Gb 44.59 G H B: 98: Univ.- Bibl. Giessen Fridrich Spërhase. Hussar de Garde. Anhang. Lob: und Danklieder. 3. Dein ange schaut auf ihn 1020. S o lang ich ath: Mel. Nun danket alle gott ze. berab; So geht er nicht verloren. Nicht für die welt nicht für das grab Jft er allein geboren. Die welt vergeht mit ihrer luft. Der du den willen gottes thuft, Dein glück soll ewig dauern. me, Gott, Will ich dein lob er heben. Du riefft mich aus dem nichts. Du gab mir dieses les ben. Du schenkteft mir vernunft, dein, Und wenn ich schlafen ges 4. Wenn ich erwache, denk ich Die dich erkennen kann, Und bo- he; Denn du, mein Vater, kannst teft ewig heil Durch deinen sohn verleihn, Um was ich findlich mir an. 2. Was bin ich, milder Gott, Daß du so viel mir schenkeft? Was ist der erdensohn, Herr, daß du fein gedentest? Und doch gedach teft du Schon vor der welt an mich; Denkst meiner auch noch fets. Nur ich vergeß' oft dich. 3. Und dennoch nimmst du mich, Wenn ich die schuld bereue, Voll guade wieder an, Und fegneft mich anfs neue. Bis au des grabes nacht Sey dir mein dank ge weiht, Und einst vor deinem thron, Gott der barmherzigkeit. Hayo Mel. Allein gott in der höh zc. 1021. Wie viele freuden dank ich dir, flehe. Drum seuft' ich immerfort zu dir: Herr, was mir nuget, schenke mir Um deiner gute willen! Mel. Vom himmel kam der ze. 1022. Dich, Herr und Bas ter al er welt, Preift mein gesang, und die miss fällt Der menschen stammelnd loblied nicht, Mein Gott und meine Zuversicht! 2. Von mutterleib' an warft du es. Wie freut sich meine seele deß, Daß du auch mir ein vater bist, Der seines findes nie vergist. 3. Früh ward ich in der taufe schon Geweihet dir und deinem fohns Früh lehrte mich dein uns terricht Mein beil und meine Die du mir, Herr, verliehen! ganze pflicht. Und wie viel fünden hast du mir 4. Du sorgteft täglich für mein Aus gnaden nicht verziehen! Owohl; Trugt meine fehler langs Gott soll langmuth und geduld! muthsvoll; Und, stürmte trübfal Noch täglich häuf ich meine auf mich zu: Wer half fie übers schuld; und deine liebe währet, stehn, als du? 2. Bedenk ich, Schöpfer, deine macht; Blick ich in iene ferne, Und überseh des himmels pracht, Und sonne, mond und fterne: So bet' ich dich voll ehrfurcht an. Was ist der mensch, ruf' ich alsdann; Daß du dich sein erbarmes? s. < Herr, dessen augen ets mich fahn, Du ließft auf meiner pilgerbahn Für mich so viele freuden blühn, Durch wohlthun mich zu dir zu ziehn. 6. Du bist und wares immers Mein schuß, mein retter> dar iu Anhang. 4459 in gefahr, Der stifter meines| schon erfreut. O gieb mir auch, wohlergehns, Und der erhörer meines flehns. nach deiner gute, Noch ein ges schenk; die dankbarkeit. Lehr als les, Gott, was in mir ist, Froh rühmen, daß du gnädig bist. 7. Vergaß schon deiner oft dein find, Doch bliebst du väterlich gefinnt, Und nahmst, bereut' ich meine schuld, Mich wieder auf in deine huld. <. Wer schuf die fecl' und ihre fräfte, Gedächtniß, willen und vers stand? Wer segnet mein berufss geschaffte? Wer stärkt die arbeits fame hand? Wer schenket mir den edlen freund, Der treu mit mir im fummer weint? neu 8. Unzahlbar sind und täglich Die ptoben deiner vater treu. Dir rinnt, o Gott, der gern erfreut, Die zähre meiner dankbarkeit. 6. Wer nog so meislich meine 9. Nimm, da ichs nicht verleiden ir nach dem maaß des gelten kann, Das opfer meines glaubens zu? Re: wechselte jie dankes an. bald mit freuden? Wer gab in senge seyn; ihnen troft und ruh? Wer schüßich sey dein. te mich vor der gefahr, Die uns gefehn mir nahe war? Mein leben müsse I sep erkenntlich, 7. Wer fristet meine lebenstas Mel. O Gott des himmels und zc.* ge? Wer schmückt und frdnet sie *) 1023.Di ir, Gott, dir will mit heil? Chuts nicht mein gott? ich fröhlich sindrum feele, fage: Gott, ewig gen, Dir, deffen freude wohlthun bleibeft du mein theil! Von gans ist. Dir willich dank und ehre brin- zem herzen liebst du mich. Von gen, Dir, der du gut und freund ganzem herzen preif ich dich. lich bist. Ja, Gott, du bist ganz Iteb' und treu. Gieb, daß mein bers ganz freude sey. 2. Dich preifen aller engel hee: re; Dir singt der ganze himmel dant. Dir, Herrscher, brausen wind und meere; Ihr brausen ist dein lobgefang. Die ganze schdpfang ruft dir zu: Wo ist ein sol der gott, wie du? * 8. Wie kann ich deine treu vergelten? Ich bin zu schwach zu diefer pflicht. Das lob aus millionen welten Erreicht, Gott, ihs re größe nicht. Mein wärmster dank ist viel zu klein, Ein würs dig opfer dir zu seyn. 9. Dir will ich ferner auch vers trauen; Denn fiets hast du mir wohlgethan. Ich will auf dich mit glauben schauen; Schau mich mit vaterblicken an. So geh ich ruhig durch die zeit, Und fröhlich in die 3. Du, unser Gott, bift hoch zu loben; Denn nichts gleicht deis ner mildigkeit. Du, hoher Schd pfer, blickft von oben Auf der geewigkeit. fhdpfe dürftigkeit. Kein wurm friecht unbemerkt dahin. fiebst, du nährst, du schüßeft ihn. Du Mel.In dich hab ich gehoffet, Herr. 4. Du haft, o Bater, mein ge 1024. Von ganzer feele id bid, müthe Durch manche wohlthat Herr, der du mich so väterlich Bis diesen *) Von den beiden Melodien des Gefanges: Wer nur den lieben gott läßt walten 2c. ift die neue bey den Gesängen zu gebrauchen, bey denen als Melodie darüber geseket ift: 0 Gott des bimmels und der erden; die alte aber, wo darüber als Melos die gesetzt ist: Wer nur den lieben Gott läßt walten. Anhang. diesen tag erhalten. Noch für und für Laß über mir Dein seguend auge walten. 2. Wer schenkt uns leben, glück und ruh? Wer giebt uns kraft zur pflicht? nur du Schaffft wollen und vollbringen. Wird dein ge deihn Uns nicht erfreun, So Fann uns nichts gelingen. 3. Du schufft, und du regierft die welt Nach deinem rath, wie dirs gefällt. Du lenkst der men fchen herzen. Sen auch mein Itcht, und laß mich nicht, Gott, deine huld verscherzen! 4. Dein wort lehrt, wie ich wans deln soll. Ich folg' ihm auch; doch fühl ich wohl Die schwachheit meiner feele. Ach! Gott der huld! Vergieb die schuld, Wenn ich aus schwachheit fehle. f. Verstand und herz ift fehlers haft. Bald fehlt mir licht; bald fehlt mir kraft, Mich weislich zu regieren. Drum bitt ich dich; Laß, Höchster, mich Stets deine weis: heit führen. 6. Herr, deffen huld uns ewig liebt! Laß mich beym segen, den sie giebt, Auf dich, den geber, ſchauen. Selbst, wenn du ſchlägt mich 3 Wer kein endlicher verstand. darf sich ihm vergleichen? Wer hat ihn ganz erkannt? Macht' euch von ihm kein bild! Wer kann den höchsten sehen; Ob er gleich alle höhen und jede tief erfüllt? fet vertrauen. 7. Gieb, daß ich meine lebenszeit, nur die mit ganzem ernst geweiht, In deiner furcht vollbringe, Bis ich einst dir Dort für und für Lob, preis und ehre finge. 3. Die sonn' in hoher ferne Mag ftralenreicher glühn! Glanst hels ler noch, ihr sterne! Was seyd ihr gegen ihn? Mit aller eurer pracht Send ihr im schönsten lichte Vor seinem angesichte Doch dunkler, als die nacht. 4. Du bist des weltbaus meis fter, Der deinen ruhm erhöht; Der vater aller geister, Voll macht und majestäåt. Du schufest, Gott, auch mich, Um selig einst zu leben. Mein herz sey dir ers geben! Mein Leben preise dich! 5. Jm geifte bet ihn, feele, Und in der wahrheit an. Lieb ich des herrn befehle, Wie felig bin ich dann! Er hat unsterblichs feit, Und seligkeit und leben. Das alles wird er geben Dem, der sich ganz ihm weiht. Mel. Es ist das heil uns kommen rc. 1026. Wenn ich, o S& de deine macht, Die weisheit deiner wege, Die liebe, die für alles wacht, Anbetend überlege: So weiß ich, von bewundrung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll; Mein Gott! mein Herr! mein Vater! 2. Mein auge sieht, wohin ee blickt, Die wunder deiner werfe. Der himmel, prachtig ausges Mel. Aus meines herzens zc. 1025. Shringt heilige schmückt, Preift dich, du Gett der sonn' an ihm erhöht? Wer Fleidet sie mit majestät? Wer ruft dem heer der gerne? von der erde los! Gott, fren von allen schranken, If unaussprechlich groß. Kommt, menschen, und lobsingt Vor seinem angesichte! Gott wohnt in einem lichte, zu dem kein auge dringt. 3. Wer mißt dem winde feinen. lauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer schließt ben school der erden auf, mit verrath und *** 10 2. Kein sinn kann ihn erreichen? Anhang. 4 zu fegnen? Gott der macht keit mein herz an dich ergebe, und herrlichkeit! Gott! deine Und, über deine huld erfreut, gute reicht so weit, So weit die Lobfingend dich erhebe: So steht wolfen reichen. du es, und stehst mir bey, Daß ich dir immer treuer sen 4. Dich predigt sonnenschein und sturm Dich preift der fand am meere. Bringt, ruft auch zu, s. Du höreft meinen seufzern Daß hülfe mir erscheine. Der geringste wurin; Bringt mei- Bol mitleid, Bater, sähleft du nem schöpfer ehre. Mich, ruft der Die thränen, die ich weine. Du baum in seiner pracht; Mich, siehst und wägest meinen schmerz, ruft: die faat, hat gott gemacht! Und stärkst mit deinem troft mein Bringt unserm schöpfer ehre! herz. 6. O drick, Agegenwärtiger, Dieß tief in meine seele, Daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, Mein hers zur zuflucht wähle: Daß ich dein heilig auge scheu, Und from zu leben eifrig sey. s. Der mensch, ein leib, den Deine hand So wunderbar bereis tet: Der mensch, ein geift, den fein verhand, Dich zu erkennen, leitet: Der mensch, der schöpfung ruhm und preis, Ift sich ein tag licher beweis Von deiner gut' und größe. 7. Laß überall gewissenhaft Nach deinem wort mich handeln; 6. Erheb thn ewig, o mein und stärke mich dann auch mit geist! Erhebe feinen namen! traft, Vor dir getroft zu wandeln. Gott, unser vater, sey gepreift! Daß du, o Gott, stets em mich Und alle welt fag': amen! Und seyfi; Dieß trößt und befre met alle welt fürcht' ihren berrn, Und nen geift. hoff auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte gott nicht dienen? In eigner Melodie. 1028. Wie groß ist des allJft der ein mensch, den sie nicht rührt? Der mit verhärtetem ges müthe Den dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, feine liebe zu ers messen, Sep enig meine größte pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen. Vergiß mein herz auch seiner nicht! 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit lange muth mich geleitet? Er, desſen rath ich oft verwarf. Wer starkt den frieden im gewiffen? Wer giebt Du merkst es, wenn des dent geiße neue fraft? Wer läßt herzens rath Verlehrte wege wähs mich so viel glück genießen? Jis let, Une, bleibt auch eine böfe nicht sein arm, der alles schafft? that Ber aller weit verhehlet; 3. Blick', o mein geist, in jenes So weißft du sie, und frafeft leben, u welchem du erschaffen mich zu meiner beßrung väterlich. bit, o du, mit herrlichkeit um 4. Wenn ich in stiller einsamns geben, Gott ewig fehn wirst, wie Mel. Herr deine almacht reicht z. ie bist du, Höchfter, 1027. von uns fern. Du wirls ar aken enden. Wo ich nur bin, Herr aller herrn, Bin ich in deinen händen. Durch dich nur leb' und athme ich; Denn Deine rechte schizet mich. 2. Was ich gedenke, Gott, weißft du. Du prüfeft meine seele. Du fichst es, wenn ich gutes thy; Du fichst es, wenn ich fehle. Nichts, nichts fann deinem aug' entfliehn, Und nichts mich deiner hand ent siebu. Anhang. er ift. Du haft ein recht zu diesen freuden. Durch gottes güte sind fie dein. Sieh! darum mußte chriftus leiden, Damit du könn test selig seyn. 4. Und diesen gott sollt ich nicht ebren? Und seine gute nicht verstehn? Er sollte rufen? ich nicht hören? Den weg.den er mir zeigt, nicht gehn? Sein will' ist mir ins hers geschrieben. Sein tort be stärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben, und meinen nächsten gleich als mich. <. Dies ist mein dank; dieß ist fein wille: Ich soll voll liebe fenn, wie er. So lang ich dieß gebot er fülle, Stell' ich fein bildriß in mir her. Zebt seine lieb' in meiner fee: le: So treibt sie mich zu jeder pflicht; Und), ob ich schon ans schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die fünde nicht! 6. Gott, laß deine gut' und liebe mir immerbar vor augen feyn. Sie start in mir die guten triebe, Mein ganzes leben dir zu weihn. Sie träfte mich zur zeit der schmerzen; Sie leite mich zur zeit des glücks; Und sie befieg' in meinem herzen Die furcht des Ichten augenblicks. Del. Nun lob, mein feel ic. it fröhlichem ges Vor ihren heitern stralen, Wenn uns ihr licht erfreut, Fliehn selbst die dängsten qualen; Gleich nebeln leicht serstreut. Wer zählt die millionen, Die sie erwärmt und nährt? So weit nur wesen wohnen, hat sich auch sie verklärt. 3. Zwar lieblich ist die sonne Dem auge, das ihr firal entzückt; Doch lieblicher die wonne, Womit uns gottes gut' erquickt. Erfreus lich ist das leben, und schauervoll der tod; Doch besser noch, als les ben, Ist deine gute, Gott! Wie ist sie uns so theuer! Sie, fie vers läßt uns nie. Was ist wohl mils der, treuer, und triftender, als sie? 4. Wer wollte sie nicht lobent, Sie, die doch allen alles gab, Vom hohen seraph droben Bis zu des staubs gewürm berab? Denn wie sie von entzücken Stets für den himmel quoll, Jft auch, wos bin wir blicken, von ihr der erds freis voll. Uns zeigen ihre spurent Euft, berg und thal und meer. Won so viel creaturen 2åßt ſie nicht eine leer. * s. Bu gottes lod erwecke Vor allen du dein herz, o chrift! Kont her, und sieh, und schmecke, Wie I freundlich gott, dein bater, ift. Auf seinen ruhm erzähle Dein fremmer lobgefang! Und deine ganze feele. Sed ließ und heißer 1029. seiner gute die ihr chrifto angehört! Dankt gott, daß seine gute, Gleich als fein leben, ewig mährt. Nach so viel tausend jahren, Die durch fie alle reich An froheni fegen raren, Bleibt sie sich immer gleich. Nie hdrt sie auf zu sorgen, Und forget immer treu, Und wird mit jedem morgen An den geschöpfen treu fie für uns wacht, Ein tag dem andern toge, Die nacht der nächsten nacht. 6. Wir sind viel zu geringe Der treu, die du an uns gethan, Wir schaun die großen dinge, Erbars mer, mit bewundrung an. Du schenkt den sohn uns fündern; Ers idfest uns durch ihn; Erwähleft uns zu Findern; Wilft selbst uns 2. Stürst, felfen! Berge, weis zu dir ziehn. Auf! da in jefu nas cher! Doch wankt nicht gottes men Ihm unser lob gefällt, fob baterfinn; und seine gute reichet fingt ihm! amen! amen! Gein Durch aller himmel bimmel bin. Itob füllt alle welt! neu. * 3 Met. Anhang. Mel. Komm, helliger Geift, zc.| freudig sterben, und weiheft uns 1030. Lob, preis und ehre zu himmelserben Durch chrifti christi tod. 6. Lob, preis und ehre bringen wir, Gott Vater, Sohn und Geiß, nur dir. Es müffe jedes land auf erden Voll deines hohen ruhmes werden. Wie felig, wie begnadigt ist Ein volt, deß zuversicht da bift! Allmächt'ger, deinem gross sen namen Sep ewig ruhm und chre! amen. Sey hochgelobt! Sep hochgelobt! unser Gott und Vater, dir! Dein ruhm foll unter uns erschallen. Laß unser lob dir wohlgefallen! Laßt, menschen, seiner lieb' uns freun, und ewig, ewig dankbar feyn. Lobsingt ihm, christen, unsre brüder! Fallt vor dem gott der liebe nieder! Und betet an! Und betet an. 2. Er bieß uns leben; wir sind sein. Du bist die lieb'; und wir find dein. Wie groß und schön find deine werte, Du Gott der Mel. Wie schön leucht uns der 2. weisheit, gut und stärke! Dein 1031.Dein leben, Gott, ift feligkeit; Dein ist der erdkreis, und in dir, Odenken ist allwissenheit, Und alls Höchfter, sind und leben wir. Du, macht ist dein wollen. Unendlicher, Herr, erschufft der engel heere. Uns wie groß bist du! Stets ruft uns auch erschufft du, dir zur ehre; alles, alles zu, Daß wir dich preis Uns fterbliche, Uns sterbliche! sen sollen. Heilig, Heilig, Heilig fingen, Dir zu bringen Preis und ehre, Deiner engel hohe chdre. 2. OVater, deine gut' und macht Läßt uns, die sie hervorgebracht, Auch nun kein gutes fehlen. Du hast uns, da wir dich verkannt, Aus liebe deinen sohn gesandt Bur rettung unfrer seelen. Vater! Vas ter! Dein erbarmen Bleib uns armen Unvergeßlich! Deine lieb ist unermeßlich. 3. Herr, du gedenkst nicht unsrer schuld; Uns fünder trägst du mit geduld; Umfasseft uns mit vaters armen; Neigft, wenn wir flehn, Dich zum erbarmen; Hilfft uns durch unsre prüfungszeit; Führst uns durch sie zur seligkeit; Schickft nur zu unserm heil uns leiden; Und fegneft lieber uns mitfreuden; Du Gnädiger! Du Guddiger! 4. Lob, ehr' und preis, Sohn Bottes, dir! Verlorne fünder waren wir. Du aber bist für uns gestorben, und hast uns ewig heil erworben. Wer dir nachfolgt, und an dich glaubt, und in versuchung treu dir bleibt; Der foll, befrept vom fluch der fünden, Erbarmung, rub und leben finden, In ewig Feit: In ewigkeit. 3. O Sohn, der aus des vaters schooß Hernieder kam; die gnad ist groß, Die uns dein tod erwors ben. Wer danket jemals gnugsam dir? Als mensch geboren, gleich als wir, Bist du für uns geftor: ben. Mittler! Mittler! Dieß heil bleibet Dem, der glaubet, Unvers gånglich. Deine guad' ift übers schwenglich. r. Lob, chr' und preis dir, Geift des Herrn! Wir waren einst von 4. O heilger Geift, der du chrifto fern; Fern von der seele uns lehrst, Das herz erforscheft, wahrem leben, Mit irrthum, uns bekehrft, uns hin zu christo wahn und nacht umgeben. Du führest; Die wunden des gewiss haft durch deines wortes macht sens heilft, Der kindschaft zeugAuch uns zum wahren licht ges niß uns ertheilst, Uns leiteft, uns bracht; Du lehrft fromm leben, regierest. Crifter! Eröfter! Wie CE Anhang. erquidkend, Wie beglückend, Him melsgaben Durch gemeinschaft mit dir haben! f. Gott, Vater, Sohn und beilger Geift, Dich, Geber hoher segen, preift Dein volt mit einem muns de. Von dir erschaffen; bir er: Fauft; Geheiligt dir; auf dich ges tauft, Stehn wir mit dir im buns de. Heilig, Heilig, Heilig fingen, Dir in bringen Preis und ehre, Wir auch in der engel chore. An hoben festen. Mel. Herr Gott, dich loben tc. Bu deines hohen namens ruhm Hilf deinem voll und eigens thum! 1032. Herr Gott, dich los ben Herr Gott, wir danken dir! Dir, Bater, Sohn, und heil'gem Geift! Leit uns durch unfre prüfungszeit Den weg zu deiner herrlichkeit! Wir wollen ihn, dir folgsam, gehn; Und dankbarfroh dein lob ers höhn. Dir, den die ganze schöpfung preift! Vom aufgang bis zum niedergang Frschalet dir ihr lobgesang. Der engel lobgefang bist du. Ein seraph ruft dem andern zu Heilig ist unser gott! Heilig ist unser gott! Heilig ist unser gott! der allges waltge gott! Weit, über alle himmel weit, Reicht deine macht und herrs lichkeit. Was je den erdkreis aufgeklärt, Was je die welt dein heil ges lehrt, Prophet, apoftel, märtyrer, Preift dort im höhern chor dich, Herr. Hier preift dich, noch som leib Beschwert, Dein voll nur schwach, doch gern gehört. Dich, Vater, auf der himel thron, Dich, Jesu Christ, des Vaters Sohn, 7 Du, Gottes Sohn von ewigkeit! Du, Abglans feiner herrlichkeit! Ließft dich herab, ein mensch zu fenn, Uns menschen wieder gott zu weihn, Und herrscheft nun in deinem reich Mit gnad' und macht, dem vAter gleich, Bis du in herrlichkeit dereiuft, Als richter aller welt, erscheinst. Hilf! bilf uns, Herr! wir sind ja dein, Freun uns, durch dich erlößt zu feyn. Und dich, Geift, deß gnad und traft Jo fündern neues leben schafft. Die erd' erfülle, Herr, dein ruhm, Wie deines himmels heiligs thum. In unsers lebens pilgerschaft Ift, Herr, dein wort uns licht und kraft! Sev gnädig uns, o treuer Gott! Du starterSchus in jeder noth! Du hilff, wo bülf und rath ges bricht; Im tod' auch lässek du uns nicht. Dann wird im himmel unfer thell Dein großer lohn, dein ewigs heil. Amen. Bey feyerlichen Vorfällen. Mel. Herr Gott, dich loden iç. err Gott, dich los 1033. He ben wir. Herr Gott, wir danken dir. Dein segen strdmt ohn unterlaß Auf uns herab im reichfien maaf. Von uns fleig' denn zu deinem ohr Ohn' unterlaß auch dank empor. 8 Anhang. Unendlicher! wer ist, wie du? Uns rufen's alle himmel zu: Der uns erschuf, ist groß! An macht und weisheit groß! An gut und segen groß! ist uns ermeßlich groß! Der du das nichts ins daseyn rufft, Groß jeigtest du dich, als du schufft. Dein wort gebot, und es geschah. Gleich funden zahllos weltenda; Und jede trat alsbald die Bahn, Die ihr dein wink wies, freu: dig an. Groß bleibst du, da du aller denkft, Du aller welten schicksal lenkft. Die erd' auch ist dir nicht zu Flein. Du willst ihr milder herrscher feyn. Wer beine wege forscht, erkennts, Und freut sich deines regiments. Groß, weise, gut und herrlich ist, herrscher, was dein rath bes fchließt. Die kronen find in deiner hand. Den weifen scheafft nur bu verstand; Giebst helden ihren heldenmuth Und Fröngt das jahr mit deis nem gut. Du treibf vom staate seuch' und frieg: Verleihst am tag des streites fiegs Gemährst zu fröhlichem genuß Durch frieden neuen überfluß. In unserm staub, Herr, flehen wir, Gott, unsre suflucht für und für! Chu deinem knecht, dem Fönig, wohl. Von deines hohen namens ruhm Erschallet heut dein heiligthum. Nim an die opfer unsers danks; Die jubel unsers lobgefangs. Herr, dir gefällts ia wohl, wenn dein Das land mach deines segens soll. Vor die sich deine menschen freun. Sie zu beglücken, schuff du sie; und deine gut' erschöpft sich nie. Wenn wir dich lieben, und dir traun, Wirst du auf uns mit gnade fchaun. Amen. Erntelied. Mel. Lobet den herren:,: denn 263 Cauchst, chriften, 1034. jauchzet:,: Die gefilde lachen. Herr, deine luft ifs, alles froh zu machen. Durch dich, Gott, teimt und reifet das getreide, Zu unsrer freude.:: 2. Mit jedem jahre:,: Füllt das land dein segen. Auf glut der sons ne giebst du milde regen.:,: Gleich Rehn erfrischt die hingesunknen saaten, und sie gerathen.:: 5. Und dank und jubel:,: Jauchset denn aus allen, Und wald, und hügel und gefild' erschallen:,: Vom lauten dir trolockenden ges tummel Bis zu dem himmel.:,: Schük' es und sichre seinen flor, 6. Dankt, chriften, danket!:, Danket dem erhalter! Dem schutz Und bebe stets ihn mehr empor; der kindheit! ihm, der stug' im Vor allem hilf, daß frommigkeit alter!:,: Dem frohen geber, dess In unserm land stets mehr gesen treu nicht wantet. Dankt, deibt., chriften, danket!:,: Bonns 3. Stets unerschöpflich:,: Bleibt, Gott, deine gnade; Und, wo du. wandelft, zeichnen deine pfade:: Gedeihn und wachsthum, also daß von ihnen Selbst wüften grünen.:,: 4. Du welternährer,:,: Läsfest keinen darben. Den arm der schnits ter füllen volle garben.:,: Die sats ten eerden auf der fetten weide Beseelet freude.:: Anhang. 9 Sonntagslieder. 3. Hilf, daß alle fünder sich Durch dein wort zu dir bekehren; Mel. Unumschränkte liebe se. 1035. Gott ist gegenwar auch wir alle, Gott, durch dich Gern vollbringen, was wir hören, Alle fromm durch dich auf erden, tig. vor ihn treten, Jhn in ehrfurcht ans subeten! Gott ist gegenwärtig. All' im himmel selig werden. Jedes hers erfülle Demuth, an dacht, fromme stille! Wer ihn fennt; Wer ihn nennt, Falle vor ihm nieder; Singe fromme lieder! 2. Höchster, wir entsagen Allen eitelkeiten, Die von dir die seele leiten. Unsers geiftes Fräfte, Sin ne, leib, und leben Wollen wir dir übergeben. Du allein Solft es seyn, Dessen wir uns freuen, Dem wir ganz uns weihen. 3. Möchten wir doch würdig Deinen namen preifen! Stets dir dankbar uns erweisen! Möchten wir, gleich engeln, Einst dein lob erhöhen, und, wie sie, dein antlik fehen! Hilf, daß wir hier schon dir, Einzig dir vor allen, Stre: ben zu gefallen. Advents: n. Weihnachtslieder. Mel. Aus meines herzens ze. I037. Erhebet, Gott, the frommen. hält, was er verspricht. Ber heiland ist gekommen; Der sils fer troft und licht. Gott, der uns nicht verstößt, Hat, uns zum heil und leben, Selbft seinen sohn und der hat uns erlöft. 2. Erlöst! o welche gnade! Ach! ganz unheilbar schien Der feelen tiefer schade. Nun heilt Gott dens noch ihn. Sein rath ist wunders bar. Von sünd' und vom vers berben Uns rettung zu erwerben, Stellt gottes sohn sich dar. gegeben 4. Gieb, daß unsre fenntniß n niedrer knechtsgestalt. Voll 3. Er stellt sich dar auf erden Sich von dir vermehre; Uns zum müh und voll beschwerden War heil, und dir zur ehre. Unfre ganze hier fein aufenthalt. Er floh ges feele Müsse schon auf erden, Großräusch und pracht, Entfagt auch fer Gott, dein tempel werden. Wo wir stehn, Wo wir gehn, Hilf uns, dir nur leben, und dich stets ers heben. todesleiden Sein hohes werk volls gern den freuden, Bis er durch bracht. 4. Er hats vollbracht!» dans Fet! Rühmt laut: er hats volls Mel. Ziebfier Jefu, wir find hier zc. bracht. Der, dessen rath nicht 1036. Gott, vor bir erfchei manket, hat seines bunds ges nen wir, Dich in eintracht zu verehren, und mit frommer lehrbegier Auf dein gött lich wort zu hören, Daß es unsre Fenntniß mehre, Und uns wohl fie nüßen lehre. dacht. Der helfen will und kann; Der mittler ist geboren. Ihr fend nun nicht verloren. Nur nehmt ihn glaubig an. 2. Gieb durch deinen geift, Gott, Daß wir an dein heil feft glauben! Nimmer laß der låstrer fpott Diefen besten troft uns raus ben! Gieb auch licht und muth und stärke uns zu jedem guten werke. 5. Dich glaubig anzunehmen, Herr kommen wir zu dir. Uns deiner nie zu schämen; Das, das geloben wir. Nichts, Helland aller welt; Nichts soll uns je den glauben Von unfern herzen raus ben, Der feft an dich sich hält. 6. Die feft an dich sich halten: Die lafest du auch nie. Dein Anhang. gnadenreiches walten Schüßt ,, det gottes finder! Werdet seiner # tärket, leitet sie. Nach wohl vollbrachtem lauf Nimmst du sie, wenn sie scheiden, Hinauf in deine freuden. Nimm einst auch uns hinauf! werth! eilt, des herrn verehs rer! Folgt dem großen lehrer! Bleibet seiner werth! Preiset ihn, Daß er erschien, Durch das freus digste bestreben, Ihm, nur ihm zu leben. to Mel. Jesu meine freude zc. 1038. Bottes fohn ift komſeine frommen! Dankt ihm, das daß er tam; Daß er hier auf erden, Unser heil zu werden, Seine woh nung nahm. Mensch, wie wir, Erschien er hier, Der zum erd Freis sprach: entstehe! Und einft spricht: vergehe! 2. Laßt uns niederfallen; Dan fen, daß er allen Freund und retter ist. Gott auf seinem throne Liebt uns in dem sohne, Hilft durch jefum christ. Welch ein heil, Am fohne theil, Theil, durch ihn und seine gaben, Auch am vater haben! 3. Keine macht der leiden kann von ihm uns scheiden. Er bleibt ewig treu. Dort wird er vom bösen Gänzlich uns erldfen. Hier fieht er uns bey. Sigt er schon Auf gottes throu; Seine brüder find ihm theuer. O wer liebt uns treuer! Mel. O vaterherz, o licht, o lebe zc. 1039. Belobt fer gott! er ist erschienen, Der uns von gott verheißen war. Der selbst, dem alle himmel dies nen, Stellt sich zu unserm retter dar. Das ew'ge wort wird mensch geboren. Heil uns! wir sind nun nicht verloren. Der fluch wird von uns abgewandt. Welch pfand, daß gott uns nicht verstoße! Er felbst, er hat aus seinem schooße Uns feinen eignen sohn gesandt. 2. Uns will er nicht nur nicht verstoßen; Die gnade foll noch höher gehn. Zu unsers elends mitgenossen Macht er den sohn, uns zu erhöhus Und wie so hoch! wer fanns erreichen? Die sichs erfrecht, von ihm zu weichen, Lädt er zu seinem himmel ein. Sie sollen, Fehren sie nur wieder, Aufs neu, als seines fohnes brus der, Nun seine werthen finder feyn. 4. Von der wallfahrt müde, 3. Wer kann der liebe größ ers Sinken wir in friede Jn des gra- messen, Womit uns gott in christo bes nacht. Unsre tobten glieder liebt? Wer dürfte beffen te vers Biebt die erd' einst wieder Dem, geffen, Der uns den sohn jum der sie bewacht. Jesus ruft Uns heiland giebt? Freut euch vor aus der gruft, Er, der selbst den ihm, erlöste sünder! Freut euch, tsd einst schmeckte; Den die grüft daß ihr nun wieder finder, Und auch deckte. erben seines himmels send! Fühlt, fühlt der freude fromme triebe! Die allmacht ist zugleich die liebe. Für jorn wird euch barmherzigkeit. 4. Muf dem richterthrone Wers den wir im sohne Unsern heiland fchaun. Er wird ewigs leben Dann dort allen geben, Die ihm 4. O wie so reich ist an erbar: hier vertraun. Er ward hier Ver men Der selber niemands je bes fucht, wie wir. Ueberschwenglich darf! Der höll entreißt mit was wird er lohnen, und der schwachterarmen Gott ein geschlecht, das Beit schonen. ihn verwarf. Uns zu befreyn von 6. Cilet, cilt, ihr fünder! Bers( flavenketten; Uns vom verders ben Anhang. II ben ir erretten, Schont er desiter spricht: Ich fomm', ich tom: eignen sohnes nicht. Schaut, wie me; zage nicht. Des vaters millen er unser elend kehret In herrthu ich gern. Gelobt sey, der uns lichkeit, die ewig währet, Und kömmt vom herru. unsre finsterniß in licht. s. Stimmt in der engel laute chdre Durch eure frohe jubel ein. Thr, ihr sollt eures gottes ebre, Ihr seiner größe denkmaal seyn. Bewundernd schaun einst alle wes sen Auf uns, die seine guad' erlefen, Su zeigen, wie er lieben kann. Dankt ihm; und euer dank fey liebe! Gedenkt; er selber ift die liebe, Und nimmt zum daut nur herzen an. 6. Herr, der du mensch geboren wirft! Immanuel und Friedefürst! Auf den die våter hoffend sahn! Dich, Gott, Meffias! bet ich an. 7. Du, unser Heil und höchftes Gut, Vereineft dich mit fleisch und Blut, Wirkt unser freund Und gottes und bruder hier, kinder werden wir. 8. Gedanke voler majestät! Du bist es, der das herz erhöht! Gedanke voller feligkeit! Du bift es, der das hers erfreut. 6. Wie blind find seines heils verachter! Wie fühllos! und wie undankbar! Wohlan! ihr gottes föhn' und töchter! Jbm, ihm bringt eure hersen dar! Laßt feine weg' euch wohlgefallen! Nie wer: Det müde, sie zu wallen, Bis ihr hinauf zu ihm gelangt! Wie wird er euer glück vollenden, Wenn ihr dann dort aus seinen händen Der kinder erbtheil nun empfangt. 9. Durch eines sünde fel die welt. Ein mittler ists, der fie erhält. Was zagt der mensch, wenn der ihn schüßt, Der in des vaters schoose fizt? Mel. Vom himmel kam der zc. 1040. Dies ist der tag, den gott ge macht. Sein werd' in aller welt gedacht! Ihn preise, was durch iesum chrif Im himmel und auf erden ist! 2. Die våter haben dein geharrt, Bis daß die zeit erfüllet ward. Da fandte gott von feinem thron Das beil der welt, dich, seinen fohn. 3. Wenn ich dieß wunder fas sen will, So steht mein geift an betend still, Fühlt hier, was Fein verstand ermißt, Daß gottes lieb unendlich ist. 10. Jauchzt, himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den tag der heiligs sten geburt! Und, erde, die ihn heute fieht, Sing' ihm, dem berrn, ein neues lied. 11. Dieß ist der tag, den gott gemacht. Sein werd' in aller welt gedacht! Jhn preise, was durch jes fum chrift Im himmel und auf erden ift! Wel. Gelobet seyft du, Jesu ze. 1041, Gelobet Teva bu, Gottes Sohn, Der du auf der allmacht thron Jezt herrscheft, und einft warst, wie wir. Preis sev, o weltver, föhner, dir! Dir ewig preis! 