463673 18 $ 32 93 n, er er es ID er to ( ₂ ܢ ܘܟܢܥ b 26 Es $ 10/ pern Bus den. and zu gehöris gen 26 GB 3625 Sonemier lights mam in Sighbal 1818 60% lov Univ.- Bibl. Giessen A5556 Borrede. Es würde überflüffig seyn, ein Wort zur Vers theidigung der Herausgabe dieses neuen Gefange buchs zu sagen. Alle aufrichtige Freunde eines vernünftigen Cottesdienstes in unsern Gemeinden, und besonders alle einsichtsvolle Prediger unserer vaterländischen Reformitten Kirche haben die Fehler und Mängel des bisher unter uns gebräuchlich ges wefenen Gesangbuchs schon lange eingesehen, und deswegen eine zweckmäßigere, der Würde unserer allerheiligsten Religion und dem Geiste unsers Zeita alters angemeßnere Einrichtung desselben, oder viels mehr ein neues, nach dem Bedürfniß und Ges schmacke unserer Zeiten eingerichtetes Gesangbuch sehnlichst gewünschet; Unverständige und eigensins nige Leute aber, welche mit einem blinden Vor urtheile für das Alte, was sie von Jugend auf auswendig gelernet, gesungen und gebetet haben, eingenommen sind, und jede, noch so gute und zwecks maffige Veränderung in dergleichen Dingen für ges fährliche Neuerung halten, würden durch die stärks ften und triftigsten Gründe, welche man ihnen vors legen könnte, doch nicht überzeuget werden, sondern müssen nach und nach durch den Gebrauch des Bus dhes selbst von ihrem irrigen Wahne befreiet werden. Um indessen Jedermann in den Stand zu sezen, dieses neue Gesangbuch aus dem gehöri gen Vorrede. IV gen Gesichtspunkte zu beurtheilen, hat man für. nothig erachtet, dem Publikum diejenigen Grunds faze, welche man sich bei der Wahl der in dasselbige aufzunehmenden Lieder zur Regel gemacht hat, hier kürzlich vorzulegen. Da das Gesangbuch bei den meisten Christen nebst der Bibel die einzige Quelle ihrer Belehrung und Erbauung ist, so hat man es für unumgängliche Pflicht gehalten, dabei auf die Klasse von Mens schen, welche bei weitem den größten Theil der christlichen Gemeinden ausmacht, vorzügliche Rücks sicht zu nehmen, und deswegen 1.) Bei der Wahl der Gesänge nicht sowohl auf dichterische Schönheiten und Stärke der Gedans ken und des Ausdrucks, als vielmehr auf edle Eins falt, Richtigkeit und Faßlichkeit derselben geses hen. Aus eben dem Grunde hat man 2.) diejenige alte, allgemein bekannte und bes liebte Lieder unsers bisherigen Gesangbuchs, welche entweder schon glücklich verbessert waren, oder durchs Veränderung einzelner Wörter und Redensarten leicht so verbessert werden konnten, daß sie nichts anstoffiges mehr enthielten, beibehalten, wenn sie gleid) übrigens feine vorzügliche dichterische Schöns heiten hatten.- Dahingegen aber 3.) alle diejenigen Lieder, welche unrichtige, der Hoheit und Würde der Religion nicht angemessene Vorstellungen von Gott und göttlichen Dingen, oder niedrige, tåndelnde, dunkle, übertriebene und mys stische Bilder und Redensarten enthielten, welche den gemeinen Mann leicht zu Irrthümern verleis ten, den einsichts und geschmackvollen Christen aber Anz Vorrede. Anstoß und den Leichtsinnigen, Veranlassung zu zerstreuenden Nebenvorstellungen, oder wohl gar zum Gespötte über die Wahrheiten der göttlichen Religion Jesu geben konnten, gånglich ausgelaffen und verbannet. Ja, man hat die Sorgfalt in dies sem Stücke so weit getrieben, daß man hin und wies der in ganz guten Liedern einzelne Ausdrücke und Redensarten, die an sich ganz unschuldig waren, blos wegen einer möglichen Mißdeutung abgeáns dert, und mit anderen bestimmteren vertauschet hat. Endlich V 4.) hat man sich auf das sorgfältigste bemühet, alle zu kühne, dem gemeinen Ohre ungewöhnliche Wendungen in den Wortfügungen und Wortvers sezungen zu vermeiden, und alle merkliche Fehler gegen die Geseze der Sprachrichtigkeit, des Syla benmaßes und des Wohlklanges hinweg zu räumen. Die meisten Lieder dieses Gesangbuchs sind, jes doch manchmal mit einigen kleinen Abänderungen, wozu man besondere gute Gründe zu haben glaubte, theils aus einzelnen Sammlungen geistlicher Lieder und Gedichte, theils aus den besten neuen Gefange büchern, dem Berlinischen, Anspachischen, Heffens Kaffelischen, Leipziger und Göttingischen zusammen getragen worden, und nur wenige bisher noch nicht gedruckte, hinzugekommen. Was den Plan und die innere Einrichtung, deffels ben betrifft, ſo hat man es, wie aus dem, dieser Vors rede nachstehenden Inhalte zu ersehen ist, in vier Hauptabtheilungen eingetheilt. Die erste enthält allgemeine Lob und Danklies der, als die älteste und feierlichste Art gottesdiensts 4.3 licher VI Borrede. licher Gesänge. Die Zweite: Lob und Gebetlieder nach Anleitung der vornehmsten Lehren des chriftlic chen Glaubens. Die dritte: Lob und Gebetlieder nach Unleitung der christlichen Sittenlehre, und ends lich die vierte: Lieder für die verschiedenen Stände, Gesellschaften und Lebensarten, für besondere Zeis ten, Umstände und Schickungen Gottes im mensch lichen Leben, und bei besondern persönlichen Bes gebenheiten. Aus diesem Berzeichnisse des Inhalts, und den jeder Hauptabtheilung untergeordneten allgemeinen und besondern Rubricken sieht Jedermann von selbst ein, was für einen Borzug dieses neue Gesangbuch vor dem alten sowohl in Ansehung der Ordnung, in welcher die Lieder aufeinander folgen, als auch in Ansehung der Vollständigkeit habe. Diese gröffere Bolständigkeit hat man einem Buche, das nicht al: lein zum Gebrauche bei dem öffentlichen Gottesdiens fte, sondern auch für die Privatandacht eines jeden Christen insbesondere bestimmt ist, für wesentlich ges halten, und deswegen nicht allein die Anzahl der bes sondern Rubricken sehr vermehret, sondern auch über einerlei Materié mehrere Lieder eingerückt, weil die Erfahrung lehrt, daß verschiedene Vorstellungss arten einer und eben derselben Sache bei der groß sen Verschiedenheit der Fassungskraft und Dens kungsart der Menschen ihren groffen Nuzen haben, und der eine durch diese, der andere durch jene mehr erwecket und gerührt werde.. Dadurch ist nun freilich die Anzahl der Lieder um ein beträchtliches gröffer geworden, als blos zum Behufe des öffentlichen Gottesdienstes nöthig gewe: VII gewesen wäre; Indessen hofft man, daß, wo nicht alle, doch wenigstens die meisten Glieder unserer Gemeinden, für welche dieses Gesangbuch vorzüge lich bestimmet ist, die dadurch verursachte geringe Erhöhung des Preises durch die gröffre Nuzbarkeit desselben zum allgemeinen Gebrauche für reichlich ersezt halten werden. Die ganz Armen werden ohs nehin aller Orten in unserm Vaterlande zu Anschaffung der Gesangs und anderen Erbauungsbücher aus den Allmosen unterstüzet. Da viele Lieder in dieses Gesangbuch haben aufs genommen werden müssen, wozu keine schikliche Mes lodien in unserm bisherigen Choralbuch zu finden was ren, so hat man zu diesen neue verfertigen lassen; Und da überhaupt eine schöne Melodie, wenn sie mit dem Inhalte des Gesanges übereinstimmt, ungemein viel Kraft hat, das Herz zu wärmen und lebhafte Ems pfindungen der Andacht zu erheben, so hat man auss serdem die alten beibehaltenen Melodien überall, wo es nöthig war, verbessern, und noch verschiedes ne neue hinzufügen lassen, damit man fernerhin nicht genöthiget wäre, Lieder von ganz verschiedes nem, und manchmal gerade entgegengeseztem Inhal te nach einerlei Melodie zu singen. Alle diese, theils neu verfertigte, theils nur vers ånderte Melodien aber hat man zum Nuzen der Jus gend in den Schulen, und zur Erleichterung des Ges fanges in den öffentlichen Versammlungen, dem ers sten Verse derienigen Lieder, nach welchen sie eigents lich eingerichtet sind, in Noten beidrucken lassen, bei dem allem aber doch dafür gesorgt, daß, wie sehr auch Druck und Papier seit einiger Zeit in ihren Preis @ 4 Vorreder VIII Vorrede. Preisen gestiegen sind, dieses neue Gesangbuch, wels ches beinahe eben so viele Lieder enthält, und einen weit schöneren Druck und besseres Papier hat, als das alte, ungefähr um eben denselben Preis zu has ben ist, als jenes. Die mit diesem Gesangbuche zugleich aus der Presse kommende, und eigentlich zu einem Anhange. deffelben bestimmte kleine Sammlung von Gebeten hat man, nach dem Beispiele der Herausgeber des Berlinischen Gesangbuchs, mit einem besondern Titel und mit eignen Seitenzahlen abdrucken lassen, theils, damit Niemand genöthiget wäre, sie wider seinen Willen mit dem Gesangbuche zu kaufen, theils aber auch, damit ein jeder, wer wollte, fich dieselbe zu einem besonderen Gebrauche besonders anschaffen könnte. Der Herr verleihe allen denjenigen, welche sich dieses Buches zu ihrer Erbauung, sowohl bei dem öffentlichen als häuslichen Gottesdienste bedienen werden, die Gnade, daß sie durch den frommen Ges brauch desselben in seiner Erkenntniß und Verely, rung immer mehr aufgekläret und befestiget, und zu einer vernünftigen, ihm wohlgefälligen Undacht erweket werden mögen! Heidelberg den 27sten des Christmonats 1784+ Inhalt 155556 Inhalt. Erste Hauptabtheilung. Allgemeine Lob und Danklieder Num. I 26 Zweite Hauptabtheilung. Lob und Gebetlieder nach Anleitung der vornehms sten Lehren des christlichen Glaubens. I. Von Gott und seinen Eigenschaften überhaupt. II. Von Gottes Eigenschaften insbesondere. 1. Unermeßlichkeit und Ewigkeit Gottes, 2. Die Unveränderlichkeit Gottee. 3. Von der Allwissenheit Gottes. 4. Von der Allgegenwart Gottes, 5. Von der Allmacht Gottes. a 5 27 31 32 34. 35 37 38= 41 42- 43 46 44 6. Von = Inhalt. 6. Von der Weisheit Gottes. 7. Von der Güte Gottes. 8. Von der Heiligkeit und Gerechtigkeit Gottes. 9. Von der Wahrhaftigkeit und Trene Gottes. 10. Von der Geduld und Langmuth Gottes. III. Von der Schöpfung. IV. Von der göttlichen Vorsehung in Er baltung und Regierung der Welt. VI. Von dem Salle und daher rührenden Elende der Menschen. VII. Von der Erlösung der Menschen durch Christum. VIII. Von der Person des Erlösers. IX. Von der Menschwerdung und Ge burt Jesu. 1. Adventslieder. 2. Weihnachtslieder. X. Dor dem Lehramte und Wandel Je. su auf Erden. XI 1. Das Leiden Jesu am Oehlberge. V. Von der Natur, ursprünglichen Würde und Bestimmung des Menschen. { 47- 49 50 55 Don dem Leiden, Tode und Be. gräbniß Jesu. 56-58 59 60 61- 62 63-68 69- 85 86-92 93-97 98= 102 103- 100 107 III 112 123 8 124, 129 130 137 138 2. Dre 3nbalt. 2. Die Gefangennehmung Jefu. 3. Ueber die Verlassung Jesu von seinen Jüns gern. 4. Ueber Petri Verlängnung. 5. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Ges richte. 142 6. Ueber die Verurtheilung Jesu. 7. Das Leiden Jesu am Kreuze. 8. Tod Jesu. 9. Begräbniß Jesu. XII. Von der Auferstzbung Jefu. XIII. Von der Simmelfahrt und seligen Regierung Jefu. XIV. Von dem beiligen Geiste und seinen Gnadenwirkungen. XV. Dom Worte Gottes. XVI. Don den Sakramenten. I. Von der heiligen Taufe. II. Von dem heiligen Abendmahle. 1. Vorbereitungslieder. 2. Lieder bei dem Gebrauche des heiligen Abendmahle. 3. Danksagungslieder nach dem Genusfe des heiligen Abendmahls. XVII. Von dem Glauben an Gott und Jcsum. 143 144 145= 151 152 154 155$ 157 * 58 169 9 170 177 139 178 189 190 200 XVIII. Von der Vergebung der Sünden, oder der Rechtfertigung. 140 141 # 201 203 204 207 208= 212 213 216 225 . 217 218 219 224 > 230 XIX. Inhalt. XIX. Von der Glückseligkeit wahrer Chris sten in diesem Leben. XX. Von der christlichen Kirche. XXI. Dom Tode. 232 240 241 249 250- 26E XXII. Von der Auferstehung der Todten. 262 267 XXIII. Von dem allgemeinen Weltgerichte. 268- 274 XXIV. Von der Ewigkeit überhaupt. 275- 279 XXV. Don den verschiedenen Schicksalen der Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 280 290 Dritte Hauptabtheilung. Lob und Gebetlieder nach Anleitung der christlis chen Sittenlehre. I. Von der Gottesfurcht, der Tugend, 3 1. und der Rechtschaffenheit überhaupt. 291- 300 Von der Richtschnur der Handlungen, oder dem Geseze. 2. Vom fanern Richter der Handlungen, oder dem Gewissen. 3. Vom christlichen Bestreben nach der Gewissenhaftigkeit. II. Don unfern Pflichten gegen Gott und den Erlöser Jesum Christum. 1. Von der Erkenntniß Gottes. 2. Von der Furcht Gottes und dem ehrers bietigen Gebrauche seines Namens. 8 301 304 305 307 # 308 312 313 317 318 321 3. Von dem Eide und wider den Meineid. 322 325 4. Von der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 325 328 5. Von Inhalt. 5. Von der Freude in Gott. 6. Vom Gehorsam gegen Gott und Erge, bung in seinen Willen. 7. Vom Vertrauen auf Gott, und von der Geduld im Leiden. 8. Von dem Lobe Gottes. 9. Von der rechten Art des Lobes Gottes. 10. Vom Gebete zu Gott. 11. Von der rechten Art des Gebets. 12. Christliche Gesinnungen gegen Jesum, den Heiland der Welt. 13. Von der Nachfolge Christi. 14. Von der Treue gegen den Heiland. III. Von den Pflichten gegen uns selbst. 1. Von der Selbstliebe. 2. Von der Selbsterkenntniß und Selbsts prüfung. 3. Von der Sorge für die Seele über. haupt. 4. Von der Busse und Bekehrung. 5: Aufmunterung zur Bekehrung. 6. Wider den Aufschub der Bekehrung. 7. Entschluß zur Bekehrung, 8. Von der Heiligung und Uebung in guten Werken. a. Bon der Nothwendigkeit der guten Werke. b. Von der Quelle der guten Werke. 329 330 331 338 339 349 350 354 355 356. 361 362 363 364 365- 367 S 368 370 371 372 373 374 375 376 377 382 383 385 386. 387 388 390 $ 39T- 393 394 395 c. Um Inhalt. c. Um Besserung des Lebens. 9. Bitte um das wahre Christenthum. 10. Von der Beharrlichkeit und Wachsthum im Guten. 11. Erweckung zur Beharrlichkeit im Gus ten. 12. Die Vortheile der Standhaftigkeit im Guten. 13. Von der Sorge für den Leib und dessen guten Gebrauche. a. Sorge für den Leib. b. Mässigkeit. c. Keuschheit. 14. Von dem rechten Verhalten gegen die zeitlichen Güter, oder wider den Geiz und die Verschwendung. 15. Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Berufe. 16. Von der Genügsamkeit und Zufriedenheit. 17. Von der Ablegung des irrdischen und Uebung des himmlischen Sinns. 18. Von der wahren Ehre und der Sorge für den guten Namen. 396 397 398 399 400 401 402 403 406 408 410 $ 404 405 S 425 19. Von dem rechten Gebrauche des Lebens. 427 20. Von dem rechten Gebrauche der Zeit ● 413= 4¹5 430 S 416 418 21. 419 422 423 424 407 409 412 1 I 3 426 429 431 Von 3nbalt. 21. Von der Vorbereitung zum Tode, und dessen christlicher Erwartung. a. Kürze des Lebens. 432, 434 b. Die beständige Erinnerung des Todes. 435 436 c. Wider die Furcht des Todes. d. Freudiges Verlangen nach dem Tode. e. Sterbelied eines frommen Christen. 3. Von der Sorge für des Nächsten Leib, Eigenthum und Ehre. IV. Don den Pflichten gegen den ächsten. 1. Menschenliebe überhaupt. 443 448 2. Von der Sorge für des Nächsten Seele. 449 450 3 6. Von der Barmherzigkeit und Wohlthätigs feit. 437 439 440 441 442 4. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit. 5 Von der Theilnehmung an dem Glück des Nächsten, und der Dienstfertigkeit. 456= 457 458 7. Von der Bescheidenheit und Demuth ges gen Andere. S 451 453 454= 455 8. Von der Leutseligkeit und Gefälligkeit. 9. Von der Sanftmuth und Friedfertigkeit. 462 10. Von der Aufrichtigkeit und Wahrhaftig. feit. II. Von der Dankbarkeit gegen Wohlthäter. 12. Von den Pflichten und dem Glück der Freundschaft. 8 464 466 * 467 468 470 • 13. Von 459 460 461 463 Inhalt. 13. Von der Liebe und Bersöhnlichkeit gegen Feinde. 14. Fürbitte für Zweifler und Unglaubige. 15. Von den Gesinnungen des Christen über den Tod des Frommen. 16. Von den Gesinnungen des Christen über den Tod derer, die in Sünden und Unglauben gelebt haben. III. Dom Lehrstande. IV. Pflichten der Lehrer und Fürbitten für sie. A Vierte Hauptabtheilung. Von den Pflichten der Christen in allen Stånden besonderen Zeiten, Lebensarten und Umständen. V. Bei der Einführung eines Predigers. VI. Dom Zausstand. 471, 472 473 Lieder für die christlichen Stånde, Gesellschaften und Lebensarten. L. Dom obrigkeitlichen Stande. 1. Fürbitte für die Obrigkeit. 2. Von den Pflichten der Obrigkeit. II. Von den Pflichten und Gesinnungen der Unterthanen. 1. Lieder für Eltern. 2. Lieder für Kinder. 474 3. Gefinnungen frommer Eltern. 4. Gesinnungen frommer Kinder. 475 476 477 478 479 480 481 482 483 484 485 486 487 488. 489 490. 491 492. 493 494 5. Ges Inhalt. 5. Gesinnungen guter Herrschaften. 6. Gesinnungen guter Dienstboten. 7. Lted für Waisen. 8. Für junge Leute, die in kümmerlichen Umständen sind. 9. Für Arme. 10. Fürs hohe Alter. 11. Für den Landmann. 12. Für alle Arbeiter. 13. Für die Handlungs- und Gewerbsleute. 14. Für die Künstler. 15. Für die Gelehrten, 16. Für Kriegsleute. 17. Fürbitte für Kranke. 17. Fürbitte für Sterbende. VII. Lieder für besondere Zeiten, Umstände und Sickungen Gottes. 1. Neujahrslieder. 2. Sonntagslieder, VIII. Morgen und Abendlieder. 1. Morgenlieder. 2. Morgenlied im Leiden. 3. Abendlieder. 4. Abendlied am Ende der Woche. 5. Abendlied im Leiden. XX 495 496 497 $ 498 499 500 501 502 503 504 505 506 507 508 509 514 515524 525 530 531, 532- 536 537 538 IX. IX. Tischlieder. 3 nbalt. 1. Vor dem Effen. 2. Nach dem Effen. 1. Bei sparsamer Erudte. 2. Danklieder für die Erndte. XIV. Bei Donnerwettern. 1. Beim Gewitter. 2. Nach dem Gewitter. XV. Bei ansteckenden Seuchen. XVI. Danklied nach ansteckenden Seuchen. XVII. Bei und nach einem gewaltigen Erd beben. 539 541 X. Don den vier Jahrszeiten. 1. Frühlingslied. 2. Sommerlied. 3. He bstlied. 4. Winterlied. XI. Witterungslieder. 1. Um Regen bei großer Dürre. 2. Danklied für verliehenen Regen. 547 543 3. Um Sonnenschein. 549 4. Nach erlangtem Sonnenschein. 550 XII. Um Segen der Seld- und Landfrüchte. 551. 552 XIII, Erndtelieder. XVIII. In theuerer Zeit. XIX. ad geendigter Theuerung. XX. Buß, und Bestagslieder. ● 540 542 543 544 545 546 553 554 355 560 556 558 559 = 561 562 563 564 565 566= 567 XXI. Inbalt XXI. In allgemeiner Norb. 568 569 XXII. ad Abwendung gemeiner Noth. 570 571 XXIII. Bei Seuersnóthen. 572 XXIV. nach der Seuersgefahr. XXV. Jn Wafferondtben. XXVI. ad geendigter Wassersnoth. XXVII. Jn Kriegszeiten. XXVIII. ach erlangtem Srieden. 1. Für allgemeinen Segen. 2. Uleber einer reichen Erndtee 3. Ueber einer guten Weinlese. 4. Am Friedensfeste. 5. Für Gewissensfreiheit und Religionsduldung. 6. Für den Flor der Wissenschaften, der Handlung und Gewerbe. 7. Für allgemeine Aufklärung und christ. liche Gesinnungen. XXIX. In Krankbeiten. 582 583 XXX. Nach wiedererlangter Gesundheit. 584 585 XXXI. Jn Codesnöthen. 586 588 XXXII. Bei Begräbnissen. 589 591 XXXIII. Dankli der für allgemeinen und befondern Landessegen. XXXIV. Lieder bei besondern persönlichen Begebenheiten. 1. Am Geburtstage. XX 2 S 573 574 576 ● 577 578 579 580- 580 599 3 592 593 594 595 596 597 598 9 . S 600 601 602 9 603 604 605= 606 2. Bei: Inhalt. 2. Bet der Taufe eines Kindes. 3. Nach der Taufe eines Kindes. 4. Am Tage der heiligen Confirmation. 5. Lied eines Jünglings. 6. Lied eines jungen Frauenzimmers. 7. Vor und auf der Reise. S. Nach der Retſe. 9. Am Tage des anzutretenden Amtes und zeitlichen Berufs. 10. Vom Ehestande und für Eheleute. 11. Vor der Einsegnung neuer Eheleute 12. Nach der Trauung derselben. 13. Beim frühen Übsterben der Eltern, 14. Am Sterbetag eines lieben Kindes, 15. Bet Beerdigung der Kinder. 16. Belm Tode eines Landesfürsten. XXXV. Beschluß. Bom heilsamen Gebrauch heiliger Lieder, X 609 610 611= 612 613 614 607 8 615 616 617 618 619 620 621 622 623 624 = 625 626 627 Erste I. E sellin Allgemeine Lob und Denklieder. Tut Erste Hauptabtheilung. Mein ein Herz, er mun tre dich zum Preise Bedenk es, auf wie vie le Weise # des Gottes, der dein Vater ist! du ihm zum Dank ver pflichtet bist. Bring ihm, der stats dein Hel fer war, 1 mit Freuden Ruhm und Ehre dar! A Herr, Allgemeine Lob und Danklieder. doch erbar 2. Herr, deine Hand wenn auch meine Noth ist immer offen, zu ge: sich häuft, so steht durch ben, was mir müzlich dich mein Wohl doch ve ist Und doch bin ich oft ste. Wenn mich das schwach im Hoffen auf Elend ganz ergreift, fo dich, der du die Liebe bleibst du bist. Mein Gott wie mungsvoll, und förders wenig bin ichs werth, ståts mein wahres Wohl. daß mir noch Hilfe wi 6. Du bist mein Heil; derfährt. mein ganz Gemüthe is 3. Unendlich groß ist deines Ruhms, mein dein Erbarmen, nur Retter, voll. D könnt ich wohlzuthun bist du ge deine grosse Güte doch wohnt. Drum wird auch so erheben, wie ich soll! mir, mein Gott, mir Doch meine Kraft reicht Armen, von dir nicht nicht dahin, du weißt nach Verdienst gelohnt. es, Gott, wie schwach Noch immer steht mir dei: ich bin. ne Treu mit Segen, 7. Jedoch du siehst Trost und Hilfe bei. mit Wohlgefallen auf 2 4. Du bist es, der in wahre Herzensredlichkeit, meinen Sorgen mit Ket: Und hörest selbst das tung mir entgegen eilt; schwache Lallen der Dei Und wenn sie, noch vornen mit Zufriedenheit. mir verborgen, nach Du hörst es, wie ein Vater meinem Wahn zu lang pflegt, der seiner Kinder verweilt, so kommst du, Schwachheit trägt. eh ichs mich versehn, 8. Drum soll mir deia und hilft mir, und er: ne Huld und Güte be: hörst mein Flehn. ständig, Gott, vor Augen 5. Du wählst und wir seyn. Ich will mit red: fest ståts das Beste, und lichem Gemüthe mein Leben Allgemeine Lob: und Danklieder. Leben deinem Lobe weihn, Ruhm erheb im höhern bis ich vollkommner deinen Heiligthum. 214 Sin gen dich zu loben, von oben MGieb felbst da zu 3. 11 ist, Gott! mein Herz bereit. Auf, Seel, und mir Kraft und Freudigkeit. opfre Dank! O wäre doch mein Leben + dem Gott, der mirs gegeben, ein || ftäter Lobgesang. 2. Es freun sich deinelist zu geringe; Im Stau Kinder des Reichthums be bet ich an. Du liebst deiner Huld; Auch dei mich väterlich; D wären nen Feind, den Sünder, meine Triebe so heiß, als erträgst du mit Geduld, deine Liebe! O liebt' ich Tten willst du, daß der würdig dich! was du Christ beglückt schon auf 4. Du thust, mich zur der Erde, und einst noch beglücken, das sect'ger werde, wann er mit mir thust; Aus deie geprüfet ist. nen Vaterblicken strömt 3. Mein Gott! wie in die Seele lust. Du groffe Dinge hast du an bist in Noth mein Schuz mir gethan! Mein Lob im Finstern meine Sonne, im 21 2 4 Allgemeine Lob und Danklieder. im Kummer meine Won- lieb und Treu. Vertra ne; Du thust mir immer ihm, hang ihm an! Der Guts. Trost laß dir nicht rau. 5. Drum, frohes Herz, ben: Beglückt ist, wer in bekenne, daß Gott die Glauben ihn Vater nen Liebe sey. Seh dankbar nen kann. und entbrenne in Gegen I 3. Ph BIRIN 7²6 F Job, Ehr und Preis dem höchsten Gut! Dem Gott, der grosse Wunder thut, 幸 Dem Va ter al ler Güte! dem Gott, der mein Ge müthe # 1 mit seinem reichen Trost erfüllt! # I Gott, der allen Jammer stillt! I Dem 1 F Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Der Himmel Hee: Gebt unserm Gott die re danken dir, Beherr: Ehre! scher aller Thronen! Auch 3. Was unser Gott wir, die wir, o Vater, geschaffen hat, das wird hier auf deiner Erde woher auch erhalten, dar Wir preisen alle über wird er früh und deine Macht, die uns spat mit seiner Gnade erschuf, die uns bewacht. walten. In seinem ganz nen.. zen Allgemeine Lob: und Danklieder. zen Königreich ist alles uns zu, und schafft uns recht, ist alles gleich. Hülfe, schafft uns Ruh. Gebt unserm Gott die Gebt unserm Gott die Chre! Ehre. 4. Ich rief zum Herrn 7. Drum will ich dich in meiner Noth: Ach, mein Lebenlang, o Gott, Gott, vernimm mein mit Freuden ehren! Man Weinen! Da half mein soll, Herr, meinen LobHelfer mir vom Tod, gesang an allen Orten und ließ mir Trost er: hören. Mein Geist, o scheinen. Ich danke Gott, erhebe dich! Mein Gott, ich danke dir! ganzes Herz erfreue sich! Na)! danket, danket Gott Gebt unserm Gott die mit mir! Gebt unserm Ehre. Gott die Ehre. 8. Jhr, die ihr Chri 5. Gott ist uns nah, sti Namen nennt, gebt Gott ist noch nicht von unserm Gott die Ehre! seinem Volk geschieden. Ihr die ihr Gottes Ist ewig seine Zuversicht, Macht erkennt, gebt ihm, und giebt ihm Heil und dem Ew'gen, Ehre! AllFrieden. Mit Vaterhän mächtig bist du, unser den führt er die, die Gott, und unser Schuz ihm vertraun, und seg in jeder Noth. Gebt un: net sie. Gebt unserm ferm Gott die Ehre! Gott die Ehre! 9. Wer Gottes wei 6. Wann alle Welt ser Führung traut, darf nicht helfen kann, Und vor dem Tod nicht beben; sich kein Retter zeiget, Der Herr der Nacht und so nimmt Gott unsrer Grab durchschaut, weckt Noth sich an, er selbst, ihn zu neuem Leben, der Schöpfer, neiget wann einst sein Donner sein huldreich Angesicht aus der Gruft, zum 21 3 Welt: 6 Allgemeine Lob: und Danklieder. Weltgericht die Todten Pflicht, und laßt uns ruft. Gebt unserm Gott fröhlich singen: Der Herr die Ehre! hat alles wohl bedacht IO. Kommt, laßt uns und alles recht und gut vor sein Angesicht, mit gemacht. Gebt unserm froher Ehrfurcht dringen. Gott die Ehre! Bezahlet die gelobte 4. ( ollt ich meinem Gott nicht singen? Hab ich doch in al len Dingen DIFFER E Sollt ich ihm nicht dankbar seyn? so viel Anlaß, mich zu freun; ist ja nichts, als Lie bè, O, es Vaterherz bewegt, die mich mit u be. die sein Erbarmen trägt, wenn ich seinen Willen E Alles währet feine Zeit, EEE Gottes lieb in Ewigkeit. FFFTT Allgemeine Lob: und Danklieder. 7 2. Wie ein Adler bei hellem Licht, und wann alGefahren treulich seine ler Trost gebricht, tróz Jungen deckt, so hält stend meinenKummer stil: Gott, mich zu bewahren, le. Alles währet seine Zeit, seine Schuzhand ausge: Gottes Lieb in Ewigkeit. streckt, er, der über mir 5. Meinem bessern schon wachte, als ich kaum Theil, der Seele, giebt zu seyn begann, sah mitser Trost und Kraft und Vaterhuld mich an, eh ich Ruh. Wenn ich, was er lebte, eh ich dachte. Alles will, erwähle, strómet währet seine Zeit, Gottes mir sein Friede zu. Wene Lieb in Ewigkeit. mein Können, mein Ber: 3. Für mich Armen, mogen nichts vermag, mich Verlohrnen, mich, nichts helfen kann, tritt der ich gefallen bin, gab mit Hilfe Gott heran, er seinen Eingebohrnen, und so muß der Sturm Jesum Christum selber sich legen. Alles währet hin. Mir zum Heil kam seine Zeit, Gottes Lieb in er auf Erden, lehrte, Ewigkeit. litt, vergoß sein Blut, 6. Himmel, Erd und starb am Kreuze mir zu ihre Heere sind zu meis gut, daß ich mögte se: nem Dienste da! Wohin lig werden. Alles währet ich mein Auge kehre, ist seine Zeit, Gottes Liebmir Gottes Segen nah, in Ewigkeit. Thiere, Kräuter und Ge 4. Seinen Geist, den treide, in den Gründen, sichern Führer durch des auf der Höh, in den Bü Lebens Dunkelheit, giebt schen, in der See, sind er mir auch zum Regierer mir Nahrung, sind mir auf dem Weg zur Selig: Freude. Alles währet sei keit, daß er meine Seele ne Zeit, Gottes lieb in fülle mit des Glaubens Ewigkeit. 21 4 7. Allgemeine Lob und Danklieder. 7. Wann ich schlafe, wäge, sind sie Zeichen, wacht sein Sorgen über daß mein Freund, der mir mit Batertreu, und mich liebet, mein geden: mit jedem neuen Mor ke, und mich von dem gen wird auch seine Gü- Dienst der Welt, die mich te neu; Wäre nicht mein hart gefesselt hält, durch Gott gewesen, hätte mich die Trubsal zu ihm lenke. sein Angesicht nicht er: Alles währet seine Zeit, quickt, so war ich nicht Gottes Lieb in Ewigkeit. von so mancher Quaal ges nesen. Alles währet sei: 10. Ist hier auf dem ne Zeit, Gottes Lieb in Weg zum Grabe, Angst Ewigkeit. und Trubsal oft mein Theil, Gott, dem ich ge: 8. Wie ein Vater sei: glaubet habe, Gott giebt nem Kinde niemals ganz einst mir ewig's Heil. Die, sein Herz entzeucht, wenn so hier mit Thränen säen, es schon zur Bahn der erndten dort mit Freu: Sünde von dem Weg den ein. Nach des kurzen der Zugendweicht; Also Lebens Pein, werd ich hält auch mein Verbrechen mein Geschick verstehen, mir mein lieber Gott zu jauchzen, daß mich Got gut, will mein Fehlentes Rath diesen Weg mit der Ruth, und nicht geleitet hat. 8 feit. mit dem Schwerde rå: II. Gott, deß liebe chen. Alles währet seine ohne Schranken, deß Er. Zeit, Gottes lieb in Ewig barmen endlos ist, nimm mein schwach, doch kind: 9. Wenn gleich überslich Danken, gnädig auf feine Schläge bitteriich durch Jesum Christ. Seg: mein Auge weint, denne Willen und Bestreben, noch, wenn ichs recht er ganz mich deinem Dienst zuº Allgemeine Lob und Danklieder. 9. zu weihn, dein Verehrer so weit, als über uns hier zu seyn, bis ich dich die Wolken reichen, von im fünftgen Leben, nach Ewigkeit zu Ewigkeit. vollbrachter Prüfungs: Kein Wurm kriecht un zeit, lob und lieb in Ewig-[ bemerkt dahin, du siehst, feit. du nährst, du schuzest ihr. Mel. Nro. I. 4. Auch, Vater, hast Mein Herz ermuntre ic. du mein Gemüthe durch ir 5. will manche erich fröhlich sin: freut. gieb mir auch gen, dir, dessen Freude nach deiner Güte, den Wohlthun ist; Dir will Trieb der reinen Dank: ich Dank und Ehre brin: barkeit. Laß alles, Herr, gen, dir, der du gut was in mir ist, froh rühund freundlich bist. Ja, men, daß du gnädig bist. Gott, du bist ganz Gnad 5. Wer schuf den Geist und Treu, gieb, daß mein und seine Kräfte, Gedächt: Herz ganz Freude sey. niß, Willen, und Ver: 2. Dich preisen aller stand? Wer segnet des Engel Heere, dir singt Berufs Geschäfte? Wer der ganze Himmel Dank; stärkt die arbeitsame Dir, Herrscher, brau: Hand? Wer schüzte mich sen Wind und Meere, vor der Gefahr, die une ihr Brausen ist dein Lob sichtbar mir nahe war? gesang. Die ganzeSchö: 6. Wer fristet meine pfung ruft mir zu: Es Lebenstage? Wer schmükt ist kein solcher Gott, wie und krónet sie mit Heil? Du, Bater, thusts, du 3. Dir, Höchster, ist wehrst der Plage. Du nichts zu vergleichen, Gott, bleibstewiglich mein denn deine Gnade reicht Theil. Mit ew'ger Treue 25 du. liebst Allgemeine Lob: und Danklieder. liebst du mich, von gan: dich schauen, schau mich zem Herzen preis' ich dich. mit Baterblicken an, So IO 7. Dir will ich ferner: geh ich durch die Pilgrimss hin vertrauen; Denn duszeit mit Freuden hin zur haft mir státs wohlgethan. Ewigkeit. Ich will mit Hoffnung auf 6.** # роб Rob finget Gott, und be tet Ihm danke, wer nur danken kann, an mit fröh li chem Gemüthe! Gott ist die dem Schöpfer voller Güte! Liebe! rühmt ès laut, ihr Frommen, 36 die ihr ihm vertraut, die ihr ihn kennt und ehret! Rühmat es, daß seine Gütigkeit mit jedem Morgen sich erneut, und ewig, #E ewig, währet. 2. Daß ausser dir nicht der Himmel ganzes Herr, alles leer von Freud und und unsre Erd aus Liebe. Leben bliebe, schufst duDu selbst beduftest ihrer nie, Allgemeine Sob: und Danklieder: werden. nie, Unendlicher, du lies reicht die Wunder dei: sest sie zu ihrem Glückener Werke; Doch ist dies Du aber sátti: angenehmer Dank, dir gest dich nun mit Won: ist es mehr, als Lobge: ne, allen wohlzuthun, im sang, wenn ich, wie du Himmel und auf Erden. liebst, liebe, und diesen 3. Kein Mensch, kein Sinn mit wahrer Freud, Engel selbst ermißt die durch Wohlthun und Grösse deiner Segen; Wie Barmherzigkeit an meis gütig deine Weisheit ist, nen Brüdern übe. in allen ihren Wegen. 5. Du bist die Liebe! Gott, deine Güte reicht Dank sey dir, daß ich dich so weit, als deines Reichs so erkenne, und dir zum Unendlichkeit, so weit, Ruhm, zum Troste mir, Herr, als das Leben. Ach! dich, Gott, die Liebe was sind wir, die deinejnenne. Auch ich will ganz Macht aus todtem Staub die Liebe seyn, will glücks hervorgebracht, uns ewig lich machen, will erfreun, Heil zu geben? will segnen, und dir glei: 4. O Vater, welchemschen. Von diesem Sinn, keiner gleicht an Liebe, von dieses Pflicht, o Gott wie an Stárke! Kein der Liebe, laß mich nicht, Dank, kein lobgesang er: so lang ich lebe, weichen! II 7. Komm 12 7. F # Jac HUNT Allgemeine Lob und Danklieder. Kommt Dommt her, verkündigt Gottes Ruhm, ihr Menschen preist den Herrn; Denn ihr, ihr send sein Eigenthum; Lobsingt und dankt ihm gern. 2. Vom Engel bis zum heit zum Genuß, und um Erdenwurm zeigt alles die Herzen zu erfreun, seine Pracht. Des Früh uns Wein im Ueberfluß. lings: Lüftgen, wie der 6. Er hält den Bliz Sturm, verkündigt seine in seiner Hand, ihm dient Macht. der Sterne Heer. Mit 3. Er hat der Sonne Segen fülleter das Land Lauf gestellt, dem Mond bis zu dem fernsten Meer. gab er sein Licht. Er ists, 7. Der Morgen sagts der unsern Erdkreis hält der Mitternacht: Groß ist in seinem Gleichgewicht. Jehova, Gott! Der Tag 4. Das Feld weiß verkündigt seine seine Zeit genau, nichts dem holden Abendroth. dringt zu früh hervor. 8. Groß, wann er in Der Halm, erquickt durch dem Donner schilt, durchs seinen Thau, schießt tåg: Sonnenlicht lich mehr empor. Macht entzückt, Groß, wann des Meeres 5. Er giebt der jungen Woge brüllt, und wann Saat Gedeihn, Gesund: der Bach erquickt. 9: Allgemeine Lob und Danklieder. 13 9. Allmächtiger, sieh, Wind? Wer macht, daß weit und breit schallt dei: jährlich Korn und Most nes Namens Ruhm; Ein für uns vorhanden sind? dankbar Herz sey dir ge: 6. Wer giebt dem Leis weiht, dir ganz zum Eisbe Stárk und Kraft? Wer genthum. ist es, dessen Hand den Mel. Die vorhergehende. edlen Frieden hält und 8. Ich finge dir mit schafft in unserm VaterHerz und Mund, land? Herr, meines Herzens 7. Allgütiger! Allein Lust! Ich mache deine von dir fließt alles Heil Güte fund aus dank- uns zu. Geschöpfe deiner erfüllter Brust. Hand sind wir, und un' " 2. Du, aller Gnade ser Schuz bist du. Quelle, bist voll Lieb und 8. Du náhrest uns von Freundlichkeit; Giebst al: Jahr zu Jahr, bleibst ime len, was uns heilsam ist, mer fromm und treu, und und unser Herz erfreut. stehst uns immer in Ge: 3. Was sind wir doch? fahr mit deiner Gnade was haben wir, was du bei. nicht alles giebst? Ach, 9. Du trägst uns Sunalles Gute kommt von dir, der mit Geduld und der du so hoch uns liebst. trafft uns nicht zu schwer, / 4. Wer hat des Him: Und wirfst aus Gnaden mels schönen Bau so unsre Schuld auf ewig prachtig ausgeschmückt? in das Meer. Wer ists, der unser Feld 10. Das Unglück, das mit Thau und Regen ståts von ferne drohr, kehrst erquickt? du oft schnell zurück, und 5. Wer wärmet uns die schon gegenwärt'ge in Kält und Frost? Wer Roth verwandelst du in schůzt vor Sturm und Glück. II, 14 Allgemeine Lob und Danklieder. II. Die Thränen, die die Bosheit arges thut, der Fromme weint, belenkt er zu gutem End. merist und zählest du; 17. So trau denn ferner Und sprichst ihm tröstend, seinem Thun, schick gláus als ein Freund, in seinem big dich darein, so wirst Kummer zu. du hier im Frieden ruhn, 12. Du füllst des les und ewig fröhlich seyn. bens Mangel aus mit Mel. Die vorige. Gütern, die wann u dem Ehr dieses Leibes irrdisch Haus 9. und Ruhm ges einst wird zu Trümmern bührt, und das, Herr, gehn. bring ich dir. Mein Schicks 13. Wohlauf, meinssal hast du ståts regiert, Herz, frohlock und sing, und stats warst du mit mir. und habe guten Muth; 2. Wann Angst und Dein Gott, der Ursprung Noth sich mir genaht, so aller Ding, ist selbst und hörtest du mein Flehn, bleibt dein Gut. und liesest mich nach dei: 14 Was krankst du nem Nath Hilfund Errets dich in deinem Sinn, und tung sehn. grämst dich Tag und 3. Wann ich in Schmerz Nacht? Nimm deine Sorg und Krankheit sank, und und wirf sie hin, auf den, rief: Herr rette mich! so der dich gemacht. halffst du mir; Mit wel: 15. Hat er dich nicht schem Dank, mein Gott, von Jugend auf versorget erheb ich dich! und ernährt? Und wun: derbar der Dinge Lauf zu deinem Glück gekehrt? 4. Betrübte mich des Feindes Haß, so klagt ich dir den Schmerz; Da 16. Er führt den Scep: halfst du, daß ich ihn vers ter weiß und gut, recht ist gaß, und gabst Geduld ins Fein Regiment, und was Herz. 5. Allgemeine Lob und Danklieder. 5. Wann ich den richt': der zu deinem Gnadengen Pfad verlohr, und thron den Zugang mir mich verschuldet sah, rief erwarb. ich zu dir, mein Gott! em: II. Lobt Gott in seis por, und Gnade war mirsnem Heiligthum! Erheb nah. ihn, Volk des Herrn! Die 15 6. Oft, wann nach Erd ist voll von seinem Trost die Seele rang, und Ruhm, er hilft und ret: Trost mich Armen floh, tet gern. rief ich voll Sehnsucht: 12. Er hilft und läßt Herr, wie lang? Und die Traurigkeit bald vor wurde wieder froh. uns übergehn; Will uns, 7. Du halfft und hilft nach kurzer Prüfungszeit, noch immer zu; Denn du zu ew'gem Glück erhöhn. bist fromm und gut. Aus 13. Bergiß nicht, See: der Versuchung rettest du, le, deinen Gott, was er und giebst zur Tugend an dir gethan. Berehr und Muth. balte sein Gebot, und bet 8. Herr, für die Lei: ibn ewig an. den dank ich dir, dadurch du und die Mel. Die vorige. Freuden, welche mir dein 10. Auf Auf, Christen, bringet Preis milder Segen giebt. und Ehr dem Herrscher 9. Dir dank ich, Herr, aller Welt; Dem Mách daß die Natur mich nährtstigen, der Erd und Meer, und mich erfreut. Ich und alle Himmel hält. schmeck in jeder Kreatur, 2. Frohlockt mit jubel: Gott, deine Freundlich reichem Schall Gott, uns feit. ferm höchsten Gut, der 10. Ich danke dir für grosse Wunder überall deinen Sohn, der für auch an uns Menschen mich Sünder starb, und chut. 3. A 16 Allgemeine Lob: und Danklieder. 3. Von unsrer zarten hart, und schenkt uns gern Kindheit an hat er uns die Schuld. unterstüzt, er, der allein uns helfen kann, und gern uns hilft, und schüzt. 7. Er weckt uns das Gewissen auf, ruft uns zur Besserung, und stärkt uns, 4. Aus seiner Fülle achten wir darauf, mit nehmen wir noch immer, Kraft zur Heiligung. was uns nährt, und was der bangen Seele hier Zu friedenheit gewährt. 8. Er bleibt uns treu, sein Wort steht vest. Wer sich hier zu ihm hält, 5. Er streut auf dieses kommt, wann er diese Lebens Pfad viel Freuden Welt verläßt, zum Glück um uns her. Die Noth, der bessern Welt. womit sein weiser Rath 9. Singt, Christen, uns prüft, erleichtert er. singt ihm Preis und Dank 6. Er trágt nach gut': für seine Freundlichkeit. ger Vater Art uns Schwa: Einst wird sie euer Lobge: che mit Geduld; Er züch- sang noch mehr in Ewig: tigt wohl, doch nie zulkeit. b II. Hit! P b $ TOTE 1 I könnt ich dich, mein Gott, recht ge nug den be: # 1 $ preisen, wie du des Preises würdig bist! weisen, den dieß mein Herz dir schuldig ist; Könnt 11 Dieß Herz, das deiner Gütigkeit sich täglich mit Entzücken freut. 2. Wer Allgemeine Lob und Danklieder. 17 2. Wer überströmet Plagen, zwar wunderbar, mich mit Segen? Wer doch gut geführt; Bei je: theilt mir mit, was mir der drohenden Gefahr gebricht? Wer schůzet ward ich ståts deiner Hülf mich auf meinen Wegen? gewahr. Wer schenkt dem Geiste 6. Wie sollt ich denn Trost und Licht? Wer nicht voller Freuden be: giebt zu meinem Thun ständig deinen Ruhm er: Gedeihn? Allgütiger, dushöhn? Wie sollt ich, auch bists allein. im tiefsten leiden, nicht 3. Zu zählen sind sie freudig trauend auf dich nicht, mein Vater, die sehn? Und fiele selbst der Werke deiner Segens: Himmel ein, so wirst du hand. Du warst schon lan: mein Beschirmer seyn. ge mein Berather, eh mein 7. Drum reiß ich aus Bedürfniß ich empfand; des Kummers Höhle mein Selbst eh ich war, da mas sorgendes Gemüthe los, sest du mir schon mein und rufe mit erfreuter Schicksal liebreich zu. Seele: Wie gut bist du, 4. Du stärkst mir das mein Gott, wie groß! Du geschenkte Leben, und läss leitest mich nach deinem sest es nie freudenleer; Rath, der nur mein Heil Zum höhern Glück mich zu beschlossen hat. erheben, schickst du auch 8. Von deiner Güte manche Trübsal her; Doch will ich singen, so lange stehst du auch mit Kraft sich die Zunge regt, die mir bei, daß ich nicht zag' will ich Dank und Ehre und muchlos sey. bringen, so lange sich mein 5. So oft hab ich in mei: Herz bewegt, und wenn nen Tagen mit Freud und mein Mund nicht sprechen Dank es schon verspürt, kann, so halt ich noch mit wie du mich unter allen Seufzen an. B 99 A 18 Allgemeine Lob und Danklieder: 9. Hier kann ich schwa: Werke deiner Hand; Di ches Lob nur geben, nimm Herr, giebst allem Fleische es, mein Gott, in Gnaden Speise, beschirmst und an, bis ich in einem bes segnest jedes Land; Du fern Leben dich würdiger| lie best unveränderlich erheben kann; Da steiget der Bösen selbst erbarm mit der Engel Chor, mein du dich. Lobgefang zu dir empor. Mel. Nro. I. 4. Der Erdkreis ist von deiner Güte, von deiner Weisheit ist er voll. Herr, Mein Herz ermuntre x. unterweise mein Gemu 12. ir, milder Ge- the, wie ich dich würdig ber aller Ga: loben soll. Gieb, daß mein ben, Herr, dir gebühret Herz dich freudig liebt, Ruhm und Dank. Du dich, der mir so viel Gu hörst das Schrei'n der jun: tes giebt. gen Raben, so wie der ler: 5. Das Saamforn the Lobgesang. O neige wird in deinem Namen jezt dein Ohr zu mir. Duauf hoffnung in das Feld forderst Dank, ich danke gestreut. Allgütiger, du gabst dem Saamen, da dir. 2. Die kleinste deiner du ihn schufft, die Frucht Kreaturen macht deine barkeit. Zur Aussaat giebst Weisheit offenbar. Man du auch allein dem Land: siehet deiner Güte Spumann Kraft, Zeit und Ge ren, und deine Macht von deihn. Jahr zu Jahr. Ein jedes 6. Du machst den Gräschen lehret mich: Schoos der Erde schwan: wie groß ist Gott! wiejger, du machst des Ackers klein bin ich. Furche naß, du schmückest 3. Du sorgst nach treu: Wiesen, Flur, und Anger er Våter Weise für alle mit Blumen, Sträuchen Laub Allgemeine Lob: und Danklieder. 19 Laub und Gras, du träu- gegeben, der uns durch felst mit dem kühlen Thau seine Gnade schüzt, die Fruchtbarkeit auf Feld täglich schenket, was uns und Au. der nüzt; Drum danket seinem Namen! 7. Was dürr ist, feuch: test du mit Regen, was kalt 2. Lobt Gott, er giebt ist, wärmt dein Sonnen: uns seinen Sohn, der schein, du theilst die Zei: selbst für uns gestorben, ten wie den Segen, zujder uns des Himmels unserm Besten weislich Gnadenlohn durch seinen ein. Bei Wärme, Hize, Tod erworben; der Got: Kált und Frost grünt, tes heil'gen Rath voll: wächst und reifet unsre bracht, und uns ihm ans Kost. genehm gemacht; Drum 8. Kommt, preist des danket seinem Namen. Schöpfers Huld und 3. Lobt Gott, der in Stärke, bringt seinem uns durch den Geist den Namen Ehre dar! Groß Glauben angezündet, und ist der Herr und seine Wer: seinen Beistand uns ver: ke sind herrlich, groß und heißt, wenn er uns treu wunderbar. Kommt laßt erfindet, der uns státs uns seine Macht erhöhn durch sein Wort regiert, Der Herr ist gut! sein Lob und auf den Weg des le: ist schön! bens führt; Drum dan: ket seinem Namen! Mel. Nro. 3. 13. Lobt 4. Lobt Gott, er hat Lob, Ehr und Preis dem. dieß gute Werk selbst in Gott, der uns uns angefangen, voll erschaffen hat, bringt es auch, giebt Kraft der Seele, Leib und Le- und Stärk, am Ende zu ben aus väterlicher Huld erlangen, was wir zum und Gnad uns allen hac Zweck uns vorgestellt, und B2 was 20 Allgemeine Lob und Danklieder. was der Himmel in sich hält; Drum danket sei nem Namen! 2. Es ist Gott. Gebt ihm die Ehr! Er gab uns nicht nur das Leben; Sei ne Gnade thut vielmehr, und erhält, was er gege ben. Unsre Fluren, Glück und Stand blühen unter Mel. Nro. 368. Meinen Jesum laß ich zc. 14. Jauchzt dem Höch seiner Hand. sten Welt! 3. Laßt uns seiner Sein ist Majestät und Güte freun, die Jahr ein Stárke. Dient ihm so, Jahr aus uns nähret. wie's ihm gefällt, ihr, Nicht für diese Zeit allein, ihr Zeugen seiner Werke! auch in Ewigkeit gewäh Froh kommt vor sein Anret seine Huld dem, der gesicht, und bezahlt ihm ihn ehrt, Freude, die kein eure Pflicht. Wechsel stort. 15. Gott in der sey er for get, daß uns nim mer mehr und Dank sey seiner Gnade! Uns wohlzuthun Ge fahr und Un fall schade. ist er bereit, sein Rath ist unsre Seligkeit 11 I Er he bet ihn mit Freuden. 2. Ja, Vater, wir er: Gemüthe, du herrsche heben dich mit freudigem/ unveränderlich mit Weis heit Allgemeine Lob und Danklieder. 21 heit und mit Güte. Unend- sich mein Leib und mein lich groß ist deine Macht, erweckter Sinn ihm ganz und stats geschieht, was zu seinem Dienst, ihm du bedacht. Wohl uns, daß ganz zum kobe hin! du regiersi! 2. O möchte doch der 3. D Jesu Christ, des Herr die Weisheit mir höchsten Sohn! Dich, seisverleihen, mein ganzes nen Eingebohrnen, dich Leben ihm zum Preis und sandte Gott vom Him: Ruhm zu weihen! Denn melsthron zur Rettunger ists ja wohl werth, daß der Verlohrnen. Du Mit: man ihn lobt und liebt ler zwischen uns und Gott, und sich ihm ganz und gar hilf uns im Leben und im zum Eigenthum ergiebt! Tod, erbarm dich unser 3. 2, Vater, der du aller! mir das Wollen haft ge: 4. heil'ger Geist, geben, hinfort dir ganz duGeist von Gott! erleuch allein zum Dienst und Lob te, besfre, tröste, die Jezu leben, gieb das Voll: sus Christ durch seinen bringen auch, und deinen Tod und Dienst des Herrn guten Geist, der mich in erlöste. Auf deinen Bei deinem Dienst und Lobe stand hoffen wir, verlaß unterweist. uns nicht, so sind wir hier 4. Preis, Lob, Ehr, und auch einst ewig selig. Ruhm und Dank, Kraft, Mel. Nro 291. Weisheit, Macht und O Gott, du frommer 2c. Stårke, sey Vater, Sohn, fonnt ich und Geist! Ihn rühmen A. meinem Gott, seine Werke; Was Ödem 16., wie ers verdient, lobsin: shat und lebt, und was nur gen, und heil'ger Anlallen kann, das stimm dacht voll ihm Dank und ihm jederzeit ein frohes Ehre bringen! O gåbe Danklied an! 33 Nro. Allgemeine Lob: und Danklieder. Mel. Nro. 7. Tugend mich verirrt; Wie Kommt her, verkündigt. lie breich, Herr, hat mich 17. Mein Geist er: dein Rath darauf zurück All: geführt! mächtiger wann er die 7. Du warst mein Gnaden denkt, womit du Schuz und meine Wehr mich mein Gott und Herr, vor Unglück und Gefahr, so unverdient beschenkt. und vor dem laster, das 2. Dann ist mein Herz noch mehr, als sie, zu fo hoch erfreut, ganz dei fürchten war. ner Güte voll, und weiß 8. Ich sah, von Krank: für heiffer Dankbarkeit heit bleich, durch dich nicht, wie es danken soll. mein Leben mir geschenkt; 3. Als ich noch in der und meine Gnad erquickte Mutter Schoos, in Nacht mich, wann Sünden mich verborgen schlief, bestimm- gekránkt. test du für mich das loos, 9. Von Freudenstrah: das mich zum Leben rief. len glänzt mein Blick, da 4. Du wählst des du so hoch mich liebst, und Sterblichen Geschick, eh in der wahren Freund; er geboren ist; und solschaft Glück des Lebens ward ich, o welch ein Trost mir giebst! Glück! schon als ein Kind ein Christ. 22 10. Und welche Wohl that, Herr, ist nicht dieß 5. Mir Schwa chen Herz, das fühlen kann! nah vernahmst du schon, Dieß Herz, ganz dein, was noch kein Flehen das dankbar spricht, was war, und neigtest zu des du an mir gethan! Weinens Ton dein Ohr erbarmend dar. II. Kein Tag soll an ders mir vergehn, als unter deinem Preis; Ich ling von dem Pfad der will dich loben und ers 6. Wann ich als Jung þöhn, Allgemeine Lob und Danklieder. höhn, als Jüngling, Mann sich aus den Angeln und Greis. reißt, will ich den preis 12. In Schrecken, sen, der mich hält, dich, Angst, Gefahr und Noth der mich leben heißt. trau ich allein auf dich. 14. Dich, der mich Durch dich gestärkt ist bei der Welten Sturz selbst der Tod mir nicht mit starkem Arm erhob! mehr fürchterlich. Selbst Ewigkeiten sind zu 13. Wann krachend kurz, o Höchster, für dein einst der Bau der Welt Lob. 18. JOTE F 23 W Sende mir sie soll ich dich würdig loben, da zu von oben mách ti ger Herr Ze ba oth? Groß sind deines Geistes Kraft mein Gott! deiner Liebe Zeichen, wer kann ihre Größ erreichen? Tausend, tausendmal sey dir groffer König, Dank dafür! 2. Herr, entzünde mein froh erhebe Tag und Gemüthe, daß ich deine Nacht; Denn was ich nur Wundermacht, deine bin und habe, kömmt von Gnade, Treu und Güteldir, ist deine Gabe. Taus send, 354 24 Allgemeine Lob und Danklieder. send, tausendmal sey dir, send, tausendmal sey dir, groffer König, Dank grosser König Dank dafür! dafür! 6. D wie hast du meis 3. Herr, mit Schaam ne Seele stäts gesucht zu muß ich gestehen, täglich dir zu ziehn! Dein ists, háuft ich Schuld auf wann ich Gutes wähle Schuld; Doch, statt ins du auch nur hilfft es voll: Gericht zu gehen, trägst ziehn, hilfst, daß ich mein du mich noch mit Geduld, Fleisch bestreite, und er: willst in Christo mir verhältst mich, wann ich gleite. geben. Wie kann ich dich Tausend, tausendmal sen g'nug erheben? Tausend, dir, grosser König, Dank tausendmal sey dir, grof dafür! ser König, Dank dafür! 7. Volle Majestät und 4. Sinn ich nach und Klarheit strahlt von dei überlege, wie du gnädig nem Angesicht, all dein mich regiert, mich viel Thun ist Gnad und Wahr: wunderbare Wege, und heit, recht und heilig dein doch immer wohl geführt; Gericht; Wer muß nicht Gott! bestürzt wird mein aus deinen Werken dei Gemüthe bey dem Anblick ne Macht und Weisheit solcher Güte. Tausend, merken? Tausend, tau: tausendmal sey dir, gros seudmal sey dir groffer ser König, Dank dafür! König, Dank dafür! 1 5. Herr, du bist mir 8. Wie ein Vater nachgeeilet, haft zur Bufnimmt und giebet, fo se mich erweckt, ob ich wie's Kindern nüzlich ist, lange schon verweilet, so hast du mich auch ge: doch die Hand mir darge:| liebet, Gott, der du mein streckt; und so bald ich Vater bist! mich erfreut nur gekommen, väterlich mit mildem Segen, mich mich aufgenommen. Zau: geprüft mit Baterschlá: gen: Allgemeine Lob: und Danklieder. 25 gen. Tausend, tausend: Seelenschaden. Tausend, mal sey dir, grosser Kö: tausendmal sey dir, gross nig, Dank dafür. fer König, Dank dafür! 9. Bitter sind zwar 12. Preis und Dank Züchtigungen, aber süß ist sey dir gesungen, daß es ihre Frucht, und durch sie mir bisher, mein, Gott, ist dir gelungen, was oft dein zu seyn, durch dich Huld umsonst versucht. gelungen. Ach! laß Denn ich lernte dich ver: mich bis in den Tod vest langen, Weltlust fliehn, in deiner Gnade stehen, an dir nur hangen. Tau- und dereinst dein Antliz send, tausendmal sey dir, sehen; So werd ich, dein grosser König, Dank da: Eigenthum, ewig preisen für! deinen Ruhm. 10. Trugst du nicht in deinen Armen mich oft treu und väterlich? Riß Mel. Die vorhergehende. mich nicht oft dein Erbar: 19. Dir, mein Gott, will ich men aus Gefahr und singen, und von meinem schůzte mich? Mußt ich Munde soll ståts dein Lob: einsam, hilflos weinen, slied zu dir dringen; denn liesfest du mir Trost er mein Herz ist Liedervoll. scheinen. Tausend, tau: Deiner freut sich mein Ges sendmal sey dir, grosser müthe, rühmt, mein Gott, König, Dank dafür! sich deiner Güte; Alle II. Vater, du hast mir Frommen freuen sich deis erzeiget lauter Gnad und ner, Herr, und loben dich! Gütigkeit; Und du hast 2. Preiset ihn, ihr froms zu mir geneiget, Jesu! men Seelen, stimmt ein deine Freundlichkeit; Und Danklied mit mir an! Lass dein Wort, o Geist der set fröhlich uns erzählen, Gnaden heilet meinen was der Herr uns Guts 85 ge: Allgemeine Lob: und Danklieder. gethan laßt uns dank Huld bedecket jeden, der bar uns vereinen, und sich seiner freut. Gott mit lob vor ihm erschei- kann uns in allen Stürz nen! Ein vereintes Lob men, wenn wir ihm vers gefällt unserm Gott, der traun, beschirmen; Ja; uns erhält. der Herr ist unser Gott, 3. Herr, du hast mein unser Fels in jeder Noth! Seid vernommen, Herr, 6. D, wer wollte dich du sahest meine Noth nicht ehren? Wer vers mein Geschrei ist vor dich dient Bertraun als du? kommen, da halfst du mir, Wer kann in der Noth er: o mein Gott! Und du hören? Wer kann helfen, eiltest, auf mein Beten, Gott, wie du? Du willst mich aus meiner Noth zu die, die deinen Willen retten, strecktes, ach wie freudig thun, mit Freud dank ich dir deine Bater: erfüllen, ihnen fehlts an ! hand zu mir. Segen nie! du ernährst 26 4. Zittert nicht in den und segneft sie. Gefahren! Unsers Got: 7. Kommt denn, froms tes Angesicht schaut auf me Seelen, höret, wie der uns, uns zu bewahren, Herr euch) segnen kann! Fromme! Gott verläßt Nehmet, Kinder, was er uns nicht. Wer will uns lehret, mit folgsamen Hers unglücklich machen? Gotzen an; Ihr müßt, wollt tes starke Engel wachenjihr selig leben, eure Her: immer um uns! Gottes zen Gott ergeben; Euer Treu steht beim nahen Herz und Mund muß rein, Tod uns bei. ganz das Leben heilig 5. Schmecket, Freun seyn. de Gottes! schmecket, 8. Fliehet eurer Zun: fühlet seine Freundlich:[ ge Sünden, laßt zu keiner feit, seine Gnad und Heuchelei, keiner Sünd euch Univ.- Bibl. Giessen Allgemeine Lob: und Danklieder: 27 " euch überwinden, bleibt siehts! und der Fromme Gott und der Tugend treu, schreit, und Gott hörts, sucht und jaget nach dem und Gott erquicket ihn Frieden, laßt den Feind zur Hilfe ståts bereit. Er euch nicht ermüden, thut ist nahe allen denen, die ihm Gutes, thut es gern, sich nach der Hilfe feb: Neid und Zorn sey von nen; So gewiß sie zu ihm euch fern. flehn, werden sie die Ret: allestung sehn. 9. Gott schaut seine Knechte ståts mit 12. Züchtigt Gott gleich Wohlgefallen an, er ists, unsre Seelen, er meints der, wann der Gerechtelimmer mit uns gut! läßt, zu ihm schreit, ihm hel: wann uns die Leiden quá fen kann! In sein Buch len, doch nicht sinken uns find alle Klagen seiner fern Muth. Gott beschüzt, Frommen eingetragen; erhält die Seinen, die es Ihre Thränen und ihr redlich mit ihm meinen; Schmerz rühren sein er: Er bleibt in der größten barmend Herz. Roth, wie im Glück, ein treuer Gott. IO. Aber Gottes Zorn verzehret weg von seinem 13. Ohne seinen Rath Angesicht jeden, der ihn und Willen wird uns nie frech entehret; Spottet, ein Haar gebeugt, er Sünder, Gottes nicht; kann jedes Wetter stil: fleht ihn an, daß seine len, das schnell auf uns Rache nicht schnell wider niedersteigt. Er, er macht euch erwache. Gott ist uns alle Leiden, auch die gut, doch immer schont bittersten, zu Freuden. der nicht, der im Him: Dient denn, Fromme! mel wohnt. Gott, ihr fend fein in II. Weh dem, der den alle Ewigkeit. Frommen drücket! Gott Nro. 28 Allgemeine Lob und Danklieder. Mel. Die vorhergehende. Mel. Nro. 291. O Gott du frommer Gott. 21. Durch dich 0 20. Nun groffer Gott! un danket alle Durch dich bin ich vorhan: Gott mit fröh- den, die Himmel und ihr lichem Gemüthe, dem Heer sind durch dein Gott, der groß von That, Wort entstanden. Denn, voll Weisheit ist und Gü wenn du sprichst, ge: te! Der mächtig uns erschiehts, wenn du ge: hält; Und von der Kind: beutst, stehts da. Mit All: heit an, uns so viel Guts macht bist du mir, und gethan, mehr, als man auch mit Güte nah. zählen kann. 2. Du bist der Gott 2. Der gnadenreiche der Kraft, dich preisen Gott woll uns in diesem Erd und Meere, undHim: Leben ein immer fröhlich mel predigen die Wunder Herz und edlen Frieden deiner Ehre. Dich bet ich geben! Und wann der dankend an. Mein Heil Feinde Wuth Tod und kommt von dem Herrn. Verderben droht, mit sei: Du hörst der Menschen nem starken Arm uns Flehn, und du errettest schůzen in der Noth. gern. 3. Dir, Vater, Sohn 3. Und wenn ich deiner und Geist, sey Ehr und Huld, o Gott! gewürdigt Preis gegeben. Was in werde, was frag ich aus uns ist, soll ståts, Herr, dei ser dir nach Himmel und ne Huld erheben; Und nach Erde? Im Himmel stehn wir einst verklärt donnerst du, und Schrek in deinem Heiligthum, ken füllt das Land, doch so sey dein Name, fürcht ich nichts, denn di Gott, auf ewig unser deckst mich mit deiner Ruhm! Hand. 4. Allgemeine Lob und Danklieder. 29 4. Wann ich die Him:( und mein Erretter? Wie mel seh, die du, Herr, sanft ist dein Befehl: ausgebreitet, der Sonne Gieb mir dein Herz, mein Majestät, den Mond, den Sohn! Und wandle mei: du bereitet, so sprech ich, jnen Weg, ich bin dein was ist doch der Mensch, Schild und Lohn. daß du sein denkst? Und daß du täglich uns unzäh: lig Gutes schenkst. 8. Herr, dein Gebot istHeil, dein Weg ist Fried und Leben. Wie könnt ich 5. Voll Güte láßt du einem Gott der Liebe wi: uns auf grünen Auen derstreben? Der laster: weiden, nährst uns mit hafte mag in stolzem Glü: Speis und Trank, undicke blühn, mich soll er den: füllst das Herz mit Freu: noch nicht in seine Neze den. Du dachtest mein, ziehen. eh mich die Mutter noch gebahr, ja, sahst mich, eh der Grund der Welt ge leget war. 9. Auch, wann kein Mensch mich sieht, will ich die Sünden fliehen: Denn du willst aller Werk 6. Du wogst mein vor dein Gericht einst zie Glük mir ab, und leiden, hen. Ich will, wenn mei die mich üben, und meiner nem Fleisch was Böses Tage Zahl war in dein noch gelüft't, bedenken, Buch geschrieben. Du bist daß mein Leib, o Gott, der Frommen Schuz, du dein Tempel ist. bist der Müden Ruh! Ein 10. Soll ich der MenGott, der gern verzeiht. schen Ruhm stolz zu er: Wie gnädig, Gott, bist du ringen trachten? Nein 7. Wem soll ich sonst Herr, wenn du mich ehrst, vertraun, als dir, du Gott mag mich die Welt vers der Götter! Wen ehren, achten. Du bist es, dem als nur dich, mein Schulzum Dienst ich Leib und See: Allgemeine Lob- und Danklieder. 30 Seele weih. Gieb, daß Mel. Nro. 105. mein Wandel stats voll Wie herrlich strahlt der deines Ruhmes sey! Morgenstern! ic. Mel. Die vorige. o lang ich ath: me Gott, 23. Lobinget Gott! Dank, Preis will ich dein Lob verbrei: und Ehr sey unserm Gott ten. Das Leben gabst dulie mehr und mehr, für al: mir mit seinen Süssigkei: le seine Werke! Von ten; Du gabst mir den Ewigkeit zu Ewigkeit, lebt Verstand, der dich erken: er, und herrschet weit und nen kann, und boteft ew': breit, mit Weisheit, Güt' ges Heil in deinem Sohn und Stärke. Singet, brin: get frohe Lieder! Fallet 2. Was bin ich, Gott nieder! Gott ist herrlich, der Huld, daß du mir so unaussprechlich groß und viel schenkest? Was ist selig. mir an. der Erden Sohn, Herr, 2. Lobsinget Gott! daß du sein gedenkest? Ja, Dank, Preis und Ruhm du gedachtest, Herr, schon sen von uns, deinem Eis vor der Welt an mich, und genthum, Herr Jesu, dir denkst noch meiner ståts, gesungen. Du, Mittler regierst mich väterlich. zwischen uns und Gott, 22. S 3. Ich freue mich in hast durch Gehorsam bis dir, und traue deinem Se: zum Tod, das Leben uns gen. Mein ganz Bestreben errungen. Heilig, selig fen, zu gehn auf deinen ist die Freundschaft und Wegen. Bis an des Gra: Gemeinschaft aller From bes Nacht sey dir mein men, die durch dich zum Dank geweiht, und einst Bater kommen. vor deinem Thron, Gott 3. Lobsinget Gott! du der Barmherzigkeit! Geist des Herrn sen nie von Allgemeine Lob- und Danklieder. 31 von unserm Geiste fern, fern Lüften. Seit uns, mit Kraft ihn auszuru- stärk uns, in der Freude, sten! Du machst uns glâu: wie im Leide, Gott erge: big, weis und rein, hilfft ben und der Tugend treu uns getrost und siegreich zu leben. seyn im Streit mit un 24. bat! Her err un ser Gott, wer ist dir gleich Und doch hast du, an Gnade reich, 46-1 Du bist das höchste Wesen; uns dir zum Dienst er lesen. Gemeinschaft H sollen wir mit dir, du Allerhöchster! # haben; Mit deinem Heil willst du uns hier, I und ewig einst be ga ben, du Quelle 7¹06-1 нь I# 1 alles Segens! 2. Wir beten dich, olgroffer Huld selbst deinen Vater an; Sind wir Sohn gegeben. Dein Herz gleich vor dir Sünder; So voll Güte und Geduld, nimmst du dich doch unser verleih uns Trost und kean, wie Båter ihrer Kin: ben, daß wir dich kindlich der. Du hast für uns aus fürchten. 3. 32 Allgemeine Lob und Danklieder. 3. O Jesu, ewger Got: Guten Lust und Kraft, laß tes Sohn! Du Heil, dar: das auch uns erfahren, auf wir hoffen! Durch stärk uns auf unsrer Pil dich steht zu des Vaters grimschaft, bewahr uns Thron der Weg uns wie: vor Gefahren, gieb, daß der offen. Uns zu befrein wir dir gehorchen. von Sünd und Tod, kamst 5. Laß, Gott, uns dein du zu uns auf Erden. D, auf Erden schon, als un laß uns, unser Herr und sers Gottes, freuen. Herr, Gott! froh deines Se: segne uns von deinem gens werden, und dir im Thron, daß wir von dir Glauben dienen. gedeihen! Dein ist das 4. heilger Geist, du Reich, die Herrlichkeit, dir Geift von Gott! Wehr in wollen wir hier leben, und uns dem Verderben! Im du wirst nach vollbrachter Glauben an des Mittlers Zeit uns einst dahin er: Tod hilf uns der Sünde heben, wo wir dich ewig sterben! Du giebst zum schauen. $ 25.# Dank und Anbetung bringen wir, Herr, 47 unser Gott und Vater, dir. Du bist es, b der die ganze Welt erschaffen hat, und noch F erhält; Hallelujah! Allgemeine Lob und Danklieder. 33 2. Dank und Unbe: mich erlöset hat mit seis tung bringen wir, Herr, nem theuern Blut, auf unser Gott und Heiland, dessen Martertod mein dir. Du littst für uns des ganzes Hoffen ruht! Todes Pein, uns vom 3. Gelobet sey der Verderben zu befrein, Herr, mein Gott, mein Halleluja! Licht, mein Leben, des 3. Gelobet feyst du, Baters werther Geist, den Geist des Herrn! Wir wa- mir der Sohn gegeben; ten einst von Christo fern. Der mir in jeder Noth Du hast durch deines mein traurig Herz er: Wortes Macht auch uns quickt, und neue Kraft zum Licht und Heil ge mir giebt, wann mich ein bracht. Halleluja! Jammer drückt. Mel. Nro. 291. 4. Gelobet fey der Herr, mein Gott der ewig O Gott du frommer 2c. lebet, den alles lobt und 26. elobet sen der preist, was ist, und lebt Herr, mein und webet! Gelobet sey Gott, mein Licht und Leder Herr, deß Name heis ben! Mein Schöpfer, deslig heißt, der ein'ge wah: sen Hand mir, was ich hab, re Gott, Gott Vater, gegeben; Mein Vater, der Sohn und Geist! mich schüzt von Mutter: 5. Dem wir mit Dank leibe an, der jeden Augen: erfüllt, Gebet und Opfer blick an mir viel Guts ge bringen, und mit der En than! gel Schaar das dreimal 2. Gelobet sen der heilig ingen! Ihn preise Herr, mein Gott, meinsehrfurchtsvoll die ganze Heil, mein Leben, des Christenheit! Gelobt sey Vaters ew'ger Sohn, der unser Gott in alle Ewig: sich für mich gegeben, und keit! Zweis 34 Von Gott, Zweite Hauptabtheilung Lob und Gebetlieder nach Anleitung der vornehmsten Lehren des christlichen Glaubens. I, Von Gott, und seinen Eigenschaften überhaupt. Macht euch von ihm kein Bild! Wer kann der Hochsten sehen? ob er und Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu zc. 27. Schwingt heili: gleich alle Höhen, ge Gedanken jede Tief erfüllt. euch von der Erde los! Gott frei von allen Schranken, ist sprechlich groß. 3. Laß, Sonn', in unaus hoher Ferne dein Antli Kommt schöner glühn! Glänzt, Menschen und lobsingt vor Sonnen gleich, ihr Ster seinem Angesichte! Gott ne! Was send ihr gegen wohnt in einem Lichte, zu ihn? mit aller eurer Pracht, dem kein Auge dringt. send ihr im schönsten Lich 2. Kein Sinn fann te vor seinem Angesich ihn erreichen, kein end: te noch dunkler, als die Nacht. licher Verstand. Wer darf sich ihm vergleichen? Wer 4. Du bist des Welt hat ihn ganz erkannt? baus Meister, der deiner Ruhm und seinen Eigenschaften überhaupt. 35 Ruhm erhöht, der Vater und keiner mehr, nichts aller Geister, voll Macht sind der Heiden Götter; und Majestát. Du schu: Nur dir gebühret Preis fest, Gott, auch mich, ganz und Ehr, kein Helfer, selig einst zu leben. Mein nochErretter ist ausser dir; Herz sey dir ergeben, mein laß mich allein auf dich, Leben preise dich! o Herr, vertrauen, mein 5. Im Geiste bet ihn, ganzes Leben dir nut Seele, und in der Wahr:[ weih'n, mein Glück blos heit an! Liebst du des auf dich bauen, und dich Herrn Befehle, wie se: niemals verleugnen. lig bist du dann Er hat 3. Du bist der höchst Unsterblichkeit, und Se: vollkommne Geist, der ligkeit und Leben; das Vater aller Geister; dich alles wird er geben, dem, preiset, was vernünftig der sich ihm ganz weiht. heißt, als seinen Herrn und Meister: Laß meis ner Seele hohen Werth Herr, unser Gott, wer ic. mich reine Tugend leh Mel. Nro. 24. ott, mache ren, und wie es dein 28. mich selbst be: Wort begehrt, dich unge. reit vor deinen Thron zu heuchelt ehren, im Geist treten, und deine grosse und in der Wahrheit. Herrlichkeit voll Ehrfurcht 4. Du bist, o Gott, von anzubeten. Laß, Herr, Ewigkeit und wirst allzeit vor deinem Angesicht mein bestehen; es bleibet deine Herz sich deiner freuen, Herrlichkeit, wann Him: und einen Strahl von dei mel selbst vergehen; laß nem Licht die Finsterniß von der Erde eitlem Land zerstreuen, die mich hier mein Herz sich stäts erhe: noch umgiebet. ben zu meinem wahren 2. Du bist der Herr Vaterland und nur nach dem € 2 36 Von Gott, dem mich streben, ewig mich erfreut. was Gieb, daß ich dir státs trane zu, du werdest für 5. O Gott, was sein mich sorgen, auch Uebels wird, ist und war, und weder denk noch thu, denn was wir thun, und dich dir ist nichts verborgen. ten, das ist dir alles of Du prüfest Herz und fenbar, du wirst einst al: Nieren. 6. les richten; Laß mich dein 8. Gott, du bist hei helles Auge scheun, aufejlig und gerecht, du kannst richtig vor dir wandeln, nicht Sünde leiden; Wer und, deines Beifalls mich sich bekennt für deinen zu freun, auch dann recht: Knecht der muß das schaffen handeln, wann Böse meiden. Gieb, daß Finsterniß mich decket. ich mich zu jeder Zeit der Unendlich, Herr, Heiligkeit befleiße, nach ist deine Macht zu retten, page der Gerechtigkeit, die dich lieben, und wenn und deine Wege preise, der Frevler dich verlacht, so wunderbar sie scheinen. auch Rach an ihm zu üben: 9. Du bist sehr gná Gieb, daß mich deiner dig, fromm und gut, ver: Allmacht Schuz ståts, als giebst die Schuld dem ein Schild, bedecke, mich Sünder; Erbarmst dich auch nicht Menschen wie ein Vater thut, von Grimm und Truz, nur Herzen deiner Kinder. deine Strafe schrecke; duslaß reichen Trost von dei tödtest Leib und Seele. ner Gnad auf meine See Von mit 7. Voll höchster Weis: le kommen. heit bist du, Gott, kein sen meine Missethat so Mensch kann sie ergrün- fern hinweg genommen, den; umringt uns allent: als Morgen ist vom 2 halben Noth, du, Herr, bend.. weißt Rath zu finden, IO. Gott, wenn ich dich und seinen Eigenschaften überhaupt. dich so kenn und ehr, Höhen das Sternenheer dein Wort zum Grunde entstehen? Wer hieß des seze, erfreu ich mich dar: Donners Brüllen die über mehr, als über alle Welt mit Furcht erfüllen? Scháze, bis ich dort, o 5. Du bists, Gott, dei: mein Heil und Licht! dich ne Werke erzählen deine. ohne Lallen nenne, ver: Stärke, und deine weise kläret dann von Unge: Güte dem achtsamen Ges sicht dich schaue, dich er: müthe. kenne, und unaufhörlich lobe. Mel. Nro. 526. 6. Das Würmchen in dem Staube, die bunte das Raup' im Saube Gras, die schlanken Hals men sind deines Ruhmes Psalmen. Wach auf, mein Herz ic. Gott, aus deinen Wer: 29. D 7. Herr, du bist hoch ken kann ich dein Daseyn erhoben, und ewig hoch merken; in allen Kreatu- zu loben, wenn auch der ren find ich der Gottheit Thoren Rotten dich läugSpuren. nen und verspotten. 2. Das grosse Welt: 8. Laß alle, die dich gebäude, dein Ruhm und kennen, und dich mit Ehr: meine Freude, ruft in furcht nennen, und die viel tausend Chören: Gott dir vest vertrauen, dein ist, Gott mußt du ehren! gnädig Antliz schauen. 3. Wer sprach es, daß Mel. Nro. 3. die Erde, und daß der Himmel werde? Wer Lob, Ehr und Preis zc. im Meere er Herr ift Der des Waffers Sammlung 30. Doft und Fett Gott kei: wäre? " 37 ner mehr, frohlockt ihm 4 Wer ließ in jenen alle Frommen! Wer ist € 3 ihm 38 Von Gott, ihm gleich? wer ist, wie Stärke, seine Hand um: er, so herrlich, so voll: spannet Erd und Himmel. kommen? Der Herr ist 5. Ist er nicht nah? groß, sein Nam ist groß ist er nicht fern? weiß er er ist unendlich, grenzen nicht aller Wege? Wo ist los in seinem ganzen We: die Nacht, da sich dem sen. Herrn ein Mensch verber: 2. Er ist und bleibet, gen möge? umsonst hüllt wie er ist, wer strebet ihr in Finsterniß, was ihr nicht vergebens ihn auszu beginnt, er siehts gewiß, sprechen? wer ermißt er sieht es schon von ferne. die Dauer feines Lebens? 6. Wer schůzt den Wir Menschen sind von Weltbau ohne dich, gestern her; eh noch die Herr, vor seinem Falle? Erde war, war er, noch Allgegenwärtig breitet sich eher als die Himmel. dein Fittig über alle. Du 0 3. Des Höchsten Thron bist voll Freundlichkeit, umstrahlt ein Licht, das voll Huld, barmherzig, ihn vor uns verhüllet. gnädig, voll Geduld, ein Ihn fassen alle Himmel Vater, ein Verschoner! nicht, die seine Kraft er: 7. Unsträflich bist du, füllet. Er bleibet ewig, heilig, gut, und reiner wie er war, verborgen als die Sonne. Wohl und auch offenbar in sei: dem, der deinen Willen ner Werke Wundern! thut, denn du vergiltst 4. Wo wären wir, mit Wonne. Du hast Un wenn seine Kraft uns nicht sterblichkeit allein, bist gebildet hätte? Er kennt selig, wirst es ewig seyn; uns, fennet was er schafft, jhaft Freuden, Gott, die der Wesen ganze Kette; Fülle. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und Kraft, und 8. Dir nur gebühret ob und Dank, Anber { tung, und seinen Eigenschaften überhaupt. 39 tung, Preis und Ehre. faltigste, um dich her aus: Kommt, werdet Gottes zubreiten. Die Liebe bist Lobgesang, ihr, alle seine du selbst, Verstand und Heere! Der Herr ist Gott, Rath sind dein, und du and keiner mehr! Wer ist, gebrauchst sie gern, zu ihm gleich? Wer ist, wie segnen, zu erfreun. er, so herrlich, so voll: kommen? Mel. Nro. 291. 4. Du sprichst, und es geschieht. Auf dein all mächtig: Werde! ents stand dein grosses Werk, O Gott du frommer Gott. der Himmel und die Er: 31. Anbetungswürd- de. Mit deinem kräft's ger Gott, mit gen Wort trägst du die Ehrfurcht ståts zu nennen! ganze Welt, und deine Du bist unendlich mehr, Macht vollführt, was uns als wir begreifen können.( unmöglich fällt. O floße meinem Geist die 5. Du bist der Hers tiefste Demuth ein, und ren Herr. Der Erde. Ma: laß mich ståts vor dir voll jestäten sind, Höchster, vor Ehrerbietung seyn. dir Staub; auch Geister 2. Du bist das höch: kannst du tödten. ste Gut, du weißt von du erniedrigest, Gott, wer keinem Leide, stats ruhig kann den erhöhn? Wen Wen in dir selbst schmeckst du du erhöhen willst, deß Ho: vollkommen Freude. Dein heit muß bestehn. ist die Herrlichkeit. Auch 6. Du bist es, der al: ohne Kreatur bist du dir lein Unsterblichkeit beſiz: felbst genug, du Schöpferzet, der Leben giebt und der Natur. nimmt, der unsern Odem 3. Du riefft dem, das schůzet. Den Geist, der nicht war, um Lust und in uns lebt, den haben Seligkeiten aufs mannig wir von dir, willst du, .fo 40 Dulmaleinst der Vorhang so wird er Nichts. bleibest für und für. weggenommen, der dich, 7. Wer hat dich je Unendlicher, noch unserm gesehn? Wer kann im Blick verschließt, dann Fleisch dich sehen? Kein sehn wir heller ein, wie sterblich Auge reicht bis herrlich du, Gott, bist. zu des Lichtes Höhen, 9. Indeß sen auch schon von welchen du mit Huld jezt dein Ruhm von uns auf deine Schöpfung gesungen! verschmähe blickft, und alles was da nicht ein Lob von lallend lebt, erfreuest und beschwachen Zungen! dore glückst. soll, wann wir dereinst im 8. Ja, hier erkennenshellen Licht dich sehn, auch wir dich nur sehr unvollstärker unser lied, dich kommen, wird aber der grosser Gott, erhöhn. Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 32. II. Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 1. Unermeßlichkeit, und Ewigkeit Gottes. 1 habner Gott! nichts reicht an deine denk ich an dich, so fühl ich meine # Gröffe. Ich fühle, Herr! daß du unendlich Blöße; bist, Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 41 bist, und daß umschränkt mein forschend f #E Denken ist. 2. Du wohnst im Licht, kann sich leicht hinterge: dazu kein Mensch kann hen. Dein Wort ist wahr; kommen. Was ists, das es bleibet ewig stehen. wir von deinem Ruhm Erforsch ich gleich dein vernommen? Ach! nur göttlich Wesen nicht, so ein Theil von jener Magnüge mir davon dein Uns jestät, die über alles dich, terricht. o Gott, erhöht. 6. Von dir, durch dich, 3. Dein ew'ges Seyn, zu dir sind alle Dinge: dein ganz vollkommnes Gieb, daß ich dir mich Wesen, das, was du wirkst, selbst zum Opfer bringe. und was dein Rath erle: Begreif ichs nicht, wie du sen, ist viel zu hoch für die Welt regierst, so sen menschlichen Verstand. mirs gnug, daß du mich Von Engeln selbst wirst selig führst. du nie ganz erkannt. 7. Einst wirst du dich 4. Wie sollt ich denn, mir näher offenbaren, einst ich Staub, mich unter: werd ich mehr von deinem winden, Unendlicher! dich Rath erfahren; Wenn vollig zu ergründen? ich nur dem, was mich mache mich von solchem dein Wort gelehrt, ge: Dunkel frei! daß mir glaubt, gefolgt, und treu dein Wort des Glaubens dich hier verehrt. Richtschnur sey. 8. Drum hilf, daß 5. Mein eigner Geistlich mit Ehrfurcht vor dir € 5 wandle, Von Gottes Eigenschaften insbesondre. wandle, in allem Thun/ Ma cht bereitet; Noch nach deinem Willen hand: war kein Land, noch strömt le, zufrieden sey, wie du kein Meer an hoher Ber: mich hier regierst, bis du gen Gründen her: Du mich einst in deinen Him- aber warst schon ewig! mel führst. 3. Von Ewigkeit her 9. Dann werd ich dich sahest du die künft'ge Welt in hellerm Lichte sehen, entstehen, du masfest ih: und froh in dir dein ewig/ re Zeit ihr zu, und sahst Lob erhöhen; Herr, du sie untergehen. Vom En bist groß, und zeigst es gel bis zum Wurm her: mit der That, unendlich ab wogst jedem du sein groß an Huld, an Macht Schicksal ab, und nann und Rath. test ihn mit Namen. 4. Die Zeit ist, Herr, Mel. Nro. 3. wie nichts, vor dir, vom Lob, Ehr und Preis 2c. Anfang bis zum Ende; 33. Unendlicher, den Kaum Augenblicke leben keine Zeit um- wir, die Werke deiner schließt mit ihren Schran: Hände. Nie nehmen deia ken! Beim Denken deine Jahre zu, in alle Ewig: ner Ewigkeit vergehn mir keit wirst du derselbe sein die Gedanken. Ich finne und bleiben. nach, bewundrungsvoll, 5. Ja, du bist ewig, und weiß nicht, wie ichs stirbest nie, bleibst ewig faffen soll: Du bist, und meiner Seele der Fels, bleibest ewig! den sterbend ich für sie 2. Noch ward von kei- zur sichern Zuflucht wähle. ner Sonne Licht durch un- Denn deine Gnad und fre Welt verbreitet, die Wahrheit ist so ewig Himmel jauchzten, dir als du selber bist. Heil noch nicht, durch deine mir, daß ich dir traue! 6. Mein 1. Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 43 6. Mein Leib ist sterb: Gott, mit Ernst geden: lich, nicht mein Geist, den fen! Sie sey mein Trost, will ich dir vertranen, er mein höchstes Gut, sie soll, wie mir dein Wort stärke mich mit Kraft und verheißt, er soll dein Ant: Muth, gerecht vor dir zu liz schauen. Mein Leib leben. ruht auch nur kurze Zeit, Mel. Nro. 32. am Erndte Tag der Ewig: keit wirst du ihn aufer: Erhabner Gott nichts zc. Gott, du wecken. 7. Ob 26 alles um mich 34. Her bist die Zuz her vergeht, soll ich nicht flucht aller Zeiten, denn mit vergehen, vor deinem du bist Gott in allen Ewig: Thron, der ewig steht, soll keiten. Du warst es schon, ich einst ewig stehen. Duleh Erd undhimmel ward, giebst an allem deinemseh noch dein Arm sich uns Heil, Gott, deinen Aus- geoffenbart. erwählten Theil, auch mir, auch mir mit ihnen! 2. Was bin ich, Herr, und alle Menschenkinder? 8. Einst fallen Erd und Staub sind vor dir, der Himmel hin an deinem Heilige, der Sünder. Weltgerichte; dann dank Wie schnell entflieht das ichs dir, daß ich noch bin, Leben doch von mir! Du, und wohn in deinem Lich- Höchfter, du nur bleibest te. Dann werd ich ewig, für und für. ewig seyn, mich ewig dei 3. Du hast vorhin die ner Gnade freun, und Erde zubereitet, dein Ar dich ohn Ende preisen. 9. Der seligen Unsterb: lichkeit, die du mir dort Gott, hat die Himmel ausgebreitet. Doch sie vergehn, veralten wie ein willst schenken, lehr mich Kleid; du aber bleibst in in dieser kurzen Zeit, o alle Ewigkeit. 4. Es 44 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 4. Es werden noch dielläßt ihr Herz sich ewig dei: Himmel und die Erden ner freun, und bleibst ihr wie ein Gewand von dir Gott; denn sie sind ewig verwandelt werden: Du dein. bleibest, wie du bist; Denn 6. Das sey mein Trost welche Zeit umgrenzet in allen trüben Stunden, wohl, Herr, die Unend vom Tode selbst werd ich lichkeit? nicht überwunden. Kein 5. Das ist der Trost, Tod, kein Grab trennt die Hoffnung deinerKnech mich, o Gott, von dir. te, duschüzest sie mit dei: Mein Fels, mein Heil ner starken Rechte, du verbleibst du ewig mir. 2. Die Unveränderlichkeit Gottes. 35.¹ F # ott! wie du bist, so warst du schon, Gott! F noch ehe du von deinem Thron Geschöpfe 6 F die nicht waren, beriefst zu seyn, um deine Macht und Güte zu erfahren. 2. Du wirst auch das die wir hier um deinen seyn, was du bist, wann Himmel streiten. dieser Erdkreis nicht mehr 3. Du nur bist unver: ist, in jenen Ewigkeiten, änderlich, auch wird, Gott, wo du uns kronst, uns, deine Wahrheit sich un wan: Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 45 wandelbar erhalten, wann Trost, daß meine Misse: Welten einst, die du er: that mich einst gewiß nicht schufft, wie ein Gewand richte, und daß mein Erb: veralten. theil ewig sen vor deinem Angesichte? 4. Ob Felsen weichen, Berg' ins That sich stür: 7. Was klag ich? Lies zen, daß durch ihren Fall best du mich doch mit al: die Erde weit erzittert, er deiner Liebe noch, und bleibt doch, o Gott, dein willst mich ewig lieben! Bund mit mir auf ewig Mein Name ward ja, unerschüttert. Gott, von dir, in deine 5. Was zagt denn mei: Hand geschrieben. ne Seel in mir? Was klag ich angstlich, daß ich 8. Ja, ich bin Got: hier kein dauernd Gut ge: tes, Gott ist mein, und nieße, und daß in Unbe: ewig, ewig wird es seyn, ständigkeit das Leben mir von ihm kann mich nichts verfließe? scheiden. Die Welt verz 6. Was flag ich, der geht mit ihrer Lust, nicht dein Wort noch hat, den Gott und seine Freuden. 36. Gott 46 36. Von Gottes Eigenschaften insbesondre. gott, von keit! Smehrt und mindert keine Zeit. #**#* Deine Majestät und Grösse Gieb, daß ich das nie ver gesse, nie auf Kreaturen baue, sondern dir allein # 1 vertraue. 2. Ewig und unwan: 4. Sünden bist du ewig delbar ist dein grenzen: feind; wehe denen, die loses Wissen. Was dir sie lieben, ewig bleibst du einmal Wahrheit war, derer Freund, die, was wirds auch ewig bleiben recht und gut ist, üben. müssen. Niemals kann kehre mich in allen Din dein Ausspruch fehlen. gen deinen Willen treu Laß mich ihn zur Richt: vollbringen! schnur wählen! 5. Immer ist dirs ei 3. Du bist nicht, wie ne Lust. Menschenkinder Menschen sind, daß dich zu beglücken. Wohl dem, etwas reuen sollte; blei: der sich auch mit Lust lernt best immer gleich gesinnt, fin deine Ordnung schicken. und was je dein Rath: Der, der geht auf sichern schluß wollte, willst du Wegen deinen Segnun noch. O hilf uns allen gen entgegen. thun nach deinem Wohl: gefallen. 6. Deine Worte trü: Igen nicht; du bist ewig der Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 47 der Getreue, der da hålt 2. Ewig bleibst du was er verspricht. D, selbst dir gleich, weif aldaß dieß mich státs er lein und Gnadenreich, freue! Laß nur deine njewig mächtig, und voll Geist mich treiben, dir, Kraft, heilig und unta: Herr, auch getreu zu blei: delhaft. ben. the 3. Alle Werke deiner 7. Diese Erde wird Hand waren dir, o Gott, vergehn, alle Welt wird bekannt, eß die Welt auf mich verlassen. Du nur, dein Geheis da stand, dei: Gott, bleibst ewig stehn. ner Weisheit Preis. Deine Hand wird mich 4. Herrlich ausgebrei: umfassen, wann ich einst tet stehn deine Himmel; von hinnen scheide. Ewig doch vergehn deine Him: bist du meine Freude. mel, und die Welt sinkt, 8. Laß mir doch zu je: wenn sie dein Arm nicht der Zeit, Herr des Him: hált. mels und der Erden! Die: 5. Du nur bleibest, wie se deine Ewigkeit einen du bist; was dein weiser starken Antrieb werden, Nath beschließt, ist un dich zu lieben, dir zuswandelbar, wie du, gut trauen, und mein Glück und heilig ståts, wie du. auf dich zu bauen. 6. Sollt ich denn auf Mel. Nro. 122. Menschen baun, nicht blos dir mein Heil vertraun? Gott sey Dank in aller ic. ohne Weisheit und Vers 37. Unermeßlich, stand Brunnen graben in ewig ist Gott, der Höchste, Herr, du bist, 7, Stein, Unwandel wie du dich uns offens barer, dein soll sich meis barst, nun und ewig, der ne Seele freu'n. Sei lu warst. mein Fels, Gott, sey mein Licht, 48 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. Licht, ewig meine Zuver: ner Pracht jeder Himmel, sicht. und die Welt stürze hin, 8. Und in allgemeine wenn Gott mich hält. Nacht sinke dann mit seis 3. Von der Allwissenheit Gottes. Mel. Nro. 24. de Herz begehrt, das weißt Ihr Herr, unser Gott! wer ic. du, eh sie beten. 38. Allwissender, voll: Seufzen wird von dir er kommner Geist! hört, eh sie noch vor dich deß Auge alles siehet, was treten; und was der Bö Nacht und Abgrund in sich sen Rath beschließt, ist schleust, und dem sich dir auch unverborgen; nichts entziehet. Es kann dir, der du ihren Anschlag vor deinem hellen Licht siehst, als wie den lich: sich kein Geschöpf verstek ten Morgen, den keine ten. Auch Finsterniß ver: Schatten decken. birgt es nicht. Du weißt 4. Was nach Verflies es aufzudecken, und vor sung vieler Zeit noch künf Gericht zu bringen. tig wird geschehen, siehst 2. Selbst die Gedan: du schon mit Allwissenheit ken kennest du, eh sie in als gegenwártig stehen. mir entstehen, und was Sir stellt sich alles deuts ich wünsche, rede, thu, das lich dar, das, was noch kannst du alles sehen. Vor erst soll werden, und was dir ist alles offenbar, du nun ist, und was einst warprüfest Herz und Nieren, im Himmel und auf Er und alle Gründe siehst duden. Wer sollte dich nicht klar, die unser Thun re: fürchten? gieren; nichts bleibt vor dir verborgen. 5. Bleibt gleich vor Menschen manches noch 3. Was deiner Freun- in dieser Welt verschwier gen, Bon Gottes Eigenschaften insbesondre. 49 gen, so wird dasselbe künf: Majestät, dein helles Aus tig doch der Welt vor Auge scheuen; Wo ist der, gen liegen. Herr, dein der dich hintergeht mit Gericht, dem nichts ent- seinen Heucheleien? Laß flieht, wird alles einst ent: mich auch in der Einsam: decken, was im Berborg: keit dich gegenwärtig den nen jezt geschieht, und ken! Laß Wahrheit und Schande, Furcht und Rechtschaffenheit Schrecken wird dann die Thun und lassen lenken, Heuchler treffen. und ståts mein Herz be: mein 6. Laß mich, o höchste hüten! Der 139te Psalm. Mel. Nro. 291. Wie groß ist dein Ber: O Gott, du frommer Gott. stand! Wie wunderbar err, du erfor: für mich! 39. Hehest mich, 3. Wohin, wohin foll Herr dir bin ich unverborgen; ich vor deinem Geiste flie: Du kennst mein ganzes hen? Wo könnt ich je: Thun, und alle meine mals wohl mich deinem Sorgen; Was meine See: Aug entziehen? Führ ich le denkt, was dir bereits gen Himmel auf, so bist bekannt, eh der Gedanke du, Höchster, da; Führ noch in meiner Seel ent: ich zur Lief hinab, auch stand! hier bist du mir nah. 2. Nie spricht mein 4. Nähm ich auch, Mund ein Wort, das du, schnell zu fliehn, die Fit: o Herr, nicht wissest. Dustige vom Morgen; Selbst schaffest, was ich thu; Dusan dem fernsten Meer ordnest, du beschliessest, blieb ich dir nicht verbor: was mir begegnen soll. gen; Auch da umschlöffe Erstaunt seh ich auf dich; mich noch deine Allmachts: 23 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. machtshand, denn du bist danken! Unzählbar sind überall, und dein ist jedes sie mir; Denn sie sind oh Land. ne Schranken. Mit Ehr 5. Spräch ich zur Fin- furcht will ich ståts auf sterniß: sey um mich, mich dich, mein Schöpfer, sehn, zu decken! So sucht ich dir folgen, und dein Lob, doch umsonst vor dir mich so gut ich kann, erhöhn. zu verstecken; Denn auch 9. Erforsche mich, die Finsterniß ist vor dir mein Gott! Und prüfe helles Licht; Die Nacht wie ichs meine; glänzt wie der Tag vor der wirklich bin, deinem Angesicht. zu seyn mir scheine. Sieh 6. Du warst schon übersob mein Fuß vielleicht auf mir in meiner Mutter Lei: falschem Wege geht, und be, du bildetest mein Herz, leite mich den Weg, der Gott, deß ich bin und blei- mich zu dir erhöht. be! Ich danke dir, daß Mel. Nro. 269. du mich wunderbar ge: macht, und meiner, eh Gerechter Gott, vor u ich war, schon väterlich gedacht. 40. Umsonst, um sonst verhüll 7. Du kanntest mein du dich, mein Herz, in Gebein, eh ich ans Licht Finsternisse, was kann id gekommen, da ich im Gott verbergen? Ich Dunkeln erst die Bildung Das er nicht alles wisse angenommen; Dein Au Sey, kannst du, dunkler ge sah mich schon, eh ich als das Grab, das Aug bereitet war, und mei: Gottes schaut hinab, un ner Tage Lauf war dir kennet deine Tiefen. schon offenbar. 2. Wo ist die Nach 8. Was für Erkennt: der Einsamkeit, die mic nisse! Für köstliche Ge: vor ihm verheble? C sieht 50 K Ob ich der ich Von Gottes Eigenschaften insbesondre: 5.I sieht euch schon, eh ihr quäle. Send heilig, und noch seyd, Gedanken mei: dann fürchtet nichts, Gott ner Seele! Eh ich euch wird am Lage des Ge: selbst empfinden kann, von richts, gleich Thaten euch eurer ersten Bildung an,[ belohnen. bis ihr euch ganz entfal tet! Mel. Nro. 51. Wie groß ist des Allmächt. o sind die Wei: 41. 2 sen, die mich 3. Er kennet und durchschauet euch, wenn ihr euch gleich entziehet, lehren, wie unser Gott bemerkt euch, wenn ihr allwissend ist? Wer kann Strahlen gleich, schnell mir Forschendem erklären, werdet, schnell entfliehet. was sein Verstand faßt Vergebens wünsch ich: und ermißt? Wohne nicht Sterbt! Vergeht! Ich haß der Herr in einem Lichte, euch! Ausgezeichnet steht in welchem Menschen ihn ihr all in seinem Buche! nicht sehn? Wer kennet 4. Der Herr gedenket ihn von Angesichte? Wer ihrer noch, Jahrhunderte kann nur, wie er heißt, verschwinden; Sie blei: verstehn? ben, und ich träume doch: 2. Könnt ich die Ster: Gedanken seyn nicht Sünne Gottes zählen, der Erz den? Nein, alle müssen de Staub, den Sand am an das Licht, wann Gott Meer, und die Gedanz kömmt, daß er im Gesken aller Seelen von ih: richt der Herzen Rath rem ersten Ursprung her; enthülle. So war ich weiser, als 5. Send heilig, send auf Erden ein Mensch ist, von Gott nur voll, Gedan- jals am Strom des Lichts, ten meiner Seele, daß, vielleicht selbst Engel je: wann gerichtet werden mals werden; Doch wüßt fell, kein einziger mich ich gegen Gott noch nichts. 3. Nichts, 52 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 3. Nichts gegen ihn, du kannst ergründen, was der sich durchschauet, die noch so tief verborgen ist; Tiefe der Unendlichkeit, Dieß warne mich für al und alle Welten, die er len Sünden, für Heuche: bauet, die Welten und lei, Betrug, und List! die Ewigkeit. O du, der Vor seinem Blick kann alles weiß und nennet, nichts mich decken, kein was ist, was werden soll, falscher Schein verblen: und war, wie bist du je: det ihn; Mir folgten ſei: dem, der dich kennet, unnes 3ornes Schrecken endlich groß und wun: könnt ich auch aus der Welt entfliehn. derbar! 6. Wer kennet seines 4. Wer, o mein Gott, kann dich hier sehen von Herzens Tiefen? Wer Angesicht zu Angesicht? darf, o Gott, sich selber Was wir, was Engel traun? Allwissender, du selb verstehen, das reicht wollst mich prüfen, du an dein Erkenntniß nicht! wollest ganz mein Her Ich seh, ich fühle meine durchschaun! Erblickst du Schranken, doch du ver: mich auf bösen Wegen gilist mein Forschen mir so führe mich auf deine mit immer würdigern Bahn, und laß mich einst Gedanken, o Unerforsch am Ziel den Segen der licher! von dir. Frömmigkeit von dir ema 5. Du schaust umher, pfahn! 4. Von der Allgegenwart Gottes. Mel. Nro. 44. bin, Herr aller Herrn Herr, deine Allmacht ic. Bin ich in deinen Händen. 42. Nie bist du, Durch dich nur leb und Höchster, von athme ich; Denn deine uns fern, du wirkst an Rechte schüzet mich. allen Enden, wo ich nur 2. Was Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 53 2. Was ich nur denk, mit deinem Trost mein erkennest du, du prüfest Herz. meine Seele; Du siehst 6. drück, Allgegen: es, wann ich Gutes thu, wärtiger, dieß tiesin mei: du siehst es, wann ich ne Seele, daß, wo ich fehle. Nichts, nichts kann bin, nur dich, o Herr, deinem Blick entfliehn, mein Herz zur Zuflucht und nichts mich deiner wähle; Daß ich dein hei: Macht entziehn. lig Auge scheu, und die 3. Wenn ich in státer zu dienen eifrig sey. Einsamkeit mein Herz an 7. Laß überall gewis dich ergebe, und, über senhaft nach deinem Wort deine Huld erfreut, lob: mich handeln, und står: singend dich erhebe, so ke mich dann auch mit hörst du es, und stehst Kraft, vor dir getrost zu mir bei, daß ich dir im wandeln. Daß du, o Gott mer treuer sey. státs um mich seyst, dieß 4. Dumerkst es, wenn tröst und beßre meinen des Herzens Nath ver: Geist. kehrte Wege wählet, und bleibt auch eine böse That| Mel. Nro. 46. vor aller Welt verhehlet, Allmächtiger! Wir singen. sie, und stra: Gott, o See: feſt mich, zu meiner Beß: 43. 3 Le, schiving dich rung väterlich. auf, und werde Dank und 5. Du hörest meinen Wonne! Er lenkt voll Seuffern zu, daß Hilfe Huld der Welten Lauf, mir erscheine, voll Mit: den Lauf der holden Sonleid, Bater, zählest du dielne! Was dich erfreuet Thránen, die ich weine. schenkt er dir, durch ihn Du siehst und wägest mei: nur sind, und leben wir. nen Schmerz und stärkst Er ist allgegenwärtig! 2. Wenn D3 54 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 2. Wenn du zu thun, mel um dich her mit ih was ihm gefällt, den from: rer Pracht verschwinden, men Vorfaz fasfest, wenn die Sinn' erstarren, und du die Eitelkeit der Welt, nicht mehr dir dienen, und jedes Laster hasseft:( nichts empfinden; Wenn So mangelt dir nie licht, auch kein Freund mehr noch Kraft; Denn er, der helfen kann, so schau auf das Vollbringen schafft, ihn, denn er ist dann, auch Gott ist allgegenwärtig dann dir gegenwärtig! 3. Wenn er dir heitre 5. Dann schwingst du Tage giebt, und dieses Le: dich zu ihm hinauf, zu bens Freuden, und wenn seines Himmels Wonne, er deine Zugend übt durch beginnest einen neuen Prüfungen und Leiden; kauf, siehst eine beffre So hoff auf ihn, und zage Sonne; Siehst ihn, der nicht; Denn er schafft alle Welten lenkt, im Finsterniß und Licht; Er zod und Leben Freude schenkt; Er ist allgegen: ist allgegenwärtig. 4. Wenn Erd und Him: wärtig! 44. 5. Von der Allmacht Gottes. err! deine Allmacht reicht so weit ,, Nichts ist, das deiner, Herrlichkeit F als selbst dein Wesen reichet; und dei nen Thaten gleichet! E Es ist fein Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 55 kein Ding so groß und schwer, das dir zu # thun unmöglich war. 2. Du sprichst, und der deiner Macht wird un auf dein mächtigs Wort ser Aug einst sehen, wann fällt alles dir zu Füssen nach der langen Grabes: Du führest deinen An- Nacht, die Zodten auf: schlag fort bei allen Hin: erstehen; Wann du von dernissen. Du winkst, so unserm Staub den Nest stehet plözlich da, was zu neuen Körpern werden kurz zuvor kein Auge fah. läßt! 3. Du hast dein groß 6. Allmächt'ger! Mein ses Schöpfungswerk all: erstaunter Geist wirft sich machtig ausgeführet; Esvor dir darnieder, die bleibet ståts dein Augen: Ohnmacht, wie du selber merk, und wird durch weißt, umgiebt noch meis dich regieret. Noch im ne Glieder. Mach mich merfort besteht die Welt, zum Zeugen deiner Kraft, weil deine Allmacht sie die aus dem Tode Leben erhält. schafft. 4. Die Menge deiner 7. Ozund in mir den Wunder zeigt, daß, Schö: Glauben an, der sich auf pfer, dein Vermogen weit dich verlasse! Ist etwas, über die Geseze steigt, die das mich schrecken kann, die Natur bewegen. Duswenn ich dich, Herr, um: bleibst ihr Herr, und ih: fasse? Nun Gott, ich ren Lauf hebst du nach traue deiner Kraft, die weiser Willkühr auf. alles kann und alles 5. Was für ein Wun- schafft. D4 > 45. V 56 45. MPE bitl Von Gottes Eigenschaften insbesondre. b Komm Dommt, kommt den Herrn zu preisen, Den gú ti gen, den weisen, der groß von Rath ist, groß von That! Der kei nen sei nes gleichen hat. der kei nen $ 11 Herr thut grosse Werke; Wer hindert sei: 1211 ne Kraft? Wer seines Armes Stärke, die 1 F alles Gute schafft? Er dehnet, gleich Ge: b zelten, die weiten Himmel aus; Er 老 spricht, so gehen Welten aus ihrem Nichts 611 D. heraus. 2. Er will, und Son: das Meer wird unge: nen flammen; Auch drängt stümm, des Himmels das Wasser, wann er Säulen zittern, die Er spricht, in Wolken sich de bebt vor Ihm. Er zusammen, und ihre will, und Blize zünden Schläuche reissen nicht. Gebirg an, sie vergehn. Er ruft den Ungewittern, Er spricht, und ruft den Win Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 57 Winden, schnell wird sein/ regieren? Berderben und Himmel schön. erneun? 4. Herr! dein ist alle 3. Wer, wer gebeut Stärke, und alle Hilfe, den Wellen: Hieher! Gott, ist dein! Das prei: Nicht weiter! Legt euch sen deine Werke, die dei: hie! Er legt in Felsen ner Kraft allein sich freun. Quellen, sie riesseln und Wir auch erfreun uns versiegen nie. Er füllet ihrer; Ihr Lob sey nusre Wüsteneien mit seinen Pflicht! O Bater, o Ne: Wundern an, heißt Thie: gierer, wen hält, wen re da sich freuen, wo kein schůzt sie nicht? Du lebst, Mensch wohnen kann.jdu wirkst in allen; Dir, Wer kann die Sterne dir vertrauen wir! Er führen? Wer kann, als halter, wer kann fallen, er allein, der Dinge Laufsgetragen, Herr, von dir? 46. FIT TEE HOLLY 11 An [ llmächtiger wir singen dir, und prei Unendlich ist sie für und für, und groß EE sen dei ne Stärke; Was nie ein Mensch bes in jedem Werke. greifen kann, hast du durch deine Macht ge: f than, und herrlich ausgeführet. D5 Boll: Von Gottes Eigenschaften insbesondre: 2. Vollkommen gut Stand geblieben, du stand fern und nah auf haft ihr, Allgewaltiger! dein Gebot: Es werde! Geseze vorgeschrieben. In seinem Pracht der Him: Und sie bleibt ihnen un mel da, in ihrem Prachtsterthan und weder Staub die Erde. Du sprichst noch Sonne kann sich ge 58 und siehe, es geschicht gen dich empören. und ohne Zahl sind im 6. Nach deiner Ord: Gebiet der Schöpfung nung drehen sich des Him: deine Wunder. mels Sternen Heere. 3. Fallt nieder, Chri: Nach deinem Willen he: sten! singt dem Gott ben sich und legen sich die durch den auch ihr gewor: Meere. Du leitest des den. Noch folget seinem Gewitters Gang und dir Machtgebot der Weltbau gehorcht mit Lobgefang aller Orten, von unserkei- der Donner in den Wol nem ist er fern; Fallt nie- jken. der, Christen, singt dem 7. Wohl denen, die am Herrn! Er herrschet über Herzen rein, auf deine alles! Wunder schauen! Wohl 4. Wir singen dir, Herr denen, die auf dich allein aller Welt, wir singen dir und nicht auf Menschen mit Freuden, dein Arm bauen. Sie stuzen sich isis, der sie trägt und hält auf deine Macht, sie wana vom Anbegin der Zeiten.deln froh und unverzagt, Erhalter deiner Welt zusthun recht und scheuen seyn kann niemand sonst Niemand. - kannst du allein! Sie 8. D du, der aller Welt hangt an deinem Wil- jgebeut, vom Kleinsten bis len. zum Größten. Giebe, daß 5. Nicht durch ein blin: sich deiner Herrlichkeit des Ungefähr ist sie im die Menschen alle trösten. Eta Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 59 Erhör uns Gott, Allmäch: unsre Burg und unser tiger, und laß auf Erden Hort in allen Fährlichkei: immermehr, was du ge: sten; Denn du verläßt die beutst, geschehen. Deinen nie, und schüzest sie 9. Bor deinem Augjund rettest sie mit starker geloben wir Gehorsam dei: Hand vom Uebel. nem Willen, wir können II. Drum singen wir doch nichts beffers hier mit Mund und Herz und als dein Gebot erfüllen, preifen deine Stärke, und auch uns schließt deine All- mit uns preist dich aller: macht ein, mit Leib und wärts die Menge deiner Seele sind wir dein, dein Werke. Dir, Herrlicher! Bolk und deine Knechte. ist Niemand gleich; Dein 10. Und thun wir ståts ist die Macht! Dein ist nach deinem Wort, so bist das Reich in alle Ewig: du uns zur Seiten, bist keiten. 6. Von der Weisheit Gottes. Mel. Nro. II. Augen fern und nah, stehn O könnt ich dich, mein c. alle, wie durch deine Står: u weiser auch 47. Schöpfer al: Weisheit da. Unendlich, ler Dinge, der alles weiß, Herr! ist dein Verstand; erkennt, versteht: Nichts der ganze Weltbau machts ist so groß, nichts so ge: bekannt. ringe, das nicht nach dei: 3. Mit eben diesen ner Ordnung geht! Denn Meisterhånden, mit wel: der Geschöpfen ganzemschen du die Welt gemacht, Chor schreibst du Maas, regierst du auch an allen Ziel und Regeln vor. Enden was dein Verz 2. Die vielen wunder: stand hervorgebracht. Du vollen Werke, die unsern brauchst, o unerschaffnes licht! 60 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. Licht! Der Menschen Rath Ja, dir muß ich die Ehre und Beistand nicht. geben, daß du aufs Beste 4. Was du zu thun dir mich regiert. Leit ferner vorgenommen, das kömmt mich durch Welt und Zeit unfehlbar auch zur That. bis zu der frohen Ewig: Wenntausend Hindernisse keit. kommen, so triumphirt dein hoher Rath. besten Zweck wählt dein Verstand, die Mittel stehn 48. in deiner Hand. Mel. Nro. 2. Den Mit Singen dich zu 2c. ch lobe dich 48. J Jch und preise dich, o mein Gott, allein. 5. Die Menge so ver: Wer ist, wie du, so weis schiedner Willen, wo je: se? Verstand und Rath der seinen Weg sich wählt, ist dein. Erwecke meinen muß doch den deinen blos Geist, in allen deinen erfüllen, der seines Zie: Werken die Weisheit zu les nie verfehlt. Der bemerken, die auch der aller Feinde stolzen Wahn Engel preist. als Unvernunft beschämen 2. Wohin mein Auge kann. blicket, seh ich, wie deine 6. Weisheit! decke Hand verbindet, ordnet, meiner Seele des Eigen: schmücket, was erst durdh dunkels Thorheit auf, da sie entstand. Sie schaf mit sie dich zum Leitstern fet, sie erhält, zu segnen, wähle in ihrem sonst ver: zu ergözen, nach herr wirrten Lauf. Ich weiß lichen Gesezen, den wei den Weg zur Wohlfahrtsten Bau der Welt. nicht, ach gönne mir dein 3. 3. Du hiengst in lich sichres Licht! ten Fernen, hoch über 7. Du hast mich durch uns hinauf, die Sonne mein ganzes Leben bis: mit den Sternen her aufs weiseste geführt. zu erleuchten, auf. De uns I hån: Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 61 ånget sie an nichts, in men und unsers Mun: nermeßne Weiten ihr des Stimmen zu deinem Wohlthun zu verbreiten; Ruhm belebt? Ein Schatten deines Lichts. 7. Wer hob, o Gott, die Erde aus deinem Meer 4. Wer hält im Gleich heraus, theilt, daß sie gewichte so grosser Kör: fruchtbar werde, so gleich per Last? Wie schwimmt die Wasser aus? Wer Die Welt im Lichte, dasssammelt sie? Wer bricht du geschaffen hast? Wer die Flüsse, wann sie schwel: weis't die rechte Bahn len? Spricht zu des Mee: den macht'gen Himmels: res Wellen: Hieher und heeren, zum Wohl, nicht weiter nicht! um Zerstören, in sichrer Drdnung an? 8. Wer hat den Wald gepflanzet? Wer ruft das 5. Wer riefuns zu um Gras heraus? Giebt geben der Luft, die alles Korn und Most? Wer trägt? Durch sie hat al: schanzet Gebirg an Thås s Leben, und alles wird lern auf? Wer schmückt bewegt. Da sammlen sie überall? Wer gråbt Dünste sich, und werden dem Feuer Schlünde, legt Thau und Regen, und in der Tiefe Gründe, den fruchtbarkeit und Segen Marmor, das Metall. für Pflanzen, Thier, und mich. 9. Herr, deine Weis: heit schmücket, bereichert, 6. Wer hat sie so be und erhält, náhrt, sege reitet, daß sie den Bliznet, schůzt, beglücket diegebiert, daß sie den Wind lebenvolle Welt. Sie verbreitet, den Schallsrühme mein Gesang! Ich um Ohre führt; Densfinge dir und preise dich, kichten Vogel hebt, den Gott, denn du bist weise; hnellen Fisch zum schwim: bringt ihm alle Dank! Mel. 62 Von Gottes Eigenschaften insbesondre: Mel. Nro. 179. vertraun, glauben, noch Komm, o komm du Geist, nicht völlig schaun. 4. Sollt er zu Regie: 49. Unerforschlich sey rerinnen seiner Werke, ſeis mir immerfner Welt, meine Lüste meines Gottes Weg und sezen? Sinnen, ordnen, Rath, und die Nacht sey thun, was mir gefällt? ohne Schimmer, die mich Wohl uns, wenn er nie hier umschattet hat; Doch gewährt, was ein thöricht ist alles, was er thut, wie's Herz begehrt. auch scheine, weis und gut. 5. Hier in meinem Vilgerstande sey me in 2. Sollt ich das von TheilZufriedenheit! Dort Gott nur loben, wo ich in meinem Vaterlande Rath und Weisheit seh? wohnt die wahre Selig: Ists nicht ein Geschenkkeit. Führt mein Gang von oben, wann ich seinen zum Himmel ein, mag er Weg versteh? Frevelt immer dunkel seyn! der nicht, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt? 6. Wenn du auch auf rauhen Wegen wandelst, ach so klage nicht; Was 3. Sollt ein Vater un hier schmerzet, wird dort terlassen, was dem Kin Segen, was hier Nacht de Thorheit ist? Kühner ist, wird dort licht, und Tadler! Engel fassen das, jich saß erst Gottes Sinn, wo du im Dunkeln bist. wann ich ganz vollendet Hier sollst du dem Herrn bin. 7. Von Von Gottes Eigenschaften insbesondre: 7. Von der Güte Gottes. Mel. Nro. 105. Güte. Das Feuer, wie Wie herrlich strahlt der ic. der Wasser Grund, macht 50. Gott, dessen stars deine grosse Liebe kund. ke Hand die Mit fröhlichen Gemüthe Welt erschaffen hat, und will ich täglich darauf ach noch erhält, ich sehe deine ten, und betrachten dei: Güte; ich sehe sie, und ne Werke, rühmen deine werd entzückt, wohin auch| Huld und Stärke. nur mein Auge blickt. So 4. Dein Erdreich, bald ich mein Gemüthe Gott, das jedermann auf dich Schöpfer, acht: giebt Brod und Freuden, sam lenke, und dich den: seh ich an, und schmecke ke, find ich Armer, dich deine Güte. Ich rieche, als Vater und Erbarmer. fühl, und höre sie in Feld 2. Seh ich, so weit und Wald, ich sehe sie in mein Auge reicht, gen aller Fluren Blüthe. Von Himmel, so entdeck ich dir zeugen alle Dinge, so Leicht die Spuren deiner geringe sie mir scheinen: Güte. Der Himmels: Wie im Grossen, so im Körper Lauf und Pracht, Kleinen. das Sternenheer, das du 5. O zeuch mich über gemacht, erwecket mein Welt und Zeit zu dir, o Gemüthe, groffer Scho: Herr der Herrlichkeit! pfer, dich zu singen, die durch deine grosse Liebe. zu bringen Ehr und Stär: Auf dich laß mich in al: ke. Groß sind deiner Hän: lem sehn, für jedes Gus de Werke! te dich erhöhn. Belebe 3. In Ungewittern, meine Triebe, O mein Sturm und Wind, die Bater! dir in allem zu ge: deiner Allmacht Diener fallen, die zu leben sey sind, entdeck ich deine mein einziges Bestreben. 51. 63 64 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 51. I Wie groß ist des Allmächt gen Güte. Ist Der mit ver här te tem Gemüthe den * 1 11 der ein Mensch, den sie nicht rührt? Nein! Dank er stickt, der ihr ge bührt! Seine Liebe zu ermessen, sey ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie #!**!! vergessen, vergiß, mein Herz! auch seiner nicht. 2. Wer hat mich wun- du, mit Herrlichkeit um: derbar bereitet? Der geben, Gott ewig sehr Gott, der meiner nicht bewirst, wie er ist. Du hast darf. Wer hat mit Lang: ein Recht zu diesen Freu: muth mich geleitet? Er, den, durch Gottes Güte dessen Rath ich oft ver: sind sie dein. Sieh, dar: warf. Wer stärkt den um mußte Christus leis Frieden im Gewissen, werden, damit du könnteſt giebt dem Geiste neue selig seyn. Kraft? Wer läßt mich so 4. Und diesen Gott viel Glück genießen? Isis sollt ich nicht ehren? Und nicht der Herr, der alles seine Güte nicht verstehn? schafft? Er sollte rufen, ich nicht 3. Blick, o mein Geist, hören? Den Weg, den in jenes Leben, für wel er mir zeigt, nicht gehn? Sein ches du erschaffen bist, wol Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 65 Sein Will ist mir ins Herz aus Schwachheit fehle, geschrieben, sein Wort herrscht doch in mir die bestärkt ihn ewiglich. Sünde nicht. Gott soll ich über alles 6. O Gott laß deine lieben, und meinen Näch: Gut und Liebe mir im: sten so wie mich. merdar vor Augen seyn! 5. Dieß ist mein Dank, Sie stark in mir die guz dieß ist sein Wille: ich soll ten Triebe, mein ganzes ganz liebe seyn, wie Er. Leben dir zu weihn; Sie So lang ich dieß Gebot tröste mich in Roth und erfülle, stell ich sein Bild: Schmerzen, regier mich niß in mir her; Lebt seine auf dem Pfad des Glücks, lieb in meiner Seele, und sie besieg in meinem so treibt sie mich zu jeder Herzen die Furcht des Pflicht, und ob ich schon lezten Augenblicks. Aus dem 36. Psalm. Mel. Nro. II. Du würdigst jedes dei: könnt ich dich, mein ic.ner Sorgen, und bist auf ( o weit, Herr, aller Wohl bedacht. Von 52. S deine Him: Menschen bis auf jedes mel reichen, reicht deine Thier, dankt alles seine Huld, die uns erhält. Es Wohlfahrt dir. werden Berg und Hügel 3. Mit heilig freudi: weichen, eh deine Gnadelgem Gemüthe, erheb ich, wankt und fällt. Gleich Gott der Gnade, dich. mächtigen Gebirgen steht Wie theuer ist doch deine die Heiligkeit, die dich Gute! Wie liebst du uns erhöht. so väterlich! Daß Men 2. Gott, dir ist kein schen ohne Furcht und Geschöpf verborgen, feins Graun im Schatten dei ispor dir gering geacht't. ner Flügel traun. 4. Mit 66 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 4. Mit welchen rei 5. Dewig weiser Gott chen Ueberflusse erfüllst du wir schauen in deinem deine Welt durchaus! Du lichte nur das Licht. Ent theilft ihn allen zum Ge: zeuch von denen, die dir nusse, und zum Vergnü: trauen, dein gnadenvol gen reichlich aus. Herr,[ les Antliz nicht! Gott, unsers Lebens Quelle deine Huld sey über die, fließt aus dir, der du das die dich verehren! Schü: Leben bist. ze sie! 53. 111 14 die vie le Freuden dank ich dir, 20und wie viel Sünden hast du mir F Gott die du mir, Herr, verliehen! aus Gnaden schon verziehen! I 1 voll Langmuth und Geduld! noch täglich #F háuf ich meine Schuld, und deine Liebe währet! 2. Bedenk ich, Schd- dich voll Ehrfurcht an. pfer, deine Macht, blick Was ist der Mensch, ru ich in jene Ferne, und ich alsdann, daß du dich überschau des Himmels sein erbarmest! Pracht, die Sonne, Mond, 3. Dein Auge schaut und Sterne; So bet ich auf ihn herab, so geht en nicht Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 67 nicht verlohren. Nicht len auf das, was du ge: für die Welt, nicht für macht, und hast auch uns, das Grab ist er allein ge: uns allen viel Gutes zus bohren. Die Welt ver: gedacht. geht mit ihrer Lust: wenn 2. Uns ewig zu bes du den Willen Gottes glücken erschusst du uns thust, soll dein Glück ewig und deine Welt, die hier schon zum Entzücken so dauern. 4. Wenn ich erwache,[ viele Wunder in sich hält. denk ich dein, und wenn Noch größrer Güte Proz ich schlafen gehe, denn ben, hat für uns deine du, mein Vater, kannst ver: Hand im Himmel aufs. leihn, um was ich kind: gehoben, der Wonne Va: lich flehe. Drum seufz terland. Dahin uns zn ich glaubensvoll zu dir: erheben, sandtst du den Herr! was mir nuzet, Sohn herab, der huld: schenke mir, um deiner reich selbst sein Leben für Güte Willen! uns Verlohrne gab. 45. D Mel. Nro. 453. Wie groß ist deine. Gnade! wer ist so reich Kommt, kommt, den ic. jan Huld als du? Auch Gott, du bist auf dem Sündenpfade die Liebe! al: siehst du uns voller Lang: lein zum Wohlthun hast muthzu. Du lockest ans du Lust. Drum pre ist zur Busse, und fallen wir mit frohem Triebe dich gebeugt voll Reue dir zu unfre Dankerfüllte Brust. Fusse, voll Reu, die Beß: Ganz ohne alle Grenzenfrung zeugt, so schenkest ist deine Gutigkeit, so du uns Armen auch Theil weit die Himmel glänzen, an deiner Huld, und til: ibst du Barmherzigkeit. gest aus Erbarmen die Du siehst mit Wohlgefal- ganze Sündenschuld. 2 4. Mit 68 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 4. Mit jedem neuen den sezest du zum Seger Morgen ist immer deine schon hier, noch mehr i Gute neu, du kommest jener Welt. Du schaff unsern Sorgen zuvor mit ihm selbst aus Leiden de deiner Vatertreu. Du, herrlichsten Gewinn, un Ursprung aller Gaben führest ihn zu Freuden Du weißt, was uns ge: die ewig währen, hin bricht, und was wir nó: Wie groß ist deine Gute! thig haben, versagst du, Mich ihrer ståts zu freun Gott, uns nicht. Wie laß, Gott, auch mein Ge sind doch unsre Tage von müthe voll Liebe zu di deinem Wohlthun voll! seyn. Selbst ihre Last und Pla: ge lenkst du zu unserm Wohl. Mel. Nro. 45. Kommt, kommt, den u mit fröhlichen Gemüthe zuerst geliebt, und bist dankt, die ihr Christo an fåts treu geblieben, was gehört, dankt Gott, d wir auch gegen dich ver: seine Güte, so wie sein übt. Mit Gnade uns zu keben, ewig währt. Naf fegnen ist ewig deine Lust; so viel tausend Jahren Mit Dank dir zu begeg die durch sie alle reich an nen, sen ståts auch unsre frohen Segen waren Last! Zu ehren deinen bleibt sie sich immer gleich Willen, uns selbst zum Nie hört sie auf zu for Glück and Heil, ihn freu: gen, und forger imme dig zu erfüllen, sey un- streu; Sie wird mit jedem fer bestes Theil! Morgen an den Gesch 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja 55. 55. Mit 6. Wer hier auf sei- pfen neu. nen Wegen dein Wort 2. Sie reicht durd vor Augen hat und hält, Erd und Himmel, um was 69 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. was da lebet, zu erfreun. hinab. Von so viel Krea: Welch fröhliches Gewim turen läßt sie nicht eine mel in ihrem milden Son: leer, und ihre Segens nenschein! Vor ihren bei: Spuren verbreitet sie um: tren Stralen, wo sie her: her. Und, wie sie von vorbricht, fliehn auch Entzücken ståts für den bange finstre Qualen, wie Himmel quoll, ist auch, leichte Wolken hin. Wer wohin wir blicken, von ählt die Millionen, die ihr der Erdkreis voll. e erwärmt, und nährt? hen erklärt. so weit nur Wesen woh: 5. Zu ihrem Lob erhat sie auch sich wecke vor allen du dein Herz, o Christ! Komm 3. Süß ist das Licht her, und sieh, und schmek: der Sonne, das täglich ke, wie freundlich, Gott, jedes Aug entzückt; Weit dein Vater ist! Auf! Sei: üsser ist die Wonne, wonen Ruhm erzähle dein mit uns Gottes Gut erfrommes Saitenspiel, und uickt. Erfreulich ist das deine ganze Seele sey leben, und schauervoll Innbrunst und Gefühl! der Tod; Doch, besser Von seiner Güte sage, noch als Leben, ist deine wie treu sie für uns wacht, Güte, Gott. Wie ist sie ein Tag dem andern Tage, uns so theuer! Sie, sie die Nacht, der nächsten perläßt uns nie. Was Nacht. ist wohl milder, treuer, and tröstender als sie? 6. Wir sind viel zu geringe der Treu, die du 4. Wer wollte sie nicht an uns gethan! Wir loben? Sie, die doch al: schaun die grossen Dinge, en alles gab, vom ho: Erbarmer, mit Bewund: hen Seraph droben bis rung an. Du schenkst den ju des Staubs Gewürm Sohn uns Sündern, er: löfest € 3 Univ. Bibl Glassen 70 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. lösest uns durch ihn, er: su Namen ihm unser Lo wähleft uns zu Kindern, gefällt; Lobsingt ihm! willst selbst uns zu dir Amen! Amen! Sein Lob ziehn. Auf! Da in Je für alle Welt. 8. Von der Heiligkeit und Gerechtigkeis Gottes. Mel. Nro. 438. de ähnlich seyn. Nie ben Freue dich, o meine ic. steht vor dir der Sünder, ott, vor dessen denn du bist vollkommen Du bist nur den 56. Gangesichte nur rein ein reiner Wandel gilt! Frommen Freund, Uebela Ew'ges Licht aus dessen thätern bist du feind. Wen Lichte státs die reinste beharrt in seinen Sünden, Klarheit quillt! Höchster! kann vor dir nicht Gnade Deine Heiligkeit werde finden. státs von uns gescheut! 4. O so laß uns nicht Laß sie uns doch kräftig verscherzen, was dei dringen, nach der Heili Rath uns zugedacht gung zu ringen. Schaff in uns, Gott, rei 2. Heilig ist dein gan: ne Herzen! Tode in uns zes Wesen, und kein Böder Sünden Macht! Un ses ist an dir. Ewig bist fre Schwachheit ist vo du so gewesen, und so dir; Wie so leichte fallen bleibst du für und für. wir! Und wer kann si Was dein Wille wählt und alle zählen, die Gebre thut, ist unsträflich, rechtschen unsrer Seelen? und gut, und mit deines 5. Uns von Sünder Armes Stärke wirkst duszu erlösen, gabst du dei ståts vollkommne Werke. nen Sohn dahin. O, 1 I 3. Herr, du willst, daß reinige vom Bösen durc deine Kinder deinem Bil- ihn unsern ganzen Sinn Gieb Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 7I Gieb uns, wie du selbst nen Finsternissen. Wenn verheißt, gieb uns dei ihn kein Richter straft, ſo nen guten Geist, daß er klagts, so kündigts dann unsern Geist regiere, und Gericht und Untergang zu allem Guten führe. dem Lebertretter an. 6. Keiner fündlichen 3. Auch, wenns noch Begier de bleibe unser Fried ist, bebt sein Herz Herz geweiht! Unsers doch, was er höret, er: Wandels größte Zierde schreckt ihn, weil er dich fey bewährte Heiligkeit. und dein Gesez entehret. Mach uns deinem Bilde Er fürchtet überall der gleich! Denn zu deinem Missethäter Lohn, und Himmelreich wirst du, meint, der Rächer sey er: Herr, nur die erheben, die wacht, und straf ihn schon. im Glauben heilig leben. Mel. Nro. 291. 4. Beorangt von Furcht und Anzst, die, wie ein Sturm, ihn treiben, ar: D Gott, du frommer ic. beitet er umsonst, sein bös ist, übertäuben. 57. Waffest du überall verfolgt, wo kein du findest nur Gefallen an Verfolger ist, ihn selbst dem, was gut ist, Gott; sein eignes Herz, weil du Auch schenkest du uns al sein Richter bist. len Erkenntniß deines 5. Wer fromm ist, Rechts, Gefühl und Lust fühlt durch dich Zufrieden. dazu; Verabscheun soll: heit und Ruhe, wenn ihm ten wir, was schändlich sein Herz bezeugt, daß ist, wie du. er was recht ist, thue. 2. Denn du bist heilig, Mit innrer Lust belohnts Herr! Das lehrt mich ihm jede gute That; das Gewissen. Den Sün: Selbst leidend freut er der schreckt es selbst in sei: sich, daß er gehorchet hat. 6. Wer 4 72 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 6. Wer schüzte so dassner Seel erneuen? Wer, Glück des Menschlichen o mein Gott, als du? Geschlechtes durch unser So mache mich denn rein! eignes Herz, durch sein kaß Leib und Seele dir, Gefühl des Rechtes? Wer nur dir geheiligt seyn! schreckt des Sünders IO. Laß mich das Bö Troz? Wer giebt der Tu se státs verabscheun und gend Ruh, auch wenn sie verachten! Laß auf der leiden muß? Du thusts, Tugend Ruf und dein Ge Vergelter, du! sez mich achten! Mich 7. Preis dir, dem Hei mein Gewissen nie ver ligen! Preis dir, denn wunden, dir getreu; dir gefallen nur die, die mit ich ruhig, Gott, und Heilig sind. Drum schenk: dir gefällig sey. test du uns allen Erkennt: Mel. Nro. 269. niß deines Rechts, Ge: fühl und Lust dazu: Denn Gerechter Gott! Vor t hassen sollten wir, was strafbar ist, wie du. 58. Gott, du bist hei lig und gered 8. Doch wir vergessens in allen deinen Wegen, oft; Denn schon vom vor dir bleibt nicht ein ersten Falle durch einen böser Knecht, den From Menschen kam die Lust zur men frout dein Segen Sünd auf alle. Bon ihr Auf ihm ruht deine Ba gelocket, fühl auch ich insterhuld, der Böse tråge meiner Brust zu ihr mehr seine Schuld, ihn treffen Hang und Trieb, als an deine Strafen. der Tugend Lust. 2. Du bist der Richte 9. Ach, ich elender aller Welt; nach heili Mensch! Wer kann mich gen Gesezen, die dein nun befreien? Wer dei: Weisheit vestgestell nes Rechts Gefühl in mei: mußt du die Mensche scházem: Bon Gottes Eigenschaften insbesondre. 73 scházen; Mußt Uebertret: leid, das sie gebiert, em: tern Strafe dráun, und pfinden. wenn sie sich vor dir nicht 6. Jedocho Herr, zur scheun, die Strafen auch Besserung strafft du noch vollziehen. hier die Sünder, und 3. O Herr, dein hei: züchtigst auch zur Heili: liges Gericht entdeckt sich gung oft deine schwachen schon auf Erden. Du läs: Kinder! Wohl dem, der sest, fürchten wir dich deinen Willen lernt, und nicht, uns hier schon in: sich vom Súndenpfad ent: ne werden, daß du auffernt, und deiner Zucht unsre Thaten siehst, und gehorchet! ein gerechter Richter bist, 7. Den aber trift dein das Böse heimzusuchen. Zorngericht, das ohn Auf 4. Es klagt uns das hören währet, der in der Gewissen an, wann wir dir Zeit der Gnade nicht sich widerstreben, und sagtsrecht zu dir bekehret. Er uns, daß wir misgethan hat versäumt sein ewig durch unser böses Leben. Heil, drum wird er dort, Es raubet uns die innre Herr, keinen Theil an deis Ruh, und spricht uns, nem Himmel haben. Herr, die Strafe zu, die 8. Herr, dieß bezeugt wir verdienet haben. dein klares Wort, wahr: 5. Oft strafft du hier hastig ist dein Drăuen; den Sünder schon für so gieb denn, daß wir im seine böse Thaten, und merfort den Weg der läsfest ihn im Schmach und Sünde scheuen. Erbarm Hohn, und andre Noth dich unser allesamt, daß gerathen. Hat ihn der niemand unter uns ver Sünden Lust erfreut, soldammt, und jeder selig muß er auch das Herzen werde. 5 6. Bon Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 9. Von der Wahrhaftigkeit und Treue Gottes. Mel. Nro. II. beharrlich haßt, fühlt dei: ner Strafen schwere last. O könnt ich dich, mein c. 4. O drücke dieß tief 59. noch nie hast du in mein Herze, daß es dein Wort ge vor deinem Wort sich brochen, nie deinen Bund, scheut. Gieb, daß ich nie o Gott, verlezt; verlezt; Du leichtsinnig scherze mit hältst getreu, was du ver: deiner Strafgerechtigkeit! sprochen, vollführst, was Nie werde das von mir du dir vorgesezt. Wenn gewagt, was dein Be Erd und Himmel auch fehl mir untersagt. vergehn, bleibt ewig doch dein Wort bestehn. 5. Doch laß mich auch mit vestem Glauben dem 2. Du bist kein Mensch, Worte deiner Gnade Wer kann den daß dich gereue, was uns traun. dein Wort verheissen hac. Trost uns jemals rauben, Nach deiner Macht, nach den wir auf dein Berspre: deiner Treue bringst du, chen baun? Du bist ein was du versprichst, zur Fels, dein Bund steht vest. That. Scheint die Er Wohl dem, der sich auf füllung gleich noch weit, dich verläßt! so kommt sie doch zu rech ter Zeit. 6. Gieb, Herr, daß ich die Wahrheit liebe, und 3. Und wie du das allen meinen Pflichten treu unfehlbar giebest, was nie jemand durch Betrug deine Huld uns zugedacht; betrübe, entfernt von List So wird, wann du' Berjund Heuchelei! Dann geltung übest, dein Droh: bin ich auch des Gottes wort auch gewiß voll: Kind, dem Treu und bracht. Wer dich, o Gott, Wahrheit heilig sind. 60.Y 74 Von Gottes Eigenschaften insbefondre. 75 60. CHILIT We eicht ihr Berge! fallt, ihr Hügel! Gottes Treu hat die ses Siegel: hit Berg und Felsen stúr zet ein! Sie soll vest und e wig seyn. EE Last den Weltkreis untergehn! Gottes Gnade muß # bestehn. 2. Gott hat mir ein folgt mich, will ich mich Wort gesprochen, seinen immer auf den Herrn ver: Bund mit dir gemacht, lassen, er erbarmt doch der wird nimmermehr gemeiner sich; Denn er bleis brochen, bis er alles hat bet immerdar was er ist, vollbracht. Erd und Him- und was er war. mel mag vergehn, was 5. Scheint auch er er zusagt, muß geschehn. mich nicht zu achten, und 3. Seine Gnade soll verstellt sein Angesicht, nicht weichen, wenn gleich läßt mich rufen, läßt mich alles bricht und fällt; Sie schmachten, so vergißt er soll ihren Zweck erreichen, mich doch nicht; Denn er den sie ewig sich gestellt. bleibet immerdar was er Ist die Welt voll Heuche: ist and was er war. lei, Gott ist fromm, gut 6. Er will Friede mit- und getreu. mir halten, wenn sich 4. Draut die Welt mir, schon die Welt emport; mich zu hassen, und ver: Jhre Liebe mag erkalten, bleib 76 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. bleib ich meinem Gott nur seyn. Kann Gott sich ver: werth. Er, der meinen läugnen? Nein! Kummer stillt, bleibt mir 8. Nun so soll mein immer Sonn und Schild. ganz Bertrauen unbeweg: 7. Er, der Herr ist lich auf ihm ruhn, Fel: mein Erbarmer, so hat sen will ich aufihn bauen; er sich selbst genennt. Was er sagt, das wird er Welch ein Trost! Nunsthun. Erd und Himmel werd ich Armer nimmer: kann vergehn, doch sein mehr von ihm getrennt. Bund bleibt ewig stehn. Er will meine Zuflucht 10. Von der Geduld und Langmuth Gottes. Mel. Nro. 6. willst du sie dennoch vá: Lobsinget Gott, und ic. terlich durch Güte zu dir getreuer Gott! locken. Wie lange sahst 61. Gee viel Gerund riefest du nicht eh Wie duld erzeigest du uns Armals deinem Volke zu, men! Wir häufen täglich daß sich ihr Herz bekehr unsre Schuld, du haute! Wie trugst du nicht fest dein Erbarmen. Was so lange Zeit die erste ist des Menschen Lebens: Welt mit Gütigkeit, eh lauf? Er ist verderbt von sie die Fluch verheerte! Jugend auf, sein Sinn 3. So giebst du Sún ist dir entgegen; Und dern Zeit und Raum, der gleichwohl, Bater, suchst Strafe zu entgehen, du du ihn von seinen Sün: läßt den unfruchtbaren den abzuziehn, zur Bes': Baum nicht ohne Pflege rung zu bewegen, stehen, du wartest sein, 2. Der Menschen Elend du suchest Frucht, und jammert dich; Selbst, wenn du gleich umsonst wann sie sich verstocken, gesucht, hörst du nicht auf Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 77 auf zu bauen. Du scho: von Sünden aufzustehen. neft sein von Jahr zu Jahr, Du trágest sie mit Vaters. dein Baterherz hofft im: huld, bist willig ihre Sün merdar noch Frucht von denschuld durch Christum ihm zu schauen. zu vergeben; Giebst ih 4. Allgütiger! Solnen neue Glaubenskraft, grosse Huld bezeugst du und nach vollbrachter Pil: frechen Sündern, und grimschaft Sieg, Ruhe, wie viel Nachsicht und Freud und Leben. Geduld hast du mit dei 6. Laß diese lang: nen Kindern! Sie wer: muth und Geduld, Gott, den ja, weil Fleisch und unsre Herzen rühren, nie Welt hier ihnen häufig müsse deine Baterhuld zur Neze stellt, oft sicher, Sicherheit uns führen. matt, und träge. Sie Trag uns erbarmend fer: straucheln und vergehen nerhin; Doch gieb uns sich, und fehlen oftmals auch dabei den Sinn, wider dich auf falsch ge: daß wir die Sünde haf wähltem Wege. sen, und uns noch in der 5. Du lockest sie aus Gnadenzeit den Reich: der Gefahr, so oft sie thum deiner Gütigkeit zur irre gehen, reichst ihnen Buße leiten lassen. Hand und Stärke dar, 62, 78 Von Gottes Eigenschaften insbesondre. 62.11 JURIT Jauchzt unserm Gott! Er ist von grosser Güte, barmherzig und von duldendem Ge: 43 1 müthe. Er zörnt nicht ewig, will mit sei €# 1 nen Knechten nicht ewig rechten. 2. Er handelt nicht bekehren, ihm Treue mit uns nach unsern Sún: schwören. den, und läßt verscho: nend uns das nicht em: pfinden, was wir, weil wir ihm unser Herz nicht gaben, verschuldet haben. 3. Hoch ist der Him: mel über seine Erde; So groß ist auch, daß er ge: liebet werde, die Huld 6. Von Ewigkeit zu des Herrn bei denen, die Ewigkeiten währet die ihn lieben, und Gutes Güte Gottes jedem, der üben. ihn ehret. Ach! Leite 4. So zärtlich sich ein denn auch mich nach dei: Vater seiner Kinder er nem P fade, du Gott barmet, so erbarmt sich der Gnade. 5. Er schlägt und heilt, verwundet, läßt genesen, er weiß, der Mensch ist ein zerbrechlich Wesen. Er denkt daran daß das Geschöpf aus Erde dochy Asche werde. 7 Gott der Sünder, wenn 7. So werd ich ewig sie von Herzen sich zu ihm deiner Huld geniessen, so wird Von der Schöpfung. 79 wird mein Leben sanft vorsich dort mit allen Engels dir verfliessen, so werd ehören dich fröhlich ehren. III. Von der Schöpfung. Mel. Nro. 46. rath uns zu segnen? D Gott der Macht und Herrs lichkeit! Gott deine Güte enn ich, o reicht so weit, als nur die Allmächtiger, wir singen. 63. We Schöpfer Wolken geben. deine Macht, die Weis: 4. Dich predigt Son: heit deiner Wege, die Lie: nenschein und Sturm, be, die für alle wacht, an- dich preist der Sand am betend überlege, so weiß Meere. Bringt, ruft auch ich, von Bewundrung voll, der geringste Wurm; nicht, wie ich dich erheben Bringt meinem Schöpfer soll, mein Gott, mein Ehre! Mich, rufe der Heer und Bater! Baum in seiner Pracht, 2. Mein Auge sieht, mich, ruft die Saat, hat wohin es blickt, die Wun: Gott gemacht; Bringt der deiner Werke. Derfunserm Schöpfer Ehre! Himmel, prachtig ausge: 5. Des Menschen Leib, schmückt, preift dich, du den deine Hand so wun. Gott der Stärke! Wer derbar bereitet; Des hat die Sonn an ihm er: Menschen Geist, den sein höht? Wer kleidet sie mit Verstand, dich zu erken: Majestät? Wer ruft dem nen, leitet; Der Mensch, Heer der Sterne? der sichtbarn Schöpfung Preis, ist sich der kläres de seinen Lauf? Werste Beweis von deiner heißt die Himmel regnen? Gut und Grösse. 3. Wer mißt dem Win Wer schließt den Schooß 6. Erheb ihn ewig, o der Erden auf, mit Vormein Geist, erhebe seinen Na: Von der Schöpfung. Namen! Gott, unser und alles neues Leben Vater, sen gepreist, und fühlt, daß alle Bäume alle Welt sag: Amen! Blüthen bringen das Feld Und alle Welt ehr Gott mit tausend Farben spielt, den Herrn, und hoff auf das fließt allein aus deiner ihn, und dien ihm gern! Gnad, die unsre Welt Wer wollte Gott nicht gezieret hat. dienen? 4. So viel vermag dein machtig: Werde! Erha: benster Herr Zebaoth! Mein Herz, ermuntre ic. Dein Lob verkündigt zwar Mel. Nro. I. 80 64. Gott, den die Erde, doch herrlicher D alle ver: ehren, von dir kömmt al: kündiget der Himmel ler Himmel Pracht. Was Pracht, die Grösse deiner wir nur Schönes sehn und Schöpfersmacht. hören, hat deine Hand 5. Aus dir, du Quelle allein gemacht. An deine alles Lichtes, fließt auch Weisheit, an dein Licht der Sonne feurig Meets reicht aller Menschen Den- Ja, grosser Schöpfer des fen nicht. Gesichtes, von dir kömmt 2. Du bists der alle auch das Wunder her, Thiere weidet, Insecten daß mir die Schönheit ihre Zierde schenkt; Du dieser Welt so strahlend bists, der Berg und Tháin die Augen fällt. ler fleidet und sie mit 6. Was lehrt das Heer ihrem Schmuck behängt. von tausend Sternen, das Du bist es, der durch selbst die Nacht so rei feine Kraft im Frühlingszend macht? Bon ihnen alles neu erschafft. soll ich hier schon lernen, 3. Daß Kraut und wie groß, o Schöpfer, dei Pflanzen sich verjüngen, ne Pracht, Gott, du biß nichts. Von der Schöpfung. 81 nicht als Heiterkeit, nursteh, daß ich in deines Licht und Strahlen sind Geistes Lichte allein auf Dein Kleid. dich, den Ursprung, seh. 7. Ach Schöpfer, heil: Ach, reinige selbst meine ge mein Gesichte, wann Brust von jeder bösen ich so voll Verwundrung Sündenlust! 65. x 1 1 Himmel, Erde, Luft und Meer, zeuz gen von des Schöpfers Ehr, jauchzen Gott, E * † dem Schöpfer, zu. Meine Seele, sing auch # du. 2. Ihn erhebt das 4. Seht, der Vögel Sonnenlicht, wann es muntres Chor singt und durch die Wolken bricht; jauchzt zu ihm empor! auch der Sterne Lauf und Ihn verkündigt überall Pracht lobt ihn in der seines Donners lauter tillen Nacht. Schall. 3. Seht, wie er das Auf sein 5. Seine starke Schö: and beglückt, und mit pferhand macht das weite reichem Segen schmückt Meer bekannt. Jedes Kraut, und jedes Drohen schweigt vor ihm Thier ist ein Zeuge, Gott, selbst der Wellen Unge: stümm. von dir. 6. Ach, Von der Schöpfung. 6. Ach, mein Gott, wie der Schöpfer und Be sichtbarlich zeigst du mei: wahrer! durch deine ner Seele dich. Drück es Macht, auf dein Gebot tief in meinen Sinn, was bin ich, ist alles, bester du bist, und was ich bin. Gott! Durch dich ist alles worden. Mel. Nro. 46. Allmächtiger wir singen ic. 82 4. Bon Gott ist alles, was ich hab, ohn ihn kan machte nichts geschehen; Der 66. Wiese ganze Gott, der Allen Augen gab alles sehen. Welt, das Nahe und das muß alles Ferne? Wer hat am Him: Sein ist die Welt, auch ich mel hingestellt die Sonne, bin sein, nichts ist zu groß Mond und Sterne? Wo: nichts ist zu klein, daß er her der Thiere große Zahl? nicht dafür sorge. Wer machte Felder, Berg 5. Du Gott, weiß und Thal, und Bäume, alles, was ich thu, sieht Frucht und Blumen? mich an jedem Orte; 2. Wer goß das Was selbst was ich denke, ser reichlich aus in Brun: hest du, hörst alle meine nen, Bächen, Seen? Wer Worte. Dein unsichtba streut im Winter Flockenres Angesicht sieht mid aus? Wer heist die Win- im Dunkeln, wie beim de wehen? Wer gießt den Licht, bei Nacht, als wi Regen auf die Au? Wer bei Tage. führt die Wolken, tröpfelt 6. Wie gut, wie liebe seh ich Thau auf Wiesen, Fel: voll du bist, der, Reben? wohin ich blicke, weil al 3. Das alles, alles, les gut und núzlich if groß und klein, ist dein und dient zu meinem Werk, Unsichtbarer! Du Glücke. Luft, Sonne, Fel bist der erste, bist allein und Wald, und Thier Milch, Von der Schöpfung. 83 Milch, Korn, und Wasser kann der Viensch nichts nüzen mir, und nůzen geben. allen Menschen. 8. Drum bin ich fröh 7. Für sich nicht, für lich, daß ich bin ein Zeuge Geschöpfe nur, daß je: seiner Güte. Ich danke des glücklich werde, schuf Gott, und denk an ihn mit Gott die prächtige Natur, freudigem Gemüthe. Ich den Himmel und die Er- seh dich nicht, doch lieb de. Ihm, der uns wie ich dich, du schufft und ein Vater liebt, und al: du bewahrest mich zu ima len alles Gute giebt, ihm mer größren Freuden. 67. Die Himmel rühmen Gottes Ehre, I ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn 13 rühmt der Erdkreis, ihn die Meere; Ver: # 1 nimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! 2. Wer trägt die un: 3. Vernimms und zählbaren Sterne? Wer sich die grossen Werke, führt die Sonn aus ih- die die Natur dir aufges rem Zelt? Sie kömmt, stellt. VerkündigtBeis: und leuchtet uns von fer- heit, Ordnung, Stärke ne, und läuft den Weg, dir nicht den Herrn, den sich als ein Held. Herrn der Welt. 2 4. Kannst 84 Von der Schöpfung. 4. Kannst du die unzähl: deiner Gottheit Spur. baren Heere der Wesen Wann ich voll Andacht fühllos wohl beschaun? überdenke dein Werk, die Durch wen ist alles? Gieb prächtige Natur, so ruft ihm Ehre! Mir, ruft der mir alles, alles zu: Wie Herr, sollst du vertraun. groß ist Gott, wie klein 5. Mein ist der Himmel, bist du! mein die Erde, an meinen 3. Herr Gott, wie groß Werken kennst du mich. ist deine Liebe! Die Erd ist Ich werde seyn, der ich deiner Güte voll. O gieb seyn werde, dein Gott und mir deines Geistes Triebe Vater ewiglich. daß ich dich preise, wie ich Mel. Nro. II. O könnt ich dich mein G.zc. 6. Ich bins, voll Weis- soll! Nimm, was ich kann, heit und voll Güte, ein und hab, und bin, zu dei Gott der Ordnung, und nem Dienste ewig hin! dein Heil. Mich liebt mit 4. Hilf, daß die Güter die findlichem Gemüthe, und ser Erden mich zu dir lo nehmt an meiner Gnade cken, höchstes Gut! Daß fie Theil. mir nie zum Fallstrick wer den, erhalte mich auf stäter Hut! Laß allen Misbrauc Gott des ferne seyn! Mein höchstes Himmels und Gut sey du allein! der Erden, der du allgegen 5. Hier ist meinleben ein wärtig bist, von Niemand Reise, hier geht mein Weg Pannst begriffen werden, zur andern Welt. D, mache da Niemand dir verborgen du mich fromm und weise, ist! Ach, ziehe mich, mein daß ich hier thu, was di Gott, zu dir! Und offen: gefällt. Nimm endlich nag bare dich in mir! vollbrachtem Lauf mich 2. Wohin ich Herz und Gott, in deinen Himmd Augen lenke, da find ich auf. 68. D IV. Pon IV. 69. Von der göttlichen Vorsehung 85 Von der göttlichen Vorsehung in Erhaltung und Regierung der Welt. ott deine weise Macht, erhält die ganze lebenvolle Welt, und aller Augen EE freuen sich, und warten, sehnsuchtsvoll auf # dich, auf dich, der du sie alle liebst, und allen ihre Speise giebst. 2. Du öffnest deine Theil, gabst mirs mit Hand, so fließt herab, Huld und Freundlichkeit, was jedem nöthig ist, mit so lang ich bin, zu rechter Wohlgefallen sättigt sie Zeit. Kein Vater sorgt so dein Aufsehn, und ver: sváterlich für seinen Sohn, säumt sie nie. Nie sind als du für( mich. Geschöpfe deiner Hand 4. Ich bins gewiß, du dir unwerth oder unbe: kannst mich nicht verlas fannt. fen, meine Zuversicht! Ich 3. Auch mir gabst du, bins gewiß, du thust mir mein Gott und Heil, noch wohl so lang ich hier täglich mein bescheiden noch leben soll. Nicht Ueberfluß 3 Bon der göttlichen Vorsehung Ueberfluß bitt ich von dir, Speis und Trank em was ich bedarf, das giebst pfahn. Selbst dem, der du mir. dich mit Sünden schmäht, 5. Der Vogel bauet giebst du sie ohne sein Ge nicht das Land, du nährsi bet; Und fleht ich nicht ihn doch mit milder Hand. darum zu dir, gewährtest Du schmückst die Blume du sie dennoch mir. königlich, die nicht zur 8. Laß du mich nur ge Arbeit eilt, wie ich. Ver- nügsam seyn, und deiner giß es, meine Seele, nie! Gaben mich erfreun, mehr Weit mehr bin ich vor aber deiner, der du dich so Gott, als sie. freundlich zeigest gegen 6. Mich schufst du nicht mich, der du des Lebens für diese Zeit, mein Ziel Quelle bist, aus welchen ist in der Ewigkeit. Du alle Wohlthat fließt. gabst mir Weisheit und 9. Bei deiner Gaber Verstand, und machtest Ueberfluß erhalt mich másselbst dich mir bekannt; sig im Genuß; Bewahr Nichts, was die Erde mich in der Dürftigkei zeugt und nährt, gleicht vor Schmach und Unzu mir an Hoheit und ansfriedenheit. Du nährs Werth. mich immer; Preis und 7. Von dir, der das an Dank bring ich dir, Gott, mir gethan, werd ich auch mein Lebenlang. 70, 11 Erhabner Gott, der alles schafft! 86 E Wie groß bist du von Rath und Kraft! Der hohe in Erhaltung und Regierung der Welt. 87 11111 hohe Himmel samt der Erden steht nur durch deine Hand erbaut; auch hat dein Rath längst überschaut, was erst in ferner Zeit soll werden. 2. Wie groß ist deiner] 4. Laß denn, o Schó: Werke Zahl! Und Güte pfer! der die Welt so vest zeigt sich überall; Du ord: in ihrer Ordnung hält, nest Sonnenschein und auch mich dein göttlich AuRegen, du suchst uns heim ge leiten! Gieb, daß mein Durch dürre Zeit, und Herz geduldig trägt, was auch des Jahres Frucht: du mir, Herr, hast aufge: barkeit beruht, o Gott, legt. Hilf dankbar seyn auf deinem Segen. in Segenszeiten. 3. Die Erde starrt auf 5. Auch stärke meine dein Geheiß vor Frost, Zuversicht, so quâlet mich und, Herr, zu deinem die Sorge nicht, wie Preis belebt der Frühling mirs noch künftig möchte unsre Fluren. Wenn gehen. Du bist, du bleibst uns ein Glücke wird gemein höchstes Gut. Was währt, wenn uns ein frag ich nach der Feinde Unglück widerfährt: So Wuth? Nichts kann ja sehn wir deiner Allmacht ohne dich geschehen. Spuren. 34 Mel. Vorschung Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc. 6. Wem strömet nicht aus ihrem Schooß Lust und Bergnügen zu? Wer 71. Noch immer wech- lift ſo gut, so treu, ſo seln ordentlich groß, so väterlich, wie des Jahres Zeiten ab: du? Dein Regen, Gott, er: 7. Herr, ohne dich giesset sich aufs dürre Land vergiengen wir, und wir berab. verdientens auch, und 88 Von der göttlichen 2. Noch öffnest du die dennoch leben wir in milde Hand, Herr, wie dir, beseelt durch deinen du státs gethan. Du seg: Hauch. nest, und du füllst das 8. Gott, wer erfährt Land mit deinen Gütern nicht deine Huld? Wem strahlet nicht dein Licht? 3. Von deinem Him: Mit welcher Langmuth mel, Höchster, treuft Ge- und Geduld verschonst du deihn und Fruchtbarkeit: unser nicht? Die Saat geht auf, und blüht, und reift, und sät: 9. Ach betet, Menschen, betet an! Erwägts und tigt, und erfreut. denket nun: Was hat Gott schon an uns ge 4. Bon dir gesegnet giebt der Baum den Schatten, den man sucht, than? Was will er nicht und unter seiner Zweige noch thun? Raum auch Frucht. Erfrischung und TO. Denn nicht für diese kurze Zeit hieß uns 5. Wie fröhlich lächelt der Herr hier seyn. Er jede Flur! Es fließt, sich schuf uns für die Ewig immer gleich, der Freude keit, uns seiner zu er Quell, und die Naturfreun. ist unerschöpflich reich. Mel. in Erhaltung und Regierung der Welt. Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis dem zc. 4. Wer läßt uns von den 72. Lob fen Gott, der Hügein her die Stimm den Frühling des Jubels hören? Wer schafft, ihm, der, was macht den Baum von lebt, erfreuet; Wann er Früchten schwer? Wer mit nie erschöpfter Kraftfüllt die Purpurbeeren Gefild und Wald ver: der Trauben, unserm neuet. Er heisset unsre Mund so süß, mit edlem Bäume blühn; Er tränkt eine, und wer hieß der Furchen junges Grün. ihn laben Herz und Sin Auf ihn steht unser Hofnen? fen. 89 vergilt, sie sechzigfältig mehret. Die 5. Wer decket dann 2. Gewiß, wir hoffen die starre Flur, beim auf den Herrn wohl nim: Frost, mit Schnee? mermehr vergebens. Er Winde, wer ruft hervor hilft, erfreut und seg sie?- Die Natur, wer net gern; Ist Vater je wiegt sie so gelinde in den Lebens. Wie er den Schlummer ein? Weß schönen Frühling schafft, Baterhand giebt Armen so krönet er durch seine Decke und Gewand, Kraft das ganze Jahr mit und Holz, sich zu erwär. Güte. men? 3. Wie reifet in der 6. Gott ist's, der uns Sonne Strahl so herr: dieß alles giebt Wir lich das Getraide! Wie sollten ihm nicht trauen? tont im Lande überall Gott ist's, der die Stimme hoher de, wenn er des Freudert liebt die, Land- sihn trauen. unverán: welche auf Es segnet manns Scheune füllt, uns Gott, unser Gott, hm seiner Aussaat Fleißles segnet uns Gott, un ser 1 90 Von der göttlichen Vorsehung fer Gott! Ihn preise un- ne Heer, und jede Kreas ser Leben! tur im Trocknen, in dem Meer. Mel. Nro. 291. 4. Auch ich, ich bin O Gott, du frommer Gott. dein Werk, Mein Herz 73. Unendlich groffer ist dein Geschenke. Du Gott! Dich schufft in mir den Geist, predigt Thal und Hügel; durch den ich menschlich Die Erde zeigt dein Bild, denke. Du weis'st die Er dein Himmel ist deinSpie: de mir zu meiner Woh: gel. Der Sturm verkünnung an, und machtest digt dich, dich thut des mir die Welt der Thiere Donners Mund, der Bo- Junterthan. gen in derluft, der Schnee 5. Für mich füllt dei und Regen kund. ne Hand die Ebnen mit mit Thieren 2. Dich preist der grü- Getreide ne Klee, das Feld mit mir zur Kost, und mei Korn bedecket, der Berg, nem leibzum Kleide. Du, der stolz sein Haupt bis meiner Kindheit Schus, zu den Wolken strecket, du, meines Alters Stab, der Baum von Früchten du warst es, der mir Brod, schwer, der Schmuck der Gesundheit, Freude gab. bunten Flur, der vollen Rosen Pracht trägt dei: ner Finger Spur. 6. Womit hab ich ver dient, daß in der Thaler Gründen, im Felde, Lust 3. Der Körper jedes und Meer sich Tische für Wurms der Bau der mich finden? Wie guá kleinsten Blume sind tie dig mußt du seyn, daß fer Weisheit voll und du auch mein gedenkst, prangen dir zum Ruhme. und mir mit vollem Maaj Dich predigt Sonn und des Lebens Mond, und der Gestir schenkst! Freuden 7. Aus in Erhaltung und Regierung der Welt. 91 7. Aus stürmender Ge- erhalten, eh du mich, fahr, aus bangen Hin: Herr, verläßt. Auf dich dernissen, oft aus des steht mein Vertraun: Mit Todes Arm hast du mich, dir will ich beherzt dem Herr, gerissen. O Güte, Zod entgegen schaun. gegen die des Himmels Mel. Nro. 32. Raum zu klein, das Meer ein Tropfen ist! Dir soll Erhabner Gott! nichts zc. mein Herz sich weihn. Dein erster 8. Dich, der mir fein 74. M Wunsch, mein Gesez selbst in das Herz innigstes Bestreben ist, geschrieben, der mir nur Herr, mein Gott! dich Gutes gönnt, dich), Bater, würdig zu erheben. Unwill ich lieben. Kein irr: endlich groß ist deine Va discher Gewinn, fein Leitertreu, mit jedem Tag den dieser Zeit soll mir ist deine Güte neu. im Wege stehn zu thun, 2. Die Sonn enthüllt was Gott gebeut. den Schauplaz deiner 9. Du selber sorgst für Werke, und alles zeigt mich, wovor sollt ich mich von deiner Huld und schenen? Mir macht dein Stärke; Sie, die das Ziel weifer Rath auch Gift von ihrer Laufbahn weiß, zu Arzeneien. Du weißt eilt rastlos hin, und stralt es, was mir müzt, du zu deinem Preis. willst mich glücklich sehu, 3. Die Erd ist dein, und, was du willst, ge: und du regierst dieß Ganschieht. Darauf will ich ze; Bom Menschen an bis bestehn. auf die kleinste Pflanze 10. Es müffen Bergesseh ich, wie groß sich deine sich zu meiner Rettuag Vorsicht zeigt; Sie reicht spalten, die Wasser Brük: so weit, so weit der Him: len seyn, und Raben mich mel reicht. 