CARNITIN M- 8 () Fürstlich Nassauisches neues verbessertes Gesangbuch. Zur Beförderung ber öffentlichen und häuslichen Erbauung. והרה Wiesbaden, in der Schellenberg'schen Hofbuchdruckerei. Comple gb 3203 Univ.- Bibl. Giessen 01 Borrede. Da das Singen christlicher Lieder ein wichtiges und nützliches Stück unseres vernünftigen Gottes dienstes ist; so ist auch nöthig, den Christen Lieder in die Hände zu geben, welche zur Unterhaltung einer christlichen Andacht geschickt sind; solche Lieder nemlich, welche die biblischen Wahrheiten unserer heiligen Religion in einer faßlichen ungez künstelten Sprache so vortragen, daß der Verstand dabey etwas denken und das Herz zu christlichen Empfindungen sich erheben kann. In den älteren Sammlungen unserer Kirchengesänge stehen neben manchen herrlichen kraftvollen Liedern auch sehr viele trockne und schlechte, welche, bey der redlichsten frömmsten Absicht, die man ihren Verfassern nicht abspricht, doch voll matter spielender Gedanken und unbedeutender niedriger Ausdrücke, überhaupt aber in einer Sprache des Altertums gedichtet sind, die für feinere Ohren eines aufgeklärten Zeitalters zu rauh und bisweilen auch unverständlich ist: wodurch dann die Andacht oft gehindert, und dem Leichtsinnigen auch mane cher Anlaß zur Spötteren gegeben wird. Nun ist zwar einem grosen Theil der Menschen jedes alte Herkommen so heilig, daß sie aus Unverstand und frommer Einfalt auch murren, wenn man ihnen anstatt einiger alten schlechten Lieder, die doch, ganz ungefungen und ungelesen, ohne Nuzen im Vorrede. Buche da standen, neue und bessere gibt; und aus diesem Grund finden die Gesangbuchsverbesserungen noch immer eigensinnige Widersprecher. Aber dagegen freuen sich Liebhaber des vernünftigen Gottesdienstes, und sehen es als einen besondern Gegen unserer Zeiten an, daß die besten Dichter uns mit neuen und guten geistlichen Liedern vers sorgt haben; und daß christliche Obrigkeiten sichs angelegen seyn lassen, durch verbesserte Gefangbücher dem Gottesdienste der Christen mehr Anmuth, Würde und Nußbarkeit zu verschaffen. Viele Provinzen Deutschlands geniessen schon mit Dank und Freude dieses Glück verschönerter Gottesdienste: und durch weise und gnädige hohe Veranstaltung ist nun auch in den Fürstl. Nassauischen Landen für dieses Bedürfnis der christlichen Gemeinen gesorgt, und gegenwärtiges neue verbesserte Gesangbuch eingeführt worden. Man hat in demselben die besten und bekanntesten Lieder des alten Gesangbuchs, mit weniger Veränderung, um so mehr beibehalten, weil diefelben bey der öffentlichen und häuslichen Andacht unserer Christen beynahe klassisch geworden sind. Ariffer diesen ist aber noch eine stärkere Anzahl neuer Liever, theils aus andern schon verbesserten Gesangbüchern, theils aus einzelnen kleineren Sammlungen geistlicher Gedichte von bekannten und unbe kannten Dichtern, zusammengelefen, und bey dem allen vorzüglich darauf gesehen worden, solche Lies der zu liefern, deren Inhalt und Ausdruck jedem christlichen Menschenverstande faßlich, und jedem guten Herzen rührend seyn könnte. Auch hat man, zur Vermeidung aller Unbequemlichkeit, die ges wöhnlichen und bekannten Melodien beybehalten: Vorrede. Und wenn drey oder vier neue vorkommen, so find folche, wie man sie von der Hand groser Meister der Singkunst im Druck hat, schon öffentlich bekannt; und können jedem Vorsänger oder Organisten leicht mitgetheilt werden. Was den Plan oder die innere Einrichtung des Buchs und Anordnung der Lieder betrifft; so zeigt der hier beygefügte Inhalt, daß nach den Liedern über die vornehmsten Stücke der christli chen Glaubens- und Sittenlehre, noch eine bes trächtliche Anzahl von solchen Gesängen geliefert worden, welche in den verschiedenen Zeiten und Vorfällen des Lebens für die Andacht brauchbar sind, und dem Christen, der seine Religion nicht blos in der Kirche lassen, sondern sie auch auf dem Wege des Lebens brauchen will, zu christlicher Ges finnung und Zufriedenheit beförderlich seyn können: in welcher guten Absicht dann auch hie und da ein Lied für Kinder eingerückt worden. Der Herr aber, des wir sind und dem wir dies nen, wolle bei jedem Gebrauche dieses Buchs das Herz seiner Christen zur Andacht stimmen, und es mit frommen christlichen Empfindungen füllen. Er lasse ihm unsere Lieder auf Erden wohlgefallen; und sammle uns endlich alle zur Gemeine der vollendeten Gerechten, wo ein neues Lied gesungen wird vor seinem Throne! Geschrieben zu Biebrich, den 15ten Sept. 1779. Joh. Daniel Carl Bickel, Fürstl. Hofprediger. Inhalt. Erste Abrheilung. Lieder von dem öffentlichen Gottesdienste, Nro. 1-12. Zweyte Abtheilung. Lieder über die Glaubenslehren. 1. Von Gott und seinen Eigenschaften Nro. 13-37 II. Von der heiligen Dreyeinigkeit I. 38-47 III. Von der Schöpfung IV. Von den Engeln V. Von der Vorsehung Gottes, oder VI. VII. Von der Sünde und dem Verder ben des Menschen VIII. Von der Gnade Gottes in Christo, oder von der Erlösung IX. Von Christo, dem Erlöser X. Von der Menschwerdung und Ges burt Christi XI. Von dem Wandel und Geschäfte Jefu auf Erden Erhaltung und Regierung der Welt. Von dem Menschen, und dessen Bestimmung XII. Von dem Leiden und Tode Jesu XIII, Von der Auferstehung Jesu XIV. Von der Himmelfahrt Jefu XV. Bom heiligen Geiste, und dessen 4 * Wirkungen XVI. Vom Worte Gottes XVII. Von der heiligen Taufe XVIII. Von dem heiligen Abendmal XIX. Von der christlichen Kirche • ● 4. 48-52 53-56 57-72 73-75 76-80 81-83 81-86 € 87-110 • 111-116 * 117-148 • 149-164 * 165-177 ● 8 3 $ . 178--192 * 193-205 * 206-210 211-231 . 232-239 Inhalt. XX. Von der Glückseligkeit begnadigs ter Christen ● XXI. Vom Tode XXII. Von der Auferstehung der Todten XXIII, Von dem allgemeinen Weltges richte. XXIV. Bon dem ewigen Leben Dritte Abtheilung. Gehorsam gegen Gott Zufriedenheit mit Gott Lieder über die christlichen Lebenspflichten. 1. Von der Buße und Befehrung II. Vom Glauben und guter Gefins nung gegen Jesum III. Von der Heiligung; oder vom christlichen Wandel überhaupt. IV. Von den Pflichten des Christen ges gen Gott. Erkenntnis Gottes Furcht Gottes Vom Eide Liebe gegen Gott Freude in Gott. ● Vertrauen auf Gott Geduld und Gelasfenheit im Leiden Gebet Dankbarkeit und Lob Gottes V. Von den Pflichten des Christen gegen sich selbst. Selbsterkenntnis und Demuth. Selbstliebe Sorge für die Seele Leibespflege; oder Mäßigkeit und Keuschheit Nro. 240-245 * 246-261 262-267 ● Wahrheit und Aufrichtigkeit Rechtes Verhalten gegen zeitliche Güter $ 268-274 275-280 Nro. 281-300 301-314 315-334 . 332-334 335-336 337-338 339-343 344-345 346 347-356 357-368 369-379 380-394 395-409 410-413 414 415-420 421-424 425-427 428-430 Inhalt. Arbeitsamkeit und Berufstreue Rechter Gebrauch des Lebens VI. Von den Pflichten des Christen gegen andere Menschen. Liebe des Nächsten.. Gerechtigkeit. Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit Friedfertigkeit und Sanftmuth Versöhnlichkeit und Liebe der Feinde. Vierte Abtheilung. für I. Für besondere Stände, Alter und Geschlechte. Lieder besondere Stände, Zeiten und Vorfälle des Lebens. Für Wittwen und Waisen II. Für besondere Zeiten. Neujahrslieder Für Regenten und Obrigkeiten Nro. 455-457 Für Eltern und Kinder. 458-460 Für die Jugend 461-462 Für das Alter. 463-464 465-467 Am Geburtstage Bey den verschiedenen Jahrszeiten Morgenlieder Abendlieder Tischlied Bey der Ernde. Bey Donnerwettern III. Für besondere Vorfälle. Nro. 431-433 # 434-438 ● $ Bey der Confirmation Bey der Einführung eines Predigers Bey Trauung der Eheleute In allgemeiner Noth.. In Krankheiten. Sterb- und Begräbnislieder Zum Beschluß des Gesangbuchs: An Gott den Ewigen 439-443 444445-447 448-450 451-454 $ $ 468-477 478-480 481--485 486-503 504-523 521 525-527 528-530 531-537 538 539-540 541-547 548-552 553-574 575 Erste Abtheilung. 3911 Lieder von dem öffentlichen Gottesdienste. Nach bekannter Melodie. 3. Nimm uns, Herr, ende 1. Pomm, heiliger Geist; lich auf Zu dir, da wir mit erfüll die herzen singen, Ein ewig loblied deiner glaubigen: Und entbringen, Wann wir vollen: zünde in ihnen das feuer det unfern lauf. Deiner göttlichen liebe: Nach bekannter Melodie. Der du durch mannigfal: 3. Liebster Jefu! wir sind tigkeit der zungen, Diel hier, Dich und dein völker der ganzen welt verwort anzuhören. Lenke sine sammelt haft In einigkeit nen und begier Zu den süßen des glaubens! Halleluja! himmelslehren, Daß die here Halleluja! zen von der erden Ganz zu dir gezogen werden.. Nach bekannter Melodie. 2. Komm, fomm, Gott 2. Unser wiffen und vers heil ger Geist, Du stand Ift mit finsterniß ume licht der frommen seelen! hüllet; We nicht deines Geis Ach, laß uns ja nicht fehlen. stes hand Uns mit höherm Was uns den weg zum himslicht erfüllet, Gutes denken, mel weist. gutes dichten Must du selbst 2. Mach muthig herz und in uns verrichten. finn; Gib neue fraft zu leh: 3. O du Glanz der herr: ren, Mein Gott, auch rechtlichkeit, Licht vom licht aus zu hören: Denn ich ja, Herr, Gott geboren! Mach uns dein eigen bin. lallesammt bereit, Deffne 1 2 Vom öffentlichen Gottesdienste. herzen, mund und ohren.melt! Hör auf unsre schwa: Unser bitten, fleh'n und che lieder, Und sieh gnädig singen Laß, Herr Jesu, auf uns nieder. wohl gelingen. 2. Laß das wort, das hier bidh is er? Mel. Herr Jesu Christ dich ic. erschallt, Unsern widerstand 4.Herr Jesu! send uns dei bezwingen, Und mit göttli: nen Geist, Den uns cher gewalt Tief in unfre dein theures wort verheist; herzen bringen. Laß es Der uns mit seiner gnad refunfern sinn erneuen, Unfre giert, Und auf den Weg der finsterniß zerstreuen. wahrheit führt. 3. Daß, von eu ganz ent: 2. Deffn' uns zu deinem brannt, Wir, was du befoh: lob den mund, und mach' len, üben; Dich und den, uns deinen willen fund: den du gesandt, Jesum Chris Rühr unser Herz, stärk den stum herzlich lieben: Daß verstand; So wird dein fein schmerz und keine freude nam' uns recht bekannt. Uns von deiner liebe scheide. 3. Bis wir einst, deinen net. Herr Jesu Christ, dich zc. engeln gleich, Dich preisen, 6 heil'ger Geist, laß uns Herr in deinem reich, Und dein wort So hören schauen dich von angesicht heut und immerfort, Daß In ew'ger freud und sel'gem sich in uns, durch deine lehr, licht. Glaub', lieb' und hoffnung HOO 4. Dir, Gott, den erd und reichlich mehr. himmel preißt, Dir, Vater. 2. Erleuchte uns, du wah: Sohn und heil'ger Geist; res licht: Entzieh' uns deine Dir, heilige Dreieinigkeit, gnade nicht. Sey unfer trost Sey lob und preiß in ewig in aller noth; Stärkuns im feit. leben und im tod Mel. Liebster Jesu wir sind sc. 5. Herr, vor deinem ange: sicht hat die andacht Mel. Liebster Jesu wir sind ic. 7.Demuthsvoll komm ich zu dir, Dich im gei: uns versammelt. Ach, ver ste zu verehren, Bater! ach wirf die bitte nicht, Die verleihe mir Wahre andacht, dein armes volk die stam: daß die lehren Deiner weis: Vom öffentlichen Gottesdienste. 3 heit mich recht rühren, Mich Gott, Unfern eingang gleis denweg zum himmel führen. cher massen: Segne unser 2. Ach gib, daß dein theu täglich brod, Segne unser res wort Tief in meine feele thun und laffen; Segne dringe, Und in mir, o Herr uns mit fel'gem sterben, Und mein hort, Frucht zum ew': mach uns zu himmelserben. gen leben bringe: Gib, daß Mel. Gleich der vorigen. es mich mächtig stärke Zur 9 Höchster Gott! wir dans vollbringung guter werfe. ken dir, Daß du uns 3. Laß es seyn mein rroft, dein wort gegeben. Hilf uns mein licht Auf des lebens ferner, daß auch wir Nach dunkeln wegen; Meine starke demselben heilig leben: Gib zuversicht, Wenn sich zweifel dem glauben solche stärke, in mir regen; Meines her: Daß er thätig sey im werke. zens höchste freude, Wenn 2. Uns, o Bater! lehrest ich von der welt einst scheide. du, Was wir thun und glau: Bei dem Schlusse des öf- ben sollen: Schenkuns deine fentlichen Gottesdienstes. fraft darzu; Gib zum wis Nach voriger Melodie. fen auch das wollen, Und zum 8. Nun, Gott lob! es ist wollen das vollbringen: So vollbracht Singen, wird alles wohl gelingen. beten, lehren, hören. Gott Sonntagefeier.d hat uns mit heil bedacht: mel. Herzliebster Jesu, was ic. Laffet uns sein lob vermeh: 10. Dieß ist der tag, zum ren. Unser Gott sey hoch segen eingeweihet. gepreißet, Der die seele wohl Ihn feiert gern, wer deiner, gespeiset. Gott! sich freuet. Olaß auch 2. Unser gottesdienst isi/ mich mit freuden vor dich aus, Doch aufuns ruht Got treten, Dich anzubeten. tes segen. Fröhlich gehen wir 2. Dich rühmt der lobge: nach haus, Wandeln fort sang der himmelsheere: auf Gottes wegen. Gottes Auch unser tempel schallt Geist uns ferner leite, Uns von deiner ehre; Auch unser zum himmel wohl bereite. dank und unsers geistes fle: 13. Unfern ausgang fegne hen Soll dich erhöhen. 4 Vom öffentlichen Gottesdienste. 3. Wie freu ich mich, diesin todesschatten saffen, Dein ftätte zu begrüßen, Wo dür: grab verlaffen. ftenden des lebens bäche flie: 9. Dein siegstag ist ein Ben, Und wo dein Heil von tag des heils der erden. Als der erlösten jungen Froh fabbat müß' er mir stets heis wird befungen! lig werden. Lob sey, Erlöser, 4. Vergebens lockt die deinem großen namen Auf welt zu ihren freuden. Mein ewig! Amen.m geist soll sich auf Gottes auen Mel. Wer nur den lieben Gottic. weiden. Sein heilig's wort, 11. Wie lieblich ist doch, das seine boten lehren, Das Herr, die stätte, will ich hören. Da deines namens ehre. 5. Mit andacht will ich, wohnt! O gib, daß ich sie Höchster, vor dich treten. Ich gern betrete, Weil da dein weiß, du liebst, die findlich segen die belohnt, Die deines zu dir beten. Der thoren wortes sich erfreu'n, Und dir glück, die sich der fünde des herzens Andacht weih'n. freuen, Wirst du zerstreuen. 2. Wohl dem, der dich in 6. D laß auch heute dei: deiner hütte, Gott, zu vereh: nen Geist mich lehren, Vom ren ernst beweist! Du hörst weg, der dir mißfällt, mich sein lob und seine bitte, Und abzukehren. Regiere mich, stärkst mit neuer kraft den daß meine ganze seele Zum geist, Daß er auf deiner troft dich wähle. wahrheit bahn Rechtschaf 7. Dein tag sey mir ein fen vor dir wandeln fann. denkmal deiner güte. Er 3, Dein wort bleibt nie: bring mir heil, und lenke mals ohne segen, Wenn mein gemüthe Auf jenensman's nur recht zu herzen troft, den uns dein Sohn nimmt. Es gibt uns trost erworben, Da er gestor: auf trübfalswegen, Die dur ben. zu unserm heil bestimmt. 8. Dich bet' ich an, du Es gibt im fampf uns todesüberwinder! Der du muth und kraft, Und ist ein an diesem tag, zum heil der schwerd, das sieg verschafft. fünder, Die, fern von Gott 4. Gott, laß auch mir dein Vom öffentlichen Gottesdienste. 5 antlitz scheinen! Dein sabe müth bewahr, Wenn ich mit bat bring auch mir gewinn, deiner christenschaar Zu dei: Wenn andachtsvoll ich mit nes hauses stätte geh; Daß den deinen Vor dir an heil': ich mit ehrfurcht vor dir steh. ger stätte bin. Laß dir das 3. Erinnre selber meinen lob, das wir dir weih'n, geist, Daß du mir gegenwär: Ein angenehmes opfer seyn. tig feyst, Damit ich deines 5. Ja, du bist sonn und wortes lehr' Mit andacht schild den frommen: Du, jund mit nußen hör. Herr, gibst ihnen gnad und 4. Drück alles tief dem here ehr. Und wer nur erst zuzen ein; Und laß mich nicht dir gekommen, Dem fehlt blos hörer seyn: Steh mir das wahre glück nicht mehr. mit deiner gnade bei, Daß Was du verheißest, hält'stlich des wortes thäter sey. du fest. Wohl dem, der 5. Hilf, daß ich deinen sich auf dich verläßt! ruhetag Zu meinem segen Mel. Wenn wir in höchsten 2c. feiern mag: Bewahr mich 12. Gott! du bist mein vor dem geist der welt, Der preiß und ruhm: deinen tag verächtlich hält. Mein Herz sey ganz dein ei: 6. Doch laß mich nicht das genthum! Laß mir den sab: bei bestehn, Dich nur am sab: bat heilig seyn, Mich gern bat zu erhöhn. Herr, meine ihn deinem dienste weih'n. ganze lebenszeit Sey deinem 2. Gib, daß ich mein ge dienst und ruhm geweiht! Zweite Abtheilung. 1910 999 04 Lieder über die fürnehmsten Glaubenslehren. 1. Von Gott und seinen Eigenschaften. Mel. Herzlich lieb hab ich dich zc.list Ihm leer von edler freu: 13. Web dem, der leug- de. Sein wilder, lasterhafter ime net, daß Gott ist! blickSehnt sich umsonst nach Sein armes menschenleben wahrem glück, Umsonst nach 6 Von Gott und seinen Eigenschaften. trostim leide. Die lust zu gu- traum ist ihre luft, wie sie. ten thaten flieht Vor ihm, Die erd ist finsterniß; fein der seinen Gott nicht fieht. licht Strahlt ber von dei: Nie füblet sich sein herz er nem angesicht. Kein schuß ist freut Bon wonne der un da! Auf tugend wartet dort sterblichkeit. Gott, unfer fein lohn; Und hier erlangt Gott! Wie jammervoll, sie schmach und hohn! wie fürchterlich Wird unser 4. Nein! eh' ich zweifle, leben ohne dich! daß du feyst, Selbstständiger 2. Wenn du nicht bist, wer und ew'ger Geist, Mag mich) trägt und hält, Und wer re: die welt verspotten! Laut gieret dann die welt? Wer will ich zeugen, daß du bist, forgt auch für mein leben? Daß es die größte thorheit Wem dank ich meine mensch ist, Dich fühlen und dich heit dann? Wer nimmt bis spotten! Mein geist und izt sich meiner an? Wem leib freut sich in dir: Du kann ich mich ergeben? Ver: Ewiger, weich nicht von mir! hängniß oder ungefähr Wär Was sind die leiden dieser dann mein Gott; und arm zeit Dem, der sich seines ist der! Dann wär vernunft Gottes freut? Dort im ge: und freiheit spott; Und schre: richt, Wenn erd und himmel ckenvoll wär mir der tod! untergehn, Wird dich der Gott, wahrer Gott! Wie gottesleugner sehn! grau'nvoll wird mir deine Mel. Christ unser Herr zum 2c. welt, Wenn nicht dein arm 14. Gott, mache du mich fie führt und hält! felbst bereit, Vor 3. Kann ohne dich ein glück deinen thron zu treten, Und erfreu'n, Für mich ein gut deine große herrlichkeit Voll auf erden seyn, Und kann ehrfurcht anzubeten. Laß, ichs froh genießen? Was Herr, vor deinem ange: hilft mir freiheit und ver: sicht Mein herz sich deiner stand, Was jede wohlthat freuen, Und einen strahl deiner hand, Was nüßt ein von deinem licht Die fin: gut gewiffen? Bist du nicht, sterniß zerstreuen, Die mich so erfreu'n sie nie; Einshier noch umgiebet. Von Gott und seinen Eigenschaften. 7 2. Du bist der Herr, und wirst einst alles richten. Laß feiner mehr; Nichts sind der mich dein helles auge scheun, heiden götter: Nur dir ge: Aufrichtig vor dir wandeln, bühret preiß und ehr, Ohn Und deiner gnade mich zu dich ist kein erretter. Laß freun Auch dann rechtschaf:. mich, o Herr, auf dich allein fen handeln, Wann finster: Bon ganzem Herzen trauen, niß mich decket.) Dir inniglich ergeben fenn, 6. Unendlich ist, Herr Aufniemand anders bauen; deine macht zu retten, die Der Gott allein anhangen. dich lieben; Und wenn der 3. Du bist der höchstvoll fünder dich verlacht, Auch kommne Geist, Der Vater rach' an ihm zu üben. Gib, aller geister: Dich preißet, daß mich deiner allmacht was vernünftig heißt, Als schuß Stets, als ein schild, seinen Herrn und Meister. bedecke; Mich auch nicht Laß meiner secle hohen menschengrimm und truz, werth Mich reine tugend Nur deine strafe, fchrecke: lehren, Und so, wie es dein Du tödtest leib und feele. wort begehrt, Dich unge: 7. Boll höchster weisheit henchelt ehren Im geist und bist du, Gott! Kein mensdy in der wahrheit.fann fie ergründen. Wie 4. Du bist, o Gott von schwer und groß auch sey die ewrigkeit, Und wirst allzeit noth, Du Herr, weißt rath bestehen: Es bleibet deine zu finden. Gib, daß ichs herrlichkeit, Wenn himmel dir stets traue zu, Du wer: felbst vergehen. Laß von der dest für mich sorgen; Auch erde eitlem tand Mein herz übels weder denk noch thu, fich stets erheben, Zu mei( Denn dir ist nichts verbor: nem wahren vaterland! Laß gen: Du prüfest herz und nur nach dem mich streben, nieren. Was ewig mich erfreuet. 8. Gott, du bist heilig 5. O Gott, was feyn und gerecht, Kannst keine wird, ist und war, Und was fünden leiden: Wer sagen wir thun und dichten, Das will, er sey dein knecht, Der ist dir alles offenbar; Du muß das böse meiden. Gib, 8 Von Gott und seinen Eigenschaften. daß ich mich der heiligkeit Von angesicht zu angesicht Mit rechtem ernst befleiße, Dich schaue, dich erkenne, Nachjage der gerechtigkeit; Und unaufhörlich lobe. Und deine wege preiße, So mel. Sey Lob und Ehr dem ic. wunderbar sie scheinen. 15. Der Herr ist Gott, und feiner mehr. 9. Du bist sehr gnädig, fromm und gut, Bergibst Frohlockt ihm, alle from: die schuld dem fünder; Ermen! Wer ist ihm gleich? barmst dich, wie ein vater wer ist, wie er, So herrlich, thut, Bon herzen deiner kin: so vollkommen? Der Herr der. Laß reichen trost von ist groß, sein nam' ist groß: deiner gnad Auf meine feele Er ist unendlich, grenzenlos, fommen: Von mir sey mei: In seinem ganzen wesen. ne miffethat So fern hin: 2. Groß ist er stets und weg genommen, Als mor: auf einmal, Nie größer oder gen ist vom abend. fleiner. Wer forschet seiner 10. Gott! deffen wahr. Jahre zahl? Nur er war heit stets besteht, Wohl de: stets, sonst keiner. Wir nen, die dir gläuben! Wenn menschen sind von gestern erd und himmel einst ver: her: Eh noch die erde war, geht, Wird dein wort ewig war er, Noch eher, als die bleiben. Gib, daß ich fürch: himmel. te dein gericht, Und alles, 3. Des Höchsten thron was du dräuest; Auch hoffe, umgibt ein licht, Das ihn mas dein wort verspricht, vor uns verhüllet. Ihn fass Daß du mirs gern verlei: sen alle himmel nicht, Wie hest. Wer hofft, wird nicht weit er sie erfüllet. Er bleis zu schanden. bet ewig, wie er war, Bers 11. Gott! wenn ich dich borgen, und auch offenbar so fenn' und ehr', Dein wort In seiner werke wundern. zum Grunde seke; Erfreu' 4. Wo wären wir, wenn ich mich darüber mehr, Als feine fraft Uns nicht gebil: über alle schätze: Bis ich det hätte? Er kennt uns, dort, o mein heit und licht, fennet, was er schafft, Der Dich ohne fallen nenne; wefen ganze fette. Bei ihm 19 Von Gott und seinen Eigenschaften. ist weisheit und verstand, Gott, und feiner mehr. Und fraft und stärke: seine Wer ist ihm gleich; wer ist, hand Umspannet erd und wie er, So herrlich, ſo himmel. vollkommen? 5. Ist er nicht nah? ist met. Nun danket alle Gott. er nicht fern? Weiß er nicht 16. Anbetungswürd ger aller wege? Wo ist die Gott, Mit ehr: nacht, da sich dem Herrn furcht stets zu nennen! Du Ein mensch verbergen mö: bist unendlich mehr, Als wir ge? Hüllt keine schatten um begreifen können. D flöße euch her: Gedanken selbst meinem geist Die tiefste des erkennet er, Noch ehe sie muth ein, Und laß mich entstehen. stets vor dir Boll ehrerbie: 6. Wer schüßt den welt: tunig seyn. bau ohne dich, O Herr, für 2. Du bist das höchste feinem falle? Allgegenwär: gut; Du weißt von feinem tig breitet sich Drin segensleide; Stets ruhig in dir über alle. Du bist voll selbst, Hast du vollkommne freundlichkeit und huld, freude. Dein ist die herr: Barmherzig, gnädig, voll lichkeit. Auch ohne kreatur geduld, Ein Bater und ver: Bist du dir selbst genug, schoner. Du schöpfer der natur. 7. Unsträflich bist du, hei: 3. Du riefft dem, das lig, gut, Und reiner als die nicht war, Um luft und felig: fonne. Wohl dem, der dei keiten Aufs mannigfaltigste nen willen thut, Denn du Um dich her auszubreiten. vergiltst mit wonne. Du hast Die liebe bist du selbst. Vers unsterblichkeit allein, Bistlstand und rath sind dein; felig, wirst es ewig seyn, Und du gebrauchst sie gern Bei dir ist freud' die fülle. Zu segnen, zu erfreun. si8. Dir nur gebühret lob 4. Du sprichst, und es ges und dank, Dir majestät schieht. Auf dein allmächtig: und ebre. Kommt, werdet werde! Entstand dein großes Gottes lobgefang, Jhr alle werk, Der himmel und die feine heere! Der Herr istlerde. Mit deinem Fräft'gen 10 Bon Gott und seinen Eigenschaften. wort Trägst du die ganzewelt; 9. Doch hier erkennen wir Und deine macht vollführt, Dich noch gar unvollkom: Was uns unmöglich fällt. men. Wird aber dermaleinst 5. Du bist der herren Herr. Der vorhang weggenom: Der erde majestäten Sind men, Der jetzt das heiligste auch vor dir nur staub; Auch Vor unserm blick verschließt; geister fannst du tödten. Dann sehen wir dich, Gott, Wen du erniedrigest, Gott! So herrlich, wie du bist. wer kann den erhöhn? Wen 10 Indeß sen auch schon du erhöhen willst, Deß ho: jcht Dein ruhm von uns heit muß bestehn. befungen. Berichmähe nicht 6. Du bist es, der allein ein lob Bon schwachen men Unsterblichkeit befizet, Der schenzungen! Dort soll, leben gibt und nimmt, Der wenn wir dereinst Vor dir unsern odem schützet. Den verherrlicht stehn, Ein lied geist, der in uns lebt, Denlim höhern chor Dich, gro: haben wir von dir. Willst ßer Gott, erhöhn. du, so wird er nichts. Du bleibest für und für. 7. Wer hat dich je gefehn? Ewigkeit und Unveränderlichkeit Gottes. Mel. Dreieinigkeit, der 2. Wer kann im fleisch dich se: 17. Herr Gott! du bist hen? Kein sterblich auge Die zuflucht aller reicht Bis zu den lichteshözeiten: Denn du bist Gott hen, Wo du voll majestät In allen ewigkeiten. Du Auf deinem stuhle thronst, warst es schon, Eh erd und Und unterm frohen lob Der himmel ward; Eh noch dein himmelsheere wohnst. arm sich uns geoffenbart. 2. Was bin ich, Herr, 8. Was wir, Unendlicher! Von deinem wesen wissen, und alle menschenkinder? Das hast du selbst zuvor Uns Staub sind vor dir Der offenbaren müssen. Die heilige, der fünder. Wie fchöpfung geugt von dir; schnell entflieht, Das leben Und deines Sohnes mund doch von mir? Du Höchster, Macht uns noch deutlicher, nur! Du bleibest für und für. Gott, deinen namen fund. 3. Du hast vorhin Die Von Gott und feinen Eigenschaften. 11 erde zubereitet: Dein arm 2. Ewig und unwandel: hat, Gott, Die himmel aus: bar Ist, o Gott, dein hohes gebreitet. Doch sie vergehn, wiffen. Was dir einmal Beralten wie ein kleid; Du wahrheit war, Wird es aber bleibst In alle ewigkeit. ewig bleiben müffen. Nies 4. Es werden noch Die mals fann dein ausspruch himmel und die erden, Wie fehlen: Laß mich ihn zum ein gewand, Von dir ver: leitstern wählen. wandelt werden. Du blei: 3. Herr, du bist kein men: best, wie Du bist: denn wel schenkind, Daß dich etwas che zeit Umgränzet wohl, reuen sollte, Immer bleibst Herr, die unendlichkeit? du gleich gesinnt. Was dein RDT GE 5. Dieß ist der trost, Die ratbschluß vormals wollte, hoffnung deiner fnechte. Willst du roch. O hilf uns Du schüßest sie mit deiner allen, Thun nach deinem starken rechte. Du läßt ihr Wohlgefallen. herz Sich ewig deiner freun; 4. Immer bleibst du, Gott, Und bleibst ihr Gott, Denn ein feind Derer, die das un sie sind ewig dein. recht üben: Immer bleibst 6. Das sey mein troft Indu, Gott, ein freund, Derer, allen trüben stunden. Bom die das gute lieben. Laß uns tode selbst Bleibt er unüber darin schon auf erden Deis wunden. Kein tod, fein grab nem bilde ähnlich werden. Trennt mich, o Gott, von 5. Deine worte trügen dir; Mein fels, mein heil! nicht; Du bist ewig der- ge: Das bleibst du ewig mir. treue, Der das hält, was er Mel. Liebster Jesu, wir sind ic. verspricht. O daß dieß mich 18. Gott, du bist von stets erfreue! Laß nur dei: ewigkeit; Und nen Geist mich treiben, Dir, dein herrlich großes wesen Herr, auch getreu zu bleiben. Alendert sich zu feiner zeit. 6. Stets ist wohlthun Du bleibst stets, was du ge: deine lust; Ewig währet deie wesen. Laß dieß meinen geift ne liebe. Wohl mir, wenn beleben, Ehrfurchtsvoll dich ich auch mit lust Mich in zu erheben. deinem willen übe. Dann, 12 Von Gott und feinen Eigenschaften. o Herr, wirds meiner fee: alles offenbar; Du prüfest len Nie an wahrem wohl: herz und nieren; Und alle seyn fehlen. gründe siehst du klar, Die 7. Erd und himmel wird unser thun regieren. Nichts vergehn, Alle welt wird mich bleibt vor dir verborgen. verlassen. Nur durch dich 3. Was deiner freunde kann ich bestehn: Deine hand herz begehrt, Das weißt du, wird mich umfassen, Wenn eh siebeten. Ihr seufzen wird ich nun von hinnen scheide: von dir erhört, Eh sie noch Du bist ewig meine freude. vor dich treten. Was deiner 8. Laß mir doch zu jeder feinde rath beschließt, Das zeit, Herr des himmels und ist dir unverborgen; Dir, der erden! Diese deine ewig der du ihren anschlag siehst, feit Einen starken antrieb Als wie den lichten morgen, werden, Dich zu lieben, dir Den keine schatten decken. zu trauen, Und mein glück 4. Was nach verfließung auf dich zu bauen. vieler zeit noch künftig wird Allwissenheit Gottes. geschehen, Das sieht dein Mel. Christ unser Herr zum ic. auge all' bereit Als gegen: 19. Allwissender, vollwärtig stehen. Dir stellt fommner Geist, sich alles deutlich dar, Das, Deß auge alles siehet, Was was erst noch soll werden, nacht und abgrund in sich Und was nun ist, und was schleust, Und dem sich nichts einst war Im himmel und entziehet. Es kann vor deis auf erden. Wer sollte dich nem hellen licht Sich fein nicht fürchten? geschöpf verstecken. Was in 5. Bleibt gleich vor men der finsterniß geschicht, Das schen manches noch In die: weißt du aufzudecken, Und ser welt verschwiegen; So vor gericht zu bringen. wird dein auge fünftig 2. Selbst die gedanken doch Die finsterniß besiegen. kennest du, Eh sie in mir Dein unpartheiisches gericht entstehen; Und was ich wün. Wird alles einst entdecken, sche, rede, thu, Das kann Was im verborgnen jetzt ge: dein auge sehen. Bor dir ist schicht: Und schande, furcht 13 Von Gott und seinen Eigenschaften. und schrecken Wird dann Aus falschem wahn verche die heuchler treffen. ret, Hat je fein volk Das 6. Laß mich, o höchste künftige gelehret: Du aber majestät, Dein helles auge weiß'st, Was fünftig wird fcheuen, Das nie fein heuch geschehn; Und läsfest auch fer hintergeht Mit falschen In deinem wort es sehn. schmeicheleien. Durchdringe 5. Du weißt und hörst, träftig feel und geist Mit dei: Was deine finder beten; nen heitern blicken. Laß. Du siehst, wenn sie Im stil: was geheime schande heißt, len vor dich treten; Noch eh Gammt allen bösen tücken, ihr mund Dir ihren fum: Mich stets sorgfältig meiden. mer sagt, Vernimmst du Mel. Dreieinigkeit, der ic. schen, Was dir ihr seufzen 20. großer Gott, Der flagt. nel alle ding' erfüllet; 6. Vor menschen bleibt Vor deffen blick Kein dun: Hier manche that verbor: fel uns verhüllet! Wohinsgen: Dir aber ist Die nacht soll ich Vor deiner allmacht ein heller morgen. Und was gehn? Und wohin fliehn, hier noch In finsterniß ges Ven dir, Herr, ungesehn? schieht, Entdeckt einst dein 2. Könnt ich auch schnell Gericht, dem nichtsent: Mich zu den wolken schwin- flieht. gen, Und wieder schnell Bis 7. Wohl dem, der hier in die tiefe dringen: So Vor deinem antlig wandelt; hielte mich Doch deine hand Und der vor Gott Und auch da: Denn wo ich bin, menschen redlich handelt! Da bist du, Herr, mir nah. Der steht alsdann, Als dein 3. Dein auge sieht, Was bewährter freund, Getrost nacht und abgrund decken: vor dir, Wenn nun dein tag Es kann sich nichts Bordei erscheint. nem licht verstecken. Du 8. O prüfe selbst Die fennst genau Das innre der innersten gedanken, Ob sie natur, Der ganzen welt, vielleicht Von deiner richt: Und jeder freatur. schnur wanken. Bin ich, o 4. Kein falscher Gott, Gott, Noch auf verkehrtem 14 Von Gott und seinen Eigenschaften. steg, So führe du mich auf zweck wählt dein verstand; den guten weg! Die mittel stehn in deiner Weisheit Gottes. hand. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 5. Die menge so verschied 21. Du weiser Schöp: ner willen, Wo jeder seinen das fer aller dinge, weg erwählt, Muß doch den Der alles weiß, erkennt, deinen blos erfüllen, Der versteht! Nichts ist so groß, seines zieles nie verfehlt, nichts so geringe, Das nicht Und aller feinde stolzen nach deiner ordnung geht. wahn Als unvernunft be: Denn der geschöpfe ganzem schämen fann. chor Schreibst du maaß, 6. O weisheit decke mei: ziel und regeln vor. ner secle Die angeborne 2. Die vielen wundervol thorheit auf; Damit sie dich len werke, Was unfern au: zum leitstern wähle In ih: gen fern und nah, Steht alrem sonst verwirrten lauf. les, wie durch deine stärke, Ich weiß den weg des frie So auch durch deine weis: dens nicht. Ach! gönne heit da. Unendlich, Herr, ist mir dein sichres licht! dein verstand; Der ganze 7. Du hast mich durch weltbau machts bekannt. mein ganzes leben Nach dei: 3. Mit eben diesen meinem Flugen rath geführt. sterhänden, mit welchen du Mein geist muß dir die ehre die welt gemacht, Regierst geben, Daß du aufs beste du auch an allen enden, Was mich regiert. O leite mich dein verstand hervorge: durch welt und zeit hinüber bracht. Du brauchst, o un- in die ewigkeit. erschaffnes licht, Der men: Allmacht Gottes. schenrath und beistand nicht. Mel. Mir nach, spricht Chrift. 4. Was du zu thun dir 22. Herr, deine allmacht vorgenommen, Krönt auch, reicht fo weit, Als sobald du willst, die that. selbst dein wesen reichet: Wenn tausend hindernisse Nichts ist, das deiner herr kommen, So triumphirt lichkeit und deinen thaten dein hoher rath. Den besten gleichet. Es ist kein ding so 15 Von Gott und seinen Eigenschaften. groß und schwer, Das dir Umgibt noch meine glieder. zu thun nicht möglich wär. Mach mich zum zeugen deis 2. Du sprichst, und auf ner fraft, Die aus dem tode dein mächtig's wort Fälltal: leben schafft. les dir zu füßen: Du führest 7. Ach! zünd' in mir den. deinen anschlag fort Bei als glauben an, Der sich auf dich len hindernissen: Du winkst, verlaffe. Ist etwas, das ich so stehet eilend da, Was vor: fürchten kann, Wen ich dich, her noch kein auge fah. Herr, umfaffe! Nun, Gott, 3. Du haft dieß große ich traue deiner fraft, Die weltgebäu Allmächtig auf alles kann und alles schafft, geführet; Underd und him: Mel. Wir Christenseut zc. mel zeugt, es sey Dein arm, 23. Gott, gränzenlos, der sie regieret. Dein wort, pin Undenkbar groß! das sie geschaffen hat, Jft Die urquell aller macht ist ihnen an der pfeiler statt. deine stärke. Schon sehn 4. Die merge vieler wun: wir hier So viel von ihr; der zeigt, Daß, Schöpfer, Doch sehn wir kaum den dein vermögen Weit überlanfang ihrer werke. die gefeße steigt, Die die na: 2. Durchflög ich gleich tur bewegen. Du bleibst ihr Dein weites reich, und fähe Herr, und ihren lauf Hebst deine letzte sonne glänzen; du nach weiser willkühr auf. Ich sähe dort Doch nicht den 5. Was für ein wunder ort, Wo du nicht wärst, säh deiner macht Wird unser nicht der allmacht gränzen. aug' einst sehen, Wenn nach 3. Was du erschufft, der langen grabesnacht Die Was du jetzt rufft, Und ruz todten auferstehen; Wenn fen wirst: Wer kann das du von unserm staub den alles zählen? Doch wolltest rest Zu neuen körpern wer: du Noch mehr dazu Ere den läßt. This dis schaffen, würd' es dir an 46. Allmächt'ger! mein fraft nicht fehlen. erstaunter geift Wirft sich 4. So lange fließt. Ihr vor dir darnieder. Die ohn: quell, und ist Doch nicht er: macht, wie du selber weißt, schöpft, Wird auch erschöpft 16 Von Gott und seinen Eigenschaften. nie werden. Sprich nur ein ohren! Sie fürchten feinen wort! Und sie fleußt fort überfall: Nun zittern sie, In neuen himmeln und auf die thoren! neuen erden. dal 5. Der Gott des himmels 5. Doch deine kraft, Dist so nah? Das heiligste der Gott, erschafft Nur, was wesen sah, Was wir im her: du willst; denn du bist gut zen dachten? Was in geheis und weise. Dieß lehre mich, mer nacht geschah, Wann Damit ich dich Für alles wir und satan wachten? das, auch was du nicht 6. Wir thoren haben wohl thust, preiße. nel gedacht, Uns würde doch die Allgegenwart Gottes. mitternacht Mit ihrem dun Mel. Ich weiß mein Gott c. kel decken. Umsonst! Gott 24. Allgegenwärtiger wacht, er wacht um uns ich bin Dir mit allen seinen schrecken. nicht verborgen, wo ich bin, 7. Noch keines herzens Wollt auch auf schnellen böser rath, Ihr fünder! fchwingen Mich an die fern: feine schnöde that Ift seis sten meere hin Die morgen nem aug entronnen. Er fen röthe bringen. net den geheimen pfad Des ! 2. Flög' ich zum himmel staubes und der sonnen. hoch empor, Mich unter fei: 8. O gehe nicht, Herr, nem sternenchor Im glanzelins gericht, Wenn wider die zu verstecken; So bist du gelobte pflicht Wir, deine da, ziehst mich hervor, Und knechte, handeln!: Laß uns schande wird mich decken. vor deinem angesicht In 3. Stieg ich vor deinem frommer ehrfurcht wan zorn hinab Inshaus der fin- deln! sterniß, ins grab: Du bist 9. Daß deinem blick auch da zugegen; Auch da nichts entflieht, Was war folgt mir dein richterstab, und ist, und einst geschieht, Auf schauervollen wegen. Dieß bring' mir ruh und 4. Der alles schuf, ist freude. Ein Gott, der alle überall! O fürchterlicher weiß und sieht, Der weiß donnerschall In aller fünder auch, wenn ich leide. b VO Von Gott und seinen Eigenschaften. 17 Mel. Mir nach sprichtChristus 2c. ter, zählest du Die thränen, 25. Nie bist du, Höchster, die ich weine. Du siehst und von uns fern; Du wägest meinen schmerz, Und wirkst an allen enden. Wo stärkst mit deinem trost ich nur bin, Herr aller mein Herz. herrn, Bin ich in deinen 6. D du Allgegenwärtis händen. Durch dich nur leb ger! Prág' dieß in meine und athme ich; Denn deine seele! Daß, wo ich bin, hand beschüßet mich. nur dich, o Herr, Mein herz 2. Was ich gedenke, weis zur zuflucht wähle; Daß ich Best du; Du prüfest meine dein heilig auge scheu', Und feele. Du siehst es, wenn ich dir zu dienen eifrig sey. gutes thu; Du siehst es, 7. Laß überall gewissen: wenn ich fehle. Nichts, haft Nach deinem wort nichts fann deinem aug' mich handeln; Und stärke entfliehn, Und nichts mich mich dann auch mit kraft, deiner hand entziehn. Bor dir getrost zu wandeln. 3. Wenn ich in stiller ein: Daß du, o Gott, stets um famkeit, Mein Herz an dich mich seyst, Dieß tröst und ergebe, Und über deine huld beß're meinen geist. erfreut, Lobsingend dich er hebe; So hörst du es, und Heiligkeit und Gerechtigs feit Gottes. stehst mir bei, Daß ich dir Mel. Freu' dich sehr o meine 2c. immer treuer sey. 26. Gott, vor deffen ans 4. Du merkst es, wenn gefichte Nur ein des herzens rath Verkehrte reiner wandel gilt! Ewig wege wählet; Und blieb licht, aus deffen lichte Stets auch eine böse that Vor al die reinste wahrheit quillt. ler welt verhehlet; So Deines namens heiligkeit weißt du sie, und strafest Werde stets von uns ge mich zu meiner beßrung scheut. väterlich. Laß sie uns doch fräftig dringen, Nach der 5. Du höreft meinen seuf heiligung zu ringen. zern zu, Daß hülfe mir er: 2. Heilig ist dein ganzes scheine. Boll mitleid, Bawesen, und kein böses ist an 2 18 Bon Gott und feinen Eigenschaften. dir: Erig bist du so gewesjer unsern geist regiere, Uni fen, Und so bleibst du für zu allem guten führe. und für. Was dein wille 6. Keiner fündlichen bes wählt und thut, Ist un gierde Bleibe unser herz geg sträflich, recht und gut, weiht: Unsers wandels grö Und mit deiner Gottesstär: ste zierde Sen rechtschaffns fe Wirkst du lauter gute heiligkeit. Mach uns deinen werke. bilde gleich! Denn zu deis 3. Herr! du willst, daß nem himmelreich Wirst dur deine finder Deinem bilde Herr, nur die erheben, Dir ähnlich seyn. Nie besteht im glauben heilig leben. vor dir der fünder, Denn Mel. Es ist gewißlich an der 2. bu bist vollkommen rein. 27. Gerechter Gott! vo Du bist nur der frommen dein gericht Mu freund; Uebelthätern bist alle welt sich stellen. Di du feind: Wer beharrt in wirst, in ihrem angesichts feinen fünden, Kann vor Auch mir mein urtheil fäl dir nicht gnade finden. len. O laß mich dein gericht 4. O so laß uns nicht ver: stets scheun, Und hier mit scherzen, Was du uns noch lernst befliffen seyn, Vor dif zugedacht. Schaff in uns einst zu bestehen! stets reine herzen! Tödt' in 2. Du siehst von deinem uns der fünde macht. Denn festen thron Auf alle men was sind wir, Gott, vor schenkinder; Bestimmest jel dir? Du bist heilig; aber dem seinen lohn, Dem fromg wir Sind verderbt und wer men und dem fünder. Nic kann zählen, Großer Gott! siehst du die personen an L wie oft wir fehlen? Allein auf das, was wit 5. Uns von fünden zu gethan, Siehst du als reche erlöfen, Gabst du deinen ter richter. Sohn dahin: O so reinige 3. Viel gutes und barmf vom bösen Durch ihn un herzigkeit Gibst du schon fern ganzen finn. Gib uns, hier den frommen; D wie dein wort verheißt, Gib schüßest sie vor manchent uns deinen guten geist, Daß leid, Darin die fünder komt Von Gott und feinen Eigenschaften. 19 men. So zeigest du vor al: feines fünders schonet. Da er welt, Daß dir der eifer stellst du, Herr, ins hellste wohlgefällt, Mit dem wir licht, Wie recht und billig gutes üben. da dein gericht. Dann trium: 4. Ja, Herr, du liebst, phirt der fromme. was recht und gut, Und bist 8. Gerechter Gott! laß ein freund der frommen. mich, wie du, Das gute eif Wer deinen willen gernelrig lieben: Gib selber mir die thut, Wird von dir aufge: fraft dazu; Wirk' inniges nommen. Sein werk und betrüben, Wenn sich in mir dienst gefällt dir wohl, Ist noch fünde regt, Dein herz, er gleich nicht so, wie er soll, das lauter gutes hegt, Sey Ganz rein von allen fehlern. meines Herzens muster. 5. Doch dem, der dich, 9. Und weil vor dir, ge Gott, nicht scheut, Dem rechter Gott, Nur die allein frevelnden verbrecher, Der bestehen, Die glaubig auf bein gesetz und recht ent: des mittlers tod Bei ihrer weiht, Bist du ein strenger reue sehen; So laß mich die rächer. Verachtung, elend, gerechtigkeit, Die mich von schmerz und hohn, Und tod straf' und schuld befreit, Im ist seiner bosheit lohn, Oft glauben eifrig suchen. chon in diesem leben. Güte und Barmherzigkeit 6. Der untergang der erste Gottes. ten welt, Die aus der art Nach eigner Melodie. geschlagen; Das feuer, das 28. Wie groß ist des Allauf sodom fällt; Egyptens mächt'gen güte! Lange plagen, Und andre Ist der ein mensch, den sie vunder deiner macht Sind nicht rührt; Der mit vers eugen, wann dein zorn er: härtetem gemüthe Den dank vacht, Wie du die fünder erstickt, der ihr gebührt? trafest. Nein! feine liebe zu ermess 7. Bleibt hier viel böses sen, Sen emig meine größte ungestraft, Viel gutes un pflicht! Der Herr hat mein belohnet; So fommt ein noch nie vergessen; Bergiß, ag der rechenschaft, Derlmein herz, auch seiner nicht! 24130 to 20 Bon Gott und feinen Eigenschaften. 2. Wer hat mich wunvollkommen seyn, wie er derbar bereitet? Der Gott, So lang ich dieß gebot erfül der meiner nicht bedarf. Werle, Stell ich sein bildniß in hat mit langmuth mich ge: mir her. Lebt seine lieb' in leitet? Er, deffen rath ich meiner feele, So treibt fi oft verwarf. Wer stärkt den mich zu jeder pflicht; Uni frieden im gewiffen? Werjob ich schon aus schwachhei gibt dem Geiste neue kraft? fehle, Herrscht doch in mi Wer läßt mich so viel glück die fünde nicht. genießen? Ist nicht sein 6. arm, der alles schafft? Gott, laß dein güt' und liebe mir immer 3. Schau, o mein geist, dar vor augen seyn! Si in jenes leben, zu welchem stärk' in mir die guten triebe du erschaffen bist; Wo du, Mein ganzes leben dir z mit herrlichkeit umgeben, weih'n. Sie tröste mich zu Gott ewig sehn wirst, wie er zeit der schmerzen; Sie leit ist. Du hast ein recht zu mich zur zeit des glücks diesen freuden; Durch Got: Und sie besieg' in meinen tes güte sind sie dein. Sieh, herzen Die furcht des leh darum mußte Christus leisten augenblicks. den, Damit du könntest Mel. Wer nur den lieben Gotts felig fenn. de 29. So weit, Herr, dein 4. Und diesen Gott sollt himmel reichen ich nicht ehren? Und seine Reicht deine huld, die un güte nicht verstehn? Er soll erhält. Eh werden berg' un te rufen; ich nicht hören? hügelweichen, Als deine gnt Den weg, den er mir zeigt, de wankt und fällt. Gleit nicht gehn? Sein will ist mächtigen gebirgen stehtD mir ins herz geschrieben, heiligkeit, die dich erhöht. Seinwort bestärktihnewig. 2. Gott, dir ist kein g lich: Gott soll ich über alles schöpf verborgen, Keinsi lieben, und meinen nächsten vor dir gering geacht't. D gleich als mich. würdigst jedes deiner so 5. Dieß ist mein dank, gen, und bist auf aller wo dieß ist sein wille, Ich soll bedacht. Vom menschenb 21 Von Gott und feinen Eigenschaftent. auf jedes thier Dankt alles 2. Bedenk ich, Schöpfer, feine hülfe dir. S deine macht; Blick ich in 3. Mit heilig freudigem jene ferne, Und überseh des gemüthe Erheb ich, Gott himmels pracht, und sonne, der gnade, dich! Wie theuer mond und sterne; So bet ist doch deine güte! Wie ich dich voll ehrfurcht an: liebst du uns so väterlich, Was ist der mensch, ruf ich Daß menschen ohne furcht alsdann, Daß du dich sein und grau'n Im schatten deis erbarmest! and furid ner flügel traun! 3. Dein auge schaut auf 4. Mit welchem reichen ihn herab, So geht er nicht überflusse Von gütern fül verloren. Nicht für die lest du dein haus! Du theilst welt, nicht für das grab fie allen zum genuffe, Bis Ist er allein geboren. Die fie gesättigt werden, aus. welt vergeht mit ihrer luft: Herr, unsers lebens quelle Mensch, der du Gottes wils fließt Aus dir, der du das len thust, Dein glück foll leben bist. ewig dauern.ar sind 5. O unerschaffne sonn'! 4. Wenn ich erwache, wir schauen In deinem lichte denk ich dein, Und wenn ich nur das licht. Entzeuch doch schlafen gehe; Denn du, denen, die dir trauen, Dein mein Vater, fannst ver: gnadenvolles antlih nicht. leihn, Um was ich findlich Gott, deine huld sey über flehe. Drum seufz' ich ime die, Die dich verehren. merfort zu dir: Herr, was Schüße sie! mir nüßt, das schenke mir Mel. Sey lob und ehr dem ic. Um deiner güte willen. 30.Wie viele freuden dank Mel. Wachet auf, ruft uns die ic. ich dir, Die du mir, 31. Herr, wir singen deis Herr, verliehen! Und wie viel ner ehre: Erbarm fünden hast du mir Aus gna: dich unser, und erhöre, Nim den schon verziehen! Gott gnädig unser danklied an! von langmuth und geduld! Hert, wir danken voll ent: Noch täglich häuf ich meine zücken; Wo ist ein Gott, schuld, Und deine liebewähret! der so beglücken, So lieben 22 Bon Gott und seinen Eigenschaften. und so fegnen kann? Der und starb der fünder tot Gott, den wir erhöhn, Er, Christus hat den tod be deffen heil wir fehn, Ist die zwungen: Ein neues lie liebe! Schon vor der zeit werd ihm gesungen. Er hö In ewigkeit War: Gott die uns, er, der gute Gott. W liebe, bwird sie feyn.. find mit ihm versöhnt: J 2. Um zu dir uns zu er: lobgesänge, tönt! Tönt aun heben, Hauchst du in unsre himmel! Erschallt scho brust das leben, Und schen- hier; Einst knieen wir A test uns der erde glück. Um seinem thron, und beten a zu dir uns zu erheben, Ent: Mel. Nun lob mein feel 2c. ziehst du unsrer brust das 32. Gott! du bist d leben, und schenkest uns des liebe! Allein zur himmels glück. Du gibst wohlthun hast du lust. D das leben, Gott! Du fen: herrschsucht harte triel dest uns den tod, Nur zum Sind deinem herzen unb fegen: Bist liebevoll; Nur wußt. Ganz ohne alle grá unser wohl, Nicht unserzen Ist deine gütigkeit: G elend, schaffest du. weit die himmel glänzen 3. Als wir von der fündesllebst du barmherzigkei plagen Gequält in unserm Du Herr hast wohlgefall blute lagen, Und nacht der An dem, was du gemach hölle uns umfing, Fern Und haft uns fündern allvon deiner wahrheit pfade; Noch leben zugedacht. Da war es, Gott, als deine 2. Als du unshieg gnade Erbarmend vor uns werden, Da schufst du un überging. Da rief dein va zum ew'gen wohl. Nic terblick Ins leben uns zu: nur auf dieser erden Ist all rück. Von der fünde, Bon deiner güte voll: Auch ihrer nacht Sind wir er: dem himmel droben H wacht, Erwacht, um Got: deine vaterhand Uns güt tes licht zu sehn. pidant aufgehoben, Die noch fe 4. Preiset ihn ihr jubellie: aug erkannt. Dorthin u der, Zur erde stieg sein Sohn zu erheben, Das ist de hernieder, Ward mensch wunsch, o Gott! Drum g 23 Bon Gott und feinen Eigenschaften. für uns sein leben Dein unfre luft. Laß uns, treu zu Sohn selbst in den tod. erfüllen, Was du befiehlst, 3. Wie groß ist deine gna: nicht ruhn. Wer sollte deis de! Wer ist so reich an huld, nen willen nicht gern, o wie du? Auch auf dem fün: Bater, thun? denpfade Siehst du uns noch 6. Wer hier auf deinen mit langmuth zu. Du lockest wegen Sich willig deinem uns zur buße; Und fällt voll dienste weiht, Den setzest du reu' und leid Der sünder dir zum segen Schon hier, noch zu fuße, So ist ihm trost be mehr in ewigkeit. Du krő: reit: Du siehst auf ihn, den nest seine leiden Mit herr: iarmen, Mitväterlicher huld; lichem gewinn, Und führest Und schenkst ihm aus erbar: ihn zu freuden, zu ew'gen e menDie ganze sündenschuld. freuden hin. Wie theu'r ist 4. Mit jedem neuen mor: deine güte! Laß deiner huld egen Wird über uns dein mich freun; Und stets mein wohlthun neu: Du kom ganz gemüthe Voll deines 5 mest unsern sorgen Zuvor ruhmes seyn. n by mit deiner vatertreu. Du Langmuth und Geduld ursprung aller gaben! Du Gottes. er weißt, was uns gebricht; Mel. Wunderbarer König ic. Und was wir nöthig haben, 33. 11numschränkte lies Bersagst du, Gott, uns nicht. be! Gönne blö: Bom wohlthun, daß du den augen, Die zum irdi: ef übest, Sind unsre tage voll. fchen kaum taugen, Daß fie Auch wenn du uns betrübest, in die strahlen Deiner lang: Geschiehts zu unserm wohl. muth blicken, Die den erd: 5. Wer sollte dich nicht freis huldreich schmücken; i lieben? Du hast uns ja zu. Und zugleich Freudenreich, - erst geliebt; Und bist stets Bösen und den deinen, Wie e treu geblieben, Wie viel wir die sonne, scheinen. zu wider dich verübt. Mit gna: el 2. Wasser, luft und ers m den uns zu fegnen, Ist ewig de, Ja dein ganz gebiete, ei deine luft. Mit dank dir zu Ist ein schauplaß deiner gü al begegnen, Sey, Herr, auch te. Deiner langmuth chre 24 Bon Gott und seinen Eigenschaften. Wird durch neue proben und uns nach verdienst nicht Immer herrlicher erhoben. lohnest! Deiner hand fey O wie weit, O wie breit ehre, Die so wohl regieret, Streckt sie ihre flügel, Ueber Und mit ruhm den zepter thal und hügel. führet. Fahre fort, Zions 3. Was wir davon den: hort! Langmuth auszu: fen, Was wir sagen können, üben, und die welt zu lieben. Ist ein schatten nur zu nen: Mel. Ein lamm geht hin, und zc. nen. Tag für tag zu schonen, 34. Getreuer Gott! wit Tag für tag zu dulden So viel geduld Be viel millionen schulden, Und weisest du uns armen! Wir dazu Ohne ruh Lieben, die häufen täglich fündenschuld, dich haffen! Herr, wer Du häufest dein erbarmen. fann das faffen? Was ist des menschen le 4. Du vergibest sünde, benslauf? Er ist verderbt Hörst der fünder flehen, von jugend auf, Sein sinn Wenn sie weinend vor dirlist dir entgegen: Und doch, stehen. Deine rechte dräuet, o Bater, suchst du ihn Bon Und erbarmt sich wieder, seinen fünden abzuziehn, Legt die pfeile gerne nieder; Zur beßrung zu bewegen. Da man doch, Wenn du 2. Der menschen elend noch Sie kaum hingeleget, jammert dich: Selbst wann Dich zum zorn erreget.. sie sich verstocken, Willst du 5. Herr! es hat noch keissie dennoch väterlich Durch ner, Der zu dir gegangen, güte zu dir locken. Wie lan Statt der gnade recht em: ge sahst und riefest du Schon pfangen. Wer zu deinen ehmals deinem volke zu, füßen Sich mit thränen sen: Daß sich ihr herz bekehrte? fet, Dem wird straf und Wie trugst du doch so lange fchuld geschenket. Unser zeit Die erste welt mit gütig; schmerz Rührt dein herz, keit, Eh sie die fluth verzehrte. Und du willst der armen 3. So gibst du fündern Gnädig dich erbarmen. zeit und raum, Der strafe zu 6. Höchster! sey geprie: entgehen: Du läßt den un Ben, Daß du so verschonest, fruchtbaren baum Nicht Bon Gott und feinen Eigenschaften. 25 ohne pflege stehen: Du war: kräftig rühren. Nie müffe test sein, und suchest frucht, deine vaterhuld Zur sichere Und wenn du gleich umsonst heit uns führen. Trag uns gesucht, Hörst du nicht auf erbarmend fernerhin; Dochy zu bauen. Du schoneft sein aib uns auch dabei den finn, von jahr zu jahr, Dein Daß wir die fünde haffen, vaterherz hofft immerdar, Und uns noch in der gnadene Noch frucht von ihm zuzeit Den reichthum deiner schauen. gütigkeit Zur buße leiten 4. Langmüthigster! fo laffen. große huld Bezeugst du fre: Treue und Wahrhaftigkeit chen fündern: Und wie viel Gottes. nachsicht und geduld Hast Mel. Wer nur den lieben Gott se. du mit deinen kindern! Sie 35, Noch nie hast du werden ja, wenn fleisch und dein wort gebros welt Hier ihnen häufig neße chen, Nie deinen bund, D stellt, Oft sicher, matt und Gott, verleht: Du hältst gez träge: Sie straucheln, fie treu, was du versprochen, vergehen sich, Und fündigen Bollführst, was du dir vors oft wider dich, Verlaffen gesetzt. Wenn erd und hims deine mege. mel auch vergehn, Bleibt 5. Du warnest sie vor der ewig doch dein wort bestehn. gefahr, So oft fie irre ge 2. Du bist kein mensch, hen; Reichst ihnen hand und daß dich gereue, Was uns stärke dar, Von sünden auf dein mund verheißen hat. zustehen. Du trägest sie mit Nach deiner macht, nach dei vaterhuld, Bist willig, ihre ner treue, Bringst du, was fündenschuld Durch Chri: du versprichst, zur that: stum zu vergeben; Gibst ih: Scheint die erfüllung gleic nen neue glaubenskraft, noch weit, So kommt sie Und, nach vollbrachter pil: doch zur rechten zeit. grimschaft, Ein ewig freu: 3. Und wie du das uns fehlbar gibest, Was deine denleben. 6. Laß deine langmuth lieb uns zugedacht; So und geduld Uns menschen wird, wenn du vergeltung Jdia- int 26 Von Gott und feinen Eigenschaften. übest, Dein drohwort auch Der wahrheit freund, der gewiß vollbracht. Wer dich, lügen feind, Beweise dich o Gott, beharrlich haßt, als Gottes find, Dem treu Fühlt deiner strafe schwere und wahrheit heilig sind. last. Mel. Komm o komm du geist sc. 4. O präge dieß mir tief 36. Weicht ihr berge! ins herze, Daß es vor deis fallt ihr hügel! d nem wort sich scheut: Gib, Felsen, wankt und stürzet daß ich nie leichtsinnig scher- lein! Gottes treue hat dieß ze Mit deiner strafgerechtig: fiegel: Sie soll fest und ewig keit. Nie werde das von mir seyn. Laßt den weltkreis un gewagt, Was dein befehl tergehn, Gottes gnade muß mir untersagt. is beftehn. 5. Doch laß mich auch 2. Gott hat mir ein wort mit festem glauben Dem gesprochen, Seinen bund worte deiner wahrheit mit mir gemacht: Der wird trau'n. Wer kann den trost nimermehr gebrochen, Bis uns jemals rauben, Den er alles hat vollbracht. Er, wir auf dein versprechen die wahrheit, trüget nicht: bau'n. Du bist ein fels, dein Was er saget, das geschicht. bund steht fest. Wohl dem, 3. Seine gnade soll nicht der sich auf Gott verläßt! weichen, Wenn gleich alles 6. Wie stark sind unsers bricht und fällt: Sie soll glaubens gründe! Hier ist ihren zweck erreichen, Den dein wort, das niemals sie ewig sich gestellt. Ist die trügt: Und daß dieß allen welt voll heuchelei, Gott beifall finde, Hast du den eid ist fromm, gut und getreu. hinzugefügt. Wahrhaft'. 4. Will die welt den fries ger! was dein mund bei den brechen, hat sie streit schwört, Ist völlig unsers und krieg im sinn: Gott hält glaubens werth. imer sein versprechen, Ihm 7. O seele! laß dich dieß vertrau'n ist stets gewinn. beschämen: Bertraue Gott, Denn er bleibet immerdar, der treu es meint. Such ihn Was er ist und was er war. zum muster anzunehmen; 5. Laßt fein antlik sich Univ.- Bibl. Giessen Von Gott und seinen Eigenschaften. 27 verstellen; Treu ist doch sein In heiligkeit muß ich auch Herz gefinnt, Und bezeugt in zu ihm gehn. allen fällen, Ich sen sein ge 2. Jehovah ist ein unbe: liebtes find, Dem er beide greiflich wesen, Da mein vers hände reicht, Wenn auch stand sich willig in verliert. alle hoffnung weicht. In seinem wortist dieses klar 6. Er, der Herr, ist mein zu lesen, Wie wunderbar erbarmer; So hat er sich der kluge rath regiert. Wer felbst genennt. Welch ein hat den finn des geistes je er: trost! nun werd ich armer kannt? Wer gab dem rath, Nimmermehr von ihm geder war von ewigkeit? Vers trennt. Sein erbarmen läß nunft sey still! dieß meer ist fet ihn Niemals sich mir viel zu breit Und allzutief: ganz entziehn. o fluger unverstand! 7. Nun so soll mein ganz 3. Jehovah! grund und vertrauen Unbeweglich auf leben aller dinge! Du bist ihm ruhn: Felfen will ich fürwahr ein unzugänglich auf ihn bauen; Was er licht. Gib, daß im licht sagt, das wird er thun. Erd/ mein wandel mir gelinge: und himmel kann vergehn, Ach führe mich mit deinem Doch sein bund bleibt ewig angesicht. Du bist ein licht, stehn. und bist im licht allein; Du haffest den, der finsterniffe liebt; Du liebest den, der 37. Jehovah ist mein recht und wahrheit übt: Gott, unser höchstes Gut. Nach eigener Melodie. licht und gnaden: O laß mich stets den weg sonne; Jehovah, Gott, ist des lichtes gehn! die vollkommenheit: Jeho: 4. Jehovah! Gott mit vah ist die reine seelenwon: mir zu allen zeiten! Mit dir ne; Jehovah ist die quell der ich nun gemeinschaft haben heiligkeit. In diesem licht kann: Wenn du mich wirst kann ich viel wunder sehn; mit deinen augen leiten, So Die herrlichkeit des Herrn wirst du mich zu ehren neh: ist meine ruh; Und seelen: men an. O blinde welt, o freud erquicket mich dazu: welt, ich laffe dich: Fleuchst 28 Von der heiligen Dreieinigkeit. du dieß licht, und man gebracht. Nur licht und delst in der nacht; Die recht vereinigt Gott und arme feel ist ewig um mich. 643 II. Von der heiligen Dreieinigkeit. Nach besonderer Melodie. Uns mit gaben ziert von 38. Wir glauben all oben; Die ganze christens an einen Gott, heit auf erden Hält in einem Schöpfer himmels und der finn gar eben: Hier all' sünd erden; Der sich als Vater vergeben werden; Das offenbart, Daß wir seine kin: fleisch soll uns wieder leben: der werden. Er will uns all: Nach diesem elend Ist bereit zeit ernähren, Leib und feel uns ein leben in ewigkeit. auch wohlbewahren: Allem Nach bekannter Melodie. unfall will er wehren, Kein 39. Allein Gott in der feid soll uns widerfahren. höh sey ehr, Und Er forget für uns, Schüßt dank für seine gnade; Da: und wacht: Es steht alles rum daß nun und nimmer: in seiner macht. mehr Uns rühren kann fein 2. Wir glauben auch an schade, Weil Gott gefallen Jefum Chrift, Seinen Sohn an uns hat, Und frieden uns und unsernherren; Der ewig in Christo gab: All' feind: bei dem Vater ist, Gleicher schaft hat ein ende. Gott an macht und ehren: 2. Mit lob und dank ver: Bon Maria, der jungfrau: ehr'n wir dich, Wie dir die en, Ist ein wahrer mensch engel danken; Daß du Gott geboren, Durch des heil: Vater ewiglich Regierest gen Geistes wunder; Für ohne schranken. Ganz un uns, die wir war'n verlo: begränzt ist deine macht; ren, Am Freuz gestorben; Fortgehet, was dein will Und vom tod Wieder aufer: bedacht. Wohl uns des standen ist durch Gott. treuen Herren! 3. Wir glauben auch an 3.D Jefu Chrifte, mensch heil'gen Geist, Gott mit geborn, Doch Sohn des Vater und dem Sohne; Der ew'gen Vaters! Versöhner aller blöden tröster heißt, derer, die verlor'n, Du stil Von der heiligen Dreieinigkeit. 29 ler alles haders. Lamm Got: Geist, Den mir der Sohn tes, heil'ger Herr und Gott, gegeben; Der mir mein herz Nimm an die bitten unsrer erquickt, Der mir gibt neue noth: Erbarm' dich unser fraft; Der mir in aller noth aller! Rath, trost und hülfe schafft. 4. O heil'ger Geist, du 4. Gelobet sey der Herr, höchstes gut, Du allertreu: Mein Gott, der ewig lebet; ster tröster! Fürs teufels Den alles lobt und preißt, macht forthin behüt', Die Was in den lüften schwebet: Jesus Christ erlöset Durch Gelobet sey der Herr, Des großen martervollen tod: namen heilig heißt! Gott Wend' unfern jammer, uns- Vater, Gott der Sohn, Und re noth, Dazu wir uns Gott der heil'ge Geist! verlaffen. 5. Dem wir anbetung Mel. Nun danket alle Gott ze. jetzt Mit freuden alle brine 40. Gelobet fen der gen, und mit der engelschaar Herr, Mein Einst heilig, heilig fingen: Gott, mein licht, mein le: Den herzlich lobt und preißt ben; Mein Schöpfer, der Die ganze christenheit: Ges mir hat Mein leib und feel lobet sey mein Gott In alle gegeben; Mein Vater, der ewigkeit! mation mod mich schüßt Bonmutterleibe mel. Wie leuchtet uns der 20. an; Der alle augenblick An 41. Halleluja! lob, mir viel guts gethan. preiß und ehr 2. Gelobet sey der Herr, Sey unserm Gott jemehr Mein Gott, mein heil, mein und mehr Für alle seine wers leben: Des Baters liebster fe. Von ewigkeit zu ewigs Sohn, Der sich für mich ge: feit Sey von uns allen ihm geben; Der mich erlöset hat geweiht Dank, weisheit, Mit seinem theuren blut; fraft und stärke. Bringet, Der mir im glauben schenkt Singet Fromm und freudig Das allerhöchste, gut. Heilig, beilig, Heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr 3. Gelobet sey der Herr, Mein Gott, mein licht, mein Zebaoth. leben; Des Vaters werther! 2. Halleluja! preiß, ehr' 30 Von der heiligen Dreieinigkeit. und macht Sen auch dem Mel. Der tag ist hin, mein J. 2c. Gotteslamm gebracht, In 42. Dreieinigkeit, Der dem wir sind erwählet; Das Gottheit hohes uns mit seinem blut erkauft; fiegel! O licht vom licht! Auf seinen tod sind wir ge- Allmacht, deren flügel tauft, Dem himmel zuge: Sich um und um Durch zählet. Heilig, Selig Ist die diesen erdkreis streckt, Und freundschaft Und gemeins alle welt Mit seinem schirm schaft, Die wir haben; bedeckt. v noben Unzählbar die gnaden: 2. Wir loben dich, So: gaben. plod momon bald die fonn erwachet; Und 3. Halleluja! Gott heil': wann sie jetzt Den feiers ger Geist Sen ewiglich von abend machet; Was lebt uns gepreißt, Durch den und webt Auf erden weit wir neu geboren: Der uns und breit, Ist alles, Herr, mit glauben ausgeziert, zu deinem dienst bereit. Dem Heilande uns zuge 3. O heiliges Und uns führt, Zur freundschaft ihm umschränktes wefen! Wer erfohren. Er schafft Uns hat wohl je Die heimlich: Fraft; Hilft uns beten In feit gelesen? O tiefer brunn! den nöthen; Und gibt freu: Dunerforschte pracht! Wie den, Wenn wir hier als chri: groß, o Gott, Wie groß ist sten leiden. deine macht! 4. Halleluja! lob, preiß 4. Wer kann doch hier, und ehr Sey unserm Gott Herr, deine wege finden? je mehr und mehr, Ruhm Wie sollt ein mensch Wohl feinem großen namen dein gericht ergründen? Zu: Stimmt an mit aller him: rück vernunft! Zurück, zus melsschaar, Und finget nun rück mit dir! Dein wiß der und immerdar Mit freuden ist Doch viel zu schlecht alls amen! amen. Bringet, hier.ung Singet Fromm und freu: 5. Nur immerhin, Nur dig: Heilig, heilig, Heilig bin mit deinem dichten! Du ist Gott, Unser Gott, der fannst dich nicht In Gottes Herr Bebaoth! Iweisheit richten. Wo Gott Von der heiligen Dreieinigkeit. 31 nicht selbst Dich unterwei: grund vertrauen; Dir uns sen wird; So bleibest du laffen ganz und gar, Mit als Verloren und verirrt. len rechten christen, Ente 6. Drum lehr' uns Herr! fliehn des feindes listen, Mit Olehr' uns ohne trennen In waffen Gottes uns rüsten. Einem drei, In dreien eins Amen! anten! das sey wahr! erkennen: Ach, lehr' uns So singen wir Halleluja! doch, Gott Vater, Sohn 2. Jesus Christus! wohn' und Geist, Daß du ein Gottsuns bei, Und laß uns nicht In drei personen heißt. verderben 2c. zc. 3. Heiliger Geist! wohn' uns bei, Und laß uns nicht verderben ze. ze. 7. Gib, daß bei uns Dieß wort von dir stets klin ge: Von ihm, durch ihn, Zu ihm find alle dinge! Dem Met. Gott der Bater wohn uns ic. großen Gott Sey er in 44. Gott! ich darf mich ewigkeit! Ja! amen, ja! zu dir nah'n, Ich, Singt alle christenheit. ein erlöster Christi. Tief im 8. Dein nam' ist groß: staube bet ich an Dich, Va: Dein reich, Herr, in unster Jesu Chrifti! Unsicht: wohne; Dein will' uns lenk', barer, der du bist, Und seyn Ernähr' uns und verschone: wirst, wer du warest. Du Versuchung wehr': Erlös' schaffest und bewahrest Die aus böser zeit! Dein ist das welt, vor der du warest. reich, Die fraft und herr: Herr, wer gleichet dir? wer lichkeit. Nach eigener Melodie. ift Wie du, Gott über alle, Daß alles dir gefalle In al: 43. Gott, du Bater, len und durch alle. Herr, Jes wohn' uns bei, hovah Zebaoth! Sey hoch: Und laß uns nicht verder gelobt, Gott, unser Gott! ben: Mach uns aller fünden 2. Sohn! ich darf mich frei, Und hilf uns selig ster: zu dir nah'n, Gott, ebenbild ben. Vor versuchung uns des Baters! Tief im staube bewahr, Halt uns bei festem bet' ich an, Dich, ein gen glauben, Und auf dich laß Sohn des Vaters! Mensch: uns bauen, Aus herzenss gewordner, der du bist, Und 32 Von der heiligen Dreieinigkeit. seyn wirst, wer du warest.[ löst hast du uns, Christe, dir Im fleisch dich offenbarest Dir leben und dir sterben Der welt, vor der du warest. wir. Halleluja! Herr, wer gleichet dir? wer 3. Preiß ihm! er führt ist, Wie du, Gott über alle? des himmels bahn, Führ Daß alles dir gefalle, Ber: den schmalen weg hinan föhnst du zu dir alle! Sohn, Dein tempel, heil'ger Geist Jehovah Zebaoth! Seyhoch sind wir. Wir leben un gelobt, Mein Herr und Gott! wir sterben dir Halleluja 3. Geist des Vaters und 4. Sing, feele! freudem des Sohns! Du kennst diesthränen, fließt! Heilig, hei tiefen Gottes. Siegel un lig, heilig ist Gott, unse fers gnadenlohns, Mach uns Gott! Jehovah, dir, Di zu tempeln Gottes. Geist leben und dir sterben wir der heiligung, du bist Bom Halleluja! Vater uns gegeben, Damit Mel. Heut triumphiret 2c. wir ewig leben, und ewig 46. Dank und anbetung ihn erheben. Heilig, heilig, bringen wir heilig ist Der Vater mit dem Herr, unser Gott un Sohne, Der Geist auf ei- Bater, dir. Du bist e nem throne Mit ihm und der die ganze welt Erschaf seinem Sohne. Einiger fen hat und noch erhäl Herr Zebaoth! Sey hoch: Halleluja! med en gelobt, Gott, unser Gott. 2. Dank und anbetun Mel, Gelobet seyst du Jesu zc. bringen wir, Herr, unse 45. Preiß ihm! er schuf Gott und Heiland, di und er erhält Du litt'st für uns des tr Seine wundervolle welt.des pein, Uns vom verde Du sprachst: da wurden, ben zu befrein. Hallelujo Herr, auch wir. Wir leben, 3. Gelobet feyst du, Gei und wir sterben dir. Hal: des Herrn! Wir waren ein leluja! von Christo fern. Du ha 2. Preiß ihm! er liebt durch deines wortes mac von ewigkeit, Wird ein Auch uns zum licht un mensch, stirbt in der zeit. Erheit gebracht. Halleluja Von der Schöpfung. 33 Mel. Es wolleGott uns gnädigic. befrei'n von sünd' und tod, 47. Herr, unser Gott, Kamst du zu uns auf erden. wer ist dir gleich? O laß uns, unser Herr und Du bist das höchste wesen; Gott, Froh deines segens Und doch hast du, an gnade werden, und dir im glauben reich, Uns dir zum dienst dienen. erlesen. Gemeinschaft sollen 4. O heil'ger Geift, du wir mit dir, Du Allerhöch: Geist von Gott! Wehr'un: ster, haben. Mit deinem serem verderben. Im glau: heil willst du uns hier Und ben an des Mittlers tod Hilf ewig einst begaben, Duluns, der fünde sterben. Du quelle alles segens. gibst zum guten luft und 2. Wir beten dich, o Va: kraft; Laß es uns stets er: ter, an: Sind wir gleich vor fahren: Stärk' uns in dir fünder, So nimmst du unsrer pilgrimschaft, Be dich doch unser an, Wie vä: wahr uns für gefahren, Hilf gter ihrer finder. Du hast für uns, dir willig folgen. uns aus großer huld Selbst 5. Laß, Gott, uns dein deinen Sohn gegeben. Dein auf erden schon, Als unsers herz voll güte und geduld Gottes freuen. Herr segne Verleih uns troft und leben, uns von deinem thron, Daß Daß wir dich findlich fürch: wir vor dir gedeihen. Dein ten pithong ist das reich, die herrlich: go 3.0 Jesu, ew'ger Gottes: keit: Dir wollen wir hier erfohn! Du heil, darauf wir leben; Und du wirst nach hoffen. Durch dich steht zu vollbrachter zeit Uns einst des Vaters thron Der weg dahin erheben, Wo wir runs ivieder offen. Uns zu dich ewig schauen.d III. Von der Schöpfung. sod Mel. Sey Lob und Ehr dem ic.sich, von bewundrung voll, 48. Wenn ich, o schöp: Nicht, wie ich dich erheben bir fer, deine macht, soll, Mein Gott, mein Herr Die weisheit deiner wege und Vater! Die liebe, die für alle wacht, 2. Mein auge sieht, wo: Anbetend überlege; Soweiß hin es blickt, Dieswunder 3 34 Von der Schöpfung. deiner werke. Der himmel, 6. Erheb' ihn ewig, prächtig ausgeschmückt, mein geist; Erhebe seiner Preißt dich, du Gott der namen! Gott, unser Bater stärke! Wer hat die sonn an sey gepreißt, Und alle wel ihm erhöht? Wer kleidet sie sag amen! Und alle wel mit majestät? Wer ruft fürcht ihren Herrn, Un dem heer der sterne? hoff auf ihn, und dien' ihn 3. Wer mißt dem winde gern! Wer wollte Got feinen lauf? Wer heißt die nicht dienen?. himel regnen? Wer schließt Mel. Wer nur den lieben Gott z den schoos der erden auf 49. Gott des him Mit borrath uns zu fegnen? mels und der er DGott der macht und herr: den, Der du allgegenwärti lichkeit! Gott, deine güte bist, Bon niemand kann reicht so weit, So weit die begriffen werden, Da nie wolfen reichen. mand dir verborgen ist. Ad 4. Dich prediat fonnen: ziehe meinen sinn zu dir, Unl schein und sturm, Dichpreißt offenbare dich in mir. em der sand am meere. Bringt, 2. Wohin ich herz un ruft auch der geringste augen lenke, Da find' id wurm, Bringt meinem deiner Gottheit spur. Wen Schöpfer ehre! Mich, ruft ich voll andacht überdenk der baum in seiner pracht, Dein werk, die prächtige na Mich, ruft die saat, hat Gott tur; So ruft mir alles gemacht; Bringt unserm alles zu: Wie groß ist Gott Schöpfer ehren wie Elein bist du no 5. Der mensch, ein leib, 3. Uns zeigen alle ele den deine hand So wunder: mente, Macht, güti un bar bereitet; Der mensch, weisheit überall. O wen ein geist, den sein verstand, das stumme reden könnt Dich zu erkennen, leitet; Wie groß wär dann der ju Der mensch, der schöpfung belschall: Rühmt, menschen ruhm und preiß, Ist sich ein Gottes güt' und macht, De täglicher beweis Bon deiner uns für eich hervorgebrach güt und größe. 4. Herr Gott! wie gro Von der Schöpfung. 35 ist deine liebe! Dieerd ist deine dich nicht wäre: Der ner güte voll. D, gib mir unberedte säugling spricht deines Geistes triebe, Daß Von seines schöpfers ehre: ich dich preiße, wie ich soll. Und alles, was ich seh vor Nimm, was ich kann, und mir, Das zeugt und pres hab, und bin, Zu deinem diget von dir, Du Schöp: dienst auf ewig hin! fer aller dinge! 5. Hilf, daß die güter 3. Die himmel sind von dieser erden mich zu dir lo: deiner hand, Die alles hat cken, höchstes Gut! Daß sie bereitet, Wet, wie ein mir nicht zum fallstrick wer: teppig, ausgespannt, Und den, Der, statt des nußens, dir zum ruhm verbreitet! schaden thut. Laß allen miß: Du, der im höchsten him: brauch ferne seyn: Mein mel thront, Du schufft schaß und ziel sey du allein! die sterne, schufft den mond, 6. Hier ist mein leben uns in der nacht zu leuch: eine reise; Mein weg gehtsten.no in die andre welt. Drum 4. Den menschen haft mache du mich fromm und du, Herr, gemacht; Von weise, Daß ich hier thu, was dir hat er das leben: Du dir gefällt; Und endigt sich haft durch deine gür' und mein furzer lauf, So nimm macht Ihm, was er hat, in deine ruh mich auf. geaeben. Was ist vor dir, Mel. Sey Lob und Ehr dem ic. o Gott, was ist Der mensch, 50. Wie groß, wie gut daß du so gnädig bist, Dich dit, Schöpfer, seiner so erbarmest! bist, Das muß mein herzl 5. Du hast ihn mit vers empfinden; Muß dich, wie nunft geziert, und freis du die liebe bist, In deinen heit ihm verliehen Ihn werken finden. Da strahlet hast du in die welt geführt, deine majestät, Durch wel Zum himmel ihn zu ziehen! che erd und himmel steht, Er ist sowohl, o Herr, Erfüllt von deiner güte. dein Find, Als es die hö 23 Bondir, Herr, fchweigt bern engel sind Du liebst der jüngling nicht, Der ob- lihn wie ein vater! i u 36 Von der Schöpfung. 6. Stimmt, menschen, fraft Dem frühling neue lobgesänge an, Daß Gott er: anmuth schafft. höhet werde! Gott, der uns 3. Daß fraut und pflan alles unterthan, Was ist zen sich verjüngen, Und alles und lebt auf erde! Wie viel neues leben fühlt; Daß alle ist hier, das uns erquickt, bäume blüten bringen, Das Wie sehr sind wir durch dich feld mit tausend farben beglückt! Was kannst du spielt, Das fließt allein aus mehr uns schenken? deiner gnad', Die unfre 7. Wie groß, wie gut du welt gezieret hat. Schöpfer bist, Das muß 4. Wie viel vermag dein mein herz empfinden; Muß mächtig: werde! Erhaben: dich, wie du die liebe bist, sier Herr Zebaoth! Dein In deinen werken finden. tob verfündiget die erde, Da strahlet deine majestät, Noch herrlicher, du großer Durch welche erd und him: Gott, Verkündiget des him mel steht, Erfüllt von dei: mels pracht Die größe dei ner güte. ner Schöpfersmacht. Mel. Wer nur den lieben Gottic. 51. 5. Aus dir du quelle al Gott, den alle les lichtes, Fließt auch der himmel ehren, sonne feurig meer. Ja du Bon dir kommt aller him: bist schöpfer des gesichtes; mel pracht: Was wir nur Bon dir kommt auch das schönes sehn und hören, wunder her, Daß mir die Hat deine hand allein ge: schönheit dieser welt, So macht. An deine weisheit, strahlend in die augen fällt. an dein licht Reicht feines 6. Was zeugt das heer von menschen denken nicht. tausend sternen, Das unfre 2. Du bist's, der die nächte reizend macht? Bon geschöpfe weidet, Der ih ihnen soll ich hier schon ler: nen schmuck und freude nen, Wie groß, d Schöpfer, schenkt: Du bist es, der die deine pracht! Gott! licht erde kleider, Und sie mit und strahlen sind dein kleid: grünem schmuck behängt: Wie groß bei dir die seligkeit! Du bist es, der durch seine] 7. Ach Schöpfer! heil ge Von den Engeln. 37 mein gefichte, Wenn ich so rund bemalen, Lobt den voll verwundrung steh, Daß Herrn, Mond und stern! ich in deines geistes lichte Seyd, ihr seine heere, Zeus Allein auf dich den ur gen seiner ehre! sprung, seh. Ach, reinige du meine brust Bon jeder schnöden erdenluft. 3. Und du, meine feele, Rühme mit und finge, Singe deines glaubens Nach bekannter Melodie. lieder! Was den Odem 52. Wunderbarer Kö: holet, Jauchze Gott und nig! Herrscher singe, Wirf dich in den von uns allen! Laß dir unser staub darnieder. Er ist lob gefallen. Deine Bater: Gott, Unser Gott; Er ist güte Hast du laffen triefen, hoch zu loben, Hier und Ehe wir zu dir noch riefen. ewig droben! Hilf uns noch, Stärk uns 4. Halleluja finge, Wer doch: Laß die zunge fingen, den Herrn nur kennet, Wer Laß die stimme flingen. den Herren Jesum liebet! 2. Himmel, lobe prächtig Halleluja bringe, Wer noch Deines schöpfers thaten, Christum fennet, Jhm von Mehr als aller menschen herzen sich ergiebet. Owohl staaten. Großes licht der dir! glaube mir! Endlich sonne, Rühm ihn mit den wirst du droben Ohne sünd' strahlen, Die das große ihn loben. is nodig IV. Von den Engeln. nondon stan. 2 Mel. Nun ruhen alle Wälder zc.ner wacht. Sie schaun im 53. Du herr der fera: hellen lichte Dein herrlich phinen, Dem angesichte, Doch nehmen sie tausend engel dienen, Und auch mich in acht. zu gebote stehn! Gott, aller 3. Jch preiße deine gute wesen meister, Und Bater Mit dankbarem gemüthe aller geister! Mein mund Für deiner engelschaar. Das soll deinen ruhm erhöhn. menschliche geschlechte Be: 2. Die machten und die schüßzet deine rechte Durch thronen, Die in dem himmel ihren beistand, in gefahr. wohnen, Gibst du zu mei: 4. Laß ihren schuß mich 38 Von den Engeln. decken, Wenn angst und Mel. Werde munter mein 2c. noth mich schrecken, Daß 54. Höchster! deſſen ſtar mich kein leid betrübt. Ich fe rechte Zuflucht, sen in meinem leben Bon ih: schirm und schatten gibt; nen stets umgeben, Von Der das menschliche ge ihnen immerdar geliebt. schlechte Wie ein treuer vas 5. Doch sollen sie nicht ter liebt; Der in dieser gro weichen, So laß mich ihnen ßen welt Alles, was er schuf, gleichen An reiner heiligkeit erhält; Der, als Herr, uns Wie fie die finder lieben, in gefahren Mächtig kann Und wahre demuth üben, und will bewahreno no So mach auch mich dazu 2. Viele tausend ferai bereit. phinen Jauchzen und lob 6, Sie thun ja deinen dir zu dienen, Sind fie willig singen dir. Dich zu loben, willen; Den laß mich auch für und für. Aber auch auf erfüllen; Sie leben heilig, uns zu seh'n, Und uns schwa rein. O laß mich nichts beflecken; Auch wenn mich chen beizusteh'n, Sind sie, schatten decken, Laß mich den deinen gegenwärtig. wenn du winkest, fertig, Und die reinen geister scheu'n. 3. Gott der engel! Gott 7. Hilf aug' und herz be: der welten! Ach was sind wit zähmen; Kein ärgerniß zu menschen doch, Daß wir vor nehmen, Lehr mich behut: dir so viel gelten? Q wie sam seyn; Nie durch ein hältst du uns so hoch! Deine sündhaft leben Dem näch: engel dienen uns, Und sind sten anstoß geben: Denn zeugen unsers thuns. Laß dieses stürzt in ew'ge pein. suns einst, in ihren chören, 18. Wenn ich dann end: Ewig dich im himmel ehren. lich scheide, So führe mich Mel. Sey Lob und Ehr ic. zur freude Auf ihren hän 55. Dir sing ich lob, Herr den ein: Da werd ich dich Zebaoth, Groß, erst loben, und in dem groß sind deine werke. Dit himmel droben Dir und singt dein himmel: groß ist den engeln ähnlich seyn. Gott: Dir singt mit kraft Von den Engeln. 39 and stärke Der seraph, derschriftlich, denk bei deinem dich näher sieht, Der cherub, schmerz: Im himmel hab der am throne kniet, Dielich freunde. ganze schaar der engel. Für Kinder. 2. Dein ist das reich, dein Mel. Ich singe dir mit Herz 16. ist die macht. Nach ordnun 56. Mein Vater! dein gen und stufen Hast du die beglücktes find schaar die uns bewacht, Zum Freut deiner güte sich: Da leben hergerufen. Sie rich: lengel meine freunde find, ten deinen willen aus, Be: Wie groß, wie groß bin ich! fchüßen des gerechten haus, 2. Um meine wiege stans Wen feine hüter schlumern. den sie, Als ich ein säugling 3. Mensch! fühl den vor: war: Durch sie traf meine gug, mensch zu seyn: EinGott findheit nie Verderben und hat dich versöhnet. Sieh gefahr. deine fünft'ge hoheit ein; 3. Als ich am sanften leite Wer siegt, wird dort gekrö: band ging, Sab'n sie voll net. Schon hier bist du, in huld auf mich; Wenn mich fleisch gehüllt, Des Aller der mutter arm umfieng, höchsten ebenbild, Im men: Da segneten sie mich. schenkleid ein engel. 4. Auf ihren Händen 94. Bald tret ich ein ins trugen sie mich durch ges hohe lied In jene heil'ge psal fahr und noth; Mein jun: men. Amgiel, nach dem mein ges leben schüzten sie Für glaube sieht, Erwart ich sie einen frühen tod. gespalmen. Wie hebt sich 5. Oft war mein beten da mein lied empor! Ichihre lust, Und bei der finds mische mich ins engelchor, heit spiel Erhielten sie in Ins höh're halleluja. meiner brust Der gottes: 5. Wie groß, wie groß die furcht gefühl. wonne ist, Wenn mich am 6. O möcht ich einst, wie lebensende Zum erstenmalizt als kind, Der engel freude ein engel grüßt; Ach daßichs seyn, So mitleidsvoll, so schon empfände! Bon aller gutgesinnt, So zärtlich und welt verlaßnes herz! Denflso rein! 40 Von der Vorsehung Gottes. 7. Nie wein mein Er freue sich und segne schuzgeist über mich, Und mich Bey jeder guter flich von meinem pfad! that! V. Von der Vorsehung Gottes oder derby Erhaltung und Regierung der Welt.board Nach bekannter Melodie. half mein Helfer mir vom 57. Gey lob und ehr dem tod, Und ließ mir trost ge höchsten gut, Dem deihen. Drum dank, o Gott! Vater aller güte; Dem drum dank' ich dir: Ach dan Gott, der alle wunder thut; fet, danfet Gott mit mir! Dem Gott, der mein gemü Gebt unserm Gott die ehre! the Mit seinem reichen trost 5. Der Herr ist noch und erfüllt; Dem Gott, der al immer nicht Von seinem len jammer stillt: Gebt un volk geschieden. Er bleibet ferm Gott die ehre! ihre zuversicht, Gibt segen, 2. Es danfen dir die him heil und frieden. Mit mut melsheer, D Herrscher aller terhänden leitet er Die feit thronen; Und die auf erden, nen stetig hin und her: luft und meer In deinem Gebt unserm Gott die ehre! fchatten wohnen, Die preißen 6. Wann trost und hülf deine Schöpfersmacht, Die ermangeln muß, Die alle alles hat so wohl bedacht: welt erzeiget; So kommt, Gebtunserm Gott die ehre! so hilft zum überfluß Der 3. Was unser Gott ge: Schöpfer selbst, und neiget schaffen hat, Das will er auch Sein Vaterauge deme zu, erhalten: Darüber will sein Der fönsten nirgends findet reiser rath Und seine gnade ruh: Gebt unserm Gott walten. In seinem ganzen die ehre! lolled or dad enf Fönigreich Ist alles recht 7. Ich will dich all mein und alles gleich: Gebtsleben lang, O Gott, von nun unserm Gott die ehre! an ehren. Man soll, Gott 4. Jch rief dem Herrn in deinen lobgefang An allen meiner noth: Ach Gott, ver: forten hören. Mein ganzes nimm mein schreyen! Dalherz ermuntre sich; Mein Von der Vorfehung Gottes. 41 leib und seele preiße dich: Gott sich gar nichts nehmen; Gebt unserm Gott die ehre! Es muß erbeten seyn. 8. Jhr, die ihr Christi na 3. Dein herz voll treu und men nennt, Gebt unserm anade, O Bater, weiß und Gott die ehre! Jhr, die ihr sieht, Was gut sey oder Gottes macht bekennt, Gebt schade Dem menschlichen ges unserm Gott die ehre! Die müth. Und was du dann falschen Gößen macht zu erlesen, Das treibst du, stars spott; Der Herr ist Gott, ker held; Und bringst zu der Herr ist Gott: Gebt stand und wesen, Was deis unserm Gott die ehre! nem rath gefällt. 9. So fommet vor sein 4. Weg' hast du allerwes angesicht Mit glaubensvolgen; An mitteln fehlt dir's lem singen: Bezahlet die ge: nicht: Dein thun ist lauter lobte pflicht, und laßt uns segen; Dein gang ist lauter ehr ihm bringen: Gott hat licht. Dein Werk fann nies es alles wohl bedacht, Und mand hindern, Dein arbeit alles, alles recht gemacht: kann nicht ruhn, Wenn du, Gebt unserm Gott die ehre! was deinen findern Ers Mel. Herzlich thut mich verl. 2c. sprieslich ist, willst thun." 58. Befiehl du deinewege, 5. Und obgleich alle teus und was dein herze fel Hier wollten widerstehn; fränkt, Der allertreustenpfle So wird doch ohne zweifel geDes, der die himmel lenkt. Gott nicht zurücke gehn. Der wolken, luft und winden Was er sich fürgenommen Gibt wege, lauf und bahn, Und was er haben will, Das Der wird auch wege finden, muß doch endlich komment Da dein fuß gehen kann. Zu seinem zweck und ziel. 2. Dem Herrn mußt du 6. Hoff' dann, du arme vertrauen, Wenn dirs soll seele! Hoff' und sey unvers wohlergehn: Auf sein werkzagt! Gott wird dich aus mußt du schauen, Wenn dein der höle, Da dich der fum: werk soll bestehn. Mit for mer plagt, Mit grofer gna: gen und mit grämen, Und de rücken: Erwarte nur mit selbsteigner pein Läßt die zeit; So wirst du schon 42 Von der Vorsehung Gottes. erblicken Die fonn der 11. Wohl dir, du find schönsten freud'. am 13 der treue! Du siegst, und 67. Auf auf! gib deinem trägst davon Mitruhm und schmerze Und sorgen gute dankgeschreye, Des sieges nacht. Laß fahren, was das ehrenfron. Gott gibt dir herze Betrübt und traurig selbst die palmen, In deine macht. Bist du doch nicht rechte hand; Und du singst regente, Der alles führensfreudenpfalmen, Dem, der soll. Gott fizt im regimente, dein leid gewandt. Und führer alles wohl. alat 12. Mach end, o Herr! 8. Jhn, ihn laß thun und mach ende Bon aller unsrer walten! Er ist ein weiser noth: Stärkunfre füß und Fürst; Und wird sich so ver: hände, Und laß bis in den halten, Daß du dich wun: tod Uns allzeit deiner pflege dern wirst, Wann er, wie's Und treu empfohlen seyn: ihm gebühret, mit wunder: So gehen unsre wege Ges barem rath Das werk hin- wiß zum himmel ein. ausgeführet, Daß dich be: Mel. Jesus meine Zuversicht. fümmert hat. nimid Gottes wille. Gots 59. 9. Er wird zwar eine weile im stes rath Muß Mit seinem trost verziehn, auch meinen willen lenken. Und thun an seinem theile, Er, der mich erschaffen hat, Als hätt' in seinem sinn Er Kann nie fein geschöpfe Deiner sich begeben, Und sollst kränken. Wenn er nimmt du für und für In angst und und wenn er gibt, Ist er nöthen schweben, So frag Vater, der mich liebt. er nichts nach dir.od umn2. Willig folg ich, wie er 10. Wird's aber sich befine will; Führt er gleich durch den, Daß du ihm treu ver rauhe wege: Ohne murren bleibst; So wird er dich ent bin ich still, Treffen gleich binden, Da du es gar nicht mich seine schläge. Denn er gläubst. Er wird dein herz weiß nach ew'gem plan, Wab erlösen Von der so schweren mein heil befördern kann. Jast, Die du zu keinem bösen 3. Wahr und heilig ist Bisher getragen hast. i fein wort; Was er zusagt, Von der Vorsehung Gottes. 43 wird er halten. Ihn allein, Mel. Warum sollt ich mich z den treuen hort, Laß ich über 60. Sen zufrieden, mein alles walten. Wer sich seiring is gemüthe! Gott ner hülfe freut, Schmeckt ist gut: Was er thut, Ift auch seine freundlichkeit. voll lieb und güte. Schaue 4. Drum, mein herz, seine grose thaten: Was die verzage nicht! Der im him: welt In sich hält, Ist ihm mel wird schon sorgen. Dwohl gerathen. bindin fein troft ist sonnenlicht Bey 2. Beydes erd und hime dem allertrübsten morgen. mel preißen Seine macht: Harrem tgelaffenheit; End: Tag und nacht Müssen es lich kommt die rechte zeit, beweisen. Sonn und mond # 5 Fällt ohn ihn fein haar sind laute zeugen: Was sich vom haupt, Sollt er dann regt Und bewegt, Kann es mein glück nicht wählen? nicht verschweigen.d Wer in demuth an ihn 3. Schau die werke feis glaubt, Der wird nie des ner hände! Mensch und ziels verfehlen. Ihm ver: thier Melden dir Seinen traun ist füße pflicht: Erlruhm ohn' ende. Was wir vergißt die feinen nicht. noch so kleines nennen; 6. Wein ich oft verge: Gras und laub, Selbst bens hier; Trügt mich oft der staub, Gibt ihn zu ere mein irdisch hoffen: Nur kennen. dites of torb geduld! einst stehet mir Je: 4. Was auf bergen und nes buch der vorsicht offen: in gründen, In der höh, Dort seh ich, wie wunderbar In der see, Oder sonst: zu Gottes weise führung war. finden, Rühmt die weis: 7. Alle leiden dieser zeit, heit seiner merke. Jeder Alle thränen und beschwer wurm, Wind und sturm, den Sind nicht werth der Preißen seine stärke. thot herrlichkeit, Die mir offen: 5. Wie muß ich sein lob bart soll werden. Herr! du erheben? Wie so gar Wune haft( so rühm ich dann) derbar Gab er mir mein les Gros und gut an mir geben? Seel und leib ist sein than! selgeschenke: Bin ich nicht 44 Von der Vorsehung Gottes. Ihm verpflicht't, Wenn ich kann und hat. Er muß zu dieß bedenke? allen dingen, Solls anderst 6. Wie mich sein getreu wohl gelingen, Selbst ge: es sorgen Tag und nacht ben seinen rath und that. Nimmt in acht, Das zeigt 2. Nichts ist es spat und jeder morgen. Ja kein au: frühe mit aller meiner mü: genblick verschwindet, Der he; Mein sorgen ist um: mich nicht, Gott, mein licht! sonst: Er mags mit meinen Dir zum dank verbindet. fachen Nach seinem willen 17. Drückten mich des machen; Ich stell's in seine freuzes plagen: War die Batergunft. last Kaum gefaßt, Half 3. Es kann mir nichts mir Gott fie tragen. War geschehen, Als was Gott nicht mehr geduld vorhan: hat versehen, Und was mir den; Seine fraft hat ge: selig ist: Ich nehm es, wie schafft, Daß ichs überstan: ers gibet; Was ihm mit den. mir beliebet, Daffelbe hab 8. Nun, mein herz! das auch ich erfießt.. hat schon lange Gott gethan; 4. Ich traue feiner gnade, Denke dran, Wird dir je: Die mich für allem schade, mals bange, Als wollt er Für allem übel schüzt: Leb dich ganz verlassen: Es gelich nach seinen säken, So schicht Warlich nicht: Er wird mich nichts verletzen, fann dich nicht haffen. Nichts fehlen, was mir 9. Drum ergib dich sei: ewig nüzt. nem willen: Heiffe gut, 5. Hat Gott es dann be: Was er thut, Er wirds schloffen, So will ich unvers auch erfüllen. Denn er ist droffen Anmein verhängnis in allen sachen Gros von gehn. Kein unfall unter at: rath, Stark von that: Er, len Wird mir zu harte fal: er wirds wohl machen. len; Ich will ihn männlich überstehn. Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. 61. In allen meinen tha 6. Ihm hab ich mich ers ten Laß ich den geben; Zu sterben und zu les Höchsten rathen, Der alles ben, Sobald er mir gebeut: Von der Vorsehung Gottes. 45 Es sey heut oder morgen; freudenstunden, Er weiß Dafür laß ich ihn sorgen: wohl, was uns nüglich sey: Er weiß die allerbeste zeit. Wenn er uns nur hat treu 7. So sey nun, seele, stil: erfunden, Und merket feine le! Dein trost sey deffen wil: heuchelei; So kommt Gott, le, Der dich geschaffen hat. eh wir uns verfehn, Und läsEs gehe, wie es gehe; Dein set uns viel guts geschehn. Vater in der höhe, Der weiß zu allen sachen rath. 5. Denk nicht in deiner trübsalshiße, Daß du von Nach bekannter Melodie. Gott verlassen seyst; Und 62. Wer nur den lieben daß ihm der im schoose fige, Gott läßt wal: Der sich mit stetem glücke ten, und hoffet auf ihn alle: speißt. Die folgezeit veräns zeit, Den wird er wunder: dert viel, Und seket jeglis lich erhalten In allem freuz chem sein ziel. und traurigkeit: Wer Gott 6. Es sind ja Gott geringe dem Allerhöchsten traut, Der fachen, und ist dem Höchsten hat auf feinen fand gebaut. alles gleich; Den reichen 2. Was helfen uns die klein und arm zu machen, schweren sorgen? Was hilft Den armen aber groß und uns unser weh und ach? reich. Gott ist der rechte Was hilft es, daß wir alle wundermann, Der bald erz morgen Befeufzen unser un: höhn, bald stürzen kann. gemach? Wir machen unser 7. Sing', bet' und geh kreuz und leid Nur größer auf Gottes wegen, Verricht durch die traurigkeit. das deine nur getreu; Und 3. Man halte nur ein wes trau des himmels reichem nig stille, Und sen doch in sich segen, So wird er bei dir felbst vergnügt, Wie unsers werden neu. Denn welcher Gottes gnadenwille Und seine zuversicht Auf Gott fein' allwiffenheit es fügt. setzt, den verläßt er nicht.. Gott, der uns ihm hat aus: 8. Auf dich, mein lieber erwählt, Der weiß auch gar Gott, ich traue: Ich bitte wohl, was uns fehlt.. dich: verlaß mich nicht! In 4. Er fennt die rechten gnaden meine noth anschaue: 46 Von der drsehung Gottes. Du weiß'st ja wohl, was mir 5. Willst du deine hülf gebricht. Mach's mit mir, aufschieben, Willst du mei: wiewohl wunderlich, Durch ne demuth üben: Herr, ich Jesum doch nur seliglich. bin ein armer knecht. Willst Mel. O wie felig sind die Seelen. du strafen, willst du schla: 63. Herr, mein licht, gen; Schickst du trübsal, mein heil, mein noth und plagen: Herr, du leben! Kann ich dich genug bleibest stets gerecht. erheben? Was für lieder] 6. Doch weiß ich, daß dei: stim ich an? Was soll ich zum ne treue Ewig ist und täglich dank dir bringen? Und wie neue, Selbst zur schwersten soll ich würdig singen, Was prüfungszeit. Deine stra: du, Herr, an mir gethan? fen, deine schläge, Sind ja, il 2. Du hast meine feel ge: wenn ich's recht erwäge, beuget, Aber auch mir bald Mittel meiner seligkeit. gezeiget, Du feyst noch den 7. Ach! so stärke mir den deinen nah. In der nacht glauben: Laß mir nichts den; warst du verborgen; Doch selbenrauben, Keine wollust, bald kam der frohe morgen, feine pein! Laß mich deine Da ich deine hülfe fah. liebe schmecken, Laß in noth 3. Heilig, Herr, sind und angst und schrecken Deis deine wege; Wunderbar ne gnade mich erfreun. find alle stege, Wo du deine Mel. Ich finge dir mit Herz 2. Finder führst. Wer muß 64. Noch immer wech: nicht aus deinen werken, Dirt feln ordentlich zum preiße, es bemerken, Wie Des jahres zeiten ab: Und gerecht du, Herr, regierst. früh und spät ergießet sich 4. Nun ich will dir fest Dein regen, Gott, herab. vertrauen, Und auf deinee 2. Du öffnest deine milde gnade schauen, Wenn des hand, Und steuerst unsrer Freuzes last mich drückt. Jch noth. Du fegnest, du er: will still seyn, hoffen, schwei: füllst das land Mit deinen gen, Stets vor dir, o Herr, gütern, Gotthons mich beugen, Bis deinant: 3. Von deinem hohen liz mich erquicke, ndanghimmel träuft Gedeihn und Von der Vorsehung Gottes 47 fruchtbarkeit. Die sa at Mel.Vater unser im Himmelr.ic. geht auf, und blüht, und 65. Gott, deine weise reift, Und sättigt und er: om macht erhält freut.nd sp Die ganze lebenvolle welt; 4. Von dir gesegnet gibt und aller augen freuen sich, der baum, Wenn einer schat: Und warten hoffnungsvoll ten sucht, Jhmunter seinem aufdich, Auf dich, der du sie gweige raum, Erfrischung alle liebst, Und allen ihre und auch frucht. fpeife gibst. 15. Wie frölich lächelt je: 2. Du öffnest deine hand, de flur! Es fließt, sich immer so fließt Herab, was jedem gleich, Der freude quell, und nöthig ist: Mit wohlgefallen die natur Ist unerschöpflich sättigt fie Dein vorrath; du reich. apat du versäumst sie nie. Nie find 6. Uns ströhmet sie, von geschöpfe deiner hand, Dir dir erfüllt, Lust und vergnü: unwerth oder unbekannt. gen zu. Wer ist so gut, fo 3. Auch mir gabst dur, treu, so mild, So väter: mein Gott und heit, Noch lich, wie du? nagtäglich mein bescheiden theil. 7. Herr! ohne dich ver: Gabst mirs mit huld und gingen wir, Und wir ver: freundlichkeit, Seit meiner dientens auch; Und dennoch ganzen lebenszeit. Kein vaz leben wir in dir, Beseelt ter sorgt so väterlich Für seie durch deinen hauch. dnen sohn, als du für mich. 8. Nicht einem mangelt 4. Ich bin's gewiß, du deinehuld, Und jedemstrahlt fannst mich nicht Verlaffen, dein licht, Du gehst, nach meine zuversicht! Ich bin's göttlicher geduld, Mit uns gewiß, du thust mir wohl, nicht ins gericht. So lang ich hier noch leben 9. Ach menschen! betet, foll. Nicht überfluß bittich betet än! Erwägts, und von dir: Was ich bedarf, denfet nun: Was hat das gibst du mir? Rumb Gott schon an uns ge5. Der vogel bauet nicht than? Was wird er nicht das land; Durnährst ihn noch thun? doch mit milder hand. Du 48 Von der Vorsehung Gottes. fchmückst die blume könig- Bring ich dir, Gott, mein lich, Die nicht zur arbeit lebenlang. Nap eilt, wie ich. Weit mehr Nach bekannter Melodie. bin ich vor Gott, als fie. 66. Ich finge dir mit O feele, dieß vergiß du nie! herz und mund, a mu 6. Mich schufst du nicht Herr, meines herzens lust! für diese zeit: Mein ziel ist Ich fing, und mach auf in der ewigkeit. Vernunft erden fund, Was du vom und freiheit gab mir Gott! himmel thust. Für mich ging Jesus in den 2. Ich weiß, daß du tod. Nichts, was die erde der brunn' der gnad, Die zeugt und nährt, Gleicht ew'ge quelle seyst, Daraus mir an hoheit und an werth, uns allen früh und spat 7. Bon dir, der das an Biel heil und segen fleußt. mir gethan, Werd ich auch 3. Was sind wir doch? fpeif und trank empfahn: was haben wir Auf dieser Selbst dem, der dich mit fün- ganzen erd? Das uns, o den schmäht, Gibst du sie Vater, nicht von dir Allein ohne fein gebet. Und fleht gegeben werd? tbil ich nicht darum zu dir, Ge: 4. Wer hat das schöne währtest du sie dennoch mir. himmelszelt hoch über 8. Laß du mich nur ge: uns gesetzt? Wer ist es, nügsam seyn, Und deiner der uns unser feld Mit gaben mich erfreun, Noch thau und regen nett? mehr mich freuen über dich, 5. Wer wärmet uns in Der du so gut bist gegen fält und frost? Wer schüßt mich, Der du des lebens uns vor dem wind? Wer quelle bist, Aus welcher macht es, daß man öl und alles gute fließt. most Zu rechten zeiten find't? 9. Bei deiner gaben über 6. Wer gibt uns leben fluß Erhalt mich mäßig im und geblüt? Wer hält mit genuß. Bewahr' mich in der seiner hand Den güldnen, dürftigkeit Für schmach und werthen, edlen fried In unzufriedenheit. Du nährst unserm vaterland? mod mich immer! preiß und dank 7. Ach, Herr, mein Von der Vorsehung Gottes. 49 Gott! das kommt von dir: der ursprung aller ding, Du, du mußt alles thun: Jst selbst und bleibt dein Du hält'st die wacht an gut. unsrer thür, Und läß'st uns sicher ruhn. 14. Er ist dein schaz, dein erb und theil, In nacht dein 8. Du nährest uns von freudenlicht; Dein schirm jahr zujahr, Bleibst immer und schild, dein hülf und gut und treu: Du stehst heil; Schafft rath, und läßt uns, wenn wir in gefahr dich nicht. Gerathen, treulich bey. 15. Was fränkst du dich 9. Du strafft uns fünder in deinem sinn, Und grämst mit geduld und schlägst dich tag und nacht? Nimm nicht allzusehr: Ja gnädig deine sorg, und wirf sie hin nimmst du unsre schuld, Auf den, der dich gemacht. Und wirfft sie in das meer. 16. Hat er dich nicht von reicht. 10. Wann unser herzeljugend auf Versorget und feufzt und schreyt, Wirst dusernährt: Wie manchen gar leicht erweicht; Und schweren unglückslauf Hat gibst uns, was uns hoch erfer zurück gefehrt? freut, und dir zur ehr ge 17. Er hat noch niemals was verfehn In seinem res 11. Du zählst, wie oft giment. Nein! was er thut, ein christ hier weint, Weißt und läßt geschehn, Das was sein kummer sey: Kein nimmt ein gutes end. weh so gros, und feins so 18. Ey nun! so laß ihn klein, Du hilfst; es geht ferner thun, Und red ihm vorben. Inicht darein: So wirst du 12. Du füllst des lebens hier im frieden ruhn, Und mangel aus Mit dem, was ewig frölich seyn.d ewig steht; Und führst uns mel. In dich hab ich gehoffet ic. in des himmels haus, Wenn 67. Ich weiß, mein Gott, uns die erd entgeht. daß all mein thun 13. Wohlan, mein herze! Auf deinem willen muß be: dank und sing, Und haberuhn; Bon dir kommt glück guten muth: Dein Gott, und segen. Was du regierst, 4 50 Von der Vorsehung Gottes. das geht und steht Auf rech: mich, Du, der du herrsch ten guten wegen. und schuzest. 2. Es steht in feines 7. Verleihe mir das he menschen macht, Daß sein licht, Das sich von deine rath werd ins werk ge: angesicht Auf unser herze bracht, und sich des fort: strecket; Und das der rec gangs freue. Des Höchten weisheit fraft Dur sten rath, der schafft al: deine kraft erwecket. lein, Daß menschenrath ge: 8. Gib mir verstand at deye. deiner höh, Aufdaß ich nic 3. Oft denft der mensch mit truz besteh Auf meiner in seinem muth, Diß oder eignen willen: Sey du mei jenes sey ihm gut; Und ist freund, mein treuer rat doch weit gefehlet: Oft sieht Was recht ist, zu erfüllen, er auch für schädlich an, 9. Prüf alles wohl: um Was doch Gott selbst gewas mir gut, Das gib mi wählet. ein. Was fleisch und blu 4. So fängt auch man: Erwählet, das verwehre cher weise mann Ein gutes Der höchste zweck, das best werk zwar frölich an, Und theil Sen deine lieb und ehre bringts doch nicht zum stan: 10 Was dir gefällt, das de: Er baut ein schloß und laß auch mir, Als väterli festes haus, Doch nur auf chen rath von dir, Gefaller blosem sande. und belieben. Was dir zu 5. Wie mancher ist in sei: wider, laß mich nicht J nem finn Fast über berg und eigen finn verüben. hügel hin; Und eh er sichs 11. 3fts werk von dir versiehet, So liegt er da, so bilf zu glück: Jsts men und hat sein fuß Bergeblich schenthun, so treibs zurüc sich bemühet. Und andre mein gefinner 6. Drum blick ich nun Was du nicht wirkst, pfleg nach deinem thron, Aufwel von ihm selbst In kurzem chem du, Gott, eiig schon zu zerrinnen. Als weltregierer fitzest. Ver: 12. Sollt aber dein und nimni mein wort und hörelunfer feind An dem, was 51 Von der Vorsehung Gottes. dein herz gut gemeint, Besmir, daß ich meinen stand ginnen sich zu rächen; Ist Wohl halt und herrlich bas mein trost, daß seinen siege. gorn Du leichtlich fönnest brechen. 18. Dein soll seyn aller ruhm und ehr! Ich will dein 13. Tritt zu mir zu, und werk je mehr und mehr, Zur mache leicht, Was mir sonst freude vieler seelen, Vor dei: fast unmöglich däucht, Und nem volk und aller welt, bring zum guten ende, Was So lang ich leb', erzählen. du selbst angefangen hast, Nach bekannter Melodie. Durch deine starke hände. 68. Meine Hoffnung ste: 14. Ist ja der anfang et het feste Auf 1 was schwer, Und muß ich den lebendigen Gott. Er ist auch ins tiefe meer Der bit: mir der allerbeste, Der mir tern sorgen treten; So treib beisteht in der noth. Er al: mich nur, ohn unterlaß Zullein Soll es seyn, Den ich feufzen und zu beten. nur von herzen mein. bu ay 15. Wer fleißig betet und 2. Sagt mir: wer fann dir traut, Wird alles, wo: doch bertrauen Auf ein für sonst ihm graut, Mitsschwaches menschenfind? tapferm muth bezwingen: Wer kann feste schlöffer Sein schwerster stein wird bauen In die luft und in unvermerkt In tausend den wind? Es vergeht; stücke springen. Nichts besteht, Was ihe 16. Der weg zum guten auf der erde seht. ist zwar wild, Mit dorn 3. Aber Gottes güte wäh: und hecken angefüllt; Doch ret Immer und in ewigkeit. wer ihn freudig gehet, Biehund menschen er ernähe Kommt endlich hin durch ret Durch erwünschte jahresz deinen Geist, Wo freud' zeit. Alles hat Seine gnad und wonne stehet. Dargereichet früh und spata 17. Du bist mein Vater, 4. Gibet er nicht alles ich dein find! Was ich bei reichlich Und mit großem mir nicht hab und find, Haft überfluß? Seine lieb' forge du doch zur genüge: So hilfunvergleichlich Für den nös m 52 Von der Vorsehung Gottes. thigen genuß. Luft und erd bahn, Und nimmt dich einst Schafft und nährt, Wie es mit ehren an. oll mane unser herz begehrt. 5. Herr! fegne und ber 5. Danket dann dem gro: hüte mich: Du bist mein ßen Schöpfer, Ruhm sey heil; ich hoff auf dich. Dein ihm auf seinem thron. Wir segen folg aus dieser zeit sind, wie gefäß dem töpfer, Mir bis in jene ewigkeit. Ach! in seiner hand nur mel. Sey Lob und Ehr dem ic. thon. Groß von rath, 70. Dir, unser Gott! ist Stark von that Ist, der niemand gleich uns erhalten hat. Im himmel und auf erden: Mel. Vor deinen Thron tret: c. Du bist der Höchste; und 69. Mein auge sicht, odein reich Kann nie begrife Gott, zu dir fen werden. Unendlich ist Von deinem throne hilf du die majestät, Die über alle mir. Mein heil kommt nur dich erhöht, Die fron und von deiner macht, Die diese zepter tragen. welt hervorgebracht. 1531 2. Wie weit erstreckt sich 2. Getrost, mein herz! dein gebiet? Wo ist der, der dein treuer hirt Schafft, les messe? Wohin auch nur daß dein fuß nicht glei mein auge sieht, Da seh ich ten wird. Der dich bes deine größe. Weit, über alle hütet, fchlummert nicht: himmel weit Geht deines In finsterniß ist er dein reiches herrlichkeit: Du licht. herrscheft über alles. 3. Kein übel sey dir fürch: 3. Du herrschest weislich, terlich; Denn Gottes all recht und gut, Nach heiligen macht schützet dich. Durch gesehen: Du willst auch deie feine treue Baterhand ner treuen hut Das kleinste Wird, was dir schadet, würdig schäßen. Auf alles abgewandt.pgeht dein augenmerk, Und 4. Sein schuß gewährt immer ists dein liebstes werk, dir sicherheit; Sein trost Zu segnen, zu beglücken.bi füllt dich mit freudigkeit, 4. Wohl uns! daß du das Er leitet sich auf ebner/ regiment, Gott, über alles Von der Vorschung Gottes. 1 2 53 führest. Und wohl dem, der wunder thut; In deffen den zweck erkennt. Dazu du treuen händen Mein ganzes uns regierest! Ich, dein ge: leben ruht; Der in der prü: ringster unterthan, Jch bete fungszeit Mir jeden meiner dich in demuth an: O! sieh tage, Mein alück und meine auf mich in gnaden! plage Bestimt von emigkeit. 5. Ich bin verderbt und 2. Da ich noch tief vers schuldenvoll; Bin auf dem borgen Im schoos der mut: tugendwege nicht stets foster lag, Wacht über mir dein eifrig, wie ich soll; Bin oft forgen. Ach Bater! wie ver: gum guten träge. Doch du mag Mein dürftiger ver: bist gnädig; und voll huld stand Das gute zu erheben, Vergibst du reuenden die Das du in meinem leben schuld; drum hoff ich auch Mir huldreich zugewandt? vergebung. 3. Du fängst an, uns zu 6. Ich hoffe, weil mich der lieben, noch eh wir sind: du vertritt, Den du für mich hast Nie luft, uns zu betrüs gegeben. Mein Jesus, wel: ben. Und schickst du eine fast, cher für mich litt, Erwarb So bleibst du mitleidsvoll, mir recht zum leben. Sein Hilfft liebreich deinen fins tod macht mich vom zweifel dern Sie tragen und ver: frei, Ob ich der gnade fähig mindern, Beförderst stets sen: Auch mich hat er ver: ihr wohl. dall föhnet. 981 4. Es hat in meinem leben 7. Herr! ewig will ich dei Mir diese zuversicht Stets nen ruhm Mit lob und dank neue kraft gegeben, Und erheben. Dir will ich, als fehlt noch jeho nicht. Wenn dein eigenthum, Mich ganzlich, bekümmert war; So zum dienst ergeben. Mit luft feufzt ich, und war stille will ich, bis in den tod, Nach Und dein stets guter wille deinem heiligen gebot Durch Entriß mich der gefahr. deinen beistand wandeln. 5. Dein name sey gepries Mel. Von Gott will ich nicht zc. sen, Der jederzeit an mir So 71. Gott, der an allen herrlich sich erwiesen! Mein enden Biel große herz und mund soll dir, Du 54 Von dem Menschen und dessen Bestimmung. Retter aus gefahr! Mein mich väterlich, Als fuß und schuldig opfer bringen, Bon arm noch wanfte. deiner güte fingen Jehund G 4. Auf meiner jugend und immerdar.glattem pfad Warst du stets 6. Du hast mir wohl ge: mein gefährte, Der, wenn rathen, und lauter guts ge ich etwa böses that, Mich than; Daß deiner liebe tha: fromm zu irandeln lehrte. ten Jch nicht gnug rühmen 5. Durch dich fonnt ich fann. Hilf, Bater, daß ich gefahr und noth So glücks dort, Berklärt und ganz lich überwinden, Und wider vollkommen, mit allen deis frankheit, fall und tod Ers nen frommen Dir danke wünschte rettung finden. fort und fort. Für Kinder. 6. Und noch nimmst du dich meiner an Auf meinen Mel. Ich dank dir schon 2c.jugendwegen, Und führst 72. Boll dank und freude mich auf der tugendbahn weih ich dir Des Des alters glück entgegen. lebens erstes alter. Bon 7. Noch immer siehst du ganzer feele dank ich dir, gnadenvoll Auf mich dein Mein Vater, mein Erhalter! Find, hernieder, Und sorgft 2. Du hast mein glück von für meines lebens wohl, Für ewigkeit Allgütig abgewo finnen, geist und glieder. gen, und mich ins leben dies 8. Du wirst, ich trau auf fer zeit Aus meinem nichts dich, mein Gott, Auch in gezogen. den fünft'gen jahren Stets 3. Du bildetest, du nähr: mit mir seyn, ja bis zum test mich, Eh ich dir stamm: tod Mich segnen und bes lend dankte; Du leitetest wahren.am ed VI. Von dem Menschen und We desselben gnädiger Bestimmung. Mel. Wer nur den lieben Gottic. von deinem lichte Auf ihn, 73. Was ist vor deinem den staub, hernieder sentst! aangesichte Der Was ist er, wär er noch so mensch, daß du, Gott, sein groß? Ein bald zerfallner gedenkst; Und einen strahlerdenklos. Von dem Menschen und dessen Bestimmung. 55 2. Du sahest an den mens deinen schutz: So bieten wir schenkindern Den schweren in allem leide, Mit dir auch fall vor langer zeit; Und allen feinden truß. Wenn dennoch hast du diesen fünwir in deiner gnade stehn, dern Aus göttlicher barm: So muß es uns stets wohl herzigkeit Unzählich viel zu ergehn. gut gethan. Ja mehr, als jemand faffen kann. 3. Du bast den leib, ob schon aus erde, Doch wun: 7. Und wenn, erhöhet von der erden, Jm himmel, deiner ew'gen stadt, Dich leib und seele schauen wers derbar und schön gebaut; den, Bon deinem lichte froh Daß er der feele werkzeug und fatt, Dann sollen sie werde, Ihm sprach' und sin auch beide dich Vollkome nen anvertraut. Der mensch men rühmen ewiglich.mit mard gar zum herrn der Met. O Gott du fremmer Gott it. welt Von dir, dem höchsten 74. Allmächtig großen Herrn, bestellt. Gott! Wer fann id abi adbi m Pt. 4 Das beste, was du ihm dich g'nug erheben? Du geschenket, Sein edelstes gabst der ganzenwelt Bewer und höchstes theil, Das ist gung, kraft und leben. Was die feele, welche denket: Und geist und körper heißt, Was ihr hast du ein ewig heil, erd und himmel hegt, hat Noch ehe sie nach dir gedeine hand gebaut, Die jest fragt, In deinem worte zu noch alles trägt. qua geſagt. 2. Du schufft, ich dank 5. Drum laß es mich es dir, Auch mich zu deinere stets wohl bedenken, Waslehre. Du wolltest, Gütige du, o Gott, an mir gethan; ster, Daß ich dein bildniß Dir leib und feele wieder wäre. Darum hast du den schenken, Da ich dir sonst geist, Der.in mir lebt und nichts schenken kann; Da denkt, Mir, zur unsterbliche mit sie beide nach der zeit feit, Nach deiner huld Dich preißen in der ewigkeit geschenkt. 6. Und nimm indeß fie 3. O welch ein großer alle beide, Allmächtiger, inlzweck, Dazu du, Gott, mich 56 Von dem Menschen und deffen Bestimmung. fhufest! Wie herrlich ist werde, Dem wohlthun das theil, Dazu du mich freude macht; Der kummer berufest! Dir, Höchster, und beschwerde Dem näch: äinlich seyn, Bollkommen sten gern erspart, Sein les seyn, wie du! O wohl mir, ben ihm versüßt, Und wo er wenn ichs bin! Hilf du mir helfen kann, Zum helfen felbst dazu. willig ist. 4. Baß mir dieß große ziel 8. Noch bin ich weit ente Doch stets vor augen schwe: fernt, O Gott, von diesem ben. Mein allerstärkster ziele. Du weißt, was mir wunsch, Mein eifrigstes be: noch fehlt; Und ich, ich sel: streben In allem meinem ber fühle, Wie wenig ich Thun Sey dieß, o Gott, al: dir noch Im guten ähnlich lein, Daß ich auch so wie du, bin. O bilde du mich ganz Gefinner möge feyn. Nach dir und deinem sinn. 5. Du bist der wahrheit 9. Beglückt ist nur als: freund; Laß mich auch dann Mein lebenslauf auf avahrheit lieben, und mit erden, Wenn ich dir immer stets munterm fleiß In al: mehr Schon hier kann ähns lem dem mich üben, Wasslich werden. Dann werd ich mich zur weisheit führt; ewig auch Mit dir vereinigt Zur weisheit, die dich ehrt, seyn, Und mich ohn unters Und allem beifall gibt, Was laß, Gott, deiner güte freun. du uns selbst gelehrt. Mel. Allein Gott in der Höh ic. 6. Laß deine heiligkeit 75. Wie wichtig ist Mich stets zum muster neh: doch der beruf, men. Hilf mir die fünde Den uns der Herr gegeben! fliehn, Des fleisches tüste Gott, als uns deine liebe zähmen; Nur das, was schuf, Da schuf sie uns zum recht ist, thun, Des guten leben; Zum leben, welches mich erfreun, Und dem, ewig währt, Das weder leid der's üben will, Auch gern noch angst beschwert, Willst behülflich seyn. du uns hier erziehen. 17. Gib, daß ich so, wie 2. Nicht hier ist unser du, Ein freund der menschen vaterland; Allein bei dir, Von der Sünde. 57 Gott, droben: Da ist der ort, 5. Drum laß des himmels wo deine hand Das glück herrlichkeit Mich stets vor uns aufgehoben, Das nie augen haben. Laß mich in ein traurig ende nimt. Hier meiner prüfungszeit Umje: find wir nur von dir bene beßre gaben, Die mir im stimmt, Uns dazu anzu: tode nicht entfliehn, Am er: schicken. sten und mit ernst bemühn, 3. O laß mir doch dieß Damit ich nicht einst darbe. große ziel Durch nichts ver: 6. Ein herz, das dich, rücket werden! Was hilft's, lo Bater, liebt, und deines wenn ich auch noch so viel Sohns sich freuet; Das Von gütern dieser erden, in dem glauben tugend übt, Von ehre, geld und lust ge: 11nd sich vor fünden scheuet, winn', Wenn ich dabei nicht Ein solches herz, das wird tüchtig bin, Dein himmel: allein Sich ewig deiner güte reich zu erben? freun, Und einst dein antlig 4. Dein pilgrim bin ich schauen. end! Chann ja nur hier: Laß mich dieß 7. Und solch ein herz das nie vergeffen! Nur wenig wollst du mir, Gott, aus ers tage hast du mir Zur wall: barmen geben, Damit ich fahrt zugemeffen. Schnell, möge auch schon hier Nach wie ein traum, sind sie den gesehen leben, Die selbst vollbracht, Und dann wird im himmel gültig sind; Bis dieser erde pracht Auf ewiglich, als dein bewährtes find, mir vergehen. Zu deiner freude gehe. VII, o n det Sünde und dem Verderben des Menschen. Mel. Wo soll ich fliehen hin zc.keit zu wandeln, Stets recht 76. Gott, der fein böses vor dir zu handeln. thut! Du schufft 2. Wo ist der unschuld den menschen gut: Du gabst ruhm? Ach! wir, dein ihm licht und kräfte Zum eigenthum, Wie tief sind teligen geschäfte, In heilig wir gefallen! Wo ist jetzt 38 Von der Sünde. unter allen Ein menfch ganz rein von fünden Vor dir, o Gott, zu finden? 8. Wohl dem, der sie ges winnt. Ach! so verderbt mir sind, Du Gott willst uns 3. Hier ist kein unterschied. doch heilen, Und kräfte uns Dein belles auge sieht Auf ertheilen, Schon wiederum alle menschenkinder, Und auf erden Dir gleichgesinnt sieht sie alle fünder. Borzu werden. dir, o Herr, ift feiner Un 9. Herr! diefe deine huld schuldig, auch nicht einer. Laß uns durch unsre schuld 4. Verderbt ist aller finn, Nicht freventlich verschers Die weisheit ist dahin, Dieszen; Erwecke unsre herzen, uns regieren sollte, Nur was Dir nicht zu widerstreben, Dein wille wollte, Mit freu: Damit wir ewig leben. devollen trieben zu wählen Mel. Herr! ich habe mißgeh. 26. und zu üben. 77. Herr, du kennest mein 5. Fleisch sind wir von verderben: Ach! natur. Uns rühren leider! es regt in meiner brust, Wie nur Die güter dieser erden, bei allen adamserben, Sich Die doch vergehen werden, noch immer böse lust, Die Mehr als die höhern gaben, mein herze von dir neiget, Die uns auf ewig laben. Und viel böse thaten zeus 6. Dir folgen, dünkt uns get. zwang: Des herzens böser 2. Wie verderbt sind meis hang Reißt uns mit starkem ne wege! Wie verkehrt mein triebe Zu schnöder fünden: eigner finn! Gott! ich fühl liebe. Wer unter uns fann es, wie so träge Jch, dir zu zählen, Wie oft wir vor dir gehorchen, bin. Ach! wer fehlen? wird vom hang zum bösen 7.0 Herr! was uns ge: Mich doch endlich ganz ers bricht, Laß in der wahrheit lösen! licht So heilsam uns erfen: 3. Hilf mir durch den nen, Daß wir, so viel wir geist der gnaden Von der können, Der fünde ganz ent: angeerbten noth! Heile mei: fagen, Der besserung nach ner feele schaden Durch des jagen. Mittlers freuzestod. Tilge Von der Sünde. 59 alle meine fünden: Laß mich wieder auf! Laß in deiner vor dir gnade finden. fraft mich siegen, Daß ich 4. Deinen willen hier auf meinen lebenslauf Unter erden Zu vollbringen, wird deinen treuen händen Gut mir schwer. Soll ich dazu und selig möge enden.d tüchtig werden, Mußt du Met. Alle Menschen müssen sc. selbst von oben her Kraft 78. Großer Gott! ers und starke mir verleihen, hab'nes wesen, neuen! Und mein fündhaft herz er: Das, voll fegnender begier, Menschen sich zum dienst 5. Schaffe dann ein rei erlesen; Ach! was ist der nes herze, Gott! durch dei mensch vor dir! Wenn ich nen geist in mir! Daß ich deine größ' erwege, Und, nicht mein heil verscherze: was ich bin, überlege; Laß der fündlichen begier wie dürftig und wie klein Mich mit nachdruck wider: Muß ich mir dann selber stehen, Und auf deine hülfe seyn! fehen. dif 2. Fluch und elend, tod 6. Unter wachen, beten, und fünde Drücken leider! ringen Hilf mir selbst mein mein gemüth; Machen mich fleisch und blut Unter deinen zu einem finde, Das vor seis willen zwingen; Denn dein nem vater flieht. Tausend mille, Gott, ist gut. Was mängel, tausend flecken nicht kann dein reich ererben, Schänden mich zu meinem Laß schon hier an mir erschrecken, und in der ver: fterben. derbren brust Regt sich täg: 7. Reize mich durch jene lich böse lust. misis krone, Die mir droben bei: 3. Was ich gutes an mir gelegt, Daß ich meiner nie: habe, Ist von deiner vaters mals schone, Wann sich in hand. O wie manche gute mir fünde regt. Hilf mir sel: gabe Hast du, Herr, mir zue ber muthig kämpfen, Alle gewandt. Ja noch auf dem böse lüfte dämpfen. fündenpfade Trägt mich 8. Sollt im fampf ich schonend deine gnade! Nähe unterliegen, so bilf mir mest du zurück, was dein; CO Von der Sünde. Ach! was wird mir übriglerbietigkeit. Was du willst, seyn! zu thun und leiden, Dieß ges 4. Doch die menge deiner lob ich dir mit freuden. gaben Klagt nur meinen un: Gott und Herr der ganzen dant an; Weil ich sie oft welt; Thu mit mir, was ganz vergraben, Oft damit dir gefällt! nur groß gethan; Oft voll Mel. Wo soll ich fliehen hin xe. leichtsinn fie verschwendet, 79. Mein Gott! dir ist Und zu fünden angewendet.bewußt Die inne Dwie häuft sich meine re böse lust, Die quelle meis schuld Durch verachtung ner fünden, Die menschen Deiner huld! 102 nicht ergründen. O! heile 5. Sieh, hier lieg ich in du aus gnaden Der feele tie: dem staube Tief vor dir, fen schaden! mein Gott, gebückt: Doch 2. Des bösen herzens mein demuthsvoller glaube, grund Wird oft durch tha: Der auf meinen Heiland ten fund, Die mich vor dir blickt, Hofft auf deine var verklagen, Und mein gewif tergüte; Und mein tiefbe: sen nagen. Herr, willst du sie fchämt gemüthe, Das den bestrafen, Wer wird mir muth fast ganz verlor, Hebt rettung schaffen? sich noch zu dir empor. 3. Ich habe wider dich, 6. Ja, die wunder deiner Den nächsten, und auch liebe Ziehen ganz mein herz mich, Vielfältig bös gehan: zu dir. Ach! erhalte selbst delt: Ich bin den weg ges die triebe Treuer dankbar: wandelt, Der menschen von feit in mir. Vater! laß das dir wendet, Und sich mit schwache lallen Deines fin: schrecken endet.no des dir gefallen. Bilde mich, 4. Ein jegliches gebot dein eigenthum, Ganz zu Zeugtwider mich, und droht, deines namens ruhm! Weil ich( dieß schlägt mich 7. Meine fräfte, meine nieder) Nur gar zu oft då: glieder Sind zu deinem wider Gedacht, gethan, ge: dienst bereit. Herr, ich falle sprochen, und deinen bund vor die nieder, Boll von ehr: gebrochen. minu Von der Sünde. 61 5. Verwirf mich nicht im guten werde. Wie fürcht von dir. Hilf, mein erbar ich mich, Ich werde dich, mer, mir! Erneure meine Durch fleisch und blut getrie: seele, Daß sie nur gutes wäh: ben, nicht tren, nicht ewig le. Wer kann mich sonst lieben. vom bösen, Als nurdu, Herr erlösen? 3. Doch ich will ruhig seyn in dir. Der du die herzen 6. Drückt gleich der sün prüfest. Du kennest uns: de joch Mich mächtig, sonur staub sind wir, Den du bleibt doch Weit stärker deine ins leben riefeft. Gott, dein gnade. Wie gros auch sey gericht Berdamt uns nicht, mein schade, So kannst du Wenn wir auch gleich auf ihn doch heilen, Und lebenserden Nicht ganz vollkom: mir ertheilen. men werden. 7. Hat sonst des fleisches 4. Wir gehn in unvoll macht In mir ihr werk voll fomenbeit Auf dieses lebens bracht: So gib mir luft und pfade: Doch auch die schwa: stärke, Daß ich nur gute che frömigkeit Belohnest du werke Beschlieffe und voll mit gnade. Das Herz foll bringe, Und ewig dir lob.frein Bon bosheit seyn; So finge. willst du die gebrechen Der menschlichkeit nicht rächen. 5. Ich weiß, mein mitts erlöster nie Freiller Jesus Christ Hat meine vom gesez der fünden! Ich schuld getragen. Weil er für kämpfte täglich wider sie, Und mich gestorben ist, Wie könnt kann nicht überwinden. Ichlich dann verzagen. Ver: haß ihr joch, und trag es dammte mich Dein zorn, doch. Wie ungern ich es wenn ich Zwar schwach bin, trage, weißt du, Gott, aber glaube: Was nüzte dem ichs flage. mir mein glaube? Mel. Was Gott thut, das tc. 80. Ach! wird dann dein An 2. O Gott! weit mehr 6. Hilf du mir kämpfen, betrübt mich dieß ,, Als alle Gott mein Herr, Daß ich noth der erde, Daß ich noch mich überwinde; So werd immer nicht gewiß und festlich täglich heiliger Und freier 62 Von der Gnade Gottes in Christo. von der fünde. Dort, dort deiner liebe trennen, Mich wird sie mich ewig nie Bon nie verführen können. VIII. Von der Gnade Gottes in Christo, oder Von der Erlösung des Menschen. Mel. Werde munter mein 2c. 4. Doch du hast, so weise 81.Gw'ge Liebe! mein ge liebe, Eine ordnung auch bes müthe Waget ei: stimmt, Daß darinnen jeder nen fühnen blick In den abe bliebe, Der am segen antheil grund deiner güte, In mein nimmt. Nur wer an den künftig ewig glück. Voll be: heiland gläubt, und ihm wundrung seh ich an Wie die treu ergeben bleibt; Der soll Gottheit lieben kann. Wir nicht verloren gehen, Son: strafbare arme fünder Wer: dern heil und leben sehen. den wieder Gottes finder. 5. Da du feinen zum vers 2. Ich verehre dich, o Liebe, derben Ohne grund verbans Daß du dich erbarmet hast, net hast, Tragen fünder, wan Und aus väterlichem triebe sie sterben, Ihrer eignen bos: Den allweisen rath gefaßt, heit last. Wer nicht glaubt Der verdammnißwerthen an deinen Sohn, Der hat welt Durch ein theures löse: fluch und tod zum lohn: geld, Durch des eignenSoh: Sein muthwillig widerstre: nes sterben, Gnad und freiben Schließt ihn aus vom heit zu erwerben. sheil und leben. 3. O ein rathschluß voll 6. Ewig sey mit dank bes erbarmen, Voll von huld fungen, Was dein rath bes und freundlichkeit! Welcher schloffen hat. Mit uns prei: uns hülflosen armen Gnade, fen engelzungen Diefen weis trost und hülfe beut. Liebe, sen heil'gen rath, Den der die des Sohns nicht schont, glaub in demuth ehrt, Die Der in ihrem schoose wohnt, vernunft erstaunend hört; Um den fündern ewig's Wo der engel tiefen findet, leben Durch des Sohnes Die er niemals ganz ers rod zu geben! ollee Igründet.phin romini oder von der Erlösung des Menschen. 63 7. Liebe! laß mich dahin 4. So kann ich auch nicht streben, Meiner wahl gewiß Gottes rath Von Jesu tod zu seyn. Richte selbst mein ergründen; Allein das gött: ganzes lebenSo nach deinem liche der that, Das kann willen ein, Daß des alaubens mein herz empfinden. frucht und fraft, Den dein 5. Nimm mir den trost, Geist in mir geschafft, Mir daß Jesus Christ Nicht mei: zum zeugniß dienen möge, ne fchuld getragen, Nicht Ich sey aufdem rechten wege Gott und mein erlöser ist: So muß ich angstvoll zagen. 6. Ist Christi wort nicht bens steh'n: Aldann werd Gottes sinn; So werd ich ich ohne grauen Auch dem irren müssen, Und wer Gott tod entgegen gehn. Du, ist, und was ich bin Und mein Vater liebest mich; Kei werden soll, nicht wissen. ne freatur wird mich Deiner 7. Nein! diesen trost der hand entreiffen könen, Nicht christenheit Soll mit fein von deiner liebe trennen. fpötter rauben. Ich fühl Mel. Ich dank dir schon durch ic. des trostes göttlichkeit, Und 82. Gedanke, der uns halte fest am glauben. leben gibt, Wer 8 Laß mich meinen namen schauen In dem buch des le 8. Des Sohnes Gottes kann dich ganz durchdenken? eigenthum, Durch ihn des Also hat Gott die welt ge himmelserbe; Disß bin liebt, Uns seinen Sohn zuich; und das ist mein ruhm, schenkin! Auf den ich leb und sterbe. 2. Hoch über die vernunft 9. Er gibt mir seinen erhöht, Umringt mit finstergeist, das pfand, Im glau: niffen, Füllst du mein ber; ben mich zu stärken; Und mit majestät, Und stillest bildet uns durch seine hand mein gewissen. 31 allen guten werken. 3. Ich kann der sonne 10. So lang ich seinen wunder nicht, nicht ihrer willen gern Mit reinem ber: bau ergründen; Und doch zen thue; So fühl ich eine kann ich der fonne licht, Und fraft des Herrn, Und ihre wärm empfinden. schmecke fried und ruhe. 64 Von der Gnade Gottes in Chrifto, 11. Und wenn mich meinelschenkt, Mit ihm nicht als fünde fränkt, Und ich zum les schenken. Freuze trete; So weiß ich, Mel. Nun freut euch lieben sc. daß er mein gedenkt, Und 83. Heil uns! denn aus thut, warum ich bete. der fündennoth 12. Ich weiß, daß mein Ist rettung uns erworben. erlöser lebt, Der mich einst Der Herr will nicht des fün aus der erde Erweckt, und in ders tod. Was adams fall fein reich erhebt, Da ich ihn verdorben, hat er aus gnas schauen werde. den uns ersetzt. Wie werth 13. Kann unsre lieb im sind wir von ihm geschäzt! glauben hier Für ihn jemals Wie groß ist sein erbarmen! erfalten? Dieß ist die lieb, o 2. Selbst seinen einges Gott, zu dir, Dein wort bornen Sohn Sandt' er zu von Herzen halten. uns auf erden, Daß wir von 14. Erfüll mein herz mit unserm fündenlohn Errettet dankbarkeit, So oft ich dich möchten werden. Er kam: nur nenne: Und hilf, daß mit ihm kam unser heil: Er ich dich allezeit Treu vor der kam, damit wir wieder theil welt befenne. Am ets'gen leben haben. 15. Soll ich dereinst noch 3. O tod! wo ist dein mürdig seyn, Für dich hier stachel nun? Hier ist dein schmach zu leiden; So laß Ueberwinder. Für unfre mich feine schmach und pein schuld genug zu thun, Starb Bon deiner liebe scheiden. er zum heil der fünder. D 16. Und sollt ich auch fünde, wo ist deine fraft? nicht für und für Des glau: Hier ist der, der uns kräfte bens freud empfinden; So schafft, Dein joch von uns wirk' er doch sein werk in zu werfen. mir, lind rein'ge mich von sünden. 4. Gelobt sey Gott! ges lobt sein Sohn, Der retter 17. Hat Gott uns feinen unsrer feelen! Nun kann Sohn geschenkt:( Laß mich uns auch auf erden schon noch sterbend denken) Wie Das wahre glück nicht feh: follt uns der, der ihn gelen, Getrost und froh in Von Chrifto dem Erlöser. 65 Gott zu seyn, Wenn wir Derweg, auf dem man fries uns hur dem Heiland denvoll Auch schon auf ers weih'n, Den Gott für uns den wandelt. verordnet. 7. Herr! laß uns diese 1.5. Was uns nun trost seligkeit Doch über alles und segen schafft, Das ist schäßen. Nie könnten güter in seinen händen. Sein ist dieser zeit Den mangel uns das reich, sein ist die kraft, ersetzen, Wenn uns das Das heil uns zuzuwenden, höchste Gut gebricht, Ein Das er so liebreich uns er: reines herz voll zuversicht warb, Da er für uns am Zu dir, Gott, unser Bater! kreuze starb. Wohl allen, 8. Gott! lenke du auf die ihm trauen. 