13 Jet Liebe über alles. sus E. Lutter. دارد- + + H + fir 果 + Gb5053 Hamburgisches Gesangbuch für den öffentlichen Gottesdienst und die häusliche Andacht. Mit Eines Hochedlen und Hochweisen Raths Special Privilegio. Zweite Auflage. Im Verlage des Amts der Buchbinder. Hamburg 1844. Gedruckt bei Johann August Meißner, Eines Hochedlen und Hochweisen Raths Buchdrucker. 61298274 00 Sampuraityeg Gb 50 53 Univ Bibl Glessen Ⓒ Johodnie schilaund sid edinte motharched du maldschock domi? nifte opslicininis Spoltul or monidbuck and time and spolu 1181 MAQ maldito bonite Ampul amadol hnd thundr 1997198 1999 Thurdhofe aid adiun dhon dindami a marjull dd zami, tim burdboil and Privilegium.d OF allo? mdtur inalad maslndischise 17adarė gadiatge aid hun rado um napapa m zapidair Bürgermeister und Rath dieser freien Hansestadt bezeugen hiemit öffentlich, daß Wir dem hiesigen Amte der Buchbinder und Unserem RathsBuchdrucker den Druck und Verlag des unter Unserer verfassungsmäßigen Genehmigung von dem hiesigen Ehrwürdigen Ministerio im vorigen Jahre ausgefertigten Hamburgischen Gesangbuches, nebst der demselben beigefügten Sammlung Gebete, auf ihr Ansuchen verstattet, und zugleich ein ausschliessendes Privilegium dahin ertheilt haben, daß ausser ihnen jetzt und künftig niemand freistehen solle, solches in Unserer Stadt und deren Gebiete zu verlegen, drucken zu lassen und zu verkaufen. zapali Wir verbieten demnach allen hiesigen Buchführern, Buchdruckern und sonst jedermann, oberwähntes neues Gesangbuch, nebst der demselben beygefügten Sammlung Gebete, es sey unter demselben oder einem veränderten Titel, und es geschehe ganz oder Theilweise, unter welchem Vorwand, auch in welchem Format es wolle, hier oder anderwärts nachdrucken zu lassen, oder die nachgedruckten Exemplare in dieser Stadt und deren Gebiete einzuführen, zu verkaufen, aufen, oder sonst sonst zu verbreiten; mit der ernstlichen Verwarnung, daß nicht allein allen, die hiewider handeln oder dazu Fürschub leisten, sie seien Käufer oder Verkäufer, die bei ihnen gefundenen Eremplare abgenommen und zum Besten der rechtmäßigen Verleger confiscirt, sondern auch Jequoedoe noch noch ausserdem die Nachdrucker, Beförderer und Verbreiter des Nachdrucks mit einer halb Unserem Fisco und halb den rechtmäßigen Verlegern zuzuwendenden Geldbuße von Hundert Reichsthalern belegt werden sollen. Dagegen müssen aber auch die Impetranten, bey Verlust dieses Privilegii, dem unter sich und mit dem hiesigen Ehrwürdigen Ministerio zum Behuf der Prediger Wittwen- Casse errichteten, von Uns obrigkeitlich beſtätigten Vergleich in allen Puncten getreulich nachkommen, daß Gesangbuch auf gutem dauerhaften Papier und mit deutlichen Lettern abdrucken, und jedem Format die dafür bestimmten Preise, nämlich: Sechszehn Schilling für den kleinsten, Neunzehn Schilling für den mittleren und Neun und Zwanzig Schilling für den groben Druck, auf dem Titelblatte vordrucken lassen, ohne vorgängige Uns davon zu machende Anzeige nie eine neue Auflage veranstalten, auch von jedem Druck und Format zwey gebundene Eremplare an das hiesige Archiv und eben so viele an die Stadt- Bibliothek unentgeldlich abliefern. Urkundlich dessen haben wir dieses Privilegium, Uns jedoch an Unseren Rechten unbeschadet, unter Unserem gewöhnlichen Siegel und Unseres Herrn Secretarii Unterschrift ausfertigen lassen. So geschehen Hamburg den Acht und Zwanzigsten September Anno Eintausend Acht Hundert Zwey und Vierzig. al burhan berada 19 Ex speciali Commissione MIT HE had and solu Amplissimi Senatus Hamburgensis ( L. S.) Eduard Schlüter, Dr. En ande bun dro trition para mapigo yad et Reipublicae Hamburgensis Secretarius subscripsi. manschorgisgaunate as teadse setral timp cinder mitusann gudmuns SIG 1911 369970ER Borrede. ind thod and usikhistifise Das gegenwärtige Gesangbuch, welches nach erfolgter verfassungsmäßiger Genehmigung Eines Hochedlen und Hochweisen Senates und des löblichen Collegii der Sechsziger, statt des seit dem Jahre 1788 unter uns gebräuchlich gewesenen, beim öffentlichen Gottesdienste in den Stadt- und Landkirchen eingeführt werden soll, ist zunächst durch das Bedürfniß einer reicheren Auswahl und einer größeren Mannigfaltigkeit geiſtlicher Lieder veranlaßt worden; und ohne Zweifel wird es den Gliedern unsrer Gemeinen nicht weniger als uns zur Freude gereichen, einen in dieser Hinsicht schon sibi lange 7 VI Vorrede. lange gehegten und vielfach ausgesprochenen Wunsch nunmehr erfüllt zu sehen. Es befinden sich in der vorliegenden Sammlung vorliegenden zwar nicht alle, aber doch bei weitem die mehrsten und geistreichsten der in dem bisherigen Gesangbuche enthaltenen Lieder, und unter diesen namentlich die bei uns, wie in der ganzen evangelischen Kirche, mit Recht vorzüglich beliebten von M. Luther, P. Gerhard, C. F. Gellert und andren hochbegabten Dichtern, welche wir, nach dem beifallswürdigen Vorgange mehrerer seit den legten zwanzig Jahren erschienenen Gesangbücher, sofern nicht hie und da überwiegende Gründe davon abriethen, in ihrer ursprünglichen Gestalt mitzutheilen für Pflicht gehalten haben. Zu diesen Liedern aber ist eine beträchtliche Anzahl der besten und kraftvollesten Gesänge von verschie Vorrede. 7 VII IIN schiedenen Verfassern hinzugekommen, bei deren Auswahl uns eben so wenig blinde Anhänglichkeit an das Alte als partheiische Vorliebe für das Neue, sondern allein gewissenhafte Berücksichtigung desjenigen, worauf der wahre Werth des geistlichen und insbesondere des evangelischen Kirchenliedes beruhet, geleitet hat, und die, bei aller Uebereinstimmung in dem unveränderlich bestehenden Glaubensgrunde ( 1 Kor. 3, 11), dennoch von Seiten der Darstellung, wie des Ausdruckes und Tones, mannigfaltig genug sind, um den Bedürfnissen eines jeden Erbauungsuchenden nach Maaßgabe der verschiedenen Fähigkeiten, Empfindungsweisen und Gemüthszustände gleiche Befriedigung zu gewähren. Daß dabei, wie der Hauptzweck der Sammlung es mit sich brachte, unser Absehen vorzüglich auf den öffentlichen Gottesdienst VIII Vorrede. dienst und die gemeinsame Andacht gerichtet gewesen ist, lehret der Augenschein. Indeß haben wir nicht unterlassen, auch für die stille Erbauung und die häuslichen Andachtsübungen nach Möglichkeit Sorge zu tragen; ja, manches Lied, das seiner vorherrschenden Richtung nach weniger das Gefühl als das Nachdenken in Anspruch nimmt und daher mehr zum Lesen als zum Singen geeignet ist, haben wir in Erwägung des beim Religions- Unterrichte davon zu machenden Gebrauches unbedenklich und um so lieber aufgenommen, ie wünschenswerther es ist, daß die Jugend frühzeitig zu vertrauter Bekanntschaft mit dem Buche an geleitet werde, welches ihr, nächst der heil. Schrift, für das ganze Leben zur vornehmsten Quelle der Ermunterung und des Trostes dienen ſoll. jun chileigroc dojdle Das Vorrede. IX * 790 Das Jahr, in welchem dieses Gesangbuch erscheint, ist unsrer Stadt durch ein hartes Misgeschick unvergeßlich geworden, dessen Folgen die ihrer alt- ehrwürdigen Kirchen beraubten Gemeinen insonderheit schmerzlich empfinden. Wenn indeß, wie wir zu Gott hoffen, diese von ihm über uns verhängte Züchtigung den Sinn für das Eine, das noth ist, die Hochachtung gegen sein heiliges Wort und die Liebe zu demselben, bei Vielen von neuem geweckt, bei Allen kräftiger angeregt hat: so läßt sich auch mit Grund erwarten, daß eine reichhaltigere Sammlung geistlicher Gesänge gerade jetzt eine um so günstigere Aufnahme finden und zur Förderung der gewirkten heilsamen Eindrücke das Ihrige beitragen werde. Aus der Fülle unsrer Herzen rufen wir Gott an, daß er dazu udimack X dazu seinen Geist und seine Gnade verleihen wolle. Euch aber, geliebte Glieder unsrer Gemeinen, bitten wir als Mithelfer, stets eingedenk zu bleiben der apostolischen Ermahnung: Erbauet euch auf euren allerheiligsten Glauben, und redet unter einander von Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern; singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen, und saget Dank allezeit für Alles Gott und dem Vater in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi! ( Jud. V. 20. Eph. 5, 19. 20.) Hamburg, 09 am 24. September 1842. Vorrede. Bodo 1100 no Wir, Senior, Pastores und sämmtliche Prediger des Hamburgischen Ministerii. spine and signsturs un aindore. 281 na eno pnulis did siisGE ees- Arromindildoumdan dus olube si.I Inhalt. er- AT.110 901 dus lommig.D Buscard dan blemised od Erste Abtheilung. Allgemeine Lob: und Dank: Lieder.. 1. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. Nr. 1-25.mov Inlojd 10 me 2. Die Eigenschaften Gottes. Nr. 26-62. dm pm a. Ewigkeit und Unveränderlichkeit. Nr. 1-73. Nr. 26. 27, we lodyne pe d C b. Allmacht. Nr. 28-30. 112 c. Allgegenwart. Nr. 31-34.0 d. Allwissenheit. Nr. 35. 36. C e. Allweisheit. Nr. 37. 38. ue Heiligkeit und Gerechtigkeit. upt e Nr. 39-41. g. Liebe, Barmherzigkeit, Langmuth das e und Geduld. Nr. 42-56. h. Wahrhaftigkeit und Treue. BA: 19.01 Nr. 57-62. 3. Gott, Vater, Sohn und heil. Geist.lider Nr. 63-73. Zweite XVI Inhalt. a. In allgemeiner Noth. dnoted jules Nr. 747-752. Theurung. Nr. 748. Wassersnoth. Nr. 749. bilbom Krieg. Nr. 750.08-088 G Apa se ne mi? Seuchen. Nr. 751. b. In persönlicher Trübfal und Kümmerniß. Nr. 753-763. c. Nach überstandenen Gefahrend d und Leiden. aa. Nach Abwendung allgemei: ner Noth. Nr. 764-767. bb. Nach Befreiung von persön: 00 licher Trubsal. Nr. 768.769. d. Bei Sterbefällen und Begräb nissen. Nr. 770-784. 10 Fürbitte für Sterbende. Nr. 774. 775. e ndng 0 817 398.00 upistepa s 081- AIT.C.sproff@ ³?.no 881-181.910.0ppmifl@mif.dd AT- Te dusdig mit me pro rodnoted julf& dem Erste Abtheilung. Allgemeine Lob und Dank- Lieder. 1. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 1190 1. Herr err Gott, dich deiner Boten Schaar, loben wir! Herr der Lehre Jesu MartyGott, wir danken dir! rer, sie preisen ewig Dein, Vater, ist von dich, o Herr. Auch Ewigkeit das Reich, deine ganze Christenheit die Kraft, die Herrlich preist dich auf Erden feit! Die Welt, dein weit und breit; dich, Werk und Eigenthum, Vater, auf der Himmel verkündigt deines Na- Thron, und deinen einmens Ruhm; der Engel gebornen Sohn, nebst Heer', die Seraphim, deinem Geiste, dessen lobsingen dir mit hoher Kraft in uns ein neues Stimm': Heilig ist unser Leben schafft. Gott! Heilig ist unser Du Herr der Ehren, Gott! Heilig ist unser Jesu Christ, der du Gott, Jehovah Zebaoth! der Sohn des Höchsten Weit, über alle Him bist, du wardst, der mel weit geht deine Heiland uns zu seyn, Macht und Herrlichkeit. ein Mensch, wie wir, Sie, die den Erdkreis doch sündenrein; du wunderbar bekehrten, hast des Todes Macht A zer Allgemeine Lob und Dank: Lieder. zerstört, den Weg zum Himmel uns gelehrt; du herrschest in des Vaters Reich, an Majestät Gott, sei gnädig uns in aller Noth! laß dein Erbarmen uns erfreun, wenn wir zu dir um und Huld ihm gleich; Hülfe schrein. Auf dich, im Grabe läsfest du o Herr, vertrauen wir, wir leben und wir sterben 2 uns nicht, du kommst dereinst und hältst Gericht. dir! Amen. Dein soll sich unsre Mel. un lob, mein Seel'. Seele freun, dir treu, gehorsam, dankbar seyn. 2. Auf, meine Seele, Einst laß uns an des Himmels Heil mit allen Sel'gen haben Theil. Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, und segne, vergißt! Gern hat er singe; es singe Gott, was in mir ist! Der Herr thut große Dinge an dem, der seiner nicht was dein Erbtheil ist. Leit' uns durch unsre Prüfungszeit den Weg zur frohen Ewigkeit. Die Erd' ist auch dein Eigenthum; auch mir vergeben all' meine Missethat, gerettet mich in's Leben nach gnadenvollem Rath, gekrönt mit seinem Heile, vom Elend mich befreit; und sie erfülle stets dein einst wird mir zu Theile Ruhm! In dieses Le- die Ruh' der Ewigkeit. bens Pilgerschaft sei, 2. Es hat uns wissen Herr, dein Wort uns lassen der Herr sein Recht Licht und Kraft! Sei und sein Gericht, Ergnädig uns, o treuer barmung ohne Maaßen dem Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. dem Frommen, der den 4. Jehovah's Gnad' Bund nicht bricht. alleine steht fest und Schnell eilt sein Zorn bleibt in Ewigkeit. Odu, vorüber, straft nicht des Herrn Gemeine, die nach unsrer Schuld. ganz sich seinem Dienste Der Herr begnadigt lie- weiht, die, daß sie selig ber, nimmt lieber auf zur werde, mit Furcht und Huld. Wer Gott ver- Zittern ringt, schwing' traut, ihm lebet, sein du dich von der Erde Frieden ist mit dem; mit hinauf, wo Jubel singt Adlersflügeln schwebet die Schaar stets treuer Erbarmung über dem. Knechte und unsrer 3. Wie Våter mit Todten Schaar: Licht, Erbarmen auf ihre jun- Heil sind deine Rechte gen Kinder schaun: so und ewig wunderbar! thut der Herr uns 5. Anbetung, Preis Armen, wenn wir nur und Ehre sei dir, Gott, kindlich ihm vertraun. Vater, Sohn und Geist! Er weiß es, wir sind wir singen's in die Chöre Sünder; Gott weiß es, der Schaar, die dich vollwir sind Staub, zum kommner preist. AnbeTode reife Sünder, tung, Preis und Ehredir, ein niederfallend Laub. der du warst und bist! Kaum, daß die Winde Wir stammeln's nur; wehen, so ist es nicht doch höre, hör' uns, der mehr da; wir Sterb- ewig ist! Einst tragen wir lichen vergehen, stets auch Palmen, du Gott, ist der Tod uns nah. auf den wir traun; einst A 2 fin3 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. singen wir dir Psalmen, Regen, wenn er will, einst sterben wir und auf Erden;:,: er läßt schaun! Gras wachsen hoch auf 4 3. Lobet den Herren,:,: dürren Bergen. Lobet den Herren.:,: lich. Es ist sehr köstlich, denn er ist sehr freund- 5. Der allem Fleische:,: giebet seine Speise, dem unsern Gott zu loben;:,: Vieh sein Futter våtersein Lob ist schön und licher Weise,:,: den lieblich anzuhören. Lobet jungen Raben, wenn sie den Herren.: zu ihm rufen. Lobet den Herren.:,: 2. Er heilet gnådig:,: die zerbrochnen Herzen; 6. Er hat nicht er zählt die Stern' und Freude:,: an der Streinennet sie mit Namen.:,: ter Menge; des MenDer Herr ist groß, all schen Troß kann ihm mächtig, allbarmherzig. nicht wohlgefallen.:,: Lobet den Herren.:: Der Herr ist freundlich denen, die ihm trauen. Lobet den Herren.:,: 3. Er tröstet freundlich,:,: die da trauernd gehen; er stößt zu Boden, die ihm widerstehen.:,: Singt unserm Gott mit Harfen und mit Psalter. 7. Danket dem Höchsten,:,: sein ist aller Segen! Der Brunn des Lebens strömt von ihm Lobet den Herren.:: hernieder,:,: gar hoch 4. Er deckt mit Wolvom Himmel her aus seinem Herzen. Lobet ken:,: das Gezelt des Himmels. Er giebt den den Herren.:,: 8. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 5 8. O Jesu Christe,:,: ter und dem Sohne, und Sohn des Allerhöchsten, seinem heilgen Geist. gieb deinen ChristenGna- Er, der vom Himmelsde, Gott zu preisen:: throne erbarmend auf und seinen Namen zu uns sieht, bleibt, wie er erheben. Amen! Lobet ewig war, unendlich groß den Herren.:,: und gut. Lob sei ihm immerdar! poste @ 00: 4. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund 5. Nun danket all' und Händen, der große und bringet Ehr' dem Dinge thut an uns und großen Herrn der Welt, allen Enden, der uns ihm, dessen Lob der Envon Mutterleib und Kin- gel Heer im Himmel stets desbeinen an bis die erzählt. ds sen Augenblick unzählig 2. Ermuntert euch, und Guts gethan. ainsingt mit Schall Gott, und große Dinge thut; 2. Der ewig reiche unserm höchsten Gut, Gott woll' uns bei un- der seine Wunder überall serm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns in seiner Gnad' erhalten fort und fort, und uns 3. Der uns von Mutterleibe an gesund und froh erhält, und, wo kein Mensch uns helfen aus aller Noth erlösen kann, sich selbst zum Helhier und dort.fer stellt; 3. Lob, Ehr' und 4. Der, ob wir ihn Preis sei Gott, dem Va- gleich hoch betrübt, doch gna Allgemeine Lob und Dank: Lieder. gnådig bleibt und gut, und laß uns sehn sein die Straf' erläßt, die Angesicht dort in der Schuld vergiebt, uns so ewgen Ruh! viel Gutes thut.oad) 6 Mel. un lob, mein Seel'. 5. Er geb' uns stets ein fröhlich Herz, er- 6. Man lobt dich in frische Geist und Sinn, der Stille, du großer, und werfe Furcht und hocherhabner Gott! Des Angst und Schmerz in's Rühmens ist die Fülle Meeres Tiefe hin. vor deinem Thron, Herr Zebaoth. Du, Herr, bist doch auf Erden der Frommen Zuversicht; in Trübsal und Beschwerden läßt du die Deinen nicht. Drum soll dich stündlich ehren mein Mund vor Jedermann, und deinen Ruhm vermehren, so lang' er lallen kann. d d milde 6. Er lasse seinen Frieden ruhn auf unserm Vaterland; er gebe Glück zu unserm Thun und Heil für jedenStand. 7. Er trag' uns ferner mit Geduld und laß' uns heilig seyn, und seiner väterlichen Huld uns allezeit erfreun. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets 2. Es müsse dein sich unser Heil; und wenn wir freuen, wer deine Macht scheiden von der Erd', und Gnade kennt, und verbleib' er unser Theil. deinem Dienst sich wei9. Er drücke, wenn hen, wer Jesu Christi das Herz nun bricht, Namen nennt. Hoch uns unsre Augen zu, seist du stets gepriesen! Du Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 7 Du bist's, der Wunder allen Dingen, wie so gut thut, und hast auch mir erwiesen das, was mir müß' und gut. Nun, das ist meine Freude, zu halten fest an dir, daß nichts von dir mich scheide, so lang' ich walle hier. er's mit mir meyn'. Ist's doch nichts als lauter Lieben, was sein treues Herz bewegt, das ohn' Ende hebt und trägt, die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, so hat alle Tage wieder mich des Höchsten Arm bedeckt. Aus dem Nichts trat ich in'sLeben auf des Vaters mächtgen Ruf; und das Leben, das er schuf, hat auch stets sein Schuß umgeben. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 3. Herr, du hast dei nen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht. Wenn Schwache zu dir kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad' erzeiget; nun, wie vergelt' ich's dir? Ach bleibe mir geneiget; so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen allezeit dich, Herr Gott, hier im Leben und dort in Ewigkeit. 7. Sollt' ich meinem Gott nicht singen? sollt' ich ihm nicht dankbar seyn? Seh' ich doch in 3. Seinen Sohn, den Eingebornen, giebt er aus Erbarmung hin für mich Armen und Verlornen zu des ewgen Heils Ge Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. Gewinn. O du Gnade Gründen, in der Höh', sonder Schranken, uner in den Büschen, in der gründlich tiefes Meer, See, überall ist meine dich umfassen nimmer- Weide. Alles Ding mehr unsre menschlichen währt seine Zeit, Gottes Gedanken! Alles Ding Lieb' in Ewigkeit. ist währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit.d 1894. Seinen Geist, den edlen Führer, giebt er mir in ſeinem Wort, daß er werde mein Regierer, meiner Seele Trost und Hort; daß er mein Gemüth erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Nacht durch bricht und mein banges Herz macht stille. Alles 6. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen, und ermuntert mein Gemüth, daß ich jeden neuen Mor gen schaue neue Lieb' und Gür'. Wäre nicht mein Gott gewesen, hätte nicht sein Angesicht mich geleitet, wär' ich nicht aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. Ding währt seine Zeit, 7. Wie ein Vater Gottes Lieb' in Ewigkeit. 25. Himmel, Erd' und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wohin ich mein Auge kehre, beut er dar, was mich erhält, Thier' und Kräuter und Getraide; in den seinem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, wenn es gleich, verführt zur Sünde, von dem rechten Pfade weicht, also trågt Gott mein Vergehen, straft gelinde meine Schuld, und läßt dann 8 Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 9 dann voll Gnad' und ten kann, erfreuet. Alles Huld mich sein Antlig wieder sehen. Alles Ding währt seine Zeit, Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 10. Weil denn ohne Gottes Lieb' in Ewigkeit. Ziel und Ende deiner 8. SeineStrafen, seine Liebe Gaben sind, o so Schläge sind auch herzlich heb' ich meine Hände zu wohl gemeint; sie sind, dir, Vater, als dein Kind, wenn ich's recht erwäge, bitte, wollst mir Gnade nichts als Zeichen, daß geben, dir aus aller meimein Freund, der mich ner Macht anzuhangen liebet, mein gedenke, und Tag und Nacht hier in mich von der eiteln Welt, meinem ganzen Leben, die uns hart gefangen bis ich dich nach dieser hålt, durch die Trübsal Zeit lieb' und lob' in zu ihm lenke. Alles Ding Ewigkeit. währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 9. Das weiß ich fürwahr und lasse mir's nicht aus dem Sinne gehn, Christenkreuz hat seine Maaße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein: also wird auch nach der Pein, wer's erwar Mel. Es ist das eil uns. 201 8. Lob, Ehr, und Dank dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit sei nem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt! Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. 2. Der Himmel Heere 5. Gott ist bei uns danken dir, Beherrscher und nimmer nicht von aller Thronen; auch wir, die wir, o Vater, hier in deinem Schatten wohnen. Wir alle preisen deine Macht, die uns erschuf, die uns bewacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 10 seinem Volk geschieden. Er bleibt des Frommen Zuversicht, und giebt ihm Heil und Frieden. Mit Baterhånden führt er die, die ihm vertraun, und segnet sie. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott 6. Wenn Menschengeschaffen hat, das will macht nicht helfen kann, er auch erhalten; darüber erhört er unsre Klagen. will er früh und spat mit Er nimmt sich unser seiner Gnade walten. In mächtig an; wir dürfen seinem ganzen Königreich nie verzagen. Wenn herrscht Macht und Recht keine Ruh' uns mehr und Huld zugleich. Gebt erfreut, schafft er uns unserm Gott die Ehre! Fried' und Sicherheit. 4. Ich rief zum Herrnin Gebt unserm Gott die meiner Noth: Vernimm, Ehre! mod un schi o Gott, mein Flehen! da 7. So lang' ich lebe, half mein Helfer mir vom soll mein Dank dich, Tod, und ließ sein Heil meinen Retter, ehren; mich sehen. Ich danke, einst sollen meinen LobGott, ich dankedir! Odan- gesang auch deine Himfet, danket Gott mit mir; mel hören. Mein Geist, gebt unsermGott dieEhre! o Gott, erhebe dich; mein Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. mein ganzes Herz erfreue schen Chören! Kommet sich. Gebt unserm Gott die Ehre! 11 9. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren! Lob'ihn, o Seele, vereint mit den himmlizu Hauf'! Psalter und Harfe, wach' auf! lasset den Lobgesang hören! 2. Lobe den Herren, der Alles so herrlich regieret, der dich auf Adlersgefieder so sicher geführet, der dir gewährt, was dich erfreuet und nährt! Dank' es ihm innig 8. Jhr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Jhr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! der Sünde Gößzen macht zu Spott! Der Herr ist Gott! der Herr ist Gott! Gebt gerühret. unserm Gott die Ehre! 3. Lobe den Herren, 9. Kommt, laßt uns der künstlich und fein vor sein Angesicht mit dich bereitet, der dir Gefroher Ehrfurcht drin- sundheit verliehen, dich gen! Bezahlt ihm die ge- freundlich geleitet! In lobte Pflicht, und laßt wie viel Noth hat richt uns fröhlich singen: Gott der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! hat es alles wohl bedacht, und alles, alles recht ge- 4. Lobe den Herren, macht. Gebt unserm der deinen Stand sichtGott die Ehre! di bar gesegnet, der aus dem Himmel mit Stromen der Liebe geregnet! Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet. 5. Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. 5. Lobe den Herren Herrn; ihr, der Allmacht und seinen hochheiligen Werke, rühmet seine Namen! Lob' ihn mit Stärke. Allen, die von ihm den Odem bekamen! Er ist dein Licht! Seele, vergiß es ja nicht; lob' ihn in Ewigkeit! Amen! 12 3. O du meine Seele, singe fröhlich, singe ihm, dem Schöpfer Schöpfer aller Dinge! Was da lebt und webet, falle vor ihm nieder, bringe Dankund Freuden- Lieder! Er 10. Wunderbarer König, Herrscher von ist Gott Zebaoth; er nur ist zu loben, hier und ewig droben. uns allen! laß dir unser Lob gefallen. Deine Gnaden- Ströme läßt du auf uns fließen, ob wir dich schon oft verließen. Demuthsvoll, freudig soll unsre Stimm' er klingen, unser Herz dir singen. id 2. Jauchzet laut, ihr Himmel, unserm Gott zu Ehren, lasset euer Loblied hören! Preise deinen Schöpfer, Sonne, deren Strahlen dieses große 11. Dein, o Gott! Mel. Schwing dich auf zu. Rund bemalen. Mond soll ewig seyn Dank und und Stern', ehrt den Preis und Ehre; Ruhm und 4. Hallelujah singe, wer den Herrn erkennet und in Christo Vater nennet! Hallelujah singe, welcher Christum liebet, ihm von Herzen sich ergiebet! O wohl dir! wohl schon hier! Froher wirst du droben ohne Sund' ihn loben. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 13 und Herrlichkeit ist dein; 2. Herr, entzünde mein Erd' und Himmel höre: Heilig, heilig, heilig ist, der uns alles giebet, der die Seinen nie vergißt, sie als Vater liebet! Gemüthe, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu' und Güte stets erhebe Tag und Nacht, weil dein våterliches Sorgen sich erneut mit jedem Morgen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 2. Laß, o Vater, Lebenslang uns einander geben du mir Gnade, ich dir Dank; ich dir Lob, du Leben; du dich mir, und ich mich dir; ich dir mein Vertrauen; du mir Muth und Trost dafür, Hoffnung, dich zu schauen. 3. Denk' ich, wie ich dich verlassen, wie ich häufte Schuld auf Schuld, mögt' ich tief beschämterblassen vor der Langmuth und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen haft getragen voll Erbarmen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! — 12. Womit soll ich dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben dei nes Geistes Kraft, mein Gott! denn wie kann mein Lied erreichen deine Huld und Liebes- Zeichen? Tausend, tausend mal sey dir, großer König, Dank dafür! 4. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn! Daß ich dich, mein Heil, erwähle, lerne dem Gericht entfliehn, hast du mir durch Chri Allgemeine Lob und Dank: Lieder. Christum Leben, Licht zur Seiten und Zehntauund Kraft und Geist send um mich her, ließest gegeben. Tausend, tau- du mich doch begleiten sendmal sey dir, großer durch der Engel starkes König, Dank dafür! Heer; und der Noth, die mich umfangen, bin ich wunderbar entgangen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 5. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr mein Gott, zu mir, daß in Schmerzen und in Freuden sich mein Herz ergäbe dir, und daß gånzlich mein Verlangen mögt' an deinem Willen hangen. Tausend, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 6. Mich hast du auf Adlers- Flügeln oft ge tragen väterlich, in den Thälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; schien gleich Alles zu zerrinnen, ward ich deiner Huld doch innen. Tau send, tausendmal sey dir, großer König, Dank dafür! 8. Tausendmal sey dir gesungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner sich an Jesu Händen hin zu deinem Himmel wenden, wo ich, seliger als hier, ewig, ewig danke dir. Mel. wer nur den lieben G. 13. D daß ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund! Mit Engeln stimmt' ich sds um die Wette aus aller7. Fielen Tausend mir tiefstem Herzensgrund 14 ein Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 15 ein Loblied nach dem an- großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. dern an von dem, was Gott an mir gethan. 2. O daß doch meine 5. Wer überströmet Stimme schallte bis da- mich mit Segen? Bist du hin, wo die Sonne steht! es nicht, o reicher Gott? o daß mein Blut mit Wer schüßet mich auf Freuden wallte, so lang' meinen Wegen? Du, du, es durch die Adern geht! o Herr, Gott Zebaoth! ach wär' ein jeder Puls du trägst mit meiner ein Dank, und jeder Sündenschuld unendlich Odem ein Gesang! gnådige Geduld. 3. Ihr grünen Blåtter in den Wäldern, bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken Gräßlein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet seyn, und stimmet lieblich mit mir ein! pins Gm 6. Auch für das Kreuz will ich dich loben, das du mir auferleget hast. Es zieht den trågen Geist nach oben, und ist mir eine leichte Last. Ich frage nicht mein Fleisch und Blut, die Zucht des Vaters meint es gut. 4. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehülfen geben; denn mein Ver7. Ich hab' es ja, Herr meiner Tage, schon so manch liebes Mal gespürt, daß du mich unter vieler Plage, zwar wunderbar, doch wohl gemögen ist zu matt, die führt. Ja, in der größesten 16 Allgemeine Lob: und Dank Lieder. sten Gefahr ward ich dein mein Hallelujah dir | Trostlicht stets gewahr. empor. 8. Wie sollt' ich nun nicht voller Freude mit stetem Lobe dich erhöhn? Wie sollt' ich auch im tief sten Leide nicht triumphi Mel. Jehovah ist mein L. 14. Auf, auf, mein Geist, heb' an, den Herrn zu loben; auf, auf, errend weiter gehn? Ja, wecke dich und säume stürzten Erd' und Him nicht; was in dir ist, mel ein, sollst du doch, werd' still und sanft erGott, mein Alles seyn. hoben zu Gott, Jehovah, 9. Ich will von dei unsrer Sonn' und Licht. ner Güte singen, so lange Er ist allein, Lob, Ehre, sich die Zunge regt. Ich Preis und Ruhm zu will dir Freuden- Opfer nehmen, würdig stets bringen, so lange sich und überall; erheb' ihn mein Herz bewegt. Ja, hoch mit frohem Jubelwenn der Mund wird schall, geh' ein in sein kraftlos seyn, so stimm' erhabnes Heiligthum. ich noch mit Seufzen ein. 2. Er ist das große 10. Ach nimm das Wesen aller Wesen, die arme Lob auf Erden, höchst' und einige Vollmein Gott, in allen Gna- kommenheit; von ihm, den hin. Im Himmel durch ihn, zu seinem soll es besser werden, Dienst erlesen ist alles, wenn ich verklärt bei was geworden in der Engeln bin. Da sing' Zeit; er hat und kennet auch ich im höhern Chor seines Gleichen nicht. Wer Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 17 Wer ist wie er und seine Pracht, und was dies Majestät? vor ihr die Rund nur Köstlichs in Creatur mit Zittern steht; sich schließt, das kommt sein Wohnhaus ist ein aus diesem unerschöpften unzugänglich Licht. Meer und dessen unerforschter Fülle her; er ist der Quell, der immer überfließt. 3. Man sieht ihn nicht; doch ist er wohl zu sehen. Man gebe nur auf seine Werke Acht; 5. Er ist das A und da sehn wir ihn vor un- O, Anfang und Ende, sern Augen stehen im der Erste, und wird auch reichen Schmucke seiner der Letzte seyn; er ist zu Gottheits- Pracht; die spüren, wo man ſich hinHimmel rühmen ihres wende, das Heimlichste Schöpfers Ehr'; die wird klar in ſeinem Luft, die Erd' und was Schein; sein Licht ist im Meer sich regt, das nicht vermiſcht mit Dunalles den zu zeigen sich kelheit; die Kraft, die in bewegt, der ist und heißt ihm wohnt, wird nimmer Jehovah, unser Herr. schwach; er weiß in sich 4. Was Gutes auch von keinem Ungemach; nur kann genennet wer- er ist und bleibt, wie er den, was uns mit Lust war vor der Zeit. und Lieblichkeit anlacht, was in sich faßt der Himmel sammt der Erden, 6. Was er verheißt, dem kann man sicher trauen; die That stimmt der große Bau, von mit den Worten überein; Schönheit und von man darf mit ganzem und B Herzen 18. Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. Herzen darauf bauen, haft denen zugezählt, die des Herren Ja ist Ja, du in Christo hast gesein Nein ist Nein; voll bracht zum Leben und Recht und Billigkeit ist sein Gericht, er hat Geduld und übet Langmuth aus; mit Heiligkeit hat er geziert sein Haus; er ist die Lieb', der's nie an Lieb' gebricht. dir in ihm zu Kindern auserwählt? Zwar seh' ich jetzt dich nur im Dammerlicht; doch weiß ich, es kommt künftig noch der Tag, da ich dich ohne Decke schauen mag, mein Gott, von Angesicht zu Angesicht. 7. Wie selig ist doch, der ihn also kennet, und zu ihm ,, Abba, Vater" 2919. Indeß, mein Geist, ſagen kann, den er auch auf, auf, ihn stets zu wiederum den Seinen loben! wohlan, erwecke nennet, und ihn als Kind dich und säume nicht! des Hauses siehet an! was in dir ist, werd' Nichts ist so hoch, Nichts fanft und still erhoben zu kann so herrlich seyn; der Gott, Jehovah, unsrer Fürsten Ehr' und hocher- Sonn' und Licht. Er ist habner Stand ist gegen allein, Lob, Ehre, Preis diese Höhe nur ein Tand, und Ruhm zu nehmen, und bleibt ein leerer, würdig stets und überall; trügerischer Schein.merheb' ihn hoch mit fro8. O Herrscher, wie hem Jubelschall, bis er soll ich dich gnug erhe- dich bringt in's Himben, daß du auch mich mels- Heiligthum. 15. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 15. Lobe den Herren, o meine Seele! Ich will ihn loben bis zum Tod; weil ich noch Stunden auf Erden zähle, will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel' gegeben hat, werde gepriesen früh und spat! Halle lujah, Hallelujah. GIMI 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib' geboren, und sinken wieder in den Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil denn kein Mensch uns helfen kann, rufe man Gott um Hülfe an. Hallelujah, Hallelujah. 19 fum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Kath und That. Hallelujah, Hallelujah. > 4. Dieser hat Himmel, Meer und die Erden, und was darinnen ist, gemacht. Alles muß einmal erfüllet werden, was er uns gnädig zugedacht. Er ist's, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hålt. Hallelujah, Hallelujah. 5. Zeigen sich Fromme, die Unrecht leiden? er ist's, der ihnen Recht verschafft. Hungrigen will er zur Speis' beschei den, was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart 3. Selig, ja selig ist Gebundnen macht er der zu nennen, deß Hülfe frei; Allen erzeigt er der Gott Jakobs ist, Gnad' und Treu'. Halwelcher vom Glauben lelujah, Hallelujah, me sich nichts läßt trennen, 6. Sehende Augen und hofft getrost auf Je- giebt er den Blinden; 32 er Allgemeine Lob und Dank: Lieder. erhebt, die tiefgebeuget Vater und Sohn und gehn. Wo er kann red- heilgen Geist. Halleliche Herzen finden, die lujah, Hallelujah. läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsehn ist des 16. Gott ist mein Fremden Truß; Witt- Lied! Er ist der Gott der wen und Waisen bleibt Stärke; hehr ist sein er Schuß. Hallelujah, Nam', und groß sind Hallelujah. seine Werke, und alle 7. Aber der Gottes- Himmel sein Gebiet. 20 2. Er will und spricht's; so sind und leben Welten. Und er gebeut; so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. vergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zu rück, daß sie nur machen verkehrte Schritte, und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Hallelujah, Hal lelujah. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste. Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 8. Rühmet, ihr Men schen, den hohen Namen deß, der so große Wun- 4. Unendlich reich, der thut. Alles, was ein Meer von SeligkeiOdem hat, rufe Amen, ten, ohn' Anfang Gott, und bringe Lob mit fro- und Gott in ewgen Zeihem Muth. Ihr Kinder ten! Herr aller Welt, Gottes, lobt und preist wer ist dir gleich? $ 8 5. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 5. Was ist und war 10. Nichts, Nichts im Himmel, Erd' und ist mein, das Gott nicht Meere, das kennt Er, Gott; und seiner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meiennem Munde seyn! 6. Er ist um mich, 11. Wer kann die schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 21 Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 7. Er ist dir nah', du sigest oder gehest; ob du an's Meer, ob du gen Himmel flöhest: so ist er allenthalben da. en 8. Er kennt mein Flehn und allen Rath 13. Du trắnkst das der Seele. Er weiß, wie Land, führst uns auf oft ich Gutes thu' und grüne Weiden; und fehle, und eilt, mir Nacht und Tag, und gnådig beizustehn. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel. Du, Luft und Meer, ihr, Auen, Thal und Hügel, ihr seid sein Loblied und sein Psalm! Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. hin 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte; schrieb auf sein Buch, wie lang' ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 14. Kein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen. Sollt' ich mein Herz 22 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hålt? 15. Ist Gott mein Schuß, will Gott mein Retter werden: so frag' ich nichts nach Himmel und nach Erden, und biete selbst der Hölle Truß! Mel. Allein Gott in der öh'. 17. Der Herr ist Gott und keiner mehr. Froh lockt ihm, alle Frommen! Wer ist ihm gleich? Wer ist wie er, so herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein Nam' ist groß! Unendlich ist und gränzenlos der Herr in seiner Größe. 2. Er ist und bleibet, wie er ist. Wer strebet nicht vergebens, ihn auszusprechen? wer ermißt die Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; eh' noch die Erde war, war er, noch eh' die Himmel waren. 3. Des Ewgen Thron umströmt ein Licht, das ihn vor uns verhüllet; ihn fassen alle Himmel nicht, die seine Größ' erfüllet. Er bleibet ewig, wie er war, verborgen und auch offenbar in seiner Werke Wundern. 4. Wir sind allein durch seine Kraft das, was wir sind und werden. Er kennet alles, was er schafft, im Himmel und auf Erden. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und Kraft und Stärke; seine Hand umspannet Erd' und Himmel. 5. Ist er nicht nah'? Ist er nicht fern? Weiß er nicht Aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch ver 23 Kommt, werdet Gottes Lobgesang, ihr, alle seine Heere! Der Herr ist Gott und keiner mehr! Wer gleicht ihm? Niemand ist wie er, so herrlich, so vollkommen. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. verbergen möge? Um sonst hüllt ihr in Finster niß, was ihr beginnt; er sieht's gewiß, er sieht es schon von ferne. 6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem Falle? Allgegenwärtig breitet Mel. Aus meines Herzens. sich dein Fittig über Alle. 18. Schwingt, heiDu bist voll keit, voll Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Ver schoner. lige Gedanken, euch von der Erde los! Gott, frei von allen Schranken, ist unaussprechlich groß, 8907. Unsträflich bist du, ein Geist! Lobsingt, lobheilig, gut, und reiner singt vor seinem Angeals die Sonne. Wohl sichte! Gott wohnt in dem, der deinen Willen einem Lichte, zu dem kein thut; denn du belohnst Auge dringt. mit Wonne! Du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig seyn, du aller Freuden Fülle! 8. Dir nur gebühret Lob und Dank, Anbe tung, Preis und Ehre! 2. Kein Sinn kann ihn erreichen, kein endlicher Verstand. Wer darf sich ihm vergleichen? Wer hat den Herrn erkannt? Macht euch von ihm kein Bild! Wer kann den Höchsten sehen, ob Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. ob er gleich alle Höhen Seligkeit und Leben; und jede Tief' erfüllt? 3. Die Sonn' in hoher Ferne mag strahlen reicher glühn; das alles wird er geben dem, der sich ganz ihm weiht. glänzt heller noch, ihr Sterne! Mel. Chrift, unser Herr zum. was seid ihr gegen ihn? 19. Wo tont der mit aller eurer Pracht, Psalm, der dich erreicht, in eurem schönsten Lichte, dich Herr, und deine vor seinem Angesichte Stärke, die Macht, dernoch dunkler als die außer dir nichts gleicht, Nacht. die Größe deiner Werke? Wo tont der festliche Gesang? Laß mich den Jubel hören; laß meines schwachen Liedes 4. Preist, Menschen, euren Meister, wie ihn der Engel preist, den Vater aller Geister, den allerhöchsten Geist! Auch Dank mit ihm vereint du bist Gottes Hauch, o Seele, hoch erhoben, ein Geist, um ihn zu loben. Erwäg's und preis' ihn dich ehren, dein Lob hier wiederhallen! 2. O könnt' ich, Schöpfer, dich erhöhn, auch! hiss wie meine höhern Brü5. Im Geiste bet' ihn, Seele, und in der Wahrheit an! den höch der, die Engel, die dein Antlig sehn! verstund' ich ihre Lieder! So lange sten Herrn erwähle; wie schon von dir gewöhnt zu deinem hohen Preise, hat Unsterblichkeit und lobsingen sie; ihr Jubel selig bist du dann! Er da tont 24 Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. tont durch aller Himmel 5. Ein heilig Grauen Kreise, ein voller Strom des Lobes. dan überfällt mich, wenn ich in der Höhe auf Sonnen Sonnen, Welt auf Welt emporgethürmet ſehe. Wer zählt, wer leitet ihre Schaar? wer nennet sie bei Namen? du thust es, Gott! Kein Weltkreis war; da riefst du: Kommt! sie kamen, und lobten ihren Vater. ' 6. O Stärke Gottes! Macht des Herrn! o meines Gottes Rechte! 4. Ich kann, mein o Macht der Liebe, der Gott, wie groß du bist, ich gern ein würdig Opfer mehr ahnen nur als wis brachte! ergreife, stårk', sen! Was ist der Erde entflamme mich, daß ich Kreis? er ist ein Sche- dich rühmen könne; daß mel deinen Füßen! der ich, von dir begeistert, Himmel, welchen deine dich stets zu verklären Hand ausbreitet, den brenne! dein Lob sei du füllest? ein Teppich, meine Wonne! 3. Und dennoch, könnt' ich auch, wie sie, mich näher zu dir schwingen, erreicht' ich deine Größe nie, würd' ich zu schwach dich singen. So hoch sich auch ihr Jubel hebt, mit tausendfachen Stimmen dich zu erreichen, dennoch strebt, hinauf zu dir zu klimmen, ihr hoher Flug vergebens. 25 Mel. Jesus, meine Juvers. um dich her gespannt, darein du dich verhüllest, daß mich dein Glanz 20. Jauchz'dem Höchnicht tödte. noe ansten, alle Welt! Sein ist Majestät Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. Majestät und Stärke. loben Sonn' und MorDient ihm so, wie's ihm genstern, und Element' gefällt, ihr, ihr Zeugen und Tod. seiner Werke! Froh 2. Sein Nam' ist kommt vor sein Angesicht mächtig, wenn er spricht, und bezahlt ihm eure Pflicht. 2. Er ist Gott. Gebt ihm die Ehr'! Er gab uns nicht nur das Leben; seine Gnade thut noch mehr, und erhält, was er gegeben. Unsre Fluren, Glück und Stand blühen unter seiner Hand. 3. Laßt uns seiner Gut' uns freun, die Jahr ein, Jahr aus uns nähret. Nicht für diese Zeit allein, auch in Ewigkeit gewähret seine Huld dem, der ihn ehrt, Freude, die kein Wechsel stört. 26 und schrecklich, wenn er draut; er winkt, und eine Welt zerbricht, und steht, wenn er gebeut. loandale is Mel. Nun danket all und. 3. Ihm leben wir, ihm sterben wir, ihm, der uns Leben gab. Er woguns Leid und Freude hier mit Vaterhånden ab. 4. Er hilft uns gern, und krönt das Jahr mit Segen, er allein, und will, was er den Våtern war, auch uns, auch uns noch seyn. 5. Ach nimm den Geist der Freudigkeit, Gott, nie aus unsrer Brust! Nur wer in dir sich kindlich freut, hat 21.Nimm deine Pfal- am Gesetz auch Lust. ter, Volk des Herrn, und singe deinem Gott! Ihn 6. Gott, blick auf uns von deinem Thron! Dein Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. 27 Dein Friede kron' das den Heeren, die ihn Land. Sei unsern Obern ehren, zu den Stufen Schild und Lohn, und seines Throns auch dich segne jeden Stand! gerufen. 7. Erhör' uns, Herr! 2. Wie groß ist dein Antlig seh' dein Gottes Herrlichkeit! Er Volk, das Amen spricht. sprach zu seinen HimSei Allen gnädig, Herr, meln: Seid! und zu und geh' mit uns nicht dem Erdkreis: Werde! in's Gericht! Gleich standen da voll 8. Nimm deine Psal- Reiz und Pracht vor ter, Volk des Herrn, und ihm, zum Preise seiner singe deinem Gott! Ihn Macht, die Himmel und loben Sonn' und Mor- die Erde. Wie er's genstern, und Element' ausrief, da begonnen und Tod. Gunnon tausend Sonnen, und spusten erhellten ein unzählbar Heer von Welten. Mel. wie schon leucht't uns. 22. Fleug auf, mein 3. Wie sie so herrlich Psalm, mein Lobgesang, sind, so schön, einträchtig Anbetung Gott und alle Gott erhöhn, und Ruhm und Dank vor seine Größe preisen! Wie seinen Thron zu bringen! jede Jubel ist und Dank, Er hört auch Menschen ein hoher lauter Lobgelieder gern, wenn gleich sang des Gütigen und die Engel ihrem Herrn Weisen! Ach wie könnt' erhabner Psalmen sin- ich fühllos schweigen, gen. Darum hat er mit solcher Zeugen Lob vernehmen, Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. nehmen, und doch seines 6. So hat mein Gott Ruhms mich schämen? an mich gedacht, hat über 4. Wem blüht das sie durch seine Macht zum Thal? für wen erhebt Herrscher mich erhoben. sich das Gebirg? wem Er gab mir meinen Leib tönt und schwebt der und auch die Seele, seiSånger in den Lüften? nes Odems Hauch, gleich für wen bevölkert sich Engeln ihn zu loben. das Meer? wem lebt der Rühm'ihn, Seele! jauchThiere zahllos Heer auf zend schalle vondem Halle jährlich grünen Triften? deiner Lieder Gottes Erd' Quellen rieseln; Winde und Himmel wieder! 491 wehen; Flüß' und Seen werden Meere mir zum Segen, ihm zur Ehre. 5. Noch strahlt mir ungeschwächt sein Licht; noch weigert die Natur sich nicht, die Welt für mich zu schmücken, hat Freuden noch genug für mich, noch immer schön und jugendlich, mein Auge zu entzücken. Eher werden auch die Werke seiner Stärke nicht veralten, bis er kommt, Gericht zu halten. Die 28 7. Das Kind, der Jüngling und der Mann, die ganze Schöpfung bet' ihn an und seiner Wunder Menge! Strömt hin aus meiner vollen Brust, strömt hin, Empfindungen voll Lust, in hohe Dankgesänge! Schöpfer, Vater, dich erhebe, weil ich lebe, meine Seele, meine hoch beglückte Seele. Mel. Ringe recht, wenn G. 19-910 23. Lobt den Herrn! Er ist die Liebe, er verläßt die 29 Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. die Seinen nicht. Blickt Mel. Dir, dir Jehovah, will. auch unser Auge trübe, 24. Laßt uns den freundlich strahlt sein Herrlichen erheben, den Angesicht. Einzigen, den Schöpfer 2. Lobt den Herrn! jeder Welt, der uns, der Er ist voll Milde. Nach für der Menschen Leben des Wetters schwüler die schöne Erde schuf und Nacht glänzen schöner uns erhält, uns schönre die Gefilde und des Re- Wohnungen in seiner genbogens Pracht. staStadt, die über Sonnen 3. Lobt den Herrn! steht, bereitet hat! Von seinem Regen duftet lieblicher die Au'; und erfüllt von seinem Segen steht gebückt die Blum' im Thau. 4. Lobt den Herrn! Auch wenn wir weinen, ſiehet uns sein Angesicht. Er verlässet nicht die Seinen; Vater! du verläßt uns nicht. 5. Lobt den Herrn! Es fallen Thränen auf 3. Und können wir des Erdenpilgers Pfad; aber unter stillem Sehnen reift des Himmels ewge Saat! genug ihn preisen, der unaussprechlich groß und herrlich ist, der Welten ruft, in ihren Kreisen die Sterne 2. Aus allen Welten tönen Lieder, aus allen Himmeln Jubel ihm empor; ihm hallet jede Tiefe wieder: und wir frohlockten nicht in diesem Chor? Wer fühlt ſie ganz, die Würde, Mensch zu seyn, und kann nicht Gottes sich lobsingend freun? 30 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. Sterne führt, und unser 6. Frohlockt! Frohnie vergißt, der immer lockt! Wir sind berufen, wacht, stets Segen um Bewohner seines Himsich streut, und jedes Le- mels einst zu seyn, und, ben, selbst den Wurm wie an seines Thrones erfreut? Stufen die Engel, seiner uns schon hier zu freun. Welch Glück, voll Preises hier vor ihm zu stehn, wie sie, die mehr von seiner Größe sehn! 4. Wer kann es je genug erheben, was Gott für ihn aus Vaterliebe that, seitdem er aus dem Nichts in's Leben fremd auf den Schauplaß seiner Wunder trat? Wer zählt's? Wem floß nicht Segen, Freud' und Ruh' und Hülf' und Trost an jedem Tage zu? 7. Drum sei des großen Vaters Ruhme stets unser Herz, oft unser Lied geweiht! Nicht nur in seinem Heiligthume, auch in der Stille der 5. Und wessen Lob Verborgenheit, auch oft erreicht, wie weise, wie in unsrer Lieben frohem liebreichGott sein Schick- Kreis ertöne feierlich sal noch regiert, ihn stärkt auf seiner Lebensreiſe, ihn schüßt, ihn aus der Nacht zum Lichte führt? 