4. Und 92 Von der göttlichen Vorsehung 4. Und sie umfaßt auch deinen heil'gen Willen mich! Du, Höchster den mein, und was du schickst, kest an mich, den Staub. mir allzeit theuer seyn! Der du die Himmel len: 2. Du, du regierst, bist kest, du sorgst für mich! Weisheit, Lieb und Står: Gott wie vergelt ichs dir? ke! Du, Herr, erbarmsi Ein dankvoll Herz, das dich aller deiner Werke. bring ich dir dafür. Was zag ich denn noch 5. Du weißt, wie langje in en Augenblick? Du ich hier noch wallen wer: bist mein Gott, und willst de; Fällt ohne dich kein nichts, als mein Glück. Sperling auf die Erde, 3. Von Ewigkeit haf so nimmst du, Herr, auch du mein Loos entschieden. meines Lebens wahr, mit Was du bestimmst, das Namen kennst du mich, dient zu meinem Frieden. und zählst mein Haar. Du wogst mein Wohl, du 6. So will ich denn wogst mir auch mein Leid, mit kindlichem Vertrauen und was du schickst, is auf dich allein, so lang für mich Seligkeit. ich lebe, schauen; Du bist 4. Gefällt es dir, so mein Gott, mein Retter müsse keine Plage sich zu in Gefahr, mein starker mir nahn; Gieb mir zu Fels, mein Helfer im: friedne Tage. Allein ver merdar. wehret es mein ew'ges Heil, so bleibe du nut felbst mein Trost, mein Theil. Mel. Nro. 32. Erhabner Gott! nichts ic. Herr, mein 5. Du giebst aus Hull 75. D Gott! durch uns dieser Erde Freuden den ich bin und lebe, gieb, Aus gleicher Huld ver daß ich mich in deinen hängst du unsre Leiden. Rath ergebe; Laß ewig tud ich sie nicht auf mich durch in Erhaltung und Regierung der Welt. 93 durch meine Schuld, so 2. Da ich noch tief gag ich nicht, du giebst da: verborgen im Mutterlei: bei Geduld. be lag, wacht' über mich 6. Soll ich ein Glück, dein Sorgen. Ach, Ba: das du mir gabst, verliebter! wie vermag mein ren, und willst du, Gott, dürftiger Verstand das ich rauhe Wege führen; Gute zu erheben, das du So wirst du, denn du in meinem Leben mir huld: hörst mein kindlich Flehn, reich zugewandt? mir auch alsdann noch eine Hilf ersehn. 3. Drückt mich auf meinen Wegen gleich 7. Vielleicht muß ich manche Last und Müh, so nach wenig Zagen sterben. führt auch sie zum Segen, Herr, wie du willst! Soll und du versüssest sie. Du ich den Himmel erben, bleibest mitleidsvoll, hilffe und dieser ist im wahren liebreich deinen Kindern Glauben mein, wie soll sie tragen und vermin: te denn der Tod mir dern; Beförderst státs ihr schrecklich seyn. Wohl. Mel. Nro. 2. 4. Stats hat in mei nem Leben mir dieses Mit Singen dich zu lob.c. Trostes Licht von neuem ott, gegeben, und fro76. Gallen Enden be Zuversicht. Wannich viel grosse Wunder thut, bekümmert war, so seufzt du bist's, in dessen Hán ich, und war stille, und den mein ganzes Schick: deinstäts guter Wille ent:. sal ruht, hast in der Prüriß mich der Gefahr. fungszeit mir jeden mei: 5. Dein Name sey ge: ner Tage, meinGlück und priesen, der jederzeit an meine Plage bestimmt von mir so herrlich sich erwie: Ewigkeit. sen! Mein Herz und Mund 94 Von der göttlichen Vorsehung Mund soll dir, du Ret: Ausgang wissen, wird ter aus Gefahr, mein uns die Ursach auch ents schuldig Opfer bringen, deckt, warum dein Rath, von deiner Güte singen, der niemals fehlt, den jezund und immerdar. juns so dunkeln Weg ge: 6. Du hast mir wohl wählt. Mel. Nro. II, 77. gerathen, und lauter 3. Nie sind die Tiefen Guts gethan, daß dei zu ergründen vor deiner ner Liebe Thaten ich nicht Weisheit, Macht und aussprechen kann. Hilf, Güt; Du kannst viel taus Bater, daß ich dort ver: send Wege finden, wo die klärt und ganz vollkom: Vernunft nicht einen sieht. men, mit allen deinen Aus Finsterniß bringst du Frommen dir danke im das Licht; Du sprichst, o merfort. Gott, und es geschicht. 4. So weicht denn, angstliche Gedanken! könnt ich dich, meinG. 2. Gott kann weit mehr als Gürwahr, du bist, ihr versteht. Bleib, See: o Gott, ver: le, in der Demuth Schran borgen! Dein Rath bleibt| ken, die Demuth wird für uns wunderbar. Um von Gott erhöht. Ja, sonst sind alle unsre Sor: Herr, du liebst den, der gen; Du sorgest, eh die dich liebt und deiner Welt noch war, für un Führung sich ergiebt. ser Wohl schon väterlich, 5. Drum will ich mich dieß sey genug zum Trost dir überlassen, mit allem, für mich. was ich hab und bin. 2. Dein Weg ist zwar Ich werfe, was ich nicht in Finsternissen vor un fann fassen, auf dich, du sern Augen oft versteckt; Gott der Liebe hin; Der Doch, wann wir erst den Ausgang zeigt doch im Fürwahr, du merdat, in Erhaltung und Regierung der Welt. 95 merdar, daß stats deinwohl versorgt, Gott sorgt Rath voll Güte war. für mich. 6. Gieb, daß dieß mein 3. Gott forgt für mich Vertrauen mehre in Glück an Seel und leibe. Sein und Unglück, Freud und Wort ists, das die Seele Leid. Schick alles, Herr, nährt, und wenn ich mein zu deiner Ehre, und mei: Berufswerk treibe, wird ner Seelen Seligkeit; So für den Leib mir Brod preis ich einst vollkom- gewährt. Wohl dem, der men dich, so freu ich dei ihm nur vestiglich vers ner ewig mich. traut, und glaubt: Gott sorgt für mich. Mel. Nro. I. 78. Gott 4. Gott sorgt für mich Mein Herz, ermuntre 2c. bei theuren Zeiten, auch ott sorgt für in der größten Hungers: mich, was noth verschafft der, Herr will ich sorgen? Er ist mein den frommen Leuten zum Bater, ich sein Kind. Er Unterhalt ihr täglich sorgt für heut, er sorgt Brod. Isis gleich nicht für morgen, so, daß ich viel, doch glaube ich, er täglich Spuren find, wie giebt genug, und sorgt für Gott die Seinen väter: mich. lich versorgt und schüzt. 5. Gott sorgt für mich Gott sorgt für mich. in meinem Leiden, das 2. Gott sorgt für mich; Kreuz, das er mir aufer: Ihm will ich trauen. Ich legt, verwechselt sich gar weiß gewiß, was mir gebald in Freuden. Und bricht, werd ich in mei: wenn Gott gleich die Sei: nen Händen schauen, sosnen schlägt, so schlägt er bald er nur sein Macht doch nur väterlich, zu uns wort spricht. Drum bin serm Wohl, und sorgt für ich jezt und ewiglich gar mich. 6. Gott 96 Von der göttlichen Vorsehung 6. Gott sorgt für mich 7. Gott sorgt für mich in meinem Alter, da hebt auch in dem Sterben, der und trägt mich, der mich Tod ist mir ein füffer liebt; Denn immer bleibt Schlaf. In Christo sezt er mein Erhalter, der mir er mich zum Erben, da in Schwachheit Stárke mich sonst Fluch und Ra: Drum nimmt giebt. Wie er noch nie che traf. mals von mir wich, weiß er meinen Geist zu sich in ich auch dann: Gott sorgt seine Ruh; Gott sorgt für für mich. mich. -** 79.# ** X # ein Auge sieht, o Gott! nach dir; Mein Von deinem Throne hilsst du mir! Mein Heil kommt nur von deiner Macht, die # + diese Welt hervor gebracht. 2. Getrost mein Herz fürchterlich, denn Gottes Dein treuer Hirt schafft, Rechte schüzet dich. Durch daß dein Fuß nicht glei: seine treue Baterhand ten wird. Der dich be: wird, was dir schadet, abe hütet, schlummert nicht, in gewandt. Finsterniß ist er dein Licht. 4. Sein Schuz ge= 3. Kein Uebel sey dir währt dir Sicherheit, seir Thot in Erhaltung und Regierung der Welt. 97 Trost füllt dich mit Freu- behüte mich. Du bist Digkeit. Er leitet dich auf mein Heil, ich hoff auf bner Bahn, und nimmt dich. und nimmt dich. Dein Segen folg dich einst zu Ehren an. aus dieser Zeit mir bis in 5. Herr! Segne und jene Ewigkeit. 80. I I B% e fiehl du deine Wege, und was dein der treuen Vater pflege des, der den Herze kränkt, Der Wolken, Fluth und Win Weltkreis lenkt. den bestimmte Ziel und Bahn, der wird auch E # 1 -Wege finden, die dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt Geschöpfen deiner Hand, u vertrauen, wenn dirs Und was du dann erle: oll wohl ergehn; Aufihn sen, dein Rath fürs Beste nur mußt du schauen, hält, bringst du zum en dein Werk soll be: Stand und Wesen, wie ehn. Gott läßt durch es dir wohlgefällt. borg und Grämen, und 4. An wunderbaren lbst gemachte Pein sich Wegen fehlts dir, AllweizFeine Wohlthat nehmen; fer! nicht; Dein Thun ist Sie muß erbeten seyn. Gnad und Segen, dein 3. D Bater voller Gna: Gang ist Recht und Licht; de dir ist allein bekannt, Und wenn du deinen Kin was gut sen oder schade dern ein Glück haft zuges G dacht, 7. 98 Von der göttlichen Schöpfung dacht, so kann dein Werk und alles Unglück wenden, nichts hindern; Du willst! so du ihm treu verbleibst, Es ist vollbracht. 7. Wohl dir, wohl dei 5. Drum, Seele, laßjner Treue! Sie trägt den ihn walten! Er will dein Sieg davon. Daß sie dich Wohlergehn, und wird niemals reue, denk ihren dich aufrecht halten; Be: grossen Lohn! Nach noch wundernd wirst du sehn, so vielem leide, das dir wie gut er dich regieret, begegnen kann, bricht einf wie wunderbar sein Rath der Tag der Freude und das Werk hinausgefüh: ew gen Ruhe an. ret, das dich bekümmert hat. 8. Mach, Herr, ein fröhlich Ende mit aller 6. Verzieht der Trost unsrer Noth. Stárk unse auch lange, den du von Herz und sende uns Trof ihm begehrt, und wird dir bis in den Tod. Laß uns oftmals bange, daß er ståts deiner Pflege und dich nicht gehört; Erwird Treu empfohlen seyn; dir Hilfe senden, wenn so gehen unsre Wege s du's am mindsten glaubst, wiß zum Himmel ein. 81. ( en zufrieden, mein Gemüthe! Got THE K ist gut, was er thut, ist voll Lieb und Güte. 1** # Schaue seine grosse Thaten; Was die Wel II in sich hält, ist ihm wohl gerathen. 2. Beis in Erhaltung und Regierung der Welt. 99 2. Beides Erd und 6. Wie mich sein ges Himmel preisen seine treues Sorgen Tag und Macht, Zag und Nacht Nacht nimmt in Acht, das müssen sie beweisen. Sonnzeigt jeder Morgen. Ja und Mond, das Heer der kein Augenblick verschwinSterne, was sich regt, det, der mich nicht, Gott, und bewegt, lobt ihn nah mein Licht! dir zum Dank and ferne. verbindet. 3. Schau die Werke sei: 7. Sezten mir des ner Hände; Mensch und Kreuzes Plagen heftig zu, Thier melden dir seinen so halfst du, omein Gott! Ruhm ohn Ende. Was sie tragen; War nicht wir noch so kleines nen: mehr Geduld vorhanden, nen, Gras und Laub, selbst deine Kraft hat geschafft, der Staub, giebt ihn zu daß ichs überstanden. erkennen. 4. Was auf Bergen, 8. Nun, mein Herz, and in Gründen, in der das hat schon lange Gott höh, in der See, oder gethan, denke dran, wird sonst zu finden, rühmt die dir jemals bange, als Weisheit seiner Werke. wollt er dich ganz verlasJeder Wurm, Wind, und sen. Es geschicht warlich Sturm preisen seine nicht, er kann dich nicht Stárke. baffen. 5. Sollt ich denn nicht 9. Drum ergieb dich u erheben? Wie so gar seinem Willen, heisse gut, wunderbar gab er mir was er thut, er wirds auch mein Leben! was ich hab, erfüllen; Denn er ist in it fein Geschenke; Auch allen Sachen groß von der Geist, der ihn preist, Rath, wie von That, er, mit dem ich ihn denke, er wirds wohl machen. 32 82, In 100 82. Von der göttlichen Vorsehung 11 en allen meinen Thaten laß ich den J'n Höchsten rathen, der alles kann und hat. Er FI + t muß in allen Dingen, solls anders wohl ge: +++++ lingen, mein Helfer seyn mit Rath und That. 2. Nichts hilft mein Uebel schüzt; Such ich banges Sorgen vom nur seinen Willen gehor: Abend bis zum Morgen, fam zu erfüllen, so wird er nichts meine Ungeduld. geben, was mir nüzt. Er mags mit meinen Sa: 5. Er lasse meine Sün chen nach seinem Willen den vor ihm Bergebung machen; Ich traue seiner finden, durchstreiche mei Vaterhuld. ne Schuld. Und wenn ich 3. Es kann mir nichts zu ihm schreie, so schenk geschehen, als was sein er mir aufs neue in Chri Rath ersehen, und was sto seine Vaterhuld. mir dient zum Heil. Er 6. Leg ich zum Schlaf thu, was ihm beliebet: mich nieder, weckt mich Waser, mein Gott, mir der Morgen wieder zu giebet, das ist gewiß mein meines Lebens Pflicht bestes Theil. Irr ich auf finstern We 4. Ich trau dem Gott gen, geh ich dem Leid ents der Gnaden, der mich vor gegen, so sey sein Wor allemSchaden, vor allem mir Trost und Lichs. 7. Sowein in Erhaltung und Regierung der Welt. I01 IOI 7. Schein ich von ihm diesen Fels, und wanke verlassen, so will ich mich nicht. doch fassen, und seiner 2. Was quál ich mich? Hülfe traun; Und wenn Bin ich ein Heide, der oh: ich auf der Erde nicht ne Gott und Hoffnung ist? groß und glücklich werde, Nein! Das ist meines voll Glauben in die Zu Herzene Freude, daß du kunft schaun. mein Gott und Helfer 8. Ihm hab ich mich bist. Hilf, mein Erbar: ergeben, zu sterben und mer! Stärke mich; Denn zu leben, wie und wann nichts vermag ich ohne er gebeut. Es sey heut dich. oder morgen, dafür laß ich 3. Der Herr erzieht ihn sorgen, er weiß doch hier seine Kinder zur wohl die rechte Zeit. Ewigkeit mit weiser Huld; 9. So sey nun, Seele, Er schont, er züchtigt viel stille, vertrau ihm, dessen gelinder, als wir ver: Wille die Welt geschaffen dient, und hat Geduld. hat: Es gehe, wie es ge: Er hat nicht Lust an un: be, dein Vater in der Hö: serm Schmerz; Wir flehn, he, weiß doch zu allen Sa: ihm bricht sein Vaterherz. hen Rath. Mel. Nro. I. 4. Gott ist die Lieb, wie kann ich zagen? Er Mein Herz, ermuntre ic. gab mir dich, o Jesu 83. Me Gott, ihn laß ein Gott versagen, der ſo Hein Hort könnte ist mir ich walten; Ich hoff auf unendlich gütig ist ihn, er kennet mich. Ihm habner Trost, der niemals fehlts, die Seinen zu ertrügt, und über jeden Un palten, an Mitteln nie, muth siegt! und sein bin ich. Ich grün- 5. Ich harre seiner, de meine Zuversicht auf und bin stille. Wie bald ver: 3 24 Von der göttlichen Vorsehung er verstreicht die Prüfungs: 4. Gott lebet noch, und zeit? Dann nehm ich dort weiß gar wohl, wie er aus seiner Fülle unendli: mein Schicksal lenken soll. che Zufriedenheit. Er lei: Mein Vater meint und te mich nach seinem Rath, macht es gut, wann wie er mir zugefaget hat! mich prüft, drum hab ich Mel. Nro. 25. Muth. Gott lebet noch! Dank und Anbetung zc. 5. Legt Gott auf mich 84. Gott lebet noch ein schweres Joch; Wie Ich sorge schwer's auch sey, so hoff nicht! Denn er ist meine ich doch; Denn er hilft Zuversicht. Stürzt auch tragen, was uns plagt, der ganze Weltkreis ein, und stärket den, der nicht Gott wird mein Schuz verzagt. Gott lebet noch! und Retter seyn. Gott le: bet noch. 102 6. Ich weis es, daß er 2. Gott lebet noch! mich erquickt, wie schwer Was grám ich mich? mich auch mein Leiden Sorgt nicht mein Schö drückt. Er giebt mir Kraft pfer väterlich? Ist ersum Kampfund Lauf, und nicht, der die ganze Welt fall ich, so hilf er mir auf. durch seine weise Macht Gott lebet noch! erhält? Gott lebet noch! 7. Mein Vater forge 3. Fehlt mirs an Ein- du für mich, denn ich vera sicht, Macht und Rath, traue nur auf dich. Sieh wenn mich Gefahr umge: mich mit Lieb und Mita ben hat, so denk ich voll leid an, und fröhlich, fröß: Vertraun daran, daß Gottlich sing ich dann: Goth regiert, und bet ihn an.jlebet noch. Gott lebet noch! бри 85. Du -in Erhaltung und Regierung der Welt. 85. E D'Roch STRIC Shant ** * x+ 103 bist ein Mensch, und Got: Noch herrscht er, wie er im: FE tes Rath ist Sterblichen verborgen; mer that, und lachet unsrer Sorgen. 11 Doch irrest du mit bangem Sinn durch tau: -** send eitle Sorgen hin, und denkst! Wie # wills auf Erden noch endlich mit mir wer: den? 2. Was quälst du dich,[ lang regieret, und viel: und willst in Schmerz und mals, was unmöglich Kummer dich verliehren? schien, mit Weisheit aus: Jst Gott nicht weiser, als geführet. Ergieb dich sei: dein Herz? Laß ihn allein ner Baterhuld, und trag regieren. Befiehl dein Le: dein Leiden mit Geduld: ben, deinen Stand, und Er wird noch ferner wa was du thust, in seine chen, und alles sehr wohl Hand; Er wird, was gut machen. ift, schicken, wird dich ge: 4. Eh deine Mutter wiß beglücken. dich gebahr, als, noch in 3. Wirf deine Sorgenfihr verborgen, dein schwa: doch cuf ihn, der schon so ches Leben schlummernd war, 4 104 Von der göttlichen Vorsehung Wenn du war, wo waren dine Sor: nicht fassen. gen? Wer hat schon da nicht siehst, wie er regiert, dein Wohl bedacht? Wer wenn er nicht deinen Weg hat dich an das Licht ge: dich führt, so fängst du an bracht, und Seele, Leib zu zagen, zu murren und und Leben aus Gnaden zu klagen. dir gegeben? 8. Bedenke doch, wie 5. Wer hat gesorgt, manchesmal du nicht zum daß nichts gebrach, als du Ziel gekommen, wenn oh die Welt betratest, noch ne Gott auf eigne Wahl ehe deine Zunge sprach, du etwas unternommen. und du durch Thránen ba: Was aber dir dein Gott test? Wer hat an deiner ersehn, daß mußte seyn, Mutter Brust gesunde und ist geschehn, und nie: Nahrung, stille Lust dir mand konnt es hindern fchon voraus bereitet, und von allen Menschenkin dern. dich bisher begleitet? 6. Erheb einmal dein 9. Gott sorgt für un Angesicht, hier unten und ser wahres Glück, macht dort oben, wo siehst du gut, was wir verwirren, Gottes Gute nicht, nichtsund lenket unsern Gang seiner Weisheit Proben? zurück zum Guten, wann Oft hat er auch an dir gewir irren; Giebt immer than, was du dich selbst, das nur, was uns nüzt, bei allem Wahn, zu hoflerrettet uns und hilft und fen nicht erkühntest, ståts schůzt, eh wir Gefahrem mehr, als du verdientest. sehen, eh wir um hilf Doch willst du nie- flehen. 7. mals ruhig seyn, und Gott IO. Und diesem Va nicht walten lassen, als ter wolltest du dein Hei fühst du seine Weisheit nicht anvertrauen? nich ein, die Menschen doch deines Lebens ganze Ru Guf 2 in Erhaltung und Regierung der Welt. 105 auf diesen Felsen bauen?| nes Gottes Arme, und Vertrau ihm, und ver: fleh ihn, daß er váterlich zage nicht! Ein Herz voll auch deiner sich erbarme: vester Zuversicht darf auch So wird er, wie sein Wort in Ungewittern nicht ohne verheißt, auf Wegen, die Hoffnung zittern. du jezt nicht weißt, einst II. Wirf als ein Kind, wirst bewundern müssen, voll Glaubens dich in dei: dich zu erretten wissen. V. Von der Natur, ursprünglichen Würde, und Bestimmung des Menschen. Mel. Nro. 46. Glieder sagen mir, ich sey, Alimächtiger wir sin. ic. o Gott, ein Werk von dir, ir, Gott, sey ein Werk von deiner Weisheit. 86. Di Dank und Preis gebracht! Dich rüh: 3. Wie biegsam, wie me Harf und Psalter! Ich gelenkvoll schließt( den bin dein Wunder deiner Thoren zu verdammen, Macht, mein Schöpfer, der's leugnet, daß ein mein Erhalter! Mein Schöpfer ist) sich Glied ganzer Leib, erbaut von an Glied zusammen! Wie dir, samt einem jeden willig, Herr, gehorchen sie, Sinn an mir, beweisen wann meine Seele spåt deine Gröffe. und früh des Leibes Dienst verlanget! 2. Haupt, Aug und Ohr, Herz, Mund und 4. Auch hättest du mein Hand, die ich zu dir erhe:[ Auge nicht so künstlich zu be; die Haut so künstlich bereitet, was müzte mir ausgespannt, der Nerven der Sonne licht, der fein Gewebe, und alle Glanz, den sie verbreitet? Dann 106 Von der Natur, ursprünglichen Würde Dann sah ich nicht, mit ein Tempel sey, worinn welcher Pracht, du Herr, dein Geist ftats wohne! durch deine weise Macht, Mel. Nro. 291. was du erschaffen, schmü: O Gott, du frommer 2c. cfest. ser Gott, wer 5. Ich jauchze, daß ich 87. Allmachtig grof sehen kann, und hören und kann dich gnug erheben? empfinden. Froh bet ich Du gabst der ganzen Welt meinen Schöpfer an; Ihn Bewegung, Kraft und de: überall zu finden, in allen ben. Was Geist und Kör: Werken, die er schuf, das per heißt, was Erd und ist mein seligster Beruf, Himmel hegt, hat deine mein würdigstes Geschäf: Hand gebaut, die jezt noch alles trágt. te. 6. Wer leitet meines 2. Du schufft, ich dank Blutes Lauf? Wer lenkt es dir, auch mich zu deis des Herzens Schläge? ner Ehre, und wolltest, Wer regt die Lung und Gütigster, daß ich dein schwellt sie auf, damit ich Bildniß wäre. Darum haft leben möge? Gott ist es, du den Geist, der in mir der dieß alles thut. Schlagslebt und denkt, mir zur Herz! entflamme mich, o Unsterblichkeit aus freier Blut! Daß ich den Höch: Huld geschenkt. sten preise. 3. O welch ein grosser 7. Ja, dir sey Dank Zweck, dazu du, Gott, mich und Preis gebracht! Dich schufest! Wie herrlich ist rühme Harf und Psalter! das Glück, wozu du mich Ich bin ein Wunder dei: berufest! Dir Höchster, ner Macht, mein Schö- jähnlich seyn, wohlthätig pfer uns Erhalter! Gieb, seyn, wie du! Owohl mit, daß mein Herz sich deiner wenn ichs bin! Hilf du freu, und daß mein Leib mir selbst dazu. 4. Saß und Bestimmung des Menschen. 4. Laß mir dieß grosse Kummer und Beschwer: Ziel doch ståts vor Augen de dem Náchsten gern er: chweben. Mein allerstärk: spart, sein Leiden ihm ver: ter Wunsch, mein eifrig süßt, und, wo er helfen tes Bestreben in allemskann, zum helfen willig ist. meinem Thun sen dieß, o 8. Noch bin ich weit Gott, allein, daß ich auch entfernt, o Gott, von so, wie du, gefinnet möge diesem Ziele. Du weißt, was mir noch fehlt, und 5. Du bist der Wahr: ich, ich selber fühle, wie heit Freund; Laß mich wenig ich dir noch im Gu auch Wahrheit lieben, ten ähnlich bin. O, bilde und mit sehr munterm du mich ganz nach dir und Fleiß in allem dem mich deinem Sinn! seyn. üben, was mich zur Weis: 9. Beglückt ist nur als: heit führt! zur Weisheit, dann mein Lebenslauf auf die dich ehrt, und allem Erden, wann ich dir im: Beifall giebt, was du uns mer mehr schon hier kann selbst gelehrt. ähnlich werden. Dann 6. Laß deine Heilig werd ich ewig auch mit leit mich státs zum Mudir vereinigt seyn, und ster nehmen. Hilf mir die mich ohn Unterlaß, Gott, Sünde fliehn, des Flei: deiner Güte freun. sches Lust bezähmen, nur Mel. Nro. 3. das, was recht ist, thun, kob, Ehr und Preis 2c. des Guten mich erfreun, er du durch und dem, ders üben will, deiner All: auch gern behilflich seyn. macht Hand mein Wesen 88. 7. Gieb, daß ich, so wie mir bereitet, und da schon, du, ein Freund der Men: eh ich dich gekannt, mit schen werde, dem Wohl: Güte mich geleitet. Der thun Freude macht, der du erhältst, was du ge: macht, De 107 108 Von der Natur, ursprünglichen Würde macht, mein Schöpfer, 5. Herr, lehre du mich, Dank sey dir gebracht für wie ich soll für deine Huld deine Macht und Güte! dich preisen, und ewig, 2. 3u meinem Glücke deiner Liebe voll, gehor leb ich hier, dein Wortssam mich beweisen. Dir gab mir das Leben, und treu zu seyn bis in den was ich hab, hab ich von Tod, dieß bleibe meine dir; Bon dir ward mir ust, o Gott, und mein gegeben Verstand, Ge- Beruf auf Erden. schmack, Gehör, Gesich, Mel. Nro. II. Geruch, Gefühl. Mir könnt ich dich, mein O c. fehlt es nicht an Proben deiner Liebe. 89. De Dein ein bin ich, Gott, dein 3. Du leitest mich nach ist mein Leben. Wie tröst deinem Rath bei drohen lich ist mein Ursprung mir! den Gefahren. Dein En du haft den Odem mir ge gel muß auf meinem Pfad geben, mein ganzes We vor Unfall mich bewahren. sen kommt von dir. Du, Zu meinem Dienst war al: Bater, riefst mich aus les da, schon eh ich diese dem Nichts zum frohen Welt noch sah. Wie groß Anschaun deines Lichts. ist deine Güte! 2. Wie viel hab ich die 4. Nie ist der Mensch, zu verdanken, Herr, der der Staub, es werth, daß du mich bereitet hast! Als du, Herr, sein gedenkest, mich die engen finstern daß du, da er dich oft ent: Schranken des ersten Da ehrt, ihm so viel Gutes seyns noch umfaßt, da schenkest. sähe doch der war dein Auge über mir, Mensch dieß ein! Mögtida lebt ich, höchster, nur er dafür dir dankbar seyn, in dir. und deinem Dienst sich 3. Du gabst mir die weihen! vernünftge Seele, de nut * To und Bestimmung des Menschen. 109 siang im Fleische lebt, mich sehr erschreckt, viel: is sie, daß ihr kein Wohl: fältig Leib und Seel be: eyn fehle, dein Ruf zum fleckt. en zugewandt. dhern Geist erhebt. Du 7. Ja, Herr, ich habe aft mir Sinnen und Ver- meine Glieder zu Süne and, Begierd und Wildengliedern oft gemacht. Vor dir fall ich in De: 4. Wenn ich auf mei- muth nieder! Vergieb, nen Körper sehe, den du was ich nicht recht be: o kunstvoll ausgebildt, dacht. Verwirf mich, Va: o wird, o Vater in der ter, nicht von dir! Schaff mein Herz mit selbst ein reines Herz in Ehrfurcht ganz erfüllt. mic. Ein jedes Glied, ein jeder Sinn reißt mich zu deinem Lobe hin. höhe! 8. Hilf, daß ich dir zur Ehre lebe, und redlich 5. Durch deiner Vorthu, was dich erfreut, sicht gnådges Walten, die und Geist und Leib und mich von Kindheit an um: Glieder gebe zu Waffen fieng, bin ich bis hieher der Gerechtigkeit; Daß noch erhalten, so daß der ich bis in den Tod dir Tod vorüber gieng. Ich treu, und stäts ein Freund stehe noch und preise dich, der Tugend sey. Herr, deine Nechte schu: 9. Fällt dieses Leibes jet mich. Hütte nieder, vollend ich 6. Ich bin nicht werth dieses Lebens lauf; O der grossen Güte, die du, Gott, so richte du mich mein Gott, an mir gewieder verherrlicht aus than. Beschämt empfin: dem Staube auf. Dein bet mein Gemüthe die ew'ges Leben sey mein Schuld, die ich nicht leng: Theil, so preis ich ewig nen kann. Ich habe, was dich, mein Heil. Mel. IIO Von der Natur, ursprünglichen Würde Mel. Nro. I. den Geistern Gott erhob, Mein Herz ermuntre ic. sind sie so herrlich. Sie er: s werde Gott záhlen nur Ihnen meines 90. S von dir erho: Schöpfers tob. O Seele, ben, du deines Schöpfers jauchze, daß der Ruf der Bild, mein Geist! Sollt Allmacht dich zum Geiste ich nicht meinen Vater schuf! loben, den jedes seiner 5. Gott, ich kann den Werke preist? Ihn, der ken; Ich gewinne, weil ich mich schuf, sein Bild zu zu einem Geiste ward, seyn, und seiner mich státs durch die Empfindung zu erfreun. meiner Sinne Gedanken 2. Schön ist der son: tausendfacher Art. Groß, nenreiche Himmel, den er mannigfaltig ist ihr Heer, zu seinem Stuhle wählt; und doch wird ihrer täglich Doch ist der sonnenreiche mehr. Himmel gedankenlos und 6. Ich kann sie samm: unbeseelt; Und mir, dem len und vermindern, upd Thone seiner Hand, giebt trennen, wie es mir ge: er Empfindung und Ver: fällt; Die Welt empfin: stand. den, mich empfinden, mich 3. Anmüthig, präch unterscheiden von der tig zum Entzücken ist Got Welt. Zu tausend Thaten tes ganze Körperwelt. hab ich Kraft; Wer giebt Wer zählt die Reize, die sie? Gott der alles schafft. sie schmücken? Was ich 7. Wie feurig dürftet nur sehen kann gefällt. meine Seele nach Won: Und dennoch kann sie nicht, ne, Glück und Seligkeit! wie schön, wie wundervoll Nur, daß ich oft betrogen sie sey, verstehn. wähle, was mich nach 4. Für Engel nur, und dem Genusse reut. Doch nur für Seelen, die zu das ist, Bater, n eine Schulb, und Bestimmung des Menschen. 8. Schuld, die Kraft an sich te, die mich so wunderbar zeugt nur von Huld. erschuf; und mit frohlok: Wie wundervoll ist kendem Gemüthe folg ich, das Vermögen, Gott, das o Vater, deinem Ruf, ein du meinem Willen giebst! Zeuge deines Ruhms zu O möcht ich es doch státs seyn, und deiner Wunder erwägen, mit welcher Gü- mich zu freun. III te du mich liebst! Möcht 2. Du gabst zum Den: ich mit allen Kräften dein, ken und Empfinden, Alldein mit Verstand und gütiger, mir diesen Geist, Willen seyn! der zwar zu schwach ist, zu 9. Gott, meine Lustergründen, wie herrlich sen, dich zu kennen, dich, du, mein Schöpfer, seyst; Urquell der Vollkommen jedoch, was du an mir heit! Bon deiner Liebe gethan, erkennen und be: ganz zu brennen, das sey wundern kann. mir Ruhm und Seligkeit! Bin ich vereinigt, Herr, 3. Und diesen Geist, IO. mit dir, was brauch ich der in mir denket, schufft noch? Was fehlet mir? du nicht blos für diese Es werde Gott Zeit. Du hast mir, Va: von dir erhoben, du seines ter, ihn geschenket zum OdemsHauch, mein Geist! Leben in der Ewigkeit, Sollt ich nicht meinen Va: um dort vollkommner zu ter loben, den jedes seiner verstehn, was Sterbliche Werke preist? Jhn, der hier dunkel sehn. mich schuf, sein Bild zu seyn, zu lieben ihn, mia ihm zu weihn. 4. 3u eng sind dieses kebens Schranken für seiz nen forschenden Verstand. Der Keim zu höheren GeO könnt ich dich, mein ic. danken, als je ein Sterb: Gott, ich preilicher erfand, entwickelt sich Mel. Nro. II. 91, S se deine Gü 112 Von der Natur, ursprünglichen Würde sich erst nach der Zeit, im koos für diese Zeit beschie: hellen Licht der Ewigkeit, den; Dem Lasterhaften 5. Ihn sättiget fein oft viel Glück. Gewiß! Gut der Erden, kein zeit: Erst eine andre Welt ist lichs Glück, so groß es sey.szum Bergeltungsort be: Um ruhig in sich selbst zu stellt. werden, bedarf er mehr, 9. Gott, wenn mein das ihn erfreu. Er fühlt, Geist dieß überleget, so daß diese ganze Welt seinshofft er schon Unsterblich: Wünschen nicht zufrieden keit; Noch stärker fühlt stellt. er sich beweget beim licht, 6. Zwar tief ist er her: das ihm dein Wort ver: abgesunken von seines Urleiht; Da sieht er mit Ge sprungs Herrlichkeit, sucht wißheit ein, auch er werd oft, von lust der Erde einst unsterblich seyn. IO. trunken, sein Glück in Din 10. Herr, laß du je: gen dieser Zeit, jedoch ersnem bessern Leben die Aus: sucht, und findet nicht, saat mich hier täglich was ihm der äußre Scheinsstreun. Laß deinen Gest verspricht. das Wollen geben, und 7. Du prägtest ihm das Vollbringen auch ver: durch sein Gewissen Geleihn. Wonne der Un fühl von Recht und Unsterblichkeit, versüsse mir recht ein. Das Böse Bö- all irrdisch Leid! ses leiden müssen, und Tu Mel. Nro. 53. gendhafte glücklich seyn, Wie viele Freuden dank. erkennet er, doch sieht er schon im Gericht. nicht den Richter hier 92. Wie wichtig ist ruf, den uns der Herr ge 8. Den Tugendhaften geben! Gott, als uns deir ist hienieden oft ein sehr ne Liebe schuf, da schuf sie widriges Geschick zum uns zum Leben; Zum Lea ben, und Bestimmung des Menschen 113 ben, welches ewig wahrt, dieser Erde Pracht auf das weder Leid noch Angst ewig mir vergehen. beschwehrt, willst du uns fier erziehen. 5. Drum laß des Him: mels Herrlichkeit mich státs 2. Nicht hier ist unser vor Augen haben, und Baterland, allein bei dir, mich in meiner Prüfungs: Gott, droben, da ist derzeit um jene bessre Gaben, Ort, wo deine Hand das die mir im Tode nicht ent: Glück uns aufgehoben, fliehn, am ersten und mit das nie ein traurig Ende Ernst bemühn, damit ich nimmt: Hier sind wir nur nicht einst habe. von dir bestimmt, uns da: zu anzuschicken. 6. Ein Herz, das dich, o Bater, liebt, und deines. 3. O, laß mir doch Sohns sich freuet; Das dieß grosse Ziel durch nichts durch den Glauben Tu verrücker werden! Was gens übt, und sich vor hilfts, wenn ich auch noch Sünden scheuet: Ein sol: o viel von Gütern dieser ches Herz wird hier allein Erden, von Ehre, Geld und dort sich ewig deiner und Lust gewinn, wenn ich freun, und deine Grösse dabei nicht tüchtig bin, schauen. dein Himmelreich zu er ben. 7. Und solch ein Herz das wollst du mir, Gott, 4. Dein Pilgrim bin ich aus Erbarmen geben, daschon hier, laß mich dieß mit ich möge auch schon nie vergessen! nur wenig hier nach den Gesezen le: Lage hast du mir zur Wall:[ ben, die selbst im Himmel farth zugemessen. Schnell, gültig sind, bis ich, als vie ein Traum, sind sie dein bewährtes Kind, zu vollbracht, und dann wird deiner Freude gehe. h VI. 114 Von dem Falle und daher rührenden VI. Von dem Falle und daher rührenden Elende der Menschen. 93. bbb 7¹6 URE bh Ach, wie viel Boses wohnt in mir! Wer zählts, wie oft ich fehle? Ich fühl 1 4bb es, Herr, und klag es dir! O, besfre Dh meine Seele! 2. Ich wandle auf der gieb mir Weisheit end Sünder Bahn, und bin Verstand, das beste Theil zum Guten tråge; Herr, zu wählen! nimm dich meines Elends 5. Mein Gott! Mein an, und lehr mich deine Gott! Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend! Wege! 3. Verkehrt und eitel Erinnre mich an meina ist mein Sinn ,, geneigt zu Pflicht, und gieb min bösen Lüften, o neige mei: Kraft zur Tugend! ne Seele hin zur Freude 6. wahrer Christen! Hilf, o mein Hei land, hilf, daß ich nicht un 4. Mich reizt der Eitel: begnadigt sterbe, daß ich feiten Tand mehr, als das geheiliget durch dich, ein Heil der Seelen, Herr, deinen Himmel erbf! 194, 94. bbbb bbbb Elende der Menschen. Eb bbbb bb schufft den Menschen gut, du gabst ihm 115 D" u, der kein Böses thut! Du Licht und Kräfte zum seligen Geschäfte, bit in Heiligkeit zu wandeln, státs recht vor dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld hin, die uns regieren solle Ruhm? Ach! Wir, deinste, nur was dein Wille Eigenthum, wie tief sind wollte, mit freudenvollen wir gefallen! Wo ist jezt Trieben zu wählen und anter allen ein Mensch zu üben. ganz rein von Sünden vor 5. Der Sinne Luft und dir, o Gott, zu finden? Schmerz rührt leider! uns 3. Hier ist kein Unter: ser Herz mehr, als die hied; Dein helles Augelhöhern Freuden, mehr als eht auf alle Menschen die grössern leiden, die finder, und findt sie alle wir aufEwigkeiten, selbst Sünder. Da ist vor dir, unserm Geist bereiten. herr, keiner unschuldig, auch nicht einer. 6. Dir folgen, dünkt uns Zwang, des Herzens 4. Verderbt ist unser böser Hang reißt uns mit Sinn, die Weisheit ist da starkem Triebe zu schnds 2 der 116 Von dem Falle und daher rührenden der Sündenliebe, und uns gebricht, beschämt& wer vermags zu zählen, vor dir erkennen, und vong wie oft wir vor dir fehlen. dem Ernst entbrennen, der 7. D Herr, gieb uns Sünde zu entsagen, der dein Licht, daß wir, was Bessrung nachzujagen. 95. T # er bin ich von Natur, wenn ich mein Wer E Innres prüfe? O wie viel Grául läßt mich mein Herze sehn! Es ist verdérbt, darum verbirgt mirs seine Tiefe, und weigert sich die Prüfung auszustehn. 2. Der Weisheit erster wissen, in der Vernunft Schritt ist, seine Thorheit noch Kenntniß meiner kennen, und diesenSchritt, Pflicht. Ich kann mein wie oft verwehrt mirs Auge nie der Zugend gam ihn? Voll Eigenlieb und verschliessen Stolz will sichs nicht straf- scheint mir ein Strahl von bar nennen, der Reu'ent: ihrem Licht. und off gehn, doch nicht den Feh. 3. Doch schwaches Licht ler fliehn. das mir den Reiz der 3. Tugend zeiget, und von in mir noch redendes Ge: Verstande nicht bis z Wahr ists, ich find dem Elende der Menschen. 117 Dem Herzen dringt! Ver: laus sinnlichem Gefühl; gebens lehret er, das Herz durch falschen Schein ge: bleibt ungebeuget, be: täuscht, eil ich, ihm nach: herrscht von Lüsten, die es zuwandeln, und Leiden: nie bezwingt. schaft und Irrthum steckt mein Ziel. 5. Ein Richter in mir selbst stöhrt oft des Her: 9. Ein gegenwärtig Gut zens Ruße; Er klagt mich versäum ich zn geniessen, an, ich steh erschrocken still, flich, was mich sucht und und billige nicht mehr das suche, was mich flicht. Im Böse, das ich thue, und Glücke bin ich stolz, ver: thue nicht das Gute, das zagt inkümmernissen, und ich will. ohne Ruh um Ruhe státs bemüht. 6.. Verstellung, die ich doch an meinem Nächsten 10. Mein Náchster hat hasse, erlaub ich mir, und balt es für Gewinn, wenn ein Recht auf viele meiner ich im falschen Licht mich Pflichten, doch wird dieß andern sehen lasse, und Recht so oft von mir ents andern scheinen kann, was weiht. Versagt er mir die Pflicht, so eil ich ihn zu ich mir selbst nicht bin. 7. Ich weiß, daß der richten, sein bloß Versehn Besiz der Güter dieser heißt Ungerechtigkeit. Erden mich nie vollkom: II. Nicht Liebe gegen men såctigt und erfreut, Gott heißt mich dem Näch: doch bleiben sie mein sten dienen, mehr Eigen: Wunsch; Uno um beglückt lieb und niedrer Eigen: zu werden, erring ich mir nuz. Aus ihnen fließt Be: die Last der Eitelkeit. trug, Verstellung, und in 8. Ich weiß, wie groß ihnen findt Neid und Haß es ist aus lleberlegung und Stolz und Härte 1 handeln, und handle doch Schuz. H3 12. Gott Von dem Falle und daher rührenden 12. Gott ehren ist mein quälen, für Eitelkeit, für d Ruf. Wenn ich den Ruf Zand, für nichts dahin! L betrachte, was find ich da 16. Dieß ist des Men& für Mängel meiner schen Herz. Wer hat dieß Pflicht die Wunder der Herz verheeret? So kam Natur, die Gott zu Leh es nicht, o Gott, aus dei: rern machte, stehn vor mir ner Hand. Der Mensch da, und diese hör ich nicht. durch eigne Schuld hat 13. Und heißt ihr An- seine Würd' entehret, und blick mich aufseine Weis: beides fiel, sein Herz und heit schließen, auf Güt' sein Verstand. und Macht, so schließt nur 17. Doch, so verderbt mein Verstand. Das Herz wir sind, so schwach, uns bleibt ungerührt, betäubt selbst zu heilen, so steuert bleibt das Gewissen, und Gott doch der Berdorben: Gott, mein Herr und Va: heit, läßt durch sein heilig ter, unerkannt. Wort uns neue Kraft er: 14. Oft sagt mir mein theilen. Licht der Ver: Verstand, daß des All- nunft, dem Herzen Rei: macht'gen Gnade das nigkeit. größte Gut, der Trost des 18. Und du willst dieser Lebens ist, und welche Kraft, o Mensch, dich wi: Schulden ich auf mein Gedersezen? Sie beut sich an, wissen lade, wenn sie mein du aber wehrest, ihr? Und Herz für Menschengunsts willst des größten Glücks vergißt! dich selber unwerth scház: 15. Und doch, o Gott, zen? Bestane dich, noch wie oft geb ich dieß Glück steht dein Heil bei dir! der Seele, dir werth zu Mel. Nro. 94. seyn, für kindischen Ge: Du, der kein Böses thut! winn, für eine Schmei: chelei, für Lüfte, die mich 96. Mein Gott, dir bewußt die 118 Elende der Menschen. 119 Die innre böse Lust, die de, so kannst du ihn doch Quelle meiner Sünden, heilen, und Leben mir Die Menschen nicht er ertheilen. gründen; O, heile du aus Gnaden der Seele tiefen Schaden! 6. Hat sonst der Sün: de macht in mir ihr Werk vollbracht so gieb mir 2. Des bösen Herzens Luft und Stärke, daß ich Grund wird oft durch nur gute Werke beschliesse Thaten kund, die mich vorsund vollbringe, und ewig dir verklagen, und mein dir lobsinge. Gewissen nagen. Herr, Mel. Nro. 383. willst du sie bestrafen, wer So wahr ich lebe! spricht. er Hang zum wird mir Rettung schaffen. 97. DBosen wohnt 3. Ich habe wider dich, den Nächsten und auch in mir; Auch wenn ich mich vielfältig, Herr, ge: schon, mein Gott, von dir handelt, ich bin den Weg gegeiligt bin, versucht er gewandelt, der Menschen mich zu Sünden doch, von dir wendet, und sich und stärket sich durch Lei: in Elend endet. denschaft und Sinnlich 4. Hilf, mein Erbarkeit, zu thun, was dein mer, mir, verwirf mich Gesez verbeut. nicht von dir, erneure meis 2: Ich sehs, die Zugend ne Seele, daß sie nur Gu: ist sehr schön, ich will auch tes wähle; Wer kann mich ihre Bahn nur gehn, be: sonst vom Bösen, als du trete sie voll Lust und Muth, allein, erlösen? gewiß, daß wer nicht Drückt gleich der Sünde thut, und seine Sünden Joch mich sehr, so Pflichten nie vergißt, hier bleibt ja doch weit mächt': ruhig und dort selig ist. ger deine Gnade; Wie 3. Doch bald erwacht groß auch sey mein Scha in meiner Brust die uns 4 ter: 120 Von dem Fall und daher rührenden zc. terdrückte böse Lust, und schrecken leicht Gefahr und locker mich zur Sicherheit, Spott! Zerstreuung und zu eitler Selbstgefällig: Bermessenheit, des Bei: keit. Gelingt es ihr, solspiels Reiz, die Weich: glaub ich dann auch leicht, lichkeit, ein stark Gefühl daß ich nicht fallen kann. für Lust und Schmerz, wie 4. Dann bin ich bald leicht verderben die das verführt; Denn ach! wer Herz! stolz und sicher wird, ist 7 Wer kann mir bei: schwach, vergrössert seine stehn? Du allein sollst Kräfte sich, verläßt sich meine Hülf und Stärke mehr auf sich, als dich, seyn! Laß meine Schwach: verschmäht die Feinde, die heit immer mir vor Augen ihm draun. wird trág und seyn, daß ich von dir nie laß und schlummert ein. weiche, daß ich standhaft 5. Und ach! wie nahlsey, dir bis zum Tode ist dann sein Fall, wann er, selbst getreu. versuchet überall, von auf 8. Dann kommt die sen durch sein eignes Herz Zeit, wo, Herr, von dir durch Lust, Gewinn und der Hang zum Bösen ganz Furcht und Schmerz, nun in mir vertilgt und aus: kämpfen soll! Wie leicht, gerottet wird, wo nie Ver wie leicht verliehrt er alle stand noch Herz mehr irrt. Kraft, und weicht! Wie heilig werd ich dann, 6. Ich fühle meine wie rein, wie herrlich, Schwachheit, Gott! Mich Gott, wie selig seyn! VII. Von der Erlösung der Menschen durch Christum. Mel. Nro. 3. fern Gott mit frohem Dant Lob, Ehr- und Preis dem. erheben! Er hat nicht lust Christen, an unserm Tod, will, daß 98. 4 laßt uns un wir ewig leben. Was uns Auf zum Von der Erlösung der Menschen ic. 121 zum Heile nöthig ist, das uns zu gut sich bis zum hat er uns durch Jesum Tod erniedrigt. reitet. Christ erbarmungsvoll be: 5. Was er zu unserm Glück verschafft, das ist 2. Nach seinem gna: in seinen Händen. Sein denvollen Rath kam er, ist das Reich, sein ist die sein Sohn, auf Erden. Kraft, das Heil uns zuzuVon unsrer Schuld und das er so lieb: Missethat ein Netter uns reich uns erwarb, als er Er wards, für uns am Kreuze starb. Wohl allen, die ihm wenden, trauen. zu werden. und hat sein Werk voll bracht, und sich nach kurs zer Grabesnacht gen Him: mel aufgeschwungen. 5. O, laß uns ihm 3. Wo ist des Todes uns anvertraun, und sei: Herrschaft nun? Hier ist ne Stimme hören. Auf sein Ueberwinder. Die seine Mittlershilfe baun, Furcht dafür hinweg zu ihn mit Gehorsam ehren! thun, starb Er, das Heil Das ist der Weg zum ew': der Sünder. Gebrochen gen Wohl, der Weg, auf ist uns nun die Bahn, die dem man friedevoll auch von der Erd uns Himmel schon auf Erdten wandelt. an zur ew'gen Wonne leitet. 7. Herr, leite selbst uns diesen Pfad! Zeuch 4 Wie hat uns doch uns zu deinem Sohne! der Herr so lieb! Wie Daß Glaub an ihn auch sucht er unser Bestes; Er mit der That in unsern giebt für uns aus freiem Herzen wohne. So ha: Trieb sein Liebstes und ben wir an seinem Heil, sein Größtes. Preis ihm zur Freude für uns, ewig der so viel an uns thut! Theil; So preisen wir Preis seinem Sohn! der dich ewig. H5 Mel. 122 Von der Erldsung der Menschen schafft, dein Joch von uns zu werfen. Mel. Nro. 3. Lob, Ehrund Preis demic. eil uns! Aus 99. H unsrer Sún: 4. Gelobt sen Gott, ge: lobt sein Sohn, der Ret ter unsrer Seelen! Nun dennoch ist Rettung uns kann uns auch auf Erden erworben. Der Herr will schon das wahre Glück nicht des Sünders Tod. nicht fehlen, getrost und Was Adams Fall verdor: sroh in Gott zu seyn, wenn ben, hat er aus Gnaden wir uns nur dem Heiland uns erfezt. Wie werth weihn, den Gott für uns sind wir vor ihm geschazt! verordnet. Wie groß ist sein Erbar: men! 5. Herr, laß uns diese Seligkeit noch über alles 2. Selbst seinen ein scházen! Nie können Güz gebohrnen Sohn sandt erster dieser Zeit den Mangel zu uns auf Erden, von uns ersezen, wenn uns dem verdienten Sünden das größte Gut gebricht, lohn ein Retter uns zu ein reines Herz voll Zu werden. Er kam, und mit versicht zu dir, Gott, un ihm unser Heil, Er kam, ser Bater! damit wir wieder Theil 6. D, lenk auf dieß am ew'gen Leben hätten. erhabne Glück, Herr! un 3. Wo ist, o Tod, deinssre stärksten Triebe, Zeud Stachel nun? Hier ist mächtig unser Herz zurüd dein Ueberwinder. Für von schnöder Sündenlie unsre Schuld genug zu be. An dem so theu'r er thun, starb er, das Heilsworbnen Heil laß uns in der Sünder. Wo ist nun wahrem Glauben Thei Sünde, deine Kraft? Hier stats suchen und gewin ist der, der uns Kraftenen! 100 100. 100 bit durch Christum. 123 Gedanke, FI edanke, der uns Leben giebt! 1 3 Wer kann dich ganz durchdenken? Also hat LE F E Gott die Welt geliebt, uns seinen Sohn zu || Ex schenken. 2. Hoch über die Ver:( nicht meine Schuld ge: nunft erhöht, umringt mit tragen, nicht Gott und Finsternissen, erhebst du mein Erlöser ist, so werd Gottes Majestät und stil: ich angstvoll zagen! lest mein Gewissen. 6. Ist Christi Wort 3. Ich kann der Son: nicht Gottes Sinn, so ne Wunder nicht, noch werd ich irren müssen, ihren Bau ergründen, und und wer Gott ist, und doch kann ich der Sonne was ich bin und werden Licht und ihre Wärm em: foll, nicht wissen. 5pfinden. 7. Nein, diesen Trost 4. So kann ich auch der Christenheit soll mir nicht Gottes Rath von Je kein Zweifel rauben, ich su Tod ergründen, allein fühle seine Göttlichkeit, das Göttliche der That, und halte vest am Glaudas kann mein Herz em- ben. : pfinden. 8. Ich bin nun ganz 5. Nimm mir den dein Eigenthum, durch Trost, daß Jesu Christ dich des Himmels Erbe; Dieß, 124 Von der Erlösung der Menschen Dieß, Sohn des Höchsten, 14. Erfüll mein Herz ist mein Ruhm, auf den mit Dankbarkeit, so oft ich ich leb und sterbe. dich nur nenne, und hilf, 9. Du giebst mir dei: daß ich dich allezeit treu nes Geistes Kraft, im vor der Welt bekenne. Glauben mich zu stärken, 15. Soll ich dereinst der Wollen und Vollbrin: noch würdig seyn, Herr, gen schafft zu allen guten um dich Schmach zu lei: Werken. den, so laß mich keine 10. So lang ich dei Schmach und Pein von nen Willen gern mit rei deiner Liebe scheiden. nem Herzen thue, so fühl 16. Und sollt ich, Gott, ich Freude in dem Herrn, nicht für und für desGlau: und im Gewissen Ruhe. bens Freud empfinden, so II. Und, wenn mich wirk er doch sein Wert meine Sünde kränkt, und in mir, und reinge mich ich zu dir, Herr, trete, von Sünden. IO. weiß ich, daß dein Herz 17. Hat Gott uns seiz mein gedenkt, und thut, nen Sohn geschenkt( la um was ich bete. mich noch sterbend den 12. Ich weiß, daß du, sken!) Wie sollt uns der, mein Heiland, lebst, und der ihn geschenkt, mit ihm mich einst aus der Erde nicht alles schenken! Mel. Nro. 2. erweckest, und dahin er: hebst, wo ich dich schauen Mit Singen dich zu loben rhebt den Herrn, ih werde. & 13. Kann unsre Lieb IOI, im Glauben hier für dich Frommen! Erhält, was jemals erkalten? Dieß ist er verspricht, der Hei die lieb, o Herr, zu dir, land ist gekommen dein Wort von Herzen Völker Trost und Licht halten. Gott, der uns nicht ver de stößt, durch Christum. 125 stößt, hat uns zum Heill 5. DuFreund der Men und Leben selbst seinen schenkinder! verwirfuns, Sohn gegeben; Durch Jesu, nicht; Dein Name, ihn sind wir erlöst. Heil der Sünder, ist unsre 2. Erlöst! O welche Zuverscht. Gieb unsern liebe hat uns der Herr Seelen Ruh; Hilf jeden erzeigt! mit welchem Ba: Reiz zu Sünden uns glücktertriebe sein Herz zu uns lich überwinden! Gieb geneigt! Von seiner Him: Muth und Kraft dazu. 6. Dich wollen wir er: mel Thron kommt, Ret: tung vom Verderben uns heben hier und in EwigSündern zu erwerben, feit, wo uns ein besfres Leben vor deinem Thron sein eingebohrner Sohn. erfreut. Dann sind wir 3. Er kommt zu uns ewig dein, und nichts wird auf Erden in tiefer Nie uns mehr fehlen, drigkeit, nimmt auf sich werden unsre Seelen sich die Beschwerden von uns deiner ewig freun. rer Pilgerzeit, enthält sich dann Mel. Nro. 438. seiner Macht, verleugnet Freue dich, o meine ic. Himmelsfreuden bis er durch Todesleiden, sein 102. wge Liebe, grosses Werk vollbracht. the wagt mit kindlichem mein 4. Er hats vollbracht! Bertraun, in den Abs O bringet Gott euren Lob- grund deiner Güte ehre gesang. Erlöste Menschen, furchtsvoll hin a b zu singet dem Mittler ewig schaun, allen Kummer zu Dank. Wo niemand hel: zerstreun, ihrer Grösse fen kann, da hilft er gern mich zu freun; durch ihr aus Gnaden, heilt uns Anschaun schon auf Er ter Seelen Schaden. Oden herrlich und entzückt nehmt ihn glaubig anzu werden. 2, Dank Von der Erlösung der Menschen ze. 2. Dank sey dir, of 5. Da du keinen zum Gott der Liebe, daß du Verderben, güt'ger Gott, dich erbarmet hast, und bestimmet hast, tragen die, aus väterlichem Triebe die ewig sterben, ihrer den allweisen Rath gefaßt, jeignen Bosheit last. Wer der verdammenswürd'gen nicht glaubt an deinen Welt durch ein theures Ló: Sohn, Der hat Fluch und segeld, durch des eignen Tod zum Lohn; Sein Sohnes Sterben Heil und muthwillig Widerstreben Freiheit zu erwerben. schließt ihn aus vom Heil 126 3. D ein Rathschluß und Leben. voll Erbarmen! Welche 6. Ewig werde, Herr, Huld und Freundlichkeit besungen, was dein Rath eines Gottes, der uns beschlossen hat! Mit uns Armen väterlich die Hän: preisen Engelzungen dies de beut; Und uns seinen sen weisen heil'gen Rath, Sohn selbst schenkt, der den der Glaub in Des mit Ihm die Welten lenkt, muth ehrt, die Vernunft um uns Sündern ew'ges erstaunend hört; Wo der Leben durch des Sohnes Engel Tiefen findet, die er Tod zu geben! niemals ganz ergründet. 4. Doch bestimmte 7. Laß mich, Bater, Gott, ihr Sünder, auch ernstlich streben, meines die Ordnung eures Heils; Heils gewiß zu seyn. Die nur werden Gottes Richte selbst mein ganzes Kinder, die ihr folgen ih: Leben so nach deinem Wil res Theils. Nur, wer an len ein, daß des Glaus den Heiland glaubt, und bens Frucht und Kraft, ihm treu ergeben bleibt, den dein Geist in mir ges der soll nicht verlohren schafft, mir zum Zeugniß gehen, sondern Heil und dienen möge: Ich sey auf Leben sehen. dem rechten Wege. 8. laf Von der Person des Erlösers. 127 8. Laß mich meinen Nagehn. Du, mein Vater, men schauen in dem Buch liebest mich, keine Krea: des Lebens stehn, alsdann tur wird mich deiner Hand werd ich ohne Grauen entreissen können, noch meinem Tod entgegen von deiner Liebe trennen. VIII. Von der Person des Erlösers. Mel. Nro. 6. Inichts erschuf: Du bists, Lobsinget Gott, und betet. der alles tråget, was sicht: 103. Anbetung, bar und unsichtbar ist, Preis und was Erd und Himmel in Dank sey dir, o Jesu, un sich schließt, und was im ser Leben! Preiswürdig Meer sich reget. bist du für und für, wer A" 3. Und dennoch bist kann dich gnug erheben? du uns zu gut in diese Eh noch die Welt ward, Welt gekommen, und hast warst du schon groß, herr selbst unser Fleisch und lich und des Höchsten Blut freiwillig angenom Sohn, ein Erbe seiner men. Dein Leben gabst Ehre. Dein ist das Reich), du willig dar, zu retten, die Herrlichkeit, und du was verlohren war, und beherrschest weit und breit wardst ein Knecht auf Ers der Kreaturen Heere. den. Huld, die sonst 2. Dein sind sie nichts gleiches hat! Denn durch deine Kraft starbst, vor unsre Misses ward Himmel, Meer und that ein Heiland uns zu Erde. Du hast das Leben werden. Du uns verschafft, du sprachst 4. Du wardst es uns, jum Engel: Werde! Dusund bist es noch jezt auf bist es, dessen Allmachts: des Himmels Throne; tuf die ganze Welt aus suchst liebreich von von der Sünde Von der Person des Erlösers. Sünde Joch und ihrem gebohrne vor aller Krea: schnöden Lohne, die ihr tur, kamst zwar für uns noch dienen, zu befrein. Verlohrne in menschlicher Beschwerter Herzen Trost Natur; ein Volk dir zu zu seyn, ist deines Her erlesen, erschienst du in zens Freude. Du giebst der Zeit; Doch, eh die den müden Seelen Ruh; Welt gewesen, warst du und wer dich liebt, den von Ewigkeit. stärkest du daß nichts ihn von dir scheide. 2. Der Himmel und die Erde sind durch dein 5. Du hörst der Dei- kräftig Wort gemacht, auf nigen Gebet, und endest dein allmächtig: Werde! ihre Plage, du bleibst, entstand die Welt in ih: bis Zeit und Welt vergeht, rer Pracht. O unser Herr o Herr noch alle Tage bei und Meister! Du schufft uns, bei deinem Eigen uns, wie das Heer der thum. Dir, dir sey ewig jezt schon selgen Geister; Dank und Ruhm für alle Doch liebtest du uns deine Liebe! Dir geb ich mehr. Die Strafen un mich zu eigen hin, gieb, sres Falles nahmst du am daß ich mich, so lang ich Kreuz auf dich, regierst bin, in deinem Lobe übe. nun über alles, und herra schest ewiglich. 128 Mel. Nro. 45. 3. Du trågest alle Dins Kommt, kommt, den 2c. ge, Allmächtger, durch Mein Heiland, dein kräftig Wort, das 104. M sieh, im Grosse und Geringe geht Staube bet ich, o Ewi: blos durch deinen Willer ger, dich an. Ich weiß, fort. Sohn Gottes! Di Kreis an wen ich Glaube: Du regierest den ganzen haft als Gott dich kund der Welt: Weil du das gethan. Du bist der Erst: Zepter führeft, geschieht was Von der Person des Erldsers. was dir gefällt. Bei dir dich preisend, niederfällt! steht Tod und Leben; Dort preifen Seraphinen Drum wird einst jede dich, grosser Menschen: Gruft die Todten wieder sohn! Mit Freuden dir zu geben, wann deine Stim: dienen, stehn sie vor dei: me ruft. nem Thron. Wer sollte 4. Dir Ehre zu erzei: dein sich schämen? Du bist gen( dieß ist des Vaters ja unser Ruhm, und wür: Wille!) soll vor dir sich dig; Preis zu nehmen von alles beugen; Die Welt deinem Eigenthum. sey deines Lobes voll! Du 6. Mein Heiland, ich bist das Heil der Erden, verehre dich, der auch wer auf dein Wort nicht meine Sünde trug! Bes hort, kann nimmer se: schäme und bekehre durch lig werden. Wer aber dich deiner Gnade sanften verehrt, dem hilfst du vom Zug, die deinem Wort Verderben, schaffst ihm nicht glauben, und dir, Zufriedenheit, und machst der für sie litt, die schuldge ihreinst zum Erben voll: Ehre rauben. Theil ihnen fommner Seligkeit. Kräfte mit, dich glaubig 5. Wie herrlich ist dein zu erkennen, und welche Name schon jezt, o Herr, dich erkannt, die laß von in unsrer Welt, wo der Gedir nichts trennen! Ers rechten Saame vor dir, leuchte jedes Land! 105. nie WGlanz 129 herrlich strahlt der Morgen: Glanz Gottes, der der die Nacht durch: stern! D welch ein Glanz geht auf vom bricht! Du bringst in fin stre Seelen I Herrn! 130 Jumt! Von der Person des Erlösers. 11 # Herrn! Wer sollte sein nicht achten? Licht, die nach der Wahrheit schnachten. JE Dein Wort, Jesu, ist voll Klarheit, führt zur E Wahrheit und zum Leben. Wer kann dich ge nug erheben? 2. Du hier mein Trost dein Gebot gern übe. Nach und dort mein Lohn! dir, nach dir, den ich fasse Sohn Gottes und des und nicht lasse, ewig wäh Menschen Sohn! Des le, dürstet meine ganze Himmels grosser König! Seele! 4. Bon Gott strahlt min Von ganzem Herzen preis ich dich! Hab ich dein Heil, ein Freudenlicht, die Hoff so rühret mich das Glück nung, daß dein Angesich der Erde wenig. Zu dirsich einstens soll erblicken komm ich; Wahrlich keiner Du kannst indeß durch dei tröstet deiner sich verge: ne Kraft, die Ruh in mi bens, wenn er dich sucht, den Seelen schafft, mic stärken, mich erquicker Herr des Lebens! 3. Durch dich nur kann Troste du mich, Seligma ich selig seyn. O drücke cher, daß ich Schwache tief ins Herz mir ein Em- auf der Erde Himmels pfindung deiner Liebe, da sfreuden inne werde. 5. Und wie, Gott B mit ich ganz dein eigen sey, aus Weitsinn deinen ter, preis ich dich! B Dienst nicht scheu, und Ewigkeit her hast du mi in Von der Person des Erlösers. 131 in deinem Sohn geliebet; Wolke! Als du kamest, Dein Sohn hat mich mit hörten Taube, und der dir vereint, er ist mein Glaube half den Kranken, Bruder und mein Freund, Stumme sangen, dir zu was ist, das mich betrüjdanken. bet? Seele! Wähle ihn, 2. Nur Schwache was den Besten, ihn den Größ: rens, die dein Licht vers ten, dir zum Freunde![ breiteten, die Weisen nicht. Und dann fürchte keine Wo sind sie? Wo die Ho: Feinde. hen? Und wo die Reichen? 6. Ihm, welcher Tod Wo die Macht, vor der des and Grab bezwang, ihm Gözendienstes Nacht und müsse froher Lobgesang seine Schatten flohen? mit jedem Tag erschallen; Macht nicht, List nicht, dei: Dem Lamme, das erwür: ne Gaben, Mittler, haben get ist, dem Freunde, der dich verkläret, uns den uns nie vergißt, zum Weg zu Gott gelehret. Ruhm und Wohlgefallen. 3. Wir werden deinen Tonet, tönet Jubellieder! Ruhm erhöhn, wir werden Schallet wieder! Daß die deine Himmel sehn, den Erde voll von seinem Lo- Preis von deinen Leiden be werde. geniessen, was du uns er: warbst, als du für uns am Mel. Die vorhergehende. Kreuze starbst, der Engel 106. Wie groß, wie hohe Freuden. Welche angebetet Gnade! Daß wir Sünder dein Nam, o Heiland Gottes Kinder werden Jefu Chrift! Wie theuer sollen, wenn wir an dich kinem Volke! Welch Licht glauben wollen. gieng in der Finsterniß mit 4. Du hast dich deiner de der Weltauf, wie zer: Herrlichkeit entäussert eis wie floh des Irrthams ne kurze Zeit, für uns von 32 Gott 130 Von der Menschwerdung Dank und Gott verlassen. Und nun bráchten. Ihrer mehr mit Ehr und Ruhm ge: noch, Jesu, werden, schon front, nun machst du se: auf Erden die lobsingen, lig, die versöhnt, der Sún: Preis und den Gräuel hassen. Ihnen Ruhm dir bringen. willst du Heil und Leben 6. Wie groß wie ange: gerne geben, und uns al: betet ist dein Name, Hei: len helfen, daß wir Gott land Jesu Chrift! Wie herr: lich bei den Deinen! Führst gefallen. 5. Vom Aufgang bis du uns einfb zu deiner jum lintergang erschallet Ruh, o wie weit herrlicher dir der Lobgesang errette: wirst du den Frommen ter Gerechten. Unzählbar dann erscheinen! Ewig sind die Schaaren schon, müsse, dir zur Ehre, ihrer die gerne dir vor deinem Chöre Loberschallen, durch Thron ein würdig koblied die Himmel wiederhallen. XI. Von der Menschwerdung und Geburt Jesu. I. Adventslieder. Mel. Nro. 2. 2. Kommt, reinigt eu Mit Singen dich zu loben. re Seelen, send heilig, send pit Ernst, o bereit, was ihm gefällt, ju 107. Menschen wählen, zu fliehn, was er finder, macht euer Herz verbeut! Eilt willig in bereit! Es kommt, das sein Reich, verabscheut Heil der Sünder, der Herr und verlasset, was eue der Herrlichkeit. Er kommt König haffet, vertraut von seinem Thron ins E: ihni, bessert euch! lend gern hernieder, wird 3. Das hat der Her einer unsrer Brüder; Er, geboten, sein Herold hate Gottes eigner Sohn, ge: und Geburt Jesu. 133 gelehrt; Es lehrens seine| lichen? Du Freude, du Boten, und selig ist, wer Verlangen der Trostbes hört! Uch! leben wird, dürftigen! Gieb selbst mir wer glaubt, und wer nicht zu erkennen, wie, deiner glaubt, wird sterben, und Güte voll, dich meine Sees jeder wird verderben, wer le nennen, dich würdig noch ein Sünder bleibt.( preisen soll. 4. Wer wahre Demuth 2. Einst streute man, liebet, den will er nicht ver:[ dir Palmen; Izt soll die schmähn, wer aber Hoch: Dankbegier, meinheil! in muth übet, der wird auch Freudenpsalmen ergieffen Gott nicht sehn. Wer ihm sich vor dir. Dich, dich will sein Herz ergiebt, der wird ich erheben, so gut ich sein Tempel werden, nicht Schwacher kann; Mein dort uur, schon auf Erden Herz will ich dir geben. erfahren, wie er liebt. Ach nimm es gnädig an! 5. Ach, mache du mich 3. Damit du mich be: Armen, in meiner Gna- freitest, gabst du dich selbst denzeit, aus gnädigem Er für mich; mich zu erret: barmen, Herr Jesu, selbst ten, freutest du, Selig: bereit. Schon seufzt mein macher! dich. Du sahst, Herz nach dir! Schon es wäre keiner vermögend jauchz ich dir entgegen! gnug dazu, da jammerte Komm, komm mit deinem dich meiner, du kamst und Segen, und wohne ståcs halfest du. in mir: 4. O du, an den ich glaube, was wars, das dich bewog? Was wars, das dich zum Staube, zu pie soll ich mir hernieder zog? Dein bich em: göttliches Erbarmen. Ja, pfangen, Heil aller Sterb: du, o Jesu, haft mit mit: Mel. Nro. 80. Befiehl du deine Wege. 108. Wie I 3 leids: Univ Bibl. Giessen 134 Von der Menschwerdung leidsvollen Armen diejewig los, entreisfct uns ganze Welt umfaßt. den Schanden der Sünd, 5. Das schreibt in eure und macht uns groß; Herzen Betrübte! Klagt Giebt Weisheit, Muth nicht mehr! Zagt nicht in im Leiden, und Kraft zu euren Schmerzen, als ob jeder That: Versichert kein Helfer wär. O sehet uns die Freuden, die Gott auf! Ihr haber den besten bereitet hat. Helfer nah, der eure See: 9. Er kömmt zum Welt: le labet, der treue Freund gerichte, und bringt, wann ist da. er erscheint, Fluch jedem 6. Die ihr mit wahrer Bösewichte, und Heil dem Reue still eure Schuld be: Tugendfreund. Wohl weint, wißt, daß er euch ewig allen denen, die seine verzeihe. Er selbst, der Wege gehn, und einst mit Menschenfreund, rust Freudenthránen an seiner heilbegier'gen Sündern Rechten stehn! der Gnade Trostwort zu, Mel. Nro. I. macht sie zu Gottes Kin: dern, schafft ihren See Mein Herz ermuntre c. len Ruh. kömmt! kömmt! geht 7. Er übersiehet keinen, 109.& fommt er und weiß, was jedem núzt. ihm entgegen, der Heiland Hat er nicht ståts die Sei aller Welt erscheint! Er nen von Unbeginn ge:[ bringt euch Leben, Heil schůzt? Nicht sie in ihrem und Segen; Chrt ihn, Leide zu trösten ståts geden größten Menschen: wußt? Erfreun ist seire freund, der das Gesez für Freude, und Wohlthun uns erfüllt, und sterbend seine Lust. unsern Jammer stillt. 8. Er macht uns von 2. Er kommt ,. der den Banden des Tods auf Schöpfer aller Dinge, mit sanfts und Geburt Jesu. 135 fanftmuthvoller Majestát! Mein größtes Glück, mein Kein Sünder ist ihm zu leztes Wort sey: Jesus ist geringe, der ihn um Gnad mein Fels und Hort. und Hilfe flehe. Gerech: Mel. Nro. 105. tigkeit und Frieden giebt Wie herrlich strahlt der. sein Reich dem, der ihn gläubig liebt. 2. Eröfnet und schenkt Lobsinget ihm dem Gott ,. eure Herzen dem König dem alle Seraphim das aller kön'ge gern. Die Heilig! Heilig! singen. Er hier die Gnadenzeit ver: kömmt, der ew'ge Gottes: scherzen, sehn ihn dereinst sohn, und steigt von seinem als ihren Herrn, als Rich: Himmelsthron, der Welt ter, wenn er zornig spricht: den Sieg zu bringen. Heil Weicht, weicht von mir dir! Da wir von denSünEuch kenn ich nicht. den Rettung finden, HöchMein Heiland, stes Wesen! Durch dich komm! Mein Herz steht werden wir genesen. 2. Willkommen Frie: offen, zeuch, sanftmuths: voller König! ein; Was defürst und Held, Rath, ausser dir die Menschens Bater, Kraft und Heil der hoffen, ist Eitelkeit, Be Welt! Willkommen auf trug und Pein. Dein Reich der Erden! Du kleidest nur schenkt Gerechtigkeit, dich in Fleisch und Blut, und göttliche Zufrieden wirst Mensch, und willst heit. der Welt zu gut, selbst I. 5. Laß deine Liebe mich unser Bruder werden. Ja empfinden, mit der du die: du, Jesu! stretst die Urs se Welt geliebt; Komm, men, voll Erbarmen, aus meine Hoffnung vest zuzu Sündern und verlohr: gründen, die dein Vernen Menschenkindern. dienst im Glauben giebt. 3. Du bringst uns 34 Trost ,. IIO. Der Heiland kömmt; 136 Von der Menschwerdung Trost, Zufriedenheit, Heil, leben und zu handeln. Leben, ew'ge Seligkeit. Dieß ist, Herr Christ, dein Sen hoch dafür gepriesen! Begehren. Laß uns hören, O lieber Herr, was brin- und den Schaden, den gen wir, die Treue zu ver: du dráust, nicht auf uns gelten, dir, die du an uns laden! bewiesen? Uns die wir 5. Laß uns zu unsrem hie im Verderben mußten ew'gen Heil an dir in wah sterben, schenkst du Leben. rem Glauben Theil durch Grössers Gut fannst du deinen Geist erlangen; nicht geben. Auch, wann wir leiden, 4. Wir bringen dir ein auf dich sehn, ståts auf dankbar Herz, gebeugt dem Weg der Tugend durch Busse, Reu und gehn, nicht an der Erde Schmerz, bereit vor dir hangen, bis wirzu: dir mit zu wandeln, und dir und denFrommen werden kom: unserm Nächsten treu, auf men, dich erheben, und in richtig, ohne Heuchelei, zu deinem Reiche leben. III. $ Kommst du, konimst du, Licht der Heit C F den? Ja, du kommst, und säumest nicht; É # ENNE denn du weißt, was uns gebricht, o du ISI # Quelle wahrer Freuden! Jesu, offen sfehet die 2. Ja! Du bist bereits 4. Herr, erwecke mein jugegen, du Welt: Hei: Gemüthe, öffne selber land, Gottes Sohn, mei: meinen Mund, daß ich jezt ne Seele spüret schon aus Herzensgrund dank: deinen gnadenvollen Se: bar preise deine Güte, gen, deine wundervolle weil du auch, Herr Jesu Kraft, die uns wahre Christ, mir zu gut ge: Ruhe schafft. kommen bist. 3. Adle mich durch dei ne Liebe, die dem Eitlen 5. Schenk mit deines Geistes Gaben, Liebe, mich entreißt, und gieb Glauben und Geduld, bis Kräfte, daß mein Geistlich einst durch deine Huld, und Welt sich, dir zu gefallen, übe. über Sünd Dich recht lieben, o mein erhaben, mit den Engeln licht, kann aus eigner dir alsdann Hosianna! Kraft ich nicht. fingen kann. 2. Weihnachtslieder. 112. und Geburt Jesu. 137 1 # 1 dir auch mein Herz, ach komm zu mir. HIC ! laß doch mich recht feierlich des Herr! Heilands Fest mit Lob und Dank begehen! Lieb $ 3 44 ist der Dank, der Lobgesang, durch den wir dich, su Gott der Lieb! erhöhen. 2. N 138 Von der Menschwerdung 2. Wie bin ich froh, 5. Aus Dank will ich daß du also, o Gott, die in Brüdern dich, dich, Welt in deinem Sohn Gottes Sohn! bekleiden, Der geliebet! O! Wer bin speisen, tränken. ich, daß du auch mich so Frommen Herz in ihrem herrlich hoch, noch eh ich Schmerz mit Trost er: war, geliebet? freun, und dein dabei ge: ¡ denken. 3. Er, unser Freund, 6. Nath, Kraft und mit uns vereint, zur Zeit, Held, durch den die Welt da wir noch seine Feinde und alles ist im Himmel waren, er wird uns gleich, und auf Erden! Die Chri um, Gott, dein Reich und stenheit preift dich erfreut, deine Lieb im Fleisch zu und aller Knie soll dir ge: offenbaren. beuget werden. 4. Un seinem Heil gieb 7. 7. Erhebt den Herrn! mir auch Theil! Hilf, daß Er hilft uns gern, and wer ich redlich glaub an seinen ihn sucht, den wird sein Namen! Der ehrt ihn Name trösten. Freut eus nicht, der Herr! Herr! des Herrn, und dient ihn spricht, und doch nicht gern! Freut euch des sucht, sein Beispiel nach Herrn, und jauchzt ihm, ihr Erlösten. zuahmen. 113. ieß ist der Tag, den Gott gemacht, sein Die F werd in aller Welt gedacht! Ihn preise, wen durch und Geburt Jesu. 139 11 1= 1 durch Jesum Christ Freund und Verehrer Got: II tes ist. 2. Die Völker haben gebohren bist, mit uns vers sein geharrt. Doch, als eint, dich, Jesum Christ, die Zeit erfüllet ward, da auf den die Völker hoffend sandte Gott von seinem sahn, dich, Gott, mein Thron das Heil der Welt, Heiland, bet ich an. dich seinen Sohn. 7. Du, unser Heil, und 3. Wenn ich dieß Wun: höchstes Gut, vereinigst der fassen will, so steht dich mit Fleisch und Blut, mein Geist vor Ehrfurcht wirst unser Freund und still, er bethet an, und er Bruder hier, und Gottes ermißt, daß Gottes Lieb Kinder werden wir. unendlich ist. 8. Gedanke voller Ma 4. Damit der Sünder jestät! Du bist es, der Gnad erhält, erniedrigst das Herz erhöhe; Gedanke du dich, Herr der Welt! vollen Seligkeit! Du bist nimmst selbst an unsrer es, der das Herz erfreut. Menschheit Theil, er: 9. Durch Eines SunEin scheinst im Fleisch zu unde fiel die Welt; frem Heil. Mistler ists, der sie erhält. 5. Und zu erfüllen Got: Was zagt der Mensch, tes Rath, sprachst du so: wenn der ihn schůzt, der wohl durch Wort, als auf dem höchsten Throne That: Gott, deinen Willensizt? thu ich gern. Lob sey dir, 10. Dieß ist der Tag, der de kam vom Herrn. den Gott gemacht, fein 6. Dich, der du Mensch werd in aller Welt ges dacht!. 140 Von der Menschwerdung dacht! Ihn preise, wersallhier kein Königreich durch Jesum Christ Freund von einem Augenblick. und Berehrer Gottes ist. Mel. Nro. 7. 5. Er kommt, durch sei: ner Wahrheit macht zu Kommt her, verkündigtic. Gott uns hinzuziehn; vor Pobt, Gott, ihr seinem Lichte muß die Christen, freu: Nacht des Aberglaubens et euch! von seiner Him: fliehn. mel Thron beruft er uns 114. Lob, 6. Er lehret uns die zu seinem Reich, und sen: Sünde scheun, er giebt det seinen Sohn. auch Kraft dazu, und 2. Der Sohn kommt, schafft uns, wenn wir sie nach des Baters Rath, bereun, Begnadigung und mit Heil uns zu erfreun, Ruh. und auf des ew'gen le: 7. Er bringt den Troß bens Pfad der Welt ein der bessern Welt vom Licht zu seyn. Himmel uus herab; Nun 3. Bei seinem Eintritt schreckt, wann unsre Hütte in die Welt umgiebt ihn fällt, den frommen Geist keine Pracht, die glänzend kein Grab. in die Augen fällt, und 8. Er öffnet uns der groß vor Menschen macht. seinst die Thür zu seinem 4. Er wird dem ärm Himmelreich. Ihr Chris stenknechte gleich, begehrt sten, wie beglückt sind wir! kein Erdenglück, verlangt kobe Gott und freuet euch IIS. 113 ++ Szelobet elobet fenst du, Jesu Christ, der d # uns gebohren bist, und uns zu Gute ward wie und Geburt Jesu. 141 wie wir; Preis sey, o Welterlöser, dir, auf ewig Preis! 2. Dich, unfern Hei: macht uns gerecht. Ges land, unsern Herrn, sahn lobt sey Gott! die Báter schon von fern; 6. Geloberseyst du, Je: Du, aller Völker Trost und su Christ, daß du Menschy licht, du warst auch ihre geworden bist. Des freue Zuversicht. Gelobt sen sich die Christenheit, dank Gott! es dir in Ewigkeit. Gea 3. Die Nacht entflieht, lobt sey Gott! der Tag bricht an über die, Mel. Nro. 46. so nie ihn sahn, auf die, so Allmächtiger! wir singen. Finsterniß umgab, glänzt 116. Last uns mit Gottes Wahrheit nun her: ab. Gelobt sen Gott! ehrfurchts: vollem Dank den Gott der 4. Er, durch den uns lieb erhöhen, mit feierli: geholfen ist, der einst rich- chem Lobgesang des Hei: tet, Jesus Christ, der lands Fest begehen! Preis Schöpfung Herr, kömmt sey dem Vater, der ihn in sein Reich, erniedrigt gab! Preis sey dem Sohn! sich und wird uns gleich. Er kam herab, uns ward Gelobt sey Gott! das Heil der Menschen. 5. Jauchzt Himmel! 2. If der ein Christ, Erde freue dich! Gott ver: der dieses Heil nicht scházt söhnt die Welt mit sich. und lieb gewinnt? Nimm Und, Adams sündiges Ge: froh an seiner Liebe Theil, entsündigt er, und werd ihm gleich ge: sinnt! schlecht, 142 Von der Menschwerdung sinnt! Wer nicht, wie er, ein: Gott allein, unserm gesinnet ist, der ehrt ihn Gott sey Ehre! nicht, ist nicht ein Christ. 2. Jeder, der sich fühlt Der Herr erkennt die Seis verlohren, freue sich innig: lich! Christus ist gebohnen. 3. In Dürft'gen laßt ren. Er, der König aller uns ihn erfreun, beklei: Wesen, steigt herab bis den, speisen, tránken! Ja, ins Grab, Sünder zu ers laßt uns frohe Geber seyn, lösen. und sein Sabei gedenken. 3. Wer kann Gottes Was ihr den Meinen habt Rathschluß fassen? Aber gethan, das, spricht er, dieß ist gewiß, Gott kann habt ihr mir gethan. Und uns nicht hassen! Kommt er, er wills vergelten. der Sohn aus freien Trie: 4. Wer ihn mit treuem ben zu uns her, wie sollt Herzen ehrt, den wird sein er nicht die Menschen lie: Name trösten. Vertrautsben? auf ihn, der Flehn erhört, 4. Wenn er uns ver: lobsingt ihm, ihr Erlösten! worfen hätte, nahm er Es freut sich deine Chri- dann Menschheit an, daß er stenheit, Herr, deiner Men- funs errette? Deß soll sich schenfreundlichkeit. Dir, der Erdkreis freuen! Zum dir sey ewig Ehre! Gericht kommt er nicht, sondern zum Verzeihen. Mel. Nro. 81. Sey zufrieden, meinic. 5. Eilt im Geist nach Bethlems Hütten, seht, 117. Jott lobin: für euch erlitten. Er wird Laßt uns unserm was dort euer Hort schon gen! Hoch erfreut, laßt niedrig eurentwegen! uns heut ihm Verehrung Welch ein Freund! Er ers bringen! In des Him: scheint, Feinden selbst zum mels hohe Chöre slimmer Segen, 6. Er. und Geburt Jesu. 6. Er, er will für eure nicht, ihr Schwachen! Schulden Armuth, Noth, Mehr, als ihr, litt er hier, Schmach und Tod göttlich euch beglückt zu machen. groß erdulden. Lernt den Diese kurze Zeit der Lei Menschenfreund erkennen! den und der Müh, was ist gnadenreich will er euch sie gegen ew'ge Freuden? seine Brüder nennen. II. Jesu, du nahmst 7. Dankt ihm, der eu'r meine Bürde gern auf innres Sehnen sehen dich, daß auch ich frei und kann! Betet an! Opfertsselig würde. Wer kann Freudenthránen! Liebt deine Lieb ergründen? ihn, der von Liebe bren: Ewig soll freudenvoll sie net. Traut dem Herrn, mein Herz empfinden? der euch gern seine Brü: 12. Dir, mein göttli: der nennet! cher Befreier, folg ich 8. Wenn euch eure nach, obschon schwach, doch Sünden fränken, eilt herum so viel treuer. Keine zu, suchet Ruh! Er will fie Kreatur, kein Leiden, kei: euch schenken. Schaut auf ne Noth, und kein Tod soll ihn mit Glaubensblicken! von dir mich scheiden. Zittert nicht! Denn er 13. Du kommst einst spricht: ich will euch er: zum Weltgerichte! Dann quicken. werd ich, Richter, dich 9. Drückt euch hier so schaun von Angesichte. manche Plage; Euren Wenn da, Gott, die Süns Schmerz fühlt sein Herz; der beben, so werd ich deis Kein Erlöster zage. Brin: ner mich freun und ewig get ihm an seinem Feste leben. Preis und Ehr! Wisset, Mel. Nro. 113. er wählt für euch das Dieß ist der Tag, den ic. Beste. 10, Er verläßt euch 118. Lob sey dem al lerhöchsten Gott! 143 144 Von der Menschwerdung Gott! Erbarmend sah er giebt? Was nüzen wir unsre Noth, und sandte dem höchsten Gut, daß es Jesum, seinen Sohn, zu so Grosses an uns thut? uns von seiner Himmel Thron. 7. Nimm, Seele, nun dein Bestes wahr, ver: 2. Ihn fandt er, unser schmähe den nicht undank: Trost zu seyn, vom Sun: dendienst uns zu befrein, mit Licht und Kraft uns beizustehn, und uns zum Himmel zu erhöhn. bar, den Gott zum Heiland die bestimmt, und der sich liebreich dein annimmt. 8. Bet ihn als deinen und sen ihm 3. D welch ein liebes: Retter an, voller Rath! unaus: willig unterthan, durch sprechlich grosse That seine Lehre zeigt er dir Gott thut ein Werk, dem den Weg zum Leben! Fol: Feines gleicht, das keines ge. ihr! Menschen Lob erreicht. 9. Bei dieser Treue 4. Sein Sohn, durch hast du Theil an dem von den er alles schuf, nimmt ihmn erworbnen Heil. Wo willig auf sich den Beruf, nicht, ach! so verschließt uns vom Verderben zu du dir muthwillig selbst befrein, und schämt sich des Himmels Thur. nicht, uns gleich zu seyn. 10. Sein' erste Zukunft 5. Er kommt zu uns in in der Zeit war voller Knechtsgestalt, verleugnet Huld und Freundlichkeit, Hoheit und Gewalt, und die andre wird, zu grosser läßt selbst bis zum Tod Pein der Sünder, majes und Grab, zu unsrer Ret: státisch seyn. tung sich herab. II. Zu Ehren aber 6. Was sind wir, daß nimmt er dann mit Freu: uns Gott so liebt? Und den seine Frommen an. feinen Sohn selbst für uns Und wird sie in des Bas ters und Geburt Jesu. 145 ters Reich verklärt erhöster der Verlohrnen, der hen, Engeln gleich. reuevollen Trost. IhrSün: 12. Gelobt sey Gott, der nehmt ihn an! Er ist der ihn gesandt! Sein allein der Herr, der se: Ruhm erfülle jedes Land! lig machen kann. Gelobt sey von uns Je: 4. Gott ist mit uns! sus Christ, der uns zum Nun hört der Arme seine Heil erschienen ist. Mel. Nro. 291. O Gott du frommer Gott. 119. Gri Lehren, und was er lehrt, istheil. Er ists! Die Taus ben hören; Der Blinde rist gekommen! sieht und schaut voll Dank Er, auf den zu Gott hinauf. Der lahe die Båter harrten, und men Füsse gehn, die Tod: länger dürfen wir nun kei: ten stehen auf. nes andern warten. Er, 5. Er ist gekommen, der Propheten Wunsch, uns den Vater zu versöh: den Könige so gern sehn nen, und mit Barmher: wollten, Er ist da! Wir zigkeit die Gläubigen zu haben ihn zum Herrn. kronen. Gott ist mit uns I 2. Uns ist der Sohn Er will die Traurigen ers geschenkt. Er, welcher freun. Er will der Schwa: kommen sollte, der Bötchen Kraft, der Müden ker Licht zu seyn, der uns Stärke seyn. erlösen wollte. Er ist er: 6. Gott ist mit uns! schienen! Dankt! Bringt Er ists, auf den die Bås Ruhm und Ehre her! ter harrten. Lobsingt! Wir Wer ist ein Helfer? Wer dürfen nan nicht eines Immanuel als Er? andern warten. Er schließt den Himmel auf! Er Wir sehn den Sohn, den nimmt die Sünder an! Eingebohrnen, des Va Frohlockt, und betet ihn ters Herrlichkeit, den Ret: und seinen Bater an! St 3. Gott ist mit uns Mel. Von der Menschwerdung Mel. Nro. 85. Wie arm bist du erschie: Du bist ein Mensch, und. nen, um mir zum Heil zu 120. Gott, deine dienen! Gnade sey 4. O lehre mich den gepreist! Sie schuf uns grossen Werth von deiner Heil und Leben. Ermun: Huld recht fassen! Was tre dich, mein träger Geist, reizte dich, auf dieser Erd ihr Wohlthun zu erheben. dich so herab zu lassen? Denk an die Nacht, da Hier warteten dein nichts, auf der Welt des Höch als Noth, Berachtung, sten Sohn sich eingestellt, Kummer, Schmerz und um sein so theures Leben Tod; Und doch kamst du für Sünder hinzugeben. auf Erden, ein Menschen: sohn zu werden. 146 2. O grosse That! Er wünschte Nacht! VonEn 5. Noch stárker, Herr! geln selbst besungen! Du als Schmerz und Tod, war haft den Mittler uns ge: deine Menschenliebe. Du bracht, der uns das Heil sahest unsre Sündennoth errungen. In dir erschien mit mitleidsvollem Trie: der starke Held, der alles be. Du stimmtest, unser schuf und alles hált, der Heil zu seyn, in deines Freund der Menschenkin- Baters Rathschluß ein; der, der Todes Ueber: Wardst Mensch, und kamst winder. mit Freuden, für uns den 3. Der du zu uns, ge: Tod zu leiden. sandt vom Herrn, aus dei 6. Dein, Sohn des nem Himmel kamest, und Höchsten! freu ich mich, unser Fleisch und Blut so du bist auch mein Erretter. gern in Demuth an dich Auch mir zum Troste sand nahmest! Sohn Gottes! Ofte dich der Herr, der Gott wie hast du dich so tief er: der Götter. Was mir ein niedrigt auch für mich! wahres Wohl verschafft, und Geburt Jesu. 147 Erleuchtung, Friede, Beß: Aufhören mit Leib und rungskraft, und Freuden, Geist verehren. die státs währen, willst du auch mir gewähren. 8. Ich sehe dich zwar hier noch nicht, doch du 7. Was soll ich dir wirst wiederkommen, und mein größter Freund! für dann schaun dich von Ans deine Treue geben? Du gesicht, Herr, alle deine bists, der mich mit Gott Frommen. Dann werd vereint, du bringst mir auch ich, Herr Jesu Christ, Heil undleben. Herr, was dich schaun, so herrlich, ich hab, und was ich bin, als du bist; Dann wirst das geb ich dir zum Dien du mich zum Leben, das ste hin. Ich will dich ohn bei dir ist, erheben. 121. # 1 TITE e sus ist ge kommen! Dankt ihm Isaf er, hier auf Erden un ser sei ne Frommen! Dankt ihm, daß er kam, Heil zu wer den, sei ne Wohnung nahm! Mensch, wie wir, erschien er hier, seines Baz 1111|| 5 ter's gnád'gen Willen an uns zu erfüllen. 2. Laßt uns niederfal: hilft durch Jesum Christ. len, danken, daß er allen Welch ein Heil! An Freund und Bruder ist! Christo Theil, Theil an Gott, auf seinem Throne, seiner Sendung Gaben, liebt uns in dem Sohne, an Gott selbst zu haben. K2 3. Keine 148 Von der Menschwerdung werden wir im 3. Keine Macht der 5. Auf dem Richter: Leiden kann uns von ihm throne scheiden, er bleibt ewig Sohne unsern Retter treu. Einst wird er vom schaun. Heil und ewig les Bösen gänzlich uns erld- ben wird er allen geben, sen, hier steht er uns bei. die ihm hier vertraun. Er Unser Freund, mit Gott ward hier versucht, wie vereint, kann nicht seine wir, überschwenglich wird Bruder hassen, noch siejer lo hnen, und der Schwachheit schonen. púlflos lassen. 4. Wann wir einst er: 6. Eilet, eilt ihr Sún: müden, führt er uns im der! Werdet Gottes Kin: Frieden in des Grabes der! Werdet seiner werth! Nacht Unsre todten Glie: Eilet, eilt ihr Frommen! der giebt die Erde wie: Seyd, wie Er, vollkom: der ihm, der sie bewacht. men! Bleibet seiner werth! Jesus ruft uns aus der Preiset ihn, daß er erschien, Gruft, er, der selbst den und sich für euch hingege: Tod einst schmeckte, den ben, durch ein göttlich Leben. das Grab auch deckte. 122. F Gott ott sey Dank in aller Welt, der sein Wort beständig hålt, und der Sünder Trost und Rath zu uns her gesendet hat. 2. Was der alten Vá: les Wünschen war, und ter Schaar sehnsuchtsvol: noch mehr, als sie erbat, ware und Geburt Jeſu. 149 ward erfüllt nach Gottes treuen Zugendlauf meiner Rath. Schwachheit machtig auf. 3. Hier ist mehr, als 9. Daß ich, wann du, Davids Sohn, feines Lebensfürst, herrlich wie: irrd'schen Reiches Thron. derkommen wirst, froh dir Licht der Seelen, ew'ges mòg entgegen sehn und ge: Heil ward durch Jesumsrecht vor dir bestehn. Mel. Nro. 291. uns zu Theil. 5 4. Menschenfreund, wie D Gott, du frommer Gott. dank ichs dir! Schenke sen Huld im du dieses Heil auch mir, das 123. A Jesu! deſ unter vieler Last für Himmel und auf Erden die Welt bereitet hast.[ durch keine Zunge kann 5. Deiner Hilfe mich genug gepriesen werden, zu freun, laß mein Herz ich danke dir, daß du der dein eigen seyn. Mach es, Sünden schwere Laft, als wie du gern es thust, rein du im Fleisch erschienst, von schnöder Sündenlust. von mir genommen haft. 2. Wie leicht, wie fráf 6. Wie du huldreich, als du kamst, unsre Net: tig wird mein banges Herz tung übernahmst, also sen gestillet, wann mich mit sei: auch deine Treu mir mit nem Trost dein süsser Nam erfüllet! So wirksam ist jedem Morgen neu! kein Trost, als den dein 7. Deine Wahrheit Name giebt, der Name leuchte mir bei dem allen, des, der uns bis in den was ich hier, zur Beför: Tod geliebt. drung meiner Ruh, denke, 3. Will des Gesezes wünsche, wähl und thu! Fluch, und Tod und Grab 8 Troste kräftig mei: mich schrecken, so soll dein nen Sinn, wann ich voller Name, Herr, mich schu Kummer bin! Hilf zum/ zen und bedecken! Er kündigt K3 150 Von dem Lehramte und Wandel digt mir in dir, hab ich verläßt, will ich in dir des Leidens viel, den be: ererben das ew'ge Him: sten Heiland an, der selig melreich; Denn das er: machen will. warbst du mir. Dir dan: 4. Dir leb ich, und in ken will ich einst, o Herr, dir will ich dereinst auch verklárt von dir! sterben; Wann alles mich X. Von dem Lehramte und Wandel Jesu auf Erden. Mel. Nro. 69. 3. Du fahest in der Gott! Deine weise zc. Gottheit Licht mit aufge: ein Lehrer ist klártem Angesicht, was, 124. ein dir, Jesu, nach des Höchsten weisem gleich. An Weisheit und Rath, die Welt noch zu an liebe reich bist du, so: erwarten hat; Auch mach: wohl durch Wort, als test du durch deinen Mund That, der schwachen Men: die Zukunft selbst den schen sichrer Rath. Menschen kund. freut mein Geist im Glau: Es 4. Dieß und die Wun: ben sich, Herr Jesu, dein, der deiner Hand sind uns und lobet dich. ein göttlich Unterpfand, 2. Du kamst zu uns, was man aus deinem von Gott gefandt, und Mund gehört, sey Wahr: machtest uns den Weg be: heit, die uns Gott ge: fannt, wie wir, befreit lehrt. Nie schwäche mit von Sündenschuld, theil der Frevler Spet den haf.ig werden seiner Huld. Glauben an dieß Bort Auf ewig sey dir Dank von Gott. und Ruhm, Herr, für dein Evangelium! 5. Du lehrtest, uns durch Wort und That den Weg Jesu auf Erden. 151 Weg zu Gott, der Tu 7. Noch immer hilfft gend Pfad, du bist das du deinem Wort in seinen Haupt, du giengst voran; Siegen mächtig fort. Du Gieb Herr, daß ich auffsendest, wie dein Mund dieser Bahn, gestärkt von verheißt, noch immer deis dir, mit stäter Treu dir nen guten Geist, der dem, nachzufolgen eifrig sey. der Wahrheit sucht und liebt, zum Glauben Licht 6. Du bist es, Herr, und Kräfte giebt. von dem das Amt, das 8. Mein Heiland, send die Versöhnung predigt, ihn auch zu mir, daß er stammt. Du machst durch mich zu der Wahrheit führ, treuer Lehrer Mund noch von Eigendünkel mich be jezt dein Heil den Men: frei, damit ich dir gehor: schenkund. Begleite ståts sam sey; Bis mich der: mit deiner Kraft ihr Amt, einst in Ewigkeit ein hell: damit es Nuzen schafft! res Licht bei dir erfreut. 125. Die gött lich sind doch Jesu lehren! Wie So bald wir von den Thaten hören, Ell Wie über zeu gend seine Macht: die er auf Erden hat vollbracht; Kimmt ihm unser Glaube bei, daß er der Welt Erlöser sey. 4 2. Die 152 Von dem Lehramte und Wandel 2. Die Herrlichkeit Wunderwerke als dein war voller Gnaden, die Gesandter sich bewährt! man aus seinen Zeichen Wir nehmen solchen gläu: sah. E wirkte nie zu je: big an, und sind ihm willig rands Schaden, wie von unterthan. Propheten oft geschah, 6. Erfüll, o Herr, nur und raffete in ihrem Sinn unsre Herzen mit seiner die Sünder nicht im Zorne Lehre Göttlichkeit! Das hin. mit wir nicht das Heil ver: 3. Er schenkte das Gescherzen, das uns dein sicht den Blinden, den Tau: Sohn allein verleiht! und ben gab er das Gehör; schaffe, daß ihm unsre Treu Der Aussaz mußte vor bis in den Tod ergeben sen! Mel. Nro. 44. ihm schwinden, der Stum: me sang ihm Dank und Herr, deine Allmacht ic. Ehr. Sein Machtwort hieß die Lahmen gehn, 129. Beispiel du mir, mein Hei erstehn. land durch dein Leben! 4. Sein Segen speiste Sollt ich nicht gern und ganze Heere, da, wo es mit Begier dir nachzuahdoch an Bord gebrach; und men streben? Nicht gehn kaum gebot er Wind und den Weg, den du betratst, Meere, so ließ ihrSturm nicht freudig thun, was gehorsam nach. So sabe du selbst thatst? man in allem Thun auf 2. Dein Herz, von ihm der Gottheit Fülle Sünden nie entweiht, wan ruhn! rein, wie deine Lehre Mel und selbst die Todten auf gabst 2ch hohes 5. Wir danken, Höch: Dein ganzer Wandel, Hei ster, deiner Stärke, die ligkeit, dein Endymed Jesum vor der Welt ver Gottes Ehre; klärt, der durch so grosselund starbst, Du litf uns zu ke frein; Jesu auf Erden. 153 befrein, und unsre Se: nem Thun und lassen. ligkeit zu seyn. Nimm, sprichst du, meine 3. Du führtest uns zur kaft auf dich; Komm, fol: Tugend an, giengst, daß ge mir, und thu, wie ich! wir folgen möchten, der 7. Ich komme, Herr, Heiligkeit so schwere Bahn gieb Kraft und Licht, daß voran vor deinen Knech ich mein Heil erkenne, dein ten; Du schaltst nicht, wahrer Jünger sey, und wann dein Feind dich nicht mich deinen Knecht schalt, und Liebe dir mit nur nenne; Damit ich, Haß vergalt. deinem Vorbild treu, auch 4. Der Kummervollen andern selbst ein Beispiel Trost zu seyn, zu wehrenssey! jedem Leide, státs wohlzu: Mel. Nro. 44. thun und zu erfreun, war Herr, deine Allmacht zc. deine Sorg und Freude, und eines jeden Menschen 127. Jefu wahSchmerz durchdrang und migkeit jammerte dein Herz. rer From: vollkommenstes Erempel! Dein Herz, dem 5. Du trugft mit Sanft: Bater ganz geweiht, war muth und mit Huld diesjeder Tugend Tempel. Schwachheit deiner Freun: Dein Wandel, rein von de; Auch Sünder trugst aller Schuld, Gott werth du mit Geduld, und batst und würdig seiner Huld. für deine Feinde, du warst 2. Wer war wohl eifri: gehorsam bis zum Tod, ger, als du, zu thun des und ehrtest selbst im Tode Baters Willen? Dir war Gott es Ruhm und Seelenruh, 6 Ein solches Beispiel ihn treulich zu erfüllen. hast du mir zum Borbild Dir keines Eigenruhms hitrlassen, wie du zu bewußt, war, ihn zu leben, ähnlich dir in mei- preifen, deine Lust. 3. Wenn 154 Von dem Lehramte und Wandel 3. Wenn wo dein Auge test, ist geschehn; Gott hör: Frevler sah, warst du voll te deiner Stimme Flehn. edler Schmerzen, doch, 7. Mit Ehr und Preis wenn des Baters Wort von ihm gekrönt lebst du geschah, quoll Freud aus zu seiner Rechten voll Ma: deinem Herzen. An ihm jestät, und dir ertönt von nur hieng dein ganzer allen Gottes Knechten das Sinn, auf ihn sah ståts Lob, deß du so würdig bist. dein Auge hin. O selig wer dir ähnlich ist! 8. Hilf nur, daß ich 4. Ihn ehrtest du mit Wort und That vor aller dein Beispiel mir, o Herr, Welt mit Freuden. Duzum Muster seze, und mei: warst bereit, nach seinem nen Gott, gefinnt gleich Rath, zum Heil für uns dir, weit über alles scháze, zu leiden. Wie er die Lie: mit Freuden seinen Wil be selber ist, so warst du's len thu, und ganz in sei: auch, Herr Jesu Christ. ner Fúgung ruh. Mel. Nro. 208. 5. Du zeigtest, daß die größte Noth dich nicht zum Schicke dich, erlöste u. rer Men: Murren reize, wardst Gott 128. Vorbild wah: gehorsam bis zum Tod, ja schenliebe. Je fu, deines bis zum Tod am Kreuze. Mitleids Triebe, zogen Auch da war deine. Zuver dich herab auf Erden, der sht auf ihn allein und Verlohrnen Heil zu wer: vest gericht. den, und für sie sogar dein 6. Von ihm verlassen, Leben in den Tod dahin blieb dein Herz an ihm, zu geben. Wo ist mand, troz alles Spottes. Deinder die Grösse deiner Lieb Hoffen war im größten und Huld ermesse? Schmerz die sichre Hilfe 2. Ohne Bortheilu Gottes. Und was du hoff- begehren, sich in andre Dienf Jesu auf Erden. 155 Dienst verzehren, jedem Mittler, von uns Armen gerne Guts erzeigen, zu Gottes Strafen abzuwenBeleidigungen schweigen, den, unter frecher Mörauch an Feinden Wohl der Händen Angst und unthun üben: das heißtserhörte Schmerzen littest Menschen göttlich lieben. mit gelaßnem Herzen! Als Und wie voll von solcher ein Missethäter starbest, Hüte war, Erlöser, dein und uns ew'ges Heil er: Gemüthe! warbest! 6. 3. D du Zuflucht der Deine Huld hat Elenden! Wer hat nicht sich getrieben, Sanftmuth von deinen Händen, auf und Geduld zu üben, Haß sein redliches Verlangen mit Haß nicht zu vergel: Hilfe, Ruh und Trost tent, deine Schmäher nicht empfangen! Dwie pfleg zu schelten, allen freundtest du zu eilen, das Erlich zu begegnen, die dich betne zu ertheilen. Fren lästerten, zu segnen, deiSeligkeine Mörder zu vertreten, ten schon auf Erden aus und für sie zu Gott zu zubreiten. de war dirs beten. 4. Menschenselig zu beglücken, Reuerfüllte zu 7. Demuth war bei erquicken, Uinverständge Spott und Hohne deiner zu belehren, Abgewichne Tugend Schmuck undKro: zu bekehren, Sünder, jne; nie hast du nach Ruhm die sich selbst verstocken, getrachtet, noch auf Men: liebreich zu dir hin zu lo: schenlob geachtet, deines den, ar dein tägliches Vaters heilgen Willen Geschäfte, selbst mit Auf mit Gehorsam zu erfüllen, war deiner Kräfte. uns zum Himmel zu er: heben, war der Zweck von Und wie hoch stieg den Erbarmen, da du, deinem Leben. 8. lag 156 Von dem Lehramte und Wandel ic. 8. Laß mich, Herr, zufriedner Stille. Selbst auf meinem Segen deinen der allerrauhsten Bahn Wandel oft erwägen! Laß sahst du ihn doch als Va: mich in der Angst der Sünter an. den Trost und Hilfe beil 3. Du suchtest nichts, dir finden! Heilige auch als sein Gebot vollkommen meine Triebe zu recht zu erfüllen, und unter: schaffner Menschenliebe! warfst dich bis zum Tod laß mich immer mehr auf ganz deines Vaters Wil: Erden deinem Bilde ähnlen. Dein Hauptgeschäft lich werden! war dieß allein, Vollfüh rer seines Plans zu seyn. Mel. Nro. 44. 4. Du giengst ganz still Herr, deine Allmacht zc. zum Kreuze hin, die Mara 129. u wesentli: ter auszustehen, bereit, mit Du ches Eben göttlich groffem Sinn, für bild der allerhöchsten Lie: Mörder selbst zu flehen be! Du warst, o Jesu, Wie trugst du nicht, in ganz erfüllt mit Gott ge: Gott gefaßt, der Schan weihtem Triebe. Gott war de und der Marter Last! dein Zweck, dein höchstes 5. Herr, lehre mich Gut, ihm folgtest du mit dein Eigenthum, nach dei Heldenmuth. ner Tugend streben, di 2. Du warst mit ihm gleichgesinnt seyn, ser ein Sinn, ein Herz, sein mein Ruhm, und Wonne Wille war dein Wille. Du so zu leben. O hilf, da ehrtest ihn, gedrückt von ich so gern, wie du, de Schmerz, mit höchst zu: Willen deines Varers thu XI Von dem Leiden, Tode zc. XI. Von dem Leiden, Tode und Begräbniß Jesu. Mel. Nro 144. Unschuldger Jesu, was ic. 157 und Entzücken am Kreuz erblicken. 130. Herr 5. Es schlägt den Stolz stárke und mein Verdienst dar: mich, dein nieder. Es stürzt mich tief, leiden zu bedenken, mich und es erhebt mich wieder; in das Meer der Liebe zu lehrt mich mein Glück, versenken, die dich bewog, macht mich aus Gottes von aller Schuld des Bò: Feinde zu seinem Freunde. sen uns zu erlösen. 6. D Herr, mein Heil, an 2. Vereint mit Gott, den ich herzlich glaube, ich ein Mensch gleich uns auf liege hier vor dir gebückt Erden, und bis zum Tod im Staube; Verliehre am Kreuz gehorsam wer: mich mit dankendem Ges den; An unsrer Statt ge müthe in deiner Güte. martert und zerschlagen, die Sünde tragen! 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken. 3. Welch wundervoll Allein sollt ich darum im hochheiliges Geschäfte! Glauben wanken? Ich bin Sinn ich ihm nach, solein Mensch; Darf der finken meine Kräfte, mein sich unterwinden, Gott Herz erbebt; Ich sehe und zu ergründen? J empfinde den Fluch der 8. Des Höchsten Thun Sunde.. ist, Gnad und Lieb erweis 4. btt ist gerecht, einssen; Uns kommt es zu, Racher alles Bosen. Gott sie demuthsvoll zu preiz ist d. Lieb, und läßt diessen, zu sehn, wie hoch, Velferlösen. Dieß kann wann Gott uns Gnad er: min Geist mit Schrecken zeiget, die Gnade steiget. 9. So 158 Von dem Leiden, Tode 9. So sen denn ewig drauf du die Strafe weis: auch von mir gepriesen lich selbst geleget; daß du für das Erbarmen, das die Schuld an den verlohrs du mir erwiesen! Da du, nen Schafen nicht dürf mein Heiland, auch fürstest strafen. mich dein Leben dahin ge: geben. 4. Was ist der Mensch, daß du sein so gedenkest, IO. Du liebtest mich; und deinen Sohn ihm zum Ich will dich wieder lie: Bersöhner schenkest! Was ben, und státs mit Freu: findest du an mir und an den deinen Willen üben; uns allen für Wohlge: O gieb, zu diesem seli: fallen. gen Geschäfte, státs neue Kräfte! 5. Verdient Berach: tung gütiger Geseze, vers Mel. Nro. 144. dient Verschwendung un Unschuld'ger Jesu, was ic. scházbarer Scháze, ver: ott, der du für dient gehäufte gröbliche Verschuldung 131. Sohn gegeben! Wer kann Duldung. doch gnugsam deine Huld erheben? 6. O welche Tiefe dei Wie herrlich ner Menschenliebe! Wer zeigst du im Erldsungs: faßt, o Gott, die Grösse werke der Gnade Stárke! ihrer Triebe? Du thust 2. Dein ew'ger Sohn weit mehr zu stirbt für die Menschen Wohlergehen, finder; Der Heiligste tritt verstehen. an die Statt der Sünder; Der Seligste begiebt sich seiner Freuden, für uns zu leiden! unserm als wit 7. Ach lehre mich recht deine Huld erkennen, voll Zuversicht dich meiner Ba ter nennen, und zum er 3. Er wird das Lamm, horsam dir mein gan das aller Sünden tråget, teben willig ergeben. 8. Was und Begräbniß Jesu. 159 8. Was mir dein Sohn, könnt ich noch nach meis da er für mich gestorben, nem Willen leben? Und von deiner Huld durch sei nicht vielmehr, weil ich nen Tod erworben, das dir angehöre, zu deiner werde mir zu meinem ew":[ Ehre? gen Heile, auch nun zu Theile. 4. Ich sollte nicht, wann Leiden dieser Erden, wann 9. Dein Friede wohne Kreuz mich trift, gelaßnes ståts in meinem Herzen, Herzens werden? Da du und tröste mich bei des so viel für uns, die wirs Gewissens Schmerzen; verschuldet, liebreich er: Dein Geist sey mit mir, duldet! deinen guten Willen treul 5. Für welche du dein zu erfüllen! Leben selbst gelassen, wie könnt ich sie, pe meine Jauchzt unserm Gott! ic. Brüder, hassen; Und nicht, Mel. Nro. 62. deinen Geist wie du, wann sie mich unmich ståts, tertreten, für sie noch bes 132. mein Heiland, lehren, das ten? Wort von deinem Kreuze 6. Ich will nicht Haß so zu ehren, daß ich ge: mit gleichem Haß vergel: rreu in dem Beruf der ten, wann man mich schilt, liebe mich christlich übe. nicht rachvoll wieder schel2. Das Gute thun, das ten. Du, Heiliger! Du Böse fliehn und meiden, Herr und Haupt der Glie: Herr, diese Pflicht lehrt der! schaltst auch nicht mich dein heilig Leiden. wieder. Konnt h zugleich das 7. Ein reines Herz Bose mir erlauben, und gleich deinem edlen Her: an dih glauben? zen, dieß ist der Dank für Da du dich selbst für deine Todesschmerzen. mich dahin gegeben, wie Gott gebe uns die Kraft in 160 Von dem Leiden, Tode in deinem Namen, dirshast du dein Werk vollen: nachzuahmen! det, wegzuthun die Misse: 8. Unendlich Glück! Du that; Doch, in den Gelittest uns zu Gute; Jch dächtnißtagen deiner Leis bin versöhnt mit deinem den, Jesu, sagen deine theuren Blute. Du hast Theurerlösten dir billig mir Heil, da du für mich neuen Dank dafür. gestorben, am Kreuz er: worben. 3. Du betratst, für uns zu sterben, willig dein. 9. So bin ich dann leidensbahn, stiegst, uns schon selig hier im Glau: Leben zu erwerben, gern ben! so wird mir nichts! den Todesberg hinan nichts meine Krone rau- trugst, vergessend eigne ben! So werd ich dort, Schmerzen, deine Men von Herrlichkeit umgeben, schen nur im Herzen. Die einst ewig leben! se Liebe preisen wir! Ur vergeßlich sey sie mir! Mel. Nro. 440. Alle Menschen müssen ic. u, der Men 133. 4. Meinetwegen trug du Bande, littest frech schen Heil kästrer Spott, achtete und Leben, deß sich meine nicht Schmach und Schan Seele freut, der für mich de, mein Versöhner un sich hingegeben, Stifter mein Gott. Mich haft& meiner Seligkeit! Du, der Noth entrissen, der lieber wollt erblassen, mich hätte treffen müsse als mich im Verderben Wie verpflichtet bin lassen; Ach, wie dank, dir lebenslang, mein He wie dankich dir, mein Er: dafür! löser, gnug dafür! t 5. Frevler krönten d 2. Menschenfreund, zum Hohne, deine Edit von Gott gesendet, zu er: blutete unter einer D füllen seinen Rath, längst nenkrone, König aller S nige und Begräbniß Jesu. 161 nige! Das hast du für drang dich zu dem mit: mich erlitten, mir die Eh: leidsvollen Triebe, für eis renkron erstritten. Preis, ne Welt voll Sünder selbst Anbetung, Dank sey dir, dein Leben dahin zu geben. liebenswürdigster dafür. 2. Fürwahr, du trugest 6. Du, der tausendfa: unsrer Sünden Schmer: che Schmerzen mir zu Liezen. O welches Herz be gern ertrug, deinem gleicht deinem edlen Her: großmuthvollen Herzenszen! Du liessfest ansre war mein Heil Belohnung Schuld an dir bestrafen, gnug. Trost in meinen uns Heil zu schaffen. lezten Stunden floß auch 3. O laß dieß Heil doch mir aus deinen Wunden, auch mein Erbe werden! Herr, ich dank, ich danke Was hab ich sonst für dir einst im Tode noch sichern Trost auf Erden? dafür! Was giebt mir sonst wohl 7. Nuh im Leben, Trost sichern Grund zur Freude, fam Grabe, unaussprech wann ich einst scheide? etlicher Gewinn, den ich dir 4. Du bist ja auch für u danken habe! Dir, deß mich, o Herr, gestorben. ich nun ewig bin, Jesu, dir Was du der Welt durch mein Herz zu geben, dei: deinen Tod erworben, das uner Tugend nachzustreben, haft duja, von grosser Treu i dir zu trau'n, zu sterben geleitet, auch mir bereitet. ndir, dieß, dieß sey mein i Dauk dafür! 5. Erhalte selbst mein Herz bei diesem Glauben: Kein banger Zweifel müss se ihn mir rauben! Er il Mef. Nro. 62. i Jauchst unserm Gott! 20. müsse mich zum Fleiß in 134. en hochge: guten Werken beständig Se priesen, stärken. Herr, für deine Liebe! Sie 6. Sollt ich mich nun noch Von dem Leiden, Tode fer noch frevelhaft erkühnen, dir, mein Heiland, sem der Sünde, die ich to mein ganzes Leben zum dete, zu dienen, so könnt' Dienst ergeben. ich mich mit den von dir 8. Nichts soll mich je Erlösten nicht deiner trovon deiner Liebe scheiden, sten. ich bleibe dein, bis du mich 7. Nein, dir allein, der dort wirst weiden, wo dei du durch deine Wunden ne Liebe mit verklärten auf ewig mich zu deinem Zungen ståts wird besun Dienst verbunden; Nurgen. 135. 162 tut tint T * mei ner Seele Urs IWie viel Trost und Zuversicht fließt # 1 sprung meiner Freuden! Nimm den Dank in aus deinem Lei den! Gnaden an, den ich dir jezt singe; Deß, wo du an mir gethan, bin ich zu geringe. 2. Ich erwag es hin Schmach und Todespe und her, was dich ange: willig ausgestanden. trieben, eine Sündenwelt 3. War es unre Wi so sehr, wie du thatst, zu digket? Nein! Des B lieben, uns Verlohrne zusters Güte, deines Hee befrein, hast du Angst Freundlichkeit, und und Banden, Geiffeln, jtreu Gemüthe; Dieß dich und Begräbniß Jesu. 163 dich ans Kreuz gebracht, 7. Laß, sobald mein daß kein Mensch verzagte, Herz erschrickt über seine wenn der Sünder Meng Sünden, wenn auf dich und Macht das Gewissen mein Glaube blickt, mich, nagte. Herr, Gnade finden! Sieh, 4. O du wunderbarer ich fall zerknirscht von Rath, den man nie ergrün: Reu, mit wahrhafter Buſdet! O du wunderbare se, und dem Vorsaz besfrer That, die man nirgend fin: Treu, Jesu, dir zu Fusse. dit! Sünden, deren, Gott 8. Nun, ich weiß, wors zum Holyn, Menschen sich auf ich bau, und bei wem erfrechen, die läßt Gottes ich bleibe, wessen Für: eigner Sohn an sich stren- sprach ich vertrau, und an ge råchen. wen ich glaube. Jesu, du, 5. Meine grosse Sün: du bists allein, welcher denschuld traf den treuen mich beschirmet, wenn Bürgen; Er ließ sich aus gleich des Gewissens Pein grosser Huld mir zu Gut auf die Seele stürmet. erwürgen. So hater uns 26 9. Hier bin ich dein Eiz heil gebracht: Sollt uns genthum, soll dort mit dir nicht geziemen, seiner Lieferben. Drum will ich zu be starke Macht ewiglich seinem Ruhmleben, und zu 6. Herr, dein Friede einst rühmen mag, auch sterben; daß auch ich sey mit mir! Und auf mein dem Grab erstanden: Mei: Gewissen, wann es zaget, nes Jesu groffer Tag, Heil laß vor, dir Trost und mir! ist vorhanden. Freude fliessen! Trost er: aus gießt in jedes Herz sich aus Mel. Die vorhergehende. deinem Herzen, auch den bärgster a 115 in at hein Erlöser, Gottes 136. Me Mein Seelenschmerz bejlen deine Schmerzen. Sohn, der du für mich lit: { 2 test, 164 Von dem Leiden, Tode test, und erhöht auf Got: deinen Kreuzestod mei: tes Thron jezt noch für nen Tod bezwungen. mich bittest. Welche Wohl 5. Herr, was bin ich, that ist für mich dein ver: daß du mein dich so ange: föhnend Leiden! O wie nommen? Laß die Frucht preis ich würdig dich, von deiner Pein mir zu Stifter meiner Freuden. statten kommen, Gieb mir 2. Dir, dem Herrn der Weisheit, gieb mir Kraft Herrlichkeit, war es ja ge:( denn du hasts in Händen) geben, ohne Schmerzen, was du mir zum Heil ohne Leid, ewig froh zu le: verschafft, gläubig anzue ben. Aber, o der grossen wenden. Huld! Daß ich selig 6. Strafet mein Ge: würde, übernahmst du in wissen mich, reun mich mei: Geduld schwerer Leiden neSünden; O, dann laß, Bürde. gestärkt durch dich, mich 3. Nun kann meine den Trost empfinden, daß Missethat noch Vergebung du auch für meine Schuld finden; Denn du starbst, bist am Kreuz gestorben, nach Gottes Rath, für der und zu Gottes Baterhuld Menschen Sünden. Unsre Zutritt mir erworben. Strafen trugest du, uns 7. Laß das Wortvon vom Fluch zu retten, daß deinem Kreuz mich mit wir im Gewissen Ruh, mit Much beleben, standhaft Gott Friede hätten. jeder Sünde Reiz hier zu 4. Froh kann ich ins widerstreben. Treib mich Todesthal, schon im vor: mächtig dazu an, mich vor aus sehen, und zu jener Gott zu scheuen, was ich Welt einmal ohne Schrek: unrecht je gethan, tanig ken gehen; Denn du hast zu bereuen. aus aller Noth Rettung 8. 8. Stärke mich durch mir errungen und durch deinen Tod auf die leztan Stun: und Begräbniß Jesu. 165 Stunden. Wie du deine Sünde zu vermeiden. Laß Todesnoth siegreich über uns an deine grosse Noth, wunden, o so hilf dazu an deinen martervollen auch mir! Laß mich fröh: Tod, so lang wir leben, lich scheiden! Herr, so dank denken. ich ewig dir für dein bit: tres leiden. 2. Izt wollen wir voll Dankbarkeit, von Herzen Mel. Nro. 269. dir lobsingen, und wann Gerechter Gott, vor 2c. du zu der Seligkeit uns err Jesu, wirft dereinstens bringen, 137. He deine Angst so wollen wir dort noch und Pein, und dein versöh: vielmehr, mit deinem gan nend Leiden, laß allzeit zen Himmelsheer, dich, uns vor Augen seyn, die Jesu, ewig loben. 1. Das Leiden Jesu am Dehlberge. 138. Бъ titl 7bb tit! 1100 # $ o gehst du, Je su, willig hin, für mich, der ich verlohren bin, F dein Leiden an zu treten, an zu treten, Du, der du zu kämpfen und zu beten. T 191 nichts verbrochen hast, gehst hin, um al 十 二 ler Sünden Last allein auf dich zu laden. FI 一 五十 b- 1 Ich nur verdien te Strafen, ich. Du aber £ 3 nimmst Univ.- Bibl. Glessen 166 Von dem Leiden, Tode nimmst sie all auf dich, damit sie mir nicht schaden. 2. Kannden, der allen test du von solcher Angst, o Stärke giebt, kann den Herr, bestürmet werden? auch Furcht erschüttern? 4. Duzagst, mein Hei: Selbst Christi Seele wird land! Ach, nur ich, ich hát: betrübt, und seine Glieder te zagen sollen; Doch selbst zittern. Ach, hingesun- durch Leiden hast du mich ken auf die Knie, arbeitet vom Tode retten wollen. er in schwerer Müh, und Ach, hättest du nicht sein betet, kämpft und zaget! Gericht auf dich genom: Er wünscht den schweren men, war ich nicht in Jam: Kampf verkürzt. Wer mer ganz versunken? Nun siehts, und höret nicht be: läßt der Richter auf dein stürzt, wie bitterlich er Fichn, vor mir den Kelch klaget? vorübergehn; Denn du haft ihn getrunken. 3. Gott, du bist heilig, wunderbar in allen deinen 5. Heil mir! Der Sohn Werken! Ein Knecht, ein des Höchsten hat für mich Engel muß sogar den sich richten lassen. Gott, Herrn vom Himmel står wer kann deinen weissen fen. Er ringt, von seinem Nath, wer dein Erbarmen Angesicht träuft Schweiß, fassen! Nun, jauchze, wem ach, wer entsezt sich nicht? die Sünde reut, wer Jesu Wer litt, wie er, auf Er: Christi sich erfreut; Er den? Der du in reiner Un: wird vor Gott bestehenschuld prangst! Wie konn Du, der du glaubst, wer scha: und Begräbniß Jesu. 167 schadet dir? Wer will ver: er gestorben! Ach, wache, dammen? Gott ist hier! daß die Sünde sich nie Du wirst den Tod nicht dein bemächtige, nech dich sehen. in deiner Treu erschüttre! 6. Doch denk, um wel: Lockt ihre Stimme, höre chen theuren Preis dein nicht, schau hin zum Dehl: Heiland dich erworben! berg, ins Gericht, das Je: Für dich rang er im blut: sum traf, und zittre! gen Schweiß, für dich ist 2. Die Gefangennehmung Jesu. Mel. Nro. 440. des, heilst die Wunde dei Alle Menschen müssen zc. nes Feindes; Und dein Arm nimmt Fesseln an, die er doch vermeiden kann. 3. Dank dir für so gross den Heil und Leben uns se Güte! Zeige nun auch gebracht! Ach, wie hart deine Treu, und befreie wirst du gebunden! Du mein Gemüthe von dek Verbrechern gleich ge: Sünden Sklaverei; daß macht! DeinerFeinde gan mein Fleisch sich nie ver: ze Zücke kennst du, und stricke, Weltverführung weichst nicht zurücke, giebst nie berücke, des Versu: mit edlem Heldensinn dich chers Arglist nie in sein in ihre Bande hin. Nez mich wieder zieh. 2. Treuer Bürg, um 4. Und soll ich den unsertwillen streckst du dei: Ruhm erlangen, daß ich, ne Hände dar, Gottes deines Geistes voll, in Rathschluß zu erfüllen, Bekennerfesseln prangen, schonest du der frechen deinetwegen leiden soll; Schaar; Wehrst dem Ach, so laß mich in den Schwerdte deines Freun: Banden, in Gefängniß, $ 4 Schmach. 139. Jefu Chrifte dessen Wun TI 168 Von dem Leiden, Tode Schmach und Schanden, mein Heiland, ähnlich ja in aller Todespein dir, segn! 3. Ueber die Verlassung Jesu von seinen Jüngern. Mel. Nro. 94. so schwach! So viel sein Du, dér kein Böses thut. Muth versprach, liegt er zein Jesu, doch da im Staube. Era 140. Mein für dein loschen ist sein Glaube, Herz welch ein so herber sein kühner Muth gedám: Schmerz! Den du weit pfet. Ach Christen, wacht mehr empfunden, als und kämpfet! Bande, Schlág und Wun 5. Wo ist nun Petri den! Die kleine Zahl von Treu! Der Jesum vor: Freunden kränkt dich, mals frei für Gottes gleich deinen Feinden. Sohn bekannte, für ihn 2. Kaum naht sich die von Eifer brannte, läßt Gefahr, so bebt der Jün sich durch Furcht bethò: ger Schaar. Die erst sich ren, ihn treulos abzu: hoch vermessen, eh sie der schwören. Kreu vergessen, den Tod auch vorzuziehen, verlas sen dich und fliehen. 6. Doch Herr, dein Lie besblick bringt ihn alsbald zurück. Er fühlet sein 3. Der fühn sein Verbrechen, kann nun vor Schwerdt gezückt, dein Pe: Schmerz nicht sprechen, trus selbst erschrickt. Er und weint nur bittre Thrás flieht, eh Bande drohen, nen, die sich nach Gnadeschämt sich, daß er geflo- sehnen. hen, kehrt um, und eilt 7. Er sucht, und findet verwegen dem tiefern Fall sie; Berzagt drum, Sun: entgegen. der, nie! Gott ist unenda 4. Wie ist der Menschlich gütig, seyd also nicht klein: und Begräbniß Jesu. 169 kleinmüthig; So groß sind Neze stellt, einst Jesu, von keine Sünden, sie können den Deinen; laß mich mit Gnade finden. Petro weinen, um Gnad 8. Ach, trennt mich auch in Demuth beten, nie Ju die Welt, die státs mir das Weg betreten. 4. Ueber Petri Verläugnung. Mel. Nro. 145. Bekennen will ichs, Jesu, Hin an dein Kreuz zu zc. dir; oft hab ich dich ver: on Furcht da läugnet. Bergieb, vergieb 141. Bon hin geriffen, es mir! verläugnet Petrus dich. 4. Bald straft ihn sein Gemens wissen, da weint er bitter: schmähten lich. Liefdringet ihm dein Sport dich höhnte, WeltBlick ins Herz, er fleht jusèrretter, dich, ihren Herrn dir um Gnade und du und Gott; Dann schwieg stillst seinen Schmerz. ich zaghaft, schämte mich, 2. Wie wuchs nun dei ein Christ zu seyn, und nes Zeugen Beständigkeit scheute mehr ihren Spott, und Much! Furcht konnt als dich. ihn nicht mehr beugen, für 5. Du hast, o Herr, dein dich, Herr, floß sein Blut. Leben für meine Selig; Dich, seinen Herrn, und keit so willig hingegeben, seinen Gott, verherrlichte zum Segnen so bereit. wie sein Leben, verherrlichte Wie undankbar sein Tod. Wann deines NaSpotter dich wann ihr " schwach war ich, daß 3. Betrübt ist meine ich den Sport der Sün: Seele, erfüllt mit Reu und der mehr fürchtete, als Schmerz! Was hilfts, dich! daß ichs verhele? Schaust 6. Ich seh izt, ich du mir nicht ins Herz? empfinde die Grösse dieser Schuld, 25 170 Von dem Leiden, Tode als Schuld, vergieb mir diese Gott, das fürchte meine Sünde, nach deiner gros: Seele weit mehr sen Huld! Erbarmend sahst Quaal und Tod. du Petrum an; Laß eine 8. Laß mich nichts von gleiche Gnade mich, o dir trenuen, laß mich dich mein Heil, empfahn! frei und gern vor aller 7. Laß mich bei meiner Welt bekennen, dich, meis Reue den Bund mit dir nen Gott und Herrn! erneun, Standhaftigkeit Denn vor dem Vater im und Treue dir, mein Ver: Gericht verläugneft du, o föhner, weihn! Dich zu Richter, mich, wenn ich verläugnen, Herr, mein treu bin, nicht. 5. Das Leiden Jesu vor dem weltlichen Gerichte. Mel. Nro. 291. zünden: Dann fordert er O Gott, du frommer ic. die Schmach, die er für 142. Sebt, welch euch empfand, so ihr euch ein Mensch nicht bekehrt, mit Recht Ach seht! Mit Schand ist von eurer Hand. er bedecket, der Glanz 3. Seht, welch ein der Herrlichkeit! Schaut, Mensch! Die ihr in Hei Menschen, und erschrecket! ligkeit ihm dienet, schaut, Des Höchsten Sohn habt wie er Sünden büßt! ihr so tief herabgebracht! Schaut, wie er uns vera So viele Noth hat ihm fühnet! Wohl euch, daß sei nur eure Schuld gemacht. ne Schmach euch schmer. 2. Seht, welch ein zet und betrübt! Erfreuer Mensch, Weh euch, wann euch des Heils, das diese noch vor euren Sünden Schmach euch giebt! nicht euer Herz erschrickt! 4. Seht, welch ein Sein Zorn wird sich ent: Mensch! hier steht, Ver brechern und Begräbniß Jesu. 171 brechern gleich gebunden, tragen! Ach wißt, daß die:an dem sein Richter selbst se Hand ein eisern Zepter ganz keine Schuld gefun: trägt! Sorgt Frevler, daß den. Dieß Zeugniß ist mir sie euch nicht einst im Zorn werth; Denn wär er nicht zerschlägt. ganz rein, wie könnt er da für uns ein gültigs Opser seyn? 8. Geht, welch ein Mensch! Schaut hin! Erblickt ihr nicht mit Schrek5. Seht, welch einjken, wie Schmach und Mensch! Ach feht! Wie ist Speichel ihm sein Antliz sein Leib zerrissen! Seht, überdecken! Gott, wie viel was für Ströme Bluts schnöde Schmach, trifft aus seinen Wunden flief- jdeinen Sohn um mich! sen! Heilsame, theure mein Dank ergießt vor dir Fluth! Aus diesen Wun: in heissen Thränen sich. den quillt, was unsre 9. Seht, welch ein Schäden heilt, und das Mensch! Mein Herz soll Gewissen stillt. seiner ståts gedenken. Ob 6. Seht, welch ein dieseleiden mir schon ew': Mensch! Ach seht schmerz ge Freuden schenken, so laß hafte Dornen krönen sein Herr, ihrer nie mich ohne majestätisch Haupt! Doch Wehmuth freun, und laß mag die Welt dich höhnen, mich ja für dich nie Spott mein Jesu, mir bleibst du und Schande scheun! ein König auch noch hier, voll Ehrerbietigkeit beug ich die Knie vor dir. Mel. Nro 269. Gerechter Gott, vor dein. 7. Seht, welch ein Mensch: Ach feht! Er muß 143. eht welch ein Mensch! vom Rohr zerschlagen, Wie lag so schwer auf ihm noch in der eignen Hand die Last der Sünde! Wie des Frevlers Werkzeug unaussprechlich duldet er für " 172 Von dem Leiden, Tode für euch, ihr Menschen- jihn nicht verdammen; kinder; So leiden sah Denn die Unschuld spricht von Anbegin die Erde zu mächtig für sein Le: keinen je, als ihn, so wird ben. auch keiner leiden. 5. Vergeblich, ach! ver: 2. Der Sohn des Höch: geblich war die Mensch: sten und selbst Gott, einlichkeit der Heiden; Die Helfer, ein Gerechter aufgebrachte wilde ward frecher Missethäter Schaar sah Jesu Schmach Spott, und seines Volks mit Freuden. Sein Tod Gelächter. Wie ein Ber: befriedigt sie allein; Sit brecher stand er da ver stürmten auf den Richter Flagt, verläumdet! Werlein, und schri'n: Er sterb ihn sah, der sah ihn mit am Kreuze! fab ihn Verachtung. 6. Du denkest ohn 3. Geschäftig war der Schaudern nie an diese Frevler Wuth, erfindrisch, Wuth der Sünder; Di ihn zu plagen. Sein Leib sprichst: Die Rache straf war ganz bedeckt mit Blut, te sie, und straft noch ih voll Striemen und zerre Kinder. D Seele schlagen. Mit einem denkst du auch dabei a Bist du Dornenkranz gekrönt, in deine Sünden? Königskleidern ausge: frei von Schuld am Tod höhnt, stand er vor sei Jesu. nen Feinden. 7. Sieh, welch ei Den Heiden, der Mensch! Er wird für die sein Richter war er verschmäher und zerschla griff ein menschlichSchrek: gen! Hor ihn, er spricht ken; Er stellt ihn seinen sich selber, ich muß dein Di Brüdern dar, ihr Mitleid Sünden tragen. zu erwecken. Seht, welch Schuld ist dein, durch me ein Mensch! Ich kann nen Tod versohn ich, Sun Sür der, und Begräbniß Jesu. 173 der, dich mit Gott, und lieb erkalten; Dein Leikerb um deinetwillen. den und dein Tod soll mich, 8. O hochgelobterGot: so lang ich lebe, Herr, an tessohn, du Tilger meiner dich und deine Lieb er: Sünden, erhöht auf dei innern. nes Vaters Thron, ach, laß 10. Lockt mich die Welt, mich Gnade finden! LaßflocktFleisch und Blut, mich deines Todes Schmach auf den Weg der Sünde, und Pein Gerechtigkeit so ruste mich mit Kraft und Heil mir seyn, um und Muth, daß ich ſie deiner Liebe willen! Jüberwinde. Dann rufe 9. Ich schwöre, Welt: du mir liebreich zu: Denk, erlöser, dir, und ewig will welch ein Mensch ich war! ichs halten: So wahr du Und du, du wolltest mich lebest, soll in mir nie deine nicht lieben? 6. Ueber die Verurtheilung Jesu. b 144. Le V mit! b 1 E Unschuld ger Jesu! Was hast du verbrochen, daß man das Todesurtheil dir 611 # 1 gesprochen? Du, Heiligster, bist ja in Mis 11+ sethaten niemals gerathen. 2. Und doch wirst du mit einem Dornenkranz verworfen und verhöhnet, zur Schmach gekrönet, ge: geiffelt 174 Von dem Leiden, Tode geisfelt, und, von Schmer: Fleisches Lüste dämpfe; zen schon entkräftet, ans So sey denn auch forthin Kreuz geheftet. mein ganzes Leben nur dir 8. 3. Was ist die Urfach ergeben! aller solcher Plagen? Ach, Gieb selbst zu dies unsre Sünden haben dich sem seligen Geschäfte, geschlagen. Zu ihrer Til mir Schwachen, deines gung hast du, Herr, erdul- guten Geistes Kräfte, det, was wir verschuldet. daß er mich zu dir ziehe 4. Wie wunderbarlich und regiere, zum Guten ist doch diese Strafe! Du, führe. guter Hirte leidest für die 9. Dann werd ich dank: Schafe; die Schuld be: voll deine Huld betrach zahlst du, Herr, für böse ten, die Lust der Welt aus Knechte, du, der Gerechte. lieb zu dir verachten; 5. grosse Lieb! O Lie: Mit allem Eifer suchen be, kaum zu fassen! auch deinen Willen treu zu er: mirzum Heil hast du dich füllen. martern lassen. Damit 10. Zu deiner Ehre will ich lerne Sünden ernstlich ich alles wagen, kein Dro: meiden, willst du, Herr, hen achten, keine Schmach leiden. noch Plagen; Mich fol 6. Ach, grosser Mittler, len auch des groß zu allen Zeiten, wie Todes Leiden nicht von kann ich genugsam deine dir scheiden. bangstem Treu ausbreiten? Kann wohl je II. Dieß alles, obs ger ich sie dir, Beherrscher ring ist gleich zu achten, aller Welten wirst du doch, mein Erbara vergelten? mer, nicht verachten; De 7. Doch dir gefällts, wirst dieß Opfer gnädig wenn ich mich selbst be: von mir nehmen, kämpfe, dir folge, und des mein nicht schämen. dich " 12, und Begräbniß Jesu. 175 12. Empfang ich dann Uleberwinder Krone, so soll dereinst vor deinem Thro: dich ewig unter Engelchos ne aus deiner Hand der ren mein Loblied ehren. 7. Das Leiden Jesu am Kreuze. 145. Tit!! # Hin an dein Kreuz zu treten, in voll Glauben an zu beten, Ver: I Laß mich mit Zittern *** deinem Lei den dich föhner, stár ke mich! -*11 13 und Vertraun, wie du dich für die Sünder FF hin in den Tod gabst, schaun! 2. Wie ist des Besten/ unnennbare Qualen, uns Seele bis in den Tod be: Menschen zu befrein. trübt! So brünstig, mei 4. Horts, die ihr eure ne Seele, hat Jesus, dich Herzen den Sünden noch geliebt! In heiffen Neng ergebt. Der Preis so vie: sten schwebt er da, mit unler Schmerzen ist, daß ihr frer Schuld beladen, dem ewig lebt. O nehmt an Opfertode nah. seiner Gnade Theil, erken: 3. Fallt nieder! Bebt, net seine Liebe, verwerft ihr Sünder! Verhüllt das nicht euer Heil. Angesicht! Izt ist für 5. Vernehmts auch ihr, Adams Kinder der Mitt- o Spötter, die ihr den ler im Gericht! Er leidet Mittler schmäht! Er ist unsers Todes Pein, fühlt auch euer Retter, hört für euch 176 Von dem Leiden, Tode euch sein Gebet: Sie wis leben am Stamm des sens nicht, was sie begehn, Kreuzes schweben! Dein vergieb, o Vater, ihnen, Heil sinkt in den Tod. wenn sie zu dir einst flehn! Der Fürst der Ehre leidet, 6. Ihr, eurer Brüder in Schmach und Hohn ge: Feinde, o schlagt an eure kleidet, was das Gesez Brust! Seyd aller Men: den Sündern droht. schen Freunde, verdammt 2. Tritt her zu seinem der Rache Lust! Vergeltet Kreuze; Hier fließt sein euren Hassern nie! Den Blut, das reize zur Busse Er fühlt Feinden, die euch sluchen, mich und dich. vergebt und segnet sie! in seinem Herzen unnenn: 7. Noch währen seine bar grosse Schmerzen aus Quaalen, noch trinkt er liebe gegen dich und mich. ohne Rast, der Leiden vol: 3. Wer hat dich so zer: le Schaalen, trägt unsrer schlagen? mein Heiland, Sünden last, und fühlt was für Plagen erträgst für uns des Todes Noth: du, welche Pein! Du bist Und nun ergreift den Müja nicht ein Sünder, wie den der fürchterlichste Tod. andre Menschenkinder; 8. Vor seines Todes Wer kann dich einer Schrecken verlischt der Sünde zeihn? Sonne licht; Die Engel 4, Wir, wir und unsre Gottes decken ihr bebend Sünden, der sich so viele Angesicht. Nun sinkt ersfinden, als Sandes an in des Todes Nacht! Erdem Meer, die haben dich barm, o Gott, dich unser! geschlagen, die brachten Er stirbt, es ist vollbracht. diese Plagen, auf dich, Mel. Nro. 82. und dieses Marterheer. In allen meinen Thaten. 5. Auch ich, ich sollte sieh 146, Welt, fieb bussen, die Strafe leiden. D hier dein müssen, entbehren Gottes Huld; und Begräbniß Jefu. 177 Huld; Die Geisseln und ganzer Wandel sey dein die Banden, und was du Ruhm! ausgestanden, verdient ich 10. Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und wegen meiner Schuld. 6. Du nimmst auf dei: Seele scheiden, mich trd: nen Rücken die Lasten, die sten und erfreun. Es soll mich drücken, undGott will von meinen Pflichten mich mir verzeihn. Du giengst täglich unterrichten, und der Straf entgegen, und Kraft zur Tugend mir littst sie, mir zum Segen, verleihn. mich von derselben zu be: frein. II. Wie strenge Gott Verbrechen an denen einst 7. Du sezest dich zum wird rächen, die seine Burgen, ja, lásfest dich er Huld verschmähn. Wie würgen für mich und mei: schwer sie ihrer Sünden ne Schuld; Für mich läßt Bestrafung werden fin: du dich krönen mit Dorden, will ich an deinem nen, und verhöhnen, und Leiden sehn. leid est alles mit Geduld. 8. Du gehst, auch mei: netwegen, der Todesnacht entgegen mit göttlich grof sem Muth; Du stirbst, mir vom Verderben Er tettung zu erwerben, und alles thust du mir zu gut. 9. Hoch bin ich dir ver: 13. Nie will ich wie: bunden, mein Heil! Zu der schelten, nie Spott allen Stunden bin ich dein mit Spott vergelten, nie, Eigenthum. Es thätig zu wann ich leide, dráun. Das beweisen, soll Seel und Unrecht will ich dulden, leib dich preifen. Mein dem Nächsten seine Schulz in den, 12. Dein Beispiel soll mich lehren, des Höchsten Rath zu ehren, auch wann er Trübsal schickt. Ich will des Lebens Plagen getrost und willig tragen, bis Got: tes Hilfe mich erquickt. MEZZO 178 Von dem Leiden, Tode den, wie du, von Herzens: das hat des Menschen Sohn gethan. grund verzeihn. 14. Gerührt von dei: der 2. Schau hin, wie der nen Plagen, will ich mit Gerechte für uns, Ernst entsagen dem, was Sünden Knechte, den bit: dir nicht gefällt; Was dei- tern Zornkelch trinkt; Wie ne Augen hassen, das will er ans Kreuz erhöhet für ich fliehn und lassen, gefiel seine Mörder flehet, und es auch der ganzen Welt. siegreich in den Tod hin: 15. Soll ich denn end: sinkt. 3. Wir Sünder sollten lich sterben, so laß dein Reich mich erben, und so sterben, Fluch lag auf getrost, wie du, den Geist Adams Erben; Fluch auf an meinem Ende in deines der argen Welt; Doch er Vaters Hände befehlen kam uns zu Gute, und gab zu der ew'gen Ruh. mit seinem Blute für uns ein ew'ges Lösegeld. Mel. Nro. 82. 147. ob 4. Kein Freund meins In allen meinen Thaten. es mit Freunden so tren Grohlocke, mein als es mit Feinden, er, un Gemüthe, ser Mittler, meint. Preis und bete Gottes Gute in ihm! dem Heberwinder deinem Heiland an. Was Nun sind wir Gottes Kin selbst der Engel Schaaren der, mit Gott versöhn zu thun nicht fähig waren, durch unsern Freund. # 148. enn mich die Sünden kränken, so Wenn mich glaubensvoll be den ken, wie laß, Herr Jesu Christ, und Rettung von ge storben bist, der du PIC und Begräbniß Jesu. 179 der Schuldenlast den reuerfüllten Sündern am Kreuz erworben hast. 2. D wundervolle Liebe! 5. Herr, laß dein bit: Bedenks, o Seele, recht! ters Leiden mich reizen, Es starb aus freiem Trie: jals ein Christ mit allem be der Herr für seinen Ernst zu meiden, was vor Knecht. Selbst seinen eig: dir fündlich ist; Nie komm nen Sohn gab Gott für es mir aus meinem Sinn, mich verlohrnen Menschen wie viel es dich gekostet, in Marter, Schmach und daß ich erlöset bin. Tod. 6. Mein Kreuz und 3. Was kann mir denn meine Plagen, und wars nun schaden der Fluch, der auch Schmach und Spott, Sündern droht? Gott hilf mir geduldig tragen, sieht auf mich in Gnaden; Laß nur, mein Herr und Durch Jesu Mittlerstod Gott, mich fliehen jede bin ich von diesem Fluch ust der Welt, und dem befreit, und darf nicht Erempel folgen, das du ängstlich fürchten Gericht mir vorgestellt. und Ewigkeit. 7. Laß mich an andern 4. Drum sag ich dir von Herzen jezt und mein üben, was du an mir ge lebentang für deine Tor than; und meinen Nächdesschmerzen, Erlöser, Lob sien lieben, gern dienen je: und Dank. Hilf, daß ich dermann, ohn Eigennuz und Heuchelei, und, wie dir für deine Treu auf ewig ganz ergeben und du mirs erwiesen, aus wahrer Lieb und Treu. thätig dankbar sey! M 2 8. In 180 Von dem Leiden, Tode 8. In meinen lezten diese Noth. Du bist es Stunden erquicke mich Herr, auf den ich trau! dein Tod; Daß ich, mit Stårk meine Seel im To: dir verbunden, besieg auch de, daß ich dich ewig schau! 149. tut UD m Gnade für die Sünderwelt Du fühlest zwar der Feinde Wuth, flebst du, mein Heil! am Kreuz gequält von die, nicht ge såt ti get von Blut, am frecher Sünder Rotten. Doch siehst du Kreuz noch deiner spotten; LII mit erhabnem Blick von ihnen weg, auf den 11 zurück, denn diese Schaar in dir entehrt, rufst, 1 H11 daß es Erd und Himmel hört: Vergieb, o B Gott! Und führe nicht sie ins Gericht: Denn E was sie thun, verstehn sie nicht. 2. Erstaunend seh ich voll ist die Geduld, die dieseHuld. Wie mitleids: Mördern so begegnet! Ihr, und Begräbniß Jesu. 181 Ihr, die ihr euren Heivon Troste leer, weil mei: land ehrt, fühlt seiner ner Sünden furchtbar Großmuth hohen Werth, Heer aufs neue mich er: die selbst die Feinde seg: schrecket; O dann ver: net. Er hat durch segnen sichre mich aufs neu, daß des Gebet auch uns ein meines Gottes Vatertreu ewig Heilerfleht. Er sagt auch meine Schuld bede: auch ans, zu unsrer Ruh, cet. Mein Geist blickt Erbarmen und Vergebung glaubensvoll auf dich, und ju. Herr Jesu Christ, ge: freuet deiner Hilfe sich. lobt seyst du für deinen Beschließ ich meine Pil: Tod! Gott ist durch dich grimschaft, so stärke mich auch unser Gott. mit neuer Kraft. Herr 3. Daß Gott mit Lang: Jesu Christ! Der lezte muth und Geduld, auch Kampf wird mir versüßt, selbst bei sehr gehäufter wenn du mein Trost im Schuld, der Sünder den Tode bist. noch schonet; Daß er so 5. Den sanften liebe: liebreich ihrer denkt, und vollen Sinn, daß ich ein ihnen Frist zur Busse Freund der Feinde bin, schenkt, eh nach Verdienst floß, Herr, in meine See: er lohnet; Daß ich noch le! Gieb, daß mein christ: fröhlich sagen kann: Auch lich sanftes Herz, bei mich, michSunder, nimmt unverdientem Haß und Gott an! Hast du durch Schmerz, dir meine Sach deines Todes Kraft, mein empfehle. Besänftige mein treuer Heiland, mir verreges Blut, und flammt schafft. O Jesu Christ, des Zornes wilde Glut mein Herr und Gott! Mein mein Herz zur Rachbe: Herr und Gott! Vertritt gierde an; so erinnre du mich bis an den Tod. 4. Wird je mein Herz mich daran, Herr Jesu Christ! wie du am Kreuz M 3 durch. Von dem Leiden, Tode durch dein Gebet selbst fremde Schulden. Er deinen Mörder Gnad er der die Todten auferweck fleht. muß nun, mit Wunde 6. Mich tröste deinVers überdeckt, den Tod de föhnungstod! Es bilde Mörder dulden. mich deinGeist, mein Gott, 2. Geduldig fiehet. daß ich dir áhnlich werde sein Blut in vollen Stri zeuch mich, du erhöhmen fliessen, fleht für di ter Held, zu dir hinauf Frevler, die voll Wut vom Dienst der Welt, es im Triumph vergiessen zum Himmel von der Er: Schau! izt umhüllt ih de! Du bist das Haupt, tiefe Nacht, und hör! wir folgen dir, zeuch uns ruft: es ist vollbracht dir nach, so laufen wir; Und senkt sein Haupt nu So wollen wir uns deiner nieder. O meine Seele Pein, und deines Todes freue dich! Dir gab, de ewig freun. Herr Jesushier am Kreuz erblich Christ! Wie selig ist, wie das Recht zum Himme selig ist der Mensch, dem wieder. du ein Heiland bist! 182 Mel. Nro. 138. So gehst du, Jefu ic. 3. Der Herr hat dein Missethat den Fluch fin dich getragen. D Seele deine Sünde hat der Frommen so zerschlagen 150. Eutreiffe dich mein ganzer Durch ihn nimmt dich de Sinn, der Weltund ihren Bater an. Die Wunde Freuden, eil zu dem To seiner Güte kann kein irr deshügel hin, und siche disch Lied erheben. Dod Jesum leiden! Ihr Him: hort er unsre Lieder gern mel, welch ein Mensch ist Anbetung, Preis un das! Gequält aus unver: Dank dem Herrn, der un dientem Haß, büßt er für sein Heil gegeben! 151. 151.¹ Junt! bbb C T und Begräbniß Jefu. bbb 7bb5 Kom pomm, laß uns Jesum sterben sehen, auf dessen fürchterlichen Höhen I # mein Herz! sieh hin nach Gol ga tha, einst Got tes größ tes Werk geschah. # Erwag an diesem heil'gen Orte des ster: FE benden Erlosers Worte, und rufe Gott 11 # 1 his 1 im Glauben an! Sie können dir viel Trost 183 # im Leben, und einst noch Trost im Tode 111 THE geben, wenn hier dich nichts mehr trösten 母 全 1 kann. 2. Geduldig bei dem größte Beter fleht lieb: größten Schmerzen, reich noch für Missethäter, nimmt er sich seiner Fein: Werkzeuge seiner Pein de an, und ruft mit sanft und Schmach. Mensch, muthvollem Herzen; sie wann dich Rach und Zorn wissen nicht, was sie ge: verführen, laß dich durch than. Der Göttliche, der dieses Beispiel rühren, M 4 und 184 Von dem Leiden, Tode und bete deinem Heiland 5. Wer kann die hohen nach. Leiden fassen, als Chri: 3. Welch Beispiel kind: ftus an dem Kreuze rief: lich frommer Triebe, als, mein Gott, wie hast du unter Leiden ohne Zahl, mich verlassen! Wie beu: der Herr dem Jünger sei: get ihn die Last so tief, die ner liebe die Mutter ster: ansee Sünden auf ihn bend noch empfahl! Ach! brachten! Bor Angst und Wird mein Aug einst um Pein mußt er verschmach: die Meinen in meinen leza ten, wär Gott nicht seine ten Stunden weinen, so Zuversicht. Herr, der für foll dieß Wort mir Trost mich zum Tod gegangen, verleihn! Der, als der für mich verlassen da ge: Tod schon um ihn schwebte, hangen, mein Herr und die Seinen noch zu schůzen Gott, verlaß mich nicht! strebte, wird auch der Meinen Pfleger seyn. 6. Der Herr des Him: mels und der Erde, von 4. Frohlockt, bußfer: allem labfal izt entblößt, tige Verbrecher! Wer wünscht, daß sein Durst glaubet, kommt nicht ins gestillet werde. Q Mensch, Gericht, hört, was zu der dich so theur erlöst, dem gebeugten Schächer der Heiland rufet dir noch der Mund der Liebe ster: heute im Armen, den an bend spricht: du wirst, so seiner Seite auch Hunger, ruft er ihm entgegen, noch Durst und Mangel drückt. heute, deines Glaubens O selig, wer den Ruf er: wegen, mit mir im Para: füllet! Denn, wer des Ar: diese seyn. O Herr, laß men Mangel stillet, der an des Todes Pforte einst hat den Heiland selbst er: diese trostesvolle Worte quickt. mich auch im lezten Kampf 7. Nun enden sich die erfreun! schweren Leiden; Derhei: land und Begräbniß Jesu. 185 land spricht: es ist voll: Seele, die allen Menschen bracht! O Wort des Sie: Heil erwarb. Nun war ges! Wort der Freuden! das grosse Werk vollendet, Du nimmst dem Tode wozu der Vater ihn gesen: seine Macht. Heil uns! det, da neigt er sanft sein Wer darf es nun wohl Haupt, und starb. wagen, uns, die Erlös: macht. 9. Mensch, kannst du ten, zu verklagen? Der ohne fromme Záhren den Friede ist mit Gott ge: Heiland Gottes sterben Gieb, daß am sehn? Muß du ihn nicht Ende meiner Tage auch mit Freuden ehren, und ich, o Herr, mit Freuden willig seinen Ruhm er: fage: Es ist vollbracht höhn? Oweine fromm bei Es ist vollbracht! seinen Plagen, und fröh: 8. Das lezte Wort aus lich sieh ihn nach drei deinem Munde, Herr Je: Tagen aus seinem Grabe su, sell auch meines seyn! auferstehn! Und, wenn Laß es in meiner Todes: ihn Spotter hier entehr: stunde mir Much und Zu- ten, doch wirst du ihn versicht verleihn! Du ru: als den Verklärten, zur fest: Bater! ich befehle Rechten seines Vaters in deine Hände meine sehn! 8. Tod Iesu. Mel. Nro. 342. Wer nur den lieben 2c. zens Grund. Das grosse Opfer ist geschehn, das 152. Es ist vollbracht! Sott auch mir zum Heil So ruft am ersehn. .Kreuze des sterbenden Er 2. Mein Jesus stirbt! lösers Mund. O Wort, DieFelsen beben; der Son voll Trost und Leben, reize nenschein verliehret sich; zur Freude meines Her: In Todte dringt ein neues IN 5 Leben, 186 Von dem Leiden, Lode Leben, der Heil'gen Grå- zu mit Macht, bis meine ber öffnen sich. Der Vor: Beßrung ist vollbracht. hang reißt, die Erde 6. Du littst so viel zu kracht. Der Welt Ver- meinemkeben. Wie? Sollt sohnung ist vollbracht. ich nicht voll Eifer seyn, 8. Wie viel, mein Heil, mich deinem Dienste zu hast du vollendet, als dir ergeben? Sollt ich dabei, das Herz im Tode brach! für Schmach mich scheun? Du hast den Fluch hinweg Dein, Jesu, seyn, dein gewendet, der auf der Eigenthum, sey meines Welt voll Sünder lag, HerzensFreud und Kuhm! und uns die Bahn durchs Todes Nacht zur frohen Ewigkeit gemacht. 7. Soll ich, bei, die ergebnem Herzen, auch hier durch manche Trüb: 4. Dankvolle Thránen, sal gehn, und hat mein nezt die Wangen! Mein Gott gehaufte Schmerzen Glaube sieht nun offenbar zu meiner Prüfung aus: die Schuldschrift an dem ersehn; So laß die Hoff: Kreuze hangen, die wider nung mich erfreun: auch meine Seele war. Er, den/ das wird einst geendigt mir Gott zum Trost ge seyn. macht, rief auch für mich! es ist vollbracht! 8. Fühl ich zulezt des TodesSchmerzen, so stár: 5. O hilf mir, Herr, te mich in solcher Last, und nun auch vollbringen, was mach es lebhaft meinem wahre Dankbarkeit be: Herzen, daß du den Tob gehrt; Laß nach der Hei: besieget hast. So geh ich ligung mich ringen, dazu froh zur Grabesnacht mit dein Tod mir Kraft ge: Siegsgefang: Es ist voll: währt. Oftárke mich da: bracht! 153. 153. Jat! und Begräbniß Jesu. 187 enn meine Seel den Tag bedenket, und, ach! an Seel und Leib gekránket, N an welchem mein Erlöser starb, und was mir durch sein Blut das Heil erwarb, er noch zulezt gesprochen, eh ihm sein liebend 華 -*Herz gebrochen; So bet ich ihn bewundernd + an. O möcht ich thun, wie er gethan. 2. O Jesu, der du un- laß mich nur leben, dich ter Schmerzen am Kreuzzu lieben so liebst du für deine Mörder batst, mich im Tode auch, und des gieb, daß mit leicht ver nimmst mich von föhntem Herzen ich auch Kreuzes Leiden zu dir ins verzeihe, wie du thatst! Paradies der Freuden, Die Rache sey dir überlas damit ich, wie im Leben sen! Hilf, daß ich liebe, treu, auch nach dem Tor die mich hassen; Vergieb de selig sey. den Feinden ihre Schuld; 4. 4. Wie sollt ich nicht Gieb ihnen Reue, mir die Sünde hassen, da um Geduld. der Sünde willen dich, 3. Laß mich die Busse dich, unsern Bürgen, Gott nicht verschieben bis auf verlassen? den lezten Lebenshauch. nun nicht Mir ist Gott fürchterlich. Wann 188 Von dem Leiden, Tode Wann ihn ein zornig Erde, nach Gottes Willen, Dunkel decket, wann mich gute Nacht, auch rühmen des Todes Schatten schre: kann: Es ist vollbracht! cet; Erhört der mich, der 6. Mein Geist sey glaubig spricht: meinGott, deiner Hand empfohlen, mein Gott, verlaß mich wann sich mein Haupt im nicht! Tode neigt! Dann kommst 5. Es ist vollbracht! du, mich dahin zu hoh: Gott ist versöhner! Sosten, wo ewig aller Jam: rufst du laut vom Kreuz mer schweigt. Ich weiß, herab; und gehst, mit Ehr du läsfest meinem Glau: und Preis gekronet, bald ben nicht die verheißne triumphirend aus dem Krone rauben, und führst Grab. Du hilfft, daß aus irrdisch kurzer Pein ich auch siegen werde, und mich zu des Himmels geb ich einst der schnöden Freuden ein. 154. 1400 FE ELE nun un ist es aules wohl gemacht. Mein # Jesus ruft: Es ist vollbracht! Der neigt ſein # F EFFE * Haupt, o Mensch, und stirbt, der dir erwirbt Ell das Erbe, welches nie verdirbt. 2. Der, dem an Hoheit Erde kracht, und dicke teiner gleicht, der Herr Nacht verhüllt der Sonne der Herrlichkeit erbleicht. Glanz und Pracht? Was Wunder, daß die 3. Das und Begräbniß Jesu. 189 3. Das Heiligthum 7. Hin auf sein Kreuz steht aufgedeckt; Die Fel: will ich stats sehn, und sen borsten; Alles schreckt; dankvoll seine Tren er: Der Todten Gräber öffnen höhn; Trost soll er mir sich. Wie sichtbarlich zeigt im Sterben seyn, mich hier der Gottheit Finger dann erfreun. So schlaf sich! ich sanft und selig ein. 4. Weil denn die Krea: 8. Ertödte selbst in mei: tur sich regt, so werd auchsner Brust, mein Heiland, du, mein Herz, bewegt! jede bèse Lust; Dein Ted, Empfinde reuvoll deine der mir das Leben schafft, Schuld; Aus Gottes Huld verleih mir Kraft im starb Jesus auch für deine Kampf mit meiner Leiden: Schuld. schaft. 5. Sein Lod( 0, nimm) 9. Gestärkt von dir, es wohl in Acht!) hatTrost besieg ich sie, und scheue und Heil auch dir gebracht. dabei keine Müh. Ich seze, Verehre den, der bis zum freudig auf dein Wort, Grab sich für dich gab, und den Kampf hier fort, und stirb dem Sündenleben ab. volle Ruh erwart ich dort. 6. Ja, Vater, unter IO. Wie dank ich dir, Pein und Hohn, erbleicht Herr Jesu Christ, daß du am Kreuz dein eigner für mich gestorben bist! Sohn; Nun ist kein Zwei: Dich preis ich hier schon fel, deine Huld tilgt meine hocherfreut, doch nach der Schuld, und trägt forthin Zeit, uoch froher in der mit mir Geduld. Ewigkeit. 9. Begräbniß Jesu. 155.|| ( o schlummerst du in stiller Ruh, der ¹6 190 Von dem Leiden, Tode der du für uns gestorben, und am Kreuz uns 7¹6 schmerzenvoll ew'ges Heil erworben. 2. Du bist erblaßt, of 7. Nicht ganz verdirbt Herr, und hast doch in dir mein Leib, der stirbt, er selbst daskeben, gleich den wird einst auferstehen, und Sterblichen hält dich nun mitHimmelsglanz verklärt das Grab umgeben. aus dem Grabe gehen. 3. Doch Heil sey mir! 8. So sink ins Grab, Herr, du willst hier nicht meinkeib, hinab! Ich will die Verwesung sehen, son mich drum nicht kränken, dern bald aus eigner Kraft sondern, Jesu, mir zum aus dem Grabe gehen. Trost, an dein Grab ge: 4. Ich weiß, du wirst, denken. mein Lebensfürst, einst meinen Staub erwecken. Mel. Die vorige. Sollte denn mein gläubig 156. Hier ruht der Held, der Herz vor dem Grab er: dich, o Welt, durch sei nen Tod erworben. Er, schrecken? 5. Hier werd ich einst, des Vaters ew'ger Sohn, bis du erscheinst, in sans ist, als Mensch, gestorben. 2. O Sünder! Dir tem Frieden liegen; Denn durch deinen Tod kann ich zum Trost liegt hier des Tod und Grab besiegen. Lebens Herr begraben; 6. Thr, die die Welt Deine Sünden sind es, die gefesselt hält, zagt nur ihn getodtet haben. vor der Verwesung! Ich, 3. Ach! sollte nicht ich hoff in Christo einst dein Angesicht von Thras meines Leibs Erlösung. nen überfliessen! Da den Fels, und Begräbniß Jesu. 191 Fels, der dich gezeugt, Fels Erlösers Grab befreit deis und Gruft verschliessen? ne Gruft von Schrecken. 4. Der sterbend siegt, 10. Gink ich hinab ins dein Heiland liegt erblaßt finstre Grab, und werde hier in der Erde, daß der Staub, ich Armer, dann Mensch durch seinen Tod gedenke gnädig mein, fie: einst unsterblich werde. gender Erbarmer! 5. Du starbst für mich!| Für uns hat dich des Mel. Nro: 155Frommen Grab bedecket. So schlummerst du ic. Sünder, kehrt beschämt mein zurück, zittert und er: 157. Du bist erblaßt, schrecket! und hast nun ausgekämpft, 6. Für meine Schuld, und müde finder, Jesu, o Herz voll Huld! Hast nun dein Leib in dem du dein Blut vergossen. Grabe Friede. Deine Augen, Herr, mein Heil! mir zum Trost ge schlossen. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz, und Herr, was soll ich sagen? Ach! An meine Brust muß ich tief gerühe ret schlagen. 7. Es ist vollbracht! Aus eigner Macht ließ Christus hier sein Leben. Von Verwesung frei wird 3. Du schůzest mich, ers sich auch wieder geben. und über dich gehn aller 8. Bald, bald erwacht Trübsal Wetter; Sterben der Herr die Nacht des wolltest du für mich, eins Grabes geht zu Ende. Tod ziger Erretter! und Stein entkräften nicht 4. Du hasts gethan, feiner Allmacht Hände. Dich bet ich an, du Kö: 9. Geheiligt ist deinnig der Erlösten! Dein Grab, oChrist! Dich kanns will ich im Tode mich nicht ewig decken. Des glaubensvoll getrösten. 192 Von der Auferstehung Jesu. 5. Es ist vollbracht! 7. Ullmächtig rief er, Riefst du mit Macht; Und der entschlief, den Todten; zeigst, daß du dein Leben Sie erstanden. Leicht ent: habest ohne Zwang für reißt der Lebensfürst sich mich in den Tod gegeben. des Todesbanden. 6. Welch eine That! 8. Des Todes Thal Deshöchsten Rath will ich werd ich einmal durchwan: voll Demuth ehren. Der deln ohne Grauen; Denn Erwerber meines Heils durch dich, Erlöser, ists mir wird mirs einst erklären. der Weg zum schauen. XII, Von der Auferstehung Jeſu. Mel. Nro. 46. Allmächtiger! Wir zc. 158. Bringt Preis Jew'gen Todes Macht uns Sünder haft erlöset. 3. Gott selbst, der und Ruhm dich dem Grab entrückt, dem Heiland dar! Froh: hat deinen theuern Lehren lockt ihm alle Frommen! der Wahrheit Siegel auf Er, der für uns getödtet gedrückt, dich, seinen war, ist aus dem Grab ge: Sohn, zu ehren, und dei kommen. Sen hochgelobt nes Todes hohen Werth Herr Jesu Christ! Daß hat er aufs herrlichste bes du für uns gestorben bist, währt, da er dich aufer: und siegreich auferstanden. wecket. 2. Dein Leben in der 4. Erstandner! Ich Majestät befestigt unsern frohlocke dir, daß du nun Glauben. Wer kann, dalewig lebest. Du lebst und dich dein Gott erhöht, den siegst, daß du auch mir grossen Trost uns rauben? das ew'ge Leben gäbest; daß du das Heil ans Licht daß du auch mein Erretter gebracht, und von des seyst, und neue Kräfte mir Von der Auferstehung Jesu. 193 mir verleihst, mit Freu: soll auch einst dein Jünger den Gott zu dienen. mit dir leben. Du wirst 5. Mein Herr, mein ihn, wann du nun ere Gott, hilf mir dazu; Hilf, scheinst, zu deiner Freud daß ich frei von Sünden, erheben. Laß dieses auch im Frieden Gottes möge mein Erbtheil seyn, so Ruh für meine Seele fins werd ich ewig mich deß den, und pflanze deinen freun, daß du vom Tod Sinn in mir, damit ich, jerstanden. Gott ergeben, hier als dein Erlöster wandle. Mel. Nro. 368. Meinen Jesum laß ich ic. 6. Dein ist das Reich, A" Herz! Ein dein ist die Macht, Ber: 159. Auf mein storbne zu erwecken. Du froher Tag hat die Nacht rufst einst, und der Grå: derFurcht vertrieben, Chris ber Nacht wird uns nicht stus, der im Grabe lag, ewig decken. Wie duist im Tode nicht geblie: Herr, auferstanden bist, ben. O wie hoch sind wir so werd auch ich, o Jesusgetröst! Jesus hat die Christ, durch dich einst Welt erlöst. auferstehen. 2. Er ist Gottes ew'ger 7. O laß mich, weil ich Sohn, ewig sey er auch hier noch bin, im Glau gepriésen! Seiner Feinde ben an dich wandeln, und Schaar zum Hohn, hat jederzeit nach deinemser sichtbar es bewiesen. Sinn, und ståts recht: Er erfüllte durch die That, schaffen handeln; Daß was sein Mund geredet ich, wann ich einst auf hat. ersteh, und dich, des To 3. Unsre Schulden sind des Sieger seh, vor dir zwar groß; Doch wir dür: dann nicht erschrecke. fen nicht verzagen; Gott 8. Da, wo du bist, da läßt unsern Bürgen los, N der 194 Von der Auferstehung Jesu. der sie bisfend hat getra: der unser Trost und Hei: den. Jesus ist mit Preis land ist! Er ist nicht mehr gekrönt, und wir sind mit des Todes Raub; Als Sies Gott versöhnt. ger tritt er auf den Staub, Sterben war der Gelobt sey Gott! Sünden Sold. Nun ist 2. Er hat erfüllt, was Christus unser Leben, der er verhieß, eh er für uns für unsre Schuld nicht das Leben ließ: Drei Ta: Gold, nein, sich selber ge sollen nicht vergehn, so hingegeben. Er hat aus werdet ihr mich lebend des Grabes Nacht neues sehn. Er hats erfüllt! Leben mitgebracht. Ichlebe, spracher, 3. 