2. Dich, davids sohn und das vids herrn, Sahn die våter schon von fern. Wie sehnlich feufsten sie nach dir! O wie viel seliger 4. Damit der fünder gnad' er sind wir! Wir freun uns bein. hält, Erniedrigst du dich, Herr 3. Die nacht entflieht; der tag der welt; Nimmft selbst an unsrer bricht an Ueber die, die nie ihn menschheit theil, Wohnst unter sahn. Auf die, die finsternis unis uns, und schaffft uns heil. Stralt Gottes wahrheit gab, 1. Welt, freue dich! dan rets nun berab! Gott sep gelobt! f. Anhang. 12 4. Durch den die welt einft wor den ist, Der einst richtet, iesus chrift Wird uns, als seinen brüDern, gleich, Wird selder arm, und macht uns reich. Wie liebt er uns! s. Jauchzt, himmel! erde freue dich! Gott versöhnt die welt mit sich. Uns, adams fündiges gefchlecht, Entfündigt er, macht uns gerecht. Dankt, menschen, dankt! 6. Gelobet seyft du, Jesu Chrift, Daß du mensch geboren bist. Dir ist der erdkreis unterthan; Dich beten alle himmel an. Sep hochgelobt! freuen; Musst du die menschliche natur Durch sünden nie entweis hen. Sie, die dein gott so hoch geehrt; Sie sen dir heilig! sey dir werth! Daß nun auch du sie ehret. * 6. Auf! deine würd' ist groß; du bist Dem em'gen fohn verbrüs dert. O schande, wenn nun noch der chrift zur fünde fich erniedert! Drum, wenn sie locket, widersteh! Blick auf und sich, auf welcher hdh Durch ihn die menschheit stralet! 7. Denn, ob er wohl zu leiden fam, Wollt' er doch nach dem leis den Der menschheit, die er an fich nahm, Nicht wieder sich ents Eleiden. Er nahm, nach ganz solls brachtem lauf, Sie im triumph mit sich hinauf: Und stets bleibt So hoch wird er erhöhet. Welcher dein bruder. Mel. Nun freut euch lieb'n 2c. o tief der mensch 1042. S gefunken war: wunder stellt der welt sich dar! 8. So fühle sich denn auch dein Kommt, menfchen, her, und sehet! geist Mit ihm zur höh erhoben! Des ewgen vaters ebenbild Er- Wie dorthin dich dein glaube weift, fcheint, in unfer fleisch gehüllt; Sen auch dein wandel droben! Wie wir, sur welt geboren. Chrift! göttlichen geschlechts bift du! Des sohnes menschheit ruft dir zu: Denk edel! denke göttlich! 2. Im elend schauten wir um her Nach rettern; da war keiner. Doch unfrer noth erbarmt sich er; Wird als der unsern einer. Er, der der welt ihr dasebn gab, Last Mel. Nun lob mein' feel' den ze. bis zu uns sich tief herab, 3u fich 1043. Vom grad, an dem uns zu erhöhen. Soll, JefuChrift, dein lobgefang Empor 3. Wenn nun schon tod und zum himmel schallen. Dir opfre elend drohn; Was wollten wir iede seele dant! Und jeder der ges noch jager? Uns wird der mensch- bornen Freu sich, ein mensch zu gewordne fohn Nie unser flehn feyn! Und ieder der verlornen serfagen. Er hilft; er ist uns nah Freu sich, erloft zu seyn! Uns ist verwandt. Mit uns, geschöpfen das Find gegeben; Geboren uns feiner hand, Stamt er aus einem der sohn. Mit ihm erscheint das blute. leben; Mit ihm des himmels lohn, 2. Kommt! laßt uns niederfals len Vor unserm heiland, jesu chrift, und danken, daß er alen Erretter, freund und bruder ist. Er, gleich der morgensonne Mit ihrem ersten stral, Verbreitet licht und wonne Und leben überall. Durch ihn kömmt heil und gnade Auf unsre welt berab. Er fegnet 4. Mit uns freun über unser glück Sich selbst der engel chdre. Der friede Fehrt zu uns zurück. Gott in der höh sey ehre, Der von der höhe seines throns, Auf uns, Die brüder feines fohns, Mit wohl gefallen schauet! unfre <. Des glücks, das hier dir wie berfube, Christ, würdig dich zu Anhang. unfre pfade Durchs leben bis ins grab. 3. Getroft, ihr mitgenossen Des elends und der sterblichkeit! Klagt nicht; euch sen verschlossen Der eingang zu der herrlichkeit. Zu unsrer erd' hernieder Kam got tes eigner sohn. Nun hebt er sei ne brüder Empor zu gottes thron. Er ward das heil der fünder. Sie, gläubig durch sein wort, Sind hier nun gottes tinder, Und got tes erben dort. 4. Du, dem in jubeltedern Sein lob durch alle himmel schallt! Neig' auch dein ohr zu liedern, Die dein noch sterblichs volk dir lallt. Auch du warst einst auf erden, Was deine brüder sind, Ein dulder von beschwerden, Der duldend überwindt. Was du denn nun bist, werden Einst deine brü der seyn, Wenn sie, entrückt der er den, Sich deines anschauns freun. s. Bald sind auch wir zum lohne Der himmelsbürger dort erhöht. Nah sind wir dann dem throne, Und schauen deine maiestat. Nicht n: ehr aus dunkler ferne Dringt dann der dank zu dir. Hoch über soun' und sterne Erhaben, jauch jen wir; Und in der engel chôre! Schallt unser lobgefang. Erbarmer, dir sey ehre! Dir, Weltverföbuer, dank! Neujabrslieder. Mel. Es ist das heil uns kommen 2c. er droben in der 1044 höhe wohnt, Wog selbst das maaß der zeiten. Er schuf die fonn', und rief dem mond, Die erde zu begleiten. Der lauf der sonne mist das jahr. Der lauf des mondes theilt das jahr. Rühmt, rühmt den berrn der zeiten! 2. Herr, der da ist, und der da war! Von dankerfüllten zungen 13 Sen dir für das verfloßne jahr Ein heilig lied gesungen; Für ies den segen deiner gnad; Für das gedeihen jeder that, Die uns durch dich gelungen. 3. Laß auch dieß jahr gesegnet seyn, Das du uns neu gegeben. Verleih uns kraft,( die kraft ift dein) In deiner furcht zu leben. Du schürzest uns, und du vermehrst Der menschen glück, wenn sie zus erst nach deinem reiche trachten. 4. Gieb uns, wofern es dir ges fällt, Des lebens ruh und freuden. Doch schadet uns das glück der welt, So üb' uns auch durch leis den. Nur stärke zur geduld das herz, Und laß uns nicht in noth und schmerz Die glücklichern be neiden. 5. Eaß auf uns deine gnade ruhn, Daß auch in diesem jahre Sich, Herr, in allem unserm: thun Dein segen offenbare.Regier' uns, Vater, väterlich, Daß an sich jes der, daß auch ich, Wie gut du fenst, erfahre. 6. Daß unsers landes flor ges deih; Ben uns furcht gottes wohs ne; Dem könig seine vatertren Der völker ftebe lohne; Wir alle deiner huld uns freun; Dieß, Bas ter, wollest du verleihn In chrifto, deinem sohne. Mel. Nun komm der heiden 26. 1045. Chriften unser les ben eilt. Ohne raft und unverweilt Eilt sie bin, die kurze zeit: Hin ins meer der ewigkeit. 2. Wellenreich und ohne ruß Stürzt ein strom dem meere zu. Schaut, wie feine welle bleibt; Eine ftets die andre treibt. 3. So vertreibt auch immerdar Dieß jahr schnell ein folgend jahe Und das lette rauscht herbey, Et man merkt, wie nab es sev. 4. Laßt uns sorgen, daß uns nie Anhang. 14 nie ungenügt die zeit entflieh. Weil der tag des beils noch währt, Bleib' uns jede stunde werth. 6. Herr, mein Heil, an dess fen blut ich glaube. Ich liege hier vor dir gebückt im staube, Vers liere mich mit dankeudem gemüthe In deiner gute. <. Laßt uns bik' und last nicht scheun; Stets zum guten wirksam seyn; Denn die nacht rückt schnell 7. Sie übersteigt die menschlis heran, Wo man nichts mehr wirschen gedanken. Doch sollt ich drum ten fann. im glauben zweifelnd wanken? 6. Jede stunde, wo der geift Ich bin ein mensch; darf der sich Sich der erde mehr entreißt, unterwinden, Gott zu ergründen? Bleibt uns, flicht sie schon dahin, Doch ein ewiger gewinn. 7. Jede stunde, wo man nugt, Andre trofstet, beffert, schügt, Gern erfreut; die dauert dort Stets in ihrem lohne fort. 8. Das größt' in gott ift, gnad und lieb' erweisen. Uns tömmt es zu, sie demuthsvoll zu preisen; 3u sehu, wie hoch, wenn gott uns gnad' erzeiget, Die guade steiget. 8. Nimm, Herr, unsrer gnädig wahr! Allen werde dieses jahr, Das uns deine huld verleiht, Fruchtbar für die ewigkeit. 9. Laß deinen geist mich stets, mein heiland, lehren, Dein götts lich freuz im glauben zu ve ehren, Daß ich getreu in dem Beruf der liebe Mich christlich übe. Passionsgefänge. 10. Das gute thun, das böse fliehn und meiden, Herr, diese pflicht lehrt mich bein heilig leis den. Kann ich zugleich das böſe mir dein leiden erlauben, an glauben? Mel. Herzliebster Jefu, was haft zc. stärke 1046. Hert, starte mich, 11. Da du dich selbst für mich dahin gegeben; Wie könnt' ich noch nach meinem willen leben? Nur dir leb ich, dir, dem ich ans gebdre, zu deiner ehre. bedenken, Mich in das meer der liede zu versenken, Die dich bes wog, von aller schuld des bösen Uns zu erlösen. 2. Vereint mit gott, ein mensch gleich uns auf erden, und bis sum tod am freuz gehorsam wer- el. Liebster Jesu, wir sind ze. den! An unfrer statt gemartert und serfchlagen, Die fünde tragen! 3. Welch wundervoll hochheiliBes geschaffte! Sinn' ich ihm nach: so sagen meine Fräfte. Mein herz erbebts ich seh und ich empfinde Den fluch der fünde. 1047. Meine feel! ers muntre dich, Dessen liebe, dessen segen, Der für dich am freuz erblich, Fromm und dankbar zu erwägen, Daß dein herz der großen treue Deis nes jefu sich erfreue. 4. Gott ist gerecht; ein rächer 2. Sieh! dein jesus, gottes alles bösen. Gott ist die lieb'; und sohn, Jft für dich and freuz ge låst die welt erlösen. Dieß kann heftet: Ueberhäuft mit spott und mein geift, mit schrecken und enthohn; Blutig, schmerzenvoll, ents Jucken, Am Freuz erblicken. Fräftet; Ach! für dich mit fluch s. Es schlägt den stolz und mein beschweret! Wo ist grdpre lieb' ers verdienst darnieder. Es stürst mich tief; und es erhebt mich wieder; Lehr mich mein glück; macht mich aus gottes feinde Zu gottes freunde. höret? 3. O wie mag mein volles hers Dem sich dan bar gung erweisen, Der so gar durch blut und schmers Seine lieb' an mir will preisen? Ex Anhang. Er, er felbft, trägt meine fünden, Daß ich könnte gnade finden? 4. Fern denn, fünden, fern von mir! Euch kann ich an mir nicht dulden. Welch ein schndder greul send ihr! Mir ganz untilgbare schulden! Und was brachtet ihr dem herzen Meines jefu nicht für schmerzen? r. Dir, mein Jesu, dir, mein Heil, Will ich ganz mich überge ben, Als dein eigenthum und theil, Was ich lebe, dir zu leben, Daß ich dir einst sterben könne, Und kein tod von dir mich trenne. 6. Herr, wie viel schenkst du schon hier! Welchen hohen seelenfrieden! Freudigkeit zu gott in dir! Neue kraft, wenn wir ermů den! Schenkst du schon so viel auf erden: Wie weit mehr wird dort und werden! 7. Was für wonne nach dem leid! Nach der schmach o was für chre! Was für ruhe nach dem ftreit! Was für frohe jubelchore! Ewig werd' ich gott dort loben, Wenn er mich zu sich erhoben. 8. Oft und herzlich freu ich mich Auf dieß freudenvolle leben. Hei land, dir sey dank! durch dich Wird es mir dereinst gegeben. Du, Herr, bilfft,( das hofft mein glaube,) Daß mir nichts die krone raube. 15 Ich werde dort, von herrlichkeit umgeben, Einft ewig leben. 4. Wenn ich nur stets der tus gend pfad betrete, Jm glauben tampf, im glauben wach' und bete: So ist mein heil schon so gewiß erstrebet, Als jesus lebet. s. Lockt böse Inft mein herz mit ihrem reize: So schrecke mich dein wort, das wort vom Freuze; Und werd ich matt im laufe guter wers te: So sen mirs stärke. 3. So bin ich denn schon selig hier im glauben und mir wird nichts, nichts meine frone rauben. 6. Ein reines herz, gleich deis nem edeln herzen; Dieß ist der dank für deines Freuzes schmerzenz Und gott giebt uns diekraft in deis nem namen, Dich nachzuahmen. 7. Wie sollt ich nicht, wenn leis den dieser erden, Wenn kreuz mich trifft, gelaßnen herzens werden; Da du so viel für uns, die wirs verschuldet, Liebreich erduldet? 8. Für welche du dein leben selbst gelaffen; Wie könnt' ich sie, fie meine brüder, haffen? Und nicht wie du, wenn sie mich uns tertreten, Für sie noch beten? 9. Ich will nicht haß mit gleis chem haß vergelten. Wenn man mich schilt, will ich nicht wieder schelten. Du, Heiliger, du, Herr und Haupt der glieder, Schaltst auch nicht wieder. Mel. Herzliebster Jefu, was haft zc. ie reich, mein 1048. Wie heiland, an den ft mir dein leiden! * 1c. Seh ich dein Freuz den Flugen dieser erden ein ärgerniß und eine thorheit werden: So sens doch mir, trok alles frechen spottes, Die weisheit gottes. beften segen 11. Dein strafgericht verzieh, Laß michs recht erwägen! Stets fie zu zerschmettern! Erbarm dich, müffe mir sein bild vor augen Gott, wenn einer von den spits fchweben! Stets in mir leben! tern Sich spät bekehrt, und dich, 2. Unendlich glück! du littest den er geschmähet, Um gnade mir zu gute. Ich bin versöhnt mit lehet. deinem theuren blute. Du haft am freuz, da du für mich geftor ben, Mir heil erworben. 12. Wenn endlich, Herr, mich meine fünden Franken: So laß dein freuz mir wieder ruhe schenken. Dein freuz; dieß sev, menn ich den tod eing leide, Mir fr.ed' und freude. Wil. 16 Anhang. Mel. Hersliebster Jefu, was haft zc. Mel. Herzlich thut mich verlange 1049. Der bu für uns dich in den tod gege 1050. Du, der aus edlens suns dern heil errang! Du, den fein herz voll liebe Für uns zu bluten drang. D mit wie schweren plas gen Schloß deine laufbahn sich! Welch zittern und welch sagen Befiel am dlberg dich! 2. Schon lag vor deinen blit: ten Dein ganzes leiden da; Von des verräthers tücken Sum freuz auf golgatha. Du sahst die gras 3. Des ew'gen sohn tritt, gleich| beshöhle, und fühlteft todesals menschenkinder, In unfrewelts Der heil'ge büßt für fünder: Des lebens fürst will selbst,( wer fann das fassen?) Am Freus erblassen. noth. Betrübt war deine seele; Betrübt bis in den tod. Ben, Wie kann ich gnugsam deine treu erheben! Wie herrlich seigst du im eridsungswerke Der liebe stärke! 2. Was ist der mensch, daß du fein fo gedenkeft? Für ihn dich felbst so tief ins elend senkest? Du willst die ftrafen, die wir felbft verschulden, Für uns er dulden? 3. Auf dich, der menschen bes fter, Drang angst auf angst her: 4. Kannst du, o mensch, so hohe ju, und doch hing niemand fes gnadenzeichen, So große runder ster An feinem gott, als du. feiner lieb' erreichen? Thut er ,, Sollt' ich den kelch nicht trinken, nicht mehr, vom staub uns zu er: ,, Den mir mein pater beut?" böhen, Als wir verstehen? Dieß ließ dein herz nicht sinken; Wars gleich voll bangigkeit. s. Alreiser rath! auf dir steht mein vertrauen! Gelüftet engel selbst, dich zu durchschauen; Solt ich nicht dich, von danke hingeris fen, Anbeten müssen? 4. Nach seinem rath zu leiden, Bleibt dein entschluß doch fest, Der dich so hobe freuden Von fern erblicken läßt. Um millionen 6. Here, lehr mich felbft des seelen Vom tode zu befreyn, Willst heiles größ erkennen; Dich meidu den tod felbst wählen; Nicht nen herrn in that'gem glaubenschmach noch marter scheun. nennen, Den ganzen troft von tilgung meiner fünden Gerührt empfinden. s. Zwar aus der Bosheit fülle Strdmt auf dich wilde wut. Doch welche geiftes stille! Welch uner: * 7. Jch, Heiland, flieh zu dei schrockner muth! Du scheuest kei nen offnen armen; Gewiß, du( ne schmerzen, Womit ihr grimm werdest meiner dich erbarmen. dir droht. Zu schwer wird deinem Nein! du verstößeft nicht, die fün herzen Selbst nicht der Freuzested. den haffen, und dich umfassen. 8. Ja! hülf' und troft find ich ben deinem Freuze. Gieb nun auch, daß dieß freu mich dring" und reize, Dich, den erwerber aller gus ten gaben Recht lieb zu haben. 9. Dir, Jesu, leb ich; dir will ich auch sterben. Ich weiß, du Lägt die deinen nicht verderben; 6. Der menschen heil zu fördern, Gabst du mit sanftem finn Dich willig deinen mördern Und ihren martern hin. um dich war alles trübe; Doch du bliebt ruhevoll. So stark war deine liebe Zu uns und unserm wohl! * 7. O freund der menschenlinder, Den ehr' und preis nun Hilfs, daß ich nicht im legs schmückt! Wie hoch bast du uns fünder, Durch deinen tod bes ten kampf erliege, und Berbend fiege. glückt! Er beilet das gewissen; Startt Anhang. 17 Stärkt uns zu jeder pflicht; 3. Entblößt von allem reise. Der Giebt trof in kümmernissen, Jm menschen wohlgefällt, Hingst du tode zuversicht. an deinem Frenze; ein finch vor 8. Wie viel sind wir dir schul- aller welt. Dich flohen deine freuns dig, Daß du die schwere last Des des Du warst des volkes spotts Freuzes so geduldig Für uns ge- Dich hdnnten deine feinde: Wo tragen haft! Dich wollen wir ers heben, So viel die schwachbeit kann, Und dir ju ehren leben. Nimm unser opfer an. tft denn nun sein gott? 4. Wer kann bir nachempfinden Der schmerz, die totesangs, Mit welcher du, ben fünden Uns ju erret en, rangst. Es fiürite plag auf plage Mit felfenlast auf dich; Drang dich zur lanten flage: gott, wie verläft du mich! Mel. O Lam Gottes unschuldig 2. Sohn Gottes! m 1051. Baube mit blut und thränen bedecket! Auf bich bin blicke mein glaube, Wenn tod und fünde mich schrecket. Dein traueen, fruften, klagen, Den ringen, jittern, jagen Sey meine ruhe, Herr Jesu! s. Und diese last son plagen, Herr, es war meine laf Ich bätte follen tragen, was du ges tragen hast. Sieh grädig auf mich armen, Der zorn verdienet hat, Und ud bilf mir aus erdarmen Bon meiner that. 2. D Sobn Gottes! unfepuldig Trugs du tie herbe verydhnung, Und trugst, als held, sie geduldis, den Vergebung, beßrungskraft, 6. Du bast uns durch dein leis 3u memer fünden versöhnung. Hier troft und muth, dort freus Dein bild muß uns beleben zu den, Die ewig sind, ver chafft. D dulden, zu vergeben, Wie du sugied an dieser gnade Aveb meinent lieben, Herr Jefu! 3. O Sohn Gottes! freywillig Blauben theil, und auf des lebenss Für uns am Freuze gestorben, pfade mir muth, fraft, tros u. heil. Dr, bir nut, leben nun billig, Die du so theuer erworben. Auch ich will dir nur leden, Dir ganz mich übergeben 3ur treusten liebe, Herr Jesu! * 7. Aus tiefgerührtem herzen Sag ich nun lebenslang Für deis ne todesschmerzen, Mein treufter Freund, dir rank. Ach hilf, daß ich mich halte zu dir mit gleicher trett, Ind, bis ich einft erfalte, Gan; gan; der d'ine sey. Mel. Herzlich thut mich ze. 1052.Der bu voll bli t und wunden, Für uns am freuze ftarbf, Und unsera les ten stunden Den höchften troft er warbst! Der du dein theures le ben, Noch eh ich war, auch mit Zur rettung, hingegeben! Mein Heil, wie dank' ich dir! 2. Wie viel haft du erduldet, Erhabner Menschensohn, Als du, der nichts verschuldet, Empfing 9. Dann, Jefu, laß mein hofs fen In schauen übergehn. Im geiße laß mich offen, Herr, deis Der fünder lobn! Da folgte schmerznen pimmel seha; Im geiße mit aufschmer; e; Da traf dich sehma entzücken und beil ger sehnsucht auf schmachi Da lag auf deinem vol, Nach dir, Vouender, blicken. bergenAuss, die das pers bir brach. Wer so stirbt, der first wohl. Mel. 8. Und wenn ich dann soll scheis den, Ach! Herr, verlaß mich nicht. In meinen todesletden Sep du nein troft und licht; tind weitn am allerbangften Wir um meint hert wird seyn, Dann reiß mich aus den angsten strat deiner ange und peint. Anhang. Mel.Dewigkeit, du donnerwort zc. heilst du mich. Wie tief erniedrigs du 1053. Der bu der strafen teßt du dich! Lief bis zum tob am du der sklaven schmach empfingst, Du als ein fluch am holze hingst. 18 meiner statt getragen haft; Für mich den tod erlitten! Wie soll ich dir gnug dankbar seyn, Daß du durch leiden, tod und pein Das leben mir erstritten? Herr, deffen eigenthum ich bin, Nimm ganz zu deinem dienft mich hin. * 7. Bloß auf das meine durit ich sehn, und, flatt dem nächsten beyzustehn, Jhm meinen dienst versagen; Da du, Herr, selbst zu dienen kamf, Die schwersten burden auf dich nahmst, um fie und schweiß dem nächsten gern. 2. Croft hab ich ja allein durch dich. So ftärket auch dein leiden für uns zu tragen? Wie du, dien mich zu meinen schwersten pflich- ich, von trägheit fern, In müh ten. Ich schaue, Herr, auf mei ner bahn Stets glaubensvol dein vorbild an, Den gang darnach zu richten. Mich schreckt fein noch so steiler pfad, Da ihn dein fuß vor mir betrat. 8. Du, Jefu, selbst bifis, der mich stärkt, Daß nicht mein herz sich unsermerkt Von deinem pfad entferne. Da ich dir ganz mich schuldig bin, Hilf, daß van die ich edeln sinn und selbstverlengs nung lerne; Denn für das heil, Herr der welt, für mich hintan- das du gewährst, Ift dieß der gefehet. Was auch mein her, dank, den da begehrt. 3. Nichts ist, was mich gefess felt hält. Du haft den hinumel, liebt, opferts doch Dir gern auf, weil es nichts so hoch, Als deine Mel. Herzlich lieb hab ich dich, zc. Itebe, schänet. O wie so viel hab ih in ihr! Du dankst mir nichts, 1054. 11m snade für die 4. Wer nur nach sinnenlust be gehrt, Der ist, o Jesu, dein nicht werth, If fleischlich, ist verblen Det. Leg leiden auf; ich bin bereit. Du, Stifter unfrer seligkeit, Fleht iefus biutig und entstellt, Da fünder ihn verspotten. Durch alle glieder to bet schmer;; Doch rührt sein liebevolles her: Das beil so wilder rotten. Von ihnen, die voll grimms ihn schmähn, Kehrt Bist auch durch sie vollendet. Dir, fi fein fanfter Blick auf den, Den der mir diese bahn erst brach, Trag' ich das treu; nun willig nach. ihre wut in ihm entehrt, Und, daß es erd' und himmel hört, Ruft er: vergieb! Führ, Water, nicht Sie ins gericht! Was sie ist thun, verfehn sie nicht. <. Mich schreckt nicht roher spot ter hohn. Du auch ließift in der dortenkron' Gelaffen dich ser spotten. Sollt alle welt auch wider dich und wider deine lebre buld, duld 2. Erfaunt bewundr' ich solche Die mit so göttlicher ges Go bittrem haß begegnet; sich Aus haß zusammenrotten; Ach! nicht nur mit geduld ibn Ein weltfinn fcheu des frevlers trigt; 3um wärmsten mitleid fpott! Er ehrt mich; er ist ruhm ben gott. auch bewegt: Die mörder gar noch fegnet. Herr, dieß dein 6. Auch hab ich auf mein hers fegnendes gebet hat uns auch ftets acht, Daß es nicht stols nach ewigs heil erfleht. Auch uns fagt eitler pracht, Nach ruhm und es, su anfrer rub, Erbarmen bobeit, seize. Vou allem stolie und vergebung zu. Herr, sey ges lobt! Anhang. 19 lobt! Durch deinen tod, Den slus sprach, Als er am Freuze sich theuern tod, If, uns versöhnt gott, unser gott. nun nah Dem ausgang seiner leiden sah. Es ist vollbracht. 2. Es ist vollbracht; ganz ist erfüllt Die schrift, und alles nun enthüllt; Vollführet des allweis fent rath; Geschehn die große gots testhat. Es ist vollbracht. 3. Daß die, die fchuld aufi schuld gehauft, nicht gottes straf alsbald ergreift, Wie sie's vers dienet hätten; Daß gott deß, der doch sein vergißt, So gnädig denket, und ihm frift Gewährt, fich noch zu rettens Daß ich auch freudig fagen kann: Auch mich, mich fünder, nimmt goit an; Wer bat, mein Heiland, dies geschafft, Als du durch deiner fürsprach Fraft, O Jefu Chrift! Mein Herr und Gott! Mein Herr und Gott! Vertritt du mich bis an den tod. 3. Es ist vollbracht; vollfom men ist Das opfer, deffen blut hier fließt. Das, was sein sohn that, sieht gott an, als hätt' es ich, ich selbst, gethan. ist vollbracht. * 4. Hilf, Herr, daß ich dir ähnlich sey, Gleich dir, beleidis gern verzeih Mit fanfter froher feele. Hilf, daß ich, ohne rach: begier, Gott meine fache, gott, gleich dir, Der feinde heil be: feble; Und wenn mein heri, vom jorn emport, Durch stolz und ei gennuß bethört, Der rachsucht 6. Es ist vollbracht; in heitrer glut nicht dämpfen kann, Dann, ruh Wall' ich nun meinem grabe dann erinnre du mich dran, Jefu Chrift! Wie du geflebt, und dein gebet Selbst deinen mdrs deru gnad' erfileht. Du. Er, der den tod die macht hier nimmt, hat dort sein les ben mir bestimmt. Es is volle bracht. nen. 1. Wenn du felbf feinde so vers 7. Es ist vollbracht! ach nie vers trittst; So bin ich deß gewiß, du giß, Mein geift, dieß wort! es bittft Stets fräftig für die deis ist gewiß. Und folg im glauben Sint ich, so nimm dich chrißo nach: So sprichst du einft, meiner ans Und, sollt' ich fallen, wie christus sprach: Es ist volls las mich dann um tros nicht bracht. fruchtlos weinen; und schreckt des todes grauen mich; Sey du nur mir nicht fürchterlich! Ostergesänge. Du, Mel. Nun jauchz' dem herren ic. meine Zuversicht in noth! Dann 1056. Erreich, mein troft im tod. geift, erfreut Des Herr Jefu Chrift! Wie felig ist; hoben tags der herrlichkeit! Halt Wie felig ist, Der mensch, daß im gedächtniß fesum chrift, Der du sein heiland bist! von dem tod' erstanden ist. 4. Es ist vollbracht; ich bin ers 1dft, Weiß nun, daß gott mich nicht verstößt. Der chrisi tod mit ehre front, Bezeugt, ich sey durch ihn versöhnt. Es ist volls Dracht. r. Es ist vollbracht; der zugang leht 3u gott mir offen im gebet. Ich darf mit kindlichem vertraun In noth auf seine bülfe baun. es ist vollbracht. Mel. Erschienen ist der herrlich zc. 2. Fühl' alle dankbarkeit für ihn, Als ob er heute dir erschien; s ist vollbracht! oft Als spräch er: Friede sey mit denk ihm nach, dir! So freue dich, mein geiß! Dein geift! dem wort, das chris in mir. kan 20 Anhang. 3. Schau über dich, und' der'( ist es werth. So lange deine ihn an. Er mißt den sternen wallfahrt währt, halt im ges ihre bahn. Er lebt und herrscht, dachen ß icfum chrift, Der vont mit gott vereint; Und cr, dein dem tod erstanden ist. berrscher, ist dein freund. 1 4. Macht, ruhm und hoheit Mel. Allein Gott in der höh sey ic. immerdar Dem, der da ist, und 1057 Bringt prese dem der da war! Sein name ge benedent Vou nun an bis in ewigkeit! fand dar! Auf! fingt ihm jubels lieder! Er, der für uns getödtet war, Heil uns! er lebet wieder. Indem er starb, hat er gesiegt. Er stand vem tod auf, und nun liegt Der tod u feinen füßen. 2. Wo ist, da ihn sein gott ers 6. Vor sein m thron, in seinem höht, Der nfern froß uns raube? reich, Unsterblich, beilig, engeln Nein! ewig unerschüttert steht gleich, und ewig, ewig selig seyn: Durch ihn des christen glaube. Herr, welche herrlichkeit ist mein! Troß dem, was sich dagegen legt! 7. Mein her; erliegt froh uns Die hohe gotteslehre trägt Der ter ihr; Lieb' und verwundrung wahrheit festes fiegel. Tämpft in air. Dich, Gott, bet ich voll ehrfurcht an, Der mehr schenkt, als ich faffen kann. 3. Wo wollt' icy, fünder, war er nicht Erstanden, ruhe finden? Ich hatte weder trost noch licht, 8. Du, der du in den himmeln Und blieb in meinen funden. thronft, Ich soll da wohnen, we Doch seines opfers hober werth du wohust; Und du erfülft einst feverlich von gott bewährt. mein vertraun, Dort deine herr Er hat ihn auferwecket. lichkeit zu schaun. 5. O glaube, der das berg er höht! Was ist der erde majestát Wenn sie mein geist mit der var aleicht, Die ich durch gottes fohu erreicht? 4. Sein werk wars, uns die 9. Ich soll, wenn du, des lebens neue bahu 3um himmet at bes fürst, In herrlichkeit erscheinen reiten. Sein opfer gilt; dankt! wirst, Ermeckt aus meinem grabe betet an! Es gilt auf alle zeis gehn; Berklärt zu deiner rechten. Denn gott hat ihn, da er, ten fiehn. mit sieg Gekrönt, aus seinem gra be stieg, Als seinen sohn ve klaret. 10. Mit engeln sing ich dann dein lob, Das ich hier stammelnd nur erhob. mit allen frommen aller zeit Freu ich mich dein in ewigkeit. * 11. Zu welchem glück, u wel chem ruhm, Erhebet uns das chriftenthum! Mit dir gefreu sigt, Gottes Sohn, Sind wir auch auferstanden schon. 12. Nic komm es mir ars mei nem finn, Was ich, mein Heil, dir schuldig bin; Damit ich, stets in liebe treu, Bu deinem bilde mich erneu. 13. Auf denn, mein geißt! er 5. Mein herz frohlockt, Erstand: ner, dir, Der du nun ewig le: best. Ich weiß, du lebst, daß du auch mir Das ew'ge leben gebeft; eiß, daß du mein varfshner seost; Weiß, daß du träfte mir verleibst, Mit freuden gott in diener. 6. Mein Herr und Goft! hilf mir dazu! Hilf, daß ich, fren von sande, Im frieden gottes feste rub Für meine seele finde. Herr, pflanze deinen inn in mich, Und leve selbst in mir, daß ich Stets 470 seiner würdig wandle. 7. Anhang. 21 7. So darf ich nicht vor tod, 4. Herr, deine boten siegen, Bon und grab, Wun gott mich ruft, die unt demem geist gelehrt. Die erschrecken. Daun herrlich totamp gögentempel liegen. Der erdkreis Du einst herab, Die todten zu erwird zu gott bekehrt. Ich weiß, weden. Frab werd' auch ich dann an wen ich glaube; in freudens auferstehn, Froh dich, des todes voll ein chrift. I bet' ihn an fieger, fehn nicht deinen richt im staude, Jhn, der mein retter ftul fürchten. ift. Ich werd' ibn ewig schauen, Wenn er auch mich erhebt. Der berr ist mein vertrauen. Er farb für mich, und lebt. * s. Bo du, Herr, bist, soll auch dein freund, mit herrlichFeit umgeben, Auf ewig nun mit dir vereint, Ju deiner toonne les ben. Solch hohes erbtbell werd auch mein! Und ewig werd' ich Mel. Jesus metne jubersicht zc. des mich freun, Daß du vom 1059. fus lebt; mit ihm auch ich. tod Mel. Nun lob, mein feel, den 2c. obfinge meine feele! 1058.2 Bet thn, den aufer: ftandnen, an. Lobsing' ihm und er jable, Was dir um heil der herr gethan. Er hat für dich gerungen. Er bat durch seine macht Des tos des macht bezwungen, Erhellt des grabes nacht. Singt! sinat ihm jubeflieder! Sein sieg hat uns bes frept. Uns trdnet gott nun wie: der Mit gad' und seligkeit. wo sind nun deine schrecken? Er, er lebt, und wird auch mich Bon den godten auferwecken. Er vers lärt mich in sein licht. Dieß is meine zuersicht. 2. Jefus lebt; ihm ist das reich Ueber alle welt gegeben. Mit ihm werd auch ich zugleich Ewig herrs fehen, ewig le en. Gott er üllty was er verspricht. Disß ist metue zuversicht. 3. Jefus lebt; wer nun versagt, Schmälert unsers gottes chre. Guade hat er zugesagt, Daß der fünder sich bekehre. Gott verstößt in christe nicht. Dies ist meine 2. Froh führte feine foune Den festlich hoben tag herauf. Da stand er, meine woune, Der held, der zuverliebt. welt verföhner, auf. Gedanke, der 4. Jesus lebts fein heil ist mein. zu freudent Des himmels mich ersSein sey auch mein ganzes leben. hebt: Gedanke, der in leiden Mit Reines hersens will ich seyn, Und: reichem tros belebt! Des böbern lebens quelle! mein schild in je der noth! Wo ist dein fies, o böl le? Wo ist dein stachel, tod? den Lüften widerstreben. Er vers last mich schwachen nicht. Dieß ist meine zuversicht. r. Jesus leba; ich bin gewiss 3. Der felfen grund erbebet. Er, mein heiland, hate verheißen Die wächter fliebn: das grab ist eine macht der finsternis i b leer Der todt war, sich! er ledet, mich seiner hand entreißen. Seis Er lebt, und first binfort nicht ne treue wantet nicht. Dieß ist mehr. Die schwachen jünger wane meine zuversicht. fen: Er står t die vonken en Sie 6. Je us lebt; nun ist der tob fehn ihn, freun fich, danken Demir ein eingaug in das Leben. auferst ndenen. Sie sehn emper Welchen toft in tobesnoth Wird ibn fleigen, und gehn, wie er ge es meiner feele geben, wenn sie bot, Mit freuden hin, und zeugen glaubig zu ihm spricht: Herr, Von ihm bis in den tod. Herr! meine Zuversicht! * 33 Mel. Anhang. Mel. Hosianna, Davids sohn ic. Wie ich auf dein wort fest glaube, 1060. Der für mich ges Dich, Ermecker aus dem flaube, Freuzigt war, Schau ich frohbewundernd an. Mein erlöfer, lebt nun wieder; Lebt auch mir lebt immerdar; Nun schlägt mich kein Fummer nieter Mich schreckt nicht des todes nacht; Nicht das grauen der verwesung. Gan; vollbracht ist die erldfang. Christus ist vom tod' erwacht. 7. Ewig werd' ich dann dich schaun, Den ich lange zu schaun begehret, Sicher vor des todes graun, Aehnlich dir; wie du, vers elåret; Ewig dankbar, emig dein, Der du für mich fündenvollen Dulden, bluten, sterben wollen, ich vom tode zu befrenn. 