25. Ueber Sonnen wie väterlich Gott im- hoch erhoben, zu ihm, mer sorgt, um ihn für den alle Sonnen loben, eine beßre Welt hier zu hinauf zu ihm, entzückter erziehn? id Sinn! Herr, ich darf mich ihm Dank und Preis. Mel. Wachet auf, ruft uns die. Die Herrlichkeit Gottes überhaupt. mich unterwinden, mit künden, wie schwiege, dir zu reden, zu empfinden, daß ich wohl Erd' und Asche bin, wie meine Våter, Staub, des To des schneller Raub, doch, Erbarmer, schon in der Zeit durch dich geweiht dem Himmel und der Ewigkeit. mind Herr, der Mensch, der Christ! Täglich soll mein Lob erschallen, durch alle Himmel soll es hallen, daß du so groß, so freundlich bist. Wer zählt den Sand am Meer? wer deiner Werke Heer? Hallelujah! du blickst auf mich so väterlich, und dein Erlöster bin auch ich. 2. Dieser Geist kann dich erkennen, mein Herz dich liebend Vater nen- 4. Thätig will ich nen, an deinem Herzen preisen, danken, auf deiselig seyn. Preisend kann ner Bahn nicht weichen, ich üben, ahnen, was wanken, die Kronen mir droben auf des Himmels am Ziel verheißt. Mag Bahnen die Engelheiliger die Zeit, das Leben dir weihn. Noch tönt zu schwinden! das Eine das finden, ihrem Chor nur schwach will ich suchen, finden, mein Lied empor. Noch was keine Zeit, kein Tod nicht, Vater, umglänzt entreißt. O rüste mich ihr Licht mein Angesicht; mit Kraft, wenn oft doch du verschmähst mein mein Muth erschlafft! Stammeln nicht. Vater! Vater! noch kämpf' ich hier mit Welt, Begier; nimm du nicht deinen Geist von mir! 3. Du, den Würmer tief in Gründen, den hoch Gestirne mir verben 2 5. 31 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. 5. Nimmer darf ich verklären, mehr als des dann erzittern. Dein Liedes Ton und Wort. Lob ertönt in Ungewit Dich preise Freud' und tern, dein Nam' ist Noth, mein Leben und Liebe hier und dort. mein Tod! Selig, selig, Herr, mein Psalm soll wer treu hier ringt, an Altären, mein Den- dir treu vollbringt, sein ken, Thun soll dich Hallelujah droben singt! 32 2. Die Eigenschaften Gottes.pier) Mel. höchster Gott, o. 3. Du hast vorhin 26. Herr Gott, du die Erde zubereitet; dein bist die Zuflucht aller Arm hat, Gott! den Himmel ausgebreitet. Zeiten; denn du bist Gott in allen Ewigkei- Doch sie vergehn, verten. Du warst es schon, du aber bleibst in alle alten wie ein Kleid; eh' Erd' und Himmel du aber bleibst in alle Ewigkeit. ward, eh' noch dein Arm sich uns geoffenbart. do 2. Was bin ich, Herr, und alle Menschenkinder? Staub sind vor dir der Heilige, der Sünder. Wie schnell entflieht das Leben doch von mir! Du, Höchster, du nur 5. Das ist der Trost, bleibest für und für die Hoffnung deiner 4. Es werden noch die Himmel und die Erden, wie ein Gewand, von dir verwandelt werden; du bleibest, wie du bist. Denn welche Zeit umgränzet wohl, Herr, die Unendlichkeit? Knechte! Die Eigenschaften Gottes. krönen, die wir hier um deinen Himmel streiten. Knechte! Du schüßest sie Ewigkeiten uns Kämpfer durch deine starke Rechte; du läßt ihr Herz sich ewig deiner freun, und bleibst ihr Gott; denn sie sind ewig dein. 6. Das sei mein Trost in allen trüben Stunden. Vom Tode selbst werd' ich nicht überwunden. Kein Tod, kein Grab trennt mich, o Gott, von dir. Mein Fels, mein Heil, das bleibst du ewig mir! 33 3. Gott, mit dir unveranderlich wird auch das Wort der Wahrheit sich beschüßen und erhalten, wenn alle Welten, die du schufft, wie ein Gewand veralten. 4. ObFelsen weichen, Berg' in's Thal sich stürzen, daß von ihrem Fall die Erde weit erzittert, bleibt deiner Liebe Bund mit mir doch ewig unerschüttert. Mel. In dich hab ich geh. 27. Gott, wie du bist, 5. Was zagt denn so warst du schon, noch ehe du von deinem Thron sprachst dein allmächtig: Werde! und riefest aus dem Nichts hervor den Himmel und die Erde. meine Seel' in mir? Was klag' ich ängstlich, daß ich hier kein dauernd Gut genieße, und daß in Unbeständigkeit dies Leben mir verfließe? 2. Du wirst auch bleiben, wie du bist, wenn längst die Erde nicht mehr ist, wenn längst schon 6. Was klag' ich? Liebest du mich doch mit aller deiner Liebe noch, und wirst mich ewig lieC ben; 34 Allgemeine Lob: und Dank- Lieder. ben; haft selber meinen 2. Er will, und Namen dir in deine Sonnen flammen; auch Hand geschrieben. drångt in Wolken, wenn er spricht, das Wasser sich zusammen, und ihre Schläuche reißen nicht. Er ruft den Ungewittern, das Meer wird ungestüm; des Himmels Säulen zittern, die Erde bebt vor ihm. Er will, und Blize zünden Gebirg' an, sie vergehn. Er spricht und ruft den Winden; schnell wird sein Himmel schön. Mel. 7un lob, mein Seel'. 28. Kommt, kommt, den Herrn zu preisen, der groß von Rath ist, groß von That, den Gütigen, 3. Wer, wer gebeut den Weisen, der Keinen den Wellen: Hieher! seines Gleichen hat. Der nicht weiter! legt euch Herr thut große Werke; hie! Er legt in Felsen wer hindert seine Macht? Quellen; sie rieseln und werseines Armes Stärke, die alles Gute schafft? Er dehnet gleich Gezelten die weiten Himmel aus; er spricht, so gehen Welten aus ihrem Nichts heraus. id versiegen nie. Er füllet Wüsteneien mit seinen Wundern an, heißt Thiere da sich freuen, wo Niemand wohnen kann. Wer kann die Sterne führen? Wer kann, 7. Ja, ich bin Gottes, Gott ist mein, und ewig, ewig wird er's seyn; Nichts kann von ihm mich scheiden. Die Welt vergeht mit ihrer Lust, nicht Gott und seine Freuden! Die Eigenschaften Gottes.ms 35 kann, als er allein, der darf ich dich. Uleberall Dinge Lauf regieren, wirst du mich führen; verderben und erneun? Gott der Allmacht, leite mich.sm 4. Herr, dein ist alle Stärke, und alle Hülfe, 72. Allmacht! nimm Gott, ist dein. Das prei- von dem Gewissen jeden sen deine Werke, die schweren Vorwurf hin, deiner Kraft allein sich wenn der Neue Zähren freun. Wir auch erfreun fließen, wenn ich tief geuns ihrer; ihr Lob sei beuget bin. Für mich unsre Pflicht! O Vater, ward dein Sohn gegeo Regierer, wen hält, ben; dies hebt meinen wen schützt sie nicht? Du Muth empor. lebst, du wirkst in Allen; durch seinen Tod mir dir, dir vertrauen wir! Leben; sei mein Vater, Erhalter, wer kann fal- wie zuvor! len, getragen, Herr, von Gieb dir? Mel. Ø Durchbrecher aller. 0001 29. Allmacht, Allmacht! hilf dem Schwachen; kraftlos bin ich ohne dich. Ich kann Nichts, duAlles machen; Allmacht, stärke denn auch mich! laß mich überall 3. Allmacht! soll ich heilig werden, bilde du mich selbst nach dir, tödte jede Lust der Erden, weck die Tugend auf in mir; rein'ge meines Herzens Triebe, reiche Kraft zum Kampfe her. O wenn ich dich innig liebe, wird durch dich mir nichts dich spüren, überall be zu schwer. 175 2 4. 36 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. 4. Allmacht! zünde nem Tod. Schließt am selbst die lauen Opfer letzten meiner Tage sich meiner Andacht an, daß des Leidens müder Lauf, kein Zweifel mein Ver- Allmacht! Allmacht! o trauen auf dein Wort so trage meine Seele mir schwächen kann; Himmelauf. höre mich, so oft ich bete, vo sich nur mein Herz dir naht. Jeder Ort ist 30. Wie groß ist GotTempelståte, selbst des tes Macht! Wie groß Kranken Lagerstatt. sind seine Werke! WoMel. Nun danket alle Gott. 5. Allmacht! stärke hin mein Auge blickt, mich im Leiden; ach! erkenn' ich seine Stärke. mein Herz ist leidenscheu, Des Tages Sonnenglaubt nicht im Genuß glanz, das Sternenheer der Freuden, daß auch der Nacht, die ganze Leiden heilsam sei. Beugt Schöpfung ruft: Wie der Schmerz zu tief mich groß ist Gottes Macht! nieder, mäßige dann diesen Schmerz, gieb Geduld, und heile wie der, Allmacht, dann mein blutend Herz. 2. Wie groß ist Gottes Macht! Wie könnt' ich fühllos schweigen, da Erd' und Himmel mir von Gottes Allmacht zeugen? Gelobet sei der Herr, der Alles hält und trägt, durch dessen Kraft allein mir jede Ader 6. Leite du mein gan zes Leben! Du bist Herr von jeder Noth; ist mein Herz dir ganz ergeben, schaudert mich vor kei- schlägt. 3. Die Eigenschaften Gottes. 37 3. Wie groß ist Got dein Vater schickt, was tes Macht! Seht, wie in seine Allmacht thut. Ungewittern selbst freche 56. Wie groß ist GotSünder doch vor Gottes tes Macht, wie reich an Allmacht zittern. Vor Trost und Segen! So dir mich kindlich scheun, geh' ich nun dem Grab' verehren dein Gebot will mit frohem Muth entich, Allmächtiger, dir gegen. Einst noch in treu seyn bis zum Tod. höherm Licht werd' ich 4. Wie groß ist Got die Allmacht fehn, wenn vor seinem als Sel'ger werde stehn. ich Thron tes Macht! Wenn mich der Tod umschwebet, so weiß ich freudig doch, Mel. Mach's mit mir, Gott. daß mein Erlöser lebet, der selbst durch Gottes 31. Nie bist du, Hochster, von mir fern; du Macht vom Tod einst wirkst an allen Enden. auferstand. Auch über Grab und Tod siegt meines Schöpfers Hand. Wo ich nur bin, Herr deinen Händen. Ich aller Herrn, bin ich in leb' und athme nur durch dich, und deine Rechte schüßzet mich. form 5. Wie groß ist Got tes Macht! Hinweg mit Furcht und Grauen! Wer ihn als Vater liebt, 2. Du weißt, was ich darf auch auf ihn vertrauen. Mein Herz, verzage nicht; denn weise stets und gut ist, was gedenke; du, du prüfest meine Seele. Du siehst es, wenn ich Gutes thu'; du siehst es, wenn ich fehle. 38 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. fehle. Nichts, Nichts wågest meinen Schmerz, kann deinem Aug' ent- und stärkst mit deinem fliehn, Nichts deinen Trost mein Herz.gall Händen mich entziehn. 6. O drück, Allge3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz an dich ergebe, und fern von Welt und Eitelkeit den Geist zu dir erhebe, so merkst du gnädig auf mein Flehn, und läßt mich Trost und Freude sehn. 4. Du merkst es, wenn des Herzens Rath verkehrte Wege wählet; und bleibt auch eine böse That vor Menschen hier verhehlet, so weißt du sie, und züchtigst mich zu meiner Beßrung väterlich. hid chaud 5. Du hörest meinen Seufzern zu, daß Hülfe mir erscheine. Erbar mend, Vater, zählest du die Thränen, die ich weine. Du siehst und Slast genwärtiger, dies tief in meine Seele, daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht wähle; daß ich dein heilig Auge scheu', und dir zu dienen eifrig sei. 7. Laß überall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln, und stärke mich dann auch mit Kraft, getrost vor dir zu wandeln. Daß dronestl du, o Gott, stets um mich seist, dies tröst' und beßre meinen Geist. Mel. Es spricht der Unw. 32. Zu Gott, o Seele, schwing' dich auf, und werdeDank und Wonne! Er, der voll Huld der Welten Lauf, den Lauf der milden Sonne, er, der 39 Die Eigenschaften Gottes. der die ganze Schöpfung starre Herz empfinden, lenkt, auf jedem Tritt nicht liebevoll mehr schlauns Freude schenkt, er gen kann: o höchstes ist allgegenwärtig. Wesen, dann, auch dann bist du uns gegenwärtig. 2. Wenn sich in stiller Einsamkeit der Geist zu 5. Dann schwingen ihm erhebet, und voll wir zu dir uns auf, zu von seiner Herrlichkeit in deines Himmels Wonne, heilger Wonne schwebet, beginnen einen neuen dann sieht sein milder Lauf, sehn eine beßre Vaterblick mit Wohlge Sonne, sehn ihn, der fallen unser Glück. Er alle Welten lenkt, im sieht's allgegenwärtig. Tod und Leben Freude 3. Wenn mancher schenkt. Er ist allgeKummer uns betrübt, genwärtig! und Thränen uns entfließen; wenn die, die wir bisher geliebt, nun un- 33. Der Herr iſt in sern Fall beschließen: so den Höhen; auch in den ist uns Gott mit seiner Tiefen ist der Herr! Wo Kraft, der Gott, der im- Menschen zu ihm flehen, mer Hülfe schafft, im wo ihn die Engel schaun, Leid auch gegenwärtig. ist er; ist, wo ich in GeMel. Tun lob, mein Seel'. 22 4. Und wenn das danken mich denken mag, Auge sterbend bricht, mir nah'; ist, frei von wenn alle Sinne schwin- allen Schranken, in jeden; wenn für die treu dem Raume da; umfaßt sten Freunde nicht das mit seinen Händen die Welten Allgemeine Lob und Dank: Lieder. Welten und umspannt beschließt, erfüllen, bald an allen ihren Enden, brausen und bald ruhn; was je durch ihn ent- die Welt, wie Sturm, stand. erschüttern, und, furcht2. Er zündet jede bar, nur durch ihn, wie Sonne, flammt jedes Laub im Walde zittern, Sternes Fackel an; und, will er, muthlos strömt Leben, Lust und fliehn. CHOR Wonne durch Alles, 4. Allgegenwärtig was empfinden kann. schauet sein allumfassend Des Erdgewürms Ge Aug' umher; und wer wimmel, und was im nur ihm vertrauet, den Meere webt, wer un- decket, den versorget ter seinem Himmel und er, hört das Geschrei wer im Himmel lebt; des Raben, hat für die ihr alle, seine Werke, ganze Welt, hat für den empfindet Tag und Nacht Wurm selbst Gaben, und die Nähe seiner Stärke, Schmuck für Thal und die Güte seiner Macht. Feld. Fehlt dem, für euch zu sorgen, Verzagte, Rath und Macht? ihm, der, auch euch verborSchmerz; giebt Fürsten gen, euch nah' ist, euch ihre Krone, und lenkt, bewacht? wie Wasserbach, ihr Herz. Es müssen sei nen Willen selbst Volksverderber thun; was er 3. Er giebt von seinem Throne uns, was uns noth ist, Lust und 40 5. Wie könnt ihr denn, Verbrecher, dem, der so nah' euch ist, entgehn? könnt wähnen, er, der Die Eigenschaften Gottes. der Rächer, werd' euer Blißes Flug durchfleugt, finstres Werk nicht sehn? trifft seine Rach' und Eh' noch Gedanken wer- tödtet, wenn des Verden, von ferne sieht er treters Bitte schweigt. sie; und alle Nächt' auf Sprich, Sünder: Mir Erden verhüllen euch zur Rechten, zur Linihm nie. Wähnt nicht, ken hier ist Gott; am daß er's nicht wisse! Mit Tag', in allen Nächten seinen Schrecken füllt er und wo ich bin, ist sizz' und gehe und liege, hier ist Gott! Im Thal und in der Höhe und überall ist Gott! selbst die Finsternisse, Gott! Sprich: Wo ich darin ihr euch verhüllt. 3906. Er wird, er wird euch finden; denn in den Höhen herrscht der Herr, herrscht in den tiefsten 8. Gott ist auch nahe Schlünden, an allen denen, die willig thun, Enden herrschet er; hat was er gebot, hört sie, überall auch Waffen zählt ihre Thränen, erund Plagen mancher scheint, verscheucht, was Art, den Frevler zu be- ihnen droht. Sprich, strafen, für sein Gericht Frommer: Mir zur verwahrt. Und plößlich Rechten, zur Linken hier stürzen Flammen, wenn ist Gott! In meines ihr, Betrogne, glaubt, er Kummers Nächten, und schlummretief, zusammen wo ich seufz', ist Gott! herab auf euer Haupt. Wo keinen Freund ich habe, wo niemand hilft, ist Gott! Im Sturm, im Tod', mam 7. So schnell die Luft sich röthet, wenn sie des 1909072 ܗ 41 42 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. Tod', im Grabe und still und ungesehen Tieüberall ist Gott! fen, gleich den Höhen. 1 FARO Mel. Straf mich nicht in d. 4. Sieh' ihn, wo er wunderbar seine Blumen 34. Such', o Seele, Eleidet, sorgend der GeD Gott den Herrn! such', und du wirst und du wirst finden. Er schöpfe Schaar, wie ein ist keinem von uns fern, Hirte, weidet; wo die kann uns nie verschwin- Sieh' auf reichen Fluren Au' glänzt im Thau! den. Forsche nur! Seine Spur können reine See- des Erhalters Spuren! len suchend nicht ver fehlen. des 2. Such' am hohen Firmament! Gottes Klarheit leuchtet. Suche, wo die Sonne brennt, wo der Quell befeuchtet! Fern und nah' ist er da als ein Gott der Stärke, groß in jedem Werke. وم 5. Fühl' ihn in der Lebenskraft, die durch Alles dringet, tausendfache Wunder schafft, auch im Menschen ringet! Sie entfleußt ſeinem Geist, strömt durch die Gebilde seiner Kraft und Milde. den 6. Horch' im innersten 3. In ihm leben, we- Gemüth'! Du wirst ihn ben, sind, hoch und nie- vernehmen, wenn das drig, Alle. Vaterliebe Herz für's Gute glüht, führt das Kind, wo es Sünden dich beschämen. ſei und walle. Gott Hör', er spricht: Sundge bewacht Tag und Nacht nicht! Båndige die baue Triebe! 43 Die Eigenschaften Gottes.]? Triebe! Bleib' in mei- Mel. An wasserflüssen Bab. ner Liebe! 35. Du, Ewiger, 9607.Hör' in der entweih- erforschest mich; nichts ten Brust ihn, den Rich kann ich dir verhehlen. ter, sprechen! Da ver- Kein Schein, kein Blenddammt er Sündenlust, werk täuschet dich; du will das Böse rächen. prüfft der Menschen SeeAngst und Schmerz füllt len. Du siehst mich, wenn das Herz; im Gewissens- ich geh' und ruh'; von wehe da ist Richtersnähe. ferne schon verstehest du Gedanken, die ich hege. Du schaust bis in des Herzens Grund, weißt 8. Such', o Seele, seine Huld, suche sie voll Reue! Er vergiebt auch schwere Schuld, ewig jedes Wort in meinem Mund, kennst alle meine Wege. dependin Lieb' und Treue. Sorge nicht! Er verspricht: Wer da sucht, soll finden, und sein Leid wird schwinden. 2. Zu hoch ist dies Erkenntniß mir; ich kann es nicht erreichen. Ach, Herr, was ist der Mensch vor dir? Wer darf sich dir vergleichen? Du, der du alles kennst und weißt, wo soll ich hin vor deinem Geist? wie deiner Hand entfliehen? Führ' ich gen Himmel, bist du da; 9. Such' ihn froh in seinem Sohn mit der Gottesfülle! Baue Christo einen Thron in des Herzens Stille! Er giebt Ruh'; folge du bis zur Todespforte seinem Gottesworte.iso 44 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. da; im Abgrund selbst nach deinem Wort mich bist du mir nah'. Nichts halte, und nur immerkann mich dir entziehen. fort nach deiner Gnade trachte. DES 3. Allgegenwärtger, deine Hand wird überall 5. Entdecke du mir mich finden. Dir bleibet selbst mein Herz, daß all mein Thun bekannt, ich's recht kennen lerne, auch die geheimsten Sün- ob es in Freuden, ob's den. Vor deinem hellen im Schmerz sich auch Angesicht sind Nächte von dir entferne. Bin Tag, ist Dunkel Licht; ich vielleicht auf bösem Nichts, Nichts kann dir Weg', so führe mich den entgehen. Was ich gerechten Steg, entreiß than, gesagt, gedacht, mich dem Verderben, wird einst vor dein Ge- daß ich, vom Sündenricht gebracht; da muß dienste frei, dir angeich vor dir stehen. nehm und würdig ſei, den Himmel einst zu erben. 4. Drum mache mich dem Vorsatz treu, daß ich das Böse meide, mich nie mit Sündern sünd lich freu', mit Frommen lieber leide, nur liebe, was dir wohlgefällt, den Tadel und das Lob der Welt nicht übermäßig achte, in allem Thun Mel. Was Gott thut, das ist. ott thut, das iſt. 36. Der Vater kennt dich! Kenn' auch ihn, den Vater kenn', o Seele! Ob finstre Wolken dich umziehn, den höchsten Freund erwähle! Ist er nur dein, bist du nur En sein, Die Eigenschaften Gottes. 45 sein, mag dich die Welt kein Richter wacht; ververkennen! Er wird sein ehre deinen Zeugen! Kind dich nennen. nd Ihn täuscht kein Lug, 2. Der Vater kennt kein Frevlertrug. Was dich! Sei dein Schmerz Nächte dicht umgeben, es muß an's Licht sich heben. in deiner Brust verborgen: es weiß um ihn das Vaterherz; ihm klage 5. Der Vater kennt deine Sorgen! Zu Gott dich! Segnest du geheim empor! Vernimmt kein die Armen, Kranken; Ohr, o Christ, dein ban- verklärst du einsam deine ges Sehnen, dein Vater Ruh' durch himmlische zählt die Thränen. Gedanken: dich sieht der Geist, der Vater heißt. Kein stilles Thun, kein Sinnen kann ſeinem 3. Der Vater kennt dich! Deine Kraft, dein Heil hat er ermessen. Der Freude selbst dem Alug' entrinnen. Wurme schafft, er sollte 6. Der Vater kennt dein vergessen? Nicht dich! Sei die Bahn der wähne fern die Hand des Zukunft nicht verkündet, Herrn! Wenn Hülf' und des lieben Vaters Blicke Lust dir frommen, ist sahn, was hier kein Aug' ſeine Stunde kommen. ergründet. Mit frommer 4. Der Vater kennt Scheu sei ihm getreu! dich! Laß die Macht der Der Einen Liebe Flügel Sunde nie dich beugen! deckt Wieg' und-GraGott schaut dich, wo bes- Hügel. adid 37. 46 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. Mel. Wer nur den lieben G. gebracht. Du brauchst, 37. Allweiser Schoo unerschaffnes Licht, pfer aller Dinge, der der Menschen Rath und Alles sieht, erkennt, ver- Beistand nicht. steht! Nichts ist so groß, Nichts so geringe, das nicht nach deiner Ordnung geht. Du schreibest der Geschöpfe Chor Ziel, Maaß, Gewicht und Regeln vor. 4. O Weisheit, decke meiner Seele die angeborne Thorheit auf, damit sie dich zum Leitstern wähle in ihrem sonst verwirrten Lauf. Ich weiß den Weg des Friedens nicht; ach gönne mir dein hohes Licht! 5. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach deinem weisen Rath geführt. Dir muß ich Dank und Ehre geben, daß du vollkommen wohl regiert. Herr, leite mich durch Welt und Zeit bis an das Thor der 2. Die wundervollen, schönen Werke, die unfern Augen fern und nah', stehn alle, wie durch deine Stärke, so auch durch deine Weisheit da. Unendlich, Herr, ist dein Verstand; der ganze Weltbau macht's bekannt. 3. Mit eben diesen Ewigkeit. Meisterhånden, mit wel- mo chen du die Welt gemacht, regierst du auch 38. Unerforschlich sei Mel. Gott des Himmels. an allen Enden, was dein Verstand hervor mir immer meines Got tes Weg und Rath, und die Die Eigenschaften Gottes. 47 die Nacht sei ohne geben, was den Lüsten Schimmer, die mich hier umschattet hat: doch ist alles, was er thut, wie's auch scheine, weis' und gut. nur gefällt? Wohl uns, wenn er nie gewährt, was ein thöricht Herz begehrt! 5. Hier in meinem Pilgerstande sei mein Theil Zufriedenheit! Dort 2. Sollt' ich das von Gott nur loben, wo ich Rath und Weisheit seh'? Ist's nicht ein Geschenk von oben, wenn ich sei nen Weg versteh'? Frein meinem Vaterlande wohnt die wahre Seligkeit. Führt mein Gang zum Himmel ein, mag velt der nicht, welcher er immer dunkel seyn. klagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt? 3. Sollt' ein Vater unterlassen, was dem Kinde Thorheit ist? Kühner Tadler! Engel fassen das, wo du im Dunkeln bist. Hier sollst du dem Herrn vertraun, det bin. und nur glauben, noch nicht schaun. mel. werde munter mein G. 39. Gott, vor dessen 4. Soll er deine Wünsch' erheben zu ReAngesichte nur ein reiner gierern seiner Welt? Wandel gilt, ewges Licht, Soll der Heilige dir aus dessen Lichte stets die reinste 6. Darum, auch auf rauhen Wegen, Christenfeele, klage nicht! Was hier schmerzet, wird dort Segen; was hier Nacht ist, wird dort Licht; und ich fasse Gottes Sinn, wenn ich ganz vollen 48 Allgemeine Lob: und Dank Lieder. reinste Klarheit quillt, Furcht und Schmerz deines Namens Heilig- erwecken. keit werde stets von uns 4. Lindre diese Furcht gescheut; laß sie uns und Schmerzen! Du bist doch kräftig dringen, nach der Heiligung zu ringen.m rein und machest rein; drum schaff' in uns solche Herzen, die, wie du, auch 2. Du bist rein in heilig seyn. Heile uns, Werk und Wesen, und o höchstes Gut! mach dein unbeflecktes Kleid, uns rein durch Christi das von Ewigkeit ge Blut! Schenke du Verwesen, ist vollkommne stand und Willen, deine Heiligkeit. Du bist hei Rechte zu erfüllen. he lig; aber wir, großer no 5. Gieb, o Vater, unSchöpfer, sind vor dir sern Seelen, glaubensach! befleckt von vielen voll auf dich zu sehn, dich Sünden. Wer kann zum Vorbild zu erwäheinen Reinen finden? len, und im Guten fest 3. Herr, du willst, daß deine Kinder deinem Bilde ähnlich seyn. Nie zu stehn, bis wir dort mit jener Schaar der Erlösten immerdar Heibesteht vor dir der Sün- lig, heilig, heilig! singen, der; denn du bist vollkommen rein. Du bist nur der Frommen Freund; Uebelthätern bistdufeind. Ach! dies muß uns Sun- 40. Gott, meine der schrecken, und uns ganze Seele macht deinen und die reinsten Opfer bringen.indi Ichin Mel. Ich dank dir, lieber. Ruhm Die Eigenschaften Gottes.gis 49 Ruhm bekannt. Dir 4. Gott ist ein Fels dank' ich und erzähle die der Armen, ein Fels in Wunder deiner Hand. jeder Noth. Sie traun Du bist auf deinem auf sein Erbarmen, wenn Throne der Richter aller ihnen Unfall droht. Die Welt, der Jeglichem zum Thränen, die sie weinen, Lohne sein heilig Urtheil sind dir bekannt und fällt. Ihan's and werth; du, Gott, verfäumest keinen, der deinen Schuß begehrt. 1 2. Der Herr hat zum Gerichte sich seinen Stuhl erhöht; vor sei nem Angesichte bleibt nicht, wer widersteht. Ihr kühnen Sünder, zittert, bereut noch euren Spott! Sein Thron wird nie erschüttert; der Herr bleibt ewig Gott. Psaum TINIC 5. Ihr Kinder Got tes, preiſet, verkündigt in der Welt, wie groß sich Gott beweiset, der, was er zusagt, hält. Er denkt daran und fraget nach des Gerechten Blut. Er hört ihn, wenn er klaget, und stillt der Wetter Wuth, isle no sid3. Der Herr regiert, und liebet, was ungerecht 6. Herr, sei mir gnåist, nicht. Er wägt die dig; schaue voll Huld auf Welt, und übet parthei- meine Noth! Du bist's, los sein Gericht. Die dem ich vertraue; du Wage sinkt und steiget, hilfft auch selbst vom wie sein Gesetz gebeut, Tod. Nach überwundund jedes Land bezeuget nen Leiden geh' ich ins des Richters Heiligkeit. Heiligthum; und voll drobi der 50 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. der Himmels- Freuden, 3. Was ist des Bösen erheb' ich deinen Ruhm. gute Zeit? was seines od Kleinods Herrlichkeit? Mel. Ewigkeit, du Donn. THISUN CAMIOTY MEs sinkt so bald in Scher41.€ 8 8 waltet ein geben. Sein Fried' ist rechter Gott, ob auch die Ruhe vor dem Sturm; Welt mit frechem Spott, in seinem Herzen mag was heilig ist, verach der Wurm entschlafen, tet, ob auch Gewalt das nicht ersterben. Der Recht bezwingt, das La- Böse schrickt empor, erof rövrigt er ster kurzen Sieg erringt, bebt, und zeugt, daß ein imon Staube Tugend Gerechter lebt. schmachtet. Du Red101910 memile rast 4. Vernehmt ihn, der COST licher, verzage nicht! ,, Bis hieher!" ruft. Die ein Allgerechter hält Flamme, die ihr, Frevler, Gericht. mand od 10 schuft, muß euer Haupt ПРЕ 1912. Was macht dich verzehren. Der Trug in der Armuth reich, in entweicht, die Wahrheit Banden frei, dem Höch- siegt; des stolzen Drånsten gleich, wie tief die gers Macht erliegt, die Welt dich beuge? Was Unschuld glänzt mit Ehbleibt dir, wenn der ren. Ihm tönt ihr LobZeiten Fluth dir Güter lied himmelan, der stürraubt, als höchstes Gut? zen und erheben kann. In dir ist Gottes Zeuge, 195. Er waltet, wenn der dir mit stillem Frie- der Seuche Gift, des den lohnt, dir zuruft: Blißes Strahl den Ein Gerechter thront! Frommen trifft und euer schont, 396 Die Eigenschaften Gottes. 51 97 schont, Verbrecher! Ent- ewig dort und groß; reißt euch Ketten, fest laß, Vater, mich nicht und schwer; flieht jauch- zagen! Heil mir! es ist zend über Land und kein eitler Wahn: Zu Meer; wähnt ewig fern Kronen führt der Treue den Rächer; verbergt Bahn.onnon 40d euch tief in Mitternacht: 8. O Wort voll howeh' euch! des Richters her Himmelskraft: Es Auge wacht. kommt ein Tag der 710 6.00 Der Tod, sein Rechenschaft! Laß tågSchreckensbote, naht. lich sein mich denken. Wird Aerndte hier nicht Wenn Sünde, Lust und jede Saat, sie reift in Leid mir drohn, laß, andern Welten. Was Herr, auf deinen RichNacht hier war, wird ter- Thron den ernsten Mittag dort. Erfüllung Blick mich lenken. Die wird dein ernstes Wort, Welt mit ihrer Lust o Herr: Ich will vergel- vergeht; wohl dem, der ten! Du rufft, und Grå einst vor dir besteht! ber öffnen sich. Du rich- innéa dozen Mel. Nun laßt uns Gott d. test Welten, richtest mich. 11900 190 17. Du schreibst zu 42. Nun laßt uns meinem Heil und Fluch Gottes Güte uns führen Gedanken, Thaten auf zu Gemüthe! Kommt, dein Buch; laß sie mich lasset uns erwägen des nicht verklagen! Mit frommen Vaters Segen. Thränen säen, sei mein 2. Eh' wir an's Licht Loos! die Aerndt ist geboren, hat er uns 2 19876 aus und Dank Lieder. Allgemeine Lob außerkoren, und in sein Buch geschrieben zum Leben und zum Lieben. auf den Wegen verkünden seinen Segen.is 3. Sein Wort lehrt uns ihn kennen, daß wir 8. Der ſie ſo treulich heget, so sorgsam ihrer pfleget, sollt' einen Him ihn Vater nennen, der mels- Erben er lassen je freundlich uns bescheret, verderben? ni hit has was Leib und Seele 59. O Vater, so benähret. nismammot schere zu deines Na4. Uns Sündern, uns mens Ehre, daß wir dir Verlornen giebt er den stets vertrauen, und Eingebornen; das Heil gänzlich auf dich bauen. uns zu erwerben, läßt er am Kreuz ihn ſsterben. i 10. Wenn wir nur dieses haben, so werden 5. Dies lasset uns uns die Gaben, die wir bedenken, wenn uns die zu diesem Leben bedürSorgen krånken; wer fen, auch gegeben. seinen Sohn uns giebet, wie hat uns der geliebet! 6. Was könnt' er uns versagen, wenn wir's ihm glaubig klagen? Er giebt uns Trank und ewig stehen. Speise, und sorgt nach Vater- Weise. 7. Die Vögel in den Lüften, die Thiere in den Klüften, die Blumen 52 sp11. Laßt uns die Sorgen hassen; er kann uns nicht verlassen. Die Welt muß wohl vergehen; sein Wort bleibt nism bds)) Mel. Der Herr ist mein geir. 43. Wer ist so freundlich, Herr, wie du? so gnädig im Erdulden? Wer Die Eigenschaften Gottes.l 53 Wer deckt mit solcher 4. Herr, Aller Augen Langmuth zu so viele sehn auf dich, zu deinem schwere Schulden, die Thron gekehret. Du aus der ganzen weiten bist's allein, der våterWelt bis zu dem ho- lich, was lebt und webt, hen Himmels- Zelt ohn' ernähret. Du öffnest Ende sich erheben? deine milde Hand, machst aid fatt und froh, was auf dem Land, in Meer' und Lüften schwebet. 10) 2. Es muß ein treues Herze seyn, das uns so hoch kann lieben, da wir doch Alle, Groß und Klein, des Guten wenig üben. Gott muß nicht anders seyn als gut; daher fleußt ſeiner Güte Fluth auf alle seine Werke. COFFE zha 5. Du meinst es gut, und thust uns wohl, auch da wir's oft nicht denken; und doch ist Mancher kummervoll, verzehrt sein Herz mit Kränken. Er sorgt und fürchtet Tag und Nacht, Gott laff' ihn gänzlich aus der Acht, und habe sein vergeſſen. 13. Der Herr ist bis an unsern Tod beständig bei uns allen, erleichtert unsre Kreuzesnoth, und 6. Nein! Gott vergißt hält uns, wenn' wir fal- der Seinen nicht, er hålt len. Er steuert manchem uns Bund und Treue; Unglückslauf, und hilft sein Herz bleibt stets auf uns freundlich wieder uns gericht't, daß er zuauf, wenn wir danie legt erfreue. Geht's auch der liegen. otisnis zuweilen wunderbar, ist er 54 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. er doch heilig immerdar, davon sehen kann, so gerecht in seinen Wegen. schau' ich deine Güte. 17. Gott ist zu helfen Der Himmels- Lichter stets bereit dem, der ihn Lauf und Pracht, sein kindlich ehret; und wer Sternen- Heer, daß du in Demuth zu ihm schreit, gemacht, erwecket mein der wird gewiß erhöret. Gemüthe, großer SchdGott weiß wohl, wer ihm pfer, dich zu singen, dir hold und treu; und dem zu bringen Ehr' und steht er allmächtig bei in Stärke: Groß sind deiallen seinen Nöthen. ner Hände Werke! wie GR Mel. wie schon leucht't uns. Tel 3. In Ungewittern, Sturm und Wind, die 44. Gott, deß deines Thrones Diener starke Hand die Welt sind, entdeck' ich deine erschaffen hat und noch Güte. Das Feuer, wie erhält, ich spüre deine der Wasser Grund, macht Gute; ich sehe sie und deine große Liebe kund. werd' entzückt, wohin Mit fröhlichem Gemüthe auch nur mein Auge will ich täglich darauf blickt. So bald ich mein achten und betrachten Gemüthe auf dich, Höch- deine Werke, rühmen ster, achtsam lenke und deine Huld und Stärke. dich denke, find' ich Ars 4.Dein Erdreich, mer dich als Vater und Gott, daß jedermann Erbarmer. giebt Brodt und Kleider, seh' ich an, und schmecke deine Güte. Ich athme, fühl' 2. Seh' ich den hohen Himmel an, so viel ich nd 79 55 hinauf uns ziehen, und Zeuge seyn von seiner Kraft, vor der das Dunkel muß entfliehen, gen, ohn' Aufhören dich die aus dem Nichts ein zu ehren und zu loben Weltall schafft. 72d Dien Eigenschaften Gottes.? fühl' und höre sie, im Feld und Wald erblick' ich sie; das muß ja mein Gemüthe mächtig drinhier und einst im Him 2. Durch Lieb' allein mel droben. ward er bewogen, daß er sein Bild, den Menſchen, schuf, und, als die Sünd' uns ihm entzogen, uns wieder rief mit heilgem Ruf. So, Seele, sucht er auch noch heute, wie 05. O zeuch mich über Welt und Zeit zu dir, o Herr der Herrlichkeit, durch deine große Liebe! Auf dich laß mich in Allem sehn, für jedes Gute dich erhöhn. Be- er mit Liebe dich umfah'; lebe meine Triebe, Vater, so oft der Tag sich dir Vater, dir ergeben treu erneute, war er mit zu leben, dein auf Erden, neuer Huld dir nah. und einst selig dort zu werden. 3. Er überschüttet dich mit Segen; er speiset dich mit Himmelsbrodt; er ist dein Licht mobile Mel. Die Tugend wird d. Common mg 45. Das höchste Gut auf deinen Wegen; er ist lauter Liebe! das rufet führt dich mächtig aus alle Creatur. Gott schuf dem Tod; er trånkt dich aus heißem Liebestriebe aus den Lebensbächen; die ganze herrliche Na- er stehet dir in Nöthen tur. Sie soll zu ihm bei; im Kreuz läßt er dir 56 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. dir Heil versprechen, 3. O wer kann die und stets bleibt seine Gut' ergründen, die du Liebe neu. 100 stets an mir gethan? Du trugst, mich von Tod und Sünden zu befrein, dein Heil mir an. Du hast ining au bodnu Mel. Werde munter mein. 46. Gott, mein Ksnig, deine Güte reicht mich zur Seligkeit durch so weit der Himmel ist; den Taufbund eingeund dein väterlich Ge- weiht, daß ich durch das müthe ist so ewig, wie Band der Liebe, Gott, du bist. Vor dem Anin deiner Kindschaft beginn der Zeit strahlte bliebe. deine Freundlichkeit; und 4. In den zarten Judurch alle Ewigkeiten wird sie ihren Glanz verbreiten. thrud gendjahren warst du meines Lebens Stab, ließest frühe mich erfahren, daß ich einen Vater hab', einen Vater, der mich nährt', einen Vater, der verwehrt', daß des Unglücks Sturm und WoOTION TODE afte gen mich nicht in den 2. Eh' der Erde Grund geleget, hast du schon an mich gedacht. Eh' sich Luft und Meer beweget, eh' du Sonn' und Mond gemacht, eh' der Creatu- Abgrund zogen. ren Schaar durch dein 15. Stets machst du Wort erschaffen war, mit uns es besser, als hast du, unerschaffnes wir wünschen und verWesen, mich zu deinem stehn. Deine Güte ist Dienst erlesen. viel größer, als die Kraft, dich Die Eigenschaften Gottes.pl 57 dich zu erhöhn. Schallte so giebt ihn uns das gleich so hoch mein Dank, Wort: Der Herr ist gut. wie der Engel Lobgesang: 2. Der Herr ist gut doch nicht würde durch und hat mit uns Geduld; mein Loben deine Huld an Gnade reich, will genug erhobenen gien er der Sünde Schuld 200. aur d 6. O so zeuch durch nicht, wie er könnte, deine Liebe, Herr, mein nach der Strenge rächen. ganzes Herz zu dir. Er übersieht der IrrenStårk' und mehre selbst den Gebrechen. Wir die Triebe wahrer Dank sind versöhnt durch seiIGU barkeit in mir. Laß mich nes Sohnes Blut. Was ganz dein eigen seyn, so fehlt uns noch zum Trost? mich deines Wohlthuns Der Herr ist gut. freun, daß auch mir auf 3. Der Herr ist gut, LEWA JAKET dieser Erde Wohlthun und theilt sich willig mit. wahre Freude werde! Er geht uns nach; er merkt auf jeden Schritt, TOMIC und giebt uns gerne, was wir nöthig haben. Sein Wesen ist ein Brunnquell guter Gaben. Wo ist ein Herr, der dieß an Knechten thut? Ja wohl, es ist gewiß: Der Herr ist gut. tan 4. Der Herr ist gut! In seiner Liebe Schooß trågt Mel. Wer nicht mit den G. 47. Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn! Wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehn, so dürfen wir ihn unsern Vater nennen, ja er will uns für Kinder auch erkennen. Bedürfen wir im Kampfe Trostund Muth, 19di 58 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. trågt er uns All'; und Knechten, die ihn lieben; ist das Elend groß, so kein Wassertrunk ist unhat er Kraft und Liebe, vergolten blieben; er uns zu stärken; der Geist giebt dafür die ganze Sekann seinen hohen Frie- gensfluth. So bleibt es den merken, weil unter ewig wahr: Der Herr seinem Schuß er sicher ist gut! usg ruht, und sich in ihm er mel. wunderbarer König. freut. Der Herr ist gut. 48. Unumschränkte 5. Der Herr ist gut! Wer dies im Glauben Liebe! gönne blöden Augen, die kaum für die schmeckt, dem wird erst Erde taugen, in die Himrecht, was Freiheit ist, mels Strahlen deiner entdeckt. Er wird aus Huld zu blicken, die seinem Dienste nimmer den Erdkreis wärmend gehen, nein! stets darin schmücken, und zugleich mit Lust und Freude freudenreich den geliebstehen. Nichts ist um ten Deinen und den sonst, was hier der Bösen scheinen. TA Glaube thut, der immer besser sieht: Der Herr ist gut. aisa. 6. Der Herr ist gut! Er sieht in Gnaden an den schwachen Dienst, im Glauben treu gethan; giebt Gnadenlohn den 10071 = 2. Wasser, Luft und Erde, ja dein ganz Ge biete, ist ein Schauplak deiner Güte. Deiner Langmuth Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie weit, o wie breit, über Die Eigenschaften Gottes. g 59 über Berg' und Hügel, zu deinen Füßen sich streckt sie ihre Flügel! mit Thränen ſenket, dem wird Straf' und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz; und du willst der Tag zu schonen, Tag Armen gnädig dich erfür Tag zu dulden so barmen. 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für viel Millionen Schulden, 6. König, sei geprieund dabei immer treu sen, daß du so verscholieben, die dich hassen, Herr, wer kann das fassen? hon sjödd 4. Dubu vergiebest Sünde, hörst der Sün der Flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte drauet, und erbarmt sich wieder, legt die Pfeile gerne. nieder, da sich doch immer noch zu den alten 49. Getreuer Gott, neft, und uns nach Verdienst nicht lohnest! Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm den Scepter führet! Fahre fort, treuer Hort, Langmuth auszuüben und die Welt zu lieben! Mel. An Wasserflüssen Bab. THE ID Sünden neue Schulden finden. no 5. Herr, es hat noch Keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade wie viel Geduld beweisest du uns Armen! Wir häufen täglich unsre Schuld; du häufest dein Erbarmen! So manches Recht empfangen. Wer Menschen Lebenslauf ist im Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. immerdar von Jugend Sie werden, weil die auf verderbt und dir ent- Lust der Welt hier ihnen gegen; und gleichwohl, häufig Netze stellt, oft Vater, suchst du ihn sicher, matt und träge. durch Gnad' und Huld Sie straucheln, sie verzurückzuziehn gehen sich; sie fallen oft, Langmuth zu bewegen. verlassen dich und deine 2. Wem giebst du heilgen Wege. durch nicht zur Buße Raum, 4. Du, Herr, bist dem Fluche zu entge heilig und gerecht; dein hen? Du låssest selbst Zorn trifft, die dich den argen Baum nicht hassen. Ach solltest du ohne Pflege stehen. Du den bösen Knecht nicht wartest sein, du suchest endlich auch verlassen? Frucht; und wenn du Doch nein! das kann gleich umsonst gesucht, dein Herz ja nicht, dein hörst du nicht auf, zu Herz, das aus Erbarschonen. Du pflegest men bricht, wenn deine sein von Jahr zu Jahr, Kinder fehlen. Es hat und hoffst, er werd' Geduld, so lang' es nicht immerdar mit Un- kann; es nimmt sich dank dich belohnen. ihrer Schwachheit an, und wacht für ihre Triden 60 903. Gerechter Gott, so große Huld bezeigst Seelen. du frechen Sündern, 5.0 Drum rufft du und hast nicht weni- ihnen in Gefahr, so oft ger Geduld mit dei sie irre gehen, reichst nen schwachen Kindern. ihnen deine Rechte dar, von Die Eigenschaften Gottes.s 61 von Sünden aufzuste- in's weite Feld der Ewighen. Du lockest sie mit keit! Erhebt euch über Vaterhuld, versprichst alle Schranken der aldurch Christum, ihre ten und der neuen Zeit. Schuld aus Gnaden zu Erwägt, daß Gott die vergeben, giebst selber Liebe sei, die ewig alt Glauben, Geist und und ewig neu. Kraft, und nach voll brachter Ritterschaft ein ewig Freudenleben. M 2. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüthe hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein dich ihrer an, wie deiner Zeugniß giebt: Gott hat schwachen Kinder. Trag' mich je und je geliebt! uns erbarmend ferner- 3. Ich bin, o Herr, 6. O Langmuth, der Nichts gleichen kann, gedenke stets der Sünder! Nimm mit Geduld Traison TOR calciat hin; doch gieb uns auch viel zu geringe der Herzden ernsten Sinn, daß lichen Barmherzigkeit, wir das Böse hassen, womit, o Schöpfer aller und uns noch in der Dinge, mich deine Liebe Gnadenzeit den Reich stets erfreut; ich bin, o thum deiner Gutigkeit Vater, selbst nicht mein; zum Himmel leiten lassen. dein bin ich, Herr, und Disableibe dein. Mel. Mein Jesus lebt, was. 4. Im sichern Schat50. Geht hin, ihr ten deiner Flügel find' gläubigen Gedanken, ich die ungestörte Ruh'. Ic bi Der 62 und Dank: Lieder. Allgemeine Lob Der feste Grund hat die mich unaufhörlich liebst? ses Siegel: Wer dein wie je mit Undank dich ist, Herr, den kennest du. betrüben, der du mir LaßErd' und Himmel un- Fried' und Freude giebst? tergehn; dies Wort der Verließ' ich dich, o MenWahrheit bleibet stehn. schenfreund, so wär' ich selbst mein årgster Feind. og h 5. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Muth und Kraft gebricht, hebst du mein Haupt empor mit Freuden; es tröstet mich dein Angesicht. Da ſpuür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit Alles schafft. 8. Ach könnt' ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt' ich an! Es sollten Erd' und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir gethan. Nichts ist so köſtlich, Nichts so schön, als, o mein Vater, dich erhöhn. 6. Die Hoffnung schauet in die Ferne durch alle Schatten die ser Zeit; der Glaube schwingt sich durch die Sterne, und blickt in's Reich der Ewigkeit. Da zeigt mir deiner Liebe Hand mein Erbtheil und gelobtes Land. natu dsip chad toid 9. Doch nur Geduld! es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, höchste Liebe, höher preist. Drum eilt mein Herz aus dieser Zeit, TECH und sehnt sich nach der Ewigkeit. Rasgiduble 51. 7. Wie sollt' ich dich nicht ewig lieben, der du Die Eigenschaften Gottes. 63 ohne Furcht und Graun im Schatten deiner Flügel traun. 10 mana Mel. Der du dein Wort mir. väterlich! uns, die wir 51. So weit nur deine Sonnen glänzen, reicht deine Huld, die uns erhält; reicht über unsers Himmels Granzen, o Vater, bis zur fernsten Welt. Gleich ewigen Gebirgen währt die Güte, die dein Volk verehrt. 4. Mit welchem reichen Ueberflusse erfüllst du diese Welt, dein Haus! Du theilst ihn Allen zum Genusse so väterlich, so reichlich aus; und jedes tes Lebens Quelle fließt aus dir, der du das Leben bist. 65. De unerschaffner Geist, wir schauen in deinem Lichte nur daß Licht. Entzeuch den Deinen, die dir trauen, dein gnadenvolles Antliß nicht! Gott, deine Huld sei über die, die dich verehren! Segne ſie! 2. Dir, Gott, ist kein Geschöpf verborgen, nicht eins, vom Menschen bis auf's Thier. Du würdigst alle deiner Sorgen, sie danken Lust und Leben dir. Es mag auch klein und niedrig ſeyn; dir, Gott, iſt nichts zu groß, zu klein. CIRI 0101 3. Mit frommem, and 2 850h 52. Wie groß ist des freudigem Gemüthe er- Allmächtgen Güte! Ist heb' ich, Gott voll der ein Mensch, den sie Gnade, dich. Wie herrlich ist nicht deine Güte! wie liebst du uns so nicht rührt, der mit verHärtetem Gemüthe den Dank erstickt, der ihr gebührt? 64 Allgemeine Lob und Dank Lieder. den; durch Gottes Güte zu ermessen, sei ewig sind sie dein. Sieh', meine größte Pflicht. bührt? Nein, seine Liebe darum mußte Christus Der Herr hat mein noch leiden, damit du könnnie vergessen; vergiß, test selig seyn. mein Herz, auch seiner 4. Und diesen Gott nicht. mis il sidsollt' ich nicht ehren, ostar mot Nächsten 2. Wer hat mich wun- und seine Güte nicht verderbar bereitet? Der stehn? Er sollte rufen, Gott, der meiner nicht ich nicht hören? den bedarf. Wer hat mit Weg, den er mir zeigt, Langmuth mich geleitet? nicht gehn? Sein Will' Er, dessen Rath ich oft ist mir in's Herz geschrieverwarf. Wer stärkt den ben; sein Wort bestärkt Frieden im Gewissen? ihn ewiglich: Gott soll Wer giebt dem Geiste ich über Alles lieben, neue Kraft? Wer läßt und meinen mich so viel Glück ge nießen? Ist's nicht sein 2 dun 5. Dies ist mein Aires I Arm, der Alles schafft? Dank, dies ist sein Wille; 13. Schau, o mein ich soll vollkommen seyn Geist, in jenes Leben, zu wie er. MINISTE So lang' ich welchem du erschaffen dies Gebot erfülle, stell' bist, wo du, mit Herr- ich sein Bildniß in mir lichkeit umgeben, Gott her. Lebt seine Lieb' ewig sehn wirst, wie in meiner Seele, ſo er ist. Du hast ein treibt sie mich zu jeder Recht zu diesen Freu- Pflicht; und ob ich schon Endird aus gleich als mich. unne 83 790 Die Eigenschaften Gottes. 65 aus Schwachheit fehle, Wohlgefallen auf das, herrscht doch in mir die was du gemacht, und Sünde nicht. non haft auch uns, uns allen viel Gutes zugedacht. 6. O Gott, laß deine Güt' und Liebe mir immerdar vor Augen seyn. Sie stärk' in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn; sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen; sie leite mich zur Zeit des Glücks; und sie besieg' in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. 2. Uns ewig zu beglücken, erschufst du uns und deine Welt, die hier schon zum Entzücken so viele Wunder in sich hält. Noch größrer Güte Proben hat für uns deine Hand im Himmel aufgehoben, der Wonne Vaterland. Dahin uns zu erheben, sandtst du den Sohn herab, der huldreich selbst sein Leben für uns Verlorne gab. Mel. Aun lob, mein Seel. 53. D Gott, du bist die Liebe! Uns wohl- 3. Wie groß ist deine zuthun, ist deine Lust. Gnade! Wer ist so reich Drum preist mit frohem an Huld als du? Auch Triebe dich unsre dank auf dem Sündenpfade erfüllte Brust. Ganz siehst du uns voller Langohne Maaß und Grän- muth zu. Du lockest uns zen ist deine Gütigkeit. zur Buße; und fallen So weit die Himmel wir gebeugt voll Reue glänzen, übst du Barm- dir zu Fuße, voll Reu', herzigkeit. Du siehst mit die Beßrung zeugt, so schenkest Allgemeine Lob: und Dank- Lieder. schenkest du uns Armen zu begegnen, sei stets auch auch Trost an deiner Huld, und tilgest aus Erbarmen die ganze Sündenschuld. unsre Luft. Zu ehren deinen Willen, uns selbst zum Glück und Heil ihn freudig zu erfüllen, sei unser bestes Theil.com 6. Wer hier auf seinen Wegen dein Wort vor Augen hat und hält, den 4. Mit jedem neuen Morgen ist immer deine Güte neu; selbst unserm Flehn und Sorgen kommst du zuvor mit sehest duzumSegen schon Vatertreu'. Du, Ur- hier, noch mehr in jener sprung aller Gaben, du Welt. Du schaffst ihm weißt, was uns gebricht; selbst aus Leiden den herrund was wir nöthig ha- lichsten Gewinn, und füh ben, versagest du uns rest ihn zu Freuden, die nicht. Wie sind doch ewig währen, hin. Wie unsre Tage von deinem groß ist deineGüte! Mich Wohlthun voll! Selbst ihrer stets zu freun, laß, ihre Last und Plage lenkst Gott, auch meinGemüthe du zu unserm Wohl. zu dir voll Liebe seyn. di 5. Wer sollte dich nicht lieben? Du hast uns ja zuerst geliebt, und bist stets treu geblieben, wie viel wir wider dich verübt. Mit Gnade uns zu segnen, ist ewig 54. Mit fröhlichem Gemüthe dankt, die ihr Christo angehört, dankt Gott, daß seine Güte, so wie sein Leben, ewig deine Lust; mit Dank dir währt! Nach so viel tauÜstusch) send 66 Mel. 7un lob, mein Seel'. ( Didlods 67 390 Die Eigenschaften Gottes.le send Jahren, die durch sie erquickt. Erfreulich ist alle reich an Heil und Se- das Leben, und schauergen waren, bleibt sie sich voll der Tod; doch besser immer gleich. Nie hört noch als Leben ist deine sie auf, zu sorgen, und Güte, Gott! Wie ist sie sorget immer treu; sie uns so theuer! sie, sie wird mit jedem Morgen verläßt uns nie. Was an den Geschöpfen neu. ist wohl milder, treuer 2. Sie reicht durch und tröstender, als sie? Erd' und Himmel, um, 4. 3u ihrem Lob' erwas da lebet, zu erfreun. wecke vor allen du dein Welch fröhliches Ge- Herz, o Christ! komm' wimmel in ihrem milden her und sieh' und schmecke, Sonnenschein! Vor ih- wie freundlich Gott, dein ren heitern Strahlen, wo Bater, ist! Er schenkt sie hervorbricht, fliehn den Sohn uns Sündern, auch bange finstre Qua- erlöset uns durch ihn, len, wie leichte Wolken, erwählet uns zu Kindern, hin. Wer zählt die Mil- will selbst uns zu sich lionen, die sie erwärmt ziehn. Auf! da in Jesu und nährt? So weit nur Namen ihm unser Lob Wesen wohnen, hat sich gefällt, lobsingt ihm! auch sie verklärt. Amen! Amen! Sein on 3. Süß ist das Licht Lob füll' alle Welt. der Sonne, das täglich mel. Lobet den Herren, d. jedes Alug' entzückt; weit süßer ist die Wonne, 55. Preis und Anbewomit uns Gottes Güt' tung sei unserm Gotte! adhi2 2 denn 68 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. denn er ist sehr freund- 4. Schon hier auf lich. Weit über Erd' Erden quillt Freud' und und alle Himmel gehet Leben uns aus seiner seine Gnad' und Güte. Gnade. Doch größre Laßt uns mit Danken Seligkeit ist dort bereitet vor sein Antlig kommen, denen, die ihn lieben, und unserm Gotte mit wenn sie dereinst erneut Psalmen jauchzen. 2. Väterlich liebt er uns, seine Kinder. Singt zu seinem Bilde, verklärt und heilig vom Tod' erwacht sind. om dy zu seinem Preise; ein 5. Laßt unsers GotLoblied ihm sei unser ganzes Leben! Ihn, ihn laßt uns lieben, der vor der Welt Beginn uns schon geliebt hat! Wer wollte Gott nicht von Herzen lieben? bus 3. Zwar kann der Mensch nicht ihn würdig preisen; doch mit Wohlgefallen vernimmt er hoch Mel. wie groß ist des Allm. herab von seinem Him- 56. Gott ist die Liebe! mel unser frohes Dank Ihm zu singen, ist meine lied, und geußt der Freu- Freude, meine Pflicht. den viel in unsre Seele, Ein Lied, das Dank und wenn wir ihm danken, Ehrfurcht bringen, verdem Gnadenvollen.schmäht der Gott der Liebe idon Gmu tes uns ewig freuen! Hallelujah! Amen! O welche Seligkeit ist's, sein sich freuen, hier und einst im Himmel ihm ganz sich heiligen, und ganze ihm leben! denn ewig liebt er uns, seine Kinder. manoil 69 Die Eigenschaften Gottes.pie Liebe nicht. Lobt ihn, sind, und schenkt dem ihr Himmel! ihn, ihr sterblichen Geschlechte Meere, und alles, was zum Heil sein eingebordarin sich regt! und ewig nes Kind.