964854 dd aria Gottes- Mutter und Himmelskönigin, die Mutter voll der Gnaden. Ein Gebet: und Erbauungsbuch für gebildete katholische Frauen und Jungfrauen in allen Angelegenheiten des Lebens und für alle betreffenden Kirchenfunctionen. Bon Renatus Wünster, Verfasser der Gebet- und Erbauungsbücher: Gott und seine Auserwählten, der Christ im Gemüth und Geiste zu Gott, der junge Christ im Gemüth und im Geiste zu Gott. Sechste Auflage. Prag, 1841. Druck und Papier von Gottlieb Haase Söhne. до св 4854 wypo Tägliche Gebete. atsds shilgË D Univ.- Bibl. Giessen mod h sod Morgengebet. ana salon bon ser Blovsd nd Von ganzer Seele preif' ich dich, Herr der du mich so väterlich Bis diesen Tag erhalten. Laß für und für Noch ber mir Dein göttlich Auge walten. lommetdol 115/ O, wie viele werden in Schlummer und Unthätigkeit diesen Morgen zubringen, und nichts von jenen erhabenen Rührungen empfinden, welche der Anblick der Morgensonne in einem gefühlvollen Herzen hervorbringt! Schlummert nur, ihr unempfindlichen Wesen! Ich will mich zum Preise meines Schöpfers ermuntern; ich will diese Augenblicke, in welchen die ganze Natur ihren Schöpfer verherrlicht, dazu gebrauchen, meine Andacht und mein Gebet mit ihrem Opfer morales and zu vermischen. Auf meinem Antlitz will ich hier liegen, und den Herrn anbeten, welcher der ganzen KO Welt und auch mir Leben und Gedeihen gibt. 2015 Wer sollte dich nicht erheben, allgütigster Out our Vater! Jeder Morgen sagt's dem Abend, wie 1* 4 herrlich du durch deine Liebe seyst. Dieser verdanke ich's, daß mich nicht eine lange Nacht von Schmerzen gepeiniget, und der Anblick des Mor= gens mich nicht erschreckt hat. Dieser verdanke ich es, daß ich mit verjüngten Kräften einen neuen Morgen des Lebens genießen kann. Sey gelobet, daß du mit diesem Tage noch meine Gnadenzeit gefristet hat. Aber vielleicht bin ich in dieser Welt zum legtenmal erwacht; vielleicht bete ich zum letztenmal zu dir. Vielleicht gehe ich zum letztenmal in die Gesellschaft meiner irdischen Brüder! Und wenn diese Vermuthung wirklich einträfe; wenn dieses mein letztes Morgengebet wäre: könnte ich wohl mit ruhigem Herzen der Stunde entges gensehen, die meine Lippen, welche jetzt zu dir beten, verschließen wird? Ach Gott! wenn ich in derjenigen Gemüthsverfassung sterben sollte, in welcher ich mich jetzt befinde, ich würde unfehlbar verloren seyn. Ach! darum flehe ich dich an, gib mir doch Gnade, durch Gebet und Wachsamkeit mich auf jenes Schicksal vorzubereiten, -welches mich ganz gewiß treffen wird. Vielleicht bete ich zum letztenmal!-Desto inbrünstiger, desto zuversichtlicher muß daher meine Andacht seyn. Vielleicht ist dieses der letzte Tag meines Lebens! Desto eifriger muß ich mich bemühen, ihn wohl anzuwenden, und alle Stunden, die mir zu diesem heilsamen Endzweck geschenkt sind, auszukaufen! Vielleicht befinde ich mich heut zum letztenmal in der Gesellschaft meiner sterblichen Brüder! Desto mehr muß meine Liebe wachsen, desto getreuer muß ich in der Ausübung der Pflichten seyn, die meine Bestimmung von mir fordert. Vielleicht ist dieses der letzte Tag, wo ich etwas von den Widerwärtigkeiten dieses Lebens zu erfahren habe! Desto geduldiger muß ich in Ertragung aller Beschwerlichkeiten, und standhafter bei allen Zufällen seyn!- Um diese Gnade flehe ich dich an, liebreichster gütigster Vater! Aber dann mag mich der Tod zu allen Zeiten und unter allen Umständen überfallen, ich werde ihn nicht fürchten, sondern mit Gelassenheit dir meine Seele übergeben. 5015 - 5 - L Gib mir Weisheit, Herr! und Kraft, Jede Stunde wohl zu nüßen, Und beim Schluß der Pilgerschaft Wollest du mich unterstützen, Daß ich freudig auf dich seh' Und getrost zum Tode geh'. — Messgebete. ,, Wir haben einen Altar, von welchem die Diener der Stiftseehütte zu essen keine Macht haben.“ bisllsing Vorbereitungsgebet. Jenes unschätzbare und blutige Opfer, wel ches einst Jesus auf Golgatha seinem himmlischen Vater für das gefallene Menschengeschlecht darbrachte, soll nun jetzt von seinem Stellvertreter, dem Priester, auf dem Altare unblutiger Weiſe wieder erneuert werden. Welche äußerliche und innerliche Ehrerbietung, welch ein zerknirschtes Gemüth, welche feurige Inbrunst der Andacht fordert diese geheimnißvolle Handlung nicht von uns! O wären wir Augenzeugen von dem blutigen Kreuzopfer gewesen! Hätten wir den lebendigen Sohn Gottes für uns an jenem schimpflichen Holze sterben, unter 17 so grausamen Martern und Qualen den Schuldbrief unserer Sünden, der wider uns war, mit seinem Blute auslöschen, sich selbe auf eine so furchtbare Weise beiligen gesehen; würten wir bei einer solchen Scene, wo die Sonne ihr Licht verhüllte, der Vorhang des Tempels zerriß, die Erde bebte, die Felsen splitterten, und die Gräber geöffnet wurden, ohne Schauder, ohne Reue und Schmerzen über unsere Sünden haben aushalten Sünden haben a ami können? Würden wir nicht wenigstens, wie jene medytac ungläubige Volksschaar und die heidnischen Soldaten, reumüthig an die Brust geschlagen haben?- Wie traurig ist es demnach, bei diesem heiligsten Opfer Leute zu sehen, die, gleich als ob ihnen daran gelegen wäre, zu zeigen, daß sie nichts davon halten und glauben, sich die ärgerlichsten Ausgelassenheiten der Sitten und Gebärden erlauben, die Gottes Gerechtigkeit eben da auf's neue reizen, wo ihr göttlicher Mittler sie zu beschäftigen trachtet; die das Blut des Gnadenbundes und ihrer Erlösung, da es wirklich fließt, und für sie um Barmherzigkeit rufet, fruchtlos machen und gleichsam mit Füßen treten. Ist das nicht ein Gräuel der Verwüstung in dem Allerheiligsten? 35lle sau so susi 8 ern sey es von mir, daß ich mich dieses schwan Undanks schuldig machen, und das Heiligste der Religion mißbrauchen sollte; daß ich lasterhafter und ruchloser werde! ja ne Ich will dieser geheimnisvollen und unblutigen Handlung mit Ehrfurcht beiwohnen, und sie zu meinem Seelenheil benüßen. Zum Anfange der Messe. Heiligster, vor dem selbst Engel unrein sind, ich wage es, mich deinem Throne zu nähern, und mit ihnen vor demselben niederzusinken und dich anzubeten." Schon steht dein Gesalbter und Stellvertreter, der Priester, an deinem Altare, um jenes Opfer unblutiger Weise zu erneuern, welches einst dein geliebter Sohn blutiger Weise dir auf dem Schandholze des Kreuzes für das gefallene Menschengeschlecht entrichtet hat. Ich schlage mit dem Priester reuevoll an meine Brust, und bekenne es laut, daß ich gesündiget habe, und nicht werth bin, dein Sohn genannt zu werden. - Zum Gloria. Ich höre das Lobsingen der ganzen Natur! Ich sehe die Freude aller Geschöpfe; aber ich 9 rkeit mich gedenke nicht dabei mit Rührung und Dank an dich, meinen Schöpfer. O wie beschä die ganze Natur! Kein einziges Geschi vom Seraph, der vor dem Throne des Höchsten steht, bis zum kleinsten Würmchen, das im Staube friecht, schweigt, jedes predigt und erhebt seinen Schöpfer. Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und das Firmament verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht thut's fund der andern. Wie könnte ich bei diesem allgemeinen Jubel schweigen! Nein! meine Seele, lobe Gott! denn es ist ja schön, unsern Gott loben, ja es ist lieblich! Ps. 146, 1. Besinge den Herrn, besinge seinen Ruhm, der so herrlich ist in seinen Werken! Ja, ich will dich erheben, du König! und deinen Namen loben immer und ewiglich. Du Herr bist groß und sehr löblich, und deine Größe ist unaussprechlich. Ich will deine große Güte preisen und deine Gerechtigkeit rühmen. Du verdeckest den Himmel mit Wolken, und gibst Regen auf Erden; du machst den Mond, das Jahr darnach zu theilen; du machst Finsterniß, daß es Nacht wird. Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie weislich geordnet, und die Erde ist voll deiner 10 Güte. Es wartet Alles auf dich, daß du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand aufthust, so werden sie mit Gut gesättiget. Herr, deine Ehre ist ewig. Du hast Wohlgefallen an deinen Werken. Ich will dem Herrn singen mein Lebelang, und meinen Gott loben, so lange ich bin. 806 GHU 2 mi Wenn ich mich hier in deiner Liebe Und in dem Lob des Himmels übe: o werd' ich den Dank Der Geligen einst verſtehen, sisse und mit der Engel Lobgesang, ledne monomop Dreieiniger! dich erhöhen. 12140 sdal ESI 3um Evangelium. od ned sprites HiDein Evangelium, göttlicher Religionsstifter! ist in der That eine frohe und beseligende Botschaft. Es ist Licht für meinen Verstand und Beruhigung für mein Herz. Göttlicher Weltbeglücker! wie groß war deine Liebe zu dem gefallenen Menschengeschlechte, daß du aus dem Schooße deines Vaters herabstiegst, um unser Lehrer zu werden! Ja, das Evangelium ist Gottes Wort; ich glaube es. Allein was hilft der Glaube obne Liebe, ohne gute Werke? er wäre todt, wie der Leib ohne Seele todt ist. Schenke mir Kraft, 11 mein Erlöser, das zu thun, was ich glaube. Ich will kein eitler Hörer, sondern ein eifriger Thäter deines Wortes seyn; denn nicht die, die da sprechen:» Herr! Herr!« werden in die Wohnungen der Seligen eingehen, sondern die den Willen deines Vaters thun. sie chord 3 u m Cred D. Glaubensbekenntniß..) tidę Ich glaube an Gott den Vater, den Schöpfer und Erhalter des Himmels und der Erde. Ich glaube an Jesum Christum, den eingebornen Sohn Gottes, der von Ewigkeit ist, Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott von dem wahren Gotte; geboren, nicht erschaffen; mit dem Vater von gleicher Wesenheit, von welchem Alles erschaffen ist. idromuns ! lounselie e Ich glaube an ihn, der wegen uns Menschen und um unsers Heiles willen vom Himmel herabs stieg, durch den heiligen Geist aus der Jungfrau Maria Mensch geworden ist; der für uns unter Pontio Pilato gelitten, am Kreuze gestorben, begraben worden, am dritten Tage, nach den Worten der Propheten, wieder von den Todten auferstanden, und in den Himmel aufgefahren, wo er zur Rechten des Vaters sißet, von wo er mit Herrlichkeit wiederkommen wird, zu richten die Lebendigen und die Todten; dessen Reich kein Ende nimmt. 12 Ich glaube an den heiligen Geist, der vom Vater und Sohne ausgehet, Herr und Beseliger ist; der mit dem Vater und Sohne zugleich angebetet und verherrlichet wird; der durch die Propheten sprach. Ich glaube eine heilige, allgemeine, apostolische Kirche. Ich bekenne eine Taufe zur Vergebung der Sünden; erwarte die Auferstehung der Todten, und das ewige Leben der bessern jenseitigen Welt. Amen. Esl Zur Opferung. Du, Allgenugsamer! bist über alle Opfer von Menschen erhaben. Du bist zu groß und wir zu klein, daß wir dir ein angemessenes Opfer darbringen könnten; doch erkenne ich in tiefster Erniedrigung und Anbetung die Größe jenes Opfers, welches du in der Mitte deiner Jünger am Vorabende deines Todestages als ein theueres Andenken deines Leidens und Sterbens eingesetzet hast; welches Opfer jetzt der Priester erneuern will, der zu diesem Ende dir jetzt Brod und Wein hisar, 13 opfert, welche er auf dem Altare, durch deine ihm ertheilte Macht, in dein Fleisch und Blut verwandeln wird. Laß dieses unsichtbare Opfer wiederholt die Versöhnung meiner Sünden seyn, mit denen ich dir deine gränzenlose Liebe gegen mich bisher vergolten habe. Laß es auch ein Opfer des Segens für mich und Andere, insbesondere für die Meinigen, auch für meine Feinde seyn. Ich empfehle dir die ganze katholische Kirche, ihr sichtbares Oberhaupt und alle Diener der Religion, den Landesfürsten und alle, die am Ruder des Staates sitzen. Erhalte und stärke sie in ihren schweren Pflichten. Schenke uns allen den lieben Frieden, den Segen der Eintracht und die beseligenden. Früchte deiner heiligen Religion. 180 s foane ronied boumle dag Jenden Zum Orate Fratres. sing nd Nimm, allgütiger Gott und heiligster Vater! dieses Opfer aus der Hand des Priesters zur Tilgung unserer Sünden und Erhörung unserer Bitten gnädig an. Laß es dir wohlgefällig und uns heilsam und nützlich seyn. Amen. bi su moglej med chi a hosted 14 ( 6) Zur Präfazion. bigo olisit dia Dich preisen Seraphinen, O ew'ger Gottessohn! Mit Freuden dir zu dienen, Steh'n sie vor deinem Thron. Wer sollte dein sich schämen? Werth bist du Preis und Ruhm, nehmen ausga ad uns, als dein Eigenthum. 2 odad ustlog dne dan bim süt sed Alle Sprachen sind zu arm, deine Liebe, göttlicher Erlöser! auszudrücken; alle Weisheit ist unzureichend, die Wunder deiner Barmherzigkeit zu verstehen. Die Lobgesänge der Ewigkeit erschöpfen noch nicht jene erstaunende Liebe, die du der Welt erwiesen hast. O, so höre denn bei dem unvollkommenen Dank, den dir Himmel und Erde bringt, höre denn auf das stammelnde Lob eines deiner Erlösten! Du, der du unter den Lobgesängen der Engel wohnest, merke auf die Stimme eines Menschen, den du durch dein Verdienst zum Glück der Engel erhoben hast. Ich will dich preisen, und deinem Namen lobsingen, du Heiland aller Menschen! So oft ich an mein Elend zurückdenke, aus welchem du mich gerissen hast; so oft ich den seligen Zustand betrachte, in welchen ich durch deine Liebe ledunar90 3.3 gajal 1900 15 versetzt worden bin; so oft ich an die Ewigkeit denke, will ich dir Preis, Dank und Anbetung bringen, und mit den Chören der Engel ausrufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott Sabaoth! Himmel und Erde sind seiner Herrlichkeit voll. i da Bei der Aufhebung der Hostie. , 196 lolmad won Wenn gleich mein Auge bei dem Anblick 25 Page 995 1991 der Hostie, die der Priester zeigt, nur Brod 1999 der Glaube, daß erblickt: so sagt es mir doch Apeland memed muli du, o Gottmensch! unter der Brodgestalt wahrhaft zugegen bist. Darum bete ich dich an, et au bu podlin o Jesu! und rufe aus der Tiefe meines Herzens: sey mir gnädig, sey mir barmherzig; verzeihe ban vallo mir meine Sünden. Bei der Aufhebung des Kelchs. Perdang Ich glaube, daß in diesem Kelche kein Wein mehr, sondern dein heiligstes Blut, mein Erlöser, gegenwärtig sey, welches du einst, als Versöhnopfer für die Sünden der Welt, liebevoll vergossen hast. Darum bete ich es mit Ehrfurcht an, und bitte dich, du wollest mit 16 demselben meine Sünden aus dem Schuldbuche deines himmlischen Vaters wegstreichen. Amén. Nach der Wandlung. gniad 10 Wohlgefällig waren dir, Herr Himmels und der Erde! die Opfer Abels und Abrahams; aber noch wohlgefälliger war und ist dir gewiß das Opfer unsers Erlösers, deines geliebten Sohnes, an dem du Wohlgefallen hast. Was dürfen wir nicht von demselben, der unser Mittler bei dir ist, für unser Seelenwohl erwarten! Höre demnach, Allerbarmer! unser Flehen, und schenke uns durch Jesum deinen Sohn das, was zu unserm Frieden dient. Auch für jene unserer Brüder, die schon in die andere Welt hinübergegangen sind, und editing dort vielleicht noch in der Reinigungsflamme zu leiden haben, flehe ich dich um Erbarmung an. Laß das theuere Opfer, welches ich dir mit dem Priester darbringe, ihnen nützlich werden, und zeige ihnen dein väterliches Angesicht, und laß sie in Anschauung dessen selig seyn. Auch uns, die wir auf deine unendliche Erbarmung vertrauen, schenke Nachlaß unserer Schuld, und geselle uns einst Alle deinen Auserwählten im Himmel bei. 17 Zum Pater noster. Allerhöchster Vater, der du in dem Himmel thronest! mache, daß wir, deine Kinder, dich immer besser erkennen, dir, dem einigen Gott, aufrichtig und allein dienen, und in Heiligkeit vor dir wandeln. Laß die christliche Religion, dieses geistliche Reich, welches dein Sohn gestiftet hat, allgemeiner und thätiger unter den Ungläubigen verkündiget werden, damit der Unwissende in der Wahrheit unterrichtet, der verblendete Verächter zur Hochachtung Jesu zurückgebracht, und unter den äußerlichen Gliedern seines Reichs immer weniger Irrthum und mehr thätiges Christenthum angetroffen werde.- Laß uns und allen Menschen deine Befehle so heilig und theuer seyn, als sie es deinen edlern Geschöpfen im Himmel sind, die deinen Willen beständig und freudig vollbringen. Gib einem Jeglichen heute, was er zu seinem - - Unterhalte bedarf.- Schenke uns, die wir täglich viel sündigen, Schuld und Strafe, und versichere uns unserer Begnadigung, wenn wir deinem Beispiele folgen, und auch unsere Beleidiger standhaft und thätig lieben. Bewahre uns vor der Gefahr zu sündigen, oder wenn wir darein gerathen, so stärke uns, 2 18 daß wir doch der Tugend treu bleiben. Befreie uns von den Fesseln der Sünde, und von allen ihren traurigen Folgen durch einen seligen Tod. Amen. 3 um Agnus Dei. 01 -- Schuldloses Lamm Gottes! Du nahmst freiwillig die Sündenlast der gefallenen Menschheit auf dich; gingst wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, ohne seinen Mund zu öffnen, der Schädelstätte zu, und hast da voll Seelengröße auf eine so schimpfliche als schmerzliche Art dein unschätzbares Leben als Versöhnopfer für unsere Sünden hingegeben. Verleihe uns doch die Gnade, daß wir dich nie durch Sünden von Neuem kreuzigen, sondern dir vielmehr deine gränzenlose Liebe gegen uns mit unserer schwachen Gegenliebe erwiedern, damit du für uns nicht vergebens geblutet haben mögest. Zur Kommunion. Beneidenswerthes Glück! Der Priester am Altare genießt nun jenes göttliche Liebesmahl, welches du, mein Erlöser, am Abende vor deinem 19 Todestage gestiftet hast. Freilich ist dieser göttliche Tisch auch für mich bereitet; aber ich wäre heute ein unwürdiger Gast, der bei diesem großen Gastmahl ohne Feierkleid erscheinen würde. Mein Herz ist allzuwenig auf den Empfang dieser Engelspeise vorbereitet. Daber bitte ich dich, du wollest mich von meinen mannigfaltigen Vergehungen reinigen, und mir die Kraft verleihen, fünftighin unsträflich zu wandeln, und mein Herz mit dir gefälligen Tugenden auszuschmücken, damit' ich bald würdig werde, dich zu empfangen, wie dich jetzt der Priester empfängt. gilid dan nellgoginis dapateid is od gl ni delo smeget som Ai se Nach der Kommunion. Sallo Hampal HO Ag 91950 semiom Mit gerührtem Herzen danke ich dir, Allgütiger! dafür, daß du mir Zeit und Gelegenheit geschenkt hast, dem unblutigen Opfer der heiligen Messe beizuwohnen. Wie viele meiner Brüder sind dieser Gnade beraubt! schmachten auf dem Krankenlager! und sehnen sich vergebens nach deinem Heiligthume, wo dieses göttliche Liebesmahl ausgespendet wird. Vielen fehlt das Licht des Glaubens, und kennen dich, ihren Heiland und Erlöser, nicht. Viele- die Unglück ( 20 lichsten aus Allen wissen das Glück nicht zu schäßen, der heiligen Messe würdig beizuwohnen. Erbarmender Vater! auch diese will ich deiner Gnade empfohlen haben. Göttlicher Wundarzt, heile die Kranken; bekehre die Irrgläubigen, und führe die Leichtsinnigen zu dir zurück, damit sie alle, als treue Diener deiner Gemeinde, sich hier mit uns zu deiner Verehrung vereinigen, und, mit deinem Segen bereichert, aus unserer Versammlung nach Hause kehren. 1 Zum Beschluß der Messe. 2002 Bei dieser geheimnisvollen und heiligen Handlung der Messe ist so mancher fromme Vorsatz in meiner Seele geweckt worden. O du Urquell alles Guten! der du mir das Wollen gegeben hast, gib mir auch das Vollbringen. Laß mich bei meinen heutigen Tagesgeschäften dich nie aus den Augen verlieren, und mit steter Hinsicht auf dich, mein heutiges Thun und Lassen so einrichten, daß ich am Abende mit Beifall meines Herzens auf den verlebten Tag zurücksehen möge. Amen. 2 Gebet vor einer Arbeit. Dein Wille, allgemeiner Hausvater im Himmel! geht dahin, daß wir nicht nur beten, sondern auch arbeiten sollen. Und das will ich auch. Ich will aber nicht nur für die Erde, sondern auch für den Himmel arbeiten. Ich will nicht bloß darum arbeiten, um einen irdischen Lohn zu verdienen, und mir ein besseres Auskommen und bequemeres Leben zu verschaffen; sondern ich will arbeiten, weil du es willst, und wie du es willst. Bei diesen redlichen Gesinnungen wirst du, an dessen Segen Alles gelegen ist, zu meinen Arbeiten das Gedeihen geben, und ich erwarte es dann von deiner Vatergüte, daß du mich einst am Feierabende meines Lebens in die Wohnungen der Seligen aufnehBOG men wirst, wo wir von aller Arbeit ruhen werden. Amen. Nach einer wohlgelungenen Arbeit. Wie freue ich mich, daß meine Arbeit so wohl gelungen ist! Wem anders bin ich aber diese Freude schuldig', als dir, mein Gott! dem ich alles, was ich habe und bin, zu verdanken habe. Was würde mir die Anstrengung aller meiner Kräfte, all mein Fleiß bei meiner Arbeit genützt haben, wenn du nicht das Gedeihen 1030 QHD 117901 dazu gegeben hättest? Empfange demnach für HOMSO diese wohl gelungene Arbeit meinen herzlichen Come on a Dank. Sie soll mir Aufforderung seyn, auch in End bi s 22 Zukunft jede Arbeit in deinem Namen anzuQ191910990 ng ma 03 fangen und zu vollenden. 