2. Fr, er lebt, der sich für mich 8. Seele, folche feligkeit Gieb In den tod dahin gegeben! Bar nicht hin für tand der erde! Flich Lich! leben werd auch ich; Bey den schlafder sicherheit, Daß nicht ihm leben; ewig leben. Warlich! pein, statt glücks; die werde! Auf! warlich! er, das haupt, Laßt nicht wofern du weise bift, Neiß dich feines leibes glieder; los von allen banden, und, mit gläubigen, als brüder. chrifto auferstanden, Suche stets, wer an ihn glaubt! was droben ist. 3. Stets ift er mit hülf' uns nah. Wenn wir diesen troft nicht hätten; Ach! was gäb' uns schwa Mel. Erschienen ist der herrlich ic. 1061. Er ist erkandent da auf unsern sterbe christus betten. Nun erquickt uns chrifti O troft, der unser her: erhebt! hell. Wenn auch feel' und leib Gestärkt durch ihn, sehn wir aufs verfomachten; Christus hilft, daß grab mit unterschrocknem aug wird nicht achten; Bleibt im tod' hinab. O süßer tros! auch unser theit. 2. Welch neue weit voll selige Feit Erwartet uns nach dieser zeit. Da findet der verklärte chrift Das heil, das unaussprechlich is. O feligkeit! Liebt die Selig ist, 4. Drum getroft! dost lebet ihr, Brüder, wenn ihr hier schon fter: bet; Zebet bort noch mehr als hier, Dort, wo ihr mit chrifto erbet. Selbst, was an euch stirbt, selbst 3. Der du für unsre feelen wachfi, dies Stirbt nicht ewig; lebt einst wieder. Solche hoffnung,( freut euch brüder!) Bleibt in christo euch gewis. Sie zu die zichft, und felig macf! Saß uns mit freudigen vertraun Jm tod' auf dich, Vollender, schaun. Das hilfft du, Herr! <. Seht nicht auf des tods ges ftalt, Die so leicht das auge schret. tet. Ihm fehlt stachel und gewalt, 1062. Schau, großer Here Seit sott cbriftum auferwecket. deiner ben, großer Hirt der schafe, Üns nunmehr, zum sanfte schlafe, Unsee gråber eingeweiht. der Herrlichkeit, Herab vom thron der maieftat, um den, auf deinen mink berett, Die schaar der starken helden steht. * 6. Deine stimme, Herr, fallt 2. Denn als du ganz dein wert einft In die gråber aller todten, vollbracht: So schloffest du den Wenn du zum gericht erscheint edlen lauf, und fuhrst in göttlich mit den engeln, deinen boten. hoher pracht zu deinem vater wies Mich, auch mich, erweckst du dann, der auf. 9. Auf die Gimmelfahrt Chrifti. Mel. Komin, Gott Schöpfer, 26. Anhang. 3. Schau, Herr, aus deiner hell gen höh Auf uns, die deinen, die du kennst, Daß alle welt erfcun und seh, Daß du uns deine brüs der neun. 4. Du bist in deine herrlichkeit Schon eingegangen, aber wir, Wir sind noch immerbar im freit, Und feuften noch im elend hier. s. Doch darum fürchten wir uns nicht, Da deine hand uns hält und schüßt. Du, unfre kraft und unfer Licht, Bist mitte unter uns auch ist. 6. Go fegen wir denn unverzagt Und freudig unfre roallfahrt fort. Ein hoher lohn( du bass gesagt,) Erwartet deine lämpfer dort. 23 * 6. Herr, uufre bersen traum auf dich. Dein freuet unsre feele fic. Du! Held von unserm fleilch und blut! Du, du bist unser böchs ftes gut. 7. Ja, aufgefahrner Jesu christ, Auf dich nur schaun und hoffe wir. Drum fuchen wir, was droben ist, Und unser herz ist schon bey die. 8. Vellenden wir einst unforn lauf: So eil', uns machtig berjufiehn! Na unsre feeien au die auf! Laß deine herrlichkeit uns sehn! 7. Was uns gebricht, ist dir bes fant. Der segen ist in deiner hand. Von feinem deiner freunde fern, Siehst du auf ihn, und bilfft ihm gern. Mel. Vom himmel fam der zc. 1063, Groß, Here, ift deis 8. Mit huld fieh, bis an unser grab, Von deinem thron auf uns herab; Und zu der tugend schwes rem lauf Hilf du, Herr, unfree fwachheit auf. 8. Gen himmel fuhrst du, als sin held. Als herr und richter als ter welt Wird dich dereinst der erdkreis sehn. Da wirst du uns zu dir erhöhn. 10. Dan rühmen wir dich hochons freut. Dan zeigt der deine feligkeit, Daß du, erstandner Jesu Chriß, Erbdht zur rechten; gottes bik. Pfingslieder. Mel. Komm heiliger Geift, c. ne herrlichkeit! 1064. Tag, der erleuchtung uns Hoch freut sich deine christenheit, den uns unser gott gemacht! Mit Daß du, erstandner Jefu Chrift, Erhöbi jur rechten gottes bift. 2. Du sigest auch als menschen sohn, Sohn Gottes, auf der him mel thron, ind doch schämst du dich unfrer nichts Bleibst ewig wasre auversicht. indrungt fep von allen sungen Zu gottes em'gem preis befungen. Die erde lag von nacht umhüllt, Mit wahn und gdhendienst erfüllt. Da hat den dicken finsternissen Her geif des beren die erd' entriffen. Gott fey gelobt! Sen hochgelobt. 2. Heil uns! Der und erlöset hat, It nach vollbrachter großer that Sum vater fiegreich hinges gangen, Für uns viel aaben zu 4. Umsonst, umsonst empdret empfangen. Untrüglich, was er sich Das reich der hole wider dich verheiße. Von ihm gefandt, komt Du bass beffeget, Gottes Sohn, gottes geift Auf feine jüngce, die Und unerschüttert steht dein thron. als bruder, Ein fromm gebet vers eint, hernieder. Gott sen gelode! Sep hochgelobt! 3. Dein is die macht; dein int das reich. Wer ist an majestät Dir gleich? Mensch, engel, jede creatur Ist dein, Beherrscher der natur. s. <. Du unser triumphirend Haurt! Wie felig ift, toer an dich glaubt! Du bist fein licht, feiu troft, fein theil, Sein starker schus, und emges beil. 3. Ein sturmwind Drauft; bas baus erbebt; und feht! in feuers Bawwen fowebt Der geift des berra 24 Anhang. Herrn herab auf ieden; Lehrt fie in fremden Sprachen reben; Giebt stürm, mit schwert und martern 3. Umssaft, daß wilder eifer febüchternen frenmüthigkeit: las drauer! Das chrißenthum, von mündigen beredfam eit. Erstou nend sieht der freis der erden Non fischer seine lehrer werden Gott ses gelobt! Sen hochgelobt! 4. Jbr glaubenshelden, gott mit ench! 3hr baur den heren sein weires reich, und wirkt, tros alles grims and spottes, Vor feinden große thaten gottes. Das wort 4 Noch ist bist du dergeiß der vom treuze sieget schnell Wo nacht kraft; Noch ist der menschen lehs sonst herrschte wird es hell. Errer; Ihr schuß auf ihrer pilgers fenntniß iefu dringt zu heiden, schaft; Des bd lenreichs zerfidrer. Und odlker dienen ihm mit freude. In sündern wirkst du ernse reus Gott sey gelobt! Sey hochgelobt! In glaub'gen dessinn und treu; gott beschirmt, Wankt nicht; wächst an; gebeibet. Die jünger schreckt nicht vein noch müh. Du, Geift der stårke, stårteft fie In martern und im tode. Sie bekens nen iefum fren Bleiden ihrem herru getreu, Und preifen ihn im tode. In frommen tusendeifez. Leidens den gewähreßt du Troft, geduld und feelenruh; Machßt sie sum hims 5. Entfeffelt von abgötterey, Lernt nun die weifre welt aufs neu Den längst vergeßinen schö pfer kennen, Ja, ihn in chrißo samel reifer. ter nennen; und folcher segen dauert fort. Gelobt fey gott! er gab fein wort Mit saaren von coongeltfient. Muf! rühme! Danke! volk ter chriften! Lobsinge go t! Lobsinge gott! Des Vaters und des Sohnes Geift Du Geift und Quell der liebe, Den jesus Betenden verheißt! Ach beilge meine triebe. Bieb mir ein beri, das gläubig, tren, und fets in liebe thårig sey: So kann ich nicht verderben. Trdft' in dangen Mel. Ein kindelein fo Idbelich ic. funden mich. Hilf im lesten dank 1065. Frobbant ich, vatce, kampf, daß ich mag froh und dir, daß du felig sterben. Deinen foon gegeben; Denn der bracht' unfern feelen ruh; Erwarb Mel. Jefu, deine beilgen ic. uns ewige leben. Frob dane ich 1066. Der du nufrer hulds daß geift, Der uns Den mea sut iefu weiß, Wie ers verbieß, gefendet. Er, der geift, Der wundersam Auf die boten je fa tam, Hat gens bein werk vols Tendet. reich denkeft, reuer Gott, und deinen geiß Denen die dich bitten, schenfest, Ja um ibn uns bitten heißf! Demnthsvoll Heb ich zu dir: Vater, send' ibn auch zu mir, Daß er meinen geift 2 Erfüllt mit feiner wunders erneue, und ihn dir zum tempel fraft, Gen fie, die welt zu leb.weihe. rea Der geift, der neue berien! 2. Obu' ihn fehlet meinem wiss schafft, Hilt ihnen, fie bekehren. fen Licht und kraft und fruchtbare Der gnadenlehre freudensball, Erffllt den erdkreis überall. Vers nunft und wahrheit fiegen. Blind beit, wahn und laster fließt. Wo man gottes finger sieht, Muß fa tan unterliegen. Feit, Eroß dem jagenden gewiffen, und dem Herzen frömmigkeit. Ja von gottes heile fern, Fern von Jefu meinem Herrn, BHeb' in tobt in meinen fünden; Ließ nicht er mich hülfe finden. Arbana. 25 um 1067. tig gut bez jeit, Ich fleb um deinen geiß, Den mie zu meiner feligkeit, O Gott, dain 3. S- mm brun! Fomm, mich 1, Mel Nun sich der tag geend 2c, beseelen! Dv, Geist Gottes, laik allein Durch die fünd' entstellte feelen Zu der gotthelt bild erneun. Komm! mein herz begehrt nach dir. Schaffe du dein werk in mir! wort v rheift. Mache mich zu deinem preifeGlau- 2. Die weisheit, die vom hims bis, fromm, ¡ um himmel weife.mel stommt, O Bater, lehr er 4. Lente meines hersens triebe mich: Die meisheit, die das herz Von der liebe dieser welt Hin jentflammt Sur liebe gegen dich. auf meines gottes liebe, hin auf 3. Dich heben, Gott is feligs Das, was ihm gefällt; Dat, da er leit; Gern thun, was dir gefällt, so hoch mich liebt, mir solch heil Wirkt eblere zufriedenheit, Als in chrißo giebt, Jch mein ganzes alles glück der welt. bers ihm gebe, Und nur seinem ruhme lebe. 4. Dann, datin bab ic vertraun su dir: Dann schenket selbst dein 5. Geist des friebens und der geift Das freudige bewustsenn liebe! Bilde mich nach iefu sinn, mir, Deß du mir gnädig seyft. Daß ich doch noch sanftmuth übe, enn tch oft gereiset bin. Laß mich denken; deine frucht Gep nicht hat, nicht eifersucht, Sep nur lieb und hersensgüte. Die die pflans in mein gemüthe! s. Er leite mich zur wahrheit bin; 3nr tugend fark er mich; Beseife, wenn ich traurig bin, Auch mir als tröster sich.. 6. Er schaff' in mir ein reines bers. Versiegle beine huld, Ind waffne mich in jedem schmer Mit math und mit geduld. 6. Lehre match, mich selbst er: Fennen, Auch verborgne fehler fehn, Sie in demuth gott bekennen, und ihn um vergebung bn. Doch Mel. Warum sollt ich mich denn 2c. auch beſſern las mich ſie. or 1068. 2 Periber trofler, ernst müß; foyim hernies Dennoch wirts durch dich mir der! Geiß des Herrn, Sep nicht glücken, Stets sie mehr zu unfern! stärke chrifti glieder. Der terdrücken. fein wort noch nie gebrochen, Chris Bus bat Croft und rath Uns in bir versprochen. * 7. Wenn, der vorgen fünden wegen, Angst aufs neu mich nie: berbeagt; Wenn in mir sich zweifel regen, wie sie wahn und flol; erieugt; Wenn mein eug in Angsten weint, Daß Gott nicht zu hören scheint; Sen, Geist Got tes, meine süße! Sen der schild, dar mich beschüße! 2. Eddpfer unsere tenen leSers! Fern von dir, Suchen wir infer heil vergebend. Giebst uns du nicht licht und stärke: So ges bricht Praft und licht Uns jum febwerfient werfe. 3. Herr, wir fallen dir tu fuße! 8. Was ich gutes an mir habe, Sins is noth! Cius ift noth! Hab ich nur durch dich erlangti Buße, wahre buke. Zeig und du Und selbst das ist deine gabe, Daf den grant der fünde, Daß das mein herz nach dir verlangt. Getk bers Aug und schmers, Reu und des Herrn, sen durch dein wort scham empfinde. Dein geschafft in mir fiets fort, Bis es, wenn mein lauf sich endet, Mich zur seligkeit vollendet. 4. Brig und des ser( Shuers wune den. Rofunsin: Ihr habt rub, Ihr habt beil gefunden. Gott bat Anhang. 26 uns den sohn gegeben. Wer so liebt, So viel giebt, Giebt auch ew'ges leben. 3. ben, s. Sichre weck' aus ihrem schlafe. Rette boch heute noch Die ver Lornen schafe! Kette du sie vom verderben, Daß sie nicht Im ges richt Der verstockung sterben. Hilf, daß ich, von dir getries einem gott und water treu, Ihn mög' über alles lieben, Und mir nichts so wichtig sey, Als mich feiner huld zu freun, Und drum fünden fiets zu scheun, Seis nen namen zu erhöhen, Seine wege gern zu gehen. 6. Geift der weisheit! gieb uns 4. Stärke mich, wenn in der allen Durch dein licht Unterricht, fünde ein gemüth versuchet Wie wir gott gefallen. Lehr une, wird, Daß sie mich nicht überwins frsh sum vater treten. Gev uns de. Hab' ich irgend mich verirrt: nah, Und sprich ia, Wenn wir so stärke selbst mein herz, Daß O Findlich beten. ich, unter ren und schmert, Mich vor gott demüthig bevge, einen sinn zur befrung neige. s. Fehlt mir Fraft su guten werken; Treibe sum gebet mich an, Das zur tugend schwache stars fen, Träge neubefcelen kann. Loß mich aber mein vertraun nie auf meine tugend baun; Nie des thas ten lohn verlangen; was gett giebt, als gnad' empfangen. 6. Steh in allen meinen leiden Mir mit deinem trofe bey, Daß ich auch alsbann mit freuden Deis ner führung folgsam sey. Still im sterben angst und schmerz. Daß noch da mein brechend hers Deines troffes kraft empfinde, Manulich kampf und überwinde. Mel. Alle menschen niúffen ze. Met. Jesu, deine heil'gen ze. 1069. Geit vom Bater 1070, Bei der weiſheit, und und Der du unser trifter bist, und von Der du fromme herzen lenta, und unfers gottes throne Hülfreich auf die wohlthat guter triebe Gotts uns schwache siehst! Stehe du mir geweihten seelen schent; Seelen mächtig ben, Daß ich gott ergeschenkst, die arges haffen, Gern son ben sey, Daß mein ganzes hers dir sich leiten laffen. Wohne, heils auf erden Mig' ein tempel gottes ger Geist, in mir! Sich! mein ber; ergeb' ich dir. 7. Geiß der kraft! hilf du uns Fåmpfen. Gieb uns muth, Jede glut Bofer luft zu dämpfen. Eaß uns auch gefahr und leiden, Augf und noth, Schmers and tod Nie von jesu scheiden. 8. Hilf uns nach dem Besten #reben! Gieb unskraft, Tugend haft, Jefe gleich, zu leben. Gjeb, Daß mir nie stille stehen. Treib uns an, Seine Bahn Froh, wie er, ju gehen. 9. Eey in schwachheit unsre füße! Steb und bey! Wach uns treu In der drangsals hike! Und ruft gott uns nach dem leiden Nun jur rub; Führe du uns zu feinen freuben! werden. 2. Eaß auf jedem meiner wege Deine weisheit mit mir feyn, Uud, daß ich nicht irren mdge, Deine wahrheit mich erfreun. Gu: en las mich in der welt Nichts, als was dir wohlgefällt. Lehre du mich, was recht ist, wählen: Werd nie mein beil verfehlen. Univ. 2. Wich auch laß dein licht ers füllen, zu erkennen meine pflicht. Herr, beherrsche meinen willen, Und verlaß mich schwachen nicht. Gieb mir wollen und vollbringen. Laß mir auch den kampf gelinger, Wenn mein beri fich träge seigt; DI. Sich schon bin jur fünde neigt. 3Glessen Anhang 27 3. Beige mir des mittlers wuns, Wie preif' ich würdig dich dafür! den, wenn mein herz fich felbfi Nie kann mein dant dich gnugera vertlagt. In der prüfung beißen heben. Durch christum fcheuta du ftunden Stärkes, das es nicht weisheit mir. Rennt' ich die lebre veriast. Wachen lehre mich und iefu nicht: Wie wenig bätt' ich fehen, und huruf som fleined troft und licht! fehen, Tas gost bem um lobne giebt, Der ihn bis ans ende liebt. 2. Auf ungewissem finftrem pfas de Würd ich ein rauß des irts thums feon: Ach! unbekannt mit deiner gnade, In dir den Frengen ciebter fcbeut. Ich fande teinen trost in noth; Und schrecklio mare mir der tod! Vom Worte Gottes. Mel. O Gott des himmels und zc. ein wort, o Hej 1071. after, ist vollkoma men. Es lebot und unfre gange pflicht: Es giebt dem fünder und dem frommen Zum leben sichern unterricht. O felig, wer es acht famn hört, Bewahrt und mit gesweifels macht, schet mich, wie horfam ehet! 3. Doch diesen trüben finfiers niffen Des ierthume, and dee sunde macht hat istu ishte mich entriffen. The licht erstreut des viel gott für mich that, Und ebe net felbst den raubken pfad. 2. Es leuchtet uns auf unsern wegen; Berfreut des, irrthums finsterniß Verkündigt gnade, heil had fegen, und macht uns beiner huld gewiß: Sebct, daß du unser vater bist, nd defus unfer bei land is. 4. Ich weiß, wean mich gott geschaffensiche meine ganze pflicht; Weiß, mit ich gleich im too entfchlafen: Ge firbt mein ew'ger arist doch nicht. Der thas ten lohn folgt bort ihm nachs Deimwert gemeckt uns, dich Und gett erfüllt, mas ce versproch. . Gott, laß wich- Diefer guten zu lieben, til bu so väterlich uns liebe; Erweckt uns, dein ge: lebre Gehorchen mit fiets größe bot zu üben Bed du uns so vielfrer luft, tind Leines weiffres spott gutes giebssy Erpeckt uns, fünsterfiore Jbr troftgefühl in meiner den fets a fheun, Um beilig, brust. gleich als bu, zu seyn. dich! mich! Reir ganges leben preife Dein beil im tod' erfreue 4. Gott, deine tröftungen er gegen; Veredeln auch geißt, ber; und sinn. Weit beber ist ihr werth au schänen, Als einer ganzen welt gewinn. senn andres troß uns ganz verläßt, Steht diefer troft noch felfenfes. Mel. liebster Jefu, wir sind is. Klich 1073. old, wie ſo köfis deine gnadenlehre. Ach! so oft mein geift ermißt, was ich, tenut ich sie nicht, wäre: So entflame met der gesanke Mich sum freus denvollsten dente. 12 t. 2oß mich dein wort mitehre furcht hören; Drin forschen mit bescheidenheit In demuth glauben feinen lehren Mit freuben 2. Reines menschen weisheit thun, was es gebeut: So führtslehrt, ie wir Gott aus nahen mich deinen himmel zu, Und hier follen, Wenn wir, seiner frafen schon schenkts mir beitre rub. werth, Gnad' und troft erlangen wollen. Nun hat, was kein ohr gehdeet, Uns dein wert vom kreuz selebret. Als Mel. O Gott des himmels und xc. er du dein wort 1072. Dmir hat gegebent, 28 Anhang. 3. Dieses theure wort zeigt mir, uns gönnet, Uns hier den meg Wo ich heil und ruhe finde; Zeigt, ur wahrheit zeigt, Selb unser o Jeju, mir in die Den verfödner her um guten neigt. Gebt uns meiner fünde, Der, nike anabe zu ferm Gott die ehre! erwerben, Sich entschloß, für mich zu sterben. 4. Suldreich rufft du allen su: Kommit! beladne müde elen! Sonimt zu mir! bier findt ihr ruh, Wenn euch augft und unruh quds len. Saget niet! gott will verges ben. Der an mich glaubt, der wird leben. s. Herr, dein evangeltums Hats nicht millionen seugen, Die, ju deines namens rahm, Dankbar ihre Taie dir beugen, Daß dir dieß Dein wort erfülles; Gern die angs der herzen fillicft? 2. Gott, durch dieß wort erkens nen wir: In himmel und auf ers den Kömmt alles, alles nur von dir. Du hießeft welten werden. Der du des fegens quelle bis Deß furcht der weisheit anfang ist; Dit, dir gebühret ehre! 3. Dief wort en decket und das heit, Des du der welt gegeben. Dir, Jefu durch den unfer theil hier ruh to und dort leben; Der du für uns am reuse tarbi, Hind nne ein entg beil ertsarbft; Dir, die gebibret chre! 1759 4 Dieß wort verspricht ans * 6. Cheures gnadenreiches deinem seis, Der ans jum glaus wort! Wenn nun das gefer mir ben lettet, gue geftesfurcht uns deduct, als ein schwerdt uren herunterweist, Bum himmel uns bes durchbohrt: Wie werd ich durchreitet. Es giebt uns frendigkeit dich erfreuet! Denn in Gott seyfins hert, Verfüßt uns eins des nun ich armer, Statt des racers) 1obes fanters, und hilft uns übers Den erbarmer. winden. 7. O in welchem mildrem licht Lern ich dadurch gott erkennen Ihn mit voller juversicht Kindlich meinen vater nennen! Denn er hebt er nicht uns fünder Bis ¡ ue würde seiner finder? 8. Und nun schiene mir noch laft Sein mir vorgeschriebner wille? So vil bulb läft mir * 6. Den weg der wahrheit nicht raft, Bis ich freudig thn er tablen wir; wir wiffen deinen fille, Stets ihn fertigee volli miten, gieb uns die Fraft,( fie bringe, Stets nach höhrer tugend Fimmt son dir,) ibn treulich zu ringe. 9. O wie töflich ist sie mir, Deine holde gna enlibre! Dant fey, Heiland, diz dafür! ilf, daß sie mein wandel ehre, Bis dein immel ganz mich lehret, Web ein heil sie uns gezodpret eriüuen. Erhalt in deiner furcht das heri, Daß es in freuden und in schmer: An dieb sich findlich balte. s. Sen innight, Gott, dafür ges preift! Du, den wir water nennens von dem, was uns dein wort vers heißt, Soll ewig uns nichts trens nen. Nicht lob der menschen, nicht ihr spott, Kein leiden, war es auch der tod; Nichts soll vog dir uns scheiden. 7. Herr, wir find dein; serlaß uns nicht! Etárt uns in vnferm glauben! Vermehr des glaubens juzerlicht! Nichts, nichts laß uns fie ramien! Getreu biß du; auch Mel. Es ist das beil uns ac 1074. Geht erhebe set uns mach' treu, Daß uns dein work rum, wichtig Gott, dir fep ibr, als chriff, erkettnet, Daß er dank und ehre! fein evangelium Von jugend auf Auf 7.00 Anhang. 29 Auf das Reformationsfest. mit ihr. Der hilft ihes und sein Mel. Nun fauch: dem herren ze.wort besteht, Bis einst der erds obsingt! das licht Freis unterscht. 1075. 2 ftralt wieder bell, Das einst, in seinen siegen schnell, Vam Gebete. Durch wahrheit, die gott felb Mel. O Gott des himmels und sc. ein gelehrt, Den finstern erdkreis auf 1076. De ei, o drift, geklärt. nicht zu verschers 2. Ach! kaum war iene nacht jerfreut, Als selbst in schooß der cristenheit Schon viele hersen menschenrabu Der wahrscit got tes abgewann. ¡ en, Gey wach und nichtern zum geset. Ein lehn as reinem gutem berien hat gott, dein vater, nie verschmäht. Er ist die liebe feids: er hdr, was seiner tinder pers begehrt. 3. Verdunkelt ward the helles licht. Viel origenlehrer fahens 2. Erschein vor seinem angefichs night. Aus unterricht isard glauste Mit dant, mit demuth, oft und bensiana, Der lämpfend nach gern, und prüfe di in feinem liche der herrschaft rang. te, und flage beine noth dem beren. So wird die hülfe bich erfreun, Und deine tugend recht gedeihn. 4. Und balb hatt' er sich sie ers tampft. Bald war der eble muth gehimpft, Der für der wahrheit rechte sprach, Da der verfolgung grimm ihn brach. 5. Lobfingt! besiegt durch got tes macht Warb schnell des abers glaubens nacht, Die auf ber fir de iefu lag. In ihr wards plóz- 1 lich wieder tag. 3. Welch glück, so hochgeehrt:# werden, und im gebet oor gott zu Keha! Der herr des himmels und der erdens Bedarf der eines mens fchen flebn? Its nicht bloß deine feligkeit, wenn er zu beten die gebent? 4. Sagt gott nicht: bittet, daß 6. Du, Gott, fundet deinen ihr nehmet? Ist des gebetes frucht Frechten ben. Nur du bast von nicht den? Wer sich der pflicht zu der tyranney, Die die gewissen beten sämet, Der schämt sich, unterjocht So herrlich zu begottes freund su seyn, Und göst freyn vermocht.... das angebotne glück Undankbar selbst von sich zurück. 7. Ob auch noch ist die wahrs heit nicht Die nedel aberall du: ch bright; Thr licht nicht alle lander fehn; Cort hat sich seine zeit erfehn s. Sein he'l von dir, o Gott, begeren, ie Teicht ist sie, teie füg die pflicht! Des hersens wünsche dir erklären, wie flärket das diefees lenicht! Gebet gießt muth, gebet giebt fraft Sur Dämpfung jeder leidenschaft. 8. Geht gottes fonn an! fie erhelt Wicht auf einmal die ganze welt. Wohl Dein, ter reius res licht genteßt, wenn er ein Find des lichtes if! 9. Bleibt, wenn sich mancher irrthum rest, An gottes wahrheit unbewegt! Doch bleibt daber auch ftets bereit Zu frommet fanfter duldsamkeit! 6. Bas kaun jum fleiß in guten werken Mir fräftiger den mnth erhöhn? Was mehr in leidensstuns een stärken, Als, Gott, in die mit inbrunft fhn Ja, Bater, meis ner seele ruh Nimmt, wenn ich bete, fühlbar zu. 10. Die tugend ses der wahrs7 Drum laß mich nicht mein beit sier. So sieget hes gott ist beil versbergen! Gieb luft und Nabang. 30 kraft mir um gebet! Und, wenn aus reinem frommem bergen Mein mund zu dir um hülfe fleht: So höre mich von deinem theon Durch jesum chriftum, deinen sohn. wohl ein übel, das mich schreckt, Wenn deine rechte mich bedeckt? 4.Ich bin ia, Herr, in deiner hand, Von dir empfing ich den verstand. Erhalt ihn mit, Herr, fort und fort, und stark ihn durch dein gotta Mel. Allein Gott in der höh sey zc.lich wort. 1077. Gott, beine gute weit die wolken gehen. Du trong uns mitbarmherzigkeit, Und eilst, uns beyjusiehen. Odu, zu dem der engel fleht! Vernimm, o Gott, auch mein gebet! Vernimms, und fen mir gnädig! 2. Jch bitte nicht um überfluß, Und sebage dieser erden. Laß mir, so viel ich haben muß, Nach deiner guade werden. Gich mir nur weiss heit und verstand, Dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich felbe zu erkennen. 3. Ich bitte nicht um ehr und* s. Gied von den gütern dies ruhm, So sehr sie menschen rühren. fer welt Mir, Herr, so viel, als dir Des guten namens eigenthum Las gefällt, Gieb beinem Fnecht ein mich nur nicht verlieren. Meinmäßig theil: Zu seinem Beiße glück wahrer ruhni fen meine pflicht/ Der ruhm vor deinem angesicht, und frommer freunde liebe. 4. So bitt' ich dich, mein Herr und Gott, Auch nicht unt langes leben. Nur wolleft du mir muth in noth, Im glycke demuth geben. In deiner band fleht meine zeit. Laß du mich nur barmherzigkeit Vor dir im tobe finden. c. Zaß, deines namens mich zu reicht so weit, So freun, Ihn fiets vor meinen ans gen fenn. Laß meines glaubens mich zu freun, Ibn fets durch liebe thätig seyn. 6. Das ist mein glück, was du mich lehrft. Das sev mein glück, daß ich zuerst nach deinem reiche tracht, und treu In allen meinen pflichten sey. 7. Ich bin in schwach aus eigner traft Zum Siege meiner leidens schaft. Du aber sieht mit Praft mich an, Daß ich den sieg erlans gen Fann. und heil. 9. Scherfft deine hand mir über, Auß: Se laß mich mäßig im genuß, und, durft ge brüder zu erfreun, ich einen frohen geber seyn. 10. Gieb mir gesundheit, und verleih, Daß tb sie müs' und dankz bar sen, und nie aus liebe gegen sie Mich saghaft einer pflicht entzieh. 11. Erwecke mir: ftets einen freund, Ders tren mit meiner wohlfahrt megnt, Mit mir in dei ner furcht sich übt, Mie rath and Mel. Herr Jefu Chriß, dich zu zc. tomme vor dein 1078. angesicht, Berwirf, treßt und berspiel dlebt. Bott, mein pleben nicht. Vergieb mir alle meine schuld, Du Gott Der gnaden und geduld. 13. Und wird sich eink mein ens de nahn: So nimm dich meiner herzlich an, und sey durch chris 3. Sev mein beschüger in gefahr. ftum, deinen sobu, Mein Schirm, I barre deiner imswerdar. Ilmein schild und großer lohn. 2. Schaff du ein reines ber; in mir ein herz, vol lieb und furcht vor dies Ein bers, voll demuth, preis und dant: Ein ruhig ber; mein leben lang. Mel 12. Bestimmst du mir ein langs res jiel, und werden meiner tage viel: So laß du, meine Zuvers ficht! Gott, laß mich auch inrale ter nicht. Anhang. 31 Mel. Dieß sind die heil'gen zehn ic. de krönt! Gott, Mittler! Cohn, 1079.Dude fich alle him- der uns verföhnt! Gott, Tröfter! mel freun. gnaden! dich unsre feele freut sich dein, Daß unsrer! Denn vor dir, Du Heis du, deß macht unendlich ist, Daß ligster, erscheinen wir, Mit sens du, Gott, unser vater bist. Sey denschuld beladen. Groß aber, hochgelobt! groß ist deine huld. Uns fünder trägst bu mit geduld. Ach merk auf unser heißes flehn! Laß gnas de noch für recht ergehn! Herr, unser Gott! Berbirg und nicht Dein angesicht, und geh mit uns nicht ins gericht! 2. Durch böse luft, durch wort und that Gind wir oft aus dem ebnen pfad Der tugend ausges schritten. Doch fündern willst du ia verzeihn, Die ernstlich ihre schuld bereun, Und um erbars men bitten. Der du herab vom himmel kamst, Und unsre mensche heit an dich nahmft, Sohn Gots tes! der du für uns littft, Gott hört uns, wenn uns du vertrittst. Herr Jesu Christ! Vertritt uns du! Sprich troft uns ju! So finden unsre seelen rub. 2. Weit über unser stammeln, weit Geht deines namens herrlich Feit. Ihn ehre stete, von lieb' ent brennt, Wer deinen großen namens nenut; Unendlicher! 3. Verbreite deiner gnade ruhm Durch jesu evangelium! Mach uns fer her ihm unterthan; So beten wir dich findlich an, Allgütiger! 4. Der du ein milder herrscher bis; Nichts willst, als was uns beilfam ift; Dein wille, Weisefter! gescheh Auf erden, so wie in der boh. Das hilf uns, Herr! 5. Gieb du, Ernährer aller welt! Uns täglich, was den leib erhält. Doch gieb uns auch ein hert das bey, Das dankbar und genügsam sey, Und dir vertrau. 6. Erlaß, erlaß uns unsre schuld. Trag unsre schwachheit mit geduld. Wir wollen auch, von rachsier rein, Des bruders fehler gern verseihn. Wir wollens, Herr! 3. Schüß' uns vor irrthum und bewahr Uns, chrifti gliedern, inimerdar Der glaubenseintracht fegen. Dein mort zeig' an uns seine kraft; Bleib' uns in unfree pilgerschaft Ein licht auf unsern wegen! Behût uns, Herr, daß feuersglut, Der theurung druck, fest und treu.Gott! mach uns treu! der fluten wut, Der seuchen gift, 7. Su beiß sen die versuchung nicht. Uns leucht', Erbarmender! dein licht. Steh uns zum siege mächtig bey, Mach uns im guten Nie unfre Herr, uns 8. Eridf, erlöf uns, unserGott, des Frieges schwert Nach deinem rath aus ieder noth.wohnungen verheert. Auch wenn das hers uns sterbend fer Gott! Hör unfer flehn! Und bricht, Ach! Bater, dann verlag laß uns sehn, Daß wir in deiner uns nicht. Verlaß uns nicht! obhut stehn! 4. Den tinig schage deing macht! Er, der für unfre wohls fahrt wacht, Ift uns von dir ges geben. Du, der in ihm so viel uns giebt, Schenk ihm, der vas terlich uns liebt, Das frobste längste leben. Gott! schutt auf ihn und auf sein haus Die besten der mit gnas deiner segen aus. Laß seiner rathe tbun 9. In deines himmels heilig thums Auf deiner erd'erschallt dein rahm. Gott, groß an macht und herrlichkeit! Sey hochgelobt in ewigkeit! In ewigkeit! Mel. Herzlich lieb hab ich dich zc. 1080, ott, Vater! 32 Anhang. thun gedeihn, Recht, ordnung, herz und hand belebe; 1 Des fleiss trea das land erfreun. Herr, fes schuzwehr friede fey. unser Gott! In deiner hand 38 3. Schenk ihm der jahre langste unser land. Beglück es! segne reihe, Und noch im alter muns jeden Bard! terkeit, Daß sein sich auch der r. Benimm der leidenden geratel freue, ie unfer her; fich bet! Dem, der tu dir im elend feiner freut. Daß er sich! fiets ers fleht, bilf, baß er nicht erliege! muntert fable; Go schütt' auf Gick trof in tedes wunde bers! ibn der fegen viele, Auf ihn die Die fran en tab' in ihrem schmer; besten fegen aus; Und gegen jes des unglücks stürme Bedeck mit deiner allmacht fchirme Sein gans es königliches haus. Hilf fierbenden um siege! Doch du that mehr, als mit verfiehn Kanns meh: gemähren, als wir flebn; er Beifer, was uns nust, als wir. Wir überlassen Bau uns dir! Herr, unser Gott! Durch alles leid Derprüfungsicit Mel. Kom heiliger Geist, Herreic. Confirmationslied, wie es die Gemeine singt. Führ uns zu deiner herrlichkeit. 