( bilgis atsi sei es Gottes Ehre, was dankbar froh mein Herz bewegt! 116 en 2. Wie oft ist mir der Trost erschienen: Dich hab' ich je und je geliebt! 4. Und, Gott! wie wirst du dann beglücken, wenn bald der Tod mich dahin bringt, wo unaussprechliches in Entzücken der Sel'gen ganzes Herz Zum Besten muß das durchdringt! Die Freu Kreuz mir dienen, das den hat kein Ohr verDemuthurstärkt, Ver- nommen, kein Auge hat trauen übt. Gott stäupt, wen er zum Kind' erwäh let; und wen er liebt, den züchtigt er. Bin ich von diesem Trost beseelet, geh' ich in Gottes Kraft einher. 197 sie je gesehn, wozu nach kurzer Nacht die Frommen des Mittlers Leiden dort erhöhn. 15. Weicht, Berge, weicht, und fallt, ihr Hügel! doch weicht des Höchsten Gnade nie. Sein fester Bund hat der Schulden ewiglich. dieses Siegel: Er kennt So wie ein Vater über Kinder, erbarmt er über Alle sich. Er kennt, was wir für ein Gemächte; er weiß es, daß wir Asche 3. Er liebt die reue vollen Sünder, vergißt die Seinen, liebet sie. Wer ist, der seine Huld ermesse? er zeichnet seiner Hand mich ein. Ob ihres Kinds ein Weib ver 70 Allgemeine Lob und Dank Lieder. vergesse, so denkt doch mein Erbarmer mein. 6. Mögt' ich dich auch stets herzlich lieben, der ſegnend mich zuerst geliebt, im Wohlthun mich, dir ähnlich, üben, der tausendfache Güter giebt! getreu! Er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen. Er übt oft strenge Zucht, und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt. Gott ist und bleibt getreu! Die Welt nicht, du nur 3. Gott ist und bleibt giebst mir Frieden; du bist die Lieb', und ich bin dein. Das soll mein getreu! Er weiß, was wir vermögen; und nie wird er zu viel uns letztes Wort hienieden, Schwachen auferlegen. mein erst Gefühl im Er macht sein gläubig Himmel seyn. 15 Volk von Last und BanMel. Was frag ich nach der. nom den frei, und rettet aus adder Noth. Gott ist und 57. Gott ist und bleibt bleibt getreu! sido getreu! Er hört nicht auf 4. Gott ist und bleibt zu lieben, pflegt er gleich getreu! Er tröstet nach oft und tief die Seinen dem Weinen, und läßt zu betrüben. Er prüfet aus trüber Nacht die durch das Kreuz, wie Freudensonne scheinen. rein der Glaube sei, wie Der schwersten Trubsal standhaft die Geduld. Sturm geht auf sein Gott ist und bleibt Wort vorbei. Sei, Seele, getreu! nur getrost! Gott ist und 2. Gott ist und bleibt bleibt getreu! 1907 199 £ ie5. Die Eigenschaften Gottes. 71 5. Gott ist und bleibt 3. Nicht auf Mengetreu! Er stillet dein schen will ich bauen; wie Begehren; er will dein betrüglich ist die Welt! Glaubensgold in Trüb Meinem Gott will ich salsgluth bewähren. So vertrauen, der, was er nimm den Kreuzeskelch gelobt, auch hält. Er, von ihm ohn' alle Scheu; ein Feind der Heuchelei, der Lebensbecher folgt. ist wahrhaftig und getren. Gott ist und bleibt getreu! id Mel. Gott des Himmels und 58.Weicht, ihr Berge! fallt, ihr Hügel! Berg' und Felsen, stürzet ein! Gottes Treue hat dies Siegel: Sie will unverändert seyn. Laß die Welt zu Trümmern gehn; Got tes Gnade muß bestehn. 4. Will die Welt den Frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn: Gott hält immer sein Versprechen, jeder Zweifel flieht dahin. Denn er bleibet immerdar, was er ist und was er war. er ist un 5. Mag sein Antlik sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt. Tobt, ihr Stürme! braust, ihr Wellen! ich bin sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, gebrochen; seine Treue wenn auch Grund und bürgt dafür. Er, die Boden weicht. Wahrheit, trüget nicht; er erfüllt, was er ver spricht. S 6. Er will Frieden mit mir halten, wenn sich sd auch die Welt empört. me Ihre 2. Gnade hat er mir versprochen; das ist Got tes Bund mit mir. Dieser Bund wird nie 72 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. Ihre Liebe mag erkalten, uns zugesaget hat. Mit bleib' ich meinem Gott unveränderlicher Treue nur werth. Ob die vollführt er seinen GnaSonne sich verhüllt, denrath. Scheint die bleibt er mir doch Sonn' Erfüllung gleich noch und Schild. weit, sie kommt gewiß zur rechten Zeit. Ho abe 3. Doch wie er denen, die ihn lieben, was er verheißen, nie versagt: so wird auch, wenn wir 14.00+404 7. Gott allein will ich vertrauen, will auf diesem Felsen ruhn, will mein Glück auf ihn nur bauen; was er sagt, das wird er thun. Erd' und Böses üben, sein DrohHimmel mag vergehn-wort ganz gewiß vollHerr, dein Bund bleibt bracht. Wer sein Gesetz ewig stehn! 19diolds beharrlich haßt, den trifft di der Strafe schwerste Last. Mel. Wer nur den lieben G. Marc S pojur 4. Drum scheue dich 59. Der Herr hat nie sein Wort gebrochen, noch seinen Gnadenbund verletzt. Was der Wahrhaftige versprochen, das wird auch stets in's Werk gesetzt. Er hasset Lüge, Trug und List, die eine Frucht der Hölle ist. mit frommem Herzen vor dem, was Gott den Sundern draut. Es ist, o Seele, nicht zu scherzen mit seinerStrafgerechtigkeit. Fleuch, was er zu bestrafen droht; sonst sinkest du in Noth und Tod.d 2. Gott ist kein Mensch, daß ihn gereue, was er STAC 5. Doch halt' dich auch mit festem Glauben an der Verheißung Gnadenwort. 29 Die Eigenschaften Gottes.s 73 wort. Nichts laß dir hat dies feste Siegel: deine Hoffnung rauben; Gott ist getreu.sl 2. Gott ist getreu! Er thut, was er verheißt; er sendet mir sein Licht. Wenn dieses mir den Weg zum Leben weist, so gleit' und irr' ich nicht. Gott ist kein Mensch, er kann nicht lügen; sein Wortder Wahrheit kann nicht trügen. Gott ist getreu. tias bling 3. Gott ist getreu! Er handelt väterlich bei allem, was er thut. Sein Liebesschlag erweckt und bessert mich; er straft, are doch meint er's gut. 60. Gott ott ist getreu! Das Kreuz wird mir Sein Herz, sein Vater zur Himmelsleiter; der Herz verläßt die Seinen Kampf macht mich zum nie. Gott ist getreu! guten Streiter. Gott Im Wohlsein und im ist getreu. find Schmerz erfreut und trågt er sie. Weicht, Berge, weicht! fallt hin, ihr Hügel! Mein Glaube # spol2, 4. Gott ist getreu! Mein Vater, deß ich bin, sorgt für mein Seelenwohl; er will, daß ich zu meines verzeucht Gott? harre standhaft fort. So wirst du sehn, daß seine Treu', ihr Wort zu halten, mächtig sei. 56. Laß, Mensch, dein Herz die Wahrheit rühren, sei aller Lig' und Falschheit feind! laß stets die Redlichkeit dich führen, die es mit Jedem treulich meint. Denn der allein ist Gottes Kind, dem Treu' und Wahrheit heilig sind. Mel. Es ist genug, so nimm. Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. meines Heils Gewinn in Mel. wie nach einer Wasserq. Jesu leben soll, vergiebt 61. Treu ist Gott! mir gnädig meine Sün- das nehmt zu Herzen, den, und läßt mich Ruh' Menschen, die ihr jamin Christo finden. Gott mernd klagt! Hört in ist getreu. in allen euren Schmerzen, was sein heiligs Wort euch sagt! Er, der seine dir noch, dich stets im Hand euch reicht, macht Herrn zu freun? Gott der Trübsal Last euch ist getreu; sei unverzagt! mag doch die Welt voll leicht, und den Ausgang bittrer Leiden euch zum Falschheit seyn. Der Anfang ewger Freuden. falschen Brüder Neid 2. Laß dir an der und Tücke wirkt mit Gnade gnügen, die dir zu Josephs Ehr' und Gott, deinVater, schenkt. Glücke. Gott ist getreu. Nimmermehr wirst du erliegen, da er gnådig dein gedenkt. Er, der 6. Gott ist getreu! Vergiß es, Seele, nicht, wie zärtlich treu er ist. deine Thränen zählt, hat Ihm treu zu seyn, sei deine frohe Pflicht, so lang' du denkst und bist. Halt' fest an Gott, sei fest im Glauben, laß Nichts den starken Trost dir rauben: Gott ist getreu! pidou asmism gewiß die Zeit erwählt, da er deine Klagen stillet und dein Herz mit Trost erfüllet. sida har 3. Heben will er dich und tragen, wenn du schwach und hülflos bist. Auch des grauen Alters Klagen 74 5. Gott ist getreu! Mein Herz, was fehlt 75 Die Eigenschaften Gottes.leift schenken. und im stadst Klagen hört er, der uns deines Geistes Beistand nie vergißt. Die Verheißung steht noch fest, daß er Fromme nie verläßt, nie versäumt, auf die zu schauen, die sich kindlich ihm vertrauen. 4. Nun so ruh' in seinen Händen, Seele, die Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. poan hout 62. D ich fühle Dank und Preis; stille Freudenthránen rinnen. Wahrlich, Gott, dein Lieben weiß alle Herzen zu gedu klagst und wankst! winnen. Könnten wir Er wird deine Leiden nicht kummerfrei täglich wenden, daß du ihm sehn: Du bist getreu? noch freudig dankst. 2. Alle Wege, die du Seiner Gnaden Bund gehst, alle Werke, die du allein müsse deine Stärke schaffest, wenn du beugeſt seyn! Halte nur mit fe- und erhöhst, wenn du segstem Muthe dich zu Gott, nest oder strafest, Alles dem höchsten Gute. predigt täglich neu deinen Ruhm: Du bist getreu! 5. Laß mich diese Gnad' erreichen, Herr 3. Ich, der MenschenGott, meine Zuversicht! Wollen die Verzagten weichen, weicht von dir mein Glaube nicht. Gott der Treue, ich bin dein; du wirst mein Erretter kinder eins, oft beschämt von meinen Schwächen, weiß vom Anfang meines Seins all' die Huld nicht auszusprechen, der ich mich bis heute freu'; seyn, wirst mir, wenn ich bezeug's: Du bist mich Leiden krånken, getreu! Hol 4. 76 Allgemeine Lob und Dank: Lieder. 64. Deine Weisheit zärtlich: ,, Komm/! trugst kehrte mir tausendfache Vergebung mir entgegen. Noth zum Besten. Ach Dank dir, daß du meine wie oft schon halfst du Reu' nicht verschmähst! mir, sprachst ein Wort, Du bist getreu! mein Herz zu trösten! 6. Laß mich nicht von War ein Leiden kaum deiner Hand! mache dich vorbei, sah ich's schon: mir immer lieber! Hilf Du bist getreu! iso mir aus dem Thränen05. Ja, du bliebst ge- stand in das Vaterland recht und fromm selbst hinüber! Dann rühm' auf meinen Sündenwe ich, vom Elend frei, ewiggen, riefft mir immer lich: Du bist getreu! tisonit asri 3 3. Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist. SOSLUG L 63. Wir glauben all'| wacht.:,: Es steht Alles an Einen Gott, Schöpfer in seiner Macht.did Himmels und der Erden, 2. Wir glauben auch der sich zum Vater geben an Jesum Christ, seinen hat, daß wir seine Kinder Sohn und unsern Herwerden. Er will uns ren, der ewig bei dem allzeit ernähren, Leib und Vater ist, Gott von Seel' auch wohl bewah gleicher Macht und Ehren; allem Unfall will er ren; von Maria, der wehren; kein Leid soll Jungfrauen, ist ein wah uns widerfahren; er for rer Mensch geboren durch get für uns, hüt't und den heilgen Geist im Glau Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist. 77 Glauben; für uns, die feit. Erhebet ihn mit wir war'n verloren, am Freuden! Sie Kreuz gestorben, und 2. Ja, Vater, wir ervom Tod:,: wieder aufheben dich mit freudigem erstanden durch Gott. Gemüthe. Du herrschest unveränderlich mit WeisheitundmitGute. Unendlich groß ist deine Macht; und stets geschieht, was du bedacht. Wohl uns, daß du regierest! 3. Wir glauben auch an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Tröster heißt, uns mit Gaben zieret schöne. Die ganze Christenheit auf 3. DJesu Christ, des Erden hålt in Einem Höchsten Sohn! dich, Sinn gar eben. Hier seinen Eingebornen, dich all' Sund' vergeben wer- sandte Gott vom Himden; das Fleisch soll uns melsthron zur Rettung wieder leben; nach diesem der Verlornen. Du MittElend ist bereit:,: uns ler zwischen uns und ein Leben in Ewigkeit. Gott, hilf uns im Leben und im Tod'! Erbarm' m dich unser Aller! 4. O heilger Geist, du Geist vonGott, erleuchte, beßre, tröste, die Jesus Christ durch seinen Tod zum Dienst des Herrn erlöste! Auf deinen Beistand hoffen wir; verlaß uns 64. Allein Gott in der Höh' sei Ehr', und Dank sei seiner Gnade. Er sorget, daß uns nimmermehr Gefahr und Unfall schade. Uns wohl zuthun ist er bereit; sein Rath ist unsre Selig 78 Allgemeine Lob: und Dank- Lieder. uns nicht, so sind wir hier rufen wir in der Noth. und auch einst ewig selig. Durch deine große Barmüber uns! herzigkeit erbarm' dich MOO 2. Christe, wollst uns o Vater in Ewigkeit! erhören! Für uns bist du groß ist deine Barm- Mensch geboren und geherzigkeit, aller Dinge storben. Erbarm' dich Schöpfer und Regierer. über uns! Erbarm' dich, Herr! Mel. Kyrie, Gott Vater. mpan 65. Herr und Gott, 2. Christe, aller Welt Trost! uns Sünder allein du hast erlöst! O Jesu, Gottes Sohn, unser Mittler bist du vor Gottes Thron. Zu dir flehen wir aus Herzensbegier: Erbarm' dich, Herr! 3. Herr und Gott, o heiliger Geist, tröst', stårk' uns im Glauben allermeist, daß wir am legten End' fröhlich abscheiden aus diesem Elend. Er barm' dich, Herr! ne ad inie 66. Bater, o all3. O heilger Geist! wollst uns geben, dich allzeit herzlich zu lieben, und nach deinem Willen zu leben! Erbarm' dich über uns!' dj Un Mel. Gott der Vater wohn'. sia per 19091 39091 67. Vater, Vater, steh' uns bei, und laß uns nicht verderben! Mach' uns aller Sünden frei, und hilf uns selig sterben! Durch des Glaubens Licht und Kraft laß ganz auf dich uns trauen, auf deine Hülfe bauen, bis wir dein Antlig schauen. mächtger Gott, zu dir In der Zeit der Pilgeram schaft Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist. 79 schaft laß alle deine Chri- Durch des Glaubens sten entfliehn des Satans Licht und Kraft laß ganz Listen, mit WaffenGotts auf dich uns trauen, auf sich rüsten, überwinden deine Hülfe bauen, bis durch die Kraft, die du, wir dein Antlig schauen. Herr, giebst. Hallelujah! In der Zeit der Pilgerschaft laß alle deine Christen entfliehn des Satans Listen, mit Waffen Gotts sich rüsten, überwinden durch die Kraft, die du, Herr, giebst. Hallelujah! 2. Jesus Christus, steh' uns bei, und laß uns nicht verderben! Mach' uns aller Sünden frei, und hilf uns selig sterben! Durch des Glaubens Licht und Kraft laß ganz auf dich uns trauen, auf Mel. 7un danket alle Gott. deine Hülfe bauen, bis 68. Gelobet sei der wir dein Antlitz schauen. In der Zeit der Pilgerschaft laß alle deine Christen entfliehn des Satans Listen, mit Waffen Gotts sich rüsten, überwinden durch die Kraft, die du, Herr, giebst. Hallelujah! Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben; mein Schöpfer, der allein mir Seel' und Leib gegeben; mein Vater, der mich schützt von Kindesbeinen an, der jeden Augenblick viel Gutes mir gethan! 3. Geist des Herrn, o steh'uns bei, und laß uns nicht verderben! Mach' uns aller Sünden frei, und hilf uns selig sterben! 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben; des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der 80 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder.. der mich erlöset hat mit und mehr für alle seine seinem theuren Blut, der Werke! Von Ewigkeit mir im Glauben schenkt sich selbst, das höchste Gut! 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben; des Vaters heilger Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz er-selig.no quickt, mich stärkt mit 2.1 Lobsinget Gott! neuer Kraft, der mir in aller Noth Rath, Trost und Hülfe schafft! 4. Dem wir, mit Dank erfüllt, Gebet und Opfer bringen, und mit der Engelschaar das Heilig, Heilig! singen, den lob' und preise stets die ganze Christenheit; gelobt sei unser Gott in alle Ewigkeit! Die Dank, Preis und Ruhm sei von uns, deinem Eigenthum, Herr Jesu, dir gesungen. Du, Mittler zwischen uns und Gott, hast durch Gehorsam bis zum Tod das Leben uns errungen. Heilig, selig ist die Freundschaft und Gemeinschaft aller Frommen, die durch dich zum Vater kommen. Mel. wie schön leucht't uns. 01900 69. Lobsinget Gott! zu Ewigkeit lebt er und herrschet weit und breit mit Weisheit, Güt' und Stärke. Singet, bringet frohe Lieder! Fallet nieder! Gott ist herrlich, unaussprechlich groß und Jamii Du Geist des Herrn, ſei 3. Lobsinget Gott! nie von unserm Geiste fern, mit Kraft ihn ausDank, Preis und Ehr' sei unserm Gott je mehr zurüsten! Du machst uns 190 glau Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist. 81 gläubig, weis' und rein, dich wähle, bei dir von hilfst uns getrost und sieg- Wahn und Sünde die reich seyn im Streit mit wahre Freiheit finde! . unsern Lüsten. Leit' uns, Ich bin verloren ohne stårk' uns in der Freude dich; mein Heiland, wie im Leide, Gott erge- rein'ge mich! aucht ben und der Tugend treu zu leben. 70. Mein Schöpfer, steh' mir bei, sei meines Lebens Licht! Dein Auge leite mich, bis mir mein Auge bricht. Hier leg' ich Herz und Glieder vor dir zum Opfer nieder, und widme bis zum Grabe dir, was ich bin und habe. Du willst, daß 4. Gott, Vater, Sohn ich der Deine sei; mein und Geist! dir bin ich, Schöpfer, steh' mir bei! was ich bin. Ach drücke 3. Mein Tröster, gieb mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt. Regiere meinen Geist, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr' mich den Sohn erkennen, und meinen Herrn ihn nennen, seinGnadenwort verstehen, auf seinen Wegen gehen. Du bist's, der alles Gute schafft; mein Tröster, gieb mir Kraft! 2. Mein Heiland! selbst dein Bild recht tief rein'ge mich durch dein in meinen Sinn. Erso theures Blut; durch wähle mein Gemüthe deines Friedens Wort zum Tempel deiner Güte. verleih' dem Schwachen Verkläre an mir Armen Muth! Hilf der verirrten dein gnadenreich ErbarSeele, daß sie zum Licht men. Hilf mir, daß du F mein 82 Allgemeine Lob: und Dank: Lieder. mein Alles seist, Gott, Mel. wir glauben all an. Vater, Sohn und Geist! 72. Wir glauben all' an Einen Gott, Schöpfer Himmels und der Erden. Er, Aller Vater, unser Gott, hieß uns seine Kinder werden. Er will uns auch stets ernähren, jedes wahre Gut gewähren. Er erwog schon, eh' wir waren, unsre Rettung in Gefahren. Er ist's, der für uns sorgt und wacht,:,: und alles steht in seiner Macht. M.Tun jauchz' demöchsten. 71. Preis ihm! Er schuf und er erhält die ganze lebenvolle Welt. Du sprachst da wurden, Herr, auch wir! Wir leben und wir sterben dir! 2. Preis ihm! Er liebt von Ewigkeit. Er wird ein Mensch, stirbt in der Zeit. Erlöst, erlöst hast du uns dir! Dir leben und dir sterben wir! - 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes Sohn, den Eingebornen, den Herrn, der Mensch geworden ist, den Erretter der Verlornen. Er, er achtete sein Leben nicht 4. Sing', Psalter! zu theur, für uns zu geFreudenthránen, fließt! ben. Er erstand, herrscht Ja, heilig, heilig, heilig hoch erhöhet in dem ist Gott, unser Gott! Reich, das nie vergeJehovah, dir, dir leben het. Er läßt uns auch und dir sterben wir! im Grabe nicht, 3. Preis ihm! Er führt des HimmelsBahn, führt uns den schmalen Weg hinan. Geheiliget hast du uns dir! Dir leben und dir sterben wir! und Gott, Bater, Sohn und heiliger Geist. 83 habe, wird Segen Freud' und Noth, und seines Himmels Gabe mir einst, ein selger. Tod. und kommt dereinst zum Weltgericht. 2. Ich glaube, daß 3. Wir glauben an den heilgen Geist, unsern göttlichen Regierer, den Jesus Christus uns ver- von oben ein Heiland heißt uns zum Beistand freundlich kam, der, und zum Führer, der in über Sünd' erhoben, die Trubsal seine Christen Sünde von mir nahm, eilt mit Muth und Kraft mein Licht, mein Seelenzu rüsten, der uns lehrt leben, mein Führer himVergebung finden, und melan, der sich für mich der Tugend Werth em gegeben und aufwärts pfinden. Er flößet uns 30g die Bahn. im Todesschmerz:,: des ewgen Lebens Trost in's Herz. GIG SUCH 3. Ich glaube, daß mit Klarheit ein Stern durch Nächte weist, daß an dem Quell der Wahrheit mich stärkt der heilge Geist, der stets mich aus der Höhe mit Himmels- Kraft umschwebt, und, wenn ich schlafen gehe, gen Himmel mich erhebt. Mel. Valet will ich dir geb. 73. Ich glaube, daß mit Liebe ein Gott mich schuf und hält. Ob Nichts auf Erden bliebe, mein Heil ist fest gestellt; und wenn ich ihn nur namism F2 Zweite Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Zweite Abtheilung.com asis Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 1. Die Schöpfung. glied mad Himmel und Erde.bil 84 a. Mel. Wer nur den lieben G. 74. Gott des Himmels und der Erden, der du allgegenwärtig bist, von Niemand kannst begriffen werden, da Nie mand dir verborgen ist, ach ziehe meinen Sinn zu dir, und offenbare dich in mir! wenn das Stumme reden könnte, ihr Ruf ertönte täglichneu: Schaut, Menschen, schaut des Höchsten Pracht! denn euch zu gut sind wir gemacht. 4. Herr Gott, wie groß ist deine Liebe! die Erd'ist deiner Güter voll. O gieb mir deines Gei2. Wohin ich Herz stes Triebe, daß ich dich und Augen lenke, da find' preise, wie ich soll. Nimm, ich deiner GottheitSpur. was ich kann und hab' Wenn ich voll Andacht und bin, zu deinem Dienst überdenke die wunder- auf ewig hin. reiche Creatur, so ruft mir Alles, Alles zu: Wie groß ist Gott! wie klein bist du! 5. Mein Leben ist nur eine Reise; kaum leb' ich recht, so kommt der Tod. Drum mache du mich fromm und weise, versorge mich mit Himmels3. Es zeugen alle Ele mente, wie weis' und gut der Schöpfer sei. O brodt, und, wenn ich ende $ 11901 meinen Die Schöpfung. Himmel und Erde. 85 den kleinsten Staub fühllos beschaun? Durch irdwen ist Alles? O gieb ihmdie Ehre! Mir, ruftder Herr, sollst du vertraun. meinen Lauf, nimm mich in deine Ruhe auf. 75. Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre; ihr Schall pflanzt seinen Namen fort. Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere; vernimm', o Mensch, ihr göttlich Wort! andisden 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? Wer führt die Sonn' aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet und lachtuns von ferne, und läuft den Weg gleich als ein Held. 5. Sein ist die Kraft, sein ist Himmel und Erde; mit seiner Rechten schützt er dich. Der Alles schuf durch sein mächtiges Werde, Gott bleibt dein Vater ewiglich. 6. Er ist dein Schöpfer, ist Weisheit und Güte, dein Schirm und Schild, dein Hort und Heil. O lieb' und ehr' ihn von ganzem Gemüthe, und 180 3. Vernimm's und nimm an seiner Gnade 0 9013 150 Mel. Es ist das eil uns. siehe die Wunder der Theil! Werke, die die Natur dir aufgestellt! Verkündigt Weisheit und Ordnung 76. Wenn ich, o und Stärke dir nicht den Schöpfer, deine Macht, Herrn, den Herrn der die Weisheit deiner WeWelt? id dundige, die Liebe, die für Alle 4. Kannst du der We wacht, anbetend übersen unzählbare Heere, lege: so weiß ich, von Be= 86 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der 2. Mein Auge sieht, Baum in seiner Pracht, wohines blickt, die Wun- mich, ruft die Saat, hat der deiner Werke. Der Gott gemacht; bringt Himmel, prachtig ausge- unserm Schöpfer Ehre! schmückt, preist dich, du 5. Der Mensch, ein Gott der Stärke. Wer Leib, den deine Hand so hat die Sonn' an ihm er wunderbar bereitet, der höht? wer kleidet sie mit Mensch, ein Geist, den Majestät? wer ruft dem sein Verstand dich zu erHeer der Sterne? kennen leitet, der Mensch, Old der Schöpfung Ruhm licher Beweis von deiner und Preis, ist sich ein tågGüt' und Größe. dm O 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? wer heißt die Himmel regnen? wer schließt den Schooß der Erde auf, mit Vor 6. Erheb' ihn ewig, o rath uns zu segnen? Namen! Gott, unser Vamein Geist, erhebe seinen Gott der Macht und Herrlichkeit! Gott, deine Gute reicht so weit, als Bardh nur die Wolken gehen. 121129 11909 31 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm; ter, ſei gepreist, und alle Welt sag' Amen! Und alle Welt fürcht' ihren Herrn, und hoff' auf ihn und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dich preist der Sand am dienen? idbgriti Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott, mein Herr und Vater! enst me 77. 87 Die Schöpfung. Himmel und Erde. Mel. Ich dank dir, lieber. Mel. Wachet auf, ruft uns die. 77.Dich sollmein Lied erheben, dich, Schöpfer der Natur, und frommen Dank dir geben auf jeder stillen Flur. Dir dank' ich jede Freude, dir dank' ich jeden Schmerz, doch mehr als diese beide ein weichgeschaffnes Herz. 78. Unser Gott ist groß und mächtig, sehr herrlich, schön geschmückt und prächtig, Kraft, Weisheit und Vollkommenheit. O ihr, seiner Allmacht Heere, rühmt mit den Himmeln Gottes Ehre, verkündigt seine Herrlichkeit! Sein Kleid ist reines Licht! Er hält der Au', im Wallfisch im Gleichgewicht alle und im Wurme, im Regen und im Thau. Es lispelt mir die Quelle, die durch die Wiesen fließt, 2. Ich höre dich im Sturme; ich seh' dich auf von dir in jeder Welle, 2. Er, der auf den daß du ihr Schöpfer bist. Winden schwebet, er schaut die Erde ansie 3. Wenn die erhitzten Lüfte der Abendwind bebet; er rührt den Berg erfrischt, und sanfter an und er raucht; Blüthen Düfte still in einander mischt; wenn dir die Wälder schallen: so hör' ich deinen Ruf, und preise dich mit Lallen, speist den Vogel, nährt die Heerde, verneuert die Gestalt der Erde, erfreut, was in ihr lebt und haucht. Mit milder der so viel Schönes schuf. Freundlichkeit giebt er Fried ZU Welten. Der Wesen Heer, das weite Meer, den Engel und den Wurm schafft er. 88 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. zu seiner Zeit Allen will ich mich seiner freun. Speise, liebt und erhält Sein Lob ist Seligkeit! die schöne Welt, und Zu Himmelsglück erneut, trånkt die Thiere auf werd' ich droben bei Endem Feld.nbgdgeln stehn, entzückt ihn 3. Der vergånglich sehn, und ewig seinen Gras bekleidet, die Fische Ruhm erhöhn. sosiht nährt, die Lämmer weidet, Gott sorgt als Vater auch für mich. Für das Mel. wie groß iſt des Allm. 79. Ich schau' empor Glück von fernen Tagen zu Gottes Himmel, zum sollt' ich, wie Heiden, Heer der Welten über traurig zagen? Nein! mir. Entrückt dem irdimeine Seele, tröste dich! schen Getümmel, hebt trau' deinem Gott, auf sich mein Geist, o Herr, ihn wirf alle Sorgen hin! zu dir, sinkt tief anbetend Gott wird sorgen, der vor dir nieder, und fühlt mich ernährt, mein Flehn den heiligen Beruf, zu erhört, als Vater, was preisen dich durch hohe mir müßt, gewährt. Lieder, der ihn und diese Himmel schuf.as 4. Dank und Ehre Gott zu bringen, mein 2. Dir, Schöpfer, Lebenlang dem Herrn zu Preis, der jene Sterne singen, soll meine höchste aus seinen Händen warf Freude seyn. Laut soll wie Saat, und dort in ihm mein Lob erschallen; unermeßner Ferne für mein Opfer wird ihm alle zeichnete den Pfad! wohlgefallen; gerührt Sie wandeln ihn in hdHern Die Schöpfung. Das höhere Geisterreich. 89 hern Kreisen so friedlich der Welten Jubelhalle hin, wie Freund an bis zu des Seraphs PsalFreund, ein großes Chor, men fleugt? O Preis dir, das, dich zu preisen, in der auch mich zum Leben, seinem Fluge sich vereint. den Geist zum Sternen3. Wer nennt, wer flug erhob! Nicht mehr nennt die Wesen alle, von Erdenstaub umgeaus deren Mund das ben, sing' ich einst würdiLoblied steigt, das mit ger dein Lob. b. Das höhere Geisterreich und der Mensch. Mel. Meinen Jesum laß ich n. 80. Herr, du hast in deinem Reich große Schaaren heilger Engel. Diesen bin ich noch nicht gleich; denn mein Herz ist voller Mängel. Ach wann werd'ich auch so rein wie die sel'gen Engel seyn? 12. Mich beschwert noch Fleisch und Blut; hilf mir, daß ich geistlich werde! Gieb mir einen Engelmuth, der sich löse von der Erde, daß ich, als dein liebes Kind, all zeit himmlisch sei gesinnt! UA 3. Unsre Welt ist voll Gefahr, voll Versuchung unser Leben. Sende deiner Engel Schaar, daß sie schützend uns umgeben! Schlummern wir ermüdet ein, laß sie unsre Wächter seyn! 4. Führe einst mich sanft und frohindas ewge Himmelserbe. Sende mir, wie Lazaro, deinen Engel, wenn ich sterbe, daß er meinen Geist zur Ruh' trage deinem Himmel zu. 5. Herr, dein Wille foll 90 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. soll geschehn, wie im Sohn gewinnt: dann Himmel, so auf Erden. jauchzen ihre Lieder, daß Deinen Ruhm hier zu ihre neuen Brüder dem erhöhn, Zeugen deiner Fluch der Sünd' entris Macht zu werden, ganz sen sind.} spl)& instiel uns deinem Dienst zu weihn, das soll unsre Freude seyn. 4. Sie jauchzen deinem Sohne, daß du sie ihm zum Lohne für seine Leiden giebst, daß du ſie trågstundleitest, zumHimmel vorbereitest, und zärtlich, wie ein Vater, liebst. 5. In solcher Geister Chören dich ewig zu verehren, welch eine Selig keit! Wer wird sie einst empfinden? Der, der, entwöhnt von Sünden, sich ihnen gleich zu werden, freut. leia 6. Wenn du zu ihren Liedern, zu meinen hdhern Brüdern, vordeinen Thron mich rufft, will ich empor mich schwingen, und Dank und Preis dir singen, daß du für deine Kinder, die dir dein mich auch Engel schufft. Dol Mel. Dir dank ich für mein. 81. Wer zählt der Engel Heere, die du zu deiner Ehre, o Herr der Welten, schufft? Sie freun sich, deinen Willen gehorsam zu erfüllen, wie Flammen schnell, wenn du sie rufft.is 2. Sie eilen, in Gefahren den Frommen zu bewahren in seiner Pil gerzeit; sie freun an deinem Throne sich einst auch seiner Krone, wie ihrer eignen Seligkeit. 3. Bekehren sich die Sünder, und werden Die Schöpfung. Der Mensch. sh7. Sie, über mich erhoben, sie lehren, dich zu loben, mich ihren höhern Dank. In deinem Heiligthume wird dann zu deinem Ruhme der ganze Himmel ein Gesang. Mel. Womit ſoll ich dich wohl. 3. Pilger sind wir, Gäste, wallen zu der Heimath hier empor. Vater, hör' auch unser Fallen fern von deiner Himmel Chor! Mach' uns freier estets von Mängeln! laß 82. Nicht nur treue uns, daß wir einst den Menschen- Seelen, Va- Engeln Brüder werden, ter, sind dein Heiligthum; hier schon dein, deiner alle Himmel, Herr, er Menschen Brüder seyn! zählen deiner Lieb' und Madanya Mel. Der du dein Wort mir. Weisheit Ruhm. Höher, 1305 90 fel'ger tönen Psalmen bei 83. Es werde Gott 91 ben treuer dem Beruf, dem sie deine Huld erschuf. des ewgen Friedens Pal men, in verklärter Geister Schaar dir, der seyn wird, ist und war. von dir erhoben, du, seines Odems Hauch, mein Geist! Sollt' ich nicht meinen Vater loben, den jedes seiner Werke preist? ihn, der mich schuf, sein 2. Weiser, näher dir, verstehen sie die Wunder deiner Macht, schauen, Bild zu seyn, und seiner was wir nicht erspähen; Liebe mich zu freun? ihren Tag hüllt keine hullt keine 2. Schön ist der sonNacht. Reiner, als des Staubes Kinder, lieben dort die Ueberwinder, lenenreiche Himmel, den er zu seinem Stuhle wählt; doch ist der sonnenreiche Him Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Himmel gedankenlos und nur; und nichts gebräche unbeseelt; nur mir gab mir. Ach mögte meine seine Vaterhand Gefühl, Seele dein mit allen Bewußtsein und Ver- ihren Kräften seyn! stand. 6. Gott, meine Lust 3. Anmuthig, prächtig sei, dich zu kennen, dich, zum Entzücken ist um Urquell der Vollkommenmich her die Körperwelt. heit; von deiner Liebe Wer zählt die Reize, die ganz zu brennen, mein sie schmücken? die Wun- Ruhm und meine Seligder, die sie in sich hålt? keit! Nimm hin mein Und dennoch kann sie Herz! Was fehlt mir nicht, wie schön, wie wun- dann, wenn dein das dervoll sie sei, verstehn. Herz sich freuen kann? 4. Für Engel nur und nur für Seelen, die Gott zu ihrer Würd' erhob, sind seine Werke groß, erzählen nur Geistern meines Schöpfers Lob. O Seele, jauchze, daß sein Ruf auch dich zu einem Geiste schuf! 7. Es werde Gott von dir erhoben, du, seines Odems Hauch, mein Geist! Auch ich will meinen Vater loben, den jedes seiner Werke preist, ihn, der mich schuf, sein Bild zu seyn und seiner Liebe mich zu freun. 92 5. Begabt mit wundervollen Sinnen, mit Mel. Es Mel. Freiheit, mit Vernunft von dir, sollt' ich nur dich, Gott, lieb gewinnen, dich Es ist gewißlich an d. 84. Wie wichtig ist doch mein Beruf, den mir der Herr gegeben! Gott, 93 Die Schöpfung. Der Mensch. Gott, als mich deine dies nie vergessen. Nur Liebe schuf, da schuf sie wenig Tage hast du mir mich zum Leben. Zum Le- zur Wallfahrt zugemesben, welches ewig währt, sen. Schnell, wie ein daß weder Leid noch Traum, sind sie vollAngst beschwert, willst bracht; und dann wird du uns hier erziehen. dieser Erde Pracht auf die 2. Nicht hier ist unser ewig mir vergehen. bi Vaterland, allein bei dir, 5. Drumlaß des HimGott, droben. Da ist der mels Herrlichkeit mich Ort, wo deine Hand das stets vor Augen haben; Glück uns aufgehoben, laß mich in meiner Prüdas nie ein traurig Ende fungszeit mich um die nimmt; hier sind wir nur bessern Gaben, die mir von dir bestimmt, uns im Tode nicht entfliehn, dazu anzuſchicken.am ersten und mit Ernst bemühn, damit ich nicht einst darbe. dind 3. Olaß mir doch dies große Ziel durch nichts verrücket werden! Was hilft's, wenn ich auch noch so viel von Gütern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust gewinn', wenn ich dabei nicht tüchtig bin, dein Himmelreich zu erben? 6. Ein Herz, das dich, oVater, liebt, und deines Sohns sich freuet, das durch den Glauben Tugend übt und sich vor Sünden scheuet, ein solches Herz, das wird allein sich ewig deiner Güte freun, und einst dein 4. Dein Pilgrim bin ich ja nur hier; laß mich Antlitz schauen. hinug 7. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 7. Und solch ein Herz, ein günstig Glück mir das wollst du mir, Gott, keinen Wunsch versaget. aus Erbarmen geben, damit ich möge auch schon hier nach den Gesetzen leben, die selbst im Himmel gültig sind, bis ich, als dein bewährtes Kind, zu deiner Freud' eingehe. 94 Mel. Kommt her zu mir spr. 85. Ich fühle, daß ich sterblich bin; mein Leben welkt wie Gras dahin, hinfällig gleich dem Laube. Wer weiß, wie uner wartet bald des Höchsten Wort an mich erschallt: Komm wieder, Staub, zum Staube! 3. O Thorheit, wenn ich mich verkannt, und nach der Erde Lieblingstand, nach großem Gut gegeizet; wenn mich der Ehre schimmernd Kleid und aller Prunk der Eitelkeit zu niedrem Neid gereizet! ind om te 4. Verlangt mein leifer Wunsch zu viel? Verfolg'ich einzuweites Ziel auf ungewissem Pfade? O Gott, ich beuge mich vor dir! Hier bin ich; es geschehe mir nach deiner weisen Gnade! 5. Der Mensch, der aufgeblasne Thor, schreibt seinem Schöpfer Weisheit vor, murrt immer, klagt und weinet. Gott liebt ihn mehr, als er sich liebt, da seine Huld nicht alles giebt, was Jedem zurück, und hätte gleich müßlich scheinet.de 2. Wenn mich das finstre Grab verschlingt, ein tiefes Schweigen mich umringt, mich die Verwesung naget, als dann bleibt Alles doch 6. Die Schöpfung. Der Mensch. 95 6. Er wird auch mein entreiß es niedern LuVersorger seyn; und sten! Mach' Andre reich; nicht ein irdisch Glück mich mache du nur weise, allein will mir mein nur voll Seelenruh', Vater geben. Dies Le- nur, Gott, zum wahren ben ist ein Augenblick, Christen! 10bin si ein Frühlingstraum das långste Glück; ich soll unsterblich leben. 7. Gedanke der Unsterblichkeit, der über Erde, Welt und Zeit ein edles Herz erhebet! errege dich in meiner Brust, wenn manche Lockung falscher Lust mich zu verführen strebet! 8. Verderblich im Genusse sind des Lasters Freuden, die geschwind und stets bereuet fliehen. Ich bin ein Pilgrim in der Zeit; nur Freuden einer Ewigkeit verdienen mein Bemühen. 9. Drumlenk', o Ewiger, mein Herz schon hier auf Erden himmelwärts; me Mel. Mein Jesus lebt, was. 86. Ich lebe nicht für diese Erde, für diese niedre Welt allein. Der Tag, an dem ich sterben werde, wird erst des Lebens Anfangseyn. Ich bin zu groß für diese Zeit; mein Loos ist die Unsterblichkeit. 2. Was ist die Welt? was Geld und Ehre? Gesetzt, es wäre alles mein: es bliebe, wenn kein Himmel wäre, für meine Wünsche viel zu klein. Der Geist hat nicht im Staube Ruh'; er eilt erhabnern Gütern zu. 3. Er schuf mich ja, der Gott der Liebe, zu meinem Glück, zu seiner Lust; Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 96 Lust; er pflanzte mir die höhern Triebe mit eigner Hand in meine Brust. Er, der den Geist mit Sehn sucht füllt, läßt wahrlich sie nicht ungestillt. 7. Mein Jesus lebt! wer will mich tödten? Stick wer raubt mir die Un4. Er ist gerecht, der höchste Richter! Die Tu gend wird noch einst gekrönt, wenn gleich ein Haufe Bösewichter sie hier verwirft, verfolgt, verhöhnt. Der Heuchler, der hier triumphirt, wird drüben vor's Gericht geführt. sterblichkeit? Sein Arm reißt mich aus Todesnöthen, und führt mich hin zur Seligkeit. Wie er, so werd' ich aufer5. Ift's möglich? kann stehn, und schön verklärt Gott anders handeln? zum Himmel gehn. Wie? gilt kein Recht in seinem Reich? Die From men, die vor ihm hier 8. Ihr Thåler, sinkt! fallt, Berge, nieder! Mein froher Glaube fürchtet wandeln, sind die den nichts. Ich sehe einst frechen Spöttern gleich? O komm nur, Tod! ich sterbe drauf: Gott weckt mich zur Vergeltung auf. 6. O Trost! ich kenne Jesu Lehre, und das, was ich dann! den Morgen wieder, den Morgen jenes ewgen Lichts. Dann fångt mein neues Leben an; o Gott, wie selig bin drino 87. er für mich gethan. Was ich aus seinem Munde höre, ist Wahrheit, die nicht trügen kann. Ich bin des Heilands Eigenthum, erlöst durch ihn zu seinem Ruhm. 97 Beruf. So sei all mein Bestreben, ganz heilig dir zu leben, dir, der zur Ewigkeit mich schuf. mel. wie nach einer Waſſerq. ai( 1 88. Schuf mich Gott für Augenblicke? blos für diesen Traum der Zeit? 2. Die Erde, da wir nurzuihremeitelnGlücke, wallen, oft straucheln, aber nicht zur Ewigkeit? stehn und fallen, ist nur Nein! die Seel' ist nicht ein Pilgerland, das uns ein Rauch, nicht ein Funzum Himmel leitet, zur ken; ist ein Hauch, den ich Ewigkeit bereitet, der von dem Schöpfer habe; Frommen kurzer Prü- den verweht kein Sturm fungsstand. am Grabe. Die Schöpfung. Der Mensch.. Mel. Gwelt, ich muß dich. 87. Einst felig dort zu werden, das ist und bleibt auf Erden mein heiliger Beruf. Gott, dem ich freudig glaube, weckt wieder aus dem Staube mich, den er einst aus Staub erschuf. 390 3. So soll nicht Lust 2. Geist! das ist mein noch Leiden von meinem hoher Name. Dieser Leib Gott mich scheiden, mich, ist Hülle nur, einst des der ich ewig bin. Was edlern Leibes Saame auf ist mein irdisch Leben? der Auferstehung Flur. wozu ist's mir gegeben? Wie ein Saamenkorn wie lange währt's, so verdirbt, Frucht zu traist's dahin! insmogen, also stirbt auch mein Leib und wird zu Erde, daß ihm dort Verklärung werde. Hon nhonne 3. 4. Einst selig dort zu werden, das ist und bleibt auf Erden mein heiliger 98 Gottes Werke und Gnadenwohlthäten. e 3. Dieser heiße Durst und still jeden Pfad des im Herzen nach der Un Rechts, und will, was vergånglichkeit, dieser davon mich locket, hafDrang in Leid und sen, will die Ewigkeit Schmerzen nach der Hei- umfassen. math aus der Zeit Zeugen, Bürgen sind sie mir, daß ich mich, mein Gott, zu dir, daß ich einst, wohin ich strebe, mich erheb' und ewiglebe. 6. Aber daß mein Fuß nicht wanke, stårke mich, o Gott, dein Wort, und der selige Gedanke: Dort ist meine Heimath, dort! dort ist weder Schmerz, noch Leid, Wonne nur und Herrlichkeit! dort, o Gott, vor deinem Throne meines Kampfes Preis [[[ 077 4. Dankt es Jesu, Gottes Kinder, daß euch keine Zukunft schreckt, daß des Todes Ueberwinder einst auch unsern Leib und Krone! erweckt! Wenn ihr ster- Mel. Nun lob, mein Seel'. kran 196, me 89. Gedenk', o meine Seele, daß du für Gott erschaffen bist! Empfind' es froh, und wähle, was deiner Wünsche würdig ist! Dir müssen Gottes Sonnen, dir seine Sterne glühn; für deine Lust begonnen Gebirg'und Thal bet, führt er gleich eure Seelen in sein Reich, und will selbst ein beßres Leben euren Leibern wieder geben. stes 5. Ewig, ewig werd' ich leben; sicher der Unsterblichkeit, streb' ich, mich empor zu heben über jeden Traum der Zeit. Wandeln will ich fest zu blühn. Doch sie und alle 99 Die Schöpfung. Der Mensch. alle Gaben, die sie ja nicht für sich, die sie für dich nur haben, sind noch zu arm für dich.@.S jauchzt, er triumphiret, und hat durch Gottes Sohn, mit dem er nun regieret, vor Gott auch einen Thron.manis) 2. Der Mensch darf mehr begehren, als Erd' 4. Schon hier dich, und Himmel geben kann. Gott will ihm mehr gewähren, beut ihm ein größres Erbtheil an. Er führt ihn auf die Erde, daß er in dieser Zeit von ihm erzogen werde zu seiner Seligkeit, bis er mit allen Kräften, gebildet und gewöhnt zu göttlichen Geschäften, nach ihr allein sich sehnt. sind Gott, erkennen, der du mein Herr und Vater bist, von deiner Lieb' entbrennen, und thun, was ihrer würdig ist; von Herzen Jesum lieben, der für mich starb, und mich in guten Werken üben aus Ehrfurcht gegen dich; unschuldig, liebreich, Allen zum Dienste gern bereit, dem Ziel entgegen wallen: Gott, welche Seligkeit! 3. Dann endet er voll Wonne der Tugend mühevollen Lauf; Gott selbst wird seine Sonne, 5. Mir, der ich auch im Leiden dir, o mein und geht in vollem Glanz Vater, theuer bin, fließt ihm auf. Entflohn sind so in stillen Freuden die alle Leiden, die Thránen Stunde meiner Wallabgewischt, vollkommen seine Freuden, in die kein Schmerz sich mischt. Er fahrt hin. Komm früher oder spåter, o Tod! ich zittre nicht; denn nur den 62 Ulebelisd Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Uebelthäter erschrecket daß sie, froh bewegt, sich dein Gericht. Ich, Got- schneller hebt und stärker tes Wink' ergeben, kann schlägt. hon dilexusded frohen Muthes seyn, und seiner mich im Leben und auch im Sterben freun. 16. Dies ist dein Ziel, dies wähle, die du so hoch begnadigt bist, von Gott erlöste Seele! dies ist's, was deiner würdig ist. 2. O Dank dir, daß für tausend Freuden empfindlich ich gebildet bin! und fließen gleich, wenn sie nun scheiden, mehr Thränen auf die Wangen hin: so dank' ich, Vater, doch dafür Dies sei dir gegenwärtig, selbst mit bethrantem nach diesem ringe, sei zu Auge dir. allem Guten fertig, bis in den Tod getreu. Dir können keine Welten mit aller ihrer Lust der Sünde Dienst vergelten und die ses Heils Verlust. 3. Nur müß' in meinen frohen Tagen dies leicht bewegte Herz mir nie für Freuden, die du hasfest, schlagen; Gefühl für niedre Laster flieh' mit seiner wilden Taumellust auf immer meine90. Allgütiger, du reine Brust. gabst dem Herzen Gefühl 4. In dick belaubten für Erdenglück und Lust; du gossest auch für Gram und Schmerzen Empfindung in des Menschen Brust. Von dir kommt's, ßen Tempel der Natur, S bei 100 pils Mel. Der du dein Wort mir. Schattenwäldern, auf bunter Au', auf grüner Flur, auf segenvollen Aerndtefeldern, im gro Die Schöpfung. Der Mensch. 101 bei deiner Schöpfung Mitleid werde Trost und Jubelchor, da schlage Rath, und die Empfinhoch mein Herz empor. dung Hülf' und That. 5. Wenn ich der Tugend reiche Saaten 8. Nie muß' ich mich der Regung schämen, die zum Wohl der Mensch- deine Lieb' in mir erweckt, heit ausgestreut erblicke; wenn in edlen Thaten, vollendet für die Ewig keit, der Menschheit Würde vor mir schwebt: wohl mir, wenn dann das Herz sich hebt! von der wir Gnad' um Gnade nehmen; und wenn mich dein Gericht erschreckt, verwandle sich die Furcht in mir in kindliches Vertraun zu dir. 6. Wenn ich verwandte Herzen finde, die für mich schlagen treu und warm, mein Dasein innig froh empfinde an ihrer Brust, in ihrem Arm: auch dies Gefühl sei dir geweiht, und würdig der Unsterblichkeit. gebracht! 9. Allgütiger, du gabst dem Herzen Gefühl für Erdenglück und Lust; du gossest auch für Gram und Schmerzen Empfindung in des Menschen Brust. Dir sei, der uns so mild bedacht, auch dafür Preis und Dank 7. Mit tiefgefühlterem mel. Mein Jesus lebt, was. Erbarmen durchdringe Tullazi 91. 3um Trost in unmich der BrüderSchmerz; es breche bei der Noth der Armen mir immer mitsern Kümmernissen, zum Licht auf unsrer Pilgerleidvoll das Herz; mein Bahn gab uns der sid Schöpfer 102 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. er nach seiner Pflicht gethan, der höher, als den Ruhm der Welt, ein schenkt dem Frommen freudiges Gewissen hält! Seligkeit.mit Schöpfer das Gewissen; Bewußtsein gründet, daß es zeigt uns jeden Irrweg an, mahnt Sünder noch zu rechter Zeit, und 5. In jedem Alter, je2. Hättst du ein Pa- der Lage wird's tröstend radies auf Erden, und ihm zur Seite stehn, die wärst des Unrechts dir kleinste Freude seiner Bewußt: es würde dir Tage durch Gottes Beizur Hölle werden; denn fall weit erhöhn, und, Hölle war in deiner wo Versuchungen ihm Brust. Ein Königreich draun, sein Führer und vertauschtest du bei ihren sein Netter seyn. Qualen gern um Ruh'. 6. Sein Trost im Schmerz, sein Freund in Sorgen, o Unschuld, nen menschenleeren Ort welch ein Schaß bist du! zu deiner Wohnung aus- erwachst mit ihm an ersähest: dich straft' ein jedem Morgen, drückst bös Gewissen dort. Kein Abends ihm die Augen Jubel kann es über zu; du machst sein hartes schrein; kein Bild der Lager weich, im Staub' Wollust schläfert's ein. ihn groß, in Armuth reich. 7. Du lehrest, wenn ich schuldlos leide, Geduld mich in der größten Pein; das kleinste Glück, die 3. Ob du auch über Meer' entflöhest, und ei4. Wohl dem, der in sich selber findet, was ihm die Welt nicht geben kann, sein Glück auf das 19140 Die Schöpfung. Der Mensch. 103 die kleinste Freude muß gedenkt noch ihrer Namir bei dir Entzücken men? Ach! ihr modernseyn. Die Hütte wird des Gebein decket ein mir zum Pallast, wenn vergeßner Stein. Was sie mit mir auch dich um geboren ist auf Erden, faßt. muß zu Staub und Asche werden.blusse a 18. Und wenn ich einst vollendet habe, mein legter Schweiß die Stirne deckt, wohl meinem Her zen dann am Grabe, weil 3. Ohne Freund und ohne Frieden, einsam, von der Welt geschieden, blickt die Treue starr mich kein innrer Richter hinab in der Freunde schreckt! Dann, Trost der Unschuld, führe du mit Freuden mich dem Himmel zu. dunkles Grab. Wird, ach wird der Mensch zerstäuben? wird er Erd' und Asche bleiben? Word Mel. Jesu meine Freud und. 4. Nein, entweicht, des Todes Schrecken! Geister kann kein Grab 92. Alles Blühende verblühet; alles, was bedecken; und wie Korn, gekommen, fliehet, ob das voll ersteht, wird der sich's noch so mächtig Leib von Gott gesät. hebt und zum höchsten Was er såt', wird auferZiele strebt; was geboren stehen! Glaube läßt nicht ist auf Erden, muß zu untergehen. Staub und Asche werden. 12. Staub sind Tau- aller Seelen kindlich ihsend, welche kamen; wer ren Geist befehlen, die, 5. Die de 5. Die dem Vater vom ada 104 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. vom Fluch der Sünde Graun der Welt entrein, sich dem Reiche führt, mein Herz in tiefer Gottes weihn, sollten die, Wehmuthsfülle sich über wie Staub, verwehen? Zeit und Grab verliert, Hoffnung kann nicht un- dann hör' ich, daß es in tergehen. duntuu mir spricht: ,, Gott ist; 6. Menschenfreund, darum vergeh' ich nicht!" dein frommes Sehnen, 2. Wenn, tief gebeuabzutrocknen alle Thrå- get von Beschwerde, nen, Liebe, die nicht wie des Lebens Freude mir der schilt, die mit Wohl entflieht, und nirgends thun Haß vergilt, wahre auf der weiten Erde mein Tugend wird bestehen. Herz sich Rath und Trost Liebe kann nicht unter ersieht, dann tönet mir gehen. nedub ein Gotteswort: Hier ist die Saat, die Aerndte dort!" Ohn 3. Wenn in der Nacht, bei'm Glanz der Sterne, mein Alug' am Grab' der Theuren weint, und, Tröstung bietend aus der Ferne, der Liebe Engel mir erscheint, dann steht es hell vor meinem Blick: ,, Auch was beweint ward, kommt zurück! // greed 4. 7. Was geboren von der Erden, das kann nur zu Asche werden; ewig lebet, glüht und flammt, was in uns vom Himmel stammt. Was der Welt ist, mag vergehen; was aus Gott ist, muß be stehen! da Mel. Wer weiß, wie nahe. 93. Wenn oft in feierlicher Stille, vom Todes Die Erhaltung und Regierung. 105 4. O Himmelshoff auf meinen Pfad sich nung! weiche nimmer, legt, und drück' es tief wenn Lust, wenn Leid dem Schwachen ein: das Herz bewegt! Um- ,, Was göttlich ist, muß glänze mich wie Morgen- ewig seyn." schimmer, wenn Nacht announ nojlida elling 49mist 2. Die Erhaltung und Regierung. čleik Mel. Danket dem Herren. 94. Welch Lob, o Vater, sollen wir dir bringen? Es kann kein Mensch mit Würdigkeit dich singen. 2. Du hast aus Nichts den Himmel sammt der Erden und Alles, was darin ist, heißen werden. 3. Uns Menschen hast du, Vater, dieses Leben d fieds? 7. Du sendest uns Erlösung von den Sunden, und läßt uns dich als Vater wieder finden. und ein unsterbliches das zu gegeben. 8. Auf ewig, ewig feist du, Herr, geprieſen für jede Gnade, die du uns erwiesen! $ 14. Von Kindheit an hast du uns stets geleitet, und deine Flügel über uns gebreitet. 5. Du speisest alles Fleisch mit Wohlgefal12 Lunes len, und schüßest uns, so lange wir hier wallen. 