19 dieses glück Des herzens 6. O laßt uns ihm uns stärkste triebe! Zeuch mäch: anvertraun; Uns niemals tig unser herz zurück Von feiner schämen! Auf seine schnöder fündenliebe. Daß treue hülfe baun, Und sein wir an dem erworbnen heil joch auf uns nehmen. Das Auch alle mögen haben theil, ist der weg zum ew'gen wohl, Jezt hier und einst im himel. IX. Bon Christo dem Erlöser. CATO Mel. Ein Lamm geht hin, und ic. durch deine Fraft Ward 84. Lob, ehre, preiß und himmel, meer und erde. Du dank sey dir, Ohaft das leben uns verschafft; Jesu, unser leben! Preiß: Du sprachst zum engel: wer: würdig bist du für und für: de. Du bist das wort, durch Mein herz soll dich erheben. welches Gott Der ganzent Eh noch die welt war, warst welt zu seyn gebot. Du bists, du schon Groß, herrlich, und der alles träget, Was sicht: des Höchsten Sohn, Ein er: bar und unsichtbar ist, Was be seiner ehre. Dein isterd und himmel in sich das reich, die herrlichkeit, schließt, Und was im meer Und du beherrschest weit sich reget. und breit Der freaturen Heere.co 3. Und dennoch bist du, uns zu gut, In diese welt ge 2. Dein find fie: denn kommen; Hast willig unser 5 66 Von Christo dem Erlöser fleisch und blut, O Herr, an] Mel. Christ ist erstanden 26. dich genommen. Aus der 85. Macht, fraft und erschrecklichsten gefahr Zu stärke, Sey für retten, was verloren war, feine werke Dem, der zur Kamst du zu uns auf erden. rechten Gottes fizt, Als O huld, die sonst nichts haupt uns, feine glieder, gleiches hat! Du starbstschüßt, Gottes Sohne! i für unsre miffethat, Ein 2. Er kam zum leiden Heiland uns zu wer: Von dem thron der freuden. den. ad dones Den, welcher unfre ganze 4. Du warst es uns; welt Mit einem wort ers und bist es noch Izt auf dessschufund hält, Trug dieerde, himmels throne, Suchst 3. Er hat sein leben Für fiebreich, von der fündejoch, uns hingegeben. Herr, Und ihrem schnöden lobne, vergeß ich deine pein, So Berirrte fünder zu befrein: will ich auch vergessen seyn Betrübter fünder trost zu Am gerichte. donors seyn, Ist deines herzens 4. Er ist begraben, Daß freude. Du gibst den mü: wir hoffnung haben, Wenn den seelen ruh; Und wer uns der tod auch in die gruft dich liebt, den stärkest du Zum staube unsrer väter Daß nichts ihn von dir ruft, Neu zu leben. scheide. 5. Er ist erstanden! Grab 5. Du hörst der deinigen wo sind deine banden? Tod, gebet, Und endest ihre pla: hölle, wo ist eure macht? ge. Du bleibst, bis zeit und Unsterblichkeit hat Jesus weit vergeht, Bei uns noch bracht Den erlösten.n alle tage. Herr, dir sey ewig 6. Er fuhr gen himmel! dank und ruhm Für deinen Dieses weltgetümmel Soll tod und marterthum, Für nur der ort der prüfung alle deine liebe! Dir geb seyn: Einst ist gewiß der ich mich zu eigen hin. himmel mein, Wo mein Hilf, daß ich mich nach Herr ist. mnd dust deinem sinn In guten wer: 7. Er wird einst kommen! fen übe. Freuet euch, ihr frommen. mimio Von Christo dem Erlöfer. 167 fommt er! Ihr spötter, zittert, den jammert unfres falles; Wir zu sehn, Den eure freche sind dein eigenthum. zungen schmähn. Endlich 3. Du trägest alle dinge Durch deiner allmacht stars 8. Macht, fraft und fes wort. Das große und stärke Sen für seine werke geringe Geht blos durch dei: Dem, der zur rechten Gotnen willen fort. Sohn Got: tes sitzt, Alls haupt uns, seis tes, du regierest Den ganzen ne glieder, schüßt, Gottes kreis der welt. Weil du das Sohne! ruder führest, Geschieht, Mel. Nun fob mein Seel den 2c. was dir gefällt. 86. Mein Heiland! dei steht tod und leben: Und ne größe Geht einst wird jede grust Die über alle himmel weit. Wer todten wiedergeben, Wenn ist, der sie ermesse? Du warst deine stimme ruft. Bei dir bei Gott von ewigkeit. Du 4. Gott läßt dir ehr erzei: bist der Erstgeborne Vorgen, Die keinem andern wis aller freatur: Kamst zwar derfährt. Dir soll sich alles für uns verlorne In mensch: beugen; Dich ehre, wer die licher natur; Doch in der Gottheit ehrt. Du bist das menschheit orden Tratst du heil der erden: Wer auf dein erst in der zeit: Eh noch die wort nicht hört, Der kann welt geworden, Hatt'st du nicht selig werden: Wer aber schon herrlichkeit. dich verehrt, Dem hilfft du 2. Der himmel und die er: vom verderben; Schaffst de Sind durch dein kräftig ihm zufriedenheit, Und wort gemacht. Auf dein all machst ihn einst zum erbent mächtig: werde, Entstand Vollkommner ſeligkeit. die welt mit ihrer pracht. 5. Wie herrlich ist dein Du bist auch unser meister; name, Schon ißt, o Herr, in Auch uns schuf deine hand; aller welt! Dich, der vom Sie fchufdas heer der geister, himmel fame, Dich preißet Das dich noch eh'r erkannt. die erlöste welt. Dich preis Ein erbe über alles, Das ist ßen seraphinen, Erhabner dein nam', dein ruhm. Dich Menschensohn! Mit freuden Univ.- Bibl. Giessen 68 Von der Menschwerdung Christi. dir zu dienen, Stehn sie vor nicht find zugethan; Die deinem thron. Wer sollte deinem wort nicht glaus dein sich schämen? Werth ben, Und dir, der für sie bist du, preiß und ruhm Von litt, Die schuld'ge ehre menschen auch zu nehmen. rauben. Theil ihnen gnade Wir sind dein eigenthum. mit, Dich glaubig zu ers 6. Sohn Gottes! ich kennen. Und welche dich verehre Und bete dich voll erkannt, Die laß nichts von demuth an. Beschäm du dir trennen. Dein ruhm füll und bekehre, Die dir noch alles land! 910 dn X. Von der Menschwerdung und Geburt Christi. sic que Adventslieder. Mel. Nun kommt der Heyden ic. 5. Als der Vater dich 87. Sohn, der uns ver uns gab, Fuhrst du in die heißen war, Den tief' herab: Als sich schloß die jungfrau uns gebar! dein edler lauf, Fuhrst du Friedefürst, Nath, Kraft in den himmel auf. und Held! Komm, du Hei: 6. Deinem Vater gleich land aller welt! an kraft, Hast du sieg und 2. Du entsproffest nicht, heil geschafft. Unser schwa: wie wir. Gottes Geist selbst ches fleisch erhalt Deine richtet dir Deiner mensch: göttliche gewalt! 21 heit hütte zu, Und die über: 7. Laß uns nacht und schattest du. sünden scheu'n! Unsers 3. Reich an zucht und tu: glaubens heller schein Ist gend war, Die den Gott ein ausfluß deines lichts: mensch uns gebar; Den, Diesen schein verdunkle der satans heere schlug, Un: nichts. ter ihrem herzen trug. 8. Preiß sey dir in ewig: 4. Gottmensch! du be: keit! Jhr, die ihr erlöset trittst die welt, Eilest rüstig, seyd, Rühmet den, der, groß als ein held; Ruhst nicht, von that, Euch vom tod ere bis, was uns bekriegt, Un löset hat. ter deinen füßen liegt. 9. Lob dir, der du kamst Adventslieder. 69 herab! Lob dem Vater, der Mel Bon Gott will ich nicht zc. dich gab! Lob dem geist, der 89. Erhebt den Herrn, ihr dich verklärt, Und dein heil frommen! Er hält, erkennen lehrt! on was er verspricht. Der Heis Mel. Uch was soll ich Sünder ic. land ist gekommen, Der völ: 88. Kommst du, kommst fertroft und licht. Gott, der du, licht der hei uns nicht verstößt, Hat, uns den! Ja du kommst, und zum heil und leben, Selbst fäumest nicht, Weil du seinen Sohn gegeben: weißt, was uns gebricht. Durch ihn sind wir erlößt. O du starker trost im leiden! 2. Erlößt! o welche gnas Jesu, meines herzens thür de hat uns der Herr erzeigt! Steht dir offen: fomm zu Der uns betroffne schade, mir! Der uns so tief gebeugt, Ist 2. Ja! du bist bereits zu: nun nicht unheilbar. Bon gegen, Du Weltheiland, sünde und verderben Uns Gottes Sohn. Mein gemürettung zu erwerben, Gab the spüret schon Deinen gna: Gottes Sohn sich dar. denvollen segen, Deine wun dervolle kraft, Die dem her: zen fegen schafft. 3. Er kam zu uns auf ers den Jn armer knechtsgestalt. him Boll mühe und beschwerden 3. Adle mich durch deine War hier sein aufenthalt. liebe; Jesu, nimm mein herz Der ihm gegebnen macht dir hin: Schaffe, daß mein Enthielt er sich mit freuden, geist und finn Sich in dei: Bis er durch todešleiden ner liebe übe; Sonst zu lie: Sein großes werk voll: ben, dich, mein licht, Steht bracht. in meinen Fräften nicht. Buttonpar 4. Er hats vollbracht! 4. Laß durch deines Geilo bringet Gott euern lobge: ftes gaben, Liebe, glauben, fang! Erlöste menschen, sin: und geduld, Durch bereu: get Dem Mittler ewig dank. ung meiner schuld, Mich zu Wo niemand helfen kann, dir einst seyn erhaben: Als Da hilft er gern aus gnaden, dann will ich für und für Heilt unsrer seele schaden. Hosianna singen dir. O, nehmt ihn glaubig an. 70 Von der Menschwerdung Christi. 5. Du freund der men: ter schaar, Bis das längst fchenfinder, O Herr, ver gewünschte jahr Zur bestime wirf uns nicht! Dein na: ten zeit erscheint, Und die me, Heil der fünder, Jst welt mit Gott vereint. unfre zuversicht. Drum 5. Wunder, welchem feie kommen wir zu dir. Hilf nes gleicht! Das der engel. uns, die macht der fünden nicht erreicht! So hat Gott Noch glücklich überwinden: die welt geliebt, Die durch Denn dein, o Herr, sind wir. fünden ihn betrübt! 6. Bei dir steht unser le: 6. Kühner hochmuth är: ben: Zu unserm ew'gen heil gert sich. Nur der glaube Hast du dich hingegeben; faffet dich, Und verliert in Gib uns am himmel theil. diefem meer Freudenvoll Laß uns dir folgsam seyn. sich mehr und mehr. int Was wird uns dann noch 7. Was bring ich, o Gots fehlen? Dann werden unfrestes Sohn, Dir für einen feelen Sich ewig Gottes dank zum lohn? Sieh mein freun. herz von liebe glühn! Nim Mel. Nun kommt der Heyden ic. mich ganz zum opfer hin! 90. Menschen unser 8. Laß mich heilig, laß Heil ist nah! mich rein, Laß mich deiner Denn die frohe stund ist da, würdig seyn! Bis mein Die der ew'gen liebe rath geist, in dich verklärt, Dich Uns zum heil bestimmet hat. dort ewig tobt und ehrt. 2. Du, o Jesu, Gottes Mel. Gott sey Dank für alle 20. Sohn, Kommst zu uns von 91. Heilig; heilig ist der deinem thron; Und des Va:) Herr! Gnädig ters ebenbild Ist in unser und gerecht ist er. Welt, er fleisch gehüllt. deschickt von seinem thron, Dir 3. Wenn des ersten zum segen, seinen Sohn. Adams schuld Uns entzieht 2. Glauben ist die erste des Schöpfers huld; Hat pflicht. Faffen können wir der zweite für die welt Sich es nicht, Was dem engel zum bürgen dargestellt. wunder ist, und ihm einzus 4. Auf ihn hofft der Bäschau'n gelüft'tant i Adventslieder. 71 3. Gottes Sohn von Empfindest du, wie sehr die ewigkeit Kommt ins land fünden fränken. Dein Heil der sterblichkeit. Welche ties ist hier. Wie? sollte dir fen, welche höh'n! Wunder: Nicht Gott mit ihm auch bar, wohin wir sehn! gnad und friede schenken? In 4. Dir sey dank, Herr 3 Jst deine fraft Zu mans Jesu Christ, Daß du mensch gelhaft, Mußt du mit scham geworden bist. Unser from an deine schwäche denken: mer lobgesang Rühmt dich Er, der dir gibt Das, was heut, und lebenslang. er liebt, Wird dir mit ihm 5. Vater! Gott von ewig zur tugend träfte schenken. trit! Hier in dieser prü 4. Fehlt weisheit dir, Um fungszeit, Und dereinst vor glücklich hier noch zu ents Christi thron, Schenk mir gehn der bosheit schlauen Der erlösung lohn. asd fränken: Erschrick nur nicht! 6. Wehe dem, der nicht Gott ist dein licht. Er wird empfind't, Du feyst Vater, die mit dem Sohn auch er sey Kind; Wehe dem, weisheit schenken. dem Jesus Christ Alerger: 5. Gebricht es dir Bald da, niß und thorheit ist! bald hier; Sorgst du, wer 7. Selig ißt und künftig dich noch speisen wird und ist, Wer, erlöst durch Jesum tränken! O faffe muth! Christ, Nun den trost em: Das höchste gut Wird mit pfinden kann: Mich nimmt dem Sohn dir auch die noth: Gott in Chrifto an! durft schenken. Mel. O Jefu Christ dein Krippl. 6. Wirf, blöder finn! 92. Wirf, blöder finn! Die sorgen hin, Die dich Den fummer ins meer der traurigkeit vers hin. Gott ist für dich: was senken. Dein Heil ist da. will dich ferner Fränken? Halleluja! Wie sollt uns Halleluja! Sein Sohn ist Gott mit ihm nicht alles da! Wie sollt er uns mit schenken? nde ihm nicht alles schenken? Met. Lebt Gott ihr Christen 2c. 2. Schlägt dir das her: 93. Also hat Gott die welt Vor angst und schmerz; l geliebt, Daß er aus 72 Von der Menschwerdung Christi. freiem trieb Uns seinen Met. Jesus ist das schönste Licht. Sohn zum Heiland gibt: 94. Sofianna Davids Wie hat uns Gott so lieb? n schlSohn! Der int 2. Was sein erbarmungs: seines Vaters namen Sich voller rath Schon in der erheber auf den thron. Heil ewigkeit Zu unserm heil be: dem König! amen, amen! schlossen hat, Vollführt er Jhm hat Gott ein reich bes in der zeit. b) said n stimmt, Dem die reiche dies 3. Er, aller menschen höch: fer erden Endlich müssen fies gut, Der alle segnen dienstbar werden, Und das fann, Nimmt, wie die fin selbst kein ende nimmt. der, fleisch und blut, Doch 2. Sen gesegnet theures ohne fünde, and reich, Das ein solcher Herr 4. Ich freue mich, mein besiket, Dem kein herr auf Heil, in dir. Du nimmst erden gleich, Der das recht mein fleisch an dich. Was mit nachdruck schüket. fehlt mir nun? Ist Gott Schwinge dich in stetem flor mit mir; Wer ist dann Und in ungestörtem frieden, wider mich? bigd: Unter heiden, unter jüden, 16. Du Sohn des Aller: Mit vermehrtem glanz ems höchsten wirst, Auch mir por. Rath, Kraft und Held, 3. König! deine majestät Mein Vater und mein Frie: Müffe jedes volk verehren, defürst, Mir, wie der gan. Und so weit die sonne geht, zen welt. Müsse sich dein ruhm vers 6. Was mir gum felig: mehren! Selbst der finder seyn gebricht, Erwarbst du, schwacher mund Mache, zum Heiland, mir Versöhnung,( verdruß der feinde, Und zur leben, trost und licht, Das freude deiner freunde, Dei: Shab ich nun von dir. nen großen namen fund! 7. Gelobt sey Gott, ge: lobt sein Sohn, Durch den 4. Schreibe, Herr, mich auch mit an Unter deinen er gnad erweißt! Lobt, engel, unterthanen! Ich will dir, ihn an seinem thront Erheb so gut ich kann, In mein herz ihn auch, mein geist! die wege bahnen. Ich geselle . 73 Adventslieder. 4no00 mich im geist hin zu jenen keit; Als uns das reich ges frohen reihen, Die das Hornommen, Wo fried und fianna schreien. Sohn des freude lacht; Da bist du, Höchsten, sey gepreißt! Heiland, kommen, Und hast 8 5. Jauchzt, ihr kräfte! uns froh gemacht. freuet euch! Send ermun: 4. Ich lag in schweren bang tert, meine sinnen! Jesus den; Du kommst und machst und sein gnadenreich Wird mich los. Ich stund in spott in euch nun raum gewinnen. und schanden; Du kommst Schwört zur huldigung den und machst mich groß. Du eid! Kommt, verehrt den hebst mich hoch zu ehren, Sohn der liebe! Ach, daß Und schenkst mir großes gut, niemand außen bliebe! Hier, Das sich nicht läßtverzehren, ach hier ist seligkeit! Wie irdisch geld und gut. Mel. Befiehl du deine Wege 2c. 5. Nichts, nichts hat dich 95. Wie soll ich dich emgetrieben Zu mir vom hims pfangen, Und wie melszelt, Alls väterliches lie: begegnen dir? O aller welt ben, Womit du alle welt In verlangen, O Jesu, meine ihren tausend plagen Und gier; Du größter aller schäße. großen jammerlast, Die fein Ich eile froh herbei. Schaff', mund kann aussagen, So daß, was dich ergöße, Mir treu umfaffet haftz 01 fund und wiffend sey. 6. Das schreib dir in die 2. Dein Zion streut dir pal: herzen, Du hochbetrübtes men Und grüne zweige hin. heer! Bei welchen gramund Ich will zu freudenpsalmen schmerzen Sich häufen im: Ermuntern meinen sinn. mer mehr. Seyd unverzagt! Mein herz soll willig bringen ihr habet Die hülfe vor der Anbetung, dank und preiß; thür. Der eure herzen labet Mein mund dir froh lobsin: Und tröstet, Gott ist hier! gen, Sogut ich fan und weiß. 7. Ihr dürft euch nicht 3. Nichts hast du unter: bemühen, Nicht sorgen tag laffen Zu unserm trost und und nacht, Ihn zu euch her: freud, Als wir im finstern zuziehen Durch eurer seufzer faßen Im land der sterblich macht. Er fomit aus freien 74 Von der Menschwerbung Christi. willen, Jhm selbst ists freud der herrlichkeit. Er fommt und lust, Die angst und noth aus seinem thron Ins elend zu stillen, Die ihm an euch gern hernieder, Wird einer bewußt..nommotonplis unfrer brüder; Er, Gottes 8. Auch dürft ihr nicht eigner Sohn. erschrecken Bor eurer fün: 2. Er dürftet voll verlans benschuld. Nein! Jesus will gen, Zu euch auch sich zu fie decken mit seiner lieb und nah'n. Jhn würdig zu ema huld. Er kommt, er fommt, pfangen, Macht eilig ebne den fündern Zu trost und bahn. Der erst im fleisch wahrem heil Macht sie zu erschien, Seht! der will nicht Gottes findern: Im him: verschmähen, 3u euch auch mel ist ihr theil, in einzugehen. Macht raum, 9. Last dann die feinde empfanget ihn. drauen, Weicht darum nicht 3. Die ihr gerecht euch zurück! Der Herr wird sie dünket, Legt euren dünkel ab. Berfireuen In einem augen: Jhr aufgeblaf'nen, sinket blick. Er kommt, er fommt, Bon eurem stolz herab. Die ein König, Dem warlich alle ihr um gnade fleht, Wißt, feind' Auf erden viel zu we: daß ihr hier sie findet! Denn nig Zum widerstande seynd. wer sein nichts empfindet, 10. Er fommt zum welt: Der wird von ihm erhöht. gerichte, Zum fluch dem, der 4. Ein herz, das demuth ihm flucht; Mit gnad und übet, Ist ihm vor allen holdem lichte Dem, der ihn werth; Da das, so hochmuth liebt und sucht. Ach Jesu, liebet, Einst zorn und rach gnadensonne! Leucht uns erfährt. Ein herz, das reuig mit vollem glanz; Und fülllist, Und gegen fünden streitet; mit himmelswonne Das Das hat sich recht bereitet; Herz der deinen ganz! Zu dem komt Jesus Christ. 5. Doch was vermag ich 96. Mit ernst, o menschen- schwacher, Ich fünder, ohne finder! Macht euer dich? Mein Heil, mein Se: herz bereit. Er fommt, das figmacher, Bereite selber Heil der fünder, Der Herr mich! Schon seufzt mein Mel. Bon Gott will ich nicht zc. i Weihnachtslieder. not 75 herz nach dir! Schon jauchz'lfomm mit deinem segen, Und ich dir entgegen: Komm, wohne stets in mir. öğr Weihnachtslie bler.d m Mel. O Jesu Chrift, dein Krippl. ferfreu'n, und dein dabei ges 97.Herz! schicke dich. Recht denken. niscap3 Jinde feierlichy Des Heis 6. Rath, Kraft und Held, landsfest mit freuden zu be: Durch den die welt Und alles achen. Lieb ist der dank, ist im Himmel und auf ers Der lobgesang, Durch den den! Die christenheit Preißt wir ihn, den Gott der lieb, dich erfreut, Und aller fnie erhöhen. nossoll dir gebeuget werden. 2. Sprich dankbar froh: 7. Erhebt den Herrn! Er Also, also Hat Gott die welt hilft uns gern; Und wer in seinem Sohn geliebet! D. ihn sucht, den wird sein nas wer bin ich, Herr, daß du me trösten. Halleluja! Ein mich So herrlich hoch in dei: Heiland da!.Freut euch des nem Sohn geliebet! Herrn, und jauchzt ihm, ihr erlösten Mad stands 3. Er, unfer freund, Mit uns vereint, Zur zeit, da wir met. Bom Himmel hoch ze. noch feine feinde waren; Er 98. Dieß ist der tag, den wird uns gleich, Um Gottes Gott gemacht; reich Und seine Liebe uns zu Sein werd in aller welt ges offenbaren. dacht! Ihn preiße, was o UR 4. An ihm nimm theil! durch Jefum Christ Jm hims Er ist das Heil. Thu täglich mel und auf erden ist. d buß, und glaub an seinen 2. Die völker haben dein namen. Der ehrt ihn nicht, geharrt, Bis daß die zeit ers Der, Herr Herr! spricht, füllet ward; Da sandte Gott Und sucht doch nicht, sein von seinem thron, Zum Heil beyspiel nachzuahmen. der menschen, feinen Sohn. 5. Aus dank will ich In brüdern dich, Dich, Gottes 3. Wenn ich dieß wuns der faffen will, So steht mein Sohn, bekleiden, fpeifen, geist mit ehrfurcht still: Er tränken; Der frommen herz betet an, und er ermißt, Daß In ihrem schmerz Mit troft Gottes lieb unendlich ist. 76 Von der Menschwerdung Christi. G4. Damit der fünder gnad aller welt gedacht! Ihn preis erhält, Erniedrigst du dich, ße, was durch Jesum Christ Herr der welt; Nimmst Im himmel und auferden ist! felbst an unfrer menschheit Mel. Warum sollt ich mich 26. theil, Erscheinst im fleisch, 99. Laßt uns unserm und bringst uns Heil. Gott lobsingen! 15. Herr, der du mensch Hocherfreut, Laßt uns heut geboren wirst, Immanuel Unsern dank ihm bringen! und Friedefürst! Auf den In des himmels hohe chöre die väter hoffend sahn, Dich, Stimmet ein: Gott allein, Gott Meßias, bet ich an. Unserm Gott sey chre! 36. Du unser Heil und 2. Jeder, der sich fühlt höchstes Gut Vereinest dich verloren, Freue sich Innigs mit fleisch und blut; Wirst lich: Christus ist geboren! unser freund und bruder Er, der König aller wesen, hier, Und Gottes finder Steigt herab Bis ins grab, werden wir. Sünder zu erlösen. 7. Gedanke voller majes 3. Wer kann Gottes rath: stät, Du bist es, der das herz schluß faffen, Aber dieß Ift erhöht! Gedanke voller selig: gewiß: Gott kann uns nicht feit, Du bist es, der das haffen! Kommt sein Sohn herg erfreut! aus freien trieben Zu uns 8. Durch Eines sünde fiel her; Wie sollt er Nicht die die welt; Ein mittler ists, menschen lieben? der sie erhält. Was zagt der 4. Wenn er uns verwors mensch, wenn der ihn schüzt, fen hätte, Nähm er dann Der nun zur rechten Got: Menschheit an? Er spricht: tes fizt? ich errette! Deß soll sich der 9. Jauchzt, himel, die ihr erdkreis freuen. Zum gericht ihn erfuhrt, Den tag der hei: Kommt er nicht, Sondern ligsten geburt! Und erde, die zum verzeihen. ane ihn heut noch sieht, Sing du 5. Eilt im geist nach Betly dem Herrn ein neues lied! lems hütten; Seht, was 10. Dieß ist der tag, den dort Euer Hort Schon für Gott gemacht: Sein werd inleuch erlitten! Er wird nies hind Weihnachtsliedernd og 77 drig eurentwegen! Welch Was ist sie Gegen ew'ge ein freund! Er erweint Sei freuden? beydemisi nen feinden fegen. 11. Gottmensch! du 6. Er, er will für eure nahmst meine bürde Gern schulden, Armuth, noth, auf dich, Daß auch ich Frei Schmach und tod Göttlich und selig würde. Wer kann groß erdulden. Lernt den deine lieb ergründen? Ewig Menschenfreund erkennen! soll Freudenvoll Sie mein Gnadenreich Will er euch herz empfinden. Seine brüder nennen. 12. Dir, mein göttlicher 7. Dankt ihm, der eu'r Befreier, Folg ich nach, innres sehnen Sehen kann! Obwohl schwach, Doch üm Betet an! Opfert freuden: so viel treuer. Keine Freatur, thränen. Liebt ihn, der von fein leiden, Keine noth, Und liebe brennet; Traut dem kein tod Soll von dir mich Herrn, Der euch gern Seis scheiden. ne brüder nennet. 13. Du kommst einst zum 8. Wenn euch eure fünden weltgerichte, Dann werd ich, fränken, Eilt herzu, Suchet Richter, dich Schau'n von ruh: Er will sie euch schen: angesichte. Gott, wie wird fen. Schaut auf ihn mit dein haffer beben! Dann glaubensblicken! Zittert werd ich Deiner mich Freu'n nicht! Denn er spricht und ewig leben. Ich will euch erquicken. f Mel. Wir Christenleut 20. 9. Jhr erdulder schwerer 100. D christenheit! tage! Euren schmerz Fühlt Sen hoch er: fein herz: Kein erlößter za: freut! Das Heil der welt, ge! Bringet ihm an seinem der Mittler, ist geboren; feste Zutrau'n het! Wiffet, Der uns erlößt Und ewig er Wählt für euch das beste. tröst't! Wer an ihn glaubt, 10. Er verläßt euch nicht, geht nimmermehr verloren! ihr schwachen! Mehr, als 2. O große that! Nach ihr, Litt er hier, Euch be: Gottes rath, hat sich sein glückt zu machen. Eure fleirew'ger Sohn für uns gege ne zeit der leiden, Eure müh, lben. Ein menschenfind, 78 Von der Menschwerbung Chrifti. Doch ohne sünd, Ward ersboren bist, Behüt uns vor für uns, und bracht uns heil der hölle! und leben. Mel, Gelobet feyst du Jesu zc. 3. D feligkeit! Er hebt 102. Gelobet feyst du, das leid, Das durch den fün: Gottes Sohn! denfall auf uns gekommen. Der du auf der Allmacht Mit uns ist Gott Nun in thron Iht herrschest, und der noth! O dankt dem einst warst, wie wir. An: Herrn, und hofft auf ihn, betung, preiß und dank sey ihr frommen! dir, Weltverföhner! 4. Auch mein gesang, 2. Dich sah'n die Väter Herr, bringt dir dank! Du schon von fern, Davids wurdeft mensch, damit wir Sohn und Davids Herrn; felig würden. Du machst Jhr heil und ihre zuversicht, uns groß und völlig los Und aller völker trost und Vom fluch der fünd und licht! Halleluja! ihren schweren bürden. 3. Die nacht entflicht; 5. Gelobt sey Gott! Auf der tag bricht an Ueber die, unfre noth Sah er als Balso ihn nie sah'n: Auf die, ter mitleidsvoll hernieder. so finsterniß umgab, Glängt O christenheit! Preiß' ihn aus der höhe nun herab erfreut! Denn Gottes Sohn Gottes wahrheit. bringt das verlorne wieder. 4. Durch den die welt Mel. Ein Kindelein fo löbel. ic.einft worden ist, Der einst 101. in find, dem ke richtet, Jesus Christ, Der nes jemale fchöpfung Herr, fommt in glich, Erscheint zu unfern sein reich, Erniedrigt sich, freuden. Gott offenbart im und wird uns gleich. Hal: fleische fich, Zu trost uns at leluja! men leuten. Wär dieses kind 5. Jauchzt', himmel! erde, uns nicht gebor'n Soffreue dich! Gott verföhnt wär'n wir armen all ver: die welt mit sich. Uns, lor'n. Das Heil ist unser Adams fündiges geschlecht, aller! D du Heiland Jesu Entsündigt er, macht uns Christ, Der du mensch gelgerecht! Halleluja! Mind Weihnachtslieder. 79 6. Gelobet feyst du, Jefulder Herr des himmels mich! Chrift! Daß du mensch ge Ihn preiße mein gefang! boren bist. Dir ist der erd: 7. Heut schließt er wies Freis unterthan; Dich beten der auf das thor Zum pa: alle himmel an. Halleluja! radies. Nun wacht Des Mel. Lobt Gott ihr Christen ic Cherubs schwert nicht mehr davor. Dank sey dem Herrn gebracht! đến ngày 103. Lobt Gott in sei stolid ignem höchsten thron, Ihr christen, freuet nach voriger Melodie. euch! Er schenkt uns heute 104. Singt Gott und seinen Sohn, Mit ihm seinie himmelreicht his? seinem Sohne dank! Herr Gott, wir dans 2. Er kommt aus seines ken hier: Im himmel dankt Vaters schoos, Und wird der lobgesang Der fel'gen ein mensch, wie wir; Liegt, engel dir. niovas daß wir werden reich und 2. Er, welcher schon von gros, Arm in der Frippe hier. anbeginn Der welt, mein 3. Er äuffert seiner Gott: retter war, Wird fleisch, heit recht Sich willig, Ja: wie ich, Wird, was ich bin. cobs Held; Wird niedrig, ja Wie göttlich wunderbar! es wird ein knecht Der Schöpfer aller welt. 3. Der, welcher erd und himmel trägt, Hüllt sich in 4. Er ist von Davids dunkelheit. In eine Frippe stamm ein zweig Durch den wird gelegt Der Herr der in dieser zeit Gott aufgerich: herrlichkeit. nord tet hat sein reich, Sein 4. Die erde fennt nicht reich, die christenheit. au lihren Herrn, Die Himmel 5.0 wunder, seiner liebelkennen ihn; Und leuchten voll! dich faßt der glaub treu, durch einen stern, Die allein. Er selbst wird sterb: weisen zu ihm hin.m lich, und ich soll Durch ihn 5.Mensch! mach dich auf, unsterblich seyn! und werde licht; Der tag 6. Er wird ein Enecht, des heils erscheint. Leb' läns ein herr werd ich! Mit wel: ger in der fünde nicht, Und chem hohen rang Beglückt werde Gottes freund! 80 Von der Menschwerdung Christi. 6. Fall nieder, fomm, und zur welt erst sprach: entstehe; bet ihn an, Den Friedefürst, Der einst spricht: vergehe den Held: Was Gott an sei: 2. Laß uns niederfallen; nem volk gethan, Verkündis Danken, daß er allen Freund ge die welt! Sc und bruder ist. Gott auf 7.3ch liege hier, und bete seinem throne Liebt uns in an, Mein König und mein dem Sohne, Brüder Jesu Gott! Ich dein geschöpf. Christ! Welch ein heil, an dein unterthan, Bin reich Christo theil, Und, durchy durch deine noth. feiner zukunft gaben, Theil 8. Mein ganzes leben will an Gott zu haben.t ich dir, Dir, Herr, zum 3. Keine macht der leiden danke weih'n; Will gerne kann von ihm uns scheiden: arm, ein pilger hier, Nur Er bleibt ewig treu! Dort dort ein bürger seyn. wird er vom bösen Gänzlich 9. Hier gingst du, Herr, uns erlösen; Hier steht er in knechtsgestalt; Dort aber uns bei: Unser freund, im gericht Ist dir gegeben die mit Gott vereint, Kann gewalt; Um dich glänzt nicht seine brüder haffen, Gottes licht. Nicht fie hülflos laffen.s Sic 10. Kommt, sterbliche! 4. Wann wir einstermű: und füßt den Sohn, Ehden, Führt er uns im fries noch sein zorn entbrennt den In des Grabes nacht. Und eh er euch, an seinem Unfre todten glieder Gibt thron, Auf ewig von sich die erde wieder Ihm, der fie trennt. bewacht: Jesus ruft uns Mel. Jefu meine Freude ic. aus der gruft; Er, der selbst 105. Gottes Sohn den tod auch schmeckte, Den ist fommen: auch staub bedeckte. og Dankt ihm, feine frommen! 5. Auf dem richterthrone Dankt ihm, daß er fam; Werden wir im Sohne Un: Daß er hier auf erden, Unsern bruder schau'n. Heil fer Heil zu werden, Seine und ewig leben Wird er als wohnung nahm. Mensch, len geben, Die noch dann wie wir erschien erhier, Derlihm trau'n. Er ward hier 81 Did Weihnachtslieder.d al Versucht, wie wir: Uleber: Gottessohn, Sigt der schwänglich wird er lohnen, mensch auf Gottes thron. Und der schwachheit schonen. 3. Du, du bist der völs 6. Eilet, eilt, ihr fünder! fer segen; Kamst, vom fluch Werdet Gottes Kinder; uns zu befrei'n; Und wie Werdet seiner werth! Eilet, können deinetwegen Nun eilt, ihr frommen! Seyd, noch Finder Gottes seyn. Hat wie er, vollkommen; Blei: die fünde uns verdorben, Dr bet seiner werth! Preißet so hast du neue kraft Uns ihn, daß er erschien, Daß er zur heiligung verschafft Und fich für euch gegeben, Durch die tüchtigkeit erworben, ein göttlich leben! Einst von sünden völlig vein Deinem bilde gleich zu seyn. Mel. Sollt ich meinem Gott zc. 106. Der du uns das 4. Du, du bist der Mitte andsins heit errungen, fer worden, Der die welt mit Menschgewordner Gottes: Gott versöhnt; Hast der fohn! Eroig fen dir lob ge: schwachen menschheit orden fungen, Daß du von des Wieder mit dem recht be: himmels thron Uns zu gut lehnt, In den himmel einzus ins fleisch gekommen. Herr, gehen, und des Herren herra der du voll freundlichkeit, lichkeit, Nach vollbrachter Längstens schon vor meiner prüfungszeit, Ewig einst zeit, Dich auch meiner anges verklärt zu sehen. Nun hat nommen, Und mein bruder meine zuversicht Einen ans worden bist; Sey gelobt, fer, der nicht bricht.d Herr Jesu Christ! 5. Sollte Gott mich nun 2. Sey gelobt! denn dir wohl haffen? Hier ist ja gehöret Allgemeiner dank Immanuel! Sollt' er mich mit recht. O wie hoch haft wohl hülflos laffen? Hier du gechret Unser sterbliches ist ja der hülfe quell! Bas geschlecht! Herr, du hast es vermag mich anzufechten? selbst vermählet Mit der Er, der meinen jammers göttlichen natur Und vor kennt, Und mich seinen bru aller freatur Es zur lust dir der nennt, Sigt als here auserwählet: Ja in dir, duzu Gottes rechten! Durchs 6 82 Von der Menschwerdung Christi. ihn bin ich Gott vereint; 3. Der du zu uns ges Gott im himmel ist mein fandt vom Herrn, Aus deifreund! nem hinimel famest; Und 6. Herr! wie groß ist deine unser fleisch und blut so gern güte! Meine feele freut sich In demuth an dich nahmeft! dein. Laß doch stets mein ganz Sohn Gottes, o wie hast du gemüthe Boll von deinem dich So tief erniedrigt auch ruhme seyn! Nimmer will für mich! Wie arm bist du ich dein vergessen; Dir will erschienen, Um meinem heil ich mich ganz vertrau'n, zu dienen. Freudig folgen, auf dich 4. Olehre mich den gros bau'n. Deine huld ist un: ßen werth Bon deiner huld ermessen: Gib, daß ich für recht faffen! Was reizte dich, deine treu Dir auf ewig auf dieser erd Dich so herab dankbar sey. zu laffen. Hier wartete dein ndi Mel. Ermuntre dich, mein c. nichts, als noth, Verache 107. Gott! deine gna- stung, fummer, schmerz und 90 300 de sey gepreißt! tod: Und doch kamst du auf Sie bracht uns heil und erden, Ein menschensohn zu leben. Ermuntre dich, mein werden! träger geist, Die gnade zu 5. Noch stärker, Herr! erheben. Denk an die nacht, als schmerz und tod, War da auf der welt Des Höch: deine menschenliebe: Du sa: sten Sohn sich eingestellt, hest unsre fündennoth Mit Um sein so theures leben mitleidsvollem triebe: Du Für fünder hinzugeben. stimmtest, unser Heil zu seyn, 2. D große that! er: In deines Vaters rath: wünschte nacht, Von engeln schluß ein; Wardst mensch, felbst besungen! Du hast den und kamst mit freuden, Für Mittler uns gebracht, Der uns den tod zu leiden. uns das heil errungen. In 6. Immanuel! dein freu dir erschien der starke held, sich mich; Du bist auch mein Der alles schufund alles hält; Erretter. Auch mir zum tro: Der freund der menschenkin: ste sandte dich Der Herr, der der, Des todes überwinder. Gott der Götter. Was mir Weihnachtslieder.ed no 83 ein wahres glück verschafft, zum dienst und wird ein Erleuchtung, friede, beß: Enecht der fünder. Du Got rungskraft, Und freuden, tessohn Berläß'st den thron, die stets währen, Willst du Wirst arm und schwach, wie auch mir gewähren. wir und unsre kinder.mp 7. Was soll ich dir, mein 3. Du höchstes gut Hebst treuster freund, Für deine unser blut Auf deinen thron, treue geben? Du bists, der hoch über alle höhen: Du mich mit Gott vereint, Du ew'ge fraft Machst brüder: bringst mir heil und leben. schaft Mit uns, die wir, wie Herr! was ich hab, und was dampf und rauch vergehen. ich bin, Das geb ich dir zum 4. Was will uns nun zuz dienste hin. Ich will dich wider thun Sünd, tod und ohn aufhören Mit leib und höll mit ihren schrecken allen? geist verehren. Wer wirft nun mir Noch 8. Zwar seh ich dich im weiter für, Daß Adam ist) fleisch noch nicht; Doch du und wir mit ihm, gefallen? wirst wiederkommen; und 5. Schweigt, alle feind! dann schau'n dich von ange: Da fizt mein freund, Mein ficht Einst alle deine fromen. fleisch und blut, hoch in dem Dann werd' auch ich, Herr himmel droben. Er ist der Jesu Christ, Dich schau'n so held, Der unsre welt Bom herrlich, als du bist; Dann fluche hat zur feligkeit ers wirst du mich zum leben, hoben. i nied Griar y d Das ewig ist, erheben. 6. Ein ewig heil Wird Mel. Wir Christenleut. c. uns zu theil, Er bringt uns 108. Jesu Christ armen das verlorne wieder. Dein fripplein Der freuden quell, Imma: ist Ein anblick, da sich meine nuel, Schlägt unsrer feinde feele weidet. Hier ist der ort, ganze macht darnieder.t Hier liegt das wort Mit un: 7. Nun Jesus Christ Ges ferm fleisch persönlich ange: kommen ist, So freu dich, Fleidet. herz, und laß dich nichts bes 2. Dem meer und wind trüben. Weil Gottes find Gehorsam sind, Gibt sich Sich die verbind't, So 84 Von der Menschwerdung Christi. fanns nicht anders seyn: 13. Denn, gleichwie wir, Gott muß dich lieben. Hat er allhier Des lebens 8. Gedenke doch, Wie ganze läst auch wollen tras herrlich hoch Er über allen gen, Daß seine pein Uns jammer dich geführet! Der möchte. feyn Ein tröstend engel heer Ist selbst nicht lindrungsmittel unfrer plas mehr, Als eben du, mit gen. Om feligkeit gezieret. do 14. Mit einem wort: Er * 19. Du siehest ja Vor aussist die pfort Zu dieses und gen da Dein fleisch und blut des andern lebens freuden. die luft und wolfen lenken. Er macht behend Ein felig Was will doch sich Noch wi: end Dem allen, was hier der dich Erheben, dich in fromme herzen leiden. sid angst und noth zu senken? 15. Laß aller welt Ihr gut 10. Dein blöder finn und geld, Und sorge nur, daß Geht oft dahin, Ruft ach dieser schaz dir bleibe. Denn und weh, läßt allen troft ver: wer ihn fest Hält und nicht schwinden. Komm her, und läßt, Den ehrt und frönt richt' Dein angesicht Zurjer dort an feel und leibes d Frippe Christi, da wirst du Met. Vom Himmel hoch ic. dich finden, dass Ism109. Gelobt fey in Je 11. Wirst du geplagt; Sabithius, Gottes Sey unverzagt! Dein bru: Sohn! Er kommt herab von der wird dein unglück nicht seinem thron, Und kleidet verschmähen. Sein herz ist sich, nur uns zugut, Jnunz weich, Und gnadenreich, ser armes fleisch und blut. Kann unfer leid nicht ohne 12. Er, der den himel und wehmuth sehen. die welt Allmächtig schuf und 12. Tritt zu ihm zu, Such noch erhält; Der Ew'ge in hülf und ruh; Er wird's des Baters reich Erniedrigt schon machen, daß du ihm sich und wird uns gleich. wirst danken. Er selber kent, 3. Mit göttlich groser Was man ihm nennt, Des lieb und huld Kommt er, zu menschen elend und die noth tragen unsre schuld, zu büsz Der franfen.c vid i fen unsern fluch und tod, Weihnachtslieder. 85 Den uns des richters ur 10. Der engel schaar theil droht. C. nimmt freudig theil An der 4. Fürs todesurtheil, das erlößten großem heil. Sie Gott prach, War engel: schau'n mit heil'ger ehrs hülfe selbst zu schwach: Einsfurcht an, Was du, o Gott, Mittler, der uns soll befrein, an uns gethan.. Muß Gott, muß ganz un endlich feyn. 11. Mit deinen engeln danken wir, Und freuen uns, 5. Gott, der uns hülflosso Herr, vor dir. Heil uns! elend sah, War uns mit sei: wir sind begnadigte: Und ner hülfe nah; Ging nicht ehre sey Gott in der höh! mit fündern ins gericht, Ber Mel. Kommt her zu mir spricht zc. fchonte seines Sohnes nicht. 110. Gingt, christen! 6. Also hat Gott die welt singt und freue geliebt, Daß er fein aller fet euch: Der Herrscher in liebstes gibt; Und dem, derfdem himmelreich, Er ist zu es im glauben nimmt, Das uns gefommen! Er, der recht zur seligkeit bestimmt! den tod des sünders haßt, 7. Als fünder bin ich arm Ach! er hat unsers elends und blos; Durch Jefum last Mit luft auf sich ger werd ich reich und groß.nommen. n Verwerflich bin ich durch 2. O Gott, wie groß ist die fünd; Durch Jesum deine huld! Uns ängstigte werd ich Gottes find.des todes schuld, Da wir ges 8. Erlöst bin ich: o wel: sündigt hatten. Nun sters ches glück! Ich sehe nun mit ben wir doch ewig nicht: frohem blick Gen himmel Nun strahlet uns des lebens auf den Vater hin, Deß kind licht In unsern todesschat: ich nun durch Chriftum bin.sten. 9. Gott, wenn ist 3. D freuet euch, und mein herz bedenkt, Was du dankt ihm laut! Gott hat mit deinem Sohn geschenkt; auf uns herab geschaut, Er Dann fühl ich ehrerbie: sah uns im verderben. Der tungsvoll Den dank, den ich Gott, der nichts als lieben dir bringen soll. Ifann, Nimmt mitleidsvoll 86 Bom Wandel, und sich unsrer an, Und will brüder liebet; Der immers nicht, daß wir sterben. dar, wie Jesus Christ, Für 4. Dank ihm, erlößte andrer wohlfahrt thätig ist, christenschaar! Im fleische Und keinen nie betrübet! wird Gott offenbar; Der 8. Hierin mach, Jesu, dir Sohn erscheint uns fün uns gleich! Du warst bei dern: Er zeigt uns seines Gott, und göttlich reich, Baters herz, Bringt labsal Weit über alles denken: uns für jeden schmerz; Geht Doch ließest du für unser mit uns um, als kindern. glück Des himmels reich, 5. Wär uns der Heiland thum gern zurück, Den hime nicht geborn, Wir wären all mel uns zu schenken.ahm zumal verlorn, Noch skla: 9. Du stellst dich auf der ven aller fünden. Was wüßerde dar, Erduldest mühe ten, und wie fönten wir Ohn und gefahr, Und eilst, uns ihn den weg, o Gott, zu dir zu erretten. Wie leicht soll Den weg zum himel finden? arbeit, müh und pein Uns 6. Entwichen ist die fin: nun für unsre brüder seyn, sterniß; Wir sehn den weg, Die mit uns dich anbeten! und find gewiß: Der mensch 10. Erbarmer! Mitts wird ewig leben. Zerstöret ler! Gott mit uns! Sey du ist des fatans reich. Gott gibt das fürbild unsers thuns; den Sohn, und wird zugleich Lehr uns dir ähnlich dens Mit ihm uns alles geben. fen! Herr Jesu, mach hier 7. Wie groß ist nun des in der zeit Uns tüchtig zu der christen ruhm, Der glaubt herrlichkeit, Die du uns ans evangelium, Und seine kamst zu schenken. XI. Von dem Wandel und Geschäfte Jesu auf Erden. Mel. Schmücke dich, o Liebe ic.ret, Daß du, unserm heil 111. Heiland! deine zu dienen, Bist in fnechtss menschenliebe gestalt erschienen. D! wer War die quelle jener triebe faßt die starken triebe Die dein treues herz regieret, Deiner treuen menschens Und dich selbst dahin gefühliebe! Geschäfte Jefu auf Erden. 87 2. Uleber feine feinde wei: von fündern ließ'st verhöh: nen, Jedermann mit hülfnen, Und zum schimpf mit erscheinen, Sich der lah: dornen frönen; Ja, uns se: men, blinden, armen Mehrgen zu erwerben, Willig als väterlich erbarmen; Der warst, am kreuz zur sterben! betrübten Flagen hören, 6. Deine huld hat dich Sich in andrer dienst ver: getrieben, Sanftmuth und zehren: Dieß sind proben geduld zu üben, Ohne schel: wahrer güte, Und so war, sten, droh'n und klagen And: Herr, dein gemüthe. rer schmach und last zu tra: 3. O du zuflucht der elen: gen; Allen freundlich zu be: den! Wer hat nicht von dei gegnen, Für die lästerung zu nen händen Segen, trost segnen, Deine feinde zu vera und heil genommen, Der treten, Und für mörder gebeugt zu dir gekommen? selbst zu beten! Wie ist dir dein Herz gebro: 7. Aller welten Herr und chen, Wenn dich kranke an: König! Sohn des Höchsten! gesprochen! Und wie pfleg o wie wenig Hast du je nach test du zu eilen, Das ge: ruhm getrachtet, Und auf bet'ne mitzutheilen! menschenlob geachtet. Wil: 4. Die betrübten zu erlig littst du, um den willen quicken, Die elenden zu be: Deines Vaters zu erfüllen. glücken; Die unwissenden Trost und segen uns zu ges zu lehren, Die verkehrten ben, War der zweck von deis zu befehren; Sünder, die nem leben. sich selbst verstocken, Lieb. 8. Herr! laß mich zu reich zu dir hinzulocken; meinem segen Deinen wan: Das war täglich dein ge: del oft erwägen! Laß mich in schäfte, Selbst mit aufwand der angst der fünden Trost deiner Fräfte. und hülfe bei dir finden! 5. O wie hoch stieg dein Heilige auch meine triebe erbarmen, Heiland, da du zu rechtschaffner menschen: für uns armen Angst und liebe! Laß mich immer mehr unerhörte schmerzen Littestlauferden Deinem bilde ähnz mit gelaßnem herzen, Dichllich werden! 88 Vom Wandel, und Mel. Vater unser im Himmelr.c. 5. Du lehreteft durch 112. Rein lehrer ist dir wort und that: Man trifft Jesu, gleich. der reinsten tugend pfad In An weisheit und an liebe deinem heil'gen wandel an. reich, Bist du, sowohldurch Gib, Herr, daß ich auf dies wort als that, Der schwa: ser bahn, Gestärkt von dir, chen menschen sichrer rath. mit steter treu Dir nachzue Mein geist freut seines Hei folgen eifrig seyn lands sich, Und lobet, oHerr] 6. Du bist es, Herr, von Jesu, dich. dem das amt, Das die vers 2. Du famst zu uns, von föhnung predigt, stammt. Gott gesandt, Und machtest Du machst durch treuer lehs uns den weg bekannt, Wierer mund Noch iht dein heil wir, befreit von sünden den menschen fund. Begleite schuld, Erlangen Gottes stets mit deiner fraft Ihr gnad und huld. Ach! dirsamt, damit es nußen schafft. sen ewig dank und ruhm, 7. Noch immer hilfst du Herr, für dein evangelium deinem wort In seinen 3. Du sahest in der Gottsiegen mächtig fort. Du sen: heit licht mit aufgeklärtem dest, wie dein wort verheißt, angesicht, Was, nach des noch immer deinen guten Baters weisem rath, Dielgeist, Der jedem, welcher welt noch zu erwarten hat: wahrheit liebt, Zum glaus Du machtest selbst durch dei ben licht und fräfte gibt: nen mund das künftige dem 8. Mein Heiland! gib menschen fund. den geist auch mir, Daß er 4. Dieß, und die wunder mich zu der wahrheit führ'; deiner hand Sind uns ein Vom eigendünkel mich bes göttlich unterpfand, Was frei, Damit ich dir gehörs man aus deinem mund gesam sey, Bis mich bei dir in hört, Sey wahrheit, die uns ewigkeit Ein hell'res licht Gott gefehrt. Nie schwäche dereinst erfreut. mir der frevler spott Den Mel.Kommt her zu mir, spricht ic. glauben an dieß wort von 113. Dir, großer herr: Gott. scher Jesu Geschäfte Jefu auf Erden. 89 Christ, Der du der welten ren. Stets wars dein eins schöpfer bist, Ist alles un zig augenmerk, zu Gottes terthänig. Doch wer sah ruhm das große werk Der deine majestät, Als dich dein wahrheit auszuführen. arges volk verschmäht? Wer 6. Dein reich war nicht ehrte dich als fönig? de von dieser welt: Nicht heere, # 2. Du hast dich deiner wie die welt sie stellt, Ers herrlichkeit Entäußert eine fämpften deine siege. Der furze seit, Warft menschen armen jünger kleine schaar ainterthänig. Geschlagen Bot muthig sich den feinden wurdst du und verhöhnt, dar, Und kämpfte deine Verspetet und zum spott ge: friege. frönt, Und doch warst du 7. Dein reich war nicht ein fönig. no von dieser welt: Des, was 3. Du warst von ewigkeit der eitelkeit gefällt, Begabst bestimmt, Dein reich, das du dich mit freuden; Warst nie ein ende nimmt, Auf ergerne efend, arm und klein, den auszubreiten. Dich hat Um nur ein helfer uns zu Gott selbst zum Herrn er feyn; Und wähltest tiefe höht: Dein reich, o Göttlileiden. cher, besteht Durch alle 8. Dein reich ist nicht ewigkeiten. von dieser welt: Wenn einst si 4. Dein reich war nicht die welt in nichts zerfällt, von dieser welt; Du warst Und fürsten vor dir beben; nicht furchtbar, wie ein Dann bist du König ewige held, Hast keine stadt belich: In deinem reiche werd zwungen: Du hattest nicht auch ich Einst unvergänglich durch glanz und pracht, leben. Nicht durch betrug und stol: 9. Wie groß, wie anges ze macht, Dir ehr und sieg betet ist Dein nam', o herrs errungen. scher Jesu Christ! Dich rühs 5. Dein reich war nicht men alle zungen. Drie weit von dieser welt: Dich konn herrlicher wird einst, Wenn te reichthum nicht und geld, du zumweltgericht erscheinst, Nicht ruhm und ehre rüh Dein hohes reich besungen! 90 Bom Wandel, und 10. Vom aufgang bis Alles gern für dich verlaffen, zum untergang Erschallet Und, wie du, das unrecht dann der Lobgefang Deshaffen. himmels und der erde. Wie 4. In dem reiche deiner freu ich mich auf dieses glück! ehren Hört man stets dein Owär er da, der augenblick, lob vermehren Von dem Wo ich dich schauen werde! himlischen geschlechte, Von Mel. Schmücke dich, o liebe zc. dermenge deiner Enechte, Die 114. önig! dem kein dort, ohne furcht und grau: fönig gleichet, en, Dein verklärtes antlik Deffen ruhm fein lob errei: schauen; Die dich unermü chet; Ebenbild von Gottes det preißen, Und dir ehr und wesen, Der, zum Mittler dienst erweisen. uns erlesen, Sich der welt 5. Herr von allen diesen wollt offenbaren, Als das reichen! Dir ist niemand zu bild des Unsichtbaren: Dir vergleichen An dem überfluß gehört das recht zum throne, der schäße, An der ordnung Als dem Mittler, als dem der gesetze, An der untertha: Sohne. Inen menge, An des regimens 2. Himmel, erde, luft und tes länge, An begnadigung meere Müssen stets zu deiner der freunde, Und an siegen ebre Dir, Herr, zugebote ste: über feinde. hen, und dein wille muß ge 6. Nun, herrsch auch in schehen: Fluch und segen meinem Herzen Ueber Zorn, tod und leben, Alles ist dir furcht, lust und schmerzen! übergeben. Und von deinem Laß mich deinen schuß genie: mächt'gen schelten Zittern ßen, Auf mich deine gnade menschen, zittern welten. fließen; Dich stets fürchten, 3. In des gnadenreiches ehren, lieben, und mich im gränzen Sieht man deine gehorsam üben; Hier mitleis wunder glänzen; Wo viel den, kämpfen, streiten; Dort tausend treue seelen Dich zu mit herrschen, dir zur seiten. ihrem haupte wählen; Dir, Mel. Wachet auf, ruft uns die 26. nach deiner vorschrift leben, 115. Heiligster Jesu, Dir nur zu gefallen streben, heilgungs: Geschäfte Jefu auf Erden. 91 quelle! Wie strahlt dein Daß ich mög wachsam seyn, tugendglanz so helle! Wie wie du. ni bid glänzet deine heiligkeit! Al: 4. Gütigster Jesu! ach ler glanz der cherubinen, wie gnädig, Wie liebreich, Und heiligkeit der seraphi: freundlich und gutthätig nen, Ist gegen dir nur dun: Bist du noch gegen freund Felheit. Ein fürbild bist du und feind! Dein sonnen: mir: Ach bilde mich nach glanz, der scheinet allen, dir, Du mein alles! Jefu Dein regen muß auf alle hilf du Auch mir dazu, Daß fallen, Ob sie dir gleich uns ich mög heilig seyn, wie du. dankbar feynd. Mein Gott! 2.D stiller Jesu! wie dein ach lehre mich, Damit hiers wille Dem willen deines Ba- innen ich Dir nacharte. ters stille, Und bis zum tod Jesu, hilfdu Auch mir dazu, gehorsam war; Also mach Daß ich mög gütig seyn, auch gleichermaffen Mein wie du. Herz und willen dir gelaffen: 5. Du sanfter Jesu, warst Ach stille meinen willen gar. unschuldig, Und littest alle Mach mich dir gleich geschmach geduldig, Vergabst, sinnt, Wie ein gehorsam und übtest rach nicht aus. find, Stille, stille! Jesu, Niemand kann deine sanfts hilf du Auch mir dazu, Daß muth messen, Die doch den ich fein stille sen, wie du. eifer nicht vergessen, Der nös 3. Wachsamer Jesu, der thig war fürs Baters haus. den schlummer Durch man: Mein Heiland! ach verleih che arbeit, müh und kum: Mir sanftmuth, und dabei mer Ulm unfertwillen unter: Guten eifer. Jesu, hilf du brach; War auch dein werk Auch mir dazu, Daß ich am tag geschehen, So lagst sanftmüthig sey, wie du. du nachts vor Gott mit fle: 6. Würdigster Jesu, Ehe hen, Und warst für unser renfönig! Du fuchtest deine heil noch wach. Gib mir ehre wenig, Und wurdest nies auch wachsamkeit, Daß ich drig und gering: Warst, zu jeder zeit Wach und bete. wie ein andrer mensch, auf Jefu hilf du Auch mir dazu, lerden; Warstwillig, gar ein 92 Vom Wandel, und Geschäfte Jefit. Enecht zu werden; Erhubst liebstes leben! Mach mich in dich selbst in feinem ding. allem dir recht eben, und deis Herr, folche demuth lehr nem heil'gen fürbild gleich! Mich auch je mehr und mehr Dein geist und fraft mich Chriftlich üben. Jefu, hilf ganz durchdringe, Daß ich du Auch mir dazu, Daß ich viel glaubensfrüchte bringe, demüthig fen, wie du! om Und tüchtig werd zu deinem 7.Ofeufcher Jeju, allsreich. Ach zeuch mich ganz zu dein wesen War züchtig, dir; Behalt mich für und feufch und außerlesen, Boll für, Trener Heiland! Jeſu, tugend und voll fittfamkeit; bilf du Auch mir dazu, Daß Dein äußrer, mensch deinlich bei dir einst finde ruh. herz von innen; Gedanken Für Kinder reden und beginnen Voll in Mel. Mir nach, spricht 26. unbefleckter reinigkeit. 116. Der tugend beis mein Immanuel! Mach spiel gabst du mir auch leib und feel Keusch mir, Mein Heiland, durch und züchtig. Jesu, hilf dein leben. Sollt ich nicht du Audy mie dazu, Solgern und mit begier Dir keusch und rein zu seyn, nachzuahmen streben. Ich wie du! dubising will, gib du mir kraft dazu, 8. Mäßiger Jesu! deine So fromm und weile seyn, weife Im trinken und genuß wie du. der speiselehrt uns die rechte 2. Du weihtest dich schon mäßigkeit. Mehr noch, als jung und klein Der weisheit durst und hunger stillen, Lag und der tugend. Von thors dirs am herz, des Batersheit und von lüften rein willen zu thun mit aller War deine frohe jugend. freudigkeit. Herr, hilf mir, Geleitet von der furcht des meinen leib Bezähmen, daß Herrn, Gehorchtest du den ich bleib Christlich nüchtern. altern gern. #li Jesu, hilf du auch mir dazu, 3. Erfüllt war deine zarte Daß ich stets mäßig sey, brust Mit heiligkeit und güz wie du! te; Und reich an hoffnung 9. Nun, liebster Jesu! reiz und lust War deiner jus Von dem Leiden und Tode Jefir. 93 gend blüte. Wer dich nursweis und fromm zu seyn, fah, erfreute sich, Bewun wie ich o 85 11 ( derte und liebte dichlid 5, Ich komme Herr; gib 4. Dieß grose Beispiel mir verstand, Gib kraft, die hast du mir, O Gottes sohn, gleich zu werden.D leite mich gegeben, Daß ich gefinnet an demer hand, Solang ich fey gleich die In meinem lebauferden. Gib, daß ich, jugendleben. Du rufft mir: deinem beispiel treu, Gefäls komm entschlieffe dich, Sollig Gort und menschen sey. XII. Von dem Leiden und Tode Jesu, bun slaid ud so * dong mida sa al Passionslieder. And ot oder 180 Mel. Herzliebster Jesu, was ic. mit schrecken und entzücken 117. Here! starte mich, Am freuz erblicken. 19 dein leiden zu 5. Es schlägt den stolz und bedenken; Mich in das meer mein verdienst darnieder; der liebe zu versenken, Die Es stürzt mich tief, und es dich bewog, von aller schuld erhebt mich wieder; Lehrt des bösen Uns zu erlösen.[ mich mein glück, macht mich 2. Vereint mit Gott, einlaus Gottes feinde Zu Got: mensch gleich uns auf erden tes freunde. Und bis zum tod am freu: gehorsam werden; An uns rer statt gemartert und zer schlagen, Die fünde tragen; 6. Herr, mein heil! an deffen blut ich glaube, Ich liege hier vor dir gebückt im staube, Berliere mich mit 3.Welch wundervoll hoch dankendem gemüthe Indei: heiliges geschäfte! Sinn'ne güte.ins50 ich ihm nach, so zagen meine 7. Sie übersteigt die Fräfte; Mein Herz erbebt; menschlichen gedanken: Al ich sehe und empfinde Den lein, sollt' ich darum im fluch der fünde, glauben wanken? Ich bin 14. Gott ist gerecht, ein ein mensch: darf der sich uns rächer alles bösen; Gott ist terwinden, Gott zu er: die lieb', und läßt die welt ergründen.en midad( birt lösen: Dieß kann mein herz 8. Das größt' in Gott ist 94 Von dem Leiden und Tode Jesu. lieb und gnad erweisen: Uns willen leben, Und nicht viel: kommt es zu, sie demuths: mehr, weil ich dir angehöre, voll zu preißen; Zu sehn, wie Zu deiner ehre? G hoch, wenn Gott uns gnad 4. Wie sollt ich nicht, erzeiget, Die gnade steiget. wenn leiden dieser erden, 9. So sey dann ewig auch Wenn freuz mich trifft, ges von mir geprießen, Für das laßnes herzens werden, Da erbarmen, das du mir erwie: du so viel für uns, die wirs fen, Da du, mein Heiland,[ verschuldet, Liebreich erduls auch für mich dein leben. det? Dahin gegeben. 5. Für welche du dein les 10. Du liebtest mich; ich ben selbst gelaffen, Wie könt will dich wieder lieben, und ich sie, sie meine brüder, hafe stets mit freuden deinen wil sen; Und nicht, wie du, len üben. O gib zu diesem wenn sie mich untertreten, feligen geschäfte, Herr, gib Für sie noch beten? mir fräfte! Gimi Se 6. Ich will nicht haß mit Mel. Herzliebster Jefu, wasic. gleichem haß vergelten; Went 118. Laß deinen geist man mich schilt, nicht räs mich stets, ojchend wieder schelten. Du Heiland, lehren, Dein gött: heiliger! du Herr und fich freuz im glauben zu verhaupt der glieder, Schalt'st ehren; Daß ich getreu in auch nicht wieder.msso dem beruf der liebe Mich 7. Ein reines herz, gleich christlich übe. deinem edlen herzen, Dieß 2. Das gute thun, das ist der dank für deines kreu: böse fliehn und meiden, Herr, ges schmerzen. Und Gott diese pflicht lehrt mich dein gibt uns die kraft in deinem heilig leiden. Kann ich namen, Dir nachzuahmen. zugleich das böse mir er: 8. Unendlich glück! du lauben, Und an dich glau: littest uns zu gute. Ich bin ben? versöhnt in deinem theuren 3. Da du dich selbst für blute. Du haft mir heil, da mich dahin gegeben, Wie du für mich gestorben, Am könnt ich noch nach meinem Freuz erworben. de Passionslieder.ed 95 9. So bin ich dann schon den tod einst leide, Mir fried felig hier im glauben! So und freude! sz) wird mir nichts, nichts mei mel. Wenn meine sünd mich sc. ne frone rauben! So werd 119. Den rathschluß ich dort, von herrlichkeit um deiner güte, geben, Einst ewig leben. Herr, soll mein herz erhöh'n. 10. Ja, wenn ich stets der O lenke mein gemütbe, Jhr tugend pfad betrete, Im richtig au verstehn. Ich ehre glauben fämpf, im glauben deinen weisen rath, Der Jes wach' und bete: So ist mein sum für uns sünder In tod heil schon so gewiß erstrebet, gegeben hat. in 200 Als Jesus lebet. 2. Noch eh dein wort die 11. Lockt böse luft mein erde Aus nichts hervorge herz mit ihrem reize, Solbracht; Da hast du schon der fchrecke mich dein wort, dasferde Zu ihrem heil gedacht. wort vom freuze; Und werd Von erigkeit haft die ihn ich matt im laufe gutter wer: schon Zum opfer außersehen, te, So sey mirs stärke. Den eingebornen Sohn. 12. Seh ich dein Freuz 3. Er kam zu uns hernies den kiugen dieser erden Ein der In der bestimmten geit; ärgernis und eine thorheit Erwarb für seine brüder werden; So seys doch mir, Des himels seligkeit. Was troz alles frechen spottes, ihm sein Vater zugedacht, Die weisheit Gottes. Das trug er in gehorsam, 13. Gott! eile nicht, sie Bis er es ganz vollbracht. rächend zu zerschmettern; Er: 4. Er wußte, was zu traz barme dich, wenn einer von gen Ihm Gottes rath gebot; den spöttern Sich spät be: Er sah die last der plagen, Fehrt, und dich, den er ge: Sah seinen freuzestod. Doch schmähet, Um gnade flehet. floh er seine leiden nicht: Er 14. Wenn endlich, Herr, ging dem tod entgegen Mit mich meine fünden fränken, muth und zuversicht. So laß dein kreuz mir wie: 5. Herr Jesu, mein ere barmer! hab dank für deine der ruhe schenken! Dein freuz, dieß sen, wenn ich treu: Durch dein blut bin 96 Von dem Leiden und Tode Jefut. ich armer Bon allen strafen 4. Liebe, die du fraft und frei. Die von dir ausge: leben! Mir geschenkt mit standne noth, Dein Mitt: deinem wort: Liebe, die sich lertod am freuze, hat mich hingegeben, Mich zu fegnen verföhnt mit Gott. hier und dort: Liebe, dir ers 6. Olaß mich alle plagen, geb ich mich, Dein zu bleis Die Gott mir außerfehn, ben ewiglich Or Auch so geduldig tragen, Und 5. Liebe, die mich hoch feinen rath verstehn. Sein verbunden, Der ich alles weg sey mir hier wunderbar, schuldig bin: Liebe, die mich Dort werd ich es erkennen, überwunden, Nimm mein Wie felig er mir war. ganzes herz nun hin: Liebe, Mel. Komm o komm du geist ic. dir ergeb ich mich, Dein ju 120. Liebe, die du mich bleiben emiglicy! and indig zum bilde Dei 6. Liebe, die mich errig ner Gottheit haft gemacht: liebet, Wie sie liebend für Liebe, die du mich so milde mich litt': Liebe, die das Nach dem Fall mit heil belösgeld gibet, Und mich bea dacht: Liebe, dir ergeb ich tend noch vertritt: Liebe, dir mich, Dein zu bleiben ewig: ergeb ich mich, Dein zu bleis lich! ben ewiglich!: bungin 2. Liebe, die du mich er: 7. Liebe, die mich wird era kohren, Eh als ich gefchaf: wecken Aus dem grab der fen war: Liebe, die du mensch sterblichkeit: Liebe, die des geboren, Und mir gleich stodes schrecken Hebt durch warst ganz und gar: Liebe, fünft'ge herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zuldir ergeb' ich mich, Dein zu Fleiben ewiglich! beiben ewiglich! md 3. Liebe, die für mich Mel. Herzliebster Jesu, was ic. gelitten, Und gestorben in 121. der zeit: Liebe, die mir Wiell grundlos dy find die tie: hat erstritten Eine frohelfen deiner liebe! Wie treu ewigkeit. Liebe. dir ergeb ich und zärtlich, Jesu, deine mich, Dein zu bleiben ewigstriebe!! Kein mutterherg lich! uld mist treuen bera gleicht deinem Paffionslieder. 9'7 zen, Du mann der schmer: frechtem glauben meinen zen! Herrn dich nennen: Erbars 2. Was ist der Mensch, daß me dich, und heile meinen du sein so gedenkest; Daß schaden, Du brunn der du für ihn dich in das elend gnaden. fenfest? Was findest du an 8. Ich bin verderbt vom mir und an uns allen Fürfuße bis zur scheitel, Mein wohlgefallen? herz ist trozig, widerspenstig, 3. Verdient verachtung jeitel: Mein bestes thun ist göttlicher gesetze, Verdient mangelhaft und sündlich; verschwendung unschäßba: Jch fehle stündlich. rer schätze, Verdient ein 9. Jch flieh, o Herr, zu felbstgemachter böser schade deinen liebesarmen, Ich Des richters gnade? such und bitte nichts, als 4. Was zieht dich dann, dein erbarmen: Verstoß den o Heiland, auf die erde? nicht, der seine sünden haf Was schadet dirs, wenn ich set, Und dich umfaffet. verdammet werde? Du blei: 10. Was machst du, best doch, wenn ich gleich feind, mir Christi huld ver: strafe leide, Des vaters dächtig? Schweig! feine freude. fraft ist in den schwachen 25. Berehrt mit dank den mächtig. Er selbst macht den weisen rath, ihr christen, gerecht, der an ihn gläubet, Den einzusehn die engel Und in ihm bleibet. selbst gelüsten. Bewundert 11. Zeuch mich, o Got: hier in dem erlösungswerke teslamm, zu deinem Freuze. Der liebe stärke! Damit dein blut die seele 6. Des Höchsten Sohn dring und reize, Dich, den büßt für diemenschenkinder: erwerber aller guten gaben, Der Heiligste bezahlet für Recht lieb zu haben. die fünder; Des lebens Fürst, 12. Was du auch mir, und aller bosheit rächer, da du für mich gestorben, Stirbt für verbrecher! Aus gnaden hast durch dei: 7. Herr! lehre selbst mich nen tod erworben; Das deine huld erkennen, In werde mir, zu meinem 7 98 Von dem Leiden und Tode Jesut. ew'gen heile, nun auch zu bist Gott; Bersöhnend ist theileman für mich dein tod: Und dies 13. Dein friede wohne ses trosies göttlichkeit Ver: stets in meinem herzen, Und sichert mich der seligkeit. tröste mich bei des gemisfens 5. Nun nehm der feind schmerzen: Dein geist sen mir alles hin! Das glück, mit mir, deinen guten wil: daß ich versöhnet bin, If len Treu zu erfüllen. meiner feele höchstes gut, 14. Dir, Jesu, leb ich; Und macht mir auch im dir will ich auch sterben. Laß tode muth. den nur nicht, den du ver: 6. Wenn des gesetzes fluch föhnt, verderben! O hilf mir droht; dann zeigt mir mir jetzt, und in den letzten dein versöhnungstod, Daß stunden, durch deine wundu am freuz der fünden last, den! Und meinen fluch getragen Mel. Herr Jesu Christ mein's ic. haft. 122. D du, mein Mitt: 7. Und ist des abschieds fer und mein stunde da Dann blick ich hin Gott! Ich danke dir für nach Golgatha. Der trost, deinen tod, Der mir des daß ich begnadigt bin, Macht himmels feligkeit, Und hier mir das sterben zum gewinn, gewiffensruh verleiht.bm 8. Einst wenn mich aus 2. Ach wüßt ich deine der finstern gruft Dein Gottheit nicht, Dann zagt' wort zum neuen leben ruft, ich doch noch im gericht; Dann seh ich dich, mein Dann würde deines todes Herr und Gott: Mein ruhm pein Mich nicht vom unterlift ewig dann dein tod. gang befrepn. drupMet Ein lämmlein geht und ic. 3. Wärst du der wahr: 123. Ein lamm geht heit märtyrer, Wärst du idays chin, und trägt nicht Gott; o leidender! So die schuld Der abgefall'nen würd ich nicht von fünden finder; Geht hin und tras rein, nicht durch dein blut get mit geduld Die fünden begnadigt feyn. de aller fünder: Es folgt den 4. Ich weiß es, Jesu, dulwürgern ohne zwang, Und Paffionslieder.de 99 wählet selbst den herben gnade finden: Er wird ges gang; Wählt martern statt schlachtet wie ein lam, Zum der freuden. Für uns will opfer für die fünden. Für es nicht schmach und pein, alle stirbt er; auch für mich Nicht striemen, blut und Ergieffet hier sein leben sich wunden scheun, Ja gar den In milden strömen blutes. tod erleiden. ww O Gotteslamm, wie soll 2. Das lamm ist der er ich dir Dafür recht danken, habne freund, Der Heiland daß du mir Erzeigest so viel unfrer feelen. Gott, als der gutes! fünde strenger feind, Wollt 5. So lang ich lebe, mill ihn zum Mittler wählen. ich dein, O Jesu, stets ges » Sohn, sprach er, nimm denken; Mich selbst dir ganz » dich derer an, Die auch kein zum opfer weih'n, Dir al: » engel retten fann Vom les, alles schenken. Du, du » schweren fluch der fünden. bist meine zuversicht; Und » Die straf ist schwer, das wenn mein aug im tode nelend groß: Doch du vers bricht, Sollst du mein Hei smagst es; mach fie los; Und land bleiben. Dein freuz ſey laß fie gnade finden.« mir mein höchster ruhm: disa 3.» Ja, Bater, dieß sen Dir will ich mich zum eigen: unfer bund! Mich magst thum Beständiglich ver: » du für sie schlagen! Mein schreiben. » wille hängt an deinem 6. Jch will von deiner » mund; Ich will die fün: freundlichkeit Bei nacht und » den tragen." O nie erhör: tage fingen: Dir will ich auch te liebesmacht, Daß Gott, zu jeder zeit Mein Herz zum was nie ein mensch gedacht, sopfer bringen. Mein ganzes Den ein'gen Sohn uns teben soll sich dir,( Das hilf schenket! O liebe, wer faßt du selbst, mein Heiland, mir!) deinen rath? Den, der nie In stetem dank ergiessen. tod verdienet hat, Hast du Wie groses du an mir ges ins grab gefenfet! than, Das will ich stets, so 4. Er büßt für uns am tief ich kann, In mein ges freuzes stamm, Damit wirldächtniß schlieffen off 100 Von dem Leideft und Tode Jesit. 7. Wohlan, mein herz, Sohn, für mich Am freuze eröffne dich! Dir soll ein sterben fehe. o00p fleinod werden. Kein schaz, 10. Und komm ich, Jes wie dieser, findet sich Im su, einst zu dir, Zu deines weiten schoos der erden. himmels freuden: Voll Weg! ehr und lust der eitlen bracht ist dann, vollbracht, welt: Was mir vor allem was wir Auf dieser erde lei: dem gefällt, hat nun mein den. Dann gibst du mir herz gefunden. Mein grövor deinem thron Den ewig stes gut und kleinod ist, Daß grosen gnadenlohn, Den du du für mich, Herr Jesu Christ, mir haft erworben. Dann Erlösung haft erfunden werde dir in ewigkeit Anbes 8. Dieß soll und will ich tung, preiß und dank ges mir zu nuk Zu allen zeiten weiht, daß du für mich machen. Im streit und gestorben! mm brise fampfe fen's mein schuz, Nach bekannter Melodie. Lehr in gefahr mich wachen. 124.D lamm Gottes! In trüben stunden flöß es unschuldig Am luft In meine freudenleerestamm des freuzes geschlach: brust, Und stärke meine fee: tet: Allzeit erfunden geduls le. Es sey mein trost bei sündig, Wie sehr du wurdest den schmerz; Es beß're mein verachtet. All' sünd hast du verderbtes herz, Wenn ich getragen; Sonst müsten aus schwachheit fehle. wir verzagen. Erbarm dich 9. Was schadet mir des unser, o Jesu!- Gib uns todes macht? Dein tod, deinen frieden, o Jesu! Herr, ist mein leben. Das Nach eigner Melodie oder auch heil, das du mir zugedacht, Herr Jesu Gnadensonne ic. Wirst du im tod mir geben. 125. Wenn meine Kämpf ich mit schwermuth, sünd'n mich zagt mein herz, So blick ich fränken. O mein Herr Jesut bei dem größten schmerz Christ! So laß mich wohl Voll glauben in die höhe: bedenken, Wie du gestorben Dann stärket meine seele bist; Und alle meine schul: fich, Wenn ich dich, Gottes denlast Am stamm des heil': Paffionslieder. 101 gen freuzes Auf dich genom: schmach und sport, Hilf mir men hast. geduldig tragen: Gib, o 2. O wunder ohne mas: mein Herr und Gott, Daß fen! Wer es betrachtet recht. ich verleugne diese welt, Und Es hat sich martern laffen folge dem erempel, Das du Der Herr für seine fnecht'. mir vorgestellt. Es hat sich selbst der grose 7. Laß mich an andern Gott Für mich verlornen üben, Was du an mir ges menschen Gegeben in densthan, Und meinen nächsten lieben, Gern dienen jeders tod. 3. Was kann mir dann mann, Ohn' eigennuz und nun schaden Der fünden heuchelschein, So wie du grose zahl? Ich bin bei mir erwiesen, Aus reiner Gott in gnaden: Die schuld lieb allein. ist allzumal Bezahlt durch 8. Laß endlich deine wuns Christi theures blut, Daß den Mich trösten kräftiglich ich nicht mehr darf fürchten In meinen lezten stunden, Der bölle qual und glut. Und des versichern mich: 4. Drum sag ich dir von Weil ich auf dein verdienst Herzen Jetzt und mein leben: nur trau, Du werdest mich lang Für deine pein und annehmen, Daß ich dich schmerzen, O Jesu, lob und ewig schau. dank, Für deine noth und mel. Alle Menschen müssen 1c. angstgeschrei, Für dein un: 126. Jefu, meines le: schuldig sterben, Für deine bens leben, Je: lieb und treu. fu, meines todes tod! Der 5. Herr! laß dein bitter du dich für mich gegeben, In leiden Mich reizen für und die tiefste seelennoth, in das für, Mit allem ernst zu mei: äusserste verderben, Nur den Die fündliche begier: daß ich nicht möchte sterben. Laß mir nie fomen aus dem Tausend tausendmal sey dir, finn, Wie viel ich dich ge: Liebster Jesu, dank dafür! fostet, Da ich erlöset bin! 2. Du, ach! du hast auss 6. Mein freuz und meine gestanden Lästerreden, spott plagen, Solls auch seynlund hohn, Speichel, schlä 1 102 Von dem Leiden und Tode Jesu. ge, strick und banden, Du geduld, Gar den herben tod gerechter Gottessohn! Um geschmecket, Um zu büffen mich armen zu erretten Bon meine schuld: Daß ich würs der fünde schweren fetten. de losgezählet, Hast du wols Tausend tausendmal sey dir len seyn gequälet. Tausend Liebster Jesu, dank dafür! tausendmal sey dir, Liebster 3. Du hast laffen wun: Jesu, dank dafür! den schlagen, Dich erbärm: 7. Deine demuth hat ges lich richten zu, Um zu heilen büffet Meinen stolz und meine plagen, Und zu sehen übermuth; Dein tod meis mich in ruh. Ach! du hast nen tod verfüffet, Es kommt zu meinem fegen Laffen dich alles mir zu gut: Dein vers mit fluch belegen! Tausend spotten, dein verspeien Muß tausendmal sey dir, Liebster zum segen mir gedeien. Taus Jefu, dank dafür! 8 fend tausendmal sey dir, 4. Man hat dich sehr hart Liebster Jesu, dank dafür! verhöhnet, Dich mit grofem 8. Nun, ich danke dir fchimpf belegt, und mit dor: von herzen, Jefu, für ges nen gar gefrönet: Was hat sammte noth. Für die wun dich dazu bewegt? Daß du den, für die schmerzen, Für mögtest mich ergözen, Mir den herben kreuzestod, Für die ehrenkron auffezen. Tau: dein zittern, für dein zagen, fend tausendmal sey dir, Für so unerhörte plagen. Liebster Jesu, dank dafür! Herr, für alle deine pein 5. Du hast wollen seyn Will ich ewig dankbar seyn. geschlagen, Abzuwenden Nach voriger Melodie, oder verändert. meine pein; Fälschlich laffen! dich anklagen, Daß ich könn: 127. Du, der menschen heil und leben, te sicher seyn: Daß ich möch: te trostreich prangen, Hast Des sich meine feele freut, du ohne trost gehangen. Der für mich sich hingeges Tausendtausendmal sey dir, ben, Stifter meiner felig: Liebster Jesu, dank dafür! feit! Du, der lieber wollte 6. Du hast dich in noth sterben, Als mich laffen im gestecket, Hast gelitten mit verderben. Ach wie dant Passionslieder. 103 wie dank ich dir, Mein Erlösten, Mir die ehrenkron era ser, g'nug dafür! stritten. Preiß, anbetung, 2. Menschenfreund, von dank sey dir, Erfurchts. Gott gefendet, Seines raths würdigster, dafür! verkündiger! Längst hast du 6. Du, der tausendfache dein werk vollendet: Preiß schmerzen Mir zu liebe gern sey dir, Erhöheter! Doch in ertrug, Deinem grosmuth, den gedächtnißtagen Dei: vollem herzen War mein ner grosen leiden, fagensheil belohnung g'nug. Trost Deine theurerlösten dir Bil in meinen festen stunden lig neuen dank dafür. Nehm ich nun aus deinen 3. Du betratst, für uns wunden. Herr, ich dank, zu sterben, Willig deine ich danke dir Einst im ster: leidensbahn; Stieaft, uns ben noch dafür. leben zu erwerben, Gern den 7. Ruh im leben, trost am todesberg hinan; Trugst, arabe; Unaussprechlicher vergessend eigner schmerzen, gewina, Den ich dir zu dan: Deine menschen nur im her: fen habe, Du, deß ich nun zen. Diese liebe preißen wir. ewig bun! Jesu, dir mein Unvergeßlich fen sie mir! herz zu geben, Deiner tus 4. Meinetwegen trugst gend nachzustreben, Dir zu du bande, Littest du der läst trau'n, zu sterben dir, Dieß, rer spott, Achtetest du nicht dieß sey mein dank dafür! der schande, Mein Berföh: Met. Es ist gewißlich an der zc. ner und mein Gott! Mich 128. Herr Jesu! deine hast du der schmachentriffen, angst und pein, Die mich hätte treffen müs Und dein betrübtes leiden, fen. Wie verpflichtet bin ich laß mir vor augen allzeit dir nun auf ewig, Herr, ieyn, Die fünde zu vermeis dafür? den. Laß mich an deine gros 5. Frevler frönten dich se noth, An deinen herben zum hohne: Deine stirne freuzestod, So lang ich leb, blutete Unter einer dornen: gedenken. frone, König aller fönige! 2. Ach! deiner seele to: Mir zu gut hast du's erlit: desqual, Die menge deiner 104 Von dem Leiden und Tode Jesu. schmerzen und alle leiden zuflucht seyn, Wenn ich von ohne zahl, Laß mir tief gehn hier soll scheiden. Ach hilf, zu herzen! Laß deine aus: daß ich durch deinen todHier geftandne pein Mir eine sanft beschlieffe meine noth, starke warnung seyn Für Und selig sterbe. Amen! fernern miffethaten. Mel. Ein Lamm geht hin, und ic. 3. Die wunden alle, die 129. Erfülle, Herr, du hast, hab ich dir helfen doch selbst mein schlagen; Auch meine schwe: herz Mit reinem andachts: re fündenlast Dir auferlegt triebe. Ich denk an deines zu tragen. Ach liebster Hei: leidens schmerz, Die wirs land! schone mein; Laß diese fung deiner liebe. Dein schuld vergessen seyn: Laß kreuz sen mir gebenedeit: gnad für recht ergehen! Welch wunder der barms 4. Du kamst von deinem herzigkeit hast du der welt hohen thron, Ins land der erwiesen! Wenn hab ich dieß menschenfinder; Erduldest doch recht bedacht, Und dich unter sport und hohn, Den aus aller meiner macht Ges tod der armen fünder; Aufnug dafür gepriesen! daß du für uns schaffest 2. Rath, Kraft und Fries rath, Und unsre schwere defürst und Held! In fleisch misfethat Bei Gott ver: und blut gekleidet, Wirst föhnen mögtest. du das opfer für die welt, 5. Drum will ich jezt Und deine feele leidet. Du aus dankbarkeit Von herzen ringst mit angst und feelen: dir lobsingen; Und wenn noth, Und gehst doch willig du zu der seligkeit Mich in den tod: O liebe ohne wirst hinkünftig bringen, ende! Du nimmst auf dich So will ich daselbst noch der menschen schuld, Und vielmehr Mit deinem gan gibst mit göttlicher geduld zen himmelsheer Dich ewig Dich in der fünder hände. dafür loben. 3. Du trägst der misses 6. Herr Jesu! deine angst thäter lohn, Und hattest nie und pein, Und dein betrüb, gefündigt, Du, der gerechte tes leiden Laß meine feste Gottessohn! So wars vor: ab Paffionslieder. 105 her verkündigt. Der frechen Es ist vollbracht. Du stirbst! schaar begehrt dein blut, Du die erd erschüttert. Die ar duldest, göttlich groß, die beit hab ich dir gemacht. wuth, Um seelen zu erretten. Herr, meine seele zittert. Dein mörder, o Herr, war Was ist der mensch, den du auch ich; Denn Gott warf befreit! O wär ich doch aller sünd auf dich, Damit ganz dankbarkeit! Herr, laß wir friede hätten. mich gnade finden: Und deis 4. Erniedrigt bis zurfne liebe dringe mich, Daß knechtsgestalt, Doch göttlich dich wieder lieb, und dich lich groß im herzen, Erträgst Nie freuzige mit fünden. du spott, schmach und ge: 7. Welch warten einer walt, Boll frankheit und e'wgen pein, Für die, die voll schmerzen. Du warest dich verachten, Nicht stres der verheiffung ziel; Doch ben, deiner werth zu seyn, dawar nichts, das uns gefiel, Nicht nach dem glauben Und nicht gestalt noch schö: trachten; Für die, die dein ne. Vor dir, Herr, unsre verdienst gestehn, Und dich zuversicht, Verbarg man durch ihre laster schmähn, gar das angesicht, Dich Als einen fündendiener! schmähten bundesföhne. Wer dich nicht liebt, kommt 5. Ein opfer nach dem ins gericht; Wer nicht dein ew'genrath, Belegt mit uns wort hält, liebt dich nicht, fern plagen: Um deines Jhm bist du kein verfühner. volkes missethat Gemartert 8. Du hafts gesagt. Du und zerschlagen, Gehst du wirst die kraft Zur heili den weg zum freuzesstamm, gung mir schenken. Dein In unschuld stumm, als wie blut ists das mir trost vers ein lamm, Das man zur schafft, Wenn mich die füns Schlachtbank führet. Frei: den fränken. Laß mich im eis willig, muthig, wie ein held, fer des gebets, Laß mich in Trägst du, aus liebe für die lieb und demuth stets Bor welt, Den tod, der uns gedir erfunden werden. Dein bühret. heil sey mir der schirm in 7. Du neigst dein haupt./noth, Mein ftab im glück, Univ.- Bibl. Giessen 106 10 Von dem Leiden und Tode Jefu. mein schild im tod, Mein Rettung mir errungen, Und letter trost auf erden. durch deinen Freuzestod Mel. Christus der uns selig 2c. Meinen tod begrungen. 130. Mein Erlöser, 5. Laß das wort von deis Gottes sohn, nem Freuz Mich mit muth Der du für mich littest, Und beleben, Siegreich jedem auch auf des himmels thron fündenreiz Hier zu widers Jeht noch für mich bittest! streben. Treib mich dadurch Welche wohlthat ist für mächtig an, Mich vor Gott mich Dein versöhnend lei: zu scheuen; Was ich unrecht den! Dwie preiß ich würdig je gethan, Innig zu bereuen. dich, Ursprung meiner freu: 6. Drückt mich meine den! fündennoth, Straft mich 2. Nun fann meine mis mein gewiffen; O dann laß fethat noch vergebung fin aus deinem tod Mich den den; Denn du starbst nach trost genießen, Daß du Gottes rath Auch für meine auch für meine schuld Büſs fünden. Unsre strafe trugest send bist gestorben; Und vers du, Uns vom fluch zu retten, gebung, gnad und huld Mir Daß wir im gewissen ruh, bei Gott erworben. Mit Gott friede hätten. 7.Stärke mich durch deis 3. Was uns luft zur nen tod auf die letzten stuns beßrung schafft, Was zur den. Wie du deine todes: tugend leitet, Dazu hast du noth Siegreich überwuns neue fraft Durch dein freuz den: O so hilf dazu auch mir, bereitet. Nicht vergebens laß mich fröhlich scheiden; darf ich nun mich um kraft Herr, so dank ich ewig dir bewerben, Gottes willen Für dein bittres leiden. noch zu thun, Sünden abzu sterben. Met. Wenn meine Sünd mich zc. 131. Seht Jefum, den 4. Nun kann ich aufs Gerechten! todesthal Noch mit freuden Seht seine schmach, und sehen, Und zu jener welt ein weint! Entebrt von laster: mal Ohne schrecken gehen. fnechten Steht da der mens Du Herr haft aus aller nothischenfreund. Spott, speis Paffionslieder. 107 chel und der bosheit wuth 6. Daß ich mich dir ers Erduldet er, und büffet Der gebe, Im glück, wie in der menschen frevelmuth. noth, Nie deiner unwerth 2. Der göttliche prophe: lebe, Das gib mir, o mein te, Durch den der Bater Gott! Werd ich dich einst als sprach, Trägt ohne widerre: richter sehn, So laß mich de Der widersacher schmach. nicht mit schande Bor deis Ihr, die ihr seine martern nem throne stehn! seht, Bedenkts: um euret: Mel. Herzliebster Jesu, was ze. willen Ward Jesu so ge: 132. 11nfchuld'ger Jes schmäht! su! was hast 3. Der schönste unter al du verbrochen? Dein todes: len hat nichts, was uns ge: urtheil haben sie gesprochen. fällt. Wie blutend, wie ver: Ein fluch gemacht, sollst du fallen, Wie sehr ist er ent: am freuze sterben, wie füns stellt! Von seinem bleichen der sterben. angesicht Fließt blut: doch ist er stille, Und flucht den frevlern nicht. 2, Gegeiffelt wirft du, und zur schmach gefrönet! Ins angesicht geschlagen und 4. Die feinde, die ihn haf: verhöhnet! Mit finsterniß fen, Berfolgt er nicht mit des todes schon umschattet, grimm; Trägt, als ein Gehst du ermattet! per lamm, gelaffen, Der wür: 3. Du trägst dein freuz, ger ungestümm. Durch du eilst auf blut'gen wegen, göttlich sanften edelmuth Boll zuversicht, voll muth Besiegt er seine leiden, Und dem tod entgegen! Ich sehe der verfolger wuth. dich, gefreuzigt, dich entfär: 5. Herr! laß mich es be: bend, Boll wunden, sters. denken, Was du mir guts bend! gethan; Und wenn mich lei: 4. Was ist die ursach dies den fränken, Erinnre mich fer deiner plagen? Ach unfre daran, Wie du des elends fünden haben dich geschla: ganze last So willig übers gen! Wir, o Herr Jesu! nommen, So still getragen haben das verschuldet, Was haft. Idu erduldet! 108 Von dem Leiden und Tode Jesu. 5. Wie wunderbar ist, von neuem nicht entzünden Richter! deine strafe! Der Mit alten fünden.net gute Hirte leidet für die 11. Doch, Herr, dieß schafe! Die schuld bezahlt stehet nicht in unsern fräfe der Mittler, der Gerechte, ten, Dem freuze die begiers Für seine fnechte. den anzuheften: Drum 6. Der fromme stirbt, send uns deinen geist, der der recht und richtig wan uns regiere, Zum himmel delt! Der böse lebt, der tilführe! der Gott mißhandelt. Die 12. Dann wollen wir unschuld stirbt: und der's mit vollem dank betrachten, gefez gebrochen, Wird los. Was du gethan haft; diese gesprochen! welt nicht achten. Wir 8. Ach! unsre feele war wollen machen, beten, deis enstellt von fünden: An uns nen willen Mit freud ers verbrechern war nichts guts füllen. zu finden. Das hätten wir, 13. Dann wollen wir von Gottverworfen, müssen für dich, Herr, alles wagen; Auf ewig büßen. Kein freuz nicht fürchten, 8. D liebe! liebe, nie: teine schmach noch plagen: mals auszusprechen! Du Uns sollen spott, verfolgung, willsts: an dir soll es der rich: tod und leiden Sie von dir ter rächen. Wir lebten mit scheiden! alte met der welt in ihren freuden, Und du willst leiden. 14. Dieß alles ist zwar nur für schlecht zu achten, 9. Wer kann, o Herr, die Weil wir noch sterblich grofen seligkeiten, Die du sind, im staub noch uns gabst, mit vollem dank schmachten: Doch nimmst ausbreiten? Wer hat dich du's an! du wirst uns je für deiner liebe proben dennoch geben Dein ewig's Genug erhoben? leben. 10. Doch du sagst felbst: 15. Dort werden wir, eins werde dir gefallen: o Herr, vor deinem throne, Wenn wir vor dir mit buße Geschmücket mit der übers niederfallen, Und unser herg winder frone, Dein groses Passionslieder. 109 lob viel würdiger befingen, Schau her, hier steh ich ar: Stets dank dir bringen. mer, Der straf verdienet hats Mel. Befiehl du deine Wege, 2c. Von dir, o mein erbarmer, 133. D haupt voll blut Erfleh ich trost und gnad. 5. Auf dich will ich nur und wunden, Boll schmerzen und voll sehen Mit aller zuversicht. hohn! O göttlich haupt, ge: Wohin sollt ich sonst gehen? bunden Mit einer dornen: Berwirf du mich nur nicht! fron! Ohaupt, das andrer Wo soll ich ruhe finden, ehren Und fronen würdig Wenn du, Herr, mich nicht ist! Sen mir bei. frommen liebst? Wo reinigung von jähren, Sey tausendmal sünden, Wenn du sie mir gegrüßt! ad nicht gibst? ANA) 2. Du heiligster Sohn 6. Du hast mir durch Gottes, Du glanz der herr: dein leiden Zur tugend muth lichkeit, Hingst als ein ziellund kraft, In trübsattrost, des spottes Geschändet und und freuden Auf jene welt verspeit; Entblöst von al verschafft. O gib an dieser lem reize, Der menschen gnade Auch mir im glauben wohlgefällt, Hängst du an theil; So wird mein seelen: deinem freuze, Ein fluch vor schade Durch deine wunden aller welt. beil. 11102 3. Doch spricht aus dei: 7. Ich danke dir von herzent nen blicken Nur liebe, nur O Jesu, bester freund, Für geduld: Wir sehn da, mit deine todesschmerzen. Wie entzücken, Noch proben dei: gut hast du's gemeint. Ach! ner huld. Selbst aus der gib, daß ich mich halte zu todesbläffe, In der dein dir und deiner treu, Und glanz erbleicht, Strahlt, bis ich einst erfalte, Ganz Gottmensch, deine gröffe, nur der deine sey! Der feine hoheit gleicht. 8. Wann ich dann einst 4. Nun, Herr, was du soll scheiden, Ach! so verlaß erduldet, Ist alles meine last. mich nicht: Sen auch in to: Ich, ich hab mit verschuldet, desleiden Mein trost, mein Was du getragen hast.heil, mein licht! Wenn mir 110 Von dem Leiden und Tode Jesu. am allerbängsten Wird umsfinder. Wie sind dir stra das herze seyn, So reißfen auferlegt. Innd A mich aus den ängsten, 4. Jch, ich und meine fün Kraft deiner angst und den, Der sich so viele finden, pein. Als fandes an dem meer, Die 9. Erhebe dann mein haben dich geschlagen, Die hoffen, Zur beffern welt zu brachten diese plagen Auf gehn! Und laß im geist mich dich und dieses marterheer. offen, Herr, deinen himmel 5. Ich bins, ich sollte büs: fehn. Mit freudigem entfen In ew'gen finsterniffen, zücken Will ich dann glau: Was nun dein tod verfühnt: bensvoll Nach dir, mein Hei Die geiffeln und die banden, land, blicken. Wer so stirbt, und was du ausgestanden, der stirbt wohl! Das alles, Herr, hab ich Mel. In allen meinen Thaten ic. verdient. 134. weit! fieh hier 6. Du nimmst auf deinen dein leben Amrücken, Die lasten, die mich stamm des Freuzes schweben! drücken, Wie ein gebirge, Dein heil finkt in den tod. schwer. Du wirst ein fluch; Der grofe Fürst der ehren dagegen Erwirbst du mir Läßt willig sich beschweren den segen, Und o wie gná: Mit banden, schlägen, hohn denreich ist der! und spott. 7. Du fezest dich zum bür: 2. Tritt her, und schau mit gen, Ja läsfest dich selbst fleiffe! Mit blut und todes: würgen Für mich und meis schweiße Ist ganz fein leib ne schuld: Für mich läßt bedeckt: Und unnennbare du dich frönen Mit dor: schmerzen Fühlt er in seinem nen, die dich höhnen; herzen, Da er den felch des Und leidest alles mit ges leidens schmeckt. duld. d 3. Wer hat dich so ge 8. Für mich, und mir schlagen, und dieses Heer von zum segen, Gehst du dem tod plagen, Herr, wider dich er entgegen Mit grofem hel: regt? Du bist ja nicht ein denmuth. Du stirbst, daß fünder, Wie wir und unfrelich nicht sterbe, Nicht ewig: Paffionsliedereed nal? 111 lich verderbe. Herz! sich, gen; Und thun, wie mein was Gottes liebe thut! Erlöfer that.us) Bulloct 9. Herr! dir bin ich ver: 14. Nie will ich wieder bunden, Durch den ich heil schelten; Nie spott mit spott gefunden! Ich bin dein ei: vergelten; Nie, wenn ich genthum! Mich dankbar zu leide, dräun; Wie du, ge erweisen, Soll feel und leib laffen dulden; Dem nächs dich preifen; Und dir gehor: sten seine schulden, Wie du, chen, fey mein ruhm! von berzensgrund verzeihn. 10. Es soll dein tod und 15. Ich will ans freuze leiden, Bis leib und seele schlagen Die lüfte, une ab: scheiden, Mich trösten und sagen Dem, was dir, Herr, erfreu'n. Es soll von meis mißfällt: Was deine augen nen pflichten Mich täglich haffen, Das will ich flieh'n unterrichten, Und mir zur und laffen, Gefiel es auch tugend fraft verleih'n. der ganzen welt. 11. Wie streng Gott die 16. Dein göttliches vers verbrechen An denen einst föhnen, Dein angstgeschrei wird rächen, Die feine huld mit thränen, Läßt meinen verschmähn: Wie schwer fieltod nicht zu. Getrost geb ich ihrer fünden Bergeltung am ende Den geist in deine werden finden, Will ich aus hände, Und du führst ihn zur deinem leiden sehn. ew'a ' gen ruh. 0 SPHONE 12. Dein beispiel foll Met. Freu' dich sehr o meine se. mich lehren, Den rath des 135. Jesu Chrift! durch Höchsten ehren, Und thun, deine wunden, was er gebeut. Nicht mei: Deinen martervollen tod, nen eignen willen, Nur sei: Hab ich heil bei Gott gefun: nen zu erfüllen, Ist meine den, Kraft zur tugend, trost pflicht und seligkeit.in noth. Kann mir fünde 13. Nach dir will ich mich lieb noch seyn, Wenn ich üben, Die feinde selbst zu denk an deine pein? Die er: lieben, Nach dir, der für sie laubt nun nicht dem hers bat. Ich will des lebens platen, Mit der fünde noch zu gen Getrost und willig tra: scherzen.gand 112 Von dem Leiden und Tode Jesus. 2. Schmachtet nach der verschwindet sie: Denn es wollust freuden Mein verführt nach kurzem leiden derbtes fleisch und blut; Zumgenuffe ew'ger freuden. fo blick ich auf dein leiden, 6. Wenn ich treulich an Schnell verlischt die wilde dich glaube, Werd ich mäch: glut. Tracht' ich eitler ehrestig hingerückt Ueber alles, nach, Und ich denk an deine was zum staube Meine feele schmach; schnell schlägt die niederdrückt. Deines troftes den stolz darnieder, Und freudigkeit Zeigt mir dann gibt mir die demuth wieder, die ewigkeit, Die du, Herr, 3. Scheint beim schma: als du gestorben, Mir, auch len veg jum leben Mir der mir, am freuz erworben. welt betretne bahn, Lustig, 7. Hab ich dich in meinem breit, gemächlich, eben; Je herzen, Ursprung aller felig: fu, dann schau ich dich an. keit; So besieg ich alle schmer: Da warnt mich der leiden zen, Auch sogar im lezten last, Welche du getragen streit. Rufft du, und ich hast, Nicht mit dem ver: habe nun Gnug gekämpfet, blendten haufen Ins ver: um zu ruh'n; Herr, so dank Derben hinzulaufen.deichs deinen wunden, Daß smi4. Hält mein schreckendes ich fieghaft überwunden. gewissen mir der fünden 8. Du, nur du bist mein menge vor: O in meinen vertrauen, Meines herzens fümerniffen Schau ich nach zuversicht; Du besiegst des dem freuzempor! Schau ich todes grauen, Rettest mich deffen wunden an, Der für aus dem gericht. Durch dein mich genug gethan; Find ich mir erworb'nes heil Habich ficherheit und leben, und an dem himmel theil. War: den trost: sie sind vergeben. lich! Herr, ein ewig's leben 5. Hier such ich in unruh Wird dereinst dein tod mie friede; In der angst beruhigeben. and that gung; Neue fraft, wenn ich mel. Chriftus der uns selig zc. ermüde; Und in qualen lin 136. Jefu, meiner feele derung. Schwer sey dieses le: bens müh; Durch dein freuzmeiner licht! Ursprung freuden! Meines Passionslieder. 83 113 herzens zuversicht Ist allein huld Sich für uns erwür: dein leiden. Nimm dagen. So hat er uns heit ges für den dank ist an, Laß ihn bracht; Sollt uns nicht ges dir gefallen: Du hast viel ziemen, Seiner liebe starte an mir gethan, An uns men: macht Ewiglich zu rühmen? fchen allen. 6.Herr, dein friede sey mit 2. Ich erwäg es oft und mir! Und auf mein gewissen, viel, Was dich doch getrie Wenn es zaget, laß von dir ben, Uns, ohn alles maas Trost und freude flieffen. und ziel, Bis zum tod zu lie: Jesu! ich trau deinem wort: ben; Daß du, um uns zu be: Du trägst unsre schmerzen: frei'n, Streiche, hohn und Treib die feelenangst hinfort banden, Geifeln, martern, Fern aus meinem Herzen. todespein Willig ausgestan: 7. Laß mich, wenn mein den! durch herz erschrickt Ueber feine 3. War es unfre würdig fünden, Und mein glaube feit? Nein! des Vaters gü auf dich blickt, Laß mich gna: te; Deines herzens freund: de finden. Jesu! o dir fall lichkeit, Und dein treu gemü: ich hier mit wahrhafter buse the. Dieß hat dich ans freuzfellnd mit besserungsbegier, gebracht, Daß kein mensch Glaubensvoll zu fuffe. verzagte, Wenn der fünden 8. Nun ich weiß, worauf meng und macht Das geich bau, Und bei wem ich wiffen nagte.no bleibe; Weffen fürsprach ich 4. O du wunderbarer vertrau, Und an wen ich rath, Den man nie ergrün: gläube: Jesu! du bist es der! O du unerhörte that, allein, Welcher mich beschir: Als man nirgend findet! met, Wenn mein armes herz Unser elend wär der lohn, viel pein Alengstigend be Unserer verbrechen: Nun stürmet. läßt Gottes eigner Sohn Sünden an sich rächen. 9. Ich bin nun durch Je: fum frei, Soll den himmel 5. Unfre schwere fünden erben. Herr! ich will mit schuld Traf den treuen bür: frommer treu Leben dir, dir gen: Er ließ gar aus groferssterben. Ich weiß, daß mein 8 114 Von dem Beiden und Tode Jefu. treuer Hirt, Wenn sein taglim tod Jch nicht ewig sterbe: vorhanden, mich auch ganz Denn ich bin versöhnt mit befreien wird Aus des todes Gott, Bin des himmels erbe. banden. Mel. Jesus meine Zuversicht. 1985 is nach voriger Melodie. 138. Jesu, Jeſu, stär: fe mich, Wils 137. Mein Erlöser! auch für mich lig alle last zu tragen. Ach! Gingst du hin zum leiden, mein fleisch entseget sich Bor Und begabst dich williglich des freuzes schweren plagen: Aller ehr und freuden. Du Und doch soll ich bei der pein sahst bande, schmerz und Deinem fürbild ähnlich bohn, Sahst den tod von seyn. ferne: Doch ertrugst du, Got: 2. Wer dir nachzufolgen tessohn, Diese leiden gerne. strebt, Muß sich deiner 2. Du entflohst nicht der schmach nicht schämen; Und gefahr, Die dem leben droh: wenn sich das fleisch erhebt, te: Als die stund erschienen Sich zum steten kampf be: war, Gingst du gern zum quemen: Wer sein freuz tode. Willig übergabst du nicht auf sich nimmt, Ift dich In der feinde hände, zumhimmel nicht bestimmt. Und bliebst unveränderlich 3. D! wie sanft wird Treu bis an das ende. mir die last, Wenn ichs zus 3. Lehre mich, wie du, so versichtlich wage; Und, wie still Und getrost, zu leiden, du gelitten hast, Ruhig alle Und wenn es dein rath einst noth ertrage; Dann wird, will, Freudig abzuscheiden. was mir schrecklich deucht, Stärke mich, wenn ich ein: Mir noch angenehm und mal Sterbend zu dir flehe; leicht. dan nom Daß ich durch das todesthal 4. Ach! weit mehr, un: Ohne schrecken gehe! endlich mehr, Als ich je von 4. Dank, o Jesu, dank freuz empfinde, Littst du, sey dirFür dein leztes leiden! Allerheiligster, Für die welt, Denn dadurch erwarbst du für meine fünde: Unzählbar mir Deines himmels fren: war deine noth, Unaus: den. Nunmehr weiß ich, daß sprechlich schwer dein tod! Paffionslieder. Dd not 115) 5. Durch dein freuz er: stärke mich! Laß mich mit warbst du mir Kraft und zittern und vertrau'n, Wie muth in meinen leiden: du dich für die fünder Hin in Nun kann, Jesu, mich von den tod gabst, schau'n! dir Keine pein, fein tod nicht 2. Herr! wie ist deine scheiden: Werd ich muthlos, feele Bis an den tod betrübt. dann stärkt sich Mein er: Sieh Jesum, sieh, o feele! schrocknes herz durch dich. So hat er dich geliebt! In 6. Endlich nimmst du alle heiffen ängsten schwebt er da, noth Gnadenvoll von mei: Mit unsrer schuld beladen, nem rücken: Endlich wird Dem opfertode nah. sant ein sanfter tod Den zer: 3. Fallt nieder! bebt, ihr schlagnen geist erquicken; fünder! Verhüllt das ange: Und in der verwesung haus nicht! Da steht für Adams Ruh ich von der arbeit aus. finder Der mittler im ges 7. Dort, wohin du nach richt. Er feidet unsers to: dem streit Triumphirent des pein, Fühlt unnennbare dich geschwungen, Gibst du qualen, Uns menschen zu mir die herrlichkeit, Die du befrein. durch dein Freuz errungen; 4. So liebt er uns vers Und von ausgestandner pein brecher! So gros ist unſre Erndt' ich dann noch segen ein. schuld! Gott ist der fünden 8. Nun ich fliche nicht rächer; Und Gott ist gnad] dein freuz; Gern nehm'ichs und huld. Wer nun der fün: aus deinen händen. Mich den greu'l nicht haßt, Häufts foll nie der lüste reiz, Nie die auf den tag des richters, trübsal von dir wenden. Sich selbst des elends last. Gern tragich, wiewohl noch 5. Hörts! die ihr eure hers schwach, Dir dein freuz, ozen Dem fündendienst ergebt. Jefu, nach. ben dns Da duldet Jesus schmerzen, Mel. Wenn meine Sünd mich ic. Stirbt, daß ihr ewig lebt. D 139. in an dein freuz nehmt an seiner gnade theil; zu treten, In Erfennet feine liebe; Vers deinem leiden dichVoll glauswerft nicht euer heil! sast ben anzubeten, Dazu, Herr, 6. Bernehmts auch ihr, 161 116 Von dem Leiden und Tode Jesu. o fpötter, Die ihr den Heisterlichen höhen Einst Gots land schmäht! Er ist auch tes gröftes werkgeschah. Ere euer retter! Hört für euch wäg an diesem heil'gen orte fein gebet: Sie wiffens nicht, Des sterbenden Erlösers was sie begehn; Bergib, oworte, Und rufe Gott im Bater, ihnen; Wenn einst glauben an. Sie können dir sie zu dir flehn! vil troft im leben, und einst 7. Ihr eurer brüder noch trost in tode geben, feinde, O schlagt an eure Wenn hier dich nichts mehr brust! Send aller menschen trösten fann. dan di freunde; Verdammt der 2. Geduldig bei den größ rache luft! Bergeftet euren ten schmerzen Nimmt er haffern nie! Den feinden, sich seiner feinde an. Er ruft die euch fluchen, Bergebt; mit fanftmuthsvollem her: und fegnet fie! den: Sie wiffen nicht, 8. Seht des Verföhners was sie gethan. Dergött: qualen! Sie steigen ohnesliche, der größte beter Fleht raft. Seht unfern bürgen tiebreich noch für miffethäs zahlen! Seht seines elendster, Werkzeuge feiner pein last! Er fühlt für uns dessund schmach. Mensch! wenn todes noth: Er stirbt, für dich rach und zorn verfühst unfre sünden, Den fürchterren, Laß dich durch dieses lichsten tod, only beispiel rühren, und bete 9. Vor seines todes schret deinem Heiland nach. Fen Berlöscht der sonne licht! 3. Welch beispiel finds Die engel Gottes deckenflich) frommer triebe, Als, Ihr bebend angesicht. Erunter leiden ohne zahl, Der finket in die todesnacht. O Herr dem jünger feiner Gott, erbarm dich unser! Er liebe Die Mutter ster: stirbt! es ist vollbracht! bend noch empfahl! Ach! Mel. Wie wohl ist mir, o c. wird mein aug einst um die 140. omm! laß uns meinen In seiner letzten Jesum sterben stunde weinen; So soll dieß sehen! Mein herz, sehhin nachwort mir troft verleihn! golgatha, Auf dessen fürch. Der, als der tod schon um Passionslieder. no 117 ihn schwebte, Die feinen nochjerlößt, Der Heiland rufet zu schüzen strebte, Wird dir noch heute, Im armen, auch der meinen pfleger seyn. den an deiner seite Auch hun: 4.Frohlockt, bußvertige ver: ger, durst und mangel drückt. brecher! Wer glaubet, komt O selig, wer den ruf erfüller! nicht ins gericht. Hört, was Denn wer des armen man, zu dem gebeugten schächer gel stillet, Der hat den Heis Der mund der liebe sterbend land selbst erquickt. spricht. Du wirst, fo ruft 7. Nun enden sich die so er ihm entgegen, Noch heu: schweren leiden; Der Heis te, deines glaubens wegen, land spricht: Es ist voll Mit mir im Paradieselbracht! O wort des fier seyn! O Herr, laß an des ges! wort der freuden! Du todes pforte Einst diese tro: nimft dem tode seine macht. stesvollen worte Mich auch Heil uns! wer darf es nun im legten fampf erfreu'n.wohl wagen, lins, die ers 5. Wer kann die hohen tößten, zu verklagen? Der leiden faffen, Als Christus friede ist mit Gott gemacht. an dem freuze rief: Mein Gib, daß am ende meiner Gott, wie hast du mich tage Auch ich, o Herr, mit verlassen! O wie beugt freuden sage: Es ist voll: ihn die last so tief, Die unsre bracht! Es ist vollbracht! fünden auf ihn brachten? 8. Das letzte Wort aus Vor angst und pein müßt' er deinem munde, Herr Jeſu, verschmachten, Wär Gott soll auch meines seyn! Laß nicht seine zuversicht. Herr! es in meiner todesstunde der für mich zum tod ge: Mir muth und zuversicht gangen, Für mich verlassen verleih'n! Du rufest: Ba: da gehangen, Mein Herrster, ich befehle Indeine und Gott, verlaß mich nicht! bände meine seele, Die 6. Der Fürst des himmels allen menschen heil erwarb. und der erde, Von allem lab. Nun war das grose werk fal izt entblößt, Wünscht, vollendet, Wozu der Bater daß sein durst gestillet werde ihn gesendet. Da neigt er Omensch, der dich so theu'r sanft sein haupt, und starb. 118 Von dem Leiden und Tode Jesu. 159. Herz! fannst du ohnesim sterben einst Auch mich frome zähren Den Heiland dorthin erheben. ins medeys Gottes sterben sehn? Mußt 4. Er sah die Mutter, du ihn nicht mit freuden eh: sah den freund. Liebt, ren, Und willig seinen ruhm sprach der treue menschens erhöhn? O weine fromm freund, Liebt euch, wir bei ſeinen plagen, Und fröh: sehn uns wieder! So lich sich ihn nach drei tagen sag ich einst den meinen Aus feinem grabe aufer: auch: Liebt euch; wir sehn stehn! Und wenn ihn spöt: uns wieder! ter hier entehrten, Dort 5. Da flehet er: mein wirst du ihn als den verklär: Gott, mein Gott! Ber: ten, Zur rechten seines Ba: läsfest du mich in der ters, sehn! noth? Mein Heiland! mich Mel. Da Jesus an dem Kreuzeze. verlaffen, Das kannst du 141. Erniedrigt hatte nicht, das fann Gott nicht; sich bereits mich nimmermehr ver: Mein Heiland bis zum tod laffen! am freuz; Doch unter 6. Mich dürftet! rief schmach und plagen Blieberler, matt von schmerz. So fich gleich, und blieb noch lernt in jeder noth fein herz Gott Durch göttliches be: Mitleid mit uns zu haben. Wenn nun fein labsal mehr tragen. 2. Erbarme, VBater, mich fühlt, Wird er, wird ihrer dich; Bergib es, er mich laben. darb fie mißkennen mich! So 7. Es ist vollbracht! bat der Herr für feinde. in ewigkeit hat er gesiegt Ach wie voll liebe wallt und uns befreit. Herr! hilf nun nicht Sein herz für auch mir vollbringen: Du feine freunde! fiehst mich kämpfen, stärke 3.Dem schächer schenkt er mich, Das kleinod zu er: feelenruh, Spricht: warringen! lich heute noch bist du 8. Dir, Bater, geb' Mit mir im beffern leich meinen geist In dei ben! Ach Herr, Du wirst ne hand.- Herr, sey ge Paffionslieder.d noft 119 preißt! Die hoffnung jenes danket ihm, beweget! Er Lebens Bewährtest sterbend hat durch fegnendes gebet du mir noch. Ich hoffe nicht Auch uns ein ewig heil er: vergebens! fleht; Er sagt auch uns, zu 9. Dein fürbild, Jesu, unsrer ruh, Erbarmen und rühret mich! Vergeben will vergebung zu. Herr Jesu ich, sehn auf dich, nach Christ! Gelobt feyst du für dir gen himel schauen; Die deinen tod! Gott ist durch meinen lieben; und in noth, dich noch unser Gott! Wie du, dem Vater trauen. 3. Daß Gott mit lang: Bater! vergib ihnen! muth und geduld, Auch Mel. Herzlich lieb hab ich dich ic. felbst bei sehr gehäufter 142. Um gnade für die schuld, Der fünder dennoch endda fünderweltschonet; Daß er so liebreich Rufft du, o Herr, am freuz ihrer denft, Und ihnen gequält Von frecher fünder frist zur buffe schenkt, Noch rotten. Dir blutet das benach verdienst nicht lohnet; brängte herz, Wenn dich bei Daß ich noch fröhlig sagen deinem herben schmerz Die kann: Auch mich, mich füns feinde ruchlos spotten. Du der nimmt Gott an; Haft fiehst mit segensvollem blick du durch deiner fürsprach Von ihnen weg, auf den fraft, Mein treuer Heiland, zurück, Den diese schaar in mir verschafft. DJesu Chriſt, dir entehrt; Rufft, daß es Mein Herr und Gott! mein erd und himmel hört: Ver: Herr und Gott! Vertritt du gib, o Gott, Und führe mich bis an den tod! nicht sie ins gericht; Das, 4. Wird je mein herz von was sie thun, verstehn siestrofte leer, Weil meiner night! fünden furchtbar heer Aufs 2. Erstaunend seh ich die neue mich erschrecket: O fe huld. Wie mitleidsvoll dann verfichre mich aufs neu, ist die geduld, Die mörder so Du stehest mir als Mittler erträget! Jhr, die ihr eu bei, der meine schuld bes ren Heiland ehrt, Fühlt sei: decket. Mein geift blickt glaue. ner liebe grosen werth, Und bensvoll auf dich; Sey du 120 Von dem Leiden und Tode Jesu. mir nur nicht fürchterlich! Herr Jesu Christ! Wie selig Und schließt sich meine pil: ist! wie selig ist Der mensch, gerschaft, So stärke mich dem du ein Heiland bist! mit neuer fraft. Herr Jesu Heute wirst du mit mir im Christ! Der letzte kampf Paradiese seyn. wird mir versüßt, Wenn du mein troft im tode bist. mel. Freu dich sehr o meine zc. 143. Heute, sprach mein Heiland, heute, 5. Den sanften liebes: vollen sinn, Daß ich ein An sein blutig freuz erhöht, freund der feinde bin, Flöß, Als ein fünder ihm zur seite, Herr, in meine seele, Gib, Sterbend noch um gnade daß bei der verfolgung fleht;- Heute, so betheu'r schmerz Ich dir des feindes ich dir, Heute noch sollst du hartes herz Und meine fach mit mir Jn mein paradies befehle. Besänftige mein erhaben, Theil an meinem reges blut: Und flammt des reiche haben. zornes wildeglut Mein herz 2. Theures wort aus Jes zur rachbegierde an, O! so su munde, Fest versiegelt erinnere mich daran, Herr durch sein blut! In der fins Jefu Chrift, Wie du am stern todesstunde Gibst du freuz durch dein gebet Selbst freudigkeit und muth. Wen Deinen mördern gnad er der christ nun scheiden soll, flebt! Bleibt er fester Hoffnung 6. Mich tröste dein ver: voll, Sieht die nacht in licht föhnungstod! Es bilde mich verwandelt, Weiß gewiß, dein Geist, o Gott, Daß ich wohin er wandelt. dir ähnlich werde! O jeuch 3. Ohne zagen kann er mich, du erhöhter held, Zussterben, Seine seele stirbt ja dir hinauf vom dienst der nie: Ihr droht nicht nur fein welt, Zum himmel von der verderben, Auch kein schlaf erde. Du bist der deinen betäubet sie, Wo sie erst aus schußpanier: Zeuch dir uns langer nacht Nach jahrhuns nach, so laufen wir; So wol: derten erwacht: Nein, sie soll len wir uns deiner pein Und zu neuem leben, Scheidend deiner fürbitt ewig freun. noch, empor sie heben. Passionslieder. 121 4.Theures wort des ew'gen auch zu, daß ich noch am lebens, Tröste du mein bre: tage, da ich sterbe, Deine chend herz; Und dann äng: herrlichkeit ererbe. ftet nur vergebens Meinen 8. Ja, noch an demselben geist der trennung schmerz. tage Geh ich in den himmel Er finkt nicht in finsterniß; ein, Los von aller Furcht und Denn wahrhaftig und geplage, Herr, bei dir daheim wiß Ist das wort des treuen zu seyn. Hier genieß ich deis zeugen. Hier muß jeder zweis nes lichts, Bis der tag des fel schweigen. weltgerichts Auch die nacht 5. Herr! nun fühl ich, des grabes endet, Und die abzuscheidenEine heil'ge lust seligkeit vollendet. pter in mir: Dort sind unbefleck: Es ist vollbracht! te freuden, Aber müh und Mel. Wer nur den lieben Gottic. elend hier. Kein auch noch 144. Es ist vollbracht! so frühes grab Kürzet jel so ruft am freu: mein leben ab: Es soll nur, lze Des sterbenden Erlösers los von beschwerden, Zeitis mund. Du wort des ew'gen ger veredelt werden. lebens, reize Zur freude meis 6. Selig, furchtlos, reinsnes herzens grund. Das von mängeln, Ja von nun arose opfer ist gescheh'n, Das an selig ist, Brüderlich be: Gott auch mir zum heil ers grüßt von engeln, Der im seh'n. Herrn entschlafne christ. 2. Mein Jesus stirbt. Die Was sein glaube je gethan, felsen beben; Der sonne schein Jedes gute werk folgt dann verlieret sich: In todte Geiner feele von der erden dringt ein neues leben; Der Hin vor Gott, sein lohn zu heil'gen gräber öffnen sich; werden. Der vorhang reißt, die erde tracht, und die versöhnung 7. Nun auch ich, o Herr, befehle, Wenn ich kaum noch ist vollbracht. lallen kann, Die durch dich 3. Wie viel, mein heil, erlößte seele Deinen treuen hast du vollendet, Als dir bänden an. Und du Heiland das Herz im tode brach! Du stärkest mich, Rufest mir hast den fluch hinweggewen 122 Von dem Leiden und Tode Jesu. det, Der auf der welt vollsschmerzen Zu meiner prü: fünder lag. Für uns haft duffung außersehn; So laß genug gethan; Gott nimmt auch mich den troft erfreu'n: uns nun noch gnädig an. Es kommt das ende meiner 4.Fließt, freudenthránen, pein. en 14 fiss von den wangen! Mein 8. Und fühlt mein herz glaube fieht nun offenbar des todes schrecken; So stärs Die handschrift an dem fe mich in solcher last. freuze hangen, Die widerslaß mich den trost auch ster: uns verlorne war. Er, den bend schmecken, Daß du den mir Gott zum Heiland tod besieget hast. Dann macht, Rief auch für mich: stärkt mich auf die todes: es ist vollbracht! nacht Dein groses wort: 5.0 Herr! laß mich nun es ist vollbracht!# auch vollbringen, Was wah: Mel. O Traurigkeit, o Herzent. re dankbarkeit begehrt. Laß 145.Nun ists vollbracht! nach der heiligung mich ring Gehüllt in nacht, gen, Dazu dein tod mir Ist Jesus hingesunken. Seis fraft gewährt. O stärkenen bittern leidenskelch Hat mich dazu mit macht, Bisler ausgetrunken. meine beßrung ganz voll: 2. O Juda, sieh! Nun bracht. hängt er hie, Gehofft von 6. Du littft so viel zu deinen vätern, Dein Mes meinem leben; Drum laß sias, dein prophet, hängt mich stets voll eifer seyn, bei missethätern. Mich deinem dienste zu er: 3. Doch riff, er trug, geben, und keine schmach da: Da Gott ihn schlug, Nicht, bei zu scheu'n. Dein dienst, weil er selbst verschuldet. o Jesu, sey mein ruhm: Unser aller ftrafe hat Er für Dein bin ich, ganz dein ei uns erduldet. genthum. 4. O! schlag voll schmerz 7. Soll ich, bei dir ergeb: Nun an dein herz! Wirf nem herzen, Auch hier durch dich am freuze nieder! Liebs manche trübfal gehn; Und reich ruft ja noch dein Gott: hat mein Gott gehäustel Juda, tehre wieder! is de Paffionslieder. no 123 5. So fehre doch Ach!| schweige tief im staub, Um heute noch, Juda, kehre dieß zu empfinden. wieder! Komm, wir zeigen 6. Ein fanfter schmerz dir den weg; Fieben dich als Bewegt mein herz Zu heili: brüder. gen entschliffen. Ich entsa: 6. D Herr, voll huldge jeder lust, Die du mußtest Tilg ihre schuld, Tilg unser büffen. aller sünden! Daß wir dort 7. Kommt einst der tod, in deinem reich) All uns wie: Mein Gott, mein Gott! der finden! Nach voriger Melodie. Gib mir ein fanftes ende. Meinen geift empfehl ich dir, Herr, in deine hände. 146. Am freuzes stamm, So wie ein 8. Nimm, stilles grab, lamm, Geduldig, Gott Den leib hinab, Bis du zum ergeben, Starb der Hei: bessern leben Ihn verklärt land; Und erwarb Uns in himmelsglanz Mir zurück ein ewiq leben. wirst geben. 2. Vor dem die welt In 9. Komm erigkeit! Ich trümmern fällt, Des haupt bin bereit. Um Christi to: ist hingesunken; Und sein des willen, Laß beim mats legtes theures blut Hat diesten Herzensschlag Bald die erd getrunken. angst fich stillen! 3. Es leuchtet nicht Der Mel. O Traurigkeit, o Herzent. fonnen licht Der so ver: 147.Am freuz erblaßt; blend'ten erde. Sie vergißt Von seiner last, es, daß sie ward, Als er Von todesqualen müde; sprach: sie werde! Findet mein Erlöser erst In dem grabe friede. 4. Doch die natur Erbe: be nur, Und felfen mögen 2. Ein frommer schmerz fplittern! Menschenherzen durchdringt mein herz; find zu hart, Viel zu hart Und, Herr! was soll ich zum zittern! fagen? Nur an meine brust 5. O welche that! Doch kann ich Tiefgerühret schla: Gottes rath, Wer weiß den gen. zu ergründen! Herr, ich 3. Du schüjest mich; 124 Von dem Leiden und Tode Jesu. Und über dich Gehn allersiverde mein In ewigkeit ver: trübſal metter, Sterben geffen! Herr, ich will, so lang wolltest du für mich, Einzi: ich leb, Deine lieb ermeffen. ger Erretter! Nach voriger Melodie. 4. Du hasts gethan. 148. So schlummerst Dich bet ich an, Du König du In stiller der erlösten. Dein will ich ruh, Der du für uns gestors im tede mich Glaubensvoll ben; Uns am freuz in schwe getrösten. rer müh Ew'ges heil erwor: 5. Es ist vollbracht! ben. Riefst du mit macht, Und 2. Du bist erblaßt, O zeigst, daß du dein leben, Herr, und hast Doch in dir Als Versöhner, göttlich selbst das leben. Gleich als frei Habest hingegeben. sterbliche hält dich nun das 6. Hochheil ge that! Des grab umgeben. Höchsten rath Will ich in de: 3. Doch heil sey mir! muth ehren. Der erfinder Herr, du willst hier Nicht meines heils Wird mir's die verwesung sehen; Sons einst erklären. dern bald aus eigner fraft 7. Allmächtig rief Er, Aus dem grabe gehen. der entschlief, Den todten: 4. Ich weiß, du wirst, fie erstanden! Leicht ent: Mein Lebensfürst, Wie dich, schwingt der Lebensfürst auch mich erwecken. Sollte Sich des todes banden. dann mein glaubig her: Vor 8. Das finstre thal Will der gruft erschrecken! ich einmal Durchwandeln 4. Hier werd ich einst, ohne grauen; Denn durch Bis du erscheinst, In fanf dich, mein Heiland, ists Mir tem frieden liegen. Denn Der weg zum schauen. durch deinen tod kann ich Tod und grab besiegen. 9. Ich preiße dich! Er forsche mich, Und siche, wie 6. Jhr, die die welt Ges ichs meine. Ja, du siebests, feffelt häft, Zagt nur für wenn ich still meinen dank der verwesung! Ich, ich hoff Dir weine. in Christo einst Meines leibs 10. Bergeß ich dein, Solerlösung. 125 Von der Auferstehung Jefit. 7. Nein! nichts verdirbt. 8.So fint ins grab Mein Selbst das, was stirbt, Dersleib hinab! Ich will mich leib wird auferstehen, Und drum nicht fränken; Ich zu himmelsglanz verklärt will, Jesu, mir zum trost, Aus dem grabe gehen. An dein grab gedenken. XIII. Von der Auferstehung Jesu. sim atdal suo Osterlieder. die Nach bekannter Melodie Jauch das leben schauen 149. Christ ist erstand Seyn, wo mein Erlöser lebe; den Aus des Warum sollte mit dan it todes banden. Auch wir grauen? Er ist haupt; üch sollen auferstehn: Freut bin sein glied, Das er endli ch euch, ihr erlöfeten, Des nach sich zieht.( hiil Erretters! TOON, Subm 3. Jch bin durch der hoffe 2. Mag der unchrist wan: nung band Zu genau mit fen, Beim finstern grabge: lihm verbunden: Mein es danken. Unfre hoffnung glaubens starke hand He de stehet fest, Die auf den Heilihn fest in todesstunden, land sich verläßt. Halleluja! Daß mich auch kein todies: 3. Er ist aufgenommen; bann Ewig von ihm trennen Wir sollen zu ihm fommen. Fann.buff 18:10 Wohnung ist uns schon be reit Bei unserm Herrn in ewigkeit. Hallelujah! 4. Ich bin fleisch, Ut nd muß daher Auch einmal zu asche werden. Das gestel Nach bekannter Melodie. ich! doch wird er Mich er: 150.Jefus, meine guver wecken aus der erden; Daß ficht Und meinlich in der herrlichkeit Bei Heiland, ist im leben. Dieses ihm sey in ewigkeit.d weiß ich: sollt ich nicht 5. Dann wird eben diese Darum mich zufrieden ge: haut Mich umgeben, wie ich ben; Was die lange todes glaube Gott wird dann nacht mir auch für gevon mir geschaut, Wann ich danken macht. aufsteh aus dem staube. 2. Jesus, er mein und in diesem leib werd Heiland, lebt: Ich werd ich Jesum sehen ewiglich. 126 Von der Auferstehung Jesu. 6. Dieses aug, das sters schon jetzt ergebt, Dem ihr bend bricht, Wird ihn, mei: einst sollt ähnlich werden nen Heiland, fennen. Ich, Schwingt euch izt schon ich selbst, kein fremder nicht, da hinein, Wo ihr ewig. Werd in seiner liebe bren: wünscht zu feyn. mende nen. Nur was schwachheit Met. Jesus meine Zuversicht ic. heiffen kann, Wird von mir 151. Jefus lebt: mit seyn abgethan. ond ihm 7. Was hie fränkelt, feufit Tod, wo find nun deine und fleht, Wird dort sich schrecken? Er, er lebt; und verherrlicht sehen. Irdisch wird auch mich Von den wird der leib gesa't, Himm: todten auferwecken. Er vers lisch wird er auferstehen. Elärt mich in sein licht. Dieß Ihn gräbt man natürlich ist meine zuversicht. ein, Nachmals wird er geist: 2. Jesus lebt: ihm ist lich seyn. das reich Ueber alle welt ges 3.8. Seyd getroft und hoch- sgeben. Mit ihm werd auch erfreut, Jesus trägt euch, ich zugleich Ewig herrschen, meine glieder! Gebt nicht ewig leben. Gott erfüllt, raum der traurigkeit: was er verspricht: Dieß ist Sterbt ihr, Christus ruft meine zuversicht. mög euch wieder, Wenn einst die 3. Jesus lebt: wer num pofaune flingt, Die durch verzagt, Lästert ihn und alle gräber dringt. ach Gottes ehre. Gnade hat er, 9. Laßt euch nicht die zugesagt, Daß der fünder dunkle gruft, nicht den tod sich befehre. Gott verstößt zur furcht bewegen! Denn in Chrifto nicht: Dieß if ihr fliegt einst durch die luft meine zuversicht. tha Eurem Heiland froh entge: 4. Jefus lebt: sein heil gen. Dann wird schwach: ist mein; Sein sey auch mein heit und verdruß Liegen uns ganzes leben. Reines hers ter eurem fuß. rodzens will ich seyn, Und den 10. Nur daß ihr den lüften widerstreben. Er vers geist erhebt Von den lüsten läßt den schwachen nicht: dieser erden, Und euch dem Dieß ist meine zuversicht. Osterlieder. 127 5. Jesus lebt: ich bin da ist und der da war! Sein gewiß, Nichts soll mich von name sen gebenedent Bon Jesu scheiden; Keine macht nun an bis in ewigkeit. der finsterniß, Keine herr: 5. O glaube, der das lichkeit, kein leiden. Er gibt herz erhöht! Was ist der fraft zu dieser pflicht: Dieß erde majestät, Wenn fie ist meine zuversicht. mein herz mit der vergleicht, 6. Jefus lebt: nun ist Die ich durch Gottes Sohn der tod Mir der eingang in erreicht? .cr das leben. Welchen trost in 6. Vor seinem thron, in todesnoth Wird es meiner feinem reich, Unsterblich, feele geben, Wenn sie glau: heilig, engeln gleich, Und big zu ihm spricht: Herr, ewig, emig selig seyn! Herr, Herr, meine zuversicht! welche herrlichkeit ist mein! Mel. Vom Himmel hoch da ic. 7. Mein herz erfreut sich 152, Erinnre dich, des schon hier: Lieb und mein geist, er: verwundrung fämpft in freut, Des hohen tags der mir; Und voll von ehrfurcht, herrlichkeit: Halt im gedank und pflicht, Komm ich dächtniß Jesum Christ, Herr, vor dein angesicht! Der von dem tod erstan: 8. Du, der du in den den ist. himmeln thronft! Ich soll 2. Fühl alle Dankbar: da wohnen, wo du wohnst? feit für ihn, Als ob er heute Und du erfüllst einst mein dir erschien, Als spräch er: vertrau'n, In meinem flei: friede sey mit dir! So freue sche dich zu schau'n.@nd dich, mein geist, in mir. 9. Ich soll, wenn du, o Les 3. Schau über dich, und bensfürst, In wolken götts bet ihn an. Er mist den lich kommen wirst, Eriveckt sternen ihre bahn; Er lebt, aus meinem grabe gehn, und ist mit Gott vereint, Und rein zu deiner rechten Und ist dein König und dein steh'n. him sid did freund. 10. Mit engeln und mit 4. Macht, ruhm und seraphim, Mit thronen und hoheit immerdar Dem, der mit cherubim, mit allen 128 Von der Auferstehung Jefu. frommen aller zeit Soll ich und nehmt voll freude Am mich freu'n in ewigkeit.fiege theil, den er erstritt.. 11. Zu welchem glück, Seht, er hat erlösung fun zu welchem ruhm Erhebt den, Hat tod und hölle über: uns nicht das christenthum! wunden; Er herrscht, der Mit dir gefreuzigt, sind wir für uns starb und litt. Last schon Auch auferstanden, eure feinde dräun! Ihr könt Gottes sohn! dsi getroft euch freun. Jesus 12. Nie fomm es mir auslebet! Von ewigkeit Zu meinem finn, Was ich dir, ewigkeit, Derselbe gestern Heiland, schuldig bin, Daund auch heut.do mit ich mich, in liebe treu, 3. Nun verzagt auch Zu deinem bilde stets erneu. nicht, verbrecher! Gott ist 13. Er ists, der alles in euch nun fein strenger räs mir schafft: Sein ist das cher, Wenn ihr die schuld reich, sein ist die kraft. Halt vor ihm bereut. Durch des im gedächtniß Jefum Chrift, todes Ueberwinder Ist er Der von dem tod erstanverföhnt, und gegen fünder den ist! Ein Vater der barmherzigMel. Wachet auf, ruft uns sc. feit.Er ruft sein volk hinauf, 153. Halleluja! Jesus Schließt seinen himmel auf, lebet. Erlößte Sie zu segnen. Wir sind un brüder, fommt, erhebet Des versöhnt, Mit Gott ver: grofen Mittlers majestät. föhnt, Und Jesus ist von Hörts, betrübte fünder! ge: Gott gekrönt. bet Der freude raum; denn 4. Tod! wo find nun deis Jesus lebet: Gott hat ihn ne schrecken? Nicht ewig aus dem staub erhöht. Mein wird das grab uns decken, herz! auch dein gesang Bring Verwest der leib gleich in ehre ihm und dank! Halle: der gruft. Einst wird er zum luja; Dich grofer Held, Er bessern leben Sich aus des heb die welt, Weil deine todes staub erheben, Wenn hand den sieg behält. Jesus den entschlafnen ruft 2. Jünger Jesu! wehrt Dann wird das todtenfeld dem leide: Lobsinget ihm, 3ur lebensvollen welt. Alles Ofterlieder. 129 lebet: So wie verneut, Zur 4. Und wenn mir etwas frühlingszeit, Das pflan: fehlen sollt'; Fern sey's, daß zenreich die erde kleid't. ich mich quälen wollt: Mein 5. O Erstandner! welch Jesus lebt; ich glaub' an ihn; ein segen Erwartet uns, wen Und sterben selbst ist mein wir auf wegen Einhergehn, gewinn. Halleluja! die dein fuß betrat. Unnehn: 5. Er macht ja durch sein bare feligkeiten, Dieß sind die auferstehn, Daß ich zum reichen, grosen beuten, Die himmel kann eingehn. Laß uns dein sieg erkämpfet hat. sünd und tod im wege seyn! Bald sind sie unser theil: Ich bin erlößt; sein heil ist Bald frönet uns das heil mein. Halleluja! Deines lebens. Halleluja! 6. Vergeben ist durch ihn Der Herr ist nah! Bald ist die fünd': Gott liebet mich) der tag des sieges da! recht als sein find. Ist Gott Mel. Erschienen ist der herrl. zc. versöhnt, und nun mein 154. Lebt Christus; freund, So fürcht' ich weis was bin ich beter feinen feind. Halleluja! trübt! Ich weiß, daß er mich 7. Auch fürcht ich mich herzlich liebt. Wann mir vorm tode nicht: Wer glau: gleich alle welt stürb ab; bet, kommt nicht ins gericht. Gnug, daß ich Christum bei Der tod, den Jesu macht bes mir hab. Halleluja! zwingt, Ift bahn, die mich 2. Mein Jesus lebt, und zum himmel bringt. Hal: schüzet mich: Darum, olelujah! feele, freue dich: Und dul 8. Wann trost mein ban: dest du auch angst und noth, ges herz begehrt, Dann, Jes Sen gutes muths: Noch lebt su, mach dein heil mir werth; dein Gott. Halleluja! Dann stärk der glaube 3. Lebt dann mein Je meinen geist, Daß du vom sus in der höh, Was ist, das tod erstanden seyst. Halle: mir entgegen steh? Er ist an luja! macht und liebe gros, 9. So kann ich dann Schüzt mich, und hält mich nicht seyn verlorn, So schadenlos. Halleluja! wahr als du bist mensch ges 9 130 Von der Auferstehung Jesu. born. Mein glaube siegt, seiner rechten. Er herrscht auf und zweifelt nicht: Gott seinem hohen thron, Hilft hältgewiß was er verspricht. seinen schwachen knechten. Halleluja! Er lebt nun ewiglich, Und 10. Ich glaub an dich, ewig schüzt er mich: Er thut Herr Jesu Christ, Daß du mit starker hand Den feins für mich getödtet bist, Und dert widerstand; Sie können auferstanden mir zu gut, mir nicht schaden! Und daß dein segen auf mir ruht. Halleluja! 3. Er lebt zu unserm wohlergehn, Des guten mil 11. Wie könnt ich dann der geber. Die kraft von seis verloren seyn? Es ist un: nem auferstehn Dringt bis möglich! Nein! ach nein! in unsre gräber. Tragt meis Gott lob! mein starker Heinen leib zur ruh; Deckt ihn land lebt, Der mich einst in mit erde zu; Gebt ihn den sein reich erhebt. Halleluja! würmern hin! Da ich in 12. Ich leb', und werd Christo bin, Werd ich im in ewigkeit Mit Jesu leben grab nicht bleiben. hocherfreut. Hab dank für 4. Er lebt! Gott hat ihn dieses lebenswort Hab dank, auferweckt; Gott wird auch Herr Jesu, hier und dort. mich erwecken. Der tod, der Halleluja! fonst die menschen schreckt, Mel. Eine feste Burg ist unser 2c. Kann mich nun nicht er: 155. Er lebt! o freuden: schrecken: Sein stachel, seine mort! er lebt Der kraft, Die fünd' ist wegge: Heiland aller fünder. Der schafft. Der treue zeuge feinde heer erschrickt und spricht: Wer glaubt, der bebt Vor seinem überwinder. stirbet nicht. Deß tröst ich Er ftritt mit heldenmuth, mich von herzen. Und kämpfte bis aufs blut: 5. Er lebt, der unbe: Durch lerbs: und feelennoth, zwungne Held: Besingt, ihr Und durch den kreuzestod engelchöre! Befingt, ihr Erwarb er mir das leben. völfer in der welt, Des 2. Er lebt, des Vaters Mittlers ruhm und ehre! ew'ger Sohn, Erhöht zulErhebt des siegers macht, Aint Ofterlieder. not 131 Der von dem tod erwacht; ich bau'n. Er lebt! dieß Der unsern tod bezwingt, stärker mein vertrau'n. Er Uns leben wiederbringt, flehet noch zu Gott für mich, Und mächtig für uns streitet. Fleht göttlich, und fleht 6. Er lebt! und darum brüderlich! Halleluja! laßt uns heut Sein lob ver: 5. Bei aller leiden uns gnügt erheben. Laßt uns gestümm Scy dieß mein mit freuden allezeit Ihm trost: ich leb mit ihm. Das wohlgefällig leben. Mein haupt läßt seine glieder nicht Herr, hier hast du mich! Be: Dieß bleibe meine zuvers fiehl mir! hier binich: Dein, sicht. Halleluja! dein will ich allein Todt und 6. Leb' ich, so forget er lebendig seyn; Dein will für mich; Sterb' ich, fo ich ewig bleiben! nimmt er mich zu sich: Denn Mel. Erschienen ist der herr! 1. wo er ist, da soll ich seyn: Nun 156. Dein heiland lebt, kann ich meines tods mich o christenheit! freu'n. Halleluja! Sheil dir in zeit und ewigkeit! 7. Er führt mir nach des Das grab ist leer, der sieg ist todes ruh Auch meine lies fein; Und wir, o Jesu! wir ben wieder zu. Erwachen find dein. Halleluja! werden wir zugleich, Und 2. Wo ist dein stachel mit ihm eingeh'n in sein nun, o tod! Der Heiland reich. Halleluja! starb, und bleibt doch Gott; 8. Durch seiner aufere Und bleibt auf seines Bastehung fraft Vollend' ich ters thron, 3u unserm trost, meine pilgrimschaft. Herr! des menschen Sohn. Halle hilf mir nur, daß ich dir treu, luja! mism in the sun guten thaten fleißig sey. In 3. Gelobt, gelobt sey Je Halleluja! sus Christ, Daß er vom tod 9.Dann rufe mich, wann erstanden ist! Lob sey dem dirs gefällt, Aus dieser füns Herrn der herrlichkeit Bon denvollen welt; Und führe ewigkeit zu ewigkeit! Hal: mich an deiner hand, Hin in leluja! bls mein himmlisch vaterland! 44. Auf diesen felfen will Halleluja! 132 Von der Auferstehung Jesu. Mel. Christ lag in Todesbanden. Fräfte mir verleihst, Mit 157. Bringt preiß und freuden Gott zu dienen. Hals ruhm dem Hei: leluja! land dar! Singt ihm, in al 5. Mein Herr, mein len landen! Er, der für uns Gott! Hilf mir dazu! Bes getödtet war, 3ft fiegreich freie mich von fünden: Laß auferstanden. Sey gelobt, mich für meine feele ruh Im Herr Jesu Christ, Daß du frieden mit Gott finden. für uns gestorben bist, Und Pflanze deinen sinn in mir, fiegreich auferstanden. Hal: Damit ich, Gott ergeben, leluja! hier Als dein erlöster wand: 2. Dein leben in der ma: le. Halleluja! jestät Befestigt unsern glau: 6 Dein ist das reich, dein ben. Und nun, da dich dein ist die macht, Verstorbne zu Gott erhöht, Wer kann den erwecken. Du rufft einst; trost uns rauben, Daß dulund des grabes nacht Wird unser heil vollbracht, und ewig mich nicht decken. Wie von des ew'gen todes macht du auferstanden bist, So Uns fünder haft erlöset. werd' auch ich, Herr Jesu Halleluja! Christ, Durch dich einst auf: 3. Gott selbst, der dich erstehen. Halleluja! dem grab entrückt, hat dem, 7. O laß mich, weil ich was du gelehret, Der wahr: hier noch bin, Jm glauben heit fiegel aufgedrückt, und an dich wandeln; Und jeder: dich als Sohn geehret. Deizeit, nach deinem sinn, Recht: nes opfers hohen werth Hat schaffen seyn und handeln; er aufs herrlichste bewährt, Daß ich, wann ich aufersteh, Da er dich auferwecket, Hal: Und dich als meinen richter leluja! seh, Bor dir dann nicht er: 4. Erstandner! ich fro: schrecke. Halleluja! 3 locke dir, Daß du nun ewig 8. Da, wo du bist, da lebest. Du lebst und siegst, soll auch einst Dein jünger daß du auch mir Das ew'ge mit dir leben. Du wirst ihn, leben gebest; Daß du mein wann du nun erscheinst, Zu Erretter seyst, und neue deiner freud erheben. Laß in Osterlieder. 133 dieß auch mein erbtheil seyn; nicht menschenehre: An des So werd ich ewig deß mich muth gros, an lieb ein held, freu'n, Daß du vom tod er: Und göttlich in der lehre; standen. Halleluja! Geduldig, und von fünden Mel Mein Herzens Jefu meinesc. rein, Gehorsam bis zum 158. Freiwillig hast du kreuze seyn; Dieß war, dargebracht Herr, deine gröffe. Für uns, o Herr, dein leben. 5. Du starbst am freuz; Du hattest, es zu lassen, doch war dir ja Die kraft macht, macht, wieder dir's des Herrn gegeben: Du zu geben. Und darum liebte schaffteft, daß der blinde sah, dich dein Gott, Weil du, Den todten gabst du leben: gehorsam bis zum tod, Dich Du sprachst, so schwiegen haft für uns erniedrigt. wind und meer; Und selbst 2. Du warst nur eine der bösen Geister heer Ge kleine zeit Von deinem Gott horchte deiner stimme. verlaffen: Er frönte dich mit 6. Nun irren mich nicht herrlichkeit, Die sterbliche schmach und spott, Noch deis nicht faffen. Dein freuz, nes kreuzes schanden; Du daran man dich erhöht, Ver: bist mein Herr, du bist mein wandelt sich in majestät; Gott, Denn du bist aufer: Denn du gingst aus dem standen. Du bist mein heil, grabe. mein fels, mein hort, Der 3. Gehaßt in deiner nie: Herr, durch deffen mächtig drigkeit, Warst du ein ziel wort Auch ich einst ewig des spottes; Und zeigtest lebe. doch zu gleicher zeit An 7. Wir sind nun göttli: dir die hoheit Gottes. chengeschlechts, Durch dich, Dein freuz schien zwar des himmels erben. Dieß ist der welt ein greu'l: Doch, die hoffnung deines knechts sterben für der feinde heil, In dieser will ich sterben. Dieß ist die höchste tu: Wie du vom tod erstanden gend. bist, So werd auch ich, Herr 4. Dein reich war nicht Jesu Christ, Am jüngsten von dieser welt, Dein ruhmstag aufstehen. 134 Von der Auferstehung Jesu. mein Mel. Sollt es gleich bisweilen sc. auferstanden bist 159. Freudenvoll ist Heiland Jesu Christ! meine feele, 8. Nun will ich auch nicht Weil aus seiner todeshöle erschrecken, Daß mich foll Mein Erlöser Jesus Christ verwesung decken; Denn ich Herrlich auferstanden ist. weiß, daß aus dergruft Mich 2. Ja du lebst, o Herr, mein Jesus wieder ruft. mein leben! Gehst, mit herr: 9.Groser Todesüberwin: lichkeit umgeben, Siegreich der! O du lebst zum heil der aus dem grab herfür, Und fünder: Dieß ist tröst in jes die wahrheit strahlt mit dir. der noth, Trost für mich auf 3. Nun weiß ichs, du meinen tod! nind did groser Lehrer, Du verheißs Mel.Heut triumphiretGottes 2c. ner Weltbekehrer, Du bist 160. Der Herr hat als Gottes lieber Sohn, Undirleswohlges Dein thron ist Gottes thron. macht! Nun ist das grose 4. Nun weiß ich, an wen werk vollbracht: Nun ist die ich glaube: Jefus schwung welt mit Gort verföhnt, Und fich aus dem staube; Jesus Jesus ist von Gott gekrönt. lebt, und lebt für mich: Je Jhm sey ehre! nonnynd fu Chrift! ich glaub an dich. 2. Aus liebe fandte Gott 5. Heil mir! du bist auf den held Vom himmel in die. erstanden: Dich hat nach angst der welt: Er ging ins den tiefsten schanden Gott arab, stand siegreich auf; mit herrlichkeit gefrönt; Boll segen war fein lebens: Nun bin ich mit Gott ver: lauf. Ihm sey ehre! föhnt. 