1082.a. thor, o Golt das beige Der *) Dhijer in den beiden lentern, mit einem Finder, die hier vor dir ftehn! Aeriffs bezeichneten, Ver. Erbarmend blick' auf si bernies sen nach der Predigt att des der! Denn dein und Fe; find fons gewöhnlichen: Gott, va chriffi giteder. Gieb ihnen, Vas ter denk an christi tod ze. ter, Sohn, und Geif, Dea ses mit gebraucht werden, ganz gen, den dein mort verheißt. Ers aber an den öffentlichen füde sie mit deinen gaben! Laß Buß und Bettagen. fie mit dir gemeinschaft haben! Erbarme dich! Erbarme dich! Mel. O vaterhers, o licht und 2c. 2. Sie wollen, deiner sich zu Lott, Herrscher über freun Sich ist, Gott, deinem diens 1081. alle lande! Sachitte weihu, Den taufound feyers deiner weisheit rath sind wir ves: lich erneuern, Und die mit herz Fairft in staat durch feste bandes und mund bethenern, In ihrem gud obrigkei en sind von dir. Fürjglauben fift zu seba, nt ihrem fie dich bitten, if dein wille. than auf dich zu sehn, Jm wanHör denn! aus unsers herzens del rein, und rein im berjen, fille Flesu wer mit Findlichem Dein beil nie forgios zu verschers vertroun. Statt' unserm Fönig ien. Gieb traft daju! Sieb traft feine frafte zu dem schwerlasten dazu! ben gefbäffte, So vieler sölter wohl in boun. 3. Schenk ihnen muth und freu digkeit! Laß ihrer zusag' heiligs 2.Gott, lag au ihm mit jedem feit So fart, so tief ihr herz morgen Sich deine gnad' und durchdringru, Daß sie ihr tools treu erneun. Für feine våterlis len treu bollbringen. Auch uns chen sorgen Sen aller herten liebe lab ist mit her, and mund Mit fein. Eaß für die wohlfahrt sei dir erneuern unfernt bund, und ner staaten Stets feine råthe weiss einß,( hör unser brünftig fehen!) lich rathen, und hilf, daß jeder mit ihnen ein jum himmel ger rath gedeih; S: ch fiets des lans hen. Erhdz uns, Gott! Erhör des flor meor bebe; Fleiß allerjuns, Gott! Wie Anhang. 33 | fungsstand; Ind doch sehon hier, welch segenspfand In seinem leib und blute! 2. O herrlichs mahl, an wonne reich! Was ist der liebe Jesu gleich? Daß er uns ihm veret e, Macht er im brod' und weine Uns theilhaft feines leibs und bluts. Wie wird die seele da voll muths! Im glauben fest gegründet; Zu heißrer lieb' entzündet. Wir fühlen uns mit neuer Fraft Gestärkt zu unsrer pilgerschaft. Wie sollten wir uns deß nicht freun! Der Herr ist unser; wir sind sein. O felige gemeinschaft! Wie es die Confirmanden zu singen haben. 1082, b. rhdr, o Gott, Cr das heiße flehn Von uns, die wir hier vor dir stehn! Erbarmend blick auf uns bernieder! Denn dein sind wir, find christi glieder. Gieb uns, Gott, Vater, Sohn und Geist, Den segen, den dein wort ver heißt. Erfüll' uns du mit deis nen gaben! Laß uns mit dir ges meinschaft haben. Erbarme dich! Erbarme dich! 2. Wir wolen, deiner uns zu freun, Uns ist, Gott, deinem Dienste weihn, Den taufbund feverlich erneuern, und die mit Betheuern, In Mel. Herr Gott der du erforschest unserm glauben fest zu ſtehn, Jn 1084. und me, Herr suche dich In unferm thun auf dich zu sehn, Im wandel rein, und rein im herzen, Dein heil nie sorglos zu verscher: ten. Gieb fraft: dazu! Gieb kraft daja! Mühselig und beladen. Gott, mein Erbarmer, würdge mich Des wunders deiner gnaden. Ich liege hier vor deinem thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn. Mich deiner zu getrößen. J füble meiner fünden müh. suche ruh, und finde fie Im glaus ben der erlösten. Ich 2. Dich bet' ich suversichtlic an; Du bist das heil der fänder. Du hast die schulden abgethan; Und wir sind gottes kinder. Ich dent' an deines leidens nat, Und au dein wort: es ist volls bracht. Du haft mein heil vers dienet. Du haft für mich dich dargestellt. Gott war in dir, und hat die welt Indir mit sich vers fühnet. 3. So freus dich, mein her;, in mir! Ertilget deine fünden, Und last an seiner tafel bier Dich gnad' um grade finden. Je rup, und er erhört mich schon; Spricht liebreich: fer getros, mein sohn. Die schuld ist dir sergeben. Du bis auf meinen tod getauft, lind du wirst dem, der dich erkauft, Von ganzem berzen leben. C 3. Schenk, Herr, uns muth und freudigkeit! Laß unfrer zu fag' heiligkeit Go ftark, so tief das Herz durchdringen, Daß wir das wollen treu collbringen. Ach! laß ist aller herz und mund, Gleich uns, erneuern ihren bund. Sie alle laß, hör unser flehen! Mit uns einst ein in himmel ges hen. Erhör uns, Gott! Erhör uns, Gott Abendmahllieder. Mel. Ich glaub an einen Gott ze. er für die fünder 1083.Der ftarb, befahl Zu fevern ein gedächtnißmahl Der wander feiner, liebe, Das aufbie nachwelt bliebs, Bis eins der erdfreis untergeht, Und er in pracht und maieftät, 3um iubel aller frommen, wird sichtbar: wieder kommen. Dann zeigt sichs gan;, was er erwarb, Als er für uns ans liebe starb. Noch währt ist unser průs 34 Anhang. 4. Dein ist das glück der seligs| miterlöfte Brüder! Alle feinem Felt. Bewahr es hier im glau- dienst geweiht! Alle seines leides ben, und laß durch keine sichers glieder! Komt verföhnte! komt! heit Dir deine trone rauben. erneut Euern band der seligkeit! Sieh ich vereine mich mit dir. Ich bin der weinstock; bleib' an mir: So wirst du früchte brine sen. Ich helfe bir; ich stärke dich und durch die liebe gegen mich Wird dir der sieg gelingen. 5. Ja, Herr, mein glüc ist dein gebot. Ich will es treu erfüllen, und bitte dich durch deinen tod Laß ihr her; son stolie rein, Voll von deiner demuth seyn. 3. Die mit toler suversicht, Jesu, deines heils sich freuen. Die laß stets in diesem licht Wans Um fraft ju meinem willen. Laß deln, und sich ganz dir weihen. mich von nun an würdig seyn, Mein ganzes hers dir, Herr, iu weihu, Und deinen tod ju preis Laß mich den ernft der beis ligung Durch eine wahre beffe rung Wir und der welt beweisen. Mel. Jesus, meine zuversicht ze. 1085. Son des böchften! men mittlertod u fevern. Und mit ganzem Herzen dir Das gelübde Bu erneuern, wie du uns erkauft haft, dein, Dein bis in deu teb au feyn. 4. Die, die noch voll kümmers niß Zagen, aber fehn und wachen; Wach' in deinem heil gewis. Herr, fie glauben; bilf den schwachen! Huerhört läßt du nicht flebn, Die sebeugt von ferne stehn. wir find hier Deis s. Gott ist gnädig, und wir traun Seiner gnade nicht verges bens. Theures pfand vom künftgen saun! Hober verschmack ew'gen lebens! Iniger fühlt heut der geift, Daß gott hält, was er verheißt. 6. Jefu chrifti mittlertød Werd in aller welt verkündigt; Er, der segensreiche tod, Der uns rettet, uns entsündigt, Reuige mit gott versöhnt; Gläubige mit gnade Front. 7. In das chor des bimmels schwingt, Herr, sich unser( chwas ches laden. Wenn, von engeln einst umringt, wir auch vor die nieberfallen, Singt ein höhrer lobgefang Dir dann einen würd', gern dank. 2. Freudis vahn wir uns hers u. Bir empfahn hier beil und Leben. Hier, hier stärkt dein leib, den du Seiba får uns dahin ges geben, Dein für uns vergosnes blut uns das bers mit troß und math. * 3. Auf! bringt chrifto preis und ehr! Betet an! er ist uges gen; Mitten unter uns ist er; JRS mit allen seinen segen. Und, o wie gesegnet ist, Weffen freund du, Jesu, bist! 4. Unser Here, and unser Gott! Nur an dir hangt unser glaubs. Hilf, daß weltluft oder ſpott Uns ihn nie som berjen raube! In bes todes finfernis Mech'er noch bas ber; gewiß! 1086. D Mel. Jefus, meine suversicht zc. Sie ihr chrifti in ger send! Eheure 2. Nehmet bin, und est sein brod! Jesus chriftus ward geges ben Für die jünder in den tod! Nehnit und trinkt! ihr trinkt das leben! Seht, wie er die fünder liebt, Da er felbft für sie sich giebt! Mel. Es ist das heil uns kommen ic. 1087. h preife dich, o 3 Für deine todesleiden. Hab' ich Herr, mein an ihren früchten theil; Was fehlt dann meinen freuden? Du warde ein opfer auch für mich. gieb, daß meine seele fich Def ewis freuen möge! 2. Anhang. 2. Den hohen werth von deis nem tod faß mich ist ganz empfinden! Er tilgt den fluch, der mir gedroht. Er reinigt mich von fünden. Gewissensrub und bess rungskraft, Und troft in meiner vilgerschaft; O was für theure gaben! 3. Dein mahl ist mir ein uns terpfand Von deiner großen gute. Wie viel hast du an mich gewandt! Dies starte mein gemüthe Im gläubigen vertraun auf dich, Daß ich, so lang' ich lebe, mich an deine gnade balte. 4. Herr, da ich ist voll ren und fehmers Der sünden Bürde fühle: So sieb, daß mein gebeugtes hers Ist deinen troft auch fühles Den troft; wenn wir die schuld bereun, Mach' uns bein blut von fünden ruhm gewidmet seyn. rein, und fart uns, Gott ju! dienen. 35 Und erquickest mich im leide. Heil und leben schenkst du mir. Gott, wie dank ich würdig dir! 7. Ach! mir errang in schwerer qual Dein tod ein ewigs leben. Auch besonders bey Confirmas 1. Croß, der in himmelswonn' tionen zu gebrauchen. entzückt! Dir wallt mein hersel.Schmücke dich o liebe seele sc. entgegen! Wie fühl' ich mich durch die erquickt! Werd' ewig mir ein fegen! Wenn ich ermüde, süße dir, Herr, freudenlieder. Wer, mich! Und, jag' ich, so ergießeo Tilger meiner fünden, Wer dich Jn mich mit neuer stärke! fann deine lieb' ergründen? Mie wie liebevollem herzen Wolltest 1089 Dantbar fall ich vor dir 6. Die liebe jesu, meines herrn; wer Faun sie ermessen? Stets fey son mir der undank fern, Je ibrer su vergessen! Herr, mache du mich selbst dir treu, Daß bir geweißt mein leben sey, Und noch mein tod dich preise. du die tiefsten schmerzen, Schmach und spott für meine schulden, Ja des freuzes tod, erbulden? 2. Meine sünden willst du dels ten, Mich zur tugend neu ers roecken, Auch mir dort ein ewigs leben, wenn ich au dich glaube, geben. Nun! so sep der bund ers ich wecke denn dein abendmahl, neuet! Ganz sey die mein hers Mit ernft darnach zu Breben; Es geweihet! Täglich will ich mich rüße mich dazu mit kraft; Und, bestreben, o, mie bu gelebt, end' ich meine pilgers aft, So zu leben. stårt es mich zum Siege. 3. Dir gelob' ich, deine glieder, Jesu Chrift, als deine brüber, Stets mit reinen frommen tries ag, den mir der ben, Stets in ihnen dich, in lies 1088. Ta Herr gemacht! ben. Ich gelobe dirs von herzen, Sev gesegnet, tag der frende! Meiner brüder noth and somers Du erbellst des fummers nacht, sen Gern und brüderlich in line Dera, Mel. Jesns, meine zuversicht zc. 2. Unachtsam auf seinen ruf, Hab ich oftmals gott betrübet;' Ihn, der mig um glück erschuf, und mich stets so treu geliebet. Jch, mit scham gesteh' ichs ein, Bin nicht werth, sein kind zu seyn. 3. Und doch nimmt er huldreic mich wieder an zu seinem Finde, Und vergißt nun väterlich O der güt'ge! meiner fünde, Ja er thuts; es bürget mir Jesu leiß und blut dafür. 4. Tag der wonne! heiligs mabl! Ewig will ich dein gedens ken. Meines Jefu todesqual Sou mir troft im leiden schenkens und mein leben soll allein Seinem Anhang. 36 Dern, Elend, wo ich kann, ju mindern. 4. Ich gelob' es dir, auch freu Den Leicht zu missen; fill zu lei den; Ungeduldig nie ju klagen; Und an Gott nie zu verjagen. Herr, was du liebst, will ich lies ben; Nie mit vorfaß dich betrů ben; Was du hasfest, fliehn und haffen; Ganz von dir mich lei ten laffen. Nach der Communion. Mel. Wie sdn leuchtet der sc. 1090, Dant, Jefu, dir; ach! sind wirs werth, Daß so viel beil uns wie berfährt? Du unsrer so gedenkest? Erft bis zum tod am freuz uns liebs? Nun solch ein pfand der lieb uns giebst? Ach! dich so ganz uns schentest? Heil uns! Heil uns! Wir empfinden, Rein von fich auch mich, gebeugten fünd ber, Mit schonung und erbarmen an. Je fühle reuvoll meine schuld; Den misbrauch deiner vaterhuld. s. Swar ich Penne meine schwäs che, Jesu, da ich dirs verspreche. Drum bilf du mir selbst, und starke Mich zu jedem guten werke. Laß den ersten reiz zu fünden Ungefäumt mich aberwinden; Mich ber sunden folgen schrecken; Mich Der unschuld freuden schmecken. 4. Es floß ja auch für meine 6. chaff die noch der jünger fünden Des welterlöfers theures viele, Die bis zu des laufes siele blut. O laß durch ihn mich gnade Dir, Herr, leben, leiden, ster finden, und mache mich gerecht ben, Deine herrlichkeit zu erben. und gut. Sprich, mein Erbarmer, Großes abendmahl der frommen! sprich ju mir: Die ganze schuld greubentag! wann wirst du komerlag ich dir. men, Wo wir mit der engel chd- s. Dir, Gott, gelob' ich es aufs ren Dich, Herr, sebn, und ewig neue: Mein herz soll dir gewids ehren! met senn. Dir will ich nun mit ernst und treue Hinfort mein gans ses leben weihn. Der fünde will ich widersehn, Und flandhaft deis ne wege gehn. 2. Wie oft hab' ich dir nicht versprochen, zu fliehn der übers tretung schmadh! Und doch hab' ich so oft gebrochen, Was ich dir feyerlich versprach. An satt der fünde reiz zu fliehn, Lies in ihe nez ich doch mich ziehn. Von der Buße. Mel. er nur den lieben gott se. 1091, Erbarmer deiner menfchenlinder! De, der allein begnad'gen kann 3. Wie beugt das mig! wie ist mir bange Um trost in dieser meis ner noth! Wer rettet mich vom untergange, Den dein geses den fündern droht? Rein ganz vers traun sex' ich auf dich. Du Freund des lebens, rette mich! 6. Doch ich bin sowa; wer wird mich stärken? Wer helfer in versuchung seyn? Wer mir zum fleiß im guten werken Kraft und beständigkeit verleihn? Du Faunft es, meine Zuversicht! O stärke mich; so want' ich nicht. Wel. Hertliebster Jesu, was bas ze: fünden, Gottes frieden. Mer 1092. mem( es uns dort beschieden. Flonimnem schwes rem Herzen Ruf' ich zu dir in meis nen fündenschmerzen. O mache, Gott, mich meines Fummers les dig, Und fey mir gnädig! 2. Beschämt erkenn' und fühl ich meine fünden kas, Vater, mich erbarmung bey dir finden. Winf Anhang. Wil du auf schuld und übertres tung seben; Wer wird bestehen? 37 fünde noch beharrt, Für die dee bere ein opfer ward? 3. Bey die allein Keht's, fünden su vergeben. Du wilt nicht töd ten nein, wir sollen leben. Uns foll die größe deiner liebe lehren, Dich findlich ehren. 4. Verzeih denn mir auch alle meine fehle. Gott, deiner harret meine müde feele. Laß troft und rut, um des versöhners willen, Mein herz erfüllen. r. Vom abend an bis zu dem frühen morgen Hoff' ich auf dich: o! kille meine forgen! Du schenliebe gegen dich. Fest ia beladenen und müden Gern 7. Du wirst mich ungestärkt Deinen frieden. 6. Ja hoffe, feele! Boff auf gottes grade! Noch macht'ger if fie, als bein tiefer schade, und einst wird er dich ganz von allem bösen Im tod erlösen. nicht laffen, Der du so gnädig mir vergiebe! Was bu, Herr, baffeft, will ich haffen, und alles lieben, was du liebst. Laß, Vater, mein gewissen rein, Und beilig meinen wandel seyn. r. In demuth fall ich dir zu füßen. Beraieb, mein Gott, mie meine schuld, And heile mein vers wundt gewissen Durch treft aus deiner vaterhuld. Ich will,( Herre dir gelob' icbs an,) Dis sünden fliehn, fo viel ich kann. 6. In seter übung guter merke Will ichs zu zeigcu mich bemühn; In chrißo fey mit grad'auch stärke Zu jeder tugend mir verliehn; In allem thun beseele mich Dankbare Mel. Wer nur den lieben gott zc. 1093. Wietheuer, Gott, ist deine gute, Die alle missethat vergiedt, So bald ein reuiges gemüthe Die fün den, die es sonst geliebt, Erkenut, verdammt und ernslich haft, Und suversicht zum mittler fast. 2. Doch laß mich ja nicht sicher werden, Weil du so reich an gnas de bift. Wie furs ist meine seit auf erden; Die mir von dir vers Liebne frißt: Hilf, daß sie stets mir wichtig fen: Ich meiner beßs rung gant sie weih! 10 3. Zwar, deine gnade ja verdie nen, Vermögen reu und beßrung nicht. Doch darf mein herz sich wohl erfühnen, Daß es sich deine huld verspricht, wenn es doch fanden nicht bereut, nicht gans fich reiner tugend weiht? 3. Ad! denk aller meiner füns den, Auch der jugendfänden nicht! Laß vor dir mich gnade uden! Geh mit mir nicht ins gericht, 4. Wie kannst du dem die schuld Sünden willst du ja verteiben! erlaffen, Der miffentlich in fün enn sie ernftlich uns gereuen. Den lebt? Darf der ein herz zu jefu faffen, Der sein verdien awar boc erhebt, Doch in der Mel. Jefu meines Lebens leben 26. 1094. Theuer, Gott, ift Deine gute! DO wie theuer ist sie mir! Sieh, mein barrendes gemüthe Dürftet sehus fuchtsvoll nach dir. Gott, Urhes ber unsers lebens! Reiner barrt auf dich vergebens. Nur verachter deiner huld Stürzt ins elend eig, ne schuld. 2. Lehre mich, Herr, deine wege, Daß ich deinen willen thu. Ach! ich selbst bin blind und träge. Leite du mich ihnen au. Täglich, täglich barr' ich deiner. Du, ich weiß, erbarmst dich meiner. Deis ne vatertreu, Sott, is emig, wie du selber Diß. Vater, sich denn auch auf mich, und verzeih mir väterlich! 4. Ja, du willst des fünders les <-03 UCH. 33 Anhang. ben. Dit ift feine feele werth. finden, was deiner Vorschrift wis Onddig wilt du ihm vergeben, derspricht! Oft werd ich übereilt Wenn er sich zu dir belehrt. Wits von fünden, und billige sie selbst ten auf dem fündenwege Macht doch nicht. Oft weich' ich auch du fein gewiffen rege. Kehrt er aus deiner bahn, Und meyn', ich um zu seiner pflicht; Wohl ihm! habe rest getban. du verwirft ihn nicht. 3. er tann, wie oft er feblet; 1. Alle, die zu dir sich wenden, merken? Gan; siehst nur du mich, Nimmst du, Vater, gnädig an; wie ich bin. Nur du kannst mich Leitest sie mit vaterhänden Auf zum guten fårken. Drum werf Der tugend ebne bahn. O! wie ich, Gott, vor dir mich hin, Und freut sich deiner gute Ein geång flebe; hilf mir, daß ich frey Auch ftetes gemüthe, Das du seiner von verborgnen feblern fey. fündenlast Liebevoll entledigt haft! 4. Vom felbftbetrug der eigens 6. Und zu was für seligkeiten liebe Befreye mich durch deine Willst du in die beßre welt Jestraft. Erweck und mehr in mir den tren hinüberleiten, Der nur die triebe zu dem, was wabre dir auch treue hält. Welch ein beßrung schafft. Laß meinen filets heil! wohl allen feeleu, Die zu gesegnet seyn, und reichlich seine ihrom theil dich wählen! Deinem frucht gedeihn. himmel führef du, Die in chris r. Du wirkt das demuthsvolle sto bein sind, zu. flehen Des fünders, der dich 7. un, so darf deun ich auch scheut und ehrt, O Gott, mein hoffen; Darf in christo die mich Vater, nicht verschmähen. Du nahu. Durch ihn steht der zu- bift es, der gebet erbört. Mefiz gang offen, Daß auch fünder Fels, mein Heil, ich traue dir, gnad' empfahn. Würd'ge mich, was ich dich bitte, giebst du mir. die großen fegen Geines tods aut mich it legen, Daß mein herz, von angst befrept, Deines fries dens fich erfreut. * s. Dir will ich dieß hers ers geben. Gott: mein Gott! verlaß mich nicht. Hilf, daß ich mag heilig leben; Creu fey meiner ganzen pflicht. Keine schnöde luft der fünden Soll hinfort mich über winden. Ach begärl, ich bitte dich, In dem fromen vorfat mich. Vom christlichen Glauben. Mel. Allein Gott in der böb sey ic 1096, ir glauben allan einen gott, Den geber aller gaben, Von dem wiz bülfe hier in noth, Dort ew'ges leben haben. Kein gott ist außer ihm; er heißt, Gott Vater, Sohn und heil'ger Geif; Der ewige, der eine. 2. An Gott, den Bater, slaus ben wir. Wie sein allmächt'ger Mel. Wer nur den lieben Gott zc. wille Die welt erschuf: so giebt er ihr noch stets des guten fälle. 1095. hat er, da Wie felig, Gott, ift ghn drückt nicht mehr der fünde loch. O daß ich ganz gerecht seyn möchte! Doch ach! wie wenig bin ichs noch! Wie bin ich leider! noch so weit Vom siele der voll Ponimenheit! Uns feinen eignen fehn gefandt, Mit ihm uns zu versöhnen. 3. Bir glauben auch an Gottes Cohn, Der mensch ward, uns zu retten. Er starb am fren; in schmach und hohu, Damit wir 2. Die viel ist noch an mir zufrieden hätten; Bezwang der bille macht: Anhang. 39 gottes gnad' und chrifti blut; J boff ein ewigs leben. Gott in ein sater, der verzeist, Het mir das recht jne seligkeit In seinem macht; erstand; Fuhr auf zu got tes rechter hand, und kommt ders eins zu richten. 4. Wir glauben auch an Got tes Geist, Der heilig uns sorsfohn gegeben. bindet, und durch sein wort uns unterweist, Wie man sergebung findet. Er fldßt, wenn tod und grab uns draun, Uns troft der auferstehung ein, Und troft des ewgen lebens. 2. Herr! welch sin uraussprechs lich beil, Ant dir, an deiner gnade theil, Cheil an dem himmel bas ben; Im herzen durch den glaus ben rein, Dich lieben; und vers fichert seyn Von deines geißes gaben! Mel. Jefu meines Lebens leben 2c. 1097. Eins if nothach, Präge tief dem herzen ein, Daß ich nicht in spät beweine, Flend durch mich selbst zu seyn. Denn unfarblich ist die seele. Wenn ic hier nicht weislich wähle, Ach! verloren ist sie dann, Daß ich sie nicht retten fann. 2. Wahre hoffnung ew'gen les benss Diefe, diefe fer das siel Meines eifrighten bestrebens; Denn fie schenkt der freuden siel. Und wo Fann ich die wohl finden 7 War nicht im der fünden! Nein! mit ihr erfüllet mich, Jeſt, 1099.6 nur der glaub' an dich. 3. Und die fegen sind unzählig, lobt für unsers mittlers trd, Sier Die uns diefer glaube schafft. Er, uns das beilerworben. Wie haft er macht gerecht; er felig; rdu, Gott, auch mich geliebt! Er, auch weiß und tugendhaft. er der mir ew'ges leben giebt, Ift erleichtert jede bürde. Er giebt auch für mich geforben. Mein thätigkeit, giebt wärde; Giebt ganzes hers froblockt in mir. O, geduld und troft im schmer;; Giebt Vater ich lobfinge dir. Hilf, daß ich jeden tag aufs neu Mi deis im tobe muth ins her;. ner vaterhuld erfreu. Gott meis nes beils! Sey ewig mein,:: und laß mich dir recht dankbar sepn. nen, 2. Voul froher ehrfurcht beug ich mich Vor dir, Sohn Gottes, der du dich Für mich dahingeges ben. Nie komm es mir aus meis nem finn, Wie viel ich dir, Herr, fchuldig tin. Dein tob bringt Mel. Kommt ber za mir, spricht ze. mir das leben. Durch deins oboff ich denn mit opfers em'ge Fraft Hast du mir, muth Auf weld ein beil! sebaft; 4. Coleber glaub' erfüllet feis Der noch feinen fünden fröhnt. Drum bilf, Here, daß nach dem einen Ernstlich fets mein her; fich fehnt. Lehr mich nach dem ew'gen leben Stets bes gehren, trachten, fireben, Bis es eins mein geift im tod Frob ergreift; denn eins is noth. 1098.S DRT, 3. Dein wort, das wort der seligkeit, Wirkt göttliche zufries Herr, dieß eine wir es treu mabreu. es spricht uns trof im elend zu, Verfüffet diefes lebens rub, und stärkt uns in gefahren. 4. Erhalte mir, Herr, fort und fort Den glauben an dein götts lichwort Um beines namens wile len. Laß ihn mein licht auf ers den seyn; Ihn täglich mehr mein her; erneun; Uud mich mit trof erfüllen. Mel. Herilich lieb hab ich dich, 16. elobt feyft du, barins beri'ger Gott! Se 40 Anhang. heil, das mich der straf' entrückt; Doch schan Ich einst, was ich ges Ein heil, das ewig mich beglückt. Herr Jesu Chris! Wie liebst du mich!:,: Hilf, daß ich ewig liebe Dich. glaubt. Wer ist, der mir mein erbtheil raubt? Es ruht in jesu bånden. 2. Mein leben ist ein Parser Kreit, Und herrlich ist die krone. Die krone der gerechtigkeit Wird mir zum ew'gen lohne. Und wer entreißt mir die? mich schüßt, Der nun zur rechten gottes figt; ein heiland, mein vollender. 3. Du, Jesu, du bist mir allein ein schuß und troft auf erden, und dort soll ich dir ähnlich seyn. Was kann mir größers werden? Voll muthes eil' ich unverweilt Dem siele zu, bis ichs treilt, Und nun die Fron' empfange. 4. Herr, lenke selber meinen blick Vom eiteln weltgetümmel Auf dich, auf meiner feele glück, Auf ewigkeit und himmel. Die welt mit ihrer herrlichkeit Vers geht, und währt nur kurze zeit. Jm himmel sey mein wandel! <. Jest, da mich dieser leib bes schwert, Jft mir noch nicht ers schienen, Was denen iene welt gewährt, Die hier gott treulich dienen. Wenn mein erlösungss tag erscheint, Und un mein auge nicht mehr weint; Dann werd ichs ganz empfinden. 3. Mit inbrunft fleh ich, Herr, zu die, Befördre du doch selbst in mir Ein gläubiges gemütte. Wie sehnet meine seele sich! O wie, Erldser, dürftet mich Nach beiner großen gute! Mit schmeri fühl ich, was mir gebricht. D ftarfe meine zuversicht, Daß du auch mein erlsfer fenft, Auch mich vom ew'gen tod befreyst. Herr, biefer troft Sep fest in mir!: Go dien' ich voller freuden dir. 4. Zur weisheit und gerechtigteit, Zur heiligung und seligkeit Bist du mir auserfehen. Auch mir jum herrlichsten gewinn Gabft du dein leben willig hin. Hör Denn auch nun mein flehen. Mein Heiland, sich mich ganz zu dir. Ja durch den glauben wohn' in mir: So nimmt in mir die fee: Ienrub Und meines hersens begs rung ju. Mein Herr und Gott! Verlaß mich nicht!:: So komm' ich sinft nicht ins gericht. 5. Da öffneft deinen himmel mir. Der freuden fülle ist ben dir. Auch ich soll sie genießen. Belebe mich mit muth und kraft, So meine ganze pilgerschaft 3u führen und zu schließen, Daß ich Dein fanftes toch nie schen; Stets bis sum tode dir getreu, Mit freuden thu, was dir gefällt; Und dich auch ehre vor der welt. D Herr, mein Heil! Gey ftets mit mir!:,: So tomm' ich einft gewiß zu dir. 1100.3 Mel. Es ist das heil uns komen 2c. weiß, an wen mein hers sie hält. Den troft soll nichts mir rauben. Als bürger einer bessern welt, Leb' ich iwar noch im glauben. 6. Hier war ist schwachheit noch mein theil, Die bellern blicken wehret. Nur dunkel seb ich hier dieß heil, Dort wird mirs gan; verklåret. Dort wird mein werth mir gan; enthült, wenn ich, erwacht nach deinem bild, Dein antlig ewig schaue. 7. Zu diesem glück bin ich ers tauft, D Herr, durch deine leis den. Auf deinen tod bin ich ges tauft. Wer will von dir mich scheiden? Nein! ich, von dir, als dein, erkannt; Gezeichnet, Herr, in deine hand; Bin schon in hoffnung felig. s. Wie groß ist deine herrs lichs Anhang. 41 lichkeit. Frohlode, meine seele!, thu an mir barmhertigkeit! Sen Vom tand der weltluft unent weiht, en gottes ganz, o feele! Der weltluft glänzend nichts vers geht. Nur des gerechten glück besteht Durch alle ewigkeiten. gnädig meiner feele! Hilf felbst alsbald mir wieder auf! Dein wort laß bell mir scheinen, Bis ich, nach wohlvokbrachtem lauf, Dort ewig mit den deinen Dir obne fehltritt diene. Dom christlichem Wandel überhaupt. Mel. Es ist das heil uns keme ze. Mel. Es woll uns Gott gnädig. I I02. Dein bin ich, Herr, will mich mich, Gott, 1101.Bieber wahn, Zum opfer übergeben; Rechtschaf fen, beilig, rein will ich Vor deis nen augen leben! Wie könnt ich eines andern feyn? Bin ich nicht durch die schöpfung dein? Nicht dein durch die erlösung? 2. Jch fiel, und wandte mich von dir, Bur finsternis vom lichte. Doch wandtest du dich, Gott, zu mir it deinem angesichte. Erbarmen war dein angesicht, Mich von der finsterniß ins licht Zu Dir zurückzubringen. Mein schwaches beri bethöre, Als war es schon genug gethan, Wenn Dir nur äußre ehre Der mensch, bein unterthan, erweist. Erinure das gewissen, Daß in der wahr beit und im geift Die dich vers ehren müssen, Die dir gefallen wollen. 2. Die kommen nicht ins him melreich, Die Herr! su iesu sa gen, Doch nicht mit ganzem ernft zugleich Der heiligung nachiagen. Nur die, die deinen willen thun, 3. Dein, dein ist die barmhers Läßßt du, als deine kinder, Bepsigkeit. Dich iammert felbst der Dir in ewgem frieden ruhn, Wenn fünder. Seyd, rufft du, wieder heuchlerische fünder Von dir ver mir geweiht! Send wieder meine Rosen werden. finder! Laßt euch erneuern! wers 3. Drum laß mich doch vom det gut! Dort fließet der versöhs glauben nie Ein heilig leben trennung blut, on sünd' such rein nen, Mich nicht für iesu jüngeriu machen. hie Bloß äußerlich bekennen. Laß meinen glauben thätig seyn, Und reiche früchte bringen, Laß mich, im herzen vor dir rein, Mit eifer barnach ringen, Im guten zuzunehmen. 4. Dein sohn, o Gott, wird mensch, und stirbt, und leidet unfre strafen; Büßt selbst für laster, and erwirbt Befreyung ibren ftlaven. Wie dürft' ich eines andern fern? Bin ich nicht durch die febdpfung dein? Nicht dein durch die ers Idfung? * 4. Du kenns, o Gott, der menschen bert, und liebst, die redlie handeln. O laß in freude, wie in schmer;, Vor dir mich richtig wandeln. Dein wille fey mein augenmerk. Hilf selbst mir 5. Durch ihn versöhnt, und, dir um ruhm Erlauft durch seine leis den, Will niemals ich, dein eigens thum, Von dir mich wieder scheis ihn vollbringen. Durch dich muß den. Gekreuzigt werde mir die jedes gute werk, Sollt es auch nicht gelingen, 3um segen mir gereichen. welt! Ertödtet, was dir nicht ges fällt! Damit ich dir nur lebe. 6. Dieß wirke deine kraft in mir! Mir selbst feblts am sermogen, Mich umzubilden, und was Dir, <. Doch wenn ich aus unwissen beit und übereilung feble: So Anhang. dir, Gott, misfaut, abzulegen. Su denken und zu bandain. Wahe Hier ist mein her:! nimm ganz ifs, die tugend foftet müb; Denn es bin! Bild' es du selbst nach sie bekämpft die lifts. Doch richte deinem sinn, Damit es dir gefalle! felbst! was wäre sie, wenn sie nicht kämpfen müßte? 2. Die, die sich ihrer laßter freun; Trifft die fein sehmers bienieden? Sie sind die fflaven eigner pein, Und haben feinen frieden. Der fromme, der die luke dämpft, Hat oft auch seine leiden. Allein der schmerz, mit dem er kämpft, Vers wandelt sich in freuden. 7. So werd ich, der ich finster war, Ein licht in deinem lichte; Besteh mit deiner frommen schaar Vor dir einst im gerichte; Frohs Tocka dann, und preise dich, Daß beine gnad' und treue mich Dem bimmel jugeführet. 1103. Wer Mal. Es ist gewißlich an der zeit zc. er sich des heis lands rühmen will, Der muß auch ihm nur Les ben. Ihm wohlgefalen, fey mein stel! Ihm folgen, mein begreben! Rein ist er selbst; so muß auch rein, Wer ihm will angebdren, feyn, und dienst der finde flichen. 3. Des lasters bahn is anfangs war ein breiter weg durch auen. allein fein fortgang wird gefabrz Sein end' ist nacht und grauen. Der tugend pfad ift anfangs stell, Läßt nichts, als müb, erblicken. Doch weiter fort führt er zum beil, und endlich um entificken. 2. Denn nicht vergoß der herz 4. Nimm an; gott hätt' es uns fein blut Der fünde reich zu vergönnt, Nach unsrer like wil schügen. Mir souls, wie ju getros len, Wenn woluß, neid, und jorn ftem muth, Bur beiligung auch entbrennt, Sie ungestraft zu fils naken. Am fren; dein banges len; Nimman; gott liet den uns Flaggeschrey, Versöhner, zeugt, dank ju, Den frevel, dich zu Frans wie fower es fep, Der fünde ten, Den menschenhaß; was würs schuld zu tilgen. des du Von diesem gotte denken? 3. Wie darf nun, wer sich selbs nicht hast, Ihr noch zu dienen wagen? Nein! mein entschluß ist fe gefaßt; I will der fünd' entsagen. Und kann ichs, wenn ich nicht mit macht, Sobald die sife luft erwacht, Jbr männlich widerstehe? r. Gott will, wir foxen glücklic feyn; Drum gab er uns geferze. Sie sind es, die das ber; erfreun; Sie sind des Lebens schake. Er spricht in uns durch den verstand, Und spricht durch das gewiffen, Was wir, geschöpfe seiner band, Fliehn oder wählen müssen. 6. Ihn fürchten, das ist weiss beit uur; Und freybeit ists, fie wählen. Ein thier folgt feffeln der natur; Der mensch dem licht der feelen. Was ist des geifies eigens thum? Was fein beruf auf erden? Die tugend ists; und was ihr ruhm? Gott ewig ähnlich werden. 7. Zern nur geschmack am wort des herrn Und seiner guade fins Mel. Durch adams fall ist ganz 2c. ft Flagt der chrift, 1104. übe und Den meg des berrn in wandeln, gern. Dein her zu überwinden. and täglich ſeinem worte treu, Wer träfte bat, wird durch ges braud 4. Ich will im tampfe wider fie Durch nachsicht nichts verschulden; Verwerfliche begierden nie In meiner feele dulden. Ben jefu Freu; gelob' ichs an. Ich will, fo viel ich immer tann, Sie Freuzigen und tidten. Anhang. 