wie Leib begraben. froh und selig werd ich wenn es ſeyn und viel, bringt Freud und bleiben mein. und Wonn ohn Maaß 7. Andir mein Herz hat und Ziel: Recht aber Ho- seine Lust, vollkommen ist nig- süsser Art ist seine die Lieb und Lust, mein Gnaden- Gegenwart. Ruhm ist all auf dich ge 2. Nichts liebers meine stellt, o JEfu! Heiland alZunge singt, nichts reinerslet Welt. meinen Ohren klingt, 329.7.ast du denn, JEsu, nichts füssers meinem dein Angesicht. 2c. Herzen ist, als mein herk- Christe! mein Leben, mein 3. O JEsu, Herzens- Glauben, mein Wallen, Freud und Wonn! Ound das, was Christen Lebens- Brunn, o wahreskan schmecken und einzig Sonn! ohn' dich ist alle gefallen: Richteden Sinn, Freud unwerth, und was treuer Welt Heiland! daman auf der Welt begehrt. hin, Ruhm dir zu bringen. 4. OJEfu, deine Lieb vor allen. ist süß, wenn ich sietiefins 2. Einig- Geliebter, du Herße schließ, erquicket fie Wonne! dich will ich erhemich ohne Zahl, viel tau- ben, ich will mich gänglich fend, tausend, tausendmal. dir schencken und völlig 5. Ach liebt und lobet ergeben: Nimmst du mich doch mit mir den, der uns hin, es ist mein groffer Ge liebet für und für, mit winn, keinen wird krånLieb belohnet Lieb allzeit, den mein Leben. und hört nicht auf in 3. Eines, das nöthig, laf Ewigkeit. 200mächtig vor allen beste 6. Mein JEfulein liegt hen, Ruhe der Seelen; laf mir im Sinn, ich geh und alles, was eitel, vergehen Einzige GOttes und JEsu. 383 Einzige Luft ist mir nun sein Reichthum und alles ferner bewust, Christus allein; GOtt, GOtt, wer mir ewig ersehen. wolte dich lassen. 63 10 4. Herßog des Lebens! du wollest mich selber re- 330. 7. Ach! alles was im mel und Erden 2c. gieren, so, daß mein Leheilig mag fiühren: Gil dudez Durch bloffes Gedicht= niß dein, JEfu, genief Geist, reiche, was göttlich sen, kan Sinnen und Her nur heißt, anders die See- ßen wie Honig durchfüß le zu zieren. en; willst aber du selber 5. Friedens- Fürst! laß dich bey uns befinden, muß mich im Glaubendir treu- alles, geschweige das Ho= lich anhangen: Eile zu stil- nig, verschwinden. d len dis Wünschen, mein 2. Man singet nichts höchstes Verlangen; von schöners in himmlischen dir nichts mehr, Heiland! Chören, man kan auch ich jetzo begehr: Nimm auf Erden nichts lieblimich dir selber gefangen. chers hören, so ist auch im 6. Centner- schwer sind Dencken nichts füssers zu mir die Bürden, wo du loben, als JEsus, die Ganicht wilt tragen: Alles be des Baters von oben. was irrdisch, trachtet die 3. OJEsu! du Hoffnung Christen zu plagen. Laß des, der sich bekehret: Wie es denn ſeyn, lebt man bist du so milde, wenn man nur Chrifto gemein, Erdich begehret! Wie bist du wirds wol können verja- fo gütig im Suchen der gen. Blinden! Wie wirst du 7. Nun, nun, so will ich denn heiffen, wenn man auch immer und ewiglich dich wird finden! haffen Bürden, die Chri 4. OJEsu! du Süsse stum, das Kleinod, nicht in der inneren Güter, du fich einfassen. Er soll mir Brunnquell des Lebens, DIE 384 Von der Gnade und Liebe du Licht der Gemüther: sen, so soll denn mein Wo du bist, muß alle die Aechten die Höle durchFreude verbleichen, man schießen: Drauf kommst kan es mit keinem Ver- du; da will ich zum Füssen langen erreichen. hin knien, die faß ich, und 5. Die Zunge verstum- bin nicht herunter zu ziemet, und kan es nicht sa- hen. gen, so kan es auch nie- 9. Rabbuni! du König mand in Schriften vor der himmlischen Wunder, tragen: Erfahrung die so kommst du, so siegst du lehret, vom Glauben ge- noch immer jeßunder. O trieben, was dieses bedeu- Süffe! die mehr als mit tet: dich, JEsu, zu lie- Worten kan laben, wie ben. brennt mein Verlangen 6. Dich such ich imdich immer zu haben. Bette des Nacht bis am 10. So bleib denn/ mein Morgen, wenn ich mich Liebster; vor meinem Ge im Zimmer des Herzens fichte, erleuchte mich Ara verborgen. So heimlich, men mit himmlischem als öffentlich unter dem Lichte. Treib ferne das Hauffen, sieht man mich, Dunckle vom Geist und vor Liebe dir, JEsu! nach- vom Willen, mich, kleine lauffen. Welt, lieblich mit Lichte 7. Ich geh mit Mariazu füllen. im eifrigen Trabe, und su- 11. Und weichst du, so che dich, JEsu, des Mor- komm doch auch wieder gens im Grabe, da muß zur Seelen, laß leuchten ich im Dencken mich kran- die Wahrheit ohn alles cken und winden, und Verheelen: So wird sich winseln, dieweil dich kein das Eitle der Welt von Auge kan finden. mir trennen, ich werde 8. So will ich das Grab vor Liebe beginnen z denn mit Thränen begief- brennen. 12. Denn 341. In eigner Mel. in's GOttes und JEsu. 12. Denn du hast mich, JEfu nicht erstlich gelie Christen Herk bet! Wie lieblich, wie süß sehnt sich nach hohen ists, wenn man sich so übet: Dingen, ein irrdisch Hert Viel tausend Ergößung ist nach dem, was irrdisch ben dir zu spüren, es kan heißt. Hält GOTT die es ja niemand mitWorten Seel, kan sie kein Weltausführen. Geist zwingen, weil GOt13. Ist denn nicht imtes Kraft sie starckt und Leiden dein Hertze zerfloß zu sich reißt. Gott ist sen? Hast du nicht dein getreu, wenn man sich zu Blut wie die Strome ver- ihm wendet, fångt er goffen: Daß ich nun erld- wohl an, er mittelt, und set, mich GOtt kan ver- vollendet. 385 trauen, und ewig verhoffe 2. Ja er kommt selbst sein Antlitz zu schauen. zuvor mit seiner Gnade, 14. Kommt Seelen, er suchet uns, und will kommt alle, lernt JEfum uns zu fich ziehn, es schätzt erkennen, beginnet vor der HErr so groß die arme Liebe mit mir zu entbren- Made, ob sie gleich folt mit nen: Kommt, laßt uns Jona vor ihm fliehn, ihn suchen mit Eifer aufliebt er sie doch, und will Erden, damit wir im gant ungern lassen das Suchen noch brünstiger Sünden- Kind, er sucht werden. es zu umfassen. 15. Weil er uns gelie- 3. Ach öffne mir die bet, so laßt uns Ihn lieben, Tiefe meiner Sünden, laß sonstwird ja dieLiebe durch mich auch sehn die Liefe Liebe getrieben. Kommt, deiner Gnad: Laß keine laßt uns doch seinem Ge- Ruh mich suchen oder finruche nachlaufen, und den, als nur bey dem, der was er gewünschet, das solche für mich hat; der da wünschet mit Hauffen. geruffen: Ich will eucherBb quitten, 386 Von der Gnade und Liebe quicken, wenn euch die bis ich bort werde mit den Sind und ihre Last recht Seraphinen in deinem drücken. Tempel Tag und Nacht dir dienen. 4. O theures Lamm, das dort Johannes sahe, 332. In eigner Mel. wie es von Anfang her er- erßlich lieb hab ich würget ist, nimm wegvon dich, o HErr, ich bitt, mir die Sünd, und sey mir du woll'st seyn von mir nahe, daß ich dich seh und nicht fern mit deiner Hülf schmecke, wie du bist: Laß und Gnade; Die ganze mich durch dich, o Lamm! Welt erfreut mich nicht, recht überwinden mein nach Himmel und Erden gröftes Creuß, die Greuel frag ich nicht, wenn ich meiner Sünden. dich nur kan haben, und 5. Gib mir ein reines wen mir gleich mein Herz Herk, damit ich sehe, was zerbricht, so bist du doch Fein natürlich Aug gese- mein' Zuversicht, mein hen hat, gib deine Lieb ins Theil undmeines Herzens Herß, daß ich verstehe, Trost, der mich durch sein was nie kein Mensch er- Bluthat erlöst, HErr JE fahren in der That; Las fu Christ, mein GOtt und mich doch vom verborg- Err, mein GOTT und nen Manna effen, und HErr, in Schanden laß dein, o JEfit, ewig nicht uns nimmermehr. vergeffen. 2. Es ist ja, HErr, dein 6. So soll dein Lob G'schend und Gab, mein denn von mir stets er- Leib, Seel, und all's, was klingen, so lang ich noch ich hab in diesem armen in dieser Schwachheit Leben, damit ichs brauch bin, dort aber werd ich zum Lobe dein, zum Nuß dir ein neu Lied fingen, und Dienst des Nächsten inzwischen nimm dis mein, woll'st mir dein' Lallen von mir hin, Gnadegeben; Behüt mich HErr, GOttes und Jesu. 387 HErr, vor falscher Lehr, währender Begier: Ich des Satans Mord und will dich lieben, schönstes Lügen wehr, in allem Licht, bis mir das Herz im Creuß erhalte mich, auf Sterben bricht. daß ichs trag geduldiglich. 2. Ich will dich lieben, HErr JEfu Christ, mein o mein Leben, als meinen HErr und GOTT, mein allerbesten Freund: Ich HErr und GOTT, tröst will dich lieben und erhemir mein Seel in Lodes- ben, so lange mich dein Noth. Glang bescheint. Ich 3. Uch HErr! laß dein' will dich lieben, GOttes lieb' Engelein am letzten Lamin, als meinen liebEnd die Seele mein in sten Bräutigam. Abrahams Schooßtragen 3. Ach! daß ich dich so den Leib in sein'm Schlaf- spát erkennet, du hochgeKimmerlein, gar sanft, lobte Schönheit du! und ohn ein'ge Quaal und dich nicht eher mein gePein, ruhn bis am Jing- nennet, du höchstes Gut sten Tage, alsdenn vom und wahre Ruh! es ist Tod erwecke mich, daß mir leid und bin betrübt, meine Augen sehen dich in daß ich dich hab so spåt gealler Freud, o GOttes liebt. Sohn, mein Heiland und 4. Ich lief verirrt und mein. Gnaden Thron, war verblendet, ich suchte HERR JEsu Christ er- dich, und fand dich nicht; höre mich, erhöre mich, ich ich hatte mich von dir gewill dich preisen ewiglich. wendet, und liebte das ge333.M. Wer nur den lieben. schaffne Licht; Nun aber ch will dich lieben, mei- lists durch dich geschehn, ne Stärcke: Ich will daß ich dich endlich haberdich lieben, meine Zier! sehn. Ich will dich lieben mit 5. Ich dancke dir, du dem Wercke, und immer wahre Soñe, daß mir dein Bb 2 Glang 388 Von der Gnade und Liebe cte deine Rache. Glang das Licht gebracht! 1334. Mel. Err nicht schi Ich dancke dir, du Himmels- Wonne, daß du mich: froh und frey gemacht: Ich dancke dir, du süsser ich die Welt verdamme, Mund, daß du mich in- wenn sie mir das eitle nigst machst gefund. Spiel ihrer Liebe zeigen 6.Erhalte mich aufdei- will: Deine Treu ist mei nen Stegen, und laß mich ne Freude, deine Wollust nicht mehr irre gehn; Laß meine Weide, und dein meinen Fuß in deinen We- Segen mein Gewinn, bis gen nicht straucheln oder ich todt und selig bin.s stille stehn; Erleuchte Leib 2.Dich will ich zur Perund Seele ganß, du ewig le haben, deine Freundstarcker Himmels- Glang. schaft soll mich laben, und ESU, deine LiebesFlamme daß 7. Gib meinen Augen ich will der Widerschein füfe Thränen, gib meinem deiner Gegen- Liebe seyn: Herken keusche Brunst; deine Wollust will ich Laß meine Seele sich ge- wissen, dich will ich im Gei wöhnen, zu üben in der ste küssen, dir will ich ent Liebes- Kunst: Laß mei- gegen gehn, und dem Fleinen Sinn, Geist und Ber- sche widerstehn. stand stets seyn zu dir, 3. Ach was ist der Menmein Schaß, gewandt. schen Lieben? wenig Lust 8. Ich will dich lieben, und viel Betrüben, wiegt meine Krone, dich will ich die Freundschaft kaum ein lieben, meinen Gott; Jch Loth, ach! so ist da Centwill dich lieben ohne Loh- ner- Noth! will man eine ne, auch in der allergröß- Rofe brechen, muß man ten Noth; Ich will dich sich vielfältig stechen; Und lieben, schönes Licht, bis ein Tropflein Herrlich mir das Herhim Sterben feit führt ein Meer voll bricht. Hergeleid. 4. Aber GOttes und JEsu. 389 4. Aber deine Lieb ist füf- gung, Angst und Noth, ſe, und je mehr ich sie ge- ewig will ich dich erkennen niesse, desto mehr vertief- meinen Heiland, meinen fet fich meine Seele gant GOTT, meinen Fürsten in dich, und wenn ich in und Erretter, meines Leideiner Liebe mich nur we- dens Untertreter, also fag nig Stunden übe, ist die sich nur also, so bin ich verkurze Zeit fürwahr besser, gnügt und froh. als sonst tausend Jahr. 3. Ach wenn komm ich 5. Nun, mein Freund, in den Himmel! zudir in soll ich im Leben dir das den Freuden- Saal, hier Herß noch weiter geben, in diesem Welt- Getümoder lad't mich deine mel ist nur Trauren, Wahl zu des Himmels Creuß und Quaal, JamHochzeit- Mahl, ach! so laß mer, Trubsal, Leiden, Plaan allem Orte hören diegen, Schrecken, Furcht verliebten Worte: Ich bin und stetes Zagen, drumso dein, und du bist mein, seufße ich: Ach! ach! reiß ewig soll die Liebe seyn. mich aus dem Ungemach). -335.M.Du, o schönes Weit 336. M. Liebe, die du mich Gebäude. zum Bilde. ne, meiner Seelen Eifus, JEfus, nichts genthum, mein Vergnü- Wunsch seyn und mein gen, Lust und Wonne, Ziel. Jehund mach ich ein meine Hoffnung, Ehr und Verbündniß, daß ich will, Ruhm, dir hab ich mich was JEsus will. Denn gang ergeben, in dem Tod mein Herz mit ihm erund auch im Leben, du füllt, ruffet nur: HErr, allein, mein JEfu, du, du wie du wilt. bist meiner Seelen Ruh. 2. Einer ist es, dem ich 2. Nichtes soll mich von tebe, den ich liebe früh und dir trennen, nicht Verfol- spat. JEsus ist es, dem ich Bb 3 gebe, 390 Von der Gnade und Liebe gebe, was er mir gegeben mein Gnaden Thron, ihhat, ich bin in sein Blut me thu ich mich ergeben; verhüllt, führe mich, Mich erhält sein theures HErr, wie du wilt. Blut: JESUS ist mein 3. Scheinet was, es sey höchstes Gut. mein Glücke, und ist doch 2. Ohne JEsum muß ich zuwider dir: Ach, so nimm sterben, ohne seiner Gnaes vald zurücke! JEfugib den Schein hab ich lauter was nützlich mir. Gib dich Höllen- Pein, Leib und mir, HErr JEsu! mild, Seele muß verderben, nimm mich dir, HErr, wie drum sein Tod mir helfen du wilt. thut: JEfus ist mein höch4. Und vollbringe dei- stes Gut. nen Willen in, durch, und 3. Hab ich dieses Gut im an mir, mein GOtt. Dei- Hertzen, ey! so hab ich alles nen Willen laß erfüllen wohl, was ich ewig haben mich im Leben, Freud und soll, das mir keinmal Noth, sterben als dein bringet Schmerzen, das Ebenbild, HErr, wenn mir machet Herßenswo, und wie du wilt. Muth: JEsus ist mein 5. Sey auch, JEfu, stets höchstes Gut. gepriesen, daß du dich und 4. Also will ich mich verviel darzu, haft geschenckt, laffen auf den HErren und mir erwiesen, daß ich Jesum Christ, wider alle frölich finge nu: Es ge- Teuffels- Lift, wenn mich schehe mir, mein Schild, Welt und Menschen haf wie du wilt, HERR, wiesen, wenn mich schreckt der du wilt. Hollen Glut: JEfus ist 337. Mel. Ach! was soll ich mein höchstes Gut. Sünder machen. 5. Niemand kan mir Efus ist mein Freuden- Rettung senden, ohne Leben, JEfus ist mein's Christ, der Gideon, Got Lebens Kron, JEsus ist tes eingebohrner Sohm welcher GOttes und fit. 391 welcher sich wird zu mir Schmerzen, JEfu, Seewenden mit der Engel- len- Lust, ach! wo bist du Schaar und Hut: JEfus blieben, in meinem Beist mein höchstes Gut. trüben, JEsu, unbewust? 6. Nun laß deine Macht Ach! komm bald, mein mich mercken, hilf dem Herz ist kalt, warme mich Sohne deiner Magd, mit deiner Liebe, JESU, wenn mich Furcht und meine Liebe. Schrecken nagt, wollst du 2. Wenn ich dich nicht deinen Knecht auch står- finde, quålet mich die dken, gib mir deines Gei- Sünde, JESU, Seelenstes Muth: JEfus ist Trost: Mein Hers will mein höchstes Gut. verzagen, von den schwe7. Ein Gelübd will ich ren Plagen, du hast mich dir geben, dein getreuer erlöst, drum so komm, o Knecht zu seyn, dir am JESU, fromm, tröste Wort zu dienen rein, gib mich mit deiner Liebe, mir nur ein heilig Leben, JESU, meine Liebe. gib mir deines Geistes 3. Wo ich siß und gehe, Muth: JEsus ist mein wo ich lieg und stehe, sehn höchstes Gut. ich mich nach dir, deine 8. So will ich mit Freu- Gnad und Treue, JEsu, den bleiben in dem Hause mir verleihe immer fin deiner Ehr, gerne hüten und für, JEsu, Freud in deiner Thür, und es laffen Lieb und Leid, labe mich mir verschreiben, dir soll mit deiner Liebe, JESU, dienen Geist und Muth: meine Liebe. JEfus ist mein höchstes 4. Nicht der blaue HimGut. mel, nicht das Welt- Getümmel, nicht was zeitlich ist, meiner Seel beliebet, Esu, Sonn im Herzen, alles mich betrübet, was JESU, Freud in nur irrdisch ist, Gott allein mein Jefe Bb 4 338.M. JEfu, meine Freude, meines 2c. 392 Von der Gnade und Liebe mein Freuden- Scheinssondern nur beschweren warme mich mit deiner mich). Liebe. JEfu, meine Liebe. 2. Aber wer dich kan ge= 5. Treuer Hirt der See- nießen, dessen Herze lebt len! laß mich nicht so quá- in Freud, du kanst allen len in der Wüstency, ich Schmert verfüssen, du bin matt und müde, brin- kanst wenden alles Leid, ge mich zum Friede, mach solt auch Leib und Seel mich los und frey, mir ist verschmachten, bleibst du bang ach bleib nicht lang, doch mein Trost undTheil, warme mich mit deiner daß ich freudig kan verLiebe, JEsu meine Liebe, achten, was die Welt 6. Dort in jenem Leben, acht't für ihr Heil. so du mir wirft geben, JE 3. JEfu, du bleibst meifu, meine Zier, will ich dich ne Liebe, dich hab ich mir mit Freuden, frey von al- auserwählt, scheint der lem Leiden, loben mit Be- Himmel gleich mir trübe, gier; JEfu Herk, mein und dein Angesicht verLiebes- Schmers, labestellt, bist du doch mein' mich mit deiner Liebe, Gnaden- Sonne, die mich JEsu, meine Liebe. wieder blicket an, und mein's Herzens Freud und Wonne, die mich nicht betrüben kan. 339. M. Alle Menschen müf sterben. Esu, wenn ich dich nur 4. Nun hab ich es wohl gleich all's gebricht, du Pein, der Genuß anstatt bleibst meine beste Gabe, des Hoffen ist mir nun gemeiner Augen Sonn und räumet ein: JEsus Liebe Licht: Wird auch Himel mich umfanget, und wor und die Erde mir gege- nach ich mich gesehnt, hab ben ohne dich, würd ich ich völlig ist erlanget, doch nicht reicher werden bleibt bey Jesu ungetrent 340. Mel GOttes und Jeſu. 393 J" o 340. Mel. Dalet will ich dir Christ, allein, funckelt allgeben. zeit und Stunde, drauf n meines Herzens kan ich frölich seyn: In Grunde dein Nam, meiner Seelen leuchte HErr Christ, allein, fun- dein JEsus- Nam und ckelt allzeit und Stunde, Glut, mich durch und drauf kan ich frölich seyn: durch befeuchte dein theuErschein mir in dem Bil- fres Rosen- Blut. de, zum Trost in meiner 5. In meines Herzens Noth, wie du, HErr Grunde dein Nam, HErr Christ, so milde, dich hast Christ, allein, funckelt allgeblut't zu todt. zeit und Stunde, drauf 2. Inmeines Herzens kan ich frölich seyn: So Grunde dein Nam, HErr magst du, Welt, gleich toChrist, allein, funckelt all- ben, und trotzen, wie du zeit und Stunde, drauf wilt, ich weiß, daß einer kan ich frölich seyn: Wennoben, des Nam ist Sonn alles um mich trübe, ganz und Schild. schwarz und finster ist, laß 6. In meines Herzens schimmern deine Liebe in Grunde dein Nam, HErr mir, o JEfu Christ. Christ, allein, funckelt all3. In meines Herzens zeit und Stunde, drauf Grunde dein Nam, Herr kan ich frölich seyn: Die Christ, allein, funckelt all Sonne laß mir scheinen, zeit und Stunde, drauf mit dem Schild decken zu, kan ich frölich seyn: Den so bleib ich auch im Weiwill ich auch behalten innen und Stürmen in der meines Herzens Schrein, Ruh. bis ich einst werd erkal- 7. In meines Herzens ten, und in dir schlafen Grunde dein Nam, HErr ein. Christ, allein, funckelt all4. In meines Herzenszeit und Stunde, drauf Grunde dein Nam, HErr kan ich frölich seyn: Aus 3b 5 deinem 394 Von der Gnade und Liebe deinem Namen strahlen 11. In meines Herzens Heil, Leben, Kraft und Grunde dein Nam, HErr Glans, die meine Seelbe- Christ, allein, funckelt allmahlen mit JEsus- Far- zeit und Stunde, drauf ben gang. fan ich frölich seyn: Nun 8. In meines Herzens JEsu! es soll glänzen dein Grunde dein Nam, HErr Nam in meiner Brust, bis Christ, allein, fundelt all du dis wirst ergänzen, zeit und Stunde, drauf und ich erwach mit Lust. kan ich frölich seyn: 12. In meines Herzens Wenn in mir will entste- Grunde dein Nam, HEre hen Angst, Schrecken, Christ, allein, funckelt allFurcht und Scheu, laß ei- zeit und Stunde, drauf ligst mir aufgehen dein'n kan ich frölich seyn: Ere JEsus Namen neu. fchein mir in dem Bilde, 9. Inmeines Herzens- zum Trost in meiner Grunde dein Nam, HErr Noth, wie du, HERR Christ, allein, funckelt all- Christ, so milde dich haft zeit und Stunde, drauf geblut't zu todt. kan ich frölich ſein: Troß 341. Mel. Auf ihr Christen, Teufel, Sünd, Tod, Hölle, Christi Glieder. die ihr mich tastet an, hier ist an meiner Stelle, der es euch wehren kan. iebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit haft gemacht. Liebe, die 10. In meines Herzens du mich so milde nach Grunde dein Nam, HErr dem Fall mit Heil be Christ, allein, funckelt all- dacht: Liebe, dir ergeb ich zeit und Stunde, draufmich, dein zu bleiben kan ich frölich seyn: Achlewiglich. Bater! meiner schone, 2. Liebe, die du mich ers mein Herz zu Fuffe fält, kohren, eh als ich erschaf sich bloß zu deinem Sohne fen war; Liebe, die du und seinem Namen hält. Mensch geboren, und mir GOttes und Efir. 395 mir gleich warst gang und 342. Miel. Ach! was soll ich Sünder machen. gar; Lieb, dir ic. 3. Liebe die für mich ge- Meine Seele, wilt du immer der Zeit; Liebe, die mir hat er- gütlich thun, wünscheft du stritten ew'ge Lust und dir von Beschwerden und Seeligkeit; Liebe, dir ic. Begierden fren zu wers 4. Liebe, die du Kraft den; liebe JEsum und und Leben, Licht und sonst nichts, meine Seele, Wahrheit, Geist und so geschichts. Wort; Liebe, die sich blos 2. Niemand hat sich je ergeben mir zum Heil und betrübt, daß er JEsum hat Seelen- Hort; Liebe zc. geliebt: Niemand hat je 5. Liebe, die mich hat ge- Weh empfunden, daß er bunden an ihr Foch mit JESU sich verbunden, Leib und Sinn: Liebe die JEsum lieben nur allein, mich überwunden, und ist so viel, als selig seyn. mein Herz hat gang da 3. Wer Ihn liebt, liebts hin; Liebe zc. höchste Gut, daß allein 6. Liebe, die mich ewig vergnügen thut: Seine liebet, die für meine Seele Liebe pflegt zu geben ew'litt'; Liebe, die das Lös'- ge Freud und ew'ges LeGeld giebet, und mich ben: Seine Liebe macht kraftiglich vertritt; Lie- die Zeit gleich der süffen be, dir zc. Ewigkeit. 7. Liebe, die mich wird 4. Drum, so du von erwecken aus dem Grab aller Pein, meine Seel, der Sterblichkeit; Liebe, wünschst fren zu seyn, so die mich wird umstecken du suchst dich zu ergößen, mit dem Laub der Herr- und in ew'ge Ruh zu selichkeit; Liebe, dir ergeb ßen: Liebe JEsum, und ich mich, dein zu bleiben sonst nichts, meine Seele, ewiglich. so geschichts. 5. Liebe 396 Von der Gnade und Liebe 5. LiebeSeele, ach! daß nichts verlanget, als nur du diese wahre Seelen- dich dem sie anhanget! Stuh doch nicht eher haft mehr als alles bist du ihr, erkennet, und deinhöchstes was sie sucht, findt sie in Gut genennet, laß dirs dir. leid seyn, sey betrübt, daß 10. Ruhe, Fried und du GOtt so spät geliebt. Sicherheit, Leben, Luft, 6. Schätze weltlich Freud Trost, Heil und Freud und Lust nur für Koth und giebet, JEfu, deine Liebe, Gunden- Wuft, weil doch so daß sich mein Geist erhinichts von solchen Dingen be, rein und vest zu lieben dir kan wahre Ruheldich, hilf, mein Helfer! bringen. JEfum lieben seufße ich. nur allein, wird die wah- 11. Gott die Lieb, in wem re Ruhe seyn. er bleibt, lieb zu habenfiets 7.Nun, mein Jesu, schen- antreibt, daß er in uns, kan de mir, daß ich einßig für man mercken an der Lieb und für liebe dich von gan- und ihren Wercken, GOtt Bem Herßen, alles andrejund JEsum lieben heißt in zu verscherßen, und zu lie- uns unsers GOttes Geist. ben dich allein, foll mein 12. Ach du reine LiebesWunsch und Wille seyn. Glut! brenn in meinem 8. Geuß selbst deinen Sinn und Muth, nach der Geist der Lieb, seine Liebe laß mich ringen, Brunst und füffen Trieb, fdrey mir zu in allen mildiglich in mein Ge- Dingen: JEfum liebe müthe laß mich schmecken nur allein, sonst kanst du deine Güte dich zu lieben nicht selig seyn. unverrückt, und aus mir 343. m. Wer nur den lieben in dich verzückt. GOtt läßt walten. Gemein Mein Gott, du weißt 9. Wie mag einer Se Ien seyn, deren Liebe zu dir am allerbesten, das, rein, die nichts wünschet, was mir gut und nüßlich fen, GOttes und Jesu. 397 fey, hinweg mit alle Men- nur fein frisch und unverschen Besten, weg mitzagt, jedoch in Demuth dem eigenen Gebäu: Gib mir zuschreibe, was dein HErr, daß ich aufdich nur so heilig Wort mir sagt. bau, und dir alleine ganz Dein Geist erkläre meivertrau. nem Geist, was deine 2. Reiß alles weg aus Bater- Treue heißt. meiner Seele, was dich 6. Du unerschaffnes nicht sucht und deine Ehr, höchftes Wesen, haft vor ja wolte es sich auch verhe- der Welt an mich gedacht, len, so prüfe selbst je mehr und da ich gar noch nicht und mehr mein' innere gewesen, den Liebes volBeschaffenheit, und gibllen Schluß gemacht, daß mir Herzens Redlichkeit, ich in Christo dein soll 2 3. Daß ich könn in der seyn, und frey von aller Wahrheit sprechen: du Höllen- Pein. bist mein Abba, Licht und 7. Dein Kind, mein JEHeil: Du heilest alle mein füs, hat vollendet, was du Gebrechen, und schenckest beschlossenvor der Zeit, hat mir an Christo Tbeil, du Schuld und Strafen abbist mein allerbester gewendet, und mir geFreund, ders allzeit herk- schenckt dieSeligkeit. Dein lich mit mir meynt. Geist, der mir diß macht 4. Denn kan ich dich nur bekannt, ist alles dessen Baternennen, o Abgrund Unterpfand. der Barmherzigkeit! So 8. Ich weiß nicht, was muß mir alles nüßen kön- lich sonst soll sagen von der nen, was man sonst heisset Treu, die ich stets verspürt, Creuß und Leid; denn auch da du mich haft in meinen das Bittre füffe ist, wenn Tagen bis hieher wunderdu, o Gott, im Herken bist. bar geführt. Ja dort ben 5. Drum gib, daß ich dir in Ewigkeit ist mir das recht findlich glaube, und Beste noch bereit't. 9. Nun, 398 Von der Gnade und Liebe 9. Nun, HErr, ich falle falsch und hoch ist sey vers dir zu Füssen, und bitt, oflucht. allerhöchstes Gut, laß mich 13. Nun Amen! es sey wie Wachs doch gantzer- vest beschlossen; Nur daß fliessen in dieser deiner Lie- des Heilgen Geistes Kraft bes Glut. Ach gib, daß bleib über mich stets auseine Gegen Treu doch gegossen, als welche alles stets in meiner Seelen sey. Gute schafft; So bleibts 3 IO. Und weil ich auf so in Ewigkeit daben, daß viele Weise, mein Vater! du mein, und ich deine sey. bin dein Eigenthum, so gib 344. m. Es ift gewißlich ic. aun freut euch, lieben daß ich auch dir zum Preiſe N Chrift'n gemein, und und deines groffen Namens Ruhm, stets diene laßt uns frölich springen, in Gerechtigkeit, und dir daß wir getroft und all in beliebter Heiligkeit. ein mit Lust und Liebe sin11. Du must das Gutelgen, was GOtt an uns ges felbst vollbringen, in Wor- wendet hat, und seine süsse ten, Wercken und Ver- Wunderthat, gar theur stand: Drumreiche mir in hat ers erworben. allen Dingen aus Gnaden 2. Dem Teufel ich gea deine Bater- Hand; denn fangen lag, im Tod war hier gilt nicht, wer rennen ich verloren, mein' Sund fan, bloß kommts auf mich quálet Nacht und dein Erbarmen an. Tag, darinn ich war gebo12. Legst du was auf, foren; Ich fiel auch immer hilfs auch tragen, gib mirstiefer drein, es war kein Geduld in Leidens- Zeit, Guts am Leben mein, die und sey in gut- und bösen Sünd' hatt' mich beseffen. Tagen mein Trost, mein 3. Mein' gute Werck die Rath und meine Freud. galten nicht, es war mit Gib Demuth, Einfalt, ihn'n verdorben, der Frey Lieb und Zucht, was Will' haßte Gott's Ge richt, GOttes und JEsut. 399 richt, er war zum Gut'nging in einer arm'n Geerstorben: Die Angst mich stalt, den Teufel wollt Er zu verzweifeln trieb, daß fangen. nichts denn Sterben bey 7. Er sprachzumir: Halt mir blieb, zur Höllen mußt dich an mich, es soll dir jest ich finden. gelingen, ich geb mich sel4 Da jammertsbergang für dich, da will GOtt in Ewigkeit, meinlich für dich ringen: Denn Elend über die Massen, er ich bin dein, und du bist dacht an sein' Barmher- mein, und wo ich bleib, da Bigkeit, er wolt mir hel- solt du seyn; Uns soll der fen lassen, er wandt zu Feind nicht scheiden. mir sein Vater- Herß, es 8. Bergieffen wird man war bey ihm fürwahr mir mein Blut, darzu kein Scherß, er ließ sein mein Leben rauben, das Bestes kosten. leid ich alles dir zu gut, das 5. Er sprach zu seinem halt mit vestem Glauben: lieben Sohn: Die Zeit ist Den Tod verschlingt das hie zu erbarmen, fahr hin. Lebenmein, meinLinschuld mein's Herzens werthe trägt die Sünde dein, da Kron, und sey das Heil bist du selig worden. der Armen, und hilfihn'n 9. Gen Himmel zudem aus der Sünden- Noth, Vater mein fahr ich aus erwürg für sie den bittern diesem Leben: Da will ich Tod, und laß sie mit dirsseyn der Meister dein, den leben. Geist will ich dir geben, 6. Der Sohn dem Batr der dich in Tribsal trogehorsam ward, er kam zu sten soll, und lehren mich mir auf Erden, von einer erkennen wohl, und in der Jungfrau rein und zart, Wahrheit leiten. er wollt mein Bruder 10. Was ich gethan hab werden. Gar heimlich und gelehrt, das solt dur führt er sein' Gewalt, er thun und lehren: damit das 400 Von der Gnade und Liebe das Reich Gottes werd deineLiebe: Wo diese steht vermehrt, zu Lob und sei- kan nichts bestehn, das nen Ehren! und hüt dich meinen Geist betrübe, vor der Menschen G'saß, drum laß nichts anders davon verdirbt der edle dencken mich, nichts sehen Schaß: Das laß ich dir fühlen, hören, lieben, eh zuleßte. ren, alsdeineLieb und dich, 345.M. Jch ruf zu dir, Err der du sie kanft vermehren. JEfu Chrift. 4. O daß ich dieses hohe JEfu Christ, mein Gut mocht ewiglich bestschönstes Licht, der gen! O daß in mir dies du in deiner Seelen soledle Glut ohnEnde möchte hoch mich liebst, daß ich es bizen! Ach hilf mich wa nicht aussprechen kanschen Tag und Nacht, und noch zählen, gib, daß mein diesen Schaß bewahren Herß dich wiederum mit vor den Schaaren, die Lieben und Verlangen wider uns mit Macht aus, mög umpfangen, und als Satans Reiche fahren. dein Eigenthum nur ein Big an dir hangen. 5. Mein Heiland! du bist mir zur Lieb in Noth 2. Gib, daß sonst nichts und Tod gegangen, und in meiner Seel als deine bist am Creuß als wie ein Liebe wohne; Gib, daß ich Dieb und Mörder, dage deine Lieb erwähl, als mei- hangen verhöhnt vernen Schaß und Krone, spent und sehr verwundt; stoß alles aus, nimm alles Ach! laß mich deine Wun hin, was mich und dich den alle Stunden mit Lieb will trennen, und nicht im Herzensgrund auchri gönnen, daß all mein ßen und verwunden. Thun und Sinn in deiner Liebe brennen. 6. Dein Blut, das dir vergoffenward, ist kostlich, 3. Wie freundlich, felig, gut und reine: Mein Herz füß und schön ist, GESU, hingegen böser Art, und hart GOttes und JEſu. 401 hart, gleich einem Steine. gen küssen, ich will aus Ach! laß doch deines Blu- deines Mundes Zier den tes Kraft mein hartes süssen Trost, empfinden, Herße zwingen, wohl der die Sünden und alles durchdringen, und diesem Unglück hier, kan leichtLebens- Saft mir deine lich überwinden. Liebe bringen. 10. Mein Trost, mein 7. O daß mein Herze Schak, mein Licht, mein offen stund, und fleissig Heil, mein höchstes Gut mocht auffangen die undLeben, ach! nimm mich Tropfen Bluts die meine auf zu deinem Theil, wie Sund im Garten dir ab- ich mich dir ergeben: Denn drangen! Ach! daß sich ausser dir ist lauter Pein, meiner Augen Brun auf- ichfind hier über alle nichts that, und mit viel Stöh- als Galle: Nichts kan nen heisse Thränen ver- mir tröstlich seyn, nichts göffe, wie die thun, die ist das mir gefalle. sich in Liebe sehnen. II. Du aber bist die beste 8. O! daß ich, wie ein Ruh, in dir ist Fried und kleines Kind, mit Weinen Freude: Gib, JEsu, gib, dir nachginge, so lange, daß immerzu mein Herz bis dein Herz entzündt, in dir fich weide, sen meine mit Armen mich um- Flamm, und brenn in mir finge, und deine Seel in mein Balsam, wollest eie mein Gemüth in voller len, lindern, heilen den füsser Liebe fich erhibe, Schmerzen, der allhier und also deiner Güt ich mich seufzen macht und stets vereinigt bliebe. heulen. mein 9. Ach zeuch, 12. Was ist, ach SchönLiebster, mich nach dir, ster, das ich nicht an deiner so lauff ich mit den Füssen, Liebe habe; Sie ist mein ich lauff und will dich mit Stern, mein SonnenBegier in meinem Her- Licht, mein Quell, da ich Cc mich 402 Von der Gnade und Liebe mich labe, mein füffer zu rechte führen, laß fie Wein, mein Himmel- mich allzeit guten Rath, Brodt, mein Kleid vor und gute Wercke lehren, GOttes Throne, meine steuren, wehrender Sünd Krone, mein Schutz in al- und nach der That bald ler Noth, mein Haus, wieder mich bekehren. darin ich wohne. 16. Laß sie seyn mei 13. Ach liebstes Lieb, ne Freud im Leid, in wenn du entweichst, was Schwachheit mein Ver hilft mir seyn geboren? mögen, und wenn ich nach Wenn du mir deine Lieb vollbrachter Zeit, mich soll entzeucht, ist all mein zur Ruhe legen, alsdenn So laß deine Liebes Treu Gut verloren: gib, daß ich dich, meinen HErr JEsu, mir beyste Gast, wohl such, und hen, Luft zu wehen, daß ich bester massen möge fas getrost und frey mög in sen, und wenn ich dich dein Reich eingehen. gefaßt, in Ewigkeit nicht 346. 27. Ach! alles was im lassen. mel und Erden 2c. 14. Du hast mich je und Jungfräulicher Tu je geliebt, und auch nach JESU, du Blume dir gezogen, eh ich noch et- gend, du Süßigkeit über was Guts geübt, warst du die Liebe der Jugend. Jd mir schon gewogen; Ach! kan schier nicht weiter, id laß doch ferner, edler Hort, mußdir, mein Leben! Lob mich deine Liebe leiten, Ehre, Reich, Herrschaf und begleiten, daß sie mir und Herrlichkeit geben. immerfort beystehn auf 2. Komm, treflichste allen Seiten. König, komm heiligs Gefe 15. Laß meinen Stand ße, du Bater unendliche darinn ich steh, HERR himlischer Schäßze, scher deine Liebezieren, und wo endlich im Herzen no ich etwa irre geh, alsbald heller verkläret, wie i dil : GOttes und JEB: 403 dich bishero so oftmals öffne doch einstens die Reibegehret. che der Himmel. 3. Du bist ja viel heller 7. Du seyst, wo du woke als Himmel und Sonne: left, ich folge im Glauben Kein Balsam durchdrin- es soll dich nicht Himmel get mit lieblicher Wonne, noch Erde mir rauben: nichts füsses kan also die Du Ehre der Menschen, Zunge erquicken, nichts du Krone der Frommen liebes kan also die Her- ich folge, du hast mir mein Ben bestricken. Herke genommen. 4. DeinSchmack ist so 8. Ihr Bürger des Hime lieblich, als etwas zu nen- mels, kommt alle gezogen, nen, dein Niechen so treff- macht höher die Chore, lich, als je was zu kennen, reißt nieder die Bogen; das ganze Gemüthe fängt Triumph! unser Herr hat an zu vergehen, die Liebe das Reich eingenommen, bleibt einzig im Herzenso JEsu! du König, will bestehen. kommen, willkommen! 5. Duhöchste Vergnü- 9. OKönig der Kräfte! gung, Ergößung der Sin- OKönig der Ehren! Nun nen, der Liebe vollkomme- wird sich dein Siegen nes End und Beginnen: und Herrschen vermehren: Mein Rühmen, mein Nun bleiben die Sünden Preisen, mein Lauffen, zurück und vergeben, nun mein Rennen, du Heiland öffnet das Vaterland selbe der Welt! Was ist wei- sten das Leben. ters zu nennen? 10. Du Brunnvoll Ers 6. Mein Liebster! kom barmen, du Quelle der wieder, so werd ich ergd- Deinen, du Licht, das im Bet, der du dich zur Rech- Lande des Lebens wird ten des Vaters geseket: scheinen: Nun wirst du Ist denn nicht geleget der die Wolken des Traus Feinde Getümmel? Kom, rens vertreiben, und un' Cc 2 mit 404 Von der Gnade und Liebe mit den Bürgern des Lich- men, mit dir eine Stell in tes einschreiben. der Freude zu nehmen. 11. Wie werden die Cho- 347.7. Ach! alles, wasim. re des Himels dich preisen! JEfu, du Ursprung der ewigen Gnade! was man Dancensund Rühmens erwei- du Hoffnung der Freuden fen! Denn JEfus erfreut im göttlichen Pfade! du nun die Erde hieniden, Brunnquel der Süssen, und macht mit dem Batersvoll himmlischer Güte, Erden ewigen Frieden. gozung für Seele, Geist, 12.Num herrsche, mein Herz und Gemüthe. JEsu, mit Frieden und 2. Olaß mich empfinden Freuden, da irrdischelin göttlicher Stille dein Sinnen weit weichen und herzlich Umarmen, und scheiden! Draufsteht nun Liebe die Fülle. Komm mein Sinn und mein gan- wieder zugegen, damit ich Bes Begehren, ich weiß mich schicke, noch einmal auch, mein Heiland, duzu schauen die himmliwirst mirs gewähren. fchen Blicke. 13. Indessen, weil du 3. Denn kan gleich die noch beym Bater verblei- Zunge dein Lob nicht er best, und deine Regierung reichen, so kan ich indef unsichtbarlich treibest, so sen doch gleichwol nicht ist auch mein Herz aus schweigen, die Liebe bemir selber gezogen, und wegt mich, zu dir mich zu dorten dir nach hin gen lencken, dieweil du ja blei Himmel geflogen. best mein einzig Ge 14. Nun kan ich nicht denken. anders, als ledig hertre- 4. Dein Lieben, o JE ten, mit Loben und Sin- su, das speiset die Sinnen, gen, mit Wünschen und so bald dir die Seele kan Beten: Du wollft uns aus Schmack abgewinnen. Gnaden doch alle beque- Das sättigt ohn Eckel mit himm GOrtes und JEfir. 405 himmlischen Gaben, und du, o Freude, mich einmal macht mehr Verlangen zu stillen, zu sättigen und und Hunger zu haben. mit dir selber zu füllen. 5. Wenn man dich ge- 9. Es währet so lange, schmecket, so will man HErr, eh ich dich kriege, mehr effen, wer trincker, daß ich schier verschmacht, dem wird nie genug einge- und vor Liebe Franck liemessen; Man kan nichts ge: Doch weiß ich vom verlangen, man kan Honig der Hoffnung zu nichts begehren, als JE- sprechen, und Blüte vom sum, daß er doch die Seele Baume des Lebens zu soll nähren. brechen. 6. Wird einer nur trun- 10. Du bleibeft mir imcken mit Lieb überdecket, mer der Gipfel der Güte, so kan er erst sagen, wie die liebsten Gedander in JEsus geschmecket, o se- meinem Gemüthe; Und lig, o felig, dems also ge- bleibet viel übrig, das nicht gangen, der hat mehr, als zu begreiffen, das kan ich immer sein Her kan ver- nur bloß mit dem Lieben langen. anstreiffen. 7. OEnglische Schön- 11. Doch ist es genug heit ins Auge zudringen! dich, HErr JEfu zu lieo lieblicher Klang vor den ben, nichts wäre zu suchen, Ohren zu singen! OHonigdis einßig zu üben: Da im Munde! o Labsal der will ich mich meiner gang Schmerzen, das alles ist selber begeben, damit ich, JESUS, und Nectar mein Heiland dir selber im Herzen. kann leben. 8. Viel tausend und tat- 12. O füsfester JEfu, ich sendmal trag ich Berlan lieg in der Höle, ich wart gen, und schaue, wenno du Hoffnung der seufkommt doch mein Jesus ßenden Seele, ich suche gegangen; Wenn kommst dich emsig mit kläglichen Cc 3 Thra 406 Von der Gnade und Liebe Thränen, ich schrey in dem sie nichtdämpfen, sie wachHerßen mit ängstlichem set, und weiß mit Bersua Sehnen. chung zu kämpfen. 13. Ich sen, wo ichwolle 17. Sie brennet bestånin Orten und Landen, so dig in einerley Zunder, feufß ich: Ach! wäre doch man weiß nicht wie süsse, mein JEfus vorhanden: wie lieblich vor Wunder; Wie werd ich mich freuen, Sie schmecket so innig, so wenn ich ihn kan finden, tief von Ergößen, daß eiwie selig, wenn ich mich ner schon also für selig zu mit Ihm kan verbinden! schätzen. 14. Da werd ich Ihn 18.Sie ist wie ein Feuer halten, da werd ich Ihn vom Himmel entbrochen, Füssen weit füsser, als font und hat mir das Marc ich viel Honigs geniessen, und die Adern durchkrooselig! Wenn ich nur den chen: Es lodert die Seele HErren so fange, doch mit Freuden und Lachen, aber, ach leider! es dauret da weiß denn mein Geist nicht lange. fich fein lustig zu machen. 15.Kaum heißt es: Ich 19. O felige Brunst! o fuchte, nun hab ich gefun- entzückendes Feuer: wie den, nun hab ich mich mit fühlend, wie lieblich, wie dem Geliebten verbun- föstlich, wie theuer, wo bin den, so muß ich schon wie- ich? Was sag ich? Wie der abwesend verschmach- werd ich getrieben? Ich ten, und brennend im sage, wie süß es sey, JE Lieben aufs neunach Ihm sum zu lieben. trachten. 348. Mel. Wie schön leuchtet 16. So bleibet die Liebe der Morgenstern. fein immer in Flammen, Sohn, mein Bru fo fchläget die Lohebestänesu, JEfu, GOttes dig zusammen: Sie läßt der und mein Gnadensich nicht löschen, man kan Thron, meinSchaß, mein Freud GOttes und JEsu. 407 Freud und Wonne, dus 4. Denn wer dich liebt, weisfest, daß ich rede wahr, den liebest du, schaffst seivor dir ist alles Sonnen- nem Herzen Fried und klar, und klarer als die Ruh, erfreuest sein Gewis Sonne; Herßlich lieb ich, sen: es geh ihm wie es woll mit Gefallen, dich vor al- auf Erd, wenn ihn gleich len, nichts auf Erden kan ganz das Creutzverzehrt, noch mag mir lieber wer- soll er doch deingeniessen, den. im Glück, ewig: Nach dem 2. Dis ist mein Schmerz Leide grosse Freude wird und fråncket mich, daß ich er finden; Alles Trauren nicht gnug kan lieben dich, muß verschwinden. als ich dich lieben wollte: 5. Kein Ohr hat dis jeIch werd von Tag zu Tagmals gehört, kein Mensch entzundt, je mehr ich lieb gesehen noch gelehrt, es je mehr ich find, daß ich läßt sich nicht beschreiben, Dich lieben solte; Bondir was denen dort für Herrlaß mir deine Güte insGe- lichkeit bey dir und vor müthe lieblich fliessen, sodir ist bereit, die in der wird sich die Lieb ergiessen. Liebe bleiben: Gründlich 3. Durch deine Kraftläßt sich nicht erreichen treffich das Ziel, daß ich, noch vergleichen den Weltso viel ich kann und will, Schäßzen, dis was uns dich allzeit lieben könne. dort wird ergößzen. Nichts auf der ganzen 6. Drum laß ich billig weiten Welt, Pracht, dis allein, o JEfu, meine Wollust, Ehre, Freud und Freude seyn, daß ich dich Geld, wenn ich es recht herzlich liebe, daß ich in besinne, kan mich ohndem, was dir gefällt, und dich gnugsam laben, ich mir dein klares Wort vera muß haben reine Liebe, die meldt, aus Liebe mich stets tröft't, wenn ich mich be- jübe, bis ich endlich werd trübe. abscheiden, und mit FreuCc 4 den 408 Von der Gnade und Liebe den zu dir kommen, aller Höllen: Treib aus das Trubsal ganz entnomen. Bose das in mir den Geist 7. Da werd ich deine macht kalt und trübe, dein Süßigkeit, die jetzt be ew'ges Licht sey meine rühmt ist weit und breit. Zier, o höchste GOttesin reiner Liebe schmecken, Liebe. und sehn dem liebreich 3.3wing Herk, Gewif Angesicht, mit unver- sen, Sinn und Much, zu wandten Augen- Licht, folgen deinen Lehren, und ohn alleFurcht und Schre- laß mich stets in stiller Hut den. Reichlich werd ich dein's Worts Vermahseyn erquicket, und ge- nung hören; Dämpf aus schmücket, vor dein'm in mir das fremde Feur, Throne, mit der schönen das aus der Höllen stamHimmels- Krone. met; Die ewge Glut komm 349. M. Was mein GOtt mir zu steur, die bloß aus will das g'scheb allzeit. Lieb entflammet. D Bater- Herß! olie- 4. Damit entzünde mich, bes Brunst! Oo GOtt, in Liebe laß mich Bruñquell aller Gnaden! brennen, von dir laß mich O Himmel- breite GOt- bis in den Tod nicht Höh tes- Gunst! komm, heile nicht Tiefe trennen. Ach meinen Schaden! Komm steh mir dich zu lieben, komm, nimm Hertz und bey, mit deines Geistes Sinnenein, durchschwem- Starcke: Gib mir, daß ich me meine Seele, wasch ab, ohn Heuchelen auf deine mach heilg, licht und rein Lieb nur mercke. die dunckle Herzens- Höle! 5. Laß, dich zu lieben, 2. Erlang mir wieder mich aufstehn, nach dei GOttes Huld, still feines nemLiebes- Willen, in Lies Grimmes Wellen. Lösch be laß mich schlafen gehn aus den Brand, der ewig ach! thu mein Seufzen wolt mich brennen in der stillen: Hilf mir dich lie ben GOttes und JEsu. 409 ben, was ich kan, mit in- mir Gnad erzeigen, daß ich nigsten Begierden, und zunehm in dieser Brunst, wandeln blos die Liebes- dich mehr und mehr zu Bahn zu ew'gen Liebes- lieben. Ach! lehr mich völZierden! lig diese Kunst, und mei6. Nach deiner Lieb laß sterlich zu üben. all mein Tag des Herzens 9. Entzünd in mir die Pfeile schiessen, nach ihr keusche Glut der JEsusmuß meiner Thránen Liebes- Flammen, daß Bach mit Ströhmen sich nicht der Höllen strenge ergiessen; Dein Liebe Fluth schlag über mich zubleib mein Siegs- Pa- sammen; Laß deine süsse nier zu welchem ich ge- Liebes- Pein ohnAufhörn schworen, sie sey mein' in mirwalten, und meines Burg, mein Schild, mein Herzens Flåmmelein zu Zier, ohn sie bin ich ver- keiner Zeit erkalten. lohren! 350. M. Göchster Formirer. 7. Nun Gott der Lieb! dir blos allein will ichhönster Smmanuel, Herzog der Frommich ganz ergeben, dirmen, du meiner Seelensoll mein Herz zu eigen Trost, komm komm nur seyn, im Sterben und im bald, du hast mir, höchster Leben! Nichts soll aus Schat, mein Herz genommeinem Mund hinfür, als men, so ganz vor Liebe deine Liebe sehallen: Es brennt und nach dir wallt, soll kein Wort, das nicht nichts kan auf Erden mir zu ihr gericht't sey, mir liebers werden, als wenn entfallen. ich meinen JESUM 8. Der GOttes- Liebstets behalt. richt ich zu Ehr'n mein 2.Dein Nam ist ZuckerNeden und mein Schwei- süß, Honig im Munde, gen, und diese Flamm in holdselig, lieblich, frisch, mir zu mehr'n, wollst du wiekühler Thau, der Feld Cc 5 and 410 Von der Gnade und Liebe und Blumen neßt zurjund bin dazu veracht bey Morgen- Stunde; mein jedermann, von meinen JEfus ist es nur, dem ich Freunden auch gånßlich Denn weicht verlassen, nimmt Jesus vetrau. vom Herzen, was mir meiner doch sich herzlich macht Schmerzen, wenn an, und stárckt mich Müich im Glauben dich anbet den, spricht: Senzufrieund schau. den, ich bin dein bester 3. Ob mich das Creuße Freund der helfen kan. gleich hier zeitlich plaget, 6. Drumfahret immer wie es bey Christen oft hin, ihr Eitelkeiten, o JEpflegt zu geschehen: Wenn su, du bist mein und ich meine Seele nur nach bin dein, ich will mich von JESU fraget, so kan der Welt zu dir bereiten, das Hertze schon auf Ro- du solt in meinem Herk sen gehn. Kein Ungewit- und Munde seyn; Mein ter ist mir so bitter, mit ganzes Leben sey dir er JESU kan ichs frölich geben, bis man mich einüberstehn. sten legt ins Grab hin4. Wenn Satans List ein. und macht mich will ver- 351. Mel. O du füffe Lustic. schlingen, wenn das Geeelen Bräutigam wissens- Buch die SimJEsu GOttes- Lam, den sagt: Wenn auch mit habe Danck für deine Lieihrem Heer mich will um- jbe, die mich zieht aus rei ringen die Hölle, wenn nem Triebe aus dem der Tod am Herzen Sünden Schlamm, JE naat, steh ich doch veste, su, GOttes- Lamm. JESUS der Beste ist, 2. Deine Liebes- Glut der sie alle durch sein Blutstärcket Muth und Blut, verjagt. wenn du freundlich mich 5. Ob mich auch will die anblickest, und an deine Welt verfolgen, haffen, Brust mich drückest, macht GOttes und JEsu. 411 macht mich wohlgemuth Cod gegeben, wie du deine Liebes- Glut. riefft: Mich dürft't, grof 3. Wahrer Mensch und ser Friede- Fürst. GOTT, Trost in Noth 8. Deinen Frieden gib und Tod, du bist darum aus so grofferLieb uns, den Mensch gebohren, zu erse- Deinen, die dich kennen, Ben, was verlohren, durch und nach dir sich Christen dein Blut so roth, wahrer nennen, denen du bist lieb, Mensch und GOtt. deinen Frieden gib. 4. Meines Glaubens 9. Wer der Welt abLicht laß verlöschen nicht, stirbt, emsig sich bewirbt falbe mich mit Freuden um den lebendigen GlauDele, daß hinfort in mei- ben, der wird bald emner Seele ja verlöschepfindlich schauen, das nienicht meines Glaubens- mand verdirbt, der der Licht. Welt abstirbt. 5. So werd ich in dir 10.Nunergreif ich dich, bleiben für und für: deine du mein ganzes Ich, ich Liebe will ich ehren, und in will nimmermehr dich dir dein Lob vermehren, lassen; Sondern gläubig weil ich für und für blei- dich umfaffen, weil im ben werd in dir. Glauben ich nun ergreiffe 6. Held aus Davids dich. Stamm! deine Liebes- II. Wenn ich weinen Flamm mich ernähre und muß, wird dein Thránenverwehre, daß die Welt Fluß nun die meinen auch mich nicht versehre, ob sie begleiten, und zu deinen mir gleich gramm, Held Wunden leiten, daß mein aus Davids- Stamm. Thränen- Fluß sich bald stillen muß. 7. Groffer Friede- Fürst! wie hast du gedurst't nach 12. Wenn ich mich aufs der Menschen Heil und neu wiederum erfreu, Leben, und dich in den freuest du dich auch zugleiche, 412 Von der Gnade und Liebe che, bis ich dort in deinem nem Himmels- Thron Reiche ewiglich aufs neu dein liebes Kind und einmich mit dir erfreu. gebornen Sohn. 13. Hier durch Spott 2. Du fegnest uns in und Hohn, dort die Ehren- ihm, dem HErrn, mit Kron, hier im Hoffen und überschwenglich- reichem im Glauben, dort im Ha- Seegen, und gehest unsrer ben und im Schauen. Armuth gern mit deiner Denn die Ehren- Kron theuren Gnad entgegen; folgt aufSpott undHohn. Was sind wir doch du al14. JEsu! hilf, daß ich lerschönstes Gut, daß deiallhier ritterlich allesdurch ne Lieb so groffes an uns dich überwinde, und in dei- thut? nem Sieg empfinde, wiel 3. Was dringet dich? so ritterlich du gekämpft wir sind ja nur des ersten für mich. Adams Sünden- Kinder, 15. Dumein Preis und und sind auch alle von NaNuhm, werthe Sarons- tur verderbte Menschen, Blum, in mir soll nun schnöde Sünder, und nichts erschallen, als was Fremde vom Verheiß dir nur kan gefallen, sungs- Testament, arm, werthe Sarons- Blum, lahm und blos, blind, taub, du mein Preis und stumm und elend. Ruhm. 4. Allein, du Vater, 352. Mel. Preis, Lob, Ehr, voller Gnad, haft unsers Rubm, Dance, Kraft zc. Elends dich erbarmet, Sen hochgelobt, barm- und uns, nach deinen du dich unser angenom to, deinem Sohn, umarmen, und uns in unsrer met, daß wir in ihm, wie Seelen Roth mit Hulfeldu zuvor bedacht, nun bist zu starten kommen, Kinder sind, und ange du schenckest uns von dei nehm gemacht. 5. Du GÖttes und JEsu. 413 5. Du läsfest uns in JE- bunden, wir haben seiner su Blut Heil, Leben und Lieb Panier als eine starErlösung finden, und wå- cke Bestung funden; In schest durch die edle Fluth ihm sind wir voll Ruh uns von dem Unflath aller und Sicherheit, und Sünden. O tiefe Lieb, schmecken schon die Kraft o Wunder- Gütigkeit! die der Seligkeit. unsre Seel von solcher Schmach befreyt. 9. Du giebst uns auch das Erbetheil durch Chris 6. Du hast uns Men- stum, der es uns erworschen deinen Nath durch ben, als er, der HErr, zu JEsum Chriftum wissen unserm Heil am bittern lassen, damit du, was Creußes- Stamm gestorda Odem hat, in ihm zu- ben: Und sein Verdienst sammen möchte fassen, und Leiden macht allein, er ist der Grund, auf wel- daß dir zum Preis wir chen alles steht, was lebt nunmehr etwas seyn. und webt, was lieget, sigt 10. Durch dich und und geht. JEsum, unsern Hort, er7. Er stiftet Frieden kennen wir das Wort der zwischen GOTT und Wahrheit, und wachsen uns, da wir noch Feindelimmer fort und fort im waren, und wird, der Lichte zur vollkommen Welt und Höll zum Klarheit: Du selbsten Spott, den Frieden auch bist das wesentliche Licht, in uns bewahren. O das durch den Sohn die Herrlichkeit! daß wir im Finsterniß vernicht't. Frieden stehen, nun dür- 11.Du Bater, würckest fen wir getrost zum Ba- auch durch ihn in uns den ter gehen. lebendigen Glauben, den 8. Lebt Christus doch in uns die Welt nicht kan uns, und wir sind auch entziehn, noch Satan aus durch ihn mit GOtt ver- dem Herzen rauben: Erwüra 414 Von göttlicher Vorsorge würcket selbst, und seines des Sohnes willen, den Geistes Trieb macht unsre du gezeugt von Ewigkeit Seel unsträflich in der uns mit dir selber zu erfülLieb. len, auf daß wir nichts, 12. Du hast mit deines er aber allerley, ja alles Geistes Pfand durch gar in allen Dingen sey. Christum unsre Seel ge- 15. Drum wollen wir, schmücket, und ihn auf HERR, deine Macht, du unsre Brust und Hand Vater aller Herrlichkeizum vesten Siegel aufge- ten die unsre Seel so wohl drücket, zur Bersicherung, bedacht, von Herkenrühdaß wir zu deinem Ruhmmen und ausbreiten. Es dein' Erben seyn und auch rühmet dich und deine dein Eigenthum. grosse That, was rühmen 13. Nun was wir sind kan, was lebt und Othem das kommt von dir, in hat. Christo hast du uns ge- 16. Ja, treuer GOTT, schaffen zum Lobe deiner wir loben dich und ehren Macht, daß wir in GOt deinen grossen Namen, tes Kraft und Geistes Herz, Seel und Geisterhe Waffen, aus reiner Lieb bet sich und singet: Hallein deinem Wege gehn, luja, Amen. Der HErr und deinen Ruhm mitlist GOTT, der dreymal Mund und Hertz erhöhn. heilig heißt. GOtt Ba 14. So Bater, so bist duster, Sohn und auch Gott bereit, in, durch und um Heilger Geist. III. Von göttlicher Vorsorge und Regierung. 353.M.Serrlich thut mich. Pflege, des, der den Him efiehl du deine Wege mel lenckt, der Wolden, und was dein Herze Luft und Winden gibt fråndt, der allertreusten Wege, LaufundBahn, der efieht di wird und Regierung. 415 wird auch Wege finden, derstehn, so wird doch ohe da dein Fuß gehen kan. ne Zweifel GOTT nicht 2. Dem HErren must zurücke gehn, was er du trauen; wenn dirs ihm vorgenommen, und soll wohl ergehn, auf sein was er haben will, das Werck must du schauen, muß doch endlich komwenn dein Werck soll be- men zu seinem Zweck und stehn. Mit Sorgen und Ziel. mit Gramen, und mit 6. Hoff, o du arme Seeſelbst eig'ner Pein läßt le, hoff und sey unverzagt, GOtt ihm gar nichts neh- GOTT wird dich aus der men, es muß erbeten seyn. Höle, da dich der Kummer 3. Dein' ew'ge Treu und plagt, mit groffenGnaden Gnade, o Bater! weiß und rücken, erwarte nur der sieht, was gut sey oderscha- Zeit; So wirst du schon de dem sterblichen Geblüt, erblicken die Sonn der und was du denn erlesen, schönsten Freud. 3 das trieb'st du, starcker 7. Auf! auf! gib deinem Held, und bringst zum Schmerße und Sorgen Stand und Wesen, was gute Nacht, laß fahren deinem Rath gefällt. was das Herße betrübt 4. Weg' hast du aller- und traurig macht, bist du wegen, an Mitteln fehlt doch nicht Regente, der aldirs micht, dein Thun ist les führen soll, GOTT lauter Segen, dein Gang fist im Regimente, und ist lauter Licht, dein Werck führet alles wohl. kan niemand hindern, 8. Jhn, ihn laß thun und dein' Arbeit darf nicht walten, er ist ein weiser ruhn, wenn du, was dei- Fürst, und wird sich sovernen Kindern ersprießlich halten, daß du dich wunist, will thun. dern wirst, wenn er wie 5. Und ob gleich alle ihm gebühret, mit wuns Teufel dir wolten wie- derbarem Rath das Werk hina 416 Von göttlicher Vorforge hinaus geführet, das dich und Hände, und laß bis bekümmert hat. in den Tod uns allzeit dei9. Er wird zwar eine ner Pflege und Treu emWeile mit seinem Trostpfohlen seyn, so gehen unverziehn, und thun an sei- fre Wege gewiß zum Himnem Theile, als hätt' in mel ein. seinem Sinn er deiner 354.M.Ermuntre dich mein schwacher Geist. sich begeben, und sollst du für und für in Angst und Du bist ein Mensch, das Was fragt Er nichts nach dir. strebst du denn nach Din10. Wirds aber sich be- gen, die GOtt der HErr finden, daß du ihm treu alleine soll und kan zuwe verbleibst, so wird er dich wege bringen? Du fährst entbinden, da du's am mit deinem Wiß und mindsten glaubst, er wird Sinn durch so viel tau dein Herßeldsen, von der send Sorgen hin, und so schweren Last, die du zu denckst: Wie wills auf Er keinem Bösen bisher ge- den doch endlich mit mir werden? tragen hast. 11. Wohl dir, du Kind 2. Es ist umsonst, du der Treue, du hast und wirst fürwahr mit allem trågst davon, mit Ruhm deinem Tichten auch nicht und Danck Geschreye, den ein ein'ges kleines Haar Sieg und Ehren- Kron; in aller Welt ausrichten, GOTT giebt dir selbst die und dient dein Gram Palmen in deine rechtessonst nirgens zu, als daß Hand, und du singst Freu- du dich aus deiner Ruh in den- Pfalmen dem, der Angst und Schmerzen dein Leid gewandt. stürzest, und selbst das Le12. Mach End, 0 HErr! ben kürzest. mach Ende an aller unsrer 3. Wilt du was thun Noth, stárd unsre Füß das GOtt gefält, und dir und Regierung. 417 zum Heil gedeyet; so wirflerstreckten über See und dein Sorgen auf den Land, und aller Erden Held, den Erd und Him Ecken? Wer brachte Sonn mel scheuet, und gib dein und Mond herfür? Wer Leben, Thun und Stand machte Kräuter, Baum nur frölich hin in GOttes und Thier, und hieß sie Hand, so wird er deinen deinen Willen und Her Sachen ein frölich Ende ßens- Luft erfüllen? machen. 7. Heb auf dein Haupt, 4. Wer hat gesorgt, dasschau überall hier unten deine Seel im Anfang und dort oben, wie GOta deiner Tage noch in derstes Gorg auf allen Fall Mutter Leibes- Höl und für dich sich hab erhoben! finsterm Kercker lage? Dein Brodt, dein Wasser Wer hat allda dein Heilsund dein Kleid war eher bedacht? Was that da al- noch als du, bereit, die ter Menschen Macht, da Milch, die du erst nahmeſt, Geist und Sinn und Le- war auch schon, da du kaben dir ward ins Herz mest. gegeben? 8. Die Windeln die dich 5. Durch wessen Kunst allgemach umfingen in steht dein Gebein in order Wiegen, dein Bettdentlicher Fülle? Werlein, Kammer, Stub und gab den Augen Licht und Dach, und wo du solltest Schein, dem Leibe Haut liegen, das warja alles zu und Hülle? Wer zog die gericht't, eh als dein Aug Adern hie und dort? Ein und Angesicht eröffnet jed' an ihre Stell und Ort? ward, und sahe, was in Wer setzte hin und wieder der Welt geschahe. fo viel und schöne Glieder? 9. Noch dennoch soll dein 6. Wo war dein Herz, Angesicht dein ganzes Will und Verstand, da Leben führen, du traust fich des Himmels Decken und gläubestweiter nicht, als 418 Von göttlicher Vorsorge als was dein' Augen spi- ren, und dazu treibt Ihn ren: Was du beginnst sein Gemüth, und die so das sell allein dein Kopf, reine Bater- Gut, in der dein Licht und Meister uns arme Sünder Er seyn; Was der nicht aus- trägt als seine Kinder. erkoren, das hältst du 13. Ach wie so oftmals als verlohren. schweigt er still, und thut 10.Nun siehe doch, wie doch was uns nüßet, da viel und oft ist schändlich unterdessen unser Will umgeschlagen, was du ge- und Hers in Aengsten wiß und vest gehofft mit fizet, sucht hier und dar, Händen zu erjagen! Hin- und findet nichts; will gegen, wie so manches- seh'n, und mangelt doch mal ist doch geschehn, des Lichts, will aus der was überall kein Mensch, Angst sich winden, und kein Rath, kein Sinnen kan den Weg nicht finden. ihm hat ersinnen können. 14. GOtt aber geht 11. Wie oft bist du in gerade fort auf seinen wei grosse Noth durch eignen sen Wegen, er geht, und Willen kommen? da dein bringt uns an den Ort, verblendterSinn den Tod da Sturm und Wind sich fürs Leben angenommen. legen: Hernachmals Und hätte GOTT sein wenn das Werck geschehn, Werk und That ergehen so kan alsdenn der Menlassen nach dem Rath, sche sehn, was der, so ihm indem du's angefangen, regieret, in seinem Rath du wärst zu Grunde gan- geführet. gen. 15. Drum, liebes Herz, 12. Der aber, der uns sey wohlgemuth, und laß ewig liebt, macht gut was von Sorg und Gramen, wir verwirren, erfreut GOtt hat ein Hertz das wo wir ims selbst betrübt, nimmer ruht, dein Bestes und führt uns wo wir ir- vorzunehmen: Er kans nicht und Regierung. 419 nicht laffen, glaube mir, feinen Geist, auf Wegen, fein Eingeweid ist gegen die du jetzt nicht weist, dir, und uns hier allzu- nach wohlgehaltnem Rinsammen, voll allzufüsser gen, aus allen Sorgen Flammen. bringen. 16. Erhitzt und brennt 355. T. Rommt ber zumie vor Gnad und Treu, und spricht GOttes Sohn. alſo kanst du dencken, wie eh aus, mein Herk seinem zu muthe und in sen, wenn wir uns oft- dieser lieben Sommermals krancken, mit so Zeit an deines GOttes vergebner Sorgen- Bürd, Gaben; Schau an der als ob Er uns nun gång- schönen Gärten Zier, und lich wird, aus lautersfiehe, wie sie mir und dir Zorn und Hassen, ganz sich ausgeschmücket haben. Hulf und Trostlos laffen. 2. Die Bäume stehen 17. Das schlag hinweg, voller Laub, das Erdreich und laß dich nicht so lieder- decket seinen Staub mit eilich bethören, ob gleich nem grünen Kleide; Narnicht allzeit das geschicht, eiffen und die Tulipan, die was Freude kan vermeh- ziehen sich viel schöner an, ren, so wird doch wahrlich als Salomonis Seide. das geschehn, was GOtt 3. Die Lerche schwingt dein Vater ausersehn: sich in die Luft, das TaubWas er zu dir will feh- lein fleugt aus seiner ren, das wird kein Men- Kluft, und macht sich in sche wehren. die Wälder. Die hochbe 18. Thu als ein Kind, gabte Nachtigall ergößt und lege dich in deines und füllt mit ihrem Vaters Arme, bitt Jhn, Schall Berg, Hügel, und flehe bis er sich dein, Thal und Felder. wie er pflegt, erbarme: 4. Die Glucke führt ihr So wird. Er dich durch Küchlein aus, der Storch Od 2 baut 420 Don göttlicher Vorsorge baut und bewohnt sein 8. Ich selbsten kan und Haus, das Schwalblein mag nicht ruhn, des großspeis't die Jungen. Der sen GOttes groffes Thun schnelle Hirsch, das leichte erweckt mir alle Sinnen. Reh ist froh, und kommt Ich finge mit, wenn alles aus seiner Höh ins tiefe fingt, und laffe, was dem Gras gesprungen. Höchsten klingt, aus mei5. Die Bächlein rau- nem Herßen rinnen. schen in den Sand, und 9. Ach! denck ich, bist du mahlen sich in ihrem hie so schön, und läsfestsuns Nand mit Schatten- rei- so lieblich gehn auf dieser chen Myrthen, die Wie- armen Erde; Was will sen liegen hart dabey, und doch wol nach dieser klingen gang vom Lust- Welt, dort in den vesten Geschren der Schaaf und Himmels- Zelt und güldihrer Hirten. nem Schloffe werden. 6. Die unverdroßne 10. Welch hohe Luft, Bienen- Schaar fleugt welch heller Schein, wird hin und her, sucht hier und nicht in Chrifti Garten dar ihr edle Honig- seyn! wie muß es da wol Speise. Des füffen Wein- klingen, da so viel taustocks starcker Saft bringt send Seraphim mit untäglich neue Starck und verdroßnem Mund und Kraft in seinem schwa- Stimm ihr Halleluja chen Reise. fingen. 7. Der Weißen wächset II. Owar ich da! ath mit Gewalt, darüber stünd ich schon, o suffer jauchzet Jung und Alt, GOtt! vordeinem Thron und rühmt die groffe Güte und trüge meine Palmen! des, der so überflüßig labt, so wolt ich nach der Engel und mit so manchem Gut Weis' erhöhen deines Nabegabt das menschliche mens Preis mit tausend Gemüthe. schönen Psalmen. 12. Doch und Regierung. 421 12. Doch gleichwolwill 356. wiel. JEfu, meine ich, weil ich noch hier traFreude. ge dieſes Leibes Joch, auch GOTT der wirds wohl gar machen! dem ich alle mein Herze soll sich fort Sachen allzeit heimges und fort an diesem und an stellt. Er hat mich erkoallem Ort zu deinem Lobelren, eh ich noch geboren neigen. bin auf diese Welt; Hat 13. Hilfmir, und fegne mir auch nach ſeinem meinen Geist mit Gegen, Brauch, was von nöthen, der vom Himmel fleußt, stets gegeben, hier in die daß ich dir stetig blühe: sem Leben. Gib daß der Sommer 2. Gott der wirds wohl deiner Gnad in meiner machen! Dermir manches Seelen früh und spat viel Lachen, Freud und Luft Glaubens Frücht er- geschenckt: Der mich nie ziehe. vergessen, der mit Kleid 14. Mach in mir deinem und Effen täglich mich beGeifte Raum, daß ich dir denckt; Auch wenn fast die werd ein guter Baum, Creußes- Last oft die Seiund laß mich wohl beklei- nen ziemlich dricket, hat ben: Berleihe, daß zudei- Er mich erquicket. nem Ruhm ich deines 3. GOTT der wirds Gartensschöne Blum und wohl machen! Laß das Pflange moge bleiben. Wetter krachen, und die 15. Erwähle mich zum Stürme gehn; Wenn mit Paradeis, und laß mich grossen Grausen alle bis zur letzten Neis an Wellen brausen, will Er Leib und Seele grimen! bey dir stehn. Jonas lag So will ich dir und deiner in dritten Tag; Schlägt Ehr allein und sonsten dich Unglück auch darniekeinem mehr, hier und der, GOTT erhebt dich dort ewig dienen.wieder. 4. GOTT DD 3 422 Von göttlicher Vorforge 4. GOTT der wirds terlich: Führt Er gleich wohl machen! Er wird sel- die Seinen über Stock ber machen über deine und Steinen vielmals Noth. Wenn du wilt verwunderlich: Sey bereit zagen unter deinen Pla- zur Freud und Leid, GOtt gen, ist der fromme GOtt befiehl nur deine Sachen: aufdem Plan, und nimmt GOTT der wirds wohl dich an: Denn verstäubt machen. die Angst geschwinde, wie 357. M. Herr, firaf mich der Rauch im Winde. nicht in deinem Zorn. 5. GOTT der wirds wohl machen! Machtig in Gottherrschet und hält ben uns Haus, was den Schwachen ist er alle sagst du Mensch darwi zeit. Wem hats je gefeh- der? Was schlägst du seilet, der sich Gott erwähnen Willen aus? leg in let, in dem Herzeleid: den Staub dich nieder, Drum mein Herz, vergißschweig still laß ihn nur den Schmerß, alles steht Meister seyn, Er ist das in seinen Händen. GOtt Haupt wir insgemeindef kan alles wenden. selben schwache Glieder. 6. GOTT der wirds 2. Belegt Er dich mit wohl machen! Wenn des Creuß und Noth, und Todes Rachen gleich ist greift dir nach dem Heraufgethan: Wenn die Le- ßen, Er schickt das Leben bens- Jahre liegen auf der und den Tod, laß dir es Bahre, führt er Himmel etwas schmerzen: Doch an. Dieser Bund hat sei- hüte dich vor Ungeduld, du nen Grund: Die gelebt möchtest sonst, durch grosse und leben werden, kom- Schuld dein bestes Heil men in die Erden. verscherßen. 7. GOTT der wirds 3. Er bleibt schon so von wohl machen! der den al- Alters her, jegt hålt er sich ten Drachen dampfet rit- verborgen, als wiß er nichts und Regierung. 423 nichts um dein Beschwer, 2. Meine Hülfe kommt låst immerhin dich for- allein von des Höchsten gen, hat gegen dich sich Händen her, der so künsthart gemacht, das währt lich hübsch und fein Himvom Abend in die Nacht, mel, Erde, Luft, und und wieder an den Mor- Meer, und was in dem gen. allen ist, uns zum Besten 4. Jeßt ist er wieder ausgerüst't. gnädig hier, giebt End 3. Er nimmt deiner schaft deinem Leiden, er le- Füsse Tritt, o mein Herget deinen Sack von dir, ge! wohl in acht; Wenn und gürtet dich mit Freu- du geheft, geht er mit, den, er züchtigt als ein Ba- und bewahrt dich Tag ter dich, jedoch muß seine und Nacht. Sey getrost, Gnade sich darum nicht das Höllen- Heer wird von dir scheiden. dir schaden nimmer5. Wiewohl ist doch der mehr. Mensch daran, der sich in 4. Siehe, wie sein Auge GOttes Wege in tiefster wacht, wenn du liegestin Demuth schicken kan, ihm der Ruh; Wenn du schläaushält alle Schläge: Dis fest, kommt mit Macht nimmt der höchsten Kunst auf dein Bett geflogen den Preis. HERR! gib zu seiner Engel güldne uns, daß sich aller Fleiß Schaar, daß sie deiner auf diß zu lernen lege. nehmen wahr. 358. M. Licht so traurig, n. 5. Alles, was du bist und ch erhebe, HErr, zu dir hast, ist umringt mit sei meiner beyden Augen ner Hut; Deiner Sorgen Licht mein Gesicht ist für schwere Last nimmt er und für zu den Bergen, weg, macht alles gut, Leib aufgericht, zu den Bergen, und Seel hält er bedeckt, da herab ich mein Heilwenn dich Sturm und und Hülfe hab. 6. Wenn Wetter schreckt. DD 4 424 Von göttlicher Vorforte 6. Wenn der Sonnen] 2. Nichts ist es spät und Hiße brennt, und des Lei- frühe um alle meine Mitbes Kräfte bricht, wenn he, mein Sorgen ist um dich Stern und Monde sonst, Er mags mit meiblendt mit dem klaren An- nen Sachen nach seinem geficht, hat Er seine star- Willen machen, ich stell es de Hand dir zum Schat- bloß in feine Gunst. ten vorgewandt. 3. Es fan mirnichts ge7. Nun, Er fahre immer schehen, als was Er hat fort, der getreue fromme versehen; und was mir Hirt, bleibe stets dein selig ist, ich nehm es, wie Schild und Hort, wenn Ers giebet, was Ihm von dein Herz geängstet wird, mir beliebet, das hab ich wenn die Noth wird viel willig auch erkiest. und groß, schließt Er dich 4. Ich trane seiner Gnain seinen Schooß. den, die mich vor allem 8. Wenn du sitzest wenn Schaden, vor allem llebel du stehst, wenn du redest, schüßt: Leb ich nach seinen wenn du hörst, wenn Säßen, so wird mich du aus dem Hause gehst, nichtsverletzen, auch nichund zurücke wiederkehrst, tes fehlen, was mir nützt. wenn du trittst aus oder 5. Erwolle meiner Sün ein, wvoll er dein Gefährtejden in Gnaden mich ent feyn. binden, durch streichen 359. Wiel. OWelt, ich muß meine Schuld! Er wird dich lassen. aufmein Verbrechen nicht allen meinen Tha- stracks das Urtheil spreI sten rathen, der alles kan mir Geduld. und hat: Er mußzu allen 6.Legich mich spätenieDingen, solls anders wohl der, erwach ich frühe wiegelingen, uns selbsten ge- der, lieg oder zieh ich fort, ben Nach und That. in Schwachheit und in Ban und Regierung. 425 Banden, und was mir 2. Sagt mir, wer kan stoßt zu Handen, so tröstet doch vertrauen auf ein mich sein füffes Wort. schwaches Menschenkind? 7. Hat er es denn be- Wer kan veste Schlösser schloffen, so will ich unver- bauen in die Luft und in droffen an mein Verhäng- den Wind; Es vergeht, nißgehn: Kein Unfall un- nichts besteht, was ihr auf ter allen wird mir zu har der Erde seht. te fallen, ich will ihn freu 3. Aber GOttes Güte dig überstehn. währet immer und in 8. Ihm hab ich mich er- Ewigkeit: Vieh und geben, zu sterben und zu Menschen Er ernähret leben, so bald er mir ge- durch erwünschte Jahbeut, es sen heut oder mor- res- Zeit, alles hat seine gen, dafür laß ich ihn for Gnad dargereichet früh gen, Er weiß gar wohldie und spat. rechte Zeit. 4. Giebet Er nicht alles 9. Sosennun, Seele sei- reichlich und mit groffem ne, und traue dem alleine, Lieberfluß? Seine Lieb ist der dich geschaffen hat: Es nnvergleichlich, wie ein gehe, wie es gehe, dein Ba- starcker Wasser- Guß; ter in der Höhe weiß allen Luft und Erd uns erSachen Rath und That.nährt, wenn es GOttes 360. Mel. Auf ihr Christen, Gunst begehrt. Christi Glieder. 5. Dancket nun dem Meine Hoffnung stehet grossen Schöpfer, durch veste auf dem Leben- den wahren Menschendigen GOtt, Er ist mir Sohn, der uns wie ein der allerbeste, der mir freyer Töpfer hat gebeysteht in der Roth, macht aus Erd und Thon; Er allein soll es seyn, Groß von Rath starck von den ich nur von Herzen That ist, der uns erhalmenn. ten hat. DD 5 361. 17. 426 Von göttlicher Vorsorge Taubelein. 351: Miel. Die ein Turtels 5. Schaue alle Güter an, die dein Herz für Güter Nich nicht so traurig, nicht hält, keines mit dir gehen ſo sehr, meine Seele, jkan, wenn du gehest aus sey betrübt, daß dir GOtt der Welt. Alles bleibet Glück, Gut und Ehr, nicht hinter dir, wenn dutrittst so viel wie andern, giebt, ins Grabes Thur. nimm für lieb mit deinem 6. Aber was die Seele GOtt, hast du GOtt, sonährt, GOttes Huld und hats nicht Noth. Christi Blut, wird von 2. Du, noch einßig keiner Zeit verzehrt, ist und Menschen- Kind, haft kein bleibet allzeit gut: ErdenNecht in dieser Welt, alle, Gut zerfällt und bricht; die geschaffen sind, sind Seelen- Gut das schwinnur Gäft in fremden Zelt: det nicht. GOtt ist HErr in seinem 7. Ach wie bist du doch Haus, wie er will, so theilt so blind, und im Dencken unbedacht, Augen hast du er aus. 3. Bist du doch darum Menschen- Kind, und hast nicht hier, daß du Erden doch noch nie betracht deihaben solt, schau den Him- ner Augen helles Glas: melüber dir, da, da ist dein Siehe welch ein Schaß ist edles Gold, da ist Ehre, da ist das? it Freud, Freud ohn End, Chr ohne Neid. 8. Zähle deine Finger her und der andern Glie4. Der ist alber, der der Zahl, keins ist das dir fich frånckt um ein' Hand unwerth wär, ehr'st und voll Eitelkeit, wenn ihm liebst sie allzumal, keines GOTT dagegen schenckt gåbst du weg um Gold, Schäße der Beständig- wenn man dirs abneh Frit, bleibt der Centner men wolt. 9. Nun so gehe in den Grund deines Herzens, das mein Gewinn, fahr der Heller immer hin. und Regierung. 427 das dich lehrt, wie viel bens Freuden- Licht, das Gutes alle Stund dir von behalt, wenn dich die oben werd beschert. Du Nacht deines Kummers hast mehr als Sand am traurig macht. Meer, und willst doch noch immer mehr. 14. Seße als ein Himmels Sohn, deinem Wil10. Wüste, der imHim- len Maaß und Ziel, rühre mellebt, daß dirs wázenuß stets vor GOttes Thron und gut, wornach so be deines Danckens Saitengierlich strebt dein ver- Spiel, weil dir schon geblendtes Fleisch und Blut, geben ist mehrers, als du würde seine Frömmigkeit würdig bist. dich nicht lassen unerfreut. 15. Führe deinen Le11. GOtt ist deiner bens- Lauf allzeit GOttes Liebe voll, und von gan- eingedenck, wie es kommt, Bem Herzen treu, wenn nimm alles auf, als ein du wünscheft, prüft er wohlbedacht Geschenck, wohl, wie dein Wunsch geht dirs widrig, laß es beschaffen sey, ist dirs gut, gehn, Gott im Himmel so geht ers ein, ists dein bleibt dir stehn. Schade, spricht er nein. 362. Mel Wie schon leuchtet der Morgenstern. 12. Unterdessen trägt ſein Geist dir in deines Gottes Sohn von Ewigkeit! wie felig das die Engel speift, ziert war dieselbe Zeit, daman und schmückt es. herrlich dich hat gesehen, ihr Auaus, ja erwählet, dir zum gen voller Herrlichkeit, Heil, dich zu seinem Gut ihr Ohren voller Lieblichund Theil. keit, wie wohl ist euch ge13. Ey so richte dich em- schehen! Viele, viele Mapor, du betrübtes Ange- jjeftäten und Propheten sicht, laß das Seufßen, wolten schauen, was die nim hervor deines Glau- Junger kont erbauen. 2. Doch 428 Von göttlicher Vorsorge 2. Doch wars nur eine der kommen. Selig, ewig, kleine Frist, daß solches die nicht sehen doch besteLicht erschienen ist im hen vest im Glauben, dieFleisch und Wunder- Bli- sem Trost kan niemand den; Bald, sprach derrauben. HERN, bald wird es 5. Drum liebe Seel, erseyn, so wird euch nicht muntre dich, dein JEsus mehr dieser Schein durchs bleibt unsichtbarlich, Er Angesicht erquicen. Ein ruft in deinem Herzen: Klein Stündlein muß Ich Ey, hüte dich vors Teufels scheiden, und viel lei Strick! Es ist ein kleiner den, und entschlafen, Sch Augen- Blick, so kanst du trag eure Sünden- Stra- mid) verscherben. Wafen. che! lache, mit Erzittern 3. Zwar ist er draufer- und in bittern Freudenstanden bald in schöner Thränen solcher Guß Klarheit und Gestalt, war mag GOTT versöhvierzig Zag auf Erden, nen. als Er, der eingeborne 6. Ein weises Wort Sohn, zu seines Baters spricht Salomo zur Welthöchsten Thron nun folt Luft, was? wie? wenn und erhaben werden. Eya! wo? Bist du so toll mit wer da möchte sagen, was Springen? Wer weiß für Wagen ihn begleitet, denn nicht, daß unsre und was uns dort sey be- Feind bey schneller Zeit reitet. es ernstlich meint, und 4. Indeffen war nun fucht uns zu verschlingen? abermal der Freuden- Immer schlimmer, und volle Sonnen- Stral denje länger desto strenger Jüngern weggenommen; kämpft der Böse, bis der fie blieben aber in der Lehr Vater uns erlöse. und seinem Wort je mehr 7. Lob sey dir, JEsu, und mehr, Er werde wie- Gottes- Lamm! daß duzuerst und Regierung. 429 erst am Creußes- Stamm Angst und Klage unterm der Schlangen Kopf zer- Zagen hat die edle Frucht treten. Ich faug aus dei- getragen. nen Wunden Saft, dein 10. So ist der Glaube Auferstehung istdieKraft, manchesmal in groffen dadurch ich lerne beten. Röthen, Furcht und Mit Dir, in mir, will ich Quaal, und klagt, man kämpfen, ich will dam- sey verlaffen: Halt im Gepfen alle Sünden, Welt dächtniß JEfü Tod, und und Satan überwinden. dessen Wunder= groffe 8. Allein wie kommts, Noth, der schreyet gleiHErr JEfu Christ, daßschermassen. Blinder du mir oft so ferne bist Sünder, so da meynet, mit deinem Licht im Glau- wenn man weinet, Gott ben? Wie mancher Geuf- sey ferne. In der Nacht zer fleugt mir aus, und gehn auf die Sterne. bringet kein Oel- Blat zu 11. Durch solchen Weg Haus, wieNoahseineTau- geht Christus hin, und ben! Stille, Wille, laßslencket dein Girren und Berwir Sinn, ren, mein Vertranenigegangen; Ein Kleines muß auf GOttohn Füh- läßt Er sich nicht sehn, len bauen. wird aber in dir auferfeines Vaters wie Er vorhin 9. Ein Weib, wenn sie stehn, Er hält sich nur gebähren soll, befindt sich gefangen. Auf! auf! sein vieler Schmerzen voll, Lauf ist die Sonne, meine und weiß von keiner Freu- Bonne, nichts denn Sede; Bald wen der Mensch gen folget mir auf diesen zur Welt gebracht; ge- Wegen. denckt sie nur an GOttes 12. Und soll ich mit der Macht, und weiß von kei- Creußzes- Laft, die du, mein nem Leide. Warum? Heil, getragen hast, bis in Darum, daß die Plage, den Tod dich ehren, so ists doch 430 Von göttlicher Vorsorge : doch ein geringes Nu, dar- triumphirt zuleßt dein hoauf denn bald, bald folget her Rath. Nuh, in Freuden ohnAuf 2. Dein Geist hängt nie hören. Endlich werd ich an menschlichen Gesetzen, Jubilate und Cantate fro- so die Vernunft und gute lich fingen, drum will ich Meinung stellt. Den nur tapfer ringen. 3weifels Knoten kan 12.O GOttes Sohn in dein Schwerdt verletzen, Ewigkeit! wir warten und lösen auf, nachdein es schon der letzten Zeit, da Dir gefällt. Du reisfest wir dich sollen sehen. Ihr wol die starcksten Band Augen voller Herrlichkeit. entzwey; Was sich entgeihr Ohren voller Lieblich- gen setzt, muß finden hin: keit, wie wohl wird euch Ein Wort bricht oft den geschehen! Lauter, lau- allerhärtsten Sinn, denn ter Majestäten und Pro- geht dein Fuß auch durch pheten werden schauen, Umwege frey. S GOttes Lamm auf gri 3. Was unsre Klugheit ner Quen. will zusammen fügen, 363. M. Jehovab ist mein 2c. theilt dein Verstand in Oft o führst Dudochrecht und Westen aus; Was selig, HERR, diemancher unter Joch und Deinen, ja felig, und doch Last will biegen, seßt deine meistens wunderlich; Hand fren an der SterWie kontest du es bösenen Haus. Die Welt zermit uns meynen, da dei- reist, und Duverknüpfst ne Tren nicht fan ver- in Kraft: Sie bricht, du leugnen sich! Die Wege baust: Sie baut, du reiß find oft frum und doch sest ein. Jhr Glanz muß gerad, darauf du läß'st dir ein dunckler Schatten die Kinder zu dir gehn, seyn. Dein Geist bey da pflegt es Wunderfelt- Todten Kraft und Leben sam auszusehn; Doch schafft. 4. Will und Regierung. 431 4. Will die Vernunft machst. Wenn uns dein was fromm und seligprei- Geist den Weisheit Schaß sen; so hast du's schon aus verleihet, so sehn wir erst, deinem Buch gethan. wie wohl du für uns Wem aber niemand will wachst. Die Weisheit dis Zeugniß weisen, den spielt bey uns, wir spielen führst du in der Still mit; Bey uns zu wohnen selbst Himmel- an. Den ist dir lauter Lust, die reTisch der Pharisäer läß'st get sich in deiner Baterdu stehn, und speisest mit Brust, und gångelt uns den Sündern, sprichst sie mit zartem Kinder frey. Wer weiß was öf- Schritt. ters deine Absicht sey? 7. Bald scheinst du uns Wer kan der tiefsten was harte anzugreiffen, Weisheit Abgrund sehn? bald fähreft du mit uns 5. Was alles ist, gilt gans säuberlich: Genichts in deinen Augen: schichts, daß unser Sinn Was nichts ist, hast du sucht auszuschweifen, so groffer HErr, recht lieb. weißt die Zuchtunswieder Der Worte Pracht und hin auf dich. Da gehn wir Ruhm mag dir nicht denn mit blöden Augen taugen, du giebst die Kraft hin, du küffest uns, wir und Nachdruck durch den sagen Begrung zu, drauf. Trieb. Die besten Wercke schenckt dein Geist dem bringen dir kein Lob, fie Herzen wieder Ruh, und find versteckt, der Blinde hält im Zaum den ausges geht vorbey. Wer Augensschweiften Sinn. hat sieht sie doch nicht so 8. Du kennest, Bater, frey. Die Sachen sind zu wohl das schwache Wesen, klar, der Sinn zu grob. die Ohnmacht und der 6.0 Herrscher! sey von Siñen Unverstand. Man uns gebenedeyet, der du kan uns fast an unsrer uns tödtest und lebendig Stirn ablesen, wie es um schwa 432 Von aortlicher Vorforge schwache Kinder sey be-/ meistern nicht: Brich wandt. Drum greifst ganz entzwey den Willen, Du zu, und hältst und der sich liebt, erweck die trågest sie, brauchst Ba- Lust, die sich nur dir erter- Necht, und zeigest giebt, und tadelt nie dein Mutter- Treu, wo nie- himmlisches Gericht. mand mennt, daß etwas II. Will etwa die Vers deine sey, da hegst Du nunft Dirwidersprechen, felbst dein Schäfgen je und schüttelt ihren Kopf und je. zu deinem Weg, so wollst 9. Also gehst du nicht die Du die Bevestung niedergemeine Wege, dein Fuß brechen, daß ihre Höh sich wird selten öffentlich ge- nur ben Zeiten leg. Kein sehn, damit Du sehst, was fremdes Feur sich in mir sich im Herzen rege, wenn anzünd, das ich vor Dichin Du in Dunckelheit mit Thorheit bringen möcht, uns wilt gehn. Das Wi- und Dirwol gar so zu ge derspiel legst Du vor Au- fallen dacht. Ach felig! gen dar von dem, was du wer dein Licht ergreift in deinem Sinne hast. und findt. Wer mennt, er hab den 12. So zieh mich denn Borsaß recht gefaßt, der hinein in deinen Willen, wird am End ein anders und trag, und heb, und oft gewahr. führ dein armes Kind IO. O Auge, das nicht Dein innres Zeugniß soll Trug noch Heucheln lei- den Zweifel tillen, Dein et! Gib mir der Klug- Geist die Furcht und Lüste heit scharfen Unterschied, überwindt. Du bist mein dadurch Natur und Gna- Alles, denn dein Sohn is de wird entscheidet: das mein, dein Geist regt sich eigneLicht von deiner Hei- gank kráftiglich in mir, terkeit. Laß doch mein ich brenne nun nach Di Herß dich niemals in Liebs- Begier. Wie of er 433 on und Regierung. erquickt mich deiner Klarheit Schein. 3. Weil du mein GOtt und Vater bist, dein Kind 13. Drum muß die Crea- wirst du verlaffen nicht, tur mir immer dienen, du väterliches Herß, ich kein Engel schämt nunder bin ein armer ErdenGemeinschaft sich, die Kloß, auf Erden weiß ich Geister, die vor dirvollen- keinen Trost.n der grünen, sind meine 4. Der Reich' verläßt Brüder, und erwarten sich auf sein Gut, ich aber mich. Wie oft erquicket will vertrau'n mein'n meinen Geist ein Herz, GOtt, ob ich gleich werd das mich und dich und alle veracht't, so weiß ich, und Christen liebt. sts mög- glaub vestiglich: Wer lich, daß mich etwas noch GOtt vertraut, dem mana betrübt! Komm Freuden- gelt nicht. Quell! Weich ewig aller Schmerß. 364. In eigner Mel. 5. Elia, wer ernähret dich da es so langeregnet nicht, in so schwer theurer arum betrübst du Zeit? Ein' Wittwe aus dich, mein Herk? be- Sidonier Land, zu welcher kümmerst dich, und trå- du von GOtt warst ge= gest Schmerz, nur um das sandt. zeitlich Gut? Bertrau du 6. Da er lag unterm deinem HErren GOTT, Wacholder- Baum, ein der alle Ding erschaffen Engel GOttes vom Himhat. mel kam, und bracht ihm 2. Er kan und will dich Speis und Tranck, erging laßen nicht, er weiß gar gar einen weiten Gang, wohl was dir gebricht, bis zu dem Berg Horeb Himmel und Erd ist sein, genannt. mein Vater und mein 7. Des Daniels GOtt HErre GOtt, der mir nicht vergaß, da er unter beysteht in aller Noth. den Löwen faß, sein'n EnEe gel 34 Von göttlicher Vorsorge gel fandt er hin, und ließ 12. Alles was ist in dieihm Speise bringen gut, ser Welt, es sey Silber, durch seinen Diener Ha- Gold oder Geld, Reichbacuc. thum und Zeitlichs Gut, 8. Joseph in Egypten ver- das währet nur ein' kleine kaufet ward, vom Pharao Zeit, und hilft doch nicht gefangen hart, um sein'r zur Seligkeit. Gott'sfürchtigkeit, GOtt 13. Jchdanck dir, Christ, macht'ihn zu ein'm grossen o GOttes Sohn! daß du Herrn, daß er konnt Bat'r mich solches erkennenlahn, und Brüd'r ernährn. durch dein göttliches 9. Es ließ auch nicht der Wort, verleih mir auch treue GOtt die drey Mán Beständigkeit, zu meiner ner im Feuer- Ofen roth, Seelen Seeligkeit. sein'n Engel sandt er hin, 14. Lob Ehr und Preis bewahrt fie vor des Feu- sey dir gesagt, für alle ers Glut, und half ihnen dein' erzeigt' Wohlthar, aus der Noth. und bitt demüthiglich, laß 10. Ach GOtt! du bist mich nicht von dein'm Annoch heut so reich, als du gesicht verstoffen werden bist g'wesen ewiglich, mein ewiglich. Vertraun steht gang zu 355. M. Warum solt ich zc. dir, mach mich an meiner für morgen, armes Seelen reich, so hab ich Warum wilt du doch gnug hier und ewiglich. Herz, immerwärts, als ein 11. Der zeitlichy'n Ehr Heide sorgen? wozu dient will ich gern entbehrn, du dein täglich Grámen, weil wollst mir nur das ew'ge GOtt will in der Still sich gewährn, das du erwor- der Noth annehnen. ben hast durch deinen her 2. GOTT hat dir ge ben bittern Tod, das bitt schenckt das Leben, Seel ich dich mein HErr und und Leib, darum bleib ihm GOtt. allein ergeben, er wird ferner 435 und Regierung. ferner alles schencken, 7. Ach! der Glaube fehlt traue vest, er verläßt nicht auf Erden, war er da, die an ihn dencken. müst uns ja, was uns noth 3. Sage nicht Was soll ist, werden. Wer GOtt ich effen? Gott hat dirkan im Glauben faffen, schon allhier so viel zuge- der wird nicht, wenns gemessen, daß der Leib sich bricht, von ihm seyn verkan ernähren, übriges lassen. wird indeß GOttes Hand 8. Wer Gerechtigkeit bescheren. nachtrachtet, und zugleich 4. Es ist mehr, als GOttes Reich über alles Tranck und Speise die- achtet, der wird wahrlich ser Leib, darum glaub, daß nach Verlangen Speis GOTT wird erweisen, und Tranck Lebenslang, daß der Speiß und Trand wie im Schlafempfangen. kan geben dem, der sich 9. Laß die Welt denn veftiglich ihm ergiebt im sich bemühen immerhin: Leben. Ach! mein Sinn soll zu 5. Sorgst du, wie du JESU fliehen, er wird dich solt kleiden? Jesus geben was mir fehlet, ob spricht: Sorge nicht, sol- ers oft unverhofft, eine ches thun die Heyden: Weil verhelet. Schau die Blumen auf 10. Will er prüfen meiden Feldern, wie so schön nen Glauben, und die diese stehn, und die Bäum Gab, die ich hab, mir gar in Wäldern. laffen rauben, so muß mir 6. Sorgt ein Vogel auf zum Besten kommen, wen den Zweigen, wenn er GOtt mir alles schier hat fingt, hüpft und springt, hinweg genommen. wer ihm soll anzeigen, was 11. Er kan alles wiederer essen soll und trincken? geben, wenn er nimmt, so Nein ach! nein, er allein bestimmt er sein Wort folgt des Himels Wincken. zum Leben; Ach wie viele (€ ¢ 2 fromme 436 Von göttlicher Vorforge fromme Seelen leben so, 16. Alles sey dirunverund sind froh ohne Sorg hohlen, was mir fehlt, und Qualen. was mich quáit, groffer 12. Sie befehlen GOtt GOtt, befohlen, sorge du die Sorgen, wie er will so will ich schweigen, und und find still immer im vor dir, nach Gebühr, Verborgen; Was GOtt meine Knie beugen. will, ist ihr Vergnügen, 17. Ich will dir mit und wie's Er ohngefähr Freuden dancken fort und will mit ihnen fügen. fort, hier und dort, und 13. Doch kan ihnen will nimmer wanden. nicht versagen GOtt ihr Lob und Preiß sey deinem Brodt in der Noth, wenn Namen; Sey mein Theil, er hört ihr Klagen: Er Hilf und Heil, liebster. kommt warlich, sie zu trö- JEsu, Amen. ften, eh mans meynt, und 366. M. Wer weiß, wie nahe erscheint, wenn die Noth mir mein Ende. am grösten. 14 Thre Sorg ist für WGött läßt waltem er nur den lieben die Seelen, und ihr Lauf und hoffet auf ihn allezeit, geht hinauf zu den Felsen- den wird er wunderlich erHölen, zu des HErren halten in allem Creut und JESU Wunden. Hier Traurigkeit. Wer GOtt find sie aller Müh und der dem Allerhöchsten traut, Noth entbunden. der hat auf keinen Sand 15. Nun, HErr JEsu, gebaut. meine Freude, meine 2. Was helfen uns die Somn, meine Wonn, schweren Sorgen? Was meiner Seelen Weide; hilft uns unser Weh und Sorge nur für meine Ach? Was hilft es, daß Seele! So wird mir wir alle Morgen beseufauch allhier nichts am ßen unseringemach? Wir Leibe fehlen. machen unser Creuß und Leid und Regierung. 437 Leid nur gröffer durch die und arm zu machen, den Traurigkeit. Armen aber groß und 3. Man halte nur einfreich; GOtt ist der rechte wenig stille, und seh doch Wunder- Mann, der bald in sich selbstvergnügt, wie erhöh'n, bald stürzen kan. unsers GOttes gnád'ger 7. Sing, bet, und geh auf Wille, wie sein' Allwissen- GOttes Wegen, verricht heit es fügt. Gott, der das deine nur getreu, und uns ihm hat auserwählt, trau des Himmels reichen der weiß auch gar wohl, Segen, so wird er bey dir was uns fehlt. werden neu: Denn wel4. Er kennt die rechten cher seine Zuversicht auf Freuden Stunden, er GOtt setzt den verläßt er weiß wol, wenn es nütz- Inicht. lich sen, wenn er uns nur hat treu erfunden, und 367. M. Err JEfu Chrift, mercket keine Heucheley, so dich zu uns wend. uns kommt Gott, eh wirs Mo Gott zum Haus versehn und lässet nicht giebt sein uns viel Guts geschehn. Gunst, arbeitet jedermann 5. Denck nicht in deiner umsonst; Wo GOtt die Drangsals- Hitze, daß du Stadt nicht selbst bevon GOTT verlassen wacht, so ist umsonst der seyst, und daß der GOtt Wächter Wacht. im Schoffe size, der sich 2. Vergebens, daß ihr mit stetem Glücke speist: früh aufsteht, darzu mit Die Folge- Zeit verändert Sorgen schlafen geht, viel, und setzet jeglichem und eßt eu'r Brodt mit sein Ziel. Ungemach: Denn wems 6. Es sind ja GOtt GOtt gönnt, giebt ers im sehr schlechte Sachen, und Schlaf. ist dem Höchsten alles 3. Nun sind sein' Erben gleich, den Reichen klein unsre Kind, die uns von E ¢ 3 ihm 438 Von göttlicher Vorsorge ihm gegeben sind: Gleich Güte stets erhebe Tag und wie die Pfeil ins Starcken Nacht. Denn von deinen Hand, so ist die Jugend Gnaden- Güssen Leib und GOtt bekant. Seele zeugen müssen. 4. Es soll und muß dem Tausend, tausendmal sen g'schehen wohl, der dieser dir, groffer König, Danck hat sein'n Köcher voll, fie dafür. werden nicht zu Schand 3. Denck ich nur der und Spott, vor ihrem Sünden- Gassen, drauf Feind bewahrt sie GOtt. ich häufte Schuld mit 5. Ehr sey dem Vater Schuld, so mocht ich vor und dem Sohn samt Heil- Schaam erblassen vor der gem Geist in einem Thron, Langmuth und Geduld, welch's ihm auch also sey womit du, o GOtt! mich bereit, von nun an bis in Armen hast getragen mit Ewigkeit. Erbarmen. Tausend, tau368. 7. 2lle Menschen maf sendmal sey dir, grosser fierben. König Danck dafür. omit soll ich dich wol 4. Ach ja! wenn ich loben, mächtiger überlege, mit was Lieb HErr Zebaoth! Sende und Gütigkeit du durch mir dazu von oben dei so viel Wunder- Wege nes Geistes Kraft, mein mich geführt die LebensGOtt denn ich kan mit Zeit! So weiß ich kein nichts erreichen deine Ziel zu finden, noch den Gnad und Liebes- Zeichen Grund hier zu ergründen. Tausend, tausendmal sey Tausend, tausendmal sey dir, grosser König, Danck dir, groffer König, Dand dafür. dafür. 2. HENR, entzünde 5. Du, HERR, bist mein Gemüthe, daß ich mir nachgelaufen, mich deine Wunder- Macht, zu reissen aus der Glut; deine Gnade, Treu und Denn da mit der Sünder Paufen und Regierung. 439 Haufen ich nur fuchte irr- sen deine Weisheit auch disch Gut, heisfest du aufzu preisen. Tausend zc. dis mich achten, wornach 9. Bald mit Lieben, man zuerst soll trachten. bald mit Leiden kamst du Tausend, tausendmal sey HErr, mein GOtt, zu dir, groffer König, Danck mir, nur mein Herze zu dafür. bereiten, sich ganz zu er6. O wie hast du meine geben dir, daß mein gångSeele stets gesucht zu dir liches Verlangen möcht zu ziehn, daß ich aus der an deinen Willen hanSunden- Hole möchte zugen. Tausend, tausendden Wunden fliehn, die mal ic. mich ausgeföhnet haben, 10. Wie ein Vater nimt und mir Kraft zum Leben und giebet, nach dems Kingaben. Tausend, tausend- dern nüßlich ist: So haft mal sey dir, groffer König, du mich auch geliebet, Danck dafür. HERR mein Gott, zu 7. Ja, HERR, lauter jeder Frist, und dich meiGnad und Wahrheit sind ner angenommen, wenns vor deinem Angesicht, du, auch gleich aufs höchste du trittst hervor die Klar- kommen. Tausend zc. heit, in Gerechtigkeit, Ge- 11. Mich hast du auf richt: daß man soll aus Adlers Flügeln oft getradeinen Wercken deine Güt gen väterlich, in den Thaund Allmacht mercken.jlern, auf den Hügeln, Tausend, tausendmal sey wunderbar errettet mich. dir 2c. Wenn schien alles zu zer8. Wie du setzest jedem rinnen, ward doch deine Dinge Zeit, Zahl, Maaß, Hülf ich innen. Tausend, Gewicht und Ziel, damit tausendmal 2c. keinem zu geringe möcht 12. Fielen tausend mir geschehen, noch zu viel; So zur Seiten, und zur Nechhab ich auf tausend Wei- ten zehnmal mehr, lief € ¢ 4 fest 440 Von göttlicher Vorsorge und Regierunt. fest du mich doch begleiten Stündlein nimmt dadurch der Engel starckes hin. Heer, daß den Nothen, die 2. Berfälschte Lehr, mich drangen, ich jeden- Abgötterey undLügen fernoch bin entgangen. Tau- ne von mir sey, Armuth send, tausendmal 2c. und Reichthum gib mir 13. Bater du haft mir nicht doch dieses ich noch erzeiget lauter Gnad und ferner bitt: Gütigkeit; Und du hast 3. Ein' ziemlich Noth zu mir geneiget, JESU, durft schaff den Leib, daß deine Freundlichkeit; Und ich kan nähren Kind und durch dich, o Geist der Weib, daß kein groß Noth Gnaden, werd ich stets noch Mangelsey, und auch noch eingeladen.Tausend, kein Lieberfluß daben. tausendmal zc. 4. Sonst wenn ich würd 14. Tausendmal sey dir zu satte seyn, mocht ich gesungen, HERR, mein verleugn'n den HErren GOtt, Preis, Lob und mein, und sagen: Was Danc, daß es mir bisher frag ich nach GOTT? gelungen. Ach laß meines ich bin versorgt in aller Lebens Gang ferner doch Noth. durch JEsu Leiten, nur 5. Oder wenn Armuth gehn in die Ewigkeiten. drückte mich zum Stehlen Da will ich HENR, für möcht gerathen ich, oder und für, ewig, ewig dan- mit Sund trachten nach cken dir. Gut, ohn GOttes Scheu 369. Mel. Nun laßt uns den wie mancher thut. Leib begraben. 6. Des HErren Se wey Ding, o HERR, gen machet reich ohn alle 3 bitt ich von dir, die Sorg, wenn du zugleich wollest du nicht weigern in dein'm Stand treu und mir, weil ich in diesem fleissig bist, und thust, was Leben bin, eh mich mein dir befohlen ist. IV. Bon Von der Rechtfertigung. IV. Von der Rechtfertigung. 441 370. 1. 2lle Menschen müß an das Hochzeit- Kleid, in fen sterben. der letzten Gnaden- Zeit. ch! ein Wort von Armen lobt mit mir des 4. Halleluja! kommt ihr groffer Treue, das theu'r und annehmens- Höchsten Gut, laßt uns werth, ehre ich in tiefster eitelGnade uns jetzt blüht. preisen sein Erbarmen, Neue Lebenslang auf die Leben Er den Todten ser Erd: Hier in dieser schencket, und mit seiner Welt ihr Kinder, ein Er- Lieb uns tráncket. Jesu, löser aller Sünder, JEfus laß uns für und für HalleChristus komen ist, Troß luja singen dir. nun Welt und Satans Lift. 371. MT. O Zaupt voll Blut. 2. Schöpfer, ach! ich[ ch GOTT! ich muß bekennen zum dirs klagen, daß ich Preise deiner Gnad: Bó- jelend bin, mein Herz will ses war wol nicht zu nen- mir verzagen, mein'Sund nen ich war dessen fähig liegt mir im Sinn, ich kan fatt. Leider ach! vor an ihr nicht vergessen, sie ist so dern allen, ließ die Sünd groß und schwer, sie hat ich mir gefallen, aber die mich gar beseffen, bracht in Barmherzigkeit sich weit Noth und Gefahr. gröffer anerbeut. 2.In Sund bin ich em3. Christe, drum mußlpfangen, in Sünd bin ich ich auch billig hier als ein geborn, viel Sund hab Erempel seyn, wie dulich begangen, darum bin freundlich, gnädig, willig ich verlorn. Ich kan alle Sünder ladest ein. nicht freudig werden, den Rufft: Ach! kommt ihr Himmel anzusehn, und blödenTauben, tretet doch schäme mich auf Erden vor herzu im Glauben, ziehet dir, o GOtt! zu stehn. Ee 5 3. Nun Von der Rechtfertigung. 442 3. Nun folt ich ja ver- soltleben, der an Ihn glautrauen deinen Sohn JE- ben könt: Will gleich mein su Christ, auf sein Ber- Herß nicht trauen, so dienst vest bauen, weil er glaub ich dennoch vest. mein Fürsprach ist; Sohilf du meinem Unglauschreckt mich mein Gewis ben, dein Hülfe ist die best. fen, das zweifelt immer 7. Ich bin nicht werth dar, und spricht: Dich der Güte, die du an mir werd verdriessen, daß ich gethan, daß für mich mit die Sind nicht spar. seinem Blute bezahlt dein 4. Ich wolt auch herß- lieber Sohn: Bedarf es lich gerne bessern das Le doch nothwendig, und ben mein, mit Werck, glaub dem Worte dein, Wort und Geberden das mir zusagt beständig: fromm und gott'sfürchtig Wer glaubt, wird selig seyn; Ich kans ja nicht seyn. vollbringen, wie ichs hab 8. So wahr als ich selbst oft bedacht, ich laß mich lebe, sprichst du, mein davon bringen des Sa- HERR und GOTT tans List und macht. ungern ich übergebe den 5. Was soll ich denn Sünder in den Tod, ich nun machen, wie kan ich will, daß er umkehre, und doch bestehn? Ich fall in ewig lebe mir: Den rech Hollen- Rachen, wenn ich ten Weg mich lehre, so dir will entgehn: HErr komme ich zu dir. zu dir komm ich wieder, 9. Mit deinem Heil'gen und such Barmherzig- Geiste mein'n schwachen keit, ich falle vor dir nie- Glauben mehr, mir Hülf der, mein Sünde ist mir und Beystand leiste, zu leid. deines Namens Chr. Leit KURIE 6. Du hast dein'n Sohn mich auf deinem Stege, gegeben für aller Men- vor aller Sünd und fchen Sünd, daß iederman Schand, vor Teufels Strick Von der Rechtfertigung. 443 Strick und Wege, bewahrsquälet uns gar heftig der durch deine Hand. vergifte Schlangen- Biß, 10. Segne mein Leib dieses Gift steigt zu den und Leben, auch mein Be- Herßen, und verursacht ruf und Werck, was du stete Schmerzen. mir hast gegeben, behüt 3. Ach! ohn dich, gedurch deine Stärk: Erhör treuer JEsu, schreckt der meinSeufz'n und Schrey Teufel und die Höll, die en und mein' furchtsame Verdammniß macht mich Wort, daß ich mich kan zittern, da ich steh auf erfreuen, veracht'n des dieser Stell, mein GeSatans Mord. wissen ist erwachet, und II. Zulegt laß mich ab- der Abgrund flammt und scheiden mit einem felgen krachet. End, und nimm aus die 4. Ohne dich, herzliebsem Leiden mein Seel in ster JESU, kommt man deine Händ. Dafür will nicht durch diese Welt, fie ich dich preisen, mit steter hat fast auf allen Wegen Dandbarkeit; GOtt wird unsernFüssenNetz gestellt, mir Gnad beweisen, und sie kan troßen und kan helf'n in Ewigkeit. heucheln, und hält uns mit 372.M.Err, ich habe mißg. ihrem Schmeicheln. ch! was sind wir ohne 5. Ach wie Kraft- los JEfu? dürftig, jám- Herzens- JESU, richten merlich und arm! Ach! sich die Krancken auf, unwas sind wir? Boller fre Macht ist lauter OhnElend. Ach! HErr JEsu, macht in dem múden Ledich erbarm: Laß dich un- bens- Lauf, denn man fre Noth bewegen, die wir sieht uns, da wir wallen, dir vor Augen legen. öfters straucheln, oftmals 2. Wir sind nichts ohn' fallen. dich, HErr JESU! hier 6. Darum står uns, ist lauter Finsterniß, darzu liebster JEsu! sey in Finsternis 444 Von der Rechtfertigung. sterniß das Licht öffne un- schallen aus des Herzensfre Herzens- Augen, zeig Grund; Denn wird alles dein freundlich Angesicht! jubiliren, und dir singen Spiel, o Sonn, mit Le- Herz und Mund: Denn bens- Blicken, so wird sich wird auf der ganzen Erdas Herß erquicken. den JESUS hochgelodond 7. Tritt den Satan star- bet werden. der JEfu! unter unsern 373.7.Liebster JEfu, wirze. schwachen Fuß: Komm Das ist je gewißlich zu deiner Braut gegan- wahr, daß theure gen, gib ihr einen Liebes- werthe Worte, JEsus Kuß, daß fie Himmels- Christus stellt sich dar, Frend verspüre, und kein und ist hier an diesem Leid sie mehr berühre. Orte zu den Bösen, nicht 8. Faß uns an o süsser zumFrommen in die Welt JESU! führ uns durch hernieder kommen. die Pilger- Straß, daß wir 2. Daß er dort die Sünauf den rechten Wegenden- Knecht, die schon in gehen fort ohn Unterlaß! des Todes Rachen, möchte Laß uns meiden alle Stri- ledig und gerecht und aus cke, und nicht wieder fehn Gnaden selig machen, unzurücke. ter welchen ich vor diesen 9. Laß den Geist der mich als der vornehmst Kraft HERR JESU! erwiesen. geben unserm Geiste 3. Aber darum ist an Kraft, daß wir brünstig mir die Barmherzigkeit dir nachwandin, nach der geschehen, auf daß andre Liebe Eigenschaft! Ach auch allhier möchten durch HERR, mach uns selber die Gnade sehen, wie er tüchtig, so ist unser Leben auch am bösen Zweige alle richtig. die Geduld erzeige. 10. Denn wird Lob und 4. Daß ich werd an meiDand, HERN JESU, nem Theil ein Exempel denen Von der Rechtfertigung. 44) denen Leuten, welche an kan fie drehn: Hilft GOtihn, als ihr Heil, folten tes Geift dir nicht, so ists in den letzten Zeiten veste um dich geschehn. glauben und vertrauen, 4. Nun HErr, ich fühle und ein ewig Leben Durst nach deiner Gnaschauen. den- Quelle, wie ein gejagter Hirsch, aufsoviel Sunden Fälle. wie komm ich 374. M. O GOtt! du from mer GOtt. = fleußt noch, den jeder- den Gnaden- Saft? Hilf mann kann trincken, mein mir durch deinen Geist, in Geist laß deinen GOtt dir mir ist keine Kraft. doch umsonst nicht win 5. Du hastia zugesagt: cken; Es lehrt dich ja das Du wollst, die Durst emWort, das Licht vor dei- pfinden nach der Gerechnem Fuß, daß Christus tigkeit, befreyn von ihren dir allein von Sünden Sünden: Nun weifet uns helfen muß. den Weg dein Sohn, der 2. Dein Thun ist nicht wahre Christ; Nur du geschickt zu einem bessern must Helfer seyn, weil du Leben, auf Christum richte voll Hülfe bist. dich, der kan dir solches 6. Oselig! wirst du mir geben. Der hat den Zorn von diesem Wasser geben, versöhnt mit seinem theu- das tráncket meinen Geist ren Blut, und uns den zu der Gerechten Leben. Weg gebahnt zu GOtt, Gib diesen Tranck mir dem höchsten Gut. stets, du Bruder Gü3. Die Sünden abzu- tigkeit, so ist mir immer thun, kanst du dir doch wohl in der Gelassenheit. nicht trauen, dein Glaube muß allein auf GOttes Hilfe bauen. Bernunft geht wie sie will, der Satan 375. Mel. Sey Lob und Ehe dem böchsten Gut. Es ist das Heil uns koma men her von Gnad und 446 Von der Rechtfertigung. und lauterGüte, die Werck Werck GOtt hoch verdie helfen nimmermehr, dammt, und jeden Fleisch fie mögen nicht behüten: der Sünden Schand allDer Glaub sieht JEsum zeit war angeboren.a Chriftum an, der hat gnug 5. Noch must das G'seh für uns all gethan, er ist erfüllet seyn, sonst wär'n der Mittler worden. wir all verdorben, darum 2. Was GOtt im G'feßschickt GOtt seinen Sohn geboten hat, da man es herein, der selber Mensch nicht kont halten, erhub ist worden, das gang' Gesich Zorn und groffe Nothsetz hat er erfüllt, damit vor GOtt so mannigfal- sein's Baters Zorn geten, vom Fleisch wolt nicht stillt, der über uns ging herraus der Geist, vom alle. G'ses erfordert aller 6.Und wenn es nun ermeist, es war mit uns ver- füllet ist durch den, der es loren. font halten, so lerne nun 3. Es war ein falscher ein frommer Christ des Wahn dabey, GOTT Glaubens recht' Gestalte: hätt' sein G'ses drum ge- Nicht mehr, denn licber ben, als ob wir möchten HErre mein, dein Tod soll selber frey nach seinem mir das Leben seyn, du Willen leben: So ist es haft für mich bezahlet. nur ein Spiegel zart, der 7. Daran ich keinen uns anzeigt die Sünden- Zweifel trag, dein Wort Art, in unserm Fleisch kan nimmer trügen; Nun verborgen. sagst du, daß kein Mensch 4. Nicht möglich war, verzag, das wirst du nimdieselb'ge Art aus eignen mer lügen! Wer glaubt Kräften lassen, wiewoles an dich und wird getauft, oft versuchet ward, doch demselben ist der Himm'l mehrt sich Sund ohnjerkauft, daß er nicht werd Massen, denn Gleißners verloren. ers ver 8. Er Von der Rechtfertigung. 447 8. Er ist gerecht vor das geschehen soll zur GOTT allein, der seinen Freud, setzt GOtt kcin Glauben faffet, der Glaubg'wisse Tage, er weiß wol giebt aus von ihm den wenns am besten ist, und Schein, so er die Werck braucht an uns kein arge nicht läffet. Mit GOtt List, des soll'n wir Ihm der Glaub ist wohl daran, vertrauen. dem Nächsten wird die 12. Ob fichs anließ, als Lieb Guts thun, bist du wolt er nicht, laß dich es aus GOtt gebohren. nicht erschrecken; Denn 9. Es wird die Sünd wo er ist am besten mit, durchs Ges'ß erkannt, und da will ers nicht entdecken. schlägt das G'wissen nie- Sein Wort laß dir gewis der, das Evangelium komt ser seyn, und ob dein Herz zu Hand, und stårckt den spräch lauter Nein, so laß Sünder wieder, es spricht: dir doch nicht grauen. Nur kreuch zum Creuß 13. Sey Lob und Ehr herzu, im G'setz ist weder mit hohem Preiß, um Rast noch Ruh, mit allen dieser Wohlthat willen, seinen Wercken. GOTT Bater, Sohn, 10 Die Werddie komm'n Heiligem Geist, der woll gewißlich her aus einem in Gnad erfüllen, was er rechten Glauben; Denn in uns angefangen hat, das nicht rechter Glaube zu Ehren seiner Majestät, war, dem man die Werch das geheiligt werd sein woltrauben; Doch macht Name. allein der Glaub gerecht, 14. Sein Reich zu komm, die Wercke sind des Nach- sein Will auf Erd gescheh sten Knecht, daben wir'n wie ins Himmels Throne. Glauben mercken. Das täglich Brodt ja heut 11.Die Hoffnung wart'tjuns werd, wollst unster derrechten Zeit, was Got- Schuldverschonen, alswir tes Wort zusaget, wenn aud) unfern Schuld'gern thun 448 Von der Rechtfertigunfa. thun, laß uns nicht in Ver- HERR, deinen Knecht, suchung stahn, lös' uns nicht( nur die Augen- Lievom Ulebel, Amen. der) zu deinen Füssen nieder. 30910 In eigner Mel. ch Erde, was erkühn 7. Du weißt, HERR ich mich? Ich Staub was ich bitten will, ach! und Asche, darf ich dich dessen ist bey dir gar viel! anreden, oder hören? Du Jch will, mich gnug zu laFürstund HErrder Ehren. ben, nur ein paar Tropfen 2. GOtt ich erstarr und haben. steh ja kaum, und meine 8. Laß deinen reichen Zunge klebt am Gaum, Gnaden- Quell, zu dem ich auchdie Gedanckenfliehen, mich in Demuth stell, den die ich vor dich will ziehen. dürren Mund bewässern, 3. GOtt, es erschrickt so wird sichs mit mir bes mein blöder Geist, den sern. meine Noth zu dir hin- 9. Die trockne Lippen reißt, mein ganzes Herz lechßen sehr, die Adern erzittert, der ganße Leiblächßen mehr und mehr erschüttert. nach dir, du Strom des 4. Mein Haupt wird Lebens, o halt sie nicht schwach und neigt sich gar, vergebens. zu Berge stehn alle Haar, 10. Ach! bin ich dessen ja auch alle meine Sinnen nicht werth, was meine gehn allgemach von hiñen. Seel von dir begehrt, so 5. Gang feurig wird hab ichs doch vonnöthen, mir meinGesicht, und das, laß mich die Noth nicht was meine Zunge spricht, tödten. kan kaum ein Ohr ver- 11. Ach HErr! versagtest nehmen, ich bin voll Angst du mir das, so müste bald und Gråmen. mein Lebens- Glas zum 6. Unwürdig bin ich, du allerleßten laufen, und gerecht, du schlägest mich, ich zum Todten- Hauffen. 12. Ja Von der Rechtfertigung. 449 12. Ich bin doch dein rothe Wunden, die bittre Geschöpf und Kind, ob Codes- Stunden. gleich an mir viel Sünden 18. Der letzte Kampf, sind. Bin ich von dir ge- das Grab, der Stein, das wichen, so sich mich zu dir alles ist zum Theile mein, kriechen. als auch für mich erlitten, 13.War ich nicht, wie ich und für mich überstritten. solte, dein, so will ichs jest 19. Misch dich, o Purs und künftig seyn, HErr! pur- farbnes Blut, in meistárcke nur den Willen, nes Herzens Thränendaß ich ihn kan erfüllen. Fluth, ach! laß mich von 14. Ach JEsu! wohl er dir lecken, und tilge meine feh ich dich, dein füsfer An- Flecken. blick tröstet mich. Dein 20. Du Unschuld, odu Schweiß, die rothe Tropf- seidnes Kleid bedeckest fen, dein schweres Her- meine Heßlichkeit, umleBens- Klopfen. gest meine Glieder, und 15.Dein in- und auffer zierest alle wieder. liches Weh, die Angst, die 21. Ihr werthe Wungleichsam ich noch seh, die den, nehmt mich ein, ihr Geiffeln und die Ruthen, sollet meine Bestung seyn, und dein so mildes Blu- daraus ich kan zertren ten. nen, was mich hart an 16. Die Rißen von der will rennen. Dornen- Kron, der über 22. Nun ich, nicht ich, machte Sport und Hohn, mein Heiland du, du gehst die Schmerzen von den mit mir dem Baterzu, ich Stricken, das Creuß auf hang an deinen Armen, er deinem Rücken. ( muß sich mein erbarmen. 17.Der spiß'gen Nägel 23. Bater! schau auf harter Stahl, der Gal- deinen Sohn, sollich, so len- Trand, die Seelen- muß Er auch davon, und Quaal, die fünf Blut- dein Gesichte meiden, Er $ f låst 450 Von der Rechtfertigung. läßt mich nicht abschei- Fleisch und Blut genomden. men, daß er mich Schwa 24. O Bater! ich ver- chenheilen möcht, und wie gnüge mich, dein huld- derumm zurechte bracht, reich Antliß zeiget sich, was leider! ich verdorben. durch deines Sohnes 3. Dich hat ein Mensch Wunden, der mich ihm zum Zorn bewegt, dich hat verbunden. mußt ein Mensch versöh 25. Der Gnaden- Blick nen; Drum ward auf dei vermehret sich, und läsfet nen Sohn gelegt, was bil mich ganz feliglich auf ligunsverhöhnen undquäsein holdselig Wincken in len sollt in Ewigkeit; Nun Ruh und Friede sincken. diese grosse Gütigkeit gibt 26. Nun starck ich mich, mir Trost, Heil und Leben. und laß mir nicht wegneh- 4. Jadis ist meine Zuver men diese Zuversicht, dussicht, dis ist mein ganz Ber werdest Bater bleiben, trauen. Wilt du der Sün dem Sohn mich einver- den halber nicht, mich, leiben. groffer GOtt, anschauen? 377.M.OJEfu Cbrift, duzc. So siehe mich in Gnaden hab, an, weil gnug IGOtt! durch mich dich dein Sohn gethan, und zwar erzurnen können, meine Schuld bezahlet. wie aber ich versöhne dich, 5. Nimmwahr, oBater! weiß ich nicht auszufin- deinen Sohn, sey gnädig nen: daß weiß ich, daß dein deinem Knechte; Kraft liebstes Kind, an dem man seines Leidens meiner nichts fündhaftes findt, ist schon, und strafe nicht nach mein Erlöser worden. Rechte; wenn du siehst 2. Vom Himmel ist er seine Nägel- Maal, so williglich zu uns hernie- laß doch meiner Sünden der kommen, und hat aus Zahl daselbst verborgen groffer Lieb an sich mein bleiben. Schau Von der Rechtfertigung. 451 6. Schau an sein Ro- hilft von allem Schaden? fin- Farbnes Blut, für Zwar groß ist meine Mis mich am Creuß vergoffen: sethat, noch grösser aber Schau an die schöne rothe GOttes Gnad in Chrifto Fluth, die mildiglich ge- mir erworben. flossen. Weil dich das 10. Sa wenn man legte Fleisch erzürnet hat, so Christi Pein und aller laß dich auch das Fleisch Menschen Sünden in zur Grad hinwiederum gleiche Waage- Schaalen bewegen. ein, so würde sich befinden 7. Groß ist es was ich ein solcher groffer Unteroft und viel durch Misse- scheid, als zwischen Nacht that verschuldet: Jedoch und Tages- Zeit, als zwiich nicht verzagen will, schen Höll und Himmel. weil Christus hat erduldet 11. Darum, o Gnadengehorsamlich den bitternreicher Gott, der du nicht Tod, und mir dadurch, o auszugründen, durch deis treuer GOtt, die Selig- nes Sohnes Blut und Feit erworben. Todt, vergib mir meine 8. Groß ist mein' Unge- Sünden. Laß durch sein' rechtigkeit, die deinen Unschuld meine Schuld, Zorn erwecket: Sein' Un- durch sein' Geduld mein schuld aber ist das Kleid, Ungeduld ganz ausgetildamit sie wird bedecket; get werden. Kein Mensch so grosse 12. Laß seine Demuth Sünde findt, die nicht in allezeit vor Hoffart mich Christi Tod verschwindt, beschüßzen; Laß wieder der unser Bruder wor- meinen Haß und Neid den. mir seine Sanftmuth 9. Wer ist so sehr in al nüßen. Er sey mir alles, ler Welt mit Sünden- was ich darf, so wird kein Schuld beladen, demChri- Urtheil seyn so scharf, das stus unser Löse- Geld nicht mich verdammen möchte. Ff 2 378. MT. 452 Von der Rechtfertigung. 378. M. Err, ich habe miß- Quaal der Schulden fort gehandelt. nicht länger kan erdulden. Esu, Kraft der blöden 5. Drum du Heil der aller Bangigkeit, Labfal in den von dem das Leben Sünden Schmerzen, springt, selbst das PflaArzt für alles Herzeleid, ster und Verbinder, dessen Pflaster für die Todes- Cur stets wohl gelingt: Wunden, das man stets Du kanst Pein und voll Kraft befunden. Schmerzen lindern, ja des 2. Meines Hersens Todes Stoß verhindern. Brünnlein quillet lau 6. Komm, o HErr, und ter angebornen Wust, druck in Gnaden mirdein Marck und Adern sind er- Blid ins Herz hinein, so füllet durch das Gift der wird meinem alten Schabösen Luft: Kein Bluts- den durch dein Blut geTropfen ist zu finden, der holfen seyn; salbt dein nicht starrt von andern Dele meine Wunden, so Sünden. bin ich denn gang ver3. Ja, ich stecke voller bunden. Pfeile, durch den Teufel, 7. Flöffest du denn meiFleisch und Welt: Eh ich ner Seele dich, o Helfer, zu dem Helfer eile, werd selber ein, so wird meiner ich wiederum gefällt, mei Adern Höhle voller neues ne Seele muß erliegen, eh Leben seyn; ia mein Mund sie kan recht Athem krie- wird voller Weisen deinen gen. Finger ewig preisen. 4. Will ich mich zu dir 79 m. Rommt her zu mir. erheben, wird vor Träg- hr armen Sünder heit nichts daraus, wenn Skommt zuHauf! kommt dein Geist in mir soll le- leilig, kommt, und macht ben, jagt das wilde Fleisch euch auf, mühselig und beihn aus, daß ich auch die laden, hier öffnet sich das JEſus Von der Rechtfertigung. 453 JEfus- Herß, für alle, die sich verirrt, ach nimm in Reu und Schmerß er- mich auf, weil ich verkennen ihren Schaden. wirrt im Strick und Netz 2. Es heißt: Er nimmt der Sünden. die Sünder an: Drum 6. Ach! wehe mir, daß komm, dein JEsus will ich von dir gewichen bin und kan dich retten und zum Abgrund schier, ach umarmen, komm wei- laß mich wiederkehren zu nend, komm in wahrer deinem Schaaf- Stall, Buß, und fall im Glauben nimm mich an, und mach ihm zu Fuß, er wird sich mich frey von Fluch und dein erbarmen. Bann, dis ist mein Herz3. Ein Hirt verläßt sein Begehren. Schäflein nicht, dems in 7.Laß mich dein Schafder Irr an Hülf gebricht, lein ewig seyn, und du er sucht es mit Verlangen; mein trener Hirt allein, Er läffet neun und neun- im Leben und im Stera ßig stehn, und sie gar in ben! Laß mich vom eitlen der Wüsten gehn, das eine Welt- Gefind ausgehn zu empfangen. und mich als GOttes Kind 4. Es sucht der liebstejum dich, mein Schaß, bes JEsus Christ das Schäf- werben. lein, das verloren ist, bis 8. Ich will von nun an daß ers hat gefunden; So sagen ab der Sünden= laß dich finden, liebe Seel, Lust bis in mein Grab, und flieh in JEsu Wun- und in dem neuen Leben, den- Höl, noch sind die in Heilig- und GerechtigGnaden- Stunden. Feit, dir dienen noch die 5. OJEsu! deine Lieb kurze Zeit! die mir zum ist groß! ich komm mühse- Heil gegeben. lig, nackt und bloß, ach 9. Ach nimm dein arlaß mich Gnade finden! mes Täubiein ein, und las Ich bin ein Schaaf, das es sicher bey dir seyn, in Ff 3 dein 454 Von der Rechtfertigung. deinen Wunden- Holen. 3. Ich kämpf, ich schrey, Bewahre mich vor Sün- ich ängste mich, ich bete, den- Werck, und gib mir und bin erbärmlich zugedeines Geistes Starck an richt't: Und wenn ich Leib und an der Seelen. gleich mit Weinen vor dich trete, so trau ich doch mir selber nicht, ob denn mmanuel, des Güteldis, warum ich klage, mir 380. In eigner Mel. J nicht zu zählen, der auch wol zu Herzen geht, Krancken Arzt, der Bld- weil des bösen Zweifels den Heil! verborgner Plage aus mir, leider! GOtt, du Trost betrübter selbst entsteht. Seelen, der Geistlich Ar- 4. Mein Beten ist voll men Herzens- Theil; Dazweifelnder Gedancken, du, JESU, selber woh- wenn gleich dein Wort nest, neigst auf ihr Ge- und Trost erschallt, so ist schrey dein Ohr, und mit und bleibt mein Glaub viel Geduld verschonest doch voll vom Wancken, das zerbrochne Glaubens- mein Herke scheinet todt Rohr. und kalt: Es ist voller 2. Ach! siehe doch Angst und Zagen, und die Höllen- Angst, den gang in sich selbst verSchmerzen, der so viel wirrt, ich kan kaum mich Seufßer aus mir zwingt; selbst vertragen, so garist Ach! steure doch, HErr, mein Sinn verwirrt. meinem eignen Herzen, 5. Die Wunder, die ich aus dem die böse Quell vormals selbst gepriesen, entspringt, der mir will die du von Anfang hast dein Wort vernichten, ach gethan, und die du mir HErr, laß es ihm nicht zu insonderheit erwiesen, seh laß mich nicht den Satanlich wie jener Blinder an, fichten! meinen Glauben der die Menschen sah als stårcke du. Baume; Ja ich halt fie Faum Von der Rechtfertigung. kaum vor dein, und ist mir Schmerß, daß meinGlauals ob mirs traume, daß bens- Tocht so wancket, daß sie je geschehen seyn. mein Herz so laulich ist, 6. Wenn ich mein Herz und dir nicht mit Andacht mit deinen Wort will dancket, ob du mir mein stillen, und halte mit viel Alles bist? Thränen mir die füffe 9. Find'st du denn noch Schrift, von deines Ba- bey mir den rechten Wil ters Willen, und meines len, daß mein Herz um JEsu Leiden für, ists als den Glauben schreyt, so ob ich Mährlein hörte, fin- laß sich doch das Ungewits de keinen Glaubens- Saft, ter stillen, das in mir regt und was vor mein Herzzeden Zweifel- Streit! iſt nährte, giebt mir jekund mein Glaube klein und keine Kraft. schmächtig, bin ich elend .455 7. Wie kan ich doch dem blind und blos, so sen deine bösen Herzen trauen, das Gnade mächtig, und in auch dein Wort mir nie- meinerSchwachheit groß. derrißt, den Grund, dar 10. Golt aber, ach! mein auf ich soll mein Hoffen Glaube seyn verblichen, bauen, und mich an allem hat sich vielleicht mein zweifeln heißt; Das ich Herz der Welt, die mir mit muß zum Beten zwingen, ihrem Fürsten nachges und fans mitten im Geschlichen, und denen Thoschren leider doch nicht ren zugesellt, die gang keis dahin bringen, daß es son- nen GOtt nicht glauben. der Zweifel sey. Ach! so andre meinenSin, 8. Erforsche doch, erfah- laß mich, JEsu, dir nicht rewie ichs menne, durch- rauben, mich, der ich dein fuchedoch meinbösesHerß, eigen bin. und prüfe mich, mein 11. Du kanst ja, GOtt GOtt, warum ich weine, die Todten auferwecken, ob diswahrhaftig sey mein wie solt dir den unmöglich Sf 4 seyn 456 Von der Rechtfertigung. seyn, des Glaubens Licht 14. Ach! starcke, HErr, auch wieder anzustecken, das Wollen und das Könund ein neu Herkzugeben nen, und gieb mir den ges ein, daß sich wieder zu dir wissen Geist, daß ich mich kehre, treulich und ohn wieder freudig dein kan Heucheley, ohne Zweifel- nennen, und glauben, wie much dich ehre, und sich dein Wort mich heißt; kan laffe deiner Treu. ich dich nicht veste halten, 12. Du kanst, mein Heil, desto vester halt du mich; und must mein Zagen en- laß mein Herß nicht ganz den, dein'eigne Ehre wills erkalten, bis mein Glaub von dir, ich bin ja dein, erholet sich! und steh in deinen Hån 15. Trotz meines Herden; Was hilft dein ßens zweifelnden Gedanschmerzlichs Leiden mir, ken! troß meinem bösen wenn du mich wolltst fal- Fleisch und Blut, das len lassen, weil ich Glau- mich so quált, und macht bens- Krancker nicht dich mich immer wancken, daß getrost und vest kan faf mein Gemüthe nimmer sen, weil mein Herße mit ruht, solt du doch mein mir ficht't. JEfus bleiben, ich will be 13. Zwar hab ichs wolten, und an dich, HErr, mit Trägheit und mitwie schwach es ist, doch Sünden schon längst, oglauben, ist mein Herz GOtt, verdient, das ich gleich wieder mich. jetzt weder Trost noch 16. Kan ich gleich nicht Glauben kan empfinden: so, wie ich wünsche, fiegen, achy! aber ach! erbarmedich, und fall aus Schwachheit JEſu, hilfdem Unvermo- bald zurück, so will ich doch gen, ich will; wenn ich aber, mit Gott nicht unterlies ach! dirimein Herz recht gen, ach JEsu! gieb mir eis vor soll legen, auch mein nen Blick, wie du dort dem Wollen ist sehr schwach. Petro gabest, der schon gang Von der Rechtfertigung. 457 ganz gefallen war: Daß mit Gedult so lange Zeit du meine Seele labeft, und getragen? da ich in manentreißest der Gefahr. cher Sünd und Uebertre17. Nur zurne nicht mit tung lag, und dich, o fromdeinem schwachen Kinde, mer GOtt! erzürnte alle und habe, HERR, mit Tag. mir Gedult, auch rechne 2. Sehr grosse Lieb mir, was ich in mir befin- undGnad erweisest du mir de, nicht zur Verdamm- Armen, ich fuhr in Bosniß und zur Schuld! laß heit fort, du aber in Erdie Schwachheit mir nicht barmen. Ich widerstrebte schaden, weil du kein Ber- dir, und schob die Busse dienst begehrst, sondern auf, du schobest auf die doch nur bloß aus Gna- Straf, daß sie nicht folgte den uns die Seligkeit ge- drauf. währst! 3. Daß ich nun bin bea 18. Ach! aber ach! ists kehrt hast du allein vermöglich, ists dein Wille, so richtet, du hast des Salaß den Kelch doch vonstans Reich und Werck in mir gehn, und mache mich mir zernichtet, HERR, von der Versuchung stille, deine Güt und Treu, die und laß mich wieder veste an die Wolken reicht, hat stehn, und mit ängstlichen auch mein steinern Herk Gedancken, in den Glau- zerbrochen und erweicht. ben, den mein Mund frey 4. Selbst kont ich allzubekennet, nicht so wan- viel beleid'gen dich mit den; mach, o Arkzt! mein Sünden, ich konte aber Herz gesund. nicht selbst Gnade wieder 381, M. O GOtt! du from finden, selbst fallen konte mer GOtt. ich, und ins Verderben as kan ich doch für gehn, ich konte selber nicht Danck, oHErr! dir von meinem Fall aufdafür sagen, das du mich stehn. Was Ff 5 5 Du 458 Von der Rechtfertigung. 5. Du hast mich aufge- allezeit, daß ich dir diene richt't, und mir den Weg hier, und dort in Ewiggewiesen, den ichnun wan- keit. deln soll, dafür sey, Herr 282. M. Es ist das eil uns. dein herzliebster geprieſen. Gott sey ge- Sohn, o Gott, nicht lobt, daß ich die alte Sünd nun haß, undwillig ohne war auf Erden kommen, Furcht die todten Wercke und hätt, als ich in Simlaß. den todt, mein Fleisch nicht 6. Damit ich aber nicht angenommen, so müst ich aufs neue wieder falle, solarmes Würmelein zur gib mir deinen Geist, die Höllen wandern in die weil ich hier noch walle, Pein, um meiner Sünde der meine Schwachheit willen. starck, und darin mächtig 2. Jetzt aber hab ich sen, und mein Gemüthe Ruh und Nast, darf nimstets zu deinem Preis er- mermehr verzagen, weil er die schwere Sündenneu. 7. Ach leit und führe Laft für mich hat selbst ge mich! so lang ich leb auftragen, er hat mit dir verErden, laß mich nicht ohne föhnet mich, da er am dich durch mich geführet Creuß ließ tödten fich, auf werden. Führ ich mich daß ich selig würde. ohne dich, so werd ich bald 3. Drum ist getroft mein verführt. Wenn du mich Herz und Muth mit kindführest selbst, thu ich, was lichem Bertrauen; auf dis mir gebührt. fein Nofin- farbnes Blut 8. O GOtt! du groffer will ich mein' Hoffnung GOtt! o Vater! hör mein bauen, daß er für mich Flehen. O JEsu! GOt- vergossen hat, gewaschen tes Sohn, laß deine Kraft ab die Misfethat, und mir mich sehen. O werther das Heil erworben. Heilger Geist, regier mich 4. In seinem Blut er quid Von Frieden GOttes. 459 quick ich mich, und komm] 5. Nichts hilft mir die zu dir mit Freuden, ich su- Gerechtigkeit, die vom Ge che Gnade demüthiglich, setz herrühret. Wer sich in von dir soll mir nichts eignem Werck erfreut, scheiden. Was mir erwor- wird jämmerlich verfühben hat dein Sohn durchret, des HErren JEsu feinen Tod und Marter- Werck allein, das machts, Kron, soll mir kein Teufel daß ich kan selig seyn, der rauben. ichs im Glauben fasse. V. Vom göttlichen Frieden. Sti 385. Mel. JEfu, bilffiegen.dest du Ruhe und göttBriede! ach Friede! achlichen Frieden. göttlicher Friede, vom 3. Nahm doch der Vater durch Christum, Mittler des Friedens viel im Heiligen Geist! welcher Schmerzen, von wegen der Frommen Herß, Sinn des Vaters Versöhnung, und Gemüthe in Christo auf sich; Nimm dis, o zum ewigen Leben auf- Seele, recht fleissig zu Herschleußt, den sollen die gen, und siehe, was thut gläubigen Seelen erlan- wol dein JEsus für dich! gen, die alles verleugnen, Er bringet mit seinem und JEsu anhangen. Blut Frieden zuwege, 2. Richte deswegen, und machet daß alle Un Fried- liebendeSeele, dein ruhe sich lege. Herke im GlaubenzuJE 4. Nun dafür bist du su hinan, was da ist dro- ihn ewig verbunden, du benbey Christo, erwähle, sollst dafür gánßlich sein verleugne dich selbst, und Eigenthum seyn, weil er den irrdischen Plan, nimm die ewge Erlösung erfunauf dich das sanfte Joch den, und schließt dich in Christi hienieden, so fin- Gnaden- und FriedensBund 460 Vom Frieden GOttes. Bund ein, drum siehe, das entschlag, so wirdauch dein du dich ihm gänzlich ergie- Heiland sein Küchlein bebest, und immer bestån- schirmen, wenn auf dich dig von Herzen ihn liebest. Welt, Teufel und Hölle, 5. Siehe, von seinen los stürmen. Fried- Bundes- Genossen 8. Liebe und übe was erfordert er herzliche Lie- JEsus dich lehret, und be und Treu, darum sollst was er dir saget, dasselbige duvon dir alles ausstoffen, thu: Hasse und lasse, was was seiner feindseligen sein Wort verwehret, so Gegen- Parthen: Welt, findest dufrieden und ewiTeufel und Sünde diege Ruh; Denn selig, die must du nicht leiden, was also fich JESU ergeben, JEsu, zuwider ist, fliehen und gläubig und heilig und meiden. nach seinem Wort leben. 6. Weislich und fleißig 9. JEsu, du Herzog der must du dich entschlagen Friedens- Heerscharen, o der bösen Gesellschaft und König von Salem! ach! fündlichen Rott, welche zeuch uns nach dir, daß wir den weltlichen Lüsten den Friedens- Bund treunachjagen, nicht fürchten lich bewahren, im Wege noch lieben den heiligen des Friedens dir folgen GOtt, denn die sich zu sol- allhier, ach laß uns doch chen Gottlosen gesellen, deinen Geist kraftig regiedie fahren mit ihnen hin- ren, und dir nach im Frieunter zur Höllen. den zum Vater hinführen. 7. Küchlein die bleiben 384. M. Wacher auf, ruft bey ihrer Gluck- Henne, uns die Stimme. fie schreuen und laufen Gheilge Stille, o Para den Raben so auch, Seele, nur JEsu dies der Gottes- Fülle, o nachrenne, dich fündlicher Seelen- Luft! o füffe Ruh! Brut und Welt- Vögel mein Bräutigam voll Preis Vom Frieden GOttes." 451 Preis und Ehren, läßt gedecktem Angesicht. Das sich in seinem Tempel hd- Lamm, mein Bräutigam, ren, spricht seiner Braut der Held aus Davids recht lieblich zu. Mein Stamm springet, hüpfet, Herß, ach sen nicht weit, kommt mir so nah, und ist freu dich der Herrlichkeit, schon da, und wohnt in Zions Lade der GOttes mir, Halleluja. Macht, des Himmels 385. Mel. Auf ihr Christen, Pracht wird dir, mein Christi Glieder. Herß, ist zugebracht. 2. Was hüpft ihr doch Ich will einſam und ge3th dem ihr stolzen Hügel? Hier gen GOtt umgehn, und glänßet ja des GeistesSie- die Sinnen halten innen, gel, hier ist die güldne Da- was nicht Gott ist laffen vids- Stadt, was fragt stehn, das Getümmel und mein Licht nach Kalck und Gewimmel will sich nicht Steinen, im Herzen will zu mir verstehn. er herrlich scheinen, wo er 2. O du füffe stille Witsein Heerd und Feuer hat.se, da all das Geschöpffe Das ist das Heiligthum, schweigt, da das Herze der Seelen Schmuck undsohne Schmerße sich zum Ruhm! Halleluja! das groffen Schöpffer neigt, Freuden- Mahl, der Eh- und der Hände Unterren- Saal thut sich schon pfände, feinem schönsten aufim Jammerthal. JEfu reicht. 3. Nun ist der Vorhang 3. Mir hier stincket, was aufgezogen, hier ist der da blincket nach der eitlen ThronundEhren- Bogen, Herrlichkeit, weil ich hier glångt und strahlt einsam und gemeinsam mein Freuden- Licht, ihr handle mit der Ewigkeit: Seraphim deckt Aug'n Mit GOTT leb ich, an und Füsse: Ich aber schau, GOTT kleb ich in und was ich geniesse mit auf- ausser aller Zeit. 4. Nach 462 Vom Frieden GÖttes. 4. Nach der Stille, ohn| ben mit der holden HimGewühle, hat mein Hei- mels- Kraft. So wird meiland selbst getracht, undne Seele singen von des im Hause, und nicht drauf frommen Vaters Treu, fen, dreyßig Jahre zuge- und dir ein Dand- Opfer bracht, da er fleißig, ja das bringen, das dir wohlweiß ich, vor GOtt's gefällig sey. Pforten hat gewacht. 3. Du wirst selbst die 5. Himmlisch Wesen, Wort mich lehren in der laß genesen mich in deiner sanften Einsamkeit, wie Gegenwart; und herge- sich dich recht soll verehren gen gang ablegen Esaus hier noch in der Lernens Weltgefinnte Art, die das Zeit. Ach! daß ich mich Brausen liebet drauffen, solte tráncken aus dem und sich nicht vorm Feind füffen Liebes- See, daß ich bewahrt. mich gang drein folt fen386. 17. Alle Menschen müffen, zu vergessen Welt sen sterben. und Weh. Laß mich dich, mein Hei- 4. So wollt ich ganz ohn land loben, in der sanf- Aufhören, in verstärk ten Herzens- Still, trog tem Liebes- Muth, JEfu der stolßen Siñen Toben, stets dein Lob vermehren, troß dem strengen Eigen- du mein liebstes höchstes Will. Du, du selbsten leg Gut; doch du wirsts wol die Wellen, halt der Stür- ferner machen, wie dirs me Rache zu, laß Ber- wohlgefällig ist, dir befehl nunft- Wind nicht mehr ich meine Sachen ohne bellen, noch verstören arge Heuchel- Lift. meine Ruh. 5.Duwirst mich wolzu 2. So wird deines Gei- dir ziehen auf dem stillen stes Leben, deines From- Friedens- Meer, da will ich men Herzens- Saft, auf vor Freuden flichen zu dir, dem stillen Wasser schwe- o mein GOtt und HErr Vom Frieden GOttes. 463 So ists ja dein Wohlgefal- Einem sey dein Herz erlen: GOtt, so freuft dusgeben, JEsum liebe nur dich ganz sehr, willst mit allein, nur nach JEfu must deinen Frommen wallen, du streben, also kanst du auf den schönen stillen ruhig seyn. Meer. 3. Als ein liebes Schaf6. Ey! so laß mich denn lein suche nur auf JESU hinfahren nach dem fro- Rücken Plaß, Sachen diehen Zions- Feld, du wirst ser- Welt verfluche, Gott mich ja wohl bewahren, im Himmel sey dein vor den Sturm der Sün- Schaß. O was wilt du den- Welt: Laß in mirdein lange achten auf der GüLob erschallen. GOtt, daßter falschen Schein? Pein du dich freuest sehr, wennists. Darum must du wir so in Liebe wallen auf trachten bey dem Liebsten dem schönen stillen Meer. Schatz zu seyn. 387.117. Alle Menschen müf 4. Hast du Lust dich zu sen sterben. ergoßen, richte dich nach JEfus eine Seel', komm in Gottes Wort; die Wunden Christi liebet ohn Berletzen, JEeinzur süssen Stuh, allwo sus labet hier und dort! Friede wird gefunden, Alles ist in ihm zu lieben, hin, o Taublein, fleuch hin- er hat allen: Ueberfluß, Nuzu, gib dich wie ein Lamm he, Neichthum ohnBetriZufrieden, ruhe aller Sor- ben, Lebens- Gnüge ohn genlos, da, wohin er dich Berdruß. beschieden, in den theuren 5. JEsus hält vor anwerthen Schooß. dern allen Freundschaft, 2. Auf! o Seele, von sey ihm nur getreu. Ey! der Erden, schwinge dich in was kan dir doch gefallen JEfu Herz, laffe dir nichts Reichthum? davon mach liebers werden, denn du dich frey, dieser Bräutgam haft sonst eitel Schmerz. will ja schencken in der Welt, 464 Dom Frieden GOttes. Welt, was dir ist noth! 4. Drum glaube ganh Ey! so must du dich nicht gewiß, diß ist dein Hinderfencken ein in diesen Er- niß, dis macht, das deine den Koth. Kräfte in äusserem Ges 388. Mel. O JEfu, du bist schäfte, in lauter Unruh stehn. Mag Satan nicht Me ein genugbeschwerter den Willen, den ſeine Sinn! wirf die Ge- Kräfte füllen, mit Unruh dancken hin, und wendelleicht durchwehn. mein. dich zur Stille, daß dein 5.Kehr hieher dein Gezerstreuter Wille entflieh sicht, du kanst die Ursach der Feinde List, weil ich in nicht der Unruh sonst ers keinem Winde solch sanf- gründen: In dir wirst du tes Sausen finde, in wel ses finden, was deinen chem Jesus ist. Frieden stöhrt; sonst wird 2. Kehr aus der Erden selbst in den Wäldern, Rund in deiner Seelen und auch in stillen FelGrund, die schweifenden dern die Unruh wol verGedancken behalt in ihren mehrt. Schrancken, und suche dei- 6. So wage nur den nen Freund mit fanften Streit mit deiner EigenLiebes- Blicken, bis er, heit, hält sie dich hart ge dich zu erquicken, mit Fried fangen, so stirme mit Ber und Ruh erscheint. langen in GOttes Liebe 3. Weg mit dem Eigen- ein, und laß nicht ab im Sinn, durch den ich finster Ringen, bis alle Bande bin, weg mit den wilden springen, du wirst bald Funden, und was mich anders seyn. sonsten truncken in mei 7. So wirst du Wunder ner Seele macht. Wirstsfehn, so wird es denn ge du es nicht verlaffen, solschehn, daß du in sanften wird dich solches faffen, so Frieden, von allem abge bleibet deine Stacht. schieden, mit Himmels Kraft Dom Frieden GÖttes.. 465 Kraft erfüllt, wirst Linde- then, durchstromen unser rung empfinden, da muß Herk! dein Schmerz verschwin 11. Wenn du den Streit den, da wird dein Durst der Lust in dir empfinden geſtillt. must, wennHöllen- Furcht 8. Da feufßet man dich jaget, wenn das Genicht mehr, da giebt man wissen naget, so ist hier kein Gehör den rauschen- Linderung. Verbirgt sich den Gedancken, da kan nur der Wille in die erman ohne Wandken in wünschte Stille, so kamGOttes Liebe ruhn; dapfest du genug. kan es denn der Seelen an 12. Wie sicherwandelst Licht und Recht nicht feh- du in dieser stillen Ruh! len; wer will ihr da was hier bleibst du abgeschies thun. den: denn GOttes reiner 9. Man treibt solch Lie- Frieden nimt keine Sinbes- Spiel, so ofte man der ein. Es können keine nur will, man mag mit Sünden den FriedensGOttes Herzen in sanf- Grund ergründen, laß ter Liebe scherzen. Dadich nur gang hinein. findt sich kein Berdruß, 13. Wenn man sich trákein Zorn- Blick kan uns ge findt, so wird man hier rühren, hier ist sonst nichts entzündt: Da machet uns zu spüren, als füsfer das Feuer von Zeit zu Zei Ueberfluß, ten freyer, wenn den ge10. Wie zart ist das schwächten Geist, und die Gefühl bey diesem Lie- erschöpften Sinnen so bes- Spiel. Wie lieblich kräftiglich von innen das ist die Speise, wie ange- Himmels- Manna speißt. nehm die Weise in diesem 14. Drum folg ich dieser Himmels- Schert, wenn Spur, und suche dieses folche füffe Fluthen, mehr nur im Geiste zu erlangen, als man kan vermu- sohältmich nicht gefangen, der Gg 466 Vom Frieden GOttes. der Sinnen Gauckel- darnach dein Mund sich Spiel: So bleib ich in den immer sehnt. Zu andre Schrancken, so lauft man Kost bist du zu kleine, zu ohne Wancken, so dringt zart und findisch, schreys man recht zum Ziel. lange, bis dein Fuß aus de 389. M.Wo ist der Schönste Wüsten kommt; der Mut Täubchen! fleuch zuster wird daviel zu bange deinenFenstern, kehr bis sie dich in die Arme wieder heim, verkriech dich nimmt. doch entzieh dich allem 4. Mein liebes Kind Menschen- Foch; du hast kreuch hin zur Wiegen, bey so viel Nacht- Gespen- schlaf wohl, dir singt der stern genug verziehn und Engel Chor, such denn fißen müssen. Sieh deine dein Spiel- Zeug wieder fichre Hölen an, da dich vor, fieh, wo die schönsten dein Liebster wieder füs Sachen liegen, geh hin sen, und ungestöhrt um- zum Bater, laß dich füllen, fassen kan. zieh nur fein scharf an 2. Ach! Schäfgen, lauf Christi Brust, die süsse geschwind und springe, du Liebe wird dich stillen, er warst nicht auf der rechten giebt dir Nahrung, Kraft Trift, die dir dein Hirte und Luft. hat gestift. Geh hin und 5. Mein Bienchen, du acht es nicht geringe: Daß bist ausgeflogen: Fleuch du so stille dich kanst wei- wieder ein ins rechte den dort, wo dir nichts die Haus, es möchte dir die Ruhe stört, nimms an mit Wespe draus das Honig Dand und groffen Freu- haben ausgesogen, das den, weil niemand dir die Christus dir hat einge Freyheit wehrt. legt; komm, setz dich wieder 3. Mein Lämmchen, du auf die Blum, die dich so bist doch alleine noch an die ofte speist und heget, bleib Brust und Milch gewöhnt ewig JEsu Eigenthum. 6. Ach! Vom Frieden GÖttes. 457 6. Ach! Schiffgen, eil Triebe, der geht gewiß zur nur nach dem Hafen, du Ruhe ein. haft genug im Sturm ge- 9. Er wird dir immer schwebt, dein Schiffmann, näher treten, als du biss der in dir noch lebt, wird her empfunden hast, du nicht bey deiner Reise schla- trågst den treuen Herzens fen, du solt nun bald im Gast nun stets beym WaTrocknen stehen, wenn chen und beym Beten. Es andre noch im Regen sind: soll dir nicht an Ruhe fehLaß alles durch einander len, kein Lerm verhindert wehen, dich trift kein dein Gehör, was er dir will Wetter und kein Wind. zu gut erwählen, das giebt 7. O Braut! kehr wie- ser dir durch seine Ehr. der in die Stille, laß dich 10. Doch steh bereit auf zur Hochzeit schmückenssein Geschicke, wohin er mehr: Du kanst dem dich noch ferner zeucht, daß Bräut'gam nicht zu sehr dein Rath seinem Willen gefallen, daß nicht seine weicht, zich den Gehorsam Fülle dich könte noch viel nie zurücke. Dumagst nun, schönerzieren, er liebet die wo du hin wilt, wandern, Verborgenheit, darein so zieht dein Liebster doch will er dich, Liebste, füh- mit dich: Er wird dich doch ren, durch lauter Abge- mit allen andern, zuletzt schiedenheit. vollkommen ziehn in sich. 8. Hast du vom Schmu- 390.M.Aufhinaufzu deiner. de was verloren bey dem Gedränge, Flags ihm Ruhe ist das beste Gut, das man haben kan, frey, daß er dir wieder al- Stille und ein guter les sey; bist du ihm doch zur Muth steiget Himmel an, Freud erkoren. Kehr ein die suche du. Hier und zu ihm, laß seine Liebe dir dort ist keine Ruh, als bey füsser, als zuvornoch seyn, GOtt: Zu ihmezu, GOtt wer folget seinem süffen ist die Ruh, Gg 2 2. Nuhe 468 Vom Frieden Göttes. 2. Ruhe suchet jedes 6. Ruhe, wer da finden Ding, allermeist ein will, komme nur zu mir; Christ, mein Herz, nach Hast du gleich des Leidens derselben ring, wo du im- viel, ich kans lindern dir, mer bist, such Nuh! such und geben Ruh; hier und Nuh; hier und dort ist kei- dort ist keine Ruh, als bey ne Nuh, als beyGOtt: Zu GOtt: Zu ihmezu, GOtt ihme zu, GOtt ist die Ruh. list ist Ruh. 3. Ruhe giebet nicht die 7. Ruhe schenckt er allen Welt, ihre Freud und gleich, die beladen find Pracht; Nicht giebt Ruhe Klein und Grosfe, Arm Gut und Geld, Lust, Ehr, und Reich, Mann, Weib, Gunst und Macht; reicht oder Kind, findt bey ihm keines zu; hier und dort ist Ruh; hier und dort ist keine Ruh, als bey GOtt: keine Ruh, als bey GOtt: Zuihme zu, GOtt ist die Zu ihme zu, GOtt ist die Ruh. Nuh. 4. Nuhe giebt die Erde 8. Ruhe schmecket denen nicht, die ist kugel- rund, wohl, die schwer sind geden sie in die Höh gericht't, drückt, und mühselig stürket sie zur Stund, o Schmerzen- voll, daß sie schlechte Nuh! hier und fast erstickt, gern finden dort ist keine Ruh, als bey Ruh; hier und dort ist GOtt: Zu ihme zu, GOtt keine Nuh, als bey GOtt: ist die Nuh. Zu ihme zu, GOtt ist die 5. Ruhe geben kan allein Ruh. JEfus, GOttes Sohn; 9. Nuh aus lauter Gnad der uns alle ladet ein, vor verspricht Jesus treuer des Himmels Thron zur Mund; Sein so freundlich wahren Ruh; hier und Angesicht aus des Her dort ist keine Ruh, als bey gens Grund lockt all herGOtt: Zu ihmezu, GOtt zu; hier und dort ist keine ist die Ruh. Ruh, als bey Gott: Zu ihme Vom Frieden GOttes. 469 ihme zu, GOTT ist die Ruh; hier und dort ist keiRuh. ne Ruh, als beyGOtt: Zu 15. Ruhe hat, wer wil Christi sanftes. 10. Ruhe so gar willig- ihme zu, GOtt ist die Ruh. lich JEsus bietet an: Jch 14. Ruhe wächset aus will euch erquicken, ich, Geduld und Zufriedenders am besten kan, als heit, der in GOttes Zorn selbst die Ruh; hier und und Huld, und in Lieb dort ist keine Ruh, als beyjund. Leid sich giebt zu GOtt: Zu ihmezu, GOtt Ruh; hier und dort ist ist die Nuh. keine Ruh, als bey GOtt: II. Ruhe labet und er- Zuihme zu, GOtt ist die quickt füßiglich ein Herk, Ruh. das da drückt und fast erstickt Kummer, Creuß und liglich Schmerz, und schreyt: Joch hingebucket nimmt Ach Ruh! hier und dort auffich, ist es lieblich doch, ist keine Ruh, als bey und schaffet Ruh; hier und GOtt: Zu ihmezu, GOtt dort ist keine Nuh, als bey ist die Ruh. GOtt: Zu ihme zu, GOtt 12. Ruhe kommt aus ist die Ruh. Glauben her, der nur JE 16. Rüheden erst recht sum hålt; JEsus machetergößt, der ein Schüler ist, leicht, was schwer, richtet und sich zu den Füssen setzt auf, was fällt, sein Geist seines HErren Christ, und bringt Ruh; hier und lernt die Ruh; hier und dort ist keine Ruh, als bey dort ist keine Ruh, als bey GOtt: Zu ihmezu, GOtt GOtt: Zu ihmezu, Gott ist die Ruh. ist die Nuh. 13. Ruhe find ich al 17. Ruhe nirgends lietermeist, wo Gehorsam ber bleibt, als wo Demuth blüht, ein in GOtt gefeßz- ziert; was zur Niedrigter Geist macht ein still feit fein treibt, und herunGemüth und Seelen- ter führt, giebtwahreRuh; Gg 3 hier 470 Vom Frieden GOttes. hier und dort ist keine Ruh, nicht vergnüget werden, als ben GOtt: Zu ihme der in dir suchet Ruh und zu, GOtt ist die Ruh. Lust. 18. Ruhe springet aus 2. Die Welt mag schmåder Quell, wo die Liebeshen oder preisen, es sey alfleußt; ist das Herze klarsso, ich trau ihr nicht, wenn und hell, sanft und still sie mir gleich will Lieb erder Geist, da strömt die weisen bey einem freundRuh; hier und dort ist keine lichen Gesicht. In dirver: Ruh, als bey GOtt: Zugnügt sich meine Seele, du ihme zu, GOtt ist die Ruh. bist mein Freund, den ich 19. Ruhe noch mit ei- erwähle. Du bleibst mein nem Wort, soll sie ewig Freund, wenn Freundseyn, willst du ruhen hier schaft weicht, der Welt und dort, dring zu JEsu Haß kan mich doch nicht ein, er ist die Ruh; hier fällen, weil in den stärksten und dort ist keine Ruh, als Unglücks- Wellen mir dei bey GOtt: Zu ihme zu, ne Treu den Anckerreicht. GOtt ist die Ruh. 391. In eigner Mel. Sie wohl ist mir, 3. Will mich des Moses Eifer drucken, blißt auf o/ mich des Gesetzes Weh: Freund der Seelen! Droht Straf und Hölle wenn ich in deiner Liebe meinem Rücken, so steig ruh. Ich steige aus der ich gläubig in die Höh Schwermuths- Hölen, und flich in deiner Seiten und eile deinen Armen Wunden, da hab ich schon zu; da muß die Nacht des den Ort gefunden, we Traurens scheiden, wenn mich kein Fluch- Strahl mit so angenehmen Freu- treffen kan. Tritt alles den die Liebe strahlt wider mich zusammen, du aus deiner Brust. Hier bist mein Heil, wer will ist mein Himmel schon verdammen? die Liebe auf Erden, wer wollte nimmt sich meiner an. 4. Führf Vom Frieden GOttes. 471 4. Führst du mich in die Mörder- vollen Hecken geCreußes- Wüsten, ich folg, langet in die Sicherheit? und lehne mich auf dich, Mein Licht, so will ich auch du nährest aus den Wol- mit Freuden aus dieser finden- Brüften, und labest stern Wildniß scheiden, zu aus dem Felsen mich; ich deiner Ruh der Ewigkeit. traue deinen Wunder 6. Wie ist mir denn, o Wegen, sie enden sich in Freund der Seelen, so Lieb und Segen. Genug wohl, wenn ich mich lehn wenn ich dich bey mir hab. auf dich; mich kan Welt, Ich weiß, wen du willst, Noth und Tod nicht quas Herrlich zieren, und über len, weil du, mein GOtt, Son und Sternen führen, vergnügest mich. Laß sol den führesiduzuvor hinab. che Ruh in dem Gemüthe, 5. Der Tod mag an- nach deiner unumschránckdern düster scheinen, mirten Güte, des Himmels nicht, weil Seele, Herk, füssen Vorschmack seyn. und Muth in dir, derdu Weg, Welt, mit allen verläsfest keinen, o allet- Schmeicheleyen, nichts liebstes Leben! ruht. Wen kan, als JESUS, mich kan des Weges End er- erfreuen; o reicher Trost: schrecken, wenn er aus Mein Freund ist mein! VI. Von der Freude im Heiligen Geist. 392. Mel. Auf, ihr Christen, gen, Müh und Pein wir Chrifti Glieder. im Lieben können seyn. Nich! ch! was mach ich in 2. Findet sich gleich Seden Städten, da nur grösser Prangen in der List und Unruh ist? Lieb- Stadt, als auf dem ster Freund, komm, laß Feld, so hab ich doch uns treten auf das Feld, kein Berlangen nach der da ohne Zwist, ohne Sor- Schönheit dieser Welt; Gg 4 drauf 472 Von der Freude im eiligen Geist, draussen hab ich deinen Plan, so bricht alles, was Kuß ohne Müh und ohnin mir, wie ein voller Verdruß. Strom herfür. 3. Solt ich deinen Kuß 7. Mein Herk wallet, empfangen in der Stadt und die Fülle schüttet es vor jedermann, und an zum Mund heraus, mein deinen Lippen hangen, Fuß stehet auch nicht stille, daß mein Feindes sähe an, gehet frölich in dein Haus: würde meine Liebes- Pein meiner Augen helles Paar nur genannt ein Heuchler- weinet auch vor Freuden Schein: gar, 4. Fleisch und Blut hat 8. Wie die Quelle sich ernie erfahren, wie dergiesset, wenn sie reich an HErr so freundlich ist; se- Wasser ist, und vor Reichhen denn die Läster- thum überfliesset, so ist der, Schaaren, daß man geist- der dein genießt; sein verlich truncken ist, aus dem liebter Freuden- Stand Wollust- Strom gemacht, muß sein aller Welt beso wird alles nur verkannt. acht't. 9. Er erdichtet Liebes5. Wie ein Braut'gam Psalmen, finget, sprin pflegt zu küffen im Ber- get, jubilirt, seine Hånborgnen seine Braut, läßt de sind voll Psalmen, seie es niemand gerne wissen, ne Zunge triumphirt, wenn er ihr sein Hertz ver- seine Flammen kan er traut; so giebst du, wenn nicht bergen, alles muß wir allein, deiner Brüste ans Licht. füssen Wein. 10. Wenn dis nun ein 6. Wenn mich deine Welt- Kind höret, mennt Liebes- Flammen, füsser es er sey rafend toll, sein JEfu! zunden an, wenndu Gehirn sen ihm verstöret, Leib und Seel zusammen oder süsses Weines voll. führest auf den Wollust Alles wird verlacht, ver 473 Von der Freude im Seiligen Geift. 15. Hört ihr Blumen auf den Auen, hört ihr 11. Drum, mein Freund Vöglein in der Luft, ich komm, laß uns reisen auf will mich in Lieb verdas Feld, da wir allein in trauen meinem JESU, verfüßten Liebes- Weisen der mich ruft: Ich bin wollen vest verknüpfet sein und er ist mein, ewig seyn, tausendmal will ich soll die Liebe seyn. da dich küssen, und du wieder mich. böhnt, was er von der Liebe tont. 393. In eigner Mel. 12. Da, da wollen wir Die lieblichen Blicke, die mir giebt, Augen sehn deinen ich, du machen mir Schmerzen, meinen Schmerzen! Da, und dringen zu Herzen, da solls vor Lieb geschehn, daß ich mich nun gänzlich daß wir uns mit süssen in JESUM verliebt; Weisen frölich um die drum ist auch mein Geist Wette preisen. gang aus mir gereist, und 13. Du wirst singen; suchet nur dich, o JESU, Meine Taube, komm zu mein Jch. meiner Wunden- Gruft, 2. Die strahlenden Audaß dich kein Feind mir gen, die zünden mich an, beraube, hier ist eine sichre mein Herke bekennet, das Kluft, lege dich an meine lichterloh brennet, daß Brust, und geniesse süsse solches das Feuer der Lust. Liebe gethan. Es flam14. Denn werd ich mit met mein Blut, Freuden springen in die himmlischer Glut, drum ofne Wunden- Thür, und, stirbet dahin mein irrdiJEsu! JEfu! fingen, oscher Sinn. mit wie sisse bist du mir! ich 3.Dirrdische Sonne, du bindein, und du bist mein, brennest zwar sehr, wenn ewig soll die Liebe seyn. du uns bestrahlest, und 6g 5 prach 474 Von der Freude im Heiligen Geift. prachtig herprahlest, doch Schein! komm, hole mich brennen die Augen des ein. Braut'gams vielmehr; 394. In eigner Mel. wenn er uns anblickt, und Sie liebliche Kraft, Feuer abschickt, das heftidie ger sticht, als, Sonne, dein bey mir fich reget, und die Licht. mich beweget, hat JEsus, 4. Ich sterbevor Liebe, mein holder, mein trener doch leb ich auch noch, er- geschaft: Der hat mich tödtete Glieder, erholet berührt, den hab ich vereuch wieder, und ziehet mit spührt, sein freundlicher Freuden das selige Joch. Scherz erquicket mein Dein himmlischer Glank Herz: erneuert mich gang, oJE 2. Er macht mir das fu! nur dir, dir leb ich Herzeganklinde und still, hinfür. vertreibet das Krancken, 5. Ein göttliches Feuer Begehren und Dencken, empfindet die Brust, ich da will ich, was Jesus, weine vor Freuden und mein Brautigam, will. wünsche solch Leiden doch Die zarte Regung und stetig im Herzen zu fühlen die Bewegung, die in mit Lust. O süsseste Pein, mir ausfleußt, beruhigt wie nimmst du mich ein, den Geisſt:,: ach! ach! ich weiß nicht, 3. So riechet dein Bal ach! wie mir geschicht. sam, so triefet dein Gang, 6. Wie wird mir docho Schönster der Schönen! werden, wenn du mich drum will ich auch tönen nun wirst mit himmlischen von deinen Fustapfen Blicken dort ewig erqui- mit diesem Gesang. Der cen, darnach mit Berlan- Borblick ist gut, er stårcket gen mein Herke so dürft? den Muth! Ist das schon Ogöttliche Zier! ach, wár so fein, wie wirst du nicht ich bey dir! o himmlischer seyn:: 4. Doch Von der Freude im heiligen Geift. 475 4. Doch was ich em lieber, da du mich in diese pfinde, das ist nicht mein Bewegung gebracht. Du Ziel, ich laß es dahinden, haft mich so lieb, ich fühle es soll mich nicht binden, den Trieb, in welchem du mein Herße befriedigt kein brennst, durch den du mich finnliches Spiet: ich su- kennst:,: che das Licht, das alles 8. Ihr Töchter Jerusaausspricht: Drum lieb ich lems, liebet mit mir, ach! das Creuß aus heiligem liebet den König, bemüht Geiß:,: euch nicht wenig, und bre5. Auf, Seele! und chet mit. Jauchten und schwinge dich über den Freuden herfür. Befinget Sinn, und suche den Wil- die Pracht, bedencket die len in JEfuzu stillen, mir Macht, fein seliges Reich ist die Entblöffung des gehöret für euch:,: Geistes Gewinn. Was 9. Ich dringe zu seinem träumest du doch, was säu- Gezelte hinein, ich will mest du noch? im Geiste mich befleissen, durch alles erscheint dein lieblicher zu reiffen, was mir im Freund:,: Durchbrechen will hinder6. Ach! zeuch mich durchslich seyn. Er stelle sich an, Armuth des Geistes hin- wie harte er kan. Was auf, befördre durchLeiden, acht ich den Schmerß, ich im Schweigen und Mei- kenne sein Herß:: den, nach deinem Gefallen Sünder machen. den feurigen Lauf: Ich 395. M. Ach! was soll ich gebe den Blick in Demuth zurück, ich suche allein dir] ähnlich zu seyn:: 7. Doch hat mich dein Anblick und vergeh gar brünstig ge- vorFrölichkeit.Süsse wird macht, mein Herkze lauft mir alles Leiden, kürk das über, und hat dich noch Elend dieser Zeit: Mein I. Die Seele. Ich bin voller Troft und S 476 Von der Freude im Zeiligen Geift. Geblüte kocht in mir, und ten meine Pein: O der mein Herz zerspringet grossen Wunder- That! schier. schaut wie er geliebet hat. 6. Die Hirten. 2. Die Hirten. Was bedeut dein Jubi- Selig müssen wir dich liren, du geliebte Schäfe- preisen, weil sich Gott zu rin, wessentwegen läßt du dir geneigt; und mit un fpüren solche Freud in dei- erhörten Weisen solche nem Sinn? hast du deinen grosse Lieb erzeigt: Selig Schaß gesehn? oder was bist du Schäferin, selig ist ist sonst geschehn? dein Herß und Sinn. 3. Die Seele. 7. Die Seele. Ach! wie soll ich mich Selig bin ich alle Stunnicht freuen, weil mich der den, voller Trosts und zur Braut erkieft, der die herzlich froh, weil ich haErde wird verneuen, und be den gefunden, der das des Himmels- Erb- HErr Alpha ist und O, der den ist? der mir so viel Guts Schlüssel Davids hat, und gethan, und mir nimmer mir zeigt den Himmelslaffen kan. Pfad.. 4. Die Hirten. 8. Die Hirten. Billig bist du doch er- Du hast funden deine freuet, weil dich der so in- Sonne die dir Licht und nig liebt, der den Himmel Leben giebt; deine Freude, benedeyet, und der Welt deine Wonne; o wie wohl das Leben giebt: Odukd- hast du geliebt, deiner nigliche Braut, die GOtt Liebe Lohn und Kron ist selbsten ist vertraut. des höchsten Gottes Sohn. 5. Die Seele. Auf die Erde ist er kom 9. Die Seele. men, als ein armes Knå Owiewohlhab ichs ge belein, hat den Fluch auf troffen, wie gefällt mir sich genommen, und gelit- doch dis Spiel, ſeine Wun den 10.Die Hirten. Von der Freude im Zeiligen Geift. 477 den stehn mir offen, ich kan 13. Die Seele. eingehn, wenn ich will: Ach wie gerne wolt ich Seine Hände zeigen mir wissen, wo denn nun mein des Verliebten Hertens JEsus ist? den ich ewig Thür. follgeniessen, der mich hat zur Braut erkiest, der mir Geh in diesen Ort der solche Süßigkeit, als kein Freuden, werthe Seele ander hat bereit. trinck den Wein, den dir 14. Der füffe JEfus. JEfus hat bescheiden, bis Siehst du mich nicht, du gang wirst truncken meine Freude, meine feyn; geh in seine süsse Braut, mein Täubelein? Brust, und genieß des fiehst du nicht, wie treu ich Himmels Lust. 11. Die Seele. 15. Die Seele. weide deine blöde Schäfetein? Nimmermehr weich Was für Freude, was ich von dir, wodu nur verfür Wonne hat ein Herß, bleibst bey mir. daß JEfum liebt! kommt und trinckt aus diesem Brunne, der umsonst euch Ach! das ist des Brautalles giebt: Seiner Liebe gams Stimme! ach! mein Süßigkeit übertrift den JEsu, daß bist du! der Honig weit. den Wolf und seinem Grimme widersteht bis Kommt, wir wollen heute zu; ach! mein Lieb alle trincken, bis wir wer- umfahe mich, weil ich einden truncken seyn, bis ßig liebe dich. 12. Die Hirten. wir ganz und gar ver- 16. JEfus. finden in die Quell und Bleib beständig und gein den Wein; bis uns treue, hochbeliebte Schäfe Ned und Wort gebricht, rin, bis ich völlig dich erund sich keiner kennet frene, und dich grüffe, Könicht. nigin. Denn wird meiner Gott 478 Von der Freude im Zeiligen Geist. Gottheit Schein in und hättegnug und Leberfluß: ewig um dich seyn. wie süß ist es, bey dir zu seyn, und kosten deiner 17. Die Seele. Ja ich will beständig Brüste Wein. bleiben, Allerliebster, und 2. Wie süß ist es, in dei mich dir ewig treu zu seyn nen Armen empfinden verschreiben, will dir die deines Geistes Gunft! bey nen für und für. Meine dir, du heilge Glut, erwar Seele soll allein nur in men, und deiner heissen dich verliebet seyn. Liebes- Brunst; wie füß ist es, ben dir allein, du suffer Bräut'gam, JEsu, 18. Die Hirten mit der Seele. Ey so laßt uns alle fin- seyn. gen, und ein füffes Hirten- 3. Wie süß ist es, in dei Lied unserm lieben JEsunen Flammen entzündet bringen, der so herzlich werden und durchglücht! sich bemüht, daß ein' arme und ganz und gar mit dir Schäferin sey sein Schaß zusammen geflossen seyn und Königin. in ew'gen Fried! wie süß 19. Jhm sey Lob von ists, in ein einges Ein mit allen Zungen, und vom dir, mein Schaß, geschmol Gráslein auf der Au! sei- ßen seyn. ne Güte sey besungenvon 4. Wohl denen, die schon dem Tröpflein in dem gans verfuncken im Mee Thau, ihm sey Preis und re deiner Süßigkeit! fie Herrlichkeit jezzo und in sind von deiner Liebetrun Ewigkeit. cken, und jauchzen dir in 356. T. Wer nur den lieben Ewigkeit! Wie süsse must GOtt läßt walten. duihnen seyn, duHimmel Efu, wie süß ist deine füffer Freuden- Wein. Liebe! wie Honig- flies 5. Wie füffe, JEsu, send ist dein Kuß! wernurso wie füffe wirst du mir in deiner Liebe bliebe, der seyn, wenn ich in dir ge nieffen 479 Von der Freude im Heiligen Geist. N¹ niessen werde Zucker- Küf- freuest du mich! Ohimmse, der ew'genLiebe für und lische Gonne! o ewige für, wenn ich mit GOtt Wonne! num alle mein ein einges Ein in Dirleben ergiebet dir sich. mein Schaß, werd ewig 5.OLiebe! o bleibe doch seyn. immer bey mir, mein 397. Mel. O JESU, mein Himmel, mein Jauchzen, Brautigam. mein' göttliche Zier: Ich un freut euch, ihr Hir- will dich stets preisen mit ten, ach freut euch herrlichen Weisen, mit mit mir, ich habe den se- Singen und Klingen, und ligsten Brautgam hier, o Tonen von dir.a glückliche Stunden! nun 6. Mein Engel, nimm hab ich gefunden den, wel- alles und jedes, was mein, chen ich suchte mit steter zudeiner erwünschten BeBegier. luftigung ein; mein Her2. O theurester JEsu, ge soll werden dein Himwie füffe bist du! was melauf Erden, mein JEbringst du der Seelen derfu, wie kanst du denn anfelige Nuh? o JEfu, mein/ derswo seyn! Leben! was soll ich dir ge- 398. m. Seelen Bedutigam. ben? weit füffer als Ho- du süffe Lust, aus der nigseim bist du mir nu. Liebes- Brust! du er3.0 Liebster! du riechest weckest wahre Freude, daß so fraftig, so gut, erqui- ich falsche Freude meide, destdie Seele, Leib, Leben, o du füffe Lust, aus der Lieund Blut, du klingest so bes- Brust. schone, wie Engel- Getd- 2. Deine reine Quell ne, und setzest in Jauchzen giebet klar und hell geistden traurigen Muth. liche Erquickungs- Säfte, 4. Mein JESU, wie Lebensvolle Himmelsherrlich beweisest du dich! Kräfte: Deine reine Quell wie innig, wie göttlich er- giebt es klar und hell. 3.0 480 Von der Freude im heiligen Geift. 3. Ogewalt'ger Trieb! 8: Alles wird versenkt, o du JEsus- Lieb, o un- was uns je gekrånckt. endlich tiefe Güte, o wie Diese Freud' weis nichts froh ist mein Gemüthe, o von Leiden, weil in Freugewalt'ger Trieb! o duden über Freuden alles JEfus- Lieb. wird versenckt, was uns Birten. 4. Laß mich in der Ruh, ie gekránckt. fragt nicht, was ich thu. 9. O du süffer Hort, d Ich bin durch den Vor- lebendigs Wort! Dumust hang gangen, JEfum ei- niemals mich verlassen nig zu umfangen, laßt hier auf dieser Pilgrimsmich in der Ruh, fragt Strassen; o du süsser nicht was ich thu. Hort, du lebendigs Wort. 5. Ich bin benedent, weil 399. MT. Cun freut euch, ihr mich GOtt erfreut, diese Freud niemand erfähret, JEsu, mein Brautals in dem sich GOtt ver- gam, wie ist mir ſo kláret. Ich bin benedeyt, wohl! dein Liebe die macht weil mich Gott erfreut. mich gang truncken und 6. Denn das sinnlich)' voll, o selige Stunden! ich Theil fühlet nicht dis habe gefunden, was ewig Heil. Blos der Geist der erfreuen und sättigen soll. Seelen- Kräfte trincket 2. Du hast mich, o JE diese Himmels Säfte. su! recht reichlich erquickt, Denn das sinnlich' Theil und an die Trost- Brüste fühlet nicht dis Heil. der Liebe gedrückt, mich D 7. In der Sabbath- reichlich beschencket, mit Ruh tritt er selbst her- Wollust getráncket, auch zu. O wie grosse süsse selig mit himmlischerfreu Wonne strahlet denn von de beglückt. dieser Sonne! in der 3. Num Herzens- Ge Sabbaths- Ruh tritt er liebter, ich bin nicht mehr felbst herzu. mein, denn was ich bin, um Von der Freude im Seiligen Geift. 481 um und um, alles ist dein, will JEsus mich lieben, mein Lieben und Hassen was kan mich betrüben? hab ich dir gelassen, dis al- all's was mir entgegen, les wirdt in mir dein muß werden zu Spott. göttlicher Wein. 8. Weg Cronen, weg 4. Was ist es, das hier Scepter, weg Hoheit, weg und dort mich noch an- Welt, weg Reichthum, ficht der Eltern, der Brü- weg Schäße, weg Güter, der, der Kinder Gesicht? weg Geld, weg Wollust, Weg, weg, ihr Verwand- weg Prangen! mein einten! weg Freund und Be- Big Verlangen ist JEsus, kannten! schweigt alle nur der Schönste im himmlis stille ich kenn euch ja nicht.sschen Zelt. 5. Kommt, jauchtet ihr 9. Wenn nimmst du, o Frommen, frolocket mit Liebster mich gänzlich zu mir, ich habe die Quelle dir? wie lang, ach! wie der Freuden selbst hier, lang soll ich warten allkommt, laffet uns sprin- hier? Wenn seh ich, o gen, und singen und klin- Wonne! dich ewige Songen, jagänglich entbren- ne? o JEfu! o Schönster! nen in Liebes- Begier. o einige Zier! 6. Liebster! wie haft du mein Herke verwundt? 400. In eigner Mel. wie hat mich dein heili- chwinge dich, mein ges Feuer entzündt! ach! schwacher Geist, hin schauet die Flammen, sie zu dem, was Himmlisch schlagen zusammen, nicht heißt, hin zu deiner Seelen Himmel noch Erde weiß, Leben! Schwinge dich in was ich empfind. keuscher Brunst hin zu 7. Troß! Teufel, Welt, dem, der dir ergeben ist in Holle, Fleisch Sünde und heiffer Liebes- Gunst. Tod, ich fürchte kein Trüb- 2.Owas hab ich jetzt erfal, kein Leiden noch Noth, blickt! Meine Seele wird ent. 482 Von der Freude im Heiligen Geift. entzückt. Bist du bey mir, sterlein, schauet unser sehn meine Freude? JEfu, ja lichs Küssen, kommt ihr ich mercke dich, dich du Engel, kommt herbey, meinerSeelenWeide; Ey! wartet auf und seyd beso komm, und küsse mich flissen uns zuleisten Dienst 3. Du hast mir den Geist und Treu. verwundt, o du Himmels 6. Liebster JEsu, du füsser Mund! O du sehn- bist mein, und ich bleibe liches Verlangen! Owielewig dein, du hast mich in werd ich jetzt erquickt, weil Lieb umfangen; Drum mein Schaß an seine so nimm den ganzen Mich, Wangen mein verliebtes nimm mich dir, du mein Herke drückt. Verlangen, und versende 4. Eritt jetzt, schnöde Ei- mich in dich. telkeit, die du irrdisch bist, 7. Unaussprechlich ist benseit; ich beschwöre dein die Lust, die wir hier an Beginnen, laß mir jezo JEfu Brust durch den meine Lust, weich von mei- Glauben nur empfinden. nes Liebsten Zinnen, denn was wird für Herrlich ich lieg an JEsu Brust. jkeit dort mein Leib und 5. Kommet aber, kommt Seele finden, in dem Lie herein, ihr, ihr reinen Gei- ben ohne Zeit. VII. Von der geistlichen Vermählung. 401.M.OGOtt dufrommer kan dein bittrer Tod erwel ein Geist, meinJEsucken Freud in mir. Christ, das rechte 2. Wie soll dein füffer wahre Leben, kan mirzu Saft nicht immerlich er aller Frist Trost und Er- quicken? es wird von aller quickung geben, wenn ich Last befreyt in allen Sti in Angst und Noth nur den mein Herz, das so be ſchrey, o GOtt! zu dir, ſo ſchwert, kriegt aus den Von der geistlichen Vermählung. 483 Bunden Kraft, so süßig- den, und der so trägt dein lich ernährt, und macht Joch, wird davon leicht es tugendhaft. entbunden so er betracht't 3. Wie traurig steht das die Noth, die du erduldet Herk, wenn du wilt hin- haft, bis anden Creußzes= weg gehen, und fühlet Cod, da sich geend't die nichts denn Schmerz, Last. weils so allein muß stehen. 7. Allein es thut auch Ach! geh doch nicht von weh, wenn du willst wies mir, mein Heiland, geh der gehen, da heisis: Nur nicht weg, ich schreye für stille steh im Wachen und für: HErr, lehr mich und im Flehen. O Seel! deinen Steg. fey unverzagt, halt nur 14. Du hast vorhin ge- vest am Gebet, den Feind, sagt, ich will dich vest um- der dich verklagt, ich bald faffen. Als einsmals hat zu Boden tret. geklagt die Seel, fie sey 8. Sodu nur wirst geverlaffen; sprachst du ihrstreu in meinen Wegengetröstlich zu: Sey still und hen, in wahrer Herzensharre doch, ich bring dich Neu auf meine Hülfe sebald zur Ruh, und nehmshen, so glaub nurvest, daß dir ab das Joch. ich den Boswichtdämpfen 5. Wie freundlich sind kan, daß er dir schade nicht, die Wort; so ich daran ge- ob er dich gleich ficht an. dencke, mein allerliebster 9. Ach! daß mein Auge Hort, ich mich tief in dich nur wär stätiglichgerichtet fence, und wünsche nich nach deiner Liebes- Spur, tes mehr, denn daß in dirsich weiß, daß du verrichtet allein zu deinem Preis des Hohenpriesters Amt, und Ehr, ich möcht ver- ich muß ja selig seyn, ich graben seyn. werde nicht verdammt, weil du mein ein'ges Ein. 10. Mein all rliebste Hh2 Braut, 6. Wie selig ist es doch! wenn man dich hat gefun 484 Von der geistlichen Vermåblung. Braut, du darfst ja nicht entfernet seyn die, so auf verzagen, ich hab mich dir deinen Tod vertrauen vertraut, du kansts nur gank allein. ficher wagen; ich kan dich 14. Hierauf will ich lassen nicht, vor groffer mein' Hand dir, liebste Liebes- Flamm, mein Herz Seele geben, zugleich ein mir selber bricht, der ich unterpfand, den Geist, bin GOttes- Lamm. dergibt das Leben, dem, der II. So will ich ferner fast garverzagt, ja todt in mich dir ganz und gar er- Sünden ist, den sein Ge geben, und glauben vestig- wiffen nagt und plagt zu lich, du einßig seyst mein aller Frist. y drus Leben, der mich nicht laf 15.Wenn auch des Ba sen kan, ob du gleich gehstters Will hierin erfüllt von mir, du weißt, ich hang soll werden, so will ich hab dir an, und weiche nicht ten still, bis du mich von von dir. der Erden zu dir wirst 12. Odu mein trautesjnehnen hin in jene HerrHerß, ich will bald wie- lichkeit, da sich mein Herk der kommen, alsdenn und Sinn soll freu'n in du Himmels- wärts sollst Ewigkeit. werden aufgenommen, 16. Ich komm, o edler von dieser argen Welt, Schat! ich hab dich mir da nichts denn Elend erwählet. Nimm ein, ist, und gehn ins Freu- nimm ein den Platz, du den- Zelt, da du ganz bist nunmehr gezählet zu ficher bist. denen, so das Land in meis 13.Nun ich will warten nes Vaters Reich ererben, dein mit sehnlichem Ber- ihm bekannt und seyn den langen, ach! brich doch Engeln gleich. bald herein mit Freuden 17. Hab Danck, mein vollem Prangen; laß doch Bräutigam, für deine von aller Noth und Angst grosse Liebe, du Low aus Juda Von der geistlichen Vermählung. 485 Juda Stamm, gib, daß ich Staub! gib, daß ich möge nicht betrübe den werthen kräftig dich, edle LiebesHeilgen Geist, der dawill Traub, in meiner Brust führen hin den, so gen empfinden, und dich mit Himmel reist; der Tod ist mir verbinden durch treue mein Gewinn. Gegen- Gunst. 18. Komm, komm, du 4. Nimm weg aus meis felges Kind, geneuß der nem Herzen, was deines Himmels- Freuden, hin- Willens nicht, rösch aus weg ist alle Sünd, ein En- die fremden Kerzen durch de hat dein Leiden, trinck deiner Wangen Licht, ich ja mit Freuden ein, was wünsche nie zu kennen ein eingeschencket ist, ich meyn anders Herßen- Brennen, den füffen Wein, bis daß als deiner Lieb in mir. du truncken bist. 5. Wie freundlich ist 402.M.err Chrift, der eing. dermaffen uns ihrer Anu bist jaganß mein ei- muth Blick, wie liebreich gen, HErr JEfu und kann uns fassen und ziehn ich dein, nichts soll von dir ihr seidner Strick! wie mich beugen, ich kan sonst fängt mich ihr Ergößen niemands seyn: Dir hab mit solchen güldnen Neich mich ergeben, weil du gen gewürdt von lauter auch dich mein Leben, hast Huld. gang ergeben mir. D" 6. Jch wünsche zu behal2. Was ich allhier besißesten dis hohe Gut in mir, ohn dich, ist Gall und Pein, und nimmer zu erkalten dein' edle Liebes- Hiße ist in flammender Begier, lauter füffer Wein: Laß für diesen Schatz zu forleuchten ihre Flamme, da- gen des Abends und am mit daraus herstamme Morgen durch herzliches die Glut der Gegen- Lieb. Gebet. Wie hast du doch so 7. Ach! solt ich sie verheftig geliebt mich armentieren aus meiner Seelen hh 3 Schooß, 486 Don der geistlichen Vermählung. Schooß, was könnte mich 403. Tel. Cun kommt der Seiden Seiland. doch ziehren? ich) stürbe nackt und blos, drum soll wge Weisheit, JEfu gleich Magdalenen, mein Christ, da mein rechter Auge von dir, Schönen, Braut- Schatz ist, hast du mit Thränen bitten sie. schon vorlängst mir nicht 8. Allerschönster! leh- ein Berlöbniß zugericht't? re mich deiner Liebe Sinn, 2. Ist die starcke Liebesdaß sie mich recht bekehre, Hand nicht mein sichres wenn ich verrirret bin, Unterpfand? Hattichnicht mich, weil ich hier muß den Siegel- Ring, als ich wallen, im Straucheln deinen Geist empfing? oder Fallen, erhalt und 3. Hast du mich nicht richt empor. schon geliebt, ob ich dich 9. Du Lindrung mei- gleich noch betrübt? Haft ner Schmerzen, du du deine Werbung nicht, Starde wenn ich Bräutigam auf mich geschwach; komm, troste mich richt? von Herzen auf mein ge 4. Bracht der Bater feufßtes Ach! dein Hauch meinen Sinn nicht aus mach in mir blühen den Liebe zu dir hin, als sein Glaubens- Tocht und glü- unverwehrter Zug den hen, wenn er erlöschen Unglauben überwug? will. 5. Als ich mich nun z IO. Und wenn ich nun dir wandt, machtesidu dich soll scheiden von diesem mir bekannt, mehr als Kummer- Plan, so nimm man Verlobte schaut, mit mich durch dein Leiden einander feyn vertraut. Erkauften, freundlich an, 6. So viel Jahre Tag ben dir mich zu behalten, und Stund ist mir deine dort wo man vom Erkal- Liebe kund, und der Treu' ten und Scheiden nichts Standhaftigkeit dauret mehr weiß. vest auf deiner Seit. 7. Mir Von der geistlichen Vermählung. 