3. Er hat auf erden Gott 6. Mein Erlöser lebt! ich geehrt, Gewandelt so, wie werde Durch ihn fünftig er gelehrt. Folgt, christen, aus, der erde Schön, wie er Christi lehr und rath; Thut, ist, auferstehn; Ihn in sei: was er, euch zum fürbild ner schönheit sehn. that. Ihm sey ehre! 7. So viel hast du mir 4. Er, der sein leben für erworben, Weil du selbst uns gab, Für uns verläßt für mich gestorben, Für mich er auch sein grab. Zerstört Osterlieder. 450 00 135 ist nun des todes macht, Un Die ganze sünderwelt mit sterblichkeit ans licht ge: sich. 96 19h 10 bracht. Ihm sen ehre 3. Sollt' ich nicht mit 5. Er ist im himmel noch danken kommen? Dir, du mein freund; Ich bin als Erretter deiner frommen, glied mit ihm vereint: Er Sollt ich dir nicht verpflich: der versöhnend für mich litt, tet seyn? Du hast bis zum Fühlt seiner freunde leiden tod gekämpfet, haft ster: mit. Ihm sey ehre! bend meinen feind gedäme Met. Wachet auf ruft und die zc. pfet; Dein sieg, o Lebenss 161. Wer ists, der mit fürst, ist mein. Lob, preiß himmelslichte, und dank sey dir! Vom tode Mit neu verklärtem angefidh halfst du mir; Gabst mir les te, aus seiner todeshöhle geht? ben! Mein frommer dank, Jesus ists, ihr menfchen fin: Mein lobgefang Erhebt fich der! Er ists, des todes über frendig, Gott, zu dir! C winder, Der siegreich auf 4. Jhn, den Todesüber: dem staube steht. Sein off winder, Jhn betet an, erlößs nes grab ist leer! Dort lielte sünder! In tiefer demuth gen um ihn her Seine feinde! betet an. Werft euch mit Preiß ihm und dank! Denn mir vor ihm nieder, Ihr er bezwang Den tod, mit theure miterlößte brüder! dem er siegreich rang. Und rühmts, was Gott an 2. Du bists, der für mich uns gethan. Glaubt an ihn! verbürgteFür mich geopfer fein gebot Ist uns befehl von te, erwürgte, Der du die Gott. Folgt ihm fröhlich, macht dem tode nahmst. Du Durch kampf und streit, bists, dem ich ganz vertraue, Bur herrlichkeit; zum ew's Den ich einst auf dem thronelgen leben durch den tod! fchaue, Bon dem du zu uns 5. Wenn wir auch den fündern kamst. Du kämpf: tod noch schmecken, Doch hat teft nicht für dich! Du fieger für uns keine schrecken, teft, Herr, für mich, Für hat keine macht zu schaden mich fünder. Durch dei mehr. Jesus lebt; und unfre nen tod Versöhnte Gottglieder Belebe einst seine all: 136 Von der Auferstehung Jefu. macht wieder, Auch unsre Sohn Berläßt der todten gräber werden leer. Sein ei: grüfte: Und seiner jünger genthum sind wir: Die sei: jubelton. Dringt freudig nen läßt er hier nicht im durch die lüfte. Herr, den staube. Er fommt und ruft der engel loblied preißt, Ent: Uns aus der gruft: Die tod: reiffe ist auch meinen geist ten hörn's, und folgen ihm. Den lüften dieser erde, Daß 6. Tag des lebens, tagler dir heilig werde! alang der wonne, Wann nun uns 2. Ich sterblicher vers todten Gottes sonne Hervor: mag noch nicht, mit dir ems bricht nach der langen nacht! por zu steigen, Als bis einst D! was werden wir empfin: diese hütte bricht. Wird den, Wenn grab und finster, dann mein haupt sich neigen, niß verschwinden, Und plöh: So nim du, nach vollbrach: lich unser aug erwacht. Herr tem lauf, Auch mich in Jesu! führe du Uns diesem deinen himmel auf; Nimm, tage zu, uns die deinen. Die Herr, an meinem ende Den todesbahnGingst du voran; geist in deine hände.. Wir folgen dir in deine ruh. 3.Doch soll ich einst, o Gots 7. Held, vor dem dieltes Sohn, In deinem reich hölle bebet, Der selbst den dich sehen, So muß ich auf tod sah, und nun lebet, der erde sdyon Bom tod auch Und herrscht in alle ewigkeit! auferstehen. Der lebt nicht, Dir hat Gott nun sieg und den die lust der weltlind ihre leben, Dir hat er seine welt pracht gefesselt hält. Nach gegeben, und alle seine herr: Gott und tugend streben, lichkeit! An allem deinem Nur das heißt wirklich leben. heil Hat dein erlößter theil 4. Du auferstandner Durch den glauben. Des menschenfreund, Erweck in glaubenslicht Berlösch uns mir die triebe, Durch die nicht! So sehn wir ewig man sich mit dir vereint, Den lich dein heil! glauben und die liebe! Ich Mel. Ermuntre dich mein 2c. will, o Herr, dein eigen seyn: 162. Das grab ist leer; Laß mich mit ernst die fünde und Gottes: fcheu'n; Und gib felbst n Ofterlieder. 137 muth und kräfte Zum hei: 4. Jesus lebt! ihm will ligungsgeschäfte. ich leben; Was er will, sen 5. So kann ich als ein mein bestreben; Greu'l sey wahrer christ Jzt leben und mir, was ihm mißfällt. einst sterben; Und endlich Was er haffet, will ich haffen; da, wo du nun bist Boll: Was er mir verbot, gern kommne freuden erben. Da: laffen, Billigt's gleich die hin, mein Heiland, hilf dusganze welt. mir; So bring ich, ewig 5. Laß den spötter mich froh in dir, Mit deiner verlachen; Nichts soll mich frommen menge, Dir lob doch wranfend machen. Du und dankgefänge. bleibst ewig, der du bist. Fele Mel.Fröhlich fröhlich, immer sc. fenfest besteht mein glaube; 163. Jefus lebt! er Spötter, ach du wurm im ist lebt! ja, amen! staube! Du vertilgst nicht Nun muß dir's in Jesu na: Jefum Christ. men, Ernst muß dir's, o see: 6. Jesus lebt! ich fanns le, seyn. Für mich starb am empfinden; Denn er läßt freuze Jesus; Für mich ist mich hülfe finden, Ich ers erstanden Jesus: Gott und fahre seine traft; Seine ewigkeit ist mein! fraft, die mächtig schüzet, 2. Nun will ich anbe: Die mich schwachen unters tend danken, Keinen augen: stüzet, Mir im fummer blick mehr wanken: Denn freude schafft. unsterblich bin ich nun. Je: 7. Aller seiner frommen fus gibt mir feelenruhe: Ich herzen Fühlen auch in ihren will, was ich immer thue, schmerzen Diesen trost, daß Nun in seinem namen thun. Jefus lebt; Können's in 3. Du, den ich als Hei: dem kampf der fünden, Und land fenne, Meinen Herrnim todeskampf empfinden, im glauben nenne, Dein, o Wie dieß wort den geist Jesu, dein bin ich. Dir glaub erhebt. ich, dir folg ich stille. Herr: 8. Jesus lebt! o welche sche du, hier ist mein wille. freude! Welch ein labsal, Rede, Herr! ich höre dich.lwenn ich leide! Welch ein 138 Von der Himmelfahrt Jesu. trost in jeder pein! Jesus ge christen, dankt, und gebt lebt! ich werd' ihn sehen, Shm euer berz zum eigen: Werd' an seinem throne ste: thum: Ein heilig leben sey hen, Werd' mit ihm un: fein ruhm! Halleluja! sterblich scyn! 3. Ich weiß, daß mein 317-0 Für Kinder. And Erlöser lebt! Wenn man Mel. Erschienen ist der herrl. ic. mich nun auch jung begräbt; 164. dh weiß, daß So kommt ein tag, wo aus mein Erlöser der gruft Mich Jesus mäch: lebt! Kommt, junge brütig wieder ruft. Halleluja! der! und erhebt den Herrn, 4. Ich weiß, daß mein der, als er auferstand, Erlöser lebt! Wenn ist mein Sünd, tod und hölle über: herz ihn schwach erhebt; So wand. Halleluja! leb' ich fünftig ihm zum 2. Ich weiß, daß mein ruhm, Bin ewiglich sein ei: Erlöser lebt! Kommt, jungenthum. Halleluja! anni XIV. Von der Himmelfahrt Jefu. Mel. Wie fchön leuchtet der ic. himmel dich erhoben. Sin 165. Lob, fey dir, Jefu, get, Bringet Eure lieder, groser Held! Du Frohe brüder! Christum cha fiegeft und behältst das feld; ret, Der gen himmel präch. Und hast dich nun geseket tig fähret. Zu deines Vaters rechter 3, Du bist das haupt; hand: Die feinde sind nun hingegen wir Sind glieder, übermannt, Die dich zuvor und allein von dir Erhalten verlezet; Die dort Hinfort wir das leben. Auch aller Dir zu füffen Liegen müffen segen, stärk und kraft, Und Tod und leben Ist dir völlig alles, was uns nuzen schafft, übergeben. Wird uns von dir gegeben. 2. Im himmel dienen Rühre, Führe Mein gemüs Engel dir, Und wir auferden the, Deine gute Recht zu find nun hier, Herr Jesu, preifen, Frommen dank dir dich zu loben; Weil du den zu erweisen. segen wiederbracht, Da du 4. Zeuch, Liebster Jesu, mit majestät und prachtGen uns nach dir! Hilf, daß wir Himmelfahrtslieder. no 139 fleißig für und für Nach dei: Wir sind zwar noch im elend nem reiche trachten: Laß hier, Und unter viel gefah: uns von fünden allgeit rein, ren. Doch sinkt drum unser Hingegen reich an tugend muth nicht hin. Durch Je: feyn, Die eitelkeit verachten. sum wissen wir, wohin Uns Unart, Hoffart Laß uns unsre wallfahrt führe. meiden; Christlich leiden, 2. Das leben ist ans licht Was uns drücket, Was uns gebracht: Uns steht der him: deine Hand zuschicket.mel offen. Christus schließt 5.Sey, Jesu, unfer schuz auf mit großer pracht; Wir und schaz, Sen unsre hülf sehn ihm nach, und hoffen. und fester plaß, Worauf Voll freuden sieht der Christ wir uns verlassen. Bring empor; Doch säumt er nicht, uns dahin, wo du nun bist, auch hier zuvor Des Heis Weil hier doch nichts als lands pfad zu wandeln. jammer ist, und elend ohne 3. Wer den nicht geht, maffen. Lügen, Trügen, wird nimmemehr Dort Angst und plagen, Ach! die seines heils genießen. Wer nagen und die quälen Dei: ihm nicht folgt, ach! dem ner frommen christen seelen. muß er Den himmel einst 16. Herr Jesu! der du verschlieffen. Wer wünscht, durch dein blut Uns armen zumhimmel einzugehn, Der menschen bist zu gutJns hei: läßt in seinen thaten fehn, ligthum gegangen; Komm, Sein wandel sey im himmel. hole uns dir gleichfalls nach, 4. Herr Jesu! hilf, daß Laß unsers lebens ungemach wir der welt Uns immer Ein felig end erlangen. Da: mehr entwöhnen; Stets für Woll'n wir Bei dir oben sorgen, was dem Herrn ges Ewig loben Deinen namen. fällt, zu ihm hinauf uns Bring uns nur bald zu dir. sehnen! Du siehest dann auf Amen! uns herab; Von uns läßt Mel. Nun freut euch lieben ze. deine treu nicht ab, Bis wir 166. Auf diesen tag be: zusammen kommen. denken wir, 5. Dann wird der tag Daß Chriftus aufgefahren.lerft freudenreich, Wann 140 Von der Himmelfahrt Jefu. Christus wird erscheinen; 3. Ach Herr! laß deine Wir ziehen mit ihm in sein auffahrt mich, Dein find, reich, Gott stillet unfer wei: doch dahin bringen, Daß nen. Dwonne! wenn in durch die fraft des glaubens enigkeit Uns nun das höchlich Mag aufwärts zu dir fie gut erfreut, Und wir bei dringen; Und dann einmal, Chrifto wohnen. wenn dirs gefällt, Mit freus YOU 6. Lob sey dem Heiland den scheiden aus der welt. Jesu Christ, Daß er für Herr, höre doch mein flehen! uns gestorben, Erstanden, Rel. Freu' dich sehr o meine 20. aufgefahren ist, Uns hat das 168. Herr! du fährst heil erworben; Daß wir mit glanz und mun nicht durch Adams fall freuden Auf zu deiner herr: Verloren werden allzumal, lichkeit: Doch mich drücken Sondern den himmel erben. noch die leiden Dieser armen Mel. Allein Gott in der Böbic. lebenszeit. Jesu! gib mir 167. Auf Christi himmuth und fraft, Daß ich melfahrt al: meine pilgrimschaft So mit lein Soll sich mein glaube dir zurücke lege, Daß ich gründen; Und sorge, zweistets dein bleiben möge. fel, furcht und pein Da 2. Laß mir deinen Geist durch stets überwinden. zurücke, Aber zeug mein herz Mein haupt, das nun im nach dir: Wenn ich nach dem himmel ist Wird mich, sein himmel blicke, O so öffne du glied, nach kurzer frist, Zu ihn mir. Neig zu meinem fich gen himmel holen. flehn dein ohr, Trag es deis 2. Gen himmel fuhr mein nem Vater vor, Daß er mir Heiland zu; Zu Gott ist er die schuld vergebe, Daß ich gegangen. Nun fann mein mich befehr und lebe. herz auch seine ruh Im him. 3. Lehre mich die welt mel nur erlangen. Denn verachten, Und was in ihr wo mein freund gekommen eitles ist; lehr mich nach dem hin, Da ist auch stets mein himmel trachten, Wo du, herz und sinn: Nach ihm mein Erlöser, bist. Wollust, geht mein verlangen. lehrgeiz und gewinn Soll Himmelfahrtslieder. 141 mich nicht zur erde zieh'n, Er hat sein werk vollführet, Da ich jenseit überm grabe Die erde zu befrey'n. Die Eine größre hoffnung habe. hohen Seraphim Empfan 4. Laß nichts diese hoff gen ihn mit freuden, Nach nung rauben; Du erwarbst überstandnem leiden. Lob: fie theuer mir. Jo seh ich fingt, lobsinget ihm! fie im glauben, Dort find 2. Wohl uns, die wir ich sie selbst bei dir: Dort noch hoffen! Nun Jeſus belohnst du das vertrau'n triumphirt, Steht uns der Deiner glaubigen durch weg auch offen, Der zu dem schau'n; Und verwandelst himmel führt. Er selbst, er ihre leiden Jn unendlich macht uns bahn. Wer hier grose freuden. onun an ihn gläubet, Ihm 5. Dort bereite mir diesfolgt und treu ihm bleibet, stätte In des Vaters hause Der wandelt himmelan. zu. Russt du frühe oder 3. Nur dort, nicht hier späte Mich zu meines graslauf erden, Ist unser bestes bes ruh; Leucht auch mir in theil. Damit wir himmlisch dieser nacht Durch die stär: werden, Erwarb der Herr ke deiner macht, Die des tos uns heil; Erlößte! macht des macht bezwungen, Und euch auf! Wo Jesus hinge: für uns den fieg errungen. gangen, Dahin schickt das 6. Komst du endlich glor: verlangen; Dahin geh' euer reich wieder An dem ende die lauf. Tem IS IN TH fer zeit; O so sammle meine 4. Herr! bilf uns dar: glieder, Wann verwesung nach ringen Mit eifrigster fie zerstreut. Heil'ge und ver: begier; Laß unsern fleiß ge: klär sie ganz, Daß der leib in lingen! Den himmel suchen himmelsglanz, Frei von die wir. Laß uns in dieser welt sem staub underde, Aehnlich Im glauben an dich wan: deinem leibe werde. deln, So denken und so han deln, Wie es dir wohlgefällt. Mel. Bon Gott will ich nicht sc. 169. Mein Jefus tris 5. Was sind der erde umphiret, freuden? Wie bald find fie Und nimmt den himmel ein; dahin! O hilf uns alles meis 142 Von der Himmelfahrt Jesu. den, Was hier noch unsern thron steht fest: dein feind finn Bereitelt und uns stört, erliegt; Durch deine macht Das beste theil zu achten, wird er besiegt. Und nur nach dem zu trach: 5. Du unser triumphis ten, Was ewig heil gewährt. rend Haupt! Wie felig ist, 6. Sen führer und bewer an dich glaubt? Du bist gleiter In unfrer prüfungs: sein licht, sein trost, sein zeit; Und bring uns immer theil, Sein starker schuz, weiter zu deiner herrlichkeit!| sein ewig heil. dold Bis diese zeit vorbei; Bis 6. Herr! unfre herzen wir dich, Heiland, sehen, trau'n auf dich: Dein freuet Und freudig vor dir stehen; unsre seele sich. Duheld von Bis erd und himmel neu. unserm fleisch und blut, Bist Mel. Vom Himmel hoch da zc. unfer trost und höchstes gut. 170. Wir freuen uns, 7. Was uns gebricht, ist Herr Jesuldir bekannt. Der segen ist in Christ, Daß du zur rechten deiner hand. Von feinem Gottes bist. Du starker frommen bist du fern; Du Gott, Immanuel, D stärk siehst auf ihn, und hilfft ihm im glauben unsre feel! gern. dop 2. Du fizest auf der him: 8. Sieh auf uns gnädig mel thron Als unser freund, allezeit Bom throne deiner als menschensohn, Auch da herrlichkeit! Hilf unserm schämst du dich unser nicht; schwachen glauben auf, Und Drum bleibst du unsre zu: segne unfern lebenslauf. versicht. 9. Gen himmel fuhrst du 3. Dein ist die macht, als ein held. Als Herrn und dein ist das reich. Wer ist richter aller welt Wird dich an majestät dir gleich? dereinst der erdkreis sehn. Mensch, Engel, jede Freatur Paß uns dann freudig vor Ist dein, du Schöpfer der dir stehn! or sdral mones 10. Dann triumphirt natur! 4. Umsonst, umsonst em: der glaub an dich: Dann pöret sich Die macht der jauchzen wir dir ewiglich. feinde wider dich. DeinlHilf uns dazu, Herr Jefu Himmelfahrtslieder. 143 Christ, Der du zur rechten heben dich; Und unsre her: Gottes bist! zen freuen sich Der herrliche Mel. Nun freut euch Gottes ic. feit und majestät, Dazu dich 171. hr jünger Jeſu! nun dein Gott erhöht. Hal: freuet euch! leluja! #aydi Der Herr fährt auf zu sei: 7. Wohl nun auch uns! nem reich. Er triumphirt: denn, Herr, bei dir Steht lobsinget ihm! Lobsinget kraft und macht: und dein ihm mit lauter stimm. Hal: sind wir. Nimmst du dich leluja! unser hülfreich an; Was ist, 2. Sein werk auf erden das uns gebrechen kann? ist vollbracht; Zerstört hat Halleluja! er des todes macht. Er hat 8. In deiner hand ist uns die welt mit Gott versöhnt; ser heil. Wer an dich glaubt, Und Gott hat ihn mit preiß dem gibst du theil Am segen, gekrönt. Halleluja! den du uns erwarbst, Da 3. Weit über alle him: du für uns am kreuze starbst. mel weit, Geht seine macht Halleluja! und herrlichkeit. Ihm die: 9. Du hast die stätte uns nen selbst die Seraphim: bereit't, Bei dir zu seyn in Lobsinget ihm mit lauter ewigkeit. Nach treu voll: stimm! Halleluja! brachtem glaubenslauf 4.Sein sind die völker al: Nimmst du uns in den him: fer welt! Er herrscht als sieg: mel auf. Halleluja! dogt gewohnter held: Er herrscht 10. O zeuch uns immer bis unter seinen fuß Der mehr zu dir! Hilf uns, mit feinde heer sich beugen muß.leifrigster begier Nach dem Halleluja! nur trachten, was da ist, 5. Er schüzet feine chri: Wo du, verklärter Heiland, stenheit, Erhält fie bis in bist. Halleluja! ewigkeit. Er ist ihr haupt: 11. Dein eingang in lobsinget ihm, Lobsinget ihm die herrlichkeit Stärk uns mit lauter stimm! Halle in unsrer prüfungszeit, luja! Fromm dir zu leben, die 6. Ja, Heiland, wir er: zu trau'n, Bis wir der: 144 Von der Himmelfahrt Jefit. einst dein antlig schau'n.junendlichkeit, Allgegenwart, Halleluja! allwissenheit: Ihm, ihm ist 12. Dann freut sich uns alles unterthan; Ihn beten fer leib und feel An deinem engel mit uns an. Halleluja! thron, Immanuel! Dann 6. Der erde ist und bleibt fingen wir, zu deinem ruhm, er nah, Die ihn als einen Ein neues lied im heilige menschen sah: Er schüzt der thum! Halleluja! majestäten thron, Schüt Mel. Nun freut euch Gottes c. firche und religion. Hal: 172. hr christen! leluja! fingt dem men 7. Nun, eitle weltluft, schensohn! Heut schwingt weiche fern! Ich lebe Chri: er sich auf Gottes thron.sto, meinem Herrn. Er Ihm, der durch alle himmel ging ins heiligste hinein: brach, Jauchzt ihm in seine Wo er ist, muß sein diener himmel nach. Halleluja! seyn. Halleluja! 2. Der Engel hoher lob: 8. Des Heilands beyspiel gefang, Und der erlößten lehret mich: Gott führt die froher dank, Berherrlicht seinen wunderlich. Wer diesen tag der pracht, Der hier das freuz mit Christo erd und himmel fröhlich trägt, Dem ist die krone bey: macht. Halleluja! gelegt. Halleluja! 3. Der unsre feinde über: 9. Des todes bange fin: wand, Sizt nun zu Gottes sternis, Die schreckt mich rechter hand; Und dort in nicht, ich bin gewiß: Mein feines Vaters haus Theilt er Heiland kommt, nimmt uns grose gaben aus. Hal: mich zu sich, Und bei ihm leluja! leb ich ewiglich. Halleluja! 4. Tru allem wider: 10. O freudentag! wann spruch und spott! Der Herr nun mein hirt Auf seis ist Gott! der Herr ist Gott! nem thron erscheinen wird. Jhr, die ihr Gottes Sohn Dann seh ich ihn in glanz verschmäht, Seht ihn in und pracht, Den Heiland, feiner majestät! Halleluja! der mich selig macht. Hal: 5. Er gleicht Gott anlleluja! Himmelfahrtslieder. 145 Mel. Ich dank dir schon 20. sirdisch denkt, denkt schlecht; Denkt unter seinem stande. 7: Im himmel schrieb 173. Erhebe, Christ, dich Jesus an: Dort sollst dein Herz und du guts genieffen. Blick oft sinn, Zum Himmel von der hinauf! der anblick fann erden! Gen himmel fuhr Dein leiden dir verfüssen. dein Jesus hin: Ein chrift 8. Dort, dort ist nnfers muß himmlisch werden. Vaters haus! Gott theilt 2. Was bist du in der zum gnadenlohneDen übers welt? ein gast, Ein fremd windern fronen aus. Kämpf fing, und ein wandrer! auch um deine frone. Wenn du furz hausgehal: 9. Dort herrscht dein Heis ten hast, So erbt dein gut land Jesus Christ, Der tile ein andrer. ger deiner fünden. Mit ihm 3. Was hat die welt? durch den du selig bist, Mus was beut sie an? Nur armelsich dein herz verbinden. schlechte dinge. Wer einen 10. Erhöhter Heiland! himmel hoffen kann, Der hilf du mir, Daß ich mein schäzt die welt geringe. Herz dir gebe; Und daß ich izt und ewig dir, Dir, meinem 4. Wer Gott erfennt, fann der wohl noch Gein könig, lebe! herz aufs eitle lenken? Wer Er fizt zur Rechten Gottes Gott zum freund hat, den: fet hoch: So müssen chri: sten denken. Da sey auch euer Herz. Matth. 6, 21. Marc. 16, 19. Mel. Höchster Formirer ic. 174. Simmel und erde! 5. Chrift! sich nicht! frohlocket mit furchtsam unter dich, Wenn freuden: Preifet mit ehrs dich die leiden drücken. Sieh| furcht den göttlichen Sohn. glaubig in die höh, und Herrlich ist Jesus, nach sprich: Der Herr wird mich ichmerzlichen leiden; Ihn erquicken. ruft sein ewiger Vater zum 6. Der christen hohes thron. Er ist erhoben, It bürgerrecht Jst dort im Bawerth zu loben. Lobt ihn, er: terlande. Der christ, der lößte! er herrschet nun schon. 10 146 Von der Himmelfahrt Jefu. 2. Dämpfe, o König, gegenwart ein. Wohin ich die mächtigen feinde; Mas ziehe, Wohin ich fliehe, Du, che die frechheit der spötter Herr, wirst bei mir und zu spott! Sorge für deine dich über mir seyn. liebenden freunde; Schü: 6. Singt ihm, ihr heili: ze sie machtig, allmächtiger gen, heilige lieder! Die ihr Gott! Deinen erlößten, Die ihn liebet, verherrlichet ihn! sich dein trösten, Denen hilf Sichtbarlich kommt er als kräftig im leben und tod. richter einst wieder, Seine 3. Sende den göttlichen getreuen auch zu sich zu Tröster hernieder, Deinen ziehn. Herrliches glücke! verheiffenen heiligen Geist; Selige blicke! Wie er hier Starke die schwachen, doch auffuhr, so sehen wir ihn. glaubigen brüder, Daß fie Er vertritt uns Rom. 8, 34. dir feine versuchung enta mel. Alle Menschen müssen sc. reißt. Heiland vermehre, 175. Grofer Mittler, Dir selbst zur ehre, Deine der zur rechten gemeine, die würdig dich Gottes, seines Vaters, fizt; preißt! Und die schaar von seinen 4. Ueber den himmel und knechten In dem reich der über die erde Gab dir der gnade schüzt. Nach dent erige Vater die macht. hohn der dornenkrone, Ehrt Göttlich befiehlst du im dich nun auf Gottes throne himmel: es werde! Schnell Aller hohen engel heer, Dein wird dein göttlicher wille erlößtes volk noch mehr. vollbracht. Welten entstes 2. Dein geschäfte hier hen; Welten vergehen, lauf erden, Wie es Gottes Aufs wort von deiner allrath bedacht, Daß es sollt' wirkendeu macht. erfüllet werden; Herr, dein 5. Dich wie in mensch opfer ist vollbracht: Nach: liche wohnung, zu schliessen, dem du für uns gestorben, Sind unermeßliche himmel Ist uns gnad und heil ers au klein: Tief liegt der erd: worben; Und dein siegreich Freis dir unter den füffen, auferstehn Läffet uns dem Doch nimmt ihn ganz deineltod entgehn. Himmelfahrtslieder. 147 3. Nunmehr ists dein Daß er wolle zu dir ziehn, groß geschäfte In des him: Die dich noch, als feinde, mels heiligthum, Die erfliehn. worbnen lebenskräfte Durch 7. Groser Mittler! o dein evangelium Allen de wir preifen Dich, daß du men mitzutheilen, Die zumim heiligthum So viel treur thron der gnade eilen. Nununs willst beweisen: Dir wird uns durch deine hand sey ehre, dank und ruhm! Heil und segen zugewandt. Dein verdienst faß uns vers 4. Du gedenfest stets der treten, Wenn wir zu dem deinen, Bleibest ihnen ewig Vater beten! Wenn der tod tren; Zählst die thränen, die die lippen schließt, Sprich fie weinen, Und stehst ihnen für uns noch, Jesu Christ! mächtig bei; Sorgst dafür, Er wird wiederkommen. daß ihren glauben Keine Apostelg. 1, 11. feinde ihnen rauben; Führst met. Wachet auf, ruft uns die zc. fie in des Vaters haus Aue 176. Jefus, Gott, der argen welt heraus. wird wieders 5. Die verdienste deiner fommen; Erlösen wird er leiden Stellst du deinem Basseine frommen Bon allem ter dar; Und vertrittst mit elend dieser zeit: Dann an macht und freuden Deine feinem grosen tage Ber: theu'r erlößte schaar; Bits wandelt sich der frommen test, Daß er kraft und leben klage In ewige zufriedens Deinen freunden wolle gesheit. Sey fröhlich, volk des ben, und sie einst nach dieser Herrn! Er kommt, er ist zeit Auch erhöh'n zur herr: nicht fern, Dein Erretter. lichkeit. Dein schmerz ist faum Ein 6. Ja, du siehst auch mit morgentraum: Auf ihn erbarmen Auf die fünder inffolgt ewig, ewig heil. der welt; siehst mitleidig, 2. Augenblicke dieser leis wie die armen Ihre lust ge den! Was send ihr gegen feffelt hält; Bittest, daß jene freudenDer unbegränze Gott ihrer schone, Daß er ten ewigkeit! Seht die fron nicht nach werken lohne, jam giele prangen, Und 148 Von der Himmelfahrt Jefu. Fämpft und ringt, sie zu er: wirft kommen; Wirst ganz langen, Die ihr dazu beruerlösen deine fromen: Wir fen feyd. Euch halt in eu: freuen uns, und danken dir. rem lauf Kein schmerz des In den trüben leidenstagen lebens auf; lieberwindet! Soll unser herz nun nicht Das ziel ist nah; Bald seyd verzagen: Auf deine zure ihr da; tind cure leiden sind funft hoffen wir. Wir wiss nicht mehr! fen, wer du bist; Wer dein 3. Der sich euch zum volk erlöster ist: Wir sind stille. erwählet, Der eure thränen Und wenn die welt In trüm: alle zählet, Auch Jefus ftritt mern fällt, Du bist's, an mit großem muth. Ach, wie den der glaub sich bält. hat er selbst gerungen! Wie Mel. Wachet auf, ruft uns ze. tief war er von angst durch: 177. 11eber aller himmel drungen, Wie seufzte er, und heere Erhobst du schwiste blut! Doch fah'n dich mit sieg und ehre, Du die feinde nicht auf seinem geber der unsterblichkeit! angesicht Bange schrecken. Engel singen freudenlieder; Treu blieb er Gott Bis in Und alle die erlößten brüder den tod: Dann fuhr er herr- Berehren deine herrlichkeit. lich auf zu Gott. Du, du bist Gottes Sohn; 4. Laffet uns mit Christo Gott hebt dich auf den thron leiden! Mit Chrifto ernden Seiner ehre. Wir stehn von wir auch freuden Jn seines fern, Freu'n uns des Herrr, Baters haufe ein! Laßt uns Vertrau'n und dienen ihm fämpfen, laßt uns ringen, nun gern. Mit unsermhaupt hindurch! 2. Ganz bast du dein werk zu bringen, Und feines him vollendet, Wozu dich Gott, mels werth zu seyn! Gott ist dein Gott, gesendet, Erlößt uns zuversicht, Er, er verläßt die ganze fünderwelt. Dankt uns nicht hier im leben: demHerrn, ihr menschenkine Und was auch dann Der tod der! Er hat euch euer heil, noch kann; Gott nimmt ihr fünder, Allmächtig wie: uns doch zu ehren an. der hergestellt. Nun geht er 5. Ja! Herr Jesu! dulin sein reich, Gewiß zum Vom heil. Gelfie, u. feinen Wirkungen. 149 heil für euch, Euch zum Wir sehn die bahn, Die uns fegen. Es ist vollbracht: Erzum himmel führen kann. hat nun macht, Und herrscht 5. Uns die stätte zu berei. in königlicher pracht. ten, um die wir pilger hier 3. Der du deines Vaters noch streiten, Gingst du willen Zu unserm heile zuersvoran ins vaterland. Herra füllen, Gehorsam warst bis lich wirst du wiederkomen; in den tod: Du regierst nun Dann führst du alle deine auf dem throne; Gott gibt fromen Mit dir hinauf ins dir seine welt zum lohne; vaterland. Erkauft haft Dich nennt dein volf nundu uns Gott Durch deinen Herr und Gott. Erhöhter Mittlertod. Wo du lebest, Gottessohn! Wie herrlich Und Gott mit dir; Da sols ist dein lohn, Nach dem siege! len wir auch mit dir leben Wir folgen dir Mit freuden für und für. hier: Einst lohnet Gott auch uns, wie dir. 6. Welche wonne wird es werden, wenn wir dich wies 4. Deine traurenden er dersehn auf erden In aller 18hten Jm kampf zu stärs majestät des Herrn! Ist der fen und zu trösten, Gabst du grofe tag des Lebens, Für deie vom hünmel deinen Geist. nen feind ein tag des bebens; Gib auch uns in unsern Doch sieht dein treues vole leiden Den geist des trostes ihn gern. Wann kommt er? und der freuden, Den uns wann erfreut Uns deine dein treues wort verheißt. Er herrlichkeit? Halleluja! zich uns in dein reich, Mach Der tag ist nah! Ach wär unser herz dir gleich, Dir zufer da, Und mit ihm unfre folgen: Du gingst voran: herrlichkeit! XV. Vom heiligen Geiste, und dessen Wirkungen Moder Pfingslieder. Nach bekannter Melodie. lermeist; Daß er uns behüte 178. Nun bitten wir den An unserm ende, Wenn wir heiligen Geist abscheiden aus unserm elens Um den rechten glauben allde. Er helf uns allen! 150 Vom heil. Geiste, u. feinen Wirkungen. 2. Du werthes licht! gib] 2. Du heiliges licht, scheine uns deinen schein: Behr uns fort! Laß uns leuchten des Jefum als Herrn fennen al: lebens wort; Und lehr uns lein; Daß wir an ihm bleis Gott recht erkennen, Bon ben, Dem treuen Heiland, herzen Bater ihn nennen! Der uns bracht hat zu dem D Herr, behüt für falscher rechten vaterland! Erbarm lehr, Daß keinen Herrn wir dich unser! fuchen mehr, Als Jesum 3. Du geist der lieb'! lehr Christ mit rechtem glauben, auch lieben uns: Liebe sey Und ihm aus ganzer macht die quelle unsers thuns; vertrauen. Halleluja! halles Daß wir uns von herzen luja! Odil Ynd Cinander lieben, und im 3. Du göttlich feuer, bes frieden auf einem sinne ster trost, Nun hilf uns fröh. bleiben. Regier uns alle! lich und getrost In deinem 4. Du höchster Tröster in dienst beständig bleiben, Daß aller noth! Hilf, daß wirftrübsal uns nicht abtreiben. nicht fürchten schmerz und Durch deine fraft hilf uns ted; Daß in ims die feelelim streit, Und stärf des her: Nicht verzage, Bei des lezens blödigkeit, Daß wir hie bens und des todes plage, ritterlich ringen, Durch tod Erbarm dich unser! und leben zu dir dringen.) Nach bekannter Melodie. Halleluja! halleluja! 179. Romn heiliger Met Ein Lämmlein geht und ic. Geist, Herr 180. Dir, Bater, danke und Gott! Erfüll mit deiner mein herz, und gnade gut Der glaubigen singt, Daß du den Sohn ge: Herz, muth und finn, Wirt' geben; Den Sohn, der beil reine treue lieb' darinn. uns fündern bringt Und uns Herr! der du durch der wuns vergänglich's leben. Dir der glanz Zum glauben einst dank ich auch, daß du den versammelt hast Das volk Geist, Der deinen Sohn aus aller welt zungen: Dir durch wunder preißt, Zur Herr sey von uns lobgefun erde haft gesendet! Der Geist gen! Halleluja! halleluja! der wahrheit kam herab Pfingstlieder. 151 Der deinen knechten stärkeskampf der sünden. In ban: gab, Daß fie dein werk gen stunden schenkest du, vollendet. in Schenfft auch im tode, sees 2. Erfüllt von Gottes lenruh; Hilfft alles übers wunderkraft, Geh'n sie, die winden. welt zu lehren: Der Geist, 5. Des Vaters und des der neue herzen schafft, Hilft Sohnes geist, Du quelle ihnen, sie bekehren. Der frommer liebe! Du, den ganze erdkreis hört erfreut Gott betenden verheißt, Ach! Die botschaft unsrer felig: heil'ge meine triebe! Schaff feit: Vernunft und wahr: du in mir ein neues herz; heit fiegen. Das laster und Gib über fünden reu und die blindheit flieht; Und schmerz; Hilf mir im glaus wo man Gottes finger sieht, ben beten: In trauerstun Muß fatan unterliegen. den tröste mich, und zeige 3. Umsonst, daß er noch voll erbarmen dich mir einst wilder tobt, Verfolgung zu in todesnöthen! erregen. Der name Jesu Mel. O Ewigkeit du Donnerw. wird gelobt; Sein wort ist 181. heiliger und gus traft und segen. Die jüns ter Geist, Der ger schreckt nicht pein und uns den weg zum himmel müh; Der geist der stärkelweißt, Dich soll mein herz stärkte fie In martern und erheben. Du bist mein leh: im tode: Sie blieben ihrem rer und mein Gott, Du fönig treu Bekannten seinen gibst mir freudigkeit im tod, tamen frei, Und lobten ihn Regierst auch hier mein im tode. leben. Was gut und löblich 4. Noch izt bist du der ist an mir, Geist Gottes! geist der fraft, Noch ist der das verdank ich dir. menschen lehrer, Der Jesu 2. Als unser Heiland, treue jünger schafft; Des Gottes Sohn, Ging von fündenreichs zerstörer. In der welt zu Gottes thron, fündern wirkst du reu und Kamst du zu seinen zeugen; leid; In fromen feelen trost Und mit dir kam der liebe und freud, Und muth imglut, Mit dir fam fraft und 152 Bom heil. Geiste, u. seinen Wirkungen. heldenmuth, Die welt zu ebner bahn Dir folgen, mich überzeugen. Du, Geist der dem himmel nah'n; Führ weisheit, lehrtest fie; Und mich auf gutem wege. Gib stärkteft fie bei aller müh.leifer mir und wachsamkeit 3. Die firche pflanztest Im kampf um meine feligs du, und ist Wird sie durch keit; Mein herz sen niemals dich vermehrt, beschüzt; träge. Du gabst den vorsaz! Durch dich wird sie bestehen. Gott, gib du Auch meiner Es mögen ihre feinde droh'n, schwachheit fraft dazu! Fest bleibt sie steh'n, wie Je Met. Komm Gott Schöpfer 2c. fus thron; Sie kann nicht 182. Fomm, Schöpfer! untergehen, DaJesus Chrifti fomm, o heil's ihr stifter ist, Und du ihr ger Geist! Schaff deiner treuer beistand bist. menschen herzen neu: Du 4. Wohl allen denen, wel: fennest dein geschöpf, und che sich Dir übergeben, und weißt, Wie jeglichem zu durch dich Zum himmel füh: helfen sey. ren lassen. Du lehrest sie 2. Du geist der weisheit, des glaubenskraft, Stärkst leite du Uns zu der wahl des fie auf ihrer pilgerschaft, besten theils. Dem himmel Lehrst sie die fünde haffen. führ uns alle zu, Du Füh Sie sind des heils gewiß in rer auf dem weg des heils. dir; Und selig schon in hoff 3. Uns leuchte deiner pung hier. wahrheit licht! Gib uns 5. Ach, führ auch mich an ins herz der liebe glut, Zum deiner Hand Hinauf ins Bater frohe zuversicht, Sur wahre vaterland: Dort hofftugend kraft und festen ich meine frone. Gib mir muth! Die fefte zuversicht, Auch 4. Des lebens wort, das mich, auch mich verstoffe Gottes Sohn Bom himmel nicht Der Herr von seinem uns herabgebracht, Erleuchs throne. Durch glauben und te jede nation Durch deine durch besserung Vollende starke Gottesmacht. meine heiligung. 5. Bereine deine chriften: 6. Gern will ich dann aufheit Durch deines hohen om Pfingstlieder.3.d mačk 153 friedens band. Erinnere dige beroustseyn mir, Daß in dieser zeit An unser beßres du mir gnädig feyst. spalt vaterland.. d5, Dein Geist führ' mich 6. Gott, unfern Gott, zur wahrheit hin; Zur tus und Jefum ChriftErkennen, gend stärk er mich; Und dieses ist die quell, Aus wel: wenn ich etwa traurig bin, cher wahre frende fließt: So tröst er selber mich.s Mach diese fenntniß in uns 6. Er schaff in mir ein hell! und reines herz, Berfiegle deine 7. Lob sey dem Vater! huld: Er rüste mich in jes lob dem Sohn! Lob dir, o dem schmerz Mit muth und Tröster, GottesGeist! Einst mit geduld! and mon fingen wir vor deinem thron Mel. Werde munter mein se Ein lied, daß dich vollkomm 184. du allerfüßte ner preißt. bus adfreude, Und Mel. Ich finge dir mit Herz ze. der weisheit reinstes licht! 483. Nicht um ein Du erfreuest uns im leide, flüchtig gut Läffest auch im glück uns der zeit, Ich fleh um nicht. Geist, der du das: Deinen Geist, Den mir zusherz erhebst, Es durchdrin: meiner seligkeit Dein wort, gest und belebst, Freuden o Gott, verheißt. schenkest, schmerzen stillest; 2. Die weisheit, die vom Komm, daß du auch mich himmel stammt, Die lehr' erfülieft. 5. er selber mich; Dieweisheit, 2. Bester unter allen fes die das Herz entflammt Zur gen, Die uns Gott in Chrisz liebe gegen dich! sto gab; Du träufft als ein: 3. Dich lieben, Gott, ist milder regen Bon des him: feligkeit; Gern thun, was mels höh herab. Harte hers dir gefällt, Wirkt beffere zu: zen machst du weich, Wür friedenheit, Als alles glück sten auch an früchten reich; der welt. Und dein sanfter trost ers 4. Alsdann hab ich vers quicket, Was die trübsals: trau'n zu dir; Dann schen: hize drücket. fet felbst dein geift Das freu: 3. Ja, du bist die beste 154 Bom heil. Geiste, n. seinen Wirkungen. gabe, Die mein ganz verledlen finn, Daß ich fehler langen stillt: Wenn ich dich gern vergebe, Friedsam und erlanget habe, Ist mein versöhnlich lebe. gröfter wunsch erfüllt.Gabe 7. Du, du machst mein Gottes! fomm auf mich: herz zufrieden, Wenn mir Ach, von dir ward ja auch ich, menschentrost gebricht: Als ich faum war mensch Bleib ich von dir ungefchies geboren, Schon zum tem den, O so fehlts an trost mir pel außerkohren. nicht. Sey du nur mein 4. Du kannst alle herzen eigenthum; Ich will auch, prüfen; Nichts schließt dei: zu deinem ruhm, Dir mein nem blick sich zu: Auch der herz zum tempel weihen, Gottheit inn're tiefen For: Will mich deiner gnade schest und ergründest du. freuen. Nun, so kennst du auch 8. Heil'ger Geist! hör, ich gewiß Meiner feele finster: entfage Dem, was deinen nie. Drum gib weisheit, trost mir nimmt. Bis an's und vor allen, Wie ich ende meiner tage Sey mein möge Gott gefallen. herz nur dir bestimmt. Wiro 5. Böses haffest du; und mich deine gnade zieh'n, Will bleibest, Reiner geist, bei reisich alle fünde flieh'n, Und, nen nur. Der, den du zum statt zaghaft nachzugeben, guten treibest, Wird zur Jhr beständig widerstreben. neuen freatur. Heilige du 9. Nur bitt' ich, daß du felbst mich dir; Schaff ein mich stärkest; Du stehst reines Herz in mir, Daß ich, Christi streitern bei. Hilf, was du liebest, liebe; Nielmein helfer, wo du merkest, mit vorfaz dich betrübe. Daß mir hülfe nöthig sey. 6. Ach! da wir dich oft Den verkehrten eiteln sinn betrüben, Ist dein Herz doch Nimm aus meiner seele hin, fanften muths. Immer Daß ich mich nun ganz era bleibst du treu im lieben, neue, Und mein Gott sich Thust uns bösen täglich meiner freue. guts. Wenn ich schnell zum 10. Sey mein beistand, zorne bin, Gib mir deinenlwenn ich sterbe! Zeige dem Pfingstlieder. - 155 gebrochnen blick, Mir zum men zu erhöhn: Und durch troft, mein herrlich erbe, Und dich laß mirs gelingen, Gota mein fünftig ewig glück. tes willen zu vollbringen. Stärke du das matte herz, 4. Stärke mich, wenn wo Daß ich unter allem schmerz, zur fünde Mein gemüth ver: Auch im lezten todesschweiß suchet wird, Daß sie mich fe, Meinen Gott noch Ba: nicht überwinde: Und hab ter heise. ich mich wo verirrt, O so Mel. Freu dich sehr o meine sc. ftrafe du mein herz, Daß ich 185. Geist vom Vater unter reu und schmerz Mich und vom Soh: vor Gott darüber beuge, ne! Der du unser tröster und mein herz zur beßrung bist, Und von unsers Gottes neige. throne Hülfreich auf uns 5. Reize mich, mit flehn schwachen siehst. Stehe du und beten, Wenn mir hülfe mir mächtig bei, Daß ich nöthig ist, Zu dem gnadenGott ergeben sey: Laß meinsthron zu treten: Gib, daß herz schon hier auferden Eilich auf Jefum Chrift, Als nen tempel Gottes werden. auf meinen Mittler, schau, 2. Laß auf jedem meiner Und auf ihn die hoffnung wege Deine weisheit mit bau, Gnad um gnad, auf mir seyn; Wenn ich bange mein verlangen, Von dem zweifel hege, Laß die wahr: Vater zu empfangen. heit mich erfreu'n. Lenke 6. Stehe mir in allen leis Fräftig meinen sinn Auf den Stets mit deinem trofte mein wahres wohlseyn hin. bei; Daß ich auch alsdann Lehrst du mich, was recht ist, mit freuden Gottes führung wählen; Werd ich nie mein folgsam sey. Gib mir ein heil verfehlen. gelaffen herz. Laß mich selbst 3. Heilige des herzens im todesschmerz, Bis zum triebe, Daß ich über alles frohen überwinden, Deines treu Meinen Gott und Va: trostes fraft empfinden. ter liebe; Daß mir nichts so mel. Warum sollt ich mich dan te. wichtig fey, Als in seiner 186. Höchster Tröster! huld zu stehn, Beinen nad komm hernie: 156 Bom hell. Geifte, n. feinen Wirkungen. der: Geist des Herrn! Geylgib uns allen Durch dein nicht fern: Komin auf Chei licht Unterricht, Wie wir stiglieder. Er, der nie seim Gott gefallen; Behr uns wort gebrochen, Jesus hat kindlich zu ihm treten: Sey Deinen rath Seinem volfjuns nah, Und sprich ja, versprochen. Wenn wir glaubig beten. 2. Schöpfer unfers neuen 7. Hilf den fampf des lebens! Unfre muh Ist doch glaubens fämpfen: Gib hie Dhne dich vergebens.[ uns muth, Fleisch und blut Unser heil tft viel zu wichtig: Sünd und welt zu dämpfen. Wer ist wohl, Wie er soll, Raß uns trübsal, freuz und Treu zu handeln tüchtiga leiden, Angst und noth, 3. Herr! wir fallen dir zu Schmerz und tod, Nicht von fuffe: Eins ist noth Noch Jesu scheiden.luce pozdi vorm tod: Buffe, wahre 8. Hilf uns nach bem buffe! Zeig uns selbst den besten streben; Schent uns greu'l der fünde, Daß das fraft, Tugendhaft Und ges herz Neu und schmerz, recht zu leben. Gib, daßi Scham und furcht em: wir nie stille stehen; Treib pfinde. un duns an, Froh die bahn Deis 4. Beig uns des Verföh: nes worts zu gehen. ners wunden; Ruf uns zu: 9. Sen in schwachheit Ihr habt ruh, Ihr habt heilsunsre stüze; Steh uns bei, gefunden: Gott hat seinen Mach uns treu In der prüs Sohngegeben: Wer fo liebt, fungshize: Und wenn Gott So viel gibt, Gibt auch uns nach dem leide Steve ewig leben. ben heißt, Führ den geist 5. Wecke uns vom fün: In des himmels freude denschlafe; Rette doch Heu: Mel. Liebster Jesu wir sind zc. te noch Die verlornen scha 187. Gott! du hast in fe. Reiß die welt aus dem deinem Sohn verderben; Laß sie nicht mich von ewigkeit erwähe Im gericht Der verstockung let; Sende nun von deinem sterben. thron, Was zu meinem heil 6. Geist der wahrheit! nech fehlet; Und gib mir 157 Pfingstlieder Mad mo? des geiftes gaben: Durch steh mir bei, daß ich nicht sie werd' ich alles haben. mein heil verfehle: Gib 2. Bin ich noch in fünden mir demuth in den freuden; todt, Und zum guten ganz Gib geduld und much im verloren; Helger Geist, leiden. el mun@ mein Herr und Gott, Mache 7. Hilf mir reden recht du mich neugeboren: Rette und wohl; Hilf mir meis du mich vom verderben; Lane christenpflichten! Wie mich nicht in fünden sterben.du forderst, wie ich soll, 3. Treibe weg die finstre Ohne heuchelei verrichten; nacht Falscher zweiflender Christlich leben, felig sterben, gedanken: Wenn die weltlind dein himmlisch reich mich irre macht, Halte die einst erben. vernunft in fchranken. Mel. Werde munter mein c. Würd' ich mich von dir ent188. Der du uns als fernen, O we will ich weiss Vater liebest, heit lernen? Treuer Gott, und deinen 4. Schaffe mir ein reines Geist Denen, die dich bitten, herz, Daß ich stets an Gott gibest, Ja uns um ihn bit: gedenke, Und mich oft mitten heiß'st; Demuthsvoll reu und schmerzlleber meine fleh ich vor dir: Bater! send fünden fränke; Baß mich, ihn auch zu mir, Daß er meis nach dem schmerz der fünnen geist erneue, Und ihn dir den, Troft bei meinem Jefuzum tempel weihe.d finden. 2.Ohne ihn fehlt meinem 5. O verbinde mich mit misfen Leben, fraft, und ihmi, Als ein glied an seinem fruchtbarkeit; Und mein leibe; Und wenn ich sein eisberg bleibt dir entriffen, Und gen bin, Hilf mir, daß ich dem dienst der welt geweiht, es auch bleibe; Mich ihm Wenn nicht deines Geistes völlig übergebe, Und zu sei kraft Die gesinnung in mir ner ehre lebe. schafft, Daß ich dir mich 6. Glaube, lieb' und beff- ganz ergebe, Und zu deiner nung sey Stets die stärkelehre lebe. meiner seele: In versuchungl 3. Auch dich kann ich nicht 138 Vom heil. Geiste u. feinen Wirfungen. erkennen, Jesu; und kannsrung der beschwerden Kann nicht rechttreu Meinen Gott dem nächsten nüzlich werden. imdHerrn dich nennen, Ste: 7. Lehre mich, mich selber het mir dein Geist nicht bei. kennen, Die verborgnen feh: Darum laß ihn kräftiglich ler seh'n; Sie mit demuth In mir wirken, daß ich dich Gott bekennen, und ihn um Glaubensvoll als Heiland vergebung flehn. Mache täg: ehre, Und auf deine stimmellich ernst und treu, Sie zu höre. beffern, in mir neu; Gib 4. O du quelle heil'ger mir immer neue kräfte zu güter, HochgelobterGottes: dem heiligungsgeschäfte. geist! Der du menschliche 8. Wenn der anblick meis gemüther Befferst und mit ner fünden Mein gewissen trost erfreust; Mach dir, niederschlägt: Wenn sich in Herr, verlangt auch mich: mir zweifel finden, Die mein Ich ergebe mich an dich. Masherz mit zittern hegt; Wenn che mich, zu Gottes preise, mein aug in nöthen weint, Heilig und zum himel meise. Und Gott nicht zu hören 5. Fülle mich mit heil'gen scheint; D dann laß es meis trieben, Daß ich Gott, meinjner feelen Nicht an trost und höchstes gut, Uleber alles mö stärkung fehlen. ge lieben, Das ich mit getro: 9. Was sich gutes in mir stem muth Seiner Baters findet, Ist dein gnadenwerk huld mich freu, Und mit wahin mir: Selbst den trieb haft rer findestreuStets vor seis du entzündet, Daß mich, nen augenwandle, Und rechte Herr, verlangt nach dir. O schaffen denk und handle. fo feze durch dein wortDeine 6. Geist des friedens und gnadenwirfung fort, Bis fie der liebe! Bilde mich nach durch ein selig ende Herrlich deinem sinn, Daß ich lieb sich an mir vollende. und sanftmuth übe, Und Met. Alle Menschen müssen ic. mirs rechne zum gewinn, 189. Gott! gern mögt Wenn ich je ein friedenss ich heilig leben, band Knüpfen fann; wenn Gutes thun wär meine luft; meine hand Zur erleicht. Aberlüfte widerstreben Dem Pfingstlieder. 159 gefez in meiner brust. Ach! 5. Nichts, als deines mein herz ist mir verdächtig; Geistes gnade, die verlangt Selten bin ich seiner mäch: dein schwaches find: Dann tig: Hart drückt mich der geh' ich auf rechtem pfade fünde joch; Was ich nicht Sicher, muthig und ge will, thu' ich doch. schwind: Dann kann ich 2. Ach! ich kanns nicht mein fleisch bezwingen, Und weiter bringen! Meinem des Geistes früchte bringen; vorfaz trau ich nicht. Welt Kann mich meines Gottes und fünde legt mir schlingen; freu'n, Meines heils vers Ich vergeffe meine pflicht. fichert seyn. Selbst den frommen an 6. Mein Erlöser hats vers dachtsstunden, Da ich freud sprochen; Jedem gibt ev an Gott gefunden, Da ich seinen Geift: Nie hat er sein ihm mein her versprach, wort gebrochen; Er erfüllt, Folgten lasterstunden nach. was er verheißt. Auch ich 3.Gott! ich will dir's nicht bitte nicht vergebens Um die verhehlen: Ohne deines Gei: kraft des neuen lebens. Jch stes fraft Werd' ich immer bin Gottes, Gott ist mein; wieder fehlen, Jmmer siegt Und sein Geist wird mit mir die leidenschaft: Gutes font feyn! ich oft versprechen, Und doch Mel. Ein Lämmlein geht ic. mein gelübde brechen: Eb 190.Erbarm dich, Herr! ich armer mich's versah, du fengst mein War die fünde wieder da! Herz; Geneigt zu eitelkeiten 4. Nun, ich weiß nichts läßt sichs durch freude und anzufangen, Als mit der durch schmerz Oft auf den muth, Gott, von dir Kraftfirrweg leiten. So wankt und stärke zu verlangen; ein rohr, vom wind regiert; Schwach bin ich, o hilf du So irrt, von leidenschaft mir! Du bist mächtig, fannst verführt, Auch oftmals meis mich retten, zu dir will ich ne seele. Herr, hilf mir, daß glaubig beten, Daß deinlich als ein christ, Das flich, Geist doch mit mir sey: Bawas vor dir strafbar ist, ter! Bater! steh mir bei! Und nur das gute wähle. Univ.- Bibl. Giessen 160 Vom hell. Geifte, 11. feinen Wirkungen. 2. Laß doch mein Herz Ach! hiernach laß mich nicht immerhin. In seiner trachten h neigung wanken, Erhebeden 5. Jch bin ein mensch; dur verirrten sinn Zu himmlifennest mich: Wie schwach schen gedanken. Wenn von find meine fräfte! Doch, dem dienst der eitelkeit Mich meine seele hofft auf dich; deines Geistes fraft befreit, Du wirst zu dem geschäfte Go wird es mir gelingen. Der heiligung mir kraft Ich halte deinem Geifte still: verleih'n, und mich mit deis Ich will mich ändern, Herr! ner hülf erfreu'n, Vor dir ich will: Gib selber das gerecht zu leben. Ich bleibe vollbringen. dann dein eigenthum Und 3. Umsonst such ich der will, o Bater, deinen ruhm tugend bahn, Wenn du mich In ewigkeit erheben.) go nicht begleitest; Wenn du mel. Wer nur den lieben Gott se. mich nicht von menschens 191. Gott! dir gefällt wahn Zu deiner wahrheit fein gottlos we: leitest. Du baffest jeden fal: fen: Wer böse ist, bleibt fchen schein; Mit ernst willst nicht vor dir: Drum laß du verchret feyn. Hilf mir, von fünben mich genesen, um Jefu willen: Erhebe den lind schaff ein reines hers in gebeugten muth, Hilf mir mir; Ein herz, das sich vom der leidenschaften wuth finn der welt Entfernt, und Durch deine gnade stillen. unbefleckt erhält. 4. Mein Gott! mein Gott! 2. Laß mich auf die be: gedenke nicht Der funden gangnen fünden Mit immi meiner jugend! Wie hart ger beschämung sehn; Durch fchien mir oft meine pflicht, Christum vor dir gnade Wie rauh tie bahn der tu finden, Und auf dem gend! Jedoch du trugst mich weg der wahrheit geh'n. mit geduld: O laß mich die Ich will forthin das un se deine huld Nicht undank: recht scheu'n, Und deis bar verachten. Dir folgen, nem dienst mein leben ist mein wahress beil, Und weih'n. deine gnad mein bestes theill 3. O stärke mich in dem. Pfingstlieder. 161 gedanken! Gib meinem vor Für Kinder. faz festigkeit; Und will mein Mel. Komm o komm du Geistic. schwaches herz je wanken, 192. Komm, o Geist von So hilf der unentschlossen: Gott gegeben, heit. Wie viel vermag ich, Heilige und beß're mich! Gott, mit dir! Nimm Weise und gerecht zu leben, deinen Geist nur nicht von Dieß vermag ich nur durch dich. Nimm, weil ich so mir! 4. Gib, daß er mir sündhaft bin, Mein verder: stets hülfe leiste, Und muth ben von mir hin. und fräfte mir verleih; Daß 2. Wie verkehrt ist mei: ich mit findlich treuem ne jugend, Wenn du nicht geiste Dir bis zum tod er: mein herz regierst, Und mich geben sey: So sieg ich auf den pfad der tugend, über fünd und welt; Und Auf den weg der weisheit thue, was dir wohlgefül Gottes Geiff, ich hitz fällt. te otth: Andere und beß re 5. Wenn ich jedoch aus mich. schwachheit fehle, Mein Va 1192 3. Gib mir weisheit, ter! fo verwirf mich nicht, muth und stärke Zur voll: Verbirg nicht der betrübten bringung meiner pflicht; feele, Wenn sie dich Und wenn ich noch schwach: fucht, dein angesicht; Und heit merke, So verlaß mache in bekümmernis du mich nur nicht. Lenke Mein Herz von deiner huld meinen flücht'gen finn gewiß. Auf mein wahres wohlseyn 6. Erquicke mich mit deihin. nen freuden, Schaff ein 4. Sey mein beistand, getroftes herz in mir, wenn ich sterbe, Zeige meis Und starke mich in allen nem geist von fern Das mir leiden, So halt ich mich, aufbehaltne erbe, Dann o Gott, zu dir, Bis nach sterb ich, auch jung, schon vollbrachter prüfungszeit gern; Bist du nur mein guz Das glück des himmels ter Gott, So gewinn ich mich erfreut. mon mich im tod. 190 11 Vom Worte Gottes. XVI. Bom Worte Gottes. Mel. Es ist das Heil uns c. fraft, Laß uns der wirkung, 193. Wir menschen sind die er schafft, nicht boshaft zu dem, o Gott, widerstreben. 162 Was geistlich ist, untüchtig: 5. Ach öffne uns verstand Dein wesen, wille, und gesund herz, Daß wir dein wort botJft viel zu hoch und wich recht faffen; In lieb und tig. Wir wiffen und verste: leid, in freud und schmerz, hens nicht, Wo uns dein Es aus der acht nicht laffen, göttlich wort und licht Den Daß wir nicht hörer nur als weg zu dir nicht zeiget. lein, Nein, auch des mortes 2. Drum hast du ehmals thäter seyn, seyn, Frucht huns ausgefandt Propheten, deidertfältig bringen. ne fnechte; Du machtest uns 6. Der saam' am wege durch sie bekannt Dein heil ward sofort Bom feinde und deine rechte: Zulezt ist weggenommen: In felsund felbst dein eigner Sohn, Osteinen fann das wort Die Bater, von des himmels wurzel nicht bekomen; Und throa Gekommen, uns zu wenn der saam' in dornen lehren. fällt, Hat sorg und wollust 3. Für solches heil sey, dieser welt Bald seine fraft Herr, gepreißt! Laß uns daersticket. bei verbleiben, Und gib uns 7. Ach hilf, Herr, daß deinen guten geist, Daß wir wir werden gleich Dem dem worte gläuben; Daß fruchtbar'n guten lande, wirs annehmen jederzeit Und seyn an guten werken Mit demuth, erfurcht, lust reich In unserm amt und freud, Als Gottes, jund stande; Viel früchte nicht der menschen. bringen in geduld, Be 4. Hilf, daß der frevler wahren deine lehr und frecher spott Uns nicht vom huld In einem guten her: wort abwende; Denn du zen. bist ein gerechter Gott, Und 8. Laß uns, dieweil wir strafft gewiß am ende. Gibsleben hier, Den weg der fün du selbst deinem donner der meiden: Gib, daß wir Vom Worte Gottes. 163 halten fest an dir In trübsal,] 3. Wo hatt'ich licht, Wos kampfund leiden.Rott aus, fern mich nicht Dein wort was dir, Herr, nicht gefällt, die wahrheit lehrte? Gott, Hilf uns, die sorgen dieser ohne sie Verstünd ich nie, welt und böse lüste dämpfen. Wie ich dich würdig ehrte. 9. Erhalt uns dein wort 4.Dein wort erklärt Der flar und rein, Und laß es seele werth, Unsterblichkeit unfern füffen Zu jeder zeit und leben. Zur ewigkeit die leuchte seyn. Hilf, daß Ist diese zeit Von dir mir wir draus genießen Kraft, übergeben. rath und trost in aller noth, 5. Dein ew'ger rath, Die Daß wir im leben und imtod missethat Der sünder zu ver: Hierauf beständig trauen. fühnen; Den kennt ich nicht, 10. Laß sich dein wort zu Wár mir dieß licht nicht deiner ehr, DGott, sehr weit durch dein wort erschienen. ausbreiten. Hilf, Jesu, daß 6. Nun darf mein herz uns deine lehr Erleuchten In reu und schmerz Der mög und leiten! O heil'ger fünden, nicht verzagen; Geist, dein göttlich wortlaß Nein, du verzeih'st Lehrst in uns wirken fort und fort meinen geist Ein glaubig Geduld, lieb, hoffnung, abba! sagen. glauben. 7. Mich zu erneu'n, Mich Mel. Ach Gott und Herr ic. dir zu weihn, Ist meines 194. Gott ist mein hort; heils geschäfte. Durch meine Und auf sein mühVermag ichs nie: Dein wort Soll meine feele trau: wort gibt mir die Fräfte. en. Ich wandle hier, Mein 8. Herr, unser Hort! Laß Gott, vor dir Jm glauben, uns dies wort; Den du hasts nicht im schauen. uns gegeben. Es sey mein 2. Dein wort ist wahr: theil, Es sey mir heil, Und Laß immerdar Mich seine fraft zum ew'gen leben. kräfte schmecken. Laß kein Mel. Gott du frommer Gott 26. nen spott, Herr mein 195. Gott! du willst, Gott, Mich von dem glaus daß mein herz ben schrecken! Zur heiligkeit genese. Drum 164 Vom Worte Gottes. gib, daß ich dein wort Oftsführe, Der mich vor andern und mit andacht lese; Das rührt. Dann stärke mich wort, das deinen rath Bon durch ihn, Mit ernst und unſerm heil enthält. Dank munterfeit Das gute zu fey dir für dieß wort, Den vollziehn. gröften schaz der welt! 6.Um tugendhaft zu seyn, 2. Erfülle mein gemüth Dazu sind wir auf erden. Mit ehrfurcht und vertrau: Wer deinem wort gehorcht, en, Mit luft und frommen Den läß'st du inne werden, ernst, Dadurch mich zu er: Die lehre sey von dir, Die bauen. Du bist's, der in uns die bibel gibt. Man der schrift zu meiner seele lernt ihr wort verstehn, spricht.O segne doch an mir, Wenn man es treulich übt. Herr, deinen untericht! 7. Spricht sie geheimniss 3. Mein Gott, vor wel: voll, So laß mich dieß nicht chem ich Izt meine hände schrecken. Kein menschlicher falte, Gib, daß ich allezeit verstand Kann dich, Gott, Dein wort für wahrheit ganz entdecken. Du bleibst halte; Und laß mich deinen unendlich hoch. Was mir rath Empfindungsvoll ver: dein wort erklärt, Nicht stehn, Die wunder am gesez, was mein wiz verlangt, Ift Am wort vom freuze, seh'n! meines glaubens werth. 4. Du, aller wahrheit 8. Sich seines schwachen Gott, Kannst mich nicht ir: lichts Bei Gottes licht nicht ren laffen.Untrüglich ist dein schämen, Ist ruhm; und die mort; O laß mich daraus vernunft Alsdann gefangen faffen, So viel mein heil nehmen, Wenn Gott sich verlangt: Du bist's, der offenbart, Dieß ist des mens weisheit gibt, Wenn man schen pflicht; Und weiſe de: sie redlich sucht, und aus muth ist's, Zu glauben, getriffen liebt. was Gott spricht. 5. Gib, daß dein kräftig 9. Erinnre mich hieran, wort Mein Herz auch mäch: Wenn mich die zweifel krän: tig rühre, Und daß ich mir fen; Und lehre mich da: den spruch Oft zu gemüthelbei Zu meinem heil bes Vom Worte Gottes. 165 A denken, Dort sey die zeit des nem forschen fort, Richtig schau'ns; Und hier des glau: daraus einzusehen, Was zu bens zeit; Dort wachse, wie meinem heil mich führet, mein glück, Mein licht in Und mir, deinem find, ewigkeit. gebühret. 10. Find ich in deinem 3. Aber laß mich nicht wort Noch manche dunkel: allein, Deines wortes finn heiten, So laß mich einen verstehen; Laß mein herz freund, Der mehr, als ich, auch folgsam seyn, Den ers fieht, leiten. Ein forschender kannten weg zu gehen. verstand, Der sucht mit em: Denn sonst würd' ich bei figkeit; Ein angefochtnes dem wiffen Doppelt strafe herz Hebt manche dunkel: leiden müssen. heit. 4. Gib, daß ich den un: 11. Stets sey dein wort terricht Deines wortes treu mir werth! Es ist mein glück bewahre; Daß ich, was es auf erden, und wird es einst mir verspricht, Reichlich an noch mehr In jenem leben mir selbst erfahre: Ja, es werden. Nie irre mein gesley in meinem leiden mir ein müth Der bibelfeinde spott! quell von trost und freuden. Die lehre, die sie schmäh'n. 5. Hilf, daß sich von zeit Bleibt doch dein wort, ozu zeit Meine fenntniffe vers Gott! mehren. Find ich manche Mel. Liebster Jefu, wir sind ic. dunkelheit Bei geheimnis: 196. Herr, mein licht! vollen lehren; Laß mich erleuchte mich zweifelsucht entfernen, Und on Daß ich mich und dich erken in demuth glauben lernen. ne: Daß ich voll vertrauen 6. Laß mich, Herr, in dei dich meinen Gott und Vanem licht Immer rührender ter nenne. Höchster! faß erkennen Jener herrlichkeit mich doch auf erden Weise gewicht, Und wie glücklich zu dem himmel werden. der zu nennen, Der darnach 2. Lauter wahrheit ist dein mit eifer trachtet, Und die wort, Lehre mich, es recht lust der welt verachtet. verstehen! Hilf selbst mei 7. O verleihe mir die 166 Vom Worte Gottts. fraft, Deinem wort gemäß Der fann nicht vor sich ses zu handeln, Und vor dir gehen, Nichts verstehen; Der wissenhaft, Als dein treues finket, wenn er meint Auf Find, zu wandeln; So wird festem grund zu stehen. einst in jenem leben Mich ein 4. Gott! die vernunft ers hellres licht umgeben. fennet dich In allen deinen Mel. Ich ruf zu dir Herr Jesu zc. werken, Weiß dein gebot: 197.Speil deinem volte, doch weiß sie sich Zum guten dem du dich, nicht zu stärken. Wir fün: Jehovah, offenbarest; Das digen; und sie kann nie lins du regierst, und väterlich fünder dir versöhnen: Unfre Auf ebner bahn bervahrest. thränen Siehst du; doch Heil uns! denn dieß dein können sie nicht gnug thun, volf sind wir: Du lehest nicht verföhnen. uns, deinen willen Recht er: 5. Aus furcht des todes füllen, Und unsern durst wären wir Im ganzen leben nach dir Selbst aus der tnechte, Wenn uns dein quelle fillen. wort nicht, Gott, von dir 2. Web denen, die sich Trost aus der höhe brächte. finsterniß, Gott, für dein Der fünder fann durch Jes licht erwählen! Wie hoff sum Christ Für alle seine nungslos, wie ungewis sünden Gnade finden; Der Sind ihre stolze seelen! Du, flüste macht und lift Durch Gott, beruft sie immer glauben überwinden. noch, Dein himmlisch reich 6. Ach! theu'r und werth zu erben, nicht zu sters sey uns dieß wort: Denn du ben. Ihr leichtfinn stürzt haft's uns gegeben! Es leit' fle doch In ewiges ver: uns bier, es bring uns dort, derben. O Gott, zum ew'gen 3. Der fpötter fagt, du leben! Lehr auch die spötter, werdest nicht Uns deine rech: die es noch Mit stolzem te lehren; Denn die vernunft muth verachten, Darnach sey unser licht, Dich würdigsschmachten, Und, unter au verehren. Ach! wem dieß Jesu joch, nach seinem Schwache licht nur fcheint, lreiche trachten!! Bom Geseze. 167 Die zehn Gebote. 7. Die eh sollst du be Nach bekannter Melodie. wahren rein, Und auch 198. Dieß sind die heil': dein herz foll heilig seyn. gen zehn ge Dein leib und Geist seg bot. Sie gab uns unser Herr Gott geweiht; Leb stets in und Gott: Aus finstern zucht und mässigkeit. wolken sprach er sie herab 8. Mit unrecht mehre vom berge Sinai. nicht dein gut; Verflucht 2. Jch bin der Herr, sonst ist der, der unrecht thut. Feiner mehr, Mich, und sonst Betrüge nie, und wuchre feine götter ehr. Mich fürch nicht; ad wohlthun sey te, mir vertraue dich. Nichts dir freud und pflicht. sollst du lieben, so wie mich. 9. Du sollst fein falscher 3.Du sollst nicht freventlich geuge feyn, Verläumdurg, entehr'n Den namen Got: lügen schmähsucht scheu'n. tes, deines Herrn. Mit tiefer Des nächsten unschuld rette chrfurcht nenn ihn nur; Und du, Und seine schande decke halte deines eides schwur. u. 4. Der fonntag fen ein tag 10. Des nächsten haus der ruh; Bring ihn in from: begehre nie, Auch nicht sein mer andacht zu. Komm weib, knecht, magd und dankend vor mein angesicht, vich: Gönn ihm sein glück; Und stärke dich in deiner sey ohne neid, Wenn Gottes pflicht. fegen ihn erfreut. 5. Den vater und die mut 11. Die heiligen gebote ter ehr; Gib ihnen williges find Gegeben, daß du deine gehör: Sen eifrig, ihnen fünd Erkennen sollst, und beizustehn: Gott lohnts lernen wohl Wie man vor und läßt dirs wohl ergehn. Gott recht leben soll. 6. Du follst nicht töd: 12. Das hülf du uns, ten; sollst dich scheu'n Für Herr Jein Christ, Der du zorn und haß; nicht rächer der Mittler worden bist; feyn: Beleidiat zeige fanf. Und stärke uns mit deiner ten muth, Der auch an kraft, Die in uns alles feinden gutes thut. gute schafft. dal me 168 Vom Worte Gottes. Mel. Mein Herzens Jefu 2c. 5. An eltern, an der obriga 199. Herr, deine rech: keit, An denen, die mich leh: te, dein gebot, ren, Paß mich, o Bater, jeder: Darnach wir sollen leben, zeit Dein göttlich bild vers Wollst du durch deinen Geist, ehren. Für ihre treu und o Gott, Ins herz mir selber müh laß mich, Auch wenn geben; Daß ich zum guten sie werden wunderlich, Ge: willig sey, Und redlich, horsam seyn und dankbar. ohne heuchelei, Was du 6. Hilf, daß ich nimmer befiehlst, vollbringe. eigne rach Aus zorn und 2. Gib, daß ich dir allein feindschaft übe; Verfolgt vertrau, Allein dich fürcht' mich auch ein feind mit und liebe; Auf menschen hülf schmach, Daß ich verzeih und und trost nicht bau, Mich liebe; Auch jedem gern sein darum nicht betrübe. Laß glücke gönn, Bon herzen seg: groser leute gnad und gunst, ne jeglichen, Und wo ich Gewalt, pracht, reichthum, fann, ihm diene. wiz und kunst mir nicht 7. Unreine wert der fin zum abgott werden. sternis Laß lebenslang mich 3. Hilf, daß ich deinen meiden. Ein unkeusch herz gnadenbund aus deinem strafft du gewiß: Auf wol: wort erfene, Und deinen na: luft folgen leiden. Schaff men nie mein mundQhn her: du in mir ein reines Herz, zens andacht nenne. Verges: Das üppigkeit und geilen fen laß es mich auch nicht, Wie scherz Sich nimmermehr starf mich meinertaufe pflicht erlaube. Zu deinem dienst verbindet. 8. Verleih, daß ich mich 4. Am tage deiner heil gensredlich nähr, Mich böser rän: ruh laß mich gern vor dich te schäme, Dem herzen geiz treten; Die stunden heilig und unrecht wehr; Was bringen zu, Mit freuden zulmein nicht ist, nicht nehme. dir beten. Dein wort fey Gewinn ich was mit meiner meines Herzens luft, Dein hand, Sey es auf arme gern friede sey in meiner brust, verwandt, Und nicht auf Dein lob in meinem munde. pracht und hoffart. 169 Vom Evangelium. 9. Hilf, daß ich meines Von dem Evangelium. nächsten ehr zu retten, forge Mel. Schmücke dich, o Liebe ic. trage; Schmach und ver: 200. Gott! dein uns achtung von ihm fehr, sichtbares wesen Nichts böses von ihm sage. Läßt sich in dem lichte les Aufrichtigkeit regiere mich; sen, Daß du uns für dieses Und mein gemüth entferne leben Haft mit der vernunft fich Vom lügen, und vom gegeben. Daß du Gott bist, lästern. muß ich merken, Herr, aus 10. Laß mich des nächsten deinen grosen werken; Und haus und gut Mit unrecht die pflicht, dich zu verehren, nie begehren. Was mir Kann mich meine schöpfung zum leben nöthig thut, Das lehren. wollst du mir gewähren; 2. Die vernunft zeigt deis Doch, daß es niemand schäd: ne gröse, Und entdeckt mir lich sey, Jch auch, durch dei ne huld, dabei Ein ruhigs herz behalte. meine blöse; Ich soll mich mit Gott verbinden; Doch dieß hindern meine fünden; 11. Gott! du bist Herr: Und ich fann sie nicht vers der mensch dein knecht: Ich fühnen; Meine fraft kann fenne deinen willen, Gern nichts verdienen. Ach vers wollt ich ihn auch, wie es nunft! dieß ist der schade: recht In beiligkeit erfüllen. Aber wie find ich nun Doch fühl ich wohl, was gnade? ex mir gebricht, Und wie ich 3. Hier erscheint in größe wahre tugend nicht Vermag rer klarheit Uns ein licht, durch meine fräfte. das wort der wahrheit: 42. Drum gib du mir von Dieß verspricht den geistlich deinem thron, Vater, fraft armen Reiches göttliches er: und stärke. Bereite mich, o barmen. Hier ist heil für Gottes Sohn, Zum thäter menschenkinder; Hier ein guter werke! heil'ger Geist bürge für die fünder; Hier hilf, daß ich dich Von ganzem steht allen, die sein hoffen, Herzen; und, als mich, Auch nun der weg zum himmel meinen nächsten liebe. loffen.. 170 Vom Worte Gottes. 4. Lob und preiß, und dank len, ließ dich Gott erschallen: und ehre Sey dir, Herr, für Du bist unser ruhm; Gottes diefe lehre, Die ein licht uns fraft, die glauben schafft; aufgestecket, Uns den weg Gute botschaft, uns zum des heils entdecket. Da du leben, Bon Gott selbst ges deinen Sohn zum leben Der geben! verlornen welt gegeben, 2. Was dein wohlgefal: Seh'n wir unsers Gottes len Vor der zeit uns allen, Klarheit, Und empfangen Gott, bestimmet hat; Was gnad und wahrheit. fonst dunkle schatten Borge: 5. Gott! wie gros in bei: bildet hatten, Das vollführt nen wegen, Und für uns dein rath. Daß dein eid wie reich an segen Zeigt dich dich nicht gereut, Zeigst du: uns das wort vom glauben? und in Jefu namen Wird Wer will und den himmel er ja und amen. rauben, Wenn wir auf dein 3. Alles ist vollendet: Gott zeugnis bauen, Deiner Bas hat den gesendet, Der ver: terhuld vertrauen, Jefum heiffen war. Jeius, der sein glaubig Heiland neñen, Und leben Wollte für uns geben, das durch die that betennen? Stellt sich wirklich dar. Ja 6. Ist dieß nicht von uns er hat des Höchsten rath geschehen; O vergib uns Gang vollbracht, und lebt bas vergehen! Sieh hier unin ehre: Ach erwünschte fers herzens reue. Und mach lehre! unsern glauben neue. Ach 4. Uns im land der tod: das wort des ew'gen lebens ten Schickst du lebensboten, Gabst du uns doch nicht ver: Trost bringt uns ihr mund. gebens. Laß es ihm bei uns Gottwill uns vergeben, lind gelingen; Laß es uns zum wir sollen leben: Welch ein himmel bringen! theurer bund! Gottes huld Mel. Jefu meine Freude zc. stilgt unsre schuld: Und wer 201. Wort aus Gottes ihn im glauben ehret, Wird munde! Wort von ihm erhöret. vom friedensbunde! Evan: 5. Auf! und wehrt den gelium: Balb, da wir gefallschmerzen! Kommt, ihe, der Bom Evangelium. 171 ren herzen Das Gefez zers drang der fünder noth und schlug: Kommt zu deffenschmerz, An ihrer statt ein gnaden, Der, für euch bela: fluch zu werden. Er senkte sich den, Alle schmerzen trua. Jes in ihre noth, Und schmeckte fu tod versöhnt euch Gott; den verdienten tod. Nun, Gott ist Vater, der euch lies da er dann sein eigen leben bet, Und die schuld vergibet. Zur theuren zahlung hins 6. Hierauf will ich bauen, gegeben, und seinem Bater Christo mich vertrauen, Und gnug gethan; So heißts: er in ihm mich freu'n. Jhm nimmt die fünder an.:,: nur will ich leben, Jhm mich 3. Nun flieh'n getroft in ganz ergeben, Errig treu ihm feinen schoos Geängstete, ver: feyn. So werd ich auch einst sagte feelen. Er spricht fie durch dich, mein Heiland, von dem urtheil los, Und tils selig sterben, Und den him get bald ihr ängstlich quälen. mel erben. Wie viel auch ihrer sünden wár, Gedacht wird deren 202. Mein Heiland nun nicht mehr; Sie find nimmt dielins tiefe mehr verfen fet Der fünder an, Die unter ihrer Heiland, der sich ihnen schens last der fünden Kein mensch, fet, Macht, daß fie nichts fein engel trösten fann, Die verdammen fann: Mein nirgends rub und rettung Heiland nimmt die fünder finden; Den'n selbst die an.:,: Nach eigener Melodie. weite welt zu flein, Die 4. So führt er sie dem sich und Gott ein greuel Vater bin Mit treuen brüs feyn; Den'n das gefez den derlichen armen. Geneigt ist stab gebrochen, Und sie der schon des Baters sinn Zu Hölle zugesprochen, Wird lauter ewigem erbarmen. Er diese freistadt aufgethan: nimmt sie auf an findes Mein Heiland nimmt die statt; Ja, alles, was er ist fünder an. 4: n und hat, Wird ihnen eigen :,: 2. Sein mehr als mütter: übergeben; Und ſelbst die liches berz Trieb ihn von sei thür zum ewgen leben Wird nem thron auf erden. Ihnlihnen fröhlich aufgethan. 172 Vom Worte Gottes. Mein Heiland nimmt die ne noth verloren geh'n? fünder an.:: Willst du der fünde länger 5. O solltest du sein Herz dienen, Da, dich zu retten, nur sehn, Wie sichs nach ar er erschienen? Onein! men fündern sehnet; Soverlaß die fündenbahn. wohl wenn sie noch irre Mein Heiland nimmt die gehn, Als wenn ihr auge vor fünder an.:: did ihm thränet! Wie streekt er 8. Komm nur mühselig sich nach zöllnern aus! Wie und gebückt; Komm nur, eilt er in Zachai haus! Wie so gut du weißt zu kommen! gnadenvoll stillt er die thrä: Wenn gleich die last dich nies ne Der reuevollen Magda: derdrückt, Du wirst auch lene, Und denkt nicht, was friechend angenomen. Sieh, fic sonst gethan! Mein Hei wie sein herz dir offen steht, land nimt die fünder an. Und wie er dir entgegen 6. Wie freundlich blickt er geht! Wie lang hat er mit Petrum an, Ob er gleich noch vielem flehen Sich brünstig fo tief gefallen! Nun, dieß nach dir umgesehen? So hat er nicht nur gethan, Da komm dann, armer wurm, er auf erden muste wallen. heran! Mein Heiland Nein, er ist immer einerlei, nimmt die fünder an. Gerecht und fromm, und 9. Sprich nicht: ich habs ewig treu; Wie er war uns zu grob gemacht. Ich hab die ter schmach und leiden, Solgüter seiner gnaden So lang, ist er auf dem thron der freu: so schändlich umgebracht; Ev den Den fündern fiebreich hat mich oft umsonst gelas zugethan. Mein Heiland den! Wofern du's nur jezt nimmt die fünder an.:,: redlich meinst, Und deinen 7. So komme dann, wer fall mit ernst beweinst, So fünder heißt, Und wen sein soll ihm nichts die hände bin fündengreul betrübet; Zu den, Und du sollst nun noch dem, der keinen von sich gnade finden. Er hilft, wenn weißt, Der sich gebeugt zu nichts mehr helfen kann! ihm begibet! Wie willst du Mein Heiland nimmt die dir im lichte stehn, Und ohlfünder an. Bom Evangelium. 173! 10. Doch sprich auch nicht: Kein licht, fein troft erfreute es ist noch zeit, Ich muß erst mich, Kennt ich nicht auch, diese luft geniessen; Gott Herr Jeſu, dich. a wird ja eben nicht gleich heut 2. Ich würde dann auf Die offnen gnadenpforten finstern pfaden Stets in ge: schlieffen. Nein! weil er ruft, fahr des irrthums seyn: so höre du, Und greif mit Mit sündenschuld und fluch beiden Händen zu. Wer heut beladen, Müßt ich des rich: nicht höret, und noch säumet ters strafen scheu'n: Ich Der hat die gnadenzeit vers fände feinen troft in noth, träumet; Dem wird hernach Mich schreckte stündlich grab nicht aufgethan. Heut kom! und tod. E heut nimt dich Jesus an.:,: 3. Wozu hat mich mein 11. Ach! zeuch du selbst Gott erschaffen? Was ist uns recht zu dir, Erbar: auf erden meine pflicht? mungsvoller freund der sün: Wird auch mein geist im tod der! Erfüll mit sehnsucht entschlafen? Und hält Gott und begier Auch uns und künftig ein gericht, Wie alle Adamsfinder. Zeig uns, werd ich im gericht bestehn, bei unsrer fünde schmerz, Wie der verdienten straf Dein offnes liebevolles herz; entgehn? Und wenn wir unser elend 4. Ach! alle diese schwere fehen, So laß uns ja nicht fragen Entscheidet die vers stille stehen Bis daß ein jeder nunft mir nicht; Und bey fagen kann: Gottlob! auch den zweifeln, die mich plaz mich nimmt Jesus an!:,: gen, Gibt sie mir doch kein Das Glück, ein Christ völlig licht. Ach! ohne Chri: sti licht und heil Wär finsters nis und tod mein theil.. us zu seyn.jadz Met. Wer nur den lieben Gott: c. 203. Der du das leben 5. In allen diesen finstere mir gegeben, niffen Hast du, Herr Jesu, Wie preiß ich dich, o Gott, licht gebracht: Du hast mich dafür! Nie kann mein dank der gefahr entriffen, Die dich gnug erheben; Durch mir sonst meine fünde macht. Christen schenkest du es mir, Duzeigst mir Gottes liebes: 174 Vom Worte Gottes. rath, Und führst mich auf 3. Gelobt fey Gott! ich bin der wahrheit pfad. mein christ. Nicht werth der 6. Ich weiß, wozu mich himelsfreuden ist Die trüb: Gott erschaffen: Ich tenn sal dieses lebens. Ich duls mein heil und meine pflicht: de, was ich dulden soll, Und Mein geist wird nicht im bin des hohen trostes voll: tod entschlafen: Und hält Jch leide nicht vergeben!. mein Gott einst sein gericht, 4. Dank dir, o Vater, So kann ich da mit freus dank und ruhm! Du lehrest den stehn, Und vom gericht mich das christenthum Fest zum bimmel gehn.glauben, willig üben. Dank 7.D Jefu! laß mich dei dir, o Jesu, dank und ner lehre Gehorchen mit ruhm! Las mich dein evans ftets größrer luft: Und tei gelium Fest glauben, ewig nes spötters wahn zerstöre lieben! Dein heiligthum in meiner Mel. Herzlich lieb hab ich dich te. brust. Mein ganzes Leben 205. Mein glück im preise dich! Den heil er: furzen raum freu im tode mich! der zeit, Den hohen werth Mel.Komut her zu mir, spricht ic. der ewigkeit, Erkennet meis 204. Gelobt sey Gott! ne feele. Du schöpfer, riefft 319 ich bin ein christ.mich aus dem nichts zum Mehr, als der erde reich: frohen anschau'n deines thum, ist mir diese gnade lichts: Dieß dankt dir meine wichtig. Wie groß ist meine feele. Nicht zu der freude feligkeit! Jch hier ein mensch dieser zeit, Zur wonne jener der sterblichkeit, Bin nun ewigkeit, Dir einst zu wer: zum himmel tüchtig. den ähnlicher, Schufft du 2. Gelobt feyGott! ich bin mich, o Allmächtiger. Bas ein christ. Mein herz ist ruster, Gott! Für mich) gabst du hig, und vergißt Die nichtige den Sohn in tod. Wie gros feit der erden. Nun bin ich bin ich durch dich, mein nicht blos asch und staub, Nicht Gott! ganz bin ich des todes raub; 2. Sohn, zum Versöhner Unsterblich soll ich werden. Imir gesandt! Ich folge deis Von der heiligen Taufe. 175 ner sanften hand, Die mich heil der ewigkeit. Ach! uns zum himel hebet: Für mich re feel empfehlen wir Im floß auch dein blut dahin, leben und im sterben dir. Mich von der welt zu dir zu Geist, unser Gott! O heilis ziehn, Hast du am freuz ge: ge uns unserm Herrn, Zu bebet. Zwar seh ich izt mit leben ihm, zu sterben gern. blödem blick Von ferne nur 4. Durch dich, o Gott, mein fünftig glück; Und wie groß sind wir! Und o dunkel ist mir jene welt, Die wie selig werden wir! Lebr Gott dem glauben aufbes uns dieß glück recht achten. hält. Doch, Jesu Christ! Der erde scheingut sättigt Wenn einst mein aug im nicht; Der erde weisheit tode bricht! Dann seh ich tröstet nicht. Lehr uns nach dich von angesicht. befferm trachten. Der du 3. Geist Gottes, unsre für uns dich opfertest, Der zuversicht! Verlaß, verlaß du uns fünder heiligtest! uns arme nicht, Und stärk Wohl uns! wir sind dein uns unsern glauben. Zeuch eigenthum; Wir bringen uns zu Gott und seinem deinem namen ruhm. Sohn, Und laß uns unsern Dreieiniger! Sey ewig, gnadenlohn In dieser welthewig unser Gott; Dein nichts rauben. Lenk von der sind wir lebend und auch lust der eitelkeit Une auf dasltodt. Tidslan XVII. Von ber heiligen Zaufe. Mel. Wer nur den lieben Gottic.] 2.Du hast zu deinem kind 206.Jch bin getauft auf und erben, O treuer Vater, deinen namen, mich erklärt: Du hast die Gott Vater, Sohn und frucht von deinem sterben, heil'ger Geist. Ich bin ge: Mein treuer Heiland, mir zählt zu deinem saamen, gewährt: Du willst in aller Zum volk, das dir geheiligt noth und pein, guter heißt. Mein glücke fonnt Geist, mein tröster seyn. nicht gröser seyn; Du murs 3. Die Liebe ist nicht zu dest mein, ich wurde dein.lermeffen, Die du, mein Von der heiligen Taufe. 176 Gott, mir zugewandt. Bormals auf dein wort ges laß mich nie die pflicht ver: taufet, D, erwecke mich zum geffen, Dazu ich selbst mich fleiße, Recht zu seyn das, dir verband; Als du in dei: was ich heise.ne nen bund mich nahmst, Und 2. Laß mich oft mit acht fegnend mir entgegen famst. samkeit meiner taufe bund 14. Du bist getreu! auf dei: betrachten; Und nur das zu net feite Bleibt dieser bund jeder zeit Für mein gröftes stets feste stehn: Ja felost, glücke achten, Daß ich deis wenn ich ihn überschreite, nen guten willen Treulich Läß'st du mich nicht verlo: suche zu erfüllen. alba ten gehn: Du flopf'st an 3. Dieser erde glück und mein gewiffen an, Und lockst ruhm Bleibt im tode doch mich auf die rechte bahn. zurücke. Nur ein wahres 5. Ich gebe, o mein Gott, christenthum Folgt uns nach aufs neue mich ganz zu dei: zum ew'gen glücke. Davon nem opfer hin. Erwecke mich ist auch nach dem sterben zu neuer treue, Und bilde Ewig segen zu ererben. mich nach deinem finn. 4. Laß mich, Herr, wie Weich eitle welt! o fünde,[ dir's gefällt, Deinem dienste weich! Gott hört es: izt ganz ergeben, Und, entfernt entfag ich euch... vim dvom sinn der welt, Als dein 6. Befestige dieß mein treuer jünger leben; Daß versprechen, Mein Vater! ich einst auch, wenn ich und bewahre mich, Daß sterbe, Das verheißne leben ich es niemals möge brechen, erbe. endolladi 528 39400 Mein ganzes leben preise Bey der Laufe eines dich. Gott meines heils! Kindes. hit fey ewig mein; Und laß Mel. Liebster Jesu, wir sind z. mich dein auch ewig seyn. 208. Herr! hier siehst Mel. Liebster Jefu, wir sind ic. du uns vor dir, 207. Mein Erlöser, der Siehst dieß find auf unsern oldu mich Dir armen. Dich, o Bater, bits zum eigenthum erfaufet! ten wir, Du wollst seiner Als dein jünger, bin auch ich dich erbarmen, Daß es mög Von der heiligen Taufe 1771 dein find auf erden, Und( Bey der Taufe mehrerer dein erb im himmel werden. Kinderyds Q $ 42. Heiland, Jesu! es ist Herr, der du selbst die tauf dein: Laß es durch dich gnade befohlen; Dir, deffen finden. Heil'ger geist! fehr treu unwandelbar, Dir ben ihm ein, Laß es deine fey'n die finder hier empfohe kraft empfinden, Die in ten! Wir bringen sie der ihm den fünden steuert, taufe dar. O segne sie, Herr Es zu Gottes bild erneuert. Jesu Christ, Der du der 3. Mach uns alle in der talife Safter bift. bingl welt Die von herzensgrund 2. Laß durch dieß fiegel ergeben; Daß wir, wie es deiner gnade Ihr christens dir gefällt, Eingedent des recht bestätigt feynind taufbunds leben; Und daß weihe fiem diefem bade Zu wir, einst nach dem sterben, eeben deines himmels einz Unfrer taufe ſegen erben. Und daß ein chrift dir anged Met Wer nur den lieben ze hört, Dich glück mach fünfer 209 Herr, der du selbst tig ihnen werthy! nodols msul die tauf befoh Nach der Taufe eines d len; Dir, dessen treu un lindes de wandelbar, Dir sey auch die: Met. Nun lob mein'Seel den ze. fes find empfohlen! Wie 210. Getreiht zum chris bringens deiner taufe dar. stenthume, Ift Difegne es Herr Jefu dieses kind nun Gott ges Christ, Der du der taufe weiht! Erzieh' es dir quin Stifter bist.psnisé truhme, DuBater der barma 2. Laß durch dieß siegelherzigkeit! Verlängert deine deiner gnade Sein christenliebe Sein leben; fo verleih recht bestätigt seyn; Und Durch deines Geistes triebe, weihemes in diesem bade Daß es, bir immer treu, Zum erben deines himmels Den hohen werth dertugend eins Undidaß ein christ Schon früh empfindenlern dir angehört, Dieß glück Es zière feine jugend Die mach künftig ihm recht sel'ge lust am Herrn! werth! in 2. Auch wir sind Goteges 12 178 Vom heiligen Abendmal. weihte Durch unsre taufc.dann Die beste deiner gas Der gedant Ermuntre uns ben, Daß wir, durch Jesum noch heute Zu einem neuen Chrift, Theil an dem erbe lobgefang; Erweck uns zum haben, Das unvergänge vertrauen, Mit findlich fro: lich ist. the list modunt hem sinn Gen himmel auf( Nach der Taufe mehrerer zuschauen Zu unserm Vater Kinder.) 11659 hin, Erweck uns, zu ermes Geweiht zum christenthus fen, Was uns sein wort verme Sind diese finder, spricht; Und nimmer zu Gott geweiht! Erzieh sie dir vergeffen Die hohe christen: zum ruhme, Du Vater der pflichtb ushbarmherzigkeit. Verlängert 43. Du Vater von uns al: deine liebe Jhr leben, so vera len! Olehre du uns selber leih Durch deines Geistes thun Nach deinem wohlge triebe, Daß jedes dir recht fallen: Laß deinen fegen auf treu, Den hohen werth der uns ruhn. Du wirst zu die: tugend Schon früh empfins sem leben, Wie du bisher ge: den lern. Es ziere ihre jus than, Was wir bedürfen, gend Die felge lust am geben. Berleih uns nur als: Herrn! Badanot XVIII om heiligen Abendmal. 1 12 mai Vor der Communion. ein In dein leben. Der weg Mel. Wachet auf, ruft uns zc. ist schmal: Bereit uns all 211. Herr! du wollst Zu deinem grofen abendmal. shisia uns vorbereiten nach bekannter Melodie.. Zu deines males feligkeiten: 212. Schaffen in mir, Sey mitten unter uns, oal Gott, ein reis Gott! Heil und leben zulnes herze, Und gib mir eis empfahen, Laß würdig uns nen neuen gewissen geist! zum Heiland nahen, Und Verwirf mich nicht von dei sprich uns los von fünd und nem angesichte, Und nimm tod. Laß uns getreu dir deinen heiligen Geist nicht seyn, Und führ uns endlich von mir. 40m Bom beiligen Abendmal. 179 Mel. Ein Lämmlein geht 2c.» tauft, Und du wirst dem, 213.Jh komme, Herrnder dich erkauft, Bon gan: und suche dich, nzem Herzen leben. Mühselig und beladen.Gott, 4.» Dein ist das glück mein Erbarmer, würd'gender seligkeit, Bewahr es mich Des fiegels deiner gna» hier im glauben; Und lag den. Ich liege hier vor deis» durch keine sicherheit Die nem thron, Sohn Gottes ndeine frone rauben. Sieh, und des menschen Sohn,» ich vereine mich mit dir: Mich deiner zu getrösten. Ich» Ich bin der weinstock, bleib fühle meiner fünden müh;» an mir, So wirst du Ich suche ruh, und finde fienfrüchte bringen. Ich helfe Im glauben der erlösten.» dir, ich stärke dich; Und 2. Dich bet' ich zuversicht:» durch die liebe gegen mich fich an; Du bist das heil der» Wird dir der sieg gelins fünder. Du hast die hand:» gen.« soniqtas schrift abgethan, Und wir 5. Ja, Herr! mein glück find Gottes finder. Jch ist dein gebot; ich will es denk an deines leidens nacht, treu erfüllen: Und bitte dich, Und an dein wort: es ist durch deinen tod, Um fraft vollbracht! Du hast mein zu meinem willen. Laß mich heil verdienet. Du hast dich von nun an tüchtig seyn, für mich dargestellt. Gott Mein ganzes herz dir, Gott, war in dir, und hat die welt zu weih'n, Und deinen tod zur In dir mit sich verfühnet. preisen. Laß mich den ernst 3. So freue dich, mein der heiligung Durch eine herz, in mir! Er tilget deine wahre befferung Mir, und fünden; Und läßt an seiner der welt, beweisen. tafel hier Dich gnad um Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. gnade finden. Du rufft; 214. Zitternd, doch voll und er erhört dich schon, o sanfter freuden, Spricht liebreich:» Sey Komm ich, Herr, auf dein » getroft, mein sohn! Die gebot, Und gedenk an deine » schuld ist dir vergeben. Du leiden, Und an deinen mar: » bist auf meinen tod geltertod, Heiland, der du für 180 Vom heiligen Abendmal. mich starbst, Ewig leben mir vergebens hin zu deinem erwarbst! Ad) möcht ich freuzenah'n! Laß mich die: mich würdignahen Und das fess mahl des Lebens Mir leben hier empfahen! nicht zum gericht empfah'n! 2. Weil du Heiligster, Ach! es stärk und gründe aus gnaden Aller meiner fün mich Im vertrauen, Herr, den last mir zum heil auf auf dich.id Ach! es lenke dich geladen, Und am freuz meinen willen, Dein gesez gebüffet haft; Darum ftel: fromm zu erfüllen. dom let mich nun nicht Gott, der 6: Diefen vorfaz, den ich richter, ins gericht, Dar habe, Alle sünden nun zu sum will er mein verbrechen scheu'n; Laß den vorfaz bis Mir verzeih'n, und nimmer zum grabe Stark in meiner rächen.pop sdsil sid udseele feyn. Vor der drohen: 3. Herr! dieß glaub ich, den gefahr, Der zu werden, und empfinde Freudigkeit der ich war, Beb' ich zags und zuversicht. Tilgt dochshaft, und empfinde Schön Gott nun meine fünde, Und von fern die macht der fünde. verdammt mich fünder nicht.7. Wenn sie mich von dei: Bin ich doch durch deinensen wegen Schmeichlend abe ( tod Völlig ausgeföhnt mit guführen droht; aß mich Gott, Und, wenn ich imfernstvoll überlegen: Welch glauben sterbe, Ewig feines ein tod war Jesu tod! Was himmels erbe!!' distu erfitt mein Heiland nicht, 4. Laß mich vor dein ant. Als er da stund im gericht! liz fommen, Dein gedächt: Könnt ich ihn so leiden fes cnis zu erneu'n! Laß mich hen, und ihn noch durch heut mit deinen frommensfünden schmähen? modni Deines todes zeuge seyn. 8. Wenn ich in der irre Herr! ich schau nach Golgawandle, Geh du mir, Erbar: tha, Wo dein opfertod gemer, nach Zeig mir, wo ich schah Da lagst du in dei- unrecht handle; Stärke nem blute; Da litist du mich, denn ich bin schwach. auch mir zu gute! madil Trag mit göttlicher geduld 5. Jesu! laß mich nicht meine schwachheit, meine Vom heiligen Abendmal. 181 schuld; Laß mich armen Heiland, hab ich mich Zum gnade finden, Tilge gnädig eigenthum ergeben! Ich meine fünden. id piwolle lebenslang mich dein, 9. Dir will ich es erig und deiner großen liebes danken, Daß du so barmher: freu'n, Mich sterbend deiner zig bist. Laß mich nur nicht trösten. wieder wanken, Mein Era 4. Demüthig will ich meis retter, Jesu Christ! Hilfne schuld Bor meinem Gotte mir, daß ich dir getreu, Daß gestehen; Und im vertraun mein vorfaz standhaft sey, auf seine huld, Zu ihm um Jede sünd' und sündenfreu: gnade flehen. Ich will mit den Bis an meinen tod zu glaubigem vertrau'n Nach meiden. Houdai 1ite.& deinem freuz, oJesu, schau'n Mel. Mein Herzens Jefu c. Und fröhlich gnade hoffen. 215. Ich will das abend mal des Herrn 5. Dein leib und blut versichre mich Von dieser Des Mittlers heut empfa: deiner gnade: Daß meiner hen. Von allem weltgeschäft fünden schuld durch dich Mir te fern, Will ich zu Gott nun gewiß nicht schade; Daß mich nahen. O tag, wie ich durch deinen Freuzestod heilig bist du mir! Wie soll Entfündigt und versöhnt fich meine feele hier Zu meis mit Gott, Ein erbe sey des nem Gotterheben! ndlebens. 2. Nicht die gewohnheit 6. Herz! fey nun aller treibt mich hin; Nicht der fünde feind, Du mußt den betrug der sünde, Als ob ein Heiland lieben, Mußt dich, lasterbafter finn Blos da: als Jesu Christi freund, In durch gnade finde. Frei ist frommen thaten üben. Ja, mein herz von heuchelei: ihm gehöret preiß und dank! Gott! mach du es auch völ. Und ich will auch mein leben lig frei Bon luft zu fernern lang Dir, o mein Heiland, sünden. bul danken. 3. Bekennen will ichs öf. 7. Ich steh vor deinem fentlich: Dein sterben sey angesicht: Du siehst, daß ich mein leben! Dir meinen nicht lüge: Du siehst auch, 33 182 Bom heiligen Abendmal. daß mein herz sich nicht mit fome mir nie aus dem sinn, vorsak selbst betrüge. So Wie viel ich dir, Herr, schul: fomm' ich dann mit freu: dig bin: Dein tod bringt digkeit, Voll hoffnung mei: mir das leben. Durch deines ner seligkeit, zu deinem opfers ew'ge fraft Hast du, abendmale. o Herr, auch mir verschafft, 8. O meine feele, denke Was mich vor dem verders nach: Wie fündlich war dein ben schüzt, Was meiner feele leben! Durch weffen leiden, jewig nüzt. Herr JefuChrift! tod und schmach, Hat Gott Wie liebst du mich! wie es dir vergeben? Was bist liebst du mich! Gib, daß du dem, der so dich liebt, Daß ich ewig liebe dich, er für dich sein leben gibt, Für seine liebe fchuldig! 3. Mit inbrunst fleh ich, Herr, zu dir: Befördre du Mel. Herzlich lieb hab ich dich ic. doch selbst in mir Ein glaus 216.Gelobt feyst du, Herr biges gemüthe! Mich dürs unser Gott! Gestet, wie ein dürres land, lobt für unsere Mittlers tod, Bei deiner liebe unterpfand Der uns hat heil erworben. Nach deiner großen güte. Ich Wie hast du, Gott, auch fühle, Herr, was mir ges mich geliebt! Er, der uns bricht: O stärke meine zus ewig's leben gibt, Ist auch versicht, Daß du auch mein für mich gestorben. Mein Versöhner seyst, Und mich ganzes herz frohlockt in mir.vom ew'gen tod befreift. D Vater, ich lobsinge dir. Herr! dieser troft Sey feft Gib, daß ich jeden tag aufs in mir, sey fest in mir! So neu Mich deiner Vaterhuld dien' ich auch mit freuden erfreu. Gott meines heils![ dir. Gey ewig mein; fey ewig 4. Zur weißheit und ges mein; Und laß mich dir rechtigkeit, Zur heiligung recht dankbar feyn! und seligkeit, Bist du mir 2. Boll froher ehrfurcht außersehen. Auch mir zum beug ich mich Vor dir, herrlichsten gewinn Gabst Sohn Gottes, der du dich du dein leben willig hin; Für mich dahin gegeben! Eé Drum hör auch ist mein 183 Bom Heiligen Abendmal. fiehen: Mein Heiland! zeuch 2. Es werde, Herr, für mich ganz zu dir; Ja, durch mein gewissen Dein abends den glauben wohn in mir: mal ein unterpfand, Auch So nimmt in mir die seelen: mir sey dein versöhnend büß ruh, Und meines herzenssen Von Gott aus gnade beßrung zu. Mein Herr guerkannt. Go freuet meis und Gott! Verlaß mich ne seele sich In deinem heil, nicht, verlaß mich nicht; und lobet dich. So komm ich einst nicht 3. Bewundernd denk ich ins gericht. an die liebe, Womit du une 5. Zu deinem himel hilffer heil bedacht. Wie start du mir! Der freuden fülle find beines mitleids triebe, ist bey dir; Laß mich sie einst Die dich bis an das freuz ges genieffen. Belebe mich mit bracht! O gib von deinem muth und kraft, So meine todesschmerz Heut neuen ganze pilgrimschaft zu füh: eindruck in mein herz! ren und zu schlieffen, Daß 4. Laß mich mit ernst die mir dein wort stets heilig sen, fünde scheuen, Für welche du Daß ich, bis in den tod dir als opfer starbst; Laß mich treu, Mit freuden thu, was durch mißbrauch nie entweis dir gefällt, Und dich auch hen, Was du so theuer mir ehre vor der welt. O Herr, erwarbst! Der troft, den mein heil! Sen stets mit mir dein tod verleiht, Vers mir, sen stets mit mir; So führ mich nie zur sicherheit. tomm ich einst gewiß zu dir. 5. Jch übergebe mich aufs Mel. Wer nur den lieben Gott zc. neue, du mein Herr und 217. Hier bin ich, Jer Gott, an dich! Ich schwöre fu! zu erfüllen, dir beständ'ge treue An deis Was du in deiner leidens: nem tische feierlich. Dein nacht, Nach deinem gnaden eigen will ich ewig seyn; Du vollen willen, Zur pflicht und stärbst für mich, drum bin wohlthat mir gemacht. Ber: ich dein. leih zur übung dieser pflicht 6. Nie will ich mich vor Mir deines Geistes fraft spöttern schämen Des diens und licht. ftes, den man dir erweißt; $ 184 Vom heiligen Abendmal. Mich nie zu einem schritt Bergiß sein nicht! denn dir bequemen, Den mein gewis zu gut Berband er sich mit fen fündlich heißt. O flöffe fleisch und blut, Dank ihm mir den eifer ein, Wie du, für diese liebeli ammiro o Herr, gefinnt zu seyn! 2. Halt im gedächtnis 7. Laß mich mit ernst den Jefum Christ, Der für dich nächsten lieben; Und, wenn hat gelitten. Da er am freuz er strauchlend was versieht, gestorben ist. Hat er dir heil Versöhnlichkeit und sanft erstritten. Errettung von muth üben. Nie komm es der fündennoth Erwarb er mir aus dem gemüth, Welch die durch seinen tod. Dank eine schwere schuldenlast Du ihm für seine liebe! in n mir aus huld erlaffen haft. 3. Halt im gedächtnis 8. Es stärke sich in mir Jesum Christ, Der von dem der glaube, Daß meine seele tod erstanden, Und jezt zur ewig lebt; Und daß einst rechten Gottes ist. Er hat aus des grabes staube Mich von todesbanden Auch dir dein allmächt'ger ruferhebt; befreiung ausgemacht, Und Wen du dich, groser Lebensalem'ges leben wiederbracht. fürst, Den völkern sichtbar Dank ihm für diese liebe! zeigen wirst. nd anus and 4. Halt im gedächtnis 9. Hier liege ich zu deinen Jesum Chrift, Er wird einst füffen Mit dank und lob, ges wiederkommen, Zurichten, bet und flehn. Laß neue gna: was auf erden ist; Die füne de auf mich flieffen. Mein der und die frommen.Drum Heiland, laß es doch ge forge, daß du dann bestehst, schehn, Daß mir zur stär: Und mit ihm in den hims fung meiner treu Dein met gehst, Ihm ewiglich zu abendmal gesegnet sey. danken. ad ni µ1 ADER Mel. Nun freut euch lieben 20. 5. Mein Heiland, den der 218, Halt im gedächtnis himmel preißt! Dich will Jefum Chrift, ich ewig loben. D stärke das O feele, der auf erden Bom zu meinen geist Mit neuer himelstbron gekommen ist, kraft von oben. Dein abend: Ein Heiland dir zu werden.mal vermehr in mir Des Bom heiligen Abendmal. 185 glaubens fraft, auf daß ich auch mir vergebung meiner dir Mit neuer treue diene. schuld Auf buffe haster: Mel. Es ist gewißlich an der ic. worbene, did thimbl 219. dh preise dich, 15. Der troft, den mir dein mo Herr, mein tod verschafft, Werd ewig heil! Für deine todesleiden. mir zum segen. Er stärke Hab ich an ihren früchten mich mit neuer fraft. Auf theil, Was fehlt zu meinen allen meinen wegen, Nur freuden? Du wardst ein das zu thun, was dir gefällt, opfer auch für mich. O aib. Und alle furcht und lust der daß meine seele sich Deßlwelt Standhaft zu übers. ewig freuen möge.winden. h) drud nab 2. O wie viel segen läßt 6. Die liebe, die du mir dein tod Mich für mein Herz erzeigt, Ist gar nicht zu ers noch finden! Erlösung aus meffen. Omache selbst mein der todesnoth, Bergebung herz geneigt, Sie nimmer zu aller fünden; Gewiffensruh, vergessen; Daß ich, aus rech zur beßrung fraft: Das ter gegentreu, Dir bis zum hast du, Herr, auch mir ver: tod ergeben sey, Und dir schafft, Da du am freuzelzur ehre leben muomal starbest.rac mu dall7. Baß deines leidens groz 3. Dein mal ist mir ein fen zweck Mir stets vor au: unterpfand Bon dieser gro: gen stehen. Nimm alle hin fen güte. Wie viel hast du dernisse weg, Die ebne bahn an mich gewandt! O stärke zu gehen, Die mir dein heilig mein gemüthe Zum glaubi vorbild weißt, Und die einst gen vertrau'n auf dich; den erlösten geist Zu deiner Daß ich, so lang ich lebe, freude führet. bid i mich An deine gnade halte. 8. Zum ew'gen leben haft 4. Ich fühle hier, vollreu du dich Für mich dahin ge: und schmerz, Die last von geben. Dein abendmal er: meinen fünden. Laß mein wecke mich, Mit ernst dar: vor dir gebeugtes herz Den nach zu streben. Herr! masi grosen trost empfinden, Daß che mich dazu geschickt; Und du, aus Gottes Baterhuld, werd ich einst der welt ent: 186 Bom heiligen Abendmal rückt, So sey dein tod mein/ würdig nahen, Heil und le leben. And ben zu empfahen. Deine Mel. Schmücke bich, o liebe c.liebe heißt mich kommen; 220. Seele! willst du Und wer kommt, wird anges plus de ruhe finden, nommen. Tilgung aller meis Drücket dich die last der sünner fünden Soll ich armer den; Komm, vergebung zu bey dir finden. Laß, ach laßg empfangen; Denn dein licht mich würdig nahen, Heil ist aufgegangen; Und dersund leben zu empfahen! Herr voll heil und gnaden 5. König! Hoherpriester! Hat zu sich dich eingeladen: Lehrer! Du mein göttlicher Deinen bund sollst du er Befehrer! Freund, der du neuen, Und dich seines to: dein eignes leben Für mich des freuen. Ver in den tod gegeben! Hier 2. Eil, wie Gottverlobte fall' ich zu deinen füffen: pflegen, Glaubensvoll dem Ach, laß würdig mich geniess Herrn entgegen. Komm, fen Diefer deiner himmelss den gnadenvollen willen speise, Mir zum heil und dir Deines Heilands zu erfül: zum preiſe. len! Komm mit brünstigem 6. 3um gedächtnis deiner verlangen, Seine güter zu leiden, Und zum vorschmack empfangen! Daß er dich jener freuden, Die du Heis der fünd entlade, Gibt er land mir erstrittest, Als du heute gnad um gnade. Junaussprechlich littest, Als 3. Herr! ich freue mich dich todesschreise deckten mit beben. Laß mich gnad Und die schrecken Gottes empfahn, und leben. Hier schreckten, Als du selbst für willst du dich mit den deinen mich gestorben, Mir des Bas Durch des glaubens band ters huld erworben. vereinen; Du willst sie mit 7. Deines heils will ich fegen tränfen, Willst dich mich freuen, Dir will ich felber ihnen schenken. O wer mich ewig weihen. Hier will tarf sich unterwinden, Deislich mich fleißig üben, Dich ne liebe zu ergründen? u fennen, dich zu lieben, 4. Herr! ach, laß mich Einst werd ich dich ganz er: Vom heiligen Abenduial. 187 fennen, Ganz in deiner liebejbe. Gebeugte willst du nicht brennen. Laß fie mich auch verschmähn; Versprichst, hier empfinden! Hilf mir, den schwachen beizustehn, hilf mir überwinden! Die nach errettung schmache Mel. Ein Lämmlein geht e. ten. Stets bleibst du deis 221.Du Herr haft aus nem worte treu, Und wirst barmherzigkeit, ein glaubig herz voll reu, Zum denkmal deiner gna: Auch meines, nicht verach: den, Das ganze volk dersten. christenheit Wohlthätig ein: 4. Mein Gott! regiere geladen. Du rufft: Müh: fünftig mich, Daß ich vors fel'ge, fommt zu mir! Du sichtig handle; Und heilig, Weltverföhner, ja zu dir voll vertrau'n auf dich, Nach Komm ich auch heut, ich deinem willen wandle. Gib, fünder. Bestoffe dann mich daß, aus dank für deine armen nicht, O Herr, von huld, In glauben, liebe und deinem angesicht, Bom erb: geduld Ich dir auf erden theil deiner finder! lebe; Bis ich dereinst in deis 2.3war meiner misfethat nem reich, Berklärt, unsterbs ist mehr, Mehr, als ich fönnlich, engeln gleich, Dich ewig te zählen; Sie drücket mich, rein erhebe! ich zittre sehr Vor unruh Mel. Herzlich lieb hab ich dich 26. meiner feelen. Gerechter 222.h fomm, o Fries richter, zürne nicht, Und geh densfürst, zu mit mir nicht ins gericht! dir. Erbarmend rufst du ja Gott, du bist reich an güte. auch mir, den frieden zu Du kennst, was ich nicht empfangen. Der fünden last recht gethan; Doch sieh dusist mir zu schwer; O laß auch in gnaden an Mein mein Herz von trost nicht reuiges gemüthe. leer! Laß es die ruh erlans 3.Gott, mein Erbarmer, gen, Die jedem tief gebeugten fich auf mich! Ich liege hier geist Dein theuer werthes im ftaube. Nicht auf verswort verheißt. Wer tröstet bienst; nein nur auf dich, mich, als du allein? Wer Heiland, hofft mein glaumacht mein herz von fünden 188 Vom heiligen Abendmale rein? Herr Jefu Chrift, 4. Mein ganzes leben Mein troft und licht, mein preise dich! Erlöst hast du, troft und licht! Verwirf, o Heiland, mich, Dein eigen verwirf du mich doch nicht! thum zu werden. Wann ich 2. Anbetend steh ich, Herr, dein bin, so fehlt mir nichts, vor dir: Dein antlig neige Nichts an dem tage des ges duzu mir, Und sen mir sünrichts, Nichts hier auf dies der gnädig! Wann meine fer erden. Auf dieser bahn sünd um rache schreit, Sozum vaterland Entzieh mir mache ans barmherzigkeit niemals deine hand. Zu deis Mich aller strafe ledig! Der nem dienste stärke mich; Und du am freuz gelitten haft; laß mich siegen einst durch Du trugest ja auch meine dich. Herr Jefu Chrift! last, Als du zum heil der fün Mein Herr und Gott, mein. der starbst, Und ihnen Got Herr und Gott! Zum leben tes huld erwarbst.HerrJefufführ mich einst der tod. Chrift! Meinherr und Got Mel.Jesu du mein Bräutigam mein Herr und Gott! Erlöse 223. Sefu, heil'ges mich durch deinen tod.di Gotteslamm! 3. Rur bist du meine zu: Der du aus lieb am freuzes: versicht: Durch dich entflieh stamm Für mich dich willig ich dem gericht, Dem schwe: opfertest; Ich feyre hieri ren lohn der fünden. Durch dein opferfest.lt dich kann ich dem finch ent: 2. Ich komm zu deinem gehn, und mich mit Gott abendmal, Berderbt durch vereinigt fehn; Durch dich manchen fündenfall, Krank, das leben finden. Dein tod unrein, arm: du fennest ist der verlornen heil: Gib mich, Wie schwach ich bin; mir an seinem fegen theil! erbarme dich! Er fen auch mir beruhigung, 3. Du bist der arzt, der's Und meines lebens heili: redlich meint, Der schwa: gung. Herr Jesu Christ! chen stärk, der blöden freund, Ich hoff auf dich, ich hoff Diezuflucht der bekümmer: auf dich. In dieser hoff: ten, Der trost der gnadens nung stärke michemon hungrigen. od anting, C Bom heiligen Abendmal. ( 189 4. Zu dir, mein Helfer, p10. Gott ist für mich; tomm auch ich: Ach! reini mir schad't fein feind; Und ge und heilge mich. Gib was mir auch noch schädlich neue fraft, gib neues licht! scheint, Berwandelt nun in Ich weiß, duherr verwirfft segen fich: Gott ist mein mich nichtsid olla Indud freund, und liebet michu 35. Dein wort scheint mir im 1. Herr! mach mich fest in finsternis; Dein Geist in meiner pflicht; Dein gut: mach meinen geist gemiß, ter geist verlaß mich nicht. Entfräft in mir die alte Ach, laß mich meine tag in luft, Tilg ihre macht ausruh Und friede christlich meiner brust! dst din bringen zu! Cesti due 6. Dein Wort, dein maht 120 Bis du mich vodn ist lebensbrod; Dieß nähre Lebensfürst, In deinen him: mich, o Herr mein Gott, So, mel nehmen wirft; Daß ich daß mein glaube, meine bei dir dort ewigliche In treu, Bis in den tod beständeinemsreiche freue mich. dig sey.om din Mat. Fröhlich, fröhlich, immerie. 57.2ösch in mir aus zorn, 224. Mit dem häufen stolz und geiz; Bewahr mich drodeiner frome vor der mollust reiz: Veredle men Will auch ich 100 Hetk sinnen und begier; Dein land, fommen Zudes neuen bild, o Jesu, pflang' in mir bandes mahl. Alle christen 8. Mit dir, mein ewig sind geladen. Reicher König! treuer freund, Bleib ich im deiner gnaden 3ft feinmans glauben fest vereint. Ich und keine zahl.sfälts, chu weiß, daß deine macht michi2. Welche grose feligkeis schüzt, Daß du mir gibst, ten Willst du, Jefus ams was ewig húzt. 3 bereiten! Geele, freu dich 146 9. Durch dieses deines feiner huld! Wenn dich fünd bundes kraft Hast du mir und elend drücket; Gott ist neuen muth verschafft; Mit hier, der dich erquicket; Je: täglicher und reicher huld sus hier: er tilgt die schuld. Bedeckst du meine schwach3 Herr! darf auch ich heitsschuldens 100 fünder nahen, Deine guade 190 Bom heiligen Abenbmal. zu empfahen? Ich der 8. Liebe! liebe, fomm her: nichts als fluch verdient? nieder! Gott ist Bater: wir Ja, auch mir bist du gestor: find brüder; Erd und him: ben, haft auch leben mir mel ist vereint. Menschen, erworben, Haft auch mich, Engel, Seraphinen- Alles auch mich, verfühnt. brüder! alle dienen Einem 4. Ja du minfft mir, Schöpfer, Einem freund. mein Erbarmer! Auch ich 9. Seele! denk an deine fünder, auch ich armerDarf würde; Und drückt dich des bei deinen freunden stehn. leidens bürde, Denk an deis Schmückt mich nicht der tu: nen grosen lohn. Kämpfe gend seide; In der demuth wider jede sünde; Leide dich trauerfleide Darf ich doch und überwinde: Deine fros noch zu dir gehn. iadne wartet schon. Inter 5. Zuversichtlich darfichs 10. Der du mir ein ewig wagen, Darfs auch laut leben hier versprichst und mit freude sagen: Jesus willleinst wirst geben, Deiner meinHeiland seyn: Und, mir freu ich mich, o Gott. Dein gnade zu erwerben, Wollt er bin ich auch nun aufs neue; für mich fünder sterben: Ich Und dir schwör ich redlich bin Gottes, Gott ist mein. treue, Treue bis in meinen 6. Wer da glaubt wird tod. nicht verloren, Er wird rein Nach dem heiligen Abendund neugeboren; Himmellommal. e ist fein vaterland! Freuet Mel. Wer nur den lieben Gott it. euch, erlöste fünder! Gott ist 225. Nun habe dank Bater, wir sind finder! Hier für deine liebe, ist der erlösung pfand. Du grofer Mittler, Jesu 7. Ja hier wird es uns Christ! Gib, daß ich dich gegeben, Unser pfand zum nicht mehr betrübe, Der du ew'gen leben, Siegel unsrer für mich gestorben bist. Laß feligkeit! Aber siegel des ge: deines leidens angst und richtes, Wenn wir flieh'n pein Mir immerdar vor aus den weg des lichtes Wenn gen seynli. ains noch die fünde freut! 2. Wie kann ich dich ger Bom heiligen Abendmal. 191 nug erheben? Jch, der ich heil, wie mich, erfreut, Euch fluch und tod verdient, Ich lieb ich stets als Chrifti brüs foll nicht sterben, sondern le der, Als erben feiner herrs ben, Weil du mich selbst mit lichkeit. Wir haben Einen Gott verfühnt. Du, Got: Herrn und Gott; Uns tes Sohn, du starbst für speißt und tränft Ein wein, mich: Wie preiß ich, Herr, Ein brod. wie preiß ich dich! 7. Wie ist in unsers Heis 3. Heil mir! mir ward lands namen Sein volk vor das brod gebrochen; Ich ihm versammelt war; So tranf, Herr, deines bundes kommen wir noch einst zuż wein. Boll freude hab ich sammen Bor ihm, mit seiner dir versprochen, Dir, treu: jengel schaar; Und preifen, ster Jefu, treu zu seyn. Jcb als sein eigenthum, Dann schwör es nun noch einmal ewig seines namens ruhm. dir; Schent du nur deinel 8. Hier will ich mich mit gnade mir! deuch vereinen, Die ihr ihn 4. Herr! laß michs dank ewiglich erhöht; Und wenn bar stets ermeffen, Was du wir einst vor ihm erscheinen für mich gelitten hast; Und Am tage seiner majestät; deine liebe nie vergessen, Dann geh ich im triumph Die so viel segen in sich faßt! mit euch, Ihr auserwähls Laß meinen glauben thätig ten, in fein reich. fenn, Und mir zum guten 9. So soll dann weder fraft verleih'n.md god fpott noch leiden, Noch ehre, 5. Im streite hilf mir freud und lust der welt überwinden, lind stärke mich mich, Herr, von deiner liebe zu meiner pflicht: Bewahre scheiden, Die selbst im tode mich vor neuen fünden: Ber: mich erhält. Du bist und laß mich in versuchung nicht! bleibest ewig mein; O laß Und dein für mich vergoß mich deiner würdig seyn! nes blut Schenk noch im Mel. Freu dich sehr o meine ic. todeskampf mir muth! 226. Mit der glaubens 6. Und euch, ihr, der geraden gemeine meinde glieder, Die Jesu Hab ich, Jesu, dich bekannt, 192 Vom heiligen Abendmal JdDempfing im brod und 5. Las hirs mein gewise meine Deiner liebe göttlich fen fagen, Wie so schmerz pfanden Feierlich war, da haft seine pein, Wie so schwer mein eid Ewiger beständig: der: fünde plagen und der teit. Du der sich mit mit hölle schrecken seyn! Es ers vereinte haft gesehen, wie mnre mich daran, Wie viel ichs meinte..607d mi duani mirigethan! Und inna sis 2.0 wie ward da deine sonst sen deine liebe, Wenn güte, Menschenfreund, von ich dir undankbar bliebe. mir verehrt! Wie empfand 6. Reine liebe meiner brüs da mein gemüthe Deiner der Sey die frucht der danke liebe gangen werth! Als ich barkeit. Sie find alle deine dich auf Golgatha Für mich glieder, Erben deiner feligs fünder sterben fahbi Sünder, feit. Auch mein feind, mein sprächst du, du sollst leben; haffer, ist Deinerlöster, Jefur Alle schuld ist dir vergeben! Chrift! Dort wird er mich nd3. Jaich weiß es: ich foll nicht betrüben, Sondern leben, und des Himmels erbe elvig bieder lieben. seyn. Alle schuld ist mir vers 7. Gott, zu dem ich finde geben, Den dein bluto Herrlich trete; Blicke väterlich macht mich rein: Du verzaufmich! öregnädig, was fchonst mich im gericht, Gottlich beth:) Ganz verlaß ich verurtheilt mich nun nicht, mich auf dich. Reiche frucht Wenn ich mich dir ganger, der besserung, Wachsthum gebe, Und im glauben christ in der heiligung, Hoffnung lich lebe jul ond dust auf das ew'ge leben, Laß dein 54. Und ich will dich nicht abendmal mir geben di verlaffen, nicht von deinen Met Jesu: meine Freude 20.08 wegen gebn! Jedesündewill 227 Wiensgetroft und ich haffen, und den lüsten om pauch heiter. Din Gest widerstehn. Gott, mein Hei: benedenter, Machst du meil land! ach gib du Stärf und nen geist! Der du, die dirs freudigkeit dazu, Daß ich trauen, Führst zu grünen mich dir ganz ergebe, Und im auen, Und so gern erfreust. glauben christlich lebei dniemals wird bey dir, Vom heiligen Abendmal. 193 o Hirt, Und beruhiger der dir allein: Daß dein Geift feelen, Mir erquickung feh: mich unterweißt, Und mich len. führt auf deinem pfade, 2. Deinem rath ergeben, Das ist deine gnade. Freu ich mich zu leben: Was 6. Der du blut und leben du willst, ist gut. Nichts Für mich hingegeben, Daß vermag ich schwacher; Du, in meiner noth Ich nicht mein Seligmacher, Rüstest hülflos bliebe; Gros ist deis mich mit muth. Wann die ne liebe, Stärker, als der ivelt erbebt und fällt, Wann tod. Herr! und ich, wie sollt gericht und hölle schrecken, ich mich Deiner huld nicht Willst du mich bedecken. dankbar freuen, Dir meint 3. Ich kann ohne grauen herz nicht weihen? Gräber vor mir schauen: 7. Würdig dir zu leben, Mein Erlöser lebt! Ich weiß Dieß sey mein bestreben, wem ich glaube; Weiß, daß Meine lust und pflicht. Was aus dem staube Mic) sein die welt vergnüget, O meint arm erhebt. Todestag! dein heil, das gnüget Meiner feele schrecken mag Eines frev: nicht. Hab ich dich, wie gern lers herz erschüttern; Was will ich Das, wornach die brauch ich zu zittern? heiden trachten, Reich in dir, 4. Auch in mir ist fünde: verachten! Doch ich überwinde Sie, 8. Macht ein gut der er: mein Hort, durch dich. Sink de, Daß ich glücklich werde ich oft noch nieder, Du er: Durch zufriedenheit? Sind hebst mich wieder; Du be nicht auch die ehren, Die die gnadigst mich. Deine huld welt bethören, Traum und tilgt meine schuld; Nie entseitelkeit? Du erfreust des ziehst du dein erbarmen, menschen geist. Herr! du Deine hülf, mir armen. willst, die dich verehren, 5. Daß ich Gott erfen: Ewig wieder ehren. ne, Und ihn Bater nenne, 9. Deinen hohen frieden Und mich ewig sein; Daß Schmeck ich schon hienieden; ich hier am grabe Trost und Und was hoff ich dort! Uns Hoffnung habe, Dank ich begränzte zeiten Voller selige 13 194 Vom heiligen Abendmal. keiten Hoff ich auf dein 2. Mit welchem treuen wort: Sie sind mein, durch herzen Hast du die grösten dich allein. Bleib ich dir geschmerzen, Den tod, den ich treu im glauben, Wer kann verschuldet, Für mich aus mir sie rauben? lieb erduldet! 10. Voll von deiner gü 3. Herr! der du blut und te, Frohlockt mein gemüthe, leben Für mich dahingege: Gott, mein Heiland, dir. ben; Durch dich bin ich wie Dieser Geist der freuden selig! In dir mein herz wie Stärke mich im leiden, Wei: fröhlich! che nie von mir! Laß mich so 4. Du Gott, an den ich beherzt und froh Einst glaube, Sieh mich gebeugt durchs that des todes drin- jim staube. Begnadigt bin gen, Dort dein lob zu singen. ich armer: Dir dank ichs, Mel. Gott sey gelobet und ic. mein Erbarmer! 228. Herr! sey gelobet, 5. Nun sey der bund ers daß du haft dein neuet! Dir sey mein herz leben Für uns fünder hinge: geweihet. Nach deinem sinn geben! Stärf unsern glauzu leben, Dieß sey nun mein ben! deine himmelsspeise bestreben. Heilige uns dir zum preise. 6. Die christen, deine Erbarm dich unser! glieder; Die menschen, mei: 2. O gib uns allen deine ne brüder, Will ich aus rei gnad und segen, Daß wir nen trieben, Wie du mich gehn auf deinen wegen In liebtest, lieben. rechter lieb und büderlicher 7. Ich will aus treuem treue; Daß dein christen: herzen Der brüder noth und volf dich freue. Erbarmschmerzen, So viel ich kann, dich unser! gern lindern, Ihr elend Mel. Wach auf mein Herz und ic. liebreich mindern. 229. ob fey dir, mein 8. Ich folge dir mit freu: Erretter, Meinden, Wie du, auch still zu Heiland, mein Vertreter, leiden, Mit- murren nicht Du Tilger meiner fünden! zu klagen, An Gott nicht Du lieffest heil mich finden. zu verzagen. Bom heiligen Abendmal. 195 9. Dich will ich nicht verster schenkst du heute, Du laffen, Will, was du haffest, gnadenvoller Heiland, mir! haffen; Was du lieb'st, will Zum erstenmal, mein Herr ich lieben, Nie wissend dich und Gott, Tränkt mich dein betrüben. kelch, speißt mich dein brod. 10. Doch du kennst meine 2.D! habe dank für deis schwäche. Ach! was ich heut ne liebe, Die meinem geist verspreche, hab ich schon oft so tröstlich ist. Gib, daß ich versprochen, und oft auch dich nicht mehr betrübe, Der schon gebrochen. du für mich gestorben bist. 11.Herr, hilf mir! gib mir Laß deines leidens angst und stärke Zu jedem guten werke: pein Mir immerdar vor aus Und von der lust zum bösen gen seyn. Wollst du mein herz erlösen. 3. Laß mich mit ernst die 12. Den ersten reiz der fünde scheuen, Für welche sünden, Den hilf mir über: du als opfer starbst; Laß tvinden; Und wo ich wieder mich durch mißbrauch nicht fehle, Erinnre meine seele. entweihen, Was du so theus 13. Laß mich und alle er mir erwarbst. O gib christen Auf dein gericht sich vondeinem todesschmerz Izt rüsten; Daß, wenn dein tag neuen eindruck in mein herz. heut käme, Sich feiner vor 4. Jch übergebe mich aufs dir schäme. neue, D du mein Herr und 14. Ach laß uns alle kom: Gott, an dich. Ich schwöre men Zum abendmal der dir beständ'ge treue An deis frommen; Führ uns nach nem tische feierlich. Dein allen leiden Zu deines him: eigen will ich errig seyn. Du mels freuden. stärbst für mich; drum bin ich dein. Bei der ersten Communion junger Christen. 5. Hilf mir die fünde übers Mel: Wer nur den lieben ic. winden, Und stärke mich zu 230. Jh náhe mich, voll jeder pflicht: Bewähre mich frommer freut vor neuten fünderi, Verlaß de, Mit meinen brüdern, mich in versuchung nicht! Herr, zu dir. D welche gültnd dein für mich vergoßnes 196 Von der christlichen Kirche. blut Schenk mir im todes:[ thum: Weicht nicht zurück; fampfe muth. lebt ihm zum ruhm, Ihr sei: nes leibes glieder! Nach der ersten Com munion. 2. Euch segne izt fein Mel. Ein Lämmlein geht ic. abendmal mit neuer kraft 231. So lang ihr auf und stärke! Fromm sey das der erde lebt, herz, und gros die zahl In Sey diefer tag euch heilig! Gott gethaner werke! Bricht So oft versuchung um euchleinst die nacht der leiden ein, schwebt, Sey dieser tag euch So tröstet euch in schmerz heilig! Geschworen habt ihr und pein Mit dem, der auch heut dem Herrn: Weicht gelitten. Der Heiland gab nicht zurück! nah oder fern euch heut sein pfand: Ihn Reizt euch die fünde wieder. selbst seht ihr im vaterland, Ihr send izt Jefu eigen: Wenn ihr nun ausgestritten. XIX. Bon der christlichen Kirche. Mel. Herzliebster Jesu, was ic. 4. Steure, Erbarmer! 232.Laß doch, o Jefu, deiner feinde grimme. Ware laß dein reich auf ne die deinen vor des irr: erden Unter den fündern thums stimme. Lehre sie ausgebreitet werden! Schen: prüfen, daß fie falsche freu: fe noch ihnen, deiner leiden den Klüglich vermeiden. wegen, Leben und segen. 5. Sey du ihr licht in 2. Gib ihnen gnade, dich ihren finsterniffen. Heile recht zu erkennen, Daß sie selbst ihr verwundetes ge: noch glaubig ihren Herrn wissen. Schlägt oft ein dich nennen: Gib ihnen fummer ihre herzen nieder, eifer, deinen guten willen/ Stärke sie wieder! Treu zu erfüllen. 6. Schüße uns mächtig 3. Laß sie dein wort mit mitten unter hösen, Bis frommer achtung ehren: du von ihnen ganz wirst Denn es verkündigt deines uns erlösen; Bis wir zum mundes lehren. Auffer ihm umgang der verklärten fuchen sterbliche vergebens frommen Frohlockend kom: Worte des lebens. men. 197 Von der christlichen Kirche. Nach voriger Melodie. Jesu Christ, Der du Herr 233. Güze die deinen, aller herren bist: Beschirme die nach dir sich deine christenheit, Daß sie nennen, Und dich, oJesu, vor dich lob in ewigkeit. der welt bekennen. Laß dei: 3. Gib, heilger Geist, nen händen, wie du selbst uns einen finn; Nimm alle verbeiffen, Nichts sie ent: zwietracht von uns hin. reiffen. Vor deines wortes licht und 2. Eaß deine wahrheit rein machtEntflieh des irrthums verkündigt werden; mach finstré nacht! ihre siege herrlicher auf er: 4. Herr! laß uns dir bes den. Gib muth und weis: fohlen seyn In aller noth: heit denen, die sie lehren, wir sind ja dein. Erhalt im Dein reich zu mehren. glauben uns getreu, Und mach uns von den feinden frei! 3. Du hast noch niemals, Herr, dein wort gebrochen; Führe die deinen, wie du 5. Laß sie zuleit erkennen selbst versprochen; Führe sie doch, Du, unser Herr Gott, endlich aus dem kampf hie: lebeft noch, Und stehst bei nieden Zum ew'gen frieden. deiner kirche fest, Die sich 4. Ewig, o Heiland, sey allein auf dich verläßt. dein nam erhoben! Ewig Met. Eine feste Burg ist unser 26. frøhlockend müsse dich einst 235. Ein starker schuz ist loben, Odu Beschirmer dei: unser Gott; Auf ner schwachen heerde! Him: ihn steht unser hoffen. Er mel und erde. hilft uns treu aus aller Nach bekannter Melodie. noth, So viel uns der bes 234. Erhalt uns, Herr, troffen. Satan, unser feind, bei deinem Der mit ernst es meint, Rü: trort: Wehr aller feinde stet sich mit list, Trost, daß list und mord, Die Jefum er mächtig ist. Ihm gleicht Christum, deinen Sohn, fein feind auf erden. Vom throne frech zu stür 2. Mit unfrer macht ist nichts gethan; Wir sind gar zen droh'n. 2. Zeig deine macht, Herr bald verloren: Es kämpft 196 Von der christlichen Kirche. für uns der rechte mann, zum himmel weißt: Der Den Gott selbst hat erkoh: helf uns frölich! amen! ren. Fragst du, wer der ist? Nach bekannter Melodie. Er heißt Jesus Christ, Der 236. Es wolle Gott uns Herr Zebaoth; Und ist fein gnädig seyn, Uns andrer Gott. Das feld seinen fegen geben! Mit ſeiz muß er behalten! nes wortes hellem schein Er: 3.Und wenn die welt voll leucht er uns zum leben. Laß feinde wär, Und wollten uns uns erkennen, unser Gott, verschlingen; So fürchten Dein groses werk auferden! wir uns doch nicht sehr; Es LaßJesu Christi heil und tod muß uns noch gelingen. Der Erfannt von allen werden, fürst dieser welt, So arger Und alle sich befehren! fich stellt, Schreckt er uns 2. So danken dir, und doch nicht. Er hat schon sein loben dich Die nationen gericht. Ein wörtlein fann alle; So freut der ganze ihn fällen. erdkreis fich, Und singt mit 4. Das wort steht fest! grosem schalle, Daß du sein die stolze welt Mag noch so Gott und Bater bist, Und heftig toben. Der Herr mit läsfest gnade walten; Und uns! der starke Held! Der daß dein wort das mittel ist, gibt uns fieg von oben. Uns alle zu erhalten, Und Nehmen sie den leib, Gut, uns zu dir zu führen. ehr, find und weib: Laß fah: 3.So dank dir. Gort, und ren dahin! Sie haben's kein lobe dich Dein volk durch gewinn: Uns muß der him: gute thaten! Es bringe mel bleiben. frucht und beßre fich: Dein 5.Preiß, ehr und lob dem wort laß wohl gerathen. höchsten Gott, Dem Vater Der Vater seqn' uns, und aller gnaden! Der seinen der Sohn, Und auch der Sohn gegeben hat, Zu meh: Geist der freuden! Es segn' ren unserm schaden; Der uns Gott; geb uns den uns durch seinen Geist Der lohn, Der nach der erde fündennoth entreißt, Dasfleiden Die müden pilger leben verheißt, Den wegltröstet! Von der christlichen Kirche. 199 Mel. Sey Lob und Ehr dem ic.[ trau'n Auf deine zukunft 237. Die feinde deines warten! freuzes drohn, 5. Uns, deine christen, Dein reich, Herr, zu verwü: wollest du Fest in der wahr: sten. Du aber, Mittler, heit gründen, Daß wir für Gottessohn, Beschüzeft dei unsre seelen ruh In deiner ne christen. Dein thron begnade finden. Mach unsers stehet ewiglich; Bergeblich glaubens uns gewiß: Vor wird sich wider dich Diesirrthum und vor finsternis ganze hölle waffnen. Bewahr uns, weil wir leben. 2. Dein reich ist nicht von dieser welt. Kein werk von 6. Ein reines herz schaff menschenfindern: Drum in uns, Herr, Ein herz nach fonnt auch feine macht der deinem willen; Und lehre welt Deffelben fortgang hin: täglich fertiger Uns dein dern. Dir können deine has gefez erfüllen; Gehorsam ser nie Dein erbe rauben: deiner vorschrift seyn, Und selbst durch sie Wird es very dann uns deiner gnade gröffert werden. freu'n: Sen unser heil 4. Weit wollst du deine auf erden! herrschafft noch In deiner 7. So wird dein volk dir welt verbreiten; Und unter unterthan, Und lernt die deinem fanften joch Die sünde meiden; Und du völker alle leiten! Bom auf führst es auf ebner bahn Zu gang bis zum niedergang deines reiches freuden: Und Bring alle welt dir preiß herrlich wird in dieser zeit, und dank, Und glaub' an noch herrlicher in eivigs deinen namen! feit, Dein groser name 4. Auch deine feinde, die werden. dich schmähn, Die sich noch 8. Boll zuversicht erwars frech empören, Laß deinersten eich, Herr Jesu deine anade wunder seh'n, Daß fie frommen. Der tag ist nah, sich noch befehren! Lehr fie des freu'n sie sich, Da du mit uns gen himel schau'n, wirst wiederkommen. Den Und unerschüttert im verfündern kommst du zum ges 200 Von der christlichen Kirche. richt; Uns fegnet dann dein wahrheit schmähn; Uns angesicht Mit wonne der kann er sie nicht rauben. gerechten. Der unchrist mag ihr wis 9. Ja fomm, Herr Jesu, derstehn; Wir halten fest fome bald zu deinem volke am glauben. Gelobt sey Je: wieder! Befren durch dei: sus Christ! Wer hier sein nes arms gewaltlins deines jünger ist, Sein wort von reiches glieder! Dein him: herzen hält, Dem kann die melreich ist uns bereit; Bon/ ganze welt Die seligkeit ewigkeit zu ewiakeit Wird nicht rauben. unser erbtheil bls.ben. 4. Christen! die ihr ihm Mel. Ein feste Burg ist unser 2c. vertraut, Laßt euch fein 238. Wenn Christus droh'a erschrecken! Der Gott, feine firche der von dem himmel schaut, schüzt, So mag die bölle Wird uns gewiß bedecken. wüten: Er, der zur rechten Der Herr, Herr, unfer Gottes fizt, Hat macht, ihr Gott, Hält über sein gebot, zu gebieten. Er ist mit hül Gibt uns geduld in noth, fe nah: Wenn er gebeut, Und kraft und muth im tod: stehts da. Er schüzet seinen Was will uns dann er: ruhm, Und hält das chrischrecken? stenthum; Mag doch die hölle wüten! Nach bekannter Melodie. 239, Lobet den, Herrn, 2. Gott sieht wohl für: ihr heiden all! sten auf dem thron Sich wi: Lobt ihn von herzensgrunde, der ihn empören, Die den Preißt ihn, ihr völker all, Gefalbten, seinen Sohn, zumal; Dankt ihm zu Den Herrn der welt nicht aller stunde, Daß er chren. Sie schämen sich des euch auserwählet hat, worts Des Heilands, un Euch mitgetheilet seine fers Horts; Sein freuz ist anad In Christo seinem felbst ihr spott: Doch ihrer Sohne! lachet Gott. Sie mögen 2. Er läßt gnad und sich emvören! barmherzigkeit Stets über 3. Der frevler mag die uns noch walten; Und seis Von der Glückfel. begnadigter Christen. 201 ne treu und gütigkeit Er: Schenkt uns aus gnad die scheinet jung'n und alten; seligkeit; Drum singet: Und währet bis in ewigkeit, halleluja. XX. Von der Glückseligkeit begnadigter frommer Christen. Mel. Kommt her zu mir, spricht ic. Ihn täglich mehr mein herz 240. So hoff ich dann erneun, Und mich mit tröst mit festem mutherfüllen! Auf Gottes gnad und Chri: Mel. Mein Herzens Jefu 26. sti blut; ich hoff ein ewig 241. 3ch weiß, an wen mein glaub sich leben: Gott ist ein Vater, der verzeiht; Hat mir das hält: Kein feind soll mir ihn recht zur seligkeit Jn feinem/ rauben. Als bürger einer Sohn gegeben. beffern welt, Leb ich hier nur 2. Herr! welch ein unaus: im glauben. Dort schau ich, fprechlich heil, An dir, an was ich hier geglaubt. Wer deiner gnade theil, Auch theil ist, der mir mein erbtheil am himmel haben! Im ber raubt? Es ruht in Jesu zen durch den glauben rein, händen. Dich lieben, und versichert 2. Mein leben ist ein furs seyn Von deines geistes ga: zer streit, Lang ist der tag ben! des sieges! Ich kämpfe für 3. Dein wort, das wort die ewigkeit; Erwünschter der seligkeit, Wirkt göttliche lohn des Frieges! Der du zufriedenheit, Wenn wir es für mich den tod geschmeckt, treu bewahren: Es spricht Durch deinen schild werd ich uns troft im elend zu, Ber: bedeckt; Was kann mir füffet uns des lebens ruh, dann nun schaden? Und stärkt uns in gefahren. 3. Herr! du bist mein 4. Erhalte mir, o Herr, ganzer ruhm, Mein glück in mein Hort, Den glauben an diesem leben; In jener welt dein göttlich wort Um deismein eigenthum; Dich haft nes namens willen. Laß ihn du mir gegeben. Ich eile mein licht auf erden seyn, dann dem himmel zu, In: 202 Von der Glückseligkeit. bem ich alles glaubig thu, fannt. Mein sind des him: Was mich dein wille lehret./ mels freuden. 4. Herr! lenke meines gei: 8. Wie groß ist meine stes blick Von dieser welt ge herrlichkeit? Empfinde sie, tümmel Auf dich, auf meio feele! Benuze deine gna: ner seele glück, Auf ewigkeit denzeit, Daß dir vor Gott und himmel. Die welt mit nichts fehle. Der erde glänz ihrer herrlichkeit Vergeht, zend nichts vergeht: Nur und währt nur furze zeit. des gerechten ruhm besteht Im himel sey mein wandel! Durch alle ewigkeiten. 5. Jzt, da mich dieser leib mel. Kommt her zu mir spricht 2. beschwert, Ift mir noch nicht 242. Kommt, christen, erschienen, Was jene beßre preißt den Herrn welt gewährt, Wo wir Gott mit mir! Sein wohlthun heilig dienen. Dann, irann währet für und für Bey de: min auge nicht mehr weint, nen, die ihn lieben. Ihr treu: Und mein erlösungstag er es herz ist ihm bekannt; Sie scheint, Dann werd ichs sind in seine Baterhand. froh empfinden. 3um fegen eingeschrieben. 6.3m dunkeln seh ich hier 2. Ein find des höchsten mein heil, Dort ist mir al: Baters seyn, Sich sein und les beiter; Hier ist die fün: seiner gnade freu'n, Bey de noch mein theil, Dort ist keiner prüfung beben; Beym fie es nicht weiter. Hier ist blick auf Gott, die welt ver: mein werth mir noch verschmähn, Dem tode froh hüllt, Dort wird er ficht entgegen sehn! Das ist ein bar, wenn dein bild, Gott, selig leben. mich herrlich schmücket! 3. Der Hüter, der die welt 7. Zu diesem glück bin ich bewacht, Gibt auf die ihm erkauft, Here, durch dei getreuen acht; Se find bey ne leiden. Auf deinen tod ihm in gnaden. Wen Gott bin ich getauft; Wer will mit seiner allmacht schüzt, mich von dir scheiden? Du Wer unter seinen schirmen zeichnest mich in deine hand: fizt, Wer kann, wer will Du bist mir, ich bin dir beldem schaden? begnadigter frommer Christen, 203 4. Im finstern ist der Herr Wo man freuden Erndet sein licht, In nöthen seine von der saat der leiden! zuversicht, Im fummer ſein 2.O pie erhaben ist das ergözen. Und treten alle recht, Das du uns gibest, freunde fern, So kann auf dein geschlecht Und bundes:. seinen freund, den Herrn volk zu heisen! Bei dir ist Er feine hoffnung se: unser vaterland; Und wer will deiner starken hand, zen. 5. So hochbegnadigt ist Allmächt'ger uns entreiffen! der christ, Der Christi from: Wenn wir Gleich hier Müs: mer jünger ist, Schon selig sen streiten Und zu zeiten hier auf erden. Doch nach Schwach uns finden, Hilfft vollbrachter prüfungszeit du uns doch überwinden, Kommt fein glück zur voll: 3. Du deckest unsre schul: fommenheit; Dort soll er den zu, Schenkst unfern fees herrlich werden! len wahre rub, Und stärkest Mel. Wie schön leuchtet der 2ç. 6. O Gott, erleuchte, die uns mit freude. Dein Sohn noch blind, Noch christen ist unser haupt und ruhm, pbne Chrifto find, Des Wir sind erkauftes eigen: wegs zum glück verfehlen. thum, Und schafe seiner Zeig ihnen, Gott des heils, weide. Gutes Muthes Sind dein heil, Und gib, daß auf erden In beschwerden sie das beste theil Erfen: Unfre seelen: Herr, was nen, und erwählen. fann bei dir uns fehlen! 