43 brauch Vox gott noch mehr bes: 2.0 laß in seiner neigung doch Fommen. Wer aber nicht hat, dem wird auch Das, was er bat, ges Den geiß nicht langer wanten. Erbeb' ibn aus der sinne joc Zu himmlischen gedanken. Wenn von dem dienst der eitelkeit Mich Deines geiftes fraft befrent, So wird es mir gelingen. Ich will mich bessern 3 Herr! ich will. Dich, dieß ist meiner wünsche ziel. Gieb du, Herr, das vollbringen. 9. Dich stärket auf der tugend pfad Das beyspiel fel'ger geifter. 3. Umsonst such ich der tugend bahu, Wenn du nicht mich bes gleiteft; Nicht du von täuscherey und wahn Zur wahrheit felbft hn seigte dir, und ihn betrat mich leitest. Doch hilf auch, daß Deiv gott und herr und meißer. ich, ibr getreu, Stets sie zu üben Dich muffe nie des frechen spott eifrig fep! Hilf es um jefu wils Auf diesem pfade hindern. Der len! Hilf mir dure deines geis wahre ruhm is ruhm bey gott, fies traft, Die stürms wildee Und nicht bey menschenkindern. leidenschaft Bekämpfen, und sie * 10. Sen start! tritt oft mir ftilen! heiterkeit Im geift an deine baare! Vergleiche mit der ewigkeit Den fampf so turier jahre.Das kleinod, das dein glaube bält, Wird neuen muth dir geben; Und kräfte der zukünft'gen welt, Die werden ihn beleben. 4. Mein Gott! mein Gott! ges denke nicht Der finden meiner iugend. Wie hart schien mir oft meine pflicht! Wie raub die bahn der tugend! Und doch trugft du mich mit geduld. Laß, Water, laß mich diese huld zu meinem heile nügen. Dein weg, Herr, ift mein wahres bell. Ich will ihn gehu; ift er schon seil. Du wirst mich unterstüßen. nommen. s. Du freiteft nicht drch eigne kraft. Drum muß es dir gelingen. Gott ist es, welcher beides schafft, Das wollen und vollbringen. Wen gab ein vater einen stein Dem foba, der brod begehrte? Bet' oft; gott müßte gott nicht seyn, Wenn er dich nicht erhörte. 11. Nud dann auch, chrift, bleib' unverzagt, wenn dies nicht im mer glücket; Wenn dich, so viel Dein her; auch wagt, Stets neue schwachheit drücket. Gott sieht nicht auf die that alein. Erfieht auf deinen willen. Ein göttliches verdienst ist dein. Dies muß dein berze ftillen. 5. Ich bin ein mensch, und irre leicht, und schwach find meine Fräfte, Und schwer ist, wie dem herzen deucht, Der heiligung ges schaffte. Du aber wir mein hers erneunt Du aus der hds mir traft verletbu, Vor dir gerecht Srbarm dich, Gott! ju leben. Jch, dein erfauftes els mein schwaches genthum, Will dort ein deines hers, Geneigt zu eitelkeiten, Zäßt namens ruhmJn ewigkeit erhebend bald durch freude, bald durch Mel. Erforsch mich, Gott erfabr 2c. 1105. b schmers, Sich auf deu irrwes mel. Alle menschen müsſen 2c. leiten. So shwankt ein kohe, vom wind beweat; So schwankt, I 106. 2! wann werd ich von der fünde, wenn leibenschaft fich regt, Oft Gott, mein Vater, vdlig fres, Dat unfstet meine feele. Jßt fühl ich, ich ganz sie überwinde, Gang dir bas entschlossenheit, Ist wiever, mohlgefällig sey? Dir gested' ichs baß die feftigkeit In dem cut mit bestämmung: Des verderbten fehluß mir feble. bangs 44 Anhang. hangs beidhmung, Die die kräfte, bestreben, Stets der tugend mehr gan; ihm bricht, Glücket mir noch immter, nicht. zu leben; Ganz vom fundendiens fte frey; Rein von aller gleißucrey. 2. In der andacht fel'gen fun 8. Lehr' auf meinen weg mich den, Wo der geift auf wahrheit merken; Und, wenn sich versus hört, Hab' auch ich das glück chung naht: Ach! dann eile, mich empfunden, Das die frdmmigkeit zu stärken, Eh sie mich gefället gewährt. Dann wünscht' ich auch mir hienieden Nichts so sehr, als innern frieden; Als ein herz, dir ganz geweiht; Als der tugend fe ligkeit. hat. Sey mein schuh! sey mein begleiter! Täglich führe, Gott, mich weiter, Bis ich in der ewigs feit Dringe jur vollkommenheit. 3. Gleich war mein entschluß gefaffet, Dir mein leben gang zu weihn. Alles, was dein auge haf fet, Sollte mir ein abscheu feyn. Gott, du fabeft mein bestreben, Furcht Gottes. Mel. O Gott des himmels und ic. Dieſem vorfag nachzuleben; Gün Den fiets zu widerstehn; Stand baft deinen weg zu gehn. 1107. Wiua du der weiss heit fens nen? Es ist die furcht vor gott, dem Herrn. Soll man dich flug 4. Aber ach! wie oft empiren und reise nennen, Thu alle deine Leidenschaften sich in mir; Ueberpflichten gern; Nicht, weil dein raschen mich, und stören eine her; die firafe scheut; Nein, weil freudigkeit zu dir. Des verderb dein gott sie dir gebeut. ten her ens triebe, Sinnlichkeit, ftoli, eigenliebe, haben mich schon oft berückt, Wich, eh ichs gemerkt verstrickt. 2. Zern gottes größe reebt ems pfinden, Und füble ganz, wie nichts du bist: So wird du nie dich uns terwinden, Zu tadeln, was sein rath beschließt. Was dein verstand nicht fassen kann, Das betest du in ehrfurcht an. 3. Wenn du den hösken linds lich scheueft: So wird dir keine pflicht zur last. Du übft fis freus dig, und bereuest, Daß du sie je versäumet haft; Denn wer Gott gern zum jengen bat, Der freut sich jeder guten that. s. Ach, ich schwacher! dem zur treus Feste seelenstärke fehlt, Den so oft aufricht'ge reue, Und so oft hoch fruchtlos quält! Ach! wer wird mich doch vom bdsen, Das mich gets bekämpft, erldfen? Ich, elender! wer befrept ich vom joch der finnlishfeit? 6. Doch du trägst ia die gebre chen Unfrer fändigen natur. Schwachheit willst du, Gott, nicht rachen; Bdsen vorsak straff du nur. år bey meiner fehler bür de Dieß mein troft nicht; ah! ich würde Ganz erliegen, und mich dein, Hissies Gut, nie können freun. Dom pflichtmäßigem Verhalten gegen Bott. 4. Wenn fünder sich in nacht verhüllen, So schenest du doch nicht das licht; Erffuest freudig seinen willen; Und bebft vor deis nem richter nicht; Denn schwache trägt er, und verzeiht Der tugend unvollkommenheit. * 7. Stellt mir, Gott, schon hier s. Den höchten überall serehs auf erden Lebenslang die fünde ren, Vor menschen, und in eins nach; Kann ich nicht vollkommen famkeit; Auf des gewissens stime wel ben; Bin und bleib' ich hier hören, Selbs, wenn sie, was dich noch schwach: Du, du fegnest mein reist, verbcut; Auch das lehrt Dic Anhang. 45 dich die furcht des Herrn; Auch 4. Du erlöftes vom verderben das thut, wer ihn ehret, gern. 6. Die eitle welt mag dich vers achten, Daß nicht auch du ihr gleich dies ells! Furcht gottes lehrt dich das nicht achten, Wenn du nur deinest gott gefällst. Was Fümmert den, der ihm gefällt, Spett und verachtung dieser welt. mich durch deinen sohn, o Gotts Ließeft mir zum heil ihn sterben. Wir zum leben ward sein toba nur durch ihn ward mir gegeben, Ewig dort bey dir zu leben, und in deinem anschaun dein Ewig mich, mein Gott, zu freun. <. Sollt' ich dich nicht wieder 7. Sie fiets vor dem allmächt- lieben, Der du mich zuerst geliebt? gen scheuen, Giebt heldenmüth'ge Ja weit mehr, als våter lieben; tapferkeit, Wenn macht'ger mens Unermeßlich mich geliebt? Und fchen fisties drauen Dir fünden wo fand ich doch bienieden, Liebt wider gott gebeut. It gott mein ich dich nicht, wahren frieden? fchuk, mein heil und licht; Go Wo im hinimel fähigkeit Bum bebt mein ber; vor menschen nicht. Igenuß der feligkeit? 8. Laß, Gott, mich deine furcht regieren, In allem nur auf dich zu sehn. Sie, fie laß mich zur weisheit führen: So werd' ich nie mals irre gehn. Wohl dem, der dich Bets kindlich scheut! Dich Findlich seheun, is feligkeit. 6. Heil mir dann, wenn ichs empfinde, Wie so liebenswerth du biß: Wenn mein her; som haß der fünde Juniglich durchdruns gen is Wenn ich allen deinen willen Freudig eile zu erfüken. Heil mir! daun verwirfst du nicht rich von deinem angesicht. Liebe gegen Gott. 7. Noch lieb ich dich unvollkomte Mel. Jefu meines lebens leben sc. men; Das fühlt meine seele woble II08. Urquell der vollkom- Ach! wann werd ich zu dir kome menheiten: Gott, men? Ganz dich lieben, wie ich wie liebenswerth bis du! Und o foll? Ganz werd ich dann deinen welchen seligkeiten Führt uns dei- willen kennen, schätzen und erne liebe za! Wer dich liebt, der füllen; Stets zu neuer frend' ents wirds nicht achten, woar ihm zückt, Füblen, wie mich gott auch sein hers verfemachten, Jhm beglückt. mird Deine lieb' allein Mehr, als erd' und himmel seyn. Meine feele sich in mir! Wie ger tröftet, wie belebet Fühl ich mich, mein Gott, bor dir! Jeder blick auf deine werte, Deine weisheit, gut und stärke: Wie entlastet der mein her: Von belümmerniß und schater;! 3. Floffen nicht aus deiner füle Gegen mir auf segen su? Daß ich ward, war, Gott, dein wille; Daß ich noch din, schaffest du. Daß ich denke, daß ich wäbles Das auch dankt dir meine seeles Dankt dir, daß fie dich erkenut, Und dich findlich vater neunt. Mel. Es ist gewißlich an der zeit ze. schwing dich 1109. 34 sett, o feele, und freue dich der wonne! Er, der da lenkt der fterne lauf, Dis lauf der milden sonne; Er, der die ganze schöpfung lenke; Uns tags lich, stündlich freude schenkt; Ex ist algegenwärtig. 2. Wenn sich in filer einsams leit Der geift tu ihm erhebet; Ganz voll von lieb' und dankbars teit, In boher wonne schwebet; Da freut gott, o wie väterlich! Sich meines glückes, denn um mich Ist er stets gegenwärtig. 46 Anhang: 3. Auch, wenn sich unser schicker thdricht hinter sich. Du solls fal trübt, Und thränen uns ents ihn nicht mehr regieren. Klüglts fließen; Wenn stets uns dickre racht umgiebt, uns leiden ganz umschließen: Jft er be uns mit feiner fraft, Die tröstet, stärket, haife schafft, m leiden gegen wärtig! cher nach seinem rahn Wählt er eine beßre bahn. Diese soll zum glück ihn führen; Und die bahn ist fündenvoll, Diesum glück ibn führen soll. 4. Wenn nun mein Eerbend ange bricht; Wenn alle sinne schwinden; Das starre hers hier ferner nicht Der freundschaft 4. Laß doch, Gott, uns: früh empfinden, Daß uns unser herz verfährt; Daß die eitle luft der fünden Uns zuletzt den tod gebiert. Mach' uns deinen willen wichtig. troft empfinden, nicht liebevoll Führ auf deine bahn uns bin! mehr schlagen fann, Wohl mir! du, Bater, du bist dann Bey mir noch gegenwärtig. Zehr uns jeden irrweg fliebn; Denn dein weg allein ist richtig. Nach' uns unsern pflichten tren. Daß der wandel beilig sey. r. Bu gott, o feele, schwing dich auf, und freue dich der ronne! Er, der da lenkt der fterne lauf, Den lauf der milden soune; Er, der die ganze schöpfung lenkt, Im tod' und leben freude schenkt; Er ist allgegenwärtig. s. So wird auch Sey uns auf erden, Wie im himmel, dein ges bot Freudig ausgerichtet werden, Heiliger und großer Gott! Würde doch einst noch von allen, Here, dein wille gern gethan! Auf die erde schaut du dann, Omit wels chem woblgefallen! Denn sie wär' an tugend reich, Wäre delnem himmel gleich. Gehorsam gegen Gott. Mel. Sollt ich meinem Gott ze. ut und heilig is 1110, dein wille, Wie bu felbft ee bift, o Gott; Und in Mel.kom, o Gottschöpfer, bell.ic. ehrerbiet ger stille Hort die fd IIII. Gott, dein ist mas Stehu um pinng dein gebot. Die im hims mel dir lobfirgen, Und alles ist die untertban. Dir Deinen thron bereit; Freuen sich, werde preis und rahm gebracht! der seligkeit, Deinen willen zu, Fakt nieder, menschen! betet an! solbringen. Nur der mensch ers Fennts oft nicht für sein glück und seine pflicht. 2. Du schufft das menschliche geschlecht: Durch dich, Gott, find wir, was wir sind. Du bist mein herr, und ich dein Enecht. Du bist mein vater, ich dein find. 2. Dir gehorcht mit fanfter wonne aller welten jabllos beer; Deins feste; deine sonne; Sturm und denner; erd' und meer. Kes bienst deinem willen; Alles, Schd pfer, was du schufft, Eilt und drdugt sich, wenn du rafft, Dein gebot febriel in erfüllen. Nur der emensch erkennts oft nicht Für fein glück und seine pflict. 3. Wie darf, wer, Vater, dich nicht ehrt, Des glücks, dein Find zu seyn, fich freun? Nur die sind dieser ehre werth, Die gans sich deinem dienße weihn. 4. Wie billig, wie gerecht, wie gut Ift alles, was uns gott ges beut: Wohl dem, der seinen wils 3. Stols emport bes frevler len thut! Ibn thun, is freud' feele, Großer Schöpfer, wider dich. und feligkeit. Deine göttlichen befeble Wirft 5. Nur das, was bdp und scbdds Fic Unhang. 47 Na is, Und uns entebrt, verbeut, laftern nicht ergebe, mit welchen uns gott. Weh dem, der seiner pflicht vergißt: Er flúrst sich selbst in schand' und noth. recht nenn' ich das frommigkeit ,? 6. 2eicht ist die laft, und sanft fein joch. ers willig trägt, fent feinen lauf Stets freudig fort; und fällt er noch: So hilft gott felbft ihm wieder auf. 4. Wenn ich den gei; aus furcht der schande fliehe, Aus weichlich teit mich webluthun bemübe, und mäßig ba, bloß um gesund zu seyn: Wenn ich die rach' ans eigennuge hafsi, Der ehrsucht pfad aus trägheit nur verlasse: Iks tus gend wohl? nicht bloß der tugenb schein? 7. Bald heißt uns seine lieb' und buld Gehorsam seyn aus dankbarkeit; Bald warnt er uns vor neuer schuld, Und übet uus durch schmerz und leid. 8. Sein wort ermahnet, droht, verbeist, und hält uns tod und leben vor. Uns rühret und ers weckt sein geift. Und ich verschlöße ber: und shr? f. Und, Gott, wie oft sind uns fre besten triebe Nicht frömmigs teit, nicht früchte deiner liebe! Sind wirkungen bloß von natur und seit. Wann fühlen wir der tugend ganze würde? Dinkt dein gefes uns niemals schwere burde? Gehorcht das ber; ihm stets mit freudigkeit? bürbe? 9. Nein! Gott, dir sey mein bers geweiht: Gehorsam sey mein größter ruhm! Verleih mir auch beständigkeit: So bleib ich stets bein eigenthum. 6. Doch, Herr, mein Gott, wenn auch zu deiner ehre Metu berz nun rein, rein meine tugend ware; Mührt das von mir? ifts nicht dein eigenthum? Wer ließ Demuth gegen Gott. mich früh zur tugend unterrichten? Mel. O meine seel', du sols den 2c. ein wahres glück mich sehn in In 1112. Herr, Tebre mich, meinen pflichten? Ju folgsamkeit wenn ich meinen gend diene, Daß nicht mein herz das olies fich erkühne, Und nie vor dir auf sie vermessen sep; Herr, lehre mich, wie oft ich fehle, merken. Was ist der mensch bey seinen guten werken? Wann sind fie le gan; von gebrechen frep? 7. Wer gab mir muth, Herr, dein gebot in lieben? Wer gab mir traft, es freudig auszuüben? Und wer im kampf entschloffenheit und sieg? Weß ist der quel, der mich mit weisheit trånkte? Und weß der freund, der mich zum gus ten lenfte, Und, fehlt teh, mir den fehler niet verschwieg? 2. Wie oft fehlt mir zum gus ten selbst der rike: Wie oft, men ich auch bein gebot erfülle, Erfül' ichs doch weit minder, als ich sol! Sind lieb und furcht Rets die bewegungsgründe Der guten that, der unterlaßnen fünde? Und te mein her: dec tugendeifers soll? 8. Du triebst mich an, daß ich das gute wählte, und riefest oft, wenn ich des wegs verferite, Mich wieder auf den pfad der heiligung, Zogst mich durch freuz, durch wohls that auch, von fünden; Liefft, wen 3. Gedenke nicht der fünden meis ich rief, mich wieder gnade fins new jugend: Gedente nicht der uns den, Und gab gedeiba ju meis vollkommnen tugend Im weifern ner befferung. Iaufr reifer lebensteit Wenn* 9. Was ist der mensch, daß ich noch oft aus stolz nach tugend du, Gott, fein gedenkest, Gerecs Arebe, Aus menschenfurcht mic' tigkeit in deinem sohn ihm schen. Feft, 48 Enbang. Fest, Der findschaft recht, der segern. Stillt, dulder, quer weinen! ligkeit gewinn? Und wenn ich nun, Gott hilft gewig den seinen. Durch deines geißes gabe, Des glandens kraft, und alle werke, glave: Thu ich wohl mehr, als 1114. D fchaut, Denkt nicht Mel. Was Gott thut, das ist ze. er alle welten fibers was ich schuldig bin? nach menschenweife. Er ist es, dent mein her vertraut; Denn er ist der allweise. Er fest fein siel Sid, wie er will, und hat der wege viele jiele. Vertrauen auf Gott. Mel. Was Gott thut, das istic. III3. Auf gott, und nicht meinen 2. Ein blick deß, der uns fets bes wacht, herabzu uns auferden schon entschluß.reif überdacht, Der gleich eilt, that zu werden; and immer muß Chat, wie entschluß, Jhm wohl, ihm ganz gelingen; Auf einmal stel vollbringen. 3. Nie hat er luft an unserm schmer; Bey seinen süchtigungen. Nein; die auch hat sein vaterherz, Hat lieb ihm abgedrungen. Er prüft und abt Die, die er liebt; Und wohlgenügte leiden Vers wechselt er mit freuden. Will ich mein glück stets bauen, Und dem, der mich erschaffen hat, Mit ganger feele trauen. Er, der die welt Aumächtig hält, wird mich in meinen tagen Als gott und vater tragen. 2. Er fah von aller ewigkeit, Wie viel mir nügen würde, Bes stimmte meine lebenszeit, Mein glück und meine bürde. Was jagt mein herz? Ist auch ein schmeri, Der, ju des glaubens ebre, Nisht su besiegen wäre? 3. Gott kennet, was mein ber begehrt, und hätte, was ich bitte, Mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, Wenns feine weisheit litte. Er forgt für mich: Stets våterlich. Nicht was ich mir ersehe; Sein wille, der gesehehe. 4. Ist nicht ein ungestörtes glück Weit schwerer oft zu tragen, Als felb das widrige geschick, Ben des fen laft wir flagen? Die größte Mel. Nun ruhen alle wälder zc. bauen, noth Hebt doch der tod; Und eh re, glück und haabe Verläßt mich doch im grabe. . An dem, was wahrhaft glücklich macht, Låst Gott es keinem feblen. Gesundheit, ebre, glück und pracht Sind nicht das glück der feclen. Wer gottes rath Vor augen hat, Dem wird ein gut ge wiffen Die trübfal auch erfüffen III5. Auf deine weisheit gûte trauen, Das Gott, giebt trost und muth. Du führeft selbst durch leiden zu wahren sichern freuden; Denn alles, was du thus, is gut. 2. Vor dir ist nichts verborgen. as wollt ich ängstlich sorgen, Da da mein vater bis? Du gabe mir, Gott, das leben, und wirft mir als les geben, Was mie sur wohlfahrt nöthig ist. 6. Was ist des lebens herrlich 3. Bir fireben oft nach dingen, teit? Wie bald ist sie verschwun den! Was ist das leiden dieser Die, wenn wir sie erringen, Uns Beit? Wie bald ifts überwunden! doch bloß bürde sind. Ein schein, Hofft auf den berrn! Er bilft uns der uns betböret, Und unsern stolz nur 4. Auch bleibt er, deß bin ich ge wiß, Getreu in feinem bunde. Mein schicksal decke finsterniß! Still wart' ich seiner funde. Verzieht sie noch; Einst tömmt sie doch. Da werd ich den akwetsen Für den verzug auch preisen. Anhang. nur nähret, Macht uns für beßre güter blind. 4. Dein wille sey dez meine. Auch wenn ich hilflos scheine, Soll Disß mir muth verleihn. Es müffe, Here, mir armen Dein beystand, Sein erbarmen Stets mehr, als aller reichthum, seyn. <. Nie laß mich zweifelnd wants ken, Wenn traurige gedanken Mir deinen trok entziehn. Ich werde nie vergebens Zu dir, Herr meines Lebens, mit kindlichem vertrauen fliehn. Ergebung in Gottesfügungen. Mel. Alles, was mir Gott ic. II16. Wohl dem, der mit fillem berzen Gott, der ihn als vater liebt, Gant fein beßes übergisbt; Und, wenn auch die leiden schmerzen, Seinem schmerze weislich wehrt; Nicht durch gram ihn noch vermehrt. 2. Mensch! tein schicksal deines lebens, Gorgst du schon von jugend auf, Nimmt drum einen andern lauf. Gorge qualt; sie quält ser gebens; Deine Fräfte sehrt sie ab Stürst dich zeitiger ins grab. 49 hand. Hat er schmert dir zuers kannt: Schicke dann dich, wohl su leiden. Gut ist alles, was Gott wil. Duide willig, und sey still! 3. Längst, eb du die welt betras teft, Wog, der dir dein leben gab, Was die nun begegnet, ab; Bab diz glück, eb du noch batek. Eb noch deine thrane rann, Bah er sie schon guddig an. 4. Dankbar nimm des Lebens frenden Aus des höchsten wilder s. Will dein anschlag nicht gedeis ben; Mislingt alles dein bemühn; O! was glück dem menschen schien, Mußt' er oft hernach bereuen. Wohlchat wars für dich vielleicht. Daß du nicht dein siel erreicht. 6. Erleichtre meine leiden Durch Deines geiftes freuden, Durch muth and hoffnung, mir. Beugt mich die last von schmerzen: Go sprich zu meinem herzen: Ich, dein erretter, helfe dir. 7. Wenn dir frevler angst erwets fen; Dich ihr bas verfolgt und Frånkt: Gottes magt bait ihn umschränkt. Droht der tod mit feinen schrecken; Der vom tod ers retten kann, 3k den gott; nimmt dein sich an. 7. Was sollt ich mich betrüben? Gott, denen, die dich lieben, Muß alles segen seyn. Ich bin ja dein eridser. Gons weiß ich keinen trds 8. Gen denn unbesorgt und beis ster; Souß leinen schus, als dichter! Im vertrauen auf fein wort allein. Sehe deine wallfahrt fort. Der bisher half, hilft dir weiter. Gott hält fest, was er verspricht. Er, beitt gott, serläßt die nicht. Mel. Mein hers und feel den ac.. durch den ich bin und lebe! Gieb, daß ich mich in deinen rath ergebe. Eaß fets mein herz des murrens frevel scheun. Dein wille müß auch fets der meine feyn. 6. Wenn Gott nicht so reiche fes gen, is dem nächsen, die verlich; Nise dos ihr anblick nie Nels in deiner bruft erregen.Zerne frems den glücks dich freun! Fremdes glück wird dadurch dein. 2. Du, du regierk, bis weisheit lieb und stärke, Du, Herr, erbarms dich aller deiner werte. Das sag ich denn noch einen augenblick? Du bist mein gott, und wills nichts, als mein glück. 3 Von ewigkeit haß du mein loos entschieden. Was du bes fimmst, das dient in meinem fries den. Du wogs mein glück, du wogk itgleich mein leid, Und, was du schickt, ist für mich seligkeit. 41 Univ. Bibl. Giessen So Anhang. 4. Gefällt es dir: somaffe keine sich nun in finstrer schwermuth plage Sich zu mir nahn; gieb mir quälen, Prüfung der feelen? Jufriedne tage! Doch bindern sie 6. Doch selbst, o Herr, in ftrafen der feelen ewigs heil: So bleibe nur dein troft, o Gott, mein theil. unsrer fünden, Läßst du den weg zu unserm beil uns finden, Wenn wir dadurch uns, fie forthin zu haffen, Erwecken lassen. r. Du giebst aus huld uns dieser erde freuden. Aus gleicher huld verhängst du unsre leiden. Lud ich fie nicht auf mich durch eigne schuld: So sag ich nicht; ich weiß, bu giebs geduld. 7. Da züchtigst uns, daß wir zu dir uns nahen, Die heiligung des geiftes zu empfahen, und mit dem troft der hülfe, die wir merken, auch andre stärken. 8. Jag' ich nur nach dem frieden im gewissen, wird alles mir zum besten dienen müssen. Du, Herr, regierst; dein väterlicher wille Wirkt guts die fülle. 9. Die trübsal bringt geduld; geduld erfahrung; Erfahrung giebt dem glauben muth und nahe rung. Ein solches her seht auch in nöthen fefte; Hofft sets das beste. 6. Gou ich ein glück, das du mir gabst, verlieren, lind willst du, Gott, mich raube wege führen: So wirst du doch,( denn du er hörst mein sehn,) Bu rechter zeit mir eine bülf' ersehn. * 7. Vielleicht muß ich nach wes nig tagen sterben. Herr, wie du wills! foa ich den himmel erben; Und ist nur der gewiß im glauben mein: Wie sollte dann der tod mir schrecklich seyn! Mel. Herzlieber Jesu, was haft ze. III9. El pilger nur, ein den. Nicht hier, erk dort, soll ich bin ers ganz glücklich werden. Dort wears ten mein, muß ich schon bier oft leiden, Des himmels freuden. 2. Wenn ich nur nicht mein elend selbst verschulde; Wenn ich als chrift, was Gott verhängt, ers dulde: So darf auch ich der hülfe der erlöften Mich sicher trößten. 3. Ich bin ein mense, und leiden müssen kränken. Doch in der noth an seinen fehöpfer denken, und ihm vertranu: stärkt in den berben schmerzen Der chrißen berjen. 4.Schau über dich! wer trägt der bimmel heere? Mert auf! wer spricht, bis bieber! zu dem mees re? Ift nicht auch er dein helfer, dein berather, Dein bester sater? Geduld im Leiden. Mel.Her liebster Jefu, was hastze. III8. Ein bers, Gott, im leiden stets gedul dig, Das bin ich dir und meinem heile fchuldig. Laß diese pflicht, der wir so oft vergessen, Mich wohl ers meffen! 2. Bin ich nicht staub, wie alle meine väter? Bin ich vor dir, Herr, nicht ein übertreter? Zeift id su siel, wenn ich die schweren tage Mit muth ertrage? 3. Wie mancher, der ein leiden muß erdulden, Erduldet dann uur feiner therheit schulden, und nennt bo lohn, den er verdient bekoms men, Ein Freus der frommen. 4. Is dürftigkeit, mit der die tragen ringen, Sind haß und pein, Die fol; und wolluß bringen, Des fcbwelgers schmers, des neids vers mißts freuden, Ein chriftlich leide? 5. I derer qual, die beinen rath verachtet, Nach deiner furcht, nach glauben nie getrachtet. Wenn sie Hernach erfahren. 5. Will du so viel, als der alle weise, wissen? Jeht weißt du nicht, warum du leiden müssen. Allein, du wirst, was seine wege waren, Nach Anhang. du mir, Rachahmung Jesu. Mel. Herr, deine allmacht reicht sc. 1120.Welch hohes bepspiel Mein heiland, durch dein leben! Sollt' ich nicht gern und mit begier Dich nachnahmen fireben? Nicht gehn den weg, den du betratst? Nicht freudig thun, was du, Herr, that? 2. Dein herz, von fünden nie entweiht, War rein, wie deine lehs re; Dein ganzer wandel heiligkeits Dein firebenGottes ehre. Du gabft mit achtem findessinn Dich ganz in feinen willen hin. 3. Der fummervolen troft ju fenn, Bu wehren iedem leide, Stets wobljuthan und zu erfreun, War deine forg' und freude; Und jedes menschen noth und schmers Durch drang und fammerte dein hers. 4. Du trugt mit sanftmuth und mit huld Die fchwachheit deiner freunde. Auch fünder trugst du mit geduld, Batst selbst für deine feinde, und uns zum dienft entsagtest du Gern deiner hoheit, freud' u. ruh. 4. Solch hohes beyspiel hast du mir Zum verbild hinterlassen, Wie duzu leben; ähnlich dir, In mei nem thun und lassen. O wohl mir, wenn ich deinem sinn In jeder tus gend ähnlich bin! 6. Herr, stärke mich! gieb fraft und licht, Daß ich mein heil erken ne, Dein wahrer funger sen, und nicht mich nur den deinen nenne, Damit ich, deinem bilde treu, un andern auch ein bepspiel fey. 51 ich dein ächter fünger sey: Mich fremder wohlfahrt herzlich freu; Stets mensehenfreundlich handle. 2. Dein leben in der niedrigs Feit War für uns heil und fegen. Dir folgten lieb und freundlichfeit Auf allen deinen wegen. Der Franken trof, der schwachen stab; Ließft du, voll demuth, dich bers ab 3u niedrigen und armen. Elenden halfft du; und so gar Dein tod für uns om freuse war Großmüthiges erbarmen. 3. Auch jezt noch auf der hims mel thron Erbarmst du dich der fünder. Auch da bleibg bu, o GottesSohn, Ein freund der mens schenkinder. Den deinen schafft du troft und ruh, Und die verires ten sucheft du Auf rechten weg zu leiten. Du hörk der seufzens den gebet, und braucheft deine majestät Nur, segen auszubreiten. 4. O laß in meiner pilgerschaft Mich auf dein vorbild sehen! Ers fülle mich mit iuft und kraft, Dem nächsten beyzustehen; Verlaßner stüß und troft zu seyn; Mich mit den fröhlichen zu freun; Mit weinenden zu klagen. Nie más ich dem, der meinen rath, Der meine hülfe nöthig hat, Was er bedarf, versagen. 5. Mit nachsicht laß mich brus derlich Des nächsten fehler deks ten. Den trågen laß mit sanfts muth mich Aus seinem schlums mer tecken. Herr gieb mir deis nen edeln sinn, Go oft ich auch beleidigt bin, Großmüthig su vers jethen: So wird in deiner herrs lichkeit Mich dort dereing in ewigkeit Der liebe lohn erfreuen. Mel. Herr Gott, der du erforsch.ic. 1121. Di, reund der Chrift, Erhebet mein gemüthe, Dom pflichtmäßigem Verhals ten gegen den nächsten. Der du das höchfte mufter bis, menschen, Jesu Von woblthun, lieb und gute! Nächstenliebe. Oneigs selbst mein hers dazu, Mel.Herr, deine almacht reicht zc. Daß ich gefinnet sey, wie buI122. So iemand wricht Bie du gewandelt, wandle; Daß liebe Gott, Und 52 Anhang. Und hast doch seine brüber 3 Dersen; Auch macht christi ldfegeld treibt mit gottes wahrheit spotts Tritt fein gefes dernieder. Gott ist die lieb, und wis, daß ich Den nachfen liebe, gleich als mich. 2. Uns alle schuf ein gott und herr Bu bürgern einer erde, Daß auf ihr jeder glücklicher Durch andrer liebe werde; Und ich, um dieser mich zu freun, Muß auch sur liebe thätig seyn. 3. in hell giebt allen troß und muth, und die, die sollt' ich has fen, Die gott durch feines foys nes blat, Gleich mir, erlaufen laffen? Daß gott mich fünder ihm verfühnt, hab ich dieß mehr, als sie, verdient? 4. Du schenfft mie täglich so viel schuld, Du, Herr von mei nen tagen! Und ich, ich folits nicht geduld mit meinen brüdern tragen? Dem nicht verzeihn, dem du vergiebf? Nicht lieben, den du, Batse, liebs? 6. Nein; der gaben unterschied Knüpft das große Band auf erden, 5. Was ich den menschen hier Wo, um eigned wohl bemüht, Algethan, Dem kisinsten auch von len alle nüßlich werden. Den, der diefen, Das siebk bu, mein erlöshöhern dienen muß, Nährt der fer, an, als hätt' ichs dir erwie: bdhern überfluß. fen. Und ich, ich sollt ein mensch noch seyn, Und dich im brader nicht erfreuu? 7. Nach dem die vertrauten pfand Messen sich auch deine palichten. Gab gott viel in deine hand; viel hast du dann zu entrichten. Mit dem Herrn hat dort der Enecht Bur belohnung gleiches rest. 8. Dein erlöfer fagt es dir: Wer hier der geringsen einen Mild erquickt; der thut es mir; Labt mich selber in den meinen. Mancher, den die welt verschmäht, Sf in gottes aug' erhöht. 6. Ein unbarmherziges gericht Wird über den ergeben, Der nicht barmbergig ist, der nicht Dis rettet, die ihn flehen. Drum steb mir, Gott, durch deinen seis Cin bers, das dich durch liebe preiß. Mol. Jesus, meine zuversicht zc. llen menschen, und 1123. auch mir hat der fchöpfer vorgeschrieben: Euren nachgen follet ihr, als ench felbft, von bersen lieben. Ben ihm gilt, so sagt sein wort, Menschenhaß, als Brudermord. uns in eines hetis gentoffen; Und uns alle drücket hic iner walls fahrt loft und müh. 3. Eine fterbliche netur Kürst ans alen unser leben. Uns hat eine hoffnung mur Gott in seinem sohn gegeben; Eines himmels feligteit Stebt uns allen dort bereit. 2. Wir die burger einer welt, Sind aus einem blut entsprofs 4. Und wir sollten uns ents zweyn? Liebles uns einander haffen? Uns zu unsrer eignen pein Stolz und neid beherrschen laffen? Wer der menschheit pflicht vergißt, Rübme nicht; er sey ein chris. s Laßt uns and aus gottes hand Manchen äußern vorzug has ben; ehre, reichtbum, hohen fand, Leibeskräfte, geistesgaben; Alles dieß befrept und nicht Von der menschenliebe pflicht. 9. Gied, mein heiland, mir ein hers Das von menschenliebe brens net; Cheil nimmt an des Bruders schmeri: Selbe den årmsen nicht verkennet; Nie voll folien wahns vergißt, Daß auch er mein nächs fer ift. 10. Laß, du großer menschens freund, Mich, so lang ich leb' anf erden, Anhang. 53 7. Noch höher laß bey mir Die nächstenliebe freben. Ihr ziel sey nicht allein Sein glück in diesem leben. Noch fårler müsse mich Sein ewig glück erfreun; Noch Mel. O Cott, du frommer Gott sc. mehr fein seelenheil Wir werth, ieb seyn. 1124. Sich mir, o Gott, mir wichtig, fevu. ein herz, Das alle menschen liebet; Sich ihser wohlfahrt freut; Beg ihrer noth betrübet; in heri, das eigens nug Und neid und harte flieht; Sich, wie um eignes glick, um andrer glück bemüht. ad, wenn er fallen rill, Ibn, warn', auf sich zu merken, Und wenn er auf den pfad Des lakers sich verliert, nicht raste, bis ich ihn Der tugend zugeführt. 