487 7. Mir ist auch das 13. Also ziehe meinen Hochzeit- Kleid in mir Sinn gånglich in dein durch dein Heil bereit: Wesen hin, daß ich wie ein Deine Menschheit, JEfu Siegel steh, und dich eine Christ, die mir ange- gedruckt mir seh. zogen ist. 14. Ich begehr nur in 8. Dis ist die Gerechtig- dein Herz, sonst nicht aufs keit, so die Sünde von mir noch niederwärts: Ohne scheidt; da du in mir neu dich will ich nicht seyn irgeborn, bist nunmehr zum gendswo gedrücket ein. Heil erkorn. 15. O! daß dieses Sie9. Ja, es mangelt mir gel blieb auf den Armen auch nicht Heiligung, meiner Lieb unverrücket Kraft, Lieb und Licht: Duseingeprägt wenn sich nur bringst mir wahrhaftig mein Leben regt. ein, was mein ewig Theil foll seyn. 16. So, daß auch kein Augenblick mich von der 10. Aber eines fehlt mir Gemeinschaftruck, nichts hier: Daß ich nicht ganz zu wollen, nichts zu thun, find in mir der verbund- als in dir, mein' Lieb', zu nen Einigkeit unbewegte/ ruhn. Vestigkeit. 17. Laß dis Bild stets II. Denn mein Wille veste seyn in mein Herk lendt sich wol manchmal gedrücket ein, Tod und Leaus dir, da er soll in dich ben mach mich gleich deieingekehret seyn, dringen nem Bild und Himmelin das Eine ein. reich. 12. Wie du mich nun, 18. Wer will also scheiedler Gast; durch dein'nden mich von der Lieb, die Geist versiegelt hast, daß ewiglich als ein Siegel in ich weiß, ich bleibe nun mir steht, und aus Gott ewig in der Liebe ruhn: in GOtt eingeht? h 4 404. 217.1. 488 Von der geistlichen Vermählung. 404. Mel Berglich thuc michach! Bruder, nicht ver Verlangen. schmähe die Schwester, He Err JESU, Lebens- deine Braut, hilf, daß sie Sonne, herzliebster dort bald sehe, worauf sie Seelen- Freund, mein hier gebaut. Die Braut. Bräutigamund Wonne, 405. mel. Schönster aller sehr gut ist es gemeynt, Schönen. drum komme, komm und eile komm! es ist hohe Zeit, Ciebster aller Lieben, ach! komm, dich nicht ver- meiner Seelen Ruhm, weile! mach deine Braut dem ich mich verschrieben, bereit. als sein Eigenthum: Ich 2. Die Braut ist meine bin kranck vor Liebe, und Seele weil ich, HErr JE- die starcken Triebe jagen su! dich zum liebstenSchaß mich aus mir zudir, o Sa erwähle die trachtet innig- rons- Blum. lich dahin, wo sie verliebet, 2. Ich seh, daß auf Er sie seufset ohn Berdruß, den nichts beständig ist, bis ihr der Liebste giebet drum will ich entwerden den ersten Zucker- Kuß. diesem Erden- Mist. Laß 3.Duhastjadurch Ver- die Sinnen schweigen, die pfanden sie dir zur liebsten sich auswärts neigen: Braut mit treu gegeb- nimm mich aus mir selbst nen Händen vermählet hin, wo du alles bist. und vertraut; Schön haft JEsus. du sie gekleidet, den Braut 3. Meine liebe Taube, Schmuck zugericht't, dich auserwählte Braut, selig hoch und vest vereydet, list der Glaube, der ohn' von ihr zu lassen nicht. Sehen traut: Nimm nur 4. Ach! liebster Freund, dein Verlangen in Geduld ach bleibe! ach! weiche nicht gefangen, und sey gang von ihr, sie dir vest einver- gewiß, daß mein Aug auf leibe, verein'ge sie mit dir, dich schaut.. 4. Auf Von der geistlichen Vermdblung. 489 4. Auf der Erden schwe- die nun nimmermehr bes ben, schadet keinem nicht; rühret Quaal und Leid. aber irrdisch leben, bricht JEfus. die Liebes- Pflicht. Gláu 8.Fliegende Gedancken bedu nur veste, daß es sey reissen deinen Sinn aus das Beste, was von mei- den sichernSchranckender ner Hand dir je und je ge- Berleugnung hin. Du schicht. folt meiner warten in den Creußes- Garten: Gnug, Die Braut. 5. Amen, HErr, ich glau- daß ich doch stets in, mit, be, daß dein theures Pfand und bey dir bin. dir wol niemand raube, 9. Laß dich nicht vers aus der treuen Hand: wirren die Begierigkeit: Aber unterdessen wird Du kanst niemals irren mein Herz gefressen, un- in Gelassenheit. Ich will ter vielem Leid, durch dei- deine Sachen ohne dich ner Liebe Brand. wohl machen, ruhe du in mir, und harre meiner JEsus. Die Braut. 6. Wilt du mit regie- Zeit. ren, und ohn' Leiden seyn? soll die Kron dich zieren 10. Heiland, Freund, ohne alle Pein? Liebste? und König! Ich erkenn das ist eben recht das aufs neu, daß ich viel zu Christen Leben, wenn wenig aller deiner Treu. der Creußes- Dorn tiefJch will deine Lehrenmit sticht ins Herz hinein. Gehorsamehren, denn du weist allein, was mir das Beste sey. B Die Braut. 7. Braut'gam meiner Seelen! dort ist nichts als 11. Soll ich länger leben, Freud, hier muß ich mich lebe du in mir, dir bleib ich qualen in der Eitelkeit: ergeben, beydes dort und soll ich mich nicht sehnen, hier. Soll ich aber sterdort zu stehn bey denen, ben, und den Himmel erHh 5 ben 490 Von der geistlichen Vermählung. ben, ey! so fahr ich hin mit 3. Weißt du wol, daß freudiger Begier. deine Pein mein Erld12. O wie will ich dro- sung solte seyn? Und wie ben im saphirnen Thron muß ich denn auf Erden dich ſo frölich loben, o du noch so lang gequälet wer GOttes Sohn! Wenn den? ich werde hören bey den 4. Bin ich dir, als deine Engel- Chören, in der Braut, schon verlobet und stoltzen Nuh, den ew'gen vertraut, warum läß'st du Jubel- Ton. meine Seele in des Leibes 13. Ja auch hier schon Trauer- Höle! finge, was nur JEfum 5. Bin ich dein, und du nennt: Halleluja bringe, bist mein, warum läß'st du wer den Heiland kennt, mich allein? Warum wilt laßt uns hier im Lieben, du mich mein Leben, nicht, und im Loben üben, bis alsbald zu dir erheben? der müde Geist sich von 6.Jchverschmachte vor der Aschen trennt. Begier, die mein Herze hat nach dir: Ich vergehe 406. Mel. un kommt der vor Verlangen, dich zu Beiden Beiland. fehn und zu umfangen. Diebster Brautgam, 7.Denckedoch, o Got denckst du nicht an diestes- Lamm, daß du bist theure Liebes- Pflicht, da mein Bräutigam: Den du dich mit tausend Wun- ce, daß dirs will gebühren, den meiner Seelen haft deine Braut zur Ruh zu verbunden? führen. 2. Denckst du nicht an 8. Nimm mich, Liebster, deinen Spott? An das in dein Reich, mach mich Creuß und an die Noth? den Erwählten gleich: und an deiner Seelen Lei- Nimm mich aus der Trau den, da sie sollte von dieser- Hole, JEsu, Brauts scheiden? gam meiner Seele. 407. Tel. 491 Von der geistlichen Vermählung. 407.7. Auf! Seele sey gerust. Spott aus Babel führen JESU, der du und die erkaufte Zahl zu mich zum Lust- Spiel Zion noch einmal die ewiglich dir hast erwählet. Saiten rühren. Mein Sich wie dein Eigenthum 7. Wie soll das neue des groffen Bräutgams Lied, das Zion ewig blüht, Ruhm so gern erzählet. jalsdenn erschallen! wenn 2. Vernimm, wie deineles von Babel heißt, die Braut, darauf dein Auge sich jetzt felig preißt: Sie ist schaut, zu deinen Ehren, gefallen. ein Lied von Zion singt, 8. Der Braut'gam ruft wie ihr das Herge springt, schon laut zu dergeliebten dein Lob zu mehren. Braut: Ja, ja ich komme, 3. Zwar hör ich deinen nunmehr verzieh ich nicht, Hohn, duschnödes Baby- sey kräftig aufgericht du lon, und deiner Rotten, meine Fromme. weil du gewohnet bist, das, 9. Ja komm doch, liebster was von Zion ist, nur zu Hort, und laß dein wahverspotten. res Wort nun bald erge4. Allein mein Bräuti- hen: So wird die blinde gam, der Held aus Davids Welt, die es für Thorheit Stam macht sie zu schan- hält, mit Spott bestehen. den: Drum sing ich doch 10. Und mich, die sie verdis Lied, das sie nicht gerne lacht, wird deine groffe sieht in ihren Landen. Macht mit Lieb bedecken: 5. Es kommt auch wol Wenn du auf Cherub ein Jahr, wenn GOtt die siz'st, und aus den Wolwerthe Schaar gen Zion cken blißest, die Welt zu bringet; daß Zion hochsschrecken. erfreut in seiner Herrlich Feit in Zion singet. 11. Ich halte vest andir und will dich nun in mir zu 6. Denn warlich unser bleiben zwingen, ich laffe GOtt wird uns zu ihrem dich nicht aus, in meiner. Mut 492 Von der geistlichen Vermählung. Mutter Haus muß ichne Seele; weil der sie seine dich bringen. Schöne heißt, ohnden ich 12. Laß es nurbald ge- mich stets quále, ohn den schehn, der, die du hast er- ich kranck und kraftlos bin sehn, dich zu verbinden; ist ohnden ich wanckend falle die Verlobung da, so muß hin, kein freud'ges Stünd die Hochzeit ja sich auch lein zähle. bald finden. 3. Es ist mir alles ohne 13. Jedoch ich weiß ja Dich wie durres Heu auf wohl, was bald geschchen Erden. Nichts ist in die foll, wer mag es wehren? ser Zeit für mich, das mit Was dir zu thun gefällt, zum Trost mag werden: das soll bald alle Welt Drum steigt mein Her zum Zeugniß hören. stets Himmel- an, wo ich 14. Die Braut fißtjeho dich, Schönster, küssen schon im Geist auf deinem kan, ganz fren und ohn Thron, dir zu der Seiten, Beschwerden. und macht sich schon be- 4. Du bist mein König reit, dein Lobin Ewigkeit deine Kron mein Haupt hoch auszubreiten. und Scheitel krone. Auf 408. M. Tun freut euch lie deinem hohen güldnen ben Christen gemein. Thron ich mich in De Mein JEfus liegt mir muth lehne. Ach wende in dem Sinn, mein dich doch zu mir her, daß Herk hat er beseffen: Ich meine Nard sich zu dir richt mein Aug nurzu ihm kehr, und stets nach dir sich hin, will alles gern vergessehne. fen, was dieser schnöden 5. Du bist mein Freund, Welt beliebt, und was fielder mir verwandt, der sich denen reichlich giebt, die mir gang vertrauet, de ihr das Herz zumessen. mich als seiner Lieb 2. Nein, viel zu edel ist Pfand aus seiner Seit mein Geist, zu theuer mei- erbauct. Vor falscher Freund 493 Von der geiftlichen Vermdblung. Freundschaft dieser Welt, 9. Bist du mein Brauts die nur auf Lügen ist ge- gam, ey so laß mich deiner stellt, HErr, meiner See- recht geniessen, und wie len grauet. der Thau aufsgrüneGras, 6. Du bist mein Braut- so laß auch auf mich fliessen gam, welcher mich geliebt den Honig- Thau der Lies bey zarten Jahren. Derjbe dein, das füffe Nectare in den Tod gegeben sich, Strömelein laß sich in da wir noch Feinde wa mich ergiessen. ren. Ach! mach verliebt 10. Du bist mein Bräute mein Herz und Sinn, gam, weil ich dir das Jadaß es, o Schönster, im- Wort schon gegeben, da merhin mit dir sich möge du an meines Herzenspaaren. Thür geklopfet hast, o 7. Ach könnt ich deiner Leben. So laß es ewig Augen Zier, mein Hei- Amen seyn, und drücke land, brünstig machen, selbst dein Siegel drein, mit einer groffen Liebs- daß ich in dir soll bleiben. Begier im Schlafen und II. Und weils, mein im Wachen; daß du must Schaß, dir so gefällt, daß sagen: Wende dich, deinlich soll alles lassen, Ehr, Tauben- Aug entzündet Reichthum, Wollust diemich, mein Herge will ser Welt, dich nur allein mir brennen. umfassen; so laß mich wie 8. Bist du mein Braut- Rebecca seyn, die Mutgam, ich die Braut, solter, Bruder ließ allein will ich seyn verschlossen; zog frölich ihre Straß Gleichwie man eine Quel- sen. le schaut, die nie aus sich 12. Die Welt läuft ihren geflossen; für Fremde ist Buhlen nach, mit geiler mein Herke nicht, nur dir Brunst erfüllet; wird aber fen solches zugericht't, du dort an jenem Tag mit hafts mit Lieb erfüllet. Jammer seyn umhüllet; denn 494 Von der geiftlichen Vermählung. denn führt mein Isaac 16.Wer wird mir brin ohne Pein mich in der gendiese Post, die Hochzeit Mutter Kammer ein, da ist erschienen des Lamms, lauter Ruhe quillet.no so selber ist die Kost. Seht 13. Wie will ich daum- wie die Frommen grünen faffen dich, wie vest will ich die Braut steht da in ih dich halten: Wenn garfrem Glank, mit Chrifti kein Fehl wird kennen Geist umstrahlet gang, be mich, nichts übrig fenn reitet ihm zu dienen. vom Alten: Wenn alles, 409. cl. Llun laßt uns den was das Auge fleht, ver Leib begraben. neuet und verwandelt blüht, kein Tod noch Lei Mein Lieb ist mir, und ich bin ihm ein un id verwandter Cherubim: den walten. 14. So komm, mein Wir schau'n einander im Brautgam! deine Braut mer an, fo viel er mag, so hat sich gar fein geschmi- viel ich kan. det. Du hast mir ja dein 2. Er liebt mich innig Herß vertraut, mich an über sich, ich lieb ihn wie die Brust gedrücket. Wieder über mich! Er neige lang soll währen diese sich zu mir mit Gunst, id Nacht, die mir so manche mich zu ihm mit keusche Thränen macht, eh du Brunst. mich zu dir ziehest. 3. Er sucht in meinem 15. Wenn soll ich hören Herzen Ruh, und ich diese Stimm: Komm her, schren seinem immer zu o meine Taube! die ohne Erwünscht zu seyn in mer Falsch und ohne Grimm, ner Höl, und ich in seiner komm, du geliebte Taubesüffen Seel. ich streck jetzt meine Hand 4. Er stillet meine nach dir, und zieh dich Geists Begier, ich seine gang herein zu mir, daß die Er hat gumir: Er kom dich kein Feind mir raube. zu mir mit seinem Ku tim Von der geistlichen Vermählunt. amd ich zu ihm mit stetemster Herz- schmerzendem Grus. Kummer: Ich winfleund 5. Er hat an mir sein'girre mit Seufßen und ein'ge Lust, und ich an Sehnen, mein Herzezers ſeiner milden Brust; Erschmelzet in blutigen ist mein angenehmster Thränen. Klang, und ich sein lieb- 3. Wo soll ich ihn fitster Lob- Gesang. chen? wo soll ich ihn fin6. Er ist mein Braut- den? wo soll ich sein heimgam, ich sein' Braut, er liches Lager ergründen? hat sich mir, ich ihn ver- Ich rufte und schrie traut: Er bleibet unzer- auf Strassen und Gas trennlich mein, und ich sen; mein Liebster hat bleib unabläßig sein. seine Geliebte verlassen. 7. So ist mein Lieb' mir 4. Ich fragte die Wachzugethan, so bin ich ihmester bey nächtlichen Stunwas ich kan: So must du den; die Mörder antwor seyn, wilt du zu ihm, wierten mit Schlägen und Cherubim undSeraphim. Wunden. Ich meynte, fle würden mein Trauren 410. Melod. Ich liebe dich vermindern, so durften die herrlich. Räuber den Schleyer auch Mein Liebster, mein plündern. Schönster, meinTro- 5. Ihr Tochter Jeruster im Leiden, der unter falems, liebste Gespielen, den Rosen stets pfleget zu kommt, suchet mir meinen weiden, ist heimlich von Geliebten im Kühlen, und meinem Gezelte gegan- wenn ihr ihn findet, den gen, o! daß ich ihn hätte Liebsten vor allen, sagt, gebührlich empfangen. daß ich vorLiebe in Krands 2. Er rufte so freund- heit gefallen. lich, ich liebte den Schlum- 6. So rief ich so sucht mer, nun sterb ich vor lau- ich aus allen Vermögen, und 495 496 Von der geistlichen Vermäßlung. und siehe, da kam mir meinien- weiß Angesicht schim Liebster entgegen: Ich mert; was schließt ihr aus war nur ein wenig von ih- seinenlebhaftigen Farben? nen gegangen, daward ich Ich wolt Ihn für Him von meinem Liebhaber mel und Erden nicht dar empfangen. ben. 7. Willkommen ihrewig 11. Zeigt einen der mei gepriesene Stunden! Ichnem Geliebten zu glei habe mein Leben nun wie- chen! dem Haupte muß der gefunden, ich habe selbsten das feinste Gold den, den ich von Herzens- weichen, des Salomons Grund liebe: wie wallet Schäße in Ophir gegra die Seele vom seligen ben. Die krausen Haar Triebe! Locken sind schwarzer als 8. Wie solt ich nicht im- Raben. mer vor Freuden frolo- 12. Wie strahlen die lieb cken? Ich höre des Freun- lichen Augen von ferne des holdseliges Locken. Er sie funckeln so helle wie hüpfet auf Bergen, er himmlische Sterne. Die springet auf Hügeln, nun Backen sind Beete mit kan ich in seinem Gesichte Würßen befeßet; Die mich spiegeln. Lippen sind Rosen von 9. Ihr Tochter Jerusa- Myrthen beneßet. lems, ist es jekunder noch 13. Die Hände darin euren lieb- äugelnden Au- nen mein Name gepräget gen ein Wunder? Be- find über und über mit fremdet euch, daß ich euch Türcis beleget: Die zar also beschworen? so sehet ten Glidmassen sind herr ihn, den ich vor Tausendlich geschmücket, wie Hel erkoren. fenbein unter Saphiren 10. Seht, deffen Abwe- vorblicket. fen mich höchlich beküm- 14. Ich muß mich in sei mert, wie röthlich sein Lil- nem Beloben verweilen; Lil- n die Von der geistlichen Vermählung. 497 die Beine sind steifer denn Spiegel, o sebe mein marmorne Säulen, ge- Seelchen aufs Herbezum gründet, gespindet auf Siegel! Nichts dampfet, güldenen Füssen: Wem nichts löschet, die himmliwolte sein Anblick nicht al- sche Flamme. Sch folge les versüssen. mit meinem Gespielen 15. Sein Anblick er- dem Lamme. freuet wie Libanons Hd- 411. M. O GOrt! du from hen, auf welchen die Walmer GOtt. der von Cedern- Holtz ste- MeBräutigam! Schaß, mein hen. Kein Redner kan Ich seine Holdseligkeit zählen wolte gerne küssen dich, die strömet aus seiner mein Herz, inniglich in Herk- freundlichen Keh- Lieberechtgeniessen, mein Liebster! sage doch, wo ist len. 16. Ein solcher ists, den wol dieser Ort, wo unfre ich vor allen erforen: ein Liebes- Glut nur brenne solcher ists, den ich vor immerfort. hatte verloren: Ein sol 2. Jdy sey hier wo ich cher ists, den ich von Her- sey, so ist es nicht gelegen, Bens- Grund liebe, dem ich dich, mein HErr JEsit mich zu Ehren im Glau- Christ, in Liebe zu beweben stets übe. gen. Alleine nur getrost 17. Ich hab Ihn ich halt in Lieben fort gefahrt! Jhn, ich will Ihn nicht daß Teufel, Welt und laffen, ich will Ihn umhal- Fleisch mißfalle meine fen, ich will Ihn umfaffen: Art. Ich will Ihn ins Zimmer 3. Da schmeckt das Lieder Mutter Heimführen, ben recht, wo Haß sich wieda werd ich erst völlige dersetzet, wo Feindschaft, Gnade verspüren. arge List; sich doch mein 18. Mein Augen Trost, Herb ergößet mit dir, meiner Gedancken Lust- mein JEsu Christ, mein Ji Brus 498 Von der geistlichen Vermåblung. Bruder, mein Beystand Zeiten? Ich meyn das der du in aller Noth mir Paradeis mit allen dei reichest deine Hand. nen Leuten, die eines Sin 4. Doch wüst ich gernenes sind mit dir, mein auch, wie süffe es mir Bräutigam! und auch mit schmecke, wenn ohne Hin- mir in dir, du liebstes derniß mich deine Liebe GOttes- Lamm! decke, mein JESU, mein 412. Mel. Ach! was soll ich HErr Christ, mein Fürst, Sünder machen. mein Bräutigam, mein Seelen, die mit J wie selig find die Bruder, ja mein Freund, mein Held aus Jacobs sich vermählen, die sein Stamm. fanfter Liebes- Wind so 5. Allein, was kränd ich gewaltiglich getrieben, daß mich? so lange hier noch siegang daselbst geblieben wallen die Glieder deines wo sich ihr Magnet be Leibs, muß ihnen auch ge- findt. fallen das Wandern hin 2. Denn wer faffet ihre und her; die Sach ist aus- Würde, die bey dieser Lei gemacht, daß JEfus Chri- bes- Bürde sich in ihnen stus selbst im Fleisch hat schon befindt? Alle Him vollenbracht. mel sind zu wenig für die 6. Das draussen wird Seelen, die der König sich schon zu seiner Zeit vortreflich angezündt. auch finden, mein Bruder, 3. Wenn die Seraphim ja mein Schatz, da wollen sich decken, und vor seiner wir verbinden, wir beyde Macht erschrecken wirder unser Herß, alles Höhnen doch von seiner Braut in dieser Welt, bey unsern der Wunder- vollen Krone Liebes- Kuß soll seyn gang auf dem glorieusen Thro weggestellt. ne ohne Decke angeschaut. 7. Was ist das für ein 4. Sonst erfreut man Ort? Was sollen seyn die sich mit Zittern, und be ienet Von der geiftlichen Vermåblung. 499 dienet mit Erschüttern niglichen Geist, mich, als dieses Königs Heiligkeit. dir verlobt, zu tragen, alAber wer mit ihm ver- lem freudig abzusagen, trauet, wird, wenn er sein was nur Welt und irrAntliß schauet, doch gar disch heißt. fanftiglich erfreut. 9. So will ich mich selbst 5. Wenn Jehovah man nicht achten, solte gleich genennet, wird nichts hd- der Leib verschmachten, hers mehr erkennet, als bleib ich JEsu doch getren. dieHerrlichkeit der Braut. Solt ich keinen Trost ers Sie wird mit dem höch- blicken, will ich mich damit sten Wesen, das sie sich zur erquicken, daß ich meines Lust erlesen, gar zu einem JEsu sey. Geist vertraut. 10. Ohne Fühlen will ich 6. Sie ist edler als Car- trauen, bis die Zeit komt, funckel, Diamanten sind ihn zu schauen, bis er sich zu dunckel vor dem Glanz zu mir gesellt; Bis ich der Herrlichkeit, der sie werd in seinen Armen in durch und durch erfüllet, gar süsser Lieb erwarmen, der wie Strome aus ihr und Er mit mir Hochzeit quillet, der die Königin erhält. freut. 413. Melod. Liebfter aller Lieben 2c. 7.Drum wer wolte sonst was lieben, und sich nicht chönster aller Schöbeständig üben, des Mo- nen, meines Hertens narchen Braut zu seyn? Lust, einßiges Vergnüs Muß man gleich dabeygen meiner zarten Brust, was leiden, sich von allen Quell der süssen Freuden, Dingen scheiden, bringts Trost im bittern Leiden, ein Tag doch wieder ein. Hirte, König, Netter aus 8.Schencke, HErr, auf der Sünden Wust. meine Bitte mir ein gött 2. Ach! mein Liebster, liches Gemüthe, einen Kd- schaue, den du hastverletzt Si 2 durch 500 Von der geifilichen Vermählung. durch die Macht der Liebesliebt, der sich deiner Liebe in die Noth gesetzt; schaue, gang zu eigen giebt: Stille wie ich achte, schaue, wie mein Verlangen, dopple ich lechte, schaue, wie der dein Umfangen, lehre Thránen- Thau die Wan- wie man sich mit keuschen gen neßt. Küffen übt. 3. Solt ich drum nicht 7. Drück in meinem lieben, daß ich bin gequält? Herßen ab dein schönstes Lieben ist ja Leben, das Bild, gib, daß Glaub, Lieb, uns nicht entseelt; du bist Hoffnung meine Brus felbst die Liebe, und dieserfüllt, Muth, Geduld im füffen Triebe werden uns Leiden, Demuths- Gut von deiner Hand selbst zu- in Freuden sey das Kleid gezählt. des Heils, so meine Brust umhüllt. 4. Was ein Gärtner bauet, reißt erjanicht ein: 8. Dein Geist sey mein Und du solltst, mein Lieb- Mahl- Schat, meiner Lie ster, mir so grausam seyn? be Del: Deine tiefe Wun Was die Erde tråget, wird den meine sichre Höl: von dir geheget, und du Dein Wort mein Regie foltest mir entziehn denfrer, dein Befehl mein Gnaden- Schein? Führer, bis zur frohen 5. Doch, du bist weit Hochzeit schreitet meine holder, als Vernunft es Ceel. denckt, denn am allernäch414. In eigner Tel. sten, wenn Anfechtung Franckt, wenn die Binde Selig:,::,: find, die dem Abendmahl der fausen, und die Wellen Hochzeit des Lammes be brausen, wird statt Petri rufen sind:,:! Liebster JE SchiffdieNoth und Angst su, Liebstes Leben, der du versenckt. bist das GOttes- Lamm, 6. Drum, so komm, um- das die Sünde auf sich arme, der dich herzlichnahm, dir hab ich mich gang 501 Von der geiftlichen Vermählung. gang ergeben:,: dich will winden meine Augen, sonich den Braut'gam nen- dern gib, daß durch deines nen, denn ich bin ja deine Geistes Trieb du mich Braut, die du ewig dirwachend mögest finden:,: vertraut, nichts,:,: und mit herzlichen Bernichts soll unsre Liebeslangenwartend, wenn der Engel ruft hoch von der trennen. 2. Selig:::: find, z. gestirnten Luft; auf!:,: Laß mich diese Kühnheit:,: auf! der Bräutgam üben hier in meinem kommt gegangen. Christenthum, daß nur 5. Selig:: find, zc. dieses sey mein Ruhm, Laß mich dir entgegen ge= daß kein Unfall kein Be- hen, wenn du mir entge= trüben:: mich durchsgen kommst, daß du mich Schrecken kan abziehen zu dir einnimmst, da ich von der Lieb damit ich dir dich soll ewig sehen:,: JEbin verpflichtet für und su, du wollst mich verfür, all:::: alle Lustneuen, daß bey deinem der Welt zu fliehen. Abendmahl in der Auser3. Selig:::: sind, zc.wählten Zahl ich:::: Laß durch deine Gnad ge- ich mich ewig kan erschehen, daß mir niemals freuen. Del gebricht: Gib, daß meines Glaubens- Licht 415. In eigner Mel. nimmer mög in mir aus- piegel aller Tugend, gehen:,: Lampen meiner feyn geschmücket, durch gend, Meister meiner Gebet und Wachsamkeit, Sinnen, JEsu, der vor al und daß in der Dunckel- len mir vor längst gefallen, heit fie:,::,: fie stets scheint laß dich lieb gewinnen. und Helle blicket. 2. Laß mich in den Ar4. Selig:,::,: find, 2c. men deiner Lieb' erwarLaß den Schlafnicht über- men, laß mich dich genies Ji 3 fen, 502 Von der geistlichen Vermählung. sen, und in deinem Lichte, fürcht ich keine Noth und schönstes Angesichte, deine Pein: Wer ihn liebet, wer Lippen küssen. ihn kennet, wer weiß, wie 3. Trage deine Flam- sein Herße brennet, der men in mein Hertz zusam- kan niemals traurig seyn. men, daß es sich entzünde, 2. Wo ich size, wo ic und in heiffer Liebe durchstehe, wo ich liege, wo ich des Geistes Triebe sich mit gehe, weicht mein JEsus dir verbinde. nicht von mir. Er ist mir 4. Zähle meine Thrá- stets an der Seiten, will nen und mein kläglig mich überall begleiten: Sehnen, wäge meine Jch bin seine Lust und Schmerzen, die ichumdich Zier. leide, JEsu, meine Freude! 3. Er hat mich zur innerlich im Herzen. Braut erforen, eh ich sob 5. Komm, erzeig dichte seyn verloren, müst milde deinem Ebenbilde: vergehn die ganze Welt. Denn ich kan nicht leben, Ach! was soll mich denn in des Leibes Hole, wo du betrüben? da mich der so meiner Seele dich nicht hoch thut lieben, der ja willt ergeben. alles trägt und hält. 6. Drum so laß mich 4. Er hat sich mit mit werden deine Braut auf verbunden, nichtes, nich Erden, daß ich kan mit tes wird gefunden, das ihn Freuden meine Zeit vol- von mir trennen thut; er lenden, und in deinen mein Braut'gam und Händen aus der Welt mein König, achtet sonsten verscheiden, alles wenig; ich bin ihm 416. Mel. Uch was soll ich sein liebstes Gut. Sünder machen. 5. Darum frölich im Weil ich meinem JE- merfrölich, weil ich bin in sum habe, und an JEsu selig, ich bin sein und seiner Brust mich labe, Er ist mein! singen sprin Von der geistlichen Vermdblung. 503 gen, jubiliren, und in JE- spis und Rubin, die Flamſu triumphiren, soll nur me deiner Liebe: und ermein Geschäfte seyn. freu mich, daß ich doch 417. Mel. O JEfu, JEsu, bleib an deinem ausers GOttes Sohn. wählten Leib ein' lebendiWie schön leuchrt uns ge Ribbe, nach dir ist mir, der Morgen- Stern, Gratiosa Coli Rosa, voll Gnad und Wahrheit kranckund glimmend mein von den HErrn, die füffe Hertz, durch Liebe verWurzel Jeffe; du Sohn wundet. Davids, aus Jacobs 4. BonGOtt kommt mir Stamm, mein König und ein Freuden- Schein, wenn mein Bräutigam, hast du mit deinen Neugelein mir mein Herz besessen, mich freundlich thust anlieblich, freundlich, schön blicken. OHErr JEsu, und herrlich, groß und ehr- mein trautes Gut! Dein lich, reich von Gaben; Wort, deinGeist, deinLeib hoch und sehr prächtig er- und Blut mich innerlich haben. erquicken. Nimm mich 2. En, mein' Perte, du freundlich in dein' Arme, werthe Kron, wahr'r/ daß ich warme werd von GOttes und Marien Gnaden: Auf dein Wort Sohn, ein hochgeborner komm ich geladen. König! Mein Herz heißt 5. HErr GOtt Vater, dich ein Lilium: Dein füffes mein starcker Held! du hast Evangelium ist lauter mich ewig von der Welt in Milch und Honig. Endeinem Sohn geliebet; mein Blümlein! Hosian- Dein Sohn hat mich ihm na, himmlisch Manna, selbstvertraut! Er ist mein das wir efsen, deiner kan Schaß, ich bin sein Braut, ich nicht vergessen. sehr hoch in ihm erfreuet. 3.Geuß sehr tief in mein Eya, eya, himmlisch) LeHerz hinein, du heller Ja- ben wird er geben mir dort Ji 4 oben. 504 Von der geistlichen Vermählung. oben. Ewig soll mein deine Macht aus deines Herß ihn loben. grossen Baters Kraft, wie 6. 3wingt die Saiten in ein Held angenommen. Cithara, und laßt die füffe 2. Als Hoherpriester Musica gang freudenreich stirbest du, als König haft erschallen, daß ich möge du wieder verlassen deine mit JEsulein, dem wun Todes- Ruh, und mit dir der schönen Braut'gam deine Glieder der Höll mein, in steter Liebe wal- entführt: Haft deinen len. Springet, finget, ju- Lauf, nach ausgestandner biliret, triumphiret, dan- Creußzes- Tauf, zum Ba de dem HErren! Groß ist ter fortgeseßzet. der König der Ehren. 3. Derselbe hat dich, sei 7. Wie bin ich doch sonen Sohn, gefeßt zu seiner herzlich froh, daß mein Rechten, daß du auf dei Schatz ist das A und O, nem Ehren Thron für der Anfang und das En- deine Braut folt fechten, de. Er wird mich noch zujund ihrer Feinde List und seinem Preis, aufnehmen Werd durch deine grosse indas Paradeis, des klopf Löwen- Starck zu Spott ich in die Hände. Amen und Schanden machen. Amen, komm du schöne 4. Sohatdurchs Todes Freuden- Krone, bleib Leiden dich mit Preis und nicht lange, deiner wart Schmuck gekrönet, o ich mit Berlangen. GOtt, dein GOtt, und 418. Mel. Es ist das Seil unsivunderlich den Stein, so kommen ber. da verhönet, zum Eckstein Licht vom Licht, oBaseiner Kirch erwählt, zum ter- Glank, o Wahr- Ehren- Haupt, das da beheit und das Leben, der dusseelt die Glieder seines LeialsGOtt und Mensch, dich bes. = gang zum Opfer hingege- 5. Er hat dir alles un ben für uns, und daraufsterthan, und dir das Reich beschie Von der geistlichen Vermählung. 505 beschieden, doch diesesnie- Sünd- und Schwachmand leugnen kan, daß heits- Windeln. wir, so da hienieden, dein 9. Wir sind zwar selig Neich und deine Herrlich und von dir inwendig keit nicht recht erkennen, schön geschmücket, doch bis zur Zeit der siebenden sind wir uns verborgen Posaunen. schier; weil uns noch tåg6. Da wird das Leben, lich drücket Bersuchung, das noch jetzt in GOtt fehr Schwachheit, Furcht und tief verborgen, ausbre- Noth, und dieser Leib zu chen, wie ein heller Blitz, Staub und Koth noch der= wenn jener lieber Mor- maleinst muß werden. gen, nach vorgegangnem 10. Ich selbst fag oft mit Abend- Licht, wird seyn, jiener Braut, die du doch und jener Bösewicht zum dir ernennet: Ich bin sehr Abgrund starck versiegelt. schwarz, auf mich nicht 7. So gehts auch uns, schaut, die Sonn hat mich die wir erbaut aus deinem verbrennet. Mein Jacob Fleisch und Beinen, die du und Immanuel, ich bin dir als ein Weib vertraut, Lea und nicht Rahel, wie und die du als die Deinen, soll ichs dir verhelen. alleine kennest, und in 11. Bielweniger will dir, o unbefleckte GOttes mich die Welt erkennen Zier! gezeichnet und ge- und groß achten, weil ich schrieben. mich schám nach Ehr und 8. Wir sind in deinen Geld. und ihrer Lust zu Tod getauft, und samt dir trachten, nenn ich in Des auch begraben, da hast du muth mich dein Kind, so uns, die du erkauft, mit wird sie rasend, toll und Licht, mit Heil und Ga- blind, wie Caiphas der ben, mit Ehr und Herr- Heuchler. lichkeit erfüllt, doch ist dis 12. Also bin ich, HErr alles noch umhüllt mit JEfu Christ, mit dir in GOtt Ji 5 Von der geistlichen Vermählung. GOttverborgen, so lange, dir ins Paradies wirst bis du kommen wirst, und führen. 505 vollend von den Sorgen 419. mel. Ach wie nichtig, dein Zion, die gelieb ach wie flüchtig. te Braut, darauf dein Wol recht wichtig und erlösen und befreyen. Christen Leben: Obgleich 13. Denn will ich dir, o Zeit und Welt vergehet, GOttes- Lam, mit Pracht alles Oberst unten stehet, entgegen gehen, wie eine lebt doch unser Leben, sehet! Braut dem Bräutigam, 2. Wol recht wichtig und dir zur rechten ste- und recht tüchtig sind der hen, da soll dein Esther Christen Tage, laß den Lefrey von dir am gläsern/ bens Lauf zerrinnen: Meere für und für aufih- wenn die Sinnen nicht rer Harfe ſpielen. mehr sinnen, fahren wir 14. Hierist des Königs mit Freud von hinnen. Tochter zwar inwendig 3. Wol recht wichtig schön gezieret; dort aber und recht tüchtig ist der wird sie ganz und gar aus- ChristenFreude, wenn sich wendig seyn poliret mit wechseln Freud in Leiden, schön gesticktem Kleider- Licht in Dunckel, Fried in Schein, es wird kein Fleck Streiten, bleiben unsre noch Mackelseyn an ihrem Frólichkeiten. Flaren Leibe. 4. Wol recht wichtig 15. Ach! drum brich und recht tuchtig ist der auf, mein liebstes Heil, da- Christen Schöne, nur der mit ich dich bald sehe, Seelen Glang bestehet, wenn ich dereinst in mei- da, sobald ein Lüftgen we nem Theil mit Daniel het, aller Pracht der Welt aufstehe. Hier bleib ich vergehet. doch verborgen mir und 5. Wol recht wichtig andern, bis du mich zu und recht tüchtig ist der Chri 507 Von der geistlichen Vermählung. Christen Starcke, Wun- in JEfu, feiner Sonnen, der! Schlacht- Schaaf, die mehr als alle Welt erronals Riesen siegen, wenn nen. wir sterbend müssen Opf- 10. Wol recht wichtig fer- Blut und Geist aus- und recht tüchtig sind der gieffen. Christen Schäße, wenn 6. Wol recht wichtig hier Glut und Flut ent und recht tüchtig ist dersstehen, Erd und Himmel Christen Glücke, unser untergehen, wird man GOtt und Heil bestehet, unsern Reichthum sehen. da der Welt Glück schnell 11. Wol recht wichtig vergehet, wie sich eine Ku- und recht tüchtig ist der gel drehet. Christen Herrschen, hier 7. Wol recht wichtig als schnödes Fegfal lieund recht tüchtig ist der gen, dorten über alles fies Christen Ehre, den diegen, kan das matte Herk Welt jetzt tritt mit Füssen, vergnügen. wird, wenn sie vergehen 12. 23ol recht wichtig müssen, dort die Himmels und recht tüchtig ist der Glorie küssen. Christen Prangen, die 8. Wol recht wichtig wir hier in Schmach geses und recht tüchtig ist der sen, werden alles Leid verChristen Wissen, wennsgessen, dorten prangen die Weisen Witz verlie- unermessen. ren, pflegt uns, ohne Dif 13. Wol recht wichtig curiren, Christi Wort zu und recht tüchtig sind der GOtt zu führen. Christen Sachen. Alles, 9. Wol recht wichtig alles, was wir sehen, das und recht tüchtig ist der muß fallen und vergehen, Christen Tichten, der die wer GOtt fürcht't, bleibt Liebe lieb gewonnen, hat ewig stehen. VIII. Vom Vom Creutz der Christen. VIII. Vom Creuß der Christen. 420. In eigner Mel. GOtt, wenn er mich schon Ich GOTT! erhör mit Creuß und Angſt thut mein und 508 Wehklagen, laß mich in 5. Es hat kein Unglück meiner Noth nicht gar nie so lang gewähret, es verzagen, du weißt mein'n hat doch endlich wieder Schmerß, erkennest mein aufgehöret, beut mir dein' Herß, hast du mirs auf- Hánd, und machs ein End, gelegt, so hilf mirs tra- mein Herz und Sinn gen. sonst nichtes mehr begeh2. Ohn deinen Willen ret: kan mir nichts begegnen, 6. Soll ich noch mehr du kanst verfluchen und um deinet willen leiden, so auch wieder segnen, bin ich steh mir, HErr, mit deiner dein Kind, und habs ver- Kraft zur Seiten, fein rit dient, gib warmen Son- terlich, beständiglich, hilf nen- Schein nach trüben mir mein' Widersacher all Negen. bestreiten. 3. Pflank nur Geduld 7. Daß ich durch deinen durch deinen Geist ins Geist mög überwinden, Herße, und hilf, daß ich es und mich allzeit in deinem acht fürkeinemScherze zu Haus laß finden, zum deiner Zeit wend ab mein Preis und Danck mit Leid: Durch Marck und Lob- Gesang, mit dir thu Bein dringt mir der groffe ich aus Liebe mich verbinSchmerze. den. 4. Ich weiß, du hast noch 8. Daß wir in Ewigkeit meiner nicht vergessen, bleiben zusammen, und daß ich vor Leid mir solt ich allzeit dein'n ausermein Herz abfreffen, mit- wählten Namen preif ten in Roth denck ich an herßiglich, das birt ich dich Vom Creus der Chriffen. 509 und sing von meines Her- list mir der Name dein! es Bens- Grunde, Amen. kan kein trauren seyn so 421. 7. Vater unser im Zim. schwer, dein süsser Nam Ach GOTT! wie man- erfreut vielmehr: Kein ches Herkeleid begeg- Elend mag so bitter seyn, net mir zu dieser Zeit, der dein füsser Nam es linschmale Weg ist Tribsals- dert fein. voll, den ich zum Himmel 5. Ob mir gleich Leib wandern soll: Wie schwer- und Seel verschmacht't: lich läßt sich Fleisch und Sogib, o HErr! daß ichs Blut zwingen zu den ei- nicht acht: Wenn ich dich gen Gut. hab, so hab ich wol, was 2. Wo soll ich mich denn mich ewig erfreuen ſol. wenden hin? Zudir, HErr Dein bin ich ja mit Leib JEsu steht mein Sinn, und Seel, was kan mir ben dir mein Herz Trost, thun Sünd, Tod und Hilf und Rath allzeit ge- Höll? wiß gefunden hat: Nie 6. Kein besser Treuauf mand jemals verlassen ist, Erden ist, denn nur bey der getraut hat auf JE- dir HErr JEfu Chrift! sum Christ. Ich weiß, daß du mich 3. Du bist der rechte nicht verläßt, dein' Zusag Wunder- Mann, das zeigt bleibt mir ewig, vest, Du dein Amt und dein Person, bist mein rechter treuer welch Wunder- Ding hat Hirt, der mich ewig behitman erfahrn, dadu, mein ten wird. GOtt, bist Mensch ge- 7. JEfsu, mein' Freud, bohrn! und führest uns mein' Ehr und Ruhm, durch deinem Tod gang mein'sHerzens Schatzund wunderlich aus aller mein Reichthum, ich kans Noth. doch ja nicht zeigenan, wie 4. JEsu, mein HErr hoch dein Nam erfreuen und GOtt allein, wie süßkan, wer Glaub und Lieb int 510 Dom Creutz der Chriffen. im Herzen hat, der wirds Besten allezeit; hilf mir erfahren in der That. mein Sach recht greiffen 8. Drum hab ichs oft an, daß ich mein'n Lauf und viel geredt, wenn ich vollenden kan. an dir nicht Freude hätt: 12. Hilf mir auch zwin So wolt ich den Tod wün- gen Fleisch und Blut, vor schen her, ja, daß ich nie SündundSchandenmich geboren war. Dennwer behüt; Erhalt mein Herh dich nicht im Herßen hat, im Glauben rein, so leb der ist fürwahr lebendig und sterb ich dir allein, todt. JEfu, mein Trost, hör 9. JEsu, du edler Braut- mein Begier: o mein gam wehrt, mein' höchste Heiland! war ich bey dir. Zierd auf dieser Erd, an dir 422. Mel. O JEsu Christ, du allein ich mich ergöß, weit höchstes Gut. über alle güldne Schätz.ch HENR! wie lange ich nur gedenck an wilt du mein so dich, all mein Gemüth er- und gar vergessen, wie lan freuet sich. ge soll der Sorgen- Stein 10. Wenn ich mein Hof mich und mein Herzepref nung stell zu dir, so fühlsen? Wie lange soll dein ich Freud und Trost in mir, Angesicht sich von mir wenn ich in Nöthen bet wenden, wilt du nicht dich und sing, so wird mein meiner mehr erbarmen? Her recht guter Ding. 2. Wie lange soll ich ar Dein Geist bezeugt, daß mes Kind der Seelen Ruh folches frey des ewgen Le- entbehren? Wie lange soll bens Borschmack sey. der Sturm und Wind, der II. Drum will ich, weil Hertzens- Ungst noch wähich lebe noch, das Creußren? Wie lange soll mein dir willig tragen nach: stotzer Feind, ders niemein GOTT mach mich mals gut, stets böse meynt, dazu bereit, es dient zum sich über mich erheben? 3. Ach Dom Creutz der Christen. 538 3. Ach! schaue doch, mein Mein Herße freut sich, GOtt und Hort, von dei- wenns bedenckt, wie gern ner heilgen Hütte, und du stets dein Heil gehöre meine Klage- Wort, schenckt dem, der sich dir und hochbetrübte Bitte, vertrauet. gib meinen Augen Kraft 7.Das thu ich, HErr, und Macht, und laß des ich traue dir, du bist mein Todes finstre Nacht mich ein ge Freude, bewahrest nicht so bald befallen. mich, thust wohl an mir 4. Sonst würde meiner und führst mich aus dem Feinde Münd des Ruhms Leide! Dafür will ich kein Ende machen, sie mein Lebenlang dir manwürden mein, als der zuschen schönen Lobgesang Grund und Boden gan- zum Danck und Opffer gen, lachen! Da liegt der bringen. wurden fie mit Freud 423. Mr. Serr, traf mich herpralen, der uns jeder nicht in deinem Zorn. treuer GOtt, barmzeit ſo viel zu ſchaffen Aherzigs Hert! des Güte machte. 5. Ich kenne sie, und sich nicht endet, ich weiß, weiß gar wol, was sie im daß mir dis Creuß und Schilde führen: ShrHerz Schmerß dein' Hand hat ist aller Bosheit voll, läßt zugesendet, ja, HErr, ich sich nichts Guts regieren: weiß, daß diese Last du mir Du aber bist der Fromme aus Lieb ertheilet hast, und Mann, HErr meinGOtt, gar aus keinem Haffe. der nicht laffen kan die, so sich zu dir halten. 2. Denn das ist allzeit dein Gebrauch, wer Kind 6. Des tröst ich mich, ist, muß was leiden, und und hoffe drauf, du wirst wen du liebst, den stäupst mir auch fromm bleiben, du auch, schickst Trauren und aller bösen Tücke Lauf für die Freuden, führst mus gewaltig hintertreiben. zur Höllen, thust uns weh, und 512 Dom Creug der Christen. und führst uns wieder in 6. Ach lieber Bater! wie die Höh, und so geht eins so schwer ists der Berums andre. nunft zu glauben, daßdu 3. Du führst ja wol denselben, den du sehr recht wunderlich die, so schlägst, solltest günstig dein Herz ergößen: Was bleiben; Wie macht doch leben soll, muß erstlich sich Creutz so lange Zeit, wie ins Todes Hote seßen, schwerlich will sich Lieb was steigen soll zur Ehr und Leid zusammen lassen empor, liegt auf der Erd, reimen. und muß sich vor im Koth und Staube wälzen. 7. Was ich nicht kan, das gib du mir, o höchstes 4. Das hat, HERN, Gut der Frommen, gib, dein geliebter Sohn selbst daß mir nicht des Glauwol erfahrn auf Erden: bens Zier durch Trubsal Denn eh er kam zum Eh- werd entnommen: Erhal ren- Thron, must er ge- te mich, o starcker Hort! Freußigt werden. Er bevest'ge mich in deinem ging durch Trübfal, Angst Wort, behüte mich vor und Noth, ja durch den Murren. herben bittern Tod 8. Bin ich ja schwach, drang er zur Himmels- laß deine Treu mir an die Freude. Seite treten, hilf, daß ich 5. Hat nun dein Sohn, unverdroffen sen zum Ruf der fromm und recht, solfen, Seufßen, Beten. So willig fich ergeben, was lang ein Herge hofft und will ich armer Sünden- glaubt, und im Gebet be Knecht dir viel zuwiderständig bleibt, so lang ists sterben? Er ist der Spie- unbezwungen. gel der Geduld, und wer 9. Greif mich auch nicht sich sehnt nach seiner zu heftig an, damit ich Huld, der muß ihn ähn- nicht vergehe, du weist wol lich werden. was ich tragen kan, wie's um Vom Creus der Chriften. 513 um mein Leben stehe, ich in Sturm und Ungebin ja weder Stahl noch witter. Stein, wie balde geht ein 13. Und weil ich ja nach Wind herein, so fall ich deinem Rath hie soll ein hin und sterbe. wenig leiden, so laß mich 10. Ach JEsu! der du auch in deiner Gnad, als worden bist mein Heil, wie ein Schäflein weiden, mit deinem Blute, du daß ich im Glauben die weist gar wol, was Creu- Geduld, und durch Geduld Be ist, und wie dem sey zu die edle Huld, nach harter Muthe, den Creuß und Prob erhalte. grosses Unglück plagt; 14.OHeilger Geist, du drum wirst du, was mein Freuden- Del, das GOtt Herke klagt, gar gern zuvom Himmel schicket, erHerhen fassen. freue mich, gib meiner 11. Ich weiß, du wirst Seel, was Marck, und in deinem Sinn mit mir Bein erquicket, du bist der Mitleiden haben, und Geist der Herrlichkeit, mich, wie ich jest dürftig weißt, was für Gnade, bin, mit Gnad und Hülfe Trost und Freud mein in laben. Ach stärde meine dem Himmel warte. schwache Hand, ach heil, 15. Ach! laß mich schaus und bring in bessernen, wie so schön und liebStand das Straucheln lich sey das Leben, das des meiner Füsse. nen, die durch Trubsal 12. Sprich meiner Seel gehn, du dermaleins wirst ein Herße zu, und tröste geben! Ein Leben, gegen mich aufs Beste, denn du welchem hier die ganze bistja der Müden Ruh, der Welt mit ihrer Zier durchSchwachen Thurm und aus nicht zu vergleichen. Beste, ein Schatten vor 16.Daselbst wirst du in der Sonnen Hiß, ein ewgerLust, aufs süß'stemit Hütte, da ich sicher sig mir handeln, mein Creuß, RE das 514 Vom Creug der Christen. das dir und mir bewust, in 3. Wie manchmal hat Freud und Ehr verwan- orin Fuß gegleitet, wie oft dein, da wird mein Wei- hat die verwegne Hand nen lauter Wein, mein sich zum verbotnen Zwed Aechßen lauter Jauchßen gewandt? wie oft hat did seyn, daß glaub ich, hilfdein Aug' verleitet; was mir, Amen. Satans Erb- Gift ange haucht, das hast du viel mals mit gebraucht aus des 424. In eigner Mel. ner Seelen, du wüstes Geistes Schrancken durch Nest, was suchst du doch deinen Trieb oft müssen in dem dir aufgelegten wanden. Joch, dich selber mit Ver- 4. Drum leide, was druß zu quälen? Dein GOTT aufgeleget, er Haupt und Heiland lei- meynt es mit dir herzlich det Pein, und dil, du wilt gut, du kennst ja seinen befreyet seyn? Sich dei- Bater- Muth, damit e nes Herrscherstiefe Wun- deine Schwachheit tråget den, die dich zu gleichem Dis Joch, die Last, die Bund verbunden. Bird und Pein, laß di 2. Zwar du wirst recht ein sichres Merckmah mit Creuß gekrönet: Er seyn, daß, wer nicht hier leidet sonder Recht und auf Rofen gehet, bey sei Fug, Für deine Bosheit nem GOTT in Gnaden Troß und Trug, der dich stehet. mit deinem GOtt versöh- 5. Laß denn das Herr net: Du hasts verbrochen, des Abgrunds brummen, hafts verfehn, er will für die theure Schuld, die ho dich zur Marter gehn: Dushe Post, die mehr als alle haft die Straf und Tod Schätze koft't, die unbe verschuldet, er hardis all's greiflich schwere Sum für dich erduldet. men, die Satan auf un búr Dom Creutz der Christen. 515. burden kan, die hat mein Rath auf dich schlug, zu JEfus abgethan: Hat meinem Heil und Trost mich von Sünden frey ge- geniessen! Laß, HErr! das zählet, und ewig sich mit Gut, das du erwarbst, als mir vermählet. du für mich am Holße 6.O süsses Joch, o sanf- starbst, mich, deinem te Bürde! o vortheilhafte Knecht, dein Kind ererCreußes- Laft! die du mir ben, so werd ich in dir se das erworben haft, daß ich lig sterben. mit GOtt vereinigt wür- 425. Mel. un kommt der de! Wie leicht ist, was Beiden eiland. GOTT aufgelegt, weil us der Tiefen rufe ich Chriſtus zu trägt, weil GOttes Kind mich: Deine Ohren gnáfelbst seinen Rücken will dig leih, merck die flehend unter meine Bürde bit- Stimm dabey. den. 2: Aus der Tiefen rufe 7. Tilg, ach HErr JEsu! ich, Sünden gehen über mein Gebrechen, lösch un- mich; wilt du rechten, fers GOttes Eifer- Glut, HErr, mit mir, so besteh womir mein Lafter Scha- ich nicht vor dir. dea thut, laß für mich, 3. Aus der Tiefen rufe HErr, dein Leiden spre ich, will denn niemand chen: DámpfalleBosheit, hören mich? Ach so höre, alle Schuld! Gib Trostim JEsu, mein; du wirst ja Leiden, gib Geduld; lehr der Helfer seyn. mich, daß deine Bater- 4. Aus der Tiefen rufe Ruthe komm' meinem ar- lich, ach! schon lang, erbärmen Geist zu Gute. miglich, Creuß und Leiden 8.Laß mich dein Leiden, halten an, JEsus mich ers dein Verdriessen, was retten fan. HErr! dein' Lieb für mich 5. Aus der Tiefen rufe ertrug, als GOttes Zorn- ich, warum, JEfu, läß'sidu KF 2 mich? 516 Dom Crenz der Christen. mich? ich harr', warte, Weg und Sachen: Er seufße Ach! bis zur an- weiß zu geben Rath und dern Morgen- Wach. That, kan alles richtig ma6. Aus der Tiefen rufe chen, wirf aufihn hin, was ich! JEsus Gnade tröstet dir im Sinn liegt, und mich: Ob es mir gleich ge- dein Herz betrübet: Er het hart, ich doch der Er ist dein Hirt, der wissen lösung wart. wird zu schüßzen, was er 7. Aus der Tiefen rufe liebet. ich, JEsus wird erlösen 3. Der fromme Bater mich: JEsus machet, daß wird sein Kind in seine ich rein werd von allen Arme faffen, und die ge Sünden mein. recht und gläubig sind, 8. Nunmehr hab ich nicht stets inunruh laffen? ausgeruft: JEsus kommt Drum lieben Leut, hofft und machet Luft, Seele, allezeit auf den, der völlig schwing dich in die Höh, labet; dem schüttet aus, sage zu der Welt: Ade! was ihr im Haus und auf 426. M. Durch Adams Fall dem Herhen habet. ist gang verderbt. 4. Ach füffer Hort! wie Barmherk'ger Bater, tröstlich klingt, was du höchster GOtt, ge- versprichst den Frommen; denck an deine Worte! Du Jch will, wenn Trübfal sprichst: Ruf mich an in einherdringt, ihm selbst zu der Noth, und klopf an Hülfe kommen: Er liebet meine Pforte: so will ich mich, drum will auch ich die Errettung hier nach ihn lieben und beschüßzen. deinem Wunscherweisen, Er soll bey mir im Schoof daß det mit Mund und se hier, frey aller Sorgen Herzensgrund in Freuden sigen. mich folt preisen. 5. Der HErr ist allen 2. Befiehldem HErren denen nah, die sich zu ihme früh und spat all deine finden; wenn sie ihn rufen. steht Dom Creag der' Chriften. 517 steht er da, hilft frölich die zerbrochnes Herzens überwinden all'Angst und seynd, die sollen wieder Weh, hebt in die Höh, die lachen. Wer fromm will schon darnieder liegen; seyn, muß in der Pein und Er macht und schaft, daß Jammer- Strassen walfie viel Kraft und grosse len: Doch steht ihm bey Starcke kriegen. des Höchsten Treu, und 6. Fürwahr, wer mei- hilft ihm aus dem allen. nen Namen ehrt, spricht 9. Ich habe dich ein'nAuChristus, und vest glau- genblick, o liebes Kind! bet, des Bitte wird von verlassen: Sich aber, sieh GOTT erhört, sein Her- mit grossem Glück und Bens- Wunsch bekleibet. Trost ohn alle Massen, Go tret heran ein jeder- will ich dir schon die Freumann: Wer bittet, wird den- Kron aufseßen und empfangen, und wer daverehren, dein kurzes Leid sucht, der wird die Frucht soll sich in Freud und ew'mit grossem Nuß erlan- ges Heil verkehren. gen. 10. Ach lieber GOtt! ach 7. Hort, was dort jener Bater- Herk! mein Trost Richter sagt: Ich muß die von so viel Jahren, wie Wittwe hören, dieweil läßt du mich so manchen fie mich so treibt und Schmerz und grosse Angst plagt? solt denn GOTT erfahren! mein Herze sich nicht kehren zu seiner schmacht, mein Auge Schaar, die hier und dar wacht, und weint sich ben Nacht und Tage kranck und trübe, mein fahreyen? ich sag und halt, Angesicht verliert sein er wird sie bald aus aller Licht vom Seufßen, das Angst befreyen. ich übe. 8. Wenn der Gerecht' in 11. Ach HErr! wie lange Nothen weint, will GOttwilt du mein so ganz und ihn frölich machen, und gar vergessen? Wie lange KF 3 foll 518 Don Creug der Christen. foll ich traurig seyn, und in deinem Sinne, darum mein Leid in mich fressen! wenn ich ja kämpfen soll, Wie lang ergrimmt dein so gib, daß ich gewinne; Herß, und nimmt deinleg auf die Last, die du Antliß meiner Seelen? mir hast beschlossen aufzuWie lange soll ich Sorgen- legen; Leg auf, doch daß voll mein Herz im Leibe auch nicht das Maaß sey quälen? über mein Bermögen. 12. Wilt du verstossen 15. Du bist ja ungebundewiglich, und kein Guts ner Kraft, ein Held, der mehr erzeigen? Soll dein alles stürzet; du haft ein Wort und Verheissung Hand, die alles schaft, die sich nun gang zu Grun ist noch unverkürzet, de neigen? Zurnst du so HErr Zebaoth wirst du, sehr, daßdu nicht mehrdein mein GOTT! genennt, Heil magst zu mir senden? zu deinen Ehren, bist groß doch HERR, ich will dir von Nath, und deiner halten still, dein'Hand kan That kan keine Starcke alles wenden. wehren. 13. Nach dir, oHERR, 16. Du bist der Tröster verlanget mich im Jam- Israel, und Retter aus mer dieser Erden: Mein Trubsalen; wie kommts GOTT, ich harr, und denn, daß du meine Seel hoff auf dich, laß nicht zuljetzt fincken låst undfallen? schanden werden, HErr, Dustellst und hast dich als deinen Freund, daß ein Gast, der fremd ist in nicht mein Feind sich dem Lande, und wie ein freu und jubilire. Gib Held, dems Hertz entfällt mir vielmehr, daß ich mit Schimpf und grosser mit Ehr erhoben, trium- Schande. phire. 17. Nein, HErr, ein sol 14. Ach HErr! du bist cher bist du nicht, des ist und bleibst auchwol getreu mein Herz gegründet: Du stehest Com Trent der Christen. 519 stehest fest, der du deinlicht ben. Damit das Herz hier ben uns angezündt, vom Unflat werde rein, ja hier hältst du, HENN, führt er hinein. deine Ruh bey uns, die 3. Er meynt es wohl, nach dir heiffen, und bist nicht, daß man fallen soll, bereit zur rechter Zeit uns wenn dem Gefühl er seine aus der Noth zu reissen. Hand entziehet, nur die 18 Nun HErr, nachal- Vernunft ist blind: Der ler dieser Zahl der jetzt er- Glaube fiehet, und kehret zählten Worten, Hilf mir, sich zu GOtt, als seinem der ich so manches mal pol, er mennt es wohl. geklopft an deine Pfor 4. Die Höllen- Pfort ist ten: Hilf, Helfer! mir, oft der distre Ort, in welso will ich hier die Freuden- chem man gedencket zu Opferbringen, auch nach- versincken: Bald stillt der mals dort dir fort und HErr den Sturm mit eifort im Himmel herrlich nem Wincken, und es verfingen. schwindet auf ein ein'ges 427.17. ur frisch binein, es Wort die Höllen- Pfort. wird so tiefzc. 5. Die Todten Zahl fieht Er führt hinein, er muß man ein andermal in eiauch Helfer seyn, der nem Blick schon vor und treue GOtt, der sich nicht um sich schweben, und eh kan verleugnen: Kein Un- mans hoft, gibt GOtt ein fall darf sich ohne ihn erneues Leben, daß man sich eignen. Er, Er verfügts ficht entfernt vom finstern Er thut es ganz allein, Er Thal der Todten- Zahl. führt hinein. n306 6. Der HErr erhält den 2. Führt Er hinein, so weitenCreis der Welt, den kanst du freudig seyn, Er Erden- Ball hat er hinhat ja nicht Gefallen am ein gefeßet; durch seinen Verderben, kein Sünder Schutz bleibt alles unversoll in seinen Sünden ster- leget. Drum ist gewiß, KE 4 daß 320 Vom Creug der Criften. daß keiner gånglich fällt, Thun vergnügen; daß den er erhält. unsrer Seel alsdann so 7. Die Bitterkeit, die wohl geschicht, das folget man empfindet heut, kan nicht. morgen schon dem Geist 11.Es ist Betrug, wenn wie Honig schmecken. Und man den ersten Flug, wofolt er auch noch länger mit die Seel sich lieblich sich verstecken, so bleibts aufwvårts schwinget,( eh doch wahr: Es weichet noch das Herz des Creumit der Zeit die Bitter- ges Dorn durchdringet,) Feit. erkennen will für Chri8. Dis mercke auch, was stenthums genug, das ist dir der Schlangen Hauch Betrug. in Adam schon als Gift 12. Vor Sicherheit ver hat eingeblasen, versucht wahrt der saure Streit, in dir nunmehr sein letztes den man in sich mit Fleisch Rasen. Wo Feur entsteht, und Blut muß führen, da findet sich auch Nauch, wenn sich nunmehr die dis mercke auch. bösen Lüste rühren. Der 9. So lang' dis Gift Streit verwahrt( o groffe kein Gegen- Gift antrift, Seligkeit!) vor Sicherpflegt es gar still und un- heit. vermerckt zu tödten: wenn 13. Man lernt dabey, aber nun es selber kommt was für ein Held man sey, in Nöthen, nachdem das ob man nicht vor den Wort den Buß- Kampf Kampf Triumph gesunangestift't, da braus't dis gen, und mit der Zungen Gift. nur voraus gesprungen 10. Es folgetnicht, daß Auch wie man muß im uns da nichts gebricht, Leiden seyn getreu, lernt wenn wir fein sanft auf man dabey. unsern Hefen liegen, daß 14. Ist uns denngut der wir uns ſelbst an unserm Streit mit Fleisch und Blut; Vom Creug der Christen. $ 21 Blut; so müssen auch diel 18.Drum frisch hinein, Kräfte in den Lüften uns lern nur geduldig seyn, o nützlich seyn, anstatt uns lieber Christ! laß nichts zu vergiften. Wer nur das Zielverrücken, sen stets in GOtt durch Glauben getrost, es muß dir endlich stárckt den Muth, dem ist glücken: Das rothe Meer es gut. wird lauter Zucker- Wein: 15. Und wenn die Welt Nur frisch hinein. uns grimmig überfällt, 19. Den Lobgesang mit und mit Verfolgung uns füssem Freuden- Klang eilt will unterdrücken, jawenn Moses schon am Ufer vorfie gar uns lockt mit Hu- zusingen; sieh Mirjam ren- Blicken; besieget doch, dort am Neihen frölich wer sich zu JEsu hält, springen. So folget dir leicht auch die Welt. auf deinen Creuzes16. Mit einem Wort: Gang der Lobgesang. Es soll die Höllen- Pfort 20. Der Jubel- Schall samt aller Macht und Li- gibt einen Gegen- Hall, stigkeit der Feinde, nichts von oben her, von der verschaden dem, der JEsum klärten Chören: man kan hat zum Freunde. Denn im Geist die Engel- StimJEsus ist der Seelen Fels men hören. Sie ruffen und Hort, mit einem laut; es tonet überall der Wort. Jubel- Schall. 17. Mit leiden muß, wer 21. Preis, Lob und Ehr dort den Friedens- Kuß bringt unserm JEfu her, aufseinem Thron von Ih- der durch das Creuß in me will erlangen: Wer diese Freude führet, das Kronen sucht, muß vor mit Haupt mit Gold, die Hand Dornen prangen, dieweit mit Palmen zieret. Er ein Christ, nach ewig ve- bleibt erhöht, bringt ihm stem Schluß, mit leidensie mehr und mehr Preis, muß. Lob und Ehr. RE 5 428. 117. 522 Dom Creug der Christen. 418. m. Es kofter viel, ein zc.fer zuvor den schwarzen wird es thun, der Kercker sehen. Eh David fromme, treue GOtt; kommt zu der verheiß'nen er kan ja nicht ohn alle Kronmuß er mit Schmach Maas versuchen, er blei- im Elend umhergehen. bet doch ein Vater in der Hiskia wird erst nach der Noth sein Segens- Mund Sterbens- Noth befreyt wird seinem Kind nichtsvom Tod. fluchen. Ey! höre nurwie 5. Dein JEsus selbst er so freundlich spricht: geht dir zum Beyspiel vor, Berzage nicht er muste ja auf Erden vie 2. Bedencke fein daß du les leiden, eh er sich hub berufen bist, in GOttes zur Herrlichkeit empor, da Reich durch Tribsal ein-/ er nun hat und gibt die zugehen. Du glaubest ja: sewge Freuden; Wer du feyst ein wahrer Christ treulich kampft, bringt so muß man auch von dir auch den guten Lohn zudie Proben sehen. So letzt davon. lang es geht nach deinem 6. Drum hoffe nur aut Fleisch und Blut, stehts den, der Vater heißt, er ist noch nicht gut. dir gut, auch mitten in 3. Du hast genug vom dem Jammer: Dein Christen- Creuß gehört, so Brautg'am steht, wenn hast du auch genug davon dich der Kummer beißt, gesprochen, doch haftet und schaut hinein in deimehr, was die Erfahrung ne Herzens Kammer, da lehrt, drum komm getroft sieht ers wohl, wenn du zum Creuß heran gekro- bist Troftes bloß und chen. Wer dieses faß't Hülfe loß. dem wird zuleht zumTheil 7. Und also bricht das Kraft, Trost und Heil Herß ihm gegen dir, er 4. Eh Jofeph steigt auf spricht: Ich muß mich der Egypter Thron, muß über dich erbarmen du fle bes Dom Creug der Christen. 523 bes Kind, hast niemand und bring mich hiedurch auffer mir, drum halt ich an Port. Ach! ich biete dich in meiner Gute Ar- dir den Rücken, schlag nur men. Sen gutes Muths, zu, ich habs verschuldt: die Hülfes- Stund ist nah, Creuß und Noth find Liedein Trost ist da. bes- Stricke, Zeichen dei8. Dir sey gedanckt, dulner groffen Huld. auserwählter Freund, daß] 2. Ich bin lang von dir du dein Aug so richtest aufgewichen, lang war mir die Deinen, denn wenn das Eitle lieb, doch bist du uns jetzt der argeFriedens- mir nachgeschlichen, weil Feind so hat gefaßt, daß dich deine Liebe trieb. wir verloren scheinen, so Liebe, die dir Hand und stürzest du ihn in der Hdl- Füsse an des Creußes Holt len Schlund zur rechten gespießt: Liebe, die so HoStund. nig- süsse auf die armen 9. Gib, daß auch wir, die Sünder fließt. so du innig liebst, dich mo- 3. Ach! so dencke nicht, gen stets in Lieb und Hoff- wie lange ich dich Brautmung ehren, weil du jagam nicht erkannt, wie nicht von Herzen uns be- sich mich zur alten Schlantrüb'st und unser Leid in ge oft mit Herz und Sinn Freude wilt verkehren.gewandt, sondern denck So sey dir denn Lob, an deine Wunden, die dein Ruhm und Danck ge- heilig Fleisch durchrißt, bracht aus aller Macht! denck an deine Trauer= Stunden, da du Blut für 429. 17. Alle Menschen müß mich geschwitzt. fen sterben. 4. Fege durch die CreuJahre fort mit Liebes- Bes- Ruthe alles aus dem Schlägen, füffer JEsu, Hertzen aus, wasch es denn liebster Hort! Laß sich mit deinem Blute, denn Trubsals Winde regen, mach es zu deinem Haus. Ach! $ 24 Vom Creug der Christen. Ach! eröffne selbst die Thu- nem Herken, bis du dich re, we ß den Sündenstein mir offenbarst: Schendavon: Gib, daß ich dich cke mir des Glaubens Ker drinnen spühre, dugelieb- gen, wie du vormals gnáter GOttes Sohn. dig warst. 5. Wenn du es nun ein 8. Hor, ach hör mein genommen, so laß gar sehnlich Flehen, ach! wie nichts mehr hinein, denn lang verbirgst du dich? hilf ichhab mir vorgenommen, mir kämpfen, widerstedein hinfort allein zu seyn.hen, meine Kraft verlieIch will selbst mich nicht ret sich. Aber du bist in mehr kennen, nicht die den Schwachen mächtig, Welt, nicht Fleisches- Lust: wenn ihr Herz betrübt: Augen- Lust, Stolß, fünd- Drum magst du es mit lich Brennen, sey mir nie- mir machen, JEsu! wie mals mehr bewußt. es dir beliebt. 6. Denn will ich in dei- 430. M. Der lieben Sonnenl nen Armen untermCreußrisch frisch hinnach, mein Geist und Hertz, gar sanfte ruhn: Doch mein Geist und Herß, vertrag auch mit Erbar- auf JEfus Dornen- Wemen, wenn mein Lassengen, bekrieget mich hier oder Thun noch mit Leid und Schmerß, auf Schwachheit sehr befle- Siegen folget Segen. ket, die dir nicht verbor- Nur frölich aufgefaßt die gen ist: Diese aber wird leichte Liebes Last; das bedecket, weil du mein Leiden dieser kurzen Zeit Erlöser bist. ist doch nicht werth der 7. Nun du solt mein in Herrlichkeit. dem Leben, und im Tod 2. Du kennest, liebster auch meine seyn, die mit JEsu, wol der Schultern Leib und Seel ergeben, Stárck, Bermögen, du geh ich in mich selbst hin- weist schon, was ich tragen ein: Dich such ich in mei- foll, und was du solt aufe legen. Vom Creug der Christen. 525 legen. Vegauf, ich haltellen ähnlich werden, eh fie dir, dein Will' gescheh in die Herrlichkeit mit ihrer mir; dein Will', an dem Kron erfreut, und der Gra mein Wollen hangt, das duld die Palmen bringt, nichts, als was du wilt, die sie nach Sieg des Leis verlangt. dens schwingt. 3. Du gingest selbst zu 6. Mein Hertz kan diese Ehren ein, durchSchmerz Leidens- Ehr, o JEsu! fast Gedult und Leiden. Solt nicht fassen. So komm ich nun, JEfu, besser seyn, du liebe Last denn her! und hier in Rosenweiden? wer will sein Wohlfeyn Der Himmels Liljen haffen? Mit JEsu hier Glans wächst aus dem gehöhnt mit JEsu dort Dornen- Krank; dem, der gekrönt, mit JEfu hier den Nock des Creußessans Creuß gedrückt, mit trägt, wird dort der Pur- JESUS- Freude dort pur angelegt. erquickt. = 4. Wo blieb des Her 7. Wolan! so will ich in Bens Garten Pracht Geduld nach deinem Wilwenn Süd und Nord stets ten leiden, der Becher fließt schliefen? Nur das be- von deiner Huld, den du wolckte Wehen macht, daß mir hast bescheiden; im seine Würzetriefen. In- Creuß erblick ich schon die dessen bleibest du doch mei- mir verheißne Kron. Du ne Sonn und Ruh, die leuchtest in Geduld mir mich mit ihrem Licht er- vor, ich folg, es gilt zum gößt, wenn mich des Creu- Sternen- Thor. Res Sturm beneßt. 5. Denn du, mein und leichwie ein Hirsch eilt Schild der Gläubigen auf ei mit Begierzum Was Erden, die deinem Creuß ser, fichzufrischen, so schreyt und Marter- Blid hier sol- mein Seele, GOtt, zu dir, nach 431.Mel. O JEfu Chrift, du böchstes Gut. 526 Vom Creug der Christen. nach GOTT der Seelen wiß, GOTT läßt mich dürftet: Des Lebens nicht, hilft mir mit seinem GÖtt liegt mir im Sinn, Angesicht, des werd ich ach! wenn werd ich kom- ihm noch dancken. men dahin, daß ich sein 5. Ach GOTT! mein' Antlig schaue? Seel ist sehr betrübt, führt 2. Mein täglich' Speiselmanche sehnlich' Klage: Thränen seynd, mein Leiddargegen dis den Trost ich in mich fresse: Wenn mir giebt, du hält'st ich muß hören von dem g'wiß dein' Zusage. Den Feind, GOTT hat mein Berg Zion und Hermogar vergessen. Von sol- nim, da man hört deichem Spott bricht mirnes Wortes Stimm, mein Hertz, drum ichs vor hast du dein'm Volck geGOTT ausschütt mit geben. Schmerß, ihm meine 6. Der Trübsal Flut Noth zu klagen. rauschen daher, ein Leid 3. Wie gerne wolt ich das andre reget: Gleichmit hingehn, zum Hause wie auf ungestümen Meer GOttes wallen: Daßich ein Well die andre schlä möcht bey dem Haufen get. Täglich verspricht stehn, der dich, HERR, GOtt seine Gnad, dafür preis't mit Schallen: Zulob ich ihn früh und spat, dancken in der grossen ruf an GOTT meines G'mein, mit Frolocken Lebens. dem Namen dein, wär 7. Ich sag: Du bist mein meines Herzens Freude. Fels, mein GOtt, warum 4. Was b'trübst du dich haft mein vergessen? Ich doch meine Seel, hast Un- muß mich gråmen fort ruh früh und ſpate? Harr und fort, wenn meine nur auf GOtt, all'm Un- Feind mich pressen: Es gefäll weiß er gar wohl gehet mir durch Mard zu rathen. Ich bins ge- und Bein, daß ich der Fein de Dom Creus der Christen 527 de Spott muß seyn, die mir ster Bräutigam, welcher GOtt's Gnad absagen. sich für uns gegeben, selb8. Was betrübst du dich sten an dem Creußesdoch, meine Seel, hast Un- Stamm.. ruh früh und spate: Harr 5. Und wie ist er doch nur auf GOtt, all'm Un- den Seinen in der Liebe gefäll weißer gar wohl zusbeygethan, wenn sie bittre rathen: Ich bins gewiß, Thránen weinen unter GOtt läßt mich nicht, thut dieser Creußes- Fahn. Hülfe meinem Angesicht, 6. Alle Zeugen und Bedes werd ich ihm noch fenner rühmenjene Fessel dancken. noch, und die Bande 432. M. Alle Menschen mif frommer Männer samt fen flerben. 2 Verse. der Märt'rer Creußess Glück zu, Creuß! von Joch. ganzem Herken, kom 7. Glückzu, Creuß! du du angenehmerGast! dein lieber Bote der zukünftSchmetz macht mir keine gen Herrlichkeit, der Ges Schmerzen, deine Last rechten in dem Tode liebli auch keine Last. che Zufriedenheit. 2. Creußzes- Schmach ist 8. Komm, du Freundin keine Schande, es ist auch aller Frommen! dein Gekein Schimpf dabey, dächtniß ruht in mir, denn die harten Creußes- komm, ich heiß dich ja willBande folgen nicht aufkommen, und umfaß dich Büberey. mit Begier. 3. Sondern sind der 9. Die ans Creuß geWahrheit Zeichen, für die heffte Wahrheit sißt in auch SanctStephanus zu Majestät jesund, und die Jerusalem erbleichen und Liebe herrscht in Klarheit, erbärmlich leiden muß. die zuvor im Leiden stund. 4. Hing doch JEsus 10. Jaim Himmel steht unser Leben, unser schön geschrieben der Bekenner werthe 528 Vom Creur der Christen. werthe Zahl, und derfringen, Kraft und Stär Bräutgam ruft: Ihr Lie- dke, Sieg und Macht. ben, kommt, und halt't das 16. Sehn wir doch den Hochzeit- Mahl. Himmel offen, wenn man II. O! wer will nun uns zur Marterzieht. O! nicht mit Freuden Creuß, erwegt, was da zu hoffen, Verfolgung, Hohn und wo das Auge JEsum sieht. Spott, samt der größten 17. Laßt uns vor die Marter leiden, ja den al- Thore gehen, geht aus dies ler ärgsten Tod: ser Hütten aus! derStern, 12. Jagt die Stimme den uns GOtt läßt sehen, doch des Lieben, und ein führt uns in des Vaters einzig Liebes- Wort, al- Haus. les, was uns kan betrů- 433.M. Alle Menschen müß ben, nebenst aller Schan- fen sterben. 2 Verse. de fort. mit den Deinen, daß 13. Drum so kommt ihr GOTT! so machst du's Creußes- Brüder! folget ich kläglich fragen muß: unserm Bruder nach: Will die Sonnenoch nicht Kommt, und fingt ihm scheinen, nach den trieben neue Lieder mitten in der Thränen- Guß? Todes- Schmach. 2. Ist der Himmeldenn 14. Band und Strie- verschlossen, läßt er kein men sind uns Kronen, un- Gebet mehr ein? folt ich fer Schmuck und Eigen- dennvon Gott verstoffen, thum, und die Kercker sind und er unerbittlich ſeyn? uns Thronen, Schmach 3. Hat die Güte denn Schande unser ein Ende, hat Erbarmen aufgehört? sind die Gna15. Kommet! denn die den reiche Hände nur für Engel bringen, wenn uns mich ganz ausgeleert? gleich die Welt veracht't, 4. Ach! wie lange, HErr, und wir mit dem Tode wie lange muß ich stehen und Ruhm. vor Dom Creus der Chriften. 529 vor der Thür! mir wird lich) verborgen, daß ich die fast um Trost sehr bange, Stunden der Nächte muß der sich sparsam sindt bey warten bis Morgen? Wie mir. hast du doch, Süffester, 5. Herr! du siehest mein mögen annoch bringen die Anliegen, und den Kum- traurigen Sorgen? mer der mich drückt, wie Der Bräutigam. fiche nicht mit mir will fü- 2. Must du denn, Liebs gen, und zu keiner Alen- ste, dich also von Herken drung schickt. betrüben, daß ich ein wes 6. st kein Räumchen nig zu lange bin aussen ge mehr vorhanden, da ich blieben? Weißt du denn endlich los und frey von nicht, wie ich mich habe der Fremden Wohlthat verpflicht't, Liebste, dich Banden, dir nur dienst- ewig zu lieben? und danckbar fey? Die Braut. 7.Doch, ich ehre dein Ge- 3. Meine betrübete Geirichte über meine Sünster, die weinen von Hers den- Schuld, so, daß ich ßen, weilnun die Flamen mich dir verpflichte, still zu und Funcken der brennenhalten mit Geduld. den Kerßen in Liebes8. Was du wilt, soll Glut leider! dein Zürmir gefallen, mich behütenen austhut; soll ich nun schlecht und recht, wo ich dieses verschmerzen? hier soll länger wallen: Bräutigam. HERN! erlöse deinen 4. Ach! du bekümmerte Knecht. Seele, sen frölich von HerBen, stille die traurigen Sorgen und quälende denmächtigen Rönig 2c. Schmerken; keine Sünde Die Braut. flut tilget die feurige 434. 7. Lobe den Serren, Hast du denn, JESU, Glut meiner Lieb- brens gång- nenden Kerzen. SI Braut. $ 30 Vom Creus der Christen. Braut. nicht in ihr höllisches Joch 5. Wilt du mich lassen dich aus den Händen mit in Nöthen, o JEfu! ver- rauben. derben? En, nun so lasse Braut. mich, Süsfer, doch seliglich 9. Hiermit fo will ich ge sterben, auf daß ich kan fegnen die irrdischen Freu dorten die himmlische den, hiemit so will ich vom Bahn endlich aus Gna- zeitlichen Leben abscheiden ererben. den, ewige Luft wird mir dort werden bewust, Brautigam. Bräutigam. 6 Nichte dich, Liebste, wenn mich der Himmel nach meinem Gefallen, wird weiden. und glaube, daß ich dein Seelen Freund immer 10. Herzlich verlangenund ewig verbleibe, der de Seele nach himmli dich ergößt, und in den schen Freuden, ey nun! so Himmel verseßt, aus dem schicke dich selig von hin gemarterten Leibe. nen zu scheiden, tröste dich mein, daß ich dein Hirte Braut. 7. Muß ich in diesem be- will seyn, und dich erquitrübeten zeitlichen Lebenschen und weiden. Braut. gleich in des Todes gefänglichen Schrancken stets II. Ade, o Erde, du schweben, so wird mir dort schönes, doch schnödes JEfus am feligen Ort Gebäude: Ade, o Wol himmlische Freyheit doch lust, du füffe, doch zeitliche geben. Freude. Ade, o Welt! mir es nicht länger gefällt, 8. Traue nur sicher, und darum zu JESU id bleibe beständig im Glau- scheide. Bräutigam. ben, obgleich Tod, Teufel Bräutigam. und Hölle sich brüsten und 12. Ach nun willkomen schnauben, sollten sie doch mein Erbtheil vom Bater geges Dom Creu der Cbriffen. 531 gegeben, erbe die Schakewir denngarzu nichtewerdes Himmels und ewiges den im Zorn, ohnGnaden? Leben, da du mit mir für 5. Sieh an deines Sohdis Welt- Leiden allhiernes Creuß und bitter Leis ewig in Freuden folt den, der uns erlöset hat schweben.. mit seinem Blute eröffnen 435.7. Herzliebster Jefu lassen auch sein Herz und was hast du verbrochen. Seiten, der Welt zu gute. ERR, deinen Zorn 6. Darum, ach Vater! wend ab von uns in laß uns nicht verderben, Gnaden, und laß nicht wi- dein' Gnad und Geist ten deine blut'ge Ruthe, durch Christum wollst uns richt uns nicht fireng nach geben, mach uns zugleich unsern Missethaten, sondes Himmelreiches Ere dern nach Güte. ben, mit dir zu leben. 2. Wenn wo duwoltefi36. Miel. O JEsu Christ, da nach Berdienste firafen, böchftes Gut. deinen Grimm und Hand ertragen? Ausschrey zu dir aus beche must vergehen, was dubetrübter Seele: dein' bast geschaffen, vordeinen Allmacht laß erscheinen Plagen. mir, und mich nicht also 3. Bergib, HErr, gnädig quäle; viel grösser ist die unfre grosse Schulde, laß Angst und Schmer, so über uns das Recht der ansicht und turbirt mein Gnade walten, der du zu Hertz, als daß ichs kan ers schonenpflegst nach grofferzählen. Hulde, uns zu erhalten. 2. HErr JEsu Christ, ere 4. Sind wir doch armebarm dich mein, durch deis Wurmlein, Staub und negroffe Güte: Mit Trost Erden, mit Erb- Günt und Rettung jetzt erfchein Schwachheit, Noth und mein'm traurigen Gemite Tod beladen, warum soll'n the, welchs elendiglich L1 2 wird $ 32 Vom Creus der Chriften. wird geplagt, und so du 6. HErr JEsu Christ, nicht hilfft, gar verzagt, das Elend mein thu gnáweils keinen Trost kan diglich ansehen: Durch finden. die heil'gen fünf Wunden 3. HErr JEsu Christ, dein, hör mein Gebet und groß ist die Noth, darin Flehen, welchs Tag und ich jetzt thu stecken: Ach Nacht mit Angst und hilf, mein allerliebster Schmerz zu dir auflößt, GOTT, schlaf nicht, laß mein traurigs Herz. dich erwecken, niemand ist. Ach! laß dichs doch erder mir helfen kan, kein barmen. Creatur fich mein nimmt 7. HErr JEfu Christ, an: Ich darfs auch nie- wenn es ist Zeit, nach dei mand Flagen. nem Wohlgefallen, hilf 4. HErr JEfu Christ, mir durch dein Barmherdu bist allein mein Hoff- Bigkeit, aus meinen Aengnung und mein Leben. ften allen. Zerstör den Drum will ich in die Hän- Anschlag meiner Feind, de dein mich ganz und gar die, mir zu starck und machergeben: OHERN! laßltig seynd, laß mich nicht meine Zuversicht auf dich unterdrücken. zu Schanden werden 8. HErr JEfu Christ, nicht, sonst bin ich ganglich weiß kein'n Nath, dis verlaffen. Elend los zu werden, so du 5. HErr JEfu Christe, nicht hilfft durch deine GOttes Sohn, zudir steht Gnad, so lang ich leb auf mein Vertrauen; du bist Erden: Wenn es denn derrechteGnaden- Thron, dir nun ja gefällt, daß ich wer nur auf dich thut bau- also soll seyn gequält, so en, dem stehst du bey in al- gib mir Kraft und ler Noth, hilft ihm im Le- Starcke. ben und im Tod, darauf 9. HErr JEfu Christ, ich mich verlasse. verleih Geduld, hilf mir mein Dom Creur der Chriffen. 533 mein Creuß ertragen: dringen, und erreichen Wend nicht von mir ab das Bater- Herß, daß er deine Huld, und so du mich abwend all Angst und wilt plagen, es zeitlich Schmerz, die mich von dir hier am Leibe thu, gib will trennen. nur der armen Seelen 13. HErr JEfu Christ, Ruh, daß sie dort mit dirsmit Hilferschein all'n Are lebe. men und Elenden, die jetzt 10. HErr JEfu Chrift, in groffen lengsten seyn, das glaub ich doch aus thu dich zu ihnenwenden, meines Herzens Grunde: mit starker Hand heraus Du wirst mich wol erhd- sie reiß, dafür sie dir dort ren noch zur rechter Zeit Lob und Preiß ewiglich saund Stunde: Denn du gen werden. hast mich noch nie ver- 437. mel. Du, o schönes lahn, wenn ich dich hab Welt Gebäude. gerufen an, des ich michammer hat mich gang herzlich tröste. umgeben, Elend hat 11. HErr JEsu Christ, mich angethan, Trauren du ein'ger Trost, zu dir heißt mein kurzes Leben, will ich mich wenden: Trübsal führt mich auf Mein Hert'leid ist dir den Plan, GOtt der hat wol bewust, du kanst und mich gar verlaffen, keinen wirst es enden, in deinen Trost weiß ich zu fassen Willensens gestellt, machs, hier auf dieser Unglückslieber GOtt, wie dirs ge- Bahn:,: fällt, dein bin und will ich 2. Grausamlich bin ich bleiben. getrieben von des HErren 12.HErr JEfu Christ, Angesicht, als ich ihn aldie Seufßzer mein, so ich lein zu lieben, nicht gedacht vor dich thu bringen, be an meine Pflicht, drum sprenge mit dem Blute muß ich so kláglich stehen, dein, damit sie hindurch doch es ist mir recht gesche21 3 hen, 534 Dom Creng der Christen. hen, mein GOtt rief, ich se Treu. Ach! dein Herz ist hört ihn nicht:: abgewendet, und dein 3. Ach! mein Schiff- Grimm wird täglich neu, lein will versinden recht du bist gar von mir geganauf diesem Simden- gen, nur dein Zorn hålt Meer, GOttes Grimm mich gefangen, ich ver läßt mich ertrincken, denn schwinde wie die Spreu: sein' Hand ist viel zu 7. Höllen- Angst hat schwer, ja mein Schifflein mich betroffen, mein Geläßt fich jagen durch Ber- wissen quålet mich, kein' zweiflung, Angst und Erlösung ist zu hoffen, ich Plagen, ganz entandkert, empfinde Todes- Stich, hin und herz: und ein unaufhörlich 4. GOtt hat mich jest Sterben, HErr! ich eile gar vergessen, weil ich zum Berderben, und vernicht an ihn gedacht, mei- gehe jämmerlich:,: ne Sund hat er gemessen, 8. Grauen hat mich und sich meinen Feind ge- überfallen, Zittern hat macht, daßich ringen muß mich angesteckt, schwerlich die Hände, sein Erbarmen kan ich nunmehr tallen, hat ein Ende, schier bin ich Angst und Furcht hat mich zur Höllen bracht:,: bedeckt, ach! ich wandle 5. Wo ist Rath und Trosieht die Straffen, da ich zu finden, wo ist Hülf in mich muß martern lassen, dieser Noth, HErr! werso wie wird mein Geist errettet mich von Sünden, schreckt!:,: wer erlöset mich von Tod? 9. Will mir denn kein Ich gedencke zwar die Zei- Trost erscheinen, spür ich ten da du pflegst für uns gar kein Gnaden- Licht? zu streiten, wenn wir la- Nein, vergeblich ist mein gen gar in Koth:,: Weinen, mein Gebet das 6. Aber nun hat sich ge- hilft mir nicht; über mich endet deine Lieb und groß verlaßnen Armen will kein Dom Creun der Christen. 535 fein Helfer sich erbarmen, 13.Ob dich dein Gewis ich bin todt, mein Herz sen naget, ob dein Geist zerbricht:: bekümmert ist, ob der Chriftlicher Troft der ange- Höllen Furcht dich plaget, fochtenen Seele. ob dich schreckt des Teu10. Liebste Seel', hör fels List, traure nicht, auf zu schreyen, deines GOtt wird es wenden, Klagens ist zu viel, nach und dir grosse Lind'rung dem Trauren kommt das senden, wenn du nur geFreuen, Herzens- Angst duldig bist:,: hat auch ihr Ziel, Wechsel 14. Moses hat dis auch ist in allen Sachen, nach erfahren, und sein Bruder dem Heulen kan man la- Aaron, Noah, und die mit chen, GOtt der treibt mit ihm waren, sahen nicht die dir sein Spiel:: Gnaden- Sonn. David, II. Ist dein Heiland von Joseph und Elias, Pedir gangen, er wird wie- trus, Paulus und Tobias der kommen schon, und mit trugen auch ihr Theil Freuden dich umfangen, davon:,: recht wie den verlornen 15.Senzufrieden, liebe Sohn, hat dein Liebster Seele, billig trägst du soldich verlaffen, en, er kansche Last, hier in dieser Undich nimmer hassen, seine glücks Hole weiß man Gut ist doch dein Lohn:,: doch von keiner Rast: 12. Hat dich GOtt dahin Drum so stille nur deinzagegeben, daß dich Satan gen, und gedenck es sind fichten soll: und das Creuß die Plagen, die du längst dich mache beben, en, er verdienet hast:,: meynt doch alles wohl; 16. Brausen jetzt die dis sind seiner Liebe Zei- Wasser- Wogen! morgen chen, die doch keiner kan ändert sich das Meer, ist erreichen, wenn er nicht ist dir heut einst Freud entzoGlaubens- voll:: gen, morgen kommt sie wie21 4 der 336 Dom Creus der Christen. der her. Ist dir aller Trost herzlich gern ins Grab, da entgangen, sen zufrieden, mein Leid geschnitten ab, dem Verlangen wird er da mein Schmerzen- volfüllet nach Begier:: les Wallen dieses Lebens 17. Was betrübst du dich ganz verschwindt, und mit Schmerken, tille doch sein endlich Ende findt. und harr auf GOtt! dan 3.Ich verschmachte fast den will ich ihm von Her- vor Sorgen, meine milde Ben, daß ich werde nicht zu Thränen- Flut, und des Spott: Ob er mich gleich Creußes heisse Glut find würde tödten, hilft er mir mein Frühstück alle Mordennoch aus Nöthen: Ergen: Furcht, Betrübniß, der starcke Zebaoth:,: Angst und Noth find mein 18. HErr, errette mich täglich Speis und Brod. mit Freuden aus der Höl 4. Sehich jene böse Notten Grausamkeit, hilf mirsten, die sich in die Welt daß ich auch im Leidendir verliebt, werd ich inners zu dienen sen bereit. Gibstlich betrübt, denn sie meis du mir des Geistes Ga- nerhönisch spotten, wenn ben, daß sie mir die Seele sie schreyen: Seht den laben, tret ich frölich an Mann! dem sein GOtt den Streit:: nicht helfen kan. 438. Tel. Ach! was soll ich 5. Denn geh ich in meine Sünder machen. Kammer, fall auf meine ch bin müde mehr zu le- matte Knie, heul und winben, nimm mich liebster sel je und je, und beweine GOtt, zu dir, muß ich doch meinen Jammer, meiner im Leben hier täglich in Thränen milder LaufsteiBetrübnißschweben; mei- get zu den Wolcken auf. ne gröftelebens- Zeitläuft 6. GOtt, wenn wirst du dahin in Traurigkeit. dich erbarmen über meine 2. Möcht es dir, mein schwere Pein? Wennwirst GOtt, gefallen, wolt ich du mir gnädig ſeyn? Ach wenn Vom Creutz der Christen. 337 wenn wirst du mich um- GOtt, wenn dirs gefällt, armen? Ach, mein GOtt! und reiß mich von dieser wie lang, wie lang soll Welt. mir dochnoch seyn so bang? 439. MT. Jch bin voller Trost 7. Seze mich doch einund Srenden. mal nieder, laß mich kom- ch bin voller Angst und men doch zur Ruh, aller- Leiden, und vergeh vor liebster Bater du, tröste Traurigkeit, bitter sind mich doch einmal wieder mir alle Freuden, lang gib mir endlich doch ein- das Elend dieser Zeit, mein mal Herßens- Luft nach Geblüt erstarrt in mir, dieser Quaal. und mein Herz ver8. Doch wer weiß, wozu schmachtet schier. es nüßet, daß du mich so 2. Was bedeut't dein Lae züchtigest, daß ich werde mentiren? du betrübtes so gepreßt, und vor welcher Israel! wesfentwegen läßt Noth es schützet: dennwer du spüren solchen Leid in in der Welt sich freut: komt deiner Seel, must du dich oft um die Seligkeit. verlassen fehn, oder was ist 9. Drum laß hie die sonst geschehn? Strafergehen, schlage zu 3. Ach! wie solt ich nicht und staupe fort, liebster erschüttern? weil der mein GOtt! und schone dort, Feind worden ist, vor dem doch, damit ichs kan aus- Erd und Himmel zittern, stehen, so verleihe mir Ge- wenn Er fich mit Eifer duld, ben verborgnersrüst't, dem ich viel zu Leid Gnad und Huld. gethan, sieht mit Grimm IO. Und nimm mich nach und Zorn mich an. deinem Willen, nach der 4. Billig bist du hoch beausgestandnen Quaal, in trübet, weil du trägst des den grossen Freuden- HErren Zorn: Denn für Saal, da sich alle Noth das, was du verübet, soltst wird stillen. Komm, odu billig seyn verlorn: O du 21 5 Vom Creug der Christen. 538 du armer Erden- Wurm! wer hilft mir in diesem Sturm? dich doch GOtt zur Beßrung züchtigt noch. 9. Ja, ach, wenn nur 5. Ach! ich hab nicht an einst mein Hoffen lief in genommen den, der mir diesen Hafen ein, da mir zu helfen kam, drum aufi JEsus Wunden offen ste mich der Fluch ist kom- hen, aber ach! der Pein! men, den sonst JEsus aufles sieht ja mein Glaubjekt fich nahm; o! der groffen nicht seine Nägel- Maal, Missethat, die GOtt sehr das sticht. erzürnet hat! 10. Geh nur auch zum 6. Recht man dich unse- Ort der Leiden, geh nur, lig nennet, ja auch aller trinck den MyrrhenGnad unwerth, weil du Wein, welchen Jesus dir folches nicht erkennet, und bescheiden, bis du gångdich gang von GOtt ge- lich voll wirst seyn: Denn Fehrt, alle Angst fällt auf ein so zerknirschter Geist dich hin, undzernagt dein endlich Gottes Huld geHerß und Sinn. neußt. 7. Nengslich klag ich, ja 11. Nun so trag ich mein die schmerget, und macht Betrüben, schließt auch mich erst Jammers- voll, GOtt gleich zu die Hand: weil ich habe den verscher- Ich bin ja darein geBet, der mein A und O seyn schrieben, sein Aug ist foll. Durch die Sünde hab auf mich gewandt, seine ich mir selbst gesperrt die Treue wirckt in mir dis Gnaden- Thür. Imein Seufßen und Be8. Du hast deine Gna- gier. den Sonne, die dir Licht 12. Kommt, wir wollen und Leben giebt, deine gerne trincken diesen LeiFreude, deine Wonne, ar- dens- Kelch, bis wir ganz mes Kind, zwar sehr be in unser Nichts verfincken, trübt; aber glaube, daß quellt ihr Augen Thränen hier! 539 Vom Creur, der Christen. hier! Finsternis ist bey 6. Fehlt mires an Kraft GOtt Licht, wenn gleich zu beten, laß mich deinen alles Licht gebricht. Geist vertreten, stärche 440. 11. Tun kommt der ze meine Zuversicht, und Efu! hilf mein Creuß vergiß nur meiner nicht. I mir tragen, wenn in 7. Will auch gleich der bösen Jammer- Tagen Blaub schwach werden, mich der arge Feind an und nicht tragen die Be ficht, JEfir! denn vergiß schwerden, wenn die mein nicht. Drangsals- Hiße sticht, 2. Wenn die falsche JEful sovergißmein nicht. Nott Gesellen dencken 8. Bin ich irgend abgegänzlich mich zu fällen, wichen, und hab mich von und mir Rath und Chat dir verschlichen, sen mein gebricht, JEfu Christ! Wiederkehrundlicht E vergiß mein nicht. fu! und vergiß mein nicht. 3. Will mich böse Lust 9. Wenn ich gånglich verführen, so laß mir das bin verlaffen und mich alle Herze rühren das zukünf Menschen haffen, so sey du tige Gericht, und vergesse mein Zuversicht, JEsu! meiner nicht. und vergiß mein nicht. 4. Kommt die Welt mit 10. Wenn ich Hülf- los ihren Tücken, und will da muß liegen in den leßmir das Ziel verrücken ten Todes- Zügen, wenn durch ihr falsches Wollust mein Hertz im Leib zerLicht, JESU! so vergißbricht, JEsu! so vergiß mein nicht. mein nicht. 5. Wollen auch woll II. Fahr ich aus dem meine Freunde mir nicht Welt- Gerümmel, nimm anders, als die Feinde mich, JEfu, in den Himhindern meine Lebens- mel, daß ich seh dein AnBahn, JEsu! nimm dich gesicht, JEfu Chrift! vermeiner an. giß mein nicht. 441. In 540 Dom Creus der Chriften. 441. In eigner Miel. Kein 5. Gold, Silber und viel Dein Christ soll ihm die anders Wesen, muß auch Rechnung machen durchs Feuer gehn, eh als daß lauter Sonnenschein es kan bestehn. Ein Kranum ihn stets werde seyn, ker, will er recht genesen, und er nur scherßen mögwird über den Arzneyund lachen: Wir haben Geträncken sich nicht viel keinen Rosen- Garten hier kråncken. zu erwarten. 6.Wer hat den Sieges2. Wer dort mit Christo Crank getragen, der nicht hofft zu erben, gedenck vom Ulebermuth der auch für und für in dieser Feind', im Schweiß und Welt allhier mit Ihm zu Blut und Kummer hat geleiden und zu sterben: Hier wußt zu sagen? Wer wird wird, was GOtt uns dort das Ziel im Wette- Renerkoren, durchs Creuß ge- nen ohn Staub erkennen? boren. 7. Ist noch so viel uns 3. Was muste Christus wiederfahren, so ist doch felbst ausstehen! Er mußte dieses Leid nicht werth der ja durch Noth und jäm- Herrlichkeit, die GOtt an merlichen Tod zu seiner uns wird offenbaren, Herrlichkeit eingehen; weil sie nach diesen kurzen Und du vermein't mit Zähren soll ewig währen. Recht zu klagen in bösen 442 7.2ch Gott und Herr. Tagen? 4. Der Wein muß erft Komm Treußzes- Laft, du werther Gast, ich gefeltert werden, eh als will dich willig tragen; ſein süffer Saft das Trau- weiljeder Christ, so fromm ren von uns raft; der er ist, muß haben seine Weißen, so uns stárckt auf Plagen: Erden, kommt durch das 2. Ich will gargernden Mahlen und durch Hiße Zorn des HErrn und sei uns erst zu nüße. nen Eifer dulden, weil seis ne Dom Creug der Christen. 541 ne Glut mein Frevel- Spott ans Licht mich endmuth und Sünden wohllich bringen. Der Feinde verschulden. Schaar nicht immerdar 3. Ich sag es recht, ich es lassen so gelingen. Laster- Knecht hab öfters 9. Drum, Creußzes= misgehandelt: Den Sün- Last, komm werther Gaft! den Pfad durch Misfe- Ich will dich willig trathat von Jugend auf ge- gen, weil jeder Christ, so wandelt. fromm er ist, muß haben 4. Dadurch hab ich ge- seine Plagen. stürket mich in ewiges Verderben: Ich mußte 443. M. Geh aus mein Herz, und suche Freud. fort zur Höllen Pfort und bösen Todes sterben. Gemmt her zu mir, 5. Wodeine Gunst und spricht GOttes Sohn, Liebes- Brunst nicht vor all die ihr send beschweret den Niß getreten, und nun mit Sünden hart bez nicht dein Sohn, mein laden, ihr Jungen, Alten Gnaden- Thron, bey dir Frau'n und Mann, ich mich losgebeten. will euch geben, was ich 6. Weil du nun bist zuskann, will heilen euren jeder Frist, mein GOTT, Schaden. sehr reich von Güte, wo 2. Mein Joch ist füß, sonst dabey ist voller Neumein' Bürdist gering, wer und Busse das Gemuthe: mirs nachträgt in dem 7. So glaub auch ich Geding, der Höll wird er gang sicherlich, du wirst, entweichen: Ich will ihm mich lassen spüren dein' treulich helfen trag'n, mit Herrlichkeit, und mit der meiner Hilf wird er ers Zeit mir meine Sach aus- jag'n das ewge Himmels führen. reiche. 8. Du wirst, mein 3. Was ich gethan und GOTT, aus Hohn und glitten hier, in meinem Les 4313230 542 Dom Creus der Christen. ben spat und früh; das 7. Die Welt erzittert folt ihr auch erfüllen, was ob den Tod, wenn einer ihr gedenckt, ja redt und liegt in letzter Noth, denn thut, das wird euch alles will er erst fromm werden, recht und gut, wenns einer schaft dis, der andre g'schicht nach GOttes das, fein'r armen Seel er Willen. gang vergaß, dieweil er 4. Gern wollt die Welt lebt auf Erden. auch selig seyn, wenn nur 8. Und wenn er nimmer nicht war dieschwere Pein, leben mag, so hebt er an die alle Christen leiden, folein' grosfe Klag, will ich mag es denn nicht andere erst GOtt ergeben. Sch feyn, darumergib dich nur fürcht fürwahr, die göttDarein, wer ewig Peinlich Gnad, die er allzeit will meiden. verspottet hat, wird 5. All Creatur bezeuget schwerlich ob ihm schwedas was lebt im Wasser, ben. Laub und Gras, fein Lei 9. Ein'm Reichen hilft den fans nicht meiden: doch nicht sein Gut, dem Wer denn in GOttes Jungen nicht sein solzer Nam'n nicht will, zuletzt Muth, er muß aus diesem muß er des Teufels Ziel Mayen, wenn einer hätt' mit schwer'm Gewissen die ganze Welt, Silber leiden. und Gold, und alles Geld, 6. Hent ist der Mensch so muß er an den Reihen. 1on, mung und lang, fich! 10. Dem G'lchrten hilft morgen ist er schwach und doch nicht sein Kunst, der Fraud, bald muß er auch weltlich Pracht ist garum car fierben. Gleiduvie sonst, wir müssen alle stere die Blumen auf dem Feld, ben: Wer sich in Christo also muß auch die schudde nicht bereit, weil er lebt in 2Belt in einem Hun verder Gnaden- Zeit ewig derben. muß er verderben. 11. Ho Dom Creug der Chriften. $ 43 11.Horet und merckt, ihr 15. Jhr aber werd't nach lieben Kind, die jeho GOtt dieser Zeit mit Chrifto haergeben sind, laßt euch die ben ewge Freud, dahin solt Müh nicht reuen, halt't ihrgedencken: Es lebt kein stets am heil'gen GOttes Mann, der aussprechen Wort, das ist eu'r Trost kandie Glorie und denewund höchster Hort? GOtt gen Lohn, den uns der wird euch schon erfreuen. HErr wird schencken. 12. Nicht Uebel ihrum 16. Und was der ewge Uebel gebt, schaut, daß ihr gut'ge GOtt in seinem hier unschuldig lebt, laßt Wort versprochen hat, geeuch die Welt nur äffen, schwor'n bey seinem Nagebt GOtt die Rach und men, das hält und giebt er alle Ehr, den engen Steglg'wiß fürwahr, der helf geht imer her, GOtt wird uns zu der Engel- Schaar, die Welt schon strafen. durch JEfum Christum, 13. Wenn es ging nach Amen. des Fleisches Muth, in Gunst, Gesundheit, groß sem Gut, würd't ihr gar bald erkalten: Darum ebt jemand so wie ich, so lebt er jämmerlich, fchickt GOtt die Trübsal worüber ich muß weinen, her, damit das Fleisch ge- will mir doch nicht erscheizüchtigt werd, zur ewgen nen; was ich such mit Be= Freud erhalten. gier, verbirget sich vor 14. Ist euch das Creuß mir. bitter und schwer, gedenckt 2. Im Himmel ist das wie heiß die Hölle wår, Gut, darin mein Herze darein die Welt thut ren- ruht, hinauf steht meir nen, mit Leib und Seet Verlangen, dich, JEsu! zu muß Leiden seyn, ohn Linumfangen, ich such und terlaß die ewge Pein, und finde nicht, was mir so mag doch nicht verbreñen hoch gebricht. 3. Was 444. Mel. Auf meinen lieben Gött. 344 Vom Creutz der Christeit. 3. Was mir sonst wer- erquicken. Ach JESU! den kan, stehet meinerLieb laß mich ein, war oft mein nicht an, die Welt mit ih- Seufßerlein. ren Schäßen kan mich 8. Umsonst ist alles doch, doch nicht ergößen, die ich muß am schweren Joch Wollust dieser Erd ist kei- des Lebens länger ziehen, ner Liebe werth. Jumsonst ist mein Bemi 4. Ich lieb, was ewig hen. Was mir folt füffe bleibt, was keine Zeit ver- seyn, das bringet bittre treibt, was meine Seele Pein. nähret, was keine Flut 9. Ich will doch nicht verzehret, und keine Glut aufhörn zu lieben und zu verbrennt, kein Unglücklehrn, den meine Seele von mir trennt. liebet, obgleich die Lieb 5. Ich lieb und werd ge- betrübet: ob ich sein nicht quält, denn was ich hab er- genieß, ist doch das Lieben wählt, gibt sich nicht zu ge- füß. niessen. Wie? sollte nicht 10. Der Wille bringt verdriessen, stets lieben die Kron, ist sonst kein anohne Frucht, nicht finden drer Lohn, das ungestillte was man sucht. Sehnen, vermischet mit 6. Wie lang hab ich den Thränen, muß mitten geweint, weil mir kein in der Pein ein süsses LabTroft erscheint! wie lang sal seyn. hab ich geklaget, daß mich die Liebe plaget! stund nicht mein Herz und Mag ich Unglück nicht 445. In eigener Mel. mer hin? gnad han, der Welt für 7. Ach Himmel! thu dich mein Recht glauben; so auf, ich komm in vollem weiß ich doch, das ist mein' Lauf, laß mich) nur einst Kunst, Gott's Huld und erblicken den, der mich kan Gunst, die muß man mir erlau Vom Creng der Christen. $ 45 erlauben, GOtt ist nicht in seinem Blute, sein Leis weit, ein' kleine Zeit er sich den ist der Höllen strenge verbirgt, bis er erwürgt, Pein; er löscht den Grim, die mich sein's Worts be- zerbricht des Treibers rauben. Ruthe, das Leben wirft 2. Richt't, wie ihr wollt sich in den Tod hinein, das jeßund mein' Sach, weil von zerspringt des Todes ich bin schwach, und GOtt Schuld: So macht mein mich Furcht läßt finden: Bräutigam mich wiederSo weiß ich, daß kein'um geſund. G'walt bleibt vest, ists al- 2. Er sah mich in meis lerbest, das Zeitlichy'muß nem Blute liegen, fein verschwinden, das ewge Hertz entbrann in heiffer Gut macht rechten Liebes- Macht. Dis war Muth, dabey ich bleib, genug, den Schöpffer zu wag Gut und Leib, besiegen, das hat ihn bald GOTT hilf mirs übersin solchen Trieb gebracht, windene daß er mit GOttes Zorn 3. All' Dingein' Weil, gekämpft. Nun hat sein ein Sprichwort ist, HErr fanftes Licht des GrimJEfu Chrift! du wirst mir mes Quell gedämpft. stehn zur Seiten, und se- 3. Du must mit Angst hen auf das Unglück die Feuers- Macht zermein, als war es dein, schöllen, die dergestallt in wenns wider mich will deinen Geist geblißt, daß streiten. Muß ich denn du geschmeckt die Bitter dran auf dieser Bahn; keit der Höllen, und in Welt, wie duwilt, GOtt dem Kampf das milde ist mein Schild, er wird Blut geschwißt, du findkft mich wol begleiten. so tief in Tod hinein, daß du von deinem 446. In eigner Mel. Freund zer- GOtt muft wie geschie schmeißt aus Lieb den seyn. Mm Mein 546 Vom Creug der Christen. 4. O Bräutigam! dein Pein in reine Himmels: Geheimniß- volles Lieben Freud. har dich selbst zum Ana- 7. Nun wird mein Gold thema gemacht. Wie? im Leiden rein gefeget, der wird die Lieb auch bis zum Ofen ist das Creuß, der Fluch getrieben? ach ja! Test das Herz, die Schla der Trieb hat sie so weit ge- de ist, was sich in Gliedern bracht. Das Lesen nimmt reget, der Schmelzer ist mich wieder an, sonst war mein Freund, die Glut ich aus dem Buch des der Schmerzk. Muß Lebens ausgethan. gleich das Gold durchs 5. So hast du denn, oFeuer gehn, so bleibt es Tod! den Mann ver- doch verklärt in seinem schlungen, und wustest Tiegel stehn. nicht, daß er das Leben 8. Denn bringt mein trágt? Dem Leben ist Geist mit Freuden seine der weise Nath gelun- Garben, des Himmels gen; des Todes Truß Blitz durchstralet meinen wird von Ihm hingelegt. Sinn, die Weisheit spielt Geh ich nun in den Tod in ihren Wunder- Farben, hinein, so muß der Tod da blinckt das Herz wie mir selbst des Lebens Jaspis und Rubin. Wenn Wurßel seyn. sich der Blick durchaus er 6. In Christi Tod wird streckt, so kriegt mein Geist nun mein Tod vertrie- sein Kleid und wird mit ben, er ist mir nun ein Licht bedeckt. Wegins Paradies: Dar- 9. Da küssen ihn der innen wird der strenge Weisheit füffe Blicke, da Sinn zerrieben, wenn ruht die Seel in ihrem Lie ich sein Blut und sei- bes Schoos; Da wird sic nen Tod genieß. Davon denn vom Tod, vom Sun zerschmeißt die Härtig- den- Stricke, und von dem feit, und wandelt meine Dienst der Eitelkeiten los Wenn Vom Creug der Christen 547 Wenn sie denn Himmels Rebellen: Starck deinen Klarheit ziehrt, wird sie Muth, GOtt meynt es als Königin zum Könige gut, dis wird zuletzt ergeführt. hellen. 10. Drum scheu ich nicht 2. Kommst du in Unfall, des Leidens bittre Myrr- Angst und Plag, Berlust, hen, in Myrrhen liegt die Verfolgung, Spott und schönste Balsam- Kraft; Schmach den Creuß- Weg dabey kan mich des Flei hergegangen, lach oder sches Schmerß nicht irren, wein, es muß so seyn, sollst weil mir das Joch in Chri- du zum Heil gelangen. sto Ruhe schafft. Die Liebe 3. Wenn GOTT dich ging den schmalen Steg, schlägt an Geld und Gut, aus Liebe wähl ich mir der an Ehr, Gerücht, anFleisch Liebe Creußes- Weg. und Blut, an Seel, an 11. MeinGOtt! entzünd Muth und Sinnen: Du in mir des Creußes Flam- bists nicht werth, denn er me, laß dessen Glut des begehrt hierdurch dich zu Geistes Gold durchgehn, gewinnen. und stärcke mich in dem er- 4. Unmöglich ists, mit würgten Lamme, daß ich solchem Zeug zu gehen ein verklärt im Tiegel blei- in GOttes Reich, drum bestehn. Wenn gleich das will er von dir nehmen Fleisch sich kläglich stellt: was haßt, und liebt, freut Gnug, daß der neue und betrübt, zur Reif' dich Mensch im Creuß den zu bequemen. Sieg erhält. 5. Trägst du dein Creuß 447. Tel. Jn dich hab ich ge mit Liebe fort, so trägt es boffet, Err. dich zur Himmels- Pfort, men pensch, drückt dein da Lust für Last zu finden. Creuß dich ohne Ziel, Legst du eins bey, so findst ist auch des Leidens noch du zwey, und bleibst wol so viel, werd ja nicht zum gar dahinden. 6. Daß Mm 2 548 Dom Creutz der Chriften. 6. Daß du dein selbst nur will anhören das harte erst kommst los so stehe al- Wort: Weicht von mir ler Dinge bloß, fen, wie es fort! muß sich zum Creuß geht, zufrieden; nimmhinkehren. dich nichts an, so ists ge 11. Kein Unglück nie than, und bleibt die Sünd die Seel betrübt, die in vermieden. Geduld zum Creut sich 7. Drum faß dich mit giebt, ihr schadt kein Tod Beständigkeit, stets gleich noch Hölle. Unleidsamkeit zu stehn in Leid und Freud, bringt stetem Streit, und in Rettung und Verder ist der Sünden Quelle. ben, in füß und sau'r, wie 12. DesEigen- Willens eine Mau'r, im Leben und böse Arthält GOtt in uns im Sterben. stets Widerpart; wie 8. Creuß war die Wehr wohl wirds mit uns stein Chrifti Hand als er den hen, war dieser todt, denn Teufel überwand: werlebte GOtt, und könt kan das Creuß gnug lo- fein Saam' aufgehen. ben? In allem Krieg er 13. Der Eigen- Will, hålts den Sieg, wenn des Satans Bild, ists, der noch die Feind so toben. die Seele so verwildt, und 9. Creuß ist der Weg stürzt aus GOttes Weund enge Pfad, der uns sen in Untergang; durch zum Himmel führt ge- Creuß und Drang muß rad, drum wolt ihn Chri- sie wieder genesen. stus gehen. Wer dieses 14. Drum lehrte Chriglaubt, und folgt dem stus: Eins ist noth, und Haupt, kan für ein Glied seßt uns auf ein neu Gebestehen. bot, durchs Wort vom 10. Creuß ist das Zeichen Creuß und Leiden. Wer im Gericht, wenn Christ hierum wirbt, der Simd der HERR, das Urtheil abstirbt, und von sich selbst ſpricht; wer denn nicht kan scheiden. 15. In Dom Creur der Christen. $ 49 15. In dem steht auf einsten mir im Steige, der neuer Mann, nach Geist uns führt zu dir. und Kraft, der alles kan 4. Denn du bist ja mein zu GOttes Wohlbeha- einges Licht, sonst weiß ich gen: Was dem gefällt, für keinen Helfer nicht: Sch gut er hålt, macht Preis harre dein bey Tag und und Danck aus Klagen. Nacht, was ist, das dich so 16. Durchs Creußs ging säumig macht? unser HErr allein zu sei 5. Ach wende, HErr! ner Herrlichkeit auch ein, dein' Augen ab von dem, den Weg must er erwäh- was ich gefündigt hab. len. Die Wahrheit spricht: Was denckst du an den Gehst du ihn nicht, weh Sünden- Lauf, den ich gedeiner armen Seelen. führt von Jugend auf? 6. Gedenck an deine Güttigkeit, und an die grosse Süßigkeit, damit dein Nach dir, o HErr! ver- Herßzzu tröſten pflegt das, 448.M.O.Jefu Chrift, mein's Lebens Licht. mich, was dir zu mein GOtt, ich hoff auflegt. dich, ich hoff und bin der 7. Der HErr ist fromm Zuversicht, du werdestund herklich gut dem, der mich beschämen nicht. sich prüft und Busse thut; 2. Der wird zu Schan- wer seinen Bund und den, der dich schåndt, und Zeugniß hält, der wird sein Gemüthe von dir erhalten, wenn er fällt. wendt: Der aber, der sich 8. Ein Herz, das GOtt Dirergiebt, und dich recht von Herzen scheut, das liebt, bleibt unbetrübt. wird in seinem Leid er3. HERR, nimm dich freut, und wenn die Noth meiner Seelen an, und am tiefsten steht, so wird führe sie die rechte Bahn, sein Creuß zur Wonn erlaß deine Wahrheit leuchhöht. Mm 3 9. Nun, 550 Dom Treurs der Christen. 9. Nun, HErr! ich bin des Feindes List und Tück, dir wohl bekannt, mein und wenn mein Unglück Geist der schwebt in deiner ist vorbey, so gib, daß ich Hand, du siehst, wie meine auch dankbar sey. Seele thránt, und sich 15. Laß mich in deiner nach deiner Hülfe sehnt. Furchtbestehn, fein schlecht 10. Die Angst, so mir und recht stets einher mein Herze dringt, und gehn, gib mir die Einfalt, daraus so viel Seufßer die dich ehrt, und lieber zwingt, ist groß, du aber duldet, als beschwert. bist der Mann, dem nichts 16. Regier und führe zu groß entstehen kan. mich zu dir, und andre II. Drum sieht mein Christen neben mir, nim, Auge stets nach dir, und was dir mißfällt, von uns trägt dir mein Begehren hin, gib neue Herzen, für. Ach! laßdoch, wie du neuen Sinn. pflegst zu thun, dein Aug 17.Wasch ab all unsern auf meinen Augen ruhn. Sünden- Koth, erlös aus 12. Wenn ich dein darf, aller Angst und Noth, und so wende nicht von mir führ uns bald mit Gnadein Aug und Angesicht, den ein zum ewgen Friedlaß deiner Antwort Ge- und Freuden- Schein. genschein, mit meinem 449.1.3ion klagt mit Angst. ichts betrübters ist 13. Die Welt ist falsch, auf du bist mein Freund, ders so zu Herzen gehn, als treulich und von Herzen wenn armeWittwen wer mennt, der Menschen den, wennverlaßne WayGunst steht nur im Mund: sen stehn ohne Vater, ohne Du aber liebst von Her- Muth, ohne Freund, und Bens- Grund: ohne Gut: Wittwen sind 14. Zerreiß die Netz, heb verlaßne Frauen, wer thut auf die Strick, und brich auf die Waysen schauen? 2. Wo Dom Creug der Chriften. 55X 2. Wo die Zäune sind die Backen los; Dennoch zerlücket, jedermann hin- ihre Seufzer stöhnen bis über steigt: Auch ein Kind zu GOttes Sternendie Früchte pflücket, da die Schloß: Schreyen über Aeste sind gebeugt. Wo diesen Mann, der die Witte die Mauren sind zerspalt't, wen angsten kan; bis der da find sich der Feind garshöchste Gott das Ende und bald, wenn der Schirm den Wittwen Hülfe fende. und Schatten weichet, den 6. Wittwen find in GOte die Hiße bald erreidhet. tes Armen; Wayfen sind 3. Also müssen stets die in GOttesSchoos: Ihrer Armen leiden lauter Un- will er sich erbarmen, war gemach: Ihrer wenig sich die Nothnoch eins so groß. erbarmen. Wittwen Ein folch ungerechter schreyen Weh und Ach! Mann taftet GOttes Auüber den der sie oft preßt, gen an, der die armen und in Nöthen stecken Waysen drücket, und der läßt. Wayfen müssen sich Wittwen Herz bestricket. nur schmiegen, andern un 7. Wenn sie bleiben in tern Füssen liegen. den Schrancken, darein 4. Also muß es hier erge- fie GOtthat bestellt, und hen in der Welt auch mir von Ihm nicht abe wane und dir: Waysen müssencken, weil Er fich zu ihnen traurig stehen, Wittwen hält, sollen sie im Himmüssen leiden hier. Denn mels- Schloß werden alles wie könnte GOTT denn kummers los, da soll nicht mein und der Deinen Ba- mehr, wie auf Erden, ter seyn? Sonsten wäre Wittwen- Noth gehöret GOtt nicht Richter, und werden. der Waysen Sachen 450. Mel. OTraurigkeit, o Schlichter. Sergeleid. 5. Zwar der armen Witt wen Thränen fliessen auf D Creußes- Stand! o edles Pfand! das alle mm 4 Streis 552 Vom Creutz der Chriften. Streiter bindet, deinen 8. Geheime Nuh! wie fuffen Honig- Saft mein bald wirst du bringen die Herz wohl empfindet. schöne Krone, die den Sie2. O selig ist, wer dein gern JESUS wird ges genießt, und mit dir ist ge- ben dort zum Lohne. zeichnet, lauter Segen 9. O Zions Kind! ach läß'st du nach dem, derjeil geschwind, streck aus dir erreichet. die beyden Armen, nimm 3. Dedler Schat! Hab darein das Creuß mit ewig Plaß ben mir in Lust, GOtt, ist dein Ers meinem Herßen, ich kütßbarmen. deine Süßigkeit mit Lieb- 10. Er ist sehr mild, dein vollen Schmerzen. Burg und Schild, dein 4. Oliebster Gast! o füf Schuß- HErr und Erretfe Last: Bewährung aller ter, dein Immanuel und Frommen! nimm hinweg auch im Ereuß dein VerDie lingeduld, Murren laß treter. nicht kommen. II. Der hat bereits, 5. Ertödt' den Leib die und wird dein Creuß noch Lust vertreib, laß deine ferner helfen tragen, Macht drein sehen, daß drum will ich mit Zions Natur und Eigenheit Schaar auch mit Amen weichen und vergehen. sagen. 6. Im Creuß ist Lieb, des Glaubens Trieb und Hof mung- volles Leben, es gibt Trost, versichert auch der Kindschaft darneben. 451. Mel. In dich hab ich geboffer Err. schon das Creuß die größte Quaal des Leidens mich drückt allzu7. O sanftes Joch! dumal, geb ich doch kein'n bleibest doch sehr leicht, Rebellen; dein Joch, mein wie Christus lehret, wer GOtt! ist süß, im Spott in dessen Kraft dich fühlt, dein Nam' wird mehr er liebet dich und ehret. hellen. 2. Wirst Vom Creug der Chriften. 553 2. Wirst du betrübt, ge- ben. Die find bereit in neidt, veracht't, gedrückt, allem Streit, im Creuß fie verschmäht, gehaßt, ver- standhaft bleiben. lacht: halt still, wie dirs 7. Nichts unsrer Seeauch gehet. Bitt nur Ge- len Schaden bringt, so duld von GOttes Huld, lang die Trübsal auf uns der Himmel offen stehet. dringt: Troß Tod und 3. Schlägt dir schon Höllen- Geister! Wo GÖtt in Geld und Gut, Creuß nicht ist, da wird in dein Gerücht in Fleisch durch List die Welt bald und Blut, ins Herz und unser Meister. dein' fünf Sinnen: Fall 8. Wo eigner Will hat GOtt zu Fuß, Lieb' leidensüberhand, so sind wir von muß: GOtt thuts, dich GOtt abgewandt. Denn zu gewinnen. haftdu überwunden, wenn 4. Dein'n Muth faß mit dein Will todt, so schmeckst Befándigkeit, in Süß, in du GOtt, und hast die Saur, in Lieb und Leid, in Tugend funden. Reichthum und Verder 9. Dis ist das rechte neu ben. Halt dis Gebot in Gebot, das Christus lehrFreud und Noth, im Le- te, Mensch und GOTT, ben und im Sterben. durchs Wort vom Creuß 5. Creuß tragen ist der und Leiden. Dein' Lust enge Pfad, zum Himmel muß hier und bös' Begier führt er dich gerad, drum von dir seyn abgescheiden. wolt ihn Christus gehen: 10. Denn hast du dich Wer dieses glaubt, und zum Geist bekehrt vom folgt dem Haupt, kan für Fleisch, und kanst dich unein Glied bestehen. verwehrt in GOttes Wil6. Dis sind die Waff'n len üben, und dancken Christi Hand, da er den GOtt im Creuß und Tod, Teufel überwand: kein kein Leid wird dich betriMensch kan sie beschreiben. Mm 5 11. So 354 Vom Creug der Christen. II. So ginge durch das gleich hart betrübt, dencke Creuß und Leid auch Chriwie dein Heiland that, stus ein zur Herrlichkeit. als er für die Feinde bat, Ach! diesen Weg erwäh- somust du verzeihen eben, le, wie GOttes Sohn; soll GOtt anders dir vers Trittst du davon, Wehlgeben. deiner armen Seele! 4. Sey getreu in deinem 452. Mel. Freu dich sehr, o Hoffen, hilft GOtt gleich meine Seele. nicht, wie du wilt, er hat Sen getreu in deinem bald ein Mittel troffen, Ungemach von der Liebe erfüllt; hoffe vest, Gott JESU scheiden, murrelist schon hier, sein Herz nicht mit Weh und Ach bricht ihn gegen dir, hoffe dencke wie er manche Zeit nur, GOttist vorhanden, dir zu helfen war bereit, Hoffnung macht dich nicht da du ihm dein Herz ver- zu Schanden. schloffen, ob ihn das nicht hab verdrossen? 5.Sey getreu in TodesNothen, fichte frisch den 2.Sen getreu in deinem letzten Zug, solt dich gleich Glauben, baue deiner der HErr auch tödten, das Seelen Grund nicht auf ist ja der letzte Druck, wer zweifelhafte Schrauben, da recht mit JEsu ringt, fage dem Gewissens- und wie Jacob ihn be Bund, so geschlossen in der zwingt, der gewißlich auch Tauf, deinem Gott nicht obsieget, und die Lebenswieder auf: Fange an ein Krone krieget. besser Leben, deinemGOtt 6. Sey getreu bis an zum Dienst ergeben. das Ende, daure redlich 3. Sey getreu in deiner aus den Kampf, leidest du Liebe gegen GOtt, der dich gleich harte Stände, duk geliebt, an dem nächsten dest du gleich manchen Gutes übe, ob er dich Dampf, ist das Leiden die Vom Creutz der Christen. 555. dieser Zeit doch nicht dein Vater, du sein Kind, werth der Herrlichkeit, so was wilt du mehr begehdit wird dein JEsusren? Dis höchste Gut geben, dort in jenem machtrechten Muth: Kan Freuden- Leben. seine Huld dir werden, 7. En, wolan! so will nichts bessers ist, mein lieich leiden, glauben, lieber Christ, im Himmel ben, hoffen vest, und gesund auf Erden. treu sey bis zum Schei- 3. Sey GOtt getreu den; weil mein JEfus von Jugend auf, laß dich nicht verläßt den, der ihn kein' Lust noch Leiden in beständig liebt, und im deinem ganzen LebensCreuße sich ergiebt: Jhm Lauf von seiner Liebe scheibefehl ich meine Sachen, den: sein' alte Treu wird JEsus wirds zulegt wohl täglich neu, sein Wort machen. steht nicht auf Schrauben; was er verspricht, das 453. M. Was mein GOtt bricht er nicht, das solt du will das g'scheb allzeit. kühnlich glauben. ey GOTT getreu, 4. Sey GOtt getreu halt seinen Bund, olin deinem Stand, darein Mensch! in deinem Leben, er dich geseßzet: Wenn er leg diesen Stein zum er- dich hålt mit seiner Hand, sten Grund, bleib ihm al- wer ist der dich verleßzet? lein ergeben, denck an den Wer seine Gnad zur Kauf in deiner Tauf, Brust- Wehr hat, kein da er sich dir verschrieben Teufel kan ihm schaden; bey einem Eid, in Ewig- wo dis Stacket um einen keit als Bater, dich zu lie- steht, dem bleibet wohl ben. gerathen. 2. Sen GOtt getreu, 5. Sen GOtt getreu, laß keinen Wind des Creu- sein liebes Wort standBes dich abkehren: Ist erhaftig zu bekennen, steh vest 556 Dom Creug der Christen. vest darauf an allen Ort, dir hat verheissen, und eine laß dich dovon nicht tren- Kron zum Gnaden- Lohn, nen: Was diese Welt in im Himmel dir aufsetzen, Armen hält, muß alles da wirst du dich dort ewigdoch vergehen! Sein lie- lich, in seiner Treu erbes Wort bleibt ewig gößen. fort ohn alles Wandken 454. M. Alle Menschen müss stehen. fen flerben. 6. Sen GOtt getreu, Sen mir tauſendmal als weicher sich willkommen, und gnädig finden: Streit Leiden, liebes Creuß: O unter Ihm nur ritterlich, du Manna aller Froms laß über dich den Sünden men, labst du mich auch jawider Pflicht den Zügelfallbereits; Ja, mein Enicht; war ja der Fallsus will mich küffen jest in geschehen, so sey bereit, seiner Dornen- Kron, und durch Buß bey Zeit nur mein Abba läßt mich wif wieder auzustehen. fen, daß ich sen sein lieber Sohn. 7. Sen GOtt getreu bis in den Tod, und las 2. O! wie küß ich deine dich nichts abwenden; ersRuthe, Abba, o ich küsse wird und kan in aller fie! denn sie thut mir viel Noth dir treuen Beystand zu gute, tödtet meine senden, und kam auch Schlange hie. Drum so gleich das höllsche Reich schlag, o Bater! schlage mit aller Macht gedrun- nur noch besser meinen gen, wolt auf dich zu, so Feind, ders ja warlich all glaube du, du bleibest un- mein Tage niemals gut bezwungen. mit mir gemeynt. 8. Wirst du GOtt also 3. JEsu, stürm in mir bleiben treu, wird er sich die Hölle der verfluchten dir erweisen, daß er dein Eigenheit, brich, zermal lieber Vater sey, wie erme und zerschölle alle meine Dom Creug der Christen. 557 ne Eitelkeit, so will ich dir 4. Schaue, wie Thráfrölich fingen Lob und nen und Seufßzer mein Preis, und Gloria, Herk Herke abnagen, wie ich und Mund soll noch er muß jammerlich leiden, flingen vom Triumph, und dulden viel Plagen, Victoria. daß ich vor Noth öfters 455. MT. Hast du denn JEfu mirwünscheden Cod, dardein Angesicht 2c. zu das ewige Leben. oll ich denn, JESU 456. Tel. Vater unser im ren beschlieffen? Soll ich o soll ich denn noch denn stündlich mit Thrd- mehr ausstehn? O nen die Wangen begief JEsu, soll ich dir nachgehn fen? Wilst du mich nicht, durch deinen schon geJEfu! mein Leben und bahnten Weg, durch Licht, lassen der Freude Creuß und Elends- vollen geniessen? Steg? Ach hilfdenn tra2. Ich will, was zeitlich gen dieses Joch: Damit ist, willig und gerne ver- ich sterbend lebe noch. laffen, wandeln mit JEfu, 2. Hier ist ja nichts als dem Heiland die himmli- Eitelkeit, hier lebt der sche Straffen, ewige Ruh Mensch in Sicherheit, er fühlet mein Herße ja nu; dendet wenig andas End, weil ich dich, JEsu, thu das augenblicklich her sich wend't, der arme Sünder 3. Ist doch dis zeitliche ist zu blind, drum wäß flüchtig und nichtige Le- ßet er sich in der Sünd. ben immer mit Krieg und 3.0 falscheFreude, fahr Streit häuffig und stünd- nur hin! du bist verflucht lich umgeben, hier ist kein' in meinen Sinn; o fals Ruh, JEsu! dir flieh ich sches Lob verkehrte Lust: nur zu, laß mich im Him- mir ist ein ander Lob bes mel bald schweben. wust, das hier besteht in Spott 558 Dom Creus der Christen. Sport und Schand, in strafe meine Sünden, so Haß und Neid durchs gan- daß ich mag finden, daß du He Land. kräftiglich dich in mir, o 4. So ist das Leben alle- werthe Zier! haft ergoffen zeit gewesen, die der Ewig- daß dein Lieben ich hier keit mit Eifer haben mög ausüben. nachgedacht, und allen 2. Laß nicht Lieb erkal Fleiß dahin gebracht, zuten in mir, sondern halten drücken aus das Ebenbild meines HErren Wort: des JEsu, welcher unser Lehre mich ergründen dis Schild. Wort, laß mich finden hier 5.Ey, Seele, muntre dich an meinem Ort, werthes dennauf, dis ist der rechte Licht! was mir gebricht; Tugend- Lauf, du must doch laß mich in meinem allhier gehaffet seyn von Klagen gleichwol nicht allen, und dis nicht allein verzagen. von Feinden; Ach! dein 3. Auch wollst du in Zeinächstes Blut, das führt ten mich behutsam leiten dich oft vom höchsten Gut. alle Wahrheit ein, daß ich 6. Nun Seele! geh mit mdge kämpfen ritterlich, Freuden fort, durch) Dor- und dampfen, was mir nen und durch Stachelbringet Pein: Wenn die Wort, dein Heiland, der Sünd auf mich geschwind die Sanftmuth war, geht ihren Stachelschießt, mich vor dir her, er stirbet gar; stärcke, daß ich Trost vce: fahr fort, so lang es dir gemercke. meines 2c. fällt, mich recht zuhaffen, 4. Wenn ich nun foll falsche Welt! sterben, und mein Fleisch 457. M. JEfu meine Freude verderben, da verlaß mich nicht, tritt mir an die Sei rsprung wahrer Freu- te, hilf, daß ich so streite, den, komm in meinem daß ich ins Gericht ja nicht Leiden, und erfreue mich, komm, o! mache fromm mich, Tom Creutz der Christen. 559 3. Wer dem Lamme will nachgehen, wo es hingeht allezeit, muß sich wa458. M. Freuet euch, ihrgen in den Streit. Der Christen alle. wird noch auf Zion stehen, achet auf ihr lieben der sich innig ihm ergiebt, Herken, wachet auf, und nicht seine Seele liebt. und tret't heran, seht, was Denn der muß die Seel JEsus hat gethan! Erverlieren, der durchs must' durch viel Todes- Creut sich nicht läßt fühSchmerzen, durch so man- ren, wer sich aber wagt im chen harten Streit gehen Streite, wird sie tragen ein zur Herrlichkeit. Ach! noch zur Beute. so schickt euch auch zum Lei 4. Unsers Hauptes Baden, wer geniessen will derter tråget Bater- Liebe Freuden; gebt euch in des gegen die, so ein wenig haBaters Willen, Er wird ben Müh unterm Creuß, euren Hunger stillen. wenn Er sie schläget, und 2. Kämpfet, denn es der Kinder ihr Gemüth wird geboren in dem mit der Liebes- Ruthe Creutz dieFriedens- Kraft, zieht. Er zerschlägt und und die wahre Ruh ge- reisfet nieder, doch heilt er schafft: Wer nun will und bauet wieder, tödtet seyn auserkoren, drin- und schenckt auch das Lege durch die blut'ge ben denen, die sich ihm erNacht, so wird er da- geben. zu gebracht. seyn darauf Laßt uns 5. Da der Heiland war befliffen! jauf Erden, ging es feinen Durch viel Creuß und Jüngern gut, aber da der Leiden müssen, die gotts- Feinde Wuth wolte gar fürchtig wollen leben, zum Mörder werden an nach dem Reiche GOttes denselben, furchten sich die streben. Verlag'nen angstiglich. Enda mich, daß ich in diesem Leben bloß mög hiernach streben. 560 Dom Creur der Chriften. Endlich haben sie ihr Le- 459. Mel. JESU meines ben selbst mit Freuden von sich geben, die gefolLebens Leben. Seele. get GOttes Sohne, und wenn wird doch mein JEfus kommen in das wilde Thränen Land? Krone. 6. Ach! so laß uns ihm Plag und Klag hat zugenachgehen, da der Abend nommen, Leid und Neid gehet weg, daß wir bleiben nimmt überhand! wenn auf dem Steg, durch die wird mich mein Heiland letzte Wach' wir sehen grüssen, mir den bittern schon den Blick der Mor- Kelch verfüssen? HErr! genroth, da die Sonn von Du bist mir gar zu lange fern aufgeht. Es fängt nach dir ist mir angst und mun bald an zutagen, wie bang. die Wächter alle sagen: Christus. Es wird keine Nacht mehr 2. Braut, wie bist du so kommen, wenn vollendet versuncken in dem Meer find die Frommen. der Traurigkeit? Ich hab 7. JEfu, du hast durch dir eins zugetruncken, dein Leiden uns geheiligt liebst du mich, so thu Bevor der Stadt: Nun es ist scheid, Lieb' besteht nicht des Vaters Rath, da wir ohne Leiden, Lieb und uns zum Creuß bereiten Leid nicht können scheiauf der kurzen Pilgrim- den. Wer nicht leidet, fchaft; ach! so gib uns liebet nicht: Liebst du allen Kraft, daß wir dei- mich, so leide mit. ne Schmach mit tragen, Seele. 3. Ich hab einen und wenn uns die Fein- schmalen Rücken, warum de jagen, laß uns, HErr! leiden andre nicht? Ich nur nicht verderben, daß soll mich zum Creuß fast wir GOttes Reich er- bücken, andre gehen auf erben. gericht't. HErr! erlaube mir Dom Creun der Chriften. 568 mir zu sagen, daß auch was ich aufleg, folt du andre helfen tragen, mir tragen, es sey wenig oder allein des Creußes Pein viel, weil ichs also haben will fast unerträglich feyn. will. Christus. 4. Frisch ge- Seele. 7. Nun wohlan, wagt, ist halb gewonnen. ich bin zufrieden, JESU, Wer das Creus fein hur- acb! vergib es mir, was ich tig fast, it der Plage bald allzuviel getrieben. Ach! entronnen, fühier kaum das Creuß erschreckt mich die halbe Last. Du musi schier: Doch ins Creuß dich dem Creuß ergeben in ich mich begebe, mit dem dem Sterben und im Lesterbe ich und lebe, es sey ben, rechte Liebe hat kein wenig oder viel, weil es Ziel, niemals ist der Lieb JEfus haben will. zut viel. Chrisius.&. So recht, Seele. 5. Andre wissen also will ichs haben, ist bist nichts vom Leiden, nurdu mein liebes Kind: von lauter Luftbarkeit, Droben will ich dich schon aber ich weiß nichts von laben, hier gedulde rauhen Freuden, nur von lau Wind. Leide du, wie ich ter Traurigkeit: Andern gelitten, fireite du, wie ich gehts nach Wunsch und gestritten: Droben folgt Willen, mich kan nichts die Ehren- Kron, groß und als Wehthun stillen; An- prächtig ist der Lohn. dre haben lauter Huld, ich 460. Mel. Seen dich sehr, o muß leiden ohne Schuld. meine Seele. Christus. 6. Schau, das Wie nach einer Was Kind den ein Hirsch Schweig, und willig dich schreyet mit Begier, also ergib, ich weiß besser, was auch mein'armeSeele ruft dir nutzet, ich wills haben, und schreyt, HErr GOtt, nimms vorlieb! Du darfit zu dir, nach dir, lebendinicht nach andern fragen, gem Gott, sie dursi't und Nu Ver: 562 Dom Creug der Cbriften. Verlangen hat. Ach über mirin der Luft deine wenn soll es doch gesche- Lingestüme brausen, und hen, daß ich dein Antlig über dem Haupt her saus mag sehen? fen. 2. Tag und Nacht mir 5. Alle deine Wafferwomeine Zähren sind wiegen, deine Wellen allzuein SpeifoderBrodt, wensmahl, über mich zusamich das hör mit Beschwer- men schlagen, doch tröst ich den, daß man fragt: Wo ist mich in Trubsal, daß du dein GOTT? Ich schütt helfen wirst bey Tag, daß denn mein Herß gar aus, ich des Nachts fingen mag, dend, wie ich in GOttes dich als meinen Heiland Haus geh mit Leuten, die preise, anruf und anbet lobsingen, hüpfen und vor mit Fleiffe. Freuden springen. 6 GOTT, mein Fels! 3.Mein Seel, was thust will ich denn sagen, wie du dich Francken, was vergisst du mein fo gar, machst du dir selberQuaal? wenn mich meine Feind' Hoff zu GOtt, und thu ge- so plagen, daß ich traure dencken, ich werd ihm dan- immerdar? Ihr Schmäh den einmahl. Der mir Wort und falscher Mund hilft, wenn er nur richt mich bis aufs Gebein verauf mich sein klar Ange- wundt: Denn sie täglich ficht; Mein GOtt, weh ist die Red treiben: Schau, meiner Seelen, die sich grå- wo nun dein GOtt mag inen thut und quälen. bleiben. 4. Denn ich denck an dich 7. Mein' Seel, was thust mein'n HErren, jenseit du dich Francken? Was dem Jordaner Land, und machst du dir selberQuaal; dem Berg Hermon so fer- Hoffzu Gott, und thu genen, auch dem Berg Misar dencken, ich werd ihm dan genannt. Ein Abgrund den einmahl, der mir sein den andern ruft, wenn eil sichtbarlich stellt vor Augen, Vem Crenn der Christen. 563 Augen, und der sich fernerjerretten dich, laß dein Herwird hernach erklären, als ße nur nicht wancken, du den meinen GOTT und wirst ihn noch einmahl HErren. dancken. 461.111.3ion ElagemitAngst 4. Dencke selbsten nur und Schmerzen. zurücke, deine Jugend dich Wund underlich ist GOttes es lehrt: O wie manches Schicken, wunder- Ungelicke hat GOtt schon barlich ist sein Rath, herr- von dir gekehrt; öfters, lich ist doch sein Erquicken, da man hätt' gedacht, du dis erweist zuleht dieThat. würdst in der CreußesWohl dem, der es recht Nacht bleiben liegen und bedenckt, seinen Sinn zuersterben, ließ dich Gott GOtt nur lendt, der wird doch nicht verderben.. sich in seinem Leben Got 5. Nunder groffe GOtt tes Obhut stets ergeben. der Erden, der ist unver2. Also pflegtes GOtt zu änderlich: Woltst du jetzt machen, dieses ist fein alter verzaget werden, als solter Brauch; über die sein An- nicht schüßen dich? Nein! gen wachen, die betrübt sein werthes Vater- Herk und kränckt er auch, stößt bricht ihm noch in deinem im Jammer, Angst und Schmerz: ja, wies eine Noth, die er doch bald aus Mutter kråncket, so dein den Koth will erhöhen, GOtt an dich gedencket. hoch versehen, und anSeel 6 Also fehlts auch nicht und Leib ergößen. am Können, GOTTkan 3. Dis bedenck, du meine machen was aus nichts: Seele! wenn ben dir die Drum läßt er sich mächtig Noth bricht ein, und dich nennen, wenn er redet, so ja nicht selbsten quale, als geschichts. Nimmt die folt'st du verlassen seyn. Noth schon überhand, doch GOTT spielt mit dir GOtt Mittel sind bekant, wunderlich, herrlich zuwie er könne dich erlösen Nn 2 wider $ 64 Vom Creug der Cbriften. wider all' Vernunft vom wohl kennest, desto mehr Bösen. auch Vater nennest. 10. Er will deine Anmehren, welche 7. Hör auch, was dir GOTT versprochen hier dacht und dar in seinem Wort, font fast falt und todt: Er das hält er dir ungebro- vill gern das Lob anhdren, chen, so gewiß, als er dein so du nach erlittner Noth Hort. Himmel und die Ihm, als der dein LebensErd vergehn, GOttes Fürst, noch erfreuter geWort muß doch bestehn. ben wirst, wenn du troitDrum nur GOttes Zusag/ reich wirst erblicken GOt trauc, aufsein Macht und tes herrliches Ergunden. Gnade baue. 11. Drum so lasse GOtt 8. Doch, mein Herz nur walten, ob du manchnoch dieses wisse, Gott ist mat harren mui, Er wird auch ein weiser Mann, dennoch bey dir halten, denck nicht, daß er helfen deine Sloth ist ihm bewust, müsse plößlich, da er het die Er so genau abmißt, fenkan. Wunderlich fügt daß auch aller Feinde List er die Zeit, wenn er wen- dir lein Härlein mag beden will das Leid, wennrühren ohne GOTT, fie ers herrlich will ausfüh- muß verlichten. ren, unser Haupt mit Gnaden zieren. 12. Nun, mein JEfu! fey gelobet; freylich bist du 9. Hälts GOTT nun mir getreu, ob das Creuvor dir verborgen, wenn, Bes- Meer schon tobet, ist wie, wo er helfen will, doch deine Hand dabey. mach dir darum keine Stärd nur meine ZuverSorgen, sey nur in dem sicht, daß sie vest auf dich HERREN still. Er gericht: Wunderlich will sehen, ob auch veswirst du's noch schicken, fich dein Herz auf ihn ver- herrlich dein Kind zu ers läst: Erwill, daß du Ihn/ quicken. IX. Vom 565 Dom geiftlichen Rampf. IX. Vom geistlichen Kampf. Dh 462.M. O Jefu Chrift, du zc. in meiner Bangigkeit sonst ch GOTT! der Sa- ohne Trost vergehen, ach! tan giebt mir ein, dujeil, und sich mich gnádig wollst der Sünden wegen an, daß ich mich wieder mir forthin nicht mehr freuen kan, so will ich, gnädig seyn, ja seyst mir HErr! dir dancken. gang entgegen, rufii alle 463 m.wohl dem der sich sc. Creatur herbey, daß fie[ uf! Christen- Mensch! A zur Rache fertig sey, mich ewig zu verderben. auf, auf zum Streit! auf, auf zum Ueberwins 2. Du wirst mich ja nicht, den, in dieser Welt, in dieliebster GOtt! von deiner ser Zeit ist keineNuh zu finGnade scheiden, dein Sohn den. Wer nicht will streihat ja durch seinen Todten, trägt die kron des ewund ausgestandnes Leiden gen Lebens nicht davon. vertilget meiner Sünden 2. Der Teufel komt mit Schuld, und mir hinwie- seiner List, die Welt mit der Gnad und Huld durch Pracht und Prangen, das sein Berdienst erworben. Fleisch mit Wollust, wo 3. Drum gib mir einen du bist, zu fällen dich und Gnaden- Blick, ich weiß fangen, streitst du nicht sont nicht zu bleiben, ver- wie ein tapfrerHeld, so bist treib des Teufels böse Tück, du hin, und schon gefällt. und lehre mich vest glau 3. Gedencke, daß du zu ben, daß Du mein Freund der Fahn dein's Feldherrn und Bater seyft, der alle haft geschworen; Dend Gnade mir erweit, um ferner, daß du als ein Man JEfu Chrifti willen. zum Streit bist auserkoh4. Ach stell dich nicht so'ren: Ja dencke, daß ohn lange Zeit als wolt'it du Streit und Siegnie keiner mich nicht sehen, ich möcht zum Triumph aufstieg. Nn 3 4. Wie $ 65 Dom geistlichen Kampf. 4. Wie schmählich its 8. Werüberwindt, be wenn ein Soldat dem kommt Gewalt, mit Chris Feind den Rücken Fehret, to zu regieren, mit wie schändlich, wenner sei- Macit die Bölcker manne Stadtverläßt, und sich nigfalt in einer Schnur nicht wehret; Wie spott- zu führen: Wer überlich, wenn er noch mitFleißwindt, bekommt vom aus Zagheit wird dem HErrn zum Feld- Panier Feind zum Preiß. den Morgenstern, 5. Bind an, der Teufel 9. Ber überwindt, soll ist bald hin, die Welt wird ewig nicht aus GOttes leicht verjaget, das Fleisch Tempel gehen, vielmehr mußendlich aus dem Sin, drinn wie ein Englisch wie sehr dichs immer pla- Licht und güldne Säule get; O ew'ge Schande stehen, der Name GOt wenn ein Held vor diesenstes, unsers HErrn, soll dreyen Buben fällt. leuchten von ihm weit und 6. Wer überwindt, und fern. kriegt den Raum der Fein 10. Wer überwindt, soll de, die vermessen, der wird auf dem Thron mit Chris im Paradies vom Baumsto JEfufißen, soll glänzen des ew'gen Lebens effen: wie ein GOttes Sohn, Wer überwindt, den soll und wie die Sonne blikein Leid noch Tod be- ßen, ja ewig herrschen und rühr'n in Ewigkeit. regiern, und immerdar 7. Wer überwindt, und den Himmel ziern. feinen Lauf mit Ehren kan 11.Softreitdenn wohl, vollenden, dem wird dersstreit keck und kühn, daß du HErr alsbald darauf ver- mögst überwinden; streng borgnes Manna senden, an die Kräfte, Muth und ihm geben einen weisen Sinn, daß du dis Gut Stein, und einen neuen mögst finden. Wernicht Namen drein. will streiten um die Kron, bleibt Vom geiftlichen Kampf. 567 bleibt ewiglich in Spott Wer hier kriegt, nie er= und Hohn. liegt, sondern unterm Creuße fiegt. 464. Mel. Meine Zofnung 5. Diesen Sieg hat auch stehet veste. empfunden vieler Heilgen Auf ihr Christen, Chri- starcker Muth, da ſie hafti Glieder, die ihr noch ben überwunden frölich hangt an dem Haupt; auf, durch des Lammes Blut. wacht auf! ermannt euch Sollten wir denn allhier wieder, eh ihr werdet hin- nicht auch streiten mit geraubt. Satan beut an Begier? den Streit Christo und 6. Wer die Sclaverey der Christenheit. nur liebet in der Zeit und 2. Auf! folgt Christo, eu- Ewigkeit, und den Sunrem Helde, trauet seinem den sich ergiebet, der hat starcken Arm, liegt der wenig Luft zum Streit: Satan gleich zu Felde mit Denn die Nacht, Satans dem ganzen Höllen- Macht, hat ihn in den Schwarm; sind doch der Schlaf gebracht. noch vielmehr, die da stets sind um uns her. 7. Aber wen die Weißheit lehret, was die Frey3. Nur auf Christi Blut heit für ein Theil, dessen gewaget, mit Gebet und Herz zu GOtt sich kehret, Wachsamkeit, dieses ma- seinem allerhöchsten Heil, cher unverzaget, und recht sucht allein ohne Schein tapfre Kriegesleut: ChriChrifti freyer Knecht zu sti Blut giebt uns Muth seyn. wider alle Teufels- Brut. 8. Dennvergnügt auch 4. Christi Heeres Creu- woldas Leben, so derFreyRes- Fahne, so da weiß undheit mangeln muß? Wer roth gesprengt, ist schon auf sich GOtt nicht gant ergedem Sieges- Plane uns ben, hat nur Müh, Angst zum Trofte ausgehengt: und Verdruß: Der, der №n 4 Friegt 568 Vom treiftlichen Rampf. kriegt recht vergnügt, der 2.Nun kan ich nicht mehr sein Leben selbst befiegt. traurig fenn, weil der Be9. Drum auf! laßt uns herrscher aller Schmerüberwinden in dem Blute Ben, das Wort, mir nahe JEfu Christ, und an unsre ist in meinem Mund und Stirne binden sein Wort, Herzen, und dringt als so ein Zeugniß ist, das uns Sieger auch in meine deckrunderweckt, und nach Kräfte ein. GOttes Liebe schmeckt. 3. Was grámt und küm10. Unser Leben seyver- mert man sich doch, daß borgen mit Christo in Satans Kraft sich bey uns GOtt allein, auf daß wir findet? ist der nicht auch in an jenem Morgen mit uns, der seine Regung bina ihm offenbar auch seyn, da det, dein Josua, dein Fürst, das Leid dieser Zeit wer- und Ueberwinder noch? den wird zu lauter Freud. 4. Sein Sieg ist noch 11. Da GOTT seinen nicht ganz geendt, Er treuen Knechten geben'kämpft und siegt in unwird den Gnaden- Lohn, serm Geiste, die Heldenund die Hütten der Ge- kraft, die er in dieser rechten stimmen an den Welt beweiste, die ruhet Sieges- Ton; Da für nicht, bis er die Seinigen wahr GOttes Schaar ihn vollend't. wird loben immerdar. 5. Wenn ihm nun alles 465..Rommt, feyo gefaßt. unterliegt, da solt du dein as Leben unsers Ko- Triumphs- Lied singen, nigs fiegt, und hat sich und felt mit Freuden dich durch den Tod geschwun- durch alle Himmel schwingen; Wie höchst- erfreulich gen, weil auch der letzte ists, daß es so wohl gelun- Feind, der Tod, wird seyn gen, und daß der Drachen- besiegt. Kopf vor seinen Füssen 6. Nur frisch im Glauliegt. ben fort gekämpft, wenn fich Vom geiftlichen Rampf. 589 fich die Schlange bey dirsim Blut des Lammes werreget, und nur getreft den den ein Opfer, das geheiFuß auf ihrem Kopfbewve- ligt Dir, erkauft sey von get: so wird ihr schnödes der Laft der Erden, haft du Gift durch solchen Muthuns nicht vons Feindes gedámpft. Hand erlöst? Wie komts, 7. Inzwischen nimmt daß uns nicht diese Hülfe das Leben zu, und grunt tröst't? gar lieblich durch die 2. Wir waren wie ver Kräfte, der herbe Sturm irrte Schaaf, die Tod und und Streit bewegt die Le- Höll in sich verschlungen, bens- afte, und wircket des Feindes Pfeil die Hermit zur Frucht der süssen gen traf, der Schlangen Sabbaths- Ruh. Gift hatt' uns durchdrum8. Du, Gott, durch- gen, der Drache tob' und dringst die Erde gang, daß herrschte in dem Sinn, fie die Rauhigkeit verlich durch Lucifer im Stolk zu ret, und man gar süffe reiffen hin. Kraft in ihren Früchten 3. Mit diesen Feinden spüret, weil unser Erd- hatte sich das Thier in uns reich fühlt des Himmels zum Sieg vereinet, die reinen Glanh. Hölle hatt' uns dürftiglich 9. Gelobt sey GOTT zu halten immerdar verschon in der Zeit, der uns mennet, da lagen wir, erdie Freude hat gegeben, kannten uns selbst nicht, daß, wenn man in sich noch die Gefahr, verfinspürt die Kraft des Todesstert ohne Licht. leben, man auch im Glau- 4. Nun offenbahr dich, ben fühlt des Lebens Tapf- JEsu, bald in uns, desVaferkeit. ters Werck zu enden, daß 466.mel.Preiß, Lob, brac. du in armer Knechts- Ge Dein Erbe, HErr! liegt stait des Feindes Kercker vor Mn 5 zera 570 Dom geiftlichen Rampf. zertrit, zerknirsch und treib 8. Nun müsse Heil und ihn aus, befreye gang von Macht und Kraft dir ihm dein Tempel- Haus. GOTT und deinem Chri5. Ach! HErr des Le- stus werden, der den bens, äußre dich mit voller aus deinem Himmel schaft, Starcke in den Deinen, die so uns und deiner Weide Tag und Nacht schreyn Heerden verklagt vor dir; angstiglich, bis du, als HENR! räche deine Retter, wirst erscheinen; Freund', die dir den Wir halten an, bis daß Ruhm zu geben sind gedein Ja- Wort kommt, den mennt. ganßen Sieg und Durch- 9. Halt uns ins Enge, bis bruch) uns bestimmt. uns mag die Tauf im 6. Schau, wie so vieldie Geist und Feu'r durchzieSchlang anläuft mit ih- shen; Der blutge Kampf ren trüglich glatten Wor- das Leben wag, gant aus ten? Wie oft fich die Be- der Eigenheit zu fliehen, zu stürmung häuft, und stehn vor dir entblößt, rein manches schon ist mächtig arm und frey, daß nichts worden; laß dein Gericht dem Feind da zu betasten nur über sie fortgehn, daß sey. fie sich gang muß ausgestoffen sehn! 10. So gehn wir durch die enge Thür, die du vor 7. O daß wir unser Le- uns wollst offen geben, zu ben nicht lieb hätten, auch dringen mit Gewalt zu bis in das Sterben! Odaß dir, geniessen das Erder Kampf schon war ber- lösungs- Leben, so uns richt, im Blut des Lamms, bey GOTT, ins Heilig von seinen Erben! Dusthumes Stadt, MelchiBergog, führ doch aus sedech im Blut erfunden den schweren Krieg! wir hat. glauben, daß in dir nichts ift, als Sicg. 11. Ja, Amen! JEsu, treuer Zeug, wer dürst, der glaubt, Vom treiftlichen Rampf. 371 glaubt, wer glaubt, der 2. Wer solte ohne Kampf nimmet, wer nimmt, der wolfiegen? Die Tapferkeit hat das Freuden- Neich, kan nicht bestehn, wenn weil die geschmückte Lam- man nicht will zu Felde peglimmet, fo gehn wir ein liegen, und einen ernsten ins Brautgams Hochzeit- Streit angehn. Der Feind Haus, da ist die Lieb, die in, wenn GOtt Kraft ver theilt nur Liebe aus. liehen, flugs da, der sich 12. Noch eins, HErr! jihr widerseßt: Da soll bitten wir von dir, daß man ja den Schlaf recht wenn der Sieg ist ausge- fliehen, wennSatans Heer bohren, der Arg' uns denn die Schwerdter weht. nicht mehr berühr, und 3.3war drückt den Palmewig hab' sein Recht ver- Baum wol zur Erden gar lohren; nach solchem Sieg oft ein Centner- schwer soll dein Boldk williglich Gewicht, der doch nicht im heil'gen Schmuck dir unterdrückt kan werden, er opfern ewiglich. fehet wieder aufgericht't: so wird die Tugend auch gedrücket, daß fie fast als in Zügen liegt, bald aber Die Tugend wird durchs wird die Starck erblicket, wenn sie mit Macht den ohne das kan sie nicht seyn; Feind besiegt. wenn sie nicht oftmahls 4. Sie kan zu hohen wird betrübet, so merdt Stuffen kommen, wenn man gar nicht ihren sie im Streit geübet it; Schein. Sie muß im Creuß ist der Weg, den alle Creuß die Starcke zeigen, Frommen erwählen; wer die sie verborgen in sich sich selbst vergißt, und eilet hat, daß sie den könne un zu den Ewigkeiten, wird terbeugen, der ihr nach- durch des Vaters Hand stellet frich und spat. geführt, der ihn durchs Creuß 467, Melod. Derliebres Lust- Spiel zc. 5.72 Vom treiftlichen Kampf. Creuß fucht ju betreten, schen bang: Er will den eh er ihn mit der Krone Muth darnieder schlagen, ziert. orum wagt er alles, was 5. Denn GOtt hat une er kan, und läffet nicht bald nicht führen wollen durch ab zu plagen, zu fällen ihn einen Weg voll Zártlich auf rechter Bahn. Feit, worauf wir emfig 8. Doch wie er viel gelauffen sollen, in der so kur- schlagen nieder, so wird er Bens Pilgrims- Zeit, zum auch gar oft besiegt, wenn Leben, das da ewig wah- man ermannt die matten ret, wo Streit und Kampt Glieder in GOTT, und entfernet ist, und wo man tapfer ihn bekriegt. Der recht die Ruh erfährer in Glaube muß ihm widerGOtt, der alles Leid verstehen, und hat in sich die GOttes- Macht, der Sa6. Darum, wen GOtt tan muß vor ihm bald gezum Kinderkläret, der hat hen, wenn man sich waam Satan einen Feind, chend nimmt in mt in acht mit dem sein Kampf stets 9. OJEsu! der du mir wird vermehret, weil ers erworben Heil, Kraft und gewiß mit Ernste meynt: Leben durch den Tod, da er blåst ihm durch sein du am Creußes Stamm giftges Hauchen oft Lüste gestorben, nach ausgemancher Laster ein, und standner vieler Noth: weiß sich groffer Lift zukomm mir zu Hülf, und brauchen, daß er mog Ule- schaffe Leben in mir, und berwinder ſeyn. turte meinen Feind, der 7. Denn wie GOtt auf über mich fich will erhewärts führt zum Leben, so ben, wenn mir dein Licht führt der Feind zum Un- nicht helle scheint. tergang: Er sucht mit 10. Floß immer in mich Grimzuwiderstreben, und neue Kräfte, damit ich macht den armen Men- hang an deiner Brust, und tödt 573 Dsm aeistlicben Rampf. tödt in mir all mein Ge- daß ich mög überwinden schäfte, dein Friede bleibweit. mir nur bewut: starck du, 3. Du hast, o Helb! ja mein Held, mir selbst den überwunden, gib mir auch Glauben, und zich meinleberwindungs- Straft, Aug auf dich nur hin, sound laß mich in den wird mich wohl der Feind Kampfes Stunden ere nicht rauben, weil du in fahren, was dein Leiden mir, ich in dir bin. 3 468. In eigener mel. schaft, dadurch du alles haft befieget, daß unter u bist ja JEsu! meine deinen Füssen lieger Welt, denn mein Herz betritbt? Tod: mun mach sie auch) Kan denn die Freud auch an mir zu Spott. bey der Leide seyn in dem 4. 3d trau allein auf Hergen, daß dich liebt? Ach deine Gnade, die mir dein ja, mein JESU! wenn theures 2ort verspricht: ich übe mein Herz in dei- Es fagt: Daß nichts den ner füffen Liebe, so zeigt Deinen schade, weils nie sich solche Freud oft an, an deiner Kraft gebricht. die keine Zung ausspre- Nun hatdu mich ja angechen kan. nommen, als ich bin fle 2. Weil aber noch nicht hend zu dir kemmen: Es gang gedämpfet in mir hats mein Herz ja wohl mein boses Fleisch und gespire, als es dein GnaBlut, und noch der Geist den- Blick gerührt. dawider kämpfet, wird 5. Weil ich denn nun oft dadurch gekrånckt der an deinem Leibe ein Glied, Muth. Drum leg ich wiewol miwürdig, bin, so mich vor dir mit Fleben, gib, daß ich stets in dir mein Heil! laß Hilfe mir bleibe, und in mir habe geschehen; und stärke deinen Sinn; Laß mich mich in diesem Streit, nicht andre Helfer suchen, laß $ 74 Dom geistlichen Rampf. laß falsche Lüste mich verzählt, die er aus fich geboh. fluchen, besige du mein ren: Wer will die Kraft, Herß allein, dein Leben die alles schaft, und Chris laß mein Leben seyn. sti Macht ergründen, da 6. Gib, daß ich mich in durch wir überwinden. dir stets freue, weil dein 3. Ich sprach: Ich bin Herß mich beständig liebt; ein schwaches Kind, wie Doch auch daben kein Lei- alle Menschen- Kinder, das den scheue, als welches in sich kein Vermögen meinen Glauben übt, und findt, ich bin ein armer macht, daß ich viel stärker Sünder: Ach GOtt! giv ringe, und immer nåher Rath, gib Will'n und in dich dringe, bis endlich That, und laß mich Gnanach besiegter Pein, in de finden, so kan ich über mir wird lauter Freude winden. feyn. 4. Ich war ein Mensch vollEigensinn, voulEigen469. M. Was GOtt thut, lieb und Ehre; Ich lebte das ist wohlgethan. nach den Lüsten hin, und & in Chrift, ein tapfrer nicht nach Christi Lehre. Krieges Geist, voll Kraft und bins nicht mehr, ich streite Starcke, verleugnet sich, mit den Sünden, und will bezwingt die Welt, zer- fie überwinden. stört des Satans Wercke, 5. Kommt mir die alte kämpft innerlich und äuß- Bosheit ein, und will noch ferlich, mit Teufel, Welt lieblich schmecken; soll und Sünden; und kan JEsu Leiden, Creuß und doch überwinden. Pein mich heilsamlich er2. Ich habe mich vor- schrecken: Die süsse Lust in längst gequält, und gab meiner Brust, die liebsten auch schier verlohren, bis Busen- Sinden, die will GOtt mich zu der Zahlge- lich überwinden. 6. Will Vom geistlichen Kampf. 575 6.Will Menschen- Furcht Flügeln decken! Ist er ers und Menschen- Gunst boßt, ich bin getrost; Leid oder Freude machen, GOTT kan den Satan so herß ich die verschmähte binden, und ich kan überKunst, verachte Drohen, winden. Lachen; Ihr Haß und 10. Will er in falscher Gunst ist latter Dunst, Heiligkeit sich als ein Enund Blätter auf den Lin- gel stellen, und sucht durch den, drum will ich über- zugelas'ne Freud den winden. d& chwachen Tritt zu fällen; 7.Lebich in freter Tray- ferblick ich nur die Schlanrigkeit, sind wenig gute gen- Spur, und geh nicht Stunden in meiner gan- wie die Blinden, so kan idy Bensebens- Zeit; Ich habe überwinden. GOtt gefunden: Dertro 11. Ja muß ich mit stet mich gar süßiglich, der dem höchsten Pfand, mit kan den Schmerß verbin- GOTT, wie Jacob, rinden; und ich will über- gen, so will ich durch die winden. Glaubens- Hand den Al8. Die Welt, mit aller lerstärksten zwingen, kan Schmach und Hohn, be- sich zur Stund aus ſeinem fordert mich zu Ehren: sie Mund nicht bald den muß an meiner Ehren- Trost empfinden, noch will Kron die Edelsteine meh- ich überwinden. ren; wenn wider mich 12. Hålt mir mein GOtt blut- durstiglich viel hun- die Augen zu, kan ich nicht dert tausend stünden, soweiter sehen, als was ich woit ich überwinden. gegenwärtig thu; so laß 9. Der Teufel in dersichs gern geschehen. Komt Löwen- Haut wird meine die Bernunft mit ihrer Seele schrecken, GOTT Zunft in ausgeschmückten will das Küchlein, seine Gründen, denn muß ich Braut, mit Allmachts- überwinden. 13. Mir $ 76 Vom geiftlichen Rampf. 13. Mir geht der Todjarmer Geist noch so ge nicht bitter ein, ich bin bunden ist. Mach des schon längst gestorben, er Philifters Strick und Tüfoll recht Zucker- füffe seyn: de ganz zuSchanden; weil Das Haus wird nur ver- du mein Goel nur, und dorben, GOTT muß den auch mein Simson bist. Gaft der Erden- Last auf Zerbrich, zerschlag, zerreiß, solche Art entbinden, das und mach mich durch den hilft mir überwinden. Sohn zum recht Gefreye 14. Bisher hab ich mich ten, vor deinem Gnadenselbst bekriegt, und hatte Chron. viel zu schaffen; Gottlob! 2. Ach Gott! erst war die Welt ist bald besiegt, ich recht ein Sclave aller mit meinen Glaubens- Sünden: Doch dein Ere Waffen, ich lieg im Sarg barmen hat mich davon und bin doch stard, verget fren gemacht. Nun wollen se, was dahinden, will al- fich aufs neu ſubtile Strie les überwinden. de finden. Ach so wird 15. Das Kleinod ist mir doch mein Fuß zuletzt ins vorgesteckt: Ich soll nur Garn gebracht! O Bater, tapfer kampren; Drum mach mich frey, stell mich bleibt mein Arm stets auslauf weiten Raum, daß sich gefirect, mit GOTT den mein Geist ausbreit' als Feind zu dámpfen; Nurvie ein Cedern- Baum. unverzagt, und frisch ge- 3. Was zieht mich niewagt, ich sel die Krone derroarts, daß ich nicht kan binden, drum will ich auffliegen? Was macht überwinden. mich denn so matt in meinem Christen- Lauf? Ach! welch ein Bley- Gewicht Entbinde mich, mein seh ich noch in mir liegen: 470. In eigener Mel. von allen mei- das drückt nen Banden, womit mein wärts, und läßt mich nicht mich hin vom geifflichen Rampf. 577 hinauf. O! woher krieglfinden, so war es french ich Kraft, von allem los zu gut, wenn ich da könt alseyn? so fren und los ge- lein mich gänzlich von mir macht, als wie ein Voge- selbst und meiner Last ente lein. binden, daß ich auch oh4. Ach dieser Todes- Leib ne mich könt recht alleine beschwert die arme Seele, seyn; Doch nun trag ich die Hütte drückt den Geist, mit mir mein arges Fleisch der drein gebunden fiegt. und Blut, das in der EinO wer macht mich doch samkeit auch nimmer in frey aus dieser Sünden mir ruht. Hole! Daß mein Berlan 7. Gedancken plagen gen Luft und freyen Zu- mich, und tolle Phantagang kriegt. Durchbre- seyen, Zerstreuung mane cher! brich doch durch, und cherley, die Schwermuth mach mich völlig frey, daß der Natur die kommt - mein Geist nicht, wie ich noch wol dazu. Ach! wer mehr so gefangen sey. wird mich befreyen? Wer 5. Ich weiß, ich liebezeigt zur Freyheit mir Dich; Doch soll ichs recht die rechte sichre Spur? bekennen, noch lange nicht Ich Armer, ach! wie lang fo viel, als meine Seel be- soll ich gebunden seyn? gehrt: Es ist noch was in Wenn schau ich durchs mir, ich kan es selbst nicht Gesetz der vollen Freyheit nennen, das öfters. mei- ein? nen Geist in deiner Liebe 8.DieEigenliebe schleicht stöhrt. Ach fündich, denck sich oft in meine Glieder, ich oft, doch nur ein Náu- und stöhrt durch ihren melein, da ich ganz un Trieb mir ofters alle Ruh: gestöhrt dich möchte tie- Dis schlägt die Freudigbend seynz: keit der Seelen mächtig 6. Such ich die Einfam- nieder: Kaum thut das keit, und meyn es da zu Herß sich auf, so schließt 578 Dom geistlichen Rampf. sichs wieder zu. Soll 471. In eigener Mel. Licht und Finsterniß denn Es kostet viel, ein Christ stets im Wechsel seyn? zu seyn, und nach dem Wenn kommt mein vol- Sinn des reinen Geistes les Licht und steter Son- leben, denn der Naturgeht nenschein? es gar sauer ein, sich im9. Ach GOtt! entbin- merdar in Chrifti Tod zu de mich von allen meinen geben, und ist hier gleich Banden! Und was mich ein Kampf wohl ausge noch subtil im Fleisch ge richt't, das machts noch fangen hält; Ist das nicht nicht:: bid, on cal schon genung, wenn eines 2. Man muß hier stets nur vorhanden, das mich auf Schlangen gehn, die noch binden kan in dieser ihren Gift in unsre Fersen Sünden- Welt? Soll ich bringen, da kostets Müh, gebunden seyn, so binde auf seiner Hut zu stehen, deine Treu mein armes daß nicht der Gift kan in Herß, auf daß ich dein die Seele dringen: Wenn Gefangner sey. mans versucht, so spurt 10. Wen deine Liebe man mit der Zeit die bind, ist nicht ein Knecht Wichtigkeit:,: der Sünden; Er bleibt in 3. Doch ist es wohl der Banden auch ein rech- Mühe werth, wenn man ter freyer Mann. Mein mit Ernst die Herrlichkeit Abba! so will ich mich erweget, die ewiglich ein gerne laffen binden, wenn solcher Mensch erfährt, ich dein freyes Kind der sich hier stets aufs auf ewig bleiben kan. Himmlische geleget. Es Nur mach mich von mir hat wohl Müh, die Gnafrey, und von der argen de aber macht, daß mans Welt: Daß meine edle nicht acht:,: Seel ihr Freyheits- Recht behält. 4.Man soll ein Kind des Höchsten seyn, ein reiner Glank Dom geistlichen Rampf. 579 Glank, ein Licht im groß wie lieblich wird es doch sen Lichte, wie wird der mit JESU leben! nichts Leib so starck, so hell und höher wird an Kraft und rein, so herrlich seyn, so Würde seyn, als GOtt lieblich im Gesichte, die allein:,: weil ihn da die wesentliche 8.2luf, auf, mein Geist! Pracht so schöne macht:: lermüde nicht, dich durch 5. Da wird das Kind die Macht der Finsterniß den Bater sehn, imSchau- zu reissen: was sorgest en wird es ihn mit Luß du, daß dirs an Kraft empfinden, der laut're gebricht? Bedencke, was Strohm wird es da gang für Kraft uns GOTT durchgehn, und es mit verheissen; wie gut wird GOtt zu einem Geist ver- sichs doch nach der Arbeit binden. Wer weiß, wasruhn, wie wohl wirds da im Geiste wird ge- thun:,: schehn: Wer mags verstehn?:,: 472. In eigener Mel. 6. Da giebt sich ihm die Gahre fort:: Zion, fahWeisheit gant, die es die es ab re fort im Licht, mache hier stets als Mutter hat deinen Leuchter helle, laß geſpürt, fie kronet es mit die erste Liebe nicht, suche ihrem Perlen- Crang stets die Lebens- Quelle; und wird als Braut der Zion dringe durch die enge Seele zugeführet. Die Pfort, fahre fort:,: Heimlichkeit wird da 2. Leide dich:,: Zion ganz offenbar, die in ihr leide ohne Scheu Trübsal, Angst mit Spott und war:: 7. Was GOtt genießt Hohne, sey bis in den Tod genießt es auch, was GOtt getres, siehe auf die Lea besitzt, wird ihm in GOtt bens- Krone: Zion, fühlest gegeben, der Himmel steht du den Schlangen- Stich, bereit ihm zum Gebrauch: leide dich:,: 00 2 3. Folge 580 Vom geistlichen Kampf. 3. Folge nicht:: Zion 7. Halte aus: Zion folge nicht der Welt, die halte deine Treu, laß dich dich suchet groß zu ma- ja nicht laulicht finden, chen, achte nicht ihr Gut Auf! das Kleinod rückt und Geld, nimm nicht herben, auf! verlasse, was an den Stuhl des Dra- dahinden: Zion, in dem chen: Zion, wenn sie dir letzten KampfundStrauß, viel Lust verspricht, folge halte aus:,: nicht:: 4. Prüfe recht:,: Zion 473. In eigener Mel. prife recht den Geist, der Seele. dich ruft zu benden Seiten, Hilf, JESU! hilf fie thue nicht, was er dich gen, und laß mich heist, laß nur deinenStern nicht liegen im Kercker der dich leiten: Zion, beyde Simden, laß Gnade mich das, was krumm und finden, o JESU! mein schlecht, prüfe recht:,: Licht! ich lasse dich nicht. 5. Dringe ein:: Zion JEsus. 1. Ich helfe dir dringe ein in GOtt, stir- fiegen, und lasse nicht lie de dich mit Gent und Le- gen dich Armen im Kampf ben, sen nicht, wie die an- fen, ich helfe dir dampfen dern, todt, sey du gleich die Sünden- Begier, o den grünen Reben: Zion glaube nur mir. in die Kraft, für Heuchet Schein, dringe ein:: Seele. 2. Errette die Seele, und gib mir doch 6. Brich herfür:,: Zion Oele; Laß mich nur im brich herfür in Kraft, weil Wesen der Gottheit genes die Bruder- Liebe brensen, o JEfu! hilf mir, ich net, zeige, was der in dir schreye zu dir. schaft, der als deine Braut Jesus. 2. Ich höre dein dich kennet: Zion durch die Flehen, und habe gesehen dir gegebne Thür brich dein Elend im Herzen, die herfür:,: bittere Schmerzen, nun bin Dom geistlichen Rampf. 581 bin ich bereitzu helfen im JEfus. 5. Wer mir Ctreitas! wird nachgehen, und auf Secle. 3. Laß mich recht mich stets sehen, thut richeindringen, HErr, laß estige Schritte, und ob er gelingen, ach! laß mich gleich glitte, so irret er nicht fallen, erhöre mein nicht, ich bin ja sein Licht. Lallen, verstoffe mich nicht Seele. 6. Gib Einfalt in deinem Gericht. und Wahrheit, die götts JEfus. 3. Mein Herbeliche Klahrheit durchleuch steht offen, durch Glauben te mein Herze, so weichet und Hoffen wird dir es ge- der Schinerke: Ich sulingen, so must du eindrin- che allein den göttlichen gen: Wer glaubet, wird Schein. nicht vom Bater gericht't. JEsus. 6, Kehr einSeele. 4. Wenn du wärts die Sinnen, daß mich wilt hassen, wo wolt mögen zerrinnen die Bilich mich lassen? HErrdasse der der Dinge, stets bete die Sünden doch einsten und ringe, so findest du verschwinden, gib Gnade hier die Einfalt in mir. für Recht, so bin ich dein Knecht. Seele. 7. Ich warte vom Morgen zum Abend, JEfus. 4. Wie wolt ich und Sorgen stets ångsten dich haffen? wie könnt ich die Seele, die Nächte ich dich laffen? Ich habe em- zähle. HErr, komme in pfunden viel Schmerzen Eil, und zeig mir dein und Wunden im Leiden Heil. an mir, aus Liebe zu dir. JEfus. 7. Durch WarSeele. 5. HErr, höre ten vom Morgen zum mein Girren, und laß Abend mit Sorgen, kan mich nicht irren, gib richti- man mich nicht finden, ich ge Schritte, und wenn ich laß mich nicht binden: dich bitte, verbirge dich Sen stille in dir, so kommst nicht, o JEfu, mein Licht! du zu mir, 003 Seele. 582 Dom geistlichen Kampf. Seele. 8. HErr, gib mir meiner Armuth seyn geden Segen: In finsteren richt't. Wegen läst du mich jetzt 2. Schaue her, ich fühle gehen, ich bleibe vest ste- mein Berderben, laß mich hen, und ringe mit dir, er in deinem Tode sterben; gib dich nur mir. O! fonte doch in deiner JEfus. 8. Die also im Pein die Eigenheit ertödRingen sich um mich vestet seyn. schwingen, empfangenden 3. Du wolleft, JESU! Gegen und Licht auf den meinen Willen mit der Wegen, wie Jacob das Gelaffenheit erfüllen; Licht bey Pniel anbricht. brich der Natur Gewalt Seele. 9. HErr, laßlentzwey, und mache meidich gewinnen, wenn nen Willen frey. gleich auch zerrinnen die 4. Ich fühle wohl, daß Kraft und Vermögen, ich dich liebe, und mich in doch hoff ich zu fiegen, deinem Wege übe; Nur ich halte, HErr, dich, ach ist von der Unlauterkeit segne du mich! die Liebe noch nicht ganz JEfus. 9. Dir ist es ge- befrent. hungen, du hast mich be- 5. Ich muß noch mehr zwungen, in Liebe zu ge auf dieser Erden durch deiben die Kräfte zum Leben, nen Geist geheiligt wer das glaube du mir, ich den; Der Sinn mußtiefe Schencke mich dir. fer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 474. M. 3euch meinen Geist 6. Ich weiß mir zwar 0 Err2c. nicht selbst zu rathen, hier Hier legt mein Sinn ſich gelten nichts der Mens wer macht Geist sucht seinen Ur- das Herz wohl selberrein? sprung wieder: Laß dein es muß durch dich gewür erfreuend Angesicht zulket seyn. 7.Doch Dom geistlichen Kampf. 583 7. Doch kenn ich wohl und fühle, daß es Wahrdein treues Lieben, du bist heit ist, daß du, mein noch immer treu geblie- GOtt, die Liebe bist. ben: Ich weiß gewiß, du 475.M. OJEsu du bist mein stehst mir bey, und machst und ich will ic. Menschenmich von mir ſelber frey. Kind, ach! daß mir lich kämpfen, und stets die meine Sünd, die schwere falsche Regung dámpfen, Todes- Bürde, doch abgebis du dir deine Zeit ernommen würde: ach! daß siehst, und mich aus solchen ich von der Last des Fleis Neßen ziehst. sches, die mich drücket, und 9. In Hoffnung kan ich meinen Geist ersticket, befrölich sagen: Gott hat käme Ruh und Rast. der Höllen Macht geschla- 2. Mein GOtt! wenn gen; GOtt führt mich aus hilft Du mir? Wenn dem Kampf und Streit in zeuchst du mich zu dir? seine Ruh und Sicherheit. Wie lange soll das Leben 10.Drum will die Sor- des Fleisches widerstreben gen meiner Seelen dir, dem edlen Geistes- Trieb? meinem Bater, gang be- Wie lange soll ich leiden fehlen; ach! drücke tief invas mich und dich kan meinen Sinn, daß ich in scheiden, des Fleisches dir schon selig bin. Werck und Lieb? II. Wenn ich mit Ernst 3.JESU, mein HErr, hieran gedencke, und mich und GOtt, du meines Toin deinen Abgrund sencke, des Tod, du meines Leso werd ich von dir ange- bens Leben, wenn wilt du blickt, und mein Herz wird dich erheben? steh auf, ervon dir erquickt. hebe dich! Ertödt in dei12. Sowächst der Eifer ner Stärcke des todten mir im Streite, so schmeck Fleisches Wercke, in dir ich theils die süsse Beute, ertödte mich. 094 4. Sch 584 Dom neistlichen Rampf. 4. Ich bin des Lebensslich) ist, daß sich zum neuen fatt, das mir eh site that, Leben mein Geist mag weil es ein Tod und Sterlauferheben, wie du ere ben, und stetiges Berder- tanden bist. ben, mehr als ein Leben 8. Gib, daß ich sey der war. So will ich denn Welt, mit dir ans Crèuß nun streben nach einem gestellt, gib mir das recht bessern Leben, mit auszu fassen, was alle Menerwählter Schaar. schen haffen, dein Creuß 5.Wer hier dem Fleische und deinen, Tod, und daß nach will leben, der, o adh mir fep hingegen der Welt ist an der Seel erstorben, Lust, Freud und Segen, er hat durchs Fleisch ver- mein Creuß und meine dorben den edlen Geist aus Noth. GOTT. Wer alles das 9. So werd ich auch mit will haben, was unser dir zur rechten LebensFleisch kan laben, des Thür durch deinen Tod Seele leidet Noth: eingehen, und in dir auf6. Des Geist's understehen zur UnverweßFleisches Reich bestehen lichkeit. Ich werd im nicht zugleich, das Fleisch neuen Weſen des Geistes muß untergehen, sonst wohlgenesen in Himmels mag derGeistnicht stehen: Lust und Freud. Denn wo das Fleisch re- 10. Dawerd ich, JEſu! giert, da schlägt es alles dich anschauen inniglich), nieder, was Herz und du wirst mich denn um Geist hinwieder zum Le- faffen, und mich dich küs ben neu gebiert. sen laffen, o füffe Seelen7. Drum, JEsu! hilf du Lust! wie werd ich mich mir, daß mein Geistleb in erquicken, wenn JE dir, laß alles in mir ster- SUS mich wird driben, verwesen und verder- cken vor Lieb an seine ben, was fleisch- und fünd- Brust. II. Wie Dom geiftlichen Kampf. $ 85 II. Wie werd ich dich hör. mein Klagen, verleih alsdann, mein JEfu! re- mir Gnad zu dieser Frist, den an? mein Trost nach laß mich doch nicht verzameinen Plagen werd ich gen, den rechten Weg, o denn zu dir sagen: Mein HErr! ich meyn, den woledle Perlen- Kron, mein lest du mir geben, dir zu theurer Schaß, mein Le- leben, mein'm Nächsten ten, o Weinstock deiner nuß zu seyn, dein Wort zu Seben, o JEfu! GOttes halten eben. Cohn. 2. Jch bitt noch mehr, o 12. Mein Schaß, um HErre GOtt! du kanst es faffe mich, ich, Schatz, um- mir wel geben, daß ich faffe dich, mein Heil, mein nicht wieder werd zu Licht und Sonne, o füffe Spott, die Hoffnung gib Geelen Wonne! Du bist barneben, voraus, wenn mein Bräutigam. Meinlich mußhier davon, daß ich Herz hat stets gethräner, die mög vertrauen, und und sich nach dir geseh nicht bauen auf alles mein net, eh ich, Schaß! zu dir Thum, sonst wirds mich kam. ewig reuen. 13. Nun aber, ey! nun- 3: Verleih, daß ich aus mehr bin ich erfreuet sehr, Herzens- Grund mein'n die Augen find erfrischet, Feinden mög vergeben, die Thränen abgewischet; verzeih mir auch zu dieser all meine Feinde find, Tri- Stund, schaffmir ein neuumph! Triumph! ver- es Leben: dein Wort mein schwunden: Ich habeJE- Speis laß allweg seyn, fum funden. Ich bin ein damit mein Seel zu nähseligs Kind. ren, mich zu wehren, wenn 476. m. O. JEfu Chrift, Unglück geht daher, das mein schönstes Licht. mich bald möcht abkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dies 00 5 fer dh ruf zu dir, HErr JEfu Christ, ich bitt, er 393 586 Dom geistlichen Rampf. fer Welt abwenden, be- 2. JEfu, hilffiegen! der ständig seyn ans End, gib du mich erkauffet, rette, mir, du hasts allein in wenn Fleisch und Blut Hånden, und wem d'us Satan und Welt mich zu giebit, der hats umsoni, berücken gang grimmig cs mag niemand erer- anlauffet, oder auch ben, noch erwerben, durch schmeichelnd fich listig verWercke deine Gnad, diesitellt. Wenn Babelwütet uns errett't vom Sterben. von auffen und innen, laß 5. Ich lieg im Streit mir, HERR, niemals die und widerstreb, hilf, oHülfe zerrinnen. HErr Christ, demSchwa 3. JEfu, hilf fiegen! chen! An deiner Gnad al- ach wer muß nicht klagen? lein ich kleb, du kanst mich HERR, mein Gebrechen starcker machen, fommt ist immer vor mir: Hilf, nun Anfechtung her, so wenn die Sünden der Juwehr, daß sie mich nicht gend mich nagen, die mein umstoffen, du kanst maß Gewissen mir täglich hält fen, daß mirs nicht bring für; Ach, laß mich schme Gefahr, ich weiß, du wirsts cken dein kräftigs Bernicht lassen. fühnen, und dis zu mei477. Mel. Friede, ach Friede, ner Demüthigung dieach göttlicher Sriede. nen. Isa Furité des Lebens, ſich, wenn CSU, hilf fiegen! du 4. JEsu, hilf fiegen! mir die Sünwie die Finsterniß dringet de, Eigen- Lieb, Hoffart herein, wie sie ihr hölli- und Mißgunst sich regt; sches Heer nicht vergebens Wenn ich die Last der Bemächtig aufführet, mir gierden empfinde, und schädlich zu seyn: Satan sich mein tiefes Verder der finnet auf allerhand ben darlegt: So hilf, daß Ráncke, wie er mich sichte, ich vor mir selbst mag er verstöhre und France. röthen, und durch dein Leiden Vom geistlichen Kampf. 587 den mein fündlich Fleisch Liebster, dein Daseyn vertodten. mercke. 5. JEfu, hilf siegen! 8. JEsu, hilf siegen! und lege gefangen in mir wer mag sonst bestehen die Liste des Fleisches, und wider den listig verschmigib, daß bey mir lebe des ßeten Feind? Wer mag Geistes Verlangen, auf- doch dessen Versuchung wärts sich schwingendlentgehen, der wie ein Endurch heiligen Trieb; Laßgel des Lichtes erscheint? mich eindringen ins gott- Ach! HERN, wo du liche Wesen, so wird meinweichst, so muß ich ja irGeist, Leib und Seele ge- ren, wenn mich der nesen. Schlangen List sucht zu 6. JEfu, hilf fiegen! verwirren. damit auch mein Wille 9. JEfu, hilf fiegen! dir, HErr, sey gåntzlich zu und laß mich nicht finden, eigen geschenckt, und ich wenn sich die Kräfte der mich siets in dein Wollen Lügen aufblähn, und mit verhülle, wo sich die Seele dem Scheine der Wahrzur Ruhe hinlenckt; Laßheit fich schmincken, las mich mir sterben, und alleldoch viel heller denn deine dem Meinen, daß ich mich Kraft sehn, steh mir zur zählen kann unter die Dei- Rechten, o König und nen. Meister! lehre mich) kám7.JEfu, hilf fiegen! in pfen, und prüfen die allerien Fällen, gib mir die Geister. Waffen und Wehre zur 10. JEfu, hilf fiegen! im Hand, wenn mir die hölli- Wachen und beten; Hü schen Feinde nachstellen, ter, Du schläfit ja und dich mir zu rauben, o edel- schlummerst nicht ein: stes Pfand! So hilf mir Laß dein Gebet mich unSchwachen mit Allmacht endlich vertreten, der di und Stärcke, daß ich, oversprochen, mein Fürs ſprach 598,1 Dom geistlichen Rampf: fprach zu seyn; Wenn mich len, die da bishero so lang die Nacht mit Ermüden hat gekracht. Ach HErr, will decken, wollst du mich, komm, mache ein Ende JESU, ermuntern und des Krieges, schmücke dein weden. Zion mit Palmen des II. JESn, hilf fiegen! Sieges. wenn alles verschwindet, 14. SEsu, hilf fiegen! und ich mein Nichts und damit wir uns schicken, Berderben nur seh! wenn würdig zur Hochzeit des kein Vermogen zu beten Lammes zu gehn, kleide fich findet, wenn ich muß dein Zion mit güldenen feyn ein verschüchtertes Stücken, laß uns den Reh. Ad HERR! so Untergang Babels einft wollst du im Grunde der sehn. Doch wohian! Fracht Geelen dich mit den in- es, so wirds auch bald fies nighten Geufgern vergen: auf, Zion! rüste dich, mählen. JEsus hilft fiegen. 12. JEfu, hilf fiegen! 15. JEfu, hilf fiegen! und laß mirs gelingen, wenns nun kommt zum daß ich das Zeichen des Sterben, mach Du mich Sieges erlang, so will ich würdig, und stetig bereit ewig dir Lob und Danck daß ich mich könne recht fingen, JEfu, mein Hei- nermen deina Erben dort land, mit frohem Gefang, in der Ewigkeit, hier in der Wie wird dein Name da Zeit; JEfu, mein JEfu, werden gepriesen, wo du, dir bleib ich ergeben, hilf o Held! dich so machtigdu mir fiegen, mein Heil, erwiesen. Trost und Leben. 13. JEfu, hilf fiegen! 16. SEfu, hilf fiegen! laß bald doch erschallen, wenn ich nun soll scheiden daß Zion rufet: Es ist von dieser Jammer- und nunvollbracht! Babel, die Leid- vollen Welt, wenn Stolße ist endlich gefal- du mich rufest, gib, daß ich mit Dom geistlichen Kampf. $ 89 mit Freuden zu dir mögsagt mir dein Wort, mein fahren ins himmlische Zelt. Hülf, mein Heil, mein LeLaß mich, ach JEsu! recht ben, mein sfarcker GOtt ritterlich ringen, und durd) in aller Noth, wer mag das Leben und Tod zu dir dir widerstreben: dringen. 5 Mir hat die Welt 478. Mel. Verzage nicht, otruglichsgericht't, mit Lutfrommer Christ. gen und mit falschy'm Ges en dich hab ich gehoffet, dicht, viel Nds und heimnicht zu Schunden werd, ufein wahr in dies'r Gc= noch ewiglich In Spottel fahrz b'huf mich vor fatDas bitt id dich, erhalteschen Tüden. n mich in deiner Treu, HErr 6. HErr, meinen Geist Gotted al befehl ich dir, mein Gott, 2. Dein gnädig Ohr mein Gott, weich nicht neig her zu mir, erhör von mir, nimm mich in mein Bitt, thu dich herfür, deine Hande, o wahrer eil bald mich zu erretten, GOtt, aus aller Noth hilf in Angst und Weh, ich mir am legten Ende. lieg od'r steh, hilf mir aus meinen Nöthen. 7. Glori, Lob, Chr und Herrlichkeit seyy GOTT 3. Mein GOTT und Vater und Sohn bereit, Schirmer, steh mir bey dem Heitgen Geist mit sen mir ein' Burg, darin Stament; Die göttlichy' ich frey und ritterlich Kraft mach us fieghaft, mog streiten wid'r meine durch JEsun Christum, Feind, der'r gar viel seynd Amen. an mir auf benden Sei- 479. M. Rommt ber zu mir, ten. spricht GOttes Sohn. 4.Du bist mein' Stärch, Gott mein Schild und Helffers- Mann, mein Fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft, was wird seyn, das mir scha 590 Dom geistlichen Kampf. schaden kan? weicht allelich der Welt Schimpfund meine Feinde, die ihr mir Hohn, weicht alle meine listiglich nachsteht, nur Feinde, die ihr mich lästert euer Schmach entgegen früh und spat, es wird euch geht, ich habe GOtt zum richten eure That, ich habe Freunde. GOtt zum Freunde. 2. Ist GOtt mein Trost 6. J GOtt mein Heit, und Zuversicht, kein Leidsmein' Hilf und Kraft, die kan ſeyn, so mich ansicht, böse Welt nichts an mffr weicht alle meine Feinde, schaft, weicht alle meine die ihr nur finnet auf Ge- Feinde, die ihr auf mich fahr, ich achte solches gar vergallet send, ihr thut kein Haar, ich habe GOtt euch selbst gebranntes zum Freunde. Leid, ich habe GOtt zum 3. Ist GOTT mein Freunde. Schirm und mein Pa 7. It GOtt mein Beynier, kein Ungemach kan stand in der Noth, was schaden mir, weicht alle kan mir schaden Sund meine Feinde, die ihr mich und Tod, weicht alle meine angstet und betrübt, es ist Feinde, Tod, Sünde, Teuumsonst, was ihr verübt, fel, Höll und Welt, ihr ich habe GOTT zum misset räumen doch das Freunde. Feld, ich habe GOtt zum 4. JsGOtt mein Schutz Freunde. und treuer Hirt, fein Unglück mich berühren wird, weicht alle meine Feinde, M ſpricht selbst zu mir: 480.Mel.OJEfu Christ, du höchstes Gut. ein Herz, o Gott! die ihr nur stiftet Angst und Pein, es wird zu eu- Wo wilt du Gnade finrem Schaden senn, ich ha- den? Der grosse GOtt der be GOtt zum Freunde. zurnt mit dir, von wegen 5.3ft GOtt mein Net- deinerSünden, wer GOtt ter und Patron, was acht mit seiner Missethat so oft, wię Vom geistlichen Kampf. 591 wie du, beleidigt hat, dem mit ich stets muß kämpfen, ist er gar nicht gnädig. so liftig und so mächtig 2. Drum gieb du mir seynd, daß sie mich leichtnach deiner Gnad, ein in- lich dämpfen, HErr, wo niglichs Verlangen, Haß nicht deine Gnad mich gegen Sünd und Misse- halt, so kan der Teufel, that, die Luft dir anzu Fleisch und Welt mich hangen, daß ich an solchen leicht in Sünden stürZeichen seh, wie ich noch gen. vest im Glauben steh, und an dir, JEsu, bleibe. 2. Der Satanas mit seiner List im Anfang gar 3. Ach lehr mich einig füß locket, drauf, wenn die und allein von ganzem Sünd' begangen ist, das Herken glauben, daß du Herße er verstocket; er mir wollest gnädig seyn, treibt mit Trug und mit und wohl gewogen blei Gewalt von einer Sünd ben, wend alle meine zur andern bald, und endTraurigkeit, und mache lich in die Hölle. mein Herß voller Freud, 3.Der Welt Artist auch Trost, Hülfe, Heil und wohl bewust, wie die kan Leben, Anlaß geben zu Augen4.Soll aber ich mich fer- Lust, zu Fleisches- Lust und nerweit mit solchen Sor- hoffärtigemLeben: Wenn gen quälen, so hilf nach aber GOttes Zorn andeiner Gütigkeit, HErr, geht, ein jeder da zurücke meiner armen Seelen, steht, die Freundschaft hat daß ich im Glauben veste ein Ende. steh, bis diese Prob zum 4 Und dennoch will mein Ende geh, und ich er- Fleisch und Blut von dem rettet werde. ungerne laffen, was ihm so 481.M. O JefuChrift, du zc. grossen Schaden thut, es chau, lieber GOtt! will die Welt nicht haffen: wie meine Feind, da- die kurzeFreud gefällt ihm wohl, 592 Vom Geistlichen Kampf. wohl, drum wills nicht, weil ich lebe, so hilf, daß daß ich meiden soll des Teu lich ihr alsobald im Anfang fels Neß und Stricke. viderstrebe, und daß ich ja 5. Nun muß ich Ar- vergesse nicht die Codesmer immerfort mit diesen Stunde, das Gericht, den Feinden streiten, sie ang- Himmel und die Hölle. sten mid) an allem Ort, 9. Gib, daß ich denke je und stehn mir stets zur derzeit an diese leßte DinSeiten: der Satan fetzt ge, und dadurch alle Sunmir heftig zu, die Welt den- Freud aus meinem läßt mir gar keine Ruh Herzen bringe: damit ich mein Fleisch zur Sündmog mein Lebentang dir mich treibet. dienen ohne Furcht und 6.Zu dirflich ich, otren- Zwang in willigem Ges er GOtt! ich weiß sie nicht horsam. En zu stillen: Hilf Vater, 10. GOtt Vater! deine hilf in dieser Noth, um Kraft und Treu laß reiche JEfuChristi willen; Ver- lich mich empfinden. O leih mir deines Geistes JEfu Christe! fteh mir Starck, daß meiner Feinde bey, daß ich fan überwinList und Werck dadurch den, hilf, heilger Geist, in zerstöhret werde. diesem Krieg, daß ich dä 7. Laß diesen deinen gu- immer einen Sieg erhalte tenGeist mich innerlich re- nach dem andern. gieren, daß ich allzeit thu, 482.mel. Fren dich sehr, o was du heißt, und mich meine Seele. nicht laß verführen: Daß chütte deines Lichtes ich dem Argen widersteh, Strahlen, o mein und nicht von deinem Weg Heiland! über mich, laß sie abgeh zur Rechten oder mein Gemüth bemahlen, Lincken, mit der Klarheit mächtig8. Ob böse Lust noch lich, und vertreib durch mannigfalt mich anficht, Heiterkeit in mir alle Dun Vom geistlichen Kampf. 