4.Es bleibet zwar der ho: 243. Wie gros ist unsre he werth Der anade, die uns feligkeit, widerfährt, Verborgen bier Gott, schon in der prü: auf erden. Doch wenn der: fungszeit, Selbst unter viel einst vor aller welt, Erunfer beschwerden; Wenn unser Herr, gerichtstag hält, Dan herz sich dir ergibt, und wird er sichtbar iverden. Als treu in Jesut dienst sich übt! dann Sieht man Ihr mut Wie gros wird sie einst wer: fronen Uns belohnen. Und den; Wenn sich Herrlich Je mit ehren Für sein treues nes leben Wird anheben, volk erklären. 204 Von der Glückseligkeit 5. Wie glücklich sind die 4. Den machst du, Gott, christen dann? Wie viel frei von den plagen, Die hast du, Gott, uns gethan? dem gewissen furchtbar O laß uns unsre würde Bor sind; Der kann getrost und augen haben allezeit; So freudig fagen: Gott ist für tragen wir mit willigkeit mich; ich bin sein kind: Hier Der kurzen leiden bürde. ist der, welcher für mich Herr, aib Den trieb In die litt', Und mich noch izt bei feelen, Dich zu wählen, Und Gott vertritt! das leben Ganz zu Jesu dienst zu geben! 5. O Herr! wie selig ist die seele, Die sich in deiner Mel Wer nur den lieben Gettic. gnade freut. Ob auch ein 244. Gott! deine gnad irdisch glück ihr fehle, Fehlt ist unser leben; ihr doch nicht zufriedenheit. Sie schafft uns heil und see: Und Gottes friede ist mehr lenruh, Dein ists, die fünden werth, Als alles, was die zu vergeben, Und willig ist welt gewährt. dein herz dazu, Du willst den 6. Dein friede stärkt mit tod des sünders nicht, Sucht hohem muthe Das herz, auch er voll reu dein angesicht. in der grösten noth; Gibt 2. Uns, uns verlorne zu er: hoffnung zu dem em'gen gu: retten, Gabfidu für uns selbst te, Und macht getreft selbst deinen Sohn. Er litt', damit in dem tod. Wer diesen frie: wir fricde hätten, Für uns den den hat, genießt Lust, die des tod, der fünde lohn. DGott! himmels anfang ist. wie hast du uns geliebt! Wie 7. Gott! laß dann in viel erbarmen ausgeübt! diesem frieden Auch meine 3. Dank, ewig dank, sey seele freudig ruhn. Auch deiner treue, Die niemand mir hast du dieß glück be gnug erheben kann! Nun schieden: Denn auch für nimmst du jede wahre reue mich genug zu thun, Ward Mit Baterhuld noch gná: sterbend der am freuz ein dig an. Wohl dem, der sich sluch, Der aller menschen zu dir bekehrt, Und glaubig sünden trug. seinen Mittler ehrt! 8.D laß mich dieß im begnadigter frommer Christen. 205 glauben faffen, und mich wie viel forgen Genießt ihr mit starker zuversicht Aufleuer ehrsucht raub! Ihr deine Batertreu verlaffen: eget heut, man haßt euch Wenn alles wankt, so morgen: Ihr waret götter, wankt sie nicht. Wohl dem, und seyd staub! der sich auf dich verläßt! Sein heil steht unbeweglich fest. 3. Weltmenschen! was sind eure freuden? Die wolluft, die euch trunfert 9. Lobsingend will ich dich macht? Kein Christ, wird erheben, Mich ewig deinerseuch dieß glück beneiden; gnade freu'n; Und deinem Euch folgts nicht in des gras dienst mein ganzes leben bes nacht. Ihr rechnet mit In findlichem Gehorsam erhiztem blute Des fernent weihn. Daß, Herr, bei dir tages wollust aus; Die vergebung sey, Das macht nahe schreckliche minute mich im gehorsam treu! Tilgt euer glück auf ewig Nach eigener Melodie. aus. 245. Entfernet euch, 4. Ihr sey'd dahin! des unsel'ge spöt: christen gröse Geht auf nach ter! Jhr zittert, wo der furzer todesnacht, Antage, fromme glaubt. Mein herz da Goit eure blöse Zum hat einen Gott zum retter, schauspiel aller augen macht. Und eine hoffnung, die Der tag macht könige den nichts raubt. Ich sehe mei: fnechten, Und bettler der nenHeiland leben; Ich weiß, monarchen gleich: Der tag daß ich nicht sterben kann: gibt adel den gerechten, Und Ich weiß, mit diesem leib macht des christen seele reich. umgeben, Schau ich den 5. Ein blick in meine zure Gott der himmel an. funft treibet Verdruß und 2.Was send ihr stolze welt: angst aus meiner brust: Ein bezwinger, Wenn euch die herz, das nicht auf erden hohe hoffnung fehlt? Gott bleibet, Ist sich des himmels achtet eure macht geringer, stets bewust. Kein unglück Als ihr den fflaven, den ihr kann mich niederschlagen; quält. Wie kurze zeit, mit Ich weiß, mein glück entgeht 206 Vom Tode. mir nie: Ich darf vor fein( was deiner würdig ist. Du den nicht verzägen; Ich lehrst mein leben mich genieß weiß, mein todentiraffnet sie sen; Du bist mein lohn aus 6. Du leste stunde meines Gottes hand. Wie sanft lebens, Die du den christent wird sich mein äuge schliess heilig bist! Ich warte nicht sen! Mein geist erblickt sein auf dich vergebens; Ich thu, vaterland. XXI. om Tode. Mel. O Jefu Christ mein's ic. jan das licht, und macht, was 246. Wie ficher lebt der hier verborgen war, Den mensch, der rath der herzen, offenbar. staub! Sein leben ist ein 6. Drum da dein tod dir fallend läub; Und dennoch täglich dräut. So sey doch schmeichelt er sich gern, Der wacker und bereit: Prüf det! tag des todes sey noch fern. nen glauben als ein christ, 2. Der jüngling hofft des Ob er durch liebe thätig ist. greifes ziel; Der mann hofft 7. Ein seufzer in der lezz noch der jahre viel; Dersten noth; Ein wunsch, durch greis zu vielen noch ein jahr; des Erlösers tod Vor Gottes Und feiner nimmt den irr: thron gerecht zu seyn; Dieß thum wahr. macht dich nicht von fünden 3. Sprich nicht: ich denk rein. in glück und nothJmherzen 8. Ein herz, Das Gottes off an meinen tod. Der, den stimme hört, Jhr folgt, der tod nicht weifer nacht, und sich vom bösen kehrt; Hat nie mit ernst an ihn Ein glaubig her: von lieb gedacht. Jerfüllt, Dieß ist es, was in 4. Wir leben hier zur Christo gilt. ewigkeit, zu thun, was uns 9. Die heiligung erfors der Herr gebeut; Und uns dert müh; Du wirkst sie fers lebens kleinster theil Ist nicht, Gott wirket sie: Du eine frist zu unserm heil. aber ringe stets nach ihr, 5. Der tod rückt feelen vor Als wäre sie ein werk von gericht; Da bringt Gott alles dir. Vom Tode. 207 10. Die absicht, warum ben habe? Denk, o mensch, du hier lebst, Der höchste an deinen tod: Säume zweck, nach dem du strebst, nicht; denn eins ist noth. Das ziel der fünft'gen re:- 2. Lebe, wie dit, wann du chenschaft, Ist tugend in des stirbst, Wünschen wirst ges glaubens fraft. lebt zu haben. Güter, die 11. Der tugend ganz sein du hier erwirbst, Würden, leben weth'n, heißt eingedie dir menfchen gaben; denk des todes seyn; Und nichts wird dich im tod ers wachsen in der heiligung, Ist freu'n: Diese güter find wahre todserinnerung. nicht dein. 12. Wie oft vergeß ich 3. Nur ein herz, daß Gott diese pflicht? Herr, geh mit geliebt; Nur ein ruhiges ge: mir nicht ins gericht! Drück wiffen, Das vor Gott dir felbst des todes bild in mich, zeugnis gibt, Wird dir deis Daß ich dir wandle wür nen tod verfüffen. Dieser diglich; finn, den Gott gebeut Wirkt 13. Daß ich mein herz mit im tode freudigkeit. jedem tag Vor dir, o Gott, 4. Wann in deiner lezten erforschen mag, Ob liebe, noth Freunde hülflos um demuth, fried und treu, Die dich beben; Dann wird über frucht des Geistes in ihm welt und tod Dich dieß reine sey; herz erheben: Dann ers 14. Daß ich zu dir um schreckt dich fein gericht: gnade fleh, Stets meiner Gott ist deine zuversicht. schwachheit widersteh, Und 5. Daß du dieses herz er: einstens in des glaubenswirbst, fürchte Gott, und macht Mit freuden ruf: bet' und wache Sorge nicht, Es ist vollbracht! wie früh du stirbst; Deine Mel. Jefus meine Zuversicht. zeit ist Gottes sache. Lern' 247. Meine lebenszeit nicht nur, den tod nicht verstreicht, scheu'n; Lern' auch, seiner Stündlich eil ich zu dem gra: dich erfreu'n. be. Und was ists, das ich 6. Ueberwind' ihn durch vielleicht noch allhier zu les vertrau'n; Sprich: ich weiß, 208 Vom Tode. an wen ich glaube; Und ich/ nig deiner tage sind. Sprich: weiß, ich werd ihn schau'n hollt ich guts zu thun ver: Einst in diesem meinem lei: fchleben? Nein! meine zeit, be. Er, der rief: Es ist es auszuüben, Ist kurz, und vollbracht! Nahm dem sie verfliegt geschwind. tode seine macht. 4. Denk an den tod, wenn 7.Tritt im geist zum grab böse triebe, Wenn luft der oft hin, Siehe dein gebein welt und ihre liebe Dich rei: bersenken. Sprich: Herr, sen: dan ersticke sie. Sprich: daß ich sterblich bin, Lehre kann ich nicht noch heute du mich selbst bedenken! Leh: sterben? Und könnt ich auch re du michs jeden tag, Daß die welt erwerben, Begieng ich weiser werden mag! ich doch solch übel nie. Nach eigener Melodie. 5. Denk an den tod, wenn 248. Was forgst du ruhm und ehren, Wenn ängstlich für deine schäze sich vermeh: dein leben? Es Gott gelaffen ren; Daß du sie nicht so übergeben, Ist wahre ruh heftig liebst. Denk an die und deine pflicht. Du sollst eitelkeit der erden, Daß, es lieben, weislich nüzen, Es wenn sie dir entriffen wer dankbar als ein glück besi: den, Du dann dich nicht zu zen, Verlieren, als verlörst sehr betrübst. du's nicht. 6. Denk an den tod bey 2. Der tod soll dich nicht frohen tagen. Kann deine traurig schrecken; Doch dich lust fein bild vertragen; So zur weisheit zu erwecken, ist sie gut und unschulgsvoll. Soll er dir stets vor augen Sprich, dein vergnügen zu feyn. Er soll den wunsch zufverfüffen: Welch glück werd leben mindern; Doch dich in ich erst dort genieffen, Wo deiner pflicht nicht hindern, ich unendlich leben soll! Vielmehr dir kraft dazu verleih'n. 7. Denk an den tod, wenn deinem leben Das fehlt, 3. Ermattest du in deinen wornach die reichen streben; pflichten, So laß den tod Sprich: bin ich hier, um dich unterrichten, Wie wefreich zu seyn? Heil mir, Vom Tode. 209 wenn ich in Christo sterbe! Und finde hier fein solches Dann ist ein unbeflecktes ererbe, Das ewig dauert und be, Dann ist des himmels besteht. Drum zeige mir in reichthum mein! gnaden an, Wie ich recht se: lig sterben kann. 8. Denk an den tod, wenn leiden kommen; Sprich: 2. Mein Gott! ich weiß alle trübsal eines frommen nicht, wann ich sterbe; Kein Ist zeitlich, und durch hoff- laugenblick geht sicher hin. nung leicht. Ich leide; doch Wie bald zerbricht doch eine von allem böfen Wird mich scherbe? Wie bald fann der tod bald, bald erlösen; eine blum verblühn? Drum Wohl mir, wenn ich das ziel mache du mich stets bereit erreicht! Hier in der zeit zur etvigkeit. 3. Mein Gott! ich weiß 9. Denk an den tod, wenn freche rotten Des glaubens nicht, wie ich sterbe, Dies und der tugend spotten, Und weil der tod viel wege hält. laster stolz ihr haupt erhöhn. Dem einen wird das scheis Sprich bey dir selbst: Gott den herbe, Wenn jener sanft trägt die pötter; Doch end: lund ruhig fällt. Doch, wie lich ist für sie kein retter, du willst! gib nur dabey, Wenn sie nicht hier noch in Daß ich recht zubereitet sey. sich gehn. 4. Mein Gott! ich weiß 10. So fuche dir in allen nicht, wo ich sterbe, Und fällen Den tod oft lebhaft welcher sand mein grab be vorzustellen; So wirst du deckt. Doch wenn ich nur ihn nicht zitternd scheu'a: So das heil ererbe, Daß mich wird er dir ein trost in dein wort zum leben weckt; flagen, Ein weiser freund in So nehm ich jede grabstätt guten tagen, Ein schild in ein: Die erd ist allenthalben der versuchung seyn. bein. Mel. Wernur den lieben Gottic. 5. Nun, liebster Bater! 249. Mein Gott! ich wenn ich sterbe, So nim du weiß wohl, meinen geift zu dir. Denr, daß ich sterbe; Ich bin ein bin ich nur dein find und mensch, der bald vergeht; lerbe, Und hab ich Jesum 14 210 Vom Tode. nur bey mir; So gilt mirsten zu: Dieß merke du: gleich, und geht mir wohl, Sonst kommst du nicht zu Wann, wo und wie ich wahrer ruh. sterben foll. 6. Weg, eitelkeit, der nar: Mel. Ich hab mein Sach Gott zc. ren lust! Mir ist das höchste 250. Wie fleucht dahin gut bewust. Das such ich der menschen nur; das bleibet mir: Zeuch zeit! Wie eilen wir zur ewig: mich von hier, Herr Jesu, feit! Wie wenig denkt man zeuch mein herz zu dir! an die stund Bon herzens. 7. Was wird das seyn, grund! Wie schweigt davon wenn ich dich seh, Und dort der träge mund! vor deinem throne stch! 2. Das leben ist gleich wie Mein Heiland, dahin bringe ein traum, Verfliegt wie mich; Und gib, daß ich Mit schlechter waffer schaum.Wie flugem herzen suche dich. den ein augenblick verweht, Mel. Wer nur den lieben Getti. So schnell vergeht Ein le: 251. Wer weiß, wie na ben, das ihr blühen seht. he mir mein en: 3. Nur du, Jehovah, blei: de! Die zeit geht hin; es best mir Das, was du bist: kommt der tod. Ach wie ge: ich traue dir. Laß berg und schwind, ach wie behende hügel fallen hin! Mir iste Kann kommen meine todes: gewinn, Wenn ich nur noch noth! Mein Gott! ich bitt bey Jefu bin. durch Christi blut: Machs 4. Du kommst, Weltrich: nur mit meinem ende gut. ter, Gottes Sohn! Bald 2. Es fann vor nacht leicht fommst du, und mit dir dein anders werden, Als es am lohn. Gib, daß ich zählemei frühen morgen war. So ne tag', Und bet' und wach, lang ich lebe auf der erden, Daß ich vor dir bestehen Leb' ich in steter todsgefahr. mag. Mein Gott! ich bitt durch 5. Was hilft die welt in Christi blut: Machs nut lezter noth, Lust, ehr und mit meinem ende gut. reichthum in dem tod? O 3. Herr! lehr mich stets mensch! du laufst dem schat- lans ende denken, und laß Vom Tode. 211 mich, eh ich sterben muß, ichuz, mein belfer in der Das heil der feele wohl be noth. Mein Gott! ich bitt denken Ja nicht verschieben durch Christi blut: Machs meine buß. Mein Gott! ich nur mit meinem ende gut. bitt durch Christi blut: 8. So fomm mein end Machs nur mit meinem heut oder morgen; Ich weiß, ende gut. daß mir's mit Jesu glückt. 16: 4. Laß mich bei zeit mein Er ists, der mich in allen fors haus bestellen, Daß ich bereit gen, Und auch im tode noch fen für und für; Und fagen erquickt. Drum glaub ich fönn' in allen fällen: Herr, fest: durch Christi blut wie du willst, so schicks mit Macht's Gott mit meinem mir. Mein Gott! ich bitt ende gut. durch Christi blut: Machs mel. Befieht du deine Wege ic. nur mit meinem ende gut. 252. Die auf der erde 5. Erhebe meinen finn zum wallen, Die himmel, Verbittre mir die sterblichen sind staub; Sie luft der welt. Gib, daß in blühen auf, und fallen; Sie diesem weltgetümmel Sich sind des todes raub. Ver: mein gewissen rein erhält. borgen ist die stunde, Da Mein Gott! ich bitt durch Gottes stimme ruft; Doch Christi blut: Machs nur jede, jede stunde Brugt mit meinem ende gut. näher uns zur gruft. 6. Ach Vater! deck' all 2. Getrost gehn Gottes meine fünde mit dem ver finder Die schreckenvolle dienste Christi zu; Damit bahn, Zu der verstockte fün: ich hier vergebung finde, Und der Verzweiflungsvoll sich dort bei dir vollkomne ruh. nah'n; Wo auch der freche Mein Gott! ich bitt durch spötter Nicht mehr zu spot: Christi blut: Machs nur ten wagt, Und vor dem Gott mit meinem ende gut. der götter Erzittert und 7.Nichts ist, das mich von versagt. Jesu scheide; Nichts; es sey leben oder tod. Im leiden 3. Wenn diese bahn zu gehen, Mein Gott einst mir bleibter meine freude, Mein gebeut; Wenn vor mir offen 212 Vom Tode. stehen Gericht und ewigkeit; feit, In deiner hand steht Wenn meine fräfte beben, unsre zeit: Du haft der gan: Und wenn mein Herz schon zen menfchenschaar Jhr tos bricht: Herr über tod und desjahr Bestimmt, als keine leben! O dann verlaß mich zeit noch war. nicht. 312 2. Wenn nun auch unser 4. Hilf, Todesüberwin ende fömmt. Und deine hand der! Hilf dem in solcher das leben hemmt; Dann angst, Für den du, Heil der hilf uns in der todesnoth, fünder, Selbst mit dem tode Herr, unser Gott! Ein fanf rangst. Und wenn des kam: ter schlaf werd uns der tod! pfes ende Gewaltiger ihn 3.Nimm, nachvollbrachys faßt; Nimm ihn in deine tem lebenslauf, In deine hände, Den du erlöset hast. ew'ge ruh uns auf: Vent 5.Des himmels hohe freu wirf, wann unser herz nua den Ermist kein sterblich bricht, Verwirf uns nicht, herz. O trost, für kurzelHerr, Herr, von deinem aus leiden, Für kurzen todes: gesicht! schmerz! Dem Sünden: 4. Drückt uns dann noch überwinder Sey ewig preißlder krankheit schmerz, So und dank, Der sterbend für stärke das beklemmte herz, uns fünder Den felch des Daß es auch in der schmerzen todes trank! wuth, Mit starkem muth, In 6. Heil denen, die auf er: deiner weisen fügung ruht. den Des himmels werth zu 5. Gib hoffnung zu der feyn, Bemühet sind! die werew'gen ruh. In unsern hers den Sich ihres abschiedslzen wirke du, Geist Gottes, freu'n. Es fließt ihr sterb- daß wir glaubend trau'n, lich leben hin zur unsterb: Und ohne grau'n Hin in die lichkeit. Gern werden sie's nacht des grabes schau'n. hingeben, Wenn Gott, ihr 6. Hilf unfrer schwach Gott, gebeut. heit, Geist des Herrn! Zeig Mel. Wie fleucht dahin der ic. uns den himmel dann von 253. Dein sind wir, fera. Laß uns, wenn wir Gott! in ewig- jum Vater flehn, Getröstet Vom fehn, Wie der uns liebt, zu dem wir gehn. Tode. 243 Thust du es, o mein Hei: land, nicht! 7. Ach! gnad ergebe dann 3. Mich dünkt, da lieg ich für recht. Denn von dem schon; ich seh, Daß ich am menschlichen geschlecht, Ist finstern grabe steh, Mit to: auch der heiligste nicht rein: desangst umgeben: Der ans Und wer fann dein, Gott, gen licht verdunkelt sich, lind ohne deine gnade seyn? finsterniß umhüllet mich; 8. O fen uns dann nicht Ein traum ist dann mein lesi fürchterlich! Erbarme dei ben. Doch schweigen meine ner finder dich. Wann uns fünden nicht; Sie fordern fer auge sterbend bricht, mich vor dein gericht. htt Leucht uns dein licht! So 4. Ich bör bereits dent fehlt uns troft im tode nicht. donnerton, Ich höre meinen Mel. O Ewigkeit du Donnerw.richter schon Das endurtheil 254. Ich bin ja, Herr, mir ſprechen; Ich seh vor in deiner macht; feinem angesicht, Ich sehe in Du hast mich an das licht dem hellsten licht Die reihe gebracht, Du forgest für der verbrechen, Die ich in mein leben. Du kennest mei dieser welt gethan: Wer ists, ner tage jahl, Weißt, wenn der mich nun retten fann? aus diesem jamerthal Mein 5. Kein geld an arme reta geist sich soll erheben. Wo, tet mich: Und weint' ich wie und wann ich sterben noch so bitterlich; Es kann soll, Das weißt du, Herr des mich nicht erlösen. Nein! lebens, wohl. 1 198 jeder wird alsdann empfah'n 156 2. Wer wird in meiner Nach dem, was er allhier lezten pein Mich fünder trögethan: Nichts schüzt als sten, mich erfreu'nz Mir dann die bösen. Hier ist Gott muth und hoffnung geben? zum verzeih'n bereit; Dann Wer nimmt sich meiner feelelübet er gerechtigkeit. an, Wenn ich von dem, was 6. Wie soll ich dann, ich gethan, Gott rechen: oGott, bestehn, Wenn du in schaft soll geben? Wer ist, das gericht willst gehn; Und der alsdann für mich spricht nach verdienst mir lohnest? 2142 Vom Tode. Wie fann ich deiner straf deinem leib; Deß tröst' ich entfliehn, Mich dir in deiner mich von herzen. Von dir welt entziehn, Wenn du ich ungefchieden bleib In nicht meiner schonest? Ach, todesnoch und schmerzen; Herr, ach geh nicht ins ge: Und wann ich sterb, so sterb richt! Berwirf mich armen ich dir; Ein ewigs leben fünder nicht! hast du mir Durch deinen 7. Boll reu und buße such tod erworben.ng and ich dich. Errette, Gott! be 4. Weil du vom tod ers fehre mich, Und tilge meine standen bist, Werd' ich im fünden. Geheiligt sen dir grab nicht bleiben: Und meine zeit, Dein dienst sey deine auffahrt, Jesu Christ, meine seligkeit. Ach, laß Kann todes furcht vertreis mich gnade finden! Gib, ben. Denn wo du bist, da daß ich meiner pflicht getreu, fomm ich hin, Daß ich Zum tode stets bereitet sey. stets bei dir leb und bin: Drum sterbe ich mit freus Nach bekannter Melodie. 255. Wenn mein stünd den. im lein vorhanden 5. Herr Jesu! schließ am ist, Und ich im tod erblasse; ende mich In deine treuen So steh mir bei, Herr Jefu hände. Das grab ist mir Christ, Daß ich dich glaubig nicht fürchterlich; Mein faffe. Herr! ich empfehl schlaf hat einst fein ende. an meinem end Dir meinen Ich glaube dir, du kannst geist in deine händ: Du und wirst mich, als mein wirft ihn wohl bewahren. groser Lebensfürst, Zu dir 2. Bird meiner fündenlins leben führen. schwere schuld Mich ängsti: Nach bekannter Melodie. gen und plagen; So zeige du 256. Alle menschen müſs mir deine huld, Und laß mich sen sterben, Alles nicht verzagen. Ja laß in fleisch vergeht, wie heu: dieser bangen noth Dein Was nur lebet, muß verders blut und deinen bittern tod ben, Soll es anders werden Mich trösten und erquicken. neu. Dieser leib aus staub 3. Jch bin ein glied anlund erden Muß zur erde Vom Tode. 215 wieder werden, Soll er einst sterblicher vernomen, Got: verklärt aufstehn, Und das tes heil gewährest du. Freu: ev'ge leben fehn. denernoten schenkt Gott des 2. Darum will ich dieses nen, Die erst hier gesät mit leben, Das nicht mein ist, thränen. Alle thränen trocks nicht der welt, Wieder Gott net er: Sünd und elend ist zurücke geben, Wann und nicht mehr. wie es ihm gefällt. Denn in 6. Ach! ich fühl ein heiß desErlösers wunden hab ich verlangen, Dieß verheißne heil und ruh gefunden: Und land zu sehn; Jene frone mein trost in todesnoth Ist zu empfangen: Bald erhös des grosen Mittlers tod. ret Gott mein flehn. Diese 3. Christus ist für mich hütte werd zu staube! Jch, ich gestorben, und sein tod ist weiß, an wen ich glaube. Mir mein gewinn: Er hat mir ist sterben ein gewinn; Denn das glück erworben, Daß ich ich geh zum Vater hin. Gottes erbe bin. Drum vers 7. Welche tröstung, dieß laß ich gern die leiden Diezu wissen! Dieser grosen fer zeit, um in die freuden hoffnung voll! Zag ich nicht Seines himmels einzugehn.lin fümmerniffen, Die ich Und ihn, meinen Herrn, zu hier noch dulden soll. Leicht fehn. und kurz sind diese leiden; 4. Da wird seyn das freu: Sie verwandeln sich in denleben, Wo viel tausend freuden, Wenn ich christs seelen schon, Mit des himlich sie ertrug, Bis Gott mels glanz umgeben, Die: spricht: es ist genug! nen Gott vor seinem thron; Mel. Herzlich lieb hab ich dich 2c. Wo die Seraphinen pran 257. Mein Heiland! gen, Und das hohe lied an: wenn mein fangen: Heilig, heilg, hei geist erfreut. Im glauben lig heist Gott der Bater, auf die herrlichkeit Des Sohn und Geist. ew'gen erbtheils blicket, Das 5. Baterland verklärter du für mich bereitet haft: frommen! Heil, unsterblich: Wie leicht dünft mir dann feit und ruh; Was feinlalte last, Die mich hienieden 2162 Vom Tode. drücket! Dann wird der ei: ssünder starbst, Und fühltest, telkeiten tand In meinen wie dich Gott verließ, Der augen schlecht, twie fand. Derftrost mach mir das sterben erde pracht ist mir wie nichts füß. O Jesu Chrift! Mein Beym anblick jenes ew'gen Herr und Gott, mein Herr lichts. Herr Jesu Chrift! und Gott! Berlaß mich Mein Herr und Gett, mein nicht in meinem tod! Herr und Gott! Dieß heil verdant ich deinem tod. 4. Auf kurze zeit schließt fich zur ruh Mein thränen 2. Wenn einst auf deinen volles auge zu, Und schlum mint mein geist Des körpers mert in dem staube. Doch banden sich entreißt, Dann der, der mich zum grabe stärt ihn aus der höhe; Daß ruft, Der ruft mich einst ich, beschüzt durch deinen aus meiner gruft: Ich weiß, stab, Ins finstre todesthal an wen ich glaube. Er lebet; hinab Getrost und freudig und ich werd durch ihn Der gehe. Wenn mich dann dun: grabesnacht gewiß entfliehn. kelheit befällt, So schaff der Mein geist, und mein vere glanz der beffern welt Intlärt gebein Wird sich einst meinem finstern herzen licht, meines Heilands freu'n. Und heiterkeit im angesicht. Herr Jesu Christ! Mein Dann, Jefu Chrift! Mein Herr und Gott, mein Herr Herr und Gott, mein Herr und Gott! Zum leben hilfft und Gott! Dann wird ein du mir vom tod! blind schlummer mir der tod. 5. Du bleibest meine zus 3. Und wen mein geist aus versicht, Mein trost, wenn schüchternheit Sich dennoch einstadds weltgericht Die vor dem tode scheut, Weil engel auspofaunen. Bot ihn die fünden fränken; deinem thron werd ich dann Dann laß mich, Herr, aufstehn, Dich richter allervölj deinen tod Die Hoffnung fer fehn, Dich sehn, und froh bau'n, es werde Gott Der erstaunen. Auch mir zeigst du fünden nicht gedenken. Der alsdann dein heil, Der aus: trost, den du auch mir erlerwählten ewigs theil. Du warbst, Als du zum heil derllebest; und du schwörst mir Vom Tode. 217 zu, Daß ich auch leben soll, dadurch erheben. Da wird wie du. Herr Jesu Christ! Dein Hirt Nach den thräz! Mein Herr und Gott! mein nen, Nach dem sehnen, Dich Herr und Gott, Stärk dies erlösten Völlig und auf ims sen glauben mir im tod. mer trösten. Mel. Wie schön leuchtet der sc. Sher 4 Herr! Herr! ich weiß 258. Here Jesu! o wie die stunde nicht, Die mich, wird mir seyn, wenn nun mein auge bricht, Wenn ich nun deiner ganz zu deinen todten ſammeltu mich freun, Und dir entschla: Vielleicht umgibt mich ihre fen werde. Von sünden bin nacht, Eh ich dieß flehen ich dann befrent, Auch frey noch vollbracht, Mein lob von aller sterblichkeit, Bom dir ausgestammelt. Bater! elend dieser erde. Freu dich, Bater! Ich empfehle Meine Seele! Stärke, tröste Dich, feele Deinen händen; Laß erlöste! Mit dem leben, Das mich meinen lauf gut enden! dirdan deinGott wird geben. 5. Vielleicht sind meiner 12. Ich freue mich, undtage viel: Ich bin vielleicht bebe doch! So drückt mich noch fern vom ziel, An dem meines elends joch, Dasjoch die krone schimmert. Bin der fünde, nieder: Dieß jochlich von meinem ziel noch erleichterst du Herr mir; weit, So sey mein leben die Mein banges herz stärkt sich geweiht, Bis einst mein leib mit dir, Glaubt und erhebt zertrümmert. Laß mich, sich wieder. Jesus Christus! Vater! Reiche soaten Gus Laß mich sterben, Dir zu leter thaten Hinbegleiten Zu ben, Dir zu sterben, Undidem thron der Ewigkeiten. dein himmelreich zu erben. 6. Mein Heiland! wie 3. Herz! laß dir dann wird mir dann seyn, Wenn. vorm tod nicht grau'n: ich mch deiner ganz erfreun, Vom glauben führt er dich Dich dort anbeten werde. zum schau'n, In jenes beßre Dann bin ich frey von sünd leben. Er fen dir nicht mehr und leid, Ein mitgenoß fürchterlich! Zum allerhei: der herrlichkeit, Nicht mehr ligsten wird dich Der Herrlein mensch von erde. Preiß 218 Vom Tode. dir! Daß mir Durch dein 6. Komm, o Jesu, wann leiden Jene freuden Offen dirs wird gefallen; Führ stehen. Ewig will ich dich die heim, die müde sind zu erhöhen. wallen. Zu deinem throne Nach eigener bekannter Melodie. Führ am abend sie zum 259. Dwie felig send ihr grosen lohne! doch, ihr from Mel. Jesus meine Zuversicht zc. men, Die ihr durch den tod 260. Selig find die, wel: zu Gott gekommen! Ihr che nun Schon fend entgangen Aller noth, im friedenvollen grabe Bon die uns noch hält gefangen. des lebens arbeit ruhn, Und 2. Mühevoll ist hier das sich Gottes gröster gabe arme leben, Da wir zwischen Seines ew'gen lebens, furcht und hoffnung schwe: freu'n! Möchten wir so ses ben: Was wir hier kennen, lig seyn! Ist, wenns köstlich ist, nur müh zu nennen. 2. Gott! du willsts: wie leben noch Mühsam hier in 3. Ihr hingegen ruht in pilgerhütten. Alle trugen eurer fammer, Sicher und einst dieß joch, Die des les befreyt von allem jammer: bens fron erstritten. End: Kein freuz und leiden Ist lich aber führt der tod euch hinderlich in euren uns auch hin zu dir, d. freuden. Gott. 4. Christus wischet ab all' 3. Jesus selber lebte hier eure thränen; Habt das Bormals auch in pilgerhüte schon, wornach wir uns erst ten. Noch unendlich mehr, fehnen. Euch ists gelungen, als wir, hat er auf der erd Daß ihr send ins Leben gelitten! Laß uns glaubig durchaedrungen. 4 auf ihn sehn, Und durch ihn 5. Ach! wer wollte dann im fampf bestehn. nicht gerne sterben, und den 4. Was ist diese lebens: himmel für die welt erer: lzeit? Ach! nur eine kurze ben? Wer wollt' hier bleistunde, Gegen jene ewigkeit. ben, und das spiel der eitel: Gleichwohl komt auf dieſe feit stets treiben! Istunde, Die Gott noch vers 219 Von der Auferstehung der Todten. Fürzen fann, Unser ew'ges Gottes gehen; Wollst du schickial an. mehr noch an uns thun, Als 5. Gott! gib weisheit, wir bitten und verstehen. gib uns kraft, Diese stunde Auch für unsre todesnacht wohl zu nüzen, Und beim Hat der Heiland segen schluß der pilgrimschaft bracht. Wollest du uns unterstüzen, Mel. Wachet auf, ruft uns ic. Daß wir freudig auf dich 261.Selig find des hims schn, Und getrost zum tode mels erben, Die gehn. todten, die in Chrifto sters 6. Daß wir dein sind ben, Zur anferstehung eine nicht der welt; Daß du uns geweiht. Nach den lezten aus wirst auferwecken; Diese genblickenDes todesschlum fraft der bessern welt, Laß mers folgt entzücken, Und uns, wenn wir sterben, wonne der unsterblichkeit. schmecken! Flöß uns muth Im frieden ruhen fie, Los und ruhe ein, Auch im tod von der erde müh; Gehn zu noch froh zu seyn. Gott hin. Vor Gottes 7. Wenn wir, um einst thron, Zu seinem Sohn auch zu ruh'n, Zu den todten Begleiten ihre werke sie. XXII. Von der Auferstehung der Todten. Mel. Wenn mein Stündlein sc. der tragen: Daffelbe herz, 262. Herr! wenn einst das in mir schlug, Wird wie: deine stimme der in mir schlagen. Du ruft: Kommt wieder, men rufft, die in den gräbern schenfinder! Und ich als sind; Ihr staub bewegt sich, dann aus meiner gruft, Un- und empfind't: Es fennt sterblich, nicht mehr fünder, fich leib und feele. Zum neuen leben aufersteh, 3. Wie wird mir dem er: Und deinen himmel vor mir wachten seyn! Welch himm: seh, Dann jauchz' ich, daß lisches entzücken! Wenn leib ich lebe. und feele fich erfreu'n, Und 2. Den leib, den hier die sich verklärt erblicken; Wen feele trug, Wird sie dort wie: nun mein aug nach langer 2200 Von der Auferstehung der Todten. nacht In Gottes neuer welt blühn: Das todte feld wird erwacht, und feine nacht wieder grün Zu tausends mehr fürchtet. fält'gen früchten. 4. Dann find' ich und be 8. In diesem feligen ver: mundre den, Der mir dieß trau'n, Einst fröhlich aufzue heil erworben: Zum ersten stehen, Laß mich, o Heiland, mal werd ich ihn seh'n, Den, ohne grau'n Den weg des der für mich gestorben, Derstodes gehen. Es zeige mir mir zum segen auferstand, sein sanfter tod, So wie ein Und mich mit brüderlicher schönes abendroth; Von fern hand In seine freude führet. den schönern morgen! 5. Ich weiß, daß dein mel. Ich weiß mein Gott, 20.1 wort wahrheit ist, Troz alles 263. Mit frommer freu frechen spottes. Vernunft! 9 als de dank ich dir: weit höher, als du bist, Ist Die- grose wahrheit hast du die verheiffung Gottes. Ich mir, Heiland, offenbaret: gehe zur verwesung hin; Ich Mein leib wird in dem gra: werd einst wieder, was ich be nur Zum aufersteh'n bes bin; Ich sterb', und lebewahret. ist se wieder. 2. Ich soll aus meinem 6. Dieß leben ist ein lan- grabe gehn, Und soll vor ger tod: Dort ist ein herrlich meinem richter stehn! Ich erbe Mein theil nach aller hörs aus deinem munde. müh und noth; Ich lebe, Du bist die wahrheit; ja es wenn ich sterbe. Ich werde kommt- Es fommt die seyn, mo Jesus Christ, Der frohe stunde. 11: todten erstgeborner, ist; 3. Hoch schallt dein alla Werd hinfort nimmer ster: machtswort daher, Dann ben. muß die erde und das meer 7. Grabt den entfeelten Die todten wiedergeben. leib nur ein! Staub waren Der Herr, der alle sterben feine glieder: Staub sollen hieß, Der heißt sie wieder fie im grabe seyn; Aus staub leben. schafft Gott sie wieder. Ge 4. Mein Herr! auch ich sät werd' ich, um aufzulgehöre dir; Und auch der are 221 Von der Auferstehung der Todten. me staub von mir Bleibt mir nicht furchtbar seyn; nicht dem tod zum raube. Das grab soll mich nicht Der Herr, deß ich im leben schrecken. Ich weiß, daß war, Ist Herr von meinem mein Erlöser lebt! Der staube. nips wird mich auferwecken. 5. Du haft für mich den Mel. Was Gott thut, das ist ze. tod geschmeckt. Du bist für 264. Ich freue mich der mich auch aufermeckt: Der frohen zeit, Da tod liegt dir zu füffen. Dielich werd auferstehen. Dann fraft von deinem aufer werd ich in der herrlichkeit stehn Soll und werd ich Dich, Gott, mein Heiland, genieffen. sehen: Dann werd' auch ich, 6. In schwachheit schließ D Herr, durch dich, Vereint ich meinen lauf, Mit grofen mit allen frommen, Zur fräften steh' ich auf: Dusew'gen ruhe kommen. weckst mich aus der erde; 2. Ja, Herr! du führst Daß deinem schön verklär sie einst heran Die stunde ten leib Mein leib auch ähn der erlösung; Die stunde, lich werde. ( da ich hoffen fann Trost, 7. Laß mich dir hier schon freiheit und genesung; Da ähnlich seyn, auch leib und engeln gleich, Im himmels glieder sind ja dein, Dufreich, Mit ruhe, lust und les schenkst sie schöner wieder. ben In erigkeit umgeben. O seele! o misbrauch sie 3. Der du die auferstes nicht; Denn sie sind Christi hung bist, Du bists, an den glieder. ich glaube: Ich weiß, daß 8. Was sorgst du für denlich durch dich, Herr Christ, leib, mein herz! Es ist sein/ Jm tod nicht ewig bleibe; mangel und sein schmer Und dein gericht Wird mich Dem Heiland unverborgen. dann nicht mit trübsal, Er, der ihn einst verklärenlangst und schrecken, So wie will, Wird hier wohl für die heuchler, decken. ihn sorgen. 4. Ich hoffe dann mit 9. Herr! auch im sterbensfreudigkeit Vor dir, mein bin ich dein. Der tod solllHaupt, zu stehen; Und mit 222 Von der Auferstehung der Todten. dir in die herrlichkeit Fro: tet! Der freuden fülle ist bei lockend einzugehn. O hilfdir. Bon dir, o Herr, gelei: mir doch Aus gnaden noch, tet, Werd ich in deinem Zum glück der ewigkeiten himmelreich, Unsterblich, Mich würdig zu bereiten. deinen engeln gleich, Volls Mel. Sey Lob und Ehr dem ic. fommne luft genieffen. 265. Mein Heiland 5. Denn wo du bist, da lebt! er hat sollen die, Die dir hier fol: die macht Des todes ganz gen, leben, und ewig frei bezwungen, lind siegreich von schmerz und müh, Von aus des grabes nacht Zuffeliçen umgeben, Geniessen Gott sich aufgeschwungen. deiner herrlichkeit. O was Er ist mein haupt; fein ficg find leiden dieser zeit, Herr, ist mein; Sein soll mein gegen jene freuden? ganzes leben seyn, Und ihm 6. Laß die zukünft'ge herr: will ich auch sterben. lichkeit Mir stets vor augen 2.Wird gleich mein leib des schweben; Und oft in dieser todes raub; Er wird doch prüfungszeit Mein herz wieder leben, und einst aus dahin erheben, Wo keine der verwesung staub Sichsschwachheit uns mehr drückt, neugebildet heben, Wendu, Wo wir, der sterblichkeit o groser Lebensfürst, Nun entrückt, Frohlockend vor dir deine todten rufen wirst, wandeln. Zum leben aufzuwachen. 7. Erwecke mich dadurch 3.Wie froh und berrlich zum fleiß, Der tugend nach: werd' ich dann Vor dir, zustreben, Und als dein jün: mein Heiland, stehen! Dann ger, dir zum preiß, Nach dei nimmst du mich mit ehrensnem wort zu leben. Und an; Läß'st in dein reich mich fühl ich hier noch noth und gehen. Forthin von feiner schmerz; So tröste selbst da: last beschwert, An leib und mit mein herz: Es kommt feele ganz verklärt, Leb' ich ein besser leben. bei dir dann ewig. Mel.Auf Christenmensch! auf: c. welch ein seligs theil 266. Herr! du bist mei: ne zuversicht, 4. ist mir In jener welt berei Von der Auferstehung der Todten. 223 Du lebst, ich werd auch les glaub es dir, und zweifle ben. Du wirst mir, was nicht. Dein wort ist meine dein wort verspricht, uns zuversicht! TDI 13 sterblichkeit einst geben.Dein 6. In diesem glauben stär: jünger kommt nicht ins gefe mich, Laß mich den trost richt: Dieß stärket meine zu: empfinden, Den grosen trost versicht. daß ich durch dich Den tod 2. Hier geh' ich oftmals kann überwinden. Grab weinend hin, Den samen und verwesung schreckt mich auszustreuen: Dort wird nicht; Denn du bist meine der herrlichste gewinn, Derlzuversicht. ernde mich erfreuen. Ich lei: Mel. Wer nur den lieben Gett: c. de; und verzage nicht: Denn 267. Warum erbebst du du bist meine zuversicht. noch, o feele, 3. Hier trag ich deine Bey dem gedanken an das fanfte last. Wie groß ist grab? Nicht dich umschließt meine würde! Jedoch die einst seine höle, Nur deine welt, die sie nicht faßt, hütte sinkt hinab. Die schuf Nents fälschlich eine bürde. der Schöpfer erst aus staub; Einst trifft den spötter dein Drum wird sie der verwes gericht, Und dann siegt meifung raub. ne zuversicht. 2. Du, zur unsterblichs 54. Sinf immer hin, mein feit erlesen, Schwingst dich leib, in staub! Gott wird empor zu Gottes licht, Und dich neu beleben. Nur hier schaust den ursprung aller werd ich des todes raub, wesen Bon angesicht zu ans Dort werd ich ewig leben. gesicht; Bewunderst deines Wie stark ist dieses trosts Gottes macht In jener wels gewicht! Wie sicher meinesten bau und pracht. zuversicht! 3. Dann, seele, wirst du 5. Herr! diesen fegen dank das verstehen, Was hier kein ich dir. Mich aus der gruft weiser mund erklärt; Was zu beben, Gingst du aus hier vollkommen einzusehen, deinem grab herfür. Du Dein wiffenstrieb umsonst lebst, und ich soll leben. Ich begehrt: Dann triegt dich 224 Von dem allgemeinen Weltgerichte. wahn und irrthum nicht, Dich hier getrennt von dei: Und selbst die finsternis nem Gott.ed wird licht. SUR 5. Wann nun der tag des 4. Dann wirst du den ganz Herrn erscheinet, Berläßt nah erblicken, Den hier der dein leib der gräber ruh. glaube fern nur sieht; Den, Zum zweitenmal mit dir der, dich ewig zu beglücken, vereinet, Wird er unsterb: Zum flud gemacht, am freuz lich, so wie du. O feele, zits verschied. Dann freu dich, tre länger nicht, Daß deiner daß kein wahn, fein spottsbütte bau zerbricht! XXIII, Von dem allgemeinen Weltgerichte. Nady eigener bekannter Melodie. Ein jeder wird davon, Wie 268. Auf! mensch, mach er gelebt, den lohn Genau dich bereit! Ber:( empfangen. giß der eitelkeit, Die dich 5. Wer sich zu Gott ges umgeben: Bedenk nach dei: wandt, Wird ihm zur rech: ner pflicht Das lezte welt: ten hand Mit ehren stehen: gericht, Und jenes leben! Wer aber von ihm rich, 2. Die zeit verfliegt, wie Muß dann auf ewig sich rauch: Dein leben ist ein Zur linken sehen.ang hauch, Ein traum und schat: 6. An einem augenblick ten: Du wirst hinwegges Hängt unser weh und glück, rafft, Dem richter rechen: Schmerz und vergnügen: schaft Dort abzustatten. Und wie in dieser welt Der 3. Da gilt nicht rede: baumdarnieder fällt, Bleibt funst, nicht freundschaftler dort liegen. oder gunst, Kein frech ver: 7. D ungemeßne zeit neinen: Was man allhier Grundloser etrigkeit! Was versteckt, Wird dort ganz fann dir gleichen? Kein aufgedeckt Und flar ermenschen: wiz und fleiß scheinen. Taugt, deinen weiten freis 4. Man schlägt die bücher Je zu erreichen. auf: Der menschen lebens: 8. Jhr sichern fünder, lauf Wird durchgegangen. wacht! Denkt an die lange 225 Von dem allgemeinen Weltgerichte. nacht Voll höllenschrecken! 14. Drum fauft euch in Laßt euch die gnadenzeit, Die der zeit Das öl der fröm: Gott euch täglich beut, Zur migkeit Und guter werke; buffe wrecken. Füllt eure lampen an, Daß 9. Bestellet euer haus, an euch jedermann Den Macht heut die fachen aus; glauben merke. Hofft nicht auf morgen: 15. Weil euer seelen: Der richttag rückt herbey; freund, Der könig, bald er: Doch, wie und wann es sey, scheint, Drum eilt geschwin: Ist euch verborgen. de; Daß er zum abendmal 10. Die boten gehn vor: In seinem freudensaal Euch her; An himmel, erd und fertig finde. meer Erscheinen zeichen: 16. Hingegen säumet ihr, Krieg, aufruhr, pest und Bis er die gnadenthür Euch brand nimmtmächtig über: zugeschloffen; Dann ist der hand In vielen reichen. augenblick zu jenem him: 11. Wie ihr an bäumen melsglück Bereits verfloffen. wißt, Daß es bald sommer 17. Darum, so haltet ist, Wann sie jetzt grünen; ein, Das her, mit speis und So laßt auch eurem geist wein Zu überladen, Daß Die zeichen, die Gott weißt, euch der lezte tag nicht Zur warnung dienen. schnell ergreifen mag zu eu 12. Der erden weiter Freis rem schaden. Wird zu der erndte weiß; 18. Schnell, wie ein fall: Die ficheln blinken: Sie strick pflegt, Den man den find zum schnitt gewezt, Und vögeln legt, So wird er wirklich angesezt; Gott kommen, Den bösen zum darf nur winken. verdruß, Zum feligen genuß 13. So schnell ein bliz Für alle frommen. verstreicht, Ein pfeil das ziel 19. Wacht! daß ihr wür: erreicht, Ein adler eilet; dig seyd, Dem grosen her: So schnell kommit Gottes zenleid noch zu entgehen, Sohn, Wenn er den und vor des menschen Sohn, legten lohn Der welt er: Au seinem richterthren Bes theilet. berzt zu stehen. 15 Weltgerichte. 226 Von dem allgemeinen Mel. Balet will ich dir geben sc. 5. Wie angstvoll aber bes 269. Ich denk an dein ben, Die hier dein wort ver: gerichte, Dushöhnt, Und durch ein fleisch: richter aller welt! Der thor| lich leben Das eitle herz nenn's ein gedichte, Das verwöhnt! Du gibst den schwachen nur gefällt! Mich fündenknechten Ihr theil foll sein wahn nicht stören, in ew'ger pein; Und füh: Weil mich dein göttlich licht, rest die gerechten In deine Und mein gewiffen, lehren, freuden ein. Du haltest einst gericht. 6. O Herr! laß dein ges 2. Ich seh' im geist die richte Mir stets vor augen blize, und hör' die donner seyn; Und drücke sein ge schon; Seh auf dem richter: wichte In mein gewissen ein. size, Dich grosen Gottes Bor dir laß mich fromm sohn, Um den die heil'gewandeln, Und hier zu aller menge ErhabnerEngel steht. zeit So, wie ein weiser Welch herrliches gepränge! handeln, Der seinen rich O welche Majestät! ter scheut. 3. Umsonst sucht nun der 7. Ist dann dein tag vor: sünder Vor deiner macht ju handen, Wird diese welt fliehn. Herr! alle menschen vergehn; So hoff' ich, nicht finder Wirst du zur rech, mit schanden Vor deinem nung zieh'n, Du rufft: und thron zu stehn. Du stellst fie erscheinen Vor deinem mich dann zur rechten, Bon richterthron. Den fündern aller schuld befreyt; Führst und den deinen Gibst du mich mit deinen knechten gerechten lohn. In deine herrlichkeit. 4. Mit jauchzen fehn Sie met. Es ist gewißlich an der ic. fromen Dein göttlich anger 270. Schon ist der tag sicht. Schon hier dem fluch von Gott be: entnommen, Zagt ihre seele stimmt, Da, wer quf erden nicht. Erfüllt ist nun ihr wandelt, Sein loos aus Hoffen; Erlößt von aller müh, Gottes händen nimt, Nach: Gehn sie den himmel offen, dem er hier gehandelt. Er Und du, Herr, fegnest sie. kommt, er fommt, des men: Von dem allgemeinen Weltgerichte. 227 schen Sohn; Er kommt, Wer wird dann noch ihr und wolken sind sein thron, retter seyn? Ihr warten ist Der erden freis zu richten. verloren! 2. Hier an dem rand der 5. Doch die gerechten ewigkeit, Hier stehn die mil: leuchten dann, Wie sonnen lionen, Die feit dem ersten an dem himmel. Du Herr, tag der zeit Auf dieser erde nimmst sie zu ehren an. D wohnen; Nur dem allwiss welch ein froh getümmel! fenden bekannt, Unzählbar, Nun sehn sie mit vergnüg: wie am meer der fand; Hier tem blick, Daß glaub und stehn sie vor dem richter. lieb das höchste glück Aus 3. Hier muß der falsche Gottes gnade erben. wahn der welt Der wahr: 7. Sie gehn nun in das heit unterliegen. Hier, wo wonnereich, Das Gott für das recht die wage hält, fie bereitet, Und sehn auf Wird feine fünde siegen.lewig, Engeln gleich, Ihr Hier ist zur buffe nicht mehr glücke ausgebreitet. Das frist; Hier gilt nicht mehr stückwerk wird vollkommens betrug und list; Hier gilt heit; Kein fummer, feine kein falscher zeuge. traurigkeitStört ihre ew'ge 4. Der richter spricht; freude. der himmel schweigt; Und 8. Mein Heiland! laß alle völker hören Erwar: mich dein gericht Oft und tungsvoll und tiefgebeugt. mit ernst bedenken! Es stär: Kommt, erbt das reich der fe meine zuversicht, Wenn ehren! So spricht er zu der mich die leiden fränken. Es frommen schaar. Doch die, treib mich an, geriffenhaft die widerspenstig war, Heißt Und eingedenk der rechen: er nun von sich weichen. schaft, Nach deinem wort zu 5. O Herr! mit welcher wandeln. majestät Wirst du das ur: Met. O Ewigkeit du Donnerw. theil fällen! Die fünder, die 271. Erhöhter dich hier verschmäht, Geh'n Gottes Sohn! Jefu, dann gewiß zur höllen. Hier Der du schon längst des him: quält sie die gewissenspein. mels thron Als Herrscher 228. Von dem allgemeinen Weltgerichte. eingenommen: Du wirstsführst du ein In das ver: dereinst zu rechter zeit, In heißne leben. Wer leugnet grofer fraft und herrlichkeit, dann noch, JesuChrist, Daß Bom himmel wiederkom: du den erde richter bist? men. Gib, daß dann froh 5. O gib, wann nun dein und voll, vertrau'n Dich, tag erscheint, Daß ich in dir Herr, auch meine augen dann noch den freund Und schau'n. Heiland wieder finde; Daß 2. Herr! wer faffet iztlich mit freuden vor dir steh, die pracht, Die deinen tag Und mit dir in den himmel einst herrlich macht? Wie geh, Ganz frey von noth gros wirst du dich zeigen? und sünde. Laß mich nur Wann du auf lichten wol: stets vorsichtig seyn, Und fen einst mit deiner Engel auch die kleinste fünde heer erscheinst, Die sich vor scheu'n. dir, Herr, beugen: Dann sieht die welt die Majestät, Dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. 6. Die tugend sey mir ewig werth; Und was dein wort von mir begehrt, Laß mich mit eifer üben. Nie: 3. Dann tönt dein ruf in male ermüde hier mein geist, jedes grab Mit allmachts: Dich, den schon izt der him: voller fraft hinab, Und mel preißt, Aus aller fraft schafft ein neues leben. Auf zu lieben: So hab ich in der deinen wink muß erd und ewigkeit Auch theil an dei: meer Das große unzählbare ner herrlichkeit. heer Der todten wiederge: Mel. Straf mich nicht in c. ben; Sie werden durch dich 272. Herr! ich bin dein neubeseelt, Stehn lebend eigenthum: da, und feiner fehlt. Dein ist auch mein leben. 4. Du sammelst sie vor mir zum heil und dir zum deinem thron, Um jedem ruhm Hast du mir's gegeben. den bestimmten lohn Nach Väterlich Führst du mich feiner that zu geben. Dann Auf des lebens wegen Mei trifft den bösen schmach und nem ziel entgegen. pein, Den frommen aber 2. Bald kommst du mit 229 Von dem allgemeinen Weltgerichte. grofer fraft Zum gericht auf 7. Mein geriffen strafe erden: Dann soll ich zur mich Gleich für jede sünde, rechenschaft Dargestellet Heiland, daß ich bald durch werden. Dein gericht Schodich Gnade such und finde net nicht, Richter aller wel Rufe du Dann mir ju: Alten! Denn du willst verles ist vergeben; Sünder, gelten. ou follst leben! 3. Weh dann mir in ewig 8. Dann erscheine zum feit, Wenn ich deine gabe, gericht: Ich darf zu dir be: Meine fräfte, meine zeit ten: Mich verstößt dein Bas Hier gemißbraucht habe! ter nicht; Du wirst mich Weh dann mir, Hab ich hier vertreten. Ewig dein Werd Dein geschenk verschwendet, ich seyn, Und mich, dich zu Und nicht angewendet. lieben, Ewig, ewig, üben. 4. Laß doch täglich dein Mel. Kommt her zu mir spricht 2. gericht mir vor augen schwe: 273.Er kommt, er kommt ben: Laß mich dann steis, zum weltgericht! meiner pflicht Treu zu seyn, Bon angesicht zu angesicht bestreben; Daß ich nie Thör Seh ich den richter kommen. riat fie Aus den augen seze, JEs zittre, wer den Herrn Nie mit fleiß verleze. verschmäht, Wer nicht im 5. Lehre mich gewiffen: buch des lebens steht! Ihr baft Meine tage zählen; aber jauchst, ihr frommen! Jeden schritt zur rechen: 2. Fluch trägt der Herr schaft Recht mit vorsicht und ew'gen lohn. Mit bli wählen. Gib, daß ich Ernst gen wird des menschen Sohn lich mich Jeden tag, auch Zum richterstuhle winken. heute, Auf sie zubereite. Sein wint ift fraft und ma: 6. 3eigt sich erst die erig jestät: Gerechte, kommt! feit Furchtbar in der nähe, verbrecher, geht! Geht hin O dann ist es nicht mehr zu meiner linken! zeit, Daß um gnad ich flehe! 3. Mein Herr, mein Gott! Wann der tod Schon mir verlaß mich nicht. Ach, wer droht, kann ich deinen willen, steht vor dir im gericht? Ges Herr, nicht mehr erfüllen, denk nicht meiner fünden! 230 Von dem allgemeinen Weltgerichte. Herr Jesu! lebend war ich 8 Wenn aber diese arge dein: Ach, laß es mich auch welt Ein falsches urtheil von ewig seyn, Und gnade vor mir fällt, Wenn unver dir finden! schuld't ich leide: Gedanke 4. Welch ein wehflagen: von dem weltgericht! Dann des geschrei! Jhr berg und sey mir trost und zuversicht hügel, steht uns bey! Fallt Beruhigung und freude, über uns zusamen. Dwelch 9. Heil! heil der stimme, ein schreckliches gericht! Ihr wenn sie schallt; Ich komme wurm stirbt erig, ewig bald, ich komme bald! Ja, nicht. Fort währen ihre komm, Herr Jesu! Amen. flammen. Halleluja! Halleluja! Der 5. Bedent, o mensch, die tag des heils kommt; er ist ewigkeit! Nicht morgen, nah. Ja, fomm, Herr Jesu! sünder! sondern heut Fleh Amen. Gott an, dich zu hören. Mel. Ewigkeit, du Donnerw. Durchdenke deinen lebens: 274. Wie finster ist der lauf: Such jeden greu'l des lezte tag! Wie herzens auf, Und eil', dich fürchterlich sein donnerschag! zu bekehren. Wie schrecklich Gott im wet: 6. Des richters gnaden: ter! Wenn über uns der blick, geneigt Zum heil nnd himmel glüht; Wenn uns zur vergebung, zeigt Den ter uns die erde flicht. Wo guten schafen weide. Was bleibt für uns ein ret: dem geringsten wir gethan, ter? Der grofe tag des Sieht er, als ihm erwiesen, weltgerichts Verkehret uns an; Und spricht: geht ein re welt in nichts. zur freude! 2. Ach fünder! richte deis 7. Gedanke! nie verlaffe nen finn Auf jenen tag des mich; Sen mir entfezlich schreckens bin: Verlaß nun fürchterlich, Wenn fleisch und welt und fünde. Erfchrick blut sich regen; Wenn welt vorm schrecklichen gericht! und was darinnen ist, Mir Thu buffe, daß der richter schmeicheln, und mit ihrer nicht Dich unbereitet finde. lift zur fünde mich bewegen. Dann, wen er hier umsonst Von dem ewigen Leben. 231 gefucht, Den weißt er von daß jeder christ, So lang er sich als verflucht. auf dem wege ist, Dir from 3. O Heiland! weck uns entgegen walle. Hier leite alle auf, Daß unser ganzer uns auf ebner bahn, Und lebenslauf Dich ehre, dir ge: dort nimm uns mit ehren falle. Du kommst! o hilf. jan. XXIV. Von dem ewigen Leben. ni Mel. Wenn mein Stündlein 20. 4. In stiller nacht wein 275. Ein fremdling bin ich oft, Herr, Hinauf zu deis zich in der welt, ner höhe. Mein schwaches Und furz sind meine tage. herz seufzt freudenleer, Wen So manche noth, die mich ich den morgen sehe. Ein blick befällt, Reizt mich hier noch gen himmel tröstet mich; jur klage. Doch, Vater! dei Und meine thränen stillen ne ewigkeit Versüßt mir mei sich Einst ganz in jenem ne lebenszeit, Und stärkt leben. mich selbst im leiden. 5. Wenn mich der zukunft 2. Jezt, da die fünde mich schicksal schreckt, Die noth noch drückt, Seufzt meine der fernen tage; Wenn sie bange feele. Wie bald ist doch in mir die sorg erweckt, Ob mein herz berückt? Wer ich sie auch ertrage: So mil: merkt, wie oft er fehle! Doch dert mir die ewigkeit Das einst werd ich vollkommen kurze elend dieser zeit, Daß rein, Ganz heilig und ganz nicht mein herz verzage. selig seyn. Dieß tröstet mei: ne feele. 6. Der tod, der izt von fer: ne dräut, Wenn er nun nä: 3. Bor meinen augenwan: her winfet; Wenn nach der deln die, Die deine lehre arbeit dieser zeit Mein haupt schmähen. Ihr freches herz zum schlummer finket: So verführet sie, Daß sie dein sterb ich gern Die ewigkeit heil nicht sehen. Einst aber Zeigt mir des himmels herr: zittern sie vor dir, Wenn du lichkeit, Die alles übersteiget. als richter kommst, und wir 7. Herr! diesen troft, der Uns deiner anfunft freuen. Imich erfreut, Bermehr' in Univ.- Bibl. Glessen 232 Von dem ewigen Leben. meinem herzen. Mich stärke den glücklichen beneidet, Und deine ewigkeit Bey meiner des bekümmerten vergißt; wallfahrt schmerzen. Sie hier kann der mensch nie frey fey in meinem tod mein heil, von pein, Nie frey von eig: Und einst mein längst ge: ner schwachheit seyn. wünschtes theil, Wenn ich vom tod erwache.pas 5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden; Mel. Wer nur den lieben Gott zc Dort werd ich heilig und 276. Nach einer prüfung verklärt Der tugend ganzen furzer tage Er werth empfinden, Den wartet uns die ewigkeit.lunanssprechlich grosen Dort, dort verwandelt sich werth: Dich, Gott der die klage In göttliche zufrie: liebe, werd ich seh'n, Dich denheit. Hier übt die tugend ewig lieben und erhöhn. ihren fleiß, Und jene welt reicht ihr den preiß. 6. Da wird, o Herr, dein heil'ger wille Mein wille und 2. Wahr ists; der frome mein glücke seyn; Und lieb: schmeckt auf erden Schonflich wesen, freud die fülle manchen feel'gen augenblick: Wird mich an Gottes thron Doch alle freuden, die ihm erfreu'n. Dann läßt mein werden, Sind noch kein recht wachsender gewinn Mich vollkomnes glück. Er bleibt fühlen, daß ich ewig bin. ein mensch, und seine ruh 7. Da werd ich das im Nimt in der seele ab und zu. licht erkennen, Was ich auf 3. Bald stören ihn des erden dunkel sah; Das wun: Förpers schmerzen, Bald das derbar und selig nennen, geräusche dieser welt; Bald Was unerforschlich hier ge: kämpft in seinem eignen her, schah; Da denkt mein geist, zen Ein feind, der öfter fiegt, mit preiß und dank, Das als fällt; Bald finkter, durch schicksal im zusammenhang. des nächsten schuld, In fum: 8. De werd' ich zu dem mer und in ungeduld. throne dringen, Wo Gott, 4. Hier, wo die tugend mein heil, sich offenbart; öfters leidet, Das laster öf: Ein heilig, heilig, heilig, ters glücklich ist; Wo man fingen Dem, der für mich ge Von dem ewigen Leben. 233. opfert ward. Ihn preifen Mel. Kemmt her zu mir, zc. feine Seraphim, In ihren 277. Noch wallen wir chören jauchz' ich ihm. im thränenthal, 9. Da merdich in der E Bedrückt von fummer, müh gelschaaren Mich ihnen gleich und qual, Doch nur noch wes und beilig seh'n; Das nie nig tage! Dann fliehen wir gestörte glück erfahren, Mit aus dieser zeit hinüber in die frommen stets fromm um ewigkeit, Weit weg von je: zugeh'n; Da wird durch der plage. jeden augenblick, Ihr heil 2. Dann sinkt der leib ins mein heil, mein glück ihr glück fühle grab, Der staub zu als 10. Da werd' ich dem den lem staub herab, Nicht sterb: dank bezahlen, Der Gottes lich mehr zu leben: Mit weg mich gehen hieß. Und freyem flug und frohem blick ihn zu millionenmalen Noch Kehrt der entbundne geist fegnen, daß er mir ihn wieß; zurück Zu dem, der ihn ges Da find ich in des Höchsten geben. hand Den freund, den ich quf erden fand. 3. Owohl ihm, war er fromm und qut Wenn er 11. Da ruft( o möchte von feiner arbeirruht, Wenn Gott es geben!) Vielleicht thaten ihn begleiten! Wenn auch mir ein fel'ger zu: er, vereint mit Jefu Chrift, » Heil sey dir! denn du haft Unsträflich, rein, und fähig » mein leben, Die seele mir ist Zum glück der ewigkeiten! » gerettet, du!« O Gott! 4.Ohohes glück vor Gott wie muß dieß glück erfreun, zu stehn! O freude! Jesus, Der retter einer feele seyn! dich zu sehn, Und mit dir deis 12. Was send ihr, leiden ne glieder! Zu ſehen dich in dieser erden, noch gegen jene deinem licht Von angeficht herrlichkeit, Die an uns of zu anaesicht, Dich, Erster fenbar foll werden Bon aller brüder! ewigkeit zu ewigkeit? Wie 5. Doch erst am tag des nichts, wie gar nichts gegen auferstehns, Amtaa des fro: fie Ist doch ein augenblick hen wieder sehns, Wo him: voll müh! Imel neu und erde; Am tag, 234 Von dem ewigen Leben. wo Gottes wunderkraft) 10. Und aller Seraphinen Mich ganz verklärt und neu schaar, Und wer auf erden erschafft, Was ich erst dann heilig war, Sind alles meine seyn werde! brüder; Sind alle nur Ein 6. Wie dann mir wird leib mit mir, Und fingen zu muthe seyn, Wenn alle ewig, Jesu, dir Aus Einem todten, gros und klein, Omunde lieder. Jesu, vor dir stehen! 11. Wie ist der seligkeit Wenn du mich dann beym so viel! O freuden ohne namen nennst, Vor Gott maas und ziel, Hoch über und Engeln mich bekennst, alles sehnen! O ewigkeit! Ich ewig dich soll sehen! o ewigkeit! Was ist das leis 7. Wenn ich in jener den dieser zeit! Wie nichts fönigsstadt, Die Gottes find alle thränen! hand gegründet hat, Jm 12. Sey stark! sey freu: anschau'n mich verlieredenvoll, mein geist! Gott Wenn ich in deinem him- lebt! Gott hält, was er vers melreich, Den Engeln und heißt! Gott ist der Gott der dir selber gleich, Ein neues frommen! O glaub: nichts Leben führe. ist für dich zu gros, Für dich, 8. Jch, ich, der ist noch zu dem aus Gottes schoos thränen weint, Ich werde. Der eigne Sohn gekomen. wenn der Herr erscheint, Ich met. Wie schön leuchtet der 2. leuchten, wie die sonne! Ich 278. sünder werd von sünden Gott, wie wird mein geist ent: rein, Ich sterblicher unsterb: zückt, Wenn er nach deinem lich seyn! Ich, Gottes himmel blickt. Den du für bild und wonne. uns bereitet! Wo deine mil 9. Befreyt und ewig fern de Baterhand Aus neuen von qual; Erquickt mit freu: wundern wird erkannt, Die dan ohne zaht, Gott immer du daselbst verbreitet. Mach immer näher! Dann steigt tig Fühl ich mich erhoben, mit jedem augenblick Der Dich zu loben, Der zum le feele unaussprechlich glück ben, Das dort ist, mich will Noch unaussprechlichhöher erheben. Von dem ewigen Leben. 235 2. Was sind die freuden sorg und müh; Und schmeks dieser zeit, Was gegen jene ten seine güte. Hier stört herrlichkeit, Die dort bei dir nichts ihre hohe lust; Kein zu finden? Du stellst uns feind ist ihnen mehr bewust; hier auf erden zwar Biel Kein gram quält ihr gemű: wunder deiner güte dar, the. Kein neid, Kein streit Zum fröhlichen empfinden. Hemmt die triebe Reiner Doch hier Sind wir Beisliebe Unter seelen, Die nun den freuden Noch mit leiden ewig nicht mehr fehlen. Stets umgeben. Dort nur ist vollkommnes leben. 6. Gott! welche schaar ist dort vereint! Die froms 3. Kein tod ist da mehr men, die ich hier beweint, und fein grab. Dort trock: Die find ich alle wieder. nest du die thränen ab Bon Dort sammelt deine Vaters deiner finder mangen. Da hand, Die, so sie liebreich ist kein leid, kein angstge: hier verband; Und ewig sind schrei; Denn du, o Herr, wir brüder. Ewig Werd ich, machst alles neu; Das alte Frei von mängeln, Selbst ist vergangen. Hinfort Sind mit Engeln Freundschaft dort Bou gerechten Gottes: pflegen: D ein umgang fnechten Keine plagen Mehr reich an segen! zur prüfung zu ertragen. 7. Wo ist mein freund, 4. In unsers Gottes Hei: des Höchsten Sohn, Der ligthum Schallt ewig seines mich geliebt? wo glänzt namens ruhm Bon millio: sein thron? In jenen bims nen zungen. Da strahlt die melshöhen! Da werd ich herrlichkeit des Herrn; Daldich, Herr Jesu Christ, So schaut man sie nicht mehr menschenfreundlich, wie du von fern, Man ist von ihr bist, Auch mit entzücken se: durchdrungen. Völlig Gibt hen. Da wird, Mein Hirt, sich Den erlösten, Sie zu Nichts mich scheiden Von trösten, Der zu kennen, Den den freuden, Die du dro: sie hier schon Vater nennen. ben Deinen freunden auf: 5. Vor seinen augen wan: gehoben. deln sie, Auf ewig frei von 8. Wie herrlich ist die 236 Von dem ewigen Leben. neue welt, Die Gott den 4. Da schweigen alle ihre frommen vorbehält! Kein flagen; Da bringt mit fro: mensch kann sie erwerben. hem lobgefang, Selbst für Jefu, Herr der herrlich: die ausgestandnen plagen, feit, Du haft die stätte mir Dir ihre feele preiß und bereit't: Hilf mir sie auch dank. Nun jauchzen sie: es ererben! Laß mich Eifrig ist vollbracht! Der Herr hat Darnach streben, Und so les alles wohlgemacht! ben Auf der erde, Daß ich dort dein erbe merde. 5. Forthin bekümmert sie fein leiden, Kein schmerz und Mel. Wer nur den lieben Gott ic. feine schwachheit mehr. Gott 279.s ist noch eine ruh führt sie zu vollkommnen vorhanden Für freuden, Und frönet sie mit jeden Gott ergebnen geist, preiß und ehr. O unaus: Wenn er sich dieses Förpers prechlich füffe rub! O Gott, banden, Nach Gortes willen wie herrlich tröstest du! einst entreißt, Und nun nicht 6 Wer kann hier deine mehr so eingeschränkt, Als gnade faffen? Du willst den, hier auf erden lebt und denkt.der dich redlich liebt, Nicht 2. Herr! die zu dieser rulewig in der unruh laffen, he kommen, Wie felig find Die dieses leben noch um: doch alle die! In deinen him gibt. O mach uns ja hier mel aufgenommen, Ruh'n in der zeit Recht würdig für fie von dieses lebens müh. die ewigkeit! Nach aller laft, die sie ge: 7. Mein Heiland, der du drückt, Wird ewig nun ihr felbst auf erden Der leiden herz erquickt. joch getragen baft! Will ich 3. Wie mütter ihre fin des Lebens müde werden, der trösten, So fegnet mit Und fühl ich'd eser tage last; zufriedenheit Auch deine So stärke mächtig meinen gnade bie erlösten Nach geist, Daß er dem unmuth überstandner prüfungszeit. fich entreißt. Du selbst machst ihnen of fenbar, Wie gut stets deine führung war. 8. Gib, daß in hoffnung jener ruhe, Die Gottes volk verheiffen ist, Ich gern des Von dem ewigen Leben. 237 f Vaters willen thue, Wiedu 4. Dann wirst du dich darin mein fürbild bist; So unfern seelen Offenbaren, erndt' ich nach mühseligkeit wie du bist. Keine wonne Die freuden deiner eirigkeit. wird uns fehlen, Da, wo, Mel. Alle Menschen müssen ic alles wonne ist. Zu voll: 280. pie unaus fommnen seligkeiten Wird sprechlich felig uns dort der Heiland leis Werden wir im himel seyn! ten, Der uns dieses glück er: Da, da erndten wir unzäh warb, Als am freuz er für lig Unsers glaubens früchte uns starb. ein. Da wird, ohne leid und 5. Da wird deiner from: zähren, Unfre freude ewig men menge Ein herz, Eine währen. Gott! zu welcher seele seyn, Liebe, dank und feligkeit Führst du uns durch lobgesänge Dir, du groser diese zeit! Gott, zu weih'n; Dir und 2. Zwar das glück, daß dem, der selbst fein lebendu den deinen Dort bey dir Willig für uns hingegeben. bereitet hast. Kann hier noch mit ihm, unserm grösten nicht flar erscheinen, Und freund, Sind wir ewig fein mensch auf erden faßt dann vereint. Deines himmels grose freu: 6. O! wer sollte sich nicht den. Doch nach dieses lebens sehnen, Aufgelößt und da zu leiden Werden alle, die dir seyn, Wo nach fummer, trau'n, Mehr noch, als sie noth und thränen, Ew'ge hoffen, schau'n. güter uns erfreu'n; Wo 3. Neue wunder deiner sich unser fampf in palmen, güte Werden unser glück er: Unser Ach in freudenpsal: höhn; Mit erstaunendem men, Unfre angst in lust gemüthe Wird dann unser verkehrt, Die forthin kein auge sehn, Deine huld sey fummer stört! überschwänglich, und die 7. Was ist unser loos auf wohlfart unvergänglich, erden? Obs auch noch so Die dem, der dich redlich köstlich sey, Ists doch nie liebt, Deine Baterhand ganz von beschwerden, Sor: dort gibt. gen, furcht und fumer frey. 238 Von der Buffe und Bekehrung. Schnell folgt hier auf lust hier noch bist, nur nach oft weinen: Dort nur wird dem, was droben ist. die zeit erscheinen, Wo fein 9. Ohne heiligung wird wechsel mehr uns beugt, Wo keiner, Herr, in deinen die wonne immer steigt. himmel geh'n. Mach mein 8. Seele! sey dann hoch: herz hier immer reiner, erfreuer Ueber das erba'bne Mach es würdig, dich zu glück, Das dir einst dein seh'n! Hilf du selber mei: Gott verleihet! Richte hoff ner seele, Daß sie nicht nungsvoll den blick Oft nach den weg verfehle, Der jener stadt der frommen, mich sicher dahin bringt, Streb' mit ernst, dahin zu Wo man ewig dir lob: kommen: Trachte, weil du fingt. Dritte Abtheilung. Lieder über die christlichen Lebenspflichten. I. Von der Busse und Bekehrung. Mel.Vater unfer im Himmelr.sc. gelts mit dem eid. O selig, 281. So wahr ich le: wem die sünd ist leid! be! spricht dein 3. Doch hüte dich vor Gott, Mir ist nicht lieb des ficherheit; Denk nicht: zur fünders tod: Mein wunsch buß ists immer zeit; Ich will und wille ist vielmehr, Daß mich meines lebens freu'n, er von sünden sich bekehr, und werd' ich dessen müde Sich beßrein der gnadenzeit, seyn; Alsdann will ich bes Und mit mir leb in ewigkeit. fehren mich; Gott wird 2. Dieß wort bedenk, owohl mein erbarmen sich. fünder, wohl! Verzage 4. Wahr ist es: Gott ist nicht verzweiflungsvoll: Du stets bereit Zum wohlthun, nimst an der erlösung theil; zur barmherzigkeit; Doch Hier findest du trost, gnad wer auf gnade böses thut, und heil; Und Gott befie: Gering schäzt das versöh: 239 Von der Buffe und Befehrung. nungsblut, Und seiner feeleldeiner seele glück? Und wer selbst nicht schont, Dem verschiebt sein heil Gern wird, wie er verdient, gesleinen augenblick? lohnt. 2. Allein wie schwer ists 5. In seinem Sohne will nicht, Sein eigen herz bes dir Gott Das leben schen: kämpfen, Begierden wider: fen für den tod. Du aber, stehn, Und seine lüste däms sünder weißt du wohl pfen? Ja, fünder! es ist Wer von uns morgen leben schwer: Jedoch zu deiner ruh soll? Daß du must sterben, Ist dieß der eing'ge weg.Und ist dir kund: Verborgen ist dem entfagest du? die todesstund. 3. Ist deine pflicht vont 6. Heut lebst du; heut Gott, Wie kannst du sie ver: bekehre dich: Eh morgen geffen? Nach deinen kräften fommt, fanns ändern sich selbst hat er sie abgemeffen. Wer heut ist stark, gesund Was weigerst du dich noch? und schön, Kann morgen Jst Gott dann ein tyrann, schon am grabe stehn: Der mehr von mir verlangt, Stirbst du nun ohne bes: Als ich ihm leisten kann? rung hin, Wie willst du dem 4. Sprich selbst: gewine gericht entfliehn? net Gott, Wenn ich ihm 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf kindlich diene, Und, seiner du mir, Daß ich nun eilend werth zu seyn, Im glauben komm zu dir, und mich ber mich erfühne? Wenn du die fehre unverweilt, Eh mich tugend übst, Die Gott, dein mein ende übereilt; Damu Herr, gebeut, Wem dien'st ich heut und jederzeit Zum du? strebst du nicht Nach legten tage sey bereit. deiner feligkeit? Mel. O Gott du frommer Gott 2c. 5. Was weigerst du dich 282. Willst du die buffe noch, Das laster zu verlass noch, Die Gott fen? Weil es dein unglück gebeut, verschieben; Soft, Befiehlt es Gott zu haf: schändest du dein herz, Und sen. Was weigerst du dich mußt dich selbst nicht lieben. noch, Der tugend freund zu Ist deine besserung nicht seyn? Weil sie dich glück: 240. Von der Buffe und Bekehrung. allein. lich macht, Befiehlt sie Gott 10. Jsts gnug zur felig feit, Daß wir als die erlöß 6. Gott beut die fraft dir ten, Wenn uns der tod ers an, Das gute ju vollbingen: greift, Uns ficher Christi trö: Soll er durch allmacht tich, sten? Ist das bekenntnis Ihm zu geborchen, ng'nug, Daß uns die fünde gen? Er gab dir die verreut; So ist kein leichter nunft, Und du verleugnest werk, Als deine seligkeit. fie: Er sendet dir sein wort, 11. Doch fordert Gott Und du gehorchst ihm nie von uns Die reinigung der 7. Sprich nicht: Gott feelen; Jst keine ſeele rein, fennt mein berz, Ich hab es Der glaub und liebe fehlen; ihm verheiffen, Mich noch Ist dieses dein beruf, Gott einmal, ja bald, Vom laster dienen, den du liebst; So loszureiffen; Nur izt ist zittre vor dir selbst, Wenn mirs zu schwer! Doch diese du dieß werk verschiebst. schwierigkeit, Die heute dich erschreckt, Die wächst ja durch die zeit. 1 12. Hat Christus uns er: lößt, Damit wir fünder blei: ben, Und, sicher durch sein 8. Je öfter du vollbringst, blut, Das laster höher treis Was fleisch und blut befoh. ben? Gebeut uns Christi len, Je stärker wird der hang, mort Nicht tugend, recht Die that zu wiederholen, und pflicht; So ist es nicht Schru'st du dich heute nicht, von Gott. Gott wider: Des Höchsten feind zu seyn; spricht sich nicht. Um wie viel weniger Wirst du dich morgen scheu'n? 13. Noch heute, weil du lebst, und seine stimme hö: 9. Ist dann die buß ein rest; Noch heute schicke dich, werf Bon wenig augenbli: Daß du vom bösen feh: cken? Kann dich kein schneller reft. Begegne deinem Gott; tod Der welt noch heut ent: Willst du, zu deiner pein, rücken? Ist ein geschrey zu Dein hier versäumtes glück Gott, Ein rounsch nach beffe: Nicht ewig noch bereu'n. rung, Und angst der miffe: 14. Entschlieffe dich bes that, Die wahre heiligung? lherzt, Dich selber zu besie: 241 Von der Buffe und Bekehrung. gen: Der sieg, so schwer er wissen Die güter dieser welt, ist, Bringt göttliches vers Des lebens glück geniessen, gnügen. Was zagst du? Und mäßig und gerecht In geht er gleich Im Anfang dem genuffe seyn, Und sich langsam fort; Sey wacker! der seligkeit Schon hier im Gott ist nah; Und stärkt glauben freu'n? dich durch sein wort. Mel. Freu dich sehr, o meine 2c. 15. Ruf ihn in demuth 283. Höchster! denk ich an; Er tilget deine fünden. an die güte, Die Und läßt dich sein gefez Erst du mir bisher erzeigt; O so auch den fluch empfinden; wird mein ganz gemüthe Sowiderstrebe nicht: Denn Tief beschämet und gebeugt, diese traurigkeit Wirkt eine Daß ich dich gering geschäft, reu in dir, Die niemals Dein gebot hintangefezt, dich gereut. Und dich, der du mich geliebet, 16. So süß ein laster ist, mit vergehungen betrübet. So gibts doch keinen frie: 2. Alle meine feelenkräfte, den: Der tugend nur allein Meine glieder sind ja dein; Hat Gott dieß glück beschie: Und sie sollten zum geschäfte den. Ein mensch, der Gott Deines diensts geheiligt gehorcht, Erwählt das beste seyn. O wie hab ich sie ents theil: Ein mensch, der Gottweiht! Ach, zur ungerech: verläßt, Berläßt sein eignes tigkeit Und zum schnöden heil. dienst der fünden Licß ich 17. Die buffe führt dich mich oft willig finden. nicht In eine welt voll lei: 3. Deine huld war jeden den; Gott fennt und liebt morgen Über mir, o Vater, dein glück; Sie führt zu neu. Von wie manchen deinen freuden, Macht deine schweren sorgen Machtest du feele rein, Füllt dich mit zu mein herze frey! Was mir versicht; Gibt weisheit und nüzte, gabst du mir. Aber, verstand, Und muth zu deis ach! wie dankt' ich dir? ner pflicht. Owie hab ich so vermessen 18. Sprich selbst: ist dieß Deines wohlthuns zweck fein glück, mit ruhigem geslvergeffen. 16 242 Von der Buffe und Bekehrung. 4. Bey dem hellen licht du mich selbst recht treu, der gnaden Sollt ich ja die Dich zu fieben, dir zu leben, fünde flichn; Und um ret: Ewig will ich dich erheben. tung von dem schaden Mei: Met. Herr! ich habe mißgeh. ner ſeele mich berühn. Dei: 284. Herr! an dir hab ne qüte lockte mich Oft zur ich gesündigt; buffe; aber ich merkte nicht Herr, bey dem ich gnade fuch. dein fanftes locken, ließ die Dein gerecht geseg verkün: fünde mich verstocken. digt Jedem übertreter fluch: 5. Ach! an dir hab ich ge: Und was kann vor seinem fündigt: Gott, meinBater, schrecken, Richter aller well! zürne nicht! Dir hab ich oft mich decken? aufgekündigt Meine schuld': 2. Kann ich deiner hand ge findespflicht. Ach ver entfliehen? Du bist allent: gib, was ich gethan! Nimm halben nah. Steig ich, dir mich doch erbarmend an! mich zu entzichen, Himmel: Führe mich vom finden: an, so bist du da. Stürzt pfade Schnell zurück durch ich in die tiefe nieder: Deine deine gnade. rechte bält mich wieder. 6. Dir ergeb ich mich aufs 3. Herr! ich flich in deine neue; Gib, daß mein be: hände: Auffer dir ist feine schwerter geift Deiner Varuh. Dein erbarmen hat terhuld fich freue, Die dein fein ende: Wer ist gnädiger, tröstend wort verheißt. Was als du? Du bist Gott, und dein Sohn auch mir erwarb, fannst vergeben; Achy vers Da er für die fünder starb, gib, und laß mich leben! Fried und Frende im gewis sen, Ach! das laß auch mich genieffen. ter 4. Gros find meiner fün: de schulden; Ihre last ist mir. zu schwer. Ja wenn, länger 7. Stärk denvorfaz mei: mich zu dulden, Deine lang: ner seele: Herz und leben sey muth müde wär; Müßt ich, nun dein! Gib, daß mire an würdest du nur winken, In fraft nicht fehle, Folgsam des todes nacht versinken. deinem wort zu feyn. Stehe 5. Mich für straftos zu mir allmächtig ben; Machelerklären, Reichet meine reu 20202 Von der Buffe und Bekehrung. 243 nicht zu; Und zerflöß mein löst mit todes schmerzen; herz in zähren, Fänd ich dar: Daß meine seele nicht mit um noch nicht ruh. Könnensweh In ihren sünden unter: cines fünders thränen Dich, geh. Dank sey dir, o mein o Heiligster, verföhnen? Retter! 6. Gottversöhner! dein 3. Wenn mir, o Heiland erbarmen, Dein für mich aller welt, Die mengemeiner vergoßnes blut, Und dein sünden Aufs herz, wie ein tod erlößt mich armen, Hei: gebirge, fällt, Wo kann ich let mich, und gibt mir rettung finden! Ich finde sie muth. Dein verdienst ists, bey dir allein! Berloren was mich decket, Wenn mich würd ich armer seyn, Wenn dein gerichtstag schrecket. ich dein wort nicht hätte. 7. Kette mich von meinen 4. Begnadigung und heil fünden; Schaff ein reines verspricht Es denen, die dich herz in mir: Laß bei dir mich ehren, lind reuevoll zu ihrer ruhe finden, Zich mich im- pflicht Mit ernst zurücke feh mer mehr zu dir. Dankbar ren; Und nun vom sünden: will ich mich bestreben, Mein joch befreit, Aus herzlicher Erlöfer! dir zu leben. erkenntlichkeit, Nach deinem willen leben. Nach bekannter Melodie. 285, Herr Jefu Chrift, 5. Dein aug, o Herzense du höchstes gut, kenner, sieht Der größten Du heiland der erlösten; fünder einen Mit heil verlan Auf dem des frommen hoff gendem gemüth Hier auch Ad) nung ruht, Und des sich fün: um anade weinen. der trösten. Getroft darf sich würd'ge mich gefallenenDes dir jeder nah'n, Heil und blickes voll erbarmurgen, vergebung zu empfahn: Womit du Petrum ansabſt! Hier komm auch ich, ich 6. Bertrauensvoll erfühn ich mich zu dir empor ju armer. 2. Beladen fomm ich; blicken, Du Seligmacher, nimm die last, Numm du sie der du dich Freust, seelen zu mir vom herzen, Der du beglücken. Vergib. o Herr, auch much erlöset hast, Er der gern vergibt! Und was 244 Von der Buffe und Bekehrung. ich unrechts hab verübt, Das tilge deine gnade! 3. Soll ich an deiner huld verzagen? Jch, dein ge: 7. Wiegros ist diese selig schöpf? das willst du nicht. feit, Sein herz vor dir zu Du, der mich hat bis jezt ers stillen! Wie edel die ent: tragen, Bleibst ewig meine schloffenheit, zu thun, Herr zuversicht. Du, Gott, durch deinen willen! O leite mich den ich leb und bin, Gibst auf dieser bahn, Daß ich, mich nicht dem verderben dein fel'ger unterthan, Gernshin. dein gefez befolge. 4. Betrübte folgen mei: 8. Der du allein zu helfenner fünden! Ach meine weißt, Heil mich durch deine schuld! wer tilget die? Du wunden: Stärf mich mit läffefst noch michruhe finden; deinem freudengeist Jn mei: Du bists, du selber tilgest fic. nen lezten stunden; und nim hab ich nicht auch an Jesu mich dan, o Jesu Christ, Hin: hell, An seiner ganzen liebe, über, wo fein tod mehr ist, theil? Zum leben der gerechten! 5. Er hat auch mir das Mel. Wer nur den lieben 2c. recht verdienet, Getroft zu 286. Allmächtiger! ich dir empor zu sehn; Und staub, ich fün: wenn der fünder sich erfüh: der, Steh hier vor deinem nef, Durch ihn vergebung angesicht. Erbarmer aller zu erflehn; So bisou Va: menschenfinder, Uch geh mitter, der vergibt, und lieber mir nicht ins gericht! Ich segnet, als betrübt. bin nicht deiner gnadewerth 6. Sprichst du zu mir: Doch sie läßt feinen unerhört. dir ist vergeben; So stillt 2. Um troft ist meiner seele sich mein gewissens schmerz: bange. Die last gehäufter Und will mein zaghaft herz mifferhat Liegt schwer auf noch beben, So bist du größ mir, die dich so lange, Geser als mein herz. Dein rechter Gott, gereizet hat. anadentrort macht alles gut, Weß tröst ich mich, ich Und schenket selbst zur tus schuldiger, Als deiner nur, gend muth. Barmherzigster! 7. Jch zweifle nicht, ich Bon der Buffe und Bekehrung. 245 bin erhöret; Mein glaube Durch murren nicht vers sagt mir, daß ichs bin. Der scherze. trost, der sich im herzen meh: 6. Verfahr mit mir, Wie's ret, Der neue dir ergebneldünket dir: Du stärkst mich, finn; Dieß findliche ver: es zu leiden. Nur wollst du trau'n auf dich, Bezeugens: mich nicht ewiglich Von deis du begnadigst mich. ner gnade scheiden! Nach bekannter Melodie. 7. Das thust du nicht! 287. Ach Gott und Herr! Mit zuversicht Kann es mein Wie groß und glaube hoffen: Durch Chris schwer Sind meine vielen sti tod Bist du mein Gott; sünden! Wie drückt mich Dein himel steht mir offen. doch Des elends joch! Wo 8. Herr Jesu Christ! Mein' kann ich hülfe finden? zuflucht ist Das freuz, an 2. Flög ich gleich weit dem du starbest; Und mir zu Voll bangigkeit Bis an des gut mit deinem blut Die erdreichs enden, Der angst seligkeit erwarbest. und pein Befrent zu seyn; Doch würd ich sie nicht wen: den. 9. Hier, hier bleib ich; Und ob auch sich Mein leib und seele scheiden: Ich werde 3. Zu dir flieh ich: Ber: dort Bey dir, mein Hort, stoß nicht mich, Der ichs so Ererben ew'ge freuden. sehr verdienet. Ach geh doch 10. Gott ehr und ruhm! nicht, Gott, ins gericht! Sein eigenthum Bleib ich in Dein Sohn hat mich ver: Jesu namen. Ich zweifle fühnet. nicht; Mein Heiland spricht: 4. Solls ja so seyn, Daß Wer glaubt, wird selig! straf und pein Auf fünde Amen. folgen müffen; So fahr hier Mel. Wo soll ich fliehen hin zc. fort: Nur schone dort, Muß 288. Wo flieh ich fün: ich auch hier viel büffen. der hin, Der 5. Bergiß der schuld! Giblich umgeben bin Bon schre: mir geduld, Und ein gehor: cken meiner fünden? Wo sam herze; Daß ich mein kann ich rettung finden? heil, Mein bestes theil, Hilft Gott nicht selbst mir 246 nieder. Von der Buffe und Bekehrung. wieder, So sink ich trostlos 7. Berziehen hast du mir: Herr! wie dank ichs dir! 2.Ja du, o Jesu, du Rufst Du Gott, vor dem ich weis mir noch gnädig zu. Mit ne, Du siebest, wie ichs mei hoffendem gemütheFlich ich ne: Du fichest mein bestre: zu deiner güte. Laß du auf ben, Dir würdiger zu leben. mein geriffen Ein tröpflein 8. Herr! deß ich ewig bin, troftes flieffen. Gib mir den fisten sinn, 3. Des herzens angst ist Das alles stets zu meiden, aros: Mach mich) derselben Was mich von dir fann los. Groß ist der fünden scheiden. So leb ich dir, und tchade; Doch gröser deine erbe Den himmel, wenn ich qnade, die dem verder ben sterbe. irehret, Und sluch in segen mel. Es ist gewißlich an der Zeit. fehret. 289.0 Bater der barm 4. Ich traue, Herr, auf herzigkeit! Ich dich! Dein blut floß auch falle dir zu fuffe, Und thu für mich. O Tilger meiner noch in der gnadenzeit Von fünden, Laß du mich gnade ganzem Herzen buffe. Was finden! Sprichst du: dir ist sich nicht recht gethan vor verziehen; So wird mein dir, Erbarmer! das verzeihe fummer fliehen. mir, Nach deiner grosen 5. Zwar viel noch man: güte. gelt mir, Doch, Gütigster, 2. Du geber wahrer see: von dir Kommt jede gute lenruh, Nimm von mir, gabe, Die ich von nöthen was mich quälet. Durch habe. Du wirst mich unter deine gnade wirke du, Wor stüzen, Und in versuchung an es mir noch fehlet. Gib schüzen. mir den Geist der heiligung, 6.Wie unerschrocken ruht Daß ich in meiner befferung Das herz in deiner hut! Du Es täglich weiter bringe. hast ja selbst verheiffen, 3. Und du, oJesu, der du Nichts soll mich dir entreis: dich Für uns dahingegeben; fen, Der ich dir angehöre; Du hast aus freier huld Folg ich nur deiner lehre. lauch mich Erlöst zum ew'gen Bon den Buffe und Bekehrung. 247 leben. Mein Seligmacher wieder. Groß ist meine süne und mein Gott! Erbarm denschuld, Die mich innigst dich meiner seelennoth, Und reuet; Gröser deine Baters gib mir deinen frieden. huld, Die mich noch erfreuet. 4. Für fünder sloß dein 2. Zwar ich bin's nicht theures blut, Zur rettung werth, zu dir Kindlich aufs vom verderben. So komm zusehen. Doch du bleibst ein es dann auch mir zu gut, Bater mir, Du vernimmst Im leben und im sterben. mein flehen, Kennst mein Von jeder fernern fündenherz, ermunterst mich, Es that, Die dich so viel geko: vor dir zu stillen. Du er: stet hat, Laß michs zurücke hörst mich väterlich noch schrecken. um Chrifti willen. 5. Geift Gottes! du, der 3. Du bist meine zuver: feelen licht, Regierer der geficht; Auffer dir ists keiner. danken! Erinnre mich ans Dein geschöpf verwirfst du weltgericht, Wenn je mein nicht; Gott, dich jammert herz will wanken; Damit feiner. Der du deinen Sohn ich jedes laster flich, und ehr für mich in den tod gegeben; sucht, geiz und wollust nie Sein erlöster bin auch ich, Mein Herz beflecken möge. Theu'r erkauft sum leben. 6. Und schlägt die lezte 4. Dieß, dieß soll in jedem stunde mir, So hilf mir schmerz Mein vertraun er überwinden. Laß meine seele wecken: Vor der sünde ſoll trost bey dir, Du Gott des mein herz, Nicht vor dir, er: troftes, finden.Belehre mich, schrecken. Trauen will ich, daß schmerz und noth, Und Bater, dir; Stets die sünde felbft der lezte feind, der tod, haffen, Nie vergessen, daß du Mich doch zum leben führe. mir So viel schuld erlaffen. Mel. Schwing dich auf zu zc. 5. Preiß sey dem Allgüti: 290. Gott, mein Bagen, Der mein seufzen kin ter! ich dein net! Der dem gnadesuchen: find Falle vor dir nieder. den Freyen zutritt gönnet. Siehe, was mein herz em: Seele! freu dich vor dem pfind't, Und erbarm dich Herrn; Fleuß von freuden 248 Von der Busse und Bekehrung. über: Gott, dein Gott, ver: Laß trost und ruh, um des stoßt nicht gern, Er begna: Versöhners willen, Mein digt lieber. Herz erfüllen. 6. Ewig bist du so ge: 5. Bom abend an bis zu finnt, Schöpfer meiner see: dem frühen morgen Hoff ich le! Ach, wenn ich dein auf dich: o stille meine for: strauchelnd kind noch aus gen! Du schenkest ja bela: schwachheit fehle; Go ge: denen und müden Gern deis denkst du, der du weißt, Daß nen frieden. mein herz dich ehret, Ich sey staub: und du verzeihst Dem, der wiederkehret. 6. Ja, seele! hoffe nur auf Gottes gnade. Noch mächt'ger ist sie, als dein fün: Mel. Herzliebster Jesu, zc. denschade. Ihr starker arm 291. Aus dunkler tie: wird dich aus allem bösen fe, Herr! mit Herrlich erlösen. schwerem herzen, Rufich zu Mel. Wenn mein Stündlein? c. dir in meinen ſündenschmer: 292 h fünder darf zen. Gott! mache du mich mein auge nicht meines fummers ledig, Und Zu dir, o Gott, erheben. sen mir gnädig! Vor deinem reinen angesicht 2. Beschämt erkenn und Muß ich, ich armer, beben. fühl ich meine fünden. Laß. Jch fühl, wie übel ich ges Bater, mich erbarmung vor than: Wer nimmt sich meis dir finden. Willst du auffnes elends an, Wer kann schuld und übertretung semich fünder retten? hen; Wer wird bestehen? 2. Mein Vater! ach, ich 3. Bey dir allein, Herr, bin nicht werth, Dich Bater steht es zu vergeben. Du mehr zu nennen. Ach, deinen willst nicht tödten; nein, wir ruf hab ich gehört, Und follen leben. Uns soll die wollt ihn doch nicht kennen. gröffe deiner liebe lehren, Du warnetest mich durch Dich treu zu ehren. dein wort: Doch ging ich 4. Verzeihe mir, Herr, meinen irrweg fort, Als alle meine fehle. Gott! dei: wenn fein richter wäre. ner harret meine müde feele. 3. Viel tiefer, als ichs fa: 249 Von der Buffe und Bekehrung. gen kann, Jst in mir mein mir lust und stärke: Von verderben. Herr! nimmst dir nur, Bater alles lichts, du meiner dich nicht an, So Kommt fraft zu gutem wer: muß ich ewig sterben. Doch fe. Drum, bester Vater! gern verschiebst du dein ge bitt ich dich: Um Jesu wil: richt, Und willst den tod des len stärke mich Zum wollen fünders nicht, Willst meifund vollbringen. nen tod nicht, Bater! Mel. Allein zu dir Herr Jesu ic. 4. Bon dir, der du die 293. Auf dich allein, liebe bist, Darf ichvergebung Herr Jesu hoffen: Dein Vaterherz, Christ. Soll mein vertrau'n o Vater, ist Auch mir durch sich gründen; Auf dich, der Jefum offen; Wenn nur mein du mein Heiland bist: Sonst herz recht redlich ist, Wenn ist kein heil zu finden. Es ist ich voll reu, an Jesum Christ kein retter auffer dir; Kein Von ganzer feele glaube. mensch, fein engel, welcher 5. Bergeben kannst du mir Aus meinen nöthen hel: ach, vergib! Ich falle dirlfen kann: Dich ruf ich an; zu fuffe. Vergeben willst du: Du bists, der helfen will und ach, vergib! Verwirf nicht kann. meine buffe. Zwar gros ist 2. O Heiland! meine meine sündenschuld; Doch schuld ist gros; Sie reuet gröfer noch ist deine huld, mich von herzen. Erbarme Mein Gott, mein Herr, dich, und sprich mich los, mein Vater! Durch deincs todes schmer: 6. Hier lieg ich tief gebeugt zen. Weil du für mich genug vor dir, Mit fünd und fluch gethan, Nimmt Gott auch beladen. Ach neige du dein mich zu gnaden an. So bin herz zu mir, Du Vater aller ich los der fündenlaft: Mein gnaden! Vergib mir, wie glaub umfaßt Dich, der du dein wort verheißt; Vergib, sie getragen hast. und schenk mir deinen Geist 3. Hilf, daß ich meines Zu einem beffern leben. glaubens kraft Durch wah: 7. Ach! ohne dich verre lieb erweise. Ja, mache mag ich nichts; Drum gibldu mich tugendhaft Zu deis Von der Buffe und Bekehrung. nes namens preise. Sey mir 4. Gott! du willst des in nteiner prüfungszeit Ein fünders leben: Seine feele yelfer voll barmherzigkeit; lift dir werth. Gnädig willst Und naht die lezte stunde du ihm vergeben, Wenn er fich, Dann zeige dich In dei sich zu dir befehrt. Mitten ner gnad, und rette mich auf dem fündenwege Machst Mel. Jesu meines Lebens Leben. du sein gewissen rege. Wohl 294. Jch erhebe mein dem, der zu seiner pflicht gemüthe Sehn: Umkehrt; den verwirfst du fuchtsvoll, o Gott, zu dir; nicht. Denn ich kenne deine güte: 5. Du erquickest die' elens Dwie theuer ist sie mir! den, Deren herz sich dir er: Gott der Liebe und des le: gibt; Die sich flehend zu dir bens! Keiner hofft auf dich wenden, Ueber ihre schuld vergebens. Nur verächter betrübt. Freude schenket dei Feiner huld Stürzet ihre ne aüte Dem geängsteten eigne schuld. gemüthe, Welchem du die 2. Lehre, Herr, mich deine sündenlast Liebreich abge: rrege; Zeige deinen willen nommen haſt. mir: Daß ich nicht verirren 6. Herr! zu was für se: möge, Führe du mich selbst ligkeiten Du, in jener besa zu dir! Gott, du siehest mein fern welt, Jeden frommen vertrauen. Sicher kann ich noch willst leiten, Der dir auf dich bauen: Deine Batreu und glauben hält, Of tertreue ist Ewig, wie duffenbarst du allen ſeelen, Die selber bist. zu ihrem theil dich wählen: kund. 3. Ach! gedenke an diel Deinen ganzen gnadenbund fünden Meiner jugendjahre Machst du deinen findern. nicht! Laß mich armengnade finden, Gott, vor deinem 7. Dir will ich mich dann angesicht. Alle fünden, die ergeben: Gott, mein Gott! uns reuen, Willst du, Ba: verlaß mich nicht. Laß mich ter, ja verzeihen. Oso höre immer heilig leben, Herr, dann auch mich! Meine fele vor deinem angesicht. Kei: hofft auf dich. ine schnöde lust der fünden Von der Buffe und Bekehrung. 251 Muiffe mich mehr überwin elend faum! Berwundet den: Ach bewahr, ich bitte blutete mein herz; Betäubt Fich, Meinen geist, und stär: empfand ich keinen schmerz. fe mich! 5. Nun bin ich nah dem untergangeDen, Herr, dein Mel Wer nur den lieben Gottic. 295. Mein Gott! zu recht dem fünder droht, Um dem ich weitrost wird meiner feele ban: nend flebe, Erbarme dich, ge, Um einen retter aus der erbarme dich! Noch einmal neth. Mein richtendes ge fich von deiner höhe Mitwiffen wacht, Und alles um anadenvollem blick auf mich mich her ist nacht. 4 Erbarme dich, und geh noch 6. Zu wem, o Bater, foll nicht Mit mir, du rächer, ich fliehen? Wo findet meine ins gericht! feele ruh? Wer kann sie aus 2. Wie oft haft du mir dem abgrund ziehen, In dem fdon vergeben, Wenn umlie seufzet? wer, als du? begnadigung ich bat! Wie Mein ganz vertraun sez ich oft versprach ich dir ein le: auf dich: Du freund des ben, Gereiniget von miffe: lebens, rette mich! that! Wie feierlich war 7. Für meine wiederhol: dann mein eid Des glau ten sünden Floß auch des bens und der frömmigkeit! Weltverföhners blut. Noch 3. Ach, aber bald ergriff einmal laß mich gnade fin: mich wieder Die fünd' und den Durch meinen glauben ihre luft mit ihr, Riß meinen an sein blut! Noch einmal, ganzen vorfaz nieder, Und Richter, sage mir: Auch dies herrschte, wie vorher, in fe fchuld erlaß ich dir bi mir! Zum widerstande viel 8. Gott sey mein geuge, zu schwach, Kämpft' ich da ich schwöre: Mein berz nicht, sondern gab ihr nach. soll dir geopfert seyn! Dir, 4. Wie viele fündenvolle deinem willen, deiner ehre tage Durchlebe' ich fünder, Will ich mein ganzes leben wie im traum; Und sam: weih'n! Der fünde will ich melte mir schmach und plaswiderstehn, Und standhaft ge, Und fühlte dieß mein deine wege gehn. 252 Von der Buffe und Bekehrung. 9. Bergiß nicht wieder, alle freuden, Die von ihm meine feele, Wie oft du schon mich könnten scheiden, Will gefallen bist! Merk auf die ich mit verachtung fliehn; heiligen befehle Des Got: Denn von herzen lieb ich ihn. tes, der die liebe ist! Ruf ihn 3. Gott! du fahest, wie im glauben täglich an: Erichs meinte, Wie ich alle halt mich, Herr, auf ebner misfethat, Der ich schuldig bahn! war, beweinte, Und dich um 10. Ja, ich bin schwach: vergebung bat; Welch ein du wollst mich stärken, Mein ernstliches bestreben, Mei: Helfer in versuchung seyn, nem vorsak treu zu leben, Zum glauben und zu guten Von dem tag an immerdar werken Mir fraft und freu: Meiner buffe wirkung war. digkeit verleihn. So steh 4. Auch hat keine lust zur ich fest, Und manke nicht; sünde Wiederum mein herz Und du bleibst meine zu bethört. Ernstlich haß ich versicht. fie, und finde Täglich diesen Schwachheitssünden. haß vermehrt. Nicht vom Mel. Alle Menschen müssen sc. leichtsinn hingeriffen That 296. Ach! wann werdlich wider mein gewissen; ich von der fün. Hab auch nicht, so viel ich de, Gott! wann werd' ich weiß, Mich versündiget mit völlig frey, Daß ich sie ganz fleiß. überwinde, Ganz dir wohl: 5. Aber ach! wie oft em: gefällig sen? Noch nicht, ich pöret Sich die leidenschaft gesteh's mit thränen, Kann in mir, Und verführet mich, ich mich von ihr entwöhnen. und störet Meine freudigs Immer noch ereilt sie mich, feit zu dir! Uebereilung, Und versucht mich wider dich. eigenliebe, Des verborgnen 2. Längst hab ich mir's stolzes triebe, Eh ichs merke, vorgenommen, Dir mein le: ziehen sie mich zur fünde, die ben ganz zu weih'n. Nedlich, ich flich. sprach ich, und vollkom: 6. Weh mir, daß ich wider men Soll vor Gott mein willen, Ja mit grösestem ver: wandel seyn. Allen vortheil, druß, Das gesez der sünd er: 253 Von der Buffe und Befehrung. füllen Und dir widerstreben Mel. Wer nur den lieben Gott ic. muß! Ach, wer wird mich 297. Wie theuer Gott, ganz vom bösen, Von des ist deine güte, todes leib erlösen! Ich elen: Die alle missethat vergibt, der! wer befreit Ganz mich Sobald ein reuendes gemüz von der sündlichkeit! the Die fünden, die es sonst 7. Du verzeihst mir die geliebt, Erkennt, verdammt, gebrechen Meiner fündigen und ernstlich haßt, Und zus natur. Nicht die schwach.versicht zum Mittler faßt! heit wirst du rächen! Bösen 2. D! laß mich ja nicht vorsatz strafst du nur. Hätt' sicher werden, Weil du so ich nicht den trost; ich würde reich an gnade bist. Wie kurz Unter meiner mängel bürde ist meine zeit auf erden. Die Ganz, erliegen, und mich mir zum heil gegebne frist! dein, Höchstes gut, nie wie: Zur beßrung legst du mir fie der freun! bei: Gib, daß sie mir recht 8. Stellet mir dann hier wichtig sey! auf erden Lebenslang die 3. 3war deine gnade zu fünde nach; Kann ich nicht verdienen, Sind reu und vollkomen werden, Bin und beßrung viel zu klein. Doch bleib ich hier noch schwach: darf sich auch kein mensch er: Ach so segne mein bestreben fühnen Zu glauben, dir vers So gerecht ich kann, zu le: föhnt zu seyn, Wenn er noch ben, Daß ich doch von heu: liebt, was dir mißfällt, Und chelei Und von bosheit ferne nicht dein wort von herzen sey. hält. 9.Wenn ich falle, laß michs 4. Wie kannst du dem die merken, Laß mich streben, schuld erlaffen, Der frevelnd aufzustehn! Eile, mich, dein schuld auf schulden häuft? find, zu stärken! Lehre selbst Der kann kein herz zu Jesu ich fester gehn! Warnefaffen, Der zwar auf sein mich! sey mein begleiter; verdienft sich steift; Doch Täglich führe mich auch wei in der fünde noch beharrt, ter, Bis ich in der ewigkeit Für die er selbst ein opfer Dringe zur vollkommenheit! ward. 254 Von der Buffe, und Befehrung. 5.Drum fall ich dir, mein] 2. Gott! dir und deinem Gott, zu füffen: Bergib Geist allein Sey nun mein mir gnädig meine schuld; herz ergeben! Ich will nun Und heile mein verwund't rein und heilig seyn, Nach gewiffen Mit trost an dei Gottes willen leben; Sonst ner Baterhuld! Ich will mit wird mein wort, das ich ge: ernst die fünde scheun, Und redt, Mich richten und ver: millig dir gehorsam seyn. dammen Zu den flammen; 6. Daß mit gerechtigkeit Wenn einst mit majeſtät auch stärke Durch Christum Der Herr uns ruft zusammen. mir geschenket fry, Will ich 3. Auf mein gewiffen sag durch übung guter merke ichs zu, Und treulich will Beweisen, Mache selbst mich ichs halten. Mein Richter, treu, Herr, in der liebe gegen und mein Herr bist du: Ich dich! Sie treibe stets zur will nun treu verwalten, tugend mich! Was mir von dir verliehen 7. Laß mich zu deiner ehre ist; Will schnöde wollust: leben, Der du die missethat freuden Ernstlich meiden: vergibst; Das haffen, was mich soll von Jefu Chrift du mir vergeben, Das lie: Die welt nicht wieder schei ben, was du selber liebst. den. Laß, Bater, mein gewiffen 4. Der fünde fag ich gänz rein, Und heilig meinen lich ab, Und allen ihren wer: wandel feyn! fen; Und gegen lufte, die ich Mel. Ich ruf zu dir Herr Jesu rc. hab, Soll Gottes wort mich 298. Nun fen einmal stärken: Das soll mein licht 3d modas ziel gesteckt und fackel feyu, Und meis Den frechen misfethaten! nen gang regieren, Mein Gott hat mich aus dem herzrübren, Daß ich in Got: schlaf eriveckt, Und meiner tesfurcht Mein leben recht feel' gerathen. Drum hab ich mög führen. theuer mich verpflich't, Bon 5. Dich, meinen Gott, fünden abzustehen; Fürzuse: will ich hinfort Tren lieben, ben, Daß ich nun weiter nicht, findlich ehren; Dir dienen, Was bös ist, mög begehen, trauen, und dein wort Mit 255 Von der Buffe und Bekehrung. freuden folgfam hören zur ruh, In busse christlich ; Den nächsten lieben, so wie lebe. mich, Das seine jedem 9. Froh will ich dann in geben, Friedlich leben, und deinen schuz, Mein Vater, mich vorsichtiglich Der mich ergeben. Von dir er mäßigkeit bestreben. wart' ich lauter gut's Und 6. Den armen sey auch vor dir will ich leben Treu meine hand Zum wohlthun wie dein fnecht, fromm, wie aufgeschloffen; Das undein kind: Du machst mich recht sey von mir verbannt, dann zum erben, Nach dem Die falschheit ausgestoffen. sterben. Laß keine neue sünd Verleumdung, lügen, trug Mir dieses glück verderben. und list, Will ich von hergen 10. Mein Schöpfer, den der haffen; Gänglich laffen; himmel ehrt, Dein name fey Und wo man falsch mir ist, gepreiset! Dein reich komm! Mein herz geduldig faffen. dein will sey uns werth! 7. Gott! meinen vorfaz Der leib von dir gespeiset! fiehest du: Gib kraft, ihn Bergib die schuld, gleichwie zu erfüllen. Ich armer bin auch wir Dem nächsten gern zu schwach dazu; Hilf du vergeben, und dieß leben Ers dem guten willen! Fest sey leichtre du uns hier, Bis dann nun mit dir mein du's wirst besser geben. PAY bund: Dein will ich seyn Mel. O Gott du fremmer Gott. und bleiben, Mich verschrei: 299. Wie kann ich dank ben, mit herzen, hand und mag genug, Herr, O mund: Nichts soll von Gott dir dafür sagen, Daß du mich treiben. mich mit geduld So lange 8. Du aber sollst mein zeit getragen, Da ich in Bater seyn, Acht haben auf mancher fünd Und übertret: mein beten; Mich, als dein tung lang, Und dich, du guz find, in noth und pein Unter Gott, Erzürnte jeden leib und feele retten; Mein tag! berz dir stärker ziehen zu, 2. Sehr grose lieb und Daß ichs zu dir erhebe, Dir treu Erwiesest du mir are ergebe, und, bis ich geh men: Ich fuhr in fünden 256 Von der Buffe und Bekehrung. fort, Du aber in erbarmen: stärk, Und in mir mächtig Ich widerstrebte dir, Und sey; Auch mein gemüthe schob die buffe auf; Du stets Zu deinem dienst erneu. schobest auf die straf, Daß 7. Ach! leit' und führe die nicht folgte drauf. mich, So lang ich leb auf 3. Daß ich nun bin belerden: Laß mich nicht ohne fehrt, Hast du allein verrich: dich Durch mich geführet tet; Du hast der fünde werden. Führ ich mich, ohne macht, Die mich beherrscht, dich; So werd ich bald ver: vernichtet. Herr! deine güt führt: Führst du, Gott, und treu, Die über alles selber mich, So werd ich reicht, hat auch mein stei: recht geführt. nern herz Gebrochen und er: weicht. 8. O Gott, du groser Gott! O Vater, hör mein 4. Selbst fonnt' ich allzuflehen! Jefu, Gottes viel Betrüben dich mit sün: Sohn! Laß deine kraft mich den: Ich konnte aber nicht sehen. O werther heil ger Selbst gnade wieder finden. Geist! Regier mich allezeit, Selbst fallen fennte ich, Daß ich dir diene hier, Und Und in's verderben geh'n:[ dort in ewigkeit. Ich konnte aber nicht Vom falle felbst aufstehn. Für Kinder. Mel. Jesu der du meine Seele zc. 5. Du hast mich aufge: 300. Herr! sey gnädig deinem Finde, richt't, und mir den weg ge wiesen, Den ich nun wan: Das in demuth zu dir fleht, deln soll: Dafür, Herr, sey Und dir seine jugendfünde gepriesen. Gott sey gelobt, Jzt voll scham und reu ges daß ich die alte fünde baß, steht. Schon der beste theil Und willig ohne furcht Die des lebens Ist dahin. Ach, böfen werke laß'. wie vergebens! Mir ver: 6. Damit ich aber nicht floß in sicherheit Meine theu: Aufs neue wieder falle; Sore furze zeit! gib mir deinen Geist, So 2. Ach, wie oft, wie oft lang ich hier noch walle; empöret Sich die jugendtuft Daß er mich schwachen in mir, Und verführet mich, Vom Glauben, zc. 257 und störet Jeden guten trieb Will vor dir mich findlich in mir! Eitelkeit und eigen scheu'n, Und mich deiner liebe Und verborgnen stolzes gnade freu'n. triebe, Eh ichs merke, ziehen 4. Eile, Herr, dein kind zu sie mich zur fünde, die ich stärken! Lehre selbst mich fes flich. ster gehn! Wenn ich falle, 3. Höre mein demüthig laß michs merken; Laß mich flehen, Gott! verwirf mich streben, aufzusteh'n. Wars armen nicht. Vater! zu dir ne mich! sey mein begleiter! will ich gehen; Jesus gibt Führ im guten mich stets mir zuversicht. Nun hab ich weiter; Und am ende meiner mirs vorgenomen, Ich will bahn Laß mich deinen lohn gehn den weg der frommen, empfah'n! 362 II. Vom Glauben, 19 adunipse guter Gesinnung gegen Sesu. uz ai Mel. O Gott du frommer Gott. 3. Wahrhaftig ist dein 301. Herr! ohne glauzwort: Laß mich ihm völlig ben kann Kein trauen. Nie wanket deine mensch vor die bestehen. treu; Auf die laß mich stets Drum wend ich mich zu dir bauen. Gib, daß ich dir im Mit demuthsvollem flehen: glück Und unglück stets ge: O zünde selbst in mir Den treu. Und dem, was du bes wahren glauben an; Weil fiehlst, Von herzen folgsam ich durch meine Fraft Ihn seyit dan.joft Onsd mir nicht geben kann. 4. Mein Jefu! laß mich und 2. Gett! daß du bist, laß dich Im glauben recht erken: mich mit überzeugung glau: nen; Dich meinen Herrn ben. Nichts müsse mir das und Gott Mit ganzer seele wort Aus meinem herzen nennen. Laß mich im glau: rauben, Daß du dem, der ben thun, Was mich dein dich sucht, Stets ein vergel: wort gelehrt; Daß dich herz, ter feyst, Und hier und ewia mund und that Als meinen ihn mit deinem heil erfreust. Heiland ehrt.ben 17 258 Vom Glauben, 5. Dein göttliches ver: hab ich schon hienieden Gros dienstSey mir, o Herr, stets sen frieden! Und was für theuer. Es fülle mich mit heil hast du Den frommen trost; Es mach mich immer dort beschieden! freyer Bom schnöden fün. 3. Laß mich fein leiden dendienst. Es stärke mich dieser zeit, Kein weltglück mit fraft, zu deines namens dir entreiffen. Denn du hast ruhm, In meiner pilgrim deine feligkeit Den treuen schaft. nur verheiffen. Doch föns 6. Wie selig leb ich dann nen sie durch ihre müh Sich Im glauben schon auf er: solche zu verdienen nicht er: den! Wie herrlich wird mein fühnen. Aus gnaden schenfft theil Dereinst im himmel du sie, Und du erwarbst sie werden! Was ich erst hier ihnen. geglaubt, Das schau ich dan 4. Freund meiner feele! in ruh. Der glaube führt du bist ihr Ein weinstock, sie zum schau'n: Gott, stärf ihn dein rebe. Zeuch sie dir nach mir dazu! vel daß sie zu dir Sich von der Mel. Ich ruf zu dir, Herr.lwelt erhebe! Ich laß mich, 302. Herr, mein Erlö: wenn ich sterben soll, Auf ser! nur von deine gnade bauen, Dir vers dir Kann ich mir hülf erfle: trauen; Und dann dort hen. Bernim mein seufzen: wonnevoll Dein antliz ewig eile, mir, Mein Helfer, beyzu schauen. stehen. Des wahren glaus 5. Ich fämpfe stets; und bens fraft und licht, Das strauchle oft: Herr Jesu! felige bestreben, Dir zu leben, hilf dem schwachen, Der nur Und muth zu dieser pflicht, auf dich in demuth hofft; Das wollest du mir geben! Du kannst mich stärker mas 2. Du hast ein königlich chen. In jeder seelennoth gebot Mir tief ins herz ge: laß mich Bey dir erbare fchrieben: Von ganzer seele mung finden, Trost empfins foll ich Gott, Und meinen den, Und endlich Herr, nächsten lieben. Wenn ich durch dich In allem übers nach deinem worte thu, Solwinden! 259 und guter Gesinnung gegen Jefum. Mel. Jesu meine Freude c.( lust Füllt meine brust; 303. Jesus ist mein hir: Denn ich bete nie vergebens cons te! Als ich mich zu dem Herren des Lebens. verirrte, Ich verlornes 5. Seine lieb und gnade schaf; Kam er mir entgegen, Folgt mir auf dem pfade Eh auf meinen wegen Mich Meines lebens hier. Wenn ein unfall traf. Siech war ich ihn vollende, Reichet er ich; Doch er trug mich Zusam ende Seine frone mir. der heerde, voll erbarmen, Jch, verneut Zur seligkeit, Selbst auf seinen armen. Bin dann ewig, mit den 2. Jesus ward mein leben; frommen, Herrlich und voll Will mir alles geben, Was kommen. das herz erfreut. Keine wah Mel.Seelenbräutigam, Jefu c re freude Mangelt seiner 304. Held aus Davids weide; Keine seligkeit. Boll stamm! Jesu und hell Ift auch sein quell, Gottes Lamm! Bon Gott Der mich, wenn mein freuzfelbst zum heil erkoren Alls mich drücket, Stärket und len denen, die verloren! erquicket. Wie erheb ich dich, Heiland, 3. Er, daß ich nicht falle, würdiglich! Hält mich; und ich walle 2. Uns von aller noth, Sicher seine bahn. Folg: Und selbst von dem tod, sam seinen rechten, Stößt in Vom gericht und allem bös finstern nächten Nie mein sen, lind auf ewig zu erlösen, Fußtritt an. Schreckt und Kamst du in der zeit, Here droht mir selbst der tod; der ewigkeit! 100 Doch, wenn furcht und 3.Jesu, höchstes gut! Uns angst mich schrecken, Willst fer fleisch und blut Nahmst du, Herr, mich decken. du an, für uns zu sterben; 4. Jch bei meinem freun: Sündern leben zu erwerben, de Fürchte keine feinde, Jch, Schmecktest du den tod von ihm beschüzt. Fehlt wahrer mensch und Gott! mirs; Er hat gaben; Gibt 4. Für die ganze welt mir, mich zu laben, Was War das lösegeld Deines mir ewig nüzt. Trost und theuren bluts hinlänglich; 260 anipe Vom Glauben, Au Und die gnad ist über uns in leiden führen, Laß schwänglich, Welche Gottes uns dich nur nicht verlies. rath Uns verschaffet hat. ren. Gib den Freudengeist 5. Auf der Gottheit thron, Den dein wort verheißt. Gott und Menschensohn, 11. Einen heldeminuth, Sizest du nun hoch erhaben, Der auch gut und blut Gern Und theilst deine gnadenga: um deinetwillen lasse, Und ben, Als der Herr vom haus, des fleisches lüfte haffe, Gib Deinen findern aus. zu deiner ehr Uns je mehr 6. O du Herr voll huld! und mehr. 10 Unsrer fündenschuld Wollest 12. Jeju! hilf, daß wir du nicht mehr gedenken, Ritterlich allhier Alles durch) Gnädig uns vergebung dich überwinden, Und in dei schenken. Durch dich laß uns ner kraft empfinden, Daß rein Von der fünde seyn. ein wahrer christ Unbes 7. Deine Gottes fraft, zwinglich ist. Ziu Die das herz neu schafft, Die 13. Wirds zum sterben der fünden herrschaft wehgehn, Wollst du bei uns ret, Und die lust zur tugend stehn, uns zur seligkeit bereiz mehret, Die erbitten wir, ten Und durchs todesthalbes Heiligster! von dir. gleiten, Daß wir einst uns 18. Weck uns nur recht sehn Dir zur rechten stehn! auf, Daß wir unsern lauf Met. Wie schon leuchtet der 20. Unverrückt zu dir vollenden: 305. Wie herrlich ſtrahlt Führe uns mit treuen bän: der morgenstern, den Auf der rugend bahn, Boll gnad und wahrheit von Führ uns himmel an. dem Herrn, Der glanz aus 9. Deines Geistes trieb Gottes höhen! O Sohn, In die seele gib, Daß wir von deinem angesicht Um: wachen, und mit beten strahlet uns ein göttlich licht, Kindlich vor den Vater tre: Da wir Gott in die sehen. ten: So verlischt das licht Jesu! Jesu! Schön und Unsers glaubens nicht. prächtig, Gros und mächtig, 10. Ohne prüfung ist Nic Reich) an gaben! Wer dich ein wahrer christ. Willst dulhat, wird alles haben. und guter Gesinnung gegen Jefum. 261 2. Du, hier mein leben, Jewig hast du mich In dei: dort mein lohn! SohnGot: nem Sohn geliebet. Dein tes und des menschenSohn, Sohn hat mich mit sich vers Des himmels groser fönig! eint: Er selbst, meinKönig, Von ganzem Herzen preiß ich ist mein freund: Troz dem dich; Hab ich nur dich, so nun, was betrübet! Seele, rühret mich Die lust der welt Seele! Jhn, den Sieger sehr wenig. Hilf mir, Daß Stolzer krieger, Wähl zum hier Meiner seele Es nicht freunde; Und dann fürchte fehle An den gaben, Die den feine feinde! geist auf ewig laben. 6. Ihm, welcher fünd 3. Ja! Heiland, du bist und tod bezwang, Jhm, ihm mein, ich dein. Geuß tief in soll unser lobgesang Mit jes meine feel hinein Die flamdem tag erschallen; Dem men deiner liebe; Daß ich lamme, das geopfert ist, dir treu ergeben sey, Kein Dem freunde, der uns nie weltfinn deine leiden scheu, vergißt, Zum ruhm und Kein undank dich betrübe. wohlgefallen! Bringet, Zu dir Hilf mir; Hilf mir Singet Freudenlieder, All' schwachen, Beten, wachen, ihr brüder! Daß die erde Kämpfen, ringen, Und durch Ganz voll seines lobes werde. dich zu Gott mich schwingen. 7. Wie freu ich mich, 4. In deines wortes hel: o Jesu Christ, Daß du der lem licht Seh ich des Vaters erst' und lezte bist, Der ans angesicht Bollhuld auf mich fang und das ende! Du herblicken. Herr Jesu, du schliessest selig meinen lauf, mein höchstes gut! Dein Nimmst die erlöste seele auf wort, dein geist, dein leib und In deine treuen hände. blut Kann feelen recht er: Amen! Amen! Ja wir quicken. Stärk mich Gött: müffen( Denn wir wissen, lich, Seligmacher! Daß ich Wem wir trauen) Herrlich schwacher Schon auf erde wie du bist, dich schauen. Himelsfreuden inne werde. Nach bekannter Melodie.. 5. Gott Vater! o wie 306.Jefu, meine freude! preiß ich dich! Ach, ewig, Bester trost im 262 Vom Glauben. leide! Bestes gut im glück! 5. Lockt nur, gold und Du hast meine liebe; Dusschäze! Ehre sey der göze Der füllst meine triebe: An dir betrognen welt! Mich sollt hangt mein blick. Hab ich ihr nicht blenden, Nicht von dich, wie reich bin ich! Ohne dem abwenden, Der mich dich kann ich auf erben treu erhält. Elend, noth, Doch nicht glücklich wer: freuz, schmach und tod Soll den. mich, ob ich viel muß leiden, 2. Unter deinem schirme nicht von Jesu scheiden. Können keine stürme Mir 6. Weich des eitlen liebe! erschrecklich seyn. Laßt auch Weicht, ihr fleischestriebe! felfen splittern! Laßt den Thoren täuschet ihr. Mich erdkreis zittern, Und den ein sollt ihr, ihr fünden, Nicht sturz drau'n! Was ist mehr? mehr willig finden; Fliehet rings um mich her Mag es fern von mir! Ueppigkeit, donnern, frachen, blizen! stolz, schmähsucht, neid! Jesus will mich schüzen. Ihr beschweret das geiriffen. 3. Donnert auch im Euch will ich nicht wiffen. grime Des gesezes stimme; 7. Weichet, sorg und zas Jefus ftillet fie. Mag der todsgen! Schweiget bange flas mich schrecken, Mag das gen! Jesus ist ja mein. Den, grab mich decken; Jesus läßt der Jesum liebet, muß, was mich nie. Mich schreckt nicht erst betrübet, Noch zulezt ers das weltgericht: Freudig freun. Hab ich hie viel angst blick ich in die höhe, Wennsund müh; Jesu, auch im ich Jefum sehe. gröften leide Bleibst du meis 4. Wer ist, der den glausne, freude. ben Meinem Herzen rauben, Mel. O wie selig feyd ihr doch ze, Ihn erschüttern kann? Bei 307. Nichts soll mich Der feinde toben, Stimm ich, von meinem Gott zu loben, Freudenlie: Jefu scheiden: Keine list der an. Mich bewacht des und macht, fein spott noch Höchsten macht. Er fann leiden: Kein droh'n der aller feinde wüten Mächtigsfeinde Trennet mich von ruh gebieten. Imeinem ew'gen freunde! und guter Gesinnung gegen Jefum. 263 2. Nichts soll mir im him: Mel. Was Gott thut, das ist zc. mel und auf erden Lieber, als 308. Dich Jefum las mein Seligmacher, werden: ich ewig nicht; Er ist gestorben; Durch sein Dir bleibt mein herz erges blut hat er mir heil erworben. Du kennst dieß Herze ben. das redlich spricht: Nur Eis 3. Nichts will ich so hoch, nem will ich leben. Du, du als Jesum, schäzen: Welt, allein, Du sollst es seyn, Du behalt dir deine todte gözen! sollst mein troft auf erden, Der mich erlöste, Bleibet Mein glück im himmel mir der beste und der gröste. werden. 4. Nichts foll mir bey 2. Dich Jefum laß ich Jefu furcht erwecken; Er ewig nicht; Ich halte dich wird mich zur zeit der noth im glauben: Nichts fann bedecken. In bangen stun: mir meine zuversicht Und den Hab ich ruh und trost deine gnade rauben. Der bey ihm gefunden. Glaubensbund Hat festen 5. Nichts soll mich, wenn grund: Die deiner sich nicht mich die sünden drücken, Als schämen, Die fann dir nies das heil des sünderfreunds, mand nehmen. erquicken. Was darf ich 3. Dich Jefum faß ich. zagen? Gottes Lamm hat ewig nicht; Aus göttlichem meine schuld getragen. erbarmen Gingst du für 6. Nichts, als Jesum und sünder ins gericht, und büß fein blutvergieffen, Will ich test für mich armen. Aus in den lezten stunden wiffen. dankbarkeit Will ich erfreut, Weg, todesschrecken! Mein Um deines leidens willen, Erlöser wird mich aufer: Die pflicht der treu erfüllen. 4. Dich Jesum laß ich wecken. 7. Nichts soll mir mein ewig nicht; Du stärkest mich groses gut, den glauben, von oben. Beschüzt von dir, Nichts soll mir den trost des erschreck ich nicht, Wenn glaubens rauben: Vor Je: widerfacher toben. Ich halt fu throne Biegt schon meines an dir; Du bist bey mir: glaubens lohn, die trone. Wenn mich die feinde hass 264 Vom Glauben, dann sen; Du freund kannst mich will, was Jesus will. Und nicht laffen. mein herz, von ihm erfüllt, 5. Dich Jesum laß ich Ruft zu ihm: Herr, wie du ewig nicht, Dich, Gottes willt.:,: gröste gabe. Ich weiß, daß 2. Einer ist es, dem ich mir fein gut gebricht, Herr, lebe, Den mein herz am wenn ich dich nur habe. Ich liebsten hat. Jesus ist es, mag der welt Für gut und dem ich gebe, Was er mir geld, Wornach die eitlen gegeben hat. In dir ist mein laufen, Den Heiland nicht herz gestillt: Führe mich, verkaufen. Herr, wie du willt.:,: 6. Dich Jefum laß ich 3. Scheinet was, als sey's ewig nicht: Das freuz soll mein glücke, Und ist doch zu: mich nicht scheiden. Es blei wider dir; Ach! so nimm bet jedes Christen pflicht, es bald zurücke, Jesu! gib, Mit seinem Herrn zu leiden. was nüzet mir. In dir ist Und all mein leid Währt mein wunsch erfüllt: Ich furze zeit; Und ruh ist noch bin dein; machs, wie du vorhanden, Wenn ich es willt;:,: überstanden. 4. Und vollbringe deinen 7. Dich Jefum laß ich willen Durch mich und an ewig nicht; Nie soll mein mir, mein Gott! Was du glaube wanken. Und wenn willst, laß mich erfüllen, des leibes hütte bricht, Wie im glück, so in der noth. Sterb ich mit dem gedan: Sterb ich; sens nach deinem fen: Mein freund ist mein, bild: Herr! wenn, wo und Und ich bin sein: Er ist mein wie du willt.:,: fchu, mein Tröster, Und ich bin sein erlöster. 5. Sey, o Heiland, fen gepriesen! Meines herzens Nach bekannter Melodie. troft bist du. Da du dich so 309. efus Jesus! treu bewiesen, Sag ich still nichts als Je mit feelenruh: Christus hie! fus, Soll mein wunsch seyn mein lohn, mein schild! Es und mein ziel. Izt mach ich geh' mir, Herr, wie du ein heilig bündnis, Daß ich willt.:: und guter Gesinnung gegen Jefum. 265 Mel. Befiehl du deine Wege ic. 4. Jesu, hilf mir selig 310. Laß mich dein seyn sterben! Welt und ünde und bleiben, Du sind mir last. Laß mich dort treuer Gott und Herr! Bonlaus gnade erben, Was du dir laß mich nichts treiben, hier verdienet hast. Hilf mir Halt mich bey reiner lehr.selig überwinden; Laß mich Ach Herr! laß mich nicht ewig ruhe finden. wanken; Gib mir bestän: 5. Jesu, höre meine bitte! digkeit: Dafür will ich dir Zeige, daß du Heiland bist. danken In alle ewigkeit. Hülf, nach deiner grosen gü: Mel. Herr ich habe mißgehandelt. te, Wo mir hülfe nöthig ist. 311.efu, bilf mir ftand: Ich vertrau auf deinen nas haft glauben! men: Du bist Helfer: hilf Deine feligkeit ist mein. Laß mir! amen. mir nichts die frone rauben, Mel. Herr Chrift, der einig ic. Die des glaubens lohn soll 312. Herr Jesu, anaden: feyn. Hilf, daß ich dir fest sonne! Mein le: vertraue, Bis ich dich dort ben und mein licht! Laß dei: ewig schaue. nes lichtes wonne Mein blö: 2. Jefu, hilf mir christ des angesicht Nach deiner lich leben! Führe mich die gnad erfreuen, Und meinen tugendbahn: Du, Herr, geist erneuen. Mein Gott! fannst mir fräfte geben, versag mirs nicht. Daß ich richtig wandeln 2. Bergib mir meine füns fann. Hilf mir! hilf mir, den, Erbarme meiner dich. deinen willen Willig, freu Bey dir ist heil zu finden, dig, stets erfüllen. O heiland, heile mich. Laß 3. Jesu, hilf mir willig deine gnadengaben Mein ar: leiden! Mache mich im mes herze laben. Ach Herr, freuz dir treu; Hilf mir, erhöre mich! furcht und fummer meiden, 3. Bertreib aus meiner In betrübniß steh mir bey. feele Den alten eitlen finn; Gib mir in den leidensstun: Daß ich nur dich erwähle, den Trost und kraft aus dei: Und ernstlich mich forthin nen wunden. Budeinem dienst ergebe, Und 266 Vom Glauben, dir zu ehren lebe, Weil ich Gros sey der seelenschade; erlöjet bin. Die gnade macht dech frey. 4. Befördre dein erfennt: Gb, daß ich deinen willen nis In mir, o Herr, mein Stets denke zu erfüllen; Hort! Und öffne mein ver: Lind steh mir kräftig bey! ständnis Durch dein heili ges wort; Daß ich im glau: Nach eigner Melodie, oder auch: ben bleibe. Und mich von dir Jesus meine Zuversicht 2. nichts treibe, Bis ich dich 313. Meinen Jesum schaue dort. laß ich nicht. 5. Lehr mich, als einen Weil er sich für mich gegen christen, zu freuzigen in mir ben, Sollt ich nicht aus dank Das fleisch mit seinen lüften; und pflicht An ihm hangen, 1nd laß mich für und für für ihn leben? Er ist meines Der fündenwelt abfterben: lebens licht. Meinen Jesum Sollt auch das fleisch ver: laß ich nicht. derben, Wann ich nur leb 2. Jesus ist mein theil und in dir! ruhm Bis an meines Lebens 6. Ach, zünde deine liebe ende. Jhm geb ich zum eigen In meiner feele an, Daß ich thum Ganz mich hin in seine aus innerm triebe Dich ewig Hände. Er ist meine zuvers lieben kann; Und dir zumsicht: Meinen Jefum laßich wohlgefallen Beständig mö: nicht. ge wallen Auf rechter le: bensbahn. 3. Wenn mein sterbend aug verlischt, und die lippen 7. Du Herr gibst schwa fich entfärben, Mich kein lab: chen stärke; Verleih mir fal mehr erfrischt, Alle sin: muth und fraft: Denn das nen mir ersterben, und das sind gnadenwerke, Die dein matte herz nun bricht; Laß Geist in uns schafft. Zulich meinen Jefum nicht. schwach ist mein bestreben, 4. Dort auch laß ich Jes Zu irdisch noch mein leben, fum nie, Hange fiets an seis Mein berz zu fehlerhaft. nen blicken; Denn nach dies 8. Ich hoff auf deine gna: fes lebens müh Will er eirig de; Mich tröstet deine treu.mich erquicken. Ewig firalt 267 und guter Gefinnung gegen Jefum. mir dort sein licht. Meinen spott laß mich, Wie ers vers Jefum laß ich nicht. dient, verachten! Mit desto 5. Weder welt noch him: stärkerer begier Laß meine mel ists, Was des herzens feele, Gott, nach dir Und wünsche stillet. Du rur, deinem reiche trachten! o mein Jefu bists, Der mein 4. Gibt mir die welt ges ganzes herz erfüllet; Dich, legenheit Zur sünde und zur bei dem mir nichts gebricht, leitelkeit, Und zu verbotner Dich, mein Jesu, laß ich freude; So dämpfe du in nicht. meiner brust Die angebor: 6. Dich mein Jefu, halt ne böse luft, Daß ich sie ich fest, Laffe nichts von dir standhaft meide. mich scheiden. Weh euch, die 5.Ich möchte sonst, durch ihr sein vergest! Jhr befie verführt, Die fünde, die raubt euch ew'ger freuden. den tod acbiert, Mich über: Selig aber, der da spricht: leilen laffen; Und mich aus Meinen Jesum laß ich nicht fündenlust bemühn, Bom Mel. Kommt her zu mir, spricht: c. alauben abzugeh'n, und ihn 314. Ich weiß und bins Zulezt wohl gar zu haffen. gewiß, daß ich 6. O Gott! wenn mein Erlöst bin, Gottes Sohn, vertrau'n zu dir, Mein durch dich, Von aller meiner glaub' und meine hoffnung fünde. Gelobt sey Gott! ich mir Nun gar entriffen wür: bins gewis. O Heiland! de: So würde mich nichts hilf mir, daß ich dießBis an mehr erfreun, Die ewigkeit mein end empfinde. mir schrecklich seyn, Mein 2. In dieser lasterhaften leben eine bürde. Jeit Des leichtfinns und der] 7. Der du für meine fün: ficherheit, Wach über meis de starbst, Und Hoffnung mir nen glauben! Du Menschen und trost erwarbst, Saß mich hüter! wache du, Daß keine so tief nicht fallen! Erhalt zweifel meine ruh Und meis mir meines glaubens ruh; nen troft mir rauben. und meinen wandel lente 3. Der frevler spottet du Nach deinem wohlge: über dich. Doch allen seinen fallen! 268 Von der Heiliguna, III. Von der Heiligung, oder vom christlichen Wandel überhaupt. Mel. Mir nach, spricht Christus. 5. Der bleibt in Gott, 315. Wer Gottes wort und Gott in ihm, Wer in nicht hält, und der liebe bleibet: Die lieb spricht: Ich kenne Gott!-ists, die die Cherubim, Gott der trieget. In solchem ist dien gehorchen, treibet. Gott wahrheit nicht, Die durch ist die lieb: an seinem heil den glauben sieget. Wer hat ohne liebe niemand aber fein mort kennt und theil. hält, Der ist von Gott; Mel. Ein Lämmlein geht und ze. nicht von der welt. 316. as hilft es mir, 2.Der glaub, den sein wort ein chrift zu erzeugt, muß auch die liebe seyn, Wenn ich nicht christ: zeugen. Je höber sein erlich lebe, Und heilig, fromm, Fenntnis steigt, muß auch die gerecht und rein Zu wandeln liebe steigen. Der glaub' er: mich bestrebe? Wenn ich leuchtet nicht allein; Erstärkt dem seligen beruf, Zu wels das herz, und macht es rein. chem mich mein Gott er: 3 Durch Jefum rein von schuf, Nicht würdig mich be misfethat, Sind wir nun weise; Und den, der mich er: Gottes finder. Wer solche löset hat, In worten blos, hoffnung zu ihm hat. Der nicht durch die that Mit gu: flieht den rath der fünder; ten werken preise? Folgt christi vorbild als ein 2. Was hilft der glaub christ, und suchet, was imlan Jesum Christ, Den ich himmel ist. im munde führe, Wenn 4. Alsdann bin ich Gott nicht mein herz rechtschaffen angenehm, Wenn ich gebor: ist, Und ich die furcht vers fam übe. Wer die gebote liere; Wenn mich die eitel: hält, in dem Ist warlich Got: feit der welt Mit ihrer lust tes liebe. Ein täglich thätig gefangen hält, Ich ihren christenthum, Das ist des dienst noch liebe; Wenn mich glaubens frucht und ruhm. bethört der fünde reiz, Und oder christlichen Wandel. 269 ich stolz, rache, wollust, geiz, ligkeit Wirkt glaube und In wort und werken übe? rechtschaffenheit; Der 3. Weit strafenswürd'ger glaub' in guten werfen. bin ich dan, Jch, der ich Chri: 6. Gott! dieser hoffnung stum kenne, Und weiß, was werth zu seyn, Hilf, daß ich er für mich gethan, Jhu mei christlich lebe, Und vor dir nem Heiland nenne; Als der, hellig, fromm und rein zu der in der finsternis Des irr: wandeln mich bestrebe! Gib thums lebt, noch ungewiß, mir erfenntnis, Fraft und Ob er auch richtig wandle. muth, Damit ich fünde, Drum ließ der Herr ein vor: fleisch und blut Im glau: bild hier In seinem theuren ben überwinde; Daß ich, worte mir, Damit ich darnach wohl durchlebter zeit, nach handle. Bo Den lohn in jener ewigkeit 4. Und ach! wo find' ich Für meine werke finde. frost und ruh, Wenn mich Mel. O Gorodu frommer Gottic. die leiden drücken, Und mein 317. Du fagft: ich bin gewiffen tritt herzu, Dierein chrift! Wohl schuld mir vorzurücken! Wo dir, wenn werk und leben find ich trost in jener noth, Dir von dem, was du sagst, Kommt hier der schauervolle Beweis und zeugniß geben; tod, mit allen seinen schrek: Und wenn dein ganzes thun, ken. Berdammt mich dann Durch Gottes fraft und mein herz in mir, Gott geist, Von deinem christens Richter! ach wer wird vorsthum Die ächten proben dir Mich ungerechten decken? weißt. 5. Weh mir! was hilft 2 Du sagst: ich bin ein es mir doch dort Einst hin: schrift. Der ists, der Jefum ter meinem grabe, Daß ich kennet, Ihn feinen Gott und an Christum und sein wort Herrn Nicht nur mit wors Zum schein geglaubet habe; ten nennet; Rein, sondern Wenn feine fromme gute willig thut, Was ihm sein that Mein leben hier gezieret Herr gebeut. Thust du das hat, Den glauben zu bestär: nicht, so ist Dein ruhm nur fen? Denn meine ganze seleitelkeit. 4 270 Von der Heiligung, 3. Du sagst: Ich bin ein finden Bei Jesu abendmal, christ. Wer sichs will nen: MitGott mich zu verbinden. nen lassen, Muß leben, wie Zeigt aber sich bei dir In er glaubt, muß alles böic deinen werfen auch Recht: haffen. Der liebet Christum schaffne besserung Auf die nicht, Der noch die fünde ses mahls gebrauch? liebt; Ist auch kein christ, ob 8. Du sagst: ich bin ein er Sich gleich den namen christ; Ich fündige nicht gibt. Rast gröblich; Jch bet' und finge 4. Du fagst: ich bin ein gern. Das alles ist sehr löb: christ; Denn ich bin ja gelich, Wofern dein inn'res taufet Auf Christi tod, der auch Rein, wie dein auß'res mich Mit seinem blut erkauft; Und du beim gottese fet. Ja wohl! doch prüfe dienst Boll wahrer andacht dich: Wie stehts um deinen bist. bund, Den du mit Gott ge: 9. Du sagst: ich bin ein macht In jener gnadenstund? christ. Wer kann dir's zu: 5. Hast du ihn nicht vor: gestehen, Wenn er's nicht längst Gar oft und viel ge: fann zugleich Aus deinem brochen? Hast du, als Got wandel sehen? Kommt nicht tes find, Dich, wie du ihm dein ganzer ruhm Aus fals versprochen, In allem thun schem grunde her? Wer ergeigt, Dem guten nachge: Christi jünger ist, Der wane strebt? hat nicht der alte delt so, wie er. som mensch Bisher in dir gelebt? 10. Bist du ein wahrer 6. Du sagst: ich bin ein christ, So müssen finn und christ, Weil ich die gnaden: triche Nach Christi vorbild lehrezu Haus und öffentlich seyn. Wenn unverfälschte Beständig les und höre. liebe Dein ganzes herz ere Wohl! aber thust du auch, füllt, Wenn du voll sanft: Was Gottes wort dich lehrt? much bist, Voll demuth, Nur wer es hört und thut, wie der Herr; So fag: ich Der ist dem Höchften werth. bin ein chrift. 7. Du sagst: ich bin ein 11. Jedoch so lang dich ch. ist; Ich laß mich öfters noch Der finn der welt regle oder christlichem Wandel. 271 ret, Dein stolz zur eitelkeit Mel. Jefus meine Zuversicht. Und schmähsucht dich ver: 318. Herr! ich hab führet; Statt fanftmuth durch deine noch in der Herrscht feind: treu, Mir zum heil, noch schaft, haß und neid; Sezeit in händen. Gib, daß bist du ja gewiß Bom chris ich sorgfältig sen, Sie recht stenthum noch weit. weislich anzuwenden: Denn 12. Du sagst: ich bin wer weiß, wie bald zur gruft ein chrift, und rühmt dich Gottes hoher wint mich das mit freuden. Doch ruft! thust du auch wohl mehr, 2.11naussprechlich schnell Als manche fluge heiden? entfliehn Die uns zugezähls Ach, ich befürchte sehr, ten stunden: El man's Sie flagen einst dich an, denkt, sind sie dahin, Und Daß du vielleicht noch auf ewig uns verschwunden. nicht So viel, als sie, ge: Niemals fehrt ein augens than. blick, Uns zum heil, davon 13. Sag nicht: ich bin zurück. ein christ; Bis daß dir werk 3. Bey des lebens flüch und leben Auch von dem,( tigkeit, Laß, o Gott, mich nie was du sagst, Beweis und vergessen, Wie unschäzbar zeugnis geben. Der name fen die zeit, Die du hier uns macht's nicht aus: Ein chrift zugemeffen; Und wie das, muß, ohne schein, Das, was was hier geschieht, Ew'ge er heissen will, Bor Gott folgen nach sich zieht. und menschen seyn. 4. Neize mich dadurch 14. Gott! schenfe mir zum fleiß. Eh die zeit des doch kraft, Mich ernstlich beils verlaufen, Mir zum zu besleiffen, Ein wahrer heil une dir zum preiß Noch chrift zu seyn, Und nicht nur die stunden auszukaufen, so zu heisen. Denn wer den Die zu meiner seligkeit Dete namen hat, Und nicht die ne qnade mir verleiht. that gugleich, Gelanget nim 5. Demne schonende gez mermehr zu dir ins him duld Trage mich nicht fiets melreich. vergebens! Ady, vergib mur 272 Von der Heiligung, meine schuld, Daß so mans! 3. Kein zeitlicher verlust chen theil des lebens Jch zu Verursacht diese schmerzen. meiner feele wohl nicht ge: Mir ist kein leid bewust; braucht, so wie ich soll. Mich liebt manch' treuer 6. Laß mich meine beffe: freund; Mich quält kein rung Für mein hauptge: stolzer feind; Der leib hat, schäfte achten, Und nach was er will, Gesundheit, meiner heiligung Mit so hüll' und füll. treuem eifer trachten, Als 4. Nein! es ist seelenpein; erwartete noch heut Mich Der fumer liegt im herzen, gericht und ewigkeit. Und geht aufs herz allein. 7, Deine gnade steh mir nur dieß, dieß liegt mir an, bey, Daß mein leben auf der Daß ich nicht wiffen kann, erde Reich an guten thaten Ob ich ein wahrer christ, sey, Und dem nächsten nüz: Ob du mein Jesus bist. lich werde. Und ist einst 5. Es ist nicht so gemein, mein ende da, O so sey mit Ein christ seyn, als es heiffen. trost mir nah! Nach bekannter Melodie. Ich weiß, daß er allein Den namen recht verdient, Der 319. Erleucht mich seine liebste fünd Durch Herr, mein Christi kraft besiegt, Und licht! Ich bin mir selbst ver: lebt ihm selber nicht. borgen, lind fenne mich nod 6. Es ist ein selbstbetrug, nicht. Ich merke dieses zmrar, Mit diesem wahn sich trö Ich fen nicht, wie ich war; sten, Als ob es schon genug Doch aber fühl ich wohl, Zurglaubensprobe sey, Daß Ich sen nicht, wie ich soll. man von lastern frey, Die 2. Ich lebte sonst in ruh, auch ein kluger heid Aus Und wuste nichts von for furcht der schande scheut. gen. Ist ezt ein gram mir 7. Nur der zieht Chri: zu; Mein Herz fühlt eine stum an, Wer erst fich selbſt last, und finder nirgends verleugnen, Sich Gott auf: raft: Was vormals meine opfern kann; Wer seines freud, Macht mir jezt her: herzens rath, Und was er zenleid. sonst lieb hat, Hingibt, und oder chriftlichem Wandel. 