2. Erblick ich dürftige: So laf 9. Ach heilige du filbe Mein mich gåtig silen, Von dem, washers und feine triebe Durch deine du mir gabs, Gern ihnen mit lieb' nnd furcht Bu mabrer mens zutheilen nicht aus dem elteln fhenliebe. Wer nicht den nächs trieb, Groß vor der welt su fepn, Und mich serehrt zu sehn; Nein! menschen zu erfreun. en liebt, Geht nicht zum hims mel ein. Laß diese wahrheit, Gott, ir stets vor augen fryn. 3. Dieß sep mein gottesdienst. Auch unbemerkt von ihnen, Müß ich durch half und rath Mit freus den andern dienen. ich treibe nicht erst dank Zu milder wohls that an. Nein, was ich Brüdern thu, Das werde dir gethan. 4. Ein trun!, mit dem mein diens Dem durftigen Begeguet; Ein blick vol trost, womit ein hers bedrängte segnet: Ein ratb, durch den mein mund In lum mer andre Rärkt; Nichts bleibt, so klein es ist, on dir, Gott, unbemerkt. erden, Allem menschenhaffe feind, Aehnlich dir an liebe werden, um der boffnung mich zu freun, Stets von dir geliebt zu seyn. 8. Hilf, daß ich, wenn er manft, Thn mög' im glauben fårken, wildthätigkeit und Barm berzigkeit. el.Here, deine almacht reicht zc. I125. Wer dieſer orde güter bat, Und bürftige sieht leiden, und macht doch hungrige nicht satt, Nicht nackende läßt Eleiden; Verlegt des chriken erste pflicht, Und lens net gottes liebe nicht. 2. Wer war dem armen gas ben beat, Thn hälfreich unters äket, Doch nur aus chrfucbt, weichlichkeit, Und eigennus ihm 5. Frent fich ein boshaft hert müßet; Nicht aus gehorsam, nicht Unfrieden anzurichten; So freuaus pflicht; Der lisbet seinen das meine sich, Der brüder is nächsten nicht. zu schlichten. Aus schmähsucht Franke nis mein mund des näch fien enh. Verdienste rühm er geru; Gern deck er fehler su. * 6. Die rach' is bein, o Gott! Du sprichst: ich will vergelten. Lehr mich gelaffen seyn, Wenn menschen schmähn und schelten. Gleb, daß ich dem vericih, Der mir zu schaben sucht; Den liebe, der mich haßt; Den fegne, der ren sucht, Das oft sie dürfrig mir flucht. 1110s 3. Wer barret, bis, ihn anzus flebu, Ein dürft'ger er erfiets net; Nicht eilt, dem frommen brojuftehn, Der im verborgneu weiner: Nicht gutig forscht, obs ihm gebricht; Der liebt auch feis nen nächsten nicht. 4. Wer für der armen bell and act, it rath und that nicht wachet, Dem übel nicht zu h Anhang. 54 machet; Nar sorglos ihnen ga Dienstfertigkeit. ben giebt, Der hat sie wenig Mel. O Gott, du frommer Gott ic. soll ich war, allezeit vermagst du 1127. Dientfertis mie? nicht, So durch die that su lies wenn ichs erkenne, Und nun, was ben. Doch bist du nur geneigt, ich erkannt, Su thun, vor eifer die pflicht Getreulich auszuüben, brenne; Verpflichtet mich auch Und wünscheft dir die kraft dazu, schon nicht amt und eid dazu, Und strebt nach ihr: so liebest du. Ohn amt und eid es doch Aus menschenliebe thu. 6. Ermattet differ trieb in dir: So such', ihn zu beleben. Sprich oft: gott ist die lieb, und mir Hat er sein bild gegeben. Denk oft: Gott, was ich hab', ist dein. Sollt ich, gleich dir, nicht milde seyn? 2. Die welt hat ja ein rect Auf meine dienst und kräfte. Ibr nüßen, fey für mich Ein seliges geschaffte. Nichts ist, was uns ferm gott An menschen mehr ges fällt; Und darum schuf er uns Bu bürgern einer welt. Mel. Mein Gott, ich bin ist 2c. 3.So denkt der menschenfreund. 1126. Send barmherzig: Dieß, dieß ist sein bestreben. Er chriften hdret! fucht, so lang' er lebt Für andrer Hört das heilige gebot, Das euch wohl zu leben. Er, feines hohen der erlöser lehret. Geyd barm- rufs Sum wohlthun sich bewußt, bersig! sends, wie gott! Gebt, Verbreitet überall Zufriedenheit fo wird auch euch gegeben; Gesund luft. gen hier, dort ew'ges leben. 4. Dich, Hichster, ahmt er 2. So viel menschen; so viel nach, Um deinem bild zu glets brüder. Ein gott iss, der alle chen. Dem sucht er sich ju nahn; schuf. Alle sind wir christi glie: Kann ers schon nicht erreichen. der. Allgemein ist Gottes ruf. Er fördert andrer wohl, Und So den bösen, wie den feinen, nügt, so viel er kann, und siebt Laßt gott feine fonne scheinen. nicht bloß für sich Die welt ges 3. Gleicht den vater an erschaffen an. barmen! Send barmherzig! sends wie er! Gebt mit milder hand den armen! Was ihr gebt, em pfängt der herr! Helft! und eilt, auch ungesehen, Euern brüdern Depiußtehen. r. Nichts, was er hat, wird er Für sich allein besigen, Macht, reichthum, fcharfsinn, freund Gern auch für andre mügen. Er trägt die bürde mit, Die seine brüder drückt; Voll freude, wenn es ihm, Sie zu erleichtern, glückt. 6. Was ihr bedürfnig beischt, Reist jeden feiner triebe, Unch ohne rubm und lohn, Zu werten achter liebe. Nicht Holz, nicht eigennuk Wirkt seine gütigkeit. Er übt sie, und mit last, Weil sie sein Gott gebeut. 5. Gott, wir gebens von dem deinen. Uusre hand perweigre nie 7. Durch chrifum, laß mich, Hülfe da, wo brüder weinen. Gott, Solch eines finnes werden; Unser mitleid trifte fie, Daß, Denn das war chrifti finn; Das wenn wir zu dir uns nahen, Wir war sein thun auf erden. Was and buif und trost empfaben. that 4. Halfreich zu bedrängten eis lens Der verlaßnen stüne seyn; Kummer lindern; wunden bei len; Wohlthun, triften, und er freun; Und das thun aus eblem triebe; Das ist achte menseben liebe. Anhang. that er nicht für uns: Ihm will ich ähnlich seyn, um sein und feines beils Eins ewig mich zu freun. Demuth gegen den nächsten. Mel. Wer nur den lieben Gott zc. 1128. Von dir auf dieſe welt gerufen, Stehn, Schöpfer, alle menschen bier Auf vielerley verschiebnen ftufen Der träfte, die du gabft, vor dir; Nie gleich einander an gestalt, An ständen, gütern und gewalt. 2. Nicht jeder bat, mas andre haben; und das ist gute, denn du giebst Dem diese jenem andre, gaben, weil du uns, Vater, alle liebst; Denn alle follen glücklich seyn, und einer sich des andern freun. 3. Beglücken und beglücket mee den, I aller ruf, is aller Loos. Nur darum, Gott, ist der auf erden Gering' und arms der reich und groß. Der hat mehr kraft; der mehr verstand; Dena jener nust, was der erfand. 55 7. Der niedrige soll ehrerbietig, feutselig soll der bohe senn; Der reice niemals übermüthig; Der dürftige nie triechendklein; Denn edel denkt, rotz demuth liebt, Schlecht denkt, wer sich dem stols ergiebt. * 8. Wer eitler ehre gern ents behret, und tugend auch an utes dern gern Erkennt und schäßt und ehrt, der ehret Der niedrigkeit und hoheit herrn. Wohl! wohl ihm! denn bescheidenheit Ift aller fände herrlichkeit. 9. Sie schmückt das alter, giebt der jugend Reis, liebenswürdigs feit, und werth, lind glanz, und hobeit ieder tugend, Die eitelu schimmer gern entbehrt: Denn demuth und bescheidenheit Ift unsre wahre herrlichkeit. 10. Gieb, Herr, ju allen dels en geben And die, daß wir, von folse rein, So alles brans ben, was wir haben, Daß wir einander gern erfreun. Wir wer den alle dann zugleich Au fros hem muth einander gleich. Sanftmuth und Versöbne lichkeit. 4. Wer hat mich andern vors gesogen? Wer wieder andre mens fchen mir? Du, Herr, durch freye huld bewogen; Denn alles Mel- Hersliebfter Jefu, was haft ic. gute kömmt von dir. Ich gab 1129. Herr, mein Verſöhdir nichts zuvor, und ich Bin mich littek, und ist zur rechten alles, was ich bin, durch dich.gottes für mich bittest! Ach lehre mich, gleich dir, geen fanfemuth üben; Selbe feinde lieben! s. Und ich, ich solte nicht be scheiden; Ich sollte gols und eitel feyn? Ich den serachten, den bes 2. Wann haft mobl du je bas neiden? Mich, weil er mehr ent mit haß vergolten? Wann schal pfing, nicht freun, Als wär ich, test du, so frechsman dich geschole hätt' ich mehr, als er, Auch besten? Du fegneteft mit motithou fer dann auch feliger? nicht bloß freunde; Nein, auch felbft feinde. 6.2aß brum in meinem ganzen leben Mich meines glücks und vorzugs nicht gu andrer från tung überheben; Verkennen nie der demuth pflicht: Nie bloß auf meinen vong fehn: Nie andrer gaben ftol; verschmåbu. 3. Und ich, ich dürfte mich den deinen nennen? Und doch von rachgier gegen feinde brennen? ge ihren haß mit gleichem bor bergelten? Je wieder foelten? 4. Wie kann ich, Pater! N tam 56 Anhang. dem höchsten sagen, und groll, Nie uns rächen, wenn wir leis im herzen gegen bruder tragen? Wie zu ihm fehn, mir fünden zu verzeihen, und rache schreyen? den; Nie zu dir um rache schreyn z Nein, versöhnlich vor dich tres ten, und für unsre feinde beten. s. Herr, dein verdienst bedeckt nur deffen schulden, Der auch erlagt dem nächsten seine schulden. Hilf, daß mich deines Heils nie burg nach rache Verlustig mache! 4. Vater, start uns, deine frommen, Creu zu bleiben dies fer pflicht. Wenn wir in versus chung kommen; So besiege sie uns nicht. Laß sie uns gewaffnet finden! Laß uns schnell sie übers winden! 6. Laß mich mit fanftmuth mei nem feind begegnen, und, so wie du, den, der mir fluchet, feguen: Herr, mache gegen alle, bie mich baffen, Mein bers ges laffen. 7. Ernen dann selbe alsbald in meinem hersen, Herr, das ges Dachtats der weit herbern schmers zen, Die du tu deinen bangen Leidensfunden Für mich em pfunden. 8. Reizt mich der wahn; ich mug auf rache dichten; Sonst würd' ich selbe mein ganzes glück vernichten: Alsbald muß ich auf dich, mein vorbild, schauen; Dir, Herr, vertrauen. s. Mach in unserm ganzen les ben Deinem sohn und gleichges sinnt, Lehr uns dann noch gern vergeben, wenn wir oft belets digt find; Daß wir, so wie wir vergaben, Auch in ihm vergebung haben. 6. Heil uns! Gott verzeiht uns fündern; Geht nicht mit uns ins gericht; Nimmt uns auf zu seis nen Findern; Bürnet mit uns ewig nicht. Laßt uns beten! laßt uns tämpfen! Rachgier gaus in uns zu dämpfen. Mel.Herr, deine allmacht reicht ze. 9. Du selber kiegs aus marter, 1131. Der du, bem tode fchand' und hohne, Nun hoch. erhöht, hinauf zu gottes throne. Du, Herr, regiert, und schüßes, Die auf erden Dir ähnlich werden. für die, Die dich erwürgten, batek, Zur rettung ihrer feelen fie Beym vater treu vertrateft: Wann werd ich doch dir ähnlich seyn, Und meinem feinds gern verzeihn 2 Mel. Mein Gott, ich bin ist zc. 2. Ich wollte hoffen, troft ha 1130. le, welche nicht tod, Gnad' im gericht in finden? vergeben, Wirft Zu dir einst sehen: richte, Gott, Du, Bater, nicht verseihn, Croft mich nicht nach meinen fünden? los werden sie im leben; Trefis und hörte nicht die flimm' in los cing in tode seyn. Gündern, mir: Wie du vergieb, vergiebt welche brüder haffen, Rannst du gott bir? Feine schuld erlaffen. 3. Da, ftimme gottes! schalle 2. Wie dein Herz mit jedem mir Durch meine ganze feele: finder Väterliches mitleid hat; Wie du vergieb, vergiebt gott Wie der todesüberwinder Selbst dir. Erwäg es, und dann wähle! für seine mörder bat: So soll Der wählt den segen, wer vers auch der chrift verzeihen, und giebt; Und der den fluch, wer sich nicht der rache freuen. rache liebt. 3. Wir gelobens dir mit freus 4. Auch mein beleidiger hat den: Willig wollen wir verzeihn; theil Am beilaud taller isünder, Mit Anhang. 57 Mit bluf erwarb auch thm sein, er gebeut; Und, wenn er strafet, heil Der todesüberwinder. mich und ihn ergebt der ruf Des gottes, der uns beide schuf. Anmilbert gute Gelb ber verweife bitterleit; nd trößet er, wenn Fummer drückt, Wie fühlt sich iedes beri erquickt! s. O könnt ihn meine fanft muth noch Zur feligkeit bekehren! Jhn, der mich hast, das fanfte fech Der liebe tragen lebren Wie göttlich würd' es mich er freuu, Der retter meines feinds zu seya! s. Nicht rauh, noch bart, noch menschenfeindlich: Nein! eifrig, jeden ju erfreun, Und fanft und anmuthsvoll und freundlich Soll ieder jünger lefu seyn. Ach was ren wirs! ach glichen wir, Du 6. Wie wird' er mir am welt- Sorbild wahrer liebe, dir. gericht mit heißen thränen danken! Als freund und bruder, erstg nicht von meiner feite wanken! Mit mir gott preifen, desfen hand Uns für die ewigkeit verband. 7. O feele! welche feligkeit, Sich selber überwinden! Dulb und vergieb; denn gott verzeiht, und fraft nicht deine fünden. Nicht rache, fegen rufe du, Bes guadigte dem feinde su. 6. In allen worten und gebers den, In allen thaten laß, s Herr, Uns aller menschen freude wers den; Dir, Heiland, immer ähns licher: So werden wir uns ewig freun,#nd gottes wahre Kinder fepu. Wahrhaftigkeit und Reds lichkeit. Mel. Ich dank bir, lieber herre zc. Bobl Freundlichkeit. 1133. Wol dem, der rich tig wandelt, Der Mel. O Gott des himmels und zc. als ein wahrheitsfreund In wort 1132. Nit mürrisch, fins und werken handelt; Ganz das fer, ungefelig, is, was er scheint; Nie lügen Ift, wer ein chrift zu seyn, sich redt; nie schmeichelt; Nie dops freut; Ift ohne schmeichelen gespelzungig spricht; Nie redlichkeit fällig; Vereinigt erns mit freund bloß heuchelt; Nie treu und glaus lichkeit; Und was er sagt, uns ben bricht. was er thut, Ist anmuthsvoll, ist wahr und gut. 2. Woh! ihm, da deine gute Ibn leitet, ihn umgiebt! Ein 2. Stin antlis, Beiter, wie rebliches gemüthe Hast du, Herr, Der morgen, Emredikt sich; seine fiets geliebt. Un lugnern, an freud' entflicht, Wenn er befüms verräthern, An falschen hast du merniß und forgen In seines brugriul; Und ben den übelthätern ders auge fieht, ud ftralt in neuer heiterkeit, wenn ein ges trifteter sich frent. t dort derctnft ihr theil. 3. Zaß falfesheit denn, und lus gen, Gott ferne von mir seyn. Erinnre 3. Sein liebliches gespräch er- Nie leg die lippen trigen; Nie beitert Des bidden febüchtern an- fev die tugend sein. geficht, Und iedes bers fühlt sich mein gewissen, Du bafes heus erweitert, und freudenvoller, beley, Damit ich gets beslissen wenn er spricht; Denn haß in Der treu und wahrheit sen. Lächelnder gefalt liegt nie ben ihm im hinterhalt. 4. La niemals mich verspres chen, was ich nicht weh! bee dacht; Sud dann mein moet nie brechen, weil mirs beschwerde macht. 4. Verlangt fein hand, daß er gebiete, Nie spricht er fols, wenn 58 Anhang. macht. Nie reize meine feele Wigrer unschuld schüzet; Wer aus oder leichtsinn an, Daß ich als gefälligleit Gelbat ein verleums wahr erzähle, was lastersucht der ist, und nichts sum besten erfann. tehrt; Sprich: ist der wohl ein christ? s. Gieb muth, daß ich, nicht bidde, Wenn pflicht dazu mich Dringt, Die wahrheit dennoch rede, So viel gefahr sie bringt. Bieb flugheit, daß ich wisfe, Wo ich ohn' alle scheu Freymüthig res den müsse, Wo schweigen besser sep. 6. Kampft mich zu unterdrük- r. Wenn du des frommen lachst; ken, Durch arglist fürchterlich, Die reinste tugend schandests Dem Ein feind mit argen tücken Und würdigen das lob, Das ihm lügen wider mich: Müß' ich doch gebührt, entwendet: Verleumdes mich schamen, 3u lügen gleich, der siehts nicht gott, Wiesigels als er, Die zuflucht ie zu neh los dann du Ihn in den seinen men, und nicht zu dir, o Herr. schmäbs? Hort nicht der rächer 7. Ein bers voll treu und glau- ju? ben, Das, Gott, dein auge 6. Er hort dir zu, und zählt scheut; Dieß fol mir niemand Die thränen, die die feinen, Die rauben; Dieß giebt mir freudig du entehret haft, Vor ihm im lett. Frey darf ich aufwärts blik- ftillen weinen. Es kommt ein teg; Fen, Wenn lügner alles schreckt; jer Edmmt, wo gott einst vor ges Und mich wird ruhm dort schmüks richt, Jm angesicht der welt, Auch ten, Wenn jene schande deckt. dir dein urtheil spricht. 4.O mensch! bedenk es wohl! Gott, der an jedem orte Ben dir sugegen ist, hört iedes deiner worte. Er, er, der alles sieht, Wie solt er dich nicht sehn, Wenn fich dein mund erkühnt, Die uns schuld frech zu schmähn? 7. Statt beines nächken ehr Aus schmähsucht zu verlegen, Such sie, wenn du fie schon Ges kranft, ihm zu ersegen. Sein gus 1134. ften ehr' Und achter name sex Dir, als ein heilig: tung suchft zu schmälern, Gelbst thum; So deinem herien werth, von nichts lieber sprichst, Als son des bruders fehlern; Aus ehrsucht oder stolz Berkleinerst feinen ruhm, und feine schuld exhdhit, s bleibt bein chriRenthum? Glimpf im Urtheilen. Mel. O Gott, du frommer Gott zc. enn du des näch 2. Wenn du ans argwohn bloß Dom nachsten böses denkeft, Du durch ein falsch gerücht Ihm schas deft, and ihn kränkest; Dein leicht: finn, neid und baß Ihn vor der melt entchrt: Bist du alsdann Als selba dei. eigner ruhm. * 8. Ach, Gott! bewahr uns doch Vor misbrauch. unfrer juns gen! Fldß felbst uns abscheu ein Ver allen lafterungen! Das pråg uns tief ins herz: Nur der sey deiner werth, Der seine brüder liebt, und durch biethat sie ebrt. Sorge für des Nächsten Seelenheil. Mel. Jefu meines lebens leben ze. wohl noch Des chrißennamen 1135. Esse mich werth's 3. Wer, wenn er lästrer bort, und unter foöttern fizet, Aus ftbeuer menschenfurcht Nicht and empfinden: Mehr, als einer welt gewinn, Sep es, wenn ich selbt von fünden Durch dein beil errettet bin. Denn, vor Deinens Nu hang. 59 deinem geift getrieben, Nun von bersen gott zu lieben, Nun zu fliehn, was er verbeut: Was gleicht dieser seligkeit? 2. Erst, wenn man nicht mehr fünd'gen kann, Von sünden lassen wolen; Im sterben anfahn erst, was man Vorlängst vollenden sols len: Dieß ist der weg zum leben nicht. So lehret nicht der unters richt, Den gottes geißt ertheilet. 2. Ach! wie könnt ich dieß em pfinden, und doch fühllos andre fehn, In der slaverey der fün den Wege des verderbens gehn? 3. Gott ruft und hier zur beis Gehn, wie sie sum abgrund ei ligung, Bum himmel reiftu ters Len? Und doch träg' und kalt verden. So sen denn meine beffes weilen, Sie su retten, wenn ichs rung Mein hauptgeschafft' aufers kann, Eb sie sich dem abgrund nahn? 3. Auch für meiner brüder fee Len, Nicht idr mein heil nur allein, Soll ich sorgen, wenn sie fehlen; Soll dann gern ihr führer sepu. Vor der lafter feblazen garnen, Soll ich, wo ich taun, sie wars nen; Und, ch die sie noch umsiehn, Ihnen rathen, daß fie fliehn. 4. Gewinu' ich auch die ganze melt it allen ihren freuden: Dog woit ich nicht, was die ges fåüt, um ihrentwicen meiden. Kann wohl die welt mit ihrer luft, Die fehnell vergeht, mir den vers 4. Nicht erbittern, nur erweis: luft Von deiner gnad ersetzen? chen Soll ich; und wenn bitten 5. Das führet zur zufriedens nicht Bis zu ihren hersen reichen: heit? Versüßt schon dieses leben? Dann leucht ihnen doch mein Was kann mir troft und freudiglicht; Daß sie an mir sehen ms feit Gelbft noch imt tode geben? gen, Wie auf unsers gottes we Nicht menschengunst, nicht irs gen, wenn das hers jie lieb ge disch glück; Nein! christi heil nur; winut, Fried' und beil zu finden und ein blick Aufienes lebens find. freuden. den! Gieb, Gott, dazu verstand und trieb! Nichts, was es fer, fen mir zu lieb, Dirs willig aufs suopfern. s. Wenn sie fehn, mit was für 6. Nach diesem Fleinod lebre freuden mich die frömmigkeit be mich us alen Fräften trachten; glückt, und wie selbst im herbsten Unb, is die welt mir hinderlich, leiden Mich der reichste troft er Sie und ihr glück verachten. Daß quickt: Müß' ihr taumel sich seech, Gott, deine wege geb, tind fireuen, Sich ihr bert der tugend im gericht dereinst besteh; Dieß weihen, Gelig, so wie ich, zu seyn, Dein, Herr, ewig sich zu freun. fey mein täglich streben. Vom pflichtmäßigen Verhalten gegen uns selbst. Borge für die Seele. 7. Doch was vermag ich, wenn mich nicht Du selbs vor trägheit fuges; Du selbst zur tren in dieser nflicht ich kräftig unters ftüzel? O Farte mic), mein Gott, Mel. Es ist gewißlich an der zeit zc. dazu: Co find ich hier son tabre 1136. Nach meiner feele rub, Und dort einst enges leben. voll eifers ringen; Mich büten, el. Stormt ber zu mir, spricht ze. meine Furte seit Im schlummer 1137.eft, unciner feele großen merth, Den hinzubringen. Ist ist für mich der tag des heils. st sep die mir bein theurts wort erflärt, wahl des bessern theils Die erste Lehr mich mit ernft bedenken, Ulub meiner sorgen. auf 60 Anhang. auf die forge für the wohl So, ab, Auf deince wallfahrt bis ans unermüdet, als ich soll, Den größ- grab ten eifer lenken. Dem fleinod nachzutrachs ten. Auf! frebe! ringe sonder raft! Welch glück, wenn du's ers rungen baft, Ik deinem gleich su achten! 10. Ach wer is feliger, als du! Schon hier verbreitet heitre zuh Sich auf dein ganzes Leben; und schließt sich deine prüfungszeit, Dann wird zu seiner herrlichkeit Dich dort dein gett erheben. 2. Wie hoch ist sie sor dir ges acht't! Welch glück haft du ihr sugedacht! Belch glück schon zu gewendet! Du schufest sie, dein bild zu seyn, und hak, as in thr su ceneun, Selbst deinen sohn gefendet. 3.3u groß für diese turse jeits Bestinimit zum glück der ersigkeit; Lebt sie im fleisch auferden, Durch glauben und gottseligkeit himmlischer vollkommenheit Hies Mel. Wer nur den lieben gott 2c. nieden reif u werden. zu Selbsterkenntniß. 4. Mit patertrene willst du fie 1138.20er bin ich? wels Durch dieses lebens furie müb Bu Deinem himmel führen. O laß sie nicht durch eigne schuld Die feligkeit, die deine huld Jhr zu gedacht, scrlieren. fras ge! Herr, lehre fie mich recht verstehn. Gieb, daß ich mir die wahrheit fage, und las mich achtsam auf mich sehn. Wer sich nicht selbst recht tenuen lernt, Bleibt von der weisheit weit ent fernt. 1. Wenn sie in fünden blieb' und nicht Damn uns erwartenden ges richt tind seinem Buch entrdane: In welch ein elend stürzt ich mich! Dann ach! was hülf' es mir, iwsan ich Die ganze welt gewonne. 6. Etets sen, mit dir vereint zu seyn, Gott, deiner ewig mich zu freun, Der heiße wunsch der feele! Du, ihr Erbarmer, hilf, daß fie Aus leichtsinn oder trägs beit nie Ihr großes siel verfehle. 7. Wer böf ist, Gott, bleibt nicht vor dir. Drom schaff durch Deinen geift in mir Ein her, das fünden haffet; Voll ren sich selba bas urtheil spricht, Doch auch Durch christum suversicht Zu deis ner gnade faffet. 8. Umringt mich foon lgt schwachbeit noch: Du bilfe, des ich im glauben doch Dez tugenb koune Yebrn; Im glauben, daß dein fehn auch mich So hoeges Fiebst, daß er sich Für mich das bingegeben. 9. Auf denu, o feele! laß nicht 2. Ich lam, o Gott, ass beis nen händen. Du schufeßt mich zu deinem preis. Dazu mein leben anzuwenden, If mein beruf, und dein geheiß. Doch leb' ich, als dein eigenthum? Und, wie ich sol, cu deinem ruhm? 3. Ich zähle mich zu deinen chris Ren. Beweist es aber auch die that, Daß dein bekenucr allen lüften Der finde gans entfaget hat? Und folg' ich, wie ich dirs scrfprach, Mit fefer treue cbrifto nach? 4. Du tennef meines hersens tiefen. Oft taascht mich eigne heucheley. Drum las mich oft und ernftlich prüfen, ob ich dir gleichgesinnet fen. Verwahre mich sor menfchenwahn, Der auch den Plugften täuschen Bann. r. Wer viel rear weiß, doch, fich verborgen, Stets unbekannt ich selber bleibt; Wie kann der für fein bestes sorgen? Was ist, das ibn sur beßrung treibt? Sich felbft Anhang. 61 felbst recht kennen, ik verstand., böfen schein. Die unschuld wird Drum mache mich mit mir begott retten. Fannt. 4. Gein geift fieht mit sufries * 6. Was mir zu meinem heildenheit Der künft'gen toelt ents noch fehlet, Lehr, Gott, mich gegen. Die giebt ihm muth und immer mehr verfichn; Und, habfreudigkeit Selbst auf den rauhich deinen weg gewählet, Michsten wegen; Denn dort, o Herr, Deinen weg aueh standhaft gehn.[ macht einst dein mand Den mahs Stets leite mich dein helles licht: ren werth von jedem fund. Dort Go täuscht mein eignes ber; mi wird der fromme siegen. nicht. 7. Bin ich noch fern vom schma len sege, Der uns zum ers'gen Ieben führt; Leit mich auf ihn vom breiten wege, Der ins vers derben sich verliert. Gieb mir sur beßrung lust und kraft. Du bise, der beibes in uns schafft. f. Verleihe denn, mein Vater, mir Ein unverleşt gewissen; und meine feele werde dir Darch füns den nie entriffen. Gott, deines bepfalls mich zu freun, Dein heis lig recht nicht zu entweihn, Sey täglich meine sorge. 6. Wer des geriffens richters 8. Ich muß dereing es doch erspruch, Als stimme gottes ehret, fahren, was ich hier war; was hört nie dann des gefeges fluch, ich hier that. Laß mich die prü- Den einst der frevler hdret. Hilf, fung nicht versparen, Bis sich die daß ich seinen wink verked, Nie leste kunde naht. Was nügt mir feine warnungen verschmäh, Gern felbsterkenntniß dann, Wann ich seinem ausspruch folge. mich nicht mehr beffern kann? 7. Mich müsse, täuscht mich sicherheit, Schnell mein gewiffen wecken. Bey fehlern keb's so gleich bereit, Sie frey mir aufzudecken, Und drings mich, daß unserweilt Mein herz vol ren und glaubens eilt, Vergebung zu erflehen, * s. Estt, deins gnade gärke mich, Daß ich stets wach' und bete, Und nie voll leichtfinns wiss fentlich aus deinem pfade trete. Wohl dem, der reines derzens ift! Hier dir sersöhnt durch lefum Gutes Gewissen. Mel. Es is bas beil uns komenzc. 1139. Welch ebles un. schätzbares gut Jft nicht ein rein gersiffen! Wer das befint, bat da noch muth, Wo frevler sagen müssen. Sein ruhig hers ersittert nicht: Ihn schreckt night tob, nicht weltges richt; Denn er hat gott zum freunde. 2. Gott, beines benfalls sich beschrif, Bird er eins dort dich wußt, Vertraut er deiner gnade. schauen. Dein friede wohnt in seiner brust; Und wer ist, der ihm schade? Er fiebt auf dich in jeder noth, it der die zukunft ihn bedroht. Thu tröstet 3. Beleckt auch feines namens ruhm Das gift von läßtersungen: Gemüthsruh bleibt sein eigen thum; wird nicht durch sie vers Drungen. Er weiß ia fein gewiss fen rein. Auch fliebt er forgsam Wachsamkeit über das Herz. Mel. Wer nur den lieben gott ic. 1140.Nicht, bag dus fchon daß ergriffen bättes! Das Eleinod wird uns erst am siel; Chris! daß du deine feele retteft, Auf! eil ihm 19, und feb nie ftill! Ach! tugend ohne wachsams feit Verliert sich leicht in sichers beit. 62 Anhang. 2. So lange du tm leibe wals 9. Du opfer deine schwäs left, Bleibst du ein kind, das strauschern triebe, Gott, wenn ers fors cheib geht. Sieb sorgsam zu, daß dert, willig auf. Doch opferst du, du nicht fallest! Wie bald kann wills feine liebe, Ihm auch die fallen, wer noch steht! Auch die liebste neigung auf? Dies ist das bekämpfte böse luft Stirbt nies auge, dieß der fuß, Die sich der mals ganz in unsrer bruft. chrift entreißen muß. 3. Nicht jede besferung ist tus 10. Da fliehst, geneigt zu ruh gend. Oft ist sie nur ein werk der und stille, Die welt, und liebft teit. Die milde hise roher ingend die einfamkeit. Doch bist du, fors Wird mit den jahren sittsamkeit: berts gottes nike, Auch dieser Und was natur und seit gethan, zu entfliehn bereit? Dein herz Steht unfer stols für tugend an. haßt habsucht, neid und jant. Doch flieht es auch den müssiggang? 4. Oft ist die andrung deiner feele Ein tausch der triebe der natur. Du fühlst, daß stolz und rubinfucht quale; Du dampfst fies doch du wechselst nur. Dein bert föylt einen andern reiz. Dein Fol; wird wolluß, oder geis. 11. Sey amfig! bist du drum bescheiden? Sen mäßig! übft du auch geduld? Du leideft mit, wenn freunde leiden. Vergiebt du feinden auch die schuld? Bon allen latern souft du rein, Zu aller tugend millig feon. f. Oft ist, wenn du dich auch bezwungen, Weltklugheit, was dir tagend scheint. Durch bitterkeit und lästerungen Erweck test du dir manchen feind. Du wird behutsam, schrauks dich ein, Flich nicht die schmahsucht, nur den schein. 12. Sey nicht vermeffen! wach' und reite! Denn wachen muß, wer fallen fann! Dein herz hat feine fehwache feite, Die greift ber feind der tugend an. Die fichers heit droht sir den fal. Drum wache stets: wach überaz! 6. Du dmfg: weil reise Dich nicht rühren, Wodurch der ans dern tugend fällt: So werde nichts bein herz verführen. Doch ieves herz hat ſeine welt. Den, 1141. Des libero rührt, hat oft ein blick, eta wort vers führt. Sorge für den Leib. Mel. Wer nur den lieben gott se: warten und ihn nähren; Nein, Gebdpfer! das verbeurs du nicht. Muthwillig seinen bau vIES 7. Oft felaft die fünd' in deis fehren; Das streitet gegen meine nem herzen. Du scheinst von rachpflicht. Steh du mir selbst mit fucht bir befrent. Jest folla du weisheit bey, Daß diese pflicht eins schmach verschmerzen, und fich: dein hert wallt anf, und draut, und schilt so lieblos und fo bart, Sils es suerß gescholten ward. mir beilig fep. 2. Sollt ich, mein Gott, ges ringe schäßen, as deine hand mir anvertraut? Den wunders vollen bau verlegen, Den du, sein schöpfer, felbft erbaut? Weß ist mein leib? er ift ta dein. Wie dürft ich fein serfidrer seyn? 8. Oft benit, wenn wir der Aille pflegen, Das her; im fillen tugendhaft. Ranm lechet uns die pelt entgegen, So rest sich unfre 3. Ihn zu erhalten, zu beschüss leidenschaft. Wir werden im ges ten, Giebst du mit milder saters rausbe schwach, und geben ends, hand Die mittel, die dazu uns fich firafbar nach. дивен, 63 näzen, Und zum gebranch giebt du verstand. Dir is die sorge nicht zu flein. Wie sollte sie denn mir es seyn? 2. Du fegnest auen und gehilde it unerschöpfter fruchtbarkeit, Die jährlich, Vater, deine milde, Daß leiner darben mig', erneut; Denn jeder foll sich deiner freun, Und im genug dir dankbar seyn. 4. Gefunde glieder, muntre Fräfte, Wie viel sind die, o Gott, nicht werth! Wer taugt für des berufs geschaffte, Wenn Frankheit feinen leib beschwert? Jst nicht der erde größtes gut Gesundheit und ein heitrer muth? 3. Du gicbst, daß ich nicht mans gel leide, Brod, das die kräfte mir ersett: Giebst zum bedürfniß auch noch freude, Womit der wohlschmack mich ergest. Wie ist sum mechfel im genuß So reich, so groß dein überfluß! 5. So lehe mich denn mit sorgs falt reiden, Was meines korpers wohlsenn stört, Daß nicht, wenn 4. Doch laß sie kraft, uns zu feine Fräfte leiden, Mein geift vergnügen, Die dem, was nährt, den innern vorwurf hört: Da, verliehen ift, Nie, Gehöpfer, so felbft bis fidrer deiner ruh; Du mein hers besiegen, Daß es nun 30gft dir felbst dein übel zu. beiner huld vergift: Der buld, die feine luft uns wehrt, Als die, die schadet und zerfört. 6. Für jeden sinn, für alle glie: der Muß ich vernünftig forgsam feyn. Wirft eine trankheit mich dantieder: So flöße felbst geduld mir ein. Gieb frohen muth, und dann verleih, Daß auch des arts tes rath gedeih. 7. Doch sieb, daß ich nicht über: treide, Was auf des leibes oflege sielt; Nein, stets in ienen schrans Fen bleibe, Die bein geseg mir anbefiehlt. Des Leibes wohl laß nie allein Das stel von meinen sorgen feyn. Antang. * s. ein befter fleiß auf dies fer erde Bey stets auf meinen geiß gericht't, Daß ich zum him: mel weise werde, Eh dieses lei: bes bitte bricht: So wird sich leis und seele dein In jener Sef fern welt erfreun. 5. Mit spcif' and trank sein hers beschreren; Geziemet dieß uns, christen, wohl? Wird nicht dadurch, was uns ernähren, Und auch zugleich erquicken soll, Etn gitt, das in die adern sehleicht, Und zum verderben uns gereicht? 