5. Tod, wo ist dein und auch ihr sollt leben, Stachel nun? Grab, wo Gläubige, mit mir! Ich meine Stimme find nun deine Schrecken? komme, D, wie sanft ists, da zu ruft: Verlaßt, ihr Toda ruhn. Jesus will uns aufsten, eure Gruft, und folgt erwecken, wenn gleich un- mir nach! 4. Er wirds erfüllen, ser schwach Gebein wird in Staub verwandelt seyn. Jesus Christ, der selbst 6. Herr, dieß glaub ich vom Tod erstanden ist; dir zum Ruhm, und mein Durch ihn ist unvergångs Trost ist nicht vergebens; lich Heil und neues Leben Denn ich bin dein Eigen: unser Theil in Ewigkeit. Mel. Nro. 53thum, du die Quelle meis nes Lebens. Hocherfreuet Wie viele Freuden dank. fing ich dir jezt und ewis 161. Freiwillig ba Feudargebracht Dank dafür. ou Mel. Nro. 25. für uns, o Herr, dein le Dank und Anbetung ic./ben. Du hattest, es zu ist Macht, 160, Jesus Christ, wieder dirs zu geben. Und darum Von der Auferstehung Jesu. 195 darum liebte dich dein feyn, dieß, Herr, war Gott, weil du es willig deine Grösse. in den Tod für deine Feinde gabest. 5. Nun irren mich nicht Schmach und Spott, noch 2. Du warst nur eine deines Kreuzes Schanden. Du bist mein Herr, du kleine Zeit von deinem Gott verlassen. Er krönte bist mein Gott; Denn du dich mit Herrlichkeit, die bist auferstanden. Du bist Sterbliche nicht fassen. meinheil, meinFels, mein Das Kreuz, daran man Hort, der Herr, durch des dich erhöht, verwandelt sen mächtigs Wort auch sich in majestát; Denn dulich einst ewig lebe. giengst aus dem Grabe, 6. Wir sind nun götte lichen Geschlechts, durch 3. Gehaßt in deiner dich des Himmels Erben. Niedrigkeit, warst du ein Dieß ist die Hoffnung Ziel des Spottes, und zeig: deines Knechts; In dieser test doch zu gleicher Zeit will ich sterben. Wie du an dir die Hoheit Gottes. vom Toderstanden bist, so Dein Kreuz schien zwar werd auch ich, Herr Jesu der Welt ein Grául; Doch Christ, durch dich eins sterben für der Feinde auferstehen. Heil, dieß ist die höchste Mel. Nro. 25. Tugend. 4. Dein Reich war nicht Dank und Anbetung ic von dieser Welt, dein Ruhm nicht Menschench: 162. Selobt, gelobe sen Jesus re. An Demuth groß, an Christ, der heut vom Tod; Lieb ein Held, und gött: erstanden ist! Ja, heut, lich in derkehre; Gedule verließ der Herr sein Grab, dig und von Sünden rein, der erst für uns sein Leben gehorsam, bis zum Kreuze, gab. Gelobt sey Gott! 2. Cp 196 Von der Auferstehung Jesu. 2. Er hat sein grosses| die Engel lieben mich. Ges Werk vollbracht, und Heil lobt sen Gott! und Leben uns gebracht. 7. Durch seiner Auf Er hat gesiegt im schweren erstehung Kraft vollend ich Streit, und lebet nun in meine Pilgerschaft; Ich Ewigkeit. Gelobt seyGott! freu mich einst in seinem 3. Denn, daß der Herr Reich, und bin dort seinen erstanden sey, das ist von Engeln gleich. Gelobt sey. allem Zweifel frei. Das Gott! leere Grab machts offen: 8. Für solchen Trost bar, in welchem er ver: der Seligkeit dankt dir, schlossen war. Gelobt sey Herr, deine Christenheit: Gott! Wann wir dereinst dein 4. Lebt Christus, was Antliz sehn, soll dich ein bin ich betrübt? Ich weiß, würd' ger Loberhöhn. Ge: wie herzlich er mich liebt. lobt sey Gott! Und stürb auch alle Welt Mel. Nro. 105. mir ab, gnug, daß ich ihn zum Freunde hab! Gelobt Wie herrlich strahlt der 2. sey Gott! dem 5. Er nährt, er schüzt 163. Fro rohlockt Herrn! bringt er tröstet mich; Sterb ich, Lob und Dank ihm, der des so nimmt er mich zu sich. Todes Macht bezwang, Wo er jezt lebt, komm ich und uns, den Staub, er: auch hin, weil seines Lei: höhte. Der hohe Sieger bes Glied ich bin. Gelobt überwand; Nacht war um sey Gott! ihn, und sie verschwand 6. Durch ihn bin ich in helle Morgenrothe. Be: mit Gott versöhnt, durchstet; gebet, stolze Spot: ihn mit Gnad und Heil ge: ter, unserm Retter Preis front. Mein banges Herz und Ehre! Glaubt an ihn ermuntre sich! Gott und und seine Lehre! 2. Preis Von der Auferstehung Jesu. 197 2. Preis ihm! Heil Zuflucht für und für, froh uns! Sein Grab ist leer. singet meine Seele dir! Best stehet, wie ein Fels 2. Um deinen Thron, im Meer, das Wort, das der ewig steht, glänzt er gesprochen. O selig, Wahrheit, Heil und Mawer sich ihm vertraut! Er jestát. Ich mache mich voll hat den Tempel neu ge: Zuversicht zu dir; Denn baut, den blinde Wuth ge du verwirfst mich nicht. brochen. Seele, wählej 3. Herr, meine Seele ihn zum Führer und Repreiset dich. Erlöst auf gierer deines Lebens. Auf ewig hast du mich; So ihn hoffst du nicht ver: wahr du selbst vom Him: gebens. mel kamst, deinleben gabst 3. Zum höhern Leben und wieder nahmst. führt er dich, und nimmt 4. Wer ists, der mich gewiß dich einst zu sich, verdammen kann? Ich fällt deine Hütte nieder. glaub an dich, und sage. Das Grab empfängt zwar dann: Der Gott, durch den dein Gebein, doch nicht die Himmel sind, der ist auf ewig wird es seyn; mein Vater, ich sein Kind. Berklärt giebt er dirs wie: 5. Nun ist dieß erste le: der. Herrlich wird sich ben mir ein segensreicher dann aufs neue feine Weg zu dir. Solangich Treue offenbaren. Volles hier bin, Gott, mein Heil, Heil wirst du erfahren. hab ich an deinem Frie: den Theil. Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott! 6. Zwar trifft noch mancher Schmerz uns hier; 164. Dich bet ich Noch, o Erbarmer, ster an, erstand: ben wir. Doch du regierst, ner Held, Erretter einer und wir sind dein, und Sünderwelt; Du, unsrelewig werden wir es seyn. R 3 7. Ich 198 Von der Auferstehung Jesu. 7. Ich weiß, daß mein mag noch nicht mit dir Erlöser lebt. O Trost!| empor zu steigen, bis diese der meinen Geist erhebt, schwache Hütte bricht. Ich seh, durch dich gestärkt, Wird sich mein Haupt einst aufsGrab mit unerschrock neigen, alsdann nimm, nem Aug hinab. nach vollbrachtem Lauf, 8. Welch neue Welt auch mich in deinen Him: voll Seligkeit erwartet mel auf; Nimm, Herr, mich nach dieser Zeit! Dajan meinem Ende den Geist findet der verklärte Christ in deine Hände. das Heil, das unaussprech: lich ist. 3. Doch soll ich einst, o GottesSohn! in deinem 9. Der du für unsre Reich dich sehen, so muß Seelen wachst, sie zu dir ich auf der Erde schon vom ziehst und selig machst, laß Sündentod aufstehen. Der mich mit freudigem Verlebt nicht, den die Lust der traun im Tod auf dich, Welt und ihre Pracht ges Erlöser, schaun. fesselt hält; Nach Gott und Tugend streben, nur Du bist ein Mensch, und. das heißt wirklich leben. Mel. Nro. 85. as Grab Du 165. leer, des Menschenfreund! Erwedk Höchsten Sohn verließ des iu mir die Triebe, durch Todes Banden! Nun schal: die man sich mit dir ver lete der Jubelton: Dereint, den Glauben und die Herr ist auferstanden Du, liebe! Ich will, o Herr, den der Engel Loblied dein eigen seyn; Laß mich preist, entreisse, Heiland, mit Ernst die Sünde meinen Geist, den Lüsten scheun; Gieb nur selbst dieser Erde, daß er dir hei: Much und Kräfte zum lig werde. Heiligungsgeschäfte. 2. Ich Sterblicher ver: Das 5. So kannicy, als ein wabe Von der Auferstehung Jesu. wahrer Christ, jezt leben er stärkt die Wankenden. und einst sterben, und Sie sehn ihn, freunsich, endlich da, wo du nun bist, danken dem Auferstande: vollkommne Freude erben.[ nen. Sie sehn empor ihn Dahin, mein Heiland, hilfssteigen, und gehn, wie er du mir, so bring ich, ewig gebot, mit Freuden hin, froh in dir, mit deiner und zengen von ihm bis in Frommen Menge, dir Lob den Zod. und Dankgesänge. 199 3. Herr, deine Boten Mel. Nro. 45. siegen, von dir und dei Kommt, Kommt, den ic. nem Geist gelehrt. Die 166. Froh führte Gotz Gözentempel liegen; Der tes Sonne den wird zu Gott be: festlich frohen Tag herauf; kehrt. Ich weiß, an wen Da stand er, meine Won- ich glaube, bin freudenvoll ne, mein Gott und mein ein Chrift, ihn bet ich an Erldser auf. Gedanke, der im Staube, ihn, der mein zu Freuden des Himmels Retter ist. Ich werd ihn mich erhebt! Gedanke, der ewig schauen, wann er auch imkeiden mit starkem Trost mich erhebt. Der Herr ist belebt! Des höhernlebens mein Bertrauen, der für Quelle! Mein Schild in mich starb, und lebt. jeder Noth! Wo ist dein Mel. Nro. 368. Sieg, o Hölle? Wo ist meinen Jesum laß ich zc. dein Stachel, Tod? 2. Des Felfen Grund 167. Jefus lebt, mit ihm auch ich. erbebet; Die Wächter Tod, wo sind nun deine fliehn; Das Grab ist leer. Schrecken? Er, er lebt, und Der todt war, sieh, der wird auch mich von den lebet! Er lebt, und stirbt Todten auferwecken. Er hinfort nicht mehr. verklärt mich in sein Licht; schwachen Jünger wanken, Dieß ist meine Zuversicht. 3 4 2. Je: Die Von der Auferstehung Jesu. 2. Jesus lebt! Jbm| gang in das Leben, Wel: ist das Reich über alle Welt chen Trost in Todesnoth gegeben; Und ich werd mit wird er meiner Seele gea ihm zugleich ewig herr: ben, wenn sie gläubig zu schen, ewig leben. Gottlihm spricht: Herr, Herr, erfüllt, was er verspricht. meine Zuversicht! Dieß ist meine Zuversicht. Mel. Nro. 3. 3. Jesus lebt! Wer Lob, Ehr und Preis dem. der nun verklei: rmuntre, nert Gottes Ehre. Gna: 168. Chrift, den & 4. de hat er zugesagt, daß der trågen Sinn! Die Sonn Sünder sich bekehre. Den, ist aufgegangen. Eil zu ber folgt, verstößt er nicht. dem Auferstandnen hin, Dieß ist meine Zuversicht. ihn freudig zu empfangen; Jesus lebt! Sein Denn aus des Todes fina Heil ist mein! Sein sen sterm Thor bricht der Ge: auch mein ganzes Leben, kreuzigte hervor, der gans Reines Herzens will ich zen Welt zur Wonne. seyn, und den Lüsten wi: 2. Steh von dem Tod berstreben. Er verläßt den der Sünden auf. Erwach Schwachen nicht; Dieß zum neuen Leben! Boll ist meine Zuversicht. Eifers, einen neuen Lauf 5. Jesus lebt! Ich bin im Glauben anzuheben. gewiß, nichts soll mich von Denn wie Gott Jesum Jesu scheiden; Keine auferweckt, sollst du auch, Macht der Finsterniß, feine mit ihm auferweckt, im Herrlichkeit, kein Leiden. neuen Leben wandeln. Er giebt Kraft zu dieser 3. Vergiß denn, was Pflicht; Dieß ist meine auf Erden ist! Denn sieb, Zuversicht. dein Schaz ist droben. So 6. Jesus lebt! Nun sey denn auch dein Herz ist der Tod mir der Ein-/ o Christ, zu Jest stárs er: hoben. 200 Von der Auferstehung Jesu. hoben. Forthin sey, stattsöffentlich trug er sieSchau der schnöden Welt, der in hohem Siegsgepränge. Himmel nur, was dir ge 7. Schreckt dich der fällt, wo Jesus lebt und lezte Feind, der Tod, auch herrschet. den wirst du bezwingen; 4. In jeder Noth bleib Durch ihn aus aller deis unverzagt! Auf ihn wirf ner Noth hindurch ins Le: deine Sorgen! Der still: ben dringen. Er ist ver: stekummer, der dich nagt, schlungen in den Sieg. ist ihm doch nicht verbor: Der siegreich aus dem gen; Der Auferstandne Grabe stieg, hat ihm die hilft auch dir. Er, der Macht genommen. versucht ist, gleich als Mel. Nro. 46. wir, wird Mitleid mit Allmächtiger! dir haben. 169. W Wir ze. ann der. Gedanke 5. Klag unverholen ihm dein Leid, du klagst es mich erschreckt: daß dieser nicht vergebens. Durch Leib aus Erde, entseelt, ihn hast du Gerechtigkeit, mit Erd und Staub be: und Hoffnung ew'gen Le: deckt, selbst Erd und Asche bens. Der so viel Quaal werde; Dann, mein Er: für dich empfand, und löser! tröste mich nur die: für dich starb und auf ses, daß ich vest an dich, den erstand, wird deiner Auferstandnen, glaube. nicht vergessen. 2. Was würd ich nach 6. Dich schrecke nicht dem Tode seyn, den deine die Wuth und List, und macht bezwungen; wenn Menge deiner Feinde. du mir nicht durch Todes: Jhn, der ihr Uebeyvinder pein Unsterblichkeit errun ist, hast du zum treuen gen? Verzweiflen müßt Freunde. Er hilft dir sie ich, wann die Gruft den gen; Ihm vertrau! Denn keib hin in den Abgrund N 5 raft, 201 202 Von der Auferstehung Jesu. ruft, wo er zu Staub ver: weset. 6. Ich weiß gewiß, mein Heiland lebt; Auch 3. Hab ich oft auf der mich wird er erwecken. Erde nichts, als Arbeit, Mein Leib, den er so hoch Müh und Leiden; Geerhebt, verlacht des Todes trost! Ein Schimmer dei: Schrecken; Erwacht, wann nes Lichts entdeckt mit seine Stimme ruft, geht ew'ge Freuden. Dein Aufsh e rrlicher aus seiner erstehn macht mich gewiß, Gruft, dem Leibe Christi zerstreut des Grabes Fin ähnlich. sterniß, verheißt mir Auf 7. Mit diesen Augen, erstehung. werd ich dich, Gott, mein 4. Du konntest, durch Erlöser! schauen. Dann, der Gottheit Macht, aus dann wird deine Hand für deinem Grabe gehen, und mich ein Haus des Fries aus der kurzen Todesnacht dens bauen, Zu meinev zum Trost mir auferstehen. Freude schau ich dann dich, ZumSiegel der Gerechtig- den ich hier nicht sehen keit, liegt nun der Stein kann, und doch von Hera vom Grabe weit; Derzen liebe. Tod zu deinen Füssen. 8. Dann werd ich deis 5. Ich lebe! Friede sey ner Huld mich freun, in mit euch! Ich leb, und ihr deinem Lichte glänzen; follt leben! Mir ist die Dann wirst du mein Boll: Macht, mir ist das Reich ender seyn, mein Haupt des Vaters übergeben. mit Wonn umkränzen. O Belch herrlich Wort; Christen, beiligt euch! Mein Herr und Gott! Bedenkt, was Jesu uf Nun fürcht ich nicht mehr erstehung schenkt. Lobsing Grab und Tod. Ich sehe ihm, meine Seele! dich lebendig! XIII. 203 Von der Himmelfahrt zc. XIII. Von der Himmelfahrt und seligen Regierung Jesu. Mel. Nro. 113. Ewigkeit. Er ist ihr Haupt. Dieß ist der Tag, den ic. Lobsinget ihm! Lobsinget uf, Jesuihm mit froher Stimm. 170. A" Jünger: 6. Ja, Heiland! Wir Frenet euch! Der Herr erheben dich, und unfre fährt auf zu seinem Reich. Herzen freuen sich der Er triumphirt; Lobsinget Herrlichkeit und Majestät, ihm! Lobsinget ihm mit dazu dich Gott, dein Gott lauter Stimm! erhöht. 2. Sein Werk auf Er: 7. Wohl nun auch uns! den ist vollbracht; Zerstört Denn, Herr, bei dir steht hat er des Todes Macht; Kraft und Macht, und dein Er hat die Welt mit Gott sind wir. Nimmst du dich versöhnt, und Gott hat unsrer hilfreich an, was ist, ihn mit Preis gekrönt. das uns gebrechen kann? 3. Weit, über alle 8. In deiner Hand ist Himmel weit, geht seine unser Heil. Wer an dich Macht und Herrlichkeit; glaubt, dem giebst du Theil Ihm dienen selbst die Seam Segen, den du uns raphim. Lobsinget ihm mit erwarbst, als du für uns lauter Stimm! am Kreuze starost. 4. Sein sind die Völ: 9. Wir freuen uns, fer aller Welt. Er herrscht nach dieser Zeit bei dir zu mit Macht und Gnad, als seyn in Ewigkeit. Nach Held; Er herrscht, bis untreu vollbrachtem Glauter seinem Fuß der Feinde benslauf nimmst du uns Heer sich beugen muß. in den Himmel auf. 5. Beschirmer seiner IO. O zeuch uns im: Christenheit ist er in alle mer mehr zu dir! Hilf uns 204 Von der Himmelfahrt uns, mit eifrigfter Begier Herz und Stimm mit ih nach dem nur trachten, nen, dich zu loben; Weil was da ist, wo du, ver: du dein grosses Werk voll, klärter Heiland, bist. bracht, nach überstandner II. Dein Eingang in Leidensnacht gen Himmel die Herrlichkeit stark uns dich erhoben. Preis dir! in unsrer Prüfungszeit, Daß wir auf der Erden nur dir zu leben, dir zu können werden Gottes traun, bis wir dereinst Kinder, und des Todes Ueberwinder. dein Antliz schaun. 12. Dann werden wir 3. Du, du bist unser uns ewig dein, du größ: Haupt, und wir sind dei: ter Menschenfreund, er ne Glieder. Nur von dir freun; Dann singen wir kommt auf uns Heil und von deinem Ruhm ein neu: Leben. Was unsern Se: es lied im Heiligthum. len Nuzen schafft, Licht, Friede, Freude, Tugend: kraft wird uns von dir gegeben. Laß doch dein Jesu, star: Joch gern uns tragen, ker Held, du Retter einer und entsagen allen Sún: Sünderwelt, hat sich dein den, daß wir hier schon Kreuz geendet! Nach Ruhe finden. Mel. Nro. 105. Wie herrlich strahlt ic. 171. Wie herrlich, überstandnem Leidenslauf 4. Zeuch unsre Herzen fährst du verklárt zum Ba| ganz zu dir! Hilf, daß vor ter auf, der dich zu uns allen Dingen wir nach dei: gefendet. Ewig trifft dich nemReiche trachten. Mach nun kein Leiden; Voller/ uns von allen Sünden Freuden lebst du droben, rein, und flöß uns Muth über alles hoch erhoben. und Eifer ein, das Eitle 2. Dir dienen alle Se: zu verachten. Jede Un raphim; Und wir vereinen art hilf uns meiden, und mic und seligen Regierung Jesu. 205 mit Freuden unser Leben frohlocken wir: der Herr deinem Dienste ganz er: ist aufgefahren. Wir sind geben. zwar noch im Elend hier, 5. Sen unser Schuz und unter viel Gefahren; und unser Hort, und tröst Doch sinkt drum unser uns durch dein heilsam Muth nicht hin; Durch Wort, Wann hier uns Jesum wissen wir, wohin Trübfaldränget. Nur da uns unsre Wallfahrt führe. ist Wonne, wo du bist; 2. Das Leben ist ans Die Freude, die man hier licht gebracht, der Him: genießt, ist noch mit Leid mel steht uns offen; Ihn vermenget. Von dir schloß u.3 auf mit groffer kommt hier Trost im Her: Pracht der Herr, auf den zen; laß in Schmerzen wir hoffen. Er hebt uns uns schon offen deinen einst zu sich empor; doch Himmel sehn, und hoffen. will er, daß wir hier zu: 6. Du bist, uns Sterb: vor auf seinem Pfade lichen zu gut, nach theuer wandeln. hier vorgoßnem Blut, zur 3. Wer den nicht geht, Freude eingegangen. wird nimmermehr dort Zeuch, Jesu, zeuch auch seines Heils geniessen. uns dir nach, daß wir, Wer ihm nicht folgt, dem nach kurzem Ungemach, wird auch er den Himmel zur Freude auch gelangen. einst verschliessen. Wer Dafür soll dir von uns wünscht, im Himmel ein: allen Dank erschallen. zugehn, der laß in seinen Dhn Aufhören wollen wir Thaten sehn, sein Wandich, Heiland, ehren. del sey im Himmel. Mel. Nro. 3. 4. Uns kommt es zu, Lob, Ehr und Preis zc. daß wir der Welt uns im: 172, mit lautem mer mehr entwähnen; Schal1 Státs lieben, was dem Herrn Von der Himmelfahrte Herrn gefällt, zu ihm hin- bist du unsre Zuversicht in aufuns sehnen. Vollbrin: Ewigkeit. 206 gen wir so unsern Lauf, 3. Dein ist die Macht, so nimmt der Herr uns dein ist das Reich. Wer gnädig auf ins Reich derlist an Majestát dir gleich? ew'gen Freuden. Mensch, Engel, jede Krea: 5. OTag, angrossen tur ist dein, Beherrscher Freuden reich, wann wirst der Natur! Gelobt seyst duk du einst erscheinen? Du 4. Umsonst, umsonst machest uns den Engeln empören sich, Herr, deine gleich, und stillest Leid und Hasser wider dich; Dein Weinen. O wohl uns, Thron steht veft und wan: wann in Ewigkeit uns nun ket nicht, wenn gleich der das höchste Gut erfreut! Frevler widerspricht. Ges O Gott, schenk uns solch lobt seyft du! Leben! 5. Du, unser trium: pphirend Haupt, wie selig Mel. Nro. 25. ist, wer an dich glaubt! Dank und Anbetung 2c. Du bist sein Licht, sein 173. Mit 5. Wir freuen Trost und Theil, sein star: uns, Herrster Schuz, sein ew'ges Jesu Christ, daß du er: Heil. Gelobt seyst du. Herr, unfre Her: höht gen Himmel bist. O du, den unser Lobliedzen traun auf dich; Dein preist, stårk auch im Glausfreuet unsre Seele sich. ben unsern Geist, der auf Du, der du huldreich an dich hofft. uns denkst, und gern uns 2. Du fizest auf der deinen Segen schenkst, Himmel Thron, als unbist unser Trost. ser Freund, als Menschen 7. Was uns beglückt, sohn; Du schämst auch ist dir bekannt, und alles da dich unser nicht, drumlist in deiner Hand. Von feinem und seligen Regierung Jesu. 207 keinem deiner Freunde Mein Haupt lebt in der fern, bemerkst du ihn und Herrlichkeit, und wird hilft ihm gern, Herr, un nach einer kurzen Zeit ser Schuz! mich, sein Glied, zu sich 8. Sieh auf uns gná- nehmen. gig allezeit vom Throne 2. Gen Himmel fuhr deiner Herrlichkeit! Hilf, mein Heiland auf, um unserm schwachenGlauben Gaben zu empfangen. Za auf, und kröne unsern Le- ihm blickt nun mein Geift benslauf mit deinem Heil! hinauf mit freudigemBer: 9. Gen Himmel fährst langen. Da, wo mein du auf, als held. Als Schaz ist, ist mein Herz, Herrn und Nichter aller zu ihm schwingt es sich Welt wird dich dereinst himmelwärts von dieser der Erdkreis sehn. Hilf, eitlen Erde. daß wir dann vor dir be: 3. Uch Herr! verleihe stehn, und dein uns freun, du mir Kraft, nach dei 10. Dann triumphirt nem Reich zu ringen. der Glaub an dich, dann Dein Geist, der Gutes jauchzen wir dir ewiglich. in uns schafft, helf mir Hilf uns dazu, Herr Jesuden Kampf vollbringen. Christ! Dir, der du unser Und dann, am Ende dies Heiland bist, sey ewig fer Zeit, führ mich zum Preis! Licht der Ewigkeit, zu deis nen Himmelsfreuden. Allmächtiger! Wir 2. Mel. Nro. 18. 174. Auf Chrifti Wie soll ich dich würdig. roffer Mitt Mel. Nro. 46. Himmel: ler, der zur fahrt darf ſich getroft die 175. Hoffnung gründen, daß Rechten Gottes, seines einst in meinem Tode ich Baters, size, und die werd siegreich überwinden. Schaar von seinen Knech ten 208 Von der Himmelfahrt ren überall beglückt und senhaft. Alle lehret sie, schůzt. Dir frohlocken, die den Sünden widerstehn zur Ehre, aller deiner und überwinden. Strauch: Engel Heere, und in ihlen sie in ihrem Lauf, hilfft rem Lobgesang, jauchzet du ihnen máchtig auf. aller Frommen Dank. 5. Du vertrittst bei 2. Dein Geschäft auf Gott die Deinen; Du ver: dieser Erden ist aufs herr: säumst sie, Heiland, nie. lichste vollbracht! Der Alle Thránen, die sie wei: Verlohrnen Heil zu wers nen, zählst du und beloh: den, giengst du in die To- nest sie. Du verschafft, desnacht. Aus dem Tod daß ihren Glauben feine tratst du ins Leben. Welch Feinde ihnen rauben, und ein Trost ist uns gegeben! wirkst in des Vaters Haus Ewig unser Haupt zu seyn, ihnen eine Wohnung aus. giengst du in den Him: 6. Du entzeuchst dich mel ein. auch den Armen, die noch 3. Alles sollen wir em: nicht bekehrt sind, nicht, pfangen, was uns noth weil dein Herz dir aus Er ist; Denn du bist in den barmen über ihrem Elend Himmel eingegangen, der bricht; Bittest, daß Gott nur unsre Heimath ist. Da ihrer schone, daß er nach regierst du, da vollendest Verdienst nicht lohne, daß du dein grosses Werk, und er die, die dich noch fliehn, sendest deinen Geist auf kräftig wolle zu dir ziehn. die herab, die zum Erbe 7. Keiner, keiner wird Gott dir gab. zu Schanden, der, o Hei: 4. Herrlich wirket deiland, dein begehrt. Ret: ne lehre; Denn du giebststung aus der Sünde Ban ihr Licht und Kraft. Sünden wird dem ståts von dir der macht sie, Gott zur gewährt, der um Rettung Ehre, glaubig und gewis zu dir flehet, und den Sun: den und seligen Regierung Jesu. 209 den widerstehet! Seiner laß mich seinen Trost ere Seele schenkest du Lebensfreun. Steigt mein Flehn und Gewissensruh. zu dir hinauf, helfer meis 8. Grosfer Mittler! sey ner Schwachheitauf; und erhoben! weil wir leben, du selber wollft im Beten wollen wir deiner Herr bei dem Vater mich vers schaft Würde loben, ops treten. fern Dank und Ehre dir. 3. Lehre mich die Welt Dein Verdienst laß uns verachten, und was in ihr vertreten, wann wir zu Eitles ist, und nach dem, dem Bater beten. Wann was dort ist, trachten, wo der Tod die Lippen schließt, du, mein Erlöser, bift. dann hilf uns, Herr Jesu Wollust, Ehrfurcht und Christ. Gewinn soll mich nicht zur Erde ziehn, da ich jenseit überm Grabe eine größre Hoffnung habe. nichts Mel. Nro. 438. Freue dich, o meine Seele. err! Du 4. 176. fährst mit mir rauben; Du erwarbſt 5 Jezo seh Glanz und Freuden auf zu sie theuer mir. deiner Herrlichkeit; Doch ich sie im Glauben, dort mich drücken noch die Lei: find ich sie selbst bei dir. den dieses Lebens, dieser Dort belohnst du das Vers Zeit. Gieb mir, Jesu, traun deiner Glaubigen Muth und Kraft, daß ich durch Schaun; Und vers meine Pilgerschaft, hier wandelst ihre Leiden in uns also zurücke lege, daß ich endlich grosse Freuden. ståts dein bleiben möge. 5. Dort bereite mir 2. Laß mir deinen Geist die Stätte in des Vaters zurücke, dir mein ganzes Hause zu; Russt du frühe Herz zu weihn. Wann ich oder späte mich zu meines nach dem Himmel blicke, Grabes Ruh; So erleuchte du Von der Himmelfahrt zc. du die Nacht, die des To- Weg auch offen, der zu des That mir macht; Du dem Himmel führt. Er haft ja den Tod bezwun selbst, er macht uns Bahn. gen, und den Sieg für Wer hier nur an ihn gläu: bet, ihm folgt, und treu uns errungen. 210 6. Kömmst du endlich ihm bleibet, der wandelt glorreich wieder an dem Himmel an. Ende dieser Zeit. O! so 3. Nur dort, nicht hier sammle meineGlieder aus aufErden, ist unser bestes dem Staub zur Herrlich: Theil. Um selig einst zu keit. Heil'ge und verklär werden, erwarb der Herr fie ganz, daß der Leib in uns Heil. Erlöste, macht Himmelsglanz, frei von euch auf! Wo Jesus hin: diesem Staub und Er gegangen, dahin blickt mit de, ähnlich deinem Leibe Verlangen! Dahin geh werde. leuer Lauf! Mel. Nro. 2. 4. Herr! Hilf uns MitSingen dich zu loben. eifrig ringen nach jener Mein ein Jesus Herrlichkeit. Laß unsern 177. triumphi: ret, und nimmt den Him mel ein. Er hat sein Wert vollführet, vom Tod uns zu befrein. Fleiß gelingen, und stärk uns in dem Streit. Laß uns in dieser Welt im Glauben an dich wandeln, Die hohen so denken und so handeln, Seraphim empfangen ihn wie es dir wohlgefällt. mit Freuden nach über: 5. Was sind der Erde standnem Leiden. Lobsingt, Freuden? Wie bald sind lobsinget ihm! sie dahin! O hilf uns alles 2. Wohluns, die auf meiden, was hier noch un ihn hoffen! Nun Jesus sern Sinn vereitelt und triumphirt, steht uns der uns stört, auf deinen Ruf 241 211 Von dem heiligen Geisté zc. zu achten, und nur nach weiter zu deiner Herrlichdem zu trachten, was ewigteit! Bis diese Zeit vors Heil gewährt. bei, bis wir dich, Heiland, 6. Sen du selbst unser sehen, und freudig vor dir Leiter in unsrer Prüfungs: stehen, von allem Kummer zeit, und bring uns immer frei! XIV. Von dem heiligen Geiste und feinen Gnadenwirkungen. 53 Mel. Nro. 105. Höchsten gnád ger Wille. Wie herrlich strahlt der. Ja, gieb den Trieb une 178. belger fern Seelen, nur zu wähs D Geist, kehr len und zu üben, was er bei uns ein, und laß uns uns hat vorgeschrieben. deine Wohnung seya, du, 3. Steh uns stats bet unsrer Seelen Sonne! mit deinem Rath, und führ Laß deiner Wahrheit hel- uns auf dem rechten Pfad len Schein in unsern Her: des Heils, den wir nicht zen kräftig seyn, zu stäter wissen. Verleih uns Wils Freud und Wonne, daß ligkeit, daß wir dir treus wir schon hier, Gott erge: lich folgen, wenn wir hier ben, ruhig leben, und im auch darum leiden müssen. Sterben einst vollkomm: Drückt Last uns fast much: nes Glück ererben. los nieder, laß uns wieder Trost empfinden, und die 2. Du Quell, woraus die Weisheit fließt, die Trübsal überwinden. uns zum Heil so nöthig ist, 4. Stárk uns durch o schenk aus deiner Fülle deines Trostes Kraft zum uns so viel Einsicht und Kampf mit jeder Leidens Verstand, daß heilsam schaft, darüber Herr zu von uns werd erfannt des werden. Und sind wir wo dem Von dem heiligen Geiste. dem Falle nah, so sen nach deinem Sinn, mit mit deiner Hilfe da, er wahrer Menschenliebe, heb uns von der Erden. daß unser Herz mit Huld Nene Treue gieb uns und Treu ståts zugethan Schwachen; Du kannst dem Náchstensen, und sich machen, daß wir siegen, darinnen übe. Kein Neid, und im Kampf nicht un: kein Streit dich betrübe terliegen. op Fried und Liebe wollst du 210 5. Erhalte bei uns im: geben, daß wir froh und merfort, den Glauben an ruhig leben. dein göttlich Wort. Nichts 7. Gieb, daß in waha müß uns von ihm trennen. rer Heiligkeit wir führen, Gieb, daß wir ihn von unsre Lebenszeit, sey una Herzensgrund mit Thaten sers Geistes Stärke!£ ap so, wie mit dem Mund, juns ståts bleiben unbez vor aller Welt bekennen, wußt die Eitelkeit der Sin Jesum Christum ohn Auf nen Lust, und ihre schnohören recht zu ehren, mach den Werke. Rühre, führe uns tüchtig, und sein Heilsunsre Sinnen und Begins uns werth und wichtig. nen von der Erden, daß 6. Nimm alle Härte wir Himmelserben wer: von uns hin; Erfülle uns, den! 179, 364 Domm, o komm, du Geist des Lebens! wir bemühn uns sonst vergebens # hilf uns Schwachen mächtig auf! hier in unserm Pilgerlauf um das Heil, THIS und seinen Gnadenwirkungen. 213 Heil, das Gottes Rath für uns ausersehen hat. 2. Gieb in unser aller mit Freudigkeit, mach uns Seelen Weisheit und Ent: tüchtig recht zu beten, und schlossenheit, daß wir an vertritt uns allezeit! So ders nichts erwählen, als hört uns der Vater gern; was uns dein Wort ge: So ist Hilfe uns nicht beut. Steh mit deinem fern. Licht uns bei, und mach uns von Irrthum frei. 6. Wird uns dann um Hilfe bange? seufzt das 3. Zeig uns selbst die Herz voll Traurigkeit; Uch rechten Stege zu der wah: mein Gott, mein Gott, ren Wohlfahrt an, râu wie lange? O, so wende me alles aus dem Wege, unser Leid! Sprich der was daran uns hindern Seele tröstlich zu; Gieb kann; Wirke Reue nach ihr Muth, Geduld und der That, wann der Fuß Ruh! gestrauchelt hat. 7. O du Geist der Kraft 4. Laß uns státs deinsund Stärke! Der in uns Zeugniß haben, daß wir das Gute schafft, fördre Gottes Kinder sind; Står in uns deine Werke, und te uns mit deinen Gaben, im Kampfe gieb unsKraft. wann sich Noth und Trüb: Wann Versuchung auf fat findt. Lehr uns, daß uns dringt, daß uns dann des Vaters Zucht, einzig der Sieg gelingt. unser Bestes sucht. 8. Ja, bewahr uns un: 5. Treib uns, daß wir sern Glauben, daß Ber: zu ihm treten findlich und folgung Schmach und D3 Spott f 214 Von dem heiligen Geiste Spott niemals ihn uns sollen sterben, o so steh mit moge rauben. Du bist un: Trost uns bei; Gieb, daß, ser Schuz, o Gott. Sagt uns, als Gottes Erben, das Herz gleich zweifelnd jene Herrlichkeit erfreu, nein! Laß dein Wort ge die uns unser Gott bes wisser seyn. stimmt, und die nie ein 9, Wann wir endlich Ende nimmt. 180.1 eist vom Vater und vom Sohne! und von unsers Gottes Throne 三十 三 der du unser Tröster bist, Stehe du hilfreich auf uns Schwache siehst: mir kräftig bei, daß ich Gott ergeben sen, und mein ganzes Herz auf Erden mög ein Tempel Gottes werden. 2. Laß auf jedem mei- swas recht ist, wählen, ner Wege deine Weisheit werd ich nie mein Heil mit mir seyn; Wann ich verfehlen. bange Zweifel bege, deine 3. Heilige des Herzens Wahrheit mich erfreun. Triebe, daß ich meinem Lenke träftig meinen Sinn Gott getreu ihn státs über auf mein wahres Wohl alles liebe; Daß mir seyn hin. Lehrst du mich, nichts so wichtig sey, als in und seinen Gnadenwirkungen. 215 in seiner Huld zu stehn. Herz; Laß mich selbst im Seinen Namen zu erhöhn, Todesschmerz, bis zum feinen Willen zu vollbrin: frohen Ueberwinden, deis gen, müsse mir durch dich nes Trostes Kraft em: gelingen! pfinden. 4. Stárke mich, so oft zur Sünde mein Gemüth Mel. Die vorige. er du uns als versuchet wird, daß fie 181. Bater lies Der mich nicht überwinde. Hab ich irgend mich verirrt, obest, trener Gott, und deis se rühre du mein Herz, nen Geist denen, die dich daß ich unter Keu und bitten, giebest; Ja uns Schmerz, mich vor Gott um ihn bitten heiß'st; De: darüber beuge, und mein muthsvoll fleh ich zu dir; Herz zur Beßrung neige. Bater, send ihn auch zu 5. Reize mich, mit mir, daß er meinen Geist Flehn und Beten, wannjernene, und ihn dir zum mir Hilfe nöthig ist, zu Tempel weihe. dem Gnadenstul zu treten; 2. Ohne ihn fehlt meis Gieb, daß ich auf Jesum nem Wissen Leben, Kraft Christ, als auf meinen und Fruchtbarkeit; Und Mittler, schau, und auf mein Herz bleibt dir ent: ihn die Hoffnung bau, riffen, und dem Dienst der Gnad um Gnad, auf mein Welt geweiht, wenn er Verlangen, von dem Ba- nicht durch seine Kraft die ter zu empfangen. Gesinnung in mir schafft, 6. Stehe mir in allen daß ich mich dir ganz ers Leiden ståts mit deinem gebe, und zu deiner Ehre Troste bei; Daß ich auch lebe. alsdann mit Freuden un 3. Auch dich kann ich ter Gottes Führung sey. nicht erkennen, Jesu! noch Gieb mir ein gelasnes mit achter Treu, meinen 04 Gott 216 Von dem heiligen Geiste Gott und Herrn dich nen- und mirs rechne zum Ge: nen, stehet mir dein Geist winn, wenn ich je ein Frie: nicht bei. Drum so laß densband knüpfen kann, ihn kräftiglich in mir wir: wenn meine Hand, zur Er: ken, daß ich dich glaubens: leichtrung der Beschwer: voll als Mittler ehre, und den, kann dem Nächsten ouf deine Stimme höre. nüzlich werden. 4. Ew'ge Quelle wah: 7. Lehre mich, mich sel: rer Güter, hochgelobter ber kennen, die verborg: Gottesgeist, der du nen Fehler sehn, sie voll menschliche Gemüther bes Demuth Gott bekennen, serst und mit Trost er und ihn um Vergebung freust! Nach dir, Herr, flehn: Mache täglich Ernst verlangt auch mich, ich er- und Treu, sie zu bessern, in gebe mich an dich. Mache mir neu. Zu dem Heili: mich, zu Gottes Preise, gungsgeschäfte gieb mir heilig und zum Himmel immer neue Kräfte. weise. 8. Wann der Anblick 5. Fülle mich mit heil meiner Sünden mein Ge gen Trieben, daß ich Gott wissen niederschlägt, wann mein höchstes Gut, über sich in mir Zweifel finden, alles möge lieben, daß ich die mein Herz mit Zittern mit getroftem Muth seiner hegt; Wann mein Aug in Baterhuld mich freu, und Nöthen weint, und Gott mit wahrer Kindestreu nicht zu hören scheint; D ståts vor seinen Augen dann laß es meiner Seer wandle, und rechtschaffen len nicht an Trost und denk und handle. Stärkung fehlen. thr 6. Geist des Friedens 9. Was sich Gutes in und der Liebe! Bilde mich mir findet, ist dein Gnaz nach deinem Sinn, daß ich denwerk in mir; Selbf Lieb und Sanfimuth üve, den Trieb hast du entzün. det, und seinen Gnadenwirkungen. 217 det, daß mich, Herr, ver: sund Tod, nicht von Jesu langt nach dir. O so seze scheiden. durch dein Wort deine 4. Hilf uns nach dem Gnadenwirkung fort, bis Besten streben: schenk uns sie durch ein selig Ende Kraft, tugendhaft und geherrlich sich an mir voll: recht zu leben. Gieb, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. ende. Mel. Nro. 81. Sen zufrieden, mein c. 5. Sey in Schwachheit 182. Höchster Tröster, unſre Stuze, ſich uns bei, komm hernie: mach uns treu in der Prüder. Geist des Herrn, sey fungshize. Führ, wann nicht fern, stärke Jesu Gott uns nach dem Leide Glieder. Der, der nie sein sterben heißt, unsernGeist Wort gebrochen, Jesus in des Himmels Freude. hat deinen Rath seinem Mel. Nro. 269. Volk versprochen. 183. Laß, Bater, det 2. Geist der Weisheit! Gerechter Gott, vor dein. gieb uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir nen guten Gott gefallen. Lehr vor Geist mich allezeit regie: Gott uns freudig treten, ren, daß ich zu dem, was sey uns nah, und sprich ja, unrecht heißt, mich laffe wann wir gläubig beten. nichts verführen, der 3. Hilf den Kampfdes Sünden Reizung widers Glaubens kämpfen; Gieb steh, und stäts auf deinen uns Muth, Fleisch und Willen seh, darnach allein Blut, Sünd und Welt zu zu handeln. dämpfen. Laß uns Trüb: 2. Ob böse Lust mich. sal, Kreuz und Leiden, hier und dort auch ansicht, Angst und Noth, Schmerz weil ich lebe, so hilfmir, 25 daß 218 Von dem heiligen Geiste daß ich ihr so fort im Höchsten! Komm zu mir, Anfang widerstrebe; Und und indem ich glaubig dir daß ich ja vergesse nicht Lob und Ruhm zum Opfer die Todesstunde, das Ge: bringe, o so höre, was ich richt, den Himmel und singe! die Hölle. 2. Du kannst alle Hers 3. Gieb, daß ich denke zen prüfen, da durch: jederzeit an diese lezten schaust sie ganz und gar; Dinge, und dadurch alle Selbst der Gottheit innre Sündenfreud aus mei: Tiefen sind vor dir, Herr, nem Herzen bringe; Da- offenbar. Run, so kennst mit ich dich mein Leben: du auch gewiß meiner kang verehre ohne Furcht Seele Finsterniß. Drum und Zwang mit willigem gieb Weisheit, und vor Gehorsam. allen, daß ich möge Gott 4. O stärke mich dazu gefallen. mit Kraft, so wird es mir 3. Böses hasfest du, und gelingen; Hilf jede böse bleibest, reinster Geist! Leidenschaft des Herzens bei Reinen nur, schafft, mir bezwingen. Steh mir die du erfüllst und treibest, in diesem Kampfe bei, um zur neuen Kreatur. daß ich dazu stárs wach: Heilige du selbst mich dir: sam sey, und immer über: Schaff ein reines Herz in winde. mir, daß ich, was du lie: Mel. Nro. 180. best, liebe, nie mit Borsaz Geist vom Vater und ic. dich betrübe. 184. Fromme Frommer Her: 4. Du, Herr, machst zen beste mein Herz zufrieden. Freude, und ihr Trost in wann mir Menschentrost Traurigkeit, der ihr Herz gebricht. Bleib ich von die in allem Leide, und im To: ungeschieden, o so fehlts de selbst erfreut, Geist des an Trost mir nicht. Bleib ich und seinen Gnadenwirkungen. 219 ich nur dein Eigenthum, kennest dein Geschöpf, und so will ich, zu deinem weißt, wie jeglichem zu Ruhm, ståts mein Herz helfen sey. der Tugend weihen, und 2. Du Geist der Weis: mich deiner Triebe freuen. heit, leite du uns zu der 5. Nur bitt ich, daß du Wahl des besten Theils. mich stärkest; Stehe mir Dem Himmel führ uns imKampfe bei. Hiif, mein alle zu, du Führer auf der Helfer, wann du merkest, Bahn des Heils. daß mir hilfe nöthig sen. 3. Uns strahle deiner Den verkehrten eitlen Wahrheit Licht! Gieb uns Sinn nimm aus meiner der Liebe reine Glut, zum Seele hin, daß sie sich nun Vater frohe Zuversicht, ganz verneue, und mein zur Zugend Kraft und Gott sich meiner freue. vesten Muth! 6. Sen mein Beistand, 4. Des lebens Wort, wann ich sterbe! Zeige das Jesus Christ vom dem gebrochnen Blick, mit Himmel uns herab ges zum Troft, mein herrlich bracht, und das für jeden Erbe, ewig unverwelklich Glück! Stärke du das matte Herz, daß ich, un 5. Vereine deine Chri: ter allem Schmerz, noch im lezten Todesschweisse stenheit durch deines sel Gott in Jesu Vater heisse. gen Friedens Band; Lenk ihr Gemüth schon in der Zeit stats auf das ew'ge Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott. Baterland. heilsam ist, zeig auch bei jedemn seine Macht. Hommt zu uns, 6. Gott, unsern Gott, Komn Gottes guter und Jesum Christ recht 185. Geist, schaff deiner Men kennen, dieses ist derQuell; schen Herzen neu; Dusaus welchem ew'gewonne fließt Von dem heiligen Geiste fließt; Mach diese Kennt: Wahrheit siegen. Die niß in uns hell! Blindheit und das Laster 7. Lob sey dem Vater, flieht. Wo man den Fin: Lob dem Sohn! Lob dir, ger Gottes sieht, muß bei. o Troster, Gottes Geist! des unterliegen, d( 6123 Einst fingen wir vor dei nem Thron ein Lied, das würdiger dich preist. Mel. Nro. 6. 3. Umsonst, daß wilder Eifer tobt, Verfolgung zu erregen. DeinName, Je: fu, wird gelobt, dein Wort ist Kraft und Segen. Die ir, Vater, Junger schreckt nicht Pein, noch dein o Lobsinget Gott, und ic. 186. 220 nen Sohn, zum Heil uns Bater, stärkte sie in Mar: haft gegeben, dir dank ich tern und im Tode; Sie hier mit Freuden schon, bleiben ihrem Herrn ge: noch mehr im höhern Le: treu, bekennen seinen Na: ben. Ich danke dir, daß men frei, und preisen ihn du den Geist, der uns der im Tode. Finsterniß entreißt, zur 4. Noch jezt bist du der Erde haft gesendet. Er Geist der Kraft, noch izt kam auf Jesu Wort herab, der Menschen Lehrer. Du der seinen Boten Stärke machst sie weis und tugend: gab, daß sie dein Werk haft, des Sündenreichs vollendet. Zerstörer. In Sündern 2. Erfüllt von seiner wirkst du Neu und Leid, Wunderkraft gehn sie, die in frommen Seelen Trost Weltzu lehren. DerGeist, und Freud, und Muth der neue Herzen schafft, im Kampf der Sünden, hilft ihnen, sie bekehren. in bangen Stunden schen Die Volker hören, hocher: kest du, so wie im Lode, freut, die Botschaft ihrer Seelenruh, und lehrft ihn Seligkeit, Vernunft und überwinden. 5. Des 221 und seinen Gnadenwirkungen. dann 5. Des Vaters und des 4. Alsdann hab ich Sohnes Geist, du Quell Bertraun zu dir, des lichts, der Liebe, den schenket selbst dein Geist Jesus Betenden verheißt, das freudige Bewußtsenn ach, heilge meine Triebe! mir, daß du mir gnädig Gieb über meine Sünden seyst. Schmerz, und Muth zum 5. Er leite mich zur Glauben in mein Herz; Wahrheit hin, zur Tugend Hilf mir mit Andacht bestårk er mich, beweise, ten. In bangen Stunden wann ich traurig bin, auch tröste mich und deine mir, als Tröster, sich. Hilfe zeige sich mir einst 6. Er schaff in mir ein in Todesnöthen. reines Herz, versiegle dei: ne Huld, und er bewaff ne mich im Schmerz mit um ein Muth und mit Geduld. flüchtig Gut Mel. Nro. 180. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt. 187. Nicht um der Zeit, ich fleh um dei: nen Geist, Gott, den, Geist vom Vater und ic. zu meiner Seligkeit, dein theures Wort verheißt. 188. Hochfier Gott! in deinem 2. Die Weisheit, die Lichte seh ich erst das rechte vom Himmel stammt, o Licht; Wenn ich mich nach Bater, lehr er mich; Die solchem richte, fehlen meine Weisheit, die das Herz Tritte nicht. Nun, mein entflammt zur Liebe gegen Licht! erleuchte mich, ich dich. bin finster ohne dich. Laß 3. Dich lieben, Gott, dein Licht zu deinen Eh: ist Seligkeit; gern thun, ren sich in mir beständig was dir gefällt, wirkted: mehren. lere Zufriedenheit, alles Glück der Welt. als 2. Gieb mir Weisheit zu verstehen, was mir gut und 222 Von dem heiligen Geiste re. und nüzlich ist. Gieb Ber: der bitte von Gott, der stand, dem nachzugehen, Weisheit hat; Er leitet was ich, als ein rechter unsre Schritte durch sei: Christ, durch den Wandel nes Geistes Rath. Wer zeigen soll, daß ich, deines ruft mit Ernst zum Herrn, Lichtes voll, allezeit das dem das nicht wird gewäh: Beste wähle, und des ret, was er von ihm bes Himmels nicht verfehle. gehrer? Er horet und giebt 3. Lehre mich, dich recht gern. 2. Gieb, Bater meiner zu kennen, und den Welt: dunst einzusehn; so kann Båter! mir einen weisen ich dich Vater nennen, und Sinn; Du giebst die lle: die Eitelkeit verschmähn. bertretter in ihren Sinn So entsag ich dieser Welt, dahin. Ich aber wünsche die mir manche Neze stellt, mir ein Herz, das dich nur so kann ich mein Heil der lieber, gern, was du for: Seelen, Jesum, finden derst, übet; Das wünsch ich mir von dir. und erwählen. 4. Herr, ich seh, anstatt 3. Der Leib beschwert der Klarheit, noch viel die Seele; Wie leicht ver: Finsterniß bei mir. Ach! sirr ich mich, wenn ich mein dein Geist, der Geist der Glück mir wähle, nicht uns Wahrheit, leite ferner terstüzt durch dich! Durch mich zu dir! Deines Wor: jeden Schein verführt, tes Unterricht gebe meiner wähl ich mir falsche Güs Seele licht; Bis ich in ter, wenn, meines Lebens des Himmels Höhen lauter Hüter! mich nicht dein Geist regiert. Klarheit werde sehen. Mal. Nro. 2. Mit Singen dich zu loben. 4. Kaum treff ich, was auf Erden, mir gut und Weis: heilsam ist; Wie kann heit fehlt, ich selig werden, wenn du em 189. 23 mein Bom Worte Gottes. 223 mein Licht nicht bist? Re: ganz geweiht! Mein ein: gierst du nicht dein Kind, ziges Bestreben sey, was so wirds ein Uebertreter, dein Rath gebeut! Dann da meines Heils Verrá: bin ich weis und klug; ther selbst meine Sinnen Dann thu ich recht auf sind. Erden; Dann werd ich se: 5. So lenk denn, Herr, lig werden; Dann, Gott, mein Leben! Dir sey es hab ich genug. XV. Vom Worte Gottes. Mel. Nro. 125. 190. Dein 3. Dein Worterweckt Wie göttlich sind doch ic. uns, dich zu lieben, ehrt, ein Wort, o wie viel Guts du denen Höchster, ist giebst, die dein Gebot mit vollkommen, es lehrt uns Freuden üben, und wie du unsre ganze Pflicht; Es väterlich uns liebst. Was giebt dem Sünder und uns darin dein Mund vers dem Frommen zum Leben spricht, bleibt ewig wahr, sichern Unterricht. O se- und trüget nicht. lig, wer es achtsam hort, 4. Gott, deine Zeug: bewahrt und mit Gehor: nisse sind besser, als alles sam ehrt! Silber, Gold und Geld; 2. Es leuchtet uns auf Ein Schaz, weit köstlicher unsern Wegen, vertreibt und gröffer, als alle Schä des Irrthums Finsterniß; ze dieser Welt. Wer das Verkündigt Gnade, Heil thut, was dein Wort ges und Segen, und machet beut, dem ist dein Segen unser Herz gewiß. Es ståts bereit. lehrt uns, Höchster, was 5. So laß mich denn. du bist, und was dir wohl mit Lust betrachten die gefällig ist. Wahrheit, die dein Wort mich 224 Vom Worte Gottes mich lehrt, und mit Gehor: Ungehorsam rauben. Wer sam auf das achten, was hier nach deinem Wort es von mir zu thun be: gewissenhaft sich hält, der gehrt, so fliessen Trost und kommt zum wahren Glück Seelenruh auch mir aus hier und in jener Welt. deinem Worte zu. Mel. Nro. 291. 4. Hilf kräftig mir mein Gott, daß ich auf gute Lehre begierig acht, Gott, du frommer 2c.( und auch sie mit Gehorsam 191. Gelobet fent ehre. Verleih mir deinen du, Gott, Geist, der Lust und Kräfte für deines Sohnes Lehre. giebt, daß man die Wahr: Gieb, daß ich sie auch gernsheit sucht, findt, glaubt, mitFleiß und Andacht hö: bewahrt und übt. re. Ja mache selbst mein Vorurtheilen Mel. Nro. 125. Herz von rein, und laß dein Wort Wie göttlich sind doch ic. ein Gott, mein Licht auf meinen Wegen seyn. 192. M Mein du wohnst 2. Laß mich im Forschen in einem Lichte, dahin kein doch die Wahrheit nie versterblich Auge dringt, doch fehlen, und nie, was schäd: giebst du uns zum Un: lich ist, für wahres Heil terrichte dein Wort, das erwählen! Leit, Allerhöch- uns Erkenntniß bringt, ster! selbst den forschenden was du, o Allerhöchster, Verstand, so wird, was bist, was mit uns deine du mich lehrst, auch recht Absicht ist. von mir erkannt. 2. So gieb denn, daß 3. Dein Wort bleibt ich darauf achte, als auf ewig wahr. Laß michs von ein Licht im dunkeln Ort; Herzen glauben, und mir Und, wenn ich ernstlich nicht seinen Trost durchles betrachte, so hilf selbst mers Vom Worte Gottes. 225 meinem Forschen fort. Für 6. Was hilft das rich: deiner Wahrheit hellenstigste Erkenntniß, wenns Schein laß Aug und Herz nicht zu deiner Liebe treibt? ståts offen seyn. Was nizt ein aufgeklärt 3. Hilf, daß ich dei: Verständniß, wenn doch nem Worte glaube, das das Herz noch böse bleibt? mich zur wahren Weisheit Drum hilf, daß ich der führt, damit kein falscher Wahrheit treu, und daß mein Glaube thätig sey. Wahn mir raube, was mir ein ew'ges Heil ge: 7. Laß dein Erkenntniß biert. Kein Spöttergeist mir im Leiden die Quelle verführe mich, kein Zwei: wahres Trostes seyn, um fel sey mir hinderlich. mich, wann Leib und Seele scheiden, des bessern les 4. Das ist der Weg bens zu erfreun. Da ire zum ew'gen Leben, daß und wank ich weiter nicht, wir, o Bater, dich und und sehe dich in hellerm den, den du zum Heil uns Licht. haft gegeben, erkennen, lieben und erhöhn. D führe du auf dieser Bahn mich selbst durch deine 193. Theuer sey mir Mel. Nro. 36. Gott, du bist von zc. allezeit, Herr Wahrheit mein Heiland, deinelehre. 5. Vor allem gieb, daß Gieb, daß ich mit Folge státs lebendig bei mir, samkeit treulich ihre Vor: Gott, dein Erkenntniß schrift ehre; dem, was sie sey, und daß ich dir dar: verheisset, traue, meine nach beständig Lieb, Ehr: Hoffnung darauf baue. fürcht und Gehorsam weih. 2. Nur bei deiner Gieb, daß ich thu mit Wahrheit Licht lernen wir allem Fleiß, was ich von Gott recht erkennen, ihn deinem Willen weiß. mit froher Zuversicht uns P fern Univ- Bibl. Giessen 226 Vom Worte Gottes: fern Gott und Vater nen: dankbar ihre Knie beugen, nen, und, nach seinem das du noch dein Wort heil'gen Willen, unsre erfüllest, und der Seele Kummer stillest. Pflichten treu erfüllen. 3. Was die Weifen 7. O nimm gnädig an dieser Welt von dir nicht den Dank, den ich dir voll erforschet haben, das hast Ehrfurcht bringe. Hore du ins Licht gestellt; und meinen Lobgefang, den durch deines Geistes Ga: lich hoch erfreut dir finge; ben bringst du es in unsre Du, du heilft auch mich aus Seelen, daß wir Heil und Gnaden von der Sünde Leben wählen. grossem Schaden. 4. Du entdeckst uns 8. Köstlicher, als Gold unsre Schuld, und der sey mir, was dein göttlich Sünde grossen Schaden, Wort mich lehret! Dank, aber auch des Höchsten ja ewig Dank sey dir für Huld, und den Reichthum den Trost, den es gewäh seiner Gnaden; Lehrst uns, ret! Werd ich einst zu die aller unsrer Sünden gna: erhoben, will ich würdiger dige Vergebung finden. dich loben. 9. 5. Huldreich rufest du Státs, so lang ich uns zu: Kommt zu mir, hier noch bin, will ich die beschwerte Seelen! Es soll zu Ehren wandeln, tág: euch, ju eurer Ruh, nicht lich mit verneutem Sinn an Trofte bei mir fehlen; nur nach deinem Willen Wollt ihr anders von mir handeln. So nimmst du lernen, euch von Sünden mich einst im Scheiden auf zu entfernen. zu deinen hohern Freuden. Mel. Nro. 36. Gott, du bist von zc. Selig find die, Gott Dein 6. Herr, dein Evan: gelium hat viel tausend tausend Zeugen, die zu deines Namens Ruhm 194. Vom Worte Gottes. dein Wort hören und zu: des Richters Strafe gleich bewahren. so scheun. Ich hätte keinen laß auch immerfort dieses Trost in Noth; Glück mir wiederfahren; schreckte stündlich daß es mich zum Gutensund Tod. stärke, und ich seinen Trost vermerke. Mich Grab 3. Doch allen diesenFina sternissen des Irrthums, 227 2. Drück es vest dem und der Sünde Macht hat Herzen ein, so wird es Jesu Lehre mich entrissen: nichts daraus rauben. Ihr Licht zerstreut des Selig werd ich hier schon zweifels Nacht. Sie zeiz fenn, auch bei einem dunk- get mir des Höchsten Rath, lenGlauben; Bis dereinst und führt mich auf der nach diesem Leben hellres Wahrheit Pfad. Licht mich wird umgeben. Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch e. 4. Ich weiß, wozu mich Gott geschaffen; Ich kenne meine ganze Pflicht; er du dein Mein Geist wird nicht im 1 Der 195. Wort mit Tod entschlafen; Wer an hast gegeben, wie preis dich glaubt, wird im Ges ich dich, o Gott, dafür! sricht durch dich, o Heiland, Nie kann mein Dank dich wohl bestehn, verklárt an gnug erheben. Durch Chri: deiner Seite gehn. stum schenkst du Weisheit 5. Gott, laß mich dieser mir. Kennt ich die Lehre guten Lehre gehorchen mit Jesu nicht, wie wenig hätt ståts größrer Lust, und ich Trost und Licht! feines Spotters Wahn 2. Auf ungewissen fin- zerstöre ihr Trostgefühl stern Pfaden würd ich einsin meiner Brust! Mein Raub des Irrthums seyn; ganzes Leben preise dich; Mit Sündenschuld und Dein Heil erfreu im Tode Fluch beladen, müßt ich mich! P 2 Mel. 228 Vom Worte Gottes. Mel. Nro. 53. 4. Hilf, daß der Frev: Wie viele Freuden dank. ler frecher Epott uns nie ir Menschen davon abwende; Denn 196. Wir sind zu dem, du bist ein gerechter Gott, 5. 2. o Gott, was geistlich ist, und strafft gewiß am En: untüchtig. Dein Wesen, de. Erweck uns durch der Wille und Gebot ist viel Wahrheit Kraft, und was zu hoch und wichtig. Wir sie Gutes in uns schafft, wissens und verstehens das laß uns treu be: nicht, wo uns dein gött: wahren. lich Wort und Licht den Herr öffne du Ver: Weg zu dir nicht zeiget. stand und Herz, daß wir Drum hast du eh: dein Wort recht fassen, in mals ausgesandt Prophe: Lieb und Leid, in Freud ten, deine Knechte; Sie und Schmerz es aus der machten deinem Volk be: Acht nicht lassen; Daß wir kannt dein Heil und dei- nicht hörer nur allein, ne Rechte. Zulezt kam nein, auch desselben Thå: felbst dein lieber Sohn, o ter seyn, Frucht hundert: Bater, von des Himmels fältig bringen. Thron, um alle Welt zu lehren. 6. Geist Gottes! ma: che selbst uns gleich dem 3. Für solches Heil sey, fruchtbarn guten Lande, Herr, gepreist! Laß uns daß wir, an guten Werken dabei verbleiben, und reich, in unserm Amt und gieb uns deinen guten Stande das thun, was Geist, daß wir dem Wor: uns dein Wort gebeut, te glauben, daß wirs an und frei vom Dienst der nehmen jederzeit mit Ehr: Eitelkeit, des Glaubens furcht, Treu und Willig: Kraft beweisen. teit, als Gottes, nicht der Menschen. 7. Laß uns, dieweil wir leben hier, der Sünder Weg Vom Worte Gottes. 229 Weg vermeiden. Gieb, nen Gott und Vater nen daß wir halten vest an dir, ne. Höchster, laß mich doch im Wohlstand, wie im Lei: auf Erden weise für den den. Rott aus, was dir, Himmel werden. Herr, nicht gefällt, hilf uns 2. Zuverlässig ist dein die Sorgen dieser Welt Wort. Lehre michs nur und böse Lüste dämpfen. recht verstehen! Wann 8. Erhalt dein Wortlichs forsche, hilf mir fort, uns klar und rein, und richtig daraus einzusehen, laß es unsern Füssen ein was zu meinem Heil mich Licht auf unsern Wegen führet, was zu meiden mir seyn; Hilf, daß wir draus gebühret. geniessen Kraft, Rath und 3. Uber laß mich nicht Trost in aller Noth, daß allein richtig seinen Sinn wir im Leben und im Tod verstehen; laß mich auch beständig auf dich trauen. befliessen seyn, den erkann 9. Es müsse sich zu dei- sten Weg zu gehen. Denn ner Ehr, Gott Vater, weit sonst würd ich bei dem ausbreiten! Hilf, Jesu, Wissen, doppelt Streiche daß uns deinelehr erleuch: leiden müssen. ten mög und leiten! D 4. Folg ich seinem Unheilger Geist, dein göttlich terricht, e so werd ichs Wort laß in uns wirken auch erfahren, was es de: immerfort lieb, Hoffnung nen Guts verspricht, die Trost und Glauben. es hören und bewahren! Dann wird es auch mir im Leiden eine Quelle wahrer Mel. Nro. 36. Gott, du bist von ic. 197. err, mein Freuden. 5. Hilf auch, daß von leuchte mich, daß ich mich Zeit zu Zeit meine Kennte und dich erkenne, daß ich nisse sich mehren. Find ich voll Vertrauen dich mei: dann noch Dunkelheit bei P 3 des 230 Vom Worte Gottes. des Glaubens hohen Leh| sen rufet er, daß Sünder läßt oft ren; Laß mich Zweifelsucht sich bekehren, entfernen, und in Demuth durch diesen Prediger laut glauben lernen. seine Stimme hören, daß 6. Gied, daß ich in dei: aus dem Schlaf derSicher: nem Licht immer mehr ge: heit, und aus dem Traum rührt erkenne jener Herr: der Eitelkeit ihr Herz zu lichkeit Gewicht, und mich ihm erwache. dann nur glücklich nenne, 3. Durch Wohlthun wann ich weislich darnach zeugt er auch von sich am trachte, und die Sünden menschlichen Gemüthe, luft verachte. und predigt oft recht vå: 7. Gjeb mir immer terlich durch Proben fei: neue Kraft, deinem Wort ner Güte. und merkt der gemäß zu handeln, und Sünder hierauf nicht, vor dir gewissenhaft auf sucht Gott durch Strafen der Tugend Pfad zu wan- und Gericht ihn aus dem deln; So wird einst in Schlaf zu wecken. jenem Leben mich ein hell: res Licht umgeben. 4. So rufst du denn, Herr, laut genug, daß Mel. Nro. 46. man dich such und höre, Allmächtiger! Wir singen. und daß der Eitelkeit Be: gott redet und trug die Herzen nicht bes 198. o ruft aller thöre. Doch riefest du nicht Welt, daß man doch aufjauch durchs Wort, so irre: ihn merke. Er hat zu Pre: ten wir immerfort auf un digern bestellt die Wunderssern eitlen Wegen. seiner Werke. Laut hört 5. Für diese Gabe seg man ihrer Stimme Schall gepreist, die du uns, Hert, verständlich ist auch überall geschenket. Es weiset uns die Sprache, die sie reden. dein guter Geist, der un 2. Auch durchs Gewis fre Herzen lenket, bei dies fes Vom Worte Gottes. 232 ses Lichtes Glanz zu dir, 2. Ein Haufen lästrer daß wir dich suchen, und wagts, o Gott, mit wildem allhier dich recht verehren ausgelaßnem Sport den lernen. Heiland, deinen Sohn, 6. Er läßt uns, was zu schmähn, verachtend dein Mund gebeut, in dei: auf sein Heil zu sehn. nem Worte hören, und 3. Ach, ihrer Lehre Pest, ruft uns von der Eitelkeit o Herr, schleicht jezo nicht zu dir uns zu bekehren. Erim Finstern mehr; überzeugt zur Gnadenzeit bricht am Mittag selbst uns von der Sünde Häß: hervor, und hebt ihr töd: lichkeit, und lehret sie uns iend Haupt empor. fliehen. Sie 7. Erweck uns, Herr, 4. 4. Sie herrscht durch durch deine Kraft, dem Grosse dieser Welt. Herr, RufGehör zu geben: Dein Herr! Wenn uns dein Geift, der alles Gute Arm nicht halt, so reißt schafft, führ uns den Weg sie uns zum Tod auch fort. zum Leben, wozu du eh Gieb Sieg und Leben mals uns erschufft, und durch dein Wort! nun so gnädig uns berufst 5. Beschůze uns, Herr durch deines Wortes Jesu Christ, der du zur Lehre. Rechten Gottes bist. Sey unser Schild und Karke Nichts ist vor dir er Spotter der Spotter Heer. Strom Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott! Wehr. 199. 6. Du hast von Ewigreißt viele fort. Erhalt feit gesehn, wie lange noch uns, Herr, bei deinem ihr Troz bestehn, und wis Wort; So können wir der dich hier toben soll; uns, Bater, dein im Le: Bielleicht ist nun ihr Maaß ben und im Tode freun. bald voll. P4 7. Auch 232 Vom Worte Gottes. 7. Auch sie, o Herr, 4. Dein Wort erklärt hast du versöhnt, sie, der der SeeleWerth, Unsterb: ren Sport dich jezt verlichkeit und Leben; Daß höhnt. Gieb, daß noch diese Zeit zur Ewigkeit vor der Todesnacht zur mir sey von dir gegeben. ernsten Reu ihr Herz er: 5. Den ew'gen Rath, wacht! die Missethat der Sünder, zu versöhnen, den kennt ich nicht, wär mir dieß Licht Uch Gott und Herr 2c. nicht durch dein Wort er: mel. Nro. 377. 200. Sort! Und ott ist mein schienen. 6. Nun darf mein Herz auf sein Wort soll meine in Reu und Schmerz der Seele trauen. Ich wandle Sünden nicht verzagen; hier, mein Gott, vor dir Nein, du verzeihst, lehrst im Glauben, nicht immeinen Geist im Glanben Schauen. Bater! sagen. 2. Dein Wort ist wahr; 7. Mich zu erneun, Laß immerdar mich seine mich dir zu weihn ift Kräfte schmecken. Laß kei: meines Heils Geschäfte. nen Spott, o Herr mein Durch meine Müh vermag Gott, mich vor dem Glan: ichs nie; Dein Wort giebt ben schrecken. uns die Kräfte. 3. Wo hätt ich Licht, 8. Herr, unser Hort, wofern mich nicht dein laß dieses Wort mir Llicht Wort die Wahrheit lehr: und Freude geben. Es sey te? Gott, ohne sie ver: mein Theil, es sey mein ftünd ich nie, wie ich dich Heil und Kraft zum ew'; würdig ehrte. Igen Leben. XVI Von der heiligen Taufe. XVI. Von den Sakramenten. I. Von der H. Taufe. 233 Mel. Nro. 36. Herr, ganz ergeben, und Gott, du bist von Ewigkeit. entfernt vom Sinn der 201. Mein Erlöser! Welt, als dein treuer der du mich Jünger leben; Daß ich dir zum Eigenthum erkau- einst auch, wann ich ster: fet; als dein Jünger bin be, daß verheißne Leben auch ich vormals auf deinserbe. Wort getaufet. Gieb nur, Mel. Nro. 125. daß ich mich befleisse, das Wie göttlich sind doch zc. zu werden, was ich heisse. ch bin getauft, 202. J nach Jesu 2. Gieb, daß ich mit Achtsamkeit meinen Lauf Lehren, dich, Bater, dei: bund oft betrachte, und nen Sohn und Geist so nur das zu jeder Zeit für zu bekennen und zu ehren, Gewinn und Freude ach: daß Herz und Mund und te, daß ich deines Vaters That dich preist; Und dann Willen treulich suche zu des Glücks, ein Christ zu erfüllen. seyn, mich hier und ewig 3. Dieser Erde Gut zu erfreun. und Ruhm bleibt im To: 2. Du öffnetest mir das de doch zurücke; Nur ein Verständniß durch deines wahres Christenthum folgt Sohnes Lehr und Geist; uns nach zum ew'gen Durch sie gelangt ich zur Glücke. Davon ist auch Erkenntniß, wie man dich nach dem Sterben ewigswürdig ehrt und preist, Segen zu ererben. und welches Heil dein. 4. Laß mich denn, wie gnädger Rath dem, der dirs gefällt, deinem Dienst, dich ehrt, bereitet hat. P5 3. Daß 234 Von der heiligen Taufe. 3. Daß nicht, von Leicht- sergeben sey; und fehl ich, sinn hingerissen, undank: so verwirfmich nicht, mein bar dich mein Herz ver: Gott, von deinem Ange: gaß, erinnertest du mein sicht. Gewissen an seine Pflicht 7. Erwecke mich durch ohn Unterlaß, und weck: deine Gnade zum ftáten test mich zum Tugend: Ernst der Besserung, und lauf durch deine Wahrheit leite mich auf sicherm Pfa mächtig auf. ide des Glaubens und der 4. Gelobt, mein Gott, Heiligung. Gott meines sen deine Liebe, die mir, Heils, sey ewig mein, und noch eh ich dich gekannt, laß mich ståts dein eigen aus freiem väterlichem seyn! Triebe schon so viel Gutes Mel. Nro. 45. zugewandt. Wie huldreich Kommt, kommt, den ic. hast du mein gedacht, und für mein wahres Woht 203. Geweiht zum Christenthu me, sind wir auch dir, o gewacht! 5. Wie sollt ich dich Gott, geweiht, nur dir denn nicht verehren, und zum Preis und Ruhme dir ein Herz voll Liebe zu führen unsrelebenszeit; weihn? Nicht gern auf uns deiner Vaterliebe in deine Stimme hören, Christo zu erfreun, und and kindlich dir gehorsam deines Geistes Triebe ges senn? Was dich entehrt, horsam stats zu seyn; Das sey fern von mir! Gehei: mit wir schon auf Erden, ligt sen mein Leben dir! noch mehr in jener Welt, 6. O stehe nur mit dei: des Glücks theilhaftig wers nem Geiste, wie du verden, das nur der Christ heissen hast, mir bei; erhält. Daß ich, was ich versprech, 2. Wie viel hat deine auch leiste, und treulich dir Gnade an uns von jeher, Gott, Von der heiligen Taufe. 235 Gott, gethan! Auf diesem mit deinem Licht erfreut. Pilgerpfade fieng kaum Gieb, daß wir oft ermessich unsre Wallfahrt an, fen, was uns dein Wort so gabst du schon uns verspricht, und strafbar nie Armen am Reiche Christisvergessen die dir gelobte Theil; und brachst uns, Pflicht. aus Erbarmen, die Bahn zu seinem Heil. Du schaff: 4. Ja, hilf du selbst test unsern Seelen frühluns allen, in deinem Wil; fchon Gelegenheit, zu ken: len ståts beruhn, und dir nen und zu wählen den zum Wohlgefallen nach Weg der Seligkeit. deines Sohnes Lehre thun. Du wirst in die: 3. Herr, auch für diese sem Leben, wie du bisher Gute gebiert dir unser Lob- gethan, uns, was wir gesang. Mit freudigemGz: brauchen, geben. Verleih müthe bringt unser Herzfuns auch nur dann die dir Preis und Dank; Daß beste deiner Gaben, daß du uns durch die Taufe wir durch Jesum Christ zu Christen hast geweiht, Theil andem Erbe haben, und uns zum Tugendlaufe das unvergänglich ist. II. Bon dem heiligen Abendmahle. Mel. Nro. 3. für mich; gieb, daß Lob, Ehr und Preis ic. meine Seele sich des ewig 204. Ich preife dich, freuen möge! o mein 2. Du läsfest mich in heil, für deine Todes: deinem Tod das wahre leiden. Hab ich an ihren Leben finden. Erlösung Früchten Theil, was fehlt aus der Todesnoth, Ver: dann meinen Freuden? gebung aller Sünden, Ge: Uus Liebe starbst du auch wissensruh, zur Bessrung Kraft, 236 Von dem heiligen Abendmahle. Kraft, das hast du, Herr, mir erzeigt, ist gar nicht auch mir verschafft, da du zu ermessen. O mache selbst am Kreuze starbest. mein Herz geneigt, sie nim: 3. Dein Abendmahl ist mer zu vergessen. Daß ich mir ein Pfand von dieser aus ächter Gegentreu dir grossen Güte. Wie viel bis zum Tod ergeben sey, hast du an mich gewandt! und dir zur Ehre lebe. O stärke mein Gemüthe 7. Laß deines Leidens zum glaubigen Vertraunsgrossen Zweck mir státs vor auf dich, daß ich, so lang Augen stehen; Räum alle ich lebe, mich an deine Hindernisse weg, die ebne Gnade halte! Bahn zu gehen, die mir 4. Ich fühle, Herr, dein heilig Vorbild weist, voll Reu und Schmerz, und die einst den erlösten die Last von meinen Sún Geist zu deiner Freude den. Laß mein vor dir geführet. beugtes Herz den grossen 8.3u meinem Heile haft Trost empfinden, daß du, du dich für mich dahin ges aus Gottes Vaterhuld, geben; Dein Abendmahl auch mir Bergebung meierwecke mich, mit Ernst ner Schuld auf Busse haft darnach zu streben. Herr, erworben. mache mich dazu geschickt, 5. Der Trost, den mir und werd ich einst der Welt dein Tod verschafft, werd entrückt, so sey dein Tod ewig mir zum Segen. mein Leben. Er stärke mich mit neuer Kraft, auf allen meinen Wegen, nur das zu thun, Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis 2c. was dir gefällt, und alle 205. Halt im Ges Furcht und Lust der Welt sum Christ! Seele, der standhaft zu überwinden. auf Erden vom Himmels: 6. Die liebe, die du thron gekommen ist, ein Hei: Von dem heiligen Abendmahle. 237 Heiland dir zu werden.gehst, ihm ewiglich zu Bergiß sein nicht; Denn danken. dir zu gut verband er sich mitFleisch und Blut. Dank ihm für diese Liebe! 5. Ja, Herr, mein Hei: land, dich will ich nicht aus dem Herzen lassen; Mit 2. Halt im Gedächtniß Gegenliebe will ich dich, Jesum Chrift! Er hat für so lang ich leb, umfassen. dich gelitten, und dir, da Dein Abendmahl vermehrt er gestorben ist, am Kreuz in mir des Glaubens das Heil erftritten. Er Kraft, auf daß ich dir mit rettung von der Sünden: státer Treue diene. noth erwarb er dir durch Mel. Nro. 208. seinen Lod. Dank ihm für Schicke dich, erlöste zc. diese Liebe! 206. Jefu, Freund der 3. Halt im Gedächtniß schenkinder, der du dich Jesum Christ! Der von zum Heil der Sünder von dem Tod erstanden und des Himmels hohen Freus nun zur Rechten Gottes den zu den schwersten Toist. Er hat von Todesban: desleiden willig bast her: den und aus der dunkeln abgelassen, wer kann dein Grabesnacht Befreiung Erbarmen fassen? Tief an daslicht gebracht. Dank gerührt von solcher Güte, ihm für diese Liebe! preist dich dankvoll mein 4. Halt im Gedächtniß| Gemüthe. Jesum Christ! Er wird 2. Herr, du hast auch einst wieder kommen, zu mir bereitet was zum richten, was auf Erden wahren Wohl mich leitet; ist, die Sünder und die Licht, den Weg des Heils Frommen! Drum sorge, zu finden; Trost bei dem daß du dann bestehst, und Gefühl derSünden, Kraft mit ihm in den Himmel der Beßrung nachzujagen; Muth, 238 Von dem heiligen Abendmahle. Muth, des Lebens Last zu mir die Triebe dankbefliß: tragen, und die Hoffnung| ner Gegenliebe, daß ich, beßrer Zeiten, in dem bis ich einst erkalte, Reich der Ewigkeiten. treu dir sey und Glauben halte. 6. Hilf mir wider alles 3. Ja, du willst mit deiner Gnade selbst mich streiten, was von dir mich auf des Lebens Pfade, zum will verleiten. Auch den Genuß der Seligkeiten, starksten Reiz zu Sünden die du mir erworben, lei:[ hilf mir glücklich überwinten. Du, du willst mich den, daß ich hier stats im bessern, trösten, und zum Gewissen deinen Frieden Erbtheil der Erlösten, zu mag geniessen, und dereinst des Himmels Herrlichkei:( auch überm Grabe Theil ten, folg ich dir nur, vor: an deinem Segen habe. 7. 2, wie will ich dich bereiten. 4. Nun, so sen der erheben, wann du mich Bund erneuet! Ganz seyim hohern Leben zu den dir mein Herz geweihet! Freuden deiner Frommen Täglich will ich mich bestre: Herr, ich hoff es, läsfest ben, nur nach deinem Wort kommen. Da, da wird zu leben; Was du liebst, mich nichts mehr stören, will ich auch lieben, ernst: dich aufs innigste zu ehren; lich mich im Guten üben; Da, da werd ich, frei von Was du hasfest, will ich Sünden, deinen Friedes hassen, stårs von dir mich ganz empfinden. leiten laffen. Mel. Nro. 62. 5. Doch, ich fühle mei: Jauchzt unserm Gott!. ne Schwäche. Jeſu, was ich dir verspreche, ach, 207. Das sollt ihr wie leicht ist das gebrochen! ger, nie vergessen! Wir sind, schneller oft, als ichs ver: wie wir von einem Brode sprochen. Darum stårk in essen, von einem Kelche trinken, Von dem heiligen Abendmahle. 239 trinken, alle Brüder, und ten, und, irrt ein Bruder, Jesu Glieder. seiner Schwäche schonten; 2. Wir sind mit einem Wie ähnlich Engeln würs Losgeld ihm erkaufet, wir den wir auf Erden, wie alle sind auf Jesu Tod ge: selig werden! taufet! Nichts soll uns, 4. Auch dazu müsse Jee die wir eines Heils us su Lieb uns dringen! Du freuen, zum Haß ent: wollest, Herr, dieß grosse zweien! Wert vollbringen! Daß 3. Wenn wir, wie Bruunter einem Hirten eine der, bei einander wohn: Heerde aus allem werde! I. Vorbereitungslieder. 208. I mit!! chicke dich, er lös te Seele, glaus seinen Mittlers Tod zu feiern, dei: big, nach des Herrn Befehle, Auch für nen Dank ihm zu erneuern! dich hat er sein Leben in den schwersten # Tod gegeben, die auf Zeit und Ewigkeiten Heil und Wohlfahrt zu bereiten. 2. Znm Genusse seinerseingeladen. Eil ihm des Gnaden wirst du von ihm muthsvoll entgegen, und nimm 5 240 Von dem heiligen Abendmahle. nimm Theil an seinem Schuld entlade und mit Segen. Komm getrost, neuer Kraft zum Werke es ist sein Wille; Komm meiner Heiligung mich und schöpf aus seiner Fülle stärke! Was du, da du nemen Muth und neue für mich starbest, jedem, Triebe zur Verehrung sei: der Gott sucht, erwarbest, ner Liebe. Celenruh und ew'ges de: 3. Herr, ich komme mit ben, wirst du mir gewiß Verlangen, Glaubens: auch geben. stärkung zu empfangen; 6. Deiner will ich ståts Der du huldreich deinen mich freuen, ganz mich Frieden sterbend auch mir deinem Dienste weihen, haft beschieden. Hier fall nur nach deinem Willen ich zu deinen Füssen; Laß leben, und dich dankbar mich würdig doch genies: froh erheben. Deine Huld sen deines Mahls, der ist unermeßlich. Herr, fie Seelenspeise! Mir zum sey mir unvergeßlich! Heil und dir zum Preise! Daß ich dich auf alle 4. O wie sehnt sich Weise herzlich lieb und mein Gemüthe, Menschen: thätig preise. freund, nach deiner Güte! 7. Du, dem die ver: Ewig währet deine Treue, klärten Schaaren, die wie und du siehst mein Herzlich auch Schwache waren, voll Reue." Ach, so wollstjewig Dank und Jubel du meinen Zähren deine singen, daß sie hier dein Tröstung auch gewähren; Heil empfingen; daß auch Meiner Sünden nicht ge mich einst dahin kommen denken, und mir deinen Frieden schenken. 5. Ja, ich hoff auf deine Gnade, daß sie mich der daß ich mich mit aller Frommen ewig deiner Huld erfreue, und die meine Jubel weihe. Mel. 241 meine Schuld vor meinem Wir singen. Gott gestehen, und, überz Von dem heiligen Abendmahle. Mel. Nro. 46. Allmächtiger 209. will den von Huld, zu Bund mit ihm um Gnade flehen. Las meinem Herrn bei seinem mich mit glaubigem Ver: Maht erneuen; Ich will, trann nach deinem Kreuz, von Weltgeschäften fern, o Jesu, schaun, Verge: mich seines Todes freuen. bung fröhlich hoffen. O Tag, wie heilig bist du mir! Wie soll sich meine Seel an dir zu meinem Gott erheben! 5. Dein Abendmahl versichre mich, von dieser deiner Gnade, daß meine Sündenschuld durch dich mir nun gewiß nichts scha: de; Daß ich durch deinen entfündigt 2. Nicht die Gewohn: heit treibt mich hin, nicht der Betrug der Sünde, Kreuzestod, daß auch ein lasterhafter und versöhnt mit Gott, Sinn blos dadurch Gna- lein Erbe sey des Lebens. de finde. Gelobt sey Gott! 6. Wie werd ich dann, Von Heuchelei bin ich der Sünde Feind, dich entfernt, auch bin ich frei mein Erretter, lieben! Wie selbst von der Lust zur ernstlich mich, mit dir vers Sünde. eint, in frommen Thaten 3. Bekennen will ichs üben! Wie werd ich dir öffentlich, dein Sterben mein Lebenlang für deine sey mein Leben. Dir, mein Liebe Preis und Dank, o Erlöser! hab ich mich zum mein Versöhner, bringen! Eigenthum ergeben. So 7. Wohl dem, der dei: lang ich lebe will ich dein, nem Geiste nicht, sich zum And deiner Liebe mich er: Gerichte, lüget, noch sich ( freun, noch sterbend ihrer mit eitler Zuversicht, mit trösten. 0 Vorfaz selbst betrüget! 4. Demüthig will ich Wohl ihm! Er stärkt, durch K 242 Von dem heiligen Abendmahle. durch Gott erneut die vermag zu zählen. Ich Hoffnung seiner Selig fühl es wohl, und leide keit bei diesem Bunces: sehr vor Unruh meiner Seelen. Doch du bist mahle. 8.D meine Seele, denke meine Zuversicht. Verlaß nach! Wie sündlich war mit deinem Trost mich dein Leben, und Jesus hat nicht; Du siehest meine in Kreuzesschmach, für Neue. Erbarmer, nimm sie dich sich hingegeben. Was gnädig an; Du bist, der bist du dem, der dich so helfen will und kann, daß liebt, daß er für dich sein sich mein Herz erfreue. Leben giebt, für seine Liebe schuldig? 3. Nach deinem Troste schn ich mich, gebückt vor dir im Staube! Dein tröst ich mich und nur auf Lobsinget Gott, und ic. dich, Erlöser, hofft mein Mel. Nro. 6. 210," u, Herr, hast Glaube. Gebeugte willst aus Barm du nicht verschmähn, ver: herzigkeit zum Denkmal sprichst, den Schwachen deiner Gnaden das ganze beizustehn, die nach der Volk der Christenheit wohl: Beßrung trachten. Stats Du bleibst du deinen Worten thätig eingeladen. rufft: Mühsel'ge kommt treu, und wirst ein gláu: zu mir! Ich komme, Hei: big Herz voll Reu, auch land; Ja,' zu dir erheb ich meines nicht verachten. meine Seele. Entzeuch 4. Regiere nur auch mir deine Gnade nicht. künftig mich, daß ich vor: Sey auch mein Trost, mein sichtig handle, und heilig, Heil, mein Licht. Du voll Bertraun auf dich siehst, wie oft ich fehle. nach deinem Willen wand: 2. Ja, meiner Schulle. Gieb, daß aus Dant den sind weit mehr, als ich für deine Huld, in Liebe, Glau: Von dem heiligen Abendmahle. 243 Glauben und Geduld ich ben. Für mich hast du dich dir auf Erden lebe; bis ich dargestellt. Mit sich ver: dereinst in deinem Reich söhnte Gott die Welt, da verklärt, unsterblich, En: du für sie gestorben. geln gleich, dich ewig froh 3. So freue dich, mein erhebe. Herz, in mir! Er tilget meine Sünden, und läßt bei seinem Mahle hier Lobsinget Gott, und betet. mich Gnad um Gnade komme, finden. Er hört der Reue Mel. Nro. 6. 211. Jer, und fehnlich Flehn, will gern suche dich, mühselig und mich frei und glücklich beladen. O, mein Erbar: sehn, will mir die Schuld mer, würd ge mich des vergeben. Nur soll ich Siegels deiner Gnaden. dem, der für mich starb, Ich liege hier vor deinem und mir so groffes Heil Thron, Sohn Gottes und erwarb, von ganzem Her: des Menschen Sohn, mich zen leben. deiner zu getrösten. Ich 4. Ja, Herr, mein Glück fühle meiner Sünden ist dein Gebot; Ich will es Müh; Ich suche Ruh, treu erfüllen. Verleihe und finde sie im Glauben mir durch deinen Tod die der Erlösten. Kraft zu diesem Willen. 2. Dich bet ich zuver: laß mich von nun an eif chtlich an, du bist das rig seyn, mein ganzes Les heil der Sünder; Hast ben dir zu weihn, und deis hre Schulden abgethan, ne Huld zu preisen. Laß und wir sind Gottes Kin mich den Ernst der Heilia er. Ich denk an deines gung durch eine wahre Leidens Macht, und an das Besserung mir und der Wort: Es ist vollbracht! Welt beweisen. Du hast mir heil erwor 22 212. Von dem heiligen Abendmahle. * 212.8 Die ie ihr Christi Jünger send, alle seinem Dienst geweiht, 244 # theure miterlöste Brüder! alle seines Leibes Glieder. Versöhnte! Kommt, erneut Kommt, euren Bund der Seligkeit. 2. Die so jezt mit Zu: ben; Hilf den Schwachen; versicht, Jesu, deines Heils Die gebeugt von ferne sich freuen, die laß ståts in stehn, können unerhört diesem Licht wandeln und nicht flehn. sich ganz dir weihen; Laß 4. Hoherpriester! ja du ihr Herz vom Stolze rein, bist in den Himmel einge: voll von wahrer Demuth gangen. Segne uns, Herr Jesu Christ! Da wir nun seyn. 3. Tröste, die in Trau- dein Mahí empfangen. rigkeit über ihre Seelen Hilf, o Herr, daß wir es wachen. Stärke, Herr, der nicht jemals nehmen zum Herrlichkeit, ihren Glau: Gericht. 2. Lieder bei dem Gebrauche des heiligen Abendmahls. Mel. Nro. II. füllen, was du in deiner D könnt ich dich, mein 2c. Leidensnacht, nach deiier bin ich, nem gnadenvollen Willen, Jesu, zu erzur Pflicht und Wohltha 213. mir Von dem heiligen Abendmahle. 245 mir gemacht. Verleih, zurlaufs neue, o du, mein. Uebung dieser Pflicht, mir Herr und Gott, an dich; deines Geistes Kraft und Ich schwöre dir bekändge Licht. Treue bei deinem Mahle 2. Es werde mir für feierlich! Dein eigen will mein Gewissen dein Mahl ich ewig seyn. Du siarbst ein tröstlich Unterpfand, für mich, Drum bin ich daß ich, der Sündenschuld dein. entrissen, durch dich beil 6. Nie will ich mich Gott Vergebung fand; vor Spöttern schämen des So freuet meine Seele Dienstes, den man die ers sich in deinem Heil, und weist; Nie mich zu einem lobet dich. Schritt bequemen den " 3. Bewundernd denk mein Gewissen sündlich ich an die Liebe, womit du heißt. O flosse mir den unser Heil bedacht. Wie Eifer ein, wie du, o Herr, stark sind deine Mitleids- gesinnt zu seyn. triebe, die dich bis an das 7. Laß mich mit Ernst Kreuz gebracht! O, gieb den nächsten lieben, und, von deinem Todesschmerz wann er siraud elnd was jezt neuen Eindruck in versieht, Versöhnlichkeit mein Herz! undSansimurh üben. Nie 4. Laß mich mit Ernst komm es mir aus dem Ge: die Sünde scheuen, für müth, welch eine schwere welche du, dich opfernd, Schuldenlast du mir ans starbst; Mit schnödem Huld erlassen hast. Misbrauch nie entweihen, 8. Es stärke sich in mir pas du so theuer mir er der Glaube, daß meine warbst. Nie führe mich Seele ewig lebt, und Jur Sicherheit der Trost, daß einst aus des Gra: den mir sein Tod verleiht. bes Staube mich dein 5. Ich übergebe mich allmächt'ger Ruf erhebt; 23 Wann 246 Von dem heiligen Abendmahle. Wann du dich grosser Le: Weg zu Gott, und ers bensfürst, den Völkern trugst den schwersten Tod, mir im Leben und im Ster: sichtbar zeigen wirst. 9. Gebeugt lieg ich zu ben sichre Tröstung zu er: deinen Füssen, mit Dank werben. und Lob, Gebet und Flehn. 3. Durch dich ist zu Laß auf mich neue Gnade Gottes Gnade freier Zu fliessen: Mein Heiland, tritt, und die Kraft, auf laß es doch geschehn, daß der Tugend fel'gem Pfa: mir zur Stärkung meiner de vest einher zu gehn, Treu, dein Abendmahl ge: verschafft. Und du rufft segnet sey. aufs neue mir durch dein Nachtmahl, daß ich hier Theil an deinem Segen Geist vom Vater, und ic. nehme, und mich deiner Mel. Nro. 180. 214. Boller Ehr- niemals schäme. furcht, Dank 4. Sollt ich, Jesu, und Freuden komm ich denn vergebens diese dei Herr, auf dein Gebot, zune Huld empfahn? Nicht dem Denkmahl deiner Lei zur Beßrung meines de: den, und gedenk au deinen bens mich zu deinem Ti Tod. Mittler, der du für sche nahn? Ja, mit neuem mich starbst, mir ein ewig Ernst will ich mich vor Heil erwarbst, dir zur Eh: Sünden scheun und dich re ståts zu leben, sey mein durch ein dir geheiligt kes eifrigstes Bestreben. ben mit vermehrtem Fleiß 2. Ich empfind es jezt erheben. aufs neue, was ich dir 5. Diesen Vorsaz, den Herr, schuldig bin. Du, ich habe, thätig dankbar du gabst mit grosser Treue dir zu seyn, prág ihr. Je: ganz dich mir zum Dien: su, bis zum Grabe tief in ke hin; Zeigtest mir den meine Seele ein! Gieb mir Von dem heiligen Abendmahle. 247 mirKraft, ihn zu vollziehn.nicht verläßt. Zu des Him: Lehre mich mit Vorsicht uncls Seligkeiten wird sie fliehn, was ihn könnte bei mich gewiß auch leiten. mir schwächen, was mich Mel. Nro. 79.. reizt, ihn gar zu brechen. 6. Laß mich über alles Mein Auge sieht, o Gott! scházen dein dir theu'r er: worbnes Heil, und nie aus 215. Jesu Chris ste, Gottes den Augen sezen, daß nurskamm, der du aus Lieb der daran hat Theil, der am Kreuzesstamm zur Til: auf deine Stimme hört, gung meiner Sündenlast mit Gehorsam dich ver: den schwersten Tod erdul: ehrt, und in deinem Dienst det hast! auf Erden immer besser 2. Ich komm zu dei: sucht zu werden. nem Abendmahl, gebeugt 7. Geh mir, wo ich bin durch manchen Sünden: und wandle, immerfort fall; Doch meines Her: mit Hilfe nach, daß ich als zens Zuversicht steht, Herr, ein Christ stärs handle; zu dir. Verwirf mich Und wird ja mein Glaube nicht! schwach, o so hilf mir lieb: 3. Du bist der Arzt, der reich auf, daß ich in dem Seelen heilt, der Neuer: Tugendlauf nimmer wan- füllten Trost ertheilt, und ke, nie ermüde. So er zur rechtschaffnen Heilig: quicke mich dein Friede.[ keit den Schwachen Muth 8. Ewig will ich dir es und Kraft verleiht. danken, daß du so barm: 4. Darum, Herr Jesu, herzig bist, Daß auch, bitt ich dich: Bon meinen wenn wir Schwache wan: Sünden heile mich. Mach fen deine Treu beständig in mir das Gewissen rein, ist err, ich hoff es froh und laß mich ganz dein und vest, daß sie mich auch eigen seyn. 2.4 5 Er: 248 Von dem heiligen Abendmahle. 5. Erleuchte durch dein Leben preise dich! Den gu Wort mein Herz, und ten Borsaz, den ich hier richt es zu dir Himmel: erneure, mache vest in mir. wärts, daß glaubensvoll II. Gieb, daß ich treu und dankbarlich ich deiner sey meiner Pflicht, und Lieb erinnre mich mich nach deinem Willen 6. Gieb, daß ichs mir richt; So bring ich christ: zum Heile thu, zur Förslich und in Ruhauf Erden drung meiner Seelenruh, meine Tage zu. zur Stärkung in der Hei 12. Bis du mich, o du ligung, und wahrer Le: Lebensfürst, in deinen Him: bensbesserung. mel nehmen wirst, daß ich 7. Eilg alle Laster aus da bei dir ewiglich an dei: in mir; Mein Herz mit ner Güte freue mich. Glaub und Liebe zier, und Mel. Nro. 212. was sonst ist von Tugend mehr, das pflanz in mir Die ihr Chrifti Jünger c. zu deiner Ehr. ag, den mir 8. Gieb mit, was mei: 216. der Herr ge ner Seele nüzt, und mich macht! Sen gesegnet, Tag vor dem Verderben schüzt. der Freude! Du erhellst Du bist mein Heil; Laß des Kummers Nacht, und mich mit dir vereinigt bleis erquickest mich im Leide. ben für und für. Heil und Leben schenkst du Gott, wie dank ich 9. Du bist, der in uns mir. Gutes schafft. Ach, stärke dir dafür! mich dazu mit Kraft, da: 2. Widerspenstig seiz mit ich glücklich Welt und nemRuf, hab ich meinen Suns im Glauben an dich Gott betrübet, ihn, der überwind. mich zum Glück erschuf, 10. Dein freue meine und mich státs so treu ges Seele sa! Mein ganzes liebet. Ich verdiene af URO Von dem heiligen Abendmahle. und Tod, den er frechen Unterpfand. Sündern droht. 249 4. Tag der Wonne, 3. Dennoch nimmt der heiligs Mahl, ewig will Gür'ge mich wieder auflich dein gedenken. Mei zu seinem Kinde, undsnes Jesu Todesquaal soll vergisset väterlich meines mir Trost im Leiden schenk Undanks, meiner Sünde; ken, und mein Leben soll Giebt durch seiner Die: allein ihm von nun an ner Hand mir der Gnade heilig seyn. 3. Danksagungslieder nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. Mel. Nro. I. 3. Heil mir! Mir ward Mein Herz, ermuntre ic. das Brod gebrochen, ich 217. Dantewig trank, Herr, deines BunDank seydes Wein. Voll Freude deinerliebe, erhöhter Mitt: hab ich dir versprochen, ler, Jesu Christ! Gieb, dir, treuster Jesu, treu zu daß ich deinen Willen übe, seyn. Ich schwör es nun der du für mich gestorben noch einmal dir: Schenk bist; Und laß die Grösse du nur deine Gnade mir! deiner Pein mir immer in 4. Laß, Herr, mich dank: Gedanken seyn. bar ståts ermessen die mir 2. Wie kann ich dich gezu gut getragne Last, und nug erheben? Jch, der ich deiner Liebe nie vergessen, Zorn und Tod verdient, die du an mir bewiesen ich soll nicht sterben, son: hast. Laß meinen Glauben dern leben, weil du mich thätig seyn, und mir zum selbst mit Gott verfühnt. Guten Kraft verleihn. Du der Gerechte, starbst 5. Hilf mir das Bosefür mich. Wie preis ich, überwinden und stärke He wie preis ich dich! mich zu jeder Pflicht. 95 Bes P 1 250 Von dem heiligen Abendmahle. Bewahre mich vor neuen will ich täglich mich bestre: Sünden, verlaß mich in ben. Dir gelob ich: Deiz Versuchung nicht, und ne Glieder, alle Menschen, dein für mich vergoßnes meine Brüder, immer mit Blut schenk mir im Toden reinsten Trieben, im deskampfe Muth. mer, wie mich selbst, zu 6. So soll dann weder lieben. Spott noch leiden, noch 3. Ich gelobe dir von Ehre, Gut und Lust der Herzen, meiner Brüder Welt, mich, Herr, von Noth und Schmerzen tåg: deiner Liebe scheiden, die lich brüderlich zu lindern, selbst im Tode mich erhält. Elend, wo ich kann, zu Du bist und bleibest ewig mindern. Ich gelobe dir mein; O laß mich deiner mit Freuden, auch das Un: würdig seyn. recht still zu leiden: Unge: duldig nie zu klagen, an dir niemals zu verzagen. Mel. Nro. 208. Schicke dich, erlöste zc. err, ich falle 218. 4. Was du hasfest, will vor dir nie- ich hassen, ganz von die der, danke dir und singe mich leiten lassen, nie mit Lieder, dir, o Zilger mei: Borsaz dich betrüben, al: ner Sünden! Wer kann les, was du liebest, lie: deine Lieb ergründen?| ben. Doch ich kenne meine Meine Schulden willst du Schwäche, Jesu, da ich decken, willst zur Eugend dieß verspreche. Morgen mich erwecken, willst ein ist wohl schon gebrochen, ewig selig Leben mir, wenn was ich heute dir ver: ich dir glaube, geben. sprochen. 2. Nun so sey der Bund 5. Darum hilf du mir, erneuet; ganz sey dir und stärke mich zu iedem mein Herz geweihet! Wie guten Werke; Wil thich du hier gelebt, zu leben, Welt und Fleisch leis ten, Von dem Glauben an Gott zc. ten, gieb mir Kraft sie zussens Freuden schmecken, bestreiten. Hilf den ersten die mein Herz so oft em: Reiz der Sünden, der er: pfunden, wann ich Súnwacht, mir überwinden! de überwunden. Laß mich Lieber laß mich, Jesu, deine Treu ermessen, dei: sterben, als durch böse Lustiner Liebe nie vergessen; verderben. Laß mich, wankt mein Herz 6. Laß mich ihre Fol: im Guten, Herr, dich sehn gen schrecken, des Gewis am Kreuze bluten! XVII. Von dem Glauben an Gott und Jesum. 251 Mel. Nro. 291. und hier und ewig ihn mit O Gott, du frommer ic. deinem Heil erfreust. err, ohne dein 219. Glauben Wort; Gieb, daß ich dar S kann kein Mensch vor dir auftraue, und meine Hoff: bestehen; Drum wend ich nung vest auf deine Treue mich zu dir mit demuths: baue; Gieb, daß ich dir vollem Flehen; Ozundesim Glück und Unglück ståts selbst in mir den wahren getreu, und dem, was du Glauben an, in welchem gebeuts, von Herzen folg: ich allein dir wohlgefallen sam sey. kann. 4. Auch hilf mir, daß 2. Laß mich, Gott, daß ich den, den du gesandt, du seyst, mit Ueberzeugung erkenne, ihn meinen Herrn glauben. Nichts müsse und Gott in Geist und mir das Wort aus mei: Wahrheit nenne; μηδ nem Herzen rauben, daß treu und redlich thu, was du dem, der dich sucht, mich sein Wort gelehrt, stafein Bergelter seyst, daß ihn Herz, Mund und That 252 Von dem Glauben an Gott That als meinen Heiland Pilgerschaft. ehrt. 6. Wie selig leb ich 5. Sein göttliches Ber: denn im Glauben schor dienst sen mir beständig auf Erden! Noch herrlis theuer, es fülle mich mitscher wird einst mein Theil Trost; Es mache mich státs im Himmel werden. Da freier vom schnöden Laster: werd ich, was ich hier ges dienst; Es starte mich mit glaubt, im Lichte schaun, Kraft, zu deines Na und du erfüllst dann ganz mens Ruhm, in meiner mein kindliches Vertraun. 220. dich allein, Herr Jesu Christ! શમાં auf dich, der du mein Tröster bist; # 1 sjejeje foll mein Vertraun sich gründen, Sonst ist kein Heil zu finden. ** www Es ist kein Netter auffer dir, kein Mensch, kein En 十 十 十 十 gel, welcher mir aus meinen Nöthen helfen kann; Dich ruf ich an, du bists, der helfen will und kann. 2. Erlöser! Meine me dich und sprich mich Schuld ist groß, sie reuet los, durch deine Zoes= mich von Herzen. Erbar: schmerzen. Weil ür nich und Jesum. 253 mich genug gethan, nimmt nen Bater nennen, mit Gott auch mich zu Gnaden freudenvoller Ehrfurcht an. So bin ich los der dich den Sohn des Höch: Sündenlast: Mein Glaub sten nennen; Gieb, daß ich umfaßt dich, der du sie ge: deinem guten Geist, der tragen hast. uns den Weg zum Himmel 3. Hilf, daß ich mei: weist, von ganzem Herzen nes Glaubens Kraft durch folge. wahre Lieb erweise. Ja, 3. Laß mich dein grof mache du mich tugendhaft ses Gnadentheil im rechten zu deines Namens Preise. Licht erblicken, und mich Sey mir in meiner Prü: dazu an meinem Theil mit fungszeit ein Helfer voll allem Eifer schicken. In Barmherzigkeit; Und naht dir nur find ich Trost und die lezte Stunde sich, dann Ruh, und ew'ges Heil; zeige dich mit deiner Gnad, Der Weg bist du, die und rette mich! Wahrheit und das Leben. Mel. Nro. 53. 4. Oft ist mein Glaube Wie viele Freuden dank. schwach und klein, noch öf: Gottester leer an Werken. Wer D 221. Sohn, Herrh lfet mir? Nur du allein; Jesu Christ! Dein ist es Du kannst mich mächtig mir zu geben, was mir stärken. Das schwache zum Glauben nüze ist, Rohr zerbrichst du nicht, was ihm giebt Kraft und verlöschest kein noch glimLeben. Drum hilf du mend Licht; Erbarm dich mir von oben her, daß denn auch meiner! ich gestärkt je mehr und mehr, recht und beharrlich glan 5. D gieb, daß ich dein theures Wort recht tief zu Herzen fasse; Daß ich Durch deine Wahr- mich nun und immerfort ehre mich, Gott mei auf dein Berdienst verlasse; Und 254 Von dem Glauben an Gott Und wenn mich gleich Deinen Stärke! daß ich, mein Herz verklagt, ich als dein Erlöster, froh auch dennoch auf dich unver: auf dein Beispiel merke; zagt, als meinen Heiland, Dir nachfolg auf der rech: ten Bahn, und eifrig, gleich hoffe. 6. Gieb, daß ich Schwa: als du gethan, Gott und cher lediglich auf deinen dem Nächsten diene. Beistand sehe, und dann, 8. Insonderheit gieb mit Macht gestärkt durch mir die Kraft, daß ich an dich, vest in dem Glauben meinem Ende, des Glaus stehe; Mit Früchten der bens voll, die Pilgerschaft Gerechtigkeit erfüllet laß mit Freudigkeit vollende. mich allezeit des Glau- Herr, mache mich dazu be: bens Kraft beweisen. reit, daß ich der Seelen 7. Wohn in mir durch Seligkeit, des Glaubens den Glauben so, o du, der End, erlange. 222.¹ Her ere, mein Er 1d fer! nur von ei le Vernimm mein Seufzen, 十二 dir kann ich mir Hilf erfl'ehen. Des wah: mir, mein Helfer, beizustehen! 1 1911 ren Glaubens Kraft und Licht, das selige be 11 Bestreben dir zu leben, und Muth zu dieser Pflicht, das wollest du mir geben. 2, 20 und Jesum. 255 2. Du hast dein gött: 5. Ich kämpf, ermatt liches Gebot mir tief ins und strauchle oft. Erbar: Herz geschrieben. Von me dich des Schwachen, ganzer Seele soll ich Gott, der nur auf dich in De: wie auch den nächsten lie: muth hofft; Du kannst ben. Wenn ich nach dei: mich mächtig machen. In nem Worte thu, so hab jeder Kümmerniß laß mich ich schon hienieden grossen bei dir, Herr, Zuflucht fin: Frieden; Und welches Heiljden, Trost empfinden, und hast du den Frommen dort dann zulezt durch dich in beschieden! allem überwinden. Mel. Nro. 291.. 3. Laß mich kein Lei: den dieser Zeit, kein Welt: glück dir entreissen. Denn Gott, du frommer ic. du hast deine Seligkeit O den Treuen nur verheis: 223. Versucht und prüft es sen. Doch könnten wohl selbst, ob ihr im Glauben durch ihre Müh fie, solche stehet, ob, weil ihr glaubt, zu verdienen, sich erfüh: ihr auch auf Christi We nen? Aus Gnaden schenkst gen gehet. Ob ihr demů: du sie, und du erwarbst siesthig, mild, voll sanfter ihnen. Freundlichkeit, und eurem 4. Freund meiner See: Nächsten ståts zu dienen le! Du bist ihr ein Wein- feyd bereit. stock, sie dein Rebe. Zeuch 2. Der Glaub ist nicht fie dir nach, daß sie zu dir ein Licht im Herzen tief sich von der Welt erhebe! verborgen; Sein Glanz Ja, laß mich, wann ich bricht aus und strahlt, der sterben soll, auf deine Gna: Sonne gleich am Morde bauen, dir vertrauen, gen; Macht Christo gleich undogan dort freudenvoll gesinnt, beweiset seine Dei atliz ewig schauen. Kraft durch unsre Heili gung 256 Von dem Glauben an Gott ic. gung, und macht uns tu- Eitelkeit, von Neid und gendhaft. Geize frei. 6. Prüft, züchtigt ihn 3. Wer also glaubt, der schöpft aus Christo Heil sein Gott, giebt ihm ein und Leben. Wie ihm sein Kreuz zu tragen; So trägt Gott vergiebt, so will auch ers mit Geduld, und ohne er vergeben; Liebt nicht zu verzagen; Ist wachsam mit Worten blos, er liebt in Gefahr, und nüchtern auch mit der That, bestån: zum Gebet, hålt in der dig, wie sein Gott auch Prüfung aus, und wankt nicht, und besteht. ihn geliebet hat. 7. Ob solch ein Glaub, 4. Wenn er gescholteno Christ! in deinem Her: wird, schilt er nicht feind zen lebe, das prüf, und lich wieder; Spricht zu sich, ob er die Lust zur Tu den Armen nicht: Geht, gend gebe. Er macht nicht wärmt, erquickt euch, Brü- nur gerecht, er macht auch der, und läßt doch, unge: tugendhaft, und giebt zur rührt, die Brüder in der Heiligung Trieb, Willig: Noth. Er fühlt sie, geht keit und Kraft. und bricht dem Hungrigen sein Brod. 8. So wünsch ich, Gott, an dich und deinen Sohn 5. Er jagt der Tugend zu glauben. Gieb diesen nach, er meidet jedes La: Glauben mir, und laß mir ster, und täglich wirds ihm nichts ihn rauben! Die mehr zum Abscheu, ståts Werke folgen dann, und verhaßter; Er ist aufrich: folgen aus der Zeit mir tig, ist ein Feind der Heu: noch im Tode nach in jene chelei, von Stolz, von Ewigkeit. 224 224. HUDE Tut und Jesum. 257 err, allerhöchster Gott, von dem Hyu und was uns nüzlich ist, in rei: $ wir al le Gaben, O, sieh erbarmend mech chem Maasse haben: in meiner Schwachheit an, weil ich nicht, wie ich will, dir recht vertrauen kann. 2. Ich glaube zwar an 4. Gieb, daß die Zu: dich, doch nur mit schwa: versicht in meinem Geist chem Glauben; Oft will sich mehre, daß du mein die Zweifelsucht mir alle Bater seyst, und ich dir Hoffnung raubeu. Wersangehöre, daß alle meine macht dasherz gewiß, als Schuld von dir vergeben du, o Herr, allein? Laß sey; Damit mein Herz sich deine Hilfe doch von mir dein, als seines Gottes, nicht ferne seyn! freu. 3. D, reiche du mir selbst 5. Mach diese Zuver: aus Gnaden deine Hände! sicht in mir, o Gott, so Hilf meiner Schwachheitskräftig, daß ich mein Les auf, daß mich nichts von benlang in deinem Dienst dir wende. Ist schon, dem geschäftig, und ståts be: Senfkorn gleich, mein flissen sey, zu thun, was Glaube noch sehr klein, so dir gefällt, so hab ich schon laß habhwoch bei mir insin dir den Himmel auf staten Wachsthum seyn. der Welt. X 6. Mein 258 Von der Vergebung der Sünden, 6. Mein Heiland! Der 7. In deiner Mittlers: du einst für deine Jünger hand ist Heil und aller Se: batest und, wann sie wan: gen. Herr unterstüze mich keten, beim Vater sie vec: auf allen meinen Wegen; tratest; Ach unterstüz auch So geh ich freudig fort, in jezt mein sehnliches Ge: dieser Pilgerzeit, zu meis bet, und schenke Glaunes Glaubens Ziel, der benskraft dem, der dich Seelen Seligkeit. barum fleht. XVIII, Von der Vergebung der Sünden, oder von der Rechtfertigung. Mel. Nro. 125. O Gott, wie hast du uns Wie göttlich sind doch zc. geliebt! welch ein Erbar: 225. Gott, deine men ausgeübt! Gnad ist 3. Dank, ewig Dant unser Leben; Sie schafft sey deiner Treue, die nie: uns Heil und Seelenruh. mand gnug erheben kann! Dein ists, die Sünden Nun nimmst du jede zu vergeben, und willig wahre Reue, um Chrifti ist dein Herz dazu. Du willen, gnädig an. Wohl nimmst die Sünder gnädig dem, der sich zu dir be: an, die sich voll Reue zu kehrt, und gläubig seinen Mittler ehrt! dir nahn! 2. Uns, uns Verlohr: 4. Den, Herr, befreiß ne zu erretten, gabst du du von den Plagen, die für uns seibst deinen dem Gewissen furchtbar Sohn. Er litt, damit wir sind; Der kann getund Friede hätten, für uns freudig sagen: den Tod, der Sünde Lohn. für mich, ich bin sein ind; Hier oder von der Rechtfertigung. 259 Hier ist der, welcher für auf deine Treue ståts vers mich litt, und mich noch lassen! Wenn alles wankt, jezt bei Gott vertritt. wankt sie doch nicht. Wohl 5. O Herr, wie selig dem, der sich auf dich ver: ist die Seele, die so sich läßt! Sein Heil steht un: deiner Gnade freut! Ge: beweglich vest. fezt, daß irrdisch Glück ihr 9. Lobsingend will ich fehle, fehlt ihr doch nicht dich erheben, mich ewig Zufriedenheit. DeinFriede deiner Gnade freun, und überwieget weit die Welt deinem Dienst mein gans und ihre Herrlichkeit. zes Leben in kindlichem 6. Dein Friede stärkt Gehorsam weihn. Herr, mit frohem Muthe das du vergabst mir meine Herz, auch in der größten Schuld; Nie, nie vergeß Noth; Giebt Hoffnung ich diese Huld! zu dem ew'gen Gute, und Mel. Nro. II. macht getrost selbst in dem O könnt ich dich, mein 2c. Tod. Er ist schon in der Gott, ist Pilgerzeit ein Borschmack 226, ie theuer, künft'ger Seligkeit. deine Güte, die alle Mis: 7. Laß, Bater, denn sethat vergiebt, sobald ein auch mich empfinden, wie reuendes Gemüthe die köstlich dieser Friede sey. Sünden, die es sonst ges Auch mich sprachst du von liebt, erkennt, verdammt meinen Sünden und ihren und ernstlich haßt, und Zus Strafen völlig frei. Denn versicht zum Mittler faßt! der, der aller Sünden trug, 2. Doch laß mich ja ward sterbend auch für nicht sicher werden, weil mich ein Fluch. du so reich an Gnade bist! 8. aß mich dieß im Wie kurz ist meine Zeit auf Glaubensen, und, Va: Erden, die mir zum Heil ter, mich voll Zuversicht gegeben ist! Gieb, daß sie R 2 mir 260 Von der Vergebung der Sünden, mir recht wichtig sey, daß Schuld, und heile mein ich sie meiner Beßrung verwundt Gewissen mit weih. Trost an deiner Baterhuld. 3. Zwar deine Gnade Ich will mit Ernst die zu verdienen, sind Reu Sünden scheun, und wil und Beßrung viel zu klein. lig dir gehorsam seyn. 6. Daß mit Gerechtig: Doch, darf sich auch ein Mensch erkühnen, zu glau keit auch Stärke durch ben, dir versöhnt zu seyn, Christum mir geschenket wenn er noch liebt, was sey, will ich durch Uebung dir misfällt, und nicht dein guter Werke beweisen. Wort von Herzen hält? Mache selbst mich treu, 4. Nie kannst du dem Herr, in der Liebe gegen die Schuld erlassen, der dich! Sie dringe ståts und frevlendSchuld aufSchul- leite mich! 7. Laß mich zu deine den häuft. Der kann kein Herz zu Jesu fassen, der Ehre leben, der du die zwar auf sein Verdienst Missethat vergiebst! Das fich steift, doch in der Sün: hassen, was du mir verge de noch beharrt, dafür er ben, das lieben, was du selber liebst. Laß, Ba: selbst ein Opfer ward. 5. Drum fall ich dir, ter, mein Gewissen rein mein Gott, zu Füssen, ver- und heilig meinen Wan: gieb mir gnädig meine del seyn. 227.¹ ≡hhz 1 o hoff ich dann mit vestem Muth auf Gottes Gnad und Christi Blut; ich hof ein oder von der Rechtfertegung. bby 11 the f 261 EL ein ewigs Leben. Gott ist ein Vater, der verzeiht, und mir das Recht zur Seligkeit 6-1 in seinem Sohn gegeben. 2. Herr, welch ein un: mein Herz erneun, und aussprechlich Heil, an dir, mich mit Trost erfüllen. an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel ha: Mel. Nro. ben! Im Herzen, durch Lob, Ehr und Preis dem. den Glauben rein, dich lie: 228. Ster, ewig ben und versichert seyn von deines Geistes Gaben. lich gepreist für deine groß 3. Dein Wort, das se Gnade, wovon dein Wort derSeligkeit, wirkt Wort uns unterweist! göttliche Zufriedenheit, Geheilt ist unser Schade. wenn wir es treu bewah: Dein Sohn hat uns von ren. Es spricht uns Trost unsrer Noth erlöset, und im Elend zu, verfüsset uns selbst in den Tod für uns des Lebens Ruh, und stärkt sich dargegeben. uns in Gefahren. 2. Er nahm sich unser 4. Erhalte mir, o Herr, gnädig an, trug unser aller mein Hort, den Glauben Sünden, ward dem Ge an dein göttlich Wort, um seze unterthan, vom Fluch deines Namens willen! uns zu entbinden, den es Laß ihn mein Licht auf Erden Uebertretern dráut; den seyn, ihn täglich mehr Er war uns die Gerechtig: X 3 feit 262 Von der Vergebung der Sünden, feit durch sein versöhnend Leiden. Mel. Nro. 62. Jauchzt unserm Gott! ic. 3. Wer nun in seiner Seelennoch auf diesen Hei: 229. Der Werte Ruhm muß land schauet, und wenn vor der Gnade schwinden; ihm sein Gewissen droht, Verdienst kann nicht den auf Jesu Tod vertrauet, Weg zum Himmel finden; der ists, den Gott gerecht Weil Gott nur dem, der erklärt, und der das grosse glaubt, das ew'ge Leben Glück erfährt, Vergebung umsonst will geben. zu erlangen. 2. Gott kann was 4. Gott sagt ihm Heil nicht den göttlichen Gese und Leben zu, er stillet sein zen ganz Gnüge thut, auch Gewissen, und läßt, zu sei nicht für gültig schäzen; ner Seelenruh, ihn seine Wer darf, als Lohn, den Huld geniessen. Da lebt Himmel zu verdienen, sich er dann in Gott erfreut; wohl erkühnen? Im Schmucke der Gerechtigkeit dient er nun Gott mit Freuden. 3. Wie würd ich doch mit meinem Thun beste: hen, wenn ins Gericht mit mir Gott wollte gehen? Erkennet Gottes Bleibt alles doch, was gnadgen Rath, geht inlich je unternommen, ganz euch, sichre Sünder! Froh- unvollkommen. lockt, die er begnadigt 4. Und wenn gleich hat, ihr, seine frommen Gott der guten Werke den Kinder! Dient ihm mit fet, und reichlich uns das Freuden, dient ihm gern; für Belohnung schenket; Bleibt von den Sünden Geschiehts doch nicht aus wegen fern, bleibt auf dem Schuld, nein! nur au Liebe und freiem Triebe Weg zum Himmel. 5. Du, oder von der Rechtfertigung. 263 5. Du, Jesu, nur be- starb? Nahmer nicht aller friedigst das Gewissen, ich Sünden Schuld auf sich flieh zu dir, will von Ver: allein, und blos aus Huld? dienst nichts wissen. Mein 3. Aus Gnaden trug Thun ist nichts; um Gna: jer ja auf Erden der Stra: de will ich schreien, nur fen Gottes ganze Last. dein mich freuen. Was trieb ihn, Mensch! 6. Doch falschen Trost dein Freund zu werden? laß mich auch nicht ver: Sprich, weß du dich zu führen; Gottseligkeit laß rühmen hast? Bracht er meinen Glauben zieren, sich nicht zum Opfer dar, und laß mich ståts mit Ei: als jeder Gottes Feind fer darnach streben, hei: noch war? lig zu leben. Mel. Nro. II. 4. Aus Gnaden that ers; Freut euch Sünder! O könnt ich dich, mein ic. Wenn ihr nur wahre Busse Gnaden us so 230. As foll ich fer ihr Gottes Kinder, ihm durch sein lig werden, und nicht durch wohlgefällig meiner Werke Werth. Blut. Welch Heil, das Welch Heil, daß Gott Gott nur daß Gott Gott nur geben kann! mich schon auf Erden für Aus Gnaden nimmt er seiner Gnade Kind erklärt! Sünder an. Durch meinen Heilaud soll 5. Aus Gnaden! aber, ich rein, aus Gnaden ewig Sünder, hûte dich vor dem selig seyn. Mißbrauch seiner Huld, 2. Aus Gnaden! Denn und häufe nicht, weil seis wer kann verdienen, was ne Güte so wundervoll Sündern Gottes Sohn ist, Schuld auf Schuld; erwarb, als er zu Gottes Denn, wer auf sie zn Kuhm, und ihnen zum frevlen wagt, dem ist ihr Besten, zur Versöhnung, Trost und Heil versagt. R 4 6. Er: 264 Von der Vergebung der Sünden, zc. 6. Ergreif mich denn Güte; O wie theuer ist mit Baterarmen. Gott, sie mir! Gott derliebe und rette mich; Gieb Glauben, des Lebens, keiner harrt gieb auch Heiligkeit, durch auf dich vergebens; Nur dein Erbarmen, zu allen Berachter deiner Huld Pflichten Kraft und Trieb; stürzet ihre eigne Schuld. Daß meine Seele dir ge: tren im Glauben bis zum Tode sey. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; Zeige deinen Willen mir! Leite mich die 7. Aus Gnaden hilf rechten Stege, daß kein mir ringen, streiten und Abweg mich verführ. Gott, überwinden; Tritt herzu, du siehest mein Vertrauen! wann meine matten Füsse Sicher kann ich auf dich gleiten, und decke meine bauen; deine Batertreue Mángel zu. Denn du be ist ewig, wie du selber bist. lohast dem Glauben auch 3. Ach, gedenke an die der Gnade redlichen Ge: Sünden meiner Jugend: brauch. jahre nicht! Laß mich vor 8. Aus Gnaden einst dir Gnade finden, geh von dir erhoben in deinen nicht mit mir ins Gericht. Himmel will ich dann mit Alle Sünden, die uns reu: allen Heiligen dich loben, en, willst du väterlich vers mehr, als ich dich hier preizeihen; O so höre denn sen kann. Dann bin ich auch mich! Meine Seele ganz gerecht und rein, und hofft auf dich. ewig selig, ewig dein. Mel. Nro. 18. Wie soll ich dich würdig. 4. Gott, du willst des Sünders Leben, seine See: le ist dir werth; Gnädig ch erhebe mein willst du ihm vergeben, wen Gemüthe er sich zu dir bekehrt.. Mit: sehnsuchtsvoll, mein Gott, ten auf dem Sündenwege zu dir. Ich verehre deine machst du sein Gewissen 231. J rege. Von der Glückseligkeit wahrer 20: 265 rege. Wohl dem, der zu dir Treu und Glauben seiner Pflicht umkehrt! hält, offenbarst du allen Den verwirfst du nicht. Seelen, die zu ihrem Theil 5. Du erquickest die dich wählen. Deinen ganz Elenden, deren Herz sich zen Gnadenbund machst dir ergiebt, die sich flehend du deinen Kindern fund. zu dir wenden, über ihre 7. Dir will ich mich denn Schuld betrübt. Freude ergeben, Gott, mein Gott, schentet deine Güte dem verlaß mich nicht! Laß geängsteten G em úthe, mich heilig vor dir leben, welchem du die Sünden: treu seyn meiner ganzen last liebreich abgenommen Pflicht. Keine schnöde Lust haft. der Sünden soll mich fer: 6. Herr, zu was für ner überwinden; Seligkeiten du in jener du nimmst dich meiner an, bessern Welt jeden From: daß ich standhaft bleiben men noch willst leiten, der kann. Denn XIX. Von der Glückseligkeit wahrer Christen in diesem Leben. Mel. Nro. 7. 232. des hohen Beifalls freut, Kommt her, verkündigt ze. womit es Gott belohnt. Schon hier chon hier 3. Noch größrer Lohn lebt selig erwartet ihn in jener Ewigund vergnügt, wer Gottes keit, wenn er mit Gott er: Wege geht, die schnddekust gebnem Sinn gethan, was der Welt besiegt, vest in Gott gebeut. Versuchung steht. 4. Herr, laß mit al: 2. Sein Theil ist hier lem Eifer mich den Weg Zufriedenheit, die im Ge- der Wahrheit gehn, so wissen wohnt, wenn sichs werd ich einst im Himmel R 5 dich, 266 Von der Glückseligkeit wahrer Christen dich, zu meiner Wonne, sern Seelen wahre Ruh, sehn. und stärkest uns mit Freu: Mel. Nro. 105. de. Dein Sohn ist unser Wie herrlich strahlt der. Haupt und Ruhm, wir sind 233. Wie groß ist sein Volk und Eigenthum, unsre Se und Schafe seiner Weide. ligkeit, o Gott, schon in Gutes Muthes sind auf der Prüfungszeit, selbst Erden in Beschwerden un unter viel Beschwerden, fre Seelen. Herr, was kann wenn unser Herz sich dir bei dir uns fehlen? ergiebt, und treu in dei: 4. Es bleibet zwar der nem Dienst sich übt! Wie hohe Werth der Gnade, groß wird sie einst werden! die uns widerfährt, ver: Wenn sich herrlich jenes borgen bier auf Erden; Leben wird anheben, wo Doch wann der Herr vor man Freuden erndet von aller Welt in Majestát der Saat der leiden. Gericht einßt hält, dann 2. Schon sind wir gött: wird er sichtbar werden; lichen Geschlechts, und Alsdann sieht man ihn freuen uns des hohen mit Kronen uns belohnen, Rechts, als Vater dich und die Seinen ewiglich zu preisen. Bei dir ist un mit sich vereinen. ser Baterland; Und wer laß uns unsre Würde vor Augen haben jederzeit, so tragen wir mit Willig: keit der kurzen Leiden Bür: 3. Du deckest unsre de. Herr, gieb den Trieb Schulden zu, schenkst un in die Seelen, will deiner starken Hand, 5. Wie glücklich, Gott, Allmächtger, uns entreis sind wir alsdann! Wie fen? Wenn wir gleich hier viel hast du an uns gethan! müssen streiten, und zu Zeiten Schmach empfin den, hilfst du uns doch überwinden. dich zu wählen, in diesem Leben. 267 wählen, und im Leben uns Hand in jener Welt den dir herzlich zu ergeben! Deinen aufbewahrt, ent: Mel. Nro. 125.. gegen; Und wenn mein Wie göttlich sind doch zc. Leib in Staub zerfällt, so o mein darum 234. Mister, Friede nicht; Denn du bist meine haben, und deiner Huld Zuversicht. versichert seyn, das ist die 5. Mein Heil steht blos größte aller Gaben, die in deinen Händen, und je des Menschen Herz er: dein ist, Bater, alle Macht, freun; Das bleibt auch mir jedes Gute zuzuwen: in der Ewigkeit die Quelle den, das deine Huld mir der Zufriedenheit zugedacht. Nur du voll2. Wofür darf meiner führst ståts deinen Rath. Seele grauen, wenn du Wohl dem, der dich zum mir, Gott, nicht schrecklich Freunde hat. bist? Kann ich getrost auf 6. Dieß ist das Glück dich nur schauen, dem al: der reinen Seelen, die sich les unterworfen ist, so seh mit Ernst vor Sünden ich auch mit heiterm Sinn scheun, nur dich zu ihrem auf alles andre ruhig hin. Trost erwählen, und vor 2. Beschämt mich mei: dir recht zu thun sich freun. ner Fehler Menge, du, Wer dich mit solchemSinn Bater, du verzeihst sie mir. verehrt, der ist deinFreund, Treibt eine Noth mich in der ist dir werth. die Enge, so hab ich doch 7. Der hat dich auch in den Trost an dir, daß du allen Fällen gewiß zum die Leiden dieser Zeit ståts Trost, und kann sein Herz lenkst zu meiner Sein dir, o Gott ,, zufrieden ligkeit. stellen bei jeder Sorg, in 4. Froh seh ich deinem jedem Schmerz; Den wird höhern Segen, den deinesjum ew'gen Wohlergehn unfehl: 268 Von der Glückseligkeit wahrer Christen unfehlbar deine Huld er: strebe, und präg es mir höhn. aufs tieffte ein: Kein 8. So hilf denn, daß größres Glück sey auf der ich, weil ich lebe, um dei: Welt, als wenn man, ner" Gnade mich zu freun, Gott, dir wohlgefällt. nach einem reinen Herzen 235. 3 eines Gottes freue dich, dank ihm Sorget er nicht väterlich, daß kein J meine Seele! Schüzt dich seine Borsich nicht, Gut dir fehle? # # wann Gefahren drauen? Ists nicht Seligkeit Î und Pflicht, seiner sich zu freuen. 2. Ja, mein Gott, ich redlich dein Gebot und mit hab an dir, was mein Herz Freuden übe; O wie ist begehret; Einen Vater, mir dann so wohl! Wie welcher mir was mir ist mein Gemüthe seliger nüzt, gewähret; Der mich Empfindung voll, voll von durch sein göttlich Wort deiner Güte. hier zum Guten lenket, 4. Dann darf ich mit und mit Himmelswonne Zuversicht nach dem Him: dort meine Seele tránket. mel blicken; Meine Leis 3. Wenn ich dich, mein den acht ich nicht, wie sie Herr und Gott, kindlich mich auch drücken. Hoff: ehr und liebe, wenn ich nung und Zufriedenheit wohnen in diesem Leben. 269 wohnen mir im Herzen, 8. Meine Lust an dir, trösten und erhöhn mich meinGott, wird dann ewig weit über alle Schmerzen. währen. Noch so furcht: 5. Du bist mein! So bar sey der Tod; Er wird jauchz ich dann, wer ist, sie nicht stören. Willig werd der mir schade? Heil mir, ich mein Gebein der Ver: daß ichs rühmen kann: wesung geben; Denn sie Mein ist deine Gnade! macht mich frei von Pein, Dir ist meine Wohlfahrt führt zum neuen Leben. werth! Der du mir das 9. Gieb mir nur, so lang Leben schenktest, wirst auch, ich hier in der Fremde wal: was mich nährt und erle, das Bewußtseyn, daß freut, mir geben. ich dir, Herr, mein Gott, gefalle! Diese sanfte Freu: digkeit, die ich zu dir haz be, sey mein Heil in dieser sethat hat er weggenom: Zeit, und mein Trost am men. Ihm vertrau ich, bet Grabe! 6. Jesus ist nach dei nem Rath in die Welt ge kommen; Alle meine Mis: ihn an, glaub an seine 10. Laß die Lust zur Leiden, folg ihm treulich, Sünde nie dieses Heil mir und so kann nichts von dir rauben! Rüste selbst mich mich scheiden! wider sie mit entschloßnem 7. Dich, du Trost der Glauben. Gieb mir dei: Sterblichkeit, Heil des nen Geist, der mich und bessern Lebens, himmlische mein Thun regiere, daß ich Vollkommenheit, such ich mein Vertraun auf dich nicht vergebens! Wann ewig nicht verliehre. mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Lei: den, ruft mein Heiland Jesus Christ, mich zu sei: - nen Freuden. Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis ic. ch weiß, an wen mein 236. Jch, Glaub sich hält, kein Feind foll 270 Von der Glückseligkeit wahrer Christen soll mir ihn rauben. Als aufEwigkeit und Himmel. Bürger einer bessern Welt Die Welt mit ihrer Herr: leb ich hier nur im Glau: lichkeit vergeht, und währt ben. Dort schau ich, was nur kurze Zeit. Im Him: ich hier geglaubt; Wersmel sey mein Wandel! ist, der mir mein Erbtheil 5. Izt, da mich dies raubt? Es ruht in Jesu ser Leib beschwert, ist mir Händen. noch nicht erschienen, was 2. Mein Leben ist ein jene beßre Welt gewährt, kurzer Streit, und herr: wo wir Gott heilig die: lich ist die Krone. Das nen. Dann, wann mein Glück der ganzen Ewigkeit Auge nicht mehr weint, wird mir zum frohen koh- und mein Erlösungstag ne. Der du für mich den erscheint, dann werd ichs Tod geschmeckt, durch dei: froh empfinden. nen Schild werd ich be: 6. Jm Dunkeln seh ich deckt; Was kann mir denn hier mein Heil, dort seh nun schaden? ichs klar und heiter. Hier 3. D Herr, du bist ist die Schwachheit noch mein ganzer Ruhm, mein meinTheil, dort hebt mein bester Troft auf Erden; Geist sich weiter. Hier ist In jener Welt mein Ei mein Werth mir noch ver: genthum, was kann mir hüllt, dort wird er sicht: größers werden? Von fern bar, wann dein Bild mich glänzt mir mein Kleinodseinst vollkommen schmüs zu; Du schaffst mir nach cket. dem Streite Ruh, und 7. Zu diesem Glück bin reichst mir meine Krone. icherkauft, o Herr, durch 4. Herr, lenke meines deine Leiden; Auf deinen Geistes Blick von diesem Tod bin ich getauft, wer Weltgetümmel auf dich, will mich von dir scheiden? auf meiner Seele Glück, Du zeichnest mich in deine Hand; in diesem Leben. 271 Hand; Ich bin dir, Herr, und er nimmt immer zu an du mir bekannt. Mein sind Kenntniß und an Kraft. des Himmels Freuden. 3. Gott hat er allezeit 8. Wie groß ist meine vor Augen und im Herzen, Herrlichkeit! Empfinde sie, prüft täglich sich vor ihm, o Seele! Bom Tand der und stillt der Sünden Erde unentweiht, erhebe Schmerzen durch seines Gott, o Seele! Der Er Mittlers Huld, durch red: de glänzend Nichts verliches Bemühn, der Tu geht, nur des Gerechten gend treu zu seyn, und Glück besteht durch alle durch Vertraun auf ihn. Ewigkeiten. 4. Getreu in seinem Stand, genießt er Gottes Gaben, vergnügt, wenn andre gleich mehr Glück Mel. Nro. 224. Herr, allerhöchster ic. 237. Mer er Gottes und Ansehn haben. Mit Wege geht, dem, was Gott ihm giebt, nur der hat grossen Frie: zufrieden, frei von Neid, den. Wie herrlich ist sein von Habsucht und von Lohn, ihm selbst von Gott Geiz, von Stolz und beschieden! Voll Glau: Eitelkeit. bens widersteht er jeder 5. Schenkt Gottes bösen Lust, ist seiner Zu: Hand ihm viel, so wird er gend sich froh vor dem vielen núzen, des Freun Herrn bewußt. desGlück erhöhn, verlaßne 2. Er merkt auf seinen Zugend schuzen. Auch seiz Gang, geht ihn mit ve: ne Feinde selbst wird er in stem Muthe; Wird in der Noth erfreun; Gut, wie Schwachheit stark, liebt sein Gott, gesinnt, und, immer mehr das Gute. milde wird er seyn. Ihn machet Gottes Geist 6. Er kränkt den Nách: gerecht und tugendhaft, sten nie, schüzt seinen Ruhm, 272 Von der Glückseligkeit wahrer Christen Ruhm, sein Leben; Erdelt, der in der Still und trägt ihn mit Geduld, ist vor der Welt von Herzen willig zu vergeben. Und Gottes Rechte hält! 2. Wohl dem, der übereilt ihn auch derZorn, so faßt er sich, und denket Christo sich ergiebt, gern gleich; Wie oft verschonet/ lebt, wie er gelehret, ihn Gott auch mich! liebt, weil er ihn erst ges 7. Er suchet jedes Herz liebt, als seinen Herrn ihn im Guten zu bestärken, ehret! und dreist zu jes und jeden reizet er zu allen dem Spötter spricht: Er guten Werken. Mit allen ist mein Gott; Jhn lag suchet er ein Herz und ich nicht. Sinn zu seyn; Mit ihnen eines Herrn und Heils sich einst zu freun. 3. Wohl dem, der Got: tes heilgem Geist seinHerz zur Wohnung giebet, und 8. Das Heil der Ewig ihn durch seinen Wandel feit, das hier der From: preist, mit Sünden nicht me schmecket, erhält ihn betrübet! Wohl dem, der so getrost, daß ihn kein als ein frommer Christ Unfall schrecket; Es schafft stats seiner Zucht gehor ihm frohen Muth, und sam ist! stillet jeden Schmerz. Im 4. Wohl dem, der sich Tode selbst frohlockt sein nicht läßtvon Gott, durch Gott ergebnes Herz. Ruhm, durch eitle Freu: den, durch Noth, Verfüh Herr! deine Allmacht zc.rung oder Spott' von seis ohl dem, ner Liebe scheiden; Der, Mel. Nro. 44. 238. W der Got: weil die Lust der Welt verz tesfürchtig lebt, den Weg geht, sucht, was in Ewig der Tugend wandelt, nicht keit besteht. 5. Den kann kein trauris den Gesezen widerstrebt, aufrichtig denkt und hanges Geschick, kein Schmer ju in diesem Leben. 273 zu heftig drücken. Im her, bei mir zu leben; Unglück selbst wird ihn Du sollst, wo ich bin, ewig das Glück, daß Gott ihn seyn, mit mir dich unauf: liebt, entzücken. Er weiß hörlich freun. im Leben und im Tod ver: 7. Gieb, Herr, daß läßt ihn nicht der Herr, nichts in aller Welt von fein Gott. dir mich jemals scheide! 6. Auch, Auch, wann der Nur das zu thun, was die Weltbau einst zerbricht, gefällt, sey meine Lust und darf er doch nicht erbeben. Freude! Dir, was ich hab Das hört er, daß sein und bin, zu weihu, laß meis Heiland spricht: komm ne größte Sorgfalt seyn! 239. MOC JOU 1 Bater, den mein Herz verehret, dem mein Leben angehöret, heilig sey mir dein Gebot: Uleber alles dich zu lie: E ben, deinen Willen gern zu üben, und te dir treu zu seyn, o Gott! 2. Ohne dich ist doch Ihren Durst kannst du nur kein Friede; Und die See: stillen, und du willst ihn le quält sich müde um das gerne stillen hier und auch Blendwert dieser Zeit.in Ewigkeit. 3. Gieb, 274 Bon der Glückseligkeit wahrer Christen 3. Gieb, Herr, daß das mich nicht; O so bin ich Glück der Erde nie für voller Freude, und ver: mich verführend werde; liehr, auch wenn ich lei: Deine Huld sey mehr mir de, nicht den Muth zu mei werth. Sie nur ist das ner Pflicht. 6. Laß den Reiz der Ei Glück der Seelen, und das werd ich nicht verfehlen, telkeiten nie von dir mein wann mein Herz dich kind: Herz ableiten; Bleib du mir mein höchstes Gut! lich ehrt. 4. Friede werd ich im Hilf mir den Betrug der Gewissen, hier den Him: Sünden sehn, und stand: mel schon geniessen, lieb haft überwinden; Gieb ich herzlich dich allein; mir dazu Kraft und Muth 7. Lenke, Bater, mein Such ich, Vater, mehr als allen, such ich dir nur zu Bestreben hin zu einem gefallen, so sind ew'ge bessern Leben; Lehre mich Freuden mein. schon in der Zeit, mich 5. Kann ich, wann mich am Ewigen ergözen; hier Menschen hassen, mich auf den Werth der Dinge dich nur, Gott, verlassen, schäzen, wie einst in der und verdammt mein Herz Ewigkeit. 240, THAT trink! 幸 ein Glaub ist meines Lebens Ach gieb mir, Herr, Beständig: Mein Ruh, und führt mich deinem Himmel zu, feit, daß diesen Trost der Sterblichkeit # 1 5 € D du, an den ich glaube! Zief prág es nichts meiner Seele raube. meinem in diesem Leben. # meinem Herzen ein, welch Glück es sey, 275 ein Christ zu seyn. 2. Du hast dem sterb: Bald ruft mich Gott, und lichen Geschlecht zu dei: ewiglich belohnet und er: ner Ewigkeit ein Recht quickt er mich, weil ich durch deinen Tod erwor: ihm hier vertraue; Bald, ben. Nun wird mein Leib bald verschwindet aller zwar Asch und Staub, doch Schmerz, und Himmels: nicht des Todes ew'ger freuden schmeckt mein Raub; Du bist für mich Herz. gestorben. Mir, der ich dein Erlöster bin, ist die ses Leibes Tod Gewinn. 5. Bin ich gleich schwach, so trag ich doch 3. Ich bin erlöst und nicht mehr der Günde bin ein Chrift; Mein Herz schändlich Joch in meinem ist ruhig und vergißt die Lauf auf Erden. Die Tur Schmerzen dieses Lebens, gend ist mir süsse Pflicht; Ich dulde, was ich dulden und wenn ich gleich hienie: soll, und bin des hohen den nicht ganz frei von Trostes voll: ich leide Fehlern werde, so ist mein nichts vergebens! Gott Trost: Gott hat Geduld, selber mißt mein Theil mir und straft mich nicht nach zu, hier kurzen Schmerz, meiner Schuld. dort ew'ge Ruh. 6. Der du den Tod für 4. Was send ihr, Lei: mich bezwangst, du hast den dieser Zeit, mir, der mich, Mittler, aus der ich jener Herrlichkeit mit Angst, die ich verdient, ges Rub entgegen schaue? rissen. Dir, dir verdank 62 ich 276 Von der christlichen Kirche. ich meine Ruh; Du heilest fühle durch des Geistes meine Wunden zu, und Kraft, mich Herr, getrost stillest mein Gewissen; und tugendhaft. Und fall ich noch in mei nem lauf, so richtest du mich wieder auf. 8. Dank sey dir, Vater, Dank und Ruhm! Mich lehrt dein Evangelium 7. Gelobt sen Gott, vest glauben, liebe üben: Ich bin ein Christ, und sei: Es macht mich ruhig und ne Gnad und Wahrheit ist erfreut, führt mich zur an mir auch nicht verge: wahren Seligkeit; Wie bens. Ich wachs in mei sollt ich es nicht lieben ner Heiligung, ich spüre Erhalte státs mein Herz täglich Besserung des Her: dabei, so preis ich ewig zens und des Lebens. Ich deine Treu. XX. Von der christlichen Kirche. Mel. Nro. 46. durch dein Evangelium Allmächtiger, wir singen. zur Seligkeit bereiten. 241. Jesu, icht Du bist, Herr, groß von S und Heil Rath und That, und, der Welt, der du in diesem was dein Mund verspro: Leben dein Wort, das chen hat, wirst du gewiß Gottes Rath enthält, zur erfüllen. Leucht uns hast gegeben. 3. Du bist der Deinen Du bist der Herr der Chri- Trost und Heil. So viel stenheit, die du in dieser nur an dich glauben, die Pilgerzeit dir aus den haben an dir alle Theil; Menschen sammlest. Die wird kein Feind dis Von dir Pießt rauben. Weisheit, Trost und Ruh dem, der dir folgt, unfehl. bar 2. Sie willst du, als dein Eigentium zur wah ren Weisheit leiten, und Bon der christlichen Kirche. 277 bar zu. Dein ist des Gulin Majestát, und uns, ten Fülle. gleich deinen Engeln, zu 4. Mag doch die Men: nie empfundnem Glück ers ge immerhin auf deinen höht, befreit von allen Ruf nicht hören, und man- Mangeln; Frohlocken dir, cher im verkehrten Sinn und preisen dich, daß dei: sich wider dich empören; ne Macht und Gnade fich so fällt doch deine Kirche so hoch an uns verherrs nie, du halisi und du be: licht. schůzest sie durch deines Geistes Gaben. 5. Dein ist das Reich; Wer Dein ist die Kraft. sollte dir nicht trauen, und 242. 25 3° Erlöfer auf dein Wort gewissen ist hier deiner Frommen haft vest seine Hoffnung Heerde! Obgleich du ger: bauen? Dein Heil ist unne willst, daß jeder selig fer höchstes Gut; Hilfwerde; Denn du erwarbst daß wir ståts mit frohem der Welt, groß sie ist, Muth dich vor der Welt das Heil; und Freude wä bekennen. re dirs, náhm jeder daran Mel. Nro. 291. Gott, du frommer ic. 6. Zwar kämpfen wir Theil. noch manchen Streit auch 2. Von deinem Reiche mit uns selbst auf Erden; fern, bedeckt mit Finster: Doch werden zur Voll- sniffen, will die verkehrte kommenheit auch wir er: Welt den Weg des Heils hoben werden. Dann en nicht wissen; Verachtet det sich der Deinen Müh; frech dein Wort und Dann krönest und belohnt scheut sein helles Licht, du sie, ohn Eno mit Preis das, gleich der Sonnen und Ehre. Glanz, durch finstre Wol: 7. Wir sehn dich dann fen bricht. S3 3. Dort 278 Von der christlichen Kirche. 3. Dort bringt ein blin: der Vernunft und des Volk den Gözen Got: heit zu bestreiten. tes Ehre; Kennt seinen theure Wort vom Kreuz Schöpfer nicht, fragt nicht ist ihm ein Aergerniß, nach seiner Lehre; Ver: wird ihm nicht licht, nicht wandelt dich, den nie ein Troft, macht sein Gericht sterblichs Auge feht, in gewiß. ein vergänglichs Bild, vor dem es betend tniet. Bos: Das 7. Des Aberglaubens Macht verblendet andre 4. Das Volk des Ei: Seelen, daß sie den Weg genthums, das Gott, den zu Gott, den Christus Herrn, erkannte, das sein zeigt, verfehlen. Stolz Gesez empfieng, dem er auf den schwachen Schein Propheten sandte; Aus der eignen Frömmigkeit, welchem Christus selbst, verleugnen sie den Herrn, als Mensch den Ursprung durch den uns Gott vers nahm; verwirft des Men: zeiht. schen Sohn, der als Mes fas fam. 8. Erhebe dich, o Herr! dein Wort weit auszu 5. Auch da, wo Volker breiten; Verirrte auf den sich nach Christi Namen Weg des Friedens hinzu: nennen, Gott, und den er leiten. Ach, suche, treuer gesandt, aus seinem Wort Hirt! durch deinen heil': erkennen, bleibt noch derigen Geißt die, welche Sa: größte Theil vom Gnaden: tans List noch deiner Heerd reiche fern; Verehrt den entreißt. Heiland nicht als seinen Gott und Herrn. 9. Wir sind dein Eigen: thum, dein Volk schon # 6. Der Spotter sucht hier auf Erden. Laß deine dein Wort verstrickt in Frommen nicht ein Raub Eitelkeiten, durch Waffen der Feinde werden! Dein Wort, Ben der christlichen Kirche. 279 Wort, dein Allmachtsstab trennt uns auch der Tod sen unsre Zuversicht, dann von dir, Erlöser, nicht. 243.1 FILI enn Christus seine Kirche schüzt, so Wer, der zur Rechten Gottes fizt, hat 151 mag die Hölle wüthen; Er ist mit Hilfe Macht, ihr zu gebieten. $ nah; Wenn er gebeut, stehts da. Er schüzt, Fº zu seinem Ruhm, mit Macht sein Christen: thum. Mag doch die Hölle wüchen! 2. Gott sieht die Für: fann er sie nicht rauben; sten auf dem Thron sich Der Unchrift mag ihr wis wider ihn empören; Denn derstehn; Wir halten vest den Gesalbten, seinen am Glauben. Gelobt sey Sohn, den wollen sie nicht Jesus Christ! Wer hier ehren. Sie schämen sich sein Junger ist, sein Wort des Worts des Heilands, von Herzen hält, dem kann unsershorts; Sein Kreuz die ganze Welt die Ges selbst ist ihr Spott; Doch ligkeit nicht rauben. ihrer lachet Gott. mögen sich emporen. Sie 4. Auf Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch 3. Der Frevler mag die kein Drohn erschrecken! Wahrheit schmähn; Uns Der Gott, der von dein Him: 4 Von der christlichen Kirche. Himmel schaut, wird uns die dir, Jesu, trauen! gewiß bedecken; DerHerr, Was sie dir glauben, wird der starke Gott, hält über ihr Aug einst schauen, dich sein Gebot giebt uns Geund die Freuden, womit duld in Noth, und Kraft du belohnest, da, wo du und Muth in Lod, Was thronest. will uns dann erschrecken? Mel. nro. 62. 280 5. Dann schallen fröh. lich von der Deinen Mens ge dir, unserm Haupte, Jauchzt unserm Gott!. höhre Lobgesänge, wann 244. Swis, o Jesu, einst dein Volk, was hier wird de in dein Geist regieret, dort Wort bestehen, und Erd triumphiret. und Himmel werden eh vergehen, eh deine Macht Mel. Nro. 62. das Reich, das du errich. Jauchzt unserm Gott! ut. tet, jemals vernichtet. chůze die Deinen, 245. 2. Noch immer samm: lest du dir auf der Erden die nach dir sich nennen, Menschen, die willig dir und dich, o Jesu, vor der gehorsam werden, und Welt bekennen. Laß deit deinen Frieden hier schon nen Händen, wie du selbst im Gewissen fröhlich ge: verheissen, nichts sie ents niessen. reiffen. 3. Reizt blendende Ver: 2. Laß deine Wahrheit suchung sie zu Sünden, rein verkündigt werden. bist du ihr Beistand, Mach ihre Siege herr: und hilft überwinden. licher auf Erden. Gieb Nichts wird sie jemals dei: Muth und Weisheit des ner Hut entreiffen. Dusnen, die sie lehren, dein basts verheissen. Reich zu mehren. 4. Wohl allen denen, 3. Du hast noch nie mals, Von der christlichen Kirche. 281 mals, Herr, dein Wort dein Erbe rauben; Selbst gebrochen; Führe die Dei: durch sie wird es vergröß nen, wie du selbst verspro: sert werden. chen, führe sie endlich aus 3. Weit wollst du deis dem Kampfhienieden zum ne Herrschaft noch in die: ew'gen Frieden. ser Welt verbreiten, und 4. Ewig, o Heiland, sey unter dein so sanftes Joch dein Nam erhoben! Ewig bie Völker alle leiten! frohlockend müsse dich eins Bom Aufgang bis zum loben, o du Beschirmer Niedergang bring alle deiner schwachen Heerde! Welt die Preis und Himmel und Erde. Dank, und glaub an deis nen Namen. Mel. Nro. 53. 4. Auch deine Feinde, Wie viele Freuden dank.die dich schmähn, die iefeinde dei: frevlend sich empören, laß 246. Di nes Kreuzes deiner Gnade Wunder drohn, dein Reich, Herr, sehn, daß sie sich noch bes zu verwüsten; Du aber, kehren! Lehr sie mit uns Mittler, Gottes Cohn, gen Himmel schaun, und beschůzest deine Christen. unerschüttert im Ver: Dein Thron bestehet ewig: traun, auf deine Zukunft lich: Bergeblich wird sich warten! wider dich die ganze Hölle 5. Uns Christen aber waffnen. wollest du vest in der 2. Dein Reich ist nicht Wahrheit gründen, daß von dieser Welt, kein Wert wir für unsre Seelen Ruh von Menschenkindern, in deiner Gnade finden. drum konnte keine Macht Mach unsers Glaubens der Welt, Herr, feinen uns gewiß! Bor Irrthum Fortgang hindern! Dir und vor Finsterniß bewehr können deine Hafser nieluns, weil wir leben! 65 6. Ein 282 Von der christlichen Kirche. 6. Ein reines Herz 2. Sie lehren eitel schaff in uns, Herr, ein Träumerei, was eigner Herz nach deinem Willen, Wiz erfindet. In feiner und lehre täglich williger Wahrheit ist dabei ihr uns dein Gebot erfüllen! unstát Herz gegründet. Gehorsam deiner Vor: Der wähler dieß, der aus schrift seyn, und dann uns dre das; Es trennen sich deiner Gnade freun, senlohn Unterlaß, die mit Bers aunft sich brüsten. unser Heil auf Erden! 3. Die Anstalt, so die 7. So wird dein Volk dir unterthan, und lernt Gnade traf, von aller die Sünde meiden, und Macht des Bösen, und als du führst es auf ebner ter wohlverdienten Straf Bahn zu deines Reiches die Menschen zu erlösen, Freuden! Und herrlich betrachtet man als ein wird in dieser Zeit, noch Gedicht, und scheut und herrlicher in Ewigkeit, schämt sich endlich nicht, dein grosser Name wer: es öffentlich zu sagen. den! 4. Man rühmt sich groß Mel. Nro. 15. fer Ehrlichkeit, die edles Allein Gott in der Höh zc. Denken übe, ja glänzen 247. A Gott vom der Rechtschaffenheit und Himmel warmer darein, und laß es dich und zählt auf Gnad und erbarmen! Wie wenig Huld bei Gott, auch ohne Herzen sind noch dein seines Sohnes Tod und Entzieh dich nicht uns Ar- seines Geistes Gnade. men! Dein theures Wort 5. O Herr, beschüz uns, hält man für Spott, em: jdaß uns nie das frevlen: pört sich wider dich, ode Geschlechte in feine Gott! Will deinen Sohn schlaue Neze zieh, nie un: ter uns sich flechte; Denn. nicht kennen. alle Von der christlichen Kirche. 283 alle Bosheit wächst ge:[ grossem Schalle; Daß du schwind, wo frecher Spott aufErden Richter bist, die erst Kraft gewinnt; Sein Sünd nicht läsfest walten, Gift ertödtet Seelen. und daß dein Wort das 6. Ja, dámpfe selbst, Mittel ist, uns alle zu ers du starker Gott! die dir halten, und uns zu dir zu die Ehre rauben. O Jesu führen. Christ, bei ihrem Spott 3. Sodanke, Gott, und stårk kräftig unsern Glau:[ lobe dich dein Volk durch ben. O heil'ger Geist, ver: gute Thaten. Es bringe leih uns Gnad, daß wir Frucht und beßre sich; Dein stats auf dem schmalen Wort laß wohl gerathen. Pfad, von dir geleitet, Der Vater segn' uns und wandeln! Mel. Nro. 24. 248.€ ⁹ der Sohn, und der, so herrscht mit beiden! Es segn' uns Gott von sei: Herr, unser Gott, wer 2. nem Thron, tröst uns in wolle Gott allem Leiden, und helf uns uns gnädig selig sterben. seyn, und seinen Gegen! Mel. Nro. 224. geben. Mit seines Wortes Herr, allerhöchster Gott. Hellem Schein erleucht er uns zum Leben. Laß uns 249. ehr groß, Herr, ist erkennen, unser Gott, dein die Huld, die du uns hast grosses Werk auf Erden; erwiesen. Sey dafür in: Laß Jesu Christi Heil und niglich gelobet und geprie: Tod erkannt von allen werfen! O pflanz dein Wort den, und alle sich bekehren. in uns, daß es je mehr 2. So danken dir, und und mehr recht reiche loben dich, o Gott, die Böl: Früchte bring zu deines ker alle, und alle Welt er: Namens Ehr!. freuet sich, und singt mit 2. Im Glanze deines Lichts 284 Vom Tode. Lichts laß uns hienieden ne Lehre aus, schüz dei: wallen, zu unserm wah: ne Christenheit, und führ rem Heil und dir zum uns allesamt zum Licht Wohlgefallen! Breit det der Ewigkeit! XXI. Vom Tode. Mel Nro. 79. Junsers Lebens kleinster Mein Auge sieht, o Gott. Theil ist eine Frist zu uns ferm Heil. 5. Der Tod rückt See 250, Mie ficher lebt der Mensch, len vors Gericht; Da der Staub! Sein Leben bringt Gott alles an das ist ein fallend Laub, und Licht, und macht, was hier dennoch schmeichelt er sich verbergen war, den Rath gern, der Tag des Todes der Herzen offenbar. sen noch fern. 6. Drum, da dein Tod 2. Der Jüngling hofft dir täglich draut, so sev desGreises Ziel, der Mann doch wacker und bereit; noch seiner Jahre viel, der Prüf deinen Glauben als Greis zu vielen noch ein ein Christ, ob er durch Jahr, und keiner nimmt Liebe thätig ist. den Irrthum wahr. 7. Ein Seufzer in der 3. Sprich nicht, ich denk lezten Noth, ein Wunsch, in Glück und Noth im Her durch des Erlösers Tod zen oft an meinen Tod. vor Gottes Chron gerecht Der, den der Tod nicht zu seyn, dieß macht did weiser macht, hat nie mit nicht von Sünden rein. Ernst an ihn gedacht. 8. Ein Herz, das Got 4. Wir leben hier zur/ tes Stimme hört, ihr fol Ewigkeit, ju thun, was get, sich vom Bösen kehrt, aus der Herr gebeut, und ein gläubig Herz von Lich et: Vom Tode. erfüllt; Dieß ists, was vor dem Höchsten gilt. 285 Mel. nro 80. Befiehl du deine Wege ic. er: fordert Müh. Du wirkt 251. Die auf der sie nicht, Gott wirket sie; len, die Sterblichen, sind Doch aber vinge státs nach Staub; Sie blühen auf ihr, als ware sie ein Wert und fallen, des Todes pon dir. fichrer Raub. Verborgen 10. Der Zweck des le ist die Stunde, da Got: bens, das du lebst. dein tes Stimme ruft; doch höchftes Ziel, nach dem jede, jede Stunde bringt du strebst, und was dir näher uns zur Gruft. ewig Glück verschafft, ist 2. Getrost gehn GotTugend in des Glaubens tes Kinder die schrecken: Kraft. volle Bahn, zu der vers II. Ihr alle seine Ta- stockte Sünder verzweife ge weihn, heißt eingedens lungsvoll sich nahn; Wo des Todes seyn; Und selbst der freche Spötter wachsen in der Heiligung nicht mehr zu spotten ist wahre Todserinnerung. wagt; Und vor dir, seiz 12. Wie oft vergeß ich nem Retter, erzittert und diese Pflicht! Herr, geh verzagt. mit mir nicht ins Gericht; 3. Wann, diese Bahn Drück selbst des Todes zu gehen, dein Will mir Bild in mich, daß ich dir einst gebeut; Wann vor wandle würdiglich. mir offen stehen Gericht 13. Gieb mir, o Gott, und Ewigkeit; Wann mei: dieß weise Herz, das tag ne Kräfte beben, und wann lich zu dir himmelwärts mein Herz schon bricht: weit über Erd und Herr über Tod und Leben! sich hebt, und nach dem dann verlaß mich nicht. Ew'gen ernstlich strebt. 4. Hilf, Todesüberwin: der! el. 286 Vom Tode. der! Hilf dem in solcher weiß ich nicht. Wohl mir, Angst, für den du, Heil wann ich mich Gott erges der Sünder! Selbst mit be! Dann kenn und thu dem Tode rangst. Und ich meine Pflicht; Dann wann des Kampfes Ende bin ich durch des Geistes gewaltiger ihn faßt, nimm Kraft bereit zu meiner den in deine Hände, den Rechenschaft. du erlöset haft 2. Um Morgen' blüht 5. Des Himmels hehe und glänzt die Blume, Freuden ermißt kein sterb- und fällt oft schon am lich Herz; O Trost für Abend ab. So sinkt mit kurze Leiden, für kurzen seinem Glück und Ruhme Todesschmerz! DemSün: der Mensch, eh ers be: denüberwinder sen ewig sorgt, ins Grab. Und Preis und Dant! Preis Seele, du mißbrauchst so ihm, der für uns Sünder leicht ein Leben, das ſo den Kelch des Todes trank. schnell entfleucht! 6. Heil denen, die auf 3. Entziehe dich dem Erden sich schon dem Him Weltgetümmel; Hier ist mel weihn, die aufgelöst zu der Kampf, dort ist die werden, mit heilger Furcht Ruh. Ach, streb und rins sich freun! Bereit, es ihm ge nach dem Himmel; Eil zu geben, wann Gott, ihr einer bessern Heimath zu.. Gott, gebeut, fließt dieß Wie bald verfließt der Prüs ihr sterblich Leben hin zur fung Zeit! Und dann, Unsterblichkeit. ach! kommt die Ewigkeit. Mel. Nro. 342. Wer nur den lieben Gott. Cezt leb 4. Verschiebe niemals deine Pflichten. Was du zu thun izt schuldig bist, ich; das eile, heute zu verrich 252. Jest Ob ich mor: ten; Wer weiß, obs mors gen lebe, ob diesen Abend, gen möglich ist. Nur dies fer Vom Tode. 287 ser Augenblick ist dein, der 4. Verleihe Sterbens: nächste wird's vielleicht flugheit mir! Bon Eitel: nicht seyn. feiten abgewandt, sey meis 5. Es sey, o Bater meine Seele ganz bei dir, der neslebens! die Warnung: für mich starb und aufer: wachet! send bereit! an stand. meiner Seele nicht verges 5. Mich stärk, ob auch bens, verlohren nicht der mein Herz erbebt, das fel: Gnade Zeit. Dann führtssenfeste Glaubenswort: mich selbst ein schneller Ich weiß, daß mein Erld: Tod zu deiner Geligkeit, fer lebt; Sein bin ich ewig o Gott! hier und dort, Mel. Nro. 79. A 6. Es sey mein herzli Mein Zuge sieht, o Gott: cher Entschluß, mein Leben ch weiß, mein meiner Pflicht zu weihn, 253. und bei sich, mit jedem Pulsschlag naß mich dankbar Gottes rückt die Zeit, die oft so zu erfreun. ungenüzt verstrich, mich 7. Mein Ende komm nåber hin zur Ewigkeit. früh oder spät, wie es 2. Herr, lehre mich der mein weiser Vater schickt, Etunden Werth, die duin dessen Hand mein Leben mir zugezählt, verstehn. steht; Ich weiß, daß mirs Laß keine, die mir noch mit Jesu glückt. gehört, aus Leichtsiun un: genüzt vergehn. DAUE Mel. Nro. 2. 3. Und wann, von dir Mit Singen dich zu loben. geordnet, dann die richterliche Stund erscheint; So 254. Der lezte meis net nimm dich meiner Seele mir vielleicht nicht fern. in, du, mein Erlöser und mein Freund. dann wird meine Klage fein Lobgefang dem Herrn! Boll: Vom Tode. Vollbracht ist dann mein ihre hohen Lieder stimm Lauf; Ich trete zu dem ich mit Jauchzen ein. 5. Die Leiber seiner Throne, und Gott sezt mir die Krone der Ueber: Frommen sind Saat, von winder auf. in ihm gesät; Die frohe Zeit 2. Für seines Reiches wird kommen, da reif die Erben hat Jefus mich Erndte steht. Dann wird erklärt; Was fürche ich der Erndtetag ein neues mich zu sterben, wie erfew'ges Leben auch mei: mich sterben lehrt? Mirnem Staube geben, der ist der Tod Gewinn! Daß tief im Tode lag. 6. Drum geh ich, frei ich ganz glücklich werde, entschwing ich mich der von Kummer, des Todes Erde, und geh zum Him- dunkle Bahn; Mir bricht mel hin. nach kurzem Schlummer 3. Nicht mich, nur mei- lein ew'ger Morgen an. ne Bürde, verschließt die Heil mir! Er ist nicht finstre Gruft; Mich hebt fern, der lezte meinerzu höhrer Würde mein Tage; Er kommt, und Bater, der mich ruft. Er meine Klage wird Lobge: ruft mich durch den Tod: sang dem Herrn. der reißt die SündenglieMel. Nro. 212. der, den trågen Leib, dar: Die ihr Christi Jünger u. Deine Lebens: nieder, mich selbst führter zu Gott. 255. Meine zeit ver: 4. Ich, der Gefahr entstreicht, stündlich eil ich ronnen, geh aus dem zu dem Grabe; und was Kampf hervor, hoch übersists, daß ich vielleicht noch alle Sonnen hebt mich allhier zu leben habe? mein Glaub empor. Da Denk, o Mensch an deinen tret ich in die Reihe der Tod, säume nicht; Denn Engel, meiner Brüder; inleins ist Noth. 2, Lebe, 288 Bom Tode. 289 2. Lebe, wie du, wann Bertraun, sprich: ich weiß, du stirbst, wünschen wirst, an wen ich glaube; Und gelebt zu haben. Güter, ich weiß, ich werd ihn die du hier erwirbst, Wür: schaun einst in diesem mei: den, die die Menschen nem Leibe. Er, der rief: gaben, werden ich dann es ist vollbracht! nahm dem nicht erfreun; Dieser Gü: Tode feine Macht. ter sind nicht deut 7. Echt im Geist zum 3. Nur ein Ha das Grab oft hin, siehe dein Gutes liebt; Nur ein ru: Gebein versenken; Sprich: higes Gewissen, das vor Herr, daß ich Erde bin, Gott dir Zeugniß giebt, lehre du mich selbst beden: wird dir deinen Tod verken; Daß ich täglich wei: füssen; Dieses Herz, von ser sey, bis zum Tode dir Gott erneut, giebt im getreu. Tode Freudigkeit. Mel. Nro. 342. 4. Wann in deiner lezer nur den lieben 2c. ten Noch Freunde hülflos um dich beben: Dann wird 56. Mein Gott, ich weiß über Welt und Tod dich wohl, daß ich sterbe; Ich dieß reine Herz erheben, bin ein Mensch, der bald Dann erschreckt dich kein vergeht, und finde hier Gericht; Gott ist deine kein solches Erbe, das Zuversicht. unveränderlich besteht. 5. Ueberlaß des Todes Drum zeige mir in Gna: Zeit Gott allein, und bet den an, wie ich recht ſe: und wache, daß er dich lig sterben kann. zur Ewigkeit fertiger im 2. Mein Gott! Ich Guten mache. Uebe dich, weiß nicht, wann ich sterbe, recht fromm zu seyn; Ler: kein Augenblick geht sicher ne, dich des Todes freun. hin. Wie bald zerbricht 6. Ueberwind ihn durch doch eine Scherbe? Wie F bald 290 Vom Tode. Mel. Nro. 85. bald kann eine Blum ver: blühn. Drum mache du Du bist ein Mensch, 20. ie ungewiß mich státs bereit hier in 257. 20 ist, Herr, der Zeit zur Ewigkeit. 257. 3. Mein Gott! Ich das Ziel der Wallfahri weiß nicht, wie ich sterbe, auf der Cide! Ob ich noch dieweil der Tod viel Wege wenig der viel an Tagen hält; Dem einen wird das zählenwerde, das weiß Scheiden herbe, sanft gelein. Ich kann vielleicht nicht; Du al ein andrer aus der Welt. Doch, wie du willst, gieb der nächste seyn, vom ab nur dabei, daß ich wohl gekürzten Leben ein Bei fpiel abzugeben. zubereitet sey. 2. Bin ich erbaut aus 4. Mein Gott! Ich vesserm Zeug, als andr weiß nicht, wo ich sterbe, die an Jahren und Mun und welcher Sand mein terkeit mir völlig gleich Grab bedeckt. Doch, wenn des Todes Beute waren? ich nur das Heil ererbe, wie manchem starrtt und Jesus mich zum Leben schnell das Herz, el we weckt; So kann mir dieß der Krankheit, oder gleichgültig seyn. Die Erd Schmerz ihm, als des ist allenthalben dein. Todes Boten, sein nahes 5. Nun, liebster Ba: Ende drohten. ter! wann ich sterbe, so 3. Befrei mich, Gott! nimm du meinen Geist zu von Wahn und Dunst dir; Denn bin ich nur von irrdischen Beschwer: dein Kind und Erbe, und den, und lehre mich di hab ich Jesum nur bei mir, grosfeKunst, bei Gräber so gilt mirs gleich, und klug zu werden. Nur de geht mir wohl, wann, wo ist weise, dembedenkt, wit ab und wie ich sterben soll. viel von seinem Tod ob hangt, Vom Tode. 291 hängt, und der dazu in Geist aus dieser Hütte Zeiten sein Herz sucht zu auf, die einst im Reich der Deinen wird neugebaut bereiten. 