593 Dunckelheit, daß ich md- lich schnöde Erde, wenn ich ge vor dir stehen, und nicht erleuchtet werde. dein Gnaden- Licht anse- 5. Laß von oben auf mich hen. fliessen deiner Gnaden 2. Hemme in mir das Süßigkeit, und den matZerstreuen meiner Sinten Geist geniessca deinen nen, deine Kraft fan mich Himmels Thau allzeit: leicht davon befreyen; ach! Geuß in meine dürre Erd wenn wird mir Hülf ge- Lebens- Ströme, daß ich schaft? Stehe mir im werd fruchtbar, und vor Kampfe bey, daß ich allen Dingen dir mög gute Ueberwinder sey, weil sich Früchte bringen. die Versuchungs- Stun- 6. Ach! so heb durch den mächtig haben einge- deine Güte mein gepreß funden. tesHerßempor, ziehe nach 3. Todte in mir alle dir mein Gemüthe, öffne Thiere der Begierden, die ihm des Himmels Thor, allzeit mich bestreiten, und daß es göttlich werd ervollführe selbst in mir zum freut, und flich alle EitelSieg den Streit, daß dein keit, an gar nichtes mehr Friede je und je in dem zu dencken, was nicht kan Hertzen kraftig blüh, und gen Himmel lenden. mein Mund zu allen Zei 7. Reisse weg aus meiten möge deinen Ruhm nem Herzen allen Trost ausbreiten. der Creatur, denn der lin4. HERR, gebeut den dert nicht die Schmerzen, starcken Winden, demGe- zeigt mir auch nicht deiwitter und dem Meere, sone Spur: Die Begierde muß sich die Stille finden, brennt in mir, o mein ob sie wüten noch so sehr: Heiland, nur nach dir, Lasse deiner Wahrheit laß mich, wenn ich dich ge Schein als ein helles Licht funden, ewig mit dir seyn mir seyn, denn ſonst bleib verbunden. Pp 483. M. 594 Dom geistlichen Kampf. 483MSreu dich sehr, o meine 4. JEfu, Brunnquell reuer GOtt, ich muß aller Gnaden, der Du dir klagen meines Her- niemand von dir stößt, der Bens Jammer- Stand, ob mit Schwachheit ist bela dir wol find meine Pla- den, sondern deine Jünger gen besser als mir selbst be- tron't; Solt ihr Glaube kannt, grosse Schwachheit auch so klein, wie ein kleis ich bey mir in Anfechtungnes Senfforn seyn, wollst oftmals spür, wenn der du sie doch würdig schä Satan allen Glauben ßen, große Berge zu ver will aus meinem Herzen sehen. rauben. 5. Laß mich deine Gna2. Du GOtt, dem nichts de finden, der ich bin voll ist verborgen, weist, daß ich Traurigkeit; hilf du mir nichts von mir hab, nichts selbst überwinden, so oft von allen meinen Sorgen, ich muß in den Streit, alles ist, HErr, deine Gab, meinen Glauben täglich was ich Gutes find an mehr, deines Geistes mir, das hab ich allein von Schwerdt verehr, damit dir, auch den Glauben mir ich den Feind kan schlaund allen giebst du, wiegen, alle Pfeile von mir dire mag gefallen. jagen. 3. O mein GOtt! vor 6. Heilger Geist ins den ich trete ist in meiner Himmels Throne, glei groffen Noth, höre, wiejcher GOtt von Ewigkeit, ich fehnlich bete, laß mich mit dem Vater und dem werden nicht zu Spott, Sohne, der Betrübten mach zunicht des Teu- Trost und Freud, der du fels Werd, meinen schwa- in mir angezündt, so viel dhen Glauben starck, daß ich vom Glauben find, ich nimmermehr verzage, über mir mit Gnaden Christum stets im Herzen walte, ferner deine Gab trage. lerhalte. 7. Deie Dom geistlichen Kampf. 595 7. Deine Hülfe zu mirsten Füssen steht deine sende, o du edler Hertens- Gnaden- Hand geschwine Gast! und das gute Werck de, bis die Angst vorüber vollende, das du angefan- geht, wie die Jugend gen hast, blas' das kleine gångle mich, daß der Feind Fundklein auf, bis daß nichtrühme fich, er hab ein nach vollbrachtemLauf ich solch Herß gefället, das auf den Auserwählten gleiche, dich sein' Hoffnung stellet. und des Glaubens Ziel 11. Du bist meine Hülf erreiche. im Leben, mein Fels, mei8. GOtt, groß über alle ne Zuversicht, dem ich Leib Götter, Heilige Dreyei und Seel ergeben: GOtt, nigkeit, ausser dir ist kein mein GOtt, verzeuch doch Erretter, tritt mir selbst nicht! Eile mir zu stehen zur rechten Seit, wenn der bey, brich des Feindes Feind die Pfeil abdrückt, Pfeil entzwey, laß ihn meine Schwachheit mir selbst zurücke prallen, und aufrückt, will mir allen mit Schimpf zur Höllen Trost verschlingen, und fallen. mich in Berzweiflung 12. Ich will alle meine bringen. Tage rühmen deine star9.Zieh du mich aus sei- cke Hand, daß du meine nen Stricken, die er mir Plag und Klage haft so geleget hat, laß ihm fehlen gnädig abgewandt. Nicht seine Tücken, drauf er sin- nur in der Sterblichkeit net früh und spat, gib soll dein Ruhm seyn ausKraft, daß ich allen gebreit't; Ich wills auch Strauß ritterlich mög ste- hernach erweisen, und dort hen aus, und so öfters ich ewiglich dich preisen. muß kämpfen, hilf mir 484.M. Du, o schönes Welts meine Feinde dampfen. Gebdude. IC. Reiche deinem schwa- Wer das Kleinod will ers Chen Kinde, das auf mat- langen, der muß laufe, Pp 2was 595 Dom geistlichen Rampf. was er kan: wer die Krone will in dem Streite ruhn. will empfangen, der muß Satan macht mich auch kämpfen als ein Mann, fast mürbe, daß mir auch dazu muß er sich in Zeiten der Sieg verdürbe, wo auf das beste zubereiten, mir deine treue Kraft nicht alles andern müßig gehn, gewünschte Hülfe schaft. was ihm kan im Wege stehn. 5. Drum, mein JEsu! steh mir Armen in so groß 2. Herkens- JEsu! deinesser Schwachheit bey, las Güte steckt mir auch ein dich meine Noth erbare Kleinod für, das entzückt men, mache mich von al mir mein Gemüthe, durch tem frey, was mir will den Ausbund seiner Zier mein Ziel verrücken; o wie glänzt die schöne Komm, mich selbst recht Krone von dem hohen Eh- zuzu schicken, gib mir ren- Throne, die du in der Kraft und Freudigkeit, Herrlichkeit deinen Strei- fordre meinen auf und tern hast bereit't! Streit. 3. Mich verlangt von 6. Es verlohnt sich wol ganzem Herzen, auch der Mühe, ob mirs gleich nicht weit davon zu seyn, was sauer wird, wenn ich ja ich ziele recht mit mich der Welt entziehe, Schmerzen auf den Freu- die mich fiets zurücke führt, den- vollen Schein, doch deine treue Gnaden- Kro das Laufen thut mir ban- ne ist mir übergnug zum ge, und der Kampf wird Lohne, wirst du nur mein mir zu lange, der ge- Beystand seyn, so ist sie in schmückte Erden- Wust kurzem mein. nimmt mir öfters alleLust. 485. M. Schönster Imma 4.Mein verderbter Ei nuel Herzog der Fromen. Christus. gen- Wille hat bald dis bald das zu thun, hält im Wer überwindet, fol und vom das 597 Dom geistlichen Rampf das in dem Paradiese Seele. 4. OJEfu, hilf GOttes grünt: Er soll von du mir selbst überwinden! keinem Tod noch Elend Mein Glaub ist oftmals wissen, wenn er mir, ais schwach, und wirdet dem HErrn des Lebens, nicht: Schick einen Gnadient. Ich will ihn la- den- Stral, ihn zu entben mit Himmels- Gaben, zünden, vertreib die Finund er soll haben, was sterniß durch helles Licht. ewig tröst. Laß mich recht brennen in Die gläubige Seele. Schrancken rennen, und dich erkennen, o Sieges2. O JESU, hilf du Fürst! mir selbst überwinden! ich kämpfe zwar! jedoch mit Christus. 5. Wer überwenig Macht; oft pflegt windet, dem will ich zu ef die Sünde mir den Arm fen vom Manna geben, zu binden, daß in dem das verborgen liegt: Sein Streite fast das Herz ver- Zeugniß bleibet auch gar schmacht't. Du must mich nicht vergessen, ein neuer leiten, selbst helfen strei- Name wird ihm beygeten, und mich bereiten, fügt, den der verstehet, wie dirs gefällt. wer ihn empfähet, und wen erhöhet des Lammes Blut. Christus. 3. Wer über windet, dem soll nichts geschehen vom andern To- Seele. 6. O JESU, de, der die Seele quält: hilf du mir selbst überEr soll mein Angesicht winden! die Welt legt mir vorm Throne sehen, wolihr falsches Manna vor, das erwählte Heer mein darein verbirget sie das Lob erzählt. Nach ta Gift der Sünden, ach! pferm Ringen soll er mir ziehe mich von ihr zu dir fingen, und Opfer brin- sempor. Du wollst verjagen in Heiligkeit. Igen und niederschlagen, Pp 3 die 198 Vom geiftlichen Rampf. die zu mir sagen: Wo ist Throne, ben dem ich wohdein GOtt? ne, wird ihm die Krone des Christus. 7. Wer über- Heils geschenkt. windet, und hält meine Seele. 10. O JESU, Wercke bis an das Ende hilf du mir selbst übermit Beständigkeit, dem winden! mein Kleid der geb ich über Heiden Seelen ist noch schwark Macht und Stärcke, daß befleckt, der Wercke Un= er sie mit der eisern Ruthe werth muß wie Rauch weid', bis sie zerschmissen verschwinden, vor deinen erkennen müssen, daß all Augen bleibt ja nichts vers ihr Wissen vor mir nichts deckt. Ach! mach mich gilt. reine, daß ich als deine im Seele. 8. O JESU, Buch erscheine, das ewig hilf du mir selbst über- bleibt. winden! Gib, daß mein Christus. 11. Wer Christenthum recht lau- überwindet, soll ein Pfeiter sey: Laß sich nichts ler bleiben im Tempel Heidnisch's mehr an mir meines GOttes früh und befinden, ach! mache michsspat. Ich will auf ihn vom finstern Wesen frey. den Namen GOTTES Du must mich lehren, schreiben, Jerusalems, das mein Herz bekehren, und GOTT erwählet hat. das zerstören, was dich Meins Namens Zeichen betrübt. soll er erreichen, und nimChristus. 9. Wer über- mer weichen noch von mir windet, soll gang weiß ge- gehn. kleidet, ins Buch des Le Seele. 12. O JESU bens eingeschrieben seyn; hilf du mir selbst überWo seinen Namen nichts winden! wie leichtlich fina vertilgt noch scheidet, den cket doch mein Herz und ich bekennen will, daß er Muth: Du kanst mich ist mein. Vors Baters voubereiten, stärcken, grün Vom geistlichen Kampf. 599 gründen, ach! wafne mich komm ich doch auf diesen zum Siege durch dein Sinn, daß ich zwar wiBlut. Du kanst den der Willen, HERN, wiSchwachen gnug Kräfte der dich, ohn alle Maas, machen, daß sie iets wa- vom bösen Geist mein Her= chen und siegreich sind. ße laß mit Lästerung anChristus. 13. Wer überfüllen. windet, soll im Himmel 2. Du hast mir ja von fißen auf meinem Stuhl, Kindheit an, an Leib und gleich wie ich überwand; Seel viel Guts gethan, Ich mußt auch in der und alle Gnad erwiesen; Welt am Creuße schwist denn nun dis der Ben, nun siz ich zu des Ba- Danck dafür? Wirst du ters rechten Hand. Hier mein GOTT also von soll sich laben an Himmels mir für deine Güt geprieGaben, und Ruhe haben, sen. wer recht gekämpft. Seele. 14. O JESU, 3. Ach HErr! ich hätte hilf Du mir selbst über- wohlverdient, daß du mich winden! Der Feinde Zahl als ein böses Kind alsbald zur Höllen stieffest, und ist groß, ach! komm geschwind: Welt, Teufel, mich daselbst bey höchster Fleisch und Blut, samt Quaal, die Gotteslästrung meinen Sünden sind mir allzumal im Feuer bussen zu starc: o HErr, er- lieſsest. hör dein Kind! So soll 4. Du aber lehre mich dort oben mein Geist dich verstehn, daß solches láloben, wenn ich erhoben sterliche Schmähn vom den Sieg erlangt. bösen Geist herrühre, daß 486. M. Rommt her zu mir, er durch solche Lästerung spricht Gottes Sohn. mich Armen in Verzweidenck ich armer felung und andre Laster W Menſch doch hin, wir führe. 5. Nett PP 4 600 Vom geiftlichen Rampf. 5. Nett dein und meines 487. M. Wer nur den lieben Heilands Ehr, und laß GOtt läßt walten. den Teufelnun nicht mehr Fleiß bemühet, daß 2 hen. Ach gib, daß ich dem er ein Streiter Christi sen. Laster- Geist, der mich dich Der nicht am Laster- Seinur verlästern heist, mögle ziehet, von Hochmuth, kräftig widerstehen. Neid und Wollust frey, 6. Verleih, daß ich der stets die arge Welt begleich zu der Zeit, wenn kämpft, und ſeinen eignen sich der böse Geist nicht Willen dämpft. scheut durch Lästerung zu 2. Der heißt allein nur toben, dich mög in meines Christi Streiter, wer Ihm Hersens Grund, und in allem folget nach; ausserlich mit meinem Wem Er soll seyn Wege Mund, mit hohem Nuh- Licht und Leiter, der trägt me loben. auch billig seine Schmach, 7. Ach HErr! ich schreyewer nicht den Oel- Berg noch zu dir, laß deinen gu- mit ihm steigt, wird Tha: ten Geist in mir mit seiner bors Glang auch nicht ges Gnade bleiben, ich raumzeigt. ihm ganz mein Herße ein, 3. Was hilfts, daß das soll sein heilger Tem Christus hier empfangen, pel seyn, sein Werck darin zu treiben. und unser Fleisch theilhafe tigward? Wenn wir nicht 8. Ach heil'ger Geist auch dazu gelangen, daß komm, heile mich, daß Sa- GOtt sich in uns offen tan, der so lasterlich dich bart; und soll er in dich stets geschåndet, weiche. kehren ein, so must du erst Ach! bleib und wircke du Maria seyn. in mir, daß alles, was ich 4. Was hilfts, daßChrinehme für, zu GOttes Lobstus uns geboren, und gereiche. uns die Kindschaft wie der Vom geistlichen Rampf. 601 der bringt? Wenn, da dis Purpur schon. Wer hier Recht schon längst verlo- nicht seinen Adam krändt, ren, man hierzu nicht wird Christi Kron auch durch Busse dringt, als nicht geschenckt. Kind im Geist sich neu ge- 8. Was hilft uns Chris biert, und stets ein gött- sti Tod und Sterben, lich Leben führt. wenn wir uns selbst nicht 5. Was hilft dem Menferben ab? Du liebst dein schen Christi Lehre, wer Leben zum Berderben, der Vernunft ein Sclave führst du die Lust nicht in bleibt? Nach eigner Weis- sein Grab, Es bleibt die beit, Wahn und Ehre, fein Christi Tod ein Bild, Leben, Thun und Wan- wenn du der Welt nicht del treibt. Ein Christ, derhierben wilt. die Verleugnung ehrt, 9. Was hilft sein Lösen folgt dem nur, was sein und Befreyen, wer mit JEfus lehrt. der Welt im Bunde steht? 6. Was hilft uns Chri- Was hilft, HERN, sti Thun und Leben, was HERR, und Meister Demuth, Lieb und schreyen, wer nicht aus Freundlichkeit? Wenn Satans Banden geht? wir dem Stolß und Haß Wie denckt doch der, er ergeben, und schänden sei- sey verfühnt, wer noch ne Heiligkeit. Was hilfts, der Welt und Sünden nur mit dem Mund allein, dient? und nicht im Glauben 10. Was hilft dir ChriChristi ſeyn? sti Auferstehen, bleibst du 7. Was hilft uns Christi noch in demSünden- Lod? Angst und Leiden, wenn Was hilft dir sein gen man nicht will ins Leiden Himmel gehen, klebst du gehn? Nur nach der Pein noch an der Erden Koth? find süß die Freuden, und Was hilft dir sein Tria nach der Schmach steht umph und Sieg, führst du PP 5 mit 602 Vom füssen Trofte GOttes. mit dir nicht selber Krieg? kleide, so bleibst du in der 11. Wohlan, so lebe, thu Streiter Schaar: Wer und leide, wie JEfus dir JEsum liebt, tracht't nur ein Vorbild war. Such, allein ein Welt- Bestreiter daß dich seine Unschuld stets zu seyn. X. Vom füssen Troste GOTTES. 488. In eigener Mel. dis nicht wohl begreifen Sch JESU! meiner kan? Doch wohl! ich haReichthum, wenn ich mir auch der Feind nicht Mangel leide, mein Heil, rauben, und lief er noch so in meiner Sünden- Last; heftig an. Mein Ander, wenn mein 4. Ich weiß, daß Gott Schif will wanden, mein mich hat erkohren: Daß Licht, wie kan ich dir ver- mich sein Geist hat neu dancken, daß du mich so ge- gebohren: Daß mir sein Sohn gestorben ist: Ich liebet haft? weiß, HErr, daß du bist 2. Jch armer Knecht, mein Leben: Daß du auch ich war verlohren: Und bist für mich gegeben, ja du, mein HErr, du wirst daß du auch mein Helfer gebohren, und giebst für biſt. mich dich in Gefahr: Ich war dein Feind, du kommst 5. Schlägt Moses seine Donner Flammen um gelaufen, mein Leben mein verdammtes Haupt durch dein Blut zu kau- zusammen; in dir, o JEfu! fen, das anders nicht zu find ich Ruh: Muß ich mit Sund und Hölle streiten, 3. Q Treu! die nicht ist so laufich, HErr, auf deine auszufinnen, was soll ich Seiten, als meine stärkste Armer doch beginnen, der Bestung, zu. retten war. 6. Und Dom süffen Troste GOttes. 603 6. Und kommt auch ne hohe starcke Hand reißt gleich der Tod gesprungen, mich aus der Höllen hat JEsus doch für mich Band. Alle seine Lieb gerungen, und durch den und Güt überschwemmt Todden Tod verjagt; was mir mein Gemüth, und darf mir vor dem Tode erfrischt mir mein Gea grauen, wenn ich durch blut. ihn kan wircklich schauen, 3. Hab ich vormals was mir mein JEfus zu- Angst gefühlt; Hat der geſagt? Gram mein Herz zer. 7.Nun, JEsu! laß mich wühlt; Hat der Kummer an dir kleben, so bleibet dir mich beschwert; Hat der mein ganzes Leben mit Satan mich bethört: Ey! stets verbundner Treuver so bin ich nunmehr frey; pflicht't: Denn wer sich Heil und Rettung, Schuß hier mit dir verbindet, der und Treu steht mir treulebt, ob gleich sein Leben lich wieder bey. schwindet, und stirbet auch im Tode nicht. 4.Nun erfahr ich, schndder Feind, wie dus hast 489. Mel. Singen wir aus mit mir gemeynt: Du hast Herzens Grund. warlich mich mit Macht Juf den Nebel folgt die in dein Netz zu ziehn geSonn, auf das Trau- dacht: Hätt' ich dir zu viel ren Freud und Wonn, auf getraut, hätt'st du, eh ich die schwere bittre Peinzugeschaut, mir zum Fall stellt sich Troft und Labsal ein Sieb gebaut. ein; meine Seele, die zu 5. Sch erkenne deine List, vor fanck bis zu dem Höl- da du mit erfüllet bist, du len- Thor, steigt nun bis beleugst mir meinen Gott, zum Himmels- Chor. und machst seinen Ruhm 2. Der, vor dem diezu Spott; Wenn er sett Welt erschrickt, hat mir so wirfst du um, wenn meinen Geist erquickt, sei ler spricht, verkehrt dein Grimm 694 Dom füffen Trofte GOttes. Grimm seine fuffe Bater- morgen auch ein Tag, da Estimm. die Wohlfahrt kommer 6. Hoff und wart ich al- mag. GOttes Zeit hält les Guts: bin ich frohlihren Schritt, wenn die und gutes Muths; rück kommt, kommt unsre du mir aus meinem Sinn Bitt, und die Freude alles gute Sinnen hin. reichlich mit. GOtt ist, sprichst du, fern 10. Ach! wie oft gedacht von dir, alles Unglücklich doch, da mir noch des bricht herfür, steht und Trubsals Joch auf dem liegt vor deiner Thür. Haupt und Halse saß, und 7. Heb dich weg verlog- das Leid mein Herze fraß: ner Mund! Hier ist GOtt Nun ist keine Hoffnung und GOttes Grund, hier mehr, auch kein Ruhen, bis ist GOttes Angesicht, und ich kehr in das schwarze daß schöne helle Licht sei- Todten- Meer. nes Segens, seiner Gnad, II. Aber mein GOTT all sein Wort und weiser wandt es bald, heilt und Nath steht vor mir in vol- hielt mich dergestalt, daß ter That. ich, was sein Arm gethan, 8. GOTT lást keinen nimmermehr gnug preitraurig stehn, noch mitssen kan. Daich weder hier Schimpf zurücke gehn, noch da eingen Weg zur der sich Ihm zu eigen Rettung fah, hatt ich seine Schenckt, und Ihn in sein Hülfe nah. Herße senckt. Wer auf 12.Als ich furchtsam und GOtt sein' Hoffnung sest, verzagt mich selbst und findet endlich und zuleßzt, mein Herbe plagt, als ich was ihm Leib und Seelmanche liebe Nacht mich ergößt. mit Wachen kranck ge9. Kommts nicht heute, macht, als mir aller Muth wie man will, sey manjentfiel: Trat'st du, mein nur ein wenig still: ist doch GOTT, selbst ins Spiel, gabst Vom fuffen Trofte GOttes. 605 gabst dem Unfall Maaßlin seiner Hute, darun und Ziel. mir gar nichts mangeln 13. Nunso lang ich in wird, an irgend einem der Welt haben werde Gute, er giebt mir Weld' Haus und Zelt, soll mir ohn Unterlaß, darduf dieser Wunder- Scheinwächst das wohlschriestets vor meinen Augenscend Gras feines heile seyn, ich will all mein Le- samen Wortes. belang meinem GOtt mit 2. Zum reinen Walfer Lobgesang hiefür bringen er mich weist, das mich ere Preis und Danc. quicken thue, das ist ſein 14. Allen Jammer, al- frohn- heiliger Geist, der len Schmerß, den des mich macht wohlgemuthe, ewgen Baters Hertz mirler führet mich auf rechter schon jetzo zugezählt, oder Straß in seine'n Geboten künftig auserwählt, willsohn Ablaß, von wegen siiich hier in diesem Lauf nes Namens. meines Lebens allzuhauf 3. Ob ich wandre in frisch und freudig nehmen finstern Thal, fürcht ich auf. Fein Ungelice, in Ver15. Ich will gehn in Angst folgung, Leiden, Trübund Noth, ich will gehn bis sal und dieser Welt böf' in den Tod, ich will gehn Tücke: denn du bist beny ins Grab hinein, und doch mir stetiglich, dein Stav allzeit frölich seyn. Wem und Stecken trösten mich), der Stärchste bey will auf dein Wort ich mich stehn, wen der Hochite will lasse. erhöhn, kan nicht ganz zu 4. Du b'reitest für mir Grunde gehn. einen Tisch, vor Feinden 490. M.Tun freut euch lie allenthalben, macht mein ben Christen gemein. Herz unverzagt und frisch, D er HErr ist mein ge- mein Haupt thunt du mir treuer Hirt, hålt mich falben mit deinem Geist der 606 Vom füffen Troste GOttes. der Freuden Oel, und bey mir finden, bin ich ver fchenckest voll ein meiner wundet, schwach, ja todt, Seel deiner geistlichen beschwert vom Fluch) und Freude. Sünden. Ist er doch die 5. Viel Gutes und Gerechtigkeit, durch die ich Barmherzigkeit laufen wieder stille mein Herz in mir nach im Leben, und ich jedem Kampf und Streit, werd bleiben allezeit im und nehm aus seiner Fülle Haus des HErren eben, Genade um Genade. auf Erd in Christlicher Gemein; und nach dem ner grünen Aue. Tode werd ich seyn bey 3. Er weidet mich auf Christo, meinem HErren. grüner Au der Himmels Er weidet mich auf ei491. M. Eswoll uns Gorrfüssen Lehre, da schmeck ich GOttes Gnaden: Thau, genddig seyn. mit dem ich mich ernähre, Der HErr ist mein Hirt. als meines Hirten EigenUnd führet mich zum er wahre GOtt und thum, der täglich mir darGOttesSohn, der in reichet sein süsses Evange der Sünde Orden getre- lium, dem Milch und Hoten, und vorlängsten schon nig weichet, wenn GOtt mein Bruder ist gewor- die Seele speiſet. den, und durch den höchsten Liebes- Zug fich völlig frischen Waffer. dargegeben zum Lamm, 4. Wird mein Geist dur das meine Sünde trug, stig, führt er mich zu frische und sterbend ward mein und stillen Flüssen; Wo Leben, der ist mein ein'ger GOttes Lebens- Strome Hirte. sich in Fülle rechtergiessen. Mir wird nichts man- Da schmeck ich meiner geln. Taufe Kraft, die tausend 2.Drum wird kein Man- Freude bringet, wenn mei gel in der Noth sich jemals nes Hirten Blutes Saft mit Dom füffen Troste GOttes. 607 mir recht ins perte drin- 7. Um seines Namens get im Abendmal und willen thut er alle diese Worte. Gnade, ben mir ist kein Er erquicket meine Berdienst noch Gut, viel mehr Verlust und SchaSeele. 5. Denn hier wird meine de, dein Nam ists, der aus Seel erquickt, die fomten Noth erlöst, der Jacob muß vergehen, wenn sie in Schuß verleihet, der GOttes Trost entzückt Nam, der auch den Mokan gläubig Gott anse- fes tröst, und Ifrael erhen, wie sie in Ihm und freuet, gepredigt von dem Er in ihrvereinigt sen und Herren. bleibe, daß auch von seiner Liebs- Begier sie kein Geschöpf abtreibe, ja weder Tod noch Leben. und ob ich schon wandele im finstern Thal, fürchte ich doch kein Unglitck. Um seines Namens willen. Er führet mich aufrechter Strassen. 6. Er führet mich auflich schweren Schatten, rechter Bahn, entfernt da manche herbe Seelenvom Pfad der Sünde, da Quaal mich Armen gang nimmt mich GOttinBuf- labmatten, fürcht ich se an zu seinem Gnaden- gleichwohl kein Unglück Kinde, wenn meines Hir- nicht, nichts, das mir könten Reinigkeit mein un- te schaden, nichts ist, das rein Herße decket: Sein mir mein Herße bricht, Geist auch täglich mich nichts, das mich könt belafortleit, und von der Sünd den mit ew'ger Angst und abschrecket, erneurt zu sei- Sorgen. nem Bilde. 8. Und ob ich wand'r im finstern Thal der tödtDenn Du bist bey mir, Dein Stecken und Stab trösten mich. 9. Denn 608 Dom füffen Troste GOttes. 9. Denn du, HErr, bistlich mich nicht betrübe, doch stets ben mir, verei- wenn Herkens- Angst und nigt in der Liebe: was in Crentes- Pein zusammen denn, das mich irgend auf mich schlagen, weil Hier bestandiglich) betri- meines GOttes Trost und be? Dein Stab und Ste- Schein mir lindern alle en trösten ja weit über Plagen, im Leben und im alles Leiden, kommt mir Sterben. das Unglück denn recht nah, weist du mich wol zu weiden mit Manna in der Wüsten. Ulud schenckest mir voll ein. 12. Du schenchst den Kelch des Heils mit ein, Du bereitet vor mir ei- voll von Genad und Le hen Tisch gegen mei- ben, voll vieblichkeit und ne Feinde. Freuden- Wein, die deine 10. Du hast bereitet ei- unden geben, wenn ich nen Tisch) voll Himmels- im Glauben trinck hievon süsser Lehre, då werd ich macht mich voll Trost recht gefund und frisch, und dein Qualen, dein Blutspott der Feinde Heere, die Schweiß, Angst, Schmach auf mich öfters setzen zu, Spott und Hohn giebt wenn Teufel, Höll und Herrlichkeit der Seelen, Sinde mir stören wol- ja selbst dein Tod das len meine Ruh, als die ich Leben. sonia überwinde blos durch das Schwert des Geistes. Gutes und Barmher Du falbest mein Haupt mit Dele. Bigkeit werden mit folgen mein Leben lang. 13.Barmherzigkeit und 11. Du salbest mir das Haupt mit Del des Gei- Bater Huld begleiten stes deiner Liebe, das drin- mich im Leben, sie rufet get ein in meine Seel, daß mich befreyt von Schuld pflangt Dom füffen Troste GOttes. 609 pflaust mich in dich zum] 2. Ob mich gleich schon Neben, der an dem Wein- all's verläßt, was mich kan stock Früchte tragt, lehrt und will verlaffen, so hältst mich das Abba beten, fie du doch bey mir vest, Troß das Abb ist es, die mich sanfte dem, der mich will anfass schlägt, von Sünden lehrtssen: ich halt dich, halt du abtreten, und tröstet bis mich, halt du mich, mein ans Ende. Trost und Licht, ich will Und werde bleiben im dich ja lasten nicht. Hause des HErrn 3. Du sincst nimmer, immerdar, meine Seul', wenn das 14. In GOttes Hause Glück zu Boden fincket, werd ich nun stets bleiben du bist meiner Seelen ohne Ende, da werd ich frey Heil, wer dich liebet, nicht von allem Thun und Muertrindket. Ich halt dich, he meiner Hande, wenn halt du mich, halt du mich, Gott wird lassen schauen mein Troit und Licht, ich sich, und ich, in Lieb entzi- will dich ja lassen nicht. det, an seinen Wegen 4. Wenn ich ganz entfreuen mich, dem Elend kräftet bin, so kanst du mich gang entricket in JESU Schwachen halten, und Schooß und Armen. befiården meinen Sinn, deine Lieb kan nicht erkal492. In eigener Mel. Did ich HERR JESUten. Ich halt dich, halt Christ, mein Hort, du mich, halt du mich, mein Chrift, mein Hort, Trost und Licht, ich will hab ich gerreu erfunden; ich halt mich zu deinem dich ia laffen nicht. Wort, und zu deinen theu 5. Wenn mein Herz mir ren Wunden, ich halt dich, endlich bricht, in den letzten halt du mich, halt dirmich, Todes- Stunden, biji du mein Tron und Licht, ich meine Zuversicht, ich ere will dich ja laffen nicht. greife deine Wunden; ich 19 halt 610. Vom füffen Troste GOttes. halt dich, halt du mich, halt dem Wort der Wahrheit du mich, mein Trost und traue: Der HErr istnah. Licht, ich will dich ja lassen nicht. Seele. 3. Ja, ja, ja, ich kan bald 6. Es mag gehen wie es spüren in mir deine Ge woll im Tod, Leben, Creuß genwart, dein Geist mei und Leiden, nimmermehr, nen pflegt zu rühren mit o JEfu! soll mich und dich Begier zur Himmelfahrt hier etwas scheiden. Ich hinauf! hinauf! auf der halt dich, halt du mich, halt Erd mag ich nicht bieiben, du mich, mein Trost und ich empfind ein stetes Trei Licht, ich will dich ja laffen ben, ben GOtt zu seyn. nicht. Christus. 403.M.Auf, binauf zu deiner 4. Da, sieh da, nun kanst Seele. du sehen mich, den deine mein eil, fomm, Du DfchönstesLeben, JEfu komm! und laß uns gehen voller Süßigkeit! fieh, ach an den Ort, der Wonne fich! ich bin umgeben hier gibt, stell dich zur Ruh, hast mit Leiden, Angst und du doch, was du wilt ha Streit, hol mich zu dir, ben, Gaben, die dich ewig Herß und Sinn nach dir laben, und mich dazu. verlanget, weil mein Herz an deinem hanget, ach komme schier! Seele. Christus. 5. Wohl, sehr wohlbin ich vergnüget, Leid und Streit das hat ein End, so 2. Harrenoch ein wenig, wie ichs gewünscht sich harre, bald, gar bald stell füget, du bietst mir, ich ich mich ein, dich in die Ge- dir die Händ, du mein, ich duld verscharreißt, ißt will dein, liebster JEsu, meing ich ben dir ſeyn, ich bin Freude! in dir fan id schon da, mit dem Glau- nach dem Leide recht fro bens- Aug mich schane, und lich seyn. Chri Vom füffen Troste GOttes. 611 Christus. sehen; mein Herbße sehnet 6. O wie froh, o liebe sich, weil du so jammerSeele! bist du, nachdem duflich mich läsfest gehen. erblickt mich, den HErren, 5. Mein Freund, komm dessen Liebe dich so innig- doch zu mir, ich sehne mich lich erquickt und tief ent- nach dir, du stehst verborzündt. Ewig, ewig will ich gen; Ach komm, befrey geben Friede, Freude, Licht das Herk von Sünden, und Leben dir, liebeskind. Furcht und Schmerz, und 494. Mel. Mein Jesu, der allen Sorgen. D du mich zum 2c. 6. Mein JEsu, starcker u wahres GOttes- Held! der du mich von der Lamm, du Freund Welt zu dir gezogen, fieh, und Bräutigam betrüb- wie mich Fleisch und Blut, ter Seelen: Wie lange( das, was ihm möglich, soll denn sich so sehn- und thut,) so oft betrogen. angstiglich mein Herze 7.Nimm du dich meiner quälen! an, weil ich sonst nirgend 2. Ach küß, ach küffe mich, kan vor GOtt bestehen; ach las, ach laffe dich doch Gib mir dein Unschuldsgnädig finden! wenn Kleid, so kan in Ewigkeit wirst du doch mir noch das ich dann GOtt sehen. schwere Sünden- Joch einst gantz abbinden? 3. Nach dir, nach dir Thür zum ew'gen Lezeuch mich JEfu, so laufe ben. Nehmt nur mein ich in deinen Wegen, und Joch auf euch, so werdet halte mich nur still, wenn ihr im Steich des Vaters mich die Welt gleich will schweben. mit Spott belegen. 9. Du kamst in diese 4. Du bist, du bist ja Welt, daß du, wie dirs gemein, mein Freund! und fällt, das Leben gebest, und ich bin dein, laß dich doch in der Gläubgen Herßvers treia 8. Dusprichst: Kommt her zu mir, ich bin die rechte 612 Dom füffen Troste GOttes. treibest allen Schmerß, sehr, oder in Kranckheit und drinnen lebest. schwer, und must auf allen 10. Ich bin nicht mehr Seiten groß Noth und betrübt, weil du mich so Kummer leiden, so thu nur geliebt, und deine Seele fleißig beten, GOtt wird für mich zum Löse- Geld dich wohl erretten. giebst: Drum fahr hin, 3. Hast du viel Herbeleid o Welt, zur Abgrunds- in dieser bösen Zeit, und Höle! must did lassen plagen, 11. O JESU, du bist folt du drum nicht verzamein, ach! komm und gen, wenn du wirst fleißig brich herein mit deinem beten, wird dich GOtt wol Tage, der, wie er mir die erretten. Freud, der Welt bringt 4. Bist du der Welt ein Traurigkeit und stete Spott, und steckst in grof Plage. fer Noth, von jedermann 12. Ach machs, ach verlassen, thu ein frisch machs nicht lang, fieh, wie Herße fassen, wenn du den Christen bang, so lang wirst fleißig beten, wird zu stehen; der Geist und dich GOTT wohl erBraut spricht: Komm, jajretten. komm, HERN JESU, 5. Drumwer ein Chrift komm! daß wir dich sehen.will seyn, der schick sich 595. Mel. Auf meinen lie- nur darein, und sey im ben GOTT. Creuß geduldig, geb sich risch auf, mein' Seel, vor GOTT nur schulin Noth, vertrau allein dig, der ihn aus allen Noauf GOtt, und laß densel- then gar wohl weiß zu erben walten. Er wird dich retten. F wohl erhalten, und dich 6.Denn es zu jeder Frist aus allen Nöthen wohl also beschaffen ist, wenn ein wissen zu erretten. Creuß nur aufhöret, bald 2. Steckst du in Armuth ein anders einkehret, drum must 613 Vom füffen Trofte GOttes. must du fleißig beten zu 11. Darum, o frommer GOtt in allen Nothen. Christ! du Gott ergeben 7. Weil außerhalb der bist, laß dir vorm Creuß Noth unfer Gebet ist todt: nicht grauen, thu auf den so muß GOtt Trübfalfen- HErrn bauen, der dich den, daß wir uns zu Ihm aus allen Nöthen wird wenden, und allzeit fleißig wissen zu erretten. beten, daß Er uns tröst in Näthen. 12. Wandel auf GOttes Weg, zum Guten sey 8. Ein Christ machs nicht trág, fahr fort, leid 8. Ein Christ machs dich geduldig, ob du biſt wie er will, so maß er leiden viel, wird fälschlich ber herzlich in Nöthen, gleich unschuldig, und angegeben, man thut Gott wird dich wohl erihm widerstreben, drum muß er fleißig beten, daß ihn GOTT tröst in Nothen. retten. 13. Und obs hier nicht geschicht, solt du verzagen nicht, es wird nach den Be9. Denn wer hier in Geschwerden im Himmel bef= duld befiehlt GOtt sein' ser werden, da uns GOtt Unschuld, der sie an Tag wird erretten aus allen kan bringen, dem wirds unsern Nöthen. endlich gelingen, wenn er 14. Da denn all unser in seinen Nöthen nur stets Leid sich kehren soll in thut fleißig beten. Freud, und wir werden 10. Und weil Trübsal zusammen preisen des und Noth der Christen HErren Namen, befreyt täglich Brod, Herzleid von allen Nöthen, vor in allen Ständen, wo GOttes Antlig treten. man sich thut hinwenden, so muß man fleißig beten, daß uns GOTT trost in Nöthen. Frie 496. Mel. Was mein Gott will, das g'scheh allzeit. risch auf, mein' Seel! verzage nicht, GOTT 29.3. wird 614 Vom füffen Troste GOttes. wird sich dein erbarmen, und gar verachten, als Nath, Hilf wird er dir wolt GOTT nicht mein theilen mit, er ist ein Helfer seyn, dennoch will Schuß der Armen; obs ichs nicht achten: Der oft geht hart, im Rosen- Schuß Herr mein ist Gart kan man nicht allzeit GOtt allein, dem hab ich fizzen. Wer GOtt ver- mich ergeben, dem ich ver= traut, hat wohl gebaut, trau, vest auf Ihn bau, den will Er ewig schüthen. der kan mich wol erheben. 2. Das hat Joseph, der 5. Ob sichs bisweilen fromme Mann, sehr oft schon anließ, als wolt mich und viel erfahren. Von GOtt nicht schüßen, und David, Job, man lesen hatt die Welt mein Ueberkan, wie sie im Unfall wa- drieß, wolt mich auch dazu ren, noch hat sie GOtt instrogen; so weiß ich doch, ihrer Noth genadiglich be- Er wird mich noch zu seihütet: Denn wer GOttner Zeit nicht laffen. Wer traut, hat wohl gebaut, GOtt vertraut, hat wohl wenn noch der Feind so gebaut; wie könnt er mich wittet. denn haffen? 3. Troß sey dem Teufel 6. Drum freudich, meiund der Welt, von GOtt ne liebe Seel! es soll kein' mich abzuführen: Aufihn Noth nicht haben, Welt, mein Hoffnung ist gestellt, Sund, Tod, Teufel und sein' Gutthat thu ich spü- die Höll soll ewig dir nicht ren. Denn Er mir hat schaden. Denn GOttes Gnad, Hülf und Rath in Sohn, der Gnadenthront seinem Sohn verheissen: hat sie all überwunden, Wer Ihm vertraut, hat auf GOtt vertrau, vest wohl gebaut, wer will mich auf Ihn bau, der hilft zu anders weisen? allen Stunden. 4. Wann böse Leut schon 7. Der'r feinen er verspotten mein, mich ganz laffen hat, die nach sein'm Willen Vom füffen Trofte GOttes. 615 Willen leben; um Gnad, 2. Ohn ist es nicht, es Hülf fuchen früh und spat, kráncket zwar, wo so viel fich gänglich ihm ergeben. Sind begangen, und ist Glaub, Lieb, Geduld es leider! allzuwahr, daß bringt GOttes Huld, dar- wir in Sund empfangen, zu ein gut Gewissen. Wer doch sieh darauf, daß in GOtt vertraut, vest dar- der Tauf dir solche sind geaufbaut, der solls ewig ge- schencket, und dir zu gut, niessen. durch Christi Blut gar tief 8. Wer aber Hülf beyins Meer gesencket. Menschen sucht, und nicht 3. Ja, sprichst du, wenn ben GOtt dem HErren, ich nicht aufs neu den derselb ist gottlos, und ver- Tauf- Bund übertreten; flucht, kommt nimmer- was du versehen hast, be mehr zu Ehren. Denn reu, und dann GOtt abGOtt allein will Helfer gebeten: Fall nur zu Fuß, seyn, in JEfu Christi und thue Buß, er wird dich Namen. Wer solches gern aufnehmen, wenn es kein Scherß, und sich dein Herß des Bösen recht will Frifds glaubt, undGOttvertraut foll seelig werden. Amen. 497. Mel. Was mein Gott schámen. will, das g'scheb allzeit. 4. Wenn es dich Grisch auf, mein' Seel! schmerßt, was du gethan, und traure nicht, dein es nimmer zu begehen, JEsus lebt, Er lebet, fein aufs neue GOTT geloAughat Er zu dir gericht, besi an, vergiebt er, was fein Fittig ob dir schwebet, geschehen, weil JEsus Erist dein Heil, dein Trost Christ der Mittler ist für und Theil, wie kanst du die, so an ihn glauben, doch doch nun trauren? Der fiehe zu, es nicht mehr thu, treue Hort in seinem Wort kanst dich der Gnad beranverspricht sich selbst zur ben. Mauren. 5.Glaub vest anJEfum, 24 GOt= 616. Dom füffen Trofte GOttes. GOttes Sohn, daß durchs 8. Auch wenn das Fleisch fein Tod und Leiden, durch selbst dich ansicht, die Sünseine Wunden, Spott und de lockt mit Reißen, der Hohn, nunmehr aufGOt Satan dich im Siebe tes Seiten Gerechtigkeit, sicht't arglilig, wie den Gnad, Heil bereit, die Weißen, die Welt bald Sunde die erlaffen, du lacht, bald haft, veracht, bit gerecht, wo du Ihnes scheint, GOTT woll schlecht im Glauben weist nicht hören, ia bast wol zu faffen. schwach zur bösen, Sach 6. Fahlst du den Glau- gar laffen dich bethören. ben nicht so groß, wie du 9. Lauf unverzüglich wol mocht'st begehren, er- und mit Eilin allen diesen gib dih GOttes Willen Dingen zu JEfu Christo, blos, ob Er dir woll ge- daß er heil, was scheinet währen die Bitt, und trau, zu mißlingen, daß Er, was daß er genau dein Seuf- schwach andir, stark mach, Ben hör und kenne, halt, und seinen Geist dir gebe, dich aus Wort, bet im- der in dir bleib zum Gu merfort, der Hülf nicht ten treib, dem Bösen wiZeit benenne. derstrebe. 7. Imgleichen, wenn die 10. Gewiß, es ist kein' Liebe schwach, die Hoff- Noth so schwer, so bitter ist nung will verschwinden, kein Leiden, es drück das und heißt: Daß doch der Creuß auch noch so sehr, Freuden, ach! kein Fühlen Schmerz sey auf allen und Empfinden; sen in Seiten, der Much nicht GOTT still, fag, HErr, seh, der Leib vergeh; Dardein Will gescheh zu allen um doch nicht verzaget, Zeiten, das Best wird Gott lebet noch, fitzt nicht seyn, ich geb mich drein, zu hoch; Nur frisch auf wie dus schickst, will ichs Ihn gewaget. teiden. 11. Wohl, wohl, und ewig, ewig Vom füffen Troste GOttes. 617 ewig wohl! wer steif auf 2.2as soll ich mich selGOtt vertraut, es gehe ber frånden, weil mich wie es mög und soll, er hat doch mein JEfus liebt, ich sehr vest gebauet, wenn will fiers daran gedencken, bricht die Welt, der Him Satan! du magst seyn bemel fällt, sein Glaub wird trübt, du bist nicht wie ich doch nicht fallen, das getauft, du bist nicht wie Wahrheits- Wort stehtlich erkauft, dir ist Chrifort und fort, GOtt hilft ius nicht gestorben, dir ist den Seinen allen. nichts, wie mir erworben. 12. Und soll es auch der 3. Wenn ich sonst gleich Tod gleich seyn, so gib dich alle Schäßze, alles Gold doch zufrieden, stell, liebe und Geld der Welt gegen. Seel, das Trauren ein, du diese Ehre seße, gegen diebleibest ungeschieden von ses Löse- Geld, war mir alle dem, der ist dein JEsus Ehr und Luft in der ganChrist, im Tod ist Er dein ßen Welt bewust, cy, sie Leben, was wilt du mehr? würde mich nicht laben, Ofreu dich sehr! bedenck wenn ich JEsum nicht solt was dir gegeben. haben. Geh 498. Mel. Freu dich sehr, o 4. Nun wohlan! er ist meine Seele. mir geben, daß ich mich eht ihr traurige Ge- sein freuen fan: Leiden, dancken, die ihr mir Tod, Verdienst und Lemein Herk beschwert, ben, alles was er hat geflieht aus meiner Sinnen than: Er, und was er hat, Schrancken, daß ihr nim- ist mein, und ich bin auch mer wiederkehrt, weg mit wieder sein: Teufel, Hölle, der Melancholey! ich will Tod und Sünden, kan ich leben froh und frey; JE- durch Ihnüberwinden. sus wird nach seinem Wile 5. Es ist wahr, ich bin ein len, mein betrübtes Herße Sünder; aber meines JEstillen. fu Blut treibt der Sün 295 den 618 Vom füffen Trofte GOttes. den Zahl dahinder, und Gläubigen gewiß, fürchte macht mich gerecht und dich nur nicht, mein Sinn, gut, das gerechte GOttes- schlage die Gedanken hin, Lamm muste mich am JEfus wird dich wohl erCreußes Stamm, durch halten, laß ihn nur gedulsein heiliges Verdienen, digwalten. 2 bey dem höchsten GOtt 9. JEfut, meiner Sceverfühnen. ien Freude, gib mir dei6. Es ist wahr, ich mußnen Freuden- Geist, der auch sterben, und durch mein hungrig Herke weiTodes- Thaler gehn, aber de, wie dein heilsam Wort ich soll nicht verderben, ich verheißt, ach mein Hort! soll wieder auferstehn, JE- benimm mir doch dieses sus hat des Todes Macht schwere Trauer- Joch: laß durch sein Sterben umge- mich seyn in dir zufrieden, bracht, daß er mir ein und zu keiner Zeit geschieDurchgang worden zu der den. Himmels- Bürger Orden. 10. Gib, daß ich in dir 7. Es ist wahr der Sa- erfreuet, ein geruhig Hertan schrecket, und ist über ße hab, welches durch dich mich bemüht, daß er Angst ganz erneuet, sich an dir und Furcht erwecket, die in ergoß und lab, sey du meis mir zusammen zicht, aber ner Seelen Hort, und laß ich gedenck daran, JEfus durch dein heilig Wort ist der starcke Mann, der deinen Geist mich wohl erden Teufel hat geschlagen, quicken, und darinnendich und die Hölle Schau ge- erblicken. tragen. 11.Laß mich Ungeduld 8. JEsus hat durchaus vermeiden, die zuweilen gestürmet die verdammte sich erregt, laß mich dir Finsterniß, Er beschüßet zu Ehren leiden, was du noch und schirmet seine mir haft auferlegt, laß mich Vom süffen Trofte GOttes. 619 mich zwingen Fleisch und Rast noch Ruh, die dir den Blut, und erheben meinen Rücken kehren. Muth, laß mich dein doch 3. Dein Augeslehet wiseyn und bleiben, und von der die, so deiner Wege dir mich nicht abtreiben. fehlen, und in dem gan12. JEsu, laß mich ja ßen Leben hie den frumnicht fallen, halte mich in men Weg erwählen, und deiner Hand, laß bestan- suchen in dem Gündendigmichin allen an dir blei- Wust zu büffen ihres Fleis ben unverwandt, laß mich sches Luft nach dem vera alle Angst und Noth, alle derbten Willen. Furcht, ja felbst den Tod 4. Die Creatur entfeßzet durch dich tröstlich über sich, und seufßet freu zu winden, und des Glaubens werden, fie wartet und Ende finden. thut angstiglich, der Him499. M. un freut euch, lie- mel und die Erden, die deiben Christen g'mein. ner Finger Wercke sind, Err, deine Treue ist so und was sich in denselben groß, daß wir uns findt, beweinen solch Vera wundern müssen, wir lie- derben. gen vor dir arm und blos ,, 5. Wir hoffen dennoch zu deinen Gnaden- Füssen, vest zu dir, du werdest uns die Bosheit währet im- erhören, wir flehen, o merfort, und du bleibst GOtt! für und für, du doch der treue Hort, und wollest doch bekehren die willst uns nicht verderben. Sinden- volle blinde 2. Die Sünde nimmer Welt, die sich für so glücküberhand, du siehest selbst selig hålt da sie zur Höller die Schmerzen, die Wun- eilet. den sind dir wohl bekannt 6. Erbarme dich, o treus der sehr verstockten Her erGOtt! der du die Welt Ben, die Schulden nehmensgeliebet, die Weit, die täglich zu, es haben wedergang in Sünden todt, in Jrr 620 Dom füffen Troste GOttes. Irrthum dich betrüber, 10. Hier sind wir deine gib deinem werthen Wor- Neben schon, und freuen te Kraft, daß es in solchen uns darneben, daß du uns Herzen haft, die hart sind die Genaden- Cron nun wie die Felsen. mchro bald wirft geben, 7. Laßdoch die Welt er wir hoffen bald dein AnFennen noch mit ihren gesicht zu sehen dort in je blinden Kindern, wie nem Licht, da uns das fanft und angenehm dein Lamm wird weiden. Joch sen denen armen Sündern, so fühlen ihre soo. M. JEfu, meine Freude, Sunden- Schuld, und meines Herzens Weide. wenden sich zu deiner Huld, und deines Sohnes Esu, meine Liebe! die Sich oft betrübe hier in dieser Welt, dir danckt Wunden. 8. Die Heerde, die du mein Gemüthe, wegen deihast erwählt, die setze duner Gute, die mich noch erzum Segen, und schencke hält, die mir oft gar unver was ihr annoch fehlt, zu hoft hat geholfen in dem gehn auf rechten Wegen, Klagen, Noth, Leid, Angst laß deine Treue, Aug und und Zagen. Hand seyn deinen Glie- 2. Nun ich will dran dern wohl bekant, die dei dencken, wenn ich werd in ne Gute trauen. Krancken und in engsten 9. Ein Vater und ein seyn; wo ich werde stehen, Hirte meynt es treulich wo ich werde gehen, will mit den Seinen, du bistlich dencken dein, ich will noch mehr als beyde seynd, dir, HENR, für und für Du kansts nicht böse men- danckbar seyn in meinem nen; drum trauen wir al Bergen, dencken dieser lein auf dich, ach! leite du Schmerzen. uns väterlich nach deinem 3. Jch bat dich mit Thrá Rath und Willen. nen, mit Leid, Angst und Seh Dom füffen Troste GOttes. 621 Sehnen, mein Aug und wirst du, HErr, alsdann, Geficht hub ich auf und wenn er vest glaubt, dich fchrie, beugte meine Knie, nicht läßt, als die deinen stund auch aufgericht't, ich selbst empfinden, tilgen seiging hin und her, mein ne Shinden. Sinn war bekümmert 7. Drum, o meine Lieund voll Sorgen, durch be! die ich oft betrübe hier. die Nacht zum Morgen. in dieser Welt, dir danckt 4. Ich, als ich nicht sahe, mein Gemüthe, wegen daß du mir so nahe, sprach deiner Güte, die mich noch zu dir im Sinn: Ich kan erhält, die mir oft gar unnicht mehr beten, komm, verhoft hat geholfen in mein Heil! getreten, fonfildem Klagen, Noth, Leid, find ich dahin, ja ich findk! Angst und Zagen. ey, sprach dein Wind, halt, mennst du, daß ich so1. M. Lun freut euch lienicht lebe, noch fort um ben Christen g'mein. dich schwebe? 5. Ich war noch im It Ephraim nicht meine Cron, meines Glauben, den mir doch zu Herzens Wonne, mein rauben Satan war be- trautes Kind, mein theumüht, der die armen See- rer Sohn, mein Stern len in des Leibes Hölen, und meine Sonne, mein' vielmals nach sich zieht; Augen- Lust, mein edle Ich sprach doch: Ich glau- Blum, mein auserwählbe noch! glaubt ich nicht, tes Eigenthum, und meiwolt ich nicht beten, noch ner Seelen Freude? vor dich hintreten. 2. Ich höre seines Seufs 6. HERR! wer zu dir gens Stimmund hoch beschreyet, seine Sünd an- trübtes Klagen: Mein speyet, ruft dich herzlich GOtt hat mich, spricht an, aus getreuem Herzen, Ephraim, gestraft und dessen groffe Schmerzen wohl geschlagen. Er sucht mich 622 Dom süffen Troste GOttes. mich heim mit harter wenden lassen, so will ich Zucht, das ist mein Lohn, deine Missethat, heimsudas ist die Frucht und Nu- cher, doch mit Maßen, und Ben meiner Sünden. wann du wiederkehrst zu 3. Hör alle Welt: ich bin mir, so will ich wieder auch getreu, und halte mein zu dir mich mit Erbarmen Versprechen; was ich ge- kehren. redt, da bleibt es bey, mein 7. Nun kehrt zu mir Wort werd ich nicht bre- mein Ephraim, sucht chen! Das soll mein Ephra- Gnad in meinen Armen, im gar bald erfahren, und drum bricht mein Herke mich dergestalt recht aus gegen ihm, ich muß mich dem Grund erkennen. fein erbarmen: Der Un 4. Ich denk noch wohlmuth fällt mir mit Ge an meinen Eyd, den ich ge- walt, mein Eingeweide schworen habe, da ich aus hißt und wallt in treuer lauter Gittigkeit mich ihm Lieb und Gnade. zu eigen gabe; Ich sprach: 8. Kommt alle Sünder, Du hast mein Hers erfüllt kommt zu mir, bereuet mit deiner Lieb ich bin dein eure Sünden, und suchet Schild, und wills auch Gnad an meiner Thür, ewig bleiben. ihr solt sie reichlich finden. 5. Ich will mit meiner Wer sich mit Ephraim. starcken Hand dich, als einbekehrt, wird auch mit Bater, führen, dich selbst Ephraim erhört, und hier will ich und auch dein Land und dort getröstet. aufs schönst' und beste zie- 502. Mel. Auf ihr Christen, ren, und wirst du mir gehorsam seyn, so soll dich Christi Glieder. ehre meines Segens Schein wieder, meine Seele! was betrübst ohn alles End erfreuen. und gråmst du dich, fleuch 6. Wo du dich aber bd- die Quaal und Kummer sen Rath wirst von mir Hole, und schau redlich über Vom füffen Troste GOttes. 623 über dich, en gedenck, ge- schwebt das Creußze noch dencke doch, GOtt dein so hoch, GOtt dein SchirVater lebet noch. mer lebet noch. 2. Liegt das Creuß auf 6. Kehre wieder meine deinem Stücken, will die Seele, was betrübt und Angst vermengte Peinquälst du dich, wenn ich deine Hoffnung nieder- GOtt die Noth befehle, drücken, laß Geduld dein kan ich troßen vestiglich, Labsal seyn, trägst du duld ich viel, so sag ich gleich ein schweres Joch, doch: GOtt mein Leben GOtt, dein Helfer lebet lebet noch. noch. so3. Mel. Herzlich thut mich verlangen. 3. Denckt der Satan dich zu fällen, und will sein! verdammtes Heer deiner Seligkeit nachstellen, en so fürchte dich nicht sehr, traut allzeit, und ob ihn er gehört ins Höllen- Loch, gleich viel haffen, geschicht GOtt, dein Tröster lebet ihm doch kein Leid, Gott noch. will die Seinen schüßen, 4. Bist du arm und ganz zuletzt erheben hoch, und verlassen, ist doch GOtt geben, was ihnin nüset dein höchstes Gut; ob dich hie zeitlich und auch dort. gleich die Menschen hassen, 2. Allein ichs GOTT hält dich GOtt in seiner heimstelle, er machs wies Hut; wohl mir! wenn ich ihm gefällt, zu Nuß mein'r fag und poch: GOtt mein armen Seele: In dieser Huter lebet noch. argen Welt ist doch nur 5. Laß es hageln, laß es Creuß und Leider, und wittern, laß die Welt vou muß auch also senn, denn Teufel seyn, laß die Erde die zeitliche Freuden brins sich erschüttern, du bist gen uns erge Pein. GOTTES, er ist dein, 3.Treulich will ich Gott bitten, einen hat GOtt verlassen, der ihm ver Y 624 Vom füffen Trofte GOttes. itten, und nehmen zum damit zu erlösen von ew. Beystand, in allen meinen ger Angst und Pein. Wie Nothen, ihm besi'r als font auf dieser Erden doch mir bekanne; Um G'duld größre Liebe seyn. will ich stets bitten, in 7. Nun folrich mich erall'm Anliegen mein, er zeigen danckbar für solche wird mich wohl behüten, Gnad! ich geb mich Gott und mein Nothhelfer zu eigen mit allem, was seyn. ich hab; Wie ers mit mir 4. All's Glück und Un- will machen, sey ihm all's gelucke das kommt allein beimgestellt: Ich b'fehl von GOtt, ich weiche nicht Ihm all mein' Sachen. Er zurücke, und fleh in meiner machs wies ihm gefällt. Noth. Wie kan er mic) 8. Amen, nun will ich denn haffen, der tren schliessen dis schlechte Lice Nothhelfer mein, ja wenn delein, HErr durch dein die Stoth am grösten, so Blut- vergiessen laß mich will er bey mir seyn. dein'en Erben seyn. So 5. Reichthum und alle hab ich all's auf Erden, Schäße, was sonst der was mich erfreuet schon: Welt gefällt, drauf ich Im Himmel soll mir wer mein'n Sinn nicht setze, den die ewge Gnadendas bleibet in der Welt, Cron. ein'n Schatz hab ich im Himmel, der JEfus Chri- 504. Mel. Wer seinen J sum hält. ftus heißt, ist über alle Schäßze, schenckt uns den Leblebt er feliglich, was jemand wie ich, Heilgen Geist. so 6. Shn hab ich einge- ich sucht alle Stunden, schlossen in meines Her hab ich nun einst gefunHens Schrein, fein Blutden, ich bin der Sorgen hat er vergoffen für mich los, und sitz in JESU arm's Wurmelein, mich Schooß. CO 2. Sch Vom füssen Trofte GOttes. 625 2. Ich aß das Thränen- fus der liebste Freund, den Brod, und gramte mich meine Seele meynt. schier todt, ich ließ das 7. Mein Seufßen isters Welt- Getunnel, und hatt hört, mein Weinen ist gehinauf gen Himmel mein kehrt in Lachen, mein BeHerß und Sinn gericht't, trüben in süß erwünschtes allein ich fand ihn nicht. Lieben; Der Himmel 3. Die Welt drang auf tröpffelt ab die werthe mich zu, versprach mir süsse Seelen- Gab. Ruh, die Wollust güldne 8. Was mir bracht bite Zeiten, die Hoffart Herr- tre Pein, muß jetzo füffe lichkeiten, die Augen- Luft seyn, je bittrer im Betruviel Gut, zu lendken meinen ben, je füffer in dem vie Muth. ben, verwandelt mir die 4. Fahr, Welt, fahr im- Zeit in vollge Ewigkeit. mer hin! sprach ich in mei- 9. Dis quålet mich annem Sinn, denn deine noch, daß ich vom LebensLieblichkeiten verblühen Joch nicht kan erlöset wermit den Zeiten; ben dir ist den: Ach reiß mich von kein Gewinn: Fahr, Welt, der Erden, daß ich in fahr immer hin. Ewigkeit geniesse dieser 5. Kaum war dis Wort Freud. gesagt, da mirs schon 10. Jch bin des Lebens Freude bracht, Er gab sich satt, von vielem Creuße zu genusfen mit tausend matt, die Erde macht mir Liebes- Küssen, den meine bange. Mein JEsu, wie Seele liebt, der mich vor- so lange? Ach nimm mich hin betrübt. aus der Welt ins güldne 6. Halt ein, du Thra- Himmels- Zelt! nen- Bach, du Herb er 505. Mel. Sreu dich sehr, o zwungnes Ach! ist kommnt meine Seele. mit vielen füffen Freuden JE: M und Plagen lauffen Rr mit Y 626 Dom füffen Troste GOttes. mit der Zeit zu End; alles Creußen ist besett; Hier Seufßen, alles Klagen, muß man sich nicht entferdas der HERR alleinenen, ob er gleich mit Blut kennt, wird GOtt Lob! beneßt: Zu dem Schloß nicht ewig seyn; Nach dem der Ewigkeit kommt kein Regen wird ein Schein Mensch hin sonderSereit; vieler tausend Sonnen- die in Salems Mauren Blicken meinen matten wohnen, zeigen ihre DorGeift erquicken. nen- Cronen. 2. Meine Saat, die ich 5. Es sind warlich alle gesaet, wird zur Freude Frommen, die des Himwachsen aus; Wenn die mels Klarheit sehn, aus Dornen abgemähet: so viel Tribsal hergekomen, trägt man die Frucht zu darum fiehet man sie stehn Hauß; Wannein Wettervor des Lammes Stuhl ist vorbey, wird der Him- und Thron, prangend in mel wieder frey: Nach der Ehren- Cron, und mit dem Kämpfen, nach dem Palmen ausgezieret, weil Streiten kommen die Er- fie glücklich triumphiret. quickungs- Zeiten. 6. GOttes Ordnung ste 3. Wenn man Rosen het veste, und bleibt ewig will abbrechen, muß manunverrückt, feine Freund' leiden in der Still, daß uns und Hochzeit- Gäste werauch die Dornen stechen; den nach dem Streit be Es geht alles, wie GOtt glückt; Ifrael erhält den will; Er hat uns ein Ziel Sieg nach geführtem gezeigt, das man nur im Kampfund Krieg, CanaKampf erreicht; Will an wird nicht gefunden, man hier das Kleinod fin- wo man nicht hat über den, so muß man erst über- wunden. winden. 7. Darum trage deine 4. Unser Weg geht nach Ketten, meine Seel, und den Sternen, der mit dulde dich; GOtt wird dilh Vom füffen Troste GOttes. 627 dich gewiß erretten. Das Mauer seyn. Er herrscht Gewitter leget sich, nach im Fluthen- Feld, der Himdem Blitz und Donner- mels- Held. schlag folgt ein angeneh- 4. Die Tapferkeit istjemer Tag; Auf den Abend derzeit bereit, durch Creuß folgt der Morgen, und und Schmach, und durch die Freude nach den die krause Wellen zu drinSorgen. gen durch, kein Sturmwind kan sie fällen; sie hält 506. In eigener Mel. Nur frisch hinein, es uns vest in steter Sicherwird so tief nicht seyn! heit, die Tapferkeit. das rothe Meer wird dir 5. Ein Krieges- Mann schon Plaß vergönnen; muß tapfer halten an, es was wimmerst du? solt der steht nicht wohl, wenn nicht helffen können, der Krieger wollen stehen, nach dem Blik giebt hei weil sie das End des Krietern Sonnenschein? Nurges nicht ersehen. Ein frisch hinein. Christ ist auch, der tapfer 2. Betrübter Christ, der kämpfen kan, ein Kriegesdu in Schwermuth bist, Mann. ermuntre dich und deine 6. Es höret auf ein Ding schwache Sinnen; das so bald sein Lauf zum Ende schwere Creutz wird doch lauft: was einmal anges einmal zerrinnen gleich fangen, das nimmt ein einem Fluß, der dir zum End. Der HErr ist vorBeyspiel ist, betrübter gegangen, du folge nach, Christ. und tritt nur tapfer drauf, 3. Der Himmels- Heldes höret auf. hat einen Weg bestellt, den 7. Des Creußes Pein niemand weiß; Eh sein wird ja nicht ewig seyn, es Bold solte finden, muß ist ein Kelch, der seinen selbst das Meer auf dieses Boden zeiget, man sieht Helden Wincken zurden Grund, wenn alles Rr 2 auss Dom füssen Troste GOttes. ausgeneiget. Drum bildeles dem, der unser Creuß dir wie füssen Nectar eingetragen am Creußesdes Creußes Pein. Stamm. Es ist ein Kin628 8. Die Centner- Noth/ der- Tand der Christenzerbricht der kalte Tod. Stand. Hindurch, hindurch! und 12. Wer wandern soll, folge deinem Führer, dein muß oftmals TraurensJESUS ist der Erd- voll durch Berg und Thal und Meer- Regierer, der und tiefe Pfüßen dringen, watet durch, und tritt für so muß ein Christ auch dich in Koth die Centner- nach dem Himmel ringen, Noth. und leiden viel; Der muß 9. Er ist der Hirt der oft geben Zoll, der wandich nicht lassen wird, Erdern soll. wird sein Schaaf auf sei- 13. Ach füsser Chrift! nen Achseln tragen, es wenn du nur bey mir bist, wartet schon auf dich der so will ich auch mein Leben Engel- Wagenzum fichern willig enden, zu dir, mein Schuß, und ob du dich ver- GOtt, will ich mich gångirrt, er ist der Hirt. lich wenden, und tragen, 10. Auf, schwacher was mir auferleget ist, ach Sinn! wirf allen Kum- füffer Chriji! mer hin, und schicke dich, 50-.. Christus, der uns 2c. die Tiefe durch zu waten; Schwing dich auf zu Kommt deinen dein JEfus wird dir ra- trübteSeele! warum liegst then und helfen aus, der du GOtt zum Spott, Tod ist dein Gewinn. Auf in der Schwermuths- Hdschwacher Sinn. le? Merckst du nicht des 11. Der Christen- Stand Satans List? er will durch ist hier also bewandt, es sein Kämpfen, deinen muß ein Creuß das andre Trost, den JEsus Christ Creuße jagen. So giengdir erworben, dampfen. 2. Schütt Vom füffen Troste GOttes. 629 2. Schüttledeinen Kopf da ich frey in wohne, als und sprich: Fleuch du alte in einem vesten Schloß Schlange! Was erneurst das kein Feind kan fällen, du deinen Stich machst brächt er gleich davor Gemir angst und bange? Ist schoß und Gefahr der Höldir doch der Kopf zer- len. knickt, und ich bin dürchs 6. Stürme Teufel, und Leiden meines Heilands du Tod, was könnt ihr mir dir entzückt in den Saal schaden; Deckt mich doch der Freuden. in meiner Noth GOtt mit 3. Wirfst du mir die seiner Gnaden; derGOtt, Sünden für; wo hat der mir seinen Sohn selbst GOtt befohlen, daß mein verehrt aus Liebe, daß der Urtheil über mir ich bey ege Spott und Hohn dir soll holen? Wer hatdir mich dort nicht betrübe. die Macht geschenkt, andre 7. Schreye, tolle Welt! zu verdammen, der dues sen mir Gott nicht ges felbst doch liegst versenkt in wogen. Es sey lauter Taus der Höllen Flammen? scheren und im Grund ers 4. Hab ich was nicht logen. Wäre mir Gott recht gethan, ist mirs leid gram und feind, würd Er von Herzen, da hingegen eine Gaben, die mein eigen nehm ich an Christi Blut worden seynd, wol behalten haben. und Schmerzen, denn das ist die Nanzion meiner 8. Denn was ist im HimMissethaten; bring ich dis mels- Zelt; was im tieffen vor GOttes Thron, ist mir Meere? Was ist Gutes in wol gerathen. der Welt, das mir nicht gut wåre? Weme brennt 5. Christi Unschuld ist das Sternen Licht? wormein Ruhm, sein Recht zu ist gegeben Lufft und meine Crone; sein Ver- Wasser? dient es nicht dienst mein Eigenthum, mir und meinem Leben? Rr 3 9. Weme 630 Dom süffen Trofte GOttes. 9. Weme wird das der wüte; Gleichwol muß Erdreich naß vom dem er lassen stehn, was GOtt Thau und Regen? weme aufgerichtet: Aberschåndgrünet Laub und Graß? lich muß vergehn, was er weme füllt der Gegen selber dichtet. Berg und Thåler, Feld 13. Ich bin Gottes, und Wald? warlich mir GOtt ist mein: Wer ist, zur Freude, daß ich meinen der uns scheide? Dringt Aufenthalt hab', und Lei- das liebe Creuß herein mit bes- Weide. dem bittern Leide; Laß es 10. Meine Seele lebt in dringen, kommt es doch mir durch die süsse Lehren, von geliebten Händen, so die Christen mit Ge- bricht und kriegt geschwind bühr alle Tage hören ein Loch, wann es GOtt GOtt eröffnet früh und will wenden. fpat meinen Geist und 14. Kinder, die der BaSinnen, daß fie feines ter soll ziehn zu allem Gu Geistes Gnad in sich ziehen ten, die gerathen ſelten können. wohl, ohne Zucht und Ru then. Bin ich denn nun II. Was sind der Pro- GOtteskind, warum will pheten Wort und Apostel ich fliehen, wann er mich Schreiben, als ein Licht von meiner Sünd auf was amdunckelnOrt? Fackeln, Guts will ziehen? die vertreiben meines Her 15. Es ist herzlich gut Bens Finsterniß, und in gemeynt mit der Christen Glaubens- Sachen mein plagen. Wer hie zeitlich Gewissen fein gewiß und wohl geweint, darf nicht recht Grund- vest machen. ewig klagen; sondern hat 12. Nun auf diesen heil- vollkommne Lust dort in gen Grund bau ich mein Christi Garten,( dem er Gemüthe, sehe wie der einig ist bewust) endlich zu Höllen- Hund zwar dawis gewarten. 16. Got Vom füffen Trofte GOttes. 631 16. GOttes Kinder fäen zu keiner Zeit Trost- loß in zwar traurig und mit Angst und Noth uns laf Thränen! Aber endlichssen: Darum wir stetig bringt das Jahr, wornach muthig seyn, auch in des sie sich sehnen. Denn es TodesSchatt'n und Pein: kommt die Erndte- Zeit, Dann uns der HErr boyda fie Garben machen, da stehet. wird all ihr Gram und 3. Dein Stab, mit dem Leid lauter Freud und du leiten thust, uns tröstet Lachen. und auch strafet, das 17. Ey! so faß, o Christen- Creuß dämpfet des FleiHerß, alle deine Schmer- sches Lust, daß es nicht Ben, wirf fie frölich hinter Schaden schaffet dem Geis warts, laß des Trostes ste durch der SündenHerzen dich entzünden Gift, die alles Böse mehr und mehr: Gib dem( leider!) stifft, und thut groffen Namen deines sich stetes regen. GOttes Preis und Ehr, 4. Du einen Tisch bereiEr wird helffen. Amen. tet hast, den stetes wir an508. Mel. Mein Herzens schauen: Dein's heilgen JEſu. Wortes werthe Kost, die Mas kan uns kommen wir im Herzen kauen: an für Noth, so uns wenn uns des Feindes List der HErre weidet, und anfällt, dieselb denn unser speiset uns mit Himmel- Seel erhält, samt deines Brod und auf die Weide Geistes Fülle. leitet: Darzu erquicket un 5. Dein Güte und fre Seel, und kühlet mit Barmherzigkeit uns, dem Wasser- Quell sein's HErre, folgen werden, werthen heilgen Geistes. von nun an bis in Ewig2. Uns wegen seines Nakeit, daß wir alhier auf Ermens groß Er führt auf den, durch seligmachend rechter Strassen, und thut Glauben seyn, dort offenRr 4 bahr 632 Dom füiffen Troste GOttes. bahr im Saale dein Bür- den will verbinden, und ger und Hausgenoffen. helfen überwinden. 6. Das helf uns der 4.Sein allerliebster HErr JEsus Christ, der Sohn, der ewge Gnadenunsre Herzen bauet durch Thron, hat sich um deinet: Glauben, der recht thätig wegen mit mehr denn tauist, und GOtt den Bater send Schlägen am Creuße schauet: Durch ihme, samt lassen würgen! dem heiligen Geist; auf theuren Bürgen! daß werd dieser Wunsch 5. Er ist versucht wie du, geleift't, so sprecht einmi- sein Arbeit bringt dir thig, Amen. Ruh, sein Sterben ist dein 509. Mel. Aufmeinen lieben Leben: Wirst du dich ihm ergeben, so wird sein heilbetrübst duges Büssen dir all dein einen Gött. Weich, und thuft so ang- Leid verfüffen. arum figlich, mein Hert, als ob 6. Von seiner Creußesdein Zagen und kläglichs Last du kaum ein SpånJammerklagen dasLeiden lein hast, mein Herß, auf könne stillen, und ändern dich zu nehmen: Drum GOttes Willen. wollst du dich nicht schä 2. Onein! es ist gefehlt, men, noch so darüber kladir ist schon zugezählt des gen, es JESU nachzus Creußes Maaß und Men- tragen. ge, GOtt hat bestimmt die 7.Die fündliche Begier, Länge, wie lange seine die annoch wohnt in dir, Plagen du solt und kanst will in derglichen Nöthen ertragen. der fromme Bater tödten, 3. Doch darob dich er- wie sonst der Eltern Ruthe freu, daß dein GOTT den Kindern kommt zu ist getreu, und nicht von gute. Herzen schläget, noch all- 8. Nicht denck, er haffe zu viel aufleget, die Wun- dich; GOTT, der in Chri sto 633 Vom füffen Troste GOttes. sto sich mit dir versöhnt, 3. Wie sicher war mein erkennet, den dein Geist Leben, als ich in Babel Bater nennet, der hat nie war, ich war der Lust ergeungewogen die Liebe aus- ben, und stund doch in Gegezogen. fahr des Todes und der 9. Nun, JEsu, liebster Hölle. Viel besser sprech Hort! ich wandre williglich hier an der Versöhfort durch dieses That der nungs- Stelle: GOtt zürThränen, nur ist mein net nicht mit mir. Wunsch und Sehnen: Laß 4. Zwar haben meine mich durch Creuß und Lei- Sünden mich schrecklich den bald kommen zu den zugericht, allein GOTT Freuden. låst mich finden sein gná$ 10. M. Herzlich thut mich. digs Angesicht, in meiWa as lacht ihr Babels nes JESU Blute, darin Kinder? daß nun ich mich verliehr, kommt mein Herße springt, und mir das Wort zu gute: iko viel geschwinder, als GOTT zürnet nicht mit vormals Psalmen fingt: mir. Das Wasser ist verflossen, 5. Borhin gieng ich gemir ist die Gnaden- Thür bucket, mein Herk war nun wieder aufgeschlossen, sehr betrübt; Nun hat GOTT fürnet nicht mit mich Gott erquicket, der mir. mich in Christo liebt, nun 2. Jhr sichre stolße See- tritt die Freuden- Sonne len habt mich durch euren nach kurzer Pein herfür, Spott noch mehr gedachtlich schrey mit Herzenszu quälen, allein der treue Wonne: Gott zürnet GOtt, der mir das Herz nicht mir mir. zuriffen, hält mir nun wie 6. Ach wüstet ihrs, ihr der für den Trost! Wollt Spotter, was das vor ihrihn wissen: Gott zur Freude bringt, wenn SEnet nicht mit mir. fus, mein Erretter, mir Rr 5 recht 634 Dom füffen Troste GOttes. recht ins Herze dringt, ihr und dich besserst, hats nicht würdet mir nicht gönnen Noth, sey getrost, GOtt der Christen höchste Zier, wird dein Flehen und Abin Wahrheit sagen konen: bitten nicht verschmähen. GOttzürnetnicht mit mir. 3. Er ist ja kein Bärnoch 7.So lacht ihr Babels- Leue, der sich nur nach Kinder, bis euch der Fluch Blute sehnt, sein Herz ist hinreißt, laß du mich ar- zu lauter Treue, und zur men Sünder, HErrChrist Sanftmuth angewöhnt. durch deinen Geist nur in GOtt hat einen Bater dem Stande bleiben, bis Sinn, unser Jammer jam an die Grabes- Thür, zu mert Shn, unser Unglück reden und zu schreiben: ist sein Schmerße, unser GOtt zürnet nicht mitmir. Sterben frånckt sein 511. Mel. Freu dich sehr, o Herke. meine Seele. 4. So wahrhaftig als seg, mein Herz, mit ich lebe, will ich keines den Gedancken, als Sünders Tod, sondern ob du verstoffen wärst, daß er sich ergebe an mich bleib in GOttes Wort und aus dem Sünden- Koth. Schrancken, da du anders GOttes Freud ist, wann reden hörst, bist du bös' und auf ErdeinVerirrter wie ungerecht, en so ist GOtt derkehrt, will nicht, daß fromm und schlecht: Haft aus seiner Heerde das ge du Zorn und Tod verdie- ringst' entzogen werde. net, finde nicht, Gott ist 5. Kein Hirt' kan so fleiß verfühnet. figgehennachdem Schaaf 2. Dubist, wie die andern das sich verläufft. Solt'st alle angesteckt mit Sün- duGottes Herkesehen, wie den- Gifft, welches Adam sich da der Kummer häuft, mit dem Falle samt der wie es dürftet, jacht und Schlangen hat geftifft: brennt nach dem, der sich Aber so du kehrst zu GOtt, abgetrennt von Ihm, und எபர். Dom füffen Troste GOttes. 635 auch von den Seinen, haben, alles, alles ist verwürdest du vor Liebe wei- graben. nen. 6. GOtt der liebt nicht 9. Kein' See kan sich so 6. GOtt der liebt nicht ergiessen, kein Grund kan nur die Frommen, die in ſeinem Hause seynd, son- Strom so gewaltig flies so grundlos seyn, kein dern auch die ihm genom- fen, gegen Gott ist alles men durch den grimmngen klein, gegen GOtt und seis Seelen- Feind, der dort in der Höllen sitzt, und der fre Schuld alle Tage läffet ner Huld, die Er über unMenschen Herz erhißt wieder den, der, wann sich ſchweben, durch das ganze Sünden- Leben. reget sein Fuß, alle Welt beweget. 10. Nun so Ruh, und sey 7.Dennoch bleibt inLie- zufrieden, Seele, die die bes- Flammen sein Vertraurig bist! was wilt du langen allzeit groß, rufft dich viel ermüden, da es und locket uns zusammen nicht vonnöthen ist? Deiin den weiten Himmels- ner Sünden grosses Heer, Schoß: Wer sich nun da wie dirs scheinet, ist nicht stellet ein, suchet frey und mehr,( gegen GOttes loß zu seyn aus des Sa- Herk zu sagen,) als was tans Reich und Rachen, wir mit Fingern tragen. der macht GOtt und En 11.Waren taufend Welt gel lachen. zu finden, von dem Höch8. GOtt, und alles Heer sten zugericht, und du háta hoch droben, dem der Him- test alleSünden, die darinmel schweigen muß, wann nen sind, verricht; War sie ihren Schöpfer loben, es viel, doch lange nicht jauchzen über unsre Buß: so viel, daß das volle Licht aber was gefündigt ist, seiner Gnaden hier auf Ers das verdeckt er, und ver- den dadurch könt erlöschet gißt, wie wir ihn beleidigt werden. 12. Mein 636 Vom füffen Trofte GOttes. 12. Mein GOtt! öffne 4. Wer JEsu Lippen mir die Pforten solchersehrt, und seine Stifftung Wohlgewogenheit, laß lehrt, wer JESU reine mich allzeit aller Orten Wunden auf seine Seel schmecken Deine Süßig- gebunden, dem gehet JE keit: Liebe mich, und treib su Blut durch Seel, Geist, mich an, daß ich dich, so Blut und Muth. gut ich kan, wiederum um- 5. Wem JEsus alles fang und liebe, und ja nun ist, der recht den Himmel nicht mehr betrübe. fist, sein Herz kan schon 512, Mel. Lebt jemand so auf Erden, der Himmel JEfu werden, sein Leben wie ich. Wet er seinen JESUM ist vergnügt, sein Tod den hált, so lang ihn quält Tod besiegt. die Welt, und JESUM 6. Ich halte JEsum vest, nicht will haffen auf seines mein JEsus mich nicht. Lebens Strassen, der låst, die zugeschickten Pla schaut in JESU hier die gen hilfft JEfus mir mit ofne Himmels- Thür. tragen, ich flich gen Him 2. Wer seinen JEsum mel auf, mein JEsus isti faßt in aller Creußes- Last, mein Lauf. und sie von seinem Rücken 7. Die Flügel sind zwar auf JEfum nur kan dri- schwer, Ach! JESU, hilft cken, demmacht sie JEfus und wehr, vom heissen leicht, und hat die Ruh er- Creuß geschwärzet, vony reicht. JEfu Hand geherget, ichi 3.Wer schwinget seinen flieh ich flich allzeit in mei t Sinn zu seinem JEfu hin, nes JEsu Seit. und läßt die Glaubens- 8. Schhöre deine WortFlügel gehn über alle Hi- oJEfu, Lebens- Hort, deins gel, der tritt die Himmels- Leib und Blut mich stårt Bahn mit seinen JESU den in allen meinen Werf den, du bist, HErr JE fu € All. Vom füssen Trofte GOttes. fu! mein, ich bin HErr und einigMenschen- Kind, JESU! dein. denn auch die Götter selbst 9. Ich bin im Himmel auf Erden sterblich sind. schon, o JESU, meine 4. Die sich mit ihrer Cron! in JESU ich stets Noth zu ihren Füssen leschwebe, im Tod mit JEfugen, die müssen Zeugen lebe, mein JEfus bleibet seyn, wie nichtig ihr Bermir mein alles für und für. mögen, wie wandelbar ihr 513. M. Tun dancket alleze. Seyn, und ihrer Hoheit ohl dem, der Jacobs Pracht, wie mancher LinGOTT zum Helfer glücks- Fall ihr Können sich erwählet, der, was sein schamroth macht. Herße krändt, voll Hoff 5. Weit fichrer ist mein nung ihm erzählet, der sei- Trost, ich weiß, an wen ich ne Zuversicht vest auf den glaube, troßz! daß die grdste HERREN stellt, der alle Noth, mir solch Vertrauen Hülffe thut, und allen raube zu dem, der ewig Glauben hält. bleibt, dem rechten WunW 637 2. Unmöglich ists, daß der- Mann, dem keine Den sein' Hoffnung kan be- Noth zu groß, der helfen trügen, der GOttes Wahr- will und fan. heit traut, die nimmer 6. In ihm ist meine mehrkan lügen, der HErr Seel in höchner Ruh und ist gut und fromm, und Stille, sein' Hand ist unwas sein Wort verspricht, verkürzt, sein GnadenDas folger in der That ge- voller Wille ist unveränviß und fehlet nicht. dert gut, unendlich ſeine 3. Wie gut ists auf den Kraft, die fets von Alters HERRN, und nicht auf her hat Hülfund Rath geMenschen bauen, wie ei- schafft. el, schwach und falsch, wie 7. Drum halt ich mich chuid ist das Vertrauen, zu GOtt, und das iſt meio sich auf Fleisch verläst ne Freude, wenn mein ers quick 638 Vom füffen Troste GOttes. quicktes Herz nach über- und zeuch mich ganz nach standnem Leide sich seiner dir. Wohlthat rühmt, und II. Laß mich in allem ihm mit ganzem Fleiß Creuß und auch im Tode ein Danck- Lied singen schmecken, wie freundlich kan zu seines Namens du mir seyst, laß mich die Preiß. Schuld nicht schrecken, die 8.Laß du mich nur mein JEfus schmerzlich gnug GOtt! dein Lob hie zu er- schon längst an meiner höhen, nicht faul und träge Statt gebüßt, und dir seyn, wie du mir auf mein mein GOtt! durch sich beFlehen zu merc'n nicht zahlet hat. müde wirst, und stets von 12. Laß seine Wunden Kindheit an, so über- mir alsdann an meinem schwenglich viel an mir Ende ein sichres Frey haft Guts gethan. Schloß seyn, dahin mein 9. Gib, daß ich ferner Geist sich wende, wenn auch an dir vest hangen mich mein Herß verdamt, bleibe, auch weder Glück wenn Satan noch zuletzt noch Noth mich von der seyn Heyl an mir versucht, Bahn abtreibe, die dein und grimmig an mich feßt. Gebot mir heist, gib neuen 13. Daß, wie ich JEsu Geist und Kraft zu üben hier mich ganz zu eigen geimmerdar hie gute Ritter- be, dort, wo er herrscht und schaft. lebt, ich ewig mit ihm lebe, 10. Daß nichts, was ei- als ein erkaufftes Gut, tel ist, ich für mein Wohl- und treue werthe Braut, seyn achte, noch Fleisch für die in der Schwachheit meinen Arm, daß ich nach hier er sich schon hat versonst nichts trachte, als traut. was du selber bist, ach nim 14. Daß an dem Freu mein GOtt! mich mir, den- Ort, worinnen Geis entreisse mich der Welt, ster wohnen, auch in dich, meta 639 Von der Freudigkeit des Glaubens. meinen GOtt in allen kennen kan, und mit der dren Personen, in deinem Engel Schaar ein Danckklaren Licht vollkommen Lied stimmen an. XI. Von der Freudigkeit des Glaubens. $ 14. Mel. O JEfu Chrißt in mir entzündt, aus Lieb meins Lebens. zu dir, undHaß zur Sund; Dja GOtt! in was für so bald es deiner wird geFreudigkeit schwingt wahr, wie du dich mir gibst sich mein Herz zu dieser ganz und gar. Zeit, so oft ich nur an JE 6. Es wünschet nur dich, sum denck, und mich in sei- und allein in dich gang ne Wunden send. tief zu finken ein, nur dich 2. Wie freuet fich mein nur dich es haben will, eh Geist in dir, was Nuh und ruht es nicht, noch steht es Freude schencket mir der still. Glaub an dich! o JESU 7. Nun was für Troft Christ! der du mein Ein und Zuversicht erweckt an und Alles bist. dir der Glaube nicht? Ich 3. Wenn ich dich rechtstrau und troße ungescheut und wohl betracht, mein auf dich, mein JESU! Herball Lust der Welt ver- allezeit. acht; wenn mein Sinn zu 8. Wenn ich im Glaudir ist gericht, die Erd mir ben bey dir steh, und in die graut, ich acht ihr nicht. rothe Wunden seh, die du 4. In was für Liebe se- für mich trägst, fällt mir Bet mich die Liebe, so be- lein: Solt mir GOtt nicht zwungen dich, daß du des genädig seyn? Todes für mich stirbst, 9. Gnädig er ist, er kan mir Gnade, Leben, Fried traun nicht mehr zürnen, erwirbst. sein Sohn hat verricht't, 5.Das Herz wird ganz was zur Versöhnung nóthig 640 Von der Freudigkeit des Glaubens. thig war, mit mir hat es Satans, sondern JEsusd nun kein Gefahr. Theils. 10. Wiewol ich noch ein 15. Der Feind findt an Sünder bin; so nimmt dir keine Macht, du wirst die Sund doch JESUS bey Tag und Nacht be hin, und schenckt mir sein' wacht, durch meinen und Gerechtigkeit, hebt zwi- der Engel Schuß, was dir schen GOTT und mir den begegnet, ist dein Nuß. Streit. 16. GOtt ist dein Vater, II. Bin ich durch ihn ge- bitt und schrey, er läßt dich recht vor GOtt, ist mir all nicht, er steht dir bey, ver Anklag nur ein Spott, zag in deiner Schwachheit wenn JEsus mich ver- nicht, was du nicht kanit, tritt, komm an, der mich er selbit verricht. sodann verklagen kan! 11 17. Dein Seufzen allzeit 12. Wenn ich mit Gott Gott gefällt, das gläubig den Frieden hab, des wah- zu ihm ist gestellt, schweigt ren Glaubens Frucht und gleich der Mund, er hört Gab, so ruh, und schlaf die Bitt' sein's Geistes der ich sanft und still ins Ba- dich wohl vertritt. ters Schooß; will, was er 18. Ob diesen Trost will. gang innerlich mein Seel 13. Und bin gewiß, daß und Geist erfreuet sich, kein' Gefahr, kein' Noth, wenn JEsus Name, Kraft Tod, ja der Teufel garvon und Geist so mächtig sich meinem GOtt mich schei- in mir erweist. den werd, so lang ich leb' 19. Welch auf dieser Erd. herrlich mächtig Kunst- Stück ift 14. Denn HERR, dein der Glaub an dich, HErr Geist selbst tröstet mich, JEsu Christ! Er machet und schreyet: Glaub nur heilig, freudigs Muths, veftiglich, du bist ein Kind Er schafft und würdet und Erb des Heyls, nicht alles Guts. 20. Wer Von der Frendigkeit des Glaubens. 641 20. Wer ihn nicht hat, 2. Der mich hat bisher der wird verdammt, mit ernähret, und so manches ihm die Heuchler allesamt, Gut bescheret, ist und bleiund wer ihn hat, schon se- bet ewig mein: Der mich lig ist, er lebt und stirbt ein wunderlich geführet, und wahrer Christ. noch leitet und regieret, 21. Drum, JEsu, står- wird hinfort mein Helfer dke für und für den wah- seyn. ren Glauben, daß ich dir 3.Biel bemühen sich um vertrau, dich lieb, dir leb Sachen, die nur Sorg und und sterb, so bleibt die Unruh machen, und gang Seligkeit mein Erb. unbeständig sind: Ich be22. So lang ich denn gehr nach dem zu ringen, als Pilger werd noch wal- Was Vergnügen pflegt zu len hier auf dieser Erd; so bringen, und man jetzt gar lange will ich deinen selten findt. Nuhm ausbreiten ferner 4. Hoffnung kan das um und um. Her erquicken, was ich 23. Wenn aber sich das wünsche, wird sich schiLeben schleußt, und meinecken, so es anders GOtt Seel fich ganz ergeußt in gefällt. Meine Seele, dich, HErr JEsu! mit was Leib und Leben hab Freud werd ich dich lob'nich seiner Gnad ergeben, in Ewigkeit. und Ihm alles heimge515. M. Frölich, frölich, im- stellt. mer frölich 5. Er weiß schon nach Alles ist an GOttes Se- ſeinem Willen mein Vergen, und an seiner langen zu erfüllen, es hat Gnad gelegen, über alles alles seine Zeit; Jch hab Geld und Gut. Wer auf ihm nichts vorzuschreiben, Gott sein'Hofnung setzet, wie GOtt will, so muß es der behält ganz unverleßet bleiben, wenn GOtt will, einen freyen Heldenmuth.bin ich bereit. 7418 6. Soll 642 Von der Freudigkeit des Glaubens. 6. Soll ich länger all- Gut ist täglich neu; Et hier leben, will ich Ihm/ meynts recht gut. Wenn nichi widerstreben, ich ver die Feinde dich anfallen, lasse mich auf Ihn: Sft müssen sie zurücke prallen, doch nichts, das lang beste- bab guten Muth. het, alles Fredische ver 4. Ein, hinein in GOt gehet, und fährt wie einstes Kammer, die dir JE Strom dahin. fus aufgethan, flag und $ 16. Mel. Dumein, du meinsfag ihm deinen Jammer, fchönstes Leben. schreye ihn um Hülfe an; Auf! hinauf zu deiner Er ficht dir bey. Wenn Freude, meine Seele, dich alle Menschen haffen, Herz und Sinn! weg, hin- kan und will er dich nicht wegmit deinem Leide, hin, lassen, das glaube frey. zu deinem JEsu hin, er ist 5. Hoch, so hoch du kanst dein Schaß. JEfus isterheben deine Sinnen dein einig Leben; will die von der Erd, schwinge dich Weltkein'n Ort dir geben, dem zu ergeben, was du bey Ihm ist Platz. hast, der dein ist werth! 2. Fort! nur fort, steig dein JEsus ist, der um immer weiter in die Höh, dich so treulich wirbet, und zu JEsu auf! an, hinan für dich aus Liebe stirbet, die Glaubens- Leiter, klet- drum du sein bist. Gun tre mit geschwindem Lauf. 6. Auf! hinauf, das GOTT ist dein Schuß.droben suche, trachte doch JEfus bleibet dein Be- allein dahin, wo dein JE schirmer wider alle Seel- sus, sonst verfluche allen Bestürmer, und bietet schnöden Sünden- Sinn. Truß. Bum Himmel zu! Welt 3. Best, fein vest dich an und Erde muß verschwin gehalten, an die starckeJE den, nur ben JESU fus- Treu, laß du, laß du ist zu finden die wahre GOtt nur walten, seine Ruh. $ 17.Mel. 643 Von der Freudigkeit des Glaubens. $ 17. Mel. Wo soll ich flie dich, hilf mir am letzten hen hin. Ende, nimm mich in deine ufmeinen lieben GOtt Hände, daß ich selig abtrau ich in Angst und scheide zur himmelischen Noth, der kan mich allzeit Freude. A¹ retten aus Tribfal, Angst 6. Amen zu aller Stund und Nothen; mein Un- sprech ich aus Hertensglück fan Er wenden, steht Grund, Du wollest uns all's in seinen Händen. felbst leiten, HErr Christ, 2. Ob mich mein' Sünd zu allen Zeiten, auf daß anficht, will ich verzagen wir deinen Namen ewignicht, auf Christum will lich preisen, Amen. ich bauen, und Ihm allein vertrauen, Ihm thu ich 518. Mel. Erschienen ist der mich ergeben im Tod und herrlich' Tag. auch im Leben. 3. Ob mich der Tod Brich durch, mein angefochtnes Hers; nimmt hin, ist Sterben brich durch den innern mein Gewinn, und Chri- Seelen Schmerß: komm, stus ist mein Leben, dem schaue deinen Bräutigam, thu ich mich ergeben, ich den Gnaden- Brunn, das sterb heut oder morgen, GOttes- Lamm, am Crenmein' Seel wird GOtt ßes- Stamm. versorgen. 2. Dein JEfus reicht die 4. O mein HErr JEsu Arme dir, und legt dir Christ! der du so g'duldig Ruh und Leben für, die bist für mich am Creuß Krone der Gerechtigkeit gestorben, haft mir das den Zugang, der uns ist Heil erworben, auch uns bereir't zur Seligkeit. allen zugleiche das ewge 3. Sey nur gerros, und Himmelreiche. ringe recht, durch Ringen 5. Erhöre gnädig mich wirst du GOttes Knecht, mein Trost, das bitt ich denn aller Anfall lehret only 682 dich, 644 Von der Freudigkeit des Glaubens. dich, wie man in ihm gans Sünden Pfeil, drum ich ritterlich bewaffne fich. zu dir im Glauben eil, und 4. Die Wunden hält dir suche Heil. JEfus zu, die Sicherheit 9. Zu deinen Wunden und süsse Ruh, darin der fliehe ich, in deiner Seite Zuflucht finden kan, der stård ich mich, ich labe ihn im Glauben fiehet an, mich in deinem Blut, das den Wunder- Mann. auch, durch deine Liebes5. Hier ist die Burg vor Glut, mir kommt zu gut. alle Noth, die Gegen- Cur] 10. O unerschöpftes vor Höll und Tod, die Gnaden- Meer! Ifraels Quell, daraus das Leben Ruh, und Zions Ehr, quillt, das Meer, so Durstwie starckt uns deine treue und Kummer stillt, mit Hand, das auserwählte Gnad erfüllt. Gnaden- Pfand und Lie 6. Stürmt auf uns die bes- Band. Versuchung los, wohlan! 11. Da hångest du aus wir treten zu ihm bloß, dalgroffer Huld, für fremde starckt uns unser JEsus Sünd, für unsere Schuld, Christ, wenn nur das nur, daß die angefochtne Herß aufrichtig ist zu aller Seel erlang in deiner Sei Frist. ten- Höl das Gnaden7. Nun, süffer JEfu, Del. meine Ruh! ich eile deinen 12. Du Heil'ger, wirst Wunden zu, mein Herz vor aller Welt zum Trau und Glaube läßt dichnicht, er- Schauspiel vorgestellt, bis auch dein theures und kaufest uns durch deiGnaden- Licht in mir an- nen Tod die Freyheit aus bricht. der Seelen- Noth, bringst 8. Mein Herß empfindet uns zu Gott. Sturm und Wuth, auf 13. En, wie solt ich denn allen Seiten strömt die traurig seyn? ich kehr bey Fluth, ich fühle stets der dir, mein JEfu, ein: Hier find 645 Von der Freudigkeit des Glaubens. find ich wahre Ruh und 3. Und wenn die Welt Rast, weil du auf dich die voll Teufel war, und Sünden- Last genommen wolt'n uns gar verschlinhaft. gen, so fürchten wir uns Re 14. Dis ew'ge Wort nicht so sehr, es soll uns trågt volle Kraft, hier ist doch gelingen: Der Fürdie bele Ritterschaft. ste dieser Welt, wie sau'r Wohlan denn, JESU er sich stellt, thut er uns mein Gewinn! Dir liefredoch nicht, das macht, er ich Herß, Seel und Sinn, ist gericht't, ein Wortach! nimm es hin. lein kan ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn, und keinen Sin' veste Burg ist unser Danck dazu haben. Er ist 519. In eigener Mel. GOtt, ein' gute Wehr bey uns wohl auf den und Waffen, Er hilft uns Plan, mit seinem Geist frey aus aller Noth, die und Gaben. Nehmen sie uns jetzt hat betroffen: der uns den Leib, Gut, Ehr, alte böse Feind mit Ernst Kind und Weib: las fahers jetzt meynt, großMacht ren dahin, sie habens kein und viel List sein grausam Gewinn, das Reich GOtRüstung ist, auf Erd'n isttes muß uns bleiben. nicht sein's gleichen. 520 M. O JEfu, lehre mich, wie ich dich finde. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar straure, wer da will ich bald verloren, es streit't will mich freuen, es soll für uns der rechte Mann, kein Trauer- Geist bey mir den GOtt selbst hat erko- gedenen: dennJEfus steht ren. Fragst du, wer er ist? mir bey in allen Gnaden, Er heist Jesus Christ, der mir kan kein Greuß, kein HErre Zebaoth, und ist Leid, kein Teufel schaden. kein ander GOtt: dasFeld 2. Ficht mich gleich Un muß er behalten. Iglück an auf allen Eden, S83 10 646 Von der Freudigkeit des Glaubens. so foll doch solches Leidssen, kan ich mich doch den mich nicht erschrecken; Neid nicht krancken laf Denn JEfus steht mir sen; Denn JEsus steht bey in allen Gnaden, mir mir ben in allen Gnaden, kan kein Lingemach, kein und kan die Feindschaft Jammer schaden. mir kein Härlein schaden. 3. Hab ich nicht Geld 7. Schwebt auf der noch Gut, nicht Nuhm ganzen Welt nur Creuß und Ehre, fråndt dieser und Leiden, fo lebt mein Mangel mich doch nicht Geist und Herz in lauter gar sehre; Denn JEfus Freuden; Denn JEsus steht mir bey in allenGna- fteht mir ben in allen den, mir kan kein' Armuth Gnaden, drum kan kein nicht, kein Elend schaden. Herßeleidder Freude scha4. Bin ich hiergang ver- den. act't, muß unten liegen, 8. Und wenn die Feinde soll doch die stolze Welt noch so grausam toben, so mich nicht besiegen; Denn bin ich wohl verwahrt und JEfus steht mir bey in aufgehoben; Denn JEallenGnaden, mir kan kein sus steht mir bey in allen Hohn und Spott, kein Gnaden, er schützt und deSchimpf nicht schaden. det mich vor ihrem Scha5. Wenn gleich auch den. busin Noth und Tod mich gang 9. Auch macht die tiefe umgiebet, ist nichts so Noth und höchstes Leiden schwer und arg, das mich in meinem lieben GOtt betrübet; Denn JEsus mich voller Freuden; denn steht mir bey in allen Gna- JEsus steht mir bey in al den, und kan auch die Ge- len Guaden, so daß zur fahr mir selbst nicht scha- Seligkeit mir nichts kan den. schaden. 6. Verstößt mich jeder 10. Was frag ich nach mann mit Gram und Haf der Welt und ihren Schä Ben, 647 Von der Freudigkeit des Glaubens. Ben, mich kan mein reicher 2. Weil ich meinen JE GOtt vielmehr ergößen; sum habe, und an seiner Denn JEsus steht mir Brust mich labe, so ver ben in allen Gnaden, erschwindet alle Pein. Wer macht mich groß und reich, ihn liebet, wer ihn kennet, heilt allen Schaden. wer weiß, wie sein Hertze II. Muß endlich Seel brennet, der kan niemals und Leib von hinnen schei- traurig seyn. den, so fahr ich fort von 3. Wo ich size, wo ich stehier zu JEfu Freuden; he, wo ich liege, wo ich gehe, Denn JEfus steht mir weicht mein JEsus nicht bey in allen Gnaden, drum von mir. Er ist mir stets bringet mir der Tod gar an der Seiten, thut mich keinen Schaden. überall begleiten, ich bin 12.Nun traure, wer dasseine Lust und Zier. will, ich will mich freuen, 4. Er hat sich mit mir es soll kein Trauer- Geist verbunden, nichtes, nichben mir gedeyen; Denn tes wird gefunden, das ihn JEfus steht mir bey in al- von mir trennen thut. Er, len Gnaden, mir fán fein mein Braut'gam und Creuß, kein Leid, kein Teu- mein König, achtet sonsten fel schaden. Hisd alles wenig, ich bin Ihm sein liebstes Gut. F 5. Er hat mich zur gi: Liebe. Braut erkohren, eh ich Grdlich, frölich, immer ihm folt seyn verlohren, frölich, denn ich bin in mißt vergehn die ganze JEfu selig, habe schonden Welt, ach! was soll mich Himmel hier. Andre fres- denn betrüben, weil mich sen ihre Herten durch die der so hoch thut lieben, der schwere Sorgen- Schmer- ja alles trägt und hält. Ben, mir kommt gar nichts 6. Darum frölich, imtraurig für. mer frölich, ich bin schon S$ 4 117 521. M.Treuer Vater, deine 6 648 Von der Freudigkeit des Glaubens. in JEfu selig, ich bin sein, tet- Taublein seyn; so wird und er ist mein. Singen, er doch zu seiner Zeit erseSpringen, Jubiliren, und gen dieses kurße Leid. in JEsu triumphiren, soll 6. Laß kommen Trübfal nur mein Geschäfte seyn. Angst und Noth, laß wi522. M. Err JEfu Chriftsten Teufel, Höll und Tod: wahr'r Mensch und Gört. Wer nur nach GOttes H inweg mit Furcht und Willen thut, der bleibet Traurigkeit, hinwegewig wohlgemuth. mit Zweifel, Angst und 7. Ich weiß, er wird in Leid: Ich will nun haben Todes- Pein mein treuer guten Muth, und hoffen Freund und Beystand auf das höchste Gut. seyn, er wird erfüllen mit 2. Mein Trost ist JEsus der That, was er mir zuGOttes Sohn, der in mir gesaget hat. seßet seinen Chron, der 8. Drum will ich haben mich so liebt, als eine guten Muth, und hoffen Braut, die ihm gantz in- auf das höchste Gut, und nig ist vertraut. wenn mir gleich das Herze 3. Er hat sein kostbarli- bricht, so will ich doch verthes Blut vergiessen wol- zagen nicht. len mir zu gut; Sein Le ben gab er in den Tod, daß 523. M. Wer nur den lieben er mich nur versöhnte GOtt läßt walten. bin vergnügt und 4. Er hat mir ſeine Herr- halte stille, wenn mich lichkeit versprochen, und gleich manche Trubsal all' ewge Freud; Er wird drückt, und dencke, daß es mich auch schon bringen GOttes Wille, der mir hin, wo ich ihm ewig treue das Creuße zugeschickt, bin. und hat er mir es zuge 5. Ob ich zwar jetzo muß fügt, so bin ich doch mit all ein, gleichwie ein Tur- Jhm vergnügt. 2. Jch Von der Freudigkeit des Glaubens. 649 2. Ich bin vergnügt in wenn er sich nur geduldig allem Leiden, dieweil es schmiegt, und Demuth doch nicht ewig währt, es liebt, ich bin vergnügt. soll mich nichts von JEsu 6. Ich bin vergnügt scheiden, weil Leid in auch in dem Eterben, Freude wird gekehrt, mein wenn nun der Geist vom Heiland hat all Angst be- Körper eilt, ich weiß, daß siegt der ganzen Welt, ich wir die Kron ererben, die bin vergnügt. uns vorlängstens zuge3. Ich bin vergnügt in theilt, weilGOtt in seinem meinem Hoffen, denn hilft Wort nicht lügt, drum GOtt gleich nicht, wie ich sag ich noch: Ich bin verwill, so hat er schon den gnügt. Schluß getroffen, er weiß 7. Ich bin vergnügt in die beste Zeit und Ziel, ich JEsu Armen, und sauge harr auf ihn, denn so be- seine Liebes- Brust, da kan trügt die Hoffnung nicht, mein kaltes Herß erwarich bin vergnügt. men, ich achte keine Men4. Ich bin vergnügt in schen- Lust, ich habe nun meinem Leben, hab ich die Welt besiegt, und bin nicht viel und mancherley, vollkommener vergnügt. so glaub ich, daß mir alles 524.m. Wer nur den lieben geben kan, der mein GOtt GOtt läßt walten. und Bater sey; Ob gleichch trau auf GOtt in heißt es doch: Ich bin verwer wolt sonst mein Helfer gnügt. feyn? ach! niemand hilft 5. Ich bin vergnügt: den armen Schwachen, wenn meiner spotten der denn nur mein GOtt, der Satan und die falsche thuts allein; Drum seh Welt, was schaden mir die ich auch in meiner Noth argeRotten? ein frommer zuförderst auf den lieten Christ behält das Feld, GOtt. S85 2. Ulrd 650 Von der Freudigkeit des Glaubens. 2. Und muß ich gleich zu Ich seh in aller meiner trüben Zeiten was dul Noch zuförderst auf den den, ey! was isis denn nun? lieben GOtt. Ich will es herzlich gerne 25. mel. Jesus meine Zuleiden, GOtt wird mir keiversicht. 3 Gott, frölich, frölich, nen Schaden thun, drumch will feblichy feyn in seh ich auch in meiner Noth zuförderst auf den immer frölich! Denn ich lieben GOtt. weiß in aller Noth, daß ich 3. Er hat mirs ja so oftion in GOtt bin felig, versprochen, daß er mein weil der Freudens- Gott Helfer wolte seyn, ich ist mein, so kan ich wol weiß, Er hält mirs unge- frölich seyn. brochen, sein Wort trift! 2. Aber ach! ich Mensonsten richtig ein, drumsschen- Kind, kan ich auch seh ich auch in meiner von Freude sagen? Da Noth zuförderst auf den doch die unzählig sind, lieben GOtt. die bald hier, bald dort 4. Läst GOtt die Vög mich plagen: Doch weil lein nicht verderben, ey GOtt der Helfer mein, nun! so glaub ich steif und wohl mir! fan ich frölich vest, daß er mich auch nicht seyn. Hungers sterben, noch 3. Will die Sünde quasonst in Noth verderben len mich, JEfus hat sie läßt, drum seh ich auch in schon gebüffet, findet meiner Noth zuförderst Creuß und Trübsal sich, auf den lieben GOtt. dieser hat es auch verfüffet, 5. Wohlan! ich will be ist der Sünden Tilger ständig bleiben bey GOtt mein, wohl mir! ich kan inNothundTodes- Quaal, frölich seyn. von GOtt soll mich kein 4. Sturmet Satan auf Unglück treiben, drum mich los, will die Hölle fag ich ein für allemahl: mich verschlingen, so bin ich Von der Freudigkeit des Glaubens. 65T ich in Christi Schooß, dar- ley! so bin ich wohl zufrie aus wird mich niemand den, GOTT, des Todes bringen, ist der Schlan- Gift, ist mein, in Ihm kan gen- Treter mein, solte ich ich frölich seyn. nicht frölich seyn? 9. Herß und Muth find 5. Hatt' ich gleich ger frölich min, frölich JEsu, keinen Freund, ey! was ist die Seele, gib, das fro fonte mir das schaden? lich alles Thun dich zum War die ganze Welt mir Zweck und Ziel erwähle, feind, JEsus kan mich laß mich, o mein Sonnenwohlberathen, dieser Menschein! ohne dich nicht fröschen- Freund ist mein, mit lich seyn. Ihm will ich frölich seyn. 10. Laß mich üben 6. Bin ich elend und Traurigkeit, wo zu traunicht reich, mangeln mirren sich gehöret, sonsten die hohen Gaben, bin ich aber Frölichkeit, die sonst den Geringsten gleich, und nichts als dich begehret, kan nicht, was andre ha-' du bist meine Freud allein, ben, so ist GOtt der reich- durch dich kan ich frölich ste mein; drum kan ich seyn. auch frölich seyn. TII. Laß mich frölich le7. Daß mein Feind mich ben hier, frölich seyn in alsonst beschwert, und will lem Leiden, hilf mir frdmich zum Spotte machen, lich sterben dir, gib mir ist des Traurens gar nicht bald die Himmels- Freuwerth, ich muß seiner den, so bleibst du die FreuThorheit lachen, dennweil de mein, da da will ich frdGOtt die Ehre mein, kan lich seyn. ich dennoch frölich seyn. 8. Will der Tod mich raffen hin, GOtt der stillet bald sein Wüten, ist denn Sterben mein Gewinn, 526. Mel. Ach! was soll ich Sünder machen? mmer frölich, immer frölich, ich bin auf der Welt schon selig, habe einen 612 Von der Freudigkeit des Glaubens. nen Himmel hier, andre mächtig und getroft allem, fressen ihre Herzen durch allem kan absagen, und die schwere Sorgen nichts achten Sport und Schmerzen; Mir kommt Plagen, noch was sonsien gar nichts traurig für. auf mich stoßt. 2. Bin ich Franck, nur 6. Drum getrost, nur ungekråncket, der säupt frisch gewaget, der mich mich, der an mich dencket, jego höhnt und plaget, GOTT mein Vater, ich wirds die Långe treiben fein Kind. Lazarum, den nicht, JEsus ist es, der JESUS liebte, manche mich starcket, der es siehet, Trübsal auch betrübte: der es mercket, und schon Dis nur Liebes- Streiche kommet zum Gericht. find. 7. Alsdenn kommt ihr 3. So viel Jahr hab ich läster- Zungen, ist es euch genesen, bin gesund und allhier gelungen, so vere frisch gewesen, folt ich ei- dammet mich denn auch, nen krancken Tag nichtsich steh als ein Held im von meinem GOtt anneh- Glauben, euer Wüten, men? kan ich mich zur Lust euer Schnauben achte bequemen, warum nicht ich wie Dampf und zur Leibes- Plag. Rauch. 4. Wird von scharfen 8. Wenn ihr lästert, will Laster Zungen manches ich flehen, wenn ihr schelLeid- Lied mir gesungen, tet, will ich stehen vor des bin ich darum traurig Allerhöchsten Thron, und nicht. Mein Gewissen vor ihm mein Herz aus heißt sie schweigen, kan schütten, ob vielleicht ich mir gutes Zeugniß zeigen, könt verbitten euren sonst so die Läster- Hálse bricht. verdienten Lohn. 5. Alle Welt mag mich 9. Ja wenn gleich auf verlaffen, GOtt der weiß allen Seiten sich erreget mich so zu fasſen, daß ich Krieg und Streiten, doch noch 653 Von der Freudigkeit des Glaubens. noch frölich, unverzagt; zeitlich Gut genommien, wenn das Schiff beginnt doch kein Gorgen mich zu krachen, eilt mein JE- verzehrt, und was sag ich sus aufzuwachen: nur imum das Meine, GOtt dem Glauben frisch gewagt. höchsten Gut alleine, was 10. Wütet auch der ich habe, zugehört. Höllen Nachen, mich, den 14. Deffen hab ich mich Sunder, blód zu machen, verziehen, Er hat, was Er bleib ich dennoch wohlge mir geliehen, wieder von muth: meines JEsu Blu- mir weggethan, und die tes- Tropfen diesen Teu Last mir abgenommen fels- Rachen stopfen, ld- daß ich eher zu ihm komschen aus die Schwefels- men, und gen Himmel Glut. steigen kan. 11. Sterben mir die Anverwandten, Eltern, 27.mel. Herzlich thut mich verlangen. GOtt für mich, fent, bleibt die Freud dod I trete gleich alles wider doch unversehrt: der fie gab, mich), so oft ich sing und hat sie genommen, darum bete, weicht alles hinter fen ben allen Frommen sich; Hab ich das Haupt GOttes Name hoch ge- zum Freunde, und bingeehrt. liebt von GOtt, was kan 12. Ich habs ja nicht mir thun der Feinde und ändern wollen, und sieJE- Widersacher Rott. su gönnen sollen, der viel 2. Nun weiß und glaub höher sie geliebt; Er nahm ich veste, ich rühms auch fie vom Welt- Getümmel, ohne Scheu, daß Gott und nun ihnen in dem der Höchstund Beste, mein Himmel das verborgne Freund und Vater sey, Manna giebt. und daß in allen Fällen Er 13. Muß ich um das mir zur rechten steh, und Meine kommen, wird mir dämpfe Sturm und Wellen, 654 Von der Freudigkeit des Glaubens. len, und was mir bringet die Höll und ihre FlamWeh. men, die sind mir nur ein 3. Der Grund, da ich Scherz, kein Urtheil mich mich gründe, ist Christus erschrecket, kein Unheil und sein Blut, das ma- mich betritbt, weil mich chet, das ich finde das ewge mit Flügeln decket mein wahre Gut. An mir und Heiland, der mich liebt. meinem Leben ist nichts 7. Sein Geist wohnt auf dieser Erd, was Chri- mir im Herzen, regieret stus mir gegeben, das ist meinen Sinn, vertreibt der Liebe werth. mir Sorg und Schmer4. Mein JEfus ist mein'gen, nimmt allen KumEhre, mein Glans und mer hin, gibt Segen und helles Licht, wenn er nicht Gedeyen dem, was er in in mir wäre, so dürft und mir schaft, hilft mir das könt ich nicht vor GOttes Abba schreyen, aus aller Augen stehen, und vor meiner Kraft. dem strengen Siß, ich mit 8. Und wenn an meiste stracks vergehen, wie nem Orte sich Furcht und Wachs in Feuer- Hiß. Schrecken findt, fo fcufit 5. Mein JEfus hat ge- und spricht er Worte, die löschet, was mit sich bringt unaussprechlich sind, mir den Cod, derists, der mich zwar und meinem Munrein waschet, macht de, GOtt aber wohl beSchneeweiß, was ist roth. wust, der an des Herzens In ihm kan ich mich freu- Grunde ersiehet seine en, hab einen Helden- Lust. Muth, darf kein Gerichte 9. Sein Geist spricht scheuen, wie sonst ein meinem Geiste manch füf Sünder thut. ses Trost- Wort zu, wie 6. Nichts, nichts kan GOtt dem Hülfe leiste, mich verdammen, nichts der bey ihm suchet Ruh, nimmet mir mein Herß, und wie er haberbauet ein edle Von der Freudigkeit des Glaubens. 655 ele neue Stadt, da Auglewiglich, kein Brennen, und Herke schauet, was Hauen, Stechen soll trenes geglaubet hat. nen mich und dich, kein 10. Da ist mein Theil, Hunger und kein Dürmein Erbe mir prächtigten, kein' Armuth, keine zugericht't, wenn ich gleich Pein, kein Zorn der grof fall und sterbe, fällt doch fen Fürsten soll mir ein' mein Himmelnicht: Mus Hindrung seyn. ich auch gleich hier feuch- 14. Kein Engel, keine ten mit Thränen meine Freuden, kein Zhron, fein' Zeit, mein JEfus und sein Herrlichkeit, kein, Lieben Leuchten durchfüffet alles und kein Leiden, kein' Leid. Angst, kein Hergeleid, was 11. Wer sich mit dem ver man nur kan erdencken, es bindet, den Satan fleucht sey klein oder groß, der'r und haßt, der wird ver- keines soll mich lenckenfolgt, und findet ein' harte aus deinem Arm und schwere Last zu leiden und Schooß. zu tragen, gerath in Hohn 15. Mein Herte geht in und Spott, das Creuß Springen, und kan nicht und alle Plagen, die sind traurig seyn, ist voller sein täglich Brodt. Freud und Singen, sieht 12. Das ist mir nicht lauter Sonnen- Schein. verborgen: Doch bin ich Die Sonne, die mir launverzagt. Dich will ich chet, ist mein HErr JEfus lassen sorgen, dem ich mich Christ, das, was mich finzugesagt, es koste Leib und gend machet, ist, was im Leben, und alles, was ich Himmel ist. hab, an dir will ich ve 528. mel. JEfus meine Zus Fleben, und nimmer lafu versicht. sen ab. 13. Die Welt die mag Meinen JEfum laß ich nicht, weil er sich für zerbrechen; Du stehst mir mich gegeben, so erfordert MALC meine 656 Von der Freudigkeit des Glaubens. meine Pflicht, als ein richt, der mich hat mit Glied an Ihm zu kleben; GOtt verföhnet, der mich Er ist meines Lebens- freyet vom Gericht; meiLicht. Meinen JEsuminen JEsum laß ich nicht. laß ich nicht. 6. JEfum laß ich nicht 2. JEfum laß ich nim von mir, geh ihm ewig an mer nicht, weil ich soll auf der Seiten; Christus läßt Erden leben, Ihm hab ich mich für und für zu dem voll Zuversicht, was ich Lebens- Bächlein leiten; bin und hab, ergeben: All- Selig, der mit mir so les ist auf Ihn gericht. spricht: Meinen JEsum Meinen JEfum laß ich laß ich nicht. nicht. 3. Laß vergehen das Ge529. M. Von GOtt will ich nicht laffen. Mich kan GOTT nicht Fühlen, weichen! Laß da letzte Tages- Licht mich auf verläßt mich nicht, wenn dieser Welt erreichen, ich kein'n Trost kan fassen, wenn der Lebens- Faden ift er mein' Zuversicht; bricht, meinen JEsum laß Daß GOtt mich nicht vers ich nicht. läßt, das hab ich oft erfah4. Ich werd Ihn auch ren in meinen Kinderlassen nicht, wenn ich nun Sahren, drum halt ich an dahin gelanget, wo vor Ihm vest. feinem Angesicht aller 2. Er ist voll Gnad und Frommen Glaube pran- Starcke, wer sich auf ihn get; mich erfreut sein An- verläßt, betrachtend seine gesicht, meinen JEsum Wercke, der ist genug gelaß ich nicht. tröst; denn seiner Gnaden 5. Nicht nach Welt, nach Licht erquicket unsre HerHimmel nicht meine See- ßen in Aengsten, Rámle wünscht und stöhret, pfen, Schmerzen, in ve JEsum sucht sie und seinster Zuversicht. 3. Mich 657 Von der Freudigkeit des Glaubens. 3. Mich kan auch nicht allem, was ich thu, soll Et verlassen JEsus, der theu mich stets regieren, und re Mann: Wer Ihn nur endlich mit sich führen zur lernet fassen, des nimmet Freud und mit zur Ruh. Er sich an, erquicket feine 30.Mel.Err, nicht schicke Seel mit seinen Liebesdeine Rache. Gaben, in Ohnmacht ihn Solt es gleich bisweilen zu seiner wenn den- Höhl. GOtt verließ die Sei4. Wilt du dich Ihm ernen; O! so glaub und geben, du findest in Ihm weiß ich dis, GOtt hilft Ruh, Er macht dir süß das endlich doch gewiß. Hülfe, Leben, drum geh gerade die er aufgeschoben, hat zu, ergreif sein theures Er drum nicht aufgeho Blut, will dich der Satanben, hilft Er nicht zu jeder schrecken, so wird Er dich Frist, hilft Er doch wenns bedecken vor aller Feinde nöthig ist. Wuth. 2. Gleich wie Bater 5. Mich kan auch nicht nicht bald geben, wornach verlassen des HERREN ihre Kinderstreben; so hält werther Geist; Ich will GOTT auch Maaß und die Sünde hassen, und Ziel, Er giebt wem und thun, was er mich heißt: wenn Er will: Seiner kan So wird mich dessen Gütlich mich getrösten, wenn mit Mutter- Händen lei- die Noth am allergrößten; ten, und hiermit Himmels- Er ist gegen seinem Kind Freuden erquicken mein mehr alsväterlich gesinnt. Gemüth. 3. Trotzdem Teufel, troß 6. Er selbst wird durch dem Drachen! Ich kan sein Leben ertödten mei- ihre Macht verlachen, nen Tod, und volle Kraft Trotz dem schweren Creue mir geben, zu duldensges- Joch; GOtt, mein Schmach und Spott. In Bater, lebet noch. Tros It des 658 Von der Freudigkeit des Glaubens. des bittern Lodes Zähnen; 2. Trau auf GOtt in Troß der Welt und allen Seelen- Plagen, wenn denen, die mir sind ohndich deine Sünden nagen, Urfach feind; GOtt undenn Gott ist in solchen Himmel ist mein Freund. Schmerzen ein recht 4. Laß die Welt nur im Pflaster für die Hertzen. mer neiden, will fie mich 3. Trau auf GOtt, wenn nicht langer leiden: Ey! Todund Hölle, wenn der so frag ich nichts darnach, Teufel ist zur Stelle, und GOtt ist Richter meiner dir vom Verdammen faSach. Will sie mich gleich get: Gott ist, der ihn alsvon fich treiben, muß mir bald jaget. doch der Himmel bleiben: 4. Trau auf GOtt im Wenn ich nur den Him- bösen Glücke, denn Gott mel krieg, hab ich alles zur ist dir eine Brücke, drauf Genug. du sichern Stand kanst ha5. Ich will ihr gar gerne ben, wenn viel Unglück um laffen, was ich sonsten pflegdich traben. zu haffen: Sie hab ihren 5. Trau auf GOTT Erden- Koth, und laß mir wenn böse Seuchen in nur meinen GOtt. Ach demLand herummer schleiHErr! wenn ich dich nur chen, denn er kan dich so behabe, sag ich allem andern decken, daß dich keine darf abe; Legt man mich gleich anstecken. in das Grab; gnug, HErr, 6. Trau auf GOtt in wenn ich dich nur hab. Kriegs- Gefahren, denn 531. Mel. Liebster JEsu, du er weiß dich zu bewahren, wirst kommen. Er kan machen, daß die rau auf GOtt in allen Feinde werden deine beSachen, die dich jeho sten Freunde. traurig machen, trau auf 7. Trau auf Gott in GOtt in allen Dingen, die Hungers Nothen, denn dir zu dem Herzen dringen. wird dich kein Hunger tödten, 659 Von der Freudigkeit des Glaubens. tödten, wächset gleich kein nicht von mir, führt mich Korn auf Erden, denn auf rechter Strassen, da wird Brodt aus Steinen ich sonst irret' sehr, Er werden. reicht mir seine Hand, den 8. Trau auf GOtt bey Abend als den Morgen dürren Zeiten, denn Ersthut Er mich wohl versor= wird vom Himmel leiten gen, fey wo ich woll im seines Gegens Strom Land. und Quellen, die dein Herz 2. Wenn sich der Menzufrieden stellen. schen Hulde und Wohl 9. Trauauf Gott, wenn that all verkehrt, so findt Feuers- Flammen schlagen sich GOTT gar balde, über dich zusammen: sein' Macht und Gnad GOttes Engel schüßt die bewährt, hilfet aus aller Frommen, die in Feuers- Noth, errett't von Sund Noth gekommen. und Schanden, von Ket10. Trau auf GOTT, ten und von Banden, wenns stürmt und schney- und wenns auch war der et, wenn die Donner- Cod. Wolcke schreyet, wenn 3. Auf Ihn will ich vera dich trift das böse Wetter, trauen in meiner schwedenn GOtt ist allein deinfren Zeit, es wird mich nicht Retter. gereuen, Er wendet alles II. Trau auf Gott in Leid, Jhm sey es heimgeallen Sachen, denn er kan stellt, mein Leib, mein' den Anschlag machen, trau Seel, mein Leben sey aufGOtt in allen Dingen, GOtt dem HErrn ergedenn wirst du ein Danck- ben, Er machs wies Ihm Lied singen. gefällt. $ 32. Mel. O GOtt ich thu 4. Es thut Jhm nichts gefallen, denn was mir dir dancken. nicht Er lassen, denn Er läßt mit uns allen, schenckt uns gut Et 2 den 660 Von der Freudigkeit des Glaubens. den HErren Christ, ja sei- irren des Teufels listig nen lieben Sohn, durch Art. Ihn Er uns bescheret, 8. Darum ob ich schon was Leib und Seel ernáh- dulde hier Widerwärtigret: Lobt Ihn ins Him- feit, wie ich auch wohl vers mels Thron. schulde, kommt doch die 5. Lobt Ihn mit Hertz Ewigkeit, ist aller Freuden und Munde, welch's Ervoll, dieselb' chn einigs uns beydes schenckt, das ist Ende, dieweil ich. Chriz ein' selge Stunde, darinum fenne, mir wiederman sein gedenkt, sonst fahren soll. verdirbt alle Zeit, die wir 9. Das ist des Vaters zubring'n auf Erden, wir Wille, der uns erschaffen follen selig werden, und hat, sein Sohn hat Guts leb'n in Ewigkeit. die Fülle erworben aus 6. Auch wenn die Welt Genad; und GOTT der vergehet mit ihren Stolk heilge Geist im Glauben und Pracht, wed'r Ehruns regieret, zum Reich noch Gut bestehet, welch's des Himmels führet. Ihm vor war groß geacht't, wir sey Lob, Ehr und Preis. werden nach dem Tod tief 533. Mel. Srölich soll mein in die Erd begraben, Serge springen. wenn wir geschlafen ha- Warum ſolt ich mich ben, will erwecken GOtt. doch Christum noch, wer 7. Die Seel bleibt will mir den nehmen? unverloren, geführt in Wer will mir den Himmel Abrams Schooß, der Leibrauben, den mir schon wird neu geboren von al- GOttes Sohn bengelegt len Sünden los, gang hei- im Glauben? lig, rein und zart, ein Kind 2. Nackend lag ich auf und Erb des HErren, dem Boden, da ich kam, da daran muß uns nicht ich nahm meinen ersten Odem, 661 Von der Freudigkeit des Glaubens. Odem, nackend werd ich in Eil sie zu schanden maauch hinziehen, wenn ich chen. werd von der Erd als ein 7. Unverzagt, und ohne Schatten fliehen. Grauen soll ein Christ, 3. Gut und Blut, Leib, wo er ist, stets sich lassen Seel und Leben ist nicht schauen; Wolt ihn auch mein, GOtt allein ist es, der Tod aufreiben, soll der ders gegeben: Will Ers Muth dennoch gut und wieder zu sich kehren, fein stille bleiben. nehm Ers hin, ich will Jhn dennoch frölich ehren. 4. Schickt Er mir ein reißt unsern Geist aus viel Creuß zu tragen, dringt tausend Nöthen, schleußt herein Angst und Pein, das Thor des bittern Lerfolt ich drum verzagen? den, und macht Bahn, da Der es schickt, der wird es man kan gehn zur Himwenden, er weiß wohl, wie mels- Freuden. Er soll all mein Unglück 9. Allda will in süssen enden. Schagen ich mein Herk 5. GOTT hat mich bey auf den Schmerz ewiglich guten Tagen oft ergoßt, ergößen. Hier ist kein recht ſolt ich jetzt auch nicht et- Gut zu finden, was die was tragen? Fromm ist Welt in fich hält, muß im GOtt, und schärft mit Hun verschwinden. Massen, sein Gericht kan 10. Was sind diese Lemich nicht ganz und gar bens- Güter? Eine Hand verlaffen. voller Sand, Kummer der 8. Kan uns doch kein Tod nicht tödten, ſondern 6. Satan, Welt und Gemüther, dort, dort find ihre Notten können mir die edlen Gaben, da mein nichts mehr hier thun, als Hirt, Christus, wird mich meiner ſpotten. Laß sie ohn Ende laben. spotten, laß fie lachen, 11. HERR, mein Hirt, GOTT mein Heil, wird Brunn aller Freuden, du Tt 3 bilt 662 Von der Freudigkeit des Glaubens. but mein, ich bin dein, nie 3. Was GOrt thut, das mand soll uns scheiden. ist wohl gethan, Er wird Ich bin dein, weil du dein mich wohl bedencken, Er, Leben, und dein Blut mir als ein Arzt und Wunderzu gut in den Tod gegeben. Mann, wird mir nicht 12. Du bist mein, weil Gift einfa fen für Arich Dich fasse, und Dich ßeney, Gott ist getreu, nicht, o mein Licht! aus drum will ich auf Ihn dem Herzen lasse; Laß bauen, und seiner Gnade mich, laß mich hingelan- trauen. gen, da Du mich, und ich 4. Was GOtt thut, das Dich lieblich werd um- list wohlgethan, Er ist mein pfangen. Licht und Leben, der mir $ 34. In eigener Mel. nichts Böses gönnen kan, as GOtt thut, das ich will mich Ihm ergeben ist wohl gethah, es in Freud und Leid, es bleibt gerecht sein Wille, kommt die Zeit, da dffentwie Er fängt meine Sa- lich erscheinet, wie treulich chen an, will ich Ihm hal- Er es meynet. ten stille. Er ist mein 5. Was GOtt thut, das GOtt, der in der Rothlist wohl gethan, muß ich mich wohl weiß zu erhal- den Kelch gleich schmeten, drum laß ich Ihn nur cken, der bitter ist, nach walten. meinem Wahn, laß ich 2. Was GOtt thut, das mich doch nicht schrecken, ist wohl gethan, Er wird weil doch zuletzt ich werd mich nicht betrügen, Erergößt mit füffem Trost führet mich auf rechter im Herzen, da weichen Bahn, so laß ich mich be- alle Schmerzen. gnügen an seiner Huld, 6. Was GÖtt thut, das und hab Geduld, Er wird ist wohlgethan, dabey will mein Unglück wenden, es ich verbleiben, es mag steht in seinen Händen. Imich auf die rauhe Bahn Noth, 663 Von der Freudigkeit des Glaubens. Noth, Tod und Elend trei-] 4. Er läßt mich nicht, soit ben, so wird GOtt mich ich Ihn lassen? Onein, gang váterli in seinen mein JEfus bleibet meint, Armen halterum laßlich will Ihn immer stärich Ihn nur wen. der faffen, und schliessen in 535. M.Wert. Sen lieben mein Herz hinein, im GOtt läßt walten. Glauben wird es zugeWenn ich betracht mein richt, im Glauben laß ich und daß ich doch in Guaden 5. Der Satan meynt bin, und wiederum in mich zu erreichen, die GOtt genesen, fo freuet Weit kommt auf mich zue sich Herz, Muth undSin, gerennt, und dieses ist ein und spricht: Mein JEfus rechtes Zeichen, daben hats verricht't, id) laffe man einen Christen kennt; meinen JEfum nicht. Ich aber bin ihm hoch ver2. Bon JEfu will ich pflicht't, ich laffe meinen nimmerwancken, der mich JEsum nicht. geliebet hat vorhin, und 6. Man mag mich hier dem ichs einzig hab zujunddavertreiben, ich weiß dancken, daß ich jetzund in schon einen sichern Ort, da Gnaden bin: daher Ihm man mich wol muß laffen Mund und Herz ver- bleiben, das ist mein JE spricht: Ich lasse meinen sus und fein Wort; mein JEfum nicht. Alles ist auf Ihn gericht't, 3.Ich laß Ihn nicht, ich ich laffe meinen JEsum will ihn halten, es geh mir nicht. drüber, wie es geh, ich laffel 7. Kommts gleich mit meinen JEsum walten, mir gar bis ans Leben, ben dem ich in Genaden weil ja die Welt nur Bossteh, was mir auch ewigheit übt, mein JEfus wird drum geschicht, ich laffe mirs wieder geben, den meinen JEfum nicht. meine gange Seele liebt, Et 4 ich 664 Von der Freudigkeit des Glaubens. ich leb und sterb auf densich dring vom Tod zum Bericht, ich laffe meinen Leben ein, mein JEsus JEfum nicht. will mich auferwecken, daß 8. Der Tod soll itber ich ben Ihm soll ewig seyn, mich im Sterben auch an jenem grossen Weltnicht behalten Oberhand, Gericht, da laß ich meinen mein JESUS läßt mich JEsum nicht. nicht verderben, des hab 12. Jch laß Ihn nicht in ich ein gewisses Pfand, jenem Leben, dort will ich so mir sein heilsam Wort Ihm zurSeiten stehn, will verspricht, ich lasse meinen ewig, ewig an Ihm kleJESUM nicht... ben, und nimmermehr 9. Die Welt muß end- von JEsu gehn, da will lich auch vergehen mit ich sehn sein Angesicht, aller ihrer Herrlichkeit, und meinen JEsum lassen nichts ist, das ewig kan be- nicht. stehen, als was uns JE 13. Da will ich Halleluja sus hat bereit't, wenn singen, und Amen in dem Himmel, Erd und alles höchstenTon: willRuhm, bricht, laß ich doch meinen Danck, Preis und Ehre JEfum nicht. bringen, und ewges Lob 10. Schlägt mich die vor GOttes Thron, will Sund schon oftmals nie- wandeln dort in ſeinem der, daß mein Gewissen Licht, und meinen JEsum fait verzagt, hilft JEsus lassen nicht. doch, und stärckt mich wie- 536. Mel. Was mein GOtt der, erhält, was er mir zu will, das g'scheh allzeit. geſagt, drum wenn mich W hat wohl gebaut im ſchon mein Sund anficht, Wer GOTT vertraut, laß ich doch meinen JE- Himmel und auf Erden, fum nicht. wer sich verläßt auf JE 11. Der Jüngste Tagsum Christ, dem muß der kan mich nicht schrecken, Himmel werden, darum auf Von der Freudigkeit des Glaubens. 665 auf dich all Hoffnung ich mag gleich Sünde, Höll ganz vest und neif thu se und Tod und alle Teufel Ben, HErr JEsu Christ, haffen, so bleibt er dennoch mein Trost Du bist in wohl vergnügt, wenn er Todes- Noth und Schmer nur GOtt zum Freunde gen. Friegt. 2. Und wenns gleich 2. Die böse Welt mag war dem Teufel sehr, und immerhin mich hier und aller Welt zuwvider; den- da befeinden; kan sich nur noch so bist du, JESU mein Gemüth und Sinn Christ, der sie all' schlägt mit meinen GOTT bedarnieder, und wenn ich freunden, frag ich doch dich nur hab um mich mit nichts nach ihrem Haß, deinem Geist und Gnaden, ist GOtt mein Freund, so kan fürwahr mir ganz wer thut mir was? und gar wed'r Tod noch 3. Und ob ich gleich darTeufel schaden. über oft viel llnglück leis 3. Dein tröst ich mich den müssen, so hat GOtt ganz sicherlich, denn du gleichwol unverhoft mich kant mir wohl geben, was wieder draus gerissen: mir ist Noth, du treuer Da lernt ich erst, daß GOtt, in dies'm und je- GOTT allein der Men= nem Leben, gib wahreschen bester Freund muß Reu, mein Herz erneu, er- seyn. rette Leib und Seele, ach 4. Ja wenn gleich meihore, HErr! dis mein Be- ner Sünden Schuld sich gehr, und laß mein' Bitt häuft in mir zusammen, nicht fehlen. mich treibt in Angst und Ungeduld, und will gleich hier verdammen, so fürcht Wohl dem, der sich auf sich doch dieselbe nie, denn ſeinen GOtt recht GOtt, mein Freund, verkindlich kan verlaffen, den tilget fie. £ t 5 5. Daa 537. M.Auf, Christenmensch, auf, auf 2c. 666 Von der Begierde zu GOtt. 5. Dahero Troß der traurig machen, Gott ist Höllen Heer, Troß auch mein Freund, mein Schutz des Todes Nachen, Troß und Nath, wohl dem, aller Welt, mich kan der GOTT zum Freunde nicht mehr ihr Pochen hat. Von den Früchten des Heils. I. Von der Liebe und Begierde zu Gott. 538.M.O Jefu, mein Bräut. 4. Auch fan ich ermes Do laß dich jest finden, fen, daß JEsus mich liebt, komm, JEſu! kommweil er mir zu effen sich fort! mein Herge will selbsten dargiebt, so geb ich binden dein Herke, mein nun wieder, was JESU Hort; Nach JESU ich gehört, Leib, Seele und schreye, den hab ich er- Glieder Ihn nochmals wählt, mein JEfus iftverehrt. treue, ihm bin ich vermählt. 5. Ja, ja, ich bin seine, 2. Troß dem, der nicht wir beyde sind eins, ich bin dendet, daß seine ich sey; nicht mehr meine, uns ich bin nun verschencket, es scheidet nun keins, bleib bleibet dabey; nichts brin- gleich ich auf Erden, so get mir Schmerzen, weil lange Er will, so hab ich JEsus ist hier, der trägt den Werthen, dem halte mich im Herzen, Ihmich still. danck ich dafür. 6. Shm kan mich nichts 3. O weichet ihr Feinde; rauben, der Starckste der mein JEsus ist mein, Ihn fiegt, an den will ich glauhab ich zum Freunde, sein ben, am Herßen mir liegt, bin ich allein, ich bleibe im Schlafen und Wachen fein eigen, er hat mich er- ift JEsus mir nah! Ey! Fauft, sein Blut wird Er solt ich nicht lachen, daß zeigen, damit ich getauft. Esus steht da. 7. An Von der Begierde zu GOtt. 667 7. An JEfu ich klebe, in Angesicht zu erblicken auch JEsu ich ruh, in JEsu ich verlangen? wo vor deinem lebe und sterbe darzu. An Altar ich wahre Ruhe kan JEfu ich klebe, in JEfu empfangen, und mich laich ruh, in JEfu ich) tebe, ben ewiglich. und sterbe darzu. 5. Wohl den Menschen, die bey dir sich befinden 139.M.Schwinge dich mein für und für; die sind nur schwacher Geist. allein bemühet, dich zu loAch mein GOtt! wie ben immerdar; weil ihr lieblich ist deine Woh- Herß vor Liebe glüchet nung, da du bist; Zions bey der Auserwählten Burg, da man nichts ho- Schaar. ret als des werthenBraut 6. Doch auch wohl dem, gams Nuhm, womit seine der von dir Kraft empfanBraut Ihn ehret in dem get fürund für; richtet sein fhillen Heiligthum. Herßauf die Wege, die zu 2. Ach! wie sehn ich mich deinem Tempelgehn, und dahin, daß ich vor Berlan- ist nicht im Laufen tráge, gen bin fast vergangen: ob er muß viel Creuß ausMocht ich können vor sein stehn. heilges Angesicht treten, 7. Denn die durch dis und in Liebe brennen bey Thränen- Thalgehen nach dem füffen Gnaden- Licht. dem Freuden- Saal, ma3. Welches Vöglein ist chen solches selbstzurQueldoch wol, wenn es Junge le, die zur Freude dienen hecken soll, das nicht bald muß, und der Regen, der ein Nest fich mache, oder so helle sich ergießt, bringt baue irgend an unter ei- Ueberfluß. nem sichern Dache, da es 8. Denn das Creuß, das sich erquicken kan. hier ein Chrift, der nach 4. Warum solt ich, Lieb- GOtt begierig ist, auf fich ster, nicht dein holdselig nimmet, ist so süffe, daß es Freud 668 Von der Begierde zu GOtt: Freud und Leben giebt: kan im Glauben faffen, Darzu kommen Gnaden und Dir trauen in der Flüffe, von dem Geiste, der Noth. fie liebt. 9. Da gehn sie aus Kraft in Kraft, bis daß ihre 540.M. Ach! wenn kommt die Zeit zć. ch! mein JEfu, fleuchst du noch? komm sen, und gelangen vorfach komme doch, komm, o des Höchsten Angesicht, da meiner Seelen Zier, JEfu, fie vor Ihm köstlich pran- komm, ich warte hier. gen, angethan mit lau- 2. Deine Lieb erquicket ter Licht. mich, wenn ich, JESU, 10. Nun mein GOtt, er- schaue dich, ach! komm, hdre mich, GOtt Zebaoth, meines Lebens Licht, JEneige dich auch zu meinem su, fomm, verzeuch doch armen Flehen, ach! mein nicht. Schild, verschmäh mich 3. Dein beliebter Renicht: Gib, daß ich auch ben- Saft, und des Bal möge sehen bald dein sams starcke Kraft macht, freundlich Angesicht. daß ich schren für und für, 11. Denn auch einen Tag JEsu, bleib, ach bleib doch allein in dem Hause GOt- hier! tes seyn, will ich noch viel 4. Zeuch mich nur, ich höher achten, als viel tau- folge nach in dein heilig fend andre Tag: Ich will Schlaf- Gemach, wo mir lieber dahin trachten, daß keine Lust gebricht, JEsu, ich drinnen hüten mag. fäum, ach! säume nicht. 12. Denn du, HErr, bist 5. Schwärzt mich gleich Sonn und Schild, der du der Sonnen- Schein, muß deinen Kindern wilt nie- ich schwarz und heßlich mals etwas mangeln laf- feyn, dennoch acht ich diefen. Wohl dem, HErries nicht, JEsus- ist mein GOtt Zebaoth, der dich helles Licht. 6. Sage L Von der Begierde zu GOtt. 669 6. Sage an, wo weidest 3. Ach! laß mich mit du? wo ist deine Mittags Johanne liegen an Deiner Ruh? gehst du weg, so weißfüffen Liebes- Brust, und ich nicht, JEsu! was vor treib aus mir den SünAngst geschicht. den- Wust, laß mich die 7. Nun ich will nicht ru Welt nicht mehr betrihig seyn, bis fich JEfus gen, der ich so lang bin stellet ein, wohl! Er komt, nachgegangen, ihr Land ich laß Ihn nicht, ewigsfen mir ganz unbewußt bleiv ich Ihm verpflicht'thinfort, damit nur mein 541.M.Wo ist derSchönste Verlangen zu Dir gehe ch! mocht ich meinen JEfu, meine Lust. JEsum sehen, der mei 4. Ja, ich muß noch was ne Seel so herzlich liebt, gröffers bitten; Zieh mich ob ich ihn gleich so oft be mein JEsu! ganz in Dich, trübt; ach möcht ich aus und komm du selber auch mir selber gehen zu dem, in mich, laß mich nur bloß der mich so kraftig ziehet nach deinen Sitten und von dieser Welt zu sich hin- heilgem Willen einher auf, bey der ich mich so sehr gehn, ja ruf und treib bemühet in meinem gan- mich stets zu Dir, und laß zen Lebens- Lauf. mich nicht zurücke sehen, 2. Ach! mocht ich doch mein Heiland, so genüget die Füsse küssen, und prei- mir. sen seine Nägelmaal, die 5. Ich will hinfort nun Müh und Schmerzen oh- lalles laffen, und folgen Dir ne Zahl, die Er für mich er- nur blindlings nach, auch dulden müssen; ach möcht achten gang kein Ungeich mich doch niedersetzen mach; Ich will nun recht zuseinen Füssen in Geduld, mein Leben hassen, damit und sie mit Liebes- Thrá ich mdge zu Dir kommen; nen neßen, dieweil Er til- Mach mich nur vest durch get meine Schuld. deine Gnad, und führe mich 670 Von der Begierde zu GOtt. mich zu deinen Frommen, Liebe kund, drück mich auf gib selbst zu allem Nath die zarte Brust, die mir und That. ewig schaffet Lust. 54: M.Liebster Bräutgam, 7. Also werd ich dort und denckst zc. hier frölich fingen für und A wenn kommt die für, daß du, liebster JEſu Zeit heran, daß ich mö- Christ! meines Lebens Lege schauen an meinen Lieb- ben bist. sten JEfum Christ, der 543.Mel.JEfu, meines Zer mein' Lieb und Leben ist. Bens Freud, ch! wenn werd ich 2. Ach wo bleibst du doch fort und säum dich nicht. Kom JEsu? wenn wirst du umdoch, weil mit grossem fangen mich, liebster JE Schmerz auf dich wart'tu? mein Herz nach dir mein kranckes Herz. fehnet sich, liebster JEsu, 3. Kommst du nicht jetzt JEsu, liebster JEsu! alsobald, meines Lebens 2. Schmerzlich ich nach Aufenthalt, so vergeht vor dir verlang, schönster JE Liebs- Begier mein besu, meiner Seelen ist sehr trübter Geist in mir. bang, schönster JEsu! ach! 4. Allzeit weißt du, daßwo bleibest du so lang, ich mich nicht enthalten schönster JEsu! JEsu, kan ohn dich, weil du, lieb schönster JEfu. ster JEfu Chrift, meines Lebens Leben bist. 3. Alles ist nur Angst und Pein, theurster JEsu! 5. Drum so komm doch was nicht himmlisch, was bald zu mir, und erfreue nicht dein, theurster JEsu! mich mit dir, schließ mich ich bin dein, und du bist in die Arme ein, die für mein, theurster JEsu! JEmich verwundet seyn. su, theurster JEſu! 6. Reich mir deinen süf 4. Deine süsse Lieblichsen Mund, thu mir deine feit, füffer JESU! mich erfreut Von der Begierde zu GOtt. 671 erfreut in Traurigkeit, füfund, heil mich, daß ich fer JESU! und verfüffet werd gefund, edle Salbe, alles Leid, süffer JESU! füffes Oele! JEfu, füsfer JEsu! 3. Wie wünsch ich dich, 5. Komm, o angenehmein Himmel- Brodt! mer Gast, treuster JEsu! verborgner Mensch und nimm von mir die Süm- GOtt! felig ist, der da den- Last, treuster JEfukan haben deiner starcen du bist meine Ruh und GOttheit Kraft, und sein Rast, treuter JESU! Herße mit dem Saft deiJEfu, treuster JEfu! ner füffen Menschheit la6. JEfus Lieb! erscheine ven. mir, werther JEfu! mei4. O! gib dich mir, und ne Seele durft't nach dir, ziche mich, mein JEsu, werther JESU! deiner gang in dich: laß mich dich wartich für und für, wer in dir geniessen, denn ich ther JEsu! JEsu, werther fan in Ewigkeit sonst von JEsu! Feiner Luft und Freud, als von dir, mein Manna! wissen. 544. In eigener Mel. Ich ziehe mich, ach! ziehe mich, mein JESU, gang in dich: Denn mein ich weiß, du meiner Herke muß zerfliessen, und 545. In eigener Mel. u Allerschönster, den mein Geist muß ganz aus Augen Paradeis, du Süßmir, ob der grossen Liebs- ser, dem ich mit BerlanBegier, die er hat, dich zugen von Jugend auf bin geniessen. nachgegangen: Bergönne 2. Ach! zeuch, ach! zeuch mir, daß ich dich küffe, und mich zu dir hin, mit Lieb, deines Munds einmal Geist, Muth und Sinn; genieffe. oder komm in meine See 2. Es ist zwar viel, daß le, geh durch diesen offnenlich zu dir mich nähen darf 672 Von der Begierde zu GOtt. mit der Begier: Du aber/ 546.M.Auf, Christenmensch auf, auf 2c. haft mir selbst, mein Leben, zu dieſer Kühnheit Ursachu grüner Zweig, du geben, weil du in meiner du Menschheit Orden meinnig- reiche Blüte! Du auf nächster Freund und Bru- gethanes Paradeis! Ge der worden. währ mir eine Bitte: Laß 3. Ich dancke dir wol, daß meine Seel ein BieneDu mich haft angeblickt so lein auf deinen Rosengnädiglich, und nach der Wunden seyn. Huld bey deinen Füssen die 2. Ich sehne mich nach heilgen Hände lassen küf- ihrem Saft, ich suche fie sen: Wirst Du mich aber mit Schmerßen. Weil sie nicht erheben zum Mund, ertheilenStarck und Kraft sohast Du nichts gegeben. dem abgematten Herßen. 4. Dein Mund, o JEsu! Drum laß mich doch ein foll allein das Ende mei- Bienelein zc. ner Liebe seyn, und ob sich 3. Ihr übertrefflicher zwar die Seraphinen Ihn Geruch ist ein Geruch zum zu berühren nicht erküh- Leben; vertreibt das Gift, nen; schäß ich mich doch verjagt den Fluch, und darzu geboren, weil Du macht den Geist erheben. mich haft zur Braut er- Drum laß mich wie ein Foren. Bienelein auf 2c. 5. So laß mich denn 4. Ich nahe mich mit nach diesem Bund errei- Herz und Mund, sie tau chen deinen Rosen Mund; fendinal zu küssen: laß erhebe mich, daß ich ihn mich zu jeder Zeit und küsse, und seines Honig- Stund den Honig- Saft feims geniesse: damit ich geniessen: Laß meine Seel ende mein Verlangen, das ein Bienelein zc. mich von Jugend hat ge- 5. Ach! ach wie süß ist die fangen. fer Thau, wie lieblich mei her Von der Begierde, zu GOtt. 673 ner Seele; Wie gut ists nimm es doch du Gnadenseyn auf solcher Au, und Quell, und labe meine folcher Blumen- Hole; Laß dürre Seel. mich doch stets ein Bienelein auf deinen Wunden seyn. 4. Ein frisches Wasser Rosen- fehlet mir, HErr JEsu! zeuch, zeuch mich nach dir, 6. Nimm mein Gemi- nach dir ein grosser Durst the, Geist und Sinn, Leib mich treibt, ach! war ich Seel und was ich habe; dir nur einverleibt. Nimm alles gånglich von 5. Wo bist du denn? O mir hin, gib mir nur diese Bräutigam! wo weidest Gabe: Daß ich mag stets du? o GOttes Lamm! an ein Bienelein, HERR welchem Brünnlein ruChrist, auf deinen Wun- hest du? ich dürste, laß den ſeyn. mich auch dazu. 6. Ich kan nicht mehr, 547. Mel. Nun laßt uns den ich bin zu schwach, ich dürst, Leib begraben. ich schren und rufdir nach: Du unbegreiflich höch- der Hirsch muß bald ge= stes Gut, an welchem kühlet seyn, du bist ja sein, klebt mein Herz und und er ist dein. Muth, ich dürst, o Lebens548. M. Wer nur den lieben Quell, nach dir, ach hilf, GOtt läßt walten. ach lauf, ach kommzu mir! leuch, mein Geliebter, 2. Ich bin der Hirsch, der auf die Höhe; Fleuch durstig ist von grosser Higz; immer hin, und warte Du JEsu! bist für diesen nicht; Fleuch, gleichsam Hirsch ein Seelen Trand, wie ein junges Rehe, das erquicke mich, denn ich bin von der Ebne sich entkranck. bricht; Je mehr du fleuchst Fleu 3. Ich schreye zu dir ohne und läufst von mir, je Stimm; ich feufße nur: starcker zeuchst du mich DHErr! vernimm, ver- nach dir. 11 u 2. Mein 674 Von der Begierde zu GOtt. 2. Mein Herz ist an dein O Quell! daraus mein LeHerß gebunden mit deiner ben fleußt, und alle Gnade ewgen Liebe Band; drum sich ergeußt in meine Seel, wird von ihme bald em- zum Leben. pfunden, wo sich das Dei- 2. Ich zähle Stunden, ne hingewandt: Fleuch, Tag und Jahr, und wird immer fleuch, es ist dein mir allzulange, bis es erFliehn nichts anders, als scheine, daß ich gar, o Lemich nach dir ziehn. ben! dich umfange, damit, 3. Fleuch über alle Berg was sterblich ist in mir, und Hügel, fleuch in die verschlungen werde gang Wüste weit und breit: in dir, und ich unsterblich Entlehne dir des Adlers werde. Flügel; Fleuch mit des 3. Bom Feuer deiner Winds Geschwindigkeit: Liebe glüht mein Herß, Fleuch auffer aller Crea- das sich entzündet, was in tur, ich fehl nicht deiner mir ist, und mein Gemüth holden Spur. sich so mit dir verbindet, 4. Ich hoff, es wird mir daß du in mir, und ich in noch gelingen, daß du mich dir, und ich doch immer über Ort und Zeit mit dei- noch allhier will näher in nem Ziehn zur Ruh wirst dich dringen. bringen, und in den 4. O! daß du selber kåSchooß der Ewigkeit: mest bald, ich zähl die AuDrum fleuch nur fort, ich genblicke: ach komm, eh folge dir, so bald du fleuchst mir das Herz erkalt, und und läufst von mir. fichs zum Sterben schicke: 549. M. Allein GOrt in der. komm doch in deiner Herre Ott Lob! ein Schrittlichkeit, schau deine Braut zur Ewigkeit ist aber- hat sich bereit't, dieLenden mals vollendet, zu dir imsind umgürtet. Fortgang dieser Zeit mein 5. Und weil das Del des Herb Ech sehnlich wendet. Geistes ja in mir ist ausge Gott goffen, Von der Begierde zu GOtt. 675 goffen, du mir auch selbst mir vermählen wirst, und von innen nah, und ich mir dein Erbe schencken. in dir zerflossen, so leuch- 9. Drum preis ich dich tet mir des Lebens Licht, aus Danckbarkeit, daß sich und meine Lamp ist zuge- der Tag,( die Nacht, die richt't, dich frölich zu em- Stund) geendet, und also pfangen. auch von dieser Zeit ein 6. Komm! ist die Stim- Schritt nochmals vollenme deiner Braut, komm! det, und schreite hurtig rufet deine Fromme; sie weiter fort, bis ich gelange ruft und schreyet über an die Pfort Jerusalems laut: Komm bald, ach dort oben. JEsu komme! so komme 10. Wenn auch die denn, mein Brautigam, Hande läßig find, und meis du kennest mich, o GOttes ne Knie wanden, so biet Lamm! daß ich dir bin mirdeine Hand geschwind vertrauet. in meines Glaubens 7. Doch sey dir gang an- Schrancken; damit durch heim gestellt die rechte Zeit deine Kraft mein Herk und Stunde, wiewol ich sich stärcke, und ich Hims weiß, daß dirs gefällt, daß melwärts ohn Unterlaß ich mit Herz und Munde aufsteige. dich kommen heisse, und 11.Geh, Seele, frisch im darauf von nun an richte Glauben dran, und sen meinen Lauf, daß ich dir nur unerschrocken, laß dich komm entgegen. nicht von der rechten 8. Ich bin vergnügt, daß Bahn die Lust der Welt mich nichts kan von dei- ablocken, so dir der Lauf zu ner Liebe trennen, und daß langsam deucht, so eile, wie ich frey vorjedermann dich ein Adler fleucht, mit Flite darf den Bräutgam nen- geln füffer Liebe. nen, und du, o theurer Le 12.OJEsu! meine Seen bens- Fürst! dich dort mit le ist zu dir schon aufgeflos 114 2 gens. 676 Von der Begierde zu GOtt. gen, du hast, weil du voll an? genug, wer dich Liebe bist, mich gånglich GOtt, haben kan. ausgesogen, fahr hin, was 4. Kan auch ein vestrer heiffet Stund und Zeit! Bund im Leben, als zwiich bin schon in der Ewig- schen Leib und Seele seyn? keit, weil ich in JEfu lebe. wenn die sich von einan550. M. Wernur den lieben der geben, alsdenn BerGOtt läßt walten. fchmachtung fället ein; ich nur mich dieſes Lewerde haben, mein be- ben an? genug, wer dich, stes Theilzu jeder Zeit, so GOtt, haben kan. wird sich Leib und Seele 5. Du, GOtt, ja du bist laben, hier zeitlich und in mein alleine, mein's HerEwigkeit. Was geht die gens Glans und beste Welt uns Christen an? ge- Freud, des Himels Glanß nug, wer dich, GOtt, ha- weicht deinemScheine, die ben kan. Welt- Lust aller Herrlich2. Wie schön und hochkeit. Was geht die Welt hast du gebauet der Ster- uns Christen an? genug, nen reiche Himmels- wer dich, GOtt, haben kan. Stadt, daß fie der Mensch 6. Drum hilf, daß ich mit Lust anschautet, die so an dich gedencke in meiviel Glank und Klarheit nem Leben allezeit, und hat. Was geht mich) Ster- mein Gemüth zum Himnen- Klarheit an? genug, mel lendke, entrückt der wer dich, GOtt haben kan. eitlen Eitelkeit. Was geht 3. Wie reich ist doch von die Welt uns Christen an? Gold und SchäßenderEr- genug, wer dich, GOtt, den grosses Wunder- Feld, haben kan. wie weiß sich mancher zu 551.M.OTäubchen, fleuch. ergößen an Reichthum, ch habe funden, den Ehre, Gut und Geld. Was ich liebe, den liebsten geht mich aller Reichthum Freund und Bräutigam, den Von der Begierde zu GOtt: 677 den treuen Hirten und das treuen Pelican, der groffe Lamm, daher ich mich nicht Arbeit hat gethan, daß mehr betrübe; ich sey auf Er mir brácht das Leben Wiesen oder Matten, so wieder. Ich sage euch), hab ich Ihn doch allezeit, daß ich ihn habe, und mich und werde unter seinem an seiner offnen Seit in Schatten mit Liebes- übergroffer Freude labe, Acpfeln hoch erfreut. die feine Liebe hat be2. Ben schönen Tulpen reit't. und Narciffen spür ich das 5. Achja! ich habe meine zarte Lilien- Kind, das sich Sonne, den vollen Mond, bey Rosen gerne findt, das Firmament, den rechund mich der Lieb da läßt ten Anfang und das End, geniessen. Die Tuberosen den, der mein Jubel, meis und Jesininen, die Blu- ne Wonne, mein wahres men- Arten mannigfalt, Licht, und auch mein Les die müssen mir zur Freude ben, mein Himmel ist und dienen, weil ich mich zu Paradeis, drum werd ich dem Schönsten halt. stets in Freuden schweben, 3. Ihr kühlen Brunnen weil ich von keinem Trauund ihr Quellen, ihr auch, ren weiß. ind ihr klaren Bachelein! folt 6. Wohl mir! ich kan heute meine Zeugen seyn, nun stets umfaffen im daß ich mich halt in allen Glauben meinen BranFällen zu dem, der allen tigam, das allerliebste Durst mir stillet, und GOttes- Lam, er kan mich reichlich sich in mir er nun nicht mehr verlassen: geußt, zum Lebens- Dennwohin folt wol JE Brunn, der in mir quil- sus gehen, da ich nicht könlet, und in das ewge Lebenste bey ihm seyn? Der fleußt. Glaube läßt es nicht ge4. Ich such auch nicht, o schehen, ich bleibe sein, und ihr Gefieder! bey euch den Er bleibt mein. Ulu 3 552. Miel. 678 Von der Begierde zu GOtt. 552 M.Auf Christenmensch, HErr JEsu! ewge Liebsauf, aufzc.. Begier. lauf dir mit I fetem Ach! mit Seuf& juche ich in dieſer Ben und mit Sehnen, ich Ferne, mein Aufent suche dich ganz inniglich, halt, mein Licht und Stermein liebster Schatz! mit ne, dein Pilgrim bin ich Thränen. Denn dein noch auf Erd; Ach! wie so Geruch erweckt in mir, bald, ach! wie so gerne war HErr JEsu! ewge Liebs- ich in dich gar eingekehrt. Begier. 2. Komm, gürte mir die 2. Die Welt ist hin aus trågen Lenden, laß sich meinem Sinn mit allen mein Herz dir gank zuihrem prangen: Wie solt wenden, und halte meinen ich doch nur etwas noch Sinn in dir; wen wird sich was zeitlich ist, verlangen? doch die Unruh enden, daß Denn dein Geruch er- ich dich kräftig fühl in mir. weckt in mir, HErr JEsu! 3. Ach! fasse die zerstreuewge Liebs- Begier. ten Sinnen, und nahe dich 3. Des Fleisches Lust mir selbst von innen, daß dunckt mir nur Wust, und mich nicht jede Regung Fan mich nicht ergößen: stöhr, zeuch mich im Mir stinckt die Erd, und Grunde stets von hinnen, ist anwerth mit allen ih- daß mich das Fleisch nicht ren Schätzen: Denn dein mehr bethör. Geruch erweckt zc. 4. Du, meine Lust, bist so 4. Allein nach dir steht behende, und mein Bermein Begier. Nach dir langen hat kein Ende, so brennt Leib und Seele. kommst du einmal schnell Dir soll allein stets offen vorbey; Eh ich die Sin seyn mein's armen Hernen dir nachwende, ist Hens Höhle: Denn dein mein Gemüth schon manGeruch erweckt in mir, cherley. 5. Ach! Von der Begierde zu GOtt. 679 5. Ach! heitre doch von den, der kan genesen, den so viel Dünsten die Seele, Geist, und eigne dir ihn. die dich, den Gewünschten, gar, daß er in einem im Herzen stets zu finden Wahrheits- Wesen dir, sucht, daß ich mdg wa- und du ihm seyft offenbar. chen, und zum mindsten 10. Erwede doch den dich noch erreich in die- ledlen Saamen, der aus ser Flucht. Jehovah höchsten Na6. Weil noch so unstet men in dir ihn neu gebodie Gedancken, so bind das ren hat, daß er die Kraft, Herß in solchem Wandken dir nachzuahmen, allzeit an dich, du Hoffnung sel- erweise in der That. ger Fahrt, erhalte mich II. Laß die entbrannte in Glaubens- Schrancken, Liebes- Flammen der reis bis sich dein Licht einst of nen Geister in mir stamfenbart. men, und nur nichts 7. Jch fühle wohl, du fleischlichs rühren mehr: bists alleine, ach! nimm Ach! halte vest in dir zudoch von mir all das Mei- sammen, die von dir mit ne, daß ich der Gnade mir kommen her. mächtig werd; o JEsu! 12.DeinGOttes-Leuchkomm, und mir erscheine, te, reine Liebe, laß führen bis alle Hoffnung in dich mich in heilgem Triebe kehrt. dir nach, und halten diese 8. Du bist mein GOttSpur, wenn ich dich nur und einigs Wesen, in dir aufrichtig liebe, mich nicht allein bin ich genesen, wie aufhalt die Creatur. mag ich ohne Wesen seyn, 554. M. Err, ich habe miß wenn gleich das Fleisch die gehandelt. du mein es dennoch nur den Schein. S Leben, meiner Seelen 9. Ach! so befreye durch Bräutigam! der du bist dein Wesen der Wahrheit für mich gegeben, an des llu 4 bit 680 Von der Begierde zu GOtt. bittern Creußes- Stamm, mur mein Begier, JEsu, ißt will ich mit süssen Wei- sey mir in Gedancken, fen, dich von ganzer See- JESU, lasse mich nicht len preiſen. wanden. 2.Du bist GOtt, der uns 6. JEfu, laß mich selig gegeben Seel und Leib, enden meine kurze Leauch Ehrund Gut, der dubens Jahr, trage mich unser Leib und Leben schü- stets auf den Händen, halBest durch der Engel Hut, te bey mir in Gefahr, freudrum auch dir allein zu dig will ich dich umfassen, Ehren sich mein Mund wenn ich soll die Welt versoll lassen hören. laffen. 3. JEsu, Paradies der Freuden, das mein Geist mit Schmerzen sucht! du starcker Trost im Lei- Baters Freude, so er aus den! O du frische Lebens- sich selber spricht: Er ist Frucht! alles Trauren, meine Lust und Weide. alles Leiden wendest du in JEsus ist die süsse Kraft, lauter Freuden. die mit Liebe mich entzün4. Komm, ach fomm, du det, da mein Herz alleine Trost der Heiden, komm, findet, was mir Ruh und mein JEsu, stárcke mich, Freude schaft. komm, erquicke mich mit 2. JEsus ist die LieblichFreuden, komm, und hilf keit, und der Seelen Luftmir gnädiglich, komm, Spiel worden, Er verzeh mein Wunsch, mein gan- ret alles Leid, Er erleuchet Bes Hoffen, komm, mein seinen Orden; JEsus ist Herße steht dir offen. mein Freuden- Spiel, ich 5.JEsu, richte mein Be- bin ganz in ihn entzünginnen, JEfu, bleibe stets det, weil man alles in ihm bey mir, JESU, záume findet, was man wünscht, mirdie Sinnen, JEsu, sen und was man will. 3. JE 555. In eigener Mel. Esus ist das schönste S Licht, JEsus ist des Von der Begierde zu GOtt. 681 3. JEfus wird von mir verbunden: Nun hab ich gesucht, JEsus wird von die reine Spur meines mir begehret: Alles, alles Bräutigams gefunden; sen verflucht, was mich in Was von dir noch an mir dem Suchen stdret; sagt klebt, soll nicht immer in mir nichts von Lust und mir bleiben, JESUS Welt, fagt mir nichts von wird es schon vertreiben, guten Tagen: Wolt ihr wenn er mich in sich eraber ja was sagen, sagt, hebt. wie JESUS mir ge fault. 7. Ihr Gespielen, faget mir, wo ich finde, den ich 4. JE, JEsu, meine menne? Ach! wer bringet Nuh! JEfu, JEsu, laß dich mich zu dir? saget ihm, ich finden! JEsu, magst du sey nun seine; sagt, ich sey mich doch nu mit den Lie- in Ihnentbrannt, und mit bes- Seilen binden, JE- Liebes- Macht durchdrunsum such ich nur allein, gen; fagetJhm, wie ich geJEfus soll mich nun best- rungen, da ich seinen Zug Ben, laß die Höllen- Kráf- erkannt. te blitzen, kan ich nur in 8. Doch ich will Shn selJEfu seyn. ber sehen, ich muß JEsum 5. Nenne mich nur deine selber sprechen, und ich Braut, nenne mich nur weiß, es wird geschehn, es deine Taube, mache mich wird ihm sein Herke bres dir recht vertraut, mache, chen, denn ich will nicht daß ich an dich glaube, JE- eher ruhn, bis ich JEsum su, JEsu, nimm mich auf, kan umfassen, bis Er fich ich will dein alleine heissen, wird sehen lassen, und mir mich von allen Dingen meinen Willen thun. reiffen, so verhindern mei 9. Oft hast du mich annen Lauf. geblickt, und gelabt mit 6. Sage nicht, o Crea- deinen Gaben: Doch bin tur! daß ich dir noch sen ich nicht gnug erquickt, ech 11# 5 682 Von der Begierde zu GOtt. ich muß dich selber haben: must allem ewig meine JEfu, brich in mir herfür, Freude seyn. JEsu, werde mir zurSon 6. Keinem andern sag ne! JEfu, JEsu! meine ich zu, daß ich ihm mein Wonne, JEfu, ach! ergieb Herz aufthu: Dich alleine dich mir. laß ich ein, Dich alleine 556. M. Ach! wenn komme henn ich mein. die Zeit ze. 7. Dich alleine GOtEsu, komm doch selbsttes Sohn, heiß ich meine zu mir, und verbleibe Kron, und Lohn. Du für für und für: Komm, doch mich verwundtes Lamm, werther Seelen- Freund, bist allein mein BräutiLiebster, den mein Herzegam. meynt. 8. Oso komm denn füf2. Tausendmal begehrsses Herz! und vermindre ich dich, weil sonst nichts meinen Schmerz. Denn vergnüget mich: Tau- ich schrey doch für und für: sendmal schrey ich zu dir: JEsu, JEfu! komm zu JEfu, JEsu! komm zu mir, mir. 9. Nun ich warte mit 3. Keine Lust ist auf der Geduld, bitte nur um diese Welt, die mein Herz zu- Huld, daß du mir in Tofrieden stellt, dein, oJEsu! des- Pein wollst ein füffer ben mir seyn, nenn ich JEsus seyn. meine Lust allein. 4. Aller Engel Glantz und Pracht, und was ih- Freud, ſey gegrüffet, 557. Mel. Wenn erblick ich doch einmal. meines nen Freude macht, ist mir, füffer Seelen- Kuß! ohne meines Herzens Freudige dich nichts als Verdruß. keit, sey gegrüsset, meiner 5. Nimm nur alles von Seelen Held im Streit, mir hin, ich verandre nicht sen gegrüsset, JEfu! sey den Sinn: Du, o JEfulgegrüffet. 2. Dein 683 Von der Begierde zu GOtt. 2. Dein gedenck ich tau- 2. Tausendmal gedenck sendmal, Bräutgam kom- ich dein, meinErlöser: und. me! dich ich suche überall, begehre dich allein, mein Brautgam komme! dein Erldser! sehne mich bey dir verlang ich ohne Zahl zu seyn, mein Erlöser! Brautgam komme! lieb- JEsu, mein Erlöser. ster Bräutgam komme. 3. Nichts ist lieblichers, 3. Speise mich mit deiner als Du, liebsteLiebe nichts Brust, welche Süsse! säuge ist freundlichers, als Du, mich nach Hertens- Lust, milde Liebe! auch nichts in mich fliesse! bleibe mir füfferes als Du, süsseLiebe, allein bewußt, so geniesse JEsu, füffe Liebe. ich viel Kraft und Süffe. 4. Weide mich und mach 4. Nichts ist sanfters mich satt, Himmelsausser Dir, liebste Liebe, Speise, tráncke mich, mein nichts ist, denn du, füsfers Herz ist matt, Seelenmir, süffe Liebe! nichts ist Weide! sey du meine Rumilders für und für als die he- Statt, Ruh der SeeLiebe, JEsu, deine Liebe. len, JEsu, Ruh der See5. Ich erstarr, entzündellen. mich, o Liebhaber, ich bin 5.Ich bin kranck, komm, matt, ach tröste mich! Ostárcke mich, meine Stårmein Schöpfer! ich sterb, cke, ich bin matt, erquicke hilf mir ewiglich! O Er- mich, füsfer JEsu! Wenn löser! JEsu, mein Erlöser.jich sterb, so tröste mich, du 558. Mel. Wenn erblick ich mein Tröster, JEsu, du doch einmal. mein Tröster. I Freud, füffer JESU, Efu, meines Herbßens 559. Mel. richt so traurig, nicht so sehr. meiner Seelen Seligkeit, füffer JEsu! des Gemüomm, mein Herze, komm, mein Schäß, thes Sicherheit, füffserJE- komm, mein grüner Fren su, JEsu, füsfer JEfu. den- Plak; Komm, mein Leit . Von der Bettierde zu GOtt. Leit- Stern, komm mem 2. Komm, bring zurechLicht, komm mein liebstes te, was zerstreuet, und setz Angeficht; Komm, meines ein, damit's gedeyet: Leben, meine Seet, komm Komm, du edler Gärtner mein wahres- Balsam du richt's nach deinem Del. Willen zu. 2. Komm, mein Man- 3. Wenn du herein na, fomm, mein Trand, kommst, wahre Sonne, so komm, mein lieblichsterGesicht der Garten voller fang, fomm, mein' Ars- Wonne, alle Blumenthun ney für den Fluch, komm, fich auf, wenn sie spüren mein edelster Geruch: deinen Lauf. 684 Komm, mein Rostein, 4. Was vor verstockt meine Blum, fomm mein war und erfroren, das Garten, voller Ruhm. lebt denn, und ist neu ges 3. Komm, mein König, boren, was verdorret komin, mein Held, komm, war im Fluch, das giebt mein Himmel, meine himmlischen Geruch. Welt: Kom mein Brant 5. Komm, laß dein's gam, komm, mein Kuß Herzens Wasser springen, komm, mein Heil und güld- und durch des meinen Erde ner Fluß; Komm, mein dringen: Deiner ofnen Hirte, meine Weid, Wunden Saft, gebe mir komm, mein JEfu, mei- zum grünen Kraft. ne Freud. 6. Dein Haupt von Dornen ganz zerriffen, 560. In eigener Mel. laß alles Blut herunter Deines omn in deinen Garten, auftes Schweiß mache mich daß die Früchte besser arzum Paradeis. ten; Komm in meines 7. So werd ich schön und Herzens Schrein, komm, herrlich grünen, und dir JEsu! komm herein. zur Luft und Freude die nen: Von der Begierde zu GOtt. 685 nen: und mein Hertze wird 7. Eya, JEfu, schönste so fein dein gewünschter Garten seyn. Wonne, fdhein in mir, du Lebens- Gone, es ist nichts im Leben hier, JEfux. 561. In eigener Mel. Liebster JEfu, du wirst kommen, zu 8. Treufle deine Liebeserfreuen Tropfen, die dein Bild deine Frommen, die bein me einpfropfen, geh dränget find allhier, JEsu, durch meines Herzens mich, JEsu, mich ver- Thur, JEsu mich zc. langt nach dir. 9. Halte meine Seele 2. Ach! so laß mich deine veste, du bist jader Allerbebleiben, laß mich deinensste, ach! daß ich dich nicht Geist stets treiben, daß du verlier, JEsu zc. allzeit wohnst in mir, JE 10. Allerliebster Herfu, mich zc. Bens- Freund! der es ein3. Richte, JEsu, meine ßig gut gemeynt halt mich, Wege, bahne du selbst mei bis du brichst herfür: JEne Stege, laß mich seuf- su, mich, JEfu, mich verBen für und für: JEfu zc.langt nach dir. 4. Komm doch, JEfu 562. M. Was mein GOtt mein Bergnügen, in mein will, das g'scheh. Herß, laß mich nicht lie- Mein GOtt, erschaffen du mich zu deigen vor des den- Thür, JEfu zc. nem Freuden- Leben, das An dir hanget meine weiß und glaub ich vestigSeele, ohne dich ich mich lich, kan doch nicht recht recht quále, ohne dich ver- erheben mein Herz zu dir, geh ich schier, JEsu, mich zc. stets für und für nach sol= 6. Bilde du dein scho- chemLeben trachten; Es ist nes Wesen in mein Herz, mir leid, daß in der Zeit ich das du erlesen, spiegle du solches nicht kan achten. dich selbst in mir, JEsu, 2. Wenn Creuß und mich zc. Trubsal kommt heran, so las 686 Von der Begierde zu Gott. laß mich nicht verzagen; 5. O möcht ich Armer Dein Wort ist das mir doch, befrent von aller helfen kan mein Elend Angst undSchrecken, dein' leicht zu tragen. Ich weiß unaussprechlich Herrlichja wol, wie daß ich soll keitin jenem Leben schme= mit dir, HERR JEfu, cken! o füffe Kraft! o Leleben; soll ich denn bens- Saft! wenn werd nicht, o du mein Licht! ich dich empfinden, komma nach folcher Wohlfarth Ewigkeit, mach mich bestreben? reit, das Eitle laß ver3. Las Fleisches- Welt- schwinden. und Augen- Lust in mir563.M.Du Geist des HErrn nicht länger walten; ein der du 2c. bessers mir daran ich mich foll halten; Mein Heiland, lehre mich recht lieben Laß meinen Sinn sich dich, ich leb ohndich, mein schwingen hin zu dir mit Schaz! sonstjämmerlich: Freud und Wonne. Du Du aber hast ja Lust zum bist mein Licht und Zuver- Leben nur, drum gib dich ficht, ja meiner Seelen mir, mein' Lieb, zur rechSonne. ten Cur. 4. Ach, ach! wenn wird 2. Ich kan ja von mir mein Brautigam mich selbst dich lieben nicht, einmal kommen heissen, drum gib mir davon rechwenn wird er mich austen Unterricht, daß ich dich diesem Schlamm und eit- lieb, zur Liebe fasse recht, lem Leben reissen, wenn und bleib in deiner Liebe werd ich doch das schwere recht und schlecht. Joch von meinen Schul- 3. Laß mich dich lieben tern legen? wenn wird mit Beständigkeit, und sich mir doch thun herfür mach mein Herz und Sinn des Himmels Freuden- zur Lieb bereit, daß ich, Segen? Imein' Lieb, auf ewig liebe dich, 687 Von der Begierde zu Gört. dich, wie du mich haft ge- Liebe voll: So werd ich liebet ewiglich. recht zur Liebe wie du bist, 4. Dis ist dein größtes und koste stets, wie süß Werck, das schaff in mir, dein Lieben ist. daß ich, o Lieb! dich liebe 9. Sonst bin ich todt, für und für. Ach laffe mich mein' Lieb, das weisfest du, ohn dich nicht leben mehr, drum bringe mich durch gib dich mir gang mit dei- deine Lieb zur Ruh, daß ich ner Liebe her. dich lieb in alle Ewigkeit, 5. Nun kan ich nichts und trinck mich voll deiner ohn dich, o Liebe, thun, ich Barmherzigkeit. kan nur bald in andern 10. Nun schaff in mir, Dingen ruhn: Ach leides daß ich dich lieben kan, nicht, mein schönstes Lieb, HErr Zebaoth, du bist der in mir, daß etwas in mir rechte Mann, der du mich liebe auffer dir. ja so hoch geliebet hast, lieb 6. Gibst du dich mir, o mich, so lieb ich dich, du grosse Liebes- Macht! so liebster Gast. liebst du dich in mir selbst 564. Mel. Ach Gott und Tag und Nacht: Aus mir, Err. mein' Lieve her, in dir ich wahre mir bist der Liebst auf Liebe nur begehr. dieser Erden, gib, daß ich 7. Die gib mir, weil du ganz in deinen Glang felbst die Liebe bist, eröffne mög aufgezogen werden. mir den Mund, der dich 2. Zeuch mich nach dir, nur ißt: Laß keine andresso laufen wir mit herzliKraft mich nehmen ein, chemBelieben, in dem Geals dich, o treue Lieb! zu ruch, der uns den Fluch lieben rein. verjagt hat und vertries 8. Schenckst du mir recht, ben. wie ich dich lieben soll, so 3.3euch mich nach dir, werd ich deiner treuen so laufen wir in deine füffe Wuns 688 Von der Begierde zu GOtt. Bunden, wo in geheim hell, o JEfu, ach! verlaß der Honigseim der Liebe mich nicht, wenn mir wird gefunden. Stárck, Kraft und Saft 4. Zeuch mich nach dir, gebricht. so laufen wir, dein liebstes 3. O JEsu, JEsu, du Herz zu küssen, und seinen mein Heil, o JEfu meines Saft mit aller Kraft aufs Herzens Theil, o JEfu, beste zu geniessen. meine Wonn und Lust, 5. Zeuch mich in dich, und o JEfu, wie dir wohl bespeise mich, du ausgegoß- wußt, o JEfu, ach! vergiß nes Dele, geuß dich in mein nicht, wenn TeuSchrein mein's Herzens fel, Welt mich gang verein, und labe meine Seele.pricht. 6.OJEsu Christ, der du 4. O JEsu, JEsu, du mir bist der Liebst auf die- mein Ruhm, o JEfu, meiferErden, gib, daßich ganz ne Ehren- Blum, o JEsu in deinen Glank mög auf meine grosse Pracht, o gezogen werden. JESU, meine starcke 565. Mel. Vater unser im Macht, oJEfu, ach! verHimmelreich. schmäh mich nicht, wenn JEfu, JEsu, du mein mich der Neid und Haß Hirt, o JEfu, meine ansicht. Speiß und Wirth, o JEfu 5. O JEsu, JEsu, du Milch- und Honig- Fluß, o mein Gött, o JEfu, NetJEsu, Himmels- Nectar ter aus der Noth, o JEsu, Guß, o JEsu, ach! verlaß meine Hülf und Schuß, mich nicht, wenn mich der o JEfu, Zuversicht und Seelen- Durst anficht. Truß, o JEfu, ach! verlaß 2. O JEsu, JEsu, mei- mich nicht, wenn mich ne Kost, o JEfu, du mein Sund, Noth und Tod Argt und Trost; DOJEfu, anficht. mein Erfrischungs- Quell, 6.OJEsu, JEfu, meine * JEsu, lieblich, klar und Brunst, o JEfu, meine beste Von der Begierde zu GOtt. 689 befte Kunst, oJEfu, JEsu, mein Sieges- Krans, 0 GOttes Sohn, o JEfu, JEsu, wahres GOrtesmein getreuster Lohn, oLamm, o JEfu, SeeienJEfu, ach! vergiß mein Bräutigam, o JEfu ach! nicht, wenn Teufel, Welt entzeuch mir nicht dein mich ganz verspricht. höchst erfreuend Ange7. O JEst, JEfu, mei- ficht. ne Zier, o JEfu, meine Liebs- Begier, o JEfu, du mein höchstes Gut, o JF= 566. In eigener Mel. starcker Zebaoth! du su, durch dein theures D Leben meiner Seel Blut, o JESU, ach! und meines Geistes Kraft. verstoß mich nicht, wenno mein Immanuel, du mir der Tod mein Herz Schöpfer deines Kinds, zerbricht. schaff doch ein reines Herß, 8. O JEsu, JEfu, duo JEfu, mehre doch in mir mein Licht, o JEfu, meine den Sünden- Schmerz. Zuversicht, o JEfu, JEsu, Zufrieden, o Seele, zufriedu mein Hort, o JEfu, den und still, anschaue von meines Lebens Pfort, oweiten dein seliges Ziel, JEsu, ach! laß von mir und dencke, daß dieses mein nicht, wenn mir das Licht gnädiger Will. und Weg gebricht. 2. Ach ja, mein Geelen9. O JE, JEsut, mei- Freund! ich bin noch weit ne Freud! o JEfu, Him- von dir, zeuch mich, zeuch mels- Seligkeit, o JEfu, mich hinauf, und gib dich heller Jubel- Schall, ogänglich mir, o GOtt! ein JEfu, du mein einig All, reines Herß ist, das die 0 JEsu, ach! verwirf Seele sucht, Unreinigkeit mich nicht, mein HErr ist hie: Ach! ach! ich bin von deinem Angsicht. verflucht. Du bist nicht 10. O JEsu, JEfu, du verfluchet, ich mache dich mein Glank, o JEfu, du neu, ich bin dein Eriöser, Xr fey 690 Von der Begierde zu Gott. sey du nur getreu; ich will niemand vergebens fucht, dich verneuen, ich spreche was ihm gebricht. Lebendich frey. dige Quelle, so lauter und 3. Was Freyheit? bin helle sich aus seinem heiliich doch gefangen von der gen Tempel ergießt, und Sünd: was Treue? der in die begierigen Seelen ich stets die Untreu mehr einfließt. befind, wo ist das neue 2. Du sprichst: Wer beHerk, das du verheissen gehret zu trincken von mir, haft; wo der gewisse Geist was ewiglich nähret, der bey meiner Simden- Last? komme, allhier find himmIch will es dir geben, dem lische Gaben, die füßiglich Teufel zu Spott: ich will laben; Er trete im Glaudich erretten aus ewiger ben zur Quelle heran, hier Noth: ich will es thun als ist, was ihn ewig beseliein wahrhaftiger GOtt. gen kan. 4. Wohlan! so will ich 3. Hier komm ich, mein mich nun halten an dis Hirte, mich dürftet nach Wort, das soll mein An- dir; Liebster! bewirthe der seyn, bis ich komm an dein Schäflein alihier. den Ort: Der Heiland Du kanst dein Verspre aller Welt will mir auch chen mir Armen nicht bre gnädig seyn, drum meine chen, du siehest, wie elend Seele, geh zu deiner Freu- und dürftig ich bin, auch de ein. Seele! seyru- giebst du die Gaben aus hig, und fasse das Wort, Gnaden nur hin. ich bringe dich sicher zum 4. Du füffe Fluth, las seligen Port, ich laß dich best Geist, Seele und nicht, glaub es, ich bleibe Muth, und wen Du bedein Hort. gabest, findt ewiges Gut, 567. In eigener Mel. Wenn man dich geniesset, Ursprung des Lebens! wird alles verfüffet, es o ewiges Licht! daliauchtet, es singet, es sprin get 691 Von der Begierde zu GOtt. get das Herz, es wei- 568.1.Valet will ich dir 2. chet zurücke der traurige Schatz, über alle Schäs Be, o 5. Drum gib mir zu Schaß, an dem ich mich trincken, wie's dein Wort ergößze, hier hab ich einen verheißt, laß gånßlich ver- Plaß in meinem treuen sincken den sehnenden Herzen dir, Schönster, zuGeist im Meer deiner Lie- getheilt, weil du mit deibe: Laß heilige Triebenen Schmerzen mir meimich immer fort treiben nen Schmerz geheilt. zum Himmlischen hin, es 2. Ach Freude meiner werde mein Herße gang Freuden: duwahres Himtruncken darin. mel- Brodt! damit ich mich 6. Wenn du auch vom kan weiden, das meine Leiden was schenckest mit Seelen- Noth ganz kräfein, so gib, dir mit Freu- tiglich kan stillen, und mich den gehorsam zu seyn. in Leidens- Zeit erfreulich Denn alle die, welche mit überfüllen mit Trost und trincken vom Kelche, den Süßigkeit. du hast getruncken im 3. Laß, Liebster, mich Leiden allhier, die werden erblicken dein freundlich dort ewig sich freuen mit Angesicht, mein Herke zu Dir. erquicken, komm, komm, 7. Drum laß mich auch mein Freuden- Licht, denn werden, mein JEsu, er- ohne dich zu leben ist lauquickt, da, wo deine Heer- ter Herseleid, vor deinen den kein Leiden mehr Augen schweben, ist wahre drückt, wo Freude die Fül- Seligkeit. le, wo liebliche Stille, wol 4. Oreiche Lebens- QuelWollust, wo Jauchzen, le! o JEfu! füffe Ruh, du wo Herrlichkeit wohnt, treuer Creuß- Gefelle, wo heiliges Leben wird schlagnach Belieben zu, ich ewig belohnt. will geduldig leiden, und Xr 2 foll 692 Von der Begierde zu GOtt. foll mich keine Pein von mein Bräutigam, edler deiner Liebe scheiden, noch Hort! ach nur ein wenig mir beschwerlich seyn. richt dein Aug auf mich, 5. Mein Hertze bleibt er- nein Lamm! Boll brungeben dir immer für und stiger Liebe und heissen für, zu sterben und zu le- Berlangen erwarter mein ben, und will vielmehr mit Herz dich, mein Heil, zu dir im tiefsten Feuer schwi umfangen: bereite mich, Ben, als, Schönster! ohne tilge die fündliche Art; o dich im Paradiese fißen JEsu! sey inniglich mit veracht't und jämmerlich. mir gepaart. 6. O Herrlichkeit der 2. Nichts als dich, HErr, Erden! dich mag und will ich erwähle, reinige, nach ich nicht, mein Geist will deinem Sinn, Geit und himmlisch werden, und ist Leben, Leib und Seele, dahin gericht't, wo JEfus nimm mich dir gang eis wird geschauet, da sehn ich gen hin. Erwecke durch mich hinein, wo JEfus deine Heil- bringende GnaHütten bauet, denn dort de mein Herze, zu laufen ist gut zu seyn. im göttlichen Pfade, nur 7. Nun, JEsu, mein dieses alleine, was köstlich Vergnügen, komm, hole vor dir, schaff, o mein mich zu dir, in deinem HErr JEsu, und wirke Schoß zu liegen, komm, in mir. meiner Seelen Zier, und 3. Quelle, die das Leben feße mich aus Gnaden in quillet, deiner Strome deine Freuden- Stadt, so Süßigkeit sey mein Labkan mir niemand schaden, sal, so da stillet Hertensso bin ich reich und satt. Angst, der Sünden Leid, 569.Mel. Eins istoth, ach unendlicher Ausfluß der göttlichen Fülle, verbinde Err ic. Trautster JEfu, Ehren- mich mit dir in heiliger mein alle cken Von der Begierde zu GOtt. 693 den nur Himmel- wärtsster seyn? Stimmt alle die hin, tritt unter die Füsse Hertzen zusammen im Loden irrdischen Sinn. ben, Licht, Leben, Heil, 4. In dir werd ich ja er- Gnade erscheinet von quicket mit der reinen En- oben. Vor allem hebtHim. gel- Lust, so mich deine mel- auf heilige Händ; Liebedrücket an dein Herz GOtt stårck uns; OJE und deine Brust; Fried, su! huf fiegen ohn End. ewige Liebe, Freud, hertzlich Erbarmen das trán- 570.mel. JEsu meines Zers det, ergößet und sättigt Bens Freud. mich Armen; ein volles Wenn erblick ich doch Meer deiner Gut, mein JEsu, ergießt Eile bald von Libanon, süfsich jetzt in mein Gemüth se Liebe! Deine Braut ruft 5. Liebster! hilf, daß ich mit Begier: Komm, o Jeauch treulich unverrückt fu! komm, osüsser JEsu! im Glaubens- Lauf dieses 2. Siehe mich, die Matte Kleinod, daß sehr heilig, an, deine Krancke, daß ich still und flüglich hebe auf: nicht von dir, mein Hirt Es mogen alsdenn gleich etwa wance; meine die Kräfte der Höllen mit Kraft verlässet mich, ich ihrem Anhange sich wider vergehe, wo ich dich nicht mich stellen; Geist, Macht, sehe. Kraft und Stärcke legt 3. Tochter von JeruJEsus mir bey, Er selber salem! Gehet, eilet, saget hilft fiegen, und machet meinem Bräutigam, der mich frey. mich heilet, faget, wie mich 6.Lauter Wollust mich hat entzündt seine Flamnun tráncket, das, was me, seine keusche Flamme. mich ergößt allein, ist in 4. Ruft, ihr Sterne, JESU mir geschencket, überlaut, daß ich liebe! und kont auch was erwünsch- ihr Wasser rufet nach, daß ich Xx 3 694 Von der Begierde zu GOtt. ich liebe; Alles, was nur 9.Hört, die holdeStimStimme hat, sag dem me ruft meines Freundes; Lamme viel von meiner bloß die Stimm erquicket Flamme. mich meines Freundes, 5. Einmal hat er einen auf dem Delberg stehen Kuß mir gegeben, alsbald schon seine Füffe, die ich kont ich ohne ihm nicht herzlich küffe. mehr leben; nichts ver- 10.BollerFreudejauchgnügt mich auffer ihm, al- ße ich, weil mirs glücket, le Dinge sind mir zu ge- daß ich meinen schönsten ringe. Schatz hab erblicket. Er ist 6. Ich verlange tau- mein, und ich bin sein: Er sendmal meinen Bruder, alleine ist es, Er alleine. tausendmal begehr ich II. Bürger Zions! die ihn, meinen Bruder: Erihr send meine Lieben, dekommt nie aus meinem rer Nam im Himmel ist Sinn, er ist meine, und ich angeschrieben, und du gånglich seine. Jungfrauliches Heer! 7. Was verzeuchst du freut euch alle, freut euch denn mein Herk, mein mit mir alle. Verlangen? O! wie sehn- 12. Seht mit frohem lich wart ich, dich zu um- Angesicht meine Freude! fangen; Sieh, der Geist seht, wie mit dem Bräutiund deine Braut rufen: gam ich mich weide! Er ist Komme, labe deine From- mein und ich bin sein: Er me! alleine ist es, Er alleine. 571. Mel. Ich habe funden, den ich liebe. 8. Komme wieder, liebfter Freund, komme wieder! Lauf noch schneller Wlein, das ich liebe, das nieder! küffe mich mit dei- fich so weit von mir vernem Kuß: Deine Küffelirrt, und selbst aus eigner find mit Honig- füffe. Schuld verwirrt, darum ich 695 Von der Begierde zu Gott. ich mich so sehr betrübe? und dein Herz haft zu mir Wist ihrs, ihr Wälder gelenckt. Ich bins alleiund ihr Hecken, so sagt ne, der den Müden kan mirs, eurem Schöpfer, Leben, Kraft, Erquickung an: ich will sehn, ob ichs geben. So komme doch kann erwecken, und ret- nun bald herzu: Ach! saoten von der Frre- Bahn. nedoch dein armes Leben, 2. Ach! Schäflein, finde und schaffe deiner Seelen dich doch wieder zu dem, Ruh. der dich so herzlich liebt, 5. Wilst du, o armes und nie was boses hat Lamm! nicht hören, laufft verübt an dir, der sich ge- immer weiter weg von laffen nieder: um dich zu mir? ruf ich doch sehnlich suchen und zu faffen auf für und für, ob du noch seine Achseln sanftiglich, woltest wiederkehren zu der nimmermehr dich kan deinem Ursprung, deiner verlassen: Denn meine Quelle, aus welcher du geLieb währt ewiglich). floffen bist, die ja so lieblich 3. Ich kann dich ja nicht und so helle von Ewigkeit länger wissen in solcher gewesen ist. Abgeschiedenheit, dulaufst 6. Kan dich mein Nunun hin und her zer- fen nicht erweichen? das streut, und must die grof in der Wüsten laut era se Freude müssen, die an- schallt, und in den Klütfdre Schäflein bey mirten wiederhallt, so bist du finden, die nur in mei- wol recht zu vergleichen nen Schoffe ruhn, da sind den harten Felsen und fie sicher vor den Winden, den Steinen, die doch die ihnen können Scha- mein Wort zerschmeißen Fan: Ach! ich muß vor den thun. 4. Du findest eher kei- Erbarmen weinen, daß nen Frieden, bis du dich du mich nicht wilt hör gang in mich versenckt, ren an. X 4 Schaf S 696 Von der Begierde zu GOtt. Schäflein. kennen, die dich nur ihre Weß ist die Stimme, Augen- Lust und allerlieb. die ich höre in dieser wil- sten Hirten nennen. Nun den Wüsteney? Es scheint, drick mich vest an deine als obs ein Hirte sey. Er Brust. rufet immer: Wieder- 572.M. Du, o schönes Welt. kehre! folt er mich denn Gebäude. 0 auch irgend meynen? Ich Wo mein Schaß liegt, ſehe wohl, daß ich verirrt, ist was Hirte. nun bin ich lahm auf mei ich lieb, da lebe ich: Woes nen Beinen, ach! hätt ich licht ist, brennt die Kerze mich nicht so verirrt. der Begierden brünstig lich. Kan das schwere von 8. Ich will dir keine Ru- der Erden schon nicht he lassen, ich will dich lo- leicht gezogen werden; cken, bis du hörst, und dich Ziehet doch sein Liebsvon Herzen zu mirkehrst: Magnet alles, was von Ach! wie will ich dich denn Ihm ausgeht. umfassen, und an mein 2. Ach! daß meine Seel Herß ganz sanfte drücken; zerfliessen und wie Wachs In Liebes- Seilen solt du zerschmelßen könt, wenns gehn, denn wird keinFeind die Sonne könt durchdich mehr berücken: In schiessen, daß sie seine Hármeinen Hürden solt duste wend. O! könt mich stehn. die Lieb erweichen, seine Sanfte zu erreichen; würSchäflein. 