6. Unmäßigkeit entnerst bie Fräfte; Bringt mismuth; reist zu streit und sank; Berefelt die berufsgeschäffte; Erieuget schmerzs macht siech und krank; Erniedrigt unters thier hinab; Und stürzet vor der seit ins grab. 7. Wer hier bloß sinnenluk ges noffen, In dem genusse nimmer fatt, Dem bleibt der himmel dort verfehloffen, Der auch für ihn nicht monne hat. Weh ihm! denn hier ist schande schon, Und dort verdammnis einst sein lohn. mäßigkeit. Mel. Wer nur den lieben gott 2c. * s. Gott, ich will mäßig im 1142. Wie mannigfaltig genufe Der gaben deiner gute die gaben, son deinem Wsdurch, Gott, deine hand uns überflusse Je durch unmäßigkeit nährt, Die alles gute, das wir ha: entweihn Denn mäßigkeit and ben, Aus freyer buld uns gern nichternheit, Die find die beste gewährt. Auch das, was unser dankbarkeit. mund genießt, Seigt, welch: ein milder gott du bist. 9. So oft ich speis und trank genieße; So laß es mit vernunft 64 gefchebu, Beb, daß ich betbee mir verfüge, wil dant auf dich, den gcbet fehn, Auf dich, der ba uns Bartei liebe, Uns nabrung und erquidoas gledR. Anhang. 7. Gieb, daß ich thren schndden Lüften Bald anfangs ernftlich wis dersleh, Auch fete, zum siege mich zu rüsten, Auf dich, Asgegenwärt's ger seb. Wer dich, Gott, fiets vor augen hat, Filebt auch vers borgne miffethat. Kenschheit. Met. Mer nuz den lieben gott ie. 1143. Det reis snel. Bu bir, s vater aller 26. widsräreben, 1144. Ci bris, ftets fen Lai, Hoch fer, meine weisheit seon. Teuschheit deine Stei cin cft für unfer leben, sterbe: Eran nicht der schmets und ihre frenben werden pein. chelnden begierde, Als fin, der Drem fich ich demuthsvoll in dir: wellus frdhuen, fuß. Die wolleft D, fat ein reines hers in mir! racht einst an den feschen Durd Die wolluft fürset unsre ta femers und elend bie serbrechen, ge: Warschret früh des köryers Die sie erst felbft verüben bieß. fraft: ringt armuth, feuchen, fchate und plage. O schnöde frichts, die fle febafft! Bie haft fi felber, wer fie liebt, Sie bin in ihre feffeln gielt! Sie raukt der seele muth und ftatis; Schwächt den versand, dir feele licht; Erstickt den eifer enter werte, Hemmt ernß und lust ju jeder pflicht; Und das in wollas trunkne bere Berfoltern batd brarf reu und schmers. s. Der mensch sinkt unter threr bivbe Sur nichrigkeit des thiers head. Wie sandet er die hobe würde, Site ihn sein milder fædplex gas: Gott baucht ihm fraft ju benien ein, Und er wünscht nicht, d jin, su seyn. 2. Laß, ihr die rahrung su vers wehren, Nie fpeis und trank dein berz besehreren, nb fen ein freund der nüchterubeit. Verfag bir, um dich su besiegen, Auch öfters ein erlaubt sergnügen, ind eure deiner finnlichleit. 3. Laß nicht dein auge bir ges Sieten; und fey, die molust au verhüten, Stets schambaft gegen deinen leib. Flich vor des leichts finns roben scherien, Und such im umgang ebler herzen Erheitrung, bepspiel, scitvertreib. 4- Unthätig wab sur arbolt tråge, Verlast der mensch leicht gottes wege; und den, der müßig ist, sehüßt nichts. Der unschuld schußwehr find gesehäffte. Ents sieb ber won ihre Fräfte Jm sehweiße deines angesichts. 4. Go chaplich sind dez wolIust beade. Oft sind sie schon der weit sin frott. Straft ihre fila- 5. Erwacht ihr trieb, dich zu ven hier nicht schanbe: Dort fraft betämpfen: So wach' auch du, mit hoevein fie gott; Gott, ihn früh zu dämpfen, Es er die Der var fein gericht eius sieht, frepbeit dir vermehrt. Leicht isis, Was aufer ihm fein jeuge sieht.ihn im entsteht ersticken; Schwer 6. Don wirft andh du, o Gott, aber iste, ihr unterdrücken, wenn verderben, Der deinen tempel frech ihn dein beri zuvor genährt. verderet. Tr wird bes ew'gen tos des Ferdon, Wenn ferfehheit en's ges leden erbt. Fliehn, fiebn will Ich ver mollust greul, Daß dein gericht mich nicht creil. 6. Oft lleiden sich der wolluft triebe In die sektalt erlaubter liebe; Und du erblickft nicht die gefahr. Ein langer umgang macht dich freper; und oft wird ein bers Anhang. verbotnes fener Aus dem, was anfangs freundschaft war. 7. Dein fühlend herz mird sichs verzeihen. Es wird des lasters ausbruch scheuen, Indem es seis nen tried ernährt. Du wirst dich stark und sicher glauben, Und Fleine fehler dir erlauben, Bis deine tugend fich entsbrt. s. Doch nein! du sollst sie nicht entehren. Du follst die flets die that verwehren. Oft drum dein herz schon tugendbaft? fts sünde nur, die that vollbringen? Solst du nicht auch den trieb bezwingen Micht auch den wunsch der lei Denschaft? 65 geheiligt bleibe; Daß rein und teusch mein auge fey, Daß ich, durch nichts beschant, es frey Zu die erheben könne. ** 9. Begierden find es, die uns schänden; Und, ohne daß wir sie vollenden, Verlegen wir schen unsre sfiicht. Wenn du vor diesen nicht errdtheft; Nicht durch den geis die lüßte tädteft: So rühme dich der keuschheit nicht. 3. Auch meine unge fände nie, Was schändlich ist zu hören. Nie laß der unschuld rechte fie Durch frechen spett entebren. Bes Stimmt zum opfer des gebets Und beines lobes, rede fiets Miein mund, was nügt und bessert. 4. Mein ohr laß die nur offen seyn; Nie der verführung bitten; mein herz und meine fitten rein, Wie josephs ders und sitten; Tas mit der woduft schmeichelen Mie nicht durch ihre sauberey Der uns schuld würde raube. s. Denn, to fie wandelt, haucht sie gift. Welch elend, das die flaven Unheiliger begierden trifft In tausendfachen Arafen! Su welcher schande tiefe sinkt, Wer ihren zauberbecher trinkt; Ber: 10. Erfülle dich, fcheing du ufricht in ihren neken! wanken, Oft mit dem mächtigen gedanken: Die unschuld ist der fecle glück. Einmal verfberst und aufgegeben, Verlagt fie mich im ganzen leben, Und feine ren bringt fte zurück. * 11. Chrift, fliehe vor der mol luft sfade, und mach' und flehe gottes gnade m weisheit in vers fucune an. Erittre vor dem er ften fritte! Mit ihm sind schon die andern trifte 3u einem neuen fall gethan. 6. Ach! wo die unschuld weicht, da flicht Dertugend rub und stuis le. Da, wo der collust flamme glüht, Feht selbst der gute wille. Sie wütet, tedtet und verheert Weit mehr, als ie bas schwert sers stört, Als pest und glut zerfidien. * 7. In seinem taumel, Gott, vergißt Der trunkene verbrecher, Daß du algegenwärtig bist; Des frevels ernster rächer. Der tügend lacht sein frecher spott, Lacht dels nes heil'gen morts, o Gott, Lacht. ruchlos des erlöfers. Mel.Es ift gewislich an der seit ic. 8. Und dieses leib, den er ents II45.Men let foll Gott, weiht: Der wird einft erferstehen. bein tempel der Mit allen feinen gliedern. Ich soll deckt mit schande sehen; Wird ihn dir zum dienste weibn; Zum selbst sich finden; auch wird er dienst auch meinen brüdern. Gieb, Der veuft opfer um ihn her das ich dieß dein heiligchum Für Ihm ewig fluchen hören. sie, und, Herr, für deinen ruhmg Heil dem, der deiner nie vers Stets unbefleckt bewahre. atst! Nie, Gott, dein werk serg 2. Gieb eine teusche secle mir stdret! Der immer reines berzens In einem Teuschen leibe, Daß et, jist! Der deinen tempel ehret! den du erbaut, auch die, Gott, stets hell 66 Anhang. Hell ihm! froß wird er auferstehn. 3. Doch nach den gütern dieser Dein antlig wird er emig sebn, seit Mit ganser seele schmachtens Berklärt, wie jesus christus. Nicht erst nach heil und seligkeit Und wahrer tugend trachten. Ift das für menschen wohl beruf, Die gott sur ewigkeit erfcbuf? 4. Der geis erniedrigt unser bers, Erfickt die edlera triebe. Die liebe für ein schimmernd ers Verdrängt ber tugend liebe, nd macht dir, der vernunft zum spott, in tobtes geld su beinem gott. 5.Der geis, fo viel er an sich reißt, Last dich kein gut genießen. Er Mel. O Gott, du frommerGott c.quält durch habsucht deinen geiff, Verhalten gegen irdische Guter. 10. Mein leib foll, Gott, dein tempel sepa Mit allen seinen glie Dern. Ihn so ich dir jum dienfte weihn; Zum diens auch meinen brüdern. Gied, daß ich dieß dein beiligthum Für sie, und, Herr, für deinen ruhm, Stets unbe fleckt berabre.. ein 1146. De boch nie Den Schagen dieser erden So meine nei: gung weihn, Daß sie mein abgott werden. Beym überfluß fehlt doch Oft die jufriedenheit; Und was is ohne sieDes lebens herrlichkeit? reißt burch shmeichelnden gewinn Dich blind zu jedem frepel bin. 6. Um toenig vortheil wird du schon Des meineids dich erfrechen; nicht anstehn, der arbeiter lohn unmenschlich abzubrechen. Du wirft aus geis der wittwen fiehu, Der waisen thránen widerstehn. 2. Ein weises frommes heri Das ses mein sibas auf erden! Sons ales, nur nicht dies Kann 7. Dein durch den geis verhärs mir entriffen werden. Das bleibt tet her: hmeckt nie des wohls im ted' aud mein, und folgt thuns freuden. Dich rühret keines mir aus der seit, Zum feligsten getranken somers, und Feines armen minn, Hin in die enigfeit. 3. Wann dieses fehlt, dann is Das reisende vergnügen Nur füß fen traumen gleich, Die unfern seis betrügen. Drum leuke, Gott, den wunsch Bom irdischen gewinn Durch deines geiftes fraft 3u ew gen gutern bin. leiden. Wo ist wohl eines standes pflicht, Die nicht der geiz entehrt, und bricht? 8. Gewinnsucht raubt dir muth und geiß, Die mahrbeit fren zu sagen, Du schweigst, wo sie dich reden heißt; Darfs tühnlich lus gen wagen, Und wirft um ein ser: dcbtlich gold, Der tugend feind, Mel. Herr, deine allmacht reicht ze. ic. 1147. Wohl dem, der beßre dem lafter hold. fhahe lieb., Us 9. Erhalte mich, o Gott, das fchage dieser erden! Wohl bem, bey, Daß ich mir gnügen lasſe; ber sich mit eifer übt, Un tugend reich in werden; und in dem glauben, deß er lebt, sich über Diese weit erhebt. Seis emig, als abgötterey, Von mir entfern, und haffe. Ein weis fes herz und froßer muth Sep meines Lebens größtes gut. 2. Wahr ist es, goft serwehrt was nicht, hier güter in ben. Er gab sie uns; doch auch die pflicht, mit weisheit fie su nusen erfreun, ind dürfen unfere fleißes antrieb seyn. Arbeitsamkeit. Mel. O veter, unser Gott, es ic. 1148.3ur arbeit nicht um müssiggang, Sind wir besimmt auf erden. Drum lag Anhang. mid bier mein lebenlang Durch Gebrauch der Lebenszeit. Mel. Nun ruhen alle mälder 16. Gott! mein arbeit nüglich werden. Gieb mir verstand, und luft, und kraft, 1149. birch leben, Das Geschickt, treu, und gewissenhaft Mein werk bier zu verrichten. du mir selbst gegeben; welch un2. Hilf, daß vor trager weichfcbasbares gut! Du gadft es mir, lichkeit Ich sandhaft mich be auf erden gum himmel reif su wahre, und, wenn die pflicht mir werden, wie viel iss, das auf müh gebeut, Nie meine Fräfte ihm berubt! spare. Wenn sie erschöpft sind, dann will ich Durch reine file freuden mi 3 neuer arbeit fårken. 3. Gieb weisheit, mir jum vorhandeln strebe; Je größer wird wurf nicht Die jeit mit neben mein glück bort fepa Dingen, und mit versäumniß meis 3. Sext' ich die glück mir raus ner pflicht, Verschwendrisch hin ben? Herr, hilf, daß mir im subringen. Mein eifrig streben, glauben Der künften erntetett müsse seyn, Mich den geschafften Mein leben auf der erse sans zu weibn, Die du mir aufwerth, so wichtig werde, Als erleget. mir bein mort des heils gebeut. 4. Ein heil'ger trieb beſeele 4. Wer unnús es verschwendet mid, Treu meines standes pflich- Eb gott ruft, felbs es endet, ten, In deiner furcht, gestärkt Dergist der treue pricht. Ein durch sich, mit freuden auszu richten. Ein herz, das sich des guten frent, Giedt zu der arbeit munterfeit, Läst thre las nicht fühlen. redliches gemüthe 2ohnt nie mit undank güte, Entweicht son seis nem poften nicht. *. Was leicht in frankheit für set, Mein leben leicht verkürzet, zebe mich mit forgfalt Bichn; Doch auch es ohne sagen, Wenns mein beruf ist, wagen, Nie mets nen pflichten mich enssiehn. * 5. Lehr mich, mein Schöpfer, wo ich bin, Vor deinen augen wandeln. Und mich erkaufe fein gewinn, Gewiffenlos ju bandeln! Mich sporn' ein frommer eifer an, 6. In deine saterbände Beschl So viel zu nutzen, als ich kann. ich, Gott, mein ende, Und meis Das sey mir ehr' und reichthumner tage lauf. Ich vis, mich 6. Mir sen ben allem, was ich dein zu freuen, Ganz beinem thu, Wein siel dein wohlgefels dienft sie weiben. len: So werd ich zur getsiffens meiner fachheit auf. rub Auf ebnem wege walien. Dem, der dir, Heiligster, mis. fällt: Was nüßet ihm die ganze welt mit allen ihren freuden? 7. Statt meinen irdischen be 67 2. Hier wird die faat geffreuet. und dort, wenn sie gedeißet, Wird reich die ernte seyn. Je frems wer ich bier lebe, Hier gut zu Hilf du nur 7. Was nüst ein langes leben, Wenn man nicht, goti ergeben, Nach wahrer tugend strebt Wer gott und menschen liebet, und ich im guten übet, Nur der bat ruf e trag' bindanzusehen, Lebritang' und wohl gelebt. mich du, der su ihm mich schuf, Für gottesdienst ihn schäken! Ge werd ich durch geschäftigkeit el. Aus meines hersens 24. In trener nigung meiner seit 3u1150. Wir watten bier, böbern würden Beigen. als jener ew'gen Radt, Die uns den fündents Anhang. fündentilger Aufs neu eröffnet 1 glut; Bricht die gewalt der finne; hat. Als sünder, fanken wir Tief Erweicht dein bers, Daß frems in den flaub hernieder. Doch er der schmers Dein mitleid leicht erwarb uns wieder Das bürger gewinne. recht in ihr. 2. Drum laßt uns unser leben Der großen boffnung weibn. Hier foll es thatigs streben, Gans wonne dert erst seyn. Glück, wie das her: begehrt; Glück, das nie furcht erschüttert, Nie müh und leid verbittert, Wird uns erst dort gewährt. 3. Hier hofft ihr das vergebens. Hier herrschen furcht und müh. Gebraucht denn dieses lebens, Wozu es gstt verlich. Der hos beit each bewußt, Zu der euch gott erhöhet; Flieht weltlus; es vergehet Die welt mit ihrer luft. 4. Euch, sand, hat gott er wählet, Daß ihr mit engeln dort 8. Versomerit ist leicht ein irSein hohes lob erzählet. Sett bisch leid. Kurz ist der augens froh die wallfahrt fort. Auf! Blick der seit. Dann folgt, was bis euch gottes ruh In ihren ewig währet; Folgt ein genuß schooß empfange; Walt unter Ohn' überdruß, wie ihn der geift lobgefange Der engel ehören zu. begehret. Troffgefange. 7. 3war fört die drangfal beine rub; Denn unter thránen säcft du, Und unter viel beschwerden. Chrift, boffe doch! Sie wird dir noch Zur reichen ernte werden. 9. Auch leibt, so weifft du, gott getren. Mit vaterhuld steht der dir bey; Sorgt, daß er dich erquicke; Und schafft auch raft, Daß deine las Die nicht ganz niederdrücke. 68 Mel. In dich hab ich gehoffet, ic. trúbfal, chrift, 1151. fey unverzagt! Wenn schwermuth an dein bers sich wagt, Erheitre dein gemü the! In ieder noth Blick auf zu gott, Uno trau auf seine gute. 2 Rein leiden Femmt von ohngefabr. Dein gott schickt die es ju, und er Bleist fets in seinen wegen So groß von rath, Als groß von that, und reich an Baad' und segen. 3. Der sich in chrißo Berzlich liebt, acht, wenn er dich durch leiden übt, Die wohlfahrt dei ner feele; Weckt dich, daß nicht Bu deiner pflicht Dir los und eifer feble. 4. Solch leiden beugt den über muth; Erstickt der wollußt wilde <. Auch übt dich leiden zur ges duld; Erhöht den werth von gots tes buld; Stärkt mächtig dein vertrauen; kehrt im verluft Dich nun mit lust Aufs unsichtbare schauen. 6. Der drangfal hig' entflammt dich stets zu großrer inbrunst des gebets, und läutert deinen glauben. Weit minder kann Vers suchung dann Dir deine Frone rauben. * 10. Berbirgt bein gott sein angesicht; Dieß raude deinen muth dir nicht. Er kann sein find nicht baffen. Sey, als sein ind, wie er gefinnt! Er wird dich nicht verlaffen. 11 Biel fromme sind zu aller seit Durch leiden in die berrlich teit, Gleic iefu, eingegangen. Begehrs denn du Jn träger ruh Die trone zu erlangen? 12. Demathige dicb, gleich als sie! Fleb brünstig, und ermüde nie! Dein gott erhört dein fles hen. Salb weicht dein leid. Zu seiner zeit Wird dich dein gott erhöhen. Mel. Anhang. Mel. Jesu, meine freude ic. 1152.Chrift, aus beinem bersen Banne gram und schmerzen. Schöpfe neuen muth! Wenn ein leid dich druts fet: Gott ifs, der es schicket. Was gott schickt, is gut. Wenn dich noth Ringsum bedroht, Sors gen Kets mit dir erwachen: Wohl wirds gott doch machen. 2. Stürmen auf dich feinde: Wankt die treu der freunde: Drückt die laft zu schwer; Stürst mit jedem tage Eine neue plage Ueber dich daher; Weicht das glück Stets mehr zurück; ceints dich nicht mehr anzulachen: Wohl wirds gott doch machen. 3. Bürden abzunehmen, hilft nicht angst, noch grämen; Schafft auch keine raft. Ungeduld macht burden, Die sonst leicht seyu würden, Dir zur felfenlaft. Sas gend hers! Stil deinen schmers! Beugt die bürbe tief dich schmas cen: Wobl wirds goit doch machen. 69 Mel. Nun ruben alle wälder ic. 153. Was is, das ich mich quaie Sarr feis ner, meine seele! Harr, und icy unverzagt! Du weiß nicht, mas dir nuset; Gott weiß es, and er schüget; Er schüget den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine tage, Mein glück und meine plage, Eh ich die melt noch sah. Es ich mich felbe noch kannte, Eb ich ihn vater nannte, war er mir schon mit sülfe nab. 3. Die kleinste meiner forgen 3 dem gott nicht verborgent, Der alles siebt und bält; Und was er mir beschieden, Das dient zu meinem frieben; Wars auch die größte last der welt. 4. 3 lebe nicht auf erben, um glücklich hier zu werden; Die luft der welt vergeht. Ich lebe hier, in fegen Den grund jum glück zu legen. Das ewig, wie mein geist, besteht. r. 20as dieses glück vermehret, 4. Du führst chrifti namen. Sep mir en die gewähret! Gott, Chriftum nachnahmen, Das is du gewährst es gern. Was dies deine pflicht. O wie schwere plas fes glück verleget, Wenns alle gen Mußte der ertragen! Und welt auch schäßet, Sev, Herr, er wankte nicht. Hall auch da mein Gott, mir emig fern! Dein hers in ruh. Wenn rings- 6. Sind auch der Frankheit plas um dich wetter Frachen: Wohlgen und mangel schwer su tras wirds gott doch machen. gen; Noch schwerer haß und spott: 5. Herrlich ist die Frone, Die Se herr' ich, und bin fill. Zu der christ sum lohne Geiner trengott; denn nicht mein wille, empfängt. Selbft nur nichts vers Dein wille nur gescheh, o Gott: schuldet! Und dann stil erduldet, Was dein gott verhängt! Gieg' als held! Mag schon die melt Deiner Hoffnung spöttisch lachen: Wohl wirds gott doch machen. 7. Gott ist der müden stärke. und aller feiner werle Erbarmt er ewig sich. Was fann mir mies derfahren, Wenn gott mich will bewahren? Und er, mein gott, bewahret wich. 6. Mun! so soll es bleiben. Ich will nie mich sträuben; Stets gott folgfam feyn. Stets, in todet. Wer nur den lieben gott sc. und domeigt, weifel, leben, erges 1154.die ihr euch vers ben. Ich bir fein; er mein. Was er will, Sey ftets mein siel! Wunderbar mag gott es macbes: Wohl wird ers doch machen. meffen Ben langem leid in mie empdet, Als babe meiner gott € 3 ver, 372 70 Anhang. vergeffen, weil er mich nicht, läsfest du mich bülfe fehn. Here! alsbald erhört. Mag seine hälfe amen! ia! es wird geschehn. fchon versichn; Doch werf ich meine forg' auf ihn. Mel. Jesu meine freude se. 2 Gott forgt für mich; wenn find nicht våter Für ihrer finder 1155. Hier wird ſelbst bem wohl besorgt? and du, Gott, Befter aber våter, drst für mein heil gans anbesorgt? Du sorgft für mich; ich bin dein kind; Und du bist väterlich gesinnt. frommen Oft fein muth benommen; Geine laft zu swer. Wenn sich wetter thür men, Unablässig stürmen, Ach! dann klagt auch er; Und sein herz, Boll angst und schmerz, Klagt in 3. Stets Kellt sich deinem hels feines unglücks größe, Daß gott len Blicke Die ganze zukunft of, fein vergesse. fen dar. Du überfahst mein ganz 2. Deine kümmerniffe, Still', geschickt, Eh mich die mutter nochio christ, und wiffe: Gott vergißt geber. Du warft es selber, des dein nicht. Selbst aus herben fer rath Mein ganz geschick ges leiden Schaft er neue freuden: ordnet hat. Kehrt die nacht in licht. Unvers hofft Führt er uns oft Auf den rauhften dornenwegen Größerm glück entgegen. 3. Drum losing' und preise! Dich liebt der allseife als sein eigenthum. Stets für uns in wachen: Ases wohl in macheni und bleibt sein ruhm. Eh bu's meyns, Der du ist weinst, Wird er dir auch deine sabren Schnel in wonne fehren. 4. Dieß, o chrift, ermäge, Wenn in gottes wege Gich dein blick vers tieft. Perne das wohl fassen; Du 6. Wenn du int tum serder big night verlaffen; Du wirs bloß ben bättest, Hättst du uns da den geprüft. Folge gern Der hand fohe gefandt? Hier fühlts mein, des heren, Die dereinst, was dich bers, wie gern du retteft. Bon ist frånfet, Dir zum besten lentet. deiner gut o welch ein pfand! Da rettes feinde deines throns Geldget. Auf meinen lieben Gott ic: mit dem blute deines fohns! 1. Verhüllen dich schon fintre 1156. Auf einen gott vera metter. Doch bist du, Gott, mit hilf uns neb. Sa, belfen willst du, farker Retter. Nur deine Bund' is noch nicht da. Die stunde Fimmtį die trübfal reicht, So bald sie ihre frucht erreicht. 4. Und du? du folltest das nicht wiffen, Wenn furcht mich ångfet, noth mich quält? Du hart dein herz vor mir verschließen? Du, der der seinen thränen zählt? Nein! über deiner finder schmerz Bricht dir dein väterliches herz. 5. Wie derer folltest du nicht achten, Für die bn beinen fohn doch gaba? Gie fiches dy ose dir verschmachten? Du, der du gern mit trofie laps? Dr, Bater, der du, die du liebf, Gern bittrer leiden überhübft? 8. Du mir denn auch an mir erfüllen, Was mir dein theures big hers sich fest. So oft ich im gebete Hin vor fein antlig trete, wird auf mein Findlich sehen Gott gnädig auf mich feben. 2. Sein geiß, ben er verheißt, Giebt seugnis meinem seißt: Ich fey, obgleich voll fünde, Erwählt in seinem Linde, Und soll durch wort verfpricht. Du mich auch ihn auf erden sein, fromm, und me nen fummer siden. Dir trau beilig werden, ich fest, und zweiste nicht. Hald& Z. Anhang. 3. Nur foll nie frevelbaft Mein hers der gnade kraft Gelbe fchmà en; foll nur streben, Wie er mich führt, zu leben. Berführungen in fünden Kann ich dann überwinden. 4. Er giebt entschloffenheit. Jo fiche fest im streit. Erneut su got tes bilde; Bedeckt mit seinem schilde; Werd' ich nicht unterlies gen. Er selber hilft mir siegen. f. Und wobli e wohl mir dann! Hängt mir schon schwachheit an; Durch chrisum gott versöhnet, Bleib' ich mit seil gekrånet, und werd' einst, wenn ich fierbe, Dort feines himmels erbe. 6. Gedank, ich fühle dich! Du, du beruhigs mich! Auch in den rauhsen tagen Lässt du mich richt vertagen. Nichts miffe diefen glauben Mirie som herten raube. * 7. Welch leiden dieser seit Ift werth der herrlichkeit, Der, fenseits dieser erbe, I mich ers freuen werde? und dem ist sie bereitet, Den gettes geißt hier leitet. 71 3. If alles dunkel um mich her, Die feele müd' und freudenicers Bist du doch meine zuversicht; In finftrer nacht, Gott, mein ltct. 4. Verjage bers, berjage nie! Die last fen schwer; gott fennet sie. Er weiß den kummer, der dich qualt, Und geben kann er, mas bir fehlt. s. Wie oft, Gott, weint' ich, und wie oft haff deine Hand mir uns verhofft. Den abend treint to, und bald dranf Ging mir sin frober morgen auf. 6 Sagte alle, bie gott ie ges prüft, Die ihe zu ihm um hülfe rieft! Gagts, fromme: hat er bes gebet Des frommen dulders ie verschmäht? 7. Ich weiß; es kommt die kuns de noch. Früh oder spät; so kommt fie doch, Wo leiden, das nur Kuns den währt, In freuberjabre fich verkehrt. P 8. O leite lebenslang, Seif Gottes, meinen gang. Hilf im merbar mir weiter, und bleibe mein begleiter, Der nimmer von; wir weichet, Bis ich das siel ers reichet. 8. Ich ernte meiner leiden lohn vielleicht in diesem leben schon. Vielleicht, daß, eh ich ausgeweint. ir gott mit feiner hülf erfcheint. Wenn mich fein freund ers quicken kann; Darf ich mich meis nem heiland nahn. Ihm schitt ich fren in seinen schooß mein bers aus; feine huld is groß. B 10. Cinß hat auch er, der mens 9. Versiegelt bin auch ich, Du schenfreund, Biel thránen, sie für Geis des Herrn, durch dich Auf; mic, geweint. Er weiß, wie schwes tenen tag ber freuden, o, fern res leid betrübt, find welchs von schmerz und leiden, Der un- schwachheit mich umgiebt. schuld, die dier weinet, Ihr ret: tungstag erscheinet. 11. Er hilft gewiß: ich weifle nicht. Er bält getren, was er vess spricht. Der mit uns mitleid has Mel. Herr Jefu Chrift, wahr'r ic. ben Fann, Nimut ficb barabersig 1157. Glück sber unglüd, meiner an. es ich von deiner vatertreu, Gott, der met. Derslich lieb hab ich dich se. mich nie serlassen kann, Bertraus ensvoll und dankbar an. 1158. Dirtrau ich, Gors, und wenke nicht, 2. Nur du, der du aitweife bist, in gleich sen meiner beffnung Nur du weißt, was mir beitfam licht Der leste funke schwinden. ift: nur dr, Gott, freht, wie jedes ein belker, Har, weis Eo't. leid zu ewgen fegen mir gedebt. I btö 72 Anhang. bens liebe mindern; Doch dich in deiner pflicht nicht hindern; Viels mehr dir raft dan verleihn. bist du. Ich weiß, durch dich werd', vor augen seyn; Des irdschen les ich noch rub und freude wieder finden. Von icher hast du mich geführt, und meines schicksals lauf regiert; Mit segenvoller sa terhand So manche noth hinweg gewandt. Unendlicher! Ich trau auf dich. Du leiteft mich. Ich kampf und siege, Gott, durch dich 2. Schwer ist der kampf der Teiden, sch: ser! Kaum fühl ich muth and fårle mehr, Die prus 4. Denk an den tod, wenn böse fung auszudulden. Doch ewig, triebe, Wenn luft der welt und ihs Bater, jürnst du nicht. Du gehst re liebe Dich reizen; und ersticke nicht mit uns ins gericht; Strafft sie. Sprich: Fann ich nicht noch nicht nach unfern schulden. Bald heute sterben? Und, könnt' ich ift der thranen maaß gefüllt; Bald auch die welt erwerben, Beging meiner feele schmers geftillt. Bald ich doch solch übel nie. hat gott all mein flebn erhört, s. Denk an den tod, wenn deis Mid gnug geprüfet, micb besnem Leben Das fehlt, wornach die währt. Du, Gott, soll huld! Ersreichen streben. Sprich: bin icb hört son dir, Lobsingt in mir hier, um reich zu seyn? Heil mix, Dann meine ganze feele dir, wenn ich in christo sterbe! Dann ist ein unbeflecktes erbe, Dann ist des himmels reichthum mein. 3. Gott, alle leiden dieser seit Sind doch nicht werth der berre lichkeit, Die du wirst offenbaren. Bald wird auch mir der dulder lohn. Bald steh' auch ich vor dei nem teron Mit treuer tampfer schaaren, Und danke dir, mein Gott, verflärt, Derigt mich prüst, dann mich bewährt, Daß ich, von allen leiden frey, Ein feliger des himmels sey. Barmbersiger! Fest, ohne graun, Will ich dir traun; Denn einst werd ich dein antlig schaun. Dom Tade. Mel. Zu dir, o pater aller gute ic. 3. Ermattest du in deinen pflichs ten: So laß den tod dich unters richten, Wie wenig deiner tage sind. Sprich: follt' ich gutes wohl verschieben? Nein, meine seit, es auszuüben, I kurs, und sie vers fliegt geschwind. 6. Denk an den tod in hohen ehe ren, Und wenn sich deine schake mehren, Daß du sie nicht zu heftig liebst, und, wenn die guter dieser erden, Dir, eh du's denk, entrifs fen werden, Dich nicht zu febr barum betrübs. 7. Denk an den tod in froben tagen. Kann deine luß sein bild vertragen: So ift fie rein und uns schuldsvoll. Greich: dein vergnüs gen zu verfüßen; Welch glück werd' ich'einst dort genießen, Wo ich unendlich leben foll! 8. Denk an den tod, wenn leis alle trüb, lich für dein lebe? fal frommer herzen Ik zeitlich, Es gott selaffen übergeben, und im glauben leicht. Ich leide; If wahre ruh, und deine pflicht. Du doch von allem bösen Wird mich foll es ließen, Weislich nügen, der tod bald, bald erlösen. Er Es dankbar als ein gut besigen, ists, der mir die frone reicht. Verlieren, als verldest du's nicht. 9. Denk an den tod, wenn fres 2. er tod fol nicht bein hers de rotten Des glaubens und der erschrecken; Doch, dich zur weis- tugend spotten, Und lafter fiols ihr beit zu erwecken, Soll er dir stetsihaupt erhöhn. Sprich bey die felbft: Anhang. felbft: gott trägt die frechen. Einft wird er seine wahrheit rache; Und ewig wird sein wert beftehn. 10. So suche die in allen fallen Den tod oft lebhaft vorzustellen: Dann wirst du ihn nicht zitternd scheun; Dann wird er dir ein trof in flagen, Ein weiser freund in Mel. Jcb bab' mein fach gott se. guten tagen, ein schild in der II61. Dein bin ich, Gotts In deiner hand Seht meine zeit. Eh seiten waren, ward schon mie Rein leben hier, Und auch sein 73 7. Erittim geift sum grab' oft hin! Sieh da dein gebein versens ten! Sprich: Herr, daß ich erde din, Lebre du mich oft bedenken! febre das mich jeden tag, Daß ich weiser werden mag. Mel. Jesus meine suversicht ic. eine lebenszeit vers 1160. Mreicht. Stündlich siel, befimmt von dir. ell' ich zu dem grabe. Wenig tage 2. Rückt meine Stunde nun hers finds vielleicht, Die ich noch zufan; Dann schau mich mit erbars leben babe. Dente, mensch! an men an! Hilf mir in meiner deinen tod. Saume nicht; denn todesnoth! Mein Herr! mein eins is noth. Gott! Ein fanfter schlaf sep mir mein tod. 3. Durchstürmt den felb der frankheit schmers: So sirlfe das beslommne Hers. Selbst in der schmerzen größter wut Gieb mir den wuth.Zu denken: gott machts dennoch gut. 4. Verleib gelaffenheit und ruh! In meinem Herzen wohne du, Geiß Gottes! daß io obne graun, Und voll sertraun, Kann in die nacht des tedes schann. 2. Lebe, wie du, wenn du firbst, Wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du bier erwird, Würden, die dir menschen gaben; Nichts wird did in tod erfreun. Diese güter sind nicht dein. 3. Nur ein herz, das Jefum liebt; Nur ein ruhiges gemisfen, Das vor gott dir jeugniß giebt, Wird dir deinen tod verfüßen; Giebt Im leben beiterfeit, Gjebt im ferben freudigkeit. 4. Wenn in deiner legten noth Freande hilflos um dich beben; Dann wird über weit und tod Dich dieß reine ßers ersehen. Dann erschreckt bich fein gericht. Gott is deine suversicht. s. Daß du dir dies bers erwerbst, Fürchte gott, und ber und wache! Sorge, nicht, wie früh du serbß! Deine seit in Gottes fache. Eern nicht nur den tob nicht scheun! Lern auch seiner dich erfrenu! 4. Sen von mir schwachen dann nicht fern! Zeig mir den himmel, Geist des Herrn! Daß ich, wenn ich um gnade fley, Getrößet feh, Wie der mich liebt, zu dem ich geh. 6. Bist du nur mir nicht fürchs terlich, Veter! und erbarmeft bich; Bergich mir da, und führt mich nicht In dein gericht: So forecket selbst der tod mich nicht. 7. So, so vollende meinen lauf! So nimm in deine rub mich auf! Werd ich vor deinem throne stehn, Dein autlig fehn, Wie froß will ich dich dann erhebu! 6. Schreckt and dich des grabes graun; Sprich: ich weiß, an wen ich glaube. Sa, ich weiß, ich werd' ihn schaan; Shaun in diesem meinem Leibe. Auch dem grabe Mel. O Bott des himmels and te. nahm die macht; Der bort tief: 1162. beber es im tod' erheben; Selbf Anhang. 74 Selbf nah am grabe preif ich dich. Zum fegen gabe du mir mein leben; Du nimmst es mir, und fegneft mich. Mein Gott, im leben war ich dein; Dein will ich auch im tode seyn. 2. Gott, welche feyerliche sun- dank ich deinem tod. den, Wenn du mich nun der erd' entzicht, Aufmich, den du getreu befunden, Voll schonender erbar mung siehst! Allmächtiger, in dein gertat Gehst du mit mir, erlöften, nicht. 