6. Du läsfest uns in deinem Worte lehren, wie wir dir dienen ſollen und dich ehren. Sur 19 etur 9. Sehr groß ist deine Weisheit, Gut' und Stärke, und wunderbar sind alle deine Werke! 95. 106 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel. Nun laßt uns Gott. 6. Da wir denn schon auf Erden so hoch begnadigt werden: Gott, was wird nicht für Gaben für uns dein Himmel haben! sommi( 5) jammið 7. Sohilf du nur uns allen die ebne Bahn stets wallen, die, wenn wir sie vollendet, in ewges Heil sich endet.slohato is 8. Erhalt' uns in der Wahrheit, bis einst in höhrer Klarheit wir preisen deinen Namen durch Jesum Christum. Amen. d 10 NN www 95. Laßt unserm Gott uns singen, ihm Dank und Ehre bringen, daß wir so viele Gaben aus seiner Fülle haben. 2. Nur er hat uns das Leben und Seel' und Leib gegeben. Er ist es, der sie schüßet, das schenkt, was beiden nüget. Ne 3. Dem Leibe giebt er Speise; die Seele macht er weise, in Reinigung von Sünden ihr wahres Glück zu finden. bi4. Ein Arzt ist uns megind gegeben, der selber ist das Leben; er, der für uns gestorben, hat uns das Heil erworben. Sid sdpnice odsj 5. Sein Wort wird uns zum Segen, ein Licht auf unsern Wegen; zu allen guten Werken soll selbst sein Geist uns ſtärken.n an mind d Mel. wo Gott zum Haus. 96. Die Augen heb' ich sehnlich auf, und seh' die Berge hoch hinauf, bis mir vom Himmelsthron mein Gott wird Hülfesenden in der Noth. 2. Es kommt die Hülfe nur vom Herrn; er hilft uns ja von Herzen gern. Der 107 Die Erhaltung und Regierung.. Der Erd' und Himmel Mel. Nun danket all und. hat gemacht, hält über 97. Ich finge dir mit uns auch Hut und Herz und Mund, Herr, Wacht. Trond meines Herzens Lust! 3. Er führet dich auf Ich sing' und mach' auf rechter Bahn, so daß Erden kund, was mir dein Fuß nicht gleiten kann. Ihm traue nur mit Zuversicht; der dich be hütet, schlummert nicht. von dir bewußt. 4. Der treue Gott beschirmet dich vor jedem Unfall väterlich. Im und Gutes fließt. Schatten seiner Huld und Gnad' bist du gesichert früh und spat. 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd', das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd'? 5. Kein Uebel sei dir fürchterlich; denn Got tes Rechte schüßzet dich. Ist deine Trübsal noch 4. Wer hat das schöne so schwer, Gott wendet Himmelszelt hoch über sie zu seiner Ehr.uns gesetzt? Wer ist es, 6. Herr, segne und be- der uns unser Feld mit hüte mich! Du bist mein Thau und Regen neht? Heil, ich hoff' auf dich. 5. Wer wärmt uns Dein Segen folg' aus bei des Winters Frost? dieser Zeit mir bis in Wer schützt uns vor dem jene Ewigkeit. Wind? Wer macht es, Monit p700 daß 2. Ich weiß, Gott, groß von Macht und Rath, daß du die Quelle bist, daraus uns Allen früh und spat viel Heil 108 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. daß man Del und Most zu seinen Zeiten find't? 6. Wer giebt uns Le ben und Gedeihn? Wer schenkt mit treuer Hand den Frieden, deß wir uns erfreun in unserm Va terland? isar the S 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir! Du, du mußt Alles thun.Du hältst die Bach' an unsrer Thür, und läßt uns sicher ruhn. 8. Du nåhrest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu, und stehest uns auch in Gefahr und Nöthen gnådig bei. hast du ihn schon gestärkt; und keine Thrane, die er weint, bleibt von dir unbemerkt. midi 11. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Himmels Haus, wenn diese Welt vergeht. and HO 12. Wohlauf, mein Herz! sei froh und sing', und habe guten Muth! Dein Gott, der Ursprung aller Ding', ist selbst und bleibt dein Gut. 1991 m. 13. Er ist dein Schak, dein Erb' und Theil, dein Glanz und Freudenlicht, dein Schirm und nd Schild, dein Trost und Heil, schafft Räth und läßt dich nicht. 59. Du trägst uns Sünder mit Geduld, und strafft nicht allzu sehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld, und wirfft sie in das Meer. 10. Oft, wenn der stird 14. Was krånkst du dich in deinem Sinn, und grämst dich Tag und Christ verlassen scheint, Nacht? Nimm deine And Sorg', Die Erhaltung und Regierung.no 109 Sorg', und wirf sie hin durch so viel tausend auf den, der dich gemacht. Sorgen hin, und denkst: 39015. Hat er dich nicht Wie will's auf Erden von Jugend auf versorget doch endlich mit mir und ernährt? Wie man werden? chen schweren Unglücks- 2. Heb' auf dein lauf hat er zurückgekehrt! Haupt, schau' überall, 16. Er hat noch nie hier unten und dort oben, mals was versehn in wie Gottes Sorg' auf seinem Regiment; nein, jeden Fall für dich sich was er thut und läßt ge- hab' erhobenen Dein schehn, das nimmt ein gutes Endan insa Brodt, dein Bettlein und dein Kleid war eher noch, als du, bereit; die Milch, die du einst nahmest, war auch schon, da du kamest. 13110101001 17. Ei nun! so laß ihn ferner thun, und red' ihm nicht darein; so wirst du hier im Frieden ruhn, und ewig fröhlich seyn. dar Mel. Ermantre dich, mein. 3. Und dennoch soll dein eignes Licht dein ganzes Leben führen; du traust und glaubest weiter 98. Du bist ein Mensch, das weißt du nicht, als deine Augen wohl; was strebst du spüren. Was du bedenn nach Dingen, die ginnst, da soll allein dein Gott allein, der Höchste, blöder Sinn der Meister soll und kann zu Stande seyn; was der nicht ausbringen? Du fährst mit erkoren, das hältst du für deinem Wiß und Sinn verloren.id sibu isgil 4. 110 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. on 4. Wie oft bist du in und findet nichts, will große Noth durch eignen sehn, und mangelt doch Willen kommen, da dein des Lichts, will aus der bethörter Sinn den Tod Angst sich winden, und für's Leben angenom- kann den Weg nicht men! Und hätte Gott finden! much sch dir Werk und That gelingen lassen nach dem Rath, in dem du's ange7. Gott aber geht gerade fort auf seinen weisen Wegen; er hebt und fangen, du wärest längst bringt uns an den Port, vergangen.sdadıs das dod da Wind und Sturm 5. Der aber, der uns sich legen. Hernachmals, ewig liebt, macht gut, wenn das Werk geschehn, was wir verwirren; er dann kann der schwache freut, wo wir uns selbst Mensch erst sehn, was betrübt, und führt uns, der, der ihn regieret, in wo wir irren; und dazu seinem Rath geführet.nd treibt ihn sein Gemüth und die so treue Vater güt', in der uns arme Sünder er trågt als seine Kinder. 8. Drum, liebes Herz! sei wohlgemuth, und laß von Sorg' und Gramen. Gott hat ein Herz, das nimmer ruht, dein Bestes vorzunehmen. Er kann nicht anders, glaube mir! und scheint es auch bisweilen dir, als wärest du verlassen— Gott kann sein Kind nicht hassen. 9. 6. Ach wie so oftmals schweigt er still, und thut doch, was uns nüßet, da unterdessen unser Will' und Herz in Aengsten sizet, sucht hier und da, Die Erhaltung und Regierung.. 111 9. Thu' als ein Kind, und lege dich in deines ruhr schwinden, weil der höchste Gott regiert. Vaters Arme; bitt' ihn 3. Sollte denn in und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme: so wird er dich durch seinen Geist auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, nach Menschendingen etwas seinen Lauf vollbringen anders, als der Herr es führt? Nein, fürwahr, es muß geschehen, was wohlbestandnem Ringen er für uns außersehen, aus allen Sorgen brin- denn der starke Gott gen.se pono as Die Byte regiert. Cakon 4. Sterben, Leben, Weinen, Freuen muß zum Besten dem gedeihen, den die Liebe Gottes führt. Keine Trubsal kann ihm schaden; denn er ist bei Gott in Gnaden, und der weise Gott regiert. Mel. Alles ist an Gottes S. On 99. Meine Seele, laß Gott walten, der dich kann und will erhalten, der die Seinen gnädig führt. Was dich auch zu Zeiten plaget, trag' es ruhig, unverzaget; denn der große Gott regiert. 2. In des Himmels weiter Ferne schau' das goldne Heer der Sterne, auf und ab von Gott geführt. Schau' das Meer, emport von Winden, sich der Wogen Auf der treue Gott regiert. 6. 5. Welche Angst in ihrem Herzen über ihres Kindes Schmerzen eine treue Mutter spürt, solches Mitleid, solch Erbarmen ist bei Gott. Getrost, ihr Armen! denn 112 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 1906. Drum, mein Herz, 3. Weil der Herr im wie es auch gehe, tritt Dunkeln thronet, und auf deines Felsens Höhe, sein Friede da nur wohglaub' und lieb', wie net, wo man glaubt, ob sich's gebührt. So wird man nicht sieht, bleibt Alles wohl gelingen; und vergeblich unser Sorgen; du wirst mit Freuden wer nicht warten will singen, daß dein Herr auf Morgen, dem auch und Gott regiert. keine Hülfe blüht. door roll Mel. Alles ist an Gottes S. 100. Wunder- Anfang, herrlich Ende, wo die treuen Vaterhånde Gottes führen ein und aus! Wunderweislich ist sein Rathen, wunderherrlich seine Thaten; und du sprichst: Wo will's hinaus? www 2. Denke doch, es muß geschehen, was dein Gott hat außersehen ihm und dir zur Herrlichkeit; ob der Anfang seltsam scheinet, ist das Ende gut gemeinet; Friede folget nach dem Streit. pou 4. Gott muß man in allen Sachen, weil er Alles wohl kann machen, End' und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen solch ein End' erlangen, daß es wunderherrlich sei. 15. Drum, o Christ, laß dir nicht grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getrost und fasse Muth! Er fürwahr, er wird es führen, daß du wirst am Ende spüren, wie er dir nur Gutes thut. 6. Deinem Glauben wird's nicht fehlen; du wirst noch der Welt erzählen, Die Erhaltung und Regierung. 113 zählen, daß der Herr die der, und Hülfe steigt Seinen kennt. Er wird hernieder. d dir dein Kreuz versüßen; 3. Gott sieht! wie und du wirst bekennen müssen: Wunder- Anfang! herrlich End'! klaget denn mein Herz, als säh' er nicht mein Weinen? Vor ihm muß auch der tiefste Schmerz ganz offenbar erscheinen. or the Mel. Was Gott that, das ist. Kein Thränlein fällt, das er nicht zählt. In seinem Buch geschrieben sind Alle, die ihn lieben. 101. Gott lebt! wie kann ich traurig seyn, als wår' kein Gott zu finden? Er weiß ja wohl von meiner Pein, die ich 4. Gott führt! so geh' hier muß empfinden. Er ich ruhig fort in allen meikennt mein Herz und nen Wegen; und wenn meinen Schmerz. Ich die Welt mir hier und 12500 kann ihm Alles klagen, und darf nun nicht verzagen. isd 100.8 dort will ihre Stricke legen, so wird er zwar mich wunderbar, doch selig immer leiten, daß nie mein Fuß kann gleiten. 5. Gott giebt! und wär' ich noch so arm, doch soll ich nicht verderben. Was hilft mir denn mein steter Harm, als müßt' ich Hungers sterben? Er hat ja Brodt; 5 und 2. Gott hört, wenn Niemand hören will! Dem Frommen wird's gelingen. Sein Flehn, und seufzt er auch nur still, wird durch die Wolken dringen. Ruf' ich empor, so hört sein Ohr; sein Amen schallet wie 114 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. und läßt die Noth mich auch durch Wüsten reisen, so wird doch Gott mich speisen. 6. Gottliebt, kann ich sein Vaterherz auch nicht sogleich entdecken, wenn oft des Lebens Noth und Schmerz mir Angst und Gram erwecken! Er bleibt auch hier ein Vater mir, der je und je mich liebet, obgleich sein Kreuz betrübet. ist dein Rath so wunderbar! Was helfen alle meine Sorgen? Du hast gesorget, eh' ich war. Mein Vater, führ' mich immerdar nur selig, wenn auch wunderbar! 2. Herr, wer kann deinen Rath ergründen? Dir bleibt allein der Weisheit Preis! Du kannst viel tausend Wege kannst viel tauſend Wege finden, wo die Vernunft nicht Einen weiß. Mein Vater, führ' mich immerdar nur selig, wenn auch wunderbar! 10 7. Gott lebt! wohlan, ich zage nicht; Gott hört! ich will's ihm klagen; Gott sieht! ich such' sein Angesicht; Gott führt! 3. Gott, deine heilier wird mich tragen. gen Gedanken sind himGott giebt und liebt; nur melweit von Menschenunbetrübt! Er wird mir wahn; drum führ' in endlich geben, auch dort deiner Wahrheit Schranmit ihm zu leben. baken du selber mich die rechte Bahn! Mein Vater, führ' mich immerdar nur selig, wenn auch Mel. Wer weiß, wie nahe. 102. Mein Gott, wie bist du so verborgen! wie wunderbar. 4. Die Erhaltung und Regierung. 115 4. Dir will ich ganz Seinen väterlich regiert mich überlassen mit al- und schüßt. Gott sorgt lem, was ich hab' und für mich! sjon bin. Ich werfe, was ich nicht kann fassen, auf deine Macht und Weisheit hin. Mein Vater, mich immerdar nur selig, wenn auch wunderbar. du 5. Hilf, daß ich nie von dir mich kehre in Glück und Unglück, Freud' und Leid. Schick' Alles, Herr, zu deiner Ehre und meiner Seele Seligkeit. Mein Vater, führ' mich immer dar nur selig, wenn auch wunderbar. 2. Gott sorgt für mich; ihm will ich trauen. Ich weiß gewiß, was mir gebricht, das kommt von seinen Himmels- Auen; und wenn er nur ein Machtwort spricht, so bin ich jetzt und ewiglich gar wohl versorgt. Gott sorgt für mich! 3. Gott sorgt für mich; er speist die Seele in seinem Wort; auf sein Geheiß schmückt sich das Feld mit Korn und Dele, und lohnt mir meiner Arbeit Schweiß. Wohl dem, der ihm nur festiglich vertraut, und glaubt: Gott sorgt für mich! 4. Gott sorgt für mich in theuren Zeiten. Auch in der größten HungersMel. Wer nur den lieben G. 103. Gott sorgt für mich; was will ich sorgen? Er ist ja Vater, ich sein Kind. Er sorgt für heut', er sorgt für morgen, daß alle Tage Zeu- noth reicht seine Güte gen sind, wie Gott die frommen Leuten, die zu gilimle 2 ihm Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 116 ihm flehn, ihr täglich Brodt. Ist's gleich nicht viel, sie trösten sich, und glauben fest: Gott sorgt für mich! hebt und trägt mich seine Hand. Auch dann noch bleibt er mein Erhalter, bei dem so oft ich Hülfe fand. Wie er noch niemals von mir wich, weiß ich auch dann: Gott sorgt für mich! Spain 5. Gott sorgt für mich, für euch, ihr Meinen, die mein durch Blut und Glauben sind. Er läßt uns seinen Trost erschei8. Gott sorgt für mich auch einst im Sterben; sonst zerrinnt. Ergeht es nen, wenn alle Hoffnung zum süßen Schlaf wird mir der Tod. Er heißt uns auch kümmerlich, o mich seinen Himmel erdenkt mit mir: Gottsorgt ben. Vergessen ist dann alle Noth; dann freut für mich! mit Sel'gen selig sich mein Geist, und jauchzt: Gott sorgt für mich! Mel. Wer weiß, wie nahe mir. 6. Gott sorgt für mich in meinen Leiden. Das Kreuz, das er mir auferlegt, verwandelt er gar bald in Freuden; und wenn er gleich die Sei nen schlägt, so schlägt er doch nur väterlich zu unserm Wohl. Gott sorgt 104. Verborgner Gott, dem Nichts verborgen, dem auch die Nacht erscheint wie Licht, was sollt' ich wie ein für mich! göre ved Heide sorgen, als wüß1931 ni 7. Gott sorgt für mich test du mein Elend nicht? in meinem Alter; da Verdeckets gleich dein S Antlik Die Erhaltung und Regierung.. Antlik sich, dein Herz meint es doch våterlich. 2. Dein Auge hat mich schon gesehen, als ich noch ungeboren war; und was mir künftig soll geschehen, stellst du dir gegenwärtig dar. Du, Vater, siehst mich aus der Höh', und kennst mich, wo ich geh' und steh'. 3. Du weißt auch, was ich nöthig habe, und giebst mir mein bescheiden Theil. Das alles ist ja deine Gabe; du sorgest täglich für mein Heil. Wo ich noch gar nicht hingedacht, hast du schon Alles gut gemacht. 104. Ach solltest du denn nicht erkennen, wenn mich die Angst im Herzen qualt? Erbarmer soll ich dich ja nennen; du bist es, der die Thränen zählt. Du hast gesagt: Mir 54980 117 bricht das Herz bei meiner Kinder Angst und Schmerz. 5. So laß mich doch gewißlich glauben, du werdest meinen Jammer sehn. Laß Nichts den süßen Trost mir rauben, es werd' in kurzer Zeit geschehn, daß deiner Augen helles Licht durch meine In Thränenwolken bricht. 6. Du wirst dein Wort getreu erfüllen; du hast mir Hülfe zugesagt. Du wirst dein Antlik mir enthüllen, mein Retter seyn; drum unverzagt! Es wird geschehn, ich zweifle nicht, du meines Herzens Trost und Licht! Mel. Nun danket all und. 190 105. Du bist's, dem Ehr' und Ruhm gebührt; und das, Herr, bring' ich dir. Mein Schicksal haft sundu 118 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. du stets regiert, und stets warst du mit mir. mich geübt, und für die Freuden, welche mir dein milder Segen giebt. 2. Wenn Angst und Noth sich mir genaht: so hörtest du mein Flehn, und ließest mich nach deinem Rath Hülf' und Errettung sehn. 7. Dir dank' ich es, daß die Natur mich nährt und mich erfreut. Ich schmeck' in jeder Creatur, Gott, deine Freundlichkeit. 3. Wenn ich in 8. Ich danke dir für Schmerz und Krankheit sank, und rief: Herr, rette mich! so halfst du mir. Mit welchem Dank, mein Gott, erheb' ich dich! deinen Sohn, der für mich Sünder starb, und der zu deinem Gnadenthron den Zutritt mir erwarb. 97790969. Wie sehr liebt Gott 4. Betrübte mich des der Menschen Wohl! Erheb' ihn, Volk des Herrn! Die Erd' ist seiner Güter voll; er hilft und rettet gern.id hin 10. Er hilft und läßt die Traurigkeit bald vor uns über gehn, will uns nach kurzer Prüfungszeit zu ewgem Glück erhöhn. 11. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott, nicht, was er dir gethan. Verehr' Feindes Haß, so klagt' ich dir den Schmerz; du halfft mir, daß ich ihn vergaß, und gabst Geduld in's Herz. 5. Wenn ich den rechten Pfad verlor und mich verschuldet sah, rief ich zu dir, mein Gott, empor; und Gnade war mirnah'. bi 6. Herr, für die Leiden dank' ich dir, dadurch du Die Erhaltung und Regierung. 119 Verehr' und halte sein tausend Bächen zu? Wer Gebot, und bet' ihn ewig an. ist so gut, so treu, so mild, so väterlich, wie du? 6. Herr, ohne dich vergingen wir, und wir verdienten's auch; und wechseln ordentlich des dennoch leben wir in Mel. Aun danket all und 106. Noch immer Jahres Zeiten ab; und früh und spät ergießet sich dein Segen, Gott, herab. dir, beseelt durch deinen Hauch. 7. Nicht Einem man2. Du öffnest deine gelt deine Huld. Wem Vaterhand, Jehovah Ze- strahlet nicht dein Licht? baoth; du segnest, du Mit welcher Langmuth erfüllst das Land mit und Geduld verschonest deiner Güt', o Gott! du uns nicht! 3. Dein Fußtritt in 8. Ach betet, Menden Wolken träuft von milder Fruchtbarkeit; die Saat geht auf und blüht und reift, und sättigt und erfreut. schen, betet an! erwägt's und denket nun: Was hat Gott schon an uns gethan? was will er nicht noch thun? 4. Wie fröhlich lächelt jede Flur! Es fließt, sich immer gleich, der Freude Quell, und die Natur ist unerschöpflich reich. 5. Wem strömt sie nicht, von dir erfüllt, in 9. Nicht bloß für diese kurze Zeit, Herr, hießest du uns seyn; du schufst uns für die Ewigkeit, uns ewig dein zu freun! 10. Noch tiefer dringet dort mein Blick in deine Wunder 120 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Wunder ein. O Herr, laß dies erhabne Glück mir stets vor Augen seyn! Gott gefällt zu geben? Der Thor nur klagt und murrt und lästert Gottes Rath; er hat nicht, was er will, und will nicht, was er hat. 004 Mel. O Gott, du frommer G. 107. Nichts ist von ungefähr! Ein großer Gott regieret, ein Gott, der seine Welt mit rei chem Segen zieret. Auch was uns Zufall heißt, ist, eh' es noch geschieht, in seinem Plan bestimmt, und einer Kette Glied. 4. Wer wahre Weisheit liebt, der liebt auch den Gedanken: Mein Heil, mein Fels ist Gott, und wenn auch Welten wanken! Ich sollte, was ich bin, nicht etwas anders seyn, und mein besondres Loos stimmt mit dem Ganzen ein. 2. Er sah vor aller Zeit, was künftig werden sollte; und Nichts ist, Nichts wird seyn, als was sein Rathschluß wollte; und Alles, was er will, ist weise, recht und gut. O wohl mir, daß mein Glück in Got tes Händen ruht! 5. Mein Unmuth andert nie die Ordnung aller Dinge. Ich quale nur mich selbst, wenn ich die Hände ringe. Doch folg' ich meinem Gott, so lindert sich mein Schmerz; denn was mich elend macht, ist immer nur mein Herz. 3. Wie dürft' ich mißvergnügt in meinem Stande leben? Kann 6. Hinweg mit blöder jemals böse seyn, was Furcht! Der Herr will natutie mich und unerwartet giebt? Die Erhaltung und Regierung... 121 mich regieren, mich auch bedarf, im Schlummer auf rauher Bahn zu meinem Ziele führen. Hier bin ich, Herr, mein Gott! O stehe du mir bei, daß selbst in Noth und Tod mein Herz dir folgsam sei! Mel. was Gott thut, das ist. 109. Was zagst du? Gott regiert die Welt, und Gott ist ja allmächtig. Den Arm, der alles Fleisch erhält, was 108. Nimmt Gott, macht dir den verdächdem wir vertrauen, nicht tig? Wenn Meeresfluth, unsers Werks sich an, wenn Feuersgluth uns will er das Haus nicht schon ereilet hätten, so bauen: vergebens baun kann er doch noch retten. wir dann. Will er die 2. Was zagst du? Stadt nicht schüßen, er, Gott regiert die Welt, groß durch Rath und undGottweiß alle Dinge. Macht: was wird der Selbst was der Mensch Wächter nüßen? Um geringe hält, ist ihm nicht sonst ist's, daß er wacht. zu geringe. Sollt' ihm 2. Ihr wachet spåt dein Schreyn verborgen und frühe, und eßt voll seyn? Die Bitte, die du Traurigkeit das Brodt thatest, wußt' er schon, eh' du batest. 100 der Sorg' und Mühe, und häuft euch Leid auf 3. Was zagst du? Leid. Was nügt der bange Kummer, da Gott dem, den er liebt, was er Gott regiert die Welt, und Gott ist der Allweise. Stets dient der Weg, der TIS Mel. Ich dank dir, lieber. 122 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. der ihm gefällt, zum Heil dürft' ich ängstlich zadir, ihm zum Preise. In gen? Ein Leid, in welFinsterniß führt er ge- ches du mich führst, soll wiß, oft aus der Nacht nie mich niederschlagen. der Leiden in's hellste Ich hoff' auf dich; du Licht der Freuden. läsfest mich bald deine 4. Was zagst du? Hülfe schauen. Dir, Gott regiert die Welt, dir will ich vertrauen. und ist allgegenwärtig, wenn sich dein Herz verMel. Nun danket alle Gott. lassen hält, dir nah', zu 110. Ich will dem helfen fertig. Sein Odem nur trägt die Natur, trågt, wo auch Jeder walle, doch allenthalben Alle. Schöpfer Lob, Lob dem Erldser singen; mein dankerfülltes Herz soll sich der Welt entschwingen. Steh' wie ein Wandrer still, und übersieh' die Bahn! Denk', Seele, was Gott thut, und was er schon gethan. 5. Was zagst du? Gott regiert die Welt, und Gott ist ein Erbar mer dir sagt's ein theures Lösegeld- auch Sündern ein Erbarmer. Auf! fasse Muth! Des Sohnes Blut sagt dir's bei jedem Harme, wie gern sich Gott erbarme. 6. Nun, Gott, da du die Welt regierst, wie 990 2. Du hast mich wunderbar geschaffen und bereitet; Herr, durch die Lebenszeit hast du mich treu geleitet. Wenn's um mich stürmisch war, bedrohtest du das Meer: dann legte sich die Angst, und 123 Die Erhaltung und still ward's um mich her. und Regierung. Himmelsbürger ein; ich bin nicht, dacht' ich, hier, um ewig hier zu seyn. 3. Oft, wenn ich unruhvoll an ferne Tagedachte 6. Also hat Gott die und manche trübe Nacht Welt und mich in ihr durchweinte und durch geliebet, daß er mir seiwachte, war's nichts als nen Sohn und mit ihm eitler Wahn, der meinen Alles giebet; sein Kreuz Geist geplagt. Mein ist mein Gewinn, sein Unglück, nicht mein Todeskampf ist mein; Glück hast du mir, ich bin im Leben jetzt Herr, versagt. und einst im Tode sein. 4. Lob sei für heitre 7. Bald ist des Lebens dir, und Lob für trübe Bahn, die kurze Bahn Stunden! Wer niemals zu Ende. Nimm du, Kreuz gekannt, hat nie dem ich gelebt, den Geist sein Glück empfunden. in deine Hände! Komm, Es war die Bitterkeit sel'ge Ewigkeit! Ich des bangen Augenblicks wohl oft schon selbst mein Glück, oft Quelle meines Glücks. io wart', ich warte dein, und stimm'in höhres Lob mit Engelchören ein.ism Mel. Womit soll ich dich wohl. 65. Es lehrte mich dein Wort, dich, wie du bist, 111. Bester, weiſeerkennen, nicht nur dich ster Regierer aller Welzitternd Herr, nein! dich ten, Preis sei dir, dir auch Vater nennen. So von allen Welten! Fühsah ich mein Geschick als rer meiner Tage, Preis von 124 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. von mir! Wer kann dich 4. Meiner Trübsal genug erheben? Millio- bange Stunden flohen nen gabst du Leben; Al- durch dein Wort dahin. ler denkst du, denkst auch Welche Nächte sind vermein! Könnt' ich dein schwunden! Durch dich vergessen, dein? bin ich, was ich bin. m2. Auf der Menschheit Ewig wirst du wohl es hohe Stufe, Herr, erhob machen. Du bist mächtig mich deine Hand, wo den in den Schwachen; tauSchall von deinem Rufe sendmal erfuhr's mein früh ich hörte, früh ver- Herz. Sende Freude, stand; und dein ewiges sende Schmerz! Erbarmen, Vater, zog mit Baterarmen in der 5. Fliehn mich Brüder, fliehn mich Freunde, ist Kindheit mich zu dir, mir jede Freude stumm, zeigte Jesum Christum und umringen stets mir.dan onl mich Feinde, Noth und 3. Owerzählt sie, alle Schwachheit um und Freuden, die mir deine um; ob auch alle Tröster Gütegab? Indie Wüste weichen Helfer, Retmeiner Leidenströmte ter ohne Gleichen! du mir dein Trost herab. O wirst mein Erbarmer wie manche meiner Kla- seyn; lebend, sterbend JOUT gen in der Prüfung bin ich dein. Jammertagen hast du, 6. Besser ist als Freud' Vater, schon gestillt, und Leben, Vater, deine mich mit Kraft und Licht erfüllt! Vaterhuld. Tragen will sie mich, vergeben will sie mir Die Erhaltung und Regierung.. 125 mir der Sünden Schuld. Mel. Ich will dich lieben, m. Jesus Christus starb am 112. Wenn ich mit Kreuze Heil mir!- frommem Ernst die Westarb für mich am Kreuze, ge, die, Gott, mich deine und erstand. Ihn bet' ich Hand geführt, die Lieb' an, der auch mich er- und Weisheit überlege, wecken kann. stisais mit der mein Schicksal 7. Oder seligsten Ver- du regiert: dann falt' ich bindung, Allerheiligster, meine Hände dir; des mit dir! Deiner Vater- Dankes Thran' entfließet Huld Empfindung, Va- mir. ter, gieb sie täglich mir. Täglich bist du mir so nahe. Was ich höre, seh', empfahe, zeige mir, mein Vater, dich, knüpfe fester dich und mich! ― 8. Jeden Abend laß mich fester, treuer mich im Glauben seyn, näher dir, du Allerbester, deiner Herzlicher mich freun. Mach' mich jede Stunde reiner, daß in jeder Stunde meiner sich dein Vaterherz erfreu'! Mach' bis an den Tod mich und treu! 2. Von deinem hocherhabnen Throne sahst du mit Blicken voller Huld auf mich, der ich im Staube wohne, trugst mich mit Langmuth und Geduld. Mit Wohlthat sättigtest du mich; und was ich bin, ward ich durch dich. match 3. Vom Stammeln meiner Kindertage bis zu dem dankenden Gebet, mit dem dich nun für Freud' und Klage, Allgütiger, mein Herz erhöht, verließ mich deine Treue 126 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Treue nicht; in Finster- mich rüsten zu dem niß warst du mein Licht. schwersten Streit. Auch wo mein Fuß auf Dor nen tritt, geht, Vater! deine Liebe mit. 4. Dich will ich prei sen, dich erhöhen, so lange mich dein Arm erhålt, will voll Vertrauen auf dich sehen, auf dich, der, wenn die Welt zerfällt und wenn der Himmel selbst vergeht, doch ewig bleibt und ewig steht. 5. Zwar meinen Blicken ist verborgen, was noch der Zukunft Nacht verhüllt. Doch sollt ich darum ängstlich sorgen? Hast du nicht stets dein Wort erfüllt, das dem, der treu ist seiner Pflicht, auch Hülf' und Schuß von dir verspricht? 7. Mein höchstes Gut sei weise Freude, wenn mir des Glückes Sonne scheint; sei Christenmuth da, wo ich leide, und ungesehn mein Auge weint; sei Glaub' an Gott und Gottes Sohn, sei einst des ewgen Lebens Lohn! Mel. wie schön leucht't uns. 113. Noch siehet nicht, o Sterblicher, dein dunkler Blick, was Gott, der Herr, im Stillen schon bereitet. Von stiller Größe zeugt sein Gang. Dir dünket wohl der Weg zu lang, auf dem das Gute schreitet. thun, was mein Beruf Ruhig, muthig, kannst gebeut, den schwachen du trauen. Gott wird Muth in mir beleben, bauen seinen Garten, und 6. Du wirst mir Kraft und Weisheit geben, zu und Regierung. 127 Die Erhaltung und den Keim des Gu ten warten. 4. Verstummend, Vater, preis' ich dich, und 2. Es keimt, es keimt, flehe- Vater, höre es wächset groß, das mich-: Dein herrlich Saatkorn, in dem stillen Reich laß kommen! Es Schooß der Zeit bei kommt, es kommt gewiß, Druck und Leiden. Als dein Reich! Schon ist es schönre Pflanze aufzu da, mit ihm zugleich Heil stehn, muß es in die Ver- allen deinen Frommen. wesung gehn, der Hülle Dein Sohn hat schon es sich entkleiden. Doch gegründet; einst verbinlebt, doch hebt sich die det freut euch, BruFülle, die die Hülle hält der!-dort uns Wahrverborgen; herrlich steht heit, Tugend wieder. sie da am Morgen. Mel. Dir dank ich für mein. 3. Die Morgensonne kommt gewiß, mußgleich erst Licht und Finsterniß in kurzem Kampfe liegen. 114. Was auch von bösen Tagen die Unzufriednen sagen, sag' ich Ist nur die Dämmerung doch tausendmal: Die vorbei, dann wird, von düstern Nebeln frei, der Glanz der Wahrheit sie gen. Herrlich hebt sich dann die Sonne, und mit Wonne jauchzen Geister: Preis und Dank dem Weltenmeister! Welt, in der wir leiden, giebt uns auch viele Freuden; die Welt ist doch kein Jammerthal. 2. Der liebe Gott verbindet, weil er's für gut befindet, mit unserm Leben Noth; und wahrlich schmecken 128 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. schmecken Freuden am 6. Was aber würd' auf besten nach den Leiden, Erden doch aus dem Menwie nach der Arbeit schen werden, wenn's Trank und Brodt. im anders ging' als nun? 3. Die allerbesten Wenn Jeder Schäßze Dinge schäßt oft der zählte, und Keinem etMensch geringe, der gute was fehlte, so würde Tage hat; doch nach des Keiner Gutes thun. Winters Plage wird man der schönen Tage des lieben Frühlings nimmer satt. 4. Man betet recht von Herzen, wenn man nach Noth und Schmerzen auch wieder Ruh' erhält. So läßt aus Sorg' und Mühen Gott Segen uns erblühen, wenn's seiner Weisheit so gefällt. 15. Zwar giebt's viel arme Leute; es war und ist noch heute die Welt derselben voll. Viel arme Kranke liegen jetzt in den legten Zügen, und Kei nem ist beständig wohl. ne bomb 7. Es soll die Noth auf Erden ein Band der Liebe werden; sie soll es mir auch seyn. Seh' ich den Nächsten leiden, so will ich ihm mit Freuden mein Herz und meinen Beistand weihn.. 8. Und ist mein eignes Leben mit Traurigkeit umgeben, währt's doch nur kurze Zeit! Dann geht nach allem Jammer mein Leib zur Ruhekammer, mein Geist zur Himmelsherrlichkeit. 192 nnnd Mel. Wer nur den lieben G. plund 115. Groß ist der Herr; die Berge zittern vor Die Erhaltung und Regierung. 129 Ewige nicht fern; mit deinem Frieden, deinem Harm wirf seiner Huld dich in den Arm! 4. O schwinge dich empor vom Staube, verfinstern deine Tage sich; zu ihm blick' auf und bet' und glaube! Versagend auch erhört er dich; doch nie enthüllt die Ungeduld das heilge Dunkel seiner Huldsste vor seiner Gottes- Maje ståt, wenn er in dunklen Ungewittern, der Heilige, vorübergeht. Doch Liebe strömt aus seiner Hand in finstern Wolken auf das Land. ar an2. Vom Raum, wo sich der Halm entfaltet, bis zu der letzten Sonn' hinaus herrscht sein Geses; als Vater waltet er durch das große Weltenhaus. Der Leben giebt und Freude schafft, mit Liebe waltet er und Kraft.id not 3. Vermiß dich nicht, mit ihm zu rechten; mit Demuth nahe dich dem Herrn! In trauervollen 5. Vertraue Gottes Vaterhånden, wenn er den frömmsten Wunsch ni versagt! Was hier noch fehlt, wird er vollenden, wo dir ein neues Leben tagt. Es ruhn im engen Raum der Zeit die Keime Mitternachten ist dir der deiner Ewigkeit. D its laid si inde 3. Der Rathschluß Gottes zu unsrer Erlösung. Mel. Beladner Geift, den. niederließ, wie viele Noth 116. Liebe, die den hast du erdulden müſsen, Himmel hat zerrissen, die die dich dein Mitleid wilsich zu uns in's Elend lig tragen hieß! O unerhe I hörter 130 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. hörter Liebesrath, der selbst des Vaters Wort in's Fleisch gesenket hat! 4. Die Weisheit wohnt nun wieder auf der Erden, da neu das Paradies im Menschen grünt. Nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des hid 2. Die Liebe giebt uns Sündern Kindesrechte; verbrüdert ist uns die Barmherzigkeit; der Herrn uns dazu dient. Himmel naht dem sterb- Die neugeborne Seele lichen Geschlechte, die spürt, daß sie ein andrer Ewigkeit vermählt sich Geist, von Gott gegeben, mit der Zeit. Das Leben rührt. selbst wird Mensch, wie wir, der Glanz der Herrlichkeit, das Licht, Herr, von dir. in: 00) 5. Die Sünde kann uns auch nicht mehr verdammen, weil sie in Christo selbst verdammet 3. In ihm wird nun ist. Sie kann die Seele die Menschheit ausge- nicht zur Lust entflamsöhnet, die Reinigkeit men, in die sich Christi der Seelen wiederbracht. Liebesgeist ergießt. Ich Sie wird von Gott mit fühle seinen sanften Ehr' und Preis gekrönet, Trieb; er läßt die Seele weil sie der Sohn ihm nicht, er hat sie viel zu hat ſie viel zu angenehm gemacht. Die Die lieb. Menschheit wird nun ganz erneut, und als ein Tempel Gott zur Woh nung eingeweiht. 991100 6. Ich habe nun ein ewig Leben funden; viel Reichthum, Ehr' und Freude schenkt er mir. Ich Der Rathschluß Gottes zu unsrer Erldsung. 131 Ich bin mit ihm, er ist 2. Hoch über die Vermit mir verbunden, den nunft erhöht, umringt ich in mir im Geist und mit heilgen Finsternissen, Glauben spür'. Ich bin füllst du mein Herz mit vergnügt und ganz ge- Majestät und stillest mein stillt, weil mir der lautre Gewissen. d) di suod Strom aus seiner Liebe quillt. passend 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren 7. Auf, auf, mein Lauf und Bau ergrünGeist! vergiß die Trauer- den; und doch kann ich lieder, erhebe dich aus der Sonne Licht und deiner dunklen Nacht! ihre Wärm' empfinden. Des Himmels Kraft 4. So kann mein und Glanz umstrahlt Geist den hohen Rath dich wieder, und daß des Opfers Jesu nicht erVerlorne ist zurückge- gründen; allein das Göttbracht. O welch ein liche der That, das kann herrlicher Gewinn, daß mein Herz empfinden. ich in Christo nun Gott wohlgefällig bin! 12€ 150 and 197 117. Gedanke, der uns Leben giebt, welch Herz vermag dich auszudenken: ,, Also hat Gott die Welt geliebt, uns ſeinen Sohn zu schenken!" di 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ am Kreuze meine Schuld getragen, mein Gott und mein Erlöser ist: so werd' ich angstvoll zagen. Min 6. Ist Christi Wort nicht Gottes Sinn, so werd' ich ewig irren müssen, und, wer Gott I 2 ist 132 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. ist und was ich bin und ich zu seinem Kreuze werden soll, nicht wissen. trete: so weiß ich, daß 7. Nein, diesen Trost er mein gedenkt, und der Christenheit soll mir thut, warum ich bete. kein frecher Spotter raue 12. Ich weiß, daß ben; ich fühle seine Gött- mein Erlöser lebt, daß lichkeit, und halte fest am ich, erwecket aus der Glauben. dina Erde, wenn er sich zum 8. Des Sohnes Got Gerichterhebt, im Fleisch tes Eigenthum, durch ihn schauen werde. ihn des ewgen Lebens up13. Kann unsre Lieb Erbe, dies bin ich; und im Glauben hier für den, das ist mein Ruhm, auf der uns geliebt, erkalten? den ich leb' und sterbe. Dies ist die Lieb', o Gott, zu dir, dein Wort von Herzen halten. 9. Er giebt mir seinen Geist, das Pfand, daran wir seine Liebe merken, und bildet uns durch seine Hand zu allen guten Werken. 14. Erfüll'mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich deinen Namen nenne, and or und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 10. So lang'ich seinen Willen gern mit einem reinen Herzen thue, so fühl' ich eine Kraft des Herrn, und schmecke Fried' und Ruhe. in 11. Und wenn mich Schmach und Pein von meine Sünde kränkt, und deiner Liebe scheiden. 16. i 15. Soll ich dereinst noch würdig seyn, um deinetwillen Schmach zu leiden: so laß mich keine Der Rathschluß Gottes zu unsrer Erldsung. 133 16. Und soll ich, Gott, von unsrer Schuld und nicht für und für des Missethat ein Retter uns Glaubens Freudigkeit zu werden. Er ward's, empfinden, so wirk' er und hat sein Werk volldoch sein Werk in mir, bracht, und sich nach und rein'ge mich von kurzer Grabesnacht zum Sünden. Himmel aufgeschwungen. 3. Wo ist des Todes Herrschaft nun? Hier ist sein Ueberwinder. Die Furcht des Todes wegzuthun, starb er, das Heil der Sünder. Gebrochen ist uns nun die Bahn, die von der Erd' uns himmelan zur ewgen Wonne leitet. 17. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt so laß mich noch im Tode denken- wie sollt' uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht Alles schenken? — Mel. Tun freut euch lieben. 118. Auf, Christen, laßt uns unsern Gott mit frohem Dank erheben! Er hat nicht Lust an unserm Tod, will, daß wir ewig leben. Was uns zum Heile nöthig ist, das hat er uns durch Jesum Christ erbarmungsvoll bereitet. 4. Wie hat uns doch der Herr so lieb! Wie sucht er unser Bestes! Er giebt für uns aus freiem Trieb sein Liebte stes und sein Größtes. Preis ihm, der so viel an uns thut! Preis seinem Sohn, der uns zu gut sich bis zum Tod sein Sohn, auf Erden, erniedrigt! sous fjasie 2. Nach seinem gnadenvollen Rath kam er, 5. 134 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 5. Was er zum Leben Theil, so preisen wir uns verschafft, das ist in dich ewig. seinen Händen. Sein ist idin12 das Reich, sein ist die Mel. wachet auf, ruft uns. Kraft, das Heil uns 119. Herr, wir sin zuzuwenden, daß er so gen deiner Ehre. Erliebreich uns erwarb, barm' dich unser und als er für uns am Kreuze starb. Wohl Allen, die ihm trauen!@sit erhöre, nimm gnädig unser Loblied an! Herr, wir danken voll Entzücken; wo ist ein Gott, der so beglücken, so lieben und so segnen kann? Der Gott, den wir erhöhn, er, dessen Heil wir sehn, ist die Liebe; schon vor der Zeit, in Ewigkeit war Gott die Liebe, wird sie seyn. 6. O laßt uns ihm uns anvertraun, und seine Stimme hören, auf seine Mittlershülfe baun, ihn mit Gehorsam ehren. Das ist der Weg zum wahren Wohl, der Weg, auf dem man friedevoll auch schon auf Erden wandelt. 7. Herr, leite selbst uns diesen Pfad, zeuch uns zu deinem Sohne, daß Glaub' an ihn auch mit der That in unsern Herzen wohne. So haben wir an seinem Heil 2. Um zu dir uns zu erheben, hauchst du in unsre Brust das Leben, und schenkest uns der zu Erde Glück. Um dir uns zu erheben, entziehst du unsrer Brust das Leben, und schenkest uns zur Freude für uns ewig des Himmels Glück. Du giebst Der Rathschluß Gottes zu unsrer Erldsung. 135 giebst das Leben, Gott; Lied werd' ihm gesundu sendest uns den Tod gen! Uns segnet und be nur zum Segen, bist lie- gnadigt Gott. Wir sind bevoll; nur unser Wohl, mit ihm versöhnt; ihr nicht unser Elend schaf- Lobgesänge, tont, tont fest du.ding us zum Himmel! erschallt schon hier! einst knieen wir an seinem Thron und beten an. 3. Als wir, von der Sünde Plagen gequält, in unserm Elend lagen, und Nacht des Todes uns umfing, fern von mo treft dun, 197 Mel. Wachet auf, ruft uns. et aut, ruft the deiner Wahrheit Pfade: da war es, Gott, als deine Gnade erbarmend vor uns über ging. Da rief der Liebe Blick in's Leben uns zurück; von seyn. O du Wort der Sünde, von ihrer voll heilgen Bebens, Nacht sind wir erwacht, voll Wonne, Wort des erwacht, um Gottes Licht ewgen Lebens: Im Himzu sehn. mel soll mein Wandel 120. Herr, welch Heil kann ich erringen! in welche Höhn darf ich mich schwingen! Mein Wandel soll im Himmel adi ndog 4. Preiset ihn, ihr seyn! Ich sink' erstauJubellieder! Zur Erde nend hin, empfinde, wer stieg sein Sohn hernie ich bin, wer ich seyn der, ward Mensch und kann. Ich trage noch starb der Sünder Tod. des Todes Joch; im Christus hat den Tod Himmel soll mein Wanbezwungen; ein neues del seyn! 2. 136 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 2. Schwing' dich denn in diese Höhen, und lern' im Lichte Gottes sehen, wer du, versöhnte Seele, bist! Mit dem göttlichsten Entzücken wirst du in die sem Licht erblicken, wer, Seele, dein Versöhnerist. Du, durch sein Opfer rein, und stark, dich ihm zu weihn, siehst in Jesu, des Vaters Sohn, des Glaubens Lohn, ihn, un sern Herrn und unsern Gott. bracht! Des Irrthums Nacht, der Sünde dunkle Nacht ist hin. 4. Wenn die Seel' in tiefe Stille versunken ist, wenn ganz ihr Wille der Wille deß ist, der sie liebt; wenn ihr inniges Vertrauen, ihr freudig Hof fen fast zum Schauen emporsteigt; wenn sie wiederliebt, und nun wahrhaftig weiß, dein Kampf und Todesschweiß, Gottversöhner! dein Blut am Kreuz, dein Tod am Kreuz ver3. Wort vom Anfang! Wunderbarer! o du, der Gottheit Offenbarer! söhn', o Herr, versöhn' DenErdkreisdeckteDun- auch sie:) those kelheit; du erschienst, du, 5. Odann ist ihr schon Licht vom Lichte; wir schaun in deinem Angesichte nun deines Va ters Herrlichkeit. Nicht Wahrheit nur, auch Ruh' strahlst du uns, Gottmensch, zu, Seelen frieden! Du hast's voll gegeben ihr neuer Nam' und ewigs Leben; im Himmel ist ihr Wandel dann. Stark, den Streit des Herrn zu streiten, sieht sie die Krone schon von weiten, die Kron' am Ziel, und betet an: Preis, Der Rathschluß Gottes zu unsrer Erldsung. 137 Preis, Ehr' und Stärk' keine Hölle mehr: denn und Kraft sei dem, der du bist unsre Zuversicht; uns erschafft, ihm zu le- du bist's, Unendlicher!:,: ben! Preist, Cherubim und Seraphim! Anbetung, Ruhm und Dank sei ihm! ins 5. Jm Staube lieg' ich und ber' an! Vernimm den schwachen Dank; einst sagt, was du an mir gethan, ein höhrer Lobgesang.:,:.8 121.Singt dem Ver- smer, wie darf iff des 2 much sim Mel. groß ist Allm. om 122. Was wär' ich Mel. Lobt Gott, ihr Christen. Gott ihr söhner, singt ihm Dank! Herr Gott, dir danken wir. Es danket dort der Lobgesang der Uleberwinder dir.:,: 2. Er, welcher schon vom Anbeginn der Welt mein Retter war, wird Fleisch und Blut, wie ich es bin; wie göttlich wunderbar!:,: nee 3. Der Sünder soll versöhnet seyn; und du er barmest dich, und duldest ohne dich gewesen? und ohne dich, was würd' nich seyn? Zu Furcht und Alengsten außerlesen, stund' ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt' ich sicher, was ich liebte; die Zukunft wär' ein dunkler Schlund; und wenn mein Herz sich tief betrübte, wem that' ich meine Sorge kund? Kreuz und Todespein für 2. Einsam verzehrt eine Welt, für mich.:,: von Lieb' und Sehnen erschien' mir nächtlich jeder Tag. Ich folgte nur 4. Es schrecket uns nun kein Gericht und 138 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. nur mit heißen Thränen sein demuthvolles Kind, dem wilden Lauf des gewiß, ihn unter uns zu Lebens nach. Ich fände haben, wenn auch nur Unruh'imGetümmelund zwei versammlet sind. Hoffnungslosen Gram zu Haus. Wer hielte ohne Freund im Himmel, wer hielte da auf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kund gegeben, und bin ich seiner erst gewiß: wie schnell verzehrt ein lichtes Leben die bodenlose Finsterniß! Mit ihm bin ich erst Mensch ge5.D! geht hinaus auf allen Wegen, und holt die Irrenden herein! Streckt Jedem eure Hand entgegen, und ladet froh sie zu uns ein! Der Himmel ist bei uns auf Erden, im Glauben schauen wir ihn an; die Eines Glaubens mit uns werden, auch denen ist er aufgethan. worden, das Schicksal 6. Ach! unser Herz war durch die Sünde aus Gottes Angesicht verbannt. Wir irrten in der Nacht, wie Blinde, von Reu' und Lust zu gleich entbrannt. Der Sinne Lust hielt an der Erde den bebenden Gefangnen fest; das Todeswort: Zu Staube werde! verschlang der Hoffnung Ueberrest. wird verklärt durch ihn; durch ihn muß mir im kalten Norden ein Paradies im Herzen blühn. 4. Das Leben wird zur Feierstunde, die ganze Welt haucht Lieb' und Lust. Ein heilend Kraut wächst jeder Wunde, und frei und voll klopft jede Brust. Für alle seine tausend Gaben bleib' ich 7. Der Rathschluß Gottes zu unsrer Erldsung. 139 7. Da kam ein Heiland, von seinem Dornenein Befreier, ein Men- Franze und seiner Treue, schensohn voll Lieb' und weinen wir. Ein jeder Macht, und hat ein allbe- Mensch ist uns willkomlebend Feuer in unserm men, der seine Hand mit Innern angefacht. Nun uns ergreift, und, in sein sahen wir den Himmel Herz mit aufgenommen, offen, als unser altes zur Frucht des ParadieVaterland; wir konnten ses reift. glauben nun und hoffen, und fühlten uns mit Gott verwandt.le 8. Seitdem entschwand bei uns die Sünde, und fröhlich wurde jeder Schritt. Man theilte schon dem zarten Kinde als Kleinod diesen Glauben mit. Durch ihn geheiligt, zog das Leben vorüber wie ein sel'ger Traum; und ewger Lieb' und Luft ergeben, bemerkte man den Abschied kaum. ome Mel. Valet will ich dir geben. 123. Aus irdischem Getümmel, wo Glück und Lust vergeht, wer zeigt den Weg zum Himmel, wohin die Hoffnung steht? Wer leitet unser Streben, wenn es das Ziel vergißt? Wer führt durch's trübe Leben? Der Weg heißt Jesus Christ. 2. Wenn Irrthum uns befangen, kein Strahl die Nacht durchbricht, wie mögen wir gelangen zu der Erkenntniß Licht? 9. Noch steht in wunderbarem Glanze der heilige Geliebte hier. Gerührt Getrost! es strömt die Klar 140 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Klarheit von Gottes Hoffnung ewger Freuewgem Thron; denn den, daß einst der MorChristus ist die Wahr- gen tagt? Wer stillt der heit, der eingeborne Seele Beben, gewährt Sohn. smis sdm im Tode Ruh'? Heil! 3. Wer schenkt in Noth Jesus ist das Leben, und Leiden, wenn bang' und führt dem Leben das Herz verzagt, die zu. Mel. Nun komm der eid. 4. Jesu Sendung und Geburt.le 4. Der du bist dem Va124. Komm zu dei- ter gleich, baue mächtig ner Gläubgen Schaar, nun dein Reich, schenk' den die Jungfrau uns uns deine Gotteskraft, gebar! Alle Welt erstaunt die den Schwachen neu und rühmt: Solches erschafft. ste Werk hat Gott geziemt! 2. Wie die Sonn' aus ihrem Zelt, gehst hervor 5. Hier aus deiner Krippe bricht in dem Dunkel neues Licht; bei du, starker Held, eilest des Glaubens hellem freudig auf die Bahn zu dem hohen Ziel hinan. Schein müß' es jede Nacht zerstreun. 3. Von dem Vater 6. Lob sei dir, der kam dein Lauf, zu dem Jungfrau Sohn! Vater, Vater fuhrst du auf; zu dir im höchsten Thron! der Gruft stiegst du du, des Sohns und Vahinab, auf zum Himmel ters Geist, sei in Ewigkeit aus dem Grab'.msgepreist! i sidsle 125. HOT Jesu Sendung und Geburt.100 141 125. Laßt uns, Chri- dich erfreut. Für dein sten, hocherfreuet diesen göttliches Erbarmen ſei Tag, den Gott geweihet, dir immer von uns Arunsers Heilands Fest be- men Dank und Lob und gehn! Er, der Völker Preis geweiht! Heil und Leben, ist vom Vater uns gegeben, und die Erd' hat ihn gesehn. ( 01019506 2. Für Geschöpfe, die ihn schmähen, sendet von des Himmels Höhen Gott selbstseinen eignen Sohn. Den der Menschen Alug' nicht sahe, und der doch den Menschen nahe, steigt herab von seinem Thron. 3. Wie ein Held kommt er, zu siegen; und vor seiner Macht erliegen Sünde, Tod und Fin sterniß. Freudig eilt er, uns zuretten, und erfüllt, was der Propheten und der Seher Mund verhieß. 14. Jesu, unser Heil und Leben, den der Vater uns gegeben, unser Herz preist 126. Gelobet feist du, Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist! Deß freuen wir uns immerdar, und singen mit der Engelschaar: Gelobt sei Gott! 2. Des ewgen Vaters einger Sohn kam herab von seinem Thron. In unser armes Fleisch und Blut verhüllte sich das ewge Gut. Gelobt sei Gott! onist 1900110 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, der liegt in Mariens Schooß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding' erhält allein. Gelobt sei Gott! 4.Das ewge Licht dringt nun herein, wird der Welt ein 142 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. ein neuer Schein; es Sünder, uns Verlorne! leuchtet mitten in der Frohlockt! für uns erNacht, uns zu des Lich niedrigt sich sein Sohn, tes Kindern macht. Ge- der Eingeborne. Er, der lobt sei Gott! ais von Gott verheißen war, den eine Jungfrau uns gebar, besieget Tod und beſieget To Hölle. Lob seidir, o Jesu Christ, daß du Mensch geboren bist! Behüt' uns vor der Hölle. 102. Wie freudenreich ist diese Zeit! Lobsingt dem Herrn, ihr Frommen! Der Abglanz seiner Herrlichkeit, der Heiland ist gekommen. Welch eine Huld! Er kam herab, daß er ein Knecht und bis in's Grab für uns gehorsam würde. Schuldlos litt und trug der Sohn, was uns die Gesetze drohn, und unsrer Strafen Bürde. 5. Der Sohn des Vaters, Mensch und Gott, fühlt des Pilger- Lebens Noth; uns Gåst' und Pilger dieser Zeit führt er zu seiner Herrlichkeit. Gelobt sei Gott! 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm', und uns im Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Gelobt sei Gott! 7. Das hat er alles uns gethan, seine Huld zu zeigen an; deß freu' sich alle Christenheit, und dank' ihm deß in Ewig keit. Gelobt sei Gott! Ein Kindelein so lob. Lin indelein Mel. 127. Wie liebt uns Gott so väterlich, uns dm3. Gesegnet wird mit Gnad' und Heil, wer nur auf Jesum bauet; der Himmel si Jesu Sendung und Geburt. 