9. Ach holder Hirt! ich de nicht der harte Sinn komm gelaufen, so gut ich als zerschmolzen fallen kan, auf dein Geschren, dushin? must mich aber machen 3. Komm, o HErr! und frey und selbsten bringen sprich die Worte deines zu den Haufen der an- Geistes in mir aus; öffne dern háflein, die dich mir die Liebes- Pforte, schein Von der Begierde zu GOtt. 697 schein ins dunckle Seelen- und alle deine Glieder zu Haus, bis dein Stral des Vaters Stård und mich ganz durchblitze, und Lieb, durch erneuten Liein voller Brunst erhiße, bes- Trieb. daß ich wie zerflossen steh, 7. Denn das neu- geund nach deinem Wort borne Leben, das du weausgeh. fentlich selbst bist, will fich 4. JEfu, aller Leben Le- wieder einergeben in den ben, ist doch nichts so starr Brunn, der GOtt nur ist. und hart, dem du nicht So kan denn der Sohn kanst Warme geben, daß verklåren ſeinem Vater es werde lind und zart, ihm zu Ehren, wenn er wenn es nur sich dir ver- ihm nun wieder giebt trauet, aufdich im Gehor- ganz vollendet, was er sam schauet; soltst du mich liebt. nicht weg von mir ziehen können hin zu dir? 8. Bater! kennst du deinen Saamen, der die pure 5. O! ich will so lange Gottheit preist? So verflehen, bis ich deinen star- kláre deinen Namen, den Zug in mir werde fie- welcher JESUS in mir gend sehen, zu befördern heißt, der sich wesentlich meinen Flug nach den ausbreitet in dem Geist, obern Seraphinen, die im den du bereitet dir zur Liebes- Feur zerrinnen, Freude, mir zum Heil; wenn dein lichtes Ange- Göttlich Leben sey mein sicht ist auf ihren Dienst Theil. gericht't. 9. Sofindt ich den Ur6. Wie der Vater mich sprung wieder, lebin göttzum Sohne hat gezogen licher Natur: nichts zeucht in der Buß, daß er ewig mehr zur Erden nieder die in mir wohne, und ich in verneute Creatur. Leib ihm bleiben muß: Also und Seel mag mir vergezeuch, o Jesu! wieder mich hen, GOttes Sohn bleibt Xx 5 698 Von der Begierde zu GOtt. in mir stehen. Selig, wer ich mich im Grunde sehne: in sich so fühlt, wie die Bom andernkan ich nichts Gottheit in Ihm spielt. behalten, dich zich ich selbst 573.M.WoistderSchönste in mich, und du zeuchst Deuch meinen Geist, omich in dich; Ich laß dich HENN! von hinnen walten, du schleußt mir ganz über sich zu dir hin- meine Sinnen zu. auf! Ich schn mich sehr, 4. Zwar findt meinGeist den ganzen Lauf nach dir noch manche Speisen, die zu thun mit Herz und geistlich und vergnüglich Ginnen. Regiere mich sind, darin man auch wol nach deinem Willen, dem Nahrung findt; Doch kan Führer nur zu folgen ich nichts vor besser preischlecht: Was kan sonst sen, als dich Selbst- selbst, meinen Hunger stillen, du Brod der Seelen. O wer ist, der mich vergnüge selig und vollkomen ſeyn, recht? die dich zum besten Theil 2. Weil aber so viel wie erwählen, bis sie in dich derstrebet dem abgewand- gesenket ein. ten Pilgrims- Geist, der 574. Mel. Err, ich habe zum verheißnen Erbe mißgehandelt. reist, und gern als ein Ge- euch mich, zeuch mich freyter lebet, so nimm mir mit den Armen deiner ab die schweren Lasten der groffen Freundlichkeit sündlich- groben Frrdisch- JEfu Christe, dein Erbarheit, den Geist laß in dir men helfe meiner Blödigstille raften, in dir und dei- keit, wirst du mich nicht zu ner Ledigkeit. dirziehen, ach! so muß ich 3. Ist das Geschöpfvon dir fliehen. gleich noch so schöne, von 2. O du Hirte meiner mir muß all's verlassen Seelen! suche dein verirre feyn. Mein Auge dringt tes Schaaf, wem soll ich in den hinein, nach dem mich sonst befehlen? Weck mich 3eur Von der Begierde zu GOtt. 699 mich aus dem Sünden- lich laufen, er will mich Schlaf, guter Meister, laß ihm selbst erkaufen. mich laufen nach dir, und nach deinem Haufen. 5. Zeuch mich mit den Liebes- Seilen, zeuch mich 3. Wie ein Wolf den kraftig, o mein GOtt, ach! Wald erfüllet mit Geheul wie lange, lange Weilen ben finstrer Nacht: Also machst du mir? HErr Ze= auch der Satan brüllet, baoth! doch ich hoffin allen um mich, wie ein Löwe Nöthen, wenn du mich wacht. HErr, er will dein gleich woltest tödten. Kind verschlingen, hilfim 6. Mutter- Herße will Glauben ihn bezwingen. zerbrechen über ihres Kin4.Seelen- Mörder, alte des Schmerz; Du wirst Schlange, Tausendkunst- dich an mir nicht rächen, o ler, schäme dich; schämedu mehr als Mutterdich, mir ist nicht bange, Herz! Zeuch mich von dem denn mein JEsus tröstet bösen Haufen, nach dir, mich; weil er ziehet, muß JEfu, will ich laufen. II. a) Vom Lobe GOttes insgemein. 575. Mel. Meine Hoffnung uns aus nichts gemacht stehet veste. er hat unsernLeib und Gei lle Welt, was lebt und ster an das Licht hervorgewebet, und im Feld bracht: und Häusern ist, was nur Allmacht Nuhm, seine Stimm und Zung erhe- Schaaf und Eigenthum. bet, jauchße GOtt zu jeder 3. Gehet ein zu seinen Frist: Diene ihm, wer Pforten, geht durch seines dienen kan kommt mit Vorhofs Gang: Lobet ihn Lust und Freud heran. mit schönen Worten, faget 2. Sprecht: der HErr ihmLob, Preis und Danck: ist unser Meister, Er hat Denn der HErr ist jederzeit 700 Vom Lobe Gottes insgemein. zeit voller Gnad und Gü- frölich, munter, jauchzt tigkeit. und klingt, frolockt mit 4. GOtt des Himmels Händen, tangt und und der Erde, Bater, springt; Erzeigt euch volSohn und heilger Geist, ler heilgenfreuden, zuLob daß dein Ruhm ben uns und Ehren seiner Leiden. groß werde, Beystand 3. Es müssen dir zu Ehfelbst und Hilf uns leist; ren deiner Wunden stets Gib uns Kräfte und Bewachend meine Sinnen gier, dich zu preisen für seyn; Zu deinen Ehr'n und für. werd immerdar gefunden 576. Mel.3erfließ meinGeist in meinem Fühlen deine in JEsu Blut 2c. Pein; Mein Auge sehe dir uf, auf mein Geist und zu Ehr'n, mein Ohr merc du, o mein Gemüthe, auf dein Wort und Lehr'n; auf, meine Seel! auf, auf, Es müsse mein Geschmack meinSinn: Auf, auf, mein dich schmecken; Nach dir Leib, mein Herz und mein nur mein Geruch sich streGeblüte, auf, alle Kraft, cken. und was ich bin; Verei- 4. Es lobe dich, HErr, nigt euch, und lobt mit mein Verstand und Wille, mir der Engel Trost, der GOtt, mein Gedächtniß Menschen Zier, stimmt all lobe dich; Zu deinem Lob in heissen Liebes- Flam- sey meine Bildung stille, mein, zum Lobe meines mein Geist erheb sich über Herrn zusammen. fich: Mein Athem lob dich 2. Erhebt euch wie die für und für, mein Puls Adler von der Erden, schlag stets das Sanctus scht vingt euch hinauf vor dir: Es fingen alle meine feirien Thron, erscheint vor Glieder zu deinen Ehren ihn mit dankbaren Ge- tausend Lieder. berden: Und singet ihm 5. Mein Herke müß in in höchsten Ton: Seyè deiner Lieb zerfliffen. Die Seel Dom Lobe GOttes insgemein. 701 Seel in deinem Ruhm zer- 2. Spricht nicht: Es ist gehn; Mein Mund dich dieser Zeiten nicht noch wie stets mit neuem Lobe küfles vormals war. Gitt sen, und Tag und Nacht dir macht seine Heimlichkeiten offen stehn: Es müssen die ißund niemand offenbar, nen dir zur Lust die tieffien was er vormals hat geSeufßer meiner Brust: than, das geht uns anjetzt Es müsfe dich mein Lob nicht an. umgeben mein Warten 3. Sprich so nicht. Des und mein sehnlichs Leben. Höchsten Hände find mit 6. Weil aber all's nicht nichten ist zu schwach, seignug ist, dich zu preisen; ne Güt hat auch kein Ens wollst du selbst deinde, er ist gnådig vor wie Lob vollführen; Und dir nach: JEsus Christus ist für mich Danck, Ehr und noch heut, gestern und in Preis erweisen, wie dei- Ewigkeit. ner Hoheit will gebührn; 4. Halte dich in allen Du wollst ersetzen, o mein Dingen nur an deines Licht! was mir an deinem GOttes Treu: Laß dich Lob gebricht: Bis du mich nicht zur Freude bringen, wirst in dich erheben, zulehe dich dein GOtt erfreu: deinem Glantz und deinem Such in aller deiner Noth Leben. nichts zum Trost, als dei577. Mel. Auf! ihr Christen, nen GOtt. Christi Glieder. 5. All ihr Knechte GOtanckt dem HErrn, tes höret, sucht den HErrn ihr GOttes- Knechte, in eurer Noth. Wer sich zu kommt, erhebet seinen wem anders kehret, als zu Ruhm! Er hält Israels ihm, dem wahren Gott, Geschlechte doch noch für der geht irr in allem Stic, fein Eigenthum. JEsus und bereitet Ungelück. Christus ist noch heut, ge- 6. Die nur, die dem stern und in Ewigkeit. HErrentrauen, gehen auf der Vom Lobe GOttes insgemein. 702 der rechten Bahn, die insfer Schild und Rettung Angst, in Furcht undlist; Er hat uns vor der Grauen ihn nur einig ru- Zeit erkiest, eh man die fen an, denen wird allein Sternen zählet, da hat er bekannt GOttes Herrlich- uns erwählet. keit und Hand. 3. Der HErr hat alles 7. Drum danckt GOtt, wohl gemacht,( dis rühme ihrGOttes Knechte, komt, wer es höret,) als er uns erhebet seinen Ruhm! Er hat hervor gebracht, und hált Ifraels Geschlechte nach der Hand gemehret, doch noch für sein Eigen- da er das menschliche Ge thum. JEsus Christus ist schlecht gesegnet, daß auch noch heut, gestern und in Früchte bracht das ErdEwigkeit. reich, und was drinnen 578.M.Esmuntre dich mein begriffen wird mit Sinschwacher Geist. nen. er HERR hat alles 4. Der HErr hat alles wohl gemacht, er wird wohlgemacht, da schon der nichts böses machen,( dis Mensch gefallen, da hat er fromme Seele, wohl be- dennoch fleißig Acht auf tracht) in allen deinenSa- ihn und auf uns allen. Er chen, in Freud und Leid, in rief, und ruft noch mich Gnug und Noth, in und dich aus lauter Lieb, Kranckheit, Jammer, und sehnet sich, in seinen Creuß und Tod, in Kum- füssen Flammen, nach uns mer, Angst und Schmer- hier allzusammen. Ben, das glaub, o Herß, von Herzen. 5. Der HErr hat alles wohl gemacht, der uns 2. Der HErr hat alles sein Wort gegeben, da wohl gemacht, noch eh er von oft unser Herzze lacht; uns erschaffen, Er hat uns Wenn wir in Aengsten mit dem Heil bedacht, das schweben, da ist er unfre einig unser Waffen, jaun- Zuversicht, er tröstet uns, und Dom Lobe GOttes insgemein. 703 und läßt uns nicht in allen sollen schweben, und ewig unfern Nöthen, und folt mit ihm leben. Er uns gleich tödten. 9. Der HErr hat alles 6. Der HErr hat alles wohl gemacht, wenn seiwohl gemacht, da er fürnen Geist er sendet zu uns uns gestorben, uns Heilsherab, der uns bewacht, und Leben wiederbracht, und unsre Herken wendet und durch sein Blut er von dieser Welt, zu Gott worben. Was wilt du hinauf, auf daß wir endmehr, betrübter Geist? lich unsern Lauf gantz seKomm her, schau hier, was liglich vollziehen, wenn Lieben heißt! soit der nicht wir von hinnen fliehen. all's dir geben, der für dich 10. Der HErr hat alles giebt sein Leben? wohl gemacht, auch wenn 7. Der HErr hat alles cruns betribet, wenn uns wohl gemacht, da Ervom die finstre Creußes- Nacht Tod erstanden, und aus befällt, und allzeit über in gang eigner Kraft und Creuß und WiderwärtigMacht uns von der Hdl- keit, in Angst, in Trubsal len Banden und ihren und in Leid, wenn Er uns Ketten hat befreyt; daßstärckt im Glauben, den unser Mund getrost aus- niemand uns muß rauschreyt: Wo ist der Siegben. der Höllen, und ihrer 11. Der HErr hat'alles Mitgesellen? wohl gemacht, wenn er in 8. Der HErr hat alles Lieb und Treue noch imwohl gemacht, da Er ist merzu anuns gedacht, und aufgefahrengen Himmel, macht uns wieder neue, daein Herz hintracht, das wenn Er den alten MenTrubsal hat erfahren, Erschen bricht, und die verhat die Stått uns da be- kehrten Wege richt't nach reit't, da wir nach dieser seinem frommen Witten, kurzen Zeit in Freuden daß wir den einst erfüllen. 12. Der 704 Dom Lobe GOttes insgemein. 12. Der HErr hat alles 579.Tel. O GOtt, du from mer GOtt. wohl gemacht, wenn er wird wieder kommen, und ob gleich alles bricht und hochgelobter Gott, kracht, er wird doch seine der Erden, es müsse Seel Frommen zu sich aufzie- und Mund voll deines hen in die Höh, und retten Ruhmes werden, wie deifie von allem Beh, da wir ne Hofstatt dir das ewge und sie erhoben, Thn ewig Heilig fingt, vom Halleluwerden loben. ja schallt, und ganz durchu 13. Der HErr hat al- dringend klingt. Jes wohl gemacht, es wird 2. Dir, König, in der kein Sinn erreichen hier Höh, dir jauchzen deine seines Ruhmes grosse Schaaren, sie feyren dir Pracht, er muß zurücke ein Fest zu tausend tauweichen, und schreyen aus send Paaren: von deinen mit voller Macht: Der Engeln wird kein LobHErr hat alles wohl ge- Triumph gespart, auch macht! dafür wir hier selbst von Sonn und und oben Ihn billig ewig Mond und Stern nach ih loben. rer Art. 14. Nun! Er hat alles 3. Und alles was auf Erd wohl gemacht: Er wird bis in die Tiefen gründet, nichts Böses machen. Erwiewol dein Himmel sich tråget dich gar sanft und auch aller Orten findet, facht; drum in all deinen das beugt sich, HErr, vor Sachen, in Freud und dir, das fällt auf sein Ge Leid, in Gnug und Noth, sicht, das betet vor dir an, in Kranckheit, Jammer, und ist zu dir gericht't. Creuß und Tod, in Kum- 4. Wie herrlich ist dein mer, Ängst und Schmer- Nam, oHErr in allen Lan Ben, gib Ihm Lob, Danc den! Mensch, Vieh und von Herzen. Element, was ist, und was gestan 705 Dom Lobe GOttes insgemein. gestanden, und was noch 8. Weh dem! der noch kommen soll, erhebt dich so gut zu loben dich vers ganz und gar, HERR! meynet, und doch an Demuth, Furcht und Lieb Furcht und Lieb und stellt einen Dank- Altar. Glauben leer erscheinet, 5. Dein Jubel ist uns verflucht ist, wer dein mehr, als Julep und Ju- Werk falsch und nachläßig welen, und Psalmen find thut, wer dich nicht liebt noch weit vor Balsam zu und lobt, bey gut und erwählen, solieb und köst- übeln Muth. lich ists, in deinem Lobzu 9. Uns aber laß vor dir stehn, und wenn zum im heilgen Schmud anOpfer- Preis der Lippen beten, vor deine Majestät Farren gehn. mit frischer Andacht tre6. Ach! Fonten wir nurten, ein Freuden- reicher auch dir so vollkömmlich Schall steig immer auf danken, als wie man solt zu Dir, erfülle uns, dein und wolt in dieser Haus, mit Herrlichkeit Schwachheit Schranken, und Zier. ach HERR, daß unser 10. Bringt ihr GewalDienst könnt mehr als tigen, bringt her nun Ehr englisch seyn, drum führ und Stärde, wer ist, wie uns ja nur bald zu deinen unser GOTT? schaut Freuden ein. seine grosse Wercke, ein 7. Indessen laß dir doch Dreyling ist die Erd, der das Lallen wohl gefallen, Himmel wird umspannt, und was den Worten GOTT reget Berg und fehlt, soll in dem Herzen Thal, die See und trock wallen, ja aus den Wor- nes Land. ten selbst sey dir ein Lob 11.Die heiden sind ein bereit, ohn Undand, Heu- Tropf der in dem Eymer. deley, Bosheit, Unrei- bleibet, die Inseln eben so, nigkeit. wie man ein Staublein Yy reis 706 Dom Lobe GOttes insgemein. reibet. Er ist der HErr immer schencket, die allein, des Herrschaft Wohlthat mehret Er, je niemals fällt: Er ist der mehr man des gedencket: HErr allein, der ofne Ta- denn aller Himmel Kreis fel hält. die treufeln oben ab; von 12. Bon Jhmund durch Kind zu Kindes- Kind Ihn sind die Wesen aller fleuß alle Segens- Gab. Dinge, all eure Pracht 16. Wer Ihnnur liebt und Macht ist gegen Ihm und fürcht, der gehet nicht geringe. Er setzet König verloren, der Bund fällt ab, und setzet wieder ein; niemals hin, woraus der beugt und demüthigt euch, Trost geboren. Er straft ihr alle, Groß und Klein. und züchtigt wol, verwira 13. Er ist der HErr fet aber nicht, weil die allein, der måchtig Fluch Barmherzigkeit noch viel und Segen, Tod, Leben, zu brünstig bricht. Zorn und Gnad auf jeglis 17. Mehr als der Sand chenzulegen: der nie und am Meer find deine Lienirgends nicht der All- bes- Thaten, damit du Naturvergißt, ja noch viel gnädig wilst, daß uns, tausend Welt zu schaffen HErr, sey gerathen: kein kräftig ist. Sinn, kein Wort, ja 14. Er stillt, was brau- nichts spricht es so herrlich fen will, und aller Volcker aus, was du der Seelen Toben, Er leget Ehre ein, thust, demTempel, deinem und kehrt das Unterst Haus. oben, kein Feind besteht 18. Du wirkest Reu vor Ihm, Er stürzt in ei- in ihr, du tilgest ihre nem Nun, Er kann auch Sünden, die Bäche Be über Bitt ganz über- lials die müssen uns verschwenglich thun. schwinden: Du überschat15. Der HERR wird test uns mit deiner Klarnimmer arm, so viel Erheit Stral, du überschüttest Dom Lobe GOttes insgemein. 707 test uns ohn alle Maaßlund Geist nicht müde: und Zahl. denn deine Wahrheit, 19. Die Seele schmeckt, Macht, Lieb, Trost und empfindt, wie freundlich, Grund besteht, so weit. HErr, du senest, ein from- das Wolcken- Dach, und mes Leben giebst, auch all das Neusserst geht. Kraft und Geist erneuest: 23. Bor deinem heilgen wie Braut und Bräuti- Thron wirft sich der Himgam sich inniglich erfreut; mel nieder, und alles was so schmelzet fast die Seel nur lebt, singt dir die von süsser Lieblichkeit. schönsten Lieder. HErr! 20. Drum hore in der was nur Odem hat, was Seel, was wir nicht spre- sie von Adam stammt, das chen können, HErr, fie er- lieb und lobe dich allein hebe dich in lauter Liebes- und alleſamt. Brennen, und jauchzet, 24. Unendlich groffer daß sie wird auf ewig ben GOTT! der du niemals dir seyn: Kommt ihr Ge- verjahrest, der du im Heil ſegneten,( sagst du,) geht gen Drey dich einig offens bey mir ein. bahrest, es denckt auf dei21. GOtt laß doch diesenen Danck der Lieb- und Freud bald ob dem Haupte Lobes- Streit, es ehrt dich schweben, wollst lieblichs um die Wett'die Zeit und Wesen uns zu deiner Ewigkeit. Rechten geben; indessen Der 146. Pfalm. wohn in uns, und laß uns 580.M.Valet will ich dir zc. uns nach u meine deinem Wort und deinem Willen thun. wohl auf! und finge schön dein, welchem alle 22. Du hochgelobter Dinge zu Dienst und Wil GOtt, von grosser Treullen stehn: Jch will den und Güte, von deinem HErren droben hier preigroffen Lob wird Sinn sen auf der Erd, ich will Vy 2 Ihn 708 Dom Lobe GOttes insgemein. Ihn herzlich loben, solang Macht, das weisen die ich leben werd. Geschäfte, die seine Hand 2. Ihr Menschen last gemacht: Der Himmel euch lehren, es wird euch und die Erde mit ihrem nüßlich seyn, laßt euch ganßen Heer, der'r Fisch' doch nicht bethören die unzählg' Heerde im groß Welt mit ihrem Schein: sen wilden Meer. Verlaffe sich ja keiner 6. Hier sind die treuen auf Fürsten Macht und Sinnen, die niemand unGunst, weil sie, wie unser recht thun, all denen Gueiner, nichts sind, als nur tes gönnen, die in der Tren ein Dunst. beruhn: GOtt hålt sein 3. Was Mensch ist, muß Wort mit Freuden, und erblassen, und sinken in was er spricht, geschicht, den Tod, er muß den Geist und wer Gewalt muß leiauslassen, selbst werden den, dem schüßt Er im Erd und Koth; Alldaists Gericht. denn geschehen mit seinem 7. Erweiß viel tausend klugen Rath, und ist frey Weisen zu retten aus dem klar zu sehen, wie schwach Tod, Ernährt und giebet sen Menschen- That. Speisen zur Zeit der Hun4. Wohldem, der ein- gers- Noth, macht schöne Big schauet nach Jacobs rothe Wangen oft bey geGOTT und Heil; Werfringem Mahl, und die da dem sich anvertrauet, der sind gefangen, die reißt er hat das beste Theil, das aus der Quaal. höchste Gut erlesen, den 8. Er ist das Licht der höchsten Schatz geliebt: Blinden, erleuchtet ihr Sein Herz und ganzes Gesicht, und die sich Wesen bleibt ewig un- schwach befinden, die stellt betrübt. Eraufgericht't: Er liebet 5. Hier find die starcken alle Frommen, und die Kräfte, die unerschöpfte Shm günstig seynd, die fin 709 Dom Lobe GOttes insgemein. den, wenn sie kommen, anbens- Brodt häufig noch Ihm den besten Freund. haben? sagt, sind das 9. Er ist der Fremden nicht GOttes langmüthiHütte, die Waysen nimmt ge Gaben? Er an, erfüllt der Witt- 3. Ja freylich ist es so, wen Bitte, wird selbst ihr Jehovah der lebe! GOtt Trost und Mann. Die nimmer vergessende Her aber, die Ihn haffen, be- ßen uns gebe! Es lebe Jezahlet Er mit Grimm, ihr hovah! Dir wollen wir sinHaus, und wo sie sassen, gen, und dir auch das Opdas wirft er um und um. fer der Lippen herbringen. 10. Ach! ich bin viel zu 4. Recht elend ist, wer wenig, zu rühmen seinen auf die Fürsten vertrauet! Ruhm. Der HErr allein Recht selig ist, wer auf den ist König, ich eine Wiesen- Mächtigen bauet! der ist Blum; Jedoch, weil ich ge- sehr betrogen, wer Menhöre gen Zion in fein Zelt, fchen anklebet, und der ist ists billig, daß ich mehre gesegnet, wer JESU nur sein Lob vor aller Welt. lebet. 581.M. Ach alles was 3im. 5. Es ist ja nur eine leShr, Ehre sey jeho mit bendige Quelle, die krafFreuden gesungen, tig kan stårcken die durstidenn Wünschen und Bege Seele, nur löchrichte ten ist fråftig gelungen: Brunnen sind Menschenden Groß- Majestätischen Gedancken, und Wolken König der Ehren, den wol- john Regen, die hin und len wir preisen, wer kan her wancken. es uns wehren? 6.GOtt aber, der Heili 2. Sagt mir doch, wem ge, bleibet der Meine, und haben wir alles zu dan sich auch in Ewigkeit blei den? daß wir jetzt gelau- be der Seine: Ehr, Ehre fen in Tugenden- Schran- fey diesem GOTT hoch den? und daß wirdas Le- in der Höhe, sein allein Y9 3 geheiz Dom Lobe GOttes insgemein. geheiligter Wille ge- der Mutter Brüsten, in schehe. felben seine Nahrung 582. M. Nun freut euch, lie- findt, ohn andrer Speis ben Christen g'mein. Gelüsten. Also mein Herz Eröfne dich, o ſchwacher nach GOTT verlangt, und an 710 Lob zu singen, der dich so len hangt in dieser Welte manchen Tag und Stund Wüsten. in Ruhe zu läßt bringen, 5. Mein GOtt, der du mein GOtt, der du von die Herzen kennst, kannst Jugend auf geleitet mei- ihre Wort' verstehen. Der nen Lebens- Lauf, laß mir Du mit heilgen Flammen dis Lied gelingen. brennst, die Deinen zu er2. Hinweg mit aller Ei- höhen: Halt für genehm telkeit, weil mein Herz die stumme Sprach, inGOtt verlanget, hinweg, dem mein Fuß nun nach was giebt und nimmt die und nach mit dir sich will Zeit, damit der Weltling begehen. pranget. Was sichtbar ist, 6. In Dir, o Schöpfer gar schnell vergeht, un- aller Ding, in Dir lebt fichtbar ist, was ewig steht, unser Leben, Du hast uns da meine Seel anhanget.leinen Denckmal- Ring 3. Die Vögel fliegen in an unsern Leib gegeben, so der Luft, die Fisch imvielmal unser Herß fich Wasser schweben, das Un- regt, und unser Puls im geziefer in der Kluft, die Leibe schlägt, soll dein Lob Thier auf Erden leben, so sich erheben. soll der Mensch zuGOttes 7. Mein Herz klopft an Ruhm, erschaffen als sein des Himmels Thur, indem Eigenthum, stets nach dem es stetig schläget, und finget Himmet streben. schwingend für und für, so 4. Gleichwie ein neuge- oft es sich beweget: O heibohrnes Kind hängt anlig, heilig bist du GOtt, o 711 Vom Lobe GOttes insgemein: heilig bist du, Zebaoth! dem Himmel kehret, und all's deine Gute tråget. dieses Gartens Lentzen8. Mach mich gleich ei- Ruhm von solchem Lichte ner justen Uhr, in welcher nähret; So wird von meieine Saiten hängt an dem nem gangen Sinn und ale Schöpfer der Natur, das les, was ich kan und bin Zeiger- Herß zuleiten. So GOtt stetiglich geehret. vielmals sich mein Herß 12. Was dorten vor des bewegt, so oft es Heilig, Höchsten Thron die EnHeilig schlägt, jetzt und zu gel- Schaaren klingen, das allen Zeiten. Fan mein Herz mit schwa 9. So wird auf diese fei- chem Ton auch ihm zu ne Weif geheil'get GOt- Ehren fingen, das Heilig, tes Namen, daß das Ge- Heilig fort und fort, ist bet, zu seinem Preis meiner Seelen Heil und vermehrt des Glaubens Hort, das mir kan Freude Saamen. GOTT ist ein bringen. Geist, der wohl versteht 13. Hingegen bebt all der Puls- und Herzens- Augenblick und weist viel Andacht- Red, und spricht Trauer- Zeichen der Weltdarzu das Amen. Geist, so des Teufels 10. Von diesem hohen Strick nicht dencket zu entGOttes Ruhm soll uns weichen, er wandket Tag nichts mögen scheiden, und Nacht ohn Ruh, ihn nicht Welt, Gewalt noch zieht der Satan Höllen Fürstenthum, noch Hun- zu, da viel sind seines gleiger, Tod, noch Leiden, der chen. Heilig, Heilig, Heilig ist, 14. Das Heilig, Heilig, er längert unsre Lebens- welches macht die blöden Frist, wenn wir die Sun- Lippen lallen, muß in dem de meiden. Schlaf auch bey der Nacht 11. Gleichwie die güldne in dem Geåder wallen; Sonnen- Blum sich nach Mein Herz singt tausend 31 4 tau Dom Lobe GOttes insgemein. tauſendmahl das Heilig, lich, freylich! Heilig ist Heilig ohne Zahl, die En- GOTT, unser GOTT, gel wiederschallen. der HErre Zebaoth. 15. Jhr meines Leibes 2.Halleluja, Preis, Chr Nederlein, hört niemals und macht sey auch dem auf zu schlagen, GOtt soll GOttes- Lamm gebracht, von euch gelobet seyn, in in dem wir sind erwählet, gut und bösen Tagen. So das uns mit seinem Blut vielmals in der Sterb- erkauft, damit besprenget lichkeit ihr meines Lebens und getauft, und sich mit Zeugen send, sollt ihr stets uns vermählet. Heilig, Heilig fagen. selig ist die Freundschaft 16. Hierdurch ich GOtt und Gemeinschaft, die wir vor Augen hab, und hüte haben, und darinnen uns mich vor Sünden, das erlaben. Wort ist meines Herzens 3. Halleluja, GOtt heilGab, und macht mich freyger Geist! Sen ewiglich von Sünden, an meinem von uns gepreist, durch heilgen Lebens- End wird den wir neu gebohren, der fich mein Geist in Gottes uns mit Glauben ausgeHand' mit diesem Wort ziert, dem Bräutigam uns entbinden. zugeführt, den Hochzeit583.Mel Wie schon leuchter Tag erkohren. Eya, Eya, der Morgenstern. da ist Freude, da ist Weide, Halleluja, Lob, Preis da ist Manna, und ein ewig 712 GOtt je mehr und mehr, 4. Halleluja, Lob, Preis für alle seine Wercke, von und Ehr sey unserm GOtt Ewigkeit zu Ewigkeit sey je mehr und mehr, und in uns allen Ihm bereit't seinem großen Namen! Dand, Weisheit, Kraft stimmt an mit aller Hims und Starcke! Klinget, fin- mels- Schaar, und singet get: Heilig, Heilig, frey- nun und immerdar mit Freu Vom Lobe GOttes insgemein. 713 Freuden: Amen, Amen! rechten und eingen Sohn, Klinget, finget; Heilig, den heilgen Geist und TrdHeilig! freylich, freylich! ster werth, mit rechtem Heilig ist GOTT, unser Dienst sie lobt und ehrt. GOtt der HErreZebaoth. Du Kon'g der Ehren 584. In eigener Mel. JEfu Christ, GOtt VaErr GOtt, dich lobensters ewger Sohn Dubist: wir, HErr GOtt, wir der Jungfraun Leib nicht dancken dir! Dich, GOtt haft verschmäht, zu erldBater in Ewigkeit, ehret sen das menschlich Gedie Welt sehr weit und schlecht. Du hast dem Tod breit. Alle Engel und zerstört seine Macht, und Himmels- Heer, und wassall' Christen zum Himmel dadienet deiner Ehr, auch bracht. Du fiß'st zur Cherubim und Sera- Rechten GOttes gleich phim singen immer mit mit aller Chr ins Vaters hoher Stimm: Heilig ist Reich. Ein Richter du unser GOTT! Heilig ist zukünftig bist alles, was unser GOTT! Heilig ist todt und lebend ist. Nun unser GOTT! der HErre hilf uns, HErr, den DieZebaoth! Dein' göttlich' nern dein, die mit dein'm Macht und Herrlichkeit Blut erlöset seyn. Laß geht über Himm'l und uns im Himmel haben Erden weit. Der heiligen Theil mit den Heilgen im zwölf Boten Zahl, und ewgen Heil. Hilf deidie lieben Propheten all, nem Boldk, HErr JEsu die theuren Märtrer all- Christ, und segne, was dein zumal, loben dich, HErr, Erbtheil ist; wart und mit großem Schall. Die pfleg ihr zu aller Zeit, gange wertheChriftenheit und heb sie hoch in Ewigrühmt dich auf Erden al- keit. Täglich, HErr Gott, lezeit. Dich, GOtt Vater wir loben Dich, und ehr'n im höchsten Thron, deinen dein'n Namen stetiglich. Yy 5 Behüt 714 Vom Lobe GOttes insgemein: Behut uns heut, o treuer] 3. Dancket, ihr Ohren, GOtt, vor aller Sünd und dem Worte des Lebens, Misfethat, sey uns gnädig, daß ihr vernehmen könnt, o HErre GOtt, fen uns was Er euch heißt. Def= gnädig in aller Noth, zeignet euch, daß er nicht uns deine Barmherzig- rufe vergebens, laßt euch keit, wie unsre Hoffnung regieren den ewigen Geist, zudir steht. Auf dich hof- bis ihr könnt hören, wie fen wir, lieber HErr, in man mit Chören dorten Schanden laß uns nim- Jhn ewig erhebet, und mermehr, Amen. preist. manuel. $ 585. Mel. Schönster Jm 4. Dancke, du Riechen, dem Schöpfer der Nasen, öchster Formirer der daß dich so mancherley löblichsten Dinge, der Geist- Werck ergößt: Daß du mich Armen so ferne Er den Lebens- Geist in gebracht, rühr mir die dich geblafsen, daß Er dir Zunge, damit ich dir finge, Christi Fußstapfen vorund eins beginne nach auß- feßt, fleißig zu spüren, wie ferster Macht. Dich zuer- die dich führen, alles zu heben, und Dir zu leben, meiden, was ewig verweil Du mich mit so viel letzt. Gnaden bedacht. 5. Dancke, du Zunge, für 2.Dancket, ihr Augen, Reden und Schmecken, dem ewigen Lichte, daß ihr werde nicht stumm, zu erso sehend und offen da heben die Macht, daß du steht, dancket ihm für das dein Reden kanst weiter erlangte Gesichte, das euch erstrecken, als wie die Thienoch dauret und noch nicht re das Mundwerck gevergeht, schanet mit Won- bracht: Lerne die Speisen ne aufihn, die Sonne, bis einzig hoch preisen, welEr euch unter die Ster- che, wer Christum nur nen erhöht. fennet, hoch acht. 6. Dan Vom Lobe GOttes insgemein. 715 6. Dancet, ihr Glieder, du mir giebest mehr als GOtt alle fürs Fühlen, ich begehrt, laß mich die Hände fürs Greifen, und Augen stets inner mirhaFüffe fürs Gehn, lasse, ben, daß ich nichts mein den Wandel doch einzig acht, als was du beschert. drauf zielen, daß ihr dort Mach mich geringe, ewig wohlkönnet bestehn; Schöpfer der Dinge, bis wolt ihr in Sünden dort sich mein etwas in nichtes nicht empfinden, wie sich verkehrt. die Strafen der Höllen erhöhn. 10. Und weildenn noch ein Geschencke vorhanden, 7.Dancket, Gedancken, welches viel höher, als Berstand und du Wille, Himmel und Welt, nemdancket, Gedächtniß undlich dein Sohn, der uns Urtheil dazu. Schwinget rettet aus Schanden, und die Flügel zur ewigen Fül- dich nun wieder zufrieden le, laßt euch nicht halten gestellt, welches mit Weidas zeitliche Nu, eu'r Lob- sen nie gnug zu preisen, bis Gefieder fincke nicht nie- du die Seele zum Engeln der, bis ihr gelanget zur gesellt. himmlischen Ruh. 11. So nimm dennan, 8.Wenn nun das Inne was im Himmel erklinre GOtt so gepriesen, stim- get, Macht, Neichthum, met das Neußere gleichfals Weisheit, Kraft, Ehre mit an: freylich, o Bater! und Preis, Dancksagung Du hast mir erwiesen tau- und was das Engel- Volck sendmal mehr, als ich aus- singet, GOTT und dem finnen kan, Nahrung und Lamme mit ewigem Fleiß: Hülle, Güter die Fülle Alles sprech Amen! wo melden, dis habe GÖTT nur ein Name je wird alles gethan. genennet von Kreise zu 9. Nun denn, du Geber Kreis. so herrlicher Gaben, weit 586. In 716 Dom Lobe GOttes insgemein. 586. In eigener mel. wird bestehen, wenn alles oldseligs GOttes- muß vergehen. Wie uns Lamm, sey hoch gebe dein Mund selbst lehrt. nedeyet, daß du die Lieb Du bist nur liebenserneuet, als unfer Bräuti- werth. gam! die Lieb wird trium 5. Du vestes Liebesphiren, und uns mit Kro- Band, wir sind von dir ge nen zieren, weil sie vom bunden, so bald uns hat Himmel kam: Holdseligs gefunden des HERREN GOttes Lamm! treue Hand. Komm, laß 2. Vereinte Liebe siegt, uns in den Armen der süs schwebt über alle Höhen, sen Gunst erwarmen, wir kan überwunden sehen sind dir nah verwandt, du den Feind, der sie bekriegt. vestes Liebes- Band. DieSieges- Pfalmen klin 6. Mit einem Herz und gen, dem König Danck zu Mund soll in uns unsern bringen, weil all's zu Bo- Meister, dich, Bater aller den liegt: Bereinte Liebe Geister, hoch preifen alle fiegt. Stund: frolock'n und ju3. Nach wohlvollbrach- biliren, in Liebe triumphi temStreit rechtfertigt sich ren, sen unser neuer Bund, das Leben, das uns die zu einem Herz und Mund. Lieb gegeben, zu groffer 7. Der heilgen Engel Jubel- Freud. Steh auf, Chor verkündigt deine du Fürst der Deinen, sieg- Thaten, oheld, von Kraft prachtig zu erscheinen in undRathen, und hebt dein deiner Lieblichkeit, nach Lob empor: Zeuch her in lang geführtem Streit. deiner Starcke, laß deine 4. Du bist nur liebens- Liebes- Wercke erst komwerth, man wird dich im- men recht hervor, so singt mer müssen, du Allerschön der Engel- Chor. ster, küssen, so lang die 8. Der Aeltsten gange Siebe währt: die Liebe Schaar die vor dem Throne Vom Lobe GOttes insgemein. 717 ne wohnen, die werfen ih- deyet, Jhmsey Lob, Preis re Kronen vors Lammes und macht, Dand, WeisFüssen dar. Wir falln mit heit, Starck und Pracht! ihnen nieder, und singen 587. Mel. Mein Herzens, Lobes- Lieder, den kurz: JEsu 2c. Er ist es gar, so ruft der ch, der ich oft in tiefes Aeltsten Schaar. Leid und grosse Noth J 9. Die Liebes- Harmo- muß gehen, will dennoch nie soll immer füfsfer spie- GOtt mit grosser Freud len, je mehr sie Kraft wird und Herzens- Lust erhöfühlen ohn Ende dort und hen. Mein GOTT, du hie. Dein Reich muß in König, höre mich, ich will uns bleiben, vermischte ohn alles Ende dich und Kraft vertreiben der eit- deinen Namen loben. len Phantafie, durch Liebes- Harmonie. 2. Ich will dir mit der Morgen- Roth ein täglich 10. So wächst dein Le- Opfer bringen: so oft die ben mehr zur Mannheits- liebe Sonn aufgeht, so ofte vollen Stärcke, wenn alle will ich fingen dem groffen Liebes- Wercke dir brin- Namen deiner Macht, gen Ruhm und Ehr. das soll auch in der späten Wenn Lieb' wird Engel Nacht mein Werck seyn, machen, so kan sie wol und Geschäfte. verlachen der Feinde gan 3. Die Welt die dunckt Bes Heer, so wächst deinfuns schön und groß, und Leben mehr. was für Gut und Gaben II. Dand, Weisheit, sie trägt in ihrem Arm Starck und Pracht, Lob, und Schooß, das will ein Herrlichkeit und Leben seylieder haben, und ist doch unserm GOtt gegeben, der alles lauter nichts, eh uns zur Lieb gebracht. als mans recht genießt, Das Lamm, das uns be- zerbrichts, und geht im freyet, sen hoch gebene- Huy zu Grunde. 4. GOtt 718 Vom Lobe GOttes insgemein. 4. GOttist alleine groß über alle Sternen: Dein' und schön, unmöglich aus- Herrlichkeit und starcke zuloben, auch denen, die Hand wird in der ganzen doch allzeit stehn vor sei- Welt bekannt und hoch nem Throne droben. Laß berufen werden. sprechen, wer nur spre- 8. Wer ist so gnädig als chen kan, doch wird kein wie du: wer kan so viel er Engel noch kein Mann dulden? Wer sieht mit sol des Höchsten Größ aus- cher Langmuth zu so vie sprechen. len schweren Schulden, die 5. Die Alten, die nun aus der ganzen weiten nicht mehr sind, die haben Welt ohn Unterlaß bis an ihn gepreiset, so hat ein je- das Zelt des hohen Himder auch sein Kind zu sol- mels freigen? chemDienst geweiset: Die 9. Es muß ein treues Kinder werden auch nicht Herke seyn, das uns so ruhn, und werden doch, o hoch kan lieben, da wir GOTT! dein Thun und doch in den Tag hinein, Werd nicht ganz aus- was gar nicht gut ist, üben: preisen. GOtt muß nicht anders 6.Wie mancher hat von seyn als gut, drum fleußt mir dein Heil mit allem auch seiner Güte Fluth auf Fleiß getrieben; und siehe alle seine Wercke. mir ist doch mein Theil zu 10. Drum, HErr, so sol loben übrig blieben. Ich len dir auch nun all' deine will von deiner Wunder- Wercke dancken, voraus Macht und der so herrlich die Heilgen, derer Thun schönen Pracht bis an sichhält in deinen Schranmein Ende reden. cken, die sollen deines 7. Und was ich rede, wird Reichs Gewalt und schö von mir manch frommes ne Regiments- Gestalt Herßze lernen, man wird mit vollem Munde rühdich heben für und für hoch men II. Sie Dom Lobe GOttes insgemein. 719 11. Sie sollen rühmen Muths, und frißt fein daß der Ruhm durch alle Herz mit fråncken, beWelt erklinge, daß jeder- sorgt und fürcht't sich Tag mann zum Heiligthum dir und Nacht, GOtt hab ihn Dienst und Opfer bringe. gånglich aus der Acht ge= Dein Neich, daß ist ein laffen und vergessen. ewges Reich, dein Herr 15. Nein! GOtt vergißt schaft ist dir selber gleich, die Seinen nicht, Er ist der du kein End erreichest. uns viel zu treue, sein Herz 12. Der HErr ist bis in ist stets auf uns gericht't, unsern Tod beständig ben daß Er uns legt erfreue. uns allen, erleichtert un Gehts gleich bisweilen etsers Creußes- Noth, und was schlecht, ist er doch heihält uns, wenn wir fallen: lig und gerecht in allen seiEr steuret manchem Un- nen Wegen. glücks- Lauf, und hilft uns 16. Der HErr ist nah wieder freundlich auf, und stets bereit ein'm jez wenn wir sind hingeschla- den, der Ihm ehret, und gen. wer nur ernstlich zu Ihm 13. HErr! aller Augen schrent, der wird gewiß ersind nach dir und deinem höret: GOtt weiß wohl, Stuhl gekehret, denn duwer Ihm hold und treu, bist auch, der alles hier so und deme steht er denn väterlich ernähret; du auch bey, wenn ihn die thust auf deine milde Angst umtreibet. Hand, machst froh und 17. Den'n Fromen wird satt, was auf dem Land, nichts abgesagt, GOTT im Meer und Lüften thut, was sie begehren, Er schwebet. miß't das Unglück, das fie 14. Du meynst es gut, plagt, und zählt all ihre und thust uns Guts, auch, Zähren. Er reißt sie enddawirs oft nicht dencken; lich aus der Last; Den wie mancher ist betrübtes aber, der sie kranckt und hast, 720 Vom Lobe GOttes insgemein. haßt, den stürzt Er gangles der uns unser Feld mit zu Boden. Thau und Regen neht? 18. Dis alles, und was 5. Werwarmet uns in sonsten mehr man kan für Kält und Frost? Wer Lob erzwingen, das soll schüßt uns vor den Wind? mein Mund, zum Ruhm Wer macht es, daß man und Ehr des Höchsten, tåg- Det und Most zu seinen lich singen. Und also thu Zeiten findt. auch immerfort, was webt 6. Wer giebt uns Leben und lebt an jedem Ort: und Geblüt? Wer hält Das wird GOTT wohl mit seiner Hand den güldgefallen. nen, werthen, edlen Fried 588.M.LobtGÖtt ihrChri- in unserm Vaterland? sten allzugleich. J$ 7. Ach HERR, mein ch finge dir mit Herz GOTT! das kommt von und Mund, HErr! Dir, Du, Du must alles meines Herzens Lust: Ichthun, Du hältst die Wach fing und mach der Erden an unsrer Thür, und läß'st Fund, was mir von dir uns sicher ruhn. bewußt. 8. Dunährest uns von 2. Ich weiß, daß du der Jahr zu Jahr, bleibst imBrunn der Gnad und ew- mer fromm und treu, und ge Quelle seyft, daraus uns stehst uns, wenn wir in Geallen früh und spat vielfahrgerathen, treulich bey. Heil und Segen fleußt. 9. Du strafft uns 3. Was sind wir doch? Sünder mit Geduld, und was haben wir auf dieser schlägst nicht allzusehr, ja ganzen Erd, das uns, olendlich nimmst Du unsre Bater! nicht von dir allein Schuld, und wirfft sie in gegeben werd? daß Meer. 4. Wer hat das schd 10. Wenn unser Herke ne Himmels- Zelt hoch seufzt und schreyt, wirst über uns gesetzt? Wer ist dugar leicht erweicht, und giebst Vom Lobe GOttes insgemein. 721 giebst uns, was uns hoch 16. Hat Erdich nicht von erfreut, und dir zu Ehren Jugend auf versorget und reicht. ernährt? Wie manchen 11. Du zählst, wie oft schweren Unglücks- Lauf ein Christe wein', und hat er zurück gekehr:? was sein Kummer sey 17. Er hat noch niemals kein Zähr- und Thrán- wasversein in seinem Nelein ist so klein, Du hebstgiment: Nemn, was Er und legst es bey. thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 12. Dufüllst des Lebens Mangel aus mit dem, was 18. Eynun! so laß Ihn ewig steht, und führst uns ferner thun, und red hm in des Himmels Haus, nicht darein; so wirst du wenn uns die Erd entgeht. hier im Friede ruhn, und 13. Wohl auf, mein ewig frölich seyn. Herke sing und spring, 589. Mel. Preis, Lob, Ehr, und habe guten Muth, Ruhm 2c. dein Gott, der Urſprung Komm, beug dich tief, aller Ding, selbst bleibt dein Gut. mein und vors Lammes Chron im 14. Er ist dein Schaß, Staub darnieder, leg dich dein Erb, und Theil, dein zu seinen Füssen hin, und Glanz und Freuden- Licht wiederhole deine Lieder. dein Schirm und Schild, Erkenne, wie du selbst aus dein Hilf und Heil, dir nichts bist, wie GOtt schaft Rath, und läßt dich in dir und allen Alues ist. nicht. 2. Wo háttst du einen 15. Was krånckst du dich Funcken Kraft, wenn du in deinem Sinn, und sie nicht erlangt von oben? gråmst dich Tag und Wer hat dir so viel Ruh Nacht? Nimm deine Sorg geschaft von deiner Feins und wirf sie hin auf den, de List und Toben? Wer der dich gemacht. stillte wol das Brausen 33 Dies WA 722 Dom Lobe GOttes insgemein. dieses Meers, und wer be- Herz, Muthund Sinnen, zwang die Macht des Höl- daß wir aus deines Geistes len- Heers? Trieb dich stets in uns 3. Wer hat dich von mehr lieb gewinnen. Du dem Strick befreyt? Dein drückst dem Geist der Leben vom Verderbgeris- Reinheit Siegel auf, daß sen? Wer front dich mit uns kein Koth befleckt den Barmherzigkeit, und läßt frohen Lauf. dich seine Rechte wissen? 7. So nimm dafür zum Bist du es nicht, du uner- Opfer hin uns selbst, mit schöpfter Quell! der tåg- allem, was wir haben: lich noch auf uns fleußt Nimm Geist, Seel, Leib, starck und hell? Herh, Muth und Sinn 4. Hat uns nicht deine zum Eigenthum, statt anHand gefaßt, und wieder drer Gaben: Bereite dir aller Menschen Hoffen ge ein Lob selbst aus dem bracht aus aller Sünden- Mund der Säuglingen, Last, da wir das Ziel der mach deinem Namen Ruh getroffen, und reichen fund. Fried vor Feinden um uns 8. Sind wir doch nichts her geniessen, stets von in uns ohn dich, was haFurcht und Zweifel leer? ben wir ohndeine Wercke? 5. Was zwischen uns Dir, dir gebühret ewiglich fich feßen wolt, hat deine Macht, Weisheit, Ehre, Kraft bald ausgetrieben. Kraft und Stärde. Gott Du bleibest deinem Tem und dem Lamm, das uns pel hold, daß bis hieher erkaufet hat, wird Lobgedein Bau ist blieben, daß sagt in unsrer Mutterveite steht des Sohnes Stadt. Herrlichkeit, die dir in uns 9. Gib uns hierzu ein der Bater hat bereit. Herz und Mund, halt dei 6. Duüberschüttest uns ne Einheit so zusammen, mit Lieb', und remigeſt daß unser Geiſt von Lieb Dom Lobe GOttes insgemein. 723 verwundt, dir stets zu seine Kinder worden sind. schick die keuschen Flam- Ewig solche:: Gnade men: Mach uns vor dir währet, die Er uns in als Wagen- Cherubim, Jhin bescheret: Ewig wolentzund uns stets als Feu- len wir uns übenüber aler- Seraphim. les:: Ihn zu lieben. E 590. Mel. Jauchget all mit Macht. 3. Ja, wir wollen nur mit Freuden zu dem lies Leaffet uns den HErren ben:,: Bater gehn uns in preisen, und vermeh- seiner Liebe weiden, wie ren:,: seinen Stuhm! stim- die thun, so:: vor Ihm met an die füffen Weisen, stehn, Heilig, Heilig, Heis die ihr send sein:,: Eigen- lig fingen, Halleluja foll thum! Ewig währet sein erklingen unserm GOtte Erbarmen, ewig will Erfund dem Lamm; unseim unsumarmen mit der süßholden Bräutigam. Las fen Liebes- Huld, nicht ge- set seinen:: Ruhm erdencken unsrer Schuld. challen, und erzählt sein Preiset ewig:: seinen Werd vor allen, daß Er Namen, die ihr send von ewig uns erwahlet, und zu Abrams Saamen: Rüh- seinem:: Bolck gezählet. met ewig seine Werde, ge 4. Lernet euren Ebet Jhm Lob:,: Ehr und sum kennen, dereuch theur Starcke. er:: kaufet hat, lernet 2. Ehe noch ein Mensch Ihn fein lieblich nennen geboren, hat Er uns euren Bruder:: Freund zu:,: vor erkannt, und in und Rath, euren nardco Christo auserforen, feine Held im Streiten, eure Huld uns:: zugewandt. Luft in Fröhlichkeiten, euSelbst der Himmel undren Trost und euer Heil, die Erden müssen uns zuleuer allerbe es hil. Dienste werden, weil wir Ewig folde:: Gitte wäh durch sein liebstes Kindret, die euch durd Ihn 332 widers Vom Lobe GOttes insgemein. wiederfähret; ewig soll 7. Nun du Liebster! unser das Lob erklingen, das wir Callen, damit wir dir:: Ihm zu:,: Ehren singen. dankbar seyn, laß dir gná5. Tretet nur getrost zum dig wohlgefallen, bis wir Throne, da der Gnaden- alle:,: insgemein ewig dei:,: Stuhl zu sehn; Es kan ne Gutigkeiten mit gesameuch von GOttes Sohnesten Lob ausbreiten, da nichts als Lieb und:,: Huld wir werden Gloriafingen geschehn. Er erwartet mit und Halleluja, Preis, Ehr, Verlangen, bis Erkönne Ruhm, Danck,:,: Macht uns umpfangen, und das und Stärke, und was allerhöchste Gut uns mit- rithmet feine Wercke, wer. theilen durch sein Blut.de unferm GOtt gegeben: Grosse Gnad ist:,: da zu Laßt uns ihmzu:: Ehren finden, er will sich mit uns leben. verbinden, und foll niemals etwas können uns 591.mel. Sast du denn JE su, dein 2c. von seiner:,: Liebe treñen. 6. Er hat nunmehr felbst obe den HErren, den dieFulle seiner Gottheit:: mächtigen König der aufgethan, und es ist sein Ehren, meine geliebete ern er Wille, daß nun Seele! das ist mein Bes kome:,: jedermann: keiner gehren. Kommet zu Hauf, soll sich hieben schämen, Pfalter und Harfe wach sondern Gnad um Gnade auf, laffet die Musicam nehmen: Wer ein hung- hören. 724 rig Herbe, hat, wird aus 2. Lobeden HErren, der seiner Fülle satt: Ewig fol- alles so herrlich regieret, che:: Fülle währet, die uns der dich auf Adelers Fittiso viel Guts bescheret: gen fichergeführet. Der Wollust, die uns ewig dich erhält, wie es dir sel tráncket, wird uns daraus ber gefällt, hast du nicht ** eingeschendet. dieses verspüret? 3. Lobe 725 Dom Lobe GOttes insgemein. 3. Lobe denHErren, der 2. Singt geg'n einane künstlich und fein dich be- der,:: dem HErrn mit reitet. Der dir Gesund- Dancken, lobt Ihn mit heit verliehen, dich freund- Harfen, unsern GOtt, den lich geleitet. In wie viel werthen.:,: Denn Er ist Noth hat nicht der gnädi- mächtig und von groffen ge GOtt über dir Flügel Kräften. Lobet den HErs gebreitet? ren.:: 4.Lobe denHErren, der 3.Er kan den Himmel:,: deinen Stand sichtbar ge- mit Wolcken bedecken, Er segnet, der aus dem Him- giebt den Regen, wenn mel mit Strömen der Lie- er will, auf Erden,:,: Er be geregnet; Dencke dar läßt Gras wachsen hoch an, was der Allmächtige auf dürren Bergen. Lobet kan, der dir mit Liebe be- den HErren.:: gegnet. 4. Der allem Fleische:,: 5. Lobe den HErren giebet seine Speise, dem was in mir ist, lobe den Vieh sein Futter väterli Namen. Alles, was cher Weise,:,: den jungen Odem hat, lobe mit Abra- Raben, die Ihn thun ane hams Saamen. Er ist rufen. Lobet den HErdein Licht, Seele, vergiß es ren.:: ja nicht, lobende schliesse mit Amen. 592. In eigener Mel. Lobet den HErren, 5. Er hat nicht Luste:: an der Starck des Rosses, noch Wohlgefallen an jemandes Beinen,:: Er hat Gefall'n an den'n, die denn er ist sehr freund- jauf Ihn trauen. Lobet lich, es ist sehr köstlich, un- den HErren.:,: fern GOtt zu loben;:: 6. Dancket dem HErSein Lob ist schön und ren,:,: Schöpfer aller lieblich anzuhören. Lobet Dinge, der Brunn des den HErren.:,: Lebens thut aus ihm ent313 sprin Vom Lobe GOttes insgemein. ren.:: springen,:,: gar hoch vom dem HErren zu Gefallen Himmel her aus seinem macht ein lieblich Gesang, Herzen Lober den HEr- mit Pfalter, Harf'n und Geigen, samt andern In7. O JEfu Christe, frument, mit Paucken, Sohn des Allerhöchten, Pfeir'n und Reigen preigib du die Gnade allen set sein Lob behend. frommen Christen, 4.Des HErren Namen daß ſie deinen Namen alle lobet mit Saitenewig preifen, Amen. Lo- Spiel, mit hellem Cym bet den HErren.:: bel- Schhlle macht ſeines Lobes viel, mit Cymbeln, 593. Mel. Befiehl du deine die wohl klingen, rühmt 29002.m Wegen seine Gutigkeit, von seinem Lob im:: Herren in seinem Hei- mer und allezeit. ligthum, zu sobe seiner 5. Es soll den HErren Ehren, macht herrlich sei- loben und preisen immernen Ruhm, lobt Ihn imdar, im Himmel hoch dort Firmamente, da seine oben die engelische groß Gewalt, und sein Schaar, desgleichen auch starck Regimente zu sehnauf Erden alles, was ist mannigfalt. Odem hat foll seines 2. Lobet mit Hertz und Ruhms volt werden, Munde all seine Wun- preis'n seine Wunderderthat, die Er zu aller that. Stunde häufig verrichtet 6.Amen mit Mund und hat, ob feiner Majestáten Herzen sprecht, o ihrgläubund groffen Herrlichkeit, ge Schaar, all Traurigthut sein Yob weit ausbrei- keit und Schmerzentreibt ten in alle Ewigkeit. von euch ganz und gar. 3.Lobet ihn fröhlich alle Send frölich in dem HEr mit der Posaunen Klang, ren, und lobt ihn allezeit, er 726 Dom Lobe GOttes insgemein. 727 er wird in Freud verkeh- pepriesen, der grosse Wunren all euer Herßeleid. der thut, und der auch mir 7. Er wird euch reichlich erwiesen das, was mir geben all's, was euch nó nüß und gut. Nun das ist thig ist, allhier in diesem meine Freude, daß ich an Leben, und dort zu aller Ihm stets kleb, und nieFrist, wird euch im Himmals von ihm scheide, so mel führen, und selig ma- lang ich leb und schweb. chen gor, thuts mit ein'm 3. HErr, du hast deinen End betheuren, Amen, Namen sehr herrlich in das werde wahr. der Welt gemacht: denn 594. Mel. Nun lob, mein als die Schwachen kamen, Seel, den Erren. hast du gar bald an sie geMan an lobt dich in der dacht. Du hast mir Gnad Stille, du hoch er- erzeiget! Nun, wie vergelt habner Zions- GOtt! des ichs dir? Ach! bleibe mir! Rühmens ist die Fülle vor geneiget, so will ich für und dir, du starcker Zebaoth! für den Kelch des Heils Du bist doch HERR auf erheben, und preifen weit Erden, der Frommen Zu- und breit dich, HErr, mein versicht, in Trubsal und GOtt! im Leben, und dort Beschwerden läßt du die in Ewigkeit. Deinen nicht. Drum soll 595. Mel. Wo soll ich flies dich stündlich ehren mein hen hin. Mund vor jedermann, Mein Bater, deine die ten, so lang er lallen kan. früh und spat so reichlich 2. Es müssen, HErr, sich hast erwiesen, die sey von freuen von ganger Seel, mir gepriesen, jetzt und zu undjauchzen schnell, welch allen Zeiten, will ich dein unaufhörlich Schreyen: Lob ausbreiten. Gelobt fen der GOTT 2. Auf! auf! mein Her Ifrael, fein Name werd empor, hinauf zum Engel CHE Chor 334 728 Dom Lobe GOttes insgemein. Chor solt du dich citigst wird gegeben Trost, Frie schwingen, und mit dem- de, Freud und Leben. felben fingen: Lob, Preis, 7. Allein das Herz muß Kraft, Macht und Stär- fenn aufrichtig, redlich, de, dem HErrn so grosser rein, es muß die Sünde Wercke. haffen, und alle Lüfte las3.Wenn der durch seinesen, und JEsum einig faf Kraft in uns selbst wircktsen, sich selbst und Welt und schaft, daß wir den verlaffen. Bater kennen, und Her 8. Drum Seele, wenn Bens Abba nennen; so du nun in allen deinem maß uns diese Erden ein Thun im Licht vor GOtt schöner Himmel werden. wirst wandeln, undChrist4.O füsfer Isu Christ, gebührend handeln, so der du mein Reichthum vird dir noch auf Erden bist, dich hab ich treu er viel Guts geschencket funden in schweren Creu- werden. Bes- Stunden: mich haft 9. Viel Gnade, Kraft du oft erquicket, wenn und Starck in allem deimich die Lait gedrücket. nem Werck; Er wird sich 5. Du gabest mir denjdir verbinden, und gnáSieg und Waffen in den dig lassen finden; wirst Krieg, auch Kräfte, recht ou nur in Ihm bleiben, zu kämpfen, halfft mirldich Jhm zum Dienst vers, die Feinde dämpfen, und schreiben. durch Kraft deines Blu- 10. Es wird dich seine tes bin ich noch gutes Mu- Huld täglich von aller thes. Schuld und innerm 6. Wer Christi Blut er- Greu'l der Sünden bes greift, dem wird auch dar- freyen und entbinden; gereicht Vergebung seiner Denn wo die Sünd vers Sünden, die sind nicht geben, da ist Geist, Kraft mehr zu finden, ihm abersund Leben. II. Und Dom Lobe GOttes insgemein. 729 II. Und dafür preifet und ist und bleiben wird dich, mein JEsu, inniglich jesund und immerdar, zu aller Zeit und Stunde Mel Man lobt dich in die schwache Zung im 597. der Stille. Munde. Gelobet sey dein Herren, was in mir N ist, den Namen sein; Sein' Wohlthatthut er mehren, vergiß es nicht, o Herze un dancket alle GOtt mein, hat dir dein' Sund N mit Herßen, Mund vergeben, und heilt dein' und Händen, der grosse Schwachheit groß, erDinge thut an uns und rett't dein armes Leben, allen Enden, der uns vennimmt dich in seinen Mutter- Leib und Kindes- Schooß, mit reichem Trost Beinen an unzählig viel beschüttet, verjüngt dem zu gut, und noch jezzo, ge- Adler gleich, der Kön'g than. schaft Recht, behütet, die 2. Der ewig- reiche GOtt leid'n in seinem Reich. woll uns bey unserm Le- 2.Er hat uns wissen lass ben ein immer frölichHerß sen sein heilges Recht und und edlen Frieden geben, sein Gericht, dazzu sein Güt und uns in seiner Gnadohn Maffen, es mang'it an erhalten fort und fort, und sein'r Erbarmung nicht: uns aus aller Noth erló- fein'n Zorn läßt er bald sen hier und dort. fahren, ftraft nicht nach 3. Lob, Ehr und Preis unsrer Schuld: die Gnad sey GOtt, dem Vater und thut er nicht sparen, den dem Sohne, und dem blöden ist er hold: sein Güt Heiligen Geist, im hoch ist hoch erhaben ob den'n, sten Himmels- Throne: die fürchten ihn: So fern dem Dreyeinigen GOtt, der Oft vom Abend, ist als er im Anfang war, unfre Sünd dahin. 315 3. Wie len, Amen. 596. Mel.O GOtt, du from mer GOtt. 730 Dom Lobe GOttes insgemein. 3. Wie sich ein Bar'rwoll in uns vermehren, erbarmet üb'r seine junge was er aus Gnaden uns Kinderlein: so thut der verheißt, daß wir ihm vest HErr uns Urmén, so wir vertrauen, gånßlich verihn findlich fürchten rein.staff'n auf ihn, von Herten Er kennt das arm Ge- auf ihn bauen, daß uns'r machte, GOtt weiß, wir Hers, Muth und Sinn find nur Staub, gleichwie ihm kindlich mög anhandas Gras zu rechnen, ein gen; drauf fingen wir zur Blum und fall'ndes Laub, Stund: Amen, wir wer der Wind nur drüber dens erlangen, glaub'n wehet, so ist sie nimmer wir aus Herßens- Grund. da: Also der Mensch ver- 598 M. Wernur den lieben. gehet, sein End das ist daß ich tauſend Zungen einen 4. Die GOttes Gnad tausendfachen Mund! so alleine steht vest und bleibt stimmt ich damit um die in Ewigkeit bey seiner Wette vom allertiefsten lieb'n Gemeine, die stets Herzens- Grund ein Lobin seiner Furcht bereit, Lied nach dem andern an, die ſeinen Bund behalten, von dem, was GOtt an er herrscht im Himmel- mir gethan. reich, ihr starcken Engel, 2. daß doch meine waltet sein's 2obs, und Stimm erschallte bis das dient zugleich dem groß hin, wo die Sonne steht! fen HErrn zu Ehren, daß mein Blut mit und treibt sein heiliges Jauchzen wallte, so lang Wort, mein' Seel soll es noch im Laufe geht. auch vermehren sein Lob Ach! war ein jeder Puls an allem Ort. ein Dand, und jeder 5. Sey Lob und Preis Othem ein Gefang. mit Ehren GOtt Bater, 3. Was schweigt ihr Sohn, heiligem Geiſt! der denn, ihr meine Kräfte? auf, Dom Lobe GOttes insgemein. 731 auf, auf! braucht allen en 7. Mein treuster JEfu, ren Fleiß, und stehet mun- sey gepriesen, daß dein Erter im Geschäfte zu Got varmungs- volles Herk tes meines HERREN, sich mir so hülfreich hat Preis: Mein Leib und erwiesen, und mich durch Seele schicke dich, und lobe Blut und Todes- Schmerz GOtt herzinniglich. von aller Teufel Graus 4. Ihr grünen Blätter samkeit zu deinem Eigen in den Wäldern! bewegt thum befreyt. und regt euch doch mit 8. Auch dir sey ewig mir: Ihr schwandken Ruhm und Ehre, o HeiligGråsgen in den Feldern, werther GOttes Geit! ihr Blumen, laßt doch eu- für deines Trostes süffe re Zier zu GOttes Ruhm Lehre, die mich ein Kind belebet seyn, und stimmet des Lebens heißt. Denn lieblich mit mir ein. wowas Guts von mir ges 5. Ach! alles, alles was schicht, das wircket nur ein Leben und einen dein göttlich Licht. Othem in sich hat, soll sich 9. Wer überströmet mir zum Gehülfen ge- mich mit Segen? Bijt dit ben, denn mein Bermò es nicht, o reicher GOtt! gen ist zu matt, die groffen wer schüßzet mich auf meis Wunder zu erhöhn, dienen Wegen? Du, du, o allenthalben um mich starder Zebaoth! Du stehn. trågst mit meiner Sun6. Dir sey, o allerlieb- den Schuld unsäglich gnáfter Bater! unendlich Lob dige Geduld. für Seelund Leib, Lob sey 10. Vor andernküß ich dir, mildester Berather, deine Ruthe, die du mir für allen edlen Zeitver- aufgebunden haft: Wie treib, den du mir in der viel thut sie mir doch zu ganzen Welt zu meinem gute, und ist mir eine fanfNußen haft bestellt. te Last: Sie macht mich fromm, 732 Vom Lobe GOttes insgemein. fromm, und zeigt dabey, so lange sich mein Herz daß ich von deinen Lieb- bewegt; Ja wenn der sten sey. Mund wird kraftlos 11. Ich hab es ja mein seyn, so stimm ich doch mit Lebetage schon so manch Seufßen ein. liebesmahl verspürt, daß 15. Ach! nimm das ardu mich unter vieler Pla- jme Lob auf Erden, mein ge recht wunderbarlich GOTT, in allen Gnaden haft geführt: Denn in der hin: Im Himmel soll es gröffeiten Gefahr ward ich besser werden, wenn ich dein Trost- Licht stets ge- ein schöner Engelbin; Da wahr. fing ich dir im höhern 12.Wie solt ich nun nicht Chor viel tausend Hallevoller Freuden in deinem luja vor. ftetenLobestehn? Wie solt 599. Mel. Der Geist des zc. ich auch im tiefsten Leiden Preis, Lob, Ehr, Ruhm, nicht triumphirend einKraft und her gehn? und fiele auch Macht sey dem erwürgten der Himmel ein, so will ich Lamm gesungen; Das doch nicht traurig seyn. uns zu seinem Reich ge13. Drum reiß ich mich bracht, und theur erkauft jetzt aus der Hdleder schnd aus allen Zungen: In den Eitelkeiten los, und ihm sind wir zur Selig rufe mit erhöhter Seele: keit bedacht, eh noch der Mein GOtt, du bist sehr Grund der ganzen Welt hoch und groß! Kraft, gemacht. Ruhm, Preis, Danck und 2. Wie Heilig, Heilig, Herrlichkeit gehört dir jeßt Heilig ist der HERR der und allezeit. Herren und Heerschaaren, 14. Ich will von deiner der uns geliebt in JESU Gute fingen, so lange fich Christ, da wir noch seine die Zunge regt, ich will dir Feinde waren, und seinen Freuden- Opfer bringen, Sohn zu eigen uns geschenckt, 733 Dom Lobe GOttes insgemein. schenckt sein Herz der Lieb) 6. Die hochgelobte Main unser Herz versendkt. jestät der heligen Einheit 3. Im Weinstock JE- sey erhoben, die in sich selsu stehen wir gepropft, ber wohnt und steht, sie und gang mit GOTT müssen alle Dinge loben: vereinet, dis ist die Hoch- In ihr besteht das Freuste Wonn und Zier, obden- Lebens- Licht, von des schon der Unglaub solch'ssen Blick die dústre Welt verneinet, dadurch der zerbricht. Geist die Lebens- Quell 7.Des Stadt, die schön stets trinckt, die Seel inste Zion ist mit Edelstein GOttes Liebes- Meer ver- und Perlen- Thoren erfinckt. baut zum Lobe JEsu 4. Ihr sieben Fackeln vor Christ, für uns, die er sich dem Thron des Lamms, auserkohren, wir jauchßen ihr Himmels- Freuden- dir mit Dand, Lob, Geister, erhebt mit Jauch- Preis und Ruhm, o Freud, Ben GOttes Sohn, derjo Lust, o Licht, o Lebensunser König, Hirt und Blum! Meister, lobt ihn mit uns 600.M.Esistdas heil unsic. gesamt in Ewigkeit; feines ey Lob und Ehr dem Namens Ruhm erschalle höchsten Gut, dem Vaweit und breit. ter allerGüte! dem GOtt, 5. Ihm, der da lebt in der alle Wunder thut, Ewigkeit, sen Lob, Ehr, dem GOtt, der mein GePreis und Danck gesun- müthe mit seinem reichen gen von seiner Braut, der Trost erfüllt, dem GOtt, Christenh.it: Ihn loben der allen Jamer stillt! gebt Mensch- und Engel- Zun- unserm GOtt die Ehre. gen. Es jauchte ihm der 2. Es dancken dir die Himmel Himmels- Heer, Himmels- Heer, o Herrund was das Wort je aus- scher aller Thronen! Und gesprochen mehr. die auf Erden, Luft und Meer 734 Dom Lobe Gottes insgemein. Meer in deinem Schatten 6. Wenn Trost und Hülf wohnen, die preisen deine ermangeln muß, die alle Schöpfers- Macht, die al- Welt erzeiget; So kommt les also wohl bedacht: gebt und hilft der Ueberfluß, unserm GOttoie Ehre. der Schöpfer selbst, und 3. Was unser GOttge- neiget die Baters- Augen schaffen hat, das will ersdeme zu, der sonsten nire auch erhalten; darüber gends finder Ruh: Gebt will Er früh und spat mit unserm GOtt die Ehre. feiner Güte walten. In 7. Ich will dich all' mein feinem ganzen Königreich Lebentang, o GOtt! von ist alles recht, und alles nun an ehren, man soll, o gleich: Gebt unserm GOtt GOtt, dein'n Lobgefang die Ehre. an allen Orten hören; 4. Id rief dem HErrn mein ganzes Herß erin meiner Noth, achGOtt, muntre fich, mein Geiſt vernimm mein Schreyen und Leib erfreue dich: Da half mein Helfer mir gebt unserm GOtt die vom Tod, und ließ mir Ehre. Trost gedeyen drum danck 8. Shr, die ihr Christi ach GOtt, drum danck ich Namen nennt, gebt undir, ach dancket, dancer ferm GOtt die Ehre, ihr GOtt mit mir: Gebt un- die ihr GOttes Macht beferm GOtt die Ehre. fennt, gebt unserm GOtt 5. Der HErristnoch und die Ehre, die falschen Gonimmer nicht von seinem ßen macht zu Spott, der Boldk geschieden, Er blei- Errist GOtt, der HErr bet ihre Zuversicht, ihrist GOtt: Gebt unserm Segen, heil und Frie- GOtt die Ehre. den. Mit Mutter- Hän- 9. So kommet vor sein den leitet Er die Seinen Angesicht mit Jauchßenstetig hin und her: Gebtvollem Springen, bezahlt unserm GOtt die Ehre. ihm die gelobte Pflicht, und Dom Lobe GOttes insgemein. 735 und laßt uns fröhlich sin- den- Götter mit Zittern zue gen: GOTT hat es alles denFüssen anberendfallen wohl bedacht, und alles, müssen. Gößen- Knechte! alles recht gemacht: Gebt Eu'r Gemächte macht zuunserm GOtt die Ehre. Inichte im Gerichte, der den Himmel hat gemacht. Der 96. Pfalm. 601. In eigener Melingt dem HENNN 4. Herrlichkeit, Wonn und Freud ist vor seinem nah und fern, rühmet Angesicht: Auch seiner Shn mit frohem Schall! Wohnung Würde beDas Alte ist vergangen, steht in Kraft und Zierde. das. Neue angefangen. Drum eilt, ihr VölckerLast die erneurte Sinnen Haufen, begierig hin zu ein neues Lied beginnen! laufen, Ihm zu fingen, Es vermehre seine Ehre, Jhm zu klingen, Shm zur was da lebet, was da springen, Shm zubringen schwebet auf der Erden Ehr und Macht in Deüberall. muths- Pflicht. 2. Was nur kan, stim- 5. Gebt mit Fleiß allen me an, daß Jehovah werd Preis feinem groffen Naerhöht! Laßt euren Lob- men hin! Doch sollt ihr, spruch wandern von ei- als die Reinen im heils nem Tag zum andern, dielgen Schmuck erscheinen, Menschen ohn' Aufhören wenn ihr wollt anzubeten von seinem Heil zu lehren. in die Borhöfe treten. Er Sagt mit Freuden auch will haben Liebes- Gaben; den Heyden alle Werde Die zu schenden laßt euch seiner Starcke, die ihr seine tenden. Aller Welt- Kreis Wunder seht. fürchte Jhn. 3. Großit Gott Zeba 6. Saget an auf dem oth, hochgelobt in feiner Plan, ber von Henden Pracht. Er ist Negentwird bewohnt: Daß Er und Netter, dem alle Er allein regieret, daß Er das 736 Dom Lobe GOttes insgemein. das Scepter führet, daß der Kreis der Erden nun Er fich läßt auf Erden ein oll gerichtet werden, im Reich befestigt werden. Licht und Recht und Klars Er will richten, er will heit, nach Billigkeit und schlichten, ade Sachen Wahrheit. Die Erquigleich zu machen. Er ists, chung und Beglückung ist, der nach Wercken lohnt. ihr Frommen, nun ge7. Freue dich inniglich, kommen: Stimmt das Himmels Burg und Hosianna an! Himmels- Heer; Du Er- 602. Mel. JEsu! du mein de, lasse spüren ein star- liebstes Leben. des Jubiliren: Du Meer und auch ihr Seen, = olt GOtt nicht fingen? folt ich laßt ein Getön ergehen, ihm nicht danckbar seyn? laffet sausen, lasset brau- Denn ich seh in allen Dins sen, was ihr heget und be- gen, wie so gut Ers mit weget! Alles zu Jehovah mir meynt. Ist doch nichts Ehr. als lauter Lieben, das sein 8. Was das Feld in sich treues Herke regt, daß ohn hält, foll mit Hüpfen fró- Ende hebt und trägt, die lich seyn: Ja über alle in seinem Dienst sich üben. Felder jauchz't ihr, ihr Alles Ding währt seine grünen Wälder. Euch Zeit; GOttes Lieb in Bäumen und euch Zwei- Ewigkeit. gen gebührt es nicht zu 2. Wie ein Adler fein schweigen vor dem Höch- Gefieder über seine Junsten, der am nächsten vorge streckt, also hat auch euch stehet. Sehet, sehet, hin und wieder mich des wie Er zum Gericht zieht Höchsten Arm bedeckt, als sobald im Mutter- Leibe, 9. Dieser ist JESUSda er mir mein Weſen Christ, der von GOrt be- gab, und das Leben, das ich stimmte Mann, durch den hab, und noch diese Stunein. de Dom Lobe GOttes insgemein. 737 de treibet Alles Ding| Leibe Noth zustehen, nimt währt seine Zeit? Gottes ers gleichfalls wohl in Lieb in Ewigkeit. Acht; Wenn mein Kon3. Sein Sohn ist ihminen, mein Vermögen nicht zu theuer, nein, Er nichts vermag, nichts helgiebt ihn für mich hin, daß fen kan, kommt mein er mich vom ewgen Feuer Gott, und hebt mir an durch sein theures Blut sein Vermögen beyzules gewinn. Oduunergründ- gen. Alles Ding währt ter Brunnen; wie will seine Zeit; Gottes Lieb doch mein schwacherGeist, in Ewigkeit. ob er sich gleich hoch be 6. Himmel, Meer und fleißt, deine Tief ergrün- lihre Heere hat er mir zum den können? Alles Ding Dienst bestellt, wo ich nur währt seine Zeit; Got- meinAug hinkehre, find ich tes Lieb in Ewigkeit. was mich náhrt und hält, 4. Seinen Geist, den Thier und Kräuter und edlen Führer, giebt Er Getreyde in den Grünmir in seinem Wort, daß den in der Höh, in den Bus Er werde mein Regierer, scben, in der Gee; überall durch die Welt zur Him- list meine Weide. Alles mels- Pfort daß Er mir Ding währt seine Zeit; mein Herß erfülle mit Gottes Lieb in Ewigkeit. dem hellen Glaubens- 7. Wenn ich schlafe, Licht, das des Todes Reich wacht sein Sorgen, und zerbricht, und die Hölle ermuntert mein Gemüth, ſelbst macht stille. All- daß ich alle liebe Morgen les Ding währt seine schaue neue Lieb und Gut. Zeit; GOttes Lieb in Wäre mein GOtt nicht Ewigkeit. gewesen, hätte mich sein 5. MeinerSeelen Wohl- Angesicht! nicht geleitet ergehen hat Er ja recht war ich nicht aus so manwohl bedacht, will demlcher Angst genesen. Alles Asa Ding 738 Dom Lobe GOttes insgemein. Ding währt seine Zeit; smein Freund, der mich Gottes Lieb in Ewigkeit. liebet, mein gedenke, und 8. Wie so manche schwe- mich von der schnöden re Plage wird vom Sa Welt die uns hart gefantan rum geführt, die mich gen hält, durch das Creudoch mein Lebetage nieße zu Jhm lende: Alles mahls noch bisher be- Ding währt ſeine Zeit; rührt. Gottes Engel, den Gottes Lieb in Ewigkeit. Er sendet, hat das Böse, II. Das weiß ich für was der Feind anzurichten wahr, und laffe mirs nicht ist gemeynt, in die Ferne aus dem Sinne gehn, weggewendet. Alles Ding Christen- Creus hat seine währt feine Zeit; Gottes Maasse, und muß endlich Lieb in Ewigkeit. stille stehn, Wenn der 9. Wie ein Vater sei- Winter ausgeschneiet nem Kinde sein Herz nie tritt der schöne Sommer mahls ganz entzeucht, ob ein: Also wird auch nach es gleich bisweilen Sünder Pein, wers erwarten de thut und aus der Bahkan, erfreuet. Alles Ding ne weicht: Also hält auch währt seine Zeit; Gottes mein Verbrechen mir Lieb in Ewigkeit. mein frommer Gott zu 12. Weil denn weder gut, will mein Fehlen mit Ziel noch Ende sich in der Ruth, und nicht mit Gottes Liebe find't, en so dem Schwerdte rächen. heb ich meine Hände zu dir, Alles Ding währt seine Bater, als dein Kind, bits Zeit; GOttes Lieb in te, wollft mir Gnade geEwigkeit. ben, dich aus aller meiner 10. Seine Strafen, sei- Macht zu umfangen Tag ne Schläge, ob sie mir und Nacht, hier in mei gleich bitter seynd: Den nem ganzen Leben, bis ich noch, wenn ichs recht er- dich nach dieser Zeit lieb wäge, sind es Zeichen, daß und lob in Ewigkeit. 603. In Dom Lobe GOttes insgemein. 739 603. In eigener Mel. de voll, voll: ihr Lebensriumph:: des HErrn Brodt ist Jesus Christ. Ehre, Weisheit, Gefalbten freuet euch, Dand, Preis, Kraft unv Triumph:,: der alteDrach Stardke sey unserm Gott er lieget, es ist zerstört des in Ewigkeit! der zeige ſeiTeufels Reich. nen Knechten seine Wers 2. Die starcken Sera- cke, daß sie leben in jener phinen fliegen eilig, zu Zeit. richten aus des HErrn 604.M.Auf Christenmensch, Gebot, einer der ruft zum auf, auf 2c. andern: Heilig, Heilig, Tritt hin, o Seel! und der Zebaoth. feine tausend Gaben mit 3. Das ganze Land, wie denen er dich frey und gern Gott zuvor verheissen, ist geziert hat und erhaben. nun mit Gottes Ehr er- Danck Ihm ißt und zu füllt, kein Feind kan Zion aller Zeit dafür mit tauhinfort mehr zerreissen, send Innigkeit. GOtt felbst ist in ihr Sonn und Schild. 2.Er hat aus nichts dich hergebracht, zu ſeinem 4 Wohl euch, wohl euch Bild formiret; Zu seinem die ihr den HErren fen- Gleichniß dich gemacht, net, in Jesu Christi wah und stattlich ausstaffiret. rem Licht, ihr seyds, die Danck Ihm 2c. Christus seine Brüder 3. Er hat gar feines nennet, in Ihm send ihr Herzens Blut für deine frey vom Gericht. Schuld vergoffen; Lind 5. Nun singet, finget dich von Banden und der, wohl dem Volcke, wohl, Glut der Höllen losgewohl dem Boldke, des schlossen. Danck Shinic. Gott ihr Gott ist! Gott 4. Drauf hat Er dich machet sie der Zions- Freu- zum Kind und Sohn, als Agg 2 Bater 740 Dom Lobe GOttes insgemein. Bater angenommen; und ergößen deine Sinnen. will, daß du auf seinen Dand Jhm zc. Thron follst ew'ger Erbe 10. Dir fährt die Sonn kommen. Dance Jhmi. des Tags herein auf ihrem 5. Für dich hat Er die gülönen Wagen: Dir läßt ganze Welt erschaffen und der Mond mit seinem erbauet: Für dich ist sie Schein des Nachts herum so wohl bestellt, und was sich tragen. Dand Jhw man drinnen schauet. igt und aller Zeit zc. Danck Ihm zc. 11. Zu deinen Diensten 6.Dir dienet alle Crea- find bereit die engelischen tur, vor dir muß all's sich Schaaren. Sie wachen neigen: Bothmäßig mus itt und allezeit, daß sie sich die Natur im Glau- nur dich bewahren. Dank ben dir erzeigen. Dand Jhm zc. Ihm x. 12. Der Himmel ift fire 7. Dir trägt die Erde dich gemacht mit allen ſeis Brodt und Wein, und nen Schagen; Er wart't Arzenen für Schmerzen: mit seiner Lust und Pracht Dir hegt sie Thiere groß vor all'n dich zu ergößen. und klein, dir Gold in Danck Ihm zc. ihrem Herßen. Dand 13. Ach! ach, ist das nicht Ihm xc. grosse Gunft, nicht groffe 8. Dert lauft und Huld und Güte? Die dir strömt das Wasser dir, dalschon jegt erzeigt umsonst stehet es dir stille; bringt das göttliche Gemüthe. Perl'n, Corall'n und an- Danck Ihm x. dre Zier, und Fische dir die 14. Und was noch mehr, Fülle. Danck Ihm x. Er fieht nicht an,( wilt du 9.Die Luft erquickt dich nur Gnade finden,) die spat und früh, von aussen Schmach, die du Ihm anund von innen: Die Vög gethan, mit tausendfachen lein und das Feder. Vieh Sünden. Danck Ihm x. 15. Cr Dom Lobe GOttes insgemein. 741 15. Er giebt so gar sich 4. Unterdessen, Herr, felbft für dich, er liebt dich mein Herrscher! will ich wie sein Leben; und will treulich lieben dich! Denn sich endlich ewiglich dir ich weiß du treuer Vater, fchencken und ergeben. daß Du heimlich liebest Drum dand Ihm stets mich: Zeuch mich kräftig zu aller Zeit, o Seel! mit von der Erden, daß mein tausend Innigkeit. Herk mag himmlisch 605. M. Berr ich habe ze. werden. Herrscher, unser Literat 5. HErr dein Nam ist Stonig, unfer allerhöch- hoch gerühmet, und in alstes Gut, herrlich ist dein ler Welt bekannt, wo die grosser Name, weil er warmen Sonnen- Stra Wunder- Thaten thut; len nur erleuchtet einig Löblich, nah und auch von Land, da ruft Himmel, fernen, von der Erd bis da ruft Erde; Hochgelobt an die Sternen. Jehovah werde! 2. Wenig find zu diesen 6, HErr, mein Herr Zeiten, welche dich von scher, o wie herrlich ist dein Hergens- Grund lieben, Name meiner Seel, drum suchen und begehren; Aus ich auch vor deinen Augen der Säugelingen Mund fingende mich dir befehl hast du dir ein Lob berei- gib daß deines Kindes tet, welches deine Macht Glieder sich dir ganz ergeausbreitet. ben wieder. 3. Es ist leider! zu beklagen, und wem bricht das Herke nicht? Wenn man fiehet so viel taufend fal- Mas Lobes foll'n wir len an dem hellen Licht. dir o Bater, fingen? Ach! wie sicher schläft der dein'n Rath kan feines Sünder, ist es nicht ein Menschen Zung aufbringrosfes Wunder? 2. Du 606. M. Danker dem ers ren denn er ist sehr freundlich. Igen. Ana z 742 Dom Lobe GOttes insgemein. 2. Du hast uns wahre 10. Lob und Ehr müsse Siegel aufgedrücket, da Dir, o Vater, werden in ben wir deine Gunst und Ewigkeit, auch hier auf Güte schmecken. dieser Erden. 3. Den bösen Pharao 607. Mr. Christus, der uns 2c im Meer erwürget, If rael in den Wüft'n' mit Wer wohl auf ist und Brodt versorget. gesund, hebe sein Ge mithe, und erhöhe seinen 4. Darben wir sollen Mund zu des Höchsten lernen heut und morgen Güte, laßt uns dancken daß du wilt unsern Leib Tag und Nacht mit erund Seel versorgen. freuten Liedern, unserm 5. 3u b'weisen deine Gott, der uns bedacht mit hohe Wunder- Wercke, gesunden Gliedern. hast du zerknirschet der 2. Ein gesundes frisches Hethiter Starcke. Blut hat ein frölichs Le6. Dazu ein'n ew'gen ben. Giebt uns Gott dis Bund mit uns gemachet, ein ge Gut, ist uns gnug wohl dem, der mit dem gegeben, hier in dieser are Herzen darnach trachtet.[ men Welt, da die schön7. O Bater, deine Re- fien Gaben und des güldden sind beständig, Genen Himmels: Zelt wir richte, Wahrheit, Werke noch künftig haben. deiner Hände. 3. Wår ich gleich wie 8. Du sendest die Erld Crófus reich, hátte Baare fung den Gefangnen, und schaft liegen? War ich trågest weg den Raub Alexandern gleich an Trimit hohem, Prangen. umph und Siegen; Mü9. Theur, schrecklich, ste gleichwol slech und unvergånglich ist dein schwach Pfühl und BetName, wer den fürchtet, ten drücken; wird auch der wird zur Wahrheit mich in Lingemach all kommen. Imein Gut erquicken? 4. StunNG Dom Lobe GOttes insgemein. 743 4. Stunde gleich mein Haupt: Weh, Stein und ganger Tisch voller Lust Gicht, und die Schwindund Freude; Håtte Wild sucht plagen: Lieber will pret, Wein und Fisch, und ich frölich gehn im gerindie ganze Weide, die den gen Kleide, als mit Leid Hals und Schmack er- und Alengsten stehn in der gött; Wozu würd es nu- schönsten Seide. Ben, wenn ich dennoch 8. Solt ich stumm und ausgesetzt mist in sprachloß seyn, oder lahm Schmerzen figen? an Füssen: Solt ich nicht 5. Hätt' ich aller Erden des Tages Schein sehen Pracht, fäß im hochsten und geniessen: Solt ich Stande; Wir ich mach- gehen spat und früh tig aller Macht, und ein mit verschloffnen Ohren, Herr im Lande; Mein würd ich wünschen, daß Leib aber hátte doch auf ich nie war ein Mensch und angenommen der be- geboren. trübten Kranckheit Joch, was hätt ich für Frommen. 9. Lebt ich ohne Rath und Wiß, war im Haupt verwirret: Hätte meiner 6.Ich erwähl ein Stück Seelen Siß, mein Herz lein Brodt, das mir wohl sich verirret; Wäre mir gedeyet, für des Reichen mein Muth und Sinn Goldes Koth, da man Ach niemals guter Dinge; ben schreyet. Schmeckt war es besser, daß ich hin, mir Speis und Mahlzeit wo ich her bin, ginge. wohl, und darf mein nicht 10. Aber mun gebricht schonen, halt ich ein Ge- mir nichts an erzählten richtlein Kohl höher als Stücken, ich erfreue mich Melonen. des Lichts, und der Son. 7. Samm't und Pur- nen- Blicken; Mein Gepur hilft mir nicht mein fichte ficht sich üm; mein Elende tragen, wenn mich Gehöre höret, wie der Aaa 4 Rig 744 Dom Lobe GOttes insgemein. Vögelein füsse Stimm ih möge brauchen. Hilf, daß ren Schöpfer ehret. mein gesunder Mund und II. Hand und Füsse, erfreute Sinnen dir zu Herz und Geist find bey aller Zeit und Stund guten Kräften, alle mein alles Liebs beginnen. Vermogen fleußt. und 15. Halte mich bey geht in Geschäften, die Starck und Kraft, wenn mein Herrscher hat gestellt ich nun alt werde, bis mein hier in meinem Bleiben Stündlein mich hinraft, also lang es ihm gefällt, in in das Grab und Erde. der Welt zu treiben. Gieb mir meine Lebens12. Ist es Tag, so mach Zeit ohne sonderm Leide, und thu ich, was mir ge- und dort in der Ewigkeit bühret; kommt die Nacht die vollkemmne Freude. und süsse Ruh, die zum 608. In eigener Mel. Schlafe führet; Schlaf underbarer König, Herrscher von uns und ruh ich unbewegt, bis die Sonne wieder mit den allen, laß dir unser Lob ges hellen Stralen regt mei- fallen, deines Vaters Gü ne Augen- Lieder. te haft du lassen triefen, 13. Habe Dank, du mil- ob wir schon von dir wegde Hand, die du aus dem liefen. Hilf uns noch, Throne deines Himmels stärd uns doch, laß die mir gesandt diese schöne Zunge singen, las die Crone deiner Gnad und Stimme klingen. groffen Huld, die ich all 2. Himmel! lobe prachmein Tage niemals hab tig deines Schöpfers Thaum euch verschuldt, und ten, mehr als aller Mens doch an mir trage. fchen Staaten; Grosses 14. Gib, fo lang ich ben Licht der Sonnen, schiesse mir hab ein lebendigs deine Stralen, die das Hauchen, daß ich solche groffe Rund bemahlen, theure Gab auch wohl lobet gern Mond und Sterne Dom Lobe GOttes insgemein. 745 Stern, send bereit zu eh. 4. Halleluja bringe, wer ren einen solchen Herren. den HERNEN ken3.Odu meine Seele sinnet, wer den Herren JE gefrölich, finge, finge deine SUM liebet! Halleluja Glaubens Lieder, was den finge, welcher Christum Othen holet, jauchze prei- nennet, sich von Herzen se, klinge, wirf dich in den ihm ergiebet, o wohl dir! Staub darnieder, Er ist glaube mir; endlich wirst Gott Zebaoth er ist nur zu du droben ohne Sünd loben, hier und ewig drobe. ihn loben. b) Vom Lobe Gottes am Marien- Johannisund Michaelis- Fest. 609. Mel. Gott sey uns gnål 5. Er übet Gewalt mit dig und barmherzig. ſeinem Arm, und zers eine Seel erhebt streuet, die hoffärtig find den Herrn, und in ihres Hertens Sinn. Speine meinGeift freuet fich Gottes meines Heylandes. 6. Er stoffet die Gewals tigen vom Stuhl, und er2. Denn Er hat seine hebet die Niedrigen. elende Magd angesehen: 7. Die Hungrigen füllet Siehe, von nun an wer Er mit Gütern, und lässet den mich selig preisen alle die Reichen leer. Kindes- Kind. 8. Er denket der Barm 3. Denn Er hat grosse herzigkeit, und hilft feiDing an mir gethan, der nem Diener Ifrael auf. da måchtig ist, und des Name heilig ist. 4. Und seine Barmher Bigkeit währet immer für ewiglich. und für bey denen, die ihn fürchten. 9. Wie Er geredet hat unsern Båtern, Abraham und seinem Saamen 10. Lob und Preis fen GOtt dem Vater und Aaa 5 746 Dom Lobe GOttes dem Sohn, und dem Hei- ihm dieneten ohne Furcht ligen Geiste. unser Lebelang. II. Wie es war im An- 8. In Heiligkeit und fang, jetzt und immerdar, Gerechtigkeit, die Ihm und von Ewigkeit zu gefällig ist. Ewigkeit, Amen. 9.11nd duKindlein wirst 610. M. Meine Seel erhebt ein Prophet des Höchsien den Herren. heiffen, du wirst vor dem Belober sey der HErr, Herrn hergehen, daß du bereitest. der GOtt Ifrael, seinen Weg denn Er hat besuchet und erlöset sein Bold. IO. llnd Erkenntniß des Heils gebeft seinem Volk, 2. Und hat uns aufge- die da ist in Vergebung richtet ein Horn des Heils ihrer Sünde. in dem Hause seines Dieners Davids. 11. Durch die herzliche Barmherzigkeit unsers 3. Als Er vor Zeiten ge- Gottes, durch welche uns redet hat durch den Mund besuchet hat der Aufgang seiner heiligen Propheten. aus der Höhe. 4. Daß er uns errette 12. Auf daßEr erscheine von unsern Feinden, und denen die da sizzen in Finvon der Hand aller, die sterniß und Schatten des uns haffen. Todes, und richte unsere 5. Und die Barmher- Füsse auf den Weg des zigkeit erzeigte unsern Friedens. Batern, und gedächte an 13. Lob und Preis sen Gott dem Vater, und feinen heiligen Bund. 6. Und an den Eyd, den dem Sohn, und dem Er geschworen hat unserm Heiligen Geiste. Vater Abraham, uns zu geben. 14.28ie es war im Ansau fang, setzt und immer7. Daß wir erlöfet aus dar, und von Ewigkeit der Hand unserer Feinde, zu Ewigkeit, Amen. 611. Mel. am Marien Johannis- und ichaeliselt. 747 611.M.Ach), alles, washim- Danken befungen: Sen, daß du den Teufel, die Hölmel und Erden. Gewonnen, gewonnen le zerstört, mit ftetigem der Satanas lieget, Preisen undLoben geehrt. die höllischen Geister sind 6. Gewonnen, gewonalle besieget; erfreue dich nen, der Satanas lieget, Himmel, erfreue dich die höllischen Geisler find Welt, der Satanas lieget alle besieget; Erfreue dich wir haben das Feld. Himmel, erfreue dich 2. Der unsere gläubige Welt, der Satanas lieget, Brüder verklaget, ist jego wir haben das Feld. vom Hause des Himmels 612. Mel. Sür deinen Thron tret ich hiemit. gejaget, die höllische Gru be des Kerkers ſteht bloß, die arme gefangene Sclas ven gehn los. 3. Die Pforten der Höl- Geschöpf der Engel schon, len sind nieder geschmissen, die um dich schweb'n in dieStricke des Jágers find deinem Thron. alle zerriffen; Derandere 2. Sie glänzen hell und mannigfalt listig berückt, leuchten flar, und sehen ist selber anjeßo mit Ket dich ganz offenbar, dein' ten bestrickt. Stimm sie hören allezeit, alle wir, und ſollen billig danken dir, für dein 4. Der Starke hat heu- und find voll göttlicher te den Stärkern gefühlet, Weisheit. und seine vermeineteBen- 3. Sie feyren auch und te verspielet. Heil, Kráf- schlafen nicht, ihr Fleiß te, Reich, Ehre und herrli- ist ganz dahin gericht, daß che Macht ist alles in unse- fie Herr Christe, um dich rem Heyland gebracht. seyn, und um dein armies 5.Sen Michael, daß du Häufelein. den Drachen bezwungen, 4. Der alte Drach und mit ewigen Rühmen und böse Feind vor Neid, Has AL 748 Dom Lobe GOttes. und vor Zorne brennt, sein Flamm, der Engel ihn'n Datum steht allein darzu Hülfe kam. auf, wie er zertrenne dei 10. Also schüßt Gott nen Hauf. noch heut zu Tag, vorm 5. Und wie er vor hat Ulebel und vor mancher bracht in Noth die Welt, Plag uns durch die lieben führt er sie noch in Tod, Engelein, die uns zu Kirch, Wort, Geset, all Wächtern geben seyn. Ehrbarkeit ist er zu tilgen stets bereit. II. Darum wir billig loben dich, und dancken 6. Darum kein' Rast dir, GOtt, ewiglich, wie noch Ruh er hat, brüllt auch der lieben Engel wie ein Lów, tracht't früh Schaar dich preiset heut und spat, legt Garn und und immerdar. Strick, braucht falsche 12.Und bitten dich, wolft List, daß er verderb, was allezeit dieselbe lassen seyn Chriftlich ist. bereit, zu schüßen deine 7. Indessen wacht der kleine Heerd, so hält dein Engel Schaar, die Chri- göttlich Wort im Werth. fto folgen immerdar, und 613. M. Ese ist das Heil uns schüßen deine Christenkommen her. heit, wehren des Teufels GOtt, der du aus 8. An Daniel wir ler- Menschen- Kinder liebest nen das, wie er unter den und als ein Vater, alle Lowen saß, desgleichen Stund uns sehr viel Gus auch den frommen Loth les giebest; Wir dancken der Engel half aus aller dir, daß deine Treu ist bey Noth. ums alle Morgen neu, in 9. Dermassen auch des unserm gangen Leben. Feuers Glut verschont, 2. Wir preisen dich in und keinen Schaden thut sonderheit, daß du die Ena den Knaben in der heiffen gel- Schaaren zu deinem Lobe am Marien- Johannis und Michaelis, Seft. 749 Lobe hast bereit, auch uns 6. Ach HErr! laß uns mitzu bewahren, daß un- durch deine Gnad in deifer Fuß an keinen Stein, nerFurcht verbleiben, und wenn wir auf unsern ja nicht selbst durch UlebelWegen seyn, sich stosse that die Engel von uns treiund verlege. ben: Gib, daß wir rein und 3. Was ist der Mensch, heilig seyn, demüthig und o Bater, doch, daß du seinsohn Heuchel- Schein dem so gedenckest, und ihm da- Nächsten gerne dienen. zu so reichlich noch die grof 7. Gib auch daß wir se Gnade schenckest, daß er der Engel Amt ausrichten die Himmels- Geister hat, Dir zu Ehren, und deine wenn er nur geht auf Wunder allesamt ausrechtem Pfand, zu seinem breiten und vermehren, Schuß und Hütern. die du uns in der ganzen 4. HErr, diese groffe Welt und deinem Wort Freundlichkeit und son- haft vorgestellt, voll Weißderbare Gute erheischet heit Macht und Güte. von uns allezeit ein dank 8. Und wie du durch die bares Gemüthe; darum, Engel hast aus Noth uns o Gott, so rühmen wir oft geführet, so daß uns die grosse Lieb, und dan- manche schwere Last und dken Dir für solche hohe Plage nicht berühret; fo Gnade. thu es ferner noch hinfort, 5. Es ist der starcken befiehl, daß sie an allem Helden Kraft gestanden Ort um uns sich stets uns zur Seiten, sonst herlagern. waren wir schon hinge- 9. Laß deine Kirch und raft zu diesen bösen Zei unser Land der Engel ten; die Kirche und die Schuß empfinden, daß Policey, ein jeder auch für Fried und Heil in allem sich dabey ist gnädiglich Stand ein jeder moge fin. erhalten. Iden. Laß fie des Teufels Merd 750 Dom Lobe Gottes am Marien und Johannis Sest. Mord und List, und was 3. Indessen mennt die sein Reich und Anhang Welt: Sie sey gereinigt ist, durch deine Kraft worden, weil sie sich eingezerstören. stellt nach Gottes Will'n 10. Zulegt laß sie an un- und Orden, fie bleibt bey ferm End hinweg den Salihrem Wahn, und wer ihr tan jagen, und unsre Seel anders sagt, ist auf der in deine Hand, in Abra- Irrthums- Bahn, ach! hams Schooß tragen, da das sey Gott geklagt. alles Heer dein Lob er klingt, und Heilig, Heilig, Heilig fingt, ohn einiges Aufhören. 4. Wie ist die Reinigung doch viel ein ander Wesen, und die Erneuerung; Es muß, wer sie erlesen, stets kämpfen: Ach! wie viel findt da ein Gottes- Kind 614. M. O Gott du from mer Gott. Wie wird doch so gering zu beſſern, weil ohn Ziel der Sünden Herzen gehalten, als ein 5. Das Herz ist eine Ding, damit sichs lasse Quell, aus welcher nichscherzen, es meynt die eitle tes fliesser als Bosheit, Welt: Sie sey gereinigt die sich schnell in Wort schon, wenn sie einst nie- und Werck ergiesset: Wer derfällt zum Schein vor nicht die Quelle leert, und Gottes Chron. stopft den Brunnen zu, 2. Wenn zur gewohnten wird nimmer recht beZeit man will zum Nacht- kehrt, und kommt nies mahl gehen, so macht man mahls zur Ruh. fich bereit mit Beten und 6. Es fehlt an Mitteln init Flehen, bis daß das nicht, Gott hat sie g'nug Werd vorbey, draufsgegeben, wenn man nur fängt man wieder an zu will nach Pflicht des Her fündigen aufs nen, wenn, ren Wort nachleben: Allwie und wo man kann. lein, es will die Welt nicht an Dom Lobe Gottes des Morgens. 751 an die Creußigung, und Herze werden rein, denn weil das Creuß misfällt, ist der Wandel gut. folgt keine Besserung. 8. Herr Jesu, der du 7. Es fan des Herren mich dis haft erkennen lasAug' der Schlangen Gift sen, gieb, daß ich für und nicht leiden, es siehet, was für mög alle Sünden haf nicht taug', drum muß sen, und in der Reinigung man alles meiden, auch zunehmen bis ans End, den geringsten Schein; es bis ich die Heiligung durch muß durch Jesu Blut das deine Kraft vollend. Buf c) Vom Lobe Gottes des Morgens. 615. M. Herzlich thut mich 3. Du Herr der Him verlangen. mels- Zelten, wie soll ich Quf, auf, mein Geist nach Gebühr, wie soll ich zu loben, auf, auf, dir vergelten, was du geund werd erhißt, bedenke, than an mir! ich bin zwar wie von oben der Höchste zu geringe: Doch nimm dich beschützt: Hätt' er dir disOpfer hin: Nimm hin, nicht die Bache der Engel was ich dir bringe, ein'n zugeschickt, so hätte dich dir ergebnen Sinn. der Drache im tiefen 4. Nur weg mit Horn Schlaf erstickt. und Klauen! Ich opfre 2. Dir, dir und deiner Hertz und Brust! Ein Gute, dir, dir mein Gott findliches Vertrauen, das, allein, dir, dir soll mein das ist deine Lust: Das, Gemüthe von Herken das laß dir gefallen, wie danckbar feyn; denn du schlecht es immer scheint; haft mir mein Leben noch So ist dennoch vor allen bis daher verlängt, und dis Opfer gut gemeinte täglich auch darneben viel 5. Berzeihe mir die Sin Wohlthat eingeschenckt. Ide, die ich bisher verbt, und 752 Dom Lobe GOttes des Morgens. und die ich ist befinde, wiel 9. Gib, daß im Creuß fie mein Herz betrübt! und Glücke ich stets so leVerzeihe mir und dám- ben mag, daß ich all Alupfe all' üppige Begier, genblicke denk an den letzmit der ich täglich kämpfe, ten Tag; Und wenn der O Herr, verzeih es mir. wird einbrechen, so gib, daß 6. Send auch auf mei- lich erfreut, von Herzen nen Wegen mir deinen könne sprechen: Komm, Engel zu, und sprich du HErr, ich bin bereit. felbst den Segen zu allem, was ich thu! Herr, fende 616. M. Der lieben Sonnen du mir Kräfte von deiner Licht und Pracht. Himmels- Hoh, auf daß all mein Geſchäfte gewünscht Auf! Seel, und danke von starten geh. deinem Herrn aus reinem Herzens- Grunde, 7. Gib mir vor allen das helle Licht vertreibt die Dingen getroffen Muth Stern in dieser Morgenund Geift, dis freudig zu Stunde! die Gonn entvollbringen was mein Be- decket dir der Güte Gotruf mich heißt: Laß mich tes Zier, die sich zu Gotin guten Tagen nicht über- tes Kinder Schau be müthig fenn, und laß mich spiegelt in den Morgenauch nicht zagen, dringt Thau. gleich ein Creuß herein. 2. Sprich: GOtt, ich 2. Hilf, das in meinem bin nicht gnug dazu, die Stande ich thu, was dir Gnade zu erzählen, die du gefällt, auch laß mich nicht durch sichre Liebes- Ruh in Schande gerathen vor erzeigt haft meiner Seeder Welt: Richt, HErr, len: Ich kan nicht zeigen mein ganzes Leben nach an, was du mir Guts gea beinem Willen ein; Laß than, nebst andern, die ouch mein Haus darneben auch trauen dir, und eines von dir gesegnet seyn. Glaubens sind mit mir. 3. Nun, Dom Lobe Gottes des Morgens. 753 3.Nun, meiner Seelen] 6. Ich will gern alles Hilf und Schut! ich rüh nehmen an, zu Lieb und me deine Treue, die deinen auch zu Leide, weil deine Kindern kommt zu Nuß, Hand es ändern kan, und die alle Morgen neue: Ich wenden Leid in Freude. danck herzinniglich, daß Dein Herz auf mich gedu so gnädig mich und richt, kan mich verlaffen auch die Meinen, diese nicht; Denn, wer im Nacht, durch deine Engel Glauben kommt zu dir, der haft bewacht. 4. Gib, liebster Gott, daß ferner ich auch heute ist gesegnet für und für. 7. Nun dir sey alles heimgestellt, Seel, Leib, Stand, Gut und Leben, mach alles so, wie dirs geChriftlich wondle, und meiner brauch, daß, was ich thu fällt, dir hab ich es ergeund handle, gereiche mehr ben; bewahre Stadt und und mehr zu deines Na Land, Lehr- Wehr- und mens Ehr, zu meiner See auch Nähr Stand; erhal len Heit und Schuß, und te Wort und Sacrament, meines Nächsten Dienst gib ein vernünftig feligs End. und Nuß. 8. Mein HErr und 5. Behite mich vor alle Gott, dich laß ich nicht, dem, was Leib und Seele dir lieg ich hier zu Füßen, francket, hingegen gib, bis mir dein Mund den was angenehm, was dei Segen spricht, der alles nen Seegen schencket, kan durchfüßen, wenn wend ab Gefahr und mich dein Himmel tránkt, Noth; Krieg, Hunger, und mir viel Guts einFeuer, Tod; schickst du schenkt, wenn mich dein mir aber Creuß mit zu, so süßer Gnaden Geist aus gib Geduld, Trost, Hilfsmeines JEsu Wunden und Ruh. fweist. Bib 9. Hier A 754 Dom Lobe GOttns des Morgens. 9. Hieraufnehm ich mit und Pein, frisch und munFreuden an, was mir ist ter steht allhier, Gott anbefohlen. Dein Geist mein Gott, das kommt mich führ auf ebner Bahn von dir. bis du mich wirft einholen 4. Solte dich zum Zorn ins schöne Paradeis, zu bewegen meine Schuld deinem Lob und Preis, so der Sünden groß, ach! so wird der Tag in GOTT schone, laß sich legen deis vollbracht, Anfang und nen Grimm, und sprich Ende gut gemacht. mich los, hier ist Jesus, dem du hast aufgebürdet meine Last. 5. Weil ich auch ohn Quf, und finge meine dich nicht leben noch recht Seele, lobe 617. Miel. Auf ihr Christen, Christi Glieder. deinen GOtt, laß die Sor- du allein du must mirs gen in der Hóle gang ver- geben, drum so ruf ich graben seyn und todt, auf sehnlich an dich, den lieb erhebe deinen Sinn zu den sien Bater mein, ach! laß höchsten Woldken hin. dein Herß offen seyn. 2.Sprich: Mein GOtt, 6, Laß mich deinen sen hoch gepriesen, hoch ge Geist regieren, daß ich mòpriesen ewiglich, daß du ge mit Verstand mein'n haft den Höllen- Riesen Beruf und Nahrung fühabgetrieben väterlich, daß ren, leite mich nach deiner er nicht in dieser Nacht Hand; Führe meine Tritt feine Macht an mir voll- und Schritt, theilemir dein bracht. Seegen mit. 3. Durch dich, HERR, 7. Was ich rede thu und bin ich genesen, du, du bist dencke, höchster GOtt, zur der Hüter mein, und mein Ehre dein, und zu meiner Starcker Schuß gewesen, Wohlfahrt lencke, laß dir daß der Leib öhn' Angst auch befohlen seyn meine Freun Dom Lobe GOttes des Morgens. 755 Freunde überall, und die Tag vors Teufels Lift Feinb in groffer Zahl. und Wüten, vor Sünden 8. Endlich, wenn ich ab und vor Schmach, vor soll scheiden durch den Tod Feuer und Wassers Noth, aus dieser Welt, fo gieb, vor Armuth und vor daß iché thu mit Freuden, Schanden, vor Ketten und komm ich doch ins Him- vor Banden, vor bösem mele 3 lt, da mir son schnellen Tod. mein JEfus hat zubereitet 4. Mein' Geel, mein Raum und Statt. Leib, mein Leben, mein 618. M.Don GOct will ich Ehr und Gut bewahr, nicht laffen. in deine Händ ichs gebe, 2" 118 meines Herzens jegund und immerdar, als Grunde fag ich dirob, dein Geschenck und Gab, und Danc, in dieser Mor- mein Obern und Ver gen- Stunde, dazu mein wandten, mein Freunde Lebelang, o GOtt in dei- und Bekannten, und alles nem Thron, dir zu Lob was ich hab. Preis und Ehren, durch Christum unfern Her ren, dein'n eingebornen Sohn. 5. Dein' Enge! laß auch bleiben, und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der 2. Daß du mich aus bof' Feind hier in diesem Genaden in der vergang- Jammerthal sein Zid an nen Nacht, vor G'fahr mir nicht übe, Leib und und allem Schaden, be- Seel nicht betrübe, hitet und bewacht. Ich und bring mich nicht zu bitt demüthiglich: Wolls Fall. mir mein Sünd vergeben, 6. GOtt will ich laffen womit in diesem Leben ich rathen, der alle Ding verz hab erzürnet dich. mag, er fegne meine Tha 3. Du wollest auch behüten, mein Bernehmien ten mich gnädig diesen und Sach: Denn ichs Ihm Bbb2 heims 756 Dom Lobe Gottes des Morgens. heimgeſtellt, mein Leib, erfreuet, wirst du mich ja mein' Seel, mein Leben lassen nicht täglich unversey Gott dem Herrn er- neuet. geben, er machs, wies 3. Ohne Licht sieht man ihm gefällt. fein Licht, ohne Gottes 7. Darauf so sprech ich Leuchten fieht kein MenAmen, und zweifle nicht sche Christum nicht, der daran, Gott wird es all's uns muß befeuchten mit zusammen Ihm wohlge dem hellen Himmelsfallen lahn: Drauf streck Thau seiner füßen Lehre; ich aus mein' Hand, greif drum, Herr Christe, auf an das Werck mit Freu mich schau, und Dich zu den, dazu mich Gott be- mir kehre. schieden in mein'n Beruf und Stand. 4. Kehre zu mir deine Gut, freundlich mich an blicke, das mein innerstes 619. Mel. Christus der uns Gemüth in dir sich erquis felig macht. de, und die süße Himmit Begierde = len- Licht, deiner Chri- schmecke: Sonsten sey sten Sonne, o du klares mir nichts bewust, so da Angesicht, der Betrübten Freud erwecke. Wonne! Deiner Güte 5. Laß ja ferne von mir Lieblichkeit ist neu alle seyn, Hoffart, AugenMorgen, in Dir bin ich Weide, Fleisches- Lust und recht erfreut, darf nicht Augenschein, Jesu! mir übrig sorgen. verleide, damit sich die 2. Wecke mich vomSün- Welt ergößt zu ihr selbst den Schlaf, der du bist Verderben, denn was sie das Leben, neues Leben in fürs Beste schätzt, machet mir schaff; Denn hast du ewig sterben. gegeben dieser Welt das 6. Nun so bleibe flets Sonnen- Licht, welches all mein Licht, Jesu, meine Freu Dom Lobe Gottes des Morgens. 757 Freude, bis der frohe Tag mit unsern Saamen im' anbricht, da nach allem mer in einen Geist spres Leide, ich in weisser Kleichen: Des Herren Nader Pracht, werde freudig men sey groß und hoch springen, und, daß Gott gepreist. es wohl gemacht, ohn Auhören singen. 4. Dem Leibe gib darneben Nahrung und gue ten Fried, ein g'sund und mäßig Leben, darzu ein frölich Gmüth, daß wir in allen Ständen, Tugend Höhe in dieser Mor- und Ehrbarkeit lieben und gen- Stund, durch den ich Fleiß drauf wenden, als neu aufstehe vom Schlaf rechte Christen Leut. frisch und gesund; Mich anck sey Gott in der hatte zwar gebunden mit 5. Gib mildiglich dein'n Finsterniß die Nacht, ich Segen, daß wir nach hab sie überwunden mit dein'ı Geheiß wandeln GOtt, der mich bewacht. auf guten Wegen, thun 2.Wied'rum thu ich dich unser Amt mit Fleiß, daß bitten, o Schuß, Herr ein jeder sein Netze ausIfrael! du wollst treulich werf und auf dein Wort, behüten den Tag mein sein'n Trost mit Petro Leib und Seel. Al Christ- feßze, so geht die Arbeit lich Obrigkeiten, uns'r fort. Schulen und Gemein in 6. Was dir gereicht zu diesen bösen Zeiten laß Ehren, und der Gemein zu dir befohlen ſeyn. Nuß, das will der Satan 3. Erhalt uns durch wehren, mit List und groß dein Güte bey g'sunderssem Truß, doch kan ers reiner Lehr, vor Keßerey nicht volbringen, weil behüte, streit für dein du, Herr Jesu Christ! Wort und Ehr, daß wir herrschest in allen DinBbb 3 gen, 620. Mel. Befiehl du deine Wege. D 758 Dont Lobe GOttes des Morgens. gen, und unser Beystand Loben, Beten, hab ich bist. mehr als sie vonnöthen. 7. Wir sind die zarten 3. Wann ich könte über. Reben, der Weinstock sehen, was all für Gefährselbst bist du, daran wir lichkeit ich gehabt hab auswachs'n und kleben, und zustehen meine ganze Les bringen Frucht darzu. bens- Zeit, ja was noch für Hilf daß wir an dir blei- Ungeluck alle Stund und ben, und wachsen immer Augenblick, und so lang ich mehr, dein guter Geist uns werde leben, übermeinem treibe zu Wercken deiner Haupte schweben; Ehr. meine Seele. 4. Ach! so würde ich er621. Miel. Freu dich sehr, o kennen, was für groffe Gütigkeit du den Men as walt GOTT, die schen pflegst zu gönnen, Morgenrothe treibet was auch für Barmhers weg die schwarze Nacht, gigkeit du an mir thuit für und der Tag rückt an die und für, weil du so vielfäl Státe, der da alles muntiq mir Hülfe fendest in ter macht: Drum so mun- Genaden, wann ich in Ges tre ich mich auf, und mein fahr gerathen. Hers gedencket drauf, wie 5. Drum so sey all mein ich dir, mein GOtt, Lob Vermögen, dich zu loben, bringe, und den Morgen- dran gestreckt! Mein GeSegen finge. bet laß vor dir tügen, wie 2. Loben doch bald mit ein Opfer angesteckt, und dem Morgen dich die klei verleih, daß dieser Tag nen Vögelein, eh sie für mir auch glücklich werden das Futter sorgen, muß es mag: Ach daß ich ihn doch erst gesungen seyn; Golt mit Liebe, und in deiner ein dummes Thierlein Furcht vertriebe. nun mir hierin zuvor es 6. Gieb, daß ich mag thun? Nein, das Singen recht erwegen, was erfor dert Dom Lobe GOttes des Morgens. 759 dert meine Pflicht: Was den sind nicht richtig, der derselben lauft entgegen Verstand ist viel zu laß mich ja beginnen nicht. schwach: Schwach ist meis Meine Sinnen und Berner Seelen Kraft, und stand richte, HERR, der Leib oft mangelhaft, nach deiner Hand, daß meine Wege auch gefährich recht mein Amt verlich die Verrichtung oft walte, rein Gewissen stets beschwerlich. behalte. 10. Drum, HErr, all 7. Würd ich etwa heute mein Thun und Lassen sey sehen allerhand Gelegen- dir alles heimgestellt: Fühheit, Sind und Laster zu re mich auf rechter Straf begehen, so gieb, daß ich sen mach es, wie es dir ges solche meid: Reißet mich fällt: Segne den geringen mein Fleisch und Blut, Fleiß, lehre mich, was ich zeigt die Welt mir Ehr und nicht weiß, zeige mich, was Gut, so laß mich zu nichts ich nicht sehe, leite mich, verführen, das mir würde wo ich hingehe. nicht gebühren. II. Wird ein Fall mich 8. Wenn ich aber was übereilen, ach! so hilf mir vornähme, draus zuför- wieder auf: Schüße mich derst deine Ehr, und des vors Satans Pfeilen, und Nächsten Nugen fåme, vor meiner Feinde Hauf. oder sonsten rühmlich Kommt ein Unglück vor war, so befördre solches die Thür, steht mir was Werck, gieb dazu Rath, Gefährlichs für, laß mich That und Starck: All deine Hülf empfinden, ritmein Arbeit muß gedeyen, terlich zu überwinden. wann du HERR, wirst Hülf verleihen. 12. Wilt du mir ein Creußzuschicken, mach es, 9. Von mir selbst bin ich daß ichs kan ausstehn: untüchtig zu befördern Will es mir nicht allzeit meine Sach, die Begier- glücken, und nach meinem 3664 Wil AL 760 Dom Lobe GOttes des Morgens. Willen gehn, so ists mei- dazu; HERR, in deinem ner Sünden Schuld, doch grossen Namen fey mein gieb Hoffnung und Ge End und Anfang, Amen. duld: Alles Unglück kanst 622. Mel. O Seilige Dreys duwenden, und mir wiefaltigkeit der Glück zusenden. 13. Wird mir etwas auf- as walt Gott Bater, und GOtt Sohn, gedichtet, oder sonst gere- GOtt Heil'ger Geist ins det nach, dir HErr, der da Himmels Thron; Man alles richtet, ich befehle danckt dir eh die Sonn meine Sach: Laß mich aufgeht, wenns Licht anmeiden nur die That, solbricht, man vor dir steht. wird wolder Lügen Rath, 2.Drum beug ich diesen und ein gut Gewissen ma- Morgen früh in rechter chet, daß man der Ber Andacht meine Knie; Und läumdung lachet. ruf zu dir mit heller 14. Wilt du mich denn Stimm: Dein' Ohren etwa heute legen auf das neig, mein' Red vernimm! Krancken- Bett, so gib, daß 3. Ich rühm von Herich mich benzeite schicke zu ßen deine Güt, weil du der Ruhe Stätt, hebe, mich gnädig haft behüt't, trag und warte mich, soll daß ich nun hab die ich fort, so wollst du mich finstre Nacht in Ruh und ja vor schnellem Tod be Friede zugebracht. wahren, und im Friede 4. Ich schlief, und wust laffen fahren nicht, wie mir war, so 15. Hieraufwill ich nach schlich der Teufel um mich Vermögen meine Arbeit her, den hat, HERN, fangen an, du, GOTT deine Macht vertrieb'n, Bater wirft es fürgen, daß daß ich vor ihm in Ruh es wohl gerathen kann: jgeblieb'n. JEfu Chrifte, fegne du, 5. Mein GOtt, ich bitt Heil'ger Geist, sprich Jadurch Christi Blut, nimm mich 761 Dom Lobe GOttes des Morgens. mich auch diesen Tag in tritt zwischen mir und Hut; Laß deine liebe En meine Feind die sichtbar gelein mein Wächter und und unsichtbar seynd. Gefährten seyn. II. Mein'n Aus- und 6. Dein Geist mein'n Eingang heut bewahr Leib und Seel regier, und daß mir kein Böses wis mich mit seinen Gaben derfahr, behüte mich vor zier. Er führt mich heut schnellem Tod, und hilf auf rechter Bahn, daß mir, wo mir Hülf ist ich was Guts vollbringen noth. Fan. 7. Gib daß ich meine Werck und Pflicht mit ver623. Jn eigner Mel. as walt mein Gott Sohn richt, zu deinem Lob und und Heiliger Geist, der meinem Nuß, und mei- mich erschaffen hat, mir nem Nächsten thue Guts. Leib und Seel gegeben, 8. Hilf, daß ich zu regie- jim Mutterleib das Leben ren wiß mein' Augen, Oh- gesund ohn allen Schad. ren Hand und Füß, mein' 2. O treuer GOtt, der Lippen, Mund und gan- du dein'n Sohn aus'm Ben Leib; All bis Be Himmels- Thron für mich gierden von mir treib. gegeb'n in Tod, der für 9. Bewahr mein Herz mich ist gestorben, das vor Sund und Schand, Himmelreich erworben, daß ich von Uebel abge- mit seinem theuren Blut. wandt, mein Herß mit 3. Dafür ich dir aus Sünden nicht beschwer, Ferzens- Grund mit Zung und mein Gewissen nicht und Mund lobsinge mit versehr. Begier, und dancke dir 10. Behüt mich heut mit Schalle, für deine und allezeit vor Schaden Wohlthat alle, früh und Schand und Herzeleid spat für und für. Bbb 5 4. Auch AL 762 Dom Lobe GOttes des Morgens. 4. Auch sonderlich sag Seel, mein Leben, welch's ich dir Dand mit diesem du mir haft gegeben, lob G'sang, das du so gnädig- dich in Ewigkeit. lich aus lanter Gnad und 624. Mel. Erschienen ist der Gute mich diese Nacht herrlich Tag. behütet, durch dein' Eng'ler Tag bricht an und 5. Und bitten dich, Du Seele geh in dich, wie du wollst hinfort, ach GOtt geschlafen diese Nacht, ob mein Hort! ferner gená du auch oft an GOtt gediglich mich diesen Tag bedacht, wenn du erwacht. hüten, vors TeufelsMacht 2. Denn GOtt fieht ins und Wüten, und List tau- Berborgne hin, prüft auch sendfältig. im Schlafe Herz und 6. Durch deine Gnad Sinn, er eifert, wenn du bewahr mich HErr, Leib nicht zuerst ihm, wenn du Seel und Ehr, vergieb diejaus dem Schlaf auffah ft, Misfethat, vorG fahr, vor dein'n Dienst gewährst. Sünd und Schande, zu Wasser und zu Lande, behut mich früh und spat. 3. Drum walts GOtt Vater, der im Geist durch Chriftum mich stets beten 7.All Tritt und Schritt, heißt: Dir will ich Opfer in GOttes Nam'n, was bringen, ch ich zum Beruf ich fang an, theil mir dein' und Arbeit geh, wann ich Hülfemit, und komm aufsteh. mir früh entgegen mit 4. Was soll ich aber Glide Heil und Segen, opfern dir? Ist doch vor mein' Bitt versag mir alles dein an mir, ja eben nicht. das ist mein Gewinn, 8. All mein' Arbeit, in wenn alles, wie ich schulGOttes Nam'n, was ich dig bin, dir gebe hin. Fangan, gereich zur Nuß- 5.Ich gebe dir die Seele Parkeit Mein Leib mein' hin, ach richte dein Reich auf 763 Dom Lobe GOttes des Morgens. auf darin, daß sie mit Eu[ regier sie nu zu deiner gend angesteckt, der Glaub Ehr, des Nächsten Nuß, in Gottesfurcht erweat, des Vaterlandes Trost bleib unbefleckt. und Schuß, der Bösen 6. Ich geb und opfre dir Trug. mein Herz, ach nimms! 11. Daß ich dir gang geund ziehs in Lieb auf opfert auf heut und den warts, daß ich mich fiets gangen Lebens- Lauf, des im Geist erheb, an dem, Fleisches fündliche Bewas irrdisch ist, nicht kleb, gier verleugne gang, ab. nach GOtt nur streb. sterbe mir, und lebe dir. 7. Jcb opfre dir gan meinen Will'n, laß mich auch deinen Will'n erfülln daß in Geduld ohn Unter laß ich Gutes thu, das Bo se hak, und Sunde laß. 8. Sinn und Verstand und was ich denck, ich dir zum Morgen: Opfer 13. Verleih der Nahfchenck, hilf, das kein böser rung und Gewerb GedeyAnschlag mir einkommen, segne ohn Verderb, und was im Sinn ich führ, daß alles dir zu Lob und Danck, was ich in dem gefalle dir. 8. Ich opfre dir die Beruf anfang, gut End Zung und Mund, und ma- erlang. 12. Sendustets bey mir und in mir, mit deinem Heiligen Geist mich führ, durch deiner lieben Engel Schaar vor allem Schaden und Gefahr mich heut bewahr. che mit dir diesen Bund ,! 14. Auf daß ich ehrbar daß heute diesen Tag und und in Ruh mein Leben fort von mir kein Fluch moge bringen zu, die Lenoch falsches Wort nie bens Nothdurft mit bewerd gehört. scher, daß Armuth nicht 10. Die Wercke, was ich mein Herz beschwer, mich laß und thu, befehl ich dir, lehrlich nähr. 15. Gin 764 Dom Lobe Gottes des Morgens. 15. Ein frölich Herz, ge Waysen, Fremdlinge funden Leib gib mir, und vertheidige. auch ein frommes Weib, 20. In Summa, was hilf, daß ich den Feind uns lieb und gut, gib uns überwind mit Sanft- an Seele, Leib und Muth muth, und Gehorsam wie du wilt, sey dirs find bey dem Gesind. beimgestellt: Nur nimm 16. Erhalt auch unser uns selig von der Welt, Baterland in guter Ruh wenn dirs gefällt. und Frieden- Stand, wend abAufruhr, Brand, Krieg 625. In eigener Mel. Tag vertreibt und Streit, Peſt, Fun finstre Nacht, ihr lieger, Kummer, theurelben Christen feyd munter Zeit, und ander Leid. und wacht, preiset Gott 17. Der Obrigkeit gieb den Herren. Stark und Wiß, daß fie 2. Die Engel fingen imdein' arme Kirche schüß: merdar, und loben Gott die dich und uns verfol mit groffer Schaar, der gen, Herr, durch deinen alles regieret. starken Arm bekehr, und ihnen wehr. 3. Die Hähn' und Vdgel mancherley, die loben 18. Erlöse was un GOtt mit ihr'm Ge schuldig ist um deinet schrey, der sie speis't und will'n gefangen fist: kleidet. Beschüße, die falsch sind 4. Der Himmel, Erd verklagt, tróft alle dielund auch das Meer, dem geångst't, geplagt sind HErren geben Lob und und verjagt. Ehr, thun fein'n Wohl19. Den Armen gib ihr gefallen. Kleid und Brod, die 5. Alles was je geschaf Kranken, und wer leidet fen ward, ein jeglich Ding Noth, mit deinem Trost nach seiner Art, preiset ſeis veselige, die Wittwen, nen Schöpfer. 6. Ey Dom Lobe Gottes des Morgens. 765 6. Ey Mensch, du edele 14. Durch Jesum ChriNatur o du vernünftig ftum deinen Sohn, wel Creatur, sey nicht so ver- chen samt dir im höchsten droffen. Thron all' Engel lobsingen. 7. Gedenk, daß dich dein Herr und Gott zu seinem 15. Hilf Herr, daß ich Bild erschaffen hat, daß dich gleicher Weis von du Ihn erkennest. nun an allzeit lob und 8. Du liebest Ihn aus preif' in Ewigkeit, Amen. Herzensgrund bekennest auch mit deinem Mund, 626. Mel. Chrift der du bist sein also genießeft. der helle Tag. 9. Weil du nun ſeinen Die ie helle Sonn leucht Geist gekost, und seiner jetzt herfür, frölich Gnad genossen hast, so vom Schlafaufstehen wir, dank Ihm von Herzen. Gott Lob, der uns heint diese Nacht behütet vor 10. Sen munter, fleissig, bet und wach, sich, daß des Teufels Macht. du stets in deiner Sach 2. Herr Christ, den treu erfunden werdest. Tag uns auch behüt, vor11.Du weist nicht, wann Sund und Schand durch der Herre kommt, den Er deine Güt, laß deine liebe dir keine Zeit bestimt, fon- Engelein unfre Hüter und dern stets heist wachen. Wächter ſeyn. 12. So üb' dich nun in 3. Daß unser Herz im seinem Bund, lob Ihn mit G'horsam leb, dein'm Herzen, That und Mund, Wort und Will'n nicht danck Ihm seiner Wohl- widerstreb, daß wir dich thut. stets vor Augen han in ale lem, was wir fangen an. 4. Laß unser Werk geler Gütigkeit, die du mir rathen wohl, was ein jeder lausrichten soll, daß unsre 13. Sprich: O Vater in Ewigkeit, ich dank dir alerzeiget. Ar. 766 Don Lobe GOttes des Morgens. Arbeit, Müh und Fleißgel 4. Ein Tag geht nach reich zu deinem Lob und dem andern fort, und unPreis. fer Werck bleibt liegen, ach! hilf uns, HERR, 627. Mel. AlleinGOtt in der du treuster Hort, daß wir Söb sey Ebr. uns nicht betrügen: Gib, Erhebe dich, o meine daß wir greifen an das Finsterniß Severgehet, der HERN er- gen, Kraft und Etárd, im scheint in Ifrael, seinLicht Licht, das uns erleuchtet. am Himmel ftehet. Erhe- 5. Du zeigst, was zu be dich aus deinem Schlaf, verrichten fey, auf unsern daß Er was Gutes in dir Glaubens- Wegen, so hilf schaff, indem Er dich er- uns nun und steh uns bey, leuchtet. verleihe deinen Geegen, 2. Im Licht muß alles daß das Geschäft von deirege seyn, und sich zur Ar- ner Hand vollführet werd beit wenden im Licht singt in alle Land, wozu du uns früh das Vögelein, im erleuchtet. Licht will es vollenden: 6. Ich flehe, HErr mach So soll der Mensch in mich bereit zu dem, was GOttes Licht aufheben dir gefällig, daß ich recht heilig sein Gesicht zu dem, brauch der Gnaden Zeit: der ihn erleuchtet. So flehen auch einhellig 3.Laßt uns an unfreAr- die Kinder die im Geist ges beit gehn, den HErren zu born, und die sich fürchten erheben, laßt uns, indem vor dem Zorn, nach dem wir auferstehn, beweisen, du sie erleuchtet. daß wir leben: last uns 7. Das Licht des Claus in diesem Graden Schein bens sey in mir ein Licht nicht eine Stunde müßig der Kraft und Stárcke, es seyn, Gott ists, der uns sen die Demuth meine erleuchtet. Zier, die Lieb das Werck der Dom Lobe GOttes des Morgens. 767 der Wercke, die Weisheit ne Liebes- Brust mich fließt in diesem Grund nähr im reinen Glang. und öfnet beydes Herz 3. So laß mich allezeit und Mund, dieweil die in dir beständig wandeln, Seel erleuchtet. und nicht in Finsterniß 8. HErr, bleib bey mir, noch Heucheley was handu ewges Licht! daß ich deln. Faß mich mit deiner stets gehe richtig, erfren Hand, dein Auge leite mich mich durch dein Angesicht daß ich dir folge schlecht, mach mich zum Guten und seh allein auf dich. tüchtig bis ich erreich die 4. Laß mich kein ander güldne Stadt, die deine Bild in meine Seel ein. Hand gegründet hat, und lassen, als dich, mein Licht ewiglich erleuchtet. und Theil, zum Licht und Leben fassen, fey du mein eigen Wort, eröfne mein Gehör, und ziehe mich dir Erschein, du Morgen nach, so lauf ich immers stern! Leucht hell in mehr. du 628. Mel. O GOtt, frommer GOtt. mir, o Sonne! mein Hei629. M.Err JEfu Chrift, land, wahres Licht! bewahr'r Mensch und Gott. ſtandig in mir wohne: Er- Heilige Dreyfaltigs warme mit deiner Liebe Schein, und Einigkeit! GOtt Vater, bringe lauter Licht ins Sohn, heiliger Geist, heut neue Herz hinein. diesen Tag mir Beystand 2. Schaff du mirs neu/ leist. und rein mit dem gewiß 2.Mein' Seel, Leib, Ehr sen Geiste, daß ich dir rei- und Gut bewahr, daß mir nen Dienst in deiner Lie- kein Böses wiederfah, be leiste; Mach deines und mich der Satan nicht Lichts mich voll, verklär verleg, noch mich in den Bater gang, daß sei- Schand und Schacen set. 3: Des 768 Dom Lobe Gottes des morgens. 3. Des Baters Macht| 3. Errettet hast du mich mich heut anblick, des gar oft ganz wunderlich Sohnes Weisheit mich und unverhoft, da nur erquick, des Heilgen Gei- lein Schritt; ja nur ein stes Glanz und Schein er- Haar, mir zwischen Zod leucht' mein's finstern und Leben war. Herkens Schrein. 4. Verstand und Ehr 4. Mein Schöpfer steh hab ich von dir, des Lebens mir fráftig ben! o mein Nothdurft giebst du mir, Erlöser, hilf mir frey! Odazu auch einen treuen Tröster werth, weich nicht Freund, der mich in Glück von mir! mein Herz mit und Unglück meynt. werthen Gaben zier. 5. Gott Sohn, du hast 5. Herr, segne und be- mich durch dein Blut erhüte mich! Erleuchte mich, löset von der Höllen Glut, Herr, gnädiglich, Herr, das schwer Geseß für mich heb auf mich dein An- erfüllt, damit dein's Bageficht! und deinen Frie- ters Zorn gefilt. den auf mich richt. 6. Wenn Sund und 630. M. Wenn w in höch- Satan mich anklagt, und ften Cothen seyn. mir das Herz im Leib verir deinen Thron tret zagt, alsdann brauchst du ich hiemit, o Gott, und dein Mittler Amt, daß dich demüthig bitt: Wen- mich der Vater nicht ver: de dein gnädig Angesicht dammt. von mir, dem armen Sünder nicht. 7. Du bist mein Fürs fprach allezeit, mein Heil, 2. Du hast mich, o Gott mein Trost, und meme Bater, mild gemacht, nach Freud: Ja kan durch dein deinem Ebenbild. In Verdienst allein hier rus dir web, fahiweb und lebe hig und dort selig seyn. ich, vergehen mußt ich 8. Gott Heil'ger Geist, ohne dich. Du höchste Kraft, des Gigo 769 Dom Lobe GOtts des Morgens. Gnade in mir alles schaft. mein ganzes Christen. Ist etwas Guts am Leben thum aufrichtig und rechtmein, so ist es, warlich lau- schaffen sey, nicht Augenter dein. schein noch Heuchelen. 9. Dein ists, daß ich 14. Erlaß mich meiner GOtt recht erkenn, Jhn Sünden- Schuld, und meinen HErrn und Balhab mit deinem Kind ter nenn, fein wahres Geduld: Zund in mir Wort und Sacrament be Glauben an und Lieb, zu halt und lieb bis an mein jenem Leben Hoffnung End. ¡ gieb. 10. Daß ich vest in An- 15. Ein fel'ges Ende fechtung steh, und nicht mir bescher, am jüngsten in Tribfal untergeh, daß Tag erweck mich, HErr, ich im Herzen Trostem daß ich dich schaue ewig. pfind, zulegt mit Freuden lich, Amen, Amen, erhöre überwind. mich. 11. Drum danck ich dir mit Herz und Mund, 0631. Tel. Auf ihr Christen, GOtt in dieser MorgenChristi Glieder. ( Abend:) Stund für alle GOTT des Himmels Gute, Treu und der Erden, die meine Seel empfan ter, Sohn und Heilger gen hat. Geist, der es Tag und 12. Lind bitt, daß deine Nacht läßt werden, Sonn Gnaden Hand bleib über und Mond uns scheinen mir heut( heint) ausge- heißt, dessen starcke Hand spannt, mein Amt, Gut die Welt, und was drin Ehr, Freund, Leib und nen ist, erhält. Seel in deinen Schuß ich dir befehl. 2. Gott ich dance dir von Herzen, daß du mich 13.Hilf, daß ich sen von in dieser Nacht vor Ge Bergen fromm, damit fahr, Angst, Noth und Ecc Schmer Dom Lobe Gottes des Morgens. 77° Schmerzen haft behütet Hand, Herr, mein Sauld, und bewacht, daß des bd mein Ehr und Ruhm, sen Femdes List mein nicht nimm mich auf, dein Eimåd tig worden ist. genthum. 3. Laß die Nacht auch 7. Deinen Engel zu mir meiner Sünden jegt mit sende, der des bösen Feindieser Nacht vergehn; Oldes Macht, List und AnHErr JEfu laß mich fin- fchlag von mir wende, und den deine Wunden offen mich halt in guter Acht stehn, da alleine Hülf und der auch endlich mich zur Rath ist für meine Misse- Ruh trage nach dem Himthat. mel zu. fen Morgen geiſtlich auf üter Sinden nicht vers 4. Hilf, daß ich mit dies 632. In eigener Mel. wird die Nacht erstehen mag, und für meine Seele sorgen, daß schwinden? Hüter! ist die wenn nun dein groffer Nacht schier hin? Wird Tag uns erscheint, und die Finsterniß der Sinnen dein Gericht, ich davor er bald zerrinnen, darin ich schrecke nicht. verwickelt bin? 5. Führe mich, o HErr! 2. Mocht ich, wie das und leite meinen Gang Rund der Erden lichte nach deinem Wort, sen werden: Seelen- Sonne, und bleibe du auch heutelgehe auf! ich bin finster, mein Beschüßer und mein kalt und trübe, JESU, Hort: Nirgend, als von Liebe! komm, beschleunige dir allein, kan ich recht be- den Lauf. wahret ſeyn. 3. Wir sind ja im neuen 6. Meinen Leib und Bunde, da die Stunde der meine Seele, sammt den Erscheinung kommen ist, Sinnen und Verstand, und ich muß mich stets im groffer GOtt, ich dir be Schatten so ermatten fehle unter deine starckelweil du mir so ferne bist. 4. Wir Dom Lobe Gottes des 11orgens. 771 4. Wir sind ja der Nacht scheinen, muß das Auge entnommen, da du kom- reine ſeyn. men, aber ich bin lauter 9. JEsu gieb gefunde Nacht. Darum wollst du Augen, die was taugen; mir, dem Deinen, doch er- rühre meine Augen an; scheinen, der nachlicht und denn das ist die gröste Rechte tracht't. Plage, wenn am Tage 5. Wie kan ich des Lich- man das Licht nicht sehen tes Wercke ohne Starcke kan. in der Finsterniß vollziehn? Wie kan ich die Liebe üben, Demuth lieben, für all Wohlthat, daß 633. In eigener Mel. ch danck dir, GOTT, und der Nacht Geschäfte fliehn? ou auch mich so gnädiglich 6. Laß doch nicht den die Nacht behüt't, durch Geist der Seelen sich so deine Gut; und bitte fort: qualen, zund dein Feuer O GOTT, mein Hort! in mir an; Laß mich fine vor Gund und G'fahr stern Wurm der Erden mich heut bewahr, daß helle werden, daß ich Gu- mir kein Böses widers tes wirken fan. fahr. 7. Das Vernunft- Licht 2. Jch b'fehl dir, HErr, kan das Leben mir nicht mein Seel und Ehr, Hertz, geben: JEfus und sein hel- Sinn und Muth, mein ler Schein, JEsus muß Leib und Gut, und all das das Herz anblicken und Mein: der Engel dein, hab erquicken, JEsus muß die mich in Acht, daß nicht find Sonne seyn. Macht der Feind an mit, 8. Nur die Decke vor nach sein'r Begier, noch en Augen kan nicht tau mich in Sünd mit Listen en, seine Klarheit kan führ. icht ein: wann sein helles 3. Auch wollft dit HErr cht den Seinen soll er vergeben mir, durch deine Ccc 2 Huld 772 Dom Lobe Gottes des Morgens. Huld mein' Sund und mich durch dein' Güte, das Schuld, ich hab an dich bitt' ich fleißig dich, vors vergriffen mich, unrecht Teufels List und Wüten, gethan, o HErr! verschon, damit er setzt an mich: zu aller Frist, durch JE 4. Den Glauben mir sum Christ, der unser ein- verleihe an dein'n Sohn Mein ger Mittler ist. JEfun: Christ: 634.Mel. Herzlich thut mich Sund mir auch verzeihe, verlangen. allhie zu dieser Frist: Du ch danck dir lieber wirst mirs nicht verfagen, haft bewahrt in dieser Er mein' Sund thu traNacht so g'fähre, darin ich gen, und lös mich von lag so hart mit Finsterniß der Last. umfangen, dazu in groffer 5. Die Hoffnung mir Noth, daraus ich bin ent- lauch giebe, die nicht vergangen, halfst du mir, derben läßt, dazu ChriftliHErre GOtt. che Liebe zu dem, der mich 2. Mit Danck will ich verlegt, daß ich ihm Guts dich loben, o Du mein erzeige, such nicht darin Gott und HErr, im Him- das mein, und lieb ihn als mel hoch dort oben; Den mich eigen, nach all dem Tag mir auch gewähr, Willen dein. warum ich dich thu bitten 6. Dein Wort laß mich und auch dein Will mag bekennen vor dieser argen seyn, leit mich in deinen Welt, auch mich dein'n Sitten, und brich den Diener Willen mein. nennen, fürchten G'walt nicht noch 3. Daß ich, HErr, nicht Geld, das mich bald möcht abweiche von deiner rech- ableitenvon deiner Wahr ten Bahn der Feind mich heit klar, wollst mich auch nicht erschleiche, damit ich nicht abschneiden von der irr' mocht gahn; Erhalt Christlichen Schaar. 7. Laß Dom Lobe GOttes des Morgens. 773 7. Laß mich den Tagvol Du mich haft in dieser lenden zu Lob dem Na- Nacht bewahret vor men dein, und mich nichts Schaden und vor manvon dirwenden, ans End cherley Gefahren, und bitbeständig seyn, behüt mir te dich, wollst mich an Leib und Leben, dazu die diesem Tage behüten auch Frücht im Land: Was du für Sünden Schand und mir haft gegeben, steht all's Plage. in deiner Hand. 2. Denn ich dir, HErr, 8. HErr Christ, dir Lob in deine Händ' befehle ich sage für deine Wohl mein Leib und Gut, und that all, die du mir all meine arme Seele: Dein mein Tage erzeigt halt heiliger Engel zu allen Zeis überall, dein'n Namen will ten, der sey und bleib ben ich preisen, der du allein mir auf allen Seiten, auf bist gut, mit deinem Leib daß der böse Feind, so arg mich ſpeise, tránck mich und geschwinde, gang keis mit deinem Blut. ne Macht an mir zu üben 9. Dein ist allein die finde. Ehre, dein ist allein der 3. Den lieben Frieden Ruhm, die Rach dir nie- ferner uns verleihe, und mand wehre, dein Segen unsre Nahrung reichlich zu uns komm, daß wir im benedeye: Die Pest von Fried einschlafen, mit unsrer Stadt und Land Gnaden zu uns eil, gieb laß wallen, dein Wort in uns des Glaubens Waf- Ruh und Fried noch lånfen, vors Teufels lift'ge ger schallen: Theurung Pfeil. 635. In eigener Mel. vertreib, mit Segen uns erfülle, nach deinem Jub da in ech dancke dir, o GOtt Rath und väterlichen deinem Throne, Willen. durch JEfum Chriftum, 4.Ich bitt für die, Gott deinen lieben Sohne, daß so dich Vaternennen, inEcc 3 fona 774 Dom Lobe Gottes des Morgens. sonderheit dein reines! 3. Darum bitt ich dich Wort bekennen: Für alle aus Herzens: Grund, du meine Bluts- Freund und wollest mir vergeben all Verwandten, sie seyen meine Sind, die ich behier, oder in fremden Lan- gunt in meinem ganzen den, vor allem Unfall Leben. wollst du sie bewahren, laß 4. Und wollest mich ihnen alles Gutes wieder auch diesen Tag in deifahren. nem Schuß erhalten, daß 5. All welche sind be mit derFeind nichtschaden trübt, kranck und gefan- mag mit Listen manniga gen, in ihren Nöthen nach falten. dir HErr, verlangen, die 5. Regier mich nach wollest du von allem ih dem Willen dein, laß mich rem Bösen, aus lauter in Sünd nicht fallen, auf Gnaden endlich gar erlò daß dir mög das Leben fen. All' arme Sünder zu mein und all mein Thun dir, HErr, bekehre, ein gefallen. feligs End uns insgesamt beschere. 6. Denn ich befehl dir Leib und Seel, und all's in deine Hände in meiner Angst und Ungefäll, 636, Mel. Ach GOTT und ZErr. h danck dir schon durch HERR, mir dein' Hülfe deinen Sohn, o GOtt, sende. für deine Güte, daß du mich 7. Auf daß der Fürste heut in dieser Nacht so gnädig haft behütet. dieser Welt kein' Macht an mir nicht finde, denn wo mich nicht dein' Gnad 2. In welcher Nacht ich lag so hart mit Finster erhält ist er mir viel zu nig umfangen, vor all geschwinde. mein'n Günden geplaget 8. Ich hab es all mein ward, die ich mein Tag be- Tog gehört, MenschenHuif sey verloren, drum gangen. Steh 775 Dom Lobe GOttes des morgens. steh mir bey, du treuer inFreud undLust, daß von GOTT zur Hülf bist du Furcht und Zagen, un erkoren. glück Creuß und Plagen, 9. Allein GOtt in der mir nichts sen bewust: Hoh sen Preis, samt sei- Was ich hab, ist deine nem ein gen Sohne, in Ei- Gab: Die laß vor des nigkeit des Heilgen Geist, Feindes Wüten deine der herscht ins Himmels Macht behüten. Throne. Jeft 4. HErr, der Fürst der 637. Mel. JESU, iheine Höllen suchet mich zu fàl. Freude. len, so durcb Lust als Weh. Efu, meine Starcke, Ach treib seine Tücke, Luft deine Wunderwercke, und Grimm zurücke, wo deine Gütigkeit, lobt mein ich geh und steh! Ich bin armes Leben, Dich will dein, Du bleibest mein, ich erheben heut und je- mich wird nicht Freud, derzeit, daß dein Schuß Angst und Leiden, JEsu mich vor dem Truß der von dir scheiden. verdammten Höllen 5. Gib, daß es gelinge, Schaaren gnädigst woll' daß ich was vollbringe, bewahren. HERR, zu deiner Ehr! 2. Schleuß mich aus Starcke mein Beginnen, Erbarmen, Jesu, in dein' leite meine Sinnen, trdite Armen, nun der Tag an fähr und lehr, bis ich werd bricht: Eile, von den von dieser Erd, Sinden mein Herz zu ent mein Ruhtag wird anbinden, meiner Seelen kommen, zu Dir einge Licht! fich auf mich, ich nommen. bann bitte Dich, rett' aus Angst und Finsternissen mein er- 638.. Jb danck dir schon fchreckt Gewissen. durch denen Scbn. ( wo es dir beliebet,) heur I Himmels: Thron die € ct 4 Sonn 776 Dom Lobe GOttes des Morgens. Sonn mit klarem Schei- 7. Es ist auch noth, ne und will kurkum, mein mein HErre GOtt, daß Christenthum soll leuchten ich beständig bleibe in fol schön und reine. cher Lieb, auch mich drin 2. O höchster GOtt! üb, und wie ein Baum beich bin gang todt, zu kleibe. ce üben gute Wercke; Ach! 8. So gieb nun Kraft weck mich auf, und mich und füssen Saft, daß ich im Lauf des Christenthu viel Früchte trage, und mes stårcke. jedermann, so viel ich kan, 3. Halt mich allzeit in mit meinem Dienst bedein'm Geleit, daß ich hage. mein Fleisch bezwinge, 9. Nicht meinen Tritt durch alle Fäll in dir gar und alle Schritt, auf deine schnell zum Christen- Le- rechte Stege, damit ich ben dringe. nicht, wie oft geschicht, ge4. Anfang und End re- rach auf Irre- Wege. gier behend laß alles woh- 10. Ach ja, mein HErr gelingen, zu deiner Ehr von mir abkehr das fal des Nächsten Lehr auch the Christen- Leben, da meine Zung erklingen. nur der Mund, ohn Her5. Nimm alles hin aus gens- Grund, Wort ohne meinem Sinn, was dir That will geben. nicht mag behagen: Laß 11. Die Heucheley und mich geschwind all meine Trugerey sind lauter Sund bekennen und be- Teufels Stricke, dadurch klagen. er Fan an jedermann, be 6. Nach deinem Rath weisen seine Tücke. gib auch die That, daß 12. Erweis fast wohl, meine Seele liebe Dich daß kürzlich ſoll die Welt gar allein, im Glauben ein Ende haben, der An rein, den nächsten nicht tichrist, und was sein ist, zur Höllen müsſen traben. 13. Drum Dom Lobe OOttes des Morgens. 777 13. Drum will er sehr, 2. Du hast mich an das durch falsche Lehr und år Tags Licht lassen komgerliches Leben, der gan- men, auch durch die Tauf Hen Welt, wies ihm ge- in dein Reich aufgenomfällt, die legten Stoffe men, und läsfest mich in geben. deinem Sohn entbinden 14. Ach liebes Hert! von Schuld und Sünden. es ist kein Scherß, seufß 3. Du giebest mir den über alle Greuel, die Sa Heiligen Geist darneben, tan stellt, und manchen daß er mich lehr und führ fällt, vermeide solche in meinem Leben, damit Scheuel. ich lern auf dich alleine 15. Lieb' immerfort das schauen, und dir verreine Wort, und richt trauen. darnach dein Leben, die 4. Du hast mich allzeit Sacrament bis an dein väterlich ernähret, was End dir Kräfte werden sich bedurft, mir immergeben. zu bescheret, und wann 16. Du groffer GOtt, mich Noth und Unglück wend alle Noth, daß ich an hat berühret, bald draus Christum glaube, mich geführet. ferner üb in steter Lieb, 5. Jetzt hast du auch und ewig dein verbleibe. durch deine Engel- Schaaren, mich lassen beint in 639. M. Herzliebster JEsu dieser Nacht bewahren, was hast du verbrochen. daß mich darin kein Unfall en dieser Morgenstund hat erschrecker, noch aufgeTh 10 will ich dich loben, ofweket. GOtt, mein Vater, in 6.0 HErr, mit mei dem Himmel oben; Was nem Munde und Gemüs du für Gnade mir stets the erzähl und rühm ich thuft beweisen, will ich deine grosse Gute, die ich nun preiſen. lempfangen hab an allen Ccc 5 778 Dom Lobe Gottes des Morgens. Enden, aus deinen Hån- auf daß ich mog in denenden. felben allen dir wohlge. 7. Ich bitt, du wolleft fallen. über mich fort walten 12.3ulegt verleih, wann und mich auch heute diesen ich aus diesem Leiden, es Tag erhalten, daß Satan sey heut oder morgen, nicht durch seine List und werd abscheiden, daß ich Pfeile mich übereile. auf Christi Tod mögselig 8. Hilf, daß ich bleibsterben, den Himmel erwie zusteht frommenChri- ben. ften, rein von der Welt, 13. So bin ich dann an und ihren bösen Lüsten, Leib und Seel genesen, daß ich auch meinen eignen und wohl auf dieser Welt bösen Willen nicht möger- allhie gewesen; Dort habe füllen. ich das rechte Kleinod fun9. HErr, laß in deinen den, hier überwunden. Schuß fenn ein geschlossen 14. Das hilf mir, VaLeib, Seele, Freunde, Kin- ter, der du mit dem Sohder, Hausgenossen, und neund Heiligem Geist rewas ich sonst, durch deine gierest in einem Throne: milde Gabe, auf Erden Gib, daß ich dessen, was habe. ich jetzt begehret, ja werd gewähret. 10 Die Obrigkeit er halt bey gutem Stande, gib Friede, Glück und 640. Mel. Sergliebster Jesus was hast du verbrochen. Heilim ganzen Lande, be Dit uns allerſeits, o Herr 2die ihn ehren, last uns obet den alle but aus Gnaden, vor Schand und Schaden. mit Freuden seinem Na II. Du wolleft auch animen singen, und Preis diesem Tag mich stårcken, und Dand zu seinem Ab durch deine Kraft, instar bringen, Lobet den mein's Berufes Berden, Erren. 2. Der Dom Lobe Gottes des Morgens. 779 2. Der unser Leben, das 7. Gib daß wir heute, Er uns gegeben, in dieser HErr, durch dein Geleite, Nacht so väterlich bede- auf unsern Wegen unvers det, und aus dem Schlaf hindert gehen und überall uns frölich auferwecket. in deiner Gnade stehen. Lovet den HErren. Lobet den HErren. 3. Daß unsre Sinnen 8. Treib unsern Willen, wir noch brauchen können dein Wort zu erfüllen, und Hand und Füsse, lehr uns verrichten heiliBung und Lippen regen, ge Geschäfte, und wo wir das haben wir zu dancken schwach sind, da gieb du seinem Gegen. Lobet den uns Kräfte. Lobet den HErren. HErren. 4. Daß Feuers- Flam- 9. Richt unsre Herken, men uns nicht allzusam- daß wir ja nicht scherzen men mit unsern Häusern mit deinen Strafen, sonunversehns gefressen, das dern from zu werden, uns macht, daß wir in seinem vor deine Zukunft, uns Schooß geseffen. Lobet bemühn auf Erden. Lobet den HErren. den HErren. 5. Das Dieb und Räu 10. HErr, du wirst kom ber unser Gut und Leiber men, und all deine Fromnicht angetast t, und grau- men, die sich bekehren, famlich verleget, dawieder gnädig dahin bringen, da hat sein Engel sich geseget. alle Engel ewig, ewig fine Lobet den HErren. gen: Lobet den HErren. 641. In eigener mel. 6. O treuer Hüter, Brunnquell aller Güter, ach laß doch ferner über Morgen. Glans der Ewigkeit, Licht vom unfer Leben bey Tag und unerschöpften Lichte, schick Nacht dein' Huld und Gü- uns diese Morgen Zeit te schweben. Lobet den deine Strahlen zu Ges HErren. fichte: Und vertreib durch AL 780 Dom Lobe GOttes des Morgens. deine Macht, unsrelnam aufersteh, und entNacht. fernt von aller Plage sich 2.Die bewolckteFinster auf jener Freuden Bahn niß müsse deinem Glans freuten fan. entfliehen, die durch 7. Leucht uns selbst in Adams Apfel- Biß uns, jene Welt, Du verklärte die kleine Welt, beziehen: Gnaden- Sonne, führ uns Daß wir, HErr, durch durch das Thránen Feld deinen Schein feelig fenn. in das Land der füffen 3. Deiner Güte Mor- Wonne, da die Lust, die gen- Thau fall auf unser uns erhöht, nie vergeht. matt Gewissen: Laß die durre Lebens- Au lauter 642. Mel. un ruhen alle Wälder. füffen Troft geniessen; Und erquick uns, deine Nun wachen alle Wal der, Menschen, 4. Gib daß deiner Liebe Stadt und Felder, und Glut unsre kalte Werckejwas die Welt erhält. Ihr todte, und erweck uns Herz aber meine Sunnen, auf, und Muth, ben entstand auf ihr sollt beginnen, was ner Morgen- Röthe, daß eurem Schöpfer wohl ge wir, eh wir gar vergehn, fällt. recht auffiehn. 2. Wo send ihr Sterne 5. Laß uns ja das Sün- blieben? Der Tag hat den- Kleid, durch des Bun- leuch vertrieben, der Tag, des Blut vermeiden, daß der Nächte Feind. Fahrt uns die Gerechtigkeit möglimmerhin, die Sonne und als wie ein Rock bekleiden, JEfus meine Wonne, und wir so vor aller Pein mich jetzt an eurer Stel ficher ſeyn. anscheint. 6. Ach! Bu Aufgang aus 3. Der Tag ist angebro der Höh, giev, daß auch am chen, die Nacht hat sich pingsten Tage unser Leich- verkrochen am heller Him Dom Lobe GOttes des Morgens. 781 Himmels- Lauf: So müß- schützen woll vor Schaden, sen dort imgleichen die das Aug und Hüter Ifrael. Jammer- Nächte weichen 8.OJEsu! meine Freu dem Tag, der ruft: Ihr de, behüt mich heut vor Todten, auf! Leide, zeig mir den Gna4. Der Leib geht aus der den Schein. Will Satan Ruhe, legt an das Kleid mich verschlingen, laß Enund Schuhe, damit er sey gel mich umringen, ein bekleidt: So geht uns auch Schuß und Wagenburg entgegen dort JEsus, an- mir seyn. zulegen das Kleid der Ehr 9. Auch meine Freund und Herrlichkeit. und Lieben laß den Tag 5. Dem Haupte, Hånd nicht betrüben ein Unfall und Füßen muß nun die noch Gefahr: Der Noth Lust verfüßen die saure und Klagewehre, o JEsu! Arbeits- Last. Frisch auf mich erhöre, und mach durch unser Mühen der mein sehnlich Bitten Faulheit wir entfliehen, wahr. die nur des Teufels Rott nicht hast. 643.Jn eigener Mel. Allerhöchster Men6. Nun geht ihr muutre schen Hüter! Du unGlieder, greift an die Ar- begreiflich höchstes Gut, beit wieder, es ist ge- lich will dir opfern Herk mug geruht. Es kommen und Muth. Stimmt an Stund und Zeiten, damit mir, gedenckt der Güman nicht wird arbeiten, ter, all ihr Gemüther. vor Freuden nicht weiß, was man thut. 2. HErr, deiner Kraft ichs nur zuschreibe, daß ich 7. Mein Augen, Ohren, noch Othem schöpfen kan, Munde, lobt GOtt aus du nimmst dich gnädig Andachts- Grunde, befehlt meiner an: Du VaterIhm Leib und Seel, daß Herz, mich nicht vertreibe, Er in allen Gnaden sie heut bey mir bleibe. 3.Ifra NAMAN KALIA 782 Dom Lobe GOttes des Morgens. 3. Ifraels GOtt, da ist 2. O JEsu, Trost der mein Wille, der sich Dir Armen! mein Hers heb willig untergiebt, dichlich zu Dir, Du wirst dich über alles gerne liebt, das mein erbarmen, dein' ist mein Wunsch in früher Gnade schencken mir, das Stille, o Gnaden- Fulle. trau ich gånglich Dir. 4. Dein Angesicht mich 3. Ich kan und mag heilig leite, dein Auge nicht schlafen, ich kan Fräftig auf mich seh, ich nicht frölich seyn, mir ist reiſe, geh, siß oder steh, verwundt mein' Seele, mich zu der Ewigkeit berei- und fürcht' der Höllen te, HErr, mich begleite. Pein, o Christ, erbarm 5. Laß Seel und Leib, so dich mein. Du gegeben, stets seyn in 4. OJEsu! lieber Hers deiner Furcht bereit, als re, du ein'ger GOttes Waffen der Gerechtigkeit; Auch in dem Tod dir anzu kleben, o Seelen- Leben. Sohn, von Herzen ich begehre, du wollst mir Hülfe thun: Du bist der Gna6. Gesegne mir auf den- Thron. meinen Wegen, mein 5. Du haft für mich vers Thun und Lassen lendke goffen dein Rosin- farbnes du, in Unruh bleibe meine Blut: Das laß mich, Ruh, bis ich zuletzt mich HERR, geniessen, tröst werde legen im Fried und mich durch deine Güt, hilf Segen. mir, das ist mein' Bitt. 644. In eigener Mel. Christe, Morgensterne JESUS. leucht uns 6. Ist dir verwundt fo mit hellem Schein, schein sehre die arme Seele dein, uns vons Himmels Thro thu dich zu mir nur keh me an diesem dunckeln ren, ich will dein Helfer Ort mit deinem reinen seyn, vergebenSchuld und Wort. Pein. 7. Laß Dom Lobe Gottes des Morgens. 783 7. Laß du von Sünden schnellem Tod, vor Sumabe, und sey ein frommer den und vor Schand, vor Christ, ich will dich selber Wunden und vor Schlälaben, und schenden meigen, vor ungerechten Sea nen Geist, der dich zum gen, vor Wasser und vor Himmel weist. Brand. 8. Ich will dich selber 3. An meinem Geist mich fpeifen mit meinem Leibstárcke, fowolauch an dem und Blut, mein' Lieb an Leib, daß ich mein's Amtes dir beweisen, und will dir Wercke mit allen Freuden theilen mit mein'n Schaß treib, und thunach meiner und höchstes Gut. Pflicht, so viel als mir befohlen, bis daß du mich Seele. 9. O JEsu! Lob und wirst holen zu deinem helEhre sing ich dir allezeit. len Licht. Den Glauben in mir meh re, daß ich nach dieser Zeit mit dir eingeh zur Freud! 4. Mein G'fichte mir verleihe bis an mein letztes End, und gnädig bes nedeye die Arbeit meiner Hånd, damit ich auch was GOTT, ich thu dir hab für mich in schweren dancken, daß Du Zeiten, und davon armen durch deine Gut mich haft Leuten kan geben eine vors Teufels Wandken in Gab. 645. In eigener Mel. D dieser Nacht behüt't; Also, 5. Vor allem mich regies daß er mich fein hat müf re mit deinem Gnadenfen lassen schlafen, und mir Geist, daß ich mein'G'dane mit seinen Waffen nicht den führe im Himmel als können schårlich seyn. termeist, und ja nicht gang und gar sey mit dem Geis heute vor großer Angst beseffen, und schändlich und Noth, vor Gotts- ver- móg vergessen des lieben geßnen Leuten, vor bösem Himmels klar. 2. Beschüße mich auch 6. Er 784 Dom Lobe GOttes des Morgens. 6. Erhalt mir Leib und mich ganz und gar in dei Leben, so lang es dir ge- ne Gnad einsencken, mit fällt und thu mir, HErr, Leib, mit Seel, mit Geist, nur geben den Schaß in je- heut diesen ganzen Tag, ner Welt; so gilt mir alles das soll mein Opfer seyn, gleich, und bin es wohl weil ich sonst nichts verzufrieden, ob ich schon mag. nicht hinieden bin vor den 3. Drum siehe da, mein Menschen reich. GOtt, da hast du meine 7. OHERR! hilf mir Seele, sie sey dein Eigenvollenden mein' saure Le- thum, mit ihr dich heut bens- Zeit, thu mir dein' vermähle in deiner Lie Hülfe senden, und sey bes- Kraft, da hast du mei nicht allzuweit, wann ich nen Geist, darinnen wollst heim schlafen geh, auf daß du dich verklären allerich friedlich fahre und mit meist. der Christen Schaare zum 4. Da sey denn auch Leben aufersteh. mein Leib zum Tempel dir mer GOtt. D ergeben, zur Wohnung, 646.Mel. O GOtt, du from und zum Haus, ach aller liebstes Leben! ach! wohn JEfu, füffes Licht, ach leb in mir, beweg und nun ist die Nacht, rege mich! so hat Geish vergangen, nun hat dein Seel und Leib mit dir ver Gnaden- Glang aufs neueleinigt sich. mich umfangen, nun ist 5. Dem Leibe hab ich was an mir ist, vom jetzt die Kleider angeleget, Schlafe aufgeweckt, und laß meiner Seelen fenn hat nun in Begier zu dir dein Bildniß eingepräget fich ausgeftreckt. im güld'nen Glaubens 2. Was soll ich dir denn Schmuck, in der Gered mun, mein GOtt, für tigkeit, so allen Seelen ist Opfer schenden? Ich will das rechte Ehren- Kleid. 6. Mein Dom Lobe GOttes des Abends. 785 6. Mein JEfu, schmuste du des Herzens Pforte de mich mit Weißheit und zu, vor aller Eitelkeit. mit Liebe, mit Keuschheit Denn es ist dein Gebühr, mit Geduld, durch deines dieselbe Seelen- Thür erst Geistes Triebe, auch mit GOtt nur aufzumachen. der Demuth mich vor al- Jhn laß erst ziehn allein, lem kleide an, so bin ich und sonst nichts bey dir wohl geschmückt und kost- ein, von andern schrdeen lich angethan. Sachen. 7. Bleib du mir diesen 2. Bedenck er#, daß Tag stets vor den Augen GOttmag, an jenen groß schweben, laß dein' Allgesen Tag, auch also leichte genwart mich wie die dich erwecken aus dem Luft umgeben, auf daß Grab: Alls er jegund dich mein ganzes Thun durch hab ermuntert fanftigHerk, durch Sinn und lich: Wann Christus un Mund dich lobe innig- fre Sonn, auf seinem lich, mein GOtt zu aller Wolden- Thron, in Klare Stund. heit wird erscheinen, und 8. Ach! segne, was ich uns all ins geſammt, wie thu, ja rede und gedende, Sonnen angeflammt, ere durch deines Geistes klären für die Seinen. Kraft es also führ und 3. Da einer Sonnen. lencke, daß alles nur ge- Glang den weiten Weltscheh zu deines Namens Kreis gang und hell erRuhm, und daß ich unver- leuchten kan; Mit was für rückt verbleib dein Eigen- seinem Schein und Glanthum. Be wird wol seyn der Tag 647. In eigener Mel. dann angethan, da man S bald, o frommer che tausend Zahl als SonChrift! als du erwa- nen, auf einmahl der grofs chet bist, zur frühen Morsen Sonn entgegen gezis gen- Zeit, so sieh, und hal- cket werden wird, und zu thr DAM TAI KAVATA Dom Lobe GOttes des Morgens. 786 ihraufgeführt, das Welt- trage für dem HErren Gericht zu legen. mit Gebühr in ſolchem 4. Wollust, Ehr und Lob- Gesang: O DreyGewinn nicht also dei licht eines Lichts! im Lichnen Sinn verblende, daß te, dahin nichts, was du nicht, zu Schaden dei sündlich ist, kan kommen, nem Heil, einst sollest es werde mein Gebet, haben Theil an diesem auf Chriftum ausgeredt, schönen Licht, an dieser in Gnaden aufgenom Herrlichkeit der unum- men. schränckten Freud, und 7. Dir danc ich herzigAufbruch der Gerechten lich, daß du zur Kindan diesem Sonnen- Tag, schaft mich erwählt von an welchen keine Plag Ewigkeit. Sonst könte uns weiter wird anfech- dir ißund dein Lob durch ten. meinen Mund nicht wer 5. Halt deinem Sinne den ausgebreit't. Mein für, daß dein GOtt über Mund Danck singet dir, dir, und deinem Küssen für alles Gut, das mir, sey, er weiß auch eben GOtt deine Güt erzeiget, nun dein Lassen und dein daß sie mein Herz und Thun, und was dir woh mich zum Glauben, und ne bey: Ja, hátt auch diese auf dich so kräftig hat geNacht sich nicht mit sei- neiget. ner Wacht dein GOtt zu 8. Wo ich nur schaue dir gefellet; so hätte dich hin, da seh ich, wie ich bin gewiß der Fürst der Fin- von dir so wohl bedacht. sterniß mit Leib und Seel Du hast mir Sinn und gefället. Muth, Seel, Ehre, Leib 6. Erhebe zu dem End und Gut beschattet diese Herz, Augen, Andacht, Nacht; Du bist ja meiner Hand und deiner Stim- mehr, als selber ich, o me Klang; Dein Opfer HErr! gewesen eingeden. cfe; 787 Dom Lobe GOttes des Morgens. de; Denn was ich bin nem Ruhm, haft dir best und hab, ist deine Mor- lauserwählt, erhalt, o groß gen Gab und heutges neu fer GOTT! in femer Geschencke. schweren Noth, damit $ 9. Erwecke meinen sichs igo quält; Bring' Schlaf von Sünden, und es mit starcker Hand, aus verschaff in mir ein reines diesem Krieges- Stand, in Hert: Auch wirf mich, Ruh und Herzens- Friede, HERRE! nicht von daß es allein nach dir sey deinem Angesicht zurück wacker von Begier, und und hinterwärts. Die dieses Lebens müde. weil denn deine Treu 12. Nun steh ich wohl und Güte mir aufs neu gestillt, mit Hofnung anerscheinen alle Morgen; gefüllt, von meinem LaSo raum ich dir allein gerauf; sey du mit deiner und deiner Fürsorg ein Wehr um mich, und vor mein Thun und all mein mir her, und segne meinen Sorgen. Lauf, darzu mein ganzes 10. Bergib mir meine Haus, also, daß allzeit aus Schuld, damit ich deinelund ein wir mit dir gehen; Huld oft, oft verscherßer Auch an des HENNEN hátt, da Gnad und Gute Zag, ohn alle Quaal und nicht, vor deinem Halsge- Plag, im Frieden auferricht, ausführlich mich stehen. vertråt, und mir ruft alle zeit, daß ich in Buß und 648.7. un laßt une Gott Leid sie solle wohl bereuen; dem Erren. Auch immer mehr und mehr, ja mich vor nichts ach auf mein Hertz und finge dem so sehr, als vor der Sünde Schöpfer aller Dinge, scheuen. dem Geber aller Güter, 11. Dein Volck, dein dem frommen MenschenEigenthum, das du zu dei- Hüter. DDD 2 2. Heut 788 Dom Lobe GOttes des Morgens. 2. Heut als die duncklelund senden, der mich an Schatten mich gang um- diesem Tage auf seinen geben hatten, hat Satan Händen trage. mein begehret, GOtt aber 9. Sprich ja zu meinem hats gewehret. Thaten; hilf selbst das 3.Ja Bater, als er such Beste rathen, den Anfang, te, daß er mich fressen Mitt't und Ende, ach möchte, war ich in deinem HERR! zum Besten Schooße, dein Flügel mich wende. umschlosse. 10. Mit Segen mich 4. Du sprachst: Mein beschütte, mein Herz sey Kind, nun liege, troß dem, deine Hütte, dein Wort der dich betrüge! schlaffen meine Speise, bis ich wohl, laß dir nicht grau- gen Himmel reise. en, du solt die Sonne schauen. 5. Dein Wort das ist 649.MT. GOtt des immels und der Erden. geſchehen, ich kan das Licht Was wilt du, mein Herz, anfangen? O vergiß nicht deiner Pflicht laß das eitele Verlangen 6. Du wilt ein Opfer und vergiß des Lobes haben, hier bring ich meine nicht, das du Gotte schub Gaben, mein Weyhrauch, dig bift, der dein Leben dir und mein Widder, find gefrist't. mein' Gebet und Lieder. 2. Deiner Ruh hast du 7. Die wirst du nicht gepflogen, durch die finstre verschmähen, du fanft ins lange Nacht, als der Feind Herzze sehen, und weist herum gezogen, und gesu wohl, daß zur Gabe ich ja chet dich mit Macht zu nichts bessers habe. vertilgen; Aber fieh, 8. Sowollst du nun vol GOtt hat dich beschüßet lenden dein Werck an mir hie. 7. Ep ich befreyet, dein Schus hat mich verneuet. Dom Lobe Gottes des Morgens. 789 3. En so muß ich billig dir herzlich traut, dienet preisen dich, o JESU! und dazu in allen Sas der du mir wollen solche chen auf dich innig schaut; Gut erweisen; o erzei- so verleih, o JESU; ge für und für mir mir, dir zu trauen für und dein' ewge Lieb und Treu, für. neu. laß sie stets uns werden 8. HErr nach deinem Rath und Willen leite du 4. Ich will heut mich dir mich diesen Tag, daß mein ergeben, tritt du mir an Amtich recht erfüllen, und meine Seit, laß mich dir mich dir bequemen mag, alleine leben, auch abwen auch erhalte meinen de grosses Leid! Giebst Freund, und bekehre meidu Creuß, so gib Geduld, nen Feind. und vergiß all meine Schuld. 9. Mich und all mein Anverwandten fhig, 5 Rette mich aus allen auch was mir angehört, Nothen; OHErr JEsu! Hausgenossen und Bes las mich nicht, wenn der Fannten, den, der deinen Feind mich will ertödten, Namen ehrt, den erhalte und so etwas mir gebricht, deine Treu, uns in aller stehe deine Gnaden- Treu Noth erfreu. mir auf allen Seiten ben. 6. Laß mich alles thun 10. Segne, was ich heut im Lieben, und nicht for- anfange; fegne, wann mir gen allzusehr; noch im flucht mein Feind; tröfte, Mangel mich betrüben: wann er mir macht ban O! gib Segen mehr und ae, wann gefährlich alles mehr, daß mein' Arbeit icheint; und man Krieg wohl geden und du mich besorgen muß, hale Fries erfindest treu. de bey uns Fuß. 11. Wasser, Feuer, Pest und Seuchen, und was DDD 3 fon7. Weil du grosses Wohlgefallen hast, wann man A 790 Dom Lobe GOttes des Abends. fonften mehr für Noth O! so zeig ihm deine Pein, fich ben uns hier ein kan räume keine Macht ihm fchleichen, böser und ge- ein. schwinder Tod, dis heiß, 13. Mich erhalte deine weil du hilfest gern, alles Siete, meiner Liebe gib die von uns weichen fern. That; Tröste wann ich 12. Will der Satan uns mich betrübe, gib auch verklagen, und bey dir dieser Bitte ftatt: Wann drauf halten an, daß er da kommt mein letztes moge Leid und Plagen Nu, nimm Du mich in uns so anthun, wie er kan: lew'ge Ruh. d) Vom Lobe GOttes des Abends. 650. Mel. Unerschaffne Le- dahin, als wie ein Fluß bens Sonne. mit dem schnellsten Was ferguß. 3. Und, mein JEſu, fieh, ich Armer nehme mich Oder: Ach! was soll ich Sünder machen. d! mein JESU! doch nicht in Acht, daß ich fieh ich trete, da der dich bey Tag und Nacht Tag nunmehr sich neigt, herzlich suchte, mein Er und die Finsterniß sich barmer! Mancher Tag zeigt, hin zu deinem geht so dahin, da ich nicht Thron und bete. Neigerecht wacker bin. du zu deinem Sinn auch 4. Ach! ich muß mich mein Herz und Sinnen herßlich schámen, Du er hin. hältst, Du schüßest mich 2. Meine Tage gehn ge- Tag und Nacht so gnädig schwinde, wie ein Pfeil zur lich, und ich will mich Evigkeit, und die aller nicht bequemen, daß ich langite Zeit fauft vorbey ohne Heuchelen Dir dafür als wie die Winde, fleußtsrecht dancbar sey. 5. Nun Dom Lobe GOttes des Abends. 791 5. Nun ich komme mit 2. Ach lieber HErr, bes Verlangen, o mein Her hút uns heint in dieſer gens- Freund! zu dir; nei- Nacht vorm bösen Feind, ge du dein Licht zu mir, da und laß uns in dir ruhen der Tag nunmehr vergan- fein, daß wir vorm Satan gen: Sen du selbst mein sicher seyn. Sonnen Licht, das durch 3. Ob schon die Augen alles Finstre bricht. schlafen ein, so laß das 6. Laß mich meine Tage Herze wacker seyn, halt zählen, die du mir noch über uns dein rechte Hand, gonnen wilt; Mein Herz das wir nicht fall'n in fey mit dir erfüllt, so wird Sund und Schand. mich nichts können quà 4. Wir bitten Dich, len. Denn wo du bist HErr JEfu Christ, behüt Tag und Licht, schaden uns uns vor des Teufels List, die Nächte nicht. der stets nach unfrer SeeNun, mein theurer len tracht't daß er an uns Heiland! wache, wache hab keine Macht. Du in dieser Nacht, schü- 5. Sind wir doch dein Be mich mit deiner Macht ererbtes Gut, erworben deine Liebe mich anlache. durch dein theures Blut, Laß mich selbst auch wach- das war des ewgen Baters sam seyn, ob ich gleich jetzt Rath, als er uns dir geschlafe ein. schencket hat. 6. Befieht dein'mEngel daß er kommt, und uns be wach dein Eigenthum, gib Chrift, der du biſt der uns den lieben Wächter helle Tag, vor dir die zu, daß wir vorm Satan Nacht nicht bleiben mag, haben Ruh. du leuchtest uns vom Ba 7. So schlafen wir im ter her, und bist des Lich Namen dein, dieweil die Engel ben uns seyn. Du D004 tes Prediger. 651. Mel. Herr Jesu Christ wahr'r Mensch zc. 792 Dom Lobe GOttes des Abends. Heilige Dreyeinigkeit, wir GOTT, aus aller Noth loben did in Ewigkeit, durch dein heil'ge fünf 652.M.Christ der du bist der Bunden roth. belle Tag. der der 6. Gedend, o HERR, darin und Licht, vor dir ist, der Leib gefangen leit; der HErr, verborgen nichts, Seelen, die du hast erlöft, du väterliches Lichtes der gib, HErr JEfüt, deis Glang, lehr uns den Weg nen Trost. der Wahrheit gang. 7. GOtt Vater sey Lob 2. Wir bitten dein' gott Chr und Preiß, dazu auch liche Kraft behut uns feinem Sohne weis, des HERR, in dieser Nacht, Heil'gen Geistes Gütigs bewahr uns, HErr, vor keit, von nun an bis in allem Leid, GOtt Vater Ewigkeit. der Barmherzigkeit. 653. Melod. Auf Seel, und dancke 2c. lieben Sonnen er Licht und Pracht hat 3. Bertreib den schwe ren Schlaf, HErr Christ, daß uns nicht schad des Feindes Lift, das Fleisch nun den Lauf vollführet, in Züchten reine sey, so die Welt hat sich zur Ruh find wir mancher Sorgen gemacht, thu Seel, was frey. dir gebühret, tritt an die 4. So unsre Augen Himmels Thür, und sing schlafen ein, so laß das ein Lied dafür, laß deine Herke wacker seyn, be- Augen, Hertz und Sinn fchirm uns GOttes rechte auf JEsum seyn gerichtet Hand und lof'uns von der hin. Sünden Band. 2. Ihr hellen Sternen 5. Beschirmer, HErr, leuchtet wohl, und glänzt der Christenheit, dein mit Licht und Stralen, Hülf allzeit fez uns beibe macht die Nacht des mit Hilfuns, HERR Prachtes voll, doch noch zu Dom Lobe GOttes des Abends. 793 zu tausend malen scheint sehn und rathen meiner heller in mein Herz die Seelen: Ich fürchte keine ewge Himmels Kerk, Noth, kein' Holle, Welt mein JEsus, meiner See- und Tod, denn wer mit len Ruhm, mein Schuß, JEsu schlafen geht, mit mein Schas, mein Eigen- Freuden wieder auferthum. ſteht. alios e bine sled 3. Der Schlafwird fal- 6. Ihr Höllen Geister len diese Nacht auf Men- packet euch, hier hebt ihr schen und auf Thieren, nichts zu schaffen, dis doch einer ist, der droben Haus gehört in JEfus wacht, bey dem kein Reich, laßt es ganz sicher Schlaf zu spüren; Es schlafen; Der Engel starschlummert JEsus nicht, de Wacht, hält es in gusein Aug auf mich ge- ter Acht, ihr Heer und Laricht, drum soll mein ger ist sein Schuß, drum Herß auch wachend seyn, sen auch allen Teufeln daß JEsus wache nicht Truk. allein. STE 7. So will ich denn 4. Verschmähe nicht dis nun schlafen ein, JEfu, schlechte Lied, daß ich dir, in deinen Armen, dein JEfu, finge, in meinem Aufsicht soll die Decke Herzen ist kein Fried, eh seyn, mein Bette vein ich es zu dir bringe, ich Erbarmen, mein Kuß bringe was ich kan, ach sen deine Brust, mein nimm es gnädig an, es ist Traum die füffe Luft, die doch herglich gut gemeynt, aus dem Wort des Le JEsu! meiner Seelen bens fleust, und dein Freundy r Geist in mein Ferg ein geußt. 5. Mit dir will ich zu Bette gehn dir will ich 8. Go oft die Nacht mich befehlen, Du wirst, mein Ader schlägt, foll mein Hüter, auf mich dich mein Geist, umfan 794 Dom Lobe Gottes des Abends. gen, so vielmahl sich meinsweißt unf're Noth, der Hers bewegt, soll dis seyn Feind will uns erjagen, mein Verlangen, daß ich mit Finsterniß und Tod; mit lautem Schall mög Im Finstern er regieret, rufen überall: o JEfu, und suchet überall, wo er JEfu! Du bist mein, und jemand verführet, in die ich bin auch und bleibe sem Jammerthal. dein. 3. Sein' Lift er immer 9. Nun matter Leib, ubet, und schärfet feine schick dich zur Ruh, und Pfeil, damit er sehr betri fchlaf fein fanft und stille, bet und tödtet, gang in ihr mirden Augen schließt Eil: Er will uns all ver. euch zu, denn das ist Gotchlingen, und sichten imtes Wille, schließt aber dismerhin, wo ers so weit kan mit ein: HErr JESU! bringen, mit seinem Zorn und Grimm. ich bin dein, so ist der Schluß recht wohl ge macht, nun, liebster JEfu, gute Nacht! 654. Mel. Berzlich thut mich verlangen. D er Tag hat sich genci bleib in dieser G'mein: get, die Sonn mit ih Geh auf du Himmels rem Schein von hinnen Sonne, leucht uns von jeßt sich beuget, der Abend deinem Thron, mit deiner dringt herein, HERR Gnad hie wohne, und send Christ, du Himmels- dein n Engel schon. fterne, mit deinem klarem 5. Der kan uns wohl Licht weiche von uns nicht behüten, mit Leib, Seel, ferne somt mög'n wir blei- Weib und Kind, wann ben nicht. Satan gleich thut wüten 4. Kein Hülfe mög'n wir finden, denn bey dir, HErr, allein, mach du uns rein von Sünden, und 2. HErr Chrift, wir mit Lift und Mord ges thun dirs flagen, denn du schwind: HErr Christ, du Fürst Vom Lobe GOttes des Abends. 795 Fürst des Lebens, haft ihm 9. Dein' Engel müff'n gestürmt sein Haus er zur- uns tragen auf ihren Hånnet doch vergebens, und ist den rein, und diesen Feind gestoffen aus. verjagen, daß wir nicht an 6. Ob schon der Tag ver- ein'n Stein uns stoffen gangen, die Sonn entwi- jund hinfallen, und brechen chen ist, doch haben wir Seel und Leib, Herr! steh Verlangen zu dir, HErr du bey uns allen, den JEfu Chrift: Gleichwie Würger von uns treib. die Stern erhalten bey Nacht- Zeit ihren Schein, so wirst du ob uns walten und unsre Leuchte seyn. 10. Nun wollen wir einschlafen, HErr Christ, auf deiner Hand, du wirst uns Beystand schaffen, wir sind dir wohl bekannt 7. Am Firmament die laß wieder uns erleben die Sterne stehn vest an ih liebe Morgenroth, wir rem Ort: Also stehn wir wollen dir Danck geben, auch gerne, HErr Christ, und preisen deine Güt. ben deinem Wort; HErr, laß uns nicht befallen die dunckle finstre Nacht, wir ſchreven zu dir alle, Duer Tag ist hin, mein Geist und ſehnt hältst für uns die Wacht. sich nach jenem Tage, der 8. Dein Schirm steht uns völlig machen wird uns zur Rechten, dein Flü- frey von aller Plage. gel deckt uns zu, laß Sa- 2. Die Nacht ist da, sey tan immer fechten, in dir du mir nah, JEfu, mit ist Fried und Ruh; Der hellen Kergen, treib der Low und Drach muß wei- Sünden Dunckelheit weg chen, wenn er sieht deinen aus meinem Herzen. Schild, er fan uns nicht 3. Der Sonnen Licht erschleichen, das machet uns jetzt gebricht, o unerdeine Huld. schafne Sonne! brich mit 655. Mel. O Traurigkeit, o Hergeleid. 796 Dom Lobe GOttes des Abends. deinem Licht berfur, mir Schmerß den Geist be. zur Freud und Worne. rühre, sende deiner Engel 4. Des Montes Schein Schaar, die mein Bettlein fällt nun herein, die Finziere. sterniß zu, mindern: ach! 10. Wann aber soll der daß nichts veranderlds Wechsel wol der Tag und meinen Lauf mocht hin- Nächte weichen? Wann dern. st der Tag anbrechen wird, 5. Das Sternen- Heer, dem kein Tag zu gleichen. zu Gottes Ehr am blauen 11. In jener Welt, da Himmel wimmert: wohl diese fält, die Zion noch dem, der in jener Welt macht weinen, soll noch gleich den Sterren schim heller sieben mal Mond mert. und Sterne scheinen. 6. Was sich geregt, und 12. Alsdann wird nicht vor bewegt, ruht ist von der Sonnen Licht Jerusaseinen Wercken: laß mich lem verlieren, denn das HERR in stiller Ruh Lamm ist selbst das Licht, dein Werd in mir mer- das die Stadt wird zieren. den. 13. Halleluja! en mår 7. Ein jeder will bey set ich da! da alles lieblich cher Still der füffen Ruhe klinget, da man ohn Abpflegen: Laß die Unruh wechselung Heilig, Heilig, dieser Zeit, JEfu, bald singet. fich legen. 14.D JEfu Du! mein 8. Ich selbst will auch Hilf und Ruh, laß mich nach meinem Brauch dahin gelangen, daß ich mun in mein Bettlein frei- mog in deinem Glank vor gen; laß mein Herz zu dei- dir ewig prangen. nem sich, als zum Bett- 656. Mel, Die Sonn hat sich lein neigen. mit ihrem Glang 2c. er Tag ist hin, mein JEsu bey mir bleibe, O See 9. Halt du die Wach, gigit fein Ach und 797 Dom Lobe GOttes des Abends. o Seelen- Licht! der Sün- bewahre mich durch deine den Nacht vertreibe, geb/ groffe Macht, wenn Be auf in mir, Glang der Ge- lial nach meiner Seelen rechtigkeit, erleuchte mich tracht. ach HERR! denn es ist 6. Du schlummerst Zeit. nicht, wenn matte Glieder 2. Lob, Preis und schlafen; ach! laß die Seel Danck, sey dir mein GOtt im Schlaf auch Gutes gefungen; dir sen die Ehr, schaffen, o Lebens Comm! daß alles wohl gelungen, erquicke meinen Sinn, dich nach deinem Rath: oblaß ich nicht, meinFels! der ichs gleich nicht versteh, du Tag ist hin. bist gerecht, es gehe wie es geh. 657. In eigener Mel. 3. Nur eines ist, das Die Nacht ist vor der Thur, und liegt schon mich empfindlich quålet; auf der Erden, mein JE Bestándigkeit im Guten u! tritt herfir, und laß es mir noch fehlet; das weist helle werden. Bey dir, o du wohl, o Herzens- Kün- JEfulein! ist lautei Sondiger! ich strauchle noch nenschein. wie ein Unmündiger. 2. Gib deinen Gnaden 4. Vergib es, HERR! Schein in mein versinwas mir sagt mein Gewiß stert Herße, laß in mir fen. Welt, Teufel, Sund brennend fenn die schöne hat mich von dir geriffen, Glaubens: Kerke, ver es ist mir leid, ich stell treib die Sünden- Nacht, mich wieder ein; da ist die die mir viel Kummer Hand: Du mein, und ich macht. bin dein. 3. Ich habe manchen 5. Ifraels Schuß, mein Tag in Eitelkeit vertrieHuter und mein Hirte! ben, Du bast den Ueberzu meinem Trost dein sieg- sblag gemact und ange= haft Schwerdt umgürte, schrieben, ich selber stelle mir 798 Dom Lobe GOttes des Abends. mir die schwere Rechnung det, und was fie soll, auf für. diesen Tag vollendet, die 4. Solt' etwa meine duncle Nacht dringt alSchuld noch angeschrie- lenthalben zu, bringt ben stehen, so laß durch Menschen, Bieh und alle deine Huld dieselbe doch Welt zur Ruh. 2. Ich preise dich, Du HErr der Nacht und Ta ge, daß du mich heut vor vergehen: Dein rofinfarben Blut macht alle Rechnung gut. 5. Ich will mit dir mein aller Noth und Plage, Hort, aufs neue mich ver durch deine Hand und binden, zu folgen deinem hoch berühmte Macht, haft Wort, zu fliehn den Wust unverleßt und fren hin der Sünden. Dein Geist durch gebracht. mich stets regier, und mich zum Guten führ. 6.Wohlan, ich lege mich 3. Bergib, wo ich bey Tage soi gelebet, daß ich nach dem, was finster ist, in deinem Namen nieder, gestrebet, laß alle Schuld des Morgens rufe mich durch deinen Gnadenzu meiner Arbeit wieder: Schein in Ewigkeit bey Denn Du bist Tag und dir verloschen seyn. Nacht auf meinem Nuß 4. Schaff, daß mein bedacht. Geist dich ungehindert 7. Ich schlafe, wache schaue, indem ich mich der Du; Ich schlaf in JEsu trüben Nacht vertraue, Namen, sprich du zu und daß der Leib auf dies meiner Ruh ein kräftig sen schweren Tag sich sei Ja und Amen! Und also ner Kraft fein sanft erhoftell ich dich zum Wächter len mag. über mich. 5. Bergönne, daß der 58. M. Der Tag ist hin zc. lieben Engel Schaaren ie Sonn hat sich mit mich vor der Macht der ihrem Glang gewen- Finsterniß bewahren, auf daß Dom Lobe GOttes des Abends. 799 daß ich vor der List und Ty- Opfer weg. Habich gleich ranney der argen Feind im oft überschritten deiner Schlafe sicher sey. Wahrheit heilgen Steg: 6. HErr! wenn mich So verfluch ich meine wird die lange Nacht be Sünden, und will mich decken, und in die Ruh des mit dir verbinden: Reiß tiefen Grabs verstecken! du nur aus meiner Brust fo blicke mich mit deinen alle Wurzeln böser Lust. Augen an, daraus ich Licht 3. HErr, es sey mein im Tode nehmen kan. Leib und Leben und was 7. Und laß hernach zu- du mir hast geschenckt, deigleich mit allen Frommen ner Allmacht übergeben, mich zu dem Glank des die den Himmel ſelbst beandern Lebens kommen, schränckt. Laß um mich da du uns haft den grossen und um die Meinen einen Tag bestimmt, dem keine Strahl der Gottheit scheiNacht sein Licht noch Klarnen, der was deinen Naheit nimmt. men trägt, als dein Gut zu schüßzen pflegt. 659.M. Alle Menschen müs fen sterben. 4. Laß mich mildiglich GOtt du läsfest mich er bethauen deines Segens reichen abermal die Ueberfluß, schirme mich 3 Abend Zeit, das ist mir vor Angst und Grauen, ein neues Zeichen deiner wende Schaden und Vera Lieb und Gutigkeit: Laß druß, Brand, und sonst beißund mein schlechtes trübte Fälle, zeichne meiSingen durch die trüben nes Hauses Schwelle, Wolden dringen, und sey daß hier keinen nicht der gegen diese Nacht ferner Schlag des Verderbers auf mein Heil bedacht. treffen mag. 2. Neige dich zu meinen 5. Wirde du in meinen Bitten, stoß nicht dis mein Sinnen, wohne mir im Schat AL 800 Dom Lobe GOttes des Abends. Schatten ben; Daß mein Sünden viel diese Woche schlafendes Beginnen dir angesehen, die ich schwer auch nicht zuwider sey; lich zählen will. Und was schaffe, daß ich schon auf faget GOtt dazu? der ge Erden mag ein solcher sehen mehr, als du, dessen Tempel werden, der nur Aug in die Gedancken dir, und nicht der Welt, schauet durch des Leibes ewig Licht und Feuer hält. Schrancken. } 6. Geht ihr meine mi- 3. In den Anfang die den Glieder geht und fer Wochen hab ich Dir, senckt euch in die Ruh alsLehnes- Mann, tausend wenn ihr euch regt mor- Dienste, GOtt, verspro gen wieder, schreibt es euchen ach! nicht einer is rem Schöpfer zu, der so gethan. Mit mir bösem treue Wach gehalten, Knecht geh nicht, Er wenn ihr aber müft erkal- des Himmels, ins Ge ten, wird des bittern To richt. Ob ich bin von dir des Pein, doch der Seelen gewichen, hat mich doch Vortheil seyn! dein Sohn verglichen. 660. Mel. Sreu dich sehr. o meine Seele. 4. Hab ich mich von Ott heut endet sich Dir vergangen, wie ein die Woche, und es ist blodes Schäfelein, las ihr letter Tag diesen Mor- mich darum nicht gefan gen angebrochen, vor dir gen, eine Beut der Wölfe ich mich Sibst anklag: In seyn. JEsus unfer See mir mein Gewissen mich, len- Hirt mich zur Heerde hodfter Richter! ftellt vor holen wird; Leg in dei dich: Neue Schulden samt nen Schooß mich nieder, den alten, mit mir wollen wann er dir mich bringet wieder. Rechnung halten. 2. Sonne, die ich seh ab- 5. Ich trat in der Sim gehen, du hast meiner der Orden, ich bin diese Wo 801 Dom Lobe Gottes des Abends. Woche dir tausend Schul- dørrtes Thun du kennest, den schuldig worden, laß mich brum nicht seyn Wann du rechnen willst verflucht. JEfus mache mit mir, soll ich dein Ne wieder grün! dessen Zweig gister seyn, laß nur JE ich worden bin. Hilf mir, fum ben mir stehn; sei- GOtt, ich will als Reben ne theure Blut- Goldgul- stets an diesem Weinstock den zahlen meine rothe kleben. Schulden. 9. JEfu! Arkt geång6. Du Allgeber deine ster Geister, hier ist eine Gabe, die du hast gelegt in france Seel. Hilf mir, mich, die mir anvertraute JEsu, guter Meister; Dir Haabe braucht' ich leider ich meine Noth befehl. wider dich. Ach ich hiel und wenn du mich recht te übelhaus; stoß mich besiehst, mein Herß todt in darum nicht hinaus wollst Sünden ist. Ach so weck in Gnaden, nicht nach mich auf, o Leben! WolRechte, rechnen ab mit dei- left dir mich wiedernem Knechte. geben. 7. Nichter! laß Dich 10. Meine Seel zum Vater nennen: Wollst mir Buhler- Haufen, deine weisen, der du bist, duwirft ungetreue Braut, hat, o ja dein Kind noch kennen, JEfu! sich verlaufen, und ob es ungehorsam ist; Ein nach Frembenumgeschaut. Sohn macht uns alle gut, Wout ihr darum, omein der nach deinem Willen Licht! einen Scheid- Brief thut. GOtt, sey gnädig senden nicht, du hast sile JEfu Brüdern, trenn das mit Blut erworben, ach! Haupt nicht von den Glie laß sie nicht seyn, verdora dern. ben. 8. Deine Pflange Du 11. Schreibe mich zut mich nennest, aber wo ist deinen Lieben, diesen Tag, meine Furcht? Mein ver- mit deinem Blut: Diesen Eee 802 Dom Lobe GOttes des Abends. legten von den sieben las werden! JESU, ach! die sechse machen gut. ich komm zu dir! Moses Mein Gewissen heut be- Tafein drücken mich, fried, ich mag alte Schul nimm du sie von mir auf den nicht in die neue Wo- dich, wirfdis harte Joch che bringen. JEsu! ach zu Stücken, meine Seele erhör mein Singen. laß erquicken. 12. Sw will meiner 15. In dem Heilbad Geelen Schmerzen dir deiner Wunden laß mich zutragen in den Haus. abgewaschen seyn, daß Laß mich mit getröst'temjich morgen werd erfun Herzen, JEsu! wieder den Dir zu dienen schön gehn heraus. Wann dein und rein; laß den Besen Diener ledig zählt See- wahrer Buß kehren aus len, die die Sünde quält; den Mist und Ruß, daß du Laß auch mich seyn losge- mich mög'st morgen eh sprochen von den Schulden ren, in mein Herze einzu dieser Wochen. kehren. 13. Nach sechs deiner 661. M. O du Liebe meiner Schöpfungs Tagen haft du diesen Tag geruht. Liebe. und der Ich muß auch nach Ruherr und GOTT der fragen: Weil die Sünd Du schläfft noch schlum mir bange thut. Und ich merst nicht! schaue, wie zog mich mid genung diese dein arm Gemächte jetzt Woch am Lebens- Pflug, nach seiner Kinderpflict, laß mich heut in meinen da der Abend ist gewor Sachen frölich Feyer- den, und der Tag fich hat Abend machen. geneigt, samt der Deinen 14. Dortmals riefestigangem Orden, sich vor du auf Erden: Ihr Be deinem Throne beugt. ladnen kommt zu mir; 2. Bater! ich bin zu ge Kommt, ihr sollt entbürdet ringe aller Treu und Gir tigkeit, Dom Lobe GOttes des Abends. 803 tigeit, die Du, Wesen al müsse mich stets treiben, le Dinge, mir in meiner unverzüglich fortzugehn Lebens- Zeit, und auch ja mit schnellem Schritt Heute hast erwiesen; Ozu lauffen zu dem kleidaß ich recht dankbar nod, das das Lamm, und wår! Herr, dein Nam' sey mit Blutezuerkaufen, ist hoch gepriesen! Deinherg gebracht ans Creußes ferner zu mir kehr. Stamm. 3. Siehe nicht an mein 6. Drauf will ich mich Verbrechen; ach geden schlafen legen, laß mich de nicht der Schuld, die Dir empfohlen ſeyn. Va* dein strenges Recht könt ter! gönne mir den Se rächen, habe doch mit mir gen, der am Leib und Geie Geduld; schaue an des te rein mich auch in der Sohnes Wunden, das Nacht bewahre: Deine durch ich versöhnet bin; Gnade sen mein Erbild, Dadurch ich Erlösung bis ich meinem Schak funden, und das Leben nachfahre, und erwach zum Gewinn. nach seinem Bild. 4. Ich verlange fren zu werden durch das reine 662. M. Chrift, der du bist Lammes Blut, von der der helle Tag. Beschwer der den, von der finsternnenschein, die finfire Schlangen- Brut. Ach HERR! rein'ge mein Nacht bricht starck herein, Gewissen, Leib und Seel leucht uns, HErr Christ, dir heilig sey, dein Geist Du wahres Licht, laß uns mache mich geflissen, DirimFinstern wandeln nicht. zu dienen ohne Scheu. 2. Dir sey Danck, daß 5. Laß mich nicht dahin- jdu uns den Tag vor Schas ten bleiben, laß mich nicht den, G'fahr und mancher zurücke sehn, dein Geist Plag, durch deine Engel Ele 2 haft 804 Dom Lobe Gottes des Abends. haft behit aus Gnad und Hand, fällt auch der våterlicher Gut. Frommst in Sind und 3. Womit wir hab'n er- Schand. zürnet dich, daffelb verzeib 3. Doch bin ich gar nich: unsgnädiglich, und rechn' Engel- rein, ich find, HErr es unsrer Seel nicht zu JEsu! stets das Mein; laß uns schlafen im Fried den alten Adam ich noch und Ruh. fpir, der mich anreißet 4. Durch deinen Eng't für und für, daß ich mein die Wach bestell, daß uns Herz, Begierd und Sinn der böse Geist nicht fäll, zur Eitelkeit soll neigen vor Schreck'n, Gespenst hin und Feuers Noth behüt 4. Ich flag an mein' uns heint, o treuer GOtt.