4. Hilf, daß aufs vorerscheinen. Mel. Nro. 440. gesteckte Ziel mein Auge státs sich febre daß nicht Alle Menschen müssen zc. der Wollust eitles Spiel mein schwaches Herz be: 258. Noch bin ich thöre. ein Gast der Und sieht dein Au Erde, Gottmehrt meiner ge, daß mein Schritt noch Tage Zahl. Daß ich reif nicht den rechten Weg bezum Himmel werde, prüft tritt, so wellst du, Herr, er mich, läßt mir die Wahl, in Zeiten auf solchen Weg Böses oder Guts zu wäh: mich leiten. len. Doch werd ich viel 5. Gieb, daß ich dich Jahre zählen? Oder ruft mit frohem Muth als mei- ein naher Tod mich zu nen Gott betrachte, hinge: banger Sterbensnoth? gen Freunde, Glück und 2. Herr, du weißts! Gut nicht als mein eigen Du hast die Tage meines achte; So wird mein Tod Lebenslaufs gezählt; Jh: mir angenehm, ein Schlaffre Freuden, ihre Plage sah mir seyn, und nichts von dein Auge, das nie fehlt, dem, was du mir hier ver: früher noch, als du auf liehen, mein Herz zur Er Erden mich ließst einen de ziehen. Pilgrim werden; Daschon schriebst du meinen Tod auf dein Buch, allweiser Gott, 6. Laß des Erlösers Herrlichkeit mit Hoffnung mich erquicken, und mit ten in der Dunkelheit mich 3. Einst, wann es dein diesen Trost erblicken. Wille fodert, wird mein Dann nimm, Herr, nach äußrer Mensch zu Staub, pollbrachtem Lauf, den und das Feur, das in mir 22 lodert, 292 Vom Tode. lodert, wird des falten To- mit Freuden jenen Ruf: des Raub. So wie Früh: das Grab ist da! Denn lingsblumen welken, wird das Ende deiner Leiden ist mein Leben auch verwel: mit ihm zugleich dir nah; ken; Kraft und Odem Der, der deinen Tod be: nehmen ab, und den Leich- zwungen, hat das Leben nam nimmt das Grab. dir errungen; Durch den 4. Nimm ihn hin zu Weg der Sterblichkeit deinem Staube, Grabführt er dich zur Ewigkeit. Verwandle ihn in Erd; 7. Stärke mich auf Dennoch triumphirt mein diese Stunden, Jesu, der Glaube; Denn mein Leib du für mich starbst, und wird einst verklärt. Des an Gottes Gnadenbunde verwesten Körpers Trüm ewig Antheil mir erwarbst. mer bleiben warlich nicht laß mich Tod und Grab auf immer der Vermo: nicht scheuen, laß viel drung schnöder Raub; Neu mehr mich darauf freuen; beseelt wird einst mein Denn nach treu vollbrach Staub. tem Lauf nimmst du mich 5. Durch dein All- zum Himmel auf. Mel. Nro. 383. machtswort: Es werde! Russt du, Herr, in mein So wahr ich lebe, C. Gebein neues Leben, nicht mehr Erde werd ich, dein 259. Ich fühle, daß Berklärter, seyn. Zu den bin; Mein Leben welkt, himmlischen Geschäften wie Gras, dahin. Wer schmückst du mich mit weiß, wie unerwartet bald neuen Kräften; Und von des Höchsten Ruf an mich Schmerz und Sterblich erschallt: Mensch, kehre den Staub keit werd ich ewig dann wieder in befreit. Wie leicht bin ich des To 6. Hor, o Seele, einst des Raub! 2. Wann Vom Tode. 293 2. Wann man ins fin: wenn ihm deine Hand nicht stre Grab mich senkt, und giebt, Was seinem Wahne meiner bald nicht mehr ge: glücklich scheint, so denkt denkt; so bleibt, was irr: sein Herz, du seyft sein disch ist, zurük, und hätte Feind. gleich der Erde Glück mich 6. Der dich gemacht hier beständig angelacht, hat, sorgt für dich; Nicht und glänzend vor der Welt auf die Erde schränket sich gemacht. des Höchsten groffe Absicht 3. D Thorheit! Hätt ich ein. Du sollst, o Mensch, mich verkannt, und nach unsterblich seyn, dieß le: der Erden Güter Tand, ben ist ein Augenblick; Ein nach grossem Ueberfluß ge: Frühlingstraum sein länggeizt, und von dem nie tes Glück. dern Stolz gereizt, dem 7. Gedanke dertlnsterb: fehnoden Prunk der Eitel: lichkeit! Du hebst uns über feit mein Herz und mein Welt und Zeit. Erfülle Bemühn geweiht! meine ganze Brust, wann 4. Wie viele nimmt mich die Lockung falscher dieß Blendwerk ein! Herr, Lust vom Guten abzufühlaß es ferne von mir seyn. ren strebt. Wohl dem, der Ich übergebe ganz mich hier der Tugend lebt! dir; Hier bin ich, es 8. Die Rosen um der geschehe mir nach deiner Laster Haupt verblühen, ch Weisheit besserm Rath, ihr Sklav es glaubt. Ihr die nur mein Heil zur schändlicher Genuß ent: Absicht hat. weiht; Und dauert doch ". Der Mensch, der nur kurze zeit. Nur Freu: aufgeblasne Thor, schreibt den, die der Himmel nährt, kindisch dir oft Weisheit sind meiner ganzen Sorge vor. Du liebst ihn mehr, werth. als er sich liebt; Doch, £ 3 Mel. Vom Tode. Mel. Nro. 269. Dann 260. 4. Wie könnt ic trans Gerechter Gott! vor zc. ren, daß im Tod mein Leib einfzuStaub vermodert! Wie mein ster könnt ich klagen, da ihn bend Auge bricht, mein lez. Gott vom Tode wiederfo ter Hauch verschwindet, dert? D Hoffnung, daß mein Leib erstarrt und nach kurzer Ruh mein Leib felbst es nicht, daß er entferwacht, wie groß bist du! schläft, empfindet, wann Und welch ein Troff im um mich, den Entschlum: Tode! 5. Des Todes Schmer mernden, dann alle meine Lieben stehn, und angstvollzen, Gott, will ich, wann mich beweinen. er nun kommt, verachten, 2. Dann Vater nimm und, mit getrostem Blick ihn auf den Geist, der freu: auf dich, nach meinem Zie: dig zu dir fliehet, der dank: le trachten, und mich dem bar deine Güte preist, daß Tode freudig nahn, mein er den Tod nicht siehet! himmlisch Kleinod zu em Dann tröste, die, betrübt pfahn, das Jesus mir era um mich, mit Thránen worben. klagen; Laß sie sich mehr Mel. Nro. 80. meiner Wonne freuen. Befiehl du deine Wege u. Mein hingefallner 261. Rath erge: en Gottes 3. Leib bleibt hier; Ihn wird das Grab verschliessen. ben, verlaß ich gern die Heil mir! Das Grab wird Welt; Ich geh zum bes dennoch dir ihn wieder: fern keben, so bald es ihm geben müssen. Du kommst, gefällt? Was wärs, das Erwecker! Deine Macht, mich betrübte? Dort schau die ihn aus Nichts hervor: ich ewig den, den meine gebracht, kann auch aus Seele liebte, noch eh ich Staub ihn bauen. ihn gesehn. 2. Er 294 Von der Auferstehung der Todten. 295 2. Er ruft zur Zeit der 4. Der frohe Siegsges Schmerzen, uns voll Er danke: Wo ist dein Sta barmen zu: Kommt her, chel, Tod? stark mich, daß beladne Herzen, zu mir, ich nicht wante in meiner und findet Ruh! Dieß| Todesnoth! So ift, ob ich Wort aus deinem Munde gleich sterbe, doch Ster: laß Herr, mich ståts erfreun, ben mein Gewinn. Ich vin in meiner lezten Stunde des Himmels Erbe; Dein mir Geist und Leben seyn. Wort sagt, daß ichs bin. 3. Mit dir muß es mir 5. Du schriebst ins Buch glücken, den Kampf zu des Lebens auch meinen überstehn. In gläubigem Namen ein; Dein Blut Entzücken laß meine Seele/ kann nicht vergebens für fehn, wie, im Gericht der mich vergossen seyn. Dir Sunder, du mit dem Tode trauet meine Seele; Dich rangst, und wie du, He: lobt, was in mir ist, Er: berwinder, allmächtig ihn| ldser meiner Seele, der du bezwangst. die Liebe bist. XXII, Von der Auferstehung der Todten. Mel. Nro. 212. 2. Jesus, mein Erlöser Die ihr Christi Jünger c. lebt, und ich kann ihm 262. Jefus, meine ficher trauen, daß er mich lebt, und ich soll mit ihm sollte mir denn grauen? leben. Dieses weiß ich; Låsset auch ein Haupt sein Sollte nicht sich mein Herz Glied, welches es nicht jufrieden geben? Was nach sich zieht? die lange Lodesnacht mir auch für Gedanken macht. 3. Ich bin durch des Glaubens Band zu genau 24 mit 296 Von der Auferstehung der Todten. mit ihm verbunden; Er, disch wird mein Leib gesät, er stärkt mit seiner Hand himmlisch wird er auferste: mich auch in den lezten hen; Zum Verwesen fällt Stunden. Selbst im Toler ein, dort wird er un: de bleib ich sein, ewig sei: sterblich seyn. ner mich zu freun. 8. Freudig seh ich hin 4. Staub bin ich, und zur Gruft. Erde werde muß daßer wiederum zu wieder Erde! Denn ich Staube werden. Das er: weiß, wann Jesus ruft, kenn ich; Aber er weckt daß ich auferstehen werde, mich wieder aus der Erwann das: Stehet auf! den, daß ich in der Herr- nun schallt, und durch alle lichkeit um ihn seyn mög Gráber hallt. allezeit. 9. Wo ist nun dein 5. Da wird mich, statt Sieg, o Tod? Nimm den dieser Haut, ein verklár: Staub hin! Ohne Graus ter Leib umgeben, für diesen folg ich dir, ich werde neue Welt gebaut, und ge: Gott, meinen Jesum werd schickt zum bessern Leben; ich schauen. Siegreich Und in diesem Leib seh ich schau ich dann umher, weiß meinem Jesum ewiglich.[ von keinem Feinde mehr. 6. Dann werd ich in 10. Selig, selig werd hellem licht seine grosse ich seyn; Aber vorher muß Lieb erkennen, und wie ich sterben, Jesu, ähnlich freudig werd ich nicht ihn dir zu seyn, um zu dir dann meinen etter nen: mich zu erheben. Will ich nen! Wann er von der einst dein Antliz sehn, Sterblichkeit mich auf muß ich deine Wege gehn. Mel. Nro. 334. ewig nun befreit. 7. Was verweslich ist, Was Gott thut, das ic. mich vergeht; und Blut kann Gott nicht ſehen. Jrr: 263. Ich freuen J Zeit, Von der Auferstehung der Todten. 297 Zeit, da ich werd aufer: O, hilf mir doch aus Gna: stehen. Dann werd ich den noch, zum Glück der in der Herrlichkeit dich, Ewigkeiten mich würdig Gott, mein Heiland, se: zu bereiten. hen. Dann werd auch ich, o Herr, durch dich, vereint Mel. Nro. 44mit allen Frommen, zur Herr! deine Allmacht zc. ew'gen Ruhe kommen. err, du bist 2. Ja, Herr, du führst 264. Her meine Zuver: sie einst heran, die Stunde sicht! Dulebst, ich werd der Erlösung; Die Stun- jauch leben. Du wirst mir, de, da ich hoffen kann was dein Wort verspricht, Trost, Freiheit und Gene: Unsterblichkeit einst geben. fung; Da, Engeln gleich, Dein Jünger kömmt nicht im Himmelreich mich Ruins Gericht! Dieß stärs he, Lust und Leben in ket meine Zuversicht. Ewigkeit umgeben. 2. Hier geh ich oftmals 3. Der du die Aufer: weinend hin, den Saamen stehung bist, du bists, auf auszustreuen; Dort wird den ich traue. Ich weiß, der herrlichste Gewinn der daß ich durch dich, Herr Erndte mich erfreuen. Ich Christ, einst auferweckt, leide, und verzage nicht; dich schaue. Und dein Denn du bist meine. Zu Gericht werd mich dann versicht. nicht mit Trübsal, Angst 3. Sinkimmerhin mein und Schrecken, so wie die leib, inStaub! Gott wird Sünder, decken. dich neu beleben. Nur hier 4. Ich hoffe dann mit werd ich des Todes Raub Freudigkeit vor dir, mein dort werd ich ewig leben. Haupt, zu stehen, und Wie groß ist dieses Trost: mit dir in die Herrlichkeir Gewicht! Wie sicher mei: frohlockend einzugehen. ne Zuversicht! 25 4. Mein 298 Bon der Auferstehung der Todten. 4. Mein Heiland! mich 5. In diesem Glauben zu dir empor aus meiner stärke mich! Laß mich den Gruft zu heben, giengst Trost empfinden, den gros: du aus deiner Gruft her: sen Trost, daß ich durch dich vor. Du lebst, und ich soll den Tod kann überwinden. leben. Ich glaub es dir Grab und Verwesung und zweifle nicht. Dein schreckt mich nicht: Denn Wort ist meine Zuversicht. du bist meine Zuversicht. 265.¹ Jich geh einst ohne Beben zu 666 meinem Tode hin; denn Christus ist mein bhb # Leben, und Sterben mein Gewinn. 2. Ich scheue nicht dielmich umgeben, der ewig Schrecken der freudentee: herrlich ist. ren Gruft; Der wird mich 5. Danneil ich dir ent: auferwecken, der mich zum gegen, mein triumphirend Grabe ruft. Haupt und seh entzückt 3. Und rief mich, ab: den Gegen des Heils, das zuscheiden, auch heute ich geglaubt. schon meinGott, so geh ich Mel. Nro. 80. hin mit Freuden, und sterb Besicht du deine Wege ut. auf sein Gebot. 4. Ich hoff ein beßres 266, an int 2 in meis Leben, das nimmernehrsnem Grabe des Todes jerfließt. Ein Leib wird stille Nacht ich durchge: schlum: Von der Auferstehung der Todten. 299 schlummert habe, so weckt Staub erschuf; Auch Klar: mich Jesu Macht, giebt heit ihm zu geben durch diesem Leib aus Staube seiner Allmacht Ruf. des Himmels Herrlichkeit. 5. Aus Saamen, den O Trost, den mir der wir såen, läßt Gottja alle Glaube an Gottes Wort Jahr die neue Frucht ent: verleihi! stehen, die in dem Keime 2. Es soll mir diesen war. Es wächset jede BluGlauben, der vest, als me aus ihrer Saat hervor; Felsen ruht, kein Spor Zu seiner Allmacht Ruhme ter jemals rauben, kein steht sie in neuem Flor. Feind, kein Zweifelmuth. 6. Kann Gott denn Es mag der Unchrist be: nicht auch machen, daß ben, sinkt er in Tod und einst aus Tod und Gruft Gruft; Ich kenn ein neu: die Glieder neu erwachen, es leben, wozu mich Je: wenn seine Stimme ruft? sus ruft. Es werden diese Glieder, 3. Den Weisen dieser wie Saamen, ausgesät. Erden war dieser Trost Gott will: sie leben wieder, verdeckt, daß wir derein: der neue Leib entsteht. stens werden aus Tod und 7. So troz ich jedem Grab erweckt. Sie, die Spotte verwegner Zweife: das Licht nicht hatten, das ler, und weiß von meinem uns den Taggebracht, um Gotte: Er ist des Todes gaben Todesschatten, und Herr. Daß Todte leben Furcht der Grabesnacht. sollen, ruht ganz in sei: 4. Des Spotters füh: ner Macht, und sollt er nes lachen beschimpft ihn nicht auch wollen, daß einst selber nur. Es find garsmein Leib erwacht? leichte Sachen dem Schöp: 8. Die aus des Gra: fer der Natur, den Leib bes Banden Gott ehmals neu zu beleben, den er aus schon erweckt, und Jesum, der 300 Von der Auferstehung der Todten. der erstanden, da er densund einst aus der Verwe: Tod geschmeckt, betrach: sung Staub sich neugebildt tet unser Glaube, und erheben, wann du, o gros siegreich rühmet er: Auch ser Lebensfürst, nur deinen uns weckt aus dem Staube Todten rufen wirst, zum zum Leben einst der Herr. Leben aufzuwachen. Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis ic. ein Heiland 267. Mein 4. Wie froh und herr, lich werd ich dann, vor dir! mein Heiland, stehen, Dann nimmst du mich mit lebt! Er Ehren an, läßt in dein hat die Macht des To: Reich mich gehen. Forthin des ganz bezwungen, und von keiner Last beschwert, fiegreich aus des Grabes an Leib und Seele ganz Nacht zu Gott sich aufge: verklärt, leb ich bei dir schwungen. Er ist mein dann ewig. Haupt; Sein Sieg ist mein. Sein soll mein gan zes Leben seyn, und ihm will ich auch sterben. 5. O welch ein felig Theil ist mir in jener Well bereitet! Der Freuden 2. Nicht ewig wird, Fülle ist bei dir; Bon dir, wer dein Wort hält, den Herr, geleitet, werd ich Tod, o Jesu, schauen. Das in deinem Himmelreich, ists, was mich zufrieden unsterblich, deinen Engeln stellt, selbst bei der Grd gleich, Bollkommne Just ber Grauen. Ich bin ge geniessen. trost und unverzagt, weil 6. Denn, wo du bist, du den Deinen zugesagt: da sollen die, die dir hie Ich leb, und ihr sollt leben. folgen, leben, und ewig 3. Wird gleich mein frei von Schmerz und Leib des Todes Raub, er Müh, von Seligen um wird doch wieder leben, geben, geniessen deine Herr: Von dem allgemeinen Weltgerichte. 301 Herrlichkeit. D, was sind frohlockend vor dir wan: Leiden dieser Zeit, Herr, deln. gegen jene Freuden! 8. Erwecke mich das durch zum Fleiß, der Tus 7. Laß diese künft'gesgend nachzustreben, und Herrlichkeit mir státs vor als dein Jünger, dir zum Augen schweben, und oft Preis, nach deinem Wort in dieser Prüfungszeit zu leben. Und fühl ich hier mein Herz dahin erheben, noch Roth und Schmerz, wo keine Schwachheit uns so tröste selbst damit mein mehr drückt, wo wir, der Herz, es kommt ein beß: Sterblichkeit entrückt, res Leben. XXIII. Von dem allgemeinen Weltgerichte. Mel. Nro. 80. terthron, um den die hei: Befiehl du deine Wege ic. l'ge Menge erhabner En: 268. Ich denk an dein gel steht. Welch herrliches Richter aller Welt! Der Majestät! Thor nennts ein Gedichte, 3. Umsonst flicht dann das Schwachen nur ge: der Sünder vor deines fålít; Mich soll sein Wahn Armes Kraft. Herr, alle nicht stören, weil mich Menschenkinder ziehst du dein göttlich Licht, und zur Rechenschaft. Du rufft, mein Gewissen lehren, du und sie erscheinen vor dei haltest einst Gericht. nem Richterthron; Den 2. Ich höre die Posau: Sündern und den Deinen nen, o Herr, im Geiste giebst du gerechten Kohn. schon; Ich sehe mit Er: 4. Frohlockend sehn die saunen dich auf dem Rich Frommen dein göttlich Ange: Von dem allgemeinen Weltgerichte. Angesicht; Schon hier dem Augen seyn, und drücke Fluch entnommen; zagt sein Gewichte tief ins Ges ihre Seele nicht. Nun tri: wissen ein! Vor dir laß umphirt ihr Hoffen; Er recht mich handeln, und löst von aller Müh, sehnshier zu aller Zeit, so wie sie den Himmel offen, und ein Weiser, wandeln, der du, Herr, segnest sie. seinen Richter scheut. 5. Wie angstvoll aber 7. Ist denn dein Taq beben, die hier dein Wort vorhanden, wird diese verhöhnt, und durch ein Welt vergehn; So hoff finnlich Leben das eitle ich nicht mit Schanden vor Herz verwöhnt. Du giebst deinen Thron zu stehn. den Sündenknechten ihr Du stellst mich dann zur Theil in jener Pein, und Rechten von aller Schuld führest die Gerechten zu befreit, führst mich mit deinen Freuden ein. deinen Knechten in deine 6. Drunt laß, Herr, Herrrlichkeit. dein Gerichte mir státs vor 269. 302 je rech ter Gott! vor dein Ge Du wirst in ihrem Ange: +S& EF richt muß al le Welt sich stellen; Olaß sicht auch mir mein Urtheil fällen. + # 1 ### mich jede Sünde scheun, und hier mit Ernst + beflissen seyn, vor dir einst zu bestehen. 2. Du Von dem allgemeinen Weltgerichte. 303 2. Du siehst von dei: dein Gesez und Recht ents nem hohen Thron auf alle weiht, bist du ein stren Menschenkinder, bestim ger Rächer. Verachtung, mest jedem seinem Lohn, Elend Schmerz und dem Frommen und dem Hohn, Gewissensmarter Sunder. Nie siehst du die sind sein Lohn oft schon in Personen an; Auf das al diesem Leben. lein, was wir gethan, siehst du, gerechter Richter! 6. Und bleibt auch hier viel ungestraft, viel Gutes 3. Viel Gutes und unbelohnet, so kommt ein Barmherzigkeit giebst du Tag der Rechenschaft, der schon hier den Frommen; keines Sünders schonet. Du schuzest sie vor man: Da stellest du ins hellste chem Leid, darein die Licht, wie recht und billig Sünder kommen. So zei: dein Gericht; dann triumgest du vor aller Welt, phirt der Fromme. daß dir der Eifer wohlge: fällt, den man der Tugend widmet. 7. Gerechter Gott, laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben; Gieb selber mir die Kraft dazu, es willig auszuüben. Regt ein Freund der Frommen. sich die Sunde noch in mir, Wer deinen Willen gerne so stárke mich die Furcht thut, wird von dir auf vor dir, daß ich sie über: genommen; Sein Werk winde. und Dienst gefällt dir 4. Ja, Herr, du liebst, was recht und gut, du bist, 8. Und weil vor dir, wohl, ist er gleich nicht, gerechter Gott, nur die so wie er soll, ganz heilig, allein bestehen, die gláus ganz vollkommen. big auf des Mittlers Tod 5. Doch dem, der dich, bei ihrer Reue sehen; So o Gott, nicht scheut, dem laß mich die Gerechtigkeit, frevelnden Verbrecher, der die mich von Schuld und Straf 304 Von dem allgemeinen Weltgerichte. Straf befreit, im Glau- kift; Hier gilt kein fal: ben eifrig suchen. scher Zeuge. Mel. Die vorige. ( chon 4. O Herr, mit wel: cher Majestát wirst du das 270. Schon ist der Urtheil fällen! Die Sün: Tag von der, die dich hier ver: Gott bestimmt, da, wer schmäht, gehn dann ge auf Erden wandelt, sein wiß zur Höllen. Da trifft Loos aus Gottes Händen sie unerforschte Pein; Wer nimmt, nachdem er hier wird dann noch ihr Ret: gehandelt. Er kommt, ter seyn? Ihr Warten ist er kommt, des Menschen verloren. Sohn, er kommt und 5. Wie herrlich aber Wolken sind sein Thron, wird alsdann der From: den Erdenkreis zu richten. men Werth erscheinen! 2. Hier an dem Rand Du, Herr, nimmst sie zu der Ewigkeit, hier stehn Ehren an, erklárst sie für die Millionen, die seit dem die Deinen; Und sie sehn ersten Tag der Zeit auf mit erstauntem Blick, daß dieser Erde wohnen, nur Glaub und Lieb das höch: dem Allwissenden bekannt, ste Glück aus Gottes Huld unzählbar wie am Meer ererben. der Sand; Hier stehn fie vor dem Richter. 6. Sie gehn nun in das sel'ge Reich, das Gott 3. Hier muß der falsche für sie bereitet, und sehn Wahn der Welt der Wahr: auf ewig, Engeln gleich, heit unterliegen: Hier, ihr Wohlseyn ausgebrei: wo das Recht die Wage tet. Das Stückwerk wird fein hält, wird keine Bosheit Vollkommenheit siegen. Hier ist zur Busse Kummer, keine Traurig nicht mehr Frist, hier gilt keit stört forthin ihre nicht mehr Betrug und Freude. 7. Mein Von dem allgemeinen Weltgerichte. 305 7. Mein Heiland, laß die Erde bebt, und unter mich dein Gericht oft und deinen Füssen sich alles, mit Ernst bedenken! Es was dir widerstrebt, wird stärke meine Zuversicht, vollig beugen müssen; wann hier mich leiden Wann alle Engel vor dir kränken; Es reize mich ge: stehn, da wird auch jedes wissenhaft und eingedenk Auge sehn, wie hoch dich der Rechenschaft nach dei: Gott erhoben. nem Wort zu wandeln. Mel. Nro. 3. 4. Da werden, Gott, auf dein Geheiß, die Tod: ten wieder leben; Dein Lob, Ehr und Preis dem. Feind mit Furcht, dein 271. Er fommt, er Freund mit Preis sich aus kommt zum dem Grab erheben; Und Weltgericht, der Heiland, wer wird da, Herr Jesu den wir ehren. O weigert Christ, daß du der Herr euch, Erlöste, nicht, iz: des Lebens bist, noch fer: auf sein Wort zu hören. ner leugnen können? Wer hier nicht seine Sum: 5. Wer spottet dann me hört, und sie nicht mit noch deiner Kraft, wann Gehorsam ehrt, wird nicht du, die hier dich fliehen, vor ihm bestehen. für ihre Schuld zur Re: 2. Herr, laß mich dei: chenschaft mit Majestát ner Majestät mit wahrer wirst ziehen? Wer wird, Freude dienen! Wie herr: wann dich ihr Aug er: lich dich dein Gott erhöht, blickt, und sie dein Straf: ist zwar noch nicht erschie: gerichte drückt, der Spót: nen; Doch, was uns hier ter Heer verstummen! verborgen war, macht je: 6. Und wann du dann ner Tag uns offenbar, an die Deinen nun mit Preis welchem du erscheinest. und Ehre zierest, sie, ewig 3. Da, wann vor dir ihnen wohlzuchun, du dei U1 tem 306 Von dem allgemeinen Weltgerichte. nem Himmel führest; Wielter Zeit in großer Kraft völlig wirds dann offen und Herrlichkeit vom Him: bar, daß es in deinen Hån mel wiederkommen. Gieb, den war, die Deinen zu daß dann froh und mit Vertraun dich, Herr, auch beglücken! 7. Gieb, daß ich dann, meine Augen schaun. Herr Jesu Christ, mit 2. Hier fast kein Sterb Freuden vor dir stehe, und licher die Pracht, die dei dir, der du so herrlich bist, nen Tag einst herrlich getroft entgegen sehe. macht; Wie groß wirst du Wann deiner Feinde Rot: dich zeigen! Wann du auf te zagt, von Reu und Angst lichten Wolken einst mit und Furcht geplagt, dann deiner Engel Heer er jauchze meine Seele! scheinst, die sich vor dir, Dann 8. Daß ich dieß Glück Herr, beugen. erlangen mag, so laß in sieht die Welt die Maje diesem Leben, o Heiland, stat, dazu dich Gott, dein deinen grossen Tag mir Gott erhöht. 3. Laut tönet dann in státs vor Augen schweben. Er reize mich, die mich zu weihn, in deinem Dienste jedes Grab, dein all treu zu seyn, und so mein machtsvoller Kuf hinab, und schafft ein neues le Heil zu hoffen. ben. Auf deinen Wint muß Erd und Meer das Mein Glaub ist meines zc. unzählbare grosse Heer Mel. Nro. 240. Durch 272. Erhöhter Jeder Todten wiedergeben; Gottes neu Sohn! der du schon längst beseelt, gehn sie hervor, der Himmel Thron als und keiner fehlt. 4. Da stehen sie vor Herrscher eingenommen; Du wirst dereinst zu rech- deinem Thron, erwarten den Von dem allgemeinen Weltgerichte. 307 den bestimmten Lohn mit Mel. Nro. 240. Freuden und mit Beben. Mein Glaub ist meines. Die Sünder trifft nun Schmach und Pein; Die 273. Def er unsre Menschheit Frommen aber führst du an sich nahm, als er, uns ein in das verheißne Le: zu verföhnen, kam, kommt ben. Nun zeigt die That zum Gerichte wieder. Ges Herr Jesu Christ, daß du wiß ist seiner ZukunftZeit; der Erde Nichter bist. In aller seiner Herrlichkeit steigt Jesus dann hernie: der. Bernimms, o Welt, 5.0 Herr, wann dies Warum fer Tag erscheint, erschei: und beßre dich! Der Tag ne mir dann als mein des Schreckens nahet sich. Freund, mit deinen Gna 2. verzeucht denblicken, daß unbe er? fragt der Spott; schämt ich vor dir steh, Wo bleibt der Sünden: verklärt in deinen Himmel rächer, Gott? Hört, Sün: geh, zum ewigen Entzük der, hörts mit Beben! ken; Und dazu mache mich Euch, die ihr frech ihm wibereit durch Glauben und derstrebt, undinder Bos: durch Frömmigkeit. heit sicher lebt, zur Beß: 6. Dein Name sey mir rung Frist zu geben. Doch ewig werth, und was dein bald ist euer Maaß erfüllt, Wort von mir begehrt, bald kommt der Richter, das laß mich treulich üben. Jund vergilt. Dich, den der ganze Him: 3. Dann öffnet um euch mel preift, dich müsse auch her sich weit der Abgrund schon hier mein Geist ausjener Ewigkeit mit allen allen Kräften lieben; Soffeinen Schrecken; Dann schreckt mich deine Zu: wird euch, wann der Richkanst nicht, so hab ich ter droht, nicht Berg und Much auch im Gericht. Dieet, nicht Grab und Tod 4 2 308 Von dem allgemeinen Weltgerichte. vor seinem Zorne decken. Urtheil spricht, Herr, mich, Denn nun nicht mehr er: den llebertreter. Du, der barmt er sich, und sein die Sünder nicht verstößt, Gericht ist fürchterlich. du, Jesu, hast auch mich 4. Wann furchtbar sei: erlöst. 7. Tag Gottes! Tag ner Donner Schall und to: nender Posaunen Hall der der Ewigkeit! Du predigst Erde Grund erschüttern, uns den Werth der Zeit und plözlich nun der Bauslaut mit des Donners der Welt wankt, krachend Stimme. Reizt, Men: stürzt, in Trümmer fällt, schen, nicht durch eure wann alle Sünder zittern, Schuld, den Gott der Lang: und vor den Richter hin- muth und Geduld, daß gerückt der Spotter glauer nicht schnell ergrimme. Denn schrecklich wird der bet und erschrickt. 5. Dann ist nicht mehr Sünder Pein, und groß der zur Buffe Zeit! Wo wer: Frommen Wonne seyn. Mel. Nro. 309. det ihr Barmherzigkeit, und Gnad und Rettung Mache dich, mein Geist. finden? Die ihr der Sünde dein Eigen Maaß noch häuft, fühlt, 274. Herr, ich bin eh euch dieser Tag ergreift, thum, dein ist auch mein die lasten eurer Sünden; Leben. Mir zum Heil und daß ihr euch einst nicht dir zum Ruhm hast du selbst verflucht, wenn ihr mirs gegeben. Väterlich vergebens Hilfe sucht. führst du mich auf des le: 6. Mein Herz erschrickt; bens Wegen meinem Ziel Es bebt in mir mein In- entgegen. 2. Einst kommst du mit nerstes, o Gott! vor dir. Ich bin ein Missethåter. grosser Kraft zum Gericht Begnadige, wann dein auf Erden; Dann soll ich Gericht auch mir mein ewig zur Rechenschaft darge stel: Von dem allgemeinen Weltgerichte. 309 stellet werden. Dein Ge: ernstlich mich täglich und richt schonet nicht, Rich auch heute zum Gericht ter aller Welten! Denn bereite. du willst vergelten. 6. Zeigt sich erst die 3. Weh dann mir in Ewigkeit furchtbar in der Ewigkeit, wenn ich deine Nähe, o! dann ist es sels Gabe, meine Kräfte, meiten Zeit, daß ich in mich ne Zeit hier gemißbraucht gehe. Wann der Tod mir habe! Weh dann mir, hab schon droht, kann ich dei: ich hier dein Geschenk ver: nen Willen, Herr, nicht schwendet, und nicht an mehr erfüllen. gewendet! 7. Mein Gewissen stras 4. Möchte täglich dein fe mich gleich für jede Gericht mir vor Augen Sünde, Mittler, daß ich schweben! Möcht ich mich bald durch dich Gnade such státs, meiner Pflicht treu und finde. Rufe du dann zu seyn, bestreben, daß ich mir zu: Alles ist vergeben, nie thòricht sie aus den Au- Sünder, du sollst leben! gen sezte, noch mit Fleiß verlezte! 8. Dann werd ich auch in Gericht, vor dir, Herr, 5. Lehre mich gewissen: bestehen, und vor deinem haft meine Tage zählen, Angesicht Freud und Won: jeden Schritt zur Rechen ne sehen. Ewig dein werd schaft mich mit Vorsicht ich seyn, und mich, dich zu wählen! Gieb, daß ich lieben, ewig, ewig üben. XXIV. Von der Ewigkeit überhaupt. Mel. Nro. I. nicht auf Erden. Dieß Mein Herz, ermuntre zc. alles ist für mich zu klein; ein höchstes Es wird mir nichts, und 275. M Gut ist bald schon, werden, nicht U13 ewig, 310 Von der Ewigkeit überhaupt. ewig, wie ich selber, seyn. was sind Würden, und die Ein Glück, das Augen: damit verbundne Pracht? blicke währt, ist das nicht, Ein glänzendElend, schwe: was mein Herz begehrt. re Bürden, wodurch man 2. Was sind denn die sich zum Sklaven macht. ser Erde Güter? Oft Mü: Bei aller Ehre kann ich he nur, und nicht Genuß. klein, und ohne sie erha: Sehr oft ein Fallstrick ih: ben seyn. rer Hüter, und Knecht: 6. Entreiffe dich der schaft selbst im Ueberfluß. Erde lüften; Erhebe dich Nur in der Ferne schmei zur Ewigkeit. Hier wan: cheln sie, und sind das, delft du noch oft durch was sie scheinen, nie. Wüsten; Harraus in dei 3. Wie eingeschränkt ner Pilgerzeit. Bald füh ist unser Wissen! Wie ret dich des Todes Hand unerforschlich die Natur! den Weg ins wahre Ba Umhüllt mit dicken Finster- sterland. nissen, verlichr ich oft der Mel. Nro. 180. Wahrheit Spur. Und oft treibt mich die Wißbe: Geist vom Vater und u. gier, o Seelenruhe weit ein, iht von die Spotter, 276, 4. Was send ihr, un meinen Glauben, daß bedachte Freuden? Ein mein Geist unsterblich sey, blendend Nichts, ein Raub soll mir kein Vernünfteln derZeit; Die reiche Quelle rauben, nicht der Wiz der bittrer leiden, nicht ruhi: Spotterei! Meine Seel ger Zufriedenheit, die still ist nicht ein Rauch, nein, und sanft durchs Leben ein ew'ger Lebenshauch, fließt, und niemals rau- den ich von dem Schöpfer schend sich ergießt. habe; Diesen trägt man 5. Was ist die Ehre, nicht zu Grabe. 2. Geist Von der Ewigkeit überhaupt. 311 2. Geist! das ist mein mir? Was aller Ruhm? hoher Namen! Dieserleib wenn ich bei dir mein ist mein, nicht Ich. Er ist ewig Heil verlchre? nur des bessern Saamen, 2. Was schaffet mir Zu der einst wird umgeben friedenheit und Ruh in mich. Wie ein Saatkorn diesem Leben? Was kann er verdirbt, Frucht zu im Tode Freudigkeit, wann tragen, also stirbt auch mir die Welt sinkt, geben? mein Leib, dem höhern Le: Nicht Menschengunst, kein ben seinen Keim enthülst hohes Glück; Dein Heil zu geben. nur, ein gewisser Blick ins 3. Nein, Gott schuf Glück der Auserwählten. nicht unsre Seele blos für 3. Nach diesem Klei: einen Augenblick; Nicht nod, Herr, will ich vor al: den Weisen, daß ihm fehlen Dingent trachten; Und le sein gehofftes ew'ges ist die Welt mir hinder: Glück. Ew'ger Zukunft lich, die Welt mit Muth schus er sie; Seelen, See: verachten. Daß ich die len sterben nie! Selig schmale Straffe geh, bald machen, und doch richten an der engen Pforte steh, wird sie Gott, und nicht die mich zu dir führt, zernichten. 1 Jesu! Mel. Nro. 46. el. Nro. II. Allmächtiger! wir singen. ewonn ich 277.6¹ auch die 278. I wie seno pr könnt ich dich, mein c. Menschen, ihr ganze Welt mit allem, was bethöret, daß ihr die schndden Sinnen, was jeder bö: de Lust der Welt und ihren sen luft gefällt, was würd Schaum weit höher ehret, ich, Gott, gewinnen? Was als was der Himmel in hilfe jeder Reichthum sich hält? Was ist denn, 114 das 312 Von der Ewigkeit überhaupt. das euch so erfreut? Ach Laft euch den Hochmuth Was denkt doch an die Ewig nicht bethören. feit! bleibt euch, wenn man 2. Geseit, ihr lebtet euch begräbt, von eurer hundert Jahre, ein Ziel, Pracht? ein Sterbekleid. woju Gott selten ruft, so Ach denkt doch an die E tragt euch doch zulezt die wigkeit! Bahre zu der Verwesung 6. Ja, ihr unglaubens: hin, zur Gruft. Erwägt, volle Sünder! die nur ein wie kurz ist diese Zeit! Und leerer Schein ergözt, und denkt doch an die Ewigkeit! die ihr Gotres fromme 3. Erfreut ihr euch, ihr Kinder für Thoren und Mammonsknechte, an eu: Betrogne scházt, und eus rem Reichthum, Geld und res eitlen Thuns euch Gut? denkt, ihr send freut; Ach denkt doch an von dem Geschlechte, das die Ewigkeit! mit dem Reichen kläglich 7. Ihr aber, ihr be: thut, der um ein Tröpflein drängte Frommen! Könnt Wassers schreit. Ach denkt ihr in dieser Jammerwelt doch an die Ewigkeit! zum Frieten, den ihr 4. Bergnüget euch der wünscht, nicht kommen; WollustFreuden, und Uep: Wann Unglück auf euch pigkeit und Vollerei; So häufig fällt, ja greffe denket, daß ein ew'ges Lei: Trubsal euch bedráut, so den und ew'ges Weh er denkt nur an die Ewigkeit! schrecklich sey. Noch ruft 8. Die Lust der Welt cuch Gott, noch ist es Zeit; muß bald vergehen, sie has Uch denkt doch an die E: be noch so guten Schein; wigkeit! Hingegen eure wird be: 5. Erhebt ihr euch, die stehen, so lange Gott noch ihr in Ehren, und vor der Goit wird seyn. Dort ist Welt in Ansehn lebt? der Sieg, hier Kampf und Streit, Von der Ewigkeit überhaupt. 313 Streit, hier Schmerz, dor:] 2. Du schenktest mir Freud in Ewigkeit. Verstand und Willen; 9. So gebt euch denn all: Die Wahrheit zu erken: hier zufrieden, und haltet nen, Licht; Kraft, deine es für einen Ruhm, wenn Vorschrift zu erfüllen, und euch hier Angst und Roth eine Richtschnur meiner beschieden. Wenn jezt Pflicht; Der Tugend in: bei eurem Christenthum neres Gefühl, und Freis die Welt euch mit Berheit, wie ich wählen will. sportung draut; So trd: 3. Du schmücktest durch stet euch der Ewigkeit. dein mächtigst: Werde! IO. Mußt du, mein Mit Reiz und Pracht mein kummervolles Herzeirrdisch Haus, und goffeft gleich oft in Kreuz und über diese Erde die Wun: Trubsal seyn: Auf! fasse der grosser Schönheit aus; dich im großten Schmerze, Du schusst mir feine Sins und lerne dich der Zukunft nen an, wodurch ich sie em: freun. Gedenk in deinem pfinden kann. Kreuz und Leid, an Gott und an die Ewigkeit! Mel. Nro. II. 4. Und dennoch läsfest du mich wissen, daß dieß mein irrdisch- Haus zer: bricht. Ich soll zwar die: D könnt ich dich, mein c.fer Welt genicssen, doch gabst mir, als genoß ich ihrer nicht; Ew'ger! Ich soll der Sinnen Lüfte dieses Leben nicht für den fliehn, wenn sie mich zu der Augenblick der Zeit; Nein, Erde ziehn. was du mir davon gege: 5. Der Freude soll ich ben, gabst du mir für die oft nicht achten, die meis Ewigkeit. Hier ist allein nen Sinnen reizend dünkt; der Prüfungsort; Bestra: nach Wolluft, Ehr and fung und Belohnung dort. Gold nicht trachten, wors u 5 nach u 279. D" 314 Von der Ewigkeit überhaupt. nach so mancher Welt: kust des Fleisches und der mensch ringt; Nicht flie: Welt, und jede Lockung hen, was das Herz oft überwinde, die noch mein scheut, ja wählen, troz der Herz gefesselt hält; Und Bitterfeit. wenn ich, o welch ein Ge 6. Die Prüfung, Gott, winn! Hier Sieger, dort war nicht vergebens; Dusgekrönet bin! wolltest sehn, ob ich dir 9. Gott, gieb deines treu, in der Gemeinschaft Geistes Stärke, die in den jenes Lebens mit dir zu Schwachen mächtig ist, wohnen würdig sey; Ob dem, der zu diesem groffen ich vom Tand des Eitten Werke zu klein, zu schwach, leer, einst höhrer Freuzu sinnlich ist: Lehr mich die Eitelkeit verschmähn, den fähig wär. 7. Wohl mir! wenn ich und stats nach meinem es muthig wage, der groß Ziele ſehn. 10. Laß mich oft in ge sen Hoffnung werth zu seyn, und diese kurzen sunden Tagen mein Grab Prüfungstage Gott und mir in Gedanken baun, der Tugend ganz zu weihn; und bei des Lebens Freud Wenn nie mein Fuß den und Plagen auf dich und Pfad verliehrt, der mich auf das Künst'ge schaun; zum bessern Leben führt. Damit ich meiner Pflicht 8. Wohl mir! wenn ich getreu, des höhern Lebens den Hang zur Sünde, die fähig sey. XXV. Von den verschiedenen Schicksalen 2c. 315 XXV. Von den verschiedenen Schicksalen der Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. Mel. Nro. 18. dann unser Auge sehn, dei: Wie soll ich dich würdig. ne Huld sey überschweng: wie unaus: lich, und das Gute unver: sprechlich se: gånglich, das dem, der dich lig werden wir im Him: redlich liebt, deine Vater: mel seyn! Da, da ernd: hand dort giebt. 280. D ten wir unzählig unsers 4. Dann wirst du dich Glaubens Früchte ein.unsern Seelen offenbaren, Da wird ohne Leid und wie du bist. Keine Wonne Záhren, unser Leben ewig wird uns fehlen, da, wo währen. Gott, zu welcher alles Wonne ist. Zu den Seligkeit führst du uns reinsten Seligkeiten wird durch diese Zeit! uns dort der Mittler lei: 2. Hier ist zwar, wasten, der uns dieses Glück du den Frommen dort für erwarb, als er an dem Glück bereitet hast, noch Kreuze starb. in Keines Herz gekommen. 5. Da wird deinerFrom: Welcher Mensch auf Er: men Menge ein Herz, eis den faßt deines Himmels ne Seele seyn, Liebe, grosse Freuden? Doch nach Dank und Lobgesänge dir, dieses Lebens Leiden wer erhabner Gott, zu weihn; den alle, die dir traun, Dir und dem, der selbst mehr noch, als sie hoffen, sein Leben willig für uns schaun. hingegeben. Mit ihm, un: 3. Nene Wunder dei ferm größten Freund, sind ner Güte werden da ihr wir ewig dann vereint. Glück erhöhn; Mit erstau: 6. O wer sollte sich nicht nendem Gemüthe wird sehnen, aufgelöst und da zu 316 Von den verschiedenen Schicksalen der zu seyn, wo, nach ausge: wird keiner, Herr, in dei: weinten Thränen, ew'genen Himmel gehn. O se Güter uns erfreun; Wo mache immer reiner hier sich unser Kampf in Pal: mein Herz, dich einst zu men, unser Klagelied in sehn! Hilf du selber mei Psalmen, unsre Angst in ner Seele, daß sie nicht den Lust verkehrt, die forthin Weg verfehle, der mich kein Kummer stört. sicher dahin bringt, wo 7. Was ist unser Loos man ewig dir lobsingt. auf Erden? Obs auch noch Mel. Nro. II. so tröstlich sey, ists doch c. nie ganz von Beschwer: I könnt ich dich, mein den, Sorgen, Furcht und Prüfung Kummer frei. Schnell 281. ach einer folgt hier auf lust oft Wei kurzer Tage erwartet uns nen; Dort nur wird die die Ewigkeit; Dort, dort Zeit erscheinen, wo kein verwandelt sich die Klage Wechsel mehr uns beugt, in gòttliche Zufriedenheit. wo das Glück beständig Hier übt die Zugend ihren steigt. Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. 8. Sey, o Seele, hoch erfreuet über das erhabne 2. Wahr ists, der From: Glück, das dir einst dein me schmeckt auf Erden Gott verleihet! Nichte schon manchen sel'gen deines Glaubens Blick of Augenblick; Doch alle nach jener Stadt der Freuden die ihm werden, Frommen, mit dem Ernst, sind ihm ein unvollkomm dahin zu kommen. Trach- nes Glück. Er bleibt ein te, weil du hier noch bist, Mensch, und seine Ruh nur nach dem, was dro: nimmt in der Seele ab ben ist. und zu. 9. Ohne Heiligung 3. Baldstören ihn des Kor: Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 317 Körpers Schmerzen; Throne Gottes mich er: Bald das Geräusche die freun. Dann läßt mein ser Welt; Bald kämpft dir geweihter Sinn mich in seinem eignen Herzen fühlen, daß ich ewig bin. ein Feind, der öfter siegt, 7. Da werd ich das als fällt, bald sinkt er im Licht erkennen, was ich durch des Nächsten Schuld auf Erden dunkel sah; in Kummer und in Un: Das wunderbar und hei: geduld. lig nennen, was uner: 4. Hier, wo die Tu forschlich bier geschah. gend öfters leidet, das Da das Da denkt mein Geist, Lafter öfters glücklich ist, mit Preis und Dank, die wo man den Glücklichen Schickung im Zusammens beneidet, und des Beküm: hang. merten vergißt; Hier kann 8. Da werd ich zu dem der Mensch nie frei von Throne dringen, wo Gott, Pein, nie frei von eigner mein Heil sich offenbart; Schwachheit seyn. EinHeilig, Heilig, Heilig einstimmig 5. Hier such ichs nur; singen dem Lamme, das Dort werd ichs finden. erwürget ward; Und aller Dort werd ich, heilig und Himmel selges Heer verklärt, der Tugend gan jauchzt ihm zen Werth empfinden, den Preis und Chr. unaussprechlich grossen 9. Da werd ich in der Werth; Den Gott der Engel Schaaren mich ih: Liebe werd ich sehn, ihn nen gleich und heilig sehn; lieben, ewig ihn erhöhn. Das nie gestörte Glück er: 6. Da wird der Vor- fahren, mit Frommen státs ficht heil'ger Wille mein fromm umzugehn. Da Will und meine Wohl wird durch jeden Augen: fahrt seyn; und lieblich blick ihr Heil mein Heil, Wesen, Heil die Fülle am ihr Glück mein Glück. 10. Da 318 Von den verschiedenen Schicksalen der IO. Da werd ich dank gebnen Geißt, wann er sich voll dem begegnen, der dieses Korpers Banden Gottes Weg mich gehen nach Gottes Willen einst hieß, ihn mit entzückter entreißt, und nan nicht Nührung segnen, daß der mehr so eingeschränkt, als mir ihn so treulich wieß; hier auf Erden, lebt und Da find ich in des Höch denkt. sten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 2. Zu dieser Ruhe werd lich kommen, und, Gott, II. Da rust, o móch wie selig bin ich dann! te Gott es geben! viel: In deinen Himmel aufge: leicht auch mir ein Seel- nommen, fang ich das beß: ger zu: Heil sey dir! Dennsre Leben an, wo nach der du hast mein Leben, die kast, die hier mich drückt, Seele mir gerettet, du! der Freuden Fülle mich D Gott, wie muß dieß erquickt. Glück erfreun, der Retter einer Seel zu feyn! 3. Wie Mütter ihre Kinder trösten, so tröstet 12. Was send ihr, Le deine Gütigkeit mich mit den dieser Erden, doch ge: der Wonne der Erlöften, gen jene Herrlichkeit, die mit völliger Zufriedenheit; offenbart an uns soll wer: Und dann wird mir recht den von Ewigkeit zu Ewig offenbar, wie gut hier dei: keit? Wie nichts, wie gar ne Führung war. nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Müh! 4. Da schweigen alle meine Klagen: Da bringt mein frommer Lobgesang dir selbst für dieses le: Wie göttlich sind doch u. bens Plagen mit nie ge: Mel. Nro. 125. 282. Es ist noch ei: fühlter Rührung Dank. ne Ruh vor: Froh jauchz ich dann: handen jür jeden Gott er: Sie sind vollbracht! Der Herr Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 319 Herr hat alles wohl ge der Frommen Erbtheil ist, macht. ich gern des Vaters Wil5. Auf ewig trifftlen thue, wie du darinn mich dann kein Leiden, mein Vorbild bist; So kein Schmerz und keine folgt auf meine Prüfungs: Schwachheit mehr; Ichzeit gewiß vollkommne denk und fühle nichts, als Seligkeit. Freuden, gekrönt von dir Mel. Nro. 46. mit Preis und Ehr; Mein Glück wird fest, und voll: Allmächtiger! wir singen. er Freuden les Heil bleibt dann in Ewigkeit mein Theil. 283. De Füll ist, 6. Gott, laß mich dieß Gott, bei dir, und in dem zu Herzen fassen! Daß dushöhern Leben wird deine den, der dich redlich liebt, Huld daraus auch mir zu nicht ståts willst in der Un voller Gnüge geben, was ruh lassen, die diesesleben mich mit reiner Lust ers noch umgiebt. Das flösse füllt, was meiner Seele Much und Kraft mir ein, Sehnsucht stillt, und sich dir auch im Leiden treu zulohn Ende mehret. seyn. 2. Dich lern ich dann 7. Mein Heiland, der in hellem Licht in deiner du selbst auf Erden der Gröffe kennen, und mit Leiden Joch getragen hast! vollkommner Zuversicht Will ich des Lebens müde dich meinen Vater nennen. werden, und fühl ich die: Mit hoher Frende ber ich ser Tage last; So stärke dann auf ewig dein Erbar mächtig meinen Geist, daß men an, das mich zum er dem Unmuth sich ent- Himmel führte. reißt. 3. Wann mein erhöh: 8. Gieb, daß in Hoff- ter Geist da sieht, was ich nung jener Ruhe, die einse dir zugetrauet; Wann er dein 320 Von den verschiedenen Schicksalen der dein unumschränkt Gebiet wußt, in allem richtig han: noch heller überschauet; deln! Gott, welche Wonne ist 7. Meinkeib, aufs herr: dann mein! Wie werd ich lichste verklärt, mit Him: deiner da mich freun! Wiejmelsglanz umgeben, von allem frei, was ihn be: selig da mich finden! 4. Noch größre Werke schwert, geschickt zum hö seh ich dann von deiner bern Leben, auch der nimmt als ich dann an allem Heil und an Schöpfersgüte, auf Erden sehen kann, und der hohen Wonne Theil, mein entzückt Gemüthe die meinen Geist entzücket. verliehrt voll Dank und Freude sich in deiner Herr: lichkeit, die ich in vollem Glanz erblicke. 8. Den Heiland, den ich hier geliebt, seh ich dort mir zur Wonne. Die Herr: lichkeit, die ihn umgiebt, ist mir auch Licht und Son 5. Da werd ich deinen ne. Auch da ist er mein gnådgen Rath noch mehr, Herr, mein Freund, durch als hier, verstehen, die den ich, Gott, mit dir ver danken, daß du mich den eint, ståts neue Freuden Pfad der Tugend hiessest schmecke. gehen, und selbst durch 9. Mit allen Bürgern Leiden dieser Zeit mich zu jener Welt, die deinen dem Glück der Ewigkeit so Thron umgeben, werd ich väterlich bereitet. dort, ihnen zugesellt, in 6. In unbefleckter Hei- reinster Freundschaft le ligkeit werd ich dann Gott, ben. Wie klopfer dann in dich lieben, und was dein meiner Brust mein ganzes Wille mir gebeut, mit fro: Herz voll Lieb und Lust, die hem Herzen üben. O wel: ich mit ihnen theile. che Quelle deiner Lust, sich 10. Ja, ewig ist, mein teiner Sünde mehr be: Gott, bei dir der Freuden reich: Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit 321 reichste Quelle. Ich schöp- dort nur ist vollkommnes fe draus, doch bleibt sie keben. stits voll auf alle Fälle. 3. Kein Tod ist da mehr, Mein Glück währt da in und kein Grab. Dort wi Ewigkeit, nichts fehlt ihm schest du die Thränen ab an Bollkommenheit. Herr, von deiner Kinder Wanhilf es mir erreichen. gen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei; Denn du Wie herrlich strahlt zc. so Herr, machst alles neu, Mel. Nro. 105. 284. Mein ganzer das Ulte ist vergangen. Geist, Gott, wird entzückt, wenn rechte, deine Knechte, keine er hinauf gen Himmel Plagen mehr zur Prüfung blickt, dahin dein Wort uns zu ertragen. leitet, wo deine milde Ba: 4. In deinem höhern terhand aus neuen Wun: Heiligthum erschaller deidern wird erkannt, die nes Namens Ruhm von du da haft verbreitet. lauter frohen Zungen. Da Mächtig fühl ich mich gestrahlt die Herrlichkeit des trieben, dich zu lieben, Herrn, da schant man sie der zum Leben, das dort nicht mehr von fern, da ist, mich will erheben. wird sie neu besungen. 2. Was sind die Freu: Bollig giebt sich den Er den dieser Zeit, Herr, ge: lösten, sie zu trösten, der gen jene Herrlichkeit, die zu kennen, den sie hier dort bei dir zu finden? Du schon Vater nennen. stellst uns hier auf Erden 5. Mit neuer Inbrunst zwar viel Wunder deiner lieben wir dich, Vater, Güte dar, daß wir sie froh dann, und dienen dir mit empfinden; Doch hier sind fröhlichem Gemüthe. wir bei den Freuden noch nichts stört den Frieden mit leiden ståts umgeben, unsrer Brust und unsre * taus Bon den verschiedenen Schicksalen der 8. Wie selig werd ich tausendfache Luft an dei ner grossen Güte. Kein dann erst seyn! Wie sicher Neid, kein Streit hemmt werd ich mich dann freun! die Triebe reiner Liebe un Dir ewiglich lobsingen! ter Seelen, die hinfort O Jesu, Herr, der Herr: nun nicht mehr fehlen. lichkeit, du hast dies Glück 6. Gott! Welche auch mir bereit't; Hilf Schaar ist dort vereint! mir es auch erringen. Laß Die Frommen die dich hier mich eifrig darnach stre: beweint, die find ich dro: ben, und mein Leben hier ben wieder. Dort samm: so führen, daß ich dort let deine Baterhand sie, kann triumphiren. die ein Sinn schon hier Mel. Nro. 53. verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd ich, Wie viele Freuden u. frei von Mängeln, selbst bin ich in der mit Engeln, mir zum Se: 285. Ein Fremdling gen, da die reinste Freund: Welt, und kurz sind meine fchaft pflegen. Tage; So manche Noth, 322 7. Da komm ich zu des die mich befällt, reizt mich Menschen Sohn, der für hier noch zur Klage mich starb, um dessen Doch, Bater, jene Se Thron viel tausend Sel': ligkeit versüßt mir meine ge stehen. Der du der Dei: Pilgrimszeit, und stärkt nen Wonne bist! Dich werd mich selbst im Leiden. ich da, Herr Jesu Chrift, 2. Jezt, da die Sünde mir zum Entzücken, se: mich noch drückt, seufit hen. Dann wird, mein meine bange Seele. Wie Hirt, nichts mich können bald ist nicht mein Herz be: von dir trennen; Ohn Aufrückt. Wer merkt, wie oft hören werd ich bei dirser fehle? Doch einst werd seyn, dich ehren. ich vollkommen rein, gam heilig Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 323 २ heilig und ganz selig seyn; 5. Wann einst, der jezt Dieß tröstet meine Seele. von ferne dráut, der Tod 3. In stiller Nacht wein mir näher winket, wann ich oft, Herr, hinauf zu nach der Arbeit dieser Zeit deiner Höhe; Mein schwa: mein Haupt zum Schlum: ches Herz seufzt freuden: mern sinket; So sterb ich leer, wenn ich den Mor: froh; Die Ewigkeit zeigt gen sehe. Ein Blick gen mir des Himmels Herr: Himmel tröstet mich, und lichkeit, die alles über: meine Thränen stillen sich wieget. einst ganz in jenem Leben. 6. Herr, dieser Trost, 4. Wann mich der Zu: der mich erfreut, vermehr kunft Schicksal schreckt, in meinem Herzen. Mich die Noth der fernen Tage; stärke jene Herrlichkeit bei Wann sie in mir die Sorg meiner WallfahrtSchmer: erweckt, ob ich sie auch zen: Sie sey in meinem ertrage; So mildert mir Tod mein, Heil, und einst die Ewigkeit das kurze mein längst gewünschtes Elend dieser Zeit, daß Theil, wann ich vom Tod nicht mein Herz verzage. erwache. 286. moti THE ein Gott! erschaffen hast du mich O möchte doch mit Inbrunst sich zum ew'gen Freudenleben. wo volles Heil mein Herz dahin erheben; I dem wird zu Theil, der hier dich treu ver: € 2 ehret; 324 Von den verschiedenen Schicksalen der TH E ehret; wo alles Leid der Prüfungs- Zeit in Wonne sich verkehret. 2. Wenn dieses Lebens Glück der Ewigkeit vor al: Last mich drückt, weß soll len Dingen trachte; Da ich dann mich trösten? mit ich treu im Glauben Die Hoffnung ists, die sen, der Tugendfrüchte mich erquickt, einst auch bringet. Denn ew'ges Heil mit den Erfösten bei dir wird nur zu Theil dem, zu seyn, und, frei von der nach Tugend ringet. Pein, iu Ewigkeit zu les 5. O wäre dieses Heil ben. Sollt ich denn hier schon mein! D schmeckt nicht mit Begier nach sol ich schon die Freuden, das cher Hoffnung fireben? ran sich droben, frei von 3. Was stärkt mein Pein, bewährte Fromme Herz mit Muth und Kraft, weiden! Sich dieser Zeit, in deiner Furcht zu wan: mein Geist, erfreut, doch deln, und auch alsdann ge mit Geduld, entgegen! wissenhaft, wann Weltlust Herr, sieh mir bei, im Gu reizt, zu handeln? Ein ten treu, den Lauf zurück öftrer Blick aufjenesGlück zu legen! des wonnevollen Lebens; Mel. Nro. 149. Richt ich dahin nur mei: Um Gnade für die 2. nen Sinn, so kämpf ich 287. ein Hei nicht vergebens. 287.9h land, wenn 4. So gieb denn, daß mein Geist erfreut, im ich allezeit vorzüglich dar: Glauben auf die Herrlich; auf achte und nach dem keit des ew'gen Erbtheils blicket, Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 325 blicket, das du für mich wird ein Schlummer mir bereitet haft: Wie leicht der Tod. dünkt mich dann jede 3. Kuf kurze Zeit Last, die mich hienieden schließt sich zur Ruh mein dricket! Dann wird dersthránenvolles Auge zu, Eitelkeiten Tand in sei und schlummert in dem nem Unwerth mir be: Staube; Doch der, der kannt; Der Erde Pracht mich zum Staube ruft, ist mir, wie Nichts, der ruft mich einst auch beim Unblick jenes ew'gen aus der Gruft; Ich weiß, Lichts. Heir Jesu Christ, an wen ich glaube. Er les mein Herr und Gott! bet, und ich werd durch Mein Herr und Gott! ihn derGrabesnatt gewiß Dieß Heil verdank ich dei- entfliehn, mein Geist und nem Tod. mein v.rklärt Gebein wird 2. enn einst auf sich des Herrn, des Mitt: deinen Wink mein Geistlers freun. Herr Jesu des Körpers Banden sich Christ, mein Herr und entreißt, dann stårk ihn Gott! Mein Herr und aus der Höhe, daß mir Gott! Du schaffst das nicht schrecklich sey das leben aus dem Tod. Grab, daß ich ins To: 4. Du bleibest meine desthal hinab getroft und Zuversicht, mein Trost, freudig gehe. Die Klar: wann einst das Weltge: heit jener bessern Weltricht die Engel ausposauschafft, wann mich Dunnen. Vor deinem Thron kelheit befällt, in meinem werd ich dann stehn, dich, finstern Herzen Licht und Richter aller Völker, sehn, Heiterkeit im Angesicht, dich sehn und froh erstauDann, Jesu Christ, meinnen. Auch mir schenkst du Herr und Gott.! Mein dann jenes Heil, der Aus: Herr und Gott! Dann erwähiten sel'ges Theil; Y X 3 Ich 326 Von den verschiedenen Schicksalen der Ich soll( dein Mund schwur nun dich, der Deinen Son: es mir zu;) Ich soll verne, in deiner Herrlichkeit, herrlicht seyn, wie du. erblickt! Und so, mein, Herr Jesu Christ, mein Heiland, seh ich dich, und Herr und Gott! Mein freue dein auf ewig mich. Herr und Gott! Stárk 4. Da komm ich zu den diesen Glauben einst im edlen Seelen, die nun durch höhreslicht verklärt, Tod! Mel. Nro. 125. sich Gottes Führungen er Wie göttlich find doch ic. zählen, der sie durch Prů: 288. Wie wohl fungen bewährt, und wun thust du, dervoll nach seinem Rath mein Gott, den Deinen! zum ew'gen Glück erho: Du führst sie einst zum ben hat. Himmel ein. Da werden 5. Nie geht ein Frev: Seid, Geschrei und Weiler, ein Empörer ins Reich nen mir nur ein dunkles der sel'gen Geister ein; Traumbild seyn. Da wird, Kein schadenfroher Frie: auf leicht verschmerzte densstörer, kein Menschen: Pein, vollkommne Wonne feind wird da mehr seyn, mich erfreun. wo der, der in dem Him: 2. Wie fröhlich wird mel wohnt, der Frommen mein ganzer Wille, Herr, Treu dereinst belohnt. da in deinem Willen ruhu! 6. Wie wohl wird uns Da find ich aller Wünsche da seyn, wo Klarheit durch Fülle; Was ich gehofft, alle Bege Gottes scheint; das schau ich nun; ja, über Wo lauter Liebe, lauter alle Hoffnung weit empfind Wahrheit des Himmels ich de Blückseligkeit.] Bürgerschaft vereint; Und 3. Wie überwiegend ist wo du dich, Herr Jesu die Wenne, die den erlösten Christ, verklärt uns zei: Geist entzückt, wenn er gest, wie du bist. 7. 3ur Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 327 7. Zur Hoffnung sol: 5. Injener Welt, die cher Seligkeit, in der nichts enthält für sie an Vereinigung mit dir, guten Gaben, auch ein wollst du, o Herr, mich Tröpflein Wassers nicht, vorbereiten; Drum schaffssie im Durst zu laben. ein reines Herz in mir! 6. Und so forthin ihr Du, den ich schauen soll, böser Sinn umsonst Zers bist rein; So laß auch streuung suchet; da, da meine Seele seyn. fühlen sie sich nun von dem Herrn verfluchet. 7. Ihr Wurm, der 289. schrecklichs nagt, und sie zerplagt, Leid der stirbt nimmer im Gewis Ewigkeit, dasSünder dort sen; Nie verlischt des erfahren, die durch keine Feuers Brand, den sie leis Zucht von Gott hier zu den müssen. bessern waren! 8. D Gott des Heils! 2. Durch ihre Schuld Wir unsres Theils vereh: von Gottes Huld und Anren dich im Glauben. Laß gesicht geschieden, sehu sie den Trost der bessern Welt nimmermehr das Licht, keinen Feind uns rauben! haben nimmer Frieden. 9. O rette doch auch 3. In dieser Welt, Sünder noch, die jezt dir zum Ort bestellt, wo wir widerstreben! Laß sie, recht geprüfet werden, haben zu dir bekehrt, ewig mit auch die Bosen noch Theil uns leben! am Glück der Erden. 4. Hier können sie in ihrer Müh sich noch des Eitlen freuen, und, wenn Mel. Nro. 269. Gerechter Gott! vor ic. ! schreck: lich wird Ach lich 290. das Gewissen plagt, ihr die Strafe seyn, die Sün: Gemüth zerstreuen. der leiden sollen, wenn sic nicht * 4 Mel. Nro. 155. So schlummerst du zc. X 328 Von den verschiedenen Schicksalen der nicht hier gerecht und reinsschaun, was er umfaßt, der durch Christum werden Zukunft Tief ergründen? wollen! Ja, ewig ist der 5. Bermeßt ihr euch, zweite Tod, den Gottes barmherziger, als Gott ist, Recht den Frevlern droht, und gerechter zu richten? die seine Huld verachten! weiser, als der Herr, den 2. Der Gott, der uns frevelnden Berächter? so schont und liebt, wenn Hat er euch seiner Stra: wir die Lafter hassen, der fen Art mit ihren Folgen nádig jede Schuld ver: offenbart, daß ihr ihn giebt, wenn wir uns bes meistern wollet sern lassen, kündigt; Er, der gut, ge: der hats ver: 6. Gerecht ist, gut, was er gebeut, und werth, daß recht in allem, was er thut, ers gebiete; und werth wahrhaftig ist und heilig. auch alles, was er draut, der Heiligkeit und Güte. 3. Auch der, der unser Laßt ihm die Waag; Er, Heil erwarb, der, von der der nicht irrt, wird keines Sünde Bürden uns zu Menschen Recht, und wird retten, litt und starb, sein eignes Recht nicht damit wir selig würden, beugen. der lehrt es, Jesus, unser 7. Nicht jedes Voll Herr; Wer ist so gut, wer empfängt das Licht gnädiger, als Gott, als seine Christen haben; Ber: Jesus Christus? schieden wird auch sein Ge 4. Erzittert! Nur verricht und Lohn seyn, wie die werfet nicht die schauer: Gaben. Da, wo er nicht volle lehre, als wenn nicht gesäet hat, wird er, wie er auch ihr Glaube Pflicht, schon hier nie that, auch nicht Gottes würdig wäre; dort nicht erndten wollen. 8. Du zitterst vor der Die ihr so leicht euch tâu: schen laßt, könnt ihr durch Ewigkeit? Ach zittre dir das zum c Frommen und Gottlosen in der Ewigkeit. 329 zum Heile, daß, eh du's furcht allein; Du müsfest glaubst, nicht, was er dich der Zugend freun; draut, dich Sichern über: Denn sie giebt Ehr und eile. Zu deinem Heil Freude. enthüllt er dir die Flam: 10. Q wann du einst me des Gerichts, um vollendet bist, dann wirst hier und dort dich zu be: du ganz verstehen, wie der glücken. Gerechte gnädig ist; Froh. 9. Zerbrich nur selbst lockend wirst du's sehen. der Sünde Joch, entreiß Dann ist, was dich hier dich ihren Ketten. Dann zittern macht, enthüllt von such auch deine Bruder jedes Schattens Nacht, noch vom Tode zu erretten. ganz Herrlichkeit und Thus nicht aus Sklaven Wonne! X X5 Dritte 330 Von der Gottesfurcht, der Tugend, Dritte Hauptabtheilung. Lob, und Gebetlieder nach Anleitung der christlichen Sittenlehre. Von der Gottesfurcht, der Tugend, und der Rechtschaffenheit überhaupt. 291.¹ 2² I. PINE Gott! Du Ge: Dohn den nichts ist, was ist, von dem ber aller Gaben, Gesunden Leib gieb mir, wir alles haben; $ und daß in solchem Leib ein unverlezte Seel Et und rein Gewissen bleib. 2. Gieb, daß ich thulichs jedesmal thu, wann mit Fleiß, was mir zu und wie ich soll, und se thun gebühret, vozu mich gerathe mirs durch deinen dein Befehl in meinem Segen wohl. Stande führet, gieb, daß 3. Hilf und der Rechtschaffenheit überhaupt. 331 3. Hilf, daß ich rede 6. Soll ich in dieser ståts, womit ich kann be: Welt mein Leben höher stehen. Laß kein unnuzes bringen, und unter man Wort aus meinem Munde cher last hindurch ins Al gehen; Wenn aber Amtster dringen; So gieb, daß und Pflicht zu reden mir ich auch státs ein frommes gebeut, so gieb den Wor: Herz bewahr, damit ich ten Kraft, doch ohne Bit: tragen mag mit Ehren terkeit. graues Haar. 4. Gerath ich in Ges 7. Zulezt laß mich al fahr, so laß mich nicht ver: Christ einst froh von hin: zagen, gieb wahren Chri: nen scheiden, die Seele stenmuth, das Kreuz hilf| nimm zu dir hinauf zu felber tragen: Gieb, daß deinen Freuden, es ruhe ich meinen Feind mit sanft der Leib in seiner Sanftmuth überwind, stillen Gruft, bis ihn dein und sende Hilf und Rath, Allmachtswort ins neue wenn sie mir nöthig sind. Leben rust. 5. Laß mich mit jeder: 8. Wann alle Todten mann in Fried und Ein einst auf dein Gebot erwa: tracht leben, so weit es chen, so wird auch meinen chriftlich ist. Willst du mir Staub dein Ruf lebendig etwas geben an Reich machen: Dann führe mich thum, Ehr und Glück, so verklärt in deinen Himmel gieb auch dieß dabei, daßsein, und laß mich selig ich nicht ungerecht, nicht dort mit allen Frommen stolz, noch sicher sey. seyn. 292. 平 plag lag nicht, mein Herz, wie schwer und täglich, Gottes Wil: les F 332 Von der Gottesfurcht, der Tugend, 75 bhp TOOT es sen, hier als ein Christ zu wandeln, len tren, zu denken und zu handeln, + IGIE 11 Wahr ists, die Tugend koster Müh, sie ist jb by by bbb 十二 夜 der Sieg der Lüste; Doch richte selbst, # 1 $ was wäre sie, wenn sie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer Pfau ist anfangs steil, läßt Lafter freun, trift die kein nichts als Mühe blicken, Schmerz hienieden? Sie doch weiter fort führt er sind die Sklaven eigner jum Heil, und endlich zum Pein und haben keinen Entzücken. Frieden. DerFromme, der hätt die Lüste dämpst, hat oft 4. Was war es, auch seine Leiden, allein uns Gott vergönnt, nach der Schmerz, womit er unsers Fleisches Willen, kämpft, verwandelt sich wann Wollust, Neid und in Freuden. Zora entbrennt, die Lüste 3. Des kasters Bahn freizu stillen; Ließ er den ist anfangs zwar ein brei: Raub, den Undank zu, ter Weg durch Auen; Alden Frevel, dich zu krán: lein sein Fortgang wird ken, den Menschenhaß, Gefahr, sein Ende Nacht was würdest du von die: und Grauen. Der Tugend fem Gotte denken? 5. Goth und der Rechtschaffenheit überhaupt. 333 5. Gott will, wir sol: wird auch das, was er hat, len glücklich seyn; Drum genommen. gab er uns Geseze. Sie 8. Du streitest nicht sind es, die das Herz er: durch eigne Kraft; Drum freun, sie sind des Lebens muß es dir gelingen. Gott Scháze. Er spricht zu uns ist es, welcher beides durch den Verstand, ersschafft, das Wollen und spricht durch das Gewis Bollbringen. Wann gab sen, was wir Geschöpfelein Vater einen Stein dem seiner Hand, fliehn oder Sohn, der Brod begehrte? wählen müssen. Bet oft! Gottmüßte Gott nicht seyn, wenn er dich 6. Ihm folgen, das ist nicht erhörte. Weisheit nur, und Frei: 9. Dich stärket auf der heit ists, dieß wählen; Tugend Pfad das Beiſpiel Ein Thier folgt Trieben selger Geister; Jhuzeig: der Natur, ein Mensch dem te dir, und ihn betrat ja Licht der Seelen. Was ist selbst dein Herr und Mei des Geistes Eigenthum? ster. Laß dich nur nie des Was sein Beruf auf Er: Frechen Spott auf diesem den? Die Tugend. Was Pfade hindern; Der wah: ihr Lohn, ihr Ruhm? re Ruhm ist Ruhm bei Gott ewig ähnlich werden. Gott, und nicht bei Men7. Lern nur Geschmack schenkindern. am Wort des Herrn und 10. Sen stark, o See: seiner Gnade finden; Und le, allezeit, denkt oft an deis übe dich getreu und gern ne Bahre, vergleiche mit dein Herz zu überwinden. der Ewigkeit den Kampf Wer Kräfte hat, wird so kurzer Jahre. Das durch Gebrauch von Gott Kleinod, das dein Glaunoch mehr bekommen, wer be hält, wird neuen Muth fie nicht brauchet, dem dir geben; Und Kräfte der zu r 334 Von der Gottesfurcht, der Tugend, zukünft'gen Welt, die wer: met ward, mir ståts Ers den ihn beleben. munterung. II. Denk endlich zur 3. Auch mir gabst du Beruhigung, daß Gott den dein Wort, dieß leite meine Schwachen duldet, der bei Seele, daß sie den sichern dem Ernst der Heiligung Weg der wahren Tugend doch manches noch ver: wähle. Was nüzt der schuldet. Gottliebet Her Glaube mir mit seiner zensredlichkeit und sieht Wissenschaft? Wenn doch auf dein Bestreben; Ermir immer fehlt zum Gu ist ein Vater, der verzeiht, ten Lust und Kraft. und er hat kust zum Leben. Mel. Nro. 224. 4. Laß mich gewissen: haft in allen Stücken wan: deln, und überall vor dir Herr, allerhöchster Gott. so denken, reden, handeln, aller daß im Herzen rein, Weisheit dir, Gott, vertrauen kann, 293. Quell, gieb mir recht zu und froh versichert sey, du erkennen, daß nur die nimmst dich meiner an. Frömmigkeit auch Weis: 5. Doch wenn ich, heit sen zu nennen; Doch Schwacher noch aus Ue: gieb mir auch dabei ein bereilung fehle, Herr, so Herz, das so dich ehrt, verwirf mich nicht. Er wie dir es wohl gefällt, und wecke meine Seele, daß uns dein Sohn gelehrt. sie den Fehltritt bald er: 2. Ich nenne mich nach kenne und bereu, und ihn ihm. Befördre mein Be: aufs künftige zu meiden, streben, auch stats nach wachsam sey. seinem Sinn, zu denkens 6. Ich übergebe mich und zu leben. Ich bin ge: bis an mein Lebensende, tauft auf ihn. Dieß sey zur mit allem, was ich bin, Heiligung, der ich gewid: in deine Baterhände. mache und der Rechtschaffenheit überhaupt. 335 mache du, mein Gott, denfrauben. Gieb, daß ich mich Vorsaz vest in mir, ein allzeit auf dich, und auf wahrer Christ zu seyn, so dein Wort verlasse, und in leb und sterb ich dir. der Noth, ja selbst im Tod, dein Heil getrost umfasse. 4. Hilf mir, der ich Mel. Nro. 286. Mein Gott! erschaffen ze ch 294. A boter erloset bin, daß ich den Heiz Gott, verland liebe, und bilde mich leihe mir, daß ich nur dich nach seinem Sinn; Gieb, begehre, mein ganzes daß ich mich ståts übe, auf Glück nur such in dir, und ihn zu sehn, ihm nachzu: dich allein verehre! Daßgehn, und gern, wie er, ich in Noth dich meinen seys noch so schwer, mein Gott und Vater gläubig Kreuz auf mich zu neh: nenne; Daß weder Leid, men. noch Glück und Freud mich jemals von dir trenne. 5. Laß niemals Stolz und Eitelkeit mein schwa: 2. Erfülle mich mit ches Herz regieren; Nie wahrer Reu, wenn ich Haß und Zorn und Bitter: dich, Gott, berrübe! Gieb, keit zur Rache mich ver: daß ich alles Bose scheu, führen. Dein Wort ge: und stets das Gute liebe, beut Versöhnlichkeit, ver: Laß mich doch nicht, Herr, dammt der Rachsucht Tries meine Pflicht mit Vorfaz be; Gieb, daß den Feind, je verlezen, der Seele Heil, so wie den Freund, mein mein bestes Theil, laß mich Herz aufrichtig liebe. nach Würden schäzen. 6. Nach vielem Reich3. Mein Gott, ich bitte thum, Gut und Geld, Herr, dich, verleih mir einen ve: sten Glauben, der stand: haft, treu und thätig sey, und laß mir den nichts laß mich ja nicht trachten; Laß mich die Ehren dieser Welt für eitle Schatten achten; Und nie auf Pracht und T 336 Von der Gottesfurcht, der Tugend, und Ruhm bedacht nach kaß meinen Fleiß zu dei: beiden ängstlich streben; nem Preis, o Gott, mir Laß mich vielmehr zu dei: wohl gelingen, und seg. sner Ehr, in wahrer De nest du das, was ich thu, so laß mich dir lobsingen. much leben. 7. Gieb, daß ich Trug IO. Ach gieb mir dei: und Heuchelei mit aller nen guten Geist, daß er Sorgfalt fließe, und nim- mich státs regiere, und mer mich durch Gleißne: mich, wie es dein Wort rei um Menschengunst be: verheißt, auf deinen Wer mühe. Laß Ja und Nein gen führe; So wird mein mir heilig seyn, laß mich Herz in Freud und nicht lieblos richten, und Schmerz, dir zu gefallen Zank und Streit, mit streben, und du wirst mir, Freundlichkeit, mit Lieb Gott, einst bei dir den und Sanftmuth, schlich: Lohn der Treue geben. Mel. Nro. 2 ten. 8. Zur unbefleckten Rei: Herr, unser Gott, nigkeit, Herr, lenke mein Herr, daß Gemüthe, daß ich in dieser 295. Bewahre mich, Prüfungszeit vor böser der Wahn nie mein Ge Lust mich húte. Der Lü müth bethore, als war es gen Feind, der Wahrheit schon genug gethan, wenn Freund, laß mich aufrich: dir nur dußre Ehre der tig wandeln, und jeder Mensch, dein Unterthan, zeit nach Billigkeit mit erweist. Erinnre meinGe meinem Nächsten handeln. wissen, wie lauter, reim 9. Gieb, daß ich stats und tugendhaft dich die den Müssiggang samt aller verehren müssen, die die Trägheit fliehe; Daß ich gefallen wollen. die Welt mein Lebenlang 2. Die kommen nicht zu müzen mich bemühe, in Jesu Reich, die ihren Herrn und der Rechtschaffenheit überhaupt. 337 Herrn ihn heissen, sich aber 5. Doch wenn ich aus nicht mit Ernst zugleich Unwissenheit und Ueberei: der Heiligung befleissen. lung fehle; so thu an mir Nur die, die deinen Wil Barmherzigkeit, fengná: len thun, läßt du, als dei dig meiner Seele, und hilf neKinder, o Gott, in ew': ihr auf von ihrem Fall. gem Frieden ruhn, wenn Erhalt mich bei den Ei heuchlerische Sünder von nen, daß ich dich fürchte dir verstossen werden. überall, bis ich einst, mit 3. Drum laß mich doch den Deinen, die ohne vom Glauben nie, ein bei: Fehltritt diene. lig Leben trennen; Mich nicht für Jesu Jünger hie Mel. Nro. 286. bloß äusserlich bekennen. Mein Gott! erschaffen ic. Gieb, daß mein Glaube thätig sey, und Tugend: 296, Hilf mir, mein Gott, bilf, früchte bringe; Daß ich daß nach dir von Herzen vom Sündendienste frei, mich verlange; Daß ich mit Eifer darnach ringe, dich suche mit Begier; und im Guten zuzunehmen. andhaft dir anhange. 4. Du kennst, o Gott, Verleih, daß ich mit Freu: der Menschen Herz, und den dich in deiner Hilfe liebst, die redlich handeln. schaue; im Herzen rein, O laß in Freude, wie in auf dich allein mein ganz Schmerz, mich richtig vor zes Glück hier baue. dir wandeln! Dein Wille 2. Gieb, daß ich in sey mein Augenmerk! Hilf Gerechtigkeit nach deiner selbst mir ihn vollbringen! Gnade strebe, gotrselig, Durch dich muß jedes gute zuchtig allezeit in deinem Werk dem glücklich noch Reiche lebe; Und falle ich, gelingen, der deine Hilfe so stärke mich bald wieder suchet. aufzustehen, mit wahrer. Y Reu, 338 Von der Gottesfurcht, der Zugend, Reu, dem Guten treu, den mir, gebeugt vor dir, der schmalen Weg zu gehen. Demuth Schmuck anle: 3. Laß Glauben, lieb gen. und Hoffnung sich in mei: 6. Hilf, daß ich folge nem Herzen mehren, so ist treuem Rath, von falscher mir wohl, und so kann ich Meinung trete; Den Ar: als wahrer Chrift dich eh: men helfe mit der That, ren. Nimm dich auch für Freund und Feind fiáts dann des Leibes an, so bete, dien jedermann, so lang ich hier noch walle; viel ich kann, und alles Un: nur daß dabei, von Sun: recht meide, an allem Ort, den frei, die Seele dir nach deinem Wort, bis ich gefalle.. von hinnen scheide. Mel. Nro. 138. und fleißig sen in dem, So gehst du, Jesu, willig. was mir gebühret, daß ich 4. Gieb, daß ich tru mit, ein auch nicht durch Heuchelei 297. Was hilft es und Ehrgeiz werd verfüh: Christ zu seyn, wenn ich ret; ja daß ich nicht je mei nicht christlich lebe, und hei: ne Plicht durch Eigennuz lig, fromm, gerecht und entebre, und nie durch rein zu wandeln mich be: Neid, Haß, Falschheit, strebe? Wann ich dem se: Streit des Nausten Ruligen Beruf, zu welchem he store. mich mein Gott erschuf, 5. Steh du mir bei, nicht würdig mich beweise, baß mein Gemuch kein und den, der mich erlöset wilder Grimm regiere, daß hat, in Worten blos, nicht ich vielmehr durch sanfte durch die That und gute Gut' auch selbst den Hasser Werke preise? rühre. Bergeß ich mich, 2. Was hilft der Glaub daß Hoffart sich will in an Jesum Christ, den ich der Seele regen, so bilf dusim Munde führe, wenn nicht und der Rechtschaffenheit überhaupt. 339 nicht mein Herz rechtschaf: stre Grab aufdecket. Und fen ist, und ich die Frucht wenn das Heer der Gün: verliehre? Wenn mich die den sich auf einmal blicken Eitelkeit der Welt mit ih: läßt, und mich mit Furcht rer Luft gefangen hält, ich der Hölle schrecket? ihre Fesseln liebe? Wenn 5. Weh mir! Was hilft ich verführt vom Sünden es mir einst dort, erweckt reiz, Zorn, Hoffart, Flei: aus meinem Grabe, daß sches Lüfte, Geiz in Werklich an Christum und sein und Thaten übe. Wort zum Schein geglau: 3. Weit prafenswürd: bet habe: Wenn nicht ger bin ich dann, ich, der mein Glaube durch die ich Christum kenne, weiß, That, nach Gottes Sinn was er einst für mich ge: und weisem Rath, sich in than, ihn Herrn und Hei: der Kraft läßt merken? land neune; Als der, der nur Glaube wirket Se: in der Finsterniß des Jrr. ligkeit; Doch zeugt er auch thums tappt, noch unge: Rechtschaffenheit; Und wiß, ob er auch richtig Fleiß in guten Werken. wandle! Ließ nicht mein 6. Gott! deiner ewig: Herr und Heiland hier werth zu seyn, hilf, daß ein Vorbild seines Wan: ich christlich lebe, und vor dels mir, auf daß ich dar: dir heilig, fromm und rein nach handle? zu wandeln mich bestrebe. 4. Und ach, wo find ich Gieb mirErkentniß, Kraft, Trost und Ruh, wena: mich und Much, damit ich Sün das Leiden drücket, und de, Fleisch und Blut im mein Gewissen noch dazu Glauben überwinde; daß die Sünden mir vorrücker? ich nach wohl durchlebter Wo find ich Trost in mei: Zeit, den Lohn in jener ner Noth, wenn mir der Ewigkeit, den du verheiss schauervolle Tod das finsen, finde. 22 Mel. 340 Von der Gottesfurcht, der Tugend, Mel. Nro. 224. recht vor Gott? ifts recht Herr, allerhöchster Gott, 2c. vor seinem Angesicht? bitte dich, 4. mein 298. mein Gott, Gott! Wie kann ich sonst mir diesen Sinn zu geben, bestehen! Und laß mich daß ich beslissen sen zu dei: ohne dich nie einen Schritt nem Preis zu leben. Du nur gehen! Mir überlas weißt, Gott, wie viel Krafi sen, stürz ich mich nur in dein Kind noch nöthig hat: den Tod; Wenn du mich Verleihe du sie mir; Beraber führst, so fürcht ich dir ist Rath und That. keine Noth. 2. In allem meinem 5. Lehr mich die grosse Thun laß mich auf dich Pflicht, mich selber zu ver: nur sehen; Nie, untreu laugnen, und was ich hab, meiner Pflicht, mich eigne und bin, Gott, die nur zu: Wege gehen. Laß diese zueignen. Wer sucht, was Wahrheit mir allzeit vor Gottes ist, der finder erst Augen stehn: Gott siehts, sein Heil; Wer blos das Gott hörts, Gott ftrafts, Seine fucht, verliehrt sein ihm kannst du nicht ent: bestes Theil. gehn. 6. Gott, deine Gnade 3. Bedenken lehre sey in mir doch nicht vermich, o Herr, in allen Fäl gebens! Erfülle du mich len; Ists denn auch recht, selbst mit Kräften deines wenn ich der Welt mich Lebens; Daß ich in dir al: gleich will stellen? Und, lein mich hier schon glück siehet jezt schon mich der lich seh, und meine Seele Menschen Auge nicht, ists dich in Ewigkeit erhöh. 299.. Jugend, o wie swon biſt du! Heil, wer 144000 und der Rechtschaffenheit überhaupt. 34I wer dich begehrt! Nur aus dir fließt wahre t 11 Ruh; Du bist Gottes werth! 2. Oft sehnt sich mein sich entzicht! Dem MenHerz nach dir, haße densschen, der den krummen Trug der Welt: Aber Pfad der Uebertreter dann wähl ich, was mir flieht! und der Lust gefällt. 2. Der, wo der freche 3. Gott, ich bin des Spotter lacht, die from: Wechsels satt: Dir möchtme Seel entfernt, sich ich allein eigen ganz in Gottes Wort zur Freude Rath und That, und gemacht, und Zag und Nacht heiligt seyn! es lernt. 4. Bater, gieb du mir 3. Der grünet, wie am Bestand, meinem Herzen Bach ein Baum, von sei: Licht: Führe mich an deinem Segen schwillt, sich ner Hand treu in meiner hebt, und einen weiten Pflicht. Raum mit seinen Zweigen5. Gieb, daß eher mich fullt. der Tod von der Erde 4. Er trägt, wenn sei reißt; Als mein Herz von ne Zeit kommt, Frucht, dir, o Gott, los sich wieder släts unentlaubt, und grün; reißt! Er tröstet den, der Schat: ten sucht: Der Wandrer segnet ihn. 300. 5. So ist der Fromme, wohl dem was er macht, geräth ihm, Menschen, und gedeiht. Staub ist der der dem Rath der Frevler Sünder, der sein lacht, 93 Staub, Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt ze. 342 Von der Richtschnur der Handlungen Staub, den der Wind zer: 7. Dir, Höchster! dir streut. gefällt die Bahn, die der 6. Der, der sich gegen Gerechte geht. Duscha ist Gott emport, besteht nicht im Zorn den Sünder an: im Gericht, in der Gemei: Des Sünders Weg ver: ne, die Gott ehrt, bleibt geht. der Verbrecher nicht. 1. Von der Richtschnur der Handlungen oder dem Geseze. Mel. Nro. 180. ger als die Heiden, und Geist vom Bater und ic. wird doppelt Streiche lei: 301. Gott, durch den den. wir sind und 3. Darum präge deine leben! Deine Güte sey Lehren tief in unsre See: gepreist, daß du uns dein len ein. Laß sie uns mit Wort gegeben, das zum Nuzen hören, und dersel: Heil uns unterweist, dassben Thäter seyn. Treib uns unsre Pflichten lehrt, uns dadurch träftig an, warnt, ermahnet, straft, daß wir dich vor jeder: bekehrt, und, wenn uns mann froh bekennen, kind: ein Leiden drücket, uns mit lich lieben, und mit Sún: reichem Troft erquicket. den nicht betrüben. 2. Gieb, daß wir es 4. In der Seele Fin: innig lieben; Ernstlich oh: sternissen sey dein Wort ne Heuchelschein, das dar uns säts ein Licht. Laß inn Befohlne üben, und uns Trost daraus genieß nicht bloße Hörer seyn. sen, wenn es uns an Trost Denn, wer deinen Willen gebricht. Es versüß uns weiß, und ihn doch nich jede Noth; Es erquick thut mit Fleiß, der ist ár: uns auch im Tod durch die Hoff oder dem Geseze. 343 Hoffnung, ganz zu schau: Hoffnung stark und vest en, was wir deiner Wahr: gegründet sey. heit trauen. 4. Gieb, daß ich, als Mel. Nro. 224. ein Christ, mich Chrifto Herr, allerhöchster Gott. ähnlich zeige, und achtsam mein Gemüth zu seiner 302. Mein Vater Lehre neige. Sein Geist und mein regiere mich, und nicht der Gott, du Herr von meinem Geist der Welt, so wandt' Leben! Der du dein heilich, Herr, vor dir den sam Wort zur Nichtschnur Weg, der dir gefällt. 5. Hilf, daß ich dich, mir gegeben, regiere doch mein Herz durch deinen guten Geist, daß ich dem mein Gott, von ganzer folgsam sen, was dieß dein Seele liebe, und lieb und Wort mich heißt. Gütigkeit auch an den 2. Verleih, daß ich zu: Nächsten übe. Laß fern erst nach wahrer Weisheit von Uebermuth mich bei trachte, und kein vergång: des Glückes Schein, und lich Gut mehr, als es frei von Ungeduld in trü: werth ist, achte. Wer nach ben Tagen seyn. dem Ewigen mit weisem 6. Nie müsse sich mein Eifer strebt, erfährt, daß Herz der Fleischeslust er: er zum Lohn auch hier geben, und nie dem schnö: schon glücklich lebt. den Geiz! Mein dir ge: 3. Gieb, daß ich vor der weihtes Leben sey von Be: Welt mich unbefleckt er: trug und Neid, von Une halte, und daß in mir der barmherzigkeit, von unge: Trieb zum Guten nie erfrechtem Gut, und stolzem kalte. Hilf, daß ich immer Sinn befreit. noch, im Kampf des Glau 7. Will deine Hand bens treu, und in der mich hier auf rauhe Wege 4 leiten; 344 Von der Gottesfurcht, der Zugend, leiten: So unterstüze mich von allen meinen mich, wann meine Tritte Leiden; Und ist die Stun: gleiten. Laß mich in aller de da, aus dieser Welt zu Noth auf deine Hilfe scheiden, o Bater, so ents baun, und auch, wenn sie zeuch, wann meine Hütte verzeucht, dir doch getrost bricht, und alles mich vers läßt, mir deinen Beistand vertraun. 8. Erlös auch endlich nicht. 303. b er Herr liebt unser Leben! Zu un uns sein Gesez gegeben, als be 每个 serm Heil hat er Denn, was er uns besteh ster Oberherr. let, ist ew'ges Recht, und zielet auf unsre Wohlfahrt ab. 2. Nichts hat er vor: traun, mich im Gehorsam geschrieben, als was gelüben, auf ihn allein nur recht und gut. Der wird schaun, nicht fremden Gözt sich selber lieben, der Gotzen leben, nach Eitelkeit tes Willen thut. Dieß nicht streben: Welch heis fag ich Gott zum Preise: liges Gebot! Gerecht, gut, heilig, weise 4. Ich soll den Nächsten ist immer sein Gebot. lieben, urd, brüderlich 3. Ich sollihn fürchten, gesinnt, ign segnen, nicht lieben, ihn ehren, ihm ver- betrüben; Dann bin ich Gottes und der Rechtschaffenheit überhaupt. 345 Gottes Kind. Wie der Welt, voll Weisheit, herrlich sind die Rechte, hast gegeben, ist uns zur die du für deine Knechte, Regel vorgestellt, wornach Herr offenbaret hast! wir sollen leben. Mach 5. Mein ganzes Herz unsern Herzen es bekannt, soll heilig, auch in Gedan und lehre uns, recht mit ten rein, durch Lüste nicht Verstand den Sinn dessel: abscheulich vor deinen Au- ben faffen. gen seyn. Ich find auf 2. Du, Gott, willst diesen Wegen für mich den mehr, als daß ich mir nicht größten Segen, wenn ich ist noch Trug erlaube; sie willig geb. Daß ich aus Sklaven: 6. Doch weil, aus eigfurcht vor dir kein Mör: nem Triebe, kein Mensch der sey, noch raube. Was die Vorschrift hält; So hilfis, daß weder Hand hilf nach deiner Liebe, mir noch Fuß, noch Auge sün: thun, was dir gefällt. Tudigt? Gott, ich muß mit schenkst ja gern die Kräfte jeder Kraft gehorchen. zum Heiligungsgeschäfte dem, der dir folgsam ist. 3. Es lästre, Glott, dein 7. Bergieb, durch Chri. Mensch dich nicht, sen kei: sti leiden, mir meine Misner Ehe Schänder, kein sethat! So wandle ich mit Frevler, welcher Eide Freuden nach deinem heilbricht, kein Schlemmer, gen Rath. Die liebe wird kein Verschwender, kein mich dringen, das Gute Freund von üppigem Ge zu vollbringen, dein Geist schwaz! Das willst du mein Beistand seyn. Gott; Doch dein Gesez gez beut noch höhre Pflichten. 4. Wir sollen uns ge Mel. Nro. 53. Wie viele Freuden dank. 304. Serr! r! dein Gewissenhaft in allem Guten sez, das du üben, und dich mit aller 95 uns 346 Vom innern Richter der Handlungen unsrer Kraft von ganzem Das Herz giebt leicht der Herzen lieben, nicht jede Täuschung nach, und du, Handlung nur soll rein, o Gott, wirst richten! selbst jede Neigung soll 7. Drum eil ich, Herr, es seyn, der stillste Wunsch vor deinen Thron in Reu unsträflich. und Schaam verhüllet, zu 5. Das forderst du, deinem Sohne, Herr! doch, Gott, wer hat die dein Sohn hat dein Gesez Krafte, deinen Willen, so erfüllet; Er thats, und durch Gedanken, Wort hats für mich gethan! und That, so heilig zu Nimm deines Sohns Ge vollbringen? Wie trafilos horsam an; laß mich sein unser Wille sen, wie groß Blut versöhnen. Tyrannei, der Sünden 8. Laß deines guten das ist dir nicht verborgen. Geistes Trieb mein Herz 6. Wie können wir dem zum Guten treiben, dir Fluch entgehn? Ach, Gott, gern gehorchen, und ver: wer kann auf Erden mit gieb die Mängei, die noch seinem Thun vor dir be jbleiben! Ich will( und stehn, durch Werke selig das gewähre mir!) allein werden? Du forderst viel, durch deinen Sohn vor dir and wir sind schwach; gerecht und selig werden. 2. Bom innern Richter der Handlungen oder dem Gewissen. Mel. Nro. 125. Himmels beste Gabe, das Wie göttlich sind doch ic. höchste Glück in dieser Zeit. 305. W enn ich ein In Freud und Leiden giebt gut Gewißie hier die wahre Ruß der sen habe, so hab ich grosse Seele mir. Seligkeit: Es ist des 2. Jch bebe nicht, want Syn: oder dem Gewissen. 347 Sünder beben, daß Gott der Gott gelebt, zu seinem gerecht und heilig ist. Ursprung sich erhebt. Mein Herz giebt Zeugniß 6. O Seele, darum sey meinem Leben, daß ich ge: beslissen, daß unverrückte wandelt, als einChrist, des fromme Treu, dir immers göttlichen Berufes werth, dar ein gut Gewissen und der hier mich himmlisch Glaubenszuversicht vers wandeln lehrt. leih; Und du, mein Gott, 3. Getrost wag ichs vor regiere mich! Denn, was Gott zu treten, und ihn vermag ich ohne dich? voll Glaubensfreudigkeit, Mel. Nro. 82. als meinen Vater anzube: ten, der, was ich habe, mir In allen meinen Thaten. verleiht, und jedem Heil 306. Ein ruhiges Ges ihn laß, von Grund des Herzens Herr, mich ståts genies liebt. sen. Denn hab ich dieses 4. Mit Muth trag ich nur, so ist für mich in Tas des Lebens Leiden, sie dau: gen, wo andre ängstlich ren einen Augenblick; Undagen, nichts schreckliches des Gewissens innre Freu- in der Natur. den sind süsser als der 2. Wenn meine Schuld Sünder Glück; Und was mich beuget, und dann kann höhern Trost ver: dein Geist bezeuget, daß leihn, als Leiden, und un- sich begnadigt bin, wenn schuldig seyn? mich dein Trost erquicket, 5. Ich eile mit gesez: so oft mich Trübsal drücket: tem Schritte des Lebens wie unschäzbar ist mein lezter Stunde zu. Es Gewinn! falle dieses Leibes Hütte 3. Sollt ich solch ruhig so geh ich ein zur wahren Leben für kust der Sünde Ruh; Indem mein Geist, geben, und dann die innre Pein, 348 Vom innern Richter der Handlungen, Pein, mich selber zu ver: der Erlösten sich deiner klagen, in meinem Busen Huld getrösten: welch tragen? Gott, laß dieß Glück, mein Gott, kann ferne von mir seyn! groffer seyn. 4. Sein eignes Herz be: 8. Laßt du mich im Ge kämpfen, und seine Nei: wissen einst diesen Troßt gung dámpfen, ist freilich genieffen, wann alles von schwere Pflicht: doch, wenn mir weicht; Kann ich dann wir uns besiegen, welch voll Vertrauen, auf dich himmlisches Bergnügen noch, Vater, schauen, so gewährt die Ueberwin: wird mir selbst das Ster: ben leicht. dung nicht! 5. Nichts kann im 9. O laß zu allen Zei: Wohlergehen so unsersten, mich deine Weisheit Glück erhöhen, als ein leiten, und mache selbst geruhig Herz. Das schafft mich treu! Zum Fleiß in uns inure Freuden, und guten Werken laß mich mildert auch im Leiden, die Hoffnung stärken, daß durch seinen Trost, den groß der Lohn im Himmel größten Schmerz. fey. 6. Die Güter zu ver: Mel. Nro. 46. achten, wernach die Tho: Allmächtiger! wir singen. welch ein ren schmachten, was giebe D uns dazu Math? Was 307. unschäzba: tröster Gottes Kinderres Gut ist doch ein gut beim Spotte frecher Sün: Gewissen! Wer dieses hat, der? Ein ruhig Herz, das der har auch Much, wenn beste Gut. andre zagen müssen. Sein 7. Zu dir gen Himmel ruhig Herz erzittert nicht; schauen, o Gott, und mi: Ihn schreckt kein Zod, und Vertrauen sich rühmen; kein Gericht: Denn er hat ich bin dein! Im Glauben Gott zum Freunde. 2, Gont, oder dem Gewissen. 349 2. Gott, deines Bei: 5. Bewahre denn, mein falls sich bewußt, vertraut Vater, mir ein unverlezt er deiner Gnade. Dein Gewissen, und meine See: Friede wohnt in seiner le werde dir durch SünBrust: und wer ist, der den nicht entrissen. Mit ihm schade? Er sieht auf dir, Gott, ausgeföhnt zu dich in aller Noth, womit seyn, dein heilig Recht die Zukunft ihn bedroht; nicht zu entweihn, sey meis Ihn tröstet deine Liebe. ne größte Sorge! 3. Trift ihn auch hier zuweilen noch das Gif Gewiffen spricht, als 6. Laß mich, was mein ehren, der Lásterungen; Wird seines Herzens Ruhe doch Stimme Gottes dadurch nicht ganz bezwun- und ohne frommen Vor: gen. Er hütet sich vor faz nicht auf seine War: Ulebelthat, und denkt: der nung horen. Erinnerts Lügen wird wohl Rath; mich an meine Schuld, Gott, wird die Unschuld so laß mich, Vater, deine Huld in wahrer Reue retten. 4. Sein Geist sieht mit fachen. Zufriedenheit der künft': 7. Durch deine Gnade gen Welt entgegen. Dießstärke mich daß künftig giebt ihm Muth und Freu: meine Seele dre Sunde digkeit, auch auf den rauß: flich und wider dich und sten Wegen. Denn dort dein Gebot nicht fehle. macht selbst, o Herr, dein Denn wer nur reines Her: Mund den wahren Werth zens ist, hat immer dich, der Menschen kund; Dadurch Jesum Christ, Alwird der Fromme siegen. gütiger, zum Troste. 3. Vom Von der Gottesfurcht, der Tugend, 3. Bom christlichen Bestreben nach der Gewissenhaftigkeit. Mel. Nro. 51. Igern den nächsten glück: Wie groß ist des Allm. c. lich sehn, um ihm zu scha: err, dessen den, auf ihn lauern, und 308. Her Augen al seine Thaten tückisch les prüfen! Des Heuch- schmähn. Er hasset die lers Lift betriegt dich nie. Beleidigungen, wird groß Du schauest in der Her: durch seine Redlichkeit. zen Tiefen, und kennst, Durch unverschämte Lå: und offenbarest sie. Wer sterungen wird nie von darf vor dir mit Freuden ihm ein Nam entweiht. wohnen? In deiner Lie: 4. Er ehrt, o Herr, die, be sicher seyn? Wen wirst die dich scheuen, verachtet du, unser Gott, belohnen? den, der dich nicht liebt, Wer darf sich deines Se: und frech es wagt, sich noch zu freuen, wenn er durch gens freun? 2. Nur der, o Herr, laster dich betrübt. Er darf zu dir kommen, und hält, was er dem Nächsten macht sich deiner Freund: schwöret, wenn der Be: schaft werth, der nach dem trug die Treue bricht; Ein Namen eines Frommen, ungerechter Wucher meh: nie einen grössern Ruhm ret gerecht erworbne Güs begehrt. Die Tugenden ter nicht. 350 sind sein Bergnügen; Er 5. Er eilt, erweicht ist der Wahrheit edler durch das Erbarmen, wenn Freund, und unversohn- ler der Dienschen Elend lich gegen Lugen, der Bossieht, mit seiner Hilfe nach heit und der Tücke Feind./dem Armen, der voll Vers 3. Ein Abscheu ist's trauen zu ihm flieht. Gern ihm, neidisch trauern, untheilt er mit ihm sein Ver: mögen, und der Rechtschaffenheit überhaupt. 351 mögen, das nicht das Gut Fre vel schweigen, und des Waisen ist, und hält weicht nicht von der Tu es nicht für einen Segen, sendbahn. Du, unser wenn es der Arme nicht Gott, wirst ihn belohnen! genießt. Du wirst sein frommes 6. Der Fromme nimmt, Herz erfreun! Er wird das Recht zu beugen, nicht in deinen Hütten wohnen, Gaben von Verbrechern auf deinem Berge sicher an. Er kann zu keinem seyn. 309. :: che dich, mein Geist, be: Schlummre nicht in Sicher: 트 reit! Wache, fleh und bete! wann die Noth heit! Du erwachst zu spáte, H und der Tod dich vielleicht in Sünden un: bereitet finden. 2. Wache, dir ist un: 3. Wache! Denn hier bekannt, ob nicht noch auf hat der Christ noch von Erden Prüfungen von allen Seiten, was der Gottes Hand dich betref: Seele schädlich ist, mus fen werden. Drum sey thig zu bestreiten. Gott wach! Bist du schwach, o läßt zu, daß auch du, wen so giebt Gott Starke, zu du sorglos walles, in Vere dem grossen Werke, suchung fallest. 4. Wache, 352 Vom christlichen Bestreben. 4. Wache, daß dich nicht] 8. Drum, je näher die die Welt durch Gewalt be: Gefahr und Bersuchung zwinge; Oder wenn sie treten, desto mehr mußt sich verstellt, liftig an sich du fürwahr wachen, flehn bringe. Wach und sich, daß und beten. Halt nur an! dich nie falsche Brüder fål: Denn Gott kann, und len, die dir Neze stellen. Gott will vom Bösen dich 5. Wach, und hab auf gewiß erlösen. dich stats acht; Trau nicht Mel. Nro. 46. deinem Herzen, leicht fann, wer es nicht be: Allmächtiger! wir singen. wacht, Gottes Huld ver: scherzen. D es ist voller 310. meiner Nach Seele Se: List, und weiß wohl zu ligkeit, laß, Herr, mich heuchlen, und sich selbst eifrig ringen; Und in der Gnade kurzen Zeit, was zu schmeichlen. 6. Aber bet auch stats du befiehlst, vollbringen! dabei, bete bei dem Wa: Wie würd ich sonst vor chen. Gott muß dich von dir bestehn? Wer in dein Trägheit frei und behut: Reich wünscht einzugehn, sam machen. Er verleiht muß hier dein Erbe wer: Munterkeit auf dem rech: den. ten Pfade, durch erhabne 2. Erst, wann die lezs Gnade. ten Stunden nahn, erst, ne. 7. Nahe dich denn mit wann wir sterben sollen, Gebet oft zu seinem Thro: zu dir sich wenden, deine Wenn dein Herz nur Bahn erst dann betreten gläubig fleht, hert er in wollen: Das ist der Weg dem Sohne. Er verheißt zum Leben nicht, den seinen Geist, mit ihm uns, o Gott, dein Unters Kraft und Leben, auf dein richt, den Jesus Christus Elehn, zu geben. lehret. 3. D# nach der Gewissenhaftigkeit. 353 3. Du rufft uns hier ist die Welt mir hinderlich, zur Heiligung. So laß die Welt mit Muth verachdenn auch auf Erden des ten! Daß ich auf deinen Herzens wahre Besserung Wegen geh, und im Ge mein erst Geschäfte wer: richt dereinst besteh, sey den! Giebdazu Weisheit, meine größte Sorge. Lust, und Trieb! Kein 7. Doch, was vermag Ruhm und Preis sen mirlich, wenn du nicht für Trågso lieb, als deine Lieb und heit mich beschüzest, mich Gnade. 4. Gewonn ich auch die ganze Welt mit allem, was den Sinnen, was jeder bösenlust gefällt, was würd nicht zur Treu in dieser Pflicht selbst kräftig unters stüzest? D stärke mich, mein Gott, dazu; So find ich hier schon wahre Ruh ich, Gott, gewinnen? Was und dort ein ewig Leben! hälfe jeder Reichthum Mel. Nro. 180. mir? Was aller Ruhm, wenn ich mit dir mein Geist vom Bater und zc. ewig Heil verlore? ott, ich will 5. Was leitet jur zu: 311. Zu- 311. G mich ernstlich friedenheit? Berklärt prüfen, ob ich redlich bin schon dieses Leben? Was vor dir. Du kennst meis kann mir Trost und Freunes Herzens Tiefen, ach, digkeit auch selbst im Zode entdecke sie auch mir! Laß geben? Nicht Menschen mich sehen, ob ich treu dir gunst, kein irrdisch Glück; in meinem Wandel sey; Dein Heil nur, ein getro: Ob ich, recht zu thun, mich ster Blick in jenes Lebens übe, weil ich dich von Freuden. Herzen liebe! 2. Eitelkeit und Eigens liebe sind die Götter dieser Welt; Über nie sind sie 3 die 6. Nach diesem Klei: nod, Herr, laß mich vor al: len Dingen trachten; Und 354 Bom christlichen Bestreben die Triebe, deren Wirkung te, und den Ruhm der dir gefällt. Wer das Gu: Frömmigkeit. Wenn ihr te, das er übt, nicht mit Beifall mich erhob, o reiner Seele liebt, Rich wie süß war mir dieß Lob! ter, dem giebst du die Dieß allein ließ ich mich Krone der Gerechten nicht treiben, meiner Tugend treu zu bleiben. zum Lohne. 3. Die um deiner Lie: 6. Ach, wie könnt' ich be willen wandeln, wie dich vergessen! Dir, mein dein Wort gebeut, diese, Gott, nicht dankbar seyn! diese nur erfüllen das Ge: Deine Liebe nicht ermes sez der Frömmigkeit. Nicht sen! Mich nicht deines nur das, was wir gethan, Beifalls freun! Meinen auch die Quelle siehst duskohn hab ich dahin; Eitler an. Deine Liebe soll uns Ruhm ward mein Ge: dringen gute Werke zu winn! Und zu dir konnt ich vollbringen. mich schwingen, und ein 4. Wie ein Nebel, so ewig Lob erringen! 7. Gott, der du in dei: verschwinden meine Tu genden vor mir. Strafftlnem Sohne reich bist an du sie gleich nicht als Sün: Barmherzigkeit; Gott, den, stammen sie doch nicht mein Vater, ach, verschone von dir. Deine Liebe trieb der nicht lautern From: mich nicht zur Erfüllung migkeit! Ich bekenne mei: meiner Pflicht. Ohne, ne Schuld. Ach, bedecke Gott, an dich zu denken, sie mit Huld! Laß mich dei: ließ ich mich zum Guten ne Liebe rühren, und mein lenken. ganzes Herz regieren. 5. Ich gehorchte dei: 8. Gieb, daß alle mei: nem Rechte, daß mir diese ne Werke Früchte deiner Folgsamkeit Huld und Liebe seyn! Sie erfülle mich Gunst bei Menschen bräch: mit Stárke, ganz mein te: ben nach der Gewissenhaftigkeit. 355 ben dir zu weihn! Ich bin Was ist mir das Lob der Gottes Eigenthum; Dieß Erde, wenn ich seiner wür: , Ten mir der höchste Ruhm! dig werde? 312.1 Gieb, Jell T ieb, o Gott! mir Kraft und Wil: 11| 1 len, dein Gesez treu zu erfüllen; Gieb mir, daß ich immerhin fromm, und gut, und hei: 11 lig bin. 2. Gieb mir Weisheit, nung auf dich bauen, und recht zu handeln, heilig in deinem Schuz allein státs vor dir zu wand in, sicher und zufrieden seyn! nur zu thun, was meine 5. Laß mich dich von Pflicht, und mein Lehrer Herzen lieben, nie durch Jesus spricht. e ne Sünd betrüben. Zieh 3. Gieb mir einen ve: mein Herz ganz zu dir hin, sten Glauben, den mir kei: daß ich ganz dir heilig bin; ne Spotter rauben, einen 6. Wann ich dann von Sinn, der dich ergreift, dieser Erde einst von dir und für beß're Welten gerufen werde, zeige mir in reift. Ewigkeit, Vater, deine Herrlichkeit! 4. Laß mich lebhaft dir vertrauen, meine Hoff 32 Von Von der Erkenntniß Gottes. 356 II. Von unsern Pflichten gegen Gott, und den Erlöser Jesum Christum. I. Von der Erkenntniß Gottes. Mel. Nro. 62. bist du unerforschlich und Jauchzt unserm Gott, zc. verborgen, doch willst du, oll ich mein wenn wir nur dein Licht 313. Soll ich Geist, o nicht hassen, dich finden Gott, zu dir erheben, und lassen! dich zu kennen glücklich sich 5. Mit lauter Stim: bestreben, so mußt du me lehren deine Werke selbst, um groß von dir zu uns deine Weisheit, dei: denken, die Kraft mir ne Güt und Stärke, auch schenken. hast du selbst, sey hoch da: 2. Laß doch, o Herr, für gepriesen! uns unter: dein Licht mich státs erwiesen! freuen, und meiner See: 6. Und immer mehr le Finsterniß zerstreuen willst du dich offenbeen, Erleuchte mich, daß mich, wenn wir getreu, was du zu deiner Ehre, dein Glanz uns Lehrst, bewahren, verkläre! wenn wir, was deine Leh: 3. Was ist im Himmel, ren wirken sollen, uns bes Gett, was ist auf Erden, fern wollen. das, so wie du, verdient, 7. Ach möcht ich, Gott, erkannt zu werden? Was aus allen meinen Kräften ist, das meinen Durst nach dich suchen, ruhn von Sor: Gluck fo stille, als deine gen und Geschäfften, und Fülle? mein Gemüth, um mich zu 4. Dich suchen, ist die dir zu schwingen, zur Stil edelste der Sorgen; 3war le bringen. 8. Doch Von der Erkenntniß Gottes. 357 8. Doch mein Verstandsfer bist, du, den ich kind: ist unståt, tråg, er scheuet lich ehre, dich richtig zu der Ueberlegung Müherkennen ist des Christen und schnell zerstreuet, Luft und Ehre. Ståts fe: finkt er, wenn ich zu dir ge:[ liger durch dich zu seyn, zogen werde, zurück zur dich immer mehr zu lieben, Erde. sich deiner immer mehr zu ' 9. Auch täuscht mein freun, muß er sich täglich Herz ihn, machet ihn ver: üben, von dir stats mehr zu messen, verführt ihn, sei: lernen. ne Gränzen zu vergessen, 2. Wir können uns zu will mehr, als seine Kräfte dir auch hier schon immer mir vergönnen, von dirsnäher schwingen. Wie erkennen. schwach wir sind, mit dir, 10. Ergreife mich, und mit dir soll uns dieß Werk leite meine Seele, daß fielgelingen. Nur laß uns den Weg zum Lichte nicht auf den Unterricht von dir verfehle, gewähre mir, in deinen Werken und auf damit sie nicht ermüde, der Offenbarung Licht ge: Ernst, Luft, und Friede! treu und forschend mers II. Dann werd ich im: ssen, damit wir weiser mer heller dich erkennen, werden. und täglich mehr von dei: 3. Nur Sünder geben, ner Lieb entbrennen, dir Herr, nicht acht, wie du gern gehorchen, fröhlich dich uns verklärest; Mit dich erheben, dir, Gott, welcher Weisheit, Huld nur leben! Mel. Nro. 24. und Macht du uns erhältst und nährest; Wie alles schön geordnet, sich zum Herr, unser Gott, wer zc. allgemeinen Segen ver er du, o Gott, einigt; wie so váterlich du mein Schöp: uns auf tausend Wegen 33 314. mit 358 Von der Erkenntniß Gottes. mit Lust und Heil be: und deiner Liebe Thaten ,. gegnest. der Seele Werth, der Tu 4. Wer fromm und gut gend Lohn, die Erndten ih ist, siehts erfreut, sieht rer Saaten; Was fühlt táglich mehr Beweise vonjer dann für Freuden! deiner Größ und Herrlich: 7. Ist dieß blos Mor: keit zu deinem Ruhm und genröthe( spricht der Hei: Preise. Zum Lichte wird lige voll Wonne) was wird. die Finsterniß, die dich und der Lag einst seyn; welch deine Pfade ihm oft verlicht der Zukunft volle birgt, er wird gewiß, daß Sonne! Wie theuer sind Herrlichkeit und Gnade ihm dann, o Herr, nicht ftats deine Werke krönen. deines Worts Geseze! 5. Was er nicht faßz, Viel theurer, Gott, viel verschmäßt er nicht, em: herrlicher, als aller Rei: port sich nicht dawider; chen Schäze, als jedes Und wo er zweifelt, sucht Glück der Erde. er licht, fragt seine wei: 8. So wird er stats er: fern Brüder, fragt seine leuchteter, von Vorurtheis Lehrer, harrt und schweigt, len freier, zum Guten im daß er nicht frevelnd rich mer williger, standhafter te, was er nicht einsicht; und getreuer, Mehr Weis: überzeugt, im Dunkel und heit, mehr Erkenntniß, im Lichte senst du gleich giebt mehr Freudigkeit im groß und herrlich. Leiden: Giebt, weil er 6. Wie liebt er nicht brünstiger dich liebt, mehr dein Wort, o Herr, das Trost, giebt hohe Freu: doch die Spötter haffen! den, selbst in der Angst Er ehrts und tåglich stre: des Todes. bet er ganz seinen Sinn 9, los denn von heili zu fassen. Wenns ihm ger Begier und Sehnsucht nun zeiget deinen Sohn, mich entbrennen, dich, Gott, Bon der Erkenntniß Gottes. 359 - Gott, und deinen Sohn| selig ist, und ihm lobfingt, schon hier ståts besser zu das Niemand zählt, als er. erkennen; Daß ich, von 5. Auch ich entstand, jedem Wahne frei, dich weil er mich schuf, um ewig immer treulich liebe, dir froh zu seyn. Heil, Seele, immer mehr gehorsam sey, dir! denn dein Beruf ist, und täglich mehr mich Gottes dich zu freun. übe, dich würdig zu er: beben. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt. 315. Mie felig bin 6. Schon fichst du durch ein dammernd Licht den Unaussprechlichen! Dort wirst du ihn von Angesicht in größrer Klarheit sehn. Mel. Nro. 2. Mit Singen dich zu zc. ich, wenn mein Geist hinauf zu Gott 316. Animein sich schwingt, und, wenn er Gott! ges seinen Schöpfer preift, der denken, ist Pflicht und Engel Wert vollbringt. Trost für mich; Wenn 2. Wer gleicht Gott? Sorg und Gram mich wer ist so geschmückt mit fränken, so sieht mein Aug Herrlichkeit und Licht? auf dich dann mindert Ihr Seraphim! ihr seht sich mein Schmerz; Dann entzückt sein göttlich An fliehn die bangen Sorgen, gesicht. wie Nebel vor dem Mor: gen, und Ruh erfüllt mein 3. Ein voller Strom von Wollust quillt aus Herz. seiner Wissenschaft. Denn 2. Denk ich an deine er ist selig und erfüllt mit Liebe, wie werd ich dann Freuden, was er schafft. erfreut! Wenn alles um 4. Er spricht ein Wort, nich trube, und mir ein und schnell umringt den Wetter drdut, ist sie mein Seligen ein Heer, das Sonnenschein. Mich kön: 34 nen 360 Von der Erkennsniß Gottes. nen keine Leiden von dei: 6. Drum will ich an ner Liebe scheiden, so groß dich denken, so lang ich sie immer seyn. denken kann: Wird man 3. Mit fröhlichem Geins Grab mich senken, fo. müthe denk ich an deine geh ich zwar die Bahn, da Treu; Denn, Bater, dei mich die Welt vergißt; ne Güte ist alle Morgen Doch du, Herr, denkst noch neu. Seh ich nur stats meiner, wenn auch auf Er: auf dich, wird mir die Arden Keiner mein einges beit füffe, in der ich denk mehr ist. Schweiß vergiesse; Du unterstüzest mich. Mel. Nro. II. O könnt ich dich, meinic. find ich mir aus Erbarmen den Sohn, der 317. Wort, den für mich starb, und groß: meine Secle vor allem muthsvoll mir Armen dein ewig lieben will? Du, Kindschaftsrecht erwarb. den ich mir zum Trost ere In ihm, Gott! bist du wähle, schweig, Herr, zu mein. Drum kann ich Hoff meinem Wunsch nicht still! nung fassen, du wirst mich Wann werd ich mit dir, nie verlaffen, nein, ståtslew'ger Freund, noch völ: mein Helfer seyn. liger, als hier, vereint! 5. Wie gut ists, dein 2. Wie wollt ich dich, gedenken! Die Welt mag mein Gott, nicht preisen, immerhin ihr Herz aufs wenn ich dich fähe, wie Eitle lenken. Wie schlecht du bist! Zwar deine Wun ist ihr Gewinn! Zu dir der, Herr, Zu dir der, Herr, beweisen, wie halt ich mich, Gott! Dießlunaussprechlich gut du bringt, auch wenn ich lei/ bist: Wie schimmern sie! de, dem Herzen Trost und doch zeigt der Glanz mir Freude; Dieß stärkt mich deine Herrlichkeit nicht einst im Zod. ganz, 3. Mir Von der Erkenntniß Gottes. 361 3. Mir macht zwar je: 6. Und hört ich nur auf des deiner Werke mehr, deine Stimme in deinem als ich rühmen kann, be: Worte, hört ich nur, wie du kannt; Es zeigt mir dei: verdienest, auf die Stim: ner Allmacht Stärke, und me der dir lobfingenden deinen weisesten Verstand, Natur! so lernt' ich hier und deine Huld, die selbst schon, mich allein, Gott, das lob des Davids noch deiner Herrlichkeit zu zu schwach erhob. freun. 4. Du sprichst auch, 7. Wie brünftig würd wie mit einem Kinde, in ich dann dich lieben! Mit deinem Wort, o Gott, mit welchem Eifer würd ich mir, wie gut, wie zärtlich! mich, dir, Vater, zu gedoch die Sünde verdun fallen üben! Wie selig kelt mir das Licht von dir. war ich blos durch dich! Was kann ich wissen, wenn Nun aber tauschet meinen dein Geist nicht selbst von Geist, gleich Kindern, dir mich unterweist? Tand, wenn er nur gleißt. 5. Doch wenn in mei nen Finsternissen er auch 8. Gieb, daß der Strahl von deiner Wahrheit mein mein blödes Aug erhellt; keben leite, bis ich dort, Was lern ich, Gott, von dich näher seh, und mit dir? mein Wissen bleibt mehr Klarheit, als hier immer Stückwerk in der an diesem Prüfungsort! Welt. Ich suche dich, und Ich, der ich hier kaum forsche nach, und bleibe, stammlen kann, lobsinge dich zu sehn, zu schwach.[ dir dann, wie ein Mann. 35 2. Bon 3 362 Von der Furcht Gottes, und dem 2. Von der Furcht Gottes, und dem ehrerbietigen. Gebrauche seines Namens. 318. TH Bi Die groß bist du, o Gott! Wie groß Wer ist Erden dir, wer auf dir 7 Die Erde bebt von ist, Herr, dein Reich! im Himmel gleich? 31 1 $ deinem Fuß, und auch der ganze Himmel # muß sich, unter tiefem Schweigen, vor dei: nem Throne beugen. 2. Du hast durch deine Hand. Leib, Seele, Gut, Kraft die Himmel ausge: und Blut hast du uns zu: streckt, der Erde Grund gewandt. Du lehrst das gelegt, dem Meer sein menschliche Geschlecht, Ziel gesteckt. Dein Wort Herr durch Vernunft, und bewegt der Berge Grund, Schriftdein Recht; willst, und stürzt sie in des Mee: daß wir Thun und Dens res Schlund. Willst dusken nach deiner Vorschrift zur Strafe ziehen, so kann lenken. kein Mensch entfliehen. 3. did), 4. Erleuchte meinen Wir alle sind durch Geist, o Gott, mit deinem sind Werke deiner licht. Dich fürchten sey mir ehrerbietigen Gebrauche seines Namens. 363 mir státs so Seligkeit als freuen, der nicht dein hei: Pflicht. Hilf, daß ich als lig Auge scheut. Drum Dein Unterthan, der nie: wirke, Herr, dein Geist in mals dich entbehren kann, mir Furcht, wie ein Kind bemüht sey, deinen Willensste hat, vor dir. gehorsam zu erfüllen. 2. Sie leite, was ich 5. Laß deine Gegen: thu, und denke; Sie ist wart mir ståts vor Augen die wahre Weisheit, Gott! seyn: laß auch im Dunk: Sie führe meinen Gang len mich dein helles Augesund lenke zur Tugend mich scheun. Erinnre mich an in Glück und Noth. Wer meine Pflicht, an deine sie nicht scházt noch lieb: Macht, und ans Gericht, gewinnt, der ist nicht dein, wenn ich es wollte wagen, ist nicht dein Kind. Gehorsam zu versagen. 3. Gieb, daß ich ståts 6. O reinige mein Herz zu Herzen nehme, daß du von schnoder Heuchelei, jallgegenwärtig bist, und und gieb, daß meine Furcht das vor dir zu thun mich vor dir nicht knechtisch sey: scháme, was dir, mein nur kindlich laß sie, Bater, Gott, ein Greuel ist! Was seyn, und Kraft zum Gushilft das Lob der ganzen ten mir verleihn, damit ich Welt, wenn dir mein Le: Welt und Sünde durch sie ben nicht gefällt? hier überwinde. Mel. Nro. I. 4. Nie laß mich dein Gericht vergessen, damit Mein Herz! ermuntre 2c. meinem Glücke nie ver: ich deinem Rufe treu, in 319. Dich fürchten, messen, in Noth nicht Gott, dich wankelmüthig sey; Daß findlich scheuen, sey meine ich nicht frevle, weil du Lust und Seligkeit; Denn schonst, nicht uns nach un niemand kann sich deine ferm Thun gleich lohnt! 5. Ja, 364 Von der Furcht Gottes, und dem 5. Ja, Bater, laß mit Quelle tennen? Es ist die Furcht und Zittern mich Furcht vor Gott, dem schaffen meine Seligkeit; Herrn. Nur der ist weis Laß meinen Glauben und klug zu nennen, der nichts erschüttern, und alle seine Pflichten gern, schůze mich vor Sicherheit! weil Gott sie ihm gebeut, Nie werde meine Zuver vollbringt, wenn gleich das sicht der Täuschung Wahn, zu kein Mensch ihn zwingt. 2. Lern Gottes Grösse Gott sieht mich nicht! 6. Laß ståts in deiner recht empfinden, und fühle Furcht mich wandeln, und deine Nichtigkeit: so wirst mich, ich sey auch, wo ich du nie dich unterwinden, sey, allein nach deirem mit thörigter Verwegen: Willen handeln; Denn heit zu tadeln, was sein du verdammst die Heuche: Rath beschließt, der wun lei. Wer dich von Herzen derbar, doch heilig ist. scheut und ehrt, nur der ist 3. Wirst du den Höch: sten kindlich scheuen, so dir, o Bater, werth. 7. Eaß einst in deiner wird dir keine Pflicht zur so last: Nur das wirst du ver Furcht mich sterben schreckt mich weder Tod, ihm bereuen, daß du sie oft noch Gruft. Ich werde versäumet hast. Wer Gott, deinen Himmel erben, wo als Zeugen, vor sich hat, hin mich mein Versöhner der freut sich jeder guten ruft. Wie werd ich seiner That. dann mich freun! Wie groß 4. Wenn Nacht und wird meine Bonne seyn! Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Much verz leihn, wird dich die Furcht des Herrn erwecken, auch Mel. Nro. 125. Wie göttlich sind doch zc. illst du der dann, was unrecht ist, zu 320, Wi Weisheit scheun. Denk nur, vor seinem ehrerbietigen Gebrauche seines Namens 365 seinem Angesicht ist Fin: Gott, mich regieren, mich sterniß, wie Mittagslicht. státs auf dich, den Hoch5. Den höchsten öffent: sten sehn, laß sie mich zu lich verehren, sowohl als der Weisheit führen, so in der Einsamkeit; Die werd ich niemals irre Stimme des Gewissens gehn. Wohl dem, der dich hören, und willig thun, ståts kindlich scheut! Dich was sie gebeut, auch das fürchten, Gott, ist Se: lehrt dich die Furcht des ligkeit. Herrn; Auch das thut, wer ihn fürchtet, gern. Mel. Nro. 269. 6. Läßt dich die Welt Gerechter Gott! vor ic. Verachtung merken, wenn du dich fromm von ihr 321. Laß doch in meis nes Herzens entfernst, die Furcht des Grund Gott, deine Hochsten wird dich stärken, Furcht säts wohnen! So daß du die Welt verachten werd ich auch mit meinem lernst. Wer Gott, dem Mund, Herr! deines NaHöchsten, wohlgefällt, ist mens schonen, und nicht glücklich, selbst beim Spott durch Fluchen ihn entehder Welt. ren, nicht aus gewohntem 7. Sich státs vor dem leichtsinn schwören, nie Allmächt'gen scheuen, deinen Namen lästern. giebt Heldenmuth und 2. Groß, majestätisch Tapferkeit, wenn uns der ist der Herr. Im Himmel Menschen stolzes Drauen, und auf Erden soll seines was Gott mißfällt, zu thun grossen Namens Ehr tief gebeut. Ist Gott mein angebetet werden. Wer Schuz, mein Heil und seines Namens Heiligkeit Licht: So fürcht ich mich durch Lästrung, Fluch und vor Menschen nicht. Schwur entweiht, den 8. Laß deine Furcht, treffen seine Strafen. 3. D Von dem Eide, 3. wehe dem ver: 4. Herr, laß voll Ehrer: wegnen Mund, der gerne bietigkeit uns deiner stats, flucht und schwöret! Der gedenken. Wer deinen Na macht den größten Leicht: men findlich scheut, wird finn fund, der so den Herrn seine Zunge lenken, daß sie entehret. Wer oft so schwö: sich nicht zum Fluch und ret, fündigt oft, und wird Schwur, zu deiner Ehr, nicht selten unverhoft zur zum Guten nur, nach deis Strafe hingeraffet. nem Willen rege. 366 3. Von dem Eide, und wider den Meineid. Mel. Nro. 24. blickft ins Innre, wirst gar Herr, unser Gott, ac.bald die Wahrheit hell ent: err, du bist decken, wenn wir sie gleich 322. der Gericht, dein Zorn verschlau verstecken, und bld: tilgt die Bösen; Vor dir de Menschen täuschen. besteht der Heuchler nicht, 3. Auch des Gewissens kein Trug, kein gottlos Unruh quält den, der die Wesen. Du liebest Wahr: Lügen liebet, was wahr heit, Recht, und Treu, wers und redlich ist, verheelt, wagt, bei dir zu schwören, und falsches Zeugniß gie: und hegt im Herzen Heu: bet. Voll Argwohns geht chelei, den wirst du nicht er, und beschämt, aus erhören; Dein Eifer wird Furcht, entdeckt zu wer: ihn strafen. den: Wer aber seine Zun: 2. Drum laß mich, gezähmt, der findet Ruh Gott, der Wahrheit nur auf Erden, und kohn bei ein lautres Zeugniß geben, Gott im Himmel. und nie die Hand emport 4. Wenn mich des zum Schwur, voll Trugs Vortheils Stimme lockt, und Falschheit heben. Du so laß mich sie nicht hören, und und wider den Meineid. 367 und nicht, durch niedern Gott der Treu und Wahr: Geiz verstockt, mieUnrecht heit! -Gut erschwören. Was Mel. Nro. 24. Arglist und Betrug ge: Herr, unser Gott, 2c. winnt, wird nimmermehr 323. Domein Gott, fällt dahin, Schöpfer, Herr, und zerrinnt: Nur Herr der Welt, deß Auge ewig kann erfreuen die alles siehet, vor dem der Redlichkeit und Unschuld. Engel niederfällt, der 5. Bin ich von Trugshöchste Seraph kniet! Laß und Falschheit rein, so deines Namens Majestát kann ich freudig beten, und mein Herz mit Ehrfurcht überzeugt, dein Kind zu füllen, wenn ich hin vor seyn, getrost, Herr, vor dein Antliz tret, nach mei: dich treten. Des From: ner Obern Willen, dich men Hilf und Gott bist du, leidlich anzurufen. wirst sein Gebet gewäh 2. Laß deine Gegen: ren, und des Gewissens wart mich scheun, o aller: heitre Ruh wird ihm den höchstes Wesen! Nichts Lohn bewähren, der ewig kann vor dir verborgen seiner wartet. Gedanken kannst du seyn: 6. Denn einst wirst du lesen. Dir, dir, o Herr, der Herzen Rath allwis bin ich ja kund an all und send offenbaren, und je: jedem Orte. Du kennest dem wird, nachdem er meines Herzens Grund, that, Vergeltung wider: weißt alle meine Worte, fahren. Dann wird, o und was ich dabei denke. Herr, vor deinem Thron 3. Du bist auch, o All: beschämt der Heuchler ste: wissender! Der Menschen hen: Den Frommen aber höchster Richter, und wird der Lohn, dich, wie strafft, als ein gerechter du bist, zu sehen, du Herr, die frechen Böses wich. 368 Von dem Eide, wichter, die sich in ihrer nach ihres Amtes Pflicht, Tollkühnheit vor deiner sie nach dem Eide richten: Macht nicht scheuen, und So laß zu deines Namensdeines Namens Heiligkeit Ehr getrost bezeuget wer: durch falschen Schwur entden, du, du, seyst, o Allweißen, ins Angesicht dir wissender! im Himmel lügen. und auf Erden der Zeuge, und der Richter. Mel. Nro. 125. 4. O'steure, Herr! hin fort allzeit dem Gräuel sol: cher Sünden! Laß deines Namens Heiligkeit ein je: Wie göttlich sind doch u. er bei dem 324. Wer Namen des Herz empfinden, das je zum Eide sich entschließt. Du, aller Falschheit Nä: Gottes schwöret, und was cher, du, dessen Drauenler zugesagt hat, bricht, der Wahrheit ist, strafft zwie: ist ein Frevler; Denn er fach die Verbrecher, diesehret den, der die Wahr: fälschlich bei dir schwören. heit selbst ist, nicht. Nie 5. Laß Niemand auch kann er frei zum Bater Gelegenheit zu falschen gehn, nie Glück und Heil Eiden geben; Und will sich von ihm erflehn. 2. Wir sollen ja nach oft um Kleinigkeit ein bo: ser Zwist erheben, so lenke Gottes Willen die Wahre du durch deinen Geist zum heit lieben, so wie er, und Frieden die Gemüther, was sie fordert, gern er: daß Niemand jemals sich füllen, und fiel es uns auch erdreist't, um Ehre oder noch so schwer. Wer sie Güter, mit Unbedacht zu verlezt, verwirft sein Heil: schwören. 6. Jedoch läßt sonst ein Hader nicht sich von den Memneidige sind Gott ein Gräul. 3. Wer darf denn hof Obern schlichten, als wenn, fen, ihn zu sehen, wenn, er und wider den Meineid. 369 er durch Eide, die Gottlich was betheuren, mit hört, will seine Brüder hin: Ernst bedenken, was ich tergehen, und falsch bei thu, und den Gedanken seinem Namen schwört? oft erneuern: des Eides Bor Gottes heiligem Ge: Richter, Gott, bist du; richt besteht ein solcher Schaust meines Herzens Frevler nicht. Innerstes; Prüfft alles, Herr, und richtest es. 4. Und slöh er zu dem fernsten Meere: Gott fin: 6. So hilf mir denn, det allenthalben ihn. Wenn daß ich, voll Treue, das, er auch noch so mächtig was ich schwöre, denk und wäre, kann er sich Gottes halt, und deinen großen Macht entziehn? Ihm Namen scheue, und deine hilft nicht Ehre, Macht, heilige Gewalt! Wer noch Geld, selbst nicht die fälschlich schwört, kommt Gunst der ganzen Welt. ins Gericht; Der Red: 5. Drum will ich, soll liche, der Fromme nicht. 4. Bon der Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. Mel. Nro. 180. 2. Als ich noch, der Geist vom Bater, und ic. Welt verborgen, in dem 325. Gott, mein a Schooß der Mutter lag, ter, deine wachtest du, für mich zu Liebe reicht, so weit der sorgen, über mich schon Himmel ist. Deines Wohl jeden Tag. Durch den thuns starke Triebe sind so Beistand deiner Macht ewig, als du bist. Deiner bin ich an das Licht ge: Huld Unendlichkeit, Gott!| bracht, und was hat mein erschöpfet keine Zeit; Und ganzes Leben Gutes, das wer kann die vielen Pro: du nicht gegeben? ben deiner Gute würdig 3. Nie gedenket mein loben? 21 a Gea 1 370 Von der Liebe Gemüthe ohne brünst gene Liebe, Herr! mein ganz Starf Dankbegier, jener unverzes Herz zu dir. dienten Güte, da du durch und mehre selbst die Triebedie Taufe mir das erhabne wahrer Dankbarkeit in Recht gewährt, daß ich, mir. Laß mich ganz dein für dein Kind erklárt, mich eigen seyn; So mich dei: des Segens der Erlösten nes Wohlthuns freun, voller Zuversicht darf trd: daß auch mir auf dieser sten. Erde Wohlthun wahre 4. In den zarten Ju: Freude werde. gendjahren warst du meis 7. Laß mich jede dei: nes Lebens Stab meinner Gaben recht zu brau: Beschirmer in Gefahren. chen mich bemühn; Stäts An dir hab ich bis ins den Zweck vor Augen ha: Grab einen Bater, der ben, dazu du sie mir ver: mich liebt; Einen Vater, liehn. Deine Gute reize der mir giebt, was zum mich, daß ich immet wahren Wohl mir núzet; brünst'ger dich lieb, und Einen Bater, der mich deinen heil'gen Willen schüzet. freudig suche zu erfüllen. Mel. Nro. I. 5. Gott! du leitest uns státs besser, als wir wün: Mein Herz! ermuntre it. Bater schen und verstehn. Deine Güte ist viel gröffer, als 326. D" deiner die Kraft, dich zu erhöhn. Menschenkinder! Der du Schallte gleich so hoch die Liebe selber bist; Und mein Dank, wie der Se: dessen Herz auch gegen raphim Gesang. Dennoch Sünder noch gutig und würde durch mein Loben, voll Mitleid ist! Laß mich deine Huld nicht gnug er: von ganzem Herzen dein, hoben. laß michs mit allen Kräf 6. D! so zieh durch dei: ten seyn. 2. Gieb, und Dankbarkeit gegen Gott. 371 2. Gieb, daß ich als gefiel es auch der ganzen dein Kind dich liebe, da Welt. Die kleinste Sün: du mich als ein Vater de selbst zu scheun, laß, liebst, und so gesinnt zu Bater! mich behutsam seyn, mich übe, wie du mir seyn. dazu Vorschrift giebst. 6. Aus Liebe laß mich Was dir gefallt, gefall alles leiden, was mir dein auch mir. Nichts scheidefweiser Rath bestimmt. mich, mein Gott! von dir. Auch Trubsal führt zu ew': 3. Bertilg in mir durch gen Freuden. Wer ihre deine Liebe den Hang zurkast gern übernimmt, gez Liebe dieser Welt; Und duldig trägt und weislich gieb, daß ich Berleuguung nu, t, wird machtig von dir übe, wenn mir was eirles unterstüzt. noch gefällt. Wie? Soll tur? 7. In deiner Liebe laß te ich die Kreatur dir vor: mich sterben; Dann wird ziehn, Schopfer der Dia: der Tod selbst mein Ger winn; Dann werd ich dei: 4. Laß mich um deines nen Himmel erben, wo ich Namens willen gern thun, dir ewig nahe bin. Da was mir dein Wort gejlieb ich in Bollkommenheit beut. Kann ichs nicht, dich, Vater der Barmher: wie ich soll, erfüllen, so sieh| zigkeit! Mel. Nro. 149. auf meine Willigkeit, und rechne mir, nach deiner Huld, die Schwachheit, Um Gnade für die ic. Bater! nicht zur Schuld. als ein 5. Der liebe dich nicht, 327. Der du mich der noch mit Freuden das ter liebst, und mich mit thut, was dir, o Gott! Wohlthun ganz umgiebst, mißfällt; Drum laß es Gott meiner Seclen Freu mich mit Ernst vermeiden, de! Ich bleib und hang al Na 2 lein 372 Von der Liebe allein an dir. Was ist, o Zuversicht. Hab ich nur Gott, das je mich hier vou dich, so frag ich nicht nach deiner Liebe scheide? Du Himmel und nach Erden." machst mir deinen Weg be- Denn war der Himmel kannt, hältst mich bei mei- ohne dich, so könnte keine ner rechten Hand, regie: Lust für mich auch selbst im rest meinen Lebenslauf, Himmel werden. Wärst und Hilfst auch meiner du nicht schon auf Erden Schwachheit auf. Herr, ein, so möcht ich nicht mein Gott! Du bist mein auf Erden seyn. Denn Licht, du bist mein Licht, nichts ist in der ganzen ich folge dir, so irr ich Welt, das mir so sehr, wie nicht. du, gefällt. Mein Herr, 2. Du leitest mich nach und Gott, wo du nicht bist, deinem Rath, der anders wo du nicht bist, ist nichts, nichts beschlossen hat, als das mir erfreulich ist. was mir Segen bringet. 4. Und sollce mir durch Gehts gleich zu Zeiten Kreuz und Noth, durch wunderlich, so weiß ich Trubsal, Marter, Angst dennoch, daß durch dich uns Tod, auch Seel und der Ausgang wohl gelin: Leib verschmachten: Dieß get. Geh ich getrost die alles wird, sollt auch die rauhe Bahn, fo nimmst du Pein, o Höchster, noch mich mit Ehren an, wo so schrecklich seyn, mein mich vor deinem Thron er: Glaube doch nicht achten. freut die Krone der Ge: Du bist und bleibest doch rechtigkeit. Mein Herr, mein Heil, und meines mein Gott! Uch voll Be Herzens Trost und Theil. gier, ach voll Begier, Denn wahrlich! nur durch wünsch ich zu seyn, mein dich allein kann Leib und Heil, bei dir! Seele selig seyn. Herr, 3. Du nur bist meine meine Burg! Ich hoff veft und Dankbarkeit gegen Gott. 373 vest, ich hoffe vest, daßseinst in der Ewigkeit mein deine Kraft mich nicht ver: Herz vollkommen deiner : läßt. freut. Gott meines Heils! 5. Wer von dir weicht, ich warte drauf, ich warte und in der Welt dir nicht drauf. Nimm mich in beharrlich Glauben hält, deinen Himmel auf. der stürzt sich ins Verder: Mel. Nro. 527. ben. Weil er der Erde Lust und Pracht zu seinem Wachauf, mein Herz, zc. Himmelreiche macht, kann Gott erhe: er dein Reich nicht erben. 328. un laßt uns Denn wer dich hier nicht ben, ihm Dank und Ehre lieben lernt, und nicht sein geben für alle seine Gaben, Herz von dem entfernt, die wir empfangen haben. was dir, du Heiligster, 2. Den letb, die Seel, misfällt, kommt nicht in das Leben hat er uns ja ge: jene befre Welt. Kur geben; und sie auch zu bez den, der hier sein Herz dir wahren, will er an uns weiht, sein Herz dir weiht, nichts sparen. nur den führst du zur 3. Er sorgt für Leib und Herrlichkeit. Seele, daß uns kein Gu 6. Drum halt ich mich tes fehle. Sogar für un getrost zu dir; Du aber fre Sünden ist Rath bei halist dich auch zu mir; ihm zu finden. und das ist meine Freude. 4. Ein Arzt ist uns ge Ich seze meine Zuversicht geben, der selber ist das auf dich, mein Fels, der keben. Der hat, da er ge: nicht zerbricht, auch selbst storben, uns alles Heil ers im tiefsten Leide. Dein worben. Wort, o Höchster, foll al: lein mein Trost und meine 5. Die Mittel feiner Gnaden sind gut für allen Richtschnur seyn, bis sich Schaden, wenn wir nur Na 3 fei: 374 Von der Freude in Gott. seinen Willen bei dem Ge: Güte, daß sie uns stärs be: brauch erfüllen. hüte. Auch wollst du deis 6. Dann wird dielnen Gegen auf unsre Schuld vergeben, ge: Nachwelt legen. schenkt wird uns das le: 8. Erhalt uns in der ben: Wir sollen dort eins Wahrheit, bis wir in Him: haben, o Gott! wie grosse melsklarheit einst preisen Gaben! deinen Namen. Erhör 7. Wir bitten deine uns, Vater! Amen. 5. Von der Freude in Gott. 封 Ich freue mich, mein Gect, in dir. 329. E Jubt! Du bist mein Trost, und was kann mir in 1 deiner Liebe fehlen? Du, Herr! bist mein, E und ich bin dein. Was mangelt meiner Sees len? 2. Du hast mich von mich nimmermehr ver der Welt erwählt, und lassen. deinen Kindern zugezählt. 3. Du trägst mich lieb Mag mich die Welt doch reich mit Geduld, vergiebst bassen. Du liebst mein in Christo mir de Schuld, Wohl; Wirst gnadenvoll wenn ich aus Swachheit fehle. Von der Freude in Gott. 375 fehle. Du giebst mir Theil 8. Du läßt mirs ewig an seinem Heil. Dieß trd: wohl ergehn. Einst werd ftet meine Seele. ich dich noch näher sehn, 4. Du bist mir der be: du Ursprung wahrer Freu: währte Freund, der es den! Un dir wird sich aufs beste mit mir meint. dann ewiglid, mein ganzes Wo find ich deines glei: Herz, Herr, weiden. chen? Du stehst mir bei 9. Noch hats kein und bleibst mir treu, wenn menschlich Ohr gehört, Berg und Hügel weichen, was une dein Himmel 5. Du bist mein Leben, einst gewährt; Doch seb Trost und Licht, mein Fels ichs schon im Glauben. und Heil; Drum frag ich Bollkommnes Heil ist da nicht nach Himmel und mein Theil; Das wird nach Erde. Herr, ohne mir niemand rauben. dich ist nichts vor mich, das wir erfreulich werde. Mel. Nro. 212. 6. Du bist mein aller: Die ihr Chrifti Jünger. höchstes Gut, daraufn: ein wahres Wohl beruht. In 330. Habe deine Luft am dir leb ich zufrieden. Go bei dem Herrn ist Freud dort, als hier, Herr, blei und Leben; Und er wird, ben wir in Liebe unge: denn er giebt gern, dir schieden. auch, was dir dienet, ge: 7. Du fegnest mich! jben. Seine Liebe beut dir wenn man mir flucht, und an, was dein Herz nur wer hier mein Verderben wünschen kann. 2. Laß der Welt die dei: jeitle Lust, die in Weinen bei, sich verkehret: Wisse, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, 2@ 4 fins sucht, dem wirds doch nicht gelingen. Mit ner Treu stehst du mir daß ich kann fröhlich sin gen. 376 Bom Gehorsam gegen Gott, findet stats auf seiner an seinem Willen, fuchet Bahn, was das Herz nur ihn durch Wort und That wünschen kann. unverdrossen zu erfüllen; Und so trifft er alles an, was das Herz nur wüns schen kann. 3. Lust an Gott erfüllt mit Licht, wenn man Gott V im Wort erkennet. Just an 5. Bleibst du auch nicht Gott stärkt uns zur Pflicht, ohne Last; Trag geduldig wenn man in der Liebe die Beschwerden: Wenn brennet. Solche Luft beut du wohl gelitten hast, wird alles an, was das Herz dir ew'ge Freude werden: nur wünschen kann. Und im Himmel trifft du 4. Wer die Lust amsan, was dein Herz nur Höchsten hat, hat auch Lust wünschen kann. 6. Bom Gehorsam gegen Gott, und Ergebung in seinen Willen. Mel. Nro. 113. 3. Bohin mein Auge, Dieß ist der Tag, den ic. Gost! nur blickt, ist Orde 331. Gott! dein ist nung, Eintracht, Harmo Majestátnie: Und ich, mit deinem und Macht, und alles ist Bild geschmückt, emporte dir unterthan. Die werde mich, und störte sie? Dank und Ruhm gebracht! Fallt nieder, Menschen, 4. Du schufst das betet an! menschliche Geschlecht; 2. Dich preifet jede Durch dich, Gore! find Kreatur, der höchste Engel wir, was wir sind. Du bist und der Wuru. Dich ehrt mein Herr, ich bin dein gehorsam dieNatur; Dein Knecht; Du bist mein Bas Wink erregt und stillt denster, ich dein Kind. Sturm. Mel. und Ergebung in seinen Willen. 377 Mel. Nro. 4. pfer! wider dich. Deine Sollt ich meinem Gott. göttlichen Befehle wirft 332. Heilig, beiliger thöricht hinter ſich. Du ist dein nicht mehr regie: le! Heilig bist du, unser ren, flüglicher nach seinem Gott! Du gebeuist, in Bahn wählt er eine beßre tiefer Stille hört die Bahn; Diese soll zum Heil Schöpfung dein Gebot ihn führen! Und die Bahn Die im Himmel dir lobist sündenvoll, die zum fingen, stehn um deinen Heil ihn führen soll. Thron bereit, freuen sich 4. Herrscher! laß ihn der Seligkeit deiner Wil: früh empfinden, daß er Ien zu vollbringen: Nursselber sich verführt, daß der Mensch erkennt es die eitle Luft der Eünden nicht für sein Heil und sei: ihm zulezt den Ted ge: ne Pflicht. biehrt.. Mach ihm deinen 2. Dir gehorcht mit Willen wichtig! Lehr ihn fanfter Bonne aller dei: deine Bahn! Laß ihn ei ner Welten Heer, deine lend feinen Irrweg fliehn, Veste, deine Sonne, denn dein Weg all in ist Sturm und Donner, Erd richtig. Mach ihn seinen und Meer! Alles dienet Pflichten treu, daß sein deinem Willen! Alles, Wandel heilig sey. Schöpfer, was du schufst, 5. So wird auch bei eilt, und drängt sich, wann uns auf Erden, wie im du rufft, dein Gebot, Herr! Himmel, dein Gebot freuz zu erfüllen: Nur der dig ausgerichtet werden, Mensch erkennt es nicht heiliger und grosser Gott! für sein Heil und seine Alle Werke deiner Hände Pflicht! werden dir gehorsam seyn, dir zur Ehre ganz sich weihn, bis an deiner Schoe 2 a 5 pfung 3. Stolz empört sich seine Seele groffer Scho 378 Vom Gehorsam gegen Gott, pfung Ende, bis zumler fristet mir das Leben, Wechsel dieser Zeit mit erbarmet sich, und zählet der künft'gen Ewigkeit. mich aus Gnaden zu den Seinen. Wer so viel thut, machts immer gut, und Mel. Nro. 286. Mein Gott! erschaffen 2c. 333. h bab in Got: kanns nie böse meinen. tes und 4. Er ist voll Weisheit Sinn mein Herz und Sinn und Verstand, voll Kraft egeben. Was böse scheint, in seinen Thaten, Zeit, Ort ist mir Gewinn, der Tod und Stund ist ihm bekannt, selbst ist mein Leben. Ich zu helfen und zu rathen. bin deß Kind, der von der Er weiß, wenn Freud, er Sünd mich selbst zu sich weiß, wenn Leid uns, fei: gezogen; Ob er gleich nen Kindern, diene; Und schlägt, und Kreuz auf was er thut, ist alles gut, legt, bleibt doch sein Herz obs noch so traurig schiene. 5. Du denkest zwar, gewogen. 2. Ich glaube vest, es wenn du nicht hast, was fehlt mir nicht, mein Ba: Fleisch und Blut begeh: ter muß mich lieben. Berret: Gott habe dich mit birgt er gleich sein Ange: grosser last, und gar im sicht; So will er mich nur Zorn beschweret; Hast üben: Mich durch Geduld spát und früh viel Gorg in seiner Huld gewöhnen, und Mühauffelbst erwähl: vest zu stehen. Wenn sichsten Wegen, und denkest mein Geist nur treu er nicht, das, was geschicht, weißt, wird er mich schon geschehe dir zum Gegen. erhöhen. 6. Fürwahr, der dich 3. Gebildet hat mich geschaffen hat, zu seiner seine Kraft, mir Leib und Ehr erbauet, hat längst Seel gegeben. Er ists, in seinem weisen Nath der Unterhalt verschafft, auch auf dein Heil ge: schauet. und Ergebung in seinen Willen. 379 schauet. Er sieht vollnehm ich es mit Freuden. Treu, was dienlich sey für Solls aber Kreuz und Un dich und für die Deinen: glück seyn, will ichs gedul: Drum laß ihn nun, was er dig leiden. Soll ich allhie will, thun; Er kanns nicht noch fort voll Müh, in bose meinen. manchem Kummer leben; 7. Wills Gott, so kanns Ich folge dir doch für und nicht anders seyn, es muß für gelassen und ergeben. zulezt erfreuen: Und Lei 9. Soll ich denn auch den, Kummer, Noth und des Todes Weg, und fins Pein muß dir zum Heilstre Strasse reisen: Wohl: gedeißen. Wart in Gean! ich gehe Bahn und duld, die Baterhuld wird Steg, die du mir, Herr! sich doch endlich finden. wirst weisen: Du bist mein Angst, Noth und Qual Gott, der Noth und Lod wird auf einmal, gleich wie zu solchem Zwecke kehret, ein Dampf, verschwinden. daß dich mein Geist dort 8. Giebe Gott mir Rublewig preist, und mit den und Sonnenschein, so Engeln ehret. 334. Et pas Gott thut, das ist wohl gethan! stärs der 141 Et Gut ist und bleibt sein Wille. Drum halt auch ich ihm stille. H 4 Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erz balten; 380 # Vom Gehorsam gegen Gott, halten; Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, 5. Was Gott thut, das das ist wohlgethan! Sein ist wohlgethan, muß ich Wort kann ja nicht trüden Kelch gleich schmecken, gen: Er führet uns auf der bitter ist, nach meinem rechter Bahn zum selig: Wahn, laß ich mich doch sten Bergnügen. Trost und nicht schrecken, weil doch Geduld giebt seine Huld: zulezt mich Gott ergözt Er wird mein Unglück mit süssem Trost im Her: Da weichen alle wenden, es steht in seizen. nen Händen. Schmerzen. 6. Was Gott thut, das Dabei 3. Bas Gottthut, das ist wohlgethan! Nur erfist wohlgethan! weiß, was uns núzet; Der will ich verbleiben. Es irrt auf ungewisser Bahn, mag mich auf die rauhe der sich auf ihn nicht in Bahn, Noth, Tod und zet! Ja, seine Treu ist im Elend treiben: So wird mer neu: Drum will ich Gott mich doch väterlich auf ihn bauen, und seiner in seinen Armen halten. Gute trauen. Drum laß ich ihn nur 4. Was Gott thut, das walten. ist wohl gethan! Er ist mein Licht und Leben, der Mel. Nro. 82. mir nichts Böses gönnen In allen meinen Thaten. kann; Ihm will ich mich mich erge: ergeben, in Freud und 335. Gott hab ich Leid. Es kommt die Zeit, ben in diesem Pilgerleben, da öffentlich erscheinet, im Unglück und im Glück, wie treulich er es meinet, in Schmerzen und in Freu den, und Ergebung in seinen Willen. 381 den, und bis ans Ziel derssen, die ihm vertraun, nicht Leiden in meinem lezten haffen, er schläget uns, Augenblick. wenn er uns liebt. 2. Gott wars', der für 6. Wenn ich verlassen mich wachte, noch eh ichsscheine, und trostlos bin war, und dachte. Des und weine, was will mein Ew'gen treue Hand hat banges Herz? Herr! hilf gnädig mich geleitet, mir es mir besiegen, es meint, jedes Glück bereitet, dasjes wünsch Vergnügen; ich sehr oft durchs Unglück Doch was es wünscht, fand. wird oftmals Schmerz. 3. Was helfen meine 7. Nicht das, warum Sorgen? Mein Glück istlich flehe, dein Wille nur mir verborgen, mein Un: geschehe, und was mir se: glück kenn ich nicht. Dem lig ist. Herr! deine Bahn Hüter meiner Seelen, dem ist eben. Leit mich in die: will ich mich befehlen. Er sem Leben, und wenn mein weiß allein, was mir ge: Aug im Tod sich schließt. bricht. Mel. Nro. 82. 4. Warum ich heute flehe, wird, wenn es gleich In allen meinen Thaten. geschähe, schon morgen 336. Dir fen meir mich gereun. ganzes Wunsch von allen loß, ben, mein Vater! über: Herr! dir wohlgefallen, geben, dir sey mein Herz den Wunsch: Bald, bald geweiht. Du sollst zu albei dir zu seyn. len Zeiten, mein Gott 5. Sich groß und kind- seyn, und mich leiten, di lich zeigen, heißt tief im leitest stats mit Gütigkeit. Staube schweigen und 2. Das heut vorher zu nehmen, was Gott giebt. sehen, was morgen wird Er kann uns nicht verlas geschehen, das ist zu hoch für 382 Vom Gehorsam gegen Gott, für mich; Dein Weg bleibt Rath muß auch meinen mir verborgen, drum werf Willen lenken. Er, der ich alle Sorgen aufmeinen mich geschaffen hat, kann besten Freund, auf dich nie sein Geschöpfe krån: 3. Hilf, daß ich nicht ken. Wenn er nimmt, und in Sünden mein Glück je wenn er giebt, ist er Vater, such zu finden, kein Sün: der mich liebt. der bleibt vor dir; Mit 2. Willig folg ich, wie ruhigem gewissen deiner will; führt er gleich Wohlthun zu geniessen, durch rauhe Wege. Dh: dieß Glück, o Gott! ver: ne Murren bin ich still, leihe mir. treffen mich gleich seine 4. Herr! präge dir zur Schläge, denn er weiß Ehre, und mir zum Trost nach ew'gem Plan, was die Lehre recht tief ins Herz mein Heil befördern fann. hinein. Wer Gott von 3. Wahr und heilig is Herzen liebet, ihm dient, fein Wort: Was er zu sich ihm ergiebet, und auf sagt, wird er halten. Ihn ihn hofft, muß glücklich allein, den treuen Hort, seyn. laß ich über alles walten. 5. Ich will stats mit Wer sich seiner Hilfe Vertrauen, auf dich, den freut, schmeckt auch seine Bater, schauen, der freu: Freundlichkeit. dig Gutes thut; Wenn 4. Drum, mein Herz! Seel und Leib sich trenverzage nicht: der im Him: nen, so will ich noch be: mel wird schon sorgen. D! kennen: Mein Gott! dein sein Trost ist Sonnenlicht Weg und Herz sind gut. bei dem allertrübsien Mel. Nro. 212. Morgen. Harre mit Ge Die ihr Christi Jünger c. laffenheit; Endlich kömmt ottes Wil: die rechte Zeit. Gottes 5. Fällt ohn ihn kein Haar 337.€ le, Gottes und Ergebung in seinen Willen. 383 Haar vom Haupt: sollt' Schöpfe neuen Muth. er denn mein Glück nicht Wenn dich Noth ringsum wählen? Wer in Demuth bedroht, Sorgen stats mit an ihn glaubt, der wird dir erwachen: Gott wirds nie des Ziels verfehlen. Doch wohl machen. Ihm vertraun ist süsse 2. Zücken Christi Feins Pflicht, er vergißt die Sei: de auf der Wahrheit nen nicht. Freunde der Verfolgung 6. Wein ich oft ver: Schwerdt; Will man dei: gebens hier; Trüget oft nen Glauben dir von Her: mein irrdisch Hoffen; Nurzen rauben; Fleh zu Gott! Geduld! einst stehet mir Er hört. Haucht auf dich jenes Buch der Vorsicht schon fürchterlich tödtend offen: dort seh ich, wie Gift der Hölle Rachen: wunderbar Gottes weiße Gott wirds doch wohl Führung war. machen. 7. Alle Leiden dieser 3. Ist der Himmel trú: Zeit, alle Thrdnen und Be: be, wankt der Freunde schwerden sind nicht werth Liebe; Stehst du als vers der Herrlichkeit, die dort waist; Schreckt mit jedem offenbar soll werden. Zage eine neue Plage den Herr! Du hast, rühm ich bestürzten Geist; Weicht alsdann, Grosses stats an das Glück stäts mehr zuz mir gethan. rück, scheints dich nicht M: 1. Nro. 121. mehr anzulachen. Gott Jesus ist gekommen zc. wirds doch wohl machen. 338. Seele, fen 4. Bürden abzuneh: zufrieden! men, hilft nicht ängstlich Was dir Gott beschieden, Grämen, hilft nicht Unge: das ist alles gut. Treib duld. Ungst macht, daß aus deinem Herzen Unge man zittert, Ungeduld ers duld und Schmerzen; bittert, beides häuft die Schuld. 384 Vom Vertrauen auf Gott; Schuld. Drum mein Herz gen in Geduld besiegt. wehr deinem Schmerz! Fröhlich ausgehalten, Drücket gleich die Luft und Gott lassen walten, mich Schwachen. Gott das, das macht vergnügt. wirds doch wohl machen. In Geduld trau Gottes 5. Du führst Christi Huld. Mag dich auch die Namen, Christum nach: Welt verlachen, Gott zuahmen, das ist deine wirds doch wohl machen. Pflicht. Werde nicht er: 7. Nun, so soll es blei: schüttert, wenn die Erben, ich will nie mich strán: de zittert, und der Him- ben, Gott státs folgsam melbricht. Der steht vest, seyn. Stats im Tod und den Gott nicht läßt. Laß Leben, bleib ich ihm erge: ringsum dich Wetter kra-/ ben; Er ist mein, ich sein. chen: Gott wirds doch Was er will, sey stats mein Ziel. Wie er will, so mag wohl machen. 6. Kronen soll der tra: ers machen; Wohl wird gen, der des Kreuzes Plaers doch machen. 7. Bom Vertrauen auf Gott, und von der Geduld im Leiden. in meinen Tagen, als Gott und Varer, tragen. Mel. Nro. 334. Was Gott thut, das ic. 2. Er sah von aller 339. Auf Gott, und Ewigkeit, wie viel mit nicht auf mei: nizen würde, bestimmte neu Rath will ich mein meine Lebenszeit, mein Glück stårs bauen, und Glück, und meine Bürde. dem, der mich erschaffen Was zagt mein Herz? hat mit ganzer Seele Ist auch ein Schmerz, der trauen. Er, der die Welt zu des Glaubens Ehre allmächtig hält, wird mich nicht zu besiegen wäre? 3. Gott Von der Geduld im Leiden. 385 3. Gott kennet, was Wie bald ists überwun: mein Herz begehrt, und den! Hofft auf den Herrn! hätte, was ich bitte, mir Er hilft uns gern; Seyd gnädig, eh ichs bat, ge: fröhlich, ihr Gerechten! währt, wenns seine Weis: Der Herr hilft seinen heit litte. Er sorgt für mich Knechten. státs väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille nur geschehe. Mel. Nro. 334. Was Gott thut, das ist ic. 4. Ist nicht ein unge: stortes Glück weit schwerer 340. Der Herr iſt oft meine Zu: zu tragen, als selbsilversicht, mein einz'ger das widrige Geschick, bei Troft im Leben. Dem fehlt dessen last wir klagen? es nie an Trost und Licht, Die größte Noth hebt dod der sich dem Herrn erges der Tod; Und Ehre, ben. Gott ist fein Gott. Glück, und habe verläßt Auf sein Gebot wird seine mich doch im Grabe. Seele fiille, ihm gnügt 5. An dem, was wirk: des Baters Wille. lich glücklich macht, läßt 2. Wer wollte dir, Herr! Gott es keinem fehlen; nicht vertraun? Du bist Gesundheit, Ehre, Reich des Sdwachen Stärke. thum, Pracht sind nicht Die Augen, wel ve auf dich das Glück der Seelen. Wer schaun, sehn deine uns Gottes Rath vor Augen derwerke. Herr, groß von hat, dem wird ein gut Ge: Rach, und stark von That! wissen die Trübsal auch Mit guadenvollen Händen verfüssen. wirst du dein Werk vol: 6. Was ist des Lebens lenden. Herrlichkeit? Wie bald 3. Noch nie hat sich, ist sie verschwunden! Was wer dich geliebt, verlassen ist das leiden dieser Zeit? sehen müssen: Bb Du läßt ihn 386 Vom Vertrauen auf Gott, ihn, wenn ihn Noth um: Quaal, der Thränen Zahl giebt, doch deinen Trost zählt er; er wiegt die geniessen. Des Frommen Schmerzen, und wälzt sie Herz wird frei von von dem Herzen. Schmerz. Der Sünder 7. Herr, du bist meine eitles Dichten pflegst du, Zuversicht. Auf dich hofft Herr! zu zernichten, meine Seele. Du weißt, ich in Noth Wer wollte 4. Drum hoff; o Seele! was meinem Glück ge: hoff auf Gott. Der Tho: bricht, wenn ren Trost verschwindet, mich quäle. wenn der Gerechte in der sich nicht ganz auf dich, All: Noch das Herz des Schö- mächtiger, verlassen, und pfers findet. Wenn jener sich im Kummer fassen? fällt, ist er ein Held; Er 8. In deine Hand be: steht, wennjene zittern, als fehle ich mein Wohlseyn Mein Fels in Ungewittern. und mein Leben. 5. Wirf nicht die grosse hoffend Auge blickt auf Hoffnung hin, die dir dein dich; Dir will ich mich er: Glaube reichet. Verflucht geben. Sey du mein Gott; sind, die zu Menschen und einst im Tod mein fliehn; Verflucht, wer von Fels, auf den ich traue, bis Gott weichet! Schreckt ich dein Äntliz schaue. Sünde schön; Sein eig: Mel. Nro. 2. ner Sohn, der sich für dich ließ tödten, erwarb Mit Singen dich zu loben. dir Hilf in Nöthen. on Gott will 6. Sey unbewegt, wenn 341, 341. Vich nicht las Pon um dich her sich Ungewit: fen: Denn er verläßt mich ter sammlen! Gott hilft, nicht. Den Vorsaz will wenn Christen freuden: ich fassen! Gott, meine leer zu ihm um Gnade Zuversicht, reicht selbst stammeln. Die Zeit der mir seine Hand, und wird mit Von der Geduld im Leiden. 387 mit jedem Morgen für alles schenkt. Wie selig meine Noth schon sorgen. ist die Stunde, darin man Ihm ist sie wohl bekannt. sein gedenkt! Berlchr'n 2. Der Menschen Guns ist souft die Zeit in diesem und Liebe erstirbt, und eitlen Leben. Mein Geist ändert sich. Doch Gottes soll sich erheben zu Gott, Batertriebe sind unveränzur Ewigkeit. derlich. Er weiß aus jeder 6. Mag doch die Welt Noth, eh wirs vermuthet vergehen mit ihrer Just hätten, uns wunderbar und Pracht; Das Glück zu retten, und wenns auch bleibt ewig stehen, was war der Tod. Gott mir zugedacht. Vol: 3. Auf ihn will ich verlend ich meinen Lauf; Er trauen in meiner Kümmer weckt mich, wann im Grabe niß, auf seine Hilfe bauen. ich ausgeruhet pabe, zum Er hilft: ich bins gewiß. neuen Leben auf. Ihm hab ichs heimgestellt. Leib, Seele, Glück und Le: ben sey Gott, dem Herrn, ergeben; Er machs, wie's ihm gefällt! 7. Die Seel ist unver: lohren in Gottes Vaters hand. Der leib wird neu gebohren zum bessern Bas terland. Wie selig werd 4. Es kann ihm nichts ich seyn! Mit Gott, und gefallen, als was uns núz seinen Frommen soll ich lich ist. Er meynt es gut mich da vollkommen, soll mit allen, gab uns selbst ich mich ewig freun. Jesum Christ. O! der so 8. Ob ich schon Trüb: viel gethan, wird uns auch sal dulde, und Leiden das gewahren, was unsern dieser Zeit, wie ichs auch Leib ernähren, den Geist oft verschulde: Kömmt erfreuen kann. doch die Ewigkeit, so 5. Lobt ihn mit Herz grosser Freuden voll! und Munde, lobt ihn, der Die, da ich, Troz dem Bb2 Grabe 388 Vom Vertrauen auf Gott, Grabe, sein Wort darüber Fülle empfahn wir Gnad habe, mir Niemand rau- um Gnad; Und seinen ben soll. Geist hat er auf unsrer 9. Das ist des Vaters Bahn zum Leben zum Füh Wille, der uns erschaffenfrer uns gegeben. hat. Aus seines Sohnes bet sey der Herr! Gelo: 342. Si gint $ I er nur den lieben Gott läßt walten, Wor den wird er wunderbar erhalten, + und hoffet auf ihn allezeit, Wer in aller Noth und Traurigkeit; Gott, dem Allerhöchsten traut, der hat 車 auf keinen Sand gebaut. 