273 muthig spricht: Nein! Jes kannst du Dem König dich fum laß ich nicht! versagen, Dem alles stehet 8. Das ist des glaubens zu, Der gnädig ist und reich, wort, Und brünstiges ver: Der alles ist zugleich; Der langen: Herr Jesu sey mein dich und alle welt Erschuf, hort, Verföhner, schuz und und noch erhält? schild; Und führ mich, wie 13. Wenn alles wird ver: du willt: Dein bin ich, wie gehn, Was erd' und himmel ich bin; Nimm mich zu ei: träget; So bleibt sein thron gen hin. 9. Wer dieß nicht gründ: lich meint, Ist nicht zum fest stehn, Sein wefen nimt nicht ab, Die Gottheit weiß fein grab; Und wen er ein: christen tüchtig; Ist noch mal kennt, Deß wohlstand nicht Gottes freund: Sein nimmt kein end. hoffnungsgrund ist sand, 14. Wer aber in der zeit Und hält zulezt nicht stand. Mit ihm sich nicht verträget, Der eing'ge glaubensgrund Den schließt die ewigkeit Ist dieser gnadenbund. Auch von des Vaters haus, 10. Hier, Herr! hier fehlt Von seinen freuden, aus: es mir, Mein Herz ist noch Den rettet am gericht Sein nicht richtig In seiner lieb Elaggeschrey dann nicht. zu dir. Ich merke, daß ich 15. Wünscht nun Gote doch kein ganzer chrift bin den vertrag, So laß dein Ja noch. Die welt galt mir oft nicht fehlen. Komm, secle! mehr, Als Gott und Got: komm, und sag: Mein Gott! tes ehr. dir opfr' ich auf Des lebens 11. Mein herz, befinn' ganzen lauf, Und geist, und dich nun! Ich muß es red: leib, und blut, Lust, ehre, lich wagen; Ich kann nicht hab' und gut. eher ruh'n: Entsagst du nun 16. Thu, was du willst der welt, Der luft, die dir ge: mit mir; Wird nur mein fällt, Und gibst dich ganz geist noch selig: Hab ich nur Gott hin; So hast dustheil an dir; Werd ich zur Chrifti finn. ewigkeit Geheiligt in der herrlich dort ge: 18 12. Du arm geschöpfzeit, Und 274 Von der Heiligung, by macht; Wohl mir! so ists bald traurigkeit, Die hier vollbracht! den armen geist zerstreut. Mel. Wer wurden lieben Gottic. 5. Wie schwer ists nicht, 320. Verfáume nie, dich dem fall entgehen, In der felbst zu prüfen; verführungsvollen welt! Dieß ist des christen stete Ach, wer sich dünket fest zu pflicht. Erforsche deines her stehen, Der fehe zu, daß er zens tiefen, Und traue die nicht fällt: Der beste vor: fem herzen nicht: Sey wach: faz ist doch schwach, Und die fam; weil nur allzuleicht versuchung tausendfach. Die lust zum bösen es be: 6. Wie selig werden wir schleicht. einst leben, Wenn, von des 2. Du sprichst: ich haffe körpers feffeln frey, Wir falsche tücke, Zorn, hoffart, ewig, Herr, dein lob erhe: eitelkeit und geiz. Besiegst du ben, Unwandelbar der tus auch mit gleichemglücke Die gend treu! Dort werden mißgunst und der wollust wir von sünden rein, Und reiz? Wer nicht die la: sicher vor verführung seyn. fter alle dämpft, hat noch Mel.Gott der Vater wohn unsic. nicht, wie er soll, ge: 321. Gott! du hast uns fämpft. Furze zeit Zu 3. Oft ruhen manche bö unserm heil gegeben: Plöz fe triebe Aus mangel der ger fich folgt die ewigkeit Auf legenheit: Dann schmeichelt unser flüchtig leben. Allent: dir die eigenliebe, Du feyst halben droht gefahr, Ehwir von ihnen ganz, befrent. ans ziel gelangen; Den geift, Vielleicht ist nicht mehr weit im leib gefangen, Schwächt dahin, Daß sie dich in ihrirdisches verlangen: Und neze zieh'n. die welf reizt immerdar Zu 4. Bald überrascht mit ihren füffen fünden. Olehr stolzen freuden Uns ein ver uns überwinden uns selbst, blendend schimmernd glück; und welt, und fünden! Richt' Bald stürzet uns in gram auf uns dein angesicht, und leiden Ein unerwartet Gott, und verlaß uns mißgeschick. Bald ist es luft, schivache nicht! oder christlichem Wandel. 275 2. Ach! die kürze dieser himel, rühre! Wefi sie locket; zeit Laß täglich uns beträch: stärkuns dann, Jhr muthig ten; Und den werth der se: zu entfagen, Mit ihr den ligkeit Unendlich theuer ach kampf zu wagen, Und ihren ten! Gros und schwer ist haß zu tragen! Sie mag reis unfre müh, Bis wir den laufzen, wenn sie kann; Jhr bei: vollenden: Wer darf mit spiel mag entzünden, Die vollen händen Hier seine zeit noch in ihren fünden Des verschwenden? Er verliert lebens freude finden! Wir, auf ewig sie, Wird ewig sich des himmels bürger schon, mit thränen Nach ihrer Wir kennen sie, und ihren rückkehr sehnen. Umsonst lohn: sind seine thränen! Er vers 5. Gott! dein heil ist lor hier seine zeit; Mit ihr werth, daß wir mit vorsicht das heil der ewigkeit. darnach trachten, Und der 3. Wenn die lüsterne be: erde güter hier Für nichts gier Nach reichthum, wol: dagegen achten; Und der erde lust, ehre, lns versuchet, als sünden flieh'n, Und deinen wenn hier Des lebens end: weisen willen Zu unserm heil zweck wäre! Gott, dann erfüllen, Nicht unsers fleis halt uns, daß wir nicht sches willen; An dich glaus Vom rechten wege weichen! ben, und an ihn, Den du da: Laß uns das ziel erreichen; hin gegeben, Unsterblichkeit Nicht träge feyn, noch wei- und leben, Der fünderwelt chen! Unser ziel ist dort im zu geben. Unsers kampfes licht, Wo du, den wir verfangst und müh Wie herrs langen, Vor uns bist hinge lich, Gott, belohnst du sie! gangen, Uns wieder zu em: 6. Hilf uns, Gott, in pfangen. Unfre pilgrim unserm streit, Und laß uns schaft ist hier, Und unser nicht ermüden! Führ uns vaterland bei dir! bald zur ewigkeit, und nimm 4. Gott! ach laß der welt uns auf im frieden! Zeig nicht zu, Daß fie dein volk uns jenen grosen lohn, Der verführe, Und die herzen deine finder frönet. Auch er, mehr, als du, Mehr als dein der uns versöhnet, Stritt, 276 Von der Heiligung, und ward dann gekrönet. verstellt, listig an sich bringe. Laß uns so, wie Er, dein Wach, und sieb', Daß dich Sohn, Mit deinem wort nie Falsche brüder fällen, uns rüsten! Das fleisch mit Die dir neze stellen. feinen lüften Beherrsche nie 5. Wach', und hab' auf uns christen! Bring uns dich stets acht; Trau nicht bald dem ziele nah, Gott, deinem herzen! Leicht kann, unser Gott! halleluja. wer es nicht bewacht, Gottes buld verscherzen. O! es ist 322. Mache dich, mein Voller list; Kann sich selber Mel. Straf mich nicht zc. geist, bereit! heucheln, Und voll hochmuth Wachen, fleh'n und beten schmeicheln. Stärket uns zu jeder zeit; 6. Aber bet' auch stets da: Hilft in allen nöthen. Sa bei; Bete bei dem wachen. tans lift Kann ein christ Dich muß Gott von trägheit Durch gebet und wachen frei Und behutsam machen. Leicht zu schanden machen. Er verleiht Munterfeit, 2. Eil' dann, und beharre Licht auf deinem pfade, nicht In dem fündenschlafe. Durch des Geistes gnade, Christus ruft, und ist dein 7. Auf, und nah' dich licht. Eil'! denn strenge stra: mit gebet Frei zu seinem fe, Grose noth, Selbst der throne. Wenn dein herz nur tod, Möchten dich in fünden glaubig flebt, Hört er in dem Unbereitet finden. Sohne Er verheißt Seinen 3. Wach'! fonft- bringt Geist, Mit ihm fraft und des feindes list Dich zu leben, Auf dein fleh'n zu fchweren fünden: Er fann, geben. wenn du schläfrig bist, Leicht 8. Gott! o lehr uns im dich überwinden. Gott läßt merdar Wachen, fleh'n und zu, Daß auch du, Wenn beten. Und vermehrt sich du forglos wallest, In ver: die gefahr, Lehr uns stärker fuchung fallest. beten. In der noth, In 4. Wache, daß dich nicht dem tod, Laß uns gua die welt Durch gewalt be: de finden, Siegreich über winge; Oder, wenn sie sich winden. oder christlichem Wandel. 277 Mel. Wer nur den lieben Gettic. 5. Oft ist es funft und 323.Nicht, daß ich schon eigenliebe, Was andern & ordbergriffen hätte! strenge tugend scheint. Der Die beste tugend bleibt noch trieb des neids, der schmäh: schwach. Doch daß ich meine fucht triebe Erweckten dir so feelerette, Jag'ich dem klei manchen feind: Du wirst nod eifrig nach. Denn tu: behutsam, schrenkst dich ein, gend ohne wachsamkeit Ber: Fliehst nicht die schmähsucht, fiert sich leicht in sicherheit. nur den schein. u 2. So lang ich hier im 6. Du denkst, weil dinge leibe walle, Bin ich ein kind, dich nicht rühren, Durch die das strauchelnd geht. Der der andern tugend fällt; So fehe zu, daß er nicht falle, werde nichts dein herz verz Der, wenn fein nächster führen: Doch jedes herz hat fällt, noch steht. Auch die feine welt. Den, welchen bekämpfte böse lust Stirbt stand und gold nicht rührt, niemals ganz in unsrer hat oft ein blick, ein wort brust. bus ta verführt. 3. Nicht jede befferung ist 7. Oft fchläft der trieb in tugend, Oft ist sie nur das deinem herzen. Du scheinſt werk der zeit. Die wilde hize von rachsucht dir befreit: roher jugend Wird mit den Jezt sollst du eine schmach jahren sittsamkeit. Und was verschmerzen; Und sieh! dein natur und zeit gethan, herz wallt auf, und dräut; Sieht unser stolz als tu: Und schilt so lieblos und so gend an. hart, Als es zuerst geschol: 4. Oft ist die ändrung deiten ward. ner feelen Ein tausch der trie: 8. Oft denkt, wenn wir be der natur. Du fühlst, der stille pflegen, Das herz wie stolz und ruhmsucht quäm stillen tugendhaft. Kaum len; Du dämpfst sie, doch du tachet uns die welt ents wechselst nur. Dein bergegen, So reget sich die leiden. fühlt einen andern reiz; fchaft. Wir werden im ge Dein stolz wird wollust oder räusche schwach, Und geben geiz. lendlich strafbar nach. 278 Von der Heiligung, 9. Du opferst Gott die Mel. Durch Adams Fall ist, leichtern triebe Durch einen 324.ft flagt dein berz, strengen lebenslauf. Doch wie schwer es sey, opfertest du seiner liebeNicht Den weg des Herrn zu wan: gern die liebste neigung auf. deln, Und täglich seinem Dieß ist das auge, dieß der worte treu zu denken und fuß, Die sich ein christ ent: zu handeln Wahr ists; die reiffen muß. in nesil tugend fostet müh; Ihr wi 10. Du fliehst, geneigt derstehn die lüfte: Doch rich: zur ruh und stille, Die welt, te selbst, was wäre sie, Wenn und liebst die einsamkeit; sie nicht kämpfen müste? Doch wärst du, wollt' es 2. Die, die sich ihrer la: Gottes wille, Auch dieß zu ster freu'n, Trifft auch viel ändern, fromm bereit? Dein schmerz hienieden: Sie find herz haßt habsucht, neid und die sklaven eigner pein, Und zank; Doch unmuth nicht haben keinen frieden. Der und müßiggang, stofrome, der die lüfte dämpft, 11. Du bist gerecht; doch hat oft auch seine leiden; nicht bescheiden; Liebst mäs Allein der schmerz, mit dem figkeit; doch nicht geduld. ler kämpft, Verwandelt sich Du dienest gern, wenn an in freuden. dre leiden; Bergibst du 3. Des lasters bahn ist auch dem feind die schuld? anfangs zwar Ein breiter Bon allen lastern sollst du weg durch auen; Allein fein rein Zu aller tugend willig fortgang wird gefahr, Sein feyn. gan ende nacht und grauen: Der 12. Sen nicht vermeffen! tugend pfad ist anfangs steil, wach und streite: Dent läßt nichts als mühe blicken; nicht, daß du schon g'nug ge: Doch weiter fort führt er than! Dein herz hat seine zum heil, Und endlich zum schwache feite; Die greift entzücken. der feind am ersten an. Diel 4. Nimm an, Gott hätt' ficherheit droht dir den fall: fes uns vergönnt, Nach uns Drum wache stets, wach' sers fleisches willen, Wenn überall! wollust, neid und zorn ent: oder christlichem Wandel. 279 brennt, Die lüfte frey zulhat, dem wird auch Das, stillen; Nimm an, Gott ließ was er hat, genommen. den undank zu, Den frevel, 8. Du streitest nicht durch dich zu franken, Den menseigne fraft; Drum muß es schenhaß; was würdest du dir gelingen. Gott ist es, Bon diesem Gotte den: welcher beydes schafft, Das fen? wollen und vollbringen.Gab 5. Gott will, wir sollen je ein vater einen stein Dem glücklich feyn; Drum gab sohn, der brod begehrte? er uns geseze. Sie sind es, Bet oft! Gott müste Gott die das herz erfreu'n, Sielnicht seyn, Wenn er dich sind des lebens schäze. Er nicht erhörte. red't in uns durch den ver: 9. Dich stärket auf der stand, Und spricht durch das tugend pfad Das beyspiel gewissen, Was wir, geschö: sel'ger geister; Ihn zeigte dir, pfe seiner hand, Thun oder und ihn betrat. Auch selbst laffen müssen. dein Herr und Meister. Dich 7. Ihn fürchten, das ist müsse nie des frechen spott weisheit nur, Und freyheit Auf diesem pfade hindern: ists, sie wählen. Ein thier Der wahre ruhm ist rühm folgt trieben der natur; Einbey Gott, Und nicht bey mensch dem licht der seelen, menschenfindern, chimnl Was ist des geistes, eigen 10. Sey fark, fey männ thum? Was sein beruf auf lich allezeit; Tritt oft au erden? Die tugend! was deine bahre: Bergleiche mit ihr lohn. ihr ruhm? Gott der erigkeit. Den fampf fo ewig ähnlich werden! furger jahre. Das kleimod, ni 7. Lern nur geschmack das dein glaube hält, Wird am wort des Herrn Und sei neuen myth dir geben, und ner gnade finden; Und übekräfte der aufünft' gen welt, dich getreu und gern, Dein Die werden ihn erheben. herz zu überwinden. Wer 11. Und endlich, Chrift! fräfte hat, wird durch gesen unverzagt, Wann dirs brauch Bon Gott noch mehr nicht immer glücket; Wenn bekommen: Wer aber nicht dich, so viel dein herz auch 280 Von der Heiligung, wagt, Stets neue schwach: 2. Gib meinem glauben heit drücket. Gott sieht nicht muth und stärke, Und laß auf die that allein; Er sieht ihn in der liebe thätig seyn; auf deinen willen. Ein gött. Daß man an seinen früchten liches verdienst ist dein! merke, Er fey kein eitler Dieß muß dein herze stillen. traum und falscher schein. Me'. Herr Jesu Christ, du se. Er stärke mich in meiner pib 325. Laß, Jefu, deinen grimschaft; Und gebe mir gutem Geist Mich zum kampf und siege kraft! allezeit regieren, Daß ich 3. Laß mich, so lang ich stets thu, was du mich hier soll leben, In gut: und heiß'st, und mich nicht laß bösen tagen seyn vergnügt, verführen; Daß ich dem Und deinem willen mich er: bösen widersteh, Und nicht geben, Der mir zum besten von deinem weg abgeh Zur alles weislich fügt: Gib rechten oder linken! furcht und demuth, wann 2. Wenn auch die lust der du mich beglückst; Geduld sünde mich noch reizt, sound trost, wann du mir lang ich lebe; Hilf nur, daß trübsal schickst. ihrer reizung ich Gleich an: 4. Ach hilf mir beten, fangs widerstrebe. Ach Herr, wachen, ringen, So will ich laß mich) vergeffen nicht Die dir, wann ich den lauf voll todesstund und das gericht, bracht, Stets dank und Den himmel und die hölle! ruhm und ehre bringen, Mel.Dir, dir Jehovah will ich ic. Dir, der du alles haft so wohl 326. Laß mich, o Herr, gemacht. Dann werd ich in allen dingen beilig, rein und unentweiht Auf deinen willen fehn, und Dein lob verfündigen in dir mich weih'n. Gib selbst ewigkeit. das wollen und vollbringen, Mel. Was mein Gott will, 10. Und laß mein berz dir gan; 327. Ach höchster Gott! geheiligt seyn. Nimm meis verleihe mir, nen leib und geist zum opfer Daß ich nur dich begehre; hin: Herr! dein ist alles, Mein ganzes glück nur such tras ich hab und bin. in dir, Und dich allein ver: oder christlichem Wandel. 281 ehre; Daß ich in noth Dich eitelkeit Mein schwaches herz meinen Gott Und Bater regieren; Nie haß und glaubig nenne, Daß wederkorn, und bitterfeit Zur rai leid, Noch glück und freud che mich verführen. Dein Mich jemals von dir trenne. recht gebeut Versöhnlichkeit, 2. Erfülle mich mit wah: Verdammt der rachsucht rer reu, Wenn ich dich, triebe: Gib, daß den feind, Gott, betrübe: Gib, daß nicht blos den freund, Mein ich alles böse scheu, Und stets herz aufrichtig liebe.ord das gute übe. Laß meine 6. Nach vielem reichthum, pflicht, Herr, mich ja nicht gut und geld, Herr! laß Mit voriaz je verlezen. Der mich ja nicht trachten. Laß feele heil, Mein ewigs theil, mich die ehren dieser welt Laß mich recht theuer schäzen! Für fleinigkeiten achten, 3. Mein Gott! ich bitte Und nie nach pracht, Nach dich: verleih mir einen fe: hoheit, macht. Und würden sten glauben, Der standhaft, ängstlich streben; Laß mich treu und thätig sey; Und vielmehr, Nach deiner lehr, laß mir den nichts rauben. In wahrer demuth leben. Gib, daß ich mich Allzeit 7. Die falschheit, lift und auf dich, Und auf dein wort heucheley Hilf mir sorgfäl: verlaffe; Und in der noth, tig flichen: Nie müß ich Ja selbst im tod, Dein heil mich durch gleißneren Um getroft umfaffe. menfchengunft bemühen.Laß 4. Hilf mir, der ich ersja und nein Mir heilig seyn; löset bin, Daß ich den Hei: Laß mich nicht lieblos rich: land liebe; Und bilde michlten; Und zank und streit, nach seinem sinn. Gib, daß Mit freundlichkeit, Mit lieb ich mich stets übe, Auf ihn zu und sanftmuth schlichten. feb'n, Ihm nachzugeh'n, 8. Herr! lehre mich ents Mich seiner nicht zu schähaltsamkeit; Gib mir ein men; Und stets bereit, Mit rein gemüthe, Daß ich in freudigkeit Sein freuz auf dieser prüfungszeit Vor bös mich zu nehmen. fer lust mich hüte. Der lüs 5. Nie müsse stolz und gen feind, Der wahrheit 282 Von der Heiligung de freund, Laß mich aufrichtig bühret, Wozu mich dein be: wandeln; Und jederzeit feht In meinem stande füh: Nach billigkeit mit meinem/ ret: Gib, daß ichs thue nächsten handeln. recht, Wann, wo und wie ich 9. Gib, daß ich stets den soll; Und wenn ichs thu, so müssiggang Sammt aller gib, Daß es gerathe wohl. trägheit fliehe; Daß ich der 3. Hilf, daß ich rede stets, welt mein leben lang Zu Womit ich kann bestehen: dienen mich bemühe. Laß Laß kein unmüzes wort Aus meinen fleiß zu deinem meinem munde gehen; Und preiß, O Gott, mir wohl wen nach meiner pflicht Jch gelingen; Und segnest dusreden soll und muß, So gib Das, was ich thu, Dir da: den worten fraft Und nach: für ehre bringen. druck, ohnt verdruß. 10. Ach, gib mir deinen 4. Find't fich gefährlich: guten Geist, Der stets mein keit, Go laß mich nicht vers berz regiere, Und mich, wie zagen: Gib einen helden. bein gesez es heißt, Auf dei muth; Das leiden hilf mir nen wegen führe. So wird tragen. Mit fanftmuth lehre mein her: Jn freud und mich Besiegen meinen feind; schmerz Dir zu gefallen, Und wenn ich rath bedarf, streben; Und du wirst mir, Gib einen weißen freund! Gott, einst bey dir Den lohn 5. Laß mich mit jedermann der trene geben. In fried und freundschaft leben, So meit, als christ: Nach bekannter Melodie. Gott, du from: lich ist. Willst du miretwas det mer Gott! Du geben Un reichthum, ehr und Geber aller gaben; Ohn den glück; So gib auch dieß da: nichts ist, was ist; Von dem bey, Daß ich nicht ungerecht, wir alles haben! Gefunden Nicht stol, und lieblos sey. leib gib mir, Und daß in sol 6. Soll ich in dieser welt chem leib Ein unverlezte feel' Mein leben höher bringen, Und rein gewiffen bleib. Und unter mancher lastin: 2. Gib, daß ich thu mit durch ins alter dringen; So fleiß, Was mir zu thun gezlgib geduld; laß mich Auf 328. oder christlichem Wandel. 283 deinen wegen geh'n, Und hier zum lohn, Was wahre auch im alter noch, Herr, ruhe bringt. deinen ruhm erhöh'n. 3. Gib, daß ich von der 7. Laß mich an meinem welt Mich unbefleckt erhalte; end Auf Christi tod abschei: Und daß in mir der trieb den: Die seele nimm zu dir Zum guten nie erfalte. Hiff, Hinauf zu deinen freuden; daß ich immer wach, Im Es rube fanft der leib Infkampf des glaubens treu, feiner stillen gruft, Bis ihn Und in der hoffnung start dein allmachtswort Zum Und fest gegründet seyall neuen leben ruft. 4. Gib, daß ich als ein fup 8. Wenn deine stimme christ Mich Christo ähnlich wird Die todten alle wecken; zeige, Und achtfammeinge: O dann wird sie sich auch müth Zu feiner lehre neige. Auf meinen staub erstrecken. Sein geift regiere mich, Und Du rnfft: Ich geh hervor; nicht der geist der welt; So Ich leb, und sehe dich; Mitmand ich, Herr, vor dir allen seligen Lobsinge dann Den wegen der dir gefällt. auch ich.96 GI 5. Hilf, daß ich dich, mein Mel. O Gott du frommer Gottic. Gott Von ganger feele liebe; 329. Mein Vater und und lieb und gütigkeit Auch Gom on mein Gott, an dem nächsten, übe. Laß Der du in diesem leben, Zur ohne übermuth Mich bei leuchte meinein fuß, Dein des glückes schein, und ohne heilig's wort gegeben; De ungeduld In trüben tagen giere doch mein herz Durch seyn. bad. G. deinen guten Geist, daß ich 6. Nie müffe sich mein dem folgsam sen, Was dein herz Der fleischeslust erge: gebot mich heißt. ben, Und nie dem schnöden 2. Verleih, daß ich zuerst geiz! Mein dir geweihtes le: Nach deinem reiche trachte, ben Gey von betrug und Und kein vergänglich gut zu neid, Von unbarmherzige übermäßig achte. Wer nach keit, Von ungerechtem gut dem ewigen Mit rechtem Und stolzem finn befreit! eifer ringt, Empfängt schon 7. Will deine hand mich 284 Von der Heiligung, Hier Auf rauhe wege leiten; mit festem schritt Fort auf So unterstüze mnich, Wenn der tugend pfade. Die lust meine tritte gleiten. Laß verführt: die rugend nie, mich in aller noth Auf deine Und Gort, dein Gott, befrö: bülfe bau'n, und auch, wenn net sie mit seiner ganzen fie verzenicht, Dir doch ge gnade. troft vertrau'n, ola 4. Laß dir die schrecken: 8. Erlöse endlich mich volle pein Der fünde hell vor Bon allem meinem leiden; laugen seyn, Wenn sie dich Und ist die stunde da, Austockt zu freuden. Gott fennt diefer welt zu scheiden, Solden quälenden verdruß, Der tröste du mein herz, Wenn auf die fünde folgen muß, meine hütte bricht. Mein Und will sie dir verleiden. Gott, mein Herr! verlaß 5. Gott sieht der ewigkei Mich sterbenden dann nicht! ten nacht, Wofünder, die Mel. Kommt her zu mirsprichte ihn hier verlacht, In tiefem 330. Mein geist! er jammer schmachten. Gott muntre dich, fennte der tugend hohen und sey Gott, deinem Herrnwerth; Und den hat Jesus und Schöpfer, treu, Und dich gelehrt: Wie kannst du folge dem gewiffen! Oden verachten? glaub', es wird dich nie ge 6. Nein! wach, und reu'n, Hast du unsträflich fämpf. und bete du! Dein fromm zu seyn, Aufrichtig Gott, dein Richter sieht dir dich befliffen. zu; Enst wird er dich beloh: 2. O horche nicht aufnen. O bleib ihm treu, und fleisch und blut, Gehorchelwanke nicht! Denk an den Gott! Gott meint es gut: tod, und and gericht, und an Was er gebeut ist segen. Er die siegeskronen. liebt uns menschen väterlich; Met.OGott, du frommerGottic. Führt durch geduld und tu: 331. Wer Gottes wege gend dich Dem höchsten glück entgegen. geht, Nur der hat grosen frieden; Er 3. Gott theilt dir feine kämpft, und weiß den lohn stärke mit; Drum gehe stets Den Gott dem kampf bes oder christlichem Wandel. 285 schieden. Voll glaubens wir es ist, Auch gern barmhere dersteht Er jeder bösen lust, zig seyn; Ja selbst den ärge Ift seiner tugend sich Ber: sten feind In seiner noth gnügt vor Gort bewust. erfreu'n. a 2. Er merkt auf seinen 6. Die liebe gegen Gott gang, Geht ihn mit heil': Heißt ihn den nächsten die: gem muthe; Wird aus der ben; Jhm ist es leichte last, schwachheit stark, Und liebt Die pflichten auszuüben, und schmeckt das gute; Nimt die er in jedem fall Dem an erkenntnis zu, Fühlt tägnächsten schuldig ist. Die lich neue fraft, Die Gottes liebe dringet ihn: Durch guter Geist In seiner feele liebe siegt ein christ. schafft. 7. Er fränkt nie andrer 3. Gott hat er allezeit glück, Schüst ihren ruhm, Vor augen und im herzen; ihr leben; Trägt schwache Prüft täglich sich vor ihm, mit geduld, Ist willig zum Und tilgt der fünde schmer: vergeben; Sieht dich als zen Durch seines Mittlers bruder an, Sieht Gottes huld, Durch redliches bebild in dir. Fehlst du, so mühn, Stets heiliger zu denket er: Mein Gott vers fenn, Was unrecht ist, zu zeiht auch mir. flieh'n. 8. Das heil der ewigkeit, 4. Getreu in seinem stand Das hier der frome schmef: Genießt er Gottes gaben; fet, Erhält sein glück, und Und ist, wenn andre gleich macht, Daß ihn kein tod er: s Viel weins und fornes ha schrecket; Es gibt in noth ben, In Gott bei wenigem ihm muth, Und stillet jeden Zufrieden und erfreut; Und schmerz. Im tode freut sich me erniedrigt sich Sein herz noch Sein gottergeb'nes zum geiz und neid. herz. 5. Schenkt Gottes hand 9. Herr! lehre du mich ihm viel, So wird er vielen selbst In deinen wegen gee nüzen; Des freundes glück hen: Du weißt, wie schwach erhöhn, Verlaßne tugendlich bin, Drum laß mich hüls schüzen. Er wird, wie Gott fe sehen. Regiere du mein 286 Von den Pflichten gegen Gott. Herz, Und lenke meinen finn. glück, Mein grösester ge Denn fromm seyn ist mein winn. Fmot 19 55217581754 10 IV. Von den Pflichten des Christen # 100 pop soil gegen Gott. Erkenntniß Gottes. ich im antliz feines Sohnes Mel. Wer nur den lieben Gott zc. So wie die feligen, ihn sehn! 332. Wo find ich Gott, Jch, der ich hier kaum stam: den meine seele meln kann. Welch hohes Weit über alles schäzt und loblied stimmt' ich an! liebt; Gott, den ich mir jum 5. Mir macht zwar jedes freunde wähle, Und der feiner werke Mehr, als ich allein mir freude gibt? rühmen kann, bekannt: Es Wann kommt die zeit, dalzeigt mir seine macht und Gott mein freund Sich völ: stärke, Und seinen werfesten liger mit mir vereint? verstand. Gott, deine huld 2. Wie wollt ich meinen ist grenzenlos, Für armes Gott dann preifen, Wann menschenlob zu gros! ich ihn sahe, wie er ist! 3war 6. Und, wie ein vater mit deine trunder, Herr, berei: dem finde, Spricht Gott in sen, Wie unaussprechlich seinem wort mit mir. Ich seh gut du bist. Doch zeigt mir dich, Bater! doch die fünde Deiner werke glanz Noch dei: Verdunkelt mir das licht von ne herrlichkeit nicht ganz. dir. O welche gnade, daß 3. Hier seh ich Gott nur, dein Geist Mein herz noch wie im fpiegel, Und bete ihn näher unterweißt! in fchwachheit an. Ach, hät: 7. Doch wenn bei mei: te meine feele flügel, Sich nen finsterniffen Auch höh': ihrem Schöpfer mehr gulres licht ins herze fällt, Doch nah'n! Wie würde sie sich bleibt mein armes ganzes feiner freu'n; Wie felig, wie wiffen noch immer stück: verherrlicht ſeyn! werk in der welt. Ich suche 4. Dürft' ich am fuffe dich, und forsche nach; Doch feines thrones Mit seinen dich zu sehn, bleib ich zu Engeln ihn erhöh'n! Könnt' schwach. Erfenntnis Gottes. nog 287 8. Gib, daß der stral von 4. Dich kennen, ist das deiner wahrheit Mein leben ew'ge leben. Drum hilf mir, leite, bis ich dort Dich näher Bater, daß ich dich und den, seh, und mit mehr klarheit, den du für uns gegeben, Hier Als hier an diesem prü so erkenne, wie du mich Ih fungsort. Ich, der ich hier deinem wort es selbst gelehrt. faum stammeln fann, Dort Bis einst sich meine einsicht bet' ich dich mit engeln an. mehrt. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 7505 5. Vor allem faß bey 333. Mein Gott! dumir lebendig, Höchster, wohnest zwar dein erkenntnis seyn! Laß im lichte, Dahin fein sterb mich darnach dir auch be: lich auge dringt; Doch gibst ständig Die gröfte lieb und du uns zum unterrichte Dein ehrfurcht weih'n. Gib, daß wort, das uns erfenntnis ich thu mit allem fleiß, bringt, Was du, o Aller: Was ich von deinem wils höchster bist, Was mit uns len weiß. deine absicht ist. 6. Was hilft das rich: 2. So gib, daß auf deinltigste erkenntnis, Wenns mort ich achte, Als auf ein nicht zu deiner liebe treibt? licht im dunkeln ort; Und Was nügt ein aufgeklärt wenn ich ernstlich es betrach: verständnis, Wenn doch te, So hilf selbst meinem das herz noch böse bleibt? forschen fort. Laß deiner Drum lenke, Herr, auch wahrheit bellem schein Mein meinen sinn, Auf wahre aug und herz stets offen christentugend hin. feyn! 7. Laß dein erkenntnis 3. Dein wort fey mir ein mir im leiden Ein brunn: lichtim glauben, Das sicher quell wahres trostes seyn! meinen gang regiert. Las Laß mich, wenn leib und mir doch keinerirrthum rau feele scheiden, Auch dann ben, Was mich zum ew'gen noch deiner gnad mich glücke führt. Kein spöftere freu'n. Dort seh ich dich geist verführe mich; Kein im hellern licht Von an: zweifel sen mir hinderlich! geficht zu angesicht. 288 Von den Pflichten gegen Gott. Mel. Ich finge dir e Herz 2. mich, in tiefster niedrigkeit 334. Gott, deffen stuhl Vor dir einher zu gehn. der himmel ist, 8. In jenem leben werd Ich finke vor dir hin: Ich ich dich In deiner gröffe überdenke, wer du bist, Und sehn. Auf diesen anblick freu was ich vor dir bin. ich mich. Wann? ach wann 2. Was bin ich, Herr: wirds gescheh'n? fcher, gegen dir? Ein wel: Furcht Gottes. fend gras und laub: Du bist Mel. OgroferGott von Machtic. und bleibest für und für; 335. D du erhabner Ich bin in furzem staub. Gott, Un macht 3. Dein wesen ist voll unendlich reich; Wer ist dir fommenheit: Du bists; und auf der erd, Und wer im him feiner mehr. Du, Gett, bist mel gleich? Vor dir erbebt Gott von ewigkeit: Ich bin die ganze welt; Und was der von gestern her. himmel in sich hält, Muß 4. Hochheilig bist du, daß sich mit tiefem schweigen vor dir Der Seraph sich be: Vor deinem throne beugen. deckt. Gott, du bist gut; und 2. Du hast durch deine ach! an mir Ist herz und fraft Den himmel ausge: thun befleckt. streckt, Die erde fest ge: 5. Bey dir ist weisheit gründ't, Dem meer sein ziel und verstand, Du Vater al: gesteckt: Dein wort bewegt les lichts; Was noch nicht der berge grund Und stürzt ist, ist dir bekannt: Durch sie in des meeres schlund. mich selbst weiß ich nichts. Willst du zur strafe ziehen; 6. Gott! auf dein wort So kann kein mensch ent: entstand die welt, Durch fliehen. dich entstand auch ich: Du 3. In deiner hand find bists, der sie mit macht wir, Wie thon in's töpfers erhält; Und du erhälst hand. Leib, seele, gut und auch mich. blut Hast du uns zuges 7. Du Gott! ich staub!-wandt. Du lehrst das den unterschied, Herr, lehr menschliche geschlecht Durch mich ihn verstehn! Lehr die vernunft und schrift, Furcht Gottes. 289 dein Recht; Willst, daß wirsmich von heucheley, Von thun und denken Nach dei menschenfurcht und trägs ner vorschrift lenken. heit frey: So werd' ich im gewiffen Die füßte ruh ge: 4. Erleuchte meinen geift, O Gott, mit deinem licht, nieffen. Dich fürchten, sey mir stets Mel. Wer nur den lieben Gott zc. So seligkeit als pflicht. Hilf, 336. Bor dir, o Gott, daß ich als dein unterthan, sich findlich Der niemals dich entbehren scheuen, Ist unsre allergröß kann, Bemüht sey, deinen te pflicht Kein mensch kann willen Gehorsam zu er: deiner buld sich freuen, füllen. Scheut er dein heilig auge 5. Laß deine gegenwart nicht: Drum wirk in mir Mir stets vor augen seyn: durch deinen Geist Die Laß mich im dunkeln auch furcht vor dir, die kindlich Dein helles auge scheu'n. heißt. Erinare mich an deine 2. In allem, was ich thu macht, An meines Richters und denke, Laß, Herr, dieß ernst und pracht, Wenn ich meine weisheit seyn, Daß es wollte wagen, Gehorsam ich mein herz zur forgfalt zu verfagen. lenke, Bor jeder fünde mich 6. Doch gib, daß meine zu fcheu'n. Denn wer noch furcht Vor dir nicht fnech lust zur fünde hat, Der tisch fey; Befreye mein gefürchtet dich nicht in der müth Von zwang und heu: that. cheley! Schenk einen find. 3. Gib, daß ich stets zu lich freyen geist, Der willig herzen nehme, Daß du all: thut, was Gott ihn heißt, gegenwärtig bist, und das Und der aus reiner liebe zu thun mich ernstlich schä Sich im gehorsam übe, me, Was dir, mein Gott, 7. O Gott! laß deine zuwider ist. Der beyfall furcht, Des lebens feit einer ganzen welt Hilft dem stern seyn; Laß sie zum gulja nichts, der dir mißfällt. ten mir Stets fraft und 4 Laß immer dein gericht fleiß verleih'n. Sie machelmich scheuen, Und wirke 19 290 Von den Pflichten gegen Gott. frommen ernst in mir, Mein für mich gab. Gott! deine leben deinem dienst zu wei furcht bringt segen ein: Ihr hen, Daß ich die gnade nicht lohn wird groß im himmel verlier, Die mich bey aller seyn. miffethat So liebreich noch getragen hat. Vom Eide. d 5. Ja, Gott, laß mich Mel. Christ unser Herr zum mit furcht und zittern Noch 337. schaffen meine feligkeit. Soll Gott, mein Schö pfer, Herr der nichts mein ewig glück er welt, Deß auge alles siehet; schüttern, So laß mich in Vor dem der Engel nieder: der gnadenzeit Mit vorsicht fällt, Der höchste Seraph alles unrecht fliehn, Mich kniet! Laß deines namens nur um deine huld bemühn. Majestät Mein herz mit ehr: 6. Gib, daß ich stets ein furcht füllen, Wenn ich hin gut gewiffen Vor dir zu ha: vor dein antliz tret', Nach ben forgsam sey; Und mache meiner Obern willen Dich von den hindernissen Dereidlich anzurufen. wahren tugend selbst mich! 2. Laß deine gegenwart frey. Nie stör' mich furcht mich scheu'n, allerhöchstes und lust der welt. Zu thun, Wesen! Nichts kann vor was dir, mein Gott, gefällt. dir verborgen seyn: Gedan: 7. In deiner furcht laßten kannst du lesen. Du bist mich stets wandeln, Und mir nah; ich bin dir fund überall, auch wo ich sey, Nach An einem jeden orte: Du deiner vorschrift redlich han feneft meines herzens grund, deln: Du haffeft alle beu: Weißt alle meine wortelind cheley. Wer dich von herzen was ich dabey denke. scheut und ehrt, Nur der ist dir, o Bater, werth. 3. Du bist auch, o All: wiffender, Der bok heit stren: 8. In deiner furcht laß ger rächer; Und strafft, als mich einst sterben, So schreckt ein gerechter Herr, Den mich weder tod noch grab; leichtsinn der verbrecher, So werd ich jenes leben er: Die mit so viel verwegenheit bon, Dazu dein Sohn sich Die allmacht selbst nicht 12Vom Eide. 291 scheuen, Und deines namens Mel. O Ewigkeit, du Donnerw. heiligkeit Durch falschen 338. Gott! der du Hers schwur entweihen; Ins an: zenskenner bist; gesicht dir lügen. Herr! dem die falschheit 4. Herr! steure bei uns greuel ist, und jeder lug ver: allezeit Dem greuel solcher brechen. Kein wort spricht sünden. Laß deines namens je ein falscher mund, Allwis: heiligkeit Ein jedes herz em: fender, dir ist es fund; Du pfinden, Das je zum eide sich Heiliger wirst's rächen. Laß entschließt. Du, aller falsch: jederzeit mein ja und nein, heit rächer, Du, deffen dro: Wie's christen ziemt, auf: hen wahrheit ist, Strafst richtig seyn! zwiefach die verbrecher, Die 2. Und wenn ich schwö: fälschlich bei dir schwören. rend vor dir steh, Dir feier: 5. Laß niemand auch ge: lich ins antliz seh, Die hand legenheit Zu falschen eiden zum himmel hebe; Wenn geben; Und will sich oft umlich dich, Gott, zum zeugen fleinigkeit Ein böfer zwist ruf, Zum rächer dich, der erheben; So lenke du durch mich erschuf, Durch den ich deinen geist Zum frieden die bin und lebe! Dann sey von gemüther, Daß niemand trug und heuchelei Mein jemals sich erdreißt, im ehre herz und meine zunge frei! oder güter Mit unbedacht zu schwören. 3. Wenn frevler da auch Gott noch schmäh'n, Mit 6. Du fizest auch mit lügen frech noch vor ihm im gericht, Wo deine diener stehn, Dann laß mein herz richten: Läßt sich der mens erschrecken! Weh dem, der schen hader nicht, Als nur Gott und Gottes macht durch eide schlichten; Dann Zum siegel seiner bosheit laß zu deines namens ehrmacht, Sie vor der welt zu Getroft bezeuget werden, decken. Herz! schau den Gott Du, du seyst, o Allwiffen mit zittern an, Der leib und der, Im himmel und auf feel verderben kann! erden Der zeuge und der richter! 4. O seele! wenn du dich Inoch liebst, Dent, was bu 292 Bon den Pflichten gegen Gott. da zum pfande gibst; Deindech Gott und seligkeit glück, dein errig leben! Ber: Muthwillig nicht verlieren. lier nicht mit verwegenheit Wie klein mein glück auch Dein theil an Gott und se: immer sey; Nur reines herz ligkeit: Wer kann dirs wie und Gott dabei! dergeben? Gott und sein 8. Gott! lehr du mich evangelium, Wie kostbar ist bei jedem eid, Aus furcht dieß eigenthum! vor deiner heiligkeit, Die 5. Gott! wenn du nicht wahrheit pünktlich sprechen. mein Gott mehr bist, Dein Beschwör ich heilig amt und Sohn nicht mehr mein Hei: pflicht, So laß mich auch im land ist, Dein himmel nicht kleinsten nicht Die theure mein er be; Wen mich beim zufag brechen. Auch dir, leiden dieser zeit Kein troft Gott, fchwur ich treu zu vom himmel mehr erfreut, seyn: Erhalt mich ewig, Kein troft mehr, wenn ich emig dein! sterbe! Ist Gott und Jesus 9. Der du mein troft im nicht mehr mein; Dann tod noch bist, Gott! dessen beffer, nie geboren seyn! wort wahrhaftig ist, Du 16. Frech ist die zunge, dieshaft auch mir geschworen. noch spricht:» Gott fie: So wahr du Gott bist, sagst » het's nicht, Gott achtets du's zu, Ich hörs mit voller » nicht!" So lästern spöt: feelenruh: Ich soll nicht ter: rotten. Ja: Gottes feyn verloren. O feele, balt Langmuth ist bekannt; Er Gott deinen eid! Dann freu lähmt nicht jede falfche dich seiner Gütigkeit. hand; Doch Gott läßt fich Liebe gegen Gott. nicht spotten. Zum strafen Mel. Herzlich lieb hab ich dich zc. hat er lang noch zeit, 3um 339. Aus ganzem her: strafen noch die ewigkeit! zen lieb' ich dich! 7. Rein! ehre nicht, Nach deiner gnad, Herr, nicht gut und geld, Kein für: dürstet mich, Daß die mein stenthum und keine weltSoll herze labe. Die ganze welt mich so weit verführen. Um erfreut mich nicht; Nach alle leiden dieser zeit Will ichlerd' und himmel frag ich Liebe gegen Gott. 293 nicht, Wenn ich, mein Gott,[ So segne mich dein anges dich habe. Und wenn mein sicht. Ach Richter! laß mich hergim tode bricht, Bist du ohne grau'n Dich dann auf doch meine zuversicht, Mein deinem throne schau'n! Herr trost, mein Herr, der mich er: Jesu Christ! Erhöre mich), fößt, Der mich im tode nicht erhöre mich); So preiß ich verstößt. Ach Jesu Christ! ewig, ewig dich. Mein Herr und Gott, mein Met. Jesu der du meine Seele zc. Herr und Gott! Ein schlum: 340. Quelle der voll mer sey mir einst mein tod! fommenheiten, 2. Ach alles, Herr, hab Gott, mein Gott, wie lieb ich ich von dir: Den leib, die dich! Und mit welchen felig: seele, gabst du mir, Und dieß feiten Sättigt deine liebe mein erstes leben. Gib, daß mich! Seel' und leib mag ichs deiner liebe weih', Und mir verschmachten; Hab' ich meinen brüdern nüzlich sey dich, werd' ich's nicht achten. Mit dem, was du gegeben. Mir wird deine lieb' allein Laß, Jesu, mein erkenntnis Mehr, als erd und himmel, rein, Und heilig meinen wan feyn. dar me 460 del seyn; Laß mich im Freuz 2. Denk ich deiner: wie dir fest vertrau'n, lind nur echebet Meine feele fich in auf deine hülfe schau'n. Ach mir. Wie getröstet, wie be Jefu Chrift! Mein Herr lebet Fühl ich mich, o Gott, und Gott, mein Herr und von dir! Jeder blick auf dei Gott! Hilf mir in meiner ne werke, Deine gute, deine lezren noth! stärke, Wie entledigt er mein 3. Gib, daß ein Engel herz Von bekümmernis und meinen Geist, Wenn dich schmerz! mein lezres foblied preißt, 3. Floß aus deiner Got: In Abrams schoos einst tra: tesfülle Mir nicht manche ge. Der leib ruh fanft in wohlthat zu? Daß ich ward, feiner gruft, Bis ihn dein das war dein wille; Daß ich wort ins leben ruft An je noch bin, das machst du! nem grofen tage. Und komst Daß ich denke, daß ich wähle, du dann zum weltgericht, Dafür danft dir meine seele; 35 294 Von den Pflichten gegen Gott. Dankt dir, daß sie dich er sich dich, Herr, wie ich soll. fennt, Und dich ihren Bas Ganz werd ich dort deinen ter nennt. willen Kennen, ehren und 4. Du erlößtest vom vers erfüllen. Gib mir dann vor derben Mich durch deinen deinem thron Der voll Sohn, o Gott! Lieffest den kommnen liebe lohn! Gerechten sterben, Mir zum Mel. Wer nur den lieben Gottz leben ward sein tod. Ewig 341. Du Varer deiner dort mit ihm zu leben, Haft menschenfinder, du mir durch ibn gegeben; Der du die liebe selber bist; Ewig deiner mich zu freu'n. Und deffen herz auch gegen Und von dir geliebt zu feyn! fünder Noch gütig und voll 5. Sollt ich dich nie wie: mitleid ist! Laß mich von der lieben, Der du mich zur ganzem herzen dein, Laß erst geliebt? Der mit mehr mich's mit allen fräften als vatertrieben Go unend: seyn! fich mich geliebt? Könnt] 2. Gib, daß ich als dein ich ruhig hier auf erden find dich liebe, Da du mich Ohne deine liebe werden? als ein Vater liebst; Und Und dereinst nach dieser zeit so gefinnt zu seyn mich übe, Würdig seyn der seligkeit? Wie du mir dazu vorschrift 6. Heil mir, daß ich es em gibst. Was dir gefällt, pfinde, Wie so liebenswerth gefall auch mir; Nichts du bist! Daß mein herz vom scheide mich, mein Gott, von haß der fünde, Die dich dir! men fränkt, durchdrungen ist? 3. Vertifg' in mir durch Daß auf dein gebotich achte, deine liebe Den hang zur Und es zu erfüllen trachte! liebe dieser welt; Und gib, Heilmir! du verwirfst mich daß ich verlengnung übe, nicht, Herr, von deinem an: Wenn mir noch eitelkeit ge: geficht. urioide fällt. Wie follte ich die frea: 7. Noch lieb ich dich un: tur Dir vorzich'n, Schöpfer vollkommen: Meine feele der natur! weiß es wohl. Dort im va: 4. Laß mich um deines terland der frommen Lieb' namens willen Gern thun, Liebe gegen Gott. 295 was mir dein wort gebeut.( ganz umgibst, Gott, meis Kann ichs nicht, wie ich soll, nér feele freude! Jch bleibe erfüllen; So sieh auf meine unverrückt bey dir: Was ist willigkeit; Und rechne mir, dann noch, das je mich hier nach Baterhuld, Somanche Von deiner liebe scheide? schwachheit nicht zur schuld! Du machst mir deinen weg 5. Der liebt dich nicht, bekannt, Hältst mich bey der noch mit freuden Das meiner rechten hand, Regies thut, was dir, o Gott, miß: rest meinen lebenslauf, Und fällt. Drum laß es mich mit hilfest meiner schwachheit ernst vermeiden, Gefiel es auf. D Herr, mein Gott! auch der ganzen welt. Die Du bist mein licht, Du bist fleinste fünde felbst zu mein licht: Ich folge dir, scheu'n, Laß mich, o Gott, so irr' ich nicht. behutsam seynli bnd2 Du leitest mich nach 6. Aus liebe laß mich alles deinem rath, Der anders leiden, Was mir dein weifer nichts beschlossen hat, Als rath bestimmt. Auch trüb: vas mir fegen bringet. fal führt zu ew'gen freuden Gehts gleich zu zeiten mun Wer ihre fast gern über: derlich; So weiß ich den: nimmt, Und freudig trägt, noch, daß durch dich Der und weislich nüşt; Wird ausgang wohl gelinget. mächtig von dir unterstüzt. Nach hartem tritt auf raus 7. In deiner liebe laß mich her bahn Nimmst du mich sterben. Dann wird der tod dort mit ehren an, Womich felbst mein gewinn; Dann an deinem thron erfreut Die werd' ich deinen himmel er: Erone der gerechtigkeit. Mein ben, Wo ich dir ewig nahe Herr, mein Gott! Ach, voll bin. Da lieb ich in vollkom begier seh ich nach dir; Und menheit, Dich, Bater der wünsche, bald zu feyn bey dir! barmherzigkeit! 3. Mein finnist ganz auf Met. Herzlich lieb hab ich dich ic. dich gericht't: Hab ich nur 342. Der du mich als ein dich, so frag ich nicht Nach daya Bater liebst, himmel und nach erden. Und mich mit wohlthun Denn wärder himmel ohne 296 Von den Pflichten gegen Gott. dich, So könnte keine lust himmel macht, Nicht deinen für mich Auch selbst im him: himmel erben, Denn wer mel werden. Wärst du nicht dich hier nicht lieben lernt, schon auf erden mein, So Und nicht sein herz von dem möcht' ich nicht auf erden entfernt, Was dir, du Heie seyn. Denn nichts ist in der ligster, mißfällt, Komme ganzen welt, Das mir so nicht zu jener beffern welt. fehr, wie du, gefällt. Mein Nur der, der hier Sein herz Herr und Gott! Wo du dir weiht, lebt recht erfreut: nicht bist, wo du nicht bist, Sein tod führt ihn zur herr Ist nichts, was mir erfreu: lichkeit. lich ist. 2012 6. Drum halt ich mich 4. Und sollte mir durch getroft zu dir; Du aber Freuz und noth, Durch mar: hält'st dich auch zu mir: ter, durch gewalt und tod Und das ist meine freude. Auch feel und leib ver: Ich seze meine zuversicht Auf schmachten: Dieß alles wird, dich, mein Fels, der nicht zers wenn auch das heer Der lei: bricht, Auch selbst im tiefs den noch so schrecklich wär, sten leide. Dein wort, 0 Mein glaube doch nicht ach: Höchster, soll allein Mein ten. Du bist und bleibest trost und meine richtschmur doch mein heil, und meines seyn. Bis sich einst in der herzens trost und theil. Den ewigkeit Mein herz vollkom: wahrlich! nur durch dich al men deiner frent. Gott meis lein Kann leib und feele felig nes heils! Ich warte drauf seyn. Herr, meine burg! ich warte drauf: Nimm Ich hoffe feft, ich hoffe feft, mich in deinen himmel auf! Daß deine hülf mich nicht verläßt. Nach eigener Melodie.d 343. Wenn zur volls 5. Wer von dir weicht, führung dei und auf der welt Dir nicht ner pflicht; Dich Gottes liebe beharrlich glauben hält, nicht beseelet; So rühme Muß endlich doch verderben. dich der tugend nicht, Und Er fann, weil er die lust und wisse, daß dir alles fehlet. pracht Der erde sich zum Wenn vortheil, wollust, ei Ao Liebe gegen Gott. 297 gensinnUnd stolz dir nur das ganze staaten! Gott achtet gute rathen; So thue noch deiner werke nicht. so gute thaten; Du hast 5. Läg' ihm an unfern vor Gott den lohn dahin![ werken nur; So könnt' er 2. Sen durch die gaben uns, sie zu vollbringen, Sehr der natur Das wunder und leicht durch fesseln der nas das glück der erden! Beglüftur, Durch kräfte seiner alls fest du die menschen nur, macht, zwingen. Vor ihm, Um vor der welt geehrt zu der alles schafft und gibt, werden; Erfüllt die liebe Gilt weisheit nichts, nichts nicht dein herz: So bist du macht und stärke. Er will bey den größten gaben, Bep die absicht deiner werke, Ein dem verstand, den Engel ha: herz, daß ihn verehrt und ben, Vor Gott doch nur ein liebt. tönend erz. 6. Ein herz, von eigenlies 3. Bau häufer auf, und be fern, Fern von des stols brich dein brod, Das volt zes eitlem triebe, Geheiligt der armen zu verpflegen; durch die furcht des Herrn, Entreiß die wittwen ihrer Erneut durch glauben in der noth, Und sey der waisen liebe! Dieß ists, was Gott schuz und segen! Gib alle von uns verlangt. Und beine habe hin! Noch haft wenn wir nicht dieß herz du nichts vor Gott gegeben. befizen; So wird ein Wenn lieb und pflicht dich leben uns nichts nüzen, nicht beleben; So ist dir Das mit den größten thaten alles fein gewinn. prangt. 420 602 4. Thu thaten, die der 7.Drum täusche dich nicht heldenmuth Noch jemals durch den schein, nicht durch hat verrichten können; Ber: der tugend blofen namen. gieß fürs vaterland dein Sieb nicht auf deine wert blut, Laß deinen leib für allein; Sieh auf die quell andre brennen! Beseelet dich aus der sie kamen. Prüf nicht lieb und pflicht; Bist dich vor Gottes angesicht, du die absicht deiner tha: Ob seine liebe dich beseelet. ten: So schüz und rettel Ein herz, dem nicht der glaus 298 Von den Pflichten gegen Gott. be fehlet, Dem fehlet auch findern zugezählt. Mag die liebe nicht. mich die welt doch haffen! 8. Wohnt liebe gegen Du liebst mein wohl; Wirst Gott in dir; So wird sie gnadenvoll Mich nimmer: dich im guten stärken: Du mehr verlaffen. wirst die gegenwart von ihr 3. Du trägst mich lieb An liebe zu dem nächsten reich mit geduld, Vergibst merken. Die liebe, die dich in Chrifto mir die schuld, schmücken soll, Ist gütig: Wenn ich aus schwachheit ohne lift und tücke: Benei fehle. Du gibst mir theil det nicht des nächsten glücke; An feinem heil. Dieß tro: Sie bläht sich nicht; tftftet meine feeler ng langmuthsvoll. 2nd and 4. Du bist mir der be: 9. Sie deckt des nächsten währte freund, Der es aufs fehler zu, Und freut sich nie: beste mit mir meint. Wo mals seines falles. Sie su: find' ich deines gleichen? Du chet nicht blos ihre ruh; Sie stehst mir bey, Und bleibst hofft, und glaubt und dul: mir treu, Wenn berg' und det alles. Sie ists, die ihr hügel weichen. den muth verleiht, Des 5. Du bist mein leben, Höchsten wort gern zu erfüls trost und licht, Mein felslen; Macht seinen finn zu und heil: drum frag ich deinem willen; Und folgt nicht Nach himmel und nach dir in die ewigkeit. erde. Herr, ohne dich Ist Freude in Gott. nichts für mich, Das mir Met. Wie ist doch deine Lieb ic. erfreulich werde. nit Bella 344. dh freue mich, 6. Du bist mein aller Ch mein Gott, in höchstes gut, Darauf mein dir. Du bist mein trost: und wahres wohl beruht. In was kann mir In deiner lie: dir leb ich zufrieden. So be fehlen? Da, Herr, bist dort als hier, Herr, bleiben mein, Und ich bin dein. Was wir In liebe ungeschieden. mangelt meiner feelen? 7. Du feqneft mich, trenn 2. Du hast mich von der man mir flucht: Und wer welt erwählt, lind deinen hier mein verderben sucht, at Freude in Gott. 299 Dem wirds doch nicht gejmel lenket, Und mit hime lingen. Mit deiner treu melsmonne dort Meine seele Stehst du mir bei, Daß ich tránket. fann fröhlich singen. 3.Wenn ich ernstlich dein 8. Du läß'st mirs ewig gebot Und mit freuden übe; wohl ergehn. Einst werd ich Wenn ich findlich dich mein dich noch näher seh'n, Du Gott, Fürcht und ehr' und Ursprung wahrer freuden! liebe: wie ist mir dann An dir wird sich Dann ewig: so wohl! Wie ist mein ges lich Mein ganzes herz recht müthe Seliger empfindung weiden. dit me voll, Boll von deiner gute! 9. Noch hats fein mensch: 4. Dann darf ich mit lich ohr gehört, Was uns zuversicht Nach dem himmel bein himmel einst gewährt; blicken. Meine leiden fühl Doch seh ichs schon im glau ich nicht, Wie sie mich auch ben. Bollkommnes heil Ist drücken. Hoffnung und zus da mein theil: Das wird friedenheit Wohnen mir mir niemand rauben. m berzen, Trösten und ers Mel. Schwing dich auf zu schöhn mich weit Ueber alle 1.Lasinn 345. Deines Gottes schmerzen. freue dich, 5.Du bist mein: fo rühm Dank ihm, meine seele! Sor: ich dann: Wer ist, der mir get er nicht väterlich, Daß schade? Heil mir, daß ichs fein gut dir fehle? Schüt rühmen kann: Mein ist Got: dich seine vorsicht nicht, tes gnade! Dir ist meine Wenn gefahren dräuen? wohlfahrt werth: Du gabſt Ifts nicht wonne, iste nicht mir mein leben; Wirst auch pflicht, Seiner dich zu was mein leben nährt Und freuen? erfreut, mir geben! or 2. Ja, mein Gott, ich hab 6. Jesus ist nach deinem in dir, Was mein herz be rathJn die welt gekommen: gehret: Meinen Vater, der Alle meine misfethat hat er mich hier Pfleget und er: weggenommen. Ihm trau nähret; Der mich durch sein ich, ihn bet ich an, Glaub göttlich worthier zum himalan feine leiden: Und die 300 Von den Pflichten gegen Gott. macht der fünde fann Michstrau'n auf dich Ewig nicht von dir nicht scheiden. verliere! 7. Dich, du trost der sterb: Gehorsam gegen Gott. lichkeit, Heil des befférn le: Met. Sollt ich meinem Gottic. bens, Himmlische vollkom: 346. Heilig, heilig ist menheit, Such ich nicht dein wille! Hei: vergebens! Wenn mein lauf lig bist du, unser Gott! Du vollendet ist, Und voll gebeutst! in tiefer stille Hört bracht mein feiden, Ruft die schöpfung dein gebot. mein Heiland Jesus Christ Die im himmel dir lobfin: Mich zu seinen freuben. gen, Stehn um deinen thron 8. Meine freud in bir, bereit, Freuen sich der selig mein Gott, Wird dann ewig feit Deinen willen zu voll: währen. Noch so furchtbar bringen: Nur der mensch sen der tod; Er Fann fie erkennt es nicht Für sein heil nicht stöhren. Willig werd und seine pflicht. ich mein gebein Der verwe 2. Dir gehorcht mit freud fung geben: Herr, dein tag und wonne Aller deiner wel: bricht bald herein; Mit ihm ten heer, Deine feste, deine neues leben! fonne, Sturm und donner, 9. Gib mir, Gott, so erd und meer. Alles dienet lang ich hier In der fremde deinem willen: Alles, was walle, Das bewustseyn, daß du Schöpfer schufft, Eilt ich dir Als dein kind gefalle, und drängt sich, wenn du Diese sanfte freudigkeit, rufft, Dein gebot, Herr, zu Die zu dir ich habe, Gey erfüllen. Nur der mensch mein heil in dieser zeit, Und erkennt es nicht Für sein mein troft am arabe! heil und seine pflicht! 10. Laß die lust der fünde 3.Stolz empöt sich seine nie Dieses heil mir rauben. feele, Groser Schöpfer, wi Rüste selbst mich wider fie der dich. Deine göttliche Durch vernunft und glau: befehle Wirft er thörigt hine ben! Gib mir deinen Geist, ter sich. Du sollst ihn nicht der mich und mein thun te mehr regieren! Klüglicher giere, Daß ich mein ver- lnach seinem wahn Wählt er Zufriedenheit mit Gott. 301 eine beß're bahn, Die soll ihn gutes fehlen. Wie er mich zum glücke führen. Und die führt, so geh ich mit, Und bahn ist fürdenvoll, Die folgewillig schritt vor schritt zum glück ihn führen soll! In findlichem gehorfam. 4. Herr! laß ihn bei zeit 2. Wie Gott mich führt, empfinden, Daß er selber sich so bin ich still Und laß mich verführt; Daß die eitle lust von ihm leiten; Obgleich der fünden ihm zulegt den des fleisches eigenwill Noch tod gebiert. Mach' ihm deiloft will widerstreiten. Wie nen willen wichtig; Lehr ihn Gott mich führt, bin ich bes deine bahn; laß ihn Eilend reit, In zeit und auch in feinen irrweg fliehb'n! Denn ewigkeit Stets seinen schluß dein will allein ist richtig. zu ebren. Mach ihn seinen pflichten 3. Wie Gott mich führt, treu, Daß sein wandel hei: bin ich vergnügt; Jch ruh lig sey. in seinen Händen. Wie er 5. So wird auch bei unsjes schickt und mit mir fügt, auf erden, Wie im himmel, Wie er will alles wenden, dein gebot Dankbar ausge: Sey ihm hiermit ganz heim: richtet werden, Heiliger und gestellt: Er mach es, wie es groser Gott! Alle werfe dei: ihm gefällt, Zum leben oder ner hände Werden unter: sterben! than dir seyn, Alle deinem 4. Wie Gott mich führt, dienst sich weih'n Bis an dei: so geb ich mich In seinen Bas ner schöpfung ende: Bis die terwillen. Scheint's der fülle dieser zeit Eingeht in vernunft gleich wunderlich; die ewigkeit. 3ufriedenheit mit Sein rath wird doch erfül: len, Wis er in liebe hat be: dacht, Eh er mich an das licht gebracht: Ich bin ja Gott. Mel. Mein Herzens Jesu ic. 347.ie Gott much nicht mein eigen! führt, so will ich 5. Wie Gott mich führt, geh'n, Ohn eigensinnig wäh: so bleib ich treu Jm glauben, len. Geschieht, was er mir hoffen, leiden, Steht er mit ausersehn, Wird mir kein seiner Fraft mir bei, Was 302 Von den Pflichten gegen Gott. will mich von ihm scheiden? mich empfehlen: Er weiß Ich faffe in geduld mich fest: allein, was mir gebricht. Was Gott mir widerfahren 4. Wornach ich heute fle: läßt, Muß mir zum besten he, Das kann, wenn's gleich dienen. geschähe, Schon morgen 6. Wie Gott mich führt, mich gereu'n. Nur einen so will ich gebn, Und mich wunsch von allen Laß, Herr foll nid ts erschrecken. Die dir wohlgefallen; Den absicht läßt uns Gott nicht funsch, dein frommes find fehn, Doch einst wird sichs zu feyn! entdecken, Wie er, nach sei: 5. Hilf, daß ich nie in fün: nem Vaterrath, Mich treu den Mein glücke wolle fin und wohl geführet hat den! Kein fünder bleibt vor Dieß stärke mich im glau: dir. Mit ruhigem gewissen, ben! Was du schenkst, zu genieß Me In allen meinen Shaten sc. fen, Dieß glück, o Gott, ver: 348. Gott will ich mich leihe mir! ergeben In dies 6. Wer sich will christ: fem pilgerleben Imunglücklich zeigen, Muß ehrerbietig und im glück, Bei schmerzen fchweigen, und nehmen, was und bei freuden, Auch bei Gott gibt. Er kann uns dem höchsten leiden In meis nicht verlaffen, Nicht seine nem lezten augenblick. finder haffen: Er schläget 2. Gott wars, der für uns, wenn er uns liebt. mich wachte, Noch eh ich war 7. Wenn ich verlaffen und dachte. Ja, Gottes treue scheine, und trostlos bin, hand Hat gnädig mich gelund weine; Was will mein leitet, Mir jedes glück bereis banges herz? Herr, hilf es tet, Das ich auch oft durchs mir besiegen: Es will und unglück fand. fucht vergnügen; Und was 3. Was helfen meine for: es will, ist oft doch schmerz. gen? Mein glück ist mir 8. Nicht das, warum ich verborgen; Mein unglück flehe; Dein wille nur ges kenn ich nicht. Dem Hüter schehe, Und was mir selig meiner feelen, Dem will ich ist. Herr! deine bahn ist Bufriedenheit mit Gott. 303 eben: Leit mich in diesem le: der nimmer triegt, Und jes ben, Und wenn mein aug im den zweifel überwiegt! tod sich schließt! 5. Ich harre seiner, und Mel. Wer nur den lieben Gott zc.bin stille. Wie bald vers 349. Mein hort ist Gott! streicht die prüfungszeit! ihn laß ich wal: Dann nehm ich dort aus ten. Ich hoff' auf ihn; er seiner fülle Unendliche zu: fennet mich. Ihm fehlte, friedenheit. Er leite mich die seinen zu erhalten, Ansnach seinem rath, Wie er mitteln nie: und sein bin ich mir zugesaget hat! ** Ich gründe meine zuversicht Mel. In allen meinen Thaten ic. Auf diesen fels; und wanke 350. Was ists, daß ich nicht. mich quäle? 2. Was quäl ich mich? Hoff auf den Herrn, o seele! bin ich ein heide, Der ohne Hoff und sey unverzagt! Gott und hoffnung ist? Du weißt nicht, was dir nüs Herr! das ist meines herzens zet: Gott weiß es, und Gott freude, Daß du mein Gott schüzet, Er schüzet den, der und Helfer bist. Hilf, mein nach ihm fragt. Erbarmer, stärke mich! Den 2. Er zählte meine tage, nichts vermag ich ohne dich. Mein glück und meine plage. 3. Der Herr erzieht hier Eh ich die welt noch sah. Eh feine finder Zur ewigkeit mit ich mich selbst noch kannte, weiser huld. Er schont; er Eh ich ihn Vater nannte, züchtigt viel gelinder, Als War er mir schon mit hülfe wir verdient; und hat genah. duld. Er hat nicht lust an 3. Die kleinste meiner unserm schmerz: Wir fich'n; forgen Ist dem Gott nicht ihm bricht sein Vaterherz. verborgen, Der alles sieht 4. Gott ist die lieb! wie und hält: Und was er mir kann ich zagen? Gab er für beschieden, Das dient zu meis mich nicht Jefum Chrift? nem frieden, Wär's auch die Was könnte mir ein Gott größte last der welt. verfagen, Der so unendlich 4. Jch lebe nicht auferden, gütig ist? O hoher trost, lum glücklich hier zu werden; 304 Von den Pflichten gegen Gott. Die lust der welt vergeht. 2. Ja flage! Gott er: Ich lebe hier, im segen Den laubt die zähren; Doch denk grund zum glück zu legen, lim klagen auch zurück: Ist Das ewig, wie mein geist, dann das glück, das wir bes besteht. gehren, Für uns auch stets 5. Was dieses glück verein wahres glück? mehret, Sey mir von dir 3. Nie schenkt der stand, gewähret! Und du gewährstnie schenken güter Dem es gern. Was dieses glück menschen die zufriedenheit. verlezet, Wenn's alle welt Die wahre ruhe der gemü: auch schäzet, Das sey, o Gott/ ther Ist tugend und genüg: mir ewig fern! famkeit. 6. Sind auch der frank 4. Genieffe, was dir Gott heit plagen, Ist mangel beschieden; Entbehre gern, schwer zu tragen, Noch was du nicht hast. Ein jeder schwerer haß und spott; So stand hat seinen frieden; Ein harr' ich und bin stille. Zu jeder stand hat seine last. Gott: denn nicht mein wille, 5. Gott ist der Herr; und Dein wille nur gescheh, seinen fegen Vertheilt er o Gott! stets mit weiser hand; Nicht 7. Du bist der müden so, wie wirs zu wün: stärke; Und aller deiner wer schen pflegen; Doch so, wie te Erbarmst du ewig dich.er's uns heilsam fand. Was fann mir widerfah: 6. Willst du zu denken ren, Wenn Gott mich will dich erkühnen, Daß sei: bewahren? Und er, mein ne liebe dich vergißt? Gott, bewahret mich. Er gibt uns mehr, als Nach eigener Melodie. wir verdienen, Und nies 351. Du flagst und fühmals, was uns schädlich left die beschwer: ist. den Des stands, in dem du 7. Verzehre nicht des le dürftig lebst. Du strebest, bens fräfte In träger unzu glücklicher zu werden, Und friedenheit: Besorge deines fiehst, daß du vergebens stands geschäfte, Und nüze strebst. Ideine lebenszeit. Zufriedenheit mit Gott. 305 Mel. Dreyeinigkeit, der Gotth 8. Bey Pflicht und fleißheil: So bleibe dann Dein sich Gott ergeben, Ein ewig troft nur noch mein theil! glück in hoffnung fehn; Dieß 5. Du gibst aus huld ist der weg zu ruh und leben. Uns dieser erde freuden; Herr, lehre diesen weg mich Aus gleicher huld Verhängst geh'n! du unsre leiden. Ist nur mein weh nicht meine eigne 352. Herr, mein Gott! schuld; So zag ich nicht: Durch den ich Du Gott gibst dann ge bin und lebe; Gib, daß ich duld. mich In deinen rath ergebe. 6. Soll ich ein glück, Das Thu, was du willst! Herr du mir gabst, verlieren; bist du: ich bin dein; Und Und willst du, Gott, Mich was du thust, Das soll mir rauhe wege führen; So theuer seyn! wirst du auch, Denn du 2. Du, du regierst; Bist hörst ja mein flehn, Mir weisheit, lieb und stärke. eine hülf Nach deinem rath Du, Herr, erbarmst Dich erseh'n. aller deiner werke. Was zag 7. Vielleicht muß ich Nach ich dann noch einen augen: wenig tagen sterben. Herr, blick? Du bist mein Gott, wie du willst! Soll ich den Und willst gewiß mein glück himmel erben, Und der ist 3. Von ewigkeit hast du schon Im glauben sicher mein loos entschieden. Was mein; Wie kann der tod du bestimmst, Das dient zu mir dann noch schrecklich meinem frieden. Du wogst seyu? mein glück; Du wogst mir! Nach bekannter Melodie. auch mein leid: Und was du 353. Was Gott thut, schickst, Das dient zur se das ist wohl: ligkeit. gethan; Es bleibt gerecht 4. Gefällt es dir, Soffein wille. Wie er fängt müffe feine plage Sich zu meine fachen an, Will ich) mir nah'n, Gib mir zu ihm halten stille. Er fl friedne tage. Allein ver: mein Gott, Der in der noth wehrt Auch dieß mein ewig Mich wohl weiß zu erhal 20 306 Von den Pflichten gegen Gott. ten: Drum laß ich ihnssüffem trost im herzen: Da nur walten. weichen alle schmerzen. 2. Was Gott thut, das 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; Sein wort ist wohlgethan; Dabey will kann mich nicht triegen. Er ich fest bleiben: Es mag mich führet mich auf rechter auf die rauhe bahn Noth, bahn; So laß ich mir genü: tod und elend treiben; So gen An seiner huld, Und hab wird Gott mich Doch väter: geduld. Er wird mein un lich In seinen armen halten: glück wenden: Es steht in Drum laß ich ihn nur wal seinen bänden. ten. 3. Was Gort thut, das ist nach bekannter Melodie. wohlgethan; Nur er weiß. 354. Was mein Gott was uns nüzet. Wie unae: will, gescheh wiß irrt jedermann, Der sich allzeit! Sein will' ist stets auf ihn nicht stüzet? Ja, der beste. Zu helfen ist er feine treu Ist immer neu. dem bereit, Der an ihn glaus Drum will ich auf ihn bau: bet feste. Der treue Gott en, und feiner güte trauen. Hilft in der noth, Und züchs 4. Was Gott thut, das tiget mit maffen. Wer ihm ist wohlgethan; Er ist me n vertraut, Fest auf ihn baut, licht und leben, Der mir Den wird er nie verlaffen. nichts böfes qönnen fann; 2. Gott ist mir troft und Ihm will ich mich ergeben.uversicht, Ruh, hoffnung, In freud und leio. Es fomt freude, leben, Drum, was die zeit, Da öffentlich er: er will, dem will ich nicht scheinet, Wie treulich er es Undankbar widerstreben. meinet. Sein wort ist wahr: Gott 5. Was Gott thut, das hat mein haar Allviffend ist wohlgethan; Muß ich auch gezählet. Des Höch: den felch gleich schmecken, sten macht, Die für mich Der bitter ist nach meinem wacht, Gibt gerne, was mir mahn, Laß ich mich doch fehlet. nicht schrecken; Weil er zu 3. Wenn es sein wille mir lezt Mich doch ergögt Mit gebeut, Das leben zu vers Zufriedenheit mit Gott. 307 laffen; So will ich voll er: jund verstand; Und de ne gebenheit In seinen rath hand Schuf mich mit fleisch mich faffen. Dir, Gott, em und beinen. Wer so viel pfehl Ich meine feel, In thut, Deß Herz ist gut, und meinen lezten stunden. Dein fanns nie böse meinen. Sohn, o Gott, har höll und 4. Wer macht's, daß tod Für mich auch übersich in Gottes welt Bis wunden. izt vergnügt noch wohne? Mel. Was mein Gott will, c. Längst hätte mich der tod 355. Ich hab in Gottes gefällt, Wenn Gott auf herz und sinn seinem throne Nicht schüzt' Mein herz und finn ergeben. und wacht' Mit seiner Was bös scheint, wird mir macht, Die über alles ge: zum gewinn, Der tod selbst het. Was er nicht hält, führt zum leben. Mich hat Das bricht und fällt; mein Gott Durch manche Was er trägt, das be: noth Schon oft zu sich gestehet. zogen. Ob er gleich schlägt 5.3udem ist weisheit und Und freuz auflegt, Bleibt verstand Bei ihm ohn alle doch sein herz gewogen. maffen. Zeit, ort und stund FIS 2. Das kann mir fehlen ist ihm bekannt, zu thun nimmermehr: Mein Vater und auch zu lassen. Er weiß, muß mich lieben; Und prüft wann freud, Er weiß, wann er mich auch noch so sehr, leid Uns, seinen findern, die: So will er mich nur üben, ne; Und was er thut, Ift Und mein gemüth, Jn sei alles gut, Ob's noch so trau: ner güt Gewöhnen fest zulrig schiene. stehen: Halt ich dann stand, 6.Du denkest zwar, wenn Weiß seine Hand Mich wie: du nicht hast, Was fleisch der zu erhöhen. und blut begehret, Wis sey 3. Jch habe ja mir selber mit einer grosen last Dein nicht mein erstes feyn gege: zeitlich glück beschweret; Haft ben. Gott, Schöpfer, dir pät und früh Biel sorg und bin ich verpflicht't: Du, du müh, Zu deinem wunsch zu gabst mir das leben, Seel kommen; und denkest nicht, 308 Von den Pflichten gegen Gott. Daß, was geschicht, Gescheh hände: Nimm mich, und zu deinem frommen. mach es so mit mir Bis an 7. Fürwahr, der dich ge mein leztes ende, Wie du schaffen hat, Und ihm zur wohl weißt, Daß meinem ehr erbauet, Der hat schon geist Dadurch sein nuß ent: längst in seinem rath Erse stehe; Und deine ehr Je mehr hen und durchschauet Aus und mehr Sich auch an mir wahrer treu, Was dienlich erhöhe. fey Dir und den deinen als 11. Gibst du des glücks len: Laß ihm doch zu, Daß sonnenschein, So nehm'ichs er nur thu Nach seinem an mit freuden; Solls aber wohlgefallen. hon freuz und trübsal seyn, Will 8. Will's Gott; so fanns ichs geduldig leiden. Herr! nicht anderst seyn: Zulezt willst du mir Mehr tage hier wird dichs erfreuen. Was Noch ferner zugestehen: Wie du jest nennest freuz und du mich führst Und führen pein, Wird dir zum heil gewirst, So will ich gern mits deien. Wart' in geduld; gehen. Die gnad und huld Wird 12. Und sollt ich auch den sich doch endlich finden: Die finstern weg, Den weg des angst und qual Wird auftodes, reisen; Wohlan! ich einmal, Eh du es denkst, gehe bahn und steg, Den verschwinden. deine augen weisen. Du bist 9. Das feld fann ohne un mein hirt Der alles wird zu gestümmErwünschte frucht folchem ende bringen, Daß nicht tragen. Kein frommes ich voll frend In ewigkeit find erzicht Gott ihm Bey Dir dankbar werd lob: lauter guten tagen. Dessingen. arztes fur Scheut die natur; 3 ufriedenheit im nie Doch hilft sie uns zum le: drigen Standend ben. So muß das her: Mel. Ich dank dir schon. Durch angst und schmerz 356. Du, aller menschen Gott und Herr! Zum glücke sich erheben. 10. Mein guter Gott! so Dich will ich findlich loben: fall ich dir Gett oft in deine Du bist mein Gott nicht we Bufriedenheit mit Gott. 309 niger, Als deß, den du ers aug nicht neidisch seyn, Nach hoben. andrer glück zu sehen! 2. Du seztest mich in ei 9 Laß mich mit frommer nen stand, Den ſorgen stets redlichkeit Mein tagwerk begleiten. Ich habe nicht?, treu verwalten; Und die von als diese hand, Mein brod mir verschwend'te zeit Für mir zu bereiten. feinen diebstahl halten! 3. Doch ferne sey der stolz 10. Ist mein lohn täg von mir, Dich, Schöpfer, lich aufgezehrt, So laß mir's anzuflagen! Auch diesen doch nicht grauen! Der spers muth hab ich von dir, Mein ling lebt, von dir genährt: schirer geschick zu tragen. Sollt ich dir nicht vers 4. Und dieß vertrau'n trauen? auf deine huld, Und diese 11. Mein herz soll, wenn ruh der seele, Womit ich die arbeit winkt, Voll an: findlich, voll geduld, Dir, dacht dir begegnen; Und Vater, mich empfehle. wenn die sonne niedersinkt, Gott, deine güte ſegnen. 12. Sey mein Erhalter, wenn den greis Die kräfte einst verlaffen: Im alter wollst du meinen fleiß, O 6. Der hunger kennt des Gott, nicht darben lassen! effens luft; Der schlaf labt 13. Oft gönnest du mir nur den müden. Dieß glück einen blick Ins land der ruh ist vielen unbewust; Mir und freuden: Wie wun: hast du es beschieden. derbar wirst du das glück 7.Bon dir erbitt' ich reich: Des armen dort entschei: thum nicht, nicht freiheit den? 5. Du knüpfft ein glück an meinen fleiß, Konnist du mir gröfers geben? Gefund heit ist der mübe preis, Und arbeit stärkt das leben. ron geschäften: Gib nur zur 14. Einst nah' ich mich übung meiner pflicht Ein mit heiterfeit Dem schluß nöthig maas von fräften. von meinen tagen: Mir 8. Die aüter dieser welt wird dann zur erwünsch: find dein: Du theilst; werten zeit Die feierstunde Fanus verstehen? Olaß mein schlagen. tylne Von den Pflichten gegen Gott. Vertrauen auf Gott. 5. An dem, was wirklich Mel. Was Gott thut, das ist e. glücklich macht, Läßt Gottes 357. Auf Gott, und keinem fehlen. Gesundheit, nicht auf meiebre, glück und pracht Sind nen rath, Will ich mein glük nicht das glück der feelen. Wer fe bauen; Und dem, der mich Gottes rath Vor augen hat, geschaffen hat, Mit ganzer Dem wird ein gut gewissen feele trauen. Er, der die Die trübfal auch verfüffen. welt Allmächtig hält, Wird 6. Was ist des lebens mich in meinen tagen Als herrlichkeit? Wie bald ist Gott und Vater tragen. sie verschwunden! Was ist 2. Er sah von aller ewig, das leiden diefer zeit? Wie feit, Wie viel mir nüzen bald ists überwunden! Hofft würde; Bestimmte meine auf den Herrn! Er hilft uns lebenszeit, Mein glück und gern. Send fröhlich, ihr ge: meine bürde. Was zagt mein rechten! Der Herr hilft seis herz? Ist auch ein schmerzhnen Enechten. 310% Der, zu des glaubens ehre, Mel. In allen meinen Thatenic Nicht zu besiegen wäre? 358. Was soll ich ängst: 3. Gott fennet, was mein lich klagen, Und herz begehrt; Und hätte, was in der noth verzagen? Der ich bitte, Mir gnädig, eh iche Höchste sorgt für mich. Er bat, gewährt, Wenn's feine forgt, daß meiner feele Kein weisheit litte. Er sorgt für wahres wohlseyn fehle. Ges mich Stets väterlich. Nicht nug zum trost, mein herz, was ich mir ersehe, Sein für dich! wille, der geschehe! 2. Was nügt es, heidnisch 4. Ist nicht ein ungestör sorgen, Und jeden neuen tes glück Weit schwerer oft morgen Mit neuem fumer zu tragen, Als felbst das wisseh'n? Du, Bater meiner drige geschick, Bei deffen last tage, Weißt, eh ich dirs noch wir flagen? Die gröſste noth fage, Mein leid und auch Hebt doch der tod; Und ehre, mein wohlergehn. glück und habe, Berläßt 3. Auf deine hand zu mich doch im grabe! schauen, Dir findlich zu ver: Vertrauen auf Gott. 311 trauen, Herr, das ist meinelmeynen; Nein! nur nach pflicht. Ich will sie treulich deinem rath. Ob ich mich üben, und dich), mein Vater, auch betrübe, Bleibt doch lieben: Denn du verläß'st dein herz voll liebe. Das zeigt die deinen nicht. der ausgang mit der that. 4. Der du die blumen 9. Wenn ich hier tiefen fleidest, Und alle thiere wei sehe, Und es nicht ganz ver: dest, Du Schöpfer der na: stehe, Was du mit mir ges tur! Weißt alles, was mir than; Kann ich doch deß fehlet. Drum, feele! mas mich trösten: Du nimmst dich quälet, Befiehl dem mich, mich erlösten, Gewiß Herrn, und glaube nur! dereinst zu ehren an. 5. Herr! alle meine for: 10. Dort, bey der from: gen, Die noth, die mich ver: men schaaren, Dort werd borgen In meinem herzen ich es erfahren, Wie gut du nagt, Werf ich auf dich, den mich geführt. Da sing ich treuen: Du weißt, den zu dir mit freuden, Nach über: erfreuen, Der fromm nach standnem leiden, Den dank, deiner hülfe fragt. der deiner huld gebührt. Nach bekannter Melodie. 6. Wenn meine augen thränen Und sich nach hülfe 359. Bon Gott will ich sehnen; So flag ichs dir, dem nicht laffen; Herrn. Dir, Bater, dir em: Denn er vorläßt mich nicht. pfehle Jch jeden wunsch der Den vorfaz will ich faffen. fecle: Du hörst, du hilfst, Gott, meine zuversicht, Reicht di segnest gern. felbst mir seine hand, Für mich, mit jedem morgen, In meiner noch zu sorgen: Ihm ist sie wohl bekannt. 7. Der du mir hier im leben Schon größres heil ge geben, und deinen Sohn ge schenkt! Du wirst mir alles 2. Der menschen gunst fchenfen, Und mir zum be: urdliebe Erstirbt und ändert sten lenken, Was mich zu fich. Doch Gottes Vaters forgen reizt, und fränkt. triebe Sind unveränderlich. 8. Du führest, Herr, die Erweiß, aus jeder noth, Eh deinen Nicht so, wie sie es wir's vermuthet hätten, Uns 312 Von den Pflichten gegen Gott. wunderbar zu retten, Und wenn im grabe Jch ausger wenns auch wär der tod. ruhet habe, Zum neuen les 3. Auf ihn will ich verben auf. trauen In meiner fümmer: 7. Die feel' ist unverlo: nis; Auf seine hülfe bauen.fren In Gottes Vaterhand, Er hilft: ich bin's gewiß. Der leib wird neu gebo: Ihm hab ich's heimgestellt: ren Zum bessern vaterland. Leib, feele, glück und leben Wie selig werd ich seyn! Sen Gott dem Herrn erge: Mit Gott und seinen from: ben: Er mach's, wie's ihm men Soll ich mich da voll: gefällt! kommen, Soll ich mich ewig 4. Es kann ihm nichts gefreu'n. fallen, Als was uns nüzlich 8. Ob ich schon trübsal ist: Er meint es gut mit al: dulde, Und leiden dieser zeit, len, Gab uns selbst Jesum Wie ich's auch oft verschul: Christ. O! der so viel gede; Kommt doch die ewig: than, Wird uns auch das ges feit, So grofer freuden voll! währen, Was unsern leib Dann wird mir Gott verz ernähren, Den geist erfreuen füffen, Was ich hier leiden fann. müffen: Dann geht mir's 5. Lobt ihn mit herz und ewig wohl! munde, Lobt ihn, der alles 9. Das ist des Vaters schenkt. Wie selig ist die wille, Der uns erschaffen stunde, Darinn man sein ges hat. Aus seines Sohnes denkt! Verscherzt ist sonst fülle Empfah'n wir gnad die zeit, Die wir durchlebt um gnad; Und seinen Geist auf erden. Wir sollen selig hat er, Auf unsrer bahn zum werden, Und werth dersleben, Zum führer uns ge ewigkeit. geben. Gelobet sey der Herr! Nach bekannter Melodie. 6. Mag doch die welt ver: gehen Mit ihrer luft und 360. pracht! Das glück bleibt Auf meinen lieben Gott Trau ich ewig stehen, Was Gott mir in angst und noth: Er kann angedacht. Vollend' ich meis mich allzeit retten Aus trüb: nen lauf; Er weckt mich, sal, angst undnöthen. Mein Vertrauen auf Gott. 313 unglück fann er wenden; Es alles fleisch erhält, Was steht in seinen händen. macht dir den verdächtig? 2. Ob mich die sünd an: Wenn meeresflut, Und feu ficht, Berzag ich dennoch ersglut Uns schon ereilet nicht. Auf Christum will hätten; Da kann doch Er ich bauen, Und ihm allein noch retten. vertrauen: Ihm bleib ich fest ergeben Im tode, wie im leben. 2. Was zagst du? Gott! regiert die welt; Und der ist jaallwissend. Selbst, was 3. Nimmt mich der tod dein herz verborgen hält, Jst auch hin; Sterben ist mein dennoch ihm wohl wissend. gewinn: Denn Christus ist Sollt ihm dein schrey'n mein leben: Dem hab ich Verborgen seyn? Die bitte, mich ergeben. Ich sterb heut die du thatest, Wast' er oder morgen; Die feel wird schon, eh' du batest. er versorgen. 3. Was zagst du? Gott 4. O mein Herr Jefu regiert die welt; Und der ist Christ, Der du so willig bist der allweife. Stets dient Für mich am freuz gestor: der weg, der ihm gefällt, ben, Mir hast das heil er: Zum heil dir, ihm zum prei: worben! Führ du mich aus se. In finsternis Führt er den leiden Zu ew'gen him: gewiß, Oft aus der nacht. melsfreuden. der leiden, In's hell'ste licht 5. Sib mir auch deinen der freuden. Geist, Der mich der welt ent 4. Was zagst du? Gott. reißt, Damit er mich reregiert die welt; Der ist giere, Auf deine wege führe. allgegenwärtig; Wenn So werd ich deinen na sich dein herz verlassen hält, men Dort ewig preisen. Dir nah; zu helfen fertig. Amen! Sein machtwort nur Trägt Mel. Was Gott thut, das ist e. die natur; Trägt, wo auch 361. Was sagst du? jeder walle, Doch allents Gott regiert halben alle. die welt; Und der ist ja all: 5. Was zagst du? Gott mächtig. Den arm, derfregiert die welt; Und der ist 314 Von den Pflichten gegen Gott. ein Erbarmer; Dir fagts will er nicht; Auch weiß er ein theures lösegeld, Auch wohl, was dir gebricht; Und fündern ein Erbarmer. Auf! was du siehst, ist sein. Er ist faffe muth! Des Sohnes dein Vater und dein Gott, blut Saats dir bey jedem llnd hilft dir gern aus aller harme; Wie gern er sich er: noth. barme. 3. Weil du mein Gott 6. Was zagst du? Gott und Vater bist, So weiß ich regiert die welt; Und er ist das mich nicht vergißt Dein auch geduldig. Zwar, väterliches herz; Mich dein wenn er ins gericht uns stellt, geschöpf, das Jesus Christ Sind selber fromme schul: Erlöst, und dessen freund dig. Doch fein gericht Trifft er ist! fromme nicht; Drum sey 4. Laß reiche stolz auf gewiß, er schone Auch dein reichthum seyn! Ich trau in seinem Sohne. auf meinen Gott allein: 7. Nun, Gott, da du die Werd ich auch gleich ver: welt regierst; Wie dürft' ich höhnt; So glaub ich dieß ängstlich zagen? Ein leid, doch ewig fest, Daß Gott die in welches du mich führst, seinen nicht verläßt. Soll mich nie niederschla: 5. Elias! wer ernährt' gen. Ich hoff auf dich: Du dich da, Als man nicht thau läsfest mich Bald deine hülfe noch regen fah In jener theu: schauen. Dir, dir will ich ren zeit? Zur wittwe in ein vertrauen. Nach bekannter Melodie. 362. Warum betrübst fremdes land Wardst du von deinem Gott gefandt. 6. Der fromme Joseph du dich, mein ward bestraft Für tugend herz! Und quälest dich mit mit gefangenschaft. Doch bangem schmerz, Umein blos ihn erhub sein Gott Zum zeitlich gut? Bertrau du Herrn, den ganz Egypten dem, deß allmachtsruf Die ehrt, Und der des vaters ganze welt aus nichts er: haus ernährt. schuf. 7. Leer ging aus feines 2. Dich laffen kann undivaters haus Der fromme Vertrauen auf Gott. 315 Jacob einsam aus, Und war Gott, von deinem angesicht ganz ohne schuz. Gott half Berwirf du mich nur ewig ihm; und mit grosem glück nicht! on thed Kam er nach Kanaan zurück. Mel. Ach was soll ich Sünder 26. 8. Ach Gott! so reich bist 363.Ach, wie ist der mens du noch heut, Als du es fchen liebe So warst von ewigkeit: Zu dir veränderlich, so falt! Wie steht mein vertrau'n. Machlerstirbt sie doch so bald! mich an meiner feele reich! Mensch, fez nie auf diese lies Und andrer reichthum gilt be, Die nicht hält, was sie mir gleich. verspricht, Seg' nie deine zue versicht! 9. Des zeitlichen entbehr' ich gern; hab ich das ew'ge 2. Aber Gottes liebe trau: nur vom Herrn. Das er auch en, Das gereut und fehlet mir erwarb Durch seines nie: Denn ein starker fels Sohnes freuz und tod. ist sie. Die auf diesen felfen Das, das gib mir, mein bauen, Wohnen sicher, und treuer Gott! besteh'n, Sollte auch die 10. Das alles, was die welt vergeh'n. eitle weit Fürs gröste glück 3. Täglich fag' ichs mei: und freude hält, Gold, ehre, ner secle; Gott liebt emig; wollust, pracht: Das währt seine treu Wird mit jedem nur eine furze zeit, Und hilft morgen neu. Ihn, denEwis doch nicht zur seligkeit. gen, erwähle Dir zum 11. Sohn Gottes! freu: freund; und freu dich dann, dig dank ich dir, Daß du in Daß fein feind dir schaden deinem wort auch mir Dein kann! heil haft offenbart. Verleih 4. Und ich will auch dich mir nun auch feste treu, Daß erwählen, Bater! dir soll dort bei dir mein erbtheil ganz allein Meu vertrau'n fey. gewidmet feyn. Aber ach, 12. Lob, ehr, und preiß die kräfte fehlen; Und meint fen dir gebracht, Daß du es schwaches herz vergißt, Gott, immer wohl gemacht! In wie gut und treu du bist. demuth bitt ich dich: Meinl 5. Plözlich überfällt mich 316 Von den Pflichten gegen Gott. wieder Sorge der vergäng: Ach, mein herz hängt noch lichkeit, Irdisch hoffen, iran dingen, die doch keinen disch leid. Und dann sink ich trost mir bringen. O wie oft muthloß nieder, Suche bey vergeh ich mich, Aengstlich den menschen ruh; Und mein zweiflend, wider dich! Helfer wärst doch du! 2. Gott, vergib mir diese 6. Ach vergib mir, der sünde; Nimm die strafe von im staube Dieses leibes dich mir hin! Schenke, Vater, noch nicht näher kennt von deinem finde Einen dir ers angesicht; Ach vergib mir, gebnern finn, Der von dir daß mein glaube Hier noch nur hülfe heischet, Den nicht wankt, und sich nicht fest, falsche hoffnung täuschet, Wie er sollt', auf dich ver: Die das herz aufs eitle zieht, läßt! Und wie leichter rauch ents 7. Täglich faß es mich em: flieht! pfinden, Daß nicht men 3. Laß mich gram und schenbülfenüzt, Auf die sich unmuth meiden, Weil du mein Herz oft stüzt. Allen für mich sorgst und wachst; trost laß mir verschwinden, Und am ende auch das leiden Bis ich wieder flieh zu dir: Noch für mich zur wohlthat. Und dann, Bater, hilf du machst. Laß mich auf dein mir! wort stets hoffen, Das noch) 8. Der du deiner finder immer eingetroffen. Gott, flehen, Gott, mein Gott, so wer deinem wort nicht traut, gern erhörst, Und sie selbst hat auf leichten sand gebaut. auch flehen lehrst! Laß mich 4. Laß mich fest im glau: fest im alauben stehen. Und ben werden, Daß dein wort erfahren, wie so treu Deine wahrhaftig sey: O so werd Baterliebe sey. ich hier auf erden Von so Mel. Alle Menschen müssen sterb. mancher unruh frei. Dann 364. Gott der wahrheit! werd ich, mein Gott, mit fles deffen treue Un: hen, Stets auf deine hülfe fre hoffnung stüzt und hält. sehen; Dann wächst meine Ich erkenne es mit reue, Daß zuversicht, und die hoff: mich kleinmuth oft befällt.Inung trügt mich nicht. Vertrauen auf Gott. 317 5. Bater! meine hoffnung| nur dein wille, Der nichts zu gründet Sich auf deines meinem schaden schickt. Du Sohnes tod. Meine seele bists, der alles ändern kann; sucht und findet Darin gro: llnd was du thust, ist wohl: fen trost in noth. Ja, fein gethan. siegreich auferstehen Läßt 2. Auch auf den aller: mich zu dem leben gehen, rauhsten wegen Führst du Das kein traurig ende nimt, uns zur glückseligkeit; Selbst Wo mir ew'ges heil betrübsal bringet ew'gen segen stimunt. Dem, der sein ganzes herz la suman 6. Muß ich gleich ist hier dir weiht. Ihr ausgang auf erden Noch entfernt wird doch herrlich seyn, vom himmel seyn; Doch Sichts gleich der blöde geist von dieser zeit beschwerden nicht ein. Wirst du mich einst ganz be: 3. Drum laß mich stille frei'n. O erwünschte sel'ge feyn und hoffen, Wenn du stunden, Wenn ich, aller mir prüfungen bestimmt. noth entbunden, Werde dich, Dein Vaterherz steht dem mein Heiland, sehn, Und zu doch offen, Der zu dir seine deiner freude geh'n! zuflucht nimmt. Wer still 7.2aß mich fröhlich dar: in deiner fügung ruht, Mit auf hoffen, Herr, Herr, mei- dem machst du es immer gut. ne zuversicht! Bis daß alles 4. Uns bleibt oft, was eingetroffen, Was auch mir uns nügt, verborgen: Wer dein wort verspricht. Auf hats je ganz genau erkannt? dich, quelle alles lebens, Wie oft sind unsre wünsch Hofft der glaube nicht ver: und sorgen Boll thorheit gebens. Was wir glauben, und voll unverstand? Wer schauen wir Einst gewiß, kann sein wahres wohler: D Herr, bey dir. gehn, Sein wahres weh, Mel. Wer nur den lieben Gettzc. ganz übersehn? 365. Herr, mache meine 5. Nur du, Gott, fennst feele stille! Ben und wählst das beste. O Vas allem, was mich fränkt und ter! mache selbst mein herz drückt, Geschicht doch einzig In dieser überzeugung feste; 318 Von den Pflichten gegen Gott. So ehr ich auch im grösten Jehovah, gleich. Du lenkst schmerz Dich noch mit der sonn und sterne; Du bist gelaffenheit: Was mein nah und ferne; Du machst Gott will, gescheh allzeit! arm und reich. Du bist gro 6. Die stunde wird doch bist göttlichgros; Gros an endlich kommen, Da mich weisheit, gros an gnade: vollkommnes qlück erfreut. Wer ist, der mir schade! Denn einmal führst du doch 3. Zu dir, Menschenhü: die frommen Zur völligenster, Flieh ich immer wieder, zufriedenheit. Und dann Wenn die noth mich schreckt. wird jedem offenbar, Daß Bor wie viel gefahren, Die Gottes rath der beste war. mir nahe waren, Hast du 7. Dann wird von allen mich bedeckt? Deine treu ist meinen plagen Der ew'ge täglich neu: Täglich will ich muzen mich erfreu'n; Dann dir mein leben Boll vers wird mein herz, statt aller trau'n ergeben. tlagen, Voll von dem dank 4. Gott, dein weg ist hei: und lobe seyn: Der Herr, lig; Und du forgest treulich der für mein heil gewacht, Für mein glück und heil. Hat alles mit mir wohlge: Auch auf rauhen wegen macht! Wird doch mancher segen Meiner feel zu theil. Was Mel. Jesu, meine Freude du thust; ist meine lust; 366. Auf dich, Gott Und mein herz ist kindlich der güte, Hoffet stille: Es gescheh dein wille! mein gemüthe; Ich bin gu 5. Du liebst die getreuen, tes muths. Obne furcht und Die sich herzlich freuen, grauen Will ich dir vertrau: Daß du gnädig bist. Der en, Gott, mein trost und ziert Chrifti lehre, Der lekt schuz! Gründe mich, mein Gott zur ehre, Wer nie zag fels, auf dich; Daß bey haft ist. Wer sich fest auf ängstlichen gedanken Ich dich verläßt, Kann bei deis nicht möge ranken! nem wort did) faffen; Du 2. Gros find deine werke! fannst ihn nicht laffen! Niemand ist an stärke Dir, 6. Gott! dir sey mein les hot Vertrauen auf Gott. 319 TIDA ben Und mein herz ergeben! fürchterlich? Sizt doch Gott Du bist groß und gut. Giblauf seinem thron. Richtet mir, wenn ich leide, Durch und beschüzet mich! Wen er den Geist der freude, Einessschüzt kann sicher ruh'n. christen muth. Führe mich! Seele, was kann fleisch dir ich trau auf dich. Du willst, thun? daß mir's wohl ergehe: 5. Fürcht' ich künftige Herr, dein will geschehe! gefahr? Nein, so weit seh Trost eines schwermü ich nicht hin. Jch, der ge stern kaum noch war, Weiß Mel. Nicht se traurig, nicht so sc. nicht, ob ich morgen bin? 367. Warum bin ich Bin ich morgen noch; o da so betrübt? Ist mir Gott, wie heute, Weiß ich doch, ich bin einsnah. thigen Christen. christ! Weiß ich doch, daß 6. Jsts das loos der sterb: Gott mich liebt, Und mein lichen, Was mich ängstet? treuer Bater ist! Was verists der tod? O! der Gott zehrt sich dann mein herz In der lebenden Ist auch seiner so ungerechtem schmerz? todten Gott. Und vollend 2. Bin ich Gott dann un- lich meinen lauf; O so wecket bekannt? Oder übersieht er Gott mich auf! mich? Nein, ich weiß: mit 7. Jsts auch meiner sün: weiser hand Leitet er mich den schuld, Was so schmerz: väterlich; Sucht mein heil lich mich betrübt? Kenn ich) und wendet dran, Was es doch des Vaters huld, Der nur befördern fann. so gern, so gern vergibt! 3. Mangelt mir, was in Glaub' ich doch, daß Jesus der welt Nöthig ist zu mei: Christ Selber mein Ver: ner ruh? Ach, was ich be: treter ist! darf, das fällt mir durch 8. Nun, mein Gott! ich feine gnade zu! Eh er mich selbst kann nicht meiner an's licht gebracht, Hatt' er schmerzen quelle sehn. Fins mir's schon zugedacht! sternis ist dir, wie licht: Deiz 4. Hab ich feinde, die mir nem blick kann nichts ents droh'n? Ist ihr haß mir gehn. Schau du selber in 320Von den Pflichten gegen Gott. mein herz; Und dann heile Ich kann in meinen nöthen meinen schmer Nicht zuversichtlich beten; 39. Oder soll in traurigkeit Ich seh in meiner nacht kein Meine lebenszeit verblühn? licht! Wie du willst! furz ist die 4. Sonst eilt' ich, seinen zeit: Sie wird bald vorüber willen So freudig zu erfül flieh'n. Dort im glanze dei: len; Sein wort war mir ge nes lichts, Dort betrübt wiß: Jest kanns mein herz mich erig nichts.ch nicht faffen; Mein muth hat 10. Ich will beten: das mich verlaffen, Und meinen fey mir meiner schmerzen geist deckt finsterniß! linderung! Ich will fromm] 5. Oft, wenn 5. Oft, wenn mich zwei fenn, und vor dir Wandeln fel quälen, Wein' ich vor in der heiligung. So wird angst der seelen, Und meine alle meine pein mir nicht hülf ist fern. Ruh such ich; unerträglich seyn. doch ich finde In mir nur Mel. In allen meinen Thaten zc. immer fünde, Nur unmuth; 368. Du flagst in fabwe: keine freud am Herrn. ouderen leiden, Daß 6. Zag nicht! denn deine auch der Geist der freuden schmerzen Sind zugen beß: Von dir gewichen ist. Durer herzen, Als dir das deine rufft: ach Herr, wie lange? scheint. Selbst dieß, wenn Gott schweigt; und dir wird dichs betrübet, Daß dein bange, Daß du von Gott herz Gott nicht liebet, Dieß verlaffen bist. zeigt, du feyst mit Gott 2. Ist mir die fünd ververeint. geben: Hat Gott mir beil 7. Kein menfch fann Gott und leben In seinem Sohn erkenen, Noch Jefum Herra verliehn: Wo sind des Gei: recht nennen, Als durch den ftes triebe? Wie? fühl ich beil'gen Geist. Den Geist dann nicht liebe und freu hast du empfangen; Der diges vertrau'n auf ihn? dich nach Gott verlangen, 3. Mühselig und beladen, und sein erbarmen suchen Hör ich das wort der gnaden; heißt. Allein mich tröstets nicht 8. Trau Gott! er wohnt Gelaffenheit im Leiden. 321 bey denen, Die so nach ihm 13. Halt glauben; ber fich sehnen; Er kennt und und wache! Gott trägt und will dein glück; hört deines stärkt uns schwache, Ist liebe weinens stimme, Und, weit für und für. Daran laß die entfernt von grimme, Sieht genügen; Sein wort kann er auf dich mit Baterblick. ja nicht triegen:» Jch 9. Gott ließ so manchen» stärke dich; ich helfe frommen In diese trübsal» dir!« kommen, Und stand ihm 14. Faß dich in deinen mächtig bey. Du sollst dein nöthen; Sprich: wollt mich nichts empfinden; Auf ihn Gott auch tödten, So harr' allein dich gründen, Und ich dennoch sein; Er hilft ja fehn, was seine gnade sey. den erlösten! Will er mich 10. Bor stolz dich zu be: jezt nicht trösten; Wird er wahren, Läßt er dich angst mich doch im tod erfreu'n. erfahren; Dich läutert Gott, dein Herr, Wie rei: Geduld und Gelassene nes gold im feuer; Macht heit im Leiden. dir sein heil recht theuer, Mel. liebster Jesu, 26. mi Und seinen troft erquicken: der. 369. Ein herz, o Gott!! and in leid und freuz 11. Wie väter ihren fin: dern, So ist der Herr uns geduldig; Das bin ich die fündern Ein Gott voll gnad und meinem heile schuldig. und huld. Gern will er uns Laß mich die vflicht, die wir vergeben, Gern schenkt er so oft vergeffen, Täglich ers uns das leben; Und hat mit meffen! findern gern geduld. 2. Bin ich nicht staub, wie 12. Jezt ist um trost dir alle meine väter? Bin ich vor bange: Denn züchtigung, so dir nicht auch ein übertres lange Sie da ist, scheint fie ter? Thu ich zu viel, wenn hart: Doch nachmals wird ich die schweren tage Stand: fie geben Zufriedenheit und haft trage? 900 leben Dem, der durch sie 3. Wie oft o Gott, wenn geüber ward. wir das böse dulden, Erduls 21 ACE 322 Von den Pflichten gegen Gott. den wir nur unsrer thorheit 9. Wenn ich nur nicht fchulden? Und nennen lohn, mein elend selbst verschulde; den wir verdient bekommen, Wenn ich als mensch, als Trübsal der fromnien? chrift, hier leid und dulde: 4. Ist dürftigkeit, in der So kann ich mich derhülfe der die tragen flagen; Sind erlösten Sicher getrösten. haß und pein, die stolz und 10. Ich bin ein mensch; wollust tragen; Des schwel: und leiden müssen fränken: gers schmerz, des neids ge: Doch in der noth an seinen störte freuden, Christliches Schöpfer denken, und ihm leiden? vertrau'n, dieß stärket unfre 5. Ist deren qual, die dei- herzen Mitten in schmerzen. nen rath verachtet, Nach 11. Schau über dich! gottesfurcht und glauben nie mer trägt der himmel heere? getrachtet, Und die sich nun Merk auf! wer spricht: bis in finstrer schwermuth quä: hicher! zu dem meere? Ift len, Prüfung der ſeelen? er nicht auch dein helfer und 6. Doch, Herr! auch selbst berather, Ewig dein Vater? in ftrafen unsrer fünden. 12. Willst du so viel, als Laß'st du den weg au unserm der Allweise, wiffen! Jest heil uns finden, Wenn wir weißt du nicht, warum du uns nur, die miffethat gu leiden müssen: Allein du haffen, Züchtigen lassen. wirst, was seine wege was 17. Jag ich nur nach dem ren, Nachmals erfahren. frieden im gewiffen; Wird 13. Er züchtigt uns, das alles mir zum besten dienen mit wir zu ihm nahen, Die müssen. Du Herr regierst, heiligung des Geistes zu em und ewig wirkt dein wille pfahen, und mit dem trost Gutes die fülle.un thin der bülfe, die wir merken, 8. Ich bin ein gast und Andre zu ſtärken. vilger auf der erden; Nicht 14. Das freuz des Herrn hier, erst dort, dort soll ich wirkt weisheit und erfah glücklich werden: Und was rung; Erfahrung gibt dem find gegen ew'ge himmels: alauben muth und nahrung. freuden, Dieser zeit leiden? Ein starkes berz steht in der 12 Gelaffenbeit im Leiden. 323 noth noch feste. Hoffe das was Gott schickt, Hilft er, beste! als Gott, auch tragen. 204301 Mel. Wie ist doch deine Lieb zc. 6. Er wog, eh noch die 370. Gott führt die seiswelt entstund, Nach jedes nen wunderlich. christen kraft das pfund Bist du sein kind, so schicke Der leiden und der schmers did), Getrok ihm nachzuge: zen; Erwog auch schon Den hen. Kein weiser fann Die gnadenlohn In seinem Bar heil'qe bahn, und ihren terberzen.nld shin zweck verstehen. 7. Des spötters und des 2. Die wege, die des heuchlers glück Währt oft Höchsten rath Für sein volt nur einen augenblick; Bald ausgezeichnet hat, Sind werden sie zu nichte: Spat nicht der menschen wege. oder früh Betreffen sie Doch Doch faffe muth! Sein weg Gottes strafgerichte. ist gut: Sey, ihn zu gehn, 8. Thu emsig deine chrie nicht träge! istenpflicht; Sey fromm vor 8. Wenn dein getreuer Gottes angesicht; Die fünde Gott dich führt, Wenn er fuch zu haffen. Bet oft; balt dein Herz und thun regiert; an! Wer beten kann, Den So kann dein herz sich stil: fann Gott nicht verlassen. len. Du haft genung Beru: Mel. Wer nur den lieben Gottic. higung In Gottes gutem 371.D christ! in diesen leidenstagen, willen. MIRCE 4. Bon feinem blinden Wo jeder morgen plagen ungefähr, Bom besten Badräut, Bewaffne dich, sie zu ter kommt es her Das freuz, ertragen, Mit sanftmuth das dir begegnet, Und deine und gelaffenheit; Und zeige, plag, Dein leidenstag, Ist daß em wahrer christ Eis auch vom Herrn gefegnet. held in allem leiden ist. 5. Ja! Gott, dein Gott, ift 2: Das furze leben hier gut und treu: Glaubst auf erden Ist nur des chris du, daß Gott die liebe fey; sten probezeit: Hier muß er So hemme deine flagen. vorbereitet werden zu jenes Das leiden drückt: Doch lebens herrlichkeit: Hier ist 324 Von den Pflichten gegen Gott. des christen prüfungsstand;» Gott nahms: er sey gee Dort erst sein wahres vater:» preißt!* land. 7. Dein freund, dein 3. Laß nie den gram dein gönner liegt im grabe: herz verzehren; Ergib dich Es schmerzt; doch sprich nicht der traurigkeit; Erdul: mit zuversicht: Ach, Herr, de willig, Gott zu ehren. Die Herr! wenn ich dich nur grösten leiden dieser zeit. Be: babe, Frag ich nach erd und lohnen nicht dieß kurze leid himmel nicht. Ja, stürzt Die freuden einer ewigkeit? der bau der welt auch ein; 4. Must du im tiefsten Ein christ kann unerschrok: elend weinen, Quält deinen ken seyn. leib der frankheit pein: Gott 8. Wohl dir, o christ! hilft zu rechter zeit den fei: nach kurzem leide Ruft dir nen; Er wird auch dich mit des Heilands stimme zu: hülf erfreun. Er bleibt dein Geh' ein zu deines Herren Bater, der dich liebt, Wenn freude, Nach müh und er dich auch durch leiden übt. fampf, zu em'ger ruh: Kom 5. Must du sport und vers und empfang vor Gottes achtung tragen, Berlästert thron Der überwinder gro: man dich ohne schuld; Die sen lohn! feinde, die dich niederschla: Nach bekannter Melodie. gen, Besieg mit grosmuth 372. Warum sollt ich und geduld. Dein Heiland mich dann grä: Jesus, Gottes Sohn, Er: men? Hab ich doch Christum trug mit sanftmuth, schmach noch! Wer will mir den neh: und hohn. men? Wer will mir den 6. Betrübet der verlust himmel rauben, Den mir der deinen, Der güter und schon Gottes Sohn Beyge: des glücks, dein herz; Du legt im glauben? ng thu bist ein mensch, drum darfst 2. Ich fam unter angst du weinen; Nur murre und nöthen, Hülfelos, Arm nicht in deinem schmerz! und blos, Einst ans licht Sprich glaubensvoll mit getreten. Nichts nehm ich fillem geist: Gott gab's, lauch von der erde Dann mit Gelaffenheit im Leiden. 325 mir, Wenn ich hier Einst Christenmuth Hilft auch der verschieden werde. bezwingen. 3. Gut und blut, leib, feel 8. Denn kein tod kann uns und leben Ist nicht mein; ertödten; Nein, er reißt Un: Gott allein Ifts, der mir's fern geist Aus viel tausend gegeben: Fordert er es ein nöthen, Endigt dieses lebens stens wieder; Ernehms hin! leiden; Führt uns dann Ich preiß ihn Doch durch Himmel an, In der Engel meine lieder. freuden. 4. Schickt er mir ein freuz 9. Dann wird sich mit zu tragen; Dringt berein beffern schäzen Unser herz Angst und pein; Sollt' ich Nach dem schmerz Ewig dort drum verzagen? Der es ergözen. Hier ist kein recht schickt, der hats in händen: glück zu finden; Was die Er weiß wohl, Wie er soll welt In sich hält, Muß, wie All mein unglück wenden. rauch, verschwinden. 10. Was sind dieses le: ten tagen Oft ergögt; Sollt' bens gürer? Unbestand, ich jest nicht auch etwas Eitler tand, Kummer der tragen? Gott mein Vater gemüther: Dort, dort sind fchlägt mit maffen: Er, mein die edlen gaben, Da mein licht, Kann mich nicht Ganz Hirt Christus wird Mich und gar verlassen. 5. Gott hat mich bey gus ohn' ende laben. 6. Aller meiner feinde rot: 11. Herr, mein Hirt, ten Können mir Manches brunn aller freuden! Du bist hier Thun, und meiner spot mein: Ich bin dein; Nie: ten. Laß fie mein verderben mand kann uns scheiden. Ich suchen: Gott trau ich; Der bin dein, weil du dein leben, fann mich Segnen, wenn sie und dein blut, Mir zu gut, fluchen. In den tod gegeben. 7. Unverzagt und ohne 12. Du bist mein, weil grauen Soll ein christ, ich dich faffe, Und dich nicht, Wo er ist, Stets sich laffen O mein licht! Aus dem her: schauen. Muß er mit dem zen laffe. Laß mich einst da: tod auch ringen, Christi blut, hin gelangen, Wo du mich, 326 Von den Pflichten gegen Gott. Und ich dich Ewig werd'sscheinst, In deinem heilige umfangen. perse thume Mit wonne mich und Mel. Was Gott thut, das ist ac. ruhme. te dhuth 373. Die bahn ist rauh. 5.0, dann wird alle traus dustuslar auf der ich hier rigkeit Aus meiner brust Nach meiner heimath eile. verschwinden: Begeffen Wie viel gefahr feh ich vor werd' ich ganz mein leid, mir! Wie droht sie meinem Und nur dein heil empfine heile! Gott, wärst du nicht den. Mein lobgefang, Boll Mein trost, mein licht, Mein preiß und dank, Wird durch heil in finstern tagen; So die himmel schallen, Und müßt' ich längst verzagen. Jewig dir gefallen. 2. Bor dir darf sich mein 6. Mich, den vollendeten, traurig herz, Erbarmer, nicht darf dann nicht mehr die verhehlen; Darf seinen fum: sünd entireiben; Mit uns mer, feinen schmerz Ber: schuld steh ich angethan In traulich dir erzählen: Dann deiner finder reihen. Und schaffest du mir trost und väterlich Erfreust du dich, ruh Aus deiner Gottesfülle; Daß ich, der mensch von erde, Und meine feel' ist stille. Gleich deinen Engeln werde. 3. Du lehrest mich den hohen werth Der trübsal, 7. Geduldig will ich hier den schmerz Der sterblichkeit die ich leide; Daß sie mich ertragen. Beruhigen soll sich bir vertrauen lehrt, Mich mein herz, Nicht mehr voll führt zu wahrer freude. Jhunmuth flagen. Du bist bes würde dein Mich nicht so reit Zu deiner zeit. D Gott, freu'n, Nur diefe welt be: von allem bösen Mich herrs gehren, Wenn keine leidenslich zu erlösen! wären. Gal Mel. Christus, der uns felig 2c. 4. Dein wort gibt mir 374. Schwing dich auf die zuversicht, Du sorgftoi zu deinem Gott, für meine tage; Dein auge Du betrübte seele! Sen nicht fchlaf und schlummire nicht, trostlos, was für noth Dich Du böreft meine flage; Du auch immer quäle! Daß sättigst einst, Wenn du er: dein Gott noch Vater ist, Gelaffenheit im Leiden. 327 Kannst du sicher glauben: Gott in gnaden. Schenkte Den troft gab dir Jesus Gottmir seinen Sohn, Ließ Christ; Den laß dir nichts ihn für mich sterben: So rauben! versichert dieß mich schon: 2. Faffe neuen muth, und Ich soll nicht verderben! prich: Warum ist mir ban 6. Alengsten feinde mich, je? Warum fürcht und als sey Gott mir nicht gewo: weifle ich, Ob ich gnad er: Igen; So wird doch durch ihr lange? Hat doch Jesus heil geschrey Mein herz nicht bes ebracht! Will doch Gott trogen. Wäre Gott mir ergeben! Hat doch mir sein gram und feind, Würder wort gesagt: Sünder, du mich mit gaben nicht als follft leben! Vater und als freund Übers 3. Hab ich was nicht recht schüttet haben! gethan, Ift mir's leid von berzen: Glaubend 7. Was ist, das die erd aber enthält, Was im tiefen mee: nehm ich an Christi tod und re? Was ist gutes in der schmerzen. Gott spricht mich, welt, Das nicht mir gut waz burch Christi blut, Frey von re? Wem gibt Gottes fonn allen schulden; Und was met ihr licht? Wozu ist gegeben ne schwachheit thut, Wird Luft und waffer? Dient es der Vater dulden. nicht mir und meinem leben? 4. Seele! fällt dir böses 8. Ich bin Gottes, Gott ein, Hegst du manchezweifel; ist mein: Wer ist, der uns Denfe nicht zu deiner pein: scheide? Gott bleibt mein, ich Ach, dieß wirkt der teufel! bleibe sein, Auch noch, wenn Warum willst du ohnenothlich leide. Kommt dann all Dich so traurig machen?[ mein leiden nicht Von des Dich schüst Jesus; dich liebt Baters händen? Ihm trau Gott: Was kann fatan ich mit zuversicht: Er wirds machen? glücklich enden. min 5. Schreckt, ihr fünden! 9. Kinder, die der vater foll schrecke, tod! Mir könnt ihr Ziehn zu allem guten; Die nicht schaden. Jch, dem ihr gerathen selten wohl Ohne verderben droht, Bin beylucht und ruthen. Bin ich 328 Von den Pflichten gegen Gott. dan nun Gottesfind; War: glaub ich dieß: Gott hilft um will ich fliehen, Wenn endlich noch gewiß. er mich von meiner fünd 2. Hülfe, die er aufgeschos 2Bill zum guten ziehen? ben, Hat er drum nicht auf 10 Es ist herzlich gut ge gehoben: Hilft er nicht zu meint Mit der christen pla: jeder frist, Hilft er doch, gen: Gott bereitet uns, als wenn's nöthig ist. freund, Zu vergnügtern ta: 3. Gleichwie väter nicht gen; Und das glück der bald geben, Wornach ihre ewigkeit Kann der fromme finder streben; So hält Gott hoffen; Sieht mit glau- lauch maas und ziel: Er bensfreudigkeit Schon den gibt, wie und wann er will. himmel offen. 4. Seiner fann ich mich dus 11. Gottes finder fäen getrösten, Wen die noch am amar Traurig und mit thrär allergröften: Er ist gegen nen; Aber endlich bringt das mich, sein kind, Mehr als jahr Frucht nach langeni fehväterlich gesinnt. nen; Endlich komt die erndtes 5. Last den feind mir geit, Da fie garben binden, bange machen; Gott, mein Dann wird sorge, furcht und schuz, wird für mich wachen: sleid Eriglich verschwinden. Schwer sey meines Freuzes 12. Laß dann, o betrübtes joch; Gott, mein Vater, les herz, Deinen fumer fahren: bet noch. Ueberwinde allen schmerz: 6. Laßt den armen leib Bag nicht in gefahren! Ist auch tödten, Gott kann mich bein freuz auch gros und auch da noch retten: Habich schwer; So gib doch dem unverschuldet feind; Gott namen Deines Gottes preis im himmel ist mein freund! und ehr: Er wird helfen! 7. Laßt die ganze welt Amen. mich neiden, Gegen mich voll mißgunst streiten: Ich ems 375. Sollt es gleich bis: pfehle mich, als christ, Meis nadm Nach bekannter Melodie. weilen scheinen, nem Gott, der Richter ist. Als wenn Gott verließ die 8. Wollen menschen mich feinen; Dennoch weiß und vertreiben; Muß mir doch 10 Gelaffenheit im Leiden. 329 der himmel bleiben. Bleibt für mich den freuzestod Und nur noch der himmel mein, riffest mich aus aller noth. Buß ich alles willig ein. 6. Ich folge dir als jün: 9. Ach Herr! wenn ich ger nach: Sollt ich bey meis dich nur habe, D, dann fehl' nem ungemach Verzweifeln, sonst jede gabe. Legt man ohne hoffnung feyn? Nein! mich auch in das grab: Ach du bist mein, und ich bin dein. Herr, wenn ich dich nur hab! 7. Mit leib und feele bin ich Mel. Wenn wir in höchsten ic. dein; Und wollten höll und 376. Ach Gott, wie tod mir dräun, So trau ich manches schwe: deiner starken hand, Die tod releid Begegnet mir hier in und hölle überwand. der zeit! Der weg ist schmal 8. Verschmachtet auch und trübsal voll, Den ich auf mein herz in mir, So laß ich erden wandeln soll. dennoch nicht von dir: Ich 2. Wie widerstrebt nicht, sing und bete; so wird schnell fleisch und blut Jhm, un: Die dickste finsternis mir hell. ferm wahren höchsten gut! 9.Dan schmeck ich schon hier Du Jesu, du must uns allein in der zeit Die freuden jener In unsrer schwachheit stär: herrlichkeit; Mein dornen: ke seyn! weg wird mir nicht mehr Mit 3. Ben dir fand ich zu jeder allen seinen leiden schwer. zeit, Jm unglück rath, und 10. In dieser glaubenss trost im leid; Und wenn ich zuversicht Nehm ich mein schon am abgrund stand, Er freuz, und zage nicht. Berei: hielt mich deine starke hand. te du mich selbst dazu; Denn 4. Du, Gottes eingebohr: meine stärk und kraft bist du. ner Sohn, Du kamst herab 11. Erhalte meine feele von deinem thron, Undrein; So leb' und sterb' ich nahmst der fünder fluch auf dir allein, Und schaue dann dich, Wardst Mensch für nach dieser zeit Dein antliz uns; ein Mensch, wie ich. in gerechtigkeit. 5. Du littest hier im jam: Mel. Warum sollt ich mich dan se. merthal, Gottmensch! lei: 377. Warum häufst du den ohne zahl; Du starbst jeden morgen, 330 Von den Pflichten gegen Gott. Armes herz! Dir den Für ihr seelenheil zu sorgen, schmerz Durch ein heidnisch Diese müh Sparen sie Nim sorgen? Warum willst du mermehr auf morgen. felbst dich fränken? Will 7. Nun, Herr Jesu! ich dann Gott Deiner noth empfehle Glaubensvoll, Wie Nicht in gnaden denken? ich soll, Dir so leib als seele. 2. Sorge statt des glau: Sorge du! und ich bin stille. bens wählen, Häuft die qual Ich soll dein Ewig seyn. E Ohne zahl In verzagten fee: gescheh dein wille! len. Unser Gott hat nichts 8. Meine Hoffnung laß veracffen, Jedem tag Seine nicht wanken, So will ich piag Weislich zugemessen. Ewiglich Dir mit freuden 3. Du willst vieler tage danken. Lob und preis sey plagen Ohne noth, Ohne deinem namen! Sen mein Gott, Heut auf einmal tra: heil, Sey mein theil, Jesu, gen. Armer mensth! was ewig! Amen. wird dirs nüzen? Diese müh Mel. In dich hab ich geheffet i. Wird dich nie Bor gefahren 378. Mein herz, fen schüzen. stark und un 1165 4. Jene seligkeit zu erben, verzagt! Wenn irgend dich Die dir schon Gottes Sohn ein fummer plagt; Befiehl Durch sein willig sterben Gott deine fachen. In aller Möglich, leicht, und sicher pein Vertrau allein Auf machte; Welches heil! Wel: ihn! er wirds wohl machen. ches theil! Mensch, nach die 2. Kein leiden komt von un: fem trachte! gefähr! Die hand des Höch: 5. Seine wege Gott belsten schickt es her; Sein rath fehlen, Stille seyn, Sein sich bats so ersehen. Drum sey freu'n, Das beglücket feelen. nur still! Was dein Gott Seelen, die Gott also ehren, will, Laßimer gern geschehen. Die wird Gott In der noth, 3. Erweckt dir gleich das Eh sie schrey'n, erhören. leiden pein, So solls dir doch 6. Ihre sorg ist, Gottes nicht schädlich seyn. Gott willen, Könt es seyn, Engel: fann sein find nicht haffen. rein Hier schon zu erfüllen, Wer ihn nur liebt, Sich ihm Ho Gelaffenheit im Leiden. 331 ergibt, Den wird er nicht trost empfinden. Dem, den verlaffen. du liebst, und prüfend übst, 4. Wie lange währt der Hilf unmuth überwinden! frommen leid? Nicht ewig, Mel. Wenn wir in höchsten 16. Herr! nur kurze zeit. Nach 379. Von dir, o Vater überstandnem leide Erquif nimmt mein fest du Jhr herz mit rub, herz Glück, unglück, freuden Und einst mit ew'ger freude. oder schmerz, Bon dir, der 5. Drum hab', o feele, qu: nichs als lieben fann Ber: ten muth: Bertraue Gott! trauensvoll und dankbaran. es wird noch gut Nach aller 2. Nur du, der du allweis trübsal werden. Gott ziehet se bist; Nur du weißt, was dich Durchs freuz zu fich, mir heilsam ist; Nur dis Züm himmel von der erden. siehst, was mir jedes leid 6. Gott ist dein Gott. Er Für heil bringt in der ewigs ist getreu; Und stehet dir als feit. Bater bey In allem freuz 3. Die furze oder läng're auf erden. Der leiden heer pein Kann nie umsonst er. Wird nie zu schwer Durchlouldet seyn: Der bittern ihn den christen werden. wurzel feucht ist süß; Und 7. Es haben ja zu aller einst kommt licht aus fin: zeit Die heiligen in traurig: sternis. feit Hier oftmals wandeln 4. Ist alles dunkel um mich müffen. Warum willst du her, Ist mein berz müd und Hier nur von rub, Und freudenteer; Bist du doch nichts von trübsal, wissen? meine guversicht, Bist in der 8. bet, und sich auf nacht, o Gott, mein licht. deinen Gott, In aller deiner 5. Verzage, herz, verzage angst und noth! Laß, wie nie! Gott legt die last auf: er will, es gehen! Sein will Gott fennt sie. Er weiß den ist gut: Behalte muth! Gott fummer, der dich quält; wird dich einst erhöhen. Und geben kann er, was 9. Der du ein Gott des dir fehlt. trostes bist! Laß jeden, der 6. Wie oft, Herr, weint hier traurig ist, Doch deinenlich, und wie oft Half deine 104 332 Von den Pflichten gegen Gott. hand mir unverhofft! Oft niemand dich erquicken kann. jammert ich untröstbar So schütte du in feinen heut, Und morgen schon schoos Dein Herz aus; seine wärd ich erfreut. huld ist gros! 7. Oft fah ich feinen aus: 13. Einft hat auch Er, gang mehr, Dann weint ich der Menschenfreund, Im laut, und flagte sehr: Wo thränenthale hier getreint. bist du, mein Gott! schauest Auf deine thränen gibt er du Dann meinem elend garjacht, Und dir zu helfen hat nicht zu? er macht; 8. Dann hörtest du, o 14. Und helfen will er: Herr, mein flehn; Und eil: zweiflenicht! Er hält getreu, test bald, mir benzustehn: was er verspricht:» Jch bin Du öfnetest mein auge mir; dein Gott; Jch stärke dich! Ich sah mein glück, und Sey qutes muths, und dankte dir. » glaub an mich!« 9. Sagts alle, die Gott Bom Gebete. je geprüft, Die ihr zu ihm mel. Wernur den lieben Gettic. um Hülfe rieft! Sagts, 380. Dein heil, o chrift, fromme, wann er das gebet Geduldig leidender schmäht? nicht zu vers verscherzen, Sey wach und nüchtern zum gebet! Eint 10. Die stunde fommt flehn aus reinem, guten her: früh oder spät, Wo dank und zen, Hat Gott, dein Vater, freud aus leid entsteht; Wo nie verschmäht. Er ist die leiden, das nur stunden liebe selbst; er hört, Was währt, Jn freudenjahre sich seiner finder herz begehrt. verkehrt. 2. Erschein vor seinem 11. Dit erndest deiner lei angesichte Mit dank, mit den lohn Vielleicht in diesem demuth, oft und gern; Und leben schon: Bielleicht, daß, prüfe dich in seinem lichte, eh dut ausgerveint, Dir Gott Und flage deine noth dem mit feiner bülf erscheint. Herrn. So wird die hülfe 12. Schau deinen- Heir dich erfreu'n; Und dein herz land glaubig an; Wenn wird beruhigt seyn. Vom Gebete. 333 3. Welch glück, so hochlust und kraft mir zum ge geehrt zu werden, Und im ber; Und wenn mein mund gebet vor Gott zu stehn! aus gutem herzen Zu dir um Der herr des himmels und hülf und gnade fleht; So der erden Bedarf der eines böre mich von deinem thron, menschen fleh'n? Jsts nicht Durch Jeſum Christum, blos deine seligkeit, Wenn er deinen Sohn! zu beten dir gebeut? Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 4. Sagt Gott nicht: bit: 381. Komm betend oft tet, daß ihr nehmet? Ist des und mit vergnü: gebetes frucht nicht dein? gen, Christ! komm vor Got: Wer sich der pflicht zu beten tes angesicht. Nie müsſe schämet, Der schämt sich trägheit dich besiegen In der Gottes freund zu seyn: Und, erfüllung dieser pflicht. D o welch unglück träfe dich, übe sie zu Gottes preiß Und Wenn Er, dein Schöpfer, deinem heil, mit treuem von dir wich! fleiß! 5. Sein glück von seinem 2. Bet oft in einfalt deis Gott begehren Ist dieß dann ner seelen! Gott sieht aufs eine schwere pflicht? Und herz; Gott ist ein Geift. feine wünsche Gott erklären, Wie können dir die worte Erhebt das unsre seele nicht? fehlen, Wofern dein herz Verleiht es uns nicht much dich beten heißt? Der glaub und fraft Zum siege jeder an Gott und seinen Sohn leidenschaft? Rührt ihn: nicht leerer 6. Sich in der furcht des worte ton: Höchsten stärken, In dem! 3. Wer das, was uns zum vertrau'n, daß Gott une frieden dienet, Von herzen liebt Im fleiß zu allen guten sucht, der chret Gott: Wer werken, Ist diese pflicht für das zu bitten sich erfühnet, dich betrübt? So triffst du Was er nicht wünscht, ent: nichts auf erden an, Das ehret Gott. Wer schnell die deinen geist erfreuen kann. treu, die er Gott schwur, 7. Gott! laß mich nicht Bergißt, der spottet feiner mein heil verscherzen: Gib nur. 334 Von den Pflichten gegen Gott. 4. Bet oft zu Gott; und lich Gott anzuflehn, Und schmeck in freuden, Wie feinen namen mit den feinen, freundlich Er, dein Vater, Mit deinen brüdern, zu er: ist. Bet oft zu Gott; und höhn. Wie eifrig war dein fühl im leiden, Wie göttlich Heiland nicht In übung dies er das leid verfüßt. Gott ser fel'gen pflicht! hörts; Gott ists, der hülfe 9. Bet oft zu Gott für schafft: Er gibt den müden deine brüder, Für alle mens troft und fraft. schen, als ihr freund: Denn 5. Bet oft, und heiter im wir sind eines leibes glieder; gemüthe, Schau dich an sei Einglied davon ist auch dein nen wundern satt. Schauffeind. Solch bitten, das aus auf den ernst, schau auf die liebe fließt, Ehrt Gott, der güte, mit der er dich geleitet selbst die liebe ist. hat. Oft irrtest du: er trug 10. Bet oft; so wirst du geduld; Erkenn' und preise glauben halten, Dich prü feine huld. fen, und das böse scheu'n, 6. Bet oft; durchschau An lieb und eifer nicht erfals mit frohem muthe Die herzelten, und reich an guten wers liche barmherzigkeit Des, fen seyn. Denn muth und der mit seinem theuren blute fraft und feelenruh Sagt Die fünderwelt vom fluch Gott dem frommen beter zu. befrent; Und eigne dir fein 11. Dieß reige mich, vor opfer zu, Zur heiligung und Gott zu treten Mit lob und feelenruh. dant, mit wunsch und fleh'n. 7. Bet oft: Gott wohnt Doch meine fehler bey dem an jeder stätte. In feiner beten Wollst du, mein Vas minder oder mehr. Denk ter, übersehn; Weil mich, nicht: Wenn ich mit vielen der dir zur rechten fijt, bete, So find ich eh bey Gott Durch seinen fürspruch uns gehör! Ist nur dein wunsch terstüzt! gerecht und gut, So sey ge: Mel. Sey Lob und Ehr dem ic. wiß, dos Gott ihn thut. 382. Gott deine gute 8. Doch fäume nicht, in reicht so weit, den gemeinen Auch öffent: So weit die wolken gehen: mo 335 Du frönst uns mit barm: el. Wer nur den lieben Gottic. herzigkeit, Und eilst, uns 383. Wagst du vor Gots benzustehen. Herr, meine tes thronzu tre: burg, mein fels, mein hort, ten, So mache dich bereit, Vernimm mein flehn, merk o christ! Im geist und wahre auf mein wort! Denn ich heit anzubeten Den Gott, will vor dir beten. der geist und wahrheit ist. TO 1981 2. Jch bitte nicht um über: 8aß nicht der erde forgen fluß. Um schäze dieser erden. 3u; Und denke, mit wem re: Laß mir, so viel ich haben dest du? 2. Er ists, dem alle hims muß, Nach deiner gnade werden. Gib mir nur weis: mel dienen, Der Herr und heit und verstand, Dich, Schöpfer aller welt, Vor dem das chor der Seraphis Gott und den, den du genen Verhüllt in demuth nies fandt, und mich ſelbst zu derfällt; Jehovah, er, der erkennen. motion ewig war, Und ist, Und seyn 3. Jch bitte nicht um ehr wird immerdar. und ruhm, So sehr sie men: 3. Durch ein verstelltes schen rühren: Des guten händefalten, Durch schöner namens eigenthum Laß mich worte leeren laut, Ist bey nur nicht verlieren. Mein dem Herrn nichts zu erhals wahrer ruhm sey meine ten, Der nur allein aufs hers pflicht, Der ruhm vor dei ze schaut. Vor ihm gilt nicht nem angesicht, Und froms der äußre schein: Man muß mer freunde liebe. nicht scheinen, sondern seyn. Vom Gebete. d hab 63 4. So bitt ich dich, mein! 4. Ein zuversichtlich find Herr und Gott, Auch nicht lich fallen, Ein wahrer glaub um langes leben. Im glücke an Jesum Christ, Der, voll demuth, muth in noth; Das begier, Gott zu gefallen, wollest du mir geben. In Durch reine liebe thätig ist: deiner hand sieht meine zeit: Dieß ists, was durch die Laß du mich nur barmher: wolken dringt, Und segen jigkeit Vor dir im tode fin uns bernieder bringt. dent 5. Dwelch ein glück, schon 336 Von den Pflichten gegen Gott. hier auf erden Im glauben/ ne, Liegen wir vor deinem mit Gott umzugehn! Schon throne: Keiner fehrt mit hier den Engeln gleich zu trübem blick Unerhört von werden, Die stets arbetend dir zurück. Alles fleisch von vor ihm stehn! Mensch allen enden Kommt mit auf nimm, zu deinem eignen gehobnen händen, Kommt heil, An diesem himmels mit hoffnung und begier, glück oft theil! Gott, der gern erhört, zu dir! 6. Must du in angst und 2. Du bist alles guten fumer schmachten, So fla fülle. Daß wir beten, ist ge deine noth dem Herrn; Er dein wille: Du verschmähst, wird dein fleben nicht ver: lo Bater, nicht Deiner fin: achten, Er ist allmächtig, und der zuversicht; Und du hast hilft gern: Verbirgt er auch so vielen segen, Weit mehr, fein angesicht; Er hilft ge als wir bitten mögen. wiß: verzag nur nicht! Reich und kraft und herrs 7. Wenn gute thaten dir lichkeit, Gott, ist dein in gelingen, Preiß ihn, der dich ewigkeit. als Bater liebt; Jhn, wel: 3. Was im himmel und cher wollen und vollbringen auf erden Gut ist, ließ dein Durch seinen Geist zum qu: willen werden: Eh es ward, ten gibt; Und zuversichtlich da dachtest du Deinen fin: rufe dann Um diesen Geist dern es schon zu, Alle sollten ihn ferner an. deiner gaben Unerschöpften 8. In bösen und in gu reichthum haben. Ewig soll ten tagen Laß das gebet ten alle dein Allgenugsamer! dein labsal seyn; So wirst sich freu'n. du nie voll fleinmuth zagen, 4. Sollten dann nicht Und nie dich übermüthig deine frommen Alle betend freu'n. In deinem herzen vor dich kommen, Der du und mit dir Bleibt Gottes allen Vater bist, Dem fein friede für und für. ding unmöglich ist! Allen Mel. Herr, nicht schicke deine 2c. hast du, Herr, ihr leben, 384. Dir verföhnt in Und was sie erfreut, gege deinem Sohben; Und versprichst, Uns Vom Gebete. 337 endlicher! Allen noch un: sich meiner an, Und stärkt endlich mehr. mich auf der tugend bahn. 5. Ja, wir wollen zu dir] 4. Nie will ich mich zu nahen, Beten, glauben und rächen suchen, Wenn mich empfahen. Unsrer thaten ein feind zu fränken sucht; lobgefang Sey in ewigkeit Und nie will ich dem wieder dein dank! Heil uns chri: fluchen. Der mir aus unverz sten! du beschüzeft Deine stand geflucht. Nein! meine kinder: du befizest Herrlich: rach sey ein gebet, Das Gott feit und kraft und reich. Wo um gnade für ihn fleht. ist dir ein vater gleich? 5. Und wenn ein fummer Mel. Wer nur den lieben sc. mich verzehret, Den ich nies 385. Mein befter troft mand entdecken kann; Dann in meinem leruf ich Gott, der mich ers ben Ist ein gebet zu meinem höret, Um trost in diesem Gott. Dieß fann mir fraft fummer an. Ich weiß; wer in schwachheit geben, Gesihm mit zuversicht Sein leid duld und much in jeder klagt, den verwirft er nicht. noth; Ben jedem gram, bey 6. Ruf ich ihn an bey dem jedem schmerz, Ein ruhiges geschäfte Des standes, den er zufriednes herz. mir verlich; So fleh ich nie 2. Wie kann ich trost und zu umsonst um fräfte: Der flucht finden, Wen mein ge: Gott der stärke gibt mir sie; wiffen mich verklagt; Wenn Er gibt, aus väterlicher bey der menge meiner fünden huld, Mir segen, flugheit Mein herz vor seinem richter und geduld. zagt? Nichts tröstet mehr, 7. Wenn, eine böse luft zu als ein gebet, Das bey dem dämpfen, Mir schwachen Herrn um schonung fleht. muth und fraft gebricht; 3. Muß ich um des gewis: Dann bitt ich Gott; er hilft fens willen Ein spott der la: mir kämpfen, Er gibt mir sterhaften seyn; So bet ich muth zu jeder pflicht; Und demuthsvoll im stillen Zuschenkt mir willigkeit und meinem Gott; er hört mein fraft Zum siege über leidens schrey'n; Nimmt väterlichlschaft. 22 338 Von den Pflichten gegen Gott. 8. Wenn ich im lezten testamm! Freund der feele, tampf des lebens Bey nie: Den ich wähle, Der zu mir mand hülfe finden kann; vom himmel kam! Laß dich So ruf ich Gott doch nicht finden, laß dich finden, Herr, vergebens Um feinen trost der fünder gern annahm! und beystand an, Der, wenn 5. Hör, wie kläglich, Wie die sprache mir vergeht, beweglich Dir die treue feele Doch meine seufzer noch fingt! Wie demüthig Und versteht. Nach bekannter Melodie. wehmüthig Dir dein find fein herz darbringt! Laß dich 386. Sieh, bier bin ich, finden, laß dich finden, Ehrenkönig! Wenn dein find sich zu dir Lege mich vor deinen thron. dringt! Meine thränen, Und das 6. Dieser zeiten Eitelkeis fehnen Meines herzens weißt ten, Reichthum, wollust, ehr du schon. Laß dich finden, und freud, Bringen schmer: laß dich finden! Herr bist zen Einem herzen, Das sich du; ich staub und thon! fehnt zur ewigkeit. Laß dich 2. Sish doch auf mich finden, laß dich finden, Gro: Herr, ich bitt dich: Lenfelser Gott, ich bin bereit! mich nach deinem finn. Gott, mel. Wenn wir in höchsten 20. mein Tröster, Deß' erlöster 387. Nach dir, o Herr Deffen eigenthum ich bin; verlanget mich; Laß dich finden, laß dich fin: Du bist mein Gott, ich hoff den! Gib dich mir: nimm auf dich. Ich hab und halt mich dir hin! die zuversicht, Du werdest 3. Jch begehre Nichte, o mich beschamen nicht. Herre, Als nur einzig deine 2. Der wird zu schanden, gnad. Du versagst nie, Sonder dich flieht, und deinem dern gibst sie Dem, der dich dienste sich entzieht: Der liebt in der that. Laß dich aber, der dich herzlich liebt, finden, laß dich finden! Der Und auf dich hofft, bleibt hat alles, wer dich hat. unbetrübt. 4. Gnadensonne! See: 3. Herr, nimm dich meis lenwone! Unbeflecktes Got: Iner feele an, und führe mich Vom Gebete. 339 die rechte bahn! Laß auf dem Du siehst, wie meine seele weg, der führt zu dir, Stets weint, Bis deine hülfe mir deine wahrheit leuchten mir! erscheint. 4. Denn du bist ja mein 10. Ich fleh zu dir: ach einzig's licht; Sonst weiß wende nicht Von mir dein ich keinen helfer nicht. Ich gnädig angesicht! Ich laß barre deiner, tag und nacht; dich nicht, du segnest dann, Gott, gros an liebe, wie an Und thust, was deine liebe macht! the fann. 5. Zwar groß ist meiner 11. Die welt ist falsch. sünden heer: Ach Gott denk Du bist mein freund, Der's ihrer nun nicht mehr! Ber: treulich und von herzen gib, was ich von jugend an meint. Der menschen gunst Bis jezt, nicht recht vor dir steht nur im mund; Du gethan! bin wij of veit aber liebst von herzensgrund. 6. Gedenk an deine Ba 12. Zerreiß die neze, die terhuld, Un die verschonende die welt und fleisch und blut geduld, Die von dem an mir immer stellt: Und ist fang dieser zeit, Stets die gefahr und noth vorbey; gefall'ne welt erfreut! So gib, daß ich auch dank: 7. Der Herr ist heilig, bar fey. fromm und gut Dem, der 13. Laß mich in gottese ihn ehrt, und buffe thut. furcht bestehn, Auch schlecht Wer seinen bund und zeug- und recht stets einher gehn: nis hält, Der wird erhalten. Gib mir die einfalt, die dich wenn er fällt. ehrt, und lieber duldet, als 48. Ein herz, das Gott beschwert. aufrichtig liebt, Jhm ganz 14.Regier und führe mich vertraut, sich ihm ergibt, zu dir, Auch andre christen Braucht nicht gefahr und neben mir: Nimm, was dir noth zu scheu'n; Denn es mißfällt, von uns hin: ist Gottes; Gott ist sein. Schenk neue herzen, neuen 9. Nun, Herr! mein herz finn! ist dir bekannt; Es schwebt 15. Erlös uns, Herr, aus mein geist in deiner hand: aller noth! Stärk' uns im 340 Von den Pflichten gegen Gott. glauben bis zum tod; Und herz verklagt, Und dann die zeig uns, nach durchlebter bange seele zagt; So sichert zeit, Die gröffe deiner herr: mich dein Mittleramt, Daß lichkeit! C mich mein richter nicht ver: dammt. Mel. Die Seele Christi heil'geze. 388. Bor deinen thron 7. Du bist mein heil in tret' ich hier: ewigkeit, Bist meines hers mit, Gott, Vater, höre, was zens trost und freud: Ich ich bitt'! Verwirf von dei: fann durch dein verdienst nem angesicht, Verwirfmich allein Hier ruhig, und dort armen fünder nicht! felig seyn. 2. Gott, Schöpfer, Ba 8. Gott heil'ger Geist, du ter! o wie mild Schufft du höchste kraft! Du bists, der mich als dein ebenbild! in mir alles schafft. Ist gut's Durch dein wort bin und an mir, so ists nicht mein: lebe ich: Vergehen müßt ich Du hasts gewirkt; es ist ohne dich. ganz dein. 3. Errettet hast du mich 9. Du schaffst, daß ich gar oft Sehr wunderlich Gott recht erkenn' Jhn glaus und unverhofft, Da nur ein big Herr und Vater nenn'; schritt, ja nur ein haar, Mir Daß ich dem wort der wahr: zwischen tod und leben war. beit treu, Und standhaft 4. Verstand und ehr hab Gottes diener sey; ich von dir; Des lebens 10. Daß ich in trübfal nothdurft gibst du mir; muthig steh, Und auch im Dazu auch einen treuen elend nicht vergeh; Daß freund, Der's treu im glück mein herz trost und ruhe und unglück meint. find', Und alles freudig 5. Sohn Gottes! durch überwind'. dein blut und tod Halfft du 11. Dir, Gott, dankt mir aus der fündennoth; dann mein herz und mund; Du bists, der mein gewissen Dir dank ich ist und alle stillt', Mein herz mit fried' stund Für deine güte, treu und freud' erfüllt. und gnad, Die mich so viel 6. Wenn mich mein eigen gesegnet hat. fing 1100 Bom Gebete.affe 341 12. Laß deine treue Ba: mit meinem beten, D Gott, terhand niemals von mir vor deinen gnadenthron. fenn abgewandt. Mich selbst, Wie freudig darf ich vor dich und was ich hab und bin, treten! Du schenktest mir Geb' ich in deinen schuz dir ja deinen Sohn. Durch ihn hinand hab ich die zuversicht: Mein 13. Hilf, daß ich sey von schwaches fleh'n verwirfst du herzen fromm, Und daß nicht. mein ganzes christenthum 3. So gib mir dann nach Aufrichtig und rechtschaffen deinem willen, Was deinem sen; Nicht augendienst und finde heilsam ist. Nur du heucheley. [ fannst meinen mangel stil: 14. Fehl' ich, so hab mit len, Weil du des segens quele mir geduld; Vergib mir le bist. Vor allen dingen gnädig meine schuld! Und sorge du Für meines geistes heilige durch frömmigkeit glück und ruh. Mich immer mehr zur ewigkeit. 