250 Die 6s ad list 30se casinsuped dun nommolande bi song) scheinenden Nach einer es ropa fruchtlos Arbeit. THE SE ng pagalog Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet, und nichts gefangen; auf dein Wort aber will ich das Ney auswerfen." Some soradorsist me in Ao Gott! der du die Schicksale der Menschen no mapniides Cybe mit weiser Hand lenfest und regierest, von dir Jeigh ran fommt alles Gute berab, auch der glückliche Erfolg unserer Bemühungen und Unternehmungen. Darum will und darf ich nicht wider dich murren, obschon meine Arbeit, die ich unternahm, fruchtlos zu seyn scheint. Nach der strengsten Prüfung sagt mir mein Herz, daß ich bei meinen Unternehmungen wirklich gute Endzwecke hatte, und die rechten Mittel dazu anwandte, darum 23 will ich mich auch nicht mit Vorwürfen oder andern Sorgen quälen. Der Gedanke: Ich babe Alles gethan, was mir nach meinen Kräften möglich war, um jene heilsamen Absichten auszuführen, und meine guten Endzwecke zu erreichen; aber es ist nicht geschehen; die Umstände sind mir nicht günstig gewesen. Vielleicht daß dadurch gerade ein höheres Gut bätte verhindert werden können, und wer weiß, warum die Vorsehung es so und nicht nach meinem Wunsche gelenkt hat. Der Gedanke: Gott ist so mit meinem Willen und mit den angewandten Kräften und Bemühungen zufrieden, sollte der mich nicht beruhigen? Jad Ai - រូប Von dir, weiser Regierer unserer Schicksale! hängt ja Alles ab, auch der glückliche Erfolg unserer Unternehmungen. Du weiser Schöpfer! mußt es wohl besser als ich verstehen, was mir uüßlich oder schädlich ist. Und meine Bemühungen sind ja nicht verloren. Habe ich mich während dieser Bemühungen nicht in dem erhabenen Berufe geübt, für mich und anderer Menschen Wohlstand zu arbeiten? Und wenn ich auch nicht die Vortheile von meinen Bemüz hungen sehe, so sind sie doch für meine Neben 24 Menschen nicht verloren. Wer mag alles das Gute berechnen, das von den Bemühungen unserer Vorfahren uns zu Theil geworden ist? Waren ihre Entwürfe und Unternehmungen, die sie mit Eifer für das Gute ausführten, deshalb verloren, weil sie selbst die schönsten Früchte desselben nicht ernten konnten? Wäre dies, so dürften wir nichts Gutes und Wichtiges anfangen, weil wir nicht wissen, ob wir es zu Stande bringen können. Wenn wir auch gleich von usern guten Bemühungen die Früchte nicht selbst sehen, so genießen sie doch unsere Mitmen= < schen, und du, gemeinschaftlicher Vater! willst ja, daß wir für das Beste der Gesellschaft arbeiten, in der wir leben. Und du, gerechter Belohner! wirst uns ja gewiß die Früchte unserer guten Bemühungen noch in einer bessern Welt einernten lassen. Hier ist alles Vorbereitung und Anfang, dort Fortsetzung, Vollendung und Vollkommenbeit. Was wir hier säen, das werden wir auch dort ernten. Und wenn nun jenes Leben so genau mit dem gegenwärtigen zusammenhängt, wie kann ich wohl irgend eine Handlung für verloren halten, oder durch Vereitlung meiner 25 Entwürfe für die Zukunft ängstlich und unzufrieden werden? Nein! nichts soll mich im Eifer zum Guten falt und wankend machen. So wie dein Jünger Petrus, obschon er die ganze Nacht vergebens gefischt hatte, doch wieder an seine Berufsarbeit ging, und sein Netz zum Fischfang in deinem Namen auswarf, so will auch ich mich durch meine fruchtlos scheinende Arbeit nicht abschrecken lassen. Sehe ich gleich den Erfolg von ihr nicht gleich, so thue ich doch den Willen meines himmlischen Vaters, befördere meine Vollkommenheit, und werde mich gewiß einmal meiner guten Bemü-* hungen in der Ewigkeit freuen.sd bilbiss de godine50 stupidise dus susjed tisa Sisig af Thoge s lato 3 sa sun medalje Tischgebete. is du Vor dem Essen. Jonas male menind a groch my Salt Milder Geber im Himmel! der du an der großen Tafel in der Natur täglich so viele Millionen Geschöpfe ernährest, segne meine Speise und Trank, die ich von deiner milden Hand zu mir nehmen will. Wie gnädig handelst du gegen mich, da du mir einen guten und reichlich besetzten Tisch schenkest, während so viele weit bessere und verdientere Menschen als ich, ihr trockenes Brod mit Thränen des Kummers erweichen. Dank, innigen Dank für deinen unverdienten Segen! Ich will dabei die Mäßigkeit beobachten, und es nie vergessen, daß wir effen, um zu leben, aber nicht leben, um nur zu essen. Univ.- Bibl. Giessen 27 Nach dem Essen. Wie sehr müßte es dich fränken, milder Vater! wenn ich wie ein ungezogenes Kind ohne Dank den Tisch verlassen möchte! Da wäre ich ja einer ferneren Ernährung nicht werth. Nein! so undankbar darf und will ich nicht seyn. Ich danke dir für Speise und Trank, wodurch du mich erquicket und gesättiget hast. Dieſe Wohlthat soll mir Antrieb seyn, daß ich, aufs Neue gestärkt, in deinem Dienste und meinen Berufspflichten eifrig fortschreite. Auch will ich's nie vergessen, daß ich das von deiner milden Hand erhaltene Brod mit meinen ärmeren Brüdern zu theilen habe, und dir, milder Geber! bei jeder Gelegenheit nach Christenpflicht in Unterstüßung derselben nachahme. 3*, nadzimy 28 Abendgebet. ,, Es ist ein Glück, den Schovah zu loben, und dir zu Ehren, o Höchster! zu singen; des Morgens deine Güte, des Nachts deine Treue verkünden." - So ist nun wieder einer meiner Lebenstage auf ewig dahin geflossen! Auf ewig? Nein! ich werde alle meine Tage wiedersehen, und mich sehen, wie ich an jedem Tage gedacht und gehandelt habe; jeder legt mein Tagregister in das Archiv des Unendlichen nieder; jeder muß für oder wider mich zeugen. Es kann mir demnach nicht gleichgültig seyn, wie ich meine Lebenstage zugebracht habe. Ohne alle meine verlesten Tage will ich nur den heutigen prüfen.- Was dachte ich heute?- Ich weiß es nicht mehr; kein Mensch, kein Engel weiß es genau; aber du, Allwissender! verstehst meine Gedanken von ferne; jede unreife Geburt derselben liegt schon vor deinem allsehenden Auge Meine Gedanken von einem Tage würden einen Folianten betragen! Wie viele Seiten desselben aber würden mich nicht schamroth machen?- Schamroth? das wäre immer da. 29 wenig; die Sünde macht bald schamlos; aber unglücklich! von Gott verworfen! wenn das aus meinem heutigen Folianten fließt: o Herr Jesu! so zerreiß diese grausame Handschrift, die wider mich ist, und lehre mich künftig besser, das ist, dir ähnlicher denken. - niss Zehntausend Worte habe ich heute etwa gesprochen.- Wem zum Besten? wem zur Ehre? Wer ward dadurch erbaut oder geärgert? belehrt oder verführt? Ach! wenn doch nur tausend davon Gebet und Danksagung gewesen wären! id mi bas 09190 1910 stan Was hab' ich heute gethan?- Ich habe etwa nicht gemordet, nicht geraubt, die Ehe nicht gebrochen, oder andere große und in die Augen springende Laster und Verbrechen begangen. Aber that ich gar nichts, was mir, wenn ich diese Nacht sterben müßte, schwer auf meinem sterbenden Herzen liegen würde? Habe ich gar nichts gethan, wodurch ich die Liebe gegen Gott, den Nächsten und mich selbst verletzt habe? Uebte ich wirklich eine Tugend aus, o wie steif, wie unvollendet, wie lohnsüchtig war sie? Ich habe wissentlich und unwissentlich beute so viel Gutes empfangen, und so viel Unnüßes - 30 gedacht, geredet und gethan, daß ich mich jetzt vor dir verstecken müßte, wie Adam und Jonas; aber ich will lieber treuherzig zu dir treten, und mehr hoffen, als fürchten, denn ich habe meinen Erlöser zur Rechten. Herr Jesu! erbarme dich meiner. Ziehe mich von meinen Irrthümern und Schleichwegen ab! Erleuchte durch dein Wort meinen Verstand, auf daß ich den Himmel der Erde vorziehen möge. Bessere mein Herz, damit ich meine zweideutigen Handlungen nicht Tugend nenne. Noch kann ich weiser und frömmer werden; es soll noch in dieser Minute geschehen, denn nach einer kurzen Frist könnte. ich schon entschlafen seyn. Vertilge, vertilge denn alle meine Sünden auf ewig; ich will hinfort dir eifriger dienen. Deine Liebe bis zum Tode am Kreuze erwecke in mir dankbare Gegenliebe. Herr Jesu! ich lasse dich nicht, du segnest denn den müden Pilger, der nun bald entschlafen wird.- dis) thic- de per ettondal sim 150 lloan #omplars 20 Besondere Gebete. gedsted: 379darde Zur Beicht. ,, Wenn wir sagen, daß wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er getreu und gütig, unsere Sünden zu vergeben, und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündiget haben, so machen wir ihn zum Lügner, und seine Lehre ist nicht in uns." Moto fimisdae si6 Vorbereitungsgebet. Miraldise nism ied im bi Wie traurig würde es um uns sündhafte Menschen stehen, wenn uns unser mit Sünden be flecktes Herz die Strafgerechtigkeit Gottes fürchten ließe, und wir dabei kein Mittel wüßten, wie wir derselben entgehen könnten! Dafür hast du, göttlicher Sünderfreund! liebevoll gesorget. Du haft für Sünder das Bußgericht auf Erden niedergesetzt, und deinem Stellvertreter, dem Priester, die Macht zu lösen und zu binden ertheilet. Soll er aber diese Macht zweckmäßig ausüben können: so muß er den Seelenzustand des Sünders genau kennen, damit er weiß, was er lösen oder binden soll. Wie wird er aber zu dieser Erkenntniß gelangen, wenn sich ihm der Sünder nicht entdeckt? Und wie will sich dieser entdecken, wenn er selbst seinen Seelenzustand nicht kennt? Darum muß der Sünder vor Allem seinen Seelenzustand recht kennen lernen. Zu diesem Ende muß er eine unpartheiische Selbstprüfung vornehmen; er muß sein Gewissen genau erforschen. Das will ich nun eben thun. ist Urquelle des Lichtes, vor dem Alles offen liegt, der du die geheimsten Schlupfwinkel meines Herzens durchblickst, erleuchte und regiere mich, damit ich mich bei meiner Selbstprüfung von meiner Eigenliebe nicht blenden lasse, sondern mich ganz erkenne, und mir unpartheiisch die Fragen beantworte, die ich mir selbst vorlegen will.i L NGA 34 TAG anol ugdspins medlejand Gewissenserforschung.hie in Wie habe ich seit meiner letzten Beicht ges lebt? Wie habe ich meine Tage zugebracht?- Hab' ich sie nicht blos der Welt und der Sünde geweiht, und dem Himmel entzogen? Hab' ich die guten Vorsätze wirklich ausgeführt, die ich bei meiner letzten Beicht gemacht habe? - 35 Ist seit dem bei mir des Guten wirklich mehr und des Bösen weniger geworden? Hat mein Herz immer für Gott geschlagen? Habe ich ihm nichts vorgezogen? War ich mit seinen Fügungen immer zufrieden? Habe ich seine Vaterhand auch dann willig geküßt, wenn sie mich schlug? sosida tisa nanism dis? Wie habe ich mich gegen meinen Nächsten betragen? Liebte ich ihn, wie es Gott haben will, wirklich so wie mich selbst?- Habe ich seine Rechte nie gekränkt? Habe ich ihm an seiner Ehre oder an seinem Vermögen keinen Schaden zugefügt? Habe ich keinem durch Härte und Kränkungen Thränen und Seufzer erprest? Habe ich keinen zur Sünde verz führt, und nicht etwa den Keim zum Bösen in unschuldige Herzen gelegt? Habe ich nach dem Befehle unseres Erlösers Werke der Liebe gegen meine Mitmenschen ausgeübt? Und war die Absicht dabei immer rein und lauter? 1 - Wie habe ich die Pflichten als Staats= bürger erfüllt? War ich gehorsam und getreu meinem Landesfürsten, der von Gott einges feßt ist? Habe ich nie seine Regierung getadelt und meinen Mitbürgern Abneigung gegen 36 ihn eingeflößt?- Wie erfüllte ich die Pflichten meines Standes und Berufs?- Wie habe ich die Pflichten gegen mich selbst erfüllt?- Habe ich mir nicht selbst an meiner Ehre und Gesundheit geschadet?- Habe ich nie über die Sorge für meinen hinfälligen Leib, meinen weit edleren Theil, die unsterbliche Seele vernachlässiget? War das immer eine meiner größten Sorgen, meinen Verstand und Herz zu bilden? Reue. Meine Selbstprüfung ist zu meiner tiefsten Beschämung ausgefallen! Barmherziger Vater, meine Sünden liegen zentnerschwer auf meinem Herzen. Auf der einen Seite erblicke ich Berge von Wohlthaten, die du mir erzeiget hast, und auf der andern ein unabsehbares Heer von Sünden, die ich deinen Wohlthaten entgegengesetzt habe! Wie zerreißt dieser schändliche Undank mein pflichtvergessenes Herz! Welch ein Verworfener bin ich bisher gewesen! Du bietest mir den Himmel an, und forderst dafür nichts von mir, als dich über Alles, und meinen Nächsten wie mich selbst zu lieben; dies macht dein zartes Geseß, 37 deine ganze Forderung aus. Und wie habe ich Undankbarer diese deine Vorschrift befolgt? Keinen Tag, feine Stunde kann ich vielleicht zählen, wo ich mich nicht dawider versündiget hätte. Welch ein Thor bin ich gewesen! Der Sünde, die der Leute Verderben ist, habe ich gedient, und meinen Gott, den Urquell alles Guten, das liebenswürdigste aller Wesen habe ich zurückgesetzt, und ihm mein Herz entzogen! O wer gibt meinen Augen Thränen genug, daß ich diese meine Untreue beweinen kann! Doch verzweifeln soll und will ich nicht. Wer sich im Ernste bessern will, ist dir, mein Heiland, wohlgefällig; ich will mich nun im Ernste bessern. Höre meinen ernstlichen Borsaß. Beleidigter Vater! sich hier deinen verlornen, aber nun mit Scham und Reue zurückkehrenden Sohn! Ich habe es nun erfahren, wie schändlich die Sünde ihre Sklaven betrügt, welche Herzenleiden es bringt, wenn man seinen Herrn und Gott verläßt! Ich bin es freilich nicht mehr werth, daß du mich Sohn nennest; aber du bist doch noch mein Vater, wenn ich gleich aufgehört habe, dein Kind zu feyn! Ein reuevolles, Besserung 38 gelobendes Kind wirst du nicht verstoßen. Und allwissender Herzensforscher! vor dem sich nicht heucheln läßt, du weißt es, daß ich mich ernstlich bessern will. Heute noch gebe ich selbst meinen Lieblingssünden den Abschied. Mein Fall soll mich behutsamer gehen lehren. Ich, meiner Schwäche bewußt, will sorgfältig jede Gelegenheit vermeiden, wo ich leicht wieder fallen könnte. Den Schaden, den ich hie und da durch meine Sünden verursacht habe, will ich sobald und soviel als möglich wieder gut machen, und das unterlassene Gute nach Möglichkeit nachholen. Unterstüße nur, Allmächtiger, bei diesem Vorsatze meine Schwäche mit deiner Gnade, die auch in den Schwachen stark ist. Nach der Beicht. Meine Brust athmet freier, seitdem ich meine Sündenlust bei den Füßen des Priesters niedergelegt, und von ihm die Lossprechung von meinen Sünden erhalten habe. Oberster Priester nach der Ordnung Melchisedek, Herr Jesu! bestätige auch dort im Himmel das Lossprechungsurtheil, welches dein Stellvertreter auf Erden über mich gefället hat. Ich glaube nicht, als ob ich durch 39 Ablegung meiner Beichte schon Alles gethan, was ein Büßer zu thun gehalten ist. Nein! meine Hauptpflicht bleibt und soll diese seyn: daß ich hingehe, und nicht mehr sündige, damit mir nicht was Aergeres widerfahre.ill OHIS - Vor der Communion. ,, Wer immer dieses Brod essen, oder den Kelch des Herrn unwürdig trinken wird, der wird des Leibes und des Blutes des Herrn schuldig seyn. Der Mensch aber prüfe sich selbst, und dann esse er vom Brode und trinke von dem Kelch. Denn wer unwürdig ist und trinkt, der ist und trinkt sich birdas Gericht hinein, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet." em fogt om ind take es So zurückschreckend auch diese Worte deines Apostels für einen schwachen und sündhaften Menschen, wie ich bin, sind: so will ich es doch wagen, mich diesem göttlichen Zische zu nahen. Denn jene liebreichen Einladungsworte: Nehmet und esset, die du, mein Erlöser! bei der Einsegung des heiligen Abendmahls sprachst, galten ja auch mir. Auch ich hatte an der durch deinen Tod den Menschen gewordenen Sündenerlösung Antheil; auch ich wurde in dieser feierlichen Stunde in die Zahl deiner innigsten Freunde aufgenommen. Ein Seelenfranfer, wie ich bin, 40 bedarf ja am meisten dieser stärkenden Himmelsſpeiſe. So will ich mich nun demuthsvoll dem Tische des Herrn nahen, und in dieser geheimnisvollen und heiligsten Handlung Kraft zur Ausführung aller meiner guten Vorsätze suchen. Nach der Communion. Wie soll ich dem Herrn das vergelten, was er an mir gethan hat? Der Vater des verlornen und nun wiedergefundenen Sohnes schlachtete ihm zu Liebe ein gemästetes Kalb, und mich speist mein beleidigter Erlöser bei meiner Rückfehr zu ihm mit seinem eigenen Fleische, welches er für das Wohl der Welt hinopferte. O mein Erlöser! welche zärtliche Liebe trägst du gegen deine Erlösten, die dich dein Blut gekostet haben! Du hast mir in dem heiligen Abendmahle eine himmlische Nahrung zubereitet, um mich gegen die Feinde meines Heils zu stärken. Dieß soll mir Muth zum Kampfe gegen dieselben einflößen. Wenn ich jetzt den größten Gefahren ausgesetzt seyn sollte; wenn ich gleich in dem finstern Thale des Todes wandelte, so würde ich mich doch nicht fürchten, weil du, mein Gott! bei mir bist. 41 Verbleibe in mir, o Herr, damit ich auch in dir verbleibe. Verleihe mir die Gnade, daß ich durch diese himmlische Seelennahrung gestärkt, auf dem Wege eines wahren Christen, den du mir durch deine heilige Religion so deutlich vorgezeichnet hast, standhaft fortschreite bis zu deiner heiligen Wohnung, bis zum himmlischen Sion. Amen. Gebet an den Allgegenwärtigen. Ist Gott nah? ist er nicht fern? Weiß er nicht alle Wege? Wo ist die Macht, da sich dem Herrn Ein Mensch verbergen möge? Die Finsterniß ist vor ihm Licht; Gedanken selbst entflieh'n ihm nicht In ihrer ersten Bildung. ter godso Kein Geschöpf ist jemals allein, sondern lebet und webet in dir, o Gott! Du, Allgütiger! bist gegenwärtig sowohl bei dem Bluturtheil, das auf dem Throne unterschrieben wird, als bei dem Gefangenen, welcher dieß Todesurtheil empfängt, und zitternd mit Ketten raselt. Keine Kreatur, kein Haar, kein Gedanke kann deinem allsehenden 4 42 Auge entgehen; und bettete ich mir in die Hölle, siehe! so bist du auch da. 390 Jede Frevelthat, jeder unheilige Gedanke, jede mögliche Vorstellung, welche ich gehabt haben würde, je nachdem ich diese oder jene Reizung gehabt hätte, das alles ist vor deinen Augen, Allwissender! so deutlich entwickelt, daß du dir dessen in Ewigkeit bewußt seyn wirst. Erinnere dich, vergeßliches Herz, jener schlechten Handlung, welche du sorgfältig vor Menschen verbargst, und über welche du erblassen oder erröthen würdest, wenn sie deine besten Freunde wüßten. Diese That wird vielleicht bald auf der Erde vergessen seyn; aber im Himmel liegt sie aufgedeckt da. Mit einem oder zwei Menschen können meine angelegentlichsten Heimlichkeiten aussterben; aber der Verstorbene muß ja mit Gott davon reden. Hier erreiche ich meinen Zweck, und rette mein Geheimniß; aber dort wird es feierlich bekannt gemacht!- Weg mit allen Geheimnissen, über welche ich mich nicht mit Gott unterhalten darf. den So fürchterlich deine Allgegenwart, o Gott! dem Frevler ist: so trostvoll und erfreulich ist sie deinen wahren Verehrern. Die Ueberzeugung: 43 Gott ist bei mir, seßt mich über alle Drohungen des Unglücks, über alle Niederträchtigkeit und sündliche Menschenfurcht hinweg. Du, unendliches Wesen, das du die Jubel der Erzengel als ein Opfer annimmst, hörst auch meine Seufzer und die Verläumdungen und Rathschläge meiner Widersacher. odstodivenle Allgegenwärtiger, allenthalben sichtbarer Gott! und in Ewigkeit mein Herr! Wie dürfte ich dir mein Inneres verhehlen. Mein letzter Gedanke in dieser Welt, und also mein erster in jener, ist schon jetzt vor dir entfaltet. Vergessen kannst du nicht, aber vergeben, so daß meiner Uebertre= tungen nimmermehr gedacht wird. Ich aber vergesse leichter, als ich vergebe, oder Vergebung bei dir suche! Du durchforschest die geheimsten Falten meines Herzens.- Ich werfe mich in deine Arme, mein Erlöser, und so kann ich ruhig leben und sterben; denn du, versöhnter Vater! bist ja jetzt und ewig bei mir. duh oldi opinie and todd sbon stude gove do dest itse 2 voda is stbas 18 44 Gebet an den Allgenugsamen..d Nach dir, o Gott! schauen aller Weſen Blicke, Daß deine Haud sie väterlich erquicke; Du gibst auch jedem seine Speise, Daß er dich preise. Unermüdeter Geber! wenn ich mich am Abende gesättiget niederlege, stehen in Amerika Millionen deiner Kostgänger, großer Hausvater! auf, und verlangen in verschiedenen Sprachen, daß ihre leeren Hände gefüllt werden. Aber auch um meine Wohnung herum hast du, Allge= nugsamer! noch viele Tischgänger, welche in Wäldern, Flüssen, Wiesen, unter und ober der Erde ihre Sättigung fordern. Alle Geschöpfe haben ihre Bedürfnisse, und für alle ist Gott genug. Die Tischgäste aber, welche nur den Körper zu erhalten suchen, verlangen und bekommen noch am wenigsten. Junge Raben werden gefüttert, gierige Adler finden ihren Heerd, Körner, Fleisch, Kräuter, Gras, Knochen, Erde, Haare, und tausend andere Speisen stehen hin und wieder auf getischt; groß bist du, himmlischer Geber! hiebei. Jeder Kreatur gibst du ihre Leibgerichte, und zwar zu rechter Zeit. 45 39 Jedoch die Nahrung, welche Engel und selige Geister von dir verlangen, reißt mich zum Erstaunen, zur tiefsten Anbetung hin. Schon eine wißbegierige menschliche Seele ist unersättlich und muß sich auf Erden mit sparsamer Kost behelfen; denke ich mir nun jene weit erhabeneren Geister, welche in einem Augenblick so viel sehen, begreifen, und mit ihren Vorstellungen gleichsam verzehren, als hinlänglich wäre, den Gelehrtesten unter uns jahrelang zu beschäftigen, und seine Wißbegierde zu sättigen: so schwindle ich, Unbegreiflicher! bei deiner Größe.- Unermeßlicher, unerreichbarer Gott! immer derselbe, aber immer neu in deinen Werken: Einst trete auch ich mit lechzender Seele zu deinem Throne, und du tränfest sie mit Strömen von Erkenntniß und Freuden. Jeßt aber bin ich noch ein Kind, mag lieber spielen als lernen, und theile größtentheils meine Zeit unter Leibesnahrung und Schlaf. Hier genieße ich nur Brosamen, einst aber- o wie groß wird meine Seele seyn, wenn ihr Grab und Diamanten eine gleichgültige Kleinigkeit sind; und wenn sie Millionen Welten zu deinen Füßen studirt, du Allgenugsamer! 46 Gebet an den allgemeinen Vater der Menschen. spile) Du bist mein Vater, ich dein Kind, data suis Was ich bei mir nicht hab', noch find', Hast du in voller G'nüge. So hilf nun, daß ich meinen Stand Wohl halt', und herrlich siege. and Schöpfer aller Kreaturen! Jedes dieser Geschöpfe, vom Erzengel bis zum kleinsten Würmchen, hat seine besonderen Verhältnisse gegen dich. Diese kann und brauche ich so genau nicht zu wissen. Ich aber als Mensch habe von deinem geliebten Sohne die Erlaubniß, dich als Vater zu betrachten. Führte ich meine ganze Religion auf diesen Begriff zurück, wie viele Zweifel, Bedenklichkeiten und Sünden würden nicht wegfallen, oder sehr vermindert werden! Die Verbindung zwischen Vater und Kind ist so bez kannt, daß du dich, o Gott! keines leichtern und schicklichern Bildes bedienen könntest, um uns unsere Pflichten kurz und gut vorzustellen. Wird Gott gern bereute Sünden vergeben und für mich sorgen? Bedarf er meines Gebets, und ist es gut, daß ich bete? Ist es gleichgültig, wie ich lebe? Warum sind muthwillige Sünder - 47 so strafbar? Warum will er nicht sklavische Furcht, sondern kindliche Liebe und Dankbarkeit von mir? Bin ich je zu treuberzig gegen Gott! Warum gab er mir sein geoffenbartes Wort und einen Erlöser?- Denke ich mir dich, o Gott! nur als Herr und Schöpfer, so sind diese und andere Fragen schwer zu beantworten. Aber du, o Gott! bist unser Vater, der Mensch dein Kind; nun wird alles begreiflich. Es versteht sich, daß alle Gleichnisse die Sache nicht erschöpfen, und daß, wenn ich mir auch den tugendhaftesten, mächtigsten und zärtlichsten Vater unter Menschen gedenke, er doch bei weitem nicht so sehr Vater ist, als du, o Gott. Du bist unser rechter Vater, und wir sind oder sollen deine rechte Kinder werden. Und doch sind wir oft eigensinnige und mißvergnügte Kinder, die deine väterliche Regierung tadeln. Weiser und gütiger Vater! wie sehr verkennt dich jeder, der dich für einen gemächlichen und eingeschränkten großen Herrn oder für einen Tyrann ansieht. Du bist mein Vater in Ewigkeit, Alles habe, alles erwarte ich von dir. Der Vater wäre Barbar, der seinem knieenden, reuevollen Kinde nicht vergäbe. Würde aber auch jener durch Schein und Affekten 48 verführt, unnatürlich zu handeln: so ist es doch bei dir unmöglich. Sobald ich als Kind denke, denkst du gewiß als Vater, nicht um deinetwillen, obgleich du Ruhm davon hast, sondern um meinetwillen gibst oder nimmst, gebeutst oder vers beutst du mir. Nur das erklärst du für Sünde, was mich unglücklich macht. Deine scheinbare Strenge bei meinem jetzigen findischen Alter ist nöthig, damit ich fähig werde, künftig in deiner großen Welt ein brauchbares Mitglied zu seyn. Mein Vater in Christo, kindliche Liebe und zärte licher Dank sey dir immer und ewig von mir! Ungezogenheit, Eigensinn und Faulheit streiten wider deine Kinderzucht; ich will mich bessern, allerliebster Vater! Dank für mein Daseyn. bil Dir dank' ich für mein Leben, Gott, der du mir's gegeben, Ich danke dir dafür. Du hast, von Huld bewogen, Mich aus dem Nichts gezogen, Durch deine Güte bin ich hier. Ich, der ungeboren bleiben konnte, bin nun ewig ein Glied der allgemeinen Kette der Wesen. 