( Unachtsamkeit vor Dir, 663. Mel. Vater unser imo GOTT! mit Reu und Leid, wie du auch selber immelreich. ch Ith dance dir, liebrei- haft gefehn, was oft aus cher GOTT, daß du Schwachheit ist geschehn. mich heut vor Schand Den innern Menschen und Sport, und schweren hab ich nicht mit Fleiß verFällen haft behüt't, es wahrt uach meiner Pflicht. kommt von deiner Gnad 5. Den Sinnen hab ich und Gut. Mein gang oft zu weit den Zaum ge Verderben ist aus mir, gönnt zur Eitelkeit, ich hamein Heil das kommt al- be viel geredt, gedacht, lein von dir. gehört, gesehen und voll 2. Wenn du nicht hät bracht, was mir nicht test mir gereicht, HERR wohl gestanden an, und deine Hand, war ich gar ich nicht alles wissen kan. leicht gefallen auch so tief 6. Aus Gnaden alles in Sund, als sonsten an mir vergib, verbrenn's dre Menschen Kind. Ohn im Feuer deiner Lieb! Du deine Hülf und Gnaden- bist voll Heiligkeit und Gnad Dom Lobe Gottes des Abends. 805 Gad, was mir noch fehlt, 10. Vor einen bösen fe mich erstatt': Dein schnellen Tod, o du liebSlut, mich wasche, daß ich reicher frommer GOtt! perd so rein, wie mich dein mich hint und jederzeit Herz begehrt. bewahr: Laß ben mir ſeyn 7. Ich danck auch, liebe der Engel Schaar, daß ster JEfu! Dir für alle Satanas und sein Gefind Gaben, die Dumir erzei- an mir ja keine Macht get haft von Kindheit auf, bis zu der Stund mit 664 m. Du liebe Unschuld groffen Hauf: Du hast du. mir ſo viel Guts gethan, Mein Augen ſchließ daß len fan. ichs nicht gar erzeh- Namen zu, dieweil der ich in GOttes müde Leib begehret seine 8. Jch bitte, halt auch Ruh, weiß aver nicht, ob gnädiglich dem Augen of ich den Morgen werd erfen über mich, daß mich leben, es könnte mich vielder Feind mit List und leicht der Tod noch heut Macht nicht überfall in umgeben. dieser Nacht; Behüt vor 2. Drum sag ich dir, o Unglück Seel und Leib, GOtt! von Herzen Lob Gefahr und Noth weit und Danc, ich will auch von mir treib. folches thun hinfort mein 9. Gib, daß ich nach Lebelang, weil Du mich geflogner Ruh erwach, diesen Tag haft wollen so aufsteh und freudig thu, bewahren, daß mir kein was du hast anbefohlen Ungetück hat können wiemir, und einen guten derfahren. Wandel führ: mit der 3. Du haft des Teufels nem Geiste steh mir bey, Lift von mir gang abge daß nichts verdammlichs kehrt, der als ein böser an mir sey. Low zu freffen mich be gehrt. Eee z AL 806 Dom Lobe GOttes des Abends. gehrt. Beschüs auch diese ner grossen Güt? was Nacht mich, HErr, durch ein Opfer bringen a deine Waffen, wann als frölichem Gemüth, da ein todtes Bild, der Leib du so bist bedacht, für all wird liegen schlafen. mein Heil zu sorgen, und 4. Regiere mein Ge mir zum frohen Morgen mith, und richt es gang haft Hoffnung hie gezu dir, daß keine böse Lust macht? durch Träume mich be 2. Was ist doch dieses rühr, auch deine Engel Leben, als eine Abendmir an meine Seite sebze, Zeit, mit Dunkelheit um daß mich der Satan nicht geben, mit eitel Müh und mit seiner Lift verlege. 5. Also wann Morgens ich das Tage- Licht erblick, Streit? ja lauter Finsterniß, darin wir sind gefan. ich mich gar willig dann gen, in stetigem Berlanzu deinem Lobe schick. Ihr gen zu enden den Verdruß. Sorgen weichet hin; Du aber, HErr, verleihe den! 3. Du aber läßt mich Gliedern ihre Ruh, daß wissen, daß noch ein Mormir der Schlaf gebeye. gen sey, der mir einst werd 6. Und so ja diese Nacht erspriessen, zurühmen deimein Ende kám herben, sone Treu, da JEfus Sonhilf, daß ich in Dir, one ist, der mir zu gute lefu, wackersen, auf daß ich bet, und sich mit Wenn seliglich und sanft von erhebet, zu schaffen neue hinnen scheide, dann führe Frist. meine Seel hinauf zur 4. Der wird den Glang Himmels Freude. erstrecken in mein ver 665. M. Mit Ernst ihr MenschloßnesGrab, und mach ben- Binder. tig mich erwecken, wenn Jein GOTT! wie soll ich geschlafen hab, damit MeinGOTT! w ich fingen von deilich geh herfür Ihn freudig Vom Lobe GOttes des Abends. 807 dig zu begegnen, und dann als bligen, so ists nur in der von seinem Segnen die Zeit, die nicht langwähmilden Stralen ſpür. ren mag: bald wird das 5. Da werd ich seyn um- Licht aufgehen, so mich geben mit dieser meiner wird lassen sehen die FreyHaut, die ich in diesem Le- heit von der Plag. ben so elend hab geschaut: 9. Ach! mögt es bald doch wird ein Ehren- Kleid nur kommen; ach! wares Er seinem gleich draus doch schon da, da ich mit machen, das nimmer darf allen Frommen kam der verlachen kein Feind noch Erlösungnah. Doch still! gedulde nur: Er wird schnöder Neid. 6. Mein Leib wird sei- nicht lang verweilen, der nem Leibe verklåret ähn- Glaub sieht Ihn schon ei lich seyn, so, daß er ewig len, und mercket seine bleibe ben Sonnen- glei Spur. chem Schein; und mei10. Indessen geh ich nem blöden Aug wird sol- schlafen fo lang auf sein dhe Gnad geschehen, daßes Geheiß, erwirds schon mit GOTT felbst zu sehen in mir schaffen, wie er mein neuen Kräften taug. Bestes weiß, daß ich mag 7. Drauf will ich denn ruhig seyn nach allen nun grüßen den schönen Abend- Sorgen, bis mit Morgen- Schein, der solljdem frohen Morgen Er mir das versüßen, was endlich tritt herein. mir wird herbe seyn im Abend dieser Zeit; denn ich 666. Mel. Welt, ich muß dich laffen. weiß meine Senne, die mir die wahre Wonne auf N ver, Bieb, Menschen, ruhen un 8. Soll ich denn irgend Stadt und Felder, es fißen hier in der Dunckel- schläft die ganze Welt, heit, und schauen nichts ihr aber, meine Sinnen, Gee 4 auf, AL 808 Dom Lobe Gottes des Abends. auf, auf, ihr sollt beginnen Efend dieser Erden und was eurem Schöpferwohl von der Sünden- Arbeit gefällt. frey. 2. Wo bist du Sonne 6. Nun geht, ihr matten blieben? die Nachrhat dich Glieder, geht hin und legt vertrieben, die Nacht des euch nieder, der Betten Tages Feind; Fahr hin, ihr begehrt: Es kommen ein andre Sonne, mein Stund und Zeiten, da JEfus, meine Bonne man euch wird bereiten gar hell in meinem Her- zur Ruh ein Bettlein in Ben scheint. der Erd. 3. Der Tag ist nun 7. Mein' Augen stehn vergangen, die güldnen verdroffen, im Huy find Sternlein prangen am sie geschloffen; wo bleibt blauen Himmels- Saal; den Leib und Seel? Also werd ich auch ste Nimm sie zu deinen Gnahen, wenn mich wird den, sey gut vor allem heiffen gehen mein Schaden, Du Aug und GOtt aus diesem Jam- Wächter Ifrael. merthal. 8. Breit aus die Flügel 4. Der Leibeilt nun zur beide, o JESU meine Rube, legt ab das Kleid Freude! und nimm dein und Schuhe, das Bild Küchlein ein: Will Sa der Sterblichkeit, die ziehstan mich verschlingen, so ich aus; Dagegen wird taß die Englein fingen: Christus mir anlegen den Dis Kind soll unverleget Rod der Chr und Herr- seyn. lichkeit. 9. Auch euch ihr meine 5. Dae Haupt, die Füß Lieben, soll heinte nicht be und Hande find froh, das trüben ein Unfall noch mun zum Ende die Arbeit Gefahr, GOtt laß euch kommen sey. Hers, freuffelig schlafen, stell euch dich, du felt werden vomidie güldnen Waffen ums Bett Dom Lobe GOttes des Abends. 809 Bett, und seiner Engell 6. Den seß ich dir zum Schaar. Bürgen ein, wenn ich muß 667.M. Lobt Gott ihr Chri- vor Gericht, ich kann ja ften allzugleich. nicht verloren seyn in solNur un fich der Tag geen- cher Zuversicht. det hat, und keine 7. Darauf thu ich mein Sonn mehr scheint, Augen zu, und schlafe schläft alles was sich ab- frölich ein, mein GOtt gematt't und was zuvor wachtjeßt in meiner Ruh, geweint. wer wolte traurig seyn? 2. Nur du, mein GOtt, 8. Weicht nichtige Gehaft keine Raft, du schläfft dancken hin, wo ihr habt noch schlummerft nicht, eurenLauf, ich baue jetzt in die Finsterniß ist dir ver- meinem Sinn GOtt eihaßt, weil du bist selbst nen Tempel auf. das Licht. 9. Soll diese Nacht die 3.Gedencke, HERR, lekte seyn in diesem Jamdoch auch an mich in dieser merthal, so führ mich, Schwarzen Nacht, und HErr, in Himmel ein, zur schencke mir genådiglich, auserwählten Zahl. den Schirm von deiner Bacht. 4 Wendab des Satans 10. Und also leb und sterb ich dir, Du starcker Zebaoth, im Tod und LeWiteren durch deiner ben hilffiDu mir aus aller Engel Schaar, so bin ich Angst und Noth. aller Sorgen fren, und 668.el. Freu dich sehr, o bringt mir nichts Gefahr. meine Seele. 5. Zwar fühl ich wol Unre müden Augenlies der Sünden die jetzt mich bey dir klagt an: schläfrig zu, und des LetDoch aber deines Sohnes bes matte Glieder grüssen Huld hat gnug für mich schon die Abend.Ruh: getgan. Denn die dundle finftre fees Nacht NAM TAK ARAMALA Dom Lobe GOttes des Abends. SIO Sternen aufgestecket. Nacht hat des hellen Ta- mich erduldet, was mein ges Pracht in der tiefen Unart hat verschuldet. See verdecket, und die 5. Defne deiner Güte Fenster, sende deine Wach 2. Ach bedenck, eh du berab, daß die schwarzen gehst schlafen, ou, o mei- Nacht- Gesvenster, daß des nes Leibes Gast, ob du Todes finstres Grab, daß den, der dich erschaffen, das Ulebel, so beyNacht unheute nicht erzürnet hat? fern Leib zu fällen tracht, thu, ach! thu ben Zeiten mich nicht mit dem Netz Buß, geh und fall Jhmumdecke, noch ein böser bald zu Fuß, und bitt Ihn Traum mich schrecke. daß er aus Gnaden dich der Strafe woll entladen. 6. Laß mich HErr, von 3. Sprich: HErr, dir dir nicht wanden, in dir ist unverholen, daß ich schlaf ich gut und wohl: diesen Tag volbracht angib mir heilige Gedanders, als Du mir befoh- cken, und bin ich gleich len, ja ich habe nicht be- Schlafes voll: so laß doch tracht, meines Amtes Ziel den Geist in mir an Dir und Zweck, habe gleichfals wachen für und für, bis deinen Weg schåndlich, o die Morgenroth angehet, mein GOtt! verlaffen, und man von dem Bett bin gefolgt der Wollust aufstehet. Straffen. 7. Bater, droben in der 4. Ach! HErr, laß mich Höhe, dessen Nam uns Gnad erlangen, gib mir theur und werth! dein nicht verdienten Lohn, laß Reich komm: dein Will gemich deine Huld umpfan- schehe: unser Brodt werd gen, sich an deinen lieben uns beschert: und vergib Sohn, der für mich genug uns unsre Schuld, schenck gethan: Bater, nimm den uns deine Gnad und Burgen an, dieser hat für Huld: laß uns nicht Vera fuchung Dom Lobe GOttes des Abends. 811 suchung tödten: hilf uns, dem, der durch seine List HERR, aus allen Nd- uns geführet in ein Scheithen. den von der Liebe, die so zart sich ehmahls mit uns 669. Mel. Ach was soll ich gepaart. Sünder machen. 5. Aber dein Licht ist das das die Todten weGonne, Licht, vom un det auf, und befördert iherschaffnen Licht, das die ren Lauf: O was Freude Finsterniß fan es geben! Nichts als lauter Wollust ist, wo du Licht und Leben bist. durchbricht! Gehe auf zu meiner Won ne, und bestrale meinen Sinn, da man spricht: der Tag ist hin! 6. Laß mich diese Wolluft schmecken, die so keusch 2. Finster ist mein gan. und sauber macht, daß ich ßes Wesen, und Egyptens Fremdes gar nicht acht dunckle Nacht, die die Hou Reisse weg die Sündenhervor gebracht, macht, Decken, welche machen, daß ich nicht kan genesen, daß dein Glang mein wo nicht deiner Klarheit Herß nicht erfüllet gang. Schein Kräfte 7. O! daß doch der nimmet ein. Abend káme, da es soll so 3. Ach drum dringet lichte seyn, und des Geimeine Seele aus der Sün- stes heller Schein uns dir den Dunckelheit, hin zu machte recht bequeme; ja, deiner Heiterkeit, die ich was mehr, daß ich im Sinn mir zum Trost erwähle, hdren mögt: die Nacht wenn der Finsterniß Ber- ist hin. meine druß ich mit Schmerzen 8. Nunmehr ist der leiden muß. Tag erschienen, der nicht 4. Denn die Sünde seines gleichen hat, da der bringt uns Leiden, als die güldnen GOttes Stadt aus dem Abgrund ist, von soll zur Sonn und Leuchte diee = 812 Dom Lobe Gottes des Abends. dienen das LammGOttes. John dich geht nichts von Gloria! auf Triumph statten, ohn dich ist all's der Tag ist da. umsonst. 4. Drum ich von Her 670.11. Berglich thut mich gens- Grunde dich, HErr verlangen. GOtt! lob und preis, in Malts GOTT mein dieser Abend- Stunde, und ich mit gangem Conn Feyr Abend meldt, Du wollest gnädig hören fie hat vollenet ihr Straf mein arm Besper Gebet: ſe, geht wieder in ihr Zelt, das Gut in mir vermeh so mogen auch mein' Sa- ren, durch dein Barmher dhen ruhn bis zu feiner ßigkeit. Zeit, ich will Feyr Abend machen, mit schuldger Zeiten Du haft viel Guts 5. Gleichwie vor alten Danckbarkeit. 2. Mein Augen, Herk erzeigt des abends denen und Hände, oJEfu, GotLeuten, der' n Herz sich zu tes Sohn! zu dir ich mundir neigt, und vest auf dich mehr wende zum schuld- gebauet: So wollst du gen Tage- Lohn: Denn du auch geruhn,( wie unser bift felbst getreten an mei- Herz dir trauet) uns Liebs ne Werckstatt gut, haft und Guts zu thun. mir helfen arbeiten, re- 6. Als Noah hatt' ge giert mein'n Sinn und lassen ein Täublein aus SRuth. sein'm Schiff, lehrts wie 3. Mein Haupt hast du der seine Straffen, und gestardet, mein'n Fingern bracht ein'n Friedensgeben Kraft, hab deinen Brief; Zur Vesper- Zeit Geg'n vermercket, der al im Munde führt es ein lein Frommen schaft, da- Del- Blattgrün, daraus her ist wohl gerathen mein Noah verstunde, des Arbeit und mein Kunst, HErrn Zorn wär dahin. 7.3ween Dom Lobe Gottes des Abends. 813 7: 3ween heil'ger Engel du behüten vor Feur und kamen des Abends zu dem aller Noth. Und weil die Loth, in ihren Schuß ihn Völcker toben, erregen nahmen wider die gott- Krieg und Streit: So los Rott, erlösten den sende uns von oben den Propheten, bald fiel ein Fried zu unsrer Zeit. Schwef 1 und Feur, II. Ja weils will finster macht den gottlosen Stád- werden ums Wortes ten ihr Freud und Frevel Gnaden Licht; Der Sa theur. -8. Auch gleicher Weif tan auf der Erden viel KeBerey anricht, so bleib bey wir lesen, da Eli, der Pro uns, HErr Christe, mit phet, im Hunger.Land ge- deiner Gnad und Schein, wesen: Hort, was der dein werthes Wort uns friHErre that! Bögel geste, alsdenn wir sicher seyn. dienet haben zu Tisch dem 12. Hiermit ich nun GOttes- Mann: Abends vollende mein Tags Geund Morgens Raben schaft und Sach, und bitt Brodt und Fleisch brach- herzlich zu Ende, HERN, den Feyr- Abend mach, 9. Sowollst du, HErr, drauf der Sabbath angeuns geben Abend- und het, der währt viel tauMorgen- Brodt, und was send Jahr, der ewiglich be zu diesem Leben uns al stehet, Amen, das werde lenthalben noth; Dein'n wahr. ten an. Engel wollst uns schicken, 671. m. Sreu dich sehr, o auf daß er uns bewahr meine Seele. vors Teufels List und Werde munter mein Stricken: So sind wir Gemüthe, und ihr ohn Gefahr. Sinnen geht herfür, daß 10. Erhöre unser Bit ihr preiset GOttes Güte, ten, ach HERR du treuer die Er hat gethan an mir, GOtt! die Stadt woust da Er mich den ganzen Tag LAM TAMARIN Dom Lobe GOttes des Abends. 814 Tag vor mancher Sorg mir sey, und mein kalte und Plag hat erhalten Herß erhiße, ob ich gleit und beschüßet ,. daß mich im Finstern sige. Satan nicht beschmißet. 5. HErr, verzeihe mi 2. Lob und Danck sey aus Gnaden alle Sin dir gesungen, Vater der und Misfethat, die mei Barmherzigkeit, daß mir armes Herz beladen, un ist mein Werck gelungen so sehr vergiftet hat: D daß du mir vor allem auch Satan, durch seir Leid, und vor Sünden Spiel, mich zur Hölled mancher Art, so getreu stürzen will, da kanst du lich haft bewahrt, auch die allein erretten, firafe nicht Feind hinweg getrieben, mein Ubertreten. daß ich unbeschädigt blie ben. 6. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mic 3. Keine Klugheit kan doch wieder ein, hat un ausrechnen deine Gut und doch dein Sohn vergli Wunderthat, ja kein Ned- chen, durch sein Angst und ner kan aussprechen, was Todes- Pein. Ich ver dein Huld erwiesen hat.jleugne nicht die Schuld Deiner Wohlthat ist zu aber deine Gnad und viel, sie hat weder Maaß Huld ist viel gröffer, als noch Ziel; Jadu hast mich die Sünde, die ich stets in so geführet, daß kein Un- mir befinde. fall mich berühret. 7. O du Licht der from 4. Dieser Tag ist nun men Seelen, o du Glank vergangen, die betrübte der Ewigkeit! dir will ich Racht brichtan, es ist hin mich ganz befehlen diese der Sonnen Prangen, so Nacht und allezeit, bleibe uns alt erfreuen kan. doch, meinGOtt, beymir, Stehemir, o Vater! bey, da es nunmehr dunckeldaß dein Glang stets vor schier, da ich mich so sehr bes Dom Lobe Gottes des Abends. 815 betrübe, tröste mich mit Freunde, Feind und Hausdeiner Liebe. genoffen sein in deinen Schuß geschlossen. II. Ach! bewahre mich vor Schrecken, schüße mich vor Uleberfall, Icß mich 8. Shise mich vors Teufels Neßen, vor der Macht der Finsterniß, die lenz und schnellen Tod; laß mich nicht in Sünden Seel verderten. sterben, noch an Leib und mir manche Nacht zufe Kranckheit nicht aufwes gen, und erzeigen viel Verdries. Laß mich dich, ken, treibe weg des Krieowahres Licht, nimmer- ges Schall, wend ab Feur und Wassers Noth, Pemehr verlieren nicht, wann ich dich nur hab im Herzen, fühl ich nicht der Seelen Schmerzen. 9. Wann mein' Augen 12. O du groffer GOtt schon sich schliessen, und erhöre, was dein Kind geermüdet schlafen ein beten hat: JEfu, den ich muß mein Herz dennoch iets verehre, bleibe ja gefliffen und auf dich gemein Schutz und Rath: richtet seyn. Meiner See- und mein Hort, du werlen mit Begier träumefther Geist, der du Freund fiets, o Gott, von dir, daß und Tröster heißt, höre ich vest an dir bekleibe, doch mein sehnlichs Fleund auch schlafend dein hen? Amen, ja, es soll geverbleibe. schehen! * IO. Laß mich diese Nacht empfinden eine 672. Mel. üter wird die fanft und süsse Ruh, alles Flacht der Sünden. Ulebel laß verschwinden, Wo ist meine Sonne decke mich mit Segen zu, blieben? Deren Lies Leib und Seele, Muth ben mir so wohl und sanf und Blut, auch mein zeit- te that, da sie in den Sina lich Haab und Gut, nen spielte, und ich fühlte, was AK LAMAMWINTE 816 Dom Lobe GOttes des Abends. was für Kraft man durch Wechsel stehn; denn fol fie hat:,: durch den Thau die Er 2. Aber nun empfind den fruchtbar werden ich Schmerzen in dem muß die kühle Stacht ver Herßen, die Versuchung gehn:: wächst in mir, und ich bin 7. Kält und Hike muß gang matt zu kämpfen, den Frommen nüßlich und zu dämpfen, weil ich kommen, Wind und Re keine Sonne spür:,: gen hilfet nur; denn el 3. Ich kann nicht die kommen keine Früchte nu Welt ertragen, ich will's ben Lichte zur vollkomme wagen, vielleicht find ich nen Natur:,: meinen Freund, daß die 8. Schaue, wie die wei schwere Nacht der Leidense Fügung, nur Bergni sich muß scheiden, wenn gung statt des bittern fein mächtig Licht er Klagens macht: Dand scheint:,: diesem weisen Vater un Seele, schlafenur Berather, daß Er es f im Friede: Du bist müde, wohl bedacht:,: du findst ist die Sonne 9. Laß nur den then nicht, du must in der Stillren Glauben nieman ertragen deine Plagen rauben, und verharre in bis der Morgenstern an- Gebet; schlafe, und dei bricht:,: Herge wache, deine S 5.Meide nur die Nacht- che in des Baters Hände Geschäfte, laß die Kräfte steht:: zu dem Licht gekehret seyn, 10. Sonimmt dich di so wird dir der güldne flare Gonne in der Won Morgen ohne Sorgenend- ne eigenthümlich in fid lich wieder treten ein:: ein, da wird dich sein Bli 6. Weil die groffe Welt durchgehen, du wirst sehen wird stehen, wird man se- daß kein Theil wir finste hen Tag und Nacht im seyn:: II. 3 Dom Lobe Gottes vor und nach Tische. 817 II. JEsu gib in dun ist da, die mich bedrånar: kein Wegen deinen Se- Komm do herein, mein gen, weil die Nacht des Freuden Schein, zund an Glaubens währt; hilf mir mein Herß, wie eine Kerß, statt vergebner Klagen al erleucht es gang, mit deiles tragen, weil es nur die nem Glans, daß ich dich Kraft verzehrt:: mog erkennen, und durch 12. Und dein Fried er- und durch entbrennen. halt die Sinne ben mir 3. Wann du ben mir inne, er bewahre meinem bleibst, werther Gaft, fo Sinn, daß die Nacht durch werd ich ledig meiner Laft? deine Gnade mir nicht Du bringst mir Brod in schade, bis ich gang im Hungers- Noth, du treiLichte bin.:,: best weit die Eitelkeit, du zeigst mir an die rechte Bahn, du machst, daß meine Sinnen die Wahrheit finden können, W 673. In eigener Mel Mo wilt du hin, weils Abend ist, mein lieb fter Pilgrim, JESU Chrift? En, bleib doch 4. Ich lasse dich nicht, hier, und rast in mir, ich liebster Freund, bis daß laß dich nicht, du ewges die Sonne wieder scheint: Licht, ich schren dir nach Hab nur Geduld, und sey mit tausend Ach! Ah! mir huld, du kanst nicht bleib doch hier mein Le- fort aus diesem Ort, mein ben, ich will dir Herberg Herze wacht, hat deiner geben. Acht, ich will dich vest um2. Die Sonne hat sich fasfen, und nicht entweis schon gefenckt, die Nacht chen lassen. e) Vom Lobe GOttes vor und nach Tische. 674.7. Wenn wir in böchst vor Theurung und vor uns& ERR Hungers uns das täglich Brodt durch dein n lieben Sohn, $ ff GOtt 818 Dom Lobe GOttes vor und nach Tische. GOtt Bater in dem höch- nigkeit: Lob und Dand sten Thron. sey dir, GOtt Vater, 2. O HERR thu auf Ewigkeit. dein' milde Hand, mach 4. Der du uns, als ein uns dein Gnad und Güt reicher, milderBater, spei bekannt, ernähr uns, deine fest und kleideft dein'elende Kinderlein, der du speis'st Kinder. alle Vögelein. 5. Verleih, daß wir did 3. Erhörst du doch der recht lernen erkennen, und Raben Stimm, drumun- nach dir ewgem Schöpfer ser Bitt, o HERR, ver- uns sehnen. nimm: Dennaller Ding 6. Durch JEfum Chri du Schöpfer bist: und alstum deinen allerliebsten lem Bich feinFutter giebst. Sohn, welcher unse 4. Gedenck nicht unsrer Mittler ist worden vo Missethat und Sund, die deinem Thron. dich erzirnet hat, laß schei- 7.Der helfuns allesam nen dein' Barmherzigkeit, allhier zu gleiche, und mad daß wir dich lob'n in Ewig keit. uns Erben in seines Va ters Reiche. 675.M.WasLobes folln wir dir, o Dater, singen. 8. Zu Lob und Ehre seinem heilgen Namen ancket dem HErren, wer das begehrt, der spred denn Er ist sehr von Herzen Amen. 676. In eigener el. freundlich, und seine Gut und Wahrheit bleiber en Bater dort ober wir nun 2. Der, als ein barm ben, der uns, als ein milde herziger gütiger GOtt GOtt, gnädiglich geſpeise uns dürftige Creaturen ge hat; durch Christum sei feiset hat. nen Sohn, durch welchen 3. Singet Ihm aus derSegen kommt von den Herzens- Grunde mit In- allerhöchsten Thron. 2. Epi Dom Lobe Gottes vor und nach Tische. 819 3. Sprechend in derj677. ErrChrift, der eins Wahrheit: Dirsen Preis ge GOttes Sohn. und Klarheit, Dancfa- Err GOtt nur sey ges gung und Herrlichkeit, o preiset, wir fag'n dir mein GOtt von Ewigkeit, groffen Danck, du hast uns der du dich erweiset, und wohl gespeiset, und geb'n uns heut mit deiner Gnadjein'n guten Tranc, dein lieblich haft gespeiset. Mildigkeit zu mercken, He 3. Nimman dis Danck und unsern Glauben zu Opfer, oVater und stärcken, daß du seyst unser Schopfer, so wir deinem Gott. Namen thun, in Christo 2. Ob wir solch's hab'n dein'm liebsten Sohn: o genommen mit Lust nud laß dirs gefallen, und ihn Ulebermaaß, dadurch wir mit seinem Berdienst zab mógten kommen vielleicht len für uns allen. in deinen Haß: so wollst du's uns aus Gnaden, o 4. Denn nichts ist zu HErr nicht lassen scha melden, das dir mögt den, durch Christum deis vergelten all Gnad und nen Sohn. Gütigkeit erzeigt unserer 3. Also wollst allzeit Schwachheit; En wie nähren, HErr, unfre Seel mag auf Erden, weil alles und Geist, in Chrifto gang dein eigen ist, dir vergolten bekehren, und helfen allerwerden. meist, daß wir die Sünde 5. HErr, nimm an un- meiden, starck seyn in fern Danck, zusammt die- allem Leiden, und leben femLobgesang, und vergib ewiglich. was nach gebricht, uns zu 678.triel. Sergliebster Jefis thun bey unsrer Pflicht, o was hast du 26. mach uns dir eben, dak Cober den HErrn, und ihm seiner in Gnad und dort ewig leben. ben, die wir aus Gnad von Fff2 ihm AL 820 Dom Lobe GOttes vor und nach Tische. ihm empfangen haben, ist men, denn ihr sollt Schuß andem Tuch, und sonst an und Brodt genug bekomallen Enden, wo wir uns men, und überdis, nach wenden. diefem armen Leben, bey 2. Er hat uns an das Chrifio schweben. Licht der Welt laß'n kom7. Des dandet ihm von men, und durch die Tauf ganzem Herzens- Grunin fein Reich aufgenom- de, und bittet ihn zugleich men, Er läßt uns auch in zu aller Stunde, daß er feinem Sohn entbinden, uns nur, als seinen lieben von Schuld und Sünden. Erben, helf selig sterben. 3. Durch seinen Geist 8. So sind wir recht an Er uns so wohl regieret Leib unb Seel genesen firaft, unterweist, erhält und reich genung in die und herrlich zieret auf daß ser Welt gewesen, und wir vest im Creuß, oha al- haben auch den besten les Grauen, ihm können Schatz gefunden, und überwunden. trauen. 4. Er thut auch wohl durch seine Engel- Edaa679. m. Der Herr der aller ren uns Tag und Nacht Enden. vor Leik's Gefahr bewah- Nun laft uns GOTT ren, an dem Herren dancksauns sein'n böfen Willen gen, und Jhn ehren, von nicht mög erfüllen. wegen seiner Gaben, die 5. Zudem Er auch all wir empfangen haben. seine Kind'r ernähret, und 2. Den Leib, die Seel ihnen Hülf in aller Noth das Leben, hat Er allein bescheret, und läst gewiß uns geben, dieselben zu beall ihre Feind auf Erden wahren, thut Er gar nich zu schanden werden. tes sparen. 6. Derhalben seyd ge- 3.Nahrung giebt Erdem trost in GOtt, ihr From- Leibe, die Seele muß auch bleis Dom Lobe GOttes vor und nach Tische 821 bleiben, wiewol tödtliche dein Nam, las dein Reich Wunden, sind kommen zu uns kommen, dein Wils von der Sünden. le mach uns zahm; gib 4. Ein Arzt ist uns ge Brod, vergib die Sünde, geben, denselber ist das kein Args das Herz entLeben, Chriftus für uns zünde, los uns aus aller gestorben, hat uns das Noth. Heil erworben. 681. Mel. Treuer Wächter If ael. der Heilge Geist im Glauben, lehrt uns darauf ver5. Sein Wort, sein' Tauf, fein Nachtmahl, Singen wir aus Her dient wider allen Grund, trauen. GOtt mit unserm Mund, wie er sein Gut an uns bes weist, so hat er uns auch 6. Durch Ihn ist uns gespeist, wie er Thier und vergeben die Sünd, ge- Bog'l ernährt, so hat er fchenckt das Leben, im uns auch beschert, welches Himmel foll'n wir haben, o wir jekund hab'n verzehrt. GOtt, wie grosse Gaben. 2. Lob'n wir Ihn, als 7. Wir bitten deineGi- seine Knecht, das sind wir te, wollst uns hinfort be- ihn schuldig von Recht, hüten, die Groffen mit den erkenn'n, wie er uns hat Kleinen, Du kansts nicht geliebt, dem Menschen aus boſe meynen. Gnaden giebt, daß er von 8. Erhalt uns in der Bein, Fleisch und von Wahrheit, giebewigliche Haut artig ist zusammen Freyheit, zu preisen deinen gebaut, daß er des Tages Namen, durch JEsum Licht anschaut. Christum, Amen. 3. Alsoald derMenfi 680. M. Ert Gott, nun fein Leben hat seine Küche vor ihm stebt, in dem Leib Bater aller From- der Mutter sein ist er zugemen, geheiligt werd richtet fein; Obs gleich ist Fff3 fer gepreiser. ein 822 Dom Lobe GOttes vor und nach Tische. ein kleines Kind, Mangel Vögeln eingelegt, werden doch an nirgends findt bis Junge draus geheckt, es in die Welt hier kommt. müß'n der Menschen 4. GOtt hat die Erde Speise fenn, Hirsche zugericht, låsts an Nah- Schaafe, Rind'r und rung mangeln nicht, Berg Schwein, schaffet GOtt und That die macht er und giebts allein. naß, daß dem Vich auch 6. Danck'n wir sehr und wächst sein Gras, aus der bitten Ihn, daßruns geb Erd wächst Wein und des Geistes Sinn, daß wir Brodt, schaffets GOTT solches recht verstehn, stets und gibts uns fatt, daß der nach sein'n Geboten gehn, Menfch fein Leben hat. feinen Namen machen 5. Das Waffer das muß groß in Chrifto ohn Un geben Fisch die läßt GOtt terlaß: So fingen wir tragen zu Tisch, Ey'r von recht das Gratias. f) Vom Lobe GOttes am Neuen Jahre. 682.211 Sreu dich sehr o meine mein Beten, Singen, Le J bermal ein Jahr sen, ach das ist so schläfe. verflossen näher zu rig! heilig, heilig, heiliger der Ewigkeit, wie ein Pfeil grofferSeraphinen- Herr! wird abgescholen, so ver- vehe mir! ich muß verge geher meine Zeit, o geben, denn wer kan vor Dir treuer Zebaoth, unverán befichen? derlicher GOtt! ach was 3. Schrecklich ist es ja zu foll, was soll ich bringen, fallen in die Hand, von sob deiner Langmuth Danck wem Gott, der rechtfer zu singen. tig zuruft allen: Niemand 2. Ich erschrecke mach- treibe mit mir Spott; it tig Besen! Angst und ret nicht: Wo das ge Furcht bedecket mich, denn sicht, ich Jehovah leid es nicht 823 Dom Lobe GOttes am Leuen Jahre. nicht, ich bin ein verzeh- le ewig treu verbleiben rend Feuer, vor dem La und von neuen uns verchen wird gar theuer. schreiben. 4. Aber, du bist auch 7. An dem Abend und fanftmuthig, o getreues dem Morgen, o mein Vater- Hert! in dem Rath, besuche mich! Laß Bürgen bist du gütig der Heyden Nahrungsder gefühlt des Todes Sorgen nimmer scheiden Schmerz, steh ich nicht mich und dich; Prif in in deiner Hand ange- jedem Augenblick meine zeichnet als ein Pfand, Nieren, und mich schick, so du ewig willst bewah- schick mich, daß ich waren vor des alten Drachen chend stehe, ehe dann ich Schaaren? schnell vergehe. 5. Auf! mein Herß, gieb dich nun wieder gang 683. M. Dom Simmel kam dem Friedens- Fürsten der Engel Schgat. dar, opfre dem der See- as alte Jahr verganlen welcher crònet gen ist, wir Tag und Jahr, fang ein dir, HErr JEsu Christ, neues Leben an, das ich daß du uns in so groffr endlich führen kan mit Gefahr behütet haft lang Verlangen nach dem Zeit und Jahr. Sterben, da du wirst dir Cron ererben. 2. Wir bitten dich ewis gen Sohn des Vaters in 6. Soll ich denn in die dem höchsten Thron, du fer Hütten mich ein Zeit- wollst dein arme Christenlang plagen nochy; So heit ferner bewahren allewirst du mich überschützeit. ten mit Geduld, das weiß 3. Entzeuch uns nicht ich doch; Sese dann dein dein heilsam Wort, welchs Herß auf mich, JESU ist der Seelen höchster Christe, Du und ich wol- hort, vor falscher Lehr $ ff4 Abgot MAL 824 Dom Lobe GOttes am Neuen Jahre. Abgötteren, behüt uns 3. If GOtt versöhnt, HErr, und steh uns bey. und unser Freund, was 4. Hilf, daß wir von fan uns thun der arge der Sund ablahn, und Feind? Troß Türden, fromm zu werden fangen Pabst und Höllen- Pfort an, kein'r Sund im alten das JEfulein bleibt unsfer Jahr gedenck, ein Gna- Hort. denreich Neu- Jahr uns 4 Es bringt das rechte schenck. Jubel Jahr, was trau5. Chriftlich zu leben, ren wir denn immerdar? feliglich zu sterben, und Frisch auf! ißt ist es Sin hernach fröl.ch am Jung- gens- Zeit, das JEfulein sien Tag wied'r aufzu- wendt alles Leid. stehn, mit dir im Himmel einzugehn. 685. M. Von GOtt will ich nicht laffen. 5₁ 6. Zu dancken und zu loben dich, mit allen En elft mir GOtt's Git geln ewiglich, oJEfu, un- te preisen, ihr lieben fern Glauven mehr zu dei- Rindelein, mit G'fang nes NamensLob und Ehrund andern Weisen Jhm 684.M. Dom Gimmel hoch allzeit dankbar seyn, vornemlich zu der Zeit, da da komm ich ber. as neugeborne Kin- sich das Jahr geendet, delein, das bergeliebe die Gonn sich zu uns JEfulein, bringt aber wendet das Neue Jahr mal ein neues Jahr der ist heut. auserwählten ChristenSchaar. 2. Des freuen sich die En 2. Sraftlich laßt uns be traditen des Herren reis be Gnad, und ſo gering gelein, die gerne um uns nicht achten sein unzäh ben uns feyn, fie fingen in lich Wohlchat, stets füh den Lüften frey, daß GOtt ren zu Gemüth, wie er dis mit uns verföhnetjey. Jahr hat geben all Noth durft. 825 Dom Lobe GOrres am Neuen Jabre. durft diesem Leben, und Christum deinen Sohn, uns vor Leid behür't. und bitten ferner dich: gib 3. Lehr- Amt, Schul, uns ein frölich Jahre, vor Kirch erholten in gutem allem Leid bewahre, und Fried und Ruh, Nahrung náhr uns mildiglich. für Jung und Alten, be- 686.M.3 on klage mit Angst und gar und Schmerzen. it milder Hand ſein Guilf gelingen, hilf das ter ausgespendet, Verwi stung abgewendet von die- Neue Jahr geht an! lag ser Stadt und Land. es neue Kräfte bringen, 4. Er hat unser verscho- daß aufs neu ich wandeln net aus väterlicher Gnad, kan. Laß mich dir befohwann Er sonst hätt' belohlen seyn, auch darneben net all unfre Missethat all das mein. Neues mit gleicher Straf und Glück und Neues Leben Pein, wir waren längst wollst du mir aus Gnaden gestorben, in mancher geben. Noth verdorben, dieweil wir Sünder seyn. 2. Laß dis seyn ein Jahr der Gnaden, laß mich bus 5. Nach Baters Art und fen meine Sünd; Hilf, Treuen Er uns so gnádig daß sie mir nimmer scha ist, wenn wir dieSünd beden, sondern bald Berzei. reuen, glauben an JEfum hung find: Auch durch Christ herzlich ohn Heu deine Gnad verleih, daß delen, thut Er all Sund ich herzlich sie beren, vergeben, lindert die HErr, in dir: denn du Straf darneben, steht uns mein Leben, kanst die in Nöthen bey. Sünde mir vergeben. 6. All solch dein' Güt! 3. Tröfte mich mit deis wir preisen, Bater im ner Liebe; Nimm, o Himmels. Thron, die du GO: t, mein Flehen bin, uns thust beweisen, durch weil ich mich so sehr beSff5 trübe LAM AL ARANATA 826 Vom Lobe GOttes am Neuen Jahre. triebe und voll Zingst und denn du uns haft beweifet Zagen bin. Wenn ich viel Gutes in Gefahr, daß gleich schlaf oder wach, wir haben erlebet dieneufieh Du, HErr, auf meine frdliche Zeit, die voller Sach; stárcke mich in mei- Gnaden schwebet und ewnen Nöthen, daß mich ger Seligkeit: daß wir in Sund und Tod nicht guter Stille das alte Jahr tödten. erfüllet, wir wolln und 4. HERR, du wollest dir ergeben jesund und Gnade geben, daß dis immerdar. Behüt uns Jahr mir heilig sen, und Leib und Leben hinfort ich Christlich könne leben, das ganze Jahr. ohne Trug und Heuche 2. Laß uns dis Jahr lev; ich auch meinen vollbringen, zu Lob dem Nächsten lieb, und den Namen dein, daß wir felben nicht betrüb: da- denselben fingen in mit ich allhier auf Erden Christlicher Gemein fromm und selig moge woust uns das Leben fri werden. ften, durch deine starce 5. JEsu laß mich frö Hand. Erhalte dein' lie lich enden dieses angefan- be Christen, und unser g'ne Jahr: trage mich auf Vaterland. Dein'n Se deinen Händen, halte bey gen zu uns wende, gib mir in Gefahr; steh mir Fried an allem Ende. Gib ben in aller Noth, ach! ver- unverfälscht in Landen laß mich nicht im Tod, dein feligmachend Wort. freudig will ich dich um- Die Heuchler mach zu faffen, wenn ich soll die Schanden, hie und an ab Weit verlaffen. lem Ort. S 3. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein der Ruhm. Geduld im Creuß uns all un fer. 687. In eigener Mel. Efu, nun sey gepreiset 827 Dom Lobe Gottes am Neuen Jabre. fer Thun, bis wir getroft 3. Erlaß aufs neu sein abscheiden ins ewge Him Licht aufgehen, gleichwie metreich, zum wahren die Sonnjest höher steigt. Fried und Freuden, den Sein Gnaden Glank Heilgen GOttes gleich, bleib ob uns stehen, biš Indes machs mit uns al sich die Welt zum Ende len nach deinem Wohlge- neigt: Damit wir wie die fallen: Solch's finget heut Frommen handeln, und ohn' scherken die Christ immerfort in Tugend glaubige Schaar, und wandeln. B wünscht mit Mund und 4. Der Name, den Er Herken ein selges Neues selbst bekommen, als Er Jahr. für uns beschnitten ward, durch den wir unser Heil vernommen, sen unser 688. M. Wer nur den lieben GOtt läßt walten. Nachdem das alte Jahr Weg zur Lebens- Fahrt, verflossen, und wir, die der sen der Schmuck in unGOtt nunmehr verneut. fre Crone, und zier uns desselben Gnad aufs neu vor des Höchsten Throne. genossen, so sind wir billig 5. Er lehr uns unser höchst erfreut, daß uns Herz beschneiden von alderselbe Glück und Leben lem, das uns von Ihm so reichlich bis hieher getrennt, erfüll uns mit ergeben. neu'ten Freuden, die nie 2. Der geb uns lauter kein weltlich Herz erkennt, neue Kräfte, damit der damit was alt, in uns erWill, wie auch Bersiand sterbe und unser Geist sein Reich ererbe. sich vest an Ihn allein an hefte, und nimmermehr 689. M. Aun laßt une Gott dem Erren. werd abgewandt. Er geb uns auch den neuen Bil- N und treten, mit Sinuns gehn len, fein neu Gebot nun zu erfüllen. gen und mit Beten, zum HErrn, 828 Dom Lobe GOttes am Neuen Jahre. HErrn, der unserm Le- 8. Laß ferner dich erbit. ben bis hieher Kraft ge ten, o Bater! und bleib geben. mitten in unserm Creuß 2. Wir gehn dahin und und Leiden, ein Brunnen wandern von einem Jahr unsrer Freuden. zum andern, wir leben und 9. Gib mir und allem gedeyen von alten bis zum denen, die sich von Herzen ſehnen nach dir und deiner neuen. 3. Durch so viel Angst Hulde, ein Herz, das sich und Plagen, durch Zittern gedulde. und durch Zagen, durch 10. Schleuß zu die JamKrieg und grosse Schre mer Pforten, und laß an den, die alle Welt bedecken. allen Orten, auf so viel 4. Denn wie von treuen Blut vergiessen, dieFreuMuttern in schweren Un- den- Ströme fliessen. gewitern, die Kindlein II. Sprich deinen mil. hier auf Erden, mit Fleiß den Gegen zu allen unsern bewahret werden. Wegen: laß Grossen und 5. Also auch und nicht auch Kleinen die Gnadenminder, läßt Gott ihm sei- Sonne scheinen. ne Kinder, wann Noth und Trübfal blißen, in sei nem Schooße sisen. 12. Sey der Verlaßnen Bater, der Irrenden Be rather, der linversorgten 6. Ach Huter unsers Le Gabe, der Armen Gut bens! fürwahr es ist ver- jund Haabe. gebens mit unserm Thun 13 Hilf gnådig allen und Machen, wo nidt Krancken, gieb fröliche Ges dein' Augen warben. dancken den hochbetrüb7. Gelobt sen deine ten Seelen, die sich mit Treue, die alle Morgen Schwermuth quälen. neue; Lobsen den starcken 14. Und endlich, was das Händen, die alles Herz- meiste, full uns mit dei erbipenden. nem Geiste, der uns hier herr: Dom Lobe GOttes am Lenen Jahre. 829 wenn du wilt Jefum sehn. Das Mittel in die Buß, 15.Das alles wollst Du wodurch das steinern Her geben, o meines Lebens ße, in wahrer Neu und Leben, mir und der Chri- Schmerze, zerknirschet sten Schaare, zum selgen werden muß. Neuen Jahre. herrlich ziere, und dort zum Himmel führe. er sich im Geist be 4. Ach gib zu solchem Werde, in diesem Neuen Jahr, HErr JEfu, Kraft und Stárcke, daß fie bald offenbar dein' himmlis schneidet, und als sche Gestalt in vielen tauein wahrer Chrift des Fleifend Seelen, die sich mit sches Tödtung leidet, die dir vermählen, ja thu es, so hochnöthig ist, der wird JEsu bald. dem Heiland gleich, der 5. Ich seufße mit Verauch beschnitten worden, langen, und tausende mit und tritt in Creußes- Or- mir, daß ich dich mög um, den, in seinem Gnaden fangen, mein allerschönste Reich. Bier: wenn ich dich hab als 2. Wer so dis Jahr an- lein, was will ich mehr auf hebet, der folget Chrifti Eden? Es muß mir alles Lehr, weil er im Geiste le werden, und alles nüßlich bet, und nicht im Fleische seyn. mehr: er ist ein GOttes 6. Ach! ihr verflockten Kind, von oben her gebo- Sünder, bedencket Jahr ren, das alles, was ver- und Zeit; ihr abgewichne loren, in seinem JESU Kinder, die ihr in Eitelfindt, feit und Wolluft zuge690. M. Don GOtt will ich nicht lassen. W 3. Doch wie muß dis bracht, ach! führt euch Beschneiden im Geist, o GOttes Güre doch einmal Mensch, geschehn? Du zu Gemüthe, und nehmt must die Sünden meiden, die Zeit in acht. 7. Bea 830 Dom Lobe GOttes auf Reisen. 7. Beschneidet eure Neuen Jahr, daß sie in Herßen, und faller GOtt keiner Noth sich möge von zuFuß, in wahrer Reu und dir scheiden, starck fie im Schmerzen, es wird die, Creuß und Leiden durc Herzens Buß so glaubig deinen bittern Tod. muß geschehn, das Bater Hers bewegen, daß man wird vielen Segen, in die sem Jahre sehn. 9. So wollen wir did preisen die gange Lebens Zeit, und unfre Pflicht er weisen in alle Ewigkeit, da 8. Ja, mein HErr JE du wirst offenbar, und für gebe, daß deine Chri- wir mit allen Frommen, sten Schaar mit dir im nach diesem Leben komen Geist so lebe, in diesem ins ewge neue Jahr. H g) Vom Lobe GOttes auf Reisen. 691. Tel. 0 Welt ich muß 3. Behüte mich vo dich lassen. Feien und heuchleri armherz'ger GOTT schen Freunden, gib mi und Bater, du treuer dein' Engel zu, und segm Menschen Rather, auf meine Werde, sey Mo dein Wort zieh ich aus gens meine Stärke, un gang unbekante Straf dann zu Abends wein sen: wirst du mich nicht Ruh. verlassen, so bin ich überall zu Haus. 4. Laß mich nach T gend trachten, und der 2. Ach HErr, der Du Gebot hoch achten, laß kanst neigen und nach Ge- len falschen Schein d fallen beugen der Men- fandden Eitelkeiten, d schen Herz und Sinn, er- Laster- vollen Zeiten, ve wecke fromme Leute, und mir weit aus gebann bring auf meine Seite seyn. Beförd'rer wenn ich ein sam bin. 5. Die Weisheit mich küssen, gib mir re Dom Lobe GOttes auf Reifen. 831 rein Gewissen und keusch schüßen und ernähren gefinntes Herß, daß sich auch Glück und Heil bes mein Thun und Tichten scheren in GOttes Namen nachdir, HErr möge rich- zieh ich fort. ten, die Sünde sey mir ja kein Schert. 692. Mel. Ach GOTT nnd GERR. 6. Wenns nicht nach Wunsch ergehet, und et Err JEfu Chrift, der wanNoth entstehet, gib ei- du selbst bist sehr weit nen frischen Muth; werd umher gezogen, ja, welches ich auf dich nur bauen, so Hand gemacht das Land, kan vor nichts mir grauen, dazu die Wasser- Wogen. es wird doch endlich alles gut. 2. Du bist der Mann, der schaffen kan, daß wir 7. Denn thu den lieben auf rechten Wegen fein Meinen auch gnädiglich friedlich gehn und nimerscheinen, du liebster Ba- mer sehn, was uns kan ter du, halt ab, was kan Angst erregen. betrüben, und wenn dirs 3. Sieh, HErr, ich bin wird belieben, so führ mich bedacht, dahin in deiner wieder heim zur Ruh. Furcht zu reisen; Duwol8. Soll aber dis gesche- left mir doch für und für hen, daß ich nicht mehr soll die sichre Straffe weisen. sehen der Våter Grán- 4. Gib Glück und Heil i Ben Stein, soll ich bey daß ich in Eil, Fremden leben, will ich vollenbringe, die Reise und mir nicht widerstreben, ist mein Werck durch deine doch ben Fremden auch Starck, o Bater, wohl geo gut seyn. 786 linge. 9. GOtt, du wirst mei5. Laß mich doch heut, nen Reisen, gewünschten HERR, folche Leut auch Fortgang weisen, du wirst zu Gefährten haben, die nach deinem Wort mich fromm, gelind und redlich find, LA LAM AMARANT Dom Lobe GOttes auf Reisen. 832 sind auch sonst von guten bey Nacht, oft wallen O Gaben. füffer Ort, wo fort und 6. Dein' Engelein las fort mein Danck- Lied soll mit uns fenn, auf daß wir erschallen. sicher gehen, und unser Land in gutem Stand her nachmals wieder sehen. 663. In eigener Mel. 7. HErr, lehruns auch mit ſeyn, und mich Err! du daß den Gebrauch des Reisens wir im Leben verste- fuhren aus und ein, und henrecht, als from: nejmich wohl bewahren vor Knecht, und nach dem Sünd und der Höllen Himmel streben. Schaaren, so soll mein 8. Laß uns doch nun, Herß dein Tempel wer wie Pilger thun, des Flei- den, darinnen ich dich lob fches Lifte meiden, und auf Erden; ja du allein frets durch dich geduldig. sollst seyn mein GOtt, lich Noth, Angst, und dem ich vertrauen will in Trubsal leiden. aller Noth. Sey mein 9. Es kommt darnach Schuß, und gib mirStardes Todes Tag, da wir cke, damit ich mercke, wie fort müssen reisen, wanns deineGute so wohl behüte. GOtt gefällt, aus dieser Welt, und hier die Wür mer speisen. 2. Alles steht in deiner Hand; was wir thun ist dir bekannt, und was wir 10.Doch fährt die Seel anfangen, kann durch dich aus dieser Höhl hinauf ins zum Zweck gelangen. Reich der Freuden, da Drum geb ich mich in dei keine Noth, Gewalt noch nen Willen, du wollst an Tod uns kann von JEsu mir dein Wort erfüllen scheiden. daß denen so viel Guts 11. Da darf ich nicht geschehn, die nur allein ohn einges Licht, wie hier auf deinen Wegen gehn: Sey Dom Lobe GOttes auf Reisen. 833 Sen mein GOtt, daß dein sein'm Wort zu wieder ist. Rath lencke, was ich ge Kyrie eleison. dence, und deine Treue 3. Der Heilige Geist mich stets erfreue. auch ob uns halt, mir seie 3. Lehre mich die Pib nen Gaben mannigfalt, grims Art auf der Chris Er tröst, und frård uns sten Creußes- Fahrt recht in der Noth und führe uns zu Herzen nehmen, mei wieder heim zu GOtt. nes Fleisches Lust zu záh- Kyrie eleiſon. men; Gib, daß ich dich al 695.m.gobt Gott ihr Chris lein hoch achte, nach dem, sten allzugleich. das droben iſt, nur trach- Nun geht friſch darauf, auf daß mein es fey allzeit im Himmel, wo ihr Rößlein regt die Bein; die Stätt uns ist bereit't: Ich will dem der uns ein Sen mein Schaß nach und aus begleitet, danckden ich laufe, den ich er- bar seyn. kaufe, nach dem ich strebe, dem ich ganz lebe. 694. Mel. Dis sind die heil gen zehn Gebot. 2. Es ist führwahrnicht Menschen Kunst, auf fichern Wegen gehn; Führt uns nicht Gott und Gottes Gunst, wirds oftGOttes Namen und Gnad begehren wir, 3. Es ist der alte groffe des Vaters Gut behut Drach doch allezeit ohne uns heut bewahr auch un- Ruh; wohin wir gehn, da fer Seel und Leib. Kyrie geht er nach, und setzt uns eleison. heftig zu. 2. Christus sey unser 4. Er sucht zu Haus Geleits- Mann, bleib sie ler sucht zu Feld, er sucht tig ben uns auf der Bahn, zur See und Land, er sucht und wend' von uns des uns in der ganzen Welt, Feindes Licht, auch was mit unverdroßner Hand. 5. Noch Ggg AL 834 Dom Lobe GOttes auf Reisen. 5. Noch dennoch trift ter trägt sein kleines zartes er uns nicht an, sein An- Kind. schlag geht zurück; Wann 11.Erdeckt uns zu mit GOttes Sohn hegt unfrejseiner Hand, wie eine Bahn vor unsers Feindes Mutter thut, in deren Tück. Schooß das süße Pfand 6. Es zeucht der heil gen der keuschen Liebe ruht. Engel Schaar mit Waf: 12. Erraumt aus un fen ausgerüst't, und weh- sern Wegen weg des Un ret fleißig hier und dar des glücks scharfen Stein, Tausendkünstlers List. und schaft, daß unsre Bahn 7. Es müssen ja noch und Steg fein schlecht und immerfort die Mahanaim eben ſeyn. gehn, und GOTTES 13. Er führt uns über Bold auf GOttes Wort, Berg und That, und zu Dienst und Willen wanne nunrechte Zeit, so stehn. führt er uns in seinen 8. Was GOtt geredt Saal, zur ewgen Him das ist vollbracht, mein mels- Freud. Herk sey wohlgemuth, 14. Alsdenn werd ich und laß ja nimmer aus der die letzte Reis und schönste Acht, was dein GOtt an Heimfahrt thun, und dir thut. nach den fauern Erden 9. Du siehst und greifft Schweiß in füsser Stille wie gut er sen dem, der ihn ruhn. ehrt und liebt, er ziert mit 696. M. Jch danck dir schon Lieb, er führt mit Treu durch deinen Gohn. ach auf mein Herk, ein Herz, das ihm sich giebt. 10. Er trágt uns wieldie Sonn ist aufgegans ( wan einher schlägt Bliß, jgen: Nicht wie zuvor, mit Hagel, Sturm und Wind) schwarzem Flor der Him ein treuer, frommer Ba- lmel ist behangen. 2.Das Dom Lobe GOttes auf Reisen. 835 2. Das Licht erwacht, thust noch mehr, trägst verjagt die Nacht; Er- Erd und Meer in deinen wach auch mein Gemüthe, Allmachts- Händen. zu Glück der Reif gib Ehr! 8. Ich werd allein ohn und Preis des gutenGOt- dich nicht seyn, weil du bist tes Güte. allerwegen. Bist du ben 3. Ich schlief die Nacht mir, so ist mit mir auch GOTT hat gewacht, des Glück auf meinen Stegen. Augen allzeit offen. Er 9. Ich brauche Glück, war mein Schirm, daß viel Neß und Strick auf kein Gesturm der Feinde einen Wandrer lauren. mich betroffen. Dein Engel- Heer leg um 4. Wie oft wünsch ich, mich her: Dis sind die be o Bater, dich zu preisen sten Mauren. recht auf Erden! Nun 10. Laß diese Schaar was man kan, das nimmst mich der Gefahr auf du an: Dort wir beredter treuer Hand enttragen; werden. So wird kein Stein ein 5. Nimm mich selbst dir Anstoß seyn dem Fuß, zum Danck dafür: Ich Roß oder Wagen. kan dir mehr nicht geben, II. Dein GnadenIch bin schon dein, hilf du Stral durchs finstre Thal es seyn, und gib dir selbst ohn' Furcht mich machet mein Leben. reifen. Dein Stab, dein 6. Vergieb die Schuld, Wort mich fördert fort du hast doch Huld, ob ich an ihm kan ich mich schon Haß verdienet. Dein speisen. Kind bin ich, erkenne mich den auch dein Sohn verfühnet. 12. Weg Feindes Nott mit mir ist GOtt, an ihm. fleb ich in Glauben. Troß 7. Dein Himmels- Zelt der Gefahr! Sie soll kein die Menschen- Welt um- Haar mir krümmen oder hångt an allen Enden. Du rauben. Ggg2 13. Zeuch A 836 Dom Lobe GOttes auf Reisen. 13. Zeuch mit mir aus, Furcht mich rühren, GOtt bleib auch zu Haus, oVas wird mich aus, und auch ter! bey den Meinen. zu Haus mit Freuden wieMein Weib und Kind, der führen. mein Haus Gesind wollst 697.Mel. In dich hab ich ges du mit Schuß umzäunen. boffer, Err. 14. Von Haus und Oudir, o GOtt, erhebet Haab, als deiner Gab, ab- ich mein Herk, und wend auch allen Schaden: nicht demüthiglich dein Sey dort und hier, bey väterlich Beschirmen, hilf, ihn'n und mir; hör und daß ich sey von Gorgen erhör in Gnaden. frey, und von des Satans 8 15. Die Liebe ruft: Stürmen. Trag hin, o Luft! den 2. Dein Engel sey mein Wunsch zu meinem Lie- Reis- gefell, er bringe mich, ben: Dis sey ein Tag, da gefund zur Stell, und keine Plag, kein Leid sie wenn ich heim gedencke, mog betrüben. sen dein Geleit zu meiner 16. So reif' ich heut in Seit, daß mich kein Unfall GOtt's Gleit, laß keine France. III. Von der Gelassenheit. 698.M.Güter wird die $ 14! Schaden, und verlöscht ch! was wolt ihr tri- der Jugend Licht, unser ben Sinnen doch be- Seufßen wird zu Winde, ginnen? traurig seyn hebt wie geschwinde ändert sich Feine Noth: Es verzehret der Himmel nicht! nur die Herzen, nicht die 3. Heute will er Hagel Schmerzen, und ist árger streuen, Feuer drauen, als der Tod. bald gewährt er Sonnen 2.Sich in tausend Thri- schein: Manches Irrnen baden, bringt nur licht voller Sorgen, muß uns Von der Gelaffenbeit. 837 uns morgen ein bequemer mache dich von Sorgen Leit- Stern seyn. loß; vertraue feiner BaE 4. Lleber das Verhång- ter Pflege: vor ihm ist niß klagen, mehrt die Pla nichts zu schwer und groß, gen, und verråth die Un- das er zu seines Namensgeduld: Diesem, der mit Preiß, nicht herrlich auss stillem Herzen trägt die zuführen weiß. Schmerzen, wird der Himmel endlich huld. 2. Wo du ihn nur haft 5. Auf, oSeele, du must rathen lassen, da hat er al gemacht: denn lernen ohne Sternen, was dein Denken nicht wann das Wetter tobt kan fassen, das hat er Nächte schwarze Decken dis sein Nath hat auser. langst zuvor bedacht: wie dich erschrecken, dir zu seyn sehn, so, und nicht anders dein eigen Licht. und bricht, wenn der 6. Du must dich in dir muß es gehn. ergößen mit den Schäßen, 3. Wie werden deine die kein Feind zunichte Lebens- Tage so manches macht, und kein falscher Kummers seyn befreyt, Freund kan fráncen mit wie leicht wird alle Noth den Rancken, die sein leich- und Plage dir werden in ter Sinn erdacht. der Eitelkeit, wenn du 7. Bon der süffen Luft nichts wünschest in der zu scheiden, und zu meiden Welt, als was GOtt will was des Geistes Trieb be- und ihm gefällt. gehrt: Sich in sich selbst zu 4. Dir wirds an keinem bekriegen, und zu fiegen, ift Gute fehlen, wenn du der besten Cronen werth. dein Herz gewöhnft und 699. M. Wer nur den lieben lehrst, nurGOttes Willen GOtt läßt walten. zu erwählen, und deinem Befiehl dem HErren eignen Willen wehrt; deine Wege, und Den flets sein eigen Wahn G9g3 be 838 Von der Gelaffenheit. betreugt, so oft ihm gut| lang ich bin der Erden sein Wollen deucht. Gast, ist alles liebreich, 5. Gib meinem Herzen nüß und gut, was dein folche Stelle, mein JEsu Verhängniß mit mir thut. daß ich sey vergnügt mit 9. Dort werd ich deiner allem, was dein Gnaden- Liebe Thaten erst preisem Wille mit mir und mei- in Vollkommenheit, wenn nem Leben fügt: Nur nur mein Wünschen ist nimm dich meiner Seelen gerathen, daß ich kan in der an, so hab ich, was ich Ewigkeit erkennen, wie wünschen kann. dein Wille mir so gut ges west ist für und für. 6. Ich weiß, du thusts fie ist die deine, und kostet Dir dein theures Blut, 700. M. Was mein GOtt behalte sie dir schön und will das gescheh allzeit. reine, las dis dein mir verein Gott will, fein as ja gut, was trautes Gut nur eingia meine Sorge ſeyn, so trift Will der ist der beste, dem mein ganzes Wünschen folge ich und bin gang ein. still, an Ihm halt ich mich 7. Indes sen stets, mein veste; Der liebe GOTT Heil gepriesen, für alle hilft in der Noth, und will Sorgfalt, die du mir noch den nicht verlassen, der auf ch ich war, schon haft er- lihn schaut, und ihm verwiesen, da du, mein füßer traut, er wird ihn vest JESU, dir zum Eigen umfassen, thum mich haft erwählt, 2. So sey denn immer und deinen Schafen zu still zuGOtt, o Seele! und gezählt. vergnüget, weich nicht von 8. Dir fen auch ewiglob ihm in Noth und Tod, es gegeben, daßdu so unver- ist gut, wie ers füget, in muthet haft für mich ge Lieb und Leid sey du bereit forgt in meinem Leben, soldich ihm zu übergeben, Er Von der Gelaffenbeit.' 839 Erhüt't und wacht, stets mich führt in Tod und für dich tracht't in deinem Leben. ganzen Leben. 3. Wo du mur bist also gethan, so kan dir gar nichts fehlen. Wer ist, der Dir doch ſchaden kan? 701.m.mein' Augen schließ ich iegt in GOttes 2c. u liebe Unschuld wie ſchlecht wirſt du wer mag dir etwas steh geacht, wie oftmals wird len? Weil GOTT, dein dein Thun von aller Welt Gut, freht auf der Hut, verlacht, du dienest deia bereit für dich zu streiten. nemGOtt, hältst dich nach Drum freue dich gang in- seinen Worten, darüber niglich jetzt und zu allen höhnt man dich, und drückt Seiten. dich aller Orten. 4. So führe mich dann 2. Du gehst geraden immerhin, mein GOtt, Weg, fleuchst von der nach deinem Willen, und krummen Bahn, ein angib mir einen solchen drer thut sich zu, und wird Sinn, dasselbe zu erfüllen, ein reicher Mann, verwas über mich du gnädig- mehrt sein kleines Gut, lich in deinem Rath befüllt Kaften, Boden, schlaffen, daß deine Kraft Scheunen: Du bleibst ein und Liebes. Saft in mir armer Tropf, und darbest sey ausgegossen. mit den Deinen. 5. Auf daß ich thu, was 3. Du strafftder Bösen mir gebührt, und alles Werck, und fagst, was mogemeiden, was eigen ist unrecht sen, ein andrer und mich verführt, auch braucht die Kunst der füf von dir kan abscheiden. sen Heuchelen, die bringt Ach! nimm mich mir und ihm Lieb und Huld, und gib mich dir, laß mich dir hebt ihn auf die Höhen; ſtets ankleben, und folgen Du aber bleibst zurück, still, wohin dein Billund must darunten stehen. 4. Du 6994 840 Von der Gelaffenheit. 4. Du sprichst: DieTu- ist gerecht, sein Urtheil kan gend fen der Christen nicht trügen. schönste Cron: Hingegen 8. Spricht er nun, du hält die Welt auf Reputa bist mein, dein Thun getion, wer diese haben will, fällt mir wohl; wohlan! so fagt sie der muß gar eben sey dein Herz getroft und fich schicken in die Zeit, und Freuden- voll, schlag alles gleich den andern leben. in den Wind, was böse 5. Durühmest viel von Leute dichten; sey still und GOtt, und streichst ge- fiche zu, GOtt wird sie waltig aus den Segen balde richten. den er schickt in seiner Kin9. Stolz, Uebermuth der Haus: Ist denn nun und Pracht währt in die dem also, so laß doch, fagt Länge nicht, wenns Glas man, sehen, was dir denn am hellsten scheint, fällts ist für Guts, fürGlück und auf die Erd und bricht; Heil geschehen. und wann des Menschen 6. Halt feft, o frommes Glück am höchsten ist geHerz, halt vest und bleibstiegen, so stürzt es unter getreu in Wiederwärtig, sich, und muß zu Boden keit; dein Gott der steht liegen. dir bey; Laß diesen deine 10. Das ungerechte Sach handhaben, schi- Gut, wers recht und wohl gen, führen, so wirst du befieht, ist lauter Centner wohl bestehn, und endlich Laft, dieHertz, Sinn und triumphiren. Gemüth ohn Unterlaß be 7. Gefällst du Menschen swert, Seel und Gewis nicht, das ist ein flechter fen dringer, und aus der Schad, all gnug ists, wenn sanften Ruh in schweres du haft des ewgen Baters Leiden bringet. Gnad. Ein Mensch fannj 11. Was hat doch man doch nicht mehr, als irrenicher mehr, als armer Leu fehlen, lugen; GOttaber te Schweiß? Was ist und trine Von der Gelassenheit. 841 trindket er? Worin besteht 15. Was ist hier in der sein Preis? Als in ge- Welt, dasey nur unbes raubtem Gut, und armer muht: wird dirs ersprießs Wittwen Thränen, die lich seyn, wies GOtt am wie ein durres Land, sich besten sieht, so glaube du nach Erquickung sehnen. gewiß, er wird dir deinen 12. Heißt das nun selig Willen schon geben, und seyn? Ist das die Herr- mit Freud all dein Begehlichkeit? o welch ein har- ren stillen. tes Wort wird über solche Leut, am Tage des Ge richts aus GOttes Thron erschallen! Wie schändlich wird ihr Ruhm und groß ses Prahlen fallen. eduld ist euch von ndthen, wenn Sorge Gramund Leid, und was 13. Du aber, der du euch mehr will tödten, Gott von ganzem Herzen euch in das Herze schneidt ehrst, und deine Fissenicht o ausertvählte Zahl! soll von seinen Wegen kehrst, jeuch kein Tod nicht tödten wirst in der schönen ist euchGeduldvonnöthen, Schaar, die Gott mit das sag ich noch einmahl. Manna weidet, bergeh'n 2.Geduld ist Fleisch und mit Lob und Ehr, als ei- Blute ein herbes bittres nem Rock, gekleidet. Kraut, wenn unfres Creus 702.M. Don GOtt will ich nicht lassen. 14. Drum faffe deine ges Ruthe uns nur ein Seet ein wenig mit Ge- wenig draut, erfabrickt der duld, fahr immerfort, thu zarte Sinn, im Glück ist recht, leb auffer Sünden er verwegen, kommt aber Schuld; Denck, daß den Sturm und Regen, fällt höchsten Schaß dort in Herkund Muth dahin. dem andern Leben des 3. Gedult ist schwer zu Höchsten milde Hand dir leiden, dieweil wir irrdisch werd aus Gnaden geben.fennd, und nur in lauter G985 842 Den der Gelassenheit. Freuden ben GOtt zu seyn 7. Geduld ist wohl zuvermeynt, der doch sich klar frieden mit GOttes web erklärt: Ich strafe, die ich sen Rath, läßt sich nicht liebe, und die ich hoch be- leicht ermüden durch Auf trube, die halt ich hoch und schub seiner Gnad, hält werth. frisch und frölich aus, läft 4. Geduld ist GOttes fich getroft beschweren, Gabe, und seines Geistes und denkt: wer wills ihm Gut, der zeucht und löst sie wehren; ist er doch HErr abe, so bald er in uns ruht, im Haus. der werthe edle Gaft erlöst 8. Geduld kann lange uns von dem Zagen, und warten, vertreibt die lanhilft uns treulich tragen ge Weil in GOttes schddie grosse Bird und Laft. nem Garten, durchsucht 5. Geduld kommt aus zu ihrem Heil das Paradem Glauben, und hängt dies der Schrift, und an GOttes Wort, das läßt schüßt sich früh und späte fie ihr nicht rauben, das mit eifrigem Gebete ist ihr Heil und Hort, das vors Satans Lift und ist ihr hoher Wall, da háit Gift. fie sich verborgen, läst 9. Geduld thut GOt GOtt den Vater forgen, tes Willen, erfüllet sein und fürchtet keinen Fall. Gebot, und weiß sich 6. Geduld setzt ihr Ver- wohl zu ftillen, in aller trauen auf Christi Tod Feinde Spott; Es laund Schmert, macht Sache, wems beliebt, wird tan ihr ein Grauen, fo sie doch nicht zuSchanden, faßt fie ihr ein Herbß, und es ist bey ihr vorhanden ſpricht: Zürn immerhin, ein Herz, das nichts drauf du wirst mich doch nicht giebt. freffen, ich bin zu hochge- 10. Geduld dientGOtt feffen, weil ich in Christozu ehren, und läßt sich Liebe Von der Gelassenheit. 843 Liebe kehren; und schlug Bitten, ich begehre nichts er noch so sehr, so ist sie doch anders als Geduld. bedacht, sein heilige Hand 14. Geduld ist meine zu loben, spricht: der im Bitte, die ich sehr oft und Himmel droben hat alles viel aus dieser Leibess wohl gemacht. Hütte zu dir, HErr! schis 11. Geduld erhält daslcken will. Kommt denn Leben: vermehrt der Jah- der letzte Zug, so gib durch re Zahl, vertreibt und deine Hände auch ein gedämpft darneben Noth duldigs Ende, so hab ich Angst und Herzens- schon genug. Quaal, ist wie ein schönes 703.M.Wer nur den lieben Licht davon, wer an ihr 0 Oct läßt walten. hanget, mit Gottes Hülf Geliebter JESU, dein ein frölichs Angeht bloß gesicht. nach meiner Ruhe hin, 12.Geduld macht große wie bist du mir nicht nach Freude, bringt aus dem gegangen, eh ich dein Himmels Thron ein schö- Schäflein worden bin! nes Hals Geschmeide Omach mich liebstes JEdem Haupt eine edle Cronfulein, dirferner gang geund königlichen Hut, stillt lassen seyn. die betrübten Chránen, = 2. Du weist ja, was mich und füllt das heiße Seh- mißvergnüget, du weißt nen mit rechtem gutem mein Jesu, was mir fehlt, Gut. und was mir auf dem 13. Geduld ist mein Herzen lieget, und meine Verlangen, und meines arme Seele quält; Doch Hergens Lust, nach der ich laß mich mir bey aller oft gegangen; Das ist dir Pein dir, Liebster, gang wohl bewust, HErr, voller gelassen seyn. Gnad und Huld; ach gib 3. Wird schon die Seel mir und gewähre mein sehr gesichtet, muß gleich der TAM TALA ARANAMA 844 Von der Gelaffenheit. der Leib in Alengsten gehn:| 704. In eigener Mel. Wenn sie die Luft und Furcht ansichtet, und flets Gib dich zufrieden und sey stille in dem in Unruh müssen stehn; GOtte deines Lebens, in So las, o JEfu, mur hm ruht aller Freuden allein, mein'n Geißt in dir fulle, ohn ihn mühst du gelaffen ſeyn. dich vergebens; Er ist dein 4. Ich lauf, ich renn, Quell und deine Sonne, ich bet und finge, nur bloß scheint täglich helle zu deizu feyn der Eitelkeit: Und ner Bonne. Gib dich zn doch in keinem diefer Din frieden! ge erlang ich die Gelaffenheit; war aber nur mein Wille rein, so könt ich auch gelassen seyn. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens; that dir 5. Es ist ja kein ver- Wo er steht, gnügter Leben: Alls bloß keinen Schaden auch die im Willen JESU ruhn, Pein des grösten Schmerund unsern eignen Willen Bens, Creuß, Angst nnd geben in JEfu Wircken, Noth kan er bald wenWill'n und Thun; Drum den: Ja auch den Tod hat zieh mich, Liebster, in dich er in Händen. Gib dich ein, und mach mich gang zufrieden. gelaffen seyn. 3. Wie dirs und andern 6. Go will ich mir denn oft ergehe, ist ihm warlich nun absterben: Komm nicht verborgen; Er sieht Schöpfer, komm, ver- und kenket aus der Höhe schling mich nur, sturtz all der betrübten Herzen mein Eignes in Verder- Sorgen; Er zählt den ben, tödt alle Luft zur Cre- Laurf der heissen Thränen, atur; Nur laß mich, lieb- und faßt zu Hauf all unser fics JEsutein dir gang Sehnen. Gib dich zuund gar gelaffen seyn. Ifrieden! 4. Wenn Don der Gelaffenbeit 845 4. Wenn gar kein ein- halten wollst und nähren? ger mehr auf Erden, des Der dir das Leben hat gesen Treue du darfst trauen, geben, wird auch Unters alsdann will er dein Treu- halt bescheren. Er hat fter werden, und zu dei- ein Hand voll aller Gas nem Besten schauen; Erben, da See und Land sich weiß dein Leid und heim muß von laben. Gib dich lichs Grámen, auch weiß zufrieden! Er Zeit dirs zu benehmen. Gib dich zufrieden! 8. Sprich nicht: Jh fehe keine Mittel, wo ich 5. Erhört die Seufzer fich, ist nichts zum besten. deiner Seele, und des Denn das ist GOttes Ch. Herzens stilles Klagen: ren- Titel: helfen, wann Und was du keinem darfst die Noth am größten. erzählen magst du Gott Wann ich und du Ihn gar kühnlich sagen: Er ist nicht mehr spüren, da nicht fern, steht in der Mit- schickt er zu, uns wohl zu ten, hört bald und gernder führen. Gib dich zu Armen Bitten. Gib dich Frieden! zufrieden! 6. Laß dich dein Elend! 9. Bleibt gleich die nicht bezwingen, halt an Hulf in etwas lange GOTT, so wirst du wird sie dennoch endlich fiegen; Ob alle Fluthen kommen: Macht dir das einher gingen, dennoch Harren angst und bange, must du oben liegen. glaube nur, es ist dein Denn wenn du wirst zu Frommen. Was langa hoch beschweret, haram schleicht, fast man ges GOTT dein Fürst, dich wisser, und was verzeucht schon erhöret, Gib dich zu ist desto füffer. Gib dich frieden! zufrieden! 7. Was forgst du für 10. Nimm nicht zu dein armes Leben, wie du Herzen, was die Rotten demer 846 Von der Gelassenheit. deiner Feinde von dir dich- juns reiffen aus den Banten, laß fie nur immer den dieses Leibs, und al weidlich spotten, GOtt lem Boen. Es wird einwirds hören und recht mal der Tod herspringen richten. Ist GOtt dein und aus der Quaal uns Freund und deiner Sa sämtlich bringen. Gib chen; Was kan deinFeind dich zufrieden. der Mens, groß machen? 14 Erwird uns bringen Gib dich, zufrieden! zu den Schaaren der Er II. Hat er doch selbst wählten und Getreuen, auch wol das Seine, wenn die mit Frieden abge ers ſehen könt und wolte. fahren, sich auch nun im Wo ist ein Glück nur klar Friede freuen, da sie im und reine, dem nicht et- Grund, der nicht kan bre was fehlen sollte? Wo ist chen, den ewgen Mund ein Haus das könte sagen? selbst hören sprechen: Gib Ich weiß durchaus von dich zufrieden! keinen Plagen? Gib dich 705. In eigener Melodey. zufrieden! GOTT ist getreu, der = über meine 12 Es fan und mag nicht anders werden, alle mich armes Kind noch Menschen müssen leiden, niemahls hat versucht, was webt und lebet auf vielleicht geschichts, daß er der Erden, kan das Un- die Angst geschäfte des glück nicht vermeiden. Trauer Geists noch dies Des Creußes Stabfen Tag verflucht. Mein schlägt unsre Leiden bis Herz, du sollst es sehen, in das Grab, da wird was dir vor Hülfe ser sich enden. Gib dich zu- in kurzer Zeit geschehen, GOtt ist getreu. frieden! 13. Es ist ein Ruhe- Tag 2. GOtt ist getreu in al vorhanden, da uns unser len seinen Wercken: macht GOtt wird lösen, Erwird Er mir gleich die Bürd nod Von der Gelassenheit. 847 noch so schwer, so kan er fen wenn gleich der Trost mich dabey doch wieder bey allen Menschen fehlt, stärcken, von ihm allein Er wird den Geist, der kommt Troft und Labsal mich mit Trauer- Waffen her; und wen die Zeit vor- so jammerlich bis auf die handen, so machet er mich Seele quált, garferne von frey von allen Jammer mit treiben, ich aber werde Banden: GOtt ist getreu. fren bey meinem JESU 3. GOtt is getreu, dem bleiben. Gott ist getreu. hält ist meine Seele sein 6. GOtt ist getreu, treues Wort mit vestem Er mags auch mit mir Glauben für: Kommt, fu- machen so wunderlich, chet mich in eurer Kum- und scharf Er immer mer Hole; Drum kommt will; låst Er auf mich dein Kind, und sucht dich gleich alle Wetter kramit Begier, du kanst mich chen, Er hat es Macht, nun nicht lassen, ich sageslich halte willig still: ja, ohn Scheu, du wirst dich will Er mich gleich tödselbst nicht haffen: GOtt ten, so sag ich doch dabey ist getreu. GOtt hilft aus allen No4. GOtt ist getreu, Er then. Gott ist getreu. stoffetseine Kinder im Zor 7. GOtt ist getreu, und ne nicht von seinen Augen trok sey euch, ihr Teufel, hin er zeucht von uns, sind daß ihr dis Wort aus meiwir gleich grosse Sünder nem Herzen kraßzt! ihr die Hand nicht ab, so red bringet mir den Trost in lich ist sein Sinn; drauf keinem Zweifel, und wenn kann und will ich wetten, ihr gleich vor Grimm und dieNoth sen, wie sie sen, er Zorne plaßt. Das bischen wird mich doch erretten; Traurigmachen geht endGOtt ist getreu. lich doch vorbey, o wie will 5. GOtt ist getreu, der ich noch lachen! GOtt ist wird mir Trost verschaf- lgetreu. 706. Miel. 848 Von der Gelassenheit. 706. M.Wer nur den lieben ten leiden, es würde sonst GOtt läßt walten. der Muth zu groß, auch GOttes zu machen, als der, stein, was recht bewährte nichts Böses je gethan, Christen seyn. wer nur sein Weinen und 5. Drum wünsch ich sein Lachen nach GOttes mir in Creuß und Glücke Figung fügen kan, der Geduld und Demuth je hålt im Glück und Un- derzeit: womit ich mich ge glidt still, und will, was horsam schicke zu wahret GOttes Wille will. GOtt- Gelaffenheit, und 2. Kan doch kein Unfall achte weder Wohl noch mir begegnen, es sey denn Weh, wenn ich in GOttes GOttes Will daben, auch Gnaden sich. Fan mich niemand anders 707. Mel. Seelen Weide meine Srende. fegnen, als meines Schö pfers Bater- Treu, fo gehe GOTT wills machen mirs wohl oder ge- daß hebts nur GOtt ist mirs wie es heilsam ist. Laß auch lieb. die Wellen sich verstellen, 3. Zwar zähle ich wohl wen du nur bey JEsu bist. taufend Proben von mei- 2. Wer sich kråncket nes Schöpfers Gütigkeit, weil er dencket, JEfus lie die ich nicht alle weiß zujge in den Schlaf, wird loben in meiner Unvoll- mit Klagen nur fich pla kommenheit, daraus un- gen, daß der Unglaub leid fehlbar schlieffen kan, was Straf. GOttthut, das sey wohl, 3. Du Verachter! Got dein Wächter schläfet i gethan. 4. Ergößen mich die noch schlummert nicht Freuden Zeiten, beherr- Zu den Höhen aufzuseher Glaubens scheich des Glückes Schooß, wäre deine denn schadet nicht zu Zei Pflicht. 4.3 Von der Gelassenheit. 849 4. Im Verweilen und 10. Wann die Stunden im Eilen bleibt Er stets fich gefunden, bricht die ein Vater- Hert; laß dein Hülf mit Macht herein, Weinen bitter scheinen, und dein Grámen zu bedein Schmerz ist ihm auch schämen, wird es unverein Schmerß. sehens seyn. 5. Glaub nur vefte, daß 11. Eignen Willen zu das Beste über dir be erfüllen, leidet sich noch schloffen sen. Wann dein ziemlich wohl: da ist Pla. Wille nur ist stille, wirst ge, Noth und Klage, wo du von dem Kummer frey.jman leiden muß und soll. 6 Laß dir füffe seyn die 12. Drum wohl denen, Küffe, die dir JEfu Ru- die sich sehnen nach der the giebt. Der sie führet stillen Willens- Ruh! auf und regieret, hat nie ohne das Wollen fällt dem Sola Frucht betrübt. len die Vollbringungs 7. Wilt du wandken in Kraft bald zu. Gedancken, fall in die Gelaffenheit. Laß den sorgen, 13. Mehr zu preifen sind die Weisen, die schon der auch morgen HErr ist in der Uebung stehn: Die über Leid und Freud. das Leiden und die Freu8. GOttes Hände find den nur mit Hiobs Aug ohn Ende sein hat kein Ziel. Ifts be Vermögen anfehn. 14. Nun fo trage deine schwerlich, scheints ge- Plagen fein getrost und fährlich, deinem GOtt ist mit Geduld: nichts zu viel. Wer das Leiden will vermeiden, 9. Seine Wunder sind häufet seine Sündender Zunder, da der Glau- Schuld. be Funcken fångt. Alle 15. Die da weichen, und Thaten sind gerathen das Zeichen ihres Braujedesmal, wie Ers ver- tigams verschmáhn müs hängt. sen laufen zu dem HauHhh fen, AL NAM TAM SKIV 850 Von der Gelaffenbeit. fen, die zur lincken Seite Glaubens- Strom' era stehn. giessen. 16. Aber denen, die mit 3. Mein verkehrter Fleis Thränen küssen ihres JEsches Wille müsſe ange su Joch, wird die Crone nagelt feyn, daß er sterb auf dem Throne ihres und werde still was an mir noch heißet mein; Heilande werden noch. 17. Amen! Amen! in Dein Will, der allein ist den Namen meines JE- recht, muß der meine wers fu halt ich fill; Es geschehe den schlecht, daß mir, was und ergehe, wie und wann du wilt, beliebe, leide, preis und was er will. fe, woll und übe. 4. So oft mich Gedanden schrecken, die nicht Err! besänftige mein sind zu dir gericht't, und Herke, mach es von nur Ungemach erwecken, Gedancken loß, daß es in so zertheil, o ewig Licht! Geduld verschmerge, wen die Gewdick und Hertens. es steht von Freuden bloß: Nacht treib es aus durch Meinen Willen lencke so, deine Macht, las indeß daß ich stille sey und froh, mich ruhig stehen, bis ob du gleich dein Licht ver- dein Geist sie wird ver birgeft, meinen Eigensinn wehen. 708. Tiel. Sreu dich sehr of meine Seele. erwürgest. 5.Kan ich nicht so merck. 2. Laß mich seyn vest an- lich spüren in mir deine heftet mit dir an des Gegenwart, und wilt du Creußes Baum, damit mich also fithren, daß, ob täglich mehr entkräftet du gleich scheinest hart, ich werd die Sünd, und fasse bey deinem Wort dich faß Naum in mir deines Gei- auch des Abends nicht ab stes Starck, zu vouführen laß deine Wahrheit hoch folche Werd die aus Liebe zu preisen, und getrost zu dir fliessen, sich als mich zu erweisen. 6. Gib Vou der Gelassenheit. 851 6. Gib mir, das ich den 9. Zwar Vernunft und noch hange an den Eyd- Fleisches- Fühlen, streiten schwur deiner Treu, daß wider diefen Ginn, laufen dein. Will gescheh, verlan- fort und fort wie Mühlen, ge, und mich auch hierin wollen über GOtt noch nen freu, daß mirs geht, hin; aber wenn der Glauwie dirs gefällt, weil mich bens- Geist in der Kraft doch dein Wort erhäit, sie schweigen heißt, müssen Nimmermehr wird der legen sich die Wellen, verlaffen, der recht lernet Fleisch, Bernunft zur JEfum faffen. Rub sich stellen. 7. Meiner Seel zwar] 10. Wir doch dis kein treflich schmed et deine GOrt zu nennen, der VerGut und Freundlichkeit; nunft fich faffen ließ, und krümmt sich aber, wenn sein Werck von ihr erken: sie lecket aus dem Ketch nen; der einstellt, was fie der Traurigket; Drum, verfties. Nein, dein Nam oJEfu, lehre sic durchjund Wunderthat, deine dein Beysiel je undje, daß Wercke, Weg und Rath, fie beydes gleich gewohne, groffer GOtt, weißt duzu sich nicht übrig lieb noch richten über Sinn, Verschone. nunft und Lichten. 8. Beffer ist doch nichts 11. Nur im Glauben zu finden, das da lieb und kan man sehen dich, der du nüglich fey, als ein HerkimDunden bist., Fleisch daß fich kan binden an denlund Blut kan nicht verWillen GOttes frey, das stehen, was an dir das in Ihm ist ganz gestilt Kleinste ist: aber wer, o und aus dem dis eingge GOtt! dich kan bloß quillt: Bater, dein, deinjim Glauben schauen an, Wohlgefallen ist das siehet deine Gute walten, mein, und bleibts in Dabey wolst du mich erallen. halten. Bhh2 12.Eins SAL 852 Von der Gelassenheit. 12. Eins will ich mir 15. O! daß doch mein noch ausbitten, ich weiß. Geist sich schwunge tief Du versagst mirs nicht: deine Lebens Quell, unter Wenn mich stellen in die sich das Irrdisch zwunge, Mitten meine Feind, die Dir allein vergönnt' die zugericht't, mich von dir Stell, daß er vest mit dir zu trennen ab, und zu vereint! Wie du, wollte, rauben, was ich hab, dacht und meynt, dir im eile du, mir beyzufprin- Glauben heilig lebte, oben gen, laß ihr' Tücke nicht in dem Himmel schwebte! gelingen. 16. Solte das nicht ei13. Schwach und hoch nem Herzen schon, sanft, betrüglich finde ich mein wohl und lieblich thun, eigen Fleisch und Blut, wenn es, stünd es gleich in was ihn lüftet, ist nur Schmerzen, könte so in Sünde, fliehet das, was JEsuruhn? Wår es doch recht und gut; In ihm schon in der Zeit als im wohnetallezeit Hochmuth, Himmel und in Freud: Heuch'ley, Furcht und In nichts würd es sich Neid; aber dein Geist kan verlieben, und um nichts dis dampfen, und in mir sich mehr betrüben. dagegen kämpfen. 17. Drum fleh ich und 14. Drum so laß einst bitte heftig Dich mein recht durchdringen meine liebstes Brüderlein: En, Seeldeins Creußes Kraft, laß mein Gebet so kräftig fiegreich alles umzubrin- und mich hier so selig seyn, gen, was das Fleisch will, daß ich nur allein dich lieb, wirckt und schaft: Tödte deinen Geist dazu mir gib, durch dein'n Tod und der mich solches gründlich Blut alles Bös' erweck lehre, von der Welt zu dir den Much, müßig aller mich kehre. Sünd zu gehen, dir zu Eh ren aufzustehen. 18.Dann muß sichs wohl laffen sterben, wenn die Seel Von der Gelaffenbeit. 853 Seel in JEfu steckt: wolder Seeligkeit! über das viel Güter sind zu erben, was davon schwäßen wir ist man bald darzu er- in Schwach- undDunckelweckt. Aus der Erd in heit: tausend, tausend, tauHimmel ein, laß mir einen sendmal schöner wirds Wechsel seyn! Solte wol feyn überall. Könt man sich der sehr fråncken, dem doch nur Flügel kriegen, man wolte Cronen schen- und gleich iho bald hinden? fliegen. 19. Meinen Kelch, den 22. Doch, ich muß und ich foll trincken, noch zuletzt will erwarten, disfalls die an meinem End, wirst Entbindungs- Stund, bis du, nebst ein'm Gnaden- ins Paradieses Garten Wincken, fegnen durch mich ruft meines JEſu der Engel Hånd: zu dem Mund; so lang will gedulTrunck auch starcken mich, den mich hier auf Erden, daß ich dennoch sanftiglich bis daß ich nach des Bafahre heim, ohn alles Za- ters Willen scheide. JE. gen als auf meines Ba- fu! mich dazu bereite. ters Wagen. 20. Dann wirds heif 709.Mel. O JEfu Chrift, du fen: Komm, willkommen! höchstes Gut. dann wirds an ein Rüsſen Schicks mit mir im Les gehn: Was ich dir geſagt, Err, wie du wilt, so du Fromme, fiche, ist es ben und im Sterben, zu nicht geschehn? Bist du dir allein steht mein Bes nun nicht Engel rein? gier, laß mich, Herr! nicht Könnt der Himmel schd- verderben, erhalt mich mir ner feyn? Bin ich, GOtt in deiner Huld, sonst wie nicht lauter Liebe? ist auch du wilt, gib mir Geduld, was, das dich betrübe? dein Will der ist der beste. 2. Zucht, Ehr und Treu für Ergößen muß feyn in verleih mir, HERR, und Hhh 3 21. Owas Freud, was Lieb MAK 354 Don der Gelassenheit. Lieb zu deinem Worte, be- libin abtreibe, es sen Welt, hút mich, Herr, vor fal Gatan oder Sünd: Gott scher Lehr, und gib mir ist mein Alles ohne Trug hier und dorte, was mir ich habe GOtt, und hab dient zu der Seeligkeit, genug. wend ab all Lingerechtig 3. Soll Leid für Freud keit in meinem gangen mir senn gesendet, und für Leben. das Leben gar der Tod, 3. Wenn ich einmal ich bins zufrieden, weil es nach deinem Rath, von wendet zu meinem Besten dieser Welt soll scheiden jalles GOtt, wie GOtt verleih, o HErr! mir deine will, so ist auch mein Will Gnad, daß es gescheh mit wie Er es macht, soschweig Freuden! Mein Beib und ich still.. Seel befehl ich dir, o 4 Um mich hab ich mich HErr! ein felges End gib auskümmert, die Sor mir durch Jesum Chri- ge ist auf GOtt gelegt, ob ftum, Amen. Erd und Himmet gleich I' 710. M. Wer nur den lieben zertrümmert, so weiß ich GOtt list walten. doch, daß er mich trägt, bin in allen wohl und wenn ich habe meinen zufrieden, befind mich GOtt, so frag ich nichts ruhig und vergnügt, weil nach Noth und Tod. ich hab GOttes Lieb hier- 5. GOtt, einen solchen nieden, mein JEfus mir Sinn laß haben mich, im Herzen liegt, der heilgeließt und bis ins Grab Geist mich lehrt und leit't, hinein, mit deinen Leide und GOttes Wort mein und Freudens Gaben, Herz erfreut. wie du fie giebst, zufries 2. Estrogt mein Herz den seyn, und ſpüren die in meinem Leibe auf Gott Bergnüglichkeit zur Lea weil ich sein eigen Kind, bens und zur Sterbens trog dem, der mich von Zeit. a 711. Mel Von der Gelassenheit 855 711.7. Wer nur den heben ist, daß ich heilig sey So GOtt läßt walten. will ich zwar: doch das Erbin mit dir, mein füllen verhindert leider! GOtt zufrieden, und mancherley: Bald will haite deinem Willen still. fich Unwill mengen ein, Was deine Güte mir be bald Muthwill mein Beschieden, damit vergnit- herrscher seyn. St get sich mein Will, mein 5. Nicht so mein Herz, Will, der zwar nicht fer was GOtt dir giebet, Bof ner mein, dieweil er dein oder Gut, nimms willig beginnt zu feyn. an. Weg Eigen- Will, 2. Wilt du mich auf das was GOtt beliebet, das sey Siedbett legen? Ich mit Luft von mir gethan. will: Soll ich im Mangel Ach ja mein Herz, ruh seyn? Ich will: Soll sich sanft und still, erwahl und ein Unfall regen? Ich woll, was dein GOtt will. will: Und wilt du, daß ich 712. melodev. Es ist genug wein? Ich will: und giebst fo 20. Du mich dem Tod? Ich will: Dein Will gescheh, o GOtt! hab genug, mein a) weiß von keinem mehr, 3. Wilt du mich in den wer nur sein Knecht und Himmel bringen; o daß treuer Diener ist, der fore fich jetzt mein Wunsch er- get nicht so sehr. Ich will füllt! Soll mich die Hölle gang meinem GOtt annoch verschlingen? Ich hangen, und nicht mehr weiß, HErr, das ist nicht nach der Welt verlangen, dein Will; daß dein Will so hab ich gnug. so nicht wollen fout, hat 2. h hab genus! Ich deines Sohnes Too ge- bin der Sorgen los, und wollt. frande nicht das Hert; 4. Sein Tod erklärt mir Ich bin vergringt, und sis deinen Willen, dein Will in GOttes Schoop, der Hhh4 lin 856 Von der Gelaffenbeit. lindert allen Schmerz: GOTT will Leib und Ich forge nicht mehr für Seele decken; Ich hab mein Leben, der Höchste genug. kan mir alles geben; Jch 6.Ich hab genug! Mein hab genug. treuer Bater fieht, er fie 3. Ich hab genug! Gott, het immer scharf auf mich der die Bogel speift und sein Kind, aufdies, was allé Welt ernährt, GOtt, mein Gemüth, was Seel der das Gras und Blu- lund Leib bedarf: drum laß men wachsen heißt, uns ih ich Wald und Vögel sor. nen Schmuck beschert, derigen, bekümmre mich gar wird auch meinen Leib nicht um morgen; Heut ernähren, Nahrung und hab ich g'nug. Kleider mir bescheren; Ich hab genug. 7. Ich hab genug! und forge für den Geiß, das 4. Ich hab genug! befit andre fällt mir zu, nur ich schon nicht Geld, es GOttes Reich, das JEgilt mir alles, gleich, ich sus fuchen heißt, dies giebt habe GOtt, und bin schon mir wahre Ruh: Ich auf der Welt in allen trachte nur des Vaters Stücken reich. Denn Je Willer in Kraft des Geifus ist mein Schaß und stes zu erfüllen; Drum Crone, der mir den Him. hab ich gnug. mel giebt zum Lohne; Ich hab genug. 8. Ich hab genug! Ich lieg an JEfu Bruft, und 5. Ich hab genug! be GOttes Bater Herz; schert mir GOTT ein Was will ich mehr? das Kleid, und läåst mirs giebet mir nur Lust, durchwohlergebn, so ist es gut; füffet meinen Schmerz. Kommt aber auch die DenHimmel hab ich schon Zeit, daß ich soll dde stehn: auf Erden; was will in Die Blosse muß mich jener Welt noch werden! nicht erschrecken, mein Hier hab ich gnug. 713. Mel. • Von der Gelaffenheit. 857 713. M.Was mein Gottwill nen. Wer so viel thut, das gescheh allzeit. des Herz und Muth kans nimmer Ich hab in Gottes Her mer böfe meinen. und Sinn Aufenhalt auf dieser Erd mein Her und Sinn ergeben: Was bofe scheint, it mir Ge erlangen? Ich wäre längwinn, der Tod selbst ist stens tod und kalt, wo mich nicht GOTT umfangen mein Leben; Ich bin ein Sohn des, der den Thron mit ſeinem Arm, der alles des Himmels aufgezogen. warm, gesund und frölich machet. Was er nicht hält, Ob er gleich schlägt, und das bricht und fällt, was er Creuß auflegt, bleibt doch sein Creuß gewogen. erfreut, das lachet. 2. Das kan mir feh- und Verstand bey ihm ohn 5. Zudem ist Weisheit len nimmermehr, mein alle Massen, Zeit, Ort und Bater muß mich lieben: Stund ist ihm bekant, zu Wann er auch gleich mich thun und auch zu lassen; wirft ins Meer, so will Er weiß wann Freud, Er er mich nur üben, und weiß, wann Leid uns seimein Gemüth in seiner nen Kindern, diene, und Gut gewöhnen vest zu ste was er thut, ist alles hen; Halt ich dann Stand, gut, obs noch so traurig weiß seine Hand mich wie- schiene. der zu erhöhen. 6. Du denckest zwar, 3. Ich bin ja von mir wenn du nicht hast, was selber nicht entsprungen, Fleisch und Blut begehret noch formiret. Mein als sey mit einer großen GOttists, der mich zuge- Last dein Glück und Heil richt't, an Leib und Seel beschweret, haft spät und gezieret; der Seelen Sitz früh viel Sorg und Müh, mit Sinn und Wiß, den an deinen Wunsch zu komLeib mit Fleisch und Bei- men, und denckest nicht, Hhh5 das NAMUALA KANALA Von der Gelaffenbeit. 858 daß, was geschicht, gescheh| Schmerz zu seinem Heil zu deinem Frommen. gelangen. 7. Fürwahr, der dich 10.Ey nun, mein Gott! geschaffen hat, und Ihm so fall ich dir getrost in dei zur Ehr erbauet, der hat ne Hände, nimm mich, schon längst in seinem und mach es so mit mir Rath ersehen und beschau- bis an mein letztes Ende, et, aus wahrer Treu wie du wohl weist, daß was dienlich sey dir und meinem Geist dadurch den Deinen allen, laß sein Nuß entstehe, und dei ihm doch zu, daß er nurjne Ehr je mehr und mehr thu nach keinem Wohl- sich in ihr selbst erhöhe. gefallen. 11. Willst du mir geben 8. Wanns ihm gefält, Sonnenschein, so nehm so kan es seyn, erwird dichlichs an mit Freuden: legt erfreuen: was du jetzt Golls aber Creuß und nennest Creuß und Pein, Unglück seyn, will ichs ge wird dir zum Hent gedey duldig leiden; soll mir all en. Wartin Geduld, die hier des Lebens Thür noch Gnad und Hulo wird sich ferner offen stehen, wie doch endlich finden, all, Du mich führft und füh Angst und Quaal wirdren wirft, so will ich gern auf einmal, gleichwie ein mitgehen. Dampfverschwinden. 12. Soll ich denn auch 9. Das Feld kan ohne des Todes Weg und finstre Ungestum gar keine Straffen reisen: Wohlan! Früchte tragen; so fällt so tret ich Bahn und Steg, auch Menschen Wohlfahrt den mir dein Augen wei um ben lauter guten Ta- fen: Du bist mein Hirt, gen; Die Aloe bringt bit der alles wird zu solchem tres Weh, macht gleichwol Ende kehren! daß ich ein rothe Wangen. So muß mat in deinem Gaal dich ein Herz durch Angst und ewig moge ehren. 714. Tel. Von der Gelaffenbeit. 859 714. Mel. in dich bab ich ge- Berg und Spißen hin, hoffer Err. und eh ers ficyversiehet, so ch weiß, mein GOtt! liegt er da, und hat sein daß all mein Thun und Fuß vergebens sich beWerck aufdeinem Willen mühet. ruhn, von dir kommt 6. Drum lieber Vater, Glück undSegen, was du der du Eron und Scepter regiert, das geht und steht trägst im Himmels aufrechten guten Wegen. Thron, und aus den Wol2. Es sieht in keines Mencken bligest, vernimm mein schen Macht, daß sein Rath Wort, und höre mich vom werd ins Werck gebracht, Stuble, da du fizest. und seines Gangs sich 7. Berieihe mir das edle freue: des Hochsten Rath Licht, das sich von deider machts allein, daß nem Angesicht in fromme Menschen- Rath gedeye. Seelen ftrecket, und das 3. Oft denckt der Mensch der rechten Wahrheit in seinem Muth, dis oder Kraft durch deine Kraft jenes sen ihm gut, und ist erwecket. doch weit gefehler. Oft 8. Gib mir Berstand sieht er auch für schädlich aus deiner Höh, auf das an, was doch GOtt selbst ich ja nicht ruh und seh erwählet. auf meinem eignen Wil4. So fährt auch oft einsten: Sey du mein Freund weiser Mann ein gutes und treuer Sath, was gut Werd zwar frölich an, lift, zu erfüllen. und bringts doch nicht 9. Prüf alles wohl, und zum Stande: er baut ein was mir gut, das gieb mir Schloß und vestes Haus ein; was Fleisch und Blut doch nur in lauter m'erwählet, das verwehre. Sande. Der höchste Zweck, das bes 5. Wie mancher ist in ste Theil, fey deineLieb und seinem Sinn faft über Ehre." IO. Was 860 Von der Gelaffenbeit. IO. Was dir gefällt, das so treib mich nur ohn Un laß auch mir, o meiner terlaß zum Seufzen und / Seelen Sonn und Zier, zum Beten. gefallen und belieben; 15. Wer fleißig betet was dir zuwider, laß mich und dir traut, wird al nicht in Werck und That les, da ihm sonst vor. verüben. graut, mit tapferm Muth 11.Jfts Werck von dir, bezwingen; fein Sorgen so hilfzu Glück, ists Men- Stein wird in der Eil in schen Thun, so treibs zu tausend Stücken sprin rück, und andre meine gen. Sinnen. Was du nicht 16. Der Weg zum Gu wirckst, pflegt von ihm ten ist fast wild, mit Dorn felbst in kurzem zu zer- und Hecken angefüllt; rinnen. doch wer ihn freudig ge 12. Solt aber dein und het, kommt endlich, unser Feind an dem, was HERR! durch deinen dein Herz gut gemeynt, Geist, wo Freud und beginnen sich zu rächen, Wonne stehet. ist das mein Trost, daß fetnen Zorn du leichtlich könneft brechen. 13. Tritt du zu mir, und hast du zu aller Gnuge; mache leicht, was mir sonst So hilf nun, daß ich meifast unmöglich deucht, und nen Stand wohl halt und bring zum guten Ende, herrlich siege. was du selbst angefangen 18. Dein soll sein aller haft, durch Weisheit dei- Ruhm und Ehr, ich will ner Hände. dein Thun je mehr und 14. It gleich der Anfang mehr, aus hoch erfreuter etwas schwer, und muß ich Seelen, vor deinem Bold auch ins tiefe Meer der und aller Welt, so lang ich Bittern Gorgen treten; leb, erzählen. 715. Mel. 17. Du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich bey mir nicht hab und find, Von der Gelassenheit. 861 4. En warum folt ich dich lassen, JEfu, wieder meiner von mir gehn! I Wonne, JEfu, meine Wohlfahrt muſt ich haf beste Lust, JEfu, meine fen, wenn ich liesse dis geFreuden- Sonne, Jefu, dir schehn: Wohne doch in ist ja bewust, wie ich dich so meinem Herßen, so muß herzlich liebe, und mich alle Noth und Schmerzen ohne dich betrübt: Drum, weichen alsobald von mir, oJEfu komm zu mir, und wenn du, JESU, bist bleib ben mir für und für allhier. 715.M.Du, o schönes Welte Gebäude. 2. JEm mein Hortund 5. Ach! nun hab ich endErretter, Jesu, meine Zu- lich funden den, den meine versicht, JESU, starcker Seele liebt, der sich mit Schlangen- Treter, JE- mir hat verbunden, der su meines Lebens Licht: sich selbst für mich hinWie verlanget meinem giebt: Den will ich nun Herzen, Julein, nach vest umfaffen, und durchdir mit Schmergen! aus nicht von mir laffen, fomm, ac fomm, ich war bis er mir den Seegen te dein! komm o liebstes spricht: Meinen JEsum JEjulein. laß ich nicht. 3. Kommst du? Ja du 6. Wohl mir, daß ich kommit gegangen, JEfu, JEsum habe, o wie veste du bist schon allhier: klo- halt ich Ihn, daß er mir pfest selbst und mit Beilan- das Herge labe, wenn ich gen stard an meine Herfrand und traurig bin: Bens- Thur: Bleib doch JESUM hab ich, der nicht so draussen stehen, mich liebet, und sein Leben willst du wieder von mir für mich giebet; Ach! drum gehen? Ach ich laffe dich laß ich JESUM nicht, durchaus nicht weggehn wann mir gleich das Hers von meinem Haus. ge bricht. 7. Mus NAM TAK RAAMA 862 Von der Gelaffenheit. 7. Muß ich alles gleich gemacht und heil, daran verlassen, was ich hab in denck ich alle Stunden, dieser Welt, will ich doch drum ist Er mein bestes im Herzen fassen meinen Theil: Denn durch seinen JEfum, der gefällt mir Tod und Sterben macht vor allen andern Schå- Er mich zum Himmels Ben, an den ich mich kan Erben: und das glaub ich ergößen: Er ist meine Zu- ficherlich JEfus machet versicht. Meinen Jesum feelig mich. laß ich nicht. 11. Owie solt ich JE 8. Ach wer wolte JE sum laffen? Weil er mir fum laffen? JEfum laßich so wohl gethan, und mich nimmermehr, andre mo- von der breiten Staffen gen JEsum haffen, JE hat geführet Himmel an; fumich allein begehr, in JEsum will ich immer den gut und bösen Tagen, lieben in den Freuden und daß er mir mein Creuß helf Betrüben. JESUM tragen: Weil er ist mein laß ich nicht von mir, Weg und Licht, laß ich weil ich leb auf Erden meinen JEfum nich. hier. 9. Ich solt in der Höllen 12. Wann die Welt liegen immerfort und ohmit ihren Neßen mich zu ne Zahl, und mich wie ein Boden fällen will, und Schlacht Schaaf biegen die andern sich ergößen in den Schwefel Pfuhl an derselben Affenspiel, und Quaal! Ja der Tod will ich meinen JEfum folt ewig nagen mein Ge faffen in den Arm, und wissen und mich plagen: ihn nicht lassen, bis daß JEfus aber riß mich rans ich mit ihm zugleich aus des Satans Folter- herrschen werd im Him Haus. melreich. 10. Jesus hat durch sei. 13. Demnach mögen ne Wunden mich gesund andre weiden sich in dieser Eitels Von der Gelaffenbeit 863 Excelkeit mich foll nichts fan mir der Simden Sold von JESU cheiden und an der Seele gar nicht der ewgen Geligkeit, die schaden, weil sie von der mir JEfus hat erworben, Sind entladen: Wann da Er af für mich gestorer gleich den Leib ersticht, ben: Drum, o Welt! fahr laß ich dennoch JEfum immer hin, wann ich nur nicht. ben JEfir bin. 17. Jesus bleiber meine 14. Wenn ich nur Eau Freude, meines Herzens JEfum haben, nach dem Trost und Gaft; JEfus andern frag ich nicht: Er steuert allem Leide, er ist fann meine Seele taben, meines Leben Kraft, meiund ist meine Zuversicht ner Augen Luft und Son, in den letzten Lodes: 31- ne, meiner Seelen Schatz gen wann ich hilflos und Wonne; O! drum lag da muß liegen, und mir ich JEfum nicht aus dem bricht der Augen Licht, Hergen und Gesicht. las ich meinen Jesum 18 Jesus ist der Feinde Schrecken, JEfus ift der 15. Solt ich meinen Je- Höllen Zwang; drum fum laffen? wer würd in wird er mich auferwecken der lezzen Noth auf der durch Posaunen- Hall und finstern Lodes Straffen, Klang da ich denn erneuet ben mir stehen, wenn der werde auferstehen von der Tod seine Grausamkeit Erde. JEsum schauen von ausibet, und die Meini Gesicht, meinen JEfum gen betrübet, und der Teu- laß ich nicht. fel mich anficht? Meinen JEfum laß ich nicht nicht. 19.Ach! wie wird mich JEius bergen, meine Au16. JEfum nur will ich gen Trost und Licht! Alle lieb haben, denn er über Thränen, alle Schmerzen trift das Gold, und all wischen von dem Anges andre theure Gaben, so sicht, und mit groffen Jus bilie NAMU AM WAT 864 Von der Gelaffenbeit. biliren mich zur Himmels- 6. Da hingegen, sein Freud einführen, drumfo Begehren nicht in deinen höret alle her: JEfum laß Willen kehren? Bracht ich nimermmehr. auch wol ins Himmels 716. M.Liebster JEsu du 2c. Saal unergründte Ho RESU: meiner Seelen len- Quaal. Je Leben, dem ich mich 7. Deinen Willen in zum Dienst ergeben, wel- fich ziehen, und den Ei chem auch der tiefste gen Willen fliehen, Grund aller Hergen klar macht, daß ein betrübtes und kund. Herz ruhig lebt im größten 2. Du, HErr vrüfest Schmerz. meine Ginnen, Reden, 8. Stündlich mit sich Schweigen und Begin- selber kämpfen, und den nen, alles übertrågest du, Eigen- Willen dämpfen was ich vor und nachmals bringt uns öfters in der thu. Beit einen Schmack der Seligkeit: 3. Ach! ich wünsche dei nen Willen nur vor allem zu erfüllen: o steh diesem Borsag bey, mach mich Eigen Willens frey. 4. Gib mir Kräfte, daß in allen mir dein Wollen 10. Wilt du mich im mag gefallen, so in Freu- Himmel haben; ey, wie den als in Leid, so in Zeit soll mich das nicht laben! als Ewigkeit. stöß'st du mich zur Höllen 5. Stets nach deinem Glut; was du wilt, ist Willen streben, heißt den mir sehr gut. Engeln ähnlich leben, und II.Doch versichert mich Kan auch in Höllen- Pein dein Leiden, blutig schwi glaubger Seelen Labsal gen, tödlich scheiden, daß feyn. du solches nie gewolt: O Troff 9. Drum so will ich mich bezähmen, niemals etwas vorzunehmen, ohne was zu jeder Frist deinem Wil len ähnlich ist. Von der Gelaffenheit. 865 Trost werther, als das Willen recht zu kennen, en Gold! fo feufßt mein Herz und 12.Jft es aber dein Be- Mund; Mach mir selben hagen, mich mit neuer klärlich kund. Noth zu plagen, daß ich 18. Dein Geist, JEfu! keinen Trost kan sehn: A- woll mich stårcken, daß im men, ja! es mag geschehn. Lassen, Thun und Wer13. Muß ich betend in den, ich von aller Eigenden Wehen gleichwol hülfheit, solchen weißlich unlos von dir gehen, bleibet terscheid. endlich dis mein Ziel, ich 19. Und ja, was ohn ihn will nichts, was GOtt beginnet, oder Fleisch und nicht will. Blut erfinnet ich obs noch 14. Schickest du mir so wohl gestalt, nicht für Schmach und Bande deinen Willen halt. Ketten, Fesseln, Hohn und 20. Nun, der du wirckst Schande, ja was árgers guten Willen, send' auch auszustehn, dein Will soll Kräft, ihn zu erfüllen, und an mir geschehn. zu thun hier in der Zeit, 15. Ob mich tausend was dir lieb in Ewigkeit. Tod' schon todten, bleibt 21. JEsu! JEsu! hilf dein Will in allen No- vollbringen, hilf mir then, ja in schwerster See Fleisch und Blut bezwinlen Last, bloß mein Labsal, gen! Es wird doch nichts Ruh und Rast. ausgericht't, was nicht 16.Summa, so es dein bloß durch dich geschicht. Belieben, mich im hochsten Creuß zu üben, wo, 717.M.JEfu, meine Freude, und was du meines 2c. wie lang, wilt, dis ift, was mir stets Me Gott, deffen Wille eine Seel ist zu gleich gilt. 17. Doch, indem es mir zu helfen steht, mein schwer zu nennen, deinen Herz ist vergnüget mit Jii SAL NAMTAKA RANATA 866 Don der Gelassenheit.. dem, wies GOtt füget, 5. Meine Seele harret, nimmt an, wie es geht, und sich ganz verscharret geht es nur zum Himmel tief in JesuBrust, sie wird zu, und bleibt JEsus un- starck durch Hoffen, was geschieden, so bin ich zufie je betroffen, tråget sie frieden. mit Lust: Fasset sich gang 2. Meine Seele hanget manniglichdurch Geduld an dir, und verlanget, und Glauben veste, am GOtt, bey dir zu seyn aller End kommt das Beste. Ort und Zeite, und mag 6. Amen, es geschichet, keinen leiden, der ihr redet wer zu JEsu fliehet, wird ein: Von der Welt, Ehres recht erfahrn, wie GOtt Lust und Geld, wornach so seinen Kindern pflegt das viel find befliessen, mag fie Creuß zu mindern, und gar nichts wissen. das Glück zu sparn, bis 3. Nein, ach nein, nur zuEnd, alsdenn sich wendt einer, sagt sie, und sonst das zu erst gekoste Leiden, keiner wird von mir ge- und gehn an die Freuden. liebt, JEfus der Getreue, in dem ich mich freue, sich 718. Mel. Err, ich habe mißgehandelt. mir gang ergiebt; er allein, er ſoll es ſeyn, dem ich meine Seele! laß es ergebe, und wieder mich Ihm einzig lebe. gehen, wie es in der Welt ist geht, meineSee le, laß es stehen, wie es jeho und dich glaubig lege farft geht und steht. Liebste in seinem Schooß, lerne Seele, halte stille, dende ihm vertrauen, so wirst du daß es GOttes Wille. bald schauen, wie die Ruh 2.Jft dir gleich die Welt so groß, die da fleußt im zuwieder und bist deiner stillen Geist, wer sich weiß Freunde Spott, drücken in GOtt zu schicken, den dich die Feinde nieder, so kan er erquicken. vertraue deinem GOtt. Lieb 4.GOttes Gut erwege, Von der Gelaffenheit. 867 Liebste Seele, halte stille, halte stille, dencke, daß es dencke, daß es GOttes GOttes Wille. Wille. 3. Ift in deiner Her- 719. Mel. Licht so traurig Bens Kammer nichts als nicht so sebr. lauter Herseleid, plaget m jo betrübt? Was ist, Wie dich sehr groffer Jammer hier in dieser Sterblich das dich traurig macht? feit. Liebste Seele, halte Traust du, daß dir GOtt stille, dencke, daß es GOt- nicht giebt, was die schnotes Wille. de Welt hoch acht? Sey 4. GOtt pflegt die ge- zufrieden, GOttes Güt treuen Herzen, wenn sie theilet dir was bessers mit. durch das Creuß bewährt, 2. Gut und Geld bleibt wohl zu trösten nach dem in der Welt, drum begehSchmerzen, und thut, re solches nicht, richte was sie nur begehrt. Lieb- nach des Himmels- Zelt ste Seele, halte fiille, den- dein betrübtes Angesicht, de, daß es GOttes Wille. da, da ist dein Gut und 5. Auf den Regen scheint Gold, das du lieber nundie Sonne, also kommet schen folt. Lust auf Leid: Auf die 3. Mancher liebt die Ei Angst folgt lauter Won- telkeit, und vergiffet seine, Freude kommt auf ner Seel, er denckt nur Traurigkeit. Liebste See- auf diese Zeit, daß es ihm le, halte stille, dencke, daß daran nicht fehl, aber, es GOttes Wille. Herze, laß den Land, und 6.Solt du von der Welt denck an dein Vaterland. abscheiden, scheide nur ge- 4. Prange, Welt, nur troft zu GOtt, GOtt giebt immerhin mit den Güauf das Scheiden Freu- tern, die du hast, sie sind den, Freude giebt er auf doch nicht dein Gewinn, die Noth. Liebste Seele, sondern nur des Herzens Jii 2 Last; MAL 868 Von der Gelassenheit. Last; hab ich nur den lie 3. So ist auch Gottes ben GOtt, so hats mit mir Meynung nicht, wenn er keine Noth. uns Unglück sendet, als 5. Höre meine Seel, solte denn sein Angesicht hör auf, traure nicht, wie gang von uns seyn gewen vor, so sehr, führ nur einen bet: Nein, sondern dieses Tugend- Lauf, gib dem ist sein Rath, daß der, so Höchsten Lob und Ehr; ihn verlassen hat, durchs Geht dirs widrig, las es unglück wiederkehre. gehn, GOtt im Himmel 4. Denn das ist unsers bleibt dir stehn. Fleisches Muth, wenn wit in Freuden leben, daß wir denn unserm höchsten Gut 720. Mel. Err, straf mich nicht in deinen Zorn. Noch och dennoch must du am ersten Urlaub geben, drum nicht ganz in wir sind von Erd, und Traurigkeit verfincken. halten werth vielmehr, GOTT wird den süffen was hier auf dieser Erd, Troffes- Glang schon wie- jals was im Himmel wohy der lassen blinden: Steh| net. in Geduld, wart in der 5.Drum fährt unsGOtt Still, und laßGOtt ma- durch unsern Sinn, und chen, wie er will, er fans läßt uns Weh geschehen nicht böse machen. er nimmt oft, was und 2. Ist denn das unser lieb dahin, damit wir auf erstes mahl, daß wir bewärts sehen, und uns zu tribet werden? was ha- feiner Gut' und Macht, ben wir, als Angst und die wir bisher nicht groß Quaal bisher gehabt auf geacht't, als Kinder wie Erden? Wir find wollder finden. mehr so hoch gekránkt, und 6. Thun wir nun das, hat doch GOtt uns draufjist Er bereit, uns wieder gefcbenckt ein Stündlein anzunehmen, macht aus voller Freuden. Idem Leide wieder Freud, und Von der Gelaffenheit. 869 und Lachen aus dem Grå- Wort ist klar, wer sich men, und ist ihm das gar drauf wagt, dem kan es schlechte Kunst; Wen Er nimmer fehlen. umfångt mit Lieb und Gunst, dem ist geschwind geholfen. 10. So darfst du auch an seiner Kraft gar keinen Zweifel haben; Wer ists, 7. Drum falle, du be- der alle Dinge schaft? trübtes Heer, in Demuth Wer theilt aus alle Gavor ihm nieder, sprich: ben? GOTT thuts und HErr, wir geben dir die das ist auch der Mann, der Ehr, ach nimm uns Sün- Rath und That erfinden der wieder in deine Gna- kan, wenn jedermann ver de, reiß die Laft, die du uns zaget. aufgeleget hast, hinweg, 11. Deucht dir die Hülf heil unsern Schaden. unmöglich seyn, so solt du 8. Denn Gnade gehet räumt uns dieses nimmer gleichwol wissen, GOtt doch vor Recht, Zorn muß ein, daß er sich laß einder Liebe weichen, wenn schliessen in unsers Sin wir erliegen, muß uns nes engen Stall; sein schlecht GOtt sein Erbar- Arm ist frey, thut überall men reichen, dis ist die vielmehr als wir verste Hand, die uns erhält, wo hen. wir die laßen, bricht und 12. Was ist sein ganzes fällt all unser Thun in werthes Reich, als lauter Haufen. Wunder Sachen? Er 9. Auf GOttes Liebe hilft und baut, wenn wir must du stehn, und dich uns gleich des gar kein' nicht lassen fällen, wenn Hofnung machen; Und auch der Himmel ein folt das ist seines Namens gehn, und alle Welt zer- Rühm, den du, wenn du schellen. GOtt hat uns sein Heiligthum wilt seGnade zugesagt, fein hen, Ihm must geben. Jii 3 721. Miel. 870 Von der Gelassenheit. 721.M.OJEsu, kom zu mir. Seele. Seele. 5. Wenn ich nun also JEfu, lehre mich, wie dir mich übergebe, und in ich dich finde, und Gelassenheit des Willens mich durch dich, mein lebe, wie muß ich mich Heil! stets überwinde wie gleichwol hierbey verhab ich die Eigenheit und al- ten, daß du dein Bild in les Leben, das sich noch sel- mir mögest gestalten. ber sucht, mög übergeben. JESUS. JESUS. 6. Wenn du läßt deinen 2.Steh in Gelaffenheit, Grund von GOtt berei nimm wahr mein'n Witten, und gehest von dir aus Ien, und strebe selbem nach auf alle Zeiten, behältest ihn zu erfüllen, ergib dich nichts vor dich in keinem gänglich mir in Freud und Dinge, das ich nicht selbst Leiden, daß ewig dich von in dir allein vollbringe. mir nichts möge scheiden. Seele.. Seele. 3. Wie kan ich Armer 7. Wie wird es mir, o doch hier also leben? Wie HErr, alsdenn ergehen, kan ich mich so gar dir wenn ich nun werd in dir übergeben? ich find, ja so gelassen stehen? Ich werde viel von aus und innen, ja in mir dich endlich fin das hindert meinen Lauf den, und du wirst dich mit und mein Beginnen. mir freundlich verbinden. JESUS. 4. Du must alleine mir JESUS. 8.Seele! mercke auf, gelaffen leben, und meiner sieh auf die Wege, wie ich Wirkung dich ganz die Meinen oft zu führen übergeben im Grunde dei- pflege! Den nehm ich erst ne Seel in mich versen- hinweg, was ich gegeben, dken, so werd ich dir in mir und lasse dich vom Trost siel Kräfte schencken. entblöffet schweben. 9. Dich Von der Gelassenheit. 871 9. Dich hierdurch auf dich stets zu faffen, und dich selbst fein recht zu füh- mich und alle Ding durch ren, auf daß du an dir selbst dich zu lassen, und wenn nun mögest ſpüren, wie der Himmel felbst solt of doch ein armer Mensch fen stehen, dennoch nicht gar nichts vermöge, wenn ohne dich hinein zu gehen. ich ihm meine Kraft und JESUS. Hülf entzoge. 14. Seele, folge mir, 10. Dawirst du denn im so solls geschehen, und Grund erst recht gelassen, wirst alsdenn in mir noch wenn du noch GOtt, noch Wunder sehen, leg dich in Trost, noch Gnad kanst Demuth hin zu meinen fassen. Wenn ich dir alles, Füssen, ich will auf dich die was du hast, entziehe und Kraft des Lebens gieffen. von dir als ein Gast entSeele. fremdet fliehe. 15. Ich lege mich denn II. Ja, wenn du gang hin in aller Stille, zu wars von dir selbst abgekomen, ten und zu sehn, was sen und deiner selbst beraubt dein Wille: Ich sterbe bist dir entnommen, in gånzlich mir und allem meinem Willen ruhst, ob abe, gnug wenn ich dich Sund und Hölle samt al- allein o JEfu! habe. lem ihrem Heer schrecken die Seele. It 722. Melod. GOTT wills machen. S 12. Siehe oliebe Seel, so kanst du finden mich, eelen Weide, meine und auch dich durch mich, Freude, JESU lag selbst überwinden, so fällt mich vest an dir mit Bers die Eigenheit, und alles langen an dir hangen, Wesen, das du dir jemals bleib mein Schuß, Schild hier haft auserlesen. und Panier. Seele. 13. DJEsu! lehre mich, 2. Lebens- Quelle, klar und helle bist du, wenn ich Jii 4 dich CAL 872 Von der Gelassenheit. dich empfind, deine füffel 8.ArmesZion, Gott ist Liebes Küffe füffer mir dein Lohn, bleibe du nur als Honig sind. Ihm getreu, sey geduldig, 3. Laß, mein JEfu, kei leb unschuldig vor der nellnruh mich von deiner Welt, und rede frey. Lieb abführn; ob die Welt 9. Schmale Wege, enge schon auf dein Zion ihren Stege zeigen, wie vorsich Haß und Grimm läßt tig wir wandeln sollen, ſpurn. wenn wir wollen ohne 4. Ob gleich Dornen Anstoß leben hier. mich von vornen und von hinten gang umringt: schüßest du mich, daß kein Dorn- Stich seine Kraft an mir vollbringt. 10. Furcht und Zittern muß erschüttern Leib und Seet in wahrer Buß, Neu Seel in wahrer Buß, Reu im Herzen, Glaubens Kergen GOtt in uns an zünden muß. 5. Weißen- Körner, Un 11.Brennt der Glaube, krauts- Dörner hier ben- ey, so schaue, ivas für Kräf fammen müssen stehn; teer uns giebt, böses mei dort wird scheiden GOtt den, willig leiden, gerne die beyden, wenn die thun, was GOtt beliebt. Erndte wird angehn. 12.Eifrig haffen, unter 6. Saulus Schnauben lassen, was nur Gott z kråndt den Glauben, und wider ist, seinen Willen zu verfolgt die kleine Heerd, erfüllen, darnach strebt mein GOtt höre, viel beein wahrer Christ. kehre, daß dein Kirchlein fruchtbar werd. 723. In eigener Miel. 7. Und viel Glieder hin So bleibt es denn alſo und wieder zu noch finden ein! so wird Freude Willen, mein treuer Gott nach dem Leide über der und HErr, die nicht gerin Bekehrung seyn. duge Laft, die du nun lange WE Zeit Von der Gelaffenheit. 873 Beit mir aufgebürdet herzlich menneft, und fu haft, soll tragen, bis ich chest nur allein der Seelen werd mein' legte Ruhstätt Seligkeit, dieselbe wilt du füllen. uns erhalten nach der Zeit, 2. Ich habe dich zwar wenn du auf das Gebet so oft mit inniglichem Fle- unbeweglich scheineft. hen, mein GOtt! drum 6. So kommt es denn angesucht, ob woltest du es daher, daß du mir nicht thun, daß ich vor meinem willfahrest auf meinen End auch einsten möchte Wunsch und Bitt, weil ruhn, und also deinen du allwissend bist, und Ruhm mit Freuden noch auf das Künftige am alerhöhen. lermeisten siehst, daher 3.Ob ich nur einen Tag mich vor Gefahr genådigerfreulich noch erleben lich bewahrest. und sein geniessen möcht, 7. Du bist der rechte daß ich von Schmerzen Arzt, der du allein verfrey, und etwa eine stehest, was unserm arStund ohn solche ging men Fleisch für eine Arvorben, so sollte meine ßenen, schwach oder aber Seel sich denn zur Ruhe starck, allhier vonnöthen geben. sey, nach welcher du denn 4. Gleichwol hast du auch im Creuß- Auflegen bisher nicht wollen noch gehest. erhören mein sehnliches 8. Dein Herk ist viel zu Gebet: ja vielmehr stellst zart, uns Schwachen auf du dich, ob wärest du er- zulegen nur das geringste zürnt, und könte wider Creuß, auch eine Stund mich demselben deinem allein, wo du nicht sähest Grimm kein Lebendiger vor, uns solches nohtig wehren. feyn; Die Absicht muß all5. Doch kenn ich dich, zeit zu solchem dich bewemein GOtt, daß du es gen. Jii 5 9. Du LAMUALA KA 874 Von der Gelaffenheit. 9. Du thuft uns ja viel- wissend, daß ich nie gar mehr unzählige Gena- werde unter liegen. den, das sey uns denn ge- 13. Dis ist der beste nug, und zwar um so viel Trost, recht kräftiglich zu mehr, weil selbsten auch stillen, des Herzens Undas Creuß uns dient zu ei- geduld, wenn etwan ſol ner Ehr, ja aber nimmer ches auch, nach angeerb fan das wenigste nur tem des gar bösen Fleisches schaden. Brauch, sich wiedersetzen 10. Drum, HErr, wie will dem guten GOttes dirs gefällt, ich will dir Willen. nicht vorschreiben, wie du 14. Nun, HErr, verfiegle es machen solst: Ich lasse denn ihn auch in meinem das geschehen, was du das Herßen, wie ich es wohl beste findst, und werd noch bedarf, durch deinen wer endlich schen, es müsse doch then Geist, den mir dein Dein Rath zulegt der beste treues Wort mit einem bleiben.. End verheißt, so bleib ich II. Lind trag ich denn recht getroft in allen meimeinCreuß, bis man mich nen Schmerzen. felber tråget in meine 15. Hier bin ich des ge Ruhestått, so tröst mich wiß, hier must du mich dieses doch; Du bist der erhören, wie ich gebeten treue GOtt, der solches hab, wo du nicht willt in schwere Joch zugleich auch Spott darseßen deinen tragen hilft, wie Er cs Ruhm: Wo einen wah aufgeleget. ren GOtt, der nicht betri 12. So foll demnach gen kann, du läsfest dich forthin, o Bater, mich ver verehren. gnügen mur deine Gnad 16. Ja ich will inGeduld allein, die unter aller Last mein Creuz nunmehr aus du immer bis daher mir stehen, so lang du's ha noch erwiesen hast, wohl ben wilt, ich weiß, die meis fre Von der Gelaffenheit. 875 nicht laffen. ste Zeit ist allbereit vorben, 4. Kann ich es nicht verdaß in die Ewigkeit, viel- ftehen, warum bald dis, leicht in kurzer Frist, ich bald das hat müssen so ges werd mit Jauchzen gehen. schehen, und daß ohn Un724. M. Von GØtt will ich terlaß das Creuß mich hat gedrückt; so wirst du's of oll ich nach deinem fenbaren, und werd ichs Willen, o GOtt! ge- wol erfahren, warum du's bucket seyn, und hier mein zugeschickt. Maaß erfüllen, das mir 5. Drum will ich seyn geschendet ein; Soll ich gelassen, in Einfalt als ein des Creutes Weh, so lang Kind, und gehe meine ich lebe, dulden, so ist es Straffen, bis ich den Ausmein Verschulden: gang find: ich will in Hof HErr! dein Will gescheh. nung still auf dich, mein 2. Dir sind bekannt die Efu, schauen, und dir die Sorgen, die täglich dri Noth vertrauen, bis ich den mich; Und nicht die mein Theil erfüll. O Noth verborgen, die inund äusserlich die matte 6. Ich weiß doch, daß Seele qualt: Sie ist dir mein Leiden mir nüß und unverholen, drum sey fie felig ist, dieweil ich lerdir befohlen: Du weißt, ne meiden der Sünden HErr, was mir fehlt. Schlangen- List: Mein 3. Wilt du mir sie ab- Sünden- Leib verdirbt, nehmen, so will ich dan- und ich seh sich anheben den dir: Soll aber sie des neuen Geistes Leben, noch zähmen mein Fleische mehr das alte stirbt. und Luft- Begier, so fahre 7. Es lebt im Creutz verfort, mein GOTT, und borgen mein liebster JE fchlage kräftig nieder, was fus noch; Und wo die gros vir an mir zuwieder, die sten Sorgen als seines gange Sünden Noth. Creuges Joch, da ist er gang HAM AKA AKAN Don der Gelassenheit. 876 gang gewiß mit groffem/ ne Schuld verdient, weil Heil und Segen im Her- lich in Lust und Freude Bens Grund zugegen, und mich vormals hab er. stehet vor dem Riß. fühnt zu leben auf der 8. Drum, Seele, fen zu Welt: Du bist gerecht, frieden, und dulde deinejdrum richte, und mache Pein: Es wechselt sich hie- ganz zunichte, was mich nieden bald Sturm, bald noch von dir hält. Sonnenschein: Schau an 12. Jch küsse deine Rus die grosse Meng, die mit the, und beugewillig mich, dir auf dem Wege, und Bis in dem Fleisch und werde ja nicht tráge, ob Blute die Luft geleget fich, gleich der Weg ist eng. die noch zurSünde treibt; 9. Meynst du, daß deine Bis aller Zorn gedám Plagen seyn überhäuft pfet, und nachdem er be und groß, so denck was an- kampfet, der Liebe Herr dre tragen, die elend, nackt schaft bleibt. und bloß, ja gar gefangen 13. So will ich dich er find, die Freund und Feind heben in allem Creußes verlassen, und als ein Streit, und dir gehorsam Scheusal hafsen, was de- leben in Zeit und Ewig rer Herß empfindt? keit: Wenn dis das Creuß 10. Ach ja, es dends ein gebiert, so hab ich gnug jeder, und trößte sich dabey, erhalten, und laffe fernet daß über alle Brüder er- walten dein' Hand, wie sie geh so mancherley, so man- mich führt. che Leidens- Art, so man che Nothund Schmerzen, 725. Mel. Err nicht schicke deine Rache. die sich in frommen Her ten zugleich mit offen. Soll ich mich denn tåg und 11.Drum sprich: Mein aufs Künftige gedencken? GOtt, ich leide, was mei Soll ich denn niemals mit Von der Gelaffenbeit. 877 Ruh Nachts die Augen wissen mög? soll mich sol schliessen zu? Muß nur ches gar nicht frånden, immer vor mir stehen, wie sondern ich will das beden. mirs einsten wird ergecken, daß ich vieler Sor hen? Dadoch durch mein gen frey, und des Falles Sorgen nicht das geringst sicher sey. wird ausgericht t. 5.Dennoch will ich auch 2. GOtt, der mich bis- nicht fliehen, wo er wolte her erhalten, höret noch ſelbsten ziehen mich hernicht auf zu walten, oder vor aus niederm Staub: folt er ist allein dessen mit Weil ich solches sicher de worden seyn. Ach! so glaub; Es liegt nur an fo laß ich Sorgen bleiben, seinen Gaben, die wir GOtt allein es heim zu schreiben, daß es, wie es ihm gefällt, mir zumalen eines gelt. denn gewiß auch haben, wenn wir seinem Wind allein im Beruf gehorsam ſeyn. 6. Will die Armuth 3. Erists, der allein ver- me ner Hütten Er mit stehet, wenn mirs so und so Segen überschütten, und ergehet: Ob dasselbe nuß mit Gütern dieser Welt: und gut, oder ob mirssey es Ihm auc heimgeSchaden thut, da onst wir stellt. Ich will Ihm für in unsern Lusten, uns nicht alles dancken, und nur be zu entschliessen wüsten, of ten, nicht zu wanden, daß ters wählend ohngefähr nicht, wie fonit viel ge was uns nur höchst schad- than, ich das Herz auch lich war. hange dran. 4. Soll ich stets denn 7. Ist mir Armuth niedrig leben, und nur an denn beschieden, bin ich der Erden kleben, daß auch damit zufrieden, wenn ich zur Ruh mich weil mir dieses Himmelleg, niemand von mir vest, daß Er mich drum nicht AL LARAK KIVITY Von der Gelaffenheit. 878 nicht verläßt. Ich will daß in diesem armen Le doch ihm freudig fingen, ben je zuweilen komm ein und mein täglich Opfer Tag, der mich noch e bringen, bis nach dieser freuen mag. armen Zeit folgt die rechte 11. Bin ich aber ball Ewigkeit. vorüber, ist mir solches de 8. Wird Gesundheit mir to lieber, daß ich denn von gegeben, soll diefelb' in Sünden frey, und in fol meinen Leben dazu die- chen Stande sey, wo ich nen, daß ich mehr fördern meinem GOTT in allen könne ſeine Ehr. Daß Stücken möge wohlgefal ich müßig nicht vergrabe, len, so hier nicht geschehen was ich drum empfan- tan, weil die Sund mir gen habe, damit ich es hanget an. brauch dahin, woju ich berufen bin. 12. Also bleibts GOtt heimgewiesen, und sein 9. Soll ich aber Krancktheurer Nam gepriesen, heit leiden, will ich den- was Er auch in seinem noch auch mit Freuden, Rath über mich beschloß weil mir seine Treu be- sen hat. Ich will anders kannt, aus des Höchsten nichts mehr achten, son Liebes Hand folche Züch- dern dieses mur betrach tigung annehmen, und ten, daß den Seinen zum mich nicht ohnmäßig grå- Beschluß endlich alles men, daß solch' herbe Ar- frommen muß. Beney meinemFleisch von nöthen sey. 726. Mel. Erschienen ist der herrlich' Tag. 10. Soll ich viele Jahre zählen und also mich lan. Mas GOTT gefällt, ge quälen. so gescheh mein frommes Kind, des HErren Will, dem ich nimm frölich an, stürmt gern will halten still, Er gleich der Wind, und wird dech Genade geben, braust, daß alles Fracht und Von der Gelaffenheit. 879 und bricht, so sey getrost, wüusch, und wie ich soll, denn dir geschicht, was so wolt ich öfnen meinen GOtt gefällt. Mund, und singen jego 2. Der beste Will ist diese Stund, was GOtt GOttes Will, auf diesem gefällt. ruht man sanft und still; 7. Ich wolt erzälen Da gib dich allzeit frisch einen Rath und überhinein, begehre nicht, als groffe Wunderthat, das nur allein, was GOTT süsse Heil, die ewge Kraft, gefällt. die allenthalben wirckt 3. Der Flügste Sinn ist und schaft, was GOTT GOttes Sinn, was Men gefällt. fchen finnen, fället hin, 8. Er ist der Herrscher wird plößlich kraftlos, in der Höh, auf ihm steht müd und laß, thut oft was unser Wohl und Weh. er böf, und selten das, was GOtt gefällt. trägt die Welt in seiner 4. Der frommste Muthuns See und Land, was Hand, hinwieder trägt ist GOttes Muth, der nie. GOtt gefällt. mand Boses gonnt noch thut: er fegnet wenn uns 9. Er hält der Elemens schilt und flucht die böse ten Lauf, und damit hält Welt, die nimmer sucht, er uns auch auf, giebt was Gott gefällt. Sommer, Winter, Tag 5. Das treuste Herz ist und Nacht, daß alles daGottes Herk, treibt alles von lebt und lacht, was Unglück hinterwärts, be- GOtt gefällt. schirmt und schüßet Tag 10. Sein Heer, die und Nacht den, der stets Sternen, Sonn und hoch und herrlich acht't, Mond, gehn ab und zu was Gott gefällt. wie sie gewohnt; DieErd 6. Ach könnt ich fingen ist fruchtbar, bringt hers wie ich wol im Herzen für Korn, Del und Most, Brodt, 880 Von der Gelaffenbeit. Brodt, Wein und Bier, nimm des Creußes Laft, was GOtt gefällt. und sen geduldig, wenn 11. Sein ist die Weisheit du hast, was GOtt ge und Verstand, ihm ist be wust und wohl bekannt, so fällt. 16. Lebst du in Sorg wohl wer Böses thut und und grossemLeid, hast lau übt, als auch wer Gutes ter Gram und Herßeleid: thut und liebt, was GOtt Ey, sen zufriedem, trágst du doch in diesem sauren gefällt. 12. Sein Häuflein ist Lebens- Joch, was GOtt ihm lieb und werth: So gefällt. bald es zu der Sünde 17. Must du viel leiden, kehrt, so winckt er mit der hier und dort, so bleibe vest Vater- Ruth, und locket, an deinem Hort, denn alle bis man wieder thut, was GOtt gefällt. Welt und Creatur ist un ter GOtt, kan nichts, als nur, was GOtt gefällt. 13. Was unsern Herken dienlich sey, das weiß sein 18. Wirst du veracht't Herß, ist fromm daben, von jedermann, höhnt dich der keinem jemals Guts dein; Feind, und spent dich versagt, der Guts gesucht, an, Sen wohlgemuth, und nachgejagt, wasGOtt denn Jesus Christ erhö gefällt. het dich, weil in dir ist 14. Ist dem also, so mag was GOtt gefällt. die Welt behalten, was 19. Glaub, Hoffnung, ihr wohlgefällt: Duaber, Sanftmuth und Geduld mein Herk, halt genehm erhalten GOttes Gnad und nimm vorlieb mit und Huld, die schleus in GOTT und dem, was deines Herzens Schrein GOTT gefällt. so wird dein ewges Erbe 15. Laß andre sich mit seyn, was Gott gefällt. stolßem Muth erfreuen 30. Dein Erb ist in de über grossesGut: du aber, Himmels Thron, da i dein Von der Gelaffenheit. 881 dein Scepter, Reich und nach GOttes Willen, zu Kron, da wirst du schme- meinem GOtt, wenns cken, hören, fehn, da wird Ihn gefällt, will ich ihm ohn Ende dir geschehn, halten stille; Mein' arwas GOtt gefällt. me Seel ich GOtt befehl in meinen legten Stun 727- M. Durch Adams Sall den. O frommer GOtt, ist gang verderbt. Günd, Höll und Tod haft as mein GOtt will, du mir überwunden. Was daß gescheh allzeit, 4. Noch eins, HErr, sein Will der ist der beste, will ich bitten dich, du zu helfen den'n Er ist be wirst mirs nicht verfagen: reit, die an Ihn glauben wenn mich der böse Geist veste: Er hilft aus Noth, anficht, laß mich doch der fromme GOtt, und nicht verzagen; hilf, steur zuchtiget mit Maassen: und wehr, ach GOTT, Wer GOttvertraut, vest mein HErr, zu Ehren deiauf Ihn baut, den wird er nem Namen: Wer das nicht verlaffen. begehrt, dem wirds ges 2. GOtt ist mein Trost, währt: Drauf sprech ich mein Zuversicht, mein frölich: Amen. Hoffnung und mein Leben: Was mein GOTT 728. M. Don GOtt will ich will, das mir geschicht, nicht lassen. will ich nicht wiederstre- Was willt du dich betriks ben. Denn all mein' Haar Er Seel? thu den nur herßTelber hat gezählet. Er lich lieben, der heißt Imhüt't und wacht, stets für manuel: Bertrau dich uns tracht't auf daß uns Ihm allein, Er wird gut a nichts fehlet. alles machen, und fördern 3. Drum will ich gern deine Sachen, wie dirs von dieser Welt scheiden wird selig seyn. REF 2. Denn AL 882 Von der Gelaffenheit. 2. Denn Gott verläsfet haben nicht; So kans nie keinen, der sich auf Ihn mand fort treiben: es muß verläßt. Er bleibt getreu zurücke bleiben: was Gott den Seinen, die ihm ver- will, das geschicht. trauen vest. Läßt sichs an 6. Drum ich mich ihm wunderlich, laß du dir gar ergebe, ihm sey es heimge nicht grauen, mit Freuden stellt: Nach nichts mehr wirst du schauen, wie ich sonst firebe, denn nur, GOtt wird retten dich. was ihm gefällt: Sein 3. Auf ihn magst du es Will ist mein Begier, der wagen, getroft mit fri- ist und bleibt der beste, das schem Muth, mit ihm glaub ich stets und veste, wirst du erjagen, was dir Wohl dem, der glaubt ist nüß und gut. Denn was mit mir. GOtt haben will, das kan 729. tel. Was mein Got niemand verhindern aus will das g'scheh allzeit. allen Menschen. Kindern, Mies GOtt gefällt, f so viel ihr sind im Spiel. mirs 4. Wenn auch gleich und laß mich gar nicht ir aus der Höllen der Satan ren, ob mich zu Zeiter troßiglich mit seinen Rott- beißt der Rauch, und Gesellen sich setzte wider wenn sich schon verwirre dich: So muß er doch mit all Sachen gar, ich weiß Spott von seinen Rån- fürwahr, GOtt wirds zu den lassen, dainit er dich leßt wohl richten: wie er will faffen: Denn dein will han, so muß es gahn: Werck fördert GOtt. Solls seyn so seys ohn Tichten. 5. Er richt'ts zu seinen Ehren, und deiner Selig- 2. Wies GOtt gefällt keit: Solls seyn, kein zufried'n ich bin, das übri Mensch kans wehren, laß ich fahren; Was nich wenns ihm war noch so soll seyn, stell ich Go leid: Wills denn GOtt heim, der will mich rech erfah Von der Gelaffenheit. 883 erfahren, ob ich auch will mein Sach g'stellet han, ihm halten fill, GOTT daß sie mir sollen beyde ges wird doch Gnad besche fallen wohl: Drum mich ren? Ich zweifle nicht: auch soll Ja oder Nein Solls seyn, man spricht, nicht schrecken: Schwarg so seys? Wer kans GOtt oder weiß, folls seyn, so wehren? feys: GOtt wird wohl 3. Wies GOtt gefällt, Gnad erwecken. so g'fällt mirs wohl in allen meinen Sachen. Was fällt, so laufs hinaus: GOtt versehen hat ein Ich laß die Vöglein for mal, wer kan es anders gen, kommt mir das Glück machen? Drum ist um nicht heut zu Haus, so sonst Welt, Witz und wird es doch seyn morKunst: Es hilft nicht gen. Was mir beschert Haar ausraufen: Man bleibt unverwehrt, ob murr od'r beiß: folls seyn, sichs schon thut verziehen: so sens, wird doch sein'n Danck GOtt mit Fleiß, Weg raus laufen. folls seyn, so sens, er 4. Wies GOtt gefällt, wird mein Glück wohl laß ichs ergehn, will mich fügen. darein ergeben: Wolt ich 7. Wies GOTT ges fein'm Willen widerstehn, fällt, dasselb ich will, und so müst ich bleiben kleben, weiter nichts begehre: Denn g'wiß fürwahr all Mein' Sach hat Er ges Tag und Jahr bey GOtt fegt ein Ziel, darbey laß find ausgezähler. Ich schick bleiben gerne. Das Le mich drein, es g'scheh: ben mein seß ich auch Souls seyn, so feys bey drein, auf guten Grund mir erwählet. zu bauen, und nicht aufs 6. Wies GOTZ ge5. Wies GOtt gefällt, Eis: Solls seyn, so seys, so folls ergahn in Lieb und will GOTT allein vers auch im Leide; Dahin ich trauen. KEE 2 8. Wies LAM JAM WIN 884 Von der Armuth des Geistes. 8. Wies GOtt gefällt Noth, låg gar im Tod; so nehm ichs an, um Kann Er mich wohl er G'duld will ich ihn bitten: retten gewaltger Weis Er ist allein der helfen Solls seyn, so seys: Ich kan, und wenn ich schon g'winns, wer nur will war mitten in Angst und wetten. IV. Von der Armuth des Geistes. Wenn du wilt Rich a ter seyn, so ist fast keine ch! Himmel, öfne Pein so graufam zu er Se dich, begnad'ge den, dencken, die mich nicht der sich vor deinem Thro- folte fråncken, die Hölle ne schmieget, in Demuth schließt mich ein, wenn du vor dir lieget, und flehet wilt Richter seyn. ångstiglich: Ach! Him mel, öfne dich. 5. Doch bricht dein Bater- Herk, und läßt 2. 3 war spricht dein auf meinen Schmerz die strenges Recht, weil als Gnaden- Ströme fliessen, des Teufels Knecht ich weil du siehst JEfum mich anher bezeiget, so büffen für mich in Todes folt ich seyn gebeuget zum Schmerß, drum bricht höllschen Quaal Ge- dein Vater Herz. schlecht, so spricht dein 6. Dein Zürnen wei strenges Recht. chet weit, weil dir die of 3. Ja GOtt, ich läugnelne Seit mein Glaubens nicht, daß dein gerecht Ge- Bruder zeiget, und deine zicht mich ewig kan ver Wehmuth neiget auf damen, dahin, wo Schwe- mein betrübtes Leid, dein fel Flammen für mich seyn Zürnen weichet weit. zugericht't, mein GOt, 7. Nur laß das Richter das läugn' ich nicht. Schwerdt seyn von dem Hals 730. Mel. Anf meinen lice ben GOtt. = Von der Armuth des Geistes. 885 Hals gekehrt, um Chrifti nau, als ich billig foll, bePurpur- Blute, straf mit schau, halt ich mich in vieder Vater- Ruthe, wenn len Sachen årger, als die ich bin Strafens werth, Hund es machen. nicht mit dem Richter 3. Ich will auch nicht Schwerdt. mehr begehren, als mir 8. Der Himmel öfnet zu kommt und gebührt: sich, und GOtt umfasset Wollst mir nur des mich mit gnädigem Er- Rechts gewähren, das ein barmen, ich ruh in JEsus Hund im Hause führt. Armen. Seele, freue Deine Heilgen, die sich dich, der Himmel öfnet hier dir ergeben für und sich. für, mögen oben an der 731. Mel. 3ion Elage mit Spigen deiner HimmelsAngst und Schmerzen. Tafel sigen. Err, ich will gar ger $ 5 4. Deine Kinder, die ne bleiben wie ich bin, dich ehren, und in voller dein armer Hund, will Tugend stehn, mögen sich auch anders nicht be-/ von Wollust nähren, und chreiben mich und mei jim Erbe sich erhöhn, das nes Herzens Grund, denn du ihnen in dem Licht deiich fühle, was ich sey, al- nes Saals haft zugericht't. les Bose wohnt mir bey: Ich will, wenn ich nur kan Ich bin aller Schand er liegen unterm Tisch, mir geben, unrein ist mein laffen gnügen. ganzes Leben. 5. Ich will ins Verbor2. Hündisch ist mein gne kriechen, da die Nacht Zorn und Enfer, hündisch den Tag umhüllt, und hin ist mein Neid und Haß, nach der Erden riechen, hündisch ist mein 3anck suchen, was den Hunger und Geifer, hündisch ist stillt. Ich will mit den mein Raub und Fraß, ja, Brosamlein, die ich finwenn ich mich recht gelde, frölich seyn, und mich RFF 3 freuen LAM 886 Von der Armuth des Geistes. freuen über allen, was die des Nächsten Gut und HErren lassen fallen. Gelde, en so gieb, daß ich 6. Murren will ich auch ihn melde. und bellen, aber gleichwol 9. Mehre meinen klei weiter nicht, als nur, wenn nen Glauben, und wehr in Sünden- Fällen dir von allem, das da will dieses mir ein Schimpf ge- Schatzes mich berauben, schicht. Wenn mein Fleisch führe mich zum rechten sich übereilt, und zur Bus Ziel: Laß mich seyn, o se die une heilt, sich viel ew'ges Heil, deines Hau tråger, als zur Sünden ses kleines Theil, auch den und zur Bosheit, läffet Kleinsten unter allen, die finden. nach deinem Reiche wab 7. Dennoch will ohn al- len. les Heucheln, das so vest 10. Hab ich dis, so ruht sonst in uns steckt, ich dir mein Wille, denn ich habe auch hinwieder schmei- felber dich, dich, du uner chein, wenn ich deinen meßne Fülle dessen, was Zorn erweckt, und du mich ewiglich in dem meinen Ulebermuth, stra- Himmel laben soll. Wohl fest mit der scharfen mir, wohl, und aber Ruth, ach! HErr, scho- wohl! Soll mich Gottes ne, will ich sprechen, las Fülle laben; woran werd mein Wort dein Hergelich Mangel haben? brechen. 8. Mache mich zum wa732. In eigener Melodey. dern Huter, desſen Augen Liebſter JEfu, Troft de Herßen, denen ihre offen feyn: Wenn das Seelen schmergen, einges schönste deiner Güter, dei Heil der ganzen Well ne Kinder schlafen ein, wenn ich ben mir über wenn das Haus zu Bette schlage, was für Schuld geht, und der Dieb mitlich an mir trage, die dein 2ipen steht nach des Buch verzeichnet.h hált, ad Von der Armuth des Geiftes. 887 ach! so kan ich nicht erse- ter, and streich aus mein' hen, wie ich künftig soll Uebelthat, hast du wollen bestehen. für mich bussen, so laß mich des auch geniessen. 2. Von Geburt bin ich ein Sünder, und von mei 5. Zwar, ich maß es gern nem Thun nicht minder, gestehen, daß ich gröblich weg ist meiner Seelen mich versehen, und verZier, dein Bild hab ich dient der Höllen Lohn, gang verlohren, und des aber sieh, ich komme wieTeufels Bild erkohren, der, fall, o JESU! vor nichtes ist mehr Guts an dir nieder, ich, dein lang mir, ja noch alle Tag und verlohrner Sohn, und ers Stunden mach ich grösser suche dich mit Thränen, meine Wunden. laß dich wiederum ver3. HERR! wo soll ich söhnen. mich hinwenden, dein 6. Ist im Himmel größZorn dr ückt mich aller re Freude, wenn ein SunEnden, in mir hab ich kei- der kehrt mit Leide wieder ne Ruh, um mich ist das zu der rechten Bahn, als Welt- Getümmel, oben um neun und neunzig schrecket mich der Him- Fromme: Ach! so nimm, mel, Satan spricht den mich, wenn ich komme, Fluch darzu, und mich wieder zu Genaden an: dunckt, daß selbst die Erde Was ich bisher hab beüber mich schon Kläger gangen, will ich an zu werde. bessern fangen. 4. Ach! du frommer 7. Weicht hinfort, ihr Sünden- Büsser: Du ge Sünden Geister, denn treuster Blut- Vergieffer, mein heilger Seelen MeiJEfu, komm mir hier zuster, JEsus, wohnt allein ſtatt, sey mein' Hülf und bey mir, ohn Ihn war ich mein Berather, sprich ganz verlohren, durch mich loß vor deinem Balihn bin ich neu gebohren REE 4 in TAL LAM TAKZWIND 888 Von der Armuth des Geistes. in Ihm leb ich für und für 5. Eil mit ausgespann mit Ihm geh ich ein zur ten Armen zu mir Ar Erden, und werd ewig men, dricke mich an dei felig werden. ne Brust. Du erkennst mein tiefes Sehnen, und 733. In eigener Mel. Meine Armuth macht die Thränen, JEfu, meines zu dem Treuen, der mich segnet 6. Du bleibst ewig mei und macht reich. JEsu, ne Freude, auch im Leide, du bists, den ich meyne, wenn mich Angst und da ich weine, damit ich Kummer plagt: denn du dein Herz erweich. bist der Auserkohrne, das 2. Ach! wo nehm ich Verlohrne hast du nimher die Kräfte, zum Gemer weggejagt. schäfte, dazu ich verbun 7. O vergnügter Kuß den bin? HERR! mein des Mundes, und des armes Hers anfeure, und Bundes Zucker- süsse Süß erneure den zerstreuten figkeit! Ach mein GOit! Geist und Sinn. was soll ich sagen? Mein 3. Sieh! es eilt zu dei- Behagen bleibest du in ner Quelle meine Seele, Ewigkeit. von dem Durst geplagt 734. Mel. Was GOtt thut und matt, du kanst die das ist wohl gethan. Begierde stillen, und mich füllen, daß ich werd er- je freut und satt. D reicher GOtt von Gutigkeit, von Gna de und Erbarmen, sehr 4. Treibe ferne die mich groß ist deine Freund hindern, du kanft min lichkeit bey allen gentlich dern der Versuchung star- Armen! Mein Herz ist ke Kraft, laß nichts mei- still, und spricht: dein nen Glauben schwächen Will, o Bater in der Ho dich zu sprechen, so em- he, dein Will allein ge pfind ub Kraft und Saft lichehe. 2. Laf Don der Armuth des Geistes. 889 2. Laß leuchten nurines Thrones; daß ich ja dein Angesicht in meinem frey vom Wollen sey, und dunckeln Herßen, da dei- mich dir übergebe, daß nes theuren Wortes Licht dein Will in mir lebe. zerstreuet alle Schmer 6. Zerbrich, o GOtt! Ben, und dfnet mir die des Teufels List, der imschöne Thür der Gnaden mer will verhindern, daß und der Wahrheit in lau- nicht, was auch dein ter froher Klarheit Rathschluß ist, erscheine 3. Ach! selig und gar deinen Kindern. Stoß heilig ist, wer hierzu kan ab den Feind, ders böse gelangen, daß du, o Mitt- meynt, laß an das Licht ler, JEfu Chrift! den nie kommen, was er zuWillen nimmst gefangen, fügt den Frommen. und bringst den Sinn 7. Wenn aber deines zum Bater hin, versöhnt Friedens Schein nun zeimit deinem Blute, da get deinen Willen, so schmeckt man alles Gute. wollest du ohn alle Pein 4. Denn GOtt ist nicht auch allen Zweifel stillen. ein Menschen- Kind, was BVersiegle du in tieffter Boses zu erwählen; Der Ruh all Innigkeit der beste Mensch ist oftmals Seelen. Dein Wille sey blind, und kan gar leicht mein Wählen. lich fehlen. Wer aber sich 735. In eigener Mel. Schaffin mir GOtt!:,: gang lediglich vergnügt in GOttes Wegen, der findet lauter Segen. ein reines Herge. und gib mir einen neuen gewissen Geist:,: 5. Drum schaff in mir, o Heilger Geist, den wah 2. Verwirf mich nicht:,: ren Sinn des Sohnes, von deinem Angesicht, und und gib mir der du Trd- nimm deinen heiligen ster heißt, die Einfalt dei- Geist nicht von mir:,: KFF 5 V. Bon Von Verleugnung der Welt. V. Von Verleugnung der Welt. R ch wer doch bald hin- geht erst recht an die Noth, über wär! schren ich auf allen Seiten steht der aus Angst der Seelen, Tod, ach! wie ist mir das über das rothe Creußes Hertz so schwer, mein Meer, wie lang muß ich GOitund HErr! ach wer mich quaten! Wo ist die doch da hinüber wär. JESUS. Fahrt? Wo ist die Bahn? 4. Ich bin bey dir, ich da ich die Fluthen waten fan, ach, ist denn nirgends führe dich durch alle CreuHülfe mehr? Mein Gott Bes- Wellen, drum zage und HErr! ach wer doch nicht, halt dich an mich, denn wir sind Reif- Gesel da hinüber wår! 890 JESUS. len, so kanst du in der tief 2. Ich bin bey dir, ich sten Fluth noch dennoch helfe dir, drum halte ein haben guten Muth, und mit Flehen, aus diesem fie durchgehen feliglich. karst du glauben mir, daß nur trau auf mich, ich bin ich dir muß beystehen, weil bey dir, und führe dich. ich dich schon heraus geSeele. bracht aus Egypten, durch 5. Ach wer doch bald meine Macht, hast du denn hinüber war! Ach was ist das vergessen schier? Sieh, noch obhanden! Hinter für und für bin ich bey dir, dem rothenCreuzes Meer in jenen wiffen Landen, und helfe dir. da fehlet Waffer, Fleisch Seele. 3. Ach wer doch bald hin- und Brodt, da ist all Morüber wår! Egypten ist zu- gen neue Noth, wer ist rücke, ich dacht, nun hätt der mich daselbst ernähr? ich mein Begehr, und fäß Mein Gott und Herr, ach in vollem Glücke. Ach! so wer doch da hinüber wär JG Von Derleugnung der Welt. 891 JESUS. Teufel dich anficht, so helf 6. Dir in der Wüsten ich ich dir, und laß dich nicht, bensteh, dir soll kein Man- sey nur getrost, ich bin dir gel schaden, dich alle Mor- nah, ich, Jehovah, ich bin gen ich anseh in neuerLieb dein rechter Josua. und Gnaden. Dir giebt Seele.. der Felsen Wasser; Wind 9. Ach wer doch bald bringt Fleisch, das auf dich hinüber wär! jetzt Sinai fleugt und rinnt; dein mich schrecket, da ihn bey Brodt kommt von des des Gesetzes Lehr Blizz, Himmels Höh, Ich mit Feuer, Rauch, Dampf dir geh, dir in der Wi- decket; da diese Donnersten ich beysteh. Stim abfällt: Verflucht fen jeder der nicht hält, 7. Ach wer doch bald was ich in den Geboten hinüber war! den Hun- lehr. Mein GOtt und ger wolt ich leiden, wenn HErr, ach wer doch da nur Amaleck's grausams hinüber wär! Heer ich könte fliehn und Seele. JESUS. meiden. Das blöckend 10. Jh felbst bin des Welt- Boldk ficht und Gesetzes End, wer an mich streit't, der Satan stehet herzlich glaubet, von dem ihm zur Seit, das Fleisch ist alles abgewendt, was thut dem Geist Gegen- Moses drohend schreibet. wehr, mein GOtt und Wer sich in mein BerHErr, ach wer doch da dienst einhüllt, hat alles hinüber wär! schon in mir erfüllt auch daß er alles halten könnt, JESUS, 8. Ich bin dein rechter helf ich behend, denn ich Josua, der Amaleck befrie- bin des Gesetzes End. get, ich stehe dir zur Sei Seele. ten da, ich bins, der allzeit II. Ach wer doch bald sieget, wennFleisch, Welt, hinüber wär! Ach was für Berg AL YAM AMWINY 892 Von Derleugnung der Welt. Berg und Höhen erblick verzehr, ach GOTT und ich, wo ich mich hinkehr, HERR! ach wer doch da hier ist kein Weg zu sehen. hinüber wår! Ich gehe mehr zurück, als JESUS. fort, ich fürcht', daß nicht 14. Durch mich, durch an diesem Ort irgend meine JEsus- Kraft, ein Irrlicht mich bethör. durch meines Geistes Se Mein GOtt und HErr! gen, den ich dir schend ach wer doch da hinüber zur Ritterschaft, kanst du wår! alles vermogen. Es muß dir bleiben nichts zu JESUS. 12. Ich bin der Weg, schwer, dich nicht an lose das Licht, die Pfort, durch Mäuler kehr, daß du nicht mich kanst du eingehen. auch werdst hingeraft Ich trage dich hin an den all's wird gefchaft durch Ort, da du mein Heil folt mich, durch meine JEfus sehen. Die Berge mus Kraft. sen weichen, hin weil ich Seele. Seele. der Höchste, ben dir bin, 15. Ach wer doch bald fo hast du einen fichrenshinüber wär! hie find Port, ich helf dir fort, ich noch Fleisches- Lüste, derbin der Weg, das Licht, selben ich auch gern ent die Pfort. behr in dieser rauhen Wifte. Ich seh, daß Hölle, 13. Ach wer doch bald Schlangen, Feu'r, Murhinüber wär! wie hör ichr'n, Eckel, Peors Ungenichts denn Klagen: Da- heur, und anders viele hin zu kommen sey zu gang verstöhr. Mein schwer, es dürf es nie GOtt und HErr! achwer mand wagen, die meisten doch da hinüber wär! Fehren wieder um, und fagen, es gescheh darum, 16. Leg' dich an meine weil das Land feine Leut JEsus- Brust, eil her in JESUS. meine Don Derleugnung der Welt. 893 Seele, meine Wunden, mein( den roth, so hats nicht Blut dämpft alle Flei- Noth, mein Tod ist deisches Lust, wer sich zu mir nes Todes Tod. gefunden, ist frey von al lem Ungeheur, ich schüße 19. Ach wer doch schon ihn, ich wehr und steur, hinüberwär! Ach JEfu: das bleibe dir gar wohl bewust, wenn sterben must, ich kom zu der Engel hilf mir Schwachen. Daß leg dich an meine JEsus- Chör, das kanst du balde Brust. Seele. 17. Ach wer doch da machen. Dein Name ist heilig und hehr, du hast geholfen bis hieher, ein hinnüber wär! Den Jor felges Ende mir bescher, dan hab ich funden, nichts mein GOtt und HErr, denn der Tod ist übrigach wenn ich schon hin. mehr, alsdenn ist über- über wär! wunden. Hab ich hier guten Llebergang, fower JESUS. de ich mit Lob und Dance 20. Ich helfe dir hindem Höchsten geben ewig über schon, die letzte Bitt Ehr. Mein GOtt und ich höre, ich sez dir auf die HErr, ach wer doch da Lebens- Kron, in Engli hinüber wär! JESUS. sche Lust- Chöre führ ich dich jego seelig ein, da solt 18. Mein Tod ist dei du bey GOtt ewig seyn, nes Todes Tod, meinlich bin dein Schild und Leben ist dein Leben, wie groffer Lohn, Jch, GOttes kan der Tod seyn eine Sohn, Ich helfe dir hinNoth, ders Leben dir muß über schon. geben? Laß dir davorj Seele. nicht werden bang, es ist 21. Preiß, Ehre und ein schneller Uebergang, Halleluja sey dir, o GOtt! sich nur auf meine Wundgesungen, was ich ge wünscht, AK LAM AKA ZWINGLY 894 Von Verleugnung der Welt. wünscht, ich schon empfah, 4. Fahr hin mit deiner GOtt Lob! mir ist gelun- Pracht, von Würmen ist gen; der Sieg ist da. Ich gemacht der Sammet und feh das Land, Du führst die Seiden die deinen Leib dich drein mit starcker bekleiden; was mag ge Hand, Dir bin und bleib nennet werden, ist lauter ich ewig nah. Dir, Jeho- Koth und Erden. vah, sen Preis und Ehr, 5. Fahr hin mit deiner Halleluja. Chr, was ist die Hoheit mehr, als Kummer im Gewinnen, und Herzleid im Zerrinnen? Was frag [ de, du füffe Welt, ich ich nach der Ehren, die schwing ins Him- nur das Herz beschweren. mels- Zelt die Flügel mei- 5. Fahr hin mit deiner ner Sinnen, und suche zu Gunst! falsch lieben ist die gewinnen, was ewiglich Kunst, dadurch der wird bestehet, wenn dieses betrogen, dem du dich Rund vergehet. zeigst gewogen, was frag 2. Fahr hin mit deinem ich nach dem Lieben, das Gut, das eine kleine Fluth endlich muß betrüben. so balde kan verheeren, 7. Im Himmel ist der und eine Glut verzehren, Freund, der mich recht fahr hin mit deinen Schå- herzlich meynt, der mit Ben, die nimmer recht er- sein Herke giebt, und gößen. mich so brünstig liebet, 3. Fahr hin mit deiner daß er mich füß erquicket Lust, sie ist nur Koth und wenn Angst und Trübst Wust, und deine Frölich- drucket. 737. Mel. Wo soll ich flie ben bin. keiten vergehen mit den 8. Des Himmels Herr Zeiten: Was frag ich nach lichkeit ist mir schon zube den Freuden, auf die nur reit't: Mein Name steh folget Leiden. geschrieben bey denen, di GOt 895 Don Derleugnung der Welt. GOTT lieben: Mein/ 738.M.Serr, ich habe mußg. Ruhm kan nicht verge Christi Tod ist Adams hen, so Leben, Christi Leben bestehen. Adams Tod; Denn aus 9. O Zions güldne Lieb hat sich gegeben ChriPracht! wie hoch bist du slus in des Adams Noth; geacht! Bon Perlen sind auf daß Adam in ihm stürdie Pforten, das Gold hat be, nicht im andern Tod aller Orten die Gassen verdirbe. ausgeschmücket: Wenn werd ich hingerücket? 2. Adams Tod ist Chrifti Leben, Adams Leben 10. O fiffe Himmels- Christi Tod, Adam muß Lust! wohl dem, dem du nach Christo streben, sterbewust, wenn wir ein ben auch mit Hohn und Tröpflein haben, so kan Spott, auf daß er in Chrier uns erlaben: Wie wird flo bleibe, und ersteh im mit groffen Freuden der klaren Leibe. volle Strom uns weiden. 3. So wir nun mit II. Otheures Himmels Chrifto sterben, seinem Gut! du machest rechten Code werden gleich, weeMuth: Was werden wir den wir auch mit ihm ers für Gaben bey dir, HErr ben, herrschen auch in seiJEfu, haben! Mit was nem Reich, denn so viel wir für reichen Schäßenwirst Christi haben, g'niessen du uns dort ergößen! wir auch seiner Gaben. 12. Fahr, Welt, fahr 4. So wir aber Adams immer hin, gen Himmel Leben lieben im befleckten sieht mein Sinn, das Jrr- Rock, und nicht bleiben disch ich verfluche, das grüne Reben an dem reis Himmlisch' ich nur suche. nen Weinstock, was hilft Ade, du Welt- Getümmel, Lauten, Pfeifen, Gingen, ich wähle mir den Him- wenn wir faule Früchte e mel. bringen. 5. OI SAL 896 Don Derleugnung der Welt. 5. D! es läßt sich so 9. Den er herzlich liebt nicht machen, wie der al- und ehret, seinem Leben te Adam denckt, Chrifti folget nach, mit der Welt Creuß vertreibt das La sich nicht bethöret, weil sie chen, wenn das Leben nur bringt Web und Ach; wird gekrånckt, nicht al- welches ihrer viel nicht lein von Menschen- Kin glauben, sich des letzten dern, sondern auch Ber- Trosts berauben. suchungs: Winden. 10. Nun, wir warten 6. Solches muß im allermaßen, bis uns GOtt Geist erfahren ein recht hier fordert ab: o! daß gläubig Christen- Mann: wir Ihm gang gelaf wenn er kommt zu seinen fen, frölich suchten unser Jahren, ja von seiner Ju Grab, erstlich zwar in gend an muß er Chrifti Christi Herzen, nach Creuße tragen, auch im mals in der Erd ohn Tode nicht verzagen. Schmerzen. 7. Wer will solche Flu- II. Denn auch Christi then zählen, solche Noth Grab ohn' Sorgen und und Thränen Saat? Ein sanftruhig Bettelein, ist Geschenter thuts verhee- mit Geist und Wort vers len, hält sich vest an Got- borgen in des Eläub'gen tes Rath; Seinen Trost Herzens: Schrein: wer auf GOtt er setzet, ob ihn Jhn nur von Herzen schon die Welt verleßet. liebet, in dem lebt Er un8. Wie gewohnt zu betrübet.. thun die Frommen, die 12. Wer ihn aber nicht durch Glauben und Gewillhaben, und sein Creuß duld endlich zu der Ruhe nicht leiden mag, der kommen und erlangen bleibt in der Höll begraGottes Huld: Also mag ben, voller Schrecken, tin Christ genesen, lebt in Angst und Plag: Denm Chrifti Geist und Wesen, wer Christum hier nicht tråget Von Derleugnung der Welt. 897 tråget, den dort Gottes ganze Welt soll dir erkale Rache schläget. ten, und nichts als lauter 13.0hilf, Christe, durch Greuel seyn; Dein Fleisch dein Leiden, daß wir Dir muß sterben, eh die Noch nachfolgen schlecht, durch der Sterblichkeit die viel Trubsal zu den Freu- bringt den Tod. den, du allein machst uns 4. Warum folt ich doch gerecht, durch dein Blut das umfangen, was ich so und Marter- Kronen, laß bald verlassen muß? Was uns ewig in dir wohnen. mir nach abgekürstem 739. M. Wer nur den lieben Prangen brachtewigEckel GOtt läßt walten. und Berdruß? ſoll ich um ie Liebe leidet nicht einen Dunst und Schein Gesellen, im Fall fielein Scheufal heiligen Geis treu und redlich brennt; stes fenn? wo Sonnen mogen nicht 5. Die Augen diefer Ere erhellen beysammen an den lachen zwar weidlich den Firmament; Wer in der Sterblichkeit; Be Herren, die einander weinen aber in den Nafeind, bedienen will, ist chen der Höllen ihr unfeines Freund. endlich Leid. Die Engel 2. Was hinckst du denn Traub hergegen tråndt aufbenden Seiten.oSeel? den, der mit Thránen hier ist GOtt der HErr dein sich kråndt. Schaz? Was haben denn 6. Ach! GOtt, wo find die Eitelkeiten vor einen sie, die vor Jahren erges Anspruch, Theil und Plaz? ben aller Eitelkeit, und in Soll er dich nennen seine die Welt so brünstig waBraut, kanst du nicht an- ren verliebt? des schnöden dern feyn vertraut. Leibes Kleid, find Wür3. Im Fall du Christum mer: Ihre Seele fist in wilt behalten, so halt Ihn ewig heisser Glut und einig und allein: Dielschwigt. ell 7. Die AL YAM AM 898 Von Derleugnung der Welt. 7. Die Welt senckt ihre te meinen Lauf nach mei Todten nieder, und weckt nem Zoar hin, da meine fie nimmer wieder auf Nuhewacht, Gomorra, Mein Schatz ruft seine gute Nacht! Todten wieder zum unbe- 3. Mein Babel,:,: gute schránckten Lebens- Lauf, Nacht! Ifrael zeucht zur verklärt sie wie das Mor- Ruh, die Trubsal ist ge gen Roth, wenn jene nagt wandt, ich kom auf freyen der andre Tod.. Fuß, und in mein Va 8. Was hab ich denn, osterland. Die Bande fal Welt! zu schaffen mit dei- len weg, und werden aus ner leichten Rosen Kron? gelacht. Mein Babel,:; Fleuch hin, und gieb sie gute Nacht! deinen Affen. Laß mir des 4. Du eitles,:,: gute Creußzes Dorn undHohn: Nacht: Es ist genug ge Besiß ich JEfum nur al- kampft: mein Geist eilt lein, ist alles, was zu wün- nun zur Ruh; er fleucht schen mein. mit frohem Muth nach Zions Hügel zu, da Egypten, Egypten, guwahre Ruhe wohnt te Nacht! die Dienst- und recht Vergnügen barkeit ist aus, mein Mo- macht. Du Eitles,; ses rückt herben, der mich gute Nacht! 740. In eigener Mel. aus Gosen führt, nunmeh- 5. Laß deinen:: Die ro bin ich frey von aller ner fort! Nun, HERR, schweren Last; die Arbeit wie du gesagt, mit Frie ist volbracht; Egypten, den aus der Welt laß meiEgypten, gute Nacht! nen Abschied seyn, wenns 2. Gomorra:: gute Dir, mein GOTT, ge Nacht! und was wie So fällt, so spanne selig aus. dom lebt, der Himmelthut HErr, ich trau auf dein sich auf, und draut mit Wort, laß deinen:,: Die Schwefel- Glut: ich richner fort! 6. Num Von Derlengnung der Welt. 899 6, Nun alles!:,: gute nothwendige Theil, mein Nacht! Egypten! gute Ein und mein Alles, mein Nacht, mit deiner Scla- feligstes Heil. verey: Gomorra, gute 3. Wie Maria war beNacht! von Babelbin ich flissen auf des Einigen Ge frey! mein JEfus der nieß, da sie sich zu JEsu mich liebt, hat mich nun Füssen voller Andacht nies frey gemacht von allem:,: derließ. Ihr Herke entgute Nacht! brannte, dis einzig zu hö 741. M. Herzog unsrer Seren, was JEfus ihr Heiligkeiten. land sie wollte belehren; Fins ist noth! Ach ihr Alles war ganzlich in HErr! dis Eine lehre JEfum verfenckt, und mich erkennen doch: alles wurde ihr Alles in Einem andre, wies auch scheine, geschenkt. ist ja nur ein schweres 4. Also ist auch mein Joch, darunter das Verlangen, liebster JEsu, Herge sich naget und pla- nur nach dir, laß mich get, und dennoch kein treulich dir anhangen, wahres Vergnügen erja- schencke dich zu eigen mir. get. Erlang ich dis Eine, Ob viel auch umkehrten das alles ersest; so werd zum gröffesten Haufen; ich mit einem in allem er so will ich dir dennoch in gött. Liebe nachlaufen: denn 2. Seele, wilt du dieses dein Wort, o JEfu! ist finden, fuchs ben keiner Leben und Geist, was ist Creatur! laß! was irr- wol, das man nicht in disch ist, dahinden, schwing| JESU geneußt? dich über die Natur. Wo 5. Aller Weisheit höchGOtt und die Menschheit ste Fülle in dir ja verborin Einem vereinet, und al- gen liegt. Gieb nur, daß le vollkommene Fülle er- fich auch mein Wille fein scheinet, da, da ist das beste in solche Schrancken fügt, Lll 2 worin NAMUALA LA 900 Don Derleugnung der Welt. worinnen die Demuth sey, JESU, mir einzig und Einfalt regieret, bewust. und mich zu der Weis- 8. Ja, was soll ich mehr heit, die himmlisch ist verlangen? mich be führet. Ach! wenn ich schwemmt die Gnaden nur JEfum recht kenne Fluth: Du bist einmal und weiß, so hab ich der eingegangen in das Heib Weisheit vollkommenen ge, durch dein Blut. Da Preis. hast du die ew'ge Erlösung 6. Nichts fan ich vor erfunden, daß ich nun der GOtt ja bringen, als nur höllischen Herrschaft ent dich, mein höchstes Gut: bunden. Dein Eingang JEfit, es muß mir gelin- die völlige Freyheit mit gen durch dein Rosinfarb- bringt, im findlichen Gei nes Blut. Die höchstesste das Abba nun klingt. Gerechtigkeit ist mir er- 9.BollesGnügen, Fried worben, da du bist am und Freude jezzo meine Stamme des Creußes ge- Seel ergößt, weil auf eine storben. Die Kleider des frische Weide mein Hirt, Heils ich da habe erfangt, JESUS, mich gesetzt. worinnen mein Glaube in Nichts füssers kan also Ewigkeit prangt. mein Herge erlaben, als 7. Nun, so gib, daß mei- wenn ich nur, JEsu, dich ne Seele auch nach dei- immer soll haben; nichts, nem Bild erwacht, du bist nichts ist, das also mich in ja, den ich erwähle, mirnig erquickt, als wenn ich zur Heiligung gemacht. dich, JEsu, im Glauben Was dienet zum gott erblickt. lichen Wandel und Leben, 10. Drum auch, JEfit, ist in dir, mein Heiland, Du alleine folt mein Ein mir alles gegeben: ent- und Alles seyn. Prüf, er reiffe mich aller vergång- fahre wie ichs menne, tib lichen Luft, dein Leben ge allen Heuchel- Schein Sich Don Derleugnung der Welt. 901 Sieh, ob ich auf bösem Sommer lieblich anzubetrüglichem Stege, und sehn, doch wird man auch leite mich, Höchster! auf an euch bald schauen, wie ewigem Wege. Gieb, daß alle Schönheit muß verich nur alles hier achtelgehn. Drum gute Nacht! für Koth, und JEsumsnim dis in acht, mein gewinne, dis Eine ist Herß, du liebest von Nanoth! tur nur allzugern die Creatur. 742. In eigner Mel. 4. Hast du bisher noch Entfernet euch, ihr was geliebet, das dir hat matten Kräfte, von Zeit und Kraft verzehrt, allem was noch irrdisch so sen dann auch nicht heißt; wirf hin die zeitli- mehr betrübet, wenn dir chen Geschäfte, mein wird der Genuß gewehrt. gnug geplagter müder Gieb gute Nacht, der Geist. Nun gute Nacht, Bräut'gam wacht, und es ist volbracht! ich fang will, daß seine Braut ihm ein ander Wesen an, das bleib, ein wohlgeschmückt sich mit nichts vermengen jungfräulich Weib, kan. 5. Nur weg! du schnöde 2. Ihr Berg und Thá- Eigen- Liebe, du must mein ler helft mir fingen, be- Herge lassen leer, zu folfingen meines JESU gen dessen Liebes- Triebe, Preis, der unter so gerin- dem nur gebührt allein gen Dingen, mich doch soldie Ehr. Nun gute Nacht lang zu schüßen weiß.was sich selbst acht't! Ich Habt gute Nacht! ich habs geh nun von mir selber bedacht: es ist mit mirsaus, zu ziehn in meines recht hohe Zeit, zu fliehen Liebsten Haus. die Bergänglichkeit. 6. Ach! reiß mich los 3. Ihr seyd ja wohl von allen Banden, von ihr grünen Auen, im dem subtilsten Nege frey, 211 3 mach AL LAMAK ARIM 602 Don Derleugnung der Welt. mach aller Feinde Rath keit! Eitelkeit! was wir zu Schanden, daß ich begehen. Kindliche Thadein frenes Schäfgen sey. ten und findliches Spiel Hab gute Nacht, du List ist auch der Alten ihr täg und Macht, die mich so liches Ziel. oft betrogen hat, euch 2. Eitelkeit! Eitelkeit! fehlt an mir nun Nath köstlich sich zieren. Eitel und That. Feit! Eitelkeit! troßig bra7. Wie süß ist doch ein vieren. Prächtig sich klei freyer Wandel in voller den ist Liebe der Welt, Abgezogenheit, wann die- geistlich sich schmücken den ser Welt ihr toller Han- Christen gefällt. del uns keine Sorg noch 3. Eitelkeit! Eitelkeit! Furcht bereit't. Ja gute grosse Palláste. Eitelkeit! Nacht, du Lust und Eitelkeit! lachende Gäste. Pracht! ich bin bereits in Christen die suchen ein meinem Sinn verlobte ewiges Haus, ihre Ge Braut und Königin. dancken sind nimmer dar aus. 8. Berbirg mich nur in deinen Frieden, und 4. Eitelkeit! Eitelkeit! druck mich tief in deinen Kriege zn führen. Eitel Schooß: Mach mich von keit! Eitelkeit! fleischlich allem abgeschieden, und studieren. Christen die von den Creaturen bloß; streiten den geistlichen Nun gute Nacht! die Streit! und sie studieren Liebe macht, daß ich mich was JEfus gebeut. felbst vergessen kan, und 5. Eitelkeit! Eitelkeit! sehne mich nur Himmel- niedliches Effen. Eitel an! feit! Eitelkeit! GOtt zu 743. Mel. Ach! Alles was vergessen. Christen genieß Simmel zc. sen verborgenes Brodt Eitelkeit! Eitelkeit! was welches ist ihr hochgelobo wir hier sehen: Eitel- ter GOtt. 6. Eitel Von Verleugnung der Welt. 903 6. Eitelkeit! Eitelkeit! 4. Ey was frag ich nach Zangen und Springen. dem Schmähen? Wenn Eitelkeit! Eitelkeit! Spie- lich meide böse That, wie len und Singen. Ewig im GOtt will, so muß es geFimmel Halleluja klingt, hen, oder Lügen wird wol wenn man auf Erden von Rath! Endlich wird der Eitelkeit fingt. Wahrheit Leben hellen Mittags- Glang doch geben. ! was frag ich nach 5. Ey was frag ich nach der Erden? Wenn Je- dem Loben? Darum bin hovah ben mir ist; Es muß ich frömmer nicht, wahres mir der Himmel werden, Lob kommt nur von oben ,. troß der Welt und Teufels von dem, der ins Herze List, o HErr JEfu! meine sieht. So viel wird der Krone, komm, in meinem Mensch nur taugen, als er Herzen wohne. gilt in GOttes Augen. 2. Ey was frag ich nach 6. Ey, was frag ich nach Ducaten? Reich genug, euch allen, Himmel, Erde, wer GOtt nur hat. Ich Geld und Ehr? Wenn ich verachte Ehren- Staaten, nur kan GOtt gefallen, ey droben ist die Ehren- was will, was will ich Stadt, o mein Schöpfer! mehr! GOtt allein will ich hilf doch glauben deiner betrachten, wenn mir Leib armen Turtel- Tauben. undSeel verschmachten. 744. Mel. Auf ihr Christen, Christi Glieder. 3. Ey was frag ich nach 745. Mel. Christus, der uns dem Himmel? Himmels feelig macht. gnug, wer JEfum liebt; ahr nur hin, du schnöde du ſchnödes Welt, fahr aus meinen Getümmel, ach wie hast du Sinnen, dusolt doch mit mich betrübt, nun will ich deinem Geld mir nichts abmich erst ergößen in den gewinnen: JEsum Chriunsichtbaren Schäßen. tum hab ich mir auser211 4 wählt AL LAR ARAWINY Don Derleugnung der Welt. 904 wählt zu lieben, alles an- noch lieben, was dich dre was man hier liebet, in der Höllen- Höhl kan betrüben. ewig kan betrüben, und 2. Was ist aller Reich doch nichts ist, als ein thum hier? nur ein Stück Rauch, als ein Dampf lein Erde, eine Last die für und Schamen? Auf und für drücket mit Beverfluchter Liebe Brauch schwerde; eine Flamme, foigt verfluchtes Grádie das Herz giftiglich men. entzündet, eine Dorne, dal 6. Bist du nicht vom der Schmerz unfre Seel Himmel her, himm verwundet. lisch an Gemüthe? kanſt 3. Was ist Ehr und geniessen immermehr Herrlichkeit? Nur ein deines Gottes Gute: Schein und Schämen; Wie soll denn das Frrkommt und schwindet mit disch noch dein' Begier, der Zeit, stürzet uns in de stillen? Kan das Gramen, wenn wir wol- Erden Púnctlein doch len Himmel an unfre Flit nicht den Himmel gel schwingen; müssen füllen. wir mit Haaman in die 7. Fahr hin, Welt, mit Schande dringen. deinem Dreck, du kanst 4. Deine Wollust ist ein mich nicht laben, JEsus Gift, künstlich überzogen ist mein Liebes- Zweck, mit dem Zucker: wen sie wenn ich den mag haben, trifft, wird durch sie befrag ich nichts nach aller trogen: Wer sie isset, mus Lust, die der Himmel he mit Pein in die Hölle get: alles ist nur Koth und fahren, trincken von dem Wust, was das Erdreich Schwefel Wein der ver- tråget. dammten Schaaren. 8. Sft im Himmel füffe 5. O du blinde Men- Quit, giebt das Erdreich fchen- Seet: magit ou das Schage, so ist mir doch mehr Von Derleugnung der Welt. 905 mehr bewust, wenn ich des Himmels Gunst, will mich ergöße in dem JEsu ich doch bestehen. der allein kan vergnüglich 746. M. Jch danck dir schon laben. Ohne den ist lau durch deinen Sohn. ter Pein Erd und Himmel Rehab dich wohl, du haben. mit 9. Er ist mir, was ich deinen Specereyen; Lust begehr, ohne List und Chre, Reichthum, Gut Trügen, mein erwünsch- und Geld, so du pflegst tes Wollust- Meer, mein auszuftreuen. höchstes Vergnügen, mein 2. Neiß' wen du wilt, Erb und mein Paradeis, mit dem Geruch der Eimein Schaß und meinstelkeit zur Sünden, wer Leben, meines Mundes solchem folgt, der wird höchfier Preis, er kan mich den Fluch anstatt des erheben. Seegens finden. 10. Fahr nur Welt, fahr 3. Dein Balsam ist immer hin mit den gulde mit Gift vermischt, reißt nen Schäßen; JEfus kan manchen hin zu laufen, mir meinen Sinn mehr da ihn des Satans Strick als Gold ergößen: Man- erwischt. Ich mag nicht gelt Gold, so hab ichGOtt, Reue kaufen. es wird mir gelingen, sol 4. Mein Balsam, das ist ten auch die Raben Brodt JEsus Christ, der edle mir vom Himmel bringen. Gruch des Lebens, so meiII. Bin ich vor der Welt ner Geelen Labsal ist, dem veracht't, und werd hie lauf ich nicht vergebens. betrübet; so bin ich doch 5. Bergebens lauf ich werth geacht't ben GOtt, dem nicht nach: Ertödtet imd beliebet: Menschen Tod und Laster; Macht Ehr muß wie ein Dunst. frey mich von verdienter wie ein Schaum ver- Rach, und weiß, wie Alas gehen: Bleibt mir nur bafter. 2115 6.€ r YAM AM AKIMLY 906 Don Verleugnung der Welt. 6. Er giebt mir Wun- 12. Zeuch mich, so folg der- große Kraft, und An- und lauf ich hin, wohin muth ohne Maßen. Er du rufft: und werde zu ist der allerstärkste Saft, dir mit Dancken meinen drauf man sich kan verlaß Sinn erheben von der fen. Erde. 7. Klopf Noth und 747. Mel. Alle Menschen Tod an meine Brust, will müssen sterben. mich der Feind erschre Gute Nacht, ihr eitle So Balsam Freuden, die ihr wäh MuthundLust zum letzten ret kurze Zeit, ich will Kampf erwecken. jekt von euch abscheiden, 8.GOtt hat ihn uns in in die füffe Ewigkeit seinem Wort zum Besten will ich meine Wohnung ausgegossen: Aufdaß wir setzen, wo kein Feind fie follen fort und fort ihm kan verlegen, ach! komm folgen unverdroffen. bald, o JEfu: JEsu! 9. Darum so laßt uns führe mich zur ewgen Herz und Muth mit die Ruh. fam Balfam streichen, mit 2. Was hab ich wohl Christi Namen, Lehr und hier zu hoffen; nichts als Blut: Das wird uns lauter Angst und Plag, Kräfte reichen. die mich auch schon hat 10. Aufdaß wir laufen betroffen meine kurze Le auf der Bahn, die zudem bens- Tag, ja ich weiß von Leben führet, die Christus Kindes Beinen nichts felbft mit seiner Fahn des als lauter Angst und Wei lieben Creußes zieret. nen: Ach! komm bald, o II. Duaber, Herr, zeuch JEsu! JEsu! führe mich uns zu dir, mit deines Gei- zur ewgen Ruh. ftesFaden! Man muß nur 3. Bin ich von der Welt immer laufen hier in Sei- verlassen, JEfus nimmt len deiner Gnaden. fich meiner an, denn die felbe Von Derleugnung der Welt. 907 die gefelbe pflegt zu haffen, die Engel wohnen in, mit ihm sind wohl daran, stirnte Himmels- Beste weil sie von der Höllen- gute Nacht ihr ErdenStraffen sind gewichen Gäste! Ach komm bald, allermassen, ach! kommo JEfu! JEsu! führe bald, o JEsu! JEfu! füh- mich zur ewgen Nuh. re mich zur ewgen Nuh. 740. M. Eine ist noth ach 2c. 4. Soll ich aber länger erßog unfrer Geligleben hier in diesem Fam merthal, ach! so wirst du, dein Heiligthum, da du JEfu, geben mir Geduld uns die Stätt bereiten, in Angst und Quaal, bis und hier im Triumph herDu mir, nach vielem Seh- um als deine Erfaufte, nen, wirst abwischen alle fieg prachtig wilt führen: Thränen. Ach! komm Laß unsere Bitte dein bald, o JEfu! JEfu! Herke jetzt rühren: wir führe mich zur ewgen wollen dem Vater zum Ruh. Opfer darstehn, und in 5. Schau ich an den der Gemeinschaft der LeiWolcken- Bogen, den beden hingehn. mahlten Sternen- Plan, 2. Er hat uns zu dir geso werd ich zu dir gezogen, zogen, und du wieder zu und die Erde stinckt mir ihm hin: Liebe hat uns an; Ja, du wirst mich überwogen, daß an dir wohl erhören, und mich hängt Muth und Sinn. meiner Bitt gewähren, Nun wollen wir gerne ach! komm bald, o JE- mit dir auch absterben fu! JEsu! führe mich zur den ganzen natürlichen ewgen Ruh. Seelen- Verderben. Ach! 6. Gute Nacht, du eit- pflange und set uns zum les Wesen, Welt, o du Tode hinzu, sonst finden Verführerin! ich hab mir wir ewig kein Leben noch was auserlesen! da die Ruh. 3. Aber LAMUALA KANALA 908 Von Derleugnung der Welt. 3. Aber hier erdenckt die Muth wieder, der von Schlange fo viel Ausflucht der verkläreten Menschüber all: Bald macht fielheit fich mehr, und gegen dem Willen bange, bald der Gottheit Verachter bringt sie die Luft zu Fall. sich wehr. Es bleibt das Leben am 6. Stärcke deinen zar Kleinsten oft fleben, und ten Saamen, der dein will sich nicht völlig zumsmännlich Alter schafft, Sterben hingeben: Es daß wir hier in JEfus schützet die besten Absichten Namen stehn vor GOtt noch vor, und bauet fo Ho- jin Jünglings- Kraft, den hen und Bestung empor. Bösewicht völlig in dir zu 4. Drum, o Schlan- besiegen, daß endlich die gentreter! eile, führ des Feinde zu Füssen da lie. Todes Urtheil aus, brich gen; So soll aus dem entzwen des Mörders Tode das Leben entstehn, Pfeile, wirf den Drachen und hier noch in völliger ganz hinaus: Ach! laß Mannheit aufgehn. fich dein neues entstande 7. Lebe dann, und lieb nes Leben in unser verbliqund labe in der neuen chenes Bildniß eingeben: Creatur, Lebens- Fürst, Erzeig dich verklaret und durch deine Gabe, die er herrlich noch hier, und stattete Natur: Erwecke bringe dein neues Ge- dein Paradies wieder im schöpfe herfür. Grunde der Seelen, und 5. Kehre die zerstreuten bringe doch näher die Ginnen aus der Bielheit Stunde, da du dich in in das Ein, daß fie neuen allen den Gliedern verRaum gewinnen, nur von klärst, sie hier noch dir erfüllt zu ſeyn. Ach! des ewigen Lebens ge lege die Machten der Fin- währst. sternis nieder, und brin- 8. Gonne uns noch Frist ge des Geistes verneutenlauf Erden, Zeugen deiner Kraft Don Derleugnung der Welt. 909 Kraft zu seyn, deinem Sünden- Joch vom Hals Bilde gleich zu werden, war abgenommen, daß ich in dem Tod zu nehmen einmal in seinen Saal ein des Lebens vollkom- des Himmels mögte kommene Freyheit und Rech- men. te, als eines vollendeten 3. Ich sehe doch, daß in Heilands Geschlechte. der Welt, und allen ihren Der Unglaub mag den Sachen, was sie von Gutden, wir bitten zu viel, foltern in sich hält, ja gar thust du doch über der Bit- nichts ist zu machen; Shr ten ihr Ziel. Gut verschwind't wie Staub und Wind, ihr' 749. Wel. Was mein GOtt Lust die maß zerstieben, will das g'scheb allzeir. nur. GOtt mein Schaß ier ist mein Hers, behält den Platz, und blei HErr, nimm es hin, bet unvertrieben. dir hab ich mich ergeben: 4. Was hab ich denn Welt immerfort aus mei- zuvor gethan, daß ich den nem Sinn, mit deinem Erden: Lüsten bin allzuschnöden Leben: Dein sehr gehangen an, die doch Thun und Tand hat nicht nur einer Wüste ich gleiche Bestand, des bin ich nun, weil all ihr Thun, worden innen: Drum wie gut es uns mag din-. schwingt aus dir sich mit den, macht Seelen Noth Begier mein freyer Geist und nach dem Tod in ewge von hinnen. Pein versincken. 2. GOtt ist mein al- 5. Was mag doch wohl lerbestes Gut, nach ihm die Ursach senn, daß ich steht mein Verlangen: mich so bethöret? Die Ach könnt ich doch mit Gund, die mich genomfrohem Muth nur mei- men ein, hat meinen Sinn nem GOTT anhangen! verkehret, daß ich allhier Ach! daß mir doch das mich, GOtt, von dir hab of MAL YAM AMKINLEY 910 Von Verleugnung der Welt. öfters laffen trennen: nicht leiden, daß man sie Dis laffe mich, ich bitte lehr den rechten Weg, daß dich mit steter Reu erken- man sie führ den schmalen Steg, der nach dem nen. 6. Gieb, daß ich meinen Himmel führet; fie sagen Sinn zu dir hinauf gen ungescheuet: Nein wir Himmel schwinge, mithwollen bleiben wie wir Lieb und herzlicher Be- feyn. Sich, wie das Bold gier, und mich in keinem sich zieret! Dinge erfreue hier, als 2. Genug ist nicht, daß nur in dir, GOtt meiner fie dein Wort verwerfen Seelen Leben; du aller- und verachten, und nach meist kanst meinem Geist der alten Weise fort und die beste Fülle geben. Bauch zu nähren trach 7. Drum immer hin, ten sie wollen noch darzu was flüchtig ist, ich will Recht han, das gröft' lines lassen fahren; GOtt recht hat der gethan, der einig hat mein Herz ihnen das verweiser: den durchfüßt, der wird mich halten sie für ungelehrt, wohl bewahren, daß ich und seine Lehre für ver den Pracht der Welt kehrt, der ihr Thun nicht nicht acht, vielmehr nur hoch preiset. Ihn verlange, mit danck 3. Wer will von schwa bur'm Muth, das höchste chen Menschen mehr, als Gut, und ewig ihm an- wir sind wohl begehren? hange. man treibt die Sach auch 750. Mel. An Wasserflüssen allzusehr, und sagt nur Babylon. vom Bekehren; Cylieber! ilf GOtt, wie gehts laßt es, wies vor war, Welt doch jeßo zu? was bleibet Welt, das seht ihr find doch das für Zeiten, gar, ist Chriftus doch ge die Menschen haffen ihre storben; wenn wir zuweis Ruh, und wollens garll'n zur Kirchen gehn, zur Silf Beicht Von Derleugnung der Welt. 911 Beicht und Beten beymshaft für mich, laß doch, Aufstehen, ists denn so gar bitt ich, noch auf Erden verdorben. auch dein Herz mein 4. Dergleichen Reden Opfer werden. führen die, so sich nach 2. Denn die Liebe nimmt Christo nennen; verläug- nichts an, was du, Liebe, nen in dem Leben hie, was nicht gethan: was durch mit dem Mund bekennen; deine Hand nicht gehet, fie schelten wohl für Keße- wird zu GOtt auch nicht rey daß man sie wolt bere- erhöhet. den frey, ein Christ müst 3. Drum so tödt und heilig leben: daß JEfus schlachte hin meinen Wilund sein Geist die Sünd len, meinen Sinn; reiß durch Glauben in uns mein Herz aus meinem überwind, ist ihnen gar Herten, folts auch seyn nicht eben. mit tausend Schmerzen. 