2. Was helfen uns die bei sich selbst vergnügt, schweren Sorgen? Was wie Gottes Gnad und hilft uns unser Weh und heil'ger Wille, und sein Ach? Was hilft es, daß allweiser Rath es fügt; wir alle Morgen beseuf Gott, der uns ihm hat zen unser Ungemach? Wir auserwählt, der weiß am machen unser Kreuz und besten, was uns fehlt. Leid nur grösser durch diej 4. Er kennt die rech: Traurigkeit. ten Freudenstunden, und 3. Man halte ihm in weiß wohl, was uns nu: Ehrfurcht stille, und warte lich sey. Wenn er uns nur hat Von der Geduld im Leiden. 389 hat treu erfunden, aufrich-| Mel. Nro. 82. tig ohne Heuchelei; So In allen meinen Thaten ic. kommt Gott, eh wirs uns versehn, und läsfer 343. Auf deine uns viel Guts geschehn. saauen, auf deine Güte Denk nicht an deiner trauen, Gott! ist Zufrie: Drangsalshize, daß du denheit. Wer kann mein von Gott verlaffen bisi, Wohl entscheiden? Wer und daß der ihm imsschenkt mir beßre Freuden, Schooße size, der reich, als du, Brunn aller Se: und groß und mächtig ist: ligkeit. Die Zukunft ändert oft 2. Vor dir ist nichts sehr viel, und sezet jegli-/ verborgen; Wie soll ich chem sein Ziel. angilia sorgen, da du 6. Es sind ja Gott sehr mein Vater bist? Du, leichte Sachen, und ist dem Herr! gabst mir mein Le: Hochsten alles gleich, densben; lind wirst mir alles Reichen klein und arm zusgeben, was mir zur Wohls machen, den Armen aber fahrt nöthig ist. groß und reich: Wie leicht 3. Wir streben oft nach ist dem Allmächtigen, zu Dingen, die, wenn sie uns stürzen, und auch zu ergelingen, des Unglücks höhn. Quellen sind. Ein Schein, 7. Sing, bet, und geh der uns bethöret, und unauf Gottes Wegen, ver: sern Stolz vermehret, richt das Deine nur gemacht uns für wahre Güz treu. Und trau des Höchter blind. sten reichen Segen; So 4. Der Hang zu Eitel: wird er täglich bei dir neu. keiten raubt uns die Ses Denn wer nur seine Zu: ligkeiten des wahren Chris versicht auf Gott sezt, den stenthums. Wenn wir dir verläßt er nicht. unser Leben, o Bater über: 363 geben; 390 Vom Vertrauen auf Gott, geben; Dann wird das Sonst keinen Hort, als dich Herz voll deines Ruhms. allein. 5. Dein Rathschluß sey mein Wille. Ich will in Mel. Nro. 3. heil'ger Stille mich deiner Lob, Ehr und Preis dem 2. Vorsicht freun. Dein ewi: meines de: ges Erbarmen, dein Bei: 344. Der Herr if stand soll mir Armen bens Kraft. Soll mir vor Zufriedenheit und Reich: Unglück grauen? Er ists, thum seyn. der Rath und Hilfe schafft. 6. Laß mich nicht zwei: Ihm soll mein Herz ver: felnd wanken, wenn traus trauen. Er schüzt mich: rige Gedanken mir deinen Meiner Feinde Heer, ihr Trost entziehn. Ich werde stolzer Trost, nichts schreckt nie vergebens, zu dir, o mich mehr, hab ich nur Freund des Lebens! in ihn zum Freunde. kindlichem Vertrauen fliehn. 2. Empore dich, ohn: macht'ge Welt! MeinGeist 7. Erleichtre meine Lei: wird nicht erschrecken. den durch deines Geistes Gott wird in seinem heil': Freuden, durch Muth und gen Zelt zur bösen Zeit Hoffnung mir. Drückt mich mich decken. Sein Rath die last der Schmerzen; für mich ist. Wohlergehn. Dann sprich zu meinem Er wird mit Segen mich Herzen: Ich, dein Ererhöhn zum Heile der Er retter, helse dir. lösten. 8. Was soll ich mich 3. Ja, Vater! neige betrüben? Den Menschen, mir dein Ohr, wenn Höll die dich lieben, muß al und Welt mir fluchen. les Segen segn. Ich bin Mein Herz hält dein Ge ja dein Erlöster; Sonst bot mir vor: Ihr fllt mein weiß ich keinen Troster; Antliz suchen.ch eile, Herr! Von der Geduld im Leiden. 39⁰ 4. Verlaß mich nicht, Herr! getroft zu dir. Ber: Kleinmnth oft befällt. Ach! birg dein Antliz nicht vor mein Herz hängt noch an mir, und laß dich gnädig Dingen, die doch keinen finden. Trost mir bringen. D! wie oft vergeh ich mich, ängst: o Gott, mein Heil! Wenn lich zweifelnd, wider dich. Menschen mich verlassen. 2. Gott! vergieb mir Nimm du mich auf, und diese Surde, nimm die sey mein Theil, und beßre, Strafe von mir hin. die mich hassen. Herr! Schenke, Bater! deinem nimm du mich zu Gnaden Kinde einen dir ergebuern an, und lehre mich auf Sinn, der von dir nur richt'ger Bahn in deiner Hilfe heischet, sich nicht Furcht zu wandeln. felbst mit Träumen tau: 5. Den Feinden über: schet, die das Herz aufs gieb mich nicht, die mich Eitle ziehn, und wie leich: voll Frevel schmähen: Softer Rauch entfliehn. werd ich einst dein Ange: 3. Laß mich Gram und sicht im Land des Lebens Sorgen meiden, weil du sehen. Sen froh, harr un selber für mich wachst, und verzagt des Herrn, mein beim Anlauf schwerer Lei: Herz! denn er, der Herr, den, dich um mich zur hilft gern. Er ist der Arm Mauer machst. Wehr den des Schwachen. angstlichen Beschwerden, Mel. Nro. 440. lehr mich dir traun; denn es werden Erd und Him: Alle Menschen müssen ic. mel einst vergehn, dein 345. Gott der Wahr: Wort aber wird bestehn. heit dessen 4. Laß mich vest im Treue unsre Hoffnung Glauben werden, daß dein stüzt und hält; Ich erkennwort wahrhaftig sey. D! es voller Neue, daß mich so werd ich hier auf Erden 364 von 392 Vom Vertrauen auf Gott, von so man her Unruh frei. den dieser Zeit mich einst Dann wird ich, mein befrein. Derwünschte Gott! mit Flehen ståts auf fel'ge Stunden! Ewig deine Hilfe sehen; Dann aller Noth entbunden, wächst meine Zuversicht, werd ich dich, mein Hei: und die Hoffnung trugt land! sehn, und zu deiner mich nicht. Freude gehn. 5. Bater! meine Hoff: 8. Laß mich fröhlich nung gründet sich auf dei darauf hoffen, Herr, Herr, nes Sohnes Tod. Meine meine Zuversicht! Bis das Seele sucht und finder alles eingetroffen, was darinn grossen Trost in auch mir dein Wort ver: Noth. Durch sein siegreich spricht. Auf dich, Quelle Auferstehen kann ich neu alles Lebens! harrt der gebohren gehen zu den Glaube nie vergebens. Bürgern jener Welt, wenn Was wir glauben, schauen der Erdenbau zerfällt. wir einst gewiß, o Herr, bei dir. 6. Da mein Haupt sich aufgeschwungen, und zu Gottes Thron gesez:, bin Mel. Nro. 334. ich auch mit durchgedrun: Was Gott thut, das ist zc. 346. Gott, Ich besti, ein ott, du bist meine Zu gen, und den Engeln gleich gescházt. ew'ges leben, das mir versicht, und meines Geis Jesus selbst gegeben. Ich stes Stärke. Wenn Men: bin in der Hoffnung schon schenhilf in Noch gebricht, mit erhöht zu seinem hilfst du mir, deinem Wer Thron. te. Wenn selbst die Welt 7. Muß ich gleich noch zerbricht und fällt, will hier auf Erden, Gott! vor ich doch nicht erschrecken. dir ein Pilger seyn; Wirst Du, Gott, wirst mich be du doch von den Beschwer: decken. 2. Wo Von der Geduld im Leiden. 393 2+ Wo ist ein solcher Herze. Erfüll es, Gott Gott, wie du, der Etra mit Trost und Rub, stårk fen gern verschiebet, und es im Kreuz und Schmer: selbst beim Strafen unsre ze. Erleuchte mich, auf Ruh und Glück wohlthå: daß ich dich, mein Schö tig lieber? Boll Gnad und pfer, recht erkenne, und Huld hast du Geduld, und würdig Vater venne. läffest für die Scwachen 6. Laß täglich meine dein Auge hilfreich) wa: Seele sich in wahrer Tuchen. gend üben, mich alle Men 3. Dem Sünder, der sschen bruderlich, ja wie zu dir sich naht, kommst du mich selber lieben. Laß mit Güt entgegen. Duzum Berzeihn mich willig führeft ihn nach deinen seyn, mich denen, die mich Rath, and fronest ihn mit schelten, nie Haß mit Haß Segen. Wenn Hell und vergelten. Tod mit Schrecken droht, 7. Die Hoffnung sel': erhältst du ihn im Glau: ger Ewigkeit wellst du in ben; Den kann kein Tod mir vermehren, und meis ihm rauben. nen Geist, schon in der Zeit, 4. Du selbst lehrst ihn die Kunst zu sterben lehs in deinem Wort: Jhm, ren; Damit ich dir mein ihm sey heil erworben. In Herz schon hier voll wah: nicht der Mittler, unser rer Inbrunst weiße, und Hort, dein Sohn für uns sterbend selbst sich freue. gesterben? Vertritt er Mel. Nro. 82. nicht uns im Gericht, wenn wir mit heil'gem Leben In allen meinen Thaten zc. ihm nachzufolgen streben? 5. Gieb mir, mein 347. Ich hab in guz ten Sohn, dein Herz, sprichst den des Lebens Glück em: du. Hier, Vater! ist mein pfunden, und Freuden, 365 ohne 394 Vom Vertrauen auf Gott, ohne Zahl; So will ich vertrau ich deiner Gnade, denn gelassen mich auch im du, Herr, bist bei mir Leiden faffen; Welch Leben in der Noth. hat nicht seine Quaal? 6. Ich will dem Kum: 2. Ja, Herr, ich bin einsmer wehren, Gott durch Sünder, und ståts straft Geduld verehren, im du gelinder, als es der Glaubenzu ihm flehn. Ich Mensch verdient: Willich, will den Tod bedenken. beschwert mit Schulden, Der Herr wird alles len: kein zeitlich Weh erdul: ken; lind was mir gut ist, den, das doch zu meinem wird geschehn. Besten dient? Mel. Nro. 125. 3. Dir will ich mich er: geben, nicht meine Ruh, Wie göttlich sind doch ut. mein Leben mehr lieben, Leben auf als den Herrn. Dir, Gott, 348. Was ist mein will ich vertrauen, und der Erde? Ein Wechsel ists nicht auf Menschen bauen; von Lust und Leid. Hier Du hilft, und du erret: stört oft Unruh und Be test gern. schwerde die sanfteste Zu 4. Laß du mich Gnadelfriedenheit. Hier wohn finden, mich alle meine ich noch in einer Welt, die Sünden erkennen und be: kein vollkommnes Glück reun: Jezt hat mein Geist enthält. noch Kräfte, sein Heil laß 2. Weß soll ich mich, mein Geschäfte, dein Wort o Herr! dann trösten? mir Trost und Leben seyn. Nur deiner Huld. Du bist 5. Wenn ich in Christo mein Heil, und bleibst, sterbe, bin ich des Him wenn auch die Noth am mels Erbe: Was schreckt größten, doch meines Her: mich Grabund Tod? Auchzens Trost und Theil, auf des Todes Pfadelund stehst, nach deiner Bater: Von der Geduld im Leiden. Batertreu, mir ståts mit bewahren, und da, Rath und Hilfe bei. Niemand helfen kann, 3. Du stärkst mir, un fehlt ihm die Kraft zu hel: ter aller Plage, o Gott! auf fen nicht; Dieß stärke deis mein Gebet, den Much, ne Zuversicht! daß ich gelassen sie ertrage, 7. Befiehl ihm alle dei: und machst zulezt doch al ne Wege, auf ihn, auf ihn les gut. Auf Kummer hoff allezeit. Auch auf dem folgt zufriedner Dank; allerrauhsten Etege sieh Auf Klagen froher Lobge: fröhlich hin zur Ewigkeit. sang. Da sammelst du von aller 4. 3u ungestörten Si: Pein den Segen mit Ver: cherheiten schickt sich gewiß gnügen ein. kein Prüfungsstand. Wie 8. D! Sich dahin zu würde, drückt' uns nicht allen Zeiten, in eigner zu Zeiten ein Leiden, unsre und gemeiner Noth, im Treu erkannt? Vollkomm: Glück, und auch, wenn ne Ruh und Sicherheit ist noch vom weiten ein fin: nur einGlück der Ewigkeit. stres Wetter dich bedroht. 5. Was bist du denn, Nichts giebt uns Trost zu o weine Seele! in deiner solcher Zeit, als Gott, und Noth so kummervoll? Berjene Herrlichkeit. traue Goct! Nur ihn er: 9. So laß mich, Gott! wähle zu deinem Troft; Erståts dahin schauen, und schüzt dein Wohl. Einst dann mit starkem Muth dankst du ihm nach der Ge: auf dich, auch in der fahr, daß er dein Gott, größten Noth, vertrauen. dein Netter war. Du bist es mir; das står: 395 6. Er wird es seyn; te mich! Wer dessen ståts Rufin Gefahren ihn als versichert ist, der lebt den einz'gen Helfer an. und stirbt getrost, als Er weiß dich machtig zu Christ. Mcl. Vom Vertrauen auf Gott ic. Mel. Nro. 329. 5. Drum hab, o Seele guten Muth! Bertraue Ich freue mich, mein c. Gott! es wird noch gut, 349. S en, Seele, nach aller Trübsal, wer: stark und den. Er zichet dich durchs unverzagt, wenn irgend Kreuz zu sich, zum Himmel dich ein Kummer plagt. von der Erden. 396 Befiehl Gott deine Sa: 6. Gott ist dein Gott, chen. In aller Pein vertrauler ist getreu, und stehet dir, allein auf ihn, er wirds als Bater, bei in allem wohl machen. Kreuz auf Erden. Der 2. Kein Leiden kommt keiden Heer wird nie zu von Ohngefähr; Die Hand schwer durch ihn dem Chri: des Höchsten schickt es her; sten werden. Sein Rath hats so erse: 7. Es haben ja zu aller hen. Drum sey nur still; Zeit die Heiligen in Traus was dein Gott will, laß immer gern geschehen! 3. Erweckt dir gleich das Leiden Pein, so solls rigkeit hier oftmals wan: den müssen. Warum willst du hier nur von Ruh, und nichts von Trübfal wissen? dir doch nicht schädlich 8. O bet, und sich auf seyn: Gott kann sein Kind deinen Gott, in aller deiner nicht hassen. Wer ihn nur Angst und Noth! Laß, wie liebt, sich ihm ergiebt, den er will, es gehen. Sein Will wird er nicht verlassen. sist gut, behalte Muth! Gott 4. Wie lange währt wird dich einst erhöhen. der Frommen Leid? Nicht 9. Der du ein Gott des ewig, Herr, nur kurze Zeit. Trostes bist, laß jeden, der Nach überstandnem leide hier traurig ist, doch deinen erquickest du ihr Herz mit Trost empfinden. Hilf, den Ruh, und einst mit ew'ger du liebst, und prüfend übst, Freude. den Unmuth überwinden, 8. Bon Von dem Lobe Gottes. 397 8. Von dem Lobe Gottes. Mel. Nro. 113. felbst die Engel schuf! Dieß ist der Tag, den ic. Welch eine theure füffe 350. Auf, Christen Pflicht, die uns so reichen verspricht! mit mir den Herrn! Wer preist, 6. Ja, Pflicht ists, daß was herrlich ist, nicht gern? ihr sein gedenkt, thr, denen Und welch ein Glanz, der er Verstand geschenkt! Gott verklärt! Wer ist; Die Ehre des Verstandes wie er, des lobes werth? ist, daß ihr den Ew'gen kennt und wißt. 2. Lobt ihn; Sein gan zer Nam ist Ruhm; Un 7. Pflicht ist es, daß endlichkeit sein Eigen ihr ihn besingt, die ihr von thum. Dieß gränzenlose ihm ein Herz empfiengt, Meer von Licht durch das sich zu Gott mit In schauet selbst dec Engel brunst nahn, und seine nicht. Grosse fühlen kann. 3. Ja, eure Lust sey, 8. Auch euer Mund, ihn erhöhn! Solch Lob is so oft er spricht, erinnert heilsam, lieblich, schön, euch an diese Pflicht. Die schärft den Verstand, er: Sprache dankt ihr ihm als hebt das Herz, und stillslein; Und wolltet nicht im Leiden allen Schmerz. voll Rühmens seyn? 4. Wie wird der Geist 9. Wer ist gutthätiger, dadurch entzückt; Hinauf als er? Denn welche Ga: gen Himmel hingerückt; be sollt uns der nicht schen: Mit seinem hoch erhabnensten, der so sehr uns liebt, Freund, mit Gott, ståts daß er auch seinen Sohn inniger vereint! uns giebt! 5. Welch ein so herrli: 10. Was gebet ihr nun cher Beruf, zu dem Gott ihm dafür? Ist nicht ein Herz 398 Von dem Lobe Gottes. 3. Lobt Gott, der uns Herz voll Dankbegier, das ganz in seiner Liebe erschaffen hat, der Seele, brennt, das einz'ge, was leib und Leben, aus våter: licher Huld und Gnad, uns ihr geben könnt? II. Auf, Christen, preist allen hat gegeben; Der mit mir den Herrn! Wer uns durch seinen Engel preist nicht milde Geber schüzt; Der täglich schen: gern? Gedenkt, wie viel ket, was uns núzt: Drum er uns gewährt, wer ist, danket seinen Namen. wie er, des Dankes werth? Mel. Nro. 3. Lob, Ehr und Preis demic. 351. Stimmt un durch seinen Tod erwor: serm Gott ben; Der Frieden hat mit ein Loblieb an mit freudi: Gott gemacht, und seinen gem Gemüthe, es rühm' ganzen Rath vollbracht: und preise, wer da kann, Drum danket seinem Na: den Geber voller Güte. men. 5. Lobt Gott! der in Er macht uns frei von aller Noth; Drum lobet uns durch den Geist den ihn, drum lobet Gott, und Glauben angezündet, und danket seinem Namen. feinen Beistand uns ver 2. Lobt Gott, und ruth. heißt, wenn er uns treu met allezeit die grossen erfindet; Der uns stais Wunderwerke, die Ma: durch sein Wort regiert, jestát, und Herrlichkeit, und auf den Weg des les die Weisheit, Kraft, und bens juğre: Drum dan Stärke, die er beweist in ket seinem Namen. 6. Lobt Gott! er hat aller Welt; indem er alle Ding erhält: Drum dan- dieß gute Werk selbst in fet seinem Namen. uns angefangen, voll: bringt 4. Lobt Gott! er giebt uns seinen Sohn, der selbst für uns gestorben, der uns die ew'ge Lebenskron Von dem Lobe Gottes. 399 bringt es auch, giebt Kraft Fleis; Gebt eurem Herrn und Stärk, das Kleinod und Meister Dank, Ehre, zu erlangen, das er am ob und Preis, stimmt Ziel uns vorgestellt, und dreimal: Heilig! an. lobt das den Himmel in sich ihn, ihr Seraphinen!( obt hålt: Drum danket sei: ihn, ihr Cherubinen! Lobt nem Namen. ihn, was loben kann! 7. Lobt Gott! ihr star: 3. Was Athens hat und ken Seraphim, ihr Enlebet, was sich bewegt und gel, und ihr Thronen! Es regt, was in den Lüften loben Gott mit heller schwebet, und was der Stimm, die hier auf Er: Himmel trågt, sey überall den wohnen! Lobt Gott, bemüht den höchsten Gott und preist ihn früh und zu loben, der aus den Wolspat; Ja alles, was nur fen oben auf sein Geschd: Athem hat, das danke feipfe sieht. nem Namen. Mel. Nro. 2. 4. Der Herr ist groß und mächtig, voll Heilig: alles prachtig in seinem keit und Rühm. Es stehet Mit Singen dich zu loben. 352. Lobt Gott, den Heiligthum. Es ist ge der recht, und gut; Von sei: Stärke, der, was er will, nen Batersorgen zeugt je: erschafft, ihr, alle seine der neue Morgen, und als Werke, aus aller eurersles, was er thut. Kraft. Ihr send sein Ei 5. Drum lobt, erlöste genthum, so weit der Seelen! lobt státs den Himmelreichet! Was Luf Herrn der Welt, helft und Meer durchstreichet, deffen Ruhm erzählen, der verbreite seinen Ruhm! euch schuf und erhält; Der 2. Erhabne Himmels: euch in Christo liebt, euch geister! Erwecker euern durch sein Blut erkaufer, auf 400 Von dem Lobe Cottes. auf seinen Tod euch cau: heit frei, ein Opfer dir fet, euch einst den Him: zu bringen, das deiner mel giebt. würdig sey? Ach laß vor 6. Lobt Gott, der euch deinen Thron uns ewig regieret, der, als der treu: mit dir leben, und ewig ste Freund, selbst dann euch dich erheben, dich, Bater weislich führet, wenn ihr und den Sohn! Mel. Nro. 100. das Kreuz beweint, das er euch auferlegt: Laßt Gedanke, der uns Leben. uns in solchen Proben ihn 353. ingt unserm Gott ein dennoch kindlich loben, weil er aus Liebe schlägt. neues Lied! Er ist der 7. Er ist getreu den Gott derStärke; Die ganz Seinen, entreißt sie aller ze Welt ist sein Gebiet, Noth. Wann seine Kin: und groß sind seine Werke. 2. Der Herr ist groß! der weinen, so bleibt er doch ihr Gott. Wann derslicht ist sein Kleid, und Verfolger Macht, wann was er wählt, das Beste; ihre Wuth sie schrecken, so und Wahrheit und Ger wird sie Gott bedecken, er, rechtigkeit sind seines Thrones Veste. der ståts für sie wacht. 8. Lob, Ehre, Preis 3. Er herrscht als Gott, und Stärke sey dir, oser will und sprichts, so sind ( Hott, bereit; Denn dei und leben Welten, und ne Weg und Werke sind fallen wieder in ihr Nichts voll von Herrlichkeit. Dein auf seines Mundes Schel: Zion lobet dich, merk auf ten. sein schwaches Lallen, und laß dirs wohlgefallen: Er: hör uns gnädiglich. 4. Wer ist dir gleich, Herr aller Welt? Dich, Gütigen und Weisen, der 9. Mocht es uns bald ge: alles wunderbar erhält, dich lingen, von aller Schwach sollten wir nicht preisen? 5. Du Von dem Lobe Gottes. 5. Du kennest ja, was seyn, zu deines Namens ist und war, im Himmel Ehre, und auf Erden; Vor dir tst alles offenbar, du hies: sest alles werden.. 401 II. wer fann aller Wunder Pracht in deiner Schöpfung fassen! Der 6. Gott ist nicht fern, Wurm verkündigt dessen ist auch um mich, bei al: Macht, der ihn hat wers lem, was ich thue, schüzt den lassen. mich bei Tag und schafft, daß ich auch schlafend si cher ruhe. 12. Der kleinste Halm auf unsrer Flur ist deiner Weisheit Spiegel. Dein 7. Er ist mir allenthal: koblied, Bater der Na ben nah: Wenn ich anstur, sind Auen, Thal, und Meer entflöhe, und selbst Hügel, gen Himmel, ist er da, und folgt mir, wo ich gehe. 13. Du tránfft mit Re: gen unser Land, und giebst 8. Er hört mein Seuf pfangen wir von deiner uns grüne Weiden. Em zen, kennt mein Flehn und Hand nicht Korn und allen Rath der Seele: Er Wein und Freuden? hat mein Thùn vorausge sehn, und auch wie oft ich willen fällt kein Sperling 14. Herr, ohne deinen feble. auf die Erden: Wie sollte, 9. Er wog von Ewig: da dein Arm mich hält, keit mir dar, was er mir mein Herz nicht nubig geben wollte; Schrieb in werden? sein Buch, noch eh ich war, wie lang ich leben sollte. 15. Ist der Allmächtige mein Schuz, so lach 10. Herr mein Gott, ich in den Stürmen. Ih nichts, nichts ist mein, das biete selbst der Hölle Truz. dir nicht angehöre. Mein denn Gott wird mich bes Mund soll stats voll Lobes schirmene Mel. Von dem Lobe Gottes, Mel. Nro 80. 354. Gott und liebet, was ungerecht Befiehl du deine Wege ic. ist, nicht. Er wägt die ott, meine Welt, und übet partheilos ganze Seele sein Gericht. Die Wage macht deinen Ruhm be: sinkt, und steiget, wie sein kannt, dir dank ich, und Gesez gebeut. Und jedes erzähle, die Wunder dei: Land bezeuget des Rich: ner Hand. Mein Herz ist ters Heiligkeit. froh, ich singe: Herr, mei: 5. Gott ist ein Fels der ne Lust bist du! Dir, dem Armen, ein Fels in jeder ich Lieder bringe, dirjauchz Noth. Sie traun auf sein ich, Höchster, zu! Erbarmen, wann ihnen 2. Du bist auf deinem Unfall droht. Die Thrá: Throne der Richter aller nen, die sie weinen, sind Welt, der jeglichem zum dir bekannt und werth; Lohne sein heilig Urtheil Du, Gott, versäumest kei fällt. Wenn dich die Men: nen, der deinen Schuz be: schen schmäßen, dann rächst gehrt. du ihren Spott, du schiltst, und sie vergehen durch dein Gericht, o Gott! 402 6. Ihr Kinder Gottes, preiset, verkündigt in der 3. Der Herr hat zum Welt, wie groß sich Gott Gerichte sich seinen Thron beweiser, der, was er zu erhöht. Vor seinem An: sagt, hält. Er denkt dar gesichte bleibt nicht, wer an, und fraget nach des widersteht. Ihr kühnen Gerechten Blut. Er hört Sünder zittert, bereutin, wenn er klaget, und noch euren Spott! Sein stillt der Wetter Wuth. Thron wird nie erschüt: 7. Herr, sey mir gud tert, der Herr bleibt ewig dig; schaue voll Huld auf Gott. meine Noth! Du bists, 4. Der Herr regiert, dem ich vertraue; Dª bilfit Von der rechten Art des lobes Gottes. 403 hilfft auch selbst vom Tod.| thum; Und über dich voll Nach überwundnen Lei: Freuden, erheb ich deinen den geh ich ins Heilig: Ruhm. 9. Von der rechten Art des lobes Gottes. Mel. Nro. 45. Ifigkeit! Zu einem Heil be: Kommt, kommt, den ic. frufen habt alle gleichen 355. Laßt uns mit Sinn; So tretet zu den Danken tre Stufen des Thrones bes ten vor unsern Gott, mit tend hin! Preis und Ruhm! Mit freudigen Gebeten lobt euch lehret, durch die ihr 3. Ihn, der die Lieb ihn in seinem Heiligthum! seine Kinder send, Gott, Jhn, der mit ew'ger Treue, euren Gott, entehret das was er erschuf, erhält. kob, das ihm die Zwier Daß alle Welt sich freue, tracht weiht. Die Sun: begnadigt er die Welt; der, die sich hassen, stehn trägt mit Geduld die Sün: hoffnungslos von fern, der; Hilft seinem Volke von seiner Huld verlassen, gern: Lobt ihn, ihr seine einGräuel vor dem Herrn. Kinder! Ihr Christen, Nie hört in ihren Nöthen dankt dem Herrn! Gott, der die liebe ist, nicht; 2. Jhr, unsers Hauptes Verbirget, wann sie beten, Glieder, vereinigt lieb im Zorn sein Angesicht. reich Herz und Mund: Als Erben und als Brü: 4. Wir aber deine der macht eures Baters Frommen, wir wollen, Gnade kund! Durch Gott in einem Geist zu überwindet deinem Throne kommen, Sanftmuth euch selbst, und Haß und wenn unser dankbar Lied Neid; Versöhnt euch, und dich preist. Dein Lob, um empfindet der Liebe Sus Jubeltone, schallt durch € 2 dein 404 Vom Gebete zu Gott. dein ganzes Reich, dir, der Eintracht lied empor; Vater, und dem Sohne Der Eintracht Lied zu hö und deinem Geist zugleich. ren, neig, Herr, zu uns Die Eintracht unsrer lie: dein Ohr! der gefällt dir, Höchster: 6. Wenn wir dann vot wohl. Die Himmel schal dir flehen, erhöre gnädig len wieder; sind deiner Ehre voll. dieß Gebet! Laß uns zum Heil geschehen, was unsre 5. D: pflanze selbst die Seele glaubig fleht! Wenn Liebe mit aller ihrer Him wir von ganzem Herzen melslust, pflanz jeden ih- für Nettung aus der Roth, rer Triebe, o Gott! in un für Linderung der Schmerz fer aller Brust. Hilf, daß zen, dir danken, unser wir, als die Deinen, uns Gott! für so viel Huld, lieben lebenslang, und sojuns alle dir weißen le vor dir erscheinen mit Lob, benslang; O Water, so Gebet, und Dant! Dann gefalle dir deiner Kinder steigt aus unsern Chören Dank! 10. Vom Gebete zu Gott. Mel. Nro. I. 2. Welch Glück, so hoch Mein Herz ermuntre ic. geehrt zu werden, undim ein Heil, Gebet vor Gott zu stehn! 356. o Christ, Der Herr des Himmels 0 nicht zu verscherzen, seysund der Erden, bedarf der wach und nüchtern zum eines Menschen Flehn? Gebet! Ein findlichFlehn Er will blos deine Selig aus reinem Herzen, hatteit, wenn er zu beten dir Gott, dein Vater, nie ver: gebeut. schmäßt. Erschein in De: 3. Sagt Gott nicht: much oft nud gern, mit bittet, daß ihr nehmet? Dank und Fleyen vor dem Ist des Gebetes Frucht Herrn. nicht Vom Gebete zu Gott. 405 nicht dein? Wer sich der Pflicht zur Last, die du zum Pflicht zn beten schämet, Heil geboten haft.j der schämt sich Gottes Freund zu seyn; Und stoßt das angebotne Glück muthwillig selbst von sich zurück. betend oft und mit 4. Sein Heil von dir, Bergnügev, o Christ, vor o Gott, begehren, ist war- Gottes Angesicht! Nie lich keine schwere Pflicht: müsse Trägheit dich befie: Des Herzens Wünsche dir gen in der Erfüllung die erklären, erhebt das unsre ser Pflicht. O übe sie, zir Seele nicht? Q welch ein Gottes Preis und deinem Trost, daß du uns liebst, Heil, mit treuem Fleiß. und was uns núzet, gerne 2. Bet oft in Einfalt giebst? deiner Seelen; Gott sieht 5. Was kann zum Fleißjaufs Herz; Gott ist ein in guten Werken die See: Geist. Wie können dir die le kräftiger erhöhn? Was Worte fehlen, wofern dein mehr den Muth im Leiden Herz dich beten heist? Der stärken, als wenn wir fle: Glaub an Gott und seinen hend auf dich sehn? Sohn rührt ihn, nicht lees Vater, unsre Seelenrub rer Worten Ton, nimmt durchs Gebet be: ständig zu. 3. Wer das, was ihm zum Frieden dienet, durch 6. Dein Wort ist im: Beten sucht, der ehret mer Ja und Amen. Wer Gott. Wer das zu bitten glaubig bittet, der em: sich erkühnet, was er nicht pfäßt. Drum laß auch wünscht, entehret Gott. mich in Jesu Namen oft Wer schnell vergißt, was vor dich kommen mit Ge: er ihm schwur, der spottet bet. Nie sey mir diese seines Schöpfers nur. Cc3 4. Bet Mel. Nro. II. könnt ich dich, mein ze. 357. Pomm 406 Vom Gebete zu Gott. 4. Bet oft zu Gott, Vielen bete, so find ich eh und schmeck in Freuden, bei Gott Gehör. Ist, was wie freundlich er, dein du wünschest, recht und Bater, ist. Bet oft zu gut, so sey gewiß, daß Gott Gott, und fühl im Leiden, les thuc. 8. Doch säume nicht in wie göttlich er das leid versüßt, Gott hörts, Gott den Gemeinen auch öffent: ists, der Hilfe schafft. Er lich Gott anzuflehn, und giebt den Müden Trost seinen Namen mit den und Kraft. Seinen, mit deinen Brüs 5. Bet oft, und heiter dern zu erhöhn. Wie eifs im Gemüthe, schau dich rig war dein Heiland nicht an seinen Wundern satt. in Uebung dieser sel'gen Schau auf den Ernst, schau Pflicht! auf die Güte, womit er 9. Bet oft zu Gott dich geleitet hat. Oftirr: für deine Brüder, für alle test du er trug Geduld; Menschen, als ihr Freund; Erkenn und preise seine Denn wir sind eines Leis Huld. bes Glieder; ein Glied 6. Bet oft, durchschau davon ist auch dein Feind. mit frohem Murhe die Solch bitten, das aus lie: herzliche Barmherzigkeit be fließt, ehrt Gott, der des, der mit seinem theu: felbst die Liebe ist. ern Blute die Sünderwelt 10. Bet oft, so wirst vom Fluch befreit; Und du Glauben halten, dich eigne dir, zu deiner Ruh prüfen und das Böse und Heiligung, sein Op: scheun, an Lieb und Eifer fer zu. nicht erkalten, und reich 7. Bet oft, Gott wohnt an guten Werken seyn. an jeder Stätte; In kei: Denn Muth und Kraft ner minder oder mehr. und Seelenruh sagst du, Denk nicht, wenn ich mit Gott, dem, der bittet, zu II. Dieß Vom Gebete zu Gott. 407 II. Dieß reize mich 3. Muß ich um des Ge vor dich zu treten mit Lob wissens willen ein Spott und Dank, mit Wunsch der Lasterhaften seyn, so und Flehn. Doch meine bet ich demuthsvoll, im Fehler bei dem Beten Stillen zu meinem Gott. wollst du, mein Vater, Er hört mein Schrein, übersehn; weil mich, der nimmt väterlich sich mei: dir zur Rechten sizt, durch ner an, und stärkt mich auf seine Fürsprach unterstüzt. der Tugend Bahn. Mel. Nro. 125. 4. Ich will mich nie zu ráchen suchen, wenn mich Wie göttlich sind doch ic. ein Feind zu kränken sucht, 358. Mein bester und dem will ich nicht wies Trost in der fluchen, der mir aus diesem Leben ist ein Ge: Unverstand geflucht. Nein, bet zu meinem Gett. meine Rach ist ein Gebet, Dieß kann mir Kraft in das Gott um Gnade für Schwachheit geben; Ge ihn fleht. duld und Muth in jeder 5. Und wenn ein Kum Noth; Bei jedem Gram, mer mich verzehret, den ich bei jedem Schmerz, ein der Welt nicht klagen ruhiges, zufriednes Herz. kann, dann ruf ich Gott, 2. Wie kann ich Trost der mich erhöret, um Trost und Ruhe finden, wenn in diesem Kummer an. mein Gewissen mich ver: Wer ihm sein Leid in Zus tlagt, wenn, bei der Men: versicht entdecket, den vers ge meiner Sünden, mein wirfft er nicht. Herz vor seinem Richter 6. Ruf ich ihn an bei Jagt? Nichts tröstet mehr, dem Geschäfte des Stan: als ein Gebet, das, Gott, des, den er mir verlich; bei dir um Schonung So fleh ich nie umsonst um fleht. Kräfte; der Gott der Cc4 Stár: 408 Vom Gebete zu Gott. Stärke giebt mir sie. Er Kinder, unsre Pflicht, in giebt, aus väterlicher Furcht, Gehorsam, lieb Huld, mir Segen, Klug- und vester Zuversicht! heit und Geduld. 2. Du, der im Himmel 7. Wenn, eine böse Luft thront, bist aller Ort und zu dampfen, mir Schwa Enden, und willst, das mit chen Muth und Kraft ge: Gebet wir oft uns zu dir bricht; Dann bist ich Gott; wenden; Versprichst der Er hilft mir kämpfen, und Retter selbst in unsrer giebt mir Muth zu jeder Nothzu seyn, drum so ver: Pflicht. Und stark durch wirf uns nicht, erhör uns, meines Gottes Kraft, be: wir find dein. zwing ich jede Leiden: 3. Laß deinen guten schaft. Geist, die grosse Pflicht 8. Wenn ich im leztenfuns lehren, die glaubig zu Kampf des Lebens bei vertraun, und dich recht zu Niemand Hilfe finden verehren. Zeig uns, wie kann; So ruf ich Gott mächtig, groß und weise doch nicht vergebens um du, Gott, bist; Wie klein feinen Trost und Beistand der Mensch, der Staub, an, der, wann die Sprache wie schwach und arm erift. mir vergeht, doch meine Seuffer noch versteht. 4. Das sey das höchste Glück für uns hier auf der Erde, daß deines Namens Ruhm von uus gepriesen Herr, allerhöchster Gott. werde; Daß er in Wort Mel. Nro. 224. ch 359. Bater, un- und That, und ohne HeuA fer Gott, Duchelei, geheiliget von uns, zeigst durch deine Güte und nie entheiligt sey. uns, deinen Kindern, ståts 5. Dein väterliches Reich ist auch zu uns ges dein váterlich Gemüthe: o thaten wir nur auch, als kommen, da in der Taufe du Vom Gebete zu Gott: 409 du in Bund uns aufge: 9. Herr, handle nicht nommen. Olaß in deinem mit uns nach unsern gros Reich uns fromme Bürger senSünden, und laß, wenn feyn, und brechen wir den wir gefehlt, uns wieder Bund, ihn unverweilt er: Gnade finden; gedenke, was dein Sohn für unsre neun. 6. Dein Wille, Herr, Schulden that, er, der zu geschicht, auch ohne un: unserm Heil den Tod er: sern Willen; Doch gieb duldet hat. auch uns die Kraft ihn 10. Hilf, daß wir denen freudig zu erfüllen. Die auch gern unsre Schuld ers Richtschnur unsers Thuns lassen, die uns beleidigen; fey stats dein beilig Recht. Sie nie feindselig bassen; Du bist ja unser Herr, und nicht schmähen, wenn sie jeder Mensch dein Knecht. schmähn, nicht drauen, 7. Regier auch unser wenn sie draun, und, was Herz, daß wir in guten Ta: sie uns gethan, vergessen gen nicht stolz und sichersund verzeihn. seyn, in bösen nicht verza: II. Herr, laß uns gen; Daß wir bei andrer Fleisch und Blut nie in Glück uns brüderlich er: Bersuchung führen, laß freun, und wenn der Arbeinen guten Geist uns me seufzt, gern milde Ge: immerfort regieren; Und ber seyn. wenn wir uns die Welt 8. Ach, Bater, du bist zum Abfall reizen sehn, so reich an allen gutenGaben! gieb uns Kraft und Muth, Laß unser täglich Brod ihr vest zu widerstehn. uns heut und immer ha: 12. Erhebe unsern ben: Im Ueberflusse gieb Geist zu himmlischen Ges uns kluge Sparsamkeit, danken, in unserm Glaus und auch bei Wenigem ben laß uns nun und nim: Ruh und Zufriedenheit. mer wanken; laß uns C c 5 durch 410 Vom Gebete durch deine Kraft, von je:| der Sünde rein, und jeder So zu Gott. Mel. Nro. 383. wahr ich lebe! 20. Pflicht getreu, dir ganz ge: 360. Gott, der bu du heiligt zu unser Va: alles 13. Zulezt erlos uns ter bist, der alles, auch, o Gott, von allem sieht, was ist, und alles Bosen, denn du hast Macht bort! Wir Kinder nahn und Kraft allein, uns zu deinem Thron, und Es muß erlösen: Laß uns im lez: flehn dich an. tenKampf, o Bater, wohl bestehn, und dann in jener Welt dein Antliz ewig sehn. uns, Herr, von Herzen geba, was wir mit un ferm Munde flehn! 2. Geheiligt werd in deiner Welt dein Name; 14. Du, Höchster, wenn dein Licht erhellt, fannst allein dein Werk in wer deine Wahrheit kennt uns vollenden, und unser und ehrt, der leb auch, ganzes Heil steht blos in wie er glaubt und lehrt: deinen Händen: dein, Nimm aller irrenden dich Herr, dein ist das Reich, an, und hindre, was ver die Kraft und Herrlichkeit führen kann. von aller Ewigkeit zu aller Ewigkeit, 3. Dein Reich laß kom: men; Laß dein Wort ståts 15. Hierauf fo sprechen unverfälscht an jedem Ort wir, in Jesu Christi Na: juns leuchten; Gieb uns men, auf sein untrüglich deinen Geist, den uns dein Wort, ein glaubig Ja und Sohn, o Gott, verheißt; Amen! o Jesu Chrift, Erhalte deine Kirch und durch dich und dein Ber: laß sie fürchten weder dienft allein, wird alles, Spott noch Haß! was wir flehn, auch Ja 4. und Umen seyn. 4. Dein Wille, Herr, gefheb zugleich auf Ers den. Vom Gebete zu Gott. 411 den, wie im Himmelreich Bersuchung nie; Und ach! Gieb uns Geduld, Gelas gerathen wir in sie; So senheit im Leiden, und Bestärke du zum Widerstand ständigkeit, dir zu gehor: uns, Herr, mit deiner star: chen; Muth und Kraftsten Hand! Gieb deines zum Kampf in unsrer Pil: Geistes Trost, daß treu grimschaft. und standhaft unser Glau: 5. Auch gieb uns unser be sen! täglich Brod, Arbeitsam: 8. Erlds uns denn zur keit und Fleiß; O Gott!| rechten Zeit von allem Ue: vor Krieg behüt uns und bel, allem leid, und alvor Streit, vor Seuchen, lem was die Zukunft Pest, und theurer Zeit; droht, und tröst uns in Gieb Friede, Trost in Leid der lezten Noth, und laß und Schmerz, und immer( wir sind, wir sind ja ein zufriednes Herz. dein;) einst selig unser 6. All unsre Schuld Ende seyn! vergieb uns, Herr, erlaß 9. Dieß, Gett, gesches fie, o Barmherziger; Wie he! Bater, wir erwarten wir auch unsern Schulde: alles Heil von dir. Dein nern erlassen ihre Schul- ist das Reich; dein ist die den gern, dienstfertig laß Macht; Dir werd auch uns seyn; bereit zur Preis und Ruhm ge: Sanftmuth, Lieb und Ei: bracht, von allen Men nigkeit! schen aller Zeit, von Ewig7. Ach führ uns in feit zu Ewigkeit; 361. ir in deinem Sohne, liegen wir vor deinem Throne: Reis 412 bb P D 755 Bom Gebete zu Gott: Keiner kehrt mit trübem Blick, unerhört S von dir zurück. Alles Fleisch von allen En 1 den kommit mit aufgehabnen Händen, kommt € + mit Hoffnung und Begier, Gott, der gern erhört! zu dir. 2. Du bist alles Guten haben. Ewig sollten alle Fülle. Daß wir beten, dein, guter Bater! sich Du ver: erfreun. ist dein Wille. 4. Sollten denn nicht schmähst, o Vater! nicht deiner Kinder Zuversicht. Und du hast so vielen Se: deine Frommen alle be gen; weit mehr, als wirstend vor dich kommen, der bitten mögen. Reich und du unser Vater bist, dem Kraft und Herrlichkeit, fein Ding unmöglich ist? Gott! ist dein in Ewig: Allen hast du, Herr! ihr feit. Leben, und was sie erfreut, gegeben; Und versprichst, Unendlicher! Allen noch unendlich mehr. 3. Was im Himmel und auf Erden gut ist, ließ dein Wide werden; Eh es 5. Ja, wir wollen zu wird, da dachtest du es schon deinen Kindern zu. dir nahen, beten, glauben, Alle sollten deiner Gaben und empfahen! Unsrer unerschöpften Reichthum Thaten Lobgesang sen in Ewiga Von der rechten Art des Gebets. 413 Ewigkeit dein Dank! Heil befizest Herrlichkeit und uns Christen! Du beschü: Kraft und Reich! Wo ist zest deine Kinder. Du dir ein Vater gleich? II. Von der rechten Art des Gebets. Mel. Nro. 380. ( druß, am Beten mich zu Aus tiefer Noth ruf ich. hindern. Und fleht mein mit Seufzen seufzend Herz zu dir, ? 362. flag ich bringt sie zu meiner Krändir, mein Gott! Gern/ fung mir viel Eitles ins wollt ich eifrig beten, und Gemüthe. drückt mich meiner Sún: 4. Dieß, Herr, mein de Noth, voll Glauben zu Gott, dies fränkt mich dir tretten: Gern brácht sehr, und ich denk oft mit ich, lieber Vater! dir im Schmerzen, als wär dein Geist und Wahrheit mit guter Geist nicht mehr in Begier die Opfer meiner meinem trágen Herzen, Lippen. das dich so oft beleidigt 2. Allein mein Herz, hat; Weil Lust zur Anz ach Gott und Herr! kann dacht keine Stätt in meis sich nicht recht erheben.jner Seele findet. Zum Guten oft zu falt 5. Ach, leider! Bater; und schwer bleibt es am hab ich dich nicht allezeit Eiteln fleben. Trág ist oft gehöret, wenn du in deix leider! Sinn und Muth, nem Worte mich erweckt, und oft muß ich mein gerührt, gelehret. WehFleisch und Blut zur An: müthig fleh ich, Gott, zu dacht mühsam zwingen. dir, vergieb und handle 3. Umsonst faß ich oft nicht mit mir, wie ich ver: den Entschluß. Die Welt dienet habe. samt ihren Kindern sucht, 6. Ich will hinfort meinem Herzen zum Ver Nachlässigkeit und alle Trág: 414 Christliche Gesinnungen gegen Jesum, Trägheit meiden. O ma- des Gebets ja nie in mir che du mein Herz bereit, erkalten! Der Andacht vom Eitlen mich zu schei: Feuer wollst du ståts durch den. Laß es dich hören deineKraft erhalten. Den und allein aufs Himmli: Hindernissen wehre du, sche gerichtet seyn. Gieb und feze meine Seel in du mir Kraft und Stärke. Ruh, sich frei empor zu 7. Gott, laß den Eifer schwingen. 12. Chriftliche Gesinnungen gegen Jesum, den Heiland der Welt. Von der Liebe und Dankbarkeit gegen ihn. Sohn! Du bist mein Schild und grosser Lohn. 3. Ach! daß ich dich so ch will dich spát erkennet, und dich, 363. J lieben, mei: mein Trost und höchstes ne Stärke! Ich will dich Gut! so spät umfaßt, und lieben, meine Zier! Dich mein genennet, da doch lieb ich, Herr! durch Wort mein Heil in dir beruht. und Werke, Gedanken, Ach! meine Seele ist be: Sinnen und Begier; Dich trübt, daß ich dich eher lieb ich, o vollkommnes nicht geliebt. Licht! Bis einst der Tod das Herz mir bricht. Mel. Nro. 125. Wie gottlich sind doch zc. 4. Ich lief verirrt, und war verblendet; Ich such: a. Dich lieb ich, o mein te Ruh und fand sie nicht. wahres Leben! Dich lieb Bon Gott hatt ich mich ab: ich, meinen besten Freund! gewendet, er war nicht Dich will ich lieben und er: mehr mein Trost, mein heben, fo lange mich dein Licht. Nun aber zeigst und Glanz bescheint. Dich! schenkest du mir Fried und dich umfaß ich, Gottes wahre Seelenrub. 5. Drum den Heiland der Welt. 415 5. Drum dank ich dir, 7. Gieb meinen Augen du wahre Sonne! Weil fromme Thränen, gieb du mir Glanz und Licht ge: meinem Herzen lieb und bracht; Ich danke dir, du Treu. Laß meine Seele Himmelswenne! Daß du sich gewöhnen, daß sie dir mich froh und frei ge: ganz ergeben sey. Floß macht. Ich danke deiner meinem Herzen Liebe ein, Gütigkeit, die mich ansauf ewig; Jesu! dein zu Seel und Leib erfreut, seyn. 6. Erhalte mich auf 8. Dich lieb ich ewig, deinen Stegen, und laß meine Freude! Dich lieb mich nicht mehr irre gehn; ich, meinen Herrn und Jaß meinen Fuß auf dei: Gott! Dich lieb ich flats nen Wegen nicht strauch in Lust und Leide, dich len oder stille stehn. Duslieb ich auch in Noth und reines Licht, du Gnaden: Tod. Dich lieb ich hier glanz! Erleuchte meine in dieser Zeit, und völlig Seele ganz. in der Ewigkeit. 364. EWIC e fu, meine Freude! Selbst auch, I mit # b wann ich leide, meines Herzens Theil! alles lieben, ist mir Trost und Heil. 111111 7256 Hab ich dich, wie reich bin ich! Ohne dich F 章 kann ich auf Erden doch nicht glücklich wer: 416 Christliche Gesinnungen gegen Jesum, werden. 2. Unter deinem Schir: lebst in meiner Brust. me konnen keine Stürme Kreuz und Noth, und mir erschrecklich seyn. Laß Schmach und Tod foll die Felsen splittern, laß mich, ob ich viel muß lei: den Erdkreis zittern, und den, nicht von Jesu schei den Einsturz dráun! Was den. ists mehr? Rings um 5. Weicht, ihr Eitel: mich her mag es donnern, skeiten, die zum Bösen lei: krachen, blizen! Jesus ten! Thoren täuschet ihr. will mich schuzen. Sünden, eure Freuden 3. Nicht des Grabes will ich ewig meiden; flie: Höhle schrecket meine het fern von mir! Uleppig: Seele; Nicht das Welt: keit, Stolz, Schmähsucht, gericht. Nichts kann mei: Neid, ihr beschwerer das nen Glauben, kann mir Gewissen, ich mag euch Jesum rauben: Er ver: nicht wissen! 6. Schweiget, bange läßt mich nicht. Und be: wacht durch seine Macht, Klagen! Sollt ich je vers kann ich bei der Feindesagen? Ist nicht Jesus Zoben Gott mit Freuden mein? Den, der Jesum loben. liebet, muß, was erst be: 4. Nicht an Gold und trübet, doch zulezt er: Schäzen kann ich mich er: freun. Hab ich sie viel gözen, Jesu, meine Lust. Angst und Müh; Jesu! Wolluft lockt vergebens; selbst auch, wann ich leide, Du nur, Fürst des Lebens, bleibst du meine Freude! 13. Von Von der Nachfolge Christi. 365. Mit 13. Von der Nachfolge Christi. Mel. Nro 44. schen Gefilden. Doch wer Herr! deine Allmacht zc. wahrhaftig Glauben hat, pir nach! spricht wird auch nach mir sich Christus, un: bilden, in Liebe wandeln, ser Held, Mirnach, ihr gern verzeihn, mitleidig, Christen alle! Entfesselt mild und friedsam seyn. euch von Sünd und Welt, 5. Bon Eigennuz, sorgt nur, was mir gefalle. und Ehrgeiz fern, ents Ich bitt für euch! und sagt ich allen Freuden, ihr send mein; Drum begab mich meiner Ho: follt ihr mir auch ähnlich heit gern, und scheute keis seya. ne leiden. Nie sezt' ich 2, Kommt! meine bei der Herbsten Schmach, Sanftmuth zeiget sich in des Baters Ehre meiner allen meinen Lehren. nach. Kommt; meine Demuth 6. Gleich mir, verleng: reizt euch, mich mit Zu- ne jeder sich, und folge traun anzuhören. Wißt, meinen Schritten. Sollt wenn ihr Busse thut und ihr auch leiden; Schaut glaubt, daß euren Trost auf mich, der ich für euch kein Tod euch raubt. gelitten. Nehmt willig 3. Ich binja das wahr: euer Kreuz aufeuch, und hafte Licht; Bei mir ist werdet an Geduld mir Heil und Leben. Wer mir gleich. nur folget, der darf nicht, 7. Ob der Verfolgung wo er auch wandelt, beben. Schwerdt schon blizt, ſo Er wandelt nicht in Finlaßt euch das nicht rühren; steruiß, schaut seinen Weg, Denn, wer sein Leben und geht gewiß. angstlich schůzt, wird ewig 4. Der Glaub ist euch es verliehren. Wer Glück ein sichrer Pfad zu himmli: der Erde mehr begehrt, als Di 417 418 Von der Nachfolge Christi. als mich, ist meiner auch leicht meine Last. O! Wer sein wahres Glück nicht nicht werth. 8. Auf, Christen, auf! haßt, wird sich dazu be: Ihm, unserm Herrn, mit quemen. Ich schenk ihm Eifer nachzueilen! Laßt Ruh, und wie er sich nicht uns mit ihm getrost und meiner schämet, werd auch gern auch Schmach und ich einst seiner mich nicht Leiden theilen. daßt seyn, schämen. daß uns die Welt ver höhnt! wer treulich kämpft, wird einst gekrönt. Mel. Nro. 227. 4. Nun, Jesu! mich verlangt nach dir. Zeuch mich dir nach, so laufen wir; Dir will ich mich er: geben. Ich weiß es, o Herr Jesu Christ! Daß ausser So hoff ich denn mit 2c. 366. Kommt her, dir kein Netter ist: bei dir Mühsel'ge, ist Heil und Leben. kommt zu mir, spricht Got: 5. Laß mich nun, so tesSohn, o kommt! Send wie du gethan, aus wahrer ihr mit Sünden gleich be: Demuth, jedermann zu laden. Kommt her, ich dienen fertig stehen. Laß bin der gute Hirt, der euer mich, wie du, sanftmus Herz erquicken wird. Ich thig seyn, Beleidigungen Arzt, heil euren Schaden. gern verzeihn, und Feh: 2. Wie lange säumet ler übersehen. 6. Ach bilde mich nach ihr euch noch? Kommt her, und übernehmt mein deinem Sinn, mich, der Joch, und folget meinen ich ohne dich nichts bin, Lehren. Seht, wie ich, ganz daß ich dein Joch recht tra: nach Gottes Sinn, so sanft, ge. Sprich meiner Seele und bringe und so demüthig bin; Mich tröstlich zu, müßt ihr billig hören. mich zur wahren Rub am Ende meiner Tage. 3, Sanft ist mein Joch, Mel. Von der Nachfolge Christi. 419 Mel. Nro. 6. der Himmel Thron, bist Lobsinget Gott, und bet. 2c. du das Heil der Sünder; er du die Lie: Auch da bleibst du, o Got: 367. D be selber tes Sohn ein Freund bist, und gern uns Men der Menschenkinder. Du schen segnest: Ja, selbst schaffst den Deinen wahre dem, der dein Feind noch Ruh, und die Verirrten ist, mit Wohlthun doch suchest du auf rechten Weg begegnest! O bilde mei: zu leiten. Du herst der nen Sinn nach dir, und Seufzendent Gebät, und laß mich doch, mein Hei: brauchest deine Majestät, land, hier, wie du gewannur Segen auszubreiten. delt, wandeln! Die kön: 4. O laß in meiner Pil: nen keine Christen seyn, gerschaft mich auch dein die sich nicht Andrer Wohl: Borbild sehen! Erfülle fahrt freun, die menschen mich mit Lust und Kraft, e feindlich handeln. dem Nächsten beizustehen, 2. Dein Leben in der betrübter Herzen Trost zu Sterblichkeit war für die seyn, mich mit den Fröhliz Menschen Segen; Dirschen zu freun, mit einene folgten lieb und Freund: den zu klagen. Laß mich lichkeit auf allen deinen dem, der sein Herz mir Wegen. Wohin du giengst, weiht, ein Herz voll from: gieng Wohlthun mit; mer Redlichkeit und Treue Dein Wort, dein Werk, nicht versagen. und jeden Schritt begleis 5. Last mich mit brüderz tete Erbarmen. Du über: licher Huld den Straus nahmst die schwere Pein, chelnden erwecken; Durch uns vom Verderben zu Sanftmuth, Mitleid und befrein, und starbst zum Geduld des Nächsten Feh Heil uns Armen. ler decken. Mein Antliz sey 3. Auch jezt noch, auf nicht fürchterlich, und mei: D$ 2 ne 420 Von der Treue gegen den Heiland. ne Seele neigt sich zu des Welt, die nur Beglückte Bedrängten Flehen: So in sich hält, der Liebe Lohn wird mich in der bessern erhöhen. 14. Von der Treue gegen den Heilaad. 368. ¹1 er M so gerfordern Dank und Pflicht, ihn zu X3 sich für mich gegeben, Er ist meines Lebens lieben, ihm zu leben. # Licht; Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum, Jesum laß] 4. Auch im Himmel ist ich nicht, hier in meinem er mir Seligkeit, und ganzen Leben. Ihm hab Trost und Freude: Dort ich, voll Zuversicht, mich belohnt er, was ich hier zu eigen übergeben. Weil willig ihm zu Ehren leide. mir nichts bei ihm ge: Dort seh ich sein Ange: bricht, laß ich meinen Je: sicht; Meinen Jesum laß sum nicht. ich nicht. noch 3. Wann mein Auge 5. Weder Welt, schon verlischt, und die Weltlust ists, was des Lippen sich entfärben mich Herzens Wünsche stillet; kein Labsal mehr erfrischt, Du allein, mein Jesu, alle Sinnen mir ersterben, bists, der mein ganzes und das matte Herz nun Herz erfüllet. Du vertrittst bricht, laß ich meinen Je: mich im Gericht. Dich, 0 sum nicht. Jesu, laß ich nicht. 6. Dich, Von der Treue gegen den Heiland. 421 6. Dich, o Jesu, halt auch Feinde verwandelst ich vest, und von dir soll du in Freunde. nichts mich scheiden. We: 4. In aller meiner he dem, der dich verläßt! Noth, und war es auch Er beraubt sich ew'ger der Tod, bist du's, der Freuden. Selig, wer von für mich ringet, und Noth Herzen spricht: Meinen und Tod bezwinget; Ja vor Jefum laß ich nicht! der Hölle Schrecken kann Mel. Nro. 94. mich dein Schuz bédecken. 5. Wenn Sünden: Du, der kein Boses thut, c. schuld mich plagt, und 369. Mein Jesus mein Gewissen nagt: als: ift getreu, bald eilt deine Gnade, daß in Noth steht er mir bei: sie mich ihr entlade, dein auf ihn ist gut vertrauen; Leiden und dein Sterben, Drum will ich auf ihn daß läßt mich nicht vers bauen. Ihm bleibt mein derben. Herz ergeben, im Tod und auch im Leben. 6. Sey, Jesu, auch hinfort mein Beistand 2. Der Welt armsel: Schuz und Hort. Laß meiger Lohn ist Schaden, nenFuß nicht gleiten, und Schimpf, und Hohn; hilf mir muthig streiten: Wer den nicht will erer: so will ich deinen Namen ben, der muß der Welt von Herzen preisen. Amen. absterben, muß ihrer nicht Mel. Nro. 334. begehren, und sich zu Jesu kehren. Was Gott thut, das ist ic. 3. Umringet mit Ge: laß ich fahr nehm ich viel Feinde 370. Dich, Jefum, wahr, die wider mich sich ewig nicht; Dir bleibt legen. Du, Jesu! bist zuge mein Herz ergeben. Du gen! Du lenkst das Herz, kennst dieß Herz, das red: Dd3 lich - 422 Von der Treue gegen den Heiland. lich spricht: Nur einem bei mir. Wenn mich die will ich leben; Du, du Feinde hassen, wirst du allein, du sollst es seyn; mich nicht verlassen. Du sollst mein Trost auf 5. Dich, Jesum, laß ich Erden, mein Glück imsewig nicht, dich, Gottes größte Gabe! Ich weiß, Himmel werden. 2. Dich, Jesum, laß daß mir kein Gut gebricht, ich eweg nicht; Ich hatte Herr, wenn ich dich nur dich im Glauben. Nichts habe. Sucht mich die Welt kann mir meine Zuversicht durch Gut und Geld dir und meinen Glauben raus ungetreu zu machen; So ben. Der Glaubensbund will ich ihrer lachen. hat vesten Grund: Du 6. Dich, Jesum, laß ich läffest dir nicht nehmen, die ewig nicht, nichts soll mich deiner sich nicht schämen. von dir scheiden. Es blei 3. Dich, Jesum, laß ich bet jedes Christen Pflicht, ewig nicht; Aus göttli- mit seinem Herrn zu lei: Doch all mein Leid chem Erbarmen giengst du den. für Sünder ins Gericht, währt kurze Zeit: bald ist und büßtest für mich Ar es überstanden, und Ruh men. Aus Dankbarkeit ist dann vorhanden. 7. Dich, Jesum, laß ich will ich allzeit um deines Leidens willen die Pflicht ewig nicht. Nie soll mein Glaube wanken; und wann der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesum, laß ich des Leibes Hütte bricht, ewig nicht; Du stärkest sterb ich mit dem Gedan: mich von oben. Auf dich ken: mein Freund ist mein, steht meine Zuversicht, und ich bin sein; Er is wenn meine Feinde toben. mein Schuz, mein Tröster Ich halt an dir; Du bist und ich bin sein Erlößter III. Von Von den Pflichten gegen uns selbst. 423 III. Von den Pflichten gegen uns selbst. I. Von der Selbstliebe. Mel. Nro. 224. Wahrheit schaun, Unch Herr, allerhöchster Gott, ic. nie mein Wohlergehn auf Will Andrer Stent baun. 371, ein ists, groß 4. Dein Fluch trifft ser Gott! Ich soll mich jedes Glück, dabei die Tuselber lieben. Olaß mich gend leidet, dabei der, der diese Pflicht nach deiner es sucht, Gott, deine We: Vorschrift üben, und ge meidet. Wer Unrecht schränke selbst den Trieb liebt und thut, erbt dei: froh und beglückt zu seyn, nen Himmel nicht. Nie den du mir eingepflanzt, treffe mich, o Gott, dieß in heil'ge Gränzen ein. schreckliche Gericht. 2. Gieb, daß mein 5. Nie blende mein ganzes Herz sich deiner Gemüth der Eitelkeiten Liebe weihe, und daß in Schimmer. Die Welt mit allem ich dein Auge kind: ihrer Lust vergeht doch lich scheue. Wer als ein einst auf immer. Was Christ sich liebt, der flieht hilft uns furze Lust? Was auch als ein Christ, was hilft uns eitle Pracht? wider deine Furcht und Nicht ein vergänglich Gut Menschenliebe ist. ists, was uns glücklich macht. 3. Kein schnöder Eigennuz beherrsche meine 6. Ein Gott ergebnes Seele! Und wenn zu mei: Herz, ein unverlezt Ge: nem Glück ich Weg und wissen, nur das kann uns Mittel wähle, so laß mich allein des Lebens Last ver: stats dabei auf Recht und süssen; Das bleibt uns D04 auch 224 Von den Pflichten gegen uns selbst. auch im Tod, und folgt nen Sinn auf die wahre uns aus der Zeit zum Weisheit hin, daß ich grossen. Segen nach, bis nicht mein Glück verfehle, in die Ewigkeit. und selbst das Verderben 7. O selig! Wer dar: wähle. nach mit heil'gem Eifer 2. 2. Hilf mir, die mir trachtet und für sein schuld'ge Pflichten recht größtes Glück, Gett, deine verstehn, und mit Bedacht Gnade achtet. Der liebt auf das mein Bestreben allein sich recht, der finde richten, was wahrhaftig schon in der Zeit die wahre glücklich macht. Wer dir, Ruh, und einst vollkomm: o du Höchster, lebt, und ne Seligkeit. dir zu gefallen strebt, der 8. Das sey mein Zweck, nur kennt der Seele Adel, mein Fleiß. O segne mein der nur lebt sich ohne Bemühen! So wird das Tadel. wahre Wohl nicht meinem 3. Doch wie oft und Wunsch entfliehen. Be: leicht verführet Eigenliebe wahre mich dabei, Herr, unser Herz! Durch den vor dem Lauf der Welt. äussern Schein gerühret, Gieb, daß ich mich so lieb,[ wünscht er Freud, als es dir wohlgefällt. und wählt den Schmerz, sucht und findet niemals Fuh, Mel. Nro. 438. hofft sie, und kommt nie Freue dich, o meine 2c- dazu, weil es sich verliehrt aß ich mich, in Dingen, die kein wah: 372. Dª mein Gott, res Glück uns bringen. selbst liebe, kann dir nicht 4. Wir versäumen uns mißfällig seyn; Du, dussre Pflichten, von Bequeme pflanztest ja die Triebe lichkeit regiert; werden, tief hiezu den Menschen wenn wir Guts verrich ein. Lenke du nur meiten, oft von Eigennuz verführt. Von der Selbsterkenntniß 2c. 425 verführt. Nur gar selten Andrer Wohl zu trachten, trachten wir, nach dem und sie, als mich selbst wahren Ruhm bei dir; zu achten. Und wie oft fehlts uns am Wollen, wenn wir Andern dienen sollen! 6. Gieb mir dann auch das Bollbringen, mich zu lieben, wie ich foll, daß 5. Mache, o mein Gott, mich eifrig darnach rin: in Gnaden mich von sol: gen, mis mir dient zum cher Unart frei, daß ich wahren Wohl; Auch dem nicht zu meinem Saaden Nächsten beizustehn, auf gegen mich verblendet sey. ihn, als mich selbst, zu Pflanze selbst den Trieb sehn; Ueber alles dich zu mir ein, mich vor allem lieben. Das, das hilf mir dein zu freun, auch nach treulich üben! 2. Von der Selbsterkenntniß und Selbstprüfung. Mel. Nro. 82. Borfaz wohl gerathen, ich In allen meinen Thaten zc. bin allein an Fehlern as ich nur Schuld. 373. Wª Gutes ha: 3. Das Glück, deß ich be, ist deine milde Gabe, mich freue, schaffst du nach du Bater alles Lichts! deiner Treue, du Herr der Mein Daseyn und mein ganzen Welt! Du ordnest Leben ward mir von dir unsre Tage, ihr Glück, gegeben, und ohne dich und ihre Plage, nur so, vermag ich nichts. wie- dir es wohlgefällt. 2. Sowohl Verstand, 4. Sollt ich mich denn als Kräfte, zu nůzlichem erheben, wenn mir in dies Geschäfte, hab ich aus sem Leben viel Gutes wis deiner Huld. Dein ists, derfährt? Was hat dich, wenn gute Thaten dem Herr, bewogen, daß du Dd5 mich 426 Von der Selbsterkenntniß mich vorgezogen? Bin ich von deinen Händen, du auch jemals dessen werth? schufft mich, Gott, zu deis 5. Ich bin viel zu ge: nem Preis; Dazu mein ringe der Huld, Herr aller Leben anzuwenden, das Dinge, die du mir hast er ist dein väterlich Geheiß. zeigt Olaß michs nie ver: Doch leb ich als dein Ei gessen, wenn ich mein Herz vermessen zum Seolz und Eigendünkel neigt. 3. Ich bin ein Christ 6. Das núzlich anzu nach dem Bekenntniß, wenden, was du mit Va: Doch bin ich das auch in terhånden mir gütig zu der That? Herr, öffne gewandt, gehorsam dir selbst mir das Verständ zu werden: Das sey mein niß, recht einzusehn, ob ich Fleis auf Erden; Dazu den Pfad, den Jesus mir gieb Demuth und Ver: gewiesen, geh, und ob ich auch im Glauben steh? stand. genthum, auch, wie ich soll, zu deinem Ruhm? Mel. Nro. II. 4. Du kennest unsers Herzens Tiefen, die uns O könnt ich dich, mein c. selbst unergründlich sind; her bin ich? Drum laß mich oft und 374. Wer welche ernstlich prüfen, ob ich wicht'ge Frage! Gott, leh: sen Christo gleich gesinnt. re sie mich recht verstehn! Befreie mich vom falschen Gieb, daß ich mir die Wahn, der auch denKlüge Wahrheit fage, um mich, sten täuschen kann. 5. Wie kann der, der so wie ich bin, zu, fehn. Wer sich nicht selbst rech. bei allem Wissen des Her: kennen lernt, bleibt vonszens Zustand sich verhehlt, der Weisheit weit ent: auf wahre Beßrung seyn der nicht beslissen, er, fernt. 2. Ich bin ein Wert weiß, wie viel ihm fehlt? Sich und Selbstprüfung. $ 427 Sich seldst recht kennen ist so wecke mich durch deine Verstand; Drum mache Gnade, daß ich ihn ernst: mich mit mir bekannt. lich suchen lern. Gieb mir 6. Was mir zu meis zur Beßrung. Lust und nem Heil noch fehlet, mein Kraft; Du bists, der bei: Bater, das entdecke mir! des in uns schafft. Hab ich der Wahrheit Weg 8. Ich weß es einmal erwählet, so sieb, daß ich doch erfahren, was ich hier ihn nicht verlichr. Erleuch: war und hier gethan. D te mich mit deinem Licht, laß michs nicht bis dahin so täuschen mich Verfüh: sparen, wo Neue nichts mehr helfen kann. Hier rer nicht. 7. Bin ich jezt von dem mache mich zum Himmel sichern Pfade, der mich klug, und frei vom schnö: zumleben führt, noch fern, den Selbstbetrug. 3. Von der Sorge für die Seele überhaupt. Mel. Nro. 3. blos Fleisch und Bein, du Lob, Ehr und Preis dem zc. hauchtest mit dem Leben 375. Laß mich des mir auch zugleich die See: Menschen le ein, und hast es ihr ge wahren Werth, mein Gott, geben, noch mehr, als was zu Herzen nehmen, und die Sinne rührt, und dessen, was mich selbst durch sie Schmerz und Luft entehrt, mich allzeit in: gebiehrt, zu fassen, zu nigst schämen. Nie komm erwagen. es mir aus meinem Sinn, 3. Gott, diesen Vorzug was alles ich vermag und gabst du mir vor so viel bin, durch deine weise Millionen, die auch be: Güte. feelt, genährt von dir 2. Du schufft mich nicht auf deiner Erde wohnen. Was 428 Von der Sorge für die Seele überhaupt. Was jenen fehlt, ver: Raub; Du wirst ihn auf liehst du mir, Vernunft erwecken. und Freiheit, und mit 7. Vom Himmel kam, dein ihr Gefühl von Recht und gesandt von dir, Unrecht. Sohn zu uns auf Erden; 4. Du schufft mich zur Er kam, und ward ein Geselligkein und für der Mensch, wie wir, der Freundschaft Freaden; Menschen Heil zu werden. Gabst mir ein Herz voll Wie hoch sind wir durch Fühlbarkeit für Andrer ihn geehrt! Wie ernstlich Glück und Leiden; Noch durch ihn selbst belehrt, mehr, ein Herz, das få der Menschheit Werth zu hig ist, sich dein, der dusscházen! mein Vater bist, zu freun, und dich zu lieben. 8. Und ich, ich sollte ihn entweihn, und gleich den 5. In stiller Andacht Thieren handeln? Der kann mein Geist sich bis Fleischeslust ergeben seyn, zu dir erheben, und dir, und nicht vor dir, Gott, den jeder Himmel preist, wandeln? Fern sey ein auch Preis und Ehre ge: solcher Sinn von mir! ben. Auch ich kann dei: Bewahre mich, mein Gost, nen Willen thun, in deiner dafür, daß ich mich so nicht Vorsicht Rath beruhn, und schände! fröhlich auf dich hoffen. 9. Gieb vielmehr, daß 6. Nicht blos für dieselich allezeit auf mein Ge kurze Zeit riefst du mich wissen achte, nach Weisheit in das Leben; Zu Freu- und Gerechtigkeit mit als den einer Ewigkeit soll lem Eifer trachte, dich sich mein Geift erheben. liebe, und mich deiner Und wird auch gleich der freu, und so des Borzugs Leib zu Staub, so bleibt würdig sey, den du mir er nicht des Grabes haft verliehen. Mel. Von der Sorge für die Seele überhaupt. 429 Mel. Nro. 227. 376. Her mich nicht, durch eigne So hoff ich dann mit zc. Schuld, das Heil, das err, meiner deine Baterhuld ihr zu: Seele grofgedacht, verliehren. sen Werth, den mir dein 5. Mit dir o Gott, theures Wort erklärt, laß vereint zu seyy, mich ewig mich mit Ernst bedenken; deiner Huldfreun, und und auf die Sorge für ihr dich zum Trost zu wählen; Wohl so unermüdet, als Das sey mein Zweck, und ich soll, den größten Ei: mein Bemühn! Laß mich fer lenken. den rechten Weg dahin aus 2. Wie hast du nicht leichtsinn nicht verfehlen. an sie gedacht! Wie viel 6. Wer Sünden liebt, hat deiner Gnaden Macht bleibt nicht vor dir, drum nicht an ihr Glück gewen: schaffe selbst, o Gott, in det! du schufft sie, Gott, mir ein Herz, das Sün: dein Bild zu seyn; Und den hasset; Das seine hast, vom Fluch sie zu be: Schuld vor dir bereut, und frein, selbst deinen Sohn das zu deiner Gütigkeit gesendet. durch Christum Hoffnung 3. Zu groß für diese fasset. kurze Zeit, bestimmt zum 7. In meiner ganzen Glück der Ewigkeit, lebt Pilgrimschaft laß mich, sie im Fleisch auf Erden, gestärkt durch deine Kraft, durch Glauben und Gott: nach jenem Kleinod trach: seligkeit, zu grösserer ten, das mir dein Ruf vor Vollkommenheit im Him: Augen stellt, und alle Leis mel reif zu werden. den dieser Welt wie nichts dagegen achten. 4. Mit grosser Treue willst du sie, durch dieses 8. Wie selig werd ich Lebens kurze Müh, zu je: dann nicht seyn! nem Ziele führen. Olaß hier werd ich mich deiner Schon freun, 430 Von der Busse und Bekehrung. freun, in dir, Gott, ru: mich gewiß zur Herrlichs hig leben; Und du wirst, keit in deinem Reich ers nach vollbrachter Zeit, auch heben. 4. Von der Busse und Bekehrung. 377. 7¹ # ¹5 As Gott und Herr! Wie groß und EE schwer sind meine viele Sünden! Wie drückt mich doch des Elends Joch! Wo kann ich Hilfe finden? 2. Flöh ich gleich weit Sünden folgen müssen; voll Bangigkeit, bis an O so verleih mir doch das des Erdreichs Enden, der bei den Frieden im Ges Angst und Pein befreit zu wissen! seyn, würd ich sie doch nicht wenden. 5. Sonst machs, wie's dir gefällt, mit mir; Du kannsts nicht böse meinen. nur wollst du mich nicht nicht verdienet. Geh mit ewiglich dort scheiden von mir nicht, Gott, ins Ge den Deinen. 3. Zu dir flieh ich. Er barme dich, ob ichs gleich richt! Dein Sohn hat mich verfügnet. 6. Das thust du nicht; Mit Zuversicht kann es Glaube hoffen. 4. Solls ja so seyn, mein daß Straf und Pein auf Durch Christi Tod steht ja, mein Von der Buffe und Bekehrung. 431 mein Gott, auch mir der neues Herz, das deine Himmel offen. Wege wähle. Befördere 7. Herr Jesu, du und stärke mein Bestreben, schaffst Trost und Ruh, nur dir zu lebey. der du für mich auch star: 3. Verwirfmich nicht best; Auch mir zu gut mit von deinem Angesichte! deinem Blut der Gnade Gieb deinen, daß er Trost erwarbest. unterrichte. mich Gieb 8. Dieß stärket mich; ihn, daß er auf deiner Und ob auch sich einst Leib Wahrheit Wege mich leis und Seele scheiden, solten möge. schenkst du mir alsdann 4. Erquicke mich in bei dir, des Himmels ew': meiner Seele Leiden mit ge Frenden. deiner Hilfe; Gieb den 9. Gott, dir sey Ruhm! Geist der Freuden, damit Dein Eigenthum bleib ich er, weil ich keine Kraft dort, wie auf Erden. Ich besize, mich unterstüze. zweifle nicht, mein Heiland spricht: Wer glaubt, soll selig werden. 5. Mit neuer Treue will ich dich verehren; Ich will die Sünder deine Wes ge lehren, mein Beispiel soll sie reizen, deinen Wil Unschuld' ger Jesu! was ic. ten gern zu erfüllen. Mel. Nro. 144. 378. Allein llein vor dir 6. O höre, Gott, erbars mein Gott, mend auf mein Flehen! hab ich gesündigt! O laß Wie solltest du ein reuend die Gnade, die dein Wort Herz verschmähen? Ein verkündigt, wennSünden Herz, das dich im Glaus uns von ganzem Herzen ben ernstlich suchet, der reuen, auch mich erfreuen. Sünde fluchet. 2. Schaff in mir, Höch: 7. Ein reuevolles ster, eine reine Seele; Ein Herz, das willst du haben; Ein 432 Von der Busse und Bekehrung. Ein solches Herz willst ie wanken, so hilf der du mit Troste laben. Du Unentschlossenheit. Wie willst die Seelen, die nach viel vermag ich, Gott, mit Gnade schmachten, Gott, dir! Nimm deinen Geist nicht verachten. nur nicht von mir. 4. Gieb, daß er mir státs Hilfe leiste, und Muth mein 2c. und Kräfte mir verleih, 379. Gott ott! dir ge: daß ich mit kindlich treuem fällt kein Geiste dir bis zum Tod er: gottlos Wesen; Wer bös geben sey: So sieg ich über ist, bleibet nicht vor dir. Sünd und Welt, und thue, Drum laß von Sünden was dir wohlgefällt. mich genesen, und schaff 5. Wenn ich indeß aus ein reines Herz in mir; Schwachheit fehle, mein Ein Herz, das sich vom Bater, so verwirf mich Sinn der Welt entfernt nicht. Verbirg nicht der und unbefleckt erhält. betrübten Seele, wann sie dich sucht, dein Angesicht; 2. Laß mich auf die be: gangnen Sünden mit in: Herr, mach in Betüm: niger Beschamung sehn; merniß mein Herz von dei: Durch Christum vor dir ner Huld gewiß. Gnade finden, und auf 6. Erquicke mich mit dem Weg der Tugend deinen Freuden, schaff ein gehn. Ich will forthin das getroftes Herz in mir, und Unrecht scheun, mein Leben stärke mich in allen keiden; deinem Dienste weihn. So halt ich mich, mein bis nach 3.D stärke mich in dem Gott, zu dir, Gedanken! Gieb meinem vollbrachter Prüfungszeit Vorsaz Vestigkeit; Und der Deinen Erbtheil mich will mein schwaches Herzlerfreut. Mel. Nro. II. könnt ich 380. Aus 380. THE Von der Busse und Bekehrung. 433 1 ich zu Antzeuch nicht dein Erbarmen mir! de du ins Herz kannst sehen, siehest Gott, laß mich Gnad erflehen! # du als Richter an, was wir nicht recht vor I dir gethan, wer kann vor dir bestehen? Wib * 2. Vor dir gilt nichts, strauen. Sie sagt mir zu denn, Gnad allein, dem dein theures Wort; Sie Sünder zu vergeben: Nie ist mein Trost und immers ist der Mensch von Fehlern fort will ich mich ihrer rein, auch in dem besten rühmen. Leben. Und, Herr, was 4. Sind gleich bei uns ist er ohne dich? Wie der Sünden viel, bei Gott darf der Staub, der Sün ist doch mehrGnade; Sein der, sich des Ruhms vor Arm zu helfen hat kein dir erkühnen? Ziel, wie groß auch sey 3. Drum will ich nur der Schade. Er ist allein allein auf dich, auf mein der gute Hirt, der wie: Verdienst nicht, bauen; derbringt, was sich ver Auf dich verlassen will ich irrt, er hilft aus allen mich, und deiner Güte Nöthen: 381. b s A" dir allein, an dir hab ich ge: 434 T Von der Buffe und Bekehrung. gesündigt, und übel oft vor dir gethan. Du sießt die Schuld, die mir den Fluch verkündigt; Sieh, Gott, auch meinen Jammer an! 2. Dir ist mein Flehn, 5. Laß deinen Weg, d mein Seufzen nicht ver: Herr! mich freudig wal: borgen, und meine Thrd: len, und lehre mich dein Ach beilig Recht, mich täglich nen sind vor dir. Gott! mein Gott! wie thun nach deinem Wohls lange soll ich sorgen? Wie gefallen; Du bist mein lang entfernst du dich von Gott, ich bin dein Knecht. 6. Herr, eile du, mein mir? 3. Herr, handle nicht Schuz, mir beizustehen, mit mir nach meinenSan und leite mich auf ebnet Er hört mein der, vergilt mir nicht nach Bahn. meiner Schuld. Ich su Schrein, der Herrerhört che dich, laß mich dein mein Flehen, und nimmt Antliz finden, du Gott sich meiner Seelen an. der Langmuch und Ge Mel. Nro. 318. duld! 382. D" 4. Früh wollst du mich Wie groß bist du, o Gott u bist vie mit deiner Gabe füllen, Gott, Vater der Barm: gnädiger herzigkeit. Exfreue mich als es der Mensch er um deines Namens wil skennt; Doch auch viel hei len; Du bist ein Gott, der liger, wann nun dein Zor gern erfreut. entbrennt! Dein Heil um deines tinell Aufmunterung zur Bekehrung. 435 deines Fluches Tod sehn verderben, nicht ewig, ewig wir nie ganz, denn du bist sterben! Gott, und wir sind Men: 4. Wir wichen nicht al: schenkinder, ja schwache, lein vom heiligen Gebot; blinde Sünder. Uch! wir vergassen auch 2. D schreckensvoller des grossen Mittlers Tod! Gott, gesündigt haben wir, Verschmähte Onad ist vor dir, der einst Gericht fürchtetlich; Sie mehrt wird halten, Gott, vor dir! die Schuld. Erbarme dich, Und unser Wandel sollte Gott, laß uns nicht ver: rein, er sollte dir geheiderben, nicht ewig, ewig ligt seyn! Ach laß, wir sterben! flehn's mit Beben., laß, 5. Wir 5. Wir hielten uns Herr, uns wieder leben! nicht mehr des ew'gen des 3. Verflucht ist, wer bens Werth. Odu, der bei den Bund des Allerhöchsich selbst Bußfert'gen sten bricht, mit solchen Gnade schwört, erbarme Sündern geht Jehovah dich, erbarm dich noch; insGericht. Ach, dein Ge: Befrei uns von der Sün richt ist fürchterlich! Er deJoch! Uch, Bater, Vas barme, Gott, erbarmester, schone in Jesu, deinem dich, laß uns nicht ganz Sohne! 5. Aufmunterung zur Bekehrung. 383. 7663 s Gowahr ich lebe! spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; 2 Kein 436 tut Aufmunterung zur Bekehrung. Mein Wunsch und Wille ist vielmehr, daß 4## rechtschaffen sich bekehr, sich beßre in 7¹65 7¹65# 1 der Gnadenzeit, und mit mir leb in E: wigkeit. 2. Dieß Wort bedenksthun, zur Barmherzigkeit; o Sünder, wohl! Ver: Doch wer aufGnade Bó: zage nicht verzweiflungs- ses thut, und der Versöh voll! Du nimmst an der nung theures Blut ver: Erlösung Theil: Hier fin: achtet, seiner selbst nicht dest du Trost, Gnad und schont, dem wird, wie er Heil: Und Gott besiegelts verdient, gelohnt. mit dem Eid; O selig, 5. In seinem Sohne wem die Sünd ist leid. will dir Gott das Leben Doch hüte dich vor schenken für den Tod: AlSicherheit, denk nicht: zur lein entdekt sein Wort dir Buß ists immer Zeit, ich wohl, wer von uns morgen will mich meines Lebens leben soll? Daß du mußt freun, und werd ich dessen sterben ist dir kund; Bers múde seyn, alsdann will borgen ist die Todesstund. 6. Heut lebst du, heut ich bekehren mich, Gett wird wohl mein Erbarmensbekehre dich; Eh morgen fommt, kanns ándern sich, sich. 4. Wahr ist es, Gott wer heut ist stark, gesund ist stats bereit zum Wohl- und schön, kann morgen 3. an Lufmunterung zur Bekehrung. 437 an dem Grabe stehn; tapfern Streit und Krieg Stirbst du nun ohne Beß: folget nie Triumph und rung hin, wie willst du dem Sieg! Nur den Sieger Gericht entfliehn? schmückt zum Lohne unvers 7. Hilf, o Herr Jesu, welkt die Himmelskrone. hilfdu mir, daß ich mich 3. Eifrig beten, allzeit gläubig nahe dir, und mich wachen, die Bersuchung bekehre unverweilt, ehlweislich fliehn, sich die mich mein Ende übereilt, Pflicht zur Freude machen, damit ich heut und jeder: unablässig sich bemühn, zeit zum lezten Auftritt selbst beim Sport und sen bereit. Hohn der Welt, das zu thun, was Gott gefällt: Dieses Wollen und Volls bringen heisset nach dem Himmel ringen. Mel. Nro.438. Freue dich, o meine ic. 384. chaffet, schaf: fet Mens 4. Drum entreisset euch schenkinder, schaffet eure den Lüsten, die ihr noch Geligkeit! bauet nicht, gefesselt send, und beweis wie sichre Sünder, auffset euch, als Christen, die ungewisse Zeit. Inmuthig standhaft in dem verweilt bekehret euch, Streit. Schont der liebs ringet nach dem Himmel: hten Neigung nicht, wär reich, und bestrebt euch, es auch die schwerste hier auf Erden heilig, se: Pflicht, und denkt oft an lig dort zu werden. Christi Worte: Dringet 2. Selig, wer im Glau: durch die enge Pforte. ben kämpfet! Selig, wer 5. Zittern will ich vor im Kampf besteht, wer derSünde, und dabei auf des Fleisches Lüste dám: Jesum sehn, daß ich seis pfet, und den Reiz der nen Beistand finde, in Welt verschmäht! Ohne derGnade zu bestehen. Ja, Fe3 mein 438 Aufmunterung zur Bekehrung. mein Heiland, ach! geblehre mich, mich selbst nicht mit mir Armen ins bezwingen, und verleih Gericht. Gieb mir deines Beständigkeit. Zeige mir Geistes Waffen, meine von deinem Thron den Seligkeit zu schaffen. verheißnen Gnadenlohn, 6. Gieb zum Wollensdaß ich wache, bete, rin: das Vollbringen, Muth ge, und also zum Himmel undKräftezu dem Streit; dringe. 385. EE Gott, ott, ist die Liebe selbst und seine Menschenhuld ist voll verschonender Ge 1 NU duld! Doch, wenn die Erde sich emporet, #E IFFI und zügellosen Lastern fröhnt, entbrennt sein Eifer und verzehret den Sünder, der ihn höhnt. 2. Die furchtbarn- Pla- swürgend aus auf sein Ge gen stehn auf seinen Wink bet: Die Pest fliegt über bereit, zum Dienste der ganze Lande, begleitet Gerechtigkeit. Der Krieg von dem Tod. im blutigen Gewande geht 3. Es zittert die Na tur, Aufmunterung zur Bekehrung. 439 tur, wenn sich der Höchmen unterdrückt, der Un: ste regt; Die Erde lebi zucht euch zu Sclaven wei: und wird bewegt, wenn het, und euch mit Schans auf den Fittigen der Win de schmückt? de Gott unter schwarzen 7. Der Allerheiligste, Wolken geht, und eines den ganze Rotten schmähn, ganzen Volkes Sünde vor soll eure Gräuel schweiz seinem Antliz steht. gend sehn.: wenn ihr das 4. Welch Ungewitter Recht um Geld verhan: braußt hier über unserm delt, euch mit der Witt: Haupt! Ohöret, wie sein wen Erndte speist, wenn Donner schnaubt! Gott jeder Frevel nackend wan: Zebaoth will uns vernich: delt, und nicht mehr Fre: ten! Doch laßt uns ihm vel heißt. entgegen gehn, und sei: 8. Erwartet ihr von nen drohenden Gerichten Gott in ganz verderbter durch Busse widerstehn. Zeit nur Güte, nicht Ge: 5. O schone, schone rechtigkeit? Die Erde soll noch! Bertilg uns nicht sein Lob verkünden: Er als Feind, Gott, unser offenbart sich durch die Schöpfer, unser Freund! Welt: ihr aber habt mit Du dürstest nicht nach un- schwarzen Sünden der ferm Blute: nimmt aber Schöpfung Reiz verstellt! Bosheit überhand, so bes 9. Entwaffnet seinen serst du mit schärfrer Ru- Grimm! Der Bogen liegt the ein ungehorsam Land. gespannt, in seiner aufges 6. So ruchlos ist die hobnen Hand: Bald holt Welt, als herrschte Gott er mit entflammten Pfei: nicht hier! Ihr Sünder, len euch auf dem WegeSo: soll er seyn wie ihr, und doms ein: Dann werdet schweigen, da die Unschuld ihr um Hilfe heulen, und schreiet, und ihr den Ar- wird kein Helfer seyn. € 4 6. Wider Wider den Aufschub der Bekehrung. 6. Wider den Aufschub der Bekehrung. Mel. Nro. 291. 4. Sprich selbst: ge O Gott, du frommer 2c. winnet Gott, wenn du 386. Willst du die ihn kindlich ſcheueft; wenn Busse noch, du dich seines Rechts und die Gott gebeut, verschie: seines Beifalls freuest? ben; so schändest du sein Wenn du die Zugend übst, Wort, und mußt dich selbst die Gott, dein Herr, ge: nicht lieben. Ist deine Bes: beut: wem dienst du? serung nicht deiner Seele Ringst du nicht nach deiner Glück? Und wer verschiebt Seligkeit? 440 sein Heil gern einen Au 5. Was weigerst du genblick? [ dich denn, das Laster zu 2. Allein, wie schwer verlassen? Weil es dein ists nicht, sein eigen Herz Unglück ist, will Gott, du bekämpfen; Begierden sollst es hassen. Was weis widerstehn, und böse Lüste gerst du dich doch der Zu: dampfen? Ja, Sünder, gendFreund zu seyn? Weil es ist schwer; Allein zussie dich glücklich macht, bea deiner Ruh ist auch kein fiehlt sie Gott allein. andrer Weg. Und dem entsagest du? 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu voll 3. Ist deine Pflicht von bringen. Soll er durch Gott: wie kannst du sie Allmacht dich, ihm zu ges vergessen? Nach deinen horchen, zwingen? Er gab Kräften selbst hat er sie ab: dir die Vernunft, und du gemessen. Was weigerst verleugnest sie? Er sendet du dich noch? Ist Gott dir sein Wort, und du denn ein Tyrann, der gehorchst ihm nie? mehr von mir verlangt, 7. Sprich nicht? Gott als ich ihm leisten kann? kennt mein Herz: Ich hab es Wider den Aufschub der Bekehrung. 441 es ihm verheissen, mich niß gnug, daß uns die noch dereinst, mich bald Sünde reut: so ist kein vom Lafter loszureissen; leichter Werk, als deine Izt ist dieß Wert zu Seligkeit. schwer. Doch diese Schwü: II. Doch fordert Gott rigkeit, die heute dich er: von uns die Reinigkeit der schreckt, wächst sie nicht Seelen. Ist deine Seele durch die Zeit? rein, der Glaub und Liebe 8. Je öfter du voll: fehlen: Ist dieses dein bringst, was Fleisch und Beruf, Gott dienen, den Blut befohlen, je stärker du liebst: so zittre vor wird der Hang, die That dir selbst, wenn du dieß zu wiederholen Scheuft Werk verschiebst. du dich heute nicht, des Höchsten Feind zu seyn: 12. Der Glaube hei: ach wie viel weniger wirst ligt dich. Ist dieser dein du dich morgen scheun! Geschäfte? Ist ers, was 9. Die Buß ist nicht rum verschmähst du dei ein Werk von wenig Aunes Gottes Kräfte? Ers genblicken. Kann dich kein schreckt dich nicht sein schneller Tod der Welt Wort? Giebt in verkehrs noch heut entrücken? Jaten Sinn den Sünder, ein Geschrei zu Gott, der beharrt, nicht Gott ein Wunsch nach Besse: zulezt dahin! rung, und Angst vor Stra: 13. Hat Christus uns fen wohl genug zur Hei: erlöst, damit wir Sünder ligung? bleiben, und, sicher durch 10. Jsts gnug zur Se: sein Blut, das Laster hö: ligkeit: des Glückes der her treiben? Gebeut unsErlösten, wenn uns der Tod Christi Wort nicht Tus ergreift, sich sicher zu ge: gend, Recht und Pflicht: trösten? Ist das Bekennt: So ist es nicht von Gott; E e 5 Gott Wider den Aufschub der Bekehrung. widerspricht sich allein hat Gott dieß Glück beschieden. Ein Mensch, der 14. Noch heute, weil Gott gehorcht, erwählt das du lebst, und Gottes beste Theil: Ein Mensch, Stimme hörest, noch heute der Gott verläßt, verläßt schicke dich, daß du vom sein eignes Heil. Bosen kehrest. Begegne 18. Die Busse führt deinem Gott, willst du, dich nicht in eine Welt zu deiner Pein, dein hier voll Leiden. Gott kennt versäumtes Glück nicht und liebt dein Glück: Sie führt zu sichern Freuden, ewig dort bereun. 15. Entschliesse dich be: macht deine Seele rein, herzt, dich selber zu befie: füllt dich mit Zuversicht, gen. Der Sieg, so schwer giebt Weisheit und Ver: er ist, bringt göttliches Ver: stand, und Muth zu deis gnügen. Was zagst du? ner Pflicht. 442 Gott nicht. Geht er gleich im Anfang 19. Sprich selbst: ist langsam fort: sey wacker! dieß kein Glück, mit ru Gott ist nah, und stärkt higem Gewissen die Güter dich durch sein Wort, dieser Welt, des Lebens 16. Ruf ihn in De- Glück geniessen, und mås muth an; Er tilget deine sig und gerecht in dem Ge: Sünden. Und läßt dich nusse seyn, und sich der sein Gesez erst auch den Seligkeit schon hier im Fluch empfinden: so wi: Glauben freun? derstreb ihm nicht; Denn Mel. Nro. 93. Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu indir, die nie: Ach wie viel Böses it. mals dich gereut. 17. So süß ein Lafter 387. Vielleicht, mein Gott, ist, so giebts doch keinen ist dieser Tag der lezte meis Frieden. Der Tugend nur nes Lebens! Drum will ich Entschluß zur Belehrung. 443 ich thun, was ich vermag: o Gott, von Herzen nun um der Tag sen nicht verge bens! Gnad und Güte fleßen! 2. Vielleicht hört mor: 4. D Jesus! unterstüs ze mich dazu mit deiner Gnade; Und halte, Gott, gen selbst mein Herz den recht väterlich mich vest Ruf zur Busse nimmer! Gott treibt nicht mit dem auf deinem Pfade: 5. Damit ich ståts der SünderScherz: Verschub Tugend ireu, die Sünd der Buß macht schlimmer. und Laster hasse; Ståts 3. Ich will mit Schmer: christlich, rein und heilig zen Busse thun, reumüthig sey, und dich mit Lieb vor dir stehen: Und dich, umfasse! 7. Entschluß zur Bekehrung. Mel. Nro. 342. so lange von dir, mein Wer nun den lieben c. Gott, entfernet hat. Weß 388. Js armer tröst ich mich, ich Schuldi: Mensch, ger? als deiner nur, mein o Herr, ich Sünder, steh Gott und Herr? hie vor deinem Angesicht. 3. Soll ich an deiner Erbarmer aller Menschen: Huld verzagen? Ich dein kinder, Gott, geh mit mir Geschöpf? das willst du nicht ins Gericht! Bin ich nicht. Du, der du mich es gleich vor dir nicht bis jezt ertragen, bleibst werth, daß mir noch Gna: ewig meine Zuversicht, de widerfährt. Du, Gott, durch den ich 2. Um Trost ist mei: leb und bin, giebst mich ner Seele bange; Die kast nicht dem Verderben hin. gehäufter Missethat liegt 4. Du siehst die Fois schwer auf mir, die mich gen meiner Sünden; Und denk 444 Entschluß zur Bekehrung. dent ich': wer vertilget kindliches Vertraun auf die? So läsfest du mich dich bezeugen's: du bes Ruhe finden, und sprichst: gnadigst mich. Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, oz. ier bin ich, Herr! du Du ziehest 389. S Hier 5. Auch mir hat er das Glück erworben, gerufest mir: trost zu dir empor zu sehn; mich, ich folge dir. Du auch ich soll, da er ist geforderst von mir Herz und mein Heiland, storben, durch ihn Begna: Sinn, digung erflehn, bei dir, jnimm, ach! nimm es hin. dem Gott, der gern ver: 2. Ich hab oft deinen giebt, und lieber segnet, Wink verschmäht, es ist mir leid, ich komme spát. als betrübt. 6. Sprich denn zu mir: Wie dank ich dir, o Gott dir ist vergeben! Und stille der Huld, für deine lang: des Gewissens Schmerz; muth und Geduld! Und will mein zaghaft 3. Nun aber säum ich Herz noch beben, so sprich länger nicht. Mich dringt du kräft'ger, als mein und treibet meine Pflicht. Herz. Dein Gnadenwort Ich komm, ich komm voll mach alles gut und schen: Reu und Buß; Ach aber, ke selbst zur Befrungjach! wie wankt mein Fuß! 4. Herr! ich bin deis Muth! 7. Ich zweifle nicht: ich nem Petro gleich; Dort bin erhöret; Mein Glau: kommt ein Sturm! ich be sagt mir, daß ichs bin. sink! ach reich, reich schnell Der Trost, der sich im Her: mir deine starke Hand, so zen mehret, der neue dir wird mein Fall noch ab geweihte Sinn, mein gewandt. 5. Du ich, ich vertilge sie! Du schenkest miran Jesu Heil, zur S: illung meiner Un rah, Theil. Entschluß zur Bekehrung. 445 5. Du rufest mich: nun mer fehlen, ich will jene ruf ich dir, mein Heiland, Strasse wählen, die du mit komm und hilf du mir! des Kreuzes last und mit Mein Fuß ist múd und Blut bezeichnet hast. weigert sich. Herr unter: stüz und trage mich, 4. Ich will jene Freu: den meiden, die von dei 6. Floß deine Kraft mir nerliebe scheiden, die mich Müden ein, so werd ich ganz von Herzen weihn, künftig stärker seyn; Sojund in dir, mein Gott, folg ich dir mein Herr und erfreun. Gott! Durch Flut und Glut, durch Noth und Tod. 5. Ich will Sünde fliehn, und hassen, nie dich, meinen Gott, verlassen, nie mich richten nach der will ich Welt, und nie thun, was Mel. Nro. 312. Gieb, o Gott! mir ic. 390. Auf von Sun: dir mißfällt. den stehen, und zu mei: 6. Halt mich vest in nem Vater gehen; Seele, deiner Gnade, führe mich Seele, es ist Zeit, Todsauf rechtem Pfade, daß ist nah, und Ewigkeit! ich dir beständig treu, und 2. Sich mich wieder im Guten standhaft sey. zu dir kehren, Gott: ich 7. Auf will ich von will dein Rufen hören, Sunden stehen, und zu will in Zukunft dir allein meinem Vater gehen. eigen und geheiligt, seyn: Seele, Seele, es ist Zeit, 3. Bater, ich will nim: Tod ist nah, und Ewigkeit! 8. Von der Heiligung und Uebung in guten Werken. a. Von der Nothwendigkeit der guten Werke. Mel. Nro. 44. hält, und spricht: Ich Herr, deine Allmacht zc. kenne Gott! der trüget; er Gottes In solchem ist die wahr: beit 391 We Wort nicht 446 Von der heiligung und Ulebung heit nicht, die durch denjund Gott in ihm, wer in Glauben fieget. Wer aber der Liebe bleibet. Die Lieb fein Wort glaubt und hält, ists, die die Seraphim, der ist von Gott, nicht von Gott zu gehorchen, trei: der Welt. bet. Gott ist die Lieb; an 2. Der Glaube, den seinem Heil hat ohne Liebe sein Wort erzeugt, muß niemand Theil. auch die Liebe zeugen. Je höher dein Erkenntniß Mel. Nro. 79. steigt, je mehr wird diese Mein Auge sieht, o Gott Glaub er: nie darf, wer, leuchtet nicht allein; Er 392. W Bater! dich stärkt das Herz und macht nicht ehrt, sich rühmen, es rein. noch dein Kind zu seyn? 3. Durch Jesum rein Nur die sind dieser Ehre von Missethat, sind wir werth, die ganz sich dei: nun Gottes Kinder. Wersnem Dienste weihn. solche Hoffnung zu ihm 2. Wie billig, wie ge hat, der flieht den Rath der recht und gut ist alles, was Sünder; Folgt Christi uns Gott gebeut! Wohl Beispiel als ein Christ, dem, der seinen Willen und reinigt sich, wie er thut! Ihn thun, ist Freud rein ist. und Seligkeit. 4. Alsdann bin ich 3. Nur das, was bós Gott angenehm, wann ich und schädlich ist, und uns Gehorsam übe. Wer diesentehrt, verbeut uns Gott. Gebote hält, in dem ist Weh dem, der seine Pflicht warlich Gottes Liebe. Ein vergißt! Er stürzet sich in táglich thätig Christen: Schand und Tod. thum, das ist des Glau: 4. Gott ist, wenn er bens Furcht und Ruhm. Geseze giebt, kein men 5. Der bleibt in Gott, schenfeindlicher Tyrann; Blos in guten Werken. 447 Blos weil er unsre Wohlmacht Schirme, o Gott fahrt liebt, treibt er uns sich deiner Gnade freun? zum Gehorsam an. Wer wird, wann auch die 5. Leicht ist die Last und rauhstenStürme rings um fanft sein Joch. Wers wil jihn toben, sicher seyn? lig trägt, sezt seinen Lauf 2. Der, der vor dir uns ståts freudig fort, und sträflich wandeli, nie uns fällt er noch, so hilft ihm gehorsam seiner Pflicht; Gott ståts wieder auf. Der heilig denkt und hei: lich handelt, und gern die Wahrheit sucht und spricht. 6. Bald heißt uns seine Lieb und Huld gehorsam seyn aus Dankbarkeit: Bald warnt er uns vor 3. Der nie mit seiner neuer Schuld, und über Zunge schmähet, und groß uns durch Kreuz und Leid. durch seine Redlichkeit, nie 7. Sein Wort ermahnt, seinen Nächsten hinterges droht, und verheißt, und ßet, und Arges ihm zu hält uns Tod und Leben thun sich scheut. vor; Uns rühret und er: 4. Der, der die Ehre weckt sein Geist: Und ich seiner Freunde nie mit verschlösse Herz und Ohr! Berläumdungen verlezt; 8. Nein, Gott! dir Der Gottes frevelvolle sey mein Herz geweißt! Feinde nie seiner Achtung Gehorsam sey mein größ: würdig schäzt. ter Ruhm. Verleihe mir Beständigkeit, und heil' ge mich, dein Eigenthum! 5. Der die Verehrer Gottes ebret; Mit ihnen thut, was Gott gefällt; Der, was er seinen Nächsten schwöret, und schwür er sich zum Schaden, hält. Mel. Nro. 67. Die Himmel rühmen x. 393. W 6. Der nie, zum Troje der Geseze, auf ungerech teta deiner Ull 448 Von der Heiligung und Uebung ten Wucher leiht, und gen entgegen, Geschenke durch gerecht erworbne von Verbrechern nimmt; Scháze, die, die Gott Dem, dem ist reicher Lohn darben läßt, erfreut. und Segen, ein unver: 7. Der nie, Unschuldi- gänglich Heil bestimmt! b. Von der Quelle der guten Werke. 394. tot!! enn zur Vollführung deiner Pflicht Wer so rühme dich der Tugend nicht, 41 dich Gottes Liebe nicht beseelet, Wenn und wisse, daß dir alles fehlet. 海 Vortheil, Wollust, Eigensinn und Stolz die nur das Gute rathen, so thue noch so gute Thaten; Da haft vor Gott den Lohn dahin. 2. Sen, durch die Ga- größten Gaben, bei dem ben der Natur, das Wun Verstand, den Engel has der und das Glück der Er: ben, vor Gott doch nur den! Beglückest du densein tonend Erz. Jmuit! Menschen nur, um von 3. Bau Häuser auf, der Welt geehrt zu werden; und brich dein Brod, das Erfüllt die Liebe nicht dein Volk der Armen zu ver: Herz. So bist du bei den pflegen; Entreiß die Witts wen in guten Werken. 449 wen ihrer Noth, und sey Herz, das ihn verehrt, und der Waisen Schuz und liebt. Segen; Gieb alle deine 6. Ein Herz von Eigen: Haabe hin, noch hast du liebe fern, fern von des nichts vor Gott gegeben: Stolzes eitlem Triebe, Wenn lieb und Pflicht geheiligt durch die Furcht dich nicht beleben: So ist des Herrn, erneut durch die alles kein Gewinn. Glauben zu der liebs; 4. Thu Thaten, die der Dieß ists, was Gott von Heldenmuth noch jemals uns verlangt. Und wenn wir nicht dieß Herz besthat verrichten können; Vergieß vors Vaterland zen: So wird ein leben dein Blut, laß deinen Leib uns nichts nůzen, das für andre brennen! Be mit den größten Thaten feelet dich nicht lieb und prangt. Pflicht, bist du die Absicht 7. Drum täusche dich deiner Thaten: So schüznicht durch den Schein, und rette ganze Staaten: nicht durch der Tugend Gott achter deiner Werke blosen Namen. Sieh nicht nicht. auf deine Werk allein: Sieh auf den Quell, aus 5. Lág ihm an unsern dem sie kamen. Prüfdich Werken nur, so könnt er vor Gottes Angesicht, ob uns, sie zu vollbringen, seine Liebe dich beseelet. sehr leicht durch Fessel der Ein Herz, dem nicht der Natur, durch Kräfte sei: Glaube fehlet, dem fehlet ner Allwacht zwingen. auch die Liebe nicht. Vor ihm, der alles schaffe 8. Wohnt Liebe gegen und giebt, gilt Weisheit Gott in dir; So wird sie nichts, nichts macht und dich zum Guten stärken. Stärke. Er will die Ab: Du wirst die Gegenwart sicht deiner Werke, ein von ihr an Liebe in dem F f Näch:. 450 Von der Heiligung und Uebung Nächsten merken. Dieldeiner Seelen ein Tausch Liebe, die dich schmücken der Triebe der Natur. Du soll, ist gütig; Ohne List fühlst, wie Stolz und und Tücke; Beneider nicht Rußmsucht quälen, und des Nächsten Glücke; Siejdámpfst sie; Doch du bläht sich nicht, ist lang: wechselst nur; Dein Her muthsvoll. fühlt einen andern Reiz, 9. Sie deckt des Nách: dein Stolz wird Wollust, sten Fehlerzu, und freut oder Geiz. sich niemals seines Falles. 3. Oft ist es Kunst und Sie suchet nicht blos ih: Eigenliebe, was andern re Ruh. Sie hofft und strenge Tugend scheint, glaubt und duldet alles. der Triebdes Neids, der Sie ists, die dir den Muth Schmähsucht Triebe er: verleiht, des Höchsten weckten dir so manchen Wort gern zu erfüllen, Feind; Du wirst behut macht seinen Sinn zu dei: sam, schränkst dich ein, uem Willen, und folgt dir flichst nicht die Schmah: in die Ewigkeit. sucht, nur den Schein. Mel. Nro. II. 4. Du denkst, weil Rei, ze dich nicht rühren, durch O könnt ich dich, mein zc. die der andern Tugend 395. Nicht jede Bef: fällt: so werde nichts dein ferung ist Tu: Herz verführen; Doch jes gend; Oft ist sie nur das des Herz hat seine Welt. Werk der Zeit. Die wilde Den welchen Stand und Hize roher Jugend wird Gold nicht rührt, hat of mit den Jahren Sittsam: ein Blick, ein Wort ver keit; Und was Natur und führt. Zeit gethan, sieht unser 5. Oft schläft der Triel Stolz für Tugend an. in deinem Herzen. D 2. Oft ist die Aendrungsscheinst von Rachsucht di be: in guten Werken. 451 befreit; Jezt sollst du eine Welt, und liebst die Eins Schmach verschmerzen, samkeit; doch wärst du, und sieh, dein Herz wallt wollt es Gottes Wille, auf, und dráut, und schilt nicht dieser zu entfliehn, so lieblos und so hart, als bereit; Dein Herz haßt es zuerst gescholten ward. Habsucht, Neid, und 6. Oft denkt, wenn wir Zank; DochUnmuth nicht, der Stille pflegen, das nicht Müssiggang. Herz im Stillen tugend: 9, Du bist gerecht; doch haft. Kaum lachet uns nicht bescheiden, liebst die Welt entgegen; so regt Mässigkeit, doch nicht Ges sich unsre Leidenschaft. duld: Du dienest gern, Wir werden im Geräusche wenn andre leiden; Doch schwach, und geben ends Feinden schenkst du schwer lich strafbar nach. die Schuld. Von allen Lastern sollst du rein, zu 7. Du opferst Gott die aller Tugend willig seyn. leichtern Triebe durch ei: 10. Sey nicht vermes nen strengen Lebenslauffen! wach und streite: Doch opfertest du seiner Denk nicht, daß du schon Liebe nicht gern die lieb: gnug gethan. Dein Herz ste Neigung auf. Dieß ist hat seine schwache Seite, das Auge, dieß der Fuß, die greift der Feind der die sich der Christ entreis Wohlfahrt an. Die Si sen muß. cherheit droht dir den Fall, 8. Du fliehst, geneigt drum wache stats, wach zur Ruh und Stille, die überall. C Um Besserung des Lebens. Mel. Nro. 138. schwaches Herz, geneigt So gehst du, Je su, zc. zu Eitelkeiten, läßt bald dich, durch Freude, bald durch mein Schmerz sich auf den Irrs 812 weg 396. Erbarm Herr! 452 Von der Heiligung und Uebung wegleiten. So wankt ein Jesu willen; Erhebe'den Rohr, vom Wind regiert. gebeugten Muth; hilf mir So irrt, von Leidenschaft der Leidenschaften Wuth verführt, auch oftmals durch deine Gnade stillen. meine Seele. Herr, hilf mir! daß ich, als ein Christ, das flieh, was vor dir strafbar ist; und nur das Gute wähle. 4. Mein Gott! Mein Gott! Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend! Wie hart schien mir oft meine Pflicht! Wie rauh 2. Laß doch mein Herz die Bahn der Tugend! nicht fernerhin in seiner Und doch trugst du mich Neigung wanken. Erhe mit Geduld, Laß, Vater, be den verirrten Sinn zu laß mich diese Huld nicht himmlischen Gedanken. undankbar verachten. Dir Wenn von dem Dienst der folgen ist mein wahres Eitelkeit mich deines Gei: Heil. O laß michs, als stes Kraft befreit, so wird mein bestesTheil, auch im es mir gelingen. Ich hal- mer fort betrachten. te deinem Geiste still; Ich 5. Ich bin ein Mensch; will mich ändern! Herr, Du kennest mich. Wie ich will! Gieb selber das schwach sind meine Kräfte! Vollbringen! Doch, meine Seele hofft 3. Umsonst such ich der auf dich. Du wirst zu dem Tugend Bahn, wann du Geschäfte der Heiligung mich nicht begleiteft, und mir Kraft verleihn; Und mich, befreit von Men: mich mit deiner Hilf er: schenwahn, zu deiner freun, vor dir gerecht zu Wahrheit leitest. Du has- jleben. Ich, dein erkaufs sest jeden falschen Schein: tes Eigenthum will dafür Mit Eruft willst du vereh deines Namens Rubms in ret seyn. Herr, hilf, um Ewigkeit erheben. Mel. in guten- Werken. 453 Mel. Nro. 79. dann, daß ich von neuem kämpfen kann. Mein Auge sieht, o Gott. komme vor tern 6. Gieb von den Güz Welt, mir, 397. dein Ange: Herr, so viel als dir geJ sicht! Dir mißfällt, Herr, fällt, gieb deinem Knecht meinFlehen nicht! Nimm ein mässig Theil, zu seiz von mir alle meine Schuld, nemFleifeGlück und Heil! du Gott, voll Gnaden und Geduld. 7. Schenkt deine Hand mir lieberfluß, so muß ich 2. Schaff du ein reines másfig im Genuß, und, Herz in mir, ein Herz voll dürft'ge Brüder zu er: Kindesfurcht vor dir, ein freun, ein Helfer und ein Herz voll Liebe, Demuth, Geber seyn. Dank, ein ruhig Herz mein Lebenlang. 8. Gieb mir Gesund: heit; Und verleih, daß im 3. Sey mein Beschůzer Gebrauch ich dankbar sey, inGefahr; wo nicht, mein und nicht aus Liebe gegen Trost doch immerdar. sie mich zaghaft einer Zum Besten lenkst du alle Pflicht entzieh! Noth, o lieber Vater, auch 9. Erwecke mir ståts den Tod. einen Freund, ders treu 4. Ich bin ja, Herr, in mit meiner Wohlfahrt deiner Hand, von dir em meint, mit mir in Heilig: fieng ich den Verstand: keit sich übt, mir Rath und Stark ihn, daß ich recht Trost und Beispiel giebt! kenne dich, und diese 10. Bestimmst du mir Kenntniß besfre mich! ein fernes Ziel, und wer: 5. Oft fehlet mirs an den meiner Tage viel, ver: Licht und Kraft, zu siegen laß, Gott, meine Zuvers über Leidenschaft; Ach sicht, verlaß mich dann im hilf mir, dem Besiegten, Ulter nicht! Ff3 II. 454 Bitte um das wahre Christenthum. II. Und wird sich einst daß mich geheiligt hat mein Ende nahn, so seys dein Sohn, und du bist mir Trost und Freude: auf der Welten Thron! 9. Bitte um das wahre Christenthum. Mel. Nro. II. meine Seele, damit ich O könnt ich dich, mein zc. Christo folge nach, daß ich ein 398. den M' Ach, lebre te, und Ehre ſuch in Chri: mich erkennen den Selbst: stiSchmach. Ach, wirk in betrug und Heuchelschein, mir zc. daß tausend, die sich Chri: 5. Gieb mir zum Strei: ften nennen, mit nichten te Muthund Kräfte; Hilf, Christi Glieder seyn. Ach! daß ich dir verbleibe treu, wirk in mir, zu deinem daß ich an Christi Kreuz Ruhm, mein Gott, das mich hefte, und mir die wahre Christenthum! Welt gekreuzigt sey. Ach, wirk in mir ic. 2. Hilf, daß ich dir al lein ergeben, der Sünde 6. Laß in mir Glauben, abgestorben sey; Laß mich Hoffnung, Liebe, lebendig, mir sterben, dir zu leben, veft und thátig seyn, daß und mach in mir, Herr, aljich bis an mein Sterben les neu. Ach, wirk in übe das Christenthum ohn mir ic. Heuchelschein. Ach, wirk 3. Reiß du mein Herz in mir ic. los von der Erden, und 7. So hab ich schon auf nimm mich von mir selber dieser Erde, was mich be: hin: laß einen Geist mit ruhigt, mich erfreut: wann dir mich werden, und gieblich mit Gott vereinigt wer: mir meines Heilands/ de, schmeck ich des Him: Sinn. Uch, wirk in mir sc. mels Seligkeit. Ach, 4. Regiere du selbst wirk in mir, zu deinem Ruhm, Bitte um das wahre Christenthum. 454 Ruhm, mein Gott, das sich deinem Sinn státs und wahre Christenthum: in Wahrheit ähnlich bin. Mel. Nro. 44. 399.D 4. Du giengst, als Führer, einst voran, stehst Herr! Deine Allmacht ic. mir auch noch zur Seite; ein Beispiel, Du kämpftest selbst und Jesu, leuch: brachst die Bahn, stärkst tet mir zu einem heil'gen nun auch mich im Streite. Leben. Wem soll ich auch Wie könnt ich denn noch wohl sonst als dir, zuzaghaft seyn, und mich, dir folgen mich bestreben? Du nachzufolgen, scheun. zeigst den Weg zum wah: ren Wohl, und wie ich richtig wandeln soll. 5. Wer hier sein Glück zu finden meint, wirds oh: ne dich verliehren; Wers 2. Dein Herz, zum bei dir zu verliehren Wohlthun stats bereit, scheint, den wirst du dazu war voller Menschenliebe, führen. Wer dich, als sei: vollDemuth, Sanftmuth, nen Herrn verehrt, und Freundlichkeit, und voller dir nicht folgt, ist dein Mitleidstriebe: selbst dei: nicht werth. nen Feinden wandtest du 6. So will ich denn dir, großmüthig Hilf und meinem Herrn, froh und Wohlthat zu. getreu nachwandeln, und 3. Dein Beispiel lehrt, in dem Kampf der Tugend was schädlich ist, mit wei: gern so standhaft, wie du, ser Vorsicht fliehen; Es handeln: Denn, wer nicht lehret mich mein Herz derskämpft, trägt auch die List und Heuchelei entzie: Kron des ew'gen lebens hen. O wohl mir, wenn nicht davon. Ff4 10. 456 Von der Beharrlichkeit 10. Von der Beharrlichkeit und dem Wachs: thume im Guten. Um Beharrlichkeit im Guten. Mel. Nro. 18. und mein Auge, voll Ent: Wie soll ich dich würdig. zücken, Gott, dein Antliz 400., der Herz wieder fand, wie war da und Nie: der Reiz der Sünden mit ren kennet, Ew'ger, erfor: so leicht zu überwinden! sche mich! Ach! ich war Ihre Schrecken sah ich von dir getrennet, aber nur, aber keiner Anmuth du erbarmtest dich, hörtest Spur. mein Gebet, mein Seh: 4. Wann von Andacht nen, sahst die Innbrunst hingerissen, ich den Him: meiner Thränen, schenk: mel offen sah; lag die test mir selbst deine Huld, Welt zu meinen Füssen, und vergabst mir allesund, Gott, deinem Thro: Schuld. ne nah, mischt ich in der 2. Uch! erforsche selbst Engel Chöre den Gesang mein Herze! Sich, es von deiner Ehre, von der irrt und fehlet noch, und Huld, die ewig liebt, Súna mit unruhvollem Schmer den decket und vergiebt. ze fühlt es oft der Sünde 5. Welche Ruhe, wel: Joch; Wankend, unge: cher Frieden wohnte da in wiß und träge geht mein meiner Brust! Eitelkeit, Fuß der Zugend Wege, dein war ich müde; Welt, und zu oft noch sieht mein ich fluche deiner Luft; Ich Blick auf der Laster Bahn verschmähte deine Gaben, zurück. mir war, Gottes Huld zu 3. Als zuerst vor mei: haben, und ein Herz, das nen Blicken der Verblen: ihn verehrt, mehr als Erd dung Nacht verschwand, und Himmel werth. 6. Ihr und dem Wachsthume im Guten. 457 9. Der du sie mit Kraft 6. Ihr dem Beten heil: sten Todes Wegen gien: ge Stunden, voller Ruhe, gen sie dem Lohn entge: voll Gewinn, ach wohin gen, sahn den Himmel of send ihr verschwunden? fen stehn, konnten so den Glut der Andacht, ach! Tod verschmähn. wohin? Oft noch such ich Gott durch Zähren, durch Gebet und Flehn zu ehren; von oben zu dem Kampfe Doch der Welt Geräusch stark gemacht, und zu dei: zerstreut des Gebetesnem Thron erhoben, wo Feind mehr ihrer Wenn die Mengelacht, hilf auch mir den Verächter meines Spott bezwingen, hilf frommen Wandels lacht, auch mir den Lauf vollbrin: aus der Andacht ein Gegen. Vater, bis aus Ende lächter, aus dem Beten sey dir mein ganzes Herz Thorheit macht, wenn sie getreu. Brünstigkeit. kein spottisch auf mich sehen, 10. Wer getreu bleibt mich und meinen Glauben bis ans Ende, und nicht schmähen; Dann vergeß achtet Sport und Hohn, ich meine Pflicht, und be: dem bereiten Gottes Hän: kenne Jesum nicht. de eine ew'ge Siegeskron. 8. Unter der Verfol: Kampf und Muth war ger Steinen bebten Got: nicht vergebens, Gott tes Mårt'rer nie, seine giebt ihm vom Baum des Wahrheit zu verneinen, Lebens, und er kömmt zwang nicht Drohn, nicht nicht ins Gericht, stirbt Folter sie. Aufdes härt: den Tod der Seele nicht. 401, 7. der Raß mich, o Herr! in allen Dins gieb selbst das Wollen und Vollbrins Ff5 gen, 458 LAUT Von der Beharrlichkeit z. gen, auf deinen Willen sehn, und dir gen, und laß mein Herz dir ganz gehei: mich weihn; Nimm meinen Leib und Geist ligt seynzum Opfer hin; Dein, Herr, ist alles, was ich hab und bin. 2. Gieb meinem Glau-| Besten alles weislich fügt; ben Muth undStárke, und gieb Furcht und Demuth, laß ihn in der Nebe thätig wann du mich beglückst, seyn, daß man an seinen Geduld und Trost, wann Früchten merke, er sey kein du mir Trübsal schickst. eitler Traum und falscher 4. Ach, hilf mir beten, Schein. Er stärke mich wachen, ringen, so will ich in meiner Pilgrimschaft, dir, wenn ich den Lauf voll und gebe mir zum Kampf bracht, ståts Dank und und Siege Kraft. Ruhm und Ehre bringen, 3. Laß mich, so lang ich dir, der du alles hast so hier soll leben, in gut und wohl gemacht. Dann werd bösen Tagen seyn ver: ich heilig, rein und unents gnügt, und deinem Willen weiht, dein Lob verkündis mich ergeben, der mir zum gen in Ewigkeit. II. Ers Erweckung zur Beharrlichkeit im Guten. 459 II. Erweckung zur Beharrlichkeit im Guten. Mel. Nro. 7. vom laster schreckt, wenn Kommt her, verkündigt. er sich trennt von dir, daß 402. Mein Herz ihn mein Schuz vor Unund Seel heil deckt, verleih, Erlöser, erhebet sich voll Ehrfurcht mir! aufzu dir; Ich bete: Gott, erhöre mich, und neig dein Ohr zu mir; 7. Gieb meiner Seele Munterkeit nach Kräften Guts zu thun, und stand: 2. Gieb, daß mein Herz haft nie von meinem von Sünden frei dir aus: Streit im Leben auszuz geföhnt, und rein, in De: ruhn. much fern von Hochmuth 8. Und schwingt von sey, ergeben dir allein! 3. Laß meinen Wunsch stats nach dir gehn, in al lem, was ich thu, auf dich nur, und dein Beispiel sehn; Mein Vorbild, Gott, bist du! dieser Erde sich mein Geist vor dein Gericht; O Jes sus, so erbarme dich. Bers stoß mich Sünder nicht! Mel. Nro. I. Mein Herz! ermuntre ic. 4. Laß im Gebete meis nen Geist versammelt dir 403. Schön ist die Tugend, sich weihn, und nur in dem, mein Berlangen, und meis was Tugend heißt, sich ner ganzen Liebe werth. üben und erfreun! Mit aller Kraft ihr anzus 5. D gieb, daß ich mit hangen, hat meine Seel Brudersinn dem Nächsten auch oft begehrt. Ach Gutes thu, und Bruder könnt ichs! wie würd ich gegen Brüder bin, und mich freun! wie selig liebe, so wie du! 6. Daß ihn mein Blick werd ich dann nicht seyn 2. Gott ist der Seligs fei: 460 Die Vortheile der Standhaftigkeit. feiten Fülle von Ewigkeitssels múde! Wann werd zu Ewigkeit. Denn sein ich vest im Guten seyn? Verstand ist Licht, sein Wann nicht mehi strauch: Wille ist Ordnung und len, allezeit nur deinem Bollkommenheit. Von Dienste, Gott, geweiht? Ewigkeit her war er gut, und recht ist immer, was er thut. 5. Unwandelbar ist dei: ne Wahrheit, Herr, aller guten Gaben Quell. Sie 3. Wie schnell umhül: leuchte mir in voller Klar: len Finsternisse mich, wenn heit beständig unbefleckt ich auch erleuchtet bin und hell, daß nie der Sün: Dann fliehn die heiligsten de Zäuscherei gefährlich Entschlüsse, den Morgen deinem Kinde sey! 6. O bilde, Vater, mei: nebeln gleich dahin. Bald wähl ich, was dem Herrn ne Seele; In deiner Lie: gefällt, bald wieder dei: be mache mich, daß ich kein andres Gut mir wähle, ge: nen Dienst, o Welt. 4. Ich Armer! darum wiß und unveränderlich; kömmt kein Friede in mein] Denn bin ich einst dein Eis verschmachtetes Gebein; genthum, so bin ich ewig Wie bin ich dieses Wech auch dein Ruhm. 12. Die Vortheile der Standhaftigkeit im Guten. Mel. Nro. 46. Bürde. Der Rang erfüllt Allmächtiger! wir singen. mit Muth und Kraft mein Ich bin ein Herz in dieser PilgrimChrist: schaft des Lebens und der Gott ist meinFreund! In leiden. 404. J'ah& dieser hohen Würde steh 2. Mein Glaube steht ich und fürchte keinen und wanket nicht; Er ist Feind, und lache jeder zu vest gegründet. Er stúza zet im Guten. 461 zet sich voll Zuversicht auf durch des Erlösers Blut Jesum Christ und findet zum Eigenthum und Erbe. bei ihm all'zeit Trost, Heil Mel. Nro. 44. und Ruh; Er eignet sein Verdienst sich zu und tro- Herr! deine Allmacht zc. zet Welt und Hölle. 405. Bat Bald oder spät des Todes 3. Sollt ich um Hof: fart, Eitelkeit und Güter Raub mall ich noch hier dieser Erden, aus Wollust auf Erden, ich Sterblioder Sicherheit der Zucher: doch dieser Staub gend untreu werden? soll einst unsterblich wers Nein, auf die Sünde folgt den. Und dann, dann ist der Tod: Allein die Zu mein ew'ges Theil, o Gott, gend segnet Gott mit Le: Verwerfung, oder Heil. ben und mit Friede. 2. Mit Furcht und Zittere soll der Christ nach sei4. Was sind die Leinem Heile ringen, verachs den dieser Zeit mir gegen ten was auf Erden ist; jene Kronen, womit Gott Hinauf zuGott sich schwinin der Herrlichkeit die gen: Getrost den Pfad Frommen will belohnen? der Trübsal gehn, und Was dieses Lebens kurze standhaft in Versuchung Frist, Gott, gegen das, stehn. was ewig ist? Sollt ich nicht muthig kämpfen? 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß; Noch biu 5. Ich fürchte nicht des ich in den Schranken; Todes Macht mit allen sei: Noch nicht am Ziele, doch nen Schrecken. Gott will mein Fuß mich aus des Grabes zu wanken. Nacht zum grossen Tag er: ke mich durch deine Kraft wecken: Ich fürchte nicht auf dieser kurzen Pilgers der Hölle Glut, erkauftschaft. beginnet oft Herr, står: 462 Die Vortheile der Standhaftigkeit 4. So lang ich noch, ein Angst und Traurigkeit ge: Fremdling hier, in diesem trost, und überwinden Leben walle: so schaff ein weit. 8. Was ist die Trübsal reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle. Und dieser Zeit, und alles leid leite mich auflebner Bahn der Erden, Gott, gegen durch deinen Geist zu dir deine Herrlichkeie, die kund an uns soll werden? Wie hinan. 5. Es sey mein Ruhm, schnell flieht dieß mein le dir werth zu seyn, was du ben hin! hin, wo ich ewig gebeutst, zu üben; Mein selig bin. höchstes Gut, mich dein 9. Heil mir! ich bin sein zu freun, von Herzen dich Eigenthum! Nichts soll zu lieben; Mein Trost, auf von ihm mich scheiden! deinen Schuz zu traun, Nicht Wollust, Güter oder und meine Hoffnung, dich Ruhm; Nicht Schmach, zu schaun. nicht Tod noch leiden. Ich bin durch Jesu Blut er: fauft; Ich bin auf seinen 6. Die freche Thorheit dieser Zeit soll nie mir mei: nen Glauben, den süssen Tod getauft. Trost der Ewigkeit, des 10. Der uns in Chris Himmels Hoffnung rau sto alles giebt, Gott, ben. Was lindert sonst wird mich nicht vernichten! des Lebens Noth? Und Der uns bis in den Tod was versüßt mir einst den geliebt, der wird mich Tod? einst nicht richten! Wann 7. Verzagt und schwach Erd und Himmel unters find Fleisch und Blut, und gehn, werd ich zum Leben eitel unsre Werke, der auferstehn. Glaub allein giebt Kraft II. Nicht Trübfal und Muth; und nur durch mehr, nicht leid noch Christi Stärke sind wir in Schmerz betrübet dort die Seis 463 Seinen, nicht klagen mehr habner preist, ihr Engel, wird unser Herz, nur Freu, meine Brüder, dann singet denthránen weinen. Er, mein verklärter Geist in der für uns sein Leben gab, eure Jubellieder; Und er trocknet unsre Thränen eurer hohen Harpfen ab. Klang ertönt in meinen 12. Dort schauen wir, Lobgesang. und beten an vor seinem 14 Du, der uns dieses Angesichte, und die wir Heil erwarb, laß, Jesu, hier im Dunklen sahn, wir mich ererben! Du, der werden dort im Lichte die für seine Menschen starb, Wunder seiner Liebe sehn, laß, Jesu, dir mich fier: des Weisen Wege ganz ben! Gieb, daß ich dir im verstehn. Leben treu, getreu bis in 13. Ihr, die ihr ihn er: den Tod dir sey! im Guten. 13. Von der Sorge für den Leib, und dessen guten Gebrauche. a. Sorge für den leib. Mel. Nro. 82. per stürzet, der kennt nicht In allen meinen Thaten. Christenpflicht; Das teid 406. J' ch soll den wird sich nicht enden, er Leib nicht bleibt in Gottes Händen, bassen, soll weise Eröftung ihm steht bevor das Straf fassen, wenn Noth und gericht. Schmerz mir draut. Ich 3. Ich soll das Werk: bis gesät auf Erden zum zeug stärken, das du zu gue Himmel reif zu werden, und kenne nicht die Ernd tezeit. ten Werken mit, Gott, ges geben hast. Die Tugend pat Geschäfte und braucht 2. Wer sich sein Leben gesunde Kräfte, ein Krane kürzet, ins Grab den Kör: ker mehrt der Brüder last. 4. Der 464 Von der Sorge. für den Leib 4. Der Leib sey Knecht und zum Gebrauch giebst der Seele, daß, wenn ich du Verstand, Dir ist die klein. ihm befehle, er nicht em: Serge nicht zu pore sich. Jedoch für Brü: Wie? sollte sie dann mir der geben Bergnügen, leibles seyn? und Leben, das lehrt die Christentugend mich! Mel. Nro. T. 4. Gesunde Glieder, meine Kräfte, o Gott! wie viel sind die nicht werth. Wer taugt zu des O könnt ich dich, mein 2c. Berufs Geschäfte, wann 407. Des Leibes war: Krankheit ſeinen Leib ber ten und ihn schwert. Ist nicht der Er ihn nähren, das ist, o Schö: de größtes Gut Gesund: pfer, meine Pflicht. Muth: heit, und ein heitrer Muth. 5. So laß mich denn willig seinen Bau verseb: ren, verbietet mir dein mitSorgfalt meiden, was Unterricht. O! stehe mir meines Körpers Wohl: mit Weisheit bei, daß die seyn stört, daß nicht, wenn fe Pflicht mir heilig sey. meine Kräfte leiden, mein 2. Sollt ich mit Vor: Geist den innern Vorwurf faz das verlezen, was dei: hort: Du selbst bist Std: ne Hand mir anvertraut? rer deiner Ruh; Du zogst Sollt ich gering ein Kunst: dir selbst dein lebel zu. 6. Laß jeden Sinn, stück schäzen, das du, o Schöpfer! selbst erbaut? und alle Glieder mich zu Weß ist mein Leib? er ist bewahren achtsam seyn. Sollt ich dann Druckt mich die last der ja dein. Krankheit nieder, so flöffe sein Zerstörer seyr? 3. Ihn zu erhalten, zusselbst Geduld mir ein. beschizen, giebst du mit Gieb frohen Muth, und milder Baterhand die Mit: dann verleih, daß auch des sel, die daju uns núzen, Arztes Rath gedeih. 7. Doch und dessen guten Gebrauch. 465 7. Doch gieb, daß ich 8. Mein größter Fleiß nicht übertreibe, was auf auf dieser Erde sey státs des Leibes Pflege zielt: auf meinen Geist gericht't, Nein, státs in státs in jenen/ daß er zum Himmel tüch: Schranken bleibe, die deinstig werde, eh dieses Letbes Gesez mir anbefiehlt. Des Hütte bricht; dazu, Herr Körpers Wohl laß nie al: segne meinen Fleiß, so leb lein den Endzweck meiner ich hier zu deinem Preis. Sorge seyn. b. Mässigkeit. Mel. Nro. I. Mein Herz ermuntre dich. lust, o Christ, die mit dem Heile streitig ist. Mel. Nro. 125. Speis 408. Mit und Tranki Wie göttlich sind doch res sein Herz beschweren, wie steht das Himmelsbür: 409. Wie mannig: faltig sind gern an? Genug sey dir, die Gaben, womit, Herr, was dich ernähren, und deine Huld uns nährt, und nach Geschäften laben die so Geist, als leib, zu kann. Der leib wird matt, laben, uns täglich deine der Geist zerstreut durch Hand gewährt! Auch das, Mißbrauch unsrer Sinn was unser Mund genießt, lichkeit. zeigt uns, wie freundlich, Gott du bist. 2. So oft ich Speis und Trank geniesse, will 2. Doch laß die Kraft, ich der Sinnlichkeit nicht uns zu vergnügen, die du traun, und daß ich den Ge: in Speis und Trank ge: nuß versüsse, will ich auf legt mich nie, o Höchster, Gott, den Geber, schaun. so besiegen, daß sie zum Der spricht: vermeide Schwelgen mich bewegt. 466 Von der Sorge für den Leib Laß, deiner Gaben mich und Zank, erstickt den dir, zu freun, mich mässig im Gott, schuld'gen Dank. 5. Wer sich den Bauch Genusse seyn. 3. Mit Speis und zum Gott erkohren, un Trank sein Herz beschwe: mässig Gottes Gaben ren, steht niemals wah- braucht, der ist fürs Him: ren Christen an. Dadurch melreich verlohren, für wird das, was uns ernäh das dein Knecht der Lüfte ren, und unsern Geist er taugt. Gott, laß mich ja quicken kann, ein Gift, dieß Laster scheun, enthalt das in die Adern schleicht, sam, mässig, nüchtern seyn. und Krankheit, Schmerz 6. So eft ich Speis und Tod erzeugt. und Trank geniesse, so 4. Die Schwelgerei laß es mit Vernunft ge: raubt uns die Kräfte zu schehn, und, daß ich bei dem, was uns die Pflicht des mir verfüsse, mit Dank gebeut; Macht träge zum auf dich, den Geber, sehn; Berufsgeschäfte, untüch. Aufdich, der du uns zärt: tig zur Gottseligkeit; Er: lich liebst, und Nahrung weckt Unordnung, Streit und Erquickung giebst! c. Keuschheit. Mein Herz, ermuntre ic. lich demuthsvoll zu dir: O schaff ein reines Herz in mir! kürzet er Wollust 2. Die 410. Deis zu wir unsre Tage; Sie raubt derstreben, laß, Höchfter, dem Körper seine Kraft: meine Weisheit seyn. Sie Und Armuth, Seuchen, ist ein Gift für unser le: Schmerz und Plage sind ben, und ihre Freuden Früchte dieser Leiden: werden Pein. Drum fleh| schaft. Der haßt sich sel ber, Mel. Nro. I. und dessen guten Gebrauche. 467 ber, der sie liebt, und sich derum verderben, der fei: in ihre Fesseln giebt. nen Tempel hier verderbt. 3. Sie raubt dem Her: Die Keuschheit wird den zen Much und Stárke; Himmel erben, da WolSchwächt den Verstand, lust das Verderben erbi. der Seele licht: Sie laß mich vor, ihrer Lof: raubt den Eifer edler Wer: kung fliehn, und keusch zu ke, und Ernst und Lust zu seyn, mich státs bemühn. jeder Pflicht; führt Reue, 7. Gieb, daß ich allen führt Gewissensschmerz bösen Lüften mit Muth und in das ihr preisgegebne Nachdruck widersteh, und Herz. stäts, dawider mich zu rü: 4. Der Mensch sinkt un: sten, auf dich, Allgegen: ter ihrer Bürde zur Nie wärt'ger, sch. Wer dich, drigkeit des Thiers her: o Gott, vor Augen hat, ab: Er schåndet und entflieht auch verborgne Miss ehrt die Würde, die ihm sethat. sein weiser Schöpfer gab! Bergißt den Zweck, dazu Mel. Nro. 125. er lebt, weil er nach nie: Wie göttlich sind doch ic. dern Lüsten strebt. ey, luft Reiz zu 5. So schimpflich sind 411, S, aller Wolder Wollust Bande! wehren, o Mensch! ein Schon vor der Welt sind Freund der Nüchternheit. sie ein Spott. Sie sindslaß Speis und Trank dich vor dem Gewissen Schans nie beschweren, und steure de, und noch weit mehr deiner Sinnlichkeit. Sey vor dir, o Gott! Wer sich deiner Schwachheit dir bes in ihre Knechtschaft giebt, wußt, und meid oft selbst wird nie von dir, o Gott, erlaubte Lust. geliebt. 2. Sey, um die Wol: 6. Den wird Gott wie: luft zu verhüten, ståcs 6g 2 schäus 468 Von der Sorge für den Leib schamhaft gegen deinen Umgang macht dich dreist, Leib; Laß nicht dein Auge und du vergißt, was lln: dir gebieten, flieh eitlen schuld heißt. Scherz und Zeitvertreib. 6. Dein fühlend Herz Des frechen Wizlings wird sichs verzeihen, daß freier Scherz erniedrigt es des Lasters Trieb er: und verdirbt dein Herz: nährt; Es wird nur seinen 3: Entzich der Wollust Ausbruch scheuen, weil ihre Kräfte im Schweisse dieser vor der Welt ent deines Angesichts. ehrt, die keinen Fehler Unschuld Schuzwehr sind übersehr, und so zu groß Geschäfte: Der Nichtsthun sen übergehn. 7. Ists Sünde nur, die das Nez des Bösewichts. Bei Trägheit und bei Müßiggang besiegt uns That vollbringen? Isis, ders nicht thut, schon tu jeder böse Hang. 4. Willst du der Wolgenhaft? Sollst du nicht luft Trieb bekämpfen, eh auch den Trieb bezwingen, er die Freiheit dir ver: nicht auch den Wunsch der wehrt, fo such ihn früh in Leidenschaft? Soll bloß dir zu dampfen. Hat ihn dein äußrer Wandel rein, dein Herz zuvor genährt, sollts auch nicht deine See: und hast du ihn nicht le seyn? gleicherstickt: So wird er 8. Begierden sind es, schwerlich unterdrückt. die uns schänden, und 5. Oft täuschen dich die verlezen unsre Pflicht, des lasters Triebe, und auch ohne daß wir sie vol: du erblickst nicht die Gelendea. Drum rühme dich fahr; Oft wird das under keuschheit nicht, es sey erlaubte Liebe, was an denn, daß du durch den fangs nichts, als Freund: Geist der Liste Herrschaft schaft, war; Ein langer dich entreist. Mel. und dessen guten Gebrauche. 469 Mel. Nro. 79. Betrug und Diebstahl ih: Mein Auge sieht, o Gott! ver Lüfte Zug. 412. q Gott vom 6. Da wird die NachHimmel, welt blaß und schwach voll hilf uns bald! Das la: Schmerzen und voll Unster wächset mit Gewalt, gemach! Sie trágt ein: zerreißt der Tugend fanfi: mal mit Ungeduld der Vå: tes Band; Stört wahres ter unbekannte Schuld. Glück in jedem Stand. wie 7. Ach, da zerfließt des 2. Der ächten Keusch: Landes Kraft, die Quelle heit hoher Ruhm fehlt die Gesundheit schafft, die Tausenden im Christen Stärke zur Geschäftigkeit, thum. Der freche Jung der Muth, der nicht Gefah, ling rühmet frei, ren scheut. machtig sein Verführen 8. Wenn Lusttrieb sol sey. cher Sünden voll, nicht 3. Wie manche schån: weiß, wie er sich weiden det ihr Geschlecht, erträgt soll; So läßt er die ge der Unzucht wilden wohnte Spur, wird vie: Knecht; Winkt seinen ku: hisch wider die Natur. sten Beifall zu, und opfert 9. Ach wüßtens Mách. selbst ihm Ehr und Nuh? tige der Welt, wie hier 4. Auf Schutt der Un des Landes Heil zerfällt! schuld aufgeführt, durch Kein äußrer Feind ist je so Lohn der Lafter ausge: stark, als Unzucht in der ziert, steht manche Woh: Bürger Mark. nung offenbar und bietet Sünd und Seuche dar. 10. Der Ehe Treu wird fühn verlacht, weil selten 5. Da stürzt die Hoff Lieb ihr Bündniß macht, nung sich herab, die Gott mit Vorsaz, Lastern zu noch keuschen Vätern gab. entfliehn, und Gottes Kin De reizt die Jugend zum der zu erziehn. g3 II. 470 Von dem rechten Verhalten II. Dem Ehestifter, Häuflein, Herr, ist dein. dir, dem Herrn, zu die: laß ihren Bund gesegnet nen, ist von ihnen fern. seyn! Daß sie das Glück Für dich und für ihr Ba: der Nachwelt baun, der terland, wie selten ist ihr frommen Kinder viele Herz entbrannt? schaun! 12. Doch noch ein 14. Von dem rechten Verhalten gegen die zeit: lichen Gütern, oder wider den Geiz und die Verschwendung. Mel. Nro. 224. 3. Ein Gut, das un Herr, allerhöchster Gott. fern Geist wahrhaftig foll 413. Laß mich doch beglücken, muß nicht ver nicht, o Gott! gänglich seyn, und für den den Scházen dieser Erden Geift sich schicken. Der so meine Neigung weihn, Thor hat Geld und Gut; daß sie mein Abgott wer: Er hats, und wünscht noch den! Oft fehlt beim Ule: mehr; Noch immer bleibt berfluß doch die Zufrie: sein Herz von wahrer Ru: denheit. Und was ist ohne he leer. sie des Lebens Herrlich: 4. O Gott! So wehre feit? doch den ungerechten Trie: 2. Kann ein vergång: ben, und heilige mein lich Gut auch unsre Wün: Herz, die Güter nicht zu sche stillen? Es steht ja lieben, die man mit Müh sein Besiz nicht blos in gewinnt, bald prassend fie unserm Willen. Dem verzehrt, bald geizig sie be wards oft dennoch nicht, wacht, und bald mit Fluch der ängstlich darnach rang, vermehrt. and bald verlors oft der, 5. Ein weises, from: dem sein Bemühn gelang. mes Herz, das sey mein Schaz gegen die zeitlichen Güter zc. 471 Schaz auf Erden! Sonst sie uns, und auch die alles, nur nicht dieß, kann Pflicht, mit Weisheit sie mir encrissen werden. zu müzen. Sie dürfen uns Dieß bleibt im Tod auchsser Herz erfreun, und une mein, dieß folgt mir aus sers Fleisses Antrieb seyn. der Zeit zum seligsten Ge 3. Doch nach den Güz winn, bis in die Ewigkeit. tern dieser Zeit mit gans 6. Was sind, wenn dieser Seele schmachten, ses fehlt, die herrlichsten nicht erst nach der GerechVergnügen? Nur süssestigkeit und Gottes Reiche Traume sinds, die unsern trachten; Ist dieses eines Geist betrügen. Drum Menschen Ruf, den Gott lenke, Gott! den Wunsch, ur Ewigkeit erschuf? vom irrdischen Gewinn, 4. Der Geiz erniedrigt durch deines Geist es unser Herz, erstickt die ed: Kraft, zu ew'gen Gütern lern Triebe. Die liebe für hin. ein schimmernd Erz ver: drängt der Tugend Liebe, und machet, der Vernunft Herr, deine Allmacht 2.zum Spott, einelend Gold 2 Mohdem, zu deinem Gott. Mel. Nro. 44. 414. der beßrej 5. Der Geiz, so viel Schäze liebt, als Schäze er an sich reißt, läßt dich dieser Erden! Wohl dem, kein Gut gentessen; Er der sich mit Eifer übt, an quält durch Habsucht deis Tugend reich zu werden; nen Geist, und rödtet dein Und in dem Glauben, deß Gewissen, und reißt, durch Gewinn er lebt, sich über diese Weltschmeichelnden erhebt! dich blind zu jedem Frevel Gott hin. 2. Wahr ist es, verwehrt uns nicht, hier 6. Um wenig Vortheil Güter zu befizen. Er gab wird er schon aus dir mit 394 Mein: 472 Von dem rechten Verhalten Meineid sprechen; Dichlerkauft an dir sich einen zwingen, der Arbeiter Freund. Lohn unmenschlich abzu: 10. Gewinnsucht raubt brechen; Er wird in dir dir Muth und Geist, die der Wittwen Flehn, der Wahrheit frei zu lehren; Waisen Thránen wider: Du schweigst, wenn sie stehn. dich reden heißt, ehrst, wo 7. Wie könnt ein Herz, du nicht sollst ehren, und vom Geize haft, des wirst um ein veráchtlich Wohlthuns Freuden Geld ein Schmeichler und schmecken, und in des Un die Pest der Welt. glücks Gegenwart den Ruf II. Erhalte mich, o zur Hilf entdecken? Und Gott! dabei, daß ich mir wo ist eines Standes gnügen lasse; Geiz ewig, Pflicht, die nicht der Geiz als Abgötterei, von mit entehrt und bricht? entfern und passe. Ein 8. Du bist ein Vater; jweises Herz und guten Und aus Geiz entziehst du Muth, sey hier mein Theil, dich von Kindern, und lás mein bestes Gut! sest dich des Goldes Reiz, Mel. Nro. 53. Und glaubst, du Wie viele Freuden dank. sie wohl bedacht, wenn du sie reich, wie dich, 415. Herr! laß mich gemacht. doch gewis [ senhafe mein zeitlich Gut 9. Du haft ein richter verwalten. Gieb selbst liches Amt; Und du wirst mir Weisheit, gieb mir dich erfrechen, die Sache, Kraft, damit so hauszuz die das Recht verdammt, halten, wie es mir nůzt aus Habsucht recht zu und dir gefällt; Damit ich sprechen; Und selbst der nicht in jener Welt an ew': Tugend größter Feindgen Gütern darbe. 2. Mein ihr Herz zu bilden, hin: dern; babst gegen die zeitlichen Güter zc. 473 2. Mein Hab und Gut was meiner Seelen Heil kömmt ja von dir und begehrt, und mir ein ewig deinem milden Segen. Glück gewährt: wie straf Nicht nur zum Fallstrick bar würd' ich handeln! gabst du mir mein zeitlis ches Vermögen. Du gabft 5. Mein größtes Trach: ten sen allhier nach dei: es mir zum wahren Wohl. nes Geistes Gaben. Wie Drum gieb, Herr! daß ichs, wie ich soll, nach dei: ner Vorschrift brauche. 3. Was ist das mir ge schenkte Gut? Vergång: reich bis ich, o Gott! in dir! Wenn ich nur die kann haben? Hab ich nur, Höchster, deine Huld; Bin ich voll Glaubens und lich und von Erde. Hilf, Geduld; Was fehlt dann daß ich nicht aus Ueber: muth dadurch je eitel wer: de! Nie reiß ein irrdischer 6. Den Geiz laß ferne Gewinn mein Herz so weit von mir seyn, die Wurzel zum Eiteln hin, daß ich alles Bösen. Von Unruh mein Heil vergesse. und Gewissenspein kann meiner Seele? 4. Was hülfe mir die Reichthum nicht erlösen. ganze Welt mit allen ihren] Er hilft in Todesstunden Scházen? Verführt mich nichts, und nichts am Tas zeitlich Gut und Geld, ge des Gerichts. Da forglos hintan zu sezen, schüzt er keinen Sünder. 15. Von der Arbeitsamkeit und Treue im zeitlichen Berufe. Mel. Nro. 291. Jerleget, und Fleiß in dem O Gott, du frommer ic. Beruf uns ernstlich einges 416. Die ie Pflichtpräget. Der träge Müs zur Arbeit, siggang ist dir, o Gott! Herr! hast du uns auf verhaßt! Für uns der las 395 ster 474 Von der Arbeitsamkeit und Treue ster Nez, und unserm Mel. Nro. 46. Nächsten Last. Allmächtiger! wir singen, ur Arbeit, 2. In deine Ordnung 417. 3 nicht zum o laß mich willig mich bes quemen, die Bürden des Müssiggang sind wir, Berufs getrost auf mich Herr! auf Erden. Dum zu nehmen. Wird gleich laß mich doch mein Lebens mein Angesicht mit faulang kein Knecht der Träge heit werden. Gieb mit rem Schweiß benezt: ge: Berstand, und Luft und nug, daß du mich selbst in den Beruf gesezt. Kraft, geschickt, getreu, ge wissenhaft mein Umt hier zu verwalten. 3. Bewahre nur mein Herz vor eitlen Nahrungs: 2. Hast du ein Umt; sorgen. Gieb mir mein So warte sein: So, Gott! täglich Brod. Du sorgst gebeut dein Wille. O! für heut und morgen. flösse du den Trieb mir Laß mich an meinem ein, daß ich ihn treu er: Theil das meine fleissig fülle. Hilf, daß ich stats thun, und dann mit Zuan Willigkeit, an Einsicht versicht in deiner Fügung und an Fertigkeit zu meis ruhn. nem Amte wachse. 4. In dir, mein Gott! 3. Q Herr! vor trå: schreit ich zur Arbeit mei: ger Weichlichkeit wollst du ner Hände. Gieb Kraft, mein Herz bewahren. daß ich sie auch zu deinem So werd ich aus Gemäch: Preis vollende. Hier ist lichkeit nie meine Kräfte die Arbeit noch verknüpft sparen. Erholen werd ich mit Müh und Last; Dort mich nur dann, wann ich, finde ich die Ruh, die du von Kraft erschöpft mich verheissen hast. fann zu neuer Arbeit står ten. 4. Wed im zeitlichen Berufe. 475 4. Weck mich zumsich zur Gewissensruh auf Fleiß, und laß mich nicht rechtem Wege wallen. die Zeit mit Nebendingen, Denn, wer dir, Heiligster, die weit entfernt von meilmißfällt, was nüzet den ner Pflicht, verschwen: die ganze Welt mit allen derisch verbringen. Das ihren Schäzen? müsse mein Vergnügen 8. Laß mich in zeit: seyn, mich den Geschäften lichen Beruf, dazu mich, ganz zu weihn, die du mir Herr! auf Erden dein auferleget. weises Allmachtswort er: 5. Ein heil ger Trieb schuf, getreu erfunden belebe mich, o Höchster! werden: So werd ich einst meine Pflichten in deiner in jener Welt, die höhe: Furcht, gestärkt durch dich, ren Beruf enthält, zu hòz mit Freuden zu verrich: hern Würden steigen. Mel. Nro. 53Ein Herz das sich giebt| ten. des Guten freut, zu der Arbeit Munterkeit, Wie viele Freuden dank. versüßt uns ihre Lasten. das Ver: 6. Laß mich vor dir, 418, Gott ists, der Herr! unverrückt mit ei: mögen schafft, das Gute nem Herzen wandeln, das zu vollbringen. Er giebt Geiz und Ehrsucht nie zur Arbeit Muth und befleckt. Gewissenhaft zu Kraft, und läßt sie uns ge: handeln, mein Leben deilingen. Was man mit nem Dienst zu weihn, so ihm nur unternimmt, wird, núzlich, als ich kann, zu wenns mit seinem Willen seyn, das sen mir Ehrund stimmt, nicht ohne Forts Freude. gang bleiben. 7. Mir sey bei allem, 2. Wer das zu seinem was ich thu, mein Ziel dein Hauptzweck macht, vor Wohlgefallen; So werd ihm gerecht zu werden, und 476 Von der Genügsamkeit. und erst nach seinem Rei:[ verbeut. Nach deines che tracht't, dem giebt er Reichs Gerechtigkeit, laß auch auf Erden, von irrd' mich vor allem trachten. schen Gut mit milder 5. daß Müßiggang und Hand, so viel beim Fleiß Trägheit mich, als dir in seinem Stand, als ihm mißfällig, meiden, und wahrhaftig nüzet. hilf, daß ich, gestärkt durch 3. Gott ist der From: sich, voll Muth, mit Luft men Schild und Lohn. und Freuden in meinem Und front er sie mit Gna: Stand geschäftig sey! den, was sollte ihrer Fein: Dein Segen krone meine de Hohn und Mißgunst ih: Treu, daß fie auch andern nen schaden? Mit seinem nize. Schuz bedeckt er sie; Und seguet bei des Lebens 6. Sey überall, mein Müh, ihr Herz mit Trost Gott! mitmir. Die Wer: und Hoffnung. te meiner Hände befehl 4. Drum gieb, o Gott! ich, Allerhöchster! dir; daß ich auf dich bei mei: Hilf, daß ich sie vollende ner Arbeit sehe. Mit Licht zu deines grossen Namens und Weisheit segne mich, Preis, daß mir die Frucht daß ich nicht Wege gehe, von meinem Fleiß in jenes die mir dein heilig Wort Leben folge. 16. Von der Genügsamkeit und Zufriedenheit. Mel. Nro. 62. len sich, und machen ih: Jauchzt unserm Gott! 2c. rem Herzen vergeblich 419. Gott, du bleibt Schmerzen. ewig unsrer 2. Was helfen uns die Wohlfahrt Meister. Wiesängfilich bangen Sorgen thoricht handeln unzufür den noch ungewissen friedne Geister! Sie qua andern Morgen? Und müssen und Zufriedenheit* 477 müssen wir uns über unmeine Pflicht erfüllen, und ser Gråmen nicht nach dann mein Herz mit fro: mals schämen? her Hoffnung ftillen. Er: 3. Es ist umsonft, wir lang ich nur, was du, herr, werdens nicht erzwingen, mir beschieden, bin ich zu wenn wir auch Nächte frieden. durch mit Kummer rin 8. Kann ich den Letb gen, und noch früh mit auch nicht, wie Reiche, angstlichen Geschäften den laben; Versorge nur den Leib entkräften. Geist mit jenen Gaben, 4. Mein Glück beruht, die mehr, als alles Irr: o Gott, auf deinem Sedische erquicken, und stats gen. Vertrau ich dir, und beglücken. geh auf deinen Wegen, so 9. Hier hab ich gnug. wirst du mir, auch ohne laß mich nur mit den Sorg und Kranken, was Frommen zu dem Genuß nuzlich, schenken. der Himmelsgüter koms. 5. Bin ich getreu mit men, so wird mein Bunsch, dem verliehnen, Pfunde, den irrdisch Gut nie stillet, und harr ich nur der rech: völlig erfüllet. ten Segensstunde, so kommt sie, und dann wer: Mel. Nro 67. den meine Thaten zum Die Himmel rühmen: c. Glück gerathen. u Flagst 6. Drum fördre selbst 420. und füh: die Werke meiner Hände. lest die Beschwerden des Gesegnet sen der Anfang Stands, in dem du dürf und das Ende! gieb gu tiglebst; Du strebest glück: ten Rath damit, was ich licher zu werden, und vollbringe, mir wohl ge: siehst, daß du vergebens. linge. firebst. 7. Hilf mir mit Treue 2, Ja, tlaget! Cott ers 478 Von der Genügsamkeit erlaubt die Zähren; Doch Lebens Kräfte in tråger denk im Klagen auch zu. Unzufriedenheit; Besorge rück. Ist denn das Glück, deines Stands Geschäfte, das wir begehren, für uns und nüze deine Lebens: auch ståts ein wahres zeit. Glück? 8. Bei Pflicht und 3. Nie schenkt der Fleiß sich Gott ergeben, Stand, nie schenken Güter ein ewig Glück in Hoff dem Menschen die Zufrie: nung sehn, dieß ist der denheit. Die wahre Ruhe Weg zu Ruh und Leben. der Gemüther ist Tugend Herr, lehre diesen Weg und Genügsamkeit. mich gehn! 4. Geniesse, was dir Mel. Nro. 35. Gott beschieden, entbeh: re gern, was du nicht hast. Gott! Ein jeder Stand hat sei: wie du bist, sox. du mit uns Stand auch seine Last. nen Frieden, ein ječer 421. Die Wege, die gehst, der du erniedrigst 5. Gott ist der Herr, und erhöhst, sind Wahr: und seinen Segen verheit, Gnad und Segen. theilt er ståts mit weiser Ein Herz, von deiner Hand; Nicht so, wie wirs Furcht erfüllt, lernt dies zu wünschen pflegen, doch fes überlegen. so, wie ers uns heilsam 2. So, wie ein unver: fand. ständigs Kind, tracht ich, 6. Willst du zu denken durch mein Verderben dich erkühnen, daß seine blind, nach dem, was Liebe dich vergist? Er schnell verschwindet. giebt uns mehr, als wir Wohl dem, der durch den verdienen, und niemals, Geist des Herrn, die rech was uns schädlich ist. te Weisheit findet! 7. Berzehre nicht des 3. Ich werfe meine Sorg und Zufriedenheit. 479 Sorg auf dich! Nach dei das, was mir Kummer ner Wahrheit leite mich macht, zu meinem Besten auf allen meinen Wegen. lenken. In meiner Furcht daher zu 8. Hab ich nur meinen gehn, das ist der größte Unterhalt; Nur Gott bei Segen. Unrecht und Gewalt, und 4. Was du mir giebst, böser Menschen Rotten: nehm ich mit Dank. Er so leb ich fröhlich und ges freue mich nur lebenslang/ crost, und lasse Sünder mit deiner lieb und Gna: spotten. de. Dann fürcht ich nicht, daß mir die Welt an mei: ner Seele schade. 9. Dir trau ich, Herr! Und will allein durch deis nen Beistand muthig zen mir geneigt gemacht, und Brunnen aufgeschlos sen, aus welchen mir, ganz unverdient viel Gutes zu geflossen. 5. Von Jugend auf hast du gewacht, haft Her seyn, und deinen Namen preisen. Als Vater wirst du dich an mir, so lang ich leb, erweisen. 6. Wie könnt ich je schůze, leit, und segne verlassen seyn? Der ganze mich, nach deinem heil': Welckreis ist ja dein, gen Willen. Wahrhaftie mein Schöpfer und Reger! Du wirst an mir dein gierer! Un dir, und dem, Wort gewiß erfüllen. den du gesandt, hab ich den treusten Führer. 10. Herr, meine Burg! Ich bau auf dich. Be: II. Du, Herr! wirst mein Erretter seyn. Du 7. Von dir ist mein bist mein Vater, ich bin Berufund Stand. Mein dein. Dieß ist mein Trost Leben steht in deiner auf Erden. Mein Hei: Hand, was sollt ich mich land! Laß mich ewig nicht denn kränken? Du wirst von dir getrennet werden. Mel. 480 Von der Genügsamkeit ic. Mel. Nro. 82. Drum, Seele, was dich In allen meinen Thatenic. quálet, befiehl dem Herrn, as soll ich und glaube nur! 422. Was angelich angßlich 5. Herr! alle meine klagen, und in der Noth Sorgen, die Noth, die verzagen? Der Höchste mich verborgen in meinem forgt für mich. Er sorgt, Geiste nagt, werf ich auf daß meiner Seele kein dich, den Treuen, du weißt wahres Wohlfeyn fehle. den zu erfreuen, der fromm Genug zum Trost, mein nach deiner Hilfe fragt. 6. Wenn meine Augen Herz, für dich! 2. Was nüzt es, heid: thránen, und sich nach Hil: nisch sorgen, und jeden fe sehnen, so klag ich dirs, neuen Morgen mit neuem denHerrn; Dir, Vater! Kummer seyn? Du, Va: dir befehle ich jeden ter meiner Tage! weißt, Wunsch der Seele. Du eh ich dirs noch sage, mein hörst, du hilfft, du segnest Leid und auch mein Wohlgern. ergehn. vertrauen, 7. Der du mir hier im 3. Auf deine Hand zu leben schon größres Heil schauen, dir kindlich zusgegeben, mir deinen Sohn das, Herr! geschenkt! Du wirst mit ist meine Pflicht; Ich will alles schenken, und mir sie treulich üben, und dich, zum Besten lenken so mans mein Bater! lieben; Denn ches Leiden, das mich du verläßt die Deinen kränkt. nicht. 8. Du führest, Herr! 4. Der du die Blu- die Deinen, nicht so, wie men kleidest, und alle Thie: sie es meinen; Nein, nur re weidest, du Schöpfer nach deinem Rath. Ob ich der Natur! Gieb mir mich auch betrübe, bleibt auch, was mir fehlet. doch dein Rach voll Libe. Das Von der Ablegung des irrdischen, zc. 481 Das zeigt der Ausgang 10. Dort in der From: mit der That. men Schaaren, dort werd 9. Wenn ich hier Tiefen ich es erfahren, wie gut sehe, und es nicht ganz ver: du mich geführt. Da sing stehe, was du mit mir geslich dir mit Freuden, nach than; Kann ich doch deß überstandnem Leiden, den mich trösten: du nimmst Dank, der deiner Huld mich, mich Erlösten, gewiß gebührt. dereinst zu Ehren an. 17. Von der Ablegung des irrdischen, und Uebung des himmlischen Sinns. kann, der schåzt die Wele Mel. Nro. 100. Gedanke, der uns Leben ic. geringe. Christ, 4. Wer Gott erkennt, 423. bebe Herz kann der wohl noch der D und Sinn! Was hängs Sinn aufs Niedre lenken? du auder Erden? Hinauf! Nur wer an Gott denkt, Hinauf! Zum Himmel hin! denket hoch: So müssen Ein Christ muß himmlisch Christen denken. werden. 5. Wenn dich die last 2. Was bist du in der der Leiden drückt, schau Welt? Ein Gast, ein drum nicht muthlos nies Fremdling, und ein Wand: der. Schau frei emper! rer; Wenn du kurz haus: Sprich: mich erquickt der gehalten hast, so erbt dein Herr doch endlich wies Gut ein andrer. der. 3. Was hat die Welt? 6. Des Christen hohes Was beut sie an? Nur Bürgerrecht ist dort, im Land und eitle Dinge. Wer Baterlande. Der Christ, einen Himmel hoffen der irrdisch denkt, denkt h b schlecht, 482 Von der Ablegung des irrdischen, schlecht, und unter seinem Heiland! Hilfdu mir, das Stande. ich den Geist erhebe; Und 7, Dort ist das rechte daß ich jezt, und ewig dir Kanaan, wolebensströme zu Ehren denk und lebe! fliessen. Blick oft hinauf! Mel. Nro. I. Der Anblick kann den lei: denskelch verfüssen. Mein Herz! ermuntre u ch 8. Dort oben ist des Baters Haus. Gotttheilt 424. Jh frage nicht nach Goll zum Gnadenlohne den Ue- und Schäzen; Dieß alles berwindern Kronen aus; ist für mich zu klein. Sol Kämpf auch um Ruhm etwas meinen Geist ergo und Krone. zen, muß es, gleich ihm, 9. Dort ists den Enunsterblich seyn. Ein geln süsse Pflicht, der Gott: Glück, das Augenblicke heit Ruhm zu singen. währt, ist das nicht, was Freund Gottes! sehnest mein Herz begehrt. du dich nicht mit ihnen Gott zu singen? 2. Was sind die Güte dieser Erden? Ein Dampf, 10. Dort wohnt Gott, ein Rauch, Verdruß und Vater, Sohn und Geist, Müh. Sie zeugen Sorgen mit Licht und Glanz um und Beschwerden, und geben; O Glück, das dir ihr Genuß befriedigt nie. dein Gott verheißt: Wo Sie ändern oft, sie täu Gott lebt, sollst du leben! schen sehr, entfliehen II. Dort herrscht dein schnell, und sind nicht Heiland, Jesus Christ; mehr. Und du, los von Beschwer: den, sollst dem, durch den und 3. Ich habe meine beste Tage bei stillem Fleisse zu: du selig bist, an Klarheit gebracht, und mit Erdul ähnlich werden! dung mancher Plage der 12. Hilf ståts mein Wahrheit einsam nachge: dacht; und Uebung des himmlischen Sinns. 483 dacht; Ich zweifelte, ich Ein glänzend Elend, suchte Licht, und fand doch, schwere Bürden, wodurch was ich suchte, nicht. man sich zum Sclaven 4. Ich sprach: ich will macht. Bei eitler Ehre mein ganzes Leben der kann ich klein, und ohne Lust und dem Vergnügen sie erhaben seyn: weihn, und meinem Her 7. Dein Gold, elender zen alles geben, was fähig Mammenshüter! was ist ist, es zu erfreun; Ich es, und was wird es seyn? thats; Doch folgte Ueber: Es ist die Sorge der Ges druß, und Eckel bald auf müther, und eine theu'r den Genuß. erkaufte Pein. Frißt nicht 5. Was send ihr doch, die Motte und der Rost scheinbare Freude? Ein dein Gold und deines Hers blendend Nichts, ein Raub zens Trost? der Zeit; Die reiche Quelle 8. Entreisfe dich, mein bittrer Leiden; Des Gei: Geist! der Erde, erhebe stes Grab, nur Eitelkeit: dich zur Ewigkeit: Hier Ein Glück, das man aus unter dieser Welt Bes Irrthum wählt, und das schwerde, hier hast du mit später Reue quält. deine Prüfungszeit. Bald 6. Was ist die Ehre, führt dich Gottes treue was sind Würden, und die Hand dort in dein rechtes damit verbundne Pracht? Baterland. 18. Von der wahren Ehre, und der Sorge für den guten Namen. Mel. Nro. 148+ Iren mich niemals geizig Wenn mich die Sünden 2c. seyn. Laß deinen Geist mich err! laß nach der Ehre mich 425. Heiteln zu freun, die ewiglich vor Herr!! Eh 62 dir 484 Von der wahren Ehre; dir besteht, und mit mir verrichten, wie mir dein von der Erde zum Himmel Wort gebeut, und überall übergeht. mein Christenthum nach 2. Nie blende mich Jesu Vorbild üben, das der Schimmer des Ansey mein wahrer Ruhm! sehns vor der Welt: denn 6. Dein Beifall ist de der ist doch nicht immer ein beste, den ich mir wünschen Mensch, der dir gefällt, kann: Wenn ich mich des der Titel, Rang und Wür: getröfte, hab ich genug das den hat; Und wer sich da:[ ran, und wenn mirs auch mit brüßet, weicht fern am Ruhm der Welt bei vom Tugendpfad. allen guten Thaten, die ich verrichte, fehlt. 3. Nicht im Besiz von Schäzen, und Gütern die: 7. Nie laß mich Ruhm ser Zeit laß meinen Ruhm erschmeicheln, der mit mich sezen: Sie sind doch doch nie gehört, nie als Eitelkeit; Sind oftmals ein Gleisner heucheln, den auch des Thoren Glück, Menschengunst bethört. verlassen uns im Sterben, Der Tugend meinen Fleiß und bleiben hier zurück. zu weihn, und andret 4. In Demuth laß Glück zu fördern, laß mich leben, bin ich allhier mein Bestreben seyn. geehrt; Durch Stolz mich 8. Auf dieser Bahn der nie erheben, wenn sich Ehre erhalte meinen mein Ansehn mehrt: Und Gang, im Lichte deiner Leh: schenkst du mir der Erdefre, mein ganzes Leben: Gut, so wollst du mich lang: So werd ich bei bewahren vor allem Ue: Verständigen das Glüd bermuth. des guten Namens genug 5. Dich kennen, meine gesichert sehn. Pflichten mit Treu und 9. In diesem Glück zu Redlichkeit gewissenhaft stehen, ist meines Wun sches und der Sorge für den guten Namen. 485 sches werth. Mein eignes licht einst nicht im Tode Wohlergehen wird sehr scheint. dadurch gemehrt; Und 2. D. rühmt euch eurer wenn man ehrenwerth Stärke nicht, die euch jezt mich hält, dien ich in größ: trozig macht! Wißt, daß rem Segen auch andern es euch an Muth gebricht, in der Welt. sinkt ihr in Todesnacht. IO. Nun, Herr! gieb 3. O rühmt euch eures mir die Gnade, mich die: Reichthums nicht, deß ihr ses Glücks zu freun. Leit euch jezo freut! Wißt, mich auf rechtem Pfade, daß er euch nicht Zuversiche allhier ein Mensch zu seyn, in Todesnoth verleiht. den einst die Ehrenkrone 4. Sucht darin euren schmückt, die deine from wahren Ruhm, daß ihr men Diener in jener Welt Gott wist und kennt; Daß beglückt. ihr, sein Volk und Eigen: thum, ihn gläubig Vater Mel. Nro. 7. Kommther, verkündigtic. nennt. 426. rühmt euch 5. Dieß ist es, was e ure rdem Herrn gefällt. Bes die ihr denke dieß, o Christ! Er, er euch weise meint! Wißt, regiert in aller Welt. Wohl daß euch eurer Weisheit dem, deß Ruhm er ist! Weisheit nicht, 19. Von dem rechten Gebrauche des Lebens. Mel. Nro. 82. Igegeben? Ein unschäzbas res Gut.. Du gabst mirs, In allen meinen Thaten 2c. hier auf Erden zum Himas ist mein mel reif zu werden, wors zeitlich ke: auf mein wahres Glück ben, das du mir, Gott beruht. 