143 Himmel selbst wird dessen seinem höchsten Thron, Theil, der glaubig ihm der heut' aufschleußt sein vertrauet. Durch Chri- Himmelreich, und schenkt stum segnet Gott uns uns seinen Sohn!:,: nun; denn er ward Mensch, uns wohlzuthun und unser Heil zu gründen. O der wundervollen Huld! denn er starb für unsre Schuld, für aller Menschen Sünden. 092 130 dord 4. Ihn preise seine Christenheit für solche 2. Er kommt aus seines Vaters Schooß, und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein.:,: 3. Er äußert sich all' sein'r Gewalt, wird niedrig und gering, nimmt an sich eines Knechts große Güte. Sie fleh' Gestalt, der Schöpfer ihn, daß er allezeit vor aller Ding'.:,: Sünden uns behüte. Er wende von uns jeden Wahn, der unsre Seelen blenden kann, damit er uns nicht schade. Dies, Erbarmer, bitten wir, Vater, Sohn und Geist, von dir! Erhalt' uns deine Gnade! 4. Er wird ein Knecht, und ich ein Herr; das mag ein Wechsel seyn! Wie könnte doch wohl freundlicher dein Herz, o Jesu, seyn?:,: 5. Heut' ist des Paradieses Thor uns wieder mot aufgethan; der Cherub and dum nismid pusteht nicht mehr davor. 128. Lobt Gott, ihr Kommt, kommt und beChristen, all' zugleich auf tet an!::: good pribl 129. 144 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 129. Ermuntre dich, gelassen. Hier wartete mein schwacher Geist, dein nichts als Noth, und trage groß Verlan Verachtung, Kummer, gen, den Heiland, den Schmerz und Tod; und der Himmel preist, mit doch kamst du auf Erden, Freuden zu empfangen. der Menschen Heil zu Dies ist die Nacht, darin er kam, und menschlich Wesen an sich nahm, damit sich seiner Treue die ganze Welt erfreue. werden.midnu mich AID 2. Willkommen, Held aus Davids Stamm, du König aller Ehren! Will kommen, Jesu, Gottes Lamm! ich will dein Lob vermehren; ich will dir 4. O große That! o Wundernacht, von Engeln selbst besungen! du haft den Mittler uns gebracht, der Leben uns errungen. In dir erschien der starke Held, der Alles schuf und noch erhält, der Freund der Menschenkinder, des Todes Leberwinder.comsonst all mein Lebenlang von 5. O du, des Vaters Herzen sagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bist Mensch geboren. einges Kind, du Hoffnung aller Frommen, durch den nun Gottes Kinder sind, die dich, 3. O wie ist deine Herr, aufgenommen, Huld so groß! ich kann komm', Jesu, in mein sie nimmer fassen. Du hast dich aus des Vaters Schooß zu uns herab Herz hinein und laß es deine Wohnung seyn. Dahin geht mein Verlangen, usto Jesu Sendung und Geburt. 145 langen, dich würdig zu euch dem Herrn! Er empfangen.com 6. Du, deß sich meine Seele freut, mein hoch stes Gut, mein Leben, was soll ich dir aus kommt, das Heil der Sünder; er rettet sie so gern! Er kommt, den Gott allein aus Gnaden uns zum Leben verDankbarkeit für deine sprochen hat zu geben; Treue geben? Herr, was ihr könnt nun selig ich hab' und was ich bin, seyn. das geb' ich dir zu eigen hin; mich soll kein Glück, kein Leiden von deiner Liebe scheiden. hid 7. Lob, Preis und Dank, Herr Jesu Christ, sei dir von mir gesungen, 2. Kommt, reinigt eure Seelen! seid heilig, seid bereit, was ihm gefällt, zuwählen, zu fliehn, was er verbeut! Eiltwillig in sein Reich; verabscheut und verlasset, was euer daß du mein Bruder König hasset; vertraut worden bist und hast die Weltbezwungen. Ohilf mir deine Freundlichkeit stets preisen in der Gnadenzeit, und ewig dich dort oben mit allen Sel'gen loben! spi ihm, bessert euch! 3. Ein Herz, das Demuth liebet, das will der Herr erhöhn; ein Herz, das Hochmuth übet, das wird zu Grunde gehn. Ein Herz, das lauter ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ.is K Mel. Von Gott will ich nicht. FISTUEST 130. Mit Ernst, o Menschenkinder, bereitet 200 4. 146 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 4. Ach mache du mich 3. Wer wollte denn Armen in dieser Gnaden sein Herz wohl heut' zur zeit, aus Gute und Er- Fröhlichkeit nichtlenken? barmen, Herr Jesu, selbst den Anfang seiner Seligbereit; zeuch in mein Herz keit mit Andacht nicht hinein; o komm' mit dei- bedenken? Drum singen nem Segen! Ich harre heur' wir hoch erfreut: dir entgegen, mich ewig Herr, dir sei Preis in dein zu freun. Ewigkeit! 109) saus toinisy uimmo vid bra Mel. Valet will ich dir geben. 131. Dies ist der Valet let will ich dir geben Tag der Fröhlichkeit, den 132. Wie soll ich Gott selbst hat erko- dich empfangen, und ren; dies ist die gnaden- wie begegn'daich dir, reiche Zeit, da Jesus o aller Welt Verlangen, ward geboren. Drum o meiner Seele Zier? singen heut' wir hoch O Jesu, Jesu, zünde erfreut: Herr, dir sei dein Licht im Herzen Preis in Ewigkeit! 190 2. Heut' hat der Herr den Sündenstand der ganzen Welt gewendet, 2. Dein Zion streut und gnädig zum Erld- dir Palmen und grüne sungspfand ihr seinen Zweige hin; und ich will Sohn gesendet. Drum dir in Psalmen ermunsingen heut' wir hoch tern meinen Sinn. Es erfreut: Herr, dir sei soll mein Herz dir grünen Preis in Ewigkeit! in stetem Lob und Preis; dir an, damit ich recht ergründe, was dich erfreuen kann! Jesu Sendung und Geburt. 147 dir soll es ewig dienen, send Plagen und großer so gut es kann und weiß. Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast. 3. Was hast du unterlassen zu meiner Selig keit, da über alle Maaßen mich drückte Schmerz und Leid? Als mir das 6. Das schreibt in eure Herzen, Betrübte! klagt nicht mehr; zagt nicht in Reich genommen, da euren Schmerzen, als ob Fried' und Freude lacht, bist du, mein Heil, gekommen, und hast mich froh gemacht. kein Helfer wär'! O sehet auf! ihr habet den besten Helfer nah'; der eure Seele labet, der treue Freund ist da. 7. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld. Nein, D 4. Ich lag in schweren Banden; du kommst und machst mich los. Ich stand in Schmach und Schanden; du kommst Jesus will sie decken mit und machst mich groß, seiner Lieb' und Huld. und hebst mich hoch zu Ehren, schenkst große Güter mir, die nimmer sich verzehren, und blei ben für und für. Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib' ihr Erb' und Theil. 5. Nichts, Nichts hat 8. Laßt eure Feinde dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als dein getreues Lieben, womit drauen, und weichet nicht zurück! Der Herr wird sie zerstreuen in einem du alle Welt in ihren tau- Augenblick. Er kommt, K2 er 148 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. er kommt, ein König, 3. Hier ist mehr als dem alle Macht und List der Hölle viel zu wenig Davids Sohn; unvergånglich ist sein Thron. zum Widerstande ist. Gottes Sohn, o Sun9. Er kommt zum Welt- derwelt, hat sich treulich gerichte, zum Fluch dem, eingestellt. der ihm flucht, mit Gnad'en 4. Sei willkommen, o und sel'gem Lichte dem, mein Heil! Hosianna, o der ihn liebt und sucht. mein Theil! Richte selbst Ach komm', ach komm', dir eine Bahn auch in du Sonne, und führ' meinem Herzen an. uns all' zugleich zu ewger Freud' und Wonne in deinem Friedensreich! 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein; es gehöret dir allein. Mach' es, wie du gerne thust, rein von schnöder Sündenlust. 6. Wie du voller Sanftmuth kamst, Aller Sünde auf dich nahmst, segne mich auch jederzeit deine milde Freundlichkeit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und hülflos bin, daß ich auf der Glaubensbahn treu dir bleibe zugethan; is Mel. Tun komm der heiden. 133. Gott sei Dank in aller Welt, der sein Wort beständig hält, und der Sünder Trost und Rath zu uns her gesendet hat! 2. Was der alten Våter Schaar höchster Wunsch und Sehnen war, und noch mehr als sie erbat, ward erfüllt nach Gottes Rath. SR 8. Daß, wenn du, o Lebensfürst, herrlich wieder 149 Jesu Sendung und Geburt.no derkommen wirst, ich Du bringst mir Freud' dir mög' entgegen gehn, und Rast.:,: CET und gerecht vor dir bestehn. sanduol misd al misd namisch Mel. Lobt Gott, ihr Christen. 134. DJesu Christe, GottesSohn, wie kommst du doch zu mir von deinem hohen HimmelsThron? Wie dank', wie dank' ich's dir?:,: 2. Ich bin's nicht werth, daß du mich liebst, o großer Himmelsfürst, mir solche Freud' und Ehre giebst, ja selbst mein eigen wirst.:,: * 3. Ach komm', du edler Gottesheld, komm' in mein Herz hinein! du Heiland dieser ganzen Welt, du willst mein Bruder seyn.:,: 194. Sei mir willkommen tausendmal, du werther Freund und Gast in die sem armen Thränenthal! 71911 Jing Danie 8p100. 5. Gerechter König! gieb mir doch Licht und Gerechtigkeit; nimm weg von mir das Sündenjoch, Stolz, Erdenluſt und Neid!: 6. Laß Gnade nun für Recht ergehn, gieb Friede nach dem Krieg, und, muß ich einen Kampf bestehn, verleih' mir Kraft und Sieg!:,: BER 7. MitDemuth schmücke du mich fein, und gieb mir deinen Sinn! O Herr, ich will dein eigen seyn; nimm meine Sünden hin!:,: 8. Auf, machet Bahn, der Held kommt an! Auf, macht die Thore weit. Es danke, wer nur danken kann! Jetzt ist es Dankens Zeit.:,: 135. nen Freundlichkeit. 150 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel. Ich will dich lieben, m. Licht mit seinem Schein 135. Dies ist die dein Himmel und dein Nacht, da mir erschie- Alles seyn. horse brdnu Nacht großen Gottes 4. Laß nur indessen helle Das scheinen dein Glaubensmalabas Kind, dem alle Engel und dein Liebes- Licht. dienen, bringt Licht Mit Gott mußt du es in meine Dunkelheit, treulich meynen; sonst und dieses Welt- und hilft dir diese Sonne Himmels Licht weicht nicht. Willst du genießen Hunderttausend Sonnen ihren Schein, so darfst du nicht. schon nicht mehr dunkel seyn. rob 2. Schau'hier, schau' 5. Drum, Jesu, hier, o meine Seele, in Bethlehem dies kleine Haus. Vonda, aus dieser dunklen Höhle, ging Licht für alle Zeiten aus. Es treibet weg der Hölle Macht; es strahlt in dei ner Leiden Nacht. schöne Weihnachtsonne, bestrahle mich mit deiner Gunst. Sei meinem Herzen Licht und Wonne, und lehre mich die sel'ge Kunst, wie ich, des Weihnachtglanzes voll, in deinem Lichte wandeln soll. 3. Es strahlt herab von Himmelshöhen, und 09016 keit. bringt dir Himmelsfelig- Mel. Gottes Sohn iſt komm. Wenn Sterne, 136. Den die Engel Sonn' und Mond ver- droben mit Gesange logehen, ja durch die ganze ben, der ist nun erschieEwigkeit, wird dieses nen, liebend uns zu dienen, Jesu Sendung und Geburt. 151 nen, ja für uns sein Leben eingebornen Sohn uns in den Tod zu geben. giebt. Wie hat uns Gott 2. Arm ist er geboren, so lieb!:,: dum? uns, die wir verloren, 2. Was sein erbarmit sich selbst zu füllen, mungsvoller Rath schon unsre Noth zu stillen, in der Ewigkeit zu unund mit Himmels- Gaben serm Heil beschlossen hat, unser Herz zu laben. vollführt er in der Zeit.:,: 3. Im Fleische wird Gott offenbar- GeDer in des Vaters heimniß hehr und groß! Schooße war, den trägt Mariens Schooß.:,: 4. Ich freue mich, mein Heil, in dir! du wirst ein Mensch, wie ich, daß ich mit Gott ſei, Gott mit mir. Wie sehr beglückst du mich! 3. Freut euch seiner, Alle! Singt mit lautem Schalle! Jauchzt, ihr Cherubinen und ihr Seraphinen! Himmel und die Erde seines Ruhms voll werde! # 1989 44. Du auch, meine Seele, seinen Ruhm er zähle! Sing' ihm Freu denlieder, opfre dich ihm wieder! Preis' ihn, den dort oben alle Engel loben! esto Mel. Lobt Gott, ihr Christen. Sanso mein 137. Also hat Gott die Welt geliebt, daß er aus freiem Trieb' den bid 5. Du, Sohn des Allerhöchsten, wirst mir Rath und Kraft und Held, mein Vater und Friedefürst, du Heiland aller Welt.:,: 16. Was mir zum Seligsein gebricht, schafft deine 152 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. deine Lieb' auch mir, geliebet! O wer bin ich, Versöhnung, Leben, Herr, daß du mich so Kraft und Licht. Wie herrlich hoch in deinem viel hab' ich an dir!:,: Sohn geliebet? 17. Dein Mangel wird mein reiches Theil; dein Leiden stillt mein Leid; durch deine Demuth, Herr, mein Heil, gewinn' ich Herrlichkeit.:,: 18. Gelobt sei Gott! gelobt sein Sohn, durch den er Gnad' erweist! Lobt, Engel, ihn vor seinem Thron! Erheb' ihn auch, mein Geist!:: 3. Er, unser Freund, mit uns vereint, zur Zeit da wir noch seine Feinde waren, er wird uns gleich, um Gottes Reich und seine Lieb' im Fleisch zu offenbaren. 4. An ihm nimm Theil! Er ist das Heil; thu' tåglich Buß', und glaub' an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, der Herr, Herr! spricht, und doch nicht sucht, sein Beispiel nachzuahmen. Mel. Wir Christenleut hab'n. 138. Auf, schicke dich, recht feierlich des Heilands Fest mit Danken zu begehen! Lieb' ist der Dank, der Lobgesang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb', erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Also, also hat Gott die Welt in seinem Sohn gedenken. mainon suisd 16. 5. Aus Dank will ich in Brüdern dich, dich, Gottes Sohn, bekleiden, speisen, trånken, der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreun, und dein dabei man Jesu Sendung und Geburt. no 153 6. Rath, Kraft und 3. Wenn ich dies Held, durch den die Welt Wunder fassen will, so 23 und Alles ist im Himmel steht mein Geist vor Ehrund auf Erden, die Chri- furcht still; er betet an, stenheit preist dich erfreut, und er ermißt, daß Gotund Aller Knie soll dir tes Lieb' unendlich ist. gebeuget werden. in 7. Erhebt den Herrn! er hilft uns gern; und wer ihn sucht, den wird sein Name trösten. Halle 4. Damit der Sünder Gnad' erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt! nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, erlujah, Hallelujah! Freut scheinst im Fleisch und euch des Herrn, und wirst uns Heil. jauchzt ihm, ihr Erlösten! 5. Dein König, Zion, Himmel hoch da. 139. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd' in aller Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im 6. Herr, der du Mensch Himmelund aufErden ist. kommt zu dir! ,, Ich komm', im Buche steht von mir; Gott, deinen Willen thu' ich gern." Gelobt sei, der da kommt vom Herrn! 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem geboren wirst, Immanuel und Friedefürst, auf den die Våter hoffend sahn, dich bet' auch ich, mein Heiland, an. liba Thron das Heil der Welt, 7. Du, unser Heil und dich, seinen Sohn. höchstes Gut, vereinest tampir! dich Mel. Vom Mel. Vom 154 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. dich mit Fleisch und Blut, Mel. Aus meines Herzens. wirst unser Freund und 140. Erhebt den Bruder hier, und Gottes Herrn, ihr Frommen! Er Kinder werden wir hält, was er verspricht. 108. Gedanke voller Der Heiland ist gekomMajestät! du bist es, der men, der Völker Trost das Herz erhöht. Ge- und Licht. Gott, der danke voller Seligkeit! uns nicht verstößt, hat du bist es, der das Herz uns zum Heil und Leben erfreut. mmin selbst seinen Sohn gegeben; durch ihn sind wir erlöst. dejulalloc, dojul 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ist's, der sie erhält. Was 2. Erlöst! o welche zagt der Mensch, wenn der ihn schüßt, der in des Vaters Schooße sigt? 1910. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten GeAnie Liebe hat uns der Herr erzeigt, mit welchem Vater- Triebe sein Herz uns zugeneigt! Von seiner Himmel Thron kommt, Rettung vom Verderben burt; und Erde, die ihn uns Sündern zu erwerheute sieht, sing' ihm, dem Herrn, ein neues Lied. ben, sein eingeborner Sohn. di Isthmic 3. Er kommt zu uns auf Erden in tiefer Niedrigkeit, nimmt auf sich die Beschwerden von unsrer Pilgerzeit, enthält Himmel und auf Erden ist. sich seiner Macht, ver11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd' in aller Welt ge dacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im ( hid läugnet sto Jesu Sendung und Geburt. 155 läugnet Himmelsfreu- erfreut. Dann sind wir den, bis er durch Todes ewig dein, und Nichts leiden sein großes Werk wird uns mehr fehlen; vollbracht.nl ist dann werden unsre Seelenvollkommenseligseyn. Mel. Lobt Gott, ibr Chrifte Mel. Lobt Gott, ihr Chriſten. 141. Er kommt, er 4. Erhat's vollbracht! O bringet Gott euren Lobgesang! erlöste Men schen, singet dem Mittler ewig Dank! Wo Nie- kommt, der starke Held mand helfen kann, da voll göttlichhoher Macht; hilft er aus Erbarmen, sein Arm zerstreut, sein wird Licht und Trost uns Blick erhellt des Todes Armen. O nehmt ihn Mitternacht.:: glaubig an! 19 manis2. Wer kommt? wer 5. Du Freund der kommt? wer ist der Held Menschenkinder! verwirf uns, Jesu, nicht. Dein Name, Heil der Sünder, ist unsre Zuversicht. Gieb unsern Seelen Ruh'; hilf jeden Reiz zu Sünden uns glücklich überwin den! gieb Muth und Kraft dazu! vollgöttlich hoher Macht? Der Heiland ist's; lobsing' ihm, Welt! dir wird dein Heil gebracht!:,: 3. Dir, Menschgewordner, singen wir Anbetung, Preis und Dank. An deiner Krippe schalle dir der Erde Lobgesang!:,: 6. Dich wollen wir er18911 heben hier und in Ewig- Mel. wie groß ift des Allm. keit, wo uns ein beßres 142. Wie sollen wir Leben vor deinem Thron' dir, Vater, danken? Nein, 156 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Nein, deine Lieb' ist viel erreichen, nicht was der zu groß, ist unaussprech- Engel Zunge spricht. lich, ohne Schranken; Des Himmels Herrlichdu giebst den Sohn aus keit verlassen, um hier deinem Schooß. Du verfolgt, erwürgt zu seyn, sendest uns den Eingebor wer kann die Huld, die nen von deinem Thron Demuth fassen? So liezum Staub herab, zu uns ben kann derSohn allein. Gefallnen, uns Verlor nen, und weihest ihn für uns dem Grab. 4. Ach daß wir ganz in Liebe brennten zu dir, dem Herrn in Knechtsgestalt! Ach daß wir besser danken könnten! Die wärmsten Herzen sind zu kalt. O mögt' uns doch deinGeistentzünden! gåbst du uns göttliches Gefühl! Kein Mensch kann würdig sie empfinden, die Lie2. Frohlocket ihm! Er steigt hernieder, ein Mensch, gleich uns ein Mensch zu seyn; er nennet Sünder seine Brüder, und macht sie von der Sünde rein. Damit wir wieder Gott gefallen, vergießet er sein theures be ohne Maaß und Ziel. Blut; er bringt Unsterb- 5. Nun wissen wir, lichkeit uns Allen, und Gott voll Erbarmen, daß Lieb' ist Alles, was er ewig du die Liebe bist. thut. unbedo? Zu deinen offnen Vaterarmen führt uns Erlöste Jesus Christ. Nun fließt von dir nur Heil und Leben, nur Himmelsselig3. O Liebe, Liebe, deines Gleichen ist in der ganzen Schöpfung nicht. Kein Lobgesang kann sie keit Jesu Sendung und Geburt. 157 füllen. keit von dir. Der Gott, Willen an uns zu erder seinen Sohn gegeben, giebt mit dem Sohn auch 2. Laßt uns niederAlles mir. indefallen, danken, daß er 6. O habe Dank für Allen Freund und Brudeine Liebe! Ich lebe dir der ist! Gott auf seinem allein, mein Heil! Wer Throne liebt uns in dem TOCK jetzt, auch jetzt noch Sün- Sohne, hilft durch Jeder bliebe, Gericht und sum Christ. Welch ein Elend wär' sein Theil. Heil, an Christo Theil, Denn auf den Wolken Theil an seiner Sendung wirst du kommen, Sohn Gaben, an Gott selbst Gottes und des Men zu haben! schen Sohn, die Sünder richten, und die From men erhöhn zu dir an deinem Thron. Mel. Jesu, meine Freude. 143. Jesus ist ge kommen! Dankt ihm, seine Frommen! dankt ihm, daß er kam, daß er hier auf Erden, unser Heil zu werden, seine Woh nung nahm! Mensch, wie wir, erschien er hier, um des Vaters gnådgen 3. Keine Macht der Leiden kann von ihm uns scheiden; er bleibt Find aulin 19 ewig treu. Einst wird er vom Bösen gänzlich uns erldsen; hier steht er uns bei. Unser Freund, mit Gott vereint, kann nicht seine Brüder hassen, noch sie hilflos lassen. 4. Wenn wir einst ermüden, führt er uns im Frieden in des Grabes Nacht. Unsre todten Glieder giebt die Erde wieder 158 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 5. Auf dem Richter wieder ihm, der sie Mel. 7un lob, mein Seel'. bewacht. Jesus ruft 144. Vom Grab', uns aus der Gruft, er, an dem wir wallen, soll, der selbst den Tod einst Jesu Christ, dein Lobgeschmeckte, den das Grab sang empor zum Himmel auch deckte. schallen. Dir opfre jede NO MA Seele Dank; und jeder der Gebornen erfreu' sich, Mensch zu seyn; und je der der Verlornen rühm' es, erlöst zu seyn! Uns ist das Kind gegeben, geboren uns der Sohn; mit ihm erscheint das Leben, mit ihm des Himmels Lohn. throne werden wir im Sohne unsern Netter schaun. Heil und ewig Leben wird er Allen ge= ben, die ihm hier vertraun. Er ward hier versucht wie wir; über schwänglich wird er lohnen und der Schwachheit schonen, whe od am 6. Eilet, eilt, ihr Sünder! werdet Gottes Kinder, werdet seiner werth! Eilet, eilt, ihr Frommen! seid, wie er, vollkommen, bleibet seiner werth; preiset ihn, daß er erschien und sich für euch hingegeben, durch ein göttlich Leben! vedsion 2. Kommt, laßt uns niederfallen vor unserm Mittler, Jesus Christ, und danken, daß er Allen Erretter, Freund und Bruder ist. Er, gleich der Morgensonne mit ihrem ersten Strahl, verbreitet Licht und Wonne und Leben überall. Durch ihn kommt Heil und Gnade auf unsre Welt herab; 159 si Jesu Sendung und Geburt.o herab; er segnet unsre das werden einst deine Pfade durch's Leben bis an's Grab.susse Brüder seyn, wenn sie, entrückt der Erden, sich deines Anschauns freun. 5. Bald sind wir zu dem Lohne der Himmelsbürger dort erhöht. Nah' sind wir dann dem Throne, und schauen deine Majeståt. Nicht mehr aus dunkler Ferne dringt dann der Dank zu dir; weit über Sonn' und Sterne erhaben, jauchzen wir. Dann schallt durch jede Sphäre, Herr, unser Lobgesang: Dem Ewigen sei Ehre! dem Weltversöhner Dank! 3. Frohlockt, ihr Mit genossen der Sünde und der Sterblichkeit! Nicht långer ist verschlossen der Eingang zu der Herrlich keit. Zu unsrer Erd' hernieder kam Gottes ewger Sohn. Nun hebt er seine Brüder empor zu Gottes Thron. Er ward das Heil der Sünder und der Verlornen Hort; hier sind sie Gottes Kinder, und Gottes Erben dort. 4. O du, dem jetzt die Menge der Engel und Verklärten singt, vernimm die Lobgesänge, die dir dein Volk im Staube bringt! Auch du warst ehrfurchtvollem Dank einst auf Erden, was den Gott der Lieb' erhddeine Brüder sind, ein Dulder der Beschwerden, ein schwaches Menschen kind. Was du nun bist, GEN HISTIRASIG Mel. Allein Gott in der höh'. 191 and 145. Laßt uns mit hen, mit feierlichem Lobgesang des Heilands Fest begehen! Preis sei dem Vater, der ihn gab! Preis 160 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Preis sei dem Sohn! er Es freut sich deine Chrikam herab, und ward stenheit, Herr, deiner das Heil der Menschen. Menschenfreundlichkeit. 2. Ist der ein Christ, der Dir, dir sei ewig Ehre! dieses Heil nicht schätzt undliebgewinnet? Nimm froh an seiner Liebe Theil, und werd' ihm gleich ge sinnet. Wer nicht, wie er, gesinnet ist, der ehrt ihn nicht, ist nicht ein Christ. Der Herr erkennt die Seinen. he und me Thaman Mel. Lobe den Herren, den. 146. Ehre sei Gott in der Höhe! der Herr ist geboren. Lasset uns singen, o Bruder! uns hat er erkoren, hier schon uns sein, seiner Erbarmung zu freun. Uns ist der Heiland geboren.in 19: 3. In Dürftgen laßt uns ihn erfreun, bekleiden, speisen, trånken! ja, laßt uns frohe Geber seyn, und sein dabei gedenken! Was ihr den Meinen habt gethan, das, spricht er, habt ihr mir gethan. Und er, er will's vergelten.de wirrten.d 2. Schatten und Dunkel bedeckten den Erdkreis; es irrten Völker umher, wie die Schafe, verlassen vom Hirten. Jesus erschien! Nächte verschwanden durch ihn, die auch den Weisen verwirrten.( bul. Lignied 3. Kinder des Vaters, erkoren, ihn liebend zu ehren, haßten mit Bitterkeit sich an der Gottheit 4. Wer ihn mit treuem Herzen ehrt, den wird sein Name trösten. Vertraut auf ihn, der Flehnerhört, lobsingt ihm, ihrErlösten! Altären. Jesus erschien! und Jesu Sendung und Geburt.no 161 und es ward Friede durch Mel. wie schön leucht't uns. 147. Es jauchzeheut ihn, Friede! Singt's laut ihm zu Ehren. is die ganze Welt! Ein 1904. Unschuld und Tu- Mittler kam der Sündergend entkeimtendes Gött welt! Gott in der Höh lichen Schritten; Trost sei Ehre! Froh war der und Erquickung trug er Tag, da er erschien; vom in der Weinenden Hüt- Himmel her besang man ten, ward ihnen Freund, ihn: ,, Gott in der Höh hatte gleich ihnen ge- sei Ehre! Friede, Friede weint, hatte gleich ihnen soll auf Erden wieder gelitten. bild werden; Wohlgefallen 5. Ehre sei Gott in der bringt der Menschensohn Höhe! ein ewiges Leben uns Allen." hat er durch ihn uns er- bild barmend, durch ihn uns gegeben. Bis in das Grab stieg er vom Himmel herab, einst uns zum Himmel zu heben. 6. Selige Aussicht, wenn dort meinen Retter ich sehe, ihn mit den Schaaren Vollendeter preisend erhöhe! Danket schon hier, selige Brüder, mit mir! Ehre sei Gott in der Höhe! soli 2.Darme Menschheit, die du weinst! das Wort ward Fleisch und wohnte einst hier unter deinen Söhnen. Ersah die Noth und sieht sie noch; blick nur auf ihn, und nah' dich doch zu ihm mit deinen Thränen! Niemand, Niemand hat den Willen, sie zu stillen, so im Herzen; er, er heilet deine Schmerzen. £ 148. 162 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel. Vom Himmel kam der. 4. Er, der dort oben 148. EmporzuGott, herrlich thront, hat unter mein Lobgesang! Er, dem das Lied der Engel klang, der hohe Freudentag ist da. Lobsinget ihm! Hal lelujah! uns ein Mensch gewohnt, damit auch wir ihm werden gleich auf Erden und im Himmelreich. schil 2. Vom Himmel kam in dunkler Nacht, der uns das Lebenslicht gebracht. Nun leuchtet uns ein milder Strahl, wie Morgenroth im dunkeln Thal. 3. Er kam, des Vaters Ebenbild, vom schlichten Pilgerkleid umhüllt, und führet uns mit sanfter Hand, ein treuer Hirt, in's Vaterland. 5. Einst führet er zur Himmelsbahn uns, ſeine Brüder, auch hinan, und wandelt unser Pilgerkleid in Sternenglanz und Herrlichkeit. 6. Empor zu Gott, mein Lobgesang! Er, dem der Engel Lied erklang, der hohe Freudentag ist da. Ihr Christen, singt: Hallelujah! 5. Jesu Wandel auf Erden. GHAMSHI And Mel. Wachet auf, ruft uns die. Aller Glanz der Seraphi149. Heilger Jesu, nen, die Heiligkeit der Heilgungs- Quelle, wie Cherubinen ist gegen dich strahlt dein Glanz so rein nur Dunkelheit. Ein und helle, du lautrer Vorbild bist du mir; o Strom der Heiligkeit! bilde mich nach dir, du, mein mein Alles! Jesu, hilf du mir selbst dazu, daß ich auch heilig sei wie du! and Jesu Wandel auf Erden. 100 163 ket! Jesu, hilf du mir selbst dazu, daß ich auch gütig sei wie du! 2. Stiller Jesu, dessen 4. Sanfter Jesu, wie Leben dem Willen Got geduldig trugst du die tes ganz ergeben, der bis Schmach, und littst unzum Tod' gehorsam war, schuldig, und sprachst kein lehr' auch mich des Va- Wort der Drohung aus! ters Willen still und er- Wer kann deine Sanftgeben zu erfüllen, ihm muth messen, bei der du zu gehorchen immerdar! dennoch nie vergessen den mach' dir mich gleich ge- Eifer für des Vaters sinnt, wie ein gehorsam Haus? Mein Heiland, Kind, stille, stille! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich sei fromm und still wie du! ach verleih' mir Sanftmuth und dabei heilgen Eifer! Jesu, hilf du auch mir dazu, daß ich sanftmüthig sei wie du! 5. Jesu, du, mein Heil und Leben! du wollest selbst die Kraft mir geben, zu werden deinem Vor3. Gutger Jesu, o wie milde, wie ähnlich deines Vaters Bilde, wie lieb reich warest du gesinnt! Deiner Güte Glanz scheint Allen; du richtest bild gleich! Gieb, daß freundlich auf, die fallen; du suchest, die verloren sind. O neig' auch mei nen Sinn zur wahren Liebe hin, die nicht wanmich dein Geist durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe, und tüchtig sei zu deinem Reich. Ach zeuch mich £ 2 ganz 164 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. ganz zu dir, und lebe selbst heißt, Menschen göttlich in mir, treuer Heiland! lieben. Jesu, hilf du auch mir 3. 3. O du Zuflucht dazu, daß ich bei dir einst der Elenden! wer hat finde Ruh'! nicht von deinen Hånden Segen, Hülf' und Heil genommen, der ge150. Vorbild wah- beugt zu dir gekommen? rer Menschenliebe, Jesu, O wie ist dein Herz deines Mitleids Triebe gebrochen, wenn dich zogen dich herab auf Er Kranke angesprochen! den, der Verlornen Heil zu werden, und für sie fogar dein Leben in den Tod dahinzugeben. Wo ist Jemand, der Größe deiner Lieb' und erquicken, zu den Kleinen Huld ermesse? eichum dich zu bücken, die Unwie pflegtest du zu eilen, das Erbetne mitzutheilen! 4. Die Betrübten zu die tebe Mel. Schmůcke dich, o liebe. mamude did 700 2. Ueber seine Feinde wissenden zu lehren, die weinen, Jedermann mit Verführten zu bekehren, Hülf' erscheinen, sich der Sünder, die sich selbst Blinden, Lahmen, Ar verstocken, liebreich hin men mehr als våterlich zu dir zu locken, war, erbarmen, der Betrübten mit Schwächung deiner Klagen hören, sich in Kräfte, stets dein ſeligAndrer Dienst verzeh- stes Geschäfte. ren, auch an Frevlern 5. Und wie hoch stieg Wohlthun üben, das dein Erbarmen, da du, Mittler, Jesu Wandel auf Erden.110 165 Mittler, von uns Armen sam zu erfüllen, uns zum Gottes Strafen abzu- Himmel zu erheben, war wenden, unter frecher der Zweck von deinem Mörder Händen Angst Leben. ise oudilise und unerhörte Schmer- 8. Laß mich, Herr, zu zen littest mit gelaßnem meinem Segen deinen Herzen, wie ein Misse- Wandel oft erwägen! thäter starbest, und uns Laß mich in der Angst ewges Heil erwarbest! 46. Deine Huld hat dich der Sünden Trost und Hülfe bei dir finden! getrieben, Sanftmuth Heilge du auch meine und Geduld zu üben, Haßmit Haß nicht zu vergelten, deine Schmäher Triebe zu rechtschaffner Menschenliebe! Laß mich immer mehr auf Erden nicht zu schelten, Allen ähnlich deinem Bilde freundlich zu begegnen, werden! 19791 die dich lästerten, zu segnen, für der Feinde Mel. wie wohl ist mir, o Sr. Schaar zu beten, und die Mörder zu vertreten. 7. Demuth war bei Sport und Hohne dei ner Liebe Schmuck und Krone; nie hast du nach Ruhm getrachtet, noch auf Menschenlob geach tet. Deines Vaters heilgen Willen mit Gehor151. Dein Leben, Jesu, war auf Erden voll Liebe, Liebe jede That. Ein Opfer für die Welt zu werden, war deinerbarmungsvoller Rath. Ihn zu vollziehn, gingst du mit Freuden den Weg des Todes, trugst die Leiden, die dir der 166 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. und Gnade rief den Verirrten von dem Pfade des Leichtsinns und der Sicherheit. Bei deiner eignen Pein den Schwachen durch sanften Zuspruch stark zu machen, war für dich Trost und Seligkeit. lis appare der Feinde Wuth gedroht; warst selbst ein Retter deiner Feinde, ein Beistand deiner schwachen Freunde, und liebtest sie bis in den Tod. 12. Selbst in den grauenvollen Stunden, da du den Kelch des To des trankst, und bei der Qual, die du empfunden, bestürzt zur Erde niedersankst, auch da ermanntest du dich wieder, um deiner sorgenlosen Brü der Erinnerer und Schuß zu seyn. Du trugst mit Nachsicht ihr Versehen, und eiltest, ihnen beizustehen, und von Gefahr sie zu befrein. 4. Du hängst am Kreuz. Die Frevler haben, o Heiligster, mit bittrer Wuth die Hånd' und Füße dir durchgraben; aus allen Adern strömt dein Blut. Doch du, voll Huld in deinen Mienen, flehst laut: Vergieb, mein Vater, ihnen; was sie jetzt thun, verstehn sie nicht. Es strömt auf dich von tausend Zungen das schwarze Gift der Låsterungen; du aber schweigst und rächst dich nicht. 5. Kein Schmerz erstickt die edlen Triebe der ZärtDein Blick voll Majestät lichkeit in deiner Brust. og 3. Mit welcher gött lich großen Treue verziehest du dem schwachen Freund, als er, gemartert von der Reue, so bitterlich den Fall beweint! MilIm Jesu Wandel auf Erden. eso 167 mi Im Tode noch bist du 7. OWunder der Er die Liebe, und Wohlthun barmung! Keiner von macht dir Pein zur Lust. deinen Engeln liebt wie DerSchächer fleht: Herr, du. Von den Erschaffdenke meiner! Du hörst nen auch nicht Einer, o sein Flehn, erbarmst dich Welterlöser, liebt wie du. seiner, und öffnest ihm Des Himmels unnenndas Paradies. Nun, als bare Freuden verlassen, ein Sünder Heil gefun- selbst dieTodesleiden, des den, fühlst du weit minder Kreuzes tiefe Schmach deine Wunden und dei nicht scheun, auch sternes Herzens Kümmerniß. bend Feinde noch vertreten, um Gnad' und Rettung für sie beten- kann eine Liebe größer seyn? 6. Durch Angst und Nacht siehst du die Dei nen und ihr zerrißnes wundes Herz; siehst sie 8. Mein Herz zur Liebe untröstbar dich beweinen, zu entzünden, erheb' ich und fühlest ganz der Theu- mich nach Golgatha; der ren Schmerz. Du, dessen Feindschaft Trieb zu Qual keinHerzerweichte, überwinden, erwäg' ich dem Niemand einen Lab- dann, was dort geschah. trunk reichte, sprichstTrost Sollt' ich nicht meinen noch den Verlassnen ein. Nächsten lieben? Ach! Sie fühlen deines Tro- Einen nur könnt' ich bestes Segen; nun gehst du trüben, für den du littest, froh dem Tod entgegen, Jesu Christ? Ich wollte und trägst noch stiller nun nicht auch mit Freudeine Pein. p den Beschwerden für die Brüder 168 Gottes Werke und Brüder leiden, für welche du gestorben bist? sjur adam tan 9. Seh' ich im Geist meni 2. Wer lebte treuer wohl als du für Gottes dich, Heiland, bluten, heilgen Willen? Das war dein Ruhm und deine Ruh', ihn freudig zu erfüllen. Nicht Ehr' und Herrschaft war dein Ziel; du suchtest nur, was Gott gefiel. omisd denk' ich an deine Todespein: so weck' in mir den Trieb zum Guten, den Trieb, ein Menschenfreund zu seyn. Hilf mir, wie du, den Feind erquicken, wie du, den Leidenden beglücken, wie du, der Armen Beiſtand seyn. So folgt mir der Erquickten Segen; einst eilen sie mir froh entge gen, sich über meinen Lohn zu freun. Gnadenwohlthaten. ruht', Jesu, deines Vaters Huld. dun 3. Wenn irgendwo sein Wort geschah, quoll Freud' aus deinem Herzen; wenn Irrende dein Auge sah, empfandst du tiefe Schmerzen. So hing an Gott dein ganzer Sinn, und immer sahst du nur auf ihn. 199 an Mel. Mach's mit mir, Gott. 152. Du Urbild aller Frömmigkeit, Herr, wer kann dich erreichen? Mit dir, der ganz sich Gott geweiht, ist Keiner zu vergleichen. Auf deinem 4. Ihn priesest du durch Wort und That vor aller Welt mit Freuden; du warst bereit, nach seinem Rath zu unserm Heil zu leiden, so daß, wie Gott die Liebe ist, du seines Wandel frei von Schuld Wesens Abglanz bist.. 5. nad Jesu Wandel auf Erden. boa 169 ner Freude gehen ein, die hier, wie du, gehandelt. O laßt uns Gottes Willen thun, und ganz in seiner Fügung ruhn. Mel. 5. Duzeigtest, daß des nachgewandelt; zu deiFrommen Noth ihn nie zum Bösen reize; du wardst gehorsam bis zum Tod', ja bis zum Tod' am Simmte Kreuze. Stets blieb Gott deine Zuversicht, und dein Vertrauen wankte nicht. 6. Auch als du riefft: Mein Gott, mein Gott, wie hast du mich verlas sen! auch da wußt' unter bitterm Spott dein Herz sich doch zu fassen; und was du hofftest, ist geschehn Gott ließ dich seine Hülfe sehn. hin MIGHT fakt ndajo tods Melun antet Nun danket all und. 153. Wer ist der Mann voll großer That, voll wunderbarer Kraft, derjedem Dulder, welcher naht, im Elend Hülfe schafft? dun 2. Wie drångt zu ihm die Menge sich voll Glaubens nah' und fern! Und Alles ruft: Erbarme dich! und Allen hilft er gern. 3. Den Kranken, der um Heilung fleht, heilt sein gewaltig Wort; der Lahme nimmt sein Bett und geht, verjüngt an Kräften, fort. hi 4. Dem Tauben öffnet er das Ohr; der Stummgeborne spricht; es weicht der 210 7. Nun hat dich Gott, dein Gott, erhöht; ein Nam' ist dir gegeben, der über alle Namen geht, voll Kraft und Heil und Leben. Durch alle Him mel tont dein Ruhm; die Herrschaft ist dein Ei genthum. notis In 8. Dort wird auf ewig bei dir seyn, wer hier dir 170 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. der Augen finstrer Flor, solche Thaten thut, der des Blinden Nacht wird jedem Dulder Hülfe Licht.nde ud star si schafft, und nimmer 15. Der Todte richtet, säumt und ruht? wo er ruft, empor den starren Blick; auf sein Gebot giebt selbst die Gruft den frühern Raub 881 zurück. 6. Ein wilder Sturm emport das Meer, die Wogeschäumt und steigt; er draut- da wird es still umher, und Sturm und Woge schweigt. mm ud and star 1919. Wir glauben und bekennen nun, daß du der Heiland bist; denn Niemand kann die Thaten thun, wenn Gott voll großer Kraft, der nicht mit ihm ist. 7. Wer ist der Mann 6. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. MUOSE 996, 191 154. An des Mitt- 2. An dem Abend lers Kreuz zu denken, in das Herz es zu versenken, sei, o Christ, dir heilge Pflicht. Wer mit Ernste seiner achtet und es glaubensvoll betrachtet, wunwie am Morgen, unter Arbeit, unter Sorgen, in der Freude, in dem Schmerz, in der Einsamkeiten Stille, in dem lauten Weltgewühle, überall schet sich das Eitle nicht. faß' es in's Herz. isd 390 3. 8. Das ist der Mittler Jesus Christ, du, der vom Himmelszelt aus Gottes Schooß gekomH men ist zum Heiland a aller Welt. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 171 3. In des Lebens trüben muth süßen Thränen, Stunden, bei der Seele Christ, empfinde Christi tiefsten Wunden ist es Leid. Schau' ihn an, sichre Arzenet. Wenn den Mann der Schmerdich Nichts mehr kann zen, und im tiefgerührten erquicken, wenn dich Herzen fühle Freud' in schwere Fesseln drücken, Traurigkeit. machet dieses Kreuz dich frei. dr 7. Doch woher die harten Plagen? Sieh, 4. Es ist jeder Tu- für uns ward er geschlagend Spiegel, ist des gen, für der Menschen höhern Lebens Siegel, Missethat. Wegen unsrer führet selbst zum Him Sündenschulden mußte mel hin. Glaubger Chri- Gottes Sohn erdulden, sten Schmuck und Wür was kein Mensch empfunde, flößt es unter jeder den hat. Nosion ind Bürde Hoffnung ihnen in den Sinn. 8. Unter namenlosen Schmerzen bricht das 5. Diesem gnaden heiligste der Herzen, und reichen Kreuze opfre gern die Seele giebt er auf. des Eitlen Reize und der Sieh' es, Welt, für die Welt Vergnügen auf. er büßet! Fließet, WehStets entzünd' es deine muthsthránen, fließet! Triebe zu der allerwärm- Nichts verhindre euren sten Liebe, bis sich schließt Lauf! des Lebens Lauf. dus 9. Ja, mein Heiland, 6. Mit der Liebeheißem dein zu denken, ganz in Sehnen, mit der Weh- dich mich zu versenken, sei mir 172 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. mir immer heilge Pflicht. 2. O Lamm Gottes An mein Herz will ich unschuldig, am Stamm dich drücken, mich an dei des Kreuzes geschlachtet, nem Kreuz erquicken, bis allzeit erfunden gedulauch mir das Herz einst dig, wie sehr du wurdest bricht. verachtet, all' Sünd' hast du getragen; sonst müßten wir verzagen. Erbarm' dich unser, Mel. Chriſtus, der uns selig. 155. Dhilf, Christe, Gottes Sohn, durch dein o Jesu! bittres Leiden, daß wir, 3. O Lamm Gottes dir stets unterthan, all' unschuldig, am Stamm Untugend meiden, deinen des Kreuzes geschlachtet, Tod und sein' Ursach allzeit erfunden geduldig, fruchtbarlich bedenken, wie sehr du wurdest verdafür, wiewohl arm und achtet, all' Sund' hast du schwach, dir Dankopfer getragen; sonst müßten schenken! d noroch wir verzagen. Gieb uns any did red sgilis deinen Frieden, o Jesu! 156.DkammGottes 2 chi unschuldig, am Stamm 157. Herzliebster des Kreuzes geschlachtet, Jesu, was hast du verallzeit erfunden geduldig, brochen, daß man des wie sehr du wurdest ver- Todes Urtheil dir geachtet, all' Sund' hast du sprochen? Was ist die getragen; sonst müßten Schuld? In was für wir verzagen. Erbarm' Missethaten bist du gedich unser, o Jesu! rathen? tiin pirunds 2. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 173 het, der Staub erhöhet. 2. Du wirst verspeit, wird am Kreuz geschmägeschlagen und verhöhnet, mit einem Dornen- 6. Ich bin verderbt, kranz zur Schmach ge befleckt von tausend Sunkrönet, gegeisselt, und, den. Wer kann bei Menvon Schmerzen schon schen Einen Reinen finentkräftet, an's Kreuz den? Was würd' ich, geheftet. sollt' ich meine Sünden bußen, nicht leiden muſsen? dinud, mis 7. O große Lieb'! o Liebe, kaum zu fassen! auch mir zum Heil haft du dich martern lassen. Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden. 8. Ach großer König, groß zu allen Zeiten, wie kann ich gnugsam deine Treu' verbreiten? Kann ich sie dir, Beherrscher aller Welten, wohl je vergelten? shin rid 5. Der Fromme stirbt, der recht und richtig wan 9. Doch dir gefällt's, delt; der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt. Der Fürst des Himmels wenn ich mich selbst bekämpfe, dir folge und des Fleisches Lüste dämpfe; so 3. Was ist die Urſach' aller solcher Plagen? Ach! unsre Sünden haben dich geschlagen. Ich, ach! Herr Jesu, habe das verschuldet, was du erduldet. 11909 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schaafe. Der Herr bezahlt die Schuld, er, der Gerechte, für böse Knechte. 174 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. so sei denn auch forthin mein ganzes Leben nur dir ergeben! 10. Zwar ich vermag es nicht aus eignen Kraf ten, fest die Begierden an das Kreuz zu heften. Drum gieb mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. verachten; du wirst dies Opfer gnädig von mir nehmen, dich mein nicht schämen. 14. Empfang'ich denn dereinst vor deinem Throne aus deiner Hand der Ueberwinder Krone: so soll dich besser unter Engelchören mein Lob19gman sun plaf lied ehren. 11. Dann werd' ich dankvoll deine Huld betrachten, die Lust der Welt zu Liebe dir verachMel. Wie nach einer Wasserq. 158. Jesu, deine tieten, mit allem Eifer fenWunden, deineQual, suchen, deinen Willen dein bittrerTod geben mir treu zu erfüllen.en zu allen Stunden Trost 12. Zu deiner Ehre in meiner Seelennoth. will ich Alles wagen, kein Fällt mir etwas Arges Drohen achten, keine ein, denk' ich bald an Schmach, noch Plagen; deine Pein; diese wehret mich sollen auch des bång- meinem Herzen, mit der sten Todes Leiden von Sünde je zu scherzen. dir nicht scheiden.spr2. Will sich an der 13. Dies alles, ob's Wollust weiden mein verfür schlecht gleich ist zu derbtes Fleisch und Blut: achten, wirst du doch, so gedenk' ich an dein mein Erbarmer, nicht Leiden; dieses dämpft die Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 175 die wilde Gluth. Drohet 5. Auf dich setz' ich mein der Versucher mir: ach so eil' ich, Herr, zu dir. Mich schüßt, daß er mir nicht schade, deines Todes Kraft und Gnade. Vertrauen, Jeſu, meine Zuversicht. Du vertreibst des Todes Grauen, und sein Stachel schreckt mich nicht. Daß ich an dirhabe und Schuß und Heil; Theil, bringt mir Trost deine Gnade wird mir geben Auferstehung, Licht und Leben. 3. Will die Welt mein Herz verführen auf die breite Sündenbahn, wo so viele sich verlieren, und sich dem Verderben ma nahn: dann denk' ich der Marter Last, die du außgestanden hast, daß ich dir getreu verbleibe und die böse Lust vertreibe. 6. Hab' ich dich in meinem Herzen, Brunnquell baller Gütigkeit, so empfind' ich keine Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Glaubensvoll umfaß' ich dich; wer kann da verlegen mich? Wer in Christo Trost gefunden, der hat glücklich überwunden. bill schin 4. Uleber alles, was mich krånket, trösten deine Wunden mich. Wenn mein Herz an sie geden ket, fühl' ich neue Kraft durch dich. Deines Trostes Süßigkeit mildert jedes bittre Leid. Ewig Mel. Hilf Gott, daß mirs gel. Heil ist mir erworben; 159. Wenn mich die denn du bist für mich Sünden krånken, o mein gestorben. modo Herr Jesu Christ, so laß mich 176 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. mich wohl bedenken, wie und Dank, für deine du gestorben bist, und aller meiner Schulden Last am Stamme deines Kreuzes auf dich genommen hast. sd 2. O Wunder ohne 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, T COPY 21626 wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. Mubi Maaßen! Mein Herz, betracht' es recht. Es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht. Selbst seinen eignen Sohn gab Gott für mich verlornen Menschen in Marter, Schmach und Tod. hi dinam diso meine 3. Was kann mir denn nun schaden der Fluch, der Sündern droht? Gott sieht auf mich in Gnaden durch Jesu Mittlerstod. Durch ihn bin ich vom Fluch befreit, und darf nicht ängstlich fürchten OMATISO und 111297 6. Mein Kreuz und Plagen, wär's auch Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Gieb, o mein Herr und Gott, daß ich verläugne diese Welt, und dem Exempel folge, das du mir vorgestellt. G( bund Gericht und Ewigkeit. 7. Laß mich an Andern 4. Drum sag' ich dir von Herzen jetzt und mein Lebenlang für alle deine Schmerzen, Erlöser, Lob ( bim Noth und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb' und Treu'. mis üben, was du an mir gethan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen Jedermann, ohn' Eigennuß Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 177 nuß und Heuchelschein, spricht: Ich will's gern und, wie du's mir erwie- leiden. sen, aus reiner Lieb' allein. 2. Dies Lamm ist Jesus, unser Freund, der Heiland unsrer Seelen; ihn wollte Gott, der Sünde Feind, zum Sündentilger wählen. Er sprach: Versöhne sie, mein Kind! die Menstärk' meine Seel' im schen, die gefallen sind Tode, daß ich dich ewig schau'! 8. In meinen letzten Stunden erquicke mich dein Tod, daß ich, mit dir verbunden, besieg' auch diese Noth. Du bist es, Herr, auf den ich trau'; in Sünde und Verderben; die Straf' ist schwer, das Elend groß; du kannst und sollst sie machen los durch dein Verdienst und Sterben. Odm Mel. An wasserflüssen Bab. 160. Ein Lamm geht hin, und trägt die Schuld der abgefallnen Kinder. Es geht und tråget in Geduld die Sünden aller Sünder; es geht dahin, wird matt und krank, folgt seinen Würgern die Sünden tragen. D ohne Zwang, begiebt sich aller Freuden; es duldet willig Hohn und Spott, und Angst und Wunden, Kreuz und Tod, und Wunderlieb', o Liebesmacht! du kannst, was nie ein Mensch gedacht, des Höchsten Sohn uns geben. O Liebe, Liebe! m du 3. Ja! sprachst du, dies sei unser Bund! Mich magst du für sie schlagen; mein Wille hångt an deinem Mund; ich will 178 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. du bist groß, du legst den in des Grabes Schooß, vor dem die Felsen beben. 4. So lang' ich lebe, will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen; dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst seyn meines LebensLicht; und, wenn dies Herz im Tode bricht, sollst du mein Herz verbleiben. Ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiemit zu deinem Eigenthum auf ewig ganz verschreiben. 2. Tritt her und schau' mit Fleiße! mit Blut und Todesschweiße ist ganz sein Leiß bedeckt; und unnennbare Schmerzen fühlt er in seinem Herzen, da er den Kelch des Todes schmeckt. 5. Ich will von deiner Freundlichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Lebensbach soll sich nur dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit er gießen; und was du mir 3. Wer hat dich so zerschlagen? Wer ist's, der diese Plagen auf dich geleget hat? Du bist ja nicht ein Sünder, wie zu gut gethan, das will andre Menschenkinder; ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtniß schließen. Bain Mel. Gwelt, ich muß dich. gelt, i 161. Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben; dein Heil sinkt in den Tod. Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Banden, Schlägen, Hohn und Spott. du id Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 179 du bist ganz rein von will ich thun. Es soll Missethat. dein Tod und Leiden, bis Leib und Seel' sich scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 4. Ich bin's, ich sollte büßen; ich hätte leiden müssen, was du gelitten hast. Die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden, war alles meiner Sünden Last. 8. Ich will's vor Augen setzen und mich daran ergößen, ich sei auch wo ich sei. Es soll mir seyn ein Spiegel der Unschuld, und ein Siegel der Lieb' und unverfälschten Treu'. 9. Wie strenge Gott Verbrechen an denen werde rächen, die seine Huld verschmähn; wie schwer die werden leiden, die nicht die Sünde meiden, will ich aus deinen Leiden sehn. 10. Ich will dabei bedenken, wie ich mein Herz soll lenken zu stillem, sanftem Muth, und wie ich die soll lieben, die mich so sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit 5. Du stellst dich dar zum Bürgen, ja läsfest dich erwürgen für mich, für meine Schuld; mir läsfest du dich krönen mit Dornen, die dich höh nen, und leidest alles mit Geduld. 6. Hoch bin ich dir verbunden, mein Heil, zu allen Stunden für deine Angst und Pein. Was Seel' und Leib vermögen, das will ich dankbar legen an deinen Dienst und Ruhm allein. 7. Ich kann zwar nicht viel geben in diesem armen Leben; Eins aber thut. m 2 11. 