3. Wann dieses Leibes irdne hüt te, Die ist mein geiß bewohnt, ter falt; Dann geh ich mit gelasnem Schritte Den meg zu gott aus dies fer welt. Ich bin getreft, und sage nicht; Denn gott is selbs mein heil und licht. 4. Wie sollt ich vor dem tode beben, Da du, Erldfer, für mich farbft? Er ist durch dich der weg sum leben, Das du am freuze mir erwarbst. Wie du ihn gingst, will ich thn gehn. Wie du, werd' ich auc auferstehn. Dann wird der eitelfeiten tand Von mir in seiner Blöß erkannte Beym anblick ienes ew'gen lichts Berliert sich ird'sche pracht in nichts. Herr Jefu Chrift! Mein Herr und Gott: Dieß heil vers . Ob leiden schon mich dann umringen: Mir dann die bängsten fahrecken braun. Du, Herr, halfft mir die toelt bezwingen. Mit dir darf ich den tob nicht scheun. So nab dem lohn, den gott verspricht: Go nah am siele fink' ich nicht. 6. Ich will dich noch im tod' er: heben; Selbst nah am grabe preif ich dich. Denn ereig werd ich bey dir leben. Wie fegnest du, mein Bater, mich! Für mich ist selbst der tod gewinn. Wohl mir, daß ich erlöset bin! 2. Wenn einft auf deinen wint mein geift Des Körpers banden fich entreißt: Dann stårk ihn aus der höhe, Das, ungeschreckt von tod und grab, Jch in des todes thalhinab Getroft und beiter gebe. Die flarbeit jener bessern welt Schaff, wenn mich dunkelheit bes fällt, In meinem Anstern hersen licht, und heiterkeit im angesicht. Dann Jesu Chrift, Mein Herr und Gott:: Bann wird ein fchlummer mir der tod. 3. Doch wenn mein geiß mit bangigkeit Sich dennoch vor dens tode scheut, Weil ihn die sünden kränken: Dann mach', o Herr, dein mittlertod Mein bers gewiß es werde gott Der sünden nicht gedenken. Der troft, den du auch mir erwards, Als du zum heil der fünder starbs, Stark mich, wenn andrer trost entweicht, und mach' den schweren fampf mie leicht. O Jefu Chrift! Mein Here und Gott!:,: Verlaß mich nicht in meinem tod! * 4. Auf furie seit schließt sich sur ruh Mein thränenvolles auge zu, Und schlummert in dem saus be. Doch meine hülle bleibt nue bier. Mein gets schwingt sich gleich auf zu dir. Ich weiß, an wen ich glaube; Und du, der mich cum grabe ruft, Rufft mich einf Mel. Herzlich lieb hab' ich dich, ic. wieder aus der gruft! Dann o 1163. Mein heiland, weit wie schön verklärt erscheint Mein mein geift erleib, mit mir aufs neu vereint! frent Im glauben auf die herr Herr Jesu Chrift! Mein Here lichkeit Des ew'gen lebens blicket, und Gott!:,: Zum leben fübrst Das du für mich bereitet baft: du durch den tod. Wie leicht dünft mir dann iede. Du bleibst mein treft; mich laf, Die mich hienieden drücket. schreckt eins nicht eins nicht Der erde brand, Anhang. 75 brand, das weltgericht, Der don- befehle Meine feele Deinen häne ner der pofannen. Vor deinem den, Laß mich meinen lauf gut thron werd' ich dann stehn, Dich, enden. Richter aller vilker, fehn, Dich fehn, und froh erstaunen. Auch mir schen? t du dann ienes heil, Der auserwählten seligs theil. Id soll, dein mund sagt mir es zu: Ich so lebendig seyn, wie du. Herr Jesu Chris! Mein Herr und Gott!:,: Stark diefen glaus ben einft im tod. s. Vielleicht find meiner tage viel. Ich bin vielleicht noch weit som siel, An dem die krone schims mert. Doch sens, daß erst in fräs ter seit Die bitte meiner fierblicos leit Der tod ju staub sextrümmert. Durch dich Hof ich Reiche faaten Buter thaten Aussaftreuen, Die sur ernte bort gedeihen. 6. O wie wird, Jesu! dann mir Mel. Wie schön leucht't uns ber ic. feon, Wenn ich, mich deiner ganz 1164.Wie wird mir dann, su freun, Dich dort anbeten wer keiner mehr ents weißt: Ein mitgenoß der herrlichs feit; Nicht mehr der mensch von erde. Preis pir! Daß mir Durch dein leiden Jene freuden Offen fiehen. Ewig will to dich erhöhen. Wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, In ihm entschlafen werde; Von seiner fünde mehr entreibt; Entladen son der ferblichkeit: Nicht mehr der mensch von erde. Seele! Seele! Stärke, tröge Dich erlöste, mit dem leben, Das Dir dann dein gatt wird geben. Mel. Werde munter mein gem. tc. 1165. heute, foradd mcin 2. Ich freue mich, und bebe beiland, doch; So drückt mich meines An fein blutigs Freus erbábt, als elends joch, Der fünde such darein fünder ihm zur feite Sterbend nieber. Der bere erleichtert mir noch um gnade fleht; Heute, so bes mein jsch. Es Kärkt durch Ihn theur' ich dir! Heute noch foll mein her fich doch, Glaubt, und du mit mir In bas paradies erhas erhebt sich wieder. Sefu! Jesu! ben, Theil an meiner wone haben. Las mich freveu, Dtr zu leben, Dir zu sterben, Deines paters reich in erben. 2. Theures wort aus jesu muns be! Fest versiegelt durch fein blat! In der finstern todeskunde Giebßt 3.Berachte dann des todes graun, du freudigkeit und muth. Weni Mein geift! er ist der weg jum der christ nun scheiden soi, Bleibt fosun; Der weg im finstern thas er fester hoffnung so0; Cicht die le. Erfen die nicht mehr fürchternacht in licht verwandelt; Weiß lich! Zum allerheiligsten führt dich gemiß, wohin er wandelt. Der weg im finstern thale. Reich 3. Obne zagen kann er sterben; lich, Herrlich, unvergänglich, Ceine fecle stirbt ja nie. Ihr droht Ueberschwenglich Wird dich trd nicht nur fein verderben; Auch fien Dort das erbtheil der erlösten. I Fein schlaf betäubet sie, wo sie erst 4. Herr! Here! ich reis die unaus langer nacht Nach jahrhuns de nicht, Die mich, wenn nun derten erwacht. Nein! fie soll zu mein ange Bricht, zu deinen tod newein leben, Scheidend, schon em ten sammelt. Vielleicht umgiebt vor sich heben. mich ihre nacht, Eh ich dies Sehen 4. Cheures wort des ew'gen noch vollbracht. Mein lob bir anslebens! Triste du mein brechend gesammelt. Bater! Bater! Sch! bert; Und dann ångfiet nur vers 76 Anhang. gebens Meinen geift der tren- tem lauf Den geift in seine hände. nung sömers. Er sinkt nicht in Auch weckt er meinen leiß einft finsternis; Denn wahrhaftig und auf, Daß er mich gans vollende. gewiß Ist das wort des treuen Ich bin getroft und unverzagt. seugen. Hier muß ieder zweifel Er hats den seinen zugesagt: Ich schweigen. leb', und ihr folt leben. 5. Nun, wenn ich von hier soll 3. Wird gleich mein leib des scheiden, Sagt mein hers nicht todes raud: Er wird doch wieder mehr in mir. Dort sind unbefleckte leben; Wird einft aus der verwes freuden; Aber müh und sünden sung staub Sich neugebildt erhes hier. Kein auch noch so frühes ben, Wenn du, o großer Lebenss grab Kürzet je mein leben ab. fürft, Nun deinen todten rufen Es soll nur, los von beschwerden, wirst: Erwacht nach meinem bilde! Beitiger veredelt werden. * 6. Selig, frey von sünd' und mangeln, Ja! von nun an selig ist, Brüderlich begrüßt von engeln Der im heren entschlafne chrift. Was fein glaube je gethan, Jedes gate werk folgt dann Geiner feele von der erden Hin vor gott, sein lohn zu werden. 4. Wie frsh und herrlich werd ich dann Vor dir, mein Heiland, stehen! Dann nimms du mid mit ehren an; Lässt in dein reich mich gehen. Forthin von keiner laft beschwert, An leib und feele. gans verflärt, Leb' ich bey dir dann ewig. 7. Nun denn! wohl mir! ich Befehle, Einst, wenn ich kaum lallen kann, Die durch dich er Idste seele, Heiland, deinen bån den an. Du, Herr, hörst und står Feft mich! Rufest mir auch zu, daß ich noch am tage, da ich sterbe, Deine herrlichkeit ererbe. 8. Ja noch an demselben tage Geb ich in den himmel ein, Los von aller furcht und plage, Herr, ben dir daheim zu feyn. Dort ges nieß ich deines lichts, Bis der tag des weltgerichts Auch dem grab die macht entwendet; Ganz die seligkeit vollendet. Von der Auferstehung. Mel. Allein gott in der höh ic. 1166, Mei ein heiland lebt! er hat die macht Des todes ganz bezwungen, und Negreich aus des grabes nacht zu gott fich aufgeschwungen. Er ist mein haupt; sein sieg ist mein. Sein foll mein ganzes leben seynz Und ihm will ich auch sterben. 2. Ihm geb' ich nach vollbrach. **. O welch ein feligs theil ift mir In jener welt bereitet. Der freuden füll' ist, Herr, bey dir, gu der dein geift mich leitet. Ich werde dort in deinem reich, linsterblich, deinen engeln gleich. Vollkommner luft genießen. 6. Denn da, wo dr bist, sollen die, Die hier dir treu find, leben, und ewig fres son schmerz und müh Jhr siegreich haupt erheben. Owas sind leiden dieser seit, Herr, gegen lene herrlichkeit, und uns begrängte freuden! 7. Dieß wort voll wonne'müsse mich Im fillen oft entzücken! Und unausidschlich muß es fich In meine seele drücken, Daß oft mein auge dorthin blickt, Wo feis ne schwachheit mehr mich drückt, Nie sinnenlust mich blendet. 8. Mich stärke dieser blick sum fleiß Der heil'gung nachzuiagen, Und, als dein junger, dir sum preis, Dein fanftes joch zu tragen. Fühl ich auch hier noch noth und schmerz: So tröfte dieß das Bange hers; Es kommt ein bess res leben. Mel. Anhang. 77 Auch als Morgenlied zu brauchen. Mel. Werde munter mein 16. lebst, und ich soll leben. Du wirf 1168. Wenn ich einst von mir, dein wort jenem Der freuden fülle geben. Dein jünger kömmt nicht ins gericht; Denn du bist seine zuversicht. 2. Hier geh ich oftmals wei nend hin, Den faamen auszu freuen. Dort wird der herrlich fe gewinn Der ernte mich ers freuen. Auch tief in noth, verzag' ich nicht! Denn du bist meine guversicht. Mel.Here, deine allwacht reicht ic. 1167. Herr, du bist meine zuversicht. Du mer, Welcher tod heißt, aufers fteh; Frey von dieses lebens kums mer, Nun den schönern morgen seh; O dann mach ich anders auf! Schon am siel ist dann mein lauf. Eraume sind des pilgers forgen, Großer tag! an deinent morgen. 3. Hier trag' ich deine fanfte laft, Und fühle meine würde. Die eitle welt, die sie nicht faßt, Höhnt sie für schmach und bürs de. 2. Hilf, daß feiner meiner tas ge, Geber der unsterblichkeit, Im gericht mich eins verilage: Er sen ganz von mir entweiht. Auch noch heute wacht ich auf! Dank sey dir! zu dir hinauf Führ mich Sie höhne nur: das irrt ieder meiner tage, Jede freude, mich nicht; Denn fest steht meisiede plage. ne juversicht. 3. Gern müff ich sie vor mir 4. Se darf ich auch den tod sehen, wenn ihr legter nun ers nicht scheun. Mein geift kann ia scheint; Ich ins todesthal foll nicht sterben. Er eilt, bey dir da gehen, und mein freund schon heim in seyn; Eilt, dort mit dir um mich weint. Lindre dann des zu erben. Dieß, wenn das matte todes pein;£ aß mein end' ihm bers nun bricht, Ist meine frohelehrreich seyn, Daß ich ihn zum suversicht. himmel weise, Und dich, Herr des todes, preise. 4. Berfällt schon diefer leib in ftaub; Du kommst, ihn herzustels len; Und ibn, nur hier des todes raub, Wird dort kein tod mehr Vom Weltgerichte. 1169.Der fällen. Dieß ist im finstern thal Mel. O emigkeit, du donnerw. ze. mein licht; Dieß startet meine er einft zum wohns zuversicht. plag dich ertieft, Dein retter, dein versöhner, is Dein richter auch, o erde. Ver. deckt ist seiner zukunft seit; Ge wiß, daß er in herrlichkeit Eins pleßlich kommen werde. Vers nimms, o erd', und besre dich. Der tag des schreckens nahet sich 2. Warum versieht, so fragt der spott, Mit seinem weltgericht noch gott? Hört, fünder, hörts mit beben! Euch, die ihr frech ihm widerstrebt, und in der boss beit sicher lebt, Zur befrung frif u geben. Doch bald is cu ce 6. Wenn erd' und himmel einst vergehn; Auch dann darf ich nicht beben. Nie, Herr, kann dieß dein wort vergehn: Ich lebe und ihr follt leben. Nicht tod, nicht grab, nicht weltgericht Entreißt mir diese zuversicht. 7. In diesem glauben stärke mich. Las mich den troft empfins den; Den großeu troft, daß ich durch dich Den tod soll überwinden. Tod und verwesung schreckt mich nicht; Denn du bleibst meine suversicht. Anhang. 78 ener maaß erfüllt. Bagt! der zu richten kömmt, vergilt. feit dem ersten tag der seit Aut diesem erdkreis webnen; Nur dem allwissenden bekannt. Uns jählbar, wie am meer der fand; Hier ftehn sie ser dem richter. 3. Dann öffnet sich, euch fluch zu draun, Der abgrund iener ew's gen pein mit allen seinen schrek ten. Dann wird, wenn dieser fluc euch droht, Nicht berg noch meer, nicht grab und tod, Euch vor dem richter decken. Denn nun nicht mehr erbarmt er sich, Und selu gericht ist fürchterlich. 3. Hier muß der falsche wahn der welt Der wahrheit unterlies gen; hier, wo das recht die wage hält, wird feine bosheit siegen; Hier ist zur buße nicht mehr frist; Hier gilt nicht mehr betrag und 4. Wann gott sur erde spricht: lif: Hier gilt kein falscher zeuge. vergeh! Und donner aus der tisf' 4. Der richter spricht; ber him: und hob Ihr innerstes erschüttern; jmel schweigt; Und alle volter hös The bau kracht von der flaminen ren Erwartungsvoll und tiefges wut, and felfen, mürbe von der Beugt. Kommt! erst das reich der glut, Im furs, wie glas, serebren; So spricht er zu der froms fplittern; Wann, vor den richtermen schaar; Zu der, die widers bingerückt, Der spotter glaubet, fpenftig war: Weicht, weicht ihe und erfchrickt: übelthäter! <. Dann ik nicht mehr sur duße s. O Herr, mit welcher majes sett. Wo wollt ihr dann barmherkät Wirst du dein urtheil fällen! sig eit, We hulf und rettung fin: Die fünder, die dich bier vers den? Die ihr der fünden maaß schmdbt; Sie stürzen hin zur hôte noch häuf, Fühlt, et euch diefer len. Da trifft sie unerforste tag ergreift, Die lasten eurer fün pein. Wer wird da noch ibe den, Daß nicht ihr selbst euch einst retter seyn? Ihr warten in vers verflucht, und in verzweiflung loren. Tindrung sucht. 6. Doch deiner frommen leid 6. Tag gottes! tag der ewig- und müß Berwandelt sich in wons felt! Du predigt uns den wertone, Und herrlichkeit umfralet sie, der seit Laut mit des donners Gleich als der glanz der sonne. Rimme. Mensch! nuge sie zu dei Nun fehn sie mit erstauntem Blick, nem bell, Damit gott nicht sum zu welchem unnennbaren glück lohn und theil Dir ew'ge pein uns glaub und lieb erhöhen. besimme. Denn ewig wird der fünder pein, So wie der from men wonne, seyn. 7. Sie gehn in fenes fel'ge reich, Das ihnen gott deschiedens Und schmecke, seinen engeln gleich, Des himmels heben frieden. Das ftückwerk wird vollkommenheit. ein kummer, feine traurigkeit Stört ferner ihre freuden. 1170. S Mel. Es ik gewißlich an der zeit zc. con ift der tag von gott bestimmt, Wo, wer hier je gewohuet, Sein loos aus gettes banden nimint, Das ihm nach werken lohnet. Er Fimmt, er kommt, des menschen föhn; Exkömmt; und wolken sind fein thron, Und engel fein gefolge. * 8. Mein beiland! laß mich dein gericht Oft und mit ernft bedenken. Es stärke meine zus versicht, Wenn hier mich leiden kränken. Es reize mich, gewiss senhaft, tind, eingedent der res 2. hier an den rend der ewigs wenschaft, nach deinem wort teit, Hier Behn die millionen, Die in wandeln. el. Anhang. Mel. Mache dich mein geist bereit err, ich bin dein ist auch mein leben. Mir zum heil, und dir zum ruhm, Hast du mirs gegeben. Båterlich Führst du mich Auf der prüfung wegen Meinem ziel entgegen. 2. Einfi fimmst du mit großer Fraft Bum gericht auf erben. Dann sol ich sur rechenschaft Dargestedet werden. Dein gericht Schont dann nicht, Richter aller welten; Denn du willst vergelten. 3. Web dann mir in ewigteit, Wenn ich deine gabe, eine Fräfte, meine seit Hier semisbraucht habe! Web dann mir; Hab ich hier Dein geschent vers fchmendet, Chiricht angewendet! 4. Mochte täglich dein gericht Mir vor augen schweben! Mocht i immer, meiner pflicht Tren zu bleiben, streben; Daß ich nie Thöricht sie aus den augen sexte, Noch mit Reiß verlegte. *. Lehr mich, Gott, gewiffen haft Meine tage zählen; Einges denk der rechenschaft, Mar, was gut ist, wählen. Gieb, daß ich Ernflich mich Täglich, und auch heute, Sum gericht bereite. 4. Beigt die enigkeit schon sich Furchtbar in der nähe: I wobt das die seit, daß ich Ere un grade flehe? Wenn der tod Mir schon drobt: Kann ich deinen willen Dann wohl noch erfüllen? 7. Mein gewissen straf alsbald Mich um jede funde: Daß ich, Herr, durch dich alsbald Gnade fuch und finde. Rufe du Dann mir zu: Alles is vergeben. Gün Der, du solls leben. 79 Jesu, soll Dich im höhern leben Dann mein dank erheben. Vom ewigen Leben. Mel. O Gott des himmels und ic. 1172. einer wartet uns die ewigkeit. Dort, dort verwandelt sich die Flage In göttliche zufriedenheit. Hier übt die tugend ihren fleiß, und icne welt reicht ihr den preis. 2. Bahr ist's; der fromme schmeckt auf erden Schon mans ben fel'gen augenblick; Doch alle freuben, die ihm werden, Sind ihm ein unvollkommnes glück. Er bleibt ein mensch, und feine rub Nimmt in dem Herzen ab und zu. 3. Balb sidren ibn des körpers schmerzen, Bald das geräusche dieser welt, Wald tämpft in fels nem eignen herzen, Ein feind, der öfter fiegt, als fällt; Bald sinkt er durch des nächsten schuld In tummer und in ungeduld. 4. Hier, wo die tugend öfters leidet, Das lafter öfters glücklich ist; Wo man den glücklichen bes neibet, Und des bekümmerten vers gift; Wer kann ic sicher hier vor pein, Wer fres von eigner schwachs. beit fegn? 5. Hier fuch' tchs nur, dort werd' ichs nden; Dort werd' ich heilig und serklärt Der tugend ganzen werth empfinden; Den uns aussprechlich großen werth. Ibn, der die lieb ist, werd ich fehn, Jbn lieben, evig thn erhöhn. 6. Da wird der vorsicht bell's ger wie ein wil und meine wohlfahrt fepy; Und lieblich wes fen, beil die fülle Am throne gots tes mich erfreun. Dann låst ges winn stets auf gewinn ich fühs len, daß ich ewig din. 8. Dann, am tage des gerichts Werd' ich mit den fremmen 3n 7. Da werd ich das im licht ers dem anfibaun deines lichts One- tennen, Was ich auf erden dans Dig angenommen. Wonnevoll, tel sah; Das wunderbar und heis lig vennen, 23as unerforschlich bier geschab; Da denkt mein geiß Anhang. 80 mit preis und dank Die schickung im zusammenhang. 8. Da werd' ich zu dem throne dringen, Wo gott, mein heil, sich offenbart, Ein heilig, beilig, heilig fingen Dem, der für mich gefreuzigt ward: Dem aker hims mel lob ertönt, Daß er die fün derwelt serföhnt. 9. Da werd' ich in der engel fchaaren mich ihnen gleich und heilig sehn, Das nie gefdrte glück erfahren, it frommen stets from umzugehn. Da wird mit jedem augenblick Sbr heil mein beil, mein glück ihr glück. 10.Da werd' ich dem den dank bejablen, Der gottes weg mich geben hieß, und ihn zu milionen malen Noc segnen, daß er mir ihn wies. Da find' ich in des höchften hand Den freund, den ich auf erden fand. grad, Das siel von meinen thras nen! Was wäre meines Ichens glück Mebe, als ein flüchtger augenblick; Mehr, als ein bans ges sehnen? Was sind die freus den dieser welt, Wenn ew'ge nacht uns einst Defakt? 11. Da ruft( o möchte gott es geben!) Vielleicht auch mir ein fel'ger ju: Heil dir: denn du, du haft das leben, Die feele mir ge rettet! du! O Gott! wie muß das glück erfreun, Der retter einer feele fern! 3. Der leiden welche große zahl If oft in diesem dunkeln thal Das loss des pilgerlebens! Hier ist das lafter oft beglückt; Und feufst nicht, tief in staub gebückt, Die tugend oft sergebens? Wie manchen geift beugt sllaveren! Und wer Bleibt bier von irrthum frey? 4. Heil mir, daß mich mein schöpfer schuf! Die ewigteit ist mein beruf, Und flufe nur dieß leben. Zwar diefs hulle fällt einst ab, tind asch' und moder füllt mein grab; Doch wird mein geist sich beden: Sich beben über erd und staud; Dann keinem tode mehr ein raub. 5. Heil mir! mein froßes aug' erblickt Die lieben, die, nun schon beglückt, Sor mir den sieg erstritten; nd andre lieben fels gen mir. Gott, alle fammels da 12. Was feyd ihr, leiben die su dir In iene friebenshüttens fer erden Doch gegen iene Herrsind meinem blick enthüllt sich itbleit, Die offenbart an uns dann, Mein Gott, dein großer foll werden Bon ewigkeit tu ewig weifer plan. teit? Wie nichts, wie gar nichts gegen sie, Ift doch ein augen: blick voll müß! Mel. O emtakeit, du donnerw. ic. 1173. edanke voller feligfelt! Du befter troft der sterblichkeit! Glaub' an ein ew'ges leben! Was war mein dajepn ohne dich? Mit welchem fchauder würde mich Die zukunft oft durchbeben? Umsonst erhübe sich mein bers gum bimmel bey so manchem schmers. 2. Ich irrt ein dunkles that binab Bis an mein fchreckenvolles last und müb. Mel. O vaterhers, o licht, o ic. auchst! es ist 1174. Jaruh rebanen, Wo tapfre streiter gottes nun, Wenn sie durch chriftum über: wanden, Bon aller ihrer arbeit ruhn. Dort fließen ferner Feine zähren. Kein mund läst dort noch senfter bdren. Dort ängsten schmerz und plagen nie. Dort find wir selbst der furcht entrükEet. Rub, die den müden geist erquicket, Folgt auf des lebens 24. Anhang. 81 Die ihm dienen, Der zu kennen, Den sie hier schon vater nennen. 2. Chrift, froh entsblaf auf Völlig, Billig Giebt sich ihnen, Jefu namen; Denn der ist, wenn du stirbst, dir nah. Voll freus Digkeit sprich: amen! amen! Die feyerliche stund' ist da. Ich bin am ziel! genug gelitten! Genug gerungen, und gestritten! Er ist vollbracht; der schwere lauf! Nun folgt die ruh; aus allen leiden Schwing' ich mich nun in ew'ge freuden Su dem verklärten mitt Ier auf. 5. Vor seinem antlig wandeln fie, Auf ewig frey von aller müß, Und schmecken seine güte. Dieß glück, das sie mit wonne nährt, Den frieden ihrer herzen fisrt Kein feindliches gemüthe! Kein neid, Kein fireit Hemmt die tries be Reiner liebe Unter seelen, Die, ganz heilig, nicht mehr fehlen. * 6. Gott, welche schaar ist dort vereint! Die frommen, die ich Mel. Wie schon leucht't uns 2c. hier beweint, Die find' ich dros 1175. Mein ganzer geift, ben wieder. Die deine liebe hier Gott, wird deine vas zückt, Wenn er nach jenem erbeterhand Nun all' in eins, als blickt, Das du uns dort bereis brüder. Ewig Werd ich Frey teft, Wo du, von uns schon hier von mängeln Selbst mit engeln erkannt, Durch neue wunder dei Freundschaft pflegen. O ein ums ner hand Zum vollen schaun uns gang voller segen! Leitest. Seele! Geele! Deinen brüdern Preif' in liedern Gottes treue, Daß mit dir sich jeder freue. 2. Was sind die freuden diefer zeit, Gott, gegen iene herrlich Peit, Die mir ben dir dort finden. Du stellft uns hier auf erden zwar Biel wunder deiner gute dar, Daß wir sie froh empfinden. Doch 7. Wo ist mein freund, des höchsten sohn? Wo find ich thn T wo glänzt fein thron? O himmts lifches entzücken! Ibn, der mich liebte bis zum tod; Ihn meinen Herrn, und meinen gott, Jhn, ihn soll ich erblicken. Jesu! Jesu! Wie wird ewig, Ja, Herr, ewig, Dir zu füssen Sich mein hers in dank ergießen! hier Sind wir Bey den freuden Noch mit leiden Stets umgeben. Dort nur ift vollkommnes leben. 3. Dort ist kein tod mehr, und Fein grab. Dort trockneft du die thränen ab Bon deiner finder wangen. Dort ist kein leid mehr, Fein geschrey. Geworden ist nun alles neu; Das alte ganz ver gangen. Rühmet! Rühmet! Denn, ihr frommen! Sollt, entnommen Alen plagen, Dort vor keiner sukunft zagen. 8. Wie herrlich ist die neue welt, Die gott den frommen vorbehält! Wer konnte sie erwerben? Du, Jefu, der du sie erwarbs, Als du für deine menschen starbat! Ach, hilf mir sie ererben! Ein stral, Ein stral Jence sonne, Jes ner wontne Stark mich schwachen, Einst den tod mir leicht zu machen. Mel. Jefu, meines lebens leben ic. so unauss fprechlich selig 1176. 4. In Gottes höherm heilig thum Erschallet feines namens ruhm Von millionen zungen. Hier Werden wir im himmel fenn! stammelten sie nur sein lob. Was, Denn die freuden sind unzählig, hier ihr lied nur schwach erhob, Die dann ewig uns erfreun. Keis Wird würd'ger dort besungen, ne forgen. Feine zähren Werden F den 82 Anhang. den genuß dort stören. Gott! 6. D wer sollte sich nicht sehe su welcher feligkeit Führst du uns nen Aufgelöst und da zu seyn, Durch dies zeit! We nach ausgereinten thränen 2 hier imar ist, was du den Engelfreuden uns erfreun. Kams frommen Dort für glück bereitet pfer tragen siegespaimen. Duls huk, Noch in keines ber; gekom: ber singen freudenrfalment. Auf men Kein verstand bats noch ges die angst folgt heitre ruh. Gott, feßt. Nach der erde kurzen leis wie hoch befeligst du! den Garten dort der ew'gen freus den ehr, als ie thr herz begehrt, Acer, die dich treu verchrt. 7. Was ist unser loos auf erden. Obs auch noch fo Edglich sen? Gans ists niemals von beschwers den, Ganz von Fummer niemals frev. Bittre thránen weint oft heute, 2er noch gestern hoch sich freute. Dort, wo uns kein wechs fel beugt, Sinkt die wonne nie; fie feigt. 3. Neue Bunder deiner gute Stellen ihrem blick sich dar. Mit erstaunendem gemüthe Nehmen fie ftete beter mahr; Deine huld fen überschmenglich, Groß das heil und unvergånglich, Das dein rath dort jedem giebt, Der hier reds. lich dich geliebt. 8. Auf! bestimmt zu solchem glücke Sen, o feele hoch ers 4. Dann wirst du dich unsern freut! Täglich richte deine blicke feelen Offenbaren, wie du bist. Auf des himmels herrlichkeit. Keine munns wird uns fehlen, Gtreb' auch du mit allen froms Da wo alles ronne ist. Zu fomen, Strebe, dorthin einst zu kome hoben feligkeiten Wird uns da men! Trachte, weil du hier noch der mittler leiten, Die er, als bist, nur nach dem, was dros er für uns farb, Uns in mi ben ist! und pein erward. s. Da wird deiner Finder mens ge Ein bers, eine feele feyn; Liebe, dank, und lobgesänge Dir, Gott, ihrem sater, weibn; Dir und dem, der selbst sein Leben Billig für uns hingegeben. Mit thunferm treuffen freund, Sind wir ewig dann vereint. 9. Ohne heiligung wird keiner, Herr, in deinen himmel gehn. Mache drum mein hers stets reis ner, Daß auch ich dich möge sehn! Hilf du selber meiner scele, Daß fie nicht den weg verfehle, Der mich sicher dahin bringt, Wo man ewigs lob bir fingt! Regis Register des Anhangs. 48 43 Ein herz, o Gott, in leiben fiets so 48 Ein pilger nur, ein gaft bin so Eins ist noth! ach, Herr, dieß 39 Erbarm dich, Gott! mein 43 Erbarmer deiner menschenkind. 36 Erhebet gott, ihr frommen 9 Erhör, o Gott, das heiße flehn 32 Er ist erstanden; chriftus lebt 22 Erinnee dich, mein geift, erfreut 19 Es ist volbracht! eft denk ihm 19 F. ad wann werd ich von der Auf deine weisheit bauen Auf gott und nicht auf Auf meinen gott verläßt Allen menschen und auch mir< 2 Allen, welche nicht vergeben$ 6 0 70 Bewahr mich, Gott, daß nie 41 Bringt preis und ruhm dem C. 20 Chrift aus deinem herjen Christen, unfer leben eilt. Chrift, stets sey keuschheit 69 Froh dank ich, Bater, dir, daß 24 13 64 Gedanke voller feligkeit Geist vom vater und vont Geist der weisheit, fraft und Gelobet feyst du Gottes Sohn Gelobt sey gott! er ift erfch. Gelobt seost du barmheriger Gerührt erhebe gottes ruhm Gieb mir, o Gott, ein bers Glück oder unglück, was es Gott, dein ist majestät und Gott, deine gute reicht fo Gottes sohn ist kommen Gott, Herrscher über alle lande Gott ist gegenwärtig Gott Vater, der mit gnade Gott, meiner feele greßen Gott, vor dir erscheinen wir Groß, Herr, ist deine herrlicht. 23 Gut und heilig ist dein wille 46 80 26 26 ** 10 48 6 27 16 Denkbar fall ich vor dir nieder 35 Dant, jefu, dir! ach sind wirs 36 Dein bin ich, Gott, von ewigkeit. 73 Dein bin ich, Herr, dir will ich 41 Dein heil, o chrift, nicht zu 29 Dein leben, Gott, ist seligkeit 6 Dein wort, o höchster, ist volt. 27 Der alle welten überschaut Der droben in der höhe wohnt 13 Der du dein wort mir haft Der du, dem tobe nah, für die Der du der strafen schwere last 18 Der du für und dich in den Der du unsrer huldreich denkest 24 Der du voll blut und wunden 17 Der einst zum wohnplaß dich 77 Der für die fünder starb, Der für mich gekreuzigt war 22 Der wollust reiz zu widerstreben 64 Des leibes warten und ihn Dich, Freund der menschen, 1 Dich Herr und Vater aller welt Die ihr christi jünger send Dienstfertig soll ich seyn gott wir danken dir. DirVater? Dieß ist der tag, den gott ir Herr, höre! mit beflonminem 36 Dir, gott, dir will ich feshlich 2 Herr, ich bin dein eigenthum 79 Dir trau ich, Gott, und wanke 7 Herr lehre mich, wenn ich der 47 Du, der ays edlem triebe Herr, mein Versöhner, der vil re Du, deß sich alle himmel freun zr Herr, stärke mich, dein Iciden 14 33 H. 62 Herr, du bist meine suversicht 77 Herr Gott dich loben wir Herr gott wir danke dir, Dein segen 7 Herr Gott dich loben wir, Herr 34 $ 4 16 Hous 39 28 71 30 46 32 10 9 59 31 Register des Anhangs. 39 Heute, sprach mein heiland, 75| Send barinbertig; chriften, 14 Hier wird selbst dem fronimen 70 Sohn des höchsten, wir sind 34 So hoff' ich dann mit festem So iemand spricht, ich liebe So lang ich athme, Gott So tief der mensch gefunten $ 1 8 so Jauchst, christen, jauchzet Janchit, es ist eine ruh vorh. 80 Ich komme, Herr, und suche Ich komme vor dein angesicht 30 Ich preife dich, o Herr, mein 34 33 Tag, der erleuchtung und geb. 23 Ich weiß, an wen mein herz 40 Tag, den mir der herr gemacht 36 Ich will dich noch im tod 73 Theuer, Gott, ist deine gute 37 Jesus lebt, mit ihm auch ich 21 11. In trübsal, christ, sey unvers. 68 St. Kiftlich, wie so köftlich ist £. um gnade für die fünderwelt is Urquell der vollkommenheiten 45 V. Von dir auf diese welt gerufen ss 8 Vom grab, an dem wir wallen 12 ( 8 6 Vox ganzer feele preif' ich dich e Laß es, Jesu, mich empfinden Lob, preis und ehre bringen Lobsinge meine feele 23. Lobsingt! das licht stralt wieder 29 Was ists, daß ich mich quale 69 21 72 $ 8 Was sorgst du ängstlich für Welch edles unschatbares gut 61 73 14 Welch hohes benspiel gabst du si Wenn du des nächsten ehr Wenn ich einst von jenem Wenn ich, o Schöpfer deine Wer bin ich? welche wichtge Wer dieser erde güter hat 13 Wer sich des heilands rühmen 42 Werther Trifter, komt hernied. 25 Wie groß ist des allmächtgen 4 Wie mannigfaltig sind die 63 is Wie reich, mein Heiland, an Wie selig, Gott, ist der ger. 38 Wie so unaussprechlich felig sr 37 75 44 ie theuer, Gott, ist deine Wie viele freuden dank ich dir I Wie wird mir dann, o dann Willst du der weisheit quelle Wir glauben all' an einen Wir wallen hier als pilger Wohl dem, der besre schåge Wohl dem, der mit fillem Wohl dem, der richtig wandelt 57 49 27 M. Meine Lebenszeit verstreicht Meine feel'! ermuntre dich Mein ganzer geist, Gott, wird sr Mein Gott, laß mich doch nie 66 Mein heiland lebt, er hat die 76 Mein Heiland, wenn mein geift 74 Mein leis foll, Gott, dein temp. 65 Mit fröhlichem gemüthe S n. 59 Nach einer prüfung kurzer tage 79 Nach meiner feele feligkeit Nicht, daß du's schon ergriffen 61 Nicht mürrisch, finster, ungef. 47 Nicht um ein flüchtig gut der 25 Nie bist du, Höchster, von uns 4 D. Oft Flagt der chrift, wie schwer 42 D Gott, mein irdisch leben 67 DHerr, mein Gott, durch den 49 D Sohn Gottes im ftaube 17 I 12 77 3 60 38 67 66 78 Schau, großer Herr der herrl. 22 Schon ist der tag von gott Schweigt, weifel, die ihr euch 69 Bur arbeit, nicht zumi müffigg. 66 Sowingt beilige gedanken 3. Bu gott, o feele, swing dich auf 4* ਪਹਲਾ 721 ੧ ॥ Inches 1 Centimetres Blue 2 1 3 4 Cyan 2 ¹5 ¹6 7 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 4 10 Red 11 12 LO 5 13 Magenta 14 6 CO 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8