49 O mein Schöpfer und Erhalter, mein Gott, von meiner Mutter Leibe an! wie wenig und selten verdanke ich dir, was kein Monarch, kein Erzengel mir geben konnte. Mein Daseyn habe ich nur von dem, von welchem es die Sonne hat; und ich sollte ihm nicht herzlich dafür danken? Kein Cherub ward eher in dem göttlichen Vers stande gedacht, als ich, Herr! deine Augen saben mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war. 28 Sehr demüthigend wäre der Gedanke, daß mein Daseyn ein blinder Zufall sey, oder von dem Willen meiner Eltern abhing. Königliche Geschlechter sterben ja aus, und Taglöhner sind mit Kindern gesegnet. Ist ein Gott, so ist auch mein Daseyn abgemessen; so war die Sekunde meines Anfangs berechnet, und die ganze Kette der Dinge so eingerichtet, daß ich füglich eingefügt werden konnte. Aber konnte denn etwa die Welt nicht ohne mich bestehen? War es nicht möglich, daß ich ein Nichts, ein Unding blieb?- Wie unverschämt, wenn ich Nein antworten wollte! Der Stoff meines Körpers konnte zu andern Geschöpfen 5 50 verwendet werden, wie er es vor meiner Geburt war, und nach meinem Tode seyn wird. Und meine Seele! welche Lücke konnte durch sie im unermeßlichen Reiche der Geister verursacht werden? Alles, was ich sagen darf( und das reißt mich zur Bewunderung hin) ist, daß der Allweise es für gut fand, daß ich da war. Und da ich einmal bin, so mögen Hölle, Bösewichte und Elemente sich verschwören, meinen Leib können sie tödten; aber dennoch bin ich da, denn Gottes Güte erhält mich. Alle meine Voreltern mußten viel tausendmal aus Lebensgefahr gerissen und mein Platz mir offen erhalten werden, den fein Anderer nach Gottes Absicht so ausfüllen founte, als ich. of N Welch unverdientes Herabsehen auf mich! aduls Dir Gott sey Preis und Dank gebracht! nism Dich rühme Harf' und Psalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, Mein Schöpfer, mein Erhalter! of sprievod otimal dasm fol anda bin itse aid to mod sinuo! dis thi and hilpam tin ás 10 usdotted bim actu si- deild guidnil mis andise mis 39@ 1sillow notratno niste bi momm] s stunel exeqraft bonism Hot him tandemed 51 Dank für mein Loos. Du prangest nicht mit hohen Würden? Beneide nicht der Großen Glück; Sie seufzen unter schweren Bürden, Und oft stürzt sie ein Augenblick. Dir ward kein Ueberfluß gewähret, Ihn wünschen, das ist Selbstbetrug, Wer gern, was er nicht braucht, entbehret, Der ist beglückt und reich genug. 53# 7899 is Mein König, mein Vater und mein Gott! nichts kann mir begegnen, was du nicht gedacht, das heißt: mit allen Umständen und Folgen für gut erklärt hast. Es ist also mein Loos das beste; denn es ward von dir, Allweiser und Allgütiger! nicht blindlings, sondern genau betrachtet, gezogen, und meine Haare sind gezählet. Könnte ich mein Schicksal mit einem Andern, wer er auch sey, vertauschen, so würden wir Beide und viele Andere unglücklich werden. Der Glückszustand, in welchem ich mich befinde, ist unstreitig für mich der beste und vortheilhafteste. Und ich mag mich noch so sehr über die ungleiche Austheilung der irdischen Güter beschweren, so bleibt es dennoch eine untrügliche Wahrheit, daß Gott in der Austheilung der Glücksgüter höchst weise und gütig handle. Hievon überzeugt zu Univ.- Bibl. Giessen 5* 52 seyn, dieses bringt Ruhe, dieses bewahret mich gegen Neid und schränkt meine unmäßigen Klagen ein. Wie zufrieden kann ich leben, wenn ich es mit völliger Gewißheit glaube, daß das Glück, das mir, o Gott! von dir beschieden ist, der Stand, in welchen du mich gesetzt hast, und die Vorzüge, die mir gewähret sind, das beste Loos sind, welches mir zugetheilt werden konnte! Aber vielleicht steigt in meiner Seele der Wunsch auf: Ach, wenn ich doch so angesehen, so reich, so begütert, so sorgenfrei seyn könnte, als tausende von meinen Mitbrüdern sind! Und vielleicht wird dieser Wunsch noch stärker, wenn ich ein Zuschauer von der ungleichen Austheilung der Glücksgüter geworden bin! Allein, weiß ich denn auch, was ich wünsche? Vielleicht ändere ich meine Gedanken, wenn ich dasjenige, was ich habe, mit demjenigen, was mir fehlt, vergleiche. Ist mein Zustand von einer Seite schlechter, so ist er von der andern desto schäßbarer und vortheilhafter. Es ist wahr, ich habe nicht die Gewalt und die uneingeschränkte Freiheit, die Welt und ihre Ergötungen zu genießen. Allein eben dadurch wird den unangenehmen Empfindungen der Zugang verschlossen. - 53 Ich bin hierdurch von großen Versuchungen befreit, und habe nicht so viel Gelegenheiten, Gott zu beleidigen, mein Gewissen zu verletzen, und den Glauben zu verlieren. Ich habe nicht mit so vielen Feinden zu kämpfen, die mir meine Krone rauben wollen. Es ist wahr, viele meiner Brüder können ihre Sinne und Einbildung auf mancherlei Weise vergnügen nnd erquicken. Allein ich bin deswegen nicht unglücklicher, da ich ein desto größeres Verlangen nach den Vergnügungen des Himmels und einen süßern Frieden in meiner Seele empfinde.- Es ist wahr, der Zustand, welchen ich so sehr beneide, macht dieses Leben süß und angenehm. Allein, kann ich nicht so angenehm leben: so kann ich desto angenehmer sterben, ohne mich, wie die Glückseligen, zu frümmen, wenn sie ihre Güter verlassen müssen. Der Stand, den ich mir wünsche, ist, nach meinem und nach der Welt Urtheil, besser und angenehmer. Aber der Stand, in welchem ich mich nach der Schickung Gottes befinde, ist, nach dem Urtheile Gottes, jenem gleich, oder noch vorzüglicher. - Vater! ich bin nicht werth, daß ich dein Kind heiße, wofern ich scheel über deine Güte 54 sehe. Und nichts als unverdiente Güte ist mein ganzes Schicksal. Wie vorzüglich ausgestattet bin ich nicht, wenn ich dieß von Herzen glaube! Es bedarf ja eben keiner Hauptrolle, um gut zu spielen; man kann auch auf Stroh gut schlafen und sterben. Gott! laß doch diese Betrachtung den stärksten Eindruck auf mein Herz machen, und dadurch meine Ruhe und Zufriedenheit befördert werden. Laß mich in demjenigen Stande, in welchen ich durch deine Vorsehung gesetzt worden bin, ohne Zweifel, ohne Mißvergnügen und Ungeduld meine Seligkeit schaffen. Laß mich durch das Glück dieses Lebens nicht stolz, und durch das Unglück nicht kleinmüthig werden. Laß mich beständig mit erleuchteten Augen in jene Welt hinüberblicken, und durch die Betrachtung derselben angetrieben werden, züchtig, gerecht und gottselig zu leben, so lange ich noch ein Bewohner der Erde bin. Grand T5100 ph 1831 thim hid bi cpn 10 i Gmi Ens 55 Dank für die Berufung zum Christenthum. musgrodolf Der Grund ist fest, auf dem mein Glaube ruht, Und stark, die Hölle zu besiegen; HUG Ends Mein Siegel ist des Mittlers göttlich Blut, 3910310 In ihm liegt heiliges Vergnügen. Religion! mein Glück, mein Stolz, mein Ruhm, Sünders Trost, des Christen Eigenthum. EDIT, DES C Des Des Sünder sid ni Unter allen Wohlthaten, die ich dir, Allgütiger! von meiner Geburt an zu verdanken habe, steht diese wohl oben an, daß du mich im Schooße deiner heiligen Kirche ließest geboren werden. Mir hast du, ohne mein Verdienst, das Licht des Glaubens angezündet, indessen noch Millionen ohnmächtigen und leblosen Gößen Weihrauch streuen. Indessen diese noch im Schatten des Todes siten, bin ich durch deine Offenbarung zur Kenntniß der wahren Religion gelangt, welche die weisesten Männer aller Zeiten ohne dein Wort mit der größten Anstrengung vergebens suchten. Die natürliche Religion, welche sie entwickelten, ist nur der Vorhof zu deinem Tempel. Die wahre Verehrung Gottes, die Absicht und Bestimmung meines Daseyns kann nur durch dein heiliges Wort, durch die Lehren der Propheten, Apostel und Evangelisten erklärt, und den Gläubigen 56 fund gemacht werden. Wohl mir, daß ich glaube! Der Beweis für die Aechtheit meines Glaubens ist die unläugbare Ueberzeugung, daß ich durch ihn in allen Lebenstagen gestärkt und getröstet, meiner endlichen Bestimmung näher rücke. Meinen ganzen Werth, mein ganzes Glück erhalte ich von der Religion. Vergeblich suche ich eine andere Quelle der Zufriedenheit, der Ruhe, der Größe, des Ruhms, der Tugend und der Glückseligkeit. Sollte mir mein Gott genommen werden können, den ich anbete, und der Erlöser, an welchen ich glaube: so würde ich einem Menschen gleich seyn, den man vom föniglichen Throne in einen finstern Kerker stößt; so würde mir das Leben eine Marter und der Tod das Verabscheuungswürdigste unter allen Augen seyn. Von der Wahrheit dieser Gedanken bin ich auf das Kräftigste überzeugt. Aber handle ich auch nach dieser Ueberzeugung? Liebe ich die Religion, dieses unschätzbare Kleinod des Himmels mehr als alle Reichthümer und Güter der Erde? Wie? wenn auf der einen Seite mir Kronen und Kleinodien dargeboten würden, und auf der andern Seite das Kreuz meines Erlösers vor mir stünde: würde ich diesem zueilen, und jene Gegenstände verachten? 57 Wenn ich aufrichtig meinen Wandel betrachte, ach! so muß ich auf diese Frage diese Frage eine sehr beschäeine sehr beschämende Antwort thun. Ich erkenne ich muß es gestehen- den hohen Werth meines Glaudahber bens; aber ich lebe so, als wenn es eine nichtsbedeutende Sache wäre. Anbetungswürdigster Erlöser! verleihe mir doch die Gnade, daß ich meinen Dank für das unschätzbare Geschenk deiner heiligen Religion dadurch zu erkennen gebe, daß ich mich vor allen Dingen bestrebe, stets nach ihren Vorschriften zu wandeln, und dich, meinen Erlöser, vor der Welt zu bekennen. Ich werde alsdann am Ende meiner Pilgerschaft mit Vergnügen auf meine durchlebten Tage zurücksehen, und getrost in jene Welt übergehen können, wo die Religion, welche hier mein Trost war, ewig mein Triumph seyn wird. Laß mich, Herr! in deinem Licht Immer rührender erkennen Smapitibblad Der Und wie glücklich der zu nennen, Der an Jesu Lehre gläubet, of Und dabei beständig bleibet. dit Gap 005 roglifig comiso now Busoli nis 58 Dank für das Jahrhundert, darin ich lebe. sonsm Gott sah von aller Ewigkeit, Wie viel mir nüßen würde; d Bestimmte meine Lebenszeit, gid mein Glück und meine Bürde. 2nd oden ansd 13 sism ani So wenig sich der Sand am Meere zählen läßt, so wenig lassen sich die Wohlthaten zählen, die du, Allgütiger, deinen Menschen erzeigest. Ich kenne vielleicht nicht den tausendsten Theil der Wohlthaten, die ich von deiner milden Hand empfing, und doch wünschte ich, daß ich dir alle schon in diesem Leben verdanken könnte! Indessen will ich es mir zum unverbrüchlichen Geseße machen, so weit meine Einsichten reichen, Alles mit Danksagung zu empfangen; Dank für das Jahrhundert, darin ich lebe, soll mich jetzt beschäftigen. Unter gesitteten Völkern, und in einem Jahrhunderte geboren zu seyn, wo Verstand, Künste und besonders die Religion aufge= klärter und verbreiteter sind, als jemals, das ist ein Geschenk von deiner gütigen Vorsicht, welches faum einer unter Tausenden schätzt. Unter welchen glücklichen Umständen wandle ich nicht auf 59 meiner Wallfahrt! Wie, wenn du mich, o Gott! in ein ödes, armes Land eingesetzt hättest, wo rohe Menschen und Raubthiere unter einander gemischt leben, wo diese beiden Gattungen sich so ähnlich sind, daß man ihre Stimmen und Bekleidung, ihre Wohnungen, oder vielmehr ihre Gruben und Felsenklüfte kaum von einander unterscheiden kann; oder wie? wenn du mich zwar in meinen jetzigen Boden hingepflanzt hättest, aber etliche hundert oder tausend Jahre früher! In jenen finsteren Zeiten, wo Gärten, Konzerte, Bücher u. s. w. fast ein Wunder waren, wo man leichter, auch in unserem Vaterlande, auf Bären oder Wölfe stieß, als daß man einem vernünftigen Menschen begegnete; in jenen barbarischen Jahrhunderten, wo Kometen, Gespenster, Heren und Legenden die Menschen in beständiger knechtischer Furcht erbielten! Er Aber wie schön ist in diesem meinem Jahre hunderte Alles um mich her! welche Kenntnisse und Einsichten unter allen Ständen! welche gemilderte Sitten! Keine Befehdung, kein Raub und Duell, weder Wasser- noch Feuerprobe werden uns jetzt aufgedrungen. Wir besitzen, was uns Fleiß und Geschicklichkeit 60 erwirbt, in Ruhe. Wir können den Wirkungen der Natur nachforschen, ohne der Zauberei be schuldiget oder wohl gar verbrannt zu werden. Wie viele Bequemlichkeiten und Vergnügen verschafft uns nicht das gegenwärtige Weltalter. Fast alle Delikatessen der Tafel, gemächlicher und schöner Hausrath, hinreißende Musik, redende Malerei, wohlfeile und lehrreiche Bücher, und wer kann alle Vorzüge und Erfindungen herzählen, von welchen unsere Vorältern wenig oder gar nichts wußten? Hauptsächlich aber reine Religion! Womit, mein gütigster Vater! womit habe ich diesen Vorzug verdient? Aber statt mein Glück zu empfinden, seße ich mich öfters wie Jonas hin, und murre über mein Schicksal. Gott! welche Verantwortung sammeln, wir uns zum Gerichtstage auf, wenn wir dich so wenig für deine Gaben preisen! Ach! laß mich doch, so viel möglich, alle deine Wohlthaten auf suchen, mich darüber freuen, und dir danken. Innigste Anbetung sey dir, daß ich jetzt so ruhig in meinem Zimmer, so wohl von dir ausgestattet, wohnen, und mich mit Betrachtung deiner unzählbaren Wohlthaten unterhalten kann! 61 Ich sollte dich nicht lieben, und du besorgest von Ewigkeit her mein Daseyn so gütig? Gebet um Bildung nach Gott. Gott Jehovah! Heiligster! Du verzeihst den Uebertretern jar3) Imoy NES Alle Schuld! Gott Jehovah! Gütigster! Du erzeigst den Missethätern Tausend Huld! Selig, wer dir ähnlich ist! die tief erniedrigt sich der Mensch, der sich bloß nach Menschen bildet! Die besten unter ihnen sind ja schlechte Kopien vor Gott! Das vollkommenste Wesen stellte uns kein geringeres Muster vor, als sich selbst., Seyd vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist." Bildung nach dir, vollkommenstes aller Wesen! ist also Pflicht für uns. Freilich können wir endlichen Geschöpfe nicht alle deine Eigenschaften, Unendlicher! nachahmen, und keine einzige derselben nur einigermaßen erreichen; aber auch die entfernteste Aehnlichkeit erhöht den Menschen zu einem Heiligen, und ist 62 Vollkommenheit. Einige deiner Eigenschaften fönnen wir gar nicht an uns tragen, z. B. die Ewigkeit, Majestät, Unermeßlichkeit, Allgenugsamkeit. Andere können wir, oder vielmehr unsere Monarchen, nur sehr entfernt nachahmen, als: deine Allmacht, Allwissenheit, Allweisheit, Allgegenwart. Wir können uns durch Fleiß und Wirksamkeit diesen Eigenschaften ein wenig näs hern, aber die Verschiedenheit zwischen dir und uns ist so groß, als unter der Sonne und einem Gemälde von ihr. Hingegen deine Liebe, Erbarmung, Güte und Langmuth, deine Heiligkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit, das sind Eigenschaften, nach denen wir uns sehr bilden können, obgleich der Abstand zwischen dir, Schöpfer, und uns, deinen Ges schöpfen, allemal unendlich bleibt. hulle Noch faßlicher aber ist uns das Vorbild unsers Erlösers. Seine Menschwerdung hatte auch den großen Endzweck, daß wir ein näheres Muster unsers Verhaltens hätten. Sein Verhalten gegen Freund und Feind, in heitern und trüben Tagen, bei Armuth, Versuchung und Leiden; sein Leben und Tod sind lauter Lebensregeln für uns. Im öftern Umgange mit ihm 63 lernen wir beten, Sünden besiegen, die Welt verläugnen, und dem Himmel gefallen. Sein Tag ist unser Leben. Aber ich Armer! wie weit bin ich hinter diesem meinem großen Vorgänger zurück! Kann ich, wie er, Mangel leiden, und meinem Vater im Himmel danken? Kann ich für die beten, die mir fluchen? Kanu ich meinen Feinden Böses mit Gutem vergelten? Johannes war seinem göttlichen Meister am Aehnlichsten, der hißige Petrus war es anfangs weniger, und der neis dische Judas am Allerwenigsten. Und wenn ich auch nicht dem erhabenen Original folgen wollte, welchem unter diesen drei Kopien wünschte ich am ähnlichsten zu seyn? Ich verwerfe freilich das Erempel des Judas; aber wollte Gott, daß ich nicht schon öfters schnödern Personen nachgeahmt, ihre Sprache und Sitten treulich kopirt, oder ihre Denkungsart, so schwindelnd sie auch war, zur meinigen gemacht hätte. Schnödern Persenen, sage ich, welche die dreißig Silberlinge lieber zu einem neuen boshaften Streich angelegt hätten. Unerreichbares Muster der Vollkommenheit! sieh voll Erbarmung auf mich herab, und höre meinen Vorsah, der nicht 64 bloß von meinen Lippen, sondern aus dem Innersten meines Herzens kömmt! Ich will in Hinkunft kein Widerhall menschlicher Gesinnungen seyn! Ich, der ich mich an dir, o Gott, spiegeln kann, darf mich nicht um der Thoren Füße winden, sonst würde ich meine Menschenwürde entweihen. fisse bilde Um findliche Liebe gegen Gott. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, Erfüllt mit Lieb' und Ruhe; Ein weises Herz, das seine Pflicht Erkenn' und willig thue! Daß ich, als dein gehorsam Kind, Dir zu gefallen strebe; Gerecht und fromm und keusch gesinnt, In deinem Reiche lebe. blis sor 191 Lieber Vater im Himmel!- ach könnte ich doch mit Wahrheit hinzusetzen: ich dein liebes Kind auf Erden, will findlich zu dir jetzt reden. Wie zärtlich wallet dein Vaterherz gegen mich! Hätte die Erde noch ein Bild von einer feurigen Liebe, als zwischen Eltern und Kin= dern, oder zwischen Bräutigam und Braut Statt 65 findet: du hättest gewiß deine Inbrunst gegen mich in der heiligen Schrift damit bezeichnet. Vater! und zwar ohne alle Fehler irdischer Eltern!- Seelenbräutigam! Diese zärtliche Namen fordern meine findliche Liebe gegen dich, o Gott. Janol sl - Ich kann also sicher alle meine Sorgen in deinen Vaterschooß niederlegen, sicher mit dem verlornen Sohn zurückkehren, ganz sicher Hilfe und Erbtheil von dir erwarten. Sündige ich, und liege mit zerknirschtem Herzen vor dir, so jammert dich mein. Thue ich Buße, so ist Freude im Himmel darüber. Strauchle ich, so sind Engel zu meinem Dienste ausgesandt. Sterbe ich als dein Kind, so führen mich selige Geister, dein Sohn Jesus nimmt mich in das Erbreich ein, das mir bereitet war von Anbeginn der Welt. Vater!- o ich denke mir noch immer viel zu wenig bei diesem Begriffe! Was ist der beste Vater, den jemals die Erde sah, verglichen mit dir! - and Aber wie verhalte ich mich gegen dich? Bin ich dein gutes Kind? Du gabst mir väterliche Befehle; ich aber höre entweder nicht darauf, untersuche erst mißtrauisch ihre Nüßlich6 66 keit oder ihren Werth, und übe sie dann sklavisch aus. Wäre ich Kind, so würde ich auf dein Geheiß die schwersten Lasten mit schwachen Händen angreifen, mit der Uiberzeugung, daß du nichts ohne gütige und weise Absichten befehlen könnest. Ich würde allenfalls nicht über deine Gebote, sondern über meine Schwäche klagen, und halb freudig, halb weinend deiner väterlichen Hilfe entgegen sehen. Ich würde äußerst empfindlich für deine Ehre seyn, und keinem, der dich verhöhnet, Beifall zulächeln. Vater! auch nach allen dir von mir zugefügten Beleidigungen doch noch mein Vater! dir allein habe ich gesündiget, und bin freilich nicht mehr werth, daß ich dein Kind heiße. Aber so leicht mir auch die Sünde ward, so wird dir doch die Vergebung noch leichter, wenn ich mit schamrothen Wangen zu dir zurückkehre. ,, Gib mir, mein Sohn, dein Herz," das ist deine ganze Forderung. D, hier ist es, mein einzis ger Vater! mache es dir immer findlicher und folgsamer! Mit deines eingebornen Sohnes Blute bin ich erlöset. Mir soll die Hölle meine Kindschaft nicht rauben. Auch wenn du mich züchtigest, wenn du meinen Leib tödten wirst, 5 67 nenne ich mich zuversichtlich dein Kind. Vater! in deine Hände empfehle ich meinen Geist.lear 2019 sid j thin bod i din bad bi Um freudige Zuversicht zu Gott. stup Bold ando da Der Herr ist meine Zuversicht, Mein einz'ger Trost im Leben; Ind Dem fehlt es nie an Trost und Licht, Der sich dem Herrn ergeben. mu Warum sollte ich scheu seyn vor dir, mein himmlischer Vater! Freudige Zuversicht zu dir ist Christenpflicht. Und wenn jetzt das fürchterlichste Erdbeben unter meinen Füßen tobte: dennoch harre ich dein; dennda. 