5. Drum lieber GOtt, 4. Trage Holtz auf den rett' deine Ehr, und JEsu Altar, und verbrenn mich deines Sohnes! laßleuch- gang und gar: O du alten immer mehr und lerliebste Liebe! Wenn mehr durch den Geist dei doch nichts mehr von mir nes Thrones, daß JEfus bliebe. Christus Heil und Starck, 5. Also wird es wohl Genad und Wahrheit, geschehn, daß der HErr Glaub und Werck bekannt es wird ansehn: Also uns allen werden, und wie werd ich noch auf Erden Er für, in, mit uns sey; GOtt ein liebes Opfer lehr, was wir an Ihm ha- werden. ben frey, im Himmel und auf Erden. 731. M. Liebſter Bräutgam. Höchster Priester, der 752. In eigener Niel. ch bin betrübt; Und weiß fast nicht, ob ich fündlich Angesicht gen du dich selbst geopfert mein AL LAM AMRINALY 912 Don Verleugnung der Welt. gen Himmel darf aufhe- mir durch dein theures ben: Ach meine groffe Blat, das Himmelreich Missethat! ach, ach mein erworben, und machest fündlich Leben, das mei- meine Sünden gut, drum nen GOtt erzürnet hat, bin ich, weil du dis verübt, ach! ach was hab ich doch nicht mehr betrübt. verübt! ich bin betrübt. 753.1. Berglich thut mich 2. Jd bin betrübt, der verlangen. Sünden Last hat mich bin ein Gaft auf S daß ich nicht fan entkom keinen Stand, der Him men, sie hat gleich wie des mel foll mir werden, da Meeres Sand an Mengel ist mein Vaterland. Hier zugenommen, und trach- reif' ich aus und abe; Dort tet nach der Oberhand, in der ew'gen Ruh ist ach! ach, was hab ich GOttes Gnaden- Gabe, doch verübt! ich bin be- die schleust all Arbeit zu trübt. 2. Was ist mein ganzes 3. Ich bin betrübt; Ach Wesen, von meiner Su gehe nicht mit mir, HErrigend an, als Mich und Chrift, in das Gericht, du Noth gewesen? so lang hast ja für die Sünden der ich dencken kan, hab ich so ganzen Welt genug ge- manchen Morgen, so than, ach! laß mich Gna- manche liebe Nacht, mit de finden, und schaue mich Kummer und mit Sor mit Gnaden an: Ach! ach gen des Herzens zuge was hab ich doch verübt! bracht. Ich bin betrübt. 3. Mich hat auf mei 4. Ich bin betrübt; nen Wegen manch harter Doch tröst ich mich, mein Sturm erschreckt, Blis, Trost, HErr Christ, geht Donner, Wind und Re nur auf dich, weil du für gen hat mir manch Ang mich gestorben, du hast erweckt: Verfolgung, Haß und Don Derleugnung der Welt. 913 und neiden, ob ichs gleich 7. Ich habe mich ergenicht verschuldt, hab ichs ben in gleiches Glück und doch müssen leiden, und Leid; Was will ich besser tragen mit Geduld. leben als solche groffe 4. So gings den lieben Leut? Es muß ja durch. Alten, an deren Fuß und gedrungen, es muß gelitPfad wir uns noch täglich ten seyn. Wer nicht hat halten, wenns fehlt answohlgerungen geht nicht gutem Rath. Wie muste zur Freund hinein. sich doch schmiegen der 8. So will ich zwar Vater Abraham, eh als nun treiben mein Leben ihm sein Bergnügen und durch die Welt; doch denck rechte Wohnstatt fam. ich nicht zu bleiben in 5. Wie manche schwe- diesem fremden Zelt. Ich re Burdetrug Isaac, sein wandre meine Straffen, Sohn, und Jacob, def die zu der Heimat führt, fen Würde stieg bis zum da mich ohn alle Maassen Himmels: Thron! Wie mein Vater trösten wird. muste der sich plagen! In 9. Mein' Heimat ist was für Weh und dort oben, da aller Engel Schmerß, in was für Schaar den grossen HerrFurcht und Zagen sanck scherloben, der alles gang oft sein armes Herz! und gar in seinen Händen 6. Die frommen heil- stråget, und für und für gen Seelen, die gingen erhält, auch alles hebt fort und fort, und ander- und leget, nachdems Ihn ten mit Qualen den erst wohlgefällt. bewohnten Ort? Sie zo 10. Zu dem steht mein gen hin und wieder, ihr Verlangen, da wolt ich Creuß war immer groß, gerne hin; Die Welt bin bis daß der Tod sich nie- ich durchgangen, daß ichs der legt in des Grabes fast müde bin. Je länger Schooß. ich hie walle, je wen ger find Mmm AK LAMARA WINY 914 Don Verleugnung der Welt. find ich Luft, die meinem ein Gast, bey denen, die Geist gefalle, das meist ist mit Kronen du ausge Stand und Wust. schmücket hast; Da will 11. Die Herberg' ist zu ich herrlich fingen von böse, der Trübsal ist zu viel. deinem großen Thun, und Ach! komm, mein GOtt, frey von schnöden Din und lose mein Herz, wenn gen in meinem Erbtheil dein Herß will: Komm ruyn. mach ein sel'ges Ende an meiner Wanderfdaft, 754. M. Wer nur den lieben und was mich krånckt, das GOtt läßt walten. wende durch deinen Arm ihr Kirren, damit ſie nur der Welt und Kraft. 12. Wo ich bisher gesef meinen Sinnen ſpielt, fie fen, ist nicht mein rechtes dendt, fie will mich wohl Haus; Wenn mein Ziel verwirren, das ist ihr Sif ausgemessen, so tret ich worauf sie zielt, ach! nein! denn hinaus, und was ich und wenn sie's noch fo hier gebrauchet, das leg triebe, so bleibt doch JE ich alles ab, und wenn ich sus meine Liebe. ausgehauchet, so scharr't man mich ins Grab. 2. Ach! laß sie nur von Trubsal hören, was gilts? 13. Du aber, meine fie weint, fie schreyt und Freude, Du meines Le- zagt, und gleichwoht will bens Licht, Du zeuchst sie mich bethören, der ich mich, wenn ich scheide, hin mich doch ihr längst ent vor dein Angesicht, ins sagt, je, daß ich mich doch Haus der ewgen Wonne, so betrübe, daß ich vergesse da ich stets Freuden- voll, JEsus Liebe. gleich als die helle Sonne, 3. DennSeele fieh, und nebst andern leuchten soll. wenns gleich bliget, so bist 14. Da will ich immer du doch in sanfter Ruh wohnen, und nicht nur als wenn mancher da in Sor gen Don Verleugnung der Welt. 915 gen schwißet, so redest du 755.. Sast du Angst im 2c. ihm freudig zu, und wenns ESU, meine Freude, die Welt noch ärger triebe, S meines Hergens Weis so bleibt doch JEsus mei- de, JEsu meine Zier; ne Liebe. Ach! wie lang, ach! lan 4. Es bleibt dabey, ich ge ist dem Herzen bange, wills nicht achten, und und verlangt nach Dir! wenn sie noch so füffe Bottes Lamm, mein pfeift: wohl dem, der es Bräutigam? außer Dir! fein kan betrachten, wenn soll mir auf Erden nichts Satanas so nach ihm sonst liebers werden. greift, der heget ewig J 2. Unter deinen Schir fus Liebe, und wenns die men bin ich vor den Stur Welt noch ärger triebe. men aller Feinde frey. 5. Mein JEsus ist nun Las den Satan wittern, so mein Leben, mein Herlaß den Feind erbittern; Bens- Trost und Seelen- mir steht JEsus bey. Ob Luft, ihm hab ich mich alles ist gleich kracht und lein ergeben, geh weg, oblißt, ob gleich Sund und Welt, du kahler Wust, so Hölle schrecken, Jesus lang ich meinen JEsum will mich decken. liebe, ist mir die Welt gar 3. Troß dem alten Dra kahl und trübe. chen, troß des Todes Ra6. Wenn dermaleins chen, troß der Furcht dadie Wolken krachen, zu! tobe, Welt, und sprinwenn alles da zu Boden ge, ich steh hier und finge fällt, so will ich erst mit in gar fichrer Ruh. Got. JESU lachen, wenn erstes Macht hält mich in mich zu der rechten stellt. Act: Erd und Abgrund Da will ich ewig JE- muß verstummen, ob sie SUM lieben, wenn mich noch so brummen. kein Leid wird mehr betrüben. 4. Weg mit allen Schä Igen! du bist mein Ergößen, Mmm 2 JEſt CAL 916 Don Derleugnung der Welt. JEfu, meine Lust: Weg, in dieser Zeit das, was ihr eitlen Ehren, ich mag dich kan beschweren, ja euch nicht hören, bleibt hindern an der Seligkeit. mir unbewust! Elend, Was will man Ehre fu Noth, Creus, Schmach, chen, die doch vergänglich und Tod soll mich, ob ich ist auch wohl gar zuverfluviel muß leiden, nicht vonlchen, als welch in kurzer JEfu scheiden. Frift uns grausamlich läßt 5. Gute Nacht, o We- fallen in Tribsal, Angst sen das die Welt erlesen; und Pein? Drum suchen mir gefällst du nicht. Gute wir vor allen bey GOtt Nacht, ihr Sünden, blei geehrt zu senn. bet weit dahinden, kommt 2. Was fan uns Wol nicht mehr ans Licht! Gu- lust nüßen, o werthe Seel te Stacht, du Stolk und in dieser Welt? Was kan Pracht! dir sey gang, dujuns Reichthum schüßen Laster- Leben, gute Nacht wenn uns der Würger" gegeben. überfällt? Dierechte Lust 6. Weicht, ihr Trauerit oben wo mein HErr Geister, denn mein Freu- JESUS wohnt, den den Meister, JEfus tritt alle Zungen loben, der herein. Denen, die GOtt uns so reich belohnt, daß lieben, muß auch ihr Be- wir gekrönet werden im trüben lauter Zucker seyn. hohen Himmels- Saal; Duld ich schon hier Spottach! eilt doch von der Era und Hohn, dennoch bleibst den zu seinem Hochzeitdu auch im Leide, JEsu! Mahl. meine Freude. 3. Was Pracht, was frölichs Leben? was Reich 656. Mel. un lob, mein thum, Ehr und Herrlich Seel, den Erren. keit? der Himmel kan uns Leaft uns doch nicht begeben, was uns an Leib gehren, oliebste Seel, und Seel erfreut, In JE fu Von Verleugnung der Welt. 917 fu fich ergoßen, bleibt ewig hier sterben noch mehr füß und gut, sein Reich für als tausendmal, kan ich alles schäßen, erquicket doch nicht verderben, dort Geist und Muth; InJE- rührt uns keine Quaal. su Reichthum haben, in 6. Das aber fan ich JEfu seyn geehrt, kan uns zeugen, das kan ich rühohr: Ende laben, als er uns men Tag und Nacht, daß ſelbst gelehrt. mir mein GOtt für eigen 4. In JEsu hab ich sein Königreich hat zugeGüter, in JEsu hab ich dacht. Ihr Sterblichen Lieb und Lust, wie dir, auf Erden, lebt wohl in du Menschen- Hüter, is dieser Welt! Ich soll gemehr, denn allzuwohl bekrönet werden, mir ist ein wust; laß mich die Welt Reich bestellt, ich soll mit verachten, das kråndt GOtt regieren, den Erd mich nicht ein Haar, ich und Himmel preis't, ich will nach Ehren trachten, soll ein Leben führen, das die fren sind von Gefahr; unvergänglich heißt. laß mich die Welt nur haf 7. O JESU! meine sen, ich will mit Lieb und Freude, wenn kommt die Treu nur meinen JEfum liebe Zeit heran, daß ich faffen, so bleib ich Sorgen- von hinnen scheide, daß ich frey. dich herzlich loben kan? 5. Die Welt mag mich Wenn werd ich doch geverfluchen, ist doch mein zieret mit Kleidern weiß Segen JEfus Christ. In und hell? Wenn werd ich JEfu kan ich suchen und aufgeführet zu dir? Ach! finden, was mir nüßlich laß mich schnell, HErr! ist; Laß mich die Welt nur güldne Kronen tragen, setzen in Angst und Trau- welchy' unvergånglich sind, rigkeit, mein JEsus kan denn werd ich dir behaergößen mein Herz zu al- gen, als dein herzliebes ler Zeit; und solt ich schon Kind. Mmm 3 757.Mel. CAL 918 Don Verleugnung der Welt. 757. Melod. Die lieblichen Laß mich recht im Wesen Blicke. der Gottheit genesen, und wie die wandtest und flad- mir kund, verleihe du mir derst du noch! was hilft zu finden in dir was ewig dir das Ringen nach irr- fergößt, und nimmer ver dischen Dingen, und im- legt. mer zu ziehen das sindli 5. Ums Irrdische will dhe Joch? Das nöthigste ich mich nicht mehr be Theil ist JESUS, dein mühn: Ich will nur er Heil; Drum richte, den wählen den Bräutgam Sinn zum himmlischen der Seelen, und alles hin. das andre ohn' Unterlaß 2. Mein holdester JEfu, fliehn: Er fültet die Brust du süsseste Lust rechtschaf- mit himmlischer Lust, und fener Seelen, die dich nur was man begehrt, wird in erwählen, wie wenig ist Ihm gewährt. mir doch dein Wesen be- 6. Er ist auch der beste wust! Laß sterben in mir und treueste Freund: E8 des Fleisches Begier, nach wallet von Liebe, und ina dir nur allein laß hungrig nigstem Triebe sein Herze, mich ſeyn. das allzeit es brüderlich 3. In dir ist die Fülle mennt. Er schencket zu des allen, was gut: Das gleich sein ewiges Reich: andre betrüget, was In welchem es nicht an fleischlich vergnüget, es Freude gebricht. schwächet den Glauben, 7. Go ziehe, mein J entkräftet den Muth. su mich gänzlich in dich; Wer alles verläßt, und Raß in mir zerrinnen die hanget nur vest an JEsu Herrschaft der Sinnen, allein, kan freudiger seyn. und leite die Strome der 4. Ach! lehre mich keh Liebe in mich. Dein himm ren in inneren Grund;' fherGlang durchleuchte te Don Derleu, ung der Welt. 919 te mich gang, hinführo al- der fleußt zu jederzeit vom lein dein eigen zu seyn. füffen Sanftmuth- Dele; 8. Mein Wille sen gångemein Geist, Gemüthe, lich in deinem versendt: Kraft und Sinn ist GOtt Im Leben und Freuden, ergeben, schaut auf Ihn. im Wirden und Leiden, 4. Ich zeig' euch das, werd alles nach deinem was schädlich ist, zu fliehen Gefallen gelenckt: Dir und zu meiden, und euer geb ich mich hin im findli- Herß von arger List zu chen Sinn: Ach! lebe in rein'gen und zu scheiden: mir, so leb ich in Dir. Ich bin der Seelen Fels 758M.Auf Christenmensch. und Hort, und führ euch Mir nach! ſpricht Chri- zu der Himmels- Pfort. Held, 5. Fällts euch zu schwer, nach, ihr Christen alle, Ich geh voran, Ich steh verleugnet euch, verlaßt euch an der Seite: Ich die Welt, folgt meinem kämpfe selbst, Ich brech Rufund Schalle: Nehmt die Bahn, bin alles in dem euer Creuß und Unge- Streite. Ein böserKnecht, mach auf euch, folgt mei- der still darf stehn, wenn nem Wandel nach. er den Feld- Herrn sieht angehn. 6. Wer seine Seel zu heilgem Tugend- Leben: finden mennt, wird fie Wer zu mir kommt und ohn mich verlieren: Wer folget mir, darf nicht im fie in mir verlieren scheint, Finstern schweben: Ich wird sie in GOtt einfüh bin der Weg, Ich weise ren. Wer nicht sein Creuß wohl, wie man wahrhafnimmt, und folgt mir, ist tig wandeln soll. mein nicht werth und meis 3. Mein Herz ist voll ner Zier. Demüthigkeit, voll Liebe 7. So laßt uns denn meine Seele: Mein Mund dem lieben HErrn mit Mmm 4 Leib 2. Ich bin das Licht, Ich leucht euch für mit AL ZWINAL 920 Don Verleugnung der Welt. Leib und Seel nachgehen, du solt nun mein ,, ich dein und wohlgemuth, getroft vollkommen feyn. und gern, bey Jhm im Lei 4.Mit dir, meinSchatz, den stehen: Denn wer will ich mich recht verbinnicht támpft, trágt auch den, mein Herz kan doch die Kron des ewgen Le- fonst keine Ruhe finden; bens nicht davon. Nur deine Lieb mein süß fes Labsal ist, drum fleuch, 759. M. Die Sonn bat sich o Welt! ich liebe JEfum mit ihrem Glang. Christ. Nun gute Nacht, du Er ist mein Lamm, eitles Welt- Getüm- das zartste Kind auf Ermel! mein Herge sehnt den, das schönste Bild, so fich fort nur nach dem mag gefunden werden, Himmel, denn deine Lust Sein Augen Licht hemmt bringt nichts als Pein mir mein Herz und Sinn, und Last, in Christi daß ich vor Freud nicht Liebe find ich Ruh und bey mir selber bin. Nast. 6.Ogroffer HErr, hoch 2. Mein Heiland ruft, über alle Herren, Gott mich ihm zur Braut zu Zebaoth! den auch die werben, zu seiner Ehr und Engel ehren, was ist der seines Reiches Erben; Mensch, daß du sein so ges Was ist dem gleich? Ach! denckst, und seine Lieb in nichts auf dieser Welt, seine Seele senckst? nicht Creatur, nicht Gold, 7. Halleluja! es ist mir das sonst gefällt. schon gelungen, mein 3. Solt ich denn wohl Heiland hat mich süßigmein Glücke selbst verlich bezwungen, drum schergen? Das möcht ich schnöde Welt, fahr hin ja wohl nimmerinchr ver- mit deiner Lust! mir ist schmerzen: Nein! JEfu forthin nur GOtt allein dir ergeb ich mich allen, bewust. 760.117cl. Don Derleugnung der Welt. 921 760.07. Es traure wer da 2c.laufrichte mein Centnermein und ich will auch dein ab das Bley- Gewichte, fenn. Herß, Seele, Leib das aus des Himmels und Leben sey dir, mein Lichte mich zeucht zur ErHort ergeben: Nimm hin den hin. den gangen Mich, wie du 5. Hier ist kein Ruhein deinen Händen mich Plas, hier find ich keinen kehren wilt und wenden, Schaß für meine arme so müffe werden ich. Seele; denn was ich hier 2. Ich müsse nun nichtserwähle, ist von der Eimehr, obs vor geschehen telkeit, und kan die Seel war, nach meinem Willen nicht laben, denn sie wird leben; dir müffe fenn erge- fes nicht haben, nach gar ben mein ganzer Will und geringer Zeit. Thun: ich müsse nicht vers 6. Du, JEfut, bist mein lassen, und mich selbst an Gut, da meine Seel auf mir haffen, in dir allein zu ruht, Dich kan ich nun ruhn. nicht finden in diesen lee3. Mein Herk, was ren Gründen der schndziehet dich, und warum den Eitelkeit: Wer an der zeuchst du mich stets zu Welt noch hänget, und ihder Erden nieder? Undre Schatz umfånget, der senckest dich sters wieder ist von dir noch weit. hin in die Eitelkeit, ist 7. Im Himmel ist dein denn des Himmels Freu Thron, o meiner Seelen de dir nicht genug zur Lohn! drum wer nach dir Weide? suchst du noch will streben, der muß sich diese Zeit; auch erheben weit selbsten 4. Ach! JESU, ziehe über sich, weit über seine mich, mein Herge sehnet Sinnen und auch des sich: ach! sey du mein Ge- Himmels Zinnen: Wer wichte, daß fich zu dir dis thut, findet dich. Mmm 5 8. En 922 Von Derleugnung der Welt. 8. En nun! zerschneidejten setzen: Sie mach es, doch dis zähe Jammer wie sie will: Sie leg mir Joch, das mich zur Erden auf zu tragen Creus, fencket, und mich von Dir Trubsal, Angst und Plaablendket? Schneid ab, gen: Doch will ich halten schneid ab die Last, so still. schwing ich mich zum 12. Sie lege heimlich Himmel, aus diesem Erd- mir die Negevor die Thür: Getümmel, zur Stelle Sie fluche, låstre, schande, meiner Raft. fie wasche ihre Hände, ists 9. Goneid ab die Last Noth, in meinem Blut: der Welt, die mich hienie fie müthe sich, mein Leben den hält, daß ich dich dort ins Todes Hand zu geben? mag finden, mich vest mit fie thue, was sie thut. dir verbinden daß mein 13. Ich bleibe doch an Herk sey ben Dir, und ste- Dir, mein JEsu! für und tig ben Dir bleibe, auch al für, mich soll von Dir les Leid vertreibe mit Dir, nichts trennen, ob mir o meine Zier! es schon misgónnen der 10. Jch will ja willig- Teufel und die Welt. lich um deinet willen mich Was können sie mir scha verläugnen und nicht kenden, wenn Dumit deiner nen, wenn du mich nur Gnaden dich haft zu mir willt nennen den aller- gefellt; Kleinsten Knecht. Ich will 14. Bevest'ge nur den mich selbst verlassen, und Sinn, daß ich beständig mich selbst an mir haffen, bin, behüte mich vor Wan und bleiben schlecht und den, und zeug Sinn und recht. Gedancken, mein JEfu, II. Die Welt mag im- stets zu Dir. Laß Herß, merhin in ihrem stolßen Seel und Verlangen an Sinn mich für unsinnig Dir alleine hangen und schäßen, und mich zu un- bleiben für und für. 15. Co Von Derleugnung der Welt. 923 15. So frag ich nir- daß mein Herze Plaz gends nach, und sollte da hätte: denn die Stätgleich ein Krach des Him te muß ein weiter Himmels und der Erden all- mel seyn. hier gehöret werden: Und 3. Was sollen mir denn folte gleich dazu mein Leib nun die Sachen, die ein und Seel verschmachten; Gemith voll Unruh maso will ichs doch nicht achchen? ich kan ihr entübrigt ten; und bleiben stets in seyn: denn mein Auge Ruh. Fennt den Führer und Re16, Denn Du, Du bist gierer, der mich führt zum mein Heil, und meines Einen ein. Herzens Theil, meinTrost 4. Der Schatten ist mir in meinem Zagen, mein zu geringe, daß er mich in Arzt in meinen Plagen, das Wesen bringe, so die mein Labsal in der Pein. Weisheit mir gezeigt. Mein Leben, Licht und ich schäße mich für Sonne, und freuden- rei- selig und bin frölich, daß che Wonne. OJEfu, Dujmein GOtt mich in sich bist mein! zeucht. 761. In eigener Melodey. So 5. Ich hab es nun so o oft ein Blick mich lang erfahren, ich konnt aufwärts führet, und mich selbsten nicht vers meinen Geist ein Straht wahren vor den Feinden berühret, der von Zions meiner Ruh, bis ich in Glank ausgeht, will mein mich selbst gekehret, und Herz zu enge werden, bewähret laufe nach dem weils auf Erden schon in Einen zu. Himmels- Kräften steht. 6. Drum scheint gleich 2.Da bin ich in diesöh etwas als das Beste, und geflogen, und jener Welt setzt die Lieb darinnen ves schon nachgezogen, alles ste: Fällts doch endlich wird mir viel zu klein, alles hin, wenn es GOtt nicht A 924 Don Derleugnung der Welt. nicht selbst gewesen, dessen dein Schade, GOttes Wesen füllt allein den lee- Gnade macht' dich durch ren Sinn. das Eine flug. 7. So lang' ich noch 11.Die Zeit ist kurz, und nicht konte flichen, was dein Verlangen ist nur hin und her das Herz kannach langem heil ge ziehen, war mein Jammer gangen: drum soll dis die übergroß, und zerstreute Meymung seyn, daß ich die Gedancken, wenn sie Welt und Himel brauche, wanden, und von ihrem wie es tauge, und dem Grund find los. HErrn beliebt allein. 8. Solt ich nun nicht 12. Mein Vater, du bist den Gözen fluchen, und nicht zufrieden, wenn ich auffer GOtt noch etwas nicht völlig bin geschieden suchen? Welcher alles in auch von Lust des besten mich legt, was ich nur zur Schein: du wilt mich vollNoth soll haben; wenn die kommen haben, deine GaGaben mir sein Geist ins ben foll'n in mir vollkomHerze prägt. men ſeyn. 9. Da darf ich nicht 13.Drum thu ich nichts nach Fremden gaffen: er mehr zu gefallen der Creakan im innern Tempel tur, und will vor allen schaffen, was zu seinem meinem Schöpfer bleiDienst gehört. Ja wenn ben treu. Der wird mich keine Stimmen schallen, falleine richten, alles Tichmuß gefallen, was ihn in ten ist sonst Tand, wie fich selbst verehrt. flug es sey. 10. Ach! wilt du die 14. Das Auge soll in ses noch verschieben, und Einfalt schauen auf ihn, deinen Himmel selbst mein Herz Ihm völlig nicht lieben, Seele, siehst trauen, sich in keinem haldu nicht den Trug? ten auf, was nur falsches Ach: die Bielheit ist urtheil heget, denn er le get Don Derleugnung der Welt. 925 get mir ja von den leicht- drum du alles zu gewins sten Lauf. nen, stetig kranckest dein Beginnen? 15. Solaß mein GOtt, mir noch auf Erden dich 3. Ehrist Rauch, wilt selbst in allem Alles wer- du den fangen? Gold ist den, daß dein' arme Crea- nichts, denn rothe Erd; tur, dir allein den Preis trägst du darnach ein Verhingebe, und nicht lebe langen? Lust ist gang und nach Bernunft und nach gar nichts werth, so die Natur. Erde uns erzeiget, wenn 16. Ach bring mich sie nicht vom Himmel unter deinen Willen, und steiget. laß ihn gang in mir erfül- 4. Laß der Welt den len, daß ich brauche deine Dampf der Ehre, gönn' Kraft, die mich aus der ihr doch, daß sie ihr Gold Vielheit reiffet, Heil be- mit unrechtem Gut verweifet, und in Einem al- mehre, laß sie seyn den les schaft. Freuden hold, die ein'n 762. M. Err ich habe miß- Augenblick erfreuen, und gehandelt. hingegen ewig reuen. Steh doch, Seele, steh 5.Wie ein Fischer inden doch stille, und be- Flüssen, der mit Angeln sinn dich, wo du bist; Fische fängt, wenn erdem dencke doch wo dich dein den Wurm entrissen, ihn Wille, der so gar im Ei- vor einen andern fendt, teln ist, der so gar klebt an und doch keinen läßt verder Erde, endlich hin verschlingen; so gehts auch leiten werde. mit solchen Dingen. 2. Weist du denn, wo 6. Dir wirds heute vor du hin rennest, warum du gestreuet, bis du dich ges dir Mühe machst? Ift es fressen todt; bald ein anden, was du bekefiest, oder drer daran kauet, bis er das du recht betrachtst, kommt in gleiche Noth, und 926 Don Derleugnung der Welt. und dis als ins Netze trei- schworn? So du dich mur bet, und doch endlich kei- willt bekehren, nem bleibet. soll die Freude ewig währen. 7. Ach! der Tod hat sei 11. Christus reicht dir ne Pfeile auf dich lång- selbst die Hände, lauf, o sten ausgeweßt: eile, dich Seel im Glauben tauf! zu schicken, eile, eh' er grim fende Muth, Gedancken, mig an dich setzt; lässt du sende, schwing dich frölich dich im Eiteln finden, zu ihm auf: Wirst du den ewig wirst du nicht ver- Erlöser sehen, so wird dir winden. erst wohl geschehen. 8. Was dir ewiglich kan 12. Wirf doch hin, was dauren, das ist dein, und dich beschweret, Christus sonst nichts mehr: Wa- will dein eigen seyn, der, rum wolltst du denn viel fich gnädig zu dir kehret, trauren um vergänglich und dich zu sich lässet ein; Gut und Ehr, das dich freundlich will er den um heute kan erfreuen, und fangen, der nach ihm nur fich morgen muß zer- trágt Verlangen. freuen? 13. O so hilf, du höch 9. Achte dich nicht so ste Starcke, und mich also geringe, du bist viel zu gut richte zu, daß ich deine darzu, daß dir folten solche Kraft verinercke, daß ich Dinge nehmen des Ge- deinen Willen thu: Daß müthes Ruh. Wilt dulich dich allein betrachte, auf der Erden liegen, und der Erden nichts kanst du nicht gen Him- mehr achte. mel fliegen. 14. Ich bin lahm, Du 10. Wilt du dich in Koth must mich führen: Ich einsencken? Du bist ja zum bin blind, erleuchte mich: Reich erkohrn: Wilt du Ich bin stumm, du wollst dich zu Gott nicht len- anrühren meine Zunge, cken, der dir hat so oft ge-/ daß ich dich hier anfangen mog Don Derleugnung der Welt. 927 mig zu loben, und hernach mels Thur, alles, was die im Himmel oben. Erde liebt, tritt mit Füssen unter dir. 15. Hilfst du nicht, so ifts geschehen, niemand 3. Unser Wandel ist im ohn' dich helfen wird; Himmel, rein'ge dich je Gib, HErr, daß ich dich mehr und mehr, schütte mag sehen, daß ich sprech: nur die Sünden raus, leg O treuer Hirt! niemand das eitle Welt- Getüm wird von dir verlassen, der mel unters Creuß des dich wird mit Glauben lieben JEſu. Mach dich faffen. gang vom Eiteln leer, lebe JEu nur allein, ach! dein treuer Seelen- Freund 863. In eigener Mel. Unser Wandel ist im muß dein Licht, dein Le Himmel, richte doch ben seyn. dein Herz dahin: Seele, 4. Unser Wandel ist im dencke, daß ich hier in Himmel, raste weder Tag dem schnöden Welt- Ge- noch Nacht, schlafe nicht, tümmel, unter Mesech, o Himmels Kind, bis das unter Kedar, nur ein blinde Welt- Getümmel fremder Pilgrim bin: Laß unter Christi Creuße lies den Kindern nur das get. Fase GOTE mit Spiel; Aber schaue du aller Macht, laß ihn nicht, allein auf das vorgesteckte bis sich dein Geist, aus Biel. dem Kercker, von der Last, 2. Unser Wandel ist im von dem Dienst der Süns Himmel, rufe schrene, den reißt. weine doch, feufße, liebes 5. Unter Wandel istim Christen- Herk, über alles Himmel, reiß nur alle Welt- Getümmel, und be- Mauren ein, schwing dich klage doch mit Thränen über Berg und That, über Babels Dienst, Egyptens alles Welt Getümmel, Joch, leg dich an des Him- lum den Himmel mus das Leben, 928 Don Derleugnung der Welt. Leben, Leib und Kraft ge davon. Ach! wie wird waget seyn. Lobe GOtt, das Welt- Getümmel um daß JEsus Christ, an dem dein Herße nachmals buh Creuße deine Luft und len, aber dieser Kampf dem Reichthum worden und Streit, legt dir lau iſt. ter Kronen bey, ach! so 6. Unser Wandel ist im ringe, weil du kanst, bis Himmel, richte nur dein das Kleinod deine sey. Angesicht, schau die Aus 9. Unser Wandel ist im erwählten an, wie siedie Himmel, Richter, HErr ses Welt- Getümmel un- der ganzen Welt, füffer ter Schmach und Spott JEsu, bring uns hin, hast besieget. Hier ist Chrifti du doch vom Welt- GeHimmel nicht. Lust und tümmel unfre Seelen log Schäße liebt die Welt, geriffen; O HErr JEsit, aber wer GOtt angehört, starcker Held! laß es bald sucht und liebt des Him- Ein Ende seyn, ach dein mels Zelt. armes Zion schreyt: 7. Unser Wandel ist im Mach ein Ende meiner Himmel, reiß nicht aus, Pein. wenn Spott und Hohn, Schmach und Marter auf 764. Miel. O Gott du from mer Gött. dich fällt, du must in dem Welt- Getümmel unter Was frag ich nach der Dornen blühen, lauter dort kommt erst der Ehren Schäßen, wenn ich ren- Chron. Leide nur, mich nur an dir, HERR und weine mit, aber den- JEfu! kan ergößen! dich cke, wiedein GOtt dir ge- hab ich einßig mir zur troft zur Seite tritt. Wollust vorgestellt: Du, 8. Unser Wandel ist im Du bist meine Ruh, Himmel, rede das zu aller Was frag ich nach der Zeit, sprich und denckenur Welt! 2. Die Don Derleugnung der Welt. 929 2. Die Welt ist wie ein Christi Schmach, so lang Rauch, der in der Luft es ihm gefällt. Wann vergehet, und einem mich mein Heyland ehrt; Schatten gleich, der kurse was frag ich nach der Zeit bestehet. Mein JE Welt. fus aber bleibt, wernal6 Die Welt kan ihre les bricht und fällt. Er ist Lust nicht hoch genug era mein starcker Fels; was heben, sie dürfte noch das frag ich nach der Welt! für wohl gar den Himmel 3. Die Welt sucht Ehr geben. Ein ander halts und Ruhm bey hoch er- mit ihr, der von sich selbst hab'nen Leuten, und viel hält; Ich liebe meidenckt nicht einmal drauf, nen GOtt. Was frag ich wie bald doch diese gleiten. nach der Welt! Das aber, war allein 7. Was frag ich nach mein Herz für rühmlich der Welt im Huy muß hält, ist JESUS nur al- fie vergehen; ihr Ansehn lein; was frag ich nach kan durchaus dem Tod der Welt. nicht wi derstehen, die Gi4. Die Welt sucht Geld ter müssen fort, und alle und Gut, und kann nicht Lust verfällt, bleibt JE eher rasten, sie habe denn sus nur bey mir; was frag zuvor den Mammon in ich nach der Welt! dem Kasten. Ich weiß ein beffer Gut, wornach mein 756 In eigener Mel. Herkze ſtellt, istJEſus nur Mas frag ich nach der mein Schat; was frag ich nach der Welt! Welt! fie giebt mir schlechten Trost. Dubist, 5. Die Welt beküm der mir gefällt, Du, der mert sich, im Fall sie wird den Liebes- Most mir Lies verachtet, als wenn man bes Krancken reichst, aus ihr mit List nach ihren Eh- deinem Wunden Keller, ren trachtet, Ich tragelder meine Seel erfrischt, Nnn die AM AN 930 Don Derleugnung der Welt. die Augen machet heller. ficht mit Sachen diefer 2. Mein JESU! dei Seit, und laß mich so ver ne Lieb ist meiner See- gnügt in deiner Liebe ste len Luft; wird hier mein hen, daß ich nichts an Himmel trüb, ich ruh anders mög als dich, mein deiner Bruft, so kan ich GOtt! ansehen. meine Sonn in schön 6. Mich hungert nicht fter Klarheit sehen, wenn nach Glück, mich dürstet mich die Welt anblißt, nicht nach Ehr; ein ein': und Trübsal Winde ger Liebes- Blick von dir wehen. erfreut mich mehr, als 3. Nur Du vergnügest ob ich alles Glück des mich, o meiner Seelen falschen Reichthums hät Licht! in dir erfreuet sich te, und unter Rosen låg' mein Herß, auch wenn es auf hohem Ehren- Bette. bricht. Laß mich doch 7- Du bist mein höchstes mehr und mehr der Liebe Gut, mein Schaß, dem Balsam spühren, so wird keiner gleicht: Du tröstest fich Lieb und Lust der Herz und Muth, wenn Welt in mir verlieren, andrer Reichthum weicht. 4. Durchstrahle mich Ich bin in Armuth reich. doch gang mit deinem Wie kan mir auch was Gnaden- Schein, so wird fehlen? Wer dich zum der Erden Glang mir Segen hat, den darf kein Nacht und Eckel seyn; Mangel quälen. Zeig deine Schönheit mir 8. Ich mag die Ehre o Schönster aller Schö- nicht, den Schatten, der nen! wenn die geschminck vergeht, wenn unfrer Ta te Welt will meine Lieb ge Licht beym lekten entkronen. Abend steht. Genug, mein 5. Erleuchte mich, mein JEsus, ifts, daß Du mich Licht, wenn mir die Ei- Erde liebest, und mir mit telkeit umnebelt das Geldeiner Lieb, Herz, Kron und Don Derlergnung der Welt. 93t und Himmel giebest.Seele, wem gebührt das 9. Ach laß mich mehr Herz? dem Teufel nicht, und mehr empfinden Geser hast das Leben, wo gen- Lieb, und tödte und dieser wohnt, ist Houenzerstöhr, was hindert ih- Schmerz: dir, dir, o Gott! ren Trieb: Berbittre mir dir soll allein mein Herg die Welt, daß deine Süslaufwärts gewidmet seyn. figkeiten bey desto wei 3.So mmm nun hin, term Ruhm sich in die was du verlangeft, die Seel ausbreiten. Erst Geburt ohn alle List, 10. Weg, Welt! die da Herz, damitou, schnelle Zeit veränder Schöpfer, prangest, das dich und sich; der Kramdir so sauer worden ist, dir der Eitelkeit hat keine geb' ichswillig, Du allein Waar für mich. Wilt haft es bezahlt, es ist ja du mir in der Welt, mein Dein. JEfus! etwas geben? So 4. Wem folt ich mein gib dich selber mir, mein Herz lieber gonnen, als Theil, mein Heil, mein dem, der mir das Seine Leben! giebt? Dich kan ich mein'n 766.M. Wer nur den lieben Herzliebsten nennen, du G0tcläßt walten. haft mich in den Tod geMas giebst du denn, oliebt. Mein Here, dein meineSeele! GOtt Hertz, ein Herz allein, foll der dir tägkh alles giebt? Dein, und keines andern was ist in deiner Leibes- feyn. Höhle, das Ihn vergnügt 767. m.Wer nur den lieben und ihm beliebt? es muß Gott laßt walcen. gib das Liebste und beſte ſeyn: Was mach ich in Egypa das Herz tens ivo " weder Baum noch Wurs 2. Du must, was Gothel ist? Wo nur die Krotes ist, GOtt geben: sag, kodillen nisten, und DraNnn 2 chen AL 932 Don Derleugnung der Welt. chen ihren Siß er kiest: werde schier vom Hunger Wo alle die verschmachten matt; Und habe langst müssen, die nichts von des Welet- Getümmels, Zions Weide wissen. des Knoblauchs und der 2. Berirrte Seele, wem Zwiebelnsatt; Drum zu Ehren begiebst du dich denck ich hier mit Salems auf dieses Feld? Hier wirst Früchten die müden Gei du nichts er sprießlichsster aufzurichten. hören, wo Satan selber 6. Verstoß mich nicht Schule hält; Wo nur von dener Tafel, wiewohl Gespenster anzutreffen, ich voller Mångel bin die jeden Pilgrim schånd- Hier ist die rechte Him lich äffen. mels- Staffel, hier ist mein 3. Ach wende dich aufledelster Gewinn: Bey jene Wiesen, Wo JEfus dieser Erndte reichen Gar seine Jünger speist: Und ben, darf meine Seelenie: denen, die sein Wort er- mals darben. Fiesen, die Strasse nach 7. Gehabt euch wohl, dem Himmel weist: Solihr schndden Auen, wo darfst du nicht aus Noth Pharao die Frommen verderben, und wie die frånckt; Hier will ich meis Thoren Hungers sterben. ne Hütte bauen, wo 4. Zwar deine Sünden GOtt die Seinen speist find so heftig, daß dich der und tránckt: Hier will ich HERR verwerfen muß; jewig mit Vergnügen, in Doch ist sein Trost hergemeines IJESU Armen gen kräftig; drum faffe liegen. nur den weisen Schluß 768. m. Cun sich der Tag und setze dich zu seinen geendet hat. Füssen, so wirst du Speif Mas mich auf dieser und Heil geniessen. Welt betrübt, das 5.0 Brodt des Lebens, währet kurze Zeit: Was Brodt des Himmels, ich aber meine Seele liebt, das Don Verleugnung der Welt. 933 das bleibt in Ewigkeit.jund binde mich ganz veDrum fahr, o Welt, mit stiglich an dich, o HErr, Ehr und Geld, und dei- mein Hort! so irr ich nicht ner Wollust hin! in Creuß in deinem Licht, bis in die und Spott kann mir mein Lebens- Pfort. GOTT erquicken Muth769. melod. Auf Christen und Sinn. Mensch. 2. Die Thoren Freude as plagt mich denn dieser Welt, wie süß sie im- die Welt so viel auf mer lacht, hat schleunig Satans Trieb und Heiß ihr Gesicht versiellt, und fen? Warum verfolgt fie den in Leid gebracht, der mich ohn Ziel, und denckt auf fie baut; wer aber mich hinzureissen; Vers traut allein auf Gottes gebens ist der Arbeit Lohn, Treu, der siehet schon die denn JEsus ist selbst meiHimmels- Kron, und freut ne Kron. sich ohne Reu. 2. Muß gleich in dieser 3. Mein JEfus blei Sterblichkeit mein Herz bet meine Freud, was frag fich immer nagen, und ich nach der Welt? Welt mit so mancher trüben ist nur Furcht und Trau- Zeit sich martern und zers rigkeit, die letztlich selbst plagen, so folget doch in jezerfällt: Ich bin ja schon ner Welt Triumph, dem mit Gottes Sohn im bin ich zugezählt. Glauben hier vertraut, 3. Wohl denn, gebrauder droben sitzt, und hier chet eurer Lift, ihr falschbeschüßt sein auserwählte gesinnten Seelen, mein Braut. JEsus doch mein Bey 4. Ach JEsu! tddt' in stand ist, was wollet ihr mir die Welt, und meinen mich quälen, ihr legt euch alten Sinn, der deinemfelber Fall und Strick, Willen widerbellt: Herr durch euren Neid und nimm mich selbst nur hin, lböse Tück. Nnnz 4. Auf 934 Don Verleugnung der Welt. 4. Auf, meine Seel, schaften, die mit JESU verzage nicht, gedenck an mich verhaften. jenes Leben, das bald nach 3. Fragst du, wo diß in dieſem eitein Licht, dein bestehet, daß mein Herz fo JEius dir wird geben; sehr begehrt? Wann ein Allwo die Feinde insge- Mensch in Furchten gehet, mein dir werden unter-/ und den groffenSchöpfer tourfig seyn. ehrt; das ist Weisheit, das 5. Beiß, reiß dannSa- find Gaben, die nur Himtan, Höll und Welt, sperr mels- Bürger haben. auf den Mißgunst. Ra- 4. Boses meiden, Gu chen: Ich hab mein Sach tes fuchen, jagen nach GOTT heimgestellt, er Gottseeligkeit, alle Lust der wird es alles machen, ich Weit verfluchen, so vers werd dennoch bey JEfuschwindet mit der Zeit: stehn, und über dir trium- das heist recht: Verstand phend stehn. zu haben, welcher Leib und Seele kann taben. 770. M. Err ich habe miß gehandelt. 5. Wilt du dieses jetzt Ma mit allem, was du nicht glänben, o du falsch scheinet irrdisch klug berühmte Kunst, warlich in dieser Welt! was mich du wirst doch verstäuben, nicht mit dem vereinet, und wo bleibt dann Mens dem der Kinder Herß geschen- Gunft? Ach! wie fällt, welcher ist ein GOtt bald wie bald verschwin von Machten, unbegreif- det, was sich nicht auf lich zu betrachten. Christum gründet. 2. Was mich, fag ich nicht hinführet zu dem allerhöchsten GOtt, das ist 771. In eigener Mel. nichts; ja mir gebühret dis Weltlich Ehr und zeit lich Gut, Wollust zu nennen lauter Koth: un all Ubermuth ist eben Es find andre Wiffen wie ein Gras: Alle Pracht der Welt. 935 Don Derleugnung und stolzer Ruhm verfällt 5. Ein gut Gewissen wie ein Wiesen- Blum. allein ist besser denn Edels O Mensch! bedencke eben gestein, und köstlicher denn das, und versorge dich doch Gold. Wer es von Chris baß. sto erlangt, und ihm or2. Dein End bild dir dentlich anhangt, dem täglich für, gedenck der vergiebt GOTT seine Tod ist vor der Thür, und Schuld, steht ihm bey will mit dir davon: Er und ist ihm huld. klopft an, du must her 6. Kein Reichthum, aus da wird uun nichts auch kein Gewelt, kein' anders draus; Háttest du Zierheit noch schön Ge nun recht gethan, so fånstalt, hilft was zur Seligdest du guten Lohn. keit, es sey denn das Herz 3. Wenn die Seel von zugleich in göttlichen Gahinnen fährt, und der ben reich und geziert mit Leib von Würm verzehrt, Geistlichkeit, in Christi wieder wird auferstehn, Theilhaftigkeit. alsdenn vor Göttlicher 7. Christus redet offens Kraft, geben sollen Re- bar, und spricht zu aller chenschaft, o! wie wird Menschen Schaar: Wer er da bestehn, weil er ißt mit mir herrschen will, will müßig gehn? der nehm auch sein Creuß 4- Denn dort wird ein auf sich, unterwerf sich reines Herß vielmehr gel- williglich, halt sich nach ten denn all' Schäß und meinen Beyspiel, thu aller Menschen Gut. Wer nicht, wie sein Adam sich hier versöhnt mit will. GOtt, der wird dort nicht 8. D Mensch! sich an leiden Noth; Wer istJEsum Chrift, so fern Er Gottes Willen thut, der dir zum Beyspiel ist, und wird dort seyn wohlge untergieb dich gar; Nimm muth. lauf dich sein füffes Joch, Nnn 4 und LAMAN WINT 936 Don Derleugnung der Welt. und folg Ihm getreulich| Wahrheit zum ewigen Le nach, so kommst du zur ben, das JESUS, die Engel- Schar, die dein Wahrheit, den Frommen warten immerdar. wird geben. 9. Glaub dem HErrn 3. O Welt! du bist voll aus Herzens Grund, und Trug und List, du legst bekenn Ihn mit deinem mir Stricke. Ich bin dir Mund, und preif Ihn entgangen, und will dir mit der That, thu Jhm entgehen; denn JESUS fleißig deine Pflicht, wie bleibt ewig zur Rechten dich sein Wort unterricht, mir stehen. so wird er mit seiner 4. Du blinde Welt! Gnad dir benstehn in aller wers mit dir hält, stürzt Noth. in die Grube. Ich folge 10. Regier dich nach dem Lamme, dem Lichte seiner Lehr, und gieb Jhm und Leben, das uns das allzeit Lob und Ehr, mit Lamm Gottes dort oben Unterthänigkeit, sprich wird geben. herzlich mit Innigkeit, 5. Du mühest dich, zu OGOtt in Dreyeinigkeit, stöhren mich und meinen Dir sey Danck und Herr- Frieden: Ich liege und lichkeit, hier und dort in schlafe voll görtlichen Ewigkeit. Frieden, und laffe dich to 772. In eigener Mel, ben und wüten hienieden. elt, packe dich! ich 6. Du spottest mein, fehne mich nur nach ich lache dein, und deiner dem Himmel; Denn dro- Waffen; Berfolge ver ben ist Lachen, ist Lieben spotte, verhöhne mich und Leben; hier unten ist eben, es bleibet mir den alles dem Eiteln ergeben. noch das ewige Leben. Welt 2. Du Lügnerinn, nach 7. GOTT ist bey mir, deinem Sinn wilt du mich Satan mit dir: wer wird richten: Ich folge der gewinnen? Ich siege durch Chris Von der Verleugnung der Welt. 937 Christum, ich kämpfe und mich leitet, dir aber die streite, und trage die Seele höllische Grube bereitet. von dannen zur Beute. 13. Halleluja, Hallelu8. Mein Schild ist ja! wo send ihr Klugen? GOtt, in aller Noth ich Der Bräutigam kommet auf ihn traue: Du wirst voll Gnade, und lachet: noch verstieben, ich werde ach! schmücket die Lambestehen, wenn alles zu ven, send munter und Boden und Trümmern wachet. wird gehen. 14. Welt packe dich, du 9. Auf! rüste dich, streit hältst nicht Stich, du Triwider mich, spanne den gerinne! ich lobe den Him Bogen! Dein Bogen mel und liebe das Leben, wird brechen, die Sehne das JEsus im Himmel zerschnellen, damit du den Frommen wird geben. mich listig gedachtest zu 15. Nur fort, du Welt, fällen. fomm Sternen- Zelt mich 10. Durufft: Da, da! zu ergoßen! ich suche den Halleluja ist meine Stim- Himmel, das freudige Leme; du suchest mein Elend, ben, das wolle mir JEfus, das siehest du gerne; ich der Lebens- Fürst geben. suche und sehe den Him- 773 M. Wer nur den lieben mel von ferne. GOtt läßt walten. 11. Jerusalem, Jerusa lem wird dennoch bleiben, Welt, tobe wie du wilt und wüte, mein auch unter dem Creuße Ziel bleibt dennoch unverfein lustig, fein stille, denn rückt, mein Sinn und Gottes fein Brünnlein Herz, und mein Gemüthe hat Wassers die Fülle. find nie für deiner Lust 12. Zuleßt, julegt werd entzückt; Denn ob mich ich ergößt, hier will ich Welt und Luft schon triedulden: mir ist schon der be, bleibt doch gekreuzigt Himmel von dem, derlmeine Liebe. Nnn 5 2. Die NAM JAWA T 938 Don Verleugnung der Welt. 2. Die Liebe, die vermag toben! mein! was gånglich bleibet, ist schon hab ich dir gethan? daß du aus meinem Sinne hin, hast erheben deinen Zorn. ich bin derselben einver- und Unmuths- Gift, deis leibet, die JEfu, dich führt nen Låster- Rachen, mich, zum Gewinn: Denn ob was deinen Wunsch bes mich Welt und Luft schon trifft, trostlos gang zu triebe, bleibt doch gekreu-' machen. Bigt meine Liebe 2. Kommts daher? weil 3. Mein Hergist himmlich dein Thun für Schein, lisch nur gefinnet, was Koth und Gleiffen hatte, weltlich ist bleibt unbe- und erkennenun, wer will rithrt, die Liebe, die den michs denn heissen, das ich Preis gewinnet, ist diese deinen schnöden Land an die zum Himmel führt: mich folte kaufen, und Denn ob mich Welt und deshalben Meer und Lust schon triebe, bleibt Land umher ängstlich law doch gekreußigt meine fen? Liebe. 3. Näher kan ich haben 4. Ob ich der Welt ja beffer Geld und Scha gleich bin verhaffet, weil se, gegen welche deine da mir verhaßt ist, was sie sind nur Bettlers Netze: liebt, so leb ich doch mit Ist denn nicht der Himmel Lieb umfaffet, von dem, mein, alles was darinnen, dem sich mein Herß er wie solt mir denn kommen giebt; Denn ob mich Welt ein, schlechters zu gewin und Lust schon triebe,[ nen? bleibt doch gekreußigt meine Liebe. 774. Miel. Chriftus, der uns felig macht. 4.Ob ich schon dir nicht kauf ab, hast du doch viel Käufer, die da krahmen um dein Hab, deine Knecht Well elt was fichtet dich und Läufer; Ihr ist viel, doch an, daß du soldu kanst auch sehrwohl mit seyn Don Verleugnung der Welt. 939 fenn zufrieden, ob gleich ich schrecke, wenn du zurnst: und andre mehr sich von dirigeschieden. Ich kan nicht mehr, schau doch nur die Decke, so 5. Ich acht deiner Weis GOTT über mich ausheit nicht, weil ich eine breit't, mein! wem folte funden, darauf ich den grauen, der verdeckt zur Fleißgericht't, fuch sich alle bösen Zeit, kan die Hülfe Stunden, nemlich Eschauen? fum, noch sind viel, die ihn 9. Ach! es sind nur allvon sich weisen, weil die zuviel, die so gar erzittern, Weisheit ist ihr Ziel, die wenn du dich in deinem du pflegst zu preifen. Spiel scheinst nur zu era 6. Es ist wahr, ich suche bittern, den'n ihr Herz nicht deine Gunst und Ehlim Leib ervebt, ihr Ges re. weil, von welchen das ficht erblassen: Aber wer geschicht, JESU Wahr- im Glauben lebt, wird es heits- Lehre wird verfäl dir wohl lassen. schet, laß es seyn, gnug) 10. Dencke doch, was sind, die da schmeicheln, nugt' es mir, wenn ich und mit falschem Lügen- wenig Tage sucht mich Schein, trügen, ligen gleich zu stellen dir, und heucheln. müst ewig Plage dafür in 7. Must du lassen auch der Höllen- Pein, leiden, geschehn, das ich deine als verlohren, solt es denn Guter, Geld und Reich nicht besser seyn, ewig nie thum lasse stehno wie viel gebohren? Gemüther sind dagegen II. Wridderhalben so bestrickt, daß nur Geld nichts daraus, zurn gleich und Kleider, und die Erde oder lache, ich find weder sie erquickt, wie viel tau Lieb noch Graus, was du send, leider! thun kanst, mache! Ich 8. Du verdenckft mirs will auch durch Christi allzusehr, daß ich nicht er Kraft, so viel ich kan, leis den YAMU AKA AKIMW 940 Don Derleugnung der Welt. den ſein Geist, weiß ich, in 2. Wer sich nicht ſelbst mir schafft, das mich nichts will haffen, sammt seiner kan scheiden. Wercke Schein, kan Chris 12. Opferst du mich stum nimmer fassen, noch zeitlich auf, ist es Gottes auch sein Diener sein; Wille, desto ehr komm ich Denn wer in Gottes hinauf an den Ort der Haus mit ganger Macht Stille, schaue JESUM will dringen, der muß vor meinen Schag, ruh vor allen Dingen, die Hoffart dem, Getümmel, hat die treiben aus. Erd nicht für mich Platz, ist es doch im Himmel. 3. Wie nicht zur Furcht kan werden das edle Wei13. Darauf freu' und ßen Korn, es sey dann in tröst ich mich, lache, hüpf der Erden durchs Faulen und springe, ich halt füffer schier verlohrn: So will JEsu, dich, darum ich so der höchste GOtt auch keifinge: Hab ich dich, was nem nicht erscheinen, bis schadt mir fort, nichtsjer durch kläglichs Weinen nichts, nichts in allen; wird aller Welt zum Ich bin selig hier und Spott. dort, laß die Welt nur 4. Geh aus von dei nem Lande, fprach fallen. WerChristum 775. M. Von GOtt will ich GOTT zu Abraham; nicht laffen. O Mensch! in diesem erChristum recht will Stande, kriech aus dem lieben, muß ſelbst Sümden- Schlam. Ach! verleugnen sich, und gång- dence, wer du bist, und lich von sich schieben der wie du GOTT betrů, alten Schlangen Stich: best, wo du dich ſelber lie Ich meine olche Lust, in best, fürwahr kein rech der wir uns gefallen, wie ter Christ. Adams Kindern allen die felb ist wohl bewust. 5. Gleich wie es nie ges schehen, daß einer hat zu gleich Don Derleugnung der Welt. 941 gleich gen Himmel aufge- lein Jhm zuzuwenden? sehen, und nach dem Er denn er will uns ja senten- Reich? So fans auch den sich selbst, das höchste gar nicht seyn, sich neben Gut. GOtt zu seßen, und dem 9. Laß dich die Lieb ent sich gleich zu schätzen: zünden nicht, die vergång. GOTT will die Ehr als lich ist als welche leicht zu lein. finden im faulen Sünden 6. Das höchste Gut im Mist; ach nein! dis UnLeben im Menschen zu geheur soll alle Welt vergewandt, das GOtt uns fluchen, wir Christen wolhat gegeben, ist Liebe nur len suchen ein besser Liegenannt: Dis höchste Gut bes- Feu'r. ist GOtt, zu dem solt du 10. Das Feu'r bleibt dich kehren, Ihn herzlich nicht auf Erden, es schwinzu verehren, und nicht des get sich hinauf, und will Satans Rott. erhöhet werden durch seis 7. Es heißt: Was dujnen schnellen Lauf; Das recht mennest, ist dir an Liebes- Feu'r in dir soll Gottes Statt; wenn du auch vor allen Dingen sich das gleich verneinest, so in den Himmet schwinzeigt es doch die That. gen, mit himmlischer Be Der, so fich liebt zu sehr, gier. darf über GOtt sich he 11. Noch will ich ferner ben, dem Schöpfer wider lehren, wie der, so Christreben, und rauben Ihm tum liebt, sich gar nicht die Ehr. foll verehren, als der ihm 8. Ist GOtt, wie wir selber gibt, was GOTT bekennen der Anfang und allein gebührt; wer dessen das Ziel, das A und O Lob nicht suchet, derselb ift zu nennen; was harren gang verfluchet, wird hin wir denn viel, Leib, Le- zur Pein geführt. ben, Herz und Muth all 12. Die schönen LeibesGaben, 942 Von Derleugnung der Welt. Gaben, auch Glück, Wiß, zwingen, so wirst du vols EhrundGeld, samt allem, lenbringen, was GOTT was wir haben, hat GOtt befohlen hat. uns zugestellt; weil diese 776. M. Wer nur den lieben GOtt läßt walten. Brunnelein nun sich aus Shm ergieffen, so miffen fie auch flieffen zum ſelben Wer seinen JESUM recht will lieben, der Meer hinein. achtet nicht der Eitelkeit, 13.Gleich wie der Son- ihn kan keinUingemacht be nen Strahlen, wenn sie trüben, er bleibt auch treu mit vollem Lauf ein gan- jbey rauher Zeit; wer JE Bes Land bemablen, viel sum hat, und JEfum liebt, Blümlein schliessen auf, der liebt den, der den Him die suchen wiederum sehr mel giebt. die Gonn an allen En- 2. Wer JEsum liebt, den; ſo muß man all es muß alles laffen, was fal. wenden, zu Gottes Preissschen Schein der Liebe macht, nur seinen JE und Ehr. 14. Als jener König lob- sum muß er faffen, auf te die Babbelseiner Macht, Jbn alleine seyn bedacht; und gleich vor Freuden, wer JEsum hat, und JE tobre, voll Hoffart, Stolz sum liebt, der liebt den x und Pracht; da ward er 3. Wer JEsum liebt, toll und wild; das heist ver langt den Himmel, sich selber lieben; dis ist, o und ruht an seines JEfu Mensch! geschrieben der Brust, er läßt das böse Welt zum klaren Bild. Welt- Getümmel, und 15. Ach stelle deinen seufzet nach der Himmels Willen nach Gottes Wil- Lust; wer JEfinn hat, z len an, der deine Bitter 4. Wer JEsum liebt, füllen, und dich erhöhen der kann nicht sterben, er kan; Doch zeig es mit der lebt auch in dem Tode That; kanst du dich selber noch, sein JEsus läßt ihn nicht Don Derleugnung der Welt. 943 nicht verderben, ob ihm frauen Schooß. Denn hier drückt der Sünden wer dis Gold will haben, Joch; wer JESUM muß seyn von Keuschheit hat, 2c. groß. 5. Wer JEsum liebt, 3.Sucht ihn, soll er sich kan sich ergößen, wenn ihn zeigen, im Wege der Gesein liebster JEsus küßt. duld: Wer meiden Fan Wenn Er, ins Leben ihn und schweigen, der findet wird segen, und alles Her- seine Huld: Sucht ihn in Beleid verfüßt: Wer JE Wüsteneyen und Abges sum hat, und JEfumschiedenheit. Die mit der liebt, der liebt den, der Welt sich freuen, die fehden Himmel giebt. len seiner weit. 777. M. Valet will ich dir und Leiden, in Trubsal4 Sucht ihn im Creuß geben und Elend, Denn durch Molt ihr den HErren der Wollust Freuden wird finden, fo such't ihn, man von Ihm getrennt: weil es Zeit: Wolt ihr den Sucht ihn, wo er im GraBraut gam binden, so be der Welt gestorben ist. thuts, weil Ers verleiht: Denn wer nicht all'm Wolt ihr die Kron em ftirbt abe, wird nicht von pfangen, so rennet nach Ihm erkiest. dem Ziel: Wer viel meint 5. Sucht Ihn im Himzu erlangen, der sucht und mel droben, im Chor der müth sich viel. Seraphim. Denn die 2. Sucht ihn mit Kinds ihn liebend loben, find Geberden im Kripplein, nicht sehr weit von ihm; auf dem Heu. Denn wer Sucht ihn in eurem Hers kein Kind will werden, ßen mit tiefster Junigs der geht ihn stracks vor- keit: So werd't ihr frey ben: Sucht ihn, den rei- von Schmerzen, ist und nen Knaben in der Jung- lin Ewigkeit. VI, Von Dom Chriftlichen Leben. VI. Vom Christlichen Leben. 778. In eigener Mel. Frucht des Lebens raube. Ech Abba schenck in Er muß auch selbst in uns JEsu Namen uns eingehen, Tod, Teufel, deinen allerliebsten Sohn, Höll und Sünd zerstöhrn, des Glaubens Schild und so ist die Rettung gang ges groffen Lohn, den auser- schehen, daß wir ihn als Fohrnen Weibes Saalden Heiland ehrn. 944 = men, gedenck an deine 4. Drum Vater, bite theure Reden, da du Jhnten wir dis Leben, das in uns versprochen hast, zum dem Sohn der Liebe ist König, Priester und Pro- worin du selbst verkläret pheten, vor aller Noth und bist, daß du ihn wolf Sünden- Last. als Weisheit geben, Ge 2. Du hast ihn zwar rechtigkeit und heilige Hüb ins Fleisch gesendet und le, als ewige Erlösungs ihn im Geist gerecht be- Kraft: Denn dis ist dein weist, verkündigt durch vollkommner Wille, der den Glaubens- Geist, seinjunsre Wiederbringung Werd ist äusserlich vol schafft. lendet. Wir gläuben ſei- 5. Gieb ihn aus deiner nem Thun und Leiden, Liebe Munde, das eige wodurch er uns erwor- Leben, Licht und Wort, ben hat, uns als Er- den Weg, die Wahrheit kaufte zu bereiten zur ew- jund die Pfort, zum Heil gen Freud und Friedeus im tiefften Seelen- GrunStadt. de. Blas uns mit seinem 3. Doch eben darum Geist und Odem lebendig fucht der Glaube, im Gei und erquickend an, daß ste die Erfüllungs- Kraft, unsers Her gens dürrer so uns die volle Ruh erst Boden in Jhm nun lieb schafft, daß nichts die lich grünen kan. 6.3ft Dom Christlichen Leben. 945 6. Jft Er nicht gestern fein himnilisch Leben erheut und eben derselbe ben, und hier noch gehen auch in Ewigkeit? So recht darein. muß Er uns auch werden 9. Dein Will, o Bater! heut, wie Er zuvor warssen die Speise, das reche Abrams Leben. Itt istte Brod vom Himmel die felge Stunde kom- schenck, daß keine Schuld men, darinn dein Sohn uns weiter frånd, nähr verkläret werd, wozu Er uns nach deiner Kinderhat von dir genommen Weise. Eröfn' uns auch die Glori, die Er hatt den Brunn der Gnaden, auf Erd. das liebesvolle JEsus7. Sind wir verordnet Herß, und heil der Seegleich zu werden dem Bil- len tiefen Schaden, nimm de feiner Heiligkeit: So weg den langen Sündensen sein Blut zur Kraft Schmerk. bereit, daß wir uns hier 10. Komm selbft, o noch auf der Erden zu Jhm Sohn! imGeist erscheine, uns laffen neu gebähren. vollende dein befohlnes Drum drück uns ein sein! Werck, und uns dazu im göttlich Bild; Die Sanft Glauben står, dir anzus und Demuth wollst uns hangen gang alleine. Laß lehren, bis uns des Lamms uns in deinem Hergen Gestalt erfüllt. wohnen, und bleib du auch 8. Wir wenden uns in in unserm slehn, du wollst feine 28unden, in seines nur keines Argen schonen, Herzens offne Seit: Bis bis wir uns gang erlöset in des Leidens Bitterkeit, fehn. das Fleisch den Tod recht 11.Führ durch das Blut hat gefunden. Wir op des ewgen Bundes die fern uns in Ihm zum Seelen der Erkauften Sterben, und wollen mit hin: BelebeHerzen, Muth gecreußigt seyn ,, daß wir und Sinn mit dem Geist 000 dei 946 Dom Christlichen Leben. deines eignen Mundes: Sünd und Missethat buß daß wir dem Lamm mit fertiglich erkennen, und Freud nachgehen, und blei glauben vest an Jesum ben von der Erd erkauft. Christ, der unsre Hülf Den Wandel laß im Him- und Meister ist, wie Er mel fiehen, mit Geist und sich selbst thut nennen. Feuer recht getauft. 2. Hilf, daß wir auch 12. Kom Heilger Geist nach deinem Wort gott laß dich hernieder, in un- felig leben immerfort zu fern armen Hergens Ehren deinem Namen: Grund, erfüll mit Kraft Daß uns dein guter Geist vom neuem Bund, bring regier, auf ebner Bahn uns zu Gottes Einfalt zum Himmel führ, durch wieder. Erweck der ersten JEfum Chriftum, Amen. Liebe Leben, weh' uns mit deinem Oden an, daß dein 780. Mel. Was mein GOtt Geschopf dir Ehre geben, will das g'scheh allzeit. u. in dir Göttlich leben kan. ch! höchſter Gott, ver. leihe mir, daß ich nur heilge 13. die so eben zu unserm Heill dich begehre, und daß ich bemüher ist; Ach! offenbar Chriftlich für und für dich, wie Du bist, Du must durch dich mich neu ge uns Dir, und Dich uns ge- bähre, daß ich, dein Kind, ben. Vater! zeug uns dich such und find in allem recht von neuen, o Wort! Creuß und Leiden, damit sprich uns Erlösung ein. der Tod, noch Höllen Geist, laß uns dein Licht Noth, mich nimmer von gedeyen! Olieb, laß uns Dir scheiden. dir ähnlich seyn! 2. Gib meinem Her 779. M. Kommt ber zumir, zen wahre Reu, und Thri spricht Gottes Sohn. nen meinen Augen, daß uns das ſcheu deineGnad, daß wir all und meine Wercke taugen hilf Dom Chriftlichen Leben. 747 hilf daß ich sen ohn' Heu- daß ich mich üb' in wahrer cheley, ein Schuß und Leb, und hoff auf deine Troft der Armen, auch Güte, die mich, o GOtt! jederzeit voll Freundlich vor Schand und Spott keit mich ihrer mòg er auch bis ins Grab behüte. barmen. 6. Nach vielem Reichs 3. Löschaus in mir des thum, Gut und Geld, Fleisches Wust, daß ich in HErr! laß mich ja nicht deiner Liebe, nicht in der trachten, gib, daß ich alle Welt, empfinde Lust, und Pracht der Welt mdg instets mich also übe, nach niglich verachten, auch deinem Wort, an allem nimmermehr nach hoher Ort, in tugendlichen Din Ehr, und grossen Namen gen, so wird mein Geist strebe, befondern nur nach fich allermeist zu Dir, rechter Spur der wahren HErr JEsu, schwingen. Christen lebe. 4. Treib aus von mir 7. Bor Schmeicheln, den stolßen Sinn, laß List undHeucheley bewah, mich in Demuth teben, re meine Sinnen und laß Nach, Neid und Zorn mich ja durch Gleißnerey nimm von mir hin, so den nächsten nicht gewin kan ich bald vergeben, nen, laß Ja und Nein. wenn schon durch List mein Antwort seyn, dars mein Neben Chrit ins nach man sich zu richten, Elend mich getrieben, weiß denn dieses kan bey jedere ich doch wohl, daß man mann die Sachen leichte auch soll die árgsten Fein- lich schlichten. de lieben. 8. HErr! saubre doch 5. HErr, gib mir diefe von Eitelkeit mein fünds Dreyerley: Erst einen ve- tiches Gemüthe, daß ich sten Glauben, bey welchem in dieser kurzen Zeit, vor rechte Treue sey, die nim- shnöder Lust mich húte: mer steht auf Schrauben, Des Herzens Grund sey 0002 wie 948 Dom Chriftlichen Leben. wie der Mund, dem Nach- ach! geuch mich zu Dir mit sten nicht zu schaden, fo Erbarmen, gib, daß ich werd ich nicht, wie sonst ganz brünstig voll Liebe geschicht, mit Schmähen mdg werden, so lang ich überladen. noch leben soll hier auf der 9. Gib, daß ich ja den Erden. Müßiggang, samt aller 2. Die Strome des Le Trägheit hasse, dagegen, bens laß immer starck flief HErr, mein Lebenlang, fen, und in mir von Tag mein' Arbeit so verfasse, sich zu Tage ergieffen, be daß ich zur Noth mein schwemm' mich mit Flu täglich Brodt mit Ehren then der hohen Genaden, mög erwerben, und wann und laß mir im Seegen ich foll, fein sanft und wohl doch alles gerathen. in Dir, HErr JESU, sterben. 3. Du Bater der Lich ter! schieß deine Lichts 10. Ach! gib mir dei Strahlen tief in mich, nen guten Geist, daß ich dein heiliges Bildnis zu die Lafter fliehe, und nur mahlen, ach! gib mir die um das, was Christlich Sanftmuth und Demuth heißt, von Herzen mich vor allen, daß ich mog dem bemühe, so kan kein Leid HErren, dem Schönsten in dieser Zeit aus deiner gefallen. Hand mich treiben, be 4. Gerechtigkeit wollst sondern ich werd ewiglich Du, o JEfu! mir geben, ben Dir, HErr JESU, auf daß ich im Friede und bleiben. Freude kan leben, die Früchte des Geistes las 781. Mel. Ach! alles was allzeit sich finden, bewahr Simmel 2c. mich vor Wercken des Nh! JEfumein Schöne Fleisches, vor Sunden. ster, erquicke mich 5. HErr JEfu! Du Armen, ach! zeuch mich, woust dich in Liebe verbin den Dom Chriftlichen Leben. 949 den, mit deiner Herzflam- scherley; ach! treuer GOtt, menden Lieb mich entach! steh uns bey, errett zünden, du woulst mich uns von dem allen. doch einmal recht freunde 2. Umzingle uns mit lich anschauen, fo geb ich deiner Macht, o Abgrund das Herz Dir mit vollem aller Treue! der Satan ift. Vertrauen. darauf bedacht, wie er uns 6. HErr JESU! Du nur zerstreue, er kan und Konig und Herrscher der will ja nimmer ruhn, er Heyden! Ach! laß mich suchet nichts als Schaden Doch werden ein Mitglied thun, will unfre Seelen der Freuden, ach! laß fällen. mich den Himmel auf Er 3. Wie mancherley ist den geniessen, das bit feine List, wie heimlich sei. terste Leiden kanst du mir ne Tücke! da er nur stets verfüffen. bemühet ist zu bringen 7. Im Creuß und An- uns in Stricke, zu rauben fechtung laß Du mich was du wesentlich uns empfinden die Kräfte schon geschenckt, und wie des Heiligthums, zufer dich und uns mdg wie überwinden den Satan, der trennen. die Welt, und die fleisch- 4. Er suchet uns in Siliche Luften, die alle ver cherheit und in den Schlaf fammlet sich wieder mich zu bringen, daß er des rüften. Nachts bey dunckler Zeit 762. Mel. Ach Gott vom uns mdge gar verschlin Gimmel sich darein. gen. Ach! HErr, HErr, ရက် treuer GOtt! wielgib uns deinen Geist, der nöthig ist, daß wir uns den Weg zur Wahrjegund recht beten und wa- heit weist, und uns darins chen, da des Feindes List nen führet. uns: fucht zu untertreten. 5. Beschüß uns durch Bersuchung ist gar man- die Wachsamkeit der hei D003 ligen 950 Dom Chriftlichen Leben. ligen Heerschaaren, laß cken Heerd', die sich durch fie um uns stets stehn Liebe selbst verzehrt, und bereit; Ach! laß uns Dir zu eigen worden. wiederfahren auch diese 9. Ach! står uns aus Gnad, daß früh und der heilgen Höh, daß wir spát viel Rauch Werd die Kron erlangen, und uns zu dem Gebet von nach Dir laufen wie ein Dir gegeben werde. Reb, und brünstig dich 6. Ach! Deine Liebe umpfangen; steh uns mit flamm uns an mit neuen deiner Gnade bey, und lafa Liebes Fiammen; führ se deine Vater Treu in Du uns auf der Pilgrims- unserm Kampfe spüren. Bahn, daß wir im Geist 10. In Wüsten wanzusammen vereinigt bren- deln wir jetzt noch, ach nen von dem Trieb der HERR! Du wolist uns Wunder füßen Gottes- fpeifen und tränden Lieb, und ganz verzehret stets, da wir das Joch werden. des Creußes( dich zu 7. Ersäufe durch die preisen in der Nachfolg) Liebes- Gluth in uns das, Dir tragen nach; aus fündlich Wefen; Dann Todten uns lebendig wann Du uns gemachet mach, daß wir Dir ging gut, daß wir davon gene- lich leben. fen: so bringen wir die 11. Wir sind nicht un Opfer dar, die Dir gefal- fer eigen mehr, dir müf len gang und gar, weil Du sen wir nun leben: Wir fie selbst gewürcket. wollen auch, weil du so 8. 21s0ann find wir da- sehr gern dich für uns ge zu bereit, daß wir theil geben, durch deine Gnad hafng können recht wer- die Deinen seyn, und die den noch in dieser Zeit der nen Dir, dem HErrn, Gnaden, die Du gennen allein, mit ganzem Geist haft wollen deiner fran- und Seelen. 2000 12. Ge Dom Christlichen Leben. 951 12.Gemeinschaft haben Herzen lieben, ihre Buffe wir also mit Dir in Leid nicht aufschieben, und sich und Freuden, zuletzt wir stets im Guten üben. thes werden mit Dir froh, wen 2. Ach! wie richtig, ach! fich geend't die Leiden; wie richtig sind der ChriDenn wie könnt da was sten Tage! GOtt hat alle traurigs seyn, wo Du in abgezählet, und zum Beuns nun lebst allein, Dussten auserwählet, atebt Quelle aller Freuden? auch Trost, wenn Kam 13. Otreuer GOtt! mer quálet. erhöre heut, was deine 3. Ach! wie wichtig, Kinder bitten; mach uns ach! wie richtig ist der durch deine Kraft bereit, Christen Freude! denn sie uns nun zu überschütten sich an GOttergößen, alle mit reichem Maaß der Hoffnung auf Ihn setzen, Heiligkeit, daß wir Dir in darum kan sie nichts verleder letzten Zeit mit vieler gen. Treue dienen. 4. Ach! wie wichtig, 14. Den Ursprung hat ach! wie richtig ist der die Seel aus Dir, sie sehnt Christen Schöne! Sie find sich von der Erden, und innerlich gezieret, mit dem brennet, von der Liebs- Glaubens- Schmuck stafBegier verschlungen gang firet, leben auch, wie sichs zu werden. O HENRgebühret. ach! nimm uns wieder ein, 5. Ach! wie wichtig, und lasse deinen Freuden lach! wie richtig ist der Schein uns ewiglich ge- Christen Starde! Denn niessen. GOtt selbst in ihnen strei783. Mel. Ach wie nichtig, tet, sich zum Kämpfen ach wie flüchtig. recht bereitet, und den Nch! wie wichtig, ach! wie Sieg zu ihnen leitet. richtig ist der Christen 6. Ach! wie wichtig, ach! Leben: denn sie GOtt von wie richtig ist der Christen 000 4 Gli AL NAM ALMA ARMAT 9522 Don Chriftlichen Leben. Glide! Ob gleich oft 11. Ach! wie wichtig, ach! sehr hart hergeher bald wierichtig ist der Christen doch ihnen Hülfe entsteherrschen! Ueber Sund, het, und zuleht erfreulich Tod, Teufel, Hölle, haben gehet. fie die Ober- Stelle, Troß 7. Ach! wie wichtig, dem Feinde, der sie fälle. ad! wie richtig ist der 12. Ach! wie wichtig, Chriften Ehre! Dennach! wie richtig ist der GOTT fte als Kinder Christen Prangen! allen liebet, ihnen auch den Pracht der Welt fie meiHimmel gieber, nichtig ist, den, sich in Christi Un was sie betrüber. schuld leiden, und gehn 8. Ach! wie wichtig, her in reiner Seiden. ach! wie richtig ist der 13. Ach! wie wichtig, Christen Wissen! Weil ach! wie richtig sind der sie ihren JEfum kennen, Christen Sachen! Weil Shn im Glauben Bruder sie alles GOtt befehlen, nennen, und auch bis injund das beste Gut erwäh Tod bekennen. ren, kan es ihnen nirgends fehlen. 9. Ach! wie wichtig ach! wie richtig ist der 14. Ach! mein Heiland, Christen Tichten! Stets ach mein Beystand! JE hinauf ihr Herß mir trach- fu voller Güte, mich durch tet, und was droben ist deinen Geist regiere, daß hoch achtet, und was irr- lich so mein Leben führe, disch ist, verachtet. Dir sey ewig Preiß und 10. Ach! wie wichtig Ehre. ban ach! wie richtig sind der 784. M. Sür deinen Thron Chrifien Schäße! es mag tret ich hiermit. Fluch und Gluth entstellein auf GOTT seh hen, und die ganze Welt dein Vertrau'n: auf vergehen, bleibt ihr Schak Menschen Hülf folt du doch ewig stehen. Inicht bau'n. Gott ist ab lein Dom Chriftlichen Leben. 953 lein der Glauben hält, wann Geld und Gut fich der Menschen Glaube von dir schneidt, so weicht bald hinfällt. doch nicht die Frömmigs 2. Bewahr dein Ehr, feit. hit dich für Schand, Ehr, 7. Gedenck der Arm'n ist fürwahrein edles zu jeder Frist, wenn du Pfand; wirst du dielvon GOtt gesegnet bist; Schang einmahl versehn; sonst dir das wieder fahren so ists um deine Ehrige kann, was Christus sagt schehn. vom reichen Man. 3. Claff nicht zu viel, 8. Hat dir jemand was sondern hör mehr, das Guts gethan, so solt du wird dir bringen Preiß allzeit dencken dran; es soll und Ehr; mit Schweigen dir seyn von Herzen leid sich verredt niemand, wenns deinem Nächsten Claffen bringt manch'nin übel geht. Sund und Schand. 9. In deiner Jugend 4. Dem Grösten weich folt du dich zur Arbeit halt dich gering, daß er halten fleißiglich; hernach dich nicht in Unglül gar schwer die Arbeit ist, bring: dem Kleinsten wenn du zum Alter kome auch nicht Unrecht thu; men bist. so bleibest du in guter Ruh. 10. Kehr dich auch nicht an jedermann, der 5. Erheb dich nicht aus dir vor Augen dienen fan; stolßem Muth, wenn du nicht alles geht von Hers bekommen haft groß Gut: Bens- Grund, was schön er ist dir nicht darum ge- und lieblich redt der geb'n, daß du dich dadurch Mund. folt erheb'n. II. Eaß kein'n Unfall 6. Frommigkeit laß ge- verdriessen dir, wenn das fallen dir, vielmehrdenn Glück wolmet nicht ben Gold, das glaub emir; dir; Anfang und Ende find 0005 nicht AK NAMUALA KAVIT Dom Chriftlichen Leben. 954 nicht gleich, wie dann oft folches findet sich. 17. Ruf GOtt in allen Nothen an, Er wird ge12. Mäßig im Zorn sey wißlich dir beystahn, Er allezeit, um klein Ursach hilft einen jeden aus der erheb kein Streit; durch Noth, der nur nach seinem Born das Herße wird ver Willen thut. blendt, daß man nichts recht damit erkennt. 18. Gieh dich wohl für, die Zeit ist bof, die Welt 1013. Nicht schäm dich, ist falsch und sehr gottlos; rath ich allermeist, daß wilt du der Welt viel han man dich lehr, was du gen an, ohn Schand und nicht weißt. Wer etwas Schad kommst nicht da kan, den hålt man werth, von. den Ungeschickt'n niemand 19. Tracht stets dar begehrt. mans nach, was recht gethan, 14. Omerck, so einer obs schon nicht lobet jederführt ein' Klag vor dir, so mann; es kann doch keifolt du bald der Sach nicht ner machen so, daß jedergläuben, auch nicht rich- mann gefallen thu. ten fort, bis du gehört des andern Wort. 20. Berlaß dich nicht auf irrdisch Ding, all's 15. Pracht und Hoffart zeitlich Gut verschwind't meid überall daß du nicht gering: darum der kommest zu Unfall: man- Mensch gar weißlich thut, cher war ein behaltner/ der allein sucht das ewig Mann, hätt' er Hoffart Gut. und Pracht gelahn. 21. Wann jemand mit 16. Quat von niemand dir hadern will, so rath ich, gedenk noch sprich, denn daß du schweigest still, und Fein Mensch lebet ohn Ge ihm nicht helfest auf die brech; redest du all's nach Bahn, da er gern wolt ein deinem Will'n, wird man Ursach han, i dich gar bald wiederstill'n. 22. Xerres verließ sich auf Dom Chriftlichen Leben. 955 auf sein Heer, darüber das Herz mur frölich darward er geschlagen sehr; zu lenckt; man muß sich wann du must kriegen, recht dazu bereiten, so ist GOTT vertrau, sonst alle der schmale Weg voll Suf zeit den Frieden bau. figkeiten. 23. Jelang'r, je mehr kehr dich zu Gott, daß du 3. Wie kan ein Bår des Schaafes Sanftmuth nicht kriegst des Teufels üben? Kein wilder Wolf Spott. Der Mensch ein'n gibt sich in Schrancken solchen Lohn wird han, ein: Wie kan das Fleisch wie er im Leben hat ge- jnach GOtt gefinnet fenn, than. und diesen Weg des Gei24. Zier all dein Thun stes lieben? Es kan kein mit Redlichkeit, bedenck zu Bár des Schaafes Sanft End den legten B'scheid; muth üben. denn vor gethan und nach 4. Du must erst Geist bedacht, hat manchen in aus Geist gebohren were groß Leid gebracht. 785. In eigener Mel. Det den, dann wandelst du des Geistes schmale Bahn: sonst ist es er schmale Weg ist schwer, und gehet doch breit genug zum Le nicht an: Weg schndben, wenn man nur sacht der Sinn! du Schaum und grad und stille geht, der Erden, ich muß so wird man nicht so leicht- erst Geist aus Geist ge lich umgewebt; man mußlbohren werden. fich recht hinein begeben, 5. Wer die Geburt aus so ist er breit genug zum Chrifto hat erlanget, der frommen Leben. folgt allein dem HErren: 2. Des HErren Weg ist treulich nach: Er leidet voller Süßigkeiten, wenn erst, er trägt erst seine man es nur im Glauben Schmach, eh er mit Ihm recht bedenckt, wenn man im Lichte pranget, der die NAM JALA 956 Dom Chriftlichen Leben. Geburt aus Christo hat wird frey, damit er nicht erlanget. erstickt, wer sich nur weiß 6. Er wird mit Jhm in darein zu schicken, das feinen Tod begraben, er fanfte Joch kan ja nicht wird im Grab' auf eine harte drücken. Zeit verwahrt, er stehet 10. Die leichte Laft auf, und hält die Himmacht mir ein leicht Ge melfahrt, er kriegt dar- muthe, das Herk hebt sich auf des Geistes Gaben, darunter hoch empor: der wenn er vorher mit Jhm Geist kriegt 2 ust, sein in Tod begraben. Wandel fommt in Flor, 7. Derselbe Geist, der und schmeckt daben des Chriftum hier geübet, der HErren Güte, die leichte felbe übt die Jünger Chri- Last macht nur ein leicht fti auch: der eine Geist Gemüthe. hält immer einen Brauch; 11.3euch, JEsu! mich kein andrer Weg wird zench mich, dir nachzu fonst beliebet, der Jünger laufen; Zeuch mich Dir wird, wie Christus hier uach, zeuch mich, ich bin geübet. noch weit! Dein schmaler 8.Und ob es gleich durch Weg ist voller Süßigkeit Tod und Dornen gehet, das Gute folgt uns da fo triffts doch nur die mit Haufen. Zeuch, JE Ferf, und nicht das Herzz; su mich, zeuch mich, die die Traurigkeit läßt keinen nachzulaufen. tiefen Schmerß, wer nur getroft und veste stehet, 786. Mel. O JEfu Chrif meines Lebens Licht. ob schon es durch den Cod und Hölle gehet. Erneure mich, o ewigs 9. Das sanfte Joch kan Licht! Und laß von ja nicht harte drücken, es deinem Angesicht, mein wird dadurch das Böse Herz und Seel mit dei nur gedrückt: der Menschlnem Schein durchleuch tet Dom Chriftlichen Leben. 957 tet und erfüllet seyn. 7. Mach in mir das 2. Ertödt' in mir die Gewissen rein, und laß Fleisches Lust, und nimm es abgewaschen seyn: hinweg den Sünden So kan ich dann durch Wuft. Bewaffne mich deinen Sohn, mit Freu mit Kraft und Muth, zu den stehn vor deinem streiten wider Fleisch Thron. und Blut. 8. Auf dich laß meine 3. Schaff in mir Sinnen gehn, und stets HErr, den neuen Geist, hinauf gerichtet stehn, daß der dir mit Lust Gehorsich dein Wort mit Freu fam leist, ein willig den hör, mein Herz nach Opfer wilt ja du, und Ihm in allen kehr. altes Fleisch taugt nicht 9. Gib, daß ich finde darzu. deine Kraft, und schmecke 4. Mach in mir das deiner Güte Saft, laß Gedächtniß neu, daß es mich dein freundlich Ans auf dich gerichtet sey; geficht mit Freuden fehn Und was bahinten ist, in deinem Licht. vergeß, und stündlich Christi Tod ermes. 10. Wann ich in dei nem Wort dich such, so 5. Des Fleisches Willen laß es mir seyn ein Ge tödt in mir, und mach ihn ruch, der Leben, Kraft unterthänig Dir, durch und Süßigkeit in meiner Deine Liebe treib ihn an, Seelen Kräfte ftreut. zu gehn auf deiner Le bens- Bahn. II. Und weil Du voller Gute bist, die schmeckend 6. Und wie ich, ohn und erfreulich ist, so gib, dein Gnaden- Licht, erken daß ich dich fühl in mir ne deinen Willen nicht, so und ganz umschlossen sey leuchte Du, o GOtt, al- von Dir. lein in dem Verstand, mit 12. Und wie ich von deinem Schein. mir selbst nichts kan, fo treib TAM LAKA AROMAT 958 Dom Christlichen Leben. treb durch deinen Geistlgleich sie von aussen die mich an, daßer in mir das Sonne vrbrannt: was Ruder führ, Geist, Seet ihnen der König des HimHerk, Sinn und Mund mels gegeben, ist keinem, regier. als ihnen nur selber be 13. Wie dieses ohne kannt. Was niemand ver Glauben nicht in mir kan spühret, Was niemand be werden ausgericht't; der rühret, hat ihre erleuche Glaub auch ohn dis nicht tete Sinnen gezieret, und besteht, wo er nicht in die fie zu der göttlichen WürWercke geht. de geführer. 10 THE 14. So würcke, HErr! 2. Sie scheinen von durch deinen Geist, den/ aussen die schlechtesten Glauben, der sich kräftig Leute, ein Schauspiel weist, und in ein neues der Engel, ein Eckel Wesen dringt, und seine der Welt: und innLebens- Früchte bringt. lich sind sie die lieblich15.In allem, o HErr sien Braute, der ZierJEfu Chrift! Laß michrath die Krone die Ju mit Kraft seynausgerüft, gefällt; das Wunder der zu ferbten wider Fleisch Zeit, die hier sich berei und Blut, und nimm mich ten, den König der unter unter deine Hut. den Lilien weidet, zn küß 16. Go adhtich nicht des sen in güldenen Stücken Teufels Lift, der jegund gekleieidet. voller Grimmes itt. Je 3. Sonst find sie des bleib im Siea in Dir will Adams natürliche Kinder, ich, mein JESU! leben und tragen das Bildedes ewiglich. rrdischen auch, fie leiden am Fleiste, wie andere 787. In eigener Miel. Sünder, sie essen und 3 glänhet der Chriften trincken nach nöthigem inwendiges Leben, ob- Brauch. In leiblichen Dom Chriftlichen Leben. 959 Sachen, im Schlafen und Ginnen, und führen das Wachen, sieht man sie vor Leben des Glaubens von andern nichts sonderlichs innen. machen, nur, daß fie die 6. Wenn Christus, Thorheit der Welt- Lust ihr Leben, wird offenbar verlachen. mela werden, wenn Er fich 4. Doch innerlich sind einft, wie er ist, öffentfie aus göttlichem Stam- lich stellt; so werden sie me, die GOtt durch sein mit Ihm, als Götter der mächtig Wort selber ge Erden, auch herrlich erzeugt, ein' Funcke und scheinen, zum Wunder Flämmlein aus göttli- der Welt. Sie werden cher Flamme, die oben regieren, und ewig floriJerusalem freundlich geren, den Himmel als faugt. Die Engel find prächtige Lichter auszie Brüder, die ihre Lob- Lie- ren, da wird man die Freuder mit ihnen gar freund- de gar offenbar spühren. lich und lieblich abfingen, 7. Frolocke, du Erde, das muß dann ganz herr- und jauchzet ihr Hügel, lich, gank práchtig er dieweil du den göttlichen klingen. Saamen geneußt! Denn 5. Sie wandeln auf das ist Jehovah sein götte Erden, und leben im liches Siegel, zum Zeug Himmel; fie bleiben niß, daß Er dir noch Seohnmächtig, und schüt- gen verheißt. Du solt Ben die Welt: Sie uoch mit ihnen aufs prachschmecken den Frieden tigste grünen, wenn erst bey allem Getümmel, ihr verborgenes Leben erfie kriegen, die Aermsten, scheinet, wornach sich dein was ihnen gefällt. Sie Seufßen mit ihnen vereis stehen im Leiden, fie blei- net. ben in Freuden, fie schei- 8.O JEfu! verborgne nen ertödtet den äusseren nes Leben der Seelen, Du heima 960 Dom Chriftlichen Leben. heimliche Zierde der inne wohl, daß man dir nach ren Welt, gieb, daß wir die wandeln soll. heimlichen Wege erwäh. 3. Aber, HErr! wo find' len, wenn gleich uns die ich Starde, zu vollbrin Larve des Creußes ver- gen gute Wercke, dir mit stellt. Hier übel genennet, Lust zu folgen nach? Ach und wenig erkennet, hier mein GOTT! ich bin zu heimlich mit Christo im schwach. Geh ich schon Vater gelebet, dort offent auf guten Wegen, muß lich mit Ihm im Himmel ich bald mich niederlegen; geschwebet. Dich zu lieben, o mein 788. Mel. rr nicht schick Licht, steht in meinen Kräften nicht. Folget mir, colget mir, ruft uns das 4. Zwar mein Geist Leben, was ihr bittet, wird oft bewogen, aber will ich geben, gehet nur bald durchs Fleisch betroden rechten Steg; folget gen, wann die Wollust ich bin selbst der Weg! tritt herfür, freundlich følget mir von ganzem rufend: Folge mir; Ehr Herßen, ich benehm euch und Pracht, samt andern alle Schmerzen: Lernet Sachen, wollen sich zum von mir insgemein, sanft HErren machen. Geig und reich von Demuth und Ungerechtigkeit kom men auch zu diesem feyn. 2. Ja, HErr JESU! Streit. dein Begehren, solt' ich 5. Ach! wie seh ich doch billig dir gewären, weil ein Rennen nach den Gü ich weiß, daß der kein tern, die wir kennen: Lie Christ unter uns zu nen- bet doch die schnöde Welt non ist, der fió gleichfam nur den Reichthum und pflegt zu schamen, deine das Geld: und den HErLast auf sich zu nehmen: ren, der das Leben nach Ach! ich weiß es gar zu dem Sterben uns will ge ben deine Rache. Dom Christlichen Leben. ben, folget niemand mit Da dein theuer- vergoßnes der That, ob mans gleich Blut uns erwarb das versprochen hat. höchste Gut. 6. Aber, HErr, ich will 9. Laß uns auch in fol nicht lassen, dich mit Freu dhen Schranden Christe den zu umfassen, hilf mir lich laufen sonder Wangnädig, stärcke mich, sleif cken, daß uns Lieb und und vest zu holten dich. Freundlichkeit, vest verJener Wege laß ich fah- küpf in dieser Zeit: Sieren, nur mit Dir will ich mand seh in diesem Stüle mich vaaren. Jener Wede, woht zuleben, bie, zuge sind Betrug: wer Dir rücke; Christus gehet vor folget, der ist klug. uns ber; folget, das ist 7. Du bist vor uns her sein Begehr. gegangen, nicht mit grof 10. JESU, du mein sem Stolt und Pran- Licht und Leben! deine gen, nicht mit Hader, Schritte find gang eben, Banck und Streit, fon- und die Stapfen deiner dern mit Barmherzigkeit. Füß halt ich über Honig Gieb, daß wir, als Haus- süß. Hilf, daß ich im Genossen, Dir zu folgen Koth der Sünden meinen unverdroffen, wandeln Gang nicht laffe finden: in der Zugend Bahn, zeig, HENR, deinen arwie Du hast vor uns men Knecht alle Steg und gethan. Wege recht. $ 8. HErr! wie bist Du 11.Las mich deine Gnas doch gelaufen unter je de spihren, meine Tritt nem schnöden Haufen da- also zu führen, daß ich in mals, als der Gunden- der unschuld geh, und nicht Macht dich hat an das bey den Sportern steh: Creuß gebracht, und ein Hilf, daß ich nicht nur in übergrosse Liebe dich für Freuden, sondern auch im uns zum Sterben triebe: Ereug und Leiden, durch fo Ppp 961 LAMAK YWINY 962 Dom Christlichen Leben. so manchen Kampf und mir in der Zeit; dieses in Streit, dir zu folgen sen der Ewigkeit. bereit. 12. Laß mich, HERR, 789. Mel. Wacher auf, rufe uns die Stimme. doch nicht verdriessen, Angſt und Trübsal zu ge- gangs- Quellé! mehr eiligster nieffen, weil man weiß, daß diese Bahn ist ein als Chrystallr ein, klar und rechter Ulnglücks Plan, helle, du lautrer Strom da man muß in Dornen der Heiligkeit! aller Glank baden, und mit Elend sich der Cherubinen und Hei beladen, da dann laufend ligkeit der Seraphinen ift jedermannt gar zu schleu- gegen Dir nur Dunckel nig fallen kan. heit. Ein Vorbild bist 13. Laß mir doch mein Du mir, ach! bilde mich Biel auf Erden nicht solnach Dir, Du mein Alschnell verrücket werden, les! JEfu, en nu, hilf daß ich ja das Gnaden- mir dazu, daß ich mag Licht in der Zeit verliehre heilig seyn wie du. nicht; Gib, daß ich von 2. O stiller JEfu! wle meiner Jugend bis ins A- dein Wille dem Willen ter, mir die Tugend recht deines Vaters stille und von Herßen, nicht zum bis zum Tod gehorsam Schein, hoch laß ange- war; also mach auch gleis legen seyn. Icher Massen mein Herk 14. Hilf mir, HERR und Willen dir gelaffen: vor allen Dingen, meinen Ach! stille meinen Willen Lauf also vollbringen, daß gar; Mach mich Dir ich mich in deiner Lieb und gleich gefinnt, wie ein ge der wahren Demuth üb: horsam Kind, fromm und Hilf, daß ich dir hier ver- stille: JEfu, en nu, hilf traue, und dich dort mit mir dazu, daß ich fein Freuden schaue! Jenes gib stille sey, wie Du. 3. Wach C Dom Christlichen Leben. 963 3. Wachsamer JEsuljnicht Rachgier aus: neivhneSchlummer, in groffmand fan deine Sanft. ser Arbeit, Mich und Kummuth messen, bey der kein mer bist du gewesen Tag Eifer dich gefressen, als und Nacht, du mustesi den Du hatt'st ums Batäglich viel ausstehen, des tres Haus. Mein HeiNachts lagst du vor GOtt land, ach! verleih mir mitFlehen, und hast gebe- Sanftmuth, und dabey ter und gewacht. Gib guten Eifer; JESU, mir auch Wachsamkeit, en nu, hilf mir dazu, daß ich zu dir allzeit wach daß ich sanftmüthig sey und bete: JEsu, ey mu wie Du. hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sey wie Du. 6. Würdigster JEfu, Ehren- König! Du such4. Gütigster JESU test deine Ehre wenig, und ach! wie gnädig, wie lieb- wurdest niedrig und gereich, freundlich und gut- ring; Du wandelst gang thätig, bist du doch ge- ertieft auf Erden, in Des gen Freund und Feind! mnth und in Knechts- Ges dein Sonnen- Glang der berden, erhubst dich selbst scheinet allen, dein Regen in keinem Ding; HErr, muß auf alle fallen, ob sie solche Demuth lehr mich die gleich undand bar auch je mehr und mehr steseynd. Mein Gott! ach! tig üben; JEsit, ey nu, lehre mich, damit hierin- hilf mir dazu, daß ich denen ich dir nacharte: JE- müthig sey, wie Du. fu, en nu, hilf mir dazu, 7. keuscher JESU! daß ich auch gütig sey, all dein Wesen was züchwie Du. tig keusch und auserlesen, 5. Du sanfter JEfu! von Tugend voller Sittwarst unschuldig, und litfamkeit, Gedancken, Neteft alle Schmach gedul- den, Glieder, Sinnen, Ges dig, vergabst, und ließ'st berden, Kleidung und Be. Ppp 2 ginnen NAM CARA ARMADA Vom Christlichen Leben. 964 ginnen war voller lauter Heyland! JEu, ey nu, Züchtigkeit: O mein Jm- laß mich wie Du, und manuel! mach mir Geist, wo Du bist, einst fins Leib und Seel keusch und den Ruh. zichtig: JESU, en nu, 90. Mel. Da unbegreiflich hilf mir dazu, so keusch höchstes Gut. und rein zu seyn wie Du. ERR! aller Weisheit 5 8. Maßger JEsu! dei Quell und Grund, dir ne Weise im Trincken und ist all mein Bermögen Genuß der Sveise lehrt kund: wo Du nicht hilfft, uns die rechte Máßigkeit: und deine Gunst, da ist Den Durst und Hunger mein Thun und Werd dir zu stillen war, statt umsonst. der Koft, des Vaters Wil- 2. Ich, leider! als ein len und Werck vollenden Sunden- Kind, bin von dir bereitt. HErr! hilf Natur zura Guten blind: mir meinen Leib stets zäh- mein Herke, wann dirs men, daß ich bleib dir stets dienen soll, ist ungeschickt nüchtern: JEfu, ey nu, und Thorheit voll. hilf mir dazu, daß ich stets 3 Ja, HErr! ich bin ge nüchtern sey wie Du. ring und schlecht, zu hane 9. Nun, liebster JE- deln dein Geseß und Recht: fu, liebstes Leben! mach Was meinem Nächsten mich in allem dir recht nütt im Land, ist mir vera eben, und deinem heilgen deckt und unbekant. Vorbild gleich: dein Geist 4. Mein Leben ist sehr und Kraft mich gar durch kur ß und schwach, ein dringe, daß ich viel Glau- Lüftlein, das bald läffet bens- Früchte bringe, und nach: Was in der Welt tüchtig werd zu deinem zu prangen pflegt, das ist Reich. Ach! zeuch mich mir wenig bengelegt. gang zu Dir, behalt 5. Wann ich auch gleich mich für und für, treuer/ vollkommen war, hätt alle Dom Chriftlichen Leben. 965 alle Gaben, Ruhm, und die Weißheit, die vor dei Ehr, und folt, entrathen nem Thron all stets ere deines Lichts; so wär ich scheint in ihrer Kron. doch ein lauter Nichts 11. Ich lieb ihr liebes 6. Was hilfts, wann Angesicht, sie ist mein's einer gleich viel weiß, und Herzens Freund undLicht, hat zuförderst nicht mit sie ist die schönste, die mich Fleiß gelernet deine hält, und meinen Augen Furcht und Dienst? der wohlgefällt. hat mehr Schaden als 12. Sie ist hochedel aus. Gewinnst. erkohrn, von dir, o Hochs 7. Das Wissen, das ster: selbst gebohrn! sie ist ein Mensche führt, wird der hellen Sonnen gleich, leichtlich in sich selbst verjan Tugend und an Gairrt: Wenn unsre Kunst ben reich. am meisten kan, so stößt 13. Ihr Mund ist süß fie aller Enden an. und tröstet schön, wann 8. Wie mancher stür- uns die Augen übergehn: Bet feine Seel aus Wann uns der Kummer Klugheit, wie Ahitophel niederdrückt, so ist fie's, die und nimmt, weil er GOtt das Herz erquickt. nicht recht kennt, mit 14 Sie ist voll Ehr und seinem Wig ein schreck- Herrlichkeit, bewahrt uns lich End. vor der Sterblichkeit; wer 9. D GOtt, mein Bafleißig um sie kämpft und ter! kehre dich zu meiner wirbt, der bleibet lebend, Bitt, und höre mich, wann er stirbt. nimm solche Thorheit von mir hin, und gieb mir ei nen bessern Sinn. 15.Sie ist des Scho pfers nächster Nath, von Worten mächtig und von 10. Gieb mir die Weis That: durch sie erfährt die heit, die du liebst, und de- blinde Welt, was GOtt nen, die dich lieben, giebst; gedenckt in seinem Zelt. Ppp 3 16. Denn YAMALA ARINLY Dom Chriftlichen Leben. 966 16. Denn, welcher kenntniß und Verstand, Mensch weiß Gottes das ich an Dir alleine kleb, Rath? wer ists, der je und nur nach deinem Wilerfunden hat den Schlußlen leb. den Er im Himmel 22. Gib mir durch fie schleußt? den Weg, den Geschicklichkeit, zur WahrEr uns laufen heißt? heit laß mich seyn bereit; 17. Die Seele wohnet Daß ich nicht mach aus in der Erd, und wird durch sauer süß, noch aus dem ihre Last beschwert: Die Lichte Finsterniß. Sinnen hin und her zers 23. Gib Lieb und Lust streut find ja von Irr- zu deinem Wort, hilf, daß thum nicht befreyt. ich bleib an meinem Ort, 18. Wer will erforschen und mich zur frommen was GOtt segt? und sa- Schaar gesell, in ihren gen, was sein Herz er- Rath mein Wesen stell. gozt? Es sey denn, der du 24. Gib auch, daß ich ewig lebst, daß du uns gern jedermann mit Rath deine Weisheit geb'st. und That, so viel ich kan, 19. Drum sende sie von aus rechter unverfälsch deinem Chron, und gieb fiester Treu, zu helfen allzeit deinem Kind und Sohn: willig sey. Ach! schutt und geuß sie 25. Auf daß in allem reichlich aus in meines was ich thu, in deiner Lie Herzens armes Haus. be nehme zu: Denn wer 20. Befiehl ihr, daß sich nicht der Weisheit fie mit mir fen, und wo giebt, der bleibt von Dir ich gehe, stehe ben: Wann auch ungeliebt. ich arbeite, heife sie mir 791. M. Dir, dir, Jehovah tragen meine schwere Müh. will ich singen. ERR JESU Chrift, mein Licht und Leben! 21. Gieb mir, durch ihre weise Hand die recht Er- Erneure meinen Geist, famt Dom Chriftlichen Leben. 967 famt Leib und Seel: Dir, Freude, und allzeit könne Dirhab ich mich gang er- gutes Muthes seyn, Ach! geben, mit meiner Geel nimm dich meiner treudich inniglich vermähblich an; so fehl ich nicht Ach! nimm dich meinersfo fehl ich nicht der rechten herzlich an, und zeige Bahn. mir, und führe mich die Lebens- Bahn. 5. O JEfu Christe, Heil der Menschen, o 2. Und weil ich auch all- wahrer GOtt, von aller hier noch lebe, sogib mir Ewigkeit! die Sünde deinen heilgen guten wollst du gank versencken, Geist: Daß ich in deinem die sich in mir noch regt zu Willen schwebe, und thue dieser Zeit. Ach! nimin nur, was du mein GOtt dich meiner herzlich an, mir heiß'st. Ach! nimm und führe mich, ia führe dich meiner allzeit an, und mich die Lebens- Bahn. führe mich, ach! führe 792. Mel. Err Christ der mich auf ebner Bahn. ein'ge Gottes Sobn. 3. Mein JEsu, laß mich mit dir ſterben, und mir ERR JESU Chrift, mein Leben und eins dir leb'n in Ewigkeit; was ge Zuversicht, dir hab ich fündlich ist, las gang ver mich ergeben, verlaß, ver derben. Ach! mache mich laß mich nicht; Ach! laß mein GOtt! fein bald be mich deinen Willen bea reit. D! nimm dich meiändiglich erfüllen, Du ner Seelen an, und führe meiner Seelen Zier. mich, ja führe mich die 2. Ach! schenck mir deiLebens. Bahn. ne Liebe, mein Hort und 4. Wenn ich von auß- Brautigam: gib, daß ich und innen leide Anfech- nicht betrübe dich, werthes tung, Schmach, Verfol- Gottes- Lamm; ach! lag gung, Angst und Pein, mich an dir hangen, im so gib, daß ich stets bleib in Herken dich umfangen, Ppp 4 denn. YA AKA WINE 968 Vom Christlichen Leben. denn Du bist Liebensnach dort oben, in alle werth. Ewigkeit. 3. In Liebe las mich 7 Mein Heyland! Du bremen, und an dir hal wollst kommen, ja komm! ten vest, von dir laß mich Ach! komme doch, erloſe nichts trefen, Du bist der deine Frommen von allem Allerbest; ach! laß mich Band und Joch: Uch! mit dir fierben, und nach- JEfu, kommund dámpfe mals auch ererben das das Fleisch, gib, daß ich Reich der Herrlichkeit. fämpfe allein durch deine 4. Ach! las mich allzeit Kraft. bleiben ein grüner Reban 8. Nun Vater, hör Dir, Dir will ich mich mein Lallen; mein JEsu! verschreiben, ach! weiche meine Bitt laß dir doch nicht von mir: ich bleib nicht mißfallen, und selber Dir gang ergeben im Tod mich vertritt: GOtt Heilund auch im Leben, ady ger Geist, erfülle mein hilf mir Armen bald. Herb, daß es sen stille, 5. Nun, JESU! fen und allzeit lobe dich. mein Leben, mein Alles 793. Mel Err Christ, der gang allein, vach Dir laß ein'ge GOttes Sohn. mich frets ftreben, so werd err JEfu, Gnadenich selig feyn; Ach! laß Sonne, wahrhaftes mich dich ftets suchen, und Lebens- Licht! laß Leben, alles das verfluchen, was Licht und Wonne mein mich von dir hålt ab. jblödes Angesicht nach dei6. Gib, daß ich mein ner Gnad erfreuen, und Vertrauen nur ses auf meinen Geist erneuen; dich allein, HERR! laß mein GOtt, versag mirs mich auf dich schauen, nicht! und warten allzeit dein, 2. Bergib mir meine ja laß mich dich stets Sünden, und wirffie hins loben, hier und Her- lter dich, laß allen Zorn vers Dom Thriftlichen Leben. 969 verschwinden, und hilf ge- be dich ewig lieben kan, nádiglich: lag deine Frie- und Dir zum Wohlges dens- Gaben mein armes fallen beständig moge Herge laben, ach! HErr wallen auf rechter Les erhöre mich! bens- Bahn. 3. Vertreibaus meiner 7. Nun, HErr, verleih Seelen den alten Adams- mir Stårcke, verleih mir Sinn, und laß mich dich Kraft und Muth; denn erwählen, daß ich mich das sind Gnaden Wercke, künftig hin zu deinem die dein Geist schafft und Dienst ergebe, und dir zu thut; hingegen meine Ehren leben, weil ich erlò- Sinnen, mein Laffen und fet bin. Beginnen, ist böse und 4. Befördre dein Er- nicht gut. känntniß in mir, mein 8. Darum, du Gott Seelen Hort, und öfne der Gnaden, du Bater almein Verständniß durchster Zreu! wend allen Sees dein heiliges Wort: da jten Schaden, und mach mit ich an dich gläube, mich täglich neu: gib daß und in der Wahrheit blei ich deinen Willen friets fir be, zur Troß der Höllen- che zu erfüllen, und steh Pfort. mir fráftig bey! 5. Tranck mich andei nen Brüffen, und creuß ge 794 In eigener Mel. mein Begier, famt allen HERR, lehr mich thun nach deinem Wohlges bösen Luften, auf daß ich fallen, dein guter Geist für und für der Sünden führ mich auf ebner Bahn, Welt absterbe, und nach daß ich dich mehr und dem Fleisch verderbe, hin- mehr erkennen kan, und gegen lebe Dir. mit dem Sinn schon in 6. Ach! zunde deine Liedem Himmel wallen. Hilf be in meiner Seelen an, daß ich fort und fort am das ich aus innerm Trie-/ Glauben völl'ger werd Ppps = 970 Dom Chriftlichen Leben. verleugne stets mich mich nicht vergaffen, daselbst, verleugne Welt mit ich nicht daben der arund Erd. men Seel verges, nicht 2. Kein Heuchelschbein jenseits zaghaft sen, noch kein Falt und laulich We- diffeits mich vermeß. sen beflecke meinen Geut: 5. Daß du mein GOtt, Aufrichtigkeit und recherfüllest all's in allen, das ter Ernst sey meine Fróm- du mein GOtt, allgegenmigkeit: Nach deinem wärtig bist, und deinem Licht, so wir im Wor- Alug gar nichts verborgen te leſen, erleuchte meinen ist; das hält mich ab, in Gang, daß ich, durch Sünde nicht zu fallen; dein Geleit, geh ohne Fin Dein Name werd mir sterniß in Lieb und Thät-/ groß, dein Zorn mir nicht lichkeit. zu theil, und deine Gnade 3. Gieb, daß ich stets in fey mein Schaß, mein allem Thun bedencke, ob Glück und Heil. deine Ehr desselben End 6. Auch was u wilt, Zweck sey? Ob ich was davor soll mir nicht thu, das mich am End grauen, ich scheue nichts, gereu? Ob ich mich stets kein Leiden, keine Noth, nach meinen Tauf Bundles tritt mein Kampf mit lencke? ob ich auch durch dir, die Feinde in den und durch von dir mich Koth: gib, daß ich nur Heil'gen laß? Ja ob viel- allein dir mög vertrauen: leicht noch heut der Tod ich weiß, Du weist viel mich mache blaß? mehr die Sorge, die uns 4. Mein Seligseyn laß plagt, verláß'st versäumst mich mit Zzittern schaffen, uns nicht, gleichwie du die Eitelkeit so fliehen als zugesagt. Berbot, und gegen dir an 7. Laß mir schon hier fehn als garfigen Koth, in von deinerGottheit schme Ehr und Freud, in Geld dken, ach! laß schon hier empfinden Dom Christlichen Leben. 971 pfinden deine Kraft, bis 3. Die Lust des Fleisbes mich dein Will gar in den dåmpf in mir, daß sie Himmelschafft, da fich nicht überwinde. Recht. dein Lob auf ewig wird schaffne Lieb und Luft zu erstrecken, da die Bolle dir in meinem Herß n an: komenheit ist ewge Freud zünde, daß ich in Noth, und Licht, da ich in Klar- bis in den Tod, dich und heit schau dein herrlichs dein Wort bekenne; und Angesicht. mich kein Truß noch Ei795. Mel. Was mein GOtt gennuk von deiner Wahr. will das g'scheb allzeit. Heit trenne. if mir, mein Gott! 4. Behüte mich vor bilf, daß nach dir von Zorn und Grimm, mein Herzen mich verlange: Herß mit Sanftmuth Und ich dich suche mit Beziere; Auch alle Hoffarth gier, wenn mir wird angst von mir nimm, zur Deund bange. Verleih, daßmuth mich anführe. ich mit Freuden dich in Was sich noch findt von meiner Angst bald finde, alter Sund, laß mich hinGib mir den Sinn, daß fort ablegen. Trost, Fried ich forthin meid alle und Freud laß jederzeit fich Schand und Sünde. in mir Armen regen. $ uf 5. Den Glauben starck, die Lieb erhalt, die Hoffmich deiner Gnad erge- nung mache veste, daß ich be: Hab immer en zer von dir nicht wandke bald, knirschtes Herk, in wah- Beständigkeit ists Beste: rer Busse lebe. Vor dir Den Mund bewahr, daß erschein, herzlich bewein nicht Gefahr durch ihn all' meine Missethaten. mir werd erwecket. Speif Die Hand' allzeit laß feyn ab den Leib, doch daß er bereit, dem Dürftigen bleib von Geilheit uns zu rathen. beflecket. 6. Gib 2. Hilf, daß ich stets mit Reu und Schmerz NAMAMA W 972 Dom Chriftlichen Leben, 6. Gib daß ich treu und 2. Denn lieber! denck fleißig fen in dem, was mir und fage mir: Was vor gebühret. Daß ich auch ein Stand ist wohl allhier, nicht durch Heucheley dem nicht sein Angst, sein mo Ehr- Geist werd ver- Schmert und Weh allführet. Beichtfertigkeit, tåglich übern Haupte Haß, Zandkund Neid tag steh? Ist auch ein Ort in mir nicht verbleiben[ des Kummers frey, und Verstockten Sinn und wo kein' Klag noch Sors Diebs- Gewinnvollst ferge fen? ne von mir treiben. 3. Sieh unsern ganßen 7. Hilf, daß ich folge Lebens- Lauf, ist auch ein reuem Rath, von falscher Tag von Jugend auf, der Meynung trete: Dem nicht sein' rigne Quaal Armen helfe mit der und Plag auf seinem RüThat, für Freund' und den mit fich trag? ist nicht Feind stets bete; Dien die Freude, die uns stillt, jedermann, ſo viel ichkan: jauch selbst mit Jammer Das Böse haß und meide, überfüllt? nach deinem Wort an al- 4. Hat einer Glück und lem Ort, bis ich von hin- gute Zeit, hilf GOtt! wie nen scheide. tobt und stürmt der Neid! 796. Mel. Vater unser im hat einer Ehr und grosse Gimmelreich. Würd, ach! mit was groß It hab oft ben mir selbst se Last und Bürd ist, der bedacht, wenn ich den vor andern wird geehrt, Lauf der Welt betrach vor andern auch dabey bet't: ob auch das Leben schwert! dieser Erd uns gut sey und 5. Ist einer heute gutes des Wünschens werth? Muths, ergoht und freut Und ob nicht der viel beß fich seines Guts, ch ers fer thu, der fich fein zei- vermeynt, fährt sein Ge tig gibt zur Ruh? winn zusamt den guten Mu 973 Dom Christlichen Leben. Muthe hin; wie plöslich 9. Hat er nicht Gold, kommt ein Ungestum so hat er GOTT, fragt und wirft die groffen nichts nach böser Leute Güter üm? Spott, verwirft mit 6. Bist du denn fromm Freuden und verlächt der und fleuchst die Welt, und Welt verkehrten Stolk liebst GOTT mehr als und Pracht; Sein Ehr Gold und Geld: so wird ist Hoffnung und Geduld, dein Ruhm, dein Schmuk sein' Hoheit ist des Hochund Kron im aller Welt sten Huld. zu Spott und Hohn: 10. Es weiß ein Christ denn wer der Welt nicht und bleibt dabey, daß heucheln kan, den sieht| GOTT sein Freund und man gang für albern Batersey; er hau, er stech, er brenn, er schneid, hier an. 7. Nun ist es wahr, es ist nichts, daß uns von steht uns hier die Trübsal ihm scheid't; je mehr Er täglich vor der Thir, und schlägt, je mehr Er liebt, findt ein jeder überall des bleibt fromm, ob er uns Creußes Noth und bittre gleich betrübt. Quaal. Solt aber drum II. Laß alles fallen, der Chriften Licht gar wie es fällt, wer Chrinichts meht seyn? Das ti Lieb' im Herzen hält, glaub ich nicht. der ist ein Held, und 8. Ein Christe, der an bleibt bestehn, wenn Chrifto klebt, und stets in Erd und Himmel unters Geist und Glauben lebt, gehn. Und wenn ihn dem kan kein Unglitch, kei alle Welt verläßt, hålt ne Pein im gangen Leben Gottes Wort ihn steif schädlich seyn: Gehts ihm und vest. nicht allzeit, wie es soll, 12. Des Höchsten Wort so ist ihm dennoch allzeit dämpft alles Leid, und wohl. kehrts in lauter Lust und Frend, LAM AKA ZWIN 974 Dom Chriftlichen Leben. Freud, es nimmt dem Un- 16. Leb immerhin, so glück alles Gift. das, obs lang Erwill; ists Leben uns gleich verfolgt, und schwer, so sey du still, es trifft, es dennoch unser geht zuleßt in Freuden Herße nie in allzu groffes aus: im Himmel ist ein Trauren zieh. schones Haus, da, wer nach 13. En nun, so måsge Chrifto hier gestrebt, mit deine Klag: ist dieses Leben Christi Engein ewig lebt. voller plag, ists dennoch 797. Mel. Meine Soffnung an der Christen Theil auch steber veste. voller Gottes und weil wer GOLF J Erden ist doch nichts vertraut und Christum als Eitelkeit, böf Erem. chrt, der bleibt im Creuß pel, viel Beschwerden, auch unversehrt. Plage, Klage, Müh und 14. Gleichwie das Gold Streit, Kummer, Sor durchs Feuer geht, und in gen, Angst und Noth, dem Ofen wohl besteht; so Kranckheit und zulegt bleibt ein Christ, durch der Tod. Gottes Gnad im Elends. 2. Oso dencke drauf im Ofen ohne Schad. Ein Herzen, frommer Chrift, Kind bleibt seines Baters mit allem Fleiß, wie du fol. Kind, obs gleich des Bache Noth und Schmerßen ters Zucht empfindt. brechen kanst als Grun 15. Drum liebes Herk des Eis! Laß aus deinen sen ohne Schen, und sieh Herßen nicht diesen treuen auf deines Baters Treu: Unterricht. Empfindst du hier auch fsei- j 3. Habe deine Lust am ne Ruth, Er meynts nicht HErren, las ihn seyn dein bos, es ist die gut. Gib höchstes Gut: Er ist nah dich getroft in seine Hand, und nicht so ferren, eines nimmt zulegt ein gutes zusprechen Trost und End. Muth, seine Gnad und stare Dom Chriftlichen Leben. 975 starcke Hand gehet durch nicht mehr an, als was er das ganze Land.. nur tragen kan. 4. Augen. Lust und 8. Stets ans Ende hier schnode Freude, Uleppig gedencke, und an Christi keit, als Wust und Koth, Creuß und Tod, in sein' vor den Augen Gottes Wunden dich einsencke, meide, wilt du seyn befrent also kommst du aus der vom Tod; deinen Leib, Noth, von der Pein und das Faß der Ehren sollst du bösen Zeit, zur gewünsch nimmermehr versehren. ten Seligkeit. 5. Nimm dir vor, vor 798. M.Wer nur den lieben sondern allen, daß du su- GOtt läßt walten. chest GOtt allein mit demch halte GOTZ in alGlauben zu gefallen, vol- S lem stille, er lieber mich ler Lieb ohn argen Schein. in Freud und Schmerk, Beichte deine Sünd und wie gut ist Gottes BaSchuld, so bekommst du ters Wille, wie freundlich Gottes Huld. sein verliebtes Hers! Er 6. Nimmer gehe falsch ist mein Hort und meine im Handeln, noch im Re- Zier, was GOtt gefällt, den, noch im Thun: Wilt gefällt auch mir. du vor dem HERREN 2. Mein GOtt weiß alwandeln, dermahleins les wohl zu machen, Erift auch selig ruhn, liebejder ewig treue Freund, Er Wahrheit, Recht und läßt mich nach dem WeiZucht, als des Geistes nen lachen, was Er thut, rechte Frucht. das ist wohl gemeint, ſein 7. Eitle Ehrund Pracht Lieben währet für und verachte, Demuth lieb für; Was GOtt gefäht und Niedrigkeit, nach dem gefällt auch mir. Himmel ernstlich trachte, 3. Sein Wille bleibet trag geduldig Creuß und mein Bergnügen, so lang Leid, GOtt thut keinemlich leb auf dieser Welt, was 976 Dom Christlichen Leben. was kan mein eigner Wille 2 Gib mir, mein Soin! tigen, der das nicht will, dein Herz, sprichst du, das was GOTT gefäut, ich ist mir lieb und werth: du denk an meine Christ- Ge findest anders auch nicht bithr, was GOtt gefällt, Ruh im Himmel und gefällt auch mir. auf Erd. 4. Er will und wird 3. Nun Du, mein Ba mich ewig lieben, Erweiß ter! nimm es an, mein wohl, was mir núglich sey, Herkz, veracht es nicht: Er hat mich in die Handlich gebs, so gut ich geben geschrieben, mit- lauterm kan, kehr zu mir dein Golde feiner Treu, weg, Gesicht. eigner Wille, weg mitdir, 4. Zwar ist es voller was GOtt gefällt, gefällt Sünden- Wust, und voller Eitelkeit, des Guten auch mir. 5. Gott will, daß mir aber unbewust, der wahgeholfen werde, Er will ren Frömmigkeit. der Seelen Geligkeit, 5. Doch aber steht es drum reiß ich mich von nun in Neu, erkennt sein'n dieser Erde durch wahre Uebelstand, undtråget Gott- Gelaffenheit, fein m jego vor dem Scheu, da Will'n ergeb mich dort vons zuvor Lust fand. und hier, was GOtt ge fällt, gefällt auch mir. 6. Hier fällt und liegt es dir zu Fuß, und schrent: nur schlage zu; zerknirsch, 799. M. Lun sich der Taglo Bater! daß ich Buß geendet hat. ( rechtschaffen vor dir thu. ein GOTT! das 7. Zermalm mir meine Herß ich bringe Hårtigkeit, mach mürbe dir zur Gäbe und Gemeinen Sinn', daß ich in fchend, duforderst dieses Seufzer, Neu und Leid ja von mir, des bin ich und Thränen gang zerrinn. eingedenck. 8. So Dom Chriftlichen Leben. 977 8. So dann nimm mich Falschheit aus, schenck mir mein JEfus Christ! tauch stets deinen Trieb. mich tief in dein Blut: 14. Hilf, daß ich fey von ich glaub, daß du gecreu Hergen treu im Glauben Bigt bist der Welt und meinem GOtt, daß mich mir zu gut. im Guten nicht mach scheu 9. Stård mein' sonst der Welt List, Macht schwacheGlaubens Hand, und Spott. zu fassen auf dein Blat: 15. Hilf, daß ich sey von als der Vergebung Un Herzen vest, im Hoffen terpfand, das alles ma und Geduld, daß, wenn chet gut. du mich nur nicht verläßt, mich tröste deine Huld. 10. Schendk mir, nach deiner JEsus- Huld, Ge 16. Hilf, daß ich sey von rechtigkeit und Heil, und Herzen rein im Lieben, nimm auf dich mein und erweis, daß mein Sünden Schuld, und mei Thun nicht sey Augens ner Strafe Theil. Schein, durchs Werck, zu deinem Preis. II. In dich wollst Du mich kleiden ein, dein' Un 17. Hilf, daß ich sey von schuld ziehen an, daß ich, Hertzen schlecht, aufrichtig von allen Ginden rein, vor GOtt bestehen kan. ohn Betrug, daß meine Wort und Werde recht, 12. GOtt heilger Geist! uad niemand schelt ohn nimm du auch mich in Fug. die Gemeinschaft ein; er- 18. Hilf, daß ich sey von gieß, um JESu Wil- Hergen klein, Demuth len dich tief in mein Herz und Sanftmuth halt, hinein. daß ich von aller Welt13. Dein Göttlich Licht Lieb rein, vom Fall auf schbütt in mir aus, und stehe bald. Brunst der reinen Lieb: 19. Hilf, daß ich sey von lisch Finsterniß, Haß, Herzen fromm, ohn' alle 299 Heus LAR AM 978 Dom Christlichen Leben. Heuchelen, damit meinlich nicht, denn er ist allein, ganges Christenthum dir mein Leben; Wer Ihn wohlgefällig sey. hat, dem nichts gebricht, 20. Nimgar, o GOtt und kan sich zufrieden ge zum Tempel ein mein Herz ben: Er gerath in was für hier in der Zeit; ja laß Noth, wars auch Satan, es auch dein Wohn, Haus Sünd und Tod. fein in jener Ewigkeit. 2. Meinen JESUM 21. Dir geb ichs gang laß ich nicht, weil kein zu eigen hin, brauchs wo- beßrer Freund auf Erden;" zu dirs gefällt, ich weiß, Denn Er, JESUS un daß ich der Deine bin, der fer Licht, springt in aller Deine, nicht der Welt. ley Beschwerden mir ge treulich an die Seit, liebt mich bis in Ewigkeit. 22. Drum soll sie nun und nimermehr, dis rich ten aus bey mir, fie lock und droh auch noch so sehr, daß ich soll dienen ihr. 3. Meinen JESUM, laß ich nicht, wenn mich alle Menschen haffen, 23. In Ewigkeit ge und der Feinde Macht schicht das nicht, du falsche einbricht, auch gedencket Teufels- Braut: gar we- so zu fassen, daß ich gleich nig mich, GOTT Lob! soll untergehn, bleibt ansicht, dein' glänzend mir seine Rettung Schlangen Haut. stehn. 24. Weg Welt! Weg 4. Meinen JESUM Sund! dir geb ich nicht laß ich nicht, wenn mich mein Hert: nur, JESU meine Sünden quälen, Dir, ist dis Geschencke zu- wann mein Herz und gericht't, behalt es für Gatan spricht: Sie sind und für. groß, und nicht zu zäh 800. Melod. JEfus meine len. Spricht Er: Sey getroft mein stind; Ich einen JESUM laß ich tilg all deine Sind. Meinen Zuversicht. 5. Mei. Dom Christlichen Leben. 979 5. Meinen JESUM stets betrübe, und fast sædlaß ich nicht wann mir me selbf vor mir; aber bricht in legten Zügen du mein HErr undGOtt, meiner schwachen Augenach! zerbrich durch deinen Licht; Da erst, da hilft Tod, was die arme Seel Er mir fiegen, ja ins legie beflecket, und sie ins Bere Welt- Gericht läffet Erderben stecket. mich kommen nicht. 3.Führe meiner Seelen 6. Meinen JESum Dürsten doch durch deilaß ich nicht, denn Erinen Tod und Graus, o Du wird auch mich nicht laf Fürst der Sieges- Früften, fen; Dieses glaub ich, an- zu dem Triumphiren aus! ders nicht, und Er wird o mein GOtr, HErr Ze mich nimmer haffen. Dabaoth, schlage doch in deis rum sprech ich: Jhn, nem Tod gang den alten mein Licht, meinen JE- Menschen nieder, daß der SUM laß ich nicht. ncue lebe wieder. D 4. Bist Du doch in mir erschienen, ey so bleib doch auch in mir: ich will dir ja Du allertiefste ie- willig dienen, und dein be, die in Chrifto bleiben für und für. Faffe JEfu ist, in der ich mich mich doch gang in dich, stetig übe, der mein Herze halt mich in dir vestiglich, nicht vergißt: Schencke! daß ich nicht von dir kan mir doch deine Kron, und weichen, laß mich dieses dein Perlein o mein Lohn! Seyl erreichen. drick es doch in meine 5. Du bist mir gang Seele, die ich dir nun auserlesen, o Du meiner gang befehle. Seelen Gut. Jesu acht 2.0 Du allerfüßte Lie- idein himmlisch Wesen sey be, ich bin zwar unrein vor mein Brod; mein Tranc Dir, daß ich mich drumldein Blut, trindaus dei2992 nem 801.m.3ion klagt mirungft und Schmergen. 980 Dom Chriftlichen Leben. nem Brünnlein meinin mir meinen Hunger Seel, und führe ein detne stete nach dir: stärcke mich, Lieb in mein Verlangen, o füffe Liebe! in des Gei laß mich seyn in dir gestes Kraft und Triebe. fangen. 9. Weck in die mich auf 6. Adam ist von dir ge- zum Leben, daß ich deine wichen, und ich auch in Süssigkeit möge schme ihm zugleich; drum ist cken, und erheben meinen auch mein Bild verbli- Geist aus dieser Zeit; chen, und ich todt am Bleibe doch durch deine Himelreich: nun, so weck Kraft selbst in mir; Ach! es durch dein Wort wieder gib doch Saft, edler in mir auf, mein Hort! We instock, deinem Re gieb Du wieder Geist ben, ohne dich kan ich und Leben, ich will mich nicht leben. dir wieder geben. 10.O du allerfüßte Lies 7. Es hat ja all deinen be, durch die Liebe bitt ich Frommen zugesagt dein dich, die des Vaters Zorn treuer Mund, daß Du vertriebe, und verschlang willt zu ihnen kommen, zur Lieb in sich: Ach! ver wohnen in des Herzenschling auch doch den Grund: ja dein füsser Zorn, der in meiner Seel Mund verheißt denenjerbohrn, durch dieselbe deinen guten Geist, die grosse Liebe, daß sie sich in deiner heilgen Hütten im Lieben übe. suchen dich und darum bitten. 11.Führe dich in meinen Willen, und mich auch in 8. Nun ich führ in die deinen ein, laß dein Hers Zusage meiner Seelen mein Herze stillen, laß Hunger ein, dis Wortjmein Herz in deinem seyn foll mein Lebetage mein dein Gehorsam sey in mir Brodt in dem Hunger mein Gehorsam sey inDi seyn: Ach! vermehre Duldaß ich Dir noch auf der Er Dom Christlichen Leben. 981 Erden möge gang gehor- des Vaters Seegen rinsam werden. gen. 12. Was soll ich mich 15. Dich will ich mir hier noch qualen, und auserwehlen, denn Du der Welt anhängig seyn? bist mein süsses Licht, Nim Du den Durst mei- leuchte meiner armen ner Seelen doch in deine Seelen, Du weiss st, daß Wunden ein, in die Wun es ihr gebricht; Weil dis den, da dein Blut aus Fleisch und Blut der Mist, quall und des Zornes Glut ihr ein finfirer Kercker ist: in der füffen Liebe dámte, Führe fie auf rechter und den Grimm der Höl- Strasse, daß sie falsche len hemmte. Wege haffe. 13- Führ in deine hohle 16. Triff mein Herk Seiten, daraus Blut und mit deinem Hammer, Wasser rann, meinen führe mich, o JESU Hunger jederzeiten, nimm du! durch des grimmgen o Fels! dein Taublein Todes Jammer ein in an: wirf mich ganz und deinen Tod und Ruh: gar darein, ich bin dein, Daß mein Leib am Jung. sey Du doch mein, labesten Tag in dir auferstemich in deinem Leben, hen mag, auf dein Wort laß mich vest an Dir bejaus deinem Sterben, kleben. und dein ewges Leben erben. 14. Edler Weinstock, dem ich diene, gib doch dei 17. Lehre du mich alles nem Reben Saft, daß ich halten, was Du von mir in dir wachs' und grüne, forderst nun: ich will aus dir ziehe meine Kraft: dich nur laffen walten, sey Bring durch deine Kraft mein Wissen, Will und in mir eine rechte Kraft Thun; ach! mein Leiter, herfür. Ach! laß mich viel laß doch mich nirgends ges Früchte bringen, nach hen ohne dich denn ich hab 2993 mich 982 Dom Chriftlichen Leben. mich deinem Namen gang ges Niedrigkeiten und und gar ergeben, Amen. veracht und schndd ge802. Mel. Alle Menschen macht. 4. Schau doc aber unmüssen sterben. Durchbrecher aller fre Ketten, da wir mit der Bande! der du im Creatur feufßen, ringen, mer bey mir bift, bey dem schreyen, beten um Erld Schaden, Sport und sung von Natur, von dem Schande, lauter Lust und Dienst der Eitelkeiten, der Himmel ist; übe ferner uns noch so harte drückt, dein Gerichte wider unjungeacht der Geist in Zei fern Adams- Sinn, bis ten sich auf etwas beffers uns dein so treu Gesichte schickt. führet aus dem Kercker hin. 5. Ach! erheb die mat. ten Kräfte, sich einmahl zu 2. Ifts doch deines Ba- reiffen los, und durch alle ters Wille, daß du endest Welt- Geschäfte durchges dieses Werck, hierzu brochen stehen bloß; Weg wohnt in dir die Fille al mit Menschen Furcht und ler Weisheit, Lieb und Zagen, weich Bernunfts Starck, daß du nichts von Bedencklichkeit! fort mit dem verlierest, was er dir Schen vor Schmach und geschencket hat, und es von Plagen! weg des Fleisches dem Treiben führest zu der Bärtlichkeit. füffen Ruhestatt. 6. HERN! zermalme 3. Ach! so must du uns brich und reisse die verbos vollenden, will und fanft te Macht entzwey, dende, ja anders nicht; denn wir daß ein armer Mensche dir find in deinen Händen, im Tod nichts nüße sey. dein Herz ist auf uns ges Heb ihn aus dem Staub richt; Ob wir wohl vor der Sünden, wirf die allen Leuten als gefangen Schlangen- Brut hinaus Snd geacht, weil des Creu- laß und wahre Freyhet fin Dom Chriftuchen Leben. 983 finden in des Vaters 10. Ach! wietheur sind Hochzeit- Haus. wir erworben, nicht der 7. Wir verlangen keine Menschen Knecht zu seyn; Ruhe für das Fleisch in Drum, so wahrDu bist gea Ewigkeit. Wie du's nöthig storben, must Du uns auch find it, so thue noch vor un- machen rein, rein und frey frer Abschieds- Zeit; Aber und gans vollkommen, unser Geist der bindet, dich nach dem besten Bild ge im Glauben, låst dich bildt. Der hat Gnad um nicht, bis er die Erlösung Gnad bekommen, wer aus findet, da ihm Zeit und deiner Füll sich füllt. Maaß gebricht. 11. Liebe! zeuch uns in 8. Herrscher, herrscheldein Sterben, laß mit dir Sieger, fiege, König, gecreußigt seyn, was dein brauch dein Regiment, Reich nicht kan ererben; führe deines Reiches Krie führ ins Paradies uns ge, mach der Sclavereyjein. Doch wohlan, du ein End! Laß doch aus der wirst nicht säumen, wo Grub die Seelen durch wir nur nicht läßig seyn, des neuen Bundes Blut: werden wir doch als wie Laß uns länger nicht so träumen, wenn die Freyqualen, denn Du meynsis heit bricht herein. mit uns ja gut. GOtt, du frommer 9. Haben wir uns selbst gefangen in Lust und Ge fälligkeit; ach! so laß uns GOtt, du Brunnnicht stets hangen in dem quell aller Gaben! ohn den Tod der Eitelkeit: Denn nichts ist, was ist, von dem die Last treibt uns zu ru- wir alles haben: gefunden fen, alle schreyen wir dich Leib gib mir, und daß in in, zeig doch nur die ersten solchem Leib ein unverleßStufen der gebrochnen/ te Seel und rein Gewis reyheits- Bahn. fen bleib. 0994 2. Gib 803. Mel. Nun dancket alle GOtt. 984 Dom Christlichen Leben. 2. Gib, daß ich thu mit von unrechten Gut nichts Fleiß, was mir zu thun untermenget sen. gebühret, worzu mich dein 6. Soll ich in dieser Befehl in meinem Stan- Welt mein Leben höher de führet. Gieb, daß ichs bringen, durch manchen thue bald, zu der Zeit, da sauren Tritt hindurch ins ich voll und wann ichs thu, Alter dringen; so gieb so gieb, daßes gerathewohl. Geduld: vor Sund und 3. Hilf, daß ich rede Schanden mich bewahr, flets, womit ich kan be auf daß ich tragen mag stehen; laß kein unnützes mit Ehren graues Haar. Wort aus meinem Mün 7. Laß mich an meinem de gehen; und wenn in End auf Christi Tod abs meinem Umt ich reden soll scheiden, die Seele nimm und muß, so gieb den Wor zu dir, hinauf zu deinen ten Kraft, und Nach Freuden; dem Leib ein druck, ohn Verdruß. Raumlein gönn bey from 4. Find't fich Gefähr- mer Christen Grab, auf lichkeit, so laß mich nicht daß er seine Ruh an ihrer verjagen, gieb einen Hel- Seite hab. den Muth, das Creuß hilf 8. Wenn du die Todten selber tragen: Gib, daß ich wirst an jenem Tag erwe meinen Feind mit Sanft den, fo thu auch deine muth überwind, und wenn Hand zu meinem Grab ich Rath bedarf, auch gu- ausstrecken, laß hören deiten Rath erfind. ne Stimm, und meinen 5. Laß mich mit jeder Leib weck auf, und führ mann inFried und Freund ihn schön verklärt zum schaft leben, so weit es Auserwählten Hauf. Chriftlich ist. Wilt du mir 804. Mel. Dir, die Jehoval etwas geben an Neich- will ich fingen. thum, Gut und Geld, fo gieb auch dies dabey, dasJEfu meiner Se daß len Leben, mein höd fe Dom Christlichen Leben. 985 ster Schaß und meines 80s. Tel. Derliebtes Lust. Herzens Lust! dir will ich Spiel 2c. mich, mein Gott, erge ben, ach! mir der Sünden- Wust. wahren Einfalt quillt, Ach! nimm dich, JEsu, wenn sich ein Herz GOtt meiner Seelen an, und so ergeben, daß Christi zeige mir, zeig mir die Le- Sinn es gang erfüllt; bens- Bahn. wenn sich der Geist nach füffer Stand, o felig aus der 2. Wenn mir die Welt Chrifti Bilde, in Licht viel Stricke leget, wenn und Recht hat aufgericht, Satan mich von dir will und unter solchen klaren ziehen ab, wann in mir Schilde durch alle falsche sich was Böses reget, so Höhen bricht. sey, o GOtt, mein Licht 2. Was andern schön und vester Stab! Ach nim und lieblich scheinet, ist dich, JEfu, meiner 2c. folchem Herzen Kinders 3.DGOtt! du Licht der Spiel, was mancher frommen Herßen, vor dir vor unschuldig meynet, ist ist alles, allesSonnenklar, solchem Herzen schon zu du zählest ab der From- viel: warum? Es gilt der men Schmerzen, du hil- Welt absagen, hier heists: fest deiner auserwählten Rührt fein unreines an; Schaar: Ach! nimm dich, das Kleinod läßt sich nicht JEsu, meiner x. erjagen, es sey denn alles 4. Ach! sende, HERR, abgethan. aus deinem Throne Licht, 3. Die Himmels Koft Leben, Kraft und Gnade schmeckt viel zu füffe dem deinem Kind: hilf Ifraeli, Hergen, das in JEfu lebt: deinem Sohne, vergib aus die Braut bewahrt Haupt Gnaden alle meine Sünd. Herß und Füsse, und wo Ach! nimm dich, JEfu, ihr etwas noch anklebt, meiner zc. Idas zu dem Glang der Q995 Welt 986, Dom Chriftlichen Leben. Welt gehöret, das ist ihr andre tragen, weiß Chris lauter Höllen- Pein, und, sti Sinn und Einfalt wo sie recht in GOtt ein nicht: den Schaß den kehret, da macht sie sich sie im Herzen heget, bevon allem rein. hält sie wider allen Neid, 4. Die Einfalt Christi ist jemand der Lust da schließt die Seele vor al zu tråget, das macht lem Welt Getümmel zu, ihr lauter Herzens da sucht sie in der dun- Freud. deln Höhle, in Horeb, 7. Ofchönes Bild, ein GOTT und ihre Ruh: Herz zuschauen, das sich wenn sich das Heuchel- mit Chrift Einfalt Volck in Listen der Welt schmückt: Geht hin, ihr und ihrer Eitelkeit, auch thörichten Jungfrauen, wohl bey gutem Schein, harrt nur, bis euch die will bristen, fühlt jene Nacht berückt. Was sind Kampfund hartenStreit. die Lampen sonder Dele?, 5. Die Einfalt weiß Schein ohn Einfalt und von keiner Zierde, als die Christi Sinn. Sucht, im Blute Chrifti liegt, doch was bessers für die die reine himmlische Be- Seele, und gebt der Welt gierde hat solche Thorheit das Ihre hin. fchon besiegt: an einem 8. Ach JEsu! drücke remen Gottes- Kindesmeinem Herzen den Sinn glångt Gottes Name der lautern Einfalt ein; schön und rein; wie könnt reiß aus, ob schon mit es denn von eitlen Winde tausend Schmerzen, der der Welt noch eingenom Welt ihr Wesen, Tand men seyn? und Schein: des alten 6. Bon Sorgen, Noth Drachen Bild und Zei und allen Plagen, damit chen trag ich nicht mehr; die Welt sich selbst andrum laß mich nur der ficht, vom Neid, damit sich EinfaltZier und Schmuck erreis Dom Chriftlichen Leben. 987 erreichen, das ist die neue cken gehen, nicht hoffen, Creatur. daß ich könn ohn' dich 806. M. O GOtt! du from: durch mich bestehen, nicht mer Gott. auf des Glückes Gunst, Vater! fich, wie mich noch meiner Feinde die Leidenschaft ver- Tod: Und was ich hofwirret: Mich reißen fen soll, sen deine Gnad, Feind und Welt: Mein o GOtt. Fleisch ist blind und irret: 5. Laß micht nicht freuDrum fteh mir durch den dig seyn, blos aus Natur Geist des neuen Bundes getrieben, nicht in dem bey, und gib, daß Chrifti Glück allein, nicht wenn Bild in meiner Seele fen./mich andre lieben, nicht in 2. Laß meine Liebe nicht der Rache Grimm, nicht auf schnöden Körpern fte- bey Gewinn und Spiel, hen, und sich allein auf dich nur deine Gnad allein sey und meinen Nächsten ge- meiner Freude Ziel. hen: Ja, wenn er auch mein Feind. 6. Laß keinen Haß in Reiß auch mich, wenn mich die Feindas Geld aus mir, damit de Francken: Wenn mich ich, was mir lieb, lieb, als nur in dir. nicht die Strafe foll hin auf das Gute lendken: Viel min3. Laß mich kein eitel der blos durch Neid, bey Ding auf dieser Welt be- andrer Glück und Höh: gehren; Gib mir auch Lind gib, daß all mein Haß Maaß im Tranck, in dem, nur auf die Simde geh. was mich soll náhren, was 7. Laß mich in dir gea mich bekleiden soll, was stärkt des Creußes Last mich bey Ehren hält: Da- nicht fliehen; Wenn man mit ich nichts begehr als mich lehren will, mich dich, auf dieser Welt. nicht der Zucht entziehen. 4. Laß meine Hoffnung Gib, daß ich flich der Welt nicht aus deinen Schran- Geschwäß, und Müßig seyn, 988 Dom Chriftlichen Leben. ser, und dis, was fleucht achten, was ich verachten von Dir, das laß mich soll, nicht voller Stolk fliehn allein. betrachten: Laß auch in 8. Bezähm in mir die Demuth mich nicht achFurcht, wenn was will böten, was ich sey: Und fe fchein, wenn mir der mach mich endlich gar von Tod, der Schmerz, Ge- allen Lastern fre fahr, Berlust der Mei- 12.Wirst du mir mun, nen, und sonst dergleichen o HErr, so helfen über droht, und laß mich Sor- winden, so wird in mir sich gen frey: Daß nichts als nichts von groben Suns deine Furcht in meinem den finden: Füll mich Hergen sen. durch deinen Sohn so vol 9. Laß mich durch Trau- ler Geistes an, daß ich im rigkeit den Kopf nicht nie- Glauben dir gleichtförmig derhencken, wie andre von dienen kan. Natur, und sonst in Roth fich francken: Mein Trau- so7. Mel. Alle Menschen müssen sterben. ren sey um dis, daß ich dich je betrübt, und das nicht Schaffer, daß ihr felig mir der mich liebt. wolt felig seyn, euch zwar 10. Auf die, so mehr, als Christlich hier geberdet, ich, laß mich nicht zornig doch davon tragt bloffen werden; Auch auf die Schein: dencket, wenn Gleichen nicht verstellen der HErr wird kommen, die Geberden; Auch nicht, hin zu richten Bos' und wenn Unfall fommt: Und Frommen, daß ihr schafft dem, der unter mir, dem mit Furcht allein, wie ihr geh mein Zorn allein mit möget felig feyn. Glimpf zur Behrung für. 2. Schafft mit groffer II. Laß, was zu ach- Furcht und Zittern, o ihr ten ist, mich deinethalben Sünder allzumahl, wenn der Dom Chriftlichen Leben. 989 der Jüngste Tag wird vom tiefsten Schlaf der wittern, daß ihr denn der Sünden Lüften zum Les Höllen Quaal mit erfreu- ben auferwecket hat: ter Seel entgehet, nicht Verlaffet doch die finstre zur Lincken JEsu stehet: Grufft, und höret, wann Schafft mit Furcht hier euch JESUS ruft: insgemein, daß ihr denn Wachet! mögt selig seyn. 2. Wachet! denn die 3. Schaffet, daß ihr se- Sünden- Nächte entweis lig werdet, traut nicht euchen vor dem hellen Licht, rem Fleisch und Blut, das das GOtt dem menschli. sich heilig hier geberdet, chen Geschlechte im Wort und thut euch doch nim- und Herzen aufgericht. ner gut; Flieht das fal Alch! wandelt doch in sols sche Christen Leben, bleibt chem Schein, sonst könnt an JESU Leben kleben; ihr feine Christen seyn. Dem folgt, schafft hier Wachet! insgemein, daß ihr möget 3. Wachet! ist der Geist selig seyn. schon willig, so ist das 4.OHErr! derdudurch Fleisch doch gar zu dein Leiden uns von Sund schwa ch: drum folgen erlöſet hast, laß uns nicht wahre Christen billig dem fenn abgescheiden von dir, Geist, und nicht dem FleiAndker, Steur und Mastische nach. O theure SeeWir zwar kleben stets an len! werdet klug, und fol. Sünden: Aber laß uns get doch des Geistes Zug. Gnade finden, deine treue Wachet! Lieb allein schaffe, wir selig seyn. daß 4. Wachet! den die alte Schlange fucht Tag und Nacht mit Macht und List die Menschen in ihr Neg Christen! bedencket, an fangen, weil wenig Zeit daß euch Gottes Gnad vorhanden ist. Ergreifet 808. In eigener Mel. Machet auf, ihr faulen Doch 990 Dom Christlichen Leben. doch des GlaubensSchild, mit Hoffart prangen? und wisset, daß nicht schla- Dein Elend ist zu viel fen gilt. Wachet! und groß, du bist in Sund 5. Wachet! eh die To- empfangen, mit Weh des Stunde das unver- gebohren auf die Welt; mercte Ziel erreicht; ihr Weh dein gang Leben sehr ja, wie der Tod Gelüberfällt, mit Wel must finde so wohl als Kranckejdu von dannen. hinterschleicht. Der lette 2. Was zierest du den Stoß ist ungewis! Ah! Leib, das Haus, dein alles werthe Christen! mercket Sieththum stecket, und dis. Wachet! fillest ihn so zärtlich aus, 6. Wachet! daß ihr euch mit dem, was ihm wohl bereitet auf jenen grossen schmecket? Weist du denn Tag des HErrn; denn wie nicht, nach wenig Zag daß uns Gettes Wort beer muß sterben mit Weh deutet, so ist derselbe nicht klag, und ihn die Wür mehr fern. Ach! schicket me freffen? euch, vielleicht kommt heut der erste Tag der Ewig keit. Wachet! 3. Vielmehr die edle Seele zier mit Buß und guten Wercken, das Him 7. Wachet! JEsus hats mel- Brodt ihr setze für, geboten, ach! folget feiner dadurch sie sich kan står Wächer- Stimm; waschen. Denn sie ists, die schlafet ihr doch wie dielohn alien Tod im Himmel Todten? Ermuntert euch schweben soll bey GOTT und kehret im; bedencket und allen heilgen En doch, was euch behagt, und geln. daß GOtt mir und allen 4 Warum pflegst du des sagt: wachet! Fleisches wohl, und läst die 809. M. Err, straf mich ze. Seel verschmachten? Jfts as wilt du armersrecht, daß man die Magd Erden- Kloß, so sehrligt soll mehr als die Frau W jelbst Dom Chriftlichen Leben. 919 selbst achten? Der Geist 8. Denn als Er fie aus führt sonst das Regiment, schwerer Schuld vom Teu. bey dir ist solches umge- felfand gebunden, und sie wendt, das Fleisch den verdammet werden solt Geist regieret. zur Höllen alle Stunden, 5.GOtt selbst, der groffe vor Jammer ihm zerbrach HERR und Held, der sein Herk, er weinte über Menschen Seel hoch schä- ihren Schmerz, davon fie Bet, und sie weit über alle selbst nicht wuste. Welt und alle Himmel se- 9. Ja, was noch mehr, Bet. Denn für wen hat er so ließ Er sich um ihrentfeinen Sohn, sein' höchste willen tödten, errettet fie Zierde, Freud und Kron. gang kräftiglich aus allen in Creußes Pein gegeben? ihren Nöthen. Sein 6. Traun nicht dem Blut- Schweiß war das Himmel, nicht der Erd, Löse- Geld, daß Er der ist die zu gut ergangen; des Heyland aller Welt, für Menschen Seel, so theur sie baar ausgezahlet. und werth, hat diese Gnad 10. An dieses Opfer empfangen; Die ist ein dende recht, das für dich ist solch theur Pfand und gegeben: Die Seele schåGut, das ohne feines Be nicht so schlecht, thu Sohnes Blut nicht kont GOtt nicht widerstreben: erlöset werden. Schau doch, wie schwer 7. Ist deine Seel so hoch war sie verwundt, da sie vor GOtt, wie kanst du sie sonst nichtes heilen funt, denn haffen, und wagen als Christi Blut und hin, als war es Koth, den Striemen. man find auf der Gaffen? 11. Wan sie der Satan Gedenck, daß Gottes lieb- nicht zu Grund, der alles ster Sohn gestiegen von Unglück stiftet, durch List des Himmels Thron, fie mit seinem Lügen- Mund hat vom Tod errettet. bis auf den Tod vergiftet, fo NAM TAK Dom Chriftlichen Leben. 992 so hätte Gottes Sohn bleibt, wie dann der sünd den Tod, und so viel Marge Theil? ter, Hohn und Spott, 2. Der Satan geht um an Creuß nicht dürfen her und sucher zu verschlin leiden. gen legt tausend Netz und 12. Darum, o Mensch Strick in unvermerckten verachte nicht das grosse Dingen; Die Welt is schwere Leiden, daß Er für toll, verführt, und bindi dich hat selbst verricht't, ihr selbst die Ruth, ia ga thu alle Bosheit meiden: der årgste Feind ist unser Schau doch, wie sich so Fleisch und Blut. treulich hat des Sohnes 3. Man kan so manche Gottes Majestät in Noth Sünd unwissentlich bege dein angenommen. hen vor GOtt kommt der 13. Hilf GOtt, daß ich Gedanck gleich einem mein Lebenlang dis alles Werck zu stehen; ein ein recht bedencke, für deine ßig reudigs Schaaf ver Treu dir Lob und Danck derbt den ganzen Stall. in tiefster Demuth schen- Wer steht, der sehe zu, daß de: daß ich von Sünden er nicht plößlich fall. trete ab, mein Herz bey 4.Ihr sollet, saget Gott, dir im Himmel hab, nach wie ich bin, heilig leben, meinem Heil stets trachte. mir eure Seelen gang, 810. Miel. OGOtt du from nicht halb getheilet, geben; vom Adel und Gewalt hab mer GOtt. e Welch eine Sorg und ich nicht viel erwählt, viel Furcht soll nicht bey HErr HErr- sager sind Christen wachen, und sie der Höllen zugezählt. behutsamlich und wohl 5. Und wird ein From bedächtig machen! Mit mer schlimm, so sell ihm Furcht und Zittern heists, das nichts dienen, daß er fchafft eurer Seelen Heil, vor solcher Zeit rechtschaf wenn kaum der Fromme, fen gut geschienen: Der Knecht Dom Chriftlichen Leben. 993 Knecht, der es nicht thut, geht nur in Furcht und den Willen aber weiß, Kraft. macht sich vervielte 9. Es sind nur etliche Schlag durch seiner in Canaan gegangen? Bosheit Fleiß. auch aus den Zwölfen 6. Ein einger Apfel- selbst ist Judas aufgehanBis fonnt uns so heftig gen; der Zehnte danckte schaden, und Christusnur, daß er vom Aussaß must sich selbst in Gottes rein. Ach! mögten fünf Zorne baden: ein Bruch doch klug, und fünf nur an deiner Tauf spricht thöricht seyn. dir den Meinend zu: viel IO. Des Nichters Zuleicht kommt Tod und funft wird gleich einem Erd' in diesem Blick Blizz geschehen; was unrein und gemein, darf und Nut. dieſen 7. Man hat genug zu nicht in Himmel gehen: thun, die einge Geel zu Es fühlt die letzte Plag retten, wer noch viel an Egyptens erstes Kind! ders hat, wie kan er das Es wird fast kein Haus vertreten? Je gröffer seyn, da nicht Verdamms Amt und Gut, und te sind. Pfand, und Gaben 11. HERR GOTT! feyn, je grösser Nechen so oft ich dis nach aller schaft bild man sich keck- Láng bedencke, so schneidet lich ein. Angst und Furcht durch 8. Die gange erste Welt Adern und Gelence, so must jämmerlich verge- schauert mir die Haut, so hen, acht Seelen find al- gellt und klingt das Ohr, lein vor GOTT gerecht so bebet Mund und Hers ersehen. Nicht zehn Ge- und hebet sich empor. rechte sind in Sodoms 12. Ich lebe zwar ges Nachbarschafft. Des trost durch Glauben, Lieb Saamens vierter Theit und Hoffen, und weiß, daß Rrr deine 994 Dom Christlichen Leben. deine Gnad noch allen 811. Wann wir in höch ften Lidthen seyn. Menschen offen, und deine Lieb und Treu mich tröner Wohl dem, der in Got ich tes- Furchtsteht, und destomehr für mich und auch auf einen Wegen alle Welt. geht! Dein eigne Hand 13.Send deine wahre dich nähren soll; So lebst Furcht in aller Menschen du recht, und geht dir Herßen, laß niemand wohl. mit der Buß und wah- 2. Dein Weib wird in ren Glauben scherßen: dein'm Hause seyn wie Thu allen Kißel weg, ein Reben voll Trauben Trägheit, Vermessenheit, fein, und deine Kindt Verstockung, Heucheley, um deinen Tisch wie Del Bosheit, Unheiligkeit. Pflangen gesund und 14. Hilf fiegen über frisch. das, was Du schon über 3- Sieh, so reich'r Se wunden, zerstöhr desTeu- gen hängt dem an; wo in fels Reich, laß ihn bald Gottes, Furcht lebt einseyn gebunden, daß wir Mann, von ihm läßt der mit Fleiß und Sorg ver- alt Fluch und Zorn, den leugnen, widerstehn, an- Menschen Kindern an halten mit Gebet, entflie- gebohrn. hen und entgehn. B 4. Aus Zion wird Gott 15.Verleih Geduld und segnen dich, daß du wirst Troft im Kämpfen und schauen stetiglich das im Ringen, sorgfält ge Glück der Stadt Jerusa Wachsamkeit laß mit Belem, von GOtt in Gna stand durchdringen, laß den angenehm. uns in heilger Furcht und 5. Fristen wird er das in Bereitschaft stehn, Leben dein, und stets mit daß wir mit Freudigkeit Güte bey dir seyn, daß du vor deinen Augen gehn. wirst sehen Kindes. Kind, und Dom Chriftlichen Leben.. 995 und das Ifrael Friedelihnen so verhelen, und feifindt. ne Kraft entzieh'n? Was 6. Ehr sey dem Vater Er hervor gebracht, wird und dem Sohn, samt Heil- allezeit sehr hoch und gemGeist in einem Chron, werth von Ihm geacht't. welchs ihm auch also sen 4. Hat Er doch seinen bereit, von nun an bis in Ewigkeit. Sohn für dich dahin gegeben, weil du in Ewigkeit in Jhm folt felig leben; Was hatt Er dis bea durft? Er kam aus frever 23 vran fehlts immer mehr, mein Herge Wahl; was lockte Ihn daß du bleibest nur immer zudir? Gar nichts, nichts schwach und krand, und überall? 812. M. O GOrt! du from mer G0tc. fort dein Klagen treibest? 5. Nichts Gutes war Wer ist denn schuld dar- in dir: Hingegen war zu an? Geh in den innern finden ein Strudel voller Grund. Durch rechtes Wuth, und eine Welt voll Forschen wird die Ursach Sunden: Ein Greuelendlich fund. volles Meer, ein Pfuhl 2. An GOtt fehlts kein- voll Höllen- Koth: Insol mal nicht, denn Er is cher Haßlichkeit lag deine selbst die Liebe, sein Herz Geele todt. ist allzeit voll der füffen 6. Alls ein verworfen Liebes- Triebe, den Men- Kind lagst du in deinem schen Guts zu thun: Sein Blute, nicht eine Creatur Wille bleibet vest, sich that etwas dir zu gute: mitzutheilen dem, der Ihn Die arme Seele trug des nur wircken låst. Teufels Larv an sich, dein 3. GOTT ist der Ur- Zustand durch und durch sprung selbst der theuren war gar zu jämmerlich. Menschen Seelen, wie 7. Da kam der Seelen. solt Er sich denn wohl vor Freund, und nahm sich in Rrr 2 Gengs C TAM TAM A 996 Dom Christlichen Leben. Genaden des armen Men-/ te meinen Sinn, weil ich schen an, Er heilte deinen noch gar zu blind in dei Schaden mit feinem theu- nen Wegen bin. ren Blut: Und das Er 11. Der Seelen Auge völlig dich mit GOtt ver laß in mir einfältig wer einigte, nahm Er dein den, daß es nicht mehr zu Fleisch an sich. gleich sich richte nach der 8. Lind was hat wohl Erden und nach dem Him das Herz des Vaters somelju: Nimalle Schalck, bewogen, daß Er so viel heit weg: Dein Wille sey mal dich durch seinen Geist allein und allezeit mein gezogen? Drum liegt es Zweck. nicht an GOtt, der es gar 12. Vollbringe, HErr, treulich meynt: Du bist dein Werck, das Du hast dir heimlich selbst dein al- angefangen: Laß mich lerårgster Feind. durch deinen Geist einmal 9. Ach! ja, mein treuer dahin gelangen, wohin GOtt! Du bleibest der dein Wort mich weist, Gerechte, auch wenn dich daß ich zur Reinigkeit, die richten will das fündliche deinem Volck gebührt, ge Geschlechte. Du hast mich lang in dieser Zeit. jederzeit gesucht in dich zu 13. Se wird mein Leib ziehn: Ich aber nur ge- und Seel und Geist in dir fucht dein Gnaden Werck fich freuen, und täglich dei zufliehn. nen Ruhm und füffes Lob 10. Nun, HERR, er- verneuen; Wohl mir! forsche mich, und sich auf wird seyn mein Wort, meine Wege, und wende GOtt hat viel Enad er. meinen Fuß vom falschen zeigt: Sein Ruhm erstre Heuchel- Stege! du HErr de fich, so weit der Him erkennest mich; Erleuch- Imel reicht. VII. Von 997 Don der Keuschheit. VII. Von der Keuschheit. 813. Mel. Schmůcke dich, Flammen alle FleischesLust verdammen. o liebe Seele. & leuch mein Geist, zer 4. KüffeJEfum auf dem reiß die Bande der Throne, kuß den Vater in Adamschen Lust und dem Sohne, laß sich Geist Schande, brich hindurch mit Geistern gatten, und mit Kampfund Ringen, in von GOtt dich überschatdas Paradies zu dringen, ten, fange Gottes edlen wo die Lüfte dieser Erden, Saamen, fasse nur den als ein Fluch zertreten wer neuen Namen, daß sich den, wo sich zwar die Gei GOtt in dir gebähre, und fter küffen, doch von Flei- sein Kinddich neu verklare. sches Lust nichts wissen. 5.Fleuch meinGeist aus 2. Mercke nur, wieGot Sodoms Grängen, fang tes Liebe, durch die geilen recht an vor GOTT zu Liebes- Triebe, sich in dir glängen, bleib als Cherub zurücke ziehet, wan dieLust mit Verlangen an dem des Fleisches glühet, wie die Gnaden- Stuhle hangen, Strahlen sich verlieren, lösch die Brunst mit Chri die dich sonsten aufwärts sti Blute, fasse GOtt mit führen, wie die Gottes Helden- Muthe, so wirst Kraft verschwindet, wenn du die Braut umpfangen, dielust denleib entzündet. und GOtt selbst wird mit 3.Ach! laß dir dein Kleid dir prangen. nicht nehmen, sonst must 8 14. m. Duó schönes Welts du dich nackend schämen, Gebäude. • Laß die laß die Gottes Lust nicht Deuscher JEsu, hoch von stöhren, und den Eingang Adel, unbeflecktes Got nicht verwehren zu den tes Lamm, zichtig, heilig, Geistern der Gerechten, zu ohne Tadel, du mein reiner den Seraphins- Geschlech- Bräutigam! o du Krone ten, wo die reinen Himels keuscher Jugend! du LiebRrr z haber NAM BAKA 998 Von der Reuschheit. haber reiner Zugend! Ach! tilge meinen Sünden entziehe mir doch nicht Schlamm. dein holdfeligs Angesicht. 5. Hat was Böses an 2. Darfich dir in Weh- gestiftet dieser Abgrund muth flagen meines Her- schnöder Lust, und mir Leib Bens Jammer- Stand? und Seel vergiftet, wie dir Ach! ich schám michs fast alles wohl bewust, weil zu sagen: doch dir ist es Begierden und Geberden schon bekannt, wie mein leichtlich angeflammet ganzes Herg beflecket, und werden, wo der reine Got gang voll von unflath tes- Geist nicht im Herzen stecket: Dieser Greuel, Meister heist. dieser Gift mich von Mut. 6. Oso wollst Du mich terleib antrifft. vertreten, mein geneigtet 3. Ach! es ist mir ange Gnaden- Thron; laß doch bohren nichts als nur tin feyn zurück gebeten den reinigkeit, aber Du bist hiedurch verdienten Lohn: auserkohren, unbefudelt ist Soll es nach dem Rechte dein Kleid. An Maria gehen, of so ists um mich der Jungfrauen läßt sich geschehen: Dein für mid nichts Unreines schauen, vergoßnes Blut sey für denn wenn sie gleich diese Wunden gut. schwanger heißt, ist es doch vom Heilgen Geist. 7. Sollen nur dein Ant lig schauen, die von Her 4. Was Natur in mir gen keusch und rein; Olse verdorben, hat der reine werden ja mit Grauen fin Keuschheits Ruhm deiner scken zu der Höllen- Pein, Menschheit mir erwor die aus unverschämten ben, weil Du bist mein Ei Herßen ihre Reinigkeit genthum: Odu unbefleckverschergen; drum, HErr tes Wefen! laß mich doch JESU! sieh mir bey, durch dich genesen: Mehr mach mich dieser Banden als Engel- reines Lamm, frey. 8. Jd Von der Reuschheit. 999 8. Ich kann auch nicht 11. Alle schnöde linzuchtig leben, wenn dein zuchts- Flammen hilf durch Gnaden- Leberfluß mirs deine Gottes- Kraft in nicht wird von oben ge- mir tilgen und verdamen; ben? o! drum fall ich dir Gib, was Zucht und Ehre zu Fuß: Du woust ein schafft: Meine Lenden, rein Herze schaffen, mich meine Nieren, laß den anthun mit Keuschheits Gurt der Keuschheit zieWaffen: Ach! mein ren; Reiner Zweig aus Heyl, verstoß mich nicht Davids- Stamm, fey als weg von deinem An- lein mein Bräutigam. geficht. 12. Fasse mich mit dei9. Gib, daß unverfälsch ner Liebe, und vermähle ter Glaube mich von Un- dich mit mir, laß mein Herz flath mashe rein, und dein mit keuschem Triebe seyn Geist, die reine Taube, erfüllet für und für: Meinehm mein Herz zur ne Sinnen und GedanWohnung ein: Laß mich cken halte stets in Zucht fiets in Busse kämpfen, und Schrancken; deine und die bösen Lüste dam- keusche Liebes- Glut ist pfen, auch die neue Crea- stets vor Verführung gut. tur, zeige mir die Keusch- 13. Hilf, daß ich an deiheits- Spur. nem Leibe, o mein außer 10. Hilf, daß Satan wähltes Licht! stets ein nicht besitze mich, als sein reines Glied verbleibe: unreines Haus, noch mit Ach! verhüte, daß ich nicht feiner Glut erhige, stoß durch verführische Geberihn völlig von mir aus, den mdg ein Glied des Sadaß er nicht den Leib anste- tans werden: Laß mich de, Geist und Seele nicht seyn ein rein Gefäß, deiner beflecke: Halt von seiner Herrlichkeit gemäß. Teufeley mir auch die Ge dancken frey. 14. Mache mich zur sau bern Hütte, da Du stets Krr4 gehſt 1000 Von der Reuschheit. gehst aus und ein, und hilf, ein Herß, ein Leib, auch daß ich nicht verschütte gangz innig dich umpfans deiner Gaben Glang und gen, und dir stets vereinigt Schein; Laß mich das ja bleib; Ja recht brünstig nicht verlieren, womit dir nachlaufe, weil schon Du mich wollen zieren: in der heilgen Taufe Du Laß mich, dir zum Preis zu wahrer Heiligkeit mich allein, dein verschloßner gewaschen und geweiht. Garten seyn. 18. Weil Du meinen 15. Laß mich Zucht und Leib wilt ehren, daß er dir Keuschheit scheiden von ein Tempel sey, und den unsaubrer GeisterSchaar, gånglich wilt verheeren, wie auch von unreinen der denselben bricht ent Heiden; Seße Du mich zwey: O so sey, was Du gang und gar dir zum ve- geehret, nie durch Lin ften Pfand und Siegel, fey keuschheit zerstöhret: Almir ein verwahrter Rie- les, alles bleibe rein, was gel; Laß mich als dein dir soll dein Tempel seyn. Liebes- Schrein, feinem, 19.Sun, mein Liebster! als die, offen seyn. der Du weideft unter Ro 16. Mach in keuscher fen reiner Zucht, keine Glaubens Treue mich Geilheits- Nesseln leidest, dir gånglich angenehm, dein Kuß reine Lippen daß mich nicht als Koth sucht: Du solt stets vor ausspeye dort dein neu andern allen meinen AuJerusalem! diese Thore, gen wohl gefallen; Laß diese Gaffen können nichts denn auch bey mir nichts Unreines foffen; Wer ein, was dir könte wie den Pallast will befehn, drig seyn. der muß weiß gekleider gehn. 20.Du haftdick mitmir vermählet, dein Geist ist 17.Hilf, daß ich dir mög mein Unterpfand, ach! ich anhangen, als ein Geist, habe dich erwählet, und mit Don der Reuschheit. IOOI mit Herßen, Bund und Schand und Sünde. Hand, meine Treue dir ge- Behüte meines Mundesa schworen, dich allein hab Thür, daß mir ja nicht ents ich erfohren; Es wiß alle fahre ein solches Wort, Creatur: JEfum, JE- dadurch ich dir und deiner sum lieb ich nur. frommen Schaare vers 21. Keuscher JESU, drießlich sey und schade. hoch von Adel unbeflecktes 3. Bewahr, o Bater! Gottes Lamm, züchtig, mein Gehdr, auf dieser heilig, ohne Tadel, Dusschnöden Erde, vor allem, mein reiner Bräutigam! dadurch deine Ehr und ODu Krone keuscher Ju- Reich beschimpfet werde; gend, Du Liebhaber reiner laß mich der Lästrer Gall Tugend, laß mein End und Giftja nimmermehr und Anfang senn: JEsum berühren; Denn wen ein lieb ich ganz allein! folcher Unflath trifft, den = 815. M. Es woll uns GOtt pflegt er zu verführen, genddig seyn. auch wohl gar umzukehGOtt, mein Schören. pfer, edler Fürst, und 4. Regiere meiner AuVater meines Lebens! wolgen Licht, daß sie nichts Du mein Leben nicht re- Arges treiben, ein unver gierst, fo leb ich hier verge- schämtes Angesicht laß fers bens: ja ich bin auch leben- ne von mir bleiben: was dig todt, der Sünden gang ehrbar ist, was Zucht erergeben. Wer fich wälzt hält, wornach die Englein in dem Sünden- Koth, derstrachten, was dir beliebt hat das rechte Leben noch und wohlgefällt, das laß niemals recht gesehen. auch mich hoch achten, all' Uleppigkeit verlachen. 2. Darum so wende dei ne Gnad zu deinem armen 5.Gib daß ich mich nicht Kinde, und gib mir allzeit laffe ein zum Schlemmen guten Rath, zu meiden und zum Praffen; laß deis Rrr 5. ne 1002 Von der brüderlichen Liebe. ne Luft mein Eigen seyn, Jund Tråncken, der nichts die andre fliehn und hasse: mehr schmeckt, nichts sucht Die Lust, die unser Fleisch und hört, auch nichts be ergößt, diezeucht uns nach gehrt zu dencken, als nur der Hölle, u. was die Welt was zu dem Leben bringt, vor Freude scháßt, pflegt'da man ben Gotte lebet, Seel und Geist zu fällen, und bey der Schaar, die und ewiglich zu quälen frölich fingt und in der 6.D felig ist! der stets sich Wollust schwebet, die kei nährt mit Dimels Speis ne Zeit aufhebet. VIII. Von der brüderlichen Liebe. 816. Mel. Alle Menschen müssen sterben. 3. Ach! wie untreu und verlogen ist die Eu, allerliebster Bru Liebe dieser Welt, ist u der, ders am besten sie jemand wohl gewomit mir meint, Du mein gen, währts nicht lána Ander, Mast und Ruder, ger als sein Geld. Wann und mein treuer Hergens das Glück uns fügt und Freund, der Du, ehe was grünet, sind wir schön gebohren, dir das Men- und hübsch bedienet; komt fchen- Boldk erkohren, auch ein wenig Ungestum, mich armen Erden- Gast, kehrt sich alle Freunddir zur Lieb ersehen hast. schaft um. 2. Du bist ohne Falsch 4. Treib, HERR, von und Tücke, dein Herz weiß mir, und verhüte solchen von keinerList: Aber wann unbestánd'gen Sinn: hått ich nur erblicke, was hie ich aber mein Gemüthe, auf der Erden ist, find ich weil ich auch ein Mensche alles voller Lügen: Wer bin, schon mit diesem am besten kan betrügen, Koth besprenget, und der wer am schönsten heucheln Falschheit nachgehänget: kan, ist der allerbesteMañ. So erkenn ich meine Schuld, Von der brüderlichen Liebe. 1003 Schuld, bitt um Gnad 8. Laß mich Davids und um Geduld. Glück erleben, gib mir ei 5. Laß mir ja nicht wie nen Jonathan, der mir derfahren, was du. HErr, sein Herz mögegeben, der zur Straf und Last denen, auch, wenn nun jederdie mit falschen Waaren mann mir nichts Gutes handeln, angedráuet hast, mehr will gönnen, sich da Dusprichst: Du wol- nicht laffe von mir trenleft scheuen, und als Un- nen, sondern vest im flath von dir speyen aller Wohl und Weh, als ein Heuchler falschen Muth, Felsen bey mir steh. der Guts vorgiebt, und nicht thut. 9. HErr, ich bitte dich, erwähle mir, aus aller 6. Gib mir ein bestån Menschen Meng, eine dige Herze gegen allemeine fromme heilge Seele, die Freund, auch dann, wenn an dir fein kleb und häng, mit Creuß und Somertze auch, nach deinem Sinn fie von dir beleget seynd, und Geiste, mir stets Troft daß ich mich nicht ihrer und Hülfe leiste; Trost, fdáme, sondern mich nach der in der Noth besteht, dir bequeme, der Du, da Hülfe, die von Herzen wir arm und blos, uns ge- geht. feßt in deinem Schoos. 10. Wenn die Zung 7. Gib mir auch, nach und Mund nur liebet, ist deinem Willen, einen die Liebe schlecht bestellt; Freund, in dessen Treu ich Wer nur gute Worte giemein Hertze möge stillen, bet, und den Haß im Herda mein Mund sich ohne ßen hält; Wer nur feinen Scheu öfnen und erklá Kuchen schmieret, und ren moge, da ich alles abe- wanns Bienlein nicht lege, nach der Maaß, das mehr führet, alsdenn mir genügt, was mir auf gehet nach der Thür, ey! dem Herzen liegt. der bleibe fern von mir. II. Hab NAM TAKM CAT 1004 Don der brüderlichen Liebe. 11. Hab ich Schwach 14. Nun, HERR, laß heit und Gebrechen, Herr, dirs wohlgefallen, bleib fo lendke meinen Freund mein Freund bis in mein mich in Güte zu bespre- Grab, bleib mein Freund chen, und nicht als ein und unter allen mein geLow'undFeind. Wer mich treuster stårckster Stab! freundlich weiß zu schla Wann Du dich mir wirst gen, ist, als der in Freuden verbinden, wird sich schon Tagen, reichlich auf mein ein Herke finden, das, Haupt mir geuft Balsam, durch deinen Geist geder am Jordan fleußt. rührt, mir was gutes 12. O wie groß ist mei- gönnen wird. 35f ne Haabe! o wie köstlich ist mein Gut, JESU 817. In eigener Mel. wann mit dieser Gabehr Kinder des Höch dein Hand meinen Willen sten, wie stehts um die thut, daß mich meines Liebe? Wie folgt man dem Freundes Treue und bewahren Vereinigungsständigs Herz erfreue. Triebe? Bleibt ihr auch Wer dich fürchtet, liebt im Bande der Einigkeit und ehrt, dem ist solch ein stehn? Ist keine ZertrenSchak beschert. nung der Geister geschehn? 13. Gute Freunde find Der Vater im Himmel wie Stäbe, da der Men- kan Herßen erkennen wir schen Gang sich hält, daß dürfen uns Brüder ohn der schwache Fuß fich hebe, Liebe nicht nennen, die wann der Leib zu Boden Flamme des Höchsten fällt. Wehe dem, der nicht muß Lichter- loh brenzum Frommen solches nen: Stabes weiß zu kommen, 2. So bald wir von der hat einen schweren oben aufs neue gebohren, Lauf: Wann er fällt, so find wir von Christo zu wer hilft ihm auf? Brüdern erkohren. Ein Ba Von der brüderlichen Liebe. 1005 Bater, ein Glaube, ein kan sie ohnmöglich zum Geist, ein Tauf, eine vol Bruder annehmen, er ler zum Himmel gerichte must fich denn völlig zur ter Lauf kan unsere Her Busse bequemen. Sie Ben vollkömmlich verbin- darf sich des redlichenSinden, wir können nichts an- nes nicht schämen:,: ders als Süßigkeit finden; 5. Sehtaber, wie selig Verdacht, Neid und Aer wir haben erwählet, die gerniß müssen verschwin- wir find zum Seegen der Brüder gezahlet! wir den:: 3. Die Mutter, die dro- sind die erkaufete seligste ben ist, bält uns zusam- Schaar. Ach! lobet den men, und schickt uns her- Bater: Denn kurk: Er unter die himmlischen ists gar. Ginget ihm mit Flammen: kein Untere vereinigtem Herzen und fdheid findet hier einige Munde, ohn Loben und Statt, weil Demuth die Lieben vergeh' keine Herzen vereiniget hat. Stunde. Wir stehn vor Wo Einigkeit, Zand und dem HErren, als Einer Haß können regieren, da im Bunde:,: kan man den Funden 6. Was ich bin, mein der Liebe nicht spühren, Bruder! das bist du auch noch in dem Chor Engli- worden, wir sind an dem scher Thronen ihn füh- himmlischen Erbe Conren:: forten; Ein jeder für alle 4. Die Zions- Gesell- zum Baterland dringt, schaft verläßt die Vere die Kirche nach Einem wandten, setzt Brüderam stets kämpfet und ringt; höchsten vor alle Bekann- Wir müssen bereit seyn ten. Wer noch ist bezau- für Brüder zu sterben, bert von Liebe der Welt, wie JESUS uns auch und sich in der Falschheit so gemacht hat zu Erben. zum Bruder verstellt, den Ein Glied fühlt und leidet NAM AM Don der brüderlichen Liebe. 1006 leidet des andern Bersheftigsten Feuer, in seliger derben:,: Brunst, die zieher zusam 7. Ach! laßt uns einan- men des Königes Gunst. der erinnern und führen, Ach! dricket zusammen daß wir nicht die Krone die Herßen und Hände, des Lebens verlieren und bittet, daß Er Zion Wenn Babel nun trun- Hülfe bald sende; So ken den wird von Zions Blut, net die Liebe nicht Anfang so stehn wir vereinigt auf noch Ende:,: unserer Hut. Das Schreyen der Kinder wird war 818. In eigener Mel. lich erhöret, durch völlige Mein König! schreib mir dein Gefeß ins Eintracht wird Babel Herz, das meinen Geist zerstöhret; Wer ist, derlergos; dein Königlicher verbundenen Geistern Trieb, zind mir das sanfte was währet:,: Feuer an, und führ mich 8. Drum laffet uns lie- jauf des Geistes Bahn zur ben und freuen von Her- unverfälschten Lieb. Ben, verfüssen einander 2.DieLiebe kommt vom die leidenden Schmerßen; Himmel her, sie macht sich dringt kräftig ihr Geister! aus der Engel Heer auf inEines hinein, vermehret dieses Erden- Rund. Doch die Strahlen vom göttli- faffet dieses Kleinod nicht, chen Schein: das läffet der wem nicht des HErren Vater ihm herzlich gefal- Licht anbricht, und macht len, im Loben kan auch sein ihr Wefen kund. Ruhm herrlich erschallen, 3. Denn wird der har wenn Kinder, vor Liebeste Sinn recht weich, ge entzündet, nur lallen:,: schmeidig, und dem Wach 9. In jener Welt wird se gleich, und schmelzt in es noch besser hergehen, da heiffer Brunst. Die Hochwird vor dem Bater die muths- Flügel fallen hin, Brüderschaft stehen im es zeigt der recht gesinnte Sinn Don der brüderlichen Liebe. 1007 Sinn der Seelen freye Zanck befreyt, zugleich ins Gunst. Eine gehn. 4. Wie schöne siht dis, 8.Denn in der Eintracht Wesen aus, wenn des Be- gleichen Lauf hält sie kein trübten Leibes Haus ein falscher Trieb nicht auf, holder Wirth bewohnt, die Lust bleibt undgestört, da Liebe stets den Scepterjund was von oben ist ents führt, und dem, den sie zündt, auch seinen Urnach Wunsch regiert, sprung wieder find't, da, mit Himmels- Nectarwo es hingehört. lohnt! 9.So schmeckt des Him5. Da lacht das frohe mels füffen Kuß die Seele, Angesicht, der Augen un die der Liebe Guß von verfälschtes Licht, das ovenüberschwemmt, wenn funckelt vor Begier, dem sie ein tiefer Fried erquickt, Freund vollkömmlichGuts und in das Paradies enta zu thun. Die Lieb kan zückt, das Sinn und nicht im Dienen ruhn, so Denck en hemmt. bricht die Flamm herfür. 10. Du, Vater aller 6. So steht in Gottes Lichter, du! laß diese alleLieblichkeit ein Gottes- gemeine Ruh doch allen Mensch zur Lieb' bereit, feyn gemein: Wir sehn besiegend den Verdruß, noch nicht die Geligkeit, den Wollust, Neid, Ver- die Du hast denen zubedacht und Streit, Geiß, reit, die voll vo Liebe seyn Hoffart und dieEigenheir II. Was stöhret uns erbärmlich leiden muß. noch diesen Trost? Was 7.Es spielt der Unschuld hindert vor ein harter Lauterkeit, wenn in ge: Frost der Knospen ofne treuem Liebes Streit die Blüth? Wenn bricht der reinen Geister stehn, und grüne Frühling an, der ausser der Partheylichkeit alles auf der Liebe Bahn von Meinungen und zur vollen Ruhe zieht? 12. Das 1008 Von der brüderlichen Liebe. 12. Das Vorspiel muß 16. Mein Name foll gespielet seyn der Liebe, die nur Liebe seyn, die Sinvoukommen rein in jenernen müssen stimmen ein, Welt regiert: O felig, den der Mund bekenn nur ein starcker Zug, befreyt Lieb', die Hände wircken von Welt und Heuchel- diese nur, die Füsse folgen Trug, zu diesem Schmack solcher Spur. So herrscht hinführt! des Königs Trieb. 13. Der weiß zu sagen von der Luft, die Gottes 819. Mel. Ach Gött vom Liebsten nur bewust; keing Simmel sieh darein. Bisam fehlt ihm nichtund feinem frohen Glau Bater der Barmher bens- Mund ist zur Erqui cung alle Stund ein Bal sam zugericht't. Bigkeit! der Du dir deine Heerden gesammlet zur Apostel- Zeit, und herr lich lassen werden: Du hast 14. Der dringet ihm durch deines Geistes Kraft durch Marck und Bein, die grosse Schaar der Hey das muß ein rechter Aaron denschaft zu deinem Reich feyn, wer so bey Brüdern berufen. lebt, und aus dem Wer 2. Aus ihrer Mannig muth Zucker macht, und faltigkeit des Streits und nie aus falschen Augen vieler Sprachen, dadurch lacht, und stets in Freude fie in der Welt zerstreut, schwebt. fich von einander brachen, 15. O Lieb! ich kenne hat fie dein guter Geist ge deine Gunft; o Gottheit führt, und mit der Herre schenck mir deine Brunst lichkeit geziert in Einig durch deinen Liebes- Geist: keit des Glaubens. und laß mich brennen für 3. Ach! sey doch auch zu und für zum Opfer, das dieser Zeit uns, Bater! heiligt dir, und deinen wieder gnädig, und mach Willen weist. uns von dem falschen Streit Von der brüderlichen Liebe. 1009 Streit hinwieder frey 7. Gleichwie der Bal. und ledig: Gib, daß dein Häuflein für und für in einem Geiste diene dir, in deiner Liebe lebe. famedler Art, auf Aarons Haupt gegoffen, ins ganse Kleid von seinem Eart kam niederwärts geflos 4. Ach! schaue wie des fen; und wie der Than Satans List sie jammer von Hermonim fällt auf lich zertrenne, wie sichs Zions Geburg hierim, im 3ancke beißt und und alles Land erquicket. frißt im Unverstande 8. Also fleußt Gottes brennen; wie alles in Ver- Geistes Gnad von Christo wirrung geht, da eins das zu uns nieder auf die, so andre nicht versteht, und Er erwählet hat, auf alle sich unnöthig zweyet. feine Glieder: das ist die 5. Ach! HErr, hilf die Frucht der Einigkeit, Heil, fem Uebel ab, versamle Segen, Leben allezeit, deme Heerde, daß unter und alle Himmels Guter. deines Wortes Stab fiel820.mel. Tun kommt der wieder eine werde, daß Seiden Seiland. das Band der Bollkom Sieh! wie lieblich und wenn uns aus allem Greit in dei Brüder friedlich seyn, nem Geiste bringe. wenn ihr Thun einträche 6. Wie schön und lieb- tig ist, ohne Falschheit, lich ficht es aus, wenn Trug und List. Brüder sind zusammen 2. Wie der edle Balsam einträchtiglich in einem fleust, und sich von den Haus, und stehn in Liebes Haupt ergeußt, weil er Flammen! wenn sie im von sehr guter Art. in des Geist zusammen ftehn, zu Aarons ganzen Bart. GOTT in einem Sinnel 3. Der herab fleußt in gehn, und halten an mit sein Kleid, und erreact Lust Beten! und Freud; wie befällt der Sos Than IOIO Don der brüderlichen Liebe. Thau Hermon auch die strahl in uns den Freu Berge zu Zion. Iden- Schein. 4. Denn daselbst ver- 10. Bind zusammen heißt der HENR reichen Herz und Hers, laß une Segen nach Begehr und trennen keinen Schmerz: das Leben in der Zeit, und Knüpfe selbst durch deine auch dort in Ewigkeit. Hand das geheilgte Bri 5. Aber ach! wie ist die der Band. Lieb so verloschen, daß kein 11. Sowie Bater, Sohn Trieb mehr auf Erden und Geist drey und doch wird verspührt, der des nur Eines heißt werd ver andern Herze rührt. einigt ganz und gar deint 6. Jedermann lebt für gange Liebes- Schaar. sich hin in der Welt nach 12. Was für Freude feinem Sinn, denckt an was für Lust, wird uns keinen andern nicht; Wo da nicht seyn bewust! was bleibt da die Liebespflicht. sie wünschet und begehrt 7.OHErr JEfu, Got wird von GOtt ihr selb tes Sohn! Schau doch gewährt. einst von deinem Thron, 13. Alles, was bisher schaue die Zerstreuung verwundt, wird mit Lot an, die kein Mensche bes aus einem Mund preisfer fern kan. Gottes Liebes- Macht 8. Sammle, grosser wenn er all's in Eins ge Menschen Hirt, alles bracht. was sich hat verirrt; 14. Kraft, Lob, Ehr und Laß in deinem Gnaden Herrlichkeit sey dem Höc Schein alles gang verei- ten allezeit, der, wie Eri nigt seyn. Dren in Ein, uns in Ihr 9. Gieß den Balsam läßt Eines seyn. deiner Kraft, der dem 821. 1. O Gott du fromet Herzen Leben schafft, tief enn einer alle Kun 2 in unser Herz hinein, und alle hätte Von der brüderlichen Liebe. IOIT hátte, wenn er mit Men- 1 5. Die Lieb ist Sanfte schen und mit Engel- Zum- muths- voll, langmüthig gen redte, hátt aber sonst und gelinde, sehr freunddaben der wahren Liebeslich jedermann, stets fertig nicht, so wäre doch vor und geschwinde in No GOTT damit nichts aus- then beyzustehn: Die Lies gericht't. be eifert nicht, die Liebe 2. Er wäre wie ein Erß, siehet zu, daß keinem Leid das zwar sehr helle klin- geschicht. get, sonst aber keine Frucht 6. Die Liebe ist nicht und keinen Nußen brin- stolk, die Liebe haffet keiget: Es war ein solcher nen, sucht ihren Nußen Mensch ein solcher guter nicht, fie rathet den Ges Christ, wie eine Schell, meinen: die Liebe zur an der kein Geist noch net nicht, die Lieb hilft jeLeben ist. dermann, und wendet Schaden ab, wo sie mur immer fan. 3. Wenn er weisfagen Font, und hatte allen Glaue ben, daß Er auch Wunder- 7. Die Liebe ist betrübt, Werck an Bergen, Blin- wenn unrecht wird gerich den, Tauben erwies, und tet, und freuet sich, wenn hätte doch der wahren man der Wahrheit vest Liebe nicht, so währe aber beypflichtet. Die Liebe mal damit nichts aus decket auch des Náchfien gericht't. Mángel zu, vertråget alles gern, und lieber Fried 4. Wenn einer auch sein Haab und alles Gut den und Ruh. Armen hingåbe, aber es 8. Ohn' Argwohn glaué nichtthäte aus Erbarmen: bet fie das Beste nur von Wenn er sich brennen ließ, jallen; Sie hoffet Besseund hätte nicht dabey der rung, wenn jemand ist ge Liebe, sag ich doch, daß er fallen in Sünd und Misses nichts nüße sey. that; Hat fie gleich keine Schuld 6862 1012 Von der brüderlichen Liebe. Schuld, so leidet sie den- bet doch die Lieb in alle noch was möglich, mit Ewigkeit. Geduld. 10. HErr JEsu! der 9. Wenn dort die Wis du bist ein Fürbild wahrer fenschaft einmalwird gang Liebe, verleihe, daß auch aufhören, so wird die Lie- lich am nächsten Liebe be doch fich fort und fort übe: Gib, daß ich allezeit vermehren: wenn Glaubivon Herßen jedermann zu und Hoffnung auch verge dienen sey bereit, wo ich het mit der Zeit, so blei- nur soll und kan. IX. Von der Hoffnung. 822. M. Ach GOct vom ic. n 3. Pest, Hungers- Noth GOTT vom Him- Krieg, Mord und Brand mel fich darein, und Angst, Furcht an allen laß dich das erbarmen, wie Enden, damit gestraft if übel gehts den Heilgen unser Land, sind da von dein, gang troftlos find deinen Händen. Weil wir Armen. Weil Men- unfre Sind gen Himme schen Schuß nicht helfen schrent, das Land uns in tan, so nimm Du dich des die Fremd aus peyt. Ach! Elends an, und laß dichs, laß dichs, GOTT, er GOtt, erbarmen. barmen. 2. Denn das uit die be- 4. Doch was find Feuer, trübte Zeit, da Christus Schwerdt und Strang von geiaget, in welcher die nur den Leib beschwe sich die Welt sehr freut: ren, denn wenn sie wäh Dein Hauflein heult und ren noch so lang, muß ihre Flaget: Weil man ihm so Quaal aufhören im Tode viel Plag anthut, dir zu Was die Seel betrifft vermennten Dienst, oach! das ein ewig Herk GOTT! ach! laß dichs, leid stift. Ach! laß dichs, GOtt, erbarmen. GOtt, erbarmen. 5. Denn Von der Hoffnung. 1013 Sind sie 5. Denn dahin ist es eingeschrieben. kommen nu, daß auch die denn dir nicht mehr be Seele, leidet; Der Seelen kannt? Wo ist dein Sie und Gewissens Ruh nun gel blieben? All unsre mehr fast von uns scheidet, Thränen zählst du wohl: das Wasser an die Seel Kein Seufßer nicht ums uns geht, das Schwerdt sonst seyn soll, Du must ihr an der Gurgel steht. dich unf'r erbarmen. Ach! laß dichs, GOTT, erbarmen. 9. Bater, das bringt die Zusag mit, durch Chri9. Die Trubsal wächset sti Blut vollzogen, Du bist also sehr, mehrt sich in gerecht, zu wandeln nicht, allen Tagen, daß auch haft keinen nie betrogen: dein auserwähltes Heer Obduwolführst in Traus ( wars möglich) mögt rigkeit, hört drum nicht verzagen. Weil man so auf die Gutigkeit, Du grossen Abfall spührt de must dich uns'r erbarmen. rer, die die Vernunft ver- 10. Denn ob die Schuld führt. Ach! laß dichs, zwar übergroß, die wir im GOtt, erbarmen. Reste blieben, so macht 7. Geduld winfelt, wie uns Christi Quittung los, lang! wie lang! die Hoff die an das Creuß geschrienung sich verkehret. Ver- ben. Hat nun der Bürge nunft die schreyt: Wie gnug gethan, was wilt du bang! wie bang! der uns mehr haben an? Du Glaube selbst aufhöret. must dich unf'r erbarmen. Man sieht ja keine Beß- 11.Erbarmen wirst Du rung nicht, vor Angst der dich gewiß, nur laß uns Menschen Herße bricht. nicht verzagen; Leg nicht Ach GOtt! laß dichs er- mehr auf, als möglich ist, barmen. uns Armen zu ertragen. 8. Du hast ja långst in Hilf tragen, denn wir deine Hand die Deinen sind zu schwach, ein End ** 3 011 NAM AKA AKIVALS Don der Soffnung. 15. Gott sey Lob, Preis in Ewigkeit, dem Bater und dem Sohn e, auch 12.Behut uns vor Ver- Heiligem Geist, zu aller messenheit, und unserm Zeit in unserm Hersen Troß verzeihe, doch gib wohne; derselbe GOTT ans End Beständigkeit, verlaß uns nicht, wenn dein'n Geist und Muthsuns Sund, Fleisch, Welt verleihe: Steh Paulo in Tod anficht und auch der den Banden ben, dem Teufel, Amen. g'fallnen Petro gnädig sey, Du wirst dich ihr'r erbarmen. 823.Jn eigener Mel. 13. Dein ist die Kraft, Auf! Triumph! d fommt die Stunde dein ist die Ehr, so wir dein da sich Zion die Geliebte Werd fort treiben zu dei- die Betrübte hoch er ner Ehr, den Glauben freut: Babel aber geht mehr, dein Wort muß zu Grunde, daß fie flåg ewig bleiben. Nur bleib lich über Jammer, über und erhalt ben uns auch Angst und Kumme die Sacrament im rechschreyt. ten Brauch, Du wirst dich 2. Diese Hure hat befle unfr erbarmen. det ihr geschencktes schon 14. Steur der Bergeschmücktes Jungfräuli nunft, die allzeit will dein ches Ehren- Kleid, und mit Stund und Rath ausrech- Schmach und Hohn bede nen. Geduld gibt, daß wir det, die dem Lamme auf halten still, bis die Hülf der Hochzeit ist zum Wei wird einbrechen, die keibe zubereit't: nem nicht versaget ist 3.Stolkes Rom, Amenim Namen JESU bist die Geile, die auf vie Christ wirst Du dich unser len, vielen, vielen vieler erbarmen. Igroffen Wassern sigt, und du mit 1014 all unsers Jammers mach, Du wirst dich uns'r er barmen. Von der Hoffnung. 1015 mit ihrem Huren Seile Welt- Getümmel fich sein gange Völcker zu sich zie- trautes 3ion nennt, wel. het, und in schnöder ches Ihn doch nicht er. Brunft erhist. fennt. 4. Aber du bists nicht 8. 3ion netet ihre alleine, die du solche un Wangen mit so vielen verschämte offenbareGeil- heisen Thránen über den heit treibst: Deine Schwe Verwüstungs Greu'l, stern groß und kleine lau und erwartet mit Verfen mit dir nach den Buh- langen in den Banden der lern, daß du nicht alleine Chaldder ihres Gottes bleibst. Sieg und Heil. 5. Zion fiehet auf den 9. Ach! wie lange foll Straffen die entblösten es währen, o du Hüter deiund geschminckten stolßen ner Heerde, daß die Hure Tochter Babels an, wie sich erhebt? Hör, ach! hdfie sich beschauen lassen: re das Begehren, sende König, Priester, hoch und Hülfe deinem Boldke, das niedrig haben ihre Luft nach deinen Rechten lebt. daran. 10. Amen! Zion ist ers 6. Auf dem Lande, in höret, unsre Thränen sind den Städten hat die Hure wie Wasser gegen Mittag mit dem Becher alle Hei ausgezehret. Seht, Chalden toll gemacht; Siejdåa ist zerstöhret, unser stolzirt mit ihren Fetten, Weinen ist in Jauchsen, ihre Höhen, ihre Gó- unfre Last in Lust verkehrt. Ben sind von allen groß 11. Freue dich mit Her geacht't. und Munde, du erkauftes, 7. 3ions Schöpfer auserwähltes und erlos schaut vom Himmel auf stes Ifrael! fiche, Babels die vollen tollen Heiden, eigne Hunde, die dieFrom= und sein heiligs Herß ent- men jagen müssen, fressen brennt, daß das wüste diese Isabel. S884 12. Wie 1016 Von der Hoffnung. 12. Wie erklinget, wie Paucken und Trompeten ertonet in dem Himmel, lobt des HErren Heilig auf der Erden, deines grof keit! Laßt uns Ihm ein sen Königs Ruhm! Baby- Lob bereiten, Er ist Kö lon, die dich verhöhnet, ist nig! Er ist König! in der gefallen, ist gefallen! Zion Zeit und Ewigkeit. bleibt das Eigenthum. 1834.M. Romt her zu mir x 13.Dwie groß ist deine Juf Leiden folgt die Wonne, schönstes Zion Herrlichkeit, Triumph es ist kommen dein er Triumph! nach kurzem wünschtes Hochzeit- Fest, Streit, so singt die kleine da sich Jesus, deine Son Heerde, die bald er aller ne, der dich frönet, deinen treuste Hirt mit groffer Brautgam, deinen König Kraft erlösen wird von nennen läßt. ihrer Last- Beschwerde. 14. Da wir noch an 2. Jhr zarte Schäflein Babels Weiden unfreigehet fort, es rufet euch Harfen bången musten, das ewge Wort mit de war ein Tag wie tausend bekannten Stimme: Folgt Jahr: Aber nun in Zions mir, auf meinem engen Frenden wird für einen Pfad, undsucht in Demuth Tag gerechnet, was sonst meine Gnad, ich schüß tausend Jahre war. euch vor dem Grimme. 