180 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 11. Nie will ich wie Jesu, und die Schmerzen, der schelten, nie Spott die du in deiner letzten mit Spott vergelten, nie, Noth empfandst in deiwenn ich leide, draun. nem Herzen. Laß das Selbst Unrecht will ich Verdienst von deiner dulden, dem Nächsten Pein ein Labsal meiner seine Schulden, wie du, Seele seyn, wenn meine von Herzen gern verzeihn. Augen brechen! pon 2. Ich danke dir für deine Huld, die du auch mir erzeiget, da du, zur Tilgung meiner Schuld, dein Haupt am Kreuz geneiget. O neig' dich auch zu mir, mein Gott, mit Trost in meiner leßten Noth, daß mich der Tod nicht schrecke! 3. Erhalt' in deinem Dienst mich treu, bis Leib und Seele scheiden, daß nicht an mir vergeblich sei dein theuerwerthes Leiden. Und wenn mein Lauf vollendet ist, so nimm mich dahin, wo du bist, auf daß ich bei 12. Gerührt von deinen Plagen, will ich mit Ernst entsagen dem, was dir nicht gefällt; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und hassen, gefiel' es auch der ganzen Welt. 13. Dein heiliges Versöhnen, dein Angstgeschrei und Stöhnen spricht Muth im Tod' mir zu; getrost geb' ich am Ende den Geist in deine Hände. Du führest ihn zur ewgen Ruh'. Mel. Wenn mein Stündlein. 162. Ich danke dir für deinen Tod, Herr dir lebe! Tub 163. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß, 181 Mel. Herzlich thut mich verl. warst der Leute Spott; 163. D Haupt voll dich höhnten deine FeinBlut und Wunden, voll de: Wo ist denn nun Jammer, Schmach und sein Gott? Boom Hohn! O Haupt, zum 4. Nun was du, Herr, Spott umwunden mit erduldet, ist alles meine einer Dornenkron'! O Last. Ich, ich hab' es Haupt, so werth, zu verschuldet, was du geprangen mit höchster Ehr' tragen hast. Schau' her, und Zier, doch jetzt von hier steh' ich Armer, der Schmach umfangen, ge- 3orn verdienet hat. Gieb grüßet seist du mir! mir, o mein Erbarmer, den Anblick deinerGnad"! 2. Wie viel hast du erduldet, erhabner Menschensohn, als du so unverschuldet empfingst der Sünder Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen; da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angst, die das Herz dir brach. 3. Entblößt von allem Reize, der Menschen wohlgefällt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde; du 5. Erkenne mich, mein Hüter! Mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan. Dein Mund hat mich gelabet mit wundervollem Trost, dein Geist hat mich begabet mit reicherLebenskost. 6. Ich will hier bei dir stehen; verwirf du mich nur nicht! Bon dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht. Wenn mein Haupt wird erblasfen 182 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. sen im letzten Todesstoß, alsdann wollst du mich fassen in deinen Arm und Schooß. 7. Es dient zu meinen Freuden und thut mir herzlich wohl, wenn ich in deinen Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach mögt' ich einst mein Leben, begnadigt, Herr, von dir, in deine Hände geben, wie wohl geschähe mir! Wenn mir am allerbångsten wird um mein Herze seyn, so reiß mich aus iden Alengsten kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzes- Noth. Da will ich nach dir blicken; da will ich glaubensvoll fest an mein Herz dich drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. p pro uno solublise 164. Jesu, meines Lebens Leben, Jesu, meines Todes Tod, der für mich sich hingegeben in die tiefste Seelennoth, du, der lieber wollt' erblassen, als mich im Ver9. Wenn ich einmal derben lassen, tausend, soll scheiden, so scheide tausendmal sei dir, liebnicht von mir. Wenn ster Jesu, Dank dafür! ich den Tod soll leiden, 2. Menschenfreund, ſo tritt alsdann zu mir. von Gott gesendet, zu er= 8. Ich danke dir von Herzen, o du mein bester Freund, für deine Todes schmerzen. Wie gut hast du's gemeint! O gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu', und, wenn ich einst erkalte, in dir mein Ende sei. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 183 erfüllen seinen Rath, fen müssen. Tausend, längst hast du dein Werk tausendmal sei dir, liebvollendet, wegzuthun die ster Jesu, Dank dafür! Missethat. Doch in den 5. Frevler krönten dich Gedächtnißtagen deiner zumHohne; deine Stirne Leiden, Jesu, sagen deine blutete unter einer DorTheurerlösten dir tau nenkrone, König aller send, tausend Dank Könige! Das hast du dafür! für mich gelitten, mir die Ehrenkron' erstritten. Tausend, tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür! mung di be CAL HOT his 3. Du betratst, für uns zu sterben, willig deine Leidensbahn; stiegst, uns Leben zu erwerben, gern den Todesberg hinan; 6. Du, der tausendtrugst, vergessend eigne fache Schmerzen mir zur Schmerzen, deine Men Liebe gern ertrug, deinem schen nur im Herzen. großmuthvollen Herzen Tausend, tausendmal sei war mein Heil Belohdir, liebster Jesu, Dank nung gnug. Trost in dafür! bodas meinen letzten Stunden $ 14. Meinetwegen trugst floß auch mir aus deinen du Bande, littest frecher Wunden. Tausend, tauLåstrer Spott, achtetest sendmal sei dir, liebster nicht Schmach noch Jesu, Dank dafür! Schande, mein Versöh- 7. Ruh' im Leben, ner und mein Gott! Mich Trost am Grabe, unaushast du der Noth entsprechlicher Gewinn, den rissen, die mich hätte tref ich dir zu danken habe, dir, 184 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. dir, deß ich nun ewig bin! chem Triebe mein Herz Jesu, dir mein Herz zu sich selber ab. geben, deiner Tugend nachzustreben, dir zu Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. Title traun, zu sterben dir, 166. Geh' im Geist dies, dies sei mein Dank dafür! nach Golgatha, Christ, zu deines Heilands Kreuze! and Nimm zu Herzen, wie dich da seine Pein zur Buße reize. Härter ist dein Herz als Stein, wenn du hier kannst fühllos seyn. 2. Schaue doch das Jammerbild zwischen Erd' und Himmel schweben, wie das Blut in Strömen quillt, wie verrinnt das theure Leben! Jegzt, ach jetzt naht ihm der Tod; Seele, schaue diese Noth! 2. Mag auch die Welt voll Freuden hin zum Verderben gehn; ich will 3. O Lamm Gottes bei Jesu Leiden und sei- ohne Schuld! alles das nem Kreuze stehn. Ohab' ich verschuldet, und Heiland! deine Liebe du haft aus großer Huld trieb dich in Tod und Pein und Tod für mich Grab; so sterb' aus glei- erduldet. Daß wir nicht id verMel. Herzlich thut mich verl. ( 211 165. Weg, Welt, mit deinen Freuden und dem, was dir gefällt! Ich seh' jetzt nur die Leiden deß, der als Opfer fällt. Weg mit des Fleisches Lüsten! Der Herr trågt Qual und Pein. Wie könnte unter Christen jetzt laute Freude seyn? Jesu Leiden, Tod und Begräbniß.Ⓒ 185 verloren gehn, läßt du dig überwinden. Nirdich an's Kreuz erhöhn. gends müsse mich der 4. Ich kann nimmer, Tod als bei deinem nimmermehr diese Pla- Kreuze finden. Wer die gen dir vergelten. Du Ruhstatt da sich macht, verbindest mich zu sehr; spricht getrost: Es ist alle Güter, tausend Wel- vollbracht! nin ten würden viel zu wenig seyn zur Vergeltung deiner Pein.sil#@@ $ 15. Eins nur, eins weiß ich für dich. Ich will dir mein Herz ergeben; dieses soll beständiglich unter deinem Kreuze leben. Wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend seyn. minto Mel. Herzlicbfter Jesu, was. 6. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt verschmähen. Laß 167. Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlösen! mis asto 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemich dich, du höchstes martert und zerschlagen, Gut, immerdar vor Au- die Sünde tragen- gen sehen. Führ' in al- i3. Welch wundervoll lem Kreuze mich wun- hochheiliges Geschäfte! derlich, nur seliglich. Sinn' ich ihm nach, so zagen meine Kräfte; mein Herz erbebt; ich 7. Endlich laß mich meine Noth auch gedulseh' 186 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. seh' und ich empfinde sich unterwinden, Gott den Fluch der Sünde. zu ergründen?' n hid 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen. Gott ist die Lieb' und läßt 8. Das Größt'in Gott ist, Gnad' und Lieb' erweisen; uns kommt es die Welt erlösen. Dies zu, sie demuthsvoll zu kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad' erzeiget, die Gnadesteiget. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst da nieder. Es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Ghick, macht mich aus Gottes Feinde zu Got tes Freunde. 9. Du liebtest mich; ich will dich wieder lieben, und stets mit Freuden deinen Willen üben. O gieb zu diesem seligen Geschäfte, Herr, selbst mir Kräfte! 6.0 Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube, ich liege hier vor dir gebückt im Staube, verliere mich mit dankendem Gemüthe in deine Güte. Do 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; allein sollt' ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sf.dusdist misd Mel. Herzlich thut mich verl. 168.Du, dessen Augen flossen, so bald sie Zion sahn, zur Frevelthat entschlossen, sich seinem Falle nahn! wo ist das Thal, die Höhle, die, Jesu, dich verbirgt? Verfolger seiner Seele, habt ihr ihn schon erwürgt? bud those sniem 2. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 187 5. Zur hohen Schädelståte trägt er sein Kreuz 2. Welch jammervolles auf Söhn' und Töchter Klagen seufzt in Gethse- komm' seines Blutes mane! Wer ist der Mann Lohn!" der Plagen, der langsam Sterbende? Ist unter MenschenkinderneinHei hinan. Sie kreuz'gen liger, wie er? Und doch ihn! o bete, mein Geist, bebt er gleich Sündern, mit Wehmuth an! Noch und sinkt und trägt's höhnt in frechen Mienen nicht mehr.se sein Volk des Dulders 33. Ach! wie er tief Schmerz. Erruft: ,, Verim Staube, bedeckt mit gieb es ihnen!" und MitAngstschweiß liegt, und leid bricht sein Herz.g doch sein starker Glaube 6. Es bricht, und matt im heißen Kampfe siegt! von Kummer senkt er Schon naht der Mörder sein Haupt zur Ruh'; Rotte, die kein Erbar- nun schließt des Todes men rührt, die ihn zum Schlummer sein müdes Hohn' und Spotte, ihn Auge zu. Am Kreuze ach! zum Kreuze führt. schwebt die Hülle; der 14. Sein Volk im heißen Geist wird sanft entrückt Grimme erweicht sein dahin, wo ihn die Fülle Anblick nicht, nicht frem des ewgen Lohns erden Mitleids Stimme, quickt. die von dem Richtstuhl 7.OFreund der Menspricht. Er ist ihr Hohn- schenkinder, hier liegen gelächter. Sie drohn mit wir gebückt. Wie hoch wildem Ton: ,, Auf uns, hat uns, die Sünder, buls wie 188 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. wie hoch dein Tod beglückt! Dich ehre unser Glaube, Anbetung sei dein Dank! Hör ihn, 2. Erstaunend seh' ich diese Huld. Wie mitleidsvoll ist die Geduld, die Mördern so begegnet! vernimm vom Staube Jhr, die ihr euren Heiden schwachen Lobgesang! land ehrt, fühlt seiner Großmuth hohen Werth, die selbst die Feinde segnet. Er hat durch Thrånen und Gebet auch uns ein ewges Heil erfleht; er sagt auch uns zu unsrer Ruh' Erbarmen und Vergebung zu. Herr Jesu Christ, Preis deinem Tod! Preis deinem Tod! Gott ist durch dich grausam spotten. Du der Sünder Gott. nom Mel. Herzlich lieb bab ich. 169. Um Gnade für die Sünderwelt flehst du, mein Heil, am Kreuz ge quält von frecher Sünder Rotten. Dir blutet das bedrängte Herz, wenn dein bei deinem TodesSchmerz die Frevler siehst mit segenvollem Blick von ihnen weg auf den zurück, den diese Schaar in dir entehrt, rufst, daß es Erd' und Himmel hört: Vergieb, o Gott, und führe nicht sie in's Gericht; denn was sie thun, verstehn sie nicht! 3107 3. Daß Gott mit Langmuth und Geduld, auch selbst bei sehr gehäufter Schuld, der Sünder dennoch schonet; daß er so liebreich ihrer denkt, und ihnen Frist zur Buße schenkt, eh' nach Verdienst er lohnet; daß ich noch fröhlich sagen kann: Auch Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 189 Auch mich, mich Sünder, Freund der Feinde bin, nimmt Gott an: dies Glück hat deiner Für sprach' Kraft, mein treuer Heiland, mir verschafft. O Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott! vertritt du mich bis an den Tod. flöß', Herr, in meine Seele. Gieb, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes hartes Herz, dir meine Noth befehle. Besänftige mein wallend Blut; und flammt des Zornes wilde Gluth mein Herz zur Rachbegierde an: o so erinnre mich daran, wie du, mein Heil, am Kreuz erhöht, durch dein Gebet 4. Ist je mein Geist vom Troste leer, weil meiner Missethaten Heer auf's neue mich erschrecket: o dann versichre mich auf's neu', du stehest mir als selbst deinen Mördern Mittler bei, der alle Gnad' erfleht. Schuld bedecket. Ich 6. Mich tröste dein blicke glaubensvoll auf Versöhnungs- Tod! Es dich, und freue deiner Hülfe mich. Und schließt sich meine Pilgerschaft, so stärke mich mit neuer Kraft; der letzte Kampf, zu dir hinauf von dieser Herr Jesu Christ, wird Welt, zum Himmel von mir versüßt, wenn du mein Trost im Tode bist. der Erde! Du bist das Haupt; wir folgen dir. Zeuch uns dir nach, so laufen wir, so werden 5. Den sanften liebevollen Sinn, daß ich ein wir bilde mich dein Geist, mein Gott, daß ich dir ähnlich werde. O zeuch mich, du erhöhter Held, 190 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. wir uns deiner Pein und 3. Nun kann meine deiner Fürsprach' ewig Missethat noch Vergefreun. Herr Jesu Christ! bung finden; denn du wie selig ist, wie selig ist starbst, nach Gottes der Mensch, dem du sein Rath, für der Menschen Heiland bist! Sünden. Unsre Lasten trugest du, littst, uns zu erretten, daß wir im Ge81 wissen Ruh', mit Gott Frieden hätten. aldssd Mel. Christus, der uns selig. 170. Mein Erlöser, Gottes Sohn, der du für mich littest, und, erhöht auf Gottes Thron, jetzt noch für mich bittest! welche Wohlthat ist für mich dein so bittres Leiden! O wie preis ich würdig dich, Stifter meiner Freuden? 4. Was uns Lust zur Beßrung schafft, was zur Tugend leitet, dazu haſt du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen gern 12. Dir, dem Herrn der zu thun, Sünden abzusterben. Herrlichkeit, war es ja gegeben, ohne Schmer- 5. Froh kann ich in's zen, ohne Leid ewig froh Todesthal schon im vorzu leben. Aber, o der aus sehen, und zu jener großen Huld! daß ich Welt einmal ohne Schreselig würde, übernahmst cken gehen. Dennduhast du in Geduld schwerer aus aller Noth Rettung Leiden Bürde mir errungen, und durch deinen Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 191 deinen Kreuzestod mei- mich mächtig dadurch nen Tod bezwungen. 6. Herr, was bin ich, daß du mein so dich angenommen? Laß die an, mich vor Gott zu scheuen, was ich unrecht je gethan, innig zu bereuen. Frucht von deiner Pein 9. Stårke mich durch nun auch auf mich kommen! Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft, denn du hast's in Han den, was du mir zum Heil verschafft, gläubig anzuwenden. deinen Tod auf die letzten Stunden. Wie du deines Todes Noth siegreich überwunden, o so hilf dazu auch mir; laß mich fröhlich scheiden! Herr, so dank' ich ewig dir für dein bittres Leiden. 7. Strafet mein Gewissen mich, reun mich meine Sünden: o dann laß, gestärkt durch dich, Mel. wie wohl ist mir, o Sr. mich den Trost empfin- 171. Begleite mich, den, daß du auch für o Christ! wir gehen zum meine Schuld bist am schmerzensvollen GolgaKreuz gestorben, und tha, auf dessen fürchterzu Gottes Vaterhuld lichen Höhen, was nie Zutritt mir erworben. ein Engel faßt, geschah! Erwäg' an diesem heilgen Orte des sterbenden Erlösers Worte, und rufe Gott um Glauben an! 8. Laß das Wort von deinem Kreuz mich mit Muth beleben, standhaft jeder Sünde Reiz' hier zu widerstreben. Treib' Sie können dir den Trost duble im 192 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. im Leben und einst den Göttliche, der größte Trost im Tode geben, Beter, fleht liebreich noch wenn hier dich Nichts für Missethäter, Werkmehr trösten kann.zeuge seiner Pein und 2. Schon zeigt der Schmach. O Mensch, Blutberg sich von wei- den Rach' und Zorn verten; erschrick und zittre, führen, laß dich durch frommes Herz! Sieh' dieses Beiſpiel rühren, deinen Retter, sieh' ihn und bete dem Versöhstreiten, und werde ganz ner nach! no nast Gefühl, ganz Schmerz! 4. Welch Beiſpiel Hier hing, den Mördern kindlich frommer Triebe, übergeben, am Holze als, unter Leiden ohne Gottes Sohn, dein Zahl, der Herr dem JunLeben; hier trug er unsrer Sünden Schuld, empfand in jenen bangen Stunden, was nie ein ger seiner Liebe die Mutter sterbend anbefahl! Ach! wird mein Aug' einst um die Meinen in Sterblicher empfunden, meiner letzten Stunde und bracht' uns wieder Gottes Huld. weinen: so soll dies Wort mir Trost verleihn. 3.00h Geduldig bei Der, als der Tod ihn den größten Schmerzen, schon umschwebte, die nimmt er sich seiner Seinen noch zu schützen Feinde an; er ruft mit strebte, wird auch der sanftmuthsvollem Her Meinen Pfleger seyn. zen: Sie wissen nicht, was sie gethan. Der 5. Frohlockt, bußfertige Verbrecher! Wer ( 1) glaubet, Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 193 glaubet, kommt nicht gen, mein Herr und Gott, in's Gericht. Hört, verlaß mich nicht! was zu dem gebeugten Schächer der Mund der Liebe sterbend spricht! Du wirst, so ruft er ihm entgegen, noch heute dei nes Glaubens wegen mit mir im Paradiese seyn. O Herr, laß vor des Todes Pforte einst diese trostesvollen Worte auch meiner Seele Trost verleihn! nismi nism 19d sd 6. Wer kann die hohen Leiden fassen, als Christus an dem Kreuze 7. Der Fürst des Himmels und der Erde, von allem, was erquickt, entblößt, wünscht, daß sein Durst gestillet werde. O Mensch, der dich so theur erlöst, der Heiland rufet dir noch heute aus tausend Armen dir zur Seite, die Hunger, Durst und Mangel drückt. O selig, der den Ruf erfüllet!. Denn wer den Durst des Armen stillet, der hat den Heiland selbst erquickt. rief: Mein Gott, wie 8. Nun enden sich die hast du mich verlassen? schweren Leiden; der Wie beuget ihn die Last Heiland spricht: Es ist so tief, die unsre Sünden vollbracht. O Wort des auf ihn brachten! Vor Sieges! Wort der FreuAngst und Pein mußt' den! du nimmst dem Tode er verschmachten, war seine Macht. Heil uns! Gott nicht seine Zuver- wer darf es nun wohl sicht. Herr, der für mich wagen, uns, die Erlösten, zum Tod gegangen, für zu verklagen? Er starb mich verlassen da gehan- für uns, und wir sind pin N ſein. 194 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. sein. Gieb, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freuden sage: Es ist vollbracht; ich bin nun dein! gen, der wird als Held nach dreien Tagen vom Grabe siegreich auferstehn. Den freche Rotten hier entehrten, den wirst du dort bei den Verklärten zur Rechten seines Vaters sehn.m 9. Das letzte Wort aus deinem Munde, o Weltversöhner, sei auch mein! Laß es in meiner d Todesstunde mir Muth und Zuversicht verleihn! Du riefest: Vater, ich 172. Am Kreuz erblaßt, der Marterlast, befehle in deine Hände der Todesqualen müde, meine Seele, die allen Mel. G Traurigkeit, o herzel. Uni Menschen Heil erwarb! findet mein Erlöser nun erst im Grabe Friede. Nun war das große 2. Ein heilger Schmerz Werk vollendet, wozu der Vater ihn gesendet; da neigt' er sanft sein Haupt und starb! durchdringt mein Herz; und, Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich tief gerühret schlagen. 3. Durettest mich, und über dich gehn aller Trübsal Wetter; sterben wolltest du für mich, göttlicher TISQ.Mbil Erretter! 10.30 Bewein' ihn fromm mit stillen Zähren, o Christ; du hast ihn sterben sehn! Bald wirst du ihn durch Freuden ehren, und jauchzend seinen Ruhm erhöhn. Den 4. Du hast's gethan! deine Seufzer jetzt bekla- Dich bet' ich an, du KdMUST Se glow nig Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 195 nig der Erlösten; dein es, wie ich's meyne; ja will ich im Tode mich du siehst es, wenn ich glaubensvoll getrösten. still meinen Dank dir 5. Es ist vollbracht! weine. riefst du mit Macht; du zeigst, daß du dein Leben, mein Versöhner, göttlich frei für mich hingegeben. 6. Hochheilge That! Des Höchsten Rath will ich voll Demuth ehren. Der Erwerber meines Heils wird mir's einst erklären. 10. Vergess' ich dein, so werde mein in Ewigkeit vergessen! Herr, ich will, so lang' ich bin, deine Lieb' ermessen. Mel. ilf Gott, daß mir's gel. 173. Hin in an dein Kreuz zu treten, in deinen Leiden dich voll an 7. Allmächtig rief er, Glaubens anzubeten, der entschlief, den Tod Versöhner, stårke mich! ten; sie erstanden. Leicht Laß mich mit Zittern entschwingt der Lebens- und Vertraun, wie du fürst sich des Todes dich für uns Sünder Banden. 29 18 dahin gegeben, schaun! S 3908. Das finstre Thal 2. Wie ist des Besten werd' ich einmal durch wandeln ohne Grauen; denn durch dich, Erlöser, ist's mir der Weg zum Schauen.no Seele bis an den Tod betrübt! So brünstig, meine Seele, hat Jesus dich geliebt! In heißen Alengsten schwebt er da, mit unsrer Schuld beladen, dem Opfertode nah'. N 2 no 9. Ich preise dich! Du liebst auch mich; du siehst 3. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 3. Fallt nieder, bebt, 6. Jhr, eurer Brüder ihr Sünder, verhüllt das Angesicht! Jetzt ist für Adams Kinder der Mitt Feinde, ach! schlagt an eure Brust, seid aller Menschen Freunde, verler im Gericht. Er leidet dammt der Rache Lust! unsers Todes Pein, fühlt Vergeltet euren Hassern unnennbare Qualen, nie; denFeinden, die euch uns Menschen zu be fluchen, vergebt, und frein.os doi2 risd fegnet sie.doc.a 17. Noch währen ſeine Qualen, noch trinkt er ohne Rast der Leiden volle Schalen, trägt unsrer Sünden Last, durchkämpft für uns die größte Noth; und nun ergreift den Müden der letzte Feind, der Tod. ad thi main bil 8. Vor seines Todes Schrecken erblaßt der Sonne Licht; die Engel Gottes decken ihr bebend Angesicht. Nun sinkt er in des Todes Nacht. Erbarm', o Gott, dich unser! Er stirbt; es ist vollbracht! im duo di 174. 196 4. Ach Sünder, nehmt's zu Herzen, bekehrt euch, werdet rein! Der Preis so vieler Schmerzen soll eure Rettung seyn. nehmt an seiner Gnade Theil; erkennet ſeine Liebe, verwerft nicht euer Heil. noopy uusi hid 15. Vernehmt's auch ihr, o Spotter, die ihr den Mittler schmäht! Er ist auch euer Retter; hört für euch sein Gebet: ,, Sie wissen's nicht, was sie begehn! Vergieb, o Vater, ihnen, wenn einst sie zu dir flehn.dm s se Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 197 4. O du, der du dein Leben, du Herr der EwigMel. Hilf Gott, daß mir's gel. 174. Von Furcht dahin gerissen, verläug- keit, so willig hingegeben net Petrus dich. Bald für meine Seligkeit, wie straft ihn sein Gewissen; undankbar, wie schwach da weint er bitterlich. war ich, daß ich den Dein Blick, o Jesu, Spott der Sünder mehr rührt sein Herz; er fleht fürchtete, als dich! zu dir um Gnade, und du stillst seinen Schmerz. 82. Wie wuchs nun deinem Zeugen Beständig keit und Muth! Furcht konnt' ihn nie mehr beugen; für dich, Herr, floß sein Blut. Dich, seinen Herrn und seinen Gott, verherrlichte sein Leben, verherrlichte sein Tod. 5. Ach rechne nicht zur Sünde mir diese Schwachheit zu! Die Neu', die ich empfinde, Erlöser, siehest du! Du schenktest Petro seine Schuld; bedeck's auch mein Vergehen mit dei ner Lieb' und Huld. SHAHAN SIR- TE C 6. Laß diesen Schmerz der Reue mir unvergeß3. Betrübt ist meine lich seyn. Ich will zu Seele, erfüllt mit Reu' ewger Treue dir meine und Schmerz. Was Seele weihn. Dich zu hilft's, daß ich's ver- verläugnen, Herr, mein hehle? Du schaust mir Gott, das fürchte meine ja in's Herz! Bekennen will ich es vor dir: Ich habe dich verläugnet; vergieb, vergieb es mir! 19111931 Seele weit mehr, als selbst den Tod. bil 7. Nichts soll von dir mich trennen; ich will es gern Gnadenwohlthaten. 198 Gottes Werke und gern und frei vor aller 3. Lehre mich, wie du, Welt bekennen, daß ich so still und getrost zu leidein Jünger sei. Einst den, und, wann Gottes vor dem Vater im Ge- Rath es will, freudig abrichtverläugnest du, zuscheiden. Stärke mich, mein Mittler, mich, wenn ich einmal sterbend wenn ich treu bin, nicht. zu dir flehe, daß ich durch atat des Todes Thal ohne Schrecken gehe! Mel. Chriſtus, der uns ſelig. 175. Mein Erlöser, 4. Dank, o Jesu, Dank auch für mich gingst du sei dir für dein bittres hin zum Leiden, und be- Leiden; denn dadurch ergabst dich williglich aller warbst du mir deines deiner Freuden! Dusahst Himmels Freuden. NunBanden, Schmerz und mehr weiß ich, daß im Hohn, sahst den Tod von Tod'ich nicht ewig sterbe; ferne: doch ertrugst du, denn ich bin versöhnt mit Gottes Sohn, alle Lei Gott, bin des Himmels den gerne. sed Erbe. mis 2. Du entflohst nicht der Gefahr, die dem mel. wer weiß, wie nahe mir. Leben drohte; als die 176. Ach, sieh' ihn Stund' erschienen war, dulden, bluten, sterben! gingst du gern zum Tode. O meine Seele, sag' ihm Muthig übergabst du dich Dank! Sieh' Gottes eigin der Feinde Hände, und nen Sohn und Erben, bliebst unveränderlich wie mächtig ihn die Liebe treu bis an das Ende. drang! Ja, Dank dir, 11790 treuster Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 199 treuster Menschenfreund, Wenn Erd' und Himmel der du's so gut mit mir untergehn, bleibt ewig gemeint! Gottes Gnade stehn. 2. Wie dunkel waren jene Stunden, und welche Lasten drückten dich! Wie quoll das Blut aus deinen Wunden! und ach! es floßzum Heil für mich, und ruft auch jetzt mir trostvoll zu, du liebst mich, 11101 frommer Dulder, du. 5. Ja, mir zum Trost und dir zur Ehre gereicht dein Kampf, dein Kreuzestod. Bestätigt ist nun deine Lehre; ihr trau' ich fest in jeder Noth. Ich weiß, der Unschuld Eigenthum bleibt auch im Kampfe Preis und Ruhm. 3. So sollt' es seyn; du mußtest leiden. Dein Tod macht Gottes Huld mirkund. Erist für mich ein Quell der Freuden, ein Siegel auf den Frie densbund. So wahr dich Gott zum Heiland giebt, so feste steht's, daß er mich liebt. di 6. O Herr, dein Beispiel soll mich lehren, die Unschuld sei mein Ehrenkleid. Gern will ich deine Stimme hören, und thun, was mir dein Wort gebeut. Die Dankbarkeit dringt mich dazu; ach wer verdient sie mehr, als du? nella fab 7. Nie will ich mich an Feinden rächen auch dies lern' ich, mein Heil, von dir- nie Gottes Schickung wi4. Dein bin ich nun, bin Gottes Erbe, seh' in sein Vaterherz hinein. Wenn ich auch leide, wenn ich sterbe, kann ich doch nicht verloren seyn. der— 200 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. dersprechen, wär' sie auch klagt, trauert, bebt der noch so dunkel mir. Auf Heiligste, und ringt mit Dornen gingst du vor Todesqual. O sich ihn mir hin; ich folge, bis weinen, beten, knien. 15 ich folg ich bei dir bin. id d Herb' ist der Kelch; doch 8. Was fürcht' ich noch des Todes Schrecken? Du schliefst auch einst im Grab', mein Freund. Mag Staub auch meine Glie trinkt er ihn. der decken, wenn nun des fin 2. Schau' hin! Dort geht er in's Gericht; sein liegt vor dem Herrn im blutbefloßnes Angesicht Staub'. Doch fleht der Todes Nacht erscheint! peinlich Leidende: Nicht Der dir das Leben wiedergab, wälzt auch den Stein von meinemGrab'. mein, dein Wille, Gott, MODULY gescheh'! 9. Nimmhin den Dank für deine Plagen, mein Retter, den die Liebe bringt! Einst will ich dir's noch besser sagen, wenn dir mein Geist dort oben singt. Der Himmel selbst soll Zeuge seyn, und alle Sel'gen stimmen ein! nsch ronis Mel. Warum betrübst du dich. sua abom DOER 3. Schau' hin zum Delberg, wenn die Lust der Eitelkeit in deiner Brust sich gegen Gott emport! Ach sieh', die Arbeitjener Nacht hat deine Sünde ihm gemacht. 4. Schau' hin, wenn bei des Leidens Schmerz dein mattes, jammervolles Herz in Thränen sich ergießt! Auch in der 177. Schau' hin! Dort in Gethsemane Nächte dunklem Graun, 130 Christ, Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 201 Christ, lerne deinem Gott und Pein ihm meine vertraun. ganze Seele weihn. Gradistuse 5. Schau' hin! Nach Labung dürstest du, du 2. Wie rührend scheidet der Gerechte, im wünschest Heiterkeit und Tod' als Gottes Sohn Ruh'. Er, er errang sie bewährt! Zwar leidet er dir. Nun läßt der Rich- den Tod der Knechte, ter auf dein Flehn vor von Frevlern noch am dir den Kelch vorüber Kreuz entehrt; doch laut gehn. isi lzeugt, Herr der Herrlich6. Schau' hin, wenn keit, dein Tod von deieinst das Grab dich ner Göttlichkeit.de schreckt, und kalter 3. Nur Segen hast Schweiß die Stirn' bedeckt! Sein Trauern, du hier verbreitet, oft Nächte betend durchgeseine Qual, sein Flehn, wacht, die Sterblichen sein Ringen mit dem Tod versüßt dir deine letzte Noth. is od tisde Mel. Mein I Mel. Mein Jesus lebt, was. 910 178. D Golgatha, zu deinen Höhen erhebet dankend sich mein Herz. Ich will den Heilgen Gottes sehen in seines Opfertodes Schmerz; ich will für seine Lieb' für die Feinde flehst, den sterzu Gott geleitet, und treu dein Tagewerk vollbracht. Wie freudenvoll stirbt nun ein Christ, der, Herr, dein Beiſpiel nie vergißt! meg, dram 4. Froh feierst du die große Stunde, da du zu deinem Vater gehst, und noch mit schon erblaßtem Munde voll Großmuth 202 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. sterbend segnest, der dich Trost, den uns dein Tod schalt, dein Wohlthun dir mit Haß vergalt. 5. Auf die, die weinend um dich stehen, strömst du der Freundschaft Segen aus, sprichst glaubensvoll vom Wiedersehen im Himmel, in des Vaters Haus, strömst hohen Muth und Trost und Ruh' den tiefgebeugten Seelen zu. verleiht. Oschenke diesen Trost auch mir! Dir leb' ich, Herr, und sterbe dir. Mel. Wie nach einer Wasserq. DO739 179. Fall' auf die Gemeine nieder, Geist, der uns mit Feuer tauft! Alle sind wir Jesu Glieder, all' mit seinem Blut erkauft. Füll' uns mit der Andacht Gluth! Laß der Leidenschaften Fluth nicht des Herzens Ruhe stören; denn wir singen Gott zu Ehren. 6. Du siehst auf die vollbrachten Thaten als Aussaat für die Ewigkeit, dankst Gott, durch den dein Werk gerathen, 2. Stell' den Mittler der bald dafür den Lohn dir beut, empfiehlst den Geist in seine Hand, und gehst getrost in's Vaterland. don unsers Bundes uns in seiner Schönheit vor; bring' die Reden seines Mundes mächtig vor des SündersOhr; führ'uns 7. Erlöser, tausend nach Gethsemane in das Fromme schiedenis auf Allerheiligste, wo die Todein Verdienst mit Freu- desnacht ihn schrecket, digkeit, empfanden ster- und mit Schweiß und bend Seelenfrieden im Blut bedecket! 3. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 203 3. Zeig' uns dann den Tod ihn trifft, wenn: Lebensretter unter seiner Mörder Schaar, wie er duldete die Spötter um sich her, wie groß er war, wie er falscher Zeugen Hohn, Purpurmantel, Dornenkron', Geißelschläge, Schmerz und Wunden hoch erduldend überwunden.mfe.c ,, Es ist vollbracht, versöhnt ist die Welt!" herunter tönt, wenn wir sehen seine bleiche, kalte, blutumfloßne Leiche! 350000 JUPNINGE 6. O du heilige Gemeinde! blick' zu deinem Haupt empor, zum Erlöser, deinem Freunde, den zum Retter Gott Ro4. Geh' mit uns dem erkor! Welche Wonn' Opferlamme auf dem und Seligkeit schafft die blutgen Pfade nach; zeig' stille Leidenszeit! Sie uns an dem Kreuzes entreißt uns dem Getümstamme seines großen mel, hebt den Vorhang Todes Schmach. Fließt von dem Himmel. Indi sein Blut, sein heilges Blut, Geist des Herrn, so schaff' uns Muth! Hüll' uns ein in deine Flügel auf dem nachtbe deckten Hügel! hofsid 7. Leiden, wie der Mittler, leiden wollen wir zu Gott gekehrt; sterben wollen wir mit Freuden, weil sein Tod uns sterben lehrt. Sehen werden wir dann ihn! Tod, o Tod, du bist Gewinn, bist ein Aufflug in die Hütten, die der Gottmensch uns erstritten! 5. Seine letzten Worte schreibe uns in's Herz mit Flammenschrift. Stark' uns, Tröster! bleibe, bleibe bei uns, wenn der ( 1003) 180. 204 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. 501( Gemeine.) sd( Gemeine.) 4. Zwischen Erd' und 180. Geist der AnHimmel schwebt blutend er, der nichts verschuldet, dacht, senke du dich in für der Brüder Wohl unsre Seele nieder! Sie erfülle Trost und Ruh'. dank still geduldet, oft gelebt, Spott und UnIm Gesange frommer die dde lange Nacht Lieder, in geweihter Psal im Gebet für sie durchmen Chor strebe sie zu wacht. dir empor. 5. Nun verschmachtet und ringt, ach! von Sinoas( Chor.) 2. Jesu Christi Sterbe- aller Welt verlassen. tag sei euch, Christen, Kein Gefühl des Mitewig theuer! Weiht, was leids dringt in die Lieb' und Dank vermag, Seelen, die ihn hassen. ihm zu seiner Todesfeier! Selbst der ewgen Liebe Eure Seele, still vor Bild ist in Dunkelheit Gott, denk' an ihres gehüllt. Mittlers Tod! PING mut G oser 13. Diese Welt und ihre Müh', dieses Lebens kurze Freuden, eitle Lust vergesse sie. Tief gerührt von seinen Leiden schaue sie zum Kreuz empor; nur der Heilge schweb' ihr vor. en .081 6. Aber er, er murret nicht, will des Vaters Rath vollenden, weiß, die Nacht wird doch mit Licht, Schmach mit Herrlichkeit sich enden, hält getroft im Kampfe aus, führt sein großes Werk hinaus. an isd sdiold ( Chor.) Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 205 olsa( Chor.) Mel. Jesu, meines Lebens. Geist an jene Stunden, da du, Jesu, für mich 7. Hocherhabner, Ewi 181. Denkt mein ger! vor dir werfen wir uns nieder. Preis dir, Unerforschlicher, daß für starbst, und durch deine uns und unsre Brüder Todeswunden Heil und unsers Jesu Todesnacht Trost und Ruh' an's Licht gebracht! 8. Du gabst deinen eingen Sohn in den Leben mir erwarbst; denk' ich, was du noch gesprochen, eh' dein liebend Herz gebrochen: dann bet' ich bewundernd Tod; nun wird das an. Mögt' ich thun, wie Leben uns, als seines du gethan! Todes Lohn, wenn wir treu sind, auch gegeben. O wie liebst du uns so sehr! Wir erzittern nun nicht mehr. si( Gemeine.) 2. Der du unter Schmach und Schmerzen noch für deine Feinde batst, laß mich mit versöhntem Herzen auch verzeihen, wie du thatst. 9. Ja, Erbarmender, Gott die Rache überlaswir schaun hoffnungs- fen, denen wohlthun, die voll zu deinem Throne. mich hassen: solche TuDu begnadigst uns; gend lernt der Christ. wir traun dir und Selig, wer dir ähnlich ist! Jesu, deinem Sohne, leben dir und sterben 3. Beßrung laß mich nicht verschieben bis zum dir. O wie hoch beglückt letzten Lebenshauch. Laß sind wir! nenufolymich leben, dich zu lieben; dann 206 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. dann liebst du im Tod' Gott, mein Gott, verlaß mich auch. Meiner wirst mich nicht! du dann gedenken, mir 6. In des letzten zum Sterben Gnade Durstes Schmachten, schenken, und mich mit ach wie schwer war deine dem Trost erfreun, ewig dort bei dir zu seyn.sds 4. Eitler Sinnlichkeiten Reize fesseln meine Pein! Aber deine Feinde brachten dir zum Labsal Essigwein. Einst, wenn Durst und Angst mich Seele nicht; wird doch quälen, will ich dir mein unter deinem Kreuze Leid befehlen. Du erleicht und süß mir jede barmest meiner dich; Pflicht. Herr, dein Vor- denn du dürstetest für bild soll mich lehren, mich. 5. Ach! wer kann dein Leiden fassen, als du riefst: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Doch mich tröstet deine Noth. Nun eilt Gott mir beizustehen, und erhört mein legtes Flehen, wenn die 8900 Schwachen Hülfe zu ge- 7. Doch in deinen währen, die Betrübten Todesschmerzen war dir zu erfreun, der Verlaß Hülfe zugedacht. Endnen Schuß zu seyn.md lich sank dein Haupt zum Herzen, und du riefst: Es ist vollbracht! Vater, Vater, ich befehle deinen Händen meine Seele! Sanft und freudig war dein Tod, und du gingest hin zu Gott. mpe 8. Einst naht auch, von Gott gesendet, der bange Seele spricht: Erlösung Stunde mir. Dann Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 207 Dann ruf' ich: Es ist undThränen dich erhöhn; vollendet! meinen Geist will tief gerührt die Huld befehl' ich dir. Und du ermessen, womit dein hörst mein letztes Seh- Herz die Welt umfaßt, nen, stillst auf ewig meine und nie aus Undank es Thränen, führst mich vergessen, was du für Six nach des Lebens Pein mich erduldet hast. zu des Himmels Freuden ein. beige 3. Mir sollen diese Feierzeiten nicht unbenugt vorüber fliehn; ich will dich an dein Kreuz begleiten, und lauten Freuden mich entziehn. Dein Leiden sei mein höchster Segen, dein Tod mein seligster Gewinn! Dir walle sanft mein Herz entgegen, weil ich durch dich gerettet bin! 4. Seid jetzt, seid mir auf immer theuer, Gethsemane und Golgatha! ihr Stäten, wo die Welt die Feier der allergrößten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, wo mein Erldser litt und deswunden mit Dank starb, und hoffnungsvoll dom auf id Mel. Wie groß ist des Allm. 182. Laß mir die Feier deiner Leiden, o großer Dulder, heilig seyn! Sie lehre mich die Sünde meiden, und dir mein ganzes Leben weihn; dir, der so ruhig und entschlossen für mich die Last des Kreuzes trug, deß Herz, als schon sein Blut geflossen, für mich noch heiß von Liebe schlug. 2. In der Betrachtung heilgen Stunden will ich am Leidenshügel stehn, und, Herr, für deine To 208 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. auf den vertrauen, der schreckt? Licht wird die mir die Seligkeit erwarb. Todesnacht, aus der Mel. Es ist genug, ſo nimm. mich bald der Herr des Lebens weckt in neuer 183. Ich bin erlöst! Schöpfungspracht. Ich Es floß des Mittlers ruh', werd' ich in's Grab Blut; er starb den Kreu- getragen, nur von den zestod. Mit Gott ver- schwülen Prüfungstasöhnt, empfind'ich Glau gen. Ich bin erlöst! bensmuth; sich fürchte 4. Ich bin erlöst! keine Noth. Die Weis- In Frieden fahr' ich hin, heit hat mein erfun- ist den, die Liebe glorreich überwunden. Ich bin erlöst! 184. Es ist vollbracht! Des Jammers letzter Ton wird lautes Siegsgeschrei. Vorüber ist erlittner Schmerz und Hohn und Angst und Was ist noch, das mich Tyrannei. Daß er noch quo 2. Ich bin erlöst! Es trifft des Donners Spruch vom Sinai mich nicht. Mein Heiland nahm von mir den schweren Fluch; ich komm' nicht in's Gericht. Drum quält mich nicht, bereute Sünden! der Vater läßt mich Gnade finden. Ich bin erlöst! bodas Dadi du 3. Ich bin erlöst! mehr Der Tod wird mir zum seligsten Gewinn; mein Retter ist mir nah', den Geist beim Abschied von dem Leben in's Land der Engel zu erheben. Ich bin erlöst! vi stol idioun 1972.asd Mel. Es ist genug, so nimm. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 209 mehr gemartert werde, faßt, und trug' ich, Herr, vermag jeßt nicht die der Leiden heiße Gluth, Macht der Erde. Es ist die du getragen hast. vollbracht! B Bald rücken näher die Minuten, wo nicht mehr meine Wunden bluten; dann ist's vollbracht! 2. Die höchste Noth hat endlich doch ihr Ziel, das sie nicht übersteigt. Der schwülste Tag wird doch am Abend kühl; Mel. Da Jesus and. Breuze. der Sturm des Lebens 185. Mit tiefer Ehrschweigt. Auf seines furcht bete ich am Kreuz, Elends höchsten Stufen o Jesu, seh' ich dich für hört Erd' und Himmel meine Schuld erblassen. Jesum rufen: Es ist Laß deiner Worte Gotvollbracht! teskraft mich tief zu Herzen fassen! omposão 3. An diesem Ziel, vor dem die Stärksten fliehn, 2. Dich traf der Feinde wenn's aus der Ferne Hohn und Spott; da droht, erbarmet sich ein flehtest du: ,, Vergieb, o Engel über ihn, der gute Gott! du willst der SünEngel Tod; er nimmt ihn der Leben." Mich treibe sanft auf seinen Flügel, deiner Liebe Macht, dem und trägt ihn von dem Feind' auch zu vergeben. Marterhügel in's stille 3. ,, Noch heute sollst du Grab. ndich erfreun, mit mir im 4. Getrost! getrost! Paradiese seyn!" sprachst auch wenn des Unglücks du zum Sünderherzen. Fluth mich ohne Rettung Sprich auch zu mir dies O fel'ge 210 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. sel'ge Wort in meinen Todesschmerzen! 4. ,, Sieh' Mutter, sieh', da ist dein Sohn! Ich bin des Jungers großer Lohn." O welcher Trost im Leide! Gedenke, Herr, der Meinen auch, wenn ich von hinnen scheide! versiegelt ist der neue 194 Bund, errungen ist mein Erbe. Ich singe froh: Es ist vollbracht! wenn ich mit dir einst sterbe. 9191 5. Wie flehtest du für meine Ruh': Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich, deinen Sohn, verlassen?" In Todesqualen liebst du treu; drum will ich dich umfassen. 6. ,, Mich dürstet! rufst du in dem Schmerz. Nach mir verlangt dein brechend Herz; ich falle dir zu Füßen. Laß, Herr, wenn meine Zunge lechzt, mir deinen Trostquell fließen! 8. Ruf' mich zu deinen Siegeshöhn, daß ich mit dir kann freudig flehn an meinem letzten Ende: ,, D Vater, dir befehl' ich nun die Seel' in deine Hande!" 9. Wo flieh' ich hin, wenn Alles weicht, wenn sich mein Tag des Lebens neigt? Zu dir, zur GnaDenpforte! zum Himmel führest du mich ein durch deine letzten Worte. 10. Wenn sich mein Pfad in Nacht verliert, mich deine Hand in Tiefen führt, den Glauben sienung zu bewähren, laß dieser 7. ,, Es ist vollbracht!" Worte tröstend Licht mir so sprach dein Mund; meine Nacht verklären! 186. Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. 211 Mel. Ach wir armen Sünder. Friede würde, zagt dein 186. Auf zu frommer Feier nach Gethsemane! Christus, der Befreier, trinkt den Kelch voll Weh. Für die Welt zu sterben, ist der Herr bereit, hat treues Herz. Dein ist unsre Bürde, unser Heil dein Schmerz. Herr, erbarm' dich unser! Erbarm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! schon Himmelserben Leib 4. Betend sinkst du und Blut geweiht. Herr, erbarm' dich unser! Er barm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! nieder, und dein Engel naht, stärkt und hebt dich wieder. Drohe Mord, Verrath! Kelch der Segensfülle, Kelch der Todesqual! du bist Vaterwille, bist des Sohnes Tiefen, um ihn ist es Wahl. Herr, erbarm' 2. Die er liebt, ent schliefen; er, der Eine, wacht. In der Seele Nacht; doch auch Nacht verkläre dich, du Licht der dich unser! Erbarm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! Welt! Preist ihn, Sternenheere, hoch am Him- 5. Herr, du rufft den melszelt! Herr, erbarm' dich unser! Erbarm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! Schwachen: Wachet, betet! zu. Hilf uns täglich wachen, Heiligster, wie du! Hilf uns betend finden, was uns Frieden schafft, freudig überwinden, Herr, in deiner letzte Noth? Daß uns Kraft! Herr, erbarm' 3. Was betrübt die Seele dir bis an denTod? schufen eigne Fehle deine 02 dich 212 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. dich unser! Erbarm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! 2. Ach ich weiß wohl, Sonne, was den Schein 93 dir raubt. Christus, 6. Laß in bangen meine Wonne, hat geStunden, in der Nächte neigt sein Haupt. Felsen Graun deiner Seele beben, Gräber; Todte Wunden, deine Nacht stehen auf. Er, des Leuns schaun! Mag das bens Geber, hat vollHerz uns brechen- laß bracht den Lauf. Herr, mit dir uns still und er- erbarm' dich unser! Ergeben sprechen: Wie barm' dich unser! Herr, mein Vater will! Herr, erbarm' dich unser! erbarm' dich unser! Er 3. Ihn auch hüllen barm' dich unser! Herr, Nächte, der das Licht mir erbarm' dich unser! schuf. Starr ist seine do Rechte, stumm sein FrieMel. Ach wir armen Sünder. densruf. Herz, du brachst 187. Meine Seele in Liebe für die Welt, bete! Gottes Heil ist für mich; und gefühllos nah'. Hier ist Himmels bliebe ich, dein Jünger, state, hier ist Golgatha. ich? Herr, erbarm' dich Zu des Todes Pforte unser! Erbarm' dich unzieht, der ihn bezwingt. ser! Herr, erbarm' dich Seine letzten Worte unser! sprichter, und vollbringt. sid 4. Feinde, Mörder Herr, erbarm' dich un- zagen reuig, schuldbeser! Erbarm' dich unser! wußt, fliehn hinweg und Herr, erbarm' dich unser! schlagen sich an ihre Brust. 213 Jesu Leiden, Tod und Begräbniß. Brust. Hat, o Herr, mein stärk' uns durch dein Leben deinen Tod geehrt? Blut! Herr, erbarm' dich bin ich treu ergeben, unser! Erbarm' dich undeines Opfers werth? ser! Herr, erbarm' dich Herr, erbarm' dich un- unser! ser! Erbarm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! 5. Daß uns Gnade krone, rufst du: Kommt zu mir! Mittler, du! versöhne uns mit Gott, mit dir, mit dem eignen Herzen, mit des Schicksals Macht, mit des Lebens Schmerzen, mit des Todes Nacht. Herr, erbarm' dich unser! Erbarm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! or for at 200 8. Bleib', ob Alles ama schiede, deine Huld uns nah'! unsers Todes Friede 6. Naht der Geist des sei dein Golgatha! unser Bösen, locken Herz und sei die Krone, die dein Welt du kannst uns Blut erwarb! ewig bei edelline erlösen, sieggeschmückter dir wohne, wer dir lebte, Held! Uns auch Sieg zu starb! Herr, erbarm' dich schaffen, gieb uns Kraft unser! Erbarm' dich unund Muth! gieb uns ser! Herr, erbarm' dich Schild und Waffen! unser! - bia bas acimielince 7.hn Jesu 11000 7. Wenn auf heitern Auen Lust der Welt uns droht, laß dein Kreuz uns schauen, deiner Liebe Tod! Wenn wir trostlos weinen, laß du tröstend, mild deinen Kelch erscheinen, deiner Treue Bild! Herr, erbarm' dich unser! Erbarm' dich unser! Herr, erbarm' dich unser! 214 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. misd bund7.em Jesu Auferstehung, tes 188. Christ ist erstanpid den von der Marter alle. Deß soll'n wir Alle froh seyn. Christus will unser Trost seyn. Hallelujah! attu 1192 2. War' er nicht erstanden, so wär' die Welt vergangen. Seit er auferstanden ist, loben wir den Herrn Jesum Christ. Hallelujah! is 2. Herr, der du aus dem Grabe dringst, die Siegesfahne glorreich schwingst, auch mich weckst du zum Leben auf; mein Ostertag ist schon im Lauf. Hallelujah! 7,906 3. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, wie herzlich er mich liebt; und stürb' auch alle Welt mir ab, gnug, daß ich ihn zum Freunde hab'! Hallelujah! 3. Hallelujah! Hallelujah! Hallelujah! Deß soll'n wir Alle froh seyn. Christus will unser Trost seyn. Hallelujah! Felon 19 Lalu ahid called 4. Er nährt, er schüßt, er tröstet mich; sterb' ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß ich hin, weil seines Leibes Mel. Erschienen ist der herrl. 189. Früh Morgens, Glied ich bin. Hallelujah! une pe da die Sonn' aufgeht, mein Heiland Christus aufersteht. Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wie derbracht. Hallelujah! 5. Durch ihn bin ich mit Gott versöhnt, durch ihn mit Gnad' und Heil gekrönt. Mein banges Herz, ermuntre dich! Gott omdildo Jesu Auferstehung. ano 215 Gott und die Engel lie- Nun ist aus der lange ben mich. Hallelujah! Streit; freue dich, o Christenheit! 6. Durch seiner Aufer stehung Kraft vollend' ich meine Pilgerschaft, freu' seiner mich in seinem HAR Reich, und bin dort seinen Engeln gleich. Hal lelujah! 7. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Wenn wir dereinst dein Antlig sehn, soll dich ein würdger Lob erhöhn. Hallelujah! 2. Christus hat nun überwunden des ergrimmten Todes Macht. Der im Grabe lag gebunden, hat die Freiheit uns gebracht. Die Verwesung in der Erden sieht der treue Helfer nicht, der des Grabes Ketten bricht. Olaßt uns ihm dankbar werden! Harf' und Psalter, seid bereit! freue dich, ho il Christenheit! Idois chil Con Thin 190. Lasset uns den Herren preisen, o ihr Christen überall! Kom met, laßt uns Dank er weisen unserm Gott mit 3. Grab, wo sind nun deine Schrecken? Hölle, wo ist dein Triumph? Tod, du kannst kein Graun erwecken; deine Pfeile sind nun stumpf. frohem Schall. Er ist Vor dir bebten alle Wefrei von Todesbanden, sen; doch der starke Gotder zu uns vom Himmel kam; und der Held aus Juda's Stamm, Jesus Christus, ist erstanden. tesheld hat dir deinen Troß gefällt, und wir Menschen sind genesen, siegen nun durch Christi Streit. 216 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Streit. Freue dich, 191. Jesus, meine Christenheit! auch für für Zuversicht und mein Hei4. Jesus heilet unsre land, ist im Leben! Die Plagen, wenn wir nir- ses weiß ich; sollte nicht gends Hülfe sehn, lässet sich mein Herz zufrieden uns nach dreien Tagen geben, was die lange Tofreudig mit sich aufer- desnacht mir stehn, bricht hervor in desnacht mir auch Gedanken macht? unsern Herzen, überwindet Elend, Tod, Teufel, Welt und Sündennoth, giebt uns Trost in unsern Schmerzen, Wonne nach der Traurigkeit. Freue dich, o Christenheit! 5. Meinen Leib wird man begraben, aber doch auf ewig nicht. Neues Leben wird er haben, schön verklärt in Glanz und Licht. Das Verwesliche muß sterben; irdisch wird es ausgesät, bis es himmlisch einst ersteht, um das Reich des Herrn zu erben, ihn zu schauen allezeit. Freue dich, o Christenheit! 