12 Insquart siendi Zum Leben hast du mich, o Gott! in Sy Und nicht zum Untergang erschaffen. of usdeil Ich freue mich Gottes, meines Heilandes, und meine Seele ist fröhlich in mir. Teufel mögen zittern, Ruchlose zur Hölle kriechen, Heuchler bei verschlossenen Augen seufzen: habe ich ein gut Gewissen, so mögen Fluthen daher rauschen und Berge mitten ins Meer sinfen. Dennoch strecke ich meine Hände aus den Wogen zu meinem Vater empor. Und helfen kann und wird er mir gewiß. Gott müßte Gott nicht 68 seyn, wenn er mir nicht belfen könnte und wollte. Mehr als sterben, das heißt: vom Körper entlastet und glücklich werden, mehr kann ich doch nicht! Ward ich doch nicht für die Erde geschaffen! Ob ich aber dies gute Gewissen habe? Warum nicht? Ich habe ja meinen Erlöser, und kann, von ihm gestärkt, täglich Gott ähnlicher werden. Mit guter Gesinnung kann ich der Hölle trotzen. Wer will mich verdammen? Christus ist hier! Will ich im Ernste Gottes Freund seyn, so ist er wahrhaftig der meinige. Aber meine vielen Sünden und Uebertretungen! Ist aber das Verdienst meines Erlösers nicht überschwenglich? Ich will ihn viel lieben, so wird er mir viel vergeben. Ich werfe mich mit meinen Fehlern in meine Gnadenarme, göttlicher Mittler! Du verlangst mein Herz, o nimm es auf immer zum Opfer hin! Freilich ist es noch nicht ohne Fehl; aber ich wünsche, daß es so wäre, und hoffe mit deinem Beistande täglich seine Flecken mehr abzuwaschen. Und nun, wie ein Säugling die Brust verläßt, die Mutter anlächelt und von ihr angelächelt wird: so werfe ich mich in deinen Vaterschooß, 69 mein Erbarmer! Du wirst mich gewiß nicht verlassen, noch versäumen. Um Arbeitsamkeit. Du hast uns, Herr! die Pflicht Zur Arbeit aufgeleget, Und Fleiß in dem Beruf Uns ernstlich eingepräget; Der träge Müßiggang Ist dir, o Gott! verhaßt, Für uns der Laster Neß, Und unserm Nächsten Last. Es ist eine schöne Einrichtung in deinem Reiche, lebendiger Gott! daß alles sich in demselben bewegen muß. Jedes Thier, jeder Wurm, jede Pflanze hast du, o Gott! zur Thätigkeit bestimmt, die das ganze Leben hindurch fortdauert, und jedes findet in derselben so sehr seine eigene Erhaltung und Wohlstand, als es sich durch dieselbe für andere Kreaturen nußbar beweiset. Ja wir finden, daß kein Thier kann ohne Thätigkeit bestehen. Vorzüglich hast du, v Schöpfer aller Dinge! den Menschen zur Arbeitsamkeit geschaffen. Ihm, ja selbst den ges schäftigen Müßiggängern scheint Arbeitsamkeit angeboren zu seyn, und sie bezahlen ihre Freunde 70 mehrentheils mit Reichthum, Gesundheit, rothen Wangen und ruhigem Gewissen. ausse Der Müßiggang ist demnach Sünde, und macht uns der lebenvollen Schöpfung unwerth. Faulheit des Körpers lohnet mit Eckel und Krankheiten. Faulheit der Seele mit Unwissens heit und Langweile. Die Kunst, beide gehörig zu bewegen, ist eine wichtige Aufgabe. Der gemeine Mann arbeitet meistens nur halb, weil seine Seele brach lieget. Vornehme und Gelehrte lassen nicht selten unter der Geschäftigkeit ihres Geistes den Körper zu Grunde gehen. Wie vorzüglich ist der Mittelstand, der sich so wenig todt arbeiten als aus Pflicht müßig gehen darf. Wollen wir nach Leib und Seele gesund seyn; so müssen beide Theile sich einander in die Hände arbeiten; sonst gehet wenigstens Einer von ihnen verloren. sd Ich Armer! wem habe ich durch Müßiggang den meisten Schaden zugefüget; dem Körper oder . der Seele? Ach Langmüthiger! hättest du mich nicht noch erhalten, ich wäre längstens nicht mehr! Laß es mich doch künftig bedenken, daß ich so wenig ohne nüßliche Beschäftigung seyn darf, als mein Puls. Ich will es mir zur 71 am heiligsten Pflicht machen, die mit Anstrengung verbundenen Handlungen, wozu mich Beruf und Umstände verbinden, gern, und so gut als möglich zu verrichten, und meine Kräfte zu meinem oder Anderer Besten, zur Vorbereitung auf einen ges wissen Beruf, und zur besten Ausrichtung desselben, recht anzuwenden. ,, Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigkeit," dies ists, was allein ein Gegenstand menschlicher Sorgen seyn soll; alles Uebrige liegt außer dem Gebiete unserer Kräfte, und ist Gottes Sorge. Ich habe den tiefen, fruchtbaren, beseligenden Sinn deiner Himmelsworte, o mein göttlicher Lehrer und Gesetzgeber! ich habe ihn verstanden. Mein Gemüth ist voll entzückender Ruhe. Warum begriff ich die Heilsworte meines Heilandes nicht früher! Aber unvertilgbar sollen sie nun in meinem Gedächtnisse hingeschrieben stehen, unvertilgbar in allen meinen Handlungen erschei nen. Und wenn mich eine neue Furcht übermannen, oder eine neue irdische Sorge mich niederdrücken möchte, dann blicke ich, Vater! empor zu dir mit der Zuversicht des Kindes, und spreche zu mir: ,, Recht thun, und Gott 72 vertrauen!" Gott! unterstüße mich in diesem meinem Vorsatze, und gib zu allen meinen Arbeiten dein Gedeihen. Denn Nimmt Gott, dem wir vertrauen, Nicht unsers Werks sich an; Will er das Haus nicht bauen, Vergebens bau'n wir dann. Was nüßt der bange Kummer, Da Gott dem, den er liebt, Was er bedarf, im Schlummer Und unerwartet gibt. Um Sorge für das bessere Leben. Was sorgst du ängstlich für dein Leben? Es Gott gelassen übergeben s Ist wahre Ruh und deine Pflicht. Du sollst es lieben, weislich nüßen, Es dankbar als ein Glück besißen, Verlieren, als verlörst du's nicht. Wir sind vor dir, o Gott! nur Pilgrime und Wandersleute, wie es alle unsere Väter gewesen sind. Wir haben hier keine bleibende Stätte, sondern suchen die zukünftige, wo wir ewig bleiben werden. Sorge für das besseve Leben, dort überm Grab, ist demnach meine edelste Pflicht. 73 Wie weit bin ich mit diesem und dem fünftigen Leben? Bald werde ich jenes verlassen und dieses antreten; so bald, daß ich vermuthlich sagen werde; und nun schon?" Für dieses Erdenleben habe ich wahrhaftig genug gethan, was auch meine Befehlshaber oder Erben sagen mögen. Habe ich nicht geweint genug, gedarbt, geschmeichelt, mein Gewissen verlegt, und mich öfters aus dem Athem gearbeitet? Dies alles wäre nun überstanden, ob ich gleich das Ende davon noch nicht sehe; wenn nur die Frohndienste mich nicht abgehalten hätten, dir, mein Gott! zu dienen und für mich selbst zu sorgen. Kann ich mein dortiges besseres Leben heute noch antreten? Habe ich es gelernt und mir angewöhnt, von der Welt mich nicht beherrschen zu lassen? — O du alles vermögender Gott! ausweinen möchte ich mich vor dir, daß ich mich noch nicht dem Himmel entgegen freue; wie viele Narben und Runzeln an Gliedern und Gewissen kostet mir das Probeleben nicht schon! Und doch habe ich weder gehörig sterben, noch leben gelernt. O daß ich nie für hiesige Renten mehr als für's 17 74 dortige Kapital besorgt wäre! Hier zu verschmachten ist bei einiger Rechtschaffenheit so leicht nicht möglich; aber nach dem Tode verdorren diejenigen am leichtesten, die hier am meisten gepfleget wurden. Schon bin ich der Ewigkeit näher! Die Stimme Gottes ruft: ,, Bestelle dein Haus!"- D, wie viel ist noch zu bestellen, und wie wenig von dem mitzunehmen, was ich hier gewirkt habe! Um Traurigkeit über fremden Sünden. Abscheulich sey mir jede Sünde, Weil sie mit sich nicht spielen läßt; Genug, wo ich brüten finde, Da find' ich stets ein Schlangennest. Wenn ich gleich Ursache hätte, mit meinem bisherigen Lebenswandel zufrieden zu seyn: so ist doch um mich und neben mir von meinen Zeitgenossen so viel gegen dich, Heiligster! gesündiget worden, daß ich mich bei dieser Betrachtung der Traurigkeit über fremdé Sünden nicht erwehren fann. Schon der Gedanke: Gott und Gottesverehrung werden nahe um mich her recht verächtlich 75 behandelt, ist kränkend für eine Seele, welche Gott und Tugend über Alles schätzt. Jedoch mein eigenes Interesse verleidet mir fremde Sünden. Wäre ich gleichgültig dabei, so verdiente ich ja nicht dein Kind genannt zu werden. Und welcher Schade kann nicht für mich aus fremden Sünden entstehen! Gleich einer ansteckenden Seuche, welche sich im Zickzack lange herum zieht, endlich aber plötzlich unsere Häuser und Ställe auch anfällt: so beschädiget uns über kurz oder lang die Sünde Anderer. Ich mag den Spottgeist nicht belachen; denn die Reihe kommt gewiß auch an mich. Die List üppiger Jünglinge oder ausgelernter Buhlerinnen prophezeihet meiner Familie nichts Gutes. Wer häufig Schulden macht, flicht mich in seine Händel mit ein, wie ein großer Bankerot, der Häuser stürzt, welche nicht wußten, daß ein solcher Betrüger in der Welt war. Will ich demnach gesund und wohlhabend bleiben: so muß ich wünschen, daß der Sünden immer weniger werden, und traurige Ahnungen muß ich haben, wenn sie zunehmen und sich mir nähern. Das Schrecklichste, womit Anderer Sünde mir droht, ist meine eigene Verführung; denn 7* 76 ich bin ein schwacher Mensch. Denke ich mir den Fall, daß ich unter lauter Gottlosen lebte, die sich wider meine Tugend verschworen und die listigsten Mittel ersonnen hatten, um mich zu irgend einer Sünde zu verleiten: so zittere ich für meine Klugheit und Standhaftigkeit. Jenis Stärke mich, mein Gott und Erlöser! gegen die Macht fremder Sünden, und laß mich nicht von deiner Liebe scheiden, weder durch Hohes noch Tiefes, weder durch Reichthum noch Hunger. Du weintest über die Sünden aller Menschen; ich will niemals froh und gleichgültig, sondern traurig über fremde Sünden, besonders in meiner Familie seyn. Und habe ich nicht schon Schaden und Verdruß von ihnen erlitten? und wird mich diese Otterbrut meinen Gang zum Himmel wohl freudig fortsetzen lassen?- O wie liebenswürdig ist der Mensch, der Gott fürchtet! Es wird ein Vormund und Wohlthäter seiner Brüder. Vergib mir, mein Heiland! alle Sünden, womit ich andere Menschen beleidigt und verführt habe. Du fennest. Sollte ich sie jetzt mit ihren gehabten Folgen wissen, wie fönnte ich ruhig schlafen und sterben? 20 ass uns 77 Um Bewahrung vor Unkeuschheit. Der Wollust Reiz zu widerstreben, Laß, Höchster! meine Weisheit seyn; Sie ist ein Gift für unser Leben, Und ihre Freuden werden Pein. Drum fleh' ich demuthsvoll zu dir: O schaff' ein reines Herz in mir. Hat je ein Laster Sachwalter und Vertheidiger gefunden, so war es die Unkeuschheit; und doch hat fein Laster die Menschen mehr entehrt und unglücklich gemacht, als die Unfeuschheit. Wo sie überhand nahm, war sie ein gewisser Vorbote des gänzlichen Verderbens der Nation. Man thut diesem Laster zu viel Ehre an, wenn man es für unwiderstehlich hält. Wäre das: so würdest du, weiser und gütiger Schöpfer! uns dieses Laster nicht so nachdrücklich untersagt haben. Es gibt Menschen genug, die sich desselben freiwillig oder gezwungen enthalten. Die ersten Christen und selbst unsere heidnischen Vorältern waren gesünder als wir, und hatten auch Versuchungen; aber die Unzucht fand keine Sachwalter unter ihnen. Die schreck lichen Folgen der Unkeuschheit beweisen vielmehr, daß sie unserer Natur süßes Gift sey.' Die 78 Seele wird zerstreut, der Verstand geschwächt, das Herz thierisch sinnlich, die Einbildungskraft schwärmt, das Blut wird gejagt, und fast alle übrigen Leidenschaften werden zugleich mit erhitzt. Ein Unzüchtiger gleicht einem Rasenden, der in der Fieberhitze seinen Wärtern entspringt und sich tödtlich erkältet. Nicht einmal große weltliche Angelegenheiten kann er geschickt ausführen, geschweige fromm seyn. Armuth und Schande, Würmer und Motten sind sein Lohn. Der Nächste wird durch kein Laster mehr beleidigt, als durch dieses. Man lasse Eltern die Wahl, ob sie bestohlen oder durch den Fall ihrer Tochter entehrt werden wollen: ,, seyd lieber Mordbrenner werden sie sagen- als daß ihr eine wilde Glut in dem Herzen unseres Kindes anzündet." Ich sollte einem so gefährlichen und schäd lichen Laster fröhnen? Ich sollte, um einige frohe Stunden, oder wohl gar nur Augenblicke zu haben, machen, daß rechtschaffene Menschen zeitlebens weinen, oder aus Gram verzweifeln? Das sey fern von mir! Vergib o Jesu! dir will ich immer mehr ein Tempel der Heiligkeit seyn, auf daß mich am Gerichtstage kein Gesicht 79 schamroth mache. Der Anblick deines Kreuzes schlage meine lüsternen Begierden nieder! Uippige Blicke erklärst du für Ehebruch, keuscher und heiliger Sohn Gottes! stärke mich im Kampfe gegen die schmeichelnde Sünde, und laß mich nie vergessen, daß ein unsterblicher Geist den elenden Körper bald der Erde und Würmern hinterlassen wird. Um Bewahrung vor Wankelmuth. Laß doch mein Herz nicht fernerhin In seiner Neigung wanken, Erhebe den verirrten Sinn 3u himmlischen Gedanken. 100 Wie viel schöne Entschließungen habe ich in meinem Leben schon gefaßt, aber nicht auss geführt! Schon tausendmal habe ich dir, mein göttlicher Heiland, versprochen, mit größerer Treue zu dienen, als es vorhin geschehen, und eben so oft wurde mein Schicksal vereitelt. Ich will sie nicht wiederholen, diese theueren Gelübde, die ich dir je gethan habe, du hast sie gehört, Allgegenwärtiger! O mein Wankelmuth ist beschämend für mich! In dieser Stunde bete ich Univ.- Bibl. Giessen 80 den Himmel, in einern andern die Erde an. Und was hälfe mir das erste, wenn ich in der letzten stürbe? Es sind Zeiten gewesen, wo ich mir getraut hätte, selig zu stecben, und dann kommen wieder so viele Tage, wo ich, wie Adam, mich ins dickste Gebüsch verstecken möchte, wenn ich deine Stimme in meinem Gewissen nur von Weitem vernehme. Wie oft beschloß ich es, dieser oder jener anwachsenden Sünde Einhalt zu thun; aber es wurden mir einige Schlingen gelegt, und ich war auf Neue verwickelt. Ach, daß ich nur noch den Trost hätte, daß ich sie mir nicht meistens selber legte! Nein! dich darf ich nicht anklagen, gütigster Vater! Deine Wege sind gewiß, und deine Gebote unwandelbar. Aber meire Unbeständigkeit, meine Zerstreuungen, mein Umherjagen nach zeitlichen Vortheilen und Vergnügungen, diese wünsche ich jetzt stundenlang beweinen zu können. Ich rufe dich, Unveränders licher! flehentlich an, daß du mich der Gefahr, ferner bundbrüchig zu werden, entreißen wollest. Entferne du mich selbst von jenen Gegenständen, unter welchen du mich wieder sogleich von Neuem hast fallen seben, nachdem ich kaum von meinem Falle aufgestanden war. Mache meine Seele Empay USD 05 81 von ihrem endlich einmal gewiß, und befreie freie ſie von Wankelmuthe. Es ist weit gefährlicher, wenn man dich, nachdem mar dich geliebt hat, sogleich wieder vergessen kann, als wenn man dich noch ganz und gar nicht liebet. Ich befürchte endlich, die unaufhörlichen Veränderungen meines Herzens möchten deinen Zorn über mich beschleunigen; meine Versprechungen möchten nicht anders als für Spöttereien angesehen werden, und die Wellen, welche mich seit langer Zeit hin und her treiben, möchten mich endlich selbst in einen ewigen Abgrund stürzen. Befreie mich, o Jesu! von diesem Verderben, und locke mich immer mehr durch das Glück, welches ich bei dir genieße, dazu, daß ich mich dir von ganzem Herzen ergebe. Dir will ich mich ergeben, Gott! mein Gott! verlaß mich nicht; Laß mich immer heilig leben, Herr! vor deinem Angesicht. Keine schnöde Lust der Sünden Müsse mich mehr überwinden. Auch bewahr', ich bitte dich, Meinen Geist, und stärke mich 19 15 16 jun 15 82 Um Bewahrung vor Ungenüg samkeit. Nie schenken Stand, nie schenken Güter Dem Menschen die Zufriedenheit; Die wahre Ruhe der Gemüther Ist Tugend und Genügsamkeit. Es ist doch traurig, daß es in dieser schö nen Welt, o Schöpfer! so viel Ungenügsame gibt. Sie haben es gewiß nicht nöthig zu seyn. Die Meisten sind arm, weil sie es seyn wollen. Zu unserer Erhaltung gehört wenig. Die Kunst, reich zu seyn, besteht also in Unterdrücung üppiger Begierden. Je mehr Wünsche, desto mehr Noth und Mangel. Die Ungenüg= samkeit wird selbst durch die Schätze des Moguls nicht befriediget. Die Wünsche steigen immer höher, und jeder erfüllte Wunsch ist eine erhabenere Stufe, die neue Aussichten, und folglich auch neue Begierden verschafft. O welche Güte ist es von dir, o Gott! daß nicht in unserem Körper, sondern in der Seele unsere Glückseligkeit thronet. Es wäre Demüthigung für unsern Geist, wenn seine Ruhe von Metallen, vom Gespinste der Seidenwürmer, oder vom Steinreiche abhängen sollte. Würde die 83 Freude von Geldklumpen abhängen, so müßte der allergrößte Theil des menschlichen Geschechtes sein schmachtendes Leben vertrauern. Sie ist es nun aber nicht. Thörichtes Herz! laß dich begnügen, wenn du Nahrung und Kleidung hast. Ein Ungenügsamer ist es in allen Ständen. Im Kittel beobachtet er mürrisch die glänzende Gesellschaft auf dem Altan, und weiß nicht, daß einer seiner Mitbrüder, ein Mißvergnügter, mitten unter seis nem erzwungenen Lachen, auf ihn eifersüchtig berabschielt. Dieser bordirte Ungenügsame aber ist noch elender; sein Neid findet allenthalben Nahrung. Er beneidet dem Tagelöhner seine rothe Wange, und dem Kapitalisten seinen Postzug. Aber du, Allgütiger! gabst allen genug. Auf die Wagschale des Armen legtest du Gesundheit, etwas Einfalt und Genügsamkeit; so wog sie Stammbäumen und Landgütern gleich. Laß mich, Allgenügsamer! jeden Tag meinen bescheidenen Theil mit Dank und Freuden dahin nehmen. Bin ich nur mit dir zufrieden, so bin ich mehr als reich. 84 Um Hochschätzung des Nächsten. mun 13m and lives Wir haben einen Gott und Herrn, Sind eines Leibes Glieder; 9789 Drum diene deinem Nächsten gern, ; Denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, Mein Nächster ist sein Kind, wie ich. iſt ſein Ist Es ist eine traurige Bemerkung, daß uns die Hochschätzung des Nächsten so sauer wird. Wir laufen jeden Menschen mit flüchtigen Blicken durch, und ruhen nicht eher, bis wir einen Mangel an ihm finden. Wir wissen es ja vor her, daß jeder Mensch seine Fehler hat; ist es also Scharfsinn, ist es rühmlich, diese alltägliche Wahrheit zu entdecken? Der gemeinste Thor kann ja leichter tadeln als loben. Es soll mein Grundsatz seyn: Jeder Mensch hat sein Gutes;" und gewiß muß es dir, Vater deiner Menschen! mehr Freude und mir mehr Ehre machen, wenn ich die gute Seite deiner Kinder, meiner Brüder aufsuche, als wenn ich nur immer ihre Fehler herausklaube. Kann ich so viel über mich erhalten, daß ich einen jeden hochschätze: so wird mein Leben eine ganz andere Gestalt bekommen. Und warum solite ich ihn nicht schätzen, da er Gottes Werk, mein Mit 85 erlöster und Miterbe des Himmels ist? Solche Ungeheuer gibt es wenig, die gar kein merklich Gutes an sich hätten. Ich will also von den Mängeln hinweg, und lieber auf die noch so versteckten Vollkommenheiten meines Nächsten sehen. Es ist ja angenehmer, unter Blumen suchen, als unter Unkraut wühlen! is # Vater aller Geschöpfe! ich finde Vollkommenheiten selbst an deiner Spinne und an dem verächtlichsten Wurm, und an meinem Nebenmenschen wollte ich nichts als Böses finden? An ihm, den vielleicht Engel im Stillen bewundern!Ich will in dieser Stunde einen Burd mit mir machen, daß ich lieber das Rühmliche meiner Brüder, als ihre Schwachheiten aufsuchen, und von Lettern nur gezwungen, und um Böses zu hindern, reden will. Befestige diesen Entschluß in mir, du Gott der Freundlichkeit! auf daß ich ihn in meinem ganzen Leben erfülle. Du siehst ja auf mein möglichstes Gute, und verbirgst meine Missethaten vor deinem Angesichte. So siehe nun auf mein redliches, Besserung gelobendes Herz, und sey mir jetzt und immer gnädig. on the bods 86 Um neue Stärke zur Tugend. Ein Gebet um neue Stärke, Zur Bollendung edler Werke, Theilt die Wolken, dringt zum Herrn, Und der Herr erhört es gern. So höre denn mein ernstliches Gebet um neue Stärke zur Tugend, o Gott! der gern erhört. Ich bin matt, wie ein genesender Kranke, sobald es auf gewisse Pflichten ankommt. Wenn du mich nicht unterstüßest, so sinken meine Hände in den Schooß. Einige tugendhafte Handlungen kosten Geld, andere Mühe, manche Beides. Eins aber wollen die Menschen nur immer daran wenden, daher bleiben ihre Tugenden Stückwerk. Entweder man gibt die Almosen gern, nur müssen sie Andere überbringen, oder man unterhält sich viel mit Armen, gibt ihnen aber niemals über einen Kreuzer. Einer bekleidet den Altar, besucht ihn aber nur beim heitersten Wetter im Jahre; der Andere versäumt keinen Gottesdienst, unterstüßt aber lieber die Liederlichkeit seines ver= schwenderischen Sohnes, als daß ein Thaler zum Behufe der baufälligen Kirche oder des hungernden Schullehres verwendet werde. Die Tugend jedoch hat noch mehrere Klippen um sich her, an welchen ein Unvorsichtiger scheitert. Eine übel verstandene Ehre macht in unsern Tagen manchen Christen lau. Man wollte Gott wohl dienen, nur nicht öffentlich, daß es vornehme Spötter sehen; das heilige Abendmahl genießen; nur nicht mit dem Pöbel vermischt. Man nimmt den Dürftigen nichts; also gibt man ihnen auch nicht. Eben so wenig kann man Gott über die aufgehende Sonne loben, man muß ja früher den Schweiß abwarten. - 87 - — Mein Gott! bei diesen und ähnlichen Gedanken finde ich mich getroffen. Von meinen jetzigen Tugenden bis zu den mir möglichen gibt es noch so viele Grade. Wie weit werde ich aber kommen, wenn ich mir nicht deinen Beistand erflehe. Laß dir denn, grundgütiger Gott! das Gebet meines Herzens gefallen. Hilf mir, mein Gott! denn Ich bin ein Mensch, du kennest mich, Wie schwach sind meine Kräfte; Doch meine Seele hofft auf dich, Du wirst zu dem Geschäfte Der Heiligung mir Kraft verleih'n, Mein Herz ie mehr und mehr erneu'n, Bor dir gerecht zu leben. Ich aber will hier in der Zeit, Und einst in der Vollkommenheit, Herr! deine Kraft erheben. anican sic, muno@ asinophiliate this sit tast, dear fa២ and ging and page ទំ nog ខ ១១ ០ Quitual pridg afine pasani di 3 ច ចចក ន ដូច ដែរ ។ SHO asggnsisi sai.worg him thaal, meas a boi cont- sisthight on sad us hd tradit: 1> sim mod to vigitigung und die Be ម៉ មី របស់ messi, no tin. final ad on mv na tv sin ghtylist s Gebete einzelner Stände. 8 Gebete einzelner Stände. Gebet eines Hausvaters. Die Würde eines Hausvaters, mit der ich auf deine weise Fügung, weiser Weltregent! bekleidet bin, ist von jeher allen Völkern heilig gewesen, und wird heutigen Tages in allen Welttheilen, unter allen Nationen geachtet. Diese älteste und erste Einrichtung in der menschlichen Gesellschaft wird auch fortdauernd bleiben, denn sie stammt nicht aus menschlicher Klugheit und Erfinden, sondern ist die Sache der Natur, ist ein Werf meines Schöpfers. Jeder, der mit dieser Würde bekleidet ist, sollte daher ihrer allezeit eingedenk seyn, und sie nie durch eigenen Unwerth entehren. Diese wichtige und große Pflicht soll mir immer heilig seyn. Ich bin Gatte, Vater 92 und Hausvater. Jedes dieser Verhältnisse hat seine eigene Pflichten. Mein Weib hat ihr väterliches Haus verlassen, um ihr Schicksal unverwerflich an das meis nige zu ketten; von mir erwartet sie Entschädigung für die gebrachten Ich will daher mir Opfer. dieser treuen, Gefährtin meines Lebens so viel Freude machen, als ich kann. Gib, daß ich die Schwachheit, die ich an ihr entdecke, willig dulde, eingedenk, daß ich auch die meinigen habe, die sie an mir zu dulden hat. Verhüte es, daß ich sie nie despotisch behandle und blinden Gehorsam von ihr fordere; gib vielmehr, daß ich sie mit Weisheit und Liebe regiere, wie du, mein Erlöser! deine Kirche regierest. Du hast auch meine Ehe gesegnet, o Herr! Meine Kinder sind ein Geschenk von deiner Hand, diese theueren Pfänder hast du meinen Händen anvertraut, und wirst sie auch einst wieder von meinen Händen fordern. Laß mich Sorge tragen für diese zarten Sprossen. Laß mich sie erziehen zu deiner Ehre und ihrem Heile. Gib, daß ich den Keim des Edlen und Guten in ihre zarten Herzen lege. Auch für meine Dienstbothen flehe ich um deinen Segen. Laß mich sie nicht wie 93 fremdartige Wesen betrachten und behandeln, und es nie vergessen, daß auch sie meine Kinder, meine Brüder und Schwestern sind. Laß mich in meinem Hause immer mit Liebe herrschen, mit Klugheit regieren. Ordnung, Arbeitsamkeit, Gehorsam, Sitteneinfalt und Gottes= furcht sollen immer die Grundpfeiler meines Hauses und dessen Schutzgeister seyn, durch die ich Freude, Wohlstand, Zufriedenheit und Segen über einen Kreis guter Menschen verbreite. Dann erwarte ich es von deiner lohnenden Vatergüte, daß du mich einst, wenn ich hier nicht mehr werde haushalten können, zu dir in die Wohnungen der Seligen aufnehmen wirst. Amen. Gebet einer Hausmutter. „ Der Schmuck der Weiber soll nicht auswendig in Haargeflechten und umhängendem Golde, oder in der Pracht der Kleider bestehen, denn ein Mensch mit sanftem Geiste, der ist kostbar vor Gott. Also haben sich auch vor Zeiten die heiligen Weiber geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott seşten, und ihren Ehemännern unterthan waren." suis Der Beruf einer Hausmutter, den du, gütiger Allvater! mir hier angewiesen hast, 94 ist eben so schön als wichtig. O, ich bin ein schwaches Weib, und die Pflichten der Gattin, Mutter und Hausfrau sind für weibliche Schultern zu schwer, als daß ich sie ohne deinen Beistand tragen könnte. Gott, der du auch in den Schwachen stark bist, unterstüße meine weibliche Schwäche mit deiner alles vermögenden Gnade, damit ich den schönen nnd ehrwürdigen Namen einer Hausmutter ganz verdiene, den ich trage. Ich will, von deiner Vaterhand unterstützt, Tag und Nacht, nicht sowohl für mich, als für die Meinigen, sorgen. Ich will mir selbst nicht gehören. Mein Schicksal, Glück und Unglück ist an das Glück und Unglück meines Mannes gebunden, der mir einst fremd war. Was er mir für ein Loos bereitet, mit dem will ich vorlieb nehmen. Wird er arm, so will ich seine Armuth mit ihm theilen; wird er verfolgt, so will ich unschuldig seine Leiden mit ihm tragen; wird er frank, so will ich sein warten und pflegen. Ich will ihm das Regiment nie abtrotzen; mich nie vom Widerspruchs- Geiste beherrschen lassen; denn ich habe ihm Gehorsam am Traualtare geschworen. Ich bin Mutter, und will für meine Kinder mehr als für mich selbst sorgen. Mit 95 Schmerzen und Gefahr gab ich ihnen das Leben, und will mit Selbstverläugnung über dieselben wachen. Ich will wachen, wenn alle Andere schlafen können, für den geliebten Säugling. Ich will den holden Liebling am Krankenlager hüten, auf seine Athemzüge horchen, und in der Einsamkeit beten. Schenke mir die Einsicht, meine Kinder zu deiner Ehre und ihres Vaters Freude zu erziehen. Bewahre mich aber dabei vor jener Liebe, durch welche so manche Mütter ihre Lieblinge zum Verderben führen, ihren Gatten fränken, und sich vor dir die schwerste Verantwortung aufbürden. Ich bin Hausfrau. Ich habe für Andere zu denken. Sollte ich auch erkranken, so soll und will ich doch für die Gesundheit Anderer wachen. Sollte ich auch manche Erquickung, manche kleine Freude entbehren müssen, so will ich doch erst dafür sorgen, daß meine Angehörigen ihren Theil empfangen und ihre Freude genießen. Ich will der Engel des Friedens, der sichtbare Schußgeist der häuslichen Ordnung und Glückseligkeit seyn. Ich will mit meiner Mutterliebe und Muttersorge Alles umfassen. Urquelle alles Guten, der du diese schönen 96 Vorsäge in meinem Herzen erweckest, gib mir auch das Vollbringen derselben, damit ich einst mit dem süßen Bewußtseyn sterben möge, daß ich ein fruchtbarer Baum auf Erden war. Gebet einer Witwe. ,, Eine wahre Witwe, die ganz verlassen ist, hoffet auf Gott, und bittet und betet Tag und Nacht. Unendlicher! eine trostlose und gebeugte Witwe erscheint vor dir, ihr beklommenes Herz in deinen Vaterschooß auszuschütten, und dich um Trost und Hilfe anzuflehen. Du kennst den Vers lust, den ich durch den Tod meines Mannes erlitten habe. Er war meine Stütze, er war der Brodvater meiner Kinder. Mit ihm starb meine größte Freude; mit ihm brach der Tod meine beste Stüße; und mir ist von meinem vori gen Glücke nichts zurückgeblieben, als eine traurige Erinnerung an dasselbe, und auch diese verdüstert das Gewimmer meiner vaterlosen Kinder, die sich mit Thränen im Auge um den väterlichen Freund umsehen, und nur eine weinende und ohnmächtige Mutter erblicken. Nun liegt die ganze Last der Erziehung und Versorgung meiner 97 bedauerungswürdigen Kinder auf meinen schwachen weiblichen Schultern. Ich fürchte, daß ich unter der Last meines Kummers erliegen und meine armen Kinder ganz zu Waisen machen werde!