15. Nach der Hochzeit wird die Nymphe aus 3. Die Welt die raft bis an ihr Ziel, und samm dem Hause ihrer Mutter let ihrer Sünden viel. Et in des Vaters Haus ge- laffet sie nur samlen, man führt, die mit ewigem wird bald sehn den hohen Triumphe in der Krone Pracht erniedrigt und zu ihrer Hochzeit ewig, ewig nicht gemacht, durch Kin triumphirt. der, die noch stammlen. 16. Auf, ihr Cymbeln! 4. Sie schimpft, fit auf, ihr Saiten, Pfalter, schlägt, sie höhnt, sit würgt Von der Soffnung. 1017 würgt, weil euer Bater] 8. Schaut in der Einfich verbirgt; Allein Er falt nur auf mich, ich führ wird erscheinen, und ren die Meinen wunderlich ten aus die spiße Dorn, durch meine Allmachtse auch schlagen im gerechten Hände; doch ender sich Bern, was Babel zeugt, ihr Leid und Streit in den an Steinen. Triumph der Herrlichkeit 5. Ihr Kinder send nursund nimmt ein herrlich wohlgemuth! denn GOtt, Ende. der grosse Wunder thut, hat schon sich aufgema dhet. Ich bin der HErr, Immanuel, ich gehe her vor Israel, und bin vom Schlaf erwachet. n Wasser- Flüssen Babylon, da fassen wir mit Schmerzen, als wir 6. Bewahret euch mit gedachten an Zion, da meinem Sinn, nehmt weinten wir von Herßen; meinen Lebens- Odem hin, wir hingen auf, mit umgürtet euch mit Stár- fchweren Muth, die de. Ihr Glieder in der Harfen und die Orgeln Liebes- Kett, steht wie die gut an ihre Bäum der Starcken um mein Bett, Weiden, die drinnen find und thut die groffen in ihrem Land: Da muWercke. ften wir viel Schmach und 7. Der Glaube bricht Schand täglich von ih durch Stahl und Stein, nen leiden. und faßt die Allmacht in 2. Die uns gefangen sich ein, wer will euch über hielten lang so hart an selmeistern? Was ist dem ben Orten, begehrten von Feuer leichtes Stroh? derjuns ein'n Gefang mit gar Satan flammt in Lichter- spottischen Worten, und loh mit allen Gegen- Gei- fuchten in der Traurigstern. feit ein'n frölich'n G'sang 689 5 in 825. M. Ein Lammlein geht und trägt die Schuld. NAM TAK HANY 1018 Von der Hoffnung. in unserm Leid: Ach! lie 5. Du schnöde Tochter ber, thut uns fingen ein'n Babylon, zerbrochen und Lobgefang, ein Liedlein zerstöhret, wohl dem, der schon, von den Gedichten dir wird geb'n den Lohn, aus Zion, das frölich thut und dir denn wiederkehret erklingen. dein'n Ubermuth und 13. Wie folten wir in Schalckheit groß, und folchem Zwang und Elend mißt dir auch mit solchem jegt vorhanden, dem HEr- Maaß, wie du uns haft ren singen ein'n Gesang gemessen: Wohl dem, der so gar in fremden Lan- deine Kinder klein er den? Jerusalem, verges bascht, und schlägt sie an ich dein, so wolte GOttein'n Stein, damit dein der rechten mein vergef- wird vergessen. sen in mein'm Leben. 826.m. preis, Lob, Ehr, Ruhm 2c. Wenn ich nicht bleib dein eingedenck, mein Zungfich am Gaumen kleben. oben angehenckt, und bleiber Geift, der von de Blik und Licht und Kraft 4. Ja, wenn ich nicht ausgehet; der mit dem mit ganßem Fleiß, Jeru- Vater und dem Sohn in falem, dich ehre, im An- ewig gleichem Wesen ste fang deiner Freuden het. Der sich herab zu uns Preis, von jetzt und im- Elenden neigt, uns durch mer mehre. Gedenck der den Sohn den Weg zum Kinder Edom sehr am Vater zeigt. 2. Der Geist, der uns Tag Jerusalem, o HErr, die in ihr'r Bosheit spre als Gottes Pfand und chen: Rein ab, rein ab zu Siegel, die Versichrung aller Stund, vertilg siejgiebet, daß GOTT mit gar bis auf den Grund! treuer Liebes- Hand uns den Boden woll'n wir hält, und wie ein Vater liebet. Der Geift, der uns brechen. in Von der Soffnung. 1019 in alle Wahrheit führt, Komm! in schmerzlicher der uns mit Licht, mit Begier. Kraft und Gnade ziert. 6. Der Geist verlangt 3. Und sie, die auser- die grosse Schaar und wählte Braut durch Chri- Zahl der Heilgen voll zu sti Blut und Tod erwor- haben: drum ruft und ben, aus seiner offnen lockt Er immerdar, und Seit gebaut, da Er für fielbricht herfür mit ſeinen am Creuß gestorben; die Gaben. Je stårdker sich keusche Braut, die Him- die Zahl der Frommen mels- Königin, voll Got- mehrt, je näher wird sein tes Kraft, voll Christi Ruf: Ach komm! gehört. Geist und Sinn. 7, Die Braut, wie werth : 4. Die schöne Braut, in fie JEfus hält, so liegt fie Christi Blut gewaschen doch in Spott und Pla. und Schnee weiß geba- gen, ist allezeit ein Fluch det; die GOtt mit seiner der Welt, und muß die Segens Fluth an Seel Schmach des Lammes und Geist so hoch begna- tragen; drum sehnt sie sich det. Die Braut, die Er, nach ihrem Bräutigam, der Braut'gam, fren ge- und spricht: Ach komm! macht, und sie vom Wust komm Held aus Davids der Erden weggebracht. Stamm. 5. Die zwey, ob man sie 8. Der Geift, der hier auf gleich nicht schaut, so hört Erden zeuat, zeugt auch man sie doch beyde schrey- in seiner Boten Munde, en: Komm, spricht der daß sich die Welt zum EnGeist, komm, spricht die de neigt; er ruft: Es ist Braut: Ein JEfus soll die letzte Stunde: er ruft die zwey erfreuen. Der der Welt: Komm, es ist Geist spricht: Komm! und hohe Zeit, er ruft dem stellts der Braut schon HErrn: Komm, komm für. Die Braut spricht: jur Herrlichkeit. 9. Die 1020 Von der Hoffnung. 9. Die Braut tragt hier 12. Kommt doch nun den Sünden- Leib, und her, die ihr das Heil der hat so viel mit sich zu Seelen ernfilich sucht und kämpfen, sie weiß von kei meynet. Kommt doch. nem Zeitvertreib, als nur und nehmt das beste die schudden Lüste dám- Theil, kommt, eh noch unpfen. Drum wirckt der ser Held erscheinet; Er sel Geist in dir dis Ach- Ge- ber spricht; Ja, ja, ich schrey: Komm, JESU! komme bald; ach kommt komm, und mach mich denn her, eh noch sein einmal fren. Zorn erschallt. 10. Der Geist wird von 13. Kommt, trincet, der Welt verlacht, und sie, wenn ihr durftig seyd, hier die Braut, ist hier auf Eröfn et sich die Lebens den verdeckt in ihrer Zierd Quelle, Licht, Kraft und und Pracht, dort hofft sie Trost ist hier bereit, und offenbar zu werden. Der Argeney auf alle Fälle. Geist spricht: Komm, Kommt, nehmt das Heil zeuch Macht und Eifer aus Christi Handen an, an! Die Braut spricht: und seht, was Er, mein Komm, bring mich nach Schaß, an mir gethan. Canaan. 14.3chkam, als Erdurch 11.Sofpricht der Geist: feinen Geist mich kräftig So spricht die Braut: zog, und fand das Leben. Komm, JESU, komm! Denn alles was nur Gna Und wer es höret, der ruflde heißt, hat er, mein Hir und schrey auch überlaut: te, mir gegeben. Er kam Komm! alles, was GOtt zumir, eh ich noch zu ihm angehöret, das spreche: kam, ich kam zu ihm, da er Komm! Es wird auch in Schooß mich nahm. bald geschehn. Es hats 15. Wie lieblich hat Er die Braut im Geist mich erquickt, wie oft hab vorher gesehn. lich von ihm getrunden, Von der Soffnung. 1021 wie hat er mich ans Herßimit lauter Angst umhüllt; gedrückt, wenn ich in seine Denen, die den Himmel Lieb gefunden, wie man- baffen, will ich ihre Welts ben Troft hat seine Liebes- Luft laffen, mich verlangt Kraft, aus seinem Wert nach dir allein, allerschön. in meiner Seel geschafft. les JEfulein! 16. Wie oft hab ich in dieser Luft, in Kraft des 2. Müde, die der Arbeit Menge und der heisse Geistes: Komm! geschry Strahl beschwert, wüns en, wenn Er in meiner schen, daß des Tages Lånmatten Brust den Glauge werde durch die Nacht ben mir dazu verliehen, ich verzehrt, daß sie nach so war durch ihn ein Glied vielen Lasten können sanft von seiner Braut, drumlund füsse rasten; ich hat mein Getst oft nach wünsch jetzt bey dir zu seyn, ihm ausgeschaut. allerschönstes JEfulein! 17. Und siehe da, es ist 3. Ach! mögt ich in deivollbracht, id rufte: nen Armen, so, wie ich Komm! in Glaubens mir wünschen wolt, allerBlicken mein Braut'gam liebsterSchas, erwarmen: komm zur Mitternacht, so wolt ich das feinste mich hin vor deinen Gold, das in Ovhir wird Thron zu rücken. Jgegraben, nicht für die gieng mit ihm zu seiner Ergögung haben, wenn Hochzeit ein, wo Geistlich konte ben dir seyn, als und Braut vor Ihm beylerliebites JEfutein! sammen seyn. 4. Andre mögen durch 827. Mel. Alle Menschen die Wellen, und durch müssen sterben. Wind und Klippen gehn, u, o schones Welt- ihren Handel zu bestellen, Gebäude! magit ge und da Sturm und Noth fallen, wem du wilt; deine, ausstehn: ich will meine scheinbarliche Freude ist Glaubens- Flügel schwin gen 1022 Von der Hoffnung. gen an der Sternen Hü- deiner Gottheit Schein, gel, ewig da ben dir zu allerschönstes JEfulein! fenn, allerliebstes JEsu 8. Doch weil ich die lein! Seelen- Auen, und den 5. Tausendmal pfleg ich güldnen Himmels- Saal zu sagen, und noch tau jeßt nicht fan nach Wun sendmal dazu: Ach! würd ichen schauen, und muß ich ins Grab getragen, en! hier im Thränen-Thal so kam ich ja zur Ruh, und noch am Kummer- Faden mein bestes Theil das spinnen, en so sollen meine würde fren von dieser Lei- Sinnen unterdeß doch bes- Bürde, je und ewig ben dir seyn, allerschön um dich seyn, allerschön- stes JEfulein! stes JEfulein! 6. Komm, o Tod! du Schlafes Bruder, komm, und führe nur fort, lose meines Schiffleins GOtt ist gut, der aus Er Ruder, bringe mich zum barmen alle Hülf auf Er fichern Port. Es mag, wer den thut, der mit Macht da will, dich scheuen, dujund starken Armen ma kanst mich vielmehr er- chet alles wohl und gut: freuen: Denn durch dich GOTT kan besser, als kommich hinein, zu dem wir dencken, alle Noth schonfien JEfulein. zum besten lencken. See 7. Ach! daß ich den Leie le! so bedencke doch: lebt bes- Kercker heute noch ver- doch unser HErr GOtt laffen müßt, und kám an noch. den Sternen Erdker, wo 2. GOTZ lebet noch! das Haus der Freuden ist; Seele, was verzagst du da wolt ich mit Wortge- doch? folt der schlummern prånge, ben der Engel oder schlafen, der das grossen Menge, rühmen/ Aug hat zugericht? der die Ohren 828. In eigener Mel. Ott lebet noch! Seele du doch? Von der Hoffnung. 1023 Ohren hatt erschaffen, 5. GOtt lebet noch! follte dieser hören nicht? Seele, was verzagst du GOtt ist Gott, der hört doch? wenn dich deine und siehet, wie denFrom Sünden kråncken, dein men Weh geschiehet. See Berbrechen quält dich le! so bedencke doch: lebt sehr, komm zu Gott, er doch unser HErr GOtt wird versenden deine noch. Sünden in das Meer. 3. GOtt lebet noch! Mitten in der Angst der Seele, was verzagst du Höllen, kan er dich zufriedoch? Der den Erden den stellen. Geele! so beKreis verhüllet, mit den dencke doch: 2. Wolden weit und breit. 9. GOtt lebet noch! Der die ganze Welt erfül- Seele, was verzagst du let, ist von uns nicht fern doch? will dich alle Welt und weit. Wer GOTT verlassen, und weist weder liebt, den will er fenden aus noch ein, GOTT Hilf und Trost an allen wird dennoch dich umfafEnden: Seele! so beden- fen, und im Leiden bey dir ce doch: 2c. fenn: GOTT ist, der es 4. GOtt lebet noch! herzlich meynet, wo die Seele, was verzagst du Noth am größten scheinet. doch? bist du schwer mit Seele! so bedencke doch: 2. Creuß beladen, nimm zu 7. GOtt lebet noch! GOtt nur deinen Lauf Seele, was verzagst du GOtt ist groß und reich doch? laß den Himmel von Gnaden, hilft den samt der Erden immers Schwachen gnädig auf hin zu Trümmern gehn; GOttes Gnade währer laß die Höll entzündet immer, seine Treu verge werden; laß den Feind erhet nimmer: Seele: so be: bittert stehn; laß den Tod dencke doch: lebt doch un- und Teufel blitzen; wer ser HErr GOtt noch. GOtt traut, den will er schüßen. 1 NAM CAM KONT Don der Hoffnung. 1024 fchüßen. Geele! fo bedencke als wenn sie der Arge be doch: lebt doch unser HErr zwungen, weil sie so eifrig GOtt noch. im Kampf nicht meht 8. GOTT lebet noch fenn; Menschen- Furcht Seele, was verzagst du pflegt man als Weisheit doch? must du schon geang- zu preifen, Laulichkeit fol fret wallen auf der harten nun Berleugnunggat Dornen Bahn; es ist heisen. Gottes Wohlgefallen, 3. Kinder, die bis zur dich zu führen Himmel Geburt find gekommen an. Gott wird nach demist er ben, weil Kraft zu Jammer Leben, Friede, gebähren gebricht. Jing Frend und Wonne geben. lingen werden die Kraft Seele! so bedende doch: genommen, völlig zu bre lebt doch unser HERRchen durchs Finstre and GOTT noch. Licht. Alles wird irre 829. Melod. JESU, half weil Argwohn regieret fiegen. und auch einfältige Her offer Immanuel! sen verführet. schaue von oben auf! 4. Schmerzlich erfäh dein erldstes, erkauftes ret man, wie sich ist trew Geschlecht: Siehe dob, nen Kinder der Mutter, wie die Eyrannen noch to- die droben gebiert, wie ben, wie sie verkehren die auch die Brüder einander Wahrheit und Necht! Lu- nicht kennen, herzliche gen und Irrthum muß Freundschaft fich täglich gelten auf Frden. Unverliert; Viele fich schei schuld und Wahrheit muß den, und viele sich spalten, Keßeren werden. weil man die Liebe so läffet2. Seelen, die sonstenjerkalten. febr eifrig gerungen, wer- 5. Lange, ach! lange den ist müde, und schla- schon seufzen die Deinen fen fast ein. Scheints doch, daß man uns Freyheit und Von der Hoffnung. 1025 und Freudigkeit krånckt, da werden erflingen, weit mit dir, o Heyland! es nun angehet das felige treulich zu meynen, recht Jahr, welches zu Zions zu gebrauchen, was du Errettung bestimmet, uns geschenckt. Woll'n und uns zur völligen Freu wir dir dienen in heilger de einnimmet. Stille, fagtman: Es fey 830. mielod. JEfus meine das nur eigener Wille. Zuversicht. 6. Daß wir nur ſollen Guter Birtel wilt dur fein balde was nicht deines du so theuer verheissen oft leins dich erbarmen, und hast, läßt man uns aus nach deiner Schuld und den Fleisch- Topfen noch Pflicht tragen heim auf effen, doppelt darneben die deinen Armen? Wilt di tägliche Last. Man will mich nicht aus der Quaal die Hoffnung der Hülfe holen in den Freudens.3 so rauben, dampfet die Saal? Seufßer, und schwächet den Glauben. 2. Schau, wie ich vers irret bin, auf der Wüsten 7. Weil denn die Armen dieser Erden: Komm, und so seufzen und stöhnen, bringe mich doch hin zu wolltest du, JEsu, dich maden Schaafen deiner chen bald auf, retten von Heerden: Führ mich in allen, die trokig uns höh- den Schaaf Stall ein, wo nen, und uns aufhalten in die heilgen Lämmer seyn. unserem Lauf; kräftig und 3. Mich verlangt, dich freudig die Wahrheit zu mit der Schaar, die dich lehren, wollest du schencken toben, anzuschauen; Die dem Bater zu Ehren. da weiden ohn Gefahr auf 8. Willige Opfer wird den fetten Himmels- Auen; dir alsdenn bringen nach Die nicht mehr in Furch. dem Triumphe die heilige ten stehn, und nicht könSchaar; liebliche Lieder nen irre gehn. Ett 4. Denn 1026 Von der Hoffnung. 4.Denn ich bin hiersehr 3. Der Brunn, der s bedrängt, muß in steten Crystall klar, daß mat Gorgen leben, weil die GOTT selbsten offenbar Feinde mich umschránckt, darinnen kan erblicken und mit List und Macht und das Gesicht in seiner umgeben: Daß ich armes Licht unsättlich füß er Schäfelein feinen Blick quicken. kan sicher seyn. 4.O Nectar- Brunn 5.0 HErr JEsu! laß wär ich bey dir, ich, ders mich nicht in der Wölfe viel der Schlangen hie Rachen kommen, hilfmir hab, als ein Hirsch ve nach der Hirten- Pflicht, schlungen, die oft verlegt daß ich ihnen werd ent- und oft gewegt auf mic nommen: Hole mich, dein die falschen Zungen. Schäfelein, in den ewgen Schaafstall ein. 5. Ich fühl in meinen argen Muth und Willer felbst auch Schlangen Brut, das böse Gift de Sünden, ach! wie muß id Err JEsu, deine Hin- doch ihren Stich so man 831. Mel. In dich hab ich gehoffet, Err. Lebens Quell noch weit? 6. Sie setzet uns fal wornach mein Gaumen ohne Ruh mit ihrem brennet, die frische Quellschlau Angel zu, kommt so immer hell, und keinen unvermerckt geschlichen Abgang kennet. fie hat ihn auch nach ihrem 2.Der Brunn, aus Brauch mit Honigsein welchem Wasser springt, bestrichen. das Trauben- fiffe Freude 7. Hernach kommt ers bringt, die über alle Freu- die späte Reu, wenn unst den; Ben welchem sich Unschuld ist vorben, denn dort ewiglich die Lámmer finden sich die Schmerzen Christi weiden. Ides Bisses bald, die mit Ge Von der Hoffnung. 1027 Gewalt uns dringen zu deine Verheissung wird dem Herzen. immer mehr klar; was 8. Und ach! was ist doch wir bishero in Schriften diese Zeit mit aller ihrer gelesen, wird nun von in Eitelkeit, als nur ein Kreis nen und ausfen recht der Schlangen, voll Trug wahr. Lang genug hat und List, da alles ist be- uns der Schatten bededacht auf Geiß und det: Nun wird das WePrangen. sen vom Lichte entdecket. 9. Ach dieser Schlangen 2. Sieht gleich der Blin, bin ich fatt, bin ihrer übri de nicht einmahl am Tage, mid und, matt, wünsch stößt sich und schliesset die eine Welt zu schauen, die Augen mehr zu, wird ihm ewig sey von Schlangen/ das füffe Licht selber zur fren, die schönsten Him- Plage; gnug, bey den Kin mel Auen. dern des Lichtes ist Ruh: 10. Mein Geist der seuf Diese erblicken die selsa: Bet, HErr, zu dir, du wollstimen Weisen ,, wenn ſie die den Dursteinst stillen mir, Weisheit in Einfalt nur dich hat der Durst gequá preisen. let am Creuß, daß ich soll 3. Bater der Lichter, trincken dich, den meine schließ unsere Herßen mit Seel erwählet. dem Davidischen Schlüs 11. Wenn seh ich dich, sel weit auf. Laß uns HErr JEfu Christ, du mit göttlichen Wunder Schaß, der nicht zu schånicht scherzen, sondern dir Ben ist? dich schauen, das lassen den völligen Lauf. ist trincken, o lösch mich Was Du von Ewigkeit bald mein Aufenthalt, mit veste beschlossen, kommt deiner Augen Wincken! nun von Zeiten zu Zeiten 832. M. JEfu, bilf fiegen 2c. geflossen. Hert errlichste Majestät! 4. Mache zu schanden himmlisches Wesen! hochmüthige Geister, alle Ett 2 Un= 1028 Von der Hoffnung. Unwissende rühre mit deine Rechte wird Babe Kraft, daß sie nur hören zerstöhren, gehet dein Zion den eigenen Meister, der zur Herrlichkeit ein; Preis in den niedrigen Herzen und Dand sey dir, o Ko was schafft, heilige, läu- nig, gegeben, ewige Her tre! und zu dir doch ziehellichkeit, ewiges Leben. alles, daß dein Zorn ewig- 8. Gebet, ihr Menschen lich bliche. dem Schöpfer alleine alle 5. Süffester Abba, laß vollkommensteStärkeunt alle bestehen in der Gena- Macht: Spart es nicht de, die du erkannt hast. bis Er im Grimm eucher Laß uns in findlichem scheine, küffet den Sohn Geiste hingehen zu dir, weil sein Angesicht lacht: ohn alle gesetzliche Last. Warlich ihr müsset in AbHilfuns in fünffem Gehor- grund verfallen, wenn sam dir dienen; so kan die nun sein Donner im ZorLieb in uns immerdar ne wird knallen. grünen. 9. Aber, ihr Kinder, au 6. Dir sey für alle Ver- Zign gebohren, hebet die schmåhung gedancket, wel Häupter nur wacker emche der Drache dem Kind por: Glaubet, ihr seyt lein anthut. Danck sey nun zur Freude erkohren: dir, weil dein Rath nim- Stimmer die Lieder in mermehr wandet; Alles höheren Chor! habt ihr ist, was du nur machest, doch lange erniedrigt ge recht gut. Du hast dir nur teffen; Wer wird ball das veracht'te erwählet, euere Höhe ermessen? Babel hat deines Raths immer verfehlet. 10. Bater, Dich woller wir einstens recht loben 7. König der Ehren! jeho geschiehts nur mi dich wird man erst ehren, lallendem Mund; Dod wenn dir muß alle Welt wir erstatten die kleine unterthan seyn: Wenn sten Proben, bis uns deir vol Von der Hoffnung. 1029 volliges Wesen wird kund: Geist, der die Frommen Herrscher, regiere, behalt fingen heißt. Freude zc, une gans inne: Lobe dich 4. Gib nur, JEfu, daß selber in unserem Sinne!( wir wachen, und im Glauben munter seyn, wenn du 833. Mel. Sreuer euch, ibr kommst und brichst herein Christen alle. mit Posaunen und mit FRR! wenn wirst du Krachen, zu erlösen deine Zion bauen, Zion die Braut, die du ewig dir geliebte Stadt, die sich dir vertraut. Freude zc. ergeben hat? Ach! soll siej 5. Drücke uns dein heilnicht einmal schauen ihre ges Siegel an die Stirne, Mauern aufgericht't? Sa, an die Hand, dir zu Ehren, der HErre läßt sie nicht. uns zum Pfand, daß wir Freude, Freude, über uns durch Glaubense Freude! Christus wehret Flügel können schwingen allem Leide: Wonne, Himmel- an, da uns nie. Wonne über Wonne! Er mand schaden kan. Freuist die Genaden- Sonne. Ide, Freude zc. 2. O! wenn soll die 6. Zeichne mit dem Stimmerschallen, da man heilgen Zeichen uns, dein rufet überall in der Aus- Boldk, dein Eigenthum, serwählten Zahl: Sie, die schönster JEfu! höchster # Stolze, ift gefallen, mit Ruhm: so muß Satan der folgen Huren- Pracht, von uns weichen, weichen die vormals war hochge- muß das Sümden Kind, acht't. Freude zc. weil wir dein' Erkaufte 3. Hore! wie dein Zion find. Freude zc. klaget unter Babels 7. Ach! wie wird dein Dienstbarkeit, jest in die Volck dich ehren, wenn es 5 fer finstern Zeit: Doch du nun entnommen ist Bamirst den, der sie plaget, bels Stolk, des Thieres 1 stürzen bald durch deinen Lift? Deinen Ruhm wird Ett 3 es 1030 Von der Hoffnung. es vermehren, und in alle Lasten morgen oder heut. Ewigkeit dich zu loben Komm, ach komm, HErr seyn bereit. Freude zc. JEfu, komm! bringe mich 8. Darum, Zion, un- zur Ruh und Friede, ich betrübet! Die Erqui bin matt und müde. dungs- Zeit ist da, und des 3. Was ich denck und HErren Hülfist nah: se- thue, ist nach Himmels lig, der sich Ihm ergiebet, Ruhe nur allein gericht't und vor seinem Heiland alles ist nur Mühe, was kan ſtimmen dieſes Lied- auch spat und frühe von lein an: Freude, Freude der Welt geschicht; Got über Freude, Christus tes Schein der giebt allein wehret allem Leide! Won- Fried und Ruhe meinem ne, Wonne, über Won Hertzen, lindert Seelen ne, Er ist die Genaden- Schmerzen. Sonne. Freude. Jefu, 4. Weichet nun, ihr 834. Mélod. Jesu, meine Sünder, weichet ihr Welt Kinder alle fern von mir, Esu, Ruh der Seelen, die ihr streitet, krieget, die laß mich nicht so qua- ihr öfters sieger in dem len hier in dieser Welt, ich Bösen hier; Himmels bin matt und müde, suche Freud ist mir bereit, sanf Ruh und Friede in dem te Nuh und füffes Leben Himmels- Zelt. Komm, wird mir JEfus geben. ach! komm, HErr JEfu, 835. In eigener Mel. komm, führe mich aus die omm, JEfu, liebster Leiden zur der mels- Freuden. fomm, fomm, vermähle 2. Dein Knecht hat ge- dich mit mir, reiß mich aus stritten, Creuß und Noth dieser Trübsals- Höhlen, erlitten, JEsu, Seelen- komm, führe mich hinauf Freund, laß mich nun aus- zu dir, auf Zions Zinnen, rasten von den Arbeitsweil mir die Welt und ihr Be Von der Soffnung. 1031 Beginnen gar nicht ge- 2. Soll ich denn auch fällt, nur fort,-o Welt! lange noch das betrübte 2. Ich bin dein eitles Sünden- Joch hier auf Wesen müde, das ganz dieser Erden ziehen? Ach! nach Sodoms Lusten wie lange wird mein Geist schmeckt, weil unter dei noch mit Thránen Brodt nem fuffen Friede nichts, gespeist, eh er kan von hindenn ein bittrer Wernen fliehen? muth steckt, drum auf, o 3. Dencke doch an deiSeele! Komm, gehe aus nen Eyd, den du mir hast aus Sodoms Höhle, dem allbereit durch dein theuGunden- Haus, geh ei- res Wort verheissen: Daß lend aus. ich soll der Deine ſeyn, kei3. Zeuch deinem Bräune Macht, Gefahr noch tigam entgegen, verlaß Pein soll aus deiner Hand die Träber dieser West, mich reiffen. Zeuch ein, zeuch ein mit 4.Ey so nimm mich doch reichem Seegen in das einmal auf in deinen erwünschte Himmels Zelt. Himmels Saal, fezze mich Sage mit Freuden: Welt an deine Seiten. Laß doch gute Nacht, die manches deine Braut nicht hie mit Leiden auf mich gebracht: des bittern Creußes- Müh Welt gute Nacht. durch so lange Nächte streiten. 836. In eigener Mel. chönster Braut'gam, 5. Komm, und spans ne mich doch aus, daß soll ich nicht bald dein das francke Seelen- Haus heiligs, Angesicht in der ich kan frölich von mir Seeligkeit erblicken? Ach legen. Ach! laß endwilt du denn nun nicht lich meinen Schmers bald, meiner Seelen Auf- de in so gütig Bruders enthalt! mir den Todes- Herß zur Erlösung dich Wagen schicken? 6. Ach! bewegen.. Ett 4 NAM TAK RIVAL Von der Hoffnung. 1032 6. Ach! wie herrlich 837. Mel. licht so traurig, wird es fenn, wenn mit nicht so sehr. lieb, voliem Glank und Schein Ste Lust, deiner Liebe auf dem schönen Himmels Wagen mich der Cheru- süfsen Blick, ungeacht der binen Chor, von der Er- Sünden- Wust, meiner ben hoch empor, nach der francken Seele schick, sie Sternen Burg wird he, Jesu, wie mein Sinn Frund vor Liebe stirbet tragen. 7. JEfit, spanne doch hin. nun an, weil ich mich schon 2. Untee deinem Liebes auf die Bahn habe lång Schein, JEsu, trauter stens zugeschicket. Komm Hergers- Freund, kann ich doch! komm, daß meinelewig felig seyn, selig wer Geel aus der fiechen Lei- fich mit dir eint, deiner füß bes Höhteilig werde wegfen Lieb geneußt feliger, ja gerücket. selig heißt. 8. Gute Nacht, o schnd 3. Seufßer zeigen mei de Welt! dort am schönen ne Pein, die mir deine Himmels- Zelt seh ich mei- Schönheit macht, mögt nen Braut gam stehen sich nur bald bey dir feyn, Schaut! wie wincktEr auf und dich sehn in deiner mich zu: Daß ich soll zu Pracht, sich, o JEfu! wie meiner Ruh in sein Freu mein Sinn Frand vor den- Reich eingehen. Liebe stirbet hin. 9. Nun, so fahr ich frö- 4. Ach! daß noch in die lich fort, denn mein Heifer Stund káme die ge land wartet dort, mich im wünschte Zeit, allwo mir Himmel zu empfangen. foll werden kund, JEsu, Was für süffe Lust und deine Freundlichkeit, wo Freud, was für Glang und man alles Leid vergißt, Herrlichkeit wird mich sich mit GOtt und En doch bey Jhm umfangen! geln küßt. 5. Nacht Von der Hoffnung. 1033 5. Nacht und Tag ist 2. Ein Hirsch, von mein Gemüth, Jesu, nur Schlangen angesteckt, dahin gericht't, woman in nach frischem Wasser der Himmels Bluth dei schreyet: Also hat mich. ner Liebe Früchte bricht, zum Durst erweckt die fiehe, JE, wie mein Welt vermaledenet: Sinn Frand vor Liebe Auch macht mir bang die stirbet hin. alte Schlang, daß ich zu 6. Uch! so gib, so dirs ge- GOtt muß weinen. fällt, daß noch diesen Au 3. Wenn komm ich in genblick, ich abscheide von dein Paradeis, da schon der Welt, mich wie Him- viel Christen wohnen, und mels Erben schmuck, fingen dir Lob, Chr und nimm, o JESU! meine Preis, bekleidet mit der Seel heute noch aus ihrer Sonnen: Wenn hohlst du Höhl. mich ins Himmelreich, daß ich dein Antlig schaue? 7. Ach ade, ade, o Welt! jeho schwinget fich mein 4. Mein' Seet harNoth Geist hin zu GOtt, ins und groffe Quaal, daß ich Sternen Zelt, wo die reiso lang muß harren, gene Liebe fleußt, nun ade, spannet auf dem Jammermein francer Sinn ist in thal, als zög ich schwere GOtt gestorben hin. Karren: Da treibt ihr'n 838. Mel. Was traurest du. Spott die falsche Nott ( o wünsch ich nun ein' mit mir in meinen Nogute Nacht der Welt, then. S und laßsie fahren: Ob sie 5. Sie fragen: Wo mir gleich viel Jammers bleibt nun dein GOtt? ja macht, GOtt wird mich daß Er dir erscheine! Der wohl bewahren. Ich Hohn frånct mir mein meynt, die Welt war eitel Herz und Blut, daß ich vor Geld, befind es nun viel Trübfal weine: ey! komm anders. doch bald, mein Aufenthalt, Ett 5 E 1034 Von der Soffnung. halt, und reiß mich von braufenthut, wo sich dein Der Erden. Grimm erhebet: Die 6. Ey! nimm mich in Wellen gar ich auch den Freuden- Saal, von fahr, samt deinen Waf bir bereitet droben: Dasser- Wogen. dich die Patriarchen all 10. Darum bin ich der mit den Propheten toben: Welt so mud, all Tag und Und da die Schaar der Nacht ich weine, und laß Engel flar um deinen nicht ab, bis deine Güt Thron her schweben. verheiffen mir erscheine. 7. Was franckst du dich, Nun eil doch fort, mein mein arme Seel, sey/ treuer Hort, und nimm still, und thu nicht wan- mich hin mit Freuden. cen, GOtt ist mein Burg, 11. Wie lange soll ich mein Trost und Heil, des traurig seyn, da mich die werd ich Ihm noch dan- Feinde plagen? es ist ein den: drück dich, und leid Mord in meinen Bein'n. ein' kleine Zeit, nach daß sie gans hönisch fra Angst kommt Freud und gen: Sag an, wo ist dein Wonne. JEfus Christ? Ja, daß Er dich erlöſe! 8. Das Kräutlein Pa tientia wächst nicht in 12. Geduld, Geduld, du allen Garten; Ach GOtt! traurig' Seel, Geduld ist schaff du mirs immer- hie von nöthen! Bis uns dar, daß ich könn dei- der lieb Immanuel von ner warten; sonst bin ich diesen argen Kröten wohl sehr betrübt, und schwer zu sich reiß ins Paradeis, von Angst auf dieser da werden wir Ihm Erden. dancken. 9. Ich seh, daß dein 839. Mel. Mein Jesu, der Born, wie ein Flutch, dem gangen Land du mich 2c. begegnet: Und daß es schrecklich Steh auf, HErr Ze baoth! schau, wie die falsche Don der Soffnung. 1035 falsche Rott sich thut zu sprechen die Deinen, so samen, was deine Wahr- soll sie nimmer nicht von heit ist, durch ihre Macht neuen aufgericht zum und List ganz zu verdam- Troß erscheinen. men. 7. Ach! gurt an deine 2. Der Weisheit Kin- Seit das Schwerd, zeuch dern nur gebührt es, die in den Streit, JEsu, zu Natur der Mutter rich- kriegen: Du weist, wie ten: Nun wollen, die gang deine Braut vest deiner blind und noch Bastarten Allmacht traut, sie werde sind, das Werck verrich- fiegen. ten. 8. Die Zeit ist nun bald 3. Es neidet dein Zion da, ich fing Halleluja! zum die Tochter Babylon, weil Trotz der Frechen; Weil sie verstanden, daß ich sie du, meinSieges- Fürst, an Freuten voll noch ganz meinen Feinden wirst dich beherrschen soll in ihren nun bald rächen. Landen. 9. Ich hör im Glauben 4. Ergrimme, stürme schon den starcken Donnur, du stolße Creatur, du ner Ton Victori singen, musts doch leiden, daß send frölich, freuet euch, was von JEfu Christ mir JEsus nimmt ein das vest versprochen ist, ich Reich; wer kan Ihn rühm mit Freuden. zwingen? 5. Stoß dir an dies 10.Eskommet schon der sen Stein den stolzen Held sehr prächtig in das Schädel ein, der mich Feld auf weiffen Pferden. gegründet: Erzieher mei- Das Schwerdt aus seis ne Thor doch deinen al- nem Mund fühlt schon len vor, bald wird sichssdes Babels Grund, nun finden. wirds bald werden. 6. Ich weiß wohl deine II. Wie wirds so felig List; wenn sie gefallen ist: seyn, wenn ich mich hülle ein 1036 Von der Hoffnung. ein in JEfu Wunden, wielfäuft, und über die gro will ich jauchzen dann, Baffer läuft, und mi wenn ich erst sagen kan: Gewalt verschwemmet. Nun überwunden. 3. Gott Lob und Dand 12. Wie schrecklich wird der nicht zugab, daß ih es dir, was mich verfolget Schlund uns mögt fan hier, o Babel, gehen, wen gen: wie ein Bogel des du, die mich betrübt, wie Stricks fommt ab, ist un mich mein JEsus liebt, freSeel entgangen. Strid mit Furcht wirst sehen? ist entzwey, und wir sind 13. HErr! solche Herr- frey: des HErren Name lichkeit verfüßt mir alles sich uns bey, des Gottel Leid, ich bleibe oben, und Himm'ls und Erden. will in meiner Kron, als 84. Serr Jefu Chrift du deinem Gnaden- Lohn, GOtt der HERR nicht ben uns loben. 840. Mel. Err ftraf mich wenn unsre Feinde toben nicht in deinem Zorn. und Er unfrer Gach nicht Wa ir GOTT nicht mit zufällt, im Himmel hoch uns diese Zeit, so soll dort oben; wo Er Israels Strael sagen: War GOtt Schuß nicht ist, und selber nicht mit uns diese Zeit, bricht der Feinde List, so wir hatten müsf' n verza- ifts mit uns verloren. gen, die so ein armeshäuf- 2. Was Menschen lein sind, veracht't von so Kraft und Wiß anfäht viel Menschen Kind, die soll uns billig nicht fre an uns ſeßen alle. den: Er figet an der höch 2. Auf uns ist so zornigsten Stätt, der wird ihr'n ihr Sin, wo Gott es hátt Rathaufdecken: wensies zugeben, verschlungen hat aufs fligste greifen an, so ten sie uns hin mit gan- geht doch GOtt ein andre Bem Leib und Leben: wir Bahn, es steht in seinen wär'n, als die ein'Fluther- Händen. 3. Si Von der Hoffnung. 1037 3. Sie wüten fast und kan das nicht faffen. Sie fahren her, als wolten sie spricht: Es ist nun all's uus freffen, zu würgen verlohrn; da doch das steht all ihr Begehr, Gott's Creuß hat neu gebohrn, ist ben ihn'n vergessen. die deiner Hülf erwarten. Wie Meeres- Wellen ein- 7. Die Feind' find all in her schlau, nach Leib und deiner Hand, dazu all ihr Leben sie uns stahn, des Gedancken, ihr Anschläg wird sich GOtt erbarmen. sind dir wohl bekant: hilf 4. Sie stellen uns wie nur, daß wir nicht wanKeßern nach, nach unserm den. Vernunft wider Blut fie trachten, noch den Glauben sicht, aufs rühmen sie sich Christen fünftge will sie tranen auch, die GOtt allein groß nicht, da du wirst selachten. Ach GOtt! der ber trösten. theure Name dein muß 8.DenHimmel und den ihrer Schalckheit Deckel Kreis der Erd'n hast du, seyn, du wirst einmal HErr GOtt, gegründet: aufivachen. dein Licht laß uns hier bel5. Aufsperren sie den le werd'n, das Herz uns Nachen weit, und wollen wird entzündet in rechter uns verschlingen: Lob und Lieb des Glaubens rein, Dand sey GOtt allezeit, bis an das End beständig es wird ihn'n wicht gelin seyn: die Welt laß immer gen. Er wird ihr'n Strick mirren. zerreissen gar, und stürzen 842. Mel. Sreu dich sehr, ihre falsche Lehr, sie werdens GOtt nicht wehren. o meine Seele. Oion flagt mit Angst 6. Ach HErr GOTT! Dund Schmersen, Zion wie reich tröstest du, die Gottes werthe Stadt, die gänglich sind verlassen, Erträgt in seinem Herzen, Die Gnaden- Thür steht die Er Jhm erwähler hat: nimmer zu, Bernunft Ach! spricht sie, wie hat mein 3.in NAM TAK HOV 1038 Von der Hoffnung. mein GOtt mich verlassen bleib ich doch, wer ich bin in der Noth, und läst mich meine Treu bleibt gege so harte pressen, meiner dir Zion, o du meine Zie hat er ganz vergessen! du hast mir mein Herz b 2. Der GOtt, der mir sessen, deiner kan ich nich hat versprochen seinen vergessen. Beystand jederzeit, der 5. Laß dich nicht de läßt sich vergebens suchen Satan blenden, der sons jest in meiner Traurigkeit. nichts als schrecken kan Ach! will Er denn für und Siehe, hier in meine für grausam zürnen über Händen hab ich dich ge mir! kan und will Er sich schrieben an: Wie mage der Armen, jetzt nicht wie denn anders seyn? ich mu vorhin, erbarmen? lja gedencken dein: dein 3. Zion, o du Vielgelieb- Mauren will ich bauen te, ſprach zu ihr der HEr und dich fort und fort an ren Mund, zroar du bist schauen. jetzt die Betrübte, Geel 6. Dubist mir stets vo und Geist istdir verwundt; den Augen, du liegst mi Doch stell alles Trauren in meinem Schooß, wi ein, wo mageine Mutter die Kindlein, die noch sau seyn, die ihr eigen Kind kan gen; meine Treu zu dir hassen, und aus ihren ist groß. Dich und mich Gorgen lassen? foll keine Zeit, keine Noth 4. Ja wenn du gleich Gefahr noch Streit, ja de möchtest finden einen sol Satan selbst nicht sche chen Mutter- Sinn, da die den. Bleib getreu in al Liebe kan verschwinden; follem Leiden. Von der Enführung zu dem völligen Genuß des Heils. I. Vom Tode und Auferstehen. 843. Mel Dom Tode und Auferstehen. 1039. N 843. Mel. O JEfu Chrift, Bund durch meine Geete, du höchstes Gut. die abzuscheiden oft be Ech GOtt! ich muß gehrt aus ihres Leibes- Hdin Traurigkeit mein le. Bo du nicht, o HErr Leben nun beschlieffen, JEfu Chrift! in folchem dieweil der Tod von mei Creus mein Tröster bist, ner Seit so eilend hat ge- muß ich vor Leio verzagen. riffen mein treues Herß, 5. O treu geliebtes ſele der Tugend Schein, des ges Herß, zu dir will ich muß ich jetzt beraubet seyn; mich wenden, in diesem wer kan mein Elend meinem greffen Schmerz, wenden? ob sich mein Angst wolt 2. Wenn ich an ihre enden: ich will betrachten Freundlichkeit gedenck in deinen Stand, wie GOtt meinem Herzen, die sie dir alles Leid gewandt in mir hat zu jeder Zeit in höchsteFreud undWonne Freud und auch in 6. Kein' Angst und TribSchmerzen erwiesen sal, Weh und Noth kan gang beständiglich, mein dich jegund verletzen, im Creuß und Weinen meh- Himmel thut der fromme ret sich, vor Angst möcht GOtt mit Liebe dich ergoich vergehen. Ben. DieSeele schaut mit 3. Bey wem soll ich auf Lust und Freud die heilige dieser Welt rechtschaffne Dreyeinigkeit, mit allen Liebe finden? Der meistej Auserwählten. Theil nicht Glauben hält; 7. Der Höchst hat dich die Treu will gar ver in seinem Schcoß, und schwinden. Ich glaub und wischt dir ab die Ehránen, red es ohne Scheu: die best erfüllet dich mit Freuden ist die getraute Treu, der groß, darnach wir uns muß ich jetzt entrathen. noch sehnen. Du steheft 4. Fürwahr, mir geht ben der Engel- Schaar, ein scharfes Schwerdt je- llobfingest GOtt frey ohn Gea 1040 Dom Tode und Auferstehen. Gefahr mit füffem Zon der bittre Tod mehr tren und Emalle. nen. Ach! welche Freud 8. Der Leib der ruht wird dann seyn, wenn id gar fanft und fein ohn allejdie, die ich jest bewein Quaal und Sorgen; vor mit Freuden werd um allem iinglück groß und fangen. klein, liegt er darein ver- 12. Dis will ich stets in borgen; kein Beinlein, ja Traurigkeit mir zu Ge kein Stäubelein wird dir müthe führen, erwarte davon verlohren seyn, die in Geduld der Zeit, wil Engel dich bewahren. Christen will gebühren 9. In kurzer Zeit wird GOtt alles Troftes, stel JEius Christ dich wieder bey mir, und mich durd auferwecken, und weil dulseinen Geist regier, zu fei auch sein Schäflein bist, nes Namens Ehren. wird er die Hand ausfirecken, dich führen in sein 844. Liel. Sren dich sehr, meine Seele. Himmelreich, daß du mit Leib und Seel zugleich bey Ihm folt ewig bleiben. ch! wenn kommen doch die Stunden, ach 10. Du kommst nicht wenn kommt der frohe wieder her zu mir in die Tag, da ich werden ſoll betrübte Leben! Ich aber entbunden aller Pein und komm hinauf zu Dir, da aller Plag? Da ich nicht werd ich mit dir schweben so viel Berdruß dulden in höchster Freude, Wonn und empfinden muß, da und Luft, die deine Seele mein Angst und alles Leis täglich koft't; drauf ich den sich verkehrt in ewge mich herzlich freue. Freuden. 11. O wie mit grosser 2. Werd ich doch herum Freudigkeit woll'n wir ein- getrieben auf dem Zorn ander kennen, da wird und Sünden Meer, und uns denn zu keiner Zeit von Creuß und Unglücks Hie Dom Tode und Auferstehen. 1041 Hieben immerfort verle- führ'n; er läst keinen ManHet sehr: wie ein Schiff, so gel spühren, wie er, so bey Segel- los, hier und dort Muh als Rasten, uns zu Friegt einen Stoß: so werd schaden mög antasten. ich herumgejaget, und mit 6. Ueber dis, so ist die Er Angst und Noth geplaget. de uns zum Wandern nur 3. Hier sind Klippen, gelehnt: wenn ich einst int hier Syrenen, hier ein Himmel werde mit der LeStrudel und Abgrund: bens- Kron gekrönt, so hab diese können sich beschönen, ich erlangt das Ziel: dardaß man nicht derList wird um duld ich gerne viel, fund; Hort, wie füß die Himmels- Wonne, ewge Wollust singt, bis sie uns Freuden machen süß die zum Negebringt, und zur bittre Leiden. Klipp und Wirbel dre- 7. Nun, HErr JEU! hen: denn so ist es gar gib mir Gnade, daß ich geschehen. als ein Pilgrim hier wand 4.D wohl dem! der schon le auf den rechten Pfade, gelanget an den fichern laß mich kleben stets an Nahe- Port, und in stolzer dir; Seydu, HErr! mein Freude pranget dort bey Leitestern, steb in Noth JEfu, seinem Hort. Der und Tod nicht fern; und ist auffer der Gefahr, darf wenn ich von hier abscheinicht sorgen immerdar; de, nimm mich in die ew Jeßo wird ein Sturm ent- ge Freude. frehen, und das Stiff ju 845. in. Es ist das Zeil uns scheitern gehen. kommen her. 5. Hier ist sichers nichtsch wie elend ist unfre zu finden, man ist stets mit Zeit allhier auf dieſer Furcht umstrickt; auf den Erden! Gar bald der Bergen, in den Gründen Mensch darnieder leit, wir ist der Satan gar geschickt, müssen alle sterben Allhier unsre Schwachheit zu verlin diesem Jammerthal ist Uuu Mich 1042 Dom Tode und Auferstehen. Müh und Arbeit überall, 2. Gleichwie die Blum auch wenn es wohl ge- in Sommer- Tagen ver linget. welcket von der Sonnen 2. Ach! Adams Fall Gluth; so will mein Geißt und Missethat solch's alles in mir verzagen mein Leib auf uns erben. O GOtt, wird kraftlos famt dem gib Du uns guten Rath, Muth. Denn deine Liebe daß wir erkennen lernen, brennt in mir, vor Pein daß wir so blind und sicher bin ich gestorben schier. feyn mitten in Trübsal 3. Da ich dich neulich und in Pein, das ist ja zu kaum erblickte, brandt' al erbarmen. sobald mein Hert in mir: 3. HErr GOTT, Dulda ich mich an dir füß er unsre Zuflucht bist, dein' quickte, wuchs immer Hülfe thu uns fenden, mehr die Liebs Begier: denn Du der Deinen nicht nun aber du dein Ange vergiß'st, die sich zu Dir ficht verbirgeft, ach! mein nur wenden; mit deinem Hertz zerbricht. : Geiste steh uns bey, ein 4. Nun fühl ich erst die selig Stündlein auch ver- Macht der Flammen, dein leih, durch JEsum Chri Pfeil hat mich verwundet stum, Amen. gar: die Kräfte schwinden allzusammen; der Leib eilt zu der Todten- Bahr; 846. M. Wer nur den lieben GOtt läßt walten. Ich wie ist mir so herzlich mein Angesicht wird bleich bange! mein Schmer- undblaß; die Wangen Ben wächset für und für, sind von Thränen naß. weil ich nicht immer an dir 5. Ach sagt mir nichts hange, o JESU! meines von Gold und Schätzen, Hersens Zier. Vor Liebe, von Ehr und Wonne die JESU! bin ich schwach. ser Welt! ich muß das Mein Geist vergehet, nur in Trauren feßen, was Ach! Ach! Ach! sonst der Mensch für Wol luft Dom Tode und Auferstehen. 1043 luft hält. Weg Eitelkeit 9. Der Schmerz weg Trügerey! weg groß und macht mich dirRauch und Dampf! weg sten; ich sehne mich zu tauKoth und Spreu. fendmal nach JESU, 6. Ach sagt mir nichts meinen Lebens- Fursten: von Speis und Träncken! Die Seufßer faffen keine ich speise mich mit Thrá- Zahl, die ich zu meinem nen. Brod. Was andern JEfu schick, daß er doch füß, muß mich nur från komm, und mich erquick. den: Nichts ist mir füffer, 10.Wie lang soll ich vor als der Tod! Komm, lieb- Liebe brennen? Ach foll ster Tod! komm, bring denn diese Flamme mich mich hin, wo JEfus ist: verzehren gang? wilst du Komm, mein Gewinn. nicht kennen die Seele die 7. Was wünscht ihr mir so ångstiglich dich rufet, die Abend- Ruhe? Es komt und zu Tag und Nacht kein Schlaf in mein Ge- fich quälet? O! der Liesicht: Wenn andre schla- bes- Macht. fen, ich mich mühe, und 11. Mag dich mein Klas denck an traurige Gedicht. gen nicht bewegen, so laß Ich bringe meine Nächte dich rühren meine Pein. zu mit Seufßen, o! der Die Zunge will sich bey Jammer- Ruh. mir legen: Die Augen sin8. Wie ein Nacht- Bög- cken tief hinein. Ach lag lein auf dem Dache sich dein armes Täubelein wimmer lechßend nieder- nicht langer in den Aengsetzt: So hälten meine sten seyn! Augen Wache, wenn sie 12. Wo sind die Rofenmit Thränen mich geneßt. rothen Lippen? Wo ist der Ich seufße nach dem Wangen Purpur- Pracht? Tages- Licht. Ach kam sie sind verblichen, wie die mein JEfus! Kommt er Klippen, in dieser finstern nicht? Codes Nacht. Ich gehe 10 11uu 2 frumm 1044 Dom Tode und Auferstehen. krumm vor grossem Leid: te Nacht: sagt ihm, da Erbarme dich denn es ist er mich hab betrübet, un Zeit. in mein Grab hinein at 13. Die Augen sind mir bracht. Er ist mein& schon gebrochen; der Alder- ben und mein Zod; Mein schlag ist nicht mehr hier; Herße bricht vor Liebes das Herße fühl ich nähr Noth. lich pochen; kein Lebens- 17. Oweh! die Ohn Zeichen ist an mir, als das macht tritt zum Herzen ich oft den Athem zieh, Reicht Aepfel, Balsam und seufß: Ach! JESU, Blumen zu: Erquicke wärst du hie! mich in meinem Schmer 14. Ach ist denn keiner gen, bis mich die füsse To hier zu finden, der meiner des- Ruh erfreut; J sich erbarmenoch? Wenn will dennoch im Tod did Menschen- Trost pflegt zu lieben, odu lieber GOtt! verschwinden, pflegst Du, 18. Wenn mun der mein JEfu, trösten doch: Geist aus seiner Höhle ge und diesem Jammer kanst wichen, soll die Grabschrift du nu mit trocknen Augen seyn: Hier schläfet die ver ſehen zu? liebte Seele, die vor süß 15. Ihr Wächter, komt bittrer Liebes- Pein aus Salems Zinnen, und storben, und doch gan schauet meinem Elendigen ein, wo Lieb und Le zu; mein Herke will wie ben ewig seyn. Wachs zerrinnen, ich fin ach es ist geschehn. de nirgends meine Ruh. 847. In eigener Mel. Ich muß vor Liebes- Peinch wie nichtig, ach wit Jammer! der Men fchen Leben! wie ein Ne 16. Sagt meinem bel bald entstehet: und Freund, den ich geliebet, bald wiederum vergehet; viel tausend, tausend gu- so ist unser Leben, sehet! 2. Ach Dom Tode und Auferstehen. 1045 2. Ad wie nichtig, bald dorten stehet; so ist ach wie flichtig sind der unser Glücke, sehet! Menschen Lage! wie ein 7. Ach wie nichtig, ach Strom beginnt zu rin wie flichtig ist der Mennen, und mit Laufen nicht schen Ehre! über den, dem hålt innen; so eilt unsre man hat müffen heut die Zeit von hinnen. Hande höflich küssen, tritt 3. Ach wie nichtig, man morgen gar mit ach wie flüchtig ist der Füssen. Menschen Freude! Wie 8. Ach wie nichtig, ach sich wechseln Stund und wie flüchtig ist der MenZeiten, Licht und Dun- schen Wissen! der das ckel, Fried und Strei Wort kan treflich fühten so sind unsre Frölich- ren, und vernünftig difcukeiten. riren, der muß allen Wis 4. Ach wie nichtig, ach verlieren. wie flüchtig ist der Men 9. Ach wie nichtig, ach schen Schöne! Wie ein wie flüchtig ist der MenBlümlein bald vergehet, schen Lichten! der! so wenn ein rauhes Lüftlein Kunst hat lieb gewonnen, wehet; so ist unsre Schd- lund manch schönes Werck ne, sehet! erfonnen, wird zulegt 5. Ach wie nichtig, ach vom Tod erronnen. wie flichtig ist der Men 10. Ach wie nichtig, schen Stärke! der sich ach wie flüchtig sind der wie ein Low erwiesen, Menschen Schäßze! es kan überworfen mit den Rie- Fluth und Gluth entste fen, den wirft, eine kleine hen, dadurch, eh wirs Drüsen. uns versehen, alles muß 6. Ach wie nichtig, ach zu Grunde gehen. wie flüchtig ist der Men- 11. Ach wie nichtig, ach schen Glücke! wie sich eine wie flüchtig ist der MenKugeldrehet, die bald da, schen Herrschen! der durch Uuuz Macht 1046 Dom Tode und Auferstehen. Macht ist hoch gestiegen, wie selig werd ich seyn bey mus juleßt aus Unvermò den lieben Engelein! gen in dem Grab darnie der liegen. 4. Herzlich werd ich mich erfreuen, wenn mic 12. Ach wie nichtig ach Christus wird verneuen wie flüchtig ist der Men- und im Himmel führen fchen Prangen! Der im ein, prächtig stets bey Purpur boch vermessen, Jhm zu seyn. it gleich wie ein GOtt ge- 5. Zung und Herst seffen, dessen wird im Tod wird da klingen, und dem vergessen. HErren JESU singen; 13. Ach wie nichtig, ach ewig werd ich stimmen wie flüchtig find der Men- lein mit den lieben Enge saben Sachen! alles, alles, lein. was wir sehen, das muß 6. Besser Leben werd fallen und vergehen. Wer ich finden, ohne Tod und GOtt fürcht't, bleibt ewig ohne Sünden; O! wit stehen. felig werd ich seyn bey den 848. Mel. Liebster JEsu, du lieben Engelein! wirst 2c. 849. In eigener Mel. Qlenthalben wo ich ge- Christus der ist mei liege oder Leben, Sterben stehe, sehn ich mich nach mein Gewinn; dem the JEfu Chrift, der für mich ich mich ergeben, mi gestorben ist. Freud fahr ich dahin. 2. Bonder bösen Welt 2. Mit Freud fahr id zu scheiden, nach so vielem von dannen zu Christ Creuß und Leiden, wenn dem Bruder mein, auf daß es Ihm gefällig ist, bin ich ich zu ihm komme, un fertig und gerüst't. jewig bey ihm sey. 3. Wenn ich werde mit 3.Nun hab ich überwun Ihm leven, herrschen und den Creuß, Leiden, Ang in Freuden schweben, olund Noth, durch sein' hei li Dom Tode und Auferstehen. 1047 lig fünf Wunden bin ich wohl, mein Kercker, böse verföhnt mit Gott. Welt, mit allem dem, was 4. Wenn meine Kräfte deinem Geist gefällt. brechen, mein Athem geht 2. Komm, meine Seel, schwer aus, und kan kein wir wollen nunmehrgehn, Wort mehr sprechen, wo Gottes Sohn und HErr! nimm mein Seuf- seine Diener stehn: Wir ßen auf. wollen uns gesellen zu der 5. Wen mein Herz und Schaar, die unverrückt Gedancken zergehn als frolocket immerdar. wie ein Licht, das hin und 3. Gebenedent sey ewig her thut wancken, wenn dieser Tag, an welchem ich ihm die Flamm gebricht. durch GOTT verlassen 6. Ach! laß mich an dir mag was sterblich ist, und kleben, wie eine Klett am blendt mein Augen- Licht, Kleid, und ewig ben dir daß ich nicht seh des Höchleben in der himmlischen sten Angesicht. Freud. 4. Ach! JEfu Christ, 7. Alsdenn fein sanft mein Leben in dem Tod, und stille, laß mich HErr! mein Trost in Pein, mein schlafen ein, nach deinem Freud in Angst und Noth; Rath und Willen, wenn ich wende mich mit aller kommt mein Stundelein. Kraft zu Dir, ach! thu mir 8. Wohl in des Him- auf die füffe Lebens- Thür. meis Throne sing ich Lob, 5. Ich gebe dir von ganEhr und Preis, und ewig ßem Herzen hin, was Du bey Dir wohne, Bater, erlöst, und was ich durch Sohn, Heilger Geist. Dich bin: nimm meine Seel, wenn sie vom Leib ie Zeit geht an, die ist los, in deine Hand und JEsus hat bestimmt, väterlichen Schoof. 850. In eigener Mel. da alles Leid ben mir ein 6. Du bist mein Ziel, Ende nimmt: Gehab dich mein Ende, Ruhm undUuu 4 $ 23 Preis, 1048 Dom Tod und Auferstehen. Preis, mein Mittel- sehr gnädiglich meine Punct, mein füffes Pa- Noth gedämpfet, daß ich raceis, in dir allein find't meines Lebens- Lauf selig meine Seele Ruh), drum lich vollendet, und die See feufß ich auch dir unauf- le Himmel- auf, GOtt dem hörlich zu. HErrn gesendet. 7. Ach! Ach! wie sehr 2. Forthin ist mir bey verlangt mich doch nach gelegt der Gerechten Kro dir, komm doch! mein ne, die mir wahre Freud Trost, mein Leben, kommerregt, in des Himmel zu mir, verzeuch doch Throne; Forthin meine nicht, aus dieser finstern Lebens Licht, dem ich hier Höhl in deinen Hof zu vertrauet, nehmlich Got holen meine Seel. tes Angesicht, meine See S. Ich warte schon mit le schauet. fehnlichem Berdruß, auf 3.Dieser bösen schndder dich, mein Lieb, und dei Welt jämmerliches Le nen ewgen Kuß: Ich bin ben mir nur länger nicht fast franck, und mein ver gefällt; Drum ich mic liebier Geist ist gleichsam ergeben meinem JEfu, d weg von mir nach Dir ich bin jetzt in lauter Fre gereist. den: Denn sein Tod i 9. Jedoch, damit ich dir mein Gewinn, mein Ve nichts schreibe für, so will dienst sein Leiden. ich gern und willig bleiben 4. Gute Nacht! J hier, bis kommt die Zeit, meine Freund, alle mein in welcher ich als Braut, Lieben, alle, die ihr un Dir meinem GOtt und mich weint, laßt euch nic Brautgamwerd vertraut. betrüben diesen Abtrit 891. M. Christus, der uns 2c.jden ich thu in die Erdeni Einen guten Kampfhab der: Schaut, die Sonn ich auf der Welt ge- geht zur Ruh, komm kämpfet: denn GOtt hat doch morgen wieder. 852. M Dom Tode und Auferstehen. 852.. Wenn mein Stünd lein vorhanden ist. 1049 4. Gedend, HErr, an den theuren Eid, den du Sin in Würmlein bin ich selbst haft geschworen: So arm und klein, mit wahr du lebst von EwigTodes Noth umgeben, keit, ich soll nicht seyn verkein'n Trost weiß ich in lohren; ich soll nicht komen Mard und Bein, im ins Gericht, und den Tod Sterben und im Leben, ewig schmecken nicht: dein denn daß du selbst HERR Heil wirst du mir zeigen: JESU Christ! ein ar- 5. Ach! GOtt, laß mir mes Warmlein worden ein' Leuchte seyn dein bist: A GOtt! erhör Wort zum ew'gen Leben: mein Klagen. ein fel'ges End wollst mir 2. Laß mich, HERR verleihn, ich will mich dir Chrift, an deinem Leib ein ergeben, ich will dir trau'n, grünes Zweiglein bleiben, mein HErr und GOtt, mit deinem Geist stets denn du verläff'st in keiner ben mir bleib, wenn sich Noth, die deiner Hülf mein' Seel soll scheiden. erwarten. Wenn mir vergeht all 6. Drauf will ich nun mein Gesicht, und meines befehlen dir mein' Seel in Bleibens ist mehr nicht deine Hände; ach! treuer allhier auf dieser Erden. GOtt, steh vest ben mir, 3. So laß mich nicht in dein'n Geist nicht von mir dieser Noth umkommen wende, und wenn ich nicht noch verzagen, komm mir mehr reden kan; so nimm zu Hülf, dutreuer GOtt, den letzten Seuffer an, mein' Angst hilf mir auch durch Jesum Christum, tragen: Dend, daß ich bin Amen. am Leibe bein ein Glied und grünes Zweigelein: in Fried laß mich hin fahren in a sypit! 853. M. Ich hab mein' Sach Gott heimgestellt. Es ist genug, HERR, hole mich, mein Hers Uuu5 das 1050 Dom Tode und Auferstehen. das wart't und sehnet sich 6. Nichts tröstet mich nach einer sanften Him- auf dieser Welt: Nur JE melfahrt, darauf es spart sus mir allein gefällt: Du sein'n Trost und größte bleibst mein's Hertens Freudens- Art. Trost und Theil, HErr 2. Der kranke Leib fühlt GOtt, mein Heil, mich seine Noth kommt immer heimzuholen nicht ver näher nun dem Tod: Die weil. Freu Seele hat auch jederzeit 854. Mel. Zion Elagt mit viel Kampf und Streit, Angst und Schmerzen. und so empfindt fie man- reu dich sehr, o meine ches Leid. Seele, und vergiß all' 3. Viel Seufßen dieses Stoth undQuaal, weil dich mir treibt aus, ich sehn nun Christus dein HErre mich nach des Vaters ruft aus diesem Jammer Haus, an Leibes- Kräften thal: Aus der Trubsal, ausgezehrt, sich stets ver- Angst und Leid solt du fah mehrt, was meinen Muth ren in die Freud, die kein und Trost verheert. Ohr jemals gehöret, und 4. Die Seele gånßlich in Ewigkeit auch währet, abgematt't, wird dieses Le- 2. Tag und Nacht hab bens ziemlich satt! Denn ich gerufen zu dem HEr deine Zucht, o Bater, ren meinen GOtt, weil macht, daß sie verschmacht, mich stets viel Creuß be und keiner Wollust nichts troffen, daß Er mir hülf mehr acht't. aus der Noth: Wie sich 5. Dennoch, HErr JE- sehnt ein Wandersmann, fu, Himmels- Koft, bleibest daß sein Weg ein End mög des Herzens Theil und han: so hab ich gewünschet Trost; Wenn alles hin, jeben, daß sich enden mög und Du mir bleibst, das mein Leben. Leid vertreibst, und alle 3. Denn gleich wie die Thränen abereibst. Rosen stehen unter Dor nens 200 Dom Tode und Auferstehen. 1051 nen- Spigen gar; also auch du ewiglich aufgehst, sey die Christen gehen in lau- von mir jeßund nicht ferter Angst und Gefahr. ne, weil mich dein Blut hat Wie die Meeres- Wellen erlds: Hilf, daß ich mit sind, und der ungestüme Fried und Freud mög von Wind; Also ist alhier auf binnen fahren heut: Ach! Erden unser Lauf voller sen du mein Licht und Beschwerden. Straffe, mich mit Bey4. Welt, Tod, Teufel, stand nicht verlaffe. Sünd und Hölle, unser ei 7.In dein'Seite will ich gen Fleisch und Blut, pla- fliehen an mein'm bittern gen stets hier unfre Seele, Todes- Gang, durch dein laffen uns ben keinem Wunden will ich ziehen Muth. Wir sind voller inshimmlische Baterland, Angst und Plag, lauter in das schöne Paradeis, Creuß sind unfre Tag, drein der Schächer that wenn wir nur gebohren sein' Reif, wirst du mich werden, findt sich Jam HErr Christ, einführen mer gnug auf Erden. und mit ewger Klarheit 5. Wenn die Morgen- zieren. Roth herleuchtet, und der 8. Ob mir schon die AuSchlaf sich von uns gen brechen, das Gehdre wend't, Sorg und Kum- gar verschwind't, meine mer daher schleichet, Müh Zung nicht mehr kan spres findt sich an allem End: chen, der Verstand sich Unfre Thránen sind das nicht besinnt; bist du doch Brod, so wir essen früh mein Licht und Hort, und spat; wenn die Sonn Leben, Weg und Him nicht mehr thut scheinen, mels- Pfort; du wirst ist nur lauter Klag und mich in Gnad regieren, auf Weinen. der rechten Bahn heim. 6. Drum HErr Chrift, führen. du Morgen- Sterne, der 9. Laß dein Engel mit mic 1052 Dom Tode und Auferstehen. mir fahren auf Elias 3. Hier hat er muff'n in Wagen roth, mein See- G'fahr zu allen Zeiten mit le wohl bewahren, wie Teufel, Fleisch und bösen Laz'rum nach seinem Tod. Menschen fireiten, viel Laß sie ruhn in deinem Hergeleid erfahren und Schooß, und erfülle fielertragen mit vielen mit Trost, bis der Leib Klagen. kommt aus der Erden, und 4. Nun ist er aller seiner fie beyd vereinigt werden. Feinde toben und alles 10. Freu dich sehr, o Jammers fren und über meine Seele, vergiß alle hoben, nun mag ihm keine Noth und Quaal, weil dich Creaturzusetzen, noch ihn mun Christus dein Erre verlegen. ruft aus diesem Jammer 5. Nun hat er alles thal! seine Freud und Unglück überwunden, den Herrlichkeit folt du fehn in rechten Fried, den besten Ewigkeit, mit den Engeln Schaß gefunden, darnach jubiliren, in Ewigkeit erhat, gleich als ein Christ triumphiren: gestrebet, dieweil er lebet 6. Sein Geist, der lebt 855.M.Serrliebster JEfuze. Geliebten Freund', was ießund in voller Freude, verzagen, ist angethan mit einem mit vielen Seufßen, Heu- weissen Kleide, und preiset len und Wehklagen, darhoch, mit Englischem Ge um, daß dieser Leib soll in dichte, Gottes Gerichte. die Erden geleget werden? 7.Aber sein Leib, der jest 2. Wisset ihr nicht, daß wird hingeleget, ist wie ein fein Stündlein if tom stornins gute Land gefäet, men? Der HErr hat ihn wird auferstehn in Kraft genadig weggenommen, mit groffem Preise, himm und aus der Angst, die ihn lischer Weise. oftmals gebiffen, gång- 8. Das wird geschehn, lich geriffen. 802 wenn ihm auch und uns allen Dom Tode und Auferstehen. 1053 allen die Stimum des groff 13. GOtt helf, daß wir sen Gottes wird erschal- zur Zeit auch still einschlalen, der wiederum all un- fen, und von dem HErrn geschickte Sachen wird sammt allen seinen Schaarichtig machen. fen, am Jüngsten Tag 9. Dann wird er uns, zum Leben aus der Erden wenn seine Glocken klin- erwecket werden. gen, mit groffer Freud 856.mel. O Welt, ich muß wiedrum zusammen brin dich laffen. gen, und prächtiglich mit Gott Lob! die Stund vielen Triumphiren zum Himmel führen. ist kommen, da ich werd aufgenommen ins 10. Da wir denn in schöne Paradeis. Ihr Elgant himmlischen Geber- tern dürft nicht klagen, den, ohn Sünd und Klag, mit Freuden sollt ihr sabeynander bleiben wer- gen: Dem Höchsten sey den, vom Teufel, Tod und Lob Ehr und Preis. allen Aergernissen, gar nichts mehr wissen. 2. Wie kans GOtt bef fer machen? Er reißt mich II. Sondern vollkom- aus dem Rachen des Teu men, und gar Engel- reine fels und der Welt, die jest uns lieben in verklärtem wie Löwen brüllen, ihr Fleisch und Beine, und Grimm ist nicht zu stilewiglich GOtt lob'n in len, bis alles übern Hauseinem Reiche, den En fen fällt. geln gleiche. mu3. Dis sind die letzten 12. Das wollt ihr, mein Tage, da nichts als lauter geliebten Freund, beden- Plage mit Haufen bricht den, und euer Herß nicht herein. Mich nimmt nun wie die Heiden krancken, GOTT von hinnen, und die von den Todten, wenn lasset mich entrinnen der sie die begraben, kein Hoff- überhäuften Noth und nung haben. Pein. 4. Kurk 1054 Dom Tode und Auferstehen. 4. Kurz ist mein irr- 8. Zuvor bracht ich disch Leben, ein bessers euch Freude, jetzt, nun ich word mir geben GOtt in von euch scheide, betrübt der Ewigkeit; da werd ich sich euer Herß. Doch, nicht mehr sterben, in kei wenn ihrs recht betrachtet, ner Noth verderben, mein und, was GOtt thut hoch Leben wird seyn lauterladtet, wird sich bald lin Freud. dern aller Schmerz. 9. GOTT zählet alle 5. GOtt eilet mit den Seinen, läßt sie nicht lange Stunden, Er schlägt und weinen in diesem Thrä- heilet Wunden, Er kennet nen- Thal. Ein schnell und jedermann. Nichts ist ja feelig Sterben ist schnell je geschehen, was Ernicht und glücklich erben des vorgesehen; und was Er schönen Himmels Ehren- thut ist wohl gethan. Saal. 10. Wenn ihr mich werdet finden vor GOtt 6. Wie öfters wird frey aller Sünden, in weiß verführet manch Kind, an ser Seiden stehn, und tra dem man spühret recht gen Sieges- Palmen in schaffne Frömmigkeit, die Händen, und mit Pfal Welt voll List und Tücke, men des HErren Lob und legt heimlich ihre Stricke, Ruhm erhöhn. ben Tag und Nacht zu jeder Zeit. II. Dawerdet ihr euch freuen, es wird euch herg 7. Ihr Neße mag stellich reuen, daß ihr euch so stellen, mich wird sie nun betrübt. Wohl dem, der nicht fällen, sie wird mir Gottes Willen gedencket thun kein Leid. Denn zuerfüllen, und in Geduld wer kan den verletzen, den sich Ihm ergiebr. Christus hier wird setzen 12. Ade! nun feyd gesegins Schloß vollkommner net, was euch jehund be Sicherheit? gegnet, ist andern auch ge schehn: Dom Tode und Auferstehen. 1055 schehn: Biel muffens noch ihrem Nest wird in den erfahren. Nun GOtt woll Himmel fahren. euch bewahren, dort wollen wir uns wieder sehn. 857. Mel. O JEfu Chrift, du höchstes Gut. 4. Kans seyn, so gib, durch deine Hand, mir ein vernünftig Ende, daß ich mein' Seel fein mit VerErr JEfu Christ, ich stand befehl in deine Hänich einmal muß sterben: sanft und froh, auf meiwenn aber das geschehen nem Bettlein oder Stroh soll, und wie ich werd ver- jaus diesem Elend fahre. derben dem Leibe nach 5. Wo du mich aber in das weiß ich nicht, es steht dem Feld, durch Raub auf alles in dein'm Gericht, fremder Grange, in Waf du weißt mein lektes fers Noth, Hiß oder Kält, Ende. oder durch Pestilenge, 2. Und weil ich denn, nach deinem Rath woltst als Dir bewust, durch dei- nehmen hin: so richt mich, nes Geistes Gabe, an Dir HErr, nach meinem Sinn allein die beste Lust in den ich im Leben führe. meinem Herzen habe, 6. Wo aber ich, aus und g'wißlich glaub, daß Schwachheit groß, mich Du allein mich haft von unbescheiden hätte, ging Sund'n gewaschen rein, jetwa oder låge bloß, und und mir dein Reich er unbescheiden redte; so laß worben. michs, HErr, entgelten 3.So bitt ich dich, HErr nicht, weils wider mein JEfu Christ halt mich bey Bewust geschicht, und den Gedancken, und laß mich nicht kan besinnen. mich ja zu keiner Frist von 7. DHErr, gib mir in diesem Glauben wandken, Todes- Pein ein' säubersondern daben verharren lich Geberde, und hilf, vest, bis daß die Seel aus daß mir das Herze mein fein NAM JAK KATA 1056 Dom Tode und Auferstehen. fein sanft gebrochen wer- 2. Jch bitt durchs bittn den, und wie ein Licht, ohn Leiden dein, du wollst mit übrig Weh, auf dein un- Sünder gnädig seyn, wei schuldig Blut vergeh, das ich nun komm in Ster du für mich vergoffen. bens- Noth, und ringer 8. Jedoch ich dich nicht werde mit dem Tod. lehren will, noch dir mein 3. Wen mir vergeht all End' vorschreiben, son mein Gesicht, und meine dern dir allweg halten still, Ohren hören nicht; wem bey deinem Wort verblei meine Zunge nicht mehr ben, und glauben daß du, spricht, und mir vor Ang als ein Fürst des Lebens, mein Hertz zerbricht. mich erhalten wirst, ich sterb gleich, wie ich wolle. 4. Went mein Verstand sich nicht befinnt, und mit 9. Derhalben mich in all menslich Hülf zer meinen Sinn mich dir rinnt: so komm, o Her thu gang ergeben, denn Christ! mir behend zu Hilf sich der Tod ist mein Ge- an meinem letzten End. winn: Du aber bist mein 5. Und führ mich au Leben, und wirst mein'n dem Jammerthal, ver Leib ohn alle Klag, das fürß mir auch des Todes weiß ich gwis, am Jung- Quaal; die bösen Geiste sten Tag zum Leben auf von mir treib, mit deinem erwecken. Geist stets bey mir bleib. 858. Miel. O Seilige Drey 6. Bis sich die Seel von Leib abwendt, denn nimm falsigkeit. ERR JESU Christ, fie HErr! in deine Hand wahr'r Mensch und der Leib hab in der Er ( GOtt! der du littst Mar- sein' Ruh, bis sich de ter, Angst und Spott, für Jungst' Tag naht herzu. mich am Creuß auch endlich starbst, und mir dein's 7. Ein frölich Aufer stehung mir verleih, a Baters Huld erwarbst. Jüngsten Gricht mei Für Dom Tode und Auferstehen. 1057 Fürsprech'r sen, und mei- trauen vestiglich, bis wir ner Sind nicht mehr ge- einschlafen seliglich. denc, aus Gnaden mir 859. Mel. Dalet will ich die geben. das Leben schenck. 8. Wie du zugefa get mir in deinem Wort, Serglich thut mich verlangen nach einem Dastranich dir: Fürwahr, felgen End, weil ich hie fürwahr, euch sage ich bin umfangen mit Trübwer mein Wort hält, und fal und Elend. Ich hab glaubt an mich. Lust abzuscheiden von die9. Der wird nicht fer argen Welt, sehn mich kommen ins Gericht und nach ewgen Freuden, o den Tod evig samecken Esu komm nur bald. nicht; Und ob er gleich 2. Du hast mich ja erlöset hier zeitlich stirbt, mit von Sund, Tod, Teufl nichten er drum gar und Höll, es hat dein Blut verdirbt: gekostet, drauf ich mein' 10. Gondern ich will Hoffnung stell: warum mit starker Land ihn reif folt mir denn grauen sen aus des Todes Band, vorm Tod und holl'schen und zu mir nehmen in G sind? weil ich auf dich mein Reich da soll er denn thu bauen, bin ich ein selmit mir zugleich ges Kind. 11. In Freuden leben 3. Wann gleich fig ewiglich: Dazu hilf unelißt das Leben, der Tod jagnádiglich. Ad! HErr, ehr bitter mir; will vergib all unfre Schuld, ich mich doch eracben, hilf, dan wir warten mit zu sterben willig dir. Ich Geduld. weiß ein besser Leben, 1₂ 12. Bis unfer Etünd- da meine Seel fährt hin, lein kommt herbey, audides freu ich mich gar unser Glaub stets wader eben, Sterben ist mein sey, dein'm Wort zu Gewinn. 均 4.Der 1058 Dom Tod und Auferstehen. 4. Der Leib zwar in der mein; will icy doch gerne Erden von Würmern sterben, und trauen mei wird ve zehrt, doch aufer nem GOtt, Er wird fit weckt soll werden, durch wohl verforgen, retten Christum schön verklärt, aus aller Noth. wird leuchten als die Son8. Was thut ihr so ver ne, uudleben ohne Noth, zagen, ihr arme Wayse in himmlicher Freud und lein? Solt euch GOZL Wonne. Was schadt mir Hülf versagen, der speist denn der Tod? die Raben klein? From 5. Ob mich die Welt mer Wittwen und Way gleich reißet, långer zussen ist GOtt der Vater bleiben hier, und mir auch treu Troß dem, der ſie immer zeiget Ehr, Geld, beleidet, das glaubet of Gut, all ihr Zier: Dochne Scheu. ich es gar nicht achte, es 9. Gesegn' euch Gott währt ein kleine Zeit; das der HErre, ihr Vielgelieb Himmlisch ich betrachte, ten mein, trauret nicht all das bleibt in Ewigkeit. zusehre über den Abschied 6. Wenn ich auch gleich mein, beständig bleibt im run scheide von meinen Glauben, wir werd'n in Freunden gut, das mir kurzer Zeit einander we und ihn'n bringt Leide: der schauen dort in der Doch tröstet mich mein Ewigkeit. Muth, daß wir in gröffern 10. Nun will ich mich Freuden zusammen wer- ganz wenden zu dir, HErr den komm'n, und bleiben Christ allein; gib mir ein ungefa eiden im himmeli- seligs Ende, send mir dein schen Thron. Ehgelein, führ mich ins 7. Ob ich auch hinier jewge Leben, daß du er laffe betrübte Wayfelein, worben haft durch dein der Noth mich üb'r die Leiden und Sterben, und Masse jamert im Herzen blutiges Berdienst. II. Hilf Dom Tode und Aufeestchen. 1059 11. Hilf, daß ich ja nicht der Hand noch Bein, von wandke von dir, HErr JE- Angst mein Herz im Leib fu Christ, den schwachen zerspringt, mein Leben Glauben stårcke in mic zu mit dem Toderingt: Beraller Frist. Hilfmir ritter- nunft und alle Sinn find lich ringen, dein Hand matt, mein's Lebens bin mich halt in acht, daß ich ich müd und satt. mag frölich fingen: GOtt Lob, es ist vollbracht! 2. Darum, HErr JE fit zu mir eil, vertreib des 860. 11. Herr Jesu Chriftze. Teufels feurig Pfeil, der uf, Helfer, bilf injum mich jetzt thut brüllen Angst und Noth, er- her, gleich wie ein Low barm dich mein, o treuer und grimm'ger Bar, daß GOtt, ich bin doch ja dein mich von deiner Lieb nicht liebes Kind, Troß Teufel, scheid Anfechtung, Angst Welt und aller Sünd. noch Hergeleid. 2. Ich trau auf Dich, 3.HErr, laß mich in dem mein GOtt und HERR, Reichedein, nur dein'n ges wann ich Dich hab, was ringsten Diener seyn, den will ich mehr? Ich hab vesten Glauben mir verja dich HERR JESU leih, daß ich gerecht und seChrift, du mein GOZT lich sen, erlöser durch dein und Gridser bist. theures Blut, von Sun3. Des freu ich mich den, Tod ut. Höllen- Glut. LonHerzen fein, bin gutes 4. HERR, wann mein Muths und harre dein Stündlein kommt heran, verlaß mich ganzlich auf so laß dein Engelum mich dein'n Nam'n, hilf Helfer stahn, daß sie mein' Seel hilf, drauf sprech ich Um'n ins Himmels- Saal heim861. Mel. Dater unfer in führen aus dem JammerSimmelreich. thal, und sie da bleib in deis $ ier lieg ich armes Wür- ner Hand, als dein durchs melein, kan regen we Blut erworbnes Pfand. Xxx 2 862. Mel. тобо Dom Tode und Auferstehen. 862. Mel. 1. Chor. Miel. 2. Chor. Ich bin ch bin ja HERR, in o recht, mein Kind! deiner Macht, Duhast ergib dich mir, das pach an das Licht gebracht, Leben gab ich Anfangs Du unterhältst mir auch dir, bis hieher hab ichs das Leben: Du kennest auch erhalten: Ich bins, meiner Monden Zahl, der dir den Othem giebt, weißt, wann ich diesem und wann es mir ein Jammerthal auch wieder mahl beliebt, wird auch gute Nacht muß geben: dein fiecher Leib erkalten; Wo, wie und wann ich doch wann du folt seyn sterben soll, das weist du, ausgespannt, das sieht alBater, mehr als wohl. lein in meiner Hand. 2. Wen hab ich nun 2. Jaich bins der dich als dich allein, der mir in retten kan, und nehm die meiner letzten Pein mit letzten Seufßer an, die die Trost und Rath weiß bey gepreßte Bruft läßt fliezufpringen? Wer nimmt gen; wenn aller Sinnen sich meiner Seelen an, Kraft gebricht, fo fehlt wenn nun mein Leben doch meine Hülfe nicht; nichts mehr kann und ich Jch Jehovah, ich kan muß mit dem Tode rin- nicht lugen; ich kome meis gen, wenn aller Sinnen nen Worten nach, inson Kraft georicht? thust Du derheit beym legten Ach! es Ott, mein Heyland 3. Getrost, mein Kind, nicht? und leide dich, ses deine 3. Mich dunckt, da lieg Hoffnung gang auf mich, ich schon vor mir, in groffer bis alles wird uns doch Hiß, ohn Kraft und Zier, nicht treñen: nimmat schon mit höchster Herzens- die Kraft von auffen ab, Angst befallen: Gehör und und siehst du nichts als Redenehmen ab, die Au- Tod und Grab, dein Geist gen werden mir ein Grab; wird doch nicht sterben fon Dom Tode und Auferstehen. 1061 doch krånckt die Sündelkönnen, was ficht dich mich vor allen: Des Sa- Sündund Satan an? Ich tans Anklag hat nicht bins, der dich erretten kan. Ruh, setzt mir auch mit 4. Hörst du gleich der Versuchung zu. Posaunen Ton, und 4. Ich höre der Posau- siehst du den Gerichts- Tag nen Ton, und seh auch schon, getrost! laß dichs den Gerichts- Tag schon; doch nicht erschrecken; hier der mir auch wird ein Urvird mein Leiden und Ges theil fällen: Hier weiset duld, dort aber meines mein Gewissens- Buch, da BatersHuld, dich mit dem aber des Gesetzes Fluch, Schild der Gnaden des mich Sünden- Kind hinab ken; Ich hab der Höllenzur Höllen, da wo man Macht geschwächt, im ewig, ewig leidt! Mord, Himmel ist dein Bürgera Jammer, Angst und Ze- Recht. ter schreyt. 5. Ja, ja, ich Gott, des 15. Kein Geld noch Gut Todes Tod, ich helfe dir errettet mich: Umsonst aus dieser Noth, wo alle erbeut ein Bruder sich, Hülfe sonst verschwunden andern hie erst los zu den: denn freylich hilft machen: Er muß es ewig kein Geld noch Gut, ja lassen stehn. Wir wer durch vergoßnes Bruderden ewig nicht entgehn: Blut wird keine Rettung Kriegt einmal uns der nicht gefunden; doch wer Höllen Rachen. Wer hilft mich ruft im Glauben an, mir sonst in dieser Noth; da hat die Höll kein' Macht wo du nicht, Gott, du daran. Todes Tod. 6.Recht so, an dem, was # 6. Der Teufel hat nicht mir vertraut, und nur auf Macht an mir, ich habe mich im Glauben schaut, bloß gefündigt dir, dir, der kan Satan auch kein Andu Missethat vergiebest. theil suchen. Ich bins, der *** 3 was 1062 Dom Tode und Auferstehen. was maß't sich Satan def Misfethat vergiebt, dem, sen an, der kein Gesetz mir der mich nur von Herzen geben kan? nichts hat an liebt, und alle Sünden dem, was du, HErr, lie- will verfluchen, ich löse best, er nehme das, was des Gesetzes- Bann, und sein ist hin: Ich weiß, daß nehme mich der Meinen ich des HErren bin. an. 7. HErr JEfu ich dein 7. Getroit, mein Kind, theures Gut, bezeug es mein theures Blut kommt felbst mit deinem Blut, freylich dir auch mit zu daß ich der Sünden nicht gut, wenn du nur meiner gehöre: Was schont denn recht begehret, ach! fürcht Gatan meiner nicht, und dich vor dem Gatan nicht, schreckt mich durch das ihn drücket selbst das Zorn Gericht? Komm Zorn- Gericht, darunter rette deines Leidens Ehre! du nicht mehr gehöreft, er was giebest du mich frem- bleibt von mir verflucht, der Hand, und haft soviel verbannt, dich schüßet an mich gewandt? meine Gnaden Hand.8. Nein, nein, ich weiß 8. Wohlan, suchst du in gewiß mein Heyl, du läsfest mir dein Heil, so sollst du, mich dein wahres Theil, als mein wahres Theil in utief in deinen Wunden meinem Schooß geruhig hjen: Hier lach ich aller sigen: hier lache aller Angst und Noth: Esmag Angst und Noth, es mag Gefeß, Holl oder Tod auf Geses, Höll oder Tod auf mich het donnern oder bli dich her donnern oder bli Ben: Dieweil ich lebe, bin ßen, verbleibst du nur im ich dein, im Tod kan ich eben mein, im Todwirst Feins Fremden seyn. du feins Fremden seyn. 863. 11 Dom Tode und Auferstehen. 1063 863. M. Wie schon leuchtet.laffen? Heraus! spanaus, freue mich von Her- aus dem Loche, von dem Bens- Grund, auf die- Joche, den, so schreyet, und sen Tag, auf diese Stund, den JEfus nur erfreuet. ich soll schlafen gehen, 864. In eigener Mel. da wie lieblich wird es doch Gott heimgestellt. Er Sach wohl thun, wenn mein Leib sanfte auszuruhn, in machs mit mir, wies Jhm seinem Sarg wird siehen? gefällt, soll ich allhier noch Erden werden, kan nicht langer leb'n, nicht wiederfdaden, aus Genaden streb'n, sein'm Will'n thu wird erwecken JEfus, was ich mich gang ergeb'n. sich hier muß strecken. Ja Jich 2. Mein'Zeit und Stund 2. Dend nach, mein ist, wann GOtt will, ich Herß, wie wird dir seyn so schreib Ihm nicht vor wohl, so lieblich, füß und Maaß noch Ziel, es find fein, wenn du haft ausge- gezählt all' Härlein mein, zogen das Sünden Kleid beyd' groß und klein, fällt der Sterblichkeit, und nun keines ohn'den Willen sein. der Geist hier aus der Zeit 3. Es ist allhier ein Jamzur Ewigkeit geflogen; merthal. Angst, Noth und droben, loben, GOtt den Trubsal überall, des BleiWeisen, wirst du preifen bens ist ein kleine Zeit, voll mit den Frommen, die zu Mühseligkeit, u. wers bea ihrem JEsu kommen. dendt, iftimmer im Streit. 3. Ben GOtt zu seyn, 4. Was ist der Men sch? verlangt mich sehr, die Luft ein Erden- Kloß: von Mutvermehrt sich mehr undster- Leib kommt er nackt mehr, dich, JEsu, zu um- und bloß, bringt nichts faffen: Solls nicht bald mit sich auf diese Welt, werden, Herzens- Fürst, kein Gut noch Geld, daß der, so innig nach dir nimmt nichts mit sich, dürst, werd einmal losgelwenn er hinfällt. # ry4 5. 08 1064 Dom Tode und Auferstehen. 5. Es hilft kein Reich- nimmt und frißt all Ren thum, Geld noch Gut, schen- Kind, wie er sie findt, kein Kunst, noch Gunst, fragt nicht, wes Stands noch folger Muth; vorm od'r Ehr'n sie sind. Tod kein Kraut gewach 10. Ich hab hie wenig fen ist, mein frommer guter Tag, mein täglich Chrift: alles, was lebet, Brodt ist Müh und Klag: sterblich ist. wenn mein GOtt will, 6. Heut sind wir frisch, so will ich mit hinfahr'n gefund und starck, morg'n im Fried, Sterb'n ist sind wir todt, und lieg'n mein G'winn, und schadt im Sarg; heut blühn mir nicht. wir wie die Rosen roth, 11. Und ob mich schon bald Franck und todt, imein' Sind ansicht, den allenthalben Müh und noch will ich verzagen Noth. nicht: ich weiß, daß mein 7. Man trägt eins nach getreuer GOtt für mich in dem andern hin, wohl aus Tod sein'n liebsten Sohn den Aug'n und aus dem gegeben hat. Sinn; die Welt vergiffet 12.Derselbe meinHErr unser bald, sen jung od'r Jesus Christ für all' alt, auch unser Ehren mein' Sund gestorben mannigfalt. ist, und auferstanden mir 8. Ach! HErr, lehr uns zu gut, der Höllen- Glut bedencken wohl, daß wir gelöscht mit seinem theufind sterblich allzumal, ren Blut. auch wir allhie kein Blei 13. Demleb und sterb ben han, muff' n all davon ich allezeit, von Ihm der gelehrt, reich, jung, alt bittr' Tod mich nicht oder schön. scheid't: ich leb oder sterb, 9. Das macht die Sünd, so bin ich sein, er ist allein o treuer GOtt, dadurch ist der einge Trost und Helkom'n derbittre Tod, der fer mein. 14. Das Dom Tode und Auferstehen. 1065 14. Das ist mein Trost Reich kommen und blei zu aller Zeit, in allem ben ewiglich. Creuß und Traurigkeit; 865. M. Serglich chut mich ich weiß daß ich am Jungverlangen. hab mich fien Tag, ohn alle Klag, ergeben, dem liebſten werd auferstehn aus mei nem Grab. Bater mein, hier ist kein 15. Mein lieber from'r Jammer- Leben, es muß getreuer GOtt all mein geschieden seyn; Der Tod Gebein bewahren thut, kan mir nicht schaden, er da wird nicht eins vom ist nur mein Gewinn; in Leibe mein, sey groß od'r Gottes Fried und GnaFlein, umkommen noch den fahr ich mit Freud verlohren seyn. dahin. 16. Mein'n lieben GOtt 2. Mein Weg geht jetzt von Angesicht werd ich vorüber, o Welt! was anschaun, dranzweifl'ich acht ich dein? Der Himnicht, in ewger Freud und mel ist mir lieber, da Herrlichkeit, die mir be muß ich trachten ein, mich reitt; Jhmsey Lob, Preiß nicht so sehr beladen, weil in Ewigkeit. ich wegfertig bin; in 17. O JEfu Christe, Gottes Fried und GnaGOttes Sohn, der du für den fahr ich mit Freud mich haft gnug gethan, dahin. ach! schleuß mich in die 3. Ach! selge Freud und Wunden dein, du bist al- Wonne hat mir der HErr lein der ein'ge Trost und bereit't, da Christus ist die Helfer mein. Soune, Leben und Selig18. Amen, mein lieber keit: Was kan mir doch frommer GOtt! befcher nun schaden, weil ich bey uns all n ein'n ſel'gen Tod. Christo bin? In Gottes Hilf, daß wir mögen Fried und Gnaden fahr allzugleich bald in deinlich mit Freud dahin. Xxr5 4. Ge 1066 Dom Tode und Auferstehen. 4. Gesegn' each Gott 3.Du hast mir ins Herz ihr Meinen, ihr Liebsten geschrieben, allerschönster allzumahl, um mich solt Gottes Sohn, daß Du ihr nicht weinen, ich weiß mich willst ewig lieben, von keiner Quaal, den mich mich Asche, Staub rechten Port noch heute, und Thon. O du grosse nehmt fleißig ja in acht, in Majestát! wer kan deine Gottes Fried und Freude Treu aussprechen, nichts fahrt mir bald all hernach vor deine Liebe geht, die 866. Mel. Alle Menschen dein weiches Herk kann müssen sterben.( brechen. Ich will gang und garch will ganz und gar- 4. Deine Gnad hat an nicht zweifeln in der gefangen dieses gute Werl guten Zuversicht zu Dir in mir, daß ich freudig kan JEfu, troß den Teufein! gelangen zu der schmalen Was mein GOtt will das Himels- Thur; Du wirst geschicht wenn die Him- mich auch lassen ein, Du, mel schon vergehn, dieses der Weg, die Thür, das Wort bleibt ewig veste, Leben, alles wirst Didmir solt die Erd auch nicht be- dann seyn, wann Du Dich stehn: Mein Erlöfer bleibt mir selbst wirst geben. der Beste. 5. Laß die Lampen mei2. Laß die Elemente ner Seele, schönster Him schmelzen von des Feue s mels- Bräutigam, breñen groffen Hiß, laß sich durch von des Glaubens- Oele, einander wälzen Wasser wan du komst, o Gottes und der Berge Spis: Lamm! in der letzten Mit Wann mit Krachen alles ternacht, da man wird Po fällt, wenn aus Furcht das saunen hören, selig, wel Volck verschmachtet, JE- cher munter wacht, wenn sus bey der Hand mich sich alles wird verkehren. hält, wohl dem, der es nur betrachtet. 6. Nun ich weiß, GOtt wird vollführen, was Er ange Dom Tode und Auferstehen. 1076 angefangen hat; JEfus 4. Kein Reichthum, wird mich auch regieren, Geld noch Gut, fein fühdurch des Geistes Wun- ner Helden Muth hilft derthat, bis auf den Tag, vor des Todes Grimm wenn allein das Hoch- und Wuth; all Ehr und dreymal Heil'ge Wesen, Sunst und Macht vor nun mird mein Jehovah ihm ist geng umsonst. seyn, denn wird meine Ach GOtt! wenn alles Seel genesen. mich verläßt 2c. 867. In eigener Mel. dein 5. Was Schmerß, was da- und o Gott! Khin, es liegt mir in dem wird um mich seyn, wenn Sinn, ich bin auch immer, nun der Tod wird brechen wo ich bin, daß mich derlein! Wer wird alsdann Tod wird jegen in die leg elmit Trost sich meiner nehNoth. Ach GOtt! wenn men an? Ach Gott! tc. alles mich verläßt; fo thue du bey mir das best. 6. Wenn mein Gewif fens Buch, und des Gese2. Hier ist kein Aufent ses Fluch, wenn Sünd halt, der Tod hat die Ge und Satan zum Versuch walt, er frißt und würget tritt wider mich, wer ist, Jung und Alt; er reißt der mein erbarmet sich? uns fort aus unsern Or- Ad Gatt! 2c. den, Stand und Ort. 7. Wenn Sprach, Bera Ach GOtt! 2. fand und Sinn auf ein3. Kein Rath, kein Arge mail fällt dahin, und ich ney, kein Heulen noch Ge- nicht mehr bin, der ich fahren; kein Bruder kan bin; wer schreyt mir zu, mich machen frey, in aller wenn mir der Schmers Welt ist nichts, das endlich läßt feine Ruh? Ach mich erhält. Ach GOtt! GOtt! wenn te. wenn alles mich verläßt, so 8. Wenn meiner Augen thue du ben mir das best. Licht mir ferner leuchtet. 1068 Dom Tode und Auferstehen. nicht, und mir das Herz Haus, fallimer ein: Tod im Leibe bricht, für Angst wilt du mein Herz durch und Quaal; wer führt stechen? wie Gött. will mich durch das fin streses mag drum ſeyn. Eins Thal? Ach GOtt! wenn weiß ich, und glaub es ve alles mich zc. ste; Was GOtt thut das 9. HErr JEsu! du al- ist das Beste. Alles gut, lein sollst mir in Todes- was mir geschicht. Pein die beste Hülf und um laß ich nimmer nicht. J 3. Meine äußre Kräfte schwinden, und die Stärk verliehret fich: Darbey 10. HErr JEfu, ni kan ich recht empfinden, mich auf, zu dir im Himel wie du JESU, stårdest nauf, wenn ich vollender mich: Wenn die Leibess meinen Lauf: Ich ruf zu Glieder beben: Sucht das dir, so lang ein Odem ist Hert sich zu erheben zu in mir. Ach GOtt! wenn Goit, der mein Heil und alles mich verläßt zc. Licht: JESUM laß ich Labsal senn; auf dich will ich die Welt gesegnen ewiglich. Uch GOtt! 2. 868. Mel. Alle Menschen, nimmer nicht. müssen sterben. 4.Daß ich täglich schwi Naß abnehmen alle Glie- cher werde, spühr ich wohl der, laß verwesen die doch bin ich froh. Denn sen Leib: JEsus giebet ich hoffe, schnöde Erde, alles wieder, wenn ich nur deiner los zu werden so: in Jhm verbleib, so mag Mattigkeit läßt sich zwar alles von mir fallen: JE- spühren, Beine wollen sus alles und in allen, nicht mehr führen, doch bleibet meine Zuversicht: ist mein Lauf drauf ge JEsum laß ich nimmer richt't: JEsum laß ich nicht. nimmer nicht. 2. Leibes- Hütte, du 5. Wunderlich find magſt brechen: Irrdisch Gottes Wege, deffen fich 1069 869.M.3tion klagt mit Angst und Schmerzen. Dom Tode und Auferstehen. sich mein Herz erfreut: Meinen schwachen Leib ich lege hingestreckt, doch affet ab, ihr meine Liewird verneut meiner ben, lasset ab von Seelen geistlich Leben: Traurigkeit: was wolt ihr Eins nimmt GOtt, daß euch mehr betrüben? Weil Er konn geben bessers; ihr des versichert seyd, daß Drum mir nichts ge- ich alle Quaal und Noth bricht. Esum laß ich überwunden und bey nimmer nicht. GOTT mit den Auser6. Arbeit, Leiden, Mühwählten schwebe, voller und Wachen meine Kräf- Freud, und ewig lebe. te matten ab. GOTT 2. Deren Tod soll man mags, wie er will, auch beklagen, die dort in der machen, gnug: HERR, Höllen Pein müssen leiwenn ich dich nur hab: den alle Plagen, so nur zu Wilt du, daß ich långerjerdencken seyn: Die GOtt lebe: Darein ich mich aber nimmt zu sich in den auch ergebe: Wie GOtt Himmel, gleich wie mich, will, mein Herge spricht: und mit lauter Wollust JEsum laß ich nimmer tráncket; wer ist, der sich nicht. darob Francket? 1 7. Wollst ja deinen 3. Indes HErren JEKnecht abholen, der so fu Wunden hab ich mich müd und matt, nur bald. geschlossen ein, da ich alDir sey Leib und Seel be- les reichlich funden, wofohlen: liebster Bater, durch ich kan selig seyn. mit mir walt nach Genade Er ist die Gerechtigkeit, und Belieben: In dem die vor GOTT gilt jewill ich mich noch üben, derzeit. Wer dieselb erdaß mein Sinn bleib fo greift im Glauben, dem gericht't: JEsum laß ich kan nichts den Himmel nimmer nicht. Irauben. 4. Nic. AMGAKA W 1070 Dom Tod und Auferstehen. 4. Niemand sag, ich sey 7. Solcher Noth bin ich umkommen, ob ich gleich entgangen, nichts ist, da gestorben bin: mein GOtt mich angsten kan: Frie hat mich hingenommen, und Freud hat mich um Sterben ist jetzt mein Gefangen, kein Feind kang winn. Bor dem Unglück mich prengen an: Ich bin hat Er mich hingerafft so sicher ewiglich in des såterlich: Jetzt fan mic HErren Hand, der mic kein Trübfal pressen, auer Shm zum Eigenthum a Angst is nunvergessen. worben, da er ist am 15. Der Leib schläft in Creutz gestorben. ſeiner Kammer, ohne 8 Euch wird, meine lieb Sorgen sanft und wohl, sten Freunde, die ihr we und verschläft den groffen net in der Welt, schitter Jammer dessen jegt die wider alle Feinde, Gotte Weltist voll. Meine See- Sohn, der starcke Held le schauet an, den, so nichts Send und bleibt Ihm nur als lieben fan, der aufseigetreu: seine Gnad ist tágnem Schooß mich seset, lich neu: wer Betrübte und mit höchster Freud will betrüben, der muß wir ergößet. die Spreu versticben. 6. In der Welt ist nichts 9.Nun ich will euch dem zu finden, nichts als Theu- befehlen, der sich eurer rung, Angst und Streit Baternent, der die Thri und was mehr die groffenen pflegt zu zählen, dem Günden bringen vor sein Herz für Liebe brent Beschwerlich feit Con Der wird euch in euren delich kommt nods ein Leid trösten, und zu seine Schwerdt, daß der Chri Zeit in den Ort, da ich bin ften Hers durchfährt führen, und mit höchste viel beffer, felig fterben, Klarhet zieren. denn durch diesen Zwang 10. Dawird uns der 20 verderben! nicht scheiden, der uns jel geschi Dom Tode und Auferstehen. 1071 geschieden hat: GOtt selbst wo wird man den Leib ver wird uns alsdann weisenden? wie wirds um die den, und erfreun in seiner Seele stehn? Ach was Stadt. Ewig, ewig wer- Kummer fällt mir ein! den wir in dem Paradies wessen wird mein Vorallhier mit einander jubi rath seyn? und wo werliren, und ein Englisch Le- den meine Lieben nach einben führen. ander hin verstieben? 4. Doch was darf es die ser Sorgen, soll ich nicht Liebster GOtt! wen werd zu JESU gehn? Lieber ich sterben? meine Zeit heute noch als morgen, läuft immer hin. Und des denn mein Fleisch wird alten Adams Erben, un- lauferstehn: Ich verzeihes ter denen ich auch bin, ha- gern der Welt, daß fie alles ben das zum Bater- Theil, hier behält, und bescheide daß fie cine kleine Weil meinen Erben ein Gott, arm und elend sind auf der nicht fan sterben. Erden, und denn selber Erde werden. 5. Herrscher über Tod und Leben! mach einmal 2. Ich will zwar mich mein Ende gut, lehre mich auch nicht widern zu beden Geist aufgeben, mit schliessen meine Zeit; Tragsrecht wohl gefaßtem ich doch in allen Gliedern Muth, hilf, daß ich ein Saamen von der Sterb- sehrlich Grab neben fromlichkeit, geht doch immer men Christen hab, und da und dort einer nach dem auch endlich in der Erde andern fort, und schon nimmermehr zu Schanmancher liegt im Grabe, den werde. den ich wohl gekefiet habe. 871. Mielod. Auf Christen3. Aber, GOtt, was Mensch. werd ich dencken: wenn es wird ans Sterben gehn? Machs mit mir, Git, deiner Gut, hilf 870.01.3ion Flagt mit Angst und Schmerzen. LAMAK ROVAT 1072 Dom Tode und Auferstehen. hilf mir in meinem Lei 5. Warum soll ich denn den; was ich dich bitt, ver traurig seyn, weil mirs sag mir nicht: Wenn sich wohl thut gehen? bekleidt mein' Seel soll scheiden, so mit Christi Unschuld fein, nimm sie, HENR, in dei- wie eine Braut ich stehe: ne Hånd! ist alles gut, Gehab dich wohl, du wenn gut das End. schnöde Welt! ben GOtt 2. Gern, will ich folgen, zu leben mir gefällt. lieber HErr, du wirst 872. In eigener Mel mir nichts verderben, denn Du bist ja von mir Mit Fried und Freud nicht ob ich gleich in hier muß sterben; verlaf Gottes Willen getrost it sen meine lieben Freund, mir mein Herz und Eini, die's herzlich gut mit mir sanft und stille, wie Got gemeynt. mir verheissen hat, der 3. Ruht doch der Leib Tod ist mein Schlaf fanft in der Erd, die Seel worden. sich zu dir schwinget, in 2. Das machtChriftus, deine Hand fie unversehrt wahr'r Gottes Sohn, der vom Tod ins Leben drin- treue Heyland, den Du get. Hier ist doch nur ein mich, HERN, haft sehen Jamerthal, Angst, Noth lahn, und machst bekannt, und Trübfal überall. daß Ep. sen des Lebens 4. Höll, Teufel, Tod, Heyl. in Sloth und auch die Welt und Sind, mirlim Eterben. nicht mehr mögen scha 3. Den hast du allen den: bey Dir, o HErr, ich vorgestellt mit aroffen Nettung find. Jo tróft Gnaden, zu ſeinem Reich mich deiner Gnaden: dein die ganze Welt heiffen einger Sohn, aue Liebladen, durch sein theur und Huld, für mich bezahlt beilsam Wort an allem hat alle Schuld. Ort erfchallen. 4. Cr Dom Tode und Auferstehen. 1073 4. Er ist das Heil und GOtt! Heiliger barmhers feligs Licht für die Heyden, ziger Heyland! du ewis zu erleuchten, die dich ken- ger GOtt! laß uns nicht nen nicht, und zu weiden. verzagen vor der tiefen Er ist dem's Volcks Israel Höllen- Glut. Kyrie der Preis, Ehr, Freud eleison! und Wonne. Mitten 3. Mitten in der Höl 873. In eigener Mel len- Angst unfre Sünd itten wir im Leben uns treiben; wo soll'n wir sind mit dem Tod dann fliehen hin, da wir umfangen; Wen suchen mögen bleiben? Zu dir wir, der Hülfe thut, daß HERR Christ! alleine. wir Gnad erlangen? Das Vergossen ist dein theures bist du, HErr! alleine Blut, das gnug für die Uns reuet unfreMissethat, Sünde thut. Heiliger die dich, HErr! erzürnet HErre GOtt! Heiliger hat; Heiliger HErresstarcker GOtt! Heiliger GOtt! Heiliger starcker barmherziger Heyland! GOtt! Heiliger barmher- du ewiger GOtt! laß uns Biger Heyland! du ewiger nicht entfallen von des GOtt! laß uns nicht verrechten Glaubens Trost. finden in der bittern To Kyrie eleiſon! des- Noth. Kyrie eleison! 2. Mitten in dem Tod 874. m. Err JEfu Christ wahr'r Mensch 2c. anficht uns der Höllen Nun laßt uns den Leib wer uns aus folcher Noth frey und ledig kein'n Zweifel haben, er machen? Das thust Du wird am Jüngsten Tag Err! alleine. Es jam- aufstehn, und unverwesmert deiner Barmherzig- lich hervorgehn. keit unser Sund und groß 2. Erdist er, und von 18 Leid. Heiliger HErre der Erden, wird auch zur GOtt! Heiliger starcker Erd wieder werden, und Yyy von 1074 Dom Tode und Auferstehen. von der Erd wieder auf- von Teufels Gewalt und stehn, wann Gottes Po- ewger Pein: Ihm fey Lob, saun wird angehn. Preiß und Ehr allein! weiß, daß mein Erli in Gott, der ſie auhier aus fer lebt, ob ich for lauter Gnad, von aller hier auf Erden hab Sind Sundu. Missethat, durch gethan und sterbe; all mei feinen Sohn erlödset hat. ne Feinde sind erlegt, nicht 4 Sein Jammer, Trüb. einer kan mir schaden, s fal und Elend ist kommen groß ist Gottes Gnaden zu ein'm felgen End, er hat Welcher mir ſeinen liebe getragen Chriffi Joch; ist Sohn, JEfum Christ, ha gestorben und lebet noch. geschendet; Liebers wa 5. Die Seele lebt ohn' nichts in seinem Thron alle Klag, der Leib schläft hier an mein Herz go bis an Jüngsten Tag, an dencket. welchem GOtt ihn verklå ren, und ew'ger Freud wird gewähren. 2.Er wird hernach mid aus der Erdleiblich wiede erwecke, michsoll kein Feind 6. Hier ist er in Angst mehr schrecke: Holl, Teufel gewesen, dort aber wird Tod, oder was mehr entge er genesen, in ewger Freud gen ist den Freuden, räumt und Wonne, leuchten wie Er auf mit sein'm Leiden die helle Sonne. Troß, daß ihn etwas wi 7. Nun lassen wir ihn derbell! Zertreten ist die hie schlafen, und gehn all Schlange OHErr! mein heim unfre Strassen; schi Seel ich dir befehl, Gnab fen uns auch mit allem ist bey dir die Menge. Fleiß, denn der Tod kommt 3.Zu dir hab ich mein Zu uns gleicher Weis'. versicht, und werde nicht 8. Das helf uns Chri- betrogen; sey bey den Un stus, unser Trost, der uns erzognen, auf daß sie durd durch sein Blut hat erlöst. dein Wort erleucht't Chri flen Dom Tode und Auferstehen. 1075 sten werden und bleiben, Ben bin ich nun erkohrn: himlische Güter liebe, selig Ich finge mit der Engel vollenden diese Zeit, samt Schaar das ewig neue den'n so deinen Namen er- Jubel- Jahr. fenen, und in Ewigkeit neu 6. Nichts liebers meine dich anschauen, Amen! Zunge singt, nichtsreiners 8-5. M. un laßt uns den ze meinen Ohren klingt, nun un lieg ich armes nichts füffers meinem Her Würmelein, und ruh gen ist, als mein herzliebin meinem Kämmertein: ster Jesus Christ. ich bin durch einen sanften 7, Drum liebe Eltern! Tod entgangen aller Angst höret auf zu klagen meiund Noth. nen furgen Lauf; ich bin 2. Was schadet mirs, vollkommen worden bald; daß mein Gebein muß in Wer selig stirbt ist gnugdas Grab verscharret seyn? sam alt. Mein Seelchen schwebet 8. Bedencket meinen ohne Leid im Himmels Freuden- Stand, und wie Glanz und Herrlichkeit. es in der Welt bewandt: 3. In solchemSchmuck, ben euch rumoret Krieg in solcher Zier, prang ich und Streit: Hier herrvor Gottes Thron all- schet Fried und Frölichkeit. hier; Mein JEfulein ist 9. Wer auf der Erden meine Lust, mein Labsalslange lebt, derfelb auch meine beste Kost. lang an Sünden klebt: 4. Was frag ich nun Muß ftreiten oft mit nach jener Welt? Mein Fleisch und Blut, das JEfulein mich füßt und manchen weh und banhält; in Ihm erfreu ich ge thut. mich allein, ohn Ihm kan ich nicht frölich feyn. 10. Ja leiden muß er Creuß und Noth, und 5. Mit Weinen war ich noch wohl einen langen erst gebohrn: zum Jauch Tod: Hier hab ich schon Yyy 2 nach 1076 Dom Tode und Auferstehen. nach kurzem Streit, er- nur ein Gast, und drücht langt die Kron der Herr- mich sehr der Sünden Aichkeit. Last. 11. Wie manches Kind 2. Ich hab vor mir ein fällt sich zu todt, wie man schwere Reis', zu dir, ins ches stirbt in Wassers- himmlisch Paradeis, dais Noth; wieleidet manches mein rechtes Vaterland, lange Quaal, eh es kommt daran du dein Blut haf aus dem Jammerthal. gewandt. 12. Solt es euch denn 3.3ureisenist mein Her richt tröstlich seyn, daß ich ge matt, der Leib gar we so fanft geschlafen ein? nig Kräfte hat. Allein Daß mir das liebe JEsu- mein'Seele schreyt in mir: lein verkürzet meine To- HERR! hohl mich heim, des- Pein. nimm mich zu dir. 13.Drum legt die Hand 4. Drum stård mich auf euren Mund, und seht durch das Leiden dein, in auf GOtt, der euch ver- meiner leßten Todes wundt, der euch zu heilen Pein: dein Blut Schweiß ist bereit, wanns dienet mich tröst und erquid, eurer Seeligkeit. mach mich fren durch dein' 14. An jenem Tag wir Band und Strick. werden gehn, da vor GOtt 5. DeinBacken- Streich Groß und Kleine stehn, und Ruthen frisch die zur himmelischen Christ Sünden Striemen mir Tags- Freud, mit höchster abwisch: Dein Hohn und Ehrund Herrlichkeit. Spott, dein' Dornen 876 Mel. Err JEfu Chrift Kron laß seyn mein' Ehre wahr'r Mensch 2c. Freud und Wonn. D JEfu Chrift, mein's 6. Dein Durst und Gal Lebens Licht, mein len- Trand mich lab wan höchster Trost, und Zu- ich sonst keine Starckung versicht! auf Erden bin ich hab; dein Angst- Geschrey komm S Dom Tode and Auferstehen. 1077 fomm mir zugut, bewahr wenn ich beschließ mein's mich vor der Höllen- Glut. Lebens- Lauf. 7. Wann mein Mund 12. Am Jüngsten Tag nicht kan reden frey, dein erweck mein'n Leib, hilf, Geist in meinem Herzen daß ich dir zur Rechten schrey: Hilf, daß mein bleib, daß mich nicht treffe Seel den Himmel find, dein Gericht, welch's wenn meine Augen wer- das erschrecklich Urtheil den blind. spricht. 8.Dein letztes Wort laß 13.Alsdannmein'nLeib seyn mein Licht, wenn mir erneure gang daß erleucht der Tod das Herk zer- wie der Sonnen Glang, bricht; Behüte mich vor und ähnlich sey dein'm kláUngeberd, wann ich mein ren Leib, auch gleich den Haupt nun neigen werd. lieben Engeln bleib. 9. Dein Creuß laß seyn 14. Wie werd ich dann mein'n Wander- Stab, so frölich seyn, werd sin. mein' Ruh und Rast dein gen mit den Engelein, und heilges Grab: Die reinen mit der auserwählten Grabe Tücher dein, laß Schaar ewig schauen dein meine Sterbe- Kleider Antlig klar. seyn. 877. Mel. O JEfu Chrift meines Lebens Licht. 10. Laß mich durch deis ne Nägel- Mahl erblicken JEfu, Gottes Lámdie Genaden- Wahl: melein, ich leb' od'r Durch deine aufgespaltne sterb, so bin ich dein: ich Seit mein' arme Seele bitt, laß mich mit dir zuheimbegleit. gleich ein'n Erbe seyn in II. Auf deinen Abdeinem Reich. schied, HErr, ich trau, 2. Denn was war sonst darauf mein' leßte Heim- dein' Sterbens Noth, so fahrt bau: Thu mir die viel Striemen und WunHimmels- Thür weit auf, den roth, wenn ich auch Yyyz nicht AM AKA AKIMT Dom Tode und Auferstehen. 1078 nicht der Seligkeit gemes- lich: laß mich doch nicht sen folt in Ewigkeit? verderben, wenn kommt 3. Warum háttst du dein die Zeit zum Sterben. Leib und Leben im Grab 2. Steh mir am letzten verschlossen und aufgeb'n Ende- bey, und hilf mir wen nicht mein Tod durch überwinden; mach mich deinen Tod verjagt folt von meinen Schulden werd'n, dutreuer GOtt? frey, und sprich mich los 4. Darum o JEfu, steh von Sünden: In aller mir bey, gewissen Trost Noth sen mir dein Tod und Hülf verleih; verlaß und unverschuldres Lei den nicht, HErr JEsu den ein Anblick grosser Christ, der mit dein m Freuden. Blut besprenget ift. 3. Erscheine mir zur fel 5. Im Friede laß mich ben Zeit mit deinen of schlafen ein, und in dir nen Wunden, die du, daß haben Ruhe fein: ein ich foll seyn befreyt, aus felges Ende mir bescher, lauter Lieb empfunden. dein Antlig laß mich se- Dein theures Blut komm hen, HErr. mir zu gut, und labe mei 6. Jch bitt durchs bittre ne Seele in ihrer matten Leiden dein, laß dis mein Höhle. D letztes Wünschen seyn: so 4. Und wenn ich nicht will ich loben allezeit dich, o mehr sprechen kan, noch HErr GOtt in Ewigkeit. meinen Mund bewegen; 878. Me!. Was GOtt thur! So nimm die schwachen das ist wohl gethan. Seufßer an, die sich im treuer JEfun, der du Herzen regen: Laß füt bist mein Hirte, Troft und für gar süß in mir dem und Leben, mein bester Namen JESU schallen, Freund zu jeder Frist, dem wen mirs Gehör entfallen. ich mich gang ergeben. 5. Darneben bitt ich Ich bitte dich gang innig Itreuer GOtt, du woll mid Dom Tode und Auferstehen. 1079 mich gang umfassen, und 3. Ob mich gleich hat ja nicht in derselben Noth betrogen die Welt, von aus deinen Armen lassen: GOTT gezogen durch Ach! mocht ich doch auch Schand und Büberey; heute noch die theure will ich doch nicht verzaGunst erwerben, in dei- gen, sondern mit Glaus nem Schooß zu sterben. ben sagen, daß mir mein 6. Eynun, so komm zu Sünd vergeben sey. deinem Lamm, mein Hir 4. Auf GOtt steht mein te, Trost und Leben! mein Vertrauen, sein Ang'sicht bester Freund und Brán- will ich schauen, warlich tigam, dem ich mich gang durch JEfum Christ, der ergeben; Kom bald zu mir, für mich ist gestorben, des nimm mich mit dir aus die Baters Huld erworben, sem See der Leiden, ins mein Mittler er auch Reich der ewgen Freuden, worden ist. 879. Mel. un ruben alle Wälder. 5. Die Sund mag mir nicht schaden, erlöst bin Welt, ich muß dich ich aus Gnaden, umſonst lassen, ich fahr dahin durch Christi Blut. Kein mein' Straffen, ins ewge Werckkommt mir zu from Vaterland; mein'n Geist men; so will ich zu ihm will ich aufgeben, dazu kommen, allein durch mein Leib und Leben seßen wahren Glauben gut. in Gottes gnád'ge Hand. 6. Ich bin ein unnüß 2. Mein' Zeit ist nun Knechte, mein Thun ist vollendet, der Tod das Le- viel zu schlechte, denn daß ben endet, Sterben ist ich ihm bezahl damit das mein Gewinn; kein Blei- ewge Leben: Umsonst will ben ist auf Erden, das Ermirs geben, und nicht Ewge muß mir werden, nach mein'm Verdienst mit Fried und Freud ich und Wahl. fahr dahin. 7. Drauf will ich frölich ster. VyV4 1080 Dom Tode und Auferstehen. sterben, das Himmelreich bens- Lauf, mich gang ju ererben, wie Ermirs hat GOtt gewendet, und geh bereit't; Hier mag ich jetzt Himmel- auf: Sehr nicht mehr bleiben, der matt bin ich von Thránen, Tod thut mir vertreiben, mein Herz ist schwach von mein' Seele fich vom Lei Noth, von Seufzen und be scheidt. von Stöhnen: drum kom, 8. Damit fahr ich von o lieber Tod! hinnen, o Welt, thu dich 2.In allen meinen Jah befinnen, denn du must ren, von zarter Jugend auch hernach; Thu dich an, hab ich es wohl erfah zu GOtt bekehren, undren, wie schwer die Him von ihm Gnad begehren, mels- Bahn: Ich bin auf im Glauben sey du auch keinen Rosen gegangen nicht schwach. jederzeit, wie etwa die 9. Die Zeit ist nun vor Gottlofen in stolzer Si handen, hör auf von Sund cherheit. und Schanden, und richt 3. Was ist der Men dich auf die Bahn mit Be- fchen Leben? wenns auch ten und mit Wachen: sonst aufs allerbest sich können all' irrdische Sachen folt hier erheben, so ist es Müh du gut willig fahren lahn. gewest, nur lauter Müh IO. Das schenck ich dir und Sorgen, nur lauter am Ende, ach! ja, zuGOtt Gram und Noth, den dich wende, zu ihm steht Abend als den Morgen, mein Begier. Hut dich drum ist man lieber todt. vor Pein und Schmerzen, 4. Wie oft hab ich ackla nimm mein'n Abschied zu get, gleich wie ein WanHergen, mein's Bleibens dersmann: Als hätt ich ist jetzt nicht mehr hier. Raft! gefraget: wen komt 880.M.Berglich thut mich zeich Himel an? Werd ich So hab ich nun vollen- noch lange gehen auf eitler det den schweren Le- Erden- Tand? Ach! werd id OF Dom Tode und Auferstehen. 1081 ich nicht bald sehen das und Leid, nach werig rechte Vaterland. Zeit und Stunden, dort 5. GOtt Lob! nun foll in der Ewigkeit: Da wird es werden, nun ist die uns GOtt verneuen, da Stund herbey, daß ich von werden wir uns auch dieser Erden soll werden recht mit einander freuen, los und frey: Nun hab nach himelischen Brauch. ich ausgeklaget, ich hab in 9. Ade! nun muß ich meinem Streit mich ritscheiden, zu tausend guter terlich gewaget: die Kron Nacht, zur Himmels- Luft ist mir bereit. und Freuden. Ihr Liebs 6. O Liebsten! laßt das sten, seyd bedacht, wie ihr Weinen, es ist ja ohne mich wollet finden im schö Noth: GOtt eilet mit denfnen Paradeis, das eitel Seinen, durch einen sel- überwinden. Nun gute gen Tod, eh noch viel Nacht, ich reif. Trubsal kommen; GOtt weiß, sie drauen schon: 881. Mel. Derliebtes Luste Spiel zc. Wohl dem, der nur ge nommen zum schönen Soists andem, daß ich wie 7. Wenn ihr euch könnt so oft gewünscht, einmahl bedencken, wenn ihr mich nach Gottes Willen folle lieben wollt, so dürft ihr scheiden, aus diesem eitlen euch nicht fråncken, ob die Jammerthal: Man setzet sen Todes Sold; in die schon das Messer an, mit sem Welt- Gebäude hab dem ich soll geschlachtet - ich euch ja geliebt; drum werden, daß als ein gönnt mir doch die Freu Opfer von der Erden, ich de, die mir mein Heyland endlich werde abgethan. giebt. 2. Zu Gottes Ehren 8 Wir werden seyn hie zu kriegen, war ich zu verbunden, ohnalle Noth Anfang ausgeschickt; nun Yyys kommt NAM IAL SHIVA Dom Tode und Auferstehen. 1082 kommt es endlich an das Richter, Gottes Sohn, Siegen, und sind die Feind austheilen wird den lieben all unterdrückt. Ich habe Seinen den nie verdienten mich die Krieges- Zeit so Gnaden Lohn; so werd ich angeschickt, wie sichs ge in derselben Zeit auch un bühret; und rittermäßig ter solchen Schaaren pran ausgeführet den langen gen, und aus der treuen Kampf, den schweren Hand empfangen die Kro Streit. ne der Gerechtigkeit. 3.Hier galt es schwißen, 6. Doch werd ich nicht es galt schnaufen, die langjalleine stehen; es sind ihr und rauhe Renne- Bahn noch ein' grosseSchaar, die mit Ehren endlich durch- neben mir in Krången ge zulaufen, wie ich nun sehen, und leuchten werden liglich gethan. Ich habe hell und klar: Die nem bis zu allerleßt den Glaulich alle, welche hier mit ben in fo viel Gefahren steten heiffen Liebes- Thrá dem HErren treulich zu nen, sich herzlich alle bewahren, all übrigs in Stunden ſehnen nach je die Schans gesetzt. nes groffen Tages Bier. 882. Mel. Was mein GOtt will das g'scheb allzeit. 4. Nun fehlen etwa wenig Stunden, so bin ich in der Ewigkeit; da ist der So komm geliebte To mir gewun: den, und wartet meiner Ausgang meiner Leiden! allbereit. Er bleibet mir ich seufs aus diesem Sindort bengelegt, bis volden Grund nach jenen lends hie der Streit vol- Himmels- Freuden: Ach lendet, und ich mich aller- liebster Tod, komm bald dings gewendet, dahin, wo heran, ich warte mit Verman die Palmen trägt. langen, in weissen Klei5. Wenn aber wird der dern angethan, vor Got Tager cheinen, daß unser tes Thron zu prangen. 2.36 : Dom Tode und Auferstehen. 1083 2. Ihr schwachen Glies 5. Der Herzogmeines der scheuet zwar, so früh Lebens ist durch Tod zum entfeelt zu werden; Die Leben gangen, und ich Seele sonsten kan nicht werd auch zu meinem gar ohn alle Pein der*) Er- Christ auf diesem Weg geden, darinnen sie bisher langen: Derlegte Schritt gelebt, den letzten Abschied zur Seligkeit geschicht fagen: Bald ist sie Freu- durch felig Sterben. Ist den- voll, bald schwebt sie Er, mein Haupt, in Herrwieder voller Zagen. lichkeit, wie soll sein Glied •) Das ist: dem irrdischen Leib. verderben? 3. Doch, JESU! dei 6. Drum zage nicht, ne Liebe macht mir alle mein schwacher Sinn, verFurcht verschwinden: Ich laß den Leib der Erden: werd in dieser Todes wirf alles Eitle willig hin, Nacht dich, Lebens Für die Erd muß Erde wers sten, finden: Ich finde, ja den: Die Seele bleibt in ich halte Dich, mein Le- Gottes Hand bey solchem ben, mein Verlangen: Wohlvergnügen, daß nur Mein Leben, du wirst set- der Geist und kein Verber mich mit deinem Licht stand anjeßt begreifen umfangen. mögen. 4. Drum sterb ich nicht 7. Auch wird die schöne in diesem Tod, der Tod ist Freuden- Zeit am End der nur mein Leben: Nach Zeit entdecken, daß GOtt kurzem Kampf, nach kur der Seelen vorig Kleid Her Noth ist dort ein ewig auch aus dem Staub erSchweben, voll Herrlich wecken, und ewig herrlich keit, voll Ruhund Freud, machen kan; Da wird. voll Fried, voll Trost, voll seyn volle Wonne, wann Wone, voll Seligkeit, wo wir mit Klarheit angeallezeit GOtt felbsten ist than, dort leuchten wie die Sonne. die Sonne. 8. Ant 1084 Dom Tode und Auferstehen. 8. An uns stirbt nichts 11. GOtt selbst mit sei als Sterblichkeit, wir nem Angesicht wird ewig selbst sind unverlohren; mich erquicken: so werd ich der Leib wird nur der Last auch in ſeinen Licht, mit befrent, und himmlisch selbsten Ihn erblicken: O neu gebohren: Denn was Herrlichkeit! wie find'ich man hier verweslich få't, mich, wenn Engel- reine was hier verdirbtimDun- Seelen mit Sonnen- kla ckeln, das wird so bald ren Leibern sich vor Got es aufersteht, voll Glang tes Stuhl vermählen. und Schönheit funckeln. 883. Mel.Serglich thut mich 9.Drum gebt ihr schwaverlangen. chen Glieder ihr euch wil lig hin der Erden; es wird Valet will ich dir geben, du arge falsche Welt! von eurer Zahl und Zier dein sündlich böses Leben gar nichts verlohren wer- durchaus mir nicht ge den: Die Haut, die vor- fällt; Im Himmel ist gut mals euch bedeckt, wird wohnen, dahin steht mein dort mich wieder kleiden Begier, da wird GOtt wenn ich in meinem ewig lohnen dem, der Ihm Fleisch erweckt, beschaue dient allhier. GOtt mit Freuden. 2. Rath' mir nach dei 10. Dem ich im Glau- nem Herzen, o JESU, ben hier gedient, der wird Gottes Sohn! soll ich mich dorthin bringen, wo hier dulden Schmerzen, tausend, tausend vor ihm hilf mir, HErr Christ, das find, und ewig heilig fin von: verkürk mir alles gen: Da werd' ich seine Leiden, stård meinen bid Herrlichkeit mit meinen den Muth; laß mich selig Augen sehen, und was abscheiden, setz mich in in Zeit und Ewigkeit dein Erb- Gut. von Ihm mir Guts geschehen. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Creut Dom Code und Auferstehen. 1085 Creuß allein funckelt all recht seligs Sterben hier: zeit und Stunde, drauf Ich will erst sterben, eh kan ich frölich seyn. Er ich sterb, daß ich im Tode schein mir in dem Bilde, nicht verderb. zum Trost in meiner 2. Weil aber dis ist eine Noth, wie du, HERR Sache, die nicht in Mena Christ, so milde dich haft schen Kräften steht; so geblut't zu todt. weiß ich, wie ichs klüglich 4. Verbirg mein' Seel mache, daß mein Vorha aus Gnaden in deine ofne ben doch fortgeht: Ich Seit: rück sie aus allem laufgerade zu dem Mann, Schaden in deine Herr- der zum Wohl sterben hellichkeit! Der ist wohl hielfen kan. gewesen, wer kommit ins 3. Das ist mein JEfus, Himmels Schloß; der ist der sein Leben für meines ewig genefen, wer bleibt hat geopfert auf, mir fein. in deinem Schooß. Verdienst zum Trost ges 5. Schreib meinen Na geben, fein Blut zu meis m'n aufs beste ins Buchner Seelen Kauf, und des Lebens ein, und bind mir durch seine Todesmein' Seel fein veste ins Noth erworben einen schöne Bundelein, der'r felgen Tod. die im Himmel grünen, 4. Ach liebster Schatz! und vor dir leben frey; sojgedenck doch meiner, und will ich ewig rühmen, daß halte ben mir redlich aus, dein Herz lieblich sey. laß allzeit mich geniessen 884. M. Wer nur den lieben deiner, und reiß aus aller GØtt läßt walten. Noth mich raus: dann ich We eil nichts gemeiners will hab'n in diesem Nun ift, als Sterben, und mit niemand, als mit dir bald vielleicht die Reih an zu thun. mir; so will ich mich ben 5. Laß mich absterben Zeit bewerben um ein meinen Sünden durch ftete YAM CAKRA HONALA 1086 Dom Tode und Auferstehen. stete Reu und wahre Buß 9. Auf diese Weise ma im Glauben mich mit dir ich sterben in kurzem od verbinden und lernen, daß über lang, mir ist, als e ich sterben muß; damit ich nem Himmels- Erben un mich all Augenblick zu ei Gottes Kinde gar nich nem felgen Sterben schick. bang. Die Gottes- Lieb 6. Jch gebe dir zu treuen das JEsus- Blut macht Handen, HERR! meine schon mit meinem End Geel, dein Eigenthum, gut. das Deine mag ich nicht 885. Mel. Err straf mid entwenden, es bleibet dein, nicht in deinem Zorn. zu deinem Ruhm! Gib W enn ich in Todes Du nur selber Achtung Nothenbin, un drauf, HErr JEfu, mei- weiß kein'n Rath zu fin nen Geist nimm auf. den; so nehm ich mein 7. Bereite mich von auß- Zuflucht hin zu Christ und innen, wie du mich sel- Tod und Wunden, da ber haben wilt; den Glau rinnen find ich Hilf un ben mehr, stårck meine Rath wid'r Gottes Zom Sinnen, und sen für mich und Missethat, auch wi frets Sonn und Schild: der Tod und Hölle. Die Sünde tilg, dem Sa- 2. Es ist kein Schmer tan wehr, und zeig dich kein Leid, kein Noth, kein mir mit deinem Heer. Angst so groß auf Erdem 8. Jch bitt mir aus so nicht durch Christ dein' heilge Wunden zur Wunden roth ge heile Ruh, dein Wort zur Arbe- könnte werden. Sein ney, dein's Leidens Kraft Tod mein Leben und Ge zur legten Stunden, des winnst, mein Hoffnung Baters Herß des Tröfters Zuflucht und Verdienst Treu, dein Blut zur Kron mein' Schaß, mein' Eh und Sterbe- Kleid, zulegt und Krone. zum Grabe deine Seit. 3. Er streckt am Creut au Dom Tode und Auferstehen. 1087 aus Hand' und Fuß, mich daraus viel Blut und freundlich zu umfangen; Wasser floß, der Gnadensein Haupt neigt Er mir Brunn sich da ergoß, der zu ein'm Kuß, aus Herzli- mich im Tod erquicket. chem Berlangen; sein 7. O ew'ger Batr ins Seite Er eröfnen ließ, daß Himmels Thron! Laß ich darin mög schauen süß mich von hinnen scheiden: sein Herß, sein' Lieb und O JEfu Christe, Gottes Treue. Sohn! Du wollst mich 4. Das ist die Thür der auch begleiten; O Heilger Gnaden vest, die uns stets Geist! thu auf die Thür, offen stehet. Gleich wie und mich zum Baum des GOtt Noah bauen läßt Lebens führ, und zu dem ein'n Kasten, drein er ge- Brunn der Gnaden. het, zur Sundfluth groß, 8. Nun fühl ich Schuß, mit all den Sein'n: Also Trost, Ruh und Freud in find Christi Wunden rein deinen heilgen Wunden; die Thür zum Gnaden nun ist all's Leid und Throne. Traurigkeit aus meinem 5. Darein will ich mich Herz'n verschwunden. finden fein, und mich dar- Fahr hin, mein' Seel, in verdecken; gleichwie GOtt wartet dein mit ſeis ein klein's Wald- Bögelein nen lieben Engelein, führt im hohlen Baum verste- dich ins Himmels Saale. den, bis Ungewitt'r vorüber geht: also will ich 886. Mel. Err, straf mich mich finden stet zu Christ, nicht in deinem 2c. dem Baum des Lebens. 6. Moses schlug einen Wenn mein Stündlein vorhanden ist, und Felsen hart, daß Wasser ich soll fahr'n mein' Straf draus that fließen: Also se, so g'leit du mich HErr ward Christi Seite zart JEfu Chrift, mit Hülf mit einem Speer geriffen, mich nicht verlasse: Mein' Seel 1088 Dom Tode und Auferstehen. Seel an meinem letzten 5. So fahr ich hin zu End befehlich, HErr, in JEfu Chrift, mein' Arm deine Hånd, du wirst sie thu ich ausstrecken, so wohl bewahren. schlaf ich ein, und ruhe 2. Mein' Sund mich fein, kein Mensch kan mich werden kråncken sehr, aufwecken, denn JEfus mein G'wissen wird mich Christus Gottes Sohn, nagen, denn ihr'r sind der wird die Himmels viel, wie Sand am Meer, Thür aufthun, mich fühen doch will ich nicht verza- zum ewgen Leben. gen, gedenck'n will ich an 887. Mel. Sreu dich sehr, o dein'n Tod, HErr JEfu, meine Seele. deine Wunden roth, die Merde munter, liebe werden mich erhalten. Seele, balde wird es 3. Ich bin ein Glied an seyn gethan, daß du aus deinem Leib, des tröst ich der Leibes- Höhle dich recht mich von Herken, von dir schwingest Himmel an. ich ungeschieden bleib in All dein Leiden, Creuß Todes- Noth und Schmer und Noth endet sich nun gen: wenn ich gleich sterb, durch den Tod. Nunmehr so sterb ich dir, ein ewig's wirst du überwinden, und Leben hast du mir durch ein bessers Leben finden. deinen Tod erworben. 2. Siehe, wie viel Engel 4. Weil du vom Toder- schweben um dein Bette, standen bist, werd ich im welche dir das Geleite wob Grab nicht bleiben, mein len geben hin bis an die höchster Trost dein' Auf- Himmels- Thur. Siehe fahrt ist, Tod's Furcht doch, GOtt sendet schon kanst du vertreiben: Denn her von seinem hohen wo du bist, da kom ich hin Thron, den Triumph daß ich stets ben dir leb und und Ehren- Wagen, der bin; drum fahr ich hin dich soll gen Himmel mit Freuden. tragen. 3. GOtt Dom Tode und Auferstehen. 1089 3. GOtt begehret du sendmal willkommen und folt kommen zu ihm nauf, dich führen prachtiglich er wartet dein, und will hin zu deines Gottes dir bey andern Frommen Thron, allwo sie mit schöräumen deine Stelle ein: nem Zon werden ihren Er hat auch das weisse Danck erweisen, und Kleid und die Krone schon GOTT herßlich dafür bereit't, die du folt zu ew preisen. gen Tagen mit der grösten Freude tragen. 7. Lob und Preis mit vie en Ehren sey dir, 4. Drum, o Seele! sey HErr, daß unsre Zahl sich doch fertig, eile! daß du noch täglich muß vermeh. kommest dar, weil da dei- ren, bevorab, daß diesess ner auch gewärtig ist der mal, gegenwärtig fromAuserwählten Schaar, mes Kind auch nunmehr die viel tausend. an der sich bey uns findt: Laß Zahl, jetzt schon kommen doch bald die andern allzumal an die Himmels Frommen aus der Welt Thür gegangen, dich mit auch zu uns kommen. Freuden zu empfangen. 8.Dein GOtt selbst will 5. Es sind daben viel der dich umfangen mit viel Deinen, deren Wunsch Lieb und Freundlichkeit, von Herzen ist, daß dumb- dir abwischen von den gest bald erscheinen, weil Wangen alle Thränen, so du sehr willkommen bist. das Leid dir hier ausges Dencke, wie dir wird ge- presset hat; Er wird an schehn, wenn du die wirst derselben Statt dir sein wieder sehn, welche dir vor himmlisch Freuden- Leben vielen Jahren durch den in Besig auch ewig geben. Tod genommen waren. 9. Da wirst du alsdann 6. Diese Auserwählte von Sünden, Creuß und Frommen, auch die Engel Elead wissen nicht: Laus werden dich heissen tau ter Wone wirst du finden, 318 und NAM AIM SKOAL Dom Tode und Auferstehen. 1090 und vor Gottes Angesicht Noth: Mein GOtt, id bis in alle Ewigkeit leben bitt durch Christi Blut in der Herrlichkeit, die dein mads nur mit meinen JEsus dir erworben, als Ende gut. Er für dich ist gestorben. 2. Es kann vor Nachts IO. Nun dann, liebe leicht anders werden, als Seele! reise hin zu deinemles am frühen Morge lieben GOtt. Wohl dir, war; denn weil ich leb au daß auf solche Weise sich dieser Erden, leb ich in fte beschließet deine Noth. ter Tods- Gefahr: Mein Lebe wohl in Ewigkeit. GOtt, ich bitt 2c. Freue dich der Seligkeit, 3. HErr, lehr mich stet da dirs mehr, als wir ber mein End bedencken, und stehen, ohne Ende wohl wenn ich einsten sterber wird gehen. muß, die Seel in JE II. Aber, weh uns! die Wunden sencken, und je wir müssen in der Welt nicht sparen meine Buß noch bleiben hier, und an- Mein GOtt 2. noch nicht können wissen, 4. Laß mich bey Zein wann wir dürfen folgen mein Haus bestellen, daß dir. GOtt, sieh uns auch ich bereit fen für und für gnädig an, hilf, wie Du Und sage fiets in aller jezt haft gethan, daß uns Fällen: HERR, wie du bald von allem Bösen möglwilt, so schicks mit mir, ein sanfter Tod erlösen. Mein GOttzc. 888. M. Wer nur den lieben GOtt läßt walten: 5. Mach mir stets Zu der süß den Himmel, un Wer weiß, wie nahe Gallen- bitter diese Wel mir mein Ende! hin- gib, daß mir in dem Wel geht die Zeit, her kommt Getümmel die Ewigkei der Tod. Ach wie ge- fen vorgestellt: Mein schwinde und behende kan GOtt 2c. kommen meine Todes. 6. Ach! Bater, deck al mel 1091 Dom Code und Auferstehen. meine Sünde mit dem 11.So komm mein End Verdienste Christi zu, dar heut oder morgen, ich ein ich mich vest gläubig weiß, daß mirs mit JEsu winde, das giebt mir recht glückt, ich bin und bleib in gewünschte Ruh: Mein deinen Sorgen, mit JE GOtt 2c. su Blut schön ausges 7. Ich weiß, in JEfu schmückt: Mein GOtt 2. Blut und Wunden hab 12. Ich leb indeß mit dir ich mich recht und wohl ge- vergnüget, und sterb ohn' bett't, da find ich Trost in alle Kümmerniß; mir Todes- Stunden, und al- gnüget, wie es mein GOtt les, was ich gerne hätt: füget, ich glaub und bin es Mein GOtt 2c. gang gewiß: durch deine Gnad und Christi Blut machst du's mit meinem Ende gut. 8. Nichts ist, das mich von JEsu scheide, nichts, es sey Leben oder Tod, ich leg die Hand in seine Seite, und sage: Mein HERR und mein GOTT! Mein Mie fleucht dahin der Menschen Zeit! Wie GOtt 2c. 589. Mr. Jch hab mein' Sach GOtt beimgestellt. 9. Ich habe JEsum an- eilet man zur Ewigkeit! gezogen, schon längst in wie wenig dencken an die meiner heilgen Tauf: Du Stund von Herßens. bist mir auch daher gewo- grund! wie schweigt hie gen, hast mich zum Kind von der tråge Mund! genommen auf: Mein 2. Das Leben ist gleich GOtt 2. wie ein Traum, ein nich 10. Ich habe JEfuFleisch tes werther Wassergegessen, ich hab sein Blut Schaum; im Augenblick getrunken hier: nun kanst es bald vergeht, und nicht du meiner nicht vergessen; besteht, gleichwie ihr die ich blei bin Ihm, und Er in ses täglich ſeht. mir: Mein GOtt 2. 3. Nur Du, Jehovah! 311 2 bleis NAM TAK HANYA 1092 Dom Jüngsten Gericht. bleibest mir das, was du denck es nu, du komst sont bist, ich traue dir: Laß nicht zur wahren Ruh. Berg und Hügel fallen 6. Weg Eitelkeit, de hin, mir ist Gewin, wenu Thoren Lust, mir ist das ich allein bey JEsu bin. höchste Gut bewust: dai 4. So lang ich in der such ich nur, das bleibe Hütten wohn, ey lehrelmir, o mein Begier, mich, oGottes Sohn! gib, HErr JEsu, zeuch mein daß ich zähle meine Tag, Herz nach dir. und munter wach, daß, eh 7. Was wird da seyn ich sterbe, sterben mag. wenn ich dich seh, und 5. Was hilft die Welt bald vor deinem Throne in letter Noth? Lust steh? Du unterdessen leh Chr und Reichthum in re mich, daß stetig id dem Tod? O Mensch, du mit klugem Herzen su läufst dem Schatten zu, be- che dich. II. Bom Jüngsten Gericht. 3 890. M. Rommt ber zu mir, weiß, es bleibet daber spricht GOttes Sohn. nicht, daß man dich hin aus diesem Licht trag u fiehest, Mensch, wie auf den GOttes- Acker. fort und fort der eine 3. Wir werden aus der hie, der andre dort, uns Gräbern gehn, und alle gute Nacht muß geben. vor Gerichte stehn, dan Der Tod hält keinen an- Christus selbst wird he dern Lauf, er sagt zuletzt gen, wenn auf der Enge die Wohnung auf uns al Feld- Geschren die Glut len, die wir leben. das grosse Welt- Gebär 2. Bedenck es weislich wird in die Asche legen. in der Zeit, und flieh den 4. Alsden wir erstlichal Schlaf der Sicherheit, seyler Welt Belohnung wer augenblicklich wacker: defilden zugestellt: dieSünde for Dom Jüngsten Gericht. 1093 follen büssen, und ihnen Sohn wird kommen in ohn Betrug und Schein, feiner groffen Herrlich. selbst Klåger, Richter, keit, zu richten Böf und Hencker seyn, verdammt Frommen. Dann wird durch ihr Gewissen. das Lachen werden theur, 5. Ach GOtt! komt mir wenn alles wird vergehn dis Urtheil vor, so steigenlim Feur, wie Petrus damir die Haar empor, mein von schreibet. Herz fühlt Angst und 2. Posaunen wird man Schrecken: Ihr hohe Hu- lhören gehn an aller Welt gel! heb ich an; ihr Berg, ihrEnde, daraufbald werund was sich stürzen kan, den auferstehn all Todten fallt her mich zu bedecken! gar behende: Die aber 6. HErr JEsu! meine noch das Leben han, die Zuversicht, ach! laß dein wird der HErr vonStunfirenges Zorn Gericht, den an verwandeln und ach! laß es mir nicht scha-/ verneuen. : den; beut an dem Vater] 3. Darnach wird man den Vertrag, damit ich ablesen bald ein Buch, freudig hören mag den süf darin geschrieben, was sen Spruch der Gnaden. alle Menschen jung und 7.Gied, daß ich mich alt, auf Erden han getrie. bey gutem Sinn, und ben: Da denn gewiß ein weil ich noch bey Kräften jedermann wird hören bin, zum Sterben fertig was er hat gethan in sei halte, und nicht, o JEfu! nem gangen Leben. meine Lust, begriffen in 4. D web demselben, der Sünden Wust, zum welcher hat des HErren ewgen Tod erkalte. Wort verachtet, und nur 891. M.Wenn mein Stündlauf Erden früh und spat vorhanden ist.( nach groffem Gut getrach. Es ist gewißlich an der tet! der wird fürwahr gar Zeit, daß Gote slkahl bestehn, und mit dem 3333 Sa 1094 Vom Jüngsten Gericht. Gatan müssen gehn von dann die Bosheit hat Christo in die Hölle. sehr zugenommen, was 5. O JEfu! hilf zur Christus hat vorge selben Zeit von wegen sagt, das wird jetzt be deiner Wunden, daß ich klagt. im Buch der Seligkeit 2. Der Abfall vom werd eingezeichnet fun- Glauben wird erfals den: daran ich denn auch ren, daß er sey geschehn zweifle nicht, denn du hast vor langen Jahren, ja den Feind gericht't, und wie Paulus, der from meine Schuld bezahlet. me Mann klårlich zeis 6. Derhalben mein get an. Fürsprecher sey, wenn du 3 Der verdamte Sohn nun wirst erscheinen, und hat lang geseffen in dem lis mich aus dem Buche Tempel Gottes hoch ver. frey ,, darinnen stehn die meffen, sich gerühmt und Deinen: auf daß ich samt fein Gebot, gleich als wär den Brüdern mein, mit jer Gott. dir geh in den Himmel 4. Viel falsche Prophe ein, den du uns haft er- ten findentstanden, ja noch worben. Rotten und Secten vor 7. O JEfu Christ! du handen, die mit ihrer machst es lang mit dei hat und Lehr, der Welt nem Jüngsten Tage, den schaden sehr. Menschen wird auf Erden 5. Weil uns nun der bang, von wegen vieler AntichristischOrden durch Plage. Kom doch, komm Gottes Wort offenbar doch du Richter groß, und ist worden, so last uns mach uns in Genaden los fliehen mit Fleiß feine von allem Lebel, Amen. Lehr und Weis. 892. In eigner Mel. C% 8 6.Laßt uns in den Bund wird shier der letzte des Herren treten, und Tag berkommen, darinnen stets wachen Vom Jüngsten Gericht. 1095 und beten; Denn der legte 12 Bersammlet mir Tag geht her, kommt uns meine Auserkohrnen, immer nåh'r. alle Gläubigen und 7. Die Welt mehret fich Neugebohrnen, die meis in Sund und Thorheit, nen Bund wohl bes und trachtet zu dámpfen dacht, treulich hab'n vollGottes Wahrheit, der bracht. HERR wirds laffen ge schehn, ihr also zusehn. 13. Und die werden sie zur Rechten stellen, da der 8. Aber wenn sie meynt, HErr ein lieblich Urtheil sie hab gewonnen, und fen fällen, sie wird setz'n geallem Unglück schon ent- waltiglich in die Luft ronnen, wirds ihr erst mit bey sich. aller Macht kommen hun 14. Aber zumGottlosen dertfach. wird Er sprechen: Nun 9. Grosse Plag wird sie wohlan, ich werde mit euch plößlich umgeben, und ihr richten, warum habt ihr alle Schöpfung wider meinen Bund genommen streben, dann wird Chri- in den Mund. stus sagen frey, daß Er 15. So ihr doch GottRichter sey. feeligkeit verachtet, und IO. Und er wird sein'n nur nach Untugend habt Ers- Engel schicken, und getrachtet: Ich schweig, all' Verstorb'ne lassen we- und da meynet ihr, es den, daß fie allsamt aufer- war nicht von mir. stehn, und vor ihme stehn. 16. Weicht von mir, 11. Dann wird Erzu all ihr Vermaledenten, feinen Engeln sprechen: in das Feuer, welchs vor Nun will ich mich an langen Zeiten allen Teus meinen Feinden råchen, feln ist bereit, für ihre wer wider mich hat ge- Bosheit. than, wird nehmen sein'n Lohn. 17. Allsdenn werden sie zur Höllen müssen, und das 3384 felbft 1096 Dom Jüngsten Gericht. felbst ihre Untugend büß Magdalen, wohl getröst fen, in unausprechliche von hinnen gehn. Pein, der kein End wird fenn. 4. Wie Matthäo in dem Zoll, und Zachão Hoff 18. Aber sein Volck von nungs- voll, wie dem Schi diesen gescheiden, wird Erscher, sey mir huld, und ver führen zur himmlischen gib mir meine Schuld. Freuden, da es, wie der 5. Laß mich bey denkäm Connenschein, ewiglich mern siehn, wendein Rich wird seyn. ten wird angehn; laß mich deiner rechten Hand, lieb steh uns bey auf Erden, ster JEfu, feyn bekannt. 19. En nun! HErr, fo und bereit uns, daß wir würdig werden, zu schauen in Ewigkeit deine Herr lichkeit. 6. Laß mich hören, wen dein Mund den erfreuten Spruch thut kund; Komt, die ihr gebenedeyt in das Reich der Herrlichkeit. 7. Daß ich voller Freu den sey, und mich dir nah First der, Fürsten JEfu froh und frey: Daß ich Christ, der der Erden deiner Gütigkeit dancke bis Riater ist, nimm dich in Ewigkeit. meiner Seeljest an, daß 894. Mel. O Ewigkeit du ich dort bestehen kan. Steuden Wort. Ewigkeit! Du Doner 893. Mel. un kommt der Seyden Seiland. 2. Schreib mich in das Lebens- Buch, zu dem süf o sen Gott's Geruch, daß das durch die Seel bohrt dein Grimm mich schrecke o Anfang sonder Ende!! nicht, wenn du halten Ewigkeit! Zeit ohne Zeit, wirst Gericht. ich weiß vor groffer Trau 3. Siehe mich genadig rigkeit nicht, wo ich mich an, wie du Petro hast ge- hinwende. Mein gang er than; Laß mich, wie dielschrocknes Herz erbebt, daß Dom Jüngsten Gericht. 1097 mir die Zung am Gau- 5. Nun aber, wenn du men klebt. die Gefahr viel hundert 2. Kein Unglück ist in taufend tausend Jahr, und aller Welt, das endlich mit länger ausgestanden, und der Zeit nicht fällt, und von den Teufeln solcher gang wird aufgehoben: Frist gar grausamlich ges Die Ewigkeit hat nur kein martert bist, ist doch kein Ziel, fie treibet fort u. fort Schluß vorhanden. Die ihr Spiel, läßt nimmer ab Zeit, so niemand zählen zu toben: ja, wie derhei- kan, die fånget stets von land selber spricht: Aus ihr neuem an. ist kein' Erlösung nicht. 6. Ach GOtt, wie bist 3.DEwigkeit, du machst du so gerecht! wie strafft du mir bang! O ewig, ewig ist einen bösen Knecht, so hart zu lang! hie gilt fürwahr im Pfuhl der Schmerzen! kein Schergen: Drum auf kurze Sünden dieser wann ich diese lange Nacht Welt hast du so lange zusammt der groffen Pein Pein bestellt. Ach nimes betracht,' erschreck ich recht wohl zu Herzen! betracht von Herzen. Nichts ist es wohl, o Menschenzu finden weit und breit so Kind: kurk ist die Zeit, schrecklich als die Ewigkeit. der Tod geschwind. 4. Wann der Verdam 7. Ach fliehe doch des ten groffe Qual so man- Teufels Strick! die Wolches Jahr, als an derZahl lust kan ein'n Augenblick, hie Menschen sich ernäh- und länger nicht ergößen, ren, als manchen Stern dafür wilt du dein' arme der Himmel hegt, als man Geel hernachmals in ches Laub die Erde trägt, des Teufels Höhl, o noch endlich solte währen, Mensch! zu Pfande seso wäre doch der Pein zuzen, ja schöner Tausch, ja letzt ihr recht bestimmtes wohl gewagt! das bey den Ziel gesetzt. Teufeln wird beklagt. 8. Go 3115 1098 Dom Jüngsten Gericht. 8. So lang ein GOtt Acht die vorerwehnte lan im Himmel lebt, und überfge Nacht. alle Wolken schwebt, II. O du verfluchtes wird solche Marter wäh- Menschen- Kind! von ren, es wird fie plagen Sinnen toll, von Herzen Kålt und Hiz, Angst, blind, laß ab die Welt zu Hunger, Schrecken, Feur lieben, ach! ach! soll denn und Blitz, und sie doch der Hdlen Pein, da mehr nicht verzehren. Dann denn tausend Hencker seyn, wird sich enden diese Pein, ohn' Ende dich betrüben? wenn Gott nicht mehr Wo ist ein so beredter wird ewig seyn. Mann, der dieses Werd aussprechen kan? 9. Wach auf, o Mensch vom Sünden- Schlaf, er 12. O Ewigkeit, du Don muntre dich, verlohrnes ner- Wort, o Schwerdt, Schaaf, und begre bald das durch die Seele bohrt, dein Leben; wach auf, o Anfang sonder Ende! O es ist noch hohe Zeit, es Ewigkeit, Zeit ohne Zeit! kommt Heran die Ewig- lich weiß vor grosser Traukeit, dir deinen Lohn rigkeit nicht, wo ich mich zu geben; vielleicht ist hinwende: Nimm du heut der letzte Tag; wer mich wenn es dir gefällt, weiß noch, wie man fter HErr JEsu! in dein Freus ben mag. den- Zelt. 895. Mel. un laßt uns den Leib begraben. Sunden Mensch! ? 10. Ach laß die Wollust dieser Welt, Pracht, Hof fart, Reichthum, Chr und Geld, dir länger nicht bedenck den Tod, der gebieten: Schau an die letzten Stunde Angst und grosse Sicherheit, die fal- Noth, mach dich mit wahsche Welt, die bose Zeit, zu- rer Buß bereit, zu leben in famt des Teufels Wüten. der Ewigkeit. Vor allen Dingen hab in 2. Besißest du die gange Welt Dom Jüngsten Gericht. 1099 Welt mit höchster Ehr Zinne: Wach auf, du und allem Geld, erfreut es Stadt Jerusalem! Mitdich ein kleine Zeit, und ternacht heißt diese Stun, dienet nicht zur Ewigkeit. de; Sie rufen uns mit 3. Erschallt in deinen hellem Munde: Wo seyd Ohren nicht: Ihr Todten ihr klugen Jungfrauen? kommet vor Gericht? Ist Wohl auf der Bräutgam doch der Jüngste Tag nicht kommt! steht auf, dieLamweit, dem folgen wird die pen nehmt! Halleluja! Ewigkeit. macht euch bereit zu der 4. Wenn du begehrest Hochzeit; ihr müsset ihm Gottes Huld, so meid der entgegen gehn. Sünden schwere Schuld, 2. Zion hort die Wachs die wider deine Seele ter fingen, das Herß thut streitt, so bist du frey in ihr vor Freuden springen, Ewigkeit. fie wachet, und steht eilend 5. Unzählig ist der Sters auf; Ihr Freund kommt nen Heer, die Tropfen vom Himmel prächtig, und der Sand am Meer, von Gnaden stark, von doch haben sie Maaß, Ziel, Wahrheit machtig, ihr und Zeit, und gleichen Licht wird hell, ihr Stern nicht der Ewigkeit. geht auf. Nun komm, du 6. Befinn und dencke werthe Kron, HErr JEfu fort und fort, was Ewig Gottes Sohn! Hosians für ein Donner- Wort! na: wir folgen all zum Ach: keiner Zeiten Zeit Freuden- Saal, und hals befrent die Ewig- Ewig- ten mit das Abendmahl. Ewigkeit. 3. Gloria sey dir gefun. 896. M. Erwünschter Sabs gen, mit Menschen und bath. Englischen Zungen, mit Wach achet auf! reft uns Harfen und mit Cymdie Stimme der beln schon. Von zwölf Wachter sehr hoch auf der Perlen sind die Pforten NAM TAK HAL 1100 Dom ewigen Leben. an deiner Stadt, wir sind Ohr hat je gehört solche Conforten derEngel, hoch Freude: Des sind wir um deinen Thron: Kein froh, jo! jo! jo! jo! ewig Aug hat je gürt, kein in dulci jubilo. III. Vom ewigen Leben. 897. Mel. Sreu dich sehr, older Dreyen Einigkeit; meine Seele. Wann ich sehe GOtt, das n ch wer schon im Him- Licht, Gottes heilig Anmel wåre liebster gesicht: O! wer aus dem GOtt, bey dir, bey dir Welt Getümel bey GOtt Höre doch, mein Schd- wäre dort im Himmel. pfer, höre, und laß mich! 4. Keine Ruhe kan ich nicht länger hier. Ich haben hier in dieser Zeit muß ja seyn, wo du bist, lichkeit: Will Wollust, wo mein Schaß, mein Geld, Gut mich laben? Jesus ist; ich muß aus Weg, weg mit der Eitel dem Welt- Getintel, weil keit; es ist doch nur mein Tröster ist im Himel. Unbestand; Ach heim! 2.Hier kan ich kein Guu- lheim ins Vaterland, heim ge finden in der bösen aus diesem Welt- Getum. Jammer Welt, denn siemel, zu der Ruhe in den ist voll lauter Sünden ihr Himmel. gang Wesen mir mißfällt. 5. Dort kan mir kein Neid, Verfolgung, Spott Feind nicht schaden, keine und Hohn gicbet sie zum Angst, Gefahr undNoth, besten Lohn: Ach du scho- denn ich bin in Gottes des Welt- Getümel, wäre Gnaden, Gott in mir, und ich aus dir im Himmel. ich in GOtt! da erreiche ich 3. Wie wohl wird mir mein Ziel, alsdann will ich doch gefdhehen, wenn ich was GOtt will, darum immer die Gottheit kan in weg duWelt- Getümel, ich drey Personen sehen, und erwähle mir den Himmel 6.Krand Dom ewigen Leben. IIOI 6. Krandheit, Hunger, GOtt, mache mich bereit, Durst, Frost, Hiße, Sorge, weis' mir, wieich leben soll, Furcht und steter Streit, wie ich sterbe sanft und machen, daß ich oft hier wohl, und laß dieses Welt. schwiße, daß sich häufet Getümel mich nicht wens Leid mit Leid, alles aber den von dem Himmel. höret auf, wenn ich ende 10.Weil du hier mirbist meinen Lauf; O was bist im Herzen, so bin ich im du Welt- Getümel? Wá- Himmel zwar, aber mein re ich bey GOttimHimel. Herh macht dir Schmer7. Wie so lieblich wird gen, den es ist so böser Art, es schallen wenn ich das darum will ich Sinden. Halleluja finge mit den los lieber bald ins HimelsEngeln allen! Ower doch Schloß: Ach! nimm aus schon wäre da! Laß indeß dem Welt- Getümel mich meins Herzens- Schrein, zu dir, du bist mein Himel. mein GOtt, deinen Him. II. Strecke deine Arm mel seyn, führe aus dem und Hände zu mir aus, ich Welt- Getümmel, dich zu will hinein, komm mein rühmen, mich im Himmel. Bräutgam, kom behende, 8. Bin ich etwa hier in ich will deine seyn allein, Freuden, so ist Trauren schenck du alleSündemir, wohl nicht weit. Freude öfne doch die Himmelsaber ohneLeiden ist dort in Thür! ich bin aus dem der Ewigkeit, weiche Un- Welt- Getümmel, in der vollkomenheit! Droben ist Hoffnung schon im Himel. die Seeligkeit, gute Nacht, 898.M. Duo schönes Welts du Welt- Getümel, Eins Gebäude. und Alles ist im Himmel. Que Menschen müssen sterben, alles Fleisch 9.Sollundmuß ich aber wandeln länger noch in vergeht wie Heu; was da dieser Zeit, so hilf mir stets lebet, muß verderben, soll Christlich handeln, meinles anders werde neu: Diefer NAM GAK KONT 1102 Vom ewigen Leben. ser Leib der muß verwesen, GOtt der Vater, Sohr wann er evig soll genesen und Geist. der so grossen Herrlichkeit 5. Da die Patriarchen die den Fromen ist bereit. wohnen, die Propheten 2. Darum will ich dieses allzumahl, wo auf ihren Leben, wann es meinem Ehren: Thronen fißet di GOtt beliebt, auch ganz gezwölfte Zahl: Woin s willig von mir geben, bin viel tausend Jahren alle darüber nicht betrübt: Fromm en hingefahren, da Denn in meines JESU wir unserm Gott zuEhr'n Wunden hab ich schon Er- jewig Halleluja hörn. lösung funden, und mein 6. Ach Jerusalem, du Trost in Todes- Noth ist Schöne, ach wie helle glán des HErren JEfu Tod. Best du! Ach wie lieblich 3.JEfus ist für mich ge- Lob- Getone hört man storben, und sein Tod ist da in sanfter Ruh! O, der mein Gewinn: Er hat mir grossen Freud und Wondas Heil erworben, drumine! jegund gehet auf die fahr ich mit Freud dahin, Sonne, jezund gehet an hier aus diesem Welt- Ge der Tag, der kein Ende tümmel, in den schönen nehmen mag. Gottes Himmel, da ich 7. Ach! ich habe schon er werde allezeit sehen die blicket diese grosse Herrlich Dreyeinigkeit. feit, jegund werd ich schön 4. Da wird seyn das geschmücket mit dem weiß Freuden- Leben, da vielsen Himels- Kleid; mit der tausend Seelen schon find güldnen Ehren- Krone fich mit Himmels- Glanzich da vor Gottes Throne umgeben, dienen da vor schaue solche Freude an, die Gottes Thron, da die Se- kein Ende nehmen kan. raphinen prangen, und 8.Nun hier will ich ewig das hohe Lied anfangen: wohnen, liebster Scha Heilig, Heilig, Heilig heißt zu guter Nacht, eure Tre wifi = Dom ewigen Leben. 1103 wird GOtt belohnen, die alle treten zur Rechten ihr habt an mir vollbracht. JEsu Christ, als unsern Liebsten Kinder und Ber: GOtt anbeten, der unsers wandten, Brüder, Freun Fleisches ist. Num. 899. Giebe pag. 1060. de und Bekanten, lebet wol 4.GOtt wird sich zu uns zu guter Nacht, GOtt sey kehren, ein'm jeden sezen Danc, es ist vollbracht. auf ein' güldne Kron der Ehren, und herken 900.M.Berglich thu michzc freundlich drauf, wird Der er Braut'gam wird uns an sein' Brust drübald rufen: Konmtjcken, aus Lieb gang våall ihr Hochzeit- Gäst! Hilf terlich, an Leib und Seel GOtt! daß wir nicht schla- uns schmücken mit Gaben fen, in Sünden schlum- mildiglich. mern vest; bald hab'n in 5. Da wird man hören unsern Händen die Lam- klingen die rechten Saitenpen, Del und Licht, und Spiel, die Musik- Kunst dürfen uns nicht wenden wird bringen in GOtt der von deinem Angesicht. Freuden viel: die Engel 2. Da werden wir mit werden singen, all' HeilFreuden den Heiland gen Gottes gleich, mit schauen an, der durch sein himelischen Zungen ewig Blut undLeiden den Him in Gottes Reich. mel aufgethan: die lieben 6. Er wird uns frölich Patriarchen, Propheten leiten ins ewge Paradeis, allzumahl, die Márt'rer die Hochzeit zu bereite, zu und Apostel mit Ihm in seinem Lob und Preis; da grosfer Zahl. wird seyn Freud und 3. Die werden uns an- Wonne, in rechter Lieb nehmen als ihre Brüder- und Treu, aus Gottes lein, sich unser gar nicht Schaß und Brunne, und fchámen, uns mengen täglich werden neu. mitten ein; Wir werden 7.Also wirdGott erlösen uns NAM DAL CONTA 1104 Dom ewigen Leben. uns gar aus aller Noth, ziert, wie hoch fie trium vom Teufel, allem Bösen, phirt, Victoria! ruft fic von Trübfal, Angst und durch GOtt. Was ist de Spott, von Trauren, Tod? der Tod ist nichte Weh und Klagen, von als ein Spott. Kranheit, Schmerz und 3. Solte uns der Tod Leid, von Schwermuth, anfechten? da JEfus sist Zorn und Zagen, von al zu Gottes Rechten, de ler bösen Zeit. von dem Toderstanden isl uns die Stimme. er Tod führet uns zum 901. Mel. Wachet auf, rufe Der HERN kan jezun nicht mehr sterben, fein Glied kan an dem Leib verLeben, send frölich, die derben ich bin sein Glied ihr GOtt ergeben, der Tod ein wahrer Christ; darum ist toot und ferne hin, sein ist mir der Tod ein rechte Stachel gehet ins Verwe- Freuden- Bot? Erlöste fen, der Leib steht auf, und Seel, du wirst jegundin wird genesen, der Christen Gottes Bund vom Eleni Tod ist ihrGewin. Was ist los und recht gesund. es, das hie stirbt? Diej 4. Wohlauf! da du fol Sunde nur verdirbt.Hoch- hintreten vor Gotte gelobt sey unser Gott, in Stuhl, und den anbeten Todes Noth, weil in dem der heilig, heilig, heili Tod der Tod ist todt. heißt; dein JEfus trág 2. Der Feind ist nun dich mit Erbarmen, un überwunden, der Strick nimmt dich frölich auf d zerreißt, der uns gebunden, Armen, daß Er erquid wir sind von allem Jamer deinen Geist. Der Todi los. Nun schaut die Seele mir und dir die rechtel ins Unendlich, und GOtt bens. Thür, GOtt öfn ist ihr als GOtt recht kent- fie. Ey was ist das? lich, der in der Majestät ist werd nicht blaß, ich sing groß; feht wie die Seel ge. GOtt das Gratias. 902. M Vom ewigen Leben. 1105 902. Mel. Auf meinen lieben den- Zeit, den Augen ihre GOtt. Záhren und Thränen Die ie Zeit ist nunmehr können wehren, daß ſie nah, HErr JEsu, du mir nicht mit Haufen auf bist da; die Wunder, die meine Wangen laufen. den Leuten dein Ankunft 6. Was für ein schönes sollen deuten, die sind, wie eicht wird mir dein Angewir gesehen, in grofferssicht, das ich in jenem LeZahl geschehen. ben werd erstmal sehen, 2. Was soll ich denn nun geben! Wie wird mir deithun? Ich soll auf dem be- ne Güte entzücken mein ruhn, was du mir hast ver- Gemüthe! heissen, daß du mich wol- 7. Dein' Augen, deinen left reissen aus meines Mund, dein Leib für mich Grabes Kammer, und verwundt, da wir so vest allem andern Jammer. auf trauen, da werd ich 3. Ach JEsu! wie so schön alles schauen, auch innigwird mirs alsdenn ergehn, herzlich grüssen die Maal du wirst mit tausend Bli- an Hand und Füssen. den mich durch und durch 8. Dir ist allein bewust erquicken, wenn ich hier die ungefälschte Luft und von der Erde mich zu dir edle Seelen Speise in reis schwingen werde. nem Paradeise: die kanst 4. Ach! was wird doch du wohl beschreiben, ich dein Wort, o füffer See kann nichts mehr als gláulen- Hort! was wird doch ben. senn dein Sprechen, wenn 9. Doch was ich hier ges dein Herz aus wird breglaubt, das steht gewiß, chen, zu mir und meinen und bleibt, mein Dril, Brüdern, als deines Lei dem gar nicht gleichen die bes Gliedern. Guter aller Reichen: All's et 5. Werd ich denn auch andre Gut vergehet, mein vor Freud in solcher Gna- Erbe das bestehet. Aaaa 10. Ach! NAM AL SHIVATA 1106 Vom ewigen Leben. 10. Ach! HErr, mein denckst du hin? wilt du schönstes Gut, wie wird was grundlos, arunden? sich all mein Blut in allen Was unbegreiflich, fin Adern freuen, und auf das den? Hier muß der Wi Neu erneuen, wenn du sich neigen, und alle Red mir wirst mit 2achen, die ner schweigen. Himmels Thür auf machen! 15. Dich aber, meine Zier, dich laß ich nicht von 11. Komm her, fomm mir, dein will ich stets ge und empfind, o auser- denden, HErr, der du mir wähltes Kind! komm, wirst schencken mehr, als schmecke, was für Gaben mit meiner Seelen ich ich und mein Vater ha- wünschen kan, und zählen. ben: Komm, wirst du sa- 16. Ach! wie ist mir gen, weide dein Herz inweh, eh ich dich aus der ewger Freude! Hoh, HErr, sehe zu uns 12.Ach! du so arme Welt, fomen! ach! daßzum Heil was ist dein Gut und Geld der Frommen, du meinen hier gegen diese Cronen, Wunsch und Willen noch und mehr als güldne möchtest heut erfüllen. Thronen, die Christus 17. Doch, du weist deine hingestellet dem Vold, Zeit, mir ziemt nur, stets das ihm gefället? bereit und fertig da zu 13. Hier ist der Engel stehen, und so zum HErrn Land, der sel'gen Seelen zu gehen, daß alle Stund Stand, hier hör ich nichts und Tage mein Herz sich als Singen, hier seh ich zu dir trage. nichts als Springen: hier 18. Dis gib, HErr, und ist kein Creuß, kein Lei- verleih, auf daß dein' Huld den, kein Tod, kein bittres und Treu ohn Unterlag Scheiden. mich wecke, daß mich dein 14. Dalt ein, mein schwa- Tag nicht schrecke, da un cher Sinn, halt ein, wolfer Schreck auf Erden fol Fried Dom ewigen Leben. 1107 Fried und Freude wer-/ tes Wangen und klares den. Angesicht gesehn, und bin 903. Mel. Herzlich thut mich genesen; wie glängte Moverlangen. fes Baut, als er bey GOtt Fin Tropflein von den gewesen, und seinen Mund Reben der füffen Ewig- geschaut? keit kann mehr Erquickung 5. Du reichlichste Begeben, als dieser eitlen Zeitslohnung der auserwählgesamte Wollust. Flüsse, ten Zahl, wie lieblich ist und wer nach jenem strebt, die Wohnung, da deiner tritt unter seine Füsse, Gottheit Stral sich of was hier die Welt erhebt. fenbarlich zeiget: o herre 2. Wer von dir möchte lich edler Tag! dem diese sehen nur einen Blick, oSonne steiget, und ihn GOtt, wie wohl wird erleuchten mag. ihm geschehen! die Welt 6. O Licht! das ewig war ihm ein Spott mit brennet, dem keine Nacht allem ihrem Wesen: so bewust, das keinen Nebel herrlich und so rein, so lieb- kennet; Gesellschaft, reich lich, so erlesen ist deiner an Lust, da GOtt und EnAugen Schein. gel kommen mit Men3. Den wahren GOttzuschen überein, und ewigschauen, das ist die Selig- lich die Frommen gesegnet keit, und aller Himmels- werden seyn. Auen ihr schönstes Blu 7. Vollkommne Liebe men- Kleid: Wie war nach bringet dort immer neue seinen Blicken der Abra- Freud, aus ewger Lieb ent ham so froh; wie wünscht springet ein' ewge Frölicher zu erquicken sich an dir, keit. Gott selbst ist solche A und O! Wonne, ist solcher Liebe 4. Sprach mit Triumph Preis, ist seiner Blumen und Prangen der liebe Ja- Sonne im bunten Pacob nicht? Ich habe GOt- radeis. AAAA 2 8. Sein NAM TAK AHMALA 1108 Vom ewigen Leben." 8. Sein Licht wird in uns hat sich aufgemachet der leuchten, fein Del und Ho- Bräutigam mit Pracht! nig- Saft soll unsre Lip- auf! betet, kämpft und pen feuchten von seiner wachet, bald ist es mit Stárde Kraft; mit Weis ternacht. und Schönheit werden 2. Macht eure Lampen wir gang erfüllet seyn, und fertig, und füllet sie mit spiegeln die Geberden in Oel, und send des Heils seinem hellen Schein. gewärtig, bereitet Leib 9. Was wünschest du für und Seel. Die Wächter Gaben? du wirst fie finden Zions schreyen: Der dort, und in dir selbsten Bräutigam ist nah, be haben den Reichthum fort gegnet Jhm im Reihen, und fort: denn GOtt, vor und singt Halleluja! welchem Cronen und Per- 3. Ihr klugen Jungfraun len Staub und Spott, alle, hebt nun das Haupt wird selber in unswohnen, empor, mit Jauchßen und und wir in unserm GOtt. mit Schalle zum frohen 10. Wenn werd ich ein- Engel. Chor. Die Thür mal kommen zu solcher ist aufgeschlossen, die Hoch Freuden Quell? war ich zeit ist bereit: auf, auf, ihr doch aufgenommen und Reichs- Genossen! Der schon ben dir zur Stell! Bräutgam ist nicht weit. HErr Christe, nimm mein 4. Er wird nicht lang Flehen so lang indessen an, verziehen, drum schlafet bis ich dich selbst ersehen, nicht mehr ein: man sieht und recht beschauen kann. die Bäume blühen, der 904. M. Valet will ich dir zc. schönste Frühlings- Schein Ermuntert euch, ihr verheißt Erquickungs Frommen! zeigt eurer Zeiten; die Abend- Rothe Lampen Schein, der zeigt den schönen Tag von Abend ist gekommen, die weiten, davor das Dund finstre Nacht bricht ein. Es le weicht. B 5. Wer Dom ewigen Leben. 1109 5. Wer wolte denn nun den Winter Tagen; Dier schlafen? Werklug ist, der grünen die Gebein, die ist wach: GOtt kommt dort der Tod erschlagen, die Welt zu strafen, zulhier schendt man Freu üben Grimm und Rach den- Wein. an allen, die nicht wachen, 9. Hier ist die Stadt der und die des Thieres Bild Freuden, Jerusalem, der anbeten, samt dem Dra- Ort, wo die Erlds'ten weis chen; drum auf! der 2d- den, hier ist der sichre we brüllt. Port, hier sind die güld6. Begegnet ihm auf nen Gassen, hier ist das Erden ihr, die ihr Zion Hochzeit- Mahl, hier soll liebt, mit freudigen Ge- fich niederlassen die Braut berden, und send nicht im Rosen- Thal. mehr betrübt: es sind die IO. O JESU, meine Freuden- Stunden gekom Wonne! komm bald, und men, und der Braut wird, mach dich auf, geh auf, vers weil sie überwunden, die langte Sonne! und fördre Crone nun vertraut. deinen Lauf. O JEful 7. Die ihr Geduld ge- mach ein Ende, und führ tragen, und mit gestorben uns aus dem Streit: wir fend, sollt nun nach Creuk heben Haupt und Hande und Klagen, in Freuden, nach der Erlösungs- Zeit. sonder Leid, mit leben und 90s. Mel. Wie schön leucht't regieren, und vor des Lam- uns der Morgenstern. mes Thron mit Jauchzents, oder ist mein Geist triumphiren in eurer Sie entzückt? Mein Auge ges- Cron. hat jest was erblickt, ich seh 8. Hier sind die Sieges- den Himel offen. Ich sehe Palmen, hier ist das weisse GOttes Königs- Thron, Kleid, hier stehn die Wei- zur Rechten JEfum, GOts Ben- Halmen in Friedenstes Sohn, auf den wir nach dem Streit, und nach alle hoffen. Singet, klinAaaa 3 get, NAM TAM HOV IIIO Dom ewigen Leben. get spielt auf scharfen Da- nen; Er will ihr GOtt, fie vids Barfen, jauchzt von sein Boldk seyn, selbst bey Herken, JEsus stillet alle ihr gehen aus u. ein: Wie Schmerzen. reichlich kan Gottlohnen! 2. Ich seh, Er machet al- Trauet, schauet, GOttes les neu, die Braut fährt zu Güte, GOttes Hütte bey Ihm ohne Scheu in reiner den Kindern, GÖtt wohnt schöner Seide, die Kleider bey bekehrten Sündern. find mit Gold durchstickt, 5. Wie heilig ist die neue der Bräutgam hat sie Stadt, die GOtt und felbst geschmückt mit theu Lamm zum Tempel hat, rem Hals Geschmeide. zum Grunde die zwölf Meister, Geister, Cheru- Boten! gar nichts gemei binen, Seraphinen wun- nes geht hinein, wer grew schen Glücke, JEsus gibt elt, muß verbannet feyn, ihr Liebes- Blicke. sein Theil ist bey den Tod 3. Der Braut ist nichts ten. Reine feine Edelstei als Luft bewust, GOTT ne sind gemeine, ihr Licht sieht an ihrer Schönheit flimmert, wie ein heller Lust, sie glänket wie die Jaspis schimmert. Conne: man führt sie in 6. Die Stadt darf keis den Braut- Pallast, ins ner Sonnen nicht, nicht Freuden- Haus, zur stel- unfers Mondes blasses Ben Rast, in ihres Königs Licht, das Lamm ist ihre Wonne. Klagen, 3agen, Sonne, ihr leuchtet Got Sonnen- Bike, Donner- tes Herrlichkeit: die Hei Blike find verschwunden: den wandeln weit und GOttes Lamm hat über- breit bey dieses Lichtes wunden. Wonne. Ihre Thüre, 5. GOtt hat sie aus dem ihre Pforte dieser Orte Strom erfrischt, der Auftehen offen, da ist keine gen Thránen abgewischt, Nacht zu hoffen. Gott komt, bey ihr zuwohl 7. Bon GOttes Stuhle quillt Vom ewigen Leben. IIII quillt ein Fluß, der mitten 2. Andre mögen sich erauf der Gaffe muß das quicken an den Gütern dies Folg des Lebens wässern: serWelt; ich will nach dem Tie Frucht, die der Baum Himmel blicken, und zu zwölffach trägt, und jedes JEsu seyn gesellt; den der Platgen, das er hegt, foll Erden Gut vergeht, JEdie Gesundheit beffern. sus und sein Reich besteht. Echlechte Knechte, Herre, 3. Reicher kann ich nira Fürsten, Kayser, dursten gends werden, als ich schon nach der Quelle: fie fleußt in JEfu bin; alle Scháze recht Chrystallen helle. dieser Erden find ein scnd8. Wie herrlich ist die der Angst Gewinn. JEneue Welt, die GOtt den sus ist das rechte Gut, das Frommen vorbehält! kein der Seelen sanfte thut. Mensch kann sie erwerben. 4. Glånget gleich das OJEfu, HErr der Herr Welt. Gepränge, ist es lichkeit, du hast die Stätt lieblich anzusehn, währt es auch mir bereit, hilf mir doch nicht in die Lange, sie auch ererben. Weise, und ist bald damit gepreise ihre Kräfte, ihr Ge- schehn: plößlich pfleget schäfte mir Elenden, laß aus zu seyn dieses Lebens mich auf den Anblick Glanz und Schein. enden. 5 Åber dort des Him906. Mel. Liebe, die du mich mels Gaben, die mein JE zum Bilde. fus innen hat, könen Herk Meines Lebens beste und Seele laben, machen Freude ist der Himel ewig reich und fatt, und GOttes Thron; meiner vergeht zu keiner Zeit jeSeelen beste Weide ist nes Lebens Herrlichkeit. mein JESUS, GOttes 6. Einen Tag tey JEfu Cohn, was mein Herke figen, ist viel besser, als recht erfreut, ist in jener die Welt tausend Jahr in Herrlichkeit. Freuden nüßen: aber ewig Aaaa 4 seyn HAM TAK MALA 1112 Dom ewigen Leben. feyn gestellt zu des HErren gang wird aufgehobens rechten Hand, bleibt ein Die Ewigkeit hat nur kein auserwählter Stand. Ziel, der Freuden under 7. Effen, Trinden, Tanändert Spiel wird nimer Ben, Springen labet mei- aufgeschoben: ja Paulus ne Seele nicht: aber nach der bekennet frey, daß sie dem Bim Iringen, und auf ganz unaussprechlich sey. JEfum seyn gericht't, ist 3. O ewig Freuden- vol der Seelen schönste Zier, ler Gang! O Ewigkeit, geht auch aller Freude für. verzeuch nicht lang, wir 8. Ach! so gonne mir die warten dein mit SchmerFreude, JESU, die dein ßen; Drum, wenn ich jene Himmel hegt! sey du selber Bimmels- Pracht, zusamt meine Weide, die mich der grossenFreud'betracht hier und dort verpflegt, erfreu ich mich von Her und an dir recht froh zu ßen. Nichts ist zu finden seyn, nimm mich in den weit und breit so lieblich, Himmel ein!. als die Ewigkeit. 907. Mel. O Ewigkeit, du 4. Was acht ich irrdsche Donner Wort. Lust auf Erd, dis alles is Ewigkeit, du Freu- kaum nennens werth, den Wort! oFreud, kann nicht lange währen die ewig gehet fort! o An- was war es, wenn gleid fang sonder Ende! o Ewig- einer lebt, und funfzig Feit, Zeit ohne Zeit, ich Jahr in Freuden schwebt weiß vor groffer Frölich- So würd ichs nicht begeh keit nicht, wo ich mich hin- ren; Denn diese Freud wende; mein gang entfällt selten ein, und kant zücktes Herz ist voll der dazu nicht ewig seyn. Freude, die da komen soll. 5. Es ist die Freud oh 2. Kein' Freud ist doch in alle Quaal, währt man aller Welt, die endlich mit ches Jahr, als an der Zah der Zeit nicht fällt, und die Menschen sich ernäh ren Dom ewigen Leben. II13 ren, als manchen Stern es wird sich der Erwählten der Himmel hegt, als Schaar in Lieb und Friemanches Laub das Erd de immerdar mit grossem reich trägt, und Bögel sich Jauchzen wenden: Und vermehren! Sie bleibet biefe unzerstörte Freud ewig unverletzt, kein End foll währen bis in Ewigund Ziel wird ihr gesetzt. keit. 6. Nun aber, wenn du 9. Ach GOtt barmherimmerdar viel hundert ßig und gerecht! wie lohtausend tausend Jahr in nest du dem frommen folcher Lust gestanden, und Knecht, mit triumphir'nsamt den Engeln solcher der Wonne: Auf kurzes Frist mit Freud und Won Leiden dieser Welt hast ergößet bist, ist doch kein du so lange Freud' bestellt, Schluß vorhanden: Die komm nur, o GnadenBrit, die niemand zählen Sonne! Nun merck auf kann, die fånget stets von dis, o Menschen Kind; sey fromm! es kommt der Tod geschwind. neuen an. 7. Sucht einer gleich hier in der Welt Ergoßung in 10. Die irrdsche Luft ist sein'm Gut und Geld, es ist voller Tück, und kann doch vergånglich Wesen! Kein' kaum ein'n Augenblick, Feud ist es, nur lauter und länger nicht ergößen: Müh, und stete Sorgen Flieh solche Lust nur allemacht es früh! ia das, was zeit, hier kann man ja in er erlesen, bringt ihm Ewigkeit die Seel in auf jedem Glocken Schlag Freuden setzen. Ein schöAngst, Kummer, herbes ner Tausch! recht wohl geUngemach. wagt! der uns in Ewigkeit behagt. 11 8. Ach! was ist das? es wird der Schein der ewgen 11. Colang ein GOtt im Eust nicht irrdisch seyn, und mit der Zeit sich enden: Himel lebt, und über alle Wolden schwebt, wird fols Aaaa 5 ches III4 Vom ewigen Leben. ches Jauchßen währen: doch keine Sicherheit, dir Kein scharfe Kålt' noch deine Herzens- Frölichkeit blaffe Biß, kein'Angst, kein durch Erden- Lust verbie. Feuer oder Blitz wird dieten: Vor allen Dingen se Ruh verheeren: Sie hab in acht dein Heil, das bleibet unverrückt allein, Christus dir gebracht. so lange GOtt ein GOtt 15. Du hoch- erlöstes wird seyn. Menschen- Kind, des Gei 12. Die Freude bleibet ftes voll, geh ab geschwind immerdar, als anfangs sie von diesem Erden- Hügel, beschaffen war, fie kan sich und schwing dein Herke nicht vermindern: Da ist dahinein, wo hundert taukein' Arbeit, sondern Ruh, send Engel fenn, mach deis und nimmt an Frölichkeit ner Seelen Flügel: Wo stets zu, bey jenen fromen lebt ein so beredter Mann, Kindern; so folget auf die der jene Freud ausspreThränen Saat die Freu- chen kann? den- Erndte in der That. 16. Ewigkeit, du Freu 13. Wach auf! betrüb- den- Wort! OFreude, die ter Mensch, vom Schlaf, da gehet fort! O Anfang ermuntre dich, verlaßnes sonder Ende! O Ewigkeit, Schaaf, dend auf das Zeit ohne Zeit! ich weiß Freuden- Leben; wach auf! vor grosser Frölichkeit es kommt die schöne Zeit, es nicht, wo ich mich hinkommt die frohe Ewigkeit, wende: nimm Du mich, die JEfus dir wird geben. wenn es dir gefällt, o JE Wer weiß, ob er nicht kom- u, in dein Freuden- Zelt. men mag? komm heut, er- 908. Mel. Solt ich meinem wünschter Freuden- Tag! GOrt nicht fingen. 14. Die Luft ist Laſt in diesefne mir die Perlens fer die nur den o pigen gefällt, der Fromme der Himmels Stadt, Licht wird sich hüten: Laß jalvom zicht zum Licht era Foren, Dom ewigen Leben. IIIS foren, eh die Welt denjohne dich Himmels- Luft Anfang hatt! Eile, Lieb- vergnügen mich. ster, heim zu führen mei4. Du bist meiner Seene Seele, deine Braut, die len Wonne, wenn mich du dir haft anvertraut. Angst betrüben will, mein Laß mich diese Klarheit Herz nennt dich seine zieren, wo mich keine Sonne, und das SorgenSunden- Nacht mehr be- Meer wird still, wenn mir trubt und finster macht. deine Blicke lachen, deren 2. Ich lieg schon in dei- lieb beglángter Stral, nen Armen durch den trennet alle Noth und Glauben vest geschrändt, Quaal, du kannst mich vers und durch deiner Lieb Er- gnuget machen, in dir hab barmen wird mir Freude ich Himmels- Freud, aufeingeschendt, die nach dei- sser dir Verdruß und Leid. nem Nectar schmecket, den 5. 2aß mich, Baum des du in der Ewigkeit meiner Lebens bleiben, an dir eis Seelen haft bereit't. Aber nen grünen Zweig, der, diese Luft erwecket Durst, wenn ihn hier Stürme den nichts, mein GOtt, treiben, stärker werd und als du, sättiget in voller höher steig, auch im Glaus Ruh. ben Früchte bringe; Und 3. Es verlanget mich, zu verfeß mich nach der Zeit ſehen ohne Decke dein Ge- in das Feld der Ewigkeit, sicht, und von Sünden da ich mich in dir verjun frey zu stehen, reines Lam, lge, wenn des Leibes welin deinem Licht; Doch ich des Laub wieder grünt will dir nichts vorschrei- laus seinem Staub. ben, und mein Himmel 6. Gieß indessen in die ist schon hier, wirst du, Seele deinen füffen 2emeiner Seelen Zier, nur bens- Saft, Leben, dem ich mit mir vereinigt blei- mich vermähle, und las ben, denn wie folt doch deiner Liebe Kraft mich gang 1116 Dom ewigen Leben. gang Gnadenvoll erlaben, will ich haben; Erd und bleibe mein, ich bleibe dein, Himmel acht' ich nicht oh dein will ich auch ewig ne Dich, mein Trost und seyn. Dich, mein JEsu, Licht. 909. Mel. 1. Chor. 2. Chor. wie selig send ihr doch, a höchstselig sind wir ihr Frommen, die ihr lieben Brüder, unser durch den Tod zu GOtt Mund ist voller Freuden gekommen! ihr send ent- Lieder; doch was wir schaugangen aller Noth, die uns en, wird GOtt euch gar noch hålt gefangen. bald auch anvertrauen. 2. Muß man hier doch 2. O ihr Lieben! seyi wie im Kercker leben, da doch ja zufrieden, wünsch uur Sorgen, Furcht und nicht Freude, weil ihr sey Echreckenschweben: Was hienieden: laßt euren wir hie kenen, ist nur Müh Willen sich nur sanft in und Herzeleid zu nennen. GOttes Gnade stillen. 3. Ihr hingegen ruht in 3. Aber gleichwol mu eurer Kammer, sicher und sten wir auch kämpfen befreyt von allem Jam- da in uns war Sünd un mer; kein Creuß noch Lei- Tod zu dämpfen. Wa den ist euch hinderlich an euch jetzt quålet, daran ha euren Freuden. es uns auch nicht gefehler 4. Christus wischet ab 4. Duldet euch nur for all eure Thränen, habt das ben euren Thránen, bleib schon, wornach wir uns getreu euch Himmel anz erst sehnen, euch wird ge- fehnen; eur jetzig Leide fungen, was durch keines ist der Saamen zur kün Ohr allhier gedrungen. tigen Freuden. 5. Ach! wer wolte denn 5. Freylich ists hier g nicht gerne sterben, und bey Christo leben, do den Himmel für die Welt könnt ihr euch in Gedu ererben? Wer wolt hierlergeben: all euer Streite bleilohn Dom ewigen Leben. 1117 bleiten, sich den Jammer lohnet Christus hier mit langer lassen treiben. Herrlichkeiten. 6. Komm; o Christe! 6. Ach! ihr theure Seekomm, uns auszuspannen, len, eureCronen, eure Pale los uns auf, und führ uns men, eure güldne Throbald von dannen: bey dir, nen, sind schon bereitet, o Sonne, ist der frommen schaft nur, daß ihr recht Seelen Freud und Wone.zum Siege streitet. Beyde Chore. Bende Chore. Nun wir wollen bey Lobt ihr Menschen, lobt derseits denn loben GOt- ihr Himmels- Chöre: gebt tes Lamm, das uns in dem höchsten GOtt allein GOtt erhoben: ein ewges die Ehre! die Ewigkeiten Leben ist uns beyderseits werden unsers GOttes ngewiß gegeben. Lob ausbreiten. 910. M. Alle Menschen müs sen sterben. Welt, elt, ade! ich bin dein Angst und Noth, endlich müde, ich will nach gar der bittre Tod: aber dem Himmel zu, da wird dort ist allezeit Friede, seyn der rechte Friede und Freud und Seligkeit. die stolße Seelen- Ruh. 3. Was ist diese Erden t. Welt, bey dir ist Krieg Freude? Nebel, Dunst, t und Streit, nichts denn und Herßeleid; hier auf lauter Eitelkeit; in dem dieser schwarzen Heide Himmel allezeit Fried, sind die Laster ausgestreut. en Ruh und Seligkeit. Welt, ben dir ist Krieg f 2. Wenn ich werde da- und Streit, nichts denn hin kommen, bin ich aller lauter Eitelkeit: In dem ut Kranckheit los, und der Himmel allezeit Friede, Traurigkeit entnommen, Ruh und Seligkeit. druhe sanft in GOttes 4. Unaussprechlich schden Schooß: in der Welt ist ne singet GOttes auserwählte Bet 1118 Dom ewigen Leben. wählte Schaar heilig, hei- schöne Chor in vergüldte lig, heilig klinget in dem Cronen pranget, und d Himmel immerdar: Stimme schwingt empor Welt, bey dir ist Spott denn die Welt hat Krie und Hohn, und ein steter und Streit, all ihr Thu Jammer- Ton; aber dort ist Eitelkeit: In dem Hin ist allezeit Friede, Freud mel allezeit Friede, Ru und Seligkeit. und Seligkeit. 5. Nichts ist hier denn 8. Zeit, wenn wirst d lauter Weinen, keine Freu- doch anbrechen? Stur de bleibet nicht: will uns den, o! wenn schlaget ihr gleich die Sonne scheinen, daß ich mich doch magb soverhemmt die Nacht das sprechen mit dem Schön Licht; Welt, bey dir ist sten für und für. Wel Angst und Noth, Sorgen du hast nur Sturm un und der bittre Tod: In Streit, fauter Quaal un dem Himmel allezeit Frie- Traurigkeit; aber dort de, Ruh und Seligkeit. allezeit Friede, Freude un Seligkeit. 6. Nun, es wird deñoch geschehen, daß ich auch in 9. Jeßt will ich mich fe kurzer Zeit meinen Hei- tig machen, daß me land werde sehen in der Thun vor GOtt beste groffen Herrlichkeit: denn daß, wenn alles wird ze ben uns ist lauter Noth, frachen, es heißt: komm Müh und Furcht, zuletzt und nicht: geh. Welt, b der Lod; aber dort ist al dir ist Angst- Geschre lezeit Friede, Freud und Sorge, Furcht und He Seligkeit. cheley: In dem Himm 7. O! wer nur dahin allezeit Friede, Ruh u gelanget, wo jekund der Seligkeit. Anbar 45% off Anhang 1119 Geistlicher Lieder. bermal 911. Mel. Singen wir aus 4. HErr, dein Nacht Bergen- Grund. mahl, Tauf und Wort bermal ist eins da- hast du noch an unferm hin von der Zeiten Ort rein behalten, und daAnbeginn, abermal ist die- zu den gewünschten Fried ses Jahr, wie wir selber, und Ruh uns so mildiga wandelbar, es ist nunmehr lich beschert, ja, was unser alt und kalt: höret, wie die Derß begehrt, haft du Zeitung bald von dem reichlich uns gewährt. Neuen Jahr erschallt. 10 5. Billig sagen wir dir 2. GOtt sey Lob, daß Danck, für die Kleidung, abermal eins dahin ist Speis und Trand, für Ge von der Zahl unsrer Jah- sundheit, Ehr und Gut. re, die wir sehn schneller Lob sey dir, daß auch die als der Rauch vergehn, da Glut, noch das Wasser von unsrer Pilgrimschaft noch der Wind, uns, die haber eins ist hingeraft, wir so stråflich sind, nicht er durch so schneller Zeiten verderbt so gar geschwind. Kraft. 6. Zwar, du haft uns lasa 3. HErr, wie groß ist sen sehn, was den Sündern en deine Gut, ach wie fromm muß geschehn, aber deine zu ist dein Gemüth! Hast du Gut und Treu war doch nedoch so Tag als Nacht, alle Morgen neu; ach! rea ndieses Jahr an uns gegier uns Herz und Sinn, dacht, da doch wir nur daß wir jest zum Anbegin Staub und Koth, nichts alle Bosheit legen hin. verdienet als den Tod, ja, 7. Gute Nacht, vera so gar der pollen Noth. gangnes Jahr, samt der Trüba 1120 Anhang geistlicher Lieder. Tribfal und Gefahr! gute wir all's in Wind, die un Nacht, du Sünden- Kleid! folten erweichen; so gan decke mich, o Frömmigkeit! sind wir verblendt! da füsser JEfu, führe mich wir erkenn'n die Wahr zu dem Neuen gnädiglich, heit nicht, wie uns jest daß ich lieb und lobe dich. GOttes Wort berichti 912. In eigener Mel. daß wir uns daran kehre Ach Gott! thu dich er- ten, und seiner Gnad bes barmen, durch Chri- gehrten, nicht so dawider stum, deinen Sohn, üb'r sperrten. Reich', und über Ar 4. Aerger ists nie gewe men, hilf, daß wir Bussessen von Anbegin der Welt thun, und sich ein jed'rer- lein jeder mags wohl lesen kenne gut, ich fürcht, GOtt was Christus hat gemeldt hat gebund'n ein' Ruth: Kein' Lieb noch Glaub auf er will uns damit strafen, Erden ist, ein jeder braucht den Hirten mit den Schaa- fein Tück und List, der fen, es wird Ihm kein'r Reich' den Armen zwin entlaufen. get, und ihm sein'r 2. GOtt hat uns lang Schweiß abdringet, daß gerufen durch seine treue nur sein Groschen klinget. Knecht, unse' Ohr'n find 5 Wer kann alles ermes ab'r nicht offen, darum ge- fen, was treibt die Well schicht uns recht; sein' mit Macht, mit ihrem Straf hab'n wir jetzt in Sauf'n und Freffen dem Land, ich fürcht, ihr'r Hochmuth und grossen find mehr vor der Hand; Pracht? GOtt wirds di GOTT woll sie von uns gånge leiden nicht, schau wenden, und seine Gnad daß dich nicht erhasch fein uns senden, es steht in sei- G'richt, sonst bist du ewig nen Händen. verloren, dem Teufel aus 3. Esg'schehn groß Wun- erforen: wär besser, ni der- Zeichen, noch schlag'n geboren. 6.60 Anhang geistlicher Lieder. I121 6. GOtt eilt gewiß zum 9. Christus sein ProEnde, das zeigt all Crea- pheceye ist nun erfüllet tur, er wird kommen be- gar, ein jeder merck dahende, des hab'n wir schön beye, und nehm sein eben Figur, das glaubet der wahr, daß er sein Leben an. Gottlose nicht, der wol in ders schick, und Christum seinem Herzen spricht: in sein Derg verstrick, nieEs kann noch lang' Zeit mand weiß, welche Stunwähren, wir wollen de, spricht GOtt aus seischlem'n und zehren. Der nem Munde, die Welt Teufel thut sies lehren. wird gehn zu Grunde. 7. Die Welt läßt nun 10. Solchs alles ist ver nicht abe, das wild viel- borgen in der Gottlosen köpfig Thier, man werffie Sinn, da sieht man alle denn ins Grabe, es wird Morgen, wie läuft die tgeschehen schier; der Teu- Welt dahin, daß sie nur felhats dahin gebracht, das krieg das zeitlich' Gut, das man GOtt und sein Wort Ew'ge sie vergessen thut, veracht't, fragt nicht nach daran will niemand den fein'm Gebote, treibt dar den, thut Leib und Seel aus nur ein Spotte, sagt versenden, manch'n Chrigar, es ist kein Gotte. sten thut es fråncken. 