2. Jesus, mein Erlöser, lebt! Ich werd' auch das Leben schauen, seyn, wo mein Erlöser lebt; warum sollte mir denn grauen? Läßt auch dieses Haupt ein Glied, das es einst nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, halt' ihn mit des Glaubens Hand fest in meinen legten Stunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. ad daug met 4. Staub bin ich, und muß daher einmal auch zu dildo Jesu Auferstehung. no 217 zu Staube werden. Die- sen fällt er ein, dort wird ses weiß ich; doch wird er unsterblich seyn. er mich erwecken aus der 8. Seid getrost und Erden, daß ich in der hocherfreut! Jesus kennt Herrlichkeit bei ihm seyn euch, seine Glieder. Chrimög' alle Zeit. sten, wehrt der Traurig5. Dieser Leib, aus keit! Sterbt ihr, Jesus Staub gebaut, wird ver- ruft euch wieder, wenn klärt mich einst umgeben; einst die Posaun'erklingt, Gött wird von mir ange die durch alle Gräber schaut dort in einem bes dringt. invenis) sern Leben; und in diesem 9. Lacht der finstern Leib' seh' ich meinen Jeſum ewiglich Erden- Kluft! Blickt hinauf in's beßre Leben! 6. Dann werd' ich im Dorthin wird euch auß hellen Licht seine große der Gruft eures Jesu Lieb' erkennen, und mit Macht erheben. Dann voller Zuversicht ihn liegt Schwachheit und dann meinen Retter nen- Verdruß ewig unter eunen, wenn er von der Sterblichkeit nun auf ewig mich befreit. rem Fuß. Gesammin 7. Mich, der hier noch seufzt und fleht, wird er herrlich dort erhöhen. Irdisch wird mein Leib gesa't, himmlisch wird er auferstehen; zum Verwe10. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lusten dieser Erden, und schon hier dem Heiland lebt, dem ihr dort vereint sollt werden. Schickt das Herz jetzt da hinein, wo ihr ewig wünscht zu seyn! 192. 218 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel. Mein Jesus lebt, was. Ich leb', und leben sollt 192. Mein Jesus auch ihr! aisot- 891 lebt! Mag ich doch ster- 4. Mein Jesus bleibe ben, hier steht mein Haupt denn mein Leben! Der und triumphirt. Nun Tod soll mir nicht schreckmuß auch ich das Leben lich seyn; ihm will ich erben, weil seine Macht mich getrost ergeben, mich der Tod verliert. Ich seiner noch im Todefreun, fürchte seinen Fluch nicht weil er auch mich zum mehr. Mein Jesus lebt; Himmel hebt, so wahr er sein Grab ist leer. Jesus ist und lebt. 2. Mein Jesus lebt! Er hat bezwungen, was mir das Leben rauben kann; er hat mir Heil und Sieg errungen, und Alles ist ihm unterthan. Der Hölle tiefster Alb grund bebt; denn sie vernimmt es: Jesus lebt! 3. Mein Jesus lebt! Das Grab ist offen; mit Freuden geh' ich in die Gruft. Nun kann ich auch im Tode hoffen, daß mich sein Wort in's Le ben ruft. Wie lieblich schallt die Stimme hier: sel Mel. Christus, der ist mein L. HOUSE 193. Willkommen, Held im Streite, aus deines Grabes Kluft! Wir triumphiren heute um deine leere Gruft. 2. Du hast nun überwunden der Feinde Macht und Spott. Wir haben Trost gefunden; mit uns ist unser Gott. 3. Der Fried' ist nun erstritten; der bange Schrecken flieht. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied. 4. mundido Jefu Auferstehung. ama 219 4. Schwing' deine weiht, wenn ich begraben Siegesfahnen auch über werde, daß sich mein Geist unser Herz, und zeig' uns nicht scheut, auch in den deine Bahnen vom Grabe Staub zu legen an den himmelwärts! pond Staub, der mich beschwert, weil dir doch allerwegen die Erde angehört.midu 1917000 ne 3. Duschläfft in deinem Grabe, und drückst, damit ich Ruh' im Schooß der Erde habe, auch mir die Augen zu. Nun soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht; ich werde den wohl pschauen, der mir zur Seite steht.ss thi 4. Dein Grabschließt Stein und Siegel, und du bist dennoch frei; auch meines Grabes Riegel bricht deine Macht entzwei. Du wirst den Stein schon rücken, der meinen Staub bedeckt; dann werd'ich dich erblicken, der mich vom Tod' erweckt. 5. 5. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir nur dort einst selig mit dir auch auferstehn. 6. Was kann uns nun noch schaden? Des Todes Pfeil ist stumpf. Wir sind bei Gott in Gnaden, undrufenschonTriumph! aleri Mel. Valet will ich dir geben. PATRIOT 194. Ich geh' zu dei nem Grabe, du großer Lebensfürst, weilich die Hoff nung habe, daß du mir zeigen wirst, wie mankann fröhlich sterben und fröhlich auferstehn, und mit den Himmelserben in's Land des Lebens gehn. 2. Du ruhest in der Erde. Nun ist sie eingedhurche Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 5. Du fährst zu Him- derdunkelnGrabesnacht, melshöhen, und reichst hast dein hohes Werk mir deine Hand, daß ich vollbracht, und der Feinde dir nach kann gehen in's Wuth bezwungen. An rechte Vaterland. Dort dem Tag, da dies geschah, ist es sicher wohnen, wo singen wir Hallelujah! lauter Glanz um dich. 2. Aus des Todes Da warten Himmelskronen in deiner Hand auf mich. hit adrid 8006. O meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! Dir will ich mich ergeben in meiner letzten Noth, und meine Ruhstatt machen in deiner Liebe Gruft. Da werd' ich einst erwachen, wenn deine Stimme ruft. dunkeln Reichen steigst du siegreich heut' empor. Was kann deiner Krone gleichen? Held und Kdnig, tritt hervor! Laß dir tausend Engel dienen! Denn nach harter Leidenszeit ist dein Tag der Herrlichkeit, höchste Majestät, erschienen. Welt und Himmel jauchzen da: Gott sei Dank, Hallelujah! fönsä 195. Leberwinder, in 3.d Neige in deines Scepters Spiße unsrer nimm die Palmen, die Ohnmacht gnädig zu! dir Zion heute bringt, Schrecken uns des Richdas mit frohen Osterpsal ters Blige, Gnädiger, men deinen großen Sieg so tröste du. Sind zubesingt! Du hast dich weilen wir verdrossen, emporgeschwungen aus Mittler, so vergieb die Schuld. 220 dispor das ist Mel. Laffet uns den Herren. CH affet uns de sindildo Jesu Auferstehung. 3310 221 Schuld. Herrscher, richte Wachet auf! Denn die mit Geduld über deine Schatten sind verganReichsgenossen. Denn gen, und der helle Tag ist dein Name ruhet da. da. Gott sei Dank, Gott sei Dank, Halle Hallelujah! lujah! neduodu 4. Theile, großer Fürst, die Beute deiner armen Heerde mit, die in froher Sehnsucht heute vor den Thron der Gnade tritt. Deinen Frieden gieb uns Allen! o so jauchzet Herz und Muth, weil das Loos so wundergut und auf's lieblichste gefallen. Denn der Delzweig grünet da. Gott sei Dank, Halle lujah! up in 6. Zeige, wenn der blöde Kummer über Gruft und Bahre weint, wie die Schwachheit nach dem Schlummer dort in voller Kraft erscheint. Sind wir sterblich hier geboren, o so nimmt das kühle Grab nichts, als nur was irdisch, ab; und der Staub ist unverloren. Unser Hirte hütet da. Gott sei Dank, Hallelujah! In man 5. Laß, o Sonne der Gerechten, deinen Strahl Mel. Erschienen ist der herrl. in's Herz uns gehn; 196. Erinnre dich, gieb Erleuchtung deinen mein Geist, erfreut des Knechten, daß sie geist- hohen Tags der Herrlichlich auferstehn. Hält der keit; halt' im Gedächtniß Schlaf uns noch gefan- Jesum Christ, der von gen, o so fördre selbst dem Tod' erstanden ist. den Lauf; rufe fleißig: Gelobt sei Gott! mo im 2. 222 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 2. Fühl' alle Dank 6. Zu welchem Glück, barkeit für ihn, als ob er zuwelchem Ruhm erhebet heute dir erschien'; als uns das Christenthum! spräch' er: Friede sei mit Mit dir gekreuzigt, Gotdir! so freue dich, mein tes Sohn, sind wir auch Geist, in mir. Gelobt auferstanden schon. Gesei Gott! lobt sei Gott! 3. Du, der du in den Himmeln thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst; und du erfüllst einst mein Vertraun, mit meinen Augen dich zu schaun. Gelobt sei Gott! 4. Ich soll, wenn du, des Lebens Fürst, in Wolken göttlich kommen wirst, erweckt aus meinem Grabe gehn, und rein zu deiner Rechten stehn. Gelobt sei Gott! 5. Vor deinem Thron, o in deinem Reich, unsterblich, heilig, Engeln gleich, mit allen Frommen aller Zeit, soll ich mich freun in Ewigkeit. Gelobt sei Gott! idols 7. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, was ich, mein Heil, dir schuldig bin, damit ich mich, in Liebe treu, zu deinem Bilde stets erneu'. Gelobt sei Gott! 8. Er ist's, der Alles in uns schafft; sein ist das Reich, sein ist die Kraft. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod' erstanden ist! Gelobt sei Gott! por 197. Jesus lebt! mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich von den Todten auf erwecken. Er verklärt mich nondaldo emo Jesu Auferstehung. no. 223 mich in sein Licht; dies Macht der Finsterniß, ist meine Zuversicht. keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu jeder Pflicht; dies ist meine Zuversicht. nolln 2. Jesus lebt! ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd' auch ich zugleich ewig 6. Jesus lebt! nun ist herrschen, ewig leben. der Tod mir der Eingang Gott erfüllt, was er ver in das Leben. Welchen spricht; dies ist meine Trost in Todesnoth wird Zuversicht.m bilenberse es meiner Seele geben, 3. Jesus lebt! wer nun verzagt, låstert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sunder sich bekehre. Gott wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! di na verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. 14. Jesus lebt! sein Heil ist mein! sein sei auch mein ganzes Leben. Reines Herzens will ich seyn, 198. Auferstanden, auferstanden ist der Herr, der uns versöhnt! O wie hat nach Schmerz und Schanden Gott mit Ehren ihn gekrönt! Dort und den Lüsten wider zu seines Vaters Rechstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht.d ten, über Schmerz und Tod erhöht, herrscht er nun mit Majestát. Freut euch seiner, ihr Gerechten! und ihr, seine Feinde, bebt! Hallelujah! Jesus lebt! 2. 5. Jesus lebt! ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, keine dor. Lapjutellock madəd Mel. Laffet uns den Herren. 224 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 2. Singt dem Herrn! 4. Aus dem Grab'uns Er ist erstanden, er, zu erheben, ging er zu dem der starb auf Golgatha! Vater hin. Laßt uns ihm Rühmt es, rühmt's in zu Ehren leben; dann ist allen Landen; was er Sterben uns Gewinn. uns verhieß, geschah. Haltet unter Lust und Wer, wer kann ihm Leiden im Gedächtniß widerstreben? Mächtig Jesum Christ, der vom dringt der Held empor, Tod erstanden ist. Unim Triumph bricht er vergänglich sind die Freuhervor; und des Ab- den deß, der nach dem grunds Pforten beben, Himmel strebt. Halleluda ihr Sieger sich er- jah! Jesus lebt! hebt. Hallelujah! Jesus lebt! 1105. Freut euch seiner, 3. Uns vom Tode zu Gottes Kinder! Er sei befreien, sank er in des euer Lobgesang! Bringt Grabes Nacht. Uns dem Todesüberwinder zum Leben einzuweihen, Ehr' und Stärke, Preis steht er auf durch Gottes und Dank! Rühmt's in Macht. Tod, du bist in der Versuchung StunSieg verschlungen, deine den, wenn euch Fluch und Schrecken sind gedämpft, Sünde droht, rühmt's deine Herrschaft ist be in eurer Todesnoth; und kämpft, und das Leben habt ihr einst überwununs errungen. Jauchzt, den, wenn er euch zu sich ihr Sterbenden! ihrlebt. erhebt, rühmt es ewig: Hallelujah! Jesus lebt! Jesus lebt! mod 199. mondildo Jesu Auferstehung. anol) 225 Mel. Es ist das Heil uns. auf's herrlichste bewährt, 199. Bringt Preis da er dich auferweckte. und Ruhm dem Heiland 4. Erstandner, ich frohdar, frohlockt ihm, alle locke dir! mein ist dein Frommen! Er, der für uns getödtet war, ist Sieg, dein Leben. Du lebst und herrschest, um aller Angst entnommen. auch mir dein ewges Heil Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ, daß du für uns gestorben bist und siegreich auferstanden! 3310 2. Dein Leben in der Majestät befestigt unsern Glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, den großen Trost uns rauben, daß du hast unser Heil vollbracht, und von des ewgen Todes Macht uns Sünder haft erlöset? di 3. Gott selbst, der dich dem Grab' entrückt, hat dem, was du gelehret, der Wahrheit Siegel aufgedrückt, und dich als Sohn geehret, hat deines Todes hohen Werth der Welt zu geben, auch meiner Seele Trost zu seyn, zur Tugend Kraft mir zu verleihn, und mich zu Gott zu führen.] Me Gott, hilf mir dazu; be5. Mein Herr, mein freie mich von Sünden; laß mich für meine Seele Ruh' im Frieden Gottes finden. Erwecke deinen Sinn in mir, damit ich, Gott ergeben, hier als dein Erlöster wandle. 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht, Verstorbne zu erwecken. Du rufft einst, und der Gråber Nacht wird Todte nicht mehr decken. Denn wie du auferstanden bist, P so 226 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 7. O laß mich, weil ich hier noch bin, im Glauben an dich wandeln, und jederzeit nach deinem Sinn rechtschaffen seyn und handeln, daß ich, wenn ich nun aufersteh', und dich, des Todes Sieger, seh', nicht angstvoll vor dir bebe. so werd' auch ich, Herr bezwang und unsern Jesu Christ, durch dich Staub erhöhte! Er übereinst auferstehen. wand, er überwand! Nacht war um ihn, und sie verschwand in helle Morgenröthe. Bebet! Gebet, stolze Spötter, unserm Retter Preis und Ehre, glaubt an ihn und seine Lehre! 2. Leer ist die Gruft, die ihn umgab; sei mir gegrüßt, mein künftig 8. Wo du, Herr, bist, Grab, du Wohnung da soll auch einst dein ernster Stille! Nur weJünger mit dir leben; nig Tage werden's seyn, und du wirst ihn, wenn o dann empfängst du du erscheinst, zu deiner mein Gebein in deiner Freud' erheben. Laß Schatten Hülle. Freude! einst dies Glück mein Freude! Diese Glieder Erbtheil seyn; so werd' werden wieder aufersteich dein mich ewig freun, hen; meinen Heiland du Todesüberwinder! werd' ich sehen! mso 18001 Jun Mel. wie schon leucht't uns. Mel. un lob, mein Seel'. 200. Triumph, Tri- 201. Lobsinge, meine umph, und Lob und Dank Seele, dem Welterlöser! dem, derdes Todes Macht bet' ihn an! Lobsing' ihm und sochldo Jefu Auferstehung. amo 227 HOT und erzähle, was dir zum fliehn, das Grab das Grab ist leer. Heil der Herr gethan! Er Der fast war, sieh', er hat für dich gerungen; lebet! Er lebt, und stirbt durch seine Macht hat er hinfort nicht mehr. Die des Todes Macht bezwun- schwachen Jünger wanTou gen und seiner Schrecken ken; er stärkt die WanHeer. Er hat des Grabes kenden. Sie sehn ihn, Famou Grauen geschwächt, da er freun sich, danken dem PRICE erstand. Nun läßt uns Auferstandenen. Jer Sie CAU Gott einst schauen der sehn empor ihn steigen, Frommen Vaterland. Lachis und gehn, wie er gebot, mo MAL 200 mit Freuden hin, und zeugen von ihm bis an den Tod. 2. Froh führte seine Sonne den festlich hohen Tag herauf. Da stand er, meine Wonne, mein 4. Herr, deine Boten Gott und mein Versöh- siegen, von dir und deiner, auf. Gedanke, der nem Geist gelehrt; die zu Freuden des Himmels Gößentempel liegen; der mich erhebt! Gedanke, Erdkreis wird zu Gott beder im Leiden mit reichem kehrt. Ich weiß, an wen Trost belebt! des höhern ich glaube, bin freudenLebens Quelle! mein voll ein Christ. Ihn bet' Schild in jeder Noth! ich an im Staube, ihn, der Wo ist dein Sieg, o mein Retter ist. Ich werd' Hölle! Wo ist dein ihn ewig schauen, wenn Stachel, Tod? om hier auch mich erhebt. Der 3. Des Felsen Grund Herr ist mein Vertrauen; erbebet, die Wächter er starb für mich und lebt! P2 202. 228 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 202. Preis dem To- flammet, rühmt er, dankt desüberwinder! Sieh', er, jauchzt, entreißt dieser er starb auf Golgatha. Welt sich. Denn er preist Preis dem Heiliger der dich, der ihn nun nicht Sünder! Preis ihm und verdammet, weil du starbst Hallelujah! Sieh', und auferstandst, Gott starb auf auf Golgatha. mensch, weil du überwandst. បទ er 10 Singt, des neuen Bundes Kinder- aus dem Grab eilt er empor 4. Da, in Morgendämmerungen noch geChor! singet ihm in höherm hüllt, die Erde schwieg, da zu tiefern Anbetunmidh nod napisgen Gottes Engel nie2. Laßt des Dankes derstieg, aber jetzt noch Harfe klingen, daß die Seele freudig bebt! Laßt uns, laßt uns mächtig singen dem, der starb und ewig lebt, daß das Herz vor Wonne bebt! Preis und Ehre laßt uns bringen dem, der starb und ewig lebt, dem, der starb und ewig lebt! nism bebend schwieg, da erstandst du! Engelzungen, alle Himmel sangen dir, Todesüberwinder, dir! 5. Bei den Todten ihn zu finden, ging sie hin, wo Christus schlief. Ach was mußte sie empfinden, als er sanft Maria! rief, und als sie Rabbuni! rief! Herr, einst werd' auch ich dich finden, wo dein Gott ist und mein Gott, ruft mich nun zu dir der Tod. 6. 3. Du, der uns nun nicht verdammet, wie er hebt dein Lob den Geist! Durch die Ewigkeit ent SOS nondido Jesu Auferstehung ema 229 101 un 6. Wenn ich aus dem mit Kraft erfüllst, dein Grabe gehe, wenn mein hochheilig Lob zu lallen. Staub Verklärung ist, Selig war stets, wen wenn ich, Herr, dein Ant- dein Lob, Ewiger! zu dir lih sehe, dich, mein Mitt erhob. ler, Jesus Christ, dich, Verklärter, wie du bist o dann, wenn ich auferstehe, hab' ich, du, der Sünder Heil! ganz an deinem Leben Theil. $ 07. Jetzt, da ich an dich nur glaube, seh' ich dunkel noch und fern, ich, der Wanderer im Staube, dich, die Herrlichkeit des Herrn, dich, die Herrlich 10. Singt dem Herrn, keit des Herrn. Dennoch, singt ihm nun Psalmen! wenn ich innig glaube, Jesus Christus hat gewenn ich dürste, strömt siegt. Streut dem llemir Ruh' deines Tod's berwinder Palmen, die und Lebens zusging thr bang' und weinend 9. Dahinauf die Engel wallten, in den mächtigern Gesang lauter ihre Harfen schallten, da ihr Lob zum Throne drang, daß davon der Thron erklang, daß die Himmel Pris wiederhallten: da, da hattest du's vollbracht, da warst du vom Tod' erwacht! se d 100 8. Gerne will ich hier noch wallen, Herr, so lange du es willst; knieen will ich, niederfallen, flehn, daß du dich mir enthüllst, und mein Herz schwiegt, als er starb! Er hat gesiegt. Zu der Himmel höhern Psalmen, zu der Ueberwinder Chor steig', o Lied des Lamms, empor! ht dhe nd na 203. 230 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel.Christ ist erstanden. V. 1. 203. Christus ist erstanden aus des Todes Banden. Sein soll alle Welt sich freun, er will unser Heiland seyn. Gelobt ſei Gott! ll den; singt seinen Ruhm in allen Landen, und Erd' und Himmel sei Gesang! Ihm, der vom Tod' erstand, ihm, der einst überwand, Hallelujah! Sein ist die Macht, er hat's vollbracht. Die Welt ist seiner Ehre voll. no 2. Ja, du Land der ad un prie 2. Christus ist erstanden; rühmt's in allen Mara 2 mug.00 Landen. Unsre Hoff Gråber, Erde, empor aus nung stehet fest, die auf deinem Staube! Werde Christum sich verläßt. sich verläßt. Gelobt sei Gott! HING orind ein Land des Lebens und des Lichts! Er, der siegreich auferstanden, befreit uns von des Todes Banden und von den Qualen des Gerichts. uns zu freun. Gelobt Heil uns! Das Grab sei Gott! ist leer! Des Abgrunds Schreckensheer ist be3. Gott sei Preis und Ehre! Nun siegt Jesu Lehre; ewig, ewig sind wir sein, ewig seiner HIDRO po Mel. Wachet auf, ruft uns die. 0119111901 Und zwungen. Des Todes 204. Amen! Lob Nacht, der Hölle Macht, und Preis und Stärke der Gråber Grauen ist sei dem Vollender seiner besiegt. bures ind som Werke, dem Todes- le- 3. Was vermag uns berwinder Dank! Seht, zuerschüttern? Der Hölle der Held ist auferstan- Sclaven müssen zittern 80S vor dildo Jesu Auferstehung. ato 231 vor ihm, der ewig, ewig 5. Wir auch, wir auch lebt. Wir, des Aufer werden bleiben, mag doch standnen Brüder, wir, des Leibes Staub zerstäuChristen, seines Leibes ben, verzehre Moder mein Glieder, wir freun uns Gebein. Jesus lebt; und deß, der ewig lebt. Für meine Glieder belebt einst uns sank er in Tod; für seine Allmacht wieder; uns entrückte Gott ihn wie er, werd' ich unsterbdem Grabe. Empörer, lich seyn. In der Verbebt! Der Sieger lebt! wesungGrab dringt dann Er lebt, und stirbt hin- sein Ruf hinab; und ich fort nicht mehr. n lebe, und ich bin sein, auf ewig sein. Wie wird mir dann, o dann mir seyn! maute Mel. Mein Jesus lebt, was. in Serisi 4. Unser Herz darf nun nicht wanken; die bangen, zweifelnden Gedanken besiegt des Glaubens Zuversicht. Wie 205. Heil ihm, dem ein Fels des Herrn im Meere, steht unerschüt tert Jesu Lehre, um glänzt mit Seligkeit und Licht. Des Himmels Bau zerfällt; die Herrlichkeit der Welt wird verschwinden. Doch fort und fort steht Jesu Wort, 2. Er hat des Grabes bleibt Trost und Heil in Ruh' empfunden; doch Ewigkeit. doland kurzer Schlummer war Todesüberwinder! Aus seiner Gruft geht er hervor. Als Netter der verlornen Sünder empfängt ihn nun der Engel Chor; und aller Himmel Jubelton preist ihn, des großen Gottes Sohn. ferfein 79 232 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. sein Tod. Er hat gekämpft der SündeBanden, dient und überwunden; dahin ihm nun euer Lebenlang. ist alle seine Noth. Ihm, Nicht mehr der Welt und der das Felsengrab durch Eitelkeit, nein! ihm weiht drang, erschallt mun ein eure Prüfungszeit. Triumphgesang.snismi 6. Ein Tag erscheint, 3. Das segensreichste erlösteBrüder! freut euch, seiner Werke, die Rettung es ist ein Wonnetag! einer Menschenwelt, voll dann kommt der Herr endet ist's mit Gottes von neuem wieder, und stärke; die Nacht des Irr- Engelheere folgen nach. thums ist erhellt. Sein Dann dringet auch in göttlich Evangelium steht unser Grab des Todtenfest zu seines Namens weckers Ruf hinab. Ruhm. Selfen u 7. Dann werden wir 4. Auf Felsen ruht des zum höhern Leben, zum Christen Glaube, da sein Sohn der Frommen auf Erlöser ewig lebt, und erstehn, und, mit des einst mit Macht aus sei Himmels Glanz umgenem Staube ihn zur Un- ben, an seiner Hand zum sterblichkeit erhebt. Nun Throne gehn, ihm ewig wird der Tod an Jesu Dank und Ehre weihn, Hand ihm Hingang in und ewig durch ihn selig ein beßres Land.q no seyn. ilk schil maniauhtia Mel. lun danket all' und. cuprin may a 206. D fagt es Allen, daß er lebt und auf5. Ja Christen, fingt! er ist erstanden. Singt ihm Triumph- und Preisgesang! Entfesselt von 11191 er moldo Jesu Auferstehung. asno 233 erstanden ist, daß er in erglühn; denn herrlich unsrer Mitte schwebt, und ewig bei uns ist wird ihm diese Saat in schönern Fluren blühn. 7. Er lebt, und wird noch bei uns seyn, wenn erst wie ein Vaterland; Alles uns verläßt; und so 119093 and 2. Nun scheint die Caughe Welt dem neuen Sinn und. soll dieser Tag uns seyn ein Welt- VerjüngungsFest. hilmisdi aslin mi sidând sica Mel. Hun danket all' 207. Das Grab iſt leer, das Grab ist leer! Erstanden ist der Held! Das Leben ist des Todes Herr, gerettet ist die Welt. 4. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den Himmel aus; und wer 2. Die Schriftgelehrnur hört aufseinen Rath, ten hatten's Müh' und kommt in des Vaters wollten weise seyn; sie Haus. med Had 5 hüteten das Grab, und 5. Nun weine Keiner sie versiegelten den Stein. mehr allhie, wenn Eins 3. Doch ihre Weisheit, die Augen schließt! Vom ihre List zu Sport und Wiedersehn, spåt oder Schanden ward; denn früh, wird Trennungs- Gottes Weisheit höher schmerz versüßt. ist und einer andern Art. s 4. Sie kannten nicht den Weg, den Gott in ſeinen ein neues Leben nimmt 1151 man hin entzückt aus seiner Hand. festen 3. Hinunter in das tiefe Meer versank des Todes Graun; und jeder kann nun leicht und hehr in seine Zukunft schaun. S 6. Nun kann zu jeder guten That ein jeder frisch 234 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 5. Gott gab der Welt, wie Moses lehrt, im Pa radies sein Wort; und seitdem ging es ungestört im Stillen heimlich fort; seinen Werken geht, und todt. Allein er lebt, nun daß nach Marter und Gottund Mensch vereint, nach Tod das Leben auf- und alle Macht ist sein. ersteht. 10 10. Hallelujah! daß Grabistleer! Gerettetist die Welt! Das Leben ist des Todes Herr! Erstanden ist der Held! 6. Bis daß die Zeit erfüllet war- die Himmel fei'rten schon- da kam's zu Tage, da gebar die hätte mit empfunden die Jungfrau ihren Sohn. Freude, da der Engel mel. Ich will dich lieben, m. 208. daß ich D issensti 7. Der Seligmacher, hoch und hehr und Got tes Wesens voll, ging hier in Knechtsgestalt einher, that Wunder und that wohl; kam, und nun nach bangen Trauerstunden die Jüngerschaar das Wort vernahm: Sucht nicht im Grabe Jesum Christ, der von dem Tod' erund 8. Und ward verachtet standen ist! und verkannt, gemartert 2. O daß ich's hätte und verklagt, und starb mit vernommen, als am Kreuz durch Men schwer gebeugt im Garschenhand, wie er vorher tenland, so ganz allein, geſagt; and omis duſo tief beklommen, die 9. Und ward begraben trauernde Maria stand, und beweint, als sei er und Jesus rief ihr freundnomist lich ustad Jesu Auferstehung.net 235 lich zu: Wen suchest du? 5. daß ich hätte mit was weinest du? di gestanden, als ihn um3.Odaß ich wäre mit schloß die treue Schaar, gegangen den stillen Weg und Seit' und Wunden nach Emmaus, wo gleich wiederfanden, sein Bild, von himmlischem Ver- so wie's im Herzen war, langen das Herz ent- und Thomas rief voll brennt beim ersten Gruß, Heilsbegier: Mein Herr und nun beim letzten und Gott, ich glaube Sonnenstrahl der Herr dir! bins sich zeigt am Abendmahl! 14. O daß ich's hätte mit erfahren, als dort die Jünger sorgenschwer in dunkler Nacht beisam men waren, und hatten keinen Tröster mehr, und nun ertönte freudenreich die Rede: Friede sei mit euch! in 6. Welch ein Gefühl muß die durchbeben, die ihren Herrn so viel beweint, wenn gnadenreich im neuen Leben der Heiland seinem Volk erscheint! D sei getreu! Er naht auch dir, im Schauen dort, im Glauben hier.ijire cous co amorz ran 8. Jesu Erhebung 209. Christ fuhr gen Himmel; was sandt' er uns hernieder? Den Trdster, den heiligen Geist, zu Trost der armen Christenheit. Hallelujah! scule squad 210. 091930 zur Rechten Gottes. 2. Hallelujah, Hallelujah, Hallelujah! deß folln wir Alle froh seyn; Christus will unser Trost seyn. Hallelujah! 236 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel. 7un freut euch, lieben. liegt's; ist dieser acht, so 210. Auf diesen Tag wird gewiß das Leben bedenken wir, daß Chri- recht zum Himmel seyn stus aufgefahren, und gerichtet. nad magneese flehn zu Gott mit Herz- 4. Solch' Himmelbegier, er woll' uns All' fahrt fåht in uns an, bewahren, die wir auf wenn wir den Vater findieser armen Erd' ohn' den, und fliehen stets der ihn, von Noth und Tod Sünden Bahn, thun beschwert, nicht Trost uns zu Gottes Kinden. noch Hoffnung haben. Wir sehn hinauf, er sieht sid2. Gott Lob! nun ist herab; an Lieb' und Treu' der Weg gemacht, uns geht uns nichts ab, bis steht der Himmel offen. wir zusammen kommen. Christus schleußt auf mit großer Pracht; vorhin konnt's Niemand hoffen. Wer's glaubt, deß Herz wird freudenvoll, dabeier sich auch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen. 3. Wer nicht folgt und sein Wort nicht thut, dem ist's nicht Ernst zum Herren; der wird sich Nel. Erſchienen iſt der herrl. selbst durch Fleisch und D Blut das Himmelreich 211. Wir freuen versperren. Am Glauben uns, Herr Jesu Christ, OIS 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn Gott uns zu sich nehmen und seinem Sohn wird machen gleich nach allem Streit und Gråmen. Da olgen. wird sich finden Freud' und Muth in Ewigkeit bei'mhöchsten Gut; Gott, hilf, daß wir's erleben! brydonker Caval daß Jesu Erhebung zur Rechten Gottes. 237 daß du erhöht gen Him- wer an dich glaubt! Du mel bist. O du, den unser bist sein Licht, sein Trost, Loblied preist, stårk' auch sein Theil, sein starker im Glauben unsern Geist, Schuß, sein ewges Heil. der auf dich hofft! Gelobt seist du! Bisd 1982. Du sitzest auf der 6. Herr, unsre Herzen Himmel Thron, als unser Freund, als Menschensohn. Du schämst auch da dich unser nicht; drum traun auf dich; dein freuet unsre Seele sich. Du, der duhuldreich an uns denkst und gern uns deinen Sebist du unsre Zuversicht gen schenkst, bist unser in Ewigkeit.Trost. BISHG 3. Dein ist die Macht; dein ist das Reich. Wer ist dir bekannt, und Alles ist an Majestät dir gleich? ist in deiner Hand. Von Mensch, Engel, jede Crea- keinem deiner Freunde tur ist dein, Beherrscher fern, bemerkst du sie, der Natur. Gelobt seist hilft ihnen gern, Erdu! modrs hal barmender! emisi mister drar 4. Umsonst, umsonst empören sich, Herr, deine Hasser gegen dich; dein Thron steht fest und wan ket nicht, wenn gleich der Frevler widerspricht. Gelobt seist du! Case& 5. Du, unser triumphi rend Haupt, wie selig ist, 7. Was uns beglückt, asolino 8. Blick auch auf uns mit Freundlichkeit vom Throne deiner Herrlichkeit! Hilf unserm schwachen Glauben auf, und kröne unsern Lebenslauf mit deinem Heil! 9. Gen Himmel fährst du auf als Held; als Herr und 238 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. und Richter aller Welt kann, sonst nirgends, wird dich dereinst der Ruh' erlangen. Denn Erdkreis sehn. Hilf, daß wo mein Heil gekommen wir dann vor dir bestehn, hin, dahin steht auch mein und dein uns freun! Herz und Sinn. Nach ihm mich sehr verlanget. 10. Dann triumphirt der Glaub' an dich, dann jauchzen wir dir ewiglich. Hilf uns dazu, Herr Jesu Christ! Dir, der du unser Heiland bist, sei ewig Preis! 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Wallfahrt zieren, und darauf einst, wenn dir's gefällt, mit Freuden scheiden aus der Mel. Allein Gott in der höh. som r 212. Auf Christi Welt. Herr, höre dies just Himmelfahrt allein ich mein Flehen! meine Nachfahrt gründe, denied und allen Zweifel, Angst 213. und Pein im Glauben überwinde. Denn weil das Haupt im Himmel ist, wird seine Glieder Jesus Christ gewißlich nach sich ziehen. uth 2. Weil er gezogen Himmelan und große Gab' empfangen, mein Herz auch nur im Himmel Jauchzt, ihr Erlösten, dem Herrn! Er hat sein Werk vollendet; deß müsse sich der Erdkreis freun! Er fährt verklåret hinauf zu dem, der ihn gesendet, und nimmt die Himmel wieder ein. 2. Der Herr, nachdem er das Heil und unvergånglich Leben auf Erden an Rechten Gottes. 239 Jesu Erhebung zur an das Licht gebracht, den Weg zu Gott uns gelehrt, sich selbst für uns gegeben, fährt auf zur Rechten seiner Macht. sid UM 6. Preist, ihr Erlösten, den Herrn, und rühmet, all' ihr Frommen! Er fährt gen Himmel als ein Held. In Wolken fährt 3. Sein, sein ist alle er hinauf; so wird er Gewalt im Himmel und wiederkommen, ein Herr auf Erden, und uns hat und Richter aller Welt. er das Heil verdient. 7. Dies ist des GlauWer sein Wort glaubet bigen Trost, verklärt ihn und hält, soll nicht ver- einst zu schauen, und loren werden; er hat die seiner Liebe sich zu freun. Welt mit Gott versühnt. Dies ist des Gläubigen 4. Hoch über alle Ver- Pflicht, ihm ewig zu vernunft besiegt er ihr Vertrauen, und sich durch derben; und seine Lieb' Tugend ihm zu weihn. ermüdet nie, ein unver- 8. Wer des Erldsers gångliches Glück den sich schämt, deß wird auch Menschen zu erwerben; er sich schämen, den wieer heiligte sich selbst für sie. der ehren, der ihn ehrt. Laß uns das Leben vor dir und Gnad' um Gnade nehmen, Herr, dessen Herrschaft ewig währt! pelos 9. Ich bin ein irrendes Schaaf; du weisest mich zurechte, und leitest mich nach deinem Rath, machst mich 5. Jauchzt, ihr Gerechten, dem Herrn, und preiset seinen Namen! Ihm danken, das ist unsre Pflicht. Wir sind glückselig in ihm. Sein Wort ist Ja und Amen; und Gott ist unsre Zuversicht. 240 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. mich vom Knechte der genommen, du wirst geWelt zu einem deiner Knechte, und tilgest meine Miſsethat. wiß zur rechten Zeit in großer Kraft und Herrlichkeit vom Himmel wiederkommen. Gieb, daß dann froh und mit Vertraun dich, Herr, auch meine Augen schaun! Ansidiga lipo 300 2. Wer faßt, o Hei land, jetzt die Pracht, die deinen Tag einst herrlich macht? Wie groß wirst du dich zeigen! Wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer erscheinst, und sie vor dir sich beugen: dann sieht die Welt die Majeståt, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht.ne. 10. Was ist die Hoheit der Welt? Sie rührt den Christen wenig; du klei dest ihn mit Ruhm und Pracht. Was Was ist die Hoheit der Welt? Zum Priester und zum König bin ich durch dich vor Gott gemacht. 11. Dank sei dem Heiland der Welt! er hat sein Werk vollführet. Frohlock' ihm, Volk der Christenheit! Er sißt zur Rechten des Herrn; er lebet und regieret von Ewig keit zu Ewigkeit. namdan M. Ewigkeit, du Donnerw. 214. Erhöhter Jesu, Gottes Sohn, der du schon längst der Himmel Thron als Herrscher ein43. Laut tonet dann in jedes Grab dein allmachtvoller Ruf hinab, und schafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd' und Meer das ganze zahlenlose Heer der Todten Jesu Erhebung zur Rechten Gottes. 241 ten wiedergeben; durch Mel. Erschienen ist der herrl. deine Stimme neu beseelt, gehn sie hervor, und keiner fehlt. Gem sp 215. Auf, Jünger Jesu, freuet euch! Der Herr fährt auf zu seinem Reich. Er triumphirt; lobsinget ihm! lobsinget ihm mit lauter Stimm'! Hallelujah. 4. Da stehen sie vor deinem Thron, erwarten den bestimmten Lohn mit Freuden und mit Beben. Die Sünder trifft nun 2. Sein Werk auf Schmach und Pein; die Erden ist vollbracht; zerFrommen aber führst du ein in das verheißne Le ben. Nun zeigt die That, Herr Jesu Christ, daß du der Erde Richter bist. stört hat er des Todes Macht. Er hat die Welt mit Gott versöhnt; und Gott hat ihn mit Preis gekrönt. Hallelujah. biliop 201 5. O gieb, wenn nun 3. Weit, über alle dein Tag erscheint, daß Himmel weit geht seine ich in dir dann meinen Macht und Herrlichkeit; Freund und Heiland wie ihm dienen selbst die derfinde, daß ich mit Freu- Seraphim. Lobsinget den vor dir steh', und mit ihm mit lauter Stimm'! dir in den Himmel geh', Hallelujah. Q befreit von Fluch und 4. Sein sind die Völker Sünde. Laß mich im aller Welt. Er herrscht Glauben wachsam seyn; als sieggewohnter Held; so kann ich deines Tags er herrscht, bis unter seimich freun.ombinen Fuß der Feinde Heer sich 242 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 3. Halle: J sich beugen muß. Hallelujah.. 35. Er schüßzet seine Christenheit, erhält sie bis in Ewigkeit; er ist ihr Haupt. Lobsinget ihm! lobsinget ihm mit lauter Stimm'! Hallelujah. Mel. wachet auf, ruft uns. 6. Ja, Heiland, wir erheben dich, und unsre Herzen freuen sich der Herrlichkeit und Majeståt, dazu dich Gott, dein Gott, erhöht. Hallelujah. 7. Bereitet hast du schon den Ort, wo wir dich schauen fort und fort. Nach treu vollbrachtem Glaubenslauf nimmst du uns in den Himmel auf. Hallelujah. 216. Ueber aller Himmel Heere erhebst du dich zum Thron der Ehre, du Mittler unsrer Seligkeit! Hin zu dem, der dich gesendet, gehst du, da hier dein Werk vollendet, mit göttlicher Zufriedenheit. Du hast die Sünderwelt mit deinem Licht erhellt. Preis und Ehre sei, Jesu, dir! Froh sehen wir dir nach in deine Herrlichkeit. i 2. Deines Vaters Gnadenwillen auf Erden völlig zu erfüllen, warst HOUR ja m 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit stårk uns in unsrer Prüfungszeit, nur dir zu du gehorsam bis zum leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Antlig schaun. Hallelujahon bij Tod. Sige, Sohn, auf meinem Throne! dir geb' ich meine Welt zum Lohne und 9. Dann werden wir uns ewig dein, erhöheter Erlöser, freun. Dann singen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heiligthum. Hallelujah. Jesu Erhebung zur Rechten Gottes. 243 und meine Herrlichkeit, du wiederkommen; dann sprach Gott. Wie herr- führst du alle deine Fromlich ist dein Lohn, erhöh- men mit dir hinauf in's ter Gottes- Sohn! Auf, Vaterland. Erkaufthast ihr Frommen! folgt treu du uns Gott und dir ihm nach durch Streit durch deinen Tod. Wo und Schmach! Gott, du lebest und Gott mit dem ihr dient, belohnt dir, da sollen wir auch ihr mit dir leben und mit Gott. DAN als Gott. MILTON BEAU 3. Deine trauernden Erlösten, o Herr, zu stär- 5. Welch ein Jubel wird ken und zu trösten, kam es werden, wenn wir dich über sie von dir dein Geist. wiedersehn auf Erden in Er ist's, der auch uns im aller Majestät des Herrn! Leiden mit Trost erfüllt, Ist der große Tag des Leund uns die Freuden der bens, für deine Feind' ein bessern Welt bei dir ver- Tag des Bebens und der asse heißt. Er lehret uns die Verzweiflung, Herr, noch Bahn, die wir dich wan- fern? Wann kommt er? deln sahn; und wir wan- wann erfreut uns deine deln die edle Bahn; bald, Herrlichkeit? Hallelujah, bald empfahn wir auch der Tag ist nah'! Ach war' von dir die Kron' amZiel. er da, und mit ihm unsre 4. Uns die Státe zu Herrlichkeit! bereiten, um die wir Pilipi ger hier noch streiten, gingst du voran in's Va terland. Herrlich wirst Joisdie Mel. wie wohl ist mir, o Sr. 217. Vollendet iſt dein Werk, vollendet, o Q2 Welt Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 0191 Welterlöser, unser Heil! dort aufgenommen, und Uns liebet Gott, der dich hohe Wonne wird ihr gesendet, und seine Huld Schmerz. wird uns zu Theil. Er- 3 d 3. Ich seh' empor zu heb', erhebe dich vom dir, Vertreter; dich bet' Staube! Zum vollen ich still mit Thränen an. Schaun wird nun dein Ich weiß, daß auch Glaube, o Sieger, himm- ein schwacher Beter im lisch wird dein Licht. Staube dir gefallen kann. Dich will nach Erdenleid zwar fallen Engel vor und Thränen dein Gott dir nieder; doch auch mit Preis und Ehre kro- der Engel höhre Lieder nen vor aller Welten verdrängen nicht mein Angesicht. schwaches Lied. Von $ 22. Heil dir! des Him- meinen aufgehobnenHänmels Pforten schließen den wirst du nicht weg sich auf vor dir, des dein Auge wenden; du Ewgen Sohn; die Erde siehst den Dank, der in liegt zu deinen Füßen, mir glüht. du schwebst empor zu Gottes Thron. Noch ar 4. Gieb meinem Glausegnest du die Treuge ben Muthund Leben, sich liebten; noch senkst du Trost auf die Betrübten, strömst süße Hoffnung in ihr Herz. Sie sehn's, du bist von Gott gekommen, wirst im Triumph SO über Erde, Welt und Zeit mit starken Schwingen zu erheben zu dir und deiner Herrlichkeit! O du, der mich vom Tod' errettet, von Erd' und Himmel angebetet, 244 Sendung des heiligen Geistes. 245 gebetet, in dem sich Gott Glaube seufzt nach dir, mit uns vereint, du, aller Welten Herr und Führer, der Geister ewiger Regierer, du bist mein Bruder, bist mein Freund. nach dir! Dann werden auf dem Wolkenwagen dich Millionen Engel tragen; du wirst in deiner Herrlichkeit, Herr, Allen, die jetzt zu dir weinen, vom Himmel als ihr löser, komm'! es seufzen Freund erscheinen; und hier im Thränenthale Wonne wird der Erde deine Frommen; ihr Leid. nodin? 5. Einst wirst du herrlich wiederkommen. Er 9. Sendung des heiligen Geistes. Tomiso#sprise nok hat zum rechten Vaterland. Erbarm' dich, Herr! 218. Nun bitten wir den heiligen Geist um den rechten Glauben aller- 3. Du süße Lieb', meist, daß er uns behüte schenk' uns deine Gunst, an unserm Ende, wenn laß uns empfinden der wir heimfahrn aus die Liebe Brunst, daß wir sem Elende. Erbarm' uns von Herzen einander dich, Herr! d sldorlieben, und in Frieden 2. Du werthes Licht, auf Einem Sinn bleiben. gieb uns deinen Schein, Erbarm' dich, Herr! lehr' uns Jesum Christ 4. Du höchster Trdkennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen ster in aller Noth, hilf, daß wir nicht fürchten Heiland, der uns bracht Schand' noch Tod, daß in 246 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. in uns die Sinne nicht thun. Herzen, die das verzagen, wenn der Feind Böse wählen, fliehest du; wird das Leben verkla- doch frommen Seelen gen. Erbarm' dich, Herr! öffnet sich dein Gnadenbrunn. 991090mionn sport Mel. Alles ist an Gottes Seg. 219. Geist, gesandt 4. Haben wir dein Licht vom gefunden, dann ist DunHimmelsthrone, kelheit verschwunden; es Geist vom Vater und erscheint uns Alles neu. vom Sohne, dem wir Freude wohnet nun im unsre Lieder weihn, laß Herzen, und von aluns würdig dich besin- len Sünden- Schmerzen gen, und in unsre fühlt sich das Gewiſsen Seelen dringen Gnade hellen Schein! deiner frei. 5. War von Sorg'das 2. Wie der Nebel vor Herz gedrücket wenn der Sonne, weicht vor es deinen Glanz erblicket, dir, du Licht der Wonne, weicht der Sorgen Heer jedes Irrthums finstre zurück. Nicht wie Feuer, Nacht. Was durch das verzehret, wie die Sünde war entweihet, Sonne, die uns nähret, wird durch deinen Glanz strahlet deines Lichtes erneuet; du vertreibst Blick. Seit der Sünde Macht. 6. Die der Tugend 3. Du lehrst uns die Weg verloren, die VerWahrheit sehen und des irreten, die Thoren, Friedens Wege gehen, bringst du auf den rechlehrest uns das Gute ten Pfad. Schwachen giebst — Sendung des heiligen Geistes... 247 giebst du neue Stärke, brünstig'Lieb' entzund' in Lust zu jedem guten Werke, Muth zur allerschwersten That. ihn'n! D Herr, durch deines Lichtes Glanz zu dem Glauben versammlet hast das Volk aus aller Welt Zungen; das seidir, Herr, kenden Regierer, leit' zu Lob gesungen! Halleauch uns an deiner lujah! Hallelujah! 7. Du, der UnberathnenFührer, du, der WanHand! Hilf das Eitle uns verachten und mit heißer Sehnsucht trachten nach dem ewgen Baterland! dias mahig 8. Christus Jüngern, den Verzagten, halfst du siegen; und sie brachten selbst das Leben für ihn dar. Laß uns nicht vergeblich flehen; hilf auch uns im Glauben stehen und der ganzen Christenschaar! is 2. Du heiliges Licht, edler Hort! laß uns leuchten des Lebens Wort, und lehr' uns Gott recht erkennen, von Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt' vor fremder Lehr', daß wir nicht Meister suchen mehr, denn Jesum Christ mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah! Hallelujah! 03. Du heilige Brunst, süßer Trost! nunhilf uns 220. Komm, heiliger fröhlich und getrost in Geist, HerreGott! Erfüll' deinem Dienst beständig mit deiner Gnade Gut bleiben, die Trübsal uns deiner Gläubigen Herz, nicht abtreiben. undo2e sms Herr, Muth und Sinn; dein' durch dein' Kraft uns 791 bereit' 248 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. bereit' und stärk' des Jesum, den er uns geFleisches Blödigkeit, daß sandt. O heiliger Geist, wir hier ritterlich ringen, o heiliger Gott! durch Tod und Leben zu 4. O heiliger Geist, o dir dringen. Hallelujah! heiliger Gott! du zeigest Hallelujah! uns die Himmelspfort'; hilf uns hier kämpfen ritterlich, und zu dir dringen seliglich. O heiliger Geist, o heiliger Gott! nem pomire de3 221.Dheiliger Geist, o heiliger Gott, du einzger Tröster in der Noth, dich heiliger Gott! verlaß uns nicht in Noth und Tod! Wir sagen Lob und Ehr' und Dank dir jetzt und unser Lebenlang. O heiliger Geist, o heiliger Gott! an2 and hat gesandt vom Him- 5. O heiliger Geist, o melsthron der Vater uns durch seinen Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! und 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott! wirk' in uns Allen fort und fort, entzund' in uns der Liebe Kraft, die Eintracht, Heil und Frieden schafft. heiliger Geist, o heiliger Gott! Mor i 3. O heiliger Geist, o heiliger Gott! erleucht' uns durch dein göttlich Wort, mach' uns den Mel. Wie schön leucht't uns. HISTO 222. heilger Geist, kehr' bei uns ein, und laß uns deine Wohnung seyn! o komm', du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein in unsern SeeVater recht bekannt, und len kräftig seyn zu steisted ter Sendung des heiligen Geistes.10 249 ter Freud' und Wonne. die da trauern, komm zu Reine Freude, himmlisch trösten, zu erquicken die Erlösten. Leben willst du geben, SITTEN wenn wir beten und in 4. Stark' uns mit Demuth zu dir treten. 2. Du Quell', draus alle Weisheit fleußt, die sich in fromme Seelen geußt, laß uns dein Trost wort hören, und mit der ganzen Christenheit in deiner Gotteskraft, zu üben gute Ritterschaft in Drangsal und Beschwerden, auf daß wir unter deinem Schuß begegnen aller Feinde Truß, so lang' wir sind auf Erden. wahrer Glaubenseinig Laß dich reichlich auf keit dein göttlich Zeugniß uns nieder, daß wir ehren. Laß uns Alle dei wieder Trost empfinden, ner Wahrheit Himmels- alles Unglück überwinKlarheit froh erkennen, den. msada monisd Jesum unsern Heiland 5. Du Himmelsthau, nennen. 9101 sa 3. Steh' uns stets bei mit deinem Rath, und führ' uns selbst den rechten Pfad, die wir den Weg nicht wissen. Gieb Kraft uns und Beståndigkeit, dir treu zu bleiben allezeit, auch wenn wir leiden müssen. Baue, ergieße dich in unsre Seelen kräftiglich, und mach' uns sanft und milde, daß unser Herz mit Lieb' und Treu' dem Nächsten stets verbunden seinach unsers Heilands Bilde. Kein Neid, kein Streit dich betrübe; Fried' und Liebe müsse walten; Freude baue Zions Mauern; wollest du erhalten. sid am 6. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 6. Gieb, daß in wah- Hülf' und Errettung rer Heiligkeit wir führen schafft. Entsündge meiunsre Lebenszeit; sei un nen Sinn, daß ich mit sers Geistes Stärke, daß reinem Geiste dir den uns hinfort sei wohl be- Gehorsam leiste, den ich wußt, wie eitel ist des dir schuldig bin. Fleisches Lust und seine Sündenwerke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, bis wir Himmelserben werden. 3. Ich glich den wilden Reben; du hast mich gut gemacht. Der Tod durchdrang mein Leben; du riefst, ich bin erwacht. Du wirkest mehr und mehr, daß ich an Christo bleibe, und edle Früchte 223. Seuch ein zu treibe zu Gottes Ruhm und Ehr'.dap tisdag12 deinen Thoren! mein Herz steht dir bereit, der du mich neu geboren und meinem Gott geweiht! Du hochgelobter Geist vom Vater und vom 4. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll. Solch Beten wird erhöret, solch Singen klinget wohl. Es Sohne, o komm', und steigt zum Himmel an; in mir wohne, wie Christi Wort verheißt! es steiget ohn' Ermüden, bis Hülfe der beschieden, der Allen helfen kann. 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden 5. Du bist ein Geist derFreuden, das Trauern liebst du nicht; erleuchtest uns 250 ann Mel. Aus meines Herzens. 251 Sendung des heiligen Geistes. uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manchmal schon haft du in deinem Worte mir aufgethan die Pforte zu Gottes Gnadenthron! Schild und Lohn. Gieb Glück zu unsern Zeiten. Schmück, als mit einer Kron', die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend daß Volk im ganzen Land. 6. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst 9. Richt'unser ganzes nicht, daß uns betrübe Leben allein nach deinem Zorn, Zwietracht, Haß Sinn; und wenn wir's und Neid. Der Feind- sollen geben dereinst dem schaft bist du feind; du Tode hin, wenn's hier fügst durch Liebesflam- mit uns ist aus: so hilf men in Eintracht fest zu uns fröhlich sterben, und sammen, was unver- dann das Heil ererben söhnlich scheint.bin Gottes Vaterhaus! Mel. Womit soll ich dich wohl. 7. Du, Herr, hast selbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschen Herzen wenden, wie dir es wohlgefällt. Leit' uns den Friedenspfad, verknüpf' in allen Landen mit sanften Liebesbanden, was sich getrennet hat. 224. Komm', o Geist, du heilig Wesen! laß uns deinen Tempel seyn, den du dir zum Siz erleſen; zeuch in diese Wohnung ein! Wirke selbst in unfern Herzen wahrer Buße sel'ge Schmerzen; wirke keiten, und ſei ihr Weisheit, Liebe, Zucht, 8. Hilf allen Obrig2 1191190 als 252 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. als des Glaubens rechte Frucht. 3. Dich lieben, Gott, ist Seligkeit; gern thun, 2. Mach' uns in der was dir gefällt, wirkt Hoffnung sehnlich, in edlere Zufriedenheit, als der Demuth Jesu gleich, alles Glück der Welt. bit 4. Alsdann hab' ich mach' uns in Geduld ihm ähnlich, in dem Beten Vertraun zu dir; dann andachtreich, in der Treu' schenket selbst dein Geist unüberwindlich, in der das freudige Bewußtsein Gottesfurcht recht kind- mir, daß du mir gnädig lich; bilde uns, dein Ei- seist. mion& us& genthum, nur zu unsers 5. Er leite mich zur Mittlers Ruhm! 2 Wahrheit hin, zur Tueu am imgend stårk' er mich, beMel. Nun sich der Tag geend. Weise, wenn ich traurig and mo bin, auch mir als Tröster sda 225. Nicht um ein sich. flüchtig Gut der Zeit, ich 6. Er schaff' in mir fleh' um deinen Geist, Gott! den zu meiner Seligkeit dein theures Wort verheißt. ein reines Herz, versiegle deine Huld, und er bewaffne mich im Schmerz mit Muth und mit Geduld. 2. Die Weisheit, die vom Himmel stammt, o Vater, lehr' er mich; die Weisheit, die das Herz entflammt zur Liebe geMel. Werde munter mein G. 101 11900 226. Der du uns als Vater liebest, treuer gen dich.iisdeisa Gott, und deinen Geist denen, Sendung des heiligen Geistes... 253 denen, die dich bitten, und auf deine Stimme giebest, ja, uns um ihn höre. bi2. Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und zum Himmel weise. bitten heißt! demuths- 4. Ewge Quelle wahrer voll fleh' ich zu dir: Va Güter, hochgelobter Gotter, send' ihn auch zu tes- Geist, der du menschmir, daß er meinen Geist liche Gemüther besserst erneue und ihn dir zum und mit Trost erfreust! Tempel weihe! on nach dir, Herr, verlangt auch mich. Ich ergebe mich an dich; mache mich, und Fruchtbarkeit; und zu Gottes Preise, heilig mein Herz bleibt dir entrissen, stets dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu deiner Ehre lebe.ann ni 3. Dich auch kann ich nicht erkennen, Jesu, noch mit achter Treu' meinen Gott und Herrn dich nen nen, stehet mir dein Geist nicht bei. Drum so laß ihn kräftiglich in mir wirken, daß ich dich glau bensvoll als Mittler ehre stanak 5. Fülle mich mit heilgenTrieben, daß ich Gott, mein höchstes Gut, über Alles möge lieben, daß ich mit getrostem Muth seiner Vaterhuld mich freu' und mit wahrer Kindestreu' stets vor seinen Augen wandle, christlich denke, christlich handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe, bilde mich nach deinem Sinn, daß ich Lieb' und Sanftmuth übe, freundlich und versöhnlich bin. Kann ich 254 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. ich je ein Friedensband knüpfen, knüpf' es meine Hand! Zur Erleichtrung der Beschwerden hilf mir Jedem nüßlich werden. 7. Lehre mich mich selber kennen, die verborgnen Fehler sehn, sie voll Demuth Gott be kennen, und ihn um Vergebung flehn. Mache täglich Ernst und Treu', ſie zu bessern, in mir neu; zu dem Heiligungsgeschäfte gieb mir immer neue Kräfte. spåmäs 8. Wenn der Anblick meiner Sünden mein Gewissen niederschlägt; wenn sich in mir Zweifel finden, die mein Herz mit Zittern hegt; wenn mein Aug' in Nöthen weint, und Gott nicht zu hören scheint: o dann laß es meiner Seelen nicht an Trost und Stärkung 2. Du heiliges Licht, fehlen. nid bindösstarker Hort! laß uns der Wahr9. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gnadenwerk in mir; selbst den Trieb hast du entzündet, daß mein Herz verlangt nachdir. Oso setze durch dein Wort deine Gnadenwirkung fort, bis sie durch ein sel'ges Ende herrlich sich an mir vollende! istandı bır? qui hin? Mel. Komm, heiliger Geist. 227. Hör unser Gebet, Geist des Herrn! du hörst der Menschen Flehen gern. Wir wollen unser Herz dir geben; o lehre heilig uns leben! rüst' uns mit Stärke, Geist der Kraft, der in uns alles Gute schafft, daß nicht die Lockungen der Sünden uns, Christi Jünger, überwinden. Wir traun auf dich, wir traun auf dich.at Sendung des heiligen Geistes. 255 Wahrheit helles Wort singt, daß du den Sohn auf dieses Lebens Pfade gegeben, den Sohn, der leiten, daß unsre Füße Heil uns Sündern bringt nicht gleiten. Treib' fern und unvergänglichs Levon uns des Irrthums ben. Ich danke dir, daß Nacht, laß siegen deiner du den Geist, der deinen Wahrheit Macht, daß Sohn durch Wunder Jesus Christ der ganzen preist, nach seinem Wort Erde bekannt und ange- gesendet. Der Geist der betet werde. Erhör' uns, Wahrheit kam herab, der Gott! erhör' uns, Gott! deinen Boten Stärke 3. Laß, freudiger Geist, gab, daß sie dein Werk voll Vertraun in Noth vollendet.idol nu auf deine Hülf' uns mafor Sum Jeste schaun! Lehr' uns, wenn wir zum Vater treten, mit froher Zuversicht beten. Mach' uns durch deine Kraft bereit zum Sterben und zur Ewigkeit, daß wir als deine Streiter ringen, zu dir durch Tod und Leben dringen! Hal lelujah! Hallelujah! misd dorind rolledig Mel. An Waſſerflüſſen Bab. 2. Erfüllt von seiner Wunderkraft, gehn sie, die Welt zu lehren; der Geist, der neue Herzen schafft, hilft ihnen, sie bekehren. Der Der ganze Erdkreis hört erfreut die Botschaft unsrer Seligkeit; Vernunft und Wahrheit siegen. Die Blindheit und das Lafter flieht; unde wo man Gottes Finger sieht, muß Satan un228. Dir, Bater, dankt mein Herz und terliegen. ansantansdit 191 13. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 3. Umsonst, daß er 5. Des Vaters und des noch wilder tobt, Verfol- Sohnes Geist, du Quelle gung zu erregen. Der heilger Triebe, den Jesus Name Jesu wird gelobt; Betenden verheißt von sein Wort ist Kraft und Gottes Vaterliebe! wer Segen. Die Jünger dich nicht hat, der ist nicht schreckt' nicht Pein noch sein. Nimm auch mein Müh'; der Geist der Herz zur Wohnung ein; Stärke stärkte sie in Mar- hilf mir im Glauben betern und im Tode. Sie ten! In bangen Stunden blieben ihrem König treu, tröste mich, und zeige voll bekannten seinen Namen Erbarmen dich mir einst frei, und lobten ihn im in Todesndthen! Moo Tode. nad sai.tuo Mel. Warum sollt ich mich d. 256 14. Noch jetzt bist du der Geist der Kraft, noch jest der Menschen Lehrer, der Jesu neue Jünger schafft, in aller Welt Verehrer. In Sündern wirkst du Buß' und Leid, in from men Seelen Trost und Freud' und Muth im Kampf der Sünden. In bangen Stunden schenkest du, so wie im Tode, Seelenruh'; du, du hilfst überwinden. sgilrs 229. Höchster Trdster, komm hernieder! Geist des Herrn, sei nicht fern, stärke Jesu Glieder! Er, der nie sein Wort gebrochen, Jesus, hat deinen Rath seinem Volk versprochen. 2. Geist der Weisheit, gieb uns Allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr' uns freudig vor Gott treten, Baſei Sendung des heiligen Geistes. 257 sei uns nah', und sprich Mel. Komm Gott, Schöpfer. Ja, wenn wir glaubig 230. Komm zu uns, beten. in 3. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen; gieb uns Muth, Fleisch und Blut, Sund' und Welt Gottes guter Geist, schaff' deiner Menschen Herzen neu! Du kennest dein Geschöpf, und weißt, wie jeglichem zu helfen sei. zu dampfen. Laß uns 2. Stárk' uns durch Trubsal, Kreuz und deiner Wahrheit Licht; Leiden, Angst und Noth, gieb uns in's Herz der Schmerz und Tod nicht Liebe Gluth, zum Vater von Jesu scheiden. ofrohe Zuversicht, zur Tu54. Hilf uns nach dem gend Kraft und festen Besten streben; schenk' Muth. 3.FES uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gieb, daß wir nie stille stehen; treib' uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 3. Des Lebens Wort, daß Gottes Sohn vom Himmel uns herab gebracht, erleuchte jede Nation durch deiner Leitung fanfte Macht! 5. Sei in Schwachheit unsre Stüße, steh' uns bei, mach' uns treu in der Prüfungshiße. Führ', wenn Gott uns nach dem Leide sterben heißt, unsern Geist in des Him mels Freude! 4. Vereine deine Christenheit durch deines sel'gen Friedens Band; erinnr' uns Pilger dieser Zeit stets an das beßre Vaterland. 5. Gott, unsern Gott, und Jesum Christ recht R ken 258 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. kennen, dieses ist der sie allmächtig bist, wie Quell, aus welchem fühlen sie's auf ihren ewges Leben fließt; Knien, da ihnen Stirn mach' diese Kenntniß in und Wangen glühn! uns hell! 4.Der JüngerSchwächster ist ein Held, der Welten sich entgegen stellt. Im sel'gen Schauen deines Lichts bist Alles du, sonst Alles nichts. si 6. Lob sei dem Vater! Lob dem Sohn! Lob dir, o Tröster, Gottes Geist! Einst singen wir vor dei nem Thron ein Lied, das würdiger dich preist. 5. Wie zeugt ihr Mund, daß Jesus lebt! Der Fromme jauchzt, der Sünder bebt. Den Kranken neue Kraft durchdringt; er fühlt es: Jesus lebt! und singt. 6.Und wer die Zeugen Gottes hört, und Gott 2. Ein Sturm voll in ihnen glaubt und Kraft ging von dir aus, ehrt, für wahr hält, was dein Geist durchleuchtete der Herr verheißt, auch das Haus; und neues der empfängt den neuen Leben drang durch sie; Geist. so nah' empfanden sie dich nie. 7. Kein Christenthum war', wärst du nicht. Du 3. Daß du noch lebest, riefft: Es werd'! und Jesus Christ! daß du für schnell ward Licht. O SC Geist Mel. Komm Gott, Schöpfer. 231. Vereinigt zum Gebete war einst deiner Jünger erste Schaar! O wie ihr Mund dich, Jesu, pries! ihr Herz sich auf dein Wort verließ! man Sendung des heiligen Geistes... 259 Geist des Herrn! nur 12. Erquick' uns in der deine Kraft ist's, die uns Dunkelheit, versichr'uns neue Herzen schafft. unfrer Seligkeit, mach' no 8. Dubist's, der uns uns von jedem Flecken zum Guten treibt, uns rein, und lehr' uns, uns lehrt, uns stärket, bei uns des Todes freun! bleibt. Du bist's, wenn uns die Welt betrübt, der uns im stillen Dulden übt. 9. Du machst, daß froh die Seele singt, wenn Angst und Elend uns umringt; du machst uns Jesu Christo gleich, bist Pfand uns auf sein himmlisch Reich. Mel. Nun bitten wir den h. 232. Nun bitten wir dich, heilger Geist, welchen Jesus Christus uns verheißt, daß uns deine Gnade zum Guten leite, und zur Seligkeit uns zubereite. Erbarm' dich, Herr! 88 10. Odu, des Himmels beste Gab'! o senke dich 2. Du Geist der Weißheit und der Kraft, mach' uns glaubensvoll und in's Herz herab! Nimm dir uns ganz zu eigen tugendhaft; hilf uns an hin, und schenk' uns Jesu Christi Sinn! 11. Lehr' uns des Vaihn glauben, den treuen Heiland; durch ihn leit' uns zu dem rechten Vaters Willen thun, in seiner terland. Erbarm' dich, Fügung kindlich ruhn! Herr! Erleuchte den Verstand; dein Trieb mach' alles, was Gottliebt, uns lieb! 3. Du Geist der Lieb' und Einigkeit! mach' uns allesammt dazu bereit, R 2 daß 260 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. daß wir uns als Christen wiß, und erleuchtest die mit reinen Trieben und Gedanken, offenbarest von Herzen uns einander Gottes Pfade, zeugst lieben. Erbarm' dich, von Wahrheit und von Herr! dol omnis Gnade. 4. Duhöchster Trost in 3. Tröster, Tröster aller Noth, stårk' uns all' heißest du! überschwangim Glauben bis zum Tod. lich kannst du trösten; Und kommt einst die du erfüllst mit HimStunde, da wir sterben: melsruh' die durch Jesu laß uns nicht verzagen, Tod Erlösten, daß sie, nicht verderben. Erbarm' frei von Furcht und dich, Herr! Schrecken, Gottes Vaterliebe schmecken. Mel. Sei willkommen Jeful. 4. Du vertrittst uns im 233. Geist der Wahr- Gebet. Jenes inbrunstheit! lehre mich aller volle Sehnen, das mit Wahrheit Urquell ken- stillem Seufzen fleht, und nen, Jesum Christum! uns Wonne giebt durch Nur durch dich kann ich Thränen, Hoffnung und meinen Herrn ihn nen- Geduld im Leiden iſt nen; du, du mußt ihn dein Werk, du Geist der mir verklären, ganz mein Freuden. Herz zu Gott bekehren. 5. Heiligung und Rei2. In des Irrthums nigkeit, ein in Gott verFinsterniß müßt' ich ohne borgnes Leben, höhern Führer wanken; du Tugenden geweiht, wahre nur machst das Herz ge- Weisheit kannst du geben. Sendung des heiligen Geistes.co 261 ben. Selig, die an deinen Dankeslieder, des armen Gaben Theil durch Lieb' Galilders Brüder, die und Glauben haben! staunend jetzt die Erde preist! Es ist in Gottes Macht das Gotteswerk vollbracht. Heil der Menschheit! Von Nacht bekriegt, hat sie gesiegt, die Lehre Jeſu hat gesiegt. 7. Nimm mein Herz und mach' es rein! Auch die Läuterung durch Lei den ſoll mir theurer Segen seyn; sie wird Gold und Schlacken scheiden, 2. Fröhlich sei von uns gepriesen der hohe Heldenmuth, erwiesen im Kampfe für die heilge Pflicht! Schmach und Tod und Martern drohten ringsum den schwachen Jesusboten; doch bis ich Jesu Bilde gleiche, wichen sie und zagten und des Glaubens Ziel erreiche. side Mel. Wachet auf, ruft uns die. nicht. So ist der Frommen Muth, der jetzt noch Wunder thut. Droht, Gefahren! Wenn Gott 234. Feiert laut, o gebeut, wird Seligkeit, heilge Chöre, und bringt wovor sonst bang' das anbetend seine Ehre an Herz sich scheut. The seinem Fest dem Gottes- 3. Kämpfet mit getrogeist! Auf, besingt, ihr stem Muthe! es siegt doch endlich 6. Ich erflehe sie von dir; todt ist noch mein ganzes Wesen. Komm' und wohne selbst in mir, und ich leb' und bin genesen. Dann wird meine Ohnmacht Stärke, und ich wirke Gotteswerke. 262 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. endlich alles Gute, wie Mel. un lob, mein Seel'. Jesu Lehre hat gesiegt. 235. Du hast dein Kräftiger nur spricht die Werk vollendet, o Jesu, Wahrheit, der Glaube Herr der Herrlichkeit! glänzt in rein'rer Klar haft deinen Geist gesenheit, je mächtiger man det, der uns zu Tempeln ihn bekriegt. Ob noch so Gottes weiht. Er wirkt rauh es stürmt, ob sich's und gießt noch heute in's wie Berge thurmt, Boten Herz uns Licht und Ruh', Gottes! geht eure Bahn führt dir, o Herr, als zum Ziel hinan! Wer Beute bekehrte Sünder ist, der's euch entrücken zu, straft ernst die Ueberkann? treter, erhellt der Blöden Sinn, und lenkt das Herz der Våter zur Kindereinfalt hin. 4. Ja, ein Gott und Herr regieret; und, sei's durch Dunkel auch, er führet allmächtig hinan's lichte Ziel. Unerforschte Weisheit schaltet und unbegränzte Liebe waltet ob all' dem irdischen Gewühl. Im heil'gen Fest gesang erschall' auch unser Dank voller Glauben! In Glück und Noth, in Nacht und Tod erhalt' uns Glauben, Geist von Gott! bildirs 2. Er geht vorbei den Klugen, und giebt Unmündigen sich kund; die selbst sich Wunden schlugen, die Leidenden macht er gesund; streut Salz umher auf Erden, das dem Verderbniß wehrt, und leitet Jesu Heerden zur Au', die reichlich nährt. Drum freut euch heut', ihr Frommen, von Lieb' Sendung des heiligen Geistes. Lieb' und Dank ent throne, vom erhöhten brannt! Auch euch ist er Menschensohne, Geist gekommen, der Geist, den der Kraft und HerrlichGott gesandt. keit, unsre Herzen mach' bereit. 3. Auf! schmückt das 263 Fest mit Maien, umkrånzt 2. Einst bist du herabmit Blumen den Alltar! Laßt uns ein Loblied weihen dem Geiste, der uns neu gebar! Vergeßt heut' aller Schmerzen; was irdisch ist, vergeßt! heut' ist das Fest der Herzen, der Geister Weihefest. Komm denn, o Geist der zug des Herrn. Wahrheit! leit' uns die Demuth fleht's in immer hellre Klarheit, und bleibe bei uns stets! gefahren als ein Sturmwind aus den Höh'n, ließest dich in wunderbaren Feuerzungen herrlich sehn; aber jetzo wehst du stille, ohne Zeichen, ohne Hülle, auf der Erde nah' und fern, als ein Odem- Mel. Womit soll ich dich wohl. -3. Jhn, den armen Nazarener, der gering auf Erden ging, ihn, den Mittler und Versöhner, der am Kreuz die Welt umfing, allen Herzen zu verklären, ihn, den König aller Ehren, dessen Herz von Liebe flammt, groß zu machen, ist dein Amt.s 236. Quell des Le bens! Heilge Gabe, du, der Seelen Trost und Licht! deines Segens Fülle labe uns, bis unser Auge bricht. Geist, ge- 4. Ja, du nimmst es sandt vom Himmels von dem Seinen, wenn du 264 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. du Lebensworte sprichst, Frühlings Blüthenzeit, bald uns Wonneschaffst, ihn seiner Kirche Herrbald Weinen, und der lichkeit. Ihm tönt, ihr Sünde Ketten brichst. Feierlieder! Himmel, Du bist seines Wesens Erde, seid Altåre seiner Spiegel, seiner Werk' Ehre! All' ihr Seinen, und Worte Siegel, betet an, ihr ChristgeZeuge, daß er lebt und meinen! liebt, Zeuge, daß er Leben giebt. 2. Der große Tag der Pfingsten war erfüllt, der no 5. O du Pfand des treuen Jünger Schaar neuen Bundes, Geist einmüthiglich beisamdes Vaters, mild und men. Da braust es hoch rein, heilger Odem seines vom Himmel schnell, wie Mundes, zieh' in unsre Sturm; wie Bliße glänzt Herzen ein! Wahn und es hell, und Zungen, Sünde sinken nieder, Herzen flammen; fremde und die Todten leben Worte schallen, loben wieder, wo sich deine hoch erhoben Gottes Gotteskraft einen Si Thaten. Staunend horund Tempel schafft. chen, die da nahten. 3. Das, höchster Geist, ist deine Macht. Du hast die Flammen angefacht, sie ewiglich zu nähren. Du hast der Jünger Geist erhellt; sie ziehn hinaus in alle Welt, den Heiland zu Mel. Wie schon leucht't uns. DISC 237. betet an den Geist des Herrn! Sein Walten ist von uns nicht fern; sein Fest kehrt heilig wieder. Ihn preist des Sendung des heiligen Geistes... 265 zu verklären. Geißel, Bahnen Christi mahnen, Bande, Tod nicht scheuen die Getreuen, weit auf ErdenBoten seines Heils zu werden. strafen, trösten, ist dein Heilswerk an Erlösten. 6. Du Gottesgeist, noch strahlt dein Ruhm, der Christus- Kirche Heiligthum, erhöht auf Felsengründen. Ob Reiche dieser Welt vergehn sie steht, und ewig wird sie stehn. Jahrhunderte verkünden: Glaube, Hoffnung, Trost in Reue, Liebestreue, Todesfrieden, Himmelsheil hast du beschieden. 4. Wie himmlisch segnend glänzt dein Strahl! Wie wächst der kleinen Heerde Zahl durch dich zu Millionen! Auf Siegesbahnen fliegt dein Wort; durch Meer und Länder tontes fort in Hütten und auf Thronen. Nächte fliehen, Opfer schwinden, Gößen finden keine State; Einer nur vernimmt Gebete! 7.Oleit' auch uns auf ebner Bahn! Verscheuche 5. Und Eines Glau- du den finstern Wahn! bens Sonne scheint, und Zerbrich der Sünde KetEiner Liebe Band ver- ten! Verirrte führe schnell eint des Einen Vaters zurück! Gieb fromme Kinder. O Heiliger, du Weisheit uns im Glück, führst, im Streit mit gieb Trost auf SterbeWelt und Fleisch, mit betten! Selig alle, die erFreud' und Leid', an's geben dir im Leben, Sterben waren, selig in der Ziel den Ueberwinder. Beugen, heben, auf den Engel Schaaren! duit 10. Christ Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. ondom in 10. Christliche Kirche. 238. Es wolle Gott in guten Thaten; bitbindo a odinės das uns gnädig seyn und sei- Land bring' Frucht und nen Segen geben; sein beßre sich; dein Wort Antlig uns mit hellem laß wohl gerathen! Uns Schein erleucht' zum segne Vater, Sohn und ewgen Leben, daß wir Geist, daß Gottes Reich erkennen seine Werk', sich mehre. Er, unser was ihm gefällt auf Er- Gott, sei hoch gepreist, den, und Jesu Christi und ihm allein sei Ehre. Heil und Stärk' bekannt Nun sprecht von Herzen den Völkern werden, und Amen! sie zu Gott bekehren. 2.So danken dir und loben dich, Herr Gott, die Völker alle; der ganze Erdkreis freuet sich, und singt mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist, und Sünde nichtläßt walten. Dein Wort die Hut und Weide ist, dadurch wir Kraft erhalten, in rechter Bahn zu wallen.d Indie 266 sun quo 239. Ein' feste Burg ist unser Gott, ein' gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Noth, die uns jetzt hat betroffen. Der alt' böse Feind, mit Ernst er's jetzt meint; groß' Macht und viel List sein' grausam' Rüstung ist; auf Erd'n ist nicht sein's gleichen. 1963. Es preise, Gott, 2. Mit unsrer Macht und lobe dich dein Volk ist nichts gethan; wir sind ustedes Christliche Kirche. sind gar bald verloren. fahren dahin! siehaben's Es streit't für uns der kein'n Gewinn; das rechte Mann, den Gott Reich muß uns doch selbst haterkoren. Fragst bleiben. 267 du, wer der ist? Er heißt isnisdaim disid Jesus Christ, der Herr 240. Erhalt uns, Zebaoth, und ist kein andrer Gott; das Feld muß er behalten. Herr, bei deinem Wort, und steur' der Feinde List und Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, mit aller Kraft zu stürzen drohn! 3. Und wenn die Welt voll Teufel wår', und wollt' uns gar verschlingen: so fürchten wir uns nicht so sehr; es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie sau'r er sich stellt, thut er uns doch nichts; das macht, er ist gericht't; ein Wörtlein kann ihn fällen. 2. Zeig' deine Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist; beschirm' dein' arme Christenheit, daß sie dich lob' in Ewigkeit! dun 3. Gieb, heilger Geist, uns Einen Sinn; nimm alle Zwietracht von uns hin; sei mit uns in der letzten Noth; führ' uns in's Leben durch den Tod! 4. Das Wortsie sollen lassen stahn, und kein'n Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen ſie den Leib, Gut, Ehr, Mel. Christus, der ist mein L. 241. Ach bleib' mit Kind und Weib: laß deiner Gnade bei uns, Idols Herr 268 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Herr Jesu Christ, daß mag die Hölle wüthen. uns hinfort nicht schade Er, der zur Rechten Gotder Feinde Macht und tes sitzt, hat Macht, ihr List! zu gebieten. Er ist mit Hülfe nah'; wenn er Worte bei uns, Erlöser gebeut, steht's da. Er werth, daß uns in diesem Horte sei Trost und Heil beschert! 2. Ach bleib' mit deinem schüßet seinen Ruhm, und hält das Christenthum. Mag doch die Hölle wüthen. 3. Ach bleib' mit dei ner Klarheit bei uns, du werthes Licht, leit' uns in alle Wahrheit, damit wir irren nicht! 4. Ach bleib' mit dei nem Segen bei uns, du reicher Herr, gieb Wollen und Vermögen zu deines Namens Ehr'! 5. Ach bleib' mit dei ner Treue bei uns, o Herr und Gott! Bestán digkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth! Mel. Ein feste Burg ist unser. 242. Wenn Christus seine Kirche schüßt, so 7750 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören, die den Gesalbten, seinen Sohn, den Herrn der Welt, nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts; sein Kreuz ist selbst ihr Spott. Doch ihrer lachet Gott; sie mögen sich empören. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn; uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn; wir halten fest am Glauben. Gelobt ustadsl door Christliche Kirche. 269 Gelobt sei Jesus Christ! nur, und keiner mehr! Wer hier sein Junger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Der Herr, der Herr ist Gott! es ist kein andrer Gott, als Jehovah! Er 4. Auf, Christen, die ihr Welt die Seligkeit nicht ist allein, der war und rauben.sid hun duol seyn in Ewigkeit wird, der er war! mo ihm vertraut, laßt euch 2. Welche Laster, Gott, kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird euch gewiß bedecken. Der entweihten des Heidenthumes finstre Zeiten! wie hoben sie empor ihr Haupt! Es umhüllten Herr Herr Zebaoth hält dicke Schatten den Erdüber sein Gebot, giebt kreis; Finsternisse hatten uns Geduld in Noth, ihn deines Lichts, o Gott, und Kraft und Muth im beraubt. Die Erde, Herr, Tod. Was will uns ist dein. Soll's ewig findenn erschrecken? omster seyn? ewig finster? de Jehovah spricht: Es Mel. Wachet auf, ruft uns die. werde Licht! und ihre 243. Danket Gott! Finsterniß ist Licht. erhebt ihn! singet Gott, unserm Schöpfer! preist ihn, bringet Gewalt und Lob und Ehr' ihm her! In dem Himmel und auf Erden müß' er nur ange betet werden, der Höchste 3. Zion hört's, und sendet Heere Evangelisten Gott zur Ehre, zur Ehre seines Sohnes aus. Und der Mensch erkennt Gott wieder, bricht seiner Gözen Altar nieder, 179C wirft 270 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. wirft aus dem Tempel flog mit goldnen Schwinsie hinaus. Kein Weih- gen, ihm göttlich strahlend rauch dampft umher, beigesellt, als Finsterniß kein Opfer blutet mehr der dicksten Schatten seinen Gößen. Sie sind noch über allen Völkern sein Spott; es ist nur lag, und auch die Weisen Gott Jehovah, Zions keinen Tag, kaum eine Herr und Gott. schwache Dämmrung hatten. 4. Zu der Erde fernsten Gränze geh' Gottes 2. Gott kommt vom Herrlichkeit, und glänze vom Aufgang in den Niedergang! Alle Völker müssen kommen, ihn anzubeten mit den From men; ihm opfre Jeder Lob und Dank! Der Vater und der Sohn sei jeder Nation Herr und König, bis Erd' und See und Tief' und Höh'allein ein Tempel Gottes ist! Himmel, euch zu lehren. Seht, wie vor ihm die Erde schweigt! Die Heiden drången sich, zu hören, da sich der große Lehrer zeigt. Er lehret uns die Gottheit kennen, und ladet uns zum neuen Bund. Durch ihn darf unser scheuer Mund Gott wieder unsern Vater nennen. qui adidas is 3. Da unser schuldiges Geschlechte dem Tode heimgefallen war, stellt sich der einzige Gerechte zum Opfer der Versöhnung dar. Ich bete, Herr, Mel. Mein Jesu, dem die S. Jefu, demo 244. Ich will, ich muß von Jesu singen! Aus Liebe kam er in die Welt. Die Wahrheit mandaldau Christliche Kirche. aso 271 6. Was lehnt ihr denn, ihr Nationen, euch gegen Christi Predigt auf? Ihr Völker, und ihr auf den Thronen, am Kreuze sammelt euch zu Hauf'! Wo sind die Feinde? die großen Seelen, die Schon verschwunden! Märtyrer der alten Zeit, Und alle Völker müssen die sich nach diesem Jesu sehn, der Mensch kann nannten, und mit erhab- Gott nicht widerstehn, nem Heldenmuth auch und Christi Reich hat auf der Folter, in der Herr, vor dir im Staube! Haupt empor mit immer Du redest, und ein himm- ungeschwächtem Glanze. lisch Licht strahlt ſieghaft mir in's Angesicht. Du redest, und ich hör' und glaube! dni In 4. Ja, Herr, du kannst dich nicht verhehlen; aus dir strahlt Gottes Herrlichkeit! Bezeugen's nicht Gluth getreu noch ihren Gott bekannten? 5. Verehrt, verehrt ihn, alle Lande! Der Jesus, der im Grabe liegt, zerbricht des Todes ehrne Bande, lebt ewig, und sein Glaube siegt. Sein deine Christen. Dein Glaube, diese zarte Thron bestehet ewiglich; Pflanze, grunt aus ver- vergeblich wird sich wiströmtem Blut hervor, der dich die ganze Hölle und hebt im Sturm das waffnen.ammi Unt überwunden. hor mafe Lust Mel. Wo Gott der Herr nicht. DU090916 245. Die Feinde deines Kreuzes drohn, dein Reich, Herr, zu verwüsten; du aber, starker Gottes- Sohn, beschüßest 2. 272 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 12. Dein Reich ist nicht und unerschüttert im von dieser Welt, kein Vertraun auf deine ZuWerk von Menschenkin- kunft warten. dern. Drum konnt' auch 5. Uns, deine Christen, keine Macht der Welt, wollest du fest in der Herr, dessen Fortgang Wahrheit gründen, daß hindern. Dir können wir für unsre Seelen deine Hasser nie dein Ruh' in deiner Gnade Erbe rauben; selbst durch finden! Mach' unsers sie wird es vergrößert Glaubens uns gewiß; werden. vor Irrthum und vor Finsterniß bewahr' uns, weil wir leben. thitaid 3. Weit wollst du deine Herrschaft noch in dieser Welt verbreiten, und unter deinem sanften Joch die Völker alle leiten! Vom Aufgang bis zum Niedergang bring' alle Welt dir Preis und Dank, und glaub' an deinen Namen. ist 6. Ein reines Herz schaff' in uns, Herr, ein Herz nach deinem Willen, und lehre täglich fertiger uns dein Gesetz erfüllen. Gehorsam deiner Vorschrift seyn, und dann uns deiner Gnade freun, sei unser Heil auf Erden. 4. Auch deine Feinde, die dich schmähn, die frevelnd sich empören, 7. So wird dein Volk laß deiner Gnade Wun- dir unterthan und lernt der sehn, daß sie sich noch die Sünde meiden; du bekehren. Laß sie mit führest es auf ebner uns gen Himmel schaun, Bahn zu deines Reiches Freu .nstadaldo Christliche Kirche. esto 273 Freuden; und herrlich gen des Krieges gegen wird in dieser Zeit, noch sie. Umsonst! die Feinde herrlicher in Ewigkeit zogen zurück, und siegdein großer Name wer- ten nie. a mocht sid den. 02 msd ind ud2. Auf Felsengrund HO8. Voll Zuversicht er- erbauet, ist sie zur Gotwarten dich, o Jesu, deine tesstadt erhöht, die ihm Frommen. Es kommt Es kommt allein vertrauet, und der Tag, deß freun sie ewig durch sein Wort besich, da du wirst wieder steht. Von ihren Berkommen. Den Sündern gen funkelt der Wahrheit kommst du zum Gericht; Sonnenlicht, das, nieuns segnet dann dein mals mehr verdunkelt, Angesicht mit Wonne durch alle Nebel bricht. der Gerechten. ens So bleibt dem Wahn entrissen die glaubge ini e non aur Schaar des Herrn; sie 246.Fest steht zu Got- reinigt ihr Gewissen, ge= tes Ruhme die Kirche, horcht und dient ihm die geweihte Stadt, die gern. ihm zum Heiligthume des Menschen Sohn erbauet hat. Bedeckt mit seinen Flügeln, freut sie sich ihres Herrn; er wohnt auf ihren Hügeln, in ih ren Tempeln gern. Oft Mel. un lob, mein Seel'. 91 3. Die Krone der Belohnung winkt jedem Bürger dieser Stadt, der hier sich seine Wohnung erwählt, und treu gestritten hat. Errettet vom Verderben, eilt er in hostürmten schon die Wo- her Ruh', und freudig Bar selbst 274 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. selbst im Sterben, dem Wolke sünd'ger Zeit. Vaterlande zu. Dann wird er, zu den Frommen, die schon des Lohns sich freun, vom Vater aufgenommen, vollkommen selig seyn. 300 Herr, in der Wolke Nacht und Schauer ist doch ein Funke, der noch glimmt; du hast den Tag, die Nacht, die Dauer von beiden ewiglich bestimmt. 4. Frohlocke, Kirche! singe, erhebe deines Kd nigs Ruhm! Breit' aus sein Reich, und bringe, die draußen sind, in's Heiligthum, daß sie gerei nigt werden, daß sie, von dir erhellt, ihm dienen, und auf Erden gern thun, was ihm gefällt, bis alle deine Scheuern voll Garben sind, und wir, der 2. Es ton', o Herr, dein Lob die Erde! die Erd' ist auch dein Eigenthum. Vom Nordpol bis zum Südpol werde sie deiner Liebe Heiligthum! Des hohen Nordens Bürger lalle sein Lied dem Eisgestade vor; aus Saba's lauen Lüften walle der Hirtenvölker Dank empor! utást Aerndte Fest zu feiern, 3. Es weih' an fernen vereinigt all' in dir! Mel. Die Tugend wird d. Meereswogen der Wilde dir sein staunend Herz. Zu dir bei'm stillen Frie247.Noch irren viele densbogen weis er die Nationen, o Quell des Kindlein himmelwärts. Lichts, in Dunkelheit. Und eh' zur That die Uns, die in deinem Lichte Rache schreitet, dämpf' wohnen, umzieht die er den tiefen Haß und namm Groll, mandaldon Christliche Kirche. asio 275 2. Was sind Rang und eitle Schäße? Was sind Kronen dieser Welt? Freunde deiner Reichsgeseße sind einst Engeln zugesellt. Fromm zu wandeln ist ihr Ruhm, deine Huld ihr Eigenthum. Groll, und geh' als Freund dem Feind zur Seite, verzeihend, sanft und liebevoll. did 4. Ich schwinge mich auf öde Hügel; schon seh' ich Blumen drauf erblühn. Im Geist seh' ich die goldnen Flügel der neuen Morgenröthe glühn. Der Aufgang und der Abend grüßen und Mitternacht und Mittag sich, und Alles sinkt zu Jesu Füßen, lebt selig in ihm ewiglich. CA 3. Hier ist Weisheit, hier ist Tugend, wo dein heilger Geist regiert, wo das Alter, wo die Jugend sich mit deinem Sinne ziert. Selbst der Sünder preist sein Glück, eilet er zu dir zurück. 4. Ja, du herrschest nicht mit Strenge, nur von Liebe wallt dein Herz; und du lockst der in deinem Reiche, König Menschen Menge nur der erlösten Schaar! hinweg von Angst und Jede Lust der Welt ent- Schmerz. Selig, wer weiche- dennoch beutst dir seine Zeit, seine Kraft, du Wonne dar, Wonne, sein Leben weiht! die den Geist erhöht, 5. Mag der Krieg und dem Strom der Zeit die Welt zerrütten entgeht. ***** doFriede schwebt um deiS2 nen Mel. Gott des Himmels und. nels und. 248. Herrlich ist's 276 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. nen Thron. In Pallåsten, in den Hütten, groß ist überall dein Lohn. Jeder, Jeder, der dich ehrt, ist und bleibt dir ewig werth. 6. Drohn dir gleich die Frevler alle, rüstet sich der Spötter Heer: entwichen, sehen seine Strahlen nicht; doch der Weise bleibt dir treu, und du machst ihn groß und frei. 9. Mehre selbst die Zahl der Weisen! Herr, erweitre dein Gebiet, und laß einst auch den dich ach! sie nahen sich dem preisen, der noch blind Falle, toben, spotten bald nicht mehr. Ewig wird dein Reich bestehn; Wahrheit kann nicht untergehn. vor Gößen kniet! Zeig' uns Allen nach der Zeit deines Reiches Herrlichkeit! 1 ss Gruthit Mel. wie schon leucht't uns. 249. Komm, komm, du Licht in Gottespracht, den Tag, den uns der 7. Reiche dieser Welt verschwanden, Kronen sanken in den Staub; aber seit dein Reich entstanden, ward es nie Herr gemacht, mit deider Zeiten Raub. Jetzt nem Glanz zu weihen! noch blickt dein Unter- Weck' auf, was schläft than hoch entzückt zu dir in dunkler Haft, zund' hinan. an der rechten An8. In den fernsten dacht Kraft, uns heilHimmelsstrichen glänzt, gen Schmuck zu leihen! o Herr, dein mildes Licht. Frühe ziehe uns nach Thoren nur, die dir oben, den zu loben, der all11911 noldo Christliche Kirche.asto 277 allmächtig Sonnen len- 4. 3um Außerkorket, groß und prächtig! nen dringt der Schein: m2. O seht! in hellem ,, Steh' auf! du sollst Glanze steht die Kirche mein Rüstzeug seyn; Christi hoch erhöht; ihr dich ruft des Reiches Hoffen ist geschehen. Viel König!" Da schallt's: Könige, Propheten viel, Die Wahrheit macht sahn harrend auf nach euch frei, die Nacht ist solchem Ziel, und haben's hin, der Tag herbei". nicht gesehen. Selig, und Jubel hallt vieltonig. selig, wer da siehet, Herr, Herr! Ewger! was entglühet Gottes treu im Halten und im Strahle, Himmelslicht Walten überschwangim finstern Thale! lich! Gott, dein Licht ist 3. Verdunkelt stand unvergänglich. des Herrn Altar; in 5. Es stritt mit Macht Menschentrug begraben die Finsterniß; die Erde war das Wort aus Got bebt', der Vorhang riß; tes Munde. ,, Wo bleibst da siegt' das Licht vom du, Licht von Anbeginn? Morgen. Jahrhunderte Ach, Hüter! ist die Nacht sind hingeflohn, manch bald hin? bald da des Reich gestürzt und manAufgangs Stunde?" cher Thron; die Kirche Singet, singet: Treuer steht geborgen. Jesus Hüter, Lichtgebieter, du Christus gestern, heute, schläfft nimmer! Herr- und in weite Ewigkeiten! lich kam des Aufgangs Eilt, sein Lob heut' ausSchimmer. zubreiten! 6. 278 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. no 6. Tag, den uns Gott Quell, der quillet fort erscheinen läßt, dich und fort, und fließt in's grüßt, in Lieb' und Glauben fest, die heilige Gemeine, die kämpfend nocho hienieden geht, die triumphirend droben steht; es ist ja doch nur Eine! Ein Wort! Ein Hort! Jauchzt, Ver klärte, jauchz', o Erde, seinem Namen: Heilig, ewge Leben. Und nimmer dürstet, wer ihn trinkt; und wer ihn trank, viel Früchte bringt, gleich edlen Weinstocksreben. 3. Das Wort von Gott ist wahr und rein; kein Mensch hat es erfunden. Frei zieht es in die Seelen ein; kein Mensch hat heilig, heilig! Amen! es gebunden. Und ob af bilder Feind viel Unkraut såt- der Wächter wachet früh und spät bis zu der Aerndte Stunden.no@ 14. Was wagst du, Welt der Finsterniß, dich wider Gott zu sträuben? Die Männer Gottes stehn gewiß; das Reich muß uns doch bleiben. Es bleibt und steht, wenn Alles wankt; dir, Herr der Herren, sei's gedankt von Allen, die da glauthe 5. Mel. Es ist das eil uns. 250. Ein neues Lied singt Gott dem Herrn, und rühretZions Saiten! Wohl auf! begrüßt den Morgenstern, den Boten lichter Zeiten. Er geht den frommen Herzen auf; er wandelt leuchtend seinen Lauf, uns himmelan zu leiten. 2. Er ist das rechte Gotteswort, vom Him mel uns gegeben, ein ben! mindildon Christliche Kirche. asma 279 5. Führ' deine Heerd' blinde Pilger flehn um auf rechter Bahn, daß Licht. Jesus hält, was nimmer sie verderbe. er verspricht. Zünd' Glauben, Lieb' und Hoffnung an, daß Christi Sinn nicht sterbe. Wir folgen dir, wir traun auf dich; hilf deinem Volke våterlich, und segne, Herr, dein Erbe! sid Mel. Jesus lebt, mit ihm.smile sadull 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Heerde! Kleine Heerde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon er grünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dammernd sich den Heiden; doar 251. Eine Heerde und ein Hirt! Wie wird dann dir seyn, o Erde, wenn ſein Tag erscheinen wird? Freue dich, du kleine Heerde! mach' dich auf, und werde Licht! Jesus hält, was er verſpricht. 4. Sieh', das Heer der Nebel flicht vor des Morgenrothes Helle, und der Sohn der Wüste kniet durstend an der Lebensquelle; ihn umleuchtet Morgenlicht. Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren, aufgethan. Rauscht, verdorrete Gebeine! macht dem Bundesengel Bahn! Großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. m6.Odes Tags der Herr 2. Sieh', schon eilt die lichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breitLicht und Wahrheit, Fried' und Wonne! Mach' dich auf! Es werde Licht! Jesus hålt, was er verspricht. Schaar der Boten, die du ausgesendet hast, zu den Sündern, Geistlichtodten, abzunehmen Schuld und Last! Selig, die du schon erledigt! Kirche Christi, ja man predigt Großes, Herrliches in dir! wachse, wachse für 280 Mel. Womit soll ich dich wohl. 252. Kirche Christi, und für! 30%. breite, breite deine Grán- 3. O aus aller Völker dem zen weit hinaus! Söhne, Zungen werde dir, Herr Töchter dir zur Seite Zebaoth, Hallelujah stets wallen still in deinem gesungen, Lob Haus. Preis sei ewig treusten Bundesgott! deinen Thoren! Kinder Eine lichte Zeugenwolke werden dir geboren, wie sammle dir aus allem der Morgenröthe Thau Volke! Huldigten doch träufelt auf die Früh- nah' und fern Alle dir, lingsau'. dem besten Herrn! 7 11. Wort Gottes. tsasont THES Rom Says), than Mel. Ich dank dir, lieber. zen sich ergiebet! der 253. Wohl dem, der ruht im sichern Port. Jesum liebet, und seinem Wo Jesus Wohnung Himmelswort von Her findet, da stehet Alles wohl; wohl; wer sich auf Jesum gründet, der lebet lebensvoll. ndidom Wort Gottes.n esto 281 dein Stab und Stecken; halt' ihn, so kann dich nicht das Todesthal erschrecken; du gehst durch Nacht zum Licht. Bia 2. Bist du, o Mensch, verirret, suchst Ruhe hier und dort; hat dich die 5. Hilf, Jesu, daß ich Welt verwirret: komm, liebe dein seligmachend hier ist Gottes Wort! Wort, und stets darin Das wird dir klärlich mich übe; hilf, treuer weisen die rechte Tugend Seelenhort, daß ich's in Bahn, auf welcher du meinem Herzen bewahr' mußt reisen, wenn du durch deine Huld, damit willst himmelan.in Freud' und Schmerzen 3. Bist du, o Mensch, ich Frucht bring' in Gebetrübet, und wirst du duld. 101( fort und fort in Nothelid Timist on und Kreuz geübet: komm, Mel. Es ist das eil uns. hier ist Gottes Wort! 254. Herr, öffne Dies wird dein Herz selbst uns Ohr und Herz, erquicken; und wenn daß wir dein Wort recht auch alle Welt dich wollte fassen, in Glück und Leid, unterdrücken, behältst du in Lust und Schmerz doch das Feld. es aus der Acht nicht 194. Und wirst du auch lassen. Gieb, daß wir geführet an jenen dun- Hörer nicht allein, nein! keln Ort, wo Todesnacht auch desselben Thater regieret: komm, hier ist seyn, Frucht hundertGottes Wort! Dies ist fältig bringen. ple 282 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 2. Dein Wort laß allewege seyn die Leuchte unsren Füßen; erhalt' es 2. Du, mein Paradies bei uns klar und rein, auf Erden, glaubend geh' daß wir daraus genießen ich in dich ein. Laß mich Kraft, Rath und Trost täglich weiser werden, in aller Noth, daß wir daß dein heller Gnadenim Leben und im Tod schein mir bis in die Seele beständig darauf bauen. dringt und die Frucht des misbrand Lebens bringt. HOT un does 3. Gott Vater, laß zu deiner Ehr' dein Wort sich weit verbreiten! Hilf, Jesu, daß uns deine 3. Geist der Gnaden, der im Worte Licht und Wahrheit mir entdeckt, Lehr' erleuchten mög' öffne mir des Lebens und leiten! O heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort Pforte, daß mein Geist, durch dich erweckt, frei von allem Menschenund fort den Glauben, tand, folg' in Einfalt Lieb' und Hoffnung! deiner Hand! Alles an, was zu Gott mich führen kann. Mel. Liebe, die du mich zum. 4. Gieb dem Saamen meinen Acker, der die Frucht 255. Theures Wort nicht schuldig bleibt! aus Gottes Munde, das Mache mir die Augen mein ganzes Herz bewegt, wacker; und was Gottes dich allein hab' ich zum Finger schreibt, präge Grunde meiner Seligkeit meinem Herzen ein; laß gelegt. In dir treff' ich den Zweifel ferne seyn! woh 5. oddawn Wort Gottes. aso 283 5. Was ich lese, laß Kräfte schmecken. Laß mich merken; was du keinen Spott, o Herr, sagest, laß mich thun! mein Gott, mich von Wird dein Wort den dem Glauben schrecken. Glauben stårken, laß es nicht dabei beruhn; schaff' auch, daß, von Sünden frei, ihm das Leben ähnlich sei. 6. Laß dein Wort, Herr, mich trösten einst in meiner Todespein; wenn die Noth am allergrößten, laß es mir Erquickung seyn, daß ich fest im Glauben steh, bis ich dort zum Schauen geh'! 3. Wo hätt' ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstund' ich nie, wie ich dich würdig ehrte. 4. Dein Wort erklärt der Seele Werth, Unsterblichkeit und Leben. Zur Ewigkeit ist diese Zeit von dir mir übergeben. 5. Gott, deinen Rath, die Missethat der Sünder mizu verfühnen, den kennt' Mel. Ach Gott und Herr. ich nicht, wär' mir dies 256. Gott ist mein Licht nicht durch dein Hort, und auf sein Wort Wort erschienen. soll meine Seele trauen. 6. Nundarf mein Herz Ich wandle hier, mein in Reu' und Schmerz der Gott, vor dir im Glau- Sünden nicht verzagen; ben, nicht im Schauen. nein, du verzeihst, lehrst 2. Dein Wort ist wahr; meinen Geist ein gläubig laß immerdar mich seine Abba sagen. diss 7. JESTES 284 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Geschäfte. Durch meine Müh' vermag ich's nie; dein Wort giebt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort! Du hast es uns gegeben. Es sei mein Theil, es sei mein Heil und Kraft zum ewgen Leben! 90 11! Mel. G Gott, du frommer G. 257. Soll dein verTa derbtes Herz zur Heiligung genesen, Christ, so versäume nicht, das Wort des Herrn zu lesen; be denke, daß dies Wort das Heil der ganzen Welt, den Rath der Seligkeit, den Geist aus Gott enthält.fust 2. Merk' auf, als ob dir Gott, dein Gott, gerufen hätte; merk' auf, als ob er selbst zu dir vom Himmel redte! So lies! Mit Ehrfurcht lies, mit Lust und mit Vertraun, und mit dem frommen Ernst, in Gott dich zu erbaun. 3. Sprich fromm: O Gott, vor dem ich meine Hände falte, gieb, daß ich dein Gebot für dein Wort ewig halte; und laß mich deinen Rath empfindungsvoll verstehn, die Wunder am Gesetz, am Wort vom Kreuze sehn! 4. Er, aller Wahrheit Gott, kann dich nicht irren lassen. Lies, Christ, sein heilig Buch, lies oft; du wirst es fassen, so viel dein Heil verlangt. Gott ist's, der Weisheit giebt, wenn man sie redlich sucht und aus Gewissen liebt. 5. Lies frei von Leidenschaft und ledig von Geschäften, und sammle deinen Geist mit allen seinen mendildown Wort Gottes. asto 285 seinen Kräften. Der endlicher Verstand kann beste Theil des Tags, Gott nie ganz entdecken; des Morgens Heiterkeit, Gott bleibt unendlich und dann der Tag des hoch. Wenn er sich dir Herrn, der sei der Schrift erklärt, so glaube was er geweiht. en dom spricht, nicht was dein Wig begehrt. 36. Rührt dich ein starker Spruch, so ruf' ihn, dir zum Glücke, des Tag's oft in dein Herz, im Stillen oft zurücke; empfinde seinen Geist, und stärke dich durch ihn zum wahren Edelmuth, das Gute zu vollziehn. 7. Um tugendhaft zu seyn, dazu sind wir auf Erden. Thu', was die 10. Drum laß dich, Schrift gebeut; dann frommer Christ, durch wirst du inne werden, die Lehre sei von Gott, die dir verkündigt ist, und dann das Wort verstehn, dem du gehorsam bist. 9.Sich seines schwachen Lichts bei Gottes Licht nicht schämen, ist Ruhm: doch die Vernunft alsdann gefangen nehmen, wenn Gott sich offenbart, ist der Geschöpfe Pflicht; und weise Demuth ist's, das glauben, was Gott spricht. 8. Spricht sie geheim nißvoll, so laß dich dies nicht schrecken. Ein keinen Zweifel kranken. Hier bist du Kind; doch dort wird Gott mehr Licht dir schenken. Dort wächst mit deinem Glück dein Licht in Ewigkeit; dort ist die Zeit des Schauns, und hier des Glaubens Zeit. 11. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Herz von Vorurtheilen rein, und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen seyn. 11. Verehre stets die Schrift; und siehst du Dunkelheiten, so laß dich deinen Freund, der mehr als du sieht, leiten. Ein 2. Nie müsse mein Geforschender Verstand, müth statt Wahrheit Irrder sich der Schrift ge- thum wählen, und deiner weiht, ein angefochtnes Lehren Sinn leichtsinnig Herz hebt manche Dun- sich verhehlen. Leit', in Allerhöchster, selbst den forschenden Verstand; so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt. 3. Dein Wort bleibt ewig wahr. Laß mich's von Herzen glauben, und mir nicht seinen Trost durch Ungehorsam rauben. Wer hier nach deinem Wort gewissenhaft sich hält, der kommt zum 258. Gelobet feist wahren Glück hier und Mel. Gott, du frommer G. du, Gott, für deines in jener Welt. 286 kelheit. 12. Halt fest an Gottes Wort! es ist dein Glück auf Erden, und wird, so wahr Gott ist, dein Glück im Himmel werden. Verachte christlich groß des Bibelfeindes Spott; die Lehre, die er schmäht, bleibt doch das Wort aus Gott. Sohnes Lehre! Gieb, daß ich sie auch gern mit Fleiß und Andacht höre! Ja, mache selbst mein 259. Der du dein Wort mir hast gegeben, wie preis' ich dich, o Gott, dafür! dildom Wort Gottes. 287 dafür! Nie kann mein 1914. Ich weiß, wozu Dank dich gnug erheben; mich Gott erschaffen; durch Christum schenkst ich kenne meine ganze du Weisheit mir. Kein Pflicht. Mein Geist wird Licht, kein Trost erfreute nicht im Tod'entschlafen; mich, kennt' ich nicht, wer an dich glaubt, wird Jesu Christe, dich. im Gericht durch dich, o und dann verklärt dein Heiland, wohl bestehn, Antlik sehn. 2. Auf ungewissen, finstern Pfaden würd' ich ein Raub des Irrthums ſeyn; mit Sündenschuld und Fluch beladen, müßt ich des Richters Strafe scheun; ich fånde keinen Trost in Noth; mich schreckte stündlich Grab und Tod. nist 5. O Jesu, laß mich deiner Lehre gehorchen stets mit größrer Lust, und keines Spotters Wahn zerstöre dein Heiligthum in meiner Brust. Mein ganzes Leben preise dich! dein Heil erfreu' im Tode mich! 19 Junke Mel. Schwing dich auf zu. 3. Ja, du hast mich den Finsternissen des Irrthums und der Sünde Macht durch deine Lehre, 260. Der du ſelbst Herr, entrissen; deinLicht die Wahrheit bist, Gott, zerstreut des Zweifels zu dem ich singe! Gott, Nacht. Du zeigest mir den kein Verstand ermißt, des Höchsten Rath, und Ursprung aller Dinge! führst mich auf der Wahr- alle Wahrheit kommt heit Pfad. von dir zuden Menschenkindern; 288 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. kindern; sie erleuchtet welche vor uns waren, uns, wenn wir selbst ihr deine Strafen, deinen Licht nicht hindern. Lohn dir zum Ruhm dainal nd 2. Vorurtheil und Fin- erfahren? sterniß füllen unsre See- 5. Seele, wolltest du len; unser Blick ist unge nicht Gott zuversichtlich wiß, unsre Schlüsse feh- glauben? Soll der Leichtlen; aber dein Verstand sinn, soll der Spott deiweicht nicht von der lau- nen Trost dir rauben? tern Wahrheit. Was du Der die Himmel aufgedenkest, das ist Licht, baut, kann der jemals Richtigkeit und Klarheit. lügen? kann er den, der 3. Wirf dich, sterbliches ihm vertraut, wie ein Geschlecht, dankend ihm zu Füßen! Seine Wahrheit und sein Recht läßt dein Gott dich wissen. Weit erschallt das Wort des Herrn, das die Welt bekehret. Glaubt es freudig, folgt ihm gern, Völker, die ihr's höret! Mensch betrügen? 6. Wehrejedem Wahn, der sich wider Gott empöret, wider seinen Geist, der dich sein Geheimniß lehret. Weh' dem Spotter, der sich bläht, mehr, als Gott, zu wissen! Er wird einst, vielleicht zu spåt, Gott noch glauben müssen. 4. Gott, was uns dein Wort verspricht, wird und muß geschehen; deine 7. Erd' und Himmel Drohung kann auch nicht wird vergehn; Gott, dein leer vorüber gehen. Ha- Wort wird bleiben. Laben Tausende nicht schon, sterhafte, die es schmähn, wer motodildown Wort Gottes. 289 werden's nicht vertrei- 2. Wie kräftig ist dein ben. Könige sind vor dir Staub, wenn sie sich empören; sind des schnellen Todes Raub, sie mit Wort, Gott! Millionen Christen gab deine Bibel Sieg im Kampf mit bösen Lüsten, im Leben ihren Heeren. Quo frohen Muth, im Kreuz i8. Du bist Wahrheit! ewig soll nichts von dir mich trennen; nicht die Gelassenheit, im Alter Trost und Kraft, im Tode Freudigkeit. pillier Welt, von Arglist voll, 3. Der Fromme wird mich erschüttern können. Sollt' ich hier auch um dein Wort Schmach und Trübsal leiden: so be lohnst du mir's doch dort, Gott, mit Ehr' und Freuden. gestärkt, der Sünder tief erschüttert; der Zweifler wird beschämt, des Spotters Seele zittert; dem Christen wird der Tod der Seinigen versüßt, is wenn er vom Wiedersehn im bessern Leben liest. 4. Wer fühlt nicht Got tes Geist sein Innerstes bewegen? wer nicht des Glaubens Kraft und der Erbauung Segen, der mit dem sel'gen Wunsch nach Licht und Frömmigkeit, mit Ehrfurcht und Gebet der Schrift die Andacht weiht? Stoff T 5. Mel. was frag ich nach der. TUOTT 261. Von Herzen preis' ich dich, Gott! für der Bibel Lehre, die ich als dein Geschenk anbe tungsvoll verehre. Sie ist das Glück der Welt, der Ruhm der Christenheit, mein Kleinod, Trost und Licht bis in die Ewigkeit. 290 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Mel. Ich will dich lieben, m. 262. D Himmelswort, von Gott gegeben, wie bist du meinem Her5. So kann kein menschlich Buch die Größe Got tes preisen, so faßlich, rührend nicht den Weg zum Himmel weisen; zen werth! Wie bist du durch keine Redekunst Hoffnung, Trost und Lewird so das Herz erquickt, ben dem, dessen Herz dir zu jedem guten Werk so angehört! Wie bist du willig und geschickt. eine Kraft aus Gott, du 16. Der Unchrist mag Ruh' im Leben, Ruh' dein Wort mit Spott und im Tod'! bis im Hohn belegen- o Gott, -o Gott, mir bleibt es doch mein größter Schaß und Se gen. Es soll mein Herz erbaun, mich stärken und erfreun, am Morgen mein Geschäft, am Tag' mein Führer seyn. 7. Zur Ehrfurcht für dies Buch laß deinen Geist mich rühren, mich seine ganze Kraft an meinem Herzen spüren. Wer deine Lehre hält, fühlt ihre Göttlichkeit. Herr, für dein Lebenswort sei stets gebenedeit! 2. Zwar seh' ich's nur in dunkler Ferne, was Gott den Seinen dort verheißt; doch hebt sich einst hoch über Sterne zu einem hellern Licht mein Geist. Von Angesicht werd' ich ihn schaun, ihn, Jesum Christum, mein Vertraun. bi Tista 3. O zeigt