- Aber lebst denn nicht du noch, Tröster aller Witwen und Waisen? Bist du denn nicht der Beschüßer aller Verlassenen? Warst nicht du es, der mich zur Witwe und meine Kinder zu vaterlosen Waisen machte? - Ich bin überzeugt, daß Alles, was du anordnest, eine Folge deiner unendlichen Weisheit, deiner gränzenlosen Liebe und Güte gegen uns Menschen ist. Eben darum will ich mich und meine verwaisten Kleinen dir allein anvertrauen. Erleichtere meine Muttersorgen durch deinen Beistand. Von diesem unterstützt, will ich meinen Kindern das Beispiel geben, daß auch ein schwaches Weib mit deiner Gnade und ihrer eifrigen Mitwirkung sie zum Ziele der Glückseligkeit führen könne. SED Das sey jeden Tag meine größte Muttersorge, Liebe zu dir und zur Tugend in ihre weichen empfänglichen Herzen zu pflanzen. Gib mir Geschicklichkeit und Eifer genug, aus ihnen deine ächte Verehrer und nützliche Glieder der 9 98 menschlichen Gesellschaft zu bilden. Erwecke für die Mutter theilnehmende und unterstüßende Freunde; den Kindern aber schenke willige Folgsamkeit für gute Lehren; dann sollen nur sanfte Thränen um meinen verstorbenen Gatten fließen; ganz will ich mich der Erziehung seiner Ebenbilder weihen; dann werden sie mich einst mit Dank zu Grabe begleiten, und mir der Ruhm ins Grab nachhallen können Sie war es werth, Mutter zu seyn." Amen. Gebet einer Waise. Wen deine Klage ruft, Der ruht in dunkler Gruft. Doch die Entriss'nen loben Der Waisen Bater oben! Zu ihm erheb' den Blick, Er wird dir Gnade spenden; Denn jedes wahre Glück Kommt nur aus seinen Händen. Die, denen ich nach dir, Urheber aller Wesen! mein Daseyn zu verdanken habe, meine lieben Eltern, diese meine ersten und größten Wohlthäter, deckt schon die Erde. Du, Allge 99 genwärtiger! siebst mich ohne sie, ohne Freunde und Lehret, mit dem Pilgerstabe in der Hand, dem ungewissen Schicksale meiner Zukunft entge= genwandeln, da mir der Tod meine uneigennüßigsten Freunde, Führer und Lehrer entrissen bat. Doch warst nicht du es, Allweiser und Allgütiger! der mich zur frühen Waise machte? Und kannst du dabei andere als weise und wohlmeinende Absichten haben? Habe ich denn mit meinen Eltern Alles verloren? Habe ich nicht dich, den rechten Vater aller Waisen, noch? Vielleicht nahmst du mir eben darum meine Eltern so früh, damit ich mich um so fester an dich anschließen möge; das will ich auch. Ich elterns loses Kind werfe mich voll findlichen Vertrauens in deine Vaterarme. Laß mich nicht sinken und Grunde gehen. Laß mich im Getümmel der Welt meine Unschuld bewahren; sie wird mir stets ein Bürge deiner Liebe seyn. Bewahre mein unerfahrenes und leicht zu verführendes Herz vor Schmeichelei, Eitelkeit und Habsucht, und gewähre mir des Himmels theuerstes Geschenk die Zufriedenheit! Dann läßt du mich einst meine verklärten Eltern in jener bessern Welt wieder 9* - 100 finden, wo mich nichts mehr von ihnen trennen wird. Call$ t0 Freunde, die ihr mich die Pfade Wahrer Tugend gehen hieß't. Auch um mich erworb'ne Gnade Ist es, die ihr dort genießt. Gebet eines Dienstboten. Ihr Knechte gehorchet in eueren Verhältnissen den Herren mit Furcht und Zittern in Einfalt eures Herzens, wie Christo. Nicht als Augendiener, als wollet ihr den Menschen gefallen, sondern als Knechte Christi, die den Willen Gottes gern erfüllen. Dient gutwillig, nicht so fest den Menschen, sondern dem Herrn; indem ihr wisset, daß ein jeder für das Gute, was er gethan haben wird, er sey ein Knecht oder Freier, von dem Herrn belohnt werde." ( 8 Gerechtester Weltenregent, der du Zepter und Bettelstäbe, Purpur und Leinwandkittel mit weiser Güte vertheilest, du hast mir das niedrige Loos eines Dieners zugetheilt; ich nehme es mit dankbarem und willigem Herzen von deiner Vaterhand an. Es kömmt ja nicht darauf an, ob ich auf der Schaubühne dieser Welt eine niedrige und. unansehnliche, oder eine hohe und glänzende Rolle spiele; sondern vielmehr wie ich sie spiele. Bei dir, Gerechtester und Unpartheiischer! gilt fein 101 Ansehen der Person; wenn ich meinen Beruf als Dienstbote treu erfülle, kann ich eben so gut auf deinen Beifall rechnen, wie jener, der auf einem glänzenden Posten steht. Ich bin so gut dein Kind, dein Erlöster, als der, dem ich dienen. muß. Laß mich daher diesen größten aller Vorzüge demüthig und dankbar erkennen, und deinen Willen mit aller Treue erfüllen. Wenn ich von meinem Herrn öfters unsanfte Worte höre; wenn ich sehe, wie sich Andere ergößen, und nach ihrer Bequemlichkeit ruhen, während ich hart arbeiten muß: so laß mich nicht vergessen, daß auch mein Herr Mensch ist; daß auch er seine Sorgen hat, und daß auch er( nur auf eine andere Art) arbeiten, und sich vielleicht auch manches Unangenehme von seinen Vorgesetzten gefallen lassen muß. Entferne von mir Stolz, Rechthaberei, Untreue und Heuchelei, weil sie mit den Pflichten streiten, die ich meiner Dienstherrschaft schuldig bin. Nahm doch mein Erlöser selbst Knechtsgestalt an, und kam nicht darum in die Welt, um sich bedienen zu lassen, sondern Andern zu dienen. Dieser Gedanke soll mich arbeitsam und zufrieden machen; er soll mich stärken und 102 trösten in jeder bittern Stunde, wo ich das Joch des Dienstes fühle. Alles will ich dir, mein Herr und Vater! mit willigem Herzen aufopfern und dabei des stillen Feierabends gedenken, der mich nach diesem Leben in der Ewigkeit erwartet. Amen. Gebet eines Jünglings. Des Jünglings Herz seh' erst empor, Gott! auf deine Hand; Eröffnet sey sein Aug und Ohr, Und heiter sein Verstand. Er sey der guten Eltern Lust, Im Alter noch ihr Stab; Und feines Undanks sich bewußt, Sey heilig ihm ihr Grab. Er schreite fest durchs Leben hin erkorne Nie aber ſey ein edler Sinn, Nie Tugend ihm ein Spiel! Wer, seinen Gott in seiner Brust, Die Lebensbahn durchfliegt, Dem trägt sogar der Schmerz noch Lust, Der hat schon obgesiegt. Allgütiger! dessen Vaterhand mich von der Wiege an bis ins Jünglingsalter so liebevoll geführt und geleitet hat, ziehe deine Hand auch 103 iegt in meinen Jünglingsjahren nicht von mir zurück, wo meine Wege immer schlüpfriger, und die Gefahren, die mich umlagern, immer häufiger werden. Schütze meine unerfahrene Jugend vor den Gefahren der Versuchung, vor den schmeichelnden Lockungen des Lasters. Laß mich besonnen und vorsichtig in der Wahl meines Umganges seyn. Laß mich solche Gesellschaften fliehen, von denen mir ein eigenes Gefühl sagt, sie seyen anstößig und schlecht. Am vorsichtigsten soll und will ich im Umgange mit Personen des andern Geschlechtes seyn. Die Edlen unter ihnen können mich schneller veredeln, als meine tugendhaftesten Freunde; die Schlechten unter ihnen können mich aber auch eh er verderben, als der Verdorbenste meiner Bekanntschaft. Gib, göttlicher Herzenslenker! daß ich mich im Umgange mit Personen des andern Geschlechtes selbst ehre; nie mit meinen Empfindungen tändle, die die heiligsten seyn sollen, weil ich sie vielleicht einst einer tugendhaften Gattin weiben soll. Laß mich Herr meiner selbst seyn, und nicht an mir dulden, daß eine blinde Leidenschaft mein Inneres überwältige und verzehre; eine Leidenschaft, die mich zum Spotte Anderer berabwürdiget. 104 Laß mich nicht Verbrecher an der Ruhe eines glücklichen Herzens werden, indem ich Leidenschaften in demselben hervorzurufen suche, die meine Verhältnisse mir nicht zu befriedigen gestatten. and Und empfinde ich Liebe, meiner würdig, so laß mich die Unschuld, den Namen, die Ruhe, die glückliche Gemüthsstille um so mehr ehren, je mehr ich sie liebte. Ich will mich) selbst bekämpfen, schweigen, meiden, und Mann seyn, damit ich den geliebten Gegenstand nicht unglücklich mache. Astibelnjs☺ wisdo Geber alles Guten! die Lehren deiner heiligen Religion sollen meine erste Weisheit und Vorschrift meiner Handlungen, meine Führer im Leben, mein Schutz in Versuchung, mein Trost in allen Widerwärtigkeiten seyn. So wird mein Jünglingsalter in jenes des Mannes zu deinem Wohlgefallen übergehen, und das gute Samenkorn, welches ich in der Jugend ausgesäet, im Alter zu guten Früchten aufschießen. Amen. 105 Gebet einer Jungfrau. Schüß' meiner Unschuld Heiligthum, Gott! verlaß mich nie; Glück, Geld und jeder eitle Ruhm, Erseßt die Unschuld nie, Mein Schußgeist sey Religion, Sie hält die Jungfrau rein, Vor der Verführung, List und Hohn, Und vor der Reue Pein. Sie führt die Unschuld wundersam Durch jegliches Geschick, Und wie von Gottes Hand sie kam, Zu ihm zum Lohn zurück. Ich soll meinem Geschlechte nach einst eine beglückende Gattin, eine bildende Mutter, eine weise Vorsteherin des Hauswesens seyn. Diese Bestimmung ist zu wichtig, zu viel umfassend, als daß ich mich nicht jetzt schon als Jungfrau auf dieselbe vorbereiten sollte. Ich darf es nie vergessen, daß ich meine fünftige Glückseligkeit nicht dem fünftigen Gatten, nicht seinem Stande, nicht seinem Vermögen danken kann, sondern denjenigen Vollkommenheiten und Tugenden, die ich mir schon als Jungfrau erworben habe. Es so mir tief eingeprägt bleiben, daß diese Tugenden die schönste Morgengabe sind, welche ich einst 106 meinem Bräutigam zubringe, und daß ich einst alles andere Glück verlieren, aber nie dasjenige einbüssen kann, welches ich in meinem Herzen durch eigene Kraft und Ueberzeugung gegründet babe. In meinem jungfräulichen Stande soll mein Hauptbestreben dahin gehen, mir einen Schmuck zu erwerben, der mit den Jahren nicht verfliegt, mit der Mode nicht altert, sondern mich als betagte Matrone achtungswürdig erhält. Und dieser Schmuck- so spricht, so spricht, o Gott! dein hei liges Wort bedeutungsvoll in meiner Brust- dieser Schmuck soll nicht auswendig seyn, mit Haarflechten, Goldumhängen oder Kleideranlegen; sondern der verborgene, innere Mensch des Herzens unverrückt, mit sanftem und stillem Geist, das ist köstlich vor Gott. 1. Pet. 3, 3. 4. Geist Gottes! flöße mir jene weiblichen Tugenden ein, durch die ich einst mich selbst und die Meinigen beglücke. Regiere mich, damit mir Seelenschönheit immer werther werde, als Leibesschönheit; durch sie gefalle ich dir; Anmuth und Gestalt der Geberden reizt vielleicht nur flüchtig die Begierde oder das Wohlgefallen des Sinnlichen. Laß mich schon jetzt die reizendste und wohlthätigste aller Pflichten erfüllen, in dem 107 Verhältnisse, worin ich mich befinde, als Tochter, Schwester, als Verwandtin unter den Meinigen, durch bescheidenes, sanftes Eintreten Zwietracht hindern, Freundschaft und Frieden herstellen, Liebe und Sanftmuth unter Allen befördern. Laß mich ein Beispiel des Fleißes und der Arbeitsamkeit vom Morgen bis zur Nacht seyn. Der edle Mann liebt und achtet die Hand gewiß höher, welche geschäftig ist, durch Ordnung und Reinlichkeit das Haus zum Tempel der Glückseligkeit zu machen, als eine Hand, die nur die Hard des Puzzes versteht. Verleihe mir endlich die Gnade, daß ich jedes meiner Tagewerke mit frommem Sinne beginne, übe und ende. Ich will in der Religion, in der treuen, andächtigen Uibung religiöser Pflicht gern das Beispiel meiner Gespielinnen, meiner Freundinnen seyn. Ich will es seyn, ohne Anmaßung, ohne Gezwungenheit, ohne damit glänzen zu wollen. Nur du, o Gott! nicht aber mein Vater, nicht meine Mutter, selbst nicht einst mein Bräutigam, mein Gatte, soll von den Gefühlen und Bewegungen meines Herzens der Vertrauteste seyn. Keiner ist mein bleis bender Freund. Schicksal und Tod werden mir 108 Manchen rauben; aber du, o Gott! bleibst mir ewig. Du wirst mich schützen, du wirst mir helfen, du wirst für mich sorgen. Gebet eines Soldaten. Rauchet gleich im Schlachtgetümmel Menschenblut oft gegen Himmel, Mord' ich selbst oft Menschen hin; 2 Will ich doch im Sturm der Schlachten, Guter Gott! den Feind noch achten, Dessen Bruder ich stets bin. Dort, wo Waffenlose weinen, Will ich fromm als Christ erscheinen, Greise schüßen, Weib und Kind; Liebreich trocknen ihre Thränen, Deren Schatten zu versöhnen, Die der Pflicht gefallen sind. Herr der Heerschaaren! der Stand, zu dem du mich berufen hast, ist eben so ruhm- als gefahrvoll. Ich bin dazu bestimmt, für die Rechte meines Monarchen, für die Freiheit meines Vaterlandes, für das Eigenthum meiner Mitbürger zu streiten; ja sogar nach meinem Schwur, willig Blut und Leben hinzuopfern. Welchen Gefahren ist mein Leben ausgeseßt, wenn mich die Kriegstrompete ins Schlachtgetümmel ruft! Doch ich will in dieser gefährlichen Lage nicht verzagen, denn deine Allmachtshand 109 ruhet ja über mir. Es fällt ja kein Sperling vom Dache, kein Haar von meinem Haupte, ohne deinen Willen; um so weniger werde ich ohne deinen Willen in der blutigsten Schlacht fallen. Willst du mich erhalten, so mögen Tausende zu meiner Linken und zehn Tausend zu meiner Rechten fallen, ich werde nicht umfommen. de Noch mehr habe ich es nöthig, daß du mich gegen die Feinde meines Seelenheils schüßzest, und mich aus den Gefahren, die in meinem Stande meiner Seele drohen, rettest. Dich, Vater im Himmel! wähle ich daher zu meinem Führer. Ich will nie vergessen, daß auch meine Feinde deine Kinder, meine Brüder sind. Bewahre mich vor tollkühner Tapferkeit und Raubsucht. Nur Selbstvertheidigung und ein mir befohlener Ungriff sey meine That; verflucht aber sey der Gedanke: Wehrlose zu morden, zu schänden, zu berauben! Ich will nach geendeter Schlacht Del in die Wunden des Bruders gießen, und das Eigenthumsrecht, für das ich streiten soll, nicht selbst an meinen Feinden verlegen. Gib mir den Edelsinn, die Ruhe des Bürgers zu ehren, der einen großen Theil seines mühevollen Erwerbes 110 der Erhaltung des Militärs widmen muß. Ich will der Fahne meines Vaterlandes ohne Verachtung der übrigen Stände folgen, welche zur Erhaltung des Ganzen, eben so wie ich, das Jhbrige beitragen. Ueberhaupt will ich nie durch falsche Grundsäße verleitet, so tief von meiner Menschenwürde herabsinken, daß ich es mir zur Schande anrechne, als Soldat Religion zu haben. Ich will es vielmehr bedenken, daß selbst der mit Lorbeeren bekränzte Held an seinem Ruhme verliert, wenn er, nachdem er Städte und Länder erobert hat, sich selbst nicht zu besiegen weiß, und Sklave seiner Leidenschaften ist, und die Vorschriften der heiligen Religion nicht achtet. Ich will es nie vergessen, daß ich eher zu deiner Fahne, mein göttlicher Religionsstifter! als zur Kriegsfahne geschworen habe. Und wenn ich dir meineidig würde, und deine heilige Religion durch meinen Wandel verläugnete, was hätte wohl mein Vaterland von meiner Treue zu erwarten? Das soll mein Hauptbestreben seyn, nicht nur ein braver Krieger, sondern auch, was noch rühmlicher ist, ein rechtschaffener Christ zu seyn. Dann mag ich immerhin auf dem Schlachtfelde mein Grab finden, du wirst meinen fliehenden Geist in die 111 Wohnung des Friedens aufnehmen, wo uns die unverwelkliche Siegespalme zu Theil wird. Amen. SOUST Gebet eines Landmannes. Sey mir gesegnet, freundlicher Pflug! Du harmloses Werkzeug der Nahrung; Gott! ich bin reich, ich bin groß genug. Gibst du mir Kraft und Erfahrung. is) sid Weiser und gütiger Weltregierer, der du selbst die verschiedenen Stände in der Welt anordnest, undjeden Bürger derselben auf seinen Posten stellest, du hast mich zu einem Stande berufen, der von vielen geringgeschätzet und nicht geachtet wird. Das soll und wird mir aber meinen Stand keineswegs verleiden. Mein Stand wird selbst von einsichtsvollen Landesfürsten geschätzt, weil er zur Erhaltung meiner Mitmenschen der unentbehrlichste ist. Freilich muß ich im Schweiße meines Angesichtes arbeiten, und der Erde ihre Früchte abgewinnen; freilich hat mein Stand Lasten, die schwer auf meinen Schultern liegen; aber er hat auch seine Vortheile, die mich gegen andere Stände schadlos halten. Selten sieht 112 der Städter die Werke deiner Allmacht und Gütedie Saat, den Keim und die Früchte deines Segens, während ich den Funken deiner Allmacht, die Sonne, täglich aufgehen, Alles sprossen und gedeihen sehe. Mit immer neuer Freude ergöße ich mich täglich an deinem Segen, um endlich die selbst erbaute Frucht mit entzücktem Gemüthe zur Scheuer zu bringen. Trifft mich auch ein Mißjahr; stirbt mir mein Vieh aus; treffen mich 13 gleich andere Unglücksfälle, so denke ich nach der Weise unserer frommen und zufriedenen Vorfahren: ,, Der alte Gott lebt ja noch. Seine milde Hand ist nicht verkürzt; er kann und wird mir im kommenden Jahre meinen Verlust mit Gewinn wieder ersetzen." Wenn du nun aber, Allgütiger! dieser meiner Erwartung entsprichst, und mich um so reichlicher segnest; so laß mich meinen Wohlstand nicht zur Untreue gegen dich, nicht zur Härte und Verachtung meiner ärmern Brüder verleiten. millor Auch bewahre mein Herz, daß ich andere Stände, die nicht, wie ich, zur harten Arbeit bestimmt sind, beneide, und mich mißvergnügt an ihre Stelle wünsche; denn der Stand Derjenigen, welche für uns mit dem Verstande arbeiten 113 müssen, um Ordnung zu erhalten, ist ja weit beschwerlicher. Sie würden eher das Feld bestellen lernen; aber mir würde ihre Kopfarbeit, die Geist und Körper angreift, mein Leben mühsam und sorgenvoll machen. Du Allweisester! stellst jeden Erdenbürger auf seinen Posten, wo er zum Wohl der menschlichen Gesellschaft mitwirken kann und soll. Lob und Ehre allen Ständen! deinen Segen für sie, Vater! und für uns Alle. Amen. sid di spas Gebet eines Kranken. And the nun Me ,, Herr! sich, den du frank." n du liebeſt, der liegt Ja, du liebst mich, Gott der Liebe! wenn du mich gleich auf das Krankenlager geworfen hast, wo ich unsägliche Schmerzen leide. Ist es möglich, Vater im Himmel! so nimm diesen bittern Leidensfelch von mir. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe. Sollte es in deinem weisen Rathe beschlossen seyn, mich länger an das Schmerzenbett zu fesseln: so will ich doch nicht wider deine zwar schmerzhafte, aber gewiß wohl= meinende Fügung murren. Hielt mich doch meine Hoffnung, dieser göttliche Funke, schon oft unter 10 114 dem Drucke der Leiden aufrecht Schenke mir noch ferner die Gnade, daß ich mich in christlicher Fassung erhalte, bis ich nach deinem heiligsten Rathschlusse entweder meine Genesung oder den Tod finde. Ich will diese Krankheit meines Körpers zur Genesung meiner kranken Seele benützen. Jest, vom Geräusche der Welt entfernt, spricht mein Gewissen lauter; jetzt auf dem Krankenlager, das auch mein Sterbebett werden kann, lerne ich die hinfälligen Erdengüter aus einem ganz anderen und richtigeren Gesichtspunkte kennen. Ich will nun mit Ernst mein Haus bestellen, und mich auf den wichtigen und entscheidenden Schritt in die Ewigkeit vorbereiten. Von nun an will ich meine ursprüngliche Würde fühlen, ein vernünftiges, unsterbliches Wesen zu seyn. Mein vernünftiger Geist soll nicht mehr ein Sklave der Sinnlichkeit seyn, und ich will alle Trostgründe aus meinem zurückgelegten Leben zurückrufen, um meine Leiden gelassen zu ertragen. In deine Vaterhände lege ich meine Krankheit, meine Schmerzen und meinen. Tod. Dir opfere ich mich in Allem, und preise deine Barmherzigkeit, die mir Gelegenheit gibt, 115 die unzählbaren Vergehungen meines Lebens durch ruhig ertragene Schmerzen abzubüßen, und mich für das bessere Leben zu läutern. Lasse Schmerzen und Leiden hienieden über mich kommen, nur verschone meiner in der Ewigkeit. Amen. திட்ட Gebete für Andere. 376 3 stads d) ud tod ud a and Gebete für Andere.stię Gebet für den Landesfürsten. Erbarme deines Bolkes dich, Und der bedrängten Glieder! Gib Glück zu jeder guten That, Und laß dich, Gott! mit Heil und Rath Auf unsern Fürsten nieder. one pu König aller Könige! Es ist ein Beweis deiner weisen und gütigen Fürsebung, daß du uns einen Regenten gabst, denn wir sind ja unfähig, uns selbst zu leiten und zu schützen. Aber wie schwer ist die Pflicht eines Regenten, dem es Ernst ist, sein Volk glücklich zu machen, und seine Herrscherpflichten zu erfüllen! Er bedarf deiner Unterstüßung, deines Beistandes, unumschränkter Weltenregent! denn sich selbst überlassen, ist er zu ohnmächtig, diese viel umfassenden und schweren Pflichten zu erfüllen. Darum willst du auch, daß wir Unterthanen um Segen für unsern Landesfürsten zu dir beten sollen. O diese Pflicht erfülle ich mit Vergnügen; ich bete ja für mein eigenes 120 Wohl.