4. Gib mir beständigkeit im glauben; Laß meine liebe 15. Und kommt mein redlich seyn. Will etwas mir lebensziel heran, Mein Herr dieß kleinod rauben, Gott, und Gott, so hilf mir dann! Heiland, so erbarm dich Laß nur mein sterben felig mein; Bewahre mich, und seyn; Auch noch im tode bin gib mir muth, Zu siegen ich dein! über fleisch und blut! Mel. Wer nur den lieben zc. 5. Bewahr in mir ein gut 389. Gott! wer kann gewissen, Ein reines herz voll je was gutes freudigkeit; Ein herz, aufs haben, Das nicht von dir gute stets befliffen, Das sich den ursprung hat? Du bist vor deinem auge scheut. Und der geber aller gaben, Bist fehl ich, Gott, so strafe mich, immer groß an rath und Zu meiner beßrung, väter: that. Du willst, daß mit ge: lich! bet und fleh'n Wir stets 6. Ein herz, das in bes auf deine hülfe seh'n. glückten tagen Gott, seinen 2. Drum komm ich auch Bater, nicht vergift; Ein 342 Von den Pflichten gegen Gott. herz, das unter noth und pla: lin gefahr; Ich harre deiner gen Bor Gott still und de: immerdar. Ist wohl ein müthig ist; Ein berz voll zu übel, das mich schreckt, versicht zu dir und voll ge: Wenn deine allmacht mich duld, Gott, das gib mir! bedeckt? usmisd mi the'80 7. Das andre alles wirst 4. Ich bin ja, Herr, in du fügen: Du weißt am be: deiner hand: Von dir em: sten, was mir nüzt. An dei: pfing ich den verstand; Er ner huld soll mir genügen, halt ihn mir, o herr, mein Die schwache mächtig unter: Hort, Und stärf' ihn durch stüzt. Zufrieden, Vater, dein göttlichy wort! folg ich dir: Stärk diesen guten finn in mir! 5. Laß, deiner guade mich zu freu'n, Sie stets vor meis 8. Soll ich auf erden län: nen augen seyn: Laß, meis ger leben, So gib, daß ich nes glaubens mich zu freu'n. dir leben mag. Laß mir den Ihn stets durch liebe thätig tod vor augen schweben; seyn! wi Und kommt dereinst mein 6. Das ist mein glück, sterbetag, So sey mein ans: was du mich lehrt. Das sen gang aus der zeit Ein ein: mein glück, daß ich zuerst gang in die herrlichkeit! Nach deinem reiche tracht, Mel. Wenn wir in höchsten ic. und treu In allen meinen. 390. Ich komme vor pflichten sey. dein angesicht; 7. Ich bin zu schwach aus Verwirf, o Gott, mein fle: eigner fraft Zum siege mei: hen nicht: Vergib mir alle ner leidenschaft: Du aber meine schuld, Du Gott derziehst mit fraft mich an, gnade und geduld! Daß ich den fieg erlangen 2. Schaff du ein reines fann. e portNG herz in mir, Ein herz voll lieb 8. Herr! von den gütern und furcht zu dir, Ein herz dieser welt Gib mir so viel, voll demuth, preiß und dank, als dir gefällt: Gib deinem Ein ruhig herz, mein leben: find ein mäßig theil; Zu lang. feinem fleiß gib glück und 3. Sey mein beschüzer heil! imo! MUTC Vom Gebete moto 343 9. Schenkt deine hand Ob wir gleich forgen früh mir überfluß, So laß mich und spat; mäßig im genuß, Und armel 2. Dann ist es unser trost brüder zu erfreu'n, Mich ei fallein, Daß wir uns deiner nen frohen geber seyn! noch erfreu'n, Und flieh'n 10. Gib mir gesundheit; zu dir, du treuer Gott, Du und verleih, Daß ich sie nüz eing'ger Helfer in der noth! und dankbar sey; Und nie, 3. Wir heben unser aug aus liebe gegen sie, Mich zag- und herz Hinauf zu dir in haft einer pflicht entzieh. unserm schmerz; Und fleh'n 11. Erwecke mir stets ei: dich um begnadigung Und nen freund, Der's treu mit aller strafen linderung. meiner wohlfahrt meint, 4. Nach deiner gnade sa: Mit mir in deiner furcht gest du Dieß allen, die dich sich übt, Mir rath und trost bitten, zu, Durch den, der und beyspiel gibt. unser Mittler ist, Durch un: 12. Bestimmst du mir seru Heiland Jesum Christ. ein läng'res ziel, Und wer: 5. Dir, unserm Vater, den meiner tage viel; Solunserm Gott, Dir klagen sey, Gott, meine zuversicht; wir all unsre noth. Ach! Verlaß mich auch im alter deine Bateraugen fehn, nicht. Wie so verlaffen wir da 13. Und wird sich einst stehn. mein ende nah'n, So nimm 6. Nur du bist unsre zu: dich meiner herzlich an; versicht. Vergilt nach unUnd sey, durch Christum frer schuld uns nicht. Steh deinen Sohn, Mein schirm, luns, um Christi willen, ben; mein schild und groser Mach uns von allen plagen lohn! frey. hi Min thi Mors Nach bekannter Melodie. 7. Dann danken und lob: 391. Wenn wir in singen wir mit freudenvol: höchsten nö lem herzen dir. Gehorsam then sind, Wenn weder hülf deinem theuren wort, Herr, noch trost sich find't, Und preisen wir dich hier und wissen weder schuz noch rath, dort. Von den Pflichten gegen Gott. Mel. In allen meinen Thaten 2c. 6. Und wie viel tausend 392. Ah Bater, Bater, herzen Hast du von grosen höre, Was ich schmerzen, Auch selbst vom von dir begehre! Ich kommstod erlöst! Gern hilfft du mit zuversicht. Gedenk nicht den betrübten; Halfft allen, meiner fünden; Undlaß mich die dich liebten; Du guter Hülfe finden! Ach fegne mich! Gott, der nicht verstößt! ich laß dich nicht. 7. O allmacht, weisheit, 2. Begnadiger der füngüte, Erquicke mein gemü der Erbarmer deiner finder, the! Du bist ja stets dir Erbarme meiner dich! Dusgleich. Ich flche nicht ver: Vater, der die seinen Nicht gebens Zum Bater meines trostlos läffet weinen, Erhö: lebens: Er ist noch unaus: re, Gott, erhöre mich! prechlich reich. 3. Schau, Helfer aller 8. Dich will ich dann nicht armen, Mit göttlichem er: laffen, Will dich im glauben barmen Schau meine thrä: faffen, Als stündest du vor nen an! Du bist die kraft mir. Ich weiß, du hörst mein der schwachen, Kannst todtelsehnen; Und die geweinte lebend machen: Du bists, thränen Sind alle schon ge der alles, alles fann. zählt von dir. 4. Laß diesen troftgedan: 9. Du heißt mich vor dich fen Nicht in der feele wan: treten; Du sagst: ich will fen; Er fen mir licht und dich retten. Dieß stärkt mich fraft! O laß mir diesen im gebet. Du hält'st, was glauben Durch keine zweifel du versprochen; Haft nie rauben: Du bists, der alles, dein wort gebrochen, So alles schafft! lange unfre erde steht. 5. Drum will ich nicht 10. Sollt' ich dir dann verzagen, Dir findlich alles nicht trauen, Nicht findlich fagen, Was meine feele hofft, zu dir schauen, Und frey von Laß deine macht mich sehen! zweifeln feyn? Ja! Retter Erhör mein heiffes flehen! aller fromen, Bon dir wird Du hörtest mich ja sonst rettung kommen: Du wirst schon oft. Imich noch mit hülferfreu'n. Vom Gebete. 345 11. Ja zeige, daß du leder ewigkeit. Steh uns mit best, Und auf uns achtung deinem Geiste ben; Mach gebest, Und Herr im himmel uns von fremder knechtschaft feyst! In meinem ganzen[ frey: Dämpf deiner feinde leben Will ich dich froh er. macht und wut; Nimm deis heben, Wenn du mein herz ne tirch in deine hut! mit troft erfreust. 4. Dein will gescheh 12. An dir halt ich mich auf erden schon, Wie er feste. Ich weiß, du willst das geschieht vor deinem thron. beste: Dir überlaß ich mich. Mach uns, o Gott, in freud Reiß mich aus meinen nö: und leid Zu dem, was dir then! Du hiessest selbst mich gefällt, bereit. Wehr auch beten. Hier bin ich! du er: des fleisches übermuth, Das höreft mich. wider deinen willen thut. 5. Gib uns heut unser Mel. Bater unfer im Himmelr. täglich Brod; Du kennst 393. Gott, Vater, an am besten unsre noth. erbarmen reich; Hilf uns; entferne frieg und Der du in eintracht uns zustreit, Pest, seuchen, miss gleich Als brüder heisfest zu wachs, theure zeit! Laß bey dir nah'n; Wir rufen aufuns heil und friede blühn, dein wort dich an; Und be: Und laß uns geiz und forge tet vor dir unser mund, flieh'n. Hilf, daß es geh von her: zensgrund! 6. Vergib uns gnä: dig unsre schuld, Und tra: 2. Dein name müß' gedoch mit uns geduld! Ber uns heilig seyn; Erhaltelanadiget von dir, dem Herrn, dein wort bey uns rein; Und Verzeih'n wir unsern schul: gib, daß, wie du heilig bist, digern; Und du thuft auch Auch heilig unser wandel ift. barmherzigkeit An dem, der Behüt' uns, Herr, vor fal: gern, wie du, verzeiht. scher lehr; Und die verfüh: 7. Herr! in versuchung ret sind, bekehr! führ uns nicht. Und 3. Dein reich erschein wenn's im fampf an kraft in dieser zeit, Und vollends inlgebricht, hilf du mit deiner 346 Von den Pflichten gegen Gott. starken hand, Und gib uns welchem niemand kommen fraft zum widerstand; Daß fann! Jehovah, unser wir zulezt als sieger stehn, Herr und Vater, Erhalter, Und deiner gnade ruhm er: Schöpfer und Berather! höhnlauf; the Gott, den der ganze himmel 8. Mach uns von allehrt! Vernimm mich, da fem übellos! Des lebens ich vor dich trete Mit dem elend hier ist gros. Bewahr vollkommensten gebete, Das uns vor dem eir'gen tod; uns dein ew'ger Sohn ges Hilf auch in unsrer sterbens: lehrt. noth; Und ende glücklich 2. Seheiligt werde, Herr, unfern lauf: Nimm uns in dein name, So wie er selber deinen himmel auf! heilig ist! Es wiß es Adams 9.Dein ist reich, fraft aanzer saame, Daß du ſein und herrlichkeit, DHerr, Gott und Bater bist! Daß in alle ewigkeit. Wir auf der ganzen meiten erde alle find dein eigenthum: Dein hoher ruhm verherr: Gebet erhören ist dein ruhm. licht werde, Und jedes herz Im namen Jefu fleh'n wir dein tempel sey; Daß nicht nun; Du fannst, du willst, ein frevler, nicht ein pötter, du irirft es thun. Nicht ein verehrer fremder 10. Herr, amen! ja. es götter, Dich und dein hei: werde wahr! Stärf unfern ligthum entweih. 9-14 glauben immerrar, Daß 3. Dein reich, o Gott, wir nicht weifeln, unser laß zu uns kommen, Das fleh'n Durch deine gnad erreich der gnade und der füllt zu seh'n. Ein freudialkraft, Das sel'ge reich, das amen sprechen wir, O Vas in den frommen Dein heil': ter, auf das wort von dir. ger Geist erhält und schafft. Mel. Wie wehl ist mir, oFreund. Laß uns durch lehre und 394. Gott, der du in durch leben Dein reich hier 304456 dem himmel zu erweitern streben, Und thronest, Mit berrlichkeit deine treuen bürger seyn! reich angethan, Und dort in So machst du uns zu deinen einem lichte wohneft, Zulerben, und führst uns end. Bom Gebete. 347 lich, wenn wir sterben, Zu» Vergebet, so wird euch dir ins reich der ehren ein.» vergeben!« So wirst 4. Herr! es gescheh dein du auch nach deiner huld heil'ger wille Auferden, wie Dieß theure wort an uns er: im himmelreich! In ihm füllen, Und uns, um Jefu fommt alles guten fülle; Christi willen, Bergeben, Ihn thun, macht uns den unsre fündenschuld. Engeln gleich. Dein wille 7. Eaß uns nicht in ver ist in allen dingen Gerechtssuchung führen Von unserm und heilig, ihn vollbringen, herzen und der welt; Und Ist unsre ruh und seligkeit. hilf uns allzeit triumphiren, Nur laß uns ihn auch recht Wenn ihre macht uns über: erkennen; Laß uns von lieb fällt! Stark ist in uns der und eifer brennen, Zu fol: reiz der finden; Wir sind gen dem, was er gebeut. zu schwach zum überwinden, 15. Gib uns in unsern le: Und der versuchungen ist benstagen, Des leibes nah: viel. Drum Gott, sey mäch: rung, unser brod! Lehr uns tig in uns schwachen; Durch das glück bescheiden tragen, treues kämpfen, beten, was Und mit gelaffenheit die chen, Brung uns zum vorge: noth.. Gib, daß mir nicht steckten ziel! mula2 des eitlen achten, Vielmehr 8. Du Herr! hast macht, mit ernst am ersten trachten uns zu erlösen; Unendlich Nach deines reichs gerech: gros ist deine treu. Drum tigkeit; So wird von deinen mach uns frei von allem bö: gütern allen Auf uns auch sen, Mach uns auch von der unser antheil fallen, Wielfünde frei! Erleicht're uns dort, so hier auch in der zeit des todes leiden, Und führ 6. Erlaß, o Gott, uns uns ein zu deinen freuden unsre schulden, Und gib, Nach dieses lebens müh und daß wir auch gern verzeihn, streit: Denn wundervoll Beleidigungen fromm er: sind deine werke; Dein ist dulden, Und nie rachfüch: das reich), und fraft und tig wieder dräun; Stets stärke Von ewigkeit zu dem gebot gehorsam leben: lewigkeit. Von den Pflichten gegen Gott. Dankbarkeit und Lob Mel. Ich finge dir mit Herz. 396. Nun danter all, Gottes. Nach bekannter Melodie. und bringet ehr, 395. Nun danket alle Ihr menschen in der welt, Gott, Mit her: Dem Gott, vor dem der En zen, mund und händen; Der gel heer Anbetend nieder: grofe dinge thut Hier und an fällt! to the allen enden; Der mächtig 2. Befingt mit frohem uns erhält, und von der finds jubelschall Gott, unfer höch heit an uns so viel gutes thut, stes gut; Der seine wun Mehr als man zählen kann! der überall Und grose dinge 2. Er, unser Vater, woll' thut.no di San Bal Ein fröhlich herz uns geben! 3. Der und von unfrer Der Herr laß une, sein volk, findheit an So väterlich ers In ruh und friede leben. hält; Und wo kein mensch Sein fegen sey bey uns! uns helfen kann, Sich selbst Dem ganzen vaterland Fließ zum helfer stellt.and heil und gnade zu Aus Got: 4. Der, wenn wir fünder tes Baterhand! ihn betrübt, Uns doch noch 3. Er, unser treuer Gott, Bater ist, Die ftraf erläßt, Woll' uns von allem bösen, die schuld vergibt, Und Von dem, was schaden kan, wohlthun nicht vergißt. Durch seine macht erlöfen! 5. Er gebe uns ein frölich Er schüz' uns in gefahr; Er herz, Erquicke geist und sinn; helf uns allezeit, So lang er Und bey des lebens sorg und uns allhier Das leben noch schmerz Helf er uns fer: verleiht. 1- son nerbin! 348 4. Gott Vater, Sohnund 6. Er laffe seinen frieden Geist, Ehr sey dir in der ruh'n Auf unserm vaters höhe! Dein name sen ge: land; Er gebe glück zu uns preißt; Dein guter will ge ferm thun, Und heil in jes schehe! Und steh'n wir einst dem stand! verklärt Bey dir im heilig 7. Er laffe seine lieb' und thum: Dann sey dein name güt Noch ferner mit uns noch Auf ewig unser ruhm! gehn! Was er als Bater Lob Gottes. 349¹' 5. Wenn ich den richt'gen pfad verlor, Und mich vers schuldet sah; Rief ich zu dir, mein Gott, empor; Und Dankbarkeit und auserfieht, Soll, uns zum heil, geschehn! 8. So lang dieß leben hier noch währt, Sey er stets unser heil; Und scheiden gnade war mir nah. wir einst von der erd, Dann bleib er unfer theil! 6. Oft war um trost der feele bang; Schwach war die 9. Wenn dann das Herz zuversicht. Ich rief voll sehnz im tode bricht, Schließ sich sucht: Herr, wie lang? Und das aug sanft zu; Und Gott Gott verließ mich nicht. zeig uns fein angesicht Dort in der ew'gen ruh! 7. Er half; und stets hilft noch der Herr: Denn er ist Mel. Ich finge dir mit Herz c. fromm und gut. Aus der 397. Du bists, dem ehr versuchung rettet er, Und und ruhm ge gibt zur tugend much. bührt; Und dieß, Herr, 8. Herr! für die leiden bring ich dir! Mein schicksal dank ich dir, Dadurch du hast du stets regiert: Gott, mich geübt; Und für die stets warst du mit mir. freuden, welche mir Dein 2. Wenn angst und noth milder segen gibt. sich mir genaht; So hörte 9. Dir dankich, Herr, daß Gott mein fleh'n, ließ mich die natur Mich nähret und aus väterlicher gnad Nicht erfreut: Ich schmeck in jeder in der angst vergehn. Freatur, Gott, deine freund: 3. Wenn ich in schmerz lichkeit. und frankheit sank, Und 10. Ich danke dir für deis rief: Herr, rette mich! So nen Sohn, Der für mich half mir Gott. Mit welchem fünder starb; Und der zu danf, Mein Gott, erheb ich deinem gnadenthron Den dich! jugang mir erwarb. 4. Betrübte mich des fein: 11. Lobt Gott in seinem des haß, So flagt' ich Gott heiligthum; Erheb ihn, volk den schmerz. Er half mir, des Herrn! Die erd ist voll daß ich ihn vergaß, Und gab von seinem ruhm: Er hilft geduld ins herz. hund fegnet gern. 350 Von den Pflichten gegen Gott. 12. Er hilft, und läßt die unbemerkt dahin; Du traurigkeit Bald vor uns siehst, du liebst und schü: über gehn; Will uns nach zeft ihn.1959 kurzer prüfungszeit, Zu 4.Duhast, o Bater, mein ew'gem alück erhöhn. gemüthe Durch manche 13. Vergiß nicht, seele, gnadengab erfreut: O gib deinen Gott, Was er an dir mir auch nach deiner güte, gethan! Verehr und halte noch ein geschenk, die dank: fein gebot; Und bet' ihn barkeit! Laß alles das, was ewig an! in mir ist, Froh rühmen, daß Mel. Wer nur den lieben Gottic. du gnädig bist. p 398. Dir, Gott, dir mill 5. Wer schuf die feel' und ich fröhlich sin: ihre kräfte, Gedächtnis, wil: gen, Dir, dem das wohlthun len und verstand? Wer sege freude ist; Dir will ich dank net mein berufsgeschäfte? und ehre bringen, Der du so Wer stärkt die arbeitsame gut und freundlich bist. Ja, hand? Wer schenket mir den Gott, du bist ganz anad und dlen freund, Der's treu im treu; Gib, daß mein herz fummer mit mir meint? ganz freude sey. 6. Wer wog mir meine 2. Dich preißen deiner leidenspfunde Nach mei: Engel heere, Dir fingt der nem maaß des glaubens gange himmel dank: Dir, ju? Wer gab mir in Herrscher, brausen wind und betrübter stunde Zufrieden: meere; Ihr brausen ist dein heit und seelenruh? Wer lobgefang. Die ganze schöp: schűzte mich vor der gefahr, fung ruft dir zu: Wo ist Die unsichtbar mir nahe ein solcher Gott, wie war? du? 7. Wer fristet meine les 3. Du, unser Gott, bist benstage; Wer schmückt und hoch zu loben, Denn deine frönet mich mit heil? Du, anade reicht so weit! Du Bater, thust's. Drum feele, hoher Schöpfer blickst von sage: Gott du bleibst ewigs oben Auf der geschöpfe dürflich mein theil! Bon ganz tigkeit. Kein wurm friechtzem herzen liebst du mich: Dankbarkeit und Lob Gottes. 351 und viel verzeiht. Herr, ich will dich ewig lieben. Mein dank sey, wie deine treu, Alle morgen wieder neu. 2. Wie ein adler fein ge: Von ganzem Herzen preiß ich dich. 8. Denk heut, o feele, denk zurücke In jene zeit, die froh verfloß! War nicht mein geist und leiblich glücke mit fieder Ueber seine jungen jedem tage neu und gros! streckt; So hat mich) und Erfreut und dankbar rufich meine glieder Gottes starker aus: Wer bin ich, Herr! arm bedeckt. Gott, der über was ist mein haus? mich schon machte, Als ich 9. Wie soll ich deine treu kaum zu seyn begann, Sah vergelten? Ich bin zu arm mit vaterhuld mich an, Eh zu dieser pflicht. Die schäz' ich lebte, eh ich dachte. Leib von millionen welten Be- und seele gabst du mir, Gott! zahlen deine wohlthat nicht. o wie verdank ich's dir! Mein schwacher dank ist viel 3. Für mich armen, mich zu klein, Für einen Gott ein verlornen, Der ich tief ges dank zu seyn. fallen bin, Gab er seinen Ein: 10. Dir will ich ferner: gebornen, Jefum Chri: hin vertrauen, Denn du bast stum, selber hin; Der für mir stets wohlgethan: Ich alle meine fünden An dem will mit glauben auf dich holz des freuzes starb, Und schauen, Schau mich mit mir ewig heil erwarb. Wer Vaterblicken an; So geh fann diese lieb ergründen? ich ruhig durch die zeit, Und Sie ist unaussprechlich gros, fröhlich in die ewigkeit. Jst, wie Gott, ganz grän: zenlos.. 0 Nach bekannter Meledie. 399. Sollt ich meinem 4. Seinen wunderbaren Gott nicht sin Führer, Seinen Tröster, sei: gen? Sollt ich ihm nicht nen Geist, Gibt der Herr dankbar seyn? Sollte nicht mir zum regierer, Daß mich in allen dingen Seine liebe fünde nicht hinreißt, Daß mich erfreu'n? Lieben ist es er meine seele fülle Mit des nichts als lieben, Herzliche glaubens hellem licht, Und barmherzigkeit, Die so oft mit froher zuversicht: Dann 352 Von den Pflichten gegen Gott. wird meine seele stille; Und trostes licht nicht erquickt, ich kann in Gott mich so wär' ich nicht Bon so vies freu'n: Ich bin Gottes, ler qual genesen. Gott, der Gott ist mein! in der höhe wacht, Hat's 5. Meinem beffern theil, noch immer wohl gemacht. der feele, Gibt er heil, und 8. Wie ein vater seinem trost und ruh: Wenn ich findeNiemals ganz fein herz seine wege wähle, Strömet entzeucht; Ob es gleich, ver: mir sein segen zu. Und was führt zur fünde, Bon der wir, so lang wir wallen, rechten bahn abweicht: So Hier bedürfen in der welt; sieht Gott auch ein verges Was die hütten stüzt und hen, Das mich übereilen hält, Die dereinst in staub kann, Ungern, doch mit zerfallen; Auch dieß gibt langmuth an; Ruft mir, Er, deffen ruf Uns für diese vom fall aufzustehen; Er, welt erschuf. als Bater, züchtigt mich 6. Himmel, erd', und ihre Nicht im gorn, nur väterlich. beere Sind zu meinem dien: 9. Heilsam sind des Freu: ste da. Wohin ich mein augelges schmerzen, Heilsam ist die tehre, Ist mir Gottes fegen züchtigung; Bitter, doch ge nah. Thier und fräuter, sund dem herzen; Gut zur und getreide, In den grün: wahren besserung, Und zum den, auf der höh, In den baß geliebter sünden. Kreuz büschen, in der see, Sind mir stört anfangs unsre freud, nahrung, sind mir freude; Und man meint mit ängst: Spuren Gottes, der mich lichkeit, Gottes zorn darinn liebt; Gaben, die mein zu finden; Da es doch durch Bater gibt. Gottes fraft Endlich frucht 7. Wenn betrübnis meis und fegen schafft. ne feele, Elend meinen leib 10. Jst, fo lang ich leb' umgibt; Dann, dann betam grabe, Kreuz und trüb: ich und empfehle Meinem sal oft mein theil; Gott, Gott, was mich betrübt! dem ich geglaubet habe, Gott Wär' er nicht mein Gott ge gibt mir einst ewig's heil. wesen; Hätt' mich seines Die, so hier mit thränen Dankbarkeit und Lob Gottes. 353 fäen, Erndten dort mit freu: sich die angst, Und still den ein. Nach des furzen le: ward's um mich her. bens pein Werd ich mein ge 3. Oft, wenn ich unruhs schick verstehen, Jauchzen, voll Un ferne tage dachte; daß mich Gottes rath Die fen weg geleitet hat. Und manche trübe nacht Durchweinte und durch: wachte, Dann war's nur eitler wahn, Was meinen den sind: O so heb ich meine geist geplagt. Mein unglück, hände Zu dir auf; erhör nicht mein glück, Hat mir dein find: Vater! du wollst der Herr versagt. 11. Weil dann ohne ziel und ende, Bater, deine gna gnade geben, Daß ich dir 4, Lob sey dir für mein recht treu mög seyn, Und glück, Und lob für trübe mich deiner gnade freu'n, stunden! Wer niemals freuz Hier in meinem ganzen le gekannt, hat nie sein glück ben; Bis ich dich nach dieser empfunden. Es war die zeitlieb' und lob' in ewigkeit. bitterfeit Des jez'gen augens Mel. Nun danket alle Gott ic. blicks Oft schon mein glücke 400. wilt demselbst, Oft quelle meines Schöpfer lob, glücks. Lob dem Erlöser singen: 5. Es lehrte mich dein Mein dankerfülltes herz wort Dich, wie du bist, er: Soll in die höh sich schwin: kennen, nicht blos dich gen. Steh, wie ein wand schaudernd Gott, Nein! dich rer, still, Und übersich die auch Bater nennen. Ich sa: bahn; Dent, feele, was Gott he mein geschick Als him: thut, Und was er hat gemelsbürger ein; Und dacht, than. ich sey nicht hier, Um erig 2. Du hast mich wun- hier zu seyn. derbar Geschaffen und be: 6. Also hat Gott die welt, reitet, Herr! durch die Mich in der welt geliebet, lebenszeit Hast du mich treu Daß er mir seinen Sohn, geleitet. Wenn's um mich und mit ihm alles gibet. stürmisch war, Bedrohtest Sein kreuz bringt segen mir, du das meer; Dann legtel Sein ganz verdienst ist mein. 23 354 Von den Pflichten gegen Gott. dutt Ich bin im leben ist, und mir schon mein loos, Das einst im tod noch sein: mich zum leben rief. 7. Schreckt das gewissen 4. Du wählst des sterb: mich Mit angst der jugendlichen geschick, Eh er gebos fünden; Denk ich: wo werd'ren ist; Und so ward ich, ich trost, Wo trost im. tode( o welch ein glück!) Schon finden? So gibt mein glau: als ein Find, ein christ. be mir Bon neuem zuver: ficht; Gott, der so gern ver zeiht, Verdammt mich ar men nicht. 5. Des säuglings stimm vernahmst du schon, Die noch fein fleben war; Und neigtest zu des weinens ton Bald ist des lebens Dein ohr erbarmend dar. bahn, Die furze bahn, zu 6. Wenn ich, als jüngling, ende. Du Gott, dem ich ges von dem pfad Der tugend lebt, Nimm mich in deine mich verirrt; Hat mich hände! Komm, frohe ewig: höchstliebreich, Herr, dein Feit! Boll hoffnung wart rath Darauf zurückgeführt. ich dein; Und stimm' in hö: 7. Du warst mein schuz her lob Mit himmelsbür: und meine wehr Vor un gern ein. glück und gefahr, Und vor Mel. Lebt Gett, ihr Christen sc. dem laster, das noch mehr, 401. Mein geist er: Als sie, zu fürchten war. staunt All 8. In krankheit hast du mächtiger! Wenn er die väterlich Mein leben neu ges gnaden denkt, Womit du schenkt; Und deine gnad er: mich, mein Gott und Herr, quickte mich, Wenn fünden So unverdient beschenkt. mich gefränkt. 2. Dann ist mein Herz fo 9. Und welche wohlthat, hoch erfreut, Gang deiner Herr, ist nicht Dieß herz, das güte voll; Und weiß vor heif fühlen kann! Dieß herz, das fer dankbarkeit, Nicht, wie froh und dankbar spricht, es danfen soll. Was du an mir gethan! 3. Als ich noch in der mut 10. Froh soll mir jeder ter schoos, In nacht verbor: tag vergeh'n Bey deinem gen schlief; Bestimmtest dulruhm und preiß. Dich will Dankbarkeit und Lob Gottes. 355 ich lieben, dich erhöh'n, So wunden Des todes gift em* gut ich fann und weiß. pfunden. 11. In schrecken, angst, 6. Sein Sohn ist uns ge: gefahr und noth, Trau ich geben Zum arzt, ja selbst allein auf dich. Stärkst du zum leben; Der hat, als er mich, so ist selbst der tod Mir gestorben, Genesung uns nicht mehr fürchterlich. erworben. 12. Wenn frachend einst 7. Der fünd' ist nun ge: der bau der welt Sich aus steuert, Die ganze feel ers den angeln reißt; Will ich neuert, Der mensch der straf den preisen, der mich hält, entbunden, Des todes furcht Dich, der mich leben heißt. verschwunden. Mel. Nun laßt uns Gott dem 2c. 8. Das herz schmeckt 402. Laßt unserm Gott fromme freuden, hat trost uns fingen, Ihm in allen leiden, Und waats, dank und ehre bringen, Daß Gott frey zu bitten, Vor wir so viele gaben Aus seiner ihm sich auszuschütten. fülle haben. 9. Wenn wir schon hier 2. Wer kann es ihm erlauf erden So hoch begna: wiedern? Ein leib mit sinn digt werden; Gott, was und gliedern, Ein geist, der wird erst vor gaben Für uns will und denket, Ist uns von dein himmel haben? ihm gefchenfet. 377 10. Doch weil wir hier 3 Und wie er erst das le: noch wallen, Wirst du mit ben Allmächtig uns gegeben; wohlgefallen, Du Bater, So will, es zu bewahren, dem wir trauen, Auf uns Auch seine treu nichts spa hernieder schauen. ren. 11. In noth wirst du uns 4. Er gibt, nach vater: schügen, In schwachheit uns weife Dem leibe täglich speiterstüzen, Bedürfnisse bes fe; Erhält ihm feine fräfte, merken, Uns in versuchung Und fördert sein geschäfte. stärken. 5. Auch wehrt er dem 12. Laß uns in deiner verderben: Die seele soll nicht wahrheit, Bis wir in voller sterben, Die doch in tiefen klarheit Dich Vater näher 356 Von den Pflichten gegen Gott. kennen, Und beffer preisen/ der; Gott weiß es, wir sind staub, Und der verivefung fönnen. Mel. Nun lob mein'Seel den sc. finder; Ein niederfallend 403. Auf! meine feel', laub! Kaum, daß die winde lobfinge! Es lo wehen, So ist es nicht mehr be Gott, was in mir ist, Den da. Wir sterbliche vergehen: Schöpfer aller dinge! Weh Stets ist der tod uns nah! dem, der seinen Gott vergißt! 4. Des Ew'gen gnad at: Er rettet dich ins leben; Will leine Bleibt, wie er selbst, in alle misfethat Jn Chrifto dir ewigkeit Bey dir, des Herrn vergeben. O gnadenvoller gemeine! Die ganz sich sei: rath! Schon hier wirst du nem dienste weiht; Und daß mit heile Getröstet und er sie selig werde, Mit furcht freut; Und dort wird dir zu und zittern ringt. Sucht, theile Die ruh der ewigkeit. daß ihr von der erde Schon 2. Es hat uns wissen las jezt euch dorthin schwingt! sen Der Herr fein recht und Dort steht bey seinenEngeln fein gericht; Erbarmung Auch) unfrer christen schaar, ohne maffen Dem fromen, Ist rein von allen mängeln, der den bund nicht bricht. Und lobt Gott immerbar. Schnell eilt sein zorn vor: 5. Anbetung, preiß und über Straft nicht nach uns ehre Sey dir, Gott Vater, rer schuld; Der Herr begna: Sohn und Geist! Wir fins diat lieber, Nimmt lieber gen's in die Chöre Der auf mit huld. Wohl dem, schaar, die dich vollkommer der Christo lebet! Gott ist preißt. Arbetung, preiß er angenehm: Mit adlers: und ehre Dir, der du warst flügeln schirebetErbarmung und bist! Wir stammlen's über dem dient mi nur, doch höre, Hör", 3. Wie väter mit erbar Gott, der ewig ist! Einst men Auf ihre schwache fins tragen wir auch palmen, der schau'n; So thut Gott Du Gott, auf den wir an uns armen, Wenn wir trau'n; Einst singen wir in einfalt ihm vertrau'n. dir pfalmen, Wenn wir Gott weiß es, wir sind sün verklärt dich schau'n. tadan yo 70 modus b10 10: 2, 115 Dankbarkeit und Lob Gottes. 357 Mel. Wer nur den lieben Gottic.ne wären wir von dir! Wenn 404. Lossing dem Herrn, Gott uns nach verdiensten o meine feele! Lob'flohute, Wie ewig elend was deinen guten Gott, mein ren wir! Doch Er, der Herr geist, Mein mund, mein der ewigkeit, lebt ewige volles herz erzähle Das gute, barmherzigkeit. das er mir erweist. Vergiß 6. Nein! feine mensch nicht, was dir Gott gethan! liche gedanken Ergründen O feele, lob' ihn, bet ibn an! seiner gnade meer: Eb fine 2. Wie oft hat mir der den wir des himmels schran: Herr vergeben, Wie oft vom ken, Eh zähten wir der sterne unglück mich befreyt? Wie heer. Unendlich wird von oft gesundheit mir und le: Gott geliebt, Wer fromm in ben Aus väterlicher huld er: gottesfurcht sich übt. neut? Wie oft og seine Va: 7. Das thor der morgen: terhand Mich noch zurück röthe stehet Weit von der an's grabes rand? abendröthe gelt! Doch weis 3. Mit gnade hast du mich ter, als die sonne gehet, Weit geschmücket, Mit guter nah: hinter jede ferne welt, Ent: rung mich ernährt. Wielférnet Gottes Baterhuld oft im elend mich erquicket, Bereueter vergehen schuld. Wie oft mich in der noth 8. Wie bey den thränen erhört? Wie oft, wenn mich seiner finder Kein vaterherz gefahr umringt, mein les verhärtet bleibt; So kehrt ben wiederum verjüngt? fich, Gott, dein herz zum 4. Mitleidig bist du, voll fünder, Den reu und demuth erbarmen, Dein thun ist zu dir treibt. Kein vater fies lauter gnad und huld; Duhet so, wie du, Dem guten trägst auf treuen Baterar find mit liebe zu, men Auch missethäter mit 9. Du kennst die schwachs geduld: Du zürnst, doch heit unsrer herzen, Kennst auch nicht ewiglich, Bekeh unsers geistes flüchtigkeit ret nur der fünder sich. Du weißt, wie oft mit heif 5. Was wären wir, wenn fen schmerzen Wir jeden fehle Gott nicht schonte! Wie fera tritt still bereut. Dur Schö 358 Von den Pflichten gegen Gott. pfer, der aus staub uns zum wurm im grabSchau'ft schafft, Kennst uns und du von deinem thron herab. kennst der fünde kraft. 14. Lobsinget Gott, lob: 10. Kurz, citel, mandelfingt, erhöhet, Erhöht den bar und flüchtig Ist hier des Herrn, ihr Seraphim, Die menschen aufenthalt. Gras thr vor seinem throne stehet, ist sein leben; schwach und Ihr starken Helden, singet nichtig Des leibes prächtig- ibm! Lobfingt, und thut ste gestalt; Blüht blumen mit freudigkeit, Was euch gleich; sinft und vergeht, der götter Gott gebeut. Gleich blumen, wenn ein sturmwind weht. 15. Jhr Gott folgsamen geisterheere, Lobt, diener 11. Nur deine huld, Je Gottes, seine fraft! Geschö hovah! blüher In gleicher pfe, rühmt des Schöpfers, schönheit allezeit; Sie ehre! Jhn, der erbalt was währt, wenn feine fonn er erschafft, Jbn lobe, ras mehr glühet, Bon ewigkeit nur wesen heißt! Lob' ibn zu ewigkeit. Sollt unfre auch ewig, du mein geist! ganze welt vergehn, Sol Nach bekannter Melodie. bleibt doch deine gnade stehn. 405. Herr Gott, dich los 12. Wer gern an dein ge: ben wir! Herr bot gedenket, Und deinen Gott, wir danken dir! Je bund von herzen hält: Wen hovah ist von ewigkeit; Er jeder fehltritt schmerzlich schuf die welt, das werk fränket, Und wem nichts der zeit. Die ganze weite böses mehr gefällt, Dem schöpfung preißt, Gott Ba: wirst du hier schon gnädigter, dich! dich Sohn! dich seyn, Den wirst du ewig Geist! Die Cherubim, die dort erfreu'n. Seraphim, Die himmel alle 13. In deinem hohen singen ihm: Heilig ist unser himmel glänzer Dein fester Gott! Heilig ist unser Gott! thron; dort ist dein reich Heilig ist unser Gott, Jeho: Ganz unermeßlich, unbervah Zebaoth! Weit, über gränzet: Doch sorgest du für alle himmel weit Gebt deine alles gleich. Zum Engel, und macht und herrlichkeit. Der Dankbarkeit und Lob Gottes. 359 boren Jefu heilge schaar, Voll sen die erd von dei: Die einst ein licht dem erd: nem ruhm, Voll, wie des Freis war: Der lehre Jefu himmels heiligthum! In märtyrer, Die preisen ewig dieser unfrer pilgrimschaft dich, o Herr! Am grabe noch, Sey, Herr, dein wort uns noch in der zeit, Preißt dich licht und kraft! O sey uns auch deine Christenheit; Dich gnädig, treuer Gott! Sey Vater, auf der himel thron! uns gnädia in aller noth! Dich, Jesu Christ, des Ba: Im leben sey uns trost und ters Sohn! Und dich, oflicht; Und auch im tod ver: Geist, des wunderkraft In laß uns nicht! Dir trauen sündern neues leben schafft! wir, Gott, unser Herr! Ver: Du Hoherpriester! du laß, verlaß uns nimmer: Prophet! Du König! deß mehr! Amen. reich nie vergeht! Du hast Mel. Hast du dann, Jesu, dein c. dich, um uns Gott zuweih'n, 406. Lobet den Herren, Erniedriact, cin mensch zu den mächtigen feyn. Dem tode nahmst du König der ehren! Laßt feine macht; 3um himmel uns, als brüder, den Bater hast du uns gebracht: Zur im himmel verehren. Tre: rechten Gottes fizest du; Mittet heran! Stimmet ein deinem Vater herrschest du. freudenlied an, Des Höch: der für uns geblutet hat, sten lob zu vermehren! Erwürgt für unsre miffe: 2. Lobet den Herren, der that! Im grabe läffest du alles so herrlich regieret; uns nicht; Du fommst, du Der uns auf erden so weis: kommst, und hält'st gericht. lich und väterlich führet; Einst sen im himmel un: Der uns erhält In der ge: fer theil Dein grofer lohn, fährlichen welt, Daß man dein ewig's heil! Hilf dei: sein Vaterherz spüret! nem volke, Jesu Christ, Und 3. Lobet den Herren, der segne, was erlöset ist! Leit unserer seelen gedenket, Geist: uns durch unsre prüfungs: liche segen in himmlischen zeit Den weg zu deiner ewigsgütern uns schenket; Der das gemüth Tröstet und him: feit! 360 Von den Pflichten gegen Gott. melwärts zieht, Wenn zeit- list dein licht: Seele, vergiß lich' trubsal es fränket! es ja nicht! Ewig erbarmt 4. Lobet den Herren, der er sich deiner. grose barmherzigkeit über; Mel. Komm o komm du Geist ze. Der, wenn wir menschen mit 407. Rühmt den Herrn, fünden ihn häufiz betrübet, ihr frommen fee: Noch mit geduld, Mit gött: len! Singet: unser Gottist licher gnad und huld Uns gut. Säumt nicht, danks trägt, und fünde vergibet! bar zu erzählen, Was der 5. Lobet den Herren, der Herr uns gutes thut. Izt nahrung dem leibe besche: und in der ewigkeit Sey ihm ret; Der uns gesundheit unfer lob geweiht! und freude und hülfe ge: 2. Völker! lobt den Herrn währet! In wie viel noth der erden, Deffen macht und hat nicht der gnädige Gott huld ihr seht. Er soll hoch Das leid in freude verkehret. gepriesen werden, Weiter, 6. Lobet den Herren, der als die sonne geht! Erd' und unser thun sichtbar gesegnet himmel bring' ihm ruhm! Auf uns vom himmel mit Alles ist fein eigenthum. strömen der güte geregnet! 3. Wer ist, wie der Herr, Denket daran, Was der erhöhet, Deffen thron der Allmächtige fann, Wie er himmel ist; Der doch kein uns liebreich begegnet! gefchöpf verschmähet, Keis 7. Lobet den Herren, der, nen wurm im staub vergißt; wenn wir als chriften einst Deffen hand in jeder welt, sterben, uns auch im tode Engel, mensch und wurm nicht läffet vergehn und ver: erhält? derben; Und nach dem tod 4. Er erlöset voll erbar: Uns liebt und fegnet als men Den bedrängten aus Gott, Und ew'ge freuden der noth; Er hebt aus dem läßt erben! staub den armen. Wer res 8. Lobet den Herren! Wer giert, wie unser Gott? Er lebet, der freue sich seiner. nimmt jed' geschöpf in acht, Er ist der Höchste, der Ein: Ist auf aller wohl bedacht. zige! auffer ihm feiner. Er 5. Gott ist helfer, wenn Dankbarkeit und Lob Gottes. 361 wir leiden; Schuz und ret tig seyd, Rühmet alle Got ter in gefahr. Er belohnt mit tes treu! Sie ist alle mor: glück und freuden, Wer in gen neu. trübsal tren ihm war. Betet Für Kinder. an, und ruft ihm zu: Gott, mel. Mirnach, spricht Christus. wie stark, wie gut bist du! 409. Herr meines les bens! dank sey Mel. Gott sey Dank durch alle sc. 408. Jauchzet eurem dir Von herzensgrund gege: Gott! erhebt, ben. O welche wohlthat Preißt ihn, alle, die ihr lebt! schenkst du mir Mit diesem Dient ihm, und vollbringt jungen leben! Herr, was ich mit freud Alles, was der bin, bin ich durch dich: Du Herr gebeut! schüzest, nährst und segneft 2. Tretet voll von zuver: mich. ficht Frölich vor fein ange: 2. Du riefft mich in der. sicht! Sagt ihm dank, und mutter schoos Zu diesem fro: bringt ihm ehr! Er ist Gott, hen leben. In ihren armen und feiner mehr. rurd ich gros, Und lernte 3. Gnädig hat er von der dich erheben. Da hörtest du welt Uns zu seinem volt er: mein stammeln schon, Und wählt, Unser Schöpfer, un merkteft auf des weinens fer Hirt, Der uns ewig lei ton. ten wird. 3. Wenn ich vom pfad der 4. Gott ist König: wir tugend wich, Durch jugend: find sein: Geht zu seinem luft geblendet; So hast du tempel ein! Dankt ihm, dennoch väterlich Dein herz fingt zu seinem ruhm Froh zumir gewendet. Du nahmst in seinem heiligthum! dich meiner schwachheit an, 5. Lobt ihn, lobt ihn! Er Und führtest mich auf ebner ist gut: Gut ist, was er will bahn. und thut. Er, er trägt uns 4. Du schü test mich, wenn mit geduld: Ewig währet je gefahr Dem jungen leben feine huld. drohte: Wenn ich dem grabe 6. Alle, die der Herr er nahe war, So halfft du mir frent; Die ihr izt und künf vom tode. Du ließ'st mich 362 Von den Pflichten gegen Gott. blühen und gedeihn, Und und noch als greis, Mich dir meiner eltern freude seyn. um dienst ergeben. Ich, 5. Herr, dir gehöret dank dein erlöstes eigenthum, und preiß! Den will ich gern Bring ewig deinem nah: dir geben. Ich will als find, men ruhm. V. Von den Pflichten des Christen gegen sich selbst. Selbsterkenntniß und 4. Du fennest unsers her: Demuth. zens tiefen, Die uns selbst Mel. Wer nur den lieben Gott zc. unergründlich sind. Drum 410. Wer bin ich? die laß mich oft und ernstlich fe grose frage, prüfen, Ob ich sey Christo Mein Gott, die lehre mich gleich gefinnt? Befreye mich verstehn! Gib, daß ich mir vom falschen wahn, Der die wahrheit sage, Ummich, auch den Flügsten triegen so wie ich bin, zu sehn. Wer fann. nicht sich selbst recht fennen 5. Wer alles weiß, und fernt, Bleibt von der weis: doch verborgen Und unbes heit weit entfernt. fannt sich selbst noch bleibt; 2. Ich bin ein werk von Wie will der für sein bestes deinen Händen; Du schufft sorgen? Was ist, das den mich, Gott, zu deinem preiß: zur beßrung treibt? Sich Dazu mein leben anzuwen: felbst recht kennen, ist vers den, Das ist dein väterlich stand. Drum mache mich geheiß. Leb ich nun, als dein mit mir bekannt. eigenthum, Auch, wie ich! foll, zu deinem ruhm? 6. Was mir zu mei nem heil noch fehlet, Mein 3. Jch bin ein christ, nach Bater, das entdecke mir! dem bekenntnis. Herr, bin Hab ich der wahrheit weg ich dann auch in der that? erwählet, So gib, daß Ach, öffne du mir mein verlich ihn nicht verlier. Ach! ständnis, Recht einzusehn, leite mich mit deinem licht; ob ich den pfad, Den Jesus So täuschen mich verfüh mir gewiesen, geh? Und ob rer nicht. ich auch im glauben steh? 7. Bin ich noch fern vom Selbsterkenntnis und Demuth. 363 rechten stege, Der mich zum frömmigkeit? Oft sind die ew'gen leben führt; So guten triebe Nicht früchte w gen lebe bringe mich zurück vom we: deiner liebe, Nur früchte der ge, Der ins verderben sich natur und zeit. ensirunu verliert. Gib mir zur beß: rung luft und fraft. bists, der beydes in schafft. 4. Der sünden meiner ju: Du gend, Der mängel meiner uns tugend, O Herr, gedenke nicht! Willst du mit deinen knechten, Wie sie's verdienen, erfahren, Was ich hier war rechten, So trifft sie alle und hier gethan. O laß dein gericht. michs nicht bis dahin spa: 8. Jch muß es einmal doch 5. Doch wenn auch, die ren, Wo reue nichts mehr aur ehre, Rein meine tugend helfen kann. Hier mache wäre; Wes ist dieß eigen: mich zum himmel flug, Und thum? Wer ließ mich unters frey vom schnöden selbst: richten? Wer ließ in meinen betrug! pflichten Mein glück mich fehn und meinen ruhm? id Mel. In allen meinen Thaten zc 411. Gib, Gott, wenn 6. Wer gab mir, dich zu ich dir diene, lieben, und dein gebot zu Daß ich mich nicht erkühne, üben, Die lust und freudigs Darüber stolz zu seyn! Wer keit? Wer stärkte meine fann bey seinen werken, Wie fräfte Im heiligungsge: oft er fehlet, merken? Wer schäfte? Wer gab mir muth ist von mängeln völlig rein? und sieg im streit? 2. Such ich stets, deinen 7. Du schaffst, daß ich dich willen So eifrig zu erfüllen, wähle; Durufst mich, wenn Als es dein wort gebeut? jich fehle, Auf rechten weg Kann ich auch etwas wagen, zurück; Du zichst mich ab Auch müh und trübsal tra: von sünden, und läß'st mich gen Für tugend und für gnade finden, Und gibst zu frömmigkeit? meiner beßrung glück. 3. Entzieh ich mich den 8. Sollt ich mich deß er: sünden Auch stets aus rech. heben, Was du, Herr, mir ten gründen? Aus wahrer gegeben? Hab ich auf lohn 364 Von den Pflichten gegen sich selbst. ein recht? Könnt ich auch erhöhte mich? Ist nicht mein alles üben, Was du mir vor: nächster oft Biel würdiger, geschrieben; Wer bin ich? als ich? ein unnüzer fnecht! 5. Wie fönnt ich mich, Mel. O Gott du fremmer Gott. o Gott, Des guten überhe: 412. Herr, der du alles ben? Was ich befiz, ist dein. gibst, Von dem Du sprichst: so darf ich le ich alles habe; Was ist mein ben. Du sprichst: so bin ich stand, mein gluck, Und jede nichts. Bon dir kommt das gute gabe? Es ist geschenk gedeyhn. Drum laß mich von dir, Ein unverdientes ewig fern Bon stolz und gut: Darum bewahre mich hochmuth seyn. Vor stolz und übermuth. Mel. In allen meinen Thatenic. 2. Wenn ich vielleicht der 413. Was ich nur gutes welt Mehr, als mein näch: habe, Ist deine ster, nüze; Und wenn ich milde gabe, Du Vater alles mehr verstand, Als er besizt, lichts! Mein daseyn und befize: Bin ich nun mehr, mein leben Ward mir von als er? Gab Gott nicht alles dir gegeben, und ohne dich mir? Berstand und tüchtig: vermag ich nichts. Feit, Kommt alles, Gott, 2. Sowohl verstand als von dir. Fräfte Zum nüzlichen ges 3. Wenn mir ein gröser schäfte, hab ich aus deiner glück Nach deinem rath behuld. Dein ists, wenn gute gegnet, Und deine gütigkeit thaten Dem vorfaz wohl ge: Mich mehr, als andre, segnet; rathen; An fehlern bin als Gibt diese deine buld Mir lein ich schuld. wohl zum stolz ein recht? 3. Das glück, des ich mich Bin ich darum nicht auch, freue, Das schafft mir deine, Was andre sind, dein knecht? treue, Du Herr der ganzen 4. Wenn ich geehrt und welt! Du ordnest unsre ta gros In hohen würden ste: ge, Jhr glück und ihre plage, he; Und andre unter mir In Nur so, wie dir es wohlge: kleinerm glücke sebe: Wer fällt. machte sie gering, Und wer 4. Sollt ich mich dann Selbstliebe. 365 erheben, Wenn mir in die als ein christ sich liebt, Der sem leben Viel gutes wider: flicht auch als ein christ, fährt? Was hat dich, Herr, Was wider deine furcht Und Steto bewogen, Daß du mich vor: menschenliebe ist. gezogen? Bin ich auch je: mals deffen werth? 3. Kein schnöder eigennuz Beherrsche meine seele! Und G 5. Ich bin viel zu geringe wenn zu meinem glück Ich Der huld, die ich befinge; weg und mittel wähle; So Und werd es ewig seyn. Olaß mich stets daben Auf laß michs nie vergessen; So recht und wahrheit schau'n; werd ich nie vermessen Mit Auch nie, mein wohlergeh'n stolz und eigenlieb mich Auf andrer elend bau'n. freu'n. 4. Dein fluch trifft jedes 6. Das nüzlich anzuwen glück, Bey dem die tugend den, Was du mit Vaterhän: leidet; Bey dem der, so es den Mir gnädig zugewandt; sucht, Die wege Gottes meis Dein treuer fnecht zu werdet. Wer unrecht liebt und den, Das sey mein fleiß auf thur, Erbt deinen himmel erden! Dazu gib demuth nicht. Nie treffe mich, o und verstand! Gott, Dieß schrekliche ges richt! Selbstliebe. Mel. O Gott du frommer Gott. 441. 5. Nie blende mein ges Dein wille ists, o müth Der eitelkeiten schims Gott! Ich soll mer. Die welt mit ihrer luft mich selber lieben. O laß Bergeht doch einst auf ims mich diese pflicht Nachdeiner mer. Was hilft uns Furze vorschrift üben; Und schräne lust? Was bilft uns eitle ke selbst den tricb, Froh und pracht? Nicht ein vergäng beglückt zu seyn, Den du lich gut Jfts, was uns glück: mir eingepflanzt, In heil'ge lich macht. gränzen ein. 6. Ein Gott ergebnes herz, 2. Gib, daß mein ganzes Ein ruhiges gewissen; Nur herz Sich deiner liebe weihe; das kann uns allein Des les Und daß in allem ich Dein bens last verfüffen: Das auge findlich scheue. Wer bleibt uns auch in tod, Und 366 Von den Pflichten gegen sich selbst. folgt uns aus der zeit Zum frey'n, Selbst deinen Sohn grosen segen nach Bis in die gesendet. ewigkeit. 3. Zu gros für diese kurze 7. O felig, mer darnachzeit, Bestimmt zum glück der Mit heil gem eifer trachtet, ewigkeit, Lebt sie im fleisch Und für sein gröftes glück auf erden; Durch glauben Die gnade Gottes achter! und gottseligkeit, zu gröse Der liebt allein sich recht, rer vollkommenheit, Zum Ist glücklich in der zeit, Und himmel, reif zu werden. felig einst bey Gott In alle 4. Mit groser treue willst ewigkeit. du fie Selbst durch des le 8. Dieß fey dann auch bens furze müh Zu diesem mein ziel! Gott, laß mir's ziele führen. O laß mich gelingen, Des herzens wah: nicht durch eigne schuld Das res glück nach wunsche zu er: heil, das deine Baterhuld ringen. Bewahre mich da: Ihr zugedacht, verlieren. bey, Herr, vor dem lauf der 5. Mit dir o Gott, vers 1971'EN3M( DUT welt. Gib, daß ich so mich eint zu seyn, Mich emig deis lieb', Als dir es wohlgefällt. ner huld zu freun, Und dich Sorge für die Seele. zum trost zu wählen: Das Mel.Kommt her zu mir, spricht 2c. sey mein zweck und mein bes 415. Herr! meiner feele mühn! Laß mich den rech grosen werth, ten weg dahin Aus leicht: Den mir dein theures wort sinn nicht verfehlen. erklärt, laß mich mit ernst 6. Wer böse ist, bleibt bedenken; Und auf die sorge nicht vor dir. Drum schaffe für ihr wohl So unermü: selbst, o Gott, in mir Ein det, als ich soll, Den grösten herz, das sünden haffet; eifer lenken. Das seine schuld vor dir be: 2. Wie hoch ist sie von dir reut, und das zu deiner geacht't! Welch glück hast gütigkeit Durch Christum du ihr zugedacht! Wie viel hoffnung faffet. an sie gewendet! Du Gott 7. Gib, daß ich dir mich schufft sie, dein bild zu seyn; ganz ergeb; Und was ich Und hast, vom fluch sie zu bes hier im fleisch noch leb, Laß Sorge für die Seefe, note 367 mich im glauben leben An Gott um erbarmung flehen, dich, Sohn Gottes der du Das ist der weg zum leben mich So hoch geliebt hast, nicht, Den uns, o Gott, dein daß du dich Für mich dahin unterricht In deinem wort gegeben. bezeichnet. 8. In meiner ganzen pil: 3. Du rufft uns hier zur grimschaft Laß mich gestärkt beiligung: Drum laß auch durch deine kraft, Nach je: hier auf erden, Des Gei: nem kleinod trachten, Das stes wahre besserung Mein mir dein rufvor augen stellt: hauptgeschäfte werden. Laß mich die leiden dieser Herr, stärke mir dazu den welt, Wie nichts dagegenstrieb! Nichts sey so gros, nichts mir so lieb, Das ich achten. 9. Wie werd ich dann so ihm nicht aufopfre. felig seyn! Schon hier wird 4. Gewönn' ich auch die sich mein herz dann freu'n, ganze welt mit allen ihren In dir, Gott, ruhig leben: freuden, Und sollte das, was Und du wirst nach vollbrach: Gott gefällt, Darüber fliehn ter zeit Auch mich gewiß zur und meiden: Was hülfe herrlichkeit In deinem reich mir's? Kann auch die welt erheben. Mit allem, was sie in sich Mel. Sey Lob und Ehr dem ic. hält, Mir Gottes gnad er: 416. Nach meiner fee: fezen? len feligkeit Laß 5. Was führt mich zur Herr, mich eifrig ringen! zufriedenheit Schon hier in Sollt ich die furze gnaden diesem leben? Was kann Zeit In ficherheit verbrin mir troft und freudigkeit In gen? Wie würd ich einst vor noth und tod noch geben? dir bestehn? Wer in dein nicht menschengunst, nicht reich wünscht einzugehn, irdisch glück; Nur Gottes Mußreines herzens werden. gnade, und der blick Auf je: 2. Erst an dem schluß der nes lebens freuden. lebensbahn Auf seine fün: 6. Nach diesem kleinod, den sehen; Und wenn man Herr, laß mich Vor allen nicht mehr fünd'gen kann, ldingen trachten; Und was 368 Von den Pflichten gegen sich selbst. mir daran hinderlich, Mitslästerungrn; Wird seines edlem muth verachten. Daß herzens ruhe doch Dadurch ich auf deinen wegen geh, nicht ganz bezwungen. Er Und im gericht dereinst behütet sich vor übeithat, Und steh, Sen meine gröfte sorge! denkt: der lügen wird wohl 7. Doch was vermag ich, rath; Gott wird die un: wenn du nicht Vor trägheit schuld retten. mich beschüsest; Und mich 4. Sein geist sieht mit zur treu in dieser pflicht Mit zufriedenheit Der künft'gen träften unterstüzest? Ostär welt entgegen; Die gibt fe mich, mein Gott, dazu! ihm muth und freudigkeit So find ich hier schon wahre Auf allen seinen wegen. ruh, Und dort das ew'ge Denn dort macht selbst, o leben. Herr, dein mund Den wah: ren werth der menschen 417. D welch ein un fund; Da wird der from Mel. Nun freut euch lieben 1c. schäzbares gut me siegen. Ist doch ein gut gewiffen! 5. So hilf dann, daß ich, Wer dieses hat, der hat auch mir zum heil, Ein ruhiges muth, Wenn andre zagen gerriffen, Des lebens aller: müssen. Sein ruhig her besten theil, Zu haben sey be: erzittert nicht; Ihn schreckt fliffen. Mit dir, Gott, auß: Fein tod und kein gericht: geföhnt zu seyn; Dein heilig Denn mit Gott hat er frie: recht nicht zu entweihn, Das den. fey mein gröfter eifer! 2. Gott, deines benfalls 6. Gib, daß ich des ges sich bewust, Nuht er in deiner wissens spruch Als deine gnade. Dein friede wohnt stimme ehre; Und immer in seiner brust; Und wer ist, aufmerksam genug Auf sei der ihm schade? Auf dich newarnung höre.Erinnerts fieht er bey aller noth, Wo: mich an meine schuld, So mit die zukunft ihn bedroht; laß mich, Vater, deine huld, Ihn tröstet deine vorsicht. Mit reu und demuth suchen! 3. Trifft ihn auch hier zu 7. Mit deiner gnade trő: weilen noch Das gift der ste mich; Und stärke meine 369 Sorge für die Seele. feele, Daß sie vor fünden hü: 5. Nichts fann im wohl: te fich, Und nie aus vorsalergehen Sounser glück erhö fehle. Denn wer nur reines hen, Als ein geruhig's herz: herzens ist, Hat immer auch Das schaffet inn're freuden, durch Jefum Christ, Dich, Selbst in dengrösten leiden; groser Gott, zum treste. Und stillet auch den grösten Mel. In allen meinen Thaten zc schmerz. 418. Ein ruhiges gewis 6. Die güter zu verachs sen Laß, Herr, ten, Bornachy die thoren mich stets genieffen, Denn schmachten, Was gibt uns hab ich dieses nur, So ist für dazu muth? Was tröstet mich in tagen, Wo andre Gottes finder Beyin spotte schrecklich zagen, Nichts frecher fünder? Ein ruhig schreckliches in der natur. herz, dieß gröste gut. 2. Wenn meine fünde 7. Zu dir gen himmel schweiget, Und Gottes Geist schauen, Gott! und mit mir jeuget, Daß ich begna: vertrauen Sich rühmen: ich digt bin; Wenn mich sein bin dein! Gezählt zu den er: troft erquicket, So oft mich lösten, Darf ich mich deiner trübsal drücket; Wie uns trösten! Welch glück, mein schäzbar ist mein gewinn! Gott, kann gröfer feyn? 3. Sollt ich solch ruhig 8. Läß'st du mich im ges leben Für lust der sinne gewiffen Einst diefen trost ges ben, und dann die inn're nieffen, Wenn alles von mir pein, Mich selber zu verkla: weicht, Wenn ich den lauf gen, In meinem busen tras vollendet, und sich mein les gen? Wie groß würd' meine ben endet; So wird mir thorheit ſeyn! selbst das sterben leicht. 4. Sein eigen herz be: 9. O laß zu allen zeiten fämpfen, und ſeine neigung Mich deine meisheit leiten; dämpfer, Ist freilich schwere Und mache selbst mich treu! pflicht: Doch wenn wir uns Zum fleiß in guten werfen besiegen, Welch seliges ver: Laß mich die hoffnung stär: gnügen Gewährt uns die fen, Daß nichts verdamm: vollbrachte pflicht! lich's an mir fen. 24 370 Von den Pflichten gegen sich selbst. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 5. Die fröhlichkeit in 419. Wenn ich ein gut meinem herzen Verbreitet gewiffen habe, sich auf mein gesicht! Sie So hab ich grofe seligkeit: ist mein labial in den Es ist des himmels beste schmerzen, und in der gabe, Das höchste glück in finsterniß mein licht. Sie dieser zeit. In freud und macht getrost, wenn auch leiden gibt es hier Die wah: die, welt Erzittert und in re ruh der feele mir. trümmern fällt. 2. Jch bebe nicht, wenn 6. Jch eile mit gefestent fünder beben, Daß Gott ge: schritte Des lebens legter recht und heilig ist. Mein stunde zu: Denn der vers herz gibt zeugnis meinem fall'nen leibeshütte Zeigt leben, Daß ich gewandelt sich im grabe sanfte ruh; als ein christ, Des göttli: Indem mein geist, der Gott chen berufes werth, Der gelebt, Zu seinem ursprung mich rechtschaffen wandeln sich erhebt. lehrt. 7. Und droht mir ja 3. Getrost wag ichs, vor noch ein'ge sünde, Mein Gott zu treten, Und ihn Heiland gibt mir trost und voll glaubensfreudigkeit Als muth; Ich weiß, daß ich meinen Vater anzubeten, vergebung finde: Für mich Der, was ich habe, mir ver: vergoß er auch sein blut. leiht, Und jedem heil und se: Er, der die welt versöh: gen gibt, Der ihn von net hat, Tilgt alle meine grund des herzens liebt. miffethat. 4. Mit muth trag ich! 8. D feelé! darum sey des lebens leiden; Sie befliffen, Daß frömmig: find ein herber augenblick; feit und heiligkeit Dir Und des gewiffens inn're immerdar ein gut gewis freuden Sind füffer, als sen Und glaubenszuver: der erde glück: Und was sicht verleiht. Und du, kann höhern troft verleihn, mein Gott, regiere mich! Als ohne schuld im leiden Denn ach, was tönnt' ich foyn? sa in ohne dich? a 371 Gorge für die Seele. Vorsicht wider Liebe 5. Bald reizte mich aufs ilingssünde. wneu die fünde: Wie schwach Mel. Wer nur den lieben Gottic.[ war gleich mein widerstand! 420. Ach, abermal bin Ach, sie gefiel mir! und ges manten ich gefallen Mit schwinde Ergriff fie mich, überlegung und mit wahl! und überwand! Die lust vers Tief, o wie tief, bin ich gefal: schwand mir im genuß: Nun len: Vielleicht noch nicht zum folgten eckel und verdruß! leztenmal! Elender fünder, 6. Auch dießmal bin ich der ich bin! In welchen ab: überwunden: Ach, niemals grund eil' ich hin! sonst fiel ich so tief! Mein 2. O die verhaßte lieb: vorfaz war noch nicht vere lingsfünde, die gewohn, schwunden, Mein herz schlug, heit ihrer luft, Der hang, den mein gewissen rief; Gott, ich zu ihr empfinde Wie wü: Richter, ich gedacht' an dich: ten fie in meiner brust! Wie Und dennoch, dennoch fün: unumschränkt, wie fürchter: digt' ich! lich Ist ihre herrschaft über mich! 7501 7. Jch fagte mir: Gott wird es rächen! Und den: 3. Längst warnte schon noch, dennoch fündigt' ich! mich mein gewissen: Mensch, Wie groß, wie schwer ist du empörst dich wider Gott! mein verbrechen! Dwie eri Von böser lust dahingeris: schreck ich über mich! Bom fen Eilst du betrogen in den erohen deines weltgerichts tod! Dir raubt die fünd' in Erbebt ich: doch es wirfte furzer zeit Dein glück und nichts! not deine seligkeit! 8. Dunbegränzte fünden: 4. Wie oft hab ich mir liebe, Wie werd ich endlich vorgenommen: Nun will frey von dir! Wie überwind ich meine fünde fliehn! Reinch deine triebe, Und dämpfe und unsträflich und vollkom endlich fie in mir! Gott, men Zu wandeln, will ich mein Erbarmer, hör mein mich bemühn! Wie oft, oflehn, und lehre mich, ihr Gott, hat mein gebet Umwiderstehn! adorad kraft dazu dich angefleht! 9. Liebt ich dich nur, so wie 372 Von den Pflichten gegen sich selbst. ich sollte, Dann ließ die lust streuet Dort erndet man zur fünde mich! Wenn sie erfreuct Der tugend früchte mich auch versuchen wollte, ein. Je länger ich hier wands Geläng' es ihr nicht wider le, Vor dir, rechtschaffen dich! Und deiner wahren lie: handle, Je gröser wird mein be glanz Betäubte, tödtete glück dort seyn.olss fie ganz! 3. Sollt ich dieß glück mir 10. O pflanze du in meirauben? D Herr, laß mir, ne feele Rechtschaffne lieb' im glauben Der fünft'gen und luft zu dir! Gott, was erndezeit, Mein leben hier ich denke, was ich wähle, Be: auf erden So werth und weise Gottes lieb in mir! wichtig werden, Als es mir Dich lieben, als dein eigen: selbst dein wort gebeut! thum, Das sey mein werk, mein heil, mein ruhm! 4. Mir selbst es zu ver: fürzen, Mich in den tod zu 11. Dann werd' ich end: stürzen, Ist wider meine lich überwinden, Und berr: pflicht; Ist undank deiner fcher meiner lüfte feyn. Dan güte. Ein redliches gemüthe wirst du alle meine fünden, Verläßt ja seinen posten Wie viel, wie gros sie sind, nicht. verzeih'n. Mein leben hier 5. Was leicht in frank: sey dann dein dank; Einst heit stürzet, Das leben leicht fchalle dir mein lobgefang! verkürzet, Laß mich mit sorg: Leibespflege, oder måsfalt flieh'n; Doch laß mich figkeit und Keuschheit. auch nicht zagen, Mein les Mel. In allen meinen Thatenac ben da zu magen, Wo mich 421. Was ist mein zeit- beruf und pflicht hinzieh'n. lich leben, Das 6. In deine Baterhände du, Gott, mir gegeben? Ein Befehl ich, Herr, mein ende, unschäzbares gut. Du gabst Und meiner tage lauf Es mir's, hier auf erden Zum sey mein ganzes leben Dir himmel reif zu werden, hier zumdienst ergeben! Hilf Worauf mein wahres glück du selbst meiner schwachheit beruht. des mal auf: Disur 3000 2. Hier wird die saat ge: 7. Was nügt ein langes Leibespflege, Mässigkeit und Keuschheit. 373 leben, Wenn man nicht, uns die fräfte Zu dem, was Gottergeben, Nach wahrer uns die pflicht gebeut; Macht tugend strebt? Wer Gottsträge zum berufsgeschäfte, und menschen liebet, Und Untüchtig zur gottseligkeit; fich im glauben übet, Nur Erweckt unordnung, streit der hat lang und wohl und zank, Und hindert den gelebtain the siden Gott schuld'gen dank. Mel. Wer nur den lieben Gott c. 5. Wer sich den bauch zum 422. Wie mannigfal: Gott erkohren, Unmäßig tig sind die ga: Gottes gaben braucht, Der ben, Wodurch uns, Herr, ist fürs himmelreich verlo: dein wohlthun nährt, Undsren, Zu dem kein knecht der die, forgeist als leib zu laben, lüfte taugt. Gott! laß mich Uns täglich deine hand ge ja dieß lafter scheu'n, Und währt, Auch das, was unser mäßig stets und nüchtern mund genießt, Zeigt uns, wie seyn. freundlich, Gott, du bist. 6. So oft ich speis und do2. Doch laß die kraft, uns trank genieffe, So laß es mit zu vergnügen, Die du in vernunft geschehn; Und, daß fpeis und trank gelegt, Laß ich beydes mir verfüffe, Laß fie mein herz nie so besiegen, mich auf dich, den Geber, Daß sie zum schwelgen mich sehn; Auf dich, der du uns bewegt. Laß, deiner gaben zärtlich liebst, Uns nahrung mich zu freun, Mich mäßig und erquickung gibst! im genuffe seyn! Mel. Es well uns Gettgenädigre. 3. Mir ſpeis und trant 423. Der du verstand fein her beschweren, Steht und tugend memals wahren christen an: schenkst, Gett, Bater meines Dadurch wird das, was uns tebens! Wo du nicht thun ernähren und unsern geist und laffen lenkst, So leb' ich erquicken fann, Ein gift, das hier vergebens: Denn wen in die adern schleicht, und dein guter Geist nicht führt, Frankheit, schmerz und tod Der bleibt der fünd' ergeben; erzeugt. lind wen die sünde noch res id 4. Die schwelgeren raubt giert, Der ist zum rechten les 374 Von den Pflichten gegen sich selbst. ben noch nicht hindurch gerey, Die leicht das herz ber gedrungen. afchweret; Bor trunfenheit, 2. Drum, Vater, neig dich die ohne scheu Schandthaten väterlich Zu deinem schwasüben lehret. Die lust, die chen finde! Gib mir ein blos den leib ergözt, Vers frommes herz, daß ich mich dirbt auch fromme herzen; scheu vor jeder sünde. Be: Und was die welt für freu: wahre meinen mund, daß de schäzt, Bringt nachreu, mir Kein schlüpfrig wortelend, schmerzen, Und stürzt entfalle; Bielmehr von mei: zulezt zur hölle. nen lippen dir Manch freu: 6. Hilf, daß mein geist dig lob erschalle, Den näch: nichts lieber hört, Nichts lie: sten zu erbauen. ber spricht und denfet, Als 3. Bewahre, Gott, mein was den glauben stärkt und ohr, daß ich nicht gern auf nährt, Und luft zuin gutent spötter höre; Damit in mei: schenfet; Was mich zu jez nem glauben mich Kein fre: nem leben bringt, wo man cher thor bethöre. Hilf, daß bey dir stets lebet, Dein lob kein wiz der lästersucht mir mit allen Engeln fingt, Den ohr und herz vergifte, Und Heiland sieht, erhebet, Und niemals, wie er tückisch sucht, ihm sich ähnlich schauet. Durch mich dann zwietracht Met. Wer nur den lieben 26. fifte, Nie mich zur schmäh: 424. Der wollust reiz sucht reize. zu widerstre: 4. Die augen, Gott, be: ben, Laß täglich deine weiss wahre mir Vor unverschäm: heit seyn; Liebst du, o mensch, ten blicken, Und vor unzüch: dein glück und leben! Denn tiger begier, Die unschuldfibre freuden bringen pein. zu verstricken. Laß sie den Entflieh der schmeichelnden schmuck der fittsamkeit Weit begier: Sie raubet dir des über alles schäzen. Was reis herzens zier. ner Engel aug erfreut, Das fen auch mein ergözen! Auf dich laß sie hintehen! 2. Um ihr die nahrung zu verwehren, Sey stets ein freund der nüchternheit; Laß 5.Behüte mich vor schwel speis und trank dich nie bes Leibespflege, Mässigkeit und Keuschheit. 375 fchiveren, Und steure deiner freundschaft war: Ein lane finnlichkeit. Scy deiner ger umgang macht dich schwachheit stets beiruft, dreist, Und du vergiß'ft, was Und meid oft selbst erlaubte unschuld heißt. luft. Jadn 7. Dein fühlend herz wird 3. Scy, um die wollust zu sichs verzeihen, Daß es des verhüten, Stets schamhaft lasters trieb ernährt; Es gegen deinen leib: Laß nicht wird nur seinen ausbruch dein auge dir gebieten; Flich scheuen, Weil dieser vor der eitlen scherz und zeitvertreib. welt entehrt; Wird kleine Des frechen wiglings freyer fehler übersehn, Und so zu scherz Erniedrigt und vergrofen übergehn. dirbt dein Herz. 8. Jsts sünde nur, bie 4. Entzich der wollust ihre that vollbringen? Jst, ders träfte Im schweisse deines nicht thut, schon tugende angesichts. Der unschuld haft? Sollst du nicht auch schuzwehr sind geschäfte; den trieb bezwingen, Nicht Nichtsthun, das nez des bö: auch den wunsch der leiden: fewichts: Bey trägheit und schaft? Soll bbos dein äuß' ben müßiggang Besiegt uns rer wandel rein, Solls nicht jeder böse hang. auch deine feele seyn? 5. Willst du der wollust 9. Begierden sind es, die trieb bekämpfen, Eh er die uns schänden; Und die verle freyheit dir verwehrt, So zen unfre pflicht, Auch ohne such ihn früh in dir zu dám: daß wir sie vollenden.Drum pfen. Hat ihn dein herz zu rühme dich der keuschheit vor genährt, Und du hast nicht, Es sey dann, daß du, ihn nicht gleich erstickt, Soldurch den Geist, Der lüfte wird er schwerlich unter herrschaft dich entreiß'st. drückt. 10. Denk oft den mächti: 6. Oft täuschen dich des gen gedanken: Die unschuld lasters triebe, Und du er ist der feele glück. Der halte, blickst nicht die gefahr; Oft fängst du an zu wanken, wird das unerlaubte liebe, Dich noch von deinem fall Was anfangs nichts alszurück. Dir gibt dein gane 376 Von den Pflichten gegen sich selbst. ger lebenslauf Sie nicht zu: 15. Sie raubt dem hers rück, gibst du sie auf. zen muth und stärke, Und 11. Denk oft bey dir: der stürzt dich zu dem thier her: wollust bande Sind selbstab: Raubt dir den eifer edler schon vor der welt ein spett; werke, Den adel, welchen Doch strafte mich schon keine Gott dir gab. Wie? wärst schande, So sicht und findet du noch fein ebenbild, Von mich doch Gott, Gott, dem wilder finnlichkeit erfüllt? auch kein gedank' entflieht, 16. Drum fliehe vor der Und der selbst ins verborg: wollust pfade; Und lockt dich ne sieht. schmeichelnd ihre bahn, So 12. Die wollust fürzt des rufe brünstig Gott um gnar lebens tage, Da feuschheit de, Und weisheit in versus heil und leben gibt; Und chung an, Erzittre vor dem feuchen werden deffen plage, ersten fall! Du fällst gewiß Der ihre gift'gen reize liebt. mehr, als einmal. Wer Gottes tempel hier zer: Wahrheit und Aufs stört, Ift seiner strengsten strafe werth. richtigkeit. Mel. Alle Menschen müssen sterb. 13. Wie blühte nicht des 425, Laß, mein Gott, jünglings jugend, Es ihn mich darnach stre: der wollust reiz bethört! ben, Stets der wahrheit Doch er vergaß den weg der freund zu seyn. Wer den tugend, Und seine fräfte find lügen sich ergeben, Darf verzehrt. Verwesung schän sich nicht des himmels freun. det fein gesicht, und predigt Denn vor deinem angesichte Gottes strafgericht. Wird der lügner einst zu: 14. So rächt die wollust nichte, Wie der feind voll an den frechen Früb oder trug und list, Der der lüg: spät mit harter hand Diener vater ist. schwer zu büffenden verbres 2. Andern zu gefallen lü chen: Sie lohnet dir mit un: gen, Leeven schwäzern gleich verstand, Verdunkelt deiner zu seyn, Heuchelnd brüder feele licht, und dein gewiffen zu betrügen, Herr, das falle fchweiget nicht. Imir nicht ein! Wahrheit leit 377 Wahrheit und Aufrichtigkeit. G an allen orten Mich in wer: Mel. Balet will ich dir geben 2c. fen und in worten. Redlich 426. Wohl dem, der fey des herzens grund, Red richtig wans lich spreche stets der mund.delt, Der als ein wahrheits: 3. Die der falschheit sich freund Jn wort: und wer: ergeben, Sind vor dir, ofen handelt, Und das ist Gott, ein greu'l; Und ein was er scheint; Der recht unglückselia leben Bleibt und treue liebet, Und von gewiß ihr fünftig theil. Hier dem sinn der welt, Die trug schon trift verdiente schande und falschheit übet, Sich Sie bey redlichen im lande. unbefleckt erhält! Denn ein jeder menschen: 2. Wohl dem, der lüs freund Ist der falschheit genhaffet, Und der, so ofter ränken feind. foricht, So feine reden fas 4. Schmäht mich ohneffet, Daß er die wahrheit mein verschulden Der ver nicht mit vorbedacht vers läumder fästermund; Herr, lezet; Und der an allem ort so laß michs still erdulden; Sich dieß vor angen fezet: Einst wird doch die wahr: Gott merkt auf jedes wort. heit fund. Darf ich ja nicht 3. Wohl ihm! daß sein länger schweigen, Meine un gemüthe, Herr, deine rechte schuld zu bezeugen; O so übt. Ihn leitet deine gute, gib, daß stets dabey Herz Er wird von dir geliebt. Du und mund voll sanftmuth wirst ihn einst erhöhen, Wen fey. in der wahrheit licht Bes 5. Daß du, Gott, an je schämt die falschen stehen, demorte Zeuge meines wans Geschreckt durch dein gericht. dels bist; Daß kein einzigs 4. Herr! drücke diese fache meiner worte Meinem Gott Mir tief ins herze ein; Daß verborgen ist: Dieß sey mir ichs zur pflicht mir mache, stets im gemüthe, Daß ich Der lügen feind zur feyn: mich vor lügen hüte: Denn Erinnre mein gewissen, Du du liebst den wahrheits, haffest heucheley; Damit ich freund, und bist falschen stets beslissen Der treu und Herzen feind. wahrheit sey 378 Von den Pflichten gegen fich felbst. 5. Nie laß mich was ver: Met. Sey Lob und Ehr dem 16. sprechen, Das ich nicht hal: 427. Die junge, die ten fann; Und nie zusagen vernehmlich brechen, Die ich einmal gespricht, hat dir dein Gott than: Nie laß den stolz mich gegeben. Welch ein geschenk! leiten, Und nie des beyspiels mißbrauch sie nicht: Sie macht, Als wahrheit auszu bringet tod und leben; Man breiten, Was ich doch selbst fluchet und man lobt damit. erdacht. that Ach Gott, erhöre ineine bitt, 6. Doch laß zu allen zei: Daß ich sie recht gebrauche! ten, Herr, deiner weisheit 2. Laß erst in meines her: licht Auch meine fecte leiten, zens grund Furcht Got Damit ich meine pflicht Mit tes immer wohnen; Ges flugheit üb', und wiffe, wissenhaft wird dann mein Wann ich für andrer wohl mund Der wahrheit rechte Und für mich reden müsse, schonen. Und wohl dem, der Und wann ich schweigen soll. von schmetcheley, Von läff': 17. Wenn je, um mich zu rung und verstellung frey; drücken, Des feindes an: Nicht mit den lippen fün schlag gilt, Der sich bey böldigt! fen tücken In guten schein3. Auf deinen ruhm und verhüllt; So stärke meine andrer wohl Laß meinen feele, Daß fie nicht unter: sinn sich lenken; Und dieß liegt, Daß ich mich dir emlaß, wenn ich reden soll, pfehle, Durch den die un mich auch mit ernst beden: schuld fiegt. fen. Dein loby o Gott; des 8. Ein herz voll treu und nächsten nuz; Der tugend glauben, Das sich zu dir, seuhm, der unschuld schuz, Gott, hält; Das soll mir Beschäft'ge meine zunge. niemand rauben: So fann 4. Web dem, der seinen ich aus der welt Einst mit Gott betrübt Mit falschheit der hoffnung gehen, Ich und mit lügen! Weh dem, werde, als dein find, Dich der falschheit denkt und liebt, mit den frommen sehen, Die Und deffen worte triegen; reines herzens find, dd Dem fluch und schwur ges Verhalten gegen zeitliche Güter. 379 wöhnlich ist, und der mit und von erde. Hilf, daß ich tücken und mit list Den nie aus übermuth Dadurch nächsten hintergehet! vereitelt werde. Nie reiß 5. Gott! schaff in mir ein ein irdischer gewinn Mein reines herz, und laß mich herz so weit zum eitlen hin, pöttereyen Schandbare Daß ich mein heil vergeffe. worte, frechen scherz, Gewis 4. Was hülfe mir die fenhaft stets scheuen. Was ganze welt mit allen ihren züchtig, keusch und lieblich schäzen? Verleitete mich gut ist, Laß mich stets reden als und geld, Sorglos hintan ein christ; Bu rechter zeitlgusezen, Was meiner feele auch schweigen.iting heil begehrt, Und mir eiff Rechtes Verhalten geewig glück gewährt: Wie gen zeitliche Güter. strafbar würd ich handeln? Mel Mein Herzens Jesu meinesc. 15. Mein erstes trachten 428. Herr, laß mich doch fey allhier Nach deines Geis in gewissenhaft stes gaben. Wie reich bin Mein zeitlich gut verwalten! ich o Gott, in dir, Wenn ich Gib felbst mir: weisheit, nur die kann haben! Habich, gib mir fraft, Damit fonur Gottes gnad und huld; hauszuhalten, Wie es mir Bin ich voll glauben und ges nüzt und dir gefällt, Damit duld; Was fehlt dann meir ich nicht in jener welt Anner feele? ni nne S ew'gen gütern darbe.png 6: Den geiz laß ferne von 21 Mein hab und gut mir seyn, Die wurzel alles kommt ja von dir Und dei bösen. Von unruh und ges nem milden fegen. Nicht mir wissenspein Kann reichthum zum fallstrick gabst du mir nicht erlösen: Er hilft int Mein zeitliches vermögen. todesstunden nichts, Und Du gabst es mir zum wahr nichts am tage des gerichts; ren wohl: Drum gib, Herr, Da schüzt er keinen fünder daß ichs, wie ich soll, Nach 7. Laß mich in weiser spars deiner vorschrift brauche. samkeit Die güter nicht verz 3. Was ist das mir ger schwenden, Die du mir gàbst, fchenkte gut? Vergänglich in dieser zeit Sie nüzlich ans 380 Von den Pflichten gegen sich selbst. zhwenden. Gib mir die sich schicken!! Der thor hat flugheit, daß ich hier Da geld und gut; Er hat's, und durch dem nächsten, so wie wünscht noch mehr: Noch mir, Des lebens müh erzimmer bleibt sein herz Bon leichtress of wahrer ruhe leer.156 mist 8. Es fommt ein tag der 41D Gott, so wehre doch rechenschaft. Das laß mich Den ungerechten trieben, stets bedenken, Und mein ge: Und heilige mein herz, Die müth gewissenhaft Zur treu güter nicht zu lieben, Die im irdischen tenken; Daß man mitenübingewinnty von den gütern dieser zeit Bald praffend fie verzehrt; Ich einst noch in der ewigkeit Bald geizig fie bewacht, Und Den reichsten fegen erndte. bald mit fluch verzehrt! Mel. OGött du fremmer Gettić. 5. Ein weifes, frommes 429. Laß mich doch nicht, herz, Das feymein sehaz auf alsamico Gott, Den schälerden! Sonst alles, nur nicht zen dieser erden So starker dieß Kann mir entriffen geben seyn, Daß sie mein ab werden. Dieß bleibt im tod gottwerden! Oft fehlt beym auch mein; Dieß folgt mit überfluß Doch die zufrieden aus der zeit Zum seligsten heit: Und was ist ohne sie gewinn, Bis in die ewigkeit. Des lebens herrlichkeit? 6. Was sind, wenn dieses 2. Kann ein vergänglich fehlt, Die herrlichsten vers gut Auch unsre wünsche stil: anügen? Nur füffe tränine len? Es steht ja sein besis sinds, Die unsern geist bes Nicht stets in unserm willen: triegen. Drum fenke, Gott, Nicht stets wirds dem zu den wunsch Bom irdischen theil, Der ängstlich darnach gewinn, Durch deines Geis ringt; Und schnell verlierte stes fraft, zu ew'gen güz oft der, Dem sein bemühn tern hin.gimas gelingt toimel Mir nach, spricht Christus. 3. Ein gut, das unfern 430. Mohl dem, der geist Wahrhaftig foll be: word beß're schäze glücken, muß nicht vergäng: liebt. Als schäze dieser erden! lich seyn, Muß für den geist Wohl dem, der sich mit eifer 381 Verhalten gegen zeitliche Güter. übt, An tugend reich zu werfer schon Aus dir mit meineid den; Und in dem glauben, sprechen; Dich dringen, der des er lebt, Sich über dieselarbeiter lohn Linmenschlich welt erhebt! G Jabzubrechen; Er wird in die 2. Wahr ist es, Gott ver: der wittwen flehn, Der wais wehrt uns nicht, Hier güter en thränen, widerstehn. zu befizen. Er gab sie, und 7. Wie könnt' ein herz, gebot die pflicht, mit weis: oom geize hart, Des wohl: heit sie zu nüzen. Sie dür: thuns freuden schmecken, fen unser herz erfreun, Uad Und in des unglücks gegens unsers fleisses antrieb seyn. wart Den ruf zur hülf ente 3. Doch nach den gütern decken? Und wo ist eines dieser zeit: Mit ganzer secle standes pflicht, Die nicht schmachten; Nicht erst nach der geiz entehrt und bricht? der gerechtigkeit Und Gottes 8. Du bist ein vater; und reiche trachten: Das ist doch aus geiz Entziehst du dich nicht des menschen ruf, Den den findern, Und läsfest dich Gott zur ewigkeit erschuf. des goldes reiz, Ihr herz 4. Der geiz erniedrigt unu bilden, hindern; Und ser herz, Erstickt die edlen glaubst, du habst sie wohl triebe. Die liebe für ein bedacht, Wenn du sie reich, schimmernd erz Verdrängt wie dich, gemacht! der tugend liebe; Und ma 9. Du hast ein richterlie chet, der vernunft zum spott, ches amt; Und du wirst dich. Ein elend gold zu deinem erfrechen, Die fache, die das Gott. recht verdammt, Aus babz 5. Der geiz, so viel er an sucht recht zu sprechen; Und fich reist, Laßt dich kein guthiefbft der tugend gröster genieffen; Er quält durch feind Erkauft an dir fich habsucht deinen geist, Und einen freund. tödtet dein gewiffen, Und 10. Gewinnsucht raubt reißt durch schmeichelnden dir muth und geist, Die gewinn Dich blind zu jeder krahrbeit frey zu lehren: sünde hin. Du schweigst, wenn sie dich 6. Um wenig vortheil wird reden heißt, Ehrst, wo du 582 Von den Pflichten gegen sich selbst. nicht sollst ehren; Und wirst fie Gott mit gnaden, Was um ein verächtlich geld Ein sollte dann der feinde hohn schmeichler, und die pest der Und mißgunst ihnen scha: welt! den? Mit seinem schuz bes 11. Gott, erhalte mich deckt er sie, Und segnet bey dabey, Daß ich mir g'nügen des lebens müh Jhr herz mit laffe: Geiz ewig, als abgöt: trost und hoffnung. teren, Von mir entfern' und 4. Drum gib, o Gott, haffe! Ein weises herz und daß ich auf dich Bey meiner guter muth Sey meines le: arbeit sehe! Mit licht und bens gröftes gut! weisheit fegne mich, Daß ich Arbeitsamkeit und Benie wege gehe, Die nur dein heilig wort verbeut: Nach 36 rufstreue. Mel. Mein Herzens Jefu ic. deines reichs gerechtigkeit 431. Gott ists, der das Laß mich vor allem trachten! vermögen schafft, 5. Laß müßigang und Das gute zu vollbringen. trägheit mich, Als dir miss Er gibt zur arbeit muth fällig, meiden; Und hilf, und fraft, Und läßt sie uns daß ich, gestärkt durch dich, gelingen. Was man mit Boll muth, mit lust und ihm nur unternimmt, Wird, freuden In meinem stand wenns mit ſeinem willen geschäftig sey: Dein segen stimmt, Nicht ohne fort: fröne meine treu, Daß ich gang bleiben. an auch andern nüze. 2. Wer das zu feinem 6. Sep überall, mein Gott, hauptzweck macht, Vor ihm mit mir! Die werke meiner gerecht zu werden; Wer erstihände, Empfehl ich, o mein nach seinem reiche tracht't, Vater, dir: Hilf, daß ich sie Dem gibt er auch auf erden vollende Zu deines grosen Vom irdischen, mit milder namens preiß; Daß mir die hand, So viel beym fleiß in frucht von meinem fleiß In feinem stand, Als ihm wahr: jenes leben folge. haftig nüzet. 38% Mel. Sen Lob und Ehr dem 2. 3. Gott ist der frommen 432, 3ur arbeit, nicht schild und lohn. Und frönt zum müßiggang, 383 Arbeitsamkeit und Berufstrenes Sind wir, o Herr, auf er: 5. Em heil'ger trieb bes den. Drum laß mich doch lebe mich, O Herr, all' mei: mein lebenlang Kein freund ne pflichten In deiner furcht, der trägheit werden. Gibsgestärkt durch dich, Mit mir verstand und luft und freuden zu verrichten! Ein fraft, Geschickt, treu und ge: berz, das sich des guten wissenhaft Mein amt hier freut, Gibt zu der arbeit zu verwalten. munterfeit, Versüßt uns 2.» Hast du ein amt, folihre lasten. » warte sein:« Dieß ist, 6. Bor dir, Gott, laß o Herr, dein wille. O flöffe mich unverrückt Mit einem selbst den trieb mir ein, Daß herzen wandeln, Das geiz ich ihn treu erfülle! Hilfund ehrsucht nie verstrickt! mir, daß ich von zeit zu zeit Gewissenhaft zu handeln, An einsicht und an tüch: Mein leben deinem dienst zu tigkeit Zu meinem amte weih'n, So nüglich, als ich wachse. fann, zu seyn, Das sen mir ehr und reichthum! 3. D Herr, vor träger weichlichkeit Wollst du mein 7. Dir zu gefallen, fey herz betrahren! So werd ich mein ziel Bey allem, was ich aus gemächlichkeit nicht thue! So hat, es gehe, wie meine fräfte sparen. Erho: es will, Doch mein geriffen len werd ich mich nur dann, ruhe. Denn, wer dir, Heis Wenn ich, von fraft er: ligster, mißfällt, Was nüzet schöpft, mich kann Zu neuer dem die ganze welt Mit allen arbeit stärken. ihren schäzen? nomment 4. Mit wahrer vorsicht 8. Laß mir den zeitlichen laß mich nicht Die zeit mit beruf, Dazu mich, Herr, nebendingen, Die weit ent: auf erden Dein weises all: fernt von meiner pflicht, machtswort erschuf, Doch Verschwenderisch verbrin eine leiter werden, Auf gen. Das müsse mein ver: welcher ich in jener welt, gnügen seyn, Mich den qe: Die mich den Engeln zu fchäften ganz zu weih'n, Die gefellt, zu höhern würden du mir aufgeleget. steige. 384 Von den Pflichten gegen sich selbst. Mel. Wenn wir in höchsten 2c. 7. Mit beten geh ich an 433. Gott, deffen hand mein werk; Gib du dem die welt er.letbe fraft und stärk'. Ich nährt, Und jeglichem sein fang mit dir die arbeit an, theil gewährt; Laß deinen Durch den ich sie vollenden segen auf mir ruhn, Laß mich kann. mein werk mit freuden thun! 8. Erleichtre mir der ars 2. Du forgst für mich; beit last: Laß mich, wie du doch so, daß ich Auch sorgen befohlen hast, Das thun, soll zu thun, was mich Dein was mein beruf hier ist. Ich offenbarter wille heißt: Da weiß, daß du mein Helfer zu verleih mir deinen Geist bist. 3. Hilf, daß ich in der bö: 9. Jch trau auf dich mit fen welt So lebe, wie es dir zuversicht: Du treuer Va gefällt; Laß meine erste for: ter wirst ja nicht, Bey mei: ge seyn, Mich von der fünde ner arbeit und bemühn, zu befrey'n. Den nahrungssegen mir 4. Stehts erst mit meiner entziehn. feele wohl; Dann lehre mich 10. Du machst die dür auch, wie ich soll. Dem leibe ren berge naß, Du schaffest thun, wie ihm gebührt, Daß lilien, laub und gras; Die er nicht stärk' und muth vers vögel speisest du allein: Für liert. deine forg ist nichts zu klein. 5. Und weil du frömmig: 11. Ach, wüßt' ich nur feit so liebst, Daß du den nach deinem sinn, So lang frommen fegen gibst; So ich hier auf erden bin, Mit hilf mir, Gott, daß ich dir deinen gaben umzugehn; treu, Recht fromm und recht Wie wohl würd' es dann gefeguet fen. um mich stehn! 6. Dich ruf ich an: ver: 12. Nun, treuer Gott, laß mich nicht: Du weißt ja erhöre much! Mein auge wohl, was mir gebricht. siehet nur auf dich. Hilf, Doch trozig fordr' ich nichts daß ich sorge, wie ich soll: von dir: Was du willst ge: Ja, forge du, so geht mir's ben, gib du mir. Iwohl. Rechter Gebrauch des Lebens. 385 Rechter Gebrauch des Die du hier lebst, o mensch, Lebens. herbey. Erkauf die jest! Mel. In allen meinen Thaten ic und, statt zu klagen, Sie ſcy 434. Sunt felig dort zuan furg, gebranch sie treu. werden, Dieß Nimm mit erfenntlichem ist und bleibt auf erden gemüth Der nahen stunde Mein heiliger beruf. Gott, wahr: fie fliebt! dem ich freudig glaube, 2. Getäuscht von eitfent Weckt wieder aus dem stau: kleinigkeiten Berlierst du be mich, den der einst aus deines lebens zweck; Vers staub erschuf. ichiebst dein heil auf ferne 2. Die erde, wo wir wallzeiten, Und wirfft so ficher len, Oft straucheln und oft jahre weg! Bist du, o fübs fallen, Ist nur ein pilger: ner sterblicher, Bom nächsten land, Das uns zum himmel augenblick noch herr? leitet Bur ewigkeit bereitet; 3. Einst ewigkeiten zu be: Der frommen furzer prüs sizen, Sollst du des kurzen fungsstand. lebens zeit, Als deine fant: 3. So soll nicht lust nochzeit weislich nüzen, Und leiden Von meinem Gott thun, was dir der Herr ges mich scheiden, Mich, der ich beut. Er ruft dir menschen: ewig bin. Was ist mein irs freundlich zu: Sieh, eins disch leben? Wozu ist mir's ist noth! Was säumest du? gegeben? Wie lange währts, 4. Drum eil', errette dei: so ifis dahin? ne feele, Und denke nicht: ein 4. Enft felig dort zu wer andermal! Sey wacker, bet den, Dieß ist und bleibt auflund überzähle Der mens erden Mein heiliger beruf. fchentage kleine zahl. Gesezt, So fey mein ganz bestreben, den ende wär auch fern: Dem Gott getreu zu leben, Sey fromm, und wandle Der mich zur ewigkeit ervor dem Herrn! schuf! 5. Mit jedem neugeschenks Mel. Wer nur den lieben Gott: c. ten morgen Erwecke dich zu 435. seilt der lezte dieser pflicht. Sprich: dir von den tagen, lo Gott, ist nichts verborgen; 25 386 Von den Pflichten gegen sich selbst. Ich bin vor deinem ange: den, Seitdem ich leb' und ficht, Und will, mich deiner sterblich bin? Der größte huld zu freun, Mein leben theil von meiner zeit Ist gern der tugend weih'n. schon im meer der emigkeit. 6. Erleucht' und stärke 2. Ermuntre dich aus dei: meine seele, Weil ohne dich nem schlummer, O meiné fie nichts vermag. Dusseel', ermuntre dich! Dieß gönnst, daß ich mein heil er sey dir izt ein frommer fum: wähle, Aus gnaden mir noch mer, Daß mancher tag um: diesen tag. Was ist nicht sonst verstrich. Der leer ge eine stunde werth, Die dei bliebne augenblick Ist strafe ne langmuth mir gewährt! bar, und komt nicht zurück. 7. Wohl mir! wenn ich 3. Die ganze schöpfung aus allen kräften Nach Got: ist geschäftig: Der stern tes reiche hier gestrebt, In durchwallet seine bahn; Das gottgefälligen geschäften Die kleinste würmchen wirkt fo pilgertage durchgelebt, Und kräftig, Als es nach seinem einst im glauben fagen kann: daseyn kann. Eh noch die Du, Herr, nimmst mich zulfonn' am himmel glüht, ehren an. Singt schon die lerch ihr 8. Mein sprachlos flehn freudenlied. ben meinem ende BVernimst 4. Und du, o mensch, der du, Herzenskündiger! In schöpfung zierde, Um geiste deine treue Baterhände Em hoch, am förper schön, Be pfehl' ich meinen geist, ozeigst so wenige begierde, Herr! Er schwingt sich über Den weisen Schöpfer zu er grab und welt Zu dir, wenn höhn! Und du nennst träge feine hütte fällt. heit füffe ruh, und bringst dein leben träumend zu! 5. Der schöne frühling un 436. Wo eilt ihr hin, sers lebens Verschwindet, als ihr lebensstun: ein leerer traum; Es scheint, den? Zeit, edle zeit, wo als lebten wir vergebens; fleuchst du hin? Wie man: Wir denken, und wir wiss cher tag ist schon verschwun- fen's taum: Kein vogel Mel. Wer nur den liebene. 387 Rechter Gebrauch des Lebens. fleugt fo forglos hin, Als 10. Gott! meine tage find unfre jünglingsjahre fliehn. verschwunden, Sie sind, als 6. Der thor durchlebet wie ein dunst, verraucht. Ach, feine jahre, Eh er des lebens wie viel tausend edle stune werth versteht; Er nahet den Hab ich nicht müzlich früher zu der bahre, Als er g'nug verbraucht! Sie alle den weg der tugend geht. stehn in deinem buch. Ber: Was ist ein menschlich lebenszeih! sonst trifft mich noch werth, Das ungenügt vor ihr fluch. über fährt? 11. Herr meines lebens, 7. Menfch! sey ein mensch: sey doch künftig Mein heil fang an zu leben; Fang ansund meines Lebens fraft! ein glied der welt zu seyn; So wandle ich als mensch Fang an, dem guten nach: vernünftig, So leb', als zustreben; Bring das ver: christ, ich tugendhaft. So fáumte zwiefach ein, Daß, dant' ich in der ewigkeit Dir wenn man deinen leib be für den grosen schaz, die zeit. gräbt, Dein werk und dein Mel. Wer weiß, wie nabe mir sc. gedächtnis lebt. 437. ezt leb ich! ob ich 8. Sen nicht den klein: morgen lebe, Ob sten zeitpunkt müßig, Da diesen abend? weiß ich nicht. du nicht deine pflicht erfüllst: Gott, Bater, dem ich mich Du hast den tag nicht über ergebe, Olehr' mich selbst die muzig, Den on 10 you were so nflicht, Durch deines schwenden willst. Dieß ist heil'gen Geistes kraft, o der wichtigste verlust, Wenn fertig seyn zur rechenschaft! du die zeit bedauern must. 2. Die blume, die am 9. Thu bald von jedem morgen stehet, Fällt vor der deiner tage Vor dem gewislabenddämmrung ab: Die sen rechenschaft; Durchdenk luft, die jest mich angewe: ihn, leg ihn auf die wage: het, Stürzt mich vielleicht Vollbrachtest du ihn tugend ins nahe grab. Der jung: haft? Hast du nach mög: ling, eh er sich versteht, lichkeit gethan, Was Gott Stirbt, wenn er kaum noch einst von dir fordern kann? laufgeblüht. 388 Von den Pflichten gegen sich selbst. 3. Entziehe dich dem Nach voriger Melodie. weltgetümmel: Hier ist der 438. Du herr und Bas fampf, und dort ist ruh. ter meiner tage! Dein wandel, seele, sey im Du weißt, daßich, dein schwa: himmel! Du eilst dem besches find, Den todesfeim in fern leben zu. Nach einer gliedern trage, Die irdisch furzen prüfungszeit Jft und zerbrechlich sind. Drum ewigkeit, ist ewigkeit! r gib, daß ich zu jeder zeit Zu 4. Verschiebe niemals meinem tode sey bereit. deine pflichten: Was jest 2. Daß du, o Höchster, zu thun du schuldig bist, meinem leben Ein mir vers Dent' nicht erst morgen borgnes ziel bestimmt; Und auszurichten; Wer weiß, daß die zeit, die mir gegeben, ob's morgen möglich ist? Vielleicht gar bald ein ende Mensch! dieser augenblick nimmt: Dieß flöffe mir die ist dein: Der fünft'ge weisheit ein, Stets auf wirds vielleicht nicht seyn. mein heil bedacht zu feyn. 5. Noch eh' ich dieses lied 3. Hier hab ich lebenss vollende, Ergreift vielleicht lang zu lernen, Mein herz mich schon der tod. Herr! von fünden abzuziehn; Mich lehr mich denken an das von der wollust zu ent ende, An meine legte fernen, Und um den him: todesnoth; Und stellt sie mel zu bemüh'n. O mache fich auch plözlich ein, das mich dazugeschickt, Eh mich att t meiner lampe der tod der welt entrückt! seyn! 78 2: 179] 4. Nicht auf der erde, 6. Es sey, o Vater meines nein, nur droben, Bey dir, lebens, Wenn einst die Gott, ist mein bestes theil lezte stunde schlägt, Der Für meine ſeele aufgehoben: schwache seufzer nicht ver: Dort ist für mich vollkomm gebens, Der dich zur gnadenes heil. Da wo mein schaz noch bewegt! Ach, sterb'ist, sey mein herz! Herr, lens ich einen schnellen tod, Sey ke selbst es himmelwärts! mir barmherzig, Herr, 5. Hier allen sünden abs mein Gott! dangusterben, zu leben der ges Von den Pflichten gegen andere Menschen. 389 rechtigkeit, um einst dein Sey, wenn mein herz im to: himmlisch reich zu erben; de bricht, Mein troft und Dazu laß meine sterblichkeit meine zuversicht. Mir inimerdar vor augen 7. Dir will ich gänzlich seyn, Und deine hülfe mich mich ergeben, Dir, dessen erfreun.on alg har eigenthum ich bin. Bist du, 6. Willst du mich länger mein Heiland, nur mein le: leben laffen, So laß es mir ben, So bleiber sterben mein zum heil geschehn. Doch soll gewinn. Ich lebe dir, ich sters ich heute noch erblaffen, So be dir: Sey du mein trost; höre, Bater, auf mein flehn! so gnüget mir. VI. von den Pflichten des Christen gegen andere Menschen. tiebe bes nächsten. schmähen höret, Sich freut, Mel. Mirnach, sprichtChristust. wenn sich sein feind vergeht, 439. Go jemand spricht: Und nichts zum besten keh ich liebe Gott! ret; Nicht dem verläumder lind hast doch seine brüder; widerspricht: Der liebt auch Der treibt mit Gottes wahr: feinen bruder nicht. heit spott, Und reißt sie 4. Wer zwar mit rath, ganz darnieder. Gott ist mit trost und schuz Den die lieb, und will, daß ich nächsten unterstüzet, Doch Den nächsten liebe, gleich nur aus stolz, aus eigennus, als mich. Aus weichlichkeit ihm nü: 2. Wer dieser erden güter zet; Nicht aus gehorsam, hat, Und sieht den nächsten nicht aus pflicht; Der leiden; Und macht den hung: licbt auch seinen nächsten rigen nicht satt, Hilft nak: nicht. fende nicht fleiden: Der ist 5. Wer harret, bis ihn ein feind der ersten pflicht, anzuflehn Ein dürft'ger erst Und liebt dich, Gott der erscheinet, Nicht eilt, dem liebe! nicht. fromen beyzustehn, Der im 3. Wer seines nächsten verborgnen weinet; Nicht ehre schmäht, Und gern sielgütig forscht, obs ihm ges 390 Von den Pflichten gegen andere Menschen. bricht: Der liebt auch seinen Gott und Herrn, Sind Ei nächsten nicht.nes leibes glieder; Drum 6. Wer andre, wenn er diene deinem nächsten gern; fie beschirmt, Mit härt und Denn wir sind alle brüder. vorwurf quälet, und ohne Gott schufdie welt nicht blos nachsicht straft und stürmt, für mich): Mein nächster ist Sobald fein nächster fehlet; fein find, wie ich. Wre bleibt bey feinem un gestümm Die liebe Gottes wohl in ihm? 11. Ein heil ist unser al ler gut. Wie sollt ich brüder haffen, Die Gott durch sei: 7. Wer für der armen nes Sohnes blut So hoch heil und zucht Mit rath und erkaufen laffen? Daß Gott that nicht wachet, Dem übel much schuf, und mich vers nicht zu wehren sucht, Das fühnt, Hab ich dieß mehr, oft fie dürftig machet; Nur als sie, verdient? forglos ihnen gaben gibt: 12. Du schenk ft mirtäglich Der hat sie wenig noch ge: fo viel schuld, Du Herr von liebt.. meinen tagen! Und ich! wie 8. Wahr ist es, du ver: sollt ich nicht geduld Mit magst es nicht, Stets durch meinen brüdern tragen? die that zu lieben. Doch bist Dem nicht verzeih'n, dem du nur geneigt, die pflicht du vergibst, und den nicht Getreulich auszuüben, und lieben, den du liebst? wünscheft dir die kraft dazu, 13. Was ich den from: Und forgst dafür; so liemen hier gethan, Dem kleins best du. sten auch von diesen, Das 9. Ermattet dieser tricblsieht Er, mein Erlöſer, in dir, So fuch ihn zu bele: an, Als hätt' ichs ihm erwie: ben. Sprich oft: Gort ist sen. Und ich! ich sollt ein die lieb, und mir hat er sein menfch noch seyn, Und Gott bild gegeben. Dent' oft: in brüdern nicht erfreu'n? Gott, was ich bin, ist dein: 14. En unbarmherziges Sollt' ich, gleich dir, nicht gericht Wird über den er: gütia feyn! gehen, Der nicht barmher: 10. Wir haben Einenlzig ist; der nicht Die rettet, Liebe des nächsten. 391 die ihn flehen. Drum gib| kinder. Du schaffst den dei: mir, Gott, durch deinen nen wahre ruh; Und die vers Geist, Ein herz, das dichirrten suchest du Auf rechten durch liebe preißt! weg zu leiten. Du hörst der Mel. Ein Lammlein geht, und ic. seufzenden gebet, Und brau: 440. Der du die liebe chest deine Majestät, Nur selber bist, Und fegen auszubreiten. gern uns menschen fegnest; 4. O laß in meiner pil Ja selbst dem, der dein feind grimschaft mich auf dein noch ist, mit wohlthun doch vorbild sehen! Erfülle mich begegnest! O bilde meinen mit lust und fraft, Dem sinn nach dir, Und laß mich nächsten beyzustehen, Bes doch, mein Heiland, hier, trübter herzen trost zu seyn, Wie du gewandelt, wan: Mich mit den fröhlichen zu deln. Die können feine chri: freu'n, Mit weinenden zu sten seyn, Die sich nicht an: klagen. Laß mich dem, der drer wohlfahrt freun, Und fein herz mir weiht, Ein herz menschenfeindlich handeln. voll frommer redlichkeit Und 2. Dein leben in der sterb: treue nicht versagen. lichkeit War für die men 5. Laß mich mit brüder: fchen segen. Dir folgten lieblicher huld Den straucheln: und freundlichkeit Auf allen den erwecken; Durch sanft: deinen wegen, Wohin du muth, mitleid und geduld gingst, ging wohlthun mit; Des nächsten fehler decken. Dein wort, dein werk und Mein antliz sey nie fürch: jeden schritt Begleitete er: terlich; Und meine seele neige barmen. Du übernahmst sich Zu des bedrängten fles Die schwere pein, Uns vom hen; So wird mich in der verderben zu befrey'n; Und bessern welt, Die nur be: starbst, zum heil uns armen. glückte in sich hält, Der liebe 3. Auch jezt noch auf der lohn erhöhen. himmel thron Bist du das mel. Jesus meine Zuversicht 2c. heil der fünder. Auch da 441. Allen christen, und bleibst du, o Gottessohn, auch mir Hat Ein freund der menschen der Herr dieß vorgeschrieben: 392 Bon den Pflichten gegen andere Menschen. Unsern nächsten sollen wir, 6. Darum, Gott, gib Wie uns selbst, von herzen mir ein herz, Das von mene licben. Brüder sind wir alle schenlieb entbrennet, Auch hier, Einen himel hoffen wir in niedrigkeit und schmerz 2. Reichthum, würde, Seinen bruder nicht miß: macht, verstand Sind des kennet, Nie in eitlem stolz Höchsten freye gaben, Die vergißt, Daß er mensch, wie wir nur aus seiner hand, ich, auch ist. Brüder zu beglücken, haben, 7. Jefu, höchster men: Wohl uns! wenn zu dieser schenfreund, Gib daß ich pflicht Glaub' und lieb' uns hier auf der erde Allem stolz nicht gcbricht. und neidé feind, Dir an des 3. Unfrer gaben unter: muth ähnlich werde; Um schied Knüpft das grose der hoffnung mich zu freun, band auf erden. Jeder, der Einstens groß vor dir zu fidh treu bemüht, Kann dem feyn. andern nüglich werden. Ja! Mel. O Gett du fremmer Gett. kein menfch wär dir zu klein; 442, Gib mir, o Gott, Lebtest du mit ihm allein. ein herz, Das 4. Nach dem dir vertrau: jeden menschen liebet, Bey ten pfand Mist der Vater seinem wohl sich freut, Bey deine pflichten: Gab er viel feiner noth betrübet; Ein in deine hand, Hast du viel herz, das eigennuz, Und neid ihm zu entrichten. Vorm und härte flicht, Und sic) gericht hat Herr und fnechtum andrer glück, Als um Nach dem werth ein gleiches sein glück bemüht! recht. 2. Seh ich den dürftigen, 5. Dein Erlöfer sagt So laß mich gütig eilen, es dir:» Wer hier der ge: Von dem, was du mir gibst, pringsten einen Pflegt, der Ihm hülfreich mitzutheis » thut es selber mir; Denn ten; Nicht in dem eitlen finn vihr alle seyd die meinen! Gros vor der welt zu seyn, » Jener, den die welt ver: Und mich geehrt zu sehn; » schmäht. Ist in Gottes Nein, menschen zu erfreu'n! aug erhöht.« 3. Dicß fen mir freud Liebe des Nächsten m2 393 und lust, Auch unbemerkt allein Aufzeitlich wohlerges von ihnen, Mit rath und hen, Mit eingeschränktent hülfe gern Den nebenmen: blick, Bey meinem nächsten schen dienen. Mich treibe sehen. Noch stärker müsse nicht erst dank Zu milder mich Sein ewig glück er: wohlthat an; Nein, was freu'n; Noch mehr sein fee: ich brüdern thu', Das sen lenheil mir angelegen seyn. dir, Gott, gethan! 8. Den, der im glauben 4. Ein trunf, mit dem manft, Im glauben zu bes mein dienst Dem durstigen stärken; Den, der noch sicher begegnet; Ein blick voll trost, ist Bey seinen fleischeswer: mit dem Mein herz bedräng: ken, Von der verkehrten te segnet; Ein rath, mit dem bahn Des lasters abzuziehn, mein mund Im fummer Dazu verleih mir kraft, andre stärft; Nichts bleibt, Und feqne mein bemühn. so klein es ist, Bon dir, Herr, unbemerkt. 9. O heilige du selbst, Herr, meiner feele triebe, 5. Eilt wo ein boshaft herz, Durch deine lieb und zucht, Unfrieden anzurichten; So zu wahrer menschenliebe! laß mich sorgsam seyn, Der Wer nicht den nächsten liebt, brüder zwrist zu schlichten. Geht nicht zum himmel ein. Aus schmähsucht fränke nie Gott, diese wahrheit tas Mein mund des nächsten Mir stets vor augén feyn! ruh; Er rühme sein ver: Met. Herzliebster Jefu, was ic. dienst, Deck seine fehler zu! 443. Hilf, Jeſu, daß ich 6. Die rach ist dein, o meinen nächsten Gott! Du sprichst: ich will liebe; Durch lieblos richten vergelten. Drum laß mich ihn ja nicht betrübe, Ihn stille seyn, Wenn menschen nicht verleumde, noch durch auf mich schelten. Gib, daß falsche ränke Sein glücke ich dem verzeih, Der mir fränke! zu schaden fucht; Den liebe, 2. Gib, daß ich nach sichtss der mich haft; Den segne, voll des nächsten fehle, So der mir flucht. viel ich immer fann, der welt 7. Doch laß mich nicht verhehle; Und wenn er fällt, 394 Von den Pfl d ten gegen andere Menschen. auf mich, der ich noch stehe, sehn der person, Nach seinen Mit vorsicht sehe. werken gibet. 3. Hülf, daß ich flüglich 2. Gerechter Gott! laß ihn zu beffern trachte, Und deinen Geist Zu dem, was feiner feele mohl recht theuer recht und billig heißt, Stets achte. Wie viel hast du für meine seele lenken. Nie fom fie in todešbanden Selbst es mir doch in den sinn, ausgestanden! Aus schnöder habfucht, um 4. Laß mich aufrichtig gewinn, Des nächsten recht schäzen deine gaben, Die zu Fränken. andre, Herr, von deiner güte! 3. Pflanz' redlichkeit in haben. Es müsse nie mein meine brust, Und laß mich) berz des nächsten freuden stets mit wahrer lust, Der Boshaft beneiden! liebe pfllichten üben. Ein 5. Gib, daß ich nie zum herz, das nur auf unrecht zorne leicht entbrenne; Auch denkt, Nur schaden sucht größres glück dem nächsten und andre fränkt, Wie kann freudig gönne; In trübfal das brüder lieben? ihm des mitleids thränen! 4. Nie seufze jemand wi schenke, Nie arges denke, der mich! Mein ganzes herz 6. Laß mich, mein Hei bestrebe sich, Dem nächsten land, immer mehr auf erden gern zu geben, Was er mit An lieb und gütigkeit dir recht verlangen kann, Und ähnlich werden! Gib dazu immerfort mit jedermann träfte, Herr; so will ich dro: In einigkeit zu leben. ben Dich ewig loben. Gerechtigkeit. 5. Laß mich beständig dar auf fehn, Mit jeglichem fo umzugehn, Wie ichs von Mel. Kommt her zu mir, spricht x. ihm begehre; Damit ich kei: 444. Du liebst, o Gott, nes menschen herz Durch gerechtigkeit, meine härte je mit schmerz Und haffest den, der sie ent Und fümmernis beschwere. weiht, Am nächsten unrecht 6. Herr! mit dem maß, übet. Du bists, der jedem damit ich hier Dem nächsten seinen lohn, Ohn alles an meffe, wirst du mir Dereinst Dienstfertigkeit und Barmherzigkeit. 395 auch wieder megen. Dief 4. So denft, der mene reize mich zur billigkeit, Sechenfreund; Und das ist werd ich auch zu feiner zeit fein bestreben, So tren, als Der liebe pflicht vergessen.ler fich lebt, Zum wohl der Dienstfertigkeit und welt zu leben. Ihm wird des Barmherzigkeit. nächsten heil Sein eignes Mel. O Gott du fremmer Gott. himmelreich; Er fühlet 445. Wie felg lebt ein fremde noth, Als träf ihn mensch, Der selbst der streich.. dienstbegierde kennet, Und, 5. Er eilt, dem, ders bes ihre pflicht gu thun, Alus darf, Mit hülfe benzuste: menschenliebe brennet! Der, hen: Sein anfehn, und sein wenn ihn auch kein eid freund, Sein stand, fein Zum dienst der welt ver: wohlergeben, Sind mittel, bindt, Beruf und eid und die er braucht, Behülflich amt Schon in sich selber gern zu seyn, Und cinem find't. leidenden Mit trofte zu er: 2. Dir, Höchster, ahmt freu'n. er nach, An wohlthun dir 6. Was andrer nothdurft zu gleichen: Durch dienst heischt, Das reizet feine trie: befliffenheit Sucht er dieß be, Auch ohne ruhm und zu erreichen: Er hält für lohn, Zur wahren mene eignes wohl Sich nicht schenliebe. Kein stolz, fein allein gemacht; Er hält eigennuz Wirft seine gütig: sich für die welt Von dir feit. Er sicht auf feinen hervorgebracht. Gott, Der liebe ihm gebeut. 3. Er denft: die welt 7. So laß mich, Herr, hat recht Auf meinen dienst gefinnt Nach Chrifti lehre und kräfte; Ihr nüzen werden! Boll fromen eifers ist für mich Ein seliges sey Mein leben hier auf er: gefchäfte. Als glieder den, So müzlich, als ich schuf uns Gott, Als bürger kann, Dem nächsten stets zu einer welt, In der des seyn: Dann geh ich einst einen hand Die hand des zu dir ins reich der liebe andern hält. lein. 396 Von den Pflichten gegen andere Menschen. Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. ten, So oft ich sie nur stil: 446. Du aller menschen len kann. Vater! Du 6. 3um fleiß in guten wer: gütigster Berather In alten Laß mich die hoffnung lem, was uns drückt! Was stärken: Vor dir dem Herrn wir hier guts genieffen, Läßt der welt, Der frohe geber deine hand herflieffen: Du liebet, Sen, was man willig bifts, der unser herz er: gibet, Ein opfer, das ihm quickt. wohlgefällt. 2. Du läßt dich bey uns 7. Laß mich hier reichlich fündern Durch undank nicht säen. Denn, Herr, was hier verhindern, Uns fegnend zu geschehen, Folgt in die ewigs erfreun. Zu ew'gen seligkeis teit. Wer hier gern hilft ten Uns sterbliche zu leiten, und gibet, Und sich im Wird immer dein vergnü wohlthun übet, Der erndtet gen seyn. reiche feligkeit.ob 3. Wie groß ist deine mil: Mel. Herr, ich habe mißgehandelt. de! O guter Bater, bilde 447. Send barmherzig, Mein Herz nach deinem sinn, menschen! hö: Daß ich der noth der armen ret, hört das heilige gebot, Mich willig mög erbarmen! Das uns Jesus Christus Nimm alle härte von mir lehret: Sepd barmherzige hin! so wie Gott! Gebet, so wird 4. Hilf, daß ich willig ge: euch gegeben Leben hier, und be, Und wohlzuthun recht dort das leben. firebe, So wie mein Heiland, 2. So viel menschen, so that, Der zärtliche Erbar: viel brüder! En Gott ists, mer, Den fein bedrängter der uns erschuf. Wir find armer Vergebens je um hül: alle Chrifti glieder, Allge: fe bat. mein ist Gottes ruf. So den 5. Erhalt in mir die trie: böfen, wie den seinen, läßt be Der mitleidsvollen liebe. der Herr die sonne scheinen. Wie du mir guts gethan, 3. Gottes bild in euch zu So laß um deinetwillen fehen, Seyd barmherzig, fo Mich andrer mothdurft stils wie er! Eilt, dem armen bey: Friedfertigkeit und Sanftmuth, 397 zustehen: Was ihr gebt, seigt; Und mit sanftmuth empfängt der Herr. Weiß spricht und schweigt. es Gott und dein gewiffen, 2. Laß mich meines nächs Darfs die linke hand nichtssten schonen, Willia tragen wiffen. seine last! Und so lang ich 4. Was ihr habt, mit je hier soll wohnen, Bleibe nem theilen, Welcher weni: zanffucht mir verhaft. Gott, ger besizt; Des betrübten dieß ist dein weifer wille, Lind schmerzen heilen; Schüzen die eintracht lohnest du; O den, den niemand schüzt; so hilf auch mir dazu! Gib Und dieß ohne stolz verrich: ein herz mir, das in stille ten, Das sind unsre chriften: Fried und freundschaft sucht pflichten. und liebt, Das, statt rache, 5. Herr! wir geben von fanftmuth übt. dem deinen, Das dir mehr 3. O wie wird das herg als uns, gebührt. Laß, wenn beschweret Durch des zornes unfre brüder weinen, Nie leidenschaft! Zanfsucht und die herzen ungerührt. Lehr der haß verzehret Nach und uns selbst, dein gut verwal nach des förpers fraft, Kürzt ten, Um hier flüglich haus: das ziel von unsern jahren, zuhalten. macht zum himmel unges schickt. Herr, der auf mich schwachen blickt! Ach, du Mel. Sollt id) meinem Gott zc. wolleft mich bewahren, Daß 448. Gott, der du die des jachzorns raferen Nie menfchen liebest, des herzens meister fey! Friedfertigkeit und Gunstmuth. Der du nicht ein firenges 4. Wer mir flucht, den recht, Sondern lauter gnade will ich segnen, So wie mein übest An dem fündlichen ge: Erlöser that; Und dem nach: schlecht! Laß mich deinen sichtsvoll begegnen. Der zum Geift bel ben, Daß ich, Ba: zanken neigung hat. Für ter, als dein find, Liebreich die feinde will ich beten, Und sey, wie du, gefinnt. Herr, vor dich, du Friedensfürst, du trollst den sinn mir geben, Wenn du alle richten wirst, Der bey fehlern nachsicht Nicht als feind des bruders 398 Von den Pflichten gegen andere Menschen. treten. Gott des friedensvoll vor dir, Herr, flagen: ſegne du Mich mit deiner Mein stolzes herg kann leider Fraft dazu. wenig tragen; ich kann noc SNIN 404 5. Emig heil ist dem be nicht, wenn andere mich bas schieden, Der nach frommer sen, Mich christlich faffen. eintracht strebt. Höchster! 5. Vergib mir, Herr! gib mir deinen frieden, Der und wende mein verderben! zur fanftmuth uns erhebt. Bey zorn und haß läßt sich Er regiere herz und sinnen; dein reich nicht erben; Und Denn wenn er das herz rejener tag vergilt nach strens giert, Wird, was zu der gem rechte Dem harten zwietracht führt, Niemals fnechte. übermacht gewinnen; Bis 6. So hilf mir dann die einst in der herrlichkeit Ew': wilde glut ersticken! Laß sich ger friede uns erfreut. dein bild in meine seele drüfs Mel. Herzliebster Jesu, was ic. fen! So werd ich mich vers 449. Sperr, deine fanft: föhnlich finden lassen, Den muth ist nicht feind nicht haffen. zu ermeffen. Wie viel haft 7. Flucht mir die welt; du vergeben und vergeffen! Herr, so laß mich sie segnen, Ach, führe mir doch deine und ihrem grimmit freund: grofe güte Recht zu gemüthe. lichkeit begegnen! Doß mich 2. Du segnetest, die dei: das böse, das ich dann me nem namen fluchten; Dupfinde, Nicht überwinde. heiltest die, die dich zu fan: 8. Verleih mir das um gen suchten; Und zeigtest deiner sanftmuth willen! unter deiner feinde toben So erb ich auch, im lande. Der langmuth proben. deiner stillen, Die feligkeit, 3. Ach, glich ich dir, o Hei: wozu sie jenes leben Einst land! ich bekenne, Daß ich wird erheben. noch oft von schnellem forn Nach voriger Melodie. entbrenne, Und mich vor dir 450. Herr, mein Vers gar leicht durch eigne rache föhner! der du Verwerflich mache. für mich litteft, Und noch zur 4. Jch muß es wehmuths: rechten Gottes für mich bit: Versöhnlichkeit und Liebe der Feinde. 399 test: Erweck in mir, du mu: fich an mir vergehen, So ster wahrer liebe! Der sanft: lehre mich, ihr unrecht übers muth triebe.sehen. Laß mich, wenn sie 2. Wann hast du jemals mich auch empfindlich kräne haß mit haß vergolten? Du fen, Un dich gedenken. schalt'st nicht wieder, ale 8. Erwecke dann, o Herr, man dich geschoften. Du fegin meinem herzen Aufs neue netest mit wohlthun nicht das acdächtnis jener schmers blos freunde, Nein! auchen, Die du in deinen schwes die feinde. ren leidensstunden Für mich 3. Herr! folls ich mich empfunden! nun deinen jünger nennen, 9. Laß mich mit fanfts Und doch von rachaier gegen much meinem feind begegs andre brennen? Sollt ich jenen, Den, der mir flucht, haß mit haß lieblos vergel: voll großmuth, wie du, seg: ten, Und wieder schelten? nen. Herr, mache aegen alle, 90287 4. Wie kann ich: Vater! die mich haffen, Mein herz zu dem Höchsten sagen, Und gelaffen! groll im herzen gegen brüder 10. Will mich zur rach: tragen? Wie kann ich zussucht der gedank' verführen, ihm flehn, mir zu verzeihen; Als würd ich sonst mein gans Und rache schreyen? zes glück verlieren; O Herr, 5. Wer nicht vergibt, so laß mich, ihm zu wider: der wird für seine fünden steben, Auf dich dann sehen! Auch nicht bey dir, o Herr, 11. Du schüzest den, der vergebung finden. Dein jünredlich vor dir wandelt, Und ger ist nur, wer, wie du, ver: überall nach deinem vorbild gibet, Und feinde lieber. bandelt. Drum laß in allem 6. So heilige dann mei: mich schon hier auf erden nes herzens triebe, Mein Dir ähnlich werden! Heiland! durch den Geist Versöhnlichkeit und der wahren liebe. Vertilge, Liebe der Feinde. durch die lust zu deinem na: Mat. Herr! ich habe mißgeh. men, Der rachgier samen. 451. 2uen, welche nicht 7. Wenn meine brüder vergeben, Wirst 400 Von den Pflichten gegen andere Menschen. du, Richter, nicht verzeihn: 6. Bater! stärf uns, deis Trostlos werden sie im leben, ne frommen, Treu ju bleis Trostlos einst im tode seyn; ben dieser pflicht. Wenn wir Unbefrept von ihren fünden, in versuchung kommen, So Nimmer vor dir gnade fin: befiege sie uns nicht! Laß fie uns gewaffnet finden; Laß den. 2. Ob sie reuend zu dir uns schnell sie überwinden! flehten, Hörst du doch ihr 7. Also mach uns deinem flehen nicht; Und verbirgst, leben, D mein Heiland, wie oft sie beten, Dein er gleichgesinnt! Dann vergib, barmend angesicht. Säu: wie wir vergeben Allen, die dern, welche brüder haffen, uns schuldig find. Laß für Kannst du keine schulb er: deines volts verbrechen laffen. Danu dein blut versöhnend 3. Wie dein Herz mit jer sprechen! dem sünder Väterliches mit: 8. Heil uns! Gott vers leid hat; Wie der todesüberseibt uns fündern, Geht winder Selbst für feine nicht mit uns ins gericht; mörder bat: So soll auch Nimmt uns auf zu feinen dein christ verzeihen, und findern, Zürnet mit uns sich nicht auf rache freuen. ewig nicht. Laßt uns beren, 4. Ach! wir alle sind ver: laßt uns fämpfen, Alle rach brecher, Häuften alle fchuld in uns zu dämpfen! auf schuld: Du, der sänden Met. Mir nach spricht Chriftus. ernster rächer, Habe nech 452. Herr, der du stere mit uns geduld! Se une bend noch für gnädig, daß wir leben, Und die, Die dich erwürgten, veraib, wie wir vergeben! batest; Der du vor deinem 5. Wir geloben's dir mit rächer sie So liebevoll vers freuden: Willig wollen wir tratest! Wann werd ich doch verzeihn, Nie uns rächen, dir ähnlich seyn, Und meis wenn wir leiden, Nie zu dir nem feinde gern verzeihn? um rache schrey'n; Täglich 2. Ich fünder, dem noch vor dein antlig treten, Undrache glüht Im heuchleri: für unsre feinde beten. schen Herzen; Der noch sein Versöhnlichkeit und Liebe der Feinde. 401 wohlgefallen sicht An feiner] 7. Wie würd er mir am feinde schmerzen; Ich trete weltgericht mit heiffen thräs vor dein angesicht, Du Gott nen danken, Und als mein der lieb'! ach, zittr' ich nicht.[ freund dann ewig nicht Von 3. Die stime Gottes schal: meiner feite wanken; Und let mir Durch meine ganze Gott erhöhen, dessen hand feele:» Wie du vergibst, Uns für die ewigkeit ver: » vergibt Gott dir!« Jch band! höre sie, und wähle. Der 8. Wie gern will ich, Gott, wählt den segen, der verlauf dein wort, Haß und vers gibt; Und der den fluch, folgung leiden! Wie gern wer rache liebt. verzeihn, da du mir's dort 4. Mein herz! seyn werth Bergilt'st mit ew'gen freu: der seligkeit, Dich selbst zu den; Wann mir im himmel überwinden. Duld', und einst mein feind Dankbare vergib! auch Gott verzeiht, freudenthränen weint! Und straft nicht deine sün: Mel. Kommt her zu mir, spricht. den. Nicht rache! ſegen ru: 453. Thr, die ihr mich fe du Mit freuden deinem verfolgt und schmäht! Hört mein inbrüns 5. Auch mein beleidiger stiges gebet: Herr, segne, die hat theil Am Heiland aller mir fluchen! Laß, wenn man sünder; Mit blut erwarb meine seele faßt, Mich dieses auch ihm sein heil Der To: joch und diese last Froh zu desüberwinder. An mich ertragen suchen. und ihn ergeht der ruf Des 2. Du, Herr, hilfft doch Gottes, der uns beyde schuf. aus aller noth! Wenn der feinde zu. 6. fönnt ihn meine verfolger macht mir droht, fanftmuth noch Zur seligkeit Lehr mich die feinde segnen; bekehren! Jhn, der mich Und wenn mit überleater list hast, das sanfte joch Der lie: Ein Judas mich verräth und be tragen lehren! Wie gött: füst, Mit grosmuth ihm lich würd' es mich erfreun, begegnen. Der retter scines heils zu seyn! 3. Die unschuld spricht luns troft ins hers; Sie weiß 26 402 Von den Pflichten gegen andere Menschen. den unverdienten schmer: Zul 2. Jcb will ihm hold bes lindern, zu verfüffen. Es ist gegnen, nicht drohen, wenn mein trost bey hohn und er droht: Schilt er, so will spott, Jm himmel, du meinlich fegnen. Dieß ist des gnäd'ger Gott! In mir ein Herrn gebot. gut gewiffen. 3. Mein Jesus, der Ges 4. Trug nicht der Heiland rechte, Vergalt die schmach fremde schuld Mit über mit huld: Die wut ergrims schwänglicher geduld? Er ter knechte Ertrug er mit schalt nicht, da er litte. Im geduld. todeskampf, am freuzes: 4. Will ich dann wieder stamm War er geduldig, schelten, Da er nicht wieder wie ein lamm. Bergib! chalt? Will ich mit haß ver: war seine bitte. gelten, Da er mit lieb ver: galt? 5. Sein heilig beyspiel leh: re mich, Geduldig seyn, und 5. Verleumdung dulden brüderlich Mit feinden um müssen, Ist schwer; doch die: zugehen. Wenn fleisch und se pflicht Wird leicht, wenn blut sich in mir regt. Der das gewissen Zu meiner ehre stolz zur rache mich bewegt; spricht. Herr, laß aufdich mich sehen! 6. Dieß will ich treu bes 6. Nicht haß und feind wahren: So beffert mid) schaft; rache nicht! Verge: mein feind, Und lehrt mich ben, das ist meine pflicht flug verfahren, Indem er's Herr, bilf mir fie entrichten! böfe meint. Ein gut gewiffen tey mein 7. Ich will die fehler mei: ruhm: Verzeihen, sen imlden, Die er von mir erfann; driftentbum Die schönste Auch die will ich bes meiner pflichten! streiten, Die er nicht wissen Mel. Ach bleib mit deiner gnade. fann. 454. Nie will ich wieder 8. Durch huld will ich fluchen, Wenn mich rächen An ihm das que mir mein haffer flucht; Nie te sehn; Und qutes von ihm dem zu schaden suchen, Der sprechen: Wie könnt er län: mir zu schaden sucht. iger schmähn? Für besondere Stände. 403 9. Jm haß ihn zu ermü:| 10. Wenn, mich zu un den, Will ich ihm gern ver: tertreten, Jbn güte mehr zeihn; Und, als ein christ, erhizt; So will ich für ihn zum frieden, Zu diensten beten, Und Gott vertrau'n: willig seyn. Gott schüzt! Vierte Abtheilung. Lieder für besondere Stände, Zeiten, und Vorfälle des Lebens. 1. Für besondere Stände, Alter und Geschlechte. Fürbitte für Regentensweisheit und gerechtigkeit und Obrigkeiten. Sey ihres hauptes frone! Mel. Sey Lob und Ehr dem ic. 455. Der thron der 3. Gott! wie gefährlich gehn sie da Auf schlüpfrig stetlen höhen, Dem fall in weltbeherre scher ist Ein schemel deinen füffen; Sie sind nur fleisch; einen abgrund nah Den du aber bist Gott, dem fiefie nur selten sehen! Ein dienen müssen! Das reich armer ansch von fleisch und blut Kann sich nicht leicht vor übermuth Bey so viel macht bewahren. ist dein, und dein die welt! Du, der sie schuf, und sie erhält, Du bist allein thr Herrscher. 4. O Herr der Herren! 2. O grofer Gott! regie: laß sie nie Die rechte bahn re fie, Daß fie getreu dir die verlieren. Vor schmeichlern nen. Berlas mit deiner hule auch bewahre ste, Daß die sie fie nie, Und ihr gefchlecht nicht verführen. Lehr sie nach ihnen. Furcht Gottes, ihr eigen berg durchschau'n, und barmherzigkeit, Und Und nur mit furcht sich sel: 404 Für besondere Stände. ber trau'n, Und dich um 4. Der über christen, Gott weisheit bitten! von dir Zum herrn verorde 5. Gott! laß dein wort net ist, Sen deiner firche auch auf dem thron Noch schuz und zier, Der beste immer glauben finden: Laß mensch und christ! Fürsten auch auf deinen 5. Gros und voll müh ist Sohn Fest ihre hoffnung feine pflicht, Und er ein gründen. Gott! fie find mensch, wie wir: Ach, er bes fünder, so wie wir: Laß sie darf vor andern licht, Und doch nicht ihr theil blos hier rath, und kraft von dir! In diesem leben haben! 6. Erhör ihn, Gott, wenn 6. So weit dein reich, die er begehrt, Dir ähnlich hier erde, geht, Fleb'n darum zu seyn: Dann laß ihn, in deine christen. Erhöre gnä: dein bild verklärt, Sein dig dieß gebet, Du Vater volt, wie du erfreu'n! deiner christen! So weit 7. Er lieb auf seinem thro: dein reich, die erde, geht, ne dich, und bleib dir immer Wird jeder deine Majestät treu, Daß er den lastern In seinem Fürsten ehren. fürchterlich, Der tugend Mel. Nundanket all und bringt. tröstlich sey! 456. Gott! unser Fürst, 8.Beglückter völker liebe erfreue sich Insey Der rubm, den er vers deiner hülf, und sey Gehei: dien'; Und feiner ihrer seufs ligt und regiert durch dich, er schren Um rache wider Dir, feinem Herrn, getreu! ihn! 2. Begnadigt, Gott, mit 9. Sez weit hinaus ſein deiner fraft, Und deines lebensziel, Das er erreichen Geistes voll, Gedenk er stets soll: Gott, mache seiner tage der rechenschaft, Die er dir viel, Und jeden ehrenvoll! geben soll! 10. Sein thron besteh 3. Er fördre willig dei: unwandelbar! Sey seiner nen ruhm! Er denke gern freunde freund! Sey fein daran, Sein volk sey auch beschüzer in gefahr; Und dein eigenthum, Under dein wehre jedem feind! unterthan! 11. Sein werd' in jedem Für Obrigkeiten. 405 fleh'n zu dir Mit lieb und gut: du füllst Dein maß, dank gedacht. Erhör es, und herrschest, wie du willst. Gott! dann jauchzen wir, Aufs lieblichste fiel unser Und preisen deine macht! loos: Wir ruhn in eines Fürs Dan klied glücklicher sten schoos, Der unser freund Unterthanen für ihren und vater ist, Weil du sein guten Fürsten. Gott und Vater bist. Ach, Mel.Herr Gott, dich loben wir sc. laß ihn lange leben, Gott! 457. Gott, Weltregie: Der enkel seh erst ſeinen tod! rer, dir! Dir, Sein thun fey stets gerech: Bater, danken wir. Es schufltigkeit! Sein wunsch des der Herr, der Herr erhält;/ volks zufriedenheit! Erhalt Der Herr beherrscht auch in deiner weisheit ihn: Zu unsre welt. Fluch oder segen deiner hülfe laß ihn fliehn, strömt ins land, Allmächti: Wenn er sie fühlt, der herre ger aus deiner hand! Der schaft last, Mit der du ihn länder schicksal wägst du ab; begnadigt haft. Du warst es stets, der alles Einst leucht er( dort be: gab. Gott, Schöpfer, unfer lohnst du ganz,) In einer Gott! Erhalter, unferGott! bessern frone glanz! Wie Herr, Herr, Herr, unser schmal, wie steil sein weg Gott! Jehovah Zebaoth! auch fey, Bleib er dir, Obers Einst hältst du dein gerecht herrscher, treu! Er hab', gericht: Jezt lohnst und stra: o Gott, er habe theil Im fest du noch nicht Durchs himmel einst am ew'gen heil! fchick fal diefer lebenszeit Ein Wir lassen, unser Gott! jedes volk nach würdigkeit. dich nicht; Du gebst uns Doch weit' und gütig ist dein dann die zuversicht, Daß une rath, Den noch fein qeist er fer inniges gebet Für ihn forschet bat. Gerechte herr: und uns umsonst nicht fleet. scher, Gott, gibst du Dem Gott segne, Gott behüte einen volk, und füll' und dich! Mit seiner gnad ume ruh. Tirannen aber sendest stral' er dich! Der ewig ist, du Und all ihr weh dem ans des angesichtUlmleuchte dich dern zu. Du siehst, so sey eskmit seinem licht! Dir geb er 406 Für besondere Stände. frieden; frieden hier, In 4. Nicht bitt ich, daß du jenem leben dir! mit leiden Jhre seelen ganz Lied für Aeltern. verschonft: Nicht, daß du Mel, Freu dich sehr, o meine ic. mit steten freuden Jbre tus 458. Dir empfehl ich gend hier schon lohnst; meine finder, Nicht, daß du sie hoch ers Gott, der uns mit gnade bebst, Jhnen grofen reich: Frönt! Zwar auch sie sind thum gebst, Jeden anschlag vor dir fünder, Doch durch stets erfüllest, Jeden threr Jesum dir versöhnt, Und wünsche fiillest. dir, Bater, Sohn und Geist, 5. Gib du ihnen, o Alle Dir, den unser glaube preist, weifer, Wie es längst dein Dein zu seyn und dir zu lerath bedacht, Das nur, was ben, Durch den taufbund fie fromer, weiser, Und zum übergeben. himmel reifer macht! Nie 2. Du, mein Schöpfer kann eine ganze welt, wenn und Erhalter, Bist von kind: ihr reiz die seele fällt, Nie heit an mein Gott; Bleibst mit allen ihren schäzen Den mein Gott auch einst im al: verlust der feel ersezen. ter: Sen auch meiner fin: 6. Das, was ich zu bitten der Gott! Segne und behü wage, Find' ein gnädiges ger te fie! Deine furcht erfüll sie hör: Kann es seyn, laß ihre früh, Daß sie, dir zum tage nicht an freuden gänz wohlgefallen, Jung schon lich leer! Werden sie geprüft Deine wege wallen. durch dich; Gott, so sey es 3. Ach, daß sie mit furcht väterlich! Und dann laß es dir dienen, Ist dein werk: ihren seelen Nie an troft und o, nimm doch nie Deinen stärkung fehlen. heil'gen Geist von ihnen! 7. Jener fiegstag der ges Daß ihr herz verführung rechten Sey auch mir ein flieh; Und ich einst voll zu freudentag. Hilf, daß zu versicht, Daß der lüfte gift des Richters rechten Auch nur nicht Ihr unschuldig nicht einer fehlen mag. Dan herz verderbe, Froh sie seg sprech ich: mein Heilande ne, wenn ich sterbe, fich! Hier bin ich, hier sind Für Kinder. 407 auch die, Die der Vater mir se, Und segne mein bemühn! verliehen, Sie dem himmel Dies fey mein augenmerf, zu erziehen. Dir, Gott, sie zuzuführen, 8. Nichts fann unfer glück und feines zu verlieren: dann mindern, Wenn du Dazu gib kraft und stärk'! uns mit wonne labst; Und 4. Zu schwach sind meine mit allen meinen Findern fräfte, Zu schwach ist mein Dank' ich, daß du mir sie verstand. Der finderzucht gabst. Dann drückt ferner geschäfte Steht unter deiner feine noth, Dann trennt band. Gott, darum bitt' ich) uns nicht mehr der tod: dich; Du wirst um Christi Dann sind wir, gleich dei: willen Die bitte auch erfülnen Engeln, Frey von for len: Regiere fie und mich! gen, rein von mängeln. Für Kinder. Met. Aus meines Herzens 2c. Mel. Jefus meine Zuversicht ze. 459. Aus freudigem ge: 460. Gott, mein Schö tada müthe Sing ich pfer! dank sey zu Gott hinauf: Es zeugt dir, Daß du gutes, leib und von seiner güte Mein ganzer leben Durch so liebe ältern lebenslauf. Von dir, mein mir Haft aus lauter gnad Gott! von dir Kommt jede gegeben; Auch mit lauter gute gabe, Kommt alles, gutigkeit Sie erhältst bis was ich habe; Auch finder diese zeit. gabst du mir. 2. Welche wohlthat ists, 2. Laß mich stets überle: daß sie Ihren besten fleiß mir gen, Daß du ihr Vater bist; schenken, Und mein sünd: Und daß auch ihrentwegen haft herz schon früh Von Dein Sohn gestorben ist. der sünd aufs gute lenken; Verhüte, daß ich die Nicht Stets auf meine wege ärg're, nicht verachte, Dielschau'n, Und an meiner Christus felig machte: Ach, wohlfahrt bau'n! dieß geschehe nie! 3. Sollt ich so viel wohls 3. Dir, Bater, dir zum that nicht Immerdar zu her: preise Wollt' ich sie gern erzen nehmen! Doch der oft ziehn: Omache du mich wei: versäumten pflicht Muß 408 Für besondere Stände. mein herz vor Gott sich schä: 8. Gott, mein Vater! men. O wie tief beschämt höre doch Meines herzens bin ich! Ach wie fränkt mein kindlich flehen: Laß im ſpä undanf mich! ten alter noch Sie an mir 4. Laß hinfort, wie du viel freude sehen! Und erhör verlangst, Jede findspflicht auch ihr gebet, Das für mich mich erfüllen: Denn wielum weisheit fleht. oft hat sorg und angst Sie eied eines Jünglings. beschwert um meinetwillen! Me. Ermuntre dich, mein 20. Wenn ich litt, so war mein 461. Sch trete vor dein schmerz Leiden für ihr zärts angesicht, Du lich herz. Schöpfer meiner jugend! 5. Laß auch ihre winke mich Verwirf mein findlich flc: Kindlich und mit sorgfalt hen nicht um weisheit und achten; Ja, selbst ihremum tugend. Der du den wunsch laß mich noch zuvor: säugling beten lehrst, Und zukommen trachten; Gern, gern fein stammeind flehen was sie vergnügt, vollziehn, hörst; Hör auch mit wohl: Und was sie betrübt, stets gefallen Mein betend lied fliehn! erschallen! fisi 6. Jesus stelle mir sich 2. Eh ich dich kannte, hast dar, Als das beyspiel aller du mich Mit Schöpfers finder. Er, der Herr vom macht bereitet, und durch himmel war, Gottes Sohn, die kindheit väterlich Mich das heil der fünder, Er war bis hieher geleitet. Izt, doch von kindheit an Seinen Herr, da ich dir danken ältern unterthan. fann, Nimm dich auch meis 7. Meine lust sey dann ner jugend an, Daß ich auf auch mir, Folgfam feyn! meinem wege Unsträflich denn das ist billig, Und gewandeln möge! fällig, Gott, vor dir. Mach 3. Mein Herz, noch un du selbst dazu mich willig. verführt und rein, Ist jung Wohl mir dann! es wird und unerfahren: Wie leicht, auch mein Dein verheißner aeblendet durch den schein, fegen seyn. Stürzt es fich in gefahren! Für die Jugend. 409 Ach, mache mich mir selbstsjugend bahn, Mich in ihr bekannt, Und gib mir weise nez zu ziehen, Verführer heit und verstand, Stets meiner seele nah'n, So laß auf dein wort zu fbauen, mich flüglich fliehen! Jhr Und nie mir ſelbst zu trauen! füffes locken lenfe nicht mein 4. Du pflanztest, Herr, herz von dir und meiner in meine brust Die triebe pflicht: Jhr spotten und ihr zum vergnügen: Ach, stärke lachen Laß nie mich wan mich, den hang zur luft, Die fend machen! fünde, zu befiegen! Dein un 8. Der glaub an Jeſum ausbleibliches gericht Verbleibe mir, O Gott, unend: geffe meine feele nicht, Undlich wichtig! Denn er lerne fromme freuden Bon macht mich gerecht vor dir, lüsten unterscheiden! Und meine rege richtig. 5. Bon dir, o Gott, werd nicht zweifel, die ein herzer: ich bewacht, Bin ganz mit zeugt, Das sich zur fündens dir umgeben; Vor dir be liebe neigt; Nicht luſt zu deckt nicht mitternacht, widersprechen, Laß meinen Noch einsamkeit, mein leben. glauben ſchwächen. Die fünde, die im finstern 9. Der tügend heilige schleicht, Verbirgt vor mens mich ganz, Mein Schöpfer schen sich vielleicht: Vor dei und Erhalter! Sie werde nem angefichte Steht sie meiner jugend glanz, Und im hellen lichte. einst mein troft im alter. Ers 6. Den leichtsinn, der halte mein gewissen rein! mich oft verführt, Das böse laß keinen meiner tage seyn, zu erwählen; Den ehrgeiz, Der nicht zu deiner ehre Ges der den stolz gebiert, Das schmückt mit tugend wäre! merkmal schwacher feelen; 10. Ach, lehre mich den Die trägheit, die den geist werth der zeit, Daß ich sie verzehrt, Und jeden trieb nie verschwende; Daß ich zum faster nährt; Laß nie zu mit fluger thätigkeit Auf ihren fünden, O Gott, mich weisheit sie verwende. Gott, willig finden! 7. Wenn sich auf meiner meiner jugend fleiß und müh Laß nicht umsonst seyn; segne 410. Für besondere Stände. fie! Eaß auch durch mich ligkeit Bewahre meine juz auf erden Dein werk geför, gend. Mein vorzug sen be: dert werden. fcheidenheit; Und meine 11. Erhöre gnädig mein schönheit, tugend! Gib mir gebet, Du Schöpfer meiner den sanften, stillen, geist, jugend! Erhör es; meine Der dich durch seine demuth feele fleht Um weisheit und preist, Den nächsten nie vers um tugend. Mein ganzes achtet, Sich selbst zu bessern leben dank' ich dir. Weich' trachtet! pond and im nur, Erbarmer, nicht von 4. Die lust der eitelkeit mir! Damit ich meine wege laß nicht mein junges herz Unsträflich gehen möge. entzünden: Sie macht mich Lied einer jungen untreu meiner pflicht, Und bis Christin.bahnt den weg zu fünden. Mel. Ermuntre dich mein e. Gesuchte zier und pracht der 462. dh will in meiner welt Ist nicht der schmuck, meinsamkeit Zu der dir gefällt: Du willst, dir mein herz erheben: Dulich soll bescheiden Mit zucht felber wollst mir freudigkeit, und scham mich Fleiden. Dich anzurufen, geben! 