8. Die Art ist schon ge II. GOtt hat in seiner leget dem Baum an seine Bute all die Er hat erBurk, als uns Johannes weckt, erkauft durch Chrizeiget, ins Feuer muß er sti Blute am Creuß hoch kurk. Wohl dem, der es ausgestreckt, da er uns all zu Herzen nimmt, und erlöset hat vom Teufel, wacht, wenn sein Erlöser Sünd und ewgem Tod, ist kommt, liebt allezeit das selbst für uns gestorben, Gute, der wird seyn wohl des Baters Huld erwor behütet ja vor der Höllen- ben, sonst wär'n wir all Glute. Iverdorben. Bbbb 12. Dis 1122 Anhang geistlicher Lieder. 12. Dis Lied sey jeßt ge- fen samt den Kleinen, daß fungen zu Troft der Chri- feiner Schaden leiden soll stenheit, den Alten mit den an Füssen oder Beinen Jungen, und dem fein darum man frölich finger Sund ist leid, der bitt mag: Heut ist der lieben GOtt allezeit um Gnad, Engel Tag, die uns mit daß nimmer in Sun- Treuen meynen. den bad, der helf uns all 4. Solch Wohlthat de zusammen, zu Lobe sei- nen wird erzeigt, die nach nem Namen, durch JE- dem HErren fragen, die fum Christum, Amen. Engel ihnen find geneigt, 913. M. Nun freut euch, lie- den Satan sie verjagen, ben Christen g'mein. darum man frölich singen Aus Lieb läßt Gott der mag: Heut ist der lieben Christenheit viel Gu- Engel Tag, die uns gen tes wiederfahren, aus Lieb Himmel tragen. hat Er ihr zubereit't viel tausend Engel- Schaaren, 914. M. Da JEfus an dem Creuße stund. darum man frölich fingen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die uns gar wohl bewahren. a JEfus an des Crew Bes Stamm der gan Ben Belt Sünd auf sich 2. Sie lagern sich, wenn nahm, sprach Er in seinen kommt die Noth, in Eil Schmerßen noch sieben gefaßt sich machen, und Wort, die lasset uns erwe reissen die, so fürchten gen wohl im Herzen. Gött, aus ihrer Feinde 2. Zum ersten: Bater Rachen, darum man fro- ftrafe nicht an ihnen, was lich fingen mag: Heut ist Mir ist geschicht, weil fie der lieben Engel Tag, die es nicht verstehen. Ber immer für uns wachen. gib uns GOtt, wenn wir 3. Sie führen auf den auch noch aus Irrthum Strassen wohl die grof- lwas begehen. 3.3um Anhang geistlicher Lieder. 1123 Zum andern Er des alles nunmehr gut ges Schächers dacht: Für- macht. Gib, daß wir wahr du wirst noch vor der auch durchdringen, und Nacht in meinem Reich was Du, HErr, uns aufs heut leben. O HErr! erlegst, hilf seliglich voll nimm uns auch bald zu bringen. Dir, die wir im Elend 8. 3um siebenden: Ich schweben. meine Seel, o GOtt, mein 4. Zum dritten: Dei- Bater, dir befehl, zu deis nen Sohn sieh, Weib; nen treuen Händen. Dis Johannes, ihr zu Dienste Wort sey unser letzter bleib, und sie, als Mutter Wunsch, wenn wir das liebe. Versorg, HErr, die Leben enden. wir lassen hier, daß nie- 9. Wer oft an diese mand fie betrübe. Wort gedenckt, wenn ſeis 5. 3um vierten saget ne Missethat ihn kråndt, Er: Mich durf't. Oder wird es wohl geniess JESU, groffer Lebens- fen: Denn er durch GotFürst, Du hast Durststes Gnaderlangt ein ruhiund Verlangen nach un- ges Gewissen. frer Seligkeit, drum hilf, 10. Verleih und die, daß wir sie auch empfan- HErr JEfu Christ, der gen. Du für uns gestorben 6. 3um fünften: Obist, gib, daß wir Deine mein Gott! mein GOtt, Wunden, Dein Leiden, wie låst Du mich so in der Marter, Creuß und Tod Noth! Hie wirst du, HErr, betrachten alle Stunden. verlassen, daß uns GOtt wieder dort aufnehm. 915. In eigener Mel. Den Trost laß uns wohl Der Du bist Drey in Einigkeit, ein wahrer Hie- GOtt von Ewigkeit: Da und nun die Sonne von uns Bbbb 2 weicht, 7. Zum sechsten: mit ists vollbracht, 1124 Anhang geistlicher Lieder. weicht, gib, daß uns deine Wort soll sich da heben an, Gnad erleucht. und gehn bis zur Welt En 2. Des Morgens, Gott, den, daß du folt herrschen dich loben wir, des Abends gang und gar üb'r aller beten wir vor dir: HErr, deiner Feinde Schaar, daß unfre Psalmen rühmen sie ihr' Sünde büssen. dich, jekund und hernach ewiglich. 3. Wenn du wirst durch das Leiden dein den Tod 3. GOtt Vater in dem und Sünd bekriegen, wird höchsten Thron, und JE- dir dein Vold ganz willig fus Christ, sein einger seyn, durch dich im GlauSohn, mit samt dem ben siegen: Dir werden werthen Deilgen Geist, deine Kind'r gebor'n, wie sey nun und immerdar der Thau kühl und ausergepreist. korn früh von der Mor genrothe. Der 110. Pfalm. 4. Der HErr gefchworn hat über dich, und wird 916, M. Nun freut euch, lie- ihm nicht gereuen: Du bist ben Christen g'mein. jein Priester ewiglich, den Der HErr ſprach in sei Gottsdienst zu verneuen, n'm höchsten Thron ganz nach der Weif Mel zu Christo, meinem HEr- chisedech, das alt' Opfer ren: Du bist mein einge- muß gar hinweg, wenn du borner Sohn, dir g'bührt dich selbst läßt tödten. die Göttlich' Ehre, drum 5. Noch wird der HErr fet dich zu mein'r rechten stets bey dir seyn, und Hand, bis daß ich leg die stehn zu deiner Rechten, Feind aufamt zum Sche- und strafen mit ewiger mel deiner Fuffe. Pein all, die dir widerfech 2. Der HErr wird dir ten, zur Zeit, wenn einst auch aus Zion seins Reichs sein Zorn ergrimmt, die das Scepter senden; Dein g'waltge Könige hinnimt, wird Anhang geistlicher Lieder. 1125 wird sie mit Macht zer- Acht, was Er ihn'n auszus schmeiffen. richten befiehlet Tag und 6. Er wird herrlich mit Nacht, da sind die lieben groffer Pracht unter den Engel geschwind, regen Heiden richten, Er wird die Flügel, zu fahren hin thun gar vil grosse und her. Schlacht wid'r die, so ihn 3. Wo Christen- Leute vernichten, er wird dem wohnen in Häusern groß Fürsten dieser Welt, der und klein, da fie felber Jhm sich stets zuwider nicht können vor Feinden stellt, sein höllisch Reich sicher seyn, wo nicht ein zerreiffen. englisch Lager umher wird 7.InSchwachheit, Lei aufgeschlagen in steter den, Creuß und Tod wird Hut und Wach. er hier zeitlich sterben; und 4. Solches hat Loth erüberwinden alle Noth, all fahren, auch Abraham GOttes Güter erben, und sein Knecht, Ifaac bey auferstehn am dritten vierzig Jahren nahm so Tag, daß er ewig regieren Rebeccam recht; Jacob mag, ein Kon'g üb'rsah auf den Lettern die Himm'l und Erden. Boten GOttes flettern 917. M. Herr Christ, der ein auf und ab alle voll. ge GOttes Sohn. 5. Elias war entschla Es stehn vor GOttes fen, ein Engel weckt ihn Throne, die unsre auf, Elisa kriegt zu schaf Wächter sind, der in fen, ein Engel wartet fein'm lieben Sohne liebt drauf; Erschienen auch aller Menschen Kind, daß den Hirten, und groffe er auch nicht der eines ver- Freude lehrten, wie Chrift acht't will hab'n so kleines, geboren war. als jemals ist geborn. 6. Ben dieses Kindes 2. Sie sehn sein Unge- Wiegen der Joseph schla sichte, und haben fleißiglfen lag, ein Feind wolt ihn Bbbb 3 befrice 1126 Anhang geistlicher Lieder. bet iegen, ein Engel es ihm Gottlosen Gesetz, damit sie fagt: 3ich fern in fremde alles Gut zu sich gern wol Lande! Das soll in seinem ten reissen gewaltiglich. Stande glauben ein jeder Das ist ein 2c. Chrift. 4. Man rühmt das 7. Auch Lazarus der Ar Evangelium, und will me, wenns gleich zum doch niemand werden fterben kommt, GOTT, fromm. Fürwahr, man der sich ſein erbarmet, hat spott't den lieben GOtt: fein' Engel bestimmt, die noch prechen fie: Es hat ihn gen Himmel brin- tein' Noth. Das ist ein.. gen; Dem laßt uns alle 5. Es ist doch eitel Bübe fingen ewiges Lob und ren, die Welt treibt groffe Preis. Schinderen, als ob kein GOtt im Himmel war, das Armuth muß sich lei 918. In eigener Mel. Gott hat das Evangeli- den sehr. Das ist ein 2. um gegeben, daß wir 6. Die Schäß der Kirwerden fromm, die Welt chen nimmt man hin, das acht't solchen Schaß nicht wird ihn'n bringen kein hoch, der mehrste Theil Gewinn, die Armen läßt fragt nichts darnach, das man leiden Noth, und ist ein Zeichen vor dem nimmt ihn'n aus dem Jüngsten Tag. Mund das Brodt. Das 2. Man fragt nicht nach ist ein zc. der guten Lehr, der Geiß 7. Die Schäß der Kir und Wucher noch viel- schen sind ihr Gift, sie sind mehr hat überhand ge- von ihnen nicht gestift't, nommen gar, noch spre- noch nehmen sie das Kir chen sie: es hat kein G'chen- Gut, sich, was der fahr. Das ist ein zc. leid'ge Geis nicht thut. 3. Täglich erdendt man Das ist ein Zeichen vor neue Neß, das sind der dem Jüngsten Tag. 8. Man Anhang geistlicher Lieder 1127 8. Man fragt nach GOtt 13. Der Mond und Sters dem HErrn nicht mehr, ne angsten sich, und ihr' die Welt stindt ganz nach Gestalt sieht jammerlich, eitler Ehr, die Hoffart wie gern sie wolten wernimmt gang überhand, den frey von solcher grof betrügen, ligen ist kein fen Büberen. Das ist zc. Schand. Das ist ein 2c. 14. Darum fomm, lie9. Wo bleibt die brüder- ber HErre Christ, das liche Lieb? Die gange Erdreich überdrüßig ist Welt ist voller Dieb, kein zu tragen folche HöllenTreu noch Glaub ist in der Brand, drum machs einWelt, ein jeder spricht: mal mit ihr ein End, und hatt ich nur Geld. Das laß uns sehn den lieben ist ein Zeichen 2c. Jungsten Tag. to. Die Welt will ihr nicht lassen wehrn, an 919.M. Ich hab mein' Sach GOtts Wort will sich nieGOtt heimgestellt. mand kehr'n, sie haben! ch weiß ein Blümlein nicht gelernet mehr, denn hübsch und fein, es thut nur Fressen und Saufen mir wohl gefallen, es sehr. Das ist ein 2c. g'liebt mir in dem Herzen II. Ihr gröfte Kunst ist mein das Blümelein, vor banquetirn, und in der andern Blümlein allen. Büberen studirn, das kan 2. Das Blúmlein ist das fie aus der maffen wohl, göttlich Wort, das GOtt die Welt ist aller Schalck- uns hat gegeben, es leucht heit voll. Das ist zc. uns durch die enge Pfort, 12. Die liebe Sonne kan ja hier und dort, wohl in nicht mehr zusehen, und das ewge Leben. entſetzt sich sehr. Darum 3. Er ist der Weg, das verliert sie ihren Sein. Licht, die Pfort, die WahrDas mag ein groffe heit und das Leben, wer Trubsal seyn. Das ist ic.Reu für seine Sünde hat, Bbbb 4 und 1128 Anhang geistlicher Lieder. und bitt't um Gnad, dem Wort bekenn ein jeder sind sie im Glaub'n ver- mann, auf rechter Bahn, geben. durch JEsum Christum, 4. Er spricht selber komt Amen. her zu mir, all' die ihr 920.m.un freut euch Got fend beladen, ich will nach tes Kinder all. eures Herz'ns Begier, das hr lieben Christen, freut glaubet mir, eu- nun, ren Schaden. scheinen GOttes Sohn, 5. Nehmt hin, und eßt, der unser Bruder worden das ist mein Leib, den ich ist, das ist der lieb HErr euch ißt thu schenden, ich JEfu Chrift. verschreib euch all mein 2. Der Jüngste Tag ist Gut daben, das glaubet nun nicht fern, kom, JE fren, daß ihr mein ollt ge- fu Christe, lieber HErr, dencken. kein Tag vergeht, wir war 6. Nehmt hin, trinckt ten dein, und wolten gern all, das ist mein Blut, das bald bey Dir seyn. ich für euch vergossen, 3.Verrathen ist der Wi welch's gnug für eure derchrist, sein' Deucheley Sunde thut, so oft ihrs und arge List sind offen thut, wie ichs euch hab ge- bar und gar am Tag, des laffen. führt er täglich grosse 7. Wir bitten Dich, Klag. HErr JEfu Christ, wohl 4. Du treuer Heiland durch Dein bitter Leiden, Jesus Christ, dieweil die weil Du für uns geftorben Zeit erfüllet ist, die uns bist, HErr JEfu Christ, verkündigt Daniel, drum Du woust nicht von uns komm lieber Immanuel. scheiden. 5. Sanct Simeon wart 8. Nimm uns für Dei- auch auf dich, und deiner ne Kinder an, daß wir Zukunft freut er sich, a Dich alle loben: Deinward auch seiner Bitt ge währt Anhang geistlicher Lieder. II29 währt, da er sah, was sein 11. Was Du befiehlst, Herß begehrt. das lästert er, und tobt 6. Er sprach: nun will darwider greulich sehr, ich sterben gern, weil ich ge- was uns beschert dein' fehn hab meinen HErrn, milde Hand, das nähm doch soll es nicht gestorben uns gern der Höllenseyn, sondern im Friede Brand. fahr ich fein. 12. Der Satan hört 7. So warten wir nun nicht auf zu wehr'n, daß auch derStund, und bitten sich so wenig Leut bekehr'n, dich aus Herzensgrund, er wendt die Leut von Du wollst nicht aussen Deinem Wort, und rich bleiben lang, und straf'n tet an Haß, Neid und einmal die alte Schlang. Mord. 8. Der alle Welt ermor13. Der Teufel bracht det hat, und kann nicht eu- uns gern zu Fall, und wolt gen werden satt, den nimm uns gern verschlingen all, famt seiner Låster- Schul, er tracht't nach Leib, Seel, und wirf sie in den feur- Gut und Ehr, HERR gen Pfahl. Christ, dem rothen Dra9. Dein' liebe Kinder chen wehr. warten all, wenn doch ein- 14. Die Welt kann nun mal die Welt zerfall, und nicht langer stehn, ist wenn des Teufels Reich schwach und alt, sie muß zergeh, und er in ew'gen vergehn, sie kracht an allen Schanden steh. Orten sehr, und kann die Last nicht tragen mehr. 15. Die Creatur nicht die arme Leute blendt, lánger kann der Eitelkeit der böse Geist sucht sei- feyn unterthan, und wolt nen Ruhm, und hindert, gern wieder werden frey, daß dein Reich nicht vons Türcken Mord und komm. 16. Der 10. Erists, der Deinen Namen schåndt, und der Tyranney. Bbbb 5 1130 Anhang geistlicher Lieder. 16. Der Pabst hat sie folne füffe Huld, Du wirst hart beschwert, und alle Dich ja mein erbarmen, gut' Ordnung verstört, tilgen meine Sündendrum war sie gern samt Schuld. Treib den Sauns erlöst, wir hoffen all tan fern von mir, öfne mir auf deinen Trost. die Gnaden- Thür. In 17. Die alten Båter war- den tiefen JEsus- Wun ten all, wenn Du erscheinst den hab ich allzeit Trost mit groffem Schall, mit gefunden. aller lieben Engel Schaar, 3. Jch bin ganz und gar drauf warten wir manch verlassen, JEsu, liebster hundert Jahr. Seelen- Freund, laß mich 18. En lieber HErr, eil Deine Lieb umfassen, die zum Gericht, laß fehn Dein es herzlich mit mir herrlich Angesicht, das meynt: Deine Liebe mich Wesen der Dreyeinigkeit, erfreut, und erquicft in das helf uns GOTT in allem Leid, wenn mein Ewigkeit. Glaub und Hoffnung findet, Deine Lieb mir bald zuwincket. Liebster JEfu, hör mein 4. Deinen füffen JE Klagen, meiner Seelen sus Namen will ich) in Angst Geschrey; Siehe mein's Hertensschrein, meines Herzens Bagen, als den edlen Gnadenstehe mir in Nöthen bey, Saamen, schliessen und bemich der Sünden Last wahren rein, dessen Him sehr drückt, und mir allen mel- süsse Kraft lieblich Troft entrückt, Tod und Manna, Lebens Saft, Holle mich erschrecken, meine Seele soll stets und des Himmels Zorn nähren, allen Sündenentdecken. Schmerß verzehren. 2. JEsu, kom, und hilf 5. Weichet all, ihr Seemir Armen, zeig mir dei- llen- Feinde, mein HERR JEſus 921. M. 3ion Elagt mitAngst und Schmerzen. Anhang geistlicher Lieder. 1131 JEsus ist bey mir; Weicht 3. GOtt sah auf aller ihr Welt- und Judas- Menschen Stätt nach eiFreunde, JEsum lieb ich nem, der sein'n Willen für und für. Seine Treu that, Er sucht ein'n Mann und Freundlichkeit mir zu nach seinem Muth, fand helfen ist bereit, wenn mich aber nichts, denn Fleisch Todes Furcht umgeben, und Blut. und sich enden will mein Leben. 4. Den die rechtschafne Heiligkeit, Würdigkeit 6. JEsum will ich stets und Gerechtigkeit hatten umfangen! JEfum lieben sie in Adam verlorn, aus allezeit, JEfu will ich stets welchem sie waren geanhangen hier in dieser born. Sterblichkeit. Wenn der 5. Als Er solch groß. leste Tag anbricht, werd Siedthum erkannt, und ich sehn sein Angesicht, keinen Arzt noch Helfer preifen seine Treu und fand, dacht Er an seine Gute ewig mit frohem grosse Lieb, und wie sein Gemüthe. Wort wahrhaftig blieb. 6. Sprach: Ich will Barmherzigkeit thun, für 922. M. Dom Gimmel hoch da komm ich her. on Adam her so lange die Welt geben meinen Zeit, war unser Fleisch Sohn, daß Er ihr Arzt. vermaledent, Seel und und Beiland sey, sie geGeist bis in Tod ver- sund mach, und beneden. wundt, am ganßen Men schen nichts gesund. 7. Er schwur ein'n End dem Abraham, auch dem 2. Uns hatt' umfangen David von seinem Stam, groffe Noth, über uns verhieß zu geben ihn'n den herrschte Sünd und Tod, Sohn, und durch ihn der wir funden in der Höllen Welt Hülfe thun. Grund, und war niemand 8. Er thats auch den Proder helfen kunt. Ipheten kund, und breit't co 1132 Anhang geistlicher Lieder. es aus durch ihren Mund, wachet, wacht recht auf davon König und fromme Wacht auf, ihr freche Leut sein warteten vor Sünder, wach auf, du fre langer Zeit. cher Hauf! wilt du noch 9. Ob sie wol, wie ihr lange schlafen, die Zeit Herß begehrt, des Leib- fleucht wie ein Pfeil, wer lich'n nicht wurden ge- seiner Seel will schaffen währt, doch hatten sie im ihr ewig Heil, der eil. Glauben Trost, daß sie folten werden erlöst. 2. Eil, wer da kann ent rinnen der schweren Hib 10. Da aber fam die len- Pein, hast du noch dei rechte Zeit, von welcher ne Sinnen, o Menso! Jacob prophecent, laf' er dend, was werd seyn, die ihm eine Jungfrau aus, Feuers- Glut der Höllen ein'm Mann vertraut von dort leiden ohne Ziel, man Davids Haus. fann fichs kaum vorstellen, II. In der wirdt GOtt die Marter ist zu viel. mit seiner Kraft, schuf 3. Zu viel sind alle vom Blut ihrer Jung- Schmerzen, zu groß ist ih frauschaft das rein' und re Quaal, doch faßts nie benedente Kind, bey dem mand zu Herzen, daß sieht man Gnad und Wahr- man überall, wie wills zu heit findt. legt ablaufen, man lebt in 12. O Christe, bene- Tag hinein, in Schlemen, deyte Frucht, empfangen Fressen, Saufen, das End rein in aller Zucht, gebe kann nicht gut fenn. neden und mach uns frey, sen unser Trost, Deil und Arzney. 4. Gut fanns nicht seyn bey denen, die in die Welt verliebt, und blos darnac 923 Mel. Serglich thut mich sich sehnen, was sie für Luft verlangen. ausgiebt, Hoffart, Fleisch Wacht auf, ihr Men- Augen. Lüſte zu ihrem doch Anhang geistlicher Lieder. 1133 doch mancher büßte dafür, Marter geht aufs neue das ihn ergößt. nach tausend Jahren an; 5. Ergoß'st du dich an Da ist kein Glied so kleine, Dingen, o Mensch, ein'n das nicht sein Leiden hat, Augenblick, die ewig Lei- der Leib der fühlt das seiden bringen, und liebest ne, die Seel auch früh deinen Strick, der dir das und spat. Leben raubet, dich tödtet 9. In grosser Furcht und verkehrt, kaum einer und Schrecken, in finfirer dieses glaubet, bis er es Dunckelheit wird die Verselbst erfährt. dammten decken Angst, 6.3u spät ists, zu erfah- Grauen, Traurigkeit, die ren, was Holl und Ewig- Záhne werden klappen keit, ach! willst dus darauf vor Frost und groffer Hiß, fparen, thus nicht, heut und werden blindlings ists noch Zeit, bekehre dich tappen nach einem fris von Herzen, daß du der schen Siß. Quaal entgehst, denck, IO. Sie werden ewig denn gilt es nicht scherfallen ins Loch, das keiBen, wenn du vorm Rich- nen Grund, und auf einter stehst. ander prallen zusam7. Der dir das Urtheil men in dem Schlund, sich fället, das Leben rund beiffen, fressen, nagen, abspricht, zum Teufel dich sich fluchen, låstern stets, gefellet, des ewgen Tods der Tod wird sie recht Gericht, o Zeter! Ach! nagen ohn Ende; seht, Weh! Jammer! Welch so gehts. Heulen wird da seyn! 11. So geht es den Verwenn in die Marter- Cam- fluchten in ihrem Höllenmer der Hender schleppt Loch, den Schlemern und hinein. Verruchten, ach glaubets, 8. Dahin, wo keine Reue, glaubets doch, wollt ihr tein Klagen helfen kan, dieldaran noch zweifeln, fo wahr 1134 Anhang geistlicher Lieder. wahr ists, so wahr GOtt, GOtt Ifaac, GOtt Ja ihr fahret zu den Teufeln, cob, den er liebet, HErr Ze wo ihr dis halt für Spott. baoth, der Nacht und Tag 12. Wacht auf, und laßt uns alle Gaben giebet, und euch rathen, thut Buß in Wunder thut alleine. Diesem Nu, man warnet 3. Der Vater hat von euch vor Schaden, kehrt Ewigkeit den Sohn, sein euch zu JEsu zu; daß, wie Bild gezeuget; der Sohn Er euch erkaufet, euch mach hat in der Füll der Zeit im von Sünden frey, und ihr Fleische sich erzeiget: Der der Höll entlaufet, Er euch Geist geht ohne Zeit her sein'n Geist verleih. für vom Vater und vom Sohne, mit beyden glei cher Ehr und Zier, gteich ewig, gleicher Crone, und Wa as alle Weisheit in ungetheilter Stärde. der Welt bey uns hier 4. Sieh hier mein Herz, kaum kann lallen, das läßt das ist dein Gut, dein GOtt aus dem Himmels Schaß, dem keiner glei Zelt in aller Welt erschal chet, das ist dein Freund, len, daß er alleine König der alles thut, was dir zum sey, hoch über alle Götter, Heil gereichet, der dich ge groß, mächtig, freundlich, baut nach seinem Bild, fromm und treu, der für deine Schuld gebisset, Frommen Schuß und der dich mit wahrem Netter, ein Wesen, drey Glauben füllt, und all Personen. dein Creuß durchfüffet mit 2. GOtt Vater, Sohn seinem heilgen Worte. und Heilger Geist, heißt 5. Erheb dich stetig zu sein hochheilger Name: jihm zu, und lern ihn recht fo kennt, so nennt, so rühmt erkennen; Denn solch Er und preift ihn der gerechte fenntniß bringt dir Ruh, Saame, GOtt Abraham, und macht die Seele bren nen, 924. Mel. Es woll uns Gott genådig seyn. Anhang geistlicher Lieder. 1135 nen in reiner Liebe, diejmaleinst in deinem Reich uns nährt zum ewgen ohn alles Ende singen, daß Freuden- Leben, da, was du alleine König seyst, hoch hie unser Ohr gehört, Gott über alle Götter; GOtt wird zu schauen geben den Vater, Sohn und HeilAugen seiner Kinder. ger Geist, der Frommen 6. Weh aber dem ver- Schuß und Retter, ein stocktem Heer, das sich hier Wesen, drey Personen. selbst verblendet, GOtt 925. m. Wer nur den lieben von sich stößt, und seine GOtt läßt walten. Ehr auf Creaturen wen- llein, und doch nicht det, dem wird gewiß des ganz alleine bin ich in Himmels Thür einmal meiner Einsamkeit, denn verschloffen bleiben: Den wenn ich ganz verlaffen wer GOtt von sich treibt scheine, vertreibt mir JEallhier, den wird Er dort sus meine Zeit, ich bin ben auch treiben von seinem ihm und Er bey mir, so heilgen Throne. kommt mir nichtes ein7. En nun so gib, Dusam für. grosser Held, GOTT 2. Komm ich zur Welt, Himmels und der Erden, man redt von Sachen, die daß alle Menschen in der nur auf Eitelkeit gericht't, Welt zu Dir bekehret wer- da muß sich lassen der vers den: erleuchte, was ver- lachen, der etwas von dem blendet geht, bring wie- pimmel spricht, drum der, was verirret: Reiß wünsch ich lieber gang alaus, was uns im Wege lein, als bey der Welt, ohn steht, und freventlich ver- GOtt zu seyn. wirret die Schwachen in 3. Berkehrte könen leicht dem Glauben. verkehren, wer greift Pech 8. Auf daß wir also al- ohne kleben an, wie solt ich zugleich zur Himmels- denn dahin begehren, wo Pforten dringen, und der- man GOtt bald vergessen kann, NAM TAKA WANALY 1136 Anhang geistlicher Lieder. kann, Geſellschaft, die ver- wird der Neid betrogen dáchtig scheint, wird ofte seyn. nach dem Fall beweint. 7. Mit GOtt red ich in 4. Zudem kann sich ein seinem Worte, und durc Mensch verstellen, wer sein Wort redt er mit mir kann in aller Herzen sehn? bet ich an einem stillen man sieht oft heimliche Orte, so findet er fich bald Gesellen, die sich nur nach zu mir, brauch ich in mei dem Winde drehn, daß, nem Creuße Rath, Er ist der so voller Zucker war, der mich getröstet hat. bald eine Schlange drauf 8. mach ich im stillen gebahr. meine Sachen, so hat Er 5. Drum kann mir nie- seine Hand bey mir, ich mand hier verdenden, mag nun schlafen oder wenn ich in meiner Ein-/ wachen, so stellt er mir fein famkeit mich also suche zu Bildniß für, auch in dem beschrenden, daß GOtt al- Träumen spielet Er, als lein mein Herß erfreut, die wenn ich wachend ben Welt ist voller Trug und Ihm wär. List, wohl dem! der GOtt 9. Wer wolte denn nun verbunden ist. Inicht bekennen, daß ich 6. Ein Welt Kind mag stets in Gesellschaft bin Gesellschaft suchen, ich lie- und will die Welt mich be GOtt in stiller Ruh, einfam nennen, fo thue ſie und folten mir die Neider es immerhin, gnug, daß fluchen, so schließ ich mei- bey mir, wenn ich allein, ne Kammerzu, und nehme GOtt und viel tausend GOtt mit mir hinein, fo Engel seyn. GOtt allein die Ehre! Collecten, Welche an denen drey hohen Fest- Tagen vor der heiligen Communion gesungen werden. Auf Weynachten. Prediger. Der HERR sey mit euch. Chor. Und mit deinem Geiste. Pr. Unsere Herzen in die Höhe. Ch. Haben wir zum HErren. Pr. Wir fagen. Danck dem HErren unserm GOtte. Ch. Das ist billig und recht. Pr. Warlich es ist billig und recht, nützlich und heilsam, daß wir dich, HErr, allmäch tiger GOtt, allezeit loben, und dancken, durch JE fum Chriftum deinen Sohn unsern HErren, der heut von der Jungfrauen Maria Mensch geboren ist, und von den Engeln der Welt Heiland verkündiget, und von den Hirten in einer Krip. pen erfunden ist. Also hat sich deine hohe Göttliche Majestät auf Erden erniedriget, auf daß wir arme Menſchen im Himmel erhöhet würden. Das Wort ist heute Fleisch worden, auf daß, die wir dich GOtt Vater in Chrifto fichtiglich) bekennen, zu den unsichtbaren Gütern durch ihn gereißet würden. Und derhalben mit allen Engeln und Erg Engeln, mit den Thronen und allen himmlischen Fürstenthum, und mit aller Ritterschaft der himmlischen Schaaren, den LobGesang deiner Göttlichen Herrlichkeit singen wir, ohne Ende fagende: Chor. Heilig! Heilig! Heilig! ist GOtt der HErr Zebaoth! Himmel und Erden sind deis ner Ehren voll! 3 Auf Pr. Der HErr sey mit euch. Ch. Und mit deinem Geiste. Pr. Unsere Herzen in die Höhe. Ch. Haben wir zum HErren. Pr. Wir sagen Danck dem HErren unsern GOtte. Ostern. Ch. Das ist billig und recht. Pr. Warlich es ist billig und rech, nüglich und auch heilsam, daß wir dich, HErr, allmächtiger GOtt, allzeit loben und dancken, und sonEcce Derlich Derlich in dieser Zeit höchlich preisen, da Christus unser Ofter- Lainm für uns ist ge opfert. Er ist das wahre Lamm GOttes, das die Günde der Welt getilget hat. Der durch seinen Tod unsern ewigen Tod zerstöret hat, und als er auferstanden ist, hat er das Leben wiederbracht, und derhalben mit allen Engeln und Erg. En Auf Pr. Der HErr sey mit euch). Ch. Und mit deinem Geiste. Pr. Unsere Herken in die Höhe. Ch. Haben wir zum HErren. Pr. Wir fagen Danck dem HErren unserm GOtte. Ch. Das ist billig und recht Pr. Warlich es ist billig und geln, mit den Thronen und allen himmlischen Fürsten thum, und mit aller Rit terschaft der himmlischen Schaaren, den Lob. Gefang deiner Göttlichen Herrlich keit, singen wir ohne Ende fagende: Chor. Heilig! Heilig! Heilig! ist GOtt der HErr Zebaoth! Himmel und Erden sind deis ner Ehren voll! Pfingsten. er verheissen hat, ergoffen in Deine auserwählte Kinder. Darum ist die ganze Welt Freuden- voll, und frolocken alle Menschen, im gangen Umkreis der Erden, darzu fingen alle himmlische Schaaren, und alle Englis sche Fürstenthum den Lob. Gesang deiner Göttlichen Herrlichkeit, mit welchen singen wir, ohne Ende sagende: recht, nüglich, und auch heilfam, daß wir dich HErr, allmächtiger GOtt, allezeit loben und dancken, durch JE fum Chriftum, deinen Sohn, unsern HErren, der über al- Chor. Heilig! Heilig! Heilig! le Himmel gefahren, fizet zu deiner Rechten, und hat heut den Heiligen Geist, welchen ist GOtt der HErr Zebaoth! Himmel und Erden sind dei ner Ehren voll! WWW 10/100 No. 1. lle Menschen müssen sterben Ach ein Wort von grosser Du, o schönes Welt. Gebäude Fabre fort mit Liebes Glück zu Creuk Melodeyen- Register. Wie man ein Lied nach vielen Melodeyen fingen kann. ** Ich danck dir schon durch Ach komm du suffer Fünf Brünnlein find Gehab dich wohl No. 2. Uch GOtt und HErr Als Jesus Christus smo NG* No. 3. GOtt, du läsfest mich Ach was soll ich Sünder Ach mein JEfu! sich ich trete Bijl du Ephraim du GOtt. so machst du's mit Gute Nacht, ihr eitlen Freuden, die Ich bin müde mehr zu leben Ich will gant und gar Ich bin voller Trost JEfu, allerlicbfier Bruder JEsu, der du meine Seele JEsu frommer Menschen Jesu, JEsu, meine Sonne JEfu, liebster Schak JEsu, meines Lebens JEfu, wenn ich dich nur Reuscher JEsu, hoch Laß abnehmen alle Glieder Laß mich dich mein' Meine Seel komm in die O du Liebe meiner Liebe Durchbrecher aller Schaffet, daß ihr selig Sey mir tausendmal willkommen Welt, Ade! ich bin dein Wer das Kleinod will Wo mein Schatz liegt Womit soll ich dich CO Jetzt leuchtet schon And be Komm Creutzes Last O JEsu Christ, der du Wach auf mein Herk, denck an al na JEfus ist mein Freuden: Leben frael bekehre dich Meine Seele, wilt du ruhn D! so hast du nun dein Leben Seyd zufrieden, lieben Treuer Vater, deine Unerschafne Lebens Sonne 20 Was bedeutet dis, ihr No. 4. Un Wasserflüssen Babylona), Ein Lammlein geht und Gegrüsset fcyst du HErr GOtt, der du HErr GOtt, wie gehts # 3D GOtt, der du in No s. Auf, Seele, sey gerust nd nu wahres GOttes: Lamm Mein Jesu, der du mich Eteh auf, HErr Zebaoth 97 No. 6. Dancket dein HErren, denn Es traure wet da will O JEfu, lehre mich HErr JEfu Christ, der du Was Lobes solln wir Eccc 2 MAGD $ 20.7. NAM TAK HOL Melodeyen Register. No. 7. Der lieben Sonnen Licht Auf Secl, und dancke Frisch, frisch hinnach No. 8. Die Sonn hat sich mit Ach schone doch Bereite dich mein Der Tag ist hin, mein Dreyeinigkeit der Gottheit Groß ist die Quaal Nun gute Nacht, dn No. 9. Chriffus der uns felig macht Einen guten Kampf hab ich Chrifte wahres Seelen Fahr nur hin du JEsu deine Pasion JEsu meiner Seelen Licht Liebster Vater, ich dein Kind Schwing dich auf zu deinem Ciebe mein getreuer Welt, was fichtet dich doch Wer wohl auf ist und No. 10. Eins ist Noth, ach HErr Herkog unsrer Seligkeiten Trautster JESU No. 11. Erbarm dich mein o HErre Ermuntre dich mein Also hat GOtt die Welt Der HErr hat alles Du bist ein Mensch Du Lebens Fürst, HErr Ermuntre dich mein Mein Herke schwinge $ No. 12. Erschienen ist der herrlich Brich durch mein Christo dem Ofter Lämmelçin Der Tag bricht an Dis sind die heilgen Gelobet seyft du Heut ist des HErren In GOttes Namen fahren Ist dieser nicht des Menfch wilt du leben D JEsu süß wer dein So bald des grossen Was GOtt gefällt Wir dancken dir, HERR JESU Christ, daß du gen Himmel Wir dancken dir, HERR JESU Christ, daß du vom Tod Wir singen dir, Immanuel No. 13. Es woll uns GOtt genådig Christ unser HErr zum Der wahre GOtt Ich griffe dich D GOtt, da ich gar O GOtt, mein Schöpfer O meine Seel erhebe Was alle Weisheit in No. 14. Freu dich sehr, o meine Abermal ein Jahr Ach Gnad über Ach! wenn kommen doch Ach! wer schon im Ach! wie will es endlich Das walt GOtt, die Morgenrdthe Der am Creuk ift Fließt ihr Augen Geht ihr traurige GOtt heut endet sich die HErr, besänftige mein HErr, ich will gar dig JEfu deine tiefe Wunden Kommt, laßt euch den halaffet ab ihr meine Liebeu Lieber GOtt, wenn werd Lieblier JEsu, hör mein Klagen Meine Sorgen Nichts betrübters DE du allerfäste du allerticffie Melodeyen- Register. O Lamm GOttes hoch Echütte deines Lichtes Sey getreu in deinem Sey mir tausendmal gegrüffet Treuer GOtt, ich muß Vater, ach! laß Trost erscheinen Uafre müden Augen: Lieder Warum wilt du draussen Weg, mein Herß, mit den Wenn Vernunft von Werde munter liebe Werde munter- mein Wie nach einer Wasserquelle Wunderlich führst du Wunderlich ist GOttes Bion Flagt mit No. 15. Freuet euch ihr Christen HErr, wenn wirst du Wachet auf, ihr lieben Herken No. 16. Frölich, frölich, immer Ach ich armes Schäffein Alles ist an GOttes Segen Immer frölich, immer frölich O wie selig sind die Seelen Weil ich meinen JEsum No. 17. Nach dieser No. kann auch No. 19. gesungen werden. GOtt des Himmels und Ach was mach ich in den Ach was sind wir ohne Alle Welt was Auf ihr Christen Bis gegrüßt du Danckt dem HErrn, ihr Ey was frag ich Ich bin voller Angst Ich will einsam und Jesus, Jesus, nichts als Ju dem Leben hier auf Kehre wieder, meine Seele Komm, o komm, du Geist Liebe, die du mich zum Bilde Meine Hoffnung stehet veste Meines Lebens beste Freude Sich hie bin ich Ehren- König Was wilt du mein No. 18. Hast du denn Jesu Christe, mein Leben Kommst du nun JEsu Lobe den HErren, den Soll ich denn, JEsu No. 19. HErr, ich habe mißgehandelt Ach wo ist mein Aus der Tiefe meiner Christi Tod ist Adams GOtt, des Gute sich Gute Nacht, ihr eitle Freuden, gute Hilf, HErr JEſu, laß JEfu, du mein liebstes Eu, komm mit deinem JEsu, Kraft der blöden Meine Seele, laß es gehen Steh doch, Secle Stral der Gottheit Unser Herrscher Weg mit allem was da Beuch mich, zeuch mich No. 20. HErr Christ der einge Du bist ja gank Es stehn vor GOttes HErr GOtt nun sey HErr JEsu Christ mein Seben HErr JEsu Gnaden O Vater aller Frommen No. 21. HErr, nicht schicke Folget mir! ruft uns JEsu, deine Liebes Eccc 9 Gell NAMU AKA 70XANALA Melodeyen Golt es gleich bisweilen Soll ich mich denn täglich Treuster Meister deine No. 22. Herzlich thut mich verlangen Ach bleib mit deiner Gnade 1. V. Ach Gott! ich muß dirs klagen Ach HErr mich armen Aluf, auf, mein Geift, zu loben Befiehl du deine Wege Christus der ist mein Leben 2. Verse. Danck jey GOtt in der. Der Bräutgam wird Du meine Seele Der Tag bat sich Ein Tropflein von Ermuntert cuch HErr JEfu Lebens Ich bin ein Gaft auf Ich danck dir lieber HErre Ich hab mich Gott ergeben In meines Herzens t GOtt für mich so trete Keinen hat GOtt verlassen Laß mich dein feyn Lobet Ott unsern Register. Früh morgens da die Gen Himmel aufgefahren 2. V. Lebt Christus, das bin Was lacht ihr Babels Wie soll ich dich empfangen Wolt ihr den HErren Nv. 23. Herbliebster JEfu, was Geliebter Freund, was HErr deinen Zorn wend HErr unser GOtt laß In dieser Morgen Stund Lobet den HErren alle Lobet den HErren und No. 24. Heut triumphiret GOttes M No. 25. Ich liebe dich herlich Ach alles was Himmel Ach JEsu! mein Schönster Durch blosses Gedachtniß Ehr, Ehre sey jego mit Eitelkeit! Eitelkeit Frolocket mit Gewonnen, gewonnen Mein Liebster, mein O JEsur du Blume Jungfräuliche O JEsu du Ursprung Haupt voll Blut Schatz über alle Schätze Co hab ich nun vollendet Balet will ich dir geben JESU, hilf fiegen Wacht auf ihr Menschen: Kinder! Friede, ach Friede Walts GOtt mein Grosser Immanuel Groffer Prophete Herrlichste Majestät No. 26. JEsu meine Freude GOtt der wirds wohl Hast du Augst im Herzen JEfu, meine Liebe JEsu, meine Starcke JEsu, Ruh der Seelen JEsu, Sonn im Herzen Meine Seel ist stille Nun ist auferstanden Ursprung wahrer Freuden No. 27. No. 28. JEsu meines Hertzens Freud, sey Ach wenn werd ich schauen JEfu meines Herkens Freud, süffer Wenn erblick ich doch einmal No. 29. JEsus ist der schönste Nam JEsus meine Zuversicht Ich will frölich seyn Guter Hirte, wilt du Mein Melodeyen- Register. Meinen Esum laß ich nicht, denn Meinen JEfum laß ich nicht, weil Selig, wer ihm suchet Raum No. 30. In dich hab ich gehoffet Da JEfus an dem Creuße Da JEfus an des Creußes HErr JEsu, deine Hindin Ich weiß mein GOLT Fm finstern Stall, v Wunder Mensch drückt dein Verzage nicht Zu dir, o GOTT No. 31. Kommt Her zu mir, spricht Ach GOTT, gib du uns Auf Leiden folgt Du fichest Mensch Geh aus, mein Herk GOtt Vater, sende It GOtt mein Schild JEsus der süsse Lebens Ihr armen Sünder kommt Verzage nicht, v Häuficin Wo denck ich armer Mensch No. 32. Liebster JEsu, du wirst Ach GOTT, gib du Ach mein Esu fleucht Ach! wenn kommt die Allenthalben wo ich Aus der Tiefen rufe ich Fürst der Fürsten Helfer meiner armen Höchfter Priefter JEfu, hilf mein Creuß mir JEsu, fomm doch selbst zu JEfu, meiner Seelen Leben Last uns alle frdlich Liebster Bräutgam Seelen Weide Sich, wie lieblich und wie Trau auf GOtt in allen No. 43. Liebster JEsu wir sind hier Das ist je gewißlich wahr JEsus Chrisius GOttes kamm Meine Seel ermuntre dich Nun GOtt Lob! es ist No. 34. Machs mit mir GOtt Mir nach, spricht Auf Christen Mensch Du grüner Zweig Geduldigs Lämmlein Hier liegt den meine Ich lauf dir nach Tritt hin, o Seel Verwundter Heiland Was plagt mich denn Wohl dem, der sich No. 35. Meine Seele erhebt den Geister aller Geister Gelobet fey der GOtt sey uns Ich dancke dem HErru No. 36. Nicht so traurig, nicht so Ich erhebe HERN Komm mein Herke Mein Gemüth wie so betrübt Schönster JEsu, liebste No. 37. Nun dancket alle GOtt O GOtt, du frommer Ach wenn ich mich Ach JEsu! dessen Treu Dein Geist, mein Der Guaden Brunn Du drermal groffer Du hochgelobter Du sagst, ich bin ein Erschein du GOtt felbsten hat bis Cccc 4 HER Melodeyen Register. HERR mein GOTT lehre Herzliebfter JEsu Chrift Ich freue mich in die Ich hab ihn dennoch Tegund betrachten wir Min Schaß, mein Bräutigam D JESU fuffes Licht O Vater, fieh wie mich D Weisheit aus der Höh' Versuchet euch doch Was fras ich nach der Welt Was kann ich doch für Danck Welch eine Sorg und Furcht Wenn einer alle Kunst Wohl dem, der Jacobs No. 38. Nun last uns den Leib Ach bleib ben uns HErr Ach Gott, in Gnaden Ach Gott wie manches Allein auf GOtt fesz dein! Als JEfus Chriftus GOttes An JEsum dencken Befcher uns, HERR, das Chrift, der du bist der helle Christe, der du bift Tag und Chriftum wir follen. Das alte Jahr vergangen Das neugeborne Kindelein Das walt GOtt Vater und Die belle Gonne leucht Die Seele Chrifti beilge mich Du keusche Geele Du unbegreißlich Erhalt uns, HErr, bey deinem Crneure mich Für deinen Chron tret ich GOtt Vater, der du HErr aller Weisheit HErr GOtt dich loben alle HErr JEsu Chrift dich HErr JEfu Chrift dein HErr JEfu Christ wahr'r Hilf, Helfer, hilf Hinunter ist der Sonnenschein hr lieben Christen Komm, Gott Schöpfer Lob sey dem allerhöchsten Mein Lieb ist mir Nach bir, o HErr, verlanget Nun freut ench GOttes JEfu Chrifte wabres Licht O JEsu du mein Bräutigam JEsu GOttes Lämmelein O JEfu füß wer, dein O farcker Gott, o Seelen O Sünden Mensch Sey Lob, Ehr, Preis Vom Himmel hoch de komm Vom Himmel kam der Bom Satan lieg ich hier Von Adam her so lange Was fürcht'st du Feind Wenn wir in höchsten Wir dancken dirhErrJEfuChrist, daß d Wo GOtt jum haus nicht Wohl dem der in Gottesfurcht Zwey Ding, o HErr bitt No. 39. Nun last uns GOtt dem Der HErr der aller Enden Nun last uns gehn und treten O JEsu meine Wonne Wach auf mein Herz und finge No. 40. Auf, Seele, auf, Nun sich der Tag geendet hat Lobt GOtt ihr Chriften Mein GOtt das Herk Was mich auf dieser Welt No. 41. O JEfu Chrift, du höchfies Allein GOtt in der Höh Ach GOTT der Satan Ach GOTT ich muß Ach GOTT ist noch Ach GOTT vom Himmel Ach HErre du gerechter Ach Herre GOTT wir Ash HErr, wie lange Ach lieben Chriften seys Ach treuer Gott wie nöthig Ach treuer GOtt barmherzigs Ach wie elend ist Ach wie erschrikt Auf Christi Himmelfahrt Aus Lieb läßt Gott der Aus tiefer Noth schrey Das Elend weißt du Der HErr ist mein getreuee Der HErr sprach in Dein Blut, HERR, ik Nun lieg ich armes D frommer und getreuer Gott, ich Du fährst gen Himmel O beilige Dreyfaltigkeit, obochgelobte DEN Chrißt meins Lebens Du Lebens: Brod Ein Würmlein bin ich Erb Melodeyen Register. Erhebe dich, o Erscheine füffer Eröfne dich schwacher Es ist das Heil uns kommen Es ist gewißlich an der Seir Es spricht der Unweifen Gleichwie ein Hirsch GOtt herrschet und GOtt Lob ein Schritt zur ebe GOtt Vater, Sohn HErr, deine Treue HErr, der du vormals HErr JEfu Chrift, du HErr JEfu Chrift, ich schrey HErr JEfu Chrif, ich weiß HErr, ftraf mich nicht in HErr, wie du wilt, so Hilf GOTT mein Ich dancke dir für deinen Ich hab, o HErr, mein Ich komm jezt als Ich fieh an deiner Ich will von meiner hr Chriften feht If Ephraim nicht Mein Herzens: JESU Mein Herz, o Gott! spricht Mein JEfus liegt mir Noch dennoch must Nun freut euch lieben O frommer und getreuer GOtt O GOtt, der du all O GOtt, der du aus O GOtt, der du das Firmament D GOttes Sohn, HERR O heilige Dreyfaltigkeit vol D HErr GOtt, der du deiner O JEfu Chrift, du höchstes O Licht vom Licht, o Vater O Mensch, wie ist dein Hert D Bater der Barmherzigkeit O Tod, wo ist dein Stachel O Vater unser GOtt Schau lieber Gott Sey frölich alles weit Sey Lob und Ehr dem Wach auf mein Herz die Nacht Was wilt du armer Wir GOtt nicht mit uns Was kann uns kommen an Wenn dein herzliebster Wenn ich in Codes: Nöthen bin Weh mir, daß ich so oft Wenn mein Stündlein Wer in dem Schuß Wie GOtt mich führt Wir Menschen sind zu dem Wo GOtt der HErr nicht No. 42. Ich armes Menfhen: Kind Es traure wer da Mein guug befchwerter O JEfu du bist mein O JEsu lehre mich No. 43. O JEfu mein Brautgam Ach laß dich jetzt finden Nun freut euch ihr Hirten No. 44. O Welt, ich muß dich Barmberßger Gott und GOtt Lob die Stund In allen meinen Chaten Nun ruhen alle Wälder Nun wachen alle Wälder O Welt, fieh bier dein No. 45. Preis, Lob, Ehr Dein Erbe, HErr Der Geift, der von des Ein Kind ist uns geboren Sen bochgelobt barmherkger Komm beug dich tief No. 46. Seelen Bräutigam O du süsse Luft Wer ist wohl wie du 90. 47. Singen wir aus Herzensgrund Auf den Nebel folgt Treuer Wächter No. 48. Golt ich meinem GOTT Ewig sey dir Lob gesungen Laffet uns dem HErren preisen, o Laffet uns mit JESU Defne mir die Perlen No. 49. Siehe ich gefallner Knecht Straf mich nicht in deinem Mache dich mein Geift bereit No. 50. Vater unser im Himmelreich Ach Gott wie manches Gegrüffet seyft du Hier lieg ich armes Kemm Heilger Geißt du Nimm von uns, HERR, du Nun dancket GOET, ibr Eccc s Nun Nun hat das heilge O Elend, Jammer O JEfu, JEsu, du mein Hirt So soll ich denn noch So wahr ich lebe, spricht dein Triumph:,: es kommt Melodeyen Register. No. 51. Verliebtes Luft: Spiel Die Tugend wird O füffer Stand, o felig So ifts an dem No. 52. Von GOtt will ich nicht Aus meines Herzensgrunde Auf, auf ihr Reichsgenoffen Geduld ist euch vonnöthen Helft mir GOtt's Güte Komm, Tröfter, fomm hernieder Mich fann Gott wicht Mit Ernst ihr Menschenkinder Nun jauchket all ir O Gott, ich thu dir dancken Goll ich nach deinem Was wilt du dich betrüben Wer Chriftum recht will lieben Wer sich im Geift beschneidet Wir haben jest vernommen Seuch ein zu meinen No. 53. Wachet auf ruft uns Der Tod führet uns Gewünschter Sabbath Heilisfer JESU No. 54. Was GOtt thut, das ift Ein Chrift, ein tapfrer O groffer GOtt im O reicher GOtt von Gütigkeit O treuer JESU No. 55. Was mein GOtt will, das Ach höchster GOtt verleibe Ach weh, ach meh Barmherkger Vater Das ist ja gut, was Durch Adams Fall ift Frisch auf, mein' Seel, vertage Frifch auf, mein' Geel, und Geb auf mein's Herzens Gib Fried, o frommer Heut ist das richte Hier ist mein Hers Hilf mir, mein Gott Ich arme Sünder Ich hab in GOttes Herk = Mein GOtt, erschaffen O HErre GOtt dein O Vater Herk Sen wohl gegrüffet So geheft du mein So fomm geliebte Wer GOtt vertraut No. 56. Wer nur den lieben GOTE Ach sagt mir nichts Ach wie ist mir Befiehl dem HErren Die Liebe leidet nicht Dis ist die Nacht Fleuch mein Geliebter Geliebter JESU GOtt weiß es Ich bin in allem Ich bin mit dir Ich bin vergnügt Ich halte GOTT Ich lache nur der Welt Ich trau auf GOTT JESN wie füß Nachdem das O daß ich taufend Zungen Was giebst du Wenn ich betracht Wer seinen JEfum recht Wohl dem, der sich mit N0. 57. Wie schön leuchtet der Ach Wander, groffer GOtt der du felbft Halleluja, Lob Is, oder ist mein Mein Freundin Mein JEsu füffe O GOttes Sohn von No. 58. Wo ist der schönste Ach möcht ich meinen Efum Ich habe funden den ich Ď Täubchen fleuch ju Wo ist mein Schifflein Beuch meinen Geift, o HErr No. 59. Wo soll ich fliehen hin Ade dn füffe Die Zeit ist nunmehr nah Frisch auf mein Mein Vater deine Nun ist der Regen hin Barum betrübst du dich Register. ** * Register der Nieder. Die erste Zahl bedeutet die Nummer der Melodenen derer Lieder, welche man im MelodeyenRegister nachschlagen kann: Die andere Zahl aber bedeutet das Blat. A. bermal ein Jahr verfloffen Abermal ist eins dahin Ach Abba, schend in JESU Ach alles, was Himmel und Erden 25. Ach bleib bey uns HErr JEfu Christ 38. Ach bleib mit deiner Gnade 22. I. Ach ein Wort von grosser Treue Ach Gnad über alle Gnaden Mel. 14. 14. Ach GOtt, der Satan giebt mir ein 41. Ach GOtt erhör mein Seufßen und Ach GOtt, gib du uns deine 31. 22. 41. Ach GOtt, in Gnaden von uns wend 38. Ach GOtt, in was für Freudigkeit 38. Ach GOtt, ist noch dein Geist 41. 2. Ach Gott, ich muß birs klagen Ach Gott, ich muß in Traurigkeit Ach GOtt und HErr, wie groß und Ach Gott, mich drückt ein Ach Gott thu dich erbarmen Ach GOtt vom Himmel zc. wie übel Ach GOtt vom Himmelzc. wie wenig Ach GOtt, wie manches Herzeleid Ach GOtt, wie schrecklich ist dein Ach HErre du gerechter GOtt Ach HErre GOtt, wir loben dich 41. 4 0 41. 50. 41. 41. Blat. 822 1119 944 76 213 327 441 242 565 508 946 441 1039 363 639 271 273 150 1120 1012 214 509 352 344 345 Achh Register. Ach HErr mich armen Sünder Ach HErr wie lange wilt du mein Ach Himmel öfne dich Ach höchster GOtt verleihe Ach ich armes Schäflein Ach JEsu, dessen Treu Ach JEsu, meiner Seelen Freude Ach JEsu, mein Schönster Ach komm du füffer Herzens Ab laß dich jetzt finden Ach lieben Christen fend getrost Ach mein GOtt, wie lieblich Ach mein JEfu, fleuchst du noch Ach mein JEsu, sich ich trete Ach mocht ich meinen JEfum sehen Ach sagt mir nichts von Gold Ach stone doch, o groffer Ach treuer GOtt, barmherzigs Ach treuer GOtt, wie nöthig ist Ach was hast du gethan Ach was mach ich in den Städten Ach was sind wir ohne JEsu Ach was soll ich Eunder machen Ach was wollt ihr trübe Sinnen Ach weh! ach weh! wo soll ich hin Ach wenn ich mich doch könnt Ach wenn kommen doch die Ach wenn kommt die Zeit Ach wenn werd ich schauen Ach wer doch bald hinüber wär Ach wer schon im Himmel Ach wie elend ist unsre Zeit Mel. 22. 41. 55. 16. 37. 25. 43. 41. 32. 3. 58. 56. 8. 41. 41. 17. 17. 3. 55. 37. 14. 32. 28. 14. 41. Blat. 274 510 884 946 275 56 602 5892 948 243 666 364 667 668 790 669 378 275 511 949 82 471 443 276 836 277 244 1040 670 670 890 I100 1041 Ach Register. Ach wie erschrickt die bose Ach wie ist mir so herzlich Ach wie nichtig, ach wie flüchtig Ach wie wichtig, ach wie richtig Ach wie will es endlich werden Ach wo ist mein JEsus Ach wunder- groffer Sieges Ach ziehe mich Aoe ou suffe Welt 59. Allein auf GOtt seß dein Vertraun 38. Allein GOtt in der Höh sey Ehr Allein und doch nicht ganz Allein zu dir, HErr JEsu Christ Alle Menschen müssen sterben Allenthalben wo ich gehe Alles ist an GOttes Segen Mel. 41. 56. Auf, auf, ihr Reichs- Genossen Auf, auf, mein Geist, erhebe Auf, auf, mein Geist, und du Aluf, auf, mein Geist, zu Auf, auf, mein Herk, mit Auf, Christen- Mensch Auf Christi Himmelfahrt Auf den Nebel folgt die 14. 19. 57. 41. 56. I. 32. 16. Alle Welt, was lebt und 17. Als JEsus Christus GOttes Sohn 38. Als JEsus Christus in der Nacht 2. Also hat GOtt die Welt II. Also heilig ist der Tag An JEsum denden oft An Wasserflüssen Babylon Armseligs Huttlein 38. 4. 52. 22. 34. 41. 47. Blat, 24 1042 1044 951 280 281 179 671 894 952 I 1135 282 IIOI 1046 641 699 190 245 379 ISI 382 1017 514 13 246 700 751 152 565 180 603 Auf Register. Auf diesen Tag gedencken wir Auf hinauf zu deiner Auf, ihr Christen, Christi Glieder 17. Auf Leiden folgt die Herrlichkeit Auf meinen lieben GOtt Auf, Seele, auf, und Auf, Seele, sen gerüst Auf, Seel, und danke Auf Triumph es Auf, und singe meine Aus der Tiefen rufe ich Aus meines Herzens Grunde Aus tiefer Noth schrey Mel. B. Barmherkger GOtt und Bater Barmherßger Bater, höchster Befiehl dem HErren 31. 59. 40. Sex 17. 32. Aus der Tiefe meiner 19. Aus Lieb läßt GOtt der Christenheit 41. 52. 41. Befieht du deine Wege Bereite dich mein Herz Bescher uns HErr Bis gegrüßt, du Königs Bist du, Ephraim betrübet Brich durch mein angefochtnes Brich entzwey mein armes Brunnquell aller Güters 5. 7. 44. 5556. 22. 38. 17. 3. 12. C. po mom 38. Chrift, der du bist der helle Tag Christe, der du bist Tag und Licht 38. Christe, du Lamm GOttes Christe, mein Leben Blat. 180 642 567 1016 643 un 25 247 752 1014 754 515 282 I122 17-755 283 8584A 8.14 346 817 83 284 643 77 192 830 516 837 414 791 792 de 79 sid tulos 118, 0382 Chri Register. Christe, wahres Seelen- Licht Chrift fuhr gen Himmel Christ ist erstanden von Christi Tod ist Adams Christ lag in Todes- Banden Christo dem Oster- Låmmelein Christum wir sollen loben Christ unser HErr zum Jordan Christus der ist mein Leben Christus der uns selig macht Das walt GOtt Vater, und Das walt mein Gott Mel. 9. Dein Blut, HErr, ist mein Dein Erbe, HErr, liegt Dein Geist, mein JEfu Christ Den Vater dort oben 30. 6. 17. 22. Da JEfus an dem Creußze stund Da JEfus an des Creußes- Stamm 30. Dandet dem HErren, denn er ist Dandt dem HErrn, ihr Gottes Dandk sey GOtt in der Höhe Das alte Jahr vergangen ist Das Elend weißt du Gott Das ist ja gut, was mein Das ist je gewißlich wahr Das Leben unsers Königs 38. Der am Creuß ist meine Der Bräutgam wird bald Der du bist Drey in Einigkeit 153 19. 895 ပုံ 12. 38. 13. 22. 9. Das neugeborne Kindelein 38. Das walt GOtt, die Morgenröthe 14. 38. 41. 55. 33. 41. 45. 3.7Blat. 756 181 14. 22. 153 154 27 235 1046 78 80 1122 818 701 757 823 285 838 444 568 824 758 760 761 248 569 482 818 81 1103 1123 Der Register. Der Geist, der von des Der Gnaden- Brunn fleust noch Der HErr der aller Enden Der HErr hat alles wohl gemacht Der HErr ist mein getreuer Hirt 41. Der HErr sprach in sein'm höchsten 41. Der lieben Sonnen Licht und Pracht 7. Der schmale Weg ist Der Tag bricht an und Der Tag der ist so freudenreich Der Tag hat sich geneiget Der Tag ist hin, mein Geist Der Tag ist hin, mein JEsu Der Tag vertreibt die finstre Der Tod führet uns zum Leben Der wahre GOtt und GOttes Dich, HErr JEfu Chrift, mein Die helle Sonn leucht jetzt herfür Die Liebe leidet nicht Gesellen Die lieblichen Blicke Mel. 45. 37. 39. II. Die Nacht ist vor der Thür Die sanfte Bewegung Die Seele Chrifti heilge Die Sonn hat sich mit ihrem Die Tugend wird durchs Die Zeit geht an, die Die Zeit ist nunmehr nah Dir, dir, Jehovah, will ich Dis ist die Nacht, da mir Dis sind die heilgen zehn Gebot Dreneinigkeit der Gottheit Du Allerschönster, den ich weiß 12. 22. 8. 53. 38. 56. 38. 8. 51. 59. 56. 12. 8. Bla IOD 44 21 70 60 112 75 95 RRRRRRR I10. 473 797 474 81 798 104 110 32 20 216 1 671 at Register. Du bist ein Mensch, das weist du Du bist ja gan mein eigen Du bist ja Jefü meine Freude Du dreymal groffer Gott Du fährst gen Himmel Du Friede- Fürst, Herr Jesu Du Geist des Herrn, der du Du grüner Zweig, du edles Reis 34. Du hochgelobter Gott 37. Du Lebens- Brod, Herr Jesu Christ 41. Du Lebens- Fürst, Herr Jesu Christ II. Du liebe Unschuld du Mel. II. 20. Du mein, du mein schönstes Leben Du meine Seele finge Egypten:,: gute Nacht Ehr, Ehre sey jeßo mit Freuden Ein Chrift, ein tapfrer Krieges Einen guten Kampf hab ich Ein veste Burg ist unser Gott Ein Kind geborn zu Bethlehem Ein Kind ist uns geboren heut Ein Lämmlein geht und trägt die 37. 41. 22. I. Du, o schönes Welt- Gebäude Durch Adams Fall ist ganz verderbt 55. Durch blosses Gedächtnis Du sagst, ich bin ein Chrift Du fichest, Mensch, wie fort Du unbegreiflich höchstes Gut Dit wahres Gottes- Lamm Du weineft für Jerusalem Du Zucker süsses Himmel- Brod €. 5233 25. 37. 31. 38. 5. 25. 54. 9. 45. 4. Blat. 416 485 573 2 181 355 193 672 704 249 182 839 610 707 1021 217 383 367 1092 673 611 289 250 898 709 $ 74 1048 645 29 30 84 Fin's Register. Ein's Christen Herß sehnt sich nach Eins ist noth, ach Herr Ein Tropflein von den Neben Ein Würmlein bin ich arm und Eitelkeit! Eitelkeit! was wir Entbinde mich, mein Gott Entfernet euch ihr matten Erbarm dich mein, o Herre Er führt hinein, er muß auch Erhalt uns, Herr, bey Erhebe dich, o meine Seel! Erleucht mich, Herr, mein Licht Ermuntert euch, ihr Frommen Eröfne dich mein Erneure mich, o ewigs Licht Ermuntre dich, o schwacher Mund Erschein, du Morgenstern Erscheine füffer Seelen- Gast Erschienen ist der herrlich Tag Er wird es thun, der fromme Es glånget der Christen Es ist das Heil uns kommen her Es ist genug, Herr Es ist gewißlich an der Zeit Es Fostet viel ein Christ zu feyn Es spricht der Unweisen Mund Es stehn vor Gottes Throne Es traure, wer da will Es wird schier der letzte Tag Es woll' uns Gott genadig seyn Ew'ge Weisheit, JEfu Christ Ewig sey dir Lob gesungen Mel. 22, 41. 25. 38. 41. 22. II. 38. 41. 37. 41. 12. 41. 41. 41. 20. 6. 13. 32. 48. 25 lat. FIP 385 899 1107 1049 902 576 901 290 519 527356 219 78848285g 766 370 1108 3⁰ 956 97 710 767 251 155 522 958 445 1049 1093 578 219 I12 645 1094 220 486 33 Ey Register. Ey! was frag ich nach der Erden F. Fahre fort mit Liebes Fahre fort:: Zion Fahr nur hin, du schnöde Fleuch mein Geist Fleuch, mein Geliebter Frölich, frölich, immer frölich Frölich soll mein Herke Frolocket mit Händen Frith Morgens da die Sonn Fünf Brünnlein find Für deinen Thron tret ich Für Gericht Herr Jesu Fürst der Fürsten, Jesu Fließt ihr Augen Folget mir, ruft uns das Leben Freu dich sehr, o meine Seele Freuet euch, ihr Christen alle Friede, ach Friede Frisch auf, mein Seel, in Noth Frisch auf, mein Seel, und traure nicht 55. Frisch auf, mein Seel, verzage nicht 55. Frisch, frisch hinnach 7. 16. 65. Geduldigs Lámmlein, Jesu Geduld ist euch vonnöthen Gegrüsset seyst du, Gott Gegrüffet seyft du, meine Gehab dich wohl, du schnöde Geh auf, mein's Hertens Geh aus, mein Herk Mel. 17. I. DDDD 2 9. 56. 14. 21. 14. 15. 27. 25. 24. 2. 38. 32. 34. 52. 50. 4. 55. 31. Blat. 903 523 579 903 997 673 86 96a 1050 34 459 612 615 613 524 647 35 184 157 88 768 291 1096 91 841 89 905 58 419 Geht NAM CAM TAVAL Register. Geht ihr traurige Gedancken Geist aller Geister Geliebten Freund, was thut ihr so Geliebter Jesu, dein Verlangen Gelobet fey der Herr der Gott Gelobet feyst du Jesu Christ Gen Himmel aufgefahren ist Gewonnen, gevonnen der Gewünschter Sabbath Gib dich zufrieden und sey stille Gib Fried, o frommer treuer Gleich wie ein Hirsch Gott ist getreu, der Gott lebet noch Mel. Blat. 14. 617 35. 195 23.10 1052 56.7 843 746 35 12. Gott ſelbsten hat die Wort Gott sey danck durch alle Welt Gott sey gelobet und gebenedeyet Gott sey uns gnädig und 24. 25. 53. Glück zu Creuß! von ganzem Gott der Vater wohn uns bey Gott der wirds wohl machen Gott, des Gute sich nicht endet Gott des Himmels und der Erden 17. 26. 19. Gott du läsfest mich I. Gottes Sohn ist kommen Gott fähret auf gen Himmel Gott hat das Evangelium Gott herrschet und hält Gott, heut endet sich die Woche 5541. I. 52. 41. 14. Gott Lob! die Stund ist kommen 44. Gott Lob! ein Echritt zur Ewigkeit 41. Gott Lob! nun ist erschollen 37. m 35. * 3 337 184 201314438845 747 460 844 3.56 525 527 421 347 769 799 185 1126 422 800 846 1022 1053 674 357 229 do 37 253 Gott! Mel. Blat. 528 Register. GOtt! so machst du's mit den GOtt Bater, der du deine Sonn GOtt Bater, sende deinen GOtt Vater, Sohn und Heilger GOtt weiß es alles wohl zu machen 56. 41. GOtt wills machen I. DDDD 3 38. 31. Grosser Immanuel 27. Groffer Prophete! mein 27. 8. Groß ist die Quaal, o HErr Gute Nacht, ihr eitle Freuden, gute 19. Gute Nacht, ihr eitle Freuden, die ihr I. Guter Hirte wilt du nicht 29. 57. $. Halleluja, Lob, Preis und Ehr Hast du Angst im Herzen Hast du denn, JEfu, dein Heiligster JEsu, Heiligungs Helfer meiner armen Seele Helft mir GOtt's Güte preisen HErr! aller Weisheit HErr, befänftige mein Herze HErr Christ der ein'ge GOttes Sohn 20. HErr, deine Treue ist so groß HErr deinen Zorn wend ab HErr, der du vormals hast dein HErr GOtt, der du erforschest mich HErr GOtt dich loben alle wir HErr GOtt, dich loben wir HErr GOtt nun sey gepreiset HErr höre mich und HErr höre was mein Mund HErr, ich habe mißgehandelt సంతర 26. 18. 53. 32. 52. 38. 14. 41. 23. 41. 38. 20. 19. 531288 348 196 237 848 848 1024 59 291 91 906 1025 712 292 529 962 186 824 964 850 38 619 53I 338 473 747 713 819 329 294 295 HErr, Register. 2. Herr, ich will gar gerne bleiben Herr Jesu Christ, dein theures Herr Jesu Christ, der du selbst Herr Jefu Chrift, dich zu uns wend 38. Herr Jesu Christe, mein getreuer Herr Jesu Christ, ich schrey zu Herr Jesu Christ, ich weiß gar wol Herr Jesu Christ, mein Leben Herr Jesu Christ, mein Licht Herr Jesu Christ, wahr'r Mensch Herr Jesu, deine Dindin schreyt Herr Jesu, dir sen Preis und Herr Jesu, Gnaden- Sonne Herr Jesu, Lebens- Sonne Herr lehr mich thun nach deinem Herrlichste Majestát Herr, nicht schicke deine Nache Herr, so du wirst mit mir seyn Herr, straf mich nicht in deinem Herr und Gott der Tag' Herr unser Gott laß nicht Herr, wenn ich nur dich Herr, wenn wirst du Zion bauen Herr, wie du wilt, so Herzlich lieb hab ich dich, o Herr Herzlich thut mich verlangen Herzliebster Jesu Christ Herzliebster Jefu, was hast du Herßog unfrer Seligkeiten Heut ist das rechte Heut ist des Herren Heut triumphiret Gottes Sohn Mel. 14. 38. 41. 41. 20. 38. 30. 57. 20. 22. 27. 21, 41. 23. 56. 15. 41. 22. 37. 23. 10. 55. 12. Blat. 885 94 831 198 253 531 1055 967 966 1056 1026 255 968 488 969 1027 296 832 298 802 358 676 1029 853 386 1057 222 93 907 198 221 159 Bier Register. Hier ist mein Herk Dier legt mein Sinn Hier lieg ich armes Würmelein Hier liegt, den meine Seele liebt Hilf Gott, laß mirs gelingen Hilf Gott, wie gehts Hilf, Helfer, hilf Hilf, Herr Jesu! laß gelingen Hilf Jesu, hilf fiegen Hilf mir mein Gott, hilf Hinunter ist der Sonnenschein Hinweg mit Furcht Höchster Formirer der Höchster Priester der Hochheilige Dreyeinigkeit Holdseligs Gottes- 2amm Huter! wird die Nacht der Jammer hat mich gang umgeben Ich armer Mensch, ich armer Ich armer Sünder komm Ich armes Menschen- Kind Ich bin betrübt Ich ein Gast auf Erden Ich bin ja Herr in deiner Macht Ich bin in allem wohl zufrieden Ich bin mit dir mein Gott Ich bin müde mehr zu leben Ich bin vergnügt und Ich bin voller Angst und Ich bin voller Trost und Ich dancke dir für deinen DDDD 4 Mel. 55+ 50. 34. 4. 38. 19. 55. 38. 38. 032. 53 56. 55. 42. 22. 56. 56. 3. 56. 17. 3. 23lat. 909 582 1059 39 95 910 1059 825 580 971 803 648 714 911 7 716 770 533 299 300 583 911 912 1060 854 855 536 648 537 475 96 Ich Register. Jcb danck dir Gott für all Ich danck dir lieber Herre Ich danck dir schon durch deinen Ich dancke dem Herrn von Ich dancke dir liebreicher Gott Ich dancke dir o Gott Ich, der ich oft in tiefes Leid Ich Erde, was erkühn ich mich Ich erhebe Herr zu dir Ich freue mich in dir Ich freue mich von Herzensgrund Ich grüsse dich, du frömmster Ich habe funden, den ich liebe Ich habe gnug, mein Herr Mel. Ich lebe nun nicht Ich liebe dich herzlich Ich ruf zu dir Herr Jesu Christ Ich finge dir mit Herz und Ich steh an deiner Krippen hier Ich suche dich in dieser 22. Ich trau auf Gott in allen Ich weiß, daß mein Erlöser 2.774 35-40 256 804 41. 190 36. 37. Ich hab ihn dennoch lieb 37. Ich hab in Gottes Herz und Sinn 55. Ich hab mein' Sach Gott heimgestellt Ich hab mich Gott ergeben 13. 58. 22. Ich hab oft bey mir selbst bedacht Ich hab, o Herr mein Gott 41. Ich halte Gott in allem stille 56. Ich komm jetzt als ein armer Gaft 41. Ich lache nur der Welt ihr Kirren 56. Ich lauf die nach 34 Blat. 771 772 773 717 448 423 40 1063 97 676 855 60 857 1063 1065 972 450 975 257 914 678 98 25.10 63 585 730 40. 41.41 678 56. 649 1074 34 Register. Ich weiß, mein Gott, daß all Ich weiß ein Blümlein hübsch und Ich will dich lieben meine Ich will einsam und gemeinsam Ich will frölich senn in Ich will gang und gar nicht Ich will von meiner Missethat Jehovah ist mein Licht Mel. 30. Jesaia dem Propheten das geschah Jefu allerliebster Bruder Jefu, deine Liebes Flamme Jeiu, deine Pasion Jesu, deine tiefe Wunden 56. 17. 29. I. 41. I. 21, 9. 14. I. Jefu, der du meine Seele Jesu, du mein liebstes Leben Jesu, frommer Menschen- Heerden Jesu, hilf mein Creuß Jefu, hilf fiegen, du Fürste Jesu, Jesu, meine Conne Jesu, komm doch selbst zu mir Jeſu, komm mit deinem Vater Jesu, Kraft der blöden Herten Jefu, liebster Schaß der Frommen 1. Jesu, meine Freude Jesu, meine Liebe 32. 19. 19. 26. 26. 19. I. 32. 32 27. I. I. Jein, meiner Seelen Leben Jesu, meiner Seelen Licht Jesu, meiner Seelen Ruh Jesu, meiner Seelen Wonne Jefu, meines Herzens Freud, sey 28. Jefu, meines Herzens Freud, füsser 28. Jesu, meines Lebens Leben DDDD 5 324 9. Blat. 859. 1127 387 461 650 1066 302 6 8 1002 388 98 100. 304 679 59 539 586 389 682 223 452 306 915 620 864 102 61 861 682 683 IOI Jefu Register. k Jeju, meine Starcke Jelu, nun sey gepreiset Jesu, rufe mich von der Welt Mel 26. Jesu, Ruh der Seelen Jesus Christus Gottes- Lamm Jesus Christus unfer Heiland, der den Jesus Christus unser Heiland, der von Jesus, der süsse Lebens- Wein Jesus, Jesus, nichts als Jesus Jesus ist der schönste Nam Jesus ist mein Freuden- Leben Jesus ist das schönste Licht Jesus ist mein Freuden- Licht Jesus meine Zuversicht Jefu, wenn ich dich nur habe Jesu, Sonn im Herzen Jesu, wie süß ist deine Liebe Jetzt leuchtet schon Jehund betrachten wir Ihr alle, die ihr Jesum liebt Ihr armen Sünder kommt zu Ihr Christen seht, daß ihr ausfegt Ihr Kinder des Höchsten Ihr lieben Christen freut euch nun Fm finstern Stall, o Wunder Immanuel, des Güte nicht zu zählen Immer frölich, immer frölich In allen meinen Thaten In dem Leben hier auf Erden In dich hab ich gehoffet, Derr In dieser Morgen- Stund In Gottes Namen fahren wir 26. 33. 31. 17. 29. 3. S 29. I. 26. 56. 2. 37. 31. 41. 38. 30. 23lat. 775 Bisu 826 16. 44. 17. 30. 23. 12. 43 1030 99 161 258 259 389 62 390 680 66 160 392 391 478 775 186 103 452 161 1004 1128 43 454 651 424 974 589 777 833 In In meines Derßens Ifrael bekehre dich Register. Grunde Ist dieser nicht des Höchsten It Ephraim nicht meine Cron Ift Gott für mich, so trete It Gott mein Schild und Ists oder ist mein Geist K. Kehre wieder, meine Seele Keinen hat Gott verlassen Kein Chrift soll ihm die Rechnung Kein Stündlein geht dahin Keuscher Jesu, hoch Kleiner Knabe, groffer Gott Komm beug dich tief Komm Creußes Last Komm, Gott Schöpfer Heiliger Komm Heiliger Geist, du Komm Heiliger Geist, erfüll die Komm Heiliger Geist, Herre Komm, Jesu, liebster Schatz Komm, Liebster, komm in deinen Komm, mein Herße, fomm, mein Komm, o komm, du Geist des Komm, Tröster, komm Kommst du denn, Jesu, vom Kommt her, und schauet an mein Kommt her zu mir, spricht Gottes Kommt, last euch den Herren Kommt, und laßt uns Christum Kyrie, Eleison Kyrie, Gott Bater in = Blat. 393 3. 307 128 621 Mel. 22. - 12. 41. 22. 3.1. 17. 22. I. 45. 2. 38. 50. 36. 17. 52. 18. 56. 31. 14 653 589 1109 622 623 540 1067 997 44 721 540 200 201 201 202 1030 684 683 202 203 45 104 541 372 45 339 8 2. Laß AL NAM TAK HANY Register. L. I. 14. Laß abnehmen alle Glieder Laffet ab, ihr meine Lieben Lasset uns den Herren preisen, o ihr 48. Laffet uns den Herren preisen, und Laffet uns mit JEsu ziehen Laß mich dein seyn und bleiben Laß mich dich mein Heiland Laß uns doch nicht begehren Laß uns alle frölich seyn Lebt Christus, was bin ich betrübt Lebt jemand so wie ich, so lebt er jämerlich Lebt jemand so wie ich, so lebt er feliglich Liebe, die du mich zum Bilde Lieber Gott, wenn werd ich sterben 14. Liebster aller Lieben 17. Mel. Liebster Bräutgam, denckst Liebster Jesu, du wirst kommen Liebster Jesu, hör mein Klagen Liebster Jefu, liebstes( siehe) Selig:,: sind Liebster Jesu, Trost der Herzen Liebster Jesu, wir sind hier Liebster Bater, ich dein Kind Litaney Lobe den Herren, den mächtigen 2obet den Herren alle die ihn 2obet den Herren:: Lobet den Herrn, und Lobet Gott unsern Herren Lob sey dem allerhöchsten Gott Lobt Gott ihr Christen allzugleich 48. 22. I. 32. 24. 32. 32. 14. 33. 9. 18. 23. 23. 22. 38. 40. Blat. O 1068 1069 162 9 723 IOS 224 24 462 916 46 164 543 624 394 1071 488 490 685 1130 500 886 224 308 339 724 778 1787 725 819 726 15 46 M. Mache Register. m. Mel. Mache diche mein Geist bereit 49. Machs mit mir Gott nach deiner 34. Mag ich Unglück nicht widerstahn Man lobt dich in der Stille Mein' Augen schließ ich jetzt Meine Armuth macht 17. 35. Meine Hoffnung stehet veste Meine Liebe hängt am Creuß Meinen Jesum laß ich nicht, weil 29. Meinen Jesum laß ich nicht, denn 29. Meine Seel erhebt den Herren Meine Seel, ermuntre dich Meine Seele, laß es gehen Meine Seele, wilt du ruhn Meine Seel ist stille zu Gott Meine Seel, fomm in die Wunden I. Meines Lebens beste Freude 33. 19. 3. 26. 17. Meine Sorgen, Angst und Plagen 14. Mein Freundin, sieh ich stehe Mein Freund zerschmeißt Mein Gemüth, wie so betrübt 36. Mein gnug beschwerter Sinn 42. 5552. Mein Gott, das Herz ich bringe dir 40. Mein Gott, du weist am allerbesten 56. Mein Gott, erschaffen hast du mich Mein Gott, wie soll ich fingen Mein Herzens- Jesu, meine Lust Mein Herße schwinge dich Mein Herk, o Gott, spricht Mein Herze, wie wandest und Mein Heiland, lehre mich 41. 11. 41. Blat. 331 1071 544 727 805 888 425 108 655 978 745 106 866 395 865 463 IIII 625 260 545 867 464 976 396 685 806 66 47 590 918 686 Mein NAMU AKA Register. Mein Jesu, dem die Seraphinen Mein Jesu, der du mich zum Mein Jefu, hier sind deine Brüder Mein Jesu, schönstes Leben Mein Jesus liegt mir in dem Mein Jesu, süsse Seelen- Lust Mein König, schreib mir dein Gesetz Mein Lieb ist mir, und ich bin ihm Mein Liebster, mein Schönster Mein Schat, mein Bräutigam Mein Vater, deine Gnad Mein Vater, zeige mich dein Mensch, drückt dein Creuß Mensch, wilt du leben Mich kann Gott nicht verlassen Mir nach spricht Christus Mit Ernst ihr Menschen Kinder Mit Fried und Freud ich fahr dahin Mitten wir im Leben find Morgen- Glank der Ewigkeit. N. Nachdem das alte Jahr Nach dir, o Herr, verlanget Nichts betrübters ist auf Erden Nicht so traurig, nicht so sehr Nimm von uns, Derr Noch dennoch must du Nun bitten wir den Heiligen Geist Nun dancket alle Gott Nun dancket alle Gott, ihr Nun freut euch Gottes Kinder Nun freut euch, ihr Hirten Mel. 5. 56. 41. 38. 25. 37. 30. 12. 52. 34. 52. 56. 38. 14. 36. 50. 41. 37. 50. 38. 43. 23lat. 322 491 261 166 1 492 71 1006 494 495 497 727 69 547 225 656 919 16. 1072 1073 779 827 549 554382 550 426 341 868 205 729 168 187 479 Nun Register. Nun freut euch lieben Christen Nun geht frisch drauf Nun Gott Lob, es ist vollbracht Nun gute Nacht, du Nun hat das heilge Gottes Nun jauchget all ihr Nun ist auferstanden Nun ist der Regen hin Nun ist es alles wohl gemacht Nun kommt der Heiden Beiland Nun laßt uns den Leib begraben Nun laßt uns gehn und treten Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lieg ich armes Würmelein Nun lob, mein' Seel, den Herren Nun ruhen alle Wälder Nun sich der Tag geendet hat Nun singet und send froh Nun wachen alle Wälder Nur frisch hinein, es O allerhöchster Menschen- Hüter O Angst und Leid! Ob schon das Creuß O Christe, Morgensterne O Creußes Stand O daß ich tausend Zungen O du allerfüßte Freude O du allertiefste Liebe O du Liebe meiner Liebe O Durchbrecher aller Bande O du süsse Lust Mel. 41. 40. 33. 8. 50. 52. 26. 38. 39. 39. 38. 44. 40. 44. 56. 14. 14. I. I. 46. Blat. 398 833 225 920 169 17 170 349 108 18 1073 827 820 1075 729 807 809 48 780 627 781 309 552 782 55I 730 205 979 IIO 982 479 O Elend SAL 231at. III 101 1096 1101112 Register. 48. O Elend, Jammer, Angst und O Ewigkeit! du Donner Wort O Ewigkeit, du Freuden- Wort Defne mir die Perlen- Thoren O frommer und getreuer Gott, aller 41. O fromer und getreuer Gott, ich hab 38. O Gott, da ich gar keinen Rath O Gott, der du das Firmament 41. O Gott, der du aus Herzensgrund 41. O Gott, der du in Liebes- Brunst 4. O Gott, du frommer Gott 37. O Gott du unser Bater bist O Gottes Sohn, Herr Jesu Christ 41. 52. O Gott ich thu dir dancken O Gottes Sohn von Ewigkeit O Gott, mein Schöpfer edler Mel. 50. 9999 57. 13. 54. grosser Gott im Himmels- Thron groffer Gott von Macht Haupt! voll Blut und Wunden 22. O heilige Dreyeinigkeit voll 41. Oheilige Dreyfaltigkeit, o hochgelobte 38. Oheilger Geist, kehr bey uns ein Oheilger Geist, o heilger Gott O Herre Gott, dein göttlich Wort 55. O Herr Gott, der du deiner Schaar 41. O Herß des Königs aller Welt Jefu Chrift, dein Kripplein ist Jesu Christ, der du mir bist Jesu Chrift, du höchstes Gut Jefu Chrifte, Gottes Lamm Jesu Christe, wahres Licht 13. 238 II14 364 2. 41. 57. 38. 9922NW N 33 310 351 748 333 983 231 324 783 427 1001 112 342 I 14 19. 767 207 208 226 351 IIS 49 687 310 117 227 Ote Register. Jesu Christ, ich preife dich Jefu Chrift, mein schönstes Licht Jesu Christ, mein's Lebens Licht 38, Jefu, du bist mein, und Jesu, du Blume Jungfräulicher Jesu, du mein Bräutigam O Jesu, du Ursprung der ewigen Jesu, Gottes Lámmelein O Jesu, Jesu, du mein Hirt O Jesu, Jesu, Gottes Sohn Jesu lehre mich Jesu mein Bräutigam O Jesu meiner Seelen Leben O Jefu meine Wonne O Jefu süsses Licht O Jesu süß, wer dein gedenckt O Lamm Gottes hoch erhaben O Lamm Gottes unschuldig Mel. O Licht von Licht, o Bater- Glang O meine Seel erhebe dich O Mensch bewein dein Sünde 42. 25. 38. 25. 38.. 50. 42. 43. 39. 37. 12. 14. 38. Blat. 239 400 1076 51. O Sünden- Mensch, bedenck den Tod 38. O füffer Stand, o selig Leben OTäubchen fleuch zu deinen Otheures Blut! o rothe Fluth Otheurer Tröster Heilger Geist O Tod! wo ist dein Stachel Eeee 921 402 263 404 1077 688 406 870 480 984 264 784 73 129 120 13. O Mensch, wie ist dein Herß bestellt 41.** 128 O reicher Gott von Gütigkeit 54. 888 O so hast du nun dein Leben 3. O starder Gott, o Seelen- Kraft Ostarder Zebaoth, du 504 9 312 689 1098 985 466 209 172 OTraus NARAKA ZWINALE Regifter. O Traurigkeit! o Hergeleid treuer JEſu, der du bist O Ursprung des Lebens O Bater aller Frommen Bater der Barmherzigkeit O Bater- Herk! o Liebes- Brust Bater sieh wie mich O Vater, unser GOtt, es ift Weisheit aus der Höh Welt ich muß dich lassen O Welt sich hier dein Leben O wie selig send ihr doch O wie selig find die Seelen O wir armen Sünder P. Preis, Lob, Ehr, Ruhm R. Ruhe ist das beste. Gut Schaff in mir GOtt! ein reines Schaffet daß ihr ſelig werdet Schak über alle Schäße Schau Braut, hier hängt Schau lieber Gott wie Schmücke dich, o liebe Seele Schönster aller Schönen Mel. Schönster Bråutgam soll ich nicht Schönster JEu, liebste Lust Schönster Immanuel, Herzog Schutte deines Lichtes Stralen Schwing dich auf zu deinem Schwinge dich mein schwacher Geist 1548440404419 20. 55. 37. 37. 16. 45. I. 22. 41. 14. 9. Blat. 134 1078 C 690 C 821 1008 G 4080 987 C 335 373 1079 135 G II16 498 137 7320 467 889 988 691 137 59 265 499 1031 1032 409 592 628 481 See Mel. 46. 32. 29. Selig:,: sind die zu dem, oder: Liebster Jeſu Selig wer ihm suchet Raum Seligstes Wesen, unendliche Wonne Send zufrieden lieben Brüder Sey frölich alles weit und breit Sey getreu in deinem Leiden Sey GOtt getreu, halt Sen hochgelobt barmherßger GOtt Sey Lob und Ehr dem höchsten Gut 41. Sey mir tausendmal gegrüsset 14. Sey mir tausendmal willkommen Sey wohl gegrüsset guter Hirt Siehe, mein getreuer Knecht Siehe ich gefallner Knecht Sieh, hie bin ich, Ehren- König Sieh, wie lieblich und wie fein Singen wir aus Herzens- Grund Singt dem HErr nah und fern So bald des grossen Sabbaths So bald o frommer Christ So bleibt es denn also So führst du doch recht selig So gehest du mein JEsu hin So hab ich nun vollendet den So ists an dem, daß ich Register. Seelen- Bräutigam, JEfu Seelen- Weide meine Freude So komm geliebte Todes Soll ich denn, JEfu, mein Leben Soll ich mich denn täglich Soll ich nach deinem Willen Soll es gleich bisweilen scheinen Eete 2 3. 41. 14. I. 56. 9. 50. 32. 48. 12. 55. 22. 55. 18. 21. 52. 21, Blat. 410 871 500 138 II 50 173 554 555 412 733 139 556 140 141 312 336 1009 1821 735 174 785 872 430 143 1080 1081 1082 557 876 875 657 Solt AL NAM DAM ZKVAL Register. Solt ich aus Furcht vor Menschen Solt ich meinem Gott nicht sivgen Go oft ein Blick mich So recht mein Kind, ergib So soll ich denn noch mehr So wahr ich lebe, spricht dein Gott So wünsch ich nun ein' gute Nacht Epiegel aller Tugend Steh auf, Herr Zebaoth Steh doch, Seele, steh Straf mich nicht in deinem Strahl der Gottheit, Kraft Suffes Seelen- Abendmahl T. Trau auf Gott in Trautster Jesu, Ehren- König Treuer Gott ich muß dir klagen Treuer Bater deine Liebe Treuer Wächter Ifracl Treuer Meister, deine Worte Tritt hin, o Seel, und danck Triumph:,: des Herrn Gefalbter Triumph! Triumph! es kommt V. Balet will ich dir geben Bater ach! laß Trost Bater unser im Himmelreich Verleih uns Frieden gnädiglich Versuchet euch doch selbst Verwundter Heiland sieh Berzage nicht, o Hauflein klein Unerschaffne Lebens- Sonne Mel. 48. 50. 50. 5. 19. 49. 19. 32. IO. 14. 3. 47. 21. 34. 50. 22. 14. 50. 37. 34. 3. Blat. 231 736 923 1060 557 314 1033 501 1034 925 315 210 266 658 692 594 374 358 377 739 3778 739 176 1084 316 337 360 33333 325 144 361 811 Unser Register. Unser Herrscher unser König Unser Wandel ist im Himmel Unfre müden Augenlieder Unveranderliches Wesen Bom Himmel hoch da komm ich Vom Himmel kam der Vom Satan lieg ich hier Von Adam her so lange Zeit Von Gott will ich nicht laffen Ursprung währer Freuden W. Wach auf mein Herk, denck Wach auf mein Herz, die Nacht Wach auf mein Herß, und singe Wachet auf ihr faulen Christen Wachet auf, ihr lieben Herzen Wicht auf, ihr Menschen- Kinder Wachet auf, ruft uns die Stimme Walts Gott, mein Werd ich War Gott nicht mit uns Warum betrübst du dich mein Herk Warum betrübst du dich, und Warum folt ich mich denn gråmen Warum wilt du draussen stehen Warum wilt du doch für Morgen Was alle Weisheit in der Welt Was bedeut dis, ihr Mel. 19. 14. 38. 38. 38. 38. Was frag ich nach der Welt und Was frag ich nach der Welt, fie giebt Was fürchtst du Feind Herodes Was giebst du denn Was Gott gefällt mein Eeee 3 52. 26. 2. 41. 39. 53. 22. 41. 59. 14. 13. 3. 3738. 56. 12. Blat. 741 927 809 145 51 53 317 1131 659 558 834 177 787 989 559 1132 1099 812 1036 433 632 660 22 434 1134 146 928 929 53 931 878 Was CAL NAM( ARI Register. Was Gott thut, das ist wohl Was kann ich doch für Danck Was kann uns kommen an für Was lacht ihr Babels Kinder Was Lobes soll'n wir dir Was mach ich in Egyptens Was mein Gott will, das Was mich auf dieser Welt Was plagt mich denn die Welt Was wilt du armer Erden Was wilt du dich betrüben 52. Was wilt du mein Herz anfangen 17. Weg mein Herz mit den Gedancken 14. Weg mit allem was da scheinet Weh mir, daß ich so oft und Weil ich meinem JEfum habe Weil nichts gemeiners ist Welch eine Sorg und Furcht Weltlich Ehr und Zeitlich Gut Welt ade, ich bin dein müde Welt packe dich, ich Welt tobe wie du wilt Welt, was fichtet dich doch an Wenn dein herzliebster Sohn Wenn einer alle Kunst und Wenn erblick ich doch einmal Wenn ich betracht mein Mel. Wenn ich in Todes- Nöthen bin Wenn meine Sünd mich kråncken Wenn mein Stündlein vorhanden Wenn Vernunft von Christi Wenn wird doch mein JEsus 37. 41. 22. 6. 56. 55. 40. 34. 41. 19. 41. 16. 56. 37. I. 56. 9. 41. 37. 28. 56. 41. 41. 14. Blat. 662 457 631 633 741 93⁰ 881 932 933 990 881 788 634 934 318 502 1085 992 934 1117 936 937 938 458 IOIO 693 663 1086 147 1087 148 560 Wenn Register. Wenn wir in höchsten Nöthen Wer Christum recht Wer das Kleinod will erlangen Werde munter liebe Seele Werde munter mein Gemüthe Wer GOtt vertraut, hat wohl Wer in dem Schutz des Höchsten Wer ist wohl wie du Wer nur den lieben GOtt låft Wer seinen JEfum hålt, so Wer feinen JEfum recht will Wer sich im Geist beschneidet Wer überwindet, soll Mel. Blat. 38. 52. I. 14. 14. 5541. 46. 56. 56. 52. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 56. Wer wohl auf ist und gesund 9. Wie fleucht dahin der Menschen Wie ist so groß und schwer Wie nach einer Wasser Quelle Wie schon leucht't uns der Morgenstern Wies GOtt gefällt Wie soll ich dich empfangen Wie wird doch so gering Wie wohl hast du gelabet Wie wohl ist mir Wir glauben all an einen GOtt Wir haben jetzt vernommen Wir Menschen sind zu dem 59. 14. 22. 37. Wir Christen- Leut Wir dancken dir H. J. C. daß du für 38. Wir dancken dir H. J. C. daß du gen 12. Wir dancken dir H. J. C.daß du vom 12. Wirf ab von mir 41. 344 940 595 1088 813 664 366 75 436 636 942 829 596 1090 742 1091 361 561 503 882 20 750 267 470 54 150 189 178 319 327 354 233 Wir GAL NAM TAK INNE Register. Wir fingen dir Immanuel Wo dend ich armer Mensch doch Wo Gott der Herr nicht bey uns Wo Gott zum Haus nicht Wo ist der Liebste hin Wo ist meine Sonne blieben Wo ist mein Schaflein Wohl dem, der Jacobs Gott Wohl dem, der in Gottes Furcht Wohl dem, der sich auf ſeinen Wohl dem, der sich mit Fleiß Wohl dem Menschen, der nicht Wohl recht wichtig und recht Wollt ihr den Herren finden Wo mein Schaß liegt Womit soll ich dich wol loben Woran fehlts immermehr Wo soll ich fliehen hin Wo wilt du hin, weils Abend Wunderbarer König Wunderlich ist Gottes Schicken 3. Zerfließ mein Geist, in Beuch ein zu deinen Thoren Beuch meinen Geist, o Herr Zeuch mich, zeuch mich Zion klagt mit Angst und Zu dir, o Gott erhebet Zwey Ding, o Herr, bitt ich ENDE Mel. 12. 31. 41. 38. 37. 34. 56. 22. I. I. 14. 52. 19. 14. 30. 38. Blat. 54 5.99 1036 437 190 815 694 637 994 665 600 235 506 943 696 438 995 321 817 387 744 563 269 211 698 698 1037 836 440 I Geistreiche Gebeter, aus Johann Arnds Paradies- Gartlein und andern zuſammen getragen. Ulm Andacht und die Gabe dert: Weiß auch, welch ein des Gebets. freundlich Gespräch das armherziger, gnädi- Gebet ist mit dir, und wie ger, liebreicher Vadu antwortest durch Trost ter im Himmel: Du hast und heilige Gedancken: mir befohlen zu beten, dein Und daß keine Hülfe und lieber Sohn hats mich ge- wahrer Trost ohne Gebet lehret, und mit einem theu- könne erlanget werden, ren Eide die Erhörung zu- habe dessen so viel Erema gesagt, dein Heiliger Geist pel der Heiligen und meierinnert mich oft in meines HErrn JEfu Christi: nem Herzen des Gebets: Dennoch bin ich so faul Und ich weiß, daß alle gu- und träge zum Gebet, vers te und alle vollkommene laffe mich mehr auf meine Gaben von oben herab Arbeit und Weisheit, den kommen müssen, von Ba- auf deine Hülfe u. Gnade. ter des Lichts, und weiß Ach vergib mir solche Si auch, daß kein wahres be- cherheit und Thorheit, und ständiges gedenliches Gut, Berachtung deiner göttli es sey himmlisch oder irr- chen Verheissung. Bende disch, zeitlich oder ewig, oh- von mir die schwere Straa ne Gebet kan erlanget wer- fe, die du dráuest den Verden: Weiß auch, daß es dei- ächtern deiner Gnade, daß ne Ehrebetrift, und meine du sie wolleft wieder vers höchste Nothdurft erfor- lachten, und daß die, so eis #fff nem n 2 Geistreiche Gebeter. nem andern nacheilen, jam Creuß, laß mich die groß Herßeleid haben sol- Knie meines Herzens von len, und gib mir den Geist dir beugen, wie Manasse, der Gnaden und des Ge- thue mir mein Herz auf bets. Entzünde mein wie der Lydia, daß ich ab Hers mit inniger und ler zeitlichen Dinge in brünstiger Andacht, und meinem Gebet vergesse. mit dem Licht deiner Ach HErr, aller HergensGnade; Laß mein Gebet Kündiger, der du Herzem vor dir riechen, wie das und Nieren prüfest, du Opfer Noah. Laß mich weißt, wie unbeständig meine Hände zu dir auf menschliche Herzen und heben wie Moses, laß Gemüther sind, viel bes mein Gebet vor dir flin- weglicher denn Wasser, so gen wie die Cymbeln am vom Winde beweget Kleid Aaronis, und wie die wird: Ach befestige mei Harfe Davids; zünde in ne Andacht, daß ich nicht mir an den heiligen Durst durch so mancherley Ge nach dir, wie ein Hirsch dancken hin und her be schreyet nach frischem wogen werde. Ach du Wasser; rühre und reinige kannst das Schiflein mei meine unreine Lippen mit nes Herzens still halten, dem himmlischen Feuer, bevestigen und viel besser wie dem Esaia. Laß mich regieren, denn ich selber. deine Herrlichkeit im Geist Stehe auf, HENR und Glauben sehen, wie bedráue den SturmEzechiel, erhöre mich, wie Wind und das unruhige Daniel, ofne mir die meer meines Bergens, Augen, wie tem Diener daß es stille sey, in dir ruhe, Elifai, laß mich mit Pe- Dich ohne Hinderniß an tro und Maria bitterlich schaue, und mit dir verei weinen, erleuchte mein nigt bleibe. Führe mich in Herk, wie dem Schächer die geistliche Wüsten, da ich nichts Geistreiche Gebeter. 3 nichts sehe noch höre von kaltes Herz mit seinem der Welt, denn dich allein, himmlischen Feuer anzun daß du mit mir allein re- den, erwärmen, und mich den mögest, daß ich dich vertreten bey GOtt mit freundlich küssen möge, unaussprechlichem Seufund es niemand sehe und zen: Laß deinen heiligen mich höhne. Erneure mein Geist in mir wohnen, mich Herk, Sinn und Gemüth, zum Tempel und Heiligzünde in mir an dein Licht, thum Gottes machen, daß es in mir leuchte, daß und mich erfüllen mit mein Herß brenne, und göttlicher Liebe, Licht, entzündet werde in deiner Andacht, himmlischen Liebe und Andacht: Nim Gedancken, Leben, Trost, das steinerne Herz hin- Starcke, Freude und Frieweg, daß ich empfinde de. Laß deinen Heiligen deines Geistes Flamme, Geist den Tempel meines Liebe, Troft und freundli- Bergens mit dem himm che Antwort. Auch nimm lischen Weyrauch der weg durch deine Gnade göttlichen Andacht lieb alles, was meine Andachtlich und wohlriechend mahindert, es sey die Welt, chen. Laß uns durch deis oder meines Fleisches Wil nen Heil. Geist, o Bater, le, als Zorn, Rachgier, Une mit deinem lieben Sohne geduld, Unglauben, Hof- JEfu Christo. vereinigt fart, Unversöhnlichkeit, werden, daß wir in ihm, Unbußfertigkeit. 2aß durch ihn, mit ihm beten, deinen Heiligen Geist in als mit unserm Haupt; lag meinem Herzen seufßen, uns auch durch den heilis schreyen, rufen, beten, lo- gen Geist mit allen gläuben, dancken, zeugen, bigen Herzen und der gans und meinem Geist Zeug- Ben heilgen Kirchen vereis niß geben der Kindschaft niget werden, daß wir mit GOttes; Laß ihn mein der ganzen Kirchen, für Sfff 2 die GAA 4 Geistreiche Gebeter. die ganze Kirche, und in sten zu Nuß und Dienst der Kirchen, als in deinem Jch ergebe mich dir auf Deiligthum beten, und im neue, mein Vater! mache Namen JEfu Christi er mit mir, was dir wohlge höret werden, Amen. fället: reinige, lautere, unt bewähre mich, daß ich ein rechtschaffener Christ sey und zu dem Ifrael Got in allgemeines Morgen Gebet. Es segne mich mein GOtt und Amen. Abba Bater, und wasche, heilige tes gehöre, über welchem und reinige mich in dem Blu- ist Friede und Barmher te JEsu, durch deinen Geist, ßigkeit. Ich begehre keine Ehre, als deine Kindschaft: bba lieber Bater! ich keinen Reichthum, als die lobe und preise dich Gerechtigkeit JEfu Chri auch für diese Nacht, so du sti: Keine Wollust, als mich überleben, und für Gnaden- reiche Benwohdiesen Tag, so du mich erle nung des Heiligen Geistes ben lassen. Laß das rechte Für mein Leibliches wic göttliche, geistliche und du wohl sorgen. Denndr himmlische Leben, das ans haft gesagt: Ich will did dir ist, durch den Geist der nicht verlassen noch ver Gnaden in mir neu wer- fáumen. Doch bewahre den, damit nicht ich lebe, mich vor Müßiggang, sondern Christus in mir, laß mich arbeiten nicht und ich im Glauben des aus Geiß, sondern in Sohnes GOttes stets herzlicher Liebe gegen verneuret werde, als eine meinen Nächsten. Las Pflange der Gerechtigkeit deine Barmherzigkeit zu grünen und zu blühen sich ausbreiten über alle dir zum Preise, und aus- Menschen, die auf dem zubrechen in lebendige und Erdboden wohnen, und dir wohlgefällige Früchte deine Güte über alle deine des Geistes meinem Nach- Geschöpfe. Gedende dei ner Geistreiche Gebeter. 5 ner Kinder, die dich feñen, mein Gebet nicht, sondern und in der Einigkeit des erhöre mich um deines lieGeistes verbunden sind, ben Sohnes JEfu Christi als lebendige Glieder an willen. Amen, das heisset ihrem hoch gebenedenten ja, ja, es soll also geschehen. Ober- Haupt JEfu Chrifio. Laß unser aller Gebet ein Gebet seyn vor dir Es fegne mich der dreveinige durch Christum, in welchem du uns dir selbst angenehm gemacht hast. Sen du selbst eine ewige Vergeltung allen denen, die mir Liebe und ewige GOtt; Ja, segne du mich, mein Vater, mit himmlischen Gütern in Christo Jesu. dh lobe und preise deis beweisen. S nen heiligen Namen, Meine Beleidiger siehe daß du mich erhöret, und mit erbarmenden Augen mein Gebet nicht vers an, und vergib ihnen, gleich schmähet hast, daß ich heuwie ich ihnen von Herzenste in der Morgen- Stunde vergebe. Alle meine Angebracht habe vor dein heiverwandten lege ich in dei- lig Angesicht. Zwar ist mir ne Liebes- Arme: Kirchen deine wunderbare Güte und Schulen, Obrigkeit um meiner Schwachheit und Unterthanen befehle willen noch am meisten ich dir, mein GOtt! Ach! verborgen; Darum kann fiehe an den elenden Zu- ich dich nicht so völlig und stand in allen Ständen, kräftig loben, als ich schulmache dich auf, und hilf dig bin, ja als ich durch deiuns, daß deine Ehre geret- ne Gnade wünsche und tet, und des gottlosen We- verlange. Doch preise ich fens ein Ende werde. Hilf dich mit meinen Lippen, den Armen und Elenden, wie du mir deine Gnade die zu dir schreyen. HErr darzu reichest, beydes für mein GOtt, verschmähe die erkante und unerkante Ffff 3 Wohls 9 Ein allgemeines AbendGebet. SAL 6 NAM CAKA 70XANA Geistreiche Gebeter. Wohlthaten, bis ich da- den selig gemacht hast hin gelange, da ich sie alle Mein Vater, ich werfe dei erkennen, ja dich selbst von ne Gnade nicht weg, ob id Angesicht zu Angesicht wol meine Gebrechen un anschauen werde. Weil ich Untugenden an mir er hier bin, will ich dich inson- kenne. Du weist, daß es derheit preisen für das lie- meines Herzens Wunsch be Creuß, welches du mir und Verlangen ist, vollig als einem Junger Christi davon befreyet zu wer täglich auflegest, damit den, und daß mich darum meine Seele von den Lu- die sterbliche Hütte am ften dieser Welt recht ent- meisten drücket, weil ich wöhnet, und zu dir gewöh- mich in derselben nicht net werde. Nun ist ja auch recht zu dir aufschwingen die Last dieses Tages über- kann, noch mich völlig mit wunden, und also ein dir vereinigen, sondern Schritt nach dem andern immer von der Sünde, die von diesem Elende zurück mich anreißet, zurücke ge geleget, und kommen im- halten werde. Doch lag mer näher zu unserer ewi- mir nur diese Gnade wie gen Herrlichkeit. Indes derfahren, mein Vater, fen hast du Geduld mit daß mein Christenthum uns, und vergiebest uns rechtschaffen sen bis and täglich und reichlich alle Ende, und daß ich deine unsere Sünde, darum hab Gnade nicht vergeblich ich auch einen freyen Zu- empfahe zu meinem tág gang zu dir, mein Ba- lichen Wachsthum, so ge ter, in dem Blute JEfu, nuget mir. Nim mich nun welches mich abgewaschen zur Ruhe, lieber Abba, den und gereiniget hat vonjich lege mich in deine Ar allen meinen Sünden. me, und ergebe mich unter Wie groß ist deine Liebe, den Schuß und Schirm daß du mich also aus Gna- ldeiner Flügel in gläubiger 3us Geistreiche Gebeter. Zuversicht auf deine Gna- Abend dieses zeitlichen Leide. Schlieffe du mir meine bens, darnach ich mich Augen zu durch deine Ba- herzlich sehne, heran komter- Liebe, und bleibe in- me, und du mich ins Grab deffen vereinigt mit meizur Ruhe legest, und mich nem Geist, daß der Sa- wiederum auferweckest D tan keine Macht an mir an dem rechten Ruhe und finde. Du bist ja der Hu- Freuden Tage deiner ter und Wächter Israel, Kinder, da meine Sonne der nicht schläfet noch ewiglich nicht untergehen schlummert. Du wolleft wird, sondern ich in ewiger nicht allein meine Leib und Wahrheit und Klarheit Seele, und alles was du vor dir lebewerde, Amen. mir gegeben hast, gnädig morgen- Gebet am lich behüten und bewahSonntage. ren, sondern auch aller du Bater des Lichts, Menschen in der Welt, der du das natürliche und aller deiner Geschöpfe, Licht dieser Welt uns scheis insonderheit aber aller nen läsfest, sende doch auch deiner Kinder, aller mei- heut und allezeit das ner Mit Brü er und wahrhaftigelicht, JEfum Mit- Schwestern in Chri- Christum, in mein Hertz, sto JEfu dich erbarmen, und lasse ihn darin leuchund sie auch an diesem ten und alle Finsterniß Abend meines armen Ge- vertreiben, damit ich dich, bets mit geniessen lassen. o ewiger GOtt, in deinem Defne mir dann wieder liebsten Sohn erkenne an dem morgenden Tag und lieb gewinne. Sie meine Augen und erfülle he, ich bin durch die meinen Mund aufs neue Sünde in der Finsternis mit deinem Lobe, damit der Eitelkeit gefangen ich dich so lange preise, und und verdunckelt. dir zu Ehren lebe, bis derlum lehre du mich Ffff 4 Darselber durch AR € Geistreiche Gebeter. durch deinen H. Geist aus Herßen, und herrsche über deinem heiligen Wort, alle deine Feinde in uns, wie ich mich zu dir bekeh- die du in deiner Auferste ren, und dir im Glauben hung bezwungen haft. gehorsam werden könne. Und, o heiliger Geist! schiSo werde ich mich erst de unsere Herzen heute recht mit Lob und Danck zu, daß sie deine Tempel zu dir wenden, und dir in werden, darinnen du den deinem Lichte dienen und ganzen Tag lehren kön gefallen können. O HErr nest. Heilige alle Gedan JEfu Christe! du Sonnecken und Sinne, dein der Gerechtigkeit, gehe du Wort zu fassen und zu be mir auf als ein Morgen- halten, auch dir ohne Falsch stern, und schencke mir dein zu gehorchen, und in tágli Heil unter deinen Flücher Busse die gange geln, damit mir alle Tage Woche und allezeit forts meines Lebens zu rechten, zugehen, Halte selbst deis Sonntagen werden. Leh- nen Sabbath oder Ruhe re mich aufwachen vom Tag in uns, und habe Schlaf meiner natürli- dein Werd in unfern chen Sicherheit, und auf Herzen, daß wir dir ge stehen von allen Todten fällig seyn in Zeit und Werden und Gesell- Ewigkeit, Amen. schaften, damit du mich, Abend Gebet am JESU, erleuchten mo- Sonntage. g und geft. Du bist ja der Dir fen allein Preis Glank der ach! so lasse mich nicht mir heiliger HErr und GOtt felbst leben, sondern dir, der du mir heute dein Licht der du für mich gestorben, haft lassen helle werden und heute wieder aufer- und so viel Gnade an Seel standen bist. O brich an, und Leib gegönnet. Ac du helles Licht! in meinem verwahre du selber in mei nem Geistreiche Gebeter. 9 nem Herzen, was dein daß alle meine Sinne und Geist durch dein Wort in Gedancken zu dir gerichs mich gepflanget hat, da- tet bleiben, damit es immit ich viel Furcht bringe merfort Sonntag, und in Geduld zum ewigen Le- lein heller Schein deines ben. Vergib mir alles, Lichts in meinem Gemü worin ich deinem vollkom- the bleibe, der du meine eimenen Willen nicht nach-[ nige Ruhe und Seligkeit gelebet haben mag. Laß feyn mustewiglich, Amen. mich auch den neidischen durch deinen Heil. Geift, Feind diese Nacht, oder Amen. sonst nicht sichten, noch das Gute, so du mir gezeiget hast, rauben. Auch wolleſt du ſonst aus Gnaden Bey dieſem Anfang der Morgen- Gebet am Montage. rufe mir gegeben, und in dei- o heiliger Bater, im Naner heiligen Ordnung an men JEfu Chrifti, du wolvertrauet hast. Sey mein left mein Herz, Muth und Licht in meiner Seele, Sinn mit deinem Heili wenns dunckel wird, und gen Geist erfüllen, damit meine Kraft ben allerjich allein das dencke, rede Schwachheit, meinSchuß und thue, was du selber in Heil und Leben. In dein mir willst und wirdest. Lieb- volles Herk, HErr Ach! vereinige meine Ges JEsu, ergebe ich mich ein, dancken und Begierden du einiges Heil meiner mit dir, durch die Liebe Seelen. Sezze deinen heili- Christi, und reinige mein gen Willen in mir doch be- Gewissen durch sein Blut, ständig fort, und lasse mich damit ich in deinem heiliauch im Schlaf mit dir re- genGehorsam einher gehe. den. Erinnere mich des ge- Siehe, ich übergebe mich höreten Worts stetiglich, dir auf die ganze Woche, Ffff 5 ja SAL NAM DAL MOVE Geistreiche Gebeter. ja auf mein Lebenlang, täglicher Buffe uns im stárde mich mit deiner merdar zu dir wenden, Kraft, mache mich auf- und deine Gnade also von richtig, dir und meinem neuen suchen. Darum Mächsten in Liebe zu dieserinnere du mich selbst nen. Zehre mich wider durch den Geist deiner alle Verführungen mei- Zucht, worinne ich diesen nes verderbten Hergens Tag über oder sonst von und böser Menschen strei- dir abgewichen sey. Laß ten. Mache mir die Eitel- mich stets mit dem verkeit recht bitter, daß du mir lornen Sohn wieder desto süsser werdest. Hilf dir nahen mit zerknirschmir die Last dieser Woche tem Bergen, und komme tragen, leite mich, wie ein mir mit deiner Erbars lieber Bater, und mache mung zuvor in allem mei mich findlich gehorsam. nem Elend, damit mich Sprich selbst deinen Sedie Finsterniß nicht unbe gen über meine Arbeit, wafnet überfalle. Nimm und gehe mir mit deiner mich von neuen auf in dei Weisheit vor, damit ich ne heilige Vorsorge wider frölich und getroft darin alle Feinde, vornemlich nen, aber auch gewissen- die unsichtbaren, und habe haft und treu sen. Ja zugleich Dand für die werde du selbst in mir und heutige Bewahrung und allen meinen Dingen Un- Hülfe in meinem Beruf. fang, Mittel und Ende, Lehre mich erkennen, zu deinem Preis und mei- wie ich ohne dich ohnmoge nem Heil, Amen. lich kann sicher bleiben, und wie du hingegen Macht genug habest, alle deine Kinder zu erleuchten und eiliger und gerechter zu schützen. Das Fleisch GOtt, wir sollen inllaß in Züchten reine ſeyn Abend Gebet am Montage. von Geistreiche Gebeter. II von allen sündlichen Lü- gierung. Laß du den le= sten. Laß mich dir alle das bendigen Glauben und Meine anvertrauen, in dadurch Christum in meideinem Namen mich ein- nem Herzen wohnen, daß ergeben, in dir sanfteru- er die Früchte des Glauhen, und mit guten Ge- bens in mir wirde, als dancken und Begierden Liebe, Hoffnung, Dewieder aufwachen zu ei muth, Sanftmuth, und nem hellen und frölichen Geduld. Lehre mich deiTag deiner Gnade in ne Wollust zu verlangen Christo JESU meinem als deine Liebe, keine VorHERRN und Heiland, theile als die Schäßze deiAmen. Hei ner Gnaden, keine Ehre Morgen Gebet am Y als deine Kindschaft, wen Diensttage. ich in dir von neuem geboetreuer GOTT undren werde. Für dis Zeits Bater, dir sey Preis liche laß mich nicht angfür alle deine Güte, daß du stiglich sorgen, denn dir mich unter dem Schatten wirst mich nicht verlassen deiner Flügel hast ruhen noch versäumen. lassen. Destomehr lase lige und benedene das nun auch diese künftige Werd meiner Hände Zeit über mich zu deiner selbst, und neben mir auch Liebe erwecket werden, daß alle, die dich suchen. Ja ich nicht begehre zu leben, breite deine Barmherzigohne nur in dir, und was feit über alle Menschen ich noch lebe, bloß im Glau- aus, und hole einen jeden ben deines Sohnes lebe, ja herum aus seinem Verdaß er mein wahres Licht derben, absonderlich die und Leben werde. Hier Feinde deiner Wahrheit. zu übergebe ich mich dir Insbesondere empfehle gang von neuem in dei- ich deiner Gnaden- Regiene Reinigung und Re- lrung die Meinigen, wie auch AL 12 Geistreiche Gebeter. auch meine Obere und ziehen. Du hilfest ja nun Borgesetzte. Erbarmelimmer eine Last nach der dich des allgemeinen Elen- andern überstehen, und des in allen Ständen, und trågest dabey viel Geduld, mache der Bosheit und regierest uns auch mit vie Aergernissen ein Ende, hilf lem Verschonen. Laß uns auch allen Nothleidenden, ja deine Gnade nicht weg und fen uns allen gnädig, werfen, noch auf Muth daß du uns deinen Frie- willen ziehen; sondern den gebeft, im Namen mache uns rechtschaffen JEfu, Amen. vor deinem Angesicht, und prüfe, wie wirs meynen. Ja laß uns täglich in de ner Liebe und Erkenntniß Abend Gebet ant Dienstage. Wiewohl ich deine Güte wachsen, und was versäu o himmlischer Bater, met ist, erseße du selbst. nicht völlig erkenne, die ich nimm uns nun in deinen nur heute, geschweige mein Frieden ein, und wirdedie Lebenlang, genoffen habe: nöthige Zuversicht auf So wollest du doch meinen deine Bewahrung. Blei schwachen Danck in Gna- be du in und bey uns, daß den annehmen, und noch kein Feind einbreche. Er dieses zu deinen vorigen barme dich aller deiner unzähligen Wohlthaten Kinder, ja aller deiner Ge hinzu thun, daß du mich schöpfe, und morgen öfne in Christo gnädiglich mit uns Herz und Mund, dich meinem Lob- Opfer anse- dafür zu loben, und in dei hest. Dir sey insonderheit ner Kraft einher zu ge Danck, da du mir etwa hen, bis endlich der Abend auch heute einige Züchti- junsers Lebens kommt, gung und Demüthigung und dein ewiger Tag einzugeschickt haft, meine bricht, da keine Nacht und Seele von der Welt abzu- Finsterniß ist. Amen. Mor 3 13 - Mittwoch. 399 ( und opfere ich dir auch als les, was du mir geschenu dir, o himmlischer cet hast, auch alle meine Bater, wende ich mei- Mitglieder, sie seyn nahe ne erste Gedancken anjego, oder ferne, auf daß wir alund erhebe mein Herz dalefamt dein ewig Eigenzu, damit ich in dir nun- thum werden und bleiben, mehro allein leben, stehen auch dich also zusammen und gehen möge. Sey als Einer mögen anbeten. du ferner meine Burg Laß deinen Geist den gan. und Zuversicht, wie du es gen Tag an uns züchtigen diese Nacht ja so treulich und arbeiten, damit wir warest, dafür dich mein in den Schrancken deiner Gemüthe preisen und an- Gebote fortlaufen, und beten müsse. Nun wachelder Feind uns nicht könne heute ferner über mich, von dir trennen. Segne über meine Sinne und uns in Christo JEfu mit Glieder, fürnemlich über allem, was dir gefällt, und mein Herß. Gib mir jalgib uns so viel Kraft und eine tägliche Busse über Weisheit zu dem Stand, alle meine Verderbniß darein du uns zu deinen und übrige Unreinigkeit. Dienern gefeßet hast. Ach Laß mich in dir reden und zeige uns die Fußstapfen wirden dein Wohlgefal- deines Sohnes, ihm treulen, in dir essen und trin- lich zu folgen, bewahre den, weben und bewegen- luns vor allen bösen LeuUnd weil du deinen Na- ten, und laß sie uns wemen, o HERR, ein der schaden noch verfühvestes Schloß nennest, ren. Dein guter Engel so laufe ich mit allen, die führe uns auf Weg du im Glauben deines und Steg, und hilf uns Sohnes gerecht machest, wandeln auf dem Wege dahin. In diesem ergebelzur Ewigkeit durch Christum Geistreiche Gebeter. Morgen Gebet am SAL NAM TAK HAVE 14 Geistreiche Gebeter. ftum in dem Heil. Geiste, mir nahen könne. Schließ Amen. Abend Gebet am Mittwoch. du selbst deinen Tempel, mein Herß, mit deinen feu rigen Roffen und Wagen, ammle, o GOTT, als mit einer Ring- Maualle meine Kräfte er ein, so kann ich wol sicher und Gedancken nun in dir ruhen, und mit allem zu zusammen, als in dem frieden seyn, wie du mit Brunnen meines Lebens, mir verfahren wilst. Dei damit ich dir würdiglich ich bin einmal dein, und dancken könne durch JE- dein Sohn hat mich so fum Chriftum deinen theuer erkauft, auf daß ich Sohn, weil du mich heute zugleich mit ihm leben sol so gar sonderbar begna- le, ich wache oder schlafe. det, und mir beygestanden Darum lebe, schlafe und haft. Nun empfehle ich ruhe ich nicht mir, sondern dir auch in solchem Ber- dir, das schaffe du felbst in trauen mein ganzes We- mir durch Christum im fen und Leben, wie auch al Heiligen Geist allezeit. les andere zu deiner Ver- Amen. waltung. Ja ich fliehe wider alle meine Feinde inj Morgen- Gebet am Donnerstage. dein Lieb- volles Herz, und Nun ſegne mich ferner Liebe in dir allein, weil mich Baters in dem Blute JE fonst im Himmel und Er- fu Chrifti durch die Kraft den nichts stillen und ver- des H. Geistes. Dand und gnügen tan. Sowircke du Lob sendir, du Dreyeinige nun allein in meinem Ge- jewige Gottheit, für deinen müth, damit keine andere so beständigen Schuß, Kraft an mir hafte, und Rath und Trost, damit di weder böse Geister noch mir noch nie entstanden fonst etwas feindseliges zulbist in aller Gefahr, und auch Geistreiche Gebeter. auch in dieser Nacht. Wie daß deine Gnaden- Sonfollte ich mich nicht weine nicht untergehe, sonter dir allein aus ganger dern mich vom Anfang bis Macht anvertrauen, der zu Ende regiere, in Chrifto du so unzählige Pfände JESU meinem HErrn, deiner Treue mir gege- Amen. ben! Ich befehle mich dir billig mit allem, worüber 15 Abend Gebet am Donnerstage. du mich zum Haushalter Wo soll ich mich nun geordnet hast. Du wol- hinwenden, o Gott 9 left doch meines Sinnens meines Lebens, als zu dir, und Beginnens Anfang da nun die Finsterniß und undEnde seyn, laß es ales so manches Böse einzu deinem Lob gereichen, bricht? Defne mir doch und dem Nächsten zu Dein freundlich Herk in Dienst in deiner Liebe. Christo JEfu, und las Wende dagegen von mir mich in deiner offenen Seiab die giftigen Begier- te ruhen. Denn ich will den und Kräften böser nun meinen Schlaf nur Geister und Menschen: in deiner Liebe und Vergütige auch die Feinde vor einigung vornehmen, damir, wie Esau vor Jacob, mit er mir in dir gesegnet und laß mich in deinem und nützlich sey. VerhitWeinberg treulich arbeite du doch selbsten, daß ten, als ein gehorsam mich keine falsche Kraft Werdzeug deiner Gnade. berühre, und zerbrich alle Laß mich keine Sicher- Pfeile, die etwa auf mich heit noch Heuchelen einzuschiessen möchten. Laß nehmen. Schencke mir ein auch den Gatan mich freudig Gemüth in feliger durch keine böse Lust reis Einstimmung mit deinem gen, sondern das Fleisch in Willen, und halte deine Zuchten reine seyn. DaLiebe beständig über mir, gegen zünde deine Liebe in mir AL YAM 16 Geistreiche Gebeter. mir an, so kan ich die gangeldeiner väterlichen Huld Nacht mit dir im Gemüth und Wacht in dieser ver zu thun haben, o mein gangenen Zeit. Nimm Licht und Heil, wenn nun mein elendes unwer gleich der Leib schläft. thes Herß zu einem Mor Deswegen versende ich gen Opfer durch eben den mich ganz und gar in dei- felben Hohenpriester auf ne Erbarmung, und be und giesse deine Liebe dar gehre nur in deiner Kraft ein aus durch deinen Geist zu ruhen, nebst allen dei- so werde ich den gangen nen Freunden, an denen Tag in solcher Liebe wan du so wohl, als an mir deln können. Ich kann ja, Armen, deine Barmher- wie du weist, nicht einen Bigkeit wollest groß ma- Augenblick ohne dich beste chen in Zeit und Ewigkeit, hen, darum vereinige me Amen. nen Willen mit dir, daß Morgen Gebet am sich nichts in und an mir Freytage. ohne dich bewege, ge = Du lebendiger wahrer schweige ich auffer deiner GOtt und Schöpfer, Regierung etwas wird meine Augen sollen auf Was ich aber versehe, das dich sehen, und in deinem verbessere du durch deine Licht dich, das wahre Licht, vollkommene Liebe, und an diesem Morgen suchen, hilf mir in wahrer Buffe der du mir näher bist, als unverrückt fortgehen, ich selber. Du lebendigejwie du es von mir ver Quelle alles Segens, von langest: Ich entsage wil dir hole ich nun ferner, liglich allem Argen, und was mir noth thut. Zuvor überlasse mich und alles aber sage ich dir Dand andere deinem Regiment aus allen meinen Kräften, und heiliger Ordnung: in JEfu Christo, durch Du wirsts in allem wohl deinen Geist, wegen machen, und mir endlich durch Geistreiche Gebeter. 17 durch alle Trubsale und wieder mit deiner heiligen Mühseligkeiten hindurchzüchtigenden Gnade zu helfen in dein Himmel dir, und bringe alles Verreich. Dir sey in allem irrete zurecht. Erhalte Ehre und Herrlichkeit ge- uns wider alles Arge, daß geben! wir dir zu Lob und Dienst Abend- Gebet am Sreytage.leben, so wollen wir rüher Abend hat uns nun men in dir, und nichtes überfallen, o mein tie- uns selber zuschreiben, ber frommer GOtt und sondern dir allein alle EhBater! und wir sind allzu- re geben. Das wollest Du schwach uns selbst zu helf- uns selbst lehren, und das fen oder zu verwahren. zu alle deine Gläubige reDarum starcke du uns gieren, ja deine ganze Gedoch durch die Kraft des meine in der Welt dir be Glaubens, und widerste- fohlen seyn lassen, und eihe allen feindlichen Mach- nem jeden Gliede das ten, die uns mit List oder Maaß seines Leidens helGewalt schaden könnten. fen überwinden, bis es alUnd weil uns das äusser- les vollendet werde, und liche Licht nun entzogen ist, wir zur ewigen Ruhe so blicke uns destomehr in- kommen in Christo deiwendig an mit dem ewinem Sohne, der unser gen Licht deiner Gnaden, Friede worden ist. Amen. damit wir in unserer Noth Morgen Gebet am und Gebrechlichkeit allezeit Sonnabend. Nath und Zuflucht bey dirbba, mein lieber Bafuchen und finden. Kehre ter, hilf daß ich dich dies unser Herk und Sinn zussen Morgen und allezeit dir, daß wir nicht irre ge- im Geist und in der Wahrhen. Hast du uns aber heit anbete, aber auch heute von dir abgewichen nichts begehre, als was gefunden, so rufe uns dein Wille ist. Erleuchte Gggg mich ? 18 Geistreiche Gebeter. mich mit deinem Heiligen det werde. HErr, es foll Geist, und reinige mein auch dein Ruhin alleine Gewissen von allen tooten seyn, wenn du meine Wercken, dir dem leben- Hülfe wider das Strau digen GOtt heut und alle- cheln seyn wirst, und mein zeit zu dienen, durch das Glaube wird dadurch Verdienst deines Sohnes stärdet werden, daß ich bin JEfu Chrifti. Gib, daßlewiglich anhange und ich nichts in mein Ge- nicht von dir weiche. Ich müth fasse, als was dir ge- will auch deine Wunder fällt. Siehe, ich bin dein, andern erzehlen, die du und du hast mich deinem auch so wol als mich zu dir Sohne in der Busse gege- ziehen, und in Seilen de ben, seße du solche täglich ner Liebe leiten wolleft, in mir fort durch deinen durch den Sohn deiner Heiligen Geist, daß ich wi- Liebe in Kraft des Heil. der alles Böse ernstlich Geistes, Amen. streite, und mir mein Christenthum einen rech ten Ernst seyn lasse. WenBuß Gebet. de von mir ab alle unnüße groffer! unermeßli HERR und und böse Worte und Wer- GOtt, ich komme vor dein de, sey durch dein Wort Angesicht, ob ichs wol ein Richter der Gedanden nicht würdig bin, und bitte und der Sinnen des Her- dich, du wollest mich selber gens. Auch bewahre mei- bekehren, und überzeugen, nen Fuß, daß ich nicht auf wie Treulos ich an deiner verbotenen Wegen gehe, Gnadeworden bin. Denn denn du weissest, lieber ich liege im Schlamm der Bater, wie viel Feinde um Sünden, und bin gleich und um nach meiner See- dem verlornen Sohn len stehen, und wie leicht der sein väterlich Erbe ver ich berücket und befle- praffet hat. Ich nehme aber • Geistreiche Gebeter. 19 aber dennoch in meiner bessern, darum hilf du mir Noth Zuflucht zu dir, und meine Sünden durch dein läugne nicht, daß ich vor Verdienst überwinden, dir gefündiget habe, und und ziehe mich zu deinem dadurch todt und blind Sohn, der sich selbst für bin worden am Reiche mich gegeben hat, auf daß GOttes. Und was soll ich von den Stricken des ich vor dir sagen, o du Feindes erlöset werde, und Richter alles Fleisches dein Heil in Christo erDie stehe ich vor dir nackt fahre. Ach erwecke mich und bloß, und weiß von selber aus meinem Tod nichts, als von deiner un- zum wahren neuen Leben, ergründlichen Barmher- und wende mein Herz, Bigkeit, die sich in dem To- Muth und Sinn gang zu de deines Sohnes offen- dir, daß ich diesen Augenbaret hat. In demselben blick die Eitelkeit verlaffe, Leiden und Sterben JEsu und mich bekehre, damit Christi wollest du dich meis ich lebe. Erleuchte mich ner erbarmen, und mei- selbst zu einem neuen Lea ne Seele von den schweben, das in Chrifto ist, ren Sünden- Banden er- und schencke meiner ara lofen und befreyen. Nimm men hungerigen Seele mich auf in deine unev- deine verborgene Kraft, gründliche Barmherßig- die da mit ihrer heilsamen keit, darein du alle bußfer Gnade alle Menschen tige Sunder eingelaffen züchtiget, daß ich von haft, und erlöse mich aus dir gesättiget, getröstet, geder Hölle, errette mich reiniget und selig gemacht vom Tode, absonderlich werde. Durch dein Blut von meinem eigenen Wil- und Tod, hilf mir, lieber len, der mich von dir ge- HErre GOtt. Darein trennet hat. Ich kann mich ergebe ich mich zu meiner felbst weder bekehren, noch Erlösung, ja ich lasse dich Gggg 2 nicht GAL NAM CAKRA XONALA 20 Geistreiche Gebeter. nicht, du segnest mich denn, Tod der Eitelkeit und als Amen. Abend Gebet am Sonnabend. alles in der Welt, damit ich durch dich in allem weit überwinde, was mich an un sey dir, o Bater imficht und verunruhiget N . lein gegeben, daß du mich meine Rechte, und befriebis hieher geführet, und soldige mein Leib und Seel wolden Tag, als die gange durch deine unverdiente Woche vollenden lassen. Barmherzigkeit, die min Ich bekenne dir zum besser ist, denn das Leben. Preis, daß ich nicht ein- Thue mir auf deinen er mal beym Leben bleiben, barmenden Schooß den geschweige ruhig leben Gnaden, und bedecke mich Fonnen, wo dein Aufsehen in deiner Hütten zur bösen nicht meinen Odem be- Zeit. Ja wenn mir mein wahret hätte. Wer solte Feind am nähesten seyn sich nun einem solchen mögte, so sey du mir doch holdseligen Erren und noch viel näher, und bewei Vater nicht weiter anver- se, daß du der Hüter Israe trauen! Ach so ziehe all lis bist, der nicht schläffen mein Innerstes nach dir, noch schlummert. Aber daß ich in dir, und du in laß mich auch nicht sichen mir bleibest, und ich ohne werden, sondern erwede dich, HErr JEsu, nichts meinen Geist, zu dir z thue, ja nicht ruhe, bis ich seufßen, und auch berm dich lebendig in mir woh- Schlaf an dir zu hangen nend und wirckend habe. So soll mich nichts von O berühre mein Herz in dir trennen, denn ich laff dir, durch wahre Bekeh- dich nicht, du segnest den rungzu dir, laß deine Liebe mich, und alle, die es mi stárcker seyn, als meinen mir begehren, Amen. Bo 21 Vor der Beicht. Geistreiche Gebeter. barme dich meiner, mein Gebet eines bußfertige Sün GOtt, und vergib mir alle ders, um Vergebung meine Sünden, der ich feiner Sünden. mich in wahrer Busse, von der unerträglich ist dein und von der Gewalt des Zorn, welchen du allen Satans zu dir bekehre. muthwilligen Sündern Dandele nicht mit mir drauest; Aber unermeß- nach meinen Sünden, sonlich ist deine Gnade, welche dern nach dem Reichthum du allen bußfertigen Sün- deiner Gnade in Christo dern verheissen hast. Dar- JEsu. Sen mir gnädig um rufe ich aus der Tiefe, nach deiner Güte, und tilHERN, zu dir, erhörege alle meine Sünden meine Stimme, laß mein nach deiner grossen Barm Flehen vor dich kommen, herßigkeit. Wasche mich und vergib mir alle mei- wohl von meiner Misses ne Sünden. Denn Dulthat, und reinige mich von bist gnädig, barmherzig, meinen Sünden, um JEgeduldig und von grosser su Christi deines lieben Gute. Du hast keinen Sohnes, meines HeilanGefallen am Tode des des willen. So will ich Gottlosen, sondern wilt, deinen Namen rühmen daß er sich bekehre, und hier in der Zeit, und dort lebe. Darum fen mir in Ewigkeit, Amen. Eines bekehrten Sünders. gnädig, der ich mich durch deine Gnade zu dir bekehte, und laß mich nicht ſters ben, sondern Du nådiger GOTT! ich weiß, daß ohne dich und wilt nicht, daß einer soll deine gnådige Wirkung verloren werden, son- niemand seine Sünden dern daß sich jederman zur weder so heilsam erkennen, Busse kehre. Darum er- noch so herzlich bereuen Gggg 3 kann, SAL 22 Geistreiche Gebeter. kann, wie es dein heiliger deine Kraft vollbringe, Wille genugsam erfor- was ich mir durch deine dert. Darum bitte ich de- Gnade vorgenommen, müthig, verleihe mir Gna- deines herrlichen Ne de und Kraft, damit bey- mens Ehre, und meiner des nach deinem Wohlge Seelen Seligkeit, um Je fallen geschehen möge. Er- su Christi, meines Erlö leuchte meinen Verstand, sers willen, Amen. daß ich erkenne, was ich wider dich mit Gedancken, nen um Vergebung seiner Gebet eines Wiedergebor Worten und Werden gesündlichen Schwach heiten. fündiget, oder durch Linterlaffung des Guten und Nachdem ich liebe fundliches begangen. Bei mir vorgenommen zar lige meinen Willen, daß Tisch des HErr zu gehen ich je länger je mehr das so komme ich zu dir, un Bose hasse, und das Gute bitte demüthigst um Ver liebe. Berschlage mein gebung aller meiner Sin Derß, daß ich meine Sün- den. Denn ob ich gleid den ernstlich bereue, und nach geschehener Prüfung stårde meinen Glauben, mich durch deine Gnad den du durch die bekehren- frey von der Sünden de Gnade in meinem Her- Herrschaft befinde; S Ben gewircket hast. Und bin ich doch von dem ein weil ich mir beständig vor- wohnendentlebel, undway genommen, die reißende aus demselben ohne mei Lüste meiner verderbten nen Willen und Wohlge Natur zu dämpfen, wif fallen entstehet, so gar nich fentlich in keine Sünde zu frey, daß ich vielmehr willigen, sondern züchtig, sagen habe: in mir, das ist gerecht und gottselig zu le- in meinem Fleische woh ben, so hilf, daß ich durch net nichts Gutes; und Fla Geistreiche Gebeter. 23 klagen: ich elender Mensch, bedacht oder llebereilen wer wird mich erlösen von fündliches geredet oder dem Leibe dieses Todes. gethan, um deiner Barm Denn wie viel fündliche herzigkeit willen, verzeiNeigungen und Bewe- he mir alle verborgene gungen finden sich in mei- Fehle. Du bist ja treu nem Herzen! Wie oft und gerecht. Darum verwird aus einem bösen gib mir nach deiner BerGedantken eine böse Be- heissung, und mache mich gierde, und aus einer bd- würdig, zu effen den Leib, fen Begierde eine fündli- und zu trincken das Blut che Ergößung. Wie oft Christi, zu deines allerheifeßet mir die böse Lust folligsten Namens Ehre zu, daß zwischen mir und und meinem ewigen Heil, dem geistlichen Tode Amen. nichts mehr übrig ist, als die Einwilligung und Vollbringung. Daß aber diese nicht erfolget, folches habe ich deiner Gnade einzig und allein zu dancken. ch bitte von ganzem Herßen, fey mir gnäDarWie viel dig, und vergib mir alle mal fündige ich, daß ichs meine Sünden, um des nicht weiß, wie vielmalltheuren Verdienstes JE geschichts aus Schwach- su Christi meines Beilanheit in Gedancken, Wor- des willen, Amen. ten und Wercken. um bitte ich herzlich, vergib mir, lieber Vater im Du hast gesagt, wer zu Himmel, alle meine Sün- dir kommt, den wolltest du den, um deiner Güte wil- nicht hinaus stoffen. Auf len. Vergib mir, was diese deine tröstliche Berich ohne Borsaß, aus Un- heissung komme ich, und Øggg 4 bitte, Mein Heiland! Seufzerlein, indem man beichten will. Mein GOTT! SAL NAMU AKA 70X Geistreiche Gebeter. 24 Heiliger Geist! bitte, laß mich Gnade fin- fret, und mir um Chrifti den vor deinen Augen, und willen alle meine Sünden vertritt mich bey deinem vergeben hast. Nun er himlischen Bater, zu mei- fahre ich in der That, daß ner Seelen Heil und Se- du keinen Gefallen habest ligkeit, Amen. am Tode des Gottlosen, sondern wollest, daß er sich Erwede mein Herß, du hast meine Seele vom bekehre, und lebe. Denn daß ich nicht allein in Tode, und mein Leben wahrer Bußfertigkeit mit Mund und Herzen beidh nun empfinde ich in der vom Verderben errettet. te, sondern auch die Stim- Wahrheit, daß du bist na me deines Dieners anneh- he denen, die zerbrochnes me, als deine Stimme, Bergens find, und hilfest zur Stärkung meines Glaubens, und zu meh Gemüth haben. Denn da denen, die ein zerschlagen rer Versicherung der gná- ich rief, höretest du es, und digen Vergebung meiner Sunden, um Chrifti wil- balfest mir aus meiner wil- Noth. Nun kann ich aus len, Amen. ( Siehe die Buß- Lieder, und daß deine Barmherzig eigener Erfahrung sagen, betrachte eins nach dem an- keit groß, und du dich gna dern andächtig.) Nach der Beicht. dig finden läsfest denen, die sich zu dir bekehren. Nun Danksagung eines Bußmercke ich, daß du nicht fertigen nach erlangter handelst mit uns nach un Vergebung der fern Sünden, und vergil Sünden. test uns nicht nach unsrer so herziger Bater! ich fa- fern der Morgen ist vom ge dir von Herßen Dand, Abend, läffest du unsre daß du mein Gebet erhd Uebertretung von uns feyn Geistreiche Gebeter. 25 seyn; und wie sich ein Ba- deine Wohlthaten, die du ter erbarmet über seine mir Lebenslang erwiesen Kinder, so erbarmest du hast, und noch täglich ers dich über die, so dich fürch- weisest. Denn Du hast ten. Darum lobe den mir gegeben Seel und HErrn, meine Seele, und Leib, und was ich an Seel was in mir ist, seinen heili- und Leib Gutes habe, das gen Namen. Lobe den hab ich von dir. Du hast HErrn, meine Seele und durch das Blut deines lie vergiß nicht, was er dir ben Sohnes mir erwors Gutes gethan hat, der dir ben Gnade, Gerechtigkeit, alle deine Sünde vergiebt, Friede, Leben und Seligund crónet dich mit Gnadkeit. Du hast durch die und Barmherzigkeit. Laß Heiligung des Geistes mich ferner Gnade fin mich aller der erworbenen den, und bereite mich durch Güter theilhaftig ges deinen Heiligen Geist, da- macht. Denn Du hast mit ich im heiligen Abend- mich vom geistlichen Tode mahl würdig effe den Leib, befreyet, und zum geistli und trincke das Blutchen Leben wiedergebo Christi, zu mehrer Ver- ren. Du hast mich von sicherung deiner Gnadejder Gewalt des Satans und der gnädigen Verge- errettet, und in das Gnabung meiner Sünden, den Reich JEfu Christi um JEfu Christi, deines versetzet. Du hast mir liebsten Sohnes, meines gegeben den Glauben, Heilandes willen, Amen. und durch denselben alle meine Günden vergeben. Danksagung eines wieder. Du hast mich zum Kinde gebornen Kindes angenommen, und zu mehrer Versicherung des GOttes. Mein Bater! wie kann ewigen Erbes, den Geist ich dir vergelten allelder Kindschaft geschendet. Gggg 5 Du SAL NAM DAKA ZOZOM 26 Geistreiche Gebeter. Du hast dich mit mir im fündiget, das hast du min Glauben vereiniget, und nicht zugerechnet: Sonvermöge der Vereinigung dern wie ein Bater sich er mitgetheilet allen Reich- barmet über seine Kinder, thum deiner Güte in so hast du dich über mic Christo JESU. Du erbarmet. Wie du denn haft durch den Heiligen noch ißo mir aus Gnaden Geist meinen Verstand alle Sünden vergeben erleuchtet, meinen Wil- hast. Darum lobe den len geheiliget, meine Be- HErrn meine Seele, und gierden gezähmet, und was in mir ist, seinen hei meine Glieder zu Waf- ligen Namen. Lobe den fen der Gerechtigkeit ge- HERRN meine Seele macht. Du hast mich durch und vergiß nicht, was er die Gnade der Heiligung dir Gutes gethan hat. befreyet von der Herr Der dir alle deine Sinschaft der Sünde, und den vergiebt, und heilet Kráfte gegeben zu leben alle deine Gebrechen, der in Gerechtigkeit und Hei- dein Leben vom Berder ligkeit. Du hast mich im ben erlöset, der dich crònct wahren Glauben erhal mit Gnade und Barmher ten, und durch denselben ßigkeit. Laß mich ferner in deiner Gnade behalten. Gnade finden vor deinen Du hast mich mit vielem Augen. Lehre mich thun Verschonen regieret, und nach deinem Wohlgefal meine Schwachheit mit len. Denn du bist mein grosser Geduld ertragen. GOTT, dein guter Geist Du hast mir vergeben al- führe mich auf ebener le meine Sünden, da ich Bahn. Erhalte mein zum Kinde von dir ange- Berk bey dem Einigen nommen wurde, und was daß ich deinen Namen ich hernach aus Unwissen- fürchte. So will ich deinen heit oder Schwachheit ge- Namen preisen hier in Reich Geistreiche Gebeter. 27 Reich der Gnaden, und daß sie heilig werden. Madort im Reich der Herr- che mich fruchtbar in allichkeit, Amen. len guten Werden. Leite, mich in alle Wahrheit. Erhalte mich im wahren Glauben, und durch denGebet eines Gerechtfertig ten, um die Gnade der Beiligung. Gnädiger Golt, nach- felben in deiner Gnade. mir, du mir alle gnädig von Sünden vergeben, und was mich unwürdig mamich zum Kinde ange- chet des Tisches, welchen nommen hast, so bitte ich du für deine Kinder bedemüthig, schaffe in mir reitet hast, und gib mir ein reines Herk, und gib nach deiner Gute, was mir einen neuen gewissen zur würdigen Geniessung Geist. Erleuchte meinen nöthig ist. So will ich Berstand mehr und mehr, deinen Namen rühmen zu erkennen deinen Wil- hier zeitlich und dort len, und heilige meinen ewiglich, Amen. Willen, zu thun nach deinem Wohlgefallen. Gib mir Kraft zu creußigen mein Fleisch samt den bosen Luften und Begierden, damit ich der Sünde abgestorben der Gerechtigkeit Gebet um die Gaben, welche lebe. 2aß mich wachsen zur würdigen Genieß fung nöthig. komme ich, mein eiland, auf deine Einladung. ( Besiche ferner die Danc Lieder, und betrachte eines nach dem andern.) Vor dem heiligen Abendmahl. an dem geistlichen Leibe, da JEfus Christus das Haupt ist, und täglich zu. nehmen an dem inwen- freundliche digen Menschen. Ma- Laß mich Gnade finden che aus meinen Gliedern vor deinen Augen du LiebWaffen der Gerechtigkeit, haber des Lebens. Wäre ich SAL NAWE AKA ZWILL 28 Geistreiche Gebeter. ich gleich heilger, als die was dir wohlgefället. Engel, so wäre ich doch Wohl der Seele, die dir deswegen nicht würdig angenehm ist! Entledige dieses Tisches, es sey denn'mein Herz von allen daß Du mich würdig ma- fremden Gedancken, und chest. Darum komme mein Gemüth von aller mir zuvor mit deiner Zerstörung und ZerstreuGnade, und bereite mich.ung. Du hast deinen Jun Nimm dich meiner See- gern die Füsse gewaschen, len an, nach deiner grossen ehe sie das heilige Abend Liebe. Gedencke, daß ich mahl genommen; Wa von mir selber zwar vielsche mich auch, daß ich rein Boses, aber nichts Gutes werde von aller Unreinig habe, und hilf mir, um dei- keit. Stårde meinen ner Gute willen. Siehe Glauben, entzünde meine doch, wie arm und elend Siebe, vermehre meine ich bin ohne dich. Ge- Hoffnung, erwecke meine dende an deine Treue, Andacht. Heilige mich Du Heiland der Welt. durch und durch, auf daß und erfülle mein Herzlich in herglicher Zuversicht mit Gnaden. Wie gern hinzu trete, mit reinem wolt ich mit brünstiger Mund und heiligem Her Andacht im völligen gen nehme, effe und trinde Glauben hinzugehen: zu meiner Seelen Leben, Aber das Vollbringen feh- Heil und Segen, Amen. let mir, wenn ichs von dir nicht erlange, du Anfan- Sehnliches Verlangen einer ger und Vollender des gläubigen Seele nach der Glaubens. Darum nimm Geniessung des heiligen Abendmahls. gnädig von mir, was dir mißfället, oder bedecke es mit dem Rock deiner Gemein Beiland! wit rechtigkeit, und gib mir, lund wie unaussprechlich groß ist deine Liebe, dei Geistreiche Gebeter. 29 deine Treue. Wer kann der That erfahren, daß dich gnugsam lieben, und diese Speise sey eine Stárnach Würden loben? Sol- de in Schwachheit, ein te ich gleich in Gegen- Lie- Trost in Traurigkeit, be gang zerfliessen, so wür- leine Freude in Leiden, eine de es doch, mein Lieber, bewährte Argenen wider gegen deine Liebe weni- alle Seelen Kranckheit, ger zu achten seyn, als ein ein heiliges Mittel wider Tropfen gegen dem grof den geistlichen und ewigen sen Meer. Denn du bist Tod. Erhebe meine C die ewige Liebe selbst. Seele über alle mensch Was ist aber das Endliche Vernunft, und über liche gegen dem Unend- alle leibliche Sinne. Du lichen? Selig sind, die bist meiner Seelen ewideiner Liebe würcklichlges Leben, und meines genieffen. Selig sind, die Lebens einiger Aufentdu im Abendmahl spei- halt. In die habe ich fest und tránckest. Denn volle Gnuge. Zeuch mich was ist dieses Mahl an- nach dir. Erquicke mich ders, als ein Beweis dei- nach deiner gnädigen ner Liebe, ein Pfand Berheissung. Stårcke deiner beständigen Treue, meinen Geist nach allen ein Band der geistli- seinen Kräften, um deichen Vereinigung, ein ner Güte willen. Laß Zeugniß deiner gnädigen mich sehen deine Freunde Gegenwart, ein Gedächt- lichkeit, und schmecken deiniß deines Leidens, ein ne Süßigkeit. Laß mich Siegel der Auferstehung spüren deine Gnade, und zum ewigen Leben, und empfinden deine Güte. eine Versicherung der ewis Speise meine Seele mit gen Seligkeit. Darnach deinem Leibe, und trände verlanget und sehnet sich sie mit deinem Blute, das meine Seele. Laß mich in mit sie weder hungern noch GAL NARAM WINALE 30 Geistreiche Gebeter. noch dürften möge in E- schaden? In dir sind wir je wigkeit, zu deines heiligen sicher vor allem Unglüc Namens Ehre, und mei- Ach mein Gott und HErr ner Seligkeit, Amen. was bin ich, daß du mi dich giebst zur Speise un Dancksagung für die Einse Trand? Ich bin Erde un gung und Stiftung des bei- Asche, ein stinckend Gefäß ligen Abendmahls, nebst An- und du legest so einen et ruffung um würdige Berei- len Schak in mich: dara tung und heilsamen erkenne ich deine grosse Lie be, weil Du mir so ei Gebrauch. Uch Du holdseliger, lieb- groffes Pfand der Lieb reicher, gütiger und giebest, das ja nicht grö freundlicher HErr JEfuser seyn kann im Himme De Christe! welche eine groffe und auf Erden. Liebe hast Du uns durch Pfand des Geistes hast d die Stiftung des heiligen mir zwar gegeben, dan Abendmahls erzeiget, daß an ich erkenne, daß i Du uns mit deinem heili- ein Kind GOttes bin; gen Leib und Blut speisest ber im Abendmahl gieb und tránckest! Was kann Du mir das Pfand deine tröstlichers gesagt wer- Leibes und Blutes, dara den, denn die Wort: Wer erkenne ich, daß Du mei mein Fleisch iffet, und Bruder bist, mein Fleiß mein Blut trindket, der und Blut. Welch eine bleibet in Mir, und Jch in herrlichen und große ihm; Was ist tröstlichers, Zeugen meiner Erlöfur denn in Christo bleiben? giebest Du mir im heilige Was ist freundlichers, Abendmahl! nemlich dei denn daß Du ins uns blei Blut, welches auf Erde best? Wen wir in Dir, und zeuget von deiner Erl Du in uns bleibest, wassung. Denn obwol d Fann uns Tod und Teufel Heilige Geist auch der Zeu Geistreiche Gebeter. 31 Ach Beuge ist in unserm Her- der Tod noch Leben von Ben, so hast du doch auch Ihm scheiden soll. uns einen äusserlichen mein Gott und HErr, Beugen und Siegel geben lehre mich bedencken, mit wollen unserer Erlösung, was demüthigem Herzen nemlich dein Blut, wel- lich diesen edlen Schaß ema ches auch zeuget und ruf- pfangen solle. Ach ich Une fet in unserm Herßen, da- reiner komme zu dem durch hast du wollen zu Brunnen aller Reinigkeit, Hülfe kommen unserm ich Elender und Dürftiger nschwachen Glauben; Den komme zu dem Reichen, ich ob uns wol dein Wort Sünder zu dem Gnadenfráftiglich im Glauben Brünnlein, ich Krander dftárcket, so wird doch der komme zu dem rechten Trost kräftiger, wenn wir argt, ich Hungeriger und das Wort hören: Das ist Durfliger zum rechten mein Leib für euch gege- Himmel. Brodt und ben; Das ist mein Blut, Brunnen des Lebens, welches für euch vergossen Du aber, du Allerheiligist, zur Vergebung der ster, kommst zu dem UnSünden. Darum, o mein heiligsten; Wo hat man je Derk, was traurest du, so eine Wunder- Liebe ges was zagest du, was fürch- höret, daß der HErr aller test du Tod und Verdam Herren zu einem armen niß? Ist doch dein HErr Bettler kommt; Ja, daß und Erlöser für dich ein solcher armer elender gestorben, und giebt Mensch den HErrn Himen dir zum Pfande deiner mels und der Erden zu eis Erlösung seinen heiligen gen haben solle, zur himmLeib und Blut, auch zumjlischen Speise und Tranck; Pfand seiner herzlichen Ach laß mich ja dieser LieLiebe und der Vereini- be nimmermehr verges Sung mit dir, daß dich we- lsen, laß mich deines Leis dens ge 32 Geistreiche Gebeter. dens und Todes ohn Un- wenn mir Vergebung d terlaß eingedenck seyn, auf Sünden durch Chri daß meine Seele dadurch Blut versiegelt und gespeiset und getráncket Herz geschrieben wird werde geistlicher und Wie kann in mir die Lieb himmlischer Weise ins GOTTES und meine ewige Leben: Denn in nächsten vermehret wa deinem Leiden und Tod den, denn daß mich mei ist alles, was meine Seele HErr Christus dure erquicken, und wornach seinen Leib und Blut mi ihr hungern und dürsten ihm und allen Gläubigen kann; Ach bereite mein vereiniget, und einen feil Herk würdiglich durch aus uns machet? Wi wahren Glauben, durch kannst du mir, o liebe wahre Buffe, Lieb und HERR! meine Hof Demuth, zu empfahen nung besser stärken uni diesen grossen Schaß. bekräftigen, denn daß di Welch einen schönen Ta- mich mit deiner unsterbli bernackel und Tempellchen Speise ins ewige Le bereitete Moses und ben speisest? Ach mein Salomon dem Gnaden- HERR und GOTI Stuhl? Ach schmücke ich bitte dich demüthig meine Seele mit dem lich, weil du mein Fleis Licht der Andacht, mit und Blut worden bist dem Gold und Glank des laß mich auch alles, was Glaubens, mit den schö- dir wohlgefället, lieben nen Teppichen der Liebe deinen Willen laß mei und Demuth, mit der Cro- nen Willen seyn, wa ne der Hoffnung, vermeh- dir zuwider ist, laß mit re und starcke in mir alle auch zuwider seyn, mein geistliche Gaben: Denn Fleisch und Blut ist dein wie kann mein Glaube bes Fleisch und Blut, und dein fer gestärdet werden, als Fleisch und Blut ist mein Fleisch Geistreiche Gebeter. 33 Fleisch und Blut, darum/ te dich demüthiglich, du laß michs nicht zur Sünde wollest mich durch wahmißbrauchen, sondern dir ren Glauben bereiten, allein zu Ehren und Wohl- und zum würdigen Gaste gefallen. Laß mich auch machen dieser himmlis hinfüro durch Kraft dei schen Mahlzeit, wolleft nes Fleisches und Blutes mich dein armes Schaf williger und stärker wer- lein heute weiden auf deis den, mein Creuß zu tra- ner grünen Aluen, und gen, geduldig fenn in Trüb- zum frischen Wasser des fal, demüthig in Verach- Lebens führen: Du mol tung, fanftmuthig in Be- lest meine Seele erquicken, leidigung, brünstig und und mich auf rechter beständig in der Liebe, an- Straffe führen, um deidächtig im Gebet, daß ich nes Namens willen. Du die Kraft deines Leibes und wollest mich würdig maBlutes in meinem Lebenschen zu deinem Tisch, und und die Frucht deiner Ermir voll einschencken den lösung in meinem Glau- Becher deiner Liebe und ben allezeit fruchtbarlich Gnade. Jcharmes Schafempfinden möge, Amen. lein komme zu deiner Gebet vor Empfahung des Weide, zum Brod des Seil. Abendmahls. Lebens, zum lebendigen ERR JEsu Christe, Brunnen: Ach du wahres mein getreuer pirtessüsses Himel- Brod, erwes und Bischof meiner See- de in mir einen geistlichen len, der du gesagt haft: Hunger u. heiligen Durst, Ich bin das Brod des Le- daß ich nach dir schreye, bens, wer von mir iffet, wie ein Hirsch schreyet den wird nicht hungern, u. nach frischem Wasser. Vor wer an mich glaubet, den allen Dingen aber gib mir wird nimermehr dürsten. wahre hertzliche Reue und Ich komme zu dir, und bit- lgeid über meine Sünde, Shhh und A NAM CAKA ZONE 34 Geistreiche Gebeter. und lege mir an das rechte Greuel: Ach reinige mich, Hochzeitliche Kleid des Du höchste Reinigkeit! Glanbens, durch welchen Dein heiliger Leib, als er ich dein heilig Verdienst vom Creuz abgenommen ergreife, und dasselbe ward, wurde in ein rein mein schönes Kleid veste Leinwand gewickelt: Ach halte und bewahre, damit wolte GOTT, ich mögte ich nicht ein unwürdiger Dich mit so reinem Her Gast fey: Gib mir ein de- ßen aufnehmen, als es Dir müthiges, versöhnliches wohlgefällig: Ach daß Herß, daß ich meinenFein- Dich mit heiliger Andacht den von Herzengrund ver- umfahen, und in meine gebe: Tilge aus meinem Liebe einwickeln, und mit Herken die Wurßel aller den Myrrhen des zer Bitterfeit und Feindselig- brochnen Herzens und keit: Pflange dagegen in Geistes falben solte! Das meine Seele Liebe und Himmel- Brodt muste in Barmherzigkeit, daß ich einem güldenen Gefäß meinen Nächsten, ja alle aufgehoben werden zum Menschen in dir lieb habe. Gedächtniß, in der Lade Ach du wahres Osterläm- bes Bundes: Ach wolte lein, fey du meine Speise, GOtt, ich möchte Dich in laß mich dich geniessen und einem gang reinem Her effen mit bittern Salsen ßen bewahren! Ach mein der herzlichen Reue, und HErr, Du hast ja selbst mit dem ungefäuerten gesagt: die Starcken be Brod eines heiligen buß- dürfen des Arztes nicht, fertigen Lebens. Ach ich sondern die Krancken. Ach komme zu Dir mit vieler ich bin franck, ich bedarf groffen Unsauberkeit be- Deiner, als meines himm laden, ich bringe zu Dir ei lischen Seelen Arztes nen unreinen Leib und Du hast ja gesagt: Kommt Seele, voller Aussaß und her zu mir alle, die ihr Geistreiche Gebeter. 35 mühselig und beladen die Süßigkeit deiner Liesend: Ich will euch erqui- be, den Geruch deines ses den. Ach HERR, ich ligen ewigen Lebens, den komme mit vielen Sün Geschmack deiner Gerech den beladen, nimm sie tigkeit, die Schönheit deis. von mir, erledige mich die ner Freundlichkeit, die ser grossen Bürde. Ich Lieblichkeit deiner Güte, komme als ein Unreiner; die Zierbe deiner Demuth, reinige mich: Als ein die Frucht deiner BarmBlinder; erleuchte mich: herßigkeit. Ach! mein Als ein Armer; mache himmlischer Arßt, ich brinmich an meiner Seelen ge zu dir eine toote Seele, reich: Als ein Verlor- mache sie lebendig, eine ner; suche mich: Als ein france Seele, heile fie, ein Verdammter; mache Hertz das leer ist von allen mich selig. Ach JESU, wahren gründlichen Tu mein liebster Seelen- genden, erfülle es mit deiBräutigam, führe mich ner Gnade, mit deinem von mir selbst ab, und Geiste, mit deiner Liebe, nimm mich auf zu Dir, mit deiner Sanftmuth, ja in dich, denn in Dir lebe mit deiner Demuth, ich, in mir selber sterbe ich; mit deiner Geduld. Ach in Dir bin ich gerecht, in Du wahres Brodt des mir bin ich eitel Sünde; Lebens, speise mich ins in Dir bin ich selig, in mir ewige Leben, daß mich in bin ich lauter Verdamm- Ewigkeit nicht hungere niß Ach Du mein himm- noch dürfte, in Dir habe lischer Bräutigam, komm ich volle Gnüge, Du bist zu mir, ich will Dich füh- mir alles, bleibe ewig in ren in die Kammer meines mir, und laß mich ewig in Herßens, da will ich Dich Dir bleiben, wie Du geſagt küssen, auf daß mich nie- haft: Wer mein Fleisch mand höhne. Bringe mirliffet, und mein Blut trinShhh 2 det, GAL NAM TAKK THOMA Geistreiche Gebeter. 36 det, der bleibet in Mir, kann ich dir vergelten alle und Ich in ihm, und Jch deine Treue, die du mir werde ihn auferwecken am erwiesen hast. Wer kan die Jüngsten Tage, Amen. Breite und die Länge, die Tiefe und die Höhe dei ner Liebe begreifen? Du hast es aber hieran nicht Dancksagung nach dem Seil. Abendmahl. Allertheurefter Beiland, laffen genug ſeyn, ſondern groß sind das noch der, und deine Gedancken, zu einem unvergånglichen die Du an uns beweisest, Leben wiedergeboren. Dir ist nichts gleich, ich will Du hast mich durch dein sie verkündigen und da- Blut gereiniget von aller von sagen, wiewol sie nicht Sünde. Du hast mich zum zu zählen sind: Denn Du Erben und Mit- Erben des hast dich erniedriget, mich Bimmelreichs gemacht. zu erhöhen, Du hast Du hast Dich mit mir vers menschliche Natur an dich einiget, und vermöge der genommen, damit ich der Vereinigung, alle erwor Göttlichen möchte theil- bene Schäße mitgetheilet. haftig werden. Du hast Du hast mich angezogen dich gefangen nehmen mit den Kleidern des und binden lassen, damit Heils, und mit dem Rod ich von den Stricken des der Gerechtigkeit beklei Satans und Banden der det. Und damit Du Sünden los würde. Du nichts für Dich behalten haft bezahlet, was du möchtest, so hast du mit nicht geraubet, mich von gegeben Deinen Leib und aller Schuld zu befreyen. Blut, zu mehrerer Ver Du bist um meiner Sin- sicherung deiner Gnade de millen gestorben, und und meiner geistlichen Er um meiner Gerechtigkeit lösung. Darum freuet sich willen auferwecket. Wie mein Herz und meine Seele Geistreiche Gebeter. 37 Seele ist frölich: Denn mein Heil, vor wem solt was hätte ich wol bessers ich mich fürchten, der begehren, und was hättest HErr ist meines Lebens Du mir heilsamers geben Kraft, vor wem solt mir fönnen, als daß du mich grauen? Dadurch ist meimit deinem Leibe gespei- ner Seelen so viel Gutes fet, und mit deinem Blute widerfahren, daß ich bila getråndket hast, über aller lig fage: Wie groß ist deiMenschen Vernunft ganz ne Gute, die du verborgen wunderbarer Weise haft denen, die dich fürchyNun erfahre ich in der ten, und erzeigest denen, That, daß dein Fleisch sen die vor den Leuten auf die rechte Speise, und dich trauen. Darum ers dein Blut sen der rechte hebe den HErrn, meine Trand. Denn wie ich Seele, und mein Geist von dem fündlichen Flei- freue fich GOttes meines sche des Adams habe den Beilandes. Denn Er hat Tod: So habe ich von dei- grosse Dinge an mir ges nem allerheiligsten Flei- than, der da mächtig ist, sche das Leben. Dadurch und des Name heilig ift. wird meine Seele der- Dandet dem HERRN, massen erquicket, daß ich denn Er ist freundlich, mit Recht sagen kan: Sey und seine Güte währet nun wieder zufrieden, mei- ewiglich. Lobe den HErrn ne Seele, denn der HErr meine Seele. thut dir Gutes. Dadurch finde ich mich nach dem Gebet um die Erhaltung inwendigen Menschen so und Dermehrung der Gnade. gestärdet, daß ich in Anfehung meiner geiſtlichen Kraft will ich hingeun in dieser deiner Feinde unerschrocken sa gen kann: Der HERR hen, mein Heiland, und ist mein Licht und was noch übrig im Fleisch phhh 3 38 Geistreiche Gebeter. = zu leben ist, nach deinem meinen geistlichen Fein Willen zubringen. Weil den, zu tödten in mir die es aber in eines Menschen Werche des Teufels, und Kraft nicht stehet, wie er zu untertreten die Welt, wandele und seinen Gang Augen Luft, Fleisches richte, so gib mir das Voll- Lust und hoffärtiges We bringen. Regiere michssen: Laß meine Seele zu mit deinem Heiligen nehmen an geistlichen und Geist. Laß deine Güte übernatürlichen Kräften. und Treue mich allewege Laß mich reich seyn an den behüten. Laß mich em- innern Kräften des Gei pfinden, daß Du durch den stes. Laß mich zunehmen Glauben in mir wohnest, am Glauben und an der durch die Liebe in mir le- Liebe. Laß mich wachsen best, und durch die Hoff zu einem unbefleckten Leb nung mich täglich stär- be. Laß mich wachsen in dest. Gib, daß ich ohne allenStücken an Dir, mei Heucheley in Sanftmuth nem Haupte, bis ich ge und Demuth beständig lange an das Maaß dei einher gehe, damit dein nes vollkommenen Alters. Leben an mir immer mehr Laß mich im Glauben und mehr offenbar werde. bringen Tugend, in der Gib mir alle Tage neue Tugend Bescheidenheit, Kraft, daß ich wandele den in der Bescheidenheit Weg meines Berufs, und Mäßigkeit, in der Mäßig nicht müde werde. Gib, keit Geduld, in der Ge daß ich die Welt immer duld Gottseligkeit, in der mehr und mehr verschmå Gottseligkeit brüderlicht he, mich selber verleugne, Liebe, und in der brüter mein Creuß auf mich neh- lichen Liebe gemeine Lie me, und Dir beständig be. Vollführe das gu nachfolge. Gib Muth und te Werck, welches D Stárce, zu widerstehen in mir angefangen haft Blei Geistreiche Gebeter. 39 Bleibe in mir, und laß bin, und mich mehr mein Fleisch mich in dir bleiben. Denn und Blut, und des bösen Geistes wenn ich nur Dich habe, fo Betrieb habe führen lassen, Denn deinen Heiligen Geist: Ach habe ich alles. Laß mich in vergieb mir die Sünde, und erDeiner Liebe und in Dei- barme Dich mein. Wende von nem Erkentniß zunehmen. mir die Strafe, die du dråuest Laß mich bleiben im Glau- allen denen, so deinem H. Geifte ben und in der Heiligung. widerstreben: Denn die den Gib, daß ich am Ende mei- Geist Christi nicht haben, die nes Lebens mit freudigem sind nicht sein. Und die sind Gewissen sagen kann: Ich GOttes Kinder, die der Geist Darum gieb habe einen guten Kampf mir deinen Heiligen Geist, nach gekämpfet, ich habe den der Verheiffung deines lieben Lauf vollendet, hinfort ist Sohnes, da Er spricht: Weil mir beygeleget die Cronelihr, die ihr böse send, euren Kinder Gerechtigkeit. Und zu dern könnet gute Gaben geben, dem Ende rüfte mich aus wie vielmehr wird mein himmmit Kraft aus der Höhe, lischer Vater den Heil. Geist ges ben allen, die ihn darum bitten; daß ich hier ritterlich streite laß denselben deinen werthen und siege, damit ich dort in Heil. Geist meinen Leib, Geist der triumphirendenKirche und Seele heiligen zum Gebet, mit allen Engeln und Aus- und den Tempel meines Her erwählten fingen möge: gens reinigen von aller UnsauLob, Preis und Danck, und berkeit, und darin anzünden das Weisheit und Stärde sen Feuer der göttlichen Liebe und Licht unserm GOtt von Ewig Deiner göttlichen Erkenntniß, Feit zu Ewigkeit, Amen. das Böse zu meiden: Die Um den Seil. Geist, und seine Gnade des Verstandes, meiGaben, und um die Beines Berufs treulich zu warligung. Die himmlische göttliten; Ach heiliger himmlischer lie- che Weisheit, das höchste ber Bater, ich klage und be- Gut zu lieben; Die Heilige kenne Dir, daß ich von Natur keit der Furcht GOttes, Dir ungeistlich, unheilig, ungöttlich wohl zu gefallen: Die Hertzhaftige SAR 40 Geistreiche Gebeter. haftigkeit der Kraft GOttes, Opfer, das im Feuer Deine mein Creutz geduldig zu tragen: Liebe brenne und aufgeopfat Die Tapferkeit der göttlichen werde, daß alle meine fleischliche Starcke, zu überwinden den Begierden durch das heilige Fer Teufel, die Welt und alle er verzehret werden: Komm in Menschen Furcht: Gib mir mein Herk, Du göttliches Feue, den Geist der Wahrheit, der Du göttliche Liebe, Du himm mich lehre, den Geist des Tro- lischer Trost, Du süffer Got stes, der mich erquicke, den Geist meiner Seelen, Du göttlic der Freudigkeit, der mich erfreue, Bierde, Du göttliche Kraft den Geist der Wiedergeburt, der Treib von mir alles, was fleisch mich erneure, das Siegel GOtlich ist, und gib mir dagege tes, durch welches ich bekräfti- was Göttlich ist, mache mich zu get werde im Glauben, das Wohnung und Heiligthut Pfand des ewigen Erbes, wel- GOttes. Du himmlische ches meine Hoffnung stårcke. Täublein, der Du über meinen Schreibe durch Deinen göttli- HErrn Christo in seiner Tauf chen Finger dein Gesetz in die geruhet haft! gib mir heilige Tafel meines Hergens, Deinen kindliche Einfalt des Herzens Willen in Lieb und Leid zu voll- daß mich schlecht und recht bebringen. Gib mir den Geist hüte. Du göttliche Salbung der Kindschaft GOttes, der in und Freuden- Del, lehre und tro meinem Herßen zeuge, daß ich ste mich. Deine selige Seele, GOttes Kind bin; Geuß aus die Dich hat zum Einwohner Deine Liebe in mein Herz, durch Denn Du erleuchtest der See Deinen Heil. Geift, zünde durch len Finsterniß, Du heileft die denselben in mir an eine heilige verwundete Secle, Du troftef Begierde und Verlangen nach die traurige Seele, Du stårce himmlischen Dingen, und nach die schwache Seele, Du erha dem ewigen Leben. O GOtt test die strauchelnde Seele, Di Heil. Geist, der du fliehest die lehreft die demüthige Seele, Du Ruchlofen für und für, aber erquickest die můde Seele, D Dich glebest in die heilige Gee- giebest Kraft den Sterbenden len, und machest Propheten wenn Leib und Seel sich sche und GOttes Freunde, mache den, Du bleibest ewiglich bey d mein Herk zu einem lebendigen gläubigen Seele, Amen. • Pi RO Kirchen Gebete, 2 welche an denen Sonn- und Fest Tagen S nach der Predigt, wie auch 41 11. bey denen Wochen- Predigten, in denen Bet- Stunden und Buß- Tagen vorzubeten verordnet sind. Das erste allgemeine Kirchen- Gebet, an Sonn- und Sest. Tagen nach der Predigt zu sprechen und vorzubeten. mächtiger, ewiger wir Dir dienen in Heiligkeit und GOtt! barmherziger Gerechtigkeit, die Dir gefällig ist. Vater in JEfu Chrifto! wir dancken dir von Her Erhalte unter uns die Predigt deines Worts, samt dem reigen, daß du uns in diesem zeit- nen Gebrauch Deiner heiligen lichen Leben bisher gnädiglich Sacramenten, und gib treue erhalten, und durch dein Evan- Hirten und Lehrer, uns und ungelium von Deinem Sohne fern Nachkommen. auch zu dem ewigen Leben beruSteure und wehre mächtig. fen und zubereiten läffeft; Wie wir denn eben jezzo dein heili- lich allen Berführungen und ges Wort in Friede und Ruhe Verleitungen von der Kraft zu dem Ende anhören können. der Gottseligkeit; Damit also Dein Name einmüthiglich, wie Wir bitten Dich demüthiglich, in der ganzen Christenheit, also fiehe uns ferner in Gnaden an, auch in diesen unsern Landen gebergib uns unsre Sünden und heiliget, Dein Reich vermehret, Uebertretungen, und erneure uns und des Satans Reich mehr im Geist unsers Gemüths, daß und mehr gestöret werde. Jili Nimh AL 42 Kirchen- Gebete. Nimm Dich allenthalben liche Gedancken, heilsame Rathgnådiglich deiner Kirchen an, schläge, gerechte Wercke, einen sonderlich der Verfolgten, und tapfern Muth, starcken Arm, schaffe ihr Pfleger und Säug- verständige und getreue Räthe, Ammen an allen Herrschaften zu Krieges- und Friedens- Zeiten, und Regenten. fieghafte Krieges- Heere, getreue Absonderlich laß dir, o GOtt! Diener und gehorsame Unterin deinen Schutz und Gnade thanen, damit wir noch lange befohlen seyn, Jhro Römische Zeit unter seinem Schuß und Kayserl. Maj. auch alle Könige, Schirm ein geruhiges und stilles Chur- Fürsten, Fürsten und Leben führen mögen, in aller Stände des Römischen Reichs. Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Zu dem Ende laß dir, o GOtt! in deinen Schuß und Gnade Nimm auch in deinen våter. lichen Schuß alle hohe und befohlen seyn, alle Christliche niedere Officier und Soldaten, Potentaten. Fürnemlich aber bewahre sie auf ihren Wegen laß Deine Barmherzigkeit und Stegen; regiere ihre Hers groß werden über unsern aller- en jederzeit, daß sie dem Ende, theuresten König, die Königin welchen sie so theuer geleistet, Dero Gemahlin, den Pringen, fleißig und gehorsamlich nachles und Pringeßin von Preussen, ben: Behüte sie vor Kranckhei auch sämtliche Königliche Prin- ten und ansteckenden Seuchen, Ben und Pringeßinnen, Marg- und allem andern Uebel: Laffe grafen und Marggräfinnen, sie deine väterliche Liebe und und Dero Pringen und Prin- Vorsorge dergestalt erkennen, geßinnen, samt allen, die diesem daß ihre Dienste gereichen zu Königlichen Hause anverwandt deiner Ehre, zum Schutz der und zugethan sind. Kirchen und des Vaterlandes, Gebze Sie ben gefunden und wie auch zu ihrer zeitlichen und langem Leben, zum beständigen ewigen Wohlfahrt. Segen und Christlichen Fürbilde deinem Volcke für und für. Wir befehlen Dir auch( 2) alle hohe und niedere Civil- Be Sonderlich wolleft Du, odiente, die sowol anderswo, als HErr! Unserm Könige zu Sei- hier insonderheit, des Königes ner Regierung geben und ver- und des Vaterlandes Bestes leihen, ein weises Hers, König- ltreulich suchen und befördern. Lehre Kirchen- Gebete. 43 Lehre sie alle einmüthig dahin ben. Gib gedepliches Gewittrachten, daß Recht und Gerechter, und laß wohlgerathen die tigkeit gehandhabet, und hinge Früchte der Erden. Sen ein gen alles unrechte Wesen durch Heiland aller Menschen, son ihren Dienst getilget werde; derlich deiner Gläubigen. Stehe ihnen ben mit Deiner vå Du heiliger GOtt! bewahre terlichen Hülfe, daß der Sün- uns vor Sünden und Schanden und Seufßzer des Landes den, und stehe uns bey mit Dei weniger, und Dein Segen un nem guten Geiste, damit wir ter uns vermehret werde. - nicht durch Uebertretungen DeiO du GOtt der Heerschaa- nen Segen verschergen und ren! zeuch allenthalben aus Deine gerechte Strafe uns zu. mit des Königs Armeen und ziehen. Trouppen, verleihe ihnen Glück Wir erkennen, o HERR!. und Sieg, damit ein redlicher wenn Du uns nach deiner Langallgemeiner Friede beständig er- muth damit verschonest, daß es halten werde. nicht ist unsere Gerechtigkeit, Gegne, liebreicher GOTT! die Dich hierzu beweget: denn uns und alle Königliche Lånder, wir sind unnüße Knechte vor Die Christliche Kinder Zucht, Dir; sondern allein Deine alle ehrliche Handthierung und grundlose Barmhergigkeit. Nahrung zu Wasser und zu Nach derselben sey uns ferner Lande. Hilf einem jeden in seiner gnådig, und lencke unsere HerNoth, und erbarme Dich al- ßen auch zne Liebe gegen den ler, die wo zu Dir schreyen! Nächsten, und Mitleiden gegen Behalte uns in Deiner Liebe alle Nothleidende, daß wir nicht und laß uns alles in der Welt vergessen jedermann, auch unzum Besten dienen. fern Feinden Gutes zu thun, daWende von uns in Gnaden mit wir erweisen, daß wir Delab alle wohlverdiente Land- ne Kinder seyn. : Plagen; Krieg, Hunger und Bewahre uns vor einem bdtheure Zeit, Feuer- und Waffen und schnellen Tode, und befers- Noth, Pestilent und ande- reite uns mehr und mehr durch re Seuchen, an Menschen oder Deinen Geist und Gnade zu Bich, und was wir sonst mit einem feligen Ende. unsern Sünden verdienet ha Fürnemlich aber in der legJill 2 ten 44 Kirchen- Gebete. ten Todes- Stunde treibe vonlauferstehen durch Deine Kraft uns den Satan mit allen feinen und darauf ererben die selige Anfechtungen, und vermehre Hofnung, das ewige Leben: Um uns den Glauben an deinen deines lieben Sohnes willen, Sohn JEium, daß wir über- JEfu Chrifti, unsers HErrn! winden alle Schrecken des welchem samt Dir und dem Hei Todes. ligen Geifte sey Lob und Preis, Wann dann unsere Ohren Ehre und Herrlichkeit, jeht und nicht mehr hd: en können, so laß immerdar, Amen, Amen. Deinen Heiligen Geist Zeugnis geben unserm Geiste, daß wir Das andere Gebet, bey de als Deine Kinder und Chrifti nen Wochen Predigten Mit Erben, bald follen mit JE vorzusprechen. su bey Dir im Paradiese seyn. Wenn auch unsere Augen Allmächtiger, ewiger GOtt! nicht mehr werden sehen konfu Christo! wir dancken die von barmherziger Vater in JE nen, fo thue unsere GlaubensHerhen, daß Du uns in diesem Augen auf, daß wir alscann zeitlichen Leben bisher gnädig vor uns den Himmel offen fe- lich erhalten, und durch dein hen, und den HErrn JEfum zu Evangelium von deinem Sohne, feines Vaters Rechten; auch auch zu dem ewigen Leben beru wir seyn sollen, wo Er ist. fen und zubereiten läsfest: Wie Wenn auch unsere Zunge wir denn eben jezo Dein heili nicht mehr wird sprechen kön- ges Wort in Friede und Ruhe nen, denn laß sonderlich Deinen zu dem Ende anhören können. Geist uns vor Dir vertreten mit Wir bitten Dich demüthige unaussprechlichem Seufzen, lich, siehe uns ferner in Gnaden und einen jeden lehren in seinem an, vergib uns unfre Sünden Hergen rufen: Abba, lieber und Uebertretungen, und erneu Bater! Vater! in Deine Hän- re uns im Geist unsers Ge de befehl mich meinen Geist! muths, daß wir Dir dienen in Gib also getreuer GOtt!, Heiligkeit und Gerechtigkeit, die daß wir leben in deiner Furcht, Dir gefällig ist: Erhalte unter sterben in deiner Gnade, dahin nns die Predigt deines Worts, fahren in deinem Friede, ruhen famt dem reinen Gebrauch dei im Grabe unter Deinem Schuß, ner heiligen Sacramenten, und gib Kirchen- Gebete. 45 gib treue Hirten und Lehrer, ßeßinnen, samt allen die diesem uns und unsern Nachkommen; Königlichen Hause anverwandt steure und wehre måchtiglich al- und zugethan sind. len Verführungen und Verlei Setze Sie bey gefunden und tungen von der Kraft der GOtt langen Leben, zum beständigen feligkeit, damit also Dein Name Segen und Chriftlichen Fürbilde einmuthiglich in der ganzen deinem Volcke für und für. Christenheit geheiliget, Dein Reich vermehret, und des Sa tans Reich mehr und mehr gestöret werde. Sonderlich wollest Du, o HErr! linserm Könige zu Seiner Regierung geben und verleihen ein weises Hertz, KönigNimm Dich allenthalben liche Gedancken, heilsame Rathgnådiglich Deiner Kirchen an, schläge, gerechte Wercke, einen fonderlich der Verfolgten, und tapfern Muth, starcken Arm, schaffe ihr Pfleger und Säugverständige und getreue Räthe, Ammen an allen Herrschaften zu Krieges- und Friedens- Zeiten, und Regenten. fieghafte Krieges- Heere, getreue Absonderlich laß Dir, oGOtt! Diener und gehorsame Untere in deinen Schuß und Gnade thanen, damit wir noch lange befohlen seyn, Ihro Römische Zeit unter seinem Schutz und Kayserl. Maj. auch alle Könige, Schirm ein geruhiges und stil Chur- Fürsten, Fürsten und les Leben führen mögen, in aller Stände des Romischen Reichs. Gottfeligkeit und Ehrbarkeit. Fürnemlich Das dritte Gebet, so in de nen Bet- Stunden und Buß- Tagen vorzusprechen. Zu dem Ende, laß dir, o Nimm auch in Deinen våterGOtt! in deinen Schutz und lichen 2c. Siehe pag. 42. Gnade befohlen seyn, alle Chriftliche Potentaten. aber laß Deine Barmherzigkeit groß werden über unsern allertheuresten König, die Königin Dero Gemahlin, den Prinzen HErr, HErr GOtt! barm. und Prinzeßin von Preußen, herkig und gnådig, geduldig auch sämtliche Königliche Prin- und von grosfer Güte und gen und Pringeßinnen, Marg- Treue, der Du Gnade beweisest grafen und Marggråfinnen bis ins taufende Glied, und verund Dero Pringen und Prin- giebeft Missethat, Uebertretung Jiii 3 und SAL 46 Kirchen Gebete. und Sünde, und vor welchem che viel und oft deinen Zorn ge niemand in der Welt unschul- reitet, daß wir gleich darum ge dig ist. Du haft keinen Gefallen worden wären wie Sodom und auch am Tode des Gortiofen: Gomorrha. 9 fondern wilst vielmehr, daß er Nun, wir bitten um Gnade: sich bekehre und lebe. Und dar- vergib uns um Chrifti willen al um liegen wir auch hier vor Dirle unsere Missethaten, und wer mit unserm Gebete nicht auf de doch über uns des Erbarunsere Gerechtigkeit; denn die mens nicht müde. Schone fer. ist wie ein beflecktes Kleid: sonner unser mit denen harten Dern auf Deine grosse Güte, Strafen; und wo du uns wilst Gnade und Barmherzigkeit, züchtigen, fo thue es mit Maffen, Die hat nimmer ein Ende. daß du uns nicht aufreibest. Wir bekennen demüthiglich, Infonderheit wollest du uns Daß wir nicht allein in Gùnden dein Wort nicht enthalten, empfangen und geboren wor noch ie es lassen weichen von den; sondern, daß wir auch tåg unserm Munde, noch von dem lich in Gedancken, Geberden, Murde unserer Kinder und KinWorten und Wercken, Deine des- Kinder! Entzeuch uns auch) heilige Gebote mannigfaltig nicht den rechten Gebrauch de übertreten haben, daß, wenn du rer heiligen Sacramenten, damit uns handeln wolteft nach mit Dein Wort allezeit sey un unerm Verdienste, müsten wir serer Füsse Leuchte, und unser al verlohren gehen. Aber Deine ler Hergens. Trost in allem unBarmherzigkeit die ist viel zu ferm Elende. brünstig, und hat noch kein EnErwecke noch ferner treue de: ja deine Güte und Treue ist Hirten und Lehrer nach Deinem bey uns alle Morgen neu. Hergen, die Wahrheit und Frie HErr, wir müssen uns schå- den lieben, die nicht suchen das men, daß wir deine Gnade oft Ihre, sondern was JEfu Christi auf Muthwillen getogen, und ist. Dagegen steure und wehfie vielfältig gemißbraucht, zu re allen reissenden Wölfen und fleischlicher Sicherheit, Ruchlo. Miethlingen. figkeit, Uleppigkeit, mancherlen Erleuchte auch, o HErr! und Eitelkeit und vielen andern gro- regiere mit dem Geiste der ben und schweren Sünden, wel- Weisheit, der Gerechtigkeit und Des Kirchen- Gebete. 47 1 des Friedens, alle weltliche pfern Muth, starcken Arm verObrigkeiten. ständige und getreue Räthe, zu Absonderlich laß dir, o GOtt! Krieges- und Friedens Zeiten, in Deinen Schutz und Gnade fieghafte Krieges- Heere, getreue befohlen seyn Ihro Römische Diener und gehorsame UnterKayserliche Majestät, auch alle thanen, damit wir noch lange Konige, Chur- Fürsten, Fürsten Zeit unter seinen Schuß und und Stände des Römischen Schirm ein geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Reichs. Gottseligkeit und Ehsbarkeit. Zu dem Ende laß dir, o GOtt! in deinen Schuß und Gnade be Nimm auch in Deinen vå fohlen seyn, alle Christliche Po- terlichen Schuß zc. siehe im ertentaten. Fürnemlich aber laß sten Kirchen- Gebet pag. 42. deine Barmhertigkeit groß wer= den über Unsern allertheuresten An denen hohen Seft- Tagen konen nachfolgender WeiKönig, die Konigin Dero Ge se die Gebete nach der Vors mahlin, den Pringen und die Pringeßin von Preussen, auch mittags Predigt einges famtliche Königliche Pringen richtet werden. und Pringeßinnen, Marggra fen und Marggräfinnen, und Dero Pringen und Prinzekin nen, diesem 1. Am Christ- Tage. Swiger und allmächtiger GOTT! wir dancken Die Königlichen Hause anverwandt von ganzen Herzen, daß Du und zugethan sind. also die Welt gelieber haft, und Setze Sie, bey gefundem Deinen eingebornen Sohn gea und langem Leben, zum bestån- fandt, geboren von einem digen Segen und Christlichem Weibe, der reinen Jungfrau Fürbilde deinem Volcke für Maria, daß wir die Kindschaft und für. empfingen: Wir haben es Sonderlich wollefst Du, o freylich nur allein zu dancken HErr! Unserm Könige zu Sei- Deiner herglichen Barmherzigner Regierung geben und verlei keit, daß uns also besuchet hat hen, ein weises Herk, Königliche der Aufgang aus der Höhe, und Gedancken, heilsame Rathschlä- derselbe Dein Sohn, Jesus ge, gerechte Wercke, einen ta- Christus, unser HErr, eben wie Jiii 4 Die CAR 48 Kirchen- Gebete. die Kinder Fleisch und Blut an 2. Am Neuen Jahrsfich haben, dessen gleichermaf sen auch theilhaftig worden, da Tage. mit Er durch Seinen Tod die Allmächtiger GOTT und himmlischer Bater! wie Macht nåhme dem, der des To- loben und preisen Deinen hei des Gewalt hatte, das ist dem ligen Namen, wie für alle Teufel, und erldsete die, so durch Deine unzählige Wohlthaten, Furcht des Todes im ganzen die Du uns von Jugend Leben Knechte seyn musten. auf, an dem Leibe wie an Wir bitten Dich herzlich, der Seele, fo reichlich erwie verleihe uns die Gnade, daß wir fen haft; also infonderheit, daß Dir unser Lebenlang dafür md. Du im lett vergangnen Jahre gen danckbar sepn, und von Tauns so gnädiglich erhalten, ge zu Tage mehr und mehr er- auch Dein heiliges Wort, Fennen, wie uns Dein Sohn welches unsers Herbens Trost JEfus, von Dir sey gemacht in allen unsern Nöthen ist, worden zur Weisheit, Gerech so reichlich unter uns bisher tigkeit, Heiligung und Erld- wohnen lassen. fung, daß wir alles vor Scha- Bergib uns aus Gnaden, den achten gegen der über. um Deines lieben Sohnes wil fchwenglichen Erkenntniß Eien, alle unsere Sünden, damit fu Christi. Gib, daß wir an wir im vergangenen Jahre, Shn, unsern HErrn und Hei- und auch sonsten jemals Deiland, aufrichtiglich glauben, uns nen Zorn gereitet; und laß DeiIhm gang und gar vertrauen ne Güte und Treue mit diesem und ergeben, Ihm willig die neuen Jahre und auch forthin nen in Heiligkeit und Gerechtig- unter uns alle Morgen neu werPeit, und durch Ihn deine Kin- den. Erneure uns allesamt im der und seine Mit Erben feyn Geist unsers Gemüthes, daß Deiner ewigen Herrlichkeit. wir mehr und mehr ablegen den Ehre sey Dir also stets, o GOtt alten Menschen, und anziehen in der Höhe! Und Friede auf den neuen Menschen, damit wir Erden, und denen Menschen stets zunehmen in einem neuent ein Wohlgefallen. Gehorsam, und denen FußstaErhalte unter uns die Pre- pfen JESU willig folgen und digt zc. 2c. siehe pag. 41. Inachgehen, auch durch Ihn da C hin Kirchen- Gebete. 49 hin kommen, da man Dir singt sich lassen binden als einen Mis das neue Lied in dem neuen Je- sethäter, damit wir von Sunrufalem, da Du alles neu den entbunden und fren würmachen wirst, droben in demiden. Er hat Schmach, Spott Himmel. jund Schande erlitten, daß wir Erhalte unter uns die Pre- unserer Sünden halber nie zu digt zc siehe pag. 41. Schanden werden dürften. Er list darauf zum Tode gant unIfchuldig veruttheilet, damit un sere Schuld würde getilget, und Heiliger und gerechter GOtt! wir vor Dir leben könnten. Er wie können wir Dir genug- ließ seinen heiligen Leib an das sam dancken für deine unaus- Creut annageln, damit also die sprechliche Gnade? da wir durch Hand. Schrift unserer Sundie Sünde alle Kinder des den würde abgethan. Er ist Zorns und auf ewig verloren an dem verfluchten Holke gar waren, auch uns selbst nicht ra- zum Fluch für uns worden, dathen oder helfen konnten aus mit wir möchten werden die Gedem groffen Elende; daß Du, segneten des HErrn. Er hat in heiliger GOTT! gleichwol ei Höllen- Angft geklaget: Mein ne Versöhnung für uns Sün- GOtt! Mein GOtt! warum der erfunden haft in Deinem hafst Du mich verlaffen! daß eingebornen Gohne, und den wir nimmermehr verlassen wür. felben uns dargestellet, zum beden. Endlich hat Er im Tode ständigem Gnaden Throne: Ja sein Blut für uns vergoffen, Du hast nicht verschonet dieses damit uns sein Blut reinige Deines eingebornen Sohnes, von allen unsern Sùnden, und fondern denselben für uns alle wir also mit Dir verföhnet dahin gegeben. Er hat an, im Leben, Leiden und Sterfich genommen unser armes ben mögten versichert seyn, Fleisch und Blut, damit Er un- daß wir durch Ihn ewig fol fere Sünde möchte tragen in ten selig werden. unferm Fleische. Er hat blu-! Laß denn, lieber Vater! auch tigen Schweiß geschwißet in uns alle zusammen in diesem feiner gröffesten Todes- Angst, Deinem lieben Sohne, um seidamit wir in Ihm Friede, Trost nes Leidens und Sterbens wilund Freude erlangten. Er hatllen, vor Dir Gnade finden, daß auch 3. Am so genannten Char Frey age. = AL 50. Kirchen- Gebete. auch unserer Sünden vor Dir bendigen Hofnung, durch die nimmer werde gedacht, und Auferstehung JEsu Christi von Durch deines Geistes Kraft den Todten, zu einem unvermit Ihm unser alter Mensch gånglichen, unbefleckten und mehr und mehr gecreußiget, unverwelcklichen Erbe, das be auch wir dadurch in Ihm und halten wird im Himmel, uns, durch Ihn hier heilig, und dort die wir aus GOttes Macht ewig leben mögen. Hilf, daß durch den Glauben bewahret wir uns insonderheit in der werden zur Seligkeit! Denn Stunde unsers Todes Seines Da wir nun gewiß wissen, daß Todes recht trösten, und als unser Erlöser ewiglich lebet, dann voller Freuden von hinnen glauben und vertrauen wir abscheiden mit Seinen letzten auch Deiner Verheissung, daß Worten: Vater! in Deine unsere sterbliche Leiber wieder Hande befehl ich jetzt meinen auferwecket, und dem verGeist; denn du hast mich er- Elärten herrlichen Leibe Chrilöfet durch Deinen Sohn, Dusti unsers HErrn und Hei landes gleichförmig werden getreuer GOtt! follen. Erhalte unter uns die Pre. Wir bitten dich von Her digt zc. siehe pag. 41. 4. Am Oster- Tage. hen, da wir in JEfu Chrifti Tod getaufet, auch mit Ihm also begraben sind, daß, gleich wie mächtiger, ewiger und Christus auferwecker ist von den barmherziger GOtt! Du Todten, durch Deine Herrlich Vater unsers HErrn JEsu keit, als des himmlischen BaChristi! wir dancken Dir de- ters, wir auch die Kraft seiner müthiglich, daß Du diesen Dei- Auferstehung mehr und mehr in nen eingebornen Sohn um un- uns empfinden, von dem Tode ferer Günde willen in den Tod der Sünden auferwecket werdahin gegeben, und um unserer den und in einem neuen Leben Gerechtigkeit willen wieder auf- wandeln, auch also entgegen ge erwecket hast. Ja, gelobet feyst hen der Auferstehung der Tod Du herzinniglich, auch von uns ten, da dis Verwesliche wird dieses Orts, daß Du nach Dei- anziehen die Unverweslichkeit, ner groffen Barmherzigkeit uns und die Sterbliche wird anzie haft wiedergeboren zu einer le- hen die Unsterblichkeit. Erhal Kirchen- Gebete. Erhalte unter uns die Pre- regieren und führen, daß wir su digt 2c. c. fiehe pag. 41. 5. Am HimmelfahrtsFefte. chen was droben ist, wo unser Heiland Christus ist, und nicht mehr so trachten nach dem, was auf Erden ist: Vergib uns aus Gnaden, um Deines lieben GOTT! himmlischer Sohnes willen, was wir hierin Bater! wir erheben billig bisher versehen, und lehre uns Deine groffe Güte für das auf Erden so unsern Wandel im menschliche Geschlecht, und lo- Himmel haben, daß wir alle mit ben und rühmen Deine Liebe Freuden allezeit mögen erwargegen uns; daß, da wir das ten der seligen Hofnung und Paradies durch die Sünde ver- Erscheinung der Herrlichkeit loren in dem ersten Adam, durch des grossen GOttes und unsers den zweyten Adam JESUM Heilandes Jesu Christi. Christum unsern HErrn, wiederHerr Err um haben erlanget einen Ein- Erhalte unter uns die Prea gang und Zugang zu deinem digt 2c. 2c. siehe pag. 41. himlischen Reich! Ja, weil unser Heiland von der Erden aufgeha- 6. Am Pfingst. Tage. ben vor seiner Jünger Augen, Heiliger GOtt und Bater und auf in der Himel gefahren, uns die Ståtte in einem Lichte, dazu niemand zubereitet, vor dir uns nun ber- fommen kann, und bey welchem tritt, und zu deiner Rechten sikt; nicht ist irgend eine Verändeso vertrauen und glauben wir rung noch Wechsel des Lichts, seiner theuren Verheiffung, daß von dem auch nur herkommen Er wieder kommen und uns zu alle und jede gute und vollkomsich nehmen wird, daß wir seyn, mene Gaben: Wir loben dich wo Er ist, allezeit und ewiglich. herzlich, für die herrliche GaWir bitten dich herglich, lie- be, die du denen Aposteln deiber himmlischer Vater! wie Ernes lieben Schnes, an dem Tazu dir aufgefahren, als zu seinem ge der Pfingsten, insbesondere GOtt, und zu unserm GOtt, als geschencket, da sie nach dem zu seinem Vater, und zu unserm Befehl ihres HErrn und MeiBater, ach! so wollest du våtersters einmüthig beysammen lich uns durch deinen Geist stets waren, und im Gebet und Fle hen S SAL Kirchen Gebete. hen recht glaubig warten, auf nicht in uns selbsten an, fon Deine Verheiffung. Du haft dern in Deinem lieben Soh damals reichlich ausgegoen ne, an welchem Du Wohl Deinen Geist daß Deine gefallen hast. Reinige uns grosse Thaten darauf aller von Sünden, daß wir alle Welt sind verkündiget, und zusammen recht mögen wiedas Evangelium von Dei dergeboren seyn, aus demt nem lieben Sohne auch auf Waffer und Geist; und geuß uns gekommen ist, die wir in Deine Liebe durch denselben unsern Vorfahren gar weit deinen Geist jetzt auch in un. waren entfernet von denen Teser aller Hergen, die uns stamenten Deiner grossen Ber- dringe und treibe, aus Liebe heiffung: Daß, wer nur zu Dir und zu Deinem Soh den Namen JEfu Chrifti un- ne, alles das zu meiden, was fers HErrn im Glauben an Dir irgend mißfällig ist, und rufen wurde, ewig selig wer- alles das gerne zu thun, den folte. Ja, dein Sohn was Dir wohlgefällig ist, verspricht uns auch Deinen damit also derselbige Geist Heiligen und guten Geist, Zeugniß gebe unferm Geist, wenn wir Dich, den Vater daß wir deine Kinder seyn. darum herzlich bitten. Darum bitten wir Dich, lieber Va ter im Himmel! siehe unsldigt zc. 2c. siehe pag. 41. Erhalte unter uns die Pre Inches 1 Centimetres Blue 421 ¹3 4 Cyan 2 ¹5 444 17 Farbkarte# 13 Green 0 3 14 Yellow 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White Lil 7 16 17 3/ Color 18 19 8 B.I.G. Black