427. W H13 2. Hier 486 Von dem rechten Gebrauche 2. Hier wird die Saatjlich fliche, was oft mit gestreuet; dort erndtet leichter Mühe mir gar man erfreuet der Tugend mein Leben nimmt. Doch Früchte ein. Je länger ich laß mich auch nicht zagen, hier wandle, vor dir recht: es muthig dran zu wagen, schaffen handle, je grösser wenn mich die Pflicht da: wird mein Glück dort seyn. zu bestimmt. 3. Sollt ich dieß Glück 6. In deine Baterhån: mir rauben? Q Herr! laß de befehl ich, Herr, mein mir, im Glauben der Ende, und meiner Tageünft'gen Erndtezeit mein Lauf. Es sey mein gan Leben hier auf Erden so zes Leben dir, Herr, zum werth und wichtig werden, Dienst ergeben. Hilf du als es mir selbst dein Wort selbst meiner Schwachheit gebeut. auf. 4. Mir selbst es zu ver: 7. Was nüzt ein lan: kürzen, mich in den Tod ges Leben dem, der nicht zu stürzen, ist wider meine Gott ergeben, nach wah: Pflicht; Ist Undank dei: rer Tugend strebt? Wer ner Güte, Ein redliches Gott und Menschen lies Gemüthe verläßt ja sei: bet, und sich im Glauben men Standort nicht. übet; Nur der har lang 5. Gieb, daß ich klüg: und wohl gelebt. 428. Mein Leben ist ein Prüfungsſtand; F Der Himmel ist mein Vaterland! Ich finde keine Rüh auf Erden; Ich suche die CURS des Lebens. 1 487 die zukünft'ge Stadt, die Gott selbst vest ### gegründet hat, da werd ich erst recht glück: 1 lich werden. Mein Leben ist ein Prüfungsstand; Der Himmel ist mein Vaterland. 2. Wie Schatten vor und kann oft keinen Aus: der Sonne fließn, so flichtweg sehn. mein Leben schnell dahin; 4. Wie oft seh ich die Dicß ist der Ort nicht, Sonne nicht, die Sonne, den ich wähle, ich eile nach die mit Heil und Licht und der Ewigkeit: Herr, ma: Trost des Frommen Herz che mich dazu bereit, er erfüllt; Der Trübsal leuchte du selbst meine Sturm dringt aufmich zu, Seele, daß ich, was zeit- mein müder Geist findt lich, irrdisch ist, verachte, nirgends Ruh; Doch als ein wahrer Christ. weicht die Nacht, die mich 3. Man trifft auch aufsumhüllet, wenn ich der der Lebensbahn sehr viele Ueberwinder Kron bea Hindernisse an; Es ist trachte, und der Treue nicht leicht, sie zu bestrei: kohn. ten: Der Weg ist schmal, 5. Hilf du mir selbst, der Feinde viel, und weit Herr Jefu Christ, der du entfernt ist noch das Ziel, jein Pilgrim worden bist, státs sucht die Welt mich da du mein Fleisch haft an: zu verleiten: Ich muß genommen, laß mich auf, durch dürre Wüsten gehn, der Verläugnung Pfad, H b* 4 488 Von dem rechten Gebrauche den mir dein Fuß gezeich: Eitelkeit? Was ist der net hat, dem Ziele täglich Menschen Leben? Ståts näher kommen. Gieb, mit Gefahr umgeben, daß ich standhaft streite währt es nur eine kurze hier, und ewig herrsche Zeit. dann mit dir. 3. Was hilft uns un: 6. Verleihe mir Beser Wissen? Wirds, wenn ständigkeit, und laß mich wir sterben müssen, ein stats mit Freudigkeit und grosser Vorzug seyn? Was Muth auf deinen Wegen hilft uns Macht und Ehre, gehen. Fall ich noch oft, so glänzend sie auch wäre? so hilf mir auf, daß ich kann sie uns wohl als: vollende meinen Lauf. Laß dann erfreun? in der Noth mich veste ste: 4. Der Kuhm, nach hen, getroft auf deine Hildem wir trachten, den fe traun; So werd ich wir unsterblich achten, ist einst das Leben schaun. nur ein falscher Wahn; So bald der Geist gewichen, und unser Leib verblichen, In allen meinen Thatenic. fragt keiner, was wir hier Mel. Nro. 82. gethan. 5. Wie bald wird das muß Staub und Asche zerrinnen, was wir mit werden, und nichts bleibt Mühgewinnen, was unser ewig stehn: Das, was Fleiß erwirbt? Kann wehl, uns hier ergózet, was man was wir besizen, uns vor für ewig scházet, wird dem Tode schůzen, und als ein leichter Traum ver: stirbt nicht alles, wann gehn. man stirbt. 2. Was sind doch alle 6. Was sind des le: Sachen, die uns so trozig bens Frenden? Wie bald machen, als Zand nud selge Angst und Leiden, und 429. Die Herrlichkeit der Erden des Lebens. 489 und Reu auf den Genuß? zu werden, von Schmerz Was ists, womit wir und Sorgen frei: Doch prangen? Wo wirst du in den schönsten Tagen, Ehr erlangen, die nicht noch eh wir Früchte tra: zulezt verschwinden muß?| gen, bricht uns des Todes 7. Was sind selbst alle Sturm entzwei.. Thránen? Giebt es wohl 10. Wir rechnen Jahr irrd'sche Kronen, die uns auf Jahre, inzwischen verwelklich blühn? Kann wird die Bahre vor unser vor des Grabes Schrecken Haus gebracht. Man scheis der Purpur dich bedecken? det von den Seinen, die Die Krone dich dem Tod hilflos uns beweinen, entzichn? und uns bedeckt des Graz 8. Wie, wenn die bes Nacht. Sonn aufgehet, die Rose 11. Dieß laßt uns wohl blühend stehet in ihrer bedenken, und uns zum schönsten Zier, und doch Himmel lenken, weil er verwelkt sich beuget, ehluns offen steht. Wer da: sich der Abend zeiget: So hin will gelangen, darf blühen und verwelfen wir. an der Welt nicht han: 9. Froh wachsen wir gen, da sie mit ihrer Lust auf Erden, und hoffen groß vergeht. 20. Von dem rechten Gebrauche der Zeit. Mel. Nro. 212. fer, Herr meine Zeit anwende, die Die ihr Chrifti Jünger c. mir noch dein weiser Rath 430. Groffer Schöp- in der Welt bescheiden hat. 2. Ach, wie flügels der Zeit! Gieb, daß ich bis schnell entfliehn Jahre, an mein Ende, so wie mir Lage, Zeit und Stunden! dein Wort gebeut, flüglich Eh mans meint, sind sie 1265 dahin 490 Von dem rechten Gebrauche dahin, als ein Bliz, der laß nimmer mich verges schnellverschwunden. Derssen, hier sey meine Prü: istklug, der seine Zeit nůz: fungszeit, zu dem Glück lichen Geschäften weiht. der Ewigkeit. 3. Herr! Vergieb durch deinen Sohn, daß ich man 7. Säen muß ich hier mit Fleiß zu der Erndte che meiner Zeiten, welche jenes Lebens. O wie glück: nun schon sind entflohn, lich, daß ich weiß, dieß ge angelegt zu Eitelkeiten, schehe nicht vergebens! und in solchem Thun ver: Ewig freut sich seiner bracht das mir jezo Kum: Saat, wer hier wohl ge mer macht. fået hat. 4. Dir sey Preis! Du 8. Ach laß deinen gu schenkest mir nun noch Zeit ten Geist mich zu dieser und Raum zur Busse. Weisheit führen. Laß ihn, Herr! Ich komm und falle wie dein Wort verheißt, dir mit Gebet und Flehn meinen Wandel so regie: zu Fusse; Und mein gan- ren, daß ich täglich Saas zes Herz bereut meine men streu, dessen ich mich schon verlohrne Zeit. ewig freu. 5. Wiederbringen kann Mel. Nro. 65. ich nicht, was von meiner Zeit verschwunden. Doch, Himmel, Erde, Luft u. c. wenn ich nach meiner Pflicht treulich nüze meine 431 Menschen un Stunden, die du mir noch eilt. Ohne Rast und un ferner schenkst: weiß ich, verweilt eilt sie hin, die daß du mein gedenkst. kurze Zeit, eilt zum Meet 6.D so lehr mich, daß der Ewigkeit, die Frist, die du mir hast 2. Wellenreich, und jugemessen, als ein schnel: ohne Ruh stürzt ein Strom ler Strom verfließt! Und dem Meere zu. Schau, wie der Zeit. 491 wie keine Welle bleibt, ei: 8. Jede Stunde, da ne ståts die andre treibt; sein Geist sich der Erde 3. So vertreibet im: mehr entreißt, bringt ihm, merdar dieses Jahr das flieht sie gleich dahin, einen nächste Jahr, und das lezewigen Gewinn. te rauscht herbei, eh man 9. Jede Stunde, wo merkt, wie nah es sey. er núzt; Waisen forthilft, 4. Auch auf Stunden Wittwen schüzt, Arme habet Acht! Wirket Gu: speist, die dauert dort ståts tes; Denn die Nacht in ihrem Lohne fort. kömmt, und rücket schon 10. Wohl dem, der an heran, wo man nichts Jesum glaubt, männlich mehr wirken kann. 5. Die ihr eure Zeit täubt, seine Zeit zu núzen kämpft, sein Fleisch bes verträumt, sie in träger strebt, Gott und seinem Ruh versäumt, sie in eit: lem Land verderbt; Weh Nächsten lebt. alsdann euch, wann ihr sterbt! II. Wenn nun seine Stunde kommt, wird er 6. Der Versäumniß nicht von Angst beklemmt, eurer Pflicht folgt im gött: daß er nicht sein Heil bes chen Gericht, wann der dacht; Denn sein lauf ist Tod euch hingerafft, eine wohl vollbracht. strenge Rechenschaft. 12. Wohl ihm! Er 7. Aber so ist nicht der entschläft im Herrn, stirbt Christ, der es in der Wahr: getrost, gelassen, gern, und heit ist. Eingedenk der schaut, Gott! in deinem Ewigkeit núzt er sorgsam licht ewig dort dein Anseine Zeit, gesicht. 12. Von Von der Vorbereitung zum Tode, Von der Vorbereitung zum Tede, und dessen christlicher Erwartung. a. Kürze des Lebens. Mel. Nro. 363. 432. Herr!! 4. Neize mich dadurch Meinen Jesum laß ich zc. zum Fleiß, eh die Zeit err! ich hab des Heils verlaufen, mit von deiner zur Wohlfahrt, dir zum Treu mir zum Heil noch Preis, noch die Stunden Zeit in Händen: gieb doch, auszukaufen, die zu mei daß ich sorgsam sen, fiener Seligkeit deine Gna auch weißlich anzuwen: de mir verleiht. den. Denn wer weiß, wiel 5. Deine schonende bald zurGruft deiner Vor: Geduld trage mich, Gott! sicht Wink mich ruft? nicht vergebens. Ach! ver 2. Unaussprechlich gieb mir meine Schuld, daß schnell entfliehn die uns so manchen Theil des le zugezählten Stunden. Eh bens ich zu meiner Seele mans denkt, sind sie da: Wohl nicht gebraucht, so hin, und auf ewig uns wie ich soll. 492 21. verschwunden. Niemals 6.( aß mich meine Bes Fehrt ein Augenblick, uns serung für mein Hauptge: zum Heil, davon zurück. schäfte achten, und nach 3. Laß bei ihrer Flüch: meiner Heiligung mit so tigkeit mich, mein Gott! treuem Eifer trachten, als doch nie vergessen, wie erwartete noch heut mich unschäzbar sey die Zeit, Gericht und Ewigkeit. die du hier uns zugemes 7. Deine Gnade steh sen; Wie, was hier von mir bei, daß mein Leben uns geschieht, ew'ge Fol: auf der Erde reich an guten gen nach sich zieht, Früchten sey, und dem Nächs und dessen christlicher Erwartung. 493 Nächsten núzlich werde. eh mich der Tod der Welt Und ist einst mein Ende da, entrückt. Mel. Nro. II. Okönnt ich dich, mein G. 2c. o so sey mit Trost mir nah! 4. Nicht auf der Erde, nein, nur droben bei dir, Gott, meiner Seele Theil, ist mir das Beste aufgebo: u Herr und ben, dort ist für mich voll: 433. Bater mei kommnes Heil. Da, wo D" ner Tage! Du weißt, daß mein Schaz ist, sey mein ich, dein schwaches Kind, Herz! Herr, lenke selbst des Todes Keim in Glie: es himmelwärts. 5. Hier allen Sünden sind; abzusterben, zu leben der Drum gieb, daß ich zu Gerechtigkeit, um einst jeder Zeit zu meinem Tode des Himmels Glück zu er: fey bereit. ben, dazu laß meine Sterb: 2. Daß du hier mei: lichkeit mir immerdar vor nem ersten Leben ein mir Augen seyn, so wird mich verborgnes Ziel bestimmt, selbst der Tod erfreun. und daß die Zeit, die mir 6. Willst du mich länger gegeben, vielleicht gar bald leben lassen, so laß es mir ein Ende nimmt: das flösse zum Heil geschehn! Doch mir die Weisheit ein, stats soll ich heute noch erblass auf mein Heil bedacht zussen, so höre, Bater, auf seyn. mein Flehn! Sey, wenn 3. Hier hab ich lebens: mein Herz im Tode bricht, lang zu lernen, mein Herz mein Trost und meine Zus von Sünden abzuziehn, versicht.. dern trage, die irrdisch und zerbrechlich mich von der Weltlust zu 7. Dir will ich gänzlich entfernen, und um den mich ergeben, dir, dessen Himmel zu bemühn; Eigenthum ich bin; Bist du, mein Heiland, nur mache mich dazu geschickt, mein 494 Von der Vorbereitung zum Tode, mein Leben, so bleibt selbst gebrauch sie treu! Nimm Sterben mein Gewinn. mit erkenntlichem Gemüth Ich lebe dir, ich sterbe der nahen Stunde wahr; dir; Sen nur mein Trost, Sie flieht! so gnüget mir. 2. Drum eil! Errette Mel. nro. 342. deine Seele, und denke Wer nur den lieben G. 2c. nicht: ein andermal. Se 434. seilt der wacker, bet und überzähl lezte von der Menschen Lage kleine, den Tagen, die du hier Zahl! Gesezt, dein Ende lebest, Mensch! herbei. war auch fern, sen fromm Erkaufdie Zeit, und, statt und wandle vor dem zu klagen: sie sey zu kurz, Herrn! b. Die beständige Erinnerung des Todes. 435.# 1949 Intell TINE $ Was sorgst du ängstlich für dein Le手持 Es Gott gelassen übergeben, # ist wahre Ruh und deine Pflicht; Du ben? sollst es lieben, weislich nůzen, es # # dankbar als ein Glück befizen, ren, als ver lörst du's nicht. ver lie: 2. Der und dessen christlicher Erwartung. 495 2. Der Tod soll dich vermehren, daß du sienicht traurig schrecken; nicht so heftig liebst. Denk doch, dich zur Weisheit an die Eitelkeit der Erden, zu erwecken, soll er dir daß, wann sie dir entrissen státs vor Augen seyn. Er werden, du dann dich nicht soll den Wunsch zu leben so sehr betrübst. mindern, doch dich in dei: 5. Denk an den Tod ner Pflicht nicht hindern, bei frohen Tagen; Kann vielmehr die Kraft dazu deine Lüst sein Bild ver: verleihn. tragen, so ist sie gut und Sprich, 3. Ermattest du in dei: unschuldsvoll. nen Pflichten: so laß den dein Bergnügen zu verTod dich unterrichten, wie süssen: Welch Glück wenig deiner Tage sind, werd ich erst dort genies: Sprich: soll ich Gutes sen, wo ich unendlich le: wohl verschieben? Nein, ben soll. meine Zeit, es auszuüben, 7. Denk an den Tod, ist kurz, und sie verfliegt wann deinem Leben das geschwind. fehlt, wornach die Reichen 4. Denk an den Tod, streben; Sprich: bin ich wenn bose Triebe, wenn hier, um reich zu seyn? Lust der Welt und ihre Heil mir, wenn ich in Liebe dich reizen; und er: Christo sterbe, dann ist. sticke sie. Sprich: kann ein unbeflecktes Erbe, ich nicht noch heute ster: dann ist der Himmel Reichben? Und könnt ich auch thum mein. die Welt erwerben, be: 8. Denk an den Tod, gieng ich doch solch Uebel wann Leiden kommen; nie. Sprich: alle Trübsal ei: eng ich both ſe 5. Denk an den Tod, nes Frommen ist zeitlich, wann Ruhm und Ehren, und im Glauben leicht. wann deine Schäze sich Ich leide; doch von allem Bösen 496 Von der Vorbereitung zum Tode, Mel. Nro. 80. Bösen wird mich der Tod bald, bald erlösen: Er Befiehl du deine Wege u ern will id ists, der mir die Krone 436. Gen mich erge reicht. 9. Denk an den Tod, ben, wann's meinem G wann freche Rotten dee gefällt, zu gehn aus di Glaubens und der Tu- sem Leben in eine best gend spotten, und Laster Welt. Mich sättigt do stolz ihr Haupt erhöhn. hienieden, beim günstig Sprich bei dir selbst: Gott sten Geschick, nie rein trägt die Frechen; Doch fester Frieden, nie dauer endlich kömmt er, sich zu haftes Glück. ráchen; Und plözlich wer: den sie vergehn. 2. Nur dort straht eine Sonne, die keine le 10. Denk an den Tod densnacht umwölkt, di zur Zeit der Schrecken, Müden Wonne und Hell wann Pfeile Gottes in entgegen lacht. Dort if dir stecken; Durufst, und Gott Freudenquelle, der er antwortet nicht. Sprich: nie Erquickung fehlt, wenn follte Gott mich ewig haslihn nur meine Seele sen? Er wird mich ster: schon hier zum Theil er bend nicht verlassen, dann wählt. zeigt er mir sein Angesicht. 3. Giebt er in mei II. So suche dir in nem Kummer mir täglich allen Fällen den Tod oft Freudigkeit; Schenkt at lebhaft vorzustellen, so mir sanften Schlumma wirst du ihn nicht zitternd in harter Prüfungszeit; scheun, so wird er dir ein Versüßt er mir auf Er Trost im Klagen, ein wei: den so manches Herzen fer Freund in guten Tagen, leid: Wie glücklich muß ein Schild in der Versu: ich werden in seiner Herr chung seyn. lichkeit! 4. Ich und dessen christlicher Erwartung. 497 4. Ich weiß, an wen ich 5. So lang ich hier glaube, und fürchte nicht noch walle, will ich státs den Tod. Er giebt nur eifrig seyn zu thun, was Staub dem Staube, meinibm gefalle, mich guter Geift lebt ewig Gott. Der Thaten freun. Dann tró: einst an's Kreuz gegeben, stet mich in Scheiden, ob den Tod litt und bezwang, ich gleich Sünder bin, das ruft auch den Staub zum Opfer seiner Leiden. Ich Leben, zum ew'gen Lobge: fahr im Frieden hin. fang. c. Wider die Furcht des Tobes. Mel. Nro. II. O könnt ich dich, parum du, 3. Dann, Seele, wirst meinic. du das verstehen, was erbebst hier kein weiser Mund er: meine elárt, was hier vollkom: Seele, bei dem Gedanken men einzusehen, des Wis an das Grab? Nicht dich sens Trieb umsonst be: umschließt einst seine Höle, gehrt. Dann täuscht dich nur deine Hütte sinkt hinab. Wahn und Irrthum nicht, Sie schuf der Allmacht und selbst die Finsterniß Wink aus Staub, drum wird Licht, wird sie der Verwesung Naub. 4. Dann wirst du den, 2. Du, zur Unsterb: ach! den erblicken, den lichkeit erlesen, schwingst hier allein der Glaube dich empor zu Gottes Licht, sieht, den, der, dich ewig und schaust den Ursprung zu beglücken, ein Fluch aller Wesen von Angesicht gemacht, am Kreuz verz zu Angesicht; Bewunderst schied. Dann jauchze, daßi deines Gottes Macht in kein Wahn, kein Spotit jener Welten Bau und dich hier getrennt von deir Pracht. nem Gott. 5: Wenn 498 Von der Vorbereitung zum Tode, 5. Wenn nun der Taglunsterblich, so wie du. O des Herrn erscheint, ver: Seele, zittre länger nicht, läßt dein Leib der Gräber daß deiner Hütte Bau Ruh. Zum zweitenmal zerbricht. mit dir vereint wird er 438. tinkl 一年 trene dich, mei ne Seele! Gottes, dem ich dich befehle, see lig, seelig sollst du seyn; follst du ewig dich er freun. Aus der Trubsal dieser Zeit führt er dich zur Seligkeit, zu dem Throne seines Soh: FENER nes, zum Genusfe seines Lohnes. 2. Dank ihm für deinsbest, und sein Werk nie Pilgerleben! Wie viel läffig treibest! Gutes hat er schon dir in 3. Reine, ganz voll: dieser Welt gegeben: Und kommne Freuden kennen wie groß ist dortfein Lohn Gottes Pilger nicht: Den Dwie herrlich, wenn du noch sind sie auch im Leiden Gott auch im Kummer, ruhig und voll Zuversicht. auch in Noth vest ver: Ihres Glaubens Läute: traust, und freudig gláu: rung ist die Furcht der Züchtis und dessen christlichen Erwartung. 499 Züchtigung. Alle Dinge Heil der Ewigkeit! Ich müssen ihnen endlich doch von dir erlöst zum Leben, zum Besten dienen. will mich ewig dir ergeben. 4. Sey bei allen dei: 7. In des Todes bits nen Sorgen Gottes Wiltern Stunden will ich dei: len unterthan; BrichtnerHuld mich freun; Dann doch auch ein heitrer Mor: auch sollen deine Wunden gen auf die langste Nacht meiner Seele Zuflucht einst an. Endlich rußt der feyn. In mein himmlisch Wandrer aus, und sein Vaterland wird mich deis väterliches Haus tröstet ne treue Hand hin zu dei: nach den Pilgerleiden, ihn nem Bater führen, um mit tausend süssen Freu: bei dir zu triumphiren. den. 5. Ringe, dich von 8. Sie, zu deiner Wonn allen Sünden loszureif erhoben, wird mit neuen fen, und die Welt und Kräften sich ewig üben, dich selbst zu überwinden; dich zu loben, ewig, Gott, Liebe nur, was Gott ge mein Vater, dich; Sis fällt. Schmücke dich mitscher, daß ihr Leib dereinst, Tugend; Sen Gott bis wann du zum Gericht era in den Tod getreu, um, scheinst, auferwecket aus erscheint die Zeit zu ster: der Erde, auch, wie sie ben, seines Sohnes Reich verherrlicht werde. zu erben. 9. Darum freue dich, 6. Jesu, den ich hier o Seele! selig, selig solst bekenne, gieb, daß we du feyn; Gottes, dem ich der Lust noch Schmerz mich dich befehle, sollst du ewig von deiner Liebe trenne; dich erfreun. Aus der Wo mein Schaz ist, sey Trübsal dieser Zeit führt mein Herz! Mache du er dich zur Seligkeit hin mich selbst bereit für das zum Throne seines Sob: 312 ncs, 500 Von der Vorbereitung zum Tode, nes, zum Genusse seines kensvolle Pfade erleuch: Lohnes. tet ihm die Gnade des Gottes, den er Vater Mel. Rro. 82. nennt. In allen meinen Thaten. ie 4. Er segnet froh die Seinen, die um sein la 439. Wfehn wir ger weinen, ermahnt und den Frommen, nun bald tröftet sie; Und, seiner der Erd entnommen, sich Treue wegen, erfüllt Got seinem Ziele nahn! Wo seine Segen, und weiche sich des Lebens Freuden auch von diesen nie. 5. Die Engel steiger vom frechen Sünder schei: den, da gehn des Chris nieder voll froher Jubel sten Freuden an. lieder, die Seele zu em 2. Er freut sich auf sein pfahn: Er stimmt in ihr Ende, und hebt voll Dank Chöre Anbetung, Preis die Hände zu seinem Vatersund Ehre, dem Mittler, auf: Gesichert vor Ver: seinem Heiland, an. derben, kann er nun fröh: 6. laß, Höchster, mich lich sterben, nach einem bestreben, so in der Welt wohl vollbrachten Lauf. zu leben, wie man dieß 3. Sein ruhiges Ge: Glück erwirbt: Damit ich, wissen bebt nicht vor Fin: als ein Erbe der Selig sternissen, der Bahn, die keit, auch sterbe, so freudig, er nicht kennt; Die schrek: wie ein Frommer stirbt. d. Freudiges Verlangen nach dem Tode. 440. Al le Menschen müssen sterben, und wer kann den Himmel erben, ihre 501 und dessen christlicher Erwartung. 1 ihre Herr lich keit ver blüht; Staub wird der zuvor den Tod nicht sieht? dieser Leib von Erde; Doch, damit er himm: 1 St lisch werde, wird er einst von Gott erneut, und zieht an Unsterblichkeit. 2. Wollt ich länger hier denvoll vor ihm zu sten, verweilen, als es meinem seine Herrlichkeit zu sehn. Gott gefällt? Seinem 4. Dort bei ihm ist Reiche zuzueilen, laß ich wahres Leben. Millionen gern die Prüfungswelt. stehen schon, ihren Ketter Jesus tilget meine Sün zu erheben, selig da vor den, stärkt mich, hilft seinem Thron; Hohe Hims mir überwinden; Auch in melsgeister ringen mitan: meiner lezten Noth retter betend ihm zu singen, der mich sein Blut und Tod. des Ruhms so würdig ist, dem Erbarmer, Jesu Christ. 3. Und wer kann mich ihm entreissen? Mein ist 5. Alle, die ihm nach: er, und ich bin sein. Er gewandelt, sehn des Glaus erfüllt, was er verheissen; bens Dunkelheit dort in Sein soll ich mich ewig licht und Schau'n ver: freun. Ja, mir solls durch| wandelt, und in Wonne ihn gelingen, mich zu ihm jedes Leid; Weihen ihm empor zu schwingen, freu: die neuen Lieder, werfen Ji 3 ihre 502 Von der Vorbereitung zum Tode, ihre Kronen nieder vor dem ich christlich sie ertrug, bis Herrn, und opfern Dank Gott spricht: es ist genug! ihr unendlich Leben lang. Mel. Nro. 312. 6. Baterland verklár: ter Frommen! Heil, Un Gieb, o Gott! mir Kraft. sterblichkeit und Ruh, was u mein Leib, kein Sterblicher vernom: 441. D und du, o men, Gottes Heil gewäh: Erde, die ich bald ver: rest du! Freudenevndten lassen werde, und wo ich schenkt er denen, die erst nur Fremdling bin; le: hier gesät mit Thránen; bet wohl und fahret hin! Alle Thränen trocknet er; 2. O ich seh mit frohen Sünd und Elend sind nicht Blicken näher mich zum mehr. Grabe rücken: Und ich 7. Ich entbrenne von fürchte dich nicht, Tod: Du Verlangen, was ich glaub, bist gut, und führst zu Gott. im Licht zu sehn, jene Kros 3. Freudig will ich von ne zu empfangen; Bald den Freuden dieser eckeln erhöret Gott mein Flehn. Welt mich scheiden: Freus Diese Hütte, die zerstäube! dig flieg ich auf zu dir: rus Ich, ich weiß, an wen ich fe, Gott, ach, rufe mir! glaube; Mir ist Sterben 4. Mein Verlangen ist, ein Gewinn, denn ich geh erlöset, von dem Körper zum Vater hin. faufgeldfet, Jesus, Gott, 8. Welche Tröstung, bei dir zu seyn, und in das zu wissen! Dieser grof dir mich zu erfreun! sen Hoffnung voll zag ich 5. Wann wirst du, nicht in Kümmernissen, Gott, von den Ketten mei: die ich hier noch duldensnes Körpers mich erret: soll. Leicht und kurz sind ten? Jesus, führe mich das diese Leiden, sie verwand hin, wo ich ewig bei dir len sich in Freuden, wenn bin! e. Ster: 503 und dessen christlicher Erwartung. e. Sterbelied eines frommen Christen. Mel. Nro. I. 4. Wie zag ich, wenn der Krankheit Plage mir Mein Herz, ermuntre c. raubet Kraft und Heiter: will dich keit! Wie trüben 442. Ish noch im Tod schönsten Lage die banerheben, Gott, meines le: gen Sorgen dieser Zeit! bens Zuversicht, dir Dank Der Feinde Drohn, Ges und Ruhm und Ehre ge: schrei und Schmerz, quált ben, wenn meine Erden: Herr! mein dir ergebnes hülle bricht. Erlöset zur Herz. Unsterblichkeit freu' ich mich meiner Sterbezeit. 5. Wann einst die große Stunde schläget, die meis nen Geist zur Freiheit weckt; den müden Leib ur Ruhe leget, wo ihn Ich muß mit Wahn und kein Feind, kein Drans Zweifel streiten und fen: 2. Umhüllt von vielen Dunkelheiten seh ich bie kaum der Wahrheit Licht. ger schreckt: Dann wird ne, Herrlichster! dich nicht. mein Elend Seligkeit, Selbst vieles, was dein mein Stückwerk wird Wort mich lehrt, ist mir Vollkommenheit. noch jezt nicht aufgeklärt. 6. Dann seh' ich in dem 3. So lang ich in dem Leibe walle, wein' ich sehr bellsten Lichte, Allmächt': oft zum Himmel auf. Ich ger! deiner Werke Pracht. fühl' es, daß ich täglich Ich schau dich selbst im falle in meiner Tugend Angesichte deß, den du bestem Lauf. Mein gan mir zum Heil gemacht, jes Wirken bleibet hier und bin, von Sünd und stats schwach, oft sünden Tod befreit, ein Miterb feiner Herrlichkeit. voll vor dir. Ji4 70 504 Von den Pflichten gegen den Nächsten: 7. Sollt mir noch vor was ich als Christ geglau dem Tode grauen? Sollt bet hab, Erlösei zur Un schrecken mich das offne sterblichkeit, freu ich mich Grab? Nein! Ich will meiner Sterbezeit. gern im Lichte schauen, IV. Von den Pflichten gegen den Nächsten. 1. Menschenliebe überhaupt. Mel. Nro. 44. der hassen, die Gott durd Herr! deine Allmacht zc. seines Sohnes Blut ſo 443. S jemand hoch erkaufen lassen? Das spricht: ich Gott mich schuf, und mic liebe Gott, und paßt doch versühnt, hab ich dieß seine Brüder, der treibt mehr, als sie verdient? mit Gottes Wahrheit 4. Du schenkst mir tie Spott, und reißt sie garzlich so viel Schuld, du darnieder. Gott ist die Liebherr von meinen Tagen! und will, daß ich den Näch: Ich aber sollte nicht Ge sten liebe, gleich als mich. duld mit meinen Brüdern p. Wir haben einen tragen? Dem nicht ver Gott und Herrn, sind eiszeißn, dem du vergiebst? nes Leibes Glieder; Drum Nicht lieben, die doch diene deinem Nächsten du, Herr! liebst? gern; Denn wir sind alle 5. Was ich den From: Brüder. Gott schuf die men hier gethan, den Welt nicht blos für mich; Kleinsten auch von diesen, Mein Nächster ist sein das siehst du, mein ErldKind, wie ich. fer! an, als hätt ichs 3. Sein Heil ist unser dir erwiesen. Und ich, aller Gut. Ich sollte Brü ich sollt ein Mensch noch scyne Von den Pflichten gegen den Nächsten. 505 seyn, und dich in Brü 3. Wer zwar mit Rath, dern nicht erfreun? mit Trost, und Schuz den 6. Ein unbarmherzi: Nächsten unterstüzet, doch ges Gericht wird über den nur aus Stolz, aus Ei ergehen, der nicht barm:[ gennuz, aus Weichlichkeit herzig ist, und nicht eilt, ihm núzet, nicht aus Ge: Armen beizustehen. horsam, nicht aus Pflicht, Drum gieb mir, Gott! auch der liebt seinen Nách: durch deinen Geist, ein sten nicht. Herz, das dich durch Liebe preist. Mel. Nro. 444. Wer harret, bis ihn anzuflehn ein Dürft'ger erst erscheinet, nicht eilt, dem Frommen beizustehn, Herr! deine Allmacht c. der im Verborgnen weis 444. Wer diefernet, nicht gütig forſcht, Erden: Gü: obs ihm gebricht; der liebt ter hat, und sieht den Nách: auch seinen Náchsten nicht. sten leiden, und macht den 5. Wer andre, wenn Hungrigen nicht satt, läßt er sich beschirmt, mit Härt Nackende nicht kleiden; und Vorwurf quälet, und Der ist ein Feind der ersten ohne Nachsicht straft und Pflicht, und liebt dich, stürmt, so bald sein Nách: Gott der Liebe! nicht. ter fehlet; Wie bleibt 2. Wer seines Nach bei seinem Ungestümm, sten Ehre schmäht, und Gott! deine Liebe wohl gern sie schmähen höret, bei ihm? sich freut, wenn sich sein 6. Wer für der Armen Feind vergeht, und nichts Heil und Zucht mit Rath zum Besten kehret: nichtsund That nicht wachet, dem Verläumder wider: dem Ulebel nicht zu wehren spricht, der liebet seinen sucht, das oft sie dürftig Nächsten nicht. machet: nur sorglos iha 3i5 nen 506 Von den Pflichten gegen den nächsten. nen Gaben giebt, der hatstigen, so laß mich liel sie wenig noch geliebt. reich eilen, von dem, we 7. 3wardu, mein Geist! du mir giebst, ihm will vermagst es nicht ståts mitzutheilen. Laß mit durch die That zu lieben.jnicht Gutes thun, gr Dach bist du nur geneigt, vor der Welt zu seyn, un die Pflicht getreulich aus: mich verehrt zu sehr zuüben, und wünschest Nein, Menschen zu e dir die Kraft dazu, und freun. sorgst dafür: so liebest du. 3. Dieß sey mir wah 8. Ermattet dieser Trieb Lust, auch unbemerkt v in dir, so such ihn zu be: ihnen, den Nebenma leben! Denk oft: Gott shen gern mit Rath u ist die Lieb, und mir hat That zu dienen. er sein Bild gegeben. Ja, treibe nicht erst Dank; Höchster! was ich hab, milder Wohlthat m ist dein; sollt ich, wie du, Nein, was ich Brüden nicht gütig seyn? thu, das sey dir, Gott, gr than! Mit Tel. Nro. 244. Herr, allerhöchster eieb mir, 445. Gieb 4. Ein Trunf, mit dem 2c. mein Dienst dem Dürfti ogen begegner; Ein Bliz Gott, ein voll Trost, mit dem mei Herz, das jeden Menschen Herz Bedrängte segnet liebet, bei seinem Wohl Ein Nath, mit dem mei fich freut, bei seiner Noth Mund im Kummer andr betrübet; Ein Herz, das stärkt; Nichts bleibt, Eigennuz und Neid, und klein es ist, von dir, hen Härte flieht, und sich umsunbemerkt. andrer Glück, als um sein Glück bemüht. 5. Eilt wo ein bom haft Herz, Unfrieden an 2. Seh ich den Dürf jurichten, so laß mich fors fam Von den Pflichten gegen den nächsten: 507 sam seyn, der Brüder Kraft, und segne mein Zwist zu schlichten. Aus Bemühn. Schmahsucht frånke nie 9. D heilige du selbst, mein Mund des Nächsten Herr meiner Seelen Ruß; Er rühme sein Ber: Triebe, durch deine Lieb dienst, deck seine Fehler zu. und Furcht, zu wahrer 6. Die Rach ist dein, Menschenliebe. Wernicht o Gott! Du sprichst: ich den nächsten liebt, geht will vergelten. Drum laß nicht zum Himmel ein. mich stille seyn, wenn laß diese Wahrheit, Gott, Menschen auf mich schel: mir ståts vor Augen seyn! ten; gieb, daß ich dem ver: Mel. Nro. 212. zeih, der mir zu schaden sucht; den liebe, der mich Die ihr Christi Jünger u. baßt, den segne, der 446. en Christen und auch mir flucht. mir hat der Herr dieß vor: 7. Doch laß mich nicht geschrieben: Euren Nách: allein auf zeitlich Wohler: sten sollet ihr, als euch gehen, mit eingeschränk: selbst, von Herzen lieben. tem Blick, bei meinem Wer ihn hasset, sag ich Nächsten sehen. Noch stär: euch, ist vor Gott dem ter müsse mich sein ewig Mörder gleich. Glück erfreun; Noch mehr 2. Wir sind Bürger fein Seelenheil mir ange: einer Welt, Kinder eines legen seyn. Baters, Brüder; Wer sie 8. Den, der im Glau: schmäht und unwerth hält, benwankt, im Glauben zu wütet gegen seine Glieder. bestärken; Den, der noch Denn wir sind ein Leib: sicher ist bei seinen bösen Gott schuf uns zu einers Werken, von der verkehr: lei Beruf. ten Bahn des Lasters ab: 3. Ehre, Reichthum, zuziehn, dazu verleih mir Würde, Stand Leibess fräfte, 508 Von den Pflichten gegen den Nächsten. fráfte, Geistesgaben, und Menschenliebe brenne was wir, aus Gottes und in Niedrigkeit un Hand sonst für einen Vor: Schmerz seinen Nächste zug haben: alles dieß be: nicht verkennet. freit uns nicht von der warumerheb ich mich? J Menschenliebe Pflicht. Den er doch ein Mensch, wie id 8. Ja, gieb, groß 4. Nein, der Gaben Unterschied knüpft das Menschenfreund, Je grosse Band auf Erden; daß ich auf der Erde alla Jeder, wenn er sich be: Stolz und Neide fein müht, kann dem andern dir an Demuth ähnli nüzlich werden: den, der werde, daß ich einst, a dir hier dienen muß, nährtsjenem Tag, die zur Rec mit Recht dein Ueberfluß. ten stehen mag. Mel. Nro. 60. 5. Nach dem dir ver: trauten Pfand messen sich auch deine Pflichten: gab Weicht, ihr Berge! fällt. Gott viel in deine Hand, so ſo hast du viel zu entrich ten. Wer nur thut so viel gern einander glücklic er kann, hat vor Gott ge- fehn, feinen fränken un betrüben, keinen drücker nug gethan! 6. Dein Erlöser sagt keinen schmähn: Aller es dir; wer hier der Ge: 3wietracht, alles Streits ringsten einen pflegt, der Feinde seyn; Denn Gon thut es selber mir: Denn gebeuts. ihr alle fend die Meinen: 2. Laßt uns halten Tr Mancher, den die Welt und Glauben: Fliehn verschmäht, ist in Gottes was andern schädlich is Arm und Schwache nic Aug' erhöht. 7, Drum, o Gott! gieb berauben durch Gewal mir ein Herz, das von Betrug und List. Wel ein 447. Laset uns ein ander lieben Von den Pflichten gegen den nächsten. 509 ein Grául vor Gott ist nicht lei, D wie selig werden falsches Maaß und falsch wir dann nicht werden Gewicht! dort und hier! 3. Laßt uns nie, was wir versprechen, Mel. Nro. 46. wider: rufen, weils uns reut: Allmächtiger! wir singen. Nie, was zugesagt ist, mehr als brechen, oder schänden un: 448. Wenn ich mit sern Eid; Von Betrug Menschenkraft, wenn ich und Tücken rein, lieber wie Engelredte; DerJúnarm, als treulos seyn. ger Jefu Wissenschaft, und 4. Haffen laßt uns als Wundermacht selbst hätte; le tügen, alle Schmah Und hätte doch kein lieb: sucht, jeder sey offenhers reich Herz. Was wär ich? zig und verschwiegen, in nur ein tönend Erz, nicht der Freundschaf vest und Jesu wahrer Schüler. treu; jeder nehme, wol 2. Gab ich mein gan: er kann, der Verläumde: zes Eigenthum den Dürfe ten sich an. rigen und Armen, und 5. Laßt das Gut' uns that es aus Begier nach gern belohnen, wies uns Ruhm, nicht aber aus unser Gott belohnt; Und Erbarmen; Ließ ich, doch der Brüder Fehler schonen, ohne Liebe, mich für sie wie der Herr auch unser auch brennen, was könnt schont. Ach, er schont, mit ich dadurch für mich ge: welcher Huld, welcher winnen? Langmuth und Geduld! 3. Die wahre lieb ist 6. So laßt uns, von langmuthvoll, wohlthätig Gott getrieben, uns ein und gefällig; Hilft willig, ander gern und treu und wo sie helfen soll; Nie hart als seine Kinder lieben, noch ungesellig; Sie haf ohne Zwang und Heuche: set Streit und Bitterkeit: Kendt 510 Von den Pflichten gegen den nächsten. Kennt weder Eifersucht, Beste, hoffet leicht; Kam noch Neid; Thut gern, alles Unrecht dulden. was Andre freuet. 6. Wenn andre Gabe 4. Sie, die nie auf kurze Zeit, und nur die geblasen ist, ehrt alle, stre: Leben währen; So blei bet ihnen, entfernt von die lieb in Ewigkeit, un Eigennuz und List, wo wird sich noch vermehre sie nur kann, zu- dienen; Wenn wir uns einst va Nie schnell zum Zorne, Gott erfreun, wird jede hört sie nicht, was Bos: durch die Lieb allein vol heit und Verläumdung kommen selig werden. spricht, kehrt alles gerns 7. Du machtest, Jesu, zum Besten. selber dich zum Vorbill 5. Sie freut sich nie wahrer Liebe. Dir willi des Unrechts, freut sich folgen; Gieb, daß ia) die blos des Rechts, und lie: Lieb am nächsten übe, daß bet, was wahr und gutlich in allem, wo ich kann, ist, und verzeiht, wenn Barmherzigkeit an jeder: jemand sie betrüber; Sie, mann, wie ich mirs zum Erbarmen bald erwünsch, erweise! weicht, gläubt gern das 2. Von der Sorge für des Nächsten Seele. 449. Raß, Mel. Nro. 440. Gottes Wege walle, daß Alle Menschen müssen zc. du liebreich, eh ich falle, o Jesu, die Gefahr mir offenbarst, mich empfin: mich ergreifest, mich be den, welche Seligkeit es wahrst. ist, daß du mir, um mich von Sünden zu erschienen bist, 2. Daß, durch deinen befrein, Geist getrieben, dein Er daß ich retteter sich freut, über als Jes Von den Pflichten gegen den nächsten. 511 les Gott zu lieben, dich deinem Wege wich; Soll und deine Seligkeit; Daß ihm zeigen, was ihn blen: ich willig unterlasse, was de, und daß er zu dir sich er mir verbeut; und hasse, swende, vor dem Fall ihn bas vor ihm ein Gräuel warnen, ihn bitten, weil ist, weil du meine Hilfeler kann, zu fliehn. bist! 6. Nicht erbittern, nur 3. Ach wie könnt ich erweichen; Ihm, wenn dieß empfinden, und doch meine Bitten nicht bis zu fühllos Menschen sehn in seinem Herzen reichen, der Sklaverei von Sün: durch mein Beispiel doch den, Wege des Berderbenstein Licht; Daß an mir er gehn: Und nicht rufen, sehen mége, wie so lieb: daß sie's hören: Eilt, ihr lich Gottes Wege, jedem Brüder, umzukehren, der sie lieb gewinnt und sie wenn ihr selig werden geht, wie gut sie sind. wollt, das ihr werden könnt und sollt? 7. Sehn an allen mei: nen Freuden, wie beglückt 4. Auch für meiner der Fcomm'ist, sehn, wie Brüder Seelen soll ich for: so froh sind, selbst im Lei: gen, nicht allein für mein den, die, die Gottes Wege Heil, soll, wenn sie fehlen, gepn; Daß er doch der Lust wo ich kann, ihr Führer der Erde sich entreiß und seyn. Wenn sie fündigen beilig werde, selig auch, und sterben, und ich rief wie ich, zu seyn, ewig dei: nicht vom Verderben, wolner sich zu freun. ich könnte, sie zu dir, fo: derst du ihr Blut von mir. Mel. Nro. 440. 5. Von des Irrthums Alle Menschen müssen 2c. Finsternisen selbst erret: der Sünd ter, foll auch ich unterwei: 450. Bist du selbst sen deß Gewissen, der von entrissen, gehst du selbst die 512 Von den Pflichten gegen den nächsten. die rechtes Bahn, dann soltern, aber niemals nimm dich der Gewissen erbittern; Zeig ihm, daß deiner Brüder herzlich an; nicht Heuchelei und nicht Zeige, was den Geist Stolz dein Antrieb sey. verblende! Und vom rechal 3. Wen muß nicht di ten Wege wende, lehr Absicht rühren, aus de ihn mit heltsamen Graun zweiten Todes: Quaal ei feines Wegs Gefahren nes Bruders Geist zu füh schaun. ren zu der Auserwählta 2. Dein Erempel sey 3ahl? Macht es dir aud ihm Lehre, wie so glücklich Müh und Plagen, leid sey der Christ; Daß er sichles, um dereinst zu sagen: vom Bösen kehre, und bald Hier bin ich, und die mit werde, was du bist. Such mir, die ich brachte, Herr ihn, nůzt es, zu erschüt: zu dir. 3. Von der Sorge für des Nächsten Leib, Eigenthum und Ehre. Mel. Nro. 82. In allen meinen Thatenc. füllen, soll ich mich sei: ner freun; Solls keinem, Herr, verkürzen, es in Deir ein, Gott, Gefahr nie stürzen, und 451. ist unser le aus Gefahren es befrein. ben! Denn du hasts uns 3. Beglückt durch deis gegeben; Du nimmst dich nen Segen, soll ich der feiner an. Und diese grosse Kranten pflegen; Das Gabe, die soll ich bis zum fordert dein Gebot, das Grabe, so treu beschüzen, benen, die in Nöthen als ich kann. nicht helfen, oder tödten, 2. Nicht meiner Lüste der Zukunft strengste Willen, nur deinen zu er: Strafen droht. 4. Sind Von den Pflichten gegen den Nächsten. 513 4. Sind wir nicht alle Mel. Nro. 179. Brüder, nicht alle Christi Komm, o komm, du ic. Glieder, nicht all', o Ba: heuer, wie mein eignes ter, dein? Wie kann ich 452. sie verachten, sie darbensleben, wie mein Nam und fehn und schmachten, und Eigenthum, sen mir, Men fühllos, hart und grausam schen, euer Leben, euer seyn? Eigenthum und Ruhm; 5. Ich soll den Nach: Alles, was euch Gottes sten lieben: Und haffen Rath Und haffen Rath gab, und noch be: und betrüben und quälen stimmet hat. könnt ich ihn? Und, nur 2. Strebt schon in der für meine Freuden be: Zeit der Jugend nach Ber: sorgt, von seinen Leiden, diensten, werbt, gewinnt um nur nicht mit zu leisdurch Geschäftigkeit und den, fliehn? Tugend, wie die besten 6. Nein, Gott, ich Schäze sind; werder ans will die Armen erquicken; gesehn und reich: Alles, Voll Erbarmen des Blin: alles gonn ich euch. den Auge seyn: Den 3. Immer will ich, frei Schwachen unterstüzen; vom Neide, und vom Eis Die in Gefahr sind, schü: gennuze rein, eure's Se: zen, und, kann ich, sie gens, eurer Freude eures daraus befrein. Glücks und Ruhms mich 7. Ich will, sie zu er: freun, froh, daß unser freuen, selbst Müh und Gott euch liebt, euch so Schmerz nicht scheuen; mild und reichlich giebt. Auch das ist dein Gebot. 4. Allen helfen, eifrig Hat doch dein Sohn sein ihnen wohlthun, wie mein Leben für mich dahin gege: Heiland that, Schaden ben, für meine Rettung, wehren, allen dienen, dem in den Tod. mit Hilfe, dem mit Rath - willig, 514 Von den Pflichten gegen den Nächsten. willig, jedes Unrechts aus Gefälligkeit selbst ein Feind, aller Menschen Verläumder ist, und nichts zum Besten kehrt: wahrer Freund. Ist dieser auch ein Chrift? Mel. Nro. 224. 4. O Mensch, beden: Herr, allerhöchster Gott. te doch: Gott hört an je 453. Wenn enn du des dem Orte, wo du zugegen Nächsten bist, ein jedes deiner Wor Ehe und Achtung suchst zuste. Ach, er, der alles sieht, schmälern, und von nichts wie sollt er dich nicht sehn lieber sprichst, als von des wenn du dich frech er Bruders Fehlern; Ausfühnst, die Unschuld selbs Ehrsucht oder Stolz ver: zu schmähn! kleinerst seinen Rußm, 5. Wenn du der From und seine Schwachheit men lachst, wenn du die schmähsil: Wo bleibt dein Tugend schändest; Dem Christenthum? Würdigen das Lob, baser entwendest 2. Wenn du aus Arg: verdient, wohn bles von ihm nur Berläumder! siehts nicht Boses denkest, und durch Gott, wie zügellos dan ein falsch Gerücht ihm du ihn in den Seiner shadest, und ihn kränkest; schmähst? Dein Richter Wenn Leichtsinn, Neid hört dir zu. und Haß ihn vor der Welt 6. Die Thränen zähl entehrt: Bist du denn fer der Herr, die von ge ner noch des Christenna: kränkten Frommen, die di mens werth? entehret haft, wehklagend 3. Wer, wenn er Lastvor ihn kommen. rer hört, und unter Spót: kommt, es kommt ein Tag tern sizet, aus scheuer Men wo Gott einst vor Gericht schenfurcht nicht andrer im Angesicht der Welt aud Unschuld schüzet; Wer dir dein Urtheil spricht 7. Du Von den Pflichten gegen den nächsten. 515 7. Du müsfest ferner 8. Wie hoch verbeutst nie des Náchsten Ruhm du uns den Misbrauch verlezen! Du müsseft, was unsrer Zungen! Enthalte du ihm entzogst, ihm bald sie, o Herr, von allen ersezen! Des Nächsten Lästerungen! Wer in den Ehre sey dir theuer, wie Menschen dich und deine dein Ruhm! beschüz und Gaben ebrt, den- chrst rette sie státs als ein Hei: auch du, und der ist dei: ligthum! ner Ehre werth. 4. Von der Gerechtigkeit und Billigkeit. Mel. nro. 440. Haß verdient ich nicht! Alle Menschen müssen ic. Welch ein schreckliches ller meiner Gericht! 454. Aler Brüder 3. Jedes Unrecht will Rechte follen, Gott, mir ich hassen; Will gerecht heilig seyn! Wenn ich sie seyn; kein Tirann; Je: zu kránken dachte, ihres dem geben, jedem lassen, Kummers mich zu freun, was er hat und fordern über sie mich zu erheben, stann. Lieber will ich Unoder üppiger zu leben: recht leiden, als begehn, Welchen Haß verdient ich und will mit Freuden lie: nicht! Welch ein schreck: ber niedrig seyn und blos, liches Gericht! als durch Unrecht reich und 2. Könnt ich, taub bei groß. ihren Klagen, ihnen, Gott, 4. Sollt ich, giebst du aus Eigensinn, oder Neid auch mehr Segen mir als und Geiz versagen, was andern, mehr Gewinn, ih ich ihnen schuldig bin; nen ungerecht begegnen, Könnt ich ohne Treu und weil ich reich und mad tig Glauben andern ihren bin? Darum, weil so oft Segen rauben: Welchen Verbrecher, ohne Furcht Kt2 516 Von den Pflichten gegen den nächsten. vor dir, o Rácher, obgleich will sie núzen, die Be alle Welt sie haßt, vest drängten zu beschüzen; doch stehn, wie ein Pa Eilen, wo Berlaßne flehn last? ihnen liebreich beizustehn 5. Würden der Be: 8. Sichern will ich mei arangten Záhren, würden ne Rechte, aber sanft un ihre Seufzer nicht Ret: mit Geduld. Wir sind al tung, Gott, von dir be: le deine Knechte; und wie gehren, und beflüglen dein groß ist deine Huld! Da Gericht: Würd ich nicht vergiebst so viele Schul ståts zittern müssen? Wür den: Sollt ich denn kein de nicht selbst mein Gewis: Unrecht dulden; Nicht ge sen über mich um Racheslind seyn, mich nicht freun schrein, und ihr erster Rå: wie mein Vater, zu ver cher seyn? zeihn? 6. Eines Unterdrückten 9. Ungerecht will ich Thránen: O wie furcht: nicht handlen, immer bil bar sind nicht die! Eh es lig will auch gern schonen, Ungerechte wähnen, tref dulden, und doch wandlen fen deine Pfeile sie. Und froh die Wege meines wenn du nicht eilen soll: Herrn. Er, der Richter test, wenn du, Richter, aller Welten, wird mich fáumen wolltest: Harrt schonen: und vergelten, denn mein am Grabe nicht wenn er mich vollenda ein noch schrecklicher Gehat, was ich meinen Brü richt? dern that. 7. Nein, ich will ge: Mel. Nro. 269. recht und billig gegen mei: ne Feinde seyn; Keinen Gerechter Gott! vor it drücken, lieber willig je: che státs dem, der mich kränkt, ver: 455. 455. Menfch! fu zeihy Habich Macht: ich durch Wort und That Ge rech: Von den Pflichten gegen den nächsten. 517 rechtigkeit zu üben, und sie rinnt und schreit um wandle fort auf gradem Rache! Und das Ber: Pfad, wie Gott es vorge: dienst steht hinten an; Wer schrieben. Ihm ist ein schmeichelt und bezahlen Grául, wer Gaben nimmt, kann, der schwingt sich in und dann das Recht des die Höhe. Bruders krümmt, und ihn durch Sünden quälet. 2. Gott siehts in dunk: Gesez verdrehen, und gie: ler Mitternacht, wenn er riger nach todtem Gold, auf Kanke dichtet; Es als nach der Wahrheit ses schließt ihn ein mit seiner hen! Sie sprechen feilen Macht Gott, der den Erd: Richterspruch, sie sáen freis richtet. Der Gün: Fluch, und erndten Fluch; der wähnt von keiner Denn Gott rächt einst die Stoth, und stirbt dahin, Wahrheit! und sieht im Tod ganz seine Höllenfrevel. 5. Weh denen, die um Sündenfold Recht und 6. Ja, Herr! du tilgst des Rechtes Schmach: 3. Denn, wer den Weg Des thut dein Wort uns des Rechts nicht geht, zer: Meldung. Es kommt, es stort das Glück der Erde; tommt dein grosser Tag Unmenschlich duft er des Lohns und der Ver: früh und spät nur Jam geltung! Bergeltung mer und Beschwerde. Die bleibt der Sünder Loos; Einfalt wird mit List be hingegen unaussprechlich strickt, die Unschuld liegt groß ist dann der Gerech: in Staub gedrückt, der Arten Lohn. me ist verlassen. 7. Denn du läßt oft 4. Die Wittwen und durch ihre Hand den Lei: die Waisen sind verkürzt denden erlösen. Sie lei: um ihre Sache; Der Un sten starken Widerstand terdrückung Thräne rinnt, dem Geiz und allen Boz sen, KE 3 518 Von den Pflichten gegen den nächsten. sen, und geben nichts und Gewissen unbefleckt bis nehmen nichts, wodurch an den Tod erhalte. Er: die Stätte des Gerichts barme dich! schůz jeden entheiligt werden könnte. Stand in unserm ganzen 8. Sie stehn, wo man: Vaterland für Frevel und der Sünder fällt, getrost Bestechung. dem Recht zur Seite; Jhr 11. Wer dich, der Men: Leben trauft für. Gottes schen Richter, kennt, muß Welt von Gegen und von sich zum Guten stärken! Freude. Hoch ist das Ziel, Es laffe ab, wer Jesum zu dem sie gehn, und nichts nennt, von ungerechten Gieb deinen so treflich, nichts so schön, Werken! als solch ein Lebenswan: Knechten Kraft dazu! Wer fann es anders, Gott! 9. Drum, Vater! laß als du? Du bist der Zu: uns jederzeit vor frevelmsgend Quelle. del. Unrecht fliehen! Laß 12. Du bist ihr Lohn! Wahrheit und Gerechtig: So lohne, die sich nicht teit in unsernGränzen blüzum Unrecht wenden; pen! Laß unsre Obern weis, Gieb ihnen Ruß nach und rein, und treu, und Kampf und Müh, wann unbestechlich seyn, und fel: sie den Kauf vollenden! fenvest im Guten! Zu deinen Freuden nimm 10. Damit sein Amtssie auf! Herr! sie voll von dir bedeckt, ein jeder brachten ja den lauf, und treu verwalte, und sein hatten unsern Segen. brid se J. Bon Von den Pflichten gegen den nächsten. Frg 519 5. Von der, Theilnehmung an dem Glück des Nächsten und der Dienstfertigkeit. Mel. Nro. 180. Jimmerhin beste Treu und Geist vom Vater und 2c. Brudersinn, daß nur Ses gen auf uns walte, und dem wur: ein Arm den andern alte 456. ben nie die Augen bei des Bruders, 4. Aller Menschen Vaz Leiden naß, der sein Le: ter! höre, wenn wir dich um Beistand flehn, nach ben läßt verrauchen unter Groll und Menschenhaß. der liebevollen Lehre deis Steinern ist sein kaltes nes Sohns einherzugehn. Herz, niemals sah er him: melwärts, nie hat er in frohen Stunden guter Menschen Glück empfun: Sie ist mächtig und gebeut Sanftmuth, Duldung, Eis nigkeit! Ruft uns auf zu edeln Thaten, heißt uns retten, trösten, rathen. den. 2. Liebe soll uns alle 5. Und was dein Ges binden; Denn ein Vater sandter lehrte, that er schuf uns ja! Und in je auch zu aller Glück. Keis dem Menschen finden wir ner seiner Brüder kehrte uns selber fern und nah. ohne Trost von ihm zurück. Alle haben unser Blut, al: Niemand liebte brünstilen ist der Schöpfer gut, al: ger, balffo gern, so schnell, len giebt er seine Gaben, wie er! Liebe drang ihn alle will er selig haben. selbst das Leben ohne Mura 3. Sollen wir solch ren hinzugeben. Band zertrennen, das der 6. Seinem Beispiel Herr uns halten hieß? nachzukommen, Christen, Wehe denen, die es kön das sey unsre Pflicht! Ber nen! Nur Berruchte kön: es nie in Acht genommen, nen dieß. Uns vereineltennt der Menschen Vater $ 14 nicht. 520 Von den Pflichter gegen den Nächsten. nicht. Lauter, thátig, all: hier anderst denkt und gemein, stark muß unsre glaubt, als wir, freundlich Liebe seyn! So nur tön unsre Hände reichen, und nen wir auf Erden Gottes dir, Gott der Liebe, glei: achte Kinder werden. chen. 70 du Gott, der lie: 10. Einst, wann diese be, lette uns, zu thun, was Welt uns schwindet, Vas dir gefällt! Wohlthun sen ter, bleibt die Liebe doch. des Menschen Freude, lie: Sie befeligt, sie verbin: be sen das Band der Welt! det uns in deinem Himmel jeder wende, wo er kann, noch! Wer in ihrem Dienst willig seine Gaben an, daß besteht, erndtet dort, was nicht jemand Mangel ha: er gefået, ist von aller Noth be, oder wer sein Pfund entladen, und ihm folgen vergrabe. seine Thaten. 8. Send uns Kraft and Muth und Willen, Mel. Nro. 224. Segen um uns auszu Herr, allerhöchster Gött. ftreun, Armen ihre Noth zu stillen, und Verfolgter 457. Dienstfertig soll ich Schuz zu seyn! Laß uns seyn! Wohl dem, der dieß gern zu jeder Zeit, ohne erkennet, der diese Pflicht Stolz und Eitelkeit, un zu thun aus Menschenlie: frer Brüder Glück erhobe brennet, und, zwingt hen, und nicht falt vor ihn gleich kein Untu über gehen. dem, was sie gebeut, dech 9. Aller Wohlfahrtjihr mit Luft gehorcht auch laß uns wollen, froh denjohne Ruf und Eid! Fremdling sättigen, und 2. Der Brüder Welt, mit einem liebevollen Herdenkt er, braucht meinen Ihr zen ihm entgegen sehn! Dienst und Kräfte; Auch dem Bruder, welcher Nuzen ist für mich das beste Von den Pflichten gegen den nächsten. 521 beste der Geschäfte! Denn Freude, wenn sein Trost nichts ist, was dem Herrn die Traurigen erquickt. an Menschen mehr gefällt, 5. Was ihre Nothdurft und darum schuf er uns heischt, reißt jeden seiner zu Bürgern einer Welt. Triebe, auch ohne Ruhm 3. So denkt der Men- und Lohn, zu Werken wake schenfreund, und das ist rer. Liebe, nicht Stolz, sein Bestreben. Er suchet, nicht Eigennuz wirkt seis weil er lebt, für Andrer ne Gutigkeit; Er übt sie, Wohl zu leben. Er, seines weil ihm Gott, was Anhohen Rufs zum Wohldern nüzt, gebeut. thun sich bewußt, verbreis 6. Solch eines Sins tet überall Zufriedenheit nes laß mich, Gott, durch und Lust. Christum werden; Denn 4. Er sieht der Brü- das war Christi Ginn; der Roth, und kann die Das war sein Thun auf Noth nicht sehen, ohn ih: Erden! Was that er nicht nen gleich mit Rath und für uns! Ihm will ich Hilfe beizustehen; er ähnlich seyn, um seiner trägt die Bürde mit, die ewig mich und seines seine Brüder drückt; voll Heils zu freun! 6. Von der Barmherzigkeit und Wohl thätigkeit. 458. ohl zu thun und mitzutheilen, Chri: Mitleid voll und willig eilen, Ur: LEEFIll # 1 sten, das vergesset nicht! Pflicht, die Jesus men beizustehn, ist Pflicht; KES felby 522 M Von den Pflichten gegen den nächsten. 111 felbst uns lehret, und die Gott, den Höchsten, # 1 ehret. 2. Speiset die, die Hunlaßnen Helfer seyn! Schu, ger leiden, und die durstig wie sie in ihrem Leiden sind, die trankt; Eilt, die sich, durch uns gestärkt, er: Nackenden zu kleiden; freun! Ein betrübtes Herz tröstet die, die Kummer erquicken, bringet himmlis kränkt; Schwache sucht sches Entzücken. zu unterstüzen; Unter: 6. Heil und Glück auf drückte zu beschüzen. unsern Wegen, innige 13. Nicht nur denen, die Zufriedenheit, Huld bei euch lieben, oder euch um Menschen, Gottes Se: Hilfe flehn, allen eilt, von gen folgen auf Barmher: Gott getrieben, nach Ber: zigkeit: und dereinst zum mögen beizustehn; Die Gnadenlohne schenkt ihr auch, die im Stillen leiden, Gott des Himmels Krone. führt zu unverhofften 7. Laßt uns eilen, unsee Gaben, weil es Zeit ist; Freuden. 4. Und dieß sey dir keisauszustreun ,! Was wir ne Bürde, keine Laft, be: hier gesäet haben, erndten glückter Christ! Hoheit ist wir einst reichlich ein. es, Ruhm und Würde, Send barmherzig, liebe wenn du mild und hilf- die Armen; Gott will euer reich bist. Welch ein Ruhm sich Erbarmen. für dich Erlöften, arme Bruder Jesu trösten! Mel. Nro. 135. Jesu, 5. Und was schaffts für fanfie Freuden, der Ber: 459. meiner Seele ic. er des de: bens Güz Wer W ter Von den Pflichten gegen den Nächsten. 523 ter hat, wenn sein Nách: zu euch schrie, auf sein ster schmachtet, und nicht Schreien hörtet, den Be: hilft mit Rath und That, drängten halft, und sie seines Grams nicht ach: tránktet und ernährtet. tet, unempfindlich bei der 5. Mitleidvoll und Noth der verlaßnen Ar: hilfreich seyn, seiner Mits men, der erwarte nicht von erlösten Retter werden Gott Nachsicht und Er- und sich freun, Traurige barmen. zu trösten; Dank in ih: 2. Von dem Himmel rem Angesicht, und in ih schaut der Herr aufder Arren Blicken Wonne sehn: men Plagen; Ipre Thrá: wen rührt das nicht! Reis nen zählet er, höret ihresche, welch Entzücken! Klagen; sieht auch, daß 6. Aber, wer den Ars das harte Herz fummer: men liebt, geb aus freis freier Reichen keine Thräser Liebe; Sen nicht mür: nen und kein Schmerzfrisch, wenn er giebt, daß er mildern und erweichen. nicht betrübe. Lieblich sey, 3. Ach, das Urtheil ist das will der Herr, wie der gefällt: Jammer und Ver: Thau, sein Segen: eh er derben sollen sie in jener seufzen hört, eilt er Armen Welt, nicht den Himmel mild entgegen. erben; Sollen nicht, wo 7. Christen, wenn ihr Gott ist, seyn, nicht bei den in der Zeit mild, wie Gott Erlösten, weil sie Arme gesinnet, Scháze für die nicht erfreun, nicht Ver: Ewigkeit sammlet und ges laßne trösten. winnet: o wie groß wird 4. Reiche, hörts! er euer Lohn, euer Glück auf barmet euch, fleht zu euch Erden, und wie groß, der Arme: daß sein Gott durch Gottes Sohn, einst auch über euch sich dereinst im Himmel werden! erbarme: weil ige, da cr 8. Jesus sagt alsdann zu 524 Bon den Pflichten gegen den nächsten. zu euch: Kommt, getreuelmeinen Brüdern gabt, in Knechte! Erbet meines dem ersten Leben, sie zu Baters Reich, kommt an trösten, alles habt ihr auch meine Rechte! Was ihr mir gegeben! 7. Bon der Bescheidenheit und Demuth gegen andre. Mel. Nro. 125. Jauf Erden gering und Wie göttlich sind, doch ic. arm, der reich und groß. on auf Der hat mehr Kraft, der 460. V diese Welt mehr Verstand, Denn jes gerufen, stehn, Schöpfer, ner braucht, was der er: alle Menschen hier auf vie: fand, lerlei verschiednen Stu: 4. Verschieden sind auch fen der Kräfte, die du unsre Freuden; verschie: gabst, vor dir; Nie gleich den aller Last und Müh, einander an Gestalt, an und aller deiner Kinder Neigung, Ständen und Leiden; Der duldet jene, Gewalt. dieser die. Verschieden 2. Nichtjeder hat, was ist des Vaters Zucht, ver: andre haben, und des ist schieden auch Gewinn und Güte; Denn du giebst Frucht. dem diese, jenem andre 5. Wer hat mich andern Gaben, weil du uns all', vorgezogen? Wer wies o Bater, liebst; Denn alle der andre Mens en mi? sollen glücklich seyn, und Du thusts, durch sicie einer sich des andern Huld bewogen, denn alles freun. Gute kommt von dir. Ich 3. Beglücken, Herr, gab dir nichts zuvor, und und glücklich werden, ist ich bin alles, was ich bin, aller Ruf, ist aller Loos. durch dich. Nur darum, Gott, ist der 6. Und ich, ich sollte nicht Von den Pflichten gegen den nächsten. 525 nicht bescheiden, ich stolj 3. Wer eitler Ehre gern und übermüthig seyn? entbehret, und Tugend an Ich den nicht achten? Seringern gern erkennt Den beneiden? Mich, und schäzt und ehrt, der weil er mehr empfieng, hret der Niedrigkeit und nicht freun, als wär ich Hoheit Herrn., Wohl( hårt ich mehr, als er) wohl ihm! Denn Bescheis auch besser dann, auch denheit ist aller Stände seliger! Herrlichkeit. 7. Laß, Gott, in meinem 10. Sie schmückt das ganzen Leben, mich mei- Alter, giebt der Jugend nes Glücks und Vorzugs Reiz, Liebenswürdigkeit nicht zu Andrer Krantung und Werth, und Glanz überheben; verkennen ni und Hoheit jeder Tugend, der Demuth Pfliot! Nicht die eitler Schimmer gern blos auf meinen Vorzugentbehrt; Denn Demuth fehn; nicht Andrer Gaben und Bescheidenheit ist un stolz verschmähn! fre wahre Herrlichkeit. 8. Ja, meine Brüder 11. Gieb, Herr, zu will ich ehren, wie arm, allen deinen Gaben, auch wie niedrig sie auch seyn. dicse; laß, vom Stolze Sie können meiner nicht res, uns alles brauchen, entbehren; Ich kann mich was wir haben, uns durch ohne sie nicht freun. Nimt einander zu erfreun! Dann keiner meines Glücks sich werden all' in deinem an: wie arm, wie niedrig Reich an Seligkeit eins bin ich dann! ander gleich. 14 8. Bon 526 Von den Pflichten gegen den Nächsten. Mel. Nro. I. 8. Von der Leutseligkeit und Gefälligkeit. lehrerbictig ist, wer ein Jünger Jcsu ist; Nie Mein Herz! ermuntre ic. felasisch, auch nicht über: icht, mürmüthig, wenn er vor an 461. ni risch, findern glücklich ist. Er ist, fter, ungesellig, ist, wer ein weil er wie Jesus liebt, in Christ zu seyn, sich freut; allem, was erfreut, geübt. Ist ohne Schmeichelei ges 5. Er schleicht, für fällig; vereinigt Ernst und fromm erklärt zu werden, Freundlichkeit; ist trau nicht traurig, Heuchlern rig mit den Traurigen, gleich, einher; Doch und fröhlich mit den Fröh: Sünde reizende Geberden lichen. haßt, wie sein Gott sie 2. Es liegt in feinem haßt, auch er; In seinem seiner Blicke, als wie in Blick auch keusch und rein, einem Hinterhalt, auflau: státs fröhlich, ohne frech i rend schadenfroße Tücke, seyn. und Haß in lächelnder 6. Durch liebliche Ges Gestalt. Sein Blick, tein spräch erheitert er auch Blick der Heuchelei, ist des Blöden Angesicht; liebreich, offen, gut und Und jedes Herz fühlt sich frei. erweitert und freudenvol 3. Sein Antliz heiter, ler, wenn er spricht; Denn, wie der Morgen, wird trüb was er sagt, und was er und seine Freud entflieht, thut, ist anmuthsvoll, ist wenn er Bekümmerniß wahr und gut. und Sorgen in seines Bru: 7. Er muß gefallen; ders Auge sieht; and stralt er gebiete, er warn, er in neuer Heiterkeit, wenn straf' auch; ein Getrösteter sich freut. er warnt, 4. Bescheiden, sittsam, lieb und er gebeut, er straft voll Güte, mit Ernst, Von den Pflichten gegen den nächsten. 527 Ernst, und doch mitjach, glichen wir, o Va: Freundlichkeit; Und tro: ter aller Liebe dir! stet er: wie leicht vergißt, 9. In allen Worten sein Bruder, was sein und Geberden, in allen Kummer ist. Thaten, laß, o Herr, uns 8. Nicht rauh, noch aller Menschen Freude hart, noch menschenfeind: werden, dir, Heiland, im lich, nein, eifrig jeden mer ähnlicher; So were zu erfreun, und sanft, und den wir uns ewig freun, anmuthvell und freund: und Gottes wahre Kinder. lich soll jeder Jünger Jesu seyn. seyn. Ach, wären wirs! 9. Von der Sanftmuth und Friedfertigkeit. Mel. Nro. 458. Christ verzeihen, und sich Wohlzuchun und zc. nicht der Nache freuen. 3. Ach, wir alle sind 462. llen, welche Verbrecher, häuften alle nicht verge: Schuld auf Schuld: Du, ben, wirst, du Richter, der Sünden ernster Rå: nicht verzeihn: Trostlos her, habe noch mit uns werden sie im Leben, trost: Geduld! Sen uns gnde los einst im Tode seyn; dig, daß wir leben, und Unentladen ihrer Gün vergieb, wie wir vergeben. den, nimmer vor dir Öna: de finden. 4. Wir gelobens dir mit Freuden: Willig wol2. Wie dein Herz mit len wir verzeihn; Nie uns jedem Sünder väterliches ráchen, wenn wir leiden, Mitleid hat; Wie der nie zu dir um Rache Freund der Menschenkin: schrein; Täglich vor dein der selbst für seine Mör: Antliz treten, und für un der bat: So soll auch der sre Feinde beten. 5. Ba: $ 28 Von den Pflichten gegen den nächsten. 5. Bater, mach uns, Jallen, die uns schuldig find; deine Frommen, stark zu So laß auch für unsre dieser schweren Pflicht! Sünden uns bei dir Ver: Wenn wir in Bersuchung gebung finden. kommen, so besiege sie uns 7. Wohl uns! Gott ver: nicht! Laß fie uns gewaff: zeiht uns Sündern, geht net finden, laß uns schnell nicht mit uns ins Gericht; sie überwinden. Nimmt uns auf zu seinen 6. Mach in unserm gan: Kindern, zúrnet mit uns zen Leben deinem Sohn ewig nicht. Laßt uns beten, uns gleich gesinnt. Sind laßt uns kämpfen, alle wir willig zum Vergeben Rach in uns zu dämpfen. I 463. ie will ich dem zu Schaden su: Nie will ich meinem Feinde flu. chen, der mir zu schaden sucht. chen, wenn er aus Haß mir flucht. 15,99 3 # Mit Güte will ich ihm begegnen, nicht drohen, wenn er droht. Wenn er mich schilt, will ich I|||| # ihn segnen; Dieß ist des Herrn Gebot. 2. Er, der von feiner Schmach mit Huld, und Sunde wußte, vergalt die litt, so viel er leiden muß. te, Bon den Pflichten gegen den Nächsten. 529 te, mit Sanftmuth und er von mir erfann; Und Geduld. Will ich, sein auch die Fehler mir ver: Jünger, wieder schelten, bieten, die er nicht wis da er nicht wieder schalt?| sen kany. So will ich Mit Liebe nicht den Haß mich durch Sanfimuth vergelten, wie er den Haß rächen, an ihm das Gute, vergalt? sehn, und dieses Gute 3. Wahr ists, Ver: svon ihm sprechen: Wie läumdung dulden müssen, könnt er länger schmähn? ist eine schwere Pflicht. 5. In seinem Haß ihn Doch selig, wenn ein gut zu ermüden, will ich ihm Gewissen zu unsrer Ehre gern verzeihn, und, als spricht. Dieß will ich desto ein Christ, bereit zum Fries mehr bewahren; So besden, bereit zu Diensten sert mich mein Feind, und seyn. Und wird er, mich lehrt mich weiser nur ver: zu untertreten, durch Gü: fahren, indem ers böse te mehr erhizt; Will ich im Stillen für ihn beten, 4. Ich will mich vor und Gott vertraun; Gott den Fehlern hüten, die schüzt. meint. 10. Von der Aufrichtigkeit und Wahr: haftigkeit. Mel. Nro. 18. len Orten mich in Werken Wie soll ich dich würdig, und in Worten. Redlich 464. Laß mich, Höchsey des Herzens Grund, ster, darnach redlich sprech auch stäts streben, ståts der Wahr: der Mund. beit Freund zu seyn: Je: 2. Die der Falschheit des freudenvolle Leben sich ergeben, sind vor dir, nimmt nicht freche Lügner o Gott, ein Graul; Und ein. Wahrheit leit an al: ein unglückseligseben, { 1 bleibt 530 Von den Pflichten gegen den nächsten. bleibt gewiß ihr künftigs| Mel. Nro. 80. Theil. Hier schon trifft Befiehl du deine Wege. verdiente Schande sie bei ohl dem, richtig Redlichen im Lande. 465. Mode Denn ein jeder Menschen wandelt, der als ein Wahr freund ist der Falschheit Ränken feind. heitsfreund, ståts denke spricht und handelt, und das ist, was er scheint 3. Schmäht mich, oh Der Recht und Treue lie ne mein Verschulden, der bet, und von dem Sinn Verläumder Lästermund; der Welt, die Trug und Herr, so laß michs still er: Falschheit über, sich unbe dulden: Einst wird doch fleckt erhält! die Wahrheit kund. Darf 2. Wohl ihm, wenn ich ja nicht langer schwei: sein Gemüthe, Herr, so gen, meine Unschuld zu die Wahrheit übt! Ihn bezeugen, o so gieb, daß leitet deine Güte, er wird státs dabei Herz und von dir geliebt. Du wirs Mund voll Sanfemuth ihn einst erhöhen, wenn sey. in der Wahrheit licht be 4. Daß du, Herr, an schämt die Falschen stehen, jedem Orte Zeuge meines geschreckt durch dein Ge Wandels bist; Daß kein richt. einz ges meiner Worte 3. Herr, laß mich dei deinem Dhr verborgen ist; ne Rache mit ganzem Ern Dieß sey státs mir im Geste scheun, daß ichs zur müthe, daß ich mich vor Pflicht mir mache, der li Lügen hüte: Denn dufgen Feind zu seyn. Erinn liebst den Wahrheits: re mein Gewissen, du bass freund, und bist falschen sest Heuchelei; Damit ich Zungen feind, stats beflissen der Treu und Wahrheitsey. 4. Laf Von den Pflichten gegen den nächsten. 531 4. Laß niemals mich Gott! wie manche Noth versprechen, was ich nicht entstehet doch auf Erden halten kann; Auch nie durch der Lügner falschen Zusagen brechen, die ich Mund! O wie viel Bes einmal gethan; Nie mich schwerden! den Stolz verleiten und 2. Wenn Zungengift nie des Beispiels Macht, den nächsten trifft. Ber: als Wahrheit auszubrei: läumdung ihn beschmizet: ten, was ich doch selbst so wird oft der kühlste erdacht. Much bis zur Glut er: 5. Doch laß zu allen hizet. Zeiten auch deiner Wahr: 3. Den größten Wald heitlicht, Herr, meine See: kann doch gar bald ein kleis le leiten, damit ich meine nes Feur entzünden; Und Pflicht mit Klugheit üb, die Zung ein kleines Glied, und wisse, wann ich für Anzündet Glut durch Súna drer Wohl, und für mich den. reden müsse, und wann ich 4. Mit welcher Wuth schweigen soll. zerstört die Glut das Glück 6. Ein Herz voll Treusso vieler Leute! Heut und Glauben, das, Gott, erfährts schon mancher zu dir sich hält, das soll Mensch, der sich gestern mir Niemand rauben: So freute. kann ich aus der Welt einst 5. Verläumdungssucht, mit der Hoffnung gehen, die böse Frucht'von tenauch ich werd als dein felischem Saamen, zündt Kind dich mit den From: auch zwischen Freunden men sehen, die reines Her: Joft Feur zu. hellen Flam: zens sind. men. Mel. Nro. 155. 6. Und das verheert So schlummerst du ic. mehr, als das Schwerdt, 466, Herr, unser der Erdbewohner Fonden, [ 532 Von den Pflichten gegen den nächsten. die am meisten von dem deinem ew'gen Rei Gift böser Zungen lei: wirds nicht Zanker gebe 9. Von dir, dem Herr den. 7. Wenn Mein und sind ewig fern die Lügne Dein uns nicht entzwein, und die Zänker, sind i so thuns doch Lästerungen, Reich der Finsterniß ih die aus Tadelsucht und eignen Henker. Reid und aus- Stolz ent: sprungen. 10. Sie sehn dich nic in deinem Licht, du Ge 8. D Gott gieb mir die der Lieb' und Freude Gnade hier, vom Zanke Aber ich werd einst die fern zu leben! Dort in sehn, frei von allem leid II. Von der Dankbarkeit gegen Wohlthäter. Mel. Nro. 125. cher Inbrunst mein Geb Wie göttlich sind doch zc. für sie zu dir, mein Vate enn Men: fleht. 467. We schen stre 3. Ich will mich all ben, dir an Güte und ihrer Freuden, und ihr Wohlthun, Bater, gleich Glücks von Herzen freur zu seyn, und mich mit Boll Kummer über ih willigem Gemüthe durch leiden, gern, wie ich kan ihren Rath und Trost er ihr Tröster seyn; Un freun, Mit reichem Se: kann ich tragen ihre Noth gen segne dann, die ich Mit Freuden will ich nicht wieder segnen kann. thun, o Gott! 2. Es zeuge meiner 4. Ich will sie lieber Frende Zähre von meines will sie ehren, will übe Herzens Dankbarkeit; mein Bedürfniß sie mi mit was für Eifer ich bei meinen Klagen nie be gebre, was ihre Herzen, schweren, státs sittsar Gott, erfreut, mit wel: überlästig nie; Wenn ih Hand Von den Pflichten gegen den nächsten: 533 Hand auch Andern giebt, herab, die Freude giebt nie mürrisch, neidisch und und Freude gab! betrübt. 7. Umfahe sie mit deis 5. Kann ich, was ih: ner Güte, und deine Huld nen schadet, hindern, beverlaß sie nie! Sey stäåts fördern, was ihr Wunsch ihr Helfer und behüte begehrt, erleichtern, was vor Widerwärtigkeiten sie; sie drückt, und lindern, Und trifft sie doch Gefahr was sie bekümmert und und Schmerz: So tröst beschwert: Frohlocken will und heile selbst ihr ich, Bater, dann, wann Herz! ichs durch deinen Bei: stand kann. 8. Im Tode nimm sie mit Erbarmen zu deines 6. Und, kann ichs nicht, Reiches Erben an! Sie o Gott, so dringe mein haben, weil sie lebten, Arbrünstiges Geber zu dir; men mit deinen Gaben Und, was sie wünschen, wohlgethan; Und diese das gelinge; Denn, Herr, flehn an deinem Thron: sie thaten wohl an mir! Groß, herrlich, ewig sey Auf jeden komme Freud ihr Lohn! 12. Von den Pflichten und dem Glück der Freundschaft. Mel. Nro. 7. 468. 2. Man rühmt den Kommt her, verkündigt zc. Freund in jedermann, ist as Glück is er auch nicht ein Christ. groß, das Das weiß ich, daß ein Gott mir schenkt in einem Jonathan, als Christ, une wahren Freund, der als scházbar ist. ein Christ rechtschaffen 3. Der Wahrheit und denkt, und treu es mit der Zugend hold, befizet mir meint, er mein Herz. Ich geb {[ 3] ihn 534 Von den Pflichten gegen den Nächsten. ihn nicht für vieles Gold, 9. Ich freue mich mit theil mit ihm Freud und ihm der Zeit, da uns, in Schmerz. jener Welt, verklärt zum 4. Ich schmeck des le: Glück der Ewigkeit, nichts bens Süßigkeit in dop: mehr am Wohlseyn fehlt. pelt starker Kraft, wenn IO. Da wir, vor Got mich das edle Glück er: tes Thron vereint, von al freut, das so ein Freund len Mängeln rein, ihn verschafft. sehn, den allerhöchsten 5. Manch Leid umwol: Freund, mit ihm uns ewig ket mein Gemüth: Ich freun. flag es meinem Freund, II. O Gott! mein fühl, daß schon halb der Gott! wie dank ich dir, Kummer flieht, wenn er wenn so ein Freund mich nun mit mir weint. scházt! Ich bitte dich, er: 6. Oft lindert mir sein halte mir dieß Glück státs guter Rath des Leidens unverlegt. Herben Schmerz; oft hilft 12. Laß andre auch so er mir auch mit der That; glücklich seyn. Mehrwah. Und froß dankt ihm mein rer Freunde Zahl, die hier Herz. Jim Zugendschmuck sich 7. Freimüthig, ohneffreun, und dort am Him: Bitterkeit straft er mich, melsmahl. wenn ich fehl. Und eigne Mel. Nro. 18. Unvollkommenheit hält er Wie soll ich dich würdig. vor mir nicht hehl. 8. Manch Wort zu un 469. Bater! mei ne Seele fers Gottes Ruhm theil scházet einen Freund, der ich mit ihm, vertraut; Tugend liebt, den mein und werd in meinem Chri: gleicher Sinn ergözet, der stenthum oft sehr durch sein Herz für meines ihn erbaut. giebt, der mich auch in Noth Von den Pflichten gegen den Nächsten. $ 35 Noth erkennet, den kein erhalte du sie mir. Schenk Unfall von mir trennet, auch Ruh und Tröstung dessen Bund nach langer allen, denen du nach Wohla Zeit ohne Reu, wie jezt, gefallen, solche Freunde nie bestimmst, oder bald erfreut. 2. Wähle, Herr! mir sie ihnen nimmst. und erhalte einen solchen Mel. Nro. 113. treuen Freund. Daß die Liebe nicht erkalte, sey der Dieß ist der Tag, den 2c. Sinn in dir vereint! welch ein Segen quälen, unsers Neiders ist ein Freund, der, Gott, Wunsch ihm fehlen, unsre durch dich mit mir vereint, Lieb an Absicht rein, sanft mich zärtlich und vertrau: und tren die Warnung lich liebt, mit mir sich seyn. betrübt! freuet und 3. Hab ich Schwach: 2. Der vest vereinigt heit und Gebrechen, Herr! erst mit dir, in einem Geia so lenke meinen Freund, ste, dann mit mir, der Tus sich durch Kaltsinn nicht zu gend hohes Leben lebt, mit rächen, nicht durch Härte, mir nach einem Ziele wie ein Feind. Laß den strebt! Weisern freundlich schla: 3. Gedanke, Neigung, gen und des Schwächern Will und That sind Eins Fehler tragen! Beßrung in beiden, nur den Pfad, folge ståts auf Schuld, den wir in deinem Lichte Hochmuth niemals auf sehn, getren, und Hand in Geduld. Hand zu gehn. 3. Bater! hast du mir 4. Der Herzen Heil. gegeben solche Freunde; und Besserung, nicht eitler Dank sey dir! Laß sie lan: Lüste Sättigung, der wah: ge glücklich leben, und ren Liebe voll Gefühl ist { 14 unser Laß! den Argwohn nie uns 470. 470. D 536 Von den Pflichten gegen den nächsten. unsre Sehnsucht, unserstraurig macht, auch nicht Ziel. des Glückes Unbestand 5. Wir theilen brüder: trennt unsrer Liebe vestes lich dein Licht, das uns er: Band. leuchtet, jede Pflicht uns 10. Wir theilen alles, zu erleichtern; jede Kraft Lust und Leid, in inniger gleich Fromm zu seyn, Vertraulichkeit; Und je: gleich tugendhaft. de Zärtlichkeit versüßt dem 6. Er, in Gefahr zu ir- andern, was ihm schmerz: ren, hört auf meiner Liebe Ruf, und kehrt, durch mei: ne Wachsamkeit gerührt, zurück vom Wege der ver: führt. lich ist. 7. Und wenn wenn ich strauchle:( denn wie leicht fällt nicht der schwache Mensch!) so reicht er fei ne Bruderhand auch mir, und führer mich zurück zu dir. ber Freund und Freund: II. Trennst du auch sel: Die Herzen bleiben doch vereint durch Liebe, durch Gebet, und Rath, und wo wir können, durch die That. 12. Vollenden wir den Pilgerlauf: So nimmt uns, Gott, dein Himmel 8. Stâts durch einan auf. Unendlich ist die Se: der weiser, Herr, ståtsligkeit; die uns zugleich edler und vollkommener, vor dir erfreut. verabscheun wie die Edu 13. Da hab ich ewig scheren der Schmeichler, jeden Freund, der sich mit redlich, offen, frei. mir durch dich vereint, mir 9. Kein Streit, kein Herz um Herz, o Vater, Mißtraun, kein Berdacht, giebt, mich zärtlich, treu, nichts, was uns froh und und ewig liebt. 71 13. Von Von den Pflichten gegen den nächsten. 537 13. Von der Liebe und Versöhnlichkeit gegen Feinde. Mel. Nro. 227. 4. Trug nicht mein Heis So hoff ich dann mit 2c. land meine Schuld mit uns aussprechlicher Geduld, 471. Hort, die ibrum Gott mir zu verſöh mich ver: nen? Für seine Mörder folgt und schmäht, hört hat der Herr! Um Kreuz, mein aufrichtiges Gebet: am Kreuze selbst bat er: Herr, segne die mir flu: Bergieb, o Vater ihnen! chen! Es schmerzt mich, 5. Sein hohes Bei: daß ihr Herz mich haßt; piel lehre mich geduldig Doch schone sie, laß diese seyn, und brüderlich mit Last mich froh zu tragen Feinden umzugehen! Er suchen! wachen Stolz und Rachbes gier, so lenke mich, o Herr, zu dir und auf dein Kreuz zu sehen! 2. Du rettest gern aus jeder Noth; Errett auch meinen Feind, o Gott! Vergieb ihm sein Verbre: 6. Nie, Gott, entzünde chen! Und, wenn mit über meine Brust des, Hasses legter List ein Judas mich und der Rachgier lust! verräth und küßt, so wol: Laß willig mich vergeben! lest du's nicht rächen! Wer Unrecht gern und 3. Die Unschulleicht vergißt, wer hier dir schmücke nur mein Herz ähnlich wird, der ist dein Und jeden nicht verdien: Erbe: der wird leben. ten Schmerz soll mir ihr Trost versüssen. Es sey Mel. Nro. 212. mein Trost bei Hohn und Die ihr Christi Jünger. Spott: Im Himmel mein Erbarmer, Gott, in mir 472. Gieb mir, Jes ein gut Gewissen! deinen Sinn, daß ich meinen 1 1 5 Feind 538 Von den Pflichten gegen den nächsten. Feind auch liebe, und Solch ein Beispiel gabst wenn ich beleidigt bin, jdu mir; Herr, ich sehs, mich nicht räch und ihn be und folge dir? trübe; Unmuthvoll, weil 4. daß zugleich, o Got: er mich kränkt, und aufstes Sohn, gern für mei: mein Verderben denkt! nenFeind mich beten! Du 2. Du, der Liebe höch: hast unter Schmach und ftes Bild, lehre, Jesu, mich Hohn bei dem Vater uns ihnsegnen, und, wis zor: vertreten, der du immer nig er mich schilt, sauft und Gutes thatst; Und für freundlich ihm begegnen, deine Mörder batst! wenn er gleich mein Elend sucht, mich verläumdet und mir flucht! 5. Dann, wann ich, wie du, verzeiß, in Geduld, wie du, mich übe, und von 3. Gieb mir Muth und aller Rachsucht frei herz: Willigkeit meinem Haffer lich meine Haffer liebe, zu verzeihn, wie dein Ba- dann( verfolgt mich auch ter mir verzeiht; Und auch ein Feind) ist und bleibt Lust, ihn zu erfreun! doch Gott mein Freund. 14. Fürbitte für Zweifler und Unglaubige. 473. deinen Menschen Ader falschen Götter Dienst vers gab, welch licht kam, Jesu, da herab! schwand; Da ward dein Vater, Herr! erkannt. Die Welt fah, wer ihr Schöpfer ist; und sah, Emmel Von den Pflichten gegen den Nächsten. 539 sah, daß du ihr Heiland bist; die Völker eilten voll Begier nach licht, o Menschen: freund! zu dir. 2. Nun hat die Welt nahe, Herr, und doch kein dein göttlich Licht; Und Christ. achtet seines Segens 4. Herr, nicht mit nicht. Verhaßt ist, Je: Fleiß bethört er sich; Er: su, ihr dein Wort; Weit barm, erbarme seiner pflanzt sich diese Feinddich! Nicht Stolz, noch schaft fort. Mit Bitter: Bosheit, bloser Wahn keit, mit Hohn und Spott entfernt ihn noch von dei: emporet sie sich wider ner Bahn. Sein Herz Gott, und stürzet sich mit will gut seyn; Sein Vers frechem Sinn in aller la: stand hat nur noch nicht ster Abgrund hin. dein Heil erkannt. Das 3. Auch manchen Beslaß ihn suchen; Leit ihn sern fesselt doch gepries: nur, Geist Gottes, aufdes ner Vorurtheile Joch. Glaubens Spur. Von deiner Wahrheit un 5. Zeig ihm, daß sei: gewiß, verweilt er in der ne Tugend nicht gerecht Finsternis. Er spottet ihn mach im Weltgericht; deiner Lehre nicht, und Daß er von Sünd und glaubt und fürchtet dein Schuld nicht frei vor Gericht; liebt, wie er Gott, und im Gewissen kann, das Gur', und ist dir sey! Laß ihn des Mitts. lers 540 Von den Pflichten gegen den nächsten. lers Wunder sehn, und ihn nichts so sehr erfreun, seine Lehre recht verstehn! als, Herr, das Heil, ein Er prüfe sie gewissenhaft; Christ zu seyn. Dann siegt in ihm der Wahrheit Kraft. 7. Für jede Seele, die von dir aus Irrthum wei 6. Wohl ihm dann! chet, beten wir! Auch die seine Seele wird sichs mit Fleiß dir widerstehn, nicht verhehlen, daß sie laß, Herr, auch die nicht irrt. Er wird zum Kreu untergehn! Entreiß des ze Jesu fliehn, gerecht zu lasters Tirannei ihr thö: fenn vor Gott durch ihn. richt Herz und mach es Bekennen wird ers öffent: frei! Dann glauben sie, kich: Er glaub, o`Jesu, dir, Herr, zum Ruhm, nur an dich; Auch wird auch an dein Evangelium! 15. Von den Gesinnungen des Christen über den Tod der Frommen. Mel. Nro. 440. Name! Nur die Sünder Alle Menschen müssen zc. treffe Schmach! Jeder er mit sei: 474. W und Einer Tugend Thaten nach! fer strebte, müzlich seiner Sanft und heiter stral' er Welt zu seyn; Wer nicht immer, wie der Abendrös blos für sich nur lebte; the Schimmer, sanft und Menschen suchte zu erlieblich Gottes Welt, eh freun: Deß Gedächtnißjes Nacht wird, noch er: bleib, und daure; Sei hellt! ne Nachwelt Flag' und 3. Dann so kehren seiz traure; Wo sein Grab ist ne Thaten segnend in die weine dann, wer, was gut Welt zurück; Bleiben im ist, scházen kann! mer reiche Saaten für der 2. Unvergeßlich sey sein Nachwelt Heil und Glück. Gott, Von den Pflichten gegen den Nächsien. 541 Gott, der Richter allerjans Grab dazu Licht und Welten, wird sie öffentlich Kraft ihm gab. vergelten; Jede bringt er 6. Also ehret edle Brü: einst ans Licht, Blos der der, wenn sie nun im Frie: Fehler denkt er nicht. den ruhn; Denn so wird 4. Darum schaue die: man euch einst wieder, se feiner, um sie zu ent: wenn ihr ihnen folget, hüllen, an; Denn wo bleibt thun. Fortzupflanzen eus auf Erden einer, der nicht irre gehen kann? Der nicht ståts ganz reinen Triebe seiner Tugend schont mit Liebe, wer sich nur des Guten freut; 7. Wenn ihr sterbet, Hüllt sich in Bergessenheit. wird sie klagen: wieder 5. Preist den Herrn, starb ein edler Mann! und seine Liebe, daß sein Gott, belohn ihn! wird Tod, der euch betrübt, fie sagen, nimm auch ihn Reiz zum Guten, Lust und zu Ehren an! Laß ihn deiz Triebe, ähnlich ihm zunen Himmel erben!( aß werden, giebt! Preist den uns seines Todes sterben! Herrn, daß seine Gnade Preis und Unvergänglich: ihn der Tugend sichre Pfa: feit dem, der gut zu seyn, de wandeln ließ, und bis sich freut! re Namen, eure Tugend nachzuahmen, euer Bei: spiel zu erneun, wird sich leure Nachwelt freun. 16. Von den Gesinnungen des Christen über den Tod derer, die in Sünden und Unglauben gelebt haben.. 475. $ Fief in To des schmerzen ohne Trost im Herzen, liegt der schon dem Spoté 542 Von den Pflichten gegen den Nächsten. titl Spötter da, nahe dem Verderben, Richter nah, 11 dein Gesez ihm droht! ach, laß ihn nicht ster: das ben, nicht den furchtbaren Tod! Bater, sey ihm gnädig! Jesu, rett ihn noch! Bater, sey # #I ihm gnádig! 2. Er, der Sünd erge: der Bosheit Rächer, den ben, ihrer luft nie satt, Richter, der ihn ruft, hört kürzte selbst sein Leben, nun der Verbrecher, zit: und durch Missethat? tert, daß er ihn ruft! Bas Drohung nicht; nichtster, sey ihm gnädig! Je: Gnade, nichts hilft dem su, rett ihn noch! Bater Frevler auf. Auf des La: sey ihm gnädig! sters Pfade blieb sein 4. Ihm entflieht die sündlicher Lauf. Vater, Stimme, nur die Seele fen ihm gnadig! Jesu, fleht; Hör auf ihre Stim: rett ihn noch! Bater, sev me; Sprich nicht: nun zu ihm gnådig! spät; Laß ihn nicht verder: 3. Aus dem langenben, nimm von ihm seine Schlummer weckt ihn Schuld! Zeig ihm noch Angst und Schmerz; Nielim Sterben, Gott, die empfundner Kummer nagt göttliche Huld! Bater, sein bebeyd Herz! Ibn, sen thm gnädig! Jesus rett Von den Pflichten gegen den Nächsten. 543 rett ihn noch! Bater, sey wer kann wissen, wer von ihm gnädig! ihnen, wie ein Brand noch Mel. Nro. 458. des Zornes Flamm ent: riffen, bei dem Herrn Wohlzuthun und mitzuth. Erbarmen fand? Ueber: 476. Richtet nicht, schaut ihr alle Pfade ſei: wenn Gnade? der sterben; Rufet nach 5. Hättet ihr durch sie dem Tode nicht über sie gelitten, was ein Mensch herab Verderben, Gottes nur leiden kann, und ihr Donner und Gericht! höret lange ericht! böret lange Bitten: Welch ein Jammer, blos Brüder: tlaget uns nicht zu wissen, wie sie dann an! Würd euch euer Herz erzittern müssen! nicht brechen? Wolltet, 2. Fluchet ihnen nicht; könntet ihr euch rächen? Sie sollten Kinder Got: 6. Seufzt ein Sünder: tes seyn, wie wir; konn: tens werden, wenn sie habt Erbarmen, seht, wie wollten; jeder war ein jammervoll ich bin! Kämt Mensch, wie ihr. Daß sie ihr nicht mit offnen Armen nach dem Tod auch leben: zu dem Jammervollen wer kanns denken, und hin? Würdeuch euer Herz nicht beben? nicht brechen? Könntet, wolltet ihr euch rachen. 3. Wer darf richten? Wer verdammen? wißt: 7. Und ihr habt ihn es ist ein Einiger, welcher nicht erschaffen, habt ihn richten und verdammen nicht mit Blut erkauft; und vergeben kann, der aber Gott hat ihn erschaf: Herr! Wer da steht,( verfen, Gott hat ihn mit Blut nehmt es alle!) sebe zu, erkauft. Er, der Gott ist, daß er nicht falle! fannerretten, kann im To: de noch erretten. 4. Richtet nicht; Denn 8. Aber 544 Von den Pflichten gegen den nächsten. 8. Aber heilig Dun: schleunigt sie? Die nur, fel decket, was Gott thun welche heilig leben, dör: kann oder will. Durch der fen nicht im Tode beben. 10. Er ist nur für die Sünder Tod erschrecket, stehe, wer noch irret, still. ein Schlummer, die, was Kehrt zurück zu seiner Gott gebietet, thun, um Gnade, auf der Tugend befreit von allem Kum: mer, bis die Erndte sichre Pfade. 9. Laßt nicht erst des kömmt, zu ruhn. Selig Grabes Schrecken,( ach, sind sie, Gottes Erben, die wie furchtbar sind nicht des Herrn sind, eh sie ster: die!) euch zur Heiligung ben! erwecken; Eilet und be: Vierte Bom obrigkeltlichen Stande. Vierte Hauptabtheilung. 545 Von den Pflichten der Christen in allen Ständen, besondern Zeiten, lebensarten und Umständen. Lieder für die christlichen Stånde, Ge sellschaften und Lebensarten. I. Vom Obrigkeitlichen Stande. 1. Fürbitte für die Obrigkeit. Mel. Nro. 46. Du bist auch ihr Beherrs Allmächtiger! wir singemc. scher. u gründest, 2. Unendlicher, regiere 477. Allgewali se, daß sie dir willig die: tiger, der Weltbeherr: nen! Verlaß mit deiner scher Thronen, daß wir, Huld sie nie: Nicht ihr o aller Fürsten Herr, in Geschlecht nach ihnen; sichern Hütten wohnen. Huld, welche wohlzu: Preis deiner Huld, die thun sich freut, und Weis: fie erhält! Dein ist ihr heit und Gerechtigkeit seny Reich, und dein die Welt; ihre schönste Krone! M m 3. Gieb 546 Bom obrigkeitlichen Stande. 3. Gieb, Vater, daß Mel. Nro. 7. fie, dir getreu, dir ähn: Kommt her, verkündigt lich, uns regieren! Nie müſse Stolz, nie Heuche: 478. sfren der Fürst des lei zu Lastern sie verfüh- Landes fich, Gott, dei ren! Laß sie ihr eignes ner allezeit! Sein Auge Herz durchschaun; Boll Furcht vor dir, sich selbst nicht traun, und dich um Weisheit bitzen! sehe stats auf dich; Sein Herz sey dir geweiht. 2. Begnadiget mit dei ner Kraft und deines Gei stes voll, gedenk er stars der Rechenschaft, die er dir 4. Gieb Friede; halte sie zurück von ungerech ten Kriegen! Ihr Ruhm geben soll. sey ihres Landes Glück, 3. Sehr groß und sein Segen ihr Vergnü schwer ist seine Pflicht; gen! Wenn aber Volker Und er ein Mensch, wie sie zum Streit durch Unwir, wie sehr braucht er recht zwingen, dann ge: vor andern Licht und Nath beut dem Siege, sie zu und Kraft von dir! schüzen! 4. Verleih ihm das, wenn er begehrt, dir áhn 5. Es müsse, Gott, lich, Gott, zu seyn; Und auf jedem Thron dein laß ihn, in dein Bild vers Wort Verehrer finden! jklärt, sein Bolk, wie du, Auch Fürften laß auf dei: erfreun. nen Sohn der Zukunft 5. Er zeig in seinen Hoffnung gründen! Sie Thaten sich als deinen sind auch Sünder, Gott, treuften Sohn; Den ka: wie wir! laß Gnade denusstern sey er fürchterlich, auch sie vor dir in ihrem der Tugend Schuz und Tode finden! ( kohn. 6. Bea Bom obrigkeitlichen Stande. 547 6. Beglückter Volker zu schizen Recht und Liebe sey sein edelster Ge: Eigenthum, so folg ihm winn; und kein gerechter Muth und Sieg. Seus er schrei um Nache 9. Aurch ihm hast du wider ihn. bestimmt das Ziel, das 7. Um seinen Stuhl er erreichen soll; Laß wers sey immerdar Recht und den seiner Tage viel, und Gerechtigkeit; Um dann jeden segensvoll! beschüz ihn in Gefahr, 10. Sein werd in jes wenn ihm und uns sie dem Flehn zu dir mit lieb dránt. und Dank gedacht. Erhör nie der uns Gott! So jauchzen Doch wir und preiseu deine 8. Er wünsche Helden Ruhm; zeucht er in den Krieg: Macht. 2. Von den Pflichten der Obrigkeit. Mel. Nro. 113. 3. Nie brauch er seine Dieß ist der Tag, den ic. Groß und Macht zur Liep: 479. Wer herrscht, pigkeit und eitlen Pracht; wer Fürst, Nie zu des Armen Druck wer König ist, der wisse, und Laft, den du, wie ihn, daß du Richter bist; Wer geschaffen hast. Macht hat, wisse, sein 4. Nie slamm und Beruf sey yon der Macht, stral in seiner Hand sein die all' eschuf. Schwerdt durch ein verd: 2. Er, wie der Unter det land! Sen ståts die than, dein Knecht, sey lieb und Lust der Welt; Gott, dein Bild, und sey Für Ehrenbogen nie ein gerecht; Sey menschen Held. freundlich, herrsch allein, 5. Nie stürz er fremde ein Segen seines Bolts Thronen um, Des Fries dens Delzweig sen sein Ruhm! zu seyn! mm 2 548 Bom obrigkeitlichen Stande. Ruhm! Doch, heischt der sehe, nie getäuscht durch Schuz der Seinen Krieg: list und Wahn, was allen So folg ihm Muth zur núzlich ist. Schlacht und Sieg. II. Sein eignes Bei 6. Für Andrer Jamspiel wirke mehr, als sein mer voll Gefühl, sen schnel: Gesez; Weit um sich her le Hilfe, Herr, sein Ziel; verbreit' es Lust zu dem, Nie frecher Lüste Sätti: was gut und recht ist, und gung, nie sklavische Ber: zur Tugend Muth. götterung. 12. Er, seinem groß 7. Der Unschuld Rechte sen Rufe treu, sey der Ver beug er nicht! Als gieng er laßnen Zuflucht, sen der selbst in dein Gericht, so Armen Reichthum und in müß er richten, und allein Noth ein sichrer Schirm, des Trugs und Frevels wie du, o Gott. Schrecken seyn. 13. Berlohren rechn' 8. Er zeige, daß nurser jene Zeit, wo er nicht der, der frei die Wahrheit wohlthut und erfreut, doch spricht, sein Liebling sey; werd auch Wonne jeder Denn, hört, wer Macht Schmerz, den er geheilt hat, Schmeichler an, wie hat, für sein Herz. leicht, wie leicht wird der Tirann. 14. So herrsch er, und ihm opfre dann mit Freu: 9. Er ehre dich, doch den Gut und Blut, wer zwing er nie Gewissen, Mann; wer gut und muth schon und schůze sie; Ge: voll, wie ein Christ, soldh wiß, daß durch Gewalt, eines Herrschers würdig wer irrt, nie mehr, als ist! plos ein Heuchter wird. Mel. Nro. 113. 10. Verdienste heb er Dieß ist der Tag, den 2. gern empor; Sey überall ſelbst Aug und Ohr und 480, er ber durch Ge burt Vom obrigkeitlichen Stande. 549 burt schon ist, als seine mit ihm vergnügt, sey, Brüder, tenn, als Christ, wer ihm seine Felder des bessern dels Werth pflügt! Wohlthätig soll er und Pflicht; Den fühl er, seyn, denn er ward darum den entehrer nicht. nur des Armen Herr. 2. Er, sind ihm Brü: 7. Er;( denn er hat der unterthan, er sey ihr mehr Biacht und. Zeit zu Bater, kein Tirann; So höhern Thaten;) sey be: mild und liebreich, als ge- reit auch mehr zu thun für recht; Er ist, wie sie, auch Bolk und Staat, von dem Gottes Knecht. er seinen Vorzug hat! 3. Nicht wähn er, weil 8. Berächtlicher, als er groß und frei vor den Sklaven, ist im Tod einst Geringern ist, er sey er jeder, der vergißt, daß er haben über Recht, und des Vaterlandes Wohl Pflicht und Rechenschaft; auch mehr, als andre för: Das wähn er nicht! dern soll. 4. Er sehe, mehr be: 9. Doch, wenn ers glückt von Gott, nicht mit nicht vergißt, so freut der Verachtung oder Spott Niedrige sich ohne Neid, auf den, von dessen weil der der Welt zum Schweiß er lebt, der ihm Segen lebt, den Gott erwirbt, was ihn erhebt! mehr segnet, mehr erhebt. 5. Efe Grausam: 10. Und spricht in sei: keit und Zwang; Verpraffeinem Tode dann: Das war nicht durch Müssiggang, ein edler grosser Mann! was Gott ihm giebt, be: Er, durch der Tugend glückt zu seyn mit andern, Glanz verflärt, war sei: aber nie allein! nes Glücks und Vorzugs 6. Froh neben ihm, werth. mm 3 II. Von 550 Von den Pflichten II. Von den Pflichten und Gesinnungen der Unterthanen. Mel. Nro. 2. Furcht und lieb erfüllen, Mit Singen dich zu loben. wird dein Will auch erfüllt. 481. ebovab, Herr 4. Laß deines Geistes und König Gaben auf ihnen reichlich der Könige und Herrn! ruhn. Laß sie, obschon er Dir ist man unterthänig; haben, gern deinen Willen Du herrschest nah und thun. Du herrschest selbst fern, du Gott, Herr Ze: im Land. Das Herz der baoth! An Ehren groß und Obrigkeiten kannst du, wie prachtig, zum Schuze start Bäche, leiten, es steht in und mächtig, ein Helfer deiner Hand. in der Noth! 5. Q Gott von grosser 2. Nach deines Wor: Güte! Gieb ihrem Geiste tes lehre ist keine Obrig: licht. Gerechtigkeit behu: keit, die, Herr, von diete sie allzeit im Gericht. nicht wäre; IhrSchwerdt, laß ståts, durch ihr Bez das Frevlern draut, em: mühn, die Frommen sicher pfeng sie nur von dir: wohnen, nie laß sie Frevler Wer ihr zuwider lebet, der schonen, selbst ståts das wagts, und widerstrebet Unrecht fliehndir selbst sowohl als ihr. 6. Gieb, daß durch ihr 3. Ach, groffer Herr Regieren wir mit Zufrie scher! lehre mich doch durch denheit ein ruhigs Leben beinen Geist, daß ich dielführen, in wahrer FrömObern ehre, wie es dein migkeit. Herr Gott! du Wort verheißt. Sie tra: segnest gern: Wir bitten gen ja dein Bild: Und ohn Ermüden: Gieb Se: wenn ich ihren Willen inlgen, Heil und Frieden, durch und Gesinnungen der Unterthanen. durch Jesum, unsern Herrn! ohn Zwang und Noth, dei: ner Obrigkeit Gebot. Mel. Nro. 65. 5. Gieb dem Ruhm, Himmel, Erde, Luftund. dem Ruhm gebührt; 482. 2er gehorcht, Schoß und Zoll dem, der der thus regiert. Gieb, als gábst mit Lust; Jeder, der sich dus Gott, dem Herrn, was wohl bewußt, daß er nicht du schuldig bist, stets gern. regieren kann, sey ein gus ter Unterthan. 6. Ordnung und Ge rechtigkeit, Schuz und 2. Bist du niedrig, bist Fried und Sicherheit, ift du groß, sen vergnügt mit ein Glück, das man nur deinem Loos, schám dich hat durch der Obern Nath deines Standes nicht; und That. Nüzlich ist doch Pflicht. Jedes 7. Leben wir gewissen: haft, eingedenk der Ne: 3. Zur gemeinen Wohlchenschaft; So wird Gott, fahrt sey dem Geseze stats der höchste Herr, uns dieß getreu; Gott will das von geben mehr und mehr. jedermann, Gott, der dirs vergelten kann. 8. Obrigkeit und Un terthan, betet drum den 4. Schaue Jefum Chri: Höchsten an; Fürchtet ihn: stum an; Er war auch ein denn sein Gericht wird ge: Unterthan. Thu, wie er, recht seyn; Sündigt nicht! III. Vom Lehrstande. Nro. 53. ihnen dein Gebot und Wil: Freuden dank. len kundbar werden; Du sie liebst du pflanztest dein so theures 483. 23 Wie doch, o Wort durchs Predigtamt treuer Gott! die Menschen bestándig fort, das uns auf der Erden. Du läsfest zum Guten locket. Wi m 4 2. Nun Mel. Wie viele 552 Vom Lehrstande. 2. Nun, Herr! du und Lehrer und Regierer! wollft uns gnädig seyn; Sey gnädig unserm Flehn, Und immer Lehrer geben, und send uns treue Füh die heilig, unverfälschrer, mit deinem Geist ge und rein im Lehren und salbt; gesinnt nach dei im Leben. Verleih uns deinem Sinn, und gieb, daß nen Geist, daß wir sie wil unser Heil ihr Ruhm sey, lig hören, und allhier auf ihr Gewinn! deinen Wegen wandeln. 2. Laß deiner Weis: 3. Eaß ihrem Worte heit Licht in ihren Lehren uns mit Treu gehorsam brennen, und deine Wahr seyn, sie lieben; Uns, ih: heit, Herr! vom finstern nen, ohne Heuchelei zu Irrthum trennen. Ihr folgen, treulich üben. Sie dir geweihter Mund sen wachen auf des Herrn Be: deiner Ehre voll, und fehl, und müssen wegen zeige deinem Volk, wie unsrer Seel einst schwere es dich ehren soll. Rechnung geben. 3. Gieb deinen guten 4. Regier uns auch, Geist in ihrer aller Seelen, daß wir sie nun versorgen, Ein Herz, von ihm belebt, lieben, ehren; Daß sie ihr wird gute Wege wählen. Amt mit Freuden thun, kaß uns des Glaubens und nicht mit Seufzen leh: Kraft an ihrer Tugend ren: Denn solches ist uns sehn, und so authrer Hand ja nicht gut, wenn jemand den Weg des Lebens gehn! ihnen Uebels thut; Da: vor behüt uns gnädig! 4. Du selbst bewaffne sie zu deinen heil'gen Krie: gen: Gieb ihrem Worte Kraft, das Laster zu be: Herr, allerhöchster Gott.fiegen! Ihr Segen, Herr! Mel. Nro. 224. 484. Berföhner, Je- ihr Glück und ihre Beute su Christ, sen gerührter Sünder Schmerz, Pflichten der Lehrer ic. 553 Schmerz, und glaubens: erreichen, das du uns vor: volle Reu! gesteckt! Indeß, Herr! sey 5. Dir zugeführt durch ihr Lohn allhier in dieser sie, laß uns von dir nicht Zeit, und einst vor dei: weichen, auf daß wir der: nem Thron! maleinst das groffe Ziel IV. Pflichten der Lehrer und Fürbitten für ſie. Mel. Nro. 79. 485. Da du auch uns so liebst, daß Mein Auge sieht, o Gott. du uns treue Führer giebst, as Amt der die weise sind und tugendLehrer, haft, inkehr und That voll Herr, ist dein; Dein soll Geist und Kraft. auch Dank und Ehre seyn, 5. Laß ihres Unter: daß du der Kirche, die du richts uns freun; Gewis liebst, noch immer treue senhafte Hörer seyn; Selbst Lebrer giebst. forschen, ob dein Wort 2. Gesegnet sey ihr auch lehrt, was uns ihr Amt und Stand! Sie Unterricht erklärt! pflanzen, Herr, von dir gesandt, von Zeit auf Zeit dein heilig Wort, und Licht dein Wort, o Herr, so mit ihm und Tugend fort. laß uns weiser, heiliger 6. Und, ist ihr Wort 3. Wie freut ein guter und besser werden, dir alLehrer sich, wenn er, er lein zum Preis, und auch, leuchtet, Gott, durch dich, sie zu erfreun! den Jüngern Jesu gleich 7. Daß jeder, so be: gesinnt, viel Seelen für lohnt von dir frohlocke: dein Reich gewinnt! 4. Wohl uns, wenn Ja, Gott ist mit mir! Um Throne werd ich wonne: M m 5 voll 554 Pflichten der Lehrer. voll die schaun, die ich uns zugleich mit ihnen in hier leiten soll! dein ewig Reich. 8. Ermahnen, war: nen, strafen sie, so wei: Mel. Nro. 3. gre, wer sie hort, sich nie, kob, Ehr und Preis demu. zu haffen, was du uns verbeutst, zu thun, was du durch sie gebeuist! 468 Dein ist das ihren Licht, das uns erhellt; Dein Gott, 9. laß darum das Amt der Lehrer. Welch Unterricht, weil sie und ein Geschenk für deine wir auch strauchlen, nicht Welt, für deines Worts verachtet werden; nimm Verehrer! Dießlehr'uns dich dann auch ihrer deiner Boten Mund; So Schwachheit gnädig an! wird dein Recht uns allen fund, uns fund der Weg zum Leben. 10. Fern sen von uns der Frevel, Gott, durch 2. D welch ein Amt, Undank sie, durch Haß Betrug und Wahn und und Sport zu kränken, daß sie, was sie thun, mit seuf after zu bestreiten, und Seelen auf der Wahrheit zervollem Herzen thun. Bahn, zu dir, o Gott, zu II. Ach, wenn sie leiten! Wie edel! aber seufzen, würde nicht dein auch wie schwer! Dieß laß Zorn uns treffen, dein sie sehn, und täglich mehr Gericht? Hast du nicht den hohen Rufempfinden! selbst gedroht: wer sich zu 3. Gieb ihnen deiner schmähn sie wagt, verach- Weisheit Licht; Mehr tet mich? ihnen alle Gaben, die sie 12. Nein, Gott, wir für unsern Unterricht von wollen sie erfreun; Dandir empfangen haben! Laß bare fromme Sorer seyn! jihre Lehren wahr und rein, So führst du einst auch vest ihren eignen Glaus den und Fürbitte für sie. 555 ben seyn, ihr Leben fromm und heilig! gern kann, sie fliehn; Laß sie die Kinder lieben; Wie 4. Gieb, daß mit fanf Pflanzen sie für dich ers ter Nachsicht sie der Schwa: ziehn, sie früh im Guten Geübter weiter chen Einfalt tragen: Sie, üben; ( keint nicht gleich der führen, sie zum Fleiß und Same,) nie an seiner Kampf entflammten, nie Frucht verzagen! Laß sie von dir zurück zu weichen. nicht müde werden; laß 8. Trifft sie Verfolgung sie ohne Bitterkeit und oder Spott, so laß fie Haß des lasters Schand dann mit Freuden, mit entblösen! unterschrocknen Muth, o 5. Gieb, daß mit Gott, für deine Wahrheit Selbstgefühl und Lust, leiden! Du sendest sie; wenn sie uns unterweis Sie ehren dich; Umsonst fen, sie, ihres Segens emport die Hölle sich, die sich bewußt, der Tugend Wahrheit zu vertilgen! Werth uns preisen; Daß nicht allein ihr Unterricht, daß selbst uns ihres Be spiels Licht auf deine Wer ge leite! 9. Belohne sie, und auch schon hier; Dein Segen sey mit ihnen! Doch laß sie, ohne Lohn: 6. Laß sie den Irren sucht, dir und deinen Brüs den zurück zu deinem Lichte deru dienen! Laß sie von führen; Ihn, eifrig für keinem, Gott, betrübt, von sein wahres Glück, beswa: allen Heiligen geliebt, ge: men und auch rühren! Laß ehrt von allen werden! sie geduldig seyn, gelind, 10. Wenn sie mit Eis nicht stolz noch hart, und fer und getreu, durch dei: nie gesinnt, wie Mieth linge von Hirten! nes Geistes Gaben einst von der Sünde Tirannei befreit viel Seelen haben: So 7. Auch laß, was dr 556 Bei der Einführung eines Predigers. So laß am Tage des Ge: Angesichts sie leuchten, richts im Glanze deines wie die Sterne! V. Bei der Einführung eines Prec digers. Mel. Nro. II. [ del uns erbaut; Daß uns O könnt ich dich, mein ic. sein Vortrag überzeugt, zieb ihm, o und auch die größten Sün 6 487. Gi Sieb Bater! der beugt. Glück und Kräfte zu sei: 4. Laß ihn mit deines nem Amt, Beruf und Geistes Waffen der Wahr: Stand, ihm, den zum heit Feinden widerstehn; Predigtamtsgeschäfte du ind muß er Lafter hart be: uns hast gnädig zuge: strafen, laß ihn auf Men: fandt; Hilf du ihm selbst, schengunst nicht sehn. so wird allein sein Amt an Gieb, wenn er tröstet, uns gesegnet seyn. Kraft und Licht; Uns fels senveste Zuversicht! 2. Laß auf sein Pflan zen und Begiessen des Gei: 5. Knüpf zwischen ihm stes Kraft von oben her und uns die Bande der zum stäten Segen auf uns Liebe und Verträglichkeit. fliessen, und deines Wor: Was ihm gebührt in sei tes Kraft vermehr, daß nem Stande, sey jeder es für jenen Erndtetag ihm zu thun bereit! Wer Frucht hundertfaltig brin: Gott und sein Wort liebt und ehrt, der hält auch 3. Gieb, daß von die: seine Diener werth. ser ganzen Heerde, die du 6. D Gott! wir trauen ihm jezt haft anvertraut, deiner Liebe, die uns bis: kein einziger verlohren her mit Rath und That aus werde, und daß sein Wan göttlichem Erbarmungs gen mag. triebe Vom Hausstand. 557 triebe zur Seligkeit gelei- kind, Herr! dem sie sauer tet hat. Du wirst doch worden sind. ferner mit uns seyn; Wir 8. Laß auch dereinst alle, Heiland! sind ja dein. ihn, unsern Lehrer, o Gott! 7. Wir sind mit deinem zu deiner Rechten stehn; Blut erkaufet, dein Ba: Und laß uns alle, seine ter hat uns sich erwählt, Hörer, mit ihm zum Him: wir sind, als Christen, melreich eingehn. Da wer: längst getaufet, und den wir uns ewig freun, deinen Kindern zugezählt, und ewig mit ihm glück: So weide jedes Gottes: lich seyn. VI. Vom Hausstand. I. Lieder für Eltern. Mel. Nro. 527. welt zubereiten; Uns, Wach auf, mein Herz! c. Herr, soll dein Wort leiten. ilf, Herr! 4. Wir wollen dir zu 488. daß unſte Ehren ſie aufziehn und ſie Jugend in Gottes furcht lehren, daß sie gern dei und Tugend, zum Himnen Willen, von Kindheit mel, auf der Erde, von an erfüllen. uns erzogen werde. 2. Laß uns, Herr, un: 5. Durch rührende Ge: sre Pflichten getreu an ihr schichten laß uns sie unter: verrichten, und sie, zu dei richten; Denn lehrendes nem Ruhme, erziehn zum Erzählen wirkt sehr auf Christenthume. jjunge Seelen. 3. Die Welt mag ihre 6. Von ihnen zu ents Kinder verzichn, und fernen, wodurch sie Boz fünft ge Sünder der Nach- ses lernen, laß beim Er: ziehungs: 558 Vom Hausstand. ziehungswesen uns ja nie: 13. Dann wird sich Gottes Segen auf eure mals vergessen. 7. Auch laß uns ihnen Kinder legen; Und einf sagen schon in den Kind- könnt ihr mit Freuden heitstagen, daß alle Men: von frommen Kinders schenkinder, durch Adams scheiden. Sünde Sünder. 8. Und daß, uns zu er: Mel. Nro. 79. Ibsen, dein Sohn einst da Mein Auge sieht, o G. gewesen, um uns Heil zu erwerben, durch sein ver: 489. Groeteth ist, föhnend Sterben. 9. Und daß du uns das eure Pflicht! verzárteltew Leben zur Ewigkeit gege:( re Kinder nicht; Gewöh ben; Und wir, nach un: net sie in früher Zeit zu ferm Sterben, die Sélig- nuzlicher Geschäftigkeit. keit ererben, 2. Wohl euch, wann 10. Last, Eltern, diese feines je vergißt, was als Lehren, früh eure Kinder ler Weisheit Anfang ist; hören; Lehrt Weisheit, Die Furcht vor Gott, der Pflicht und Tugend sie alles sieht, und straft, was schon in früher Jugend. Boses hier geschieht. II. lehrt sie das Böse 3. kehrt sie, wann ihr hassen, aus Pflicht es un: Berstand erwacht, Gott terlaffen, der Gottesfurchtskennen, seine Lieb und sich weißen, und sich des Macht; Lehrt sie auf seiz Guten freuen. ne Werke sehn, und was 12. Doch sollen sie so sie lernen, auch verstehn. Handeln, somäßt ihr selbst 4. Sorgt zwar für ih so wandeln, und müßt zu gleich mit ihnen Gott lie: ben und ihm diegen. ren Leib, doch mehr für ihre Seel, und schaut umber, was ihrer Unschuld schaz den Vom Haussland. 559 den kann, und führt siel 9. Erweckt des Guten früh zur Tugend an. schnell Gefühl in ihren 5. Erstickt durch Un Herzen; Euer Ziel sey terricht und Zucht der er nicht blos Anstand vor sten Sünden Keim und der Welt, sey liebe deß, Frucht, damit sie Gottes was Gott gefällt. Ebenbild früh werden, 10. Gewohnt sie an der liebreich, fanft und mild. Tugend Muh, an Ernst, 6. Vor Kindern send an Fleiß, und lehret sie, auf eurer Hut; Sie sehn daß Urbeit keine Stlave: begierig, was ihr thut, rei, daß pe das Glück und thun, vom Sinnlichen des Menschen sey. gerührt, wozu sie euer Beispiel führt. 11. So nehmt euch ih: rer Seelen an! Gott rich 7. Ihr junges Herz ist tet einst und fordert dann, schwach und weich: drum wenn ihr nicht, was ihr rühmt vor ihren Ohrenjthun sollt, thut, von ench der Uebertretung eu eurer Hand der Kinder rer Pflicht in eurer frühen Blut. Jugend nicht! 12. Erwägts und fürch: 8. Muthwillen nennt niestet sein Gericht, um auch Wiz! Nie preist des Knavor seinem Angesicht euch ben schadenfrohen Geist, ewig ihrer zu erfreun; als Munterkeit; Ein fal Denn sie sind sein Ge sches Herz und Lügen nie, schenk und sein. als Spiel und Scherz. 2. Lieder für Kinder. Mel. Nro. 44, dein Gebot, sey mir ins Herr! deine Allmacht. 2c. Herz geschrieben: den Elz herr, mein tern sollst du bis zum Tod Bater, gehorchen und sie lieben! 490, D 560 Vom Hausstand. O dieser lieben theuren ich oft verübet: mich strafe Pflicht vergesse meine nicht dein Zorngericht um Seele nicht! das das, was sie betrübet. 2. Von meiner ersten 3. Gieb mir ein Her Kindheit an erzeigten fie voll Dankbarkeit, mir Gutes; Mehr, als meiner Eltern Eifer scheut, ich je vergelten kann, er nicht thut, was ihn erre: zeigten sie mir Gutes.get; Auch nimmermeht Noch immer sind sie für sich ihrer Lehr und Zucht ihr Kind so zärtlich, noch zuwider leget. so gut gesinnt. 4. Ach prág mir ein, 3. Nun, weil ich lebe, will ich sie auch wieder wie saur und schwer sie järtlich lieben; Gern ihmich vom ersten Ursprung nen folgen, und sie nie er: ber ernähret und getragen. zürnen und betrüben. So Betohue sie für solche Müh werd ich ihre Freude seyn, in ihren alten Tagen. und einst, o Gott, auch ewig dein! 5. Gieb meinen El tern Fried und Ruh, es decke sie dein Segen zu, ihr leid hilfihnen tragen; Ich freue mich, mein z. Behüte sie doch spät und Mel. Nro. 329. frommer früh vor Trubsal, Angst Gott, ich und Plagen. 491. D danke dir, daß du so gute 6. Und endet sich einst Eltern mir aus Gnad und ihre Zeit, so führ sie aus Huld gegeben, und mir zur der Sterblichkeit hinauf Freud, bis diese Zeit, be ins Reich der Ehren. So wahrt ihr theyres Leben. preis ich dich, Herr, ewig: 2. Verzeibe mir die lich, wenn du mich wirst Misferhat, die dich und erhören. sie beleidigt hat, und die 2. Ge: Vom Hausstand. Gesinnungen frommer Eltern. 561 3. Mel. Nro. I. seyn ihrer Jugend, zu Mein Herz, ermuntre ic. deines grossen Namens err, welch Preis; Führn sie zur 492. Her ein wichti: Weisheit und zur Tugend ges Geschäfte für Eltern, durch eignen und durch Kinder zu erziehn! Gieblandern Fleiß; Und um dazu Weisheit, Lust und Gedeihn fleht ihr Gebet Kräfte, und segne redlizu dir, in dessen Hand es ches Bemühn, wodurch steht man unter weiser Zucht 5. Gie prägen früh den der Kinder Herz zu bilden jungen Geelen vor dir die sucht. tiefste Ehrfurcht ein. Viel. 2. Du rufft die Men: Gutes ihnen zu erzählen, schen in das Leben, und und sich mit ihnen fromm willst, sie sollen glücklich zu freun, rührt edle That feyn; haft ihnen auch den die zarte Brust: das, das Ruf gegeben, sich gern zu ist elterliche Luft. Andrer Dienst zu weihn. 6. Mit weiser Liebe sie Zu allen beiden führet zu lenken, mit Freundlichs man durch weise Zucht sie frühe an. keit in ihr Gemüth die edlern Triebe früh zu senz 3. Wohl Eltern! welche ten, ist ihre Sorgfalt stats deinen Willen hierin mit bemüht. Doch widerstrebt Redlichkeit vollziehn, und das Kind der Pflicht, diese Zwecke zu erfüllen, schont weise Zucht des sich nach Vermögen treu Ernstes nicht. bemühn; Wohl ihnen hier 7. O welch ein wonne: in dieser Zeit und einst in reicher Segen für Eltern, jener Ewigkeit. Kinder, und die Welt! Wenn fromme Zucht auf N n Deinen 4. Sie baun das Wohl: Vom Hausstand. 562 deinen Wegen, o Herr! Mel. Nro. 113. des Zweckes nicht verfehlt. Dieß ist der Tag, den: Lust strömt den Eltern; hilf, Her Glück und Heil ist hier und dort der Kinder Theil. 493. D daß die Kin derzucht geschehe fräts mi 8. Und für die Welt, für Nuz und Frucht, und daß ganze Staaten, entsteht durch zarter Kinder Mun um desto mehr Gewinn, dein Lob auf Erden werde jemehr die Kinder wohl kund. gerathen, erzogen, Herr 2. Laß sie den Elter nach deinem Sinn. Fleiß, folgsam seyn, und dur Ordnung, Wohlstand, Gehorsam sie erfreun Fried und Ruh, nimmt Entfern von ihnen lebens desto mehr auf Erden zu. lang den Eigensinn und 9. Ach! aber welche Müssiggeng. Pest auf Erden ist nicht 3. Heilsame Lehr und die böse Kinderzucht! Sie Unterricht, Herr! mang häuft den Eltern selbst le unsern Kindern nicht Beschwerden, die oft her: Ihr Glaube habe vesten nach ihr Herz verflucht. Grund, und den bekenne Die Opfer ihrer Grausam: auch ihr Mund. keit vermehren vollends dort ihr Leid. 4. Darinn mach du ihr Herz gewiß. Bewahre si 10. O Gott! lehr El vor Nergerniß; Bor deines tern dieß erwägen. Erweck cheuren Wortes Spott bes und stärke ihr Bemühn, hüte gnädig sie, o Gott! daß, unter deinem milden 5. Durch deine weise Segen, sie ihre Kinder Macht und Hand bewahre wohl erziehn! O laß sie sie für Sünd und Schand, einst so glücklich seyn, und Führ du sie selbst auf dessen sich im Himmel rechter Bahn mit sichern freun! Schritten himmelan. 6. Bor Vom Hausstand. 365 6. Vor Augen senst du daß sie dich, samt uns zu: und dein Wort den Kin: gleich, einst preisen dort in dern stats an allem Ort. deinem Reich. 8. Gott Vater, Sohn und heil'ger Geist, der alles Gute uns erweist! Ihr ganzes Leben sey all: zeit ein Bild der Tugendhaftigkeit. 7. Und endet sich der: Wir loben dich, wir dans einst ihr lauf, so nimm sie, ken die mit unsern Kins Herr! zu dir hinauf, auf dern für. und für. 4. Gesinnungen frommer Kinder. Mel. Nro. 212. ihren Wünschen mich noch Die ihr Christi Jünger ic. zuvor zu kommen trach: ott! die fey ten; Gern, was sie verz 494. Gott! mein Dank gnügt, vollziehn; Stats, geweiht; Heilig dir mein was ihnen mißfällt, fliehn. ganzes Leben. Denn aus 4. Jesus stelle mir sich freier Mildigkeit hast du dar, er, das Beispiel froms felbst es mir gegeben, Esmer Kinder. Der, der durch Eltern mir verliehn, Herr vom Himmel war, diezur Tugendmicherziehn. Gottes Sohn und Heil 2. Hilf, daß gegen sie der Sünder; Er war doch mein Herz kindlich sey, und von Kindheit an seinen nicht blos scheine; Und daß Eltern unterthan. ich, trifft sie ein Schmerz, 5. Freude sey es denn zu dir fromme Thränen auch mir, folgsam seyn; weine, für ihr Glück dir denn das ist billig, und ges dankbar sey, und mich ih: fällig, Gott! vor dir. Mach ter Freuden freu. dit selbst dazu mich willig. 3. Laß auf ihre Winke Wohl mir dann! es wird mich findlich und mit auch mein dein verheißner Sorgfalt achten; Ja selbst Gegen seyn. №n 2 6. Ger 564 Vom Hausstand. Mel. Nro. 44. 5. Gesinnungen guter Herrschaften. mich hat Jesus Christ sich Herr! deine Allmacht 2. in den Tod gegeben. Vor 495. Durch dich, deinem Rich iſt uht hat Gott! bin mein Knecht mit mir der: ich, was ich bin, und es ist einst ein gleiches Recht. deine Gabe; Daß ich, als 4. Gott! prág' dieß mei: Herr, soviel Gewinn von nem Herzen ein. Als Bru meinen Brüdern habe, der ihn zu lieben, laß im: Sie leihen ihre Kräfte mer mich beslissen seyn. mir: Dieß, höchster Herr! Wie sollt ich den betrüben, verdank ich dir. der über meine Grausam: 2. Mich zu beglücken, feit um Rache still jum dienen sie, verzehren ihre Himmel schreit? Kräfte, und dulden gern 5. Laß mich ihm seine des Lebens Müh, in mei: saure Pflicht durch Linz nem Hausgeschäfte. Laß digkeit versüßen. Er soll, dieses Vorrechts fromm wenn Hilfe ihm gebricht, mich freun, nie hart, nie sie státs von mir genies stolz, nie lieblos seyn. sen. Ihn tragen will ich, 3. Auch der geringste ihm verzeihn, und wird Diener ist bestimmt zum er krank, sein Pfleger ew'gen leben. Für ihn und seyn. 6. Gesinnungen guter Dienstboten. Mel. Nro. 435. Was sorgst du ängstlich zc. ster, mein Schöpfer, Ba: ter, ich bin dein! Du hiessest u aller mich, o werden; 496. fen Herr du ſe zteſt mich, dein Kind, und Meister, des Leibes auf Erden, und deiner soll Schöpfer, Geist der Gei: mein Herz sich freun. 2. Du Vom Hausstand. 565 2. Du heisfest mich dens 5. O! gieb mir Weis: Menschen dienen; Und dirsheit, mich zu schmiegen, nur folg ich, folg ich ihnen, Gehorsam, Herr! sey mein dir, unser aller Herr und Vergnügen, und Freude Gott! Drum hilfmir mei sen mir jede Pflicht. Ich ner Herrschaft Willen, ge bin ja, wo ich geh und wissenhaft und froh erfül: wandle, bei allery, was ich len, als deinen Willen, chu und handle, o Herr! dein Gebot. vor deinem Angesicht. 5. Bewahre mich vor bittern Klagen, lehr mich 6. Du bist der Treue, der Gerechte, der Herr der mein Joch gelassen tragen, Herren und der Knechte, und stats auf deinen Wil: der Armen und der Rei: len sehn: Herr! lehr michichen, Heil. Der Allernie: reden, lehr mich schwei: drigste auf Erden, kann gen, mich unbeweglich treu groß in deinem Reiche erzeigen, und nur gerade werden, hat dort an ew': Wege gehn. gen Erben Theil. 4. Der Herrschaft Glück 7. Ja, du wirst ewig soll mich erfreun. Laß je: mich belohnen, in deinem den Fehler mich bereuen, Himmel werd ich wohnen, und frömmer werde státs und mich mit deinen En: mein Herz. Bewahre mich geln freun. Ach, Herr! laß vor Stolz und Reide, vor mich dieß recht ermessen, Ungeduld, Herr! wenn ich nie dein und deines leide; Sey du mein Trost Reichs vergessen: So werd in jedem Schmerz. ich ewig glücklich seyn! 7. Lied für Wittwen und Waisen. Mel. Nro. 79. terlich der Wittwen und Mein Auge sieht, o G. ic. der Waisen dich! Sen ihr Gott, er: Bersorger; Laß sie nie vers barme vá: Nu 3 zagen; 497. 366 Vom Hausstand, zagen; Schüz und seg- sund ehrt; Denn er ist dir ne sie. und Menschen werth! 2. Sen selbst ihr Vater, 5. Hilf ihnen! sey der Trost und Rath! Die Waisen Gott! Früh lehre Wittwe, welche Kinder, diese dein Gebot, Fleiß, hat, soll, dir sie zu erziehn, Demuth, Dienstbeflissen sich freun, keusch, sittsam, beit, zur Tugend Lust und still, untadlich seyn. Willigkeit! 6. Bewahre sie vor Ner 3. Fromm, liebreich, gerniß, und mach auch ih nur geschräzig nicht, sey ren Gang gewiß auf deinen jede, sey ein scheinend Licht Wegen! leite fie; Berlaß für ihr Geschlecht, fanft, sie in Versuchung nie! vollGeduld und Hoffnung, 7. Daß, wer sie sieht, sich Herr auf deine Huld! ihrer freu, und gern ihr 4. Es nehme, wer sie Rath und Beistand sey; segnen kann, sich ihrer Daß sie, hier glücklich, sich mild und liebreich an! auch dein, o Gott, in deiz Wohl dem, der sie beglückt nem Himmel freun! 8. Für junge Leute, die in kümmerlichen Umständen sind. 498. o früh Bater, meine Pflicht, im Mel. Nro. 79. 2. Ich fasse deinen Rath: Mein Auge sieht; o G. c. schluß nicht: Doch seyes, bringt Dunkeln auch auf dich zu Gott, mich deine Hand inssehn, und willig deinen einen kummervollen Pfad zu gehn. Stand; Und; ach! auf 3. Wie treulich du mit einer dunklen Bahn tret mir es meinst, dieß, o mein ich den lauf des Lebens Gott, erfahr ich einst; Vielleicht noch in der Prús fungs: all. Sº Vom Hausstand. 567 fungszeit; Gewiß in dei: frühen Leiden sey! Laß ner Ewigkeit. nur der Tugend Weg mich 4. Gieb Stärke, daßgehn, und státs auf deine ich dir getreu in meinem Hilfe sehn! 9. Für Arme. und Hilfe wird vir bald Mel. Nro. 79Mein Auge sieht, o G. ic. geschehn.. ie elend i 499. 5. Bald oder spåt, Gott ist, wer will dein Glück. Das le: arm und schwach umher ben ist ein Augenblick. Im irrt, ohne Hüll und Dach, Tode gilt es alles gleich, oft kaum hat seinen Bissen sey Knecht, sey König, arm Brod; Wie groß ist, Va: und reich. ter, diese Noth? 6. Sen du ein Beispiel 2. Oft flehn ihn seine der Geduld! Der Reiche Kinderan, um Brod, das trage seine Schuld, der, er nicht geben kann, er, wenn er deinen Mangel der sonst kein Hilfe weiß, fennt, dir nicht des Tisches darbt selber, und bei Brocken gönnt. schwerem Fleiß. 7. Gott hat ein Christen: 3. Ibn heitert keines haus bestimmt, das Theil Tages Licht, die Saat, die an deinen Leiden nimmt. Erndte. freut ihn nicht; Du wirst es finden, und es Sein Herz ist voll von dich; Gott sorgt für beide Mitternacht, selbst bei väterlich. des Frühlingsmorgens 8.Dann danke Gott; vers Pracht. schwende nicht das Brod, 4. Verzage nicht zu kum: das die der Edle bricht. mervoll, du Armer! auch Zehrst du der Woche Vor: des Armen Wohl hat Gott rath heut, so bist du Schuld von Anfang ausersehn, an Dürftigkeit. №n 4 9. D 568 Vom Hausstand. 9. O segne, Vater, nicht verarmen den, der segne Gott, den Armen giebt, und in den Brüdern das gegebne Brod. Laß Christum liebt. 10. Fürs hohe Alter. Mel. Nro. 82. tragen, und dein Erretter In allen meinen Thatenic. seyn! Dieß hat mir Got ott hat in versprochen; Hat nie sein meinen Ta: Wort gebrochen; Deß will 500. gen mich väterlich getra: ich auch als Greis mich gen, von meiner Jugend freun. auf; hat mich auf meinen 5. Er wird in meinem Wegen geleitet, und zum Alter mich tragen, mein Segen gelentet meinen Erhalter ist gütig und ge: Lebenslauf. treu. Bin ich gleich schwach 2. Ich hatt' oft grosse und müde: Bei ihm ist Sorgen; Doch, wie ein Trost und Friede; Er steht heitrer Morgen durch auch meiner Schwachheit dunkle Nächte bricht, so bei. hab ich ståts erfahren: Der 6. Nach wenig bangen Herr weiß zu bewahren, Stunden hab ich ganz und führt durch Finsterniß überwunden; Ich bin dem zum Licht. Ziele nah; Dem Ziele mei: 3. War Menschen Nath ner Leiden. I welche hope vergebens, so kam der Herr Freuden erwarten meine des Lebens, und half und Seele da! machte Bahn. Ihn ließ ich 7. Ich karre froh und thun und rathen; Denn er stille, bis meines Gottes thut grosse Thaten, und Wille mich nach dem Kamp; nimmt sich aller mächtig fe front. An meiner Laufs bahn Ende sink ich in Jesu 4. Bis zu des Alters Hände; Denn er hat mich Tagen will ich dich heben, mit Gott versöhnt. II. Für Vom Hausstand. 569 II. Für den Landmann. Mel. Nro. 25. 501. mehr? Mehr Pracht, mehr Dank und Anbetung zc. Ansehn, und mehr Glanz, o mehr Macht, und auch Mol dir, Mour Landmann! mehr Sorg undUeberdruß, denn dein Stand ist auch bei allem seinen Ueberfluß von Gott; Er schuf das mehr Furcht und Gram. Land für deinen Fleiß, und 6. Nicht mehr Gesund: våterlich beglückt und heit, Ruh und Kraft, und segnet er auch dich. Lob. eine größre Rechenschaft; Finge Gott! Und, wenn du fromm und 2. Lobsinge Gott; Denn gut bist, wirst du selig, wie herrlicher und schöner und der Reich' und Fürst, wenn gesegneter wird jede Flur sie gut find. und jedes Feld durch dei nen Fleiß für Gottes Welt, und auch für dich! 7. Mühseligkeit ist aller loos, der Mensch sey nie: drig oder groß: Doch kom: 3. Im Schweisse deines men wahre Ruh und Lust Angesichts arbeitest du; auch gern, und nur in def Doch, wann gebrichts dir, sen Brust, der Gott gefällt. wo du thuft, was Gottge: 8. Thu gern, was dir beut, an Segen, an Zu: befohlen ist, so bist du friedenheit? Was brauchst frei, wie Fürsten, bist vor du mehr? Schmeichlern sicher, bist 4. Dir lächeln freudig ein Mann, ders Schmei: Au und Flur. In deiner cheln haßt, und betest an Hütte wohne nur die Un nur deinen Gott. schuld, die nie Arges thut; Und Gottes Wohlgefallen ruht und wohnt bei dir! 9. Dein Brod hat Kraft und stärkt den Leib zur Ars beit, und dein Kind, dein Weib, gelagert hin in D# 5 Sejat: 5. Was hat der Neiche 570 Vom Hausstand. Schatten, ist dein Brod deine Sichel; Freue dich! mit Freuden, und vergißt Du bist ein Mann fürs des Tages last. Baterland; Du náhrst es, 10. Its auch nicht köst und von deiner Hand lebt lich dein Gewand, gewirkt Herr und Fürst. von deines Weibes Hand: 13. Dich rufts vom Beneide du kein Feier: Pfluge, der es nährt, zu kleid, das oft ein Herz seinem Schuz auch, und voll Sorg und Neid und das Schwerdt hat Kraft Gram verhüllt. und Sieg in deiner Hand; 11. In seiner Werke Du bist ein Mann fürs Va: Herrlichkeit siehß du Gott terland. Deß freue dich! táglich; Dich erfreut der 14. Wohl dir! Dein Sonne Glanz; Der sanf Stand ist auch vom Herrn! te Mond, Wald, Thal Geh hin, sen glücklich; und Berg und Flur be: Baue gern das Feld; Denn lohnt dir deinen Fleiß. er, er schuss für dich, er 12. Sich, Gottes fegnet und beglückt auch Erndten freuen sich auf dich. Lobsinge Gott. 12. Für alle Arbeiter. Mel. Nro. 113. 502. J.brut Brüder Welt, feyd froß, Dieß ist der Tag, den ic. habt Hülle, Dach und hr, die ihr Brod, und minder, als der euch gewis Reiche, Noth. senhaft, durch wohl geübte 3. Habt Weib und Kind; Leibeskraft, durch Arbeit Seyd zwar nicht reich, und eurer Hånd ernährt, auch nährt mit Gott doch sie und ihr send Gott, o Menschen! jeuch. Was hat vor euch der werth. Reiche mehr? Ihr schlaft und werdet, satt, wie er. 4. Was haben Fürsten mehr? 2. Aufkeine Höhen hin gestellt nüzt ihr doch eurer Vom Hausstand. 571 mehr? Viel Pracht; Für Hand durch núzliche Ge: euch zu sorgen Thron und schäftigkeit, in heiliger Macht; Viel Glanz um Zufriedenheit! sich, und auch dafür mehr Pflichten und Geschäft, als ihr. 6. Klagt nie, daß Goft nicht mehr euch gab; Auf alle wartet Tod und Grab. 5. So dankt denn Dann sollt auch ihr ganz Gott für euren Stand; selig seyn, und ewig dort Genießt die Gaben seiner des Herrn euch freun. 13. Für die Handlungs- und Gewerbleute. Mel. Nro. 46. 3. Du führst der Hand: Allmächtiger, wir singenic. lung kühnen Lauf auf ist ein Strömen und in 503. W volt, wo Thust täglich neue Quellen ist ein Land, wo, Geber al: auf, Geschäftige zu näh ler Gaben, wir nicht ausren, zeigst überall und alle: deiner milden Hand, was zeit zur Nothdurft, zur all' erfreun kann, haben? Bequemlichkeit, dem Wie weislich, Gott, ver: Fleisfe sichre Wege. theilst du nicht, was dieser 4. Du giebst auch Weis: hat, und dem gebricht, um heit und Verstand, daß, alle zu beglücken! wer nur will, sie finde; 2. Wie mild beweisest Daß Aller Arbeit Land bu nicht dich den Völkern mit Land, und Bolk mit aller Lande! Wie vest ver: Volk verbinde; Hierdurch knüpfen sie nicht sich durch des landmanns Müh und deiner Güte Bande! Bom Schweiß; Dort durch der Oft ergießt sich durch den weisen Künstler Fleiß, Nord stats unerschöpft durch Umtausch, durch Ge dein Segen fort zum We werbe. sten und zum Süden. 5. Wer, Herr, durch sie gewin: 572 Vom Hausstand. gewinnen kann, der seg: 6. Verleih, daß jeder ne seine Brüder, wenn er redlich sey in allem Thun durch ihren Fleiß gewann, und Handel; Gerecht und durch seinen Fleiß sie wie: mild, auch dir getreu in der! Er sey zu seinem seinem ganzen Wandel! Nuzen klug, doch nie| Mitkust, o Bater, wendes durch Weglift und Betrug; du dem Lande deinen Se Durch Treu und guten gen zu, das solch ein Voll Glauben! bewohnet. 14. Für die Künstler. Mel. Nro. 79. 4. Ist Förderung der Mein Auge sieht, o G. zc. Tugend nicht für einen je: 504. ie ihr geübt den Bürger Pflicht? Nicht in Kunsten auch für euch? Dürft ihr send, die Nothdurft und allein Verderber guter Bequemlichkeit und Freud Sitten seyn? uns geben. Gott mit euch! 5. Gebt nie aus Lob: Send glücklich, und, wenn sucht, nie aus Geiz dem Gott will, reich! 2. Send nie dem Laster und Reiz! Nur das ist laster Schönheit, Schmud feil; Nie sinnt auf Werke, eures Fleisfes werth, was die nur schädlich sind; Und auch der Tugend Freude wendet eure Kunst nie an mehrt. zu dem, was euch einst reuen kann. 6. So dürft ihr eurer 3. Was blos der Frech: Kunst euch freun, und heit Phantasei begehrt, ihres Segens; Fromm und ihre Schwelgerei, das und rein und heilig, ist nicht eures Fleisfes schämt ihr im Gericht vor werth, nicht, was der Wol: Gott euch eurer Werke lust Flammen nährt. nicht. 15. Für Vom Hausstand. 573. 15. Für die Gelehrten. Mel. Nro. 113. ihre Grösse weit umher Dieß ist der Tag, den 2c. sichtbarer macht, wie groß ie ihr des ist der! 505. D Lebens edle 6. Lernt immer heller, Zeit der Wahrheit und der was beglückt; Was Menz Weisheit weiht! Woht schen adelt, hebt und euch! wenn, was ihr lernt schmückt; Was jedes Volk und wißt, nicht Tauschung, und jeden Staat erhoben wenn es Wahrheit ist. und erniedrigt hat. 2. Wenn ihr von Wahn 7. Lernt, was uns schån: und Irrthum frei zu werdet, uns entehrt; Durchden, aus der Sklaverei schaui der Zugend ganzen der Vorurtheile kühn den Werth, und was für Zeit Geist voll Lehrbegier und und Ewigkeit uns Freude Muth entreißt; giebt, die nie gerent! 3. Wenn ein vielfaffen: 8. Macht für die Laster der Verstand, was schonskeinen Bund mit Wahn der Weisen Borwelt fand, und Irrthum; Euren mehr Wahrheit durchzu Mund entweihe kein verz schauen braucht, und tiefer meßner Sport der Wahrs in ihr Meer sich taucht. heit; Denn sie ist von Gott! 4. Nicht um des Selbst: ruhms' willen, nicht, um 9. Theilt, was ihr ler: von Gesez, von Recht, und net, willig mit; Zeigt, wo Pflicht euch loszureissen; oor euch der Forscher glitt; Mein! Allein vollkommner Zeigt auf der Untersus durch mehr Licht zu seyn! chung Bahn des Wahnes 5. Wer Gottes Wunder Täuschung redlich an! in der Welt für Andrer 10. Bergeßt nicht, daß Augen mehr erhellt, und ihr ewig seyd; Und lernt für 574 Vom Hausstand. für Zeit und Ewigkeit. erhellter Sinn zu ihm uns Gedenkt an eure Rechen: alle näher hin! schaft; Send weis' und send auch tugendhaft! 12. Wohl einem solchen weisen Mann! Ihn ehre II. Von Gott kömmt Fürst und Unterthan! Die alle Wahrheit her, die ihr ferne Nachwelt ehr ihn durchschaut; Die lehr gern; Denn er, er ist ein euch er. So leit ein mehr Licht vom Herrn! 16. Für Kriegsleute. Mel. Nro. 113. Gott der Macht! Dein is Dieß ist der Tag, den ic. der Sieg, du Herr der 506. Die ihr, weils Schlacht! Führ uns durch Pflicht und sie des Friedens Glück, Recht gebeut, zur Schlacht und sie gekrönt mit Sieg für uns gerüstet send, von zurück! unsern Herrschern ausge: 5. Daß ihnen Jüngling, fandt zum Kampfe für das Mann und Greis entgegen Vaterland. jauchze; Daß der Preis 2. Der Herr mit euch! für überwundne Tirannel Der Herr mit euch! Denn der Dank des ganzen Vols ihr vertheidigt Bolk und kes sey! Reich! Wir knien hier und flehen ihn, euch Muth zu geben, nie zu fliehn! 6. Und sicher, wie das Baterland, sey auch ihr Haus, und Heerd, ihr 3. Inbrünstig bitten Stand, den jeder Bürger wir: bewahr in jeder dro: preisen soll, dem Fürsten henden Gefahr das Heer werth und ehrenvoll! der Brüder, das den 7. Und das Gefühl, Streit, den Tod fürs Baswelch Glück es sey, abwens terland nicht scheut! den Tod und Sklaverei, 4. Umgieb sie, Herr, du vom Baterlande, von dem Thron, Vom Hausstand. 575 Thron, und Gottes Beis und den Mann, der euch fall sey ihr Lohn. nicht widerstehen kann. II. Wer vor euch nies derfällt, den hebt mit Wer 8. So seguen, Herr der Brüder, wie zur Schlacht dich ein; dir; Der Herr mit Bruderarmen auf; Kämpft, fürchtet bebt, dentröstet, Brüder; Der giebt euch nie vergießt Blut, wenn Muth, zu fürchten keiner der Feind entwaffnet ist! Feinde Wuth. Gott; 12. Dann seyd ihr wahe re Helden, send Bertheis 9. Send Christen, diger der Menschlichkeit; wahre Christen, send nie Der Völker Heil; grausam in der Schlacht; Fürsten werth; Vom Vas Verzeiht! Naubt Keines terland und Gott geehrt! dem Scherf und Keines Gold; Vergnügt mit Unterhalt und Sold! 13. Mit euch ist Gott, der euch bewacht, und, fallet ihr auch in der 10. Daß ja nicht einer Schlacht, die Kron euch Frevel treib, und jeder giebt, die der erwarb, der schone Greis und Weib, für uns all am Kreuze und Kind und Säugling starb. 17. Fürbitte für Kranke. Mel. Nro. 380. o Gott! Sey ihr Erretter Aus tiefer Noth ruf zc. in der Noch, laß ihre See: ür alle Kran- len leben! 507.& fen bitt ich 2. Sind sie noch dich mit brüderlichem Her: frank: so heile sie, und zen. Erbarmt dein Herz laß sie nicht verderben! nicht ihrer sich, wer lin: Ach! kranke Sünder laß dert ihre Schmerzen? Er doch nie in ihren Suns leichtre, was sie drückt, den sterben! Gieb! daß fie 576 Vom Hausstand. sie, durch den Tod er- swas du für sie beschließ schreckt, und schnell aus fest! ihrem Schlaferweckt, erß 5. Den Kranken, der ihre Seelen retten! nun sterben soll, las, 3. Daß sie den Werth Bater, selig sterben! Er verlohrner Zeit, den eile frei und wonnevoll Gräuel ihrer Sünden, zu deines Himmels Er Sein Geist von und dann auch deine ben! Freundlichkeit und ihren Sünde ganz befreit, und Troft empfinden; Gewiß, zu des Sohnes Bild er: daß,( stürben sie auch,) neut, geh ein in deine doch ihr bester Theil, die Freude! Seele, noch erhalten wer: den solle! 6. Den Kranken, der durch dich genest, den 4. Dann hilf auch, lehre heilig leben! Der daß sie deiner Huld, sich müsse dir, von dir erlöst, freudig überlassen, und sein Herz zum Opfer sich in Hoffnung zur Ge geben! Er wandl in duld ermuntern, und sich státer Wachsamkeit, nie fassen! O möchte doch mehr verführt zur Sicher: dein Will allein ihr Will heit, der Ewigkeit ents und ihre Freude seyn, gegen! 18. Fürbitte für Sterbende. Mel. Nro. 154. Ewigkeit, sich nahn, be: freit nun bald von dieser Nun ist es alles wohl ge. c. Eitelkeit. 508. Dwollst er: D" 2. Des Lebens und hören, des Todes Herr! Nun ist Gott, ihr Flehn, nicht für sie die 3e it nicht ins Gericht mit ihnen mehr! Du haft gezáhlet gehn, die jejo deiner all ihr Haar, ihr Todes: jahr Vom Hausstand. 577 als keine Zeig ihnen ihren Lohn von fern! Laß fie des Va: 3. Erfüllt ist ihrer Leiters Herz erflehn, getrö: den Zahl! Sie weinen stet sehn, wie der sie liebt, heut das leztémal! Ach! zu dem sie gehn! sey in ihrer Lodesnoth 8. Ach, Gnade, Gna: ihr Gott! Ihr Gott! ein de geh für Recht! Denn Schlummer sey für sie der von dem menschlichen Ge: Too! schlecht ist selbst der Hei: 4. Bollende, Bater, ligste nicht rein, kann keiz ihren Lauf! Nimm sie zu ner dein, Gott, ohne deine deinem Frieden auf! Ber: Gnade seyn! wirf sie, wann ihr Herz, 9. Sey ihnen, Gott, nun bricht, verwirf sie nicht fürchterlich! Erbar: nicht, Herr, Herr, von me, Richter, ihrer dich! deinem Angesicht! Ach, aus der Tiefe ru 5. End ihrer Krank- fen sie! Erhöre sie, Ers het bangen Schmerz! tose Gott, erlöse sie! Von ihm entladen ruh ihr 10. Zu sterben, Herr, Herz, daß ihre müde gieb ihnen Muth durch Seele frei von Täusche: Jesu Todesschweiß und rei des heiß entflammten Blut vergossen in Gethse: leibes sey! mane, und auf der Höh, 6. In ihr erschaffe deis der Schädelstätte dunk: ne Rup! In ihren Herten Höh. zen bete du, Geist Got: II. Entschlummert! tes, daß sie glaubend geht voran zu Gott! euch traun, auf Jesum schaun, fegne, fegne, segne, auf Jesum in des Todes Gott! warn euer ster: Graun. bend Auge bricht, leit 7. Bet unaussprech: euch sein licht, tröst euch lich, Geist des Herrn! des Baters Angesi yt! Do VII. jahr bestimmt, Zeit noch war. 578 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, VII. Lieder für besondere Zeiten, Umstän de, und Schickungen Gottes. 1. Neujahrslieder. Mel. Nro. 527. 6. Erhalter unsers le Wach auf mein Herz! 2c. bens, fürwahr es ist ver Freuden gebens mit unserm Thun laßt uns und Wachen, Du weißt treten vor Gott ihn ansjes wohl zu machen. zubeten! Vor Gott, der 7. Lob dir, du täglich unserm Leben bisher hat neue und grosse Bater: Kraft gegeben. treue! Lob sey den starken 2. Wir Erdenpilger Händen, die alles Herp wandern von einem Jahr leid wenden! zum andern. Die schnelle 8. Hör ferner unser Flucht der Stunden wird Flehen, und eil uns bei kaum von uns empfunden. zustehen. Sey du in un it 509. M Mit 3. Und diese Wunder: fern Leiden die Quelle tage sind nie ganz frei wahrer Freuden! von Plage. Auf Dornen: 9. Gieb mir, gieb vollen Wegen gehn wirjallen denen, die sich nach dem Grab entgegen. Troste sehnen, zu dit, 4. Doch eilen trevesin Noth und Schmerzen, Mutter bei schwerem Un: vertrauensvolle Herzen. gewitter und drohenden IO. Herr! wehre du Gefahren, die Kinder zu den Kriegen, laß Men bewahren: schenliebe siegen. Laß nach 5. So eilet, voll Erdem Blutvergiessen der barmen, auch Gott mit Freuden Ströme fliessen! Baterarmen, wann Trüb: II. Sprich deinen mil falswetter blizen, die den Segen zu allen un Seinen zu beschůzen. fern Wegen. Laß Groffen, Herr! und Schickungen Gottes. 579 Here! und Kleinen diesmal dahin. Wem dank Gnadensonne scheinen. ichs, Gott, daß ich noch 12. Sey der Verlaß bin? Nur deiner Gnad nen Bater, der Irren- und Güte. den Berather, der Un 2. Dich, Ewiger, dich versorgten Gabe, der Arbet ich an, dir will ich mich men Gut und habe. ergeben; Dir, den kein 13. Hilf gnädig al- Wechsel treffen kann, ver: len Kranken. Gieb fröh: tran ich froh mein Leben. liche Gedanken den tief Wir blühen, und vergehn betrübten Seelen, die sich durch dich: Nur du bist mit Schwermuth quälen. unveränderlich, du warst, 14. Vor allem, Herr! sund bist, und bleibest. verleihe uns deinen Geist 3. Herr, ewig währet aufs neue, der uns mit deine Treu, mit Huld Tugend ziere, und uns uns zu begegnen; Und zum Himmel führe. jeden Morgen wird sie 15. Das wollest du uns neu, mit Wohlthun uns geben, du, Herr von uns zu segnen. Ich keune keis ferm leben! So werden nen Augenblick, da nicht wir im Segen dieß Jahr von ihr ståts neues Glück zurücke legen. mir zugeflossen wäre. Mel. Nro. 3. 510.", 4. Du hast auch im Lob, Ehr und Preis 2c.terlich geleitet! Und wann verfloßnen Jahr mich väs Gott, mein Herz voll Sorgen du bist der war, mir Hilf und Trost Herr der Zeit, und auch bereitet. Von ganzer See: der Ewigkeiten! Laß mich le preis ich dich. Aufs auch jezt voll Dankbar: neue, Gott, ergeb ich keit, dein hohes Lob ver: mich ganz deiner weisen breiten, Ein Jahr ist aber: Führung. 202 5+ 580 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, 5. Vergieb mir diesanzuwenden, und laß die gehäufte Schuld von den Bahn zur Ewigkeit mit verfloßnen Tagen, und Vorsicht mich vollenden. laß, Herr, deine Vater: Der Tage Laft erleichte huld mich Schwachen fer- mir, bis meine Ruhe ner tragen. Laß mich in dort bei dir kein Wechsel deiner Gnade ruhn, und weiter flöret. lehre lebenslang mic thun nach deinem Woht: gefallen. 6. Ja, gieb mir Luft laß und neue Kraft, vor dir 511. Hilf, Here, las es wohl ge gerecht zu wandeln. Laßlingen! Hilf, ein neues mich, Herr, ståts gewis Jahr geht an! Laß es senhaft mit mir und an neue Kräfte bringen, neu: dern handeln. Dein Geißt en Segen jedermann. belebe Herz und Muth, Uns, und unser Hab dich, o du allerhöchstes und Gut nimm in deine Gut, und nicht die Welt Baterhut. Neues Glück zu lieben. und neues Leben wollest 7. Die Welt vergeht; du aus Gnaden geben. Dieß reize mich, die Lust 2. Ja, es sey ein Jahr der Welt zu fliehen. Um der Gnaden! Habe fer: beßre Freuden müssen sich ner noch Geduld. Herr, mein Geist schon izt be: wir sind mit Schuld be: mühen! Den Engeln bin laden, ach! erlaß uns ich ja verwandt; im Him- unsre Schuld. Wirke sels mel ist mein Vaterland; ber Neu und Leid, und Dahin, Here, laß mich laß uns Barmherzigkeit trachten! und Berzeihung aller 8. Ermuntre mich, die Sünden in dem Blute Lebenszeit recht weislich Jesu finden. 3. Mel. Nro. 180. Geist vom Vater und und Schickungen Gottes. 581 3. Der du uns dieß daß wirs angefangen, daß Jahr gegeben, gieb, daß wir dem Tod entgangen, dirs geheiligt sey! Hilf hat Gott es nicht gethan? uns, fromm und christ: 2. Mit fröhlichem Ges lich leben, redlich, ohne müthe dankt ihm, dem Heuchelei, und voll Bru: Herrn der Zeit! Denn derliebe seyn, auch den Gott ist reich an Güte, Feinden gern verzeihn; reich an Barmherzigkeit. Daß wir glücklich hier Er wars, der unser Land, auf Erden, und dort ewig der unser Leben schůzte; selig werden. Er gab uns, was uns nuz: 4. Laß es uns auchte, mit väterlicher Hand. fröhlich enden, dieses 3. Er hat sein Wort angefangne Jahr. Leit| erhalten; Der Kirche uns, Herr, mit Bater Schuz gewährt; Die Jun hånden, halte bei uns gen und die Alten gepfles in Gefahr. Steh uns bei ger und ernährt, und mit in aller Roth, und verstats milder Hand viel Guz laß uns nicht im Tod. Oies ausgespendet, viel so können wir mit Freu: Unglück abgewendet von den sterbend einst von hin: unserm ganzen Land. nen scheiden. Mel. Nro. 2. 4. Er hat uns noch verschonet aus unverdien: Mit Singen dich zu zc.ter Huld, und hat uns Ift Gottes nicht gelohnet nach unsrer 512 Gáte pre Sündenschuld. Es ist Ersen! Stimmt, Christen, barmen blos, daß wohl; mit mir ein! Uns banks verdiente Strafen uns bar zu erweisen, soll un nicht vorlängst betrafen; see Freude seyn. Ein neu Denn unsre Schuld ist es Jahr fängt an! Doch, grcs. 203 5. 582 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, 5. Mit väterlicher Treue meiner Tage Zahl. Thatf nimmt Gott viel Sünder du jeden Schritt des le an, die sich mit wahrer bens mit Bedachtsamkeit Reue zu Jefu glaubig und Wahl? Säume nicht, nahn. Er will, was wir dich selbst zu richten, for: bereun, aus Gnaden gern sche nach des Glaubens vergeben, und auch zum Früchten! Frage: bin ich beffern Leben uns Hilflauch bereit, wenn Gott und Kraft verleihn. ruft zur Ewigkeit? 6. Sey, Bater, hoch: 3. Nah bin ich viel gepriesen für alle Gutig: leicht dem Ziele meiner feit, die du an uns be-/ eurz gemeßnen Bahn: wiesen in der vergangnen willst auch du dich, wie Zeit! Sen ferner unser so vicle, diesem Ziel mit Gott, und auch im neuen Leichtsinn nahn? Sieh, Jahre versorg uns, und es ist von meinen Jahren bewahre die Deinen in wieder eins dahin gefah der Roth. Mel. Nro. 18. Wie soll ich dich würdig zc. ren: Sind noch viele Jahre mein? Oder solls das lezte feyn? 513. Wie der Bliz die Wolken 4. Wie ein Schiff von theilet, so vergehet unfre starken Winden fortges Zeit. Hat das Alter uns rissen, ists entflohn! Mit ereilet, stehn wir nah der ihm stehn nun meine Sün Ewigkeit! Uch, mit Ernst den alle vor des Richters im Angesichte ruft der Thron! Auch, was ich Tod uns zum Gerichte, gethan, den Willen meis und Verwerfung oder Heilines Gottes zu erfüllen: wird dort ewig unser Theil. Selbst, was ich dies Jahr 2. Seele! wiß es gedacht, alles ist vor Gott nicht vergebens: tlein ist gebracht. 5. ترین und Schickungen Gottes. 583 5. Wag' ich selbst von abgemessen, hat uns noch jedem Tage meine Sünd nie vergessen. und Tugend ab; O wie 2. Herr! wenn dein steiget hier die Wage! Geist uns führte, und O wie sinkt sie dort hin- junser Herz regierte, da ab! Kann ich so vor Got: kamst du auch mit Segen tes Throne freudig stehen. uns väterlich entgegen. Ist die Krone, die uns 4. Mit eines Hirten Gottes Huld verhieß, mir, Freude führst du uns auf so wie ich bin, gewiß. die Weide, beschůzest vor 6. O beginn ein neues Gefahren; Du kannst, Leben! Fang es diesen Tag und willst bewahren. noch an; Ernstlicher sey 5. Du hörst uns, wenn dein Bestreben, richtiger wir beten, dein Sohn sey deine Bahn! Laß dieß will uns vertreten. Ver: Jahr nicht auch mit Süngebung aller Sünden soll, den schwer v. lastet dir wer an ihn glaubt, finden. verschwinden! Naze red: 6. Zu diesem Brunn lich deine Zeit, Seele, des Lebens fliehn Sünder für die Ewigkeit. nie vergebens. Der Zweifs ler nur versaget sich diesen Trost, und zaget. Mel. Nro. 527. Wach auf mein Herz, ic. 7. D Herr von uns 514. Erfahallt ers ferm Leben! Was sollen feute Lieder! wir dir geben? Dank, Ein neues Jahr ist wieder. Ruhm, Gebet und Fle: Ein Jahr, vom Herrn gehen, die wirst du nicht geben, erscheint für unser verschmähen. Leben.! 8. Laß unsre fünft': 2. Der, welcher unsre gen Zeiten dein Wohl: Jahre, von Kindheit bis thun, Gott! begleiten. zur Bahre, gezählt und Gieb Frieden unserm Lans 20 4 de..i 584 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, de, dein Heil in jedem 12. Nun, Herr! wir Stande. fallen nieder. Ach! keh: 9. Schüz uns mit re dich doch wieder zu deiner Rechten, und hilf segensreichen Spuren. uns und unsern Fluren mit uns, die die Wir fennen keinen Ret: 13. Laß alle, ter, als dich, du Gott dienen, durch deinen Se der Götter! gen grünen. Den wilden Kriegen steure, des Lan 10. Die Traurigen des Wohl erneure. und Armen erquicke dein 14. Sen eine Burg Erbarmen, daß sie nicht den Frommen, die anzu: unterliegen, daß sie durch beten kommen. Der fre Christum fiegen. chen Gunder Heere, ge II. Dein Wort laß treuer Gott! bekehre. uns erfreuen, wenn wir 15. Rechtschaffenheit in lengsten schreien. Essund Treue bevest'ge du schenk auf unsern Wegen aufs neue. Du wirst um uns immer neuen Se: Christi Willen, Herr! un gen. sern Wunsch erfüllen. 2. Sonntagslieder. Mel. Nro. 113, 2. Kommt, betet eu: ren Schöpfern an, und Dieß ist der Tag, den ic. rühmt, was er an euch 515. Dieß, Christen gethan! Ihn preisen, ist ist der Tag der Christen Pflicht; des Herrn! Versammler Drum, Christen, auf! euch im Tempel gern, versäumt sie nicht. kommt vor des Höchsten 3. Rühmt seine schöp: Angesicht, euch in seinem licht. und freuet ferische Macht, die als les einst hervorgebracht, den und Schickungen Gottes. 585 Herr, den Himmel, und die gan- freun, einst ewig, ze Welt, und alles, was bei dir zu seyn. sie in sich hält. 9. O heil'ger Geist, 4. Und als er ihren dein Unterricht sey immer Bauvollbracht, hat er den unsers Lebens Licht, und Menschen auch gemacht, leit uns auf der Tugendund ihn nach seinemsbahn durch alle. Trúbfal Ebenbild, mit Unschuld himmelan. und Verstand erfüllt. 10. Erleucht uns ståts, 5. Erkennt, um dank du wahres Licht! Ent: bar ihm zu seyn, daß sei: zeuch uns deine Gnade ne Baterhuld allein euch nicht! Seyunser Trost in auch erhält, und, was euch aller No h! Stark uns im müzt, euch liebreich giebt, Leben und im Ted! euch nährt und schizt. Mel. Nro. 125. 