5. Preis dir und dank, Vernimm, o Bater, mein mein Schöpfer, Gott! Du gebet, Das nicht aus fal gabst mir eine seele. Preis schem munde geht: Um dei dir und dank, mein Mittler, ner liebe willen Wellst du, Gott! Du starbst für meine Herr, es erfüllen! feele. Mein leib ist doch nur 2. Du bist mein Vater, afch und staub: Nie wird ich dein find: Mein glück ist mein geist des todes raub. dich zu lieben. Ach, mache Mein erst geschäft auf erden mich dir gleich gesinnt In Sey, schön am geist zu wer: allen meinen trieben! Laß den! meine feele feusch und rein, 6. Gott, lehre du mich Und treu in deiner liebe feyn, eilen, ihn Mit weisheit aus: Und suchen, dir vor allen, zuschmücken! Denn meine O Bater, zu gefallen! tage fliehn dahin, Gleich 3. Bor stolzer selbstgefäl: schnellen augenblicken. Gib, Für das Alter. 411 daß zu leerer tändeley Mir durch unschuld uns, daß meine zeit zu fostbar sey: wir Der freundschaft glück Und laß es mir gelingen, empfinden. Laß unsre liebe Sie müzlich zuzubringen! sanft und rein, Wie deiner 7. Bewahr mein auge, Engel umgang, feyn; Daß daß es nie Unreine glut er nimmer unsre seelen Neid nähre; Und meine rede, oder argwohn quälen. Gott, daß fie Kein spötter 11.Schickst du einst einen falsch erkläre! Die unschuld freund für mich; So gib, fey mein liebster rubm; Ein daß ich ihn wähle. Er sey ein guter ruf mein eigenthum; chrift, und fürchte dich Und Den jeder gern mir gönne, lieb auch meine feele. Laß seis Und niemand lästern könne! nes bauses edle fier Mich 8. Bewafnet sey mit ernst werden. Gott! laß ihn mit mein blick, Mit ernst der mir Die beste deiner gaben feufchen tugend. Seht ihn, Für dieß sein leben haben. und bebet scheu zurück, Ver: 12. Der du mich selbst fucher fromer jugend! Den durch dein gebot Den weg umgang, der verführung zum heile lehrest! Ich will droht, Herr, lehr mich flies dich preifen, meinen Gott, hen, als den tod; Und wil: Daß du mein flehn erhörest. lig alle freuden Der wilden Jchopfre dir mein lebenlang weltlust meiden! Der unschuld und der tu: 9. Die frevler, die mit gend dank: Dort will ich in ihrem sport Sogar dein den chören Der Engel dich wort beflecken, Vertreibe verehren. fern von mir, o Gott, Daß fiel Lied eines Alten. A mich nicht erschrecken! Dich Met. Ich ruf zu dir, Herr Jesu 2c. lästern sie und deinen Sohn, 463. Sieh, feele, hinter Und sprechen deiner wahrheit dich zurück, Auf hohn. Unselige verführer! die durchlebten jahre! Thu Erbarm, erbarm dich ihrer! vor dich hin auch einen blick: 10. Laß fromme freun: Was siehst du? meine bah: dinnen in mir Ein herz, wie re! Ich bin schon alt; Wie ihres, finden! Verknüpfibald, wie bald Ist meine zeit Für besondere Stände. verschwunden! Stunden, ner zuversicht, Mein Schö stunden, Währt noch mein pfer und Erhalter! Getreuer aufenthalt: Dann werd ich Gott, verlaß mich nicht! nicht mehr funden. Verlaß mich nicht im alter! 2. Gott! was ich bin, Die zeit eilt hin, Die fräfte bin ich durch dich:( Erwäg fliehn: Es reifen meine es, mein gemüthe!) Auf haare Zu der bahre. Gib, Vaterbänden trugst du mich; daß, wenn ich schwach bin, Dein weg war lauter qüte. Ich deine fraft erfahre. Herr, ruhm sey dir! Denn 6.Komm, und erlöse mich! du hast mir In meinem lan- ich bin Vom langen kampfe gen leben Biel gegeben: müde. Nimm meine feele Was geb ich dir dafür? von mir hin, und bringe mich Wie soll ich dich erheben! zum friede! Schließ meinen 412 3. Du, meines lebenslauf! Froh hoff ich drauf: grund und kraft, Mein Bas Mein fleisch wird nach dem ter, sey gepriesen. Du hast sterben Nicht verderben: auf meiner pilgrimschaft Berklärt steh ich einst auf, Mir stündlich guts erwiesen. Die feligkeit zu erben. Gott, du hast mich Oft wun: In mühseligem Alter. derlich, Und doch stets gut, mel. In allen meinen Thaten ic. geführet, Wohl regieret! 464. Durch viele grofe Jmfummer hab ich dich Als plagen Hat nah und treu geſpüret. mich der Herr getragen Von 4. Ich habe manchen meiner jugend auf: Ich fah schweren berg Durch deine auf meinen wegen Des hülferstiegen: Du machtest Höchsten hand und segen; ein mir furchtbar werk Mir Er lenkte meines Lebens lauf. öfters zum vergnügen. Du 2. Sein weg war oft vers Gott der huld haft mit geborgen: Doch, wie der helle duld, Da fünden auf mir morgen Aus dunkeln nächs lagen, Mich getragen. Herr ten bricht; So hab ich stets Jefu, tilg' die fchuld Bon gespüret, Der weg, den Gott allen meinen tagen! mich führet, Bringt mich 5. Mein Gott, fels meisdurchs finstre thal ins licht. 413 Für Wittwen und Waifen. 3. War menschenhülf Lied einer Wittwe. vergebens, So kam der mel. In allen meinen Thaten 26. Herr des lebens, Und half, 465. Gott hört der und machte bahn. Wustich wittwen fles mir nicht zu rathen, So that hen: Mein aug soll auf ihn Gott grose thaten, Und sehen; Er ist mir mehr, als nahm sich meiner mächmann! In allem schmerz tig an. und leide Ift er mein troft 4.» Bis zu des alters tas und freude, Mein fels, den » gen Will ich dich heben, ich umfaffen tann. omi » tragen, Und dein Erretter 2. Mich tröstet seine gnades » seyn:« Dieß hat mir Er ist auf jedem pfade Ben Gott versprochen, Der me mir bis au das grab. Er will fein wort gebrochen; Ich mich nicht verlaffen; Dieß werde fein mich ewig freun. trostwort will ich faffen Als 5.Er wird mir schwachen meinen wittwenwanders alten, Was er verheißt, auch stab. halten; Denn er ist fromm 3. Wo seit viel tausend und treu Bin ich gleich mattljahren Betrübte wittwent und müde; Er gibt mir waren, Die haft du, Gott, trost und friede, Und steht verpflegt; Die sich auf dich mit muth und kraft mir bey. verlieffen, Und glaubig dir 6. Nach wenig bangenu füßen Des fummers funden hab ich ganz über schwere last gelegt. wunden: Ich bin vom ziel 4. In dir will ich mich nicht weit. Triumph! owel: stärken: Du wirst auf mich che freuden Sind nach den auch merken, Mein seufzen lezten leiden Vor Gottes ist vor dir. Jch will mit heifs thron für mich bereit! sem flehen Vor deinem ante 7. Jch warte froh und stille, liz stehen: Du Wittwen: Bis meines Gottes wille Mich helfer stehst nach mir. nach dem kampfe krönt. Un 5. Du siehst mich, wie meiner laufbahn ende Sinflichs meine; Giebst, wie ich ich in Jesu hände, Der mit hülflos weine Jn stiller ein dem Vater mich verföhnt. famkeit. Du, Vater aller: 414 Für besondere Stände. welten! Willst's öffentlich weinen, Ich komme zu den vergelten, Wenn deiner still meinen: Bald seh ich sie bey mein herz sich freut. meinem Gott. 6. Ich will dann, frohen 11.Hierher, ihr meine wais muthes, Aus allen kräften fen! Mit mir den Gott zu gutes Vor deinen augen preisen, Der euch erhalten thun; Will mich der welt fann. O Gott! sey du ihr entziehen, und lerm und Vater, Jhr Schuzherr, ihr thorheit fliehen, und still in Berather! Nimm dich der deiner fügung ruhn. armen schafe an! 7. Dann eilen meine tage, Für Waisen. Mit ihrer noth und plage, Mel. Was Gott thut, das ist ze. Leicht, wie ein traum, dahin: 466. h armes, vater: Ich leg die müden glieder loses find muß Aufs sterbebette nieder, schon in jungen tagen Den Wenn ich zum himmel reis Bater, der so gut gefinnt fer bin. Mich liebte, thränend klas 8. Dann geh ich, der zugen, Er ist dahin Und ich, schauen, Der mein trost, ich bin Noch hier auf dies mein vertrauen, Mein Gottsser erden Der sünden und ist und mein freund. Wie beschwerden. will ich ihn dann ehren, Jhm 2. Er leitete mich auf der danken für die zähren, Die bahn, Die mein fuß wans ich als wittwe hier geweint! deln sollte; Er nahm sich 9. Den ich, und der mich meiner schwachheit an, Wen liebte, Deß abschied mich be ich je straucheln wollte. Wie trübte; Find ich in Gottes väterlich Ertrug er mich; hand. Wie wollen wir uns Erlaubte, meine bitten In freuen, Und unsre lieb er seinen schoos zu schütten! neuen Im thränenfreyen 3. Von ihm erhielt ich vaterland! fpeis und tranf, Und lauter 10. Getröff't durch Got: gute gaben: Und war ich tes gnade Geh' ich die schwe: elend, schwach und kranf, ren pfade: Gott lindert mei: So eilt' er, mich zu laben. ne noth. Ich werd nicht ewig Doch nun ist er Für mich) Für besondere Zeiten. 415 nicht mehr! Berlaffen und len stand: Auf einer leidens alleine Geh ich nun hier, und vollen bahn Fang ich den weine. lauf des lebens ait. 4. Sieh, weinend komm 2. Gott! du bist meine ich, Herr, zu dir! Du Bazzuversicht: Allweiser! noch ter in der höhe, Du bist mein reiß ich es nicht Waruin Bater: schenke mir, War du früh mir freuz auflegst, um ich findlich flehe. Gott, Und mich schon jung so du bist mein; Und ich, bin schmerzlich schlägst. dein: Dein kind bin ich, dein 3. Doch ich erfahr es erbe: Ich lebe oder sterbe. warlich einst, Daß du es 5. Dem vater, der mich treulich mit mir meinst. fo geliebt, Vergilt du seiner Vielleicht schon in der prü: treue. Womit ich je sein herz fungszeit; Gewiß dort in betrübt, AchBater, dieß ver: der ewigkeit. zeihe! Einst dort bey dir, 4. Gott! nicht aus zorn Da werden wir Uns frölich entziehest du mir meiner ju wieder sehen, und ewig dich gend lust und ruh. Zu meis erhöhen. nes lebens befferung Fühlich des lebens noth schon jung. 5. Jch bitte, Herr, laß Mel. Herr Jesu Christ, wahr ze. jede pein mir eine tugend: 467. Schon frühe fest schule seyn! Laß mich uns mich Gottes sträflich vor dir gehn, Und hand In einen fummervol: still auf deine hülfe sehn. In mühseliger Jugend. II. Für besondere Zeiten. Neujahrslieder. Mel. Vom Himmel hoch, da zc. 2. Und ehre sey auf dei 468. Bis hieher half nem thron Dir, treuer Heis uns Gott, der land, Gottes Sohn! Dir, Herr! Dem Vater in der Schuzberr deiner christen: höh sen ehr; Jhm, der im heit! Dir, Geber aller se: überlebten jahr noch unser l'gkeit! freund und Vater war! 3. Hör deiner christen lob: 416 Für besondere Zeiten. gefang, hör aller deiner fin: Eaß es neue fräfte bringen, der dank! Hör unfer findli: Daß als christ ich wandeln ches gebet, Das dichum neue kann. Laß mich dir empfoh gnade fleht! len seyn: Dir vertrau ich, 7 4. Nimm nicht von uns und bin dein. Neues glück dein heilig wort; Zeuch nicht und neues leben Wollst du mit deiner firche fort! Bormir aus gnaden geben. falfcher lehr und spötteren 2. Laß dieß feyn ein jahr Behüt uns, Herr; und steh der gnaden; Laß mich haffen uns bey! meine fünd'. Und damit sie 5. Hilf, daß wir von der mir nicht schaden, Gib, daß fünd absteh'n; Als christenlich verzeihung find. Herr! heilig einhergehn! Berzeih du siebst mein herz voll reu, die alte fündenschuld; Er: Siehst den frommen vorfaz zeug uns neue Baterhuld! neu: Gnädig wirst du mir 6. Laß uns, wie im vor: vergeben; Sagen wirst du, übergebn, Die welt und ihre ich soll leben. schäze seh'n! Denn jeder 3. Jm vertraun auf deine wechsel unsrer zeit Jft neuer liebe, Geh ich dann getrost schritt zur ewigkeit. dahin. Was ist, das mich 7. Wenn dies jahr unser noch betrübe, Wenn ich Got: leztes ist, Wenn unfer les tes freund nur bin? Lebend, benslauf sich schließt; Ach sterbend, bin ich dein; Du, Heiland, so verlaß uns nicht mein Gott, wirst mit mir In todesnoth und im ges seyn; Und in allen meinen richt! nöthen Wirst du helfen und 8. Ben dir ist unser vater: lerretten. land: Da führ uns hin an 4. Herr! du wollst nur deiner hand! Gott, Heiland! gnade geben, Daß dieß jahr wir vertrau'n uns dir: Dir mir heilig fen; Daß ich leben und dir sterben wir! christlich leben möge Ohne Mel. Freu dich sehr o meine ic trug und heuchelen; Daß 469. Hilf, Herr Jesu! ich meinen nächsten lieb', Ihn laß gelingen: mit vorfaz nicht betrüb; Hilf! das neue jahr geht an. Daß ich fromm allhier auf Neujahrslieder. 417 erden, und dort selig mögelsichern fündenleben Ist auch Gott des fünders spott. werden. 5. Jesu, laß mich frölich Doch kommt endlich deinge: enden Dieses angefangnelricht; Dem entflieht der jahr! Ich vertrau mich dei pötter nicht. Du sprichst nen händen; Sey mein hel: dann aus ungewittern, Daß fer in gefahr: Steh mir bey die stärksten fünder zittern. in aller noth, Auch verlaß 4. Noch bist du, o Herr, mich nicht im tod! Freudig sanftmüthig, Zeigst uns noch will ich dich umfaffen, Wenn ein Vaterherz; Zeigst dich ich soll die welt verlaffen. in dem Heiland gütig, Der Mel. Werde munter mein Gem. gefühlt des todes schmerz. 470. Abermal ein jahr hier ist deiner liebe land; verfloffen Ná: Ich trau deiner Vaterhand, her zu der ewigkeit. Wie ein Die in nöthen und gefahren pfeil wird abgeschoffen, So Mich allmächtig fann ber vergehet meine zeit. Herr wahren. - vom leben und vom tod! Uns 5. Auf! mein herz, stell veränderlicher Gott! Was dich nun wieder Kindliche für opfer soll ich bringen, from dem Vater dar; Fall Deiner langmuth dank zu in demuth vor ihm nieder, fingen! Welcher frönet tag und 2. Jch erschrecke, mächtig jahr: Fang ein neues leben Wesen! Angst und furcht an, Das dem Herrn gefallen befället mich: Du kannst kann; Und das dich auch mir im herzen lesen; Ach nach dem sterben Läßt sein mein herz schämt vor dir sich, himmlisch reich ererben. Heilig heilig- heiliger Engell 6. Herr! soll ich noch läns und der menschen Herr! ger leben In der mühevollen Wehe mir! ich muß vergewelt; So wirst du geduld hen: Denn wer fann vor mir geben; Mir genügt, dir bestehen? was dir gefällt. Sich von 3. Vor dir müssen fün: deinem thron auf mich; der beben, Heiliger und star: Glaubensvoll seh ich auf fer Gott! Zwar beym dich: Es soll keine lust noch 27 418 Für besondere Zeiten. leiden Mich von meinem die kraft ist dein, In deiner Heiland scheiden. furcht zu leben. Du schüzest 7. Mache du an jedem uns, und du vermehrst Der morgen Deine güte ben mir menschen glück, wenn sie neu: Und bey dieses lebens zuerst nach deinem reiche sorgen Tröste mich, Herr, dei: streben. ne treu! Mach mich in der 4. Gib mir, wofern es gnadenzeit Recht geschickt dir gefällt, Des lebens ruh zur ewigkeit! Hilf mir sel und freuden. Doch schadet ber beten, wachen, Mich mir das glück der welt, So zum himmel tüchtig ma: gib mir freuz und leiden. chen. Nur stärke mit geduld mein Mel Allein Gott in der Höh sey 26. herz, Und laß mich nicht in 471. Gott ruft der sonn, noth und schmerz Die glück: und schafft den lichern beneiden. A mond, Das jahr darnach zu 5. Hilf deinem volfe väs theilen: Er schafft es, daß terlich In diesem jahre wies man sicher wohnt, Und heißt der. Erbarme der verlaßnen die zeiten eilen. Er ordnet dich, Und der bedrängten jahre, tag und nacht: Komt, glieder. Gib glück zu jeder laßt uns ihm, dem Gott der guten that; Und laß dich, macht, Ruhm, preiß und Gott, mit heil und rath Auf dank ertheilen! unfern Fürsten nieder; 2. Herr, der bis hicher 6. Daß weisheit und ge mit uns war! Bon danfer: rechtigkeit Auf seinem stuble füllten zungen Sey dir für throne; Daß tugend und das verfloßne jahr Ein hei: zufriedenheit In unserm lig lied gesungen! Für les lande wohne; Daß treu und ben, wohlfart, trost und liebe bey uns sey; Dieß, lies rath, Für fried und ruh, für ber Bater, dieß verleih In jede that, Die uns durch dich Christo, deinem Sohne! gelungen. het Mel. Sey Lob und Ehr dem 16. 3. Laß auch dieß jahr ge: 472. Du, Gott, du bist fegnet seyn, Das du uns neue ou der Herr der zeit, gegeben. Verleih uns kraft, Auch Herr der ewigkeiten! TS Neujahrslieder. 419 laß mich auch jezt mit freu: deine Baterhuld Noch fer: digkeit Dein hohes lob ver: ner liebreich tragen: Laß breiten. Ein jahr ist aber mich in deiner gnade ruhn, maldahin. Wem dank ich's, Und lehre lebenslang mich Gott, daß ich noch bin? Nur thun Nach deinem wohlge deiner gnad und güte. fallen. 2. Dich, Ewiger, dich bet' 6. Gib neue luft und neue ich an, Unwandelbares We kraft, Vor dir gerecht zu fen! Dich, den fein wechsel wandeln. Laß mich, Herr, treffen kann! Wir werden; stets gewissenhaft Mit mir sind gewesen; Wir blühen und andern handeln. Dein und vergehn, durch dich; Geist belebe herz und muth, Nur du bist unveränderlich; Dich, o du allerhöchstes gut, Du warst, und bist, und Und nicht die welt zu lieben! bleibest. 7. Die welt vergeht: dieß 3. Herr! ewig währet dei reize mich, Die lust der welt ne treu, Mit huld uns zu be zu fliehen. Um beß're freuz gegnen; Und jeden morgen den müffe sich Mein geist wird sie neu, Mit wohlthun schon jezt bemühen. Den uns zu fegnen. Ich kenne keis Engeln bin ich ja verwandt: nen augenblick, Da nicht von Jm himmel ist mein vater: ihr stets neues glück Mir land; Dahin, Herr, laß zugefloffen wäre. mich trachten! 4. Du hast auch im ver: 8. D, lehre selbst mich floßnen jahr Mich väterlich meine zeit Recht weislich geleitet; Und wenn mein außzukaufen! Laß mich die herz voll sorgen war, Mirbahn zur ewigkeit Mit heil's bülfund troft bereitet. Bonger vorsicht laufen. Des les ganzer feele preif' ich dich.bens last erleichtre mir, Bis Aufs neue übergeb ich mich, meine ruhe einst bey dir kein Gott, deiner weisen füh: wechsel weiter störet. rung! MEN Mel, Alle Menschen müssen sterb. 5. Vergib mir die ge: 473. Bater! mach uns häufte schuld Von den ver: fromm und floßnen tagen; Undlaß mich weise, Zu berechnen unfre 420 Für besondere Zeiten. zeit. Eh wirs merken, sind dacht: Alles ist vor Gott wir greife, Stehn wir nab gebracht. der ewigkeit. Ach, mit ernst 5. Wäg ich selbst von jes im angesichte Ruft der tod dem tage Meine sünd und uns zum gerichte; Und ver: tugend ab; O wie steiget hier werfung oder heil Wird die wage! O wie sinft fie dort ewig unser theil! dort hinab! Kann ich so 2. Seele! wiß es nicht vor Gottes throne Freudig vergebens: Klein ist meiner stehen? ist die krone, Die tage zahl. Thatst du jeden den frommen Gott verhieß, fchritt des lebens Mit be: Mir, so wie ich bin, gewiß? dachtsamkeit und wahl? 6. O beginn ein neues le: Säume nicht, dich selbst zu ben! Fang es diesen tag noch richten! Forsche nach des an: Ernstlicher sey dein be: glaubens früchten! Frage: streben; Richtiger sey deine bin ich auch bereit, Wenn bahn. Laß nicht auch dieß Gott ruft zur ewigkeit? jahr mit fünden Schwer bes 3. Nah' bin ich vielleicht lastet dir verschwinden. See: dem ziele Meiner furzgemeßle! nüze deine zeit Redlich nen bahn: Willst auch du für die ewigkeit. dich, wie so viele, Diefem ziel Mel. Wie wohl ist mir, e Freund. mit leichtfinn nah'n? Sieb, 474. Herr, den die ſonnen es ist von meinen jahren und die erden Wieder eins dahin gefah: Durch ihren bau voll pracht ren! Sind noch viele jahre erhöhn! Durch deffen machts mein? Oder wirds das lezte wort welten werden, Und seyn? lwelten wieder untergehn! 4. Wie ein schiff, von star: Herr, den durch laute lobge fen vinden Fortgeriffen, iste fänge Der freaturen ganze entflohn. Mit ihm stehn menge, Und aller zeiten fanf nun meine fünden Alle vor erhob! Der Engel Chöre des Richters Thron. Auch, nachzuahmen, Lallt unfre was ich gethan, den willen freude deinen namen, Und Meines Gottes zu erfüllen; unfern mund erfüllt dein lob. Selbst was ich dieß jahr gel 2. Gott! wie dein arm Neujahrslieder. 421 die welt bewahre, Berkündi: geben! Befest'ge unsere Für. get der tag der nacht. Ein jahr sten thron; Und segne Ihn erzählt dem nächsten jahre mit hölden blicken! Lehr du Die gröfen under deiner Ihn selbst das land beglüs macht. Dein stuhl, o Gott, cken; Und sey sein Gott, fein bleibt ewig stehen: Dusschild und lohn." desgr bleibst derfelbe; wir verges 5. Tritt den gewaltigen hen. Wie schnell verströmet zur feite, Die um den thron unfre zeit! Schon wieder ist des Fürsten stebn, Daß ih: ein jahr vom leben. Das uns ren anschlag glück begleite, dein gnadenrath gegeben, Und sie des volkes wohl er: Im abgrund der vergäng höhn. Auf alles, was den lichkeit. staat fann bauen, Laß fie 3. Kommt! dieß sey uns mit wahrer forgfalt schauen, ein tag des bundes! Dem Sie, die des fürsten auge frommen bunde bleibet treu; sind. Der unschuld flehu, Und den gelübden unsers des lands begehreh, Laß fie mundes Stimm' unverstellt mit wacher sorgfalt Hören, das Herz auch bey! O land, Sie, die das ohr des Fürsten gelobe, Gott zu dienen! Und sind. du wirst wie ein garten grüs 6. Erfüll mit eifer Bions nen, Den er sich selbst gewächter Für deines glau: pflanzet hat. Volk! wandle bens fauterkeit; Daß noch treu auf Gottes wegen; die spätesten geschlechter Die Dann macht dich auch mit predigt deines worts erfreut. reichem segen Die güte dei Den lehrern hilf, daß ihre nes Gottes fatt. lehren Nie leer an früchten 4. Gott, schau herab aus wiederkehren; Wir inz deinen höhen! Zeig unserm der gottesfurcht uns weihn. land, daß du es liebst: Erlaß deinen segen auf uns bör, was wir durch Chrifliessen! Denn, Herr, sie ftum flehen; Gib, wie du pflanzen und begieffen: Von beinen findern gibst! Gott, dir kommt aber das gedeih'n. fattige mit langem leben, 7. Den obrigkeiten dieses Den du zum Vater uns gesllandes Gib liebe zur gerech 422 Für besondere Zeiten. tigkeit; Daß uns die wohl: deinem leben: Und ewigkei: fahrt jeden standes und unten geben Kein maß von fers fleiffes frucht erfreut. deinem leben. Ewig warst Bild' auch das herz der zar: du, du allein, Und wirst von ten jugend! Gib, daß nebst nun an ewig seyn! weisheit wahre tugend In 2. Mit dir unveränderlich allen unsern schulen blüht. Ist deine güt und stärke. Des landes hoffnung lag Du erbarmst dich väterlich gerathen Da, wo man bür: Der menschen, deiner werke. ger für die staaten Und dei Du bist unsre zuversicht; nem himmel Christen zieht. Du sättigst uns mit segen 8. Ach, keinen laß sein Auf unsers lebens wegen, heil verscherzen, Und mache Daß wir dich lieben mögen du die thoren flug! Gib Herr, wir sehn dein ange füffen troft bedrängten her: ficht, Auch sterbend, noch voll zen, Und unfern armenbrods gnade! Selbst auf des to: genug. Dieß unser flehn sen des pfade Folgt uns noch ja und amen In Jesu; denn deine gnade. Sicher ruhn in Jesu namen Gibst du, wir unsre zeit: Dann weckst was unser herz hegehrt. du uns zur ewigkeit. airp Gott, unser Bater! dir zum 3. Auch das jahr, du preise Segn' uns auch dieses Ewiger, Das wir vollendet jahr: beweise, Du feyst es, haben, Wie erfüllt kam es der gebet erhört. daher Mit deiner güte gaben! Mel Gott der Vater wohn unsee. Wie gesegnet war sein lauf! 475. Zausend jahr sind, Wir sahn, wie deine treue Gott, vor dir, Sich wohlzuthun erfreue, Wie einer unfrer tage! Und Sich jeden tag erneue. Un zum tode reif sind wir Umser dank stieg zu dir auf: ersten unsrer tage. Du nur Wir durften in den nöthen bleibest, wie du bist! Du Des lebens vor dich treten, heiffest uns entstehen, Und Und findlich zu dir beten; deine werke sehen: Durufft, Und du hast mit treuer und wir vergehen! Aller zei: hand, Was uns nicht gut ten dauer ist Ein punkt in war, abgewandt. Neujahrslieder. 428 ind and 4. Freudig, Herr, begin. Ach, wie eilet meinezeit. Ich nen wir Dieß neue jahr des mit ihr, zur ewigkeit! lebens. Niemals noch ver: 2. Herr, in dieser frühen trauten dir Wir sterblichesstunde Preis" ich dich mit herz vergebens. Auch vergebens und munde. O wie gnädig dießmal nicht! Wir werden bist dur doch! O wie gut! ich es erfahren. Du, Gott, lebe noch! NG wirst uns bewahren Bor 3. Heute leb ich, wie von unfall und gefahren. Gott, neuen; Heut will ich mich) du wirst dein angesicht Mild deiner freuen. Alle menschen über uns erheben. Das nö: lad' ich ein, Dankbar unserm thig ist zum leben, Wirst du Gott zu seyn. uns alles geben. Dank: 4. Der das daseyn uns bar lehr' es uns empfah'n, gegeben, Jhm gehöret unser Und unserm ziel getroft uns leben. Sein ist unsre kraft nah'n! und zeit: Ihm sey herz und 5. Die schon an dem ziele thun geweiht! stehn Der pilgerschaft auf 5. Seele! prüfe deine erden, Lehre freudig zu dir kräfte: Frag dich: was ist gehn, Wenn sie gerufen wer: mein geschäfte? Wuchre ich den. Führe selbst sie durch mit meiner zeit Für Gott den tod, Versöhnt in deinem und die ewigkeit? Sohne; Gib ihnen vor dem 6. Seele! laß das jeden throne Des beffern lebens morgen Auch die erste deiner frone. Ewig gnadenreicher sorgen, Dein gebet und fle: Gott! Du wollst uns alle hen seyn, Ganz dich deinem leiten Durch diese nacht der Gott zu weih'n. Bus Pabte zeiten Ins licht der ewigkei: 7. Stärk, o Bater, mein ten. Herr der ewigkeiten, bestreben, Meiner pflicht dir, Dir leben und dir ster: aufs neu zu leben: Wirke ben wir. du, was ich nicht kann; Füh: Mel. Sollt es gleich bisweilen sc. re mich auf ebner bahn! 476. Wieder ist ein jahr 8. Wank' ich, oder sink vergangen; ich nieder; O so halt mich; Wieder eins ist angefangen! richte wieder Mich, den 4024 Für besondere Zeiten. schwachen liebreich auf; Und zum himmel fort, Boll vers regiere meinen lauf. trauen auf dein wort. w 9. Laß mich täglich weiter 16. Mich kann dann kein kommen: Mehre auch dielunglück schrecken; Du, o zahl der frommen: Laß die Gott, wirst mich bedecken; menschen beffer feyn, Und Käm auch unglück und ges dann deiner gnad sich freun! fahr, Wär auch dieß mein 10. Segue alle deine fin: todesjahr! der; Mach des elends täg 17. Guter Bater! deiner lich minder. Deck mit dei treue Ulebergeb ich mich aufs ner treuen hand Unser lie:[ neue. Du bist meine zuvers bes vaterland! ficht: Segne mich! ich laß 20 Tun 11. Laß die fürfien, die dich nicht.dll regieren, Ihre scepter weis: 18. Gonnen gehen auf lich führen. Ihr thun sey und nieder; Jahre gehn und gerechtigkeit; Friede was kommen wieder: Du, der ihr mund gebeut. fallgenugfam ift, Du bleibst 12. Laß die hirten und ewig, der du bist. die heerden, Ein herz, eine Mel. Wach auf, mein Herz, und. feele werden; Jene weise 477. Mit danken und führer seyn; Alle ihrem Gott mit beten Last sich weih'n. uns vor Gott hin treten; 13. Höre das gebet der Bor Gott, der unserm leben deinen, Und laß jedem hülf Bisher hat fraft gegeben! erscheinen. Rathe dem, der 2. Wir erdenpilger wan: Feinen rath, Keinen freund dern Bon einem jahr zum und vater hat. andern. Die schnelle flucht 14. Mich laß deine lieb der stunden Wird kaum von empfinden; Dann wird uns empfunden. nichts mich überwinden. 3. Und diese wandertage Hab ich dich, o höchstes gut, Sind nie ganz frey von pla: So bin ich voll heldenmuth! lge. Auf dornenvollen we: 15. Dieses lebens pilgen Geh'n wir dem grab gerreise Sez ich freudig dir entgegen. zum preise, Von der welt 4. Doch so, wie gute müts Am Geburtstage. 425 ter, Ben schwerem ungewits 10. Herr! wehre du den ter Und drohenden gefah: friegen; Laß menschenliebe ren, Die finder treu be: fiegen: Statt mord und wahren; blutvergieffen, Laß segenss 5. So treu ist Gott nicht ströme flieffen. minder; So weiß er seine 11. Sprich deinen milden finder, Wenn trübfalwet. segen Zu allen unsernwegen: ter blizen, In jeder noth Laß grosen und auch kleinen zu schuzen. Die gnadensonne scheinen. 1 6. Ach Hüter unsers le: 12. Sep der verlaßnen bens! Fürwahr, es ist ver: Vater, Der irrenden Beras gebens Mit unserm thun ther, Der unversorgten gaz und wachen: Nur du be, Der armen gut und habe! weift's wohl zu machen. 13. Hilf gnädig allen frans 7. Gelobt sey deine treue, fen; Gib fröhliche gedanken Die alle morgen neue! Lob Den hochbetrübten seelen, sen den starken händen, Die Die sich mit schwermuth alles herzleid wenden! VIG quälen. 8. Hör ferner unser fle 14. Gib jeglichem erlö: hen; Und eil', uns beyzuste.sten, Zu seiner seele besten, hen: Sen du in unsern lei: Den Geist, der uns res den Die quelle wahrer freu: giere, Und uns zum himmel den. führe. 43 9. Gib mir, gib allen des 15. O Herr von unserm nen, Die sich nach troste seh: leben! Dieß jahr, das du ges nen, Gib uns in noth und geben, Laß allem volt auf schmerzen Vertrauensvolle erden Ein jahr voll segen herzen, werden. 1 Am Geburtstage. Mel. In allen meinen Thaten schaft, durch huld bewogen, 478. Dir dank ich für mich aus dem Nichts gezos mein leben,[ gen: Durch deine güte bin Gott, der du mirs gegeben! ich hier. Froh dank ich dir dafür. Dul 2. Du, Herr, hast mich 426 Für besondere Zeiten. bereitet; Mich väterlich ge: fristest, Und mich mit fraft leitet Bis diesen augenblick.ausrüstest, Dieß, Bater, Du gabst mir frohe: tage; dant ich dir; Daß du mich Und selbst der leiden plagelliebreich führest, mit deinem Verwandeltest du mir in Geist regiereft; Dieß alles, glück.muistari. Bater, dank' ich dir! m 3. Gott, Herrscher aller 8. Goll ich noch länger dinge! Ich bin viel zu ge: leben; Wirst du, was gut ringe Der treu, die für mich ist, geben: Du gibst's; ich wacht. Damitich, staub und boff auf dich. Mein Vater! erde, Anferig glücklich werlich empfehle Dir meinen de, Hast du schon ewig meinfleib und feele. Herr, segne gedacht. ut and behüte mich! dow 4. Du hörteft schon mein Mel: Wiewohl ist mir, oFreund. fehnen, und zählteſt meine 479. Schon wieder ist thränen, El ich bereitet war; Joy von meinem le Ehich zu seyn begonnte Und ben Ein jahr, ein groser theil zu dir rufen konnte, Daldahin. Dir dank' ich, der du wogst du schon mein theilmirs gegeben, Herr, meiner mir dareit, daß ich noch bin! Für 5. Du fieffeßgnad mich alle deine gut und treue, Der finden, Und fahst doch meine ich bis diesen tag mich freue, sünden Vorher von erig Der ich nicht werth bin, feit. OHöchster, welchlerspreif' ich dich. Mein Vater, barmen! Du forgest für auch in diesem jahre, Wenn mic) armen, Und bist ein ichs vollenden soll, bewahre Vater, der verzeiht. Mit deiner weisen vorsicht 6. Für alle deine treue mich! Für das, des ich mich freue, 2. Wie sind die tage mei Lobsinget dir mein geist. Ernes lebens Bis hieher mir ist dein größt geschenke: Das so schnell entflohn! Ach, ich durch ihn dich denke, Jst tebt ich auch bisher verges dein; und daß er dich ist bens? Reif ich vielleicht zum preißt. tode schon? Könnt ich mit 7. Daß du mein lebensfreudigem vertrauen, Mein Am Geburtstage. 427 himmlisch vaterland zu 5. Du sahst mein herz: schauen, Nun durch die o Gott, ich wollte Dich lies nacht des grabes gehn? ben, dir gehorsam seyn: Könnt ich mit frohem ange: Mein ganzes leben, wie ich's sichte Vor dir erscheinen im sollte, Versprach ich deinem gerichte, Bor dir, Allwis dienst zu weihn: Wie mich, sender, bestehn? wollt ich die brüder lieben, 13. Entfernt von weisheit In guten werken stets mich und von tugend, Betrat ich üben Mit freuden und mit meines lebens bahn. Mich redlichkeit; Die fünde wollt flagt die fünde meiner ju ich errig haffen, Bon deinem gend Bor dir und vor mir Geist mich führen lassen, felber an. Von meinem llnd wachsen in der fröme leichtfinn hingeriffen, Be migkeit. ges täubte ich gar mein gewiffen; 6. Jsts möglich, daß ichs Bergaß dich, Gott, und mei dir verhehle? Verdammt ne pflicht. Von zügellosen mein eignes herz mich nicht? trieben brannte Meinjunges Ist nicht im innersten der berg: ich lebe und kannte seele Vor deinem auge alles Die absicht meines lebens licht? Wie oft hab ich den nicht. bund gebrochen! Wie felten, 4. Wie kann ich würdig was ich dir versprochen, Und g'mug dich loben! Du führ: fest beschworen hab, erfüllt! test mich zurück zu dir: Du noch immer fühl ich fünden: stilltest meiner lüste toben, liebe, Noch immer sind des Schufft einen menschen, fleisches triebe, Der finnen Gott, aus mir! Ich sah dielaufruhr, nicht gestillt. is drohenden gefahren, Die 7. Ach, rufe noch nicht meiner faster früchte waren, von der erde Mich, unges Sah, wie gerecht und gut schickt zum himmel, ab!* du bist; Bereute meiner Berzeuch, bis ich vollkomm fünden freuden, Entschloß ner werde: Dann erst eröf mich ernstlich, sie zu meiden, ne mir das grab. Noch Bat dich um guad'; und brauch ich jahre, mich zu ward ein christ. stärken Im glauben und in 428 Für besondere Zeiten. guten werfen, zu wachsen Stimmt, herz und mund, in der heiligung. Du fennst ein dantlied an! Der Herr uns menschen: wie geschwine hat wohl an mir gethan. de Vertiefen wir uns in die 2. Ein jahr ist wieder hins fünde! Wie langsam ist die gefloffen, Ein jahr von mei: befferung! ner lebenszeit. Ich hab uns 8. Das hoff ich, daß duzählig guts genoffen Von mich erhöreft, DuVater der dir, du Gott der gütigkeit! barmherzigkeit! Ich hoffe Du, gabst, vergabst, und freudig, du gewähreft Zustandst mir bey; Ja, Vater! meiner befferung mir zeit. ja, du bist getreu. Herr, ich will nicht mehr sie 3. Wie soll ich deine huld verschwenden: Gerriffenhaftserheben! Gott, du bist gros, fie anzuwenden, Sen mir mein dank ist klein. Omöchs unendlich theure pflicht. te doch mein ganzes leben Gib, daß an jedem meiner Ein dank für deine gnade tage mir mein gewiffen seyn! Nimm, Gott, durch ernstlich fage: Wozu du den ich frölich bin, Mein lebst, vergeffe nicht! treues herz zum opfer hin! 4. Herr, dessen treu auf Mel. Wer nur den lieben Gott ic. allen wegen Mir nahe, sichte 480. Erwache frölich, bar, tröstlich war; O leg mein gemüthet auch einen neuen fegen Auf Jezt, da der leib vom schlaf dieses neue lebensjahr! Gott, erwacht! Schwing dich zum der du weis und gütig bist, Schöpfer, deffen güte Mir Gib mir stets, was mir diesen tag zur freude macht.Inüzlich ist! Bey den verschiedenen Jahrszeiten. Im Frühlinge. Jehre, stärk und fraft, Der, Met. Sey Lob und Ehr dem ac. was er schuf, beglücket! Der 481. Lob fen Gott, der Herr erschafft, der Herr ers den frühling hält; Er liebt und segnet fei schafft, Gott, der den erdfreis ne welt. Lobsinget ihm, ges schmücket! Preis sey ihm, schöpfe! Fahrszeiten. 429 2. Eh noch der mensch den 6. Lobsinget ihm! er ist Herrn verließ in jenen sels uns nah. Singt, alle seine gen tagen, Da war die erd' heere! Der Herr ist allent: ein paradies, Frey von der halben da, Im himmel, erd fünde plagen. Nun hat sie und meere. Ich preife dich, sünd und straf entstellt: ich finge dir! Denn wo ich Doch ist sie noch des Schö: bin, bist du bey mir Bit all: pfers welt, Ein vorhof seismacht, lieb und gnade. nes himmels. 7. Du rufft die wolken in 3. Das land, das erst er: das land, Und stillst den storben lag, Erwacht und burst der erde;, Daß mit lebt nun wieder; Es strö: den gaben deiner hand Der met jeden neuen tag Sein fe: mensch gesegnet werde: Du gen neu hernieder. Der machest hagel, thau und wurm, der in dem staube wind, Die deiner allmacht webt, Der vogel, der in lüfe boten sind, Zu unsrer freu: ten schwebt, Erfreut sich de quelle. feines lebens. 8. Selbst wenn, vom dons 4. Der erden antliz ist nersturm bedräut. Erschrocks verjüngt; Erheitert glänztne länder zittern, Strömt der himmel; Gebirg, und stärkung, segen, fruchtbar: thal, und wald erklingt Bon keit, Aus nacht und une freudigem getümmel: Und gewittern. Dann bricht die voll erbarmen schaut herab, fonne neu hervor, Und alles Der allen seyn und leben jauchzt zu dir empor, Vor gab, Auf seiner schöpfung dem die wetter schweigen! werfe. 9, Bon dir fommt, was 5. Doch fühllos nur und uns bier erfreut, Du brunne unbeseelt Sind auen und ges quell aller gaben! Dort wirst filde: Auch hat Gott nicht du uns mit seeligkeit In reis das thier erwählt Zu seinem chen strömen laben. Wohl, ebenbilde. Herr, nur der wohl den menschen, die schon mensch freut deiner sich, Kent, hier Sich dir ergeben, und fühlet, und empfindet dich, leinst dir In Chrifto freudig Und hofft ein ewig leben.sterben! on 430 Für besondere Zeiten. Mell. Sollt ich meinem Gott zc. gut gerathen werde. Opfre 482. Hoch am himmel meinem Schöpfer dank; steht die sonne; Preif ihn fröhlich, mein ges Länger strahlt uns nun ihr sang! licht. Alles leben athmet 4. Seht wie in die weiten wonne; Wonn ist jedes an: felder Freudenvoll die heers gesicht. Lachend kommt der den ziehn; Wie dort scher: frühling wieder In die wälzend in die wälder Schnelle der, auf die flur: Die erstors sbaaren wildes fliehn! Hört bene natur febet auf, und der vögel sanfte chöre, Hier wirket wieder. Opfre mei: der lauten nachtigall, Dort nem Schöpfer dank; Preis der ferche füfen schall! Alles ihn frölich, mein gefang! bringt dem Schöpfer ehré. 2. Keine schwarze stür: Bring auch du ihm lob und me heulen Durch die luft dank, Preif' ihn frölich, mein zerstörend her; Und die gefang! vollen segel eilen Wieder 5. Glänzend und im feier: ohne furcht aufs meer. fleide Prangt die blüthen: Nicht mehr strömen regen: reiche flur: Jede blume lä: güffe, Deren fluth das chelt freude Bor dem Schö thal erfüllt; Und fein dik: pfer der natur; Der den thau fer nebel hüllt Stadt und schafft, den sie trinket, Daß land in finsterniffe. Opfre fie nicht zu bald verblüh'; meinem Schöpfer dank: Der ihr saamen gibt, wenn Preis ihn frölich, mein fie Endlich sterbend nieders gefang! finfet. Bring auch du ihm 3. Dürstend nach der ar: lob und dank, Preif ihn beit, wallet nun der land: fröhlich mein gefang! mann bin ins feld; Und sein 6. Dieser frühling, wie frölich lied erschallet Hoff: geschwinde, O mein Gott, nungsvoll dem Herrn der wird er verblühn! Wie ein welt. Er vertraut die saat schiff vom stoß der winde der erde; Ehrt durch from: Fortgeführt, wird er ents me zuversicht Seinen Gott, fliehn. Aber dort vor deis und zweifelt nicht, Daß fielnem throne Wird ein ew'ger Jabrszeiten. 431 frühling seyn; Ewig wird schwer, verbreitet sich. Sen er die erfreu'n, Die dir gnädig deinem volke, Allgü: trau'n in deinem Sohne. tiger, erbarme dich! Du Opfre meinem Schöpfer winkest den gewittern: Es dank, Preis ihn fröhlich, blizt aus dunkler nacht. Es mein gefang! donnert! berge zittern Bor 7. Diese herrlichkeit der deines donners macht. Der erde Ist ein schatten von dem stolze fünder bebet, Weiß licht, Das ich ewig schauen nicht, wohin er flieht: Der werde Dort, vor Gottes an: Chrift, dein freund, erhebet gesicht. Auch das freuden: Zu dir sein betend lied. vollste leben hier auferden, 3. Ein milder regen sin: ist nur tod, Gegen jenes, das fet Erquickend auf die dürre mir Gott Dort verheiffen flur? Wie labt sie sich! wie bat zu geben. Opfre mei trinket Ihn die verschmach: nem Schöpfer dank, Preiftende natur! Die sanften ihn ewig, mein gefang! ströme fühlen Der lüfte Im Sommer. weites meer: lnd die ges Mel. Nun 18b meine Seel den schöpfe fühlen Sich nicht 483. Der fonne glut hat mehr träg und schwer. Gott wieder Der flu: spricht: der donner schweiz ren angesicht verbrannt. Der get; Die finstern wolken blumen haupt hängt nieder; fliehn; Der frommen danks Nach regen seufzt das dürre lied steiget Hinauf, und land. Im schatten des gefil: preiset ihn. manet des Liegt matt die heerd um 4. Mit muth im ange: her: Das heiß're schrey'n sichte Beschaut des ackers des wildes Schallt aus den herr sein feld: Beschüzt hat wäldern her. Gott! gib Gott die früchte, Er, der den wolken flügel; Sprich Versorger feiner welt. Steif nur, so treufeln sie; Erquit: steht die saat, die ähren ke thal und hügel; Erquicke Bom mark der erde voll, mensch und vieh! Das seine menschen nähren, 2. Der sturm beginnt; Das fie erfreuen soll. Weit die wolke, Bon donnernischallt es ins gefilde; Die 432 Für besondere Zeiten. erndezeit ist da! Und alles natur Der winterruh entges preist die milde Des Gebers gen. In schaaren abgetheilt, Jehovah. lentfliehn Die vögel vor der 5. Ach, laß uns nicht ver: fält; und ziehn Weit über gebens Die gaben deiner land und meere: Gott nimt hand empfahn! Laß uns, du der wandernden sich an; quell des lebens, Nicht ohne Bezeichnet ihnen ihre bahn, frommen dank dir nahn! Und sättigt ihre heere. Du sendest thau und regen, 3. Uns, seine menschen, Gibst milden sonnenschein; will er hier Im winter selbst Du eilst, mit deinem segen versorgen; Und seiner huld Uns alle zu erfreu'n: Ach, vertrau'n auch wir, Die neu laß uns nicht vergebens So wird jeden morgen. Er manche gab empfahn! Laß schafft, daß wir in sicherheit uns, du quell des lebens, Der ungestümmen monden Nicht ohne dank dir nahn! zeit Beginnen und vollen: Im Herbste. den. Nichts trägt die erde: Mel. Ein Lammlein geht, und ic. doch gewährt Er uns, was 484. Früh, mit um unser leben nährt, Mit vä: wölktem ange: terlichen händen. ficht, Geht schon die sonne 4. Wie sind schon unfre nieder; Und spät erscheint fammern voll Von seiner ihr schwächer licht Am trügüte gaben, Vom segen, der ben himmel wieder. Das uns nähren soll, Bom vor: schöne jahr ist nun entflohu: rath uns zu laben! Borfes Die rauhen stürme rau: bend ließ uns unfer Gott fchen schon Durch die ents Das land schon für den win: färbten felder. Die lezte ter brod, Dem vieh sein fut: blume neigt ihr haupt: ter, geben; Und wein, der Des herbstes falter hauch unser herz erfreut, Und une entlaubt Die schattenrei: fers lebens fraft erneut, chen wälder. o Trieft aus der frucht der 2. Berlaffen steht die de reben. flur, Entblößt von ihrem ſe: 5. Ach! unser leben auch gen: Entkräftet fichet dielverbiüht, Wie ist das feld; Jahrszeiten. 2 433 im alter. Getrost! Gott ist, digen des Schöpfers ehre, ob es verblüht, Ein mächti: Lobsingen seiner gut und ger Erhalter. Er trägt die macht.2 dpmús müden; er beschüzt Die 2. Bon ihrer arbeit ruht schwachen; seine gnade stüzt, die erde; Sie schläft, von Die nah am grabe wanken. Gottes hand bedeckt, Daß Gebeugt vom alter, werden ihre fraft erneuert werde, wir Bon ganzem Herzen den: Bis sie der frühling wieder noch dir, Gott unsrer ju: weckt. Vertraut hat, in des gend, danken. Schöpfers namen, Der 6. Wohl allen, die dein landmann ihr den späten angesicht Jm lebensfrüh: famen; Der Schöpfer ling fuchen! Die werden ih: wacht auch über ihn: Todt rer jugend nicht Im herbst liegt er da; ihm wird das des alters fluchen. Wohlleben Der sonne rückkunft dem, der redlich sich bemüht, wiedergeben, und reich an. Weil seiner jahre kraft noch hoffnung wird er blühn. blüht, Der tugend frucht zu 3. So werden wir auch tragen! Ihm wird das alter einst ermüden, Und ruhehn in jugend seyn; Und göttlich der grabes nacht. Wir mers wird er sich noch freu'n In den schlummern ganz in seinen lezten tagen. frieden, Von dem, der nim mer schläft, bewacht, Daß Mel. Wie weht ist mir, oFreund. unfer staub geläutert werden 485. Gott winkt, so Gibt er ihn abgezählt der stürzen regenerde; Und fordert einst ihn Im Winter. güffe Sich) täglich auf die fel: lwieder ab. Sein ew'ger. der hin: Der sturm, die aus: frühlingstag wird kommen; getretnen flüffe, Die trüben Dann, dann verlaffen ſeine nebel preisen ihn: Die sonn frommen, Boll neuer, les in ihrer weitsten ferne Am benskraft, das grab! furzen tag; auch mond und 4. O tag des lebens fterne In heller langer win tag der wonne, Wie sehnet, ternacht; Die wilden un fich mein geist nach dir! D geftummen meere Berkündu, der auferstehung fonne, 28 4344 Für besondere Zeiten. Wann wirst du aufgehn blühn. Kann ich, als christ, über mir! Erst muß ich die den tod noch scheuen? Nein, verwesung sehen, Erst das göttlich wird er mich ers vergängliche vergehen; Dieffreuen: Du tag des les saat muß sterben, und dann bens, folgst auf ihn! Morgenlieder. edast Mel. Ich dank dir schon, durch ic. 6. Gelobet feyst du, Gott 486. Mein erst geschäft der macht, Gelobt sey deine sen preis und treue, Daß ich nach einer dank! Erhebe Gott, o feele! fanften nacht Mich dieses Der Herr hört deinen leb: tags erfreue! gefang: Lobsing ihm, meine feele! 7. Laß deinen fegen auf mir ruhn, Mich deine wege 2. Mich selbst zu schüzen, wallen; Und lehre du mich ohnemacht, Lagich, und schlief selber thun Nach deinem im frieden. Wer schafft die wohlgefallen. ficherheit der nacht, Und ruhe für die müden? 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr: Aufdich hofft 13 Wer wacht, wenn ich meine feele. Sey mir ein von mir nichts weiß, Mein Netter in gefahr; Ein Vas leben zu bewahren? Wer ter, wenn ich fehle. stärkt mein blut in feinem 9. Gib mir ein herz voll fleiß, Und schüzt mich vor zuversicht, Erfüllt mit lieb gefahren? und ruhe; Ein fromes herz, 4. Wer lehrt das auge das seine pflichterkenn' und feine pflicht, Sich sicher zu willig thue; bedecken? Wer ruft dem tag 10. Daß ich, als ein ges und seinem licht, Die feele treuer knecht, Nach deinem zu erwecken? reiche strebe; Gottselig, züch: 5. Du bist es, Herr und tig und gerecht Durch deine Gott der welt! Und dein ist gnade lebe; unser leben: Du bist es, der 11. Daß ich, dem näch: es uns erhält, und mirs izt sten beyzustehn, Nie fleiß und arbeit scheue; Mich neu gegeben, Morgenlieder. 435 gern an andrer wohlergehn gend auf gethan; Und daß Und ihrer tugend freue; ich gnade möge finden, So 12. Daß ich das glück der siehe meinen Mittler an! In lebenszeit In deiner furcht deffen namen bitt ich dich: genieffe; Und meinen lauf Es ist dein Sohn! er starb mit freudigkeit, Wenn du für mich. gebietst, beschlieffe. 5. Hilf du in allen sachen Mel. Wer nur den lieben Gott zc. rathen: Denn wo wär ich 487. Mein Gott! mun mir selbst genug! Behüte ist es wieder mich vor misfethaten, Vor morgen; Die nacht vollen böser menschen lift und trug. det ihren lauf: Nun wachen Führ du mich selbst auf eb: alle meine forgen Mit meiner bahn; Und, was ich thu, nen pflichten wieder auf. sey wohlgethan! Die ruh ist aus; der schlaf 6. Bewahre mir leib, feel ist hin; Und ich seh wieder, und leben, Verwandte, wo ich bin. freunde, hab und gut. 2. Ich bin noch immer Willst du mir freuz zu tras auf der erde, Wo jeder tag gen geben; So gib dabey sein elend hat; Und wo ich mir trostund muth: Und soll immer älter tverde Bey stets mich auch ein glück erfreun, verneuter miffethat: So laß es mir durch dich Gott, der mich beschüzt und gedeihn. nährt, Wär ich doch deiner liebe werth! Nach bekannter Melodie. 488. Gott des himmels und der erden, 3. Gib, daß ich dir, Herr, auferstehe, Dir einzig lebe, Vater, Sohn und heil'ger nicht der welt: Es gehe mir Geist! Der es tag und nacht sonst, wie es gehe; Thu ich läßt werden, Mond und son: nur, was dir wohlgefällt, ne scheinen heißt; Deffen Schließ mich in deine vor: starke hand die welt, Und ficht ein, So bin ich todt und was drinnen ist, erhält. lebend dein. 2. Gott! ich danke dir 4. Vergib mir, Vater, von herzen, Daß du mich in alle sünden, Die ich von ju: dieser nacht Vor gefahr, 436 Für besondere Zeiten. angst, noth und ichmerzen du senden, Wenn gewalt Treu behütet und bewacht; und list mir droht; Alles Und bey aller meiner schuld, mir zum besten wenden, Und Mich noch trägst mit Bater: mich stärken noch im tod. huld. Sterb' ich, o so bringe du 3. Laß die nacht auch mei: Mich zu deines himmels ner fünden Jezt mit dieser ruh! nacht vergehn; Laß mich 8. Höre, Gott, was ich gnade vor dir finden, Glau: begehre, Und was mir dein bensvoll auf Jesum seh'n, wort verbeißt. Dir sey ewig Der für meine misfethat ruhm und ehre, Bater, Sich am freuz geopfert hat. Sohn und beil'ger Geist! 4. Mich erinne dieser Dich vreif' ich hier in der morgen An den lezten grosen zeit, Mehr noch in der ewig. tag; Und die erste meiner feit. forgen Sen, wie ich bestehen Nach bekannter Melodie. mag, Wann dein ernstliches 489. Wach auf, mein gericht Einst auch mir mein herz und sin urtheil spricht. ge, Dem Schöpfer aller 5. Ach, ich fehle leicht! dinge, Dem geber aller drum leite Meinen gana güter, Des menschen treuem nach deinem wort: Bater! Hüter! sey und bleib auch heute 2. Mit göttlichem erbare Mein Beschüzer und mein men Beschüzte Gott mich Hort. Unter deinem schuz armen. Vergnügt legt' ich allein Kann ich froh und mich nieder; Bergnügt er: sicher seyn. wach ich wieder. 6 Treuer Bater ich em: 3. Durch dich, Herr, ists pfehle Dir, was ich nur hab geschehen, Daß ich das licht und bin, Meinen leib und kann sehen. Du machst, daß meine feele: Werf auf dichlich aufs neue Mich meines Fie sorgen hin. Segne mich! lebens freue. ceria seyn. ich binja dein; Und ich will 4. Steig auf, mein danf, um throne! Dem Vater 7. Deinen Engel wollstlund dem Sohne, Dem Geist Morgenlieder. 487 des Herrn, sey ehre! Anbe- Dein alle meine fräfte So tung, preis und ehre! gib dann auch mir zum ges 5. Hör meinen dank, mein brauch Der gaben deiner que flehen, Gott, der ins herste, Ein himlisches gemüthe. kann sehen; Laß dir mein 3. Schaff' in mir, Gott, findlich lallen In gnaden ein neues herz Mit diesem wohlgefallen! neuen tage; Damit ich mich 6. Dein werk wollst dusin freud und schmerz, Wie's vollenden, lind deinen Engel christen ziemt, betrage! senden, Der mich an diesem Herr, laß mich heut Und tage Auf seinen händen allezeit Die werke meiner trage. pflichten Mit treuem fleiß 7. Du selber mollst mir verrichten. rathen In allen meinen tha: 4. Gib du dann segen ten; Mich stets zum besten und gedeihn Zu jedem meis leiten, Zum himmel mich ner werke; Daß ich mich bereiten. ihrer mög erfreun, Und deis 8. Auf allen meinen we: nen beystand merke. Gib, gen Begleite mich dein segen: daß ich nicht Der kleinsten Dein wort sey meine speise vflicht Zuwider etwas wa: Auf meiner pilgerreise. ge, Das mein gewiffen nage. Mel. Was Gott thut, das ist we. 5. Zeigt heute sich gele: 490. Mein Gott! durch genheit, Dem nächsten beys deine güt allein zufpringen, So laß mit Errach ich ist vom schlum: frommer freudigkeit Mich mer; Und seh des neuen ta: diefe pflicht vollbringen: ges schein, Gefund und frey Treib stets mich an, So gut von fummer. Herr, deine ich kann, Den hülfreich zu treu Ist täglich neu; Sie erquicken, Den noth und hat mich fanft bedecker, Daß elend drücken, mich fein leid erschrecket. 6. Noch eine bitte wag 2. So sey dann auch dein ich, Here! Ein flehen für die lob, dein ruhm, Mein erst meinen. Beschüze fie, All und liebst geschäfte! Mein mächtiger! Denn sie sind leben ist dein eigenthum, auch die deinen. Dein Bas 438 Für befondere Zeiten. terherz Wend allen schmerzjne! Dir ist keine Meiner fors Bon aller derer bütten, Die gen, Auch die kleinste nicht, glaubig darum bitten. verborgen. Mel. Wie schön leuchtet der ic. 4. Ich bin ein chrift! 491, Dich feh ich wie: o Herr, verleih, Daß ich des der, morgens namens würdig sey! Mein licht! Und freue mich der trost ist deine anabe. Denn, edlen pflicht, Dem Höchsten ach was bin ich ohne dich? lob zu bringen. Ich will aus Ein irrend schaf. Erhalte frommer dankbegier, Omich, Mein Hirt, auf deinem mildester Erbarmer, dirlpfade. Stärk' mich, Daß ich Mit freudigkeit lobsingen. Stets noch übe, Deine liebe Schöpfer! Barer! Deine Zu betrachten, über alles treue Rührt aufs neue Mein dich zu achtén. gemüthe. Froh empfind ich 5. Auch im geräusch der deine qüte. welt soll mich Der heilige 2. Du warst auch diese gedank an dichOft still zu dir nacht um mich. Was wär erheben. Im dunkeln thale ich? bättest du nicht dich wallich hier: Einft niminst So hülfreich mir bewiefen. du mich hinauf zu dir, Zum Zu meinem leben fezest du licht und höhern leben. Auf Jest einen neuen tag binzu: dic Hoffich. Herr, ich wer: Sen boch dafür gepriesen! de Gern der erde Mich ents Durch dich Bin ich; Und ich schwingen, Dir dort ewig merke Neue stärke. Dich er: lob zu fingen, hebeHerz und mund, so lang mel. Ich dank dir schen, durch ic. ich lebe! 492. Ich wache au dem 3. Verleih, o Gott der leben auf, Das lieb und macht, Daß sünd du, mein Gott, gegeben. D und gram, wie dieſe nacht, feane meiner tage lauf! Was Auf ewig von mir fliebe; müzt mir souft dieß leben! Daß ich die kurze lebenszeit 2. Ich ehre deine Maje: In christlicher zufriedenheit stät An diesem frühen tage. Zu müzen mich bemühe. Bernim mein findliches ges Prüfe, Siehe, Wie ichs mei bet, Und höre meine flage Morgenlieder. 439 3. Des lebens furzer ausfällt, Und gib mich bessern genblick Hat folgen ohne en tagen. de. Gib, daß ich ihn zu mei: 10. Ach! wenn mein findis nem glück, Zum wohl der sches gebet Mit deiner ab: welt verwende. ficht stritte; So gib mir 4. Du schufest mir ein alles unerfleht, Nur das fühlend herz Für fremde luft nicht, was ich bitte! und leiden: Der menschen Mel. Gott des Himmels und zc. elend sey mir schmerz, Ihr 493. Gott! der allen glücke mach' mir freuden! seinen Findern 5. Du gabst mir einen Täglich neue huld erweißt: Engel zu, Vernunft zu gu: Den gerechten und den fün ten thaten. Laß mich bey dern Seine sonne leuchten allem, was ich thu, Nie sein heißt: Bater! dessen arm geleit entrathen! die welt, Und was drinnen ist, erhält. 6. Mach mir den niedern stand geliebt: Willst du mich 2. Unter diesen millionen höher sezen, So laß den Ueberfiehest du nicht mich. rang, den tugend gibt, Mich Sicher läffest du mich woh: über fronen schäzen! nen, und beschirmst mich vä: 7. Mit qütern segne meisterlich. Dafür preist mit nen fleiß: Doch, sind sie mein neuem dank Dich mein herz verderben, So laß mich nur licher gesang. mit bitterm fchweiß Ein 3. Darf ich armer staub sparsam brod erwerben! es wagen, Froh zu dir empor 8. Und wenn die freuden, zu seh'n? Meinen fummer die du gibst, Zur thorheit dir zu sagen? Kindlichfrey mich verwöhnen; So sendesdich anzufleh'n! Ja: durch mir, wenn du mich Christum hab auch ich Dies liebst, Gelegenheit zu thrä: ses zutraun gegen dich. nen. 4. Alle meine fümernisse, 9. Nichts ist das leben Müffen, weil du mich liebst, diefer welt, Nicht werth der fliehn. So entflohn die fin: freud und flagen. Nimm sternisse, Da die morgen: diesen hauch, wann dirs gessonn' erschien. Keine sorge 440 Für befondere Zeiten. raube mir meine freudig: Eleinste pflanze, Seh ich, wie feit zu dir! gros Sich deine vorsicht 5. Du gewährst mir neue zeigt; Sie reicht so weit, stunden Zur vollbringung So weit der himmel reicht. meiner pflicht. Werd ich da 4. Und sie umfaßt Auch nur treu erfunden, So bin mich! du, Höchster, denkest ich voll zuversicht, Wenn An mich, den staub! Der du mein richter nun erscheint; den himmel lenkest; Du Er ist jedes fromen freund. forgst für mich. Gott, wie 6. Stel' mir schwachen vergelt ichs dir? Ein dank: Herr, zur feite; Leite mich, bar herz Das bring ich dir den strauchelnden! Ich erge dafür. be mich auch heute Deinen 5. Nimms gnädig an! weisen fügungen. Gott! Gedenk nicht meiner fünden. mich sieht dein Baterblick: Durch deinen Sohn Laß Tren bist du, und willst mich vergebung finden. Er, mein glück. welcher nie Ein glaubig flehn Mel.Dreyeinigkeit der Gottheit. verwarf, Erlaubts, daß ich 494. Mein erster Dich Bater nennen darf. wunsch, Mein 6. So will ich dann Mit innigstes bestreben Ist dieß, findlichem vertrauen Auf o Gott, Dich würdig zu er: dich allein, So lang ich lebe, heben. Unendlich gros Ist trauen. Du bist mein Gott, deine Batertreu; Mit je. Mein, retter in gefahr, dem tag Ist deine güte neu. Mein starker fels, Mein 2. Die sonn' enthüllt Helfer immerdar. Den schauplaß deiner werfe; 7. Du weißt, wie lang Und alles zeugt Von deiner Ich hier noch wallen werde. huld und stärke: Sie, die Fällt ohne dich Kein sperling das ziel Bon ihrer laufbahn auf die erde; So nimmst du, weiß, Eilt emsig hin, Und Herr, Auch meines lebens stralt zu deinem preiß. wahr. Mit namen kenst Du 3. Die erd ist dein; Und mich, und zählst mein haar. du regierst dieß ganze. Vom 8. Mein Heiland! gib menschen an Bis auf die Mir fraft zum neuen leben: Morgenlieder. 441 Gib mir den muth, Dem freu'n, Nach deiner gnade benspiel nachzustreben, Das ringen. Mein ganzes herz du, o Herr, Uns hinterlaffen sey dein! hast! Dein joch ist sanft; 6. Tilger meiner füns Und leicht ist deine last. den, Mein Mittler, Jesu 9. Dein auge fieht Die Christ! Laß mich den trost. schwächen meiner feele. Ber: empfinden, Daß du mir wirf mich nicht! Bertritt gnädig bist. mich, wenn ich fehle! Zu dir 7. Dir hab ich mich erges empor Flehtmeine feele stets; ben; Ich freue mich in dir. Und du vernimmst's, Erhö: Erfreuender, als leben, Ist rer des gebets! deine güte mir. Mel. Uch bleib mit deiner Gnade. 8. So führe mich auch 495. Noch läßt der Herr heute Auf deiner tugend mich leben! Mit pfad. Du Ewigweiser! leis fröhlichem gemüth Eil ich, te Mich selbst nach deinem ihn zu erheben: Er hört rath. mein frühes lied. 9. Nur eins laß mich er: 2. Zu ihm entzückt mich flehen, Das christlichweife wieder Der morgenfonne herz, Auf dich stets aufzue pracht. Ich falle vor ihm fehen Jn freuden, wie im nieder, Der sie und mich schmerz. gemacht. 10. Daß ich an ersten 3. Du Herrscher aller wel: trachte Nach dem, was dir ten, Nimmst dich auch mei: gefällt; Mehr deinen bey: ner an! Wie soll ich dir ver: fall achte, Als allen ruhm gelten, Was du an mir ges der welt. than? 11. Daß ich, dir fest vers 4. Wirst du nach opfern trauend, Das gute stand: schauen? Sie gelten nichts haft thu; Und froh gen vor dir. Du forderst nur himmel schauend, Denk: vertrauen, nur liebe, Herr, mich siehest du! Gott! von mir. 12. Bereit, den lauf zu 5. So will ich dir lobfin: schliessen Auf deinen wink, gen, Mich deines namens lo Gott; Und lauter im ges 442 Für besondere Zeiten. toiffen: So finde mich der glück und leid Auf deine vor: tod! ficht bauen; Und hoffen in Mel. Ich dank dir schen, durch se. zufriedenheit Mit findlis 496. Ermuntre dich, chem vertrauen. mein geist! du 8. Du weißt doch alles, must Zu Gottes throne tre was mich fränkt; Du fen: ten. Genieffe früb die hohe nest meine sorgen; Und was lust, Den Schöpfer anzu mein herz nur wünscht und beten. denkt, Ist dir, Gott, unvers 2. Er hat mein glück borgen. von ewigkeit Allgütig ab. 9.8aß mich die kurze prü: gewogen; Und much ins les fezeit Als mensch und christ ben dieser zeit Aus meinem verwenden! Es fordert jene nichts gezogen. ewigkeit Sie einst von meis 3. Gelobt, mein Gott, nen händen. sey deine treu; Gelobt sey 10. Herr! fegne und be: deine güte! Auch diesen mor: hüte mich; Dein heil sey gen ist sie neu: Froh danft mir beschieden! Dein antliz dir mein gemüthe. leuchte über mich! Herr, 4. Von einem füssen schlaflqib mir deinen frieden! erquickt, Fühl ich die kraft mel. Gott des Himmels und. der sonne; Und mein ge 497. Gott sey dank! stärktes aug erblickt Der ich lebe wieder, schöpfung pracht und wonne. Fühle und empfinde mich, 5. Bater! nimm dich Herr! di- bring ich meine meiner an Auf allen meinen lieder, Und mein herz wegen: Führ mich auf ebner rühmt dankbar dich: Denn tugendbahn: Und gib mir dein aug hat in der nacht deinen segen! Ueber mich dein kind ges 6. 3u diefes tages merk wacht. und pflicht Gib du mir neue 2. Wenn ich einst vollen: fräfte; Und schenke mir der det habe Diefe meine pilger: weisheit licht Zu dem bezeit; Rub ich auch also im rufsgeschäfte. grabe, Game für die ewig: 7. Laß stets mein herz in feit. Auch in dieser langen Morgenlieder. nacht Wird mein staub von In dieser morgenstunde: dir bewacht. Dich rühmet mein gesang, 3. Aber ich erwach auch Schöpfer dieser welt! wieder, Und mein lobgefang Der du auch mir das leben mit mir: Dann erschallen Allmächtig haft gegeben, meine lieder Mächtiger und Des anade mir's erhält. reiner dir. Evig wird der 2. Herr, du hast mich aus morgen seyn! Ewig schlaf gnaden In der vergangnen ich nicht mehr ein! Inacht Vorschrecken und vor 443 4. Wach auch über meine schaden, Der möglich war, tage, Gott, du meine zuvers[ bemacht. Sey gnädig fers ficht! Daß mich feiner einst nerhin: Bergib mir meine verklage, Wenn du fommst sünde, Und schenk mir, deis zum weltgericht; Daß idem finde, Auch findlich. meiner pflicht bier treu, Und frommen sinn. dort unerschrecken sey. 3. Gib mir auch stärk 5. Keinen tag zählst du und kräfte Auf diesen gans vergebens, Gott, durch den zen tag, Daß mein berufss ich bin! mir zu. Jeder ist geschäfte Ich treu vollbrins ein theil des lebens; Jeden, gen mag. Beschüze mich, jeden richtest tu. Lehr mich mein Gott, Vor allem, was machen, daß mir nie Unges fann schaden: Behüte mich nüzt ein tag entflich! m gnaden Borbösem schnel: 6. Heute leb ich: las auch lem tod. heute nicht umsonst mein 4. Getreuer Vater! schens leben seyn! Laß mich, nach fe Mir, was mir nüzlich ist. vollbrachtem streite, Dieses Hilf, daß ich stets bedenke, tages auch mich freun. Daß du mir nahe bist; Daß Recht zu handeln gib mirch zu keiner zeit Gewiffens heut Stärke, luft, gele los mög handeln, Auf bö: genheit! em weg nicht wandeln, Der mich zufest gereut. 5. Mich fefile nicht die Nach bekannter Melodie. 498.[ us meines her: gens grunde, erde, Auf der ich fremdling Sag ich dir lob und dank, bin. Gott, deine gnadewer: 444 Für besondere Zeiten. de Mein grösester gewinn. dir meinen dank. Es preise Weicht forgen! eins ist deine güte Mein früher lob: neth. Der Gott, der mir gefang: Herr, der du mir das das leben. Und seinen Sohn leben Bis diefen tag ver: gegeben, Gibt mir auch täg: längt, Mir täglich guts ges lich brod. geben, Auch heut schon heil 6. Herr! sey auch meiner geschenkt! freunde Schild, trost und 2. Beherrscher aller wel: zuversicht, Berlaß auch mei: ten, Mein Gott, wie dank ich ne feinde Mit deiner hülfe dir? Wie soll ich dir vergel: nicht. Die meinen segne du: ten, Was du gethan an mir? Gib, daß sie tugend üben, Ich bin viel zu geringe! Gott und den nächsten lie: Doch du verschmähest nicht ben; Führ sie dem himmel Das opfer, das ich bringe, zu! Dieß herz voll zuversicht. 7. Gott will ich laffen ra: 3. Gedenk nicht meiner then, Der alle ting vermag. fünde, Gott der barmherzig: Er fegne meine thaten An feit! Sey deinem schwachen diefem ganzen tag. Mein kindeEin Vater, der verzeiht. glück in dieser welt, Mein Gib frömmigkeit; und leib, mein' feel, mein leben, dämpfe Die finnliche begier, Sen alles Gott ergeben: Er Mit der ich stets noch käms thu', was ihm gefällt! pfe: Und ziehe mich zu dir! 8. Hierauf sprech ich mein 4. Herr! send auf meinen amen; Und zweifle nicht wegen Mir deine bülfe zu; daran: Gott nimmt in Jesu Und sprich du selbst den fes. namen Mein beten gnädig gen Zu allem, was ich thu. an. Und seine Baterhand Ja, sende du mir fräfte Bon Wird segnen und erfreuen, deiner heil'gen böb; Damit Wird fraft und muth ver all mein geschäfte Erwünscht leihen Zum fleiß in meinem von statten geh. stand. 5. Gib mir vor allen dins Mel. Befiehl du deine Wege zc. gen, Zufriednen, muntern 499. Mit freudigem ge geist, Das freudig zu voll müthe Sing ich bringen, Was mein beruf Morgenlieder. 445 mich heißt. Laß mich in gu reinste Wesen, Auserlesen ten tagen nicht übermüthig Herzen ohne falschen scheine seyn: Doch auch nicht trost: 3. Deine pflicht, die kannst los zagen, Wenn trübsal du lernen Von den sternen, dringt herein. Deren glanz der sone weicht. 6. Hilf mir in meinem So muß sich vor Gott mit stande Treu thun, was dir schweigen Alles beugen, gefällt. Bebüte mich vor Was uns gros und herr: schande; Hilfglücklich durch lich däucht. in di die welt! Richt selbst mein 4. Jhn must du am höchs ganzes leben Nach deinem sten achten, Und nur trad): willen ein; Und, die du mirsten, Das zu thun, was ihm gegeben, Laß auch gesegnet gefällt. Wer ihm irdisches ſeyn! dal ergözen Gleich will schäzen, 7. Gib, daß im glück und Ehret nicht den Herrn der leide Ich sters so leben mag, welt. Daß ich mit frommer freu: 5. Bitte, daß er dir ger de Denk an den lezten tag deihen Mag verleihen, Wen Und fommt er, so vergönne, du auf was gutes zielft; Daß ich mit freudigkeit Boll Aber daß er dich mag stören, glaubens sprechen könne; Und bekehren, Wenn du böse Herr, komm! ich bin be regung fühlst. reit. 6. Denf, daß er auf deis Mel. Meine Armuth macht mich, nen wegen Stets zugegen, 500. Seele: du mußt Daß ihm alles ist bewust; munter wer: Daß er auch verborgne füns den: Denn der erden Blickt den Kann ergründen, Und hervor ein neuer tag. Kom, genau weiß, was du thust. dem Schöpfer dieser strah: 7. Trau auf allen deinen len zu bezahlen, Was dein wegen Gottes segen! Wen schwacher dank vermag. des Höchsten huld erquickt, 2.. Doch, daß man auf Der genieffet wahre freuden. fromme weise Gott recht Selbst im leiden; Und ist preife, Wollen nicht nur liv: hier und dort beglückt. pen seyn. Er hat, als das 8. Kränkt dich etwas dies 464 Für besondere Zeiten. fen morgen, Laß ihn sorgen, lind laß mich durch sein blut Jhn, der gnädig auf dich Die seligkeit ererben; Laß schaut! Er weiß beffer, was mich vor deinem thron Mit dir nüzet; Er beschüzet Den, freuigkeit einst stehn; Und, der sich ihm anvertraut. Herr, dein angesicht Mit Mel. Gott du fremmer Gottic. allen frommen sehn! 5. Mein Gott, erhöre 501. Mein Vater! denk an mich: Ad), mich! Auf dich steht mein gib mir deinen segen; Und vertrauen: Ich werd noch thu jezt auch an mir, Wie meine lust An deiner gnade treue väter pflegen: Gib, schauen. Mein herz, mein was ich nöthig hab, Und ganzer sinn, Sey dir allein was mir nüglich ist Zu dir geweiht. Mein glück, mein feh ich hinauf, Weil du mein höchstes gut Bleibst du in Vater bist. emigkeit. 2. Ach, gib mir deinen 6. Wohlan! ich bin erhört: Geist, Der feele wahres le: Gott wirds aus gnaden ges ben! Und wirst du mir durch ben. Froh will ich mund ihn Ein frommes herz nurlund herz Mit dank zu ihm geben, So bin ich reich geferheben: Mein Vater, schen: nug, So bin ich recht be ke mir, So lang dieß leben glückt; Weil mich dein guwährt, Was du mir zuge: ter Geist Mit seinen gaben dacht! Nur, daß ich selig schmückt. werd'! 3. Gib mir mein täglich mel. Alle Menschen müssen i. brod, Gesundheit auch des 502. Bater! gib mir gleichen: Laß deinen segen auch die gabe! nichtVon meiner arbeit wei: Die du alle bitten heißt; O chen; Wend alles unglück wie wohl, wenn ich sie habe! ab; Begleit mich aus und Gib mir deinen guten Geift. ein, Und laß bey tag und Bater, fiel mein gros ver: nacht Mich dir empfohlen langen, Diese gabe zu em: feyn. pfangen. Ach, erhöre meine 4. Laß mich in Jesu Christ birt': Theile deinen Geist Hier leben und auch sterben; mir mit! Morgenlieder. 447 2. Gott! dein Geist, der den Geist der stärke geben, soll mich lehren, Während Daß mein ganzes christenles meiner lebenszeit Mich von ben Mög von groben feh: herzen zu bekehren, Und in lern rein, Start mein herz wahrer frömmigkeit Stets im glauben seyn. vor dir einherzugehen, Und 6. Komm von deinem im glauben fest zu stehen, hohen throne, Geist, du Der fich hält an Jesum Gott von ewigkeit mit dem Christ, Und im leben thä: Vater und dem Sohne! tig ist. Komm zu mir: ich bin bes 3. Gott! dein Geist, derfreit, Meine seele und mein soll mich führen Auf der tuleben Deiner leitung zu ers gend ebnen bahn; Soll mein geben. Nimm mein ganzes herz auch fräftig rühren, herz dir ein! Gern will ich Wenn ich böses hab gethan. dein tempel seyn. Er regiere meine sinnen, 7. Ach bewahre mich vor Werke, worte und begin sünden! Laß mich meine zus nen. Gern folg ich in jeder versicht Stets auf meinen fach Diesem treuen Führer Heiland gründen: Guter nach. Geist, verlaß mich nicht! 4. Gott! dein Geist soll mich Mach mich stark durch dei: auch trösten, Daß in freuzne triebe, Stark im glau: und traurigkeit, Und wenn ben, in der liebe. Führe auch die noth am grösten, mich durch diese zeit In die Ich jedoch zu keiner zeit, Infrohe erigkeit. den trübsten leidenstagen, Morgenlied im Leiden. Nicht im elend darf verzamel. Wer nur den lieben Gott 26. gen, Weil dein Geist mir 503. Der morgen kommt: zeugnis gibt, Daß mein und meine flage Gott mich dennoch liebt. Wirdigt mit diesem morgen 5. Mächtig ist mein hang neu. Wie traurig eilen mei: zu fünden; Tugend hat viel ne tage Der bangen pile widerstand: Schwach bin gerschaft vorbey! Der sons ich zu überwinden. Hier ne neugeschenktes licht Ers woll' deine Baterhand Mirkheitert meine seele nicht. 448 Für besondere Zeiten. 2. So traurig, als die wahres wohl; Und was abendstunden, Ist dieser neue dein rath beschließt und thut, tag für mich. Die qual, Ist heilig und gerecht, und die ich bisher empfunden, gut. Berneuet mit demselben sich. 6. Soll ich die last noch Ich hoffte troft in meiner länger tragen, Ich halte, pein; Doch meine hoffnung deiner fügung still. Dein traf nicht ein. mill geschehe, will ich sagen: 3. Noch immer bin ich Herr, wie du willst, nicht wie auf der erde, Wo mich geslich will! So laß mich, Bas fahr und noth umringt, ter, in der pein Geduldig, Und täglich härtere be: wie mein Heiland seyn! schwerte Zu klagen und zu 7. Hab ich des tages last thränen zwingt; Noch im empfunden, So rückt der mer fleh ich unerhört Um abend einst herbey: Dann labung, die mein herz be: hab ich ewig überwunden, gehrt. Und bin von aller trübsal 4. Herr, eile doch mir bey: frey; Und du gibst mir, zustehen; Berlaß den schwarlo Gottesfohn! Den theu'rs chen pilger nicht! Mein Ba: erworb'nen gnadenlohn. ter, neige auf mein flehen 8. Gestärkt durch diesen Zu mir dein freundlich an: hohen glauben, Tret' ich geficht! Gib mir geduld; auf meinen leidenspfad. und bey dem schmerz Ein Herr, stärke, stärke meis hoffend und zufriednes herz. nen glauben, Auch dann, 5. Mir ist mein schicksal wenn sich der tod mir noch verborgen, Das diesen naht! Vielleicht erscheint tag mich treffen soll: Doch er beut: wohl mir! Dir bin ich ohne gram und for lebt ich; und dann sterb gen; Du, Bater, fennst mein ich dir. honard dud Abendlie de ribe Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. diesen tag gegeben! Dich bet 504. Herr, der du mir ich findlich an. Ich bin viel das leben Bis zu geringe Der treue, die ich abin nsis Abendlieder. 449 finge, Und die du heut ange. Bernimm den dank, Den mir gethan. pislobgefang, Den ich dir kind: 2. Mit dankendem gemürlich finge. the Freu ich mich deiner gü: 2. Du nahmst dich mei: te; Ich freue mich in dir. ner herzlich an, Hast grofes Du gibst mir fraft und heut an mir gethan, Mir stärke, Gedeih'n zu meinem mein gebet gewähret; Haft werke, Und schaffstein reines väterlich Mein haus und herz in mir. 19 mich Beschüzet und ernähret. 3. Gott! welche ruh der see: 3. Herr! was ich bin, ist len, Nach deines worts befeh: dein geschenk; Der geist, mit len Einher im leben gebn; dem ich dein gedenk; Ein rus Auf deine güte boffen, Im higes gemüthe: Was ich geift den himmel offen und vermag Bis diesen tag, Ist dort den preiß des glaubens alles deine güte. sehn! den: 4. Sen auch, nach deiner 4. Ich weiß, an wen ich lieb und macht, Mein schuz glaube; Und nabe mich im und schirm in dieser nacht; staube Zu dir, o Gott, mein Vergib mir meine fünden: heil! Ich bin der schuld ent: Und kommt mein tod, Ach laden; Ich bin bey dir in Herr, mein Gott! So laß gnaden, und in dem him: mich gnade finden. mel ist mein theils shimet. Nun fich der Tag geendet. 5. Bedeckt mit deinem fe: 506. Go fliehen unfre gen, Eil ich der ruh entgegen: tage hin! Auch Dein name sen gepreißt dieser ist nicht mehr. Die Mein leben und mein endelnacht, der müden trösterin, Ist dein: in deine hände Eilt wieder zu uns her. Empfehl ich, Bater, mei nen Geist. 2. Herr, du nur bleibest, wie du bist; Du schläfft und Mel. In dich hab ich gehoffet, c. schlummerst nicht: Die fins 505. Für alle güte fensternis, die uns umschließt, gepreist, Gott Ist deinem auge licht. Bater, Sohn und heil'ger 3. Dir übergeb ich voll Geist! Jhr bin ich zu gerins vertraun Mich auch in dieser 29 450 Für besondere Zeiten. nacht. Und wofür sollte mir bracht, 3zt da der tag sich dann graun? Mich schuzet neiget; Izt da die sternens deine macht. ap volle nacht Von deiner all: 4. Hab ich an deiner gna: macht zeuget. Dich, Herr, de nur noch theil, du groser lobt jeder stern, Und ruft: Gott! So fürcht' ich keine auf: lobt den Herrn. Erheb freatur, Und scheue nicht dich, feele, lob' erfreut Dent den tod. make thing Herrn des Himmels und der 5. Zwar ich erkenne meiszeit! in t ne schuld, mit reue fühl ich 2. Wie gros, wie uner: fie. Doch mein Versöhner! meßlich ist, Jehovah, deine deine huld, Wie trostvoll stärke! Daß du der allerhöch ist mir die! ste bist, Sagt jedes deiner 6. Jch eil im glauben zu werke. Mit göttlichweifer dir hin; Und weiß, wie sicher macht Regierst du tag und ich Im schatten deiner flügel nacht: Das, was du schufft, bin. Du wachest über mich. thut dein gebot, Und dienet 7. Flieht, finstre sorgen, dir, du groser Gott! weit von mir! Herr Jesu, 3. Was bin ich, o meit du allein Sey mein gedank! Gott, vor dir, Daß du mich o weihe dir Mein herz zum täglich liebest? Womit vers tempel ein! dien ichs, daß du mir So 8. Vielleicht ist dieß die viele gaben giebest? Herr, lezte nacht In meiner prü: deine gnad ist gros! O seele, fungszeit: Dann führe mich reiß dich los Bom eitten, durch deine macht Zum licht was das herz beschwert! der ewigkeit.in 6 Gott, Gott allein ist liebense 9. Ich lebedir, ich sterbelwerth, and m dir; Ja, dein bin ich auch 4. Mir ward der tag, der todt! Du, mein Erretter, izt vergeht, Durch dich zum bift bey mir, Und hilfft aus gnadentage Dein arm, dem aller noth. un sig niemand widersteht, Be Mel. Der lieben Sonne Licht zc. schüzte mich vor plage. Du 507. Preis sey dir, meigabft mit, was ich bat: Bey nem Gott, ge: allem, was ich that, Ward Abendlieder. 451 mirs durch glück und fegen Sey dankbar, mein gemü: flar, Daß Gott mein Freund the! Sing deines Schöpfers und Helfer war. güte; Bet' findlich deinen 5. Ach, fordre mich nicht Bater an! ins gericht, ott, bey des ta: 3. Bon ihm fommt jede ges schluffe: Verschmäh mein gabe; Das leben, das ich abendopfer nicht, Das opfer habe; Die ruhe dieser nacht. meiner buffe! Beweis an Er ist die quell der güter, mir geduld; Vergib mir Er meines Lebens Hüter, alle schuld: Sieh von dem Der, wenn ich schlummre, strengen richterthron Auf für mich wacht. meinen Bürgen, deinen Sohn! 4. Er läßt es finster were den, Und hüllt den Freis der 6. Gib nach der fanften erden In schwarze dunkel: ruh der nacht mir einen fro: beit. Doch in der dunkeln hen morgen. Du thusts: stille Wohnt Gott mit ſeiner nun, da dein auge wacht, fülle; Und zeigt mir feine So schlaf ich ohne sorgen. herrlichkeit. Ich wach und schlafe dir; 5. Er führt aus dunkler Du, Herr, bist stets bey mir. ferne Den mond und tau: Ach Gott, du meine zuver: send sterne Am firmament sicht, Berlaß mich einst im herauf. Sie leuchten, ihm tod auch nicht! zur ehre, Hoch über erd und Mel. Nun ruhen alle Wälder ic. meere; Und seine hand lenkt 508. Nun sinkt die son ihren lauf. ne nieder; Die 6. Gros, wenn der mors holde nacht kommt wieder, gen grauet; Gros, wenn der Und mit ihr schlaf und ruh. abend thauet; Gros in der Sie schenkt uns neue fräfte; ftillen nacht, Im sonnens Beschließt des tags geschäfte schein und sturme, Am men: Und drückt die müden aus schen und am irurme, Gros gen zu. geigst du, Bater deine macht! 2. Noch wach' ich und er: 7. Boll majestät und stärs zähle Mittief gerührter seele, feStehn lauter wunderwers Was Gott an mir gethan. ke In deiner schöpfung da. 452 Für besondere Zeiten. Du Herr so vieler welten, geschüzet, Meine schwach: ( Wie kann ich dirs vergel: heit unterstüzet. ten!) Warst auch mir ar: men heute nah! 2. Angebetet und gepries fen Seyst du, treuer Gott, 8. Woher mein glück, von mir! Was du gutes mir mein leben! Gott hier! der erwiesen, Danft mein herz es gegeben: Gott hier, der mit freuden dir. Du hast, für mich wacht. Woher auf war ichs schon nicht werth, meinen wegen So manche Dennoch meingebet erhört, freud und segen? Gott hier! Das ich heut, als ich erwachs der alles wohl gemacht. te, Dir in Jesu namen brachte. 9. Gott, gros von macht und treue! Yet, da ich dein 3. Gott! da ich voll dank mich freue, Wird mir die erzähle, Wie so gros dein nacht auch licht. Ich leg die wohlthun war, Stellen sich müden glieder In deinem auch meiner fecle Die bes namen nieder. Hier Gottsgangnen sünden dar. Wie mit mir; ich forge nicht, ist ihre zahl so gros! Denn, 10. Soll mir der schlaf Herr, nicht nach thaten bloß zum leben Berneute fräfte Auch nach ihres herzens dich geben, So schlaf ich frölich ten Wirst du einst die mens ein: Soll er mein leben en schen richten. den, So wird Gott mich vollenden, Mein Gott im schlaf und tod noch seyn. 100 4. Doch, von ernster reu durchdrungen, Wag ichs, Gott, mich dir zu nah'n. Sieh nicht die beleidiguns Mel. Werde munter mein Gem. gen, Siehe meinen Mittler 509. Auf! o feele, werde an! Ich verleugne nicht die munter! Lob ist schuld; Doch weiß ich, daß immer deine pflicht. Zwar deine huldGröser ist, ale unfs die sonne gehet unter, Aberre sünden. Gnade werd ich Gottes güte nicht. Heut armer finden! auch hat sie mich genährt; 5. Gib nun bis zum fro: Heut auch freud und trost hen morgen Meinem leibe gewährt; Bor gefahrenmich sanfte ruh. Durch dich Abendlieder. 453 schlaf ich ohne sorgen: Wen] Erleuchte mich, Ach Herr! ich schlafe, wachest du. Seel denn es ist zeit. und leib empfehl ich dir! 2. Lob, preiß und dank Walt allmächtig über mir: Sey dir, mein Gott, ges Sey du auch der Gott der fungen! Dir sey die ehr, meinen; Zähl' sie alle zu den Daß alles wohl gelungen deinen! Nach deinem rath, Den ich 6. Ach, laß uns kein ban oft nicht versteh: Du bist ges schrecken, Räuber nicht, gerecht; Es gehe, wie es geh. nicht feuersglut, Plözlich 3. Nur eins ist noch, Das aus dem schlafe wecken, Halt mich empfindlich quälet; uns fest in deiner hur! Hilf, Beständigkeit Im guten mir wenn frankheit oder todilns noch fehlet; Das weißt du im sichern schlafe droht: wohl, O Herzenskündiger! Oder willst du, daß wir ster: Ich strauchle noch, Wie ein ben; Gott, so sey's nicht unmündiger. zum verderben! 4. Bergib es, Herr, Was 7. Höre Bater, ach erhöre, mir sagt mein gewissen! Die Was dein armes Find be fünde hat mir deine huld gehrt! O Sohn Gottes, sentriffen. Es ist mir leid: den ich ehre; Durch dich Ich stell mich wieder ein. Da werd es mir gewährt! Heil ist die hand! Du mein, und ger Geist, stárk mein ver: ich bin dein! trau'n, Kindlichfroh auf 5. Schuzherr der welt! Gott zu schau'n. Hör, o gro Du hirte deiner schafe! fer Gott, mein flehen! Wach über mit, Und segne Amen! ja, es wird ge mich im schlafe. Bewahre schehen. mich Durch deine grose Mel. Dreyeinigkeit, der Gotth. macht, Wenn wo ein feind 510. Der tag ist hin! Zu meinem unglück wacht. Bleib bey mir 6. Du schlummerst nicht, Herr, ach bleibe! Gib, daß Wenn müde glieder schlafen. dein licht Der fünden nacht Laß meine feel Im schlaf vertreibe. Geh auf in mir, auch gutes schaffen. Ole Glanz der gerechtigkeit! bensfonn, Erquicke meinert 454 Für besondere Zeiten. finn! Dich laß ich nicht, du das leid Mit unsers les Mein Fels! der tag ist hin. bens frölichkeit! Mel. Wer nur den lieben Gott 2c. 5. Gott, der mir so viel 511. Mein Gott! der gnad erwiesen, So treu und tag ist nun ver: thätig mich geliebt! Wie gangen: Du hast mit huld wenig hab ich dich gepriesen! an mich gedacht. Ich hab Wie vielmal hab ich dich bes ihn fröhlich angefangen und trübt! Kein tag, fein aus auch gefund zu end gebracht. genblick geht hin, An dem ich Du hast vom morgen an bis nicht dein schuldner bin. izt Mir wohlgethan und mich beschützt. 6. Mein armes sünden: volles leben Macht mich ver: 2. Wie soll ich deinen ruhm werflich, Gott, vor dir: erhöhen, O Vater der barme Doch gnädig willst du mir herzigkeit! Die tage kom: vergeben, Nicht handeln men und vergehen; Dein nach verdienst mit mir. Ver: wohlthun dauert allezeit. gib durch Jesum meine Der sonne erst: und lezter schuld, Und beßre mich, und blick Bringt heil, und strah: hab geduld. let heil zurück. 7. Ich hoffe dann, daß 3. Du, Herr, hast mich deine gnade In dieser nacht die bahn geleitet, Die mich auch mit mir ist: Und was zu deinem himmel führt; ist, das mir dann noch schade, Mein herz zum guten zube: Da du mein Gott und Bas reitet, Gestärkt, gegründet ter bist? Ich schlieffe mit ger und regiert. Du warst mein wissensruh Die müden aus Vater und mein freund; gen freudig zu. Und hast es immer gut ge: 8. Gib mir im schlafe meint. neue fräfte, Daß ich dir fers 4. Bersagtest du mir man: ner dienen kann. Willst du, che bitte, So sorgtest du doch so tret' ich mein geschäfte für mein heil: Und wenn Auch morgen wieder frölich mein herz bekümmert litte, an. Doch endigt sich mein So war dieß sein bescheiden lebenslauf, So nimm den theil. Wie weislich mischest geist, Herr Jesu, auf! Abendlieder. 455 Mel. Traurigkeit, o Herzent. als wir verstehn; Mehr 512. Hallelujahi Die noch, als wir bitten. zeit ist da, Des 8. Ich weiß es nicht, Was tages laufzu schlieffen, Mü: mir gebricht: O Bater in der leib, du sehnest dich, Ruhe der höhe! Nicht mein wille, zu genieffenar and sondern, Herr, Was du 2. Doch blick zuvor, Mein willst, geschehe! geist, empor Zu dem, der für 9. Schließt einst der tod dich wachet; Alle deine tage Des lebens noth Und allen zählt, Und sie fröhlich mameinen fummer; D, dann chet! and 13 4 fomm er auch so sanft, Wie 3. Er schlummert nie, ein süffer schlummer! Wacht spät und früh. Auf! Mel. Herr Jesu Christ, wahr ie. fammle deine kräfte: Ibn 513. Zu so viel tagen, zu loben, sen dir noch Ein hin die mir schon vergnügt geschäfte. Von meiner prüfungszeit 4. Dank sey dir, Gott, entflohn, Stürzt sich auch Herr Zebaoth! In den ver: dieser, den ich heut Durch: lebten tagen Half dein arm lebt, ins meer der ewigkeit. mir wunderbar Meine last ertragen. 2. Gott, deffen auge mich bewacht, Gott weiß, wie ich 5. Noch strömt mir zu ihn zugebracht: Was ich ges Glück, heil und ruh. Wie dacht, geredt, gethan, Saher groß ist deine treue! Jeden genau, und merkt es an. tag wird deine huld Ueber 3. O feele! fordert er dich mir noch neue. nicht Um diesen tag einst 6. Lob, lob sey dir! Du vors gericht? Hängt nicht halfest mit Die mir dein loos in ewigkeit Auch befohlnen pflichten, Zwar mit an diesem punkt der zeit? nicht ohne müh und last, 4. Der tod vollendet mich Dennoch froh verrich: vielleicht, Eh diese nacht dem ir morgen weicht; Und führet ten.si 7. Laß diese nacht mich mich, wie ich hier bin, Bor deine macht und deine treu Gott, vor meinen Richter, behüten. Du thust mehr, hin. 456 790 Fär besondere Zeiten. 5.Wie angstvoll bebt mein 2. Aus öder stiller finsters herz in mir! Wie schreckt es nis Sing ich dem Herrn ein der gedanke hier: Der tod lied: Mein Herz frolockt, vollendet mich) vielleicht, Ehlund ist gewiß, Daß mich diese nacht dem morgen sein auge sicht. lnd weicht! 3. Der tag und seine plag 6. Vor einem bösen schnels entwich, Gleich einem mors len tod Bewahre gnädig gentraum. Gott half aus mich, oGott! Zur befferung, noth, Und stellte mich Auf zur frömmigkeit Gib, mein einen weiten raum.d Erbarmer, mir noch zeit! 4. Er führt im tampfe, 7. Erhöre väterlich mein den ich stritt, Mich selbst auf flehn: Laß mich den morgen ebner bahn: Schon wieder wiedersehn: Berkürzemeine ist ein neuer schritt zur tage nicht; Führ nicht so ewigkeit gethan. bald mich ins gericht! 5. Gott, wie ist deiner 8. Bon allem bösen vor: huld so viel! Du machst die faz rein, Will ich dir ganz prüfung leicht. Die tage mein leben weihn. Kein tag fliehn; bald ist mein ziel soll wieder mir entflieh'n, Es Der pilgrimschaft erreicht. fegne dann dein beyfall ihn. 6. Doch dir befehl ich meine zeit: So lang es dir 9. Bon dir bewacht, ent schlaf ich nun: Laß mich in gefällt, Du Vater der barme fanfter stille ruhn. Mein erst herzigkeit, Leb ich auf dieser gefühl, nach schlaf und ruh welt. Gld sie im onl Sen mein gelübde! Gott, fenst du! 7. Ich trau aufdich, und bisso gittre nicht, Wenn schrecken Mel. Lobt Gott, ihr Christen c. fich mir nah'n: Denn du 514. Wer unter Got bist meine guversicht Von c0n9as tes schirmen meiner jugend an. hu fizt, Den schreckt, veil 8. Zum guten auszu: seine macht Im schlum: ruhn, schließ ich Die aus mer väterlich ihn schügt, gen betend ju; Und En Kein grau'n der dunkeln gel Gottes stehn um mich, nacht. und segnen meine ruh. Abendlieder. 457 Mel. Freu dich sehr o meine sc.Schuzgott! steh mir bey. 515. Herr! es ist von Wehrdem unglück, das uns meinem leben droht; Wende feu'r und Abermal ein tag dahin. waffersnoth; Daß ich mor: Kann mein herz mirzeugnis gen mit den meinen Nicht geben, Daß ich fromm gewe: un elend müffe weinen. fen bin? Prüf mich, Gott! 5. Wehre allen bösen leu: und zeig mir an, Wo ich was ten, Die im finstern übels nicht recht gethan. Laß mit thun. Wenn sie boshaft sich ruhigem gewissen Mich mit bereiten, Uns zu schaden, dir den tag befchlieffen, weil wir ruhn; So zernich: 2. Du wirst an mir man: te ihren rath, Und verhindre ches finden, Das dir nicht ihre that. Wende alles, was gefallen hat; Denn ich bin uns schrecken Und betrübnis noch voll von sünden In gestann erwecken. danken, wort und that: Je 6. Herr! dein auge geht den tag und jede stund nicht unter, Wenn es ben Siehst du her, und hand uns abend wird: Ewig bleibt und mund, Wiffend und es wach und munter. Du unwissend fehlen. Ich kann bist unser treuer Hirt, Der nicht die fehler zählen. auch in der finstern nacht 3. Aber, o du Gott der Ueber seine heerde wacht. gnaden! Habe noch mit mir Also gib uns, deinen scha: geduld. Schwer bin ich mit fen, Daß wir alle ficher schuld beladen: Doch ver: schlafen. gib mir meine schuld. Sieh 7. Laß mich dann gefund nicht an die miffethat, Sonewachen, Wann es rechte dern zeig mir deine gnad; zeit wird seyn. Hilf dann Hilf mir dann auch, deinen ferner meine sachen Dir zu willen Künftig mehr, als ehren richten ein. Oder hast heut, erfüllen. dadu, weiser Gott, Heute mir 4. Heilige mir das gemü: bestimmt den tod; So the, Daß mein schlaf nicht empfehl ich dir am ende fündlich sey. Stehe mir Seel und leib in deine nach deiner güte, Gott, meinlhände. 16 458 Für besondere Beiten. Mel. Sey Lob und Ehe dem 1. 5. Ach, gib mir, o All516. Mit dank fomm wiffender, Die fünde zu ers mich, o Gott, vor fennen! Gedenk nicht mei: dich, mit demuth fall ich nie: ner fehler mehr, Laß dich der: Denn du erzeigtest heu: noch Bater nennen. Thu te dich Auch mir als Bater meine fünden fern von mir; wieder. Mehr gutes, als ich Und laß mich nun aufs neue zählen kann, Hast du auch dir Bon ganzem Herzen les heute mir gethan, Könnt ben. d ich doch recht dir danken! 6. Ich weiß: follst du für 2. Du, ber erhält, was diefen tag, Mein Vater, mich er erschafft, Erhieltest mir begnaden; Muß ich, so weit mein leben: Gesundheit, fe ich nur vermag, Vergüten gen, bülf und fraft Hast du allen schaten, Den heute mir heut gegeben. Der Herr meine missethat In deiner hat alles wohlgemacht, Mit welt erzeuget hat, Du all: nahrung meinen leib be gerechter Richter! dacht, mit gnade meine 7. Dann, dann erst ist feele!, shun noch gnade mir In deinem 3. Hier bet' ich dich nun herzen offen; Dann erst findlich an, Du Bater von darf ich, o Gott, von dir uns allen! Ach, hätt' ich Vergebung freudig hoffen. nur mit fleiß gethan, Was Wer aber das nicht willig dir kan wohlgefallen! Doch, thut, Für den ist der versöh: bester Bater, meine pflicht nung blut Bom freuze nicht Erfülle ich noch immer nicht: gesloffen. Ich fehl und falle täglich. 8. Wenn ich so redlich vor 4. Auch heut hab ich vor dir bin, Dann laß mich gna: dir, o Gott, Unsträflich nicht de finden; Und gib mir Jes gewandelt; Noch öfters wi fu Chrifti sinn, Und mach der dein gebot, Und wider mich rein von fünden; Und mich gehandelt! Nur allzu: laß mich ruhig diese nacht, oft vergaß ich dein; Bestreb: Von deiner Baterhand be: te mich nicht, dir allein, Mein wacht, und frey von fünde, Schöpfer, zu gefallen, schlafen, is sie Abendlieder. 4.59 6) maz 9. Auch, bester Bater, frecht, Und Gottes freu.d bitt ich dich; Bewahre du zu seyn? die meinen! Behüte alles 3. Hab ich in dem beruf, väterlich, Und tröste die, fo Den Gott mir angewiesen, weinen! Gib allen franken Durch eifer und durch fleiß fanfte ruh; Die sterbenden Jhn, diesen Gott gepriesen; erquicke du, Und segne, die mir und der welt genüzt, da werden! tonUnd jeden dienst gethan, 10. Nun, Vater, über: Weil ihn der Herr gebot, geb ich die mich ganz mit Nicht, weil mich menschen leib und seele. Wachst du, sal'n? mein treuer Gott, bey mir, 4. Wie hab ich diesen Was ist dann, das mir feh: tag Mein eigen herz regieret? le? Weck morgen mich zu hat mich im stillen oft Ein rechter zeit, Und laß mich blick auf Gott geführet? heiliger, als heut, Vor dei: Erfreut ich mich des Herrn, nen augén leben! 6 Der unfer flehn bemerkt? Und hab ich im vertraun Auf ihn, mein herz gestärkt? Prüfung am Abend. Mel. O Gott du frommer Gott. 517. Der tag ist wieder hin! Und die 5. Dacht ich bey dem ges nuß Der güter dieser erden sen theil des lebens. Wie hab An den Allmächtigen, Durch ich ihn verbracht? Verstrich den sie sind und werden? er mir vergebens? Hab ich Verehrt ich ihn im staub? mit allem ernst Dem guten Empfand ich seine huld? nachgestrebt? Hab ich viel: Trug ich das glück mit dank, leicht nur mir, Nicht mei: Den unfall mit geduld? ner pflicht, gelebt? 6. Und wie genoß mein 2. Wars in der furcht des herz Des umgangs füffe Herrn, Daß ich ihn ange: stunden? Fühlt' ich der fangen Mit dank und mit freundschaft glück? Sprach gebet, Mit eifrigem verlan: ich, was ich empfunden? gen, Als ein geschöpf von War auch mein ernst noch Gott, Der tugend mich zu sanft, Mein scherz noch un weihn; Und züchtig und geschuldsvoll? Und hab ich 460 Für besondere Zeiten. nichts gerede, Das ich besmet. Nun sich derTag geendet ic. reuen soll? 518. Gott fennet und u erforschet mich: 37.hab ich die meinigen Durch forgfalt mir ver: Er weiß, was ich gethan. pflichtet, Sie durchy mein Darum, o feele, prüfe dich, beispiel still Bum guten un: Und schau' dich redlich an! terrichtet? War zu des mit: 2. Hab ich, bey meinem leids pflicht Mein herz nicht thun, an Gott, Und böſes zu bequem? Em glück, das nichts gedacht? Mit ehr: andre traf, War dieß mir furcht, was er mir ges angenehm? debot, Und findlich froh voll 8. War mir der fehltritt bracht? leid, Sobald ich ihn began: 3. War ich in meiner ars gen? Bestritt ich auch beit treu, Vor Gottes aug in mir Ein unerlaubt verein christ? Bin ich von ala langen? Und wenn in dieser lem unreche frey, Bon trägs nacht Gott über mich gebeut; heit und von fist? Bin ich, vor ihm zu stehn, Auch willig und bereit? 4. Welch gutes hab ich heut gethan, Gelernet und 9. Gott, der du alles weißt, gelehrt? Nahm ich mich Was könnt ich dir verheh: des verlaßnen an, Der trost len? Ich fühle täglich noch von mir begehrt? Die schwachheit meiner fees 5. Hab ich in liebe mich len. Bergib durch Christi geübt? Dachtich stets brüs blut Mir die verlezte pflicht. derlich? Ward niemand Bergib und gehe du Nicht heut von mir betrübt? mit mir ins gericht! Seufzt niemand über mich? 10. Ja! du verzeihest) 6. Bewacht ich heut mein dem, Den feine fünde frän: herze stets, Und meine leis fen. Du liebst barmherzig: denschaft? Sucht ich mit keit, Und wirst auch mir sieleifer des gebets Zum fams schenken. Auch diese nacht pfe Gottes fraft? bist du Der wächter über 7. War ich in meinem mir: Leb' ich, fo leb ich dir; Gott vergnügt, Jn glaus Storb ich, so sterb ich die ben immer fest; Vergnügt stin Abendlieder, an 461 mit allem, was Gott fügt, wenn der schrecken Der lezs Was er geschehen läßt? ten stunde droht! Mein Gott 8. Wie? darf ich heute wird mich erwecken: Ein nichts bereu'n? Kränkt mein schlaf nur ist mein tod.is gewissen nichts? Wird die: 4. Dein heil hab ich geses fer tag mir freudig seyn Am ben; Fm frieden fahr ich tage des gerichts? hin; Weil ich beym aufers 9. Und, wie? wenn Gott stehen In deinem reiche bin. in dieser nacht mich fordert Wohl dem, der bis ans ende vors gericht; Erschräck ich Sich als ein christ erweist! vor des Nichters macht Und Mein Gott, in deine bände feinem antlig nicht? cho Befehl ich meinen geist B Mel. Besicht du deine Wege ic. Met. Wenn mein Gründleiniel 519. Sperr, es gescheh 520. Herr! hab ich jest dh dein mille! Der um leztenmal törper eilt que rub: Es fat: Das sonenlicht gesehen, Und len in der stille Die müden soll aus diesem jammerthal augen zu. Erlaß mir schuld In diefer nacht ich gehen; und strafe; Daß ich von fün: So leuchte mir aus dieser den rein, Zum tode, wie zum zeit, Du sonne der gerechs schlafe Bereitet möge seyn. tigkeit, Zur bessern welt hin 2. Laß, fern von schrecken über! thin ud fr02.0 bildern Und wilder phanta: 2. Zmar schrecklich ist die fen, Die feele sich nichts schil: lange nacht, Die wir im tode dern, Was ihrer unwerth schlafen. Doch Jesus Chris fey. Laß frey von eitlen for: stus nahm die macht Den gen Mich wieder auferstehn, schrecken, die uns trafen. Und auf den Fampfplak Sein tod ist unsre zuvere morgen mit neuen fräften ficht, und seine himmelfahrt gehn. das licht Auf dunklem to: 3. Doch, wenn mit festem deswege. dat dit schlummer des todes, lextel 3. Boll heil'ger hoffnung nacht Den freuden samtlist der christ, Der, von der dem fummer, Ein schnelles welt entfernet, Auf erden ende macht; Herr, stärkmich, schon im himmel ist, Und 462 Für besondere Zeiten. täglich sterben lernet. Jezt den schmerz, Und findert leb ich, morgen bin ich todt! jede noth. Dieß lehr mich denken, Herr, 5. Froh kann ich mich dem mein Gott! Damit ich weise schlaf vertrau'n: Auch schla: werder and tak fend bin ich dein. Bor keis 4. Schließt bald sich, was nem unfall soll mir grau'n; mich traurig macht, Des le: Du wirst mein Helfer seyn. bens gram und fümmer: 6. Und sollt, o Vater, Und ist der schlaf in dieser diese nacht Des leidens lege hacht, Zugleich mein todes: te seyn: Wohl mir! dann ist schlummer: Gott, wie du mein lauf vollbracht, Voll: willst! ich bin bereit, Die bracht des lebens pein!! hütte meiner sterblichkeit Abendlied am Ende Mit freuden abzulegen.der Woche. Ic Abendlied im Leiden. Mel. Wenn wir in höchsten: c. Mel. Nun sich der Tag geendet ze. 522. Unwiederbringlich 521. Auch diesen tag hab' schnell entfliehn ich vollbracht Mit Die tage, die uns Gott ges aller seiner noth. Nur deiner liehn. Die woche fommt Baterlieb und macht Ber: und eilt davon; Bergangen dank ich es, o Gott! ist auch diese schon! atig! 2. Wärst du nicht meines 2. Dank sey dir, ewig lebens fraft, Mein Retter treuer Gott, Für deinen bey und mein Heil, So würd in stand in der noth, Für taus meiner pilgrimschaft Kem send proben deiner treu! troft mir je zutheil. Denn deine huld war tägs 3. Ach, ohne dich, Allgülich neu tiger! Verging ich in der 3. Wenn unser Herz, von noth, Bon troft und aller schuld befreyt, Sich man hoffnung leer Wär ohne dich cher guten that erfreut: mein tod. Wes war die fraft? wer 4. Doch welchen frost gab gedeihn? Dir, Herr, fühlt nun mein herz! Du gebührt der ruhm allein! bist und bleibst mein Gott: 4. Oft fehlten wir, und Dein wort verfüßt mir je merktens nicht: Verzeih Abendlieder. sig 463 uns die verlegte pflicht Duh 2. Aus tiefer stiller mits siehst, Erbarmer, unfre reu: ternacht Erschallt mein lobs Um Chrifti willen sprich gefang: Der Herr hat alles uns frey! is alwohlgemacht! Ihm sey lob, 150 Wir eilen mit dem ehr und dank! wal from der zeit Stets näher 3. Herr! voll von deiner hin zür ewi feit. Du haft gütigkeit Floh' jeder tag das die stunden zugezählt;, Die hin: Und voll von meiner lezte weislich uns verhehlt. fündlichkeit Floh jeglicher 76. Herr unsers lebens 8abinto mache Du Uns selber recht 4. Und doch, o gnadene geschickt dazu; Daß nicht, voller Gott, Hast du mich indem wir sicher sind, Der nicht gestraft! Doch hat tod uns unbereitet finde mich nicht ein schneller tod 57. Ist einst die zahl der In sünden hingerafft! 20 stunden voll, Die unser loos: 5. D Vater der barm: entscheiden soll; So führ herzigkei! Ich bin nicht uns aus der prüfungszeit werth der treu'. Hilf, daß Zu deiner frohen errigkeit. ich jest und allezeit Dir 8. Da sind wir unsers kindlich dankbar sey. heils gewiß. Da wechseln 6. Sey gnädig, Gott! licht und finsternis Nicht geh nicht mit mir! Ach, geh mehr, wie hier. Du ew'ges nicht ins gericht! Herr, du licht, Herr, unser Gott, ver: bist heilig! ach vor die Bes laß uns nicht! bdsteh ich armer nicht.eng 0 000 125 zadlim 7. Das blut des Sohnes Abendlied am Ende Gottes macht Von allen fünden rein. Ich schlafe Mel. Nun sich der Tag geendet. fröhlich diese nacht In dies 523. Auch dieser tag ist fem glauben ein; des Jahrs. Suud 1wieder hin; Mit 8. Und hoffnungsvoll ihm ein ganzes jahr. Hier tret' ich die bahn Der neu bring ich dir, Gott, des verjüngten zeit Mit findlie ich bin, Mein herz zum cher gesinnung an: Mein opfer dar. daherz sey dir geweiht! d sin 464 Für besondere Seiten. stim sift to Tischlied. plage siden Mel. In dich hab ich geheffet, c. 6. Mit ehrfurcht bet' ich 524. Rühm': deinen vor dir an, Du Ewiggütiger! dolastd: Gott, meinlich fann Dein wohlthun fatter mund! Thu fröhlich nicht erwiederne Dein fy das erbarmen fund, Das er mein geist, dein fey mein leib mit lust erweiset. Er hat an mit allen feinen gliedern! feinem grofen tisch Mich und 7.; Du, dessen herz vor die welt geſpeiset. bilinin liebe bricht, Verlaß. Gott, 2. Ja, Gott, du forgeßt die verlaß'nen nicht: Erbars väterlich: Für alles sorgst me dich der armen: Mach du, auch für mich. Ich bin jeden, dem du reichthum viel zu geringe, Staub bin gibst, Dir ähnlich an ers ich; und du, grofer Gott, barmen hosiadnu u do? Thuft an mir grose dinge! 8. Laß, wenn ein frommer 3. Du, Bater, hast durch hungrig ist, Mich denken: deine macht Mit huld mich das ist Jesus Chrift; Er an das licht gebracht, mit darbt, ich will ihn speisen! viel geduld erzogen; Aus Hilf, daß die gabe meiner deiner Leitung schließ ich hand Ihn antreibt, dich zu froh: Mein Gott ist mir preisen.aspalid gewogens im Tim dop9. Verleih, o Gott, daß 4. Du forast für meine ich ja nicht Bey deinen ga leibesnoth; Du gibst mir ben meine pflicht, Als mensch, stets mein täglich brod, Und und christ, vergesse. Giby mit ihm fraft und leben: milder Geber, daß ich Auch izt hast du mir speis dir zu ehren trink und und trank Mit milder hand effe! vin& nd બે ત gegeben han sid 10. Herr! meine hoff 5. Mein leib und feelelnung steht zu dir. Aus freuen sich, Du treuer Ba: gnad und liebe gabst du mir ter, über dich und deine Das grose gut, das leben: menschenliebe: Gib, daß Du wirst, so lang ich leben durch unerkenntlichkeit Ich soll, Mir brod und nah nie dein herz betrübe. 2nd solgt rung geben. Bey der Erndte. Bey der der Erndte. 5. O, daß doch bey der 525. Gott, groser Ge: reichen erndte, Womit du uns ber aller gaben ser herz erfreust, Die ganze Dir, dir gebühret aller dank. welt erkennen lernte, Daß Du hörst das schreyn der du reich an erbarmen seyft! jungen raben; Du liebst der Erleucht uns, Bater, durch lerche lobgesang. Oneig dein licht; Sonst sehn wir auch izt dein ohr zu mir: deine wunder nicht. Du forderst dank; ich dan: fe dir. 6. Kommt! laßt uns ben den vollen scheuern Dem 2. Die kleinste deiner Frea: Herrn der erde dankbar turen Macht deine weisheit seyn! Laßt uns mit ihm den offenbar: Man siehet deiner bund erneuern: Herr, wir, liebe spuren, und deine und was wir sind, sey dein! macht von jahr zu jahr: Ein Kommt, laßt uns Gottes jedes aras belehret mich: ruhm erhöhn! Der Herr Gott schuf die welt; Gott ist gut: sein lob ist schön. liebet dich! 7. Gib, Vater, daß uns 3. Du sorgest väterlicher deine liebe, Zu deiner eignent weise, Herr, für die menschen freud, erfreut! Dein fegen und für's vieh; Gibst allem mehr' in uns die triebe Zur fleische feine fpeife, Und seg: demuth und zur dankbar nest alles spat und früh. feit. Du hast uns gnädig Auch bösen wirfst du gutes guts gethan; Treib uns zur zu: Wo ist ein solcher Gott, pflicht des guten an. wie du? 8. Gib denen herzliches 4. Was dürr ist, feuchtest erbarmen, Die deine hand du mit regen; Was falt ist, mit gütern füllt; Damit wa mit dein sonnenschein. ihr überfluß der armen Be Du theilst die zeiten, wie den fümernis und hunger stillt. segen, Zu unserm besten Herr, der du aller Vater bist, weislich ein. Bey wärme, Gib jedem, was ihm nüz: hize, fält und frost, Grünt, lich ist! wächst und reifet unfre fost. 9. Thu fernerhin auch 30 Mel. Wer nur den lieben Gettic. 465 466 Für besondere Zeiten. deine hände, Die milden ben hat erblickt. Berg und Baterhände, auf. Regier thäler, tiefen, böhen, Lief und beßre bis ans ende Mein sen deine huld uns sehen.- bere bin herz und ganzen lebenslauf. 4. Ach, wer ist, der solche Mach in dem kleinen mich güte Dir genug verdanken dir treu, Daß ich zum grö, fann? Nimm ein dankba: fern tüchtig sey. res gemüthe Für die grose 10. Beschüze die geschenk wohlthat an. Unser lob ten güter; Laß uns die gasoll dir erschallen: Gott ben wohl gedeihn; Laß theu: macht satt mit wohlgefale re zeit und ungemitter Ent: len. fernt von unfern gränzen 5. Lehr auch uns, wobl seyn: Verhüte frieg und anzuwenden, Was uns deis hungersnoth; Und gib uns ne huld gewährt; Nie zur unser täglich brod! fünd' es zu verschwenden, Mel- Beuch mich geuch mich mit se. Daß es nicht der fluch ver: 526. Gott im himmel zehrt. Uleppig feiner lüfte und auferden! pflegen, Das entzicht uns Herrscher in der ganzen welt! deine fegen. Laß das herz voll freude wer: 6. Schenf uns auch vers den, Da man dir zu fuffe gnügte herzen; Stolz und fällt, Für den reichen ernde: fegen Dank und opfer dar zulegen. aciz laß ferne seyn: Laß es feinen neidisch schmerzen, Wenn auch andre mehr ge 2. Bater! du haft aus er: dethn. Willig laß mit deis barmen Uns unwürdige gernen gaben uns die dürfti nährt. Du hast reichen, du gen auch laben! haft armen Milder gaben 7. Laß es deinem wort viel gewährt. Gott, der gelingen, Daß auch rrir, uns viel guts erwiesen, Sey zu deiner ehr, Hier schon gelobt und hochgepriesen! reichlich früchte bringen. 3. Du hast fonnenschein Stärke du uns immer und regen uns zu rechter mehr. Schent uns auch zeit geschickt Daß man de nach allem leide Jenes les nen reichen segen Allenthal bens erndtefreude! Bey der Erndte. 467 Bey sparsamer Erndte. blut, Wird mit ihm alles Mel. Was Gott thut, das ist ic. schenken. S.in wort vers 527. Was Gott thut, schafft Uns lebensfraft; ist doch immer Es nennt uns Gottes ers gut! So denken Gottes fin ben. Wie können wir vers der. Wenn er nach) unserm derben! wunsch nicht thut, Liebt er 5. Was Gott thut, ist uns doch nicht minder: Er doch immer gut! Es geh ist uns doch Ein Batersnach seinem willen! Christ, noch, Wenn wir auch nicht auch im mangel faffe muth: viel gaben, nicht reiche Der Herr weiß ihn zu stils erndte haben. len. Ob gleich das feld 2. Was Gott thut, ist nicht viel enthält: Gott doch immer gut! Oft zeigt fann bey wenig gaben Doch er reichen segen. Schon leib und seele laben. freu'n wir uns: doch un: 6. Was Gott thut, ist vermuth't Muß sich die doch immer gut! Laßt uns freude legen. Will Gott ihm findlich trauen. Was allein Uns alles seyn, Soler an seinen frommen thut, nimmt er andre güter: Wirst du mit freuden Zieht zu sich die gemü: schauen; Wenn er, als ther. Gott, Dein gerstenbrod, 3. Was Gott thut, ist Dein weniges, dir fegnet doch immer gut! Jm neh: Und dir mit huld begegs men und im geben Sorgt net.i 400 er doch, wie eint vater thut, 7. Was Gott thut, ist Für unser heil und leben. doch immer gut! Ihm fey Er nimmt ein glück Uns dann preis und ehre! Auch oft zurück, Dem übermuth wenn er unfern wunsch au wehren, Bertrau'n auf nicht thut, Jhm dech noch Gott zu lehren dank und ehre! Gott ist 4. Was Gott thut, ist mein Hirt, Der forgen doch immer gut! Uns chriwird, Daß mir nichts gus sten soll nichts fränken. Gott tes fehle: Sey still dem gab für uns des Mittlers Herrn, o feele! 468 Für besondere Zeiten. Sasma te Bey Donnerwetterna Mel. Nun danket all und bringet. christ! Wenn er in donnere 528. Es donert, mensch! wolfen geht, Und fündern wer donnert? furchtbar ist. wer Blizt aus dem wolken: 8. Der pfeil des Herrn zelt? Schau auf, o fünder, fährt wunderbar Bon seis wer? der Herr, Der nem wolkenthron; Trift, grose Herr der welt! wenn er will; und frümmt 2. In seiner starken Got: fein haar, wenn Gott ihm teshand Liegt ruhig die na fruft: verschon! tur: Und erd und himmel 9. Sprich, wenn dein ist im brand; Gebiet und Gott dich tödten will: Ge winft er nur. terecht ist fein gericht! Er 3. Gott sieht von seinem ist der Herr! ich halte still, wettersiz Auf dich und mich Und laß im tod ihn nicht. herab; Zeigt seinen ernst 10. Des donners König uns in dem bliz, Am fuß ist mein Freund: Wenn er das offne grab.dmt mich schnell entrückt, So 4. Gott donnert in des weiß ich, daß ers gnädig fünders ohr; Der fünder meint, Und ewig mich ber hörts, und zagt; Hebt zit glückt. si ternd faum sein aug empor, 11. Wer Gott bey stils Weil ihn sein herz verklagt. lem himmel ehrt, Singt 5. Berschone, Herr, ver thm auch froh sein lied, schone noch Der fünder Wenn er auf schwarzen auch dießmal! Barmher: rolken fährt; Steht, wenn zig bist du, Vater, doch; der fünder flieht.img sila Zu gros der fünder zahl! 12. Umsonst verbirgt, 6. Befehre doch ihr bö: verkriecht er sich: Wer kann ses herz, Uud tilge ihre dem Herrn entfliehn? Ihn fchuld: Erfülle sie mit reusschlüg der bliz, wohin er und schmerz, Und tragewich; Im dunklen träf er noch geduld! ihn. And toug 2/06 7. Vor deines Gottes 13. Drum flieb, o sün Majestät Erzittre nicht, older, fliehe nicht, Nach dei - Bey Donnerwettern.. 469 nem blinden wahn, Vordei: 3. Oft brennt dein bliz nes Schöpfers angesicht,( dann staunen wir!) Ein Das stets dich finden kann! opfer bohne fehle. Doch 14: Du zitterst vor des glücklich fährt sie auf zu dir donners streich Und schläaft Des opfers fromme feele. an deine brust; Doch nach 4. Oft nimmt die höll dem iretter eilst du gleich auch ihren raub. Den fünst Zurück zu deiner lust.der im verbrechen Erreicht 15. Defünder! wenn du der bliz, brennt ihn zu staub, gnad erlangst, So danke Den frevel all zu rächen. deinem Gott: Vergiß, ver 5. Und nun verstummt giß nicht deiner angst, Und der starken spott, Die dich, hüte dich vor spott! wenn's hell ist, höhnen; 16. Gott ist barmherzia, Und selbst den thoren bist und verschont; Doch ewig du Gott, Die sonst sich göt: schont er nicht! Er ist gester wähnen. 1914 rechts der Richter lohnt 16. Der rasende, der dich Dem fünder mit gericht. nicht glaubt, Wird flug, 17. Ach! gegen jenen gro: fühlt dich im herzen, Und sen tag Ist dieser donner beugt vor dir sein stolzes nichts. 3.hn tausend methaupt, Und fleucht von ter faum ein schlag Bom trunk und scherzen. A. wetter des gerichts! 7. Die unschuld aber, Mel. Ich dank dir schon, durch ic.( die dich kennt, Glaubt auch 529. ob sey dir, Gott, in ungewittern; Sie traut under du mit pracht dir, wenn der erdkreis Auf deinem feuerwagen brennt; Und darf vor die Herabfährst durch die wols nicht zittern. fennacht, Bom sturm em: por getragen! 8. Jest eilst du fort auf deiner bahn, Das land als 2. Du läffest deine den: Gott zu fegnen. Dein qua: ner los, Daß berg und that denzeichen glänzt heran Aus ertönen. Der Herr ist gros; wolfen, die uns regnen. der Herr ist gros! So 9. In heitern strömen schallt's uns erdenföhnen.lfließt die luft, Rein von dem 470 Für besondere Zeiten gift der feuchen: Die erdelimmer schallt des Vaters dampfet balsamduft Aus stimm:» Ich will dich nicht pflanzen und gesträuchen. verlaffen!« in bid end p3 10. Dein donner schaf 4. Was wären wir, wenn fet fruchtbarkeit; Die schö deine handlins nachverdiens nen fluren leben; Und herbst sten lohnte? Wenn häufer, und ernde stehn erfreut, güter, volk und land Nicht Indeß wir menschen beben. dein erbarmen schonte? 11. Dus donnerst, uns 5. Heil uns! du zeigest zum wohlergebn: O! wenn viel geduld In allen deinen wir dich verstünden; Wir wegen: Du fröneft jeden tag würden, wo wir unglück mit huld, Mit immer neuem fehn, Auch tausend fegen fegen. Het 300 6 510 finden.. 6. Gros bist du! auf dein 12. Laß mir nie vor des mächtig wort Muß sturm Richters pracht, Nur vor und wetter schweigen. Vor der fünde grauen. Du bist dir muß sich an jedem ort die liebe, Gott der macht! Das reich, der schöpfung Der liebe laß mich trauen. beugen.nst Nach dem Gewitter. 7. Gelobt fey deine muns Mel. Ich dank dir schon, durchic derfraft, Die nach gefahr 530. Gott, der gewit und schrecken Uns ruhe ter schafft und schenkt und fegen, schafft lenft! Mit frölichem ge: Nach weisheitsvollen zwets müthe Lobsingen wir: denn fen! an uns denkt Dein herz mit neuer aute. 700/601 8. Dein auge stand mit vaterblick Für uns, voll vor: 2. Gros bist du, Herr! ficht offen; Drum hat kein auf dein gebot Muß blizwidriges geschick Im wets und donner schrecken: Dochter uns betroffen. 09 du bist bey uns in der noth, 9. Kein zufall hat des Allmächtig uns zu decken. feldes schmuck Uns schmach: 3. Du züchtigest; dochtenden entriffen; Kein has nicht im grimm: Du stra: ael, fein zu schwerer druck fest; doch mit maffen. Noch Bon starken waffergüffen. Ben der Confirmation. 471 10. Mehr leben ist in deine finder hier Ein from: die natur Bon dir, Herr, mes leben führen! C ausgegoffen. Zum wohl 12. Du wirst dann fer: thun, Schöpfer, hast du nur ner Bater seyn, Und and Die himmel aufgeschlossen, dig auf uns sehen: Wir 11. O laß doch wahre werden uns des Vaters furcht vor dir Stets unser freun, Der's uns läßt wohl: herz regieren: Laß uns, ats ergeben. sin forest by Tag: drat girdaspis III. Für besondere Vorfälle und Umständen The Bey der Confirmation junger Christen. 10 Mel. Sey Lob und Ehr dem ic. frommer zuversicht Zu dei 531. Die hier Die hier vor deinem Mahl sich nahen! Es nem antlizstärke sie in aller noth, Da stehn, Sind Jefu Chrifti mit sie Jesu Christi tod Recht glieder. Gott, höre, was preifen durch ihr leben. wir für sie flehn; Sieh gnä: 4. Lacht ihnen bey dem ed: dig auf sie nieder! Gib ih: len lauf Die falsche welt ent: nen, Bater, Sohn und gegen; Hilf ihrem schwa Geist! Dos gute, was dein chen alauben auf: Und wenn wort verheist, Im leben sich lüfte regen, Laß sie bins und im sterben. auf auf Jesum sehn, Die 2. Sie kennen, Vater! welt mit ihrer lust ver: deinen Sohn, Und seine schmähn, Beharren bis ans heilge lehren. Ist freude, ende. sads3 Gott, vor deinem thron, 5. Zeig, Herr, den lohn Wenn fünder sich befehren; der ewigkeit Von fern den Laß heute größre freude theuren seelen, Die jest auf fayn: So viele feelen stim ihre lebenszeit, Sich, mit men ein, Daß sie dir ange dir, Gott, vermählen. O hören!#NG treuer Heiland, sie sind 3. O, laß fie gnad, und dein! Schreib heut ins buch nicht gericht Zum erstenmal des lebens ein Die namen mpfahen, wenn sie mit dieser christen! 472 Für besondere Vorfälle. Mel. Mitten wir im Leben sind. Itriebe zu verbotner luft 532. Stärke, Mittler, Dämpfe früh in ihrer brust. stärke fie, Dei: Heiliger Schöpfer, Gott! ne theu'r erlösten! Laß fie ihr Heiliger Mittler, Gott! vertraun auf dich Unaus: Heiliger Gott, Lehrer und sprechlich trösten: Wach über Tröster! Dreyeiniger Gott! ihre feelen! Sie stehn, und Laß sie ihre feinde, Alle reis schwören alle dir: Herr, dein zungen der welt, Weit über: eigenthum sindirir! Heiliger winden. Schöpfer, Gott! Heiliger 4. In der todesnoth laß Mittler, Gott! Heiliger fie, Deine theu'rerlösten, Gott, Lehrer und Tröster! Ihres glaubens zuversicht Dreyeiniger Gott! Laß sie Unaussprechlich trösten! nie vergessen Ihren theuren Zähl sie zu deinen findern. grosen eid Bey deinem Eust führe sie mit uns zus gleich In dein unvergängs namen. 2. Ach, wie viele schwulich reich. Heiliger Schös ren auch, Fest an dir zu hal- pfer, Gott! Heiliger Mitts ten! Aber treulos lieffen fieller, Gott, Heiliger Gott, Ihre lieb erkalten: Verder: Lehrer und Tröster! Dreys ben war ihr ende. Bestän einiger Gott! Laß sie nie dig laß dir diese seyn, Die izt vergessen Ihren thauren gros, schwören: wir sind dein! sen eid. Erbarm dich ihrer! Heiliger Schöpfer, Gott! Met Allein Gott in der Höhsey 2. Heiliger Mittler, Gott! 533. Herr, unser Gott! Heiliger Gott, Lehrer und erbarme dich Tröster! Dreyeiniger Gott! InChristo aller fünder; lled Stärke sie, die deinen, Im sich auch jego gnädiglich Auf vertraun auf Jesu tod Und diese deine Finder. Di wahrer tugend. nahmst sie schon bey ihrer 3. Locken wird sie nun die tauf Durch deinen Sohn zu welt, Herr, zu ihren lüften: Findern auf, Zu erben dei Ach, du wollest sie mit fraft nes himmels. Aus der höhe rüsten! Laß 2. Auf ihres glaubens streiten sie und siegen! Dielrechenschaft, Und was sie Ben der Confirmation. 473 dir geloben, Ruh deines schwachen nie In ihren les Geistes hohe fraft; Daß sie benstagen! Ach Bater, du des glaubens proben, Boll wollst uns und sie mit aller eifer für das christenthum, langmuth tragen! Herrl Zu ihrem heil und deinem nimm dich unsrer gnädig an, ruhm, Im ganzen leben und leit' uns auf der rech: zeigen. ten bahn, Die zu dem him: 3. 3war mächtig wird in mel führet! ihrer brust Die fünde sich mel. Wer nur den lieben Getti. empören; Sie werden oft 534. Herr! dir gelob ich zur bösen luft Gefährlich lot: neue treue, Und ten hören. Die welt wird neuen fleiß im christenthum. ihre list und macht, Die Dir, Jefu, geb' ich mich aufs manchen schon zu fall ge neue Ganz hin zu deinem bracht, An ihnen auch vers eigenthum. Ich will von suchen. dir, o Geift, allein Geleitet 4. Doch deines Geistes und getröstet seyn. kraft und gnad Kann, bep 2. Mein Gott! ach nimm so viel gefahren, Auf wahelvon deinem finde Den eid rer tugend ebnem pfad All: der neuen treue bin. Bise mächtig sie bewahren. Er her war ich ein find der füns barme dich, steh ihnen bey, de; Nun will ich ihre reis Daß ihres lebens zierde senzung flieh'n, Und mich schon Ein frommer christenwan: jung der tugend weih'n. del! Sieh! dieser tag soll zeuge 5. Hier nah'n sie sich zu seyn! dir, o Gott, Dir heilig zu 3. Ach! oft hab ich den versprechen, In freud und eid gebrochen, Den ich so schmers, bis in den tod Den feierlich dir that. Oft hab taufbund nicht zu brechen. ich besserung versprochen, Gib doch durch deine gna: Die nie mein herz erfüllet denkraft, Die alles gute in bat. Nun, heute fehr ich uns schafft, Das wollen und mich zu dir: Ich will mich vollbringen! beffern; hilf du mir! 6. Verlaß, o Gott, diel 4. Niewill ich wieder treus 474 Für besondere Vorfälle, los werden, Nie deine guwollen wir bekennen. Von te trege fliehn. Kein schein oem, was uns dein wort ver: gut, feine luft der erden, Kein neist, Soll ewig uns nichts laster soll mich dir entziehn trennen. Nicht ruhm der Weich, eitle welt! o sünde, menschen, nicht ihr spott, weich! Gott hört es! Izt nicht trübfal, nicht der mar entfag ich euch. tertod, Nichts soll uns von 5. O Gott, regiere du dir trennen! mein leben, und mache selbst 3. Den weg der wahrs mein herz dir treu, Daß ich heit wählen wir, Und wiss der frömmigkeit ergeben, fen deinen willen. Gib uns Und heilig, starf und weifejdie kraft; fie fommt von dir, sen! Denn ohne dich bleibt Ihn immer zu erfüllen. Er: immerdar Mein herz verhalt in deiner furcht das fehrt und wandelbar. berz; Daß es im glücke, wie 6. Einst werd ich, Herr, beym schmerz, Sich findlich vor deinem throne Den taqdir ergebe. des bundes benedeyn. Du 4. Herr, wir sind dein! gibst mir nach dem streit die verlaß uns nicht! Nichts frone; Ich werde ewig selig müsse uns dir rauben! Du seyn. O welch ein heil! wie bleibest unsre zuversicht; freu ich mich! Herr, nimm Denn du hältst ewig glau: mich hin! dein, dein bin ich. ben. Getreu bist du: auch Mel. Sey Lob und Ehr dem ic. uns mach treu, Daß unser 535. Lobt Gott in feisbund beständig sen. Preis nem heiligthum, sey dir, dank und ehre! Die ihr den höchsten kennet! Mel. Jesu deine tiefe Wunden. Der uns sein Evangelium 536. Sen getreu in deis Bon jugend an gegönnet; nem glauben! Der uns den weg zur wahr. Laß dir deffen festen grund heit zeigt, Und unser herz Ja nicht aus dem herzen zum guten neigt. Gebt un: rauben: Halté treulich deis ferm Gott die ehre! nen bund, Den du hast mit 2. Dein sind wir, Vater, Gott gemacht, Der dir se: Sohn und Geist! Dich gen hat gebracht! Denn Ben der Confirmation. 475 leicht gehet der verloren, bis in den tod! Ach! das leis Der frech bricht, was er den dieser zeit Ist nicht werth geschworen, nd der herrlichkeit, Die dein 2. Sey getreu in deiner Jefus dir will geben Dort liebe Gegen Gott, der dich in feinem freuden leben. is geliebt: Auch am nächsten Mel.Schwing dich auf zu deinem. liebe übe, Wenn er dich gleich 537. Sollt ich jezt noch, oft betrübt. Denfe, wiele da mir schon dein Heiland that, Als er Deine gnad erschienen, Dich für diefeinde bat! Du mußt, verleugren, Gottes Sobn! foll dir Gott vergeben, Auch Und der fünde dienen? Mit verzeihn und liebreich leben. den lüften dieser zeit Wieder 3. Sey getreu in deinem mich beflecken, Und nicht leiden; Und laß dich kein unmehr die füffigkeit Deiner gemach, Keine noth, von Jer liebe schmecken? nar fu scheiden: Murre nicht in 2. hab ich doch allein ben web und ach. Denn du dir Meine ruh gefunden! machst nur deine schuld Grö: Heiland, heiltest du doch mirfer durch die ungeduld.Selig meines Herzens wunden! ist, wer willig träget, Was Sollt' ich nun noch dein ges sein Gott ihm auferleget! bot, Wie die fünder, haffen; 4. Hat dich freuz und Und men recht an deinem noth betroffen, Und Gott tod Wieder fabren laffen? hilft nicht aliofort; Bleib 3. Nein! ich bin und bleibe nur treu in deinem hoffen: ein christ, halt auf deine Halte dich an Gottes mort.lehren; Laffe mir nicht macht Hoff auf Jefum feftiglich: noch lift Meinen glauben Sein herz bricht ihm gegen wehren. Fielen taufend ab; dich; Seine bülf ist schon nicht ich! Mag's die welt vorhanden. Wer so hofft, verdrieff n! Sie wird mein wird nicht zu schanden. vertraun auf dich mir doch 5. Sey getreu bis an das gönnen müssen. fo ende; Daß dich feine qual 4. Zeigt sie mir ein heil, und noth Je von deinem wie du? Bringt sie fraft den Jefu wende. Sey ihm treulmüden, Den bedrängten 476 Für besondere Vorfälle. trost und ruh, Sündernlich mich noch verführen lief Gottes frieden? Gibt fie se, Jesu, da ich schon durch mir die zuversicht, Daß ich dich Gottes huld genieffe; trog dem grabe, Deiner Da ich iveiß, auf weffen ewigkeiten licht Zu erwar wort Jch die hoffnung grüns ten habe? de, Daß auch ich unfehlbars 5. Rettet fie mich, wenn dort Gnad und leben finde!! vor Gott Einst die völker 7. Nicht das leben, nicht stehen, und das leben und der tod, Trübfal nicht, nichti den tod Jhm zur feite se: freuden, Nichts foll mich, hen; Wenn der sichre, mun mein Herr und Gott! Von zu spät, Aus dem schlaf er dir jemals scheiden. Welt: wachet; Und der spötter, und fünd und eitelkeit, Und der hier schmäht, Glaubt des fleisches triebe, Alles und nicht mehr lachet? überwind ich weit, Herr! 6. Dwie thöricht, wenn durch deine liebe. Bey Einführung eines Predigers. Mel. Wie schon leuchtet der ic. Thust du den weg des heils 538. Jesu, Herr der uns kund, Führst uns zum de herrlich feit! ew'gen leben; Wenn sie Uns Du König deiner christen: hie Wahrheit lehren, Trost heit, Du hirte deiner heers gewähren, Wo wir leiden; de! Du siehst auf die erlöfte Uns jum himel zubereiten. welt; Regierst sie, wie es 3. Wohl! wohl dem vols dir gefällt; Sorgst, daß fie fe, das du liebst, Nach deis felig werde. Von dir Sind nem sinn ihm hirten gibst, wir Auch erwäblet, Zuges Die es zum himmel führen; zählet Den erlösten, Die Die auf des lebens rechter du fegnen willst und trösten. bahn nach deinem vorbild 2. Durch dich und deines gehn voran, Und deine lehre Geistes kraft Wird unfern zieren! Sorg doch Stets feelen heil geschafft, Wird noch, Daß die heerde Glücks fegen uns gegeben. Durchlich werde; Daß den seelen guter treuer lehrer mund Gute führer niemals fehlen! 477 Bey Einführung eines Predigers. 4. Wir nehmen hier von 6. Wenn einst dein gros deiner hand Den lehrer, den ser tag erscheint, Laß unsern du uns gesandt. Herr, segne lehrer, unfern freund, Uns fein geschäfte! Die seelen, die entgegen führen! Die die sich ihm vertraun, Durch seelen sind ihm zugezählt: lehr und leben zu erbau'n, Ach, ach! daß dort nur fei: Gib weisheit ihmund kräfte. ne fehlt! Laß keine ihn ver: Lehr' ihn; Hilf ihm, Thun lieren. Jesu! Hilf du: und leiden, Dulden, strei: Biet die hände, Daß am ten, Beten, wachen; Seligende Hirt und heerde Treu sich und uns zu machen! vor dir erfunden werde! 5. Herr! deinen Geist 7. Sen uns gesegnet; laß auf ihm ruh'n; Laß ihn knecht des Herrn, Der fomt fein amt mit freuden thun: im namen unsers Herrn, Nichts sey, das ihn betrübe! In Jesus Christus namen! Wenn er uns deine wahr: Freund! Bater! nimmuns heit lehrt, Gib uns ein herz, bey der hand; Führ uns das folgsam bört; Ein herz zum ew'gen vaterland! Gott voll treuer liebe. Lehrer, mit dir! amen, amen! Mit Hörer, Laß in freundschaft dir Gehn wir Durch die leis Und gemeinschaft Auf dich den Diefer zeiten Zu dem sehen, und den weg zum leben, Das uns unser Gott himmel gehen. will geben. Bey Trauung der Eheleute. Mel. Vom Himmel hoch da ic. deinem angesicht, Verbuns 539. Gott! deffen liebe den durch der ehe band, voller rath Den Sich treu gelobt mit Herz ehestand gestiftet hat: Mit und hand! tibi lodirn fegen weihtest du ihn ein; 3. Mit gnade schau auf Laß ihn auch stets gesegnet sie herab Daß sie zusammen, feyn. bis ins arab, Berträglich, 2. Dein segen fehl auch freundlich, gleichgefint, Bor diesen nicht, Die hier vor allem gottesfürchtig sind. 478 Ben Trauung der Eheleute. 4. Laß sie als christen lies sie der tod, So sey ihr trost, ben dich, Laß sie als gatten daß unser Gott Die, welche lieben sich; Bon untreu hier sich treu geliebt, Eins auch im herzen rein, Und ander ewig wiedergibt. msh feusch in wort und werken Mel. Ciebster Jesu wir sind. c. seyn. 416 540. Sperr! der durch der liebe band 5. Zusammen laß fie dir vertrau'n, Zusammen ihre Mann und weib genau vers feel erbau'n; Zusammen dei bindet: Herr! der auf den nen ruhm ersöhbn, Und dei: ehestand Seines reiches nen fegen fich erflehn. wachsthum gründet: Segs 6. Was ihnen ihr beruffne die, die ist mit beten In gebeut, Das laß fie thun den stand der ehe treten. mit freudigkeit; Und so ge: 2. Du hast, grosir Gots ling ihr frommer fleiß Zustessohn, Einst ein frommes ihrem wohl und deinem/ paar gesegnet: Und noch izt preiß. auf deinem thron Bist du 7. Empfinden und erfah: Helfer, der gern fegnet. Laß ren fie Des menschenlebens die, die sich izt verbinden, laft und müh; So trage Deine huld und macht ein: jeder gern sein theil 3 fei: pfinden. nes gatten troft und heil. 3. Christen stehen hier 8. Willst du durch finder vereint, Deinen segen zu er: fie erfreun, So gib zu ih: bitten: Allertreuster Men rer zucht gedeihn; Daß fie schenfreund! Tritt du fegs als christen sich bemühn, nend in die mitten; Daß Dem himmel bürger zu er: dieß paar die beste gabe, Got: ziebn. dorestes freundschaft, imer habe. 9. Wenn dein rath ihnen 4. Sey ihr beystand in der trübsal schickt, Laß fie dar: noth, Sen im fummer ihre in nicht unerquickt. Gibfreude: Gib, daß nichts, als heitre tage nach dem leid. nur der tod, Die verbundne Und seg'ne es für die ewig: berzen scheide. Laß sie frey feit: pis bavon noth und fünden, Sich 10. Und trennet einst auchlim himmel wiederfinden! Mi Für befondere Umstände. og morgn allgemeiner Noth. In Mel. Wenn wir in höchsten 2c. ser Freund und Mittler ist; 541. Nimm von uns, Und laß noch stehen dieses Herr! wir flehn jahr Den baum, der ohne dich an, Dich, der allein uns früchte war. helfen kann: Nim von uns, 7. O Geist der gnad und Herr, der strafe laft, Die des gebets! Regiere du fort: du uns aufgeleget haft! hin uns stets: Laß unser herz 2. Herr! unsrer schulden von sünden rein, Und uns zahl ist gros. Wer wird diesern wandel christlich seyn! böfe neigung los? Wer ist, 8. Ström deinen fegen, der seine fünde zählt? Wer Herr! ins land: Thu auf von uns weiß, wie oft er die milde Vaterband; Gib fehlt? unfern feldern dein gedeihn: 3. Nicht schwachheit nur, hör nicht auf, Vater uns auch missethat Ifts, die dich, zu seyn. dou Gott, beleidigt hat. Oft 9. Verleih uns frieden; haben wir der menschheit und verleih, Daß unser herz werth, Dein göttlich eben dir dankbar sey. Nie sey bild, entehrt. dein volk der feinde spott! 4. Gerechter Gott! vor Zeig immer dich, als unfern dir, vor dir Bekennen und Gott. bereuen wir; Demüthia 10. Nimin unser größtes flaat dir herz und mund: gut uns nicht, Erhalt uns Wir brachen deinen heil'gen deines wortes licht; Die bund. en Feitersäule, die die nacht 5. Ach, laß uns noch er: Des pilgerlebens helle barmung schn; Laß noch macht. vor uns vorüber gehn Die 11. Und fährst du hier strafgerichte, die uns drohn; gu ftrafen fort; Ach, scho: Und gib uns nicht verdien ne dort! ach, schone dort! ten lohn! Und gehe, Bater, gehe nicht 6. Hörst du nicht uns; Mit demen Eindern ins ge hör Jesum Christ, Der un riche! 479 480 Für besondere Umstände. Mel. Nun banket all', und ic. ser geist; So wird dein voll 542. Gott! ein Erbars auch frömmer seyn, Wenn mer warest du es dich dankbar preist. Des volkes Ifraels. Du 8. Ach, Vater, schone un führtest sie ins land der rub, fer land! Vergib uns unfre Und warst ihr Gott, ihr schuld! Wir küffen deine Fels. 2 Vaterhand, Und flehen: 2. Sie fündigten; du hab geduld! straftest fie: Da flehten sie 9. Laß güte, treu und um gnad. Du Gnädiger, redlichkeit, Laß frieden bey erhörtest fie, Wenn fromm uns blühn: Laß liebe und ihr herz dich bat. gerechtigkeit Durch unsre 3. Mit demuth und mit thore ziehn! zuversicht Fleh'n wir dich, 10. Treu wohn in jedes Bater, an. Verstoß une dei menschen brust Zu aller ne finder nicht! Du bists, woblergehn; Daß Gottes der helfen kann. Engel stets mit lust Herab zur erde sehn. 4. Dein Vaterherz er: barmet sich, Ist willig zum 11. Vom himmel wird verzeih'n. Der menschen gesegner seyn, Wer thut, wohlstand freuet dich, Dich schmerzet ihre pein. was Gott gefällt. Dann werden wir uns dankbar 5. Ach! kehre wieder, und freu'n. Gott fegnet haus erquick Dein volk, das zu und feld! dir weint: Mit deinem se: 12. Gott leitet uns zur gen komm zurück, Bleiblerigkeit Nach seinem wei ewig unser Freund! sen rath. Geheiligt sen ihm 6. D Bater! wir ver: jederzeit Gedanke, wort traun auf dich, Auf deine und that! gütigkeit: Bergib uns ar 13. Getroft fehn wir auf men väterlich Die fünde, seine hand, Und trauen seis die uns reut. ner güt; Und hoffen auf 7. Wirst du erhören und das vaterland, Wo ew'ger verzeihn, So freut sich unfriede blüht. 