- O du, der du irdischen Fürsten Kronen gibst, laß deinen Segen reichlich auf unsern guten Monarchen herabströmen, der uns eben so väterlich liebt, als wir ihn verehren. Stärke ihn, Allmächtiger! deinen Gesalbten, und wohne mit deiner Gnade bei ihm. Viele Drangsale haben bisher ſeine Regierung bisher seine Regierung begleitet; du ließest ihn begleitet; du ließest ihn aber nicht zu Schanden werden, weil er sie mit christlichem Sinne als weise und gütige Schickung von dir vertrauungsvoll annahm. Laß ihm nach vielen trüben Tagen seiner Regierung endlich die Sonne des Glückes scheinen deine und seine Kinder bitten dich darum. jism Eun Segne unser Herrscherhaus; segne sein häusliches Leben; demüthige seine und auch unsere Feinde. Dank sey dir, Allbeherrscher! für jeden edlen Gedanken, den du unserm Regenten einflößtest. Gern wollen wir ihm gehorchen und dienen; denn er ist dein Ebenbild; er ist dein Repräsentant! Vielleicht denkt er oft, wenn wir in den Armen des Schlafes ruhen, noch auf neue Wohlfahrt für uns; dann, Herr im Himmel! ist er dir ähnlich und groß. Gott! segne und erhalte unsern weisen und guten Landesfürsten. Amen. 121 toplad nishid duo vodo spol nochilise alla timind is sdsi2 oun mejos0 970) Gebet für die Geistlichkeit. ,, Gehorchet euern Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen über euere Seelen, als die da Rechenschaft geben sollen, damit sie solches mit Freuden thun, und nicht mit Seufzern." sid ait 3m96 301.( bilgnojams de Göttlicher Religionsstifter, der du deine heilige ! Kirche bis an das Ende der Welt willst erhalten haben, und uns zu diesem Ende auch immerfort Diener derselben schenkest; verleihe denselben, daß sie als wahre Nachfolger deiner Jünger uns unverfälscht deine heilige Religion lehren, und das Wohl deiner heiligen Kirche befördern. Erleuchte sie in ihrem erhabenen Berufe, damit sie uns nicht etwa aus Unwissenheit Irrthümer statt Wahrheit beibringen, und uns als blinde Führer mit sich in die Grube des Verderbens stürzen. Vorzüglich bewahre sie, daß ihr Wandel nicht etwa mit ihren frommen Lehren im Widerspruche stehe; gib vielmehr, daß sie für uns Muster eines christlichen Wandels seyen, damit ein jeder, wie einst dein Diener Paulus, mit Grund zu uns sagen könnte: Folget mir nach, und merket auf die, welche so wandeln, wie ihr an uns ein Vorbild habet." 11 122 Flöße aber auch den Schäflein Ehrfurcht, Gehorsam und Liebe ein, damit alle geistlichen Vorsteher das schwere Amt, welches du auf ihre Schultern legtest, mit Freuden und nicht mit Seufzer tragen. Mache ihre Anverwandten empfänglich für deine Lehre. Müssen sie die Zeugen unserer Vergebungen seyn, so gewähre ihnen auch die Freude, Zeugen unserer Besserung zu werden; denn nichts kann ihre Mühe entsprechender lohnen, nichts kann auch dir, Vater! der du uns unaufhörlich zu dir rufest, wohlgefälliger seyn, als wenn wir reichliche Früchte von dem guten Samen einsammeln, den sie in unsere Herzen ausstreuen. Schenk' ihnen und uns die Freude, daß sie einst am großen Gerichtstage vor deinen Richterstuhl hintreten und sagen können: Herr! hier sind Alle, die du uns anvertraut hast, und auch nicht eine Seele ging verloren. Amen. Somis sofuste anu süj si Joods nu- ug durim dulu san die el en s slalome of bloer og jus umr loon 123 Gebet für Freunde und Wohl vade il mage is thäter. nad ülgtu gis Jo No 150 mp Jump Freunde! die ihr mich die Pfade Wahrer Tugend gehen hießt, Auch um mich erworb'ne Gnade id die ihr dort genießt. Iſt es, die chi nsch seitig of fidsi nis Ich würde Unachtsamkeit und Undank gegen dich, o Gott! verrathen, wenn ich darüber Klage führen wollte, daß du mich so wenig mit wohlthätigen Freunden besorgtest. Nur muß ich erst bestimmt wissen, welche diesen schönen Titel verdienen. Meine größten Wohlthäter sind Diejenigen, welche mich vom hochpeinlichen Halsgericht erretten. Wer in mir Lust zur Tugend erweckt, Dank gegen Gott und Liebe gegen den Nächsten befördert, dieser, dieser ist der göttliche Freund und Wohlthäter, den du, Geber alles Guten! als ein edles Kleinod von meinen Händen zurückfordern wirst. Wie viele Menschen haben nicht schon von jeher an meiner Seele gearbeitet! Von der Wärterin an, der ich in der Wiege ein Abendgebet nachlallte, bis zu dem Krankenwärter, der sich über mein Sterbebette beugen und mir noch brünstige Seufzer zurufen wird; welche Reihe von unbekannten Wohlthätern, 11* 124 welche du, o Gott! beſser kenneſt als ich. Mein Herz entglüht von Dankbarkeit gegen sie, aber auch nur dieses Gefühl allein ist der Zoll, welchen ich ihnen abtragen kann. Doch, bist denn du nicht der eben so gütige als mächtige Vergelter alles Guten? Siehst du nicht eben mit so viel Wohlgefallen auf ein dankbares Herz herab, als du das schwarze Laster des Undanks verabscheuest? Ich darf dir daher in voller Zuversicht die Bitte für meine Freunde und Wohlthäter vortragen. Segne sie auf ihren Wegen; laß ihre Unternehmungen heilsame Früchte bringen. Laß mich sie nie durch das Laster des Undanks beleidigen und kränken; vielmehr durch die treueste Anhänglichkeit wenigstens das Verlangen bezeigen, mich ihrer Wohlthaten würdig zu machen. Schenke ihnen ein langes, heiteres Leben, den Segen der Tugend und häusliche Zufriedenheit, und wenn sie einst dieses Pilgerleben verlassen, so tröste ihre scheidende Seele das Andenken erzeugter Wohlthaten. Amen.sp mod ng aid stllolbou isdagdnodi mio opsie d sttadsdratnim vodu do 30 st og spiffmind hon sim dnu noguad asthilda@ stuualadnu now spist schlom din on putlo bad bin and mast 125 Gebet für die Eltern. Von Sinai wettervollem& Fels Erscholl einst Gottes Lehre: Bezeigt, ihr Söhne Israels, nochildilt 19 di dojdok 750007 distus 2008. Wer lang und glücklich leben will, Gehorche ihnen froh und still. zim sings dos esp anpilsod nim do teg Unter allen Wohlthätern, welche du mir, o Gott! schon geschenkt hast, stehen unstreitig meine lieben Eltern oben an. Als ich eben so bilflos, als ohnmächtig in die Welt trat, wer war es, der sich meiner annahm? Viele Nächte durchwachte die zärtliche Mutter, und lauschte mit unbeschreiblicher Sorgfalt über meiner Wiege. Pläne zu meiner Erziehung entwarf der gute Vater; und als ich herangewachsen war, sorgten Beide für das größte Glück des Lebens- Religion und Tugend. Sie pflanzten Liebe und Furcht gegen dich in mein weiches empfängliches Herz, welches nun vertrauensvoll dir entgegen schlägt. D, ſolche uneigennüßige Freunde habe ich seitdem nirgends mehr gefunden; so weich, als ich auf dem Schoße meines Vaters, meiner Mutter saß, sest mich die Welt nicht mehr. Wie viele Verpflichtungen, die guten Eltern zu lieben 126 und dich, Allmächtiger! für ihre Erhaltung und Wohlfahrt inbrünstig anzuflehen! Laß mich doch immer fromm, folgsam und überzeugt seyn, daß weder Alter noch Stand mich von der kindlichen Pflicht entbinden, so wird ihnen die Freude über ein wohlgerathenes Kind ihre Sorge lohnen. Ihr can dor mandi apro Wink soll mir heiliges Gebot seyn. Laß sie mir zur Freude recht lange leben, damit ich immer mehr Gelegenheit habe, meine Schulden an ſie abzuzahlen. Den Abend ihres Lebens will ich ihnen durch findliche Tugenden schöner@ machen; und wenn ich ihnen einst im hohen Alter weinend die Augen zudrücke, die so lange für mich gewacht haben, so schmücke sie die unverwelkliche Krone der Seligen. Amen. lep di 198- દા noip Gebet für die Verstorbenen. O trag nur stillen, festen Muthes Die auferlegte schwere Last! Das Allerbeste will nur Gutes; Denk nie: die Liebe zürnt und haßt. Gott, der da schuf das Baterherz, olm Er hätte Freud' an Kinderschmerz? Er nahm, was er dir hat gegeben, nedsil Einst gibt er, was er dir hier nahm; sonism 2 ignit 101 msotis)( bi Slo situ alsie 127 010918 monism Nur Vorübung ist dieses Leben, si Und gut, wie von Gott es kam. Das dunkle Räthsel dieser Zeit od dan dob Lös't herrlich einst die Ewigkeit. si schle boo? Gott und Vater! du hast ein großes Opfer von mir gefordert. Ach! die ich so heiß geliebt, die schlummern nun im Grabe! Mein Arm streckt sich vergebens nach ihnen aus; mein leiser Seufzer ruft vergebens die mir so theuern Namen, und meine Thränen fließen ungesehen. Doch wohin verleitet mich mein Schmerz über den Verlust der Geliebten. Wer hat sie mir ent= zogen? War es nicht Gott, der mir sie gab? Und ist das, was Gott thut, nicht immer wohlgethan? O geheiliget sey dein Wille, Vater im Himmel, der nur immer unser Bestes will! Ich küsse voll Unterwerfung deine Vaterhand, die meine Liebsten und Theuersten mir entzog. Reme Aber erlaube mir, mich Jener zu erinnern, welche vorangingen den Weg, den jeder, der vom Weibe geboren ist, gehen muß. Sie haben ihre Wanderschaft in dieser Welt vollendet, und sind nach abgelegter Hülle zu dir, unserm gemeinschaftlichen Vater, zurückgekehrt. Aber ihr Andenken bleibt immer noch in meiner Seele zurück. Noch fühle ich ihre zärtliche Sorgfalt, ihre - 128 Treue, ihre Liebe, ihre ungeheuchelte Freundschaft, und benetze die Erde mit meinen Thränen, welche sie deckt. Ihr Andenken ist meinem Herzen zu heilig, als daß ich mich um ihr Loos in der Ewigkeit nicht bekümmern sollte. D, wenn die Heißgeliebten vielleicht dort für noch unge: büßte Sünden Strafe leiden: so versöhne sie deine gränzenlose Barmherzigkeit mit dir! Laß die unendlichen Verdienste deines vielgeliebten Sohnes ihre Schuld tilgen, die, wenn sie auch noch so groß ist, doch von deiner Barmherzigkeit unendlich übertroffen wird; auf daß sie von jeder Makel gereiniget, bald begnadigt in dein Reich aufgenommen werden, wo ich sie einst auf ewig wieder finden werde. sidad hat der Tod uns gleich geschieden, de onism po Ewig währt des Herzens Pflicht; Theure Todten, ruht im Frieden, Unfre Liebe stirbt ja nicht. duis sedle niss mod gadieds and you mad ogni sogon schlom sadi madad si ju njog i stadse sdisk dni dnu dn obredne nismag musid ugoligstyslogda dona ule vh ve10219 35108 biry oloisen mi evdiilnigra obilivig bilforb om idisid asinsd di old bott Gebete bei verschiedenen Veranlassungen. reu mamadalal jad atada napreesisal Eng $ 81 20 mochila moginis dou Gebete bei verschiedenen Veranlassungen. om( bi Hut soit Am Geburtstage. Ich?- straft mich doch ihr Augenblicke, Da mich die Windel erst umschloß; mi nesp Wo war der Held von seinem Glücke, bildns als ich entblößt in Thränen floß! Erwärmt von unbekannten Armen, Unwissend, wer mir Nahrung gab, Ching von mitleidigem Erbarmen Mein unempfund'nes Wesen ab. 1994 Mein Geburtstag bleibt unstreitig einer meiner wichtigsten Tage! Er hat zu viel Lehrreiches, als daß ich ihm heute, wo ich sein Andenken feiere, nicht eine ernstliche Betrachtung weihen sollte.- Der Tag meiner Geburt soll jetzt meiner eingebildeten Hoheit Verweise geben. Meine jetzigen Tage sind bestochene Schmeichler, der heutige schildert mich, gleich einem alten, offenherzigen Bedienten, freier, denn er sah mich nackend und ohnmächtig. Könnte ich jetzt alle Auftritte dieses für mich so entscheidenden Tages wissen! So aber sind es wenige Ueberlieferungen 132 nebst einigen ähnlichen Fällen, welche mich belehren. Gaidare ind tidi ich meiner Mutteeschent sitterte zwischen Ich trauriges utter! mein water Vater - Geschenk! Todesangst kostete Furcht und Hoffnung, seine Geliebtesten zu verlieren, oder Mutter und Kind mit Freudenthränen zu küssen. Alles stand oder lief athemlos in feierlicher Erwartung; brünstige Gebete stiegen gegen Himmel; Thränen, Seufzer und Gelübde drangen hinauf. Gott erbarmte sich endlich, und ich kam auf die Welt. ne Sim T Onshiwni O hätte ich damals Verstand und ein empfindsames Herz gehabt, ich hätte den todtenmäßigen Anblick meiner armen Mutter nicht ertragen können; für Mitleiden hätte ich mich ausge= weint. So aber weinte ich über mich, als sey mir großes Unheil zugefügt, und schlief bald darauf ein, da hingegen meiner entkräfteten Mutter der Schlaf versagt ward. Die liebe Mutter tröstete mich, sobald ich anfing zu weinen. Kaum war ich da, so kostete ich meinen Eltern mehr, als ich ihnen jemals wieder erstattet habe. stio se Wo sind die wohlthätigen Hände bei meiner Geburt? Wo die zärtlichen, die mich so uneigennüßig an ihre Brust drückten? Ach, solche Zärt 133 lichkeiten empfangen wir hernach nicht mehr. Die mich damals füßten, wiegten und anlachten, haben Andern Plaß gemacht, welche mich drängen und zum Beinen vermögen.- was wimmere ich? Ich war doch Aber mam del te damals nur ein Embryo( eine unentwickelte Leibesfrucht) von einem Menschen; konnte weder denken, noch weniger Gott danken und beten. Jetzt aber kann und will ich es.snis bon dol Dank, innigen Dank dir, mein Herr und Vater, für Alles, was du schon bei meinem Eintritte in die Welt an mir gethan hast. Ich will mich bestreben, das, was ich an Tugend, Thätigfeit und guten Eigenschaften bisher versäumte, durch meine noch übrige Lebenszeit, so viel möglich, wieder einzubringen. Ja, der heutige Tag, der Tag meiner Geburt, soll der Anfang meiner Besserung seyn. Laß mich ihn nicht wieder erle= ben diesen Tag, ohne das Bewußtseyn, daß ich ein besserer Mensch geworden bin. Ich will den Kampf gegen jedes Uibel, gegen jede Sünde muthig beginnen. Ich will als treuer Nachfolger des Erlösers jedes Kreuz willig tragen, und des Glückes meiner ewigen Bestimmung immer würdiger werden. Mit diesen Gesinnungen, mit 134 diesem Vorsatze darf ich mich meines Geburts tages freuen, und ihn dankbar segnen. Segne auch du ihn, mein Vater! sul noded Gebet bei einem großen Verlust. „ Der Herr gab's, der Herr nahm's; ſein Name sey gebenedeit." So sprach, o Gott! dein frommer Diener Hiob nach einem weit größern Verluste, als der ist, den ich erlitten habe. Ich will ihm mit ungeheuchelter Ergebung in deinen heiligsten Willen nachsprechen: Der Herr gab's, der Herr nahm's; sein Name sey gebenedeit." Wohin ich meine Augen nur immer richte, erblicke ich Berge von Wohlthaten, welche die Welt dir zu verdanken hat. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bieten mir einen Spiegel dar, aus dem mir dein holdes Vaterauge entgegenstrahlt. Und ich sollte kleinmüthig verzagen, wohl gar wider dich murren, da es deine weise Güte für gut erachtete, mir ein Gut zu entziehen, dessen längerer Besitz mir gewiß schädlich gewesen wäre? Das sey fern von mir! Gern und willig unterziehe ich mich deiner väterlichen Fügung. Nicht an dem entge= 135 gengesetzten Gut, noch an Allem, was ich habe, hänge mein Herz; an dir, höchstes Gut! soll es hängen, der du Alles mit größter Weisheit und Liebe für deine Geschöpfe ordnest. Prüfe mich; nimm mir Alles, was die Welt geben kann, getrost bleibe ich dein Kind. Nein! wahres Glück klebt nicht an dieser Erde; deine flammende Sonne, Welten, die um sie sich bewegen, die ganze Sonnenwelt wird vergehen; Alles wird in sein voriges Nichts zurücksinken: aber dein Wort, Unveränderlicher! bleibt unvergänglich, wie du selbst. Laß mich nur auf dieses hoffen, und bei jedem Verluste darauf bauen: so wird mich gewiß kein irdischer Verlust, wenn er gleich noch so groß wäre, von dir trennen. Amen. adm shoid din si negail sold smisl Gebet, wenn man sich auf einem Gottesacker befindet. glof Gem? esd Jins Ja süßes Grab, du Labsal müder Herzen, Du raubst mir nichts, vergräbst mir meine Schmerzen, Und spinnst mein Puppenkleid in deinen Schooß hinein; Dann lebt das junge Kind mit neuen Flügeln wieder, Und And stößt, was was dort nicht gilt, den alten Erdkloß nieder. Es ist fast keine Nation, die nicht Achtung für Gräber hätte. Sie sind auch unserer Achtung 136 werth. Wer Gräber bloß für Anger der Fäulnis und des Abscheues hält, der wird und kann sie freilich nicht achten. Aber das verräth eine häßliche Denkungsart. Der Sarg des Frommen ist ein Sofa, in welchem er ausruhet. Das Grab ist unser zweiter Mutterschooß, in welchem wir der Verklärung entgegenreifen. Paläste erin nern an ihre fünftige Zerstörung, Gräber an die Auferstehung. Alle diese einsamen Hügel werden sich einst unter Posaunenschall eröffnen, und jeder Todte wird über sich selbst staunend da stehen. Und welche Schule der Weisheit sind die Gräber nicht für die Lebenden! 6s indionu i Da liegen sie, die Günstlinge des Glückes, wie die Söhne des Unglücks! Hier liegen Freunde und Feinde, Reiche und Arme, Große und Kleine; hier liegen sie, und dienen dem Wurm zur Nahrung. Mit ihnen zugleich zerstieben alle stolzen Entwürfe zu Glück und Größe- alles Gefühl des Lebens, alle Güter der Erde, alle Leiden und Freuden schwanden mit dem letzten Hauch. Nur die unsterbliche Seele ist mit dem Bewußtseyn guter und böser Thaten hinübergeeilt in die Ewigkeit, wo du, Richter der Lebendigen und der Todten, uns erwartest. Göttlicher - 137 Todesbezwinger, Herr Jesu! Du hast den Gräbern das Fürchterliche genommen, und bewahrest einst jedes Stäubchen von mir. Der Engel saß glänzend an deiner Grabesthüre; auch die meinige kann nur ein Engel entriegeln. Und ob mein Sarg und mein Gebein nicht gänzlich unter der Erde vermøderten: meine Seele ist alsdann zu groß, um auf solche Kleinigkeiten zu achten. Mag doch meine Grabesnacht noch so lange seyn, ein unwandelbarer Frühling wird dieser Ruhe folgen. Ruf mich nur, o Jesu! freundlich in den Tod, und liebreich einst ins Leben. - Alles schläft den Todesschlummer Hier in dieser öden Flur, Frei von Sorgen, frei von Kummer, Ruht hier einsam die Natur. Diese niedern Grabeshügel, In den tief Verwesung wühlt, Beigen dir im Zukunftsspiegel Deiner Größe kleines Bild. Sieh die kahlen Todesschädel, Hier in dieser stillen Ruh', Waren einst so jung, so edel, Vielleicht schöner noch, als du. Du wirst ihnen wieder gleichen, Denn unsterblich bist du nicht, Wenn einst auf des Todes Zeichen Deine morsche Hülle bricht. 12 ule om da 138 sduft Hier in diesem Todtenreiche Wüthet nicht des Lebens Sturm, Ruhig an des Stolzen Leiche gegodaado P ( ibang end sich der kleine Wurm. dubte ésdoi Der gebückte Greis am Stabe Fröhnt hier nicht dem kargen Stolz, deg Ihn verschließt im niedern Grabe nur ein wenig faules Holz. JUN chita bin misda, niem dnu gene Bettler, die an Krücken schleichen, nuagbla i Werden hier der Leiden los, dorso d Arme liegen hier bei Reichen In dem kühlen Mutterschoog. Such' hier keine hohe Ehren, sien Hier ist man vor ihnen taub, Du wirst nichts von Größe hören, Alles, alles ist hier Staub. au doorma juftoploj, Ruhet sanft, verweste Brüder, du In den Gräbern rings umher! War't auch einst der Menschheit Glieder, Jest kennt ihr kein Leiden mehr. Fällt einst meine morsche Hüllemid Von der freien Seele ab, noe iss Dann gönnt mir in dieser Stille Neben euch ein fühles Grab. orging had podt! Jogaigatjautu& misid maj die mit biznis bi oldal ( 10 139 bosnis munt as idip avstions bonis drozdie basisonomia do stoguoipilait Gebet bei einem Gewitter. unaGala Die Stimme Gottes empöret die Meere, Isio a Gewitter wandeln vor ihm her; Der Höchste donnert, gekleidet in Ehre, 396 sito Auf großen Wässern donnert er. d anid ni op di Das Gewitter, Anbetungswürdigster! welches bgele ober uns rollt, ist dein Herold, der uns deine Macht, Fürsorge und Güte verkündet. Sushipinque sol nollej ostsid datza Der mächtigste Fürst fühlt bei einem fürchterlichen Gewitter seine Ohnmacht und Abhängigkeit von Gott mehr als sonst. Noch mehr aber zeigt uns Gott im Gewitter seine Fürsorge au s und Güte; denn der Nußen des Gewitters ist unbeschreiblich groß. megbjme 503 and lead and bon Der Donner erschüttert das fest geschlossene Erdreich, die Blige reinigen die Luft von fetten, salzigen und schweflichten Dünsten, und der lau herabströmende Gewitterregen erquickt die Keime der Pflanzen, ada baidas seldam Jedoch der Nutzen der Gewitter in der moralischen Welt, oder der Vortheil, den sie den Geistern der Menschen bringen, ist noch weit größer. 