6. Rühmt auch, daß heute Jesus Christ vom Wie göttlich sind doch ic. Tode auferstanden ist, der durch die Gröffe feiner 516. Den Höchsten offentlich Macht das Leben an das verehren, und in sein Haus Licht gebracht. mit Freuden gehn, um 7. Du Sieger über andachtsvoll sein Wort Tod und Grab, der sich zu hören, und ihn lobs für uns zum Opfer gab, preisend zu erhöhn, ist eine laß uns der Wohlthat Pflicht, wozu der Christ, würdig seyn, und mach so lang er lebt verbunden uns von von den Sünden ist. rein. 2. Wenn du nur in 8. Laß deiner Aufer: der Still ihn ehrest, zwar stebung Kraft, die neues Jesum Leben in uns schafft, uns nennst; mit dem hohen Trost er: foffentlich Heiland deinen Doch ihn nicht verehret, ihn 586 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, nicht auch vor der Welt 6. Wie schwach sind bekennst: Bist du dann unsre eigne Kräfte! Wie fein? bist du ein Christ, schwach Erkenntniß und der seinem Heiland dank: Verstand! Der Gottes: bar ist? dienst ist ein Geschäfte, 3. Wer sich dem Got wozu Gott gütig uns ver tesdienstentzichet, an sei: band; Ein Mittel, das nes Gottes Ruhetag; Aus uns neue Kraft zum Trägheit die Versamm Glauben und zur Tugend lung fliehet, und nichtsschafft. mit andern beten mag, 7. Wie manchen Trost entzieht sich einer heil'gen hab ich empfunden, wenn Pflicht, und giebt, was ich das Wort des Herrn Gottes ist, ihm nicht. gehört! Wie lieb ich euch, 4. Auch deinen Nach ihr frohen Stunden, da sten zu erbauen, mußt du man anbetend Gott ver: zum Hause Gottes gehn. ehrt, und, um das Ewige Wie manche sind, die auf bemüht, sich aller Erden: dich schauen, die blos auf sorg entzieht! Andrer Beispiel sehn! O 8. Nichts gleicht dem denke dran, daß du, als himmlischen Entzücken, Christ, ein gutes Beispiel das hier ein frommes Herz schuldig bist! belebt, wenn es in fel': 5. Doch selber dich gen Augenblicken sich im von deinen Pflichten und Gebet zu Gott érhebt, von der Bahn zur Se: und voll des Glücks, das ligkeit noch immer mehr es genießt, von Dank und zu unterrichten, in die Freuden überfließt. ser deiner Prüfungszeit, 9. Wie nichtig sind wie nöthig ist dieß nicht, der Erden Freuden dem, Christ, der du geneigt der des Himmels Freu zu Fehlern bist! den schmeckt! Wie süß der Trost, Vo und Schickungen Gottes. 587 vor Trost, wenn man im Lei: freundlich Gott den Sei: den sein Herz dem besten nen ist! Er, der so gná: Freund entdeckt! Wieldig unsrer Sünden, so nichts ist alles Glück der bald wir Busse thun, vers Welt dem, der mit Gott gißt, von neuem uns, sich unterhält! als Kinder, liebt, und 10. Kommt, fromme liebreich Gnad um Gna: Christen, theure Brüder, de giebt.. vereint im Geist, 12. Etleuchte, Herr, Gott zu stehn! Kommt, selbst unsre Seelen; Ver: wir sind eines Leibes Glie: treib aus uns des Irr: der, kommt, unsern Scho thums Nacht; laß uns pfer zu erhöhn! Frohlok die Wahrheit nicht ver: kend preiset Jesum Christ, fehlen, die du uns sel: der unser Haupt und ber kund gemacht, damit Mittler ist. dein großer Ruhetag 11. O laß uns schmet: uns ewig dort beglücken ken und empfinden, wie mag. 517. FEB und die Liebster Jefu, wir sind hier, dich Lente Sinnen und Begier auf 111 dein Wort an zu hò ren; füf se Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir ge gezogen werden. 588 Lieder für besonderere Zeiten, Umstände, 2. Unser Wissen und Herrlichkeit! Licht vom Verstand ist mit Finster: Licht, aus Gott geboh niß umhüllet, wenn nicht ren! Mach uns allesamt deine Gnadenband uns bereit; Deffne Herzen, mit hellem Licht erfüllet. Mund und Ohren! Un Gutes denken, Gutes ser Bitten, Flehen, Sina dichten, mußt du selbst gen, laß, Herr Jesu, wohl in uns verrichten. gelingen! 3. O du Glanz der 518. err! vor deinem An Ach, verwirf die Bitte nicht, die die Andacht uns ver samm let. Hör auf dein Bolk dir, Höchster, stammlet! ENTFE un fre schwa che Lieder, und sich gnädig auf uns nie der. 2. Laß dein Wort, das 3. Daß, vom Eifer hier erfchallt, unser Herz, ganz entbrannt, wir, was o Gott, bezwingen, und du befohlen, üben, dich mit göttlicher Gewalt tief und den, den du gesandt, in unsre Seelen dringen. Jesum Christum herzlich laß es unsern Sinn er lieben; Daß kein Schmerz neuen, und des Frrthums und keine Freude uns von Nacht zerstreuen. deiner Liebe scheide. 519. 519. und Schickungen Gottes. ier sind wir, Gott! und flehn um Spier 589 licht, versage deinen Geist uns nicht, kehr uns * t dein heilig Wort verstehn, und freudig deine 1111 Wege gehn. 2. Erleuchte deine leh:| Mel. Nro. 518. rer nun, und ihre Hörer; Herr, vor deinem zc. Lehr uns, thun nach dei: wir danken nem Wohlgefallen, Gott; 520. ler Gott, Denn du, o Gott, bist dir, daß du uns dein unser Gott! Wort gegeben. Gieb uns 3. Daß wir im Glau: Gnade, daß wir hier auch ben stark und frei von darnach rechtschaffen le: aller Sünd und Heuche: ben. Gieb dem Glauz lei, dir dienen unsre Leben solche Stärke, daß er benszeit in Wahrheit und schätig sey durch Werke. Gerechtigkeit. 2. Uns, o Váter, lehe 4. Erhör uns, unfer rest du, was wir thun und Lobgefang gefalle dir, und glauben sollen. Schenk unser Dank, bis wir vor uns deine Kraft dazu; deinem Throne stehn, und Gieb zum Wissen auch dann vollkommner dich er: das Wollen, und zam böhn. Wollen das Vollbringen, 590 Lieder für besondere Zeiten, Umstände, gen. Mel. Nro. 518. so wird alles wohl gelin- sgang, unsre Werke; Seg: ne jeden in der Noth mit Geduld, mit Trost und Herr, vor deinem zc. Stärke, daß wir, seines gott sey Preis Sohnes Erben, ihm nur und Dank leben, ihm auch sterben. Mel. Nro. 517. 521, Gott gebracht! Denn nun ha: ben wir vernommen, was die Sünder selig macht, liebster Jesu, wir sind Gottes Wort, den Trost un, Gott der Frommen; Lehren, 522. Nu" lob! es ist die zu guten Werken unvollbracht, Singen, Beten, sern schwachen Glauben Lehren, Horen. Gott hat stärken. alles wohlgemacht: Dank: erhört bar laßt uns ihn vereh: seinen ren. Unser Gott sey hoch: 2. Unser Gott Gebet, giebt uns Vatersegen; Wer nur gepreiset, der die Seele seine Wege geht, findet wohl gespeiset. Heil auf seinen Wegen. 2. Unser Gottesdienst Laßt uns denn, ihm zu ge fallen, freudig seine Wege wallen. ist aus, und auf uns ruht Gottes Segen. Frå: lich gehen wir nach Haus, 3. Seine Liebe müsse wandeln fort auf Gottes sich immermehr uns of Wegen. Gottes Gnad fenbaren, und die Seiz wird selbst uns leiten und nen väterlich vor der Sün zum Himmel zubereiten. den Lust bewahren, daß 3. Unsern Ausgang wir uns von ihm nie tren segne Gott unsern Einnen, ihn bis in den Tod gang gleichermassen; segs bekennen. ne unser täglich Brod, 4. Unsern Ausgang segne unser Thun und fegne Gott, unsern Ein- Kassen; Segne uns mit fel': und Schickungen Gottes. 591 sel'gem Sterben, und hören, tief in die Herzen mach uns zu Himmels: ein. Gieb, daß wir sie erben. zum Segen behalten und erwägen, laß uns des Wortes Thäter seyn! Mel. Nro. 82. In allen meinen Thaten. 5. Vermehr in uns die 523. Kommt, Kin. der, anzu Triebe zum Beten und zur beten! Laßt uns zum Ba: Liebe, zum Fleiß, zur ter treten, der aller Va: Folgsamkeit. Mach Un: ter heißt; Er ists, der vernunft und Laster uns uns das leben, und sei: täglich mehr verpaßter, nen Sohn gegeben; Er mach uns keb, was dein schenk uns auch den heil': Wort gebeut. gen Geißl! 6. Wir sind schon jest, 2. Es mangelt unsrer als Kinder, vor dir, Gott! Jugend an Weisheit und groffe Sünder, ach! geh an Tugend; Wir kennen nicht ins Gericht; Gott! Jesum nicht; Erleucht sey uns gnädig, schenke uns, dir zum Preise, uns unsre Schuld, geden: Herr! mach uns klug und ke der vielen Jugendsün: weise, durch deines gu:[ den nicht! ten Geistes Licht! 7. Wir sind noch un3. Lehe uns den Hei: errfahren; Uns reißt in land kennen, gieb, daß, sjungen Jahren das Laster wenn wir ihu nennen, sichsoft dahin. Laß uns die unser Herz erfreu! Hilf, kust der Sünde, daß sie daß wir an ihn glauben, uns nicht entzünde, als und ihm gehorsam blei: tödtend Gift der Schlans ben; Mach unser Herz ge fliehn! ihm recht getreu! 8. Herr! laß zu allen 4. Prág alle heil'ge leh: Zeiten uns deine Gnade ten, die wir vom Lehrer leiten, auf guter, ebner Bahn, 502 Lieder für besondere Feiten, Umstände zc. Bahn. Führ uns in frü: 2. Hier wird dein Saa: her Jugend durch Gottes me ausgestreut, der künft furcht und Zugend zum tig Früchte tragen soll. Glück des ew'gen Lebens Wer sich dir in der Ju an! Mel. Nro. 125. ' S gend weiht, legt Grund zu seinem wahren Wohl. Aus jugendlicher From: Wie göttlich sind doch zc. migkeit quillt Segen un u fá ffest, ster künft'gen Zeit. 524. Herr! uns 3. So gieb denn jezt unterweisen bei deines zu deinen Lehren auch an Wortes hellem Licht. Ouns allen das Gedeihn. gieb, daß wir dich dafür laß uns mit Lehrbegieri preisen! Und segne jezi de hören, und auch des den Unterricht an uns, Wortes Thäter seyn. 0, aus unsers Lehrers Mund; pflanz, zu deines Namens Mach dich recht unserm Ruhm, in uns das wahre Herzen kund! Christenthum! VIII. Morgen- und Abendlieder. 1. Morgenlieder. Mel. Nro. 100. und schlief im Frieden. Gedanke, der uns Leben ic. Wee schafft die Sicherheit 525. Mein erft Ge: der Nacht, und Ruhe für schäft sen die Müden? Preis und Dank; Erheb ihn, meine Seele! Der 3. Wer wacht, wann Herr hört deinen Lobge: ich von mir nichts weiß, sang; Lobsing ihm, meine mein Leben zu bewahren? Seele! Wer stärkt mein Blut in 2. Mich selbst zu schü: seinem Kreis, und schůzt zen ohne Macht, lag ich mich vor Gefahren? 4. Morgen: und Abendlieder. 593 4. Wer lehrt das Au: Reiche strebe, gottselig, ge seine Pflicht, sich sicher züchtig und gerecht durch " zu bedecken? Wer ruft deine Gnade lebe. dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? II. Daß ich, dem Näch sten beizustehn, nie Fleiß 5. Du bist es, Herr und und Arbeit scheue, mich Gott der Welt, und dein gern bei Andrer Wohlers ist unser Leben; Du bist es, gehn und ihrer Tugend der es uns erhält, und freue. mirs jezt neu gegeben. 12. Daß ich das Glück 6. Gelobet seyst du, Gott der Lebenszeit in deiner der Macht, gelobt sey deine Furcht geniesse, und meis Treue, daß ich nach einer nen Lauf mit Freudigkeit, fanften Nacht mich dieses wann du gebeutst, bes Tags erfreue! schlieffe. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Mel. Nro. 227. Wege wallen; Und lehre So hoff ich dann mit 2c. du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 526. groffer Scho pfer dieser 8. Nimm meines Lebens Welt, der alles, was er gnädig wahr; Auf dich schuf, erhält, und alles hoffe meine Seele. Sen auch regieret: Gott, deffen mir ein Retter in Gefahr, wunderreiche Hand einst ein Vater, wenn ich fehle. jene Himmel ausgespannt, 9. Gieb mir ein Herz die deine Sonne zeret! voll Zuversicht, erfüllt mit 2. Noch willst du, daß, Lieb und Ruhe, ein weises nach dunkler Nacht, in ih Herz, das seine Pflichtsrer ganzen Morgenpracht erkenn und willig thue. mich die Natur entzücke: 10. Daß ich, als ein ge: Noch heut seh ich dieß treuer Knecht, nach deinem Sonnenlicht, vielleicht nur beut, P P 594 Morgen und Abendlieder. heut, schon morgen nicht, dir! Hier bin ich es ge: vielleicht nur Augenblicke, schehe mir nach deiner 3. Ich fühle, daß ich weisen Gnade! 7. Der Mensch, der sterblich bin; Mein Leben welft, wie Gras dahin, aufgeblasne Thor, schreibt hinfällig gleich dem Laube. seinem Schöpfer Weisheit Wer weiß, wie unerwartet vor, murrt immer, klagt, bald des Höchsten. Wort an und weinet! Gettliebt ihn mich erschallt. Komm wie: mehr, als er sich liebt, da der, Staub, zum Staube! seine Huld nicht alles 4. Wann mich das finstre giebt, was jedem núzlic Grab verschlingt, ein tie: scheinet! 8. Er wird auch mein fes Schweigen mich um: ringt, mich die Verwesung Versorger seyn; Und nicht naget; Alsdann bleibt al ein irrdisch Glück allein les doch zurück, und hätte will mir mein Vater geben. gleich ein günstig Glück Dieß Leben ist ein Augen: mir keinen Wunsch versa: blick, ein Frühlingstraum das längste Glück, ich soll get. unsterblich leben! 5. O Thorheit, wenn ich 9. Gedanke der Unsterb: mich verkannt, und nach der Erde Lieblingstand, lichkeit, der über Erd und nach grossem Gut gegei: Welt und Zeit ein edles zet! Wenn mich der Ehre Herz erhebet! Empdre dich schimmernd Kleid und al in meiner Brust, wann ler Prunk der Eitelkeit zu manche Lockung falscher niederm Neid gereizet! Lust mich zu verführen 6. Berlangt mein leiser strebet! Wunsch zu viel? Verfolg 10. Verderblich im Ge ich ein zu weites Ziel auf nusse sind des Lasters Freus ungewissem Pfade? Oden, die geschwind und Gott, ich beuge mich vor stats bereuet fliehen. Ich bin Morgen: und Abendlieder. bin ein Pilgrim in der Zeit: auf Erden himmelwärts, Nur Freuden einer Ewig entreiß es niedern Lüsten! keit verdienen mein Be: Mach Andre reich, mich mühen. mache du nur weise, nur II. Drum lenk, o Ewi: voll Seelenruh, nur, Gott, ger, mein Herz schon hier zum wahren Christen! 527. 595 Wach auf, mein Herz, und singe, dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber al: ler Güter, der Menschen treuem Hüter. 2. Mit göttlichem Er: 5. Dein Werk wollst du barmen bedecktest du mich vollenden, und deinen En: Urmen: Schlaf, sprachst gel senden, der mich an du, ohne Grauen, die diesem Tage auf seinen Sonne sollst du schauen. Händen trage. 3. Dein Wort, Herr, ist 5. Du wellest selbst mir geschehen; Ich kann das rathen in allen mein Licht noch sehen. Du Thaten; Mich státs zum machst, daß ich aufs neue Besten leiten, zum Him: mich meines Lebens freue. mel mich bereiten! 4. Du willst kein Opfer 7. Begleite mich mit haben; Doch Dank für Segen auf allen meinen deine Gaben, und Lobund Wegen! Dein Wort sey findlich Flehen, wirst du meine Speise auf meiner Herr, nicht verschmäßen. Pilgerreise. P p 2 Mel, : 596 Morgen und Abendlieder. Mel. Nro. 80. Nicht ganz werd lich ver: 528. Lobt Befiehl du deine Wege zc. gehn, nein, ich der Mensch vom Staube, soll wieder Gott am anferstehn! Laß mich dieß frohen Mor- nie vergessen; Nein, dieser gen! Lobt ihn, der in der Hoffnung voll, vielmehr Nacht, indem wir ohne mich státs ermessen, was Sorgen sanft schlum: ich einst werden soll. mern, für uns wacht; Der 5. Getroft mein Geist! uns im Schlaf erquicket, ermüde im Zugendeifer und unsre Kraft erneut, nicht: Dich stärket Gottes für uns die Erde schmücket, Friede mit Kraft und Zu und, was er schuf, erfreut! versicht. Ermuntre dich 2. Der Engel heil'ge und streite! Des Sieges Heere erhöhn ihn mit Ge: lohn ist nah! Getrost! fang: Auf! singt in ihre vielleicht ist heute des Chore, in ihren Jubel: Kampfes Ende da. Flang! Wer sollte Gott nicht loben, und ihm nicht dankbar seyn, da seiner Güte Proben sich jeden Tag erneun? Mel. Nro. 105. Wie herrlich strahlt der 529. Dich feh ich wieder, 3. Auch mir hast du ge: Morgenlicht, und freue geben, Herr, was ich hab mich der edlen Pflicht, dem und bin; Doch dieß mein Höchsten lobzusingen. Ich irrdisch Leben eilt unauf will, vor frommer Dankbe: haltsam hin. Bald ist sie gier, o mildester Erbarmer, ganz verschwunden, die dir Preis und Anbetung Vorbereitungszeit: Doch bringen! Schöpfer! Vater! hängt an ihren Stunden Deine Treue rührt aufs das Heil der Ewigkeit. neue mein Gemüthe. Froh empfind ich deine Güte. 2. Du 4.D süsser hoher Glaube: Morgen und Abendkieder. 597 2. Du warst auch diesesten, über alles dich zu Nacht um mich. Was wär achten. ich, hättest du dich nicht 5. Auch im Geräusch der so hilfreich mir bewiesen? Welt soll mich der heilige Zu meinem Leben sezest du Gedank an dich oft still zu jezt einen neuen Tag hin- dir erheben. Im dunklen zu; Sey hoch dafür geprie: Thale wall ich hier; Einst sen! Durch dich bin ich, nimmst du mich hinauf zu und ich merke neue Stär- jdir, zum Licht und höhern ke. Dich erhebe Herz und leben. Auf dich hoff ich, Mund, so lang ich lebe. Herr, ich werde mich der 3. Verleih, o Gott der Erde gern entschwingen, Lieb und Macht, daß Sünd dir dort ewig Lob zu finundGram, wie diese Nacht, gen. auf ewig von mir fliche; Mel. Nro. 80. Daß ich die kurze Lebens: Befiehl du deine Wege zc. in Danken denheit zu nüzen mich be: 580. Mitat und mühe. Prüfe, siehe, wie Beten vor deinen hohen ichs meine. Dir ist keine Thron, 6 Bater, hinzu: meiner Sorgen, auch die treten, befahl dein lieber kleinste nicht, verborgen. Sohn. Er hat mit theus 4. Ich bin ein Christ! orem Amen Erhörung zu Herr, verleih, daß ich des gesagt, wenn dir in Jesus Namens würdig sey! Mein Namen der Christ sein Ruhm sen deine Gnade. Leiden flagt. Dennach, was bin ich ohne 2. Drum komm ich die: dich? Einirrend Schaaf; sen Morgen aufdein Gebot Erhalte mich, mein Hirt, zu dir: Du kennest meine auf deinem Pfade. Stärk Sorgen; Nimm, Vater, mich, daß ich ståts mich sie von mir. Gieb mir, was übe, deine Liebe zu betrachlich entbehre; Und du, o Pp 3 Jesu, 598 Morgen: und Abendlieder. Jesu Christ, vertritt mich,| 5. Hernach laß mich ge: und gewähre, was noth winnen durch deines Gei: und selig ist. stes Kraft, Kunst, Weis: 3. Ich bitte nicht um heit, kluge Sinnen, und Leben, um Ansehn, Ruhm Rath und Wissenschaft, und Geld; Was gut ist, damit ich denk und handle, wirst du geben; Gieb mir, wie dirs gefällig ist, und was dir gefällt! Hier ist vor der Welt auch wandle doch alles nichtig, und lau: rechtschaffen, wie ein ter Eitelkeit, vergänglich, Christ. dürftig, flüchtig, wie mei ne Pilgerzeit. 6. So wird von jenem allen, von Leben, Ehr und 4.3uerst, oVater, schen: Geld, auf meinen Antheil te mir ein gehorsam Herz, fallen, so viel dir, Gott, das stärs an dich gedenke, gefällt. Laßt uns die Seele und nicht an eitlen Scherz. schmücken; Cott, wie sein Es liebe dich, und flammes Wort versprach, wird zu dir, Gott, himmelan, schon den Leib beglücken. sen heilig und verdamme Glück folgt der Tugend der Laster breite Bahn. nach. 2. Morgenlied im Leiden. Mel. Nro. 342.0 2. So traurig, als die Wer nur den lieben G. ic. Abendstunden, ist diefor er Morgen neue Tag für mich; die 531. D kommt, und Quaal, die ich bisher em: meine Klage wird jezt mit pfunden, erneuert mit dem diesem Morgen neu. Wie selben sich. Ich hoffte Trost traurig schleichen mir die in meiner Pein; Doch mei Tage der bangen Wander: ne Hoffnung trafnicht ein. schaft vorbei! Der Sonne 3. Doch immer bin ich neugeschenktes Licht erheis auf der Erde, wo mich Ge tert meine Seele nicht. fahr Morgen: und Abendlieber. 5.99 fahr und Noth umringt, långer tragen, so halt ich und täglich härtere Be deiner Führung still. In schwerde zu Klagen und dir zufrieden, will ich sas zu Thränenzwingt; Noch gen: Herr, wie du willst, immer fleß ich unerhört um nicht wie ich will! So laß Labung, die mein Herz mich, Bater, in der Pein begehrt. geduldig, wie mein Heis 4. Herr, eile doch mir land, seyn! beizustehen, verlaß den 7. Nach diesen schmer: müden Wandrer nicht. Dzenvollen Stunden rückt neige, Vater, aufmeinFle: einst mein Ende doch her: hen, zu mir dein freund: bei: dann hab ich ewig lich Angesicht! Gieb mir überwunden, und bin von Geduld, und bei dem aller Trübsal frei. Dann Schmerz ein hoffend und folget auf die Leidens: gelassen Herz. zeit dort ewige Zufrieden: heit. 5. Mir ist mein Schicksal noch verborgen, das diesen 8. Gestärkt durch diesen Tag mich treffen soll: Auf hohen Glauben tret ich dich, Herr, werf ich meine auf meinen Leidenspfad. Sorgen; Du kennst und Herr, stärke, stärke meinen suchst mein wahres Wohl. Glauben, auch dann, wann Und was idein Rath be: sich der Tod mir naht. schließt und thut, ist heilig Vielleicht erscheint er heus und gerecht und gut. te mir; Wohl mir! Ich 6. Soll ich die Lust noch leb und sterbe dir. 3. Abendlieder. Mel. Nro. 82. ben bis diesen Tag gege: In allen meinen Thaten zc. ben, dich bet ich findlich err, der du an! bin viel zu 532. mir das der der Trene, die ich singe, p 4 und 600 Morgen und Abendlieder. Mel. Nro. 180. und die du heut an mir ge than. 2. Mit dankendem Ger Geist vom Vater und. freu Güte; Ich freue mich in 533. Auf Seele, o werde mun: dir. Du giebst mir Kraft ter, und gedenk an deine und Stärke, Gedeihn zu Pflicht; denn die Sonne meinem Werke, und schaffst geht zwar unter, aber Got ein reines Herz in mir. tes Güte nicht. Heut auch 3. Gott, welche Ruh hat sie mich genährt; Heut der Seelen, nach deines auch Freud und Trost ge: Worts Befehlen einher im wahrt, vor Gefahren mich Leben gehn; Auf deine Gü: geschüzet, meine Schwach te hoffen, im Geist den heit unterstüzet. Himmel offen, und dort 2. Sey denn auch von den Preis des Glaubens mir gepriesen, Bater der sehn! Barmherzigkeit! Der viel 4. Ich weiß, an wen ich Gutes mir erwiesen, mich glaube, und nahe mich im gesegnet und erfreut; Staube zu dir, o Gott, Auch von Sünden manmein Heil. Ich bin derscher Art mich an diesem Schuld entladen, und bin Tag bewahrt, und viel bei dir in Gnaden, und Unglück abgetrieben, daß in dem Himmel ist meinlich unverlezt geblieben. Theil. 3. Gott, da ich vollDanks 5. Bedeckt mit deinem erzähle, wie so groß dein Segen, eil ich der Ruh Wohlthun war, stellen sich entgegen; Dein Name auch meiner Seele die be: sen gepreist! Mein Leben gangnenSünden dar. Wie und mein Ende ist dein; ist ihre Zahl so groß! Denn In deine Hände befehl ich, Herr, nicht nach Thaten Vater, meinen Geist! blos, auch nach ihres Her zens Morgen und Abendlieder. 60T zens Dichten wirst du einst 7. Höre, Bater, ach! ers die Menschen richten. hore, was dein Kind von 4. Doch mit reuevollem dir begehrt. O Sohn Got: Herzen wag ich es, mich tes, dir zur Ehre werd es dir zu nahn. Wenn uns mir durch dich gewährt! unsre Sünden schmerzen, Heil'ger Geist, verlaß mich nimmst du uns in Jesu an. nicht; Giebmir Muthund Ich verläugne nicht die Zuversicht, Hör, ach pore, Schuld; Doch, ich weiß, Gott, mein Flehen. Amen! daß deine Huld grösser sey, Ja, es wird geschehen. als unsre Sünden, auch wo Mel. Nro. 538. ihrer viel sich finden. 5. Gieb nun bis zum fro: Frene dich, o meine zc. hen Morgen meinem Leibe le schliessen fanfte Kuh. Durch dich 534. Nacht und Stil: schlaf ich ohne Sorgen; wieder unsre müden Aus wenn ich schlafe, wachestigen zu; die von Arbeit du. Seel und Leib bef hijmatten Glieder sehnen sich ich dir; Walt allmächtig nach SchlafundRuh: Aber über mir. Sen auch du der du versäume nicht, meine Gott der Meinen, zähle Seele, deine Pflicht, dich zu sie auch zu den Deinen! Gott noch zu erheben, seis nem Schuz dich zu erge: 6. Ach, laß uns kein banges Schrecken, weder ben. Raub, noch Feuersglut, 2. Prüfe dich vorihm, o aus dem süssen Schlummer Seele, nuztest du auch dei: wecken; Halt uns, Herr, jne Zeit? Wärst du, wenner in deiner Hut. Hilf, wenn dir befähle, vors Gericht Krankheit oder Tod uns zu gehn, bereit? Ach, erwäg im sichern Schlafe droht, ses! Eins ist noth! Denk an oder laß uns, wenn wir ihn und an den Tod! Denn sterben, doch des Himmels allein in diesem Leben kann Freuden erben. Pp5 und 602 Morgen: und Abendlieder. und will dein Gott ver: Fröhlich geb ich dann am Ende meine Geist in deigeben. 3. Herr ich muß es dir ne Hände. gestehen; Oft vergaß ich meine Pflicht! Mel. Nro. 93. Ach, du bafts, du hafts gesehen: Ach wie viel Böses t Über schon' und richte mir der Tag nicht! Mein Vertrauen 535. Wie schnell in gründet sich nur auf deinen entflohn, den ich durchle Sohn und dich, der du bet habe! Vollendet ist nur auch die Sünder liebest, wieder schon ein neuer lieber wohl thust, als be: Schritt zum Grabe. trübest. 2. Herr, lehre mich die 4. Richter über Tod und Flucht der Zeit mit stillem Leben! Du willst nicht des Ernst bedenken, wann in Sünders Tod: willst die des Lebens Eitelkeit mein größte Schuld vergeben Herz sich will versenken. denen, die dich suchen, 3. Damit ich jeden Abend Gott! Ach ich komm und mich in Zukunft frommet suche dich, und mein Mitt: finde, so tédte selbst, dieß ler spricht für mich: darum bitt ich dich, in mir die laß mich Gnade finden, Macht der Sünde. und vergieb mir meine Sünden! 4. Mit Glauben, der sich thátig weist, schmuck, Höch: 5. Leb ich morgen, achster, meine Seele; Und so leite meinen Gang auf warne mich durch deinen deiner Bahn; Nimm dich Geist, so oft ich straus dann, daß ich nicht gleite, chelnd fehle. mächtig meiner Schwach: 5. Dir dank ich, Vater, heit an! Gieb zu meiner für die Huld, die du mit Pilgrimschaft deinen peut erwiesen. Du trägst Schuz und deine Kraft nich Sünder mit Geduld, Sen Morgen und Abendlieder: 603 Sen hoch von mir geprie: Baterhand hat mir viel sen! Gutes zugetheilt, viel 6. Sieh ferner mich in Böses abgewandt. Gnaden an; Vergieb mir 4. Auch in der Noth, meine Sünden, und laß und wann ich litt, nahmst mich auf der Zugendbahn du dich meiner an: ind der Seele Frieden fin so ist nun ein neuer Schritt zur Ewigkeit ges den. 7. Wenn meine mattensthan. Glieder nun vom Schlaf 5. Gott! wie ist deiner gefeffelt liegen, so laß mich Huld so viel! Du machst sanft und sicher ruhn, bis die Prüfung leicht. Die Nacht und Schlaf verflies Tage fliehn; bald ist mein gen. Ziel der Pilgrimschaft er: reicht. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkünd. 2c. meine Zeit: So lang es 5. Doch dir befehl ich Der unter dei dir gefällt, du Vater der 536. Wer nem Schir Barmherzigkeit, leb ich auf dieser Welt. me ruht, 9 Gott, von dir bewacht, der trozt mit un erschrocknem Muth dem 7. Ich trau aufdich, und zittre nicht: Kein Unfall Grauen dunkler Nacht. wird sich nahn: Denn du bist meine Zuversicht von 2. Aus dder stiller Fin sterniß sing ich dir, Herr, meiner Jugend an. ein Lied: Mein Herz froh: lockt, und ist gewiß, daß mich dein Auge sieht. 8. Mit Finsterniß uma ringt schließ ich die Augen betendzu; Doch du, mein 3. Der Tag ist schnell Bater, bist um mich, und dahin gecilt, und deine segnest meine Ruh. 4. Abend: 604 Morgen und Abendlieder: 4. Abendlied am Ende der Woche. Mel. Nro. II. wirf, verwirf nicht meine O könnt ich dich, mein ic. Reue! Bergieb um Jest ie Woche ge: willen mir! Gott, der so 537. D het zwar zu viel an mir gethan, nimm Ende, dech Gottes Bater: mich zum Kinde wieder an! treue nicht: Wohin ich 5. Soll ich noch länger meine Blicke wende, auf der Erde dein Pilgrim schwebt sie vor meinem Anseyn, so steh mir bei, daß gesicht. Ich leb, o Gott! al-[ meine Seele frómmer wer lein durch dich; Du schüz- de, mein Lebendir geheiligt test und erhieltest mich. fey: Laß unverführt vom 2. Mein Dank soll auf Reiz der Welt, mich willig zum Himmel steigen, für thun, was dir gefällt. deine grosse Gütigkeit! 6. Nun leg ich mich zur Von ihr kann diese Woche Ruhe nieder, und fürchte zeugen, wie meine ganzelnichts: du bist bei mit! Lebenszeit: Die Hand, die Weckt mich der neue Mor mir viel Gutes gab, wandi gen wieder, dann dank ich auch viel Böses von mirab.sund lobsing ich dir, daß du, 3. Doch, Vater, meine in grauenvoller Nacht, für Seele bebet, wenn sie mit mich, dein schwaches Kind, Scham zurücke denkt, wie gewacht. übel ich vor dir gelebet, 7. Doch soll, in meinem und dich durch Undank oft Pilgerleben, dieß meine gekränkt. Jch sehe meine lezte Woche seyn: So will grosse Schuld; Wie un sich auch nicht widerstre: werth bin ich deiner Huld! ben, und mich auf jene 4. Wie unwerth bin ich Ruhe freun, die mein Er deiner Treue! Ich fühles, löser, als er starb, in seis tief gebeugt vor dir! Vernem Reiche mir erwarb, 5. Abend: Tischlieder. 5. Abendlied im Leiden. Mel. Nro. 7.[ bist und bleibst mein Gott; Kommt her, verkünd. zc. Dein Wort versüßt mir 538. Auch diesen Tag ieden Schmerz, und lin2 hab ich voll: dert jede Noth. 60% dein; bracht, mit aller seiner 4. Froh kann ich mich Noth. Nur deiner Vater: dem Schlaf Bertraun! lieb und Macht verdank Auch schlafend bin ich ich es, o Gott! Bor keinem Unfall 2. Wärst du nicht meis soll mir graun; Du wirst nes Lebens Kraft, mein mein Helfer seyu. Retter, und mein Heil; 5. Und sollt, o Vater, So würd' in meiner Pil: diese Nacht des Leidens grimschaft kein Trost mirslezte seyn: Wohl mir! je zu Theil. dann ist mein Lauf volls 3. Doch welchen Trost bracht, vorbei des Lebens fühlt nun mein Herz! Du Pein! IX. Tischlieder. 1. Vor dem Effen. Mel. Nro. 79. Jaller Blick gewandt, der du Mein Auge sieht, oGott c. von allem, was da ist, der 539. Bater, tind. Schöpfer und Versorger O beten bist. wir um unser täglich Brod 3. Du hast auch uns zu dir: Giebs deinen Kin: bisher genährt, was wir dern, die du liebst, und bedurften, uns gewährt, segne, was du huldreich und wirst es künftig nicht giebst! entziehn, wenn wir voll Glaubens zu dir fliehn. milde Hand! Auf dich ist 4. Laß uns zwar satt, 2. Thu auf, Herr, deine Doch 606 Tischlieder. doch mäßig seyn, uns dei: 2. Gieb von den Früchten ner Güte dankbar freun, dieser Weltuns, Herr, ein und nie vergessen im Genöthig Theil; Und wander nuß, daß auch der Arme Fleiß dir wohlgefällt, so leben muß. schenk ihm Glück und Heil. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkünd. c. 540. Gott! was des te náhrt, wird uns durch 4. Vernünftig froh laß Fruchtbarkeit, durch Kraft im Genuß, und stats uns zum Fleiß von dir bemäßig seyn, und, schenkest schert; Wir dankens dir dù uns Ueberfluß, den erfreut. Dürftigen erfreun. 2. Nach dem Essen. 541. -** 3. Durch deinen Segen haben wir für heute unser Brod. Wir nehmens hin, und danken dir, o du lieb reicher Tut Was den Leib erhält und nährt, E 141 hat uns unser Gott gewährt, der die ganze weite Welt durch sein Allmachts: f wort erhält: und was lebet auf dem Land, in Tischlieder. 607 in der Fluth, im dürrsten Sand, sättigt sich ALL aus seiner Hand. 2. Herr, auch mich, auch Mel. Nro. I. mich erfreut deine große Mein Herz, ermuntre ic. Mildigkeit; Und mitFreu: den bring ich dir Lob und 542. Gott! von dem wir Preis und Dank dafür; alles haben, die Welt ist Dir, der noch an mich ge- wie ein grosses Haus; Du denkt, mir noch immerfaber theilest deine Gaben, - liebreich schenkt, was mich recht als ein Vater, drin: speiset, was mich tränkt! gend aus; Dein Segen 4. Aber gieb, daß auch macht uns alle reich. Herr, dabei ich im Guten stand: unser Gott! wer ist die haft sen; Und mein Herz gleich? vergesse nicht seine grosse 2. Wer kann die Men: Christenpflicht, daß von schen alle zählen, die sich meinem Ueberfluß ich, nach von dir ernähret sehn? mässigem Genuß, auch die Doch muß die Nothdurft Armen speisen muß. Keinem fehlen: denn du 4. So genieß ich dieß weißt allen vorzustehn; mein Theil, dir zu Ehren, Du sorgst für uns, und mir zum Heil; So wird jedes Land bekommt sein deine Gütigkeit nicht durch Brod aus deiner Hand. Uebermuth entweißt; Dankbar will ich mich er freunz Du sollst künftig mir allein Vater und Ver: forger seyn. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung sået, und endlich auch die Frucht ges nießt; Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wole fe, 668 Von den vier Jahrszeiten. ke, die das Land begießt, sind hier gar zu viel. So des Himmels Thau, der viel, als du, kann niemand Sonne Strahl, sind deine schenken, und dein Erbar: Diener allzumal. men hat kein Ziel; Denn 4. Und also wächst des immer wird uns mehr be Menschen Speise, der schehrt, als wir, wir Sin Acker schaffet ihm sein der, jemals werth. Bros. In Gärten grünt 6. Wir wollen dein dem auf gleiche Weise sein Un: nie vergessen, da deine Ga terhalt auf dein Gebet; ben uns erfreut. Für unser Ihm reichst du, was von: Brod, das wir gegessen, nöthen war, in Fischen, sey dir, Herr! unser Dant Vieh und Vögeln dar. geweiht! Und unser ganz 5. Woran soll ich zuerst zes Lebenlang erheb dich gedenken? Der Wunder unser Lobgesang, X. Von den vier Jahrszeiten. 1. Frühlingslied. Mel. Nro. 3. 2. Das Land, das ers Lob, Ehr und Preis zc. erstorben lag, erwacht und 543. Lobt Gott, der lebt nun wieder. Es strömt uns den Früh- mit jedem neuen Tag der ling schafft, Gott, der den Segen neu hernieder. Erdkreis schmücket, der Der Wurm, der in dem mit allmächtig reicher Staube webt, der Bogel, Kraft das, was er schuf, der in Lüften schwebt, ers erquicket. Der Herr er: freut sich seines Lebens. schafft, der Herr erhält; 3. Der Erde Antliz ist Er liebt und segnet seine verjüngt, und heiter glänzt Welt: lobsinget ihm, Ge der Himmel; Gebirg und Schöpfe! That und Wald erklingt you Von den vier Jahrszeiten. 609 von freudigem Getümden Gaben deiner Hand -mel und gnädig schauet der Mensch gesättigt wer: Gott herab, der allem de. Thau, Regen, Sons Seyn und leben gab, auf nenschein und Wind, die seiner Hände Werke. deiner Allmacht Diener 4. Doch fühllos nur sind, erzählen deine Güte. und unbeseelt sind Auen 7. Es stromen, wenn und Gefilde; Auch haft dein Donner draut, wenn du nicht das Thier er: Berg und That erzittern, wählt zu deinem Eben Gesundheit, Stärkung, bilde. Der Mensch nur Fruchtbarkeit selbst aus freuet deiner sich, kennt, den Ungewittern. Dann fühler und empfindet dich, bricht vie Sonne neu her: und hofft ein ew'ges leben. vor, und aller Kreaturen 5. Lobsinget ihm! Er Chor jauchzt und erfreut ist uns nah: singt alle sei: sich wieder. ne Heere, der Herr ist 8. Von dir kömmt, allenthalben da, im Him: was uns hier erfreut, du mel, Erd, und Meere. Brunnquell aller Gaben; Ich lobe, Gott! Jch Dort wirst du uns mit preise dich, wo ich nur Seligkeit in reichen bin, bist du um mich mit Strömen laben. Denn deiner Lieb und Gnade. freuen deine Engel sich: 6. Du rufft die Wol: auch wir, o Gott! wir ten übers Land, und trán: loben dich, sind einft, test diese Erde, daß mit wie sie, unsterblich. 2. Sommerlied. Mel. Nro. 46. Allmächtiger! wir singen ic. Tag erwacht, erfreust du, was da webet, und Abends danket deiner Macht, Gott! So 544. bald der was auf der Erde lebet. Vell ૧ $ 610 Von den vier Jahrszeiten. Voll Segens machst du Fuß. Wir freun uns ja unser Land, und schenkeft ner Spuren. uns mit milder Hand die 4. Das Korn, vo Frucht, die uns ernähret. deinem Segen schwei 2. Du giebst uns Re: vergoldet nun die Felder gen früh und spät; Und Die Freude hüpfet wa jeder Grashalm zeuget umher, auf Wiesen un von dir, vor dessen Masdurch Wälder, in jede jestát die vollé Aehr sich Thier, das du ernáhri neiget. Daß Furch und und dem du Ueberfluß Fluren sich verneun, da währst zur Stillung seine zu giebt deine Huld Ge: Triebe. deihn durch Sonnenschein 5. Der fromme lan und Regen. mann bringt dir Dank für 3. Du krónst mit un deinen milden Segen erschöpfer Hand das Jahr Dir schallt sein froher lob in Sommerzeiten: dulgesang aus voller Ba traufelst auf das ganze entgegen. Wir stimmen Land des Segens Fet: in sein Lied mit ein, un tigkeiten. Es trieft von wollen dir, Herr! dant ihrem milden Guß nun bar seyn für so viel reid über Berg und Thal dein Gaben. 3. Herbstlied. Mel. Nro. 6. Jam trüben Himmel wie Lobfinger Gott, und betet. der. Das schone Jahr rüh mit um nun entflohn. Die ra 545. Früh wolktem An he Stürme rauschen fator gesicht geht schon die Son- durch die entfärbten F ne nieder, und spät er der: Die lezte Blum scheint ihr schwächer Licht neigt ihr Haupt, di Herba Von den vier Jahrszeiten. 611 Herbstes falter Hauch ent: Segen, der uns nähren laubt die schattenreichen soll, vom Vorrath uns Wälder. zu laben! Vorsehend ließ 2. Berlassen steht die uns unser Gott das Land dde Flur, entblöst von ih- schon für den Winter rem Segen: Entkräftet Brod, dem Vieh sein Futs fiehet die Natur der Winter geben, und Wein, terruß entgegen: In der unser Herz erfreut, Schaaren abgetheilt, ent: und unsers Lebens Kraft fliehn die Vögel von der erneut, trieft aus der Kält und ziehn weit über Frucht der Reben. Land und Meere, Gott 5. Ach, unser Leben nimmt der Wandernden auch verblüht, wie izt das sich an, bezeichnet ihnen Feld, im Alter! Getrost! ihre Bahn und sättigt ib: Gott ist, ob es verblüht, re Heere. ein mächtiger Erhalter! 3. Uns, seine Men: Er trägt die Müden, er schen, will er hier im Win: beschůzt die Schwachen, ter selbst versorgen, und seine Rechte stüzt die nah seiner Huld vertraun auch am Grabe wanken! Ge: wir, die neu wird jeden beugt vom Alter werden Morgen. Er schafft, daß wir von ganzem Herzen wir in Sicherheit der undennoch dir, Gott unsrer gestummen Monden Zeit Jugend, danken. beginnen und vollenden. 6. Wohl allen, die dein Nichts trägt die Erde: Angesicht in frühen Jahe Doch gewährt er uns, ren suchen: Die werden was unser Leben nährt, ihrer Ingend nicht im mit väterlichen Händen. Herbst des Alters fluchen! 4. Wie sind schon un: Wohl dem, der redlich sich fre Kammern voll, von sei: bemüht, weil seiner Jah: ner Gute Gaben, vom re Kraft noch blüht, der 2.4 2 Tugend Von den vier Jahrszeiten. Tugend Frucht zu tragen: wird er sich noch freun in Ihm wird das Alter Ju seinen lezten Tagen. gend seyn,( und göttlich 612 4. Winterlieder. Mel. Nro. 44. quálet. Und dreifad Herr, deine Almacht zc. fühlt er seine Pein, went es Jahres Krankheit plagt, und Kin 546. Schönheit der schrein. ist nun fort! Wie tran: 4. O jaudre, zaudu rig stehn die Triften! Es nicht, mein Herz, ihm lieb stürmt ein ungeftümmer reich zuzueilen! Fühl se Nord aus schwer belad: nen Jammer, seinen nen Lüften. Die Erde Schmerz, dein Brod mit starrt vom Froste nun, ihm zu theilen. Wer sei und ihre Nahrungssäfte ner Brüder Noth vergist ruhn. verdient nicht, daß er 2. Wohl mir bei die: glücklich ist. ser rauhen Zeit! Ich darf 5. Vor Tausenden bis vor Frost nicht heben. du beglückt, die in der Mich schůzt mein Dach, Stille klagen, da Warn mich wärmt mein Kleid, und Nahrung dich erquid und Brod erhält mein ke in diesen rauhen Tagen ben. Auf weichen Betten O jauchze, frohes Her schlaf ich ein, und kann in mir, und bringe Got mich sanfter Ruhe freun.( den Dank dafür. 3. So hats der arme 6. Sich nicht auf das Bruder nicht, dem Brod was dir noch fehlt, und und Kleidung fehlet, den, Mancher mehr befizet wenn es sehr daran ge: Nein! auf die Noth, di bricht, Frost oder Hunger Andre quält, auf Go der Witterungslieder. 613 der dich beschüzet. Ach Ba| und gieb mir ein zufried: ter! lindre jeden Schmerz, nes Herz. XI. Witterungslieder. I. Um Regen bei grosser Dürre. Mel. Nro. 224. strafft du uns: Dos laß Herr, allerhöchster Gott. uns Gnade finden! Vers err, allergieb uns S 547. höchster Gott Thu auf die milde Hand, im Himmel und auf Er wirf einen Baterblick auf den, dem Wolken, Luft, uns und unser Land! und Wind allzeit gehor: 4. Befeuchte Berg und sam werden! Was du be: Thal, erfrisch jezt unsre fiehlst, geschieht: O laß Felder! Dein Regenträuf auch unser Fleha durch le sanft auf Anger, Gár: dich, Allmächtiger, izt in ten, Wälder! Das, was Erfüllung gehn! bisher gelechzt, erquicke, 2. Wir bitten findlich Herr, auss neu, daß jede dich um deinen Baterse: Kreatur dir freudig dánk: gen: Gieb uns, o Bater, bar sey. gieb uns einen milden 5. Ergieß zugleich dein Regen! Staub ist jezt un: Wort, gleich einem mil ser Land, erstorben jede den Regen, auf unser trás Flur: Es schmachtet Feld ges Herz mit tausendfa: und Thier; Es trauret die chem Segen. Der From: Natur. me nur kann sich, Gott, 3. Wir haben es ver: deines Segens freum; dient; Ach, groß sind un: O laß uns alle jreich an sre Sünden, und billig wahrer Zugend seyn. 2.9 3 2. Dank: 614 Witterungslieder. 2. Danklieder für verliehenen Regen. Mel. Nro. 45. Saat, die Nehren vom Kommt, kommt, den ic. Mark der Erde voll, das in milder Re: seine Menschen nähren, 548. Gin gen sinket er und sie erfreuen soll. Auf quickend auf die dürre preiset Gottes Milde! E Flur. Wie labt sie sich, ists, der Regen schickt und wie Trinket ihn, die ver: lechzendes Gefilde voll schmachtende Natur! Die Baterhuid erquickt. fanften Ströme fühlen der 3. Erhalter unsers le Lüfte weites Meer, und bens, Gott, dem wir uns die Geschöpfe fühlen sich jezt dankbar nahn; Ola nicht mehr trag und schwer. uns nicht vergebens die Gott spricht: das Seuf Gaben deiner Hand em: gen schweiget, und Hiz| pfahn! Du sendest Thau und Dürre flichn! Der und Regen, giebst milden Frommen Danklied stei: Sonnenschein; Du eilt get hinauf, und preiset ihn. mit deinem Segen uns 2. Mit Muth im An- alle zu erfreun. Ach, laß gesichte beschaut des Akuns nicht vergebens se fers Herr sein Feld. Er manche Gab empfahn, und quickt hat Gott die Früch: nimm, o Quell des Lebens, te; Er, der Bersorger sei: dich unser ferner an! ner Welt. Dick steht die 3. Um Sonnenschein. * Mel. Nro. 380. müssen vor der Sonne Hus tiefer Noth ruf ich. Glanz sie, wenn du willst, D 549. Gott, du entfliehen. Halt deines kannst den Regen izt zurück und laß Himmel ganz mit Wolder Sonne frohen Blid ken überziehen; Doch uns wiederum erfreuen, 2, Witterungslieder. 615 2. Die Felder trauren hen dir, voll Reu, uns überall, die Saat und nun: Wir wollen ernst: Früchte leiden; Des Re: lich Busse thun, und unser gens überhäufter Fall er: Leben bessern. stickt der Fluren Freuden. 4. Gieb uns, o du Der Segen, den du uns liebreicher Gott, den heiz gezeigt, der sich betrübtern Schein der Sonne, zur Erde neigt, ist nahe und überschütt, uns nach dem Verderben. der Noth mit Freude, 3. Herr, unsre Sündiuft und Wonne, und und Misserhat hat dies zeig uns jezt nach deiner sehr wohl verdienet: Je Treu, daß ausser dir fein doch erzeig uns Huld und Segen sey im Himmel Guad: Dein Sohn barund auf Erden. uns verfühnet. Wir na: 4. Nach erlangtem Sonnenschein. Mel. Nro. 224. Gott, 550. Mein bedecken, Wind, Regen: Herr, allerhöchster G. c. wetter, Sturm erfüllten uns mit Schrecken, weil man den Himmel nicht, du bist ge: nur schwarzes Dunkel recht, und gleich wohllau sah; und unsers Landes ter Liebe, selbst, wann es Frucht war dem Verder: dir gefällt, daß leiden ben nah. uns betrübe: Scheints 3. Nun hast du Son: gleich, als dachtest du, nenschein uns wiederum bei unsrer Sündenschuld, gegeben; Die Felder sind nicht ferner mehr an uns erquickt: wir fuhlen neu: mit Batertreu und Huld.es Leben. Wir preisen 2. Durch Wolken liefdeine Huld, daß du auf sest du das Sonnenlicht unser Flehn, bei unsrer Kum: 616 Um Segen der Kümmernis, erbar: Batergúte! Gieb uns zu mungsvoll gesehn. rechter Zeit Thau, Re 4. Ja, Herr, wir prei: gen, Sonnenschein! Wit sen dich mit freudigem wollen dir dafür von Her: Gemüthe. O sorg auch zen dankbar seyn! fünftig noch für uns mit XH Um Segen der Feld- und Land- Früchten. Mel. Nro. 53unsre Kunst und Müh in Wie viele Freuden dank ic. Zubereiten, wann nicht baut, Herr, Gott, deine Gnad und 551.& s deine Men Gunst hier unsern Fleiß schenschaar auf dein Ge: begleiten. Durch dich nut heiß die Erde, und hoff feimt der Saamen auf dabei von Jahr zu Jahr, wächst, treibt, szt Frucht daß sie versorget werde; und reift darauf; Da Denn du versprichst, du bists, der alles nähret treuer Gott, daß sie, bei 4. Straf uns, Hert, Fleiß und Müh, ihr Brod nicht in deinem Zorn; von dir erhalten solle. Sen uns ein Gott det 2. Bis hieher trifft Güte! Erhalt uns unsre die Zusag ein. Gieb fer: Felder Korn; Ach! Ba ner deinen Segen; laßter, ach verhüte, da unsre Früchte wohl ge: Frost und Sturm un deihn; Gieb Sonnen Hagelschlag sie nicht ze scheinun) Regen! Denn, storend treffen mag, und ohne dene Segenshand bri gt f: bst ein gutes fa: tes Lan uns nimmer, was es önnte. wir dann trauren müßten 5. Gieb gnädig, was uns deine Hand izt in der Hoffnung weiset; Und 3. Sergebens ist all' kront dein Segen unser Land: Feld und Landfrüchte. 617 Land: o dann sey, Herr, lassen wir nur walten. gepreiset! Dann bringen Du kennst am besten jun: wir dir Ehr und Dank, sre Roth, hast lange haus: o Bater, der mit Speis gehalten. Du wirst in dei: und Trank die Kreatur nem Eigenthum, zu un erfreuet. ferm Wohl, zu deinem 6. Dir trauen wir, Ruhm, dich ferner gnä: wohlthät'ger Gott! Dich dig zeigen. 552.11 $ Unfre Aussaat ſegne, Gott! Daß H7 E sie ruh im Schoos der Erde, keim', und unser täglich Brod, unter deiner Auf ¹ sicht werde. 2. Einfach wird sie hier, und auch mehr, als ausgestreut, vielfach wir verstehen. giebst du sie uns wieder; 4. Gnädig gieb es, bit: Und dann singt die Dank- ten wir, unserm armen barkeit dir voll Freuden Erdenleben! Bis wir einst ihre lieder. den Dank dafür dir im 3. Ja, dieß hoffen wir Himmel ewig geben. zu dir! Du, du hörst 5. Dann sehn wir im Gebet und Flehn, giebst hellern licht noch mehr uns, was wir brauchen Wunder deiner Güte, und 295 fein 618 Erndtelieder. kein Leid stört weiter nicht deinem Angesichte freu: das lobsingende Gemüthe.dig erndten für und für 6. Ja! im Himmel deines höhern Segens werden wir, Herr, vor Früchte. XIII. Erndtelieder. 1. Bei sparsamer Erndte. Mel. No. 334 zeigt uns oft den Se Was Gott thut, das ic. gen, und ehe man ihn Got therndten kann muß sich 553. 2₁ W thut, das die Hoffnung legen: Weil ist wohlgethan; So den: jer allein der Schaz will ken Gottes Kinder: seyn, so nimmt er andre Wann man nicht reichlich Güter, und bessert die Ge: erndten kann, liebt er müther. uns doch nicht minder. 4. Was Gott thut, Er zieht das Herz doch das ist wohlgethan; Es himmelwärts, ob wir geht nach seinem Willen. gleich hier auf Erden bei und läßt sichs auch zum Mangel traurig werden. Hunger an, so weiß er 2. Was Gott thut, ihn zu stillen. Obgleich das ist wohlgethan: Im das Feld nicht viel ents Nehmen und im Geben hält; Man kann bei we: sind wir bei ihm státs/ nig Speisen satt werden, wohl daran, und können und Gott preisen. ruhig leben. Er nimmt 5. Was Gott thut, und giebt, weil er uns das ist wohlgethan, das liebt, und seine Hände Feld mag traurig stehen; müssen wir stats in De: Wir gehn getroft auf sei muth küssen. ner Bahn, und wollen 3. Was Gott thut, ihn erhöhen. Sein Port das ist wohlgethan: Er verschafft uns Lebens: fraft: Erndtelieder. 619 kraft: Es nennt uns Got: Kanaan, wo Milch und tes Erben; Wie können Honig fliessen; Doch ha: wir verderben? ben wir genug allhier, 6. Was Gott thut, wenn Gott das Wen'ge das ist wohlgethan; So segnet, und uns mit wollen wir ståts schliessen. Huld begegnet.. Ist gleich bei uns kein 2. Danklieder für Erndte. Mel. Nro. 125. sen sey die Wunderkraft, Wie göttlich sind doch ic. die auf den Feldern, auf ir 554.23 singen, den Wiesen den Erdbe: Herr, von wohnern Nahrung schafft. deinen Segen, wiewohl Du nähreft uns, wir wer: sie nicht zu zählen sind. den satt; Du giebst, daß Du giebst uns Sonnen: man noch übrig hat. schein und Regen, Frost, 4. Du schüttest deines Hize, Donner, Thau und Segens Fülle herab, die Wind: So blüht und rei wir doch nicht verdient. fet unsre Saat nach dei: Es ist allein dein guter nem wundervollen Rath. Wille, daß Feld und Au 2. Der Himmel trau- lund Garten grünt, und fet lauter Güte, die Erd uns, sind wir es gleich ist deiner Schäze voll; nicht werth, die Frucht Damit ein achtsames Ge der Erde reichlich náhrt. müthe dich finden und be: 5. Bewahre ferner wundern soll, dich, der unsre Saaten, und un durch seine weise Macht fre Häuser, Haab und das alles einst hervorge: Gut. Bewahr uns, Herr, bracht. vor Missethaten, vor Wol: 3. So sen die Liebe luft, Geiz und Ueber: bann gepriesen, geprie- muth, weil sonst im reich: Ben 620 Erndtelieder. 2. Er ist der Herr; In seiner Hand ist, was 6. Ja, Bater, wann die Erde bringet. So wir dein vergessen, der du sehr auch Menschenfleiß so liebreich an uns denkst; das Land baut, pfleget so muß der Fluch den Se: und bedünget, kömmt doch gen fressen, mit dem du allein von ihm Gedeihn. Feld und Haus beschenkst. Nur er, er láßt die Saa: Wird auch der Vorrath ten blühn, reifen und ges nicht zerstreut, so manrathen. gelt doch Zufriedenheit. 3. Oft sehn 3. Oft sehn wir fro 7. So wollen wir dann in Hoffnung schon der hier auf Erden des Gutensreichsten Erndt entgegen, Samen auszustreun, nie und plözlich ist er uns müde, nie verdrossen wer: entflohn, der uns gezeig den, und uns vielmehr te Segen. Gott nimmt der Erndte freun, die und giebt, was ihm be einst, nach dieser Zeit der liebt, daß er, als Herr Saat, dein Rath für uns der Erde, von uns ver: ersehen hat. ehret werde. sten Uleberfluß die Seelel doch verderben muß. Mel. Nro. 334. 4. Zeigt auch gleich Was Gott thut, das ic. nicht so sichtbar sich der 555. Preist, Chri: Reichthum ſeiner Gaben; mit er uns doch friedenheit, preist Gott sicherlich, so viel wir no: den Herrn der Erndte, thig haben; Ist stats be daß sich nicht ganz die dacht, voll Gnad und Fruchtbarkeit von Au und Macht, die Seinen Feld entfernte. Noch ståts erhalten, die ihn nur laß erhält er seine Welt; Was sen walten. nöthig ist zum Leben, will er uns alles geben. 5. Und, o was ists für ein Gewinn, an dem fich Bei Donnerwettern. 621 sich gnügen lassen, was Gott, von Zeit zu Zeit da ist, und mit heiterm gewähren, wenn wir dich Sinn das veste Zutraun kindlich ehren. faffen, daß der die Welt 7. Wir beten demuths: regiert und hält, auch uns, voll dich an, der alles so lang wir leben, was weislich füget, deß Vor: nöthig ist, wird geben sicht niemals irren kann, 6. Ja, Höchster, wir deß Wohlthuns niemals vrrehren dich in allen dei- strüget. Froh danken wir, nen Wegen, und trauen Erhalter, dir, und preis unveränderlich auf dei: sen deine Güte mit gnüg: nen milden Segen. Auch famem Gemüthe. unser Brod wirst du uns, XIV. Bei Donnerwettern. Gewitter. Beim Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt ic. 3. Den, der dich schuf, terlich umfieng, den Gost, ernährt und schüzt, dich vå: 556. s dein $ donnert, der nun am Himmel blizt, Gott! wie den hieltest du gering. schrecklich ist des Him: 4. Gott fennt mels Wetternacht! Es Herz, und weiß dein Thun, blizt, es donnert; Gott, er, der die Menschen wágt; du bist! Und groß ist deine Was bist du, wenn sein Macht! Donner nun dich schnell 2. Gott donnert in des zu Boden schlägt. Sünders Ohr: Der Sün- 5. Verschone, Herr, der hörts, und zagt; Hebt verschone noch der Súns zitternd kaum sein Aug der diesesmal! Barmhere empor, wenn das Gewis zig bist du, Vater, doch! sen sagt: 3u groß ist ihre Zahl. 6. Bei Donnerwettern. 6. Bekehre noch ihr dig meint, und ewig mich böses Herz nach deiner beglückt! Vaterhuld! Erfülle sie mit 12. Wer Gott bei stil: Neu und Schmerz, und lem Himmel ehet, fingt trage noch Geduld! ihm auch froh ein Lied, 7. Vor deines Gottes wenn er auf Donnerwol: Majestát erzittre nicht, olen fährt; Steht, wenn Christ, wann er in Don der Sünder flieht. netwolken geht, und um sich Blize schießt! Mel. Nro. 7. 8. Und wenn sein don: 557. De met trübet Kommt her, verkündigt. er hohe nerndes Geschiz den Frev: ler tieferschreckt, so wise, ich, ein Wetter Gottes draut: Ich bebe nicht: daß er vor dem Bliz und Ich freue mich, Herr, Donner dich bedeckt! deiner Herrlichkeit. 9. Der Pfeil des Herrn 2. Du zúrnest, wann fährt wunderbar von sei: du donnerst, nicht: Du nem Wolkenthron, trifft, bist der Menschen Freund. wen er will, und krümmt nicht blaffer sey mein kein Haar, wenn Gott Angsicht, wenn uns der im ruft: verschon! Bliz erscheint. 622 10. Sprich, wenn dein 3. Dem Sünder nut, Gott dich tödten will: der dich nicht kennt, bist Gerecht ist sein Gericht! du, Herr, fürchterlich: Er ist der Herr! ihm halt Dem aber, der dich Ba: ich still, und laß im Tod ter nennt, jeigst du als Vater dich. ihn nicht. II. Des Donncrs Kö: 4. Uns Segen ist der nig ist mein Freund; Wenn Sonne Licht, und Se er mich schnell entrückt, gen Tag und Nacht: Auch so weiß ich, daß ers gná: Segen ist uns dein Gez richt, Bei Donnerwettern. 623 richt, und deines Blizes Zerstörer seyn, und auch Pracht. Wohlthäter werden; Jhr 5. Du reinigst durch aber sollt, wann sie die den Bliz die Luft, dein Welt erschüttern, nicht Negen stärkt die Saat: heidnisch zittern. Und donnerst du, dein 3. Nicht wähnen, daß Donner ruft: Seyd rein wir nur erheben sollen, von Misfechat! wo Donner unter seinem 6. Doch Menschen sind Throne rollen: Nicht, wir, blod und schwach; daß, wo Blizen flammen, Gedenk, wie schwach wir dann zur Rache sein Zorn find. Sprich nicht: zer: erwache. fiore Hagel! ach, sprich nicht zum Bliz: entzünd! 4. Sie zeugen, Gott, 7. wie alle deine Berke, von Laß frei das Herz deiner Weisheit, deiner von Nengsten seyn, wenn Huld und Stärke. Gleich uns dein Wetter droht. herrlich ist im Sturn und Im Donner laß uns ner freun: Du bist die in der Stille dein Rath und Wille. Liebe, Gott! Mel. Nro. 62. 5. Bontiefer Ehrfurcht, Jauchzt unserm Gott! zc. Herr, vor dir dura drun: 558. uns Gottstur Erschütterungen auch Commt, laßt gen, sehn wir in der Diaz und seine Größ' erheben; Güte, die sie schmücket Vor ihm, und nicht vor und belebet, selbst wann feinem Donner beben, und sie bebet. nicht( denn er kann schrekten und auch schůzen) vor feinen Blizen. 6. Fruchtbarer wird sie dann, wie deine Froms men, geprüft zu werden, 2. Sie können tödten; oft in Trubsal kon men. Euch und eure Heerden; Wir leiden, durch Geduld zu 614 Bei Donnerwettern. zu ed'en Werken uns umgeben, mehr Kraft mehr zu stärken. mehr Leben. 7. Denn reifen fröh 10. So steigt, wann licher der Tugend Saaten einst am größten aller Ta zu mannigfaltigern und ge für Fromme nicht mehr schönern Thaten. Sie seyn wird Leid und Klage, werden, wenn die Trüb: empor aus deines We fal sie bewahret, nur mehr gerichts Getümmel ei verklåret. neuer Himmel, 8. So strahlt, wann 11. Wir werden dan Donner die Natur er zu einem neuen Leben her schüttern, in größrervorgehn, werden dir ent Schönheit sie nach Unge: gegen schweben, in diesen wittern; Als schmückte neuen Himmel aufgenom sie nur eine neue Son: men, mit allen Frommen. 12. Weil wir no ne mit neuer Wonne. 9. Verderbenschwang: hier sind, sey von uns re Dünst' entfliehn, und erhoben! Dann werden Seuchen, die uns und wir mit neuer Kraft dich unsern Heerden drohn, loben; Dir bringen, herr, entweichen. Auch athmen für alle deine Werke Preis, wir, von leichtrer Luft Dank und Stärke, Nach dem Gewitter. Mel. Nro. II. der Sonne Glanz das O könnt ich dich, mein ic. feuchte Grün. Erhebe 559. Wie gnädig deinen Lobgefang, o meine ist des Seel, und opfre Dank. Hochsten Wille! Der Don 2. Ja, preise dankbar ner schweigt, die Blize den Erretter, der seine fliehn! Bald schmückt, groffe Kraft bewies: bei angenehmer Stille, den starken Gott, der sich im Bei ansteckenden Seuchen. 625* im Wetter so majestátisch schwühle Luft der Donner hören ließ; Der selbst des kühle Winde ruft! Blizes Strahlen lenkt, im 5. Wie lieblich hebt sich Donner selbst an Gnade das Getraide, getränket. denkt. durch den Regenguß! Und 3. O nimm bewundernd wie vergnügt betritt die Gottes Güte im Bliz und Weide der neubelebten Ungewitter wahr! Dem Thiere Fuß! Der muntern frohen forschenden Gemü: Vögel frohesheer verküns the stellt sich ein groffer digt des Erhalters Ehr. Schauplaz dar, voll unge: 6. Jezt sprichst du, Gott, zählter Segensspur, zum nicht mehr aus Wettern, Labsal aller Kreatur. doch schrecklich bleibt dein 4. Wenn bei erhizter Zorn noch mir. Droht Dünste Glühen, so wohl gleich kein Bliz, mich zu die Menschen, als das zerschmettern, so fürcht ich Vieh, den Athem matt mich doch, Herr, vor dir! und keichend ziehen, wie Sey du nur meine Zuverfroh, wie munter werden sicht: so schreckt mich sie, wenn in die angstlich nichts, so zag ich nicht. XV. Bei ansteckenden Seuchen. Mel. Nro. 561. 2. Der Seuchen Gift In unsern Nöthen fall. zc. verbreitet sich weit um uns u, Gott, bist her; Erbarme dich, laß 560. Dunste Hilf uns nicht plözlich sterben! und Macht! Wenn uns Entzeuch dem Tod uns, dein Auge nicht bewacht: der uns droht; Entreiß wer wacht, wer hilft uns uns dem Verderben. Armen? Erretter, dich, 3. Du bist ein Gott, der dich bitten wir, du wollest gern verzeiht; Laß uns dich erbarmen! denn noch Barmherzigkeit Ar por 626 Bei ansteckenden Seuchen. vor deinem Throne finden; willen duld und schon, und Und dein Gericht vertilg laß uns Trost erscheinen! uns nicht in unbeweinten Streck aus die Hand, und laß das Land nicht länger Sünden! 4. Kein Reichthum schůzt, hilflos weinen. feinStand, fein Ort; Hier 7. Sen mit den Sterben weinen Wittwen, Eltern den, daß sie dein Anli dort, und da verwaiste schaun, und alle, die nod Kinder. DieSeuch erreicht leben, die bewahre. Stil auch den, der fleucht; Den ihren Schmerz, daß bald Frommen, wie denSünder. ihr Herz, wie gern w 5. Deß alles sind wir hilfft, erfahre. werth: doch wir bewei: 8. Das ganze Volk froh nens, Gott, und flehn zu lockt dir dann, und betet dir, du wollest uns verge: dich, Erretter, an, und ben! Dein Volf will gern preiset deine Gnade. Dann dir, unserm Herrn, gehor:[ wandeln, wir o Gott, wor dir mit Freuden deine chen, dir nur leben. du 6. Auch glauben wir an Pfade. deinen Sohn. Um Jesu 561 n un sern Nö then fallen wir, Jn voll Neu und demuthsvoll, zu dir in unsern Jammer nieder; Denn Seuch und Tod umgie # ans, Gott! Und würget unsre Brüder. 2. So Danklied nach ansteckenden Seuchen. 622. So viele sanken schon de Plage. Erquick uns, ins Grab, wie schnell, wie Herr, Allmächtiger, gieb ungewarnt, hinab! Wie ist wieder heitre Tage. um Hilf uns bange! O 6. Doch, willst du uns schone noch! Befrei uns noch nicht befrein: so laß doch von unserm Unter: uns, Gott, geduldig seyn, gange! und dir uns ganz ergeben! 3. Arzt, Kunst und Vor: Laß, sterben wir, uns dort sicht retten nicht: Wir ha: vor dir in deiner Wonne ben keine Zuversicht, als leben! nur zu deiner Güte; Dem Tod, o Herr, gebeut, daß er nicht mehr, nicht weiter wüthe! 7. Gieb allen Sterben: den dein Heil, und laß sie, Gott, ihr bestes Theil im Himmel nicht verlieren! Laß fie den Tod aus jeder Noth zu deinem Throne 4. Wir glauben an den Sohn und dich, und darum schaue väterlich auf tiefge: führen! beugte Sünder! Denn du 8. Laß unser gläubiges allein kannst uns befrein; Gebet, das, Herr, zu dir Errett uns, deine Kinder. umGnade fleht, dir, Vater, 5. Wir übergeben Volk wohlgefallen; und froher und Land in deine treue Dank und Lobgesang soll Vaterhand! Entferne je: einst bei uns erschallen. Danklied nach ansteckenden Seuchen. XVI. Mel. Nro. 6. ganzen Volkes lauter Lobsinget Gott, und zc. Dank soll, Retter, dir løb: 526, Wir kommen, singen. Du warst mit uns! Helfer, dir In welcher Noth! Wir sa: Gesang und Ruhm und schen überall den Tod, den Preis zu bringen. Des intergang uns droßen. Rr2 Nun 628 Bei und nach einem gewalt. Erdbeben. Nun wütet seiner Seuchen Du heilest unsre Schmer: Heer durch unser Vater: zen. O du Erbarmer voll land nicht mehr, sie sind Geduld, nach unsrer Ue: von dir entflohen. bertrettung Schuld hast du 2. Wir sahen dort, und uns nicht gelohnet! Ge: sahen hier so viele Brüder züchtigt, o wir preisen dich! sterben, und allenthalben gezüchtigt hast du väterlich, waren wir umfengen vom und väterlich geschonet. 4. Wir wollen, der da Verderben. Da war kein Schonen: Stündlich war uns befreist, o Gott, dich furchtbarer, näher die Ge: ewig loben. Sey ewig, Ba: fahr, und alle Kunstverge: ter, Sohn und Geist, von bens. Nichts trieb des deinem Volk erhoben! Es Würgers Macht zurück, bete dich, Erretter, an, und und uns schien jeder Au- jauchze, wer nur jauchzen genblick der lezte dieses kann, und diene deinem Ramen: Und rühme: Gott Lebens. 3. Zu dir, du Menschen ist unser Gott! Frohlodt! retter, schrien der Deinen er hilft uns in der Noth! bange Herzen. Du hörtest Frohlockt ihm! Amen! uns; Die Seuchen fliehn; Amen! XVII. Bei und nach einem gewaltigen Erdbeben. Mel. Nro. 7. 2. Du lagerst dich in Kommt her, verkündigt zc. schwarzer Nacht: Die Vol u Schreckli: er zittern schon, geflügel 563. D" cher, werstes Verderben wacht um kann vor dir und deiner deinen furchtbarn Thron Macht bestehn? Herr, du 3. Allmächtig schleudert bist groß, und Staub sind deine Hand den Bliz aus wir; Du winkst, und wir sinstrer Höh: und Fluthen vergehen, stürzen In theurer Zeit. stürzen auf das Land in 6. Wer schüzt michSterb: einer Feuersee. lichen, mich Staub, wenn, 4. Seht, wie der Erde der im Himmel wohnt, und vester Grund von seiner Welten pflückt, wie durres Stimme bebt, und was laub, nicht huldreich mich um ihr erschüttert Rund, verschont? was in der Tiefe lebt. 7. Wir haben einen Gott 5. Den Herrn und seinen voll Huld, auch wenn er Arm erkennt die zitterndeszornig scheint: Er herrscht Natur, daß weit umher mit schonender Geduld, der Himmel brennt, und der grosse Menschen: weit umher die Flur. freund! 625 XVIII. In theurer Zeit. Båter, Mel. Nro. 2. verschonst auch Mit Singen dich zu lob. ic. Uebertretter, wenn sie um u bester Gnade flehn. 564. Drost der Trost der 3. Wenn sie mit ernster Armen, du Herr der ganzen Reue zu dir um Hilfe Welt, o Vater voll Erbar: schrein; So willst du bald men, der alles trågt und aufs neue ihr Gott in hält! Schau her aufunsre Christo seyn. Herr, unsre Noth; Erbarme dich der Zuversicht, zu dem wir alle Deinen! Die Armen gehn flehen, auf den wir alle se: und weinen, und schmach- hen, hilfuns! verlaß uns ten, Herr, nach Brod. nicht! 2. Ach, unser sündlich 4. Gott, unser Heil, ach, Leben verklagt vor dir uns wende der Zeiten schweren hat! Doch Schonen und Lauf! Thu deine milden Vergeben ist treuer Väter Hände, den Schaz der AllArt. Drum laß uns nicht macht, auf. Was nur ein vergehen! Du befter aller Leben hat, nåhrst du mit Rr 2 Wohl: Nach geendigter Theurung. Wohlgefallen. Nähr uns nähr', es segn' euch auch, schaff uns allen bei Gott! unserm Mangel Rath. 7. Laß alle Frucht gera: 5. Herr, der du uns auch then, und bald uns Hilfe schufest, hör unser Angstge: sehn: Erquicke du die Sa schrei! Allmächtiger, dusten, die jezt so traurig rufest dem Nichts auch, stehn. Herr, baue selbst das daß es sey. Uns helfen ist land; Tránk es mit Thau dir leicht, du kannst dem und Regen, und füll es an Mangel wehren, in Uleber mit Segen aus deiner fluß ihn kehren, wenn's milden Hand. uns ohnmöglich deucht. 8. Die frohen Armen 6. Den Reichen gieb Er sollen, errettet aus der barmen, Gefühl von An- Noth, dir jauchzen; Alle drer Schmerz, und, zu er: wollen wir dir frohlocken, freun die Armen, ein mit: Gott! Denn du errettest leidvolles Herz, damit sie gern, und hast nur lust mild ihr Brod trostlosen am Leben. Dich wollen Brüdern brechen, nicht un: wir erheben, dich fröhlich, empfindlich sprechen: Es unsern Herrn! 630 XIX. Nach geendigter Theuerung. terland den Mangel abge: Mel. Nro. 53. Wie viele Freuden dank zc. wendet. u hast, o gna: 2. Dichjammerte, Herr, 565.¹ denreicher unser Leid, das Angstge: Gott, in Theurung uns er schrei der Armen: Du, Ba nähret; Im Elend und inter der Barmherzigkeit, Hungersnoth Errettungssahst auf sie, voll Erbar uns gewähret, und nun men; Groß war die Noth, hat deine Segenshandsgroß unsre Schuld, nog von uns und unserm Va grösser war, Gott, deine Huld, Buß und Bettagslieder. 6317 Huld, und deiner Allmacht uns dich allein, o Gott, Stärke. stats unsern Retter nen: 3. Auf, laßt uns unserm nen: Lehr uns in allem auf Helfer Dank und Preis dich schaun, dich kindlich und Ehre bringen, und fürchten, dir vertraun, und durch vereinten Lobgesang deine Gaben scházen. ihn dankbar froh besingen! 6. Laß uns, o Herr, im Der Höchste hält, was er Ueberfluß uns nie durch verspricht; So lang die Stolz erheben; Stäts Schöpfung steht, soll nicht mäßig bleiben im Genuß, hier Saat und Erndte feh: der Wollust widerstreben, len. von dem, was deine Va: 4. Gott, unsre Sündestergnad uns mildreich gab wars, die dich zur Züchti: durch Liebesthat den är: gung bewogen: Durch men gern erfreuen. Trúbsal hast du väterlich 7. Und künftig wollfi du uns jezt zu dir gezogen. gnädiglich vor Mangel Laß uns die Sünden ernst: uns bewahren. Mit dir ist lich fliehn, und dir, der uns nichts fürchterlich: gnädig uns verzießn, ganz Du deckst uns in Gefah: unser Leben widmen. ren. Mit Luft, o Vater, 5. Wie fürchterlich lernt wendest du dem Lande dei: Hungersnoth uns unsernen Gegen zu, in welchem Nichts erkennen: laß Fromme wohnen. Buße und Bettagslieder. xx. Mel. Nro. 380. so mancher zügellos, und Aus tiefer Noth ruf zc. seiner Pflicht vergessen: 566. Hert, beine Doch ſchonft du seiner lanLangmuth ge Zeit, und trägst ihn mit ist sehr groß; Wer kann fiel Barmherzigkeit, und willst gnug ermessen? Lebt gleich nicht sein Berderben. ** 4 2. Der 632 Buß und Bettagslieder. 2. Der leichtsinn herr: Laß deine treue Bater: schet immerfort in der hand seyn deinen Kindern Verkehrten Herzen, die, wohl bekannt, daß sie dir Heiligster, mit deinem treu verbleiben. Wort, wie mit der Sünde, 6. Ein Vater und ein scherzen; Und wilde Sit: Hirte meint es treulich mit tenlosigkeit, gestärkt durch denSeinen; Mehrbist du, falsche Sicherheit, kennt größter Menschenfreund, oftmals keine Grenzen. du kannsts nicht böse mei 3. Wir flehn, Allmächti: den. Drum trau'n wirdie ger! zu dir, du wollst dem und bitten dich: Erhalt Ulebelwehren; Noch Man uns ferner väterlich in cher kann, das hoffen wir, deiner Furcht und Liebe. zu dir sein Herz bekehren. 7. Dir treu zu seyn ist Nur Beispiel, Schein und freilich schon Gewinn für Lust der Welt ist, was ihn dieses Leben; Doch wirst in Verblendung hält, daß du einstens grössern lohn er dem Bösen folget. 4. Erbarme dich, ge: treuer Gott, der tiefgefall: den Treugebliebnen geben. Dann wandeln wir in dei nem Licht, dann wird uns nen Seelen, die jezt ver: Sel'ge ferner nicht des führt, in Sünden todt, ihr kasters Anblick kranken. Mel. Nro. 180. Geist vom Vater und ic. wahres Wohl verfehlen. Der Wahrheit licht er: leuchte sie, und Furcht der Strafe schrecke die, die nicht die Liebe bessert. 567. Höchfter, dent an die Güte, die du mir bisher 5. Die aber thun was erzeigt: so wird mein dir gefällt, erhalt in dei ganz Gemüthe zu der tief nem Segen; Gieb ihnen sten Schaam gebeugt, daß Kraft, troz aller Welt, zu ich dich gering geschäft gehn auf rechten Wegen. häufig dein Gebot ver left, > Buß und Bettagslieder: 633 lezt, und dich, der dul 5. Ach! an dir hab ich ges mich geliebet, doch so oft sündigt, Gott, mein Vater! und schwer betrübet. Zurne nicht! Dir hab ich 2. Alle meine Seelen oft aufgekündigt meine Fräfte, meine Glieder sind schuld'ge Kindespflicht. ja dein, und sie sollen zum Ach vergieb, was ich ges Geschäfte deines Dienstes than! Nimm mich noch er: fertig seyn. O wie hab ich barmend an! Führe mich fie entweiht! Ach! zur Un vom Sündenpfande schnell gerechtigkeit, und zum zurück zu deiner Gnade! schnöden Dienst der Sün 6. Dir ergeb ich mich den ließ ich mich oft wil- laufs neue! Gieb, daß mein lig finden. beschwerter Geist deiner 3. Deine Huld war jeden Baterhuld sich freue, die Morgen über mir, oBater, dein tröstend Wort vera neu. Von wie manchen heißt. Was dein Sohn schweren Sorgen machtest auch mir erwarb, da er du mein Herze frei! was für die Sünder starb, Fried mir nuzte, gabst du mir.sund Freude im Gewissen, Aber ach! wie dankt ich ach! das laß auch mich dir! O wie hab ich so ver: geniessen! messen deines Wohlthuns Zweck vergessen! 7. Stärke selbst in meis ner Seele den Entschluß, 4. Bei dem hellen Licht mich dir zu weihn. Gieb, der Gnaden, sollt ich ja die daß keine Kraft mir fehle, Sünde fliehn, und um Ret folgsam deinem Wort zu tung von dem Schaden seyn. Stehe mir ståts meiner Seele mich bemächtig bei! Mache du mühn. Deine Güte lockte mich selbst recht treu, dich mich oft zur Busse, aber zu lieben, dir zu leben. ich floh vor ihrem sanften Ewig will ich dich erhe: Locken, suchte mich selbst ben. zu verstocken. Rr5 Mel. 634 In allgemeiner Noth. BE XXI. In allgemeiner Noth. Mel. Nro. 138. Born gesandt, die Saten So gehst du, Jesu, zc. zuzernichten; So stromen mit 568. Gerechter Gott, kafter hin ins Land, wie schrecklich, allen ihren Früchten. Nicht drohn uns deines Zornes schüchtern, mit verhülltem Flammen! Sie drohn nicht Haupt; Nein, frei, ge: mehr, sie schlagen schon bietrisch und erlaubt, tritt hoch über uns zusammen. sie einher, die Sünde, und Du trugst uns lange mit zweifelt nicht, und ist ge Geduld; Zu groß, zu schwer wiß, daß jedes Werk der war unsre Schuld: Du Finsterniß Lob und Beloh bist des Schonens mübe! nung finde. Nun lagert deiner Stra: 4. Du aber sprichst: nun fen Heer, o Gott, sich ist es Zeit zu strafen, die furchtbar um uns her, und mich hassen; Der Sünde in uns ist kein Friede! Schmach und Schädlich 2. Die freche Thorheit, skeit will ich sie fühlen las deinen Sohn, den Mittler sen. Du gehst mit ihnen nicht zu ehren, erhebt sich ins Gericht, duschlágst sie, stolz, und spricht dir Hohn, und sie fühlens nicht, und und ruft: wer will mirs wollen es nich: fühlen. wehren? Vom Throne bis Sie tragen ihrer laßter zur Hütte zieht sie alles hin Schmach, und geben dar in ihr Gebiet, läßt sich nicht um doch nicht nach, und widersprechen. Die Zahl wollen es nicht fühlen! der Heiligen wird klein; 5. Wie lang, Allmächt': Dir glauben, das muß ger, werden sie selbst dei: Thorheit seyn; Dich fürch: nen Zorn nicht achten? ten, ein Verbrechen. Wird der gestrafte Sün: 3. Mie Fluthen, die dein der nie nach deiner Guade schmach: In allgemeiner Noth. 635 schmachten? Kannst du, Hauch den stolzen Sün: vor dem die Hölle bebt, vor der, wenn er auch auf sei: welchem zittert, was da nem Throne sizet! lebt, und Sturm und Ab: 8. Ddu gerechte Bater: grund schweigen: Kannst hand, du wollst der From: du, du Allgewaltiger, du men schonen, die dann das Gnadigster, du Schreck: sündenvolle land, das du lichster, nicht Menschen: so strafft. bewohnen! Sie, herzen beugen? die den Dienst der Sünde 6. Du bist die Liebe! flohn, dir standhaft folg: wende dich zu diesen argen ten, Gettes Sohn, sie rett Kindern, Vielleicht be: aus dem Verderben! Er weist dein Wohlthun sich rette sie zur bösen Zeit, und noch mächtig an den Sün: laß sie einst mit Freudig: dern. Bielleicht läßt sich ihr keit in deinem Namen stolzes Herz, unbiegsam ge: sterben. Mel: Nro. 383. gen Quaal und Schmerz, durch dein Erbarmen rühren, bereuet seine Misse: So wahr ich lebe, spricht ze. that, be: gnadigt hat, sich und fein 569. Der dürfte Mensch, Fürst, Thun regieren. ein mächtig, Land, was sind 7. Doch, mußt du stra: fie, Herr, in deiner Hand? fen, so gescheb, o grosser Du winkst, so find wir Gott, dein Wille; DuErd: nichts, als Staub, des Un kreis, Volker, Könige er: falls und des Todes Raub! zittert, werdet stille! Gott Du winkst, so strömt uns zúrnet, der das Meer er: Freud und Ruh aus dei: regt, und Felsen in densner Fülle mächtig zu. Abgrund schlägt, und aus 2. Unhaltbar gehst du dei: den Wolken blizet! Er, ne Bahn! Mit Menschen er verzehrt durch seinen Macht ist nichts gethan, 636 In allgemeiner Noth." die niemals deinen Rath: 6. Wend ab von uns der schluß bricht, er bring uns Völker Noth, des Hungers Freuden, oder nicht! Wer langsam schweren Tod; Die ist, der deine Tiefen seh? Seuche, die von Freunden O höchste Huld, du schaffst schleicht und von der Angk das Weh! den Trost verscheucht; Di 3. Zwar schuldlos ist kein Noth und die Beangsti Mensch vor dir, die Süngung erfolgt mit Erder: der strafft du oft schon schütterung. hier; Doch an der Länder 7. Der schweren Stürm Noth und Heil nimmt Kind und Schlossen Wuth; Der und Frevler seinen Theil, starken Wasser hohe Fluth; nach unerforschter wei: Des Ungeziffers zahllos sen Wahl, nicht nach der Reich; Am nuzbarn Bieh Werke Maaß und Zahl. die schnelle Seuch; Da 4. Laut ruft uns jedes Thiere Gift und Naserei; Schicksal zu, wir seyn nur Der macht'gen Brüder Staub, allmächtig du! Tirannei. Doch hast du ewig schon 8. Den nur mit Blut ges gesehn der Menschen dir náhrten Krieg; Des Auf gefällig Flehn, und vorberuhrs Niederlag und stimmt, wo, wie und wann Sieg; Des Irrthums und die Weisheit sie erhören der Wahrheit Zwang; kann. Zahlreicher Armuth harten 5. Herr, unser unterworf Drang; Die nur auf Noth nes Herz erzittert doch vor gebaute Pracht; Der Un Noth und Schmerz. Und zucht, und der Laster Macht. dieß Gebet, das unsern 9. Wir beugen dir so Geist zum Himmel von der Herz, als Knie, ach, rette, Erde reißt, und das dein Vater, tröste die, die dein Wort uns selbst gebeut, unforschbar weiser Rath das hörtest du von Ewig: erschreckt, geübt, gestrafet feit, hat. Nach Abwendung gemeiner Noth: 637 hat. Erschüttre jed lieblo: muß; So schrecke deiner ses Herz, gieb Mitleid mit Allmacht Schwerdt den, der Brüder Schmerz. der der Sünden Lust be: IO. Und will dein un- sgehrt; So tröste den, der erforschter Schluß, daß Tugend liebt mit Trost, den unser Land auch leiden deine Huld ihm giebt! XXII. Nach Abwendung gemeiner Noth. Mel. Nro. 7. 5. Herr! was dein Schuz Kommt her, verkündigt zc. erhalten hat, sey, dir zum 570. liebest Ruhm, mir Heil, den Brüz nicht der dern sey durch Liebesthat Menschen leid, dich, Ba: von meinem Glück ein ter! bet ich an, du hilfß Theil! uns mit Barmherzigkeit, 6. Vorm Mißbrauch, so bald die Weisheit kann. Herr! bewahre mich durch 2. Du richtest nicht nach deines Wortes Licht; Es unfren Schuld, du übst des sey dein Arm mir fürchters Christen Herz, nur Unter: lich, wenn Sände mich werfung und Geduld, lansicht. durch Furcht, Gefahr und Schmerz. 7. Auf dich, Herr! hilf mir trostvoll schaun, 3. Lob, Preis und Dant, kommt noch Gefahr und du endigst sie, und oftmals Noth, und dir durch deis wunderbar! Herr, deinesnen Sohn vertraun, wann Hilf vergeß ich nie, Ge: endlich ruft der Tod.. lübde bring ich dar! Mel. Nro. 7. 4. Du lenkst o Herzen, Kommt her, verkündigt ic. als Natur, und dein ist Bater, ihre Kraft, du selbst eilf 571. Die lieb ist, auf verborgner Spur mit dein Gebot, und Fürbitt dem, was Hilfe schafft. pärest du! Erbarm dich ių S u 638 Nach Nbwendung gemeiner Noth. in der Volker Noth, schaffjedem weisen Forscher bei, ihnen Glück und Ruh. der sucht der Wahrheit 2. Gieb Weisheit jeder Reich! 8. Den Wohnsiz der Obrigkeit, und Lust an Menschenglück. Den Bür: Gelehrsamkeit, verdee gern gieb Zufriedenheit Frechheit nicht! Wer jb und kein zu schwer Ge den Wissenschaften weiht, fchik. erfüll der Weisheit Pflicht 3. Die Länder halt in 9. Gesegne Handlung, Liebesband zu aller Wohl Schiffahrt, Kunst, des vereint! In Lieb und Treu Landmanns Emsigleit fürs Vaterland sey Bür: Gieb Reisenden bei Frem ger Bürgers Freund. den Gunst, Unschuld und 4. Gieb Rube jeder Na: Sicherheit. tion ohn ihrer Schwerdter 10. Gieb jedem Onuy Streit! Der Kriegsmann samkeit und Brod; Der Ar habe Ehr und Lohn für me zage nie; Behút uns, Treu und Tapferkeit! Herr, vor Landesnoth, we 5. Gieb Lehrern deines nicht, so beßr' uns sie! Geistes Licht und Wahr: II. Der Bund der Ehen heit in den Mund! Denssey beglückt durch veste lieb Heilsweg mach ihr Unter- und Treu! Steh denen, die richt, noch mehr ihr Bei dies Bündniß drückt, mit spiel kund! Rath und Troste bei! 6. Erhalt uns frei von 12. Gesegne jede Kirchenzwang und von Schwangerschaft, gieb ih: Gewissensspott! Sieb deirer Frucht Gedeihn; Ge ner Wahrheit freien Gang bährerinnen Much und zu finstern Völkern, Gott! Kraft, und Freude bald 7. Die Zweifelsucht, die für Pein. zügelfrei und ängstlich 13. Des Schulmanns macht, verscheuch! Steh Geist sey aufgeklärt, sein Herz Bei Feuersnsthen. 639 Herz von Liebe voll! Die Vertraun in dem der lieb: Jugend wachs an Stárk los gläubt, dich ohne Hei: und Werth zu später Zeiligung zu schaun, und fer: ten Wohl! ner lieblos bleibt. 14. Den Wittwen fehl| 18. Den Kranken gieb es nie an Rath, den Armen Gelassenheit und Hilf, nicht an Brod! Die Lust und Trost und Ruh! Des an jeder Liebesthat ist, Todes Angst und Bitter: Bater, dein Gebot! feit, o Vater lindre du! 15. Zu Gottesdienst und 19. Wen der Geliebten aller Wohl gebjeder Reiche Tod betrübt, dem lindre viel, und bald und willig seinen Schmerz durch wie ers foll; Nicht Hoch: Trost, den jener Tag uns muth sey sein Ziel! giebt; Den prág ihm tief ins Herz! 16. Der laster Wachs: thum stör, o Herr, in dei: 20. Durch Jesum Chris ner Christenheit! Durch stum, deinen Sohn, als Keuschheit werde glückli: Christen, fleben wir: er: cher der bessern Nachwelt hör uns auf der Welten Zeit! Thron! o Vater! Preis 17. Zerstör ein irriges sey dir! XXIII. Bei Feuersnöthen. Mel. Nro. 82. 2. Drum fallen wir in In allen meinen Thaten zt. Buffe, dir, höchster Gott, 572. volle Tage, Schuld, Erbarme dich der O jammer erkennen unfre da so viel Angst und Plage Sünder, verstoß nicht deis uns hart betroffen hat: Ein ne Kinder, erzeig uns wies großes Maas voll Thrá: der Gnad und Huld. nen ist bei dem bangen 3.Gedenk an deine Treue, Sehnen jezt unsre Speise wir flehen voller Reue, ach, früh und spat. merk aufunser Flehn! Du biſt 640 Nach der Feuersgefahr. bist ja unser Bater, Erhal: gieren; Dein Wort, o ter und Berather, laß uns Herr! soll uns erfreun. nicht ganzlich untergehn. 7. Indessen gönn uns 4. So groß der Sünden Armen, o Vater! dein Er Schade, so ist doch deine barmen, und steh uns Gnade noch grösser, als die mächtig bei, daß künftig Schuld. Du kannst uns neuer Segen auf allen nicht verderben. Denn unsern Wegen, nach deiner Christi Blut und Sterben Huld, ståts bei uns sey. erwarb uns deine Gnad 8. Erseze, was zusammen und Huld. wir durch die Wuth der 5. Wir flehn durch seine Flammen so schleunig eins Wunden, wo wir státs Heil gebüßt. Erfülle dieß Be gefunden: Ach! gieb uns gehren; Du wirst uns, Trost und Heil. Laß sich um Gott, gewähren, was un frer Wohlfahrt dienlich ist. deren Willen doch unser Elend stillen, gieb uns an deiner Gnade Theil. 9. Erbaue, was zer: storet, und was die Glut 6. Es soll dir Leib und le: verzehret; Steur künftig benzu deinem Dienst erge: allem Brand: so wollen ben und aufgeopfert seyn. wir von neuen uns deiner Dein Geist, Herr, soll uns Güte freuen, und ehren führen, und jederzeit re: dankbar deine Hand. XXIV. Nach der Feuersgefahr. Mel. Nro. 79. waltverwüstets! Und wie leicht, wie bald! Mein Auge sieht, oGott, 2c. 573. Soft 2. So manche Häuser ott, dessen hats verzehrt; So mans Macht des cher Menschen Glück zer: Feuers Kraft zum Segen stört! Auch dieß hat deine und Verderben schafft, mit Hand gethan; Wir weinen, welcher schrecklichen Ge- Herr, und betenan. 3. Wir In Wassersnsthen. 641 3. Wir weinen; Doch 6. Was du uns nimmst, verehren wir auch deine das kannst du, Gott, auch Huld; Sie half auch hier, wiedergeben, iede Noth in und hielt der Flammen Heil verwandeln; Weis schnellen Lauf, der Uebri- jund gut ist alles, was gen zu schonen, auf. dein Wille thut. 4. Mit unsern Brü: 7. Gieb Unterwerfung dern seufzen wir, in ih und Geduld, daß wir nie rem Jammer, Gott, zu deiner Baterhuld verlustig dir! Laß sie nicht hilflos; werden; Voll Vertraun, Tröste die, die du gebeugt dich, wo kein leid ist, einst hast, segue sie! zu schaun. s.Ogieb, daß, wer vers 8. Schůz unser gan: shout ward, nicht vergesszes Vaterland vor Man: seiner schönsten Pflicht, gel, Seuchen, Krieg und der Pflicht, Betrübte zu Brand! Gieb weil du une erfreun, barmherzig und ser Bater bist, uns allen, auch mild zu seyn! was uns heilsam ist. XXV: In Wassersnöthen. 574. ir in Laß uns o W Nimm uns in Ucht, wehr ihrer b Gott, die Fluth nicht überschwemmen! Ver: Macht! Du kannst die Wogen hemmen. birg jezt nicht dein Angesicht, gedenk an uns 642 In Wassersndthen. uns in Gaaden! Gott, wenn uns jezt dein Arm but t besthúzt, was kann die Fluth uns schaden? 2. Ach hilf uns, Herr, hemmen: Wir sehen, Allmächtiger, um Jesu mit Zittern, schon Damm Christi willen! Ach, du und Mau'r erschüttern. allein fannst uns befrein, 3. Es bricht die wilde kannst Sturm und Welle Fluth auch des Standhaf stillen! Erbarme dich; ten Muth, er sieht, vol Hilf váterlich! Beschüz Angst und Schrecken der uns Gut und Leben! Dann Strom das Land bedek: wollen wir diz, Gott, ken; Der Häuser Nieder: dafür Dank, Preis und fallen verkündigt dumpfes Ehre geben. Schallen. Mel. Nro. 94. 4. Uch Herr, sieh unsre Du, der kein Boses ic. Noth! Erbarm dich un ser, Gott! Erhöre unser 575. noth ist groß, Stehen! Laß deine Hilf uns trifft ein traurig Loos; uns sehen! Ein Wort nur Man sieht in hohen Wel: darfst du sprechen, und len den Strom sich wü: Sturm und Fluthen bre thend schwellen, sich Eis chen. mit wilden Stürmen, Ge: 5. Ach! unsee Brüder, birgen ähnlich, thürmen. Gott! Viel ringen m 2. Das Wasser, gleich dem Tod; Uch! laß d dem Meer, rauscht schrek- nicht geschehen, daß kensvoll daher; Nichts zu Grunde gehen, un kann sein Ueberschwem: raubt sie das Verderben men, nichts seine Fluthen so laß sie selig sterben. Mel. Rach geendigter Wassersnoth. 643 Mel. Nro. 94. den Tod, den wir vor Du, der kein Böses ic. Augen sehen; Hilf, daß ch, unsre wir nicht vergehen! laß 576. AÓ Noth ist uns, o Gott, nicht sterben! groß! o Gott, wir flehen Hilf, che wir verderben. blos zu dir und deiner 3. Bergieb uns unsre Gute, daß sie uns jezt be: Schuld, und habe noch hüte! Eil, in der Fluth Geduld! Ach, laß um Gefahren uns mächtig zu Jesu willen sich Sturm bewahren! und Wellen stillen! Wir 2. Sich an, sieh an wollen, weil wir leben, die Noth, das Elend und die Preis und Ehre geben. XXVI, nach geendigter Wassersnoth. Mel. Nro. 224.| trüben auch se, als ein Herr, allerhöchster Gott zc. Vater, liebst. 577. Lob, Ehr, und 3. Nun ist der Sturm Dank sey dir, vorbei, die Fluch hört auf o groffer Gott! gesungen, zu toben. Gott! Du haft daß du durch deine Macht sie bedroht mit starker Hand die wilde Fluth bezwun von oben. Die Wasser laus gen. Es tobete der Wind, fen ab, der Mensch wird das Wasser schreckte sehr, wieder froh, der voll von die Wellen rauschten schon Furcht und Angst, nach fast über uns daher. hohen Orten floh. 2. Doch mitten in der 4. So sey denn nun Fluch bewiesest du Erbar: gepreist, o Bater aller men, und halfft uns vá: Güte! Nimm an, was terlich. Du zeigtest an wir die jezt aus dankbas uns Armen, daß du von rem Gemüthe für deine Herzen doch die Menschen grosse Treu zum Opfer nie betrübst, und im Berbringen dar: selbst unser $ 2 Herz 644 In Kriegszeiten. Herz soll seyn der Lob- derstreben; So halt denn ferner auch mit deinen und Dankaltar. 5. Wir rühmen deine Strafen ein, und laß in Macht; Dann die gebot deiner Hand uns einge: den Wellen, daß sie sich zeichnet seyn. 7. Erfreue nun das legeten, und uns nicht konnten fällen; Du sprakand, das du bisher be chest nur ein Wort: Bistrubet; Erquicke, Herr! hieher sollt ihr gehn! Da dein Volk, das sich dir, konnten wir uns gleich Herr, ergiebet zu ewig treuem Dienst; Gieb frei und errettet sehn. 6. Wir wollen dir hin- newe Fruchtbarkeit, und fort allein zur Ehre le schenk auf diese Fluch uns ben, und nicht mehr, wie segensvolle Zeit. bisher, mit Sünden wi XXVII. In Mel. Nro. 342. Wer nur den lieben zc. Kriegszeiten. und da, wo andre troftlos jagen, mit Zuversicht zu Es es zieht, odir zu flehn, weil nie doch 578. Gott ein Menschenhilfe nuit, uns dein starker Kriegeswetter jezt über wenn unser Haupt einher: Bist Arm nicht schůzt.. du, Herr, unser Schuz 3. Kein blinder Zu und Retter, so fürchten fall herrscht auf Erden: wir uns nicht so sehr, Du bist es, der die Wel wie heftig auch Gefahr regiert; Laß jezt auch al und Noth den Volkern les inne werden, daß der und den Ländern droht. ne Hand das Ruder führt. 2. Gieb, Vater, in so Seyd böse, Volker, r trüben Tagen uns nur den stet euch! Ist Gott für Sinn, auf dich zu sehn, luns, so fehlt der Streich 4. In Kriegszeiten. 645 4. Drum fallen wir dir hilft und er errettet gern; in die Arme, du Bater Lobsinget ihm, und preist der Barmherzigkeit, und den Herrn! flehen demuthsvoll: Er: Mel. Nro. 380. barme dich über uns zur Aus tiefer Noth ruf ze. schweren Zeit. Laß Gnade Gott! wir doch für Recht ergehn, so 579. treten hier bleiben wir noch aufrecht vor dich, mit traurigem stehn. Gemüthe. Wir bitten 5. Und findet, Herr, dich demüthiglich: Rett dein weiser Wille noch uns durch deine Güte. ferner Züchtigungen gut, Schau, wie die große so fassen wir in frommer Kriegsgefahr sich zu uns Salle dennoch zu dir den naht, und auch sogar frohen Muth, daß du ge: uns zu verderben drohet. wiß zur rechten Zeit uns 2. Gedenke, Vater! zu erretten seyft bereit.doch nicht mehr, daß wirs 6. Du züchtigest doch verschuldet haben. Ge: ståts mit Maassen, und denke nicht, daß wir so meinst es immer väter sehr die uns verliehne Ga: lich; Auch uns wirst du ben oft schåndeten, und nicht ganz verlassen: Auch lange Zeit zur Wollust, unsrer Noth erbarmst du Pracht und Sicherheit un dich. Wir sollen nur durch dankbarlich mißbrauchten. Angst und Pein geläutert 3. Oft ward, der unser und gereinigt seyn. Nächster ist, gedrücket Durch 7. Zulezt wird jeder and betrogen; sagen müssen: Das ha: Schein des Rechts, Ge: Gott, unser Gott, gewalt und ist das Seine than! Gerecht ist er in ihm entzogen. Drum seinen Schlüssen; Ihn be: drückt uns deine schwere te dankbar alles an! Er hand; Die Sünde, die 563 wir 646 Nach erlangtem Frieden. wir nicht erkannt, wird Schmerz recht väterlich öffentlich vergolten. bedenken. Prág ihnen und 4. Berzeib uns alle den Räthen ein, was heißt, Misfethat, um Jesu Chri- der Länder Våter seyn, sti willen. Da er für uns damit sie Frieden lieben. gelitten hat, kannst du 7. D Herr! wir fal: dieß Unglück stillen. Deinsten die zu Fuß und bit Sohn, der unsre Sunten um Erhörung. Gich den trägt, die du ihm fel: wahren Ernst zur wahren ber aufgelegt, ist ja auch Buß und Eifer zur Be unser Mittler. lehrung; Damit wir nicht 5. Um seiner willenfan unserm Theil durd schone du, und stille unneue Sünden unser Heil, fre Klagen. Verleih uns den Frieden, selbst vers wieder Fried und Ruh, hindern. und wehre allen Plagen. 8. Breit wieder über Erbarm, o Herr, erbar: unser Land die Flügel me dich, und rette uns deiner Gnaden. Beschüz doch gnädiglich von und segne jeden Stand. Krieg und Kriegsbe: laß nichts uns weiter schwerden. schaden. Wir wollen sols 6. D Gott! du kannst dhe Gütigkeit und Bater der Fürsten Herz, wie treu zu jederzeit mit Wafferbäche, lenken. Ach, Dankbarkeit erheben laß sie doch der Völker XXVIII. Nach erlangtem Frieden. Mel. Nro. I. du liebreich an uns denkſt, Mein Herz, ermuntre zc. und nun uns nach des 580. Gelobt, ge Krieges Leiden, des Frie lebt seyft dens Wonne wieder du mit Freuden, Gott, der schenkst! Du heiſfeſt die Bers Nach erlangtem Frieden. 647 Verwüstung fliehn, und 5. Preist ihn durch Sicherheit und Gegen Wohlthun und Erbarmen, blühn. wo ihr der Brüder Noth 2. Herr, das thust du; erblickt, daß ihr die Leis Was du behütest, dem denden und Armen spetst, darf sich kein Zerstörer tränket, kleidet und ers nahn. Wenn du, Allmach: quickt; Damit sich alles, tiger, gebietest, ist alle alles freu, und durch den Zwietracht abgethan. Frieden glücklich sey. Auch über uns hast du 6. Preist, preist ihn gewacht; Auch uns die durch ein frommes Leben; Ruh jurückgebracht. Dieß ist der beste Lobge: 3. O Christen fühlt dassfang. So viel ist uns ganz, und preiset froh von ihm gegeben, so sehr lockend ihn, der uns er verdient er diesen Dank! freut, der seines Armes O laffet Herz und WanMacht beweiset, und bei del rein, und ihm ein wür: der Macht Barmherzig: dig Opfer seyn! feit; Der uns auf Gna: 7. Nimm, Vater, un: denflügeln trägt, und sers Dankes lieder, auch Wunden heilet, die er jezt mit Wohlgefallen an! schlägt. Froh schallen unsre Tem 4. Preist ihn durch pel wieder von dir, der freudiges Vertrauen; uns so wohl gethan. Herr, Ihr seht, was seine Hilfe unser Gott, dich loben kann. Er läßt sie uns wir! Herr Gott, wir dans auch ferner schauen, und ken, danken dir! nimmt sich unser måch: Mel. Nro. 3. tig an. Wo wir nichts lob, Chr und Preis 2c. fönnen, nichts verstehn, wird was uns nüzt, durch ihn geschehn. ott, 581. Gott, gefang S$ 4 unser froßer Lob: erschallet dir zum Preise! 648 Nach erlangtem Frieden. Preise! Vernimm gerühr: zu feiren. Gerechtigkeit ter Herzen Dank, daß du und Güt- und Treu begeg nach Batersweise uns wie: nen wieder sich aufs neu, der haft so wohl gethan, der Länder Glück zu bauen. und alle Zwietracht abge: than, der Völker dich er barmet.. 5. Gott, unser Vater, sey gepreist, daß du die Herzen lenkest, und in der 2. Wie sehr ward nicht Herrscher Sinn und Geist so manches Land von Krie: die Friedensliebe schen geslast beschweret, von test! Herr, dir gebühret der zum Streit erhobnen unser Dank, und dich Hand geängstigt und ver: preist unser Lobgesang, heeret! Nur du hast größ der du so gern erfreueft. ferm Leid gewehrt, du 6. Wehr ferner nun, haft Gebet und Flehn nach deiner Treu, wehr erhört, auch diese Noth máchtig allen Kriegen, geendet. daß uns der Friede lang 3. Wo Furcht und erfreu; Laß Menschenlie: Angst die Herzen brach, be siegen! Beschůze du wo Mordgewehre schreck: mit starker Hand des Für ten, wo Zucht und Ord: sten Stuhl, das ganze nung niederlag, das Feld Land, und jedes Staa: Erschlagne deckten, da tes Wohlfahrt. kehrt zurück die goldne 7. Wir trau'n auf dich, Zeit, Erhohlung, Ruhe, nur wollst du auch uns Sicherheit, und deines wahre Weisheit lehren, Segens Fülle. daß wir des Friedens 4. Der Landmann sam rechten Brauch in Miß melt ungestört in ausge: brauch nicht verkehren, leerte Scheuren, was, und nicht durch Stolz, Gott, ihm deine Hand be: durch Ueppigkeit, durd fcheprt, frop deine Huld Leichtsinn, Ungerechtig feit, In Krankheiten. 649 keit, uns eigne Noth be: der Menschenfreund und Hüter. Gleich herrlich so reiten. 8. Erhebt, erhebt von Rath und That, hilft Gott immerdar, den Geler, wie er geholfen hat. ber aller Güter! Er ist Ihm sey allein die Ehre! und bleibet, wie er war, XXIX. In Krankheiten. Aus tiefer Noth rufic. 582. D 3. Voll Hoffnung bleibe dir ergeben. Gott, wend ich mich zu dir, und ein Wille, wie du willst, so schick's bester Vater, mit mir, zum Sterben oder ist, daß ich jezt Schmer: Leben! In deiner Hand zen leide: Doch weiß ich, sieht meine Zeit, mach du daß du Bater bist, und mich rur zur Ewigkeit dieß ist meine Freude, durch deine Gnade tuchtig. Dir ist mein ganzes Leid 4. Laß nicht zu, daß bekannt; Dein Leben der Krankheit Pein zu steht in deiner Hand; Dusschwer mir Schwachen zählest meine Tage. werde. Laß deine Gna: 2. Mein Gott, mein de mich erfreun, und mil; Bater, gieb nicht zu, dre die Beschwerde. Du, daß Ungeduld mich krån Bater, weißt, was jeden ke. Gieb deinen Geist Zag dein schwaches Kind mir, der mir Ruh und ertragen mag. Hilf mtr, Kraft und Hoffnung erbarm dich meiner! schenke, den Geist, der Miel. Nro. 269. stark in Schwachen ist, Gerechter Gott! vor ic. damit ich als ein wahrer Christ, mein Kreuz ge: duldig trage. 583. 83., lieber A ″ ′ Gott! ich bitte dich, hilf mir, und 5$ 5 ans Mel. Nro. 380. 650 Nach wiedererlangter Gesundheit. andern Kranken, und Kraft zu jeder Pflicht, segne jeden doch, wie lehr mich, im Glauben mich, mit heiligen Geans Gericht, die liebste danken; Gieb uns Ge: Sünde haffen. laffenheit und Ruh, und 4. Doch, willst it, unser bester Arztsey du, in bester Vater, mir G Schmerzen unser Tröster. sundheit wieder schenken; 2. Belohne,-treuer So fleht mein Herz dauk Bater, die, die liebreichbar zu dir, es allzeit so meiner pflegen; Für ihre zu lenken, daß ich in mei: Treue segne sie mit deiner Pilgerszeit, mit neu: nem reichen Segen. Giebler Treu und Redlichkeit gegen sie mir Freundlich auf deinen Wegen wandle. feit, laß mich aus Unzu: 5. Du weißt, wie we friedenheit sie nie durch nig ich vermag, du wolleft Murren kranken. selbst mich leiten; Und 3. Soll diese Krankrecht auf meinen Sterbe heit tödlich seyn, soll ich tag durch Frömmigkeit die Welt verlassen, so bereiten: Daß über alles, laß von Sündenlieb mich alles ich dich lieb, und rein im Glauben dich um: dankvoll gegen dich, dir faffen. Gieb Lust und lebe, Gott, dir sterbe. XXX. Nach wiedererlangter Ge sundheit. · Mel. Nro. 2. hat. Dich preisen ist mit Mit Singen dich zu zc. Pflicht. Ich will mein ech preise neues Leben dir ganz zu 584. T Mehr fans finge, Herr, deiner Liebe und hab ich nicht. Rath, die mir so groffe 2. Wie schmerzvoll war Dinge bisher erwiesen sich Urmer! Du hörtest mein Nach wiedererlangter Gesundheit. 651 mein Geschrei; Und wa: Schmerzen die Seele faft rest mein Erbarmer, und versank, und nun aus vol: stundst mit Trost mit bei. lem Herzen mein Flehn An mir auch thatst du zum Himmnel drang, da kund, du könnest uns hörte Gottmein Flehn, der das Leben leicht nehmen, Treue, der Erhalter! Nun und auch geben; Und soll auch den Erhalter mein machtest mich gesund. Dank und kob erhöhn! 3. Dein Zorn hat bald 2. Herr über Tod und ein Ende, dein Herz ist eben, du meiner Bater voller Huld. Du reichs Gout! Wie soll ich dich er: uns Baterhände, und heben? Mein Heil, mein züchtigst mit Geduld. Dich Herr, mein Gott! Zu wes jammert unser Schmerz, nig ist mein Dank! Wer Bergeht die Nacht mit hat dich gnug erhoben? Weinen; Früh muß die zu schwach ist, dich zu lo: Sonne scheinen, und ben, der Engel Lobgesang. Freud erquickt das Herz. 3. Und doch von dir 4. Mein Kreuz pat zu schweigen, war eine mich belehret: Ich sah Frevelthat. Ich will, ich des Todes Bild. Nun wills bezeugen, wie Gott hast du mich erhöret, und errettet hat. Horts, Men: mich mit Freud erfüllt.shen! Gott nur kann ver: Herr, nie vergeß ich dein! geben und erretten. Ach, Ich will in Angst und wenn wir Gott nicht hät: Plagen vor dir nicht trost: ten, wer hülf uns Ars los zagen, im Glück michimen dann? deiner freun! Mel. Nro. 2. 4. O laßt uns ganz ihm leben, ganz Gottes Mit Singen dich zu loben. Eigenthum, und jedes Is in der Tags Bestreben sey seiner Krankheit Gnade Ruhm! Ihm op: 585. fern 652 In Todesnsthen. fern seine Zeit, vor sei: dienen und gefallen, nen Augen wallen, ihm Ehe und Seligkeit! XXXI. In Todesnöthen. Mel. Nro. 79. 5. Dein Sohn zeigt Mein Auge sieht, o Gott. mir die beßre Welt; Nur es Todes ist mein Glauben vestge 586. De Graun, des iellt. Wie herrlich wi Grabes Nacht flieht, Herr, der Menschheit Wert vor deiner Wahrheit durch Jesu Zusag aufge Macht; Mein Geist, er klárt. hellt von deinem Licht, 6. Glücksel'ge Aus bebt vor des Leibs Zer: sicht, auch für mich! Ent störung nicht. zückt hebt meine Seele 2. Es falle nur die sich; Ich seh im Geist des Hütte hin, mit der ich Christen Lohn, ich sehe hier umgeben bin, ich sel: meinen Himmel schon. ber lebend, wie zuvor, 7. Da find ich, was schwing aus den Trum: dein guter Rath zu mei mern mich empor. nem Wohl geordnet hat; 3. Ein innres mächti: Geniesse deines Gnaden ges Gefühl verkündigt mir blicks, und der Vollen mein hob'res Ziel; Dieß dung meines Glücks. Streben nach der Ewig: 8. Viel Freude gab keit erhebt mich über Erd du mir schon hier, o G und Zeit. tiger, wie dank ichs dit? 4. Dich, Höchster, hab Stats folgte kleinerm Un ich hier erkannt, voll Liebe gemach die grössere Ver Bater dich genannt; In süssung nach. dieser Seelenwürde liegt 9. So hat schon diese ho ein Hoffnungsgrund, der Kindheitsstand der b nimmer trügt. hern Hoffnung Unier pfano; In Todesnöthen. 65.3 pfand; Die liebe, die mich Hände, und halte sie im hier beglückt, die bleibt Glauben vest, verlaß den und fegnet unverrückt. nicht an seinem Ende, der 10. Des freudigstensewig sich auf dich verläßt; Vertrauens voll, erwart Du bist mein Gott von ich, was mir werden soll, Jugend auf, hilf glücklich wann ich, von Sünd undsenden meinen Lauf. Noth befreit, nun reife 2. Du hast nach deiner zur Vollkommenheit. Batergute bestandig wohl II. Der Tod darf mir an mir gethan; Erhör nicht schreckend seyn; Er auch meine lezte Bitte: führt zum wahren leben Nimm, Gott, mich dort etn. Durch Gottes Kraft zu Ehren an! Ach! Ba: besiegt mein Herz, der ter, ach! noch eins ist noth, Krankheit Last, der Tren: Ein gutes End, ein sel': nung Schmerz. ger Tod. 12. Wann hier von 3. Du hast mich je und uns, die Gott vereint, je geliebet, versorgt, ges der lezte auch hat ausge: párkt, geschůzt, regiert, weint, dann wird ein fro mich oft erquickt, durch hes Wiedersehn auf ewig teid geübet, oft wunder: unser Glück erhöhn. bar, stats wohl geführt. 13. Herr unsrer Tage! Wohin ich gieng, wohin führe du uns alle diesemlich sah, war mir stats Zicle zy, daß uns, bei deine Güce nah. standhaft frommer Treu, 4. des Lebens End erfreu: nem lich sey. Auch jezt auf meis. Sterbebette, sieh meine Noth mit Mitleid an! Erquicke, lindere, errette! Denn du bists, fasse, der mir kann. Mel. Nro. 342. Wer nur den lieben Gott. 587. I terbeine Stärt mich im Guten bis ans 654 In Todesuöthen. ons End, damit ich treu Tod erheben, selbst naj ven Lauf vollend. am Grabe dank ich die 5. Mein Heiland, treib Zum Segen gabst du mi die Furcht zurücke, besiege mein Leben, und auf meinen lezten Feind; Lentzum Segen nimmst dus auch im Sterben meine/ mir. Mein Leben sucht Blicke auf deinen Tod, o dir zu weihn; Drumbles Seelenfreund! Sprich mir ich auch im Tode dein. Trost, Muth und Freude] 2. Gott, welche fein zu, vollend' und bringe liche Stunde, wenn& mich zur Ruh! mich nun der Erd c 6. Jhr, meine Güterziehst, auf mich, dend dieser Erden, ihr machetsgetreu befunden, voll sho mir den Tod nicht schwer; nender Erbarmung siehst! Denn jezund werd ich se: Allmächtiger, in dein Ge lig werden; Drum brauch richt gehst du mit mit ich euer nun nicht mehr. Erlösten nicht. Du, Gott, bists, wann 3. Der leib wird das Eitle weicht, der mir schwach, die morsche Hüt des Lebens Krone reicht. te, in der mein Geift 7. Ich übergebe dir die hier wohnt, zerfällt, schen Meinen, du Vater der gehen meine müden Barmherzigkeit; Laß ih Schritte den Weg zu Gott nen ståts dein Trostlicht aus dieser Welt. Ich bin scheinen, und bleib ihrsgetrosi und zage nicht; Gott zu aller Zeit. Behu Denn Gott ist selbst mein te sie für Ungemach, und Heil und Licht. bringe sie mir selig nach. Mel. Nro. II. 4. Wie sollt ich vor dem Tode beben, da du, D könnt ich dich, mein zc. Erlöser, für mich starbst? will dich, Er ist durch dich der Weg 588.Jh das du am Krenz Bei Begräbnissen. 65% Kreuze mir erwarbst. Wielliert; Giebst deinem Bedu ihn giengst, will ich ten dann Befehle, der ihn gehn, wie du, werd ich sie zu deinen Freuden auch auferstehn. führt, zu denen der recht: 5. Laß auch das Grab schaffne Christ durch Jesu in seiner Nähe mir noch Tod berechtigt ist. die lezten Schreckendräun: 7. Ich will dich noch Du, Herr, auf den ich hof im Tod erheben, selbst fend sehe, wirst auch noch nah am Grabe preis ich dann mein Beistand seyn. dich; Denn ewig werd So nah dem lohn, den ich bei dir leben, und Gott verspricht, so nah da erfreu ich ewig mich; am Ziele, zag ich nicht. Für mich ist selbst der Tod 6. Du wacheft über Gewinn. Wohl mir, daß meine Seele, wann sie ich ecloset bin! ihr Haus, den Leib, ver: XXXII. Bei Begräbnissen. 589. mit! Begrabt den Leib in seine Gruft, HE bis ihm des Richters Stimme ruft. Wir säen E # ihn, einst blüht er auf, und steigt verklärt zu Gott hinauf. 2. Aus Staube schuf war schon Staub, und ihn einst der Herr. Er wirds nur mehr. Er liegte er Bei Begräbnissen. 656 er verwest, er: Mel. Die want dereinst aus dieser 590. geben on Vorige. em Staube Todesnacht. 3. Des Frommen Seele den Staub; Was Fleis lebt bei Gott, der sie aus ist, wird des Todes Rah aller ihrer Noth, aus aller und eilend fliegt des r ihrer Missethat, durch sei: schen Zeit, gleich eina nen Sohn erlöset hat. Pfeil, zur Ewigkeit. 4. Hier hat ihn Trubsal 2. Vom Weibe auf d oft gedrückt; Nun wird Welt gebracht, bedeckt ih er, Gott, von dir erquickt. bald des Grabes Naci Hier trug er Jefu sanftes und da ist keiner groß und Joch; Entschlief im Tod reich, der Bettler wird und lebt doch noch. dem König gleich. 5. Gott blieb er treu 3. So ist des Leibes bis an sein Grab, nun Hütte bald zerstört, und wischt Gott seine Thränen leblos, starr und falt ab. Was sind die Leiden Allein der Geist, den Gott dieser Zeit, Gott, gegen uns gab, ist frei vom deiner Herrlichkeit? Tod, ist frei vom Grab. 6. Nun, dn Erlöster, 4. Sey's, daß der schlaf in Ruh! Wir gehn Frommen Leib zerfallt, sie nach unsern Hütten zu, harren einer bessern Welt, und machen zu der Ewig- sund geben an des lebens teit durch Glaub und Tu Rand die Seelen gern in Gottes Hand. gend uns bereit! 7. Ach Jesu Chrift! 5. Dort rührt sie teine dein bittrer Tod stårk uns noch mehr an, die uns in unsrer lezten Noth! auf Erden schrecken kann; Laß unsre ganze Seele Dort erndten sie verklärt dein, und selig unser und rein den grossen Lohn Ende seyn. der Tugend ein. Bei Begräbnissen. 657 6. Und Jesus, der Mel. Nre. 589. vom Tod erstand, und sei: Begrabt den Leib in c. ne Schrecken überwand, un bringen wir versammelt sie von Zeit 591. zu Zeit, zu Erben seiner zur Ruß, und decken ihn Herrlichkeit. mit Erde zu, den Leib, der, nach des Schöpfers Schluß, zu Staub und Erde werden muß. 2. Er bleibt nicht im: 7. So zittre dann, wer laster übt, wann ihn des Todes Macht um: giebt; Dem Frommen ist er nur Gewinn, und ohne mer Asch' und Staub, Schrecken fühlt er ihn! nicht immer der Verwe: fung Raub: Er wird, 8. Herr, lehr uns, eh wann Christus einst er: die Zeit zerrinnt, beden scheint, mit seiner Seele ken, daß wir sterblich sind, neu vereint. damit wir flug und tu: 3. Hier, Mensch, hier gendhaft vollenden unsre lerne, was du bist; LernWanderschaft. hier, was unser Leben 9. Einst bricht für uns, ist. Nach Sorge, Furcht und Jedermann, der groß und mancher Noth kommt je lezte Tag beran, da endlich noch zulezt der jeden, den ein Grab be: Tod. deekt, der Welterretter 4. Schnell schwindet auferweckt. unire Lebenszeit, aufs 10. O Mittler, deine Sterben folgt die Ewig: Knechte freun sich dieses feit; Wie wir die Zeit Tags, und harren dein! hier angewandt, so folgt Laß all' im Segen auf der Lohn aus Gottes erstehn, und ein zu dei ner Freude gehn! Hand. 5. So währen Reich, thum, Ehr, und Glück2 t wie 658 Danklieder für allgemeinen wie wir selbst, einen Au 8. Laß alle Sünde genblick; So währt auch uns bereun, vor unser Kreuz und Traurigkeit, Gott uns kindlich scheun wie unser Leben, kurze Wir sind hier immerin Zeit. Gefahr; Nehm jeder sei 6. O sichrer Mensch, ne Seele wahr! besinne dich; Tod, Grab, 9. Wenn unser f und Richter nahen sich; vollendet ist, so sey u In allem, was du denkstsnah, Herr Jesu Chrif und thust, bedenke, daß Diach uns das Sterb du sterben mußt. zum Gewinn; Zeuch un 7. Hier, wo wir bei Seelen zu dir hin. den Gräbern stehn, soll 10. Und wann du einst. jeder zu dem Vater flehn: du Lebensfürst, die Grüber Ich bitt, o Gott, durch mächtig öffnen wirst, dansChristi Blut, machs laß uns fröhlich auferste einst mit meinem Ende und dann dein Antliz ewig gut! sehn. XXXIII. Danklieder für allgemeinen und besondern Landessegen. I. Für allgemeinen Segen. Mel. Nro. 7. 2. Vom Menschen bis Kommt her, verkündigtic. zum kleinsten Wurn 592. Gott ott sorgt für reicht seine Gnad und uns! o singi Macht; In Sonnenschein ihm Dank, ihr Christen, so wie im Sturm, ist e fingt ihm gern. Vom Auf- auf Heil bedacht. gang bis zum Niedergang 3. Mit froh gerühr trågt uns die Hand des ter Seele bringt ein Her Herrn, voll Dank ihm dar! Die Nehre und besondern Landessegen. 659 Nehre die vom Segen stern, und Element und finkt, ist sein. Er krönt das Tod. Jahr. 2. Gein Đam it mắc. 4. Ja, Höchster, wirstig, wenn er spricht, und verehren dich mit kindlich schrecklich, wenn er draut; frohem Dank; Du nährst Er winkt, und eine Welt uns, und giebst mildiglich zerbricht, und steht, wenn auch mehr, als Speis und er gebeut. Trank. 3. Ihm leben wir, ihm 5. Fried und Gesundheit, sind wir todt, ihm, der Kraft, Gedeihn zu unsrer uns Leben gab! Er wog Hände Fleiß, auch das uns Freuden, wog uns giebst du, und dir allein Roth mit Baterhånden gebührt dafür der Preis. ab. 6. Laß deines Segens 4. Er segnet uns, und Ueberfluß uns nun auch frönt das Jahr mit Ues nüzlich seyn, und hilf uns, berfluß allein, und will, daß wir beim Genuß uns was er den Båtern war, dessen mássig freun. auch uns, auch uns noch 7. Bermehr in uns die seyn! Zuversicht, dir ewig zu 5. Ach, nimm den Geist vertraun, bis wir der der Freudigkeit nicht aus einst in deinem Licht des des Christen Brust! Nur Glaubens Ende schaun. Mel. Nro. 7. Kommt her, verkündigt zc. wer in die sich recht er: freut, hat am Gesez auch tuft. 6. Gott, unser Schild imm deine und groffer Lohn, dein 593. N Nim Psalter, Friede Frón das Land! Volk des Herrn! Und Stüz unsers frommen finge deinem Gott! Jhn Fürsten Thron, und segne loben Sonn und Morgen: jeden Stand! 7. Erhör 660 Danklieder für allgemeinen 7. Erhör uns, Herr! dein 8. Nimm deine Psal Untliz seh dein Volk, das ter, Volk des Herrn und Amen! spricht. Und sey singe deinem Gott! Jhn uns gnädig, Herr, und loben Sonn und Morgen: geh mit uns nicht ins Gestern, und Element und richt. Tod. 2. Ueber einer reichen Erndte. Mel. Nro. 125. kommt Christen, laßt uns Wie göttlich sind doch ic. seiner freun! Und bei 594. daß doch D bei der rei: chen Erndte, womit du, Höchster, uns erfreust, ein jeder froh empfinden lern: bringt neuen Dank jum Opfer dar den angefüllten Scheuren dem Herrn der Erndte dankbar feyn. Ihm, der uns ståts Versorger war, te, wie reich du, uns zu segnen, senst; Wie gern du unsern Mangel stillst, und uns mit Speis und Freud erfüllst. 4. Nimm gnädig an das ob der Liebe, das unser Herz, dir, Vater, weißt Dein Segen mehr in uns die Triebe zum that'gen 2. Du siehst es gern, Dank, zur Folgsamkeit; wenn deiner Güte, o Ba: Daß Preiß für deine Bas ter unser Herz sich freut, tertreu auch unser ganzes und ein erkenntliches Ge: Leben sey. müthe auch das, was du 5. Dunáhrest uns blos für diese Zeit uns zur Er aus Erbarmen. Dießtreib quickung hast bestimmt, auch uns zum Wohlihun mit Danf aus deinen Hän: an. Nun sey auch gern ein Trost der Armen, wer 3. So kommt denn, ihren Mangel stillen kann. Gottes Huld zu feiren, Herr, der du aller Bater den nimmt. bift, 661 und besondern Landessegen. bist, gieb jedem, was ihm zur Früchte Sicherheit, núzlich ist! Gefahren ferne seyn 6. Thu deine milden 3. Zog fürchterlich Ge: Segenshånde, uns zu er: wolke auf, und drohete quicken, ferner auf. Ver: Ruin, so leitete er dessen sorg uns bis an unser Ende, tauf, und ruhig zog es und mach in unserm Leshin. benslauf uns dir im Klein 4. Denn ihm gehor: sten auch gerreu, daß einstschet Bliz und Sturm, der uns größres Glück erfreu. Himmel und das Meer, 7. Bewahr uns den ges ihm dienen Sonnen und schenkten Segen; Gieb, der Wurm, und was sie daß uns sein, Genuß gejihun, will er. deih, und unser Herz auch 5. Er will der Erde seinetwegen dir dankbar Fruchtbarkeit, und, was und ergeben sey. Du, er will, geschieht! Er will der uns täglich náhrt und den Mangel, theure Zeit; speist, erquick auch ewig und sieh, sein Segen unsern Geist. flicht! Mel. Nro. 7. 6. So wollt er dieß Jahr, unser Heil, durch Wohl hun uns erfreun, Kommi her, verkundigt ic. 595. ingt, Chri und Segen mußte unser sten, fing Theil auf allen Auen seyn. ein frohes Lied, ein Lied 7. Fett stand das Thal, voll Dank dem Herrn! fett jede Flur, vom SegenEr wars, durch den die Gottes schwer, und jeder Frucht gerieth; Denn er, Halm;, Die Kreatur rief: er segnet gern. freundlich ist der Herr! 2. Er gab der Erde 8. Dankt ihm, der euch Fruchtbarkeit, gab Regen, so freundlich war, und euch Sonnenschein, und ließ, gesegnet hat; So segnet £ t 3 er 662 Danklieder für allgemeinen er das künft'ge Jahr aufs noch ist alles dein; Du, neue eure Saat. unser Schuzgott, laß ents 9. Ja, segne uns, du fernt davon Verwüstung kannst es nur, du, jedes seyn. Segens Gott! Auf dich II. Dafür, Herr, wel hofft jede Kreatur, auf len wir uns dir aus Dank dich, Herr Zebaoth! barkeit ganz weihn. Ja, 10. Schüz ups auch, bis zum Grabe wollen wir was wir eingeerndt; Denn dir nur ergeben seyn. 3. Ueber einer guten Weinlese. Mel. Nro. 82. Wetter ab. Du giebst den Ju allen meinen Thaten ze. Beeren Säfte; Und Süß ir, dir, dussigkeit und Kräfte flöß. du 596. Dir groffer Ge in ihren Saft herab. ber, Erhalter und Beles 4. In allem dich nur ber, sey Ehre, Dank und sehen, durch alles dich ers Preis! Die Traubenberge höhen, soll meine Freude blühen, die vollen Beeren seyn. Wo bist du nicht zu glühen, Allmächtiger, auf finden? Wo du nicht zu dein Geheiß. empfinden? Wer wollte 2. Du heissest warme deiner sich nicht freun? Stralen die Trauben lieb: Mel. Nro. 113. lich mahlen, und giebst der Erde Kraft. Du schaffest Dieß ist der Tag, den ic. -Reb und Schoffe, das segenreis che Garten kleine, wie das groffe; 597. Der egent Du bists allein, der alles prangt mit vollen Zwei schafft. gen, und verlangt von seis 3. Du deckst mit breitem ner Frucht befreit zu seyn, Laube die braungebrannte um Gottes Menschen ju Traube, hältst Frost und erfreun. 2. Auf und besondern Landessegen. 663 2. Auf traubenvollen voll! Vorsehend giebt Hügeln schallt des Wint uns unser Gott schon für zers Lob: und wieder: den Winter Frücht' und hallt von Berg auf Berg; Brod. Denn Most und Weins 4. Wie liebevoll, wie giebt uns der Herr, uns mild und gut ist Gott, der zu erfreun. so viel Wunder thut! Mit 3. Bom Segen, der seiner Schöpfung Lobges uns nähren soll, sind säng bring, Mensch, auch unsre Vorrathskammern du ihm deinen Dank! 4. Am Friedensfeste. Geschicke gab neu uns dies fes Stücke. Sein mächti: ges. Es werde! Gab Frie: Mel. Nro. 527. Wach auf, mein Herz, ic. 598. Erhebt denden unſrer Erde! Herrn, ihr 5. Kein Feind darf uns Christen! Er machet dem mehr schaden; Gesichert Verwüsten durch seine All- iehn die Saaten, und machtshände, als Gouüberall auf Auen kann des Friedens Ende. man den Frieden schauen. 2. Zum Troste aller 6. Befreit von Krieges: Armen, sprach er, reich sdh aaren, scheun wir nicht an Erbarmen: Der Frie: mehr Gefahren, und Nie: de ist mein Wille! Und mand wird am Morgen ers Krieger wurden stille. schreckt durch neue Sors 3. Fort floh des Kriegen. ges Wetter. Und unsre 7. Von Gottes Schuz Erdengötter, des fernern umgeben lebt man ein Streitens múde, verein: neues Leben, und opfert ten sich in Friede. feine Kräfte mit Freuden 4. Nicht Zufall, blind dem Geschäfte. It 4 8. Des 664 Danklieder für allgemeinen 8. Des Christen heil': 9. Drum dankt dem ge Pflichten kann jeder Herrn, ihr Christen! Er froß verrichten; Auch mache dem Verwüsten fann man ohne Stöhren durch seine Allmachtshin: Gott nun im Tempel de, als Gott des Fier ehren. dens, Ende. 5. Für Gewissenefreiheit und Religions: duldung. Mel. Nro. I. vollen Kindes draut, de nicht mit frohem Wohlge Mein Herz, ermuntre fallen fein Aug und Ohr zc. 599. D Bater aller und Herz erfreut? Wie Geisterschwach dieß Stammeln, Ehre sey dir von deiner immer sen, er lohnet es Kinder Schaar! Dir, Herr mit VBatertreu. der hohen Sternenbeere, 4. Kem Erdensohn hat bring jeder Mund Anbe: andre Pflichten, als seu tung dar! Bacer, Aller nem Lichte treu zu seyn! Vater! gieb, zu preisen Wie könntest du den siren: dich, uns einen Trieb! ge richten, dem du dein 2. Dem rufft du lauter, Licht versagest? nein! Be jenem leise: Ein Gott ist, gnadigst du nicht selber wel her dich erschuf! Nursden, ders wagte, dir i der ist froh, und gut und widerstehn? weise, der schweigend 5. Begnadiger selbs horcht auf deinen Ruf der Verbrecher! So waht Und jeder, der dich kind: du bist, du bist nicht scharf lich ehrt, deß Flehen wird dem Lichtentfernten, wel von dir erhört. cher schwächer, nur dei; 3. Wo ist ein Vater, der ner Gnade mehr bedarf! dem kallen des unschuld. Gerecht und mild ist de Gericht! und besondern Landessegen. 665 Gericht! Wo du nichtszen fühlen dich! Auf säest, schneidst du nicht. tausendmal zehn tausend 6. Und wir, wir soll: Weisen freu'n alle See: ten strenge richten? Wir len deiner sich: Dein! o liebles seyn, wo du ver: du aller Seelen Freund, schonft? Die Einfalt und der alle Seelen einst ver? die Tugend richten, die du eint! vielleicht mit Ehre lohnst! 10. Erwecke Fürsten, Den richten, der dich an: bilde Lehrer voll weiser ders ehrt, als uns der Menschenfreundlichkeit! Vater Glaube lehrt? Eniwaffne sdonend den 7. Voll Schaam und Zersidhrer, der lieblos Demuth vor dir stehen, frommer Liebe dråut! o Menschenvater, wollen Gieb jedem Menschenan: wir! Erbarmen wollen gesicht der Strahlen mehr wir erflehen für uns, für von deinem Licht! alle Welt von dir! Du II. Wer deinen Na: gabst uns, unser Herr und men nennt, der bitte dich Gott! dieß weise, zärt: heiser jeden Tag: es weich)" liche Gebot! Unglaube, Haß; Mit 8. Wer heilig deinen schnellem Schritte ver: Namen nennet, voll Ehr: breite sich der Liebe Reich! furcht dich zu ehren und jeder Christusehrer meint, so gut dich ehrt, als sen von jedem Joch und er dich kennet, sey Bru- laster frei! der uns, mit uns ver: 12. Daß ein Hirt nur, eint! O wehe dem, der und eine Heerde, ge: sie verdammt, die An führt an deiner Liebe Band dacht, die zum Himmel aus allen Gottesehrern flammt! werde, steht, Jesus Christ, in deiner Hand! Du nur machst alle Nächte bell, Zt5 vollend' 9. D möchten alle Zun gen preisen, und alle Her 666 Danklieder für allgemeinen vollend', o Allvollender, schließt man jede Thür. schnell! Ach Gott! Ach Gott, wir Mel. Nro. 46. flagens dir! Wann wird dein Reich erweitert? Allmächtiger! wir singenic. 4. Es schlet vielen Gott nicht an Licht, des Jr: 600. Wuns Recht thums Macht zu sehen, Wenn die und Muth erhalt, so mojedoch sie scheun gen Feinde toben. Sie schwere Pflicht, ihm frei herrschen nicht in aller zu widerstehen. So blei: Welt, sie donnern nicht bet mit Vernunft im von oben. Sie stehn mit Streit die Kirchenlehr in uns einst vorm Gericht! Ewigkeit. Deß lacht der O dann verfolgen sie Spotter Jesu. uns nicht! Gott, sey uns Sündern gnädig! 5. Herr, segne Thro: nen sichtbarlich, die Men: 2. Sie haben Macht, schenrecht nicht kränken, nicht Recht, zu drohn, und dem, der nicht von und Gut und Schuz zu Tugend wich, die Frei: rauben, wenn wir das heit nicht umschränken, Wort von Gottes Sohn das, was er für erweis: bekennen, wie wirs glau lich hålt, auch für die ben! Du willst, Herr, brüdervolle Welt zu zei: daß dein Christ getreu eingen, zu beweisen! Zeuge seiner Einsicht sey, 6. Der Geist der Wahr: und Irrende bekehre. heit begre bald die ir: 3. Das licht, das durenden Gemeinen! Gieb, hervorgebracht, verdun daß sie gern, nicht durch keln Menschenlehren; So Gewalt, zur Wahrheit feint es vielen finstre sich vereinen! dein Reich, Nacht; So können sie's o Jesu, soll bestehn. Laß nicht ehren. Zur Beßrung seinen Glanz die Völket ſehn, und besondern Landessegen. 667 fehn, frei von des Jrr der Schuld, Verfolger thums Nebel. selbst zu werden. Nur so 7. Gieb den Bedräng wird deine Christenschaar ten Gnad und Huld bei das, was sie durch Apo: Mächtigen der Erden, el war, das Beispiel und fläten Abscheu vor aller Volker. 6. Für den Flor der Wissenschaften, der Hand: lung und Gewerbe. Mel. Nro. 3. 3. Du zeigst als mil Lob, Ehr und Preis dem ic. der Geber dich den Vil: us deiner fern aller Lande, und du í છે 601. Aus milden Severknüpfft sie unter sich genshand, du Geber al: durch deines Gegens ler Gaben! muß jedes Bande. Vom fernen Oft, Volk und jedes Land des vom kalten Nord, fromt Segens Zufluß haben. deines Eegens Quelle Mit grosser Weisheit fort zum Westen und zum hältst du Haus, und brei: Süden. test deine Güter aus zum 4. Du giebst den Schif Flor des Glücks der fen ihren Lauf auf Strò: Völker. men und auf Meeren, 2. Von dir stammt und hilfft dem Flor der Kunst und Wissenschaft, Handlung auf, viel Tauwodurch die Länder blü sende zu nähren. Zur hen. Du schenkest jegli Nothdurft, zur Bequem: chem die Kraft, sich nuz: lichkeit vertheilst du deine lich zu bemühen in seinem Gaben weit durch manche Amt, Beruf und Stand, Handlungszweige. darinn dein Rath ihn 5. Du segnest auch tüchtig fand, zum Besten des Künstlers Fleiß zum mitzuwirken. Nuzen seiner Brüder, Was 668 Danklieder für allgemeinen Was er nur Gutes fann Werke! Du herrsche und weiß, das kommt über Wind und Meer mit von dir hernieder. Es ungemeißner Stärke! Vom fliesset ståts aus Hand in tiefsten Abgrund bis zur Hand, was uns die deine Hoh, da wimmelts in der zugewandt, durch núzliche weiten See von, Wundern Gewerbe, deiner Weisheit. 6. Herr, unser Gott! 2. Das Ungeheur der Wir preisen dich mit dank: Wasserwelt scherzt in den barem Gemüthe. Du seg: wilden Meeren; Wird nest uns sehr mildiglich doch durch Menschenhand mit Proben deiner Güte. gefällt; Muß viele Tau Geuß deinen Segen fer: send nähren. Ihn deckte ner aus auf unsre Stadt, unbefahrnes Eis, ein klein aufjedes Haus, zu deines Gewurm ist seine Speis. Namens Ehre. Du sättigst, Herr! was 7. Hilf auch, daß je:| lebet. der redlich sey in seinem 3. Manch unermeß: Thun und Handel, rechtlich Wasserheer dringt aus schaffen, brüderlich, ge dem grauen Eise, durch: treu in seinem ganzensstreicht zu seiner Zeit das Wandel. Mit Lust, o Meer, und wird der Mens Bater, wendest du demsschen Speise. Gott! Allet Lande deinen Segen zu, Augen sehn auf dich das solch ein Volk be: Bis in die Tiefen strecket wohnet. sich dein Reichthum, deine Güte. Mel. Nro. 46. 4. Du schaffst, daß Allmächtiger! wir singenic. menschlicher Verstand zur 602. Gott! All: daß Fleiß und Handlung unser See die find t mächtiger, Erhalterdeiner and an Land, und Bolk err, an und besondern Landessegen. 669 an Bolk verbindet. Der Winde Lauf hängt ab von Lander Frucht, des Land: dir, du führst den Sturm manns Schweiß, des in Zügeln. Nie schläfft Künstlers Werk, der Bür: du, wenn wir zu dir ger Fleiß, wird hin und flehn, wenns Zeit ist, her verführet. läsfest du uns sehn, wie 5. O Gott! darüber Wind und Meer, gehor: wachest du, daß Hand: chen. lung känder nähret. Nie 7. Lobt ihn, so Son: sieht dein Auge müssig zu, nenschein, als Eturm! du bists, der Unfall weh: kobt ihn, ihr fernsten ret. Du kennst der Dei: Meere! Vom Wallfisch nen kleinstes Haar, aujbis zum kleinsten Wurm vor nicht sichtlicher Ge: lobt ihn, ihr Wasserhee: fahr bewahrest du uns re! Lobt ihn, ihr Mens stündlich. schen, die ihr wißt, wie 6. In dir nur leben, groß er in den Wassern weben wir; Du hältst die ist! Lobt ihn, ihr seine Fluth in Riegeln. Der Kinder! 7. Für allgemeine Aufklärung und christliche Gefinnungen. Mel. Nro. 25. Jentriß! Sobsingt dem Herrn! Dank und Anbetung 2c. 603. 2. Verdunkelt sehr Lobfingt! war uns das richt, viel denn Got: Christenlehrer sahens tes Huld und Macht vernicht. Aus Unterricht treibt des Aberglaubens w ard. Glaubenszwang, Nacht, und manches Irr: da ward in der Verfol thums Finsterniß, der gung Drang stumm, der einst die Wahrheit unsles sah. 3. lobsingt. 670 Danklieder für allgemeinen 3. Lobsingt, lobsingt Zwiespalt, da allein en dem Herrn! Denn er hat Hirt und eine Heerde uns befreit. Es ist nun seyn. Lobsingt den mehr von des Gewissens: Herrn! Tyrannei doch hie und da ein Wohnplaz frei. Lobsingt dem Herrn! Mel. Nro. 79. Mein Auge sieht, o Gott. 604. A" Ilvater feit di 4. Rüft laut die Wahr: heit aus, und seyd, zu dulden, was ihr müßt, Welt begann, ruft did bereit; Die Zugend seysin jedem Erdstrich an en der Wahrheit Zier, so sie: Weiser, Wilder, Heiliger, get sie; Gott ist mit ihr, wie er dich auch benamt, Gott ist ihr Schuz! o Herr! 5. Zagt nicht, weil je: 2. Der Gründe Genad der Wahrheit Licht nicht dein tiefstes Licht erreich gleich durch alle Nebellich Erdbewohner nicht. bricht, und Spotter Got Mehr weiß hier nicht dein tes Wahrheit schmähn! schwaches Kind, als: du Gott hat sich seine Zeit bist gut, und ich bin blind. ersehn! Er ist der Herr! 3. Was du mir un 6. Seht Gottes Sonn verdient verleihst an Se an, sie erhellt nicht gleich gen, deß sey froh mein auf einmal alle Welt. Geist! Du willst nicht an Wohl dem, der reines dern Dank von mir, als Licht genießt, wenn er daß ichs nehm erfreut vor ein Kind des Lichts auch dir. ist! Das laßt uns seyn! 4. Doch unsers Sand 7. Lobsingt, lobfingtsforns Grenz umschließt dem Herrn, und freut, nicht deine Huld, die ihr Christen, euch der grenzlos ist. Du bist kein Ewigkeit! Da wird kein Gott der Menschen nur, VOR und besondern Landessegen. 671 von Welten voll ist die 9. Klein bin ich, doch Natur. erhaben auch! Mein Geist 5. Fernseys, daß meine bleibt ewig, Herr, dein schwache Hand den Fluch: Hauch)! Hilsmir, wo ich strahl schieß auf. Haus auch wallen mag, durch und Land mit stoljem Tod und Leben, diesen Wahne, dem es scheint, Tag. es woll, Allvater, seyn dein Feind! 10. Gieb heute Brod und Seelenruh! Ob mehr 6. Ist recht meia Weg, mir diene, siehst nur du, so gieb, daß ich ihn fort: Du siehst, ob mehr mir sez unveränderlich. Ist schädlich sey. Herr, deis er ein Trrweg, laß mich nem Willen stimu ich sehn, und bald, bald besfre bei! Wege gehn. II. Dich, dessen Tem: 7. leihst du mit Wohl: pel ist die Welt, deß A: seyn, Ehr und Gut; Soltar Himmel, Meer und schůze mich vor Uleber Feld, preis aller Wesen muth, und, wenns dein einzigs Chor, ihr Weihweifer Rath versagt, seyraudh steig zu dir ema ich nicht neidisch, nichtspor! verzagt! 12. So bet ich, Ba 8. Gies Mitleid mirster, als dein Christ, weiß, mit Andrer Web, zu der daß dein Kind unsterblich cken Mängel, die ich seh. ist, und daß mit Weis: D Gott, erbarme meiner heit auch für mich, dein. dich, erbarm ich meines Reich regiert wird ewigs Nächsten mich! lich! XXXIV. Lieder bei besondern XXXIV. Lieder bei besondern person lichen Begebenheiten. 1. Am Geburtstage. Mel. Nro. 3. heilsam war; Gabft& was ich brauchte. Lob, Ehrund Preis demic. les, meine hilflos, wat Seele dan so schwach, und doch, 605. 672 ket dir, daß sie begann Vater, doch gebrach mit zu leben. Den Leib hast niemals Hilf und Pfle: duzur Wohnung ihr, zum ge! Werkzeug auch gegeben! 4. Du zogst des Va: Wie wunderbar, mir unters Herz zu mir durc bewußt, ward unter mei sanfte milde Triebe; Der ner Mutter Brust ich Mutter Brust empfieng felbft mit Leib und See: von dir den Eifer ihret le? Liebe: Und beiden ward, 2. Froh denk ich jezt mir unbewußt, die Müh den ersten Tag, ihn, mei mich zu erziehn, auch Lust; nes Lebens Morgen, da Ihr Sorgen ward mit ich an ihrem Herzen lag, Freude! ein Liebling ihrer Sor: 5. Ich lernte fühlen, gen! Wie freuten beide hören, sehn; Versuchte Eltern sich, daß ich ge: bald zu stammeln, der bildet war durch dich, Mutter Winke ju verz ein Mensch mit Leib und stehn, Gedanken einzuz Seele! sammeln. Ich lernte Recht, 3. Du reichtest deine Gesez und Pflicht, aus Kraft mir dar; Den Beispiel, und aus Unter Odem, den ich hauchte; richt, und aus der Fehler Den Schlaf, der mir so Strafen. 6.9 persönlichen Begebenheiten. 673 ↑ 6. wie viel Freu: 2. Du Herr, hast D den schenktest du der Kind: mich bereitet; mich váz heit und der Jugend! terlich geleitet, bis dies Du riefst mir, wenn ich fen Augenblick. Du gabst irrte, zu; Du führtest mir frohe Tage, und selbst mich zur Tugend; Du der Leiden Plage vers Hemmtest meiner Thor: wandelst du in wahres heit lauf. Ich fiel, du Glück. halfft mir wieder auf, 3. Du hörtest schon durch lehrer und durch mein Sehnen, und záhla Freunde. test meine Thránen, eh 7. So weislich haftlich bereitet war; Eh ich du jederzeit, mein Bater, zu seyn begonnte, und mich geleitet; Durch jede zu dir rufen konnte, da Widerwärtigkeit viel Se- wogst du schon mein Theil gen mir bereitet! Ich mir dar. bete dich bewundernd an! 4. Du läßt mich Gnas Ach! daß ich so nicht dan: de finden und sahst doch ken kann, wie ich dir dan: meine Sünden vorher von ten sollte! Ewigkeit. O Höchster! welch Erbarmen! Du und bist ein Vater, der sorgest für mich Armen, Mel. Nro. 82. In allen meinen Thaten, 606, ir dank ich verzeiht! für mein 5. Für alle deine Treue, Leben, Gott, der du der ich mich glaubend mirs gegeben, ich weih freue, lobsinget dir mein es kindlich dir! Du hast, Geist. Mir ist das größt durch Huld bewogen, mich Geschenke, daß ich durch aus dem Nichts gezo: ihn dich denke, und er, gen; Durch deine Güte dein Kind, dich, Bater, bin ich hier, preist! 6 U H 674 Lieder bei besondern 6. Daß du mein Le: 7. Was ich in diesem ben fristeft, mit deiner Leben bedarf, wirst du Kraft mich rüstest, dieß, mir geben. Du liebst mich Bater, dank ich dir! Daß väterlich. Dir, Vater, mich dein Wort belehret, dir befehle ich ruhig leib zum Bessern täglich keh- und Seele. Mein Gott, ret, dieß alles, Vater, mein Vater, segne mich! dank ich dir. 2. Bei der Taufe eines Kindes. Mel. Nro. 518. daß du ihn an jedem Or Herr! vor deinent ic. ehren sollest, Amen! Die iefes Kind: Amen! Jesu, laß dir wohl 607. lein brin gefallen, die Verehrunggen wir, Jesu, deinen von uns allen. Liebesarmen; Ach du wol: 4. Sen getauft nach lest, flehen wir, seiner Jesu Wort auf des heil Seele dich erbarmen! gen Geistes Namen, daß daß sie christlich auf der du ihn an jedem Ort eh Erde, auserwählt im/ ren sollest, Amen! Amen! Himmel, werde. Gottheit, laß dir wohl 2. Sey getauft nach gefallen, die Verehrung Jesu Wort, Täufling, von uns allen! auf des Vaters Namen, 5. Jesu, nimm dies daß du ihn an jedem Ort Scháflein an, Haupt ehren sollest, Amen! Amen! mach es zu deinem Gliede. Bater, laß dir wohlge: kehrer, zeig ihm deine fallen, die Verehrung Ba hn: Friedensstifter, sey sein Friede! Wenns 3. Sen getauft nach zur Ehre dir gedeihet, Jesu Wort, Täufling, seys zum Bluten auch ge auf des Sohnes Namen weißet! von uns allen. Mel. Begebenheiten. 675 verstiesseßt, der sich im Glauben dir genaht, nie unerfreut den von dir lies: sest, der dich um deine Gnade bat; Gelobt sey deine Freundlichkeit, die gern erhört und gern era freut! persönlichen Mel. Nro. 518. Herr! vor deinem sc. 608. Hert err, hier siehst du uns vor dir, siehst dieß Kind auf unsern Armen. Dich, o Vater, bitten wir dich auch seiner zu erbar: 2. Du wiesest ehmals men, daß es Gottes Kind auf Erden, und einst se: die Eltern brachten ab; nicht die Kleinen, die dir lig móge werden. 2. Heiland Jesu! es ist dein; Laß es durch Erkanntest, Herr, sie für die Deinen, und liessest dich Gnade finden. Heil: huldvoll dich herab. laßt, ger Geist! fehr bei ihm sprachst du, laffet sie zu ein, laß es deine Kraft mir, und wißt, das Hime melreich ist ihr! empfinden, die in ihm den Sünden steuert, es Freund der Kinder, die 3. Du bist, erhabner zu Gottes Bild erneuert. 3. Mach uns alle in auch durch dich Erlöste der Welt dir von Her: sind, zur Rechten Gots zensgrund ergeben, daß wir, wie es dir gefällt, felig eingedenk des Taufbunds leben, und daß wir einst nach dem Sterben unsrer Laufe Segen erben. tes jezt nicht minder hold: gegen sie gefinnt. Du bleibst der Deinen Zuversicht, vergisfest ibrer ewig nicht. Mel. Nro. II. O könnt ich dich, meinic. 4. Dir sey auch dieses Kind empfohlen, die, dessen Treu unwandelbar! Wir bringens, wie du 609. err, der du selbst befohlen, die in der 5 teinen je heil'gen Taufe dar. O 11# 2 feg: 676 Lieder bei besondern fegne es, Herr Jesusund weih es nun in dies Christ! der du der Taufe sem Bade zu Gottes Kind und Erben ein. Das Stifter bift! 5. Laß durch dieß Siegel Glück, daß es dir anges deiner Gnade sein Chri hört, Herr, sey i Benrecht besättigt seyn, ewig theur und werthi 3. Nach der Taufe eines Kindes. 3+ Mel. Nro. 45. Kommt, tommt, den 2c. die fel'ge Lust am Herrn! 2. Auch wir sind Gott 610, Geweiht zum Geweihte, durch unsre Chriften: Taufe Gott geweiht; thume, ist dieses Kind Dieß Glück entflanim uns nun Gott geweiht; Er heute zu Lob und Preis zich es dir zum Ruhme, und Dankbarkeit; Erwed o Vater der Barmherzig: uns zum Vertrauen, mit feit! Verlängert deine kindlicy froßem Sinn zum Liebe sein Leben, so ver: Himmel aufzuschauen, leiß durch deines Geistes zu unserm Vater hin; mer treu, Triebe, daß es, dir im: Erweck uns, zu ermessen, den hohen was uns dein Wort ver Werth der Tugend schon spricht, und nimmer früh empfinden lern. vergessen der dir gelobten Es ziere seine Jugend Pflicht! 3. Am Tage der heiligen Confirmation. Glieder. Mel. Nro. 46. Blick, wenn Allmächtiger! wir singen. vereint wir für sie flehr, 611. Die hier vor erbarmend, auf sie nieder. deinem Sohn, liz stehn, sind Jesu Christi und Geist! das Gute was persönlichen Begebenheiten. 677 was dein Wort verheißt 5. Zeig, Herr! den im Leben und im Sterben, lohn der Ewigkeit von 2. Sie kennen, Va sern den theuren Seelen, ter! deinen Sohn und die jezt mit dir auf alle feine heil'gen Lehren. In Zeit im Glauben sich ver: Freude, Gott! vor dei: máhlen, und sich dir ganz nem Thron, wenn Sün: um Dienste weihn. D der sich bekehren: Wiellaß sie ewig Deine seyn! groß ist unsre Freude Erhalt sie in der Wahrheit! nun! Da diese ihr Ge: lübde thun, dir treulich könnt ich dich, mein 2c. anzuhangen. Mel. Nro. II. O lob ich neue zum Gericht dein heilig Treue, und neuen Fleiß. 3. 2 laß ſie nimmer 612. Herr! dir gez Maht empfahen! Laß im Christenthum. Dir, fie in Glaubenszuversicht Jesu! geb ich mich aufs stats deinem Tisch sich na: neue zu deinem ew'gen hen. Dieß stärke sie in Eigenthum. Von deinem aller Noth! Dieß reiz sie, guten Geift allein will ich Jesu Christi Tod zu preihinfort geileitet seyn. sen durch ihr Leben. 2. Nimm, Bundes: 4. Lacht ihnen beisgott! von deinem Kinde dem edlen Lauf die falsche den theuren Eid der Trene Welt entgegen: Hilf ih. hin. Versuchet mich hin: rem schwachen Glauben fort die Sünde, so will auf, und wenn sich Lüste ich ihre Neze fliehn, will regen, laß sie hinaufjung mich schon der Zus auf Jesum sehn, diegend weihn. Sieh! dies Welt mit ihrer Lust ver: ser Tag soll Zeuge seyn. schmähn, beharren bis ans Ender 3. Hab ich schon oft das Wort gebrochen, das 11 u 3 ich 678 Lieder bei besondern ich dir in der Taufe gab; schrein; Und kürzte Gott Hab ich zwar Bessrung mir dann mein Ziel: 0! oft versprochen, und ließ so geschah mir nicht zu viel. 6. Regiere du, o Gott! doch nicht vom Bösen ab: Herr! reuvoll denk ich mein Leben, und mache nun daran; Nimm gnädig selbst mein Herz dir treu, dieß Versprechen an. daß dir mein Wandel 4. Nie will ich wieder ganz ergeben und deinem freulos werden, nie deine Willen folgsam sey: Denn guten Wege fliehn. Keinsohne dich ist immerdar Scheingut, keine Lust der mein Herz verkehrt und Erden, kein Unglück soll wandelbar. mich dir entziehn. Weich, 7. Einst werd ich, eitle Welt! Weich, Sun Herr! vor deinem Thro: de, weich! Gott hört es, ne mich dieses Tags des jezt entsag ich euch. Bundes freun: geschmückt 5. Ja, ja, Gottmit jener Siegeskrone höret mein Versprechen. werd ich dann ewig selig Lief sieht er in mein Herz seyn. O welch ein Heil! hinein. Würd ich, was Wie freu ich mich! Herr! ich gelobe, brechen, so nimm mich hin, dein, würde mein Gewissen dein bin ich! 5. Lied eines Jünglings, Mel. Nro. 269. um Weisheit und um Tw Gerechter Gott! vor ic. gend! Mein Leben hab ich ch trete vor ja von dir: Drum Vater, 613. Jah dein Ange: weiche nicht von mir, daß Scht, du Schöpfer mei ich unsträflich wandle. ner Jugend! Verwirf 2. Mein Herz, vom wein tindlich Flehen nicht lasterdienst noch rein, ift persönlichen Begebenheiten. 679 ist schwach und unerfah: Verführer meiner Seele ren, und stürzt, geblen: nahn, so laß mich klugdet durch den Schein, lich fliehen. Ihr Bei: sich leichtlich in Gefah: spiel, Herr, entferne ren. Ach: mache mich nicht mein Herz von dir mir selbst bekannt, und und meiner Pflicht, nicht gieb mir Weisheit und ihr Gespött und lachen. Verstand, nicht stolz mir selbst zu trauen. 6. Der Glaub' an Jes sum bleibe mir, o Gott, 3. Du pflanztest, Herr, unendlich wichtig: er in meine Brust Verlangen macht allein gerecht vor nach Vergnügen; Laß dir, macht unsre Steige mich den Hang zu jeder richtig. Laß Zweifel, die Lust, die du verbeutst, be: ein Herz erzeugt, das sich siegen. Dein unausbleibzur Sündenliebe neigt, liches Gericht entfalle mei: nicht meinen Glauben ner Seele nicht, beim schwächen. Locken schnöder Lüste. 7. Der Zugend heilige 4. Du siehst mich, und mich ganz, mein Schö: haft auf mich Acht, ich pfer und Erhalter! Sie bin mit dir umgeben: vor werde meiner Jugend dir bedeckt nicht Mitter: Glanz, und einst mein nacht, nicht Einsamkeit Trost im Altet! Erhalte mein leben. Die Sünde, mein Gewissen rein! Laß die im Finstern schleicht, keinen meiner Lage seyn, verbirgt vor Menschen sich der mich vor dir verklage. vielleicht, doch nicht vor 8. Ach! lehre mich den deinen Augen. Werth der Zeit, daß ich 5. Wenn sich auf meisie nie verschwende, daß ner Jugenb Bahn, mich ich mit weiser Thätigkeit in ihr Nez zu ziehen, zum Guten sie verwende. U u 4 Gott, 680 Lieder bei besondern Gott! meiner Jugend vergebens, segne sie, ju Fleiß und Müh sen nicht deines Namens Ehre! 6. Lied eines jungen Frauenzimmers. Mel. Nro. 85. Schönheit Tugend; Gieb Du bist ein Mensch, 2c. mir den sanften, stillet 614. Ich will in mei: Seift, der dich durch ſeine ner den Näch keit zu dir mein Herz ersten nie verachtet, sich heben: Du selber wollft selbst zu bessern trachtet. mir Freudigkeit dich anzu feit laß nicht mein jun 4. Die Lust der Eitel rufen geben. Vernimm, o Vater, mein Gebet, ges Herz entzünden; Sie das nicht aus falschem macht mich untreu mei Munde geht; Um deiner Liebe willen eil, Herr, es zu erfüllen. ner Pflicht, und bahnt den Weg zu Sünden. Gesuchte Zier und Pracht der Welt ist nicht der 2. Du bist mein Va: Schmuck, der dir gefällt: ter, ich dein Kind: Mein Du willst, ich soll bes Heil ist, dich zu lieben. scheiden, mit Zucht und Ach mache mich dir gleich Schaam mich kleiden. gesinnt, in allen meinen 5. Preis dir und Dank, Trieben. Laß meine Seele mein Schöpfer, Gott keusch und rein, und treu du gabst mir eine Seele! in deiner Liebe seyn, und Preis dir und Dant, suchen, dir vor allen, omein Mittler, Gott, Vater, zu gefallen. starbst für meine Seele! 3. Bor stolzer Selbst: Mein Leib ist doch mur gefälligkeit bewahre meine Asch und Staub, nie Jugend. Thr Vorzug sen wird mein Geist des Lo Bescheidenheit, und ihre des Raub. Mein erst G faháft persönlichen Begebeiten 681 schäft auf Erden sey schön Tod, und willig alle Freu: am Geist zu werden. den der wilden Wollust meiden. 6. Gott, lehre du mich ● eilen, ihn mit Weisheit 9. Die Frevler, die mit auszuschmücken: Denn ihrem Spott so gar dein meine Tage fliehn dahin, Wort beflecken, vertreibe gleich schnellen Augenblik: fern von mir, o Gott, ken. Gieb, daß zu träger daß sie mich nicht erschrek: Zándelei mir meine Zeit ken. Dich lästern sie und zu kostbar sey, und laß deinen Sohn, und spre: es mir gelingen, sie nuz: chen deiner Wahrheit lich zuzubringen. Unselige Vers Hohn. 7. Bewahr mein Auführer! Erbarm, erbarm ge, daß es nie unreine dich ihrer! Glut ernähre: Und mei: 10. Laß fromme Freun: ne Rede, Gott, daß sie dinnen in mir ein Herz, kein Spötter falsch er: wie ihres, finden. Vers flåre. Die Unschuld sey knüpf durch Unschuld uns, mein liebster Rußm, ein daß wir der Freundschaft guter Ruf mein Eigen: Glück empfinden. Laß uns thum, den jeder gern mir sre Liebe sanft und reint, gönne, und Niemand lå: wie deiner Engel Umgang stern könne. seyn, daß nimmer unsre 7. Bewaffnet sen mit Seelen Neid oder Arg: Ernst mein Blick, mit wohn quálen. Ernst der teufchen Tu 11. Schickst du einst gend. Seht ihn, und be: seinen Freund für mich, so bet scheu zurück, Bersu: gieb, daß ich ihn wähle. cher frommer Jugend! Er sey ein Christ, und Den Umgang, der Ber: fürchte dich, und lieb auch führung droht, Herr, meine Seele. Laß seines lehr mich fliehen, als den Hauses edle Zier mich U# 5 wet: 682 Lieder bei besondern werden; Gott, laß ihn daß du mein Flehn erhö in mir, die beste deiner rest. Ich opfre dir mein Gaben für dieß sein Leben Lebenlang der Unschuld haben. und der Tugend Dank: 12. Der du m ch selbst Dort will ich in den Chi durch dein Gebot den Weg ren der Engel dich ver: zum Heile lehrest, ich will ehren. dich preisen, meinen Gott, 7. Vor und auf der Reise. Mel. Nro. 7. die Seele rein; Mein Geist schaut dir ins Ange: Kommt her, verkündigt. sicht; Ich kann dir ähn615. Auch aufer meir lich feyn. nem Vater: 5. Was immer für Ge land wirst du, Gott, mit fahr mir droh, mein Muth mir seyn. Wo immer, Balist immer gleich; Unstráfe ter! deine Hand mich hin: lich werd ich sicher, froh, führt, bin ich dein. und alles Segens reig. 2. Du schufst, erhältst, 6. Ja, Vater Jesu beseelest mich, du, du Christi! sey stärs fühlbar giebst alles mir. Umge: nahe mir, daß ich der ben überall bin ich, All: Tugend immer treu, und gütigster! von dir. fröhlich sey in dir. 3. Vergäß ich dieser 7. Mein Herz seh im: Wahrheit, ach! verloren mer steif empor auf deine war mein Herz: Demsmilde Hand; Geöffnet sey Reiz der Laster gåb ich mein Aug und Ohr, und nach, und fand in Freu: heiter mein Verstand. den Schmerz. 8. Mit Bruderlieb um: 4. Vergeß ich dieser fasse státs mein Herz, wen Wahrheit nicht, so bleibtlich erblick, und Ziel des tagli Begebenheiten: 383 II. Der Fehler Menge deckt die Huld, die 9. Bollkommner, wei einst am Kreuze starb, und ser, und als Christ betret mir Versöhnung meiner ich einst das Land, das Schuld, und Leben mir mir von dir bezeichnet ist, erwarb. wo ich mein Leben fand. 10. Mir folg dein Ses 12. Ja, leben und gen Jahre lang, bis einst Unsterblichkeit erhebe dich, mein Auge bricht; Dann mein Geist! Die Ewig: macht kein Zod, kein Grab keit ists, Ewigkeit, wo: mir bang, dann schreckt hin der Jüngling reist. mich kein Gericht. persönlichen täglichen Gebets sey mei nes nächsten Glück. 8. Nach der Reise. Mel. Nro. I. Dankes Opfer weihn, daß Mein Herz! ermuntre ic. du die Wohlthat uns ges 616, ant sey dir, währt, und ihr und mein Bater, mei: Gebet erhört. nes Lebens! daß du mich 3. Du hast Gesundheit froh zurückgebracht. Ich mir verliehen, und Scha: flehte nicht zu dir verge: den von mir abgewandt. bens: Du hast mich vå: Du segnetest auch mein terlich bewacht. Durch Bemühen mit deiner deine Gnade bin ich hier. milden Baterhand. Auch Dein Schuz und Schirm meiner Seele wandtest du Genuß von vielem Gus 2. Nun kann ich wie:[ ten zu. der mit den Meinen mich 4. Wenn ich dich auf deiner reichen Güte freun, dem weiten Meere in mit ihnen Freudenthrá manchen deiner Wunder nen weinen, und dir des sah, bedacht ich, Herr! war über mir. zu 684 Lieber bei besondern Zu deiner Ehre: Mein Gute, das du mir auf Gott ist allenthalben nah, meiner Reise haft erwies ich finde überall die Spur sen; Mein armes Lobge: von ihm, dem Schöpfer falle dir! Einst landrich der Natur. nach dieser Zeit im Hafen 5. Nun sey gelobt, sey froßer Ewigkeit, hochgepriesen, für alles 9. Am Tage des anzutrettenden Amts und zeitlichen Berufs. Mel. Nro. 35. gut, und ist doch weit gefehlet. Oft flagt er, Gott, wie du bist, so 2c. wenn dein Rath für ihn weiß, mein den Weg des Segens. 617. I Gott, des wählet. Jich Menschen That vermag 4. Oft fängt ein wohl nichts wider deinen Ratherfahrner Mann ein groß durch Kunst, durch Müb ses Werk mit Freuden an, und Sorgen. Dein Werk, und bringts doch nicht zu den Zufall, treibst du ståts Stande. Eh noch der an jedem Ort verborgen. Bau geendigt ist, so steht 2. Es steht nicht in ein Schloß im Brande. des Menschen Macht, daß, 5. Wie mancher ist in was er wünschend ausge: dacht, gescheh, und ihn seinem Sinn schon über erfreue; Wenn du nicht alle Höhen hin, der, e willst, daß es gescheh, ers glaubt, erfähret, daß und wie mans wünscht, eine tiefe weite Kluft den fernern Weg ihm wehret. gedeihe. 3. Oft denkt der 6. Dir, Bater, unter: Mensch in seinem Muth, werf ich mich! Bei je dieß oder jenes sey ihm dem Thun denk ich an dich! 685 persönlichen Begebenheitens dich! Willst dus gelingenlund leicht, wenn wir fie lassen, so freu ich mich; treulich üben, und wenn und willst du nicht, auch des Herzens Hauptwerk dann will ich mich fassen. ißt, dich und den Näch: 7. Wenn Tugend stätsssten lieben. mein Herz regiert, wenn 9. Du bist mein Va: Vorsicht meine That vol: ter, ich dein Kind, und führt, so thu ich, was ich Menschen, welcherlei fie sollte, nicht wissend, was sind, find Brüder mir, dein ew'ger Rath beför: sie alle! Ich weiß, wenn dern, stören wollte. dieß zum Thun mich 8. Die Pflicht, je treibt, daß dir mein Thun noch so schwer uns deucht, gefalle. wird endlich angenehm 10. Vom Ehestand und für Eheleute. Mel. Nro. 105. Wie herrlich strahlt der. 2. Wie glücklich lebt ein frommer Mann, wenn die sein Herz ihm abge: er die Gott aus: 618. Doll uns bei ersehen! Wie glücklich lig seyn; Du, Schöpfer, lebt an seiner Hand die seztest selbst ihn ein, der Fromme, die Gott ihm Welt zum Glück und Serverband, ihm hilfreich gen. Noch immer fließt beizustehen! Wohl euch! in diesem Stand, aus det: jwohl euch! fromme Gats ner milden Baterhand, ten! In sem Schatten den Frommen Heil ent seiner Güte jauchzt mit gegen. Stifter! Stifter! fröhlichem Gemüthe! dich erhöhen, die in Ehen 3. So strecket sich weit dein sich freuen, durch um ein Haus ein reben: sich blühen und gedeihen./reicher Weinstock aus; Fo • 686 Lieder bei besondern So blühn auch Ehgenos jund eine Seele. Heil'ge, sen. Ringsum umringen heil'ge, Gott der Liebe, ihren Tisch die Kinder, unsre Liebe! deine Gnadi fröhlich, munter, frisch, führ uns ståts auf deine wie junge Frühlings: Pfade. sprossen. sorgt nicht! Sorgt nicht! 5. Lenk ab das Hu Wie viel Bevon Ueppigkeit auf Freu ter zählt ihr Väter, zählt den, die man nie bereut, ihr Mütter! Sorg und auf Freuden ächter Tu Müh ist minder bitter. gend. Selbst unser hohes 4. Gott, der du uns Akter sey von drückenden verbunden hast, erleich: Beschwerden frei, nod tre uns des Lebens Last; munter, gleich der Ju Gieb, daß kein Segen gend. Segne, segne, feble. Laß nie uns un- junser Vater, Nährer, Ra fern Bund entweihn; ther, Schuz der Ehen! Keusch laß uns, friedsam, Uns, die wir auf dich nur zärtlich seyn, ein Herz sehen! II. Vor der Einsegnung neuer Eheleute. Mel. Nro. 113. Angesichtes Schweiß des Dieß ist der Tag, den ic. Hauses Brod und wah ott, dessen res Wohl so suchet, als 619. Gott liebevoller der Christ es soll! Rath den Ehstand selbst 3. Wenn Sorg und gestiftet hat, dieß Paar Noth die Deinen drückt; verspricht der Gatten So hast du, Bater, sie Treu! Ach, daß ihr Bund geschickt! Ein jeder tra gesegnet sey! ge gern fein Theil! Hilf 2. Gieb Segen, wenn bald und schenke Freud der treue Fleiß in ihres und Heil! 4. 678 persönlichen Begebenheiten. 4. Wenn du nicht baust Knecht! Du, Richter, der Wohlfahrt Haus, schaffest beiden Recht! so richtet Menschenmüh 9. Wer diese Treu der nichts aus! Wenn uns Tugend schwört, und dich, dein Auge nicht bewacht, jder Stände Stifter, ehrt, so hilft nicht Klugheit, oder deß dir geweihten Ehestand Macht! beglücke, Bater, deine Hand! 5. Bevestige der Liebe Band durch deiner Vor: Mel. Nro. 113. sicht sanfte Hand! Das Dieß ist der Tag, den 2c. Laster, das ihr stellt, das werd ein scheu aller Welt! e 620, Ehe Stifter Richter, Freund! Schau 6. Gieb, daß sie Frie: auf dieß Paar, das nun densfeinde fliehn, die thd vereint vor dir der Liebe richt, neidisch, boshaft, vesten Bund bedachtsam kühn, durch Lästerung schwört mit Herz und und bösen Scherz, sa'n Mund. Argwohn in der Freunde Herz! 2. Mit Gnade saau auf sie herab, daß sie zu: 7. Laßt Eltern ihrer sammen bis ins Grab, Liebe Frucht durch wah verträglich, freundlich, re Lehr und weise Zucht gleichgesinnt, und eins und Beispiel dir, du Bain deiner Liebe find. ter, weihn, und froh 3. Daß sie einander durch ihre Zugend seyn! inniglich zwar lieben: 8. Gesind und Herr: mehr doch, Höchster, dich! schaft sen vereint, als Herz, Mund und Blick gute Kinder und ihr sey rein und treu, daß Freund. Gott, dein ist nie ein Keim des Arge Herr, Gott, dein ist wohns sen! 4. De er 688 Lieder bei besondern 4. Uch gieb, daß bei 7. Willst du durch Kin de dir vertraun; Die der sie erfreun, so gieb Wohlfahrt ihrer Seele, zu deren Zucht Gedeihn, baun; Zusammeu deine daß sie sich christlich treu Hilf erflehn, zusammen bemühn, dem Himmel deinen Ruhm erhöhn. Erben zu erziehn! 8. Wenn du durch har 5. Was ihnen ihr Be ruf gebeut, hilf ihnenstes Kreuz sie übst; So thun mit Heiligkeit! Gieb weiß ihr Herz, daß du sie ihnen Brod und Freud liebst! Gieb heitrer Tage und Ruh; Zum Wohl viel nach Leid, und segul thun Borrath noch dazu für die Ewigkeit. 9+ Sie trennt, wer 6. Und, wenn wenn des weiß, wie bald, der Tod! Lebens Last und Müh sie Dann tröste sie der Glaus drücket, Gott, so stärke be, Gott, daß, die vor: Sie, daß jeder trage gern an zum Himmel gehn, fein Theil, und hilfreich verlaßne Freunde wieder sey zu beider Heil! sehn! 12. Nach der Trauung derselben. Mel. Nro. 7. 2. Der Herr erfüllt, Kommt her, verkündigt zc. was er versprach; Sein Heil sollt ihr empfaha: 621. Auf euch wird kommt ihr nur dem Ge A ળ Gottes Se lübde nach, das ihr dem gen ruhn; Er hat ihn Herrn gethan. euch gewährt! Geht hin, 3. Ihm heiligt nun und macht durch frommes Beruf und Stand, ihm Thun euch dieses Se: peiligt euer Herz, und gens werth, folgt der Leitung seiner Hans persönlichen Begebenheiten. 689 Hand durch Freuden undltes Willen schließt, und durch Schmerz. ihn in seiner Herrlichkeit 4. Bis ihr den Lauf einst schauet, wie er der Pilgerzeit nach Got: ist. 13. Beim frühen Absterben der Eltern. Mel. Nro. 82. fie pflanzen Rechfund Tus In allen meinen Thaten ze gend in ihre zarte Her: zc. zen ei er Men weint h 4. Sie haben wenig Freuden; und oft gar vies le Thränen, hat mana, nie leiden, bis fit erzogen Kampf, manch Sehnend: Sie den, flehn - nach einer bessern Welt; ud sinnen, und alles ihr Doch jede Thrán' schmerzt Benen geht auf das minder, als die vom Aug Wohl von ihrem Kind. der Kinder auf guter El: tern leiche fällt. 5. Ste würden für sein Leben sehr gern das ihre 2. Der Waise sucht geben, wenn es sein Heil vergebens die Führer sei: erwirbt. nes Lebens, Wie vieles ift vergebens verlohren, wenn die, die ihren Rath; Sie sind hin: uns gebohren, wenn Muts weg genommen, sie wer: ter oder Vater stirbt! den nicht mehr, kommen! Wohl dem, der sie behal: ten hat. 622, D 6. Doch ist ein Vater droben, der allen viele Proben von seiner Treue 3. Gott läßt durch giebt. Er bleibt, wann ihr Bemühen die Kinder alles weichet; So weit groß erziehen, daß sie der Himmelreichet, reicht der Welt sich freun. Si seine Macht, die uns ums schůzen schwache Jugend, giebt! * F 7. Der 690 Lieder bei besondern 7. Der Waisen ban: 10. Laß keinen von ge Klage steigt nicht am uns allen in diese Sun: Trauertage umsonst zu de fallen, Gott, der die ihm empor: Er weiß, was Waisen hört! Die du fie befallen; Er hört den willst unterstüzen, und leis Gäugling lallen, und jeten und beschüzen, sind den Seuffer hört sein auch der Menschen Hilst Ohr! werth. ep demy d 11. Ja, Herr! wit 8. Web dem, der Bd: fes denset, der Elternlo: wollen ihnen durch Rath se kränker, und Waisen yel Warnung dienen, brücken inn! Was milf thun, was sie er medt; der Sünder machen? Wir wollen sie tastet nicht die Schwaertreten, sie schuzen, für chen, er vastebihren Sch: sie reden, wenn irgend pfer and wer sie unterdrückt. 9. Der wird sich einst 12. So gieb uns dent, beweisen als Rácher als auf Erden Verlaßner ler Waisen an dem, der Trost zu werden, und Frevel übt, nach ihrem Waisen zu erfreun. Denn Schaden ringet, ums Jhunter deiner Sonne ists re Kinder bringet, und doch die größte Wonne, übervortheilt und be: dir, Gott! im Wohl thun ähnlich seyn. trübt. 14. Am Sterbetage eines lieben Kindes. 623. ¹bb Erblaßtes Kind, wie beugst du mich! 7bb DIC TUT 756 persönlichen Begebenheiten. 2b. 691 mich! Du liebtest mich, ich liebte dich, F und nun bin ich verlassen. Dein früher Tod erdrückt mich fast; Mein ht Herz fühlt nie ge fühl te last, und Ell weiß sich nicht zu fassen. 2. Zu früh, zu früh eilst mit Engeln, frei von du von mir! Gern, gern Sünde. behielt ich dich noch hier, 4. Mein Trost ist; mein Herz an dir zu wei: bald folg ich dir nach, den. Mit dir stirbt man: bald kömmt auch mein Er che lust mir ab; Die Welt lösungstag, und dann sehn ist nun für mich ein Grab; wir uns wieder! Im Gei: Leer an den vor'gen Freu: ste freue ich mich schon, den! wann ich dich, vor des 3. Jedoch, du bist bei Lammes Thron, auf ewig deinem Herrn; Bist se finde wieder! lig, und das gönn ich gern Mel. Nro. 240. dir, dem geliebten Kinde. Weit glücklicher bist du, Mein Glaub ist meines ic. als ich! Du siehst den Herrn, und freuest dich ** 2 624. 624. Her err, ich ver: ehre dein Ge: 692 Lieder bei besondern Gebot! Doch darf ich mei- geldienst und Himmels: ner Kinder Tod, o Gná licht, in dort'ger Tugend digster, beweinen, Du, übest! Herr, meine Seuf: der du aller Vater bist, zer danken dir: Bisher weißt, was ein Mensch vertrautest du sie mir! und Bater ist! Ich will 3. Mit Thránen preisich nicht, muß doch weinen! dich auch einst, wann du Verleih den Trieben der als Richter uns erscheinst! Natur: Nicht murren, Uch, dann mit Freuden: feuffen will ich nur! thránen! Dann werd ich 2. Auch meine Thrd: meine Kinder sehn, mit nen preisen dich! Sie ihnen weit vom Staube find die Zeugen, Gott, stehn, mich nicht mehr daß ich die liebte, die du trostlos sehnen. Ich werd liebest, und nun durch an: ihr Vater wieder seyn, und dern Unterricht, durch En- sewig mich mit ihnen freuth 15. Bei Beerdigung der Kinder. Mel. Nro. 342. 2. Sind Kinder ihrer und Eltern Freuden, Wer nur den lieben G. c. wahre Wonne für ihr eint, Eltern, Herz! So fühlen sie bei 625. Weint weint! ihrem Scheiden gewiß den denn eure Zähren sind tiefsten Seelenschmerz. menschlich, sie sind christ: Denn wer verliert sein lich schön. Wer kann dem Liebstes gern, und Thränenflusse wehren, wünscht nicht dessen Tod und kalt und ohn Empfin: noch fern? dung stehn, wann Gott 3. Drum weint, und uns ein geliebtes Kind lasset euren Thränen, last von unsrer Seite zeitig eurem Kummer freien nimmt? lauf! Doch sehet aud bei persönlicher Begebenheiten. 693 bei eurem Stöhnen auf/ Christi Herrlichkeit nach Gott, der fie euch nahm, einer kurzen Pilgrims: hinauf! Und glaubt, ob zeit. es schon wehe thut: Ihr 6. O gönnet ihnen früher Tod ist ihnen gut! dieses Glücke, und ta: 4. Ihr habt durch ih: delt Gottes Wege nicht. ren Tod verlohren; Doch Wünscht sie nicht mehr zu ihnen war ihr Tod Ge: euch zurücke, denkt wie winn: Zum Himmel wader Christe denkt und ren sie gebohren; Zum spricht: Gelobt sey Gott! Himmel nahm sie Gott Denn was er thut, ist wei: dahin. Noch frei von Unse, überlegt und gut. gerechtigkeit, nahm sie 5: Bald werdet ihr Gott in die Seligkeit. sie wieder sehen! Bald 5. Dort stehn sie nun kommt auch euer Sterbes vor Gottes Throne, find tag! Dann sollt ihr sie auf selig, und von Uebeln wig sehen; Folgt ihnen fern; Jhr Schmuck ist nur, als Sel'ge, nach! eine Himmelskrone; Jr O Gott! wie wird das größtes Glück: sie sehn Glück erfreun: Mit seinen den Herrn! Sie sehen Kindern selig seyn! 16. Beim Tode eines Landesfürsten. Mel. Nro. 269. Gerechter Gott! vor diri. leben? Du bist es, Gott' von allen Zeiten her der und keiner mehr! Du warst 626. We er hat dem Erste und der Größte. Fürsten 2. Der Himmel Licht und dem Knecht den 2. wird mit der Zeit erld: them eingegeben? Wer schen und erkalten, und ruft die Menschen all mit aller Wesen Herrlichkeit Recht aus diesem Pilger: wird ausblühn und ver: XF 3 alten; 694 Lieder besondern 2c. alten; Du aber bleibst rückt, wie es dein weifer und wandelft sie, und dei: Rath geschickt, und wird ne Jahre nehmen nie, Una von dir gewogen. endlicher! ein Ende. 6. Denn du, o Herr! 3. Herr, Herr! was wirst jedermann einmal sind wir gegen dich? Wir zur Rechnung ziehen; Staub, vom Staub ge: und selbst kein Herr der bohren! Der Mensch, dem Erde kann vor deinem Ans heut noch alles wich, hat blick flichen. Bor dir sind morgen sich verlohren. alle schwach und klein; Wir welken hin, wie Gras Es hilft nicht reich, nicht und Laub, verdürrt zer: mächtig seyn, wann wir streut sich unser Staub, dein Urtheil hören. wird Saamen, einst zu reifen. 7. Du jeztest ion zum Schirm und Licht, um 4. Davon erlöst kein dessen Schein wir baten. Fürstenreich, nicht Kraft, Nun aber fragt auch dein die Sieg erstritten. Es Gericht nach seinem Werk gilt dem Tode alles gleich, und Thaten. Laß ihn der Palläste oder Hütten. Krone würdig seyn, und Den Armen zieht aussiedes guten Werks sich Schmach und Hohn, den freun, das seinen Geist Fürsten führt von seinem veredelt. 5. Auch unsern Für sten Thron die lezte, lezte 8. Und gieb uns wieder Stunde. Einen, der sich deiner We ge freuet, und Glück und riefst du ab, und Segen rings umper auf nahmst ihm seine Bürde. seine Völker streuet; Ach Den leib verbirgt ein dü: Einen, der dir wohlge: st'res Grab, der Geist fällt, der sich für deinen reift höh'rer Würde. Er Diener hält, und uns für ist von uns nun wegge: seine Kinder. 9. Es 695 Beschluß. 9. Es ist so schwer, ein ner Brüder. Doch mehr ganzes Land mit Weis: ists, daß er dein Gericht, heit zu regieren; Drum o Gott! mit heiterm An: flehen wir mit Hand in gesicht und frohem Muth Hand: Hilfihm sein Werk erwartet. vollführen! Denn er, auch Finder. II. Herr, Herr! dein er wird einst von dir ge: Tag der Rechenschaft lehr richtet werden, gleich wie uns als Christen wan: wir und alle Menschen: deln! Er geb uns Eifer, Muth und Kraft, gerecht 10. Auch urtheilt über und gut zu handeln! So unsern Gang die Nach: triumphieren wir im Tod welt hin und wieder; mit Freuden über jede Und o! der gute lebt Noth, und gehen ein zum noch lang im Herzen sei: Leben. XXXV. Beschluß. Vom heilsamen Gebrauch heiliger Lieder. Mel. Nro. II. 2. Wohl mir indeß! du O könnt ich dich, mein 2c. schaust hernieder auf mich, dein und hörst mein 627. Noch fing ich all'n, das Flehn, den hier aus Dank der schwachen lie: dunkler Ferne, Gott mei: der, mit väterlichem nes Lebens! dir mein Wohlgefalln. Und mei: Lied. Wann einst, weit ne Besserung und Ruh über alle Sterne, dich nimmt durch ein frommes mein verklärtes Auge lied oft zu. sieht, dann schallet dir, im Jubelklang der Ueberwin: der, mein Gesang. 3. Froh wall ich hin mit meinen Brüdern zu deines Tempels Heilig: ** 4 thum, 696 Beschluß. thum. Da schallt in dir Herz, wann dir mein Lied geweihten Liedern des erscholl, ward seliger Em Dankes Stimm zu dei pfindung voll. nem Ruhm; Und dann 6. Ich habe mir die durchwandelt meine Brust last der Leiden oft durch ein fromm Gefühl von ein Trostlied leicht ge: beil'ger Luft. macht, und, statt des 4. Die Kraft von dei- Kummers Ruh und Freu: nen Himmelslehren er den in mein beklommnes giesset sich durch meinen Herz gebracht. Die Hoff: Geist, wann er, vereint nung lebte wieder auf, mit heil'gen Chören, Gott! sang ich zu dir, mein Gott! deinen grossen Namen hinauf. preift, Anbetung dir und 7. Doch sing ich noch Ehre bringt, und Fülle der aus dunkler Ferne. D Empfindung singt. welche Wonne wird es 5. Oft hab ich auch in seyn, wann einst, weit fillen Stunden, wann ich über alle Sterne, Gott! dir meine Freuden sang, mich dein Antliz wird er: der Andacht reiner Glut freun! Da bin ich dir empfunden, die da durch ganz Lobgesang in aller meine Seele drang. Mein Himmel Jubelklang. Register Register der Lieder. X. Ath! dem wurden nie die Augen Ach Gott und Herr Ach Gott vom Himmel, bilf uns bald Ach Gott! vom Himmel sieh darein Ach Gott! wir treten hier vor dich Ach höchster Gott! verleihe mir Ach Jesu! deffen Huld A könnt ich meinen Gott Ach lieber Gott! ich bitte dich Ad Ach, schrecklich wird die Strafe seyn unsre Noth ist groß A Vater, unfer Gott Ach wie viel Böses wohnt in mir Allen Gott in der Höb sey Ehr Allein vor dir, mein Gott, hab ich gesündigt Alle Menschen müssen ster en Allen Chriften, und auch mir Allen, welche nicht vergeben Aller meiner Brüder Rechte Allmächtiger! wir fingen dir Allmächtig groffer Gott Allvater! feit die Welt begann Allwissender, vollkommner Geift! Als Gort dich seinen Menschen gab Als in der Krankheit Schmerzen Anbetung, Preis und Dank sey dir Anbetungswürd'ger Gott Un dich, mein Gott! gedenken An dir allein, an dir hab ich gefündigt Auch auffer meinem Vaterland Auch diesen Tag hab ich vollbracht Auf, Christen! bringet Preis und Ehr Auf, Chriften! laßt uns unsern Gott Auf, Christen! preist mit mir den Herrn 35 Nro. 456 377 412 247 579 294 128 16 583 290 576 359 93 15 378 440 446 462 454 46 87 604 38 473 585 103 31 316 381 615 538 Io 98 1350 Auf Register der Lieber. Auf Christi Himmelfahrt darf sich Auf deine Weisheit schauen Auf dich allein, Herr Jesu Chrift Auf euch wird Gottes Segen ruhn Auf Gott, und nicht auf meinen Rath Auf, Jesu Jünger! freuet euch Auf, mein Herz! ein froher Tag Auf, o Seele! werde munter Auf will ich von Sünden stehen Aus deiner milden Segenshand Aus Guaden soll ich selig werden Aus tiefer Noth ruf ich zu dir B. Bald, oder spåt des Todes Raub Befiehl du deine Wege Begrabt den Leib in seine Gruft Bewahre mich, Herr! daß der Wahn Bist du selbst der Sünd entriffen Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar D. Dant, ewig Dank sen deiner Liebe Dank sey dir, Vater meines Lebens Dank und Anbetung bringen wir Das Umt der Lehrer, Herr! ist dein Das Glück ist groß, daß Gott mir schenkt Das Grab ist leer, des höchsten Sohn Das follt ihr, Jefu Jünger! nie vergessen Daß ich mich, mein Gott! selbst liebe Dein Beispiel, Jesu! leuchtet mir Dein bin ich, Gott! dein ist mein Leben Deines Gotted freue dich Dein, Gott! ist unser Leben Dein Heil, o Chrift: nicht zu verscherzen Dein ist das Licht, das uns erhellt Dein Wille, bester Bater! ift Den Will ift's, groffer Gott Dein Wort, o hochster! ist vollkommen Nro. 174 343 220 621 339 390 601 230 38 450 358 616 399 89 235 356 486 582 371 190 Dem 21 Register der Lieder. Dem Staube geben wir den Staub Den Höchften öffentlich verehren Der du dein Wort mir haft gegeben Der du die Liebe selber bist Der du durch deiner Allmacht Hand Der du mich als ein Vater liebst Der du, o Gott! mein Schöpfer bift du uns als Der Ehe Stifter, Richter, Freund. Der Ebstand foll uns heilig seyn Der Freuden Füll ist, Gott! bei dir Der Hang zum Bösen wohnt in mir Der Heiland kommt! lobsinget ihm Der Herr ist Gott, und keiner mehr Der Herr ist meines Lebens Kraft Der Herr ist meine Zuversicht Der Herr liebt unser Leben Der hohe Himmel trübet sich Der lezte meiner Tage Der Mensch, der Fürst, ein mächtig Land Der Mensch weint viele Thränen Der Morgen kommt, und meine Klage Der segenreiche Garten prangt Der Spotter Strom reißt viele fort Der unsre Menschbeit an sich nahm Der Werke Ruhm muß vor der Gnade Der Wollust Reiz zu widerstreben Des Jahres Schönheit ist nun fort Des Leibes warten, und ihn nähren Des Todes Graun, des Grabes Nacht Dich bet ich an, erstandner Held Dich fürchten, Gott! did findlich scheuen Dich, Jesum, laß ich ewig nicht -Did feh ich wieder, Morgenlicht Die auf der Erde wallen Die Feinde deines Kreuzes drohn Die Herrlichkeit der Erden Die hier vor deinem Antliz ftehn Die Himmel rühmen Gottes Ehre Die ihr Christi Jünger feyd Die ihr des Lebens edle Zeit Die ihr geübt in Künsten seyd Die ihr, weils Paicht und Recht gebeut Die Lieb ist, Vater! dein Gebot Nro 590 516 195 367 88 327 314 181 620 618 283 97 110 30 344 340 303 557 254 569 622 531 597 199 273 229 410 546 407 586 164 319 379 529 251 246 429 611 67 212 505 504 506 571 Dienste Register der Lieder. Dienftfertig foll ich seyn Die Pflicht zur Arbeit, Herr Dieß, Christen! ist der Eag des Herrn Dieses Kindlein bringen wir Dies ist der Tag, den Gott gemacht Die Waffersnoth ist groß Die Wege, die du mit uns gehst Die Woche gehet zwar zu Ende Dir dank ich für mein Leben Dir, dir, du groffer Geber Dir, Gott! dir will ich fröhlich fingen Dir, Gott! sey Dank und Preis gebracht Dir, mein Gott! will ich lobsingen -Dir, milder Geser aller Gaben Dir sey mein ganzes Leben Dir, Vater! der du deinen Sohn Dir versöhnt in deinem Sohne Du, aller Wesen Herr und Meister Du bester Troft der Armen Du bist ein Mensch, und Gottes Rath Du bist erblaßt Da bist's dem Ebr und Ruhm gebührt Du bist viel gnädiger, als es der Mensch Du, der Herz und Nieren kennet Du, der fein Boses thut Du, der Menschen Heil und Leben Du gab mir, Ew'ger! diefes Leben Du, GOtt! bist unfre Hilf und Macht Du, Gott! du bist der Herr der Zeit Du gründest, Allgewaltiger Du hast, o gnadenreicher Gott Du, Herr! haft aus Barmherzigkeit Du, Herr und Vater meiner Tage Du flagst und fühlest die Beschwerden Du läsfest, Herr! uns unterweisen Du Liebest nicht der Menschen Leid Du, mein Leib, und du, o Erde Durch dich, Gott! bin ich, was ich bin Durch dich, o groffer Gott Du, Schrecklicher wer kann vor dir Du, Vater deiner Menschenkinder Du weijer Schöpfer aller Dinge Du wesentliches Evenbild Da wollst erhören, Gott! ihr Flehn Nro. 457 416 515 607 113 575 19 12 336 186 361 496 564 85 57 382 133 279 560 510 477 565 210 433 563 326 47 129 508 Register der Lieder. Ein Fremdling bin ich in der Welt Ein milder Regen sinket Ein rubiges Gewissen Emreise did, mein ganzer Sinn Erbarm dich, Herr! mein schwaches Herz Erblaßres Kind, wie beugst du mich Erhabner Gott, der alles schafft Erhabner Gott! nichts reicht an deine Erhebt den Herrn, ihr Christen Erhöhter Jesu, Erhebt den Herrn, ihr Frommen Gottes Sohn! Er ist erstanden, Jesus Christ Er ist gekommen, er Er kommt, er fimmt! geht ihm entgegen Er fommt, er kommt zum Weltgericht Ermuntre, Chrift! den trågen Sinn Erichallt, erfreute Lieder Es baut, Herr! deine Menschen schaar Es donnert; Gott! wie schrecklich ist Es eilt der leste von den Tagen Es freu der Fürst des Landes fich Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist vollbracht! so ruft am Kreuze Ewerde Gort von dir erhoben Es wolle Gott uns gnädig seyn E sieht o Gott! ein Kriegeswetter Ew'ge Liebe! mein Gemüthe Ewig, o Jeju! wird dein Wort bestehen ૪. Freiwillig hast du dargebracht Freue dich, o meine Seele Froh führte Gottes Sonne Frohlocke, mein Gemüthe Froblockt dem Herrn; bringt Lob und Frommer Herzen beste Freude Früh mit umwölktem Angesicht Für alle Kranken bitt ich dich Surwahr, du biß, o Gott! verborgen Nro. 235 548 306 150 396 623 70 32 598 IOR 272 160 119 109 271 108 514 55L 556 434 478 282 152 90 248 578 102 244 16E 438 166 147 163 184 545 507 77 6. Register der Lieder. 3. Gedanke, der uns Leben giebt Geist vom Vater und vom Sohne Gelobet sev der Herr Gelobet seyft du, Gott Gelobet sevst du, Jefu Chrift Gelobt, gelobt, sey Jesus Chrift Gelobt, gelobt seyft du mit Freuden Gerechter Gott! vor dein Gericht Gerechter Gott! wie schrecklich drohn Gern will ich mich ergeben Getreuer Gott! wie viel Geduld! Geweiht zum Chriftenthume, ist dieses Geweiht zum Christenthume, sind wir Gewinn ich auch die ganze Welt Gieb ihm, o Bater! Glück und Kräfte Gieb mir, Jefu! deinen Sinn Gieb mir, o Gott! ein Herz Gieb, o Gott! mir Kraft und Willen Gott! deine Gnade sey gepreift Gott! deine Gnad ist unser Leben Gott! deine weise Macht erhält Gott! dein ist Majestät und macht Gott! der an allen Enden Gott! der du für uns deinen Sohn Gott! der du unser Vater bist Gott der Wahrheit! dessen Treue Gott! deffen liebevoller Rath Gott! dessen Macht des Feuers Kraft Gott! dessen starke Hand die Welt Gott! dir gefällt fein gottlos Wesen Gott! dir sey mein Dank geweiht Gott! du bist heilig und gerecht Gott! du bist meine Zuversicht Gott! du bist von Ewigkeit Gott! du bleibst ewig unsrer Wohlfahrt Gott! durch den wir sind und lebeu Gottes Wille, Gottes Rath Gott hab ich mich ergeben Gort hat in meinen Tagen Gott! ich will mich ernstlich prüfen Gott ist die Liebe felbft und seine Gott ist mein Hort Gott ist's, der das Vermögen schafft Nro. 100 180 26 191 115 162 580 568 61 610 277 472 445 312 120 225 69 331 131 360 345 619 573 50 379 494 58 346 30 419 301 337 335 500 311 385 200 418 Gott Register der Lieder. Gott lebet noch! ich forge nicht Gott! mache dn mich selbst bereit Gott! meine ganze Seele Gott! meine Seele donket dir Gott, mein Vater! deine Liebe Gott redet und ruft aller Welt. Gott sey Dank in aller Welt Gott sey Preis und Dank gebracht Gott forgt für mich, was will ich Gott forgt für uns, o singt ihm Dank Gott! unfer froher Lobgefang Gott! vor desfen Angesichte Gott! was des Lebens Kräfte nåhrt Gott! wie du bist, so warst du schou Groffer Mittler, der zur Rechten Groffer Schöpfer, Herr der Zeit Groß ist, ihr Eltern! eure Pflicht Ş. Habe deine Lust am Herrn Halt im Gedächtniß Jefum Chrift Heilig, heilig ist dein Bille Heil uns! Aus unsrer Sündennoth Helft Gottes Gute preisen Herr! allerböchster Gott im Himmel Herr, allerhöchster Gott! von dem Herr, aller Weisheit Quell Herr! deine Ullmacht reicht so weit Herr! Deine Langmuth ist sehr groß Herr! dein Gesez, das du der Welt Herr! der du feinen je verftiesfest Herr! der du mir das Leben Herr! dessen Augen alles prüfen Herr! Dir gelob ich neue Treue Herr! du bist heilig im Gericht Herr! du bist meine Zuversicht Herr! du erforschest mich Herr! du fährst mit Glanz und Freuden Herr Gott! du bist die Zuflucht aller Herr! bier siehst du uns por dif Nro. 84 28 354 605 325 198 521 78 592 581 56 540 35 175 430 489 330 205 332 99 512 547 224 293 44 566 304 бод 532 308 612 322 264 39 176 34 608 Herr! Register der Lieder. Herr! ich bin dein Eigenthum Herr! ich falle vor dir nieder Herr! ich hab von deiner Tren Herr! ich verehre dein Gebot Herr Jefu! deine Angst und Pein Herr! laß doch mich Herr! laß mich doch gewissenhaft Herr! laß nach eitlen Ehren Herr, mein Erlöser! nur von dir Herr! meiner Seele groffen Werth Herr, mein Licht, erleuchte mich Herr! ohne Glauben fann Herr! stärke mich, dein Leiden zu Herr, unser Gott! allmachtiger Herr, unser Gott! wer ist dir gleich Herr, unser Gott! wie manche Noth Herr! vor deinem Angesichts Herr! welch ein wichtiges Geschäfte Hier bin ich, Herr! du rufest mir Hier bin ich! Jefu zu erfüllen Hier ruht der Held Hier sind wir, Gott! und flehn um Hilf, Herr! daß unsre Jugend Hilf, Herr! laß es wohl gelingen hilf mir, mein Gott! hilf, daß nach Himmel, Erde, Luft und Meer. Hin an dein Kreuz zu treten Höchfter! denk ich an die Güte Höchster Gott! in deinem Lichte Höchster Trötter! komm hernieder Hort, die ihr mich verfolgt und schmäht J. Tauchst dem Höchsten alle Welt Jauchst unserm Gott! er ist von Id armer Mensch, o Herr! ich Sünder Ib bin ein Chrift, Gott ist mein I bin getauft, nach Jefu Lehren Ich bitte dich, mein Gott I denk aa dein Gerichte Ich erhebe mein Gemüthe 3d fase, Vater! deine Hände Nro. 274 218 *##* 65* 3³4568569******* 137 112 197 219 130 602 24 213 511 188 182 47 14 62 388 404 202 298 268 2.31 587 94 Register der Lieder. Ich frage nichts nach Gold und I freue mich der frohen Zeit Ich freue mich, mein Gott! in dir Ich fühle, daß ich sterblich bin Ich geh einst ohne Beben Ich hab in Gottes Herz und Sinn Ich hab in guten Stunden Ich komme, Herr! und suche dich Ich komme vor dein Angesicht Ich lobe dich, und preise Ich preife dich, o Herr, mein Heil Ich preise dich, und singe Ich finge, dir mit Herz und Mund Ich soll den Leib nicht haffen Jo trete vor dein Angesicht Ich weiß, an wen mein Glaub sich hålt Ich weiß, mein Ende nahet sich Ich weiß mein Gott! des Menschenl Ich will den Bund mit meinem Herrn Ich will dich, Gott! im Tod erheben Jh will dich lieben, meine Stärke Ich will dich noch im Tod erheben Ich will in meiner Einsamkeit Jehovah! Herr und König Jefu Christe! dessen Wunden Jefu, Freund der Menschenfinder Jefu, meine Freude Jesu, meiner Seele Licht Jesus ist gekommen Jefus lebt, mit ihm auch ich Jesus, meine Zuversicht Jezt leb ich; ob ich morgen lebe Thr, die ihr euch gewissenhaft Ihr Menschen! wie send ihr bethåret In allen meinen Thaten In Gottes Rath ergeben In unsern Nöthen fallen wir Rein Lehrer ist dir, Jesu! gleich Klag nicht, mein Herz! wie schmer Komm betend oft und mit Vergnügen Nro. 424 263 329 259 265 333 347 211 397 48 204 584 8 406 613 236 253 617 209 588 363 442 614 481 139 206 364 135 321 167 262 252 5e2 278 82 261 361 124 292 357 Komm Register ber Lieber. Komm, laß uns Jefum sterben fehen Komm, o fomm, du Geift des Lebens Kommst du, fommst du, Licht der H. Kommt her, Mühsel'ge! Fomm: zu mir Kommt her, verkündigt Gottes Ruhm Kommt, Kinder! anjubeten Kommt, fommt, den Herrn au preifen Kommt, laßt uns Gott und seine Größ Komm zu uns, Gottes guter Geist {. Last uns einander lieben Laß deinen Geist mich stars, mein Laß doch in meines Herzens Grund Laß mich des Menschen wahren Werth Laß mich doch nicht, o Gott Laß mich, Höchfter! darnach streben Laß mich, o Herr! in allen Dingen Laß, o fu! mich empfinden Laßt uns mit Danken treten Laßt uns mit ehrfurchte ollem Dank Laßt und unserm Gott lobfingen Laß, Vater ceinen guten Geist Liebster Jefu! wir sind hier Lob, Ehr und Dank sey dir Lob, Ehr und Preis dem höchsten Gut Lob fep dem allerhöchsten Gott Lob sep Gott, der den Frühling schafft Lobfinget Gott! Dank, Preis und Ehr Loblinger Gott! und beter an Lobfingt, denn Gottes Huld und Macht Lobt Gott am frohen Morgen Lobt Gott, den Gott der Stärke Lobt Gott, der und den Frühling schafft Lobt Gott, der und erschaffen hat Lobt Gott, ihr Christen! freuet euch M. Mache dich, mein Geift! bereit Mein Auge fiebt, o Gott! nach Mein bester Trost in diesem Leben Nro. 151 179 XII 366 7 528 45 185 321 375 413 464 401 449 355 116 575 3 X18 72 23 603 528 352 543 13 114 309 79 358 Meine Register der Lieber. Meine Lebenszeit verstreicht Meinen Jefum laß ich nicht Mein Eridser! der du mich Mein Erldier, Gottes Sobn Mein erster Bunich, mein innigftes Bestreben Mein erst Geichäft sen Preis und Danf Mein ganzer Geist, Gott! mird entzückt Mein Geist erstaunt, Allmächtiger Mein Glaubt meines Lebens Ruh Mein Gott! ach lehre mich erkennen Mein Gott! dir ist bewußt Mein Gott! du bist gerecht Mein Gott! bu wohnst in einem Lichte Mein Gott! erschaffen hast du mich Mein Gott! ich weiß wohl, daß ich Mein Heiland lebt! er hat die Macht Mein Heiland! fich, im Staube Min Heland! wenn mein Geist erfreut Mein Hers, ermuntre dich zum Preise Mein Herz und Seel erhebet fich Mein sochstes Gut ist nicht auf Erden Mein Hort ist Gott! ihn laß ic walten Men Jesu! für dein Herz Mein Jesus ist getreu ein Jesus triumphiret Nein Leben ist ein Prüfungsstand Mein Vater und mein Gott Menichen! unfer Leben eilt Mensch! suche státs durch Wort und Th. Mir nach, spricht Christus, unser Held Mit Danken und mit Beten Mit dir, o Höchfter! Friede haben Mu Ernst! o Menschenfinder Mit Freuden laßt uns treten Mit fröhlichem Gemüthe mit laurem Schall frohlocken wir Mit Seuffen flag ich dir, mein Gott Mit Singen dich zu loben Mit Speis und Trank sein Herz №. Nach einer Prüfung Furzer Tage Nach meiner Seele Seligkeit Nro. 255 368 201 136 74 525 284 17 240 398 96 550 192 286 256 267 104 287 402 275 83 140 369 177 428 302 431 455 365 $ 30 234 107 509 55 172 362 2 408 281 310 Nacht Register der Lieder. Nacht und Stille schlieffen wieder Nein, ihr Spotter! meinen Glauben Nicht jede Besserung ist Tugend Nicht mürrisch, finster, ungesellig Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Nie bist du, Höchster! von uns fern Nie will ich dem zu schaden suchen Nimm, deine Psalter, Volk des Herrn Noch bin ich ein Gast der Erde Noch immer wechseln ordentlich Noc nie hast du dein Wort gebrochen Noch fing ich hier aus dunkler Ferne Nun bringen wir den Leib zur Ruh Nun danfet alle Gott Nun, Gott Lob! es ist vollbracht Nun ist es alles wohl gemacht Nun last uns Gott erheben D. Chrift! erhebe Herz und Sinn daß doch bei der reichen frommer Gott, ich danke dir Gott! aus deinen Werken D Gott! den alle Himmel ehren O Gott des Himmels und der Erden Gott! Du bist die Liebe D Gott! Du frommer Gott Gott! du fannst den Himmel gana erbarme váterlich) D Gott! Gottes Cohn, Herr Jesu Christ Gott! ich preife deine Güte D Gott, mein Schöpfer, Herr der Welt Gott! fo bald der Tag erwacht Gott! von dem wir alles haben O groffer Schöpfer dieser Welt D heil'ger Geist! fehr bei uns ein D Herr! mein Gott! durch den O Herr, mein Vater! dein Gebot D hilf, Herr! daß die Kinderzucht O jammervolle Tage O Jesu Christe, Gottes Lamm DJeju, Ligt und Heil der Welt Nro. 534 276 395 461 187 42 463 593 258 71 59 627 591 20 522 154 328 423 594 491 gr 54 291 549 497 221 91 323 544 542 526 178 75 490 493 572 215 245 D Register der Steder. Jefu, wahrer Frömmigkeit D fönnt ich dich, mein Gott! recht preifen Drühmt euch eurer Weisheit nicht D schrecklichs Leid der Ewigkeit O Baier aller Geister O Bater! findlich beten wir O weld ein Segen ist ein Freund D welch ein unscházbares Gut Welt! sich hier dein Leben wie unaussprechlich selig D wohl dem Menschen, der dem Rath P. Preißt, Christen! mit Zufriedenheit R. Richtet nicht, wenn Sünder sterben Schaffet, fchaffet, Menschenkinder Schicke dich, erlöste Seele Schon ist die Tugend, mein Verlangen Schon hier lebt selig und vergnügt Schon ist der Tag von Gott bestimmt Souze die Deinen, die nach dir sich Schwingt heilige Gedanken Seele, sey zufrieden Gelig sind, die, Gott! dein Wort Sehr groß, Herr! ist deine Huld Seht, welch ein Mensch! ach seht Geht; welch ein Mensch! wie lang so Sev, aller Wollust Reiz zu wehren Sey hochgepriesen, Herr! für deine Gey, Höchster! ewiglich gepreist Gen, Geele! stark und unverzagt Sey zufrieden, mein Gemüthe Singt, Chriften! singt ein frohes Lied Singt unferm Gott ein neues Lied So früh bringt, Gott! mich deine Hand So gehst du, Jesu! willig hin So hoff ich dann mit vestem Muth 9 y 3 Nro. 127 II 426 289 599 539 470 307 146 280 300 555 476 384 208 403 232 270 245 27 338 194 249 142 143 411 * 34 228 349 81 595 353 498 138 227 Ⓒo Register der Lieber. ich liebe Gott So jemand spricht: So lang ich athme, Gott Soll sich mein Geift, o Gott! zu dir Gollt ich meinem Gott nicht singen So schlummerst du So war ich lebe! spricht dein Gott So weit, Herr! deine Himmel reichen Stimmt unserm Gott ein Loblied an 2. Tag, den mir der Herr gemacht Theuer sey mir allezeit Theuer, mir mein eignes Leben Tief in Todesschmerzen Lugend, o wie schon bist du U1. Ulm Gnade für die Sünderwelt Umsonst, umsonst verbúast du dich Unendlicher! den feine Zeit Unendlich groffer Gott Unerforschlich sey mir immer Unermeßlich, ewig ist Unschuld'ger Jesu! was hast du verbrochen Unser Gott! wir danken dir Unfre Aussaat segne, Gott V. Vater, den mein Herz verehret Vater, weine Seele scházet Versöhner, Jefu Chrift Versucht und prüft es selbst Vielleicht, mein Gott! ist dieser Tag Voller Ehrfurcht, Dank und Freuden Bon dir auf diese Welt gerufen Von Furcht dahin geriffen Von Gott will ich nicht laffen Vorbild wahrer Menschenliebe W. Wach auf, mein Herz! und finge Wann der Gedanke mich erschreckt Nro. 443 22 313 4 155 383 52 351 216 193 452 475 299 40 73 49 37 144 520 552 239 469 484 223 387 214 460 141 341 128 527 169 Register der Lieder. Wann einst in meinem Grabe Wann einft mein sterbend Auge bricht Warum erbebst du meine Seele Was bös ist, haffest du Was den Leib erhält und nährt Was Gott thut, das ist wohlgethan! gut Was Gott thut, das ist wohlgethan! so Was hilft es mir, ein Christ zu seyn Was ich nur Gutes habe Was ist mein Leben auf der Erde. Was ist mein zeitlich Leben Was soll ich ängstlich klagen Was forast du ánaftlich für dein Leben Weicht, ihr Berge! fallt ihr Hügel Weint, Eltern! Weint, denn eure 3. Welch hohes Beispiel gabst du mir Wem Weisheit fehlt, der bitte Wenn Christus seine Kirche Wenn du des Nächsten Ehr Wenn Gott uns Recht und Muth erhält Wenn ich ein gut Gewissen habe Wenn ich mit mehr als Menschenkraft Wenn ich, o Schöpfer! deine Macht Wenn meine Seel den Tag bedenket Wenn Menschen sterben, dir an Gúte Wenn mich die Sünden frånken Wenn zur Vollführung deiner Pflicht Wer bei dem Namen Gottes schwöret Wer bin ich von Natur, wenn ich mein Wer bin ich? welche wicht'ge Frage Wer des Lebens Güter hat Wer dieser Erde Güter hat Wer gehorcht, der thu's mit Lust Wer Gottes Wege geht Wer Gottes Wort nicht hålt, und spricht Wer hat den Fürsten und dem Knecht Wer herrscht, wer Fürst, wer König ist Wer höher durch Geburt schon ist Wer machte diefe ganze Welt Wer mit Lust und Eifer strebte Wer nur den lieben Gott låst walten Wer unter deinem Schirme ruht Wer wird in deiner Aumacht Schirme Wie darf, wer, Bater! dich nicht ehrt Wie der Bliz die Wolken theilet Nro. 266 260 437 57 541 334 553 297 373 348 427 422 435 60 625 126 189 243 453, 600 305 448 63 353 467 148 394 324 95 374 459 444 482 237 39[ 626 479 480 66 474 342 536 393 392 513 Wie Register der Lieder. Wie elend ist, wer arm und schwach Wie gnådig ist des Höchsten Wille Wie göttlich sind doch Jesu Lehren Wie groß bist du, o Gott! Wie groß ist des Allmächr'gen Güte Wie groß ist unsre Seligkeit wie groß ist Wie groß, wie angebetet ist Wie herrlich, Jesu, starker Held Wie herrlich fir hit der Morgenstern Wie klein, Erlöser! ift Wie liebst du doch, o treuer Gott Wie mannigfaltig sind die Gaben Wie fanft fehn wir den Frommen Wie schnell ist mir der Tag entflohn Wie felig bin ich, wenn mein Geift Wie sicher lebt der Mensch, der Staub Wie soll ich dich empfangen Wie soll ich dich wurdig loben Wie theuer, Gott! ist deine Güte Wie ungewiß ist, Herr! das Ziel Wie viele Freuden dank ich dir Wie wichtig ist doch der Beruf Wie wohl Thuft du, mein Gott! den Willst du der Weisheit Quelle kennen Willst du die Buffe noch Wir freuen uns Herr Jesu Chrift Wir kommen, Helfer! dir Gesang Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wir sind in Noth Wir singen, Herr! von deinen Segen We find ich Gott, den meine Seele Wohl dem, der beßre Scháze liebt Wohl dem, der gottesfürchtig lebt Wohl dem, der richtig wandelt Wohl dir, o Landmann! denn dein S. Wohlzuthun und mitzutheilen We ist ein Volk, wo ist ein Land Wo sind die Weisen, die mich lehren 3. 3u Gott, o Seele! schwing dich auf Zur Arbeit, nicht zum Massiggang Nro. 499 559 125 318 51 233 106 171 105 242 483 409 439 535 315 250 108 18 226 257 53 92 288 320 386 173 562 196 574 554 317 414 238 465 501 458 503 41 49 417 Andachten die auch dem Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauch der Reformirten Gemeinden in Kurpfalz beigefügt werden können. Heidelberg 1805. Zu haben bet Joh, Daniel Kranzbühler in Worme. 8 Inhalt. 1. Morgenandacht einer christlichen Familie. 2. Abendandacht einer christlichen Familie. 3. Morgengebet eines Christen. 4. Abendprüfung eines Christen. 5. Gebet um ntzliche Abwärtung des öffentlichen Gottes dienstes. 6. Demüthigung vor Gott bet dem Andenken an Verfüne digungen, und an einem Bußtage. 7. Morgengebet an Sonn- und Festtagen. 8. Abendgebet an Sonn- und Festtagen. 9. Erweckungen und Gebet vor der Communion. 10. Dankbare Empfindungen nach der Communion. 11. Gebet um Weisheit und Geduld in Trůbsal und ben sondern Nöthen. 12. Empfindungen und Erweckung zur Dankbarkeit nach Errettung aus besondern Nöthen und Trübsalen. 13. Dankgebet einer Wochnerin. 14. Gebet eines Dienstboten und Taglöhners. 15. Gebet bel aufsteigendem schweren Gewitter, und Gre weckung zum Vertrauen auf Gott. 16. Gebet eines Landmanns um fruchtbare Witterung und Erweckung zur Dankbarkeit. 17. Gebet eines Landmanns bei schlechter Witterung, und Ermahnung zur Zufriedenheit mit Gottes Echidun gen. 18. Morgengebet eines Kranken. 19. Abendgebet eines Kranken. 20. Gebet um rechte Todesvorbereitung. 21. Gebet bei herannahendem Ende. 22. Gebet bei Sterbenden. 23. Kurze Anweisung, aus dem Herzen beten zu lernen 24. Erweckungen und Lebensregeln aus der heiligen Schrift Andachten und Erweckungen des Herzens zu Gott. t'n Betrachtungen, Vorfäzen und Gebeten auf wichtige Zeiten und Umstände. 1. Morgenandacht einer christlichen Familie. Pf. 5.4 Herr, frühe wollest du meine Stimme hören; frühe will ich mich zu dir schicken, und darauf merken. Heiliger und allmächtiger Gott, Vater aller Menschen! wir danken dir von Herzen, daß du uns und die Unsrigen diesen Morgen gefund haft erleben lassen. Wir danken dir für die Ruhe, die wir genoffen, für die Erquickung, die du uns ges gönnet, und für die neuen Kräfte, die du uns verliehen hast. Laß unsere Seele deine Güte erkennen, und unser ganzes Lesben dir geheiliget seyn; Laß uns mit neuem Muth und ins niger Zufriedenheit die Geschäfte unsers Berufs fortsezen, und uns den würdigen Zweck unfers Daseynd auf der Erde nie aus den Augen verlieren. Gieb uns, liebster Vater! die Gnade daß wir alle von ganzem Herzen an dich glauben, deinen Geboten gehorchen, deiner Verheissung eingedenk seyen, und nie vergessen, daß du unser Gott und Herr seyest, und dein Beifall uns mehr werth sey, als unser Erdenleben. Laß uns als deine Kinder nicht blos Wohlthaten und Gutes A 2 von 4 Andachten und Erweckungen von dir empfangen, sondern auch alles Böse meiden, das Gus te thun, unsern Pflichten mit freudiger Entschloffenheit anhan gen, und mit kindlicher Ehrfurcht das hell unserer Seelen wirs fen und befördern. Gieb jedem unter uns Kraft, Lust und Ges legenheit, heute recht viel Gutes zu verrichten; Gieb Eltern Weishelt, Herablaffung und Geduld mit den Schwachheiten ihrer Kinder, und gieb Kindern Liebe, Treue und Zuneigung zu ihren Eltern; Laß alle einander ein Beispiel und Ermun terung zum Guten seyn, keinem auf einige Weise ergerniß geben, oder jemand zur Sünde verführen! Laß den Geist der Liebe uns unter einander aufs engste verbinden, daß wir im Frieden und herzlicher Eintracht bei einander leben, einander in leiblichen und geistlichen Angelegenheiten nach bestem Vermis gen helfen und rathen; und eines sich über das andere freue, els nes für das andere bete, eines das andere erbaue und alle nur ein Herz und eine Seele in deiner Furcht und Liebe seyen. Bel dem Genuffe deiner Wohlthaten erwecke in uns einen frommen Sinn, und laß uns deine Güte mit Mässigung und Dankbare keit geniessen. Bewahre uns vor allem Unglück und Gefahren! Gieb uns Muth, Standhaftigkeit und ein beständiges Vers trauen auf dich, wenn heute ein Unglück über uns kommen, oder eine Gefahr uns umringen sollte. Gieb, barmherziger Bater! allen Menschen, die auf Erden leben, deine Huld und Gure zu empfinden. Gieb jedem, was ihm nöthig, und wen de von jedem ab, was ihm schädlich ist! Erbarme dich aller Armen und Verlaffenen! Laß sie weise und trene Helfer und Tröster finden in ihrem Elende! Erbarme dich aller Kranken! Lindere ihre Schmerzen! Flöffe ihnen Geduld und gute tröſts liche Gedanken ein! Erbarme dich aller Werdenden, Lebens den und Sterbenden! Erhöre eller Frommen gläubige Gebete, und verherrliche deine Tugenden an uns Menschenkindern! Amen. Klagl. Jerem. 3, 23. 24. Die Barmherzigkeit des Herrn ist ist alle Morgen neu, und deine Treue, o Gott, if groß. Der Herr ist mein Theil, spricht meine Seele, drum will ich auf ihn hoffen. 2. Abenda des Herzens zc. 2. Abendandachten einer christlichen Familie. Pf. 65, 7. Wann ich mich zu Bette lege, so deuk ich an dich. Mit Dank, treuer und barmherziger Bater! haben wir dies sen Tag angefangen, und billig endigen wir ihn auch mit Dank. Wir genossen am heutigen Tage manche deiner väterlichen Wohlthaten; Wir genossen Spelse und Trant, Ruhe und Frieden, Schuz und deinen Gottessegen. Dank sey dir für das viele Gute, das du an diesem Tage in so manchem Betrachte uns an unserm Leib und an unserer Seelen erzeiget hast, am allermeisten für das, wodurch unsere Seele weiser, beffer und glücklicher geworden ist! Dank für alles Gute, das wir von andern gelernt und empfangen, oder erwa auch andere ges lehrt und andern erwiesen haben. Dank sey dir für den Nus gen und Trost, der uns auch durch das Evangelium deines Sohns Jesu Christi zu Theil worden, für jeden guten Gedans ken, für jede gute und fromme Empfindung, die bein heiliger Geist durch dasselbe in uns erweckt, und unserm Gemüthe eins geflüßt hat! Mögte unfer ganzer Wandel reiner Dank deiner Güte, und alle unsere Unternehmungen untrügliche Bewetse unfrer findlichen Ehrfurcht seyn! Mögte dieser Zag, heilis ger Gott und Richter! nicht wider uns zeugen, noch unser Gewissen uns einer Thorheit und Ungerechtigkeit zeihen! Mogte doch keine einzige vorfezliche Sünde von uns begangen, kein Bruder durch uns berrüber, kein Schwachgläubiger ges ärgert, keine Gelegenheit zum Guten vorbeigegangen, fein unnúzes Wort zum Nachtheil der Unirigen geredet worden seyn! Gott! du bist heilig und allwissend! vor dir lieget une ser Thun und Lassen offen, du erkennest unsere Gedanken, Alle unsre Fehltritte stehen vor dir; Bor deinen Augen kann sich niemand verbergen; Niemand sich deinem Licht entziehen. Gieb uns recht zu erkennen, was dir heute an uns mißfällig gewesen ist. Gieb uns Gnade zur Besserung unsers Sinns; vergieb uns unsere Sünden, wie wir jezo willig und gerne allen vergeben, die uns jemals beleidigt oder gekränkt haben. Du hast die Nacht a 3 den 5 Andachten und Erweckungen. den Menschen gegeben zur Ruhe von ihrer Arbeit, und den Schlaf zur Erquickung ihres můden Körpers; Wir danken dir für diese gütige Einrichtung, und bitten dich, mit deiner gütigen Fürsehung über uns zu wachen, wann wir schlafen, unsern Othem der in deiner Gewalt stehet, zu bewahren, und unser Leben in Sicherheit zu stellen. Laß uns morgen gesund und mit Freuden wieder erwachen, dir mit neuen Kräften wieder dienen, und unsrer ewigen Seligkeit mit neuem Eifer entgegen eilen. Erbarme dich, treuer Vater! aller Menschen, aller Elenden, aller Kranken, aller Gebärenden, aller Wittwen und Watsen, aller, welche in dieser Nacht Kinder verlieren, und welche Kinder zur Welt bringen; Aller, welche heute Nacht das Licht der Welt erblicken, und die heute zum leztenmahl das selbe sehen! Laß alle, jeden nach seiner Art, und nach seiner Noth deine väterliche Hilfe erfahren, deinen mächtigen Beistand geniessen und deiner Güte sich aufs innigste erfreuen. Umen. Pf. 40, 12. Laß deine Güte und Treue mich alle Wege behüten. 3. Morgengebet eines Christen. Pf. 73, 24. Das ist meine Freude, daß ich mich zu Gott halte. Gott, Schöpfer und Herr Himmels und der Erden, mein Gott und Bater, mein Erhalter und Wohlthäter, mein Gesej geber und Richter! Dir verdanke ich, was ich bin und habe, mein Leben, meine Gesundheit, meine Kräfte, alle geists liche und leibliche Vortheile, die ich besize; Dir Serdan ke ich den Schuz, den ich in vergangener Nacht genoffen, die Erneuerung der Kräfte, die du mir verliehen, den Lebenss balsam, den du durch einen sanften Schlaf mir eingeslöffet hast. Wer bin ich, o Gott! daß du mein gedenkest, und dich meiner so väterlich anrimmst? Deine Güte ist alle Morgen neu, deine Treue ist sehr groß. Du bist groß von Güte, und deine Gite lader uns Menschenkinder ein zur Weisheit, zur Rechts schaffenheit, und zur Sinnesbesserung; Du giebst uns mit und jedem des Herzens te. jedem Morgen neuen Wink, neue Kraft, und neuen Antrieb zu thun, was recht ist, und deinen Willen zu vollbringen. Du schenkest uns Zeit und Aufmunterung an unserer Besserung zu arbeiten, und unsere Heiligung mit deinem Beistand zu vol. lenden. Vater! ich erkenne deine Güre, verehre den Endzweck metnes Daseyns, bete an deine Barmherzigkeit, und heilige mich in der ernsten Morgenstunde dir und deinem Willen ganz und gar. Ich verabscheue das Böse, das ich bisher be gangen, und wünsche nichts sehnlicher, als immer welser, besser und heiliger zu werden. Ich entfage allen bösen Lüften, allen verdorbenen Neigungen, und allen schädlichen Vorurs theilen der Welt, und ich erneure in deiner Gegenwart den ernsten Voríaz, allen unordentlichen Begierden, die in mir noch aufleben, zu bestreiten, und mich in meinem ganzen Verhalten nach deinen guten und heiligen Geboten zu richten. ; Dir, meinem Schöpfer und Wohlthäter, zu gehorchen, det. nem Sohn und meinem Erldier Jesu Christo ähnlich zu wer den, deines Geistes feligem Einflusse mich zu übergeben: dieß foll meine ernstliche Bemühung, meine Sorge und Ehre, mein Bestreben und meine Seligkeir feyn. Ich schwöre es, o Gott und Bater, von dir berufen zum Licht und zur ewigen Seligs feir, ich will es halten, und mich bestreben deine Gebote zu halten. Vater! stehe mir bei mit deiner Gnade, helfe mir meinen guten Vorsaz zu erfüllen; Unterstüze dein schwaches und der Hilfe bedürftiges Geschöpf; Bewahre mich heute vor allen Bersuchungen zur Sünde, und wenn ich versuchet were de, so laß mich siegen über das Böse. Erfülle mich mit einer aufrichtigen Liebe gegen alle Menschen, und laß mich meinen Brüdern nůzlich seyn, und ihr wahres Beste beförderen. Vers leihe mir Gesundheit und Kräfte zu meinen Berufsgeschäften, und begleite fie mit deinem Segen. Gieb mir, und gieb als len Menschen, was wir zu einem dir gefälligen Leben bes dürfen; Gieb uns Vertraucu auf deine Güte, Glauben an dein Wort, und lebendige Hoffnung des ewigen Le. bens. Amen! a 4 pr. 8 Andachten und Erweckungen Pf. 86, 11. Weife mir, Herr, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit. Erhalte mein Herz bei dem einigen, daß ich deinen Namen fürchte. 4. Abendprüfung eines Christen. Pf. 119, 59. Ich betrachte meine Wege, und kehre meine Füsse zu deinen Zeugnissen. Das ist ein köstlich Ding dir, ewiger Vater! danken, am mor gen deinen Namen fingen, am Abend peine Treue erhöhen. Gott! du erfreuest uns durch deine Werke. Wie groß sind sie! In dei nem Rath welch eine Tiefe! In deiner Güte, welcher Abgrund! In deinem Segen welche Wonne! In deinem Beifall, welcher Himmel und welche Süssigkeit! Un mir Unwürdigen hast du dich nicht unbezeugt gelassen; Du hast mir heute in allen Absichten viel Gutes gegeben, du hast mir viele Barmherzigkeit bewiesen; Du haft mir gegeben Kraft zur Erfüllung meines Berufs, Schuz wider bekannte und unbekannte Gefahren des Lebens, und väterlichen Schirm wider manche Versuchungen dieser Welt. Nimm Bater! das Danklied deines Geschöpfs, und das Lallen deines Kindes in Gnaden an. Vergieb die Fehler, womit ich dich beleidiget, und die Trägheit, welche mich im Guten ge hindert haben; Vergieb deinem Kinde die Schwachheiten, wel che es begangen, und die Uebereilungen, welche es dahin geris fen. Herr! wer kann merken, wie oft er fehler! Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler. Du, o Gott! bist heilig, und haſt Mißfallen an aller Heuchelet, du bist gerecht, und hasfest die Lügner, ich bekenne dir meine Sünden und Uebertrettungen; Vor dir habe ich gesündiger, und manches gethan, das unrecht ist in deinen Augen, Mein Entschluß ist gefaßt, lieber Vater! ich will umkehren, mich bessern, und dir zu Gefallen leben. Grårke mich selbst, o Gott! in diesem guten Vorfaze, und vollbrins ge in mir das Werk deiner Gnade. Stehe mir bei und helfe mit meinen Entschluß ausführen; Gieb mir Haß wider alles Böse, und Liebe zu allem Guten: zerstöre in mir, was dir mißfällig ist. Laß mich täglich an Weisheit und Tugend wachsen, und ima des Herzens zc. 9immer mehr nach deinem Ebenbilde erneuert werden. Bedecke mich mit deinem väterlichen Schuz, wende ab von mir alles Unglück, und laß alle Plagen ferne senn von unsern Wohnun gen. Licber, barniberziger Vater! triste meine elenden Mit. brüder, die in dieser Nacht durch Krankheit beunruhiget, durch Schmerzen niedergeworfen sind, und mit Sehnsucht dem koms menden Morgen entgegen sehen; Erhalte sie in der Geduld; Laß sie sich kindlich ergeben in deinen Willen; Stärke die Sterbenden, und laß fie Gnade vor dir finden; Bekehre die Sünder, und laß ihre Seele vom Verderben errettet werden. Erfreue die Frommen, und laß ihre Freuden im Herrn volls kommen werden. Dir, weifer Vater! empfehle und übergebe ich meinen Leib und meine Seele, mein Leben und alle meine Schicksale, führe du mich nach deinem Wohlgefallen; Regiere du mich nach deinem guten Geist, und mache mich gewiß und theilhaftig deiner Herrlichkeit. Ich bitte um dieß alles als ein Jünger deines Sohns, und unsers Erldsers Jesu Christi. Amen. Pf. 139, 23 24. Erforsche mich Gott, und erfahre mein Herz; Prüfe mich und erfahre, wie ichs meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. 5. Gebet um názliche Abwartung des öffentlichen Gottesdienstes: Pred, Sal. 4, 17. Bewahre deinen Fuß, wann du zum Hause Gottes gehest, und komme daß du hörest. Gott, Vater aller Geister, Leben und Freude aller denkenden vernünftigen Wesen im Himmel und auf Erden; Wie köstlich sind auch uns die Gedanken von dir! Wie erheben sie unsern Geist! Wie erweltern sie unser Herz! Welches Licht verbreiten sie nicht über alle deine Werke und Wege, über alle unsere Schicksale, über unsere gegenwärtige und zukünftige Bestims mung! Ja, wann wir an dich denken, dann thun wir das, was unter allen Geschöpfen des Erdbodens nur der Mensch thum kann, und was alle höhere Wesen mit uns für ihre höchste Ehre und 10 Andachten und Erweckungen. und reinste Lust halten! Wann wir in deiner nähern Ge genwart sind und deine nähere Gegenwart fühlen, dann ents fliehen Kummer und Gram und ångstliche Sorgen aus unsrer Brust; Dann sind wir in der Gegenwart unsers gütigsten, huldreichsten Vaters, und fühlen uns ganz mit den Wirkuns gen der ewigen Liebe umgeben! Wann wir mit dir Gemeins schaft haben, dann schrecket uns kein Mangel, keine Noth, keine Gefahr; Dann können wir alles bei dir finden und aus deiner Fülle Licht und Kraft und Seligkeit schöpfen. Wie glücklich sind wir denn nicht, daß wir dich kennen, uns zu dir erheben, und mit dir Gemeinschaft haben können! Und wie viel glücklicher würden wir nicht seyn, wenn wir den Werth dieser Vorzüge recht zu schåzen, und sie nach ihrem ganzen Imfange zu gebrauchen wüßten: Wenn wir uns immer mehr zu dir hielten, dich allenthalben fuchten und fänden, und státs vor deinem Angesichte wandelten! Bewahre uns vor dem schädlichen Wahn, als bestehe die wahre Gottseligkeit nur in guten Rührungen, oder als sey eine fleissige und andächtige Abwartung des öffentlichen Gottesdienstes die ganze Vereh rung, die wir dir schuldig seyen. Die Welt ist dein Tempel; wo wir sind, da bist du uns, und siehest was wir denken, und thun, und du willst hauptsächlich durch ein frommes Le ben von uns gepriesen werden. Gieb, lieber und heiliger Gott! daß wir dich überall vor Augen haben, überall gewij fenhaft handlen, und in unserm ganzen Verhalten deinen Wi len gerne thun. Segne dazu all unser Beten und Singen und jede Wahrheit deines Wortes, und jede kräftige Auffes derung deines göttlichen Evangeliums. Unterstüze, stärke du felbst unsern Geist, o Gott, wenn er sich zu dir zu erheben bestrebet; ziehe du selbst unsre Herzen ganz zu dir, laß uns mufre seligen Verbindungen mit dir immer besser erkennen, immer inniger fühlen, und denselben immer gemåffer denken und handeln. Lehre uns die Würde und die Seligkeit der Un dacht so einsehen und empfinden, daß wir sie verehren une lieben lernen und des Genusses threr Freuden immer fähigen werden. Amen. Pf. IIdev Herzens ic. Pf. 5, 8. Ich will in dein Haus gehen auf deine große Güte, und anberen in deinem heiligen Zempel in deiner Furcht. 6. Demüthigung vor Gott bei dem Andenken an Versündigungen, und ar einem Bußtage. Spr. Sal. 28, 15. Wer seine Missethat läugnet, dem wirds nicht gelingen; wer sie aber bekennet und läßt, der wird Barmherzigkeit erlangen. Wenn ich, o Gott, mit deinen li- breichen Befehlen meine ( Sesinnung und mein Verhalten ernstlich vergleiche, so sagt mir es mein eigen Gewissen, daß ich vor dir nicht unschuldig bin. Und wie könnte ich vor dir meine Uebertretungen verberi gen, der du das innerste meiner Seele kennest, alle meine Wege weißt und mich so siehest, wie ich in der Wahrheit bes schaffen bin. Ich habe freilich noch so manchesmahl, mein Gott! mir das erlaubt, was dir doch nicht gefallen kann, und so häufig gerade das versäumt und unterlassen, was ich nach deinem guten Willen, selbst zu meinem eignen Besten, hätte thun sollen. Mit inniger Befd mung meiner Seele empfinde ich dieß, und wie niederschlagend wurde diese Ems pfindung für mich seyn, mein Gott ,, wenn nicht deine barm. herzige Gnade noch mein Trost, und meine Hoffnung wäre. Du versprichst jedem aufrichtig Bußfertigen durch deinen Sohn Jefum Christ Gnade, und Erlassung seiner Schuld; du vers zethest gerne jebem feine Fehler, der mit sich selbst darüber von Herzen unzufrieden und auf wahre Besserung bedacht ist. Verzeihe mir denn auch die meinigen; denn es ist mein ganzer Ernst, beffer zu werden, und alles an mir abzulegen, was deinem Willen entgegen ist. Du hilfst- gerne denen, die sich bessern wollen, daß sie es können. Hilf denn auch mir mit deinem guten Geiste, daß es mir mit dem Vorfaz wahrer und ståts zunehmender Besserung gelingen möge, damit die Abs fichten deiner Gnade an mir erreicht werden, und ich mich alles zeit als den guten Menschen beweisen möge, dem es Freude ist, fo Andachten und Erweckungen so zu handeln und so zu denkeu, wie es dir gefällt, der getrost auf deinen Beifall rechnen kann, und der dann auch in deiner Liebe ruhig und selig ist. Erhöre mich, so wie du gerne jeden hörst, der nach deinem Willen bittet. Amen. 12 Pf. 130, 4. Bel dir, Herr, ist die Bergebung, daß man dich fürchte. 7. Morgengebet an Sonn- und Festtagen. Pf. 25, 4. 5. Herr, jeige mir deine Wege, und lehre mich deine Steige Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich); Denn du bist der Gott, der mir hilft. Unsere Hilfe und unser Anfang sey im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat! der heutige feierliche Tag ist Gott und seiner Verehrung gewidmet; Gott verehren ist unsere höchste Seligkeit. Laffet uns dieses erkennen und unsern himme lischen Vater bitten, daß er diesen Tag einen Tag des Segens für uns seyn laffe. Gott, wie glücklich sind wir, daß wir von allen irrdischen Geschäften und Sorgen frei, uns in deinem Hause versammeln, da über alles, woran uns vieles gelegen ist, mit stillem Geist nachdenken, uns bis zu dir, unferm Schöpfer und Bater, erheben, und von deinem Willen unters richten, uns im Glauben an dich und deinen Sohn, Jefum Chris ftum stärken, uns deiner Wohlthaten und der Hoffnung der ſelb gen Unsterblichkeit freuen, und so auf eine vernünftige Art uns fern Geift nåhren, und zu einem bessern Leben vorbereiten kön nen! Dank sey es deiner weisen und väterlichen Güte, die dieſe heilsame Veranstaltungen zu unserm Besten getroffen, und uns bis auf diesen Tag im Genusse derselben erhalten hat. Laß sie uns heute und immerdar weise und würdig gebrauchen. Sammle doch unsere Gedanken aus der Zerstreuung: Richte sie ganz auf dich und den heilsamen Unterricht, den du uns durch die Leh ren der Religon errhellest, damit wir dich immer beffer Fennen, immer herzlicher lieben, dir immer freudiger vers traun, und deinen Geboten immer treues und williger ges des Herzens c. 13 gehorchen lernen. Laß insbesondere den Gedanken von der Auferweckung deines Sohnes uns im Glauben seiner göttlichen Lehre, und im Vertrauen auf seine Verbeisungen stärken, uns zur Nachfolge, feines heiligen, wohlthätigen und gemeinnüziz gen Lebens erwecken, und uns christliche und himmlische Gesinnungen einflossen. Laß sich die Wahrheit und Ges wißheit seines wiedererlangten Lebens durch die kräftigsten Wirkungen seiner Lehre und seines Beispiels unter uns offens baren: Laß keinen von uns diesen Tag zurück legen, ohne an demselben etwas Gutes gelernet, und mehr Erkenntniß der Wahrheit, mehr Liebe und Kraft zur Zugend, mehr Weisheit zur Führung des gegenwärtigen, und mehr Fähigkeit zum Genusse des zukünftigen Lebens erlangt zu haben. Dein Segen, D Gott! begleite alles, was wir heute denken und reden, les sen und hören werden, damit der Vortrag der Lehrer reiche Früchte der Besserung in uns, und unter uns hervorbringe, durch unseren Herrn, den wir bekennen, Jesum Christum. Umen. Ps. 119, 5. O daß mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte! 8. Abendgebet an Sonn- und Festtagen. Pf. 50, 23. Wer Dank opfert, der preiset mich; und das ist der Weg, daß ich ihm zelge das Heil Gottes. Groffer und anbetungswürdiger Gott, Bater unsers Herrn Jesu Christi! ich trete wiederum vor dein Angesicht, und brins ge dir mein Gebet und meinen Dank. Womit kann ich anfans gen, o mein Gott, als mit deinem Lobe und meiner Dankers Fenntniß? Wie viel Gutes hast du mir am heutigen Tage bewies fen? Wie viel Gutes habe ich hören, lesen, oder sonst lernen können? Du hast mir Zeit und Gelegenheit geginner, über mich selbst, mein eigen Herz und Leben, und über deine unaussprechs liche Barmherzigkeit nachzudenken; Du hast mich der groffen Wohlthaten erinnert, welche du uns bereits durch Sesum Christum erzeiget hast, und durch ihn in alle Ewigkeit uns 344 14 Andachten und Erweckungen zu erzeigen bereit bist! Welche reine Wohlthat ist dein Wort, das du uns anvertrauet haft! Wie blind wären wir ohne deis nen Unterricht, wie viel Licht und Troft würde uns fehlen, wenn uns dein mangelte! Ich danke dir herzlich, gütiger Bater! für die unschäzbare Wohlthat deiner Offenbarung, welche uns zur himmlischen Seligkeit leitet, und aus der ich heute so viel Licht und Trost habe schöpfen können. Laß mich nur nicht bald wieder vergessen, was ich heute aus derselben Gu tes und Bahres gehört und gelernt habe! Laß mich und Un dere nicht vergeßliche Hörer, sondern Thater deines Wortes seyn, auf daß wir alle in unserem Thun selig werden. Seg ne alle Prediger deines Worts, die es mit deiner Religion redlich meinen, und denen das ewige Wohl ihrer Zuhörer mehr als alles am Herzen liegt! erfreue sie mit vielen Früchten th res Eifers, und zeige ihnen das Gute, das sie geftiftet haben, damit sie kräftig ermuntert werden noch mehr zu stiften, und angefeuret werden in ihrem Eifer nicht müde zu werden. Vers mehre die Zahl der frommen und rechtschaffenen Verehrer det. nes heiligen Evangeliums, deiner Gebote, und deiner Ver helsungen. Gieb, daß uns allen das Böse täglich mißfalle, und das Gute leichter und angenehmer werde. Laß die guten Triebe nicht wieder erlöschen, die heute deine Gnade in vielen Herzen angefacht hat! hilf insonderheit mir die ganze Zeit bewels meines Lebens durch in meiner ganzen Aufführung zu sen, daß ich es für meine Ehre und für mein Glück halte, Jo fu Religion zu bekennen und seine göttliche Vorschriften zu bes folgen. Laß mich diese Nacht bei guten Gedanken und mit frommen Empfindungen einschlafen! Gieb mir zu erkennen was ich heute gesündiget habe, was ich etwa hårte unterlass sen, oder besser machen sollen! Verherrliche deine Gnade an allen Elenden, Trostlosen und Verlassenen. Stärke, und tids ste sie durch dein Wort, und deinen Getst! Laß sie mitten in threm Elende deine Liebe empfinden! Laß alle sich in dir freuen, die dir vertrauen, und laß deine Hilfe ihnen nahe seyn, damit sie dich von ganzem Herzen preisen, und deinen heiligen Namen erheben mögen. Amen. Pr. des Herzens 2c. IL P.34, 8. 9. Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen aus. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist: wohl dem, der auf ihn trauet! 9. Erweckungen und Gebet vor der Coma munion. I Cor. 11, 28. Der Mensch beweiset sich bewähret, und also esse er von diesem Brode und trinke von diesem Kelche. Herr, mein Gott, der du Aufrichtigkeit lieb hast, gieb, daß mein Herz auch treu und redlich befunden werde, segne an meis ner Seele das Andenken an Jesu Liebe, Leiden und Tod; Bes wahre mich, daß es nicht aus blosser Gewohnheit, in Zers streuung, oder völliger Gedankenlosigkeit, mit einem vereitels ten, unfreundlichen, unreinen Herzen geschehe. Richte meine ganze Aufmerksamkeit auf deinen liebevollen Rath von der Menschen Seligkeit, den du in der Sendung deines lieben Sohnes verherrlichet hast, daß ich immer weifer, besser, dir gefälliger werden möge, und mich unter allen Umständen deiner, als meines Gottes und Baters, trösten und freuen könne. Und so erwäge es denn mit Ernst, meine Seele, vor Gort deinem Hellande. was du ihm für alle Wohlthaten seis ner Erlösung schuldig bist. So viel hat er dir gethan, daß du für deine Begnadigung nicht ängstlich sorgen dürftest, und in froher Gewißheit derselben dein ganzes Bestreben auf die Reis nigkeit deines Herzens und deines Lebens richten mögtest. Dank es thm innig und freudig! ehre ihn aber auch durch aufrichs tigen Gehorsam, daß du in allem gefinner seyst, wie Jesus Christus auch war. Meide die vergångliche Lust der Welt; Beweise dich treu und fleißig in deinem Stande und Berufe, zufrieden mit deinen Umständen, måssig im Genuß des Irrdis schen, gewissenhaft in all deinem Vornehmen; Vergieb dels nen Beleidigern, trage die Fehlenden und Frrenden mit Geduld und Nachsicht; Erbarme dich, so gut du kannst, der Nothleidens den; Hoffe dann ståts das Beste zu Gott, der auch dein Gott ist, und 16 Andachten und Erweckungen und tröste dich aller seiner Segnungen in Zeit und Ewigkeit. Bedenke es, meine Seele! zu dieser Sinnesähnlichkeit mit sich, als dem Haupt seiner Gemeinde, lader dich Jesus bei dieser Gedächtnisfeier seiner bis in den Tod treuen Liebe ein! höre feine Stimme und folge ihm! bist du dir noch in diesem Augens blick einer lasterhaften Neigung und Gewohnheit, irgend einiger Hårte, Ungerechtigkeit, Treulosigkeit oder bittern Rachsucht bewußt, so faffe doch ja den herzhaften Entschluß, andres Sinnes zu werden, und führe ihn redlich aus. Spricht dich aber auch dein Gewissen von herrschenden Unordnungen frei, so werde darum nicht sicher. Suche vielmehr mit deinen Mán. geln und Schwachheiten immer bekannter zu werden, und halte auch den kleinsten Fehler dir nicht zu gute. Laß dir ihre Ables gung mit Ernst angelegen seyn, und nimm täglich zu in deis ner Besserung. Ermahne dich selbst dazu alle Tage, und bes weise darin standhafte Trene. Zu dem allen sollst und willst du dich jezt aufs neue verpflichten. Thue das mit Freuden, so wirst du dich auch mit Zuversicht aller Wohlthaten der Er Idsung getrösten können. Es geichehe also, Herr Jeſu, du Stifter meiner Seligkeit! wie soll ich dir vergelten alle deine Wohlthaten! Ich übergebe mich ganz dir und den Erweckuns gen deines Geistes und Wortes. Das sey meine Freude, daß ich mich zu dir halte. Mache mich heilig, mache mich selig! Umen. Ebr. 12, 2. Lasset uns aufsehen auf Jesum, den Anfänger und Vollender des Glaubens! 10. Dankbare Empfindungen nach der Communion. Tit. 2, 14. Chriftus hat sich selbst für uns gegeben, auf daß er uns erlöfete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk des Eigenthums, das fleisig wäre zu guten Werken. Ich danke dir von Herzen, Herr Jesu, für allen Trost und für alle Stärkung, die du mir jezt im Genuß dets des Herzens ic. 17 deines Abendmals hast darreichen wollen. Hilf mir nun auch, daß ich die Frucht davon an mir zeige, mich vor jeder Art der Verfündigung hute, und in allen rechtschaffenen Gesins nungen dir ähnlich zu werden trachte. Das ist nun wohl auch jezt mein ganzer Crust; Und wie sollt er es nicht seyn, bet dem so lebhaften erneuerten Andenken deiner Liebe und Treue gegen ein fündiges Geschlecht! aber dieses Andenken wird in den Zerstreuungen und Verwirrungen des Lebens wieder schwa. cher werden, und der selige Eindruck davon kann erlöschen. Es soll also meine vornehmste Sorge seyn, mir oft vors Auge zu stellen, was du, größter Menschenfreund, erduldet haft, um Seelen zu erretten, und allen Freunden des Guten Freudige keit zu Gott, Trost des Gewissens, Hoffnung der Seligkeit zu erwerben. Deß will ich mich ståts mit dankbarer Liebe erinnern, bem will ich nachdenken, es mir einen måchtigen Antrieb seyn laffen, ein gutes Gewissen zu bewahren. Wie selig werde ich dann seyn! Wie wohl wird mir seyn in dem Frieden des Hers zens, den kein irrdisches Glück gewähren kann, und in jeder guten Erwartung des Zukünftigen! Wie ruhig wird dann mein Hoffen seyn auch einmal zu dem Leben bei dir zu gelangen, wo Freude die Fülle ewiglich ist. Noch ist es nicht alles erschies nen, was auch ich seyn und werden soll, auch mein Glaube sagt es mir, daß hier noch nicht der ganze Nath meines Gottes an mir vollendet sey: Uber das weiß ich, daß, wann es ers scheinen wird, es denen nicht anders als wohlgehen kann, die dir, Herr Jesu, gleichgesinnet zu seyn, mit weisem Ernst fich bestrebt haben. So habe ich mich denn feierlich dem Dienste meines Gottes, und meines ewigen Woylthåters gewidmet. So habe ich mich verpflichtet, als ein Jünger und Nachfolger meines Erldsers zu leben, und ihn mit meinem Geiste und mit meinem Leibe zu pretsen, die beide sein Eigenthum sind. Wie heilig sind die Verpflichtungen! Wie undankbar, wie uns glücklich würde ich nicht seyn, wenn ich diese Zusagen vers gasse, und diese Versprechungen nicht hielte! Welch eine Vers antwortung, welch ein Gerichte würde ich zu erwarten has ben, wenn ich nun noch der Sünde tiencte, wenn ich nicht alle þ Feh 18 Andachten und Erweckungen Fehler, alle böse Gewohnheiten, die ich noch an mir habe, ernst lich bestritte wenn ich eben so tråge und nachlässig im Gutenwäre, als ich es ehmals gewesen bin! So würde ich mich alle Vorrechte und Seligkeiten, die ich als ein Christ befize, ven lustig, und meine Verdammniß uh so viel schwerer machen. Ach Gott, erlaube nicht, daß ich so undankbar gegen dich und fo feindselig gegen mich selbst handle. Bevestige meine guter Entschliessungen, und verleihe mir die Gnade, an der Ausfüh rung derselben unverzüglich und unermüdet zu arbeiten. E halte du selbst mein Herz bei dem Einigen, daß ich deinen No men fürchte. Bewahre mich vor Versuchungen, stårke mid wenn ich darein gerathe, und laß mich das Kleinod, zu web chem du mich durch Christum berufen hast, niemals aus de Augen verlieren. So werde ich den guten Kampf kampfer, den Glauben behalten, und meinen Lauf glücklich vollenden So werde ich dereinst die Krone der Gerechtigkeit aus deiner Hand empfangen, und dir Lob und Ehre bringen, in Ewig keit. Amen. Phil. 2, 5. Ein jeglicher sey gesinnet wie Jesus Christus auch war. II. Gebet um Weisheit und Geduld in Trüb: sal und besonderen Nöthen. Pf. 55, 23. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, der wird dich verforgen, und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. Schon so lange hast du mich, Vater der Barmherzigkeit, mit anberungswürdiger Langmuth getragen, und doch bin ich durch deine große Gnade nicht allezeit ermuntert worden, das, was mir unangenehm ist, mit stiller Gelaffenheit auf mich zu nehs men. Ich weiß, daß es edel und gut ist, im Glück und Un glück sich immer gleich zu seyn, durch das Zeugniß eines gus ten Gewissens unterstüzt, auf deinen Beistand zu trauen, und mit geseztem Geiste allen Trubsalen getroft entgegen zu ges hen. Aber bei aller dieser guten Erkenntniß und den Kräften, fcháme des Herzens ic. die du mir darreichest, bin ich doch öfters schwach und unge duldig gewesen. Wie schäme ich mich dieser ungläubigen Kleinmüthigkeit! Wie sehnlich verlanget meine Seele, mit der Macht deiner Stårke gerüstet, künftig unbeweglicher zu stes hen? Erhebe dich dann mein Geist, und lerne mit erleuchteter Vernunft alle widrige Schicksale dieses Lebens zu betrachten. Ift Gott nicht dein Vater und dein Schuz? wird er dich dann wohl in Prüfungen führen, welche nicht zu deinem Besten ab. zielen sollten? Ist er nicht der weise Regent des Hintmels und der Erden? der gütige Vater aller Menschen? Wird er also nicht schon, ehe dich dieß Leiden betraf, die besten Mittel erse hen haben, dich aus demselben zur gehörigen Zeit zu erretten? Des Herrn Rath ist wunderbar, und er führt alles herrlich hins aus, seine Barmherzigkeit hat kein Ende, seine Güte ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß, und wie darf ich murs ren unter dieser leichten Laft, die mein Gott mir auferleget hat? Was war ich ohne ihn? Kein Tag meines Lebens vergieng. an welchem ich nicht wider seine Geseze gesündiget. Wie viele Uebertretungen meiner Jugend reden nicht wider mich? Wie manche unheilige Begierden, unnüze Worte, unverantwortli che Werke haben nicht auch nach der Zeit mein Herz und meis nen Wandel befleckt? Wie, wenn der gerechte Gott mit mir handeln wollte nach meinen Sünden, könnte er nicht aufs empfindlichste mich züchtigen? und er züchtiget doch nur als ein Vater. O, so will ich denn diese wenigen Schläge zu meis ner Besserung gelassen erdulden, gerne meinen Gott loben, daß er mich doch von ewigen Qualen errettet, mit dem Reichthum feiner Güte mich überschüttet, Gesundheit und Stärke zu meis nen Arbeiten mir verleihet, und mich mit unzähligen Freuden erquicket hat. Das Gute haben wir von dem Herrn empfangen: das Böse wollen wir denn auch geduldig annehmen. Doch es ist nicht einmal etwas Böses; Nein, unsere Leiden und Wis derwärtigkeiten sind Wohlthaten und Arzeneien für unsere krans ke Natur; sie lehren uns heilsamlich, wie eitel alles unter der Sonne sey, und sind die geschicktesten Mittel, uns mit uns selbst bekannter, demüthiger, vorsichtiger und weiser zu machen. " J 62 19: Andachten und Erweckungen " ych trinke ihn dann, den heilsamen Kelch. Weiser und gütle ger Vater! Es geschehe dein Wille. ,, Dies ist die Stimme meines göttlichen Erldsers, und diesem will auch ich nachfolgen, mein Kreuz auf mich nehmen, mit ihm geduldig leiden, soll es seyn, mit ihm auch getroft sterben. Stårke mich, o mein Gott! diesen großen Entschluß auszuführen; Erfülle mich mit dem erhabenen Muthe, der aller Widerwärtigkeiten nicht achtet, und mit der demüthigen Gelassenheit, die deine väterliche Schickungen zufrieden auf sich nimmt. Wie wenige sind die Tage des Kummers gegen die Freuden, die Gott uns bereitet? Wie bald öffnet sich der Himmel, uns ewig in seinen erquib kenden Schooß aufzunehmen? Was betrübest du dich dann, meine Seele? Harre auf Gott, dann werde ich ihm noch dans ken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Trost ist. Den Abend lang währet das Weinen, des Morgens Freude und Won ne. Sellg ist der Mann, der die Anfechtungen erduldet: Denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen. 1. Cor. 10, 13. Gott ist getreu, der euch nicht låsset versuchen über euer Vermögen, sondern machet, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihrs könnet ertragen. 20 IO. Empfindungen und Erweckung zur Dankbarkeit nach Errettung aus besonderen Nöthen und Trubsalen. Pf. 18, 29. Du erleuchtest meine Leuchte: Der Herr, mein Gott, machet meine Finsterniß Licht. Gott! wie find deiner Wohlthaten so viel! wie soll ich fie bir vergeten, mein Vater, mein Retter und mein Wohlthas ter! Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller der Treue, bie da an mir bewiesen hast, und noch bis in Ewigkeit an mit beweisen willst, wenn ich dir kindlich folge. Erhalte du selbst dieß dankbare Gefühl deiner Güte in meiner Seele, und laß es mir einen mächtigen Trieb seyn, dich von ganzem Herzen wies ber zu lieben, in dir den besten Freund und Beförderer meiner Gludseligkeit hochzuschäzen, und in solcher Gesinnung, dir gern und des Herzens i und mit Freuden gehorsam zu seyn. Wie våterlich hast du mich bishero geleitet? Wie gnädig mir meine Wohlthäter und meine Eltern erhalten? Wie manchmal große, nahe Gefahren von mir abgewendet? Wie weislich mich aus Nothen und Elend errettet? Durch welche wunderbare Mittel und Wege Angst und Kummer von meiner Seele abgewälzet? wie unerwartet und ungehofft in der Trübfalen Menge mir Hilfe und Auswege gezeiget? Mein ganzes Leben stellet mir Spuren deiner Güte vor meine Augen; Meine neueste Erfahrungen überzeugen mich deiner gütigen Leitung, und deiner mächtigen Gotteshilfe. O, lieber Gott! laß meine Seele deine Güte erkennen, und meinen Wans del dir geheiliget seyn! Wenn ich bei den auffallenden Bewetsen deiner Güte, womit du mich überhäufst, mir noch irgend einen Kaltsinn oder einiges Widerstreben gegen dich verstatten wolla te, wie könnte ich das vor meinem eigenen Gewissen verants worten? Unendlich schwer würde mich dann ohnfehlbar die Empfindung der Menge deiner Wohlthaten drücken, wenn zus gleich die Empfindung meines Unbauks gegen dich in meiner Seele rege werden sollte; und das würde über kurz oder lang unausbleiblich geschehen, wenn ich leichtsinnig genug wäre, deiner Liebe und meiner Rettung aus mancherlei Noth zu vers geffen. Aber nein, mein Vater, ich will mir diesen Leichtsinn nicht zu Schulden kommen lassen. Deine Güte soll mir immer vor Augen seyn, und mein ganzes Herz voll Ehrfurcht, Liebe, Vertrauen und Gehorsam soll dir gewidmet seyn. Verschmås he dieß mein Opfer nicht! Denn was kann ich Armer dir sonst geben? Du, Allseliger, bedarfst keines Dinges, und ich kann dir im eigentlichen Verstande keine einzige deiner Wohlthaten vergelten. Alles, was ich noch thun kann, ist, daß ich auch jebe deiner Wohlthaten so anwende, wie es die Absicht mit sich bringt, um deren willen du sie mir erzeigest, und das aurich amir angelegen seyn laffen; Denn das Gute, was du uns giebst, nach deiner Vorschrift brauchen, das ist thätiger Dank für deta ne Güte; Dank der dir wohlgefällt, und durch den uns eigents lich das Wohlthar wird, wenn du uns Gutes erzeigeft. Zu sol, cher Erwelfung thätiger Dankbarkeit hilf denn auch mir, rüs b 3 fte Undachten und Erweckungen ste mich aus mit deinem Geiste zum Lobe deines Namens. Dir, der du immerdar lebest und wohlthuft, sey Anbetung und Preis ewiglich. Amen. 22 Pf. 32, 11. Freuet euch des Herrn, und seyd fröhlich, the Gerechten, und rühmet alle ihr Frommen. 13. Dankgebet einer Wochnerin. Phil. 4. 6. 7. Sorget nicht, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. Wir preifen dich, o Gott! wir pretsen dich, und deinen heills gen Namen, welcher nahe ist; Da ich in Angst und Noth war, rufte ich den Herrn an, und schrie zu meinem Gott; Ich habe den Herrn gefucht, und er hat mir geantwortet, und mich aus aller meiner Noth errettet. Ja, o Herr! du hast meine Seele aus dem Grabe wiedergebracht, du hast mir mein Leben gefris stet, und mich nicht in die Grube hinunter fahren lassen. Gelo: bet fey Gott, der mein Gebet nicht verworfen, noch seine Güte von mir gewendet hat. Gelobet sey Gott! der die Frucht meis nes Leibes bewahret, und mich zur freudigen Mutter gemacht hat. Ich will dem Herrn singen, so lange ich lebe, und meis nem Gott lobfingen so lange ich seyn werde; meine Rede vor ihm sey angenehm, ich will mich in dem Herrn freuen. Laß dir, gnädigster Vater! meinen Dank gefallen, welcher nicht aus falschem Munde gehet; Laß deine grosse Gnade meinem Herden beständig gegenwärtig seyn, damit ich allezeit in dir frohocke, deinen Namen lobe, uno auf dich vertraue. Laß mich durch mein ganzes Leben fruchtbar seyn an allen Früchten de chtschaffenheit, und dadurch zeigen, daß meine Dankbar. keit wufrichtig seye. Lehre mich, gütiger Gott! für das zarte Kind, das du mir geschenkt, und meiner Pflege anvertrauet haft, vernünftige Sorge tragen, Laß mich alle Mühe, die mit feiner Auferziehung begleitet ist, gern und mit Freuden über mich nehmen; Laß mich nie aus Liebe zur Gemächlichkeit, oder zum Vergnügen eine einzige Pflicht versäumen, die Natur und Res 23 des Herzens ie. Religion mir anflegen, sondern gieb mir die Gnade, sie zur Dankbarkeit für meine glückliche Entbindung auf eine vernünfs tige Art zu erfüllen. Lehre mich insbesondere für seine edle, zur Unsterblichkeit geschaffne Seele, die äusserste Sorgfalt tras gen; Laß mich selbst an christlicher Weisheit und Rechtschaffens helt immer mehr zunehmen, damit ich im Stande sey, mein Kind, wann es zum Gebrauch des Verstandes gelangt, gottes fürchtig zu erziehen, und ihm durch sanfte und freundliche Ers innerungen, und durch ein gutes Beispiel, die Liebe zur Tugend einzuflossen. Wenn es dir aber gefiele mir mein Kind wieder zu nehmen, so lebre mich, o Herr, meine Neigungen måssigen, und deinem Willen mich unterwerfen, damit ich nie auf eine schåndliche Weise einiges, Mistrauen in deine Vorsehung seze, sondern deine unerforschliche Weisheit mit Demuth anbete, este auf deine Güte gegen mich vertraue, und gerne dem wies der entsage, was ich von dir empfangen habe. Wenn du mich nach deiner Güte wieder gesund in den öffentlichen Versamm lungen deines Volks erscheinen läsfest, so laß mich diese Gnade mit dankbarem frohlockenden Herzen geniessen; Laß mich mit Andacht nicht nur das Opfer des Lobes und der Danksagung opfern, fondern auch in allen Stücken das thun, was zur Vers ehrung deiner herrlichen Majestät gehöret, damit ich künftig in der Erfüllung meiner Pflichten unermüdet und eifrig seye, und mit freudigem Herzen auch andern Gutes erweise, und mir dadurch die reine Freuden eines guten Gewissens erwerbe in der Zeit und in der Ewigkeit. Amen. Pf. 66, 2c. Gelobet sey Gott, der mein Gebet nicht vers wirft, noch seine Güte von mir wendet. 14. Gebet eines Dienstboten und Taglöhners. Pf. 128, 1. 2. Wohl dem, der den Herrn fürchtet, und auf feinen Wegen gehet. Du wirst dich nähren deiner Hände Arbeit: Wohl dir, du hast es gut. Ewiger und allmächtiger Gott, Herr der Herren und König der Könige! vor dir sind wir alle Staub und Asche, vor dir darf sich kein Mensch brüsten noch erheben: Du hast beide 64. den 24 Undachten und Erweckungen den Reichen und den Armen gemacht; Du hast das Loos dei ner Menschen mit våterlicher Weisheit verschieden ausgethels let; Du hast den einen dem andern unterthan gemacht, und zum brüderlichen Schuz empfohlen. Vater! so gering ich auch immer bin, ich freue mich deiner Liebe, und werde froh meines Daseyns. Jch bete an deine Fürsehung, und unters werfe mich deiner göttlichen Ordnung; Ich widme mich dem Stande, zu dem du mich berufen hast, und finde darin Stof, dich kennen zu lernen und mich zu vervollkommnen. Jch danke dir, daß ich lebe, und gesund und stark bin; Wte groß, und von manchem unerkannt sind diese Segnungen! daß es mir erlaubt ist, mein Gebet vor dir auszuschütten, und dich als meinen Vater anzurufen, und daß auch ich durch die Pre digt deines Evangeliums berufen bin, zum Licht, und zur Lebendigen Hoffnung der seligen Unsterblichkeit. Verzeihe mir Vater! wenn ich jemal über meinen niedrigen Zustand ge murret, oder Vornehmere und Reichere beneider habe; Vers zeihe mir alle Fehler des Unverstandes, und der Unzufrieden heit, die ich oftmals begangen habe oder noch begehe: Bo freie mich von der Knechtschaft der Sünde und mache mich zu einem frommen Diener der Zugend, zum frohen Beobachter deiner Gebote. Laß mich die Pflichten meines Standes recht erkennen, von Herzen lieben, und redlich erfüllen, damit ich nach deinem Befehl meine Herrschaft aller Ehren werth halte, und mich bemühe, derselben in allen Dingen treu und nüzlich zu seyn, nicht zu widersprechen, nichts zu entwenden, sondern ihren Vortheil bestens zu suchen und zu beförderen. Bewahre mich vor Stolz, Uebermuth, Ueppigkeit und Prachtliebe; bes wahre mich vor ungerechten Begierden und unbescheidnem Stres ben nach hohen Dingen, nach Schein und aufferem blendenden Schimmer: Laß weder die Liebe dieser Welt, noch die thörichte Neigung zu Lotto- und Glücksspielen sich meiner Seele bemächs tigen, mich zur Ungerechtigkeit verleiten, und mich in den Ab grund des Elends stürzen. Laß mich alle und jede böse Gesellschaft fliehen, und die unvermeidliche Gesellschaft der Gottlosen weder meinen Sipn und Gedanken anstecken, noch meine Sitten vers derben. des Herzens ic. derben. Was ich thue, laß mich von Herzen mit Bescheidenheit und mit Willigkeit thun. Wenn meine Herrschaft allzustreng und hart ist, so bewahre mich, o Herr! vor allem ungeziemenden Bes tragen, undunartigen Bezeigen gegen sie, und mache mich in meinen Geschäften desto fleissiger, je gewisser ich weiß, daß ich nicht blos Menschen, sondern Gott diene. Erhalte mir meine Kräfte, meine Gesundheit, und was das Beste im Leben ist, ein frohes und gutes Gewissen; Stärke und bevestige mich) im Glauben an die zukünftige Welt; Wenn es dein heiliger Wille ist, laß mich nie in Armuth gerathen, oder wenn ich unschuldiger Weise darein geras the, laß mich dieselbe mit Geduld ertragen, auf Jesum meinen Erldser sehen, und den Beistand der frommen Menschen erfahren. Laß mich in jeder Prüfung dieses irrdischen Lebens deiner Gnade froh werden, und mit deinen Kindern mich deiner väterlichen Lies be erfreuen in der Zeit und in der Ewigkeit. Amen. 25 Coloff. 3, 24. Wisset, daß ihr von dem Herrn empfahen werdet die Vergeltung des Erbes; Denn ihr dienet dem Herrn Christo. 15. Gebet bei aufsteigendem schweren Gewitter, und Erweckung zum Vertrauen auf Gott. Pf. 97,11. 12. Dem Gerechten muß das Licht immer wieder auf. gehen, und Freude dem frommen Herzen. Ihr Gerechten, freus et euch des Herrn, und danket ihm und preiser seine Helligkeit. Herr des Himmels und der Erde! Richter aller Volker! Wer follte dich nicht fürchten? Dir gebühret unsere Anbetung. Kein Lob kann deine Größe erreichen, kein noch so feuriger Verstand deine Macht umfassen und begreifen: Licht ist dein Gewand, Heis ligkeit ist deine Zierde. Dort in den nnermeßnen Fernen, wohin. kein sterblich Auge schauet, umgeben dich Pracht, Majestät und Ruhm. Wenn du, o Gott der Götter! herabfährst und in dem Wetter einhergehest, erscheinest du uns fürchterlich, vor deinem Donner zittert die Erde, beben die Elemente, vers bergen sich deine Geschöpfe, fürchtet sich alles, was Othem hat, und deinen Bliz erblicket. Du kommst, und Wolken b5 find 26 Undachten und Erweckungen find dein Wagen, und die Winde sind deine Boten, und Blize sind deine Allmachtspfeile, und Flammen, die sich schnell entzünden, find deiner Allmacht Diener. Gott, unser Gott und unser Vater! Dein Othem tödtet und beseelet, deine Stimme schlägt zu Boden und wecket auf; Deine Donnerwolken erschüttern Sichere, und sezen die Uebertretter in Angst und Unruhe; Auf deinen Befehl fallen Gebäude in Asche und erneuert sich die Erde. Ewig ist dels ne Macht und ganz unbeschränkt deine Herrlichkeit! deine Stars ke schuf und bewahret deine Werke: Was du über uns immer verhängst, zielet auf unser wahres Wohl, bewirket Gedeihen und Vortheil, gebähret unsere Wohlfahrt und unsere Glückseligs keit. Du suchest helm deine Menschenkinder, aber du suchest sie. heim als ein Vater, nicht um sie zu verderben, sondern zu erhals ten, nicht um sie zu berrüben, sondern zu lehren aufs Wort merken und auf thre Pflichten, nicht um sie zu vertilgen, sondern zur Beſ ferung aufzuwecken und zu ermuntern, Gott! du bist Vater in deinen Gerichten, wie in deinen Werken: in unserer Gefahr, wie in deiner Hilfe, in deinen Feuerblizen, wie in unserer Erhaltung. Stärke und erneure in ans das Vertrauen auf deine Güte, den Glauben an deine Hilfe, und die veste Ueberzeugung von deinen våterlichen Absichten! Laß uns mit Dankbarkeit die vielen Vors theile erwägen, die durch ein Gewitter vom Himmel auf die Erde gewälzet, und über Menschen und Thiere ausgeschüttet werden. Befreie uns von allem Aberglauben, kindischer Furcht und un christlichem Zagen vor deiner Allmachtsstimme; Erwecke und erhalte in uns den Sinn und den vesten Vorsaz, dich zu fürchten und deine Gebote zu halten. Amen. Pf. 62, 2.3. Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft. Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schuz, daß mich kein Fall stürzen wird, wie groß er ist. 16. Gebet eines Landmanns um fruchtbare Wittes rung und Erweckung zur Dankbarkeit. P. 104, 27. 28. 29. Es wartet alles auf dich, daß du thnen Speise gebeft zu seiner Zeit. Wenn du ihnen glebeft, des Herzens ic. 27 giebeft, fo fammlen sie, wenn du deine Hand aufthust, so werden sie mit Gut gesättiget. Verbirgest du dein Ans gesicht, so erschrecken sie: du nimmst weg ihren Othem, so vergehen sie, und werden wieder zu Staub. Gott! du erfreuest was da lebet mit deinem Wohlgefallen; Des Morgens erwachet deine Güte, und des Abends steiget zu dir empor Dank, Anbetung und Lobgesang; Du giebst unserer Erde Kraft zur Fruchtbarkeit, legest Segen auf unsere Arbeit und Ges deihen auf unseren Fleiß. Du wässerst unseregeldes, vermehrest ihren Reichthum und nähreft mit den Früchten der Erde Mens schen und Thiere. Jeder Grashalm zeuget von dir, durch den die Saat gerieth, und jede Kornähre, die zu Halmen hinaufsteiget, verkündet deine Macht und deine Ehre. Was wir sind, und was wir haben, sind und haben wir von dir und von deiner Güte. Dir verdanken wir unser Leben und unsern Othem, dir unsere Gesunds heit und Stärke, dir unseren Frieden und äussere Sicherheit, dir unseren Trieb zur Vollkommenheit und zur Gottseligkeit, dir den Anfang und Fortgang unserers Wohlergehens. Ohne dich können wir nichts, und ohne den gütigen Einfluß deines Segens gehet alle unsere Mühe und unsere Arbeit verlohren. Wir bitten dich, himmlischer Vater! segne das Werk unserer Hände; seg. ne die Saat in der Erde; Krone alle Jahreszeiten, träufle des. Segens Fertigkeiten auf unser ganzes Land, befeuchte durch eis nen milden Regenguß unseren dürren und schmachtenden Erdbos den, und laß alle Elemente zur Befeuchtung des Feldes, und zur Erhaltung einer reichen Erndte das Ihrige beitragen. Laß uns in diesem Jahre deine Güte schmecken, und deine väterliche Barmherzigkeit in allen Wegen erfahren. Gieb uns, was wir be. dürfen, und gieb der Erde, was ihren Wachsthum befördert, gieb uns Weisheit im Gebrauch deiner Gaben, Mäßigung in Bezähmung unserer Begierden, und Dankbarkeit für alles Gute das wir empfangen. Segne dein Volk und das Land, welches wir bewohnen, damit es fruchtbar werde. Laß auch uns das erfreuende Beispiel der reichen und ergies bigen Natur nachahmen, und laß uns in aller Weisheit und 28 Andachten und Erweckungen und Gottseligkeit wachsen; Laß uns reiche Früchte guter Werfe bringen, zur Verherrlichung deines Namens, und zu unserem bes ständigen Trost in dieser und in der zukünftigen Welt. Umen. Pf. 103, 2. Lobe den Herrn meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan. 17. Gebet eines Landmanns bei schlechter Witte: rung, und Ermunterung zur Zufriedenheit mit Gottes Schickungen. Pred. Sal. 7, 15. Am guten Tage sey guter Dinge, und den bdsex nimm auch für gut; Denn diese schaffer Gott neben jenem. Herr und Vater meines Lebens! Es ist wahrer und ewiger Gewinn für mich, daß ich unter deiner Obhut stehe, und mit allen meinen Veränderungen von derselben abhange. Du willst nach deiner unendlichen Güte nur mein Bestes; Ju dem Lichte deiner Allwissenheit fichest du untrüglich, was dazu irgend eta was beitragen kann, und bist vermögend genug, das alles in die Reihe meiner Schicksale einzuweben, was mir das Heil samste und Nüzlichste ist. Allweiser und gütigster Vater! Gieb, daß dieser Gedanke von deiner Liebe und Vatertreue mir bet als len Schicksalen und Prüfungen dieses Lebens gegenwärtig und lebhaft sen, daß dadurch aller Unmuth, der sich bei mir regt, überwunden, und alles Mistrauen, das in mir empor ftels get, ausgerottet werde: du, o Gott! versagest uns oftmals deinen trrdischen Segen, damit wir lernen, unsere Undanks barkeit einsehen, den Misbrauch deiner Gaben bereuen; und auf beffere Gedanken zurückgeführet werden; Du strafeft uns feren Erdboden mit schädlicher Trockenheit, oder gefährlichen Ueberschwemmungen, damit unser Stolz gebeuget, unsere Zus gellosigkeit bekämpfet, und das Gefühl unserer Abhängigkeit in uns erwecket und erneuert werde. Was wird aus dem Mens fchen, wenn er deiner vergißt, und was aus den Menschens Findern, wenn sie ungeahndet und unbestraft deine gute Gas ben mißbrauchen? Durch Mißbrauch und Ungerechtigkeit kons net des Herzens ic. 29 neu wir uns nichts anders als Strafen und Gerichte zuziehen, unsere bose Lüfte und verdorbene Begierden halten auf den Zus Fluß deiner Güte, und werden ab von uns deixen våterlichen Eegen; Unser Verderben kommt von uns; Unfrer Strafen Schöpfer sind wir, wir haben in mancherlei Stücken Unrecht gethan, und uns verfündiget an deinem heiligen Namen. Gott und Vater! Wir erkennen dein Recht, und unsre Ungerechtigs keit: wir flehen dich an um Gnade und Erbarmung;. Bergieb deinem Volk seine Sünden nach deiner Gnade. Besuche die Erde wieder und wäffere sie, und lasse die Wolken von Fett triefen ( laß sie nicht in den Fluthen versinken, und die Saat im Wasfer verderben) erneure durch deine Güte die Gestalt der Erde, und komme zu Hilfe den Bedürfnissen der Elenden. Herr, erhire das Geschrei der Armen und Dürftigen! Laß es genug seyn, daß wir unser Brod im Schweiß unsers Angesichts essen, und strafe uns nicht mit dem Mangel dieses vornehmsten Theils unsrer Nahrung, seze dem drohenden Mangel Grenzen, und bestimme deis ner väterlichen Heimsuchung ihr Ziel und Ende; Stärke uns, Iteber Vater, in dem findlichen Glauben an dich, damit wir das durch gewöhnt werden, das alles gut zu finden, was dein Rath über uns beschliesset und deine Weisheit für uns gut gefunden hat. Mache es uns immer einleuchtender, daß das wahre Glück an nichts außerliches gebunden, sondern allein in einem rechtschaffenen, dir ergebenen Herzen, zu finden sey, und mit folchem Herzen gleb, daß wir dich in jedem Zustande unsers Les bens, in Mangel und Trübsal, ebren, so werden wir es gewiß auch in der Folge aus eigner Erfahrung erkennen lernen, was wir dir jezt noch zum Theil glauben müssen: daß alle deine Wege mit uns lauter Güte, und zu unserem wahren Wohl ndthig find. Amen. Phil. 4, 11. Ich habe gelernet, bei welchen ich bin, mir ger nügen zu lassen. 18. Morgengebet eines Kranken. Hiob 2, 10. Haben wir Gutes empfangen von Gott, und sollten das Bdse nicht auch annehmen? Mur 30 Undachten und Erweckungen Nun erfahre auch ich es in der That, mein Gott, was der Mensch ist, wie hinfällig und wie leicht seine Gesundheit und Kraft dahin ist! aber Dank sey dir, daß ich weiß, du könnest nte deinen schwachen Geschöpfen zu viel auflegen, du habest auch jede Last der Krankheit gemäßiget, daß sie erträglich sey, und du werdest auch diese Veränderung mir zum Besten dienen lassen. Was sollt ich also unruhig klagen oder ängstlich fors gen? was kann ich Besseres thuu, als zu dir aufsehen, dem Gott, der da hilft, und der es nie bose meinen kann. Du hast mich bisher so väterlich geleitet, mir so manche Freude gewähret, und mehr Gutes an mir gethan, als ich bitten und verstehen konnte. Auch mit allem dem, was mir jemals Leid, Unruhe oder Schmerz verursacht hat, hast du es immer weislich gewendet. Gott, das alles erkennet meine Seele wohl! ich bin zu gering aller deiner Barmherzigkeit, und meine Seele ist stille zu dir, ohne dessen Willen und Leitung mir nichts begegnen kann! auch das wirst du wohl machen. Stårke mich in diesem danbaren, dir ergebenen und vertrauenden Sinn. Füge sonst es mit der Dauer und mit dem Ausgang meiner Krankheit, wie es dein väterlicher Wille ist. Ich weiß nicht, welches besser für mich und meine Verbindungen in der Welt seyn möchte, ein langes oder kurzes Krankenlager, das Leben oder der Tod. Wähle du für mich! auf dich trau ich! nur lehre mich in meiner, viel leicht noch ganz kurzen, Lebenszeit, meine Seligkeit mit gan zem Ernst schaffen. Wie ich diese Zeit bisher angewendet has be, wie ich mit den mir verliehenen Kräften und Gelegenheiten zum Guten umgegangen bin, wie ich gegen alle meine Rebens menschen gewesen bin, wie ich mein Herz und mein Leben rein von lasterhaften Neigungen und Gewohnheiten zu bewahren ges sucht habe, wie werth mir die Religion gewesen, und wie treu ich in ihrer Erkenntniß und Uebung gewesen bin: das ist die ernsthafte Ueberlegung, die ich jezt anznstellen habe. Gieb, daß ich sie weder scheuen, noch leichtsinnig damit zu Ende eilen und mir die Tröstungen des Evangeliums Jesu Christi fälschlich zus elgren möge. Auch für mich ist freilich bei dir viel Vergebung; Kuch mir willst du Barmherzigkeit wiederfahren lassen; Es ist doch des Herzens zc. doch aber auch gar zu gewiß, daß ich mit den Gesinnungen, die ich mit mir aus dieser Welt nehme, in der zukünftigen fort. leben werde, und wie meine Aussaat ist, so auch die Erndte für mich seyn wird. Ståts sey mir also der Zuruf Jesu Chrifti ers innerlich: Selig sind, die reines Herzens sind, die Friedfertis gen, die Sanftmüthigen, die ein aufrichtiges Verlangen haben, gut zu seyn, und so nach der Gerechtigkeit hungern und dursten! Das erwecke mich, mein Herz von allem dem loszureissen, was es noch an das Irroische fesselt, noch so viel Gutes zu thun, als ich kann, und allen um mich her durch Geduld, durch Ergebung in deinen Willen, durch frohe Erwartung des Zukünftigen ers wecklich zu werden. Dann tröste mich, o Gott, deine Liebe; dann fey mir die Nacht des Grabes nicht fürchterlich; dann laß mich in der ruhigen freudigen Gefinnung beharren: Herr, ich warte auf dein Heil! Amen. 31 2. Cor. 4, 17. Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maaße wichtige Herrlichkeit. 19. Abendgebet eines Kranken. Pf. 146, 2. Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hier bin. Groffer und welfer Beherrscher des Himmels und der Erde, mein Gott und mein Vater! auch im Leiden, und Trůbsal, und tiefen Gefühl der Schmerzen mein Gott und mein Vater! auch in meiner Krankheit auf meinem Lager erfahre ich den großen Reichthum deiner Güte, und der Erbarmung; Wer gab mir an diesem Tage Augenblicke der Ruhe, der Erholung und der herzstärkenden Erquickung? Wer neigte das Herz der Umstehen. den und der Mitleidenden mir zu? Wer sandte mir Aufmuntes rung durch ihre Lehren, Beistand durch ihre Liebe, Aufrichs tung meines Gemüths durch ihre Fürbitte, und kräftigen Trost in meine bekümmerte Seele? Wer stårkte meinen Glauben an dein Wort, meine Ergebung in deinen Willen, mein Vertrauen auf dels ne Hilfe? Wer anders als du, und bein guter Geist, mein Gott und 32 Andachten und Erweckungen und mein Vater! du offenbarest deine Güte an den Elenden, deine Kraft in den Schwachen, deinen Troft in den Bekümmer ten; Du erfülleft, was du den frommen Verehrern deines Nas mens verheissen haft: Ich will dich nicht verlassen, noch vers fäumen. Auch mich Kranken hast du nicht verlassen, mich Höchstbedürftigen hast du nicht versäumet; ich erkenne es, Gott, und meine Seele preiset dafür deine groffe Barmherzigs Feit. Fahre fort, mir deine Gnade zu erweisen, und laß die Krankheit des Leibes zur Genesung meiner Seele gereichen, Vergieb mir alle Fehler, womit ich mich unter meinem Leiden an dir und deiner guten Vorsehung versündige; Ach Gott! hab ich mich diesen Tag so verhalten, wie es deine Liebe und mein Gewissen erforderten? Habe ich die Geduld, den Muth, das Vertrauen auf dich bewiesen, wie ich sollte? Diente ich den Umstehenden zum Beispiel christlicher Sanftmuth und Gelas fenheit? Erkenne ich meine Fehler, bereue ich sie aufrichtig wünsche ich sie zu verbessern, bestrebe ich mich aus allen Krafs ten es zu thun? Denke ich versöhnlich an meine Feinde, redlich gegen meine Freunde, liebreich gegen alle Menschen? Vater! vergieb mir die Mängel und Gebrechen, die ich noch an mir trage. Beurtheile meine Thaten und Gesinnungen nicht nach einer stren gen Gerechtigkeit, sondern nach deiner unendlichen Barmherzigs Feit; Erwecke und vermehre in mir die Kraft mich zu bessern, und noch vor meinem Ende weiser und vorsichtiger zu werden. Flösse du mir selbst gute und fromme Gedanken ein, lenke meis nen Willen zur Haltung deiner heiligen Gebote. Mit diesen Gesinnungen überlasse ich mich in dieser Nacht deiner gütigen Fürsorge. Sey du mein Licht, mein Trest, und meine Zuver ficht. Triste und stärke du mich, und alle Kranken und Leidenden auf unserm Erdboden. Behüte auch die lieben Meinigen. Bes lohne alle, die Kranken beistehen, und ihnen ihre Neth lindern und mildern. Erhalte ihnen Gesundheit und Kräfte, und wenn sie auch Frank werden, führe ihnen liebreiche Helfer und Menschenliebens De Gemüther zu. Wenn diese Nacht die lezte meines Lebens feyn sollte, so schenke mir ein seltges Ende; Verzethe mir in Gnas ben alle meine Uebertretungen, und mache mich zum Erbe beines Ses Herzens 20deines Lichts, zum frohen Theilgenoß der ewigen Herrlichkeit. Amen. 38 Ps. 94, 19. Ich hatte viel Bekümmerniß in meinem Herzen: aber deine Trdstungen ergizen meine Seele. 20. Gebet um rechte Todesvorbereitung. Pf. 39, 5. Herr, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir has ben muß, und mein Leben ein Ziel hat, und ich davon muß. Jeder Tag, jede Stunde, jeder Augenblick, den ich zurücklege, bringt mid) meinem Tode immer näher, und was ists, daß ich hier noch zu leben habe?, Herr, lehre mich meine Hinfälligkeit mit Ernst bedenken, damit ich weislich die Zeit anwende, welche deine Ghade mir hier noch zu meinem Besten gönnet. Du hast mich nicht für die wenigen Tage bestimmt, die ich hier zubringe, ein andres, und nicht aufhörendes Leben steht mir nach deiner weisen Anordnung bevor, und wie viel hat das nicht auf sich, da ich eben in demselben empfangen soll, nachdem ich) gehandelt habe, es sey gut oder böse. Preis, Ehre und unvergängliches Wesen wirst du da nur denen geben, die dich hier lieben und Gus tes thun lernen, Trabsal und Ungst aber über alle Seelen kommen laffen, die den Sünden ergeben sind und Böses thun. Laß mich diesen genauen und wichtigen Zusammenhang des jezigen Lebens mit dem zukünftigen ståts vor Augen haben, und erwecke mich dadurch zur ernstlichen Sorgfalt in einer dir ergebenen guten Gesinnung, gewissenhaft das in allen Fällen meines hiesigen Lebens zu beobachten, was vor oir recht ist. Dieß ist die einzige rechte Zubereitung zu einem seligen Lode, und zu einer erfreulis chen Ewigkeit, und die laß mich doch nicht unbedachtsam, oder verführt durch falsche Hoffnungen, versäumen, und das um ſo weniger, da diese Versäumniß durch nichts ersezt werden kann, Schneller als ich es denke, kann das Ende metnes zeitlichen Les bens kommen, darum gieb, daß ich das nie auf den ungewissen Morgen verschiebe, was nach deinem Willen noch heute von mir geschehen kann, und soll, und da ich im Tode alles Irrdische gewiß verlassen muß, so bewahre mich, daß ich 34 Andachten und Erweckungen an nichts Zeitliches mein Herz hånge, und mir dadurch meinen Abschied aus der Welt schwer mache. Lehre es mich vielmehr so brauchen, daß ich es mit gutem Gewiffen zurück lassen, und auch dann noch wann ich es nicht mehr haben kann, mich ewig freuen könne, es einmal gehabt zu haben. Hilf mir nach denen bessern Gütern der Seele trachten, die mir kein Tod rauben kann, und regiere mich in meinem ganzen noch übrigen Leben mit deis nem Geiste so, daß ich eine Seele voll deiner Erkenntniß und Liebe, gereinigt von Einden, und versichert von deiner Gnade, aus dieser Welt in jene herüber nehmen könne. Zu was für einer Zeit und in welchen äusserlichen Umständen mich dann auch ime mer der Tod treffen möge, so wird er en solcher Verfaffung als lemal Gewinn für mich seyn, und dazu hilf mir nach deiner Barmherzigkeit durch Christum. Amen. Pf. 90, 12. Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir flug werden. 21. Gebet bei herannahendem Ende. Pf. 25, 17. 18. Die Angst meines Herzens ist groß: führe mich aus meinen Nothen. Siehe an meinen Jammer und Elend, und vergleb mir alle meine Sünden. Gelober seyst du, o Gott und Vater unfers Herrn Jesu Chrifti! daß du uns nach deiner grossen Barmherzigkeit wiedergebohren haft zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Todten, zu einem unvergånglichen, unbefleckten, und unverwelklichen Erbe, das denen im Himmel aufbehalten wird, die aus deiner Macht durch den Glauben zur Seligkeit bewahret werden. O! wie selig ist die Hoffnung, welche dy dets nen Gläubigen geschenket hast! Jesus unser Haupt lebet, wir seta ne Glieder sollen auch leben, bei ihm seyn, seine Herrlichkeit fes hen, dich, o Gott! schauen. Was für Glanz, Aumuth, und Freus den wird uns in jener Welt umgeben! was für ausnehmende Wers te wird uns der weite Himmel zeigen, wodu, o Gott, deine vols lige Herrlichkeit offenbarest, und wo keine Sünde, kein Fluch, kein Elend, keine Tirannet der Gottlosen mehr Statt findet! Hier ers kennen wir dich, o höchstes Gut! nur noch in einem dunkeln Worte, und des Herzens ic. 35 und unsere Augen sind zu schwach, einen grössern Glanz von deinem Lichte zu ertragen; dort aber sehen wir dich von Angesicht zu Angesicht, hier ringen wir zu Zeiten mit traurigen Zweifeln, dort erkennen wir alles deutlich mit völliger Ueberzeugung und steter Ruhe. Wie entzückend wird diese Erkenntniß feyn! Hier seufzen fromme Seelen unter der ihnen unerträglichen Last sünd. licher Triebe: durch deine Gnade haben sie das sehnlichste Vers langen, dir, o Gott! recht gefällig zu seyn, und dem Heilande nachzufolgen: allein die Sünde kleber uns noch immerdar an, die Welt und unsere verderbte Natur übereilen uns noch sehr oft, daß wir Fehltritte thun; Dort aber kommen wir zur Freis heit deiner Kinder, dort dret die Sünde und der traurige Kampf mit derselben auf, und der unvollkommne Anfang unfrer Heis ligung erreicht seine rechte Bollkommenheit, dort werden wir dich vollkommen lieben, vollkommen ehren, dich freudig verherrlichen, sollkommne Tugenden werden uns zieren, und keiner wird dem andern mehr lästig seyn, sondern ein jeder des andern Freude vermehren. Unser Geist wohnet hier in einem Leibe, der ihm oft zur Beschwerde gereicht, Schmerzen verursacher, und eines mühsamen Unterhalts bedarf. Dort wallen wir anfangs auffer dem Leibe in der angenehmsten Freiheit, und hernach empfangen wir in jener neuen Schöpfung einen verklärren Leib, der den Geiste nicht beschwerlich seyn kann, nichts als angenehme Empfins dungen verursachet, und ihn in seinen Wirkungen nicht hindert. Der Tod wird alsdann nicht mehr seyn, noch Leib noch Geschrei, kein Schmerz wird mehr seyn. Hier find je zu Zeiten selbst die Elemente wider uns. Frost, Hize, Sturm, Wafferfluten, zers schmetternder Donner, verderblicher Hagel sezeu uns in unans genehme Empfindungen, Furcht und Sorgen. Dort wirket als les zu der Seligen Vergnügen, nichts schadet, nichts schrek. tet. Hier finden sich machtige Ztrannen, gebåinge Feinde, lis stige Räuber und Betrüger, falsche Freunde und stolze Verachter threr Nebenmenschen. Dort ist alles ein perz und eine Seele, die treueste Freundschaft mit den Engeln und Erzengeln, die uns lieben, da du selbst, o Gott, uns deine Kinder, und du, o Hetland! uns deine Brüder( deine Schwestern) € 2 nennen, 36 Undachten und Erweckungen nennen. Haben wir hier noch fromme und liebreiche Freunde und Verwandte, deren Umgang uns vergnüget: so reiffer der Tod einen nach dem andern dahin, oder er entfernet uns mit Angst und Leidwesen von ihnen, einer siehet beides andern Gras be und weinet, dort finden wir einander wieder, unfre Freunds schaft wird vollkommen, und dauert so, wie unsere Seligkeit, ewig. Gott! wie groß ist die Ruhe und Zufriedenheit, die du uns in dieser Hoffnung schenkest, was für Freude wird der vollige Genuß einer Seligkeit gewähren, die unser jeziges Dens ken übersteiger, und welche hier niemand recht beschreiben kann? Sen gepriesen, sey ewig verherrlichet, daß du uns Sündern, uns Elenden, uns Sterblichen ein so gross Heil durch Jesum ers werben und versichern lassen; Mache uns in diesem Glauben recht veste und freudig, und laß uns beständig und mit allem Eifer nach dem trachten, was droben ist, wo Christus fizet zu deiner Rechten. Bekehre diejenigen, welche dieses groffe Heil noch nicht suchen, sondern in der Sünde verliebt und verstrict, dem Verderben entgegen eilen. Ziehe unser aller Herzen von dem Vergånglichen und Irrdischen ab, und richte sie cuf das Uns vergångliche und Himmlische, und bringe uns endlich zu dem ses ligen Genuß deiner Herrlichkeit im Himmel, um deiner Liebe, und um der durch Jesum geschehenen Versöhnung willen. Amen. 1 Cor. 15, 55. 56. 57. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der Sünde ist das Gesez. Gott aber sey Dank, der uns den Sieg gegeben hat, durch unsern Herrn Jesum Christ. 22. Gebet bei Sterbenden. Pf. 39, 7. Wie gar nichts sind doch alle Menschen! Vater und Herr unsers Lebens! wir danken dir von Herzen für alle Barmherzigkeit, die du diesem Sterbenden von Ans fang seines Lebens bis auf diesen Augenblick erwiesen hast, und fassen die Zuversicht, nach dem herrlichen Evangelium Jesu Christi unsers Herrn, du habest ihn nicht bloß für dieses kurze Leben geschaffen, sondern werdest auch an ihm deine des Herzens c. 37 deine barmherzige Absichten in der Ewigkeit vollenden. Ere leichtere ihm die Schmerzen und Bangigkeiten des Todes, und belebe in seiner Seele die Ruhe des Geistes, der auf dein gröss feres Heil in der Ewigkeit wartet. Erldfe ihn so von allem Uebel, und hilf ihm aus zu dem besseren Leben, wo kein Wechsel mehr seyn, und sich alles in Freude verkehren wird. Wir unterwerfen uns in der Trennung von ihm deinem státé guten Rath und Willen, und erheben uns von diesem niederschlagenden Anblick menschlicher Hinfälligkeit zu dir, der du alles mit uns und für uns wohl machest. Gieb uns Weisheit und Ernst, einen heilsamen Eindruck davon zu bewahren. Lehre uns wohl bedenken, daß es mit uns allen auch einmal, früher oder später, dahin kommen wird, wo uns alle Güter und Freuden dieser Welt nichts helfen, sondern nur deine Gnade und ein gutes Gewissen uns Trost und- Zuversicht geben können. Mache uns dieß zu einem mächtigen Aurrieb, stars in deiner Furcht zu leben, damit wir, wann nun auch unsre Zeit kommt, diefes uns allen bestimmte Ziel auf Erden, mit wahrhaftig christlichen Gesinnungen und Hoffnuns gen erreichen möge. Amen. 2 Tim. 4, 18. Der Herr wird mich erlösen von allem Uebel, und mir aushelfen zu seinem himmlischen Reiche; welchem sey Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 23. Kurze Anweisung aus dem Herzen beten zu lernen. Die erste. Man verrichte sein Geber, so viel als möglich, niemals, obne sich durch eine kürzere oder längere Vorbereitung dazu geschickt zu machen; Man suche sein Gemüth aus der Zers ftreuung zu fammlen, um es zur Ruhe und Stille zu bringen; Lese vorher einen Theil des göttlichen Worts, oder ein Stück aus einem guten erbaulichen Buche, oder auch eine erweckliche Ges betsformel, um seine Aufmerksamkeit auf dasjenige zu richten, was einen jezt ganz beschäftigen soll; Frage sich selbst: was will ich thun? Mit wem will ich mich unterreden? Was bedarf ich? Was für Materien zum Gebete giebt mir die nächsts vergangene oder die nächstbevorstehende Zeit an die Hand? In welche Versuchungen kann ich wohl heute gerathen? € 3 Was 38 Andachten und Erwéckungen Was für Geschäfte hab ich heute zu besorgen? Mit was für Menschen werde ich heute umgehen? Was hat mir Gott an dies sem Tage, oder in dieser Woche für besondere Wohlthaten ers wiesen? Welcher Fehler und Sünden habe ich mich in der Zeit vornehmlich schuldig gemacht? Wofür muß ich mich båten, was muß ich thun, wenn ich sie nicht wieder begehen soll? Die zweyte. Man glaube nicht, daß ein gortesgefällt. ges Gebet nothwendig weirläuftig seyn, oder allemahl alles dasjenige, was in dem allgemeinsten Verstande dazu gehören, in einer bestimmten Ordnung in sich fassen müsse. Die meisten Gebetsformeln, die wir in der heiligen Schrift finden, sind kurz und von verschiedenem Inhalte, ound auch das Muster, das Jesus seinen Jüngern gegeben hat, ist so beschaffen; Bald kann man sich vornehmlich mit der Anbetung und dem obe Gottes, bald mit Danksagungen für seine Wohlthaten, bald mit Bitten um Gnade und Hülfe, bald mit Fürbitten für an dere Menschen beschäftigen. Die dritte. Man bilde sich nicht ein, daß lanter auss erlesene Ausbrücke, oder daß eine gewisse künstliche Berediam Feit dazu erfordert würde, um auf eine Gott webigefällige Weise zu beten. Nein, Aufrichtigkeit und Ernst machen hier die Hauptsache aus. Wir haben es mir einem Gott zu thun, der nicht auf Nebendinge, die vielleicht nicht einmal in unse. rer Gewalt sind, sondern blos auf as Herz des Betenden sieht. Die vierte. Ist man sehr zur Zerstreuung geneigt, fo bete man, um sich vor derselben zu bewahren, mit lauter, oder lieber, um allen Schein der Heuchelet zu vermeiden, mit vernehmlicher Stimme, nicht blos in Gedanken, sondern mit deutlich ausgedrückten Worten: Man bediene sich in eben dies fer Absicht zuweilen guter Gebetsformeln damit man etwas vor fich habe woran man seine Aufmerksamkeit binden könne; les bei ist aber nöthig, daß man diese Gebetsformeln vorher, blos zum Unterricht, durchlese, so wie man etwa eine andere erbaulis cheSchrift lieft, alle Gedanken und Ausdrücke, die darinn vorkom. men, wohl zu verstehen suche, sie sorgfältig mit seinem gegens wärtigen Zustande vergleiche; sie entweder in Gedanken, oder auch des Herzens ic. 39 auch schriftlich, jenachdem es sich für eines jeden besondern Bes dürfnisse und Umstände schickt, abåndere; sich dieselben dadurch zu eigen mache, bei dem Gebrauche derselben mehr an die Sas chen als an die Worte halte, und sich nicht zu oft eben derselben Gebetsformel bediene, damit sie einem nicht gar zu geläufig werde, und man sich nicht dadurch gewöhne, Worte herzus sagen bei welchen man wenig oder nichts denket. Die fünfte. Man sey nicht damit zufrieden, daß man nur zu gewiß vestgesezten Zeiten betet; Dieß ist allerdings gut und nothwendig; Aber es ist nicht möglich, daß wir uns zu dies sen bestimmten Zeiten allemal in der Gemüthsfassung befinden, die der Undacht am günstigsten ist; Wenn man eine solche der Andacht günstige Gemüthsfassung bet sich gewahr wird, so übe man sich alsdann im Gebete, wenn es nicht andere wichtige Pflichten verbieten; Man thue solches insbesondere alsdann, wann diese oder jene Lehre der Religion einen besondern Eindruck auf uns gemacht hat; wann man seine Echwachheit und die Nothwendigkeit der( Huade und des Beistandes Gottes lebhafter als sonst empfindet: wann einen ein besondrer Kummer drückt, oder eine besondere göttliche Boblthat rühret; oder, wann man den Werth des Gutes, das man schon lange beseffen hat, deuts licher als zu andern Zeiten einsiehet, und eine stärkere Freude darüber fühlet. Wer diese Regeln beobachtet, dem wird es leicht fallen, sein Herz vor Gott auszuschütten, er wird einen Ges schmack an dieser gottesdienstlichen llebung finden; sie wird ihm angenehm werden; er wird sich bald eine groffere Fertigs keit darin erwerben, und dieser Geschmack, diese Fertigkeit wers den ihn in den Stand sezen, die Hindernisse der Andacht, die er zu andern Zeiten antrifft, desto glücklicher zu übersteigen, und es zulezt dahin bringen, daß er, nach der Vorschrift des Apostels ohne Unterlaß beter, das heißt, bei allen Gelegen. heiten sein Herz mit Freude und Vertrauen zu Go: t erheben, und dadurch eine beständige Siemeinschaft mit ihm unterhalten kann; ein Zustand, welcher der nächste Weg zur Vollkommens heit und zur Glückseligkeit ist, und nach welchem wir nie zu eifrig streben können. Erwele 40 Erweckungen und Lebensregeln Erweckungen und Lebensregeln aus der heiz ligen Schrift. 1. Betrachtung Gottes. Jerem. 9, v. 24. Wer sich rühmen will, der rühme sich deß, daß er mich wisse und kenne. Jer. 10, v. 6. 7. Dir, Herr, ist niemand gleich. Du bist groß und dein Name ist groß, und Rom. 1, v, 20, Gottes unsichts fannsts mit der That beweisen. Bares Wesen, das ist, seine ewige Wer sollte dich nicht fürchten, Kraft und Gottheit wird erses du König der Völker, dir sollte hen, so man deß wahrnimmt an man jægehorchen. den Werken, nemlich an der Schöpfung der Welt. Jes. 63, v. 16. Du, Herr bist unser Vater und unser Erldser; Pf. 147. v. 5. Unser Herr ist Von Alters her ist das dein groß und von grosser Kraft und Name. ist unbegreiflich, wie er regieret. Joh. 17, v. 3. Das ist das ewis Pf. 104, v. 24. Herr, wie sind ge Leben, daß sie dich Vater, der deine Werke so groß und so viel! du allein wahrer Gott bist, und Du hast sie alle weislich geord. den du gesandt hast, Jesum net, und die Erde ist voll deiner Christum erkennen. Güter. 2. Verehrung Gottes überhaupt. 1 B. Mol. 17,0. 1. Der Herrsfeyn vor deinem Gott. sprach zu Abraham: Ich bin der Spr. Sal. 31, v. 3. Wohl allmächtige Gott; wandele vor und recht thun ist dem Herrn lies mir und fey fromm. ber, denn Opfer. Joh. 4, v. 24. Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten die misfen ihn im Geist und in der Frucht bringer. Wahrheit anbeten, Joh. 15, v. 8. Darin wird mein Vater geehret, daß ihr viel Rom. 12, v. 1. Begebet eure Micha. 6, v. 6. Es ist dir ge- Leiber zum Opfer, das da lebens sagt, Mensch, was gut ist, und dig, heilig und Gott wohlgefäls was der Herr von dir fordert:( lig sey, welches sey euer vernünfe nemlich Gottes Wort halten, tiger Gottesdienst, und Liebe üben, und demüthig 1 Cor. aus der heiligen Schrift. 41 1 Cor. 10, v. 31. Shr effet, thut, so thut es alles zu Gots oder trinfet, oder was ihrites Ehre. 2. Lob Gottes. Pf. 63, v. 6. Das wäre meis Namen. Lobe den Herrn, meis nes Herzens Freude, wenn ich ne Seele, und vergiß nicht, dich, o Gott, mit fröhlichem was er dir Gures gethan hat. Munde loben sollte. Pf. 146, v. 2. Ich will den Pí. 103, v. 1. 2. Lobe den Herrn loben, so lange ich lebe, Herrn, meine Seele, und das, und meinem Gott lobsingen, was in mir ist, seinen heiligen weil ich hie bin. 4. Dankbarkeit und Liebe. Pf. 92, v. 1. Es ist ein kosts von ganzem Herzen, von gans lich Ding, dem Herrn danken zer Seele und von ganzem Ges und lobsingen deinem Namen, müthe. Das ist das vornehmste du Allerhöchster. und größte Gebot. Pf. 116, v. 12. Wie soll ich 1 Joh.4, v. 9. 19. Darin ist dem Herrn vergelten alle feine erschienen die Liebe Gottes ges Wohlthat, die er an mir thut.gen uns, daß Gott seinen einges Pf. 106, v. 1. Darker dem bohrnen Sohn gesandt hat in Herrn, denn er ist freundlich die Welt, daß wir durch ihn lea und seine Güte währet ewiglich. ben sollen. Lasser uns ihn Eph. 5, v. 20. Saget Dank lieben denn er hat uns erst ges allezeit für alles Gott und dem liebet. Vater in dem Namen unsers 1 Joh. 5, v. 3. Das ist die Lies Herrn Jesu Christi. be zu Gott, daß wir seine Gebots Matth. 22 ,, v. 37-38. Duste halten, und seine Gebotte find follt lieben Gott, deinen Herrn nicht schwer. 5. Unterwerfung und Zufriedenheit. 1 Sam. 3, v. 18. Er ist der Phil. 4, v. 11. 12. Sch Heri: er thue was ihm wohlge, habe gelernet, bei welchen fällt. ich bin, mir genügen zu lass Luc. 22, v. 42. Vater, nicht fen. Ich kann niedrig seyn mein sondern dein Wille ge und kann hoch seyn. Ich bin schehe. in 42 Erweckungen und Lebensregeln. in allen Dingen und bei allen hungern, beide übrig haben geschickt, beide satt seyn und und Mangel leiden.. 6. Vertrauen auf Gott. P. 37, v. 5. Befiehl dem Herzen, und verlaß dich nicht auf Herrn deine Wege und hoffe auf deinen Verstand; sondern geden thn: Er wirds wohl machen. te an ihn auf allen deinen Wes P. 73, p. 28. Das ist meine gen, so wird er dich recht führen. Freude, daß ich mich zu Gott! Jerem. 17, v. 7. Gesegnet ist halte, und meine Zuversicht ses der Mann, der sich auf den Herrn ze auf den Herrn Herrn, und verläßt und der Herr seine Zus verkündige alle dein Thun. versicht ist. Pí. 13, v. 6. Ich hoffe darauf, Klagl. Jerem. 3, v. 24. Der daß du so gnådig bist; mein Herz Herr ist mein Theil, iprich, meis freue sich, daß du io gerne hiline Seele; darum will ich auf fest. Ich will dem Herrn singen, ihn hoffen. daß er so wohl an mir thut. 1 Pet. 5, v. 7. Alle eure Sort Spr. Sal. 3, v. 5. 6. Verlaß gen werfet auf Gott, denn er dich auf den Herrn von ganzemljorget für euch. 7. Beruhigung im Leiden. Pi. 43, v. 5. Was betrübst du glück vorübergehe. dich, meine Seele, und bist so hof. 6, v. 1. Kommt, wir wol unruhig in mir? Harre auf len wieder zum Herrn; denn er Gott; Denn ich werde ihm noch hat uns zerriffen, er wird uns danken, daß er meines Angesichts auch heilen! er hat uns geschla Hilfe und mein Gott ist. gen, er wird uns auch verbinden. Pl. 57, v. 2. Sen mir gnädig, 1 Pet. 4, v. 19. Welche va leis Gott, sen mir gnädig; denn auf den nach Gottes Willen, die ſols dich trauer meine Seele, und un len ihm ihre Seelen befehlen als ter dem Schatten deiner Flügelfdem treuen Schöpfer in guten habe ich Zuflucht bis das Un.Berken. 8. Pflicht und Trost des Gebets. Pi. 27, v. 8. Mein Herz hält Untltz suchen; darum suchte ich ir vor dein Wort; the follt meinlauch, Herr, dein Untliz. Ps. aus der heiligen Schrift. 43 P. 65, v. 2. Gott, du erhö: Flehen im Geist, und wachet da. rest Gebet; darum kommt al- zu mit allem Anhalten und Fles les Fleisch zu dir. hen. Pi. 62, v. 9. Hoffet auf Gott Phil. 4, v.6. In allen Din allezeit, lieben Leute: schüttet gen lasser eure Bitte im Gebet ener perz vor ihm aus. Gott ist und Flehn mit Dankiagung vor unsere Zuversicht. Gotr kund werden. Eph. 6. v. 18. Betet ståts in Jac. 5. v. 13. Leidet jemand allem Anliegen, mit Bitten und unter euch, der bete. 6. Freude an Gott. P. 97, v. 1. Der Her ist Kd nig; deß freue sich das Erdreich. Pi 31, v. 8. Ich freue mich, Herr, und bin fröhlich über dei ne Güte. Herru mit Freuden: Kommt vor sein Angesicht mit Froblocken. Phil. 4, v. 4. Freuet euch in dem Herrn alle Wege, und abermal sage ich: freuet Pi, 100, v. 1. Dienet dem euch. 10. Thätigkeit der Religion in einem rechtschaffen nen Leben und Verhalten, Wer Matth. 7, v. 21. Es werden 1 Joh. 3. v. 7. Kindlein, laffet nicht alle, die zu mir sagen: Herr, eud) niemand verführen. Herr, insHimmelreich fommen, sondern die den Willen thun meis nes Vaters im Himmel. Gal. 5. v.6 In Christo Jesu recht thut, der ist gerecht. Eph. 5. v.9. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geistes ist allerlei gilt weder Beschneidung noch Gütigkeit, und Gerechtigkeit Vorhaut etwas, sondern der und Wahrheit. Glaube der durch die Liebe thätig ist. 2 Pet. 1, v. 5. So wendet nun allen Fleiß dran, und reichet dar in eurem Glauben Tugend. Jac. 2, v. 18.26. Zeige mir deinen Glauben mit deinen Wers fen- denn gleich wie der Leib ohne Geist todt ist, also auch der Glaube ohne Werke ist todt. 11. Menschen Würde und Bestimmung. * Ps. 8, v. 6. Du hast thn die Engel, aber mit Ehre und etwas geringer gemacht, als pracht hast du ihn gekrönet. Sprüche 44 Erweckungen und Lebensregeln Spr. Sal. 20, v. 27. Die geben wird, denn denselbigen Leuchte des Herrn ist des Men bat Gott der Vater versiegelt. schen Othem, die geher durchs Pred. Sal. 12, v. 7. Deunder ganze Herz. Staub muß wieder zur Erden kommen, wie er gewesen ist, und nicht die vergånglich ist, sondern der Geist wieder zu Gott, der ihn die da bleibet in das ewige Leben, gegeben hat. welche euch des Menschen Sohn Job. 6. v. 27. Wirket Speise 12. Vernünftige Selbstliebe. Matth. 16, v. 26. Was hilfts Christo auferstanden, fo suchet den Menschen, so er die ganze was dreben ist, da Christus ist, Welt gewonne, und nahme doch sizend zu der Rechten Gottes. Schaden an seiner Seelen? Oder Trachtet nach dem was dreben was kann der Mensch geben, das ist, nicht nach dem was auf Er mit er seine Seele wieder lose? den ist. Matth.6, v.33. Trachtet am, Eph. 5, v. 29 Denn niemand ersten nach dem Reich Gottes hat jemals sein eigen Fleisch ges und nach seiner Gerechtigkeit, so haffet, sondern er nähret es, und wird euch solches alles zufallen. pfleget sein, gleich wie auch der Cor. 3, v. I. 2. Seyd ihr mit Herr die Gemeinde. 13. Liebe des Nächsten überhaupt. Mal. 2, v. 10. Haben wir nicht måthig und einhellig seyd! alle einen Bater? Hat uns nicht Joh. 2, v. 8. So ihr das kos ein Gott erschaffen?' nigliche Gesez vollendet nach der Schrift: Liebe deinen Nächsien, als dich selbst, so thut ihr wohl. 1 Cor. 13, v. 13. Nun bleibet phil. 2, v. 1. 2. 3ft bet euch Glaube, Hoffnung, Liebe, dieſe Ermahnung in Christo, ist Troft drey; aber die Liebe ist die Größ der Liebe, ist Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und I Joh. 3, v. 18. Lasset uns Barmherzigkeit, so erfüllet meis nicht lieben mit Worten, und ne Freude, daß ihr eines Sin- mit der Zunge, sondern mit der nes seyd, gleiche Liebe habt, ein. That und mit der Wahrheit. seste unter ihnen. 14. Rom. 12, v. 10. Die brüderli. che Liebe untereinander sey herz, lich. Erweckungen und Lebensregeln 14, Gerechtigkeit und Billigkeit, Spr.Sal. 21, v. 5. Es ist dem Gerechten eine Freude, zu thun, was recht ist. Jerem. 22, v. 3. Haltet Recht und Gerechtigkeit, und erretter den Beraubten von des Frevlere tet ein recht Gerichte. Hand, und schindet nicht die Matth. 7, v. 12. lles, was Fremdlinge, Walfen und Witt- thr wollt, daß euch diekeute thun wen, und thut niemand Gewalt. sollen, das thut ihr ihnen. 45 ● Hab. 3, v. 6. Wehe dem, der sein Gut mehret mit frembem Gut! Wie lange wirds währen? Joh. 7, v.24. Richternicht nach dem Ansehen, sondern rich 15. Aufrichtigkeit. 1 Chron. 30, v. 17. Ich weiß, siehet nicht lange. mein Gott, daß du das Herz Zachar. 8, v. 16. 17. Das ists, prüfest, und Aufrichtigkeit ist das ihr thun sollt: Rede einer bir angenehm. mit dem andern Wahrheit, und Pf. 15, v. 1. 2. 3. Herr, wer richtet recht und denke feiner kein wird wohnen in deiner Hütte? Arges in seinem Herzen wider Wer wird bleiben auf deinem feinen Nächsten, und lieber nicht heiligen Berge? Wer ohne falsche Eide; denn solches alles Wandel einhergehet und recht haffe ich, spricht der Herr. thut und redet die Wahrheit von Eph. 4, v. 25. Leget die Lus Lüs Herzen, wer mit seiner Zungelgen ab, und redet die Wahrheit, nicht verläumdet, und seinem ein jeglicher mit seinem Nächs Nächsten kein Arges thut, und sten, sintemal wir untereinans seinem Nächsten nicht schmåhet. der Glieder sind. Spr. Sal. 12, v. 19. Wahrs Jac. 4, v. 1 1. Afterrebet nicht haftiger Mund bestehet ewig- untereinander, lieben Brüder, lich); aber die falsche Zunge be16. Theilnehmung an Anderer Schicksal. Rom. 12, v. 15. Freuet euch sehe nicht auf das Seine mit den Fröhlichen und weinet( allein), sondern( auch) auf mit den Weinenden das, was des Undern ist. Ph. 2, v. 4. Ein jeglicher 17. Mita Erweckungen und Lebensregeln. 17. Mitleiden und Wohlthätigkeit. Luc. 6, v. 36. Send barmher Matth. 25, v. 40. Jeius zig, wie euer Vater im Him- spricht: was ihr gethan habt mel barmherzig ist. Einem unter diesen meinen ges Col. 3, 12. Ziehet an, als die ringsten Brüdern, das habt ihr Auserwählten Gottes, herzli mir gethan. ches Erbarmen, Spr. Sal. 3. v. 27. Weigere Gal. 6, v. 1, Lieben Brüder, fo ein Mensch etwa von einem dich nicht dem Dürftigen Gutes Fest übereilet würde, so helfet zu thun, so deine Hand von Gott ihm wieder zurecht mit sanfts hat, solches zu thun. müthigem Geist. Gal. 6, v. 10. Als wir denn Jac. 5, v. 19. 20. Lieben nun Zeit haben, so lasset uns Gutes thun an Jedermann. Brüder, so jemand unter euch irren würde von der Wahrheit, und jemand bekehrte ihu, der foll. wissen, daß, wer den Sünder bes kehret hat von dem Irrthum Ef. 58, 7. Brich dem Hungrigen dein Brod, und die, so im Elend sind, führe ins paus; so du einen nackend siehest, so kleide seines Weges, der hat einer See, thn, und entzeuch dich nicht von deinem Fleisch. le vom Tode geholfen, und wird bedecken die Menge der Sünden, 46 18. Sanftmuth und Versöhnlichkeit. Spr. Sal. 19, v. 11. Wer gej Matth. 6. v. 14. So ihr den duldig ist, der ist ein kluger Menschen ihre Fehle vergebet, Mensch, und ist ihm ehrlich so wird euch euer himmlischer ( rühmlich), daß er Untugend Vater auch vergeben. überhören kann. Luc 13, v. 34. Jesus sprach: Matth. 5, v. 21. Gehe zuvor Bater, vergieb ihnen, denn ſie hin und versöhne dich mit dei: wiffen nicht, was sie thun. nem Bruder, und alsdann komm] Eph. 4, v. 32. Seyd untereins und opfre deine Gabe. ander freundlich, herzlich, und Rom. 12, v. 21. Laß dich nicht vergebet einer dem andern, das Böse überwinden, sondern gleich wie Gott euch vergeben überwinde das Böse mit Gutem. hat in Christo. 19. Ges aus der beiligen Schrift. 19. Gelindigkeit in oer Beurtheilung Anderer. Luc. 6, v. 37. Richter nicht, so du einen fremden Knecht richs werdet ihr auch nicht gerichtet. teft? Er stehet oder fållet seinem Verdammet nicht, so werdet ihr Herrn, auch nicht verdammt. Phil. 4, v. 5. Eure Lindigkeit Rom. 4, v.4. Wer bist du, daß lasser fund seyn allen Menschen. 47 20. Friedfertigkeit. 13. M 13, v. 8. Abraham Frieden rathen, machen Freude. sprach zu Lor: Lieber, laßnicht Matth. 5, v. 9. Selig sind die Zank feyn zwischen mir und dir, -denn wir sind stebrüder. Friedfertigen, denn sie werden Gortes Kinder heiffen. Rom 12. v. 18. Jsts möglich, so viel an euch ist, so habt mit Pi. 34. v. 15. Suche Frieden, und jage ihm nach. Spr. Cal. 12, v. 20. Die zum allen Menschen Friede. 21. Häusliche Tugenden. Ich und mein deinen Sohn, so wird er dich ers errn dienen gözen, und wird deiner Seele Sp.Cal.17.0.1. Es ist ein tro. fanft thun. den Biffen, daran man fich genü- Eph. 6, v. 4. Jhr Våter, rel gen 1 Ter, beffer, denn ein Haus zet eure Kinder nicht zum Zorn, voll Geschlachtetes mit Hader. sondern ziehet sie auf in der Zucht 1 Tim. 5, v. 8. So jemand und Vermahnung zum Herrn. die Seinen nicht verforget, der Eph 6, v. 1.2. Shr Kinder, hat den Glauben verleugnet, feyd gehorsam euren Eltern, und ist ärger denn ein Haide. denn das ist billig. Ehre Bater Eph. 5, v.33. Ein jeglicher und Mutter: das ist das erste habe lieb sein Weib, als sich Gebot das Verheiffung hat, felbst. Das Weib aber fürchte Col. 3. v. 20. Ihr Kinderfeyd den Mann, gehorsam den Eltern in allen Dingen, denn das ist dem Herrn Epr Sal. 22, v. 6. Wie man einen Knaben gewähnet, so läffer gefällig. er nicht davon, wenn er alt wird. Jof. 24. v. 15. Haus wollen dem Spr. Sal. 10, v. 1. Ein Spr, Sal. 29, v. 17. Züchtigelweiser Sohn ist seines Vas ters 48 Erweckungen und Lebensregeln ters Freude, aber ein thörichter gefallen thun, nicht widerbellen, Sohn ist seiner Mutter Gråmen. nicht veruntreuen, sondern alle Col. 3, v.22. hr Knechte, gute Treue erzeigen, auf daß fie feyd gehorsam in allen Dingen die Lehre Gottes, unsers Heilan. eurem leiblichen Herrn; nicht des, zieren in allen Stücken. mit Dienft vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern 4 B. M. 25, v. 43. Du sollst nicht mit der Strenge über deine mie Einfältigkeit des Herzens Knechte herrschen, sondern dich und mit Gottesfurcht. Alles, fürchten für deinem Gott. was ihr thut, das that von Hpers zen als dem Herrn, und nicht den Menschen. Col. 4, v. 1. Jhr Herren, was recht und gleich ist, das beweiset den Knechten, und wisset, daß Tit. 2, v. 9. 10. Den Knechten ihr auch einen Herrn im Himmel fage, daß sie ihren Herren unters habt. thånig seyn, in allen Dingen zul 22. Gegenseitige Pflichten der Obrigkeiten und Unterthanen. 1 Kon. 3, v. 9. Salomo bete: Luc. 20, v. 25. Gebet dent te: Du wollest deinem Knechte Kaiser, was des Kaisers ist. geben ein gehorsam Herz, daß er Nom. 13, v. 1. 7. Jedermantt bein Volk richten möge, und versey nnterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. So gebet stehe, was gut und böse ist. Ps. 2, v..10. Laffet euch wei- nun Jedermann was ihr schuls fen, ihr Könige, und lasset euch dig send, Schoß, dem der Schoß belehren, ihr Richter auf Erden. gebühret; Zoll, dem der Zoll ges Spr. Sal. 20, v. 28. Fromm bühret: Furcht, dem die Furcht und wahrhaftig seyn behüten gebühret; Ehre, dem die Chre den König, und sein Thron beste- gebühret. het durch Frömmigkeit. Tim. 2, v. 1. Erinnere sie, daß Rom. 13, v.4. Die Obrigkeit sie den Fürsten und der Obrigkeit ist Gottes Dienerin dir zu Gute. unterthan und gehorsam seyn. 23. Selbsterkenntniß. Pf. 26, v. 2. Prüfe mich Låntere meine Nieren, und Herr, und versuche mich, imein Herz. Klagl, aus der heil. Schrift. 49 Klag. Jerem. 3. v. 40. Laffet chet euch selbst, ob thr im Glaus uns forschen und suchen unser ben seyd; Präfer euch selbst; oder Wesen. erkennet ihr euch selbst nicht? 1. Cor. 11. v. 28 31. Derj Gal. 6. v. 3. 4. So jemand Mensch prüfe sich selbst.- fich låffet dünken, er sey etwas, Denn so wir uns selber richteten, so er doch nichts ist, der betrů. so würden wir nicht gerichtet. get fich) felbst. Ein jeglicher 2. Cor. 13. v. v. 5. Bersuchet aber prüfe sein selbst Werk. Selbstbeherrschung. 24. 5. B. M. 4.v.9. Hüte dich seines Muths Herr ist, ist beffer, nur, und bewahre deine Seele. denn der Städte gewinnet. Spr Sal. 4. v. 23. Behüte dein Herz mit allem Fleiß, daraus gehet das Leben. Spr. Sal. 26. v. 32. Der 25. Regierung des sinnlichen Vergnügens. Pred. Sal. 11, v. 9. Freuelsten, welche wider die Seele dich, Jüngling, in deiner Ju streiten. gend, und laß dein Herz guter Luc. 21. v. 34. Hütet euch, Dinge seyn und wisse, daß daß eure Herzen nicht beschwes dich Gott um dieß alles wird vor ret werden mit Fressen und Gericht führen. Gal. 6. v. 1. Siehe auf dich denn selbst, daß du nicht auch versus chet werdest. Rom.8.v.13. Wo ihr nach dem Fleische lebet so werdet ihr ster ben müssen, wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäf te tüdret, so werdet ihr leben. Saufen. Gal. 5. 22. Die Frucht des Geistes ist Keuschheit. Phil. 4. v. 8. Lieben Brüder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was feusch, was 1. Pet. 2. v 11. Lieben Brü lieblich. was wohl lautet ist etwa der, ich ermahne euch, als die eine Tugend, ist esva ein Lob, Fremdlinge und Pilgrime, ent dem denket nach. halter euch von fleischlichen Lu 26. Bescheidenheit und Demuth. Pf. 131. v. 1. Herr, mein sen Dingen, die mir zu hoch Herz ist nicht hoffärtig, und sind. meine Augen sind nicht stolz, Spr. Sal II. v. 2. Wo und ich wandele nicht in groß Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Erweckungen und Lebensregeln 50 aber Weisheit ist bei den De müthigen. Math. 23, v. 12. Wer sich selbst erniedriget, der wird er höhet werden. Phil. 2, v. 3. Nichis thut durch Zank oder eitele Ehre; sondern durch Demuth achtet euch unter einander einer den andern höher, denn sich selbst. Rom. 12, v. 10. Einer kom me dem andern mit Ehrerbio tung zuvor. Luc. 17, v. 1o. Wenn ihr al les gethan habt, das euch befoh len ist, so sprecht: Wir sind unnůze Knechte: wir haben gethan, das wir zu thun schuldig waren. Rom. 12, v. 3. Ich sage durch Kleinen verachtet.. dieGnade, die mir gegeben ist jes dermann unter euch, daß nie mand weiter von ihm halte, denn sichs gebühret zu halten, sondern daß er von ihm mässiglich halte, 2 Cor. 10, v. 18. Darum if ein jeglicher, nachdem Gott aus einer nicht tichtig, daß er sich getheilet hat das Maaß des selbst lober, sondern daß ihn der Glaubens. Herr lobet. Spr." Sal. 16, v. 12. Wenn du einen siehest, der sich weise dünkt, da ist an einem Narren mehr Hoffnung, denn an thm. Math. 18, v. 10. Sehet ju daß ihr nicht jemand von diesen 27. Vorsichtigkeit. Spr. Sal. 14, v. 8. 15. Das Kinder des Lichts in ihrem Ge ist des klugen Weisheit, daß er schlechte. auf seinen Weg merket. Eph. 5, v. 15. Sofehet nun Spr. Sal. 14, v. 15. Ein Als zu, wie ihr vorsichtiglich wan berer glaubt alles, aber ein 28i: delt, nicht als die Unweisen, ziger merket auf seinen Gang. sondern als die Wetsen. Luc. 16, v. 8. Die Kinder dies 1 Theff. 5, v. 21. Prüfet alles fer Welt sind kluger, denn die und das Gute behaltet. 28. Arbeitsamkeit. Spr. Sal. 10, v. 4. Läffige| ihr hie den ganzen Tag müſſigHand macht arm, aber der 2 Thesf. 3, v. 11. 12. Wir hds Fleissigen Hand macht reich. ren, daß etliche unter euch wans Pred. Sal. 9, v. 10. Alles, deln unordentlich) und arbeiten was dir vorhanden kommt zu nichts, sondern treiben Vorwiz thun, das thue frisch. Solchen aber gebieten wir und Math, 20, v. 6, Was stehetl Cla aus der heiligen Schrift. 51 ermahnen sie durch unsern mit stillem Wesen arbeiten, Herrn Jesum Christ, daß sielund ihr eigen Brod essen. Genügsamkeit, 29. Spr. Sal. 13. v. 7. Mancher] 1 Tim. 6. v. 6. Es ist ein ist arm bei groffem Gut, und grosser Gewinn, wer gottfelig mancher ist reich bei seiner Arist, und låsset ihm genügen muth. denn Getz ist eine Wurzel alles Uebels. Luc. 12.9. 15. Sehet zu und hütet euch vor dem Getz; Denn Ebr. 13. v. 5. der Wandel niemand lebet davon, daß er sey ohne Geiz und lasset euch bes viel Güter hat. gnügen an dem, das da ist. 30. Frommigkeit und Zugend überhaupt. Hiob 28, v. 28. Siehe, die heiden, die das Gesez nicht has Furcht des Herrn, das ist Weis- ben, und doch von Natur thun heit, und meiden das Böse, des Gesezes Werk; dieselbigen, das ist Verstand. dieweil sie das Gefez nicht haben, sind sie ihnen selbst ein Gesez, das mit, daß sie beweisen, des Geses zes Werk sen beschrieben in ihs rem Herzen, sintemal ihr Gewiss sen sie bezeuget; dazu auch die Gedanken, die sich unter einans der verklagen oder entschuldigen. Ap. Gesch. 24, v. 16. In dems felbigen( Glauben) übe ich mich zu haben ein gut Gewiffen, beide gegen Gott und den Menschen. Pr 37, v. 37. Bleibe fromm und halte dich recht; Denn sol chen wirds zulezt wohlgehen. Jes. 13.v.21. Dieß ist der Weg, denselbigen gehet, sonst weder zur Rechten noch zur Linken. I Tim. 6, v. II. Du Gottes Mensch- jage nach der Gerech tigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben,( der Ehrlichkeit) der Rom. 2, v. 14. 15. So die Liebe, der Sanftmüth. 31. Das Glück des Frommen in der Gemüthsruhe und innerlichen Freudigkeit. Pred. Sal. 12, v. 13. Laffet uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte sein Gebot, denn das gehöret allen Menschen zu. Pf. 119, v. 106. Jch schwöre, Herr, und wills halten, daß ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will. - PL.119, v. 165. Grossen Frie: Weisheit und Gottseligkeit) Wes den haben, die dein Gesez lieben. ge sind liebliche Wege, und alle Spr. Sal 3, 0, 17. Ihre( derlihre Steige find Friede. Pred, 52 Erweckungen und Lebensregeln aus der heil... Pred. Sal. 9, v. 7. Iß deinstigkeit und göttlicher Lauters auf der Welt gewandelt Brod mit Freuden, trink deinen feit- Wein mit gutem Muth, den haben. dein Werk gefällt Gott. Hebr. 13, v. 18. Unser Trostif Jef. 32. v. 17. Der Gerechtig der, daß wir ein gut Gewissen keit Frucht wird Friede seyn, und haben, und fleissigen uns guten der Gerechtigkeit Nuz wird ewi, Wandel zu führen bei allen. ge Stille und Sicherheit fenn. 1 Joh.3, v. 21. Ihr Lieben, so 2Cor. 1, 12. Unser Ruhm ist uns unser Herz nicht verdams der, nemlich das Zeugniß unsers met, so haben wir eine Freus Gewissens, daß wir in Einfäl, digkeit zu Gott. 32. Das Glück der Frommen in der Hoffnung der Zukunft. Sp. Sal 10, b 28. Das Warten Christo auferstanden, so fuchet, der Gerechten wire Freude wer. was droben ist, da Chriftus ift. den; aber der Gottlosen Hoffnung Trachtet nach dem, das droben ist, wird verlohren seyn. nicht nach dem, das auf Erden ist. Gal. 6. v 7. Was der Mensch fået, das wird er erndten. 2 Tim. 4, v. 7.8. Ich habe einen guten Kampf gekämpfet; Joh habe Jef. 3, v. 10. Prediger von den den Lauf vollendet: Ich habe Glays Gerechten, daß sie es gut haben; be gehalten. Hinfort ist mir beis Denn sie werden die Frucht ihrer gelegt die Krone der Gerechtigkeit, Werke effen. welche mir der Herr an jenem TaLuc. 10, v. 20. Freuer euch, daß ge, der gerechte Richter, geben eure Namen im Himmel geschries wird, nicht mir aber allein, fon ben find. Dean auch Allen, die seine Erscheis Rom. 2, v. 7. Preis und Ehrenung lieb haben. und unvergångliches Wesen denen, die mit Geduld in guten Werken trach en nach dem ewigen Leben. 1 Joh. 2, v. 17. Die Welt vers gehet mit ihrer Luft; wer aber den Willen Gottes thut, der bleiber in Ewigkeit. 2 Cor 4, p. 18. Wir sehen nicht auf das Sichtbare, sondern auf Job. 3, v. 2. 3. Meine Lieben, das Unsichtbare. Denn was sicht- wir sind nun Gottes Kinder, und bar ist, das ist seitlich; was aber ist noch nicht erschienen, was wir unsichtbar ist, das ist ewig. feyn werden. Wir wissen aber, Cal. 6 v. 9. Lasſet uns Gutcs wenn es erscheinen wird, daß wit thun und nicht müde werden; denn ihm gleich seyn werden, denn mit zu seiner Zeit werden wir auch werden ihn seven wie er ist. ilud erndten ohne Aufhören. ein jeglicher, der folde Hoffnung hat zu ihm, der reiniger sich, gleich, wie er auch rein is. Phil. 3, v. 20. Unser Wandel ist im Himmel. Col. 3, v. 12. Sepd ihr nun mit the das 7 bu M A de Hermelzen. ( Koper Lifes( A achten Getränken 0 Inches 1 Centimetres Blue 2 1₁₁2 4 3 5 Cyan CO 6 17 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8