3050 481 n allgemeiner Moth. Mell Water unser im Himmelr. Die toeisheit sie erhören 543. Gif mensch plein tannlund sie did an thi fürst, ein ganzes 5. Dir unterwirft fichy land, Was sind sie, Herr, unser herz; Doch zittert es in deiner Hand? Du winkst! vor noth und schmerzu Und so find wir nichts als staub, dies gebet, das unsern geist Des unglücks und des todes Zum himmel von der erde raub. Du winfft! so strömt veißt, Und das dein mort uns freud und ruh Aus dei: uns selbst gebeut, Das höre her Gottesfülle zu.sid test du von ewigkeit. 2. Unhaltbar gehst du 6. Wend ab von uns der deine bahin. Mit menschen: völker noth, Die efend und macht ist nichts gethan, Die verderben droht! Da stehn niemals deinen rathschluß wir, Gott, vor deinem thron, bricht, Er sey uns wohlthat Bertrau'n auf Jesum, deie oder nicht. Wer ist, der nen Sohn. Er starb für deine tiefen feh? Du schaffst unsrer fünden schuld: Du das wohl und schaffst das schenkst sie, und verzeihst mit weh. og 1910 19 Tubuldipagus guid noo 3. Zwar schuldfos ift fein 7 Herr, vor dir biegt sich mensch vor dir: Die fünder herz und knie: Ach, rette; strafft du oft schon hier. schüze, tröste die, Die dein Doch an de länder noth verborgner weiser rath Eri und heil nimmt Find und schreckt, geprüft, gestrafet frevler feinen theil, Nach hats Erschüttre jedes liebe unerforschter weisen wahl, tos heri; Gib mitleid mit Nicht nach der werke maaß der brüder schmerz! und zahland m2 8. Und will dein, imer: 4. Laut ruft uns jedes forschter schluß, Daß unfer fchicksal zu: Wir feyn nur land noch leiden muß; So staub, und Herr seyst du schrecke dann dein richter: Doch haft du ewig schon gefchwerd Den, der zu frevetn fehn Der Menschen gottge: noch begehrt; So tröße den, fällig flehn Und hast be der Gott noch liebt, Mittrost, stimmt, we, wie, und wann den deine macht ihm gibt. 31 482 Für besondere Umstände. 9. Bater! der du mach- nend zu dir treten: Mit zur tig bist, Dir beugt sich, dir versicht, die gibst du mir, vertraut dein christ. Wir Mit freuden will ich beten. trau'n dir, unserm Gott und Dein angesicht Berbirgt sich Herrn Du hörst gebet, und nicht Vor denen, die dich hilfft uns gern. Beweif ehren. Du merkst auf sie, durd Jesum gnad und huld Verwirfft sie nie, Und eilst, An ader menschen noth und sie zu erhören dur schuldsandse Ndau Vertrauen des Fromment, 4. Du wollst mich in der bösen zeit mit deinem schils dnbdsen Zeiten. de decken. Gott, feze mich in Meli Was mein Gottwill ic. ficherheit Vor allen ihren 544. Wenn menschen schrecken! Mich treffe nicht mord om dich verachten, Dein strafgericht: Du wol Gott, Und nach dem Herrn lest meiner schonen! Bey tau nichts fragen; Die müssen senden, Die untergehn, Laß in der zeit der noth Mit ban: unversehrt mich wohnend ger feele flagen. Beklemmt 5. Gott, hilf mir, daß ich von schmerz Verzagt ihr immer hier Ein göttlich le Herz, und findet keinen ret: ben führe; Und meine freu: ter; Denn du bist nicht Die digkeit zu dir Durch sünden zuversicht der fünder und nicht verliere! Der fünder der spotter produse schmach Folgt ihnen nach: 2.Ich aber darf voll hoff: Du strafest; und sie zittern, nung seyn; Auf dich, mein Doch mich wird nie Dein Bater, trauen. Wie fin: zorn, wie sie Wenn du sie ster auch die zeiten seyn, straff, erschüttern. hift Darf dennoch mir nicht In Theuerung.dmt grauen. Ich kenne dich! Du met. Bon Gott will ich nicht 16. weißt, daß ich nach deinen 545. Du befter troft der rechten frage: Und deine armen, Gott, treu Wird täglich neu, Und Schöpfer aller welt: Du forgt für meine tages than Vater voll erbarmen, Der 3. Nicht flagen will ich ewig glauben hält! Du, du Gott, vor dir, Nicht weilerhörk gebet; So höre, was 18 un Kriegszeiten. 483 der glaube zu, die ist aus 6. Herr, der du uns ere dem staube, Aus tiefen nö: schufest, Hör unfer angstge: then, fleht.odni tho chren! Allmächtiger, du ru: 2. Uns bringen unsre fün: fest Dem nichts auch, daß es den Jzt noth und herzenteid. fen. Uns helfen ist dir teicht: Gott, Nichter! wir empfin: Du kannst dem mangel wehe den, Was uns dein wort geven, Und überfluß beschehe dräut. Ein fruchtbar erdretch ren, Wann's uns unmög foll Bey gottvergeßnem leben sich däucht! Das täglich brod nicht ges17. Laß alle frucht gera ben. Ach, unser maaß ist voll! then, Und alles besser gebn! 3d3. Berflagt gleich unser Erquicke unsre saaten, So leben Vor dir, o Gott, uns oft fie traurig stehna Herr hart: Doch schönen und verbaue du das land; Tränfies geben Ist guter väter art. mit thau und regen, und Gott, unser Vater du Bist fülte es mit segen Aus deir gut vor allen vätern; Und ner milden hand, udje? neigst auch übertreternbsn Kriegszeiten.d Dein herz bald wieder zu. Mel. Wer nur den lieben Gott ić. 4. Wen sie mit ernster reue 546. 3 dir um hülfe schreynist So wilst du bald aufs neue ter Jezt über unser haupt Ihr Gott, Ihr Bater seyn. einher. Bist du, Herr, hier Gott, unfre zuversicht! Zu nicht unser Retter, So ifts dem wir alle flehen, Auf den für unser tand zu schwert wir alle sehen; Hilf uns, Sieh, wie die fürften sich verlaß uns nicht! Olentzweyn, Und uns zu une 5. Gott, unser heil! ach terdrücken dräun!: mme wende Dev zeiten schweren 2. Dlaß mich hier allein, lauf. Thuldeine milden hän: o Bater, Auf dich und deine de, Den schaz der allmacht, vorsicht schaun; Auf dich, auf. Was nur ein leben hat, den mächtigsten Berather, Nährst du mit wohlgefallen: Und nicht auf menschenhülfe So schaff'ran auch uns allen, bau'n Die ohne dichy uns Ben diesem mangel, rath.lgar nichts nügt, Die nur Gott! es zieht ein friegeswets 484 Für besondere Umstände. durch dich uns kräftig rechtergehn, So bleiben wir schűzten sind noch aufrecht stehn/ off mat 3. Kein blinder zufall 7. Doch findet, Herr, dein herrscht auf erdeh: Du bist weiser wille Noch ferner es, der die welt regiert. Laß züchtigungen gut; Wohlan, und der feinde fpott nicht so schweig ich, und bin stille werden, Die stolz und neid Bey dem, was deine vorsicht her zu uns führt. Seyd böthut. Jch, dein geschöpf se, völker! rüstet euch! Ist und auch dein find, Weiß, Gott mit uns, fo fehlt der daß es Vaterschläge find. streich.4 68. Die tleine einsicht 4. Die allerfeinsten frie unsrer feelen Die schreibe geslisten Bereitelt leicht dir, Herr niemals vor! dein weiser rath. Nie wird So grob laß du mich nima der feind das land verwümer fehlen; So weit vers ften, Daß dich, Gott, zum geht sich nur ein thor. Il Beschüzer hat. Durch dich gleich, was deine weisheit hat oft die kleinste macht thut, Mir oft ein räthsel; Ein groses heer zur fluchtlists doch gutal pid Q gebracht. 9. Nicht grimmig, ſon: 15. Was hilft der feinde dern nur mit maffen Sind grofe menge? Was hilft deine strafen eingericht't dem riesen grose fraft? Der Du wirst uns nicht zerstören roff und wagen start ge: laffen; Nein, Bater! nein, dränge Jsts nicht, was fieg das thust du nicht. Wir sols und heil verschafft. Der len nur durch angst und pein mensch vertraut daraufzwar Geprüfet und gebeffert seyni gern: Doch kommt der sieg nur von dem Herrn 10. Zulezt wird jeder fas gen müssen: Das hat Gott, 96. Drum werf ich mich in unser Gott, gethan! Ge deine arme, Du Bater der recht ist er in seinen schlüs barmherzigkeit! Boll zusen; Jhn bete dankbar alles frau'n bitt ich dich: erbarme an! Er hilft und er errets Dich über uns in schwerer tet gern: Lobfinget ihm, seie! Eaß gnade boch für dem guten Herrn! Nach erlangtem Frieden. 485 Nach wieder erlangläßt sie uns auch ferner tem Frieden, schauen, Und nimmt sich Mel. Wer nur den lieben Gottc. unfrer mächtig an. Wo wir 547. Gelobt, qelobt nichts fönnen, nichts vers feyst du mit stehn, Wird, was uns nüzt, freuden, O Gott, der alles durch ihn geschehn. weislich lenkt, Und uns nach 5. Preist ihn durch wohls furgenfriegesleiden Des thun und erbarmen, Wo friedens wone wiederschenkt! ihr der brüder noth erblickt; Berwüstung, mordfucht Daß ihr die leidenden und heiß'st du flich'n, Und sichers armen Speist, tränket, kleiz heit und segen blüh'n. det und erquickt: Damit 2. Gott! was du fegnest sich alles, alles freu, Und und behüteft, Dem darf sich durch den frieden glücklich fein zerstörer nah'n; Und sey. und ent plözlich, wenn du es gebie: 6. Preist ihn mit eurem teft, Ist alle zwietracht ab: ganzen leben, Mit allem, gethan. Auch uns hast du was ihr habt und seyd! Was mit huld bewacht, Auch yns fönnt ihr sonst Gott wieders die ruch zurückgebracht, gebenFür seine grose freund. 3. Fühlt, Christen! euer lichkeit? Laßt euren finn glück, und preifet Den guten und mandel rein, Und ihm Gett, der uns erfreut; Der ein würdig opfer seyn! dil feine hohe macht beweiset, 7. Nimm, Vater, unsers Und in der macht barmher: dankes lieder Auch jezt mit zigkeit; Der vaterliebe für wohlgefallen an! Froh schales uns begt, Und wunden hei: len unsre tempel wieder Von let, die er schlägt! dem, was du an uns ges 4. Preist ihn mit freudig than, Herr, unser Gott! gem vertrauen! Ihr seht, dich loben wir. Herr Gott, was feine hülfe fann. Er wir danken, danken dir! Sn Krankheiten. erebut Mel. In allen meinen Thaten 2c. bens glück empfunden, Und 548. Ich hab in guten freuden ohne zahl. So will stunden Des le: sich dann gelafsen Mich auch 486 Für besondere Umstände. im leiden farfen: welch les alles lenken, Und, was mir ben hat nicht seine qual? bgut ist, wird gescheh'n! 2. Ja, Herr! ich bin ein met. Wenn mein Stündlein c. fünder, Und stets strafft du 549. Dein wville, bester gelinder, als es der mensch Schöpfer, ist, verdient. Will ich, beschwert Daß ich ist schmerzen leide: mit schulden, Kein zeitlich Doch weiß ich, daß du Bater wel erdulden, Das doch zu bist; Bon dir fommt noth meinem besten dient? und freude. Dir ist mein 3. Dir will ich mich erge ganzes leid bekannt: Mein ben: Nicht meine ruh, mein leben steht in deiner hand; leben Mehr lieben, als den Du zählest meine tage. Herrn. Dir, Gott, will ich 2. Mein Gott und Vater; vertrauen, Und nicht auf gib nicht zu, Daß ungeduld menschen bauen: Du hilft, mich fränke. Gib deinen und du errettest gern. Geist mir, der zur ruh Mein 4. Laß du mich gnade fins traurig herze lenke; Dent den, Mich alle meine fünden Geist, der stark im schwan Erkennen und bereu'n. Jezt chen ist! Daß ich an Gott bat mein geist noch kräfte; und Jefum Christ Mit freu Sein heil laß mein geschäfte, den stets gedenkel g Dein wort mir trofe und 3. Mein Gott! laß mich leben seyn. tüm vergessen nie, Du feyst und 11 5. Wenn ich in Christo bleibst die liebe. Bewahr sterbe, Bin ich des himmels mein herz, daß es nicht hie erbe: Was schreckt mich Unglaubig sich betrübe. grab und tod Auch auf Zwar trag ich meiner fün: des todes pfade Bertrau den schuld; Doch gränzens ich deiner gnade: Du Herr los ist deine huld, Und ewig bist ben mir in der noth.deine liebe. D 6: Ich will dem fummer 4. Voll Hoffnung wend wehren, Gott durch geduld ich mich zudir, Und will mich verehren, Im glauben zu dir ergeben. Gott, wie dit ihm fliehn. Ich will den tod willst, so schicks mit mir bedenken. Der Herr wird Zumsterben oder leben! In n Krankheiten. 487 deiner hand steht meine zeit:[ Und laß bis in den tod mein Mach du mich nur zur ewig: herz An deiner gnade han: feit Durch deine gnade gen. tüchtig. in 9. Und wenn du, Herr des 5. Laß nicht zu, daß der lebens, mir Gesundheit wies Frankheit pein Zu schwer mir derschenkest; So fleht mein schwachen werde. Erquicke redlich herz zu dir, Daß du gnädig mein gebein, Und mein leben lenkest! Mehr mildre die beschwerde. Du frömmigkeit versprech ich Vater weißt, was jeden tag dir: Und was du haft gethan Dein schwaches find ertra: an mir, Das will ich nicht gen mag. Hilf mir; erbarm vergeffen. dich meiner! 10. Du weißt, wie wenig 6. Auch bitt ich, treuer ich vermag, Du must die fees Bater, dich Für alle andre le leiten, Mußt mich auf Franken; fegne jeden, meinen sterbetag Durch deis gleich wie mich, mit heiligen nen Geist bereiten! Der tag gedanken! Send jedem hülffsey dann nah oder fern; Ich und labsal zu; Ihr arzt und leb und sterbe dir, dem Herrn: höchster trost sen du, Damit Du wirst mich nicht ver: sie nicht verzagen! laffen! 7. Auch, treuer Bater, Mel. Sollt es gleich) bisweilen: c. fegne die, Die meiner frank: 550. Jesus Christus! heit pflegen! Belohne ihre liebster bester in treu und müh Mit deinem Menschenfreund, Erbarmer, besten fegen. Gib mir ein Tröster! Helfer, der stets herz voll dankbarkeit; Gib helfen kann, Siehe meinen ruh, wenn unzufriedenheit jammer an! Und zorn in mir sich regen. 2. Schau mit herzlichem 8. Soll diese frankheit erbarmen, Liebster Heiland, tödtlich seyn, Soll bald mein auf mich armen! Laß mein leib erblaffen; So laß mein elend, laß mein flehn, Jesu, herz von fünden rein, Im dir zu bergen gehn! glauben dich umfaffen. Ver: 3. Alle, die zu dir gebetet, füffe mir des todes schmerz, Hat dein starker arm errets 488 Für besondere Umstände. tet. Keine noth, du Mách, gebunden, Boll von blutund tiger Keine laft ist dir zu schweren munden, Still, ges schwer. duldig, wie ein lamm, Warst 4. Freudig darf ich auf du noch am freuzesstamm. dich boffen: Tausend wege 11. Ich will auch mit stils find die offen. Macht und lem herzen Gott vertraun in weisheit fehlt dir nie: Hel: meinen schmerzen. Ihm ers fen fannst du ohne müb. geben will ich mich. Er liebt 5. Ja du, Herr von meilimmer väterlich. nem leben, Kannst mir fraft 12. Ja, wenn ich auch und stärke geben. Ruhig binselend bliebe, Bliebst du doch ich, Gott, mein Hort! mein Gott, die liebe; Und Sprichst du nur ein gnaden: das glück der kreatur Suchst wort: Tinom m du, weiser Schöpfer, nur! 6. In den trüben augen: 13. Tausendmal hast du blicken Laß mich deinen mein flehen Mit erbarmen trost erblicken. Steh durch angesehen; Tausendmal deinen Geist mir bey, Daß mein herz erquickt, Wenn ich stark in schwachheit sey mich angst und noth ges 7. Laß nur nicht den glau- drückt. ben wanken! Einst werd ich 14. Herr! du fichst auch dir doch noch danken: Einst, ist mein sehnen, Zähleft alle mein Heiland, preis ich dich meine thränen; Bist allmächs Für mein leiden ewiglich. tig, liebest mich: Jesu Christ, 8. Drum laß mich nicht ich hoff auf dich! trostlos flagen, Ach! nicht 15. Fübre mich aus meis murren, nicht verzagen.nen- leiden Bald zu deis Ströme heiterfeit und ruh nen himmelsfreuden, Aus Dambeklemmten herzen zu! des schmerzens dunkelheit 9. D mit welchem stillen hin zu deiner herrlichkeit. Herzen Littest du, Herr, 16. Laß das ziel von meie angst und schmerzen! Dunem leben Stündlich, mir vertrautest deinem Gott In vor augen schweben. Bald, der tiefsten todesnoth. ach bald wird alle vein Ewig 10. Angespeyt, verhöhnt, lüberwunden seyn.m Nach der Genefung. 489 17. Bald ist alles über, kommen: Du bast mein wunden: Harre nur noch dich angenommen, Groses wenig stunden! Still und da an mir gethanie ruhig nur, mein Geist! 3. Gottes huld und treu Glaube, was dir Gott erquicket Den, der glaubig verheißt. nach ihm blicket: Gott ist 18. Ja! auf Gott will unaussprechlich gut. Die ich vertrauen: Ja! ihn mit zuversicht ihm trauen, wird mein auge schauen: Werden mit vergnügen Ja! mir ist als säh ich schauen, Daß er grose dins schon Jefum Christum, ge thut. Gottes Sohn. 4. Kehre dann zu deis nem glücke Dankbar, o mein herz, zurücke; Und genieffe deiner ruh! Danfe deinem Gott mit freuden. Er erlös rette mich! mdste dich vom Leiden: Dank, Nach erlangter Geerlöfte seele, du! 19. Uch daß ich ihn heut noch sähe! Jesus, du hörst, was ich flehe. Ach erhör, ich bitte dich, Ach erhör und 12 nesung. 5. Mein nun neugeschenks Mel. Fröhlich, fröhlich, immer. tes leben Will ich dir zum 551. Pieben will ich dich, opfer geben! Rein will ich 109 mein Netter! Herr, vor dir seyn. Gehn Dich, Erhörer frommer will ich auf Gottes wegen; beter! Danken, danken Andre soll mein dank bes will ich dir Denn dein wegen, Unsers Gottes sich treues Vaterherze Ward zu freu'n. bewegt ben meinem schmer: G 6. Ich will vorder je: Da ich schrie ,, halfft ganzen menge Gott ers du mir. böhn durchy lobgefänge, 2. Du fannst aus des Gott, der uns viel gutes todes rachen Mich befreyn, thut. Gott hat mich dem und fröhlich machen, Wenn rod entrissen. Alle men fonst niemand retten kann. Ichen sollens wissen: Gott Noth war über mich gelift unaussprechlich gut! 490 Für befondere Umstände. handwe Fürbitte füsalte randallerhöchstes Gut, Jhrlin: esoten überhaupto binigftes vergnügen! Die Mel. Aus tiefer Nothschrey fc. leichte qual der kurzen zeit 552 Für alle franken Laß durch den trost der protip birt id dich ewigkeit Für sie verfüffet Mit brüderlichem herzen: werden. Mein Gott, erleichtre va 5. Ach jeden, wär er terlich Die laft von ihren noch so schwach, Laß deine ſchmerzen! Sprich tröſtung kraft empfinden: Und klu aller schwachen ein; und ge tröster, Bater, ach! jaġ auf dich, auf dich Laß jeden Franken finden. allein mit festem muth fic Die last der frankheit und ihr schmerz Erwecke trauen. 19 302. Des gnadenlebens manches christenherz Zum furze zeit, Den greuel 6. Den franfen, der zärtlichen erbarmen, and ihrer fünden, und deine treut und freundlichkeit Laß lebr, Bater, sterben! nun sterben soll, Dent Bater, fie empfinden! Gib muth und fräfté ihrem Ach, jeder tugend werd geist; Gib jedem reichlich, heil zu erben! Ach Jefus, er voll, Geschickt, dein was du weißt, Daß er mach zum himmelreich bedarf zum heile! Ihn fähig, deinem bilde 3. Den geist der ruhe gleich, Schon heilig hier und geduld Wollst du den auf erden ins fehwachen schenken! Laß fie 7. Den franfen, der an deine Baterhuld zu durch dich genest, Den ihremotrofte denken. Olehre heilig leben; Dec möchte doch dein will allein müsse, wann du ihn ers The will und ihrer freude löst, Durch liebe dich fenn, D Vater aller gua erheben! Nicht mehr im den: chim ind neud traum der sicherheit, Nein! 4 Gib ihnen allen Fraft als ein erb der herrlichkeit, und mith, Die schmerzen Müß er unsträflich wan zu besiegen. Sen du ihr delnim de 10 siniSterbefieder z 491 Onotoctist Sterbeliederum 691 Mel. O Jefu Chrift, mein's Leb.les ist vollbracht! Mein 553. D Jefu, meines licht in jener rodesnacht! Inte lebens Licht, 7. Als Sieger gingst du Mein troft und meine zus einst ins grab; Als sieger versicht! Tief beugt mich leg ich meinen stab Mit freus meines elends last: Ach! den vor die bahre hin, Und unter ihr erlieg ich fast. freu mich, daß ich selig bin. 2. Mein Gott! wo nehm 8. Jch traue, Herr, auf ich fräfte her? Der gang deinen tod: Du hilfft mir in zurmerigkeit ist schwer: der todesnoth. Und schließt Nimm deinen pilger an der sich dan mein lebenslauf, So hand, Und führ ihn in sein nim mich in den himmel auf. vaterland.i 9. Am jüngsten tag erwets 3. Mich ängstiget des to fe mich! Da sieht mein auz des schmerg; Erpeiniget mein ge froh auf dich. Ich weiß, armes herz. Die feele schreyet im schrecklichen gericht Vers still in mir: Nimm mich dammt mich mein Erlöser dyret dan zu dir! nimm mich zu dir nicht. D 4. Jch blick zu deinem 10. Unsterblich werd ich freuz empor, Und halte dir auferstehn, Berklärt werd dein sterben vor. Mir fann ich den Vater sehn; Und dur in meiner todespein Nichts machst mich in deinem reich) füffer, als dein sterben Auf ewig deinem bilde seyn. Got mod gleicy, flamant 5. Verschmähe meine feuf: Met. Was Bott thut, das ist 200 zer nicht: Dein Geist foll, 554. O treuer Jeſu! wenn mein mund nicht der du bist Mein spricht, Jm schwersten fampf Hirt, mein Trost, mein Lez geschäftig seyn, Und Abba, ben, Mein Freund, der treur Bater! in mir schreyn, und ervig ist; Dem ich mich 6. Wenn einst mein ster bab ergeben. Ich bitte dich! bend haupt fich neigt, Und Gedent an mich; Und laß sich mein grab mit schrecken mich nicht verderben, Wann zeige; So fen dein wortelkommt die zeit zu sterben. 492 Für besondere Umstände. 2. Steh mir an meinern. 6. Herr Jesu, Heiland, ende ben, und hilf mir über Gottes Lamm! Du starbst, winden: Mach mich von daß ich soll leben. Du, der meinen sorgen frey, Und zu mir vom himmel kam, sprich mich los von jünden. Wirst mich zum himmel hes In aller noth Sey mir dein ben. Ja, fomm zu mir! tod Und unverschuldtes leis Nimm mich zu dir Aus dies: den, Die quelle groser freus fem meer der leiden Ins den! 08 reich der em'gen freuden! 3. Mich tröst am rand Met. Wenn mein Stündlein c. der ewigkeit Der segen dei- 1555. Wenn einst mein ner wunden, Die du, zudna splesterbend auge meiner seligkeit, Aus lauter bricht, Mein fester hauch lieb empfunden. Dein theu: verschwindet, Mein leib er res blut Kom mir zu gut: starret, und selbst nicht, Daß Und stärke meine feele, Daß er entschläft, empfindet; feine angst fie quäle. Wenn um mich, den ents 4. Und wenn ich nicht schlummernten, Nun alle mehr sprechen kann, Nicht meine lieben stehn, Und mehr den mund bewegen; anaftvoll zu Gort weinen. So nim die schwachen seuf 2. Dann, Schöpfer, nim zer an, Die sich im herzen auf meinen geift Der freu: regen. Ich halt an dir: dig zu dir flieher; Der danfe Laß du in mir Den namen bar deine gute preist, Daß Jesus schallen, Wenn mir's er den tod nicht siehet! Und gehör entfallen! tröfte, die betrübt um mich 5. Gott! auch im tod bist Mit thränen flagen: laß sie du mein Gott; Dein trost: sich Mehr meiner wonne mort will ich fassen: In freuen! meiner lezten gröften noth 3. Mein hingefall'ner leib Willst du mich nicht verlass bleibt hier; Ihn wird das sen, Ach gib mir doch Am arab verschlieffen Heil mir! ende noch Den trost in meu Das grab wird dennoch die nem sterben: Gott läßt mich Ihn wiedergeben müssen. nicht verderben! sid om Du kommst, Erwecker! deis son Sterbelieder: 493 nemacht, Die ihn aus nichts Baternennen, Zeig mir deis hervorgebracht, kann auch ne Baterhuld! Laß mich ar! aus staub ihn bauen, mis men gnade findeu, Und bere 4. Wie fönnt' ich trau gib mir meine fünden: ren, daß im tod Mein fleisch) Gott, der seinen Sohn mit zu staub vermorert? Wie gab, Schau mit lieb auf könne' ich klagen, da es Gort mich herab thin diễ Vom tode wieder fodert? 3. Ach, verlaß an meis hoffnung) daß nach kurzer nemende, Gott, mein Gott! ruh Mein leib erwacht, wie verlaß mich nicht. Zeig mit gros bist du, Und welch ein beineHelfershände und dein trost im rode! Baterangesicht. Achter! 65. Mein Gott! des todes quicke meine feete, Die ich) schmers will ich, Wen er nun deiner huld'empfehle, Bater fomt, verachten; Mit glau: der barmherzigkeit! Gib bensvollem blick auf dich, mir muth im lezten streit! Nach meinem ziele trachten; 44. Laß mich alles willig Und mich dem ziele freudig leiden, Was ich hier noch nah'n, Mein himmlisch leiden soll! Schenke mir den Fleinod zu empfah'n, Das Geist der freuden;. Mach Jesus mir erworben mich deiner liebe voll! Laß Mel. Alle Menschen müssen sterb. mich deinen beystand mers 556. Gott! ich armer, fen; Eile, eile, mich zu stäve voll gebrechen, fen, Daß ich könne ruhig Nahe deinem throne mich! seyn, Und auf meinen tod Kaum noch darf ich mit dir mich freu'n mise sprechen; Denn ein fünder, 5, Gott! entzünde mein Herr! bin ich. Aber reuend, verlangen Nach dem glück tief zerschlagen, Will ich der ewigkeit. Jesus! laß mich doch zu dir wagen, Weil mich dir anhangen, Selig du uns durch Jefum Christ seyn schon in der zeit. Laß Gnädig und ein Vater bist. mich deine lieb empfinden; 2. Laß mich mein verdere Kämpfen hilf, hilf überwins ben kennen, Fühlen laß mich den! Jesus, Jesus! zeige meine schuld; Aber laß dich dich: Unterstüge, tröstemich! 494 Für besondere Umstände. is 6mGott! erhöhe mein den wort gegeben: Jefus, vertrauen, Mehre meine lust du lebst! ich soll leben! Wen an dir: faspor'm grabe mir mein Herz im sterben bebt, nicht grauen: Ach, zur rech: Sehr mich glauben: Jesus ten steh du mir1 Gib mir lebt mi do god, t muth und fraft zum fiege; 10. Jesus! ach bey deig Gib nicht zu, daß ich erliege: nem tode, Deinem blute; Denn ich glaub und traue bitt ich dich: Ach, verlaß mich dir: Jesus, Jesus! du bist nicht im tode! Ach, erbärm bieris adin him geldich über mich!! Hilf mir 74 Wen mir alles licht ver: froh und heilig sterben; Hilf schwindet, Nacht und ohne mir deinen hintmel erben, macht mich umgibt: Wenn Hilf mir; denn mein end dann nur mein herg empfins ist nah: Hilf mir! für mich) det, Daß mich Gott, mein starbst du jatore mot Heiland, liebt! Diefen troft Met. Christus der ist mein Leben laß mir nicht fehlen, Freund 557. Gott hab ich mich und Retter unsrer feelendig ergeben, und Deine lieb, das bitt' ich dich, fahr im frieden hin; Denn Tröst in meinem tode mich! Christus ist mein leben, Und 8. Mehr, als fein erschaff sterben mein gewinn. ner faffer Weißt du selbst, 2. Ich freu mich abzue was sterben ist; Denn du scheiden, Und bey dem Herrn hist am freuz erblaffet Auch zu seyn: Zu meines Heilands für mich, Jesus Christ! freuden Geh ich erlöfter einz Nun, du wirst auch mich be 3. Bald hab ich übers merfen, und mein herz im wunden Gefahr der fünd tode stärken. Spilft kein les und noth, Bergebung hab bender mir mehr, so hilf, ich funden; nnd felig ist Allmächtiger Laro no mein toddur had chim 9. Hilf mir mit dem todel 4. Wenn meine fraft ringens Schone meiner im vergehet, Diesung am gericht! Ja, jum leben werd gaumen flebt Das herz ich dringen, und dich sehn um gnadenflehet, Und von angesicht. Du hast mir langsam schläge und bebes Sterbelieder.d 495 5. Wenn meine augen reid) zu, Kommt her, bes brechen, Und wie zur dürren ladne berzen: Bey mir ist zeit Der birsch nach frischen für euch rub! Dieß wort bächen, zu Gott die feelelaus deinem munde, Herr, schreyt; sdopasdis dC. foll auch mich erfreun; Soll 6. Dann fiche meinen in der lezten funde Mir jammer, Herr, fieb mein geist und leben seyn! p elend an; Und öffne mir die 3. Mit dir muß es mir fammer, In der ich ruhen glücken, Den kampfzu übers fann. hiftehn. Da will ich nach dir 7. Gib mir ein stilles en: blicken, Da wird mein glaus de, Mein Vater, nimm von be schn, Wie um gericht für mir, In deine treue hände, jünder Du mit dem tode Den müden geift zu dir.rangst; Und wie du, Heller 8. Daß ich gefrönt mit winder, Allmächtig ihn bes freuden, Mit ronn und se swangstrip und muss ligkeit, Nach überstandnem 4. Weicht, ängstliche ge leiden Bey dir sey allezeit. danken! Wo ist dein stachel, 9. Dann fing ich mit der tod? Ich chrift darf nun menge, Die dichy im himmel nicht wanken In meiner to preist, Dir ewig lobgesän desnoth. Herr Jesu, wenn ge, Gott Bater, Sohn ich sterbe, Ist sterben mein und Geistling 01 gewinn. Ich bin des him: Mel. Balet will ich dir geben sc. mels erbe: Dein wort sagt, 558. Gern will ich mich daß ichs bin! moitol med simhin ergeben, Dich 5, Du schriebst ins buch zu verlaffen, welt! Ich geh des lebens Auch meinen zum bessern leben, Sobald namen ein. Dein blut es Gott gefällt. Was wärs, fann nicht vergebens Für das mich betrübte? Dort mich vergoffen seyn! Du schau ich ewig den, Den mei: sorgst, daß mir nichts ne feele, liebte. Gern will fehle, Was mir nur selig ich zu ihm gehn. ist. Dirtrauet meine 2. 3ur zeit der noth und seele, Der du die liebe schmerzen Ruft er uns liebe bistkamiss u dal du disl 496 Für befondere Umstände. 170 Mel. Herzliebster Jesu, wasic.lgenthum dir übergeben. Du 559. Mein Jesu, tommn wirst die meinen, die dir un mein sterben ist verborgen, Auch wohl vers vorhanden; Ich werde freyssorgen. 10 DE MA von dieses leibes banden. 7. Jch übergebe sie zu dei Wie soll ich aber wohl und nenhänden: Du wollest sünd felig sterben, Dein reich zu und noth von ihnen wenden! erben? 16 Du, Herr, wirst dieß, nach 21 Wie du, mein troft, deinem guten willen, Liebe am Freuze bist gestorben, Da reich erfüllen. du mir haft die feligkeit er: 8. Mein herz hat nun für worben: So faß mich nun sich nichts mehr auf erden! auf deinen tod abscheiden Zu Dein paradies laß mir zu deinen freuden. theile werden! In dieses 3. Das, was du noch am führe mich, solls seyn, noch freuze haft gesprochen, Eh heute, Zu deiner freude. dir dein berg auch für mich) 9. Ach Jesu! zeige mir ist gebrochen, Das will ich jezt deine güte; Erfüll mit dir, da mir mein Herz will trost und hoffnung mein ges brechen, Getroft nachspre müthé. Mein auge blickt chen, das nach jenem großen lohne An 4. Vergib, 6 Vater! de deinem theene. no nen, die mich haffen, Die ih 10. Zwar fünd und hölle ren haß mich gern empfin: fuchen mich zu quälen: Ich den laffen: Bergib du de zittre hier vor unruh meiner nen, die es nicht verstehen, feelen. Ich lebte nicht, wie Was sie begehen! Gottes fromme kinder: Ich war ein ſünder!! 5. Bergib auch mir, o Bater, alle sünde, Und was 11. Voll ren und demuth ich jest noch böses an mir will ich hoffnung faffen: finde! Bergib, wenn fleisch Mein Heiland! nein! du und blue mich wider wiffen fannst mich nicht verlassen. Von bir geriffen. Bon Gott verlaffen warst 6. Ich hab, o Jesu! feele, du unfertwegen Auch mir leib und leben zu deinchi eilzum segen, une mod Sterbefieder. sh 497 12. Ich dürfte, Herr, 2. Doch des christen tod nach dir; ich schrey und äch: Weiß von keiner noth. Hei: ze; Ich seufze nach dem him ter sind noch seine mienen, mel; ach! ich lechze Nach Engelwonne strahlt aus ih: dir: nach dir, mein Jesu, nen. Schön, wie abend: dürft' ich armer. Hilf, mein roth, Ist des christen tod. Erbarmer! 13. Jbn, den menschenfemd, 13. Ach, laß mich nicht Nent er seinen freund, Seis in meiner noth vergehen; nen wunsch und sein verlans Laß mich die fraft ron dei gen; Denn er trocknet von nem leiden sehen! Vermehden wangen Zähren, die man re glauben, hoffnung troft weint, Er, der menschens und freude, Bis ich ab: feind. scheide. 4. Freudig stirbt der chrift, 14. Es ist vollbracht! bald Der versöhnet ist. Jesus, endet sich mein jammer: der zu uns gekommen, Hat Mein müder Leib schläft dem tod die macht genom: fanft in seiner Fammer, Bis men, Die uns schrecklich ist. Jefus kommt: der gibt mir Freudig stirbt der christ. diefe glieder Einft schöner 5. Freude nach der noth Ist des christen tod; Hohe 15. Nimm meinen geist himmelvolle freude, Ew'ger an meinem lezten ende, friede nach dem leide, Und treuer Gott, in deine Bater: ein weg zu Gott Ist des chri: hände! Ich bleibe dein, ich sten tod. wieder. fierb in deinen namen. 6. Tod, erlöse mich! Denn Sprich, Jesu: amen! lich segne dich. Fallet nur, Met. Seelenbräutigam, Jesu. ihr morschen glieder, In den 560. Schrecklich ist der staub der gräber nieder! tod, Der dem Christen freuen sich. Tod, sünder droht! En verzweife erlöse mich! lungsvolles sterben, Ein ver: 7. Freunde, weinet nicht! finfen ins verderben, In Richter das geficht Nach des die tiefste noth, st des fün: himniels feel'gen höhen, Wo ders tod! fich freunde widersehen, 3.2 498 Für besondere Ulmstände. Dort in jenem licht. Freun: du mit mir, und warft mir de, weinet nicht! nah. 4. Tritt auch zu meinem 8. Seele, fliege auf! Denn mein lebenslauf 3 sterbebette; Sich meine noth mit mitleid an! Ver: vollendet, und ich werde Aufgenommen von der erde binde, lindere, errette! Nur Nach vollbrachtem lauf. du biste, der mir helfen kann. Beschüze den, der an dich Seele, fliege auf! 19 glaubt, Daß nichts ihm Mel. Wer weiß, wie nahe mir ze feine frone raubt. 10 ins/ bhasrah 5. Komm, Heiland, treib 561. h werfe mich in deine hände; die furcht zurücke, Besiege Ach, treuer Vater halt meinen lezten feind: Lent mich fest! Verlaß den nicht auch im sterben meine blicke, an feinem ende, Der ewig Auf dein verdienst, o See fich auf dich verläßt. Du lenfreund! Sprich mir trost, Mach bist mein Gott von jugend much und freude zu, auf: Beschließ auch meir ende, bringe mich zur ruh. 6. Jhr todten güter dic nen lebenslauf! 2. Du hast nach deiner fer erben, Ihr machet mir den tod nicht schwer. 3 Batergüte, Beständig wohl rücklich werde felig werden an mir gethan. Erhör auch Dann acht' und brauch ic meine leste bitte: Gott, euch nicht mehr. Wer ei nimm mich dort zu ehren nen himmel erben kann, Der an. Uch Bater! ach, noch sieht die erde nicht mehr Eins ist noth: Ein guter an. fchluß, ein fel'ger tod. 7. Ich übergebe dir di 3. Du hast mich immer meinen, Du Vater der fort geliebet, Versorgt, ae barmherzigkeit! Laß ihne ftärkt, geschüzt, regiert, Mit stets dein troftlicht scheinen freud erquickt, mit freuz ge Und bleib ihr Gott zu alle übet, Oft wunderlich, stets zeit. Behüte sie vor unge wohl, geführt. Wohin ich mach, Und bringe sie mit ging, wohin ich fah, Gingfilfelig nach! Sterbelieder. 499 Der Fromme. Ifie; Und seiner Freue wegen, Erfüllt Gott seine segen, Mel. In allen meinen Thaten: c Und weicher auch von dies 562. Wie fanft fehn wir fen nie. den frommen, adria sterbende. 6 Die Engel steigen nie: Nun bald der erd entnom der, Boll froher jubellieder, men, Sich seinem ziele Die seele zu empfahn. Er nah'n! Wo sich des lebens stimmt in ihre ehöre Unbe: freuden Bom frechen fünder tung, preis und ehre, Dem scheiden, Da gehn des chri: Mittler, seinem Heiland, an. sten freuden an. 7. Gott! laß mich ernst: 2. Er freut sich auf einlich streben, So in der welt Gre freut ende, Und hebt voll dank die zu leben, Wie man dieß glück hände Zu seinem Vater auf. erwirbt: Damit ich, als ein Gefichert vor verderben, erbe Der seligkeit, auch Kann er nun frölich sterben, sterbe So freudig, wie ein Nach einem wohl vollbrach: frommer stirbt. ten lauf. 14 3. Sein ruhiges gewiffen Sterblied eines Frommen. Bebt nicht vor finsterniffen Mel. Wer weiß, wie nahe wir ic. Der bahn, die er nicht kennt. 563. Ich will dich noch Die schreckensvollen pfade im tod erheben, Erleuchtet ihm die gnade Selbst nah am grabe preif Des Gottes, den er Vater ich dich. Zum segen gabst du mir mein leben; Nimmst nennt. 4. Kein angstgeschrey miten es mir, du fegnest mich. thränen, Kein unruhvelles Mein Gott! im leben war stöhnen, Quält sein gelaß: ich dein; Dein will ich auch nes herz. Es ist zu Gott er im tode seyn. hoben. Empfangt den troft 2. Gott! welche feierliche von oben, Und fried und stunden, Wenn du mich nun freude in dem ichmerz. der erd entzichft; Auf mich, 5. Er segnet froh die sei den du getreu befunden, Mit nen, Die um sein lager weis schonender erbarmung siehst! nen, Er mahnt und tröstet Allmächtiger, in dein gericht 500 Für besondere Umstände. Gehst du mit mir erlöstem zeigt, Wenn nun dem aug nicht. die erd entweicht 3. Der leib wird schwach; 7. Ich will dich noch im die irdne hütte, In der tod erheben, Selbst nah am mein geist hier wohnt, zer: grabe preif ich dich. Denn fällt. Schon gehen meine ewig werd ich vor dir leben, müden schritte Den weg zu Vor dir erfreu ich ewig Gott, aus dieser welt. Ich mich. O tod o sterben, bin getroft, und zage nicht: mein gewinn! Wohl mir, Denn Gott ist selbst mein daß ich erlöset bin! heil und licht. Mel. Von Gott will ich nicht e. 4. Wie sollt ich vor dem 564. Der leite meiner tode beben, Da du, mein tage Ift mir Heiland, für mich starbst! vielleicht nicht fern! D, dann Er ist durch dich der weg wird meine flage Ein lobs zum leben, Das du am gesang dem Herrn! Volls Freuze mir erwarbst. Wie bracht ist dann mein lauf: du ihn sahst, will ich ihn Ich trete zu dem throne, sehn; Wie du, so werd ich lind Gott fezt mir die frone auferstehn! Der überwinder auf. 5. Laß qual und leid mich 2. Für seines reiches erben noch umringen, Laß mir Hat Jefus mich erklärt: die lezten schrecken dräun! Was fürcht ich mich zu ster: Du Herr halfft mir die welt ben, Wie er mich sterben bezwingen, Mit dir darf ich lehrt! Mir ist der tod ge: den tod nicht scheu'n. So winn! Daß ich unsterblich nah dem lohn, den Gott werde, Entschwing ich mich verspricht, So nah am der erde, Jch, der ich erde bin. ziele, fint' ich nicht! 3. Nicht mich, nur meine 6. Du wacheft über meine bürde, Verschließt die finstre feele, Wenn ihre stärke fich gruft. Mich hebt zu höh'rer verliert; Gibst deinem En würde Mein Bater, der mich gel schon befehle, Der sie zu ruft. Er ruft mich durch deinen freuden führt, Und den tod: Der reißt die fün ihr von fern den himmel denglieder, Den trägen leib, Sterbelieder: 501 darnieder, Mich selbst führtlich erlöst und selig bin. Ers er zu Gott. hehört ist mein gebet; Gott 4.Jch, der gefahr entron: gibt, was ich erfleht: Ich Geh aus dem kampf soll feben Die feligkeit, Die hervor. Hoch über alle son nach der zeit Uns aufbehält nen Hebt Jesus mich em: die ewigkeit. por. Da tret' ich in die reih'n 2. Jene lust vollendter Der, Engel, meiner brüder: frommen Hat nie ein mens In ihre hohen lieder Stimsschenobr vernommen; Kein ich, felbst engel, ein. auge hat sie je gesehn. Kein 5. Die leiber seiner from verstand kann ſie ergründen, men Sind saat von Gott Kein trdisch herz fann fie gefät: Die frohe geit wird empfinden; Kein sterblicher fommen, Da reif die erndte fann sie verstehn. O tag! steht. Der neue schöpfungs ich segne dich, Der du zum tag Wird dann ein neues Engel mich Wirst verklären. leben Auch meinem staube Ich sterb dem Herrn, Und geben, Der tief im tode lag. bin nicht fern, Bon diesem 6. Drum geh ich, ohne grofen ziel nicht fern. fummer, Des todes dunkle 3. Herr! ich sterb' auf dei: bahn. Mir bricht nach fur nen namen: Komm, tag zem schlummer Ein ew'ger des todes! amen, amen. morgen an. Heil mir! er ist Halleluja! Halleluja! So nicht fern, Der lezte meiner wie müde wandrer pflegen, tage! Er fommt; und meine Seb meiner heimath ich ents flage Wird lobgesang dem gegen, Und freu mich; denn Herrn! ich bin ihr nah. Ich leb, ich Mel. Wachet auf, ruft uns die. ic sterbe dir; Im todeskampf 565. Send gesegnet, lezbilf mir, O mein Heiland te stunden! Im Komm morgen, heut, Kom glauben hab ich überwun ewigkeit! Herr Jesu, fomm! den, Als sieger zieh ich frö: ich bin bereit. 1905! lich hin; Gott zu sehaun mit 4. Mit dem heiligsten ent: neuer klarbeit; Erfüllt zu zücken Laß. Gott! mich deine fehn die grose wahrheit, Daß stadt erblicken; Mein glaube 9210 502 Für besondere Umstände. sieht von fern sie schon. Hier] 7. Stammelnd hier mit am vorbereitungsorte Ver: schwachen zungen Sey dir, trau ich, Vater! deinem Herr, lob und dank gefun: worte, Und dort empfang aen! Und wenn einst diese ich deinen lohn. Der Herrshütte fällt, Wo ich, wie im verläßt mich nicht: Er füllt ferfer, wohne, Dort, o mein mit zuversicht Meine seele; Gott, vor deinem throne, Und macht sie frey, Bon In deiner neuen beffern nöthen frey, Und von der welt, Sing ich vollkomms funde fflaverey! ner dir. Hinauf, hinauf bilf 5. Laß vergebung mich mir! Laß im sterben Ge: von fünden Und fräfte jener troft mich seyn, Des him: welt empfinden; Mein fanf mele freu'n, Und sanft und tes ende preise Gott: Da selig schlummern ein! mit die, so um mich stehen, Und mich mit freuden ster: Fürbitte für einen ben sehen, Auch froh erwar: Sterbenden. ten ihren tot. Durch sein Mel. Sollt es gleich bisweilen 10. versöhnungsblut Errourb 566. Barer aller men mir troft und muthy Jefus schenkinder! Christus. Mich tröstet dies! Jefus, Heiland aller fünder! Ich bin geris: Er führt Jesus, der uns helfen kann, mich aus der finsternis. Höre unfre fürbitt' an! 6. Den du mir im pilger: 2. Ach, mit göttlichem leben Zu meinem schußgeist erbarmen Komm zu hülfe mitgegeben, Der treulich dieser armen Hülfentblöß: mich geleitet hat; Er, den ichlten freatur! Liebe bist du! erst fennen lerne, Wenn ich liebe nur! vom Leibe mich entferne, 3. Laß sie nicht in angst Führt dort mich ein in Got verfinken! Jesus, du! du tes ftadt. Ich find' an fedarfft nur winken. Was ner hand Die fo ich hier ge du willst, das muß ges fannt. Halleluja; Um mich schehn: Laß fie nicht in ist licht; Und in dem licht noth vergehn! Seb Jesum ich von angesicht 4 Heiland! Heiland ist Sterbeliedertibg 503 dein namen: In der sthwa: mels freuden. Du, der hele hen feele namen, Die nicht fen will und fann, Nimm laut mehr flehen kann, Fle( dich dieser seele an! ben wir dich, Heiland, an. 11. Ach, dein blut, das du 5. Sen mit deiner trövergoffen, Ist ja auch für fie stung nahe! Was kein aug gefloffen. Diese seele fennest auferden sahe, Laß sie sehn in du: Sprich ihr trost und deinem licht! Gib ihr muth freude zu! und zuversicht. 12. Keine feele fannst du 6. Laß fie bald dein heilshaffen, Keine kannst du je empfinden! Tod und schmer:( verlaffen, Für die du gere zen überwinden; Glauben, storben bist, Treuster Heiwas dein wort verheist, land, Jesus Christ! Hilf ihr, Gott, durch deis 13. Eil', um deines tos des willen, Unfer feufzen zu shule yung data 7. Laß fie deinen frieden erfüllen: Ad), erlös, wir bits schmecken; Laß den tod sielten dich, Diese feele ewig: nicht erschrecken! Quält fie lich! de unerkannter schmerz, So gib ruhe in das herz. nen Geist! 14. Ach, im lezten aus genblicke, Tröste, Vater, 8. Reinige fie ganz von und erquicke Den im fam: fünden; Laß fie gnade vor pfe müden geist, Wie uns dir finden! Der du sie ver: Jesus Christ verheist! föhnet hast, Nimm von ihr 15. Laß uns doch nicht die schwere last! 21th todo un citi länger weinen; Laß uns 9. Nimm an ibres lebens deine hülf erscheinen! Ohn: ende, Nimm sie aufin deine macht sind wir, Allmacht hände! Führe sie mit dei du: Hilf dem sterbenden ner macht Durch des todes zur ruh! bit immed dunkle nacht! 16. Hilf ihm, mit dem 10. Führe fie aus ihrem tode ringen, und vom tod leiden Bald zu deines hin zum leben bringen! Jefus 504 Für. befondere Umstände. Christus! nimm noch heut gnad verhehlen; Und Gott Ihn in deine herrlich ist gröfer, als dein herz. feit! Ach, mehr, als du verstehst, 17. Jefus, Heiland, Und weinend von ihm flebst, Freund, Erretter, Mittler, Wird er geben! Er hats gnädigster Vertreter! vollbracht! die dunkle nacht Amen, amen! du bist hier! Der fünde und des tods ents Ewig, ewig preis sey dir! flieht. Ginsegnung eines Sterbenden. $ 1 3. Welcher glanz wird dich umfangen, Ist dir der tag nun aufgegangen, Des Mel. Wachet auf, ruft uns die nacht! Sen gelegnet! amen, lebens tag nach todes: 567. Gott sey mit dir amen. Entschlaf in Jefu amen! amen. Christi namen! Er starb für ic. Entschlaf in jenem großen dich, und hats vollbracht. Er namen, Den erd und him macht dich ganz allein, Und mel tief verehrt! Deine Deine ganz von fünden rein! Und laufbahn, bat, ihr dende ou fündigft Nun bald nicht Dein Schöpfer nimmt in mehr: Der brüder heer, feine hände Die feel auf, die Der Engel heer, nimmt ihm angehört. Hör, o er: dich nun auf. löster geist, Der bald am 4. Nimm den lezten troft thron ihn preist: Jefus und segen: Du eilest zwar Christus Har dich versöhnt! dem grab entgegen, Doch Bon ihm gefrönt, Em pfängst du nun des bens lohn. gittre deine seele nicht! Zwar glaufwir gehen hin, und säen Dich en lirdisch aus, doch auferstehen 2. Will die fünde dich Sollst du mit jenes tages noch quälen Und dir des licht. Geh ein zu deiner ruh! Mittlers gnad verhehlen, Der Herr schließt nach dir Verdammt dich gar dein zu. Auferstehen, Nach kurs zaghaft herz: Lang wird sie zer ruh, Du tedter du, dich nicht mehr quälen, wirst du zum leben auf Nicht mehr des Mittlerslerstehund le lack widish Bey Sterbfällen. 505 Kind Bey SterbfäIIe nepost) Christliche Trauer um Den zu freyen lauf. Denn s Freunde. all unser sehnen, Und ein Mel. Jefu, meine Freude 2. strom von thränen Weckt 568. Gott hat mich ber den freund nicht auf. Die trüvet! Freund, ihr flagt, Seyd unverzagt! den ich geliebet, Ach, du bist Gottes welt ist nicht verdor: nicht mehr! Tiefe stille trau: ben, Wenn ein freund ge: er, Bange todesschauer, storben. 1918 Herrschen um mich her; Und 5. Christen, welche hof: der schmerz Zerreißt mein fen, Sehn den himmel offen, herz. Ich bin menfch: bier Wo ihr tröster ist: Der die muß ich flagen, Doch, als thränen stillet, Erd und him: christ, nicht zagen. mel füllet, Rein geschöpfvers 2. Heidnisches getümmel gist. Und der freund, Den Jammert laut gen himmel, fie beweint, Wenn er selig Und betäubt das ohr. Ab: jabgeschieden, Ruhet dort in gehärmte, mienen, Todes frieden. angst in ihnen, Blicken da 6. Christen dürfen weinen hervor. Ohne Gott, läßt über den gebeinen, Die das uns der tod nichts, als grab verschließt; Doch nur fummer, furcht und grauen, eine zähre, Die dem freund Ben den gräbern schauen. zur ehre, Und nicht immer, 3. Zwar der freund: fließt. Denn ihr blick fchaft zähren Können nicht Sieht nach dem glück, entehren Menschliche natur. Das der Menschenfreund Doch am tag der leiden dort oben Uns hat aufges Heulen nur die heiden; hoben. alsot S1921 Christen weinen nur; 7. Durch des Lebens wüs Sind nicht blind, Wiesten Wandern fromme chris heiden sind, Die, wenn sten Hin nach Kanaan. Und fie den freund begraben, auf diesen wegen Ging, zu Keine hoffnung haben.seinem fegen, Unser freund 4. Wahre christen weh voran. Seele, du Wirst auch ren Ungetümmen zähren zur ruh In das land des. 1 506 Für besondere Umstände. friedens gehen, und den mitleid, wenn ich leide! Mir bruder sehen! fehlt, mir fehlt die treue 8. Brüder treffen dorten hand Um rreg ins begre va: An des himmelspforten Jh terland, Mir fehlt des le: 7000 800 re brüder an: Und ein Dabens freude! vid fennet, Ewig ungetren 3. O Jesus! ach, dein net, Seinen Jonathan. Els liebreich herz Kennt selbst tern gehn In jenen höhnlder freundschaft edlen Frommen findern an der schmerz, Den ich zu tragen feite. Mit vereinter freude. habe. Du selbst haft auch als 9. Es gescheh dein wille, freund geliebt, Dein zärt: Bater! seufz'ich stille Unter| lich herz war auch betrübt meinem flor. Meine augen Bey deines freundes gra: amge; Hain schauen Glaubend, voll ver: be. trauen, Zu dem Herrn ems por. Träufle du Geduld und auch noch so gros; Mein ruh, Gleich dem thau in freund ruht nun in Gottes dürre wüsten, Jn das Herz schoos: Vor Gott will ich des christen! 4. Doch sey mein schmerz 804 ct als mich beugen. Ofeliger, genieß dein glück! Ich Bey dem Verlust eines wünsche dich nicht mehr frommen Freundes. zurück: Geduldig will ich Mel. Kommt her zu mir, spricht. schweigen. 569. Ah, hier nicht 5. Der leichnam ruht im mehr! ach, fern stillen grab: Gott nahm von mir Bist du: ich feh ihm feine schmerzen ab, Und nichts mehr von dir, Oliebe alle last der leiden. Empors treue seele! Entflohn aus geflogen ist der geist Zu Gott, meinen armen weit, Aus der aller Vater heißt, Zu unferm thal der sterblich seines Heilands freuden. feit, Entflohn bist du, o 6. O trost, o hoher troft feele! für mich! Betrübtes berz, 2. Der freundschaft lab: ermuntre dich, und stille fal ist dahin; Dein troft, deine Flagen! Erlöst von wenn ich verlaffen bin, Dein ihres léibes joch, Sebt die ges Ben Sterbfällen. 507 liebte feele noch: Sollt ich felbeit, Und stärk mich, wenn dann trostlos zagen? ich wante: Befiege jede leis 7. Nein! stille will ich denschaft; Erfülle mich mit Gott vertrau'n, Auf seine muth und fraft, Du himm: gute führung schau'n, Und lifcher gedanke! gehn auf Gottes wegen. Lied eines Vaters beym Einst schwingt mein geist Tode seiner Kinder. fich auch empor; Ich finde, mel. O Ewigkeit du Donnerw. was ich hier verlor: Mein 570. Für deinen himmel freund fliegt mir entgegen. ichufft du fie, Und 8. Du, feliger, wirst mir entriffest du sie früh, vor mir stehn, Dich werd Die pflanzen meiner ehe. ich frölich wiedersehn. Wie blutet mein verwuns freudenvolle stunde! Ich det herz, Wie kämpf ich fliege deinen armen zu, Un rider meinen schmerz! Ich sterblich ich, unsterblich du, seufze, weine, flehe. Ach, Bum neuen freundschafts: stärke mich, mein Herr und bunde. Gott! Sonst sink ich unter ATHEN 9. Dann schau und bet' dieser noth. ich an mit dir; Ein herz 2. Ach, meine finder find und feele, fingen wir Vom nicht mehr! Mein armes nuzen unsrer leiden, Und berz ist freudenleer, Und von des glaubens grofem hoffnungslos mein leben. lohn; Wir danken Gott, Jch sah sie, wie den frühling, und schmecken schon Des blühn; Dir, dir hofft ich sie himmels hobe freuden. zu erziehn, Gott, der sie mir 10. Ja, ja! die stundelgegeben! Mein alter sollten fommt heran, Wo meinen sie erfreu'n, Einst zeugen Gott ich schauen fann Mit meines todes seyn. 1971 dir, geltebte feele! Wo ich mit 3. Du aber forachft: fie dir werd auferstehn, Mit find mir schon Eriogen; gib dir durch alle himmel gehn sie mir, mein sohn! Hoch will Berklärte fromme feele! ich fie erhöhen. Sie werden 11. Gedanke der unsterb: nicht dein alter freu'n, Nicht lichkeit! Erheitre jede dundeines todes zeugen seyn; 508 Für besondere Umstände. Du sollst fie sterben sehen. Bey der Leiche eines Kindes mand Dein will, o Herr, mein $ 1951 Gott, geschah! Ich war es, Mel. Ach wie wichtig, ach wie sc. der sie sterben fah. 571.Freund der bergen! Sieh die schmer: 4. Herr! ich verehre dein acbot. Laß mich nur meiner zen Tiefgebeugter seelen. finder tod, guter Gott, Gott, laß deinen treft ers beweinen! Du, der du aller scheinen! Schau erbarmend, Bater bist, Und fühleft, wie die deinen Ueber ihre was ein vater ist, Laß mich todten weinen. nun gehn und weinen! Ber: 2. Thränen fliessen, Weil zeih den trieben der natur: wir müssen Zweige dorren Nicht murren, flagen will sehen, Die, wie jugendliche ich nur! rosen, Von dem morgenthau 5. Auch meine thränen begoffen, Aus dem garten preisen dich. Sie sind die Gottes sproffen. zeugen, Gott, daß ich Die 3. Eltern stehen Stumm, liebte, die du liebest; Und und sehen Auf die kleine lei: nun im lichte deincs throns che. Ihre hoffnung ist zer: Selbst in erkenntnis deines schlagen; Und die lust von Sohns, In aller tugend fünft'gen tagen Sehn sie übest. Bisher vertrautest nun zu grabe tragen. du sie mir! Herr, meine feuffer danken dir. 4. So verwelten Dann die nelfen Noch in ihrer Enos 6. Mit thränen preis ich spe! Blumen, die so herrlich dich auch einst, Wann du stehen, Müffen, wann die aum weltgericht erscheinst: winde mehen, Kaum halb: Ach, dann mit freudenthrä: aufgeblüht vergehen! nen! Dann werd ich meine 5. Doch nur stille! Got: finder fehn, Mit ihnen auf tes wille Ist allein der beste. dem staube stehn, Mich Der die finder uns gegeben, nicht mehr trofilos sehnen. Hat die macht, zu jenem les Ich werd' ihr vater wieder ben Diese finder zu erheben. fenn Und ewig mich mit 6. Seelen werden hier ihnen freu'n. lauferden Größtentheils vera Ben Begräbniffen. 0509 giftet. Drum nimmt Gott, pforten Seines Himmels nach seinem willen, Unfre wrinket Jefus winkt mit finder hin im stillen, Sei: holden mienen, Und zu leh: nen himmel auszufüllen. rern gibt er ihnen Engel, 7. Weint gelinder Um die dem Vater dienen. die finder, Eltern! hemmt 9. Nun, wir schweigen, die zähren. Kann es ihren Und wir beugen Vor dem fleinen feelen Wohl an der Herrn uns nieder. Wann erziehung fehlen Da, weldie erde wird vergehen, feine zweifel quälen? Werden wir in jenen höhen 8. Sehet! dorten An den Unfre todten wiedersehen. 15714 5510201 10 000 Bey Begräbnissen. Mel. Nun feßt uns denleib begr.[ wandelt'er im dunkeln thal; 572. Legrabt den leib Nun ist er frey von schmerz in feine gruft, und qual. schimm Bis ihn des Richters stim: 5. Blieb er Gott treu me ruft! Wir faen ihn; bis an sein grab; So wischt cinst blüht er auf, Und steigt Gott ihm die thränen ab. verklärt zu Gott hinauf. Was sind die leiden dieser - 2. Aus staube schuf den zeit, Gott, gegen deine herr: nadbilvind Teib der Herr: Er war schon lichkeit! staub, und wirds nur mehr. 6. Nun, du erlöster, Er liegt, er schläft, verwest, schlaf in ruh! Wir gehn erwacht Dereinst aus dieser nach unsern hütten zu, Und todes: nacht. machen zu der ewigkeit 3. Des frommen feele Mit freud und zittern uns lebt ben Gott, Der sie aus bereit. aller ihrer noth, Aus aller ihrer misfethat Durch seinen Sohn erlöset hat. 7. Herr Jefu, dein ver: öhnungstod Stärf uns in unfrer lezten noth! Laß uns 4. Hier hat ihn trübsal im glauben treu und rein, oft gedrückt; nun wird er Und selbst im tode freudig dort bey Gott erquickt. Hier seyn! +510 Für besondere Umstände. Mel. DieSeeleChristi, heil'ge: c. der Heiland ruft, Und alles, 573. So gib dann, was der tod zerstört, Aufs Susu Glf fromme Chri neu belebet und verklärt. Stenschaar! Der erde das, 8. Erinnre uns zu aller mas erdewar. Berschaffdem zeit, O Gott, an tod und müden hier im sand Die rusjewigkeit; Damit wir dei: be, die er, fonst nicht fand. nen wink verstehn, Und freu: 2. O ruhe, wunsch des dig dir entgegen gehn! 1514 dürftigen! Du lezter trost mel. Nun laßtuns den Leib begr. des weinenden! Wo aller 574. Nun bringen wir gram vergeffen ist, lind feine den leib gur ruh, thräne weiter fließt. Und decken ihn mit erde zu; 3. Hier endigt fich des pla: Den leib, der nach des Schös gers truz, Hier findet der be: pfers schluß, Zu staub und drängte schuz; Hier wird in erde werden muß füffem schlaf erquickt Den 2. Er bleibt nicht immer manche hiz und last gedrückt. asch und staub, Nicht immer 4. Hier weicht die hohen der verwesung raub: Er mit dem glück; Der bloselwird, wenn Christus einst mensch bleibt nur zurück erscheint, Mit seiner feele Ein farg nur und ein leichens neu vereint. fleid Sind dann die ganze 3. Hier, menfch! hier ler: herrlichkeit! bine, was du bist, Wie efend 5. Hier hört der fampf unser leben ist! Nach sorge, des christen auf; Bollendet furcht, und mancher noth ift fein heijfer lauf: Die feel Kommt endlich noch zulegt cilt in ihr vaterland, Und ist der, tod. beglückt in Gottes hand. 4. Schnell schwindet unse 6. Gebracht zur schaar der re lebenszeit; Aufs sterben fiegenden, Und zuder Engel folgt die einigkeit: Wie wir taufenden, Schaut solche die zeit hier angewandt, So Gott nun, wie er ist, Und ih folgt der lohn aus Gottes ren Heiland, Jesum Christ. hand. 7. Nimm den gezahlten 5. So währen reichthum, Staub, o gruft! Bis über ihmlehr und glück, Wie wir Beschlußlied. +511 felbft, einen augenblick: So bereu'n, Vor unserm Gott währt auch freuz und traus uns findlich scheu'n! Wir rigkeit, Wie unser leben, sind bier immer in gefahr: turze zeit! Nehm jeder seiner feele 6. Mensch! tod und Rich: wahr! ter nahen sich. Es schallet 9. Wenn unser lauf voll: hier die stimm an dich: In endet ist, So ley uns nah, allem, was du denkst und Herr Jesu Christ! Mach uns thust, Bedenke, daß du ster: das sterben zum gervinn: ben must. Beuch unsre feelen zu dir 7. Hier, wo wir bey den hin.mas del gräbern stehn, Soll das ge: 10. Und wenn du einst, bet zum Vater gehn: Meino Lebensfürst, Die gräber Gott, ich bitt durch Christmächtig öffnen wirst, Dann blut, Machs einst mit mei: laß uns fröhlich auferstehn, nem ende gut! Und freudig dir entgegen 8. Laßt alle fünden uns gehn! and Zum Beschluß des Gesangbuchs.** An Gott den Ewigen. Mel. Sey Lob und Ehr dem ze. Durch deine macht bercitet: 575. Unendlicher! den Noch war kein land, noch memes feine zeit Um: floß kein meer An höher ber: fchließt mit ihren schranken: ge gründen her: Du aber Bey'm anblick deiner ewig warst schon ewig in int feit Vergeh'n mir die ge 3 Von ewigkeit her fas danken. Ich finne nach be: hest du Die fünft'ge welt mundrungsvoll: Und weiß entstehen; lind masseft ihre nicht, wie ichs faffen soll: zeit ihr zu, Und sabst sie un Du bist und bleibest ewig tergehen. Vom Engel bis 2. Noch ward von feiner zum wurm berab, Wogstjes sonne licht Durch ihre welt dem du sein schicksal ab, Und verbreitet: Die himmelnanntest sie mit namen. jauchzten dir noch nicht, 4. Längst steht nun deine 1512 An Gott, den Ewigen. fd; opfung da, Von die bis auch nur kurze zeit: Am her erhalten. Bald ist sie erndtetag der ewigkeit Wirst ihrem ende nah; Sie eilet du es auferwecken. zu veralten: Denn ihrer 8. Ob alles um mich her jahre werden viel; Und du vergeht, Soll ich nicht mit bestimmtest ihr ein ziel, Mit vergehen: Bor deinem weisheit und mit güte. thron, der ewig steht, Soll 35. Kaum eike stund ist es ich, gleich ewig, stehen. Du von dir Vom anfang bislaibst an allem deinem heil zum ende: Kaum augen: Einst deinen auserwählten blicke leben wir, Wir, werkeltheil: Auch mir, auch mir deiner hände. Nie nehmen mit ihnen! deine jahre zu: In aller 9. Bald fallen erd' und ewigkeit wirst du Derselbe himmel hin An deinem seyn und bleiben. weltgerichte: Dann dank 6. Ja! du bist ewig, stirlich s dir, daß ich noch bin best nie, Bleibst erig meiner Und wohn' in deinem lich: feele Der fels, den sterbend te. Dann werd ich ewig, ich für sie zur sichern zu ewig seyn, Mich ewig deiner flucht wähle. Denn deine gnade freu'n, Und meiner gnad und wahrheit ist So felig feiten. ewig, als du selber bist. 10. Der seligen unsterb: Wohl mir, daß ich dir lichkeit, Die du mir dort traue! willst schenken, Laß mich in da 7. Mein leib ist sterblich; diefer turzen zeit, O Gott, nicht mein geist! Den will mit ernst gedenken! Sie fey ich dir vertrauen: Dein mein trost, mein höchstes theures wahres wort vers gut; Sie stärke mich mit heist, Er soll dein antly fraft und muth, Gerecht schauen. Mein fleisch ruht vor dir zu leben! ubi suribt binn atunton mbus 001 302#pe ay sin thid tule $ 100 154 MG 6143 asinsded pas hapi dinle is the sole do 316 1907 S Sul 1 Register. ans und Se SOC en/ JOL OZA ( Die Ziffer zeigt die Nummer des Lieds an.) things spel sind Tu sunt non was 1605 100 Eau Thd vide Abermal ein Jahr verflossen menst our coup 10470 Ach, abermal bin ich gefallen Ach Gott und Herr, wie Ach Gott, wie manches schwere Leid din 569 327 " Ach hier nicht mehr! ach fern von Ach höchster Gott, verleihe mir Ach Vater, Vater, höre pind ginides d 1392 Ach, wann werd ich von der Sünde Ach, wie ist der Menschen Liebe Ach wird dann dein Erlöster nie Allein Gott in der Höh sey Ehre 296 363 80 139 Alle Menschen müssen sterben ghọc) thn dan# 256 Allen Christen und auch mir Allen, welche nicht vergeben bei 1441 Dom 451 Allgegenwärtiger! ich bin dui moodlum 24 Allmächtiger! ich Staub, ich Sünder do 286 Allmächtig grofer Gott on med ang 45 Alwissender vollkommner Geists) 4:19 side Also hat Gott die Welt geliebt mis al countd Am Kreuz erblaßt, von seiner bis an d 1 146 Am Kreuzesstamm, so wie ein Lammad Anbetungswürd'ger Gott 16 Auch diesen Tag hab ich vollbracht 2 521 Auch dieser Tag ist wieder hinand in 523 Auf Christi Himmelfahrt allein # 167 601196) SEE at an! 33 420 287 376 74 19 93 147 Register. Auf dich allein, Herr Jesu Chrift Auf dich, Gott der Güte Auf diesen Tag bedenken wir Auf Gott, und nicht auf meinen Rath Auf meinen lieben Gott meine Seel! Auf, Mensch! mach dich bereit Auf, o Seele! werde munter Aus dunkler Tiefe, Herr Aus freudigem Gemüthe Aus ganzem Herzen lieb ich dich als e Aus meines Herzens Grunde B. Befiehl du deine Wege Begrabt den Leib in seine Gruft Bis hieher half uns Gott, der Herr Bringt Preiß und Ruhm dem Heiland 58 572 468 2 the Inty 157 thi ng larisda, bis 279 339 G# 216) 56 Christus ist erstanden sisar sochnant si ate 149 C. 293 366 166 357 360 403 268 509 291 459 sd( 11000) as 358 Dank und Anbetung bringen wir 19380 846 Das Grab ist leer, und Gottes Sohtta 162 Deines Gottes freu dich die 5 1 3 345 Dein Heiland lebt, o Christenheited and d 456 Dein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen Dein sind wir, Gott, in Ewigkeit Dein Wille, bester Schöpfer, ist und Dein Wille ists, o Gott, ich foll Demuthsvoll komm ich zu dir Den Rathschluß deiner Gutes Der du das Leben mir gegeben Der du die Liebe selber bist er od Der du mich als ein Vater liebst Der du uns als Vater liebest hod Der du uns das Heil errungen Der du Verstand und Tugend schenkst Der Herr hat alles wohl gemacht Der Herr ist Gott, und feiner mehr Der lezte meiner Tage elled 339 498 chopy 253 hat 549 414 7 119 72070203 slen old99 1 mata Hin 440 24 312 189 106 423 160 15 564 Register.* di mid Der Morgen kommt, und meine Klage Der Sonne Glut hat wieder Der Tag ist hin; bleib bey mir Der Tag ist wieder hin; und diesen Der Thron der Weltbeherrscher ist Der Tugend Beyspiel gabst du mir Der Wollust Reiz zu widerstreben Dich Jesum laß ich ewig nicht: Dich seh ich wieder, Morgenlicht Die auf der Erde wallen Die Bahn ist rauh, auf der ich hier Die Feinde deines Kreuzes broh'n Die hier vor deinem Antliz stehn Dies ist der Tag, den Gott gemacht Dies ist der Tag, zum Segen eingen. Dies sind die heil'ge zeh'n Gebot Die Zunge, die vernehmlich spricht Dir dank ich für mein Leben Dir empfehl ich meine Kinder Dir, Gott, dir will ich fröhlich fingen Dir, groser Herrscher, Jesu Christ Dir sing ich Lob, Herr Zebaoth Dir, unser Gott, ist niemand gleich Dir, Vater, dankt mein Herz und Dir versöhnt in deinem Sohne Dreyeinigkeit, der Gottheit Du, aller Menschen Gott und Herr Du, aller Menschen Vater Du bester Trost der Armen Du bists, dem Ehr und Ruhm gebührt Du, der Menschen Heil und Leben Du, Gott, du bist der Herr der Zeit Du Herr der Seraphinen Du Herr haft aus Barmherzigkeit Du Herr und Vater meiner Tage Du flagst in schweren Leiden Du flagst, und fühlest die Beschwerden Dit liebst, o Gott, Gerechtigkeit Durch viele grose Plagen Du sagst: ich bin ein Christ Du Vater deiner Menschenkinder Du weiser Schöpfer aller Dinge 503 483 510 517 455 116 424 308 491 252 373 237 531 98 10 198 427 478 458 398 113 55 70 180 384 42 356 446 545 397 427 472 53 221 438 368 351 444 464 317 341. 21 Registers 275 id nid inno i 80 369 i p101 123 did NOT ad 543 418 Ein Fremdling bin ich in der Welt ind Ein Herz, o Gott, in Leid und Ein Kind, dem feines jemals glich die Ein Lamm geht hin, und trägt die Ein Mensch, ein Fürst, ein ganzes Land Ein ruhiges Gewissen laß, Herre Rabou in an in Ein starter Schuz ist unser Gott el 35 Einst selig dort zu werden, bi, 5434 Entfernet euchy, unsel'ge Spotterlot 2019 a 1245 Erbarm dich, Herr! du kennst mein du indt 190 899630429 Erfülle, Herr, doch selbst mein Herz Erhalt uns, Herr, bey deinem Worthind 200 Erhebe, Christ, dein Herz und Sinn 1802 and 1 Erhebt den Herrn, ihr Frommen Erhöhter Jesu, Gottes Sohn Erinnre dich, mein Geist, erfreut Er fommt! er kommt zum Weltgericht 234 173 803 94 89 tip std da 271 aid 152 273 in Id 155 ઠા નોડલ 319 0 Er lebt, o Freudenwort! er lebt Erleucht mich, Herr, mein Licht Ermuntre dich, mein Geist, du must bring more 496 doti 141 Erniedrigt hatte sich bereits Erwache frölich, mein Gemüthe 480 19m finding Es donnert, Mensch! wer donnert 528 Eseilt der lezte von den Tagen 400279 kaniső si indon 435 nadno 1944 Es ist noch eine Ruh vorhanden Es ist vollbracht! so ruft am Kreuze Es wolle Gott uns gnädig seyn Ew'ge Liebe! mein Gemüthe 144 236 od 013 581 dhe dun 309 misdatted 8.due me manne 150 2 Freudenvoll ist meine Seele 29 ad id ud# 100159 Freund der Herzen! sieh die and 571 Freywillig hast dr dargebracht # u Früt, mit umwölktem Angesichts du Für alle Güte sey gepreißt ab Für alle Kranken bitt ich dich Für deinen Himmel schufft en sie auiday on 6. Gebanke, der uns Leben gibt. Geist vom Vater und vom Sohne 1158 75 484 Aga 505 05528 91570 leag sisid that is nid dik seal on 82 185 vanied sen 2450 1998 Redent. Gelobet sey der Herr, mein Gott Gelobet feyst du, Gottes Sohne b Gelobt, gelobt feyst du mit Freuden Gelobt sey Gott! ich bin ein Christ11204 Gelobt sey Jesus, Gottes Sohn Gelobt seyst du, Herr, unfer Gott d109 1216 immbad Gerechter Gott, vor dein Gericht is in 1927 Gern will ich mich ergeben Getreuer Gott, wie viel Geduld Geweiht zum Christenthume and 190 1991 19558 dan tre 34 Bob, nism, 39 40 11102 110547 Gott, dein unsichtbares Wefen Gott, der allen seinen Kindern en Gott, der an allen Enden Gib, Gott, wenn ich dir diente Gib mir, o Gott, ein Herz Gott, deine Gnade sey gepreißt Gott, deine Gnad ist unser Leben 244 Gott, deine Güte reicht so weito 382 Gott, deine weife Macht erhält 165 Gott, der du die Menschen liebest Gott, der du Herzenskenner bist Gott, der du in dem Himmel thronest Gott, der Gewitter schafft und lenkt Gott, der fein Böses thut te 210 411 442 6407 200 493 71 19848 338 394 480 3530 76 364 488 433 si lajul 539 334 astic Inju 10 10 18 Gott der Wahrheit, dessen Treue Gott des Himmels und der Erden Gott, dessen Hand die Welt ernährt Gott, deffen liebevoller Rath Gott, dessen Stuhl der Himmel ist Gott, dir gefällt kein gottlos Wesen 9 inimban 191 Gott, du bist von Ewigkeit Gott, du hast in deinem Sohn Gott, du hast uns kurze Zeit Gott, du Vater, wöhn uns bey Gott, du willst, daß mein Herz Gott, ein Erbarmer warest du Gottes Sohn ist kommen Gottes Wille, Gottes Rath Gott führt die Seinen wunderlich 187 324 43 195 542 350 usd The h 370 Gott! gern mögt ich heilig lebensais 189 Gott, grånzenlos Gott, grofer Geber aller Gaben und**** 525 mind insi antisd 23 105 duen o cif 59 dogs an Register. Gott hab ich mich ergeben nd and an ind61.557 Gott hat mich betrübet 160 ud fast 1900) 568 Gott hört der Wittwen Flehends 05( 6) 465 Gott! ich Armer, voll Gebrechental 556 Gott, ich darf mich zu dir nahn Gott im Himmel und auf Erden Gott ist mein Hort, und auf sein Gott ists, der das Vermögen schafft Gott fennet und erforschet mich und Men 44 h flast adot 526 ( 1100) mith 194 431 3rd 1100 29 518 Gott, mache du mich selbst bereits divers 14 460 Gott, mein Schöpfer, Dank sey dir Gott, mein Vater, ich dein Kind 290 Gott ruft der Sonn und schafft den 471 Gott sey Dank! ich lebe wieder da olan 497 Gott sey mit dir! Amen, amen Gott! unser Fürst erfreue sich Gott Vater, an Erbarmen reich misd567 1700m Gott, vor dessen Angesichte Gott, Weltregierer! dir Gott, wer faun je was Gutes haben Gott will ich mich ergeben Gott winkt; so stürzen Regengüffe Groser Gott, erhabnes Wesen Groser Mittler, der zur Rechten 17 Held aus Davids Stamm Herr, an dir hab ich gefündigt Herr, deine Allmacht reicht so weit Herr, deine Rechte, dein Gebot Herr, deine Sanftmuth ist nicht Be t Halleluja! die Zeit ist da Halleluja! Jesus lebet Halleluja! Lob, Preiß und Ehre d Halt im Gedächtniß Jesum Christer no Heiland, deine Menschenliebe Heil deinem Volke, dem du dich Heilig, heilig, ist dein Willerin Heilig, heilig ist der Herr Heiligster Jefu, Heil'gungsquelle en Heil uns! denn aus der Sündennoth A 456 393 26 21-512 Solar 457 389 348 485 78 175 453 41 218 411 197 346 91 415 83 304 28 22 499 449 Register. ers Herr, den die Sonnen und die Erden Herr, der du alles gibst Herr, der du mir das Leben Herr, der durch der Liebe Band Herr, der du selbst die Lauf Herr, der du sterbend noch für 4209 452 266 Herr, dir gelob ich neue Treue 10 imienie o 534 Herr, du bist meine Zuversicht Herr, du fährst mit Glanz und Herr, du kennest mein verderbends Herr, du wollst uns vorbereiten Herr, es gescheh dein Wille Herr, es ist von meinem Leben Herr Gott, dich loben wir Herr Gott, du bist die Zuflucht Herr, hab ich jezt zum leztenmal Herr, hier siehst du uns vor dir Herr, ich bin dein Eigenthum Herr, ich hab. durch deine Treu Herr Jesu Christ, du höchstes Gut Herr Jesu, deine Angst und Pein Herr Jesu, Gnadensonne that sind. T Herr Jesu, o wie wird mir seyn Herr Jesu, send uns deinen Geist Herr, laß mich doch gewissenhaft Herr, mache meine Seele stille Herr, mein Erlöser, nur von dir Herr, meiner Seele grosen Werth Herr meines Lebens, Dank sey dir Herr mein Licht, erleuchte mich Sammes 474 2412 504 540 168 amb 77 211 519 515 405 17 19520 5208 XXX 272 318 285 128 312 258 4 428 365 302 415 409 496 63 450 in 301 228 300 417 533 Herr, mein Licht, mein Heil, mein Leben Herr, mein Versöhner, der du für Herr, ohne Glauben kann kein Mensch Herr, sey gelobet, daß du hast dein Herr, sey gnädig deinem Kinde Herr, stårke mich, dein Leiden zu Herr, unser Gott, erbarme dich Herr, unser Gott, wer ist dir gleich Herr, vor deinem Angesicht 5 Herr, wenn einst deine Stimme ruft 262 Herr, wir singen deiner Ehre 34 Herz, schicke dich, recht feierlich aon d 97 747 Register. Heute, sprach mein Heiland, heute Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen die do 443 217 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen and then s 469 Hilf, Jesu, daß ich meinen Nächsten Himmel und Erde, frohlocket mit 443 174 139 482 283 in an dein Kreuz zu tretenou od Hoch am Himmel steht die Sonne odalid Höchster, denk ich an die Güteum and nd Höchster, dessen starke Rechte 0 in Höchster Gott, wir danken dir 9 Höchster Tröster, fomm herniedereen Hosianna Davids Sohn idd54 on 4 arout# 1486 and being dat did 148 J. Jauchzet eurem Gott, erhebt Ich armes vaterloses Kind Ich bin getauft auf deinen Namen Ich bin ja, Herr, in deiner Macht Ich denk an dein Gerichte d Ich erhebe mein Gemüthens Ich freue mich der frohen Zeit Ich freue mich, mein Gott, in dir Ich hab in Gottes Herz und Sinna Ich hab in guten Stundeng det Ich komme, Herr, und suche dich. Ich komme vor dein Angesicht 30 30 1919 Ich fomm, o Friedensfürst, zu diria Ich nahe mich voll frommer Freudenis Sch preise dich, o Herr, mein Heili Ich finge dir mit Herz und Mund Ich Sünder darf mein Ange nicht 017 Ich trete vor dein Angesicht und in d Ich wache zu dem Leben auf RE- 164.701 B bano de do 408 466 206 254 269 and 294 264 94 14 Ich weiß, an wen mein Glaub sich hålt Ich weiß, daß mein Erlöser lebt Sch) weiß, mein Gott, daß all mein Thun 230 219 66 292 461 492 241 464 67 314 561 215 400 wanit ter bed 563 bug Ich weiß, und bins gewiß, daß ich o Ich werfe mich in deine Händens 200 Ich will das Abendmal des Herrn is t Ich will dem Schöpfer Lob Ich will dich noch im Tod erheben is 344 355 1548 1213 390 222 Register. Ich will in meiner Einsamkeit Jehovah ist mein Licht und Gnadensonner Jesu Christ, durch deine Wunden Sesu, hilf mir standhaft glauben Sesu, Jesu, stårke mich Jesu, meine Freude Jesu, meiner Seele Licht Jesu, meines Lebens Leben Jesus Christus, liebster, bester Jesus Gott wird wiederkommen Jesus, Jesus, nichts als Jesus esus ist mein Hirte Sesus lebt! er lebt; ja, amen esus lebt: mit ihm auch ich - 100 437 172 Jesus, meine Zuversichtpat. sist i el 450 Jezt leb' ich! ob ich morgen lebe Ihr Christen, singt dem Menschensohu Ihr, die ihr mich verfolgt und schmäht Ihr Jünger Jesu, freuet euch In allen meinen Thaten 453 1980 462 # 837 135 #did 311 behat# 138 # 306 136 GIL 2017( 916 samt and d 126 de and 12550 4176 id) 309 Is 30 314 29 303 asd 354 310 AC) 163 20151 sihid 50471 Saw S1AI2 db61 K. ave Kein Lehrer ist dir, Jesu, gleich König, dem kein König gleichet Komm betend oft und mit Vergnügen Komm heiliger Geist, erfüll die Komm, heiliger Geist, Herr und Gott Komm, komm, Gott heiliger Geist Komm, laß uns Jesum sterben sehen s Komm, o Geist von Gott gegeben 140 192 Komm, Schöpfer, kommo heiliger Geist is 182 Kommst du, kommst du, Licht der Heiden88 Kommt, Christen, preißt den Herrn, moc 112 2013114 2381 1 179 2. 242 23 and 100 ri L. 2. Ahead it is no site Laß deinen Geist mich stets, o Heiland Laß doch, o Jesu, laß dein Reich ondo Laß, Jesu, deinen guten Geist Laß, mein Gott, mich darnach streben Laß mich dein seyn und bleiben Laß mich doch nicht, o Gott 3 310 und denlist 429 1 Laß mich, o Herr, in allen Dingen dat dinge 326 # 418 d 100 232 the # 325 425 Register. Laßt unferm Gott uns singen Laßt uns unserm Gott tobsingen Lebt Christus, was bin ich betrübtn THISM HI JAG 402 niet v 99 254 mimi 120 1551 Liebe, die du mich zum Bilde Lieben will ich dich, mein Retter Liebster Jefu, wir sind hier Lob, Ehre, Preis und Dank sey biri Lobet den Herren, den mächtigen König, Lobet den Herrn, ihr Heiden all Lob sey dir, Gott, der du mit Pracht Lob sey dir, Jesu, groser Held Lob sey dir, mein Erretter Lob sey, Gott, der den Frühling schafft Lobsing dem Herrn, o meine Seele Lobt Gott in seinem Heiligthum Lobt Gott in seinem höchsten Thron 013-5 20 3, 84 406 240 239 529. 165 229 481 201404 535 403, En ach and eve 19 322 all 85 Mache dich, mein Geist, bereit Macht, Kraft und Stärke Mein Auge sieht, o Gott, zu dir Mein bester Trost in meinem Leben 69 3,85 Meine Hoffnung stehet festehaid fir 368 Meine Lebenszeit verstreicht Meinen Jesum laß ich nicht Mein Erlöser, auch für mich Mein Erlöser, der du mich Mein Erlöser, Gottes Gohnnt Mein erster Wunsch, mein innigstes. Mein erst Geschäft sey. Preis und Mein Geist, ermuntre dich, und sey Mein Geist erstaunt, Allmächtigerat Mein Glück im furzen Raum der Zeit ano Mein Gott, der Tag ist nun vergangen Mein Gott, dir ist bewust Mein Gott, durch deine Güt allein Mein Gott, du wohnest zwar im nl4 Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich Mein Gott, nun ist es wieder Morgen Mein Gott, zu dem ich weinendann Mein Heiland, deine Grösse Mein Heiland lebt, er hat die Macht this tad pole nisi me 247 4 ta dised 313 henglad dider137 350) 19150207 0 mm 430 Bol 494 1570486. 330 401 205 511 79. 490 333 249 487 nod thing 295 had this 86 265 Register. Mein Heiland nimmt die Sünder an Mein Heiland! wenn mein Geist Mein Herz, sey stark und unverzagt Mein Hort ist Gott; ihn laß ich Mein Jesu, tomm! mein Sterben Mein Jefus triumphiret 559 SONR no 169 andran 501 56 329 90 Mein Vater, denk an mich Mein Vater! dein beglücktes Kind Mein Vater und mein Gotting Menschen! unser Heil ist nahi sad Mit Danken und mit Beten om and oment and Mit Dank tomm ich, o Gott, vor Mit dem Haufen deiner Frommen110) 224 Mit der glaubenden Gemeine 226 no 477 516 Tamen ad( Mit Ernst, o Menschenkinder. Mit freudigem Gemüthe Mit frommer Freude dank ich dir N. Nach dir, o Herr, verlanget mich Nach einer Prüfung furzer Tage Nach meiner Seelen Seligkeit Nicht daß ichs schon ergriffen hätte Nichts soll mich von meinem Jesu Nicht um ein flüchtig Gut der Zeit Nie bist du Höchster, von uns fern Nie will ich wieder fluchen tind Nun danket all', und bringet Ehr Nun, Gott Lob! es ist vollbracht Nun habe Dank für deine Liebe de 9 1899 NO 96 60115 499 263 1510 19 Nimm von uns, Herr! wir flehn Noch immer wechseln ordentlich Noch läßt der Herr mich leben Noch nie hast du dein Wort gebr.d doop Noch wallen wir im Thránenthal Nun bitten wir den heitigen Geist Nun bringen wir den Leib zur Nun danket alle Gott 2424 202 257 378 349 * 120 387 276 416 323 454 din 541 64 307 183 25 495 35 277 178 574 395 dock 396 176.000* 07 8 225 Nun ists vollbracht 145 Nun sey einmal das Ziel gesteckt 298 Nun sinkt die Sonne niedermally 95 11 508 Reģistet. $ 002. open day Christenheit, sey hoch erfreut Christ, in diesen Leidenstagen du allerfüßte Freude chupad niole mis 100 Imole nis371 idemnit! ouis 184 du erhabner Gott, an Macht Inadinis 335 du mein Mittler und mein Gott is 12 122 Oft flagt dein Herz, wie schwer dan 324 Gott, den alle Himmel ehren 51 im COC Inb Gott des Himmels und der Erden in 1549 Gott, du bist die Liebe mine 232 Gott, du bist mein Preis und Gott, du frommer Gott in R 142 edustusin sod 1328. 1546 Gott, es zieht ein Kriegeswetter Gott, mein Schöpfer, Herr der Welt dus 1337 mot 278 Gott, wie wird mein Geist entzückt großer Gott, der alle Ding erfüllet O Haupt voll Blut und Wunden 20 133 6 132 sid 4 481 352 108 heil'ger Geist, laß uns dein Wort heiliger und guter Geist Herr, mein Gott, durch den ich Jefu Christ, dein Kripplein Jesu, heil'ges Gotteslamm Jefu, Herr der Herrlichkeit Jesu, meines Lebens Licht Lamm Gottes, unschuldig treuer Jesu, der du bist Vater der Barmherzigkeit welch ein unschäzbares Gutach O Welt, sich hier dein Leben. 721 301 153 wie selig send ihr doch, ihr Frommend O wie unaussprechlich selig. 871 ta P. 200 Preis ihm! er schuf und er erhält Preis fey bir meinem Gott gebracht D.. i i 1 ad 1223 538 553 is and# 6 n 124 554 289 417 134 259 280 Quelle der Vollkommenheiten alsior motor 150 m belo me 1945 148 507 od Tamala wit ops av sid 340 Register R. Rühm deinen Gott, mein fatter Mund Rühmt den Herrn, ihr frommen Seeleni- 1407 Sie ist modibildumik gromne si adon Schaffe in mir, Gott, ein reines Herzl 1984 212 Schon frühe sezt mich Gottes Hand sdsi stu46Z Schen ist der Lag von Gott bestimmt ilgairdredsi( 270 Schon wieder ist von meinem Leben 12 nism Bonge o 524 479 560 1906 7: 233 Schrecklich ist der Lod, der dem Schůze die Deinen, die nach diraih Schwing dich auf zu deinem Gott han tim dr374 Seele, du must munter werden most a hom, 1500 Seele, willst du Ruhe finden dlat oldin 220 souvi dan In 131 Selig find des Himmels Erbenmini 261 Selig sind die, welche nunat, thin bin 260 Seyd barmherzig, Menschen, höretat nonp3 muss 447 Seyd gesegnet, legte Stundenini bil 110 Sey getreu in deinem Glauben Seht Jesum, den Gerechten is 14 565 536 57 Sey Lob und Ehr dem höchsten Gut Sey zufrieden, mein Gemüthe Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig Sich, Seele, hinter dich zurück 60 386 463 410 104 506 Jun 13 Singt, Christen, singt und freuet euch d m Singt Gott und seinem Sohne Dant of thi sud So fliehen unsre Tage hinchand Rosd9 So gib dann fromme Christenschaar uhd un thi chilling at Sohn, der uns verheissen warned in the 1967 So hoff ich dann mit festem Muth dadd 1 So jemand spricht, ich liebe Gottod hit 1 So lang ihr auf der Erde lebt wisi 8 lid Sollt es gleich bisweilen scheinend dan Sollt ich jezt noch, da mir schon Sollt ich meinem Gott nicht fingen i god So schlummerst du in stillerbisguis suisd rod fi So wahr ich lebe, spricht dein Gottier 360 So weit, Herr, deine Himmel reichend thi oj 629 Stärke, Mittler, stärke sies bilgi ad ilezo) 532 1991, 1100cd ng ang 281 108 Tausend Jahr sind, Gott, por dir en 70 752 m573 # 787 240 439 231 375 537 399 448 221 Register opste gotin) nism: 1160 homisd maint Ueber aller Himmel Sheereum sein Um Gnade für die Sünderwelt Unendlicher, den keine Zeit 4770 142 575 Unschuld'ger Jesu, was hast duistoti ni 132 Unumschränkte Liebe cun 110 bis 18st sdint# 033 Unwiederbringlich schnell entflieh'to go3 330 nr 522 neds? gronism mod i dstv nabo 103 396 ni hilberne Vater aller Menschenkinder du sidissid 1566 Bater, gib mir auch die Gabeiad ng tun bid Bater, mach uns fromm und weise im Versäume nie, dich selbst zu prüfen und lar Voll Dank und Freude weih' ich dir Von dir, o Vater, nimmt mein Herz 99 Von Gott will ich nicht lassensord du Vor deinen Thron trer ich hiermit 502 am di 89 388 Vor dir, o Gott sich kindlich scheueniast ng 336 080 fa Nedun menind O bid d m i stoga p dud du? D nismadining e umst ach auf, mein Herz, und singe vbi id did 4899 Wagst du vor Gottes Thron zu tretentid Warum betrübst du dich, mein Herz 383 362 omast nodot 267 and di 377 5d 372 353 Warum bin ich so betrübtato manis dan sib 1367 Warum, erbebst du noch, o Seelen Warum häufst du jeden Morgen Warum sollt ich mich dann gráment 72 en Was Gott thut, das ist wohlgethan und Was Gott thut, ist doch immer gutt Was hilft es mir, ein Christ zu seyn: juni Was ich nur Gutes habe ist nilsoraid brzin as 413 Was ist mein zeitlich Leben) gdhen 11th 421 Was ists, daß ich mich quälein How nur d 350 Was ist vor deinem Angesichten no ench 73 Mas mein Gott will, gescheh allzeit) 1 i 354 Was soll ich ängstlich flagen mi GEAR- 527 316 sind da 358 Was sorgst du angstlich für deine Was zagst du? Gott regiert die era 000 473 320 72 379 359 248 361 13 Weh dem, der leugnet, daß Gott Weicht, thr Berge; fallt, the Hügeln 4036 Register. Wenn Christus seine Kirche schüzt oldid 238 Wenn einst mein sterbend Auge bricht i( 555 Wenn ich ein gut Gewissen habe Wenn ich, b Schöpfer, deine Machtid d d Wenn meine Sünd' mich frånfen: a) aur 11125 dd255 Wenn mein Stündlein vorhanden ist Wenn Menschen dich verachten, Gott Wenn wir in höchsten Nöthen sind d 1419 148 Wenn zur Vollführung deiner Pflicht Wer bin ich? diese grose Fragen Von hud d Wer Gottes Wege gehtanning i tid Wer Gottes Wort nicht hält, unbid Wer ists, der mit Himmelslichte Wer nur den lieben Gott läßt Wer unter Gottes Schirmen sizt Wer weiß, wie nahe mir mein Wieder ist ein Jahr vergangen Wie finster ist der lezte Tag Wie fleucht dahin der Menschen Zeit Wie getrost und heiter Wie Gott mich führt, so will ich Wie groß ist des Allmächt'gen Güte Wie gros ist unsre Seligkeit Wie grbs, wie gut du Schöpfer bist Wie grundlos sind die Liefen deiner Wie herrlich strahlt der Morgenstern Wie kann ich Dank genug Wie lieblich ist doch, Herr, die Stätte Wie mannigfaltig sind die Gaben Wie sanft sehn wir den Frommen Wie felig lebt ein Mensch, der Wie sicher lebt der Mensch, der Wie soll ich dich empfangen Wie theuer, Gott, ist deine Güte Wie viele Freuden dank ich dir Wie wichtig ist doch der Beruf Willst du die Busse noch Wirf, blöder Sinn, die Sorgen bin Wir freuen uns, Herr Jesu Christ Wir glauben all an einen Gott Wir Menschen sind zu dem, o Gott Wo eilt ihr hin, ihr Lebensstunden 544 391 343 410 331 hid 1315 161 62 514 251 476 274 250 227 347 28 243 50 121 305 299 11 422 562 445 246 95 297 30 75 282 92 170 38 193 436 Register. Wo find' ich Gott, den meine Seele Wo flich ich Sünder hin at dastral xom Wohl dem, der beßre Schåze liebt Wohl dem, der richtig wandelt: Wort aus Gottes Mundet im Wunderbarer Konigi +00. JOE ELE Ratchasse m 3. Mit icin ting Bitternd, doch voll sanfter Freuden Zur Arbeit, nicht zum Müßiggang Bu so viel Tagen, die mir schon A DEC TAC 00 The ACE 90 332 1288 is()# 1430 bbm425 Osmo de adult niom bie nechtoke 201 52 nale dhe si past at anak sibliaismaidam id n TEA 1140 23 El sub 150 151 apo bland 214 0 432 513 oth a x 197 150 di SING THE VAS 124 wided that ser sed Sims hastap anipis salaa 1) bong il steder# 8530 1 and intsid du holdne sil * 1001 bilmed i 149 00 11 hod dito 912 mda sie dni phiriginman s 136 m2 mis 30s] ptis? sid 190 hinsid si vorbit sill moncies tid( br at sil siad i padi sik di luns das stie STER ord ad AR122 Airl's when a st)* no notly no in mednalo s stod der blask denkensad di wid di Hiv ol Sammlung einiger Gebete zur Unterhaltung der Andacht. Erklärende Umschreibung des Gebets des Herrn. Gott, ott, der du über uns alle Vater und Herr bist, und mit hoher göttlicher Macht und Liebe auf uns und unsere ganze Erde herabfiehst! Wie dein Name ist, so laß uns alle dich recht erken nen und ehren, als Vater und Herrn; und daß du uns das bist, laß uns mit einem frommen Wandel beweisen. ad Mach uns ist und fünftig so glücklich, als es die Menschen werden sollen, unter deiner gnadenvollen Regierung( wie sie durch Christum kund worden ist!) In dem allen, was du uns befiehlst und mit uns vornimmst, laß auch uns auf dieser niedrigen Erde so willig und freudig dir folgen, wie es höhere und beffere Geschöpfe thun in deinem Gebiete, das du auffer una serer Erde noch haft. Was wir, deine armen hülfebedürftigen Kinder, jeden Tag nöthig haben bey unferm Aufenthalt auf der Erde, das gib uns auch heute aus deiner muile den Baterhand. Was wir schwachen Kinder mannigfaltig fehlen, das verzeihuns mit väterlicher Erbarmung und Nachs ficht; wie auch mir unter einander verzeihen des nen, die gegen uns nicht thun, was sie sollen! So lange wir in dieser mühseligen und fündlichen Welt leben, laß uns nicht in allzuschwere Prüfungen fommen, die unserer Seele gefährlich werden könnten, 1 2 Morgengebet. sondern rette uns von der Sünde, und von allem dem Elend, das durch die Sünde in die Welt gekommen ist. Wir hoffens zu dir, o Vater! Denn du hast ja in unserer Welt die Oberherrschaft; haft Macht und Stärke, zu schaffen, was und wie du willst: du bist durchaus ein so guter herrlicher Gott, und wirst das immer seyn, wie du es immer warst. Du wirst thun, was wir bitten. Amen. Morgengebet. Gott, mein Vater! durch deine Güte habe ich nun wieder einen neuen Tag in deiner Welt erlebet. Du hast in der vergangenen Nacht mich gnädig bewahs ret vor so manchem Uebel, das mich hätte treffen föns nen; und hast mich durch den Schlaf gestärket, daß ich nun mit neuen Kräften wandeln kann im Lande der Lebendigen. Hier bring ich dir meinen herzlichen findlichen Dank, du gnädiger Erhalter meines Lebens! Der du mir schon so unaussprechlich viel Gutes gethan haft, und nun auch an diesem Morgen deine Barmherzigkeit über mir neu werden läsfest. Guter Gott! hilf mir doch, daß ich heute dir zur Freude leben, und diesen Tag, den du mir schenkst, fo anwenden möge, wie es dir wohlgefällig ist; damit ich mich am heutigen Abend und auch noch bey meiner Fünftigen Rechenschaft darüber freu n könne. Erhalte mein Herz bey dem Einzigen, daß ich dich, meinen Vater und Herrn, findlich fürchte, und aus Liebe zu dir in feine Sünde willige. Lehre mich aber auch über mein Herz und über meine Begierden machen und vorsichtig wandeln, daß ich nicht durch Stolz, Wollust oder Habsucht hingeriffen werde, wider meinen Gott zu fündigen; sondern daß ich in allem meinem Morgengebet. Thun und Laffen so gottesfürchtig und gewissenhaft handeln möge, wie es einem Christen geziemet, der mit jedem Tage der Ewigkeit näher kommt. Sen du dann heute, um Jesu meines Heilandes willen, mein gnädiger Gott, und mein Helfer! Zu meinem Berufe, den ich als Mensch und als Christ in dieser Welt habe, verleihe mir Verstand und Kräfte; und gib auch zu dem, was ich thue, Segen und Ges deihen. Hilf mir, in der Stelle, die du mir in der Welt angewiesen haft, so gut und rechtschaffen seyn, auch so viel Gutes schaffen zu deiner Ehre, zu meinem und anderer Menschen Glück, als nur möglich ist. Alle meine übrige Angelegenheiten überlasse ich find; lich deiner weisen und gnädigen Regierung. Du, mein Vater, weißt, was ich für Seele und Leib bedarf; und du bist so gnädig, daß du gerne gibst, was uns nüßet. Zuversichtlich empfehl ich dir mein Leben und meine ganze Wohlfahrt. Behüte mich vor Unglück; gib mir so viel Glückseligkeit und Freude, als du weißt, daß mir gut ist; und wenn dieser Tag auch seine Plage haben soll, so hilf mir, daß ich sie, wie ein Christ, ertrage; und laß du mich nur nicht über Vermögen versucht werden. 3 Schüße und segne auch alle die meinigen, die mir angehören, ja auch alle andere, die mit mir in der Welt noch Christen und Menschen sind. Sey allen gütig, und erbarme dich aller deiner Werke. Segne befon: ders unfer ganzes Baterland, und jede Hütte, worin Menschen wohnen. So weit deine Sonne scheinet, laß auch jedes Menschengeschöpf erfahren, daß du die Liebe bist. Herr, Herr, Gott Vater, Sohn und hei: liger Geist! Deine Güte sey über uns, wie wir auf dich hoffen. Amen. Denksprüche. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist 4 da nun Abendgebet. mein Gott. Dein guter Geist führe mich auf ebe ner Bahn. Pf. 143, 10. Sende deine Weisheit herab von deinem heiligen ime mel, daß sie bey mir sey und mit mir arbeite; daß ich erkenne, was dir wohlgefalle. B. der Weish. 9, 10. Meine Hülfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Pf. 121, 2. Abendgebet. Wis fpu Bis is hieher hat nun wieder der Herr geholfen! Und nun komme ich mit Dank vor dein Angesicht, du guter treuer Gott und Bater, der du mir schon so viele Tage auf dieser Erde geschenkt, und mich so weit ge: bracht hast, daß ich auch den heutigen Tag glücklich zu rückgelegt habe. Durch deine Gnade bin ich, was ich noch bin. Du hast mir so viel Gutes gethan an Seele und Leib, so vieles Übel von mir abgewendet, haft so liebreich mich versorgt und so väterlich geleitet, daß ich deine Wohlthaten nicht alle zählen, ja nicht einmal wiffen kann. Herr, ich bin zu gering aller Barmhers sigkeit und Treue, die du an mir armen fündigen Mens fchen bisher gethan haft! aber um so viel demüthiger und herzlicher danke ich dir, Bater und Herr meines Lebens, für alle deine väterliche Liebe und Langmuth, mit welcher du dich meiner auch heute angenommen hast. Ach daß ich doch nun auch mit Freudigkeit vor dir stehen, und als ein gutes gehorsames Kind mich deines gnädigen Wohlgefallens freuen fönnte! Aber mein eignes Herz fagt mir, wie viel Gutes ich heute versäumt, und wie viel Unrechts ich gethan habe! und du, o Allwiffender, der du mich ganz fennest und erforschest, wie viel wirst du an meinen Gedanken, Worten und Werfen auszufezen finden, das nicht gut, nicht christ lich war! Wenn du willst Sünden zurechnen, so fann ich nicht bestehen, und darf meine Augen zu dir nicht aufheben. Ognädiger und barmherziger Vater! ver Abendaebet. 5 zeih deinem armen Kinde nochmal seine Fehler un Sünden, und laß mich nade finden vor dir, um meines Versöhners Jesu Christi willen: gib mir aber auch Kraft, mich zu beffern, und morgen frömmer und christlicher zu leben; daß ich nicht jeden Tag nur mit Reue beschlieffen, sondern mich auch einmal des Guten freuen möge, das ich durch deine Gnade gethan habe. Laß mich dann jezt mit guten Gedanken einschlafen, und morgen mit frommer Gesinnung wieder erwachen. Sey auch in dieser Nacht mein Beschüzer und mein Helfer. Manches übel fönnte mir begegnen, manche Plage, ja der Tod selbst, könnte meiner Hütte fich nahen, indem ich schlafe. Aber ich bin in deiner Aufs ficht, und ohne deinen Willen kann mir nichts traus riges widerfahren. Im Vertrauen auf deine Gnade will ich dann ohne ängstliche Sorgen einschlummern, und mich damit trösten, daß du alles wohl machst, und daß ich im Leben und im Sterben in deiner Hand bin. Ja, in deine Hände empfehle ich meinen Geist, meis nen Leib und Leben, meine und der meinigen ganze Wohlfart. Laß uns ruhig schlafen, und morgen mit neuen Kräften unsern Beruf als Christen fortsezen. Bereife deine Güte an allen Menschen in deiner ganzen Welt! Höre alle, die izt zu dir beten; erbarme dich aller Frommen nnd aller Sünder, aller Elenden und Traurigen, aller Kranken und Sterbenden: las jeden deine Hülfe erfahren, wie er sie nach seinen Ums ständen bedarf; und führe uns alle endlich dahin, wo keine Nacht mehr seyn wird. Herr, Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist! Schöpfer, Erlöser und Tröster: dir leben wir: dir sterben wir: dein find wir lebend und todt! Amen. Denksprüche: Gelobet fey der Herr täglich! Gott legt uns eine East auf; aber er hilft uns auch. Wir haben einen Gott, der Ausführliches allgemeines Gebet, da hilft; und den Herrn Herrn, der vom Tode er. rettet. Pf. 68, 20. 21. Der Herr ist mein Licht und mein Heil! vor wem sollt ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft! vor wem sollte mir grauen? Pf. 27. 1. Fürchte dich nicht! ich bin mit dir. Weiche nicht! denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich; ich helfe dir auch; ich erhalte dich ic. Sef 41, 10. 6 Ausführlicheres allgemeines Gebet, mit Fürbitte und Danksagung. Unendlicher und einiger Gott! Gebieter der Erde und des Himmels! Herr der Menschen und der Engel! Demüthig und ehrfurchtsvoll werfen wir uns hier, vor dem Thron deiner Allmacht, in den Staub nieder. Unzählich und unermeßlich sind deine Wohlthaten gegen uns, o du Herr und Gebieter unseres Lebens. Du bist es, der uns auf diese Welt gestellet. Und seit dem ersten Athemzug hast du uns vor tausend und Millionen Gefahren täglich geschüzet, täglich uns den Gebrauch unserer Augen, Ohren und der übrigen Sin ne gegeben, täglich uns alles geschenkt, was zum Uns terhalt unseres Leibes gehöret; uns durch Vernunft über alle andere Geschöpfe deiner Erde erhaben, und zu Herren des Reichthums der vielen Annehmlichkeiten und Bequemlichkeiten der Natur gemacht, auch durch den Umgang mit andern liebreichen Menschen und durch die Verbindung mit unsern Anverwandten und andern Hers zensfreunden uns so viele Freuden des Lebens verliehen. Und um uns zu wahrem und ewigdaurendem Glück zu bringen, hast du, o ewige Liebe, uns gar deinen Sohn gefchenft, der uns ein ewiges Leben erworben; deinen heiligen Geist gegeben, der uns dazu bereitet; haft uns dein Wort gegeben, worin du uns Trost, und Rath und Muth für dieses Leben ertheilest, und die frohen Auss fichten in die Ewigkeit eröffnest. Gott, du bist die Lies mit Fürbitte und Danksagung. 7 be! und der Reichthum deiner Güte und Langmuth ist gang unaussprechlich, du barmherziger Bater, der du so viel und so grosmüthig wohlthust! Denn wer sind wir Armen, die du mit Wohlthaten überhäufft? Unmürdige, die nichts verdienen! Süns der, die nur Strafe verdienen! Du Allwiffender, Aller: heiligster, weist, daß wir täglich viel Gutes vernachläßis gen, und manches Böse verüben, in Trägbeit und Got: tesvergessenheit dahin leben, ja wohl gar die Gaben deis ner Huld mißbrauchen, wider dich zu fündigen, und durch Müßiggang, durch Neid und Zwietracht, durch Berläumdung und übleNachrede, durch Ungerechtigkeit, Unkeuschheit, Stolz, Herrschsucht und dergleichen fündlis che Begierden die Ordnung deines Reichs und den Wohl: stand deiner Menschen zu stören, hingegen Verwirrung und Elend in deiner Welt zu verbreiten. Ach welch ein strafbarer Undank und Ungehorsam ist das alles gegen dich, du guter Gott, der du unser allerliebreichster und frengebigster Wohlthäter bist! Wir schämen uns darüber und scheuen uns unsere Aus gen aufzuheben gen Himmel: aber mit ernstlicher Reue über alle unsere Sünden, flichen wir zu deiner Gnade und zu dem Verdienste deines Sohnes, den du, o ewige Liebe, dahin gegeben, daß alle, die an ihn glauben, nicht vers loren werden, sondern das ewige Leben haben. Wenn wir unsere Sünden inniglich bereuen und verabscheuen, sie aus allen Kräften meiden und dagegen uns ernsts lich bestreben, nach deinen Geboten als fromme Mens fchen zu leben; so sind wir unseres Antheils an dem gans zen Segen unserer Erlösung, gemiß. Dann haft du alle unsere Sünden vergeben, deine Gnade uns wieder geschenkt, und uns zu deinen Freunden und Kindern, durch Jesum Christum wieder angenommen. Und nun, du Allwiffender und Allweiser Gott, dess sen unendlichem Verstande nichts zu groß und nichts zu 8 Ausführliches allgemeines Gebet. klein ist; du verföhnter gütiger Vater, der du uns be: anadigest und mit väterlicher Zärtlichkeit auf uns merkest! Dir empfehlen wir mit findlicher Zuversicht alle unsere Schicksale, unser ganzes Glück. Vor allen Dingen gib uns stets deinen heiligen Geist. Bewahre uns vor gar zu schweren Versuchungen unserer Tugend. Gib uns Gnade, daß wir würdig deiner Religion, würdig unferm erhabenen Christenberuf, würdta dir leben, dem Gott, der uns zu einer eigen Herrlichkeit berufen hat. Dies ist der vornehmste Wunsch meines Herzens, treil doch die Sünde unfer einziges und allerhöchstes Unglück, die christliche Frömmigkeit aber unser einziges und aller: höchstes Glück ist. Alle unsere irdischen Schicksale regiere, nicht nach den Einfällen und Wünschen unseres Unverstandes und Eitelkeit, sondern wie du willst und wie du, Allweiser, fie: hest, daß es zur Erhaltung und Stärkung unserer An: dacht und Tugend gereichet. Nach deinem guten Wil: len fomme dann Freude oder Leid! Nur gib uns Weis: heit und Kraft, jede Freude, wie jedes Leid, zu unses rer Seelen Heil anzuwenden, und uns dadurch mit dir, unserem einzigen höchsten Gut, immer fester zu verbins den. Wir vertrauen dir, weiser gütiger Vater, daß du mit uns alles wohlmachest. Wir danken dir, daß du uns erhörest; uns bis ans Ende im Glauben an deis nen Sohn bewahrest; und dabey auch im Zeitlichen, uns Nahrung und Erquickung, und alles das schenkest, was uns wirklich heiliam ist. Und da wir hier nur Fremdlinge und Reisende sind, da unser Leben so furz, flüchtig und unsicher ist; und auf dieses irdische Leben eine Ewigkeit folgt, wo einem jeden vergolten wird nach dem, was er hier gerban; so lehre uns, Herr, bedenken, daß wir sterben müffen. Gib uns Weisheit und Kraft, unser Auge stets auf das groffe Ziel derEwigkeit zu richten, jeden Augenblick als wahre Chris Ausführliches allgemeines Gebet. 9 sten zu leben, in unsern häuslichen Umständen alles in Ordnung zu halten; um den Tod freudig zu erwarten und selig zu dulden. Und sollte etwa diese Woche( Tag) unsere lezte seyn, so stärke unfern abscheidenden Geist mit deinem görtlichen Trost, daß wir mit der Ruhe und Freude eines Christen sterben, welcher weiß, daß für ihn der Tod nichts anders ist, als der Hingang zu dir, seinem Gott Vater der Menschen! Ein jeder Mensch hat die Ehre, dein Geschöpf und dein Unterthan zu seyn; für jeden haft du deinen Sohn gegeben und deinen Geist gesendet, alle ewig glücklich zu machen; jeden heiffest dir uns innig fies ben, und für alle Menschen herzlich beten. Mit solchem brüderlichgesinnten Herzen danken wir dir für alles Gute, daß du auf deiner Erde an andern Menschen thust; und bitten dich: beglücke unsere Mitchriften, alle unsere Nes benmenschen; alles was Mensch ist, in allen Ständen, und an jedem Orte der Welt! Erhalte und fegne unsern Fürsten und seine Familie. Noch lange laß ihn zur freude seines Hauses leben, und zum Segen seiner Unterthanen glücklich regieren. Segne die von ihm bestellten Obern, mit Weisheit und glücklichem Fortgang bey ihren Geschäften; daß wir ein geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottfeligkeit und Ehrbarkeit. Erbarme dich besonders aller Nothleidenden. Tröste die Bedrängten; erfreue die Traurigen; richte auf die Niedergeschlagenen; speise die Hungrigen; verforge die Dürftigen; heile und stärke alle Kranken. Sey der Bas ter aller Waisen und Wittwen; der Retter aller Unters drückten, Verfolgten und ungerecht: Gefangenen; der Helfer aller Niedrigen und Verlaffenen. Auf einen jes den, der unter irgend einem Schmerz und Leiden seufzer, richte dein Vaterherz, und deine allmächtige Hand. Flöffe ihm deinen himmlischen Trost in die Seele. Stärke ihn 10 Allgemeines Gebet. mit Gotteskraft, endige bald sein Leiden, und ersetze es durch desto gröfere und dauerhaftere Freuden. Alle, die in Unwiffenheit, Aberglauben und Irrthum leben, erleuchte mit deinem Licht. Alle sichere Sünder erwecke durch deine Kraft; daß kein einziger Mensch deis nes ewigen Heils verlustig gehe. Insbesondere, Allmächtiger, tragen wir dir die gro: fen Angelegenheiten deiner Religion vor. Mit deiner Alls macht vereitle die menschenfeindlichen Bemühungen des rer, welche deiner Welt das herrlichste Labfal, das theus reste Kleinod, dein Wort rauben wollen. Sie selbst aber, diese Unglaubigen, o Vater, auch sie hat dein Sohn erlöset! auch für sie betet er! Führe sie doch von ihrer Verblendung zur Werthschäzung deiner Religion zurück. Mache sie zu treuen Verehrern und thätigen Befennern derselben; und dadurch zu glücklichen Menschen in Zeit und Ewigkeit. Breite, Herr, deinen Segen aus, über unsere und über alle Schulen und gute Erziehungsanstalten in der ganzen Welt. Laß jede eine Pflanzschule heilfas mer Kenntniffe und christlicher Tugenden werden; daß die Welt voll guter Menschen, die Kirche voll frommer Christen, und dein Himmel voll seliger Bürger werde. Segne überhaupt jede gute, besonders jede fromme und wichtige Unternehmung und Geschäfte. Unsere liebe Angehörigen, Hausgenoffen und Unters gebene; alle unsere Blutsverwandte, und vornehmlich unsere liebsten Freunde und Wohlthäter, empfehlen wir deinem Schuz und besten Segen. Segne auch unsere Beleidiger und Feinde. Gib uns Klugheit, ihre Feindschaft nicht zu verursachen, und Kraft, ihnen von ganzem Herzen zu vergeben, und sie durch herzliche Liebe zu gewinnen. Ihnen aber laß jedes Gute an Leib und Seel zu Theil werden, das wir uns felbft wünschen. Um Vergebung der Sünden. 11 Bornehmlich empfehlen wir dir, deine treue Ber: ehrer hier und an jedem Orte der Welt. Bermehre täge lich die Zahl dieser glücklichen Menschen. Und einen jes den von ihnen stärke täglich mit neuem Licht und Kraft bis an sein Ende, in allen Tugenden und in deiner Gnade zu beharren und zu wachsen. Hargest Überbaupt, allwiffender, allmächtiger und allgütis ger Vater, legen wir alle unsere Sorgen im Zeitlichen und Geistlichen, in deinen Schooß nieder. Dir empfeh: len wir unsern Leib und unsern Geist. Alles, was du für heilsam erkenneft, das schenke uns! Und allen Christen! Und allen unsern Nebenmenschen! Wir flehen dich darum an im Namen deines Soh nes Jesu Chrifti; und hoffen auf dich, Bater! Du wirst es uns geben. Amen. Gebet um Vergebung der Sünden, bey der Zubereitung zum H. Abendmal. Heiliger und gerechter Gett! Vordir, meinem Herrn und Richter, erscheine ich hier, wie ich fünftig einmal stehen werde vor deinem Gerichte. Ich will mich selber richten, und deine Gnade suchen, dieweil ich sie noch fin: den kann. Und wenn ich mich nun felbst ansehe, so, wie du mich einmal ansehen wirst, o allwissender Herzens: fündiger! Ach wie wenig bin ich doch das, was ich seyn follte, und durch deineGnade auch seyn könnte! Jch soll den Willen meines Vaters im Himmel thun, und in allem mich halten nach seinen Geboten: ich soll gefinnet seyn', wie Jefus Christ war; so kindlich gegen meinen Gott, fo liebreich gegen alle Menschen, fodemüthig und fanftmü: thig, wie Er: ich soll rein in meinen Gedanken, gewiffen: haft in meinen Worten, treu in meinem Berufe, gerecht in allem meinen Thun und Laffen seyn. Aber wie viel fehlt mir noch von dem allen! wie viel Abweichungen von deinen Gesezen wirst du an mir finden, Gott, der du alle *** 12 Um Vergebung der Sünden. meine Gedanken siehest, alle Worte auf meiner Zunge weißt, und alle Schritte meines Lebens bemerfest! Vor dir bin ich ein Sünder! und wie übel hab ich gethan, daß ich wider dich, meinen guten Gott, meinen steten Wohl: thäter, meinen treuen Bater, fündigte! Ich bin nicht werth, daß ich dein Kind heiffe; und wie unaussprechlich elend bin ich, wenn du nicht mein gnädiger Gott bist! Gott, wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht? wo Hülfe finden, wenn du wider mich bist? Ach zu dir allein, der du das Verderben der Sünder nicht willst; sondern Gnade und Leben schenkest, wenn sie reuend sich zu dir bekehren! Zu meinem Heilande und Mittler, durch welchen du allen Sündern Vergebung und Begnadis gung geschenkt hast. D Gott, fo sen dann mir Sünder gnädig: tilge alle meine Übertretung um feinet willen, und gedenke meiner Sünden nicht. Ja, bey deinem theuren werthen Worte, bey dem verföhnenden Tode meines Mittlers bitte, und glaube und hoffe ich Bers gebung, Gnade und Seligkeit. Aber laß mich dann nun auch die Bedingungen erfüllen, unter welchen du begnadigen und selig mas chen willst. Jch soll die Sünden verabscheuen und haffen, die mich und meinen Gott von einander scheis den; ich soll ersezen und gut machen, was ich unrechts an meinem Nächsten gethan und ihm geschadet habe; idy soll dich lieben, der du mir viel vergeben haft; und was ich noch zu leben habe, soll ich leben im Glauben des Sohnes Gottes, dem zu Ehren und zum Wohlgefal: fen, der für mich gestorben und auferstanden ist. O Gott, schaffe in mir dies reine Herz, und gib mir den neuen rechtschaffenen Geist, in dem kein Falsch ist; daß meine Andacht nicht Heucheley, meine Buffe nicht leeres Geschwäz, sondern wahre Änderung des Herzens und des Lebens sey; daß ich rechtschaffene Früchte der Buffe zeige, und von nun an in einem neuen Leben wan Nachdenken über das heil. Abendmal. 13 dele. Du hast das Wollen gewirket, gib nun auch das Bollbringen. Stärke mich, und laß mich auch selbst alle Vorsicht anwenden, daß ich der Sünde, die mir immer anklebet, standhaft widerstehen, und mit Gotz tesfurcht in der Heiligung fortfahren möge: damit ich im Leben und im Sterben den Trost habe, daß du mein gnädiger Gott bist, und daß ich dein Kind und ein gewiffer Erbe deiner Seligkeit bin. Building Ich übergebe meine Seele und ihr Heil, deiner Lie: be, o Bater; deiner Gnade, o Jesu, mein Heiland; deiner Regierung, du guter Geist Gottes: Erhalte mich in deiner Gnade, und sorge dafür, daß mich nichts von deiner Liebe scheide. Amen. Erforsche mich, Gott; und erfahre mein Herz; prüfe mich, und erfahre, wie ichs meyne. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin; und leite mich auf ewis gem Wege! Pf. 139, 23. 24. Nachdenken über das heilige Abendmal. Dieser Genuß des H. Abendmals soll mir ſeyn: 1) ein demüthiges und herzliches Lob: Opfer für die unermeßliche Gnade meines Gottes, der mir so unzählige schändliche und strafbare Sünden vergeben; durch Jesum Christum vergeben hat.- Ach was mür: de aus mir geworden seyn; wo wollte ich Ruhe des Ges triffens, Muth und Kraft zum Anfange und Fortgange in der Tugend hernehmen, wenn ich nicht das Verdienst meines Heilandes hätte!- Gott, du ewige, unermeßli: che Liebe! Du hast mir so viel, so sehr viel vergeben. Schen: te mir doch die Gnade, daß ich dich recht viel lieben mös ge! Welchen unermeßlichen Reichthum von Lang: muth, herzrührender Vatertreue, Sorgfalt und Arz beit für meine Besserung; Barmherzigkeit, Wohlthäs tigkeit und Freundlichkeit Gottes, sehe ich da in mei: nem vorigen Sündenleben! Gerade das bitterste meines - 14 Nachdenken über das heil. Abendmal. Lebens hast du, o Gott, zu meiner größten Wohlthat ges macht. Mehr, als Sand am Meer, sind deine Gnas den. Wo ist ein Gott, wie du! thitest 2) Eine dankbare Erinnerung und Lobpreisung theines Heilandes, der am Kreuze gestorben ist. O Gott! da Jesus, dein Sohn, der Allerhöchste, dein Geliebtester, hier am Kreuze stirbt, so soll mir dies fer Anblick die Wahrheit tief einprägen, daß nichts, als liebevoller Gehorsam gegen dich, uns vor dir theuer und werth macht. Dieß soll meinen himmlifchen Sinn mit neuer Starke beleben. Nicht in den Gütern dieser Welt, im Beyfall und Ruhm, im Anschn, Geld und Macht der Erde; sondern in dem Besiz deiner durch Jesum den Gefreuzigten uns erworbenen Gnade und Selig: Feit im Himmel, will ich von nun an mit verstärktem Eifer mein Ein und Alles suchen. 3) Dankbare Erinnerung und Lobpreis fung eines Heilandes, der für unsere Sünde gestorben ist. Welch ein einleuchtender schrecklicher Beweis deines heis ligsten Haffes gegen alle Sünde, und deiner vollkoms mensten Strafgerechtigkeit! Dieß soll dann auch meis nen Haß und Abscheu gegen alle und jede Sünde vers stärken. Keine einzige will ich hegen. Jede will uh ver: abscheuen; ewig haffen und verbannen. Auch alles Glück der Welt foll mir nichts werth, soll mir schrecklich seyn, wenn ich es durch Sünde erkaufen muß.- Mein Gott! öffne du mir selbst die Augen, und stärke mich Schwa: chen. Dieß aber soll auch mein Vertrauen auf dich, durch Jesum Christum stärken und beleben. Durch seinen Tod find nun alle meine Sünden versöhnet. Auch alle meine noch fortdaurenden Mängel und Schwachheiten gut gemacht. Nun kann mein Glaube, in dir, einen gnädigen Gott anbeten, zuversichtlich deinen fortivährens den Beystand zu allem Guten bis an meinen seligen Tod Nachdenken über das heilige Abendmal. 15 erwarten; und freudig noch dem beffern, in Tugend und Andacht vollkommnen Leben hinüber sehen. 4) Dankbare Erinnerung und Lobpreisung eis nes Heilandes, an welchem und durch wel: chen Gott solche Wunder einer unermeßli: chen Liebe bewiesen hat. Dieß soll dann auch meine treueste, dankbarste Gegens liebe zu dir, du ewige unermeßliche Liebe, stärken. 5) Dankbare Erinnerung und Lobpreisung ei: nes Heilandes, der für alle Menschen ge: storben ist. Wie theuer ist also ein jeder Mensch in den Augen meis nes Heilandes ,, meines Gottes! Und ich, ich sollte den nicht ehren, dem nicht wohl wollen, den nicht herzlich lieben, für den Jesus sein Leben gelaffen, für den Gott seinen Sohn dahin gegeben hat?- Nein! Vater der Menschen. Nimm hier gnädig auf meine Gelübde: Bey dem Brode, von dem ich in Gesellschaft mit meinen, vornehmen und niedrigen, reichen und armen Nebenmenschen effe! Bey dem Freundschaftsbecher, aus welchem ich mit ihnen allen heute trinke! Bey diesem Ehren: und Freudenmale des Menschengeschlechts, zu dem ich auch heute geladen werde! Bey dem Leibe und Blute meines Herrn und Bruders, gelobe, schwöre ich es:» Neid, und Groll, und Haß, und Lieblosigkeit follen » meine ärgsten Feinde; jeder Mensch, auch der niedrigste » Knecht, auch mein ärgster Feind, soll ein Gegen: » stand meines Wohlwollens Vergnügen und » Wohltbun soll meine Freude seyn!« Noch andere Betrachtungen darüber. 1) So gewiß, als ich von dem gesegneten Brod effe und von dem gesegneten Kelch) trinke: so gewiß habe ich Theil an dem Leibe meines Heilandes, der für mich gebrochen, und an dem Blute, das für mich vers goffen worden. - 16 Nachdenken über das heil. Abendmal. Auf feine eindrücklichere und gegen alle Zweifel und Beforgnisse des Gewissens mehr gesicherte Art, hätte mich Gott überzeugen können, daß ich bey redlicher Besserung der Seele und des Lebens, auf das Verdienst Jesu mein Vertrauen sezen, und durch diesen Glauben gerecht und felig seyn soll. So will ich dann, o du ewige Liebe! dich mit einem demüthigen und starken Vertrauen ehren. Fest will ich glauben, Dir glauben, damit ich auch die Gerech: tigkeit von dir erlange. Dieß sey mein Trost bey den noch übrigen so mannigfaltigen und großen Mäns geln und Flecken meiner Liebe und meines Gehorsams. 2) Nun ist dann auch meine Hoffnung des ewis gen Lebens um so viel fester.- Dieß soll mir ein neuer Zügel für die Sünde und ein neuer Sporn zu allem Guten werden. 3) Eine solche Barmherzigkeit meines Gottes, und eine solche Seligkeit, soll mich dann auch mit neuer Geduld und Muth bewaffnen. Bey den Beschwers den und Belästigungen meines Leibes; ben den vielen Widerwärtigkeiten des Lebens; bey den Beunruhigung gen und Mühseligkeiten meines Standes und Berufs; bey den beschwerlichen und gefahrvollen Kämpfen wider die Sünde; Da, und sonst allenthalben, wo ich die Last dieser Wanderschaft fühle, will ich auf dich blicken, Sohn Gottes, der du selbst durch Leiden zu einem gütigen Regenten deiner Menschen eingeweihet worden! - Bantula 4) Durch Gottes Gnade kann ich auch von mir sagen: Mir ist viel, sehr viel vergeben! Ach, mögte ich doch auch sagen können: Darum liebe ich dich auch viel! Du, o Gott, wirst mit meiner Schwachheit gnädiges Erbarmen trogen, und ihr gnädig aufhelfen! 5) Solche unermeßiche Herablaffung, Langmuth, Nachdenken über das heil. Abendmal. 17 Barmherzigkeit und Freundlichkeit, soll mich nun auch in dem Fleiß aller der edlen Werke stärken die mir die Religion dieses meines Heilandes gebeut; und deren Summe ist, Menschenliebe, gebildet nach dem Muster Gottes. Noch andere Abendmals Betrachtungen. 1) Auch ich, der ich dieß gesegnete Brod effe, und aus diesem Becher trinke, gehöre zu denen, welche Gott so geliebet, daß er feines eingebornen Sohnes nicht verschonet hat. Auch auf mich siehest du, o Gott, mit.n Wohlgefallen, herab, da ich die Siegel deiner gnädigen 13. Wirkungen, in der Besserung und Heiligung meiner Seele an mir sehe. Mein ist der Reichthum deinerard Erbarmung für meine vormaligen Sünden. Auch bu mir beweisest du väterliche Nachsicht: auch mich wirst hea du unsträflich bewahren bis ans Ende.-Mein ist die ganze Fülle deiner Macht und Liebe! so gewiß, als ich dieses Brod effe und diesen Wein trinfe. sl 0. 2) Herr! vor deinem Throne in den Staub hin: geworfen, flehe ich: Laß jenen grofen Endzweck us Leis dens und Todes meines Heilandes, mich dadurch n zum Gliede feines eigenthümlichen Volks zu machen, welches recht eifrig in allen Tugends thaten ſey.- Diesen Zweck laß mir stets, stets vor Augen schweben. Laß mich seinen Tod, seine Reli: gion ben jeder schicklichen Gelegenheit mit dem Munde preisen; ihn bis an den lezten Hauch meines Lebens, als mein theuerstes Kleinod erheben. Laß mich ihn aber auch vornehmlich mit meinem Wandel preisen! Ach, dieser werde immer mehr ein Abdruck seines Musters, und deines grosen Erempels, o Bater! 3) Laß mich insbesondere immer mehr der redliche, herzliche, allgemeine Freund deiner Menschen werden, der Er war, und der Du bist! 2 - Nachdenken über das heil. Abendmal. Du weißt, Allriffender, wie wenig ich noch der bin, der ich zu seyn von Herzen wünsche, und für den mich auch viele meiner Nebenmenschen halten. So viele Widerfezungen fühle ich noch in mir gegen das, was ich mit der innigsten Ueberzeugung für meine größte Ehre und Freude ansehe. Ach! das schmerzt mich ins In: nerfte. Eine Liebe, wie die Deinige; ein Gott, wie Du bist; kann mich noch immer nicht, zu dem ganz voll: fommen guten, gehorsamen, dankbaren, liebevollen Menschen machen! Doch! das Wollen, der Wunsch, den du in mir gewirket hast, ist mir Bürge, daß du auch immer mehr das Vollbringen in mir wirken wirst! Bester, zärtlichster Bater! hier an dem Kreuze deines Sohnes öfne ich dir ganz mein Herz! Fülle es ganz mit dem Geiste deiner Liebe! 4) Ach wie schmerzlich sehnet sich meine Seele nach jenem rechten, durch Andacht und Tugend vollkomms nen Leben!- O welche Seligkeit, welche Wonne! Jene tiefen Blicke in die Abgründe deiner Werke und Wunder! Jene starken Schritte auf dem Wege der Tus gend! Jene unendlich wichtigere und entzückendere Ges schäfte! Jene erhabenste, vergnügte göttliche Freunds schaft mit den Personen, die hier meinem Herzen theuer find; mit allen edlen, grosen Seelen unter den Mens schen; mit Engeln und Erzengeln; mit meinem besten Freunde und grösten Wohithäter, Jesu Christo! mit ihm, der mir den Weg zum Leben, zu dieser Freude ges bahnet hat!- Diese Hoffnung laß mir auch heute, mit neuer Klarheit und Stärke ins Herz gedrückt werden. Sie, und deine Liebe, sey der Trost in meinem Leiden, das Gewürz meiner Freuden, der kräftigste Antrieb zu allen Tugendthatén; sey der Führer auf dieser Reise durchs Leben, hin in mein Vaterland! Ach, wann, wann werde ich dahin kommen. Gott! Bater! Ganz durchdrungen von deinen un 18 - - - Gebet bey Donnerwettern. 19 zählichen und unermeßlichen Liebesproben weihe ich mich dir aufs neue ganz und gar. Du sollst mein Alles seyn. Dir, nur dir will ich leben: Dir will ich sterben. Dich will ich in der Ewigkeit, in den Chören deiner heis ligen, seligen Menschen und Engel preisen. Amen. Gebet bey Donnerwettern. ott, du allmächtiger Herr der Welt, der du grose Dinge thust am Himmel und auf der Erde, und deine ewige Kraft und Gottheit sehen läffest an deinen Werken! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich, wenn du den Himmel mit schwarzen Wolken verdeckest, und aus deinem heiligen Dunkel deine Blize leuchten und deine Donner hören läsfest: Die lebende Natur ist still vor ihrem Herrn, und hört ehrbietig die Stimme des Schöpfers, die herrlich und mit Macht daher gehet in Blizen und Donnern, in Sturm und Hagel und grofen Waffergüffen. Ich bete dich an, mein König und mein Gott! ich ehre dich in deiner majestätischen Pracht, und freue mich, daß du daben auch die Liebe bist, und daß ich dich Vater nennen darf, meinen Vater, durch Jesum Christum. Wie groß ist deine Macht im Wetter, du Gott der Ehren! Du siehest die Erde an, so bebt sie: du rührest die Berge an, so rauchen sie. Aber wie gros ist auch deine Weis: heit und Güte, welche unsere Erde auch in Wettern wohlthut, die schwüle Luft von schädlichen Dünsten reiniget, die melkenden Gewächse erfrischet, und die schmachtenden Geschöpfe erquicket. Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast fie alle weislich ges ordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Olaß mich ist mit findlicher Ehrfurcht und Freude hinaufsehen nach deiner heiligen Höhe! Laß meine Anz dacht nicht seyn, wie das Gebet der Sünder und Heuch: ler, die im Wetter sklavisch zittern, aber bey heiterm 20 Gebet bey unfruchtbarer Witterung. Himmel dich vergessen und spotten. Ich weiß, daß du, mein Schöpfer, alle Dinge in der Welt zu Werkzeugen 4. deiner Gerechtigkeit machen und zum Verderben der Sünder brauchen kannst; das Sandkorn eben so wohl, als den Bliz einer Wetterwolke. Aber wenn ich nur immer fromm und gottesfürchtig wandle( und dazu gib du mir Gnade!) alsdann kann ich mich jederzeit deiner Gnade freuen, die sich unserer in Chrifto Jesu ferbarmet, und keine Lust hat am Verderben des Sün: ders: alsdann kann ich den Trost haben, daß ohne dich fein Haar von meinem Haupte fällt, daß ohne deinen Willen kein Verderben meine Hütte, fein Schaden uns sere Felder trift; oder wenn du auch eine Prüfung über mich wolltest fonimen laffen, daß doch alles zu meinem Besten von dir wird gelenfet werden. Hier bin ich dann, mein Vater! Mit allem, was ich bin und habe, gebe ich mich in deine gute Baterhand, und überlaffe mich deinem Schuz. Bewahre mich und die Meinigen, und alle Menschen! Bebüte die Früchte des Landes; und segne uns an Seele und Leib mit deis nen Gütern. Gott, tröste uns! Laß leuchten dein Ants fiz über uns, fo genesen wir. Amen. Unsere Hülfe stehet im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Pf. 124, 8. Gebet bei unfruchtbarer Witterung. Allmächtiger, gütiger Gott! grofer Erhalter und Vers forger aller Geschöpfe, und deiner Menschen Vater! mit tiefer Demuth und findlichem Vertrauen tragen wir dir unfer allgemeines Anliegen vor, da eine lang anbals tende Dürre( Näffe oder Kälte) den Segen der Erde zu verderben drohet, welchen wir für dieses arme Leben fo nöthig bedürfen. Zwar du, weiser Bater, machst in deiner großen Hauss haltung alles wohl, und zu rechter Zeit; du bist auch 21 Gebet bey unfruchtbarer Witterung. allen gütig, und erbarmest dich aller deiner Werke: wir fönnen also deiner Weisheit alles ruhig überlassen und von deiner Gütigkeit alles hoffen. Aber wie oft hin: dern wir Menschen deine wohlthätige Baterliebe durch Undankbarkeit, Gottesvergeffenheit und andere herr: schende Sünden! Dann muß deine Gerechtigkeit uns den Segen entziehen, den du uns schon bereitet hattest; und wir müssen inne werden, wie elend es ist, ohne Gott in der Welt seyn, und wie arm wir sind, wenn du deine milde Hand nicht aufthust. Darum liegen wir nun hier vor dir mit unserm Gebet, daß du mit uns nicht handeln wolleft nach uns fern Sünden, und uns nicht vergelten nach unserer Missethat. Wie dein Name ist, mit welchem dich uns dein Wort und selbst dein Sohn Jesus Christus nens net, so sen auch dein Ruhm, so beweise dich an uns, als den langmüthigen Gott, der seine Sonne läffet aufs gehen über Böse und Gute, und regnen läffet über Ges rechte und Ungerechte; als den grosen und allgemeinen Verforger, der allem Fleische seine Speise, auch dem Vieh sein Futter gibt, und der sein erlöstes Volk nicht verlaffen noch versäumen will. Wir hoffen dars auf, daß du so gnädig bist; unser Herz freuet sich, daß du so gerne hilfft. Ja, du versöhnter gnädiger Bater, der du für unser eriges Leben so herrlich geforgt, und uns so reichlich gefegnet haft mit geistlichen Segen in himmlischen Gütern, durch Jefum Christum; du wirst auch für dieses kurze Leben auf Erden väterlich forgen, und so viel zeitliche Segen in irdischen Gütern schenken, als uns nöthig und gut ist. Dir, der du alle unsere Bedürfniffe weißt, empfehlen mir unser ganzes Anliegen. Und wenn wir dich als den guten Gott erfahs ren, der vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gibt, und die Herzen füllet mit Speise und Freude; dann wird unsere Seele voll Danks, unser Mund voll deines 22 Gebet eines Kranken. Lobes werden; und deine Güte wird auch noch manches harte Herz zur Buffe leiten. Es feane uns Gott, und alle Welt fürchte ihn! Und alles Volk soll fagen: Amen. Gebet eines Kranken. ott! du gnådiger Helfer aller Elenden und liebevoller Tröster aller Traurigen! zu dir hebe ich meine Augen auf von diesem meinem Krankenlager; und rufe dich des müthig an um Gnade und Trost für meine Seele, um Hülfe und Erquichung für meinen franken Leib. Ich weiß, daß ohne deinen Willen mir nichts begegnen, ohne deine Zu laffung kein natürliches Leiden mich treffen kann: und bei allem, was du schickest oder zuläsfest, hast du in deinem Vas terherzen jedesmat liebreiche Absichten auf unser Bestes, auf das Glück unserer Seele, sie zu heiligen und näher mit dir zu verbinden Gib dann vor allen Dingen, daß deine gute Abs sichten auch bei meiner Trubsal erreicht werden; daß ich in den ruhigen einsamen Stunden meiner Krankheit mit dir, meinem Gott, und mit meinem eigenen Herzen bekannter werde, meine Sündlichkeit demüthig erkenne, und deine Gnade recht ernstlich suche. Und dann, o treuer Vater, beweise du dich auch an mir als den guten Gott, der uns eine fast auflegt, aber auch hilft und errettet. Laß meine Trübsal nicht zu schwer werden, und gib mir bei allem, was ich leiden soll, so viel göttlichen Trost und Beistand, so viel christliche Geduld und Gelassenheit, als ich nöthig habe. Mir ist der Ausgang meiner Krankheit noch verborgen; du nur weißts, und auf dich kommt es an, ob ich sterben oder noch länger leben foll: und da du die Liebe bist, will ich es dir ruhig überlaffen. Gefällt es deiner Weisheit, mich zu deiner Ehre, zu meinem Heil und zum Trost der meinigen noch leben zu laffen, so soll diese Krankheit zur Ehre Gottes gereichen, und ich will dann wandeln vor dem Herrn im Lande der Lebendigen. Da ich aber nicht weiß, was du über mich beschlossen hast, und ich, als ein armer Sterbli cher, zum Tode immer reif und ihm nahe genug bin; o so laß mich vor allen Dingen mein Haus bestellen, und für das Heil meiner Seele sorgen. Gib mir Guade, mich selbst zu prüfen, mich so zu erkennen, wie ich bin, und wie ich vor dir stehen werde im Lichte deiner Ewigkeit. Was ich in dieser Welt Unrechts gethan, andern Menschen Gebet eines Sterbenden. 23 geschadet oder sie gekrånkt habe, laß mich ersezen und gut machen, daß ich kein beschwertes Gewissen vor deinen Thron mitnehme, und keine Seufzer mir in die Ewigkeit nach fols gen, die wider mich schreien. Laß mich dann bei dir Vers gebung atter meiner Sünden suchen, und sie auch erlangen durch meinen Heiland Jesum Christum; und schenke mir dabey durch deinen heiligen Geist, ein findliches frommes Herz, voll Glauben, Liebe, Geduld und Hoffnung. Wenn dann nur meine Seele so beschaffen ist, daß sie dir wohlgefallen kann; so geschehe mir, wie du willst: ich werde selig seyn, wenn ich sterbe; und wenn du mich långer leben lassest, werde ich in deiner Gnade am besten und glücklich sten leben. Ich übergebe mich mit Leib und Seele, mit allen meinen Anliegen und Bekümmernissen, in deine Hände, du Gott der Liebe, der du mich geschaffen, erlöset und geheili get hast! Erbarme dich meiner, und bilf mir in aller meiner Noth. Heilige mich ganz, und laß Seele und Leib unstråflich behalten werden auf den Tag Jesu Christi! Amen. Gebet eines Sterbenden. Allmächtiger Herr des Lebens und des Todes! so ist dann nun der Tag da, oder doch ganz nahe, an welchem du mich aus dieser Welt nehmen und in die Ewigkeit einfüh ren willst. Gnädigster Vater! Ich kann diese Erde nicht ohne Dankbarkeit gegen dich verlassen, für alle die Barmherzigkeit und Treue, für die unzählbaren Wohlthaten, die du mir erwies sen hast. Dank sey dir für all das Gute, welches ich als Mensch und als Christ in dieser Welt genossen habe: Dank für alle Freuden dieses Lebens- auch für alle Leiden, die du mir zuschicktest, und für alle die våterliche Fürsorge, wodurch du mir den Weg durch dieses mühselige Leben ers träglich gemacht hast. Aber mit Reue und Wehmuth erinnere ich mich noch einmal meiner mannigfaltigen Sünden und Ulebertretungen, deren ich mich im Leben schuldig gemacht habe. Ach, wenn du mit mir ins Gericht gehen wolltest, heiliger Herrund Gott, so könnte ich dir auf tausend nicht Eins antworten; und wie fürchterlich würde nun meiner Seele ihr Gang zu Gett seyn, zu ihrem Herrn und Richter! Doch mit glaubiger Zuversicht nahe ich mich zu dir, du ewiger Erbarmer, der du uns nicht gesezt hast zum Zorn, sondern die Seligkeit zu 24 Gebet eines Sterbenden. besigen durch unsern Herrn Jesum Christum- zu dir, die Gott der Liebe, der du eben deswegen deinen Sohn gabst, daß alle, die an ihn glauben, nicht sollten verloren werden, sondern das ewige Leben haben zu dir, du- göttlicher Heiland und Versöhner, der du in diese Welt famst, Sún der selig zu machen; und der du auch mich geliebet, und dich für mich hingegeben hast! Mein Herz hält dir vor, was du zum Trost der Sterblichen geredet, gethan und gelitten hast. Ich lasse dich nicht, du segnest mich dann. Vater, Heiland und Tröster! in deine Hände empfehle ich nun meinen Geist. Dir geb ich diese Seele zurück, die du zu einem ewigen Leben erschaffen, erlöset und geheiliget hast. Führe mich ein in die verheissene Ruhe; und laß mich auch in der lezten Noth noch deine herrliche Hülfe erfahren. Du, mein Erlöser, hast selbst die Bitterkeit des Todes geschmeckt, und weißt, was Sterben ist: hilf mir in dieser Stunde, und stärke mich durch die Kraft deines Todes und deiner Auferstehung; und laß den Tröster, den heiligen Geist, in meiner Seele Freudigs keit des Glaubens und Hoffnung des ewigen Lebens erhalten, bis auf den allerlezten Gedanken, den ich noch denken kann. Herr, Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist! mein Gott von meiner Jugend an! sey auch ist mein Gott, da ich dich am allernöthigsten habe: sey meines Herzens Trost und mein Theil, segne meinen Ausgang aus der Welt und meinen Eintritt in die Ewigkeit! --Allmächtiger Vater! deine Gnade sey auch mit den Lies benden und Geliebten, die ich in dieser Welt zurücklasse! Ich sterbe; aber du, Gott, wirst mit ihnen seyn. Und sterbend bebe ich noch meine Hände für sie aufzu dir: Laß sie glücklich seyn! Erhalte sie in deinem Namen; bewahre sie vor dem Uebel; und versammle uns wieder in deinen himmlischen Wehnungen! Alsdann werden wir uns ohne Thränen wieders fehen, und uns freuen mit unaussprechlicher ewiger Freude. Und nun, Herr, laß deinen Erlösten im Frieden fahren! Nimm sie auf, diese Seele, die dir angehöret: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Dir lebe ich; Dir sterbe ich: Dein bin ich lebend und todt. Amen. Inches 1 Centimetres Blue 2 M: 8.76, ¹3 4 Cyan 2 5 4R- 1 1111,13 6 7 Farbkarte# 13 Green ¹8 Yellow 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8