140 Während eines Gewitters gibt es kaum einen Religionsspötter; und wie manchen Menschen warf nicht der Schrecken des Gewitters, gleich dem Saulus, zu Boden, und führte ihn alsdann in deine Vaterarme, o Gott! zurück. So viel ist gewiß, daß bei anhaltendem Donnerwetter der Sünden Heuchelei ausgenommen- weniger 900130135.000 1 werden. Welch ein erbaulicher Gedanke für den HIGH HIS 1900 Frommen alsdann: Jetzt hat die Sünde den SOPOT FIEST bleiernen Zepter fallen lassen!" Wenigstens werden doch die Sünder bei dieser Pracht Gottes ehrbarer. shamnd sist rottions nobilist dom So liegt, o Herr des Himmels und der Erde! in allen deinen Werken, in jeder Wirkung der Natur, weiser Plan und Sorge für diezbjednu das Wohl der Menschen. en Zwar tödtet dein Blitz öfters; doch noch öfterer schonet dein Schutz Millionen. Ich will daher nicht zittern bei dieser fürchterlich schönen Naturerscheinung; denn Alles, was du thust, ist wohlgethan. Sollte es dir aber gefallen, daß ich nun, vom Blige getroffen, dahin sinke: so sieh mich ergebend und vertrauend in deiner Hand. Nur nimm die herzliche Reue über meine Sünden und den ernstlichen Vorsatz, mich zu 141 bessern, gnädig an, laß mich Erbarmung finden, und nimm, nachdem du den Körper getödtet hast, meinen Geist gnädig auf zu dir. Gebet bei einer Trauung.dug Von dir sind, o Gott! der Ehe Freuden, Du, der du Mann und Weib erschufft, Und sie im Glücke wie im Leiden Zu großer Pflichten Uibung rufft. Wohl ihnen, wenn sie dir sich weih'n, Ihr Glück wird groß, wird göttlich seyn. Mit Liebe geh'n auf gleichen Wegen sis? Sie zu des Lebens Ziel hinan, Gemeinsam theilen sie den Segen, Den sie aus deiner Hand empfah'n, Und ihr vereinigtes Gebet 10 Ist, was zu dir, o Bater! fleht. GHN HIGHINE( 2) dei ons afinguda Die Ehe ist wohl eine der wichtigsten und folgenreichsten Verbindungen, welche Menschen mit Menschen im Leben knüpfen. Wie könnte ich also bei dieser Trauung, bei einer wichtigen Handlung gleichgültig, oder bloß aus Neugierde erscheinen, ohne recht herzlich für das Brautpaar zu beten. Ja, göttlicher Stifter des Ehestandes! an dessen Segen Alles gelegen ist, ich flehe recht herzlich um deinen Segen für diese angehenden Eheleute.. Laß sie die Pflichten, die sie sich am Traualtare 39 2009 142 vor dir, Allwissender! einander feierlich schwören, nie vergessen. quo2 nadend madanin d Weil Hausfrieden und Frieden des Herzens ein Bedürfniß, ein hehes Gut sind: so laß das ihr erstes Bestreben seyn, sich selbst von Fehlern zu befreien, die Zwietracht und Kälte erzeugen können, oder Versöhnung unmöglich machen. Keiner fordre vom Andern Vollkommenheiten, die er demselben nicht zuerst an sich selbst zeigt; Keiner zürne über des Andern Fehler, bevor er nicht an sich selbst jeden Fehler vertilgt hat, der seinem Lebens-, seinem Freuden- und Leidensgenossen verhaßt scheint. Verleihe ihnen, o Gott! die Gnade, daß sie sich einander das Theuerste und Liebste bleiben, Freuden und Leis den liebevoll mit einander theilen, und sich ihren Pilgerweg durch dieses Erdenleben einander ange= nehmer machen, und einst noch am Rande des Grabes die Stunde segnen, in der sie einander die Hand zur Vermählung gereicht haben. bole ested unqtus 07 ondo odbiltide 190 nood no leadnoflad bad ost] ilgred ther 0095 sonsdag spolse stusled nogomsniss stotlount me fofold til sid on p 143 Gebet bei der Taufe eines Kindes. difeso álomsi( hod 16 Guddhilusis) arsisid 1 Ich bin getauft auf deinen Namen, Bater und Sohn und heil'ger Geist! hindi nis Ich bin gezählt zu deinem Samen, - Zum Volk, das dir geheiligt heißt. bao welch ein Glück wird dadurch mein! pidis Laß, Herr! mich deß auf ewig freu'n. 119211 no So ließen mich auch einst meine sorgfäl tigen Eltern auf fremden Armen zur Taufe tragen. Wie traurig wär' das Herz meines guten Vaters, meiner zärtlichen Mutter gewesen, wenn ich ohne Taufe dahin gestorben wäre! Aber so schlug ihr Elternherz gewiß hoch vor Freude, als ich aus der Kirche in ihre Arme als ein Glied der christlichen Kirche zurück gebracht wurde. Wie wichtig war also nicht der Tag für mich, an welchem ich getauft ward; als Christen über mich Schlummernden beteten, und Jesus huldreich auf mich herabsab; als meine Eltern ihres Kindes Namen zuerst mit Entzücken nannten, und jeder ihrer Freunde mich segnend anlächelte. wäre ich doch noch das unschuldige, das dem Himmel dargebrachte, von allen Sünden gereinigte Kind! Aber wie oft habe ich seit dieser Zeit den Taufbund gebrochen, den mein Tauf 144 pathe in meinem Namen mit dir errichtet, und du, o Gott! genehmiget hast. Was konnte mich doch jemals verführen, diesen feierlichen Bund zu zerreißen! Aber du, o Gott! hast ihn nicht zerrissen; bei dir steht er noch fest. Ich Meineidiger, warum brach ich ein Versprechen, das meine Taufzeugen zwar ohne mein Vorwissen thaten, von welchem ich aber bei zunehmenden Jahren sehr bald erfuhr, daß es mir höchst vortheilhaft sey. Keine Entschuldigung wäre abgeschmackter, als wenn ich mich auf meine damalige Minderjährigkeit berufen, und alle Schuld auf meine Vormünder, welche im Versprechen zu weit gegangen wären, schieben wollte. Was bedarf es dieser nichtigen Ausflucht, da ich freilich die Macht behalte, täglich den ganzen Vertrag mit dir, o Gott! aufzuheben. duAufzuheben! Ich armer! was bliebe mir dann für ein Vorzug übrig, wenn ich aufhörte, ein Christ zu seyn? Um was wäre ich gebessert, und was für Belohnung, wenn ich nur mir, und nicht dir dienen wollte? Nein, mein Gott! ich gebe meinen mit dir geschlossenen Taufbund nicht auf; ich erneuere ihn vielmehr, und bitte dich, verdopple deine Gnade an mir, damit ich 145 dieses feierliche Bündniß pünktlicher als bisher beobachte. Zugleich flehe ich auch für diesen Täufling zu dir. Nimm ihn in deinen Schuß, daß er zur Freude seiner Eltern nicht nur an Alter, sondern auch an Weisheit und Gnade bei dir und den Menschen zunehme. Amen. Gebet bei Beerdigung einer Leiche. Mensch, suche dir in allen Fällen Den Tod recht lebhaft vorzustellen, So wirst du ihn nicht zitternd scheu'n, So wird er dir ein Trost in Klagen, Ein weiser Freund in guten Tagen, Ein Schild in der Versuchung seyn. o 13 puugid 851316 ind Wo gäbe es wohl eine schicklichere Gelegenheit, mich an den Tod zu erinnern, als wenn ich, wie eben jetzt, einen meiner Mitwanderer in das Grab senken sehe. Und ist es nicht leichter und besser, bei dieser oder einer andern Gelegenheit an den Tod zu gedenken, als beim Kopfschütteln und Achselzucken des Arztes? Bei 146 Pulvern und Tropfengläsern sind die Gedanken meistens zu irdisch und matt. a Aber so ist es, wir denken lieber die albernsten Thorheiten, als den wichtigen Schritt aus der Welt. Man scheut den Gedanken an den Tod, als wenn man dadurch etwas gewänne, daß man die Todesidee verschiebt. Gewiß so wenig, als wenn wir je später je besser erführen, daß unsere Wohnung brenne. Je öfter wir mit dem Tode umgehen, desto mehr verliert er für uns seine fürchterliche Gestalt. So will ich denn jede Gelegenheit, die mir Stoff zur Erinnerung des Todes darbietet, weislich benüßen; so wie auch jest schon die Beerdigung dieses Verstorbenen. Bei dem Anblicke dieses Sarges rufest du, o Gott! mir zu: ,, Gedenke, o Mensch! daß du sterben mußt, und bestelle dein Haus!" Und wie, wenn man jetzt meinen Leichnam, wie diesen, in das Grab verscharren würde? wie stünde es mit dem edleren und wichtigeren Theile meiner unsterblichen Seele! O mein Gott! fordere mich noch nicht vor dein Gericht. Mein Haus ist noch allzu wenig bestellt. Ich habe noch viel für meine unsterbliche Seele zu thun; ich habe noch so manchen 147 veursachten Schaden wieder gut zu machen; so manche Sünde auszurotten; so manche bisher vernachläßigte Tugend einzupflanzen. Herr! gehe mit mir noch nicht ins Gericht, sonst bin ich verloren. Schenke mir noch so viel Zeit und Gnade, daß ich von nun an so lebe, wie ich, wenn du mich einst sterben heißt, wünschen werde, gelebt zu haben. Sey der Seele dieses Verstorbenen gnädig, und laß Barmherzigkeit statt Recht ergehen. Tröste seine Zurückgelassenen, die schmerzhaft an seinem Grabe weinen. Gieße Balsam des Trostes in ihre blutenden Herzen, und ersetze ihnen den Verlust, den ihnen sein Tod verursachet, durch deine Alles vermögende Gnade. Amen. sdag& 390196 Gebet am Schlusse des Jahres. Je Dich, Ewiger! dich bet' ich an, Unwandelbares Wesen! Dich, den kein Wechsel treffen kann. Wir werden, sind gewesen, dn Wir blühen und vergehn durch dich, Nur du bist unveränderlich; Du warst und bist und bleibest. 309 dumpno2 HO sid So sinkt nun heute wieder ein Jahr in die und ich lebe am Ende Ewigkeit hinüber 13* - 148 desselben noch, indessen Tausende in diesem Jahre eine Beute des Todes geworden sind! Könnte ichs vergessen, mein Vater im Himmel! daß du im vergangenen Jahre, so wie immer, mein Vater und mein Gott warst? Könnte ichs vergessen, wie viel Gnade du mir und den Meinigen erwiesen hast, wie viel Barmherzigkeit du uns bast wiederfahren lassen?- Und war ich dieser Liebe und Treue werth? Habe ich so viele Wohlthaten verdient durch meine Tugend und Heiligkeit? Nein, nein! ich Abtrünniger habe sie nicht verdient! Und hätte ich die Tugenden eines Engels, ich könnte dadurch auf deine Gnade keinen gerechten Anspruch machen; ich hätte dich darum mir nicht zum Schuldner gemacht. Es sind nicht meine Werke, es sind die Werke deiner unergründlichen Barmherzigkeit, die mir Heil, Segen und Seligkeit bringen. Dank dir, heißer inniger Seelendank, Höchster, Gnadenvollster! sey dir dargebracht in den leßten Stunden dieses Jahres. Dank für deine Langmuth gegen meine Sinnlichkeit. Dank für die tausend einzelnen Freuden, mit denen du mich erquicktest. Dank für deine Vaterhilfe, die mir oft dann am nächsten, wenn meine Noth - 149 am größten war, und ich voll Verzagens keinen Ausweg mehr erblickte. Dank für die Kraft, mit der du mich ausgerüstet hast, auch wenn ich sie leider nicht immer zu allem Guten verwendete. Dank für deine Sorgfalt, die mich und die Meinigen aus mancherlei Gefahren rettete. Dank auch Vater! Vater! für die Schmerzen, die ich im vergangenen Jahre duldete, und welche mir göttliche Boten waren, die mich an dich, an meine höheren Pflichten, an meinen Beruf zur Ewigkeit mahnten. Ja, ich habe es endlich erlernt, und vielfach erfahren: Du bist die Liebe; nur du bist der Schöpfer alles Guten; in deiner Welt ist kein Uebel vorhanden, als die Sünde, welche wir selbst thun.- Nur unsere Sünde, unsere Schwachheit bringt Verderben in das Leben. Verflossen ist ein Lebensjahr. Ach, daß ich die Sünden verhüllen könnte, mit denen ich es befleckte! Gnade, Vater! Barmherzigkeit für mich, daß sie nicht meine Anklägerinnen werden. vor deinem heiligen Throne. Ein neues Jahr beginnt; als ein neuer, besserer Mensch will ich nun in diese Zukunft eintreten. Auch in dieser dunkeln Zukunft bist - du, mein Gott! mein Beschüßer, mein Vater! Overlaß mich nicht! Verlaß nicht die lieben Meinigen mit deiner Gnade! Verlasse nicht mein Vaterland, nicht meine Vorgesetzten, meine Obrigfeit. Amen. sid sid 150 chi din of god ble moglind monind soc eystied ua dan harme mo Bog'dsit of sad smoft win 5510 10tisdag 25 Geistliche Lieder und Gebete zum Gebrauche des öffentlichen Gottesdienstes.uloj es 1901 slide mise Predigtlied an Sonntagen. Im Tone: Im Namen des Vaters und des Sohnes sc. 1.st an dies In Gott des Vaters und des Sohns, Und seines Geistes Namen, sic c Sprecht hier am Fuße seines Throns, O Christen! freudig Amen. Sprecht Amen, und bereitet euch,# 2 Nach eures Meisters Lehren Den Vater in dem Himmelreich ock Mit Bitten zu verehren. ro 312 152 2. O Vater unser, der du bist Im Himmel und auf Erden. Dein Name, der so lieb'voll ist. Soll stets geheiligt werden; Dein Reich, von Anbeginn der Welt Bereitet allen Frommen, Das laß, wenn dieſer Staub zerfällt, Für uns auch einstens kommen. afino ho 3. So wie auf jeden Wink von dir Die Himmelsgeister sehen: gdy So soll auch unter Menschen hier Dein Wille stets geschehen. Das Brod, das unsre Seele nährt, Um dir, o Gott! zu leben, Auch jenes, das der Leib begehrt, Sey täglich uns gegeben. 4. Vergib uns, Vater! jede Schuld, Die wir vor dir bereuen, nač So wie wir alle mit Geduld Den Schuldigen verzeihen. Ersticke, wenn Versuchung droht, In uns des Bösen Samen; song Erlös' uns jetzt und einst, o Gott! Von allem Uebel. Amen. Gesänge zur heiligen Messe. 3um Introitus. 1. this funda Wir werfen uns darnieder Vor dir, Gott Sabaoth! G Erhöre unsre Lieder, Da wir nach dem Gebot#vi Dir dieses Opfer bringen; Verleihe nun, daß wir Es andachtsvoll besingen Und wohlgefallen dir. 2. Den Tag vor Jesu Leiden, Beim letzten Abendmahl, Indem er wollte scheiden 8 Aus diesem Jammerthal, Hat er das Brod gebrochen Und ausgetheilt den Wein, Gesegnet und gesprochen: Dieß thut, und denket mein. 3. Er sprach: Nehmt hin und effet, n Dieß ist mein Fleisch und Blut, nol 154 Damit ihr nicht vergesset, Was meine Liebe thut; Mich opfernd will ich sterben Am Kreuz zum Heil für euch; Wer an mich glaubt, soll erben, Mit mir das Himmelreich. 4.2 O Herr! dieß Opfer steige Zu dir mit Wohlgeruch, Damit das Herz sich neige Zu deines Volks Gesuch. Wir opfern nicht mehr Kälber, Wie Aaron hat gethan: Nein, Jesum Christum selber, Der uns versöhnen kann. Zum Gloria. 1. Gott Vater! dir gehöret Lob, Ruhm, und Dank und Ehr; 612 Was unsre Ruhe störet, Verstatte nimmermehr. Auf Erden laß uns grünen Den Frieden jederzeit, Daß wir dir fröhlich dienen, Von Furcht und Angst befreit. 2. tul Der du der Menschen Sünden Gebüßt am Kreuzesstamm, tid 155 Laß uns Erbarmung finden, O Jesu Gotteslamm! Gelobt mit Mund und Herzen Seyst du, Gott heil'ger Geist, Der du in Angst und Schmerzen Den Frommen Trost verleihst.. Vor dem Evangelium. impft ein dane 1. me lindas de pa Aus Gottes Munde gehet Das Evangelium, Auf diesem Grunde steheted sisust Das wahre Christenthum. Gott selber hats gelehret, Der nicht betrügen kann, si Wohl dem, der's gerne höret, Und es nimmt willig an. 0 a fine 2. Sein Wort zeigt uns die Wege Zum Himmelreiche an, Er weiset uns die Stege, Zu gehen diese Bahn. Herr! drücke deine Worte Tief in die Herzen ein, Daß wir zur Himmelspforte 2 zu kommen würdig seyn. dll 156 Zum Credo. 1. Wir glauben und bekennen, Daß aus höchst weisem Rath Gott, den wir Vater nennen, Die Welt erschaffen hat. Von ihm ist ausgegangen Sein Sohn, der Jesus heißt, Der ward als Mensch empfangen Durch Gott den heil'gen Geist. 2. Maria hat geboren 23 Als Jungfrau dieses Kind, Sonst wären wir verloren, no Wir, die wir Sünder sind. Er litt an Leib und Seele, Schloß sterbend seinen Lauf, d Stand aus des Grabes Höhle Am dritten Tage auf.. 3. Er ward hinauf genommen ise 19 Zu Gottes rechter Hand, E Wann er wird wieder kommen, m Ist uns zwar nicht bekannt; si Doch kommt er einst zu rächen, Und wird von seinem Thron 157 Ein billig Urtheil sprechen, and bod Zur Strafe und zum Lohn. E ise 4. Wir glauben nicht alleine, Daß eine Kirche sey, Wir stimmen der Gemeine spali Der Heiligen auch bei. Die Sünde wird vergeben Durch Christi Diener hier, Der Leib steht auf zum Leben, Geht ein zur Himmelsthür. forti 3um Offertorium. 1. Herr! laß doch dieſe Gaben Dir wohlgefällig seyn, Die wir geopfert haben; me Es ist zwar Brod und Wein, Doch wird's verwandelt werden In Christi Fleisch und Blut, Das ist uns hier auf Erden, Und den Verstorb'nen gut. 2. Wir opfern dir den Himmel, Herz und Gedanken auf, Hilf uns, daß wir erfüllen i e In unserm Lebenslauf, S 158 Was du uns, deinen Kindern, gilid ai Zu thun befohlen hast; n Nimm weg, was uns kann hindern, Nimm weg die Sündenlast. 3. Wir legen dir zu Füßen Auch unser Hab und Gut, Und was wir hier genießen, so Das Leben, Leib und Blut, Gib uns bald kühlen Regen, dis 15 Bald warmen Sonnenschein, Und laß durch deinen Segen Die Felder fruchtbar seyn. 3um Sanctus. 1.5 Laß uns gen Himmel schwingen Zum Helfer in der Noth, Und dreimal heilig singen Dem Herrn Gott Sabaoth. no Herr! Himmel und auch Erde Sind voll von deinem Ruhm, Hilf daß bekehret werde Das blinde Heidenthum. 2. Daß wir hernach zusammen my id Dir unsre Herzen weih'n, au ne 159 Und voll von Liebesflammen Dir ein Hosanna schrei'n. Herr! der in deinem Namen Kommt, sey gebenedeit, Die Engel sagen: Amen Jetzt und in Ewigkeit. Nach der Wandlung. 1. Hier bet' ich auf den Knien, Verborg'ner Gott! dich an. Ich will mich nicht bemühen, Das, was du hier gethan, Durch Sinne zu begreifen: Dein Wort muß mir allein, Um hier nicht auszuschweifen, # 3 Der Grund des Glaubens seyn. Dieß wahre Himmelsbrod, Erinnert mein Gemüthe, O Herr! an deinen Tod. E pe 2. Die Gottheit war bedecket Allein, am Kreuzaltar; Hier aber ist verstecketid tha Die Menschheit auch sogar; G Dieß Denkmahl deiner Güte, $ 180 12 160 3: Wasch mich von meinen Sünden O Jesu! durch dein Blut, Und laß mich Gnade finden, Du allerhöchstes Gut! Laß bald den Vorhang fallen, Erschein' in vollem Licht, Und zeige mir und Allen Dein glänzend Angesicht. 3 um Agnus Dei, 1. Erfreut euch fromme Seelen! 2 Ein Wunder ist gescheh'n! Der Herr will sich verhehlen, d Kein Auge kann ihn seh'n. In Brod- und Weingestalten Ist Jesu Fleisch und Blut Auf dem Altar enthalten, Dieß größte Seelengut. 2. Verdeckt ist hier zu finden Das wahre Gotteslamm, So aller Menschen Sünden Getilgt am Kreuzesstamm. Es ist der Seelen Speise, Wie uns der Glaube lehrt, 10 161 Sie nährt uns auf der Reise, on 202 Und wird doch nicht verzehrt. 3. se glas onl Wenn wir das Leben schließen, Recht wohl bereit genießen, So kann der bitt're Tod Uns Christen nicht erschrecken; Es ist ein Unterpfand, Daß Gott uns wird bedecken Mit seiner starken Hand. 4. SHE Herr Jesu! deiner Liebe isd sdisid 19 * E Sey Ehre, Lob und Dank, Weil du nach ihrem Triebe, Zur Speise und zum Trank Dein Fleisch und Blut gegeben. In Brodsgestalt verhüllt, Daraus für uns das Leben i Und reine Freude quillt. Entzünd' in uns Verlangen Nach diesem Sakrament, Herr! laß es uns empfangen, 19 @ melad 8s@ 465 dan vicy limn@ Wenn sich die Seele trennt;' 14 162 Laß uns in Frieden fahren, den si Von allen Sünden rein, Zu deinen Engelschaaren, Und ewig bei dir seyn. Zum Segen des Priesters. kdom ibafe Da wir nunmehr gehöret Die Messe, wie man soll, So sey auch Gott geehret, Er mach' uns segensvoll, co Und laß es sich gefallen, ist Was wir allhier gethan, Er bleibe bei uns allen, So sind wir wohl daran. md 2. Gott wolle uns behüten, Daß uns an diesem Tag Des bösen Feindes Wüthen hogy ne Nicht schädlich werden mag. Er laß' uns ohne Sünden Einst stehen vor Gericht, Damit wir Gnade finden Vor seinem Angesicht. anist Gall ni Grügia Base 20 snad no id! i sasto do spise and dislos no 19 id u 100 a 350 dall Messlied. niste natedqar Jul şiQ Gut, mughing j2 pr Introitus. preds is Herr, deiner Kirche Gliedersboe Erfüllen ihr Gebot; n al d Für uns und unsre Brüder Fleh'n wir zu dir, o Gott! Wir preisen dich und bringen Dir unser Opfer dar; Vernimm, Herr! unser Singen, Nimm deiner Diener wahr inisiss dau seni la 100 Gloria. mina duits and 600 Lob, Ehre, Dank und Segen de l Sey, großer Gott der Macht! Dir, deiner Glorie wegen, is#G Von deinem Volk gebracht. 164 Nur du, Herr! bist der Höchste, Sohn Gottes! Jesu Christ! Der du zugleich der Nächste Und Herr und Gott uns bist. Evangelium. Gott machte seinen Willen IR Durch der Propheten Mund, Die Art, ihn zu erfüllen, Durch Jesum Christum kund. Herr! präge deine Lehren Tief unsern Herzen ein; Mach', daß wir uns bekehren, Herr laß uns selig seyn. G D 1960 sumu dnu enu süg 1901020mg bid ustione si Credo. im 137m Dreieinig, ewig Wesen! Gott, aller Dinge Grund! Dein Sohn, uns zu erlösen, Ward Mensch, starb und erstund; Und wird als Richter kommen,, 000 Wenn wir vom Tod erstehn. Der Geist läßt Heil den Frommene Durch Tauf' und Buß' geschehn. 165 Opferung. Um uns dir zu verpfänden, Wie Israel gethan, Nimm, Herr! aus Priesters Händen Auch unser Opfer an. Nimm diese deine Gaben, All unser Eigenthum, Uns selbst, und was wir haben, Zu deines Namens Ruhm. Sanctu 8. Wir preisen, Herr! und loben Hienieden dich im Geist, Wie dich im Himmel oben Die Schaar der Engel preist. Laß uns mit ihnen singen: Hosanna Gott dem Herrn! Dem Herrn von allen Dingen, Hosanna Gott dem Herrn! tu@ @ blish is 1901 Nach der Wandlung. Jesu, höchstes Gut! ad C Wir denken an dein Leiden, de Und opfern jetzt mit Freudenj end Dein wahres Fleisch und Blut. 166 Es ist dein einz'ger Sohn, Durch den, in dem wir leben, O Gott! laß ihn erheben Vor deinem höchsten Thron. en 19 mise .8 1919 191nu bul Nach dem Pater noster. 29 Du wollst vor aller Noth gol ball Barmherzig uns behüten! Durch aller Heil'gen Bitten niso u Erhör' uns, Herr und Gott! Laß, Jesu, Gotteslamm, Uns Gnad und Frieden finden, Der du die Welt von Sünden ni Erlöst am Kreuzes ſtamm. asinsi usdo lemmid mi bid si Unwürdig ist mein Mund, si Dieß Engelbrod zu brechen; au to!. Doch Herr! du darfst nur sprechen, So wird mein Geist gesund. ms@ Die wir, gleich Brod und Wein, Dein Fleisch und Blut empfangen, Daß wir zu dir gelangen, Mach' uns von Mängeln rein. Du hast uns viel gethan, O Herr! in unserm Leben; Was sollen wir dir geben? Nimm dieses Opfer an! e a und vi siya dll mis 167 Dich preisend nehmen wir, Von Feinden frei zu werden, Die Leiden dieser Erden, Den Kelch des Heils von dir. Bleib, o Herr Jesu Christ! Vereint mit unserm Leibe, Daß nichts in ihm verbleibe, Was bös und sündhaft ist. Nach dem ite missa est. 1510 151000 Leib, Seele sind gespeist; O Herr! laß dich bewegen, Und gib uns deinen Segen, Gott Vater, Sohn und Geist. TIDA ME E MGA G 30 pid10, 2007 no tinto smiss' 190 Gall 0 19 one al nism( reda D snim apo sol dis12136 no him ais10 ustavi proe die ma poist big Vertrauen auf Gott. i stato du Töö end 1. Schöpfer aller Kreaturen, bofe Und was Erd' und Himmel heißt, Der durch unzählbare Spuren Deine Gottheit uns beweist! Höchster Herrscher und Gebieter, Dem nichts widerstehen kann, Vor dir fall' ich hier darnieder, Und bet' deine Gottheit an. 2. Gall Eil', o Herr! mein Herz zu stärken, Mache meine Seele groß; Und in allen deinen Werken Reiß mich von der Kleinmuth los. Reiche, wenn mich Corgen fränken, Herr! mir deine Vaterhand; Und mach' durch vernünftig's Denken Mich mit dir und mir bekannt. 169 sphord spuit and finis und ange Fern von änant ängstlichen Gedanken Will ich deiner Güte trau'n, Und wenn alle Freunde wanken, Herr! auf deine Vorsicht bau'n. Standhaft will ich mich bequemen, Alles Elend dieser Welt Als ein Erbtheil anzunehmen, Das auf uns're Menschheit fällt. 4. Sind mir Schäße nicht beschieden, Mir, mein Gott! gilt Alles gleich; Mache du mich nur zufrieden, Herr! so bin ich mehr als reich. Halt mich stets entfernt vom Neide, Und vom Sinne dieser Welt; Mache, daß ich Alles meide, Was dir, höchstes Gut, mißfällt. 5. Hilf, daß mir's auch da gelinge, Wenn- o schweres Wort- der Tod, Ach das schrecklichste der Dinge, Mir mit der Verwesung droht! Herr! bei dieser großen Handlung Falle dann der Trost mir bei: Daß der Tod zwar die Verwandlung, Aber nicht das Ende sey! 15 Wenn dann einst das Auge brechen Und der Mund erblassen will, Laß mich noch durch Seufzer sprechen: Gott! du bist mein legtes Ziel. d rok spind nomoupes dim( 1 170 Ho slaid dust es biste este alig 100 nime adisi mon egnilay hd bir ind id anns R serie annons iste ad ang misis ng tand in for3 166 908 302 396 90G LEN Das Te Deum laudamus. ( Deutsch.) 1. Großer Gott! wir loben dich, Herr! wir preisen deine Stärke; Vor dir neigt die Erde sich, Und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, So bleibst du in Ewigkeit. mas The 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubin und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir stets ohne Ruh pensio Heilig, heilig, heilig zu. 15* 172 3. Heilig! Herr Gott Sabaoth! Heilig, Herr der Kriegesheere, Starker Helfer in der Noth! Himmel Erde, Luft und Meere Sind erfüllt mit deinem Ruhm, Alles ist dein Eigenthum. 4. eumsbusl med Tend Der Apostel Christi Chor, Der Propheten große Menge, Schickt zu deinem Thron empor Neue Lob- und Dankgesänge; Der Blutzeugen große Schar Lobt und preist dich immerdar. 5. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben Große und auch Kleine e Dich, Gott Vater! dir zum Preis Singt die heilige Gemeine! Sie ehrt auch auf seinem Thron Deinen eingebornen Sohn. Sardgass die 6. gis id nommité aid old bomb Sie verehrt den heiligen Geist, je Welcher uns mit seinen Lehrenbe 81 173 Und mit Troste kräftig ſpeist, Der, o König voller Ehren! Der mit dir, Herr Jesu Christ! Und dem Vater ewig ist. does not chd as 350 30001 Du, des Vaters ew'ger Sohn, Hast die Menschheit angenommen; Du bist auch von deinem Thron Zu uns auf die Welt gekommen, Gnade hast du uns gebracht, de har an Von der Sünde frei gemacht. 1198 51 slicers in 8. du do? 3109 ausd naśnie noc sta od 10 Nunmehr steht das Himmelsthoro eil Allen, welche glauben, offen; Du stellst uns dem Vater vor, Wenn wir findlich auf dich hoffen. Endlich kommst du zum Gericht, all Zeit und Stunde weiß man nicht. eiß ma nogofy not rin sim 00 tie sed die jung 9. Steh, Herr! deinen Dienern bei, Welche dich mit Wehmuth bitten, Die dein Blut dort machte frei, Als du für uns hast gelitten. Nimm uns nach vollbrachtem Lauf Zu dir in den Himmel auf. 174 10. Sieh dein Volk in Gnaden an, 2.35 Hilf uns, segne, Herr! dein Erbe; Leit' es auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe; Hilf, daß es durch Buß und Fleh'n Dich im Himmel möge sehn. 11. Alle Tage wollen wir 405 RE Dich und deinen Namen preisen, Und zu allen Zeiten dir Ehre, Lob und Dank erweisen, Gib, daß wir von Sünden heut, Und von Lastern seyn befreit. 12. Herr erbarm erbarme dich! Ueber uns, Herr! sey dein Segen. sam tipe Deine Güte zeige sich So, wie wir zu hoffen pflegen. Auf dich hoffen wir allein, Laß uns nicht verloren seyn. Litaneye n. 361) COP 811 aid Jadge uspiliod lopmopiliod ome Litane y asttidsfis magilst god stöd Spilied alle von allen Heiligen taltid notadagull Ceiling brairia spilied all sammt otsdagle G den dazu gehörigen Gebeten. Jun Jind nordul Jist \ dato lind anado list Samad lind agilid lisa Gott Vater im Himmel, erbarme dich unser, Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser. Gott heiliger Geist, erbarme dich unser. Heilige Dreifaltigkeit ein einiger Gott, erbarme Herr, erbarme dich unser. stopilis Christus, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser. Christus, höre uns. Christus, erhöre uns. dich unser. @nidto lis@ Heilige Maria, bitt für uns. doar Jind Heilige Gottesgebärerin, bitt für uns.id Heilige Jungfrau aller Jungfrauen, bitt für uns. Heiliger Michael, bitt für uns.lt spiliad Heiliger Gabriel, bitt für uns. 178 Heiliger Raphael, bitt für uns. Alle heilige Engel und Erzengel, bittet für uns. Alle heilige Chöre der seligen Geister, bittet für uns. Heiliger Johann der Täufer, bitt für uns. Heiliger Joseph, bitt für uns. Alle heilige Patriarchen und Propheten, bittet für uns. Heiliger Peter, Heil. Paul, Heil. Andreas, sh didades m Heil. Jakob, Heil. Johann, Heil. Thomas, Heil. Philipp, Heil. Bartholomäus, Jammi Heil. Matthäus, id själs ondas Heil. Simon, id smadre fis0 spilled amid sumodes osted o Bitt für uns. Heil. Thaddäus, pinis gis tistgitiofis slec Heil. Mathias, Heil. Barnabas, Heil. Lukas, Heil. Markus, Alle heilige Apostel und Evangelisten, bittet für uns. savidepasite 179 Alle heilige Jünger des Herrn, bittet für uns. Alle heilige unschuldige Kinder, bittet für uns. Heil. Stephan, bitt für uns. Heil. Laurenz, bitt für uns. Heil. Vinzenz, bitt für uns. Heilige Johann und Paul, bittet für uns.lis@ Heilige Fabian und Sebastian, bittet für uns. Heilige Kosmas und Damian, bittet für uns. Heilige Gervas und Protas, bittet für uns. Heil. Silvester, Heil. Georg, Heil. Ambros, Heil. Augustin, d Heil. Hieronimus, Heil. Martin, Heil. Nikolaus, 19 Alle heil. Bischöfe und Beichtiger, bittet für uns. Alle heilige Lehrer bittet für uns. notk Heil. Anton, Heil. Benedikt, Heil. Bernhard, Heil. Dominikus, Heil. Franziskus, Heil. Ignaz, Heil. Xaverius, Sin al Bitt für uns. Bitt für uns: 180 Heil. Borgias, bitt für uns.pune opilied shee Alle heilige Priester und Leviten, bittet für uns. Alle heilige Mönche und Einsiedler, bittet für uns. nu id quem? Je ogni lod dan anedoslise Heilige Maria Magdalena, Heil. Agatha, id Ju Heil. Lucia, ifieds Heil. Agnes, id noies Heil. Cäcilia, danter dan 50 Heil. Katharina, faoli dan worde drid dombok stille Heil. Anastasia, 70slist Heil. Barbara, bordm Jis@ Alle heilige Jungfrauen und Witwen, bittet für uns. Suminosid lind Alle Heilige Gottes, bittet für uns.Jing Sen uns gnädig, verschone uns, o Herr!@ Sen uns gnädig, erhöre uns, o Herr! Von allem Uebel, tidade? spillada Von aller Sünde, ratni is tidensis Von deinem Zorne, Vom jähen und unversehenen Tode, Von den Nachstellungen des Teufels, e Von Zorn, Haß und allem bösen Willen, Von dem Geiste der Unlauterkeit, e Von Bliß und Ungewitter, 181 Von Pest, Hunger und Krieg, and no o Von dem ewigen Tode, 20 Durch das Geheimniß deiner heiligen Menschwerdung, Durch deine Ankunft, Durch deine Geburt, midis) anu d Durch deine Taufe und heilige Fasten, Durch deinen Tod und Begräbniß, Durch deine heilige Auferstehung, Durch deine wunderbarliche Auffahrt, Durch die Ankunft des heiligen Geistes des Trösters, 1 Am Tage des Gerichts, stigter☺ dim Wir Sünder bitten dich, höre uns! Daß du unser verschonest. Wir bitten dich, erhöre uns! Daß du uns verzeihest, de Daß du uns zur wahren Buße bewegen wollest, Daß du deine heilige Kirche regieren und 15 erhalten wollest, esto? Daß du den apostolischen obersten Hirten 194 und alle Stände der Kirche in deiner heiligen Religion erhalten wollest, Erlöse uns, o Herr! Daß du die Feinde deiner heiligen Kirche demüthigen wollest, minnig hade Wir bitten dich, erhöre uns! 182 Daß du den christlichen Königen und Fürsten Frieden und wahre Einigkeit geben wollest, gamis Daß du dem christlichen Volke Frieden und Einigkeit verleihen wollest, Daß du uns selbst in deinem heiligen Dienste erhalten wollest, smied Daß du unsere Gemüther zu himmlischen Begierden erhebest, Daß du alle unsere Gutthäter mit den ewi100 gen Gütern belohnest, si 3 Daß du unsere und unserer Brüder, Freunde und Gutthäter Seelen von der ewigen Verdammniß erledigest, ed Daß du die Früchte der Erde geben und erhalten wollest, 18-910079 Daß du allen abgestorbenen Rechtgläubigen die ewige Ruhe verleihen wollest, s Wir bitten dich, erhöre uns! Daß du uns erhören wollest, O du Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinnimmt, verschone uns, o Herr! O du Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinnimmt, erhöre uns, o Herr! D du Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinnimmt, erbarme dich unser, o Herr! 183 Christus, höre uns. Christus, erhöre uns. Herr, erbarme dich unser. Christus, erbarme dich unser. Herr, erbarme dich unser. Psalm 69. hat sha? O Gott, merke auf meine Hülfe! Herr dad dell eile mir zu helfen! Schamroth und zu Schanden sollen werden, die meiner Seele nachstellen. Sie sollen zurückweichen, und in Schanden stehen, die mir Uebles wollen. Sie sollen bald schamroth abtreten, die mir sagen: da, da! recht auf ihn! Aber alle, die dich suchen, sollen frohlocken, und sich in dir erfreuen, und die dein Heil lieben, sollen immerdar sagen: Hochgelobt sey der Herr! sduis omis, adnick anth Ich aber bin bedürftig und arm, o Gott! stehe mir bei.ollow no pDenn du bist mein Helfer und Erlöser, D Herr! verweile nicht so lange. sdag anda? Sud Ehre sey dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste. 184 Als er war im Anfang, jetzt und allweg, und zu ewigen Zeiten, Amen. sen find Priester. Mache selig deine Diener. Volk. Die auf dich hoffen, mein Gott! P. Sey uns, Herr! ein starker Thurm. V. Wider unsere Feinde. P. Lasse den Feind nichts vermögen wider od oniom w stomat Q V. Und das Kind der Bosheit schade uns nicht. astrado 5m doymad Herr! handle nicht mit uns nach ununs. P. fern Sünden. V. Und vergelte uns nicht nach unsern Bosheiten.de diormat dind Ind mello) sie P. Lasset uns beten für unsern obersten Hirten N. a nobut big sid alle sadle 100 ક is. Der Herr erhalte ihn, mache ihn lebendig und selig auf Erden, und übergebe ihn nicht in die Hände seiner Feinde. 1956 P. Lasset uns beten für unsere Wohlthäter. V. O Herr! du wollest allen unsern Wohlthätern um deines Namens willen das ewige Leben geben. of thin slisursse 1990 a P. Lasset uns beten für alle abgestorbene Christgläubige. efin uppilied mad V. Herr gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen. 56 P. Lasse sie ruhen in Frieden. V. 185 Amen.sa spia P. Lasset uns auch beten für unsere abwesenden Brüder. 1030 bond, onn V. O mein Gott! mache deine Diener selig, die auf dich hoffen. P. O Herr! sende ihnen Hülfe von den Heiligen. Ĵ V. Und von Sion beschüße sie. si@ asnied P. Herr! erhöre mein Gebet. V. Und laß mein Geschrei zu dir kommen. e bet. D Gott! dessen Eigenschaft es ist, sich allzeit zu erbarmen und zu verschonen, nimm an unser flehentliches Gebet, auf daß uns und alle deine Diener, die wir mit Ketten der Sünden stark gebunden sind, die Erbarmung deiner Gütigkeit gnädig auflöse. Bad Wir bitten dich, o Herr! nimm an unser demüthiges Gebet, und verschone derer, die ihre Sünden bekennen, auf daß wir zugleich Verzeibung und den Frieden nach deiner Güte erlangen. 16 186 CO Herr! erzeige uns gnädiglich deine unaussprechliche Barmherzigkeit, auf daß du uns zugleich von allen Sünden auflösest, und von der Strafe, die wir für solche verdienen, errettest. O Gott! der du durch die Sünde beleidigt, und durch die Buße versöhnt wirst, sieb gnädigFoo lich an das Gebet deines demüthigen Volkes, und wende ab die Geißel deines Grimmes, welche wir für unsere Sünden verdienen. Allmächtiger, ewiger Gott! erbarme dich deines Dieners N., unsers obersten Hirten, deines Statthalters auf Erden, und leite ihn nach deiner Milde auf dem Wege des ewigen Heils, damit er durch deine Hülfe, was dir gefällig, begebre, und kräftigst vollbringe. D Gott! von welchem die heiligen Begierden, guten Anschläge und gerechten Werke entspringen, gib deinen Dienern einen solchen Fries den, welchen die Welt nicht geben kann; auf daß unsere Herzen deinen Geboten ergeben, und gegenwärtige Zeiten durch deinen Schuß von des Feindes Furcht versichert, und friedsam sind. Herr! entzünde unsere Nieren und Herzen mit dem Feuer deines Geistes, auf daß wir mit 187 feuschem Leibe dir dienen und mit reinem Herzen gefallen mögen. O Gott! ein Schöpfer und Erlöser aller Gläubigen, verleihe den Seelen deiner Diener und Dienerinnen Verzeihung aller Sünden, auf daß sie die gnädige Nachlassung, welche sie allezeit gewünscht, durch die gottselige Fürbitte erlangen. Herr! wir bitten, du wollest unserem Thun und Lassen mit deiner Gnade vorkommen, und selbe durch deine Hülfe fortsetzen, damit alle unsere Gebete und Werke von dir jederzeit anfangen, und durch dich angefangen, geendigt werden. Allmächtiger ewiger Gott! der du herrschest über die Lebendigen und Todten, und dich aller erbarmest, welche du aus dem Glauben und Werken für die Deinen erkennest, wir bitten dich demüthiglich, daß die, für welche wir uns vorgenommen unser Gebet auszugießen, die entweder noch in dieser Welt im Leben, oder davon abgeschieden sind, durch die Fürbitte aller deiner Heiligen nach deiner Gütigkeit Verzeihung aller ihrer Sünden erlangen mögen, durch unsern Herrn Jesum Christum, deinen Sohn, der mit 188 dir lebt und regiert in Einigkeit des Geistes Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. VDO Multo & e b e t Kusini allo que 987913 191 of ablow für den Landesfürsten. 306 jus aid Gott! du Beschützer aller Reiche, und besonders des christlichen Kaiserthums, verleihe deinem Diener, unserm Kaiser N., daß er deine Macht, durch welche er siegt, erkenne und verehre, damit, weil er durch deine Anordnung Landesfürst geworden ist, er auch durch deinen Schuß allzeit mächtig sey; durch unsern Herrn Jesum Christum, deinen Sohn, welcher mit dir lebt und regiert in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. dan modu e b e t für das allgemeine Anliegen der ganzen Christenheit. Allmächtiger, ewiger Gott! Herr, himmlischer Vater! siehe an mit den Augen deiner grundlosen Barmherzigkeit unsern Jammer, Elend und Noth. Erbarme dich über alle Christgläubigen, für welche dein eingeborner Sohn, unser 189 Herr und Heiland, Jesus Christus, in die Hände der Sünder willig gekommen, und auch sein kostbares Blut am Stamme des heiligen Kreuzes vergossen hat. Durch diesen Herrn Jesum wende ab, gnädigster Vater! die wohlverdiente Strafe, gegenwärtige und zukünftige Gefährlichfeiten, schädliche Empörung, Kriegsrüstung, Theuerung, Krankheiten und betrübte armselige Zeiten. Erleuchte auch und stärke in allem Guten die geistlichen und weltlichen Obrigkeiten und Regenten, damit sie Alles befördern, was zu deiner göttlichen Ehre, zu unserm Heil und zum gemeinen Frieden und Wohlfahrt der Christenheit gedeihen mag. Verleihe uns, o Gott des Friedens! rechte Vereinigung im Glauben ohne alle Spaltung und Zertrennung. Befehre unsere Herzen zu wahrer Buße und Besserung unseres Lebens. Zünde in uns an das Feuer deiner Liebe. Gib deiner Liebe. uns einen Hunger und Eifer zu aller GerechtigCOUTEA keit, damit wir als gehorsame Kinder im Leben urd Sterben dir angenehm und wohlgefällig seyen. Wir bitten auch, wie du willst, o Gott! daß wir bitten sollen, für unsere Freunde und Feinde, für Gesunde und Kranke, für alle betrübte und elende Christen, für Lebendige und 190 Abgestorbene. Dir sey empfohlen, o Herr! all unser Thun und Lassen, unser Handel und Wandel, unser Leben und Sterben. Laß uns nur deine Gnade hier genießen, und dort mit allen Auserwählten erlangen, daß wir in ewiger Freude und Seligkeit dich loben und ehren mögen. Das verleihe uns, o Herr, himmlischer Vater! durch Jesum Christum deinen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebt und regiert in Ewigkeit. Amen. Für die allgemeinen Bedürfnisse fünf Vater unser und fünf Ave Maria. Lita n ey zur allerheiligsten Jungfrau und Mutter Gottes Maria. gosis en Herr! erbarme dich unser. Christe Jesu! erbarme dich unser. Herr! erbarme dich unser. Christe Jesu! höre uns. Christe Jesu! erhöre uns. ted 191 Gott Vater im Himmel! erbarme dich unser. 2 Gott Sohn, Erlöser der Welt! erbarme dich unser. Gott heiliger Geist! erbarme dich unser. Heilige Dreifaltigkeit, einiger Gott! erbarme dich unser. Heilige Maria! bitt für uns. Heilige Jungfrau aller Jungfrauen, Mutter Christi, Mutter der göttlichen Gnaden, Dallerreinste Mutter, Dallerkeuschefte Mutter, Dungeschwächte Mutter, unbefleckte Mutter, Oliebliche Mutter, Dwunderbarliche Mutter, O Mutter unseres Schöpfers, O Mutter unseres Erlösers, Dallerweiseste Jungfrau, O ehrwürdigste Jungfrau, O lobwürdigste Jungfrau, O mächtige Jungfrau, D getreueste Jungfrau, O Spiegel der Gerechtigkeit, O Sit der Weisheit, d O Mitursache unsers Heils, cik Bitt für uns! 0000 192 O geistliches Gefäß, mi Dehrwürdiges Gefäß, d vortreffliches Gefäß der Andacht, O geistliche Rose, O Thurm Davids, Delfenbeinerner Thurm, goldenes Haus, O Arche des Bundes, O Himmelspforte, O Morgenstern, D Heil der Kranken, en $ 1 Bitt für uns! Zuflucht der Sünder, O Trösterin der Betrübten, O Helferin der Christen, Königin der Engel, OKönigin der Patriarchen, O Königin der Propheten, OKönigin der Apostel, OKönigin der Märtyrer, ennet OKönigin der Beichtiger, O Königin der Jungfrauen, ut OKönigin aller Heiligen, me sfione od loppia O Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinnimmt, verschone uns, o Herr! 193 O Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinnimmt, erhöre uns, v Herr! dag O Lamm Gottes, welches die Sünden der Welt hinnimmt, erbarme dich unser, o Herr! Christe Jesu, höre uns! Christe Jesu, erhöre uns! Herr, erbarme dich unser! Christe Jesu, erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser! s Vater unser. Gegrüßet seyst du, Maria. sid Unter deinen Schuß und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin! verschmähe nicht unser Gebet in unsern Nöthen, sondern erlöse uns jederzeit von aller Gefährlichkeit. D du glorwürz dige und gebenedeite Jungfrau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin, versöhne uns mit deinem Sohne, empfehle uns deinem Sohne, stelle uns deinem Sohne vor. anda? Priester. Bitt für uns, o heilige Gottesgebärerin! ONE Volk. Daß wir theilhaftig werden der Verheißungen Christi. 239( 12 sis P. Wir bitten dich, o Herr! du wollest deine Gnade in unsere Herzen ausgießen, damit wir, die wir durch die Botschaft des Engels, 17 194 Christi, deines Sohnes, Menschwerdung erkannt haben, durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit und Glorie der Auferstehung geführt werden. Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen. P. Bitt für uns, o heiliger Joseph! Su V. Daß wir theilhaftig werden der Verheißungen Christi. bid smades P. Wir bitten dich, o Herr! daß uns durch die Verdienste des Bräutigams deiner heiligsten Gebärerin geholfen werde, damit, was unser Vermögen nicht erhalten kann, uns durch seine Fürbitte geschenkt werde; der du lebst und regierst mit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. is& Salve Regina. Gegrüßet seyst du Königin, Mutter der Barmherzigkeit, des Lebens Süßigkeit, und unsere Hoffnung, sey gegrüßt. Zu dir schreien wir elende Kinder Evens; zu dir seufzen wir Trauernde und Weinende in diesem Thale der Zähren. Eja, unsere Fürsprecherin, wende deine Augen zu uns, und nach diesem Elende zeige uns Jesum, die gebenedeite Frucht deines Leibes, o gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria! 195 Priester. Bitt für uns, o heilige Gottesgebärerin! Volk. Auf daß wir theilhaftig werden der Verheißungen Christi. Gebet. Allmächtiger ewiger Gott! der du den Leib und die Seele der heiligen Jungfrau und Mutter Maria zu einer würdigen Wohnung deines Sohnes Maria zu eine durch Mitwirkung des heiligen Geistes vorbereitet hast, gib, daß, die wir uns an ihrem Gedächtniß erfreuen, durch ihre milde Fürbitte von den bevorstehenden Uibeln und von dem ewigen Tode befreit werden. Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen. Hierauf wird gebetet das Gebet für den Landesfürsten, das Gebet für das allgemeine Anliegen der ganzen Christenheit, fünf Vater unser und fünf Ave Maria für die allgemeinen Bedürfnisse. ndogo Jog dis ad id od te theme 99 id dun Uibung der theologischen Tugenden. wedso Der Glaube. Gan Ich glaube an dich, Herr! ewiger, wahrer Gott! Ich glaube, daß du einfach seyst in der Natur, und dreifach in den Personen, Gott Vater, mein Erschaffer; Gott Sohn, mein Erlöser; und Gott heiliger Geist, mein Heiligmacher! Ich Hos T glaube, daß du jenen, die dich suchen, ein Vergelter bist, und das Gute belohnest, als ein gerechter Richter aber das Böse bestrafest. Ich glaube Alles fest und beständig, was die katholische Kirche zu glauben uns vorstellt, und zwar deßwegen glaube ich Alles dieses, weil du, mein Gott! der du unendlich wahrhaft, und der Inbegriff 197 aller Vollkommenheiten bist, solches geoffenbaret hast. In diesem wahren katholischen Glauben betheure ich zu leben und zu sterben; ja ich bin bereit, eher mein Leben darzugeben, als von diesem wahren Glauben im Geringsten abzuweichen. Erhalte mich, o Gott! durch deine Gnawwwwwww de in diesem Glauben. 20 TER rogy nog 80. Die Hoffnung. ell Ich hoffe, mein Gott! ganz vertraulich auf deine unendliche Barmherzigkeit, weil nur du, mein Gott! mein Trost, mein Helfer in allen meinen Bedürfnissen der Seele und des Leibes bist. Ich hoffe durch die unendlichen Verdienste Jesu Christi, unsers Herrn, deines eingebornen Sobnes, mit festem Vertrauen Verzeihung meiner Sünden. Ich hoffe durch diese Verdienste die Gnade, fromm zu leben, meine Sünden zu büßen, derselben Verzeihung und endliche Verharrung im Guten zu erlangen, und also die ewige Seligkeit zu erhalten. Dieses alles, o mein Gott! hoffe ich von dir darum, weil du solches Alles versprochen hast, der du, unendlich mächtig, mir dieses geben kannst, was du versprochen; der du, unendlich gütig, mir dieses auch geben 198 willst, was du verheißen; der du unendlich getreu bist in Erfüllung deines Versprechens. Dunendlich mächtiger, o unermeßlich gütiger, o ewig getreuer Gott! stärke mich in dieser Hoffnung. isd hiss ni adual da Die Liebe und Reue. Mein Gott und mein Herr! ich liebe dich aus ganzem Herzen, weil du das höchste, unendliche, über Alles aller Liebe und Ehre würdigste Gut bist. Von ganzer Seele, aus allen meinen Kräften liebe ich dich, weil du wegen deiner selbst höchst würdig bist, über Alles geliebt zu werden. Den Nächsten, auch meine Feinde liebe ich, und verzeihe ihnen wegen deiner, weil mein Nächster dein Ebenbild ist, und weil mein göttlicher Lehrmeister auch am Kreuze seine Feinde geliebt hat. In dieser Liebe will ich leben und sterben. O Gott! entzünde in mir das Feuer deiner Liebe. Aus dieser reinen Liebe bereue ich mit zerknirschtem Herzen alle Sünden meines ganzen Lebens, mit welchen ich dich, der du das allerhöchste, unendlich vollkommenste, liebenswürdigste Gut bist, jemals beleidigt habe. Ich hasse und verabscheue sie über alle Uibel mit größtem Mißfallen, und wollte nur wünschen, mein Gott! 199 daß ich selbe niemals begangen hätte. Ich bitte dich deßwegen, mein Gott! demüthigst um Vers zeihung. Ich nehme mir kräftig vor, mit deiner Gnade mein Leben zu bessern, die Sünden zu meiden, das Gute zu wirken, dich bis an das Ende zu lieben, und dir in Allem zu gefallen. D Gott! stärke meinen Vorsat. de disproged Slemsin odio i jed ខ - រង់ វិ សិ ទ srorphy pagonis hist smota© C 10 10 AT CP menginsid mu elussid C adal bi rind, $ 09 Morgengebet Meßgebete 110 EG on 1300 2998 dsi2 Inhalt. and 2nd and 1509Ⓒ Tägliche Gebete. Zur Beicht.. Vor der Communion Gebet vor einer Arbeit Nach einer wohlgelungenen Arbeit Nach einer fruchtlos scheinenden Arbeit Gebet vor dem Essen Gebet nach dem Essen. Abendgebet. ♦ 10 Besondere Gebete. Nach der Communion. Gebet an den Allgegenwärtigen Gebet an den Allgenugsamen Gebet an den allgemeinen Vater der Menschen Dank für mein Daseyn = Seite 3 6 21 21 22 26 27 28 33 39 40 41 4 6 45 44 46 48 202 Dank für mein Loos Dank für die Berufung zum Christenthum. Dank für das Jahrhundert, darin ich lebe Gebet um Bildung nach Gott. Um kindliche Liebe gegen Gott. Um freudige Zuversicht zu Gott Um Arbeitſamkeit Um Sorge für das bessere Leben Um Traurigkeit über fremde Sünden Um Bewahrung vor Unkeuschheit Um Bewahrung vor Wankelmuth'. Um Bewahrung vor Ungenügsamkeit. Um Hochschätzung des Nächsten Um neue Stärke zur Tugend Gebete einzelner Stände. Gebet eines Hausvaters Gebet einer Hausmutter Gebet einer Witwe. Gebet einer Waise Gebet eines Dienstboten Gebet eines Jünglings Gebet einer Jungfrau Gebet eines Soldaten. Gebet eines Landmanns Gebet eines Kranken Boogi Gebet für den Landesfürsten Gebet für die Geistlichkeit Seite 51 55 58 61 64 67 69 72 musid nim 74 77 79 82 84 86 stadspo o pais 91 1993 do 196 UST. Msg den 198 3000100 102 105 108 111 113 nointummond ball Gebete für Andere. do 1300 alguns and no toda 119 121 203 odnou oblipglosdt ved pundin Seite Gebet für Freunde und Wohlthäter 123 Gebet für die Eltern. Gebet für die Verstorbenen. 300 125 126 C GRE Gebete bei verschiedenen Veranlassungen. Am Geburtstage. Gebet bei einem großen Verluste Gebet, wenn man sich auf einem Gottesacker befindet.. Gebet bei einem Gewitter Gebet bei einer Trauung. Gebet bei der Taufe eines Kindes Gebet bei der Beerdigung einer Leiche. Gebet am Schlusse des Jahres Predigtlied an Sonntagen Gesänge zur heiligen Messe Meßlied. Vertrauen auf Gott Das Te Deum laudamus( deutsch). ● Geistliche Lieder und Gebete zum Gebrauche des öffentlichen Gottesdienstes. ♦ 131 134 Litaneyen. Litaney von allen Heiligen sammt den dazu gehörigen Gebeten Litaney zur allerheiligsten Jungfrau und Mut ter Gottes Maria 135 139 141 143 145 147 151 153 163 168 171 177 190 Der Glaube Die Hoffnung Die Liebe und Reue CET 121 821 201 ITI 204 Uibung der theologischen Tugenden. dildo dan dus 198 513 Innsborg manis isd que no ansa 2970605, 69 mo ton) mygtind stet Seite 196 197 198 Inches 1 Centimetres Blue 2 3 Cyan 2 4 ( O 15 Farbkarte# 13 Green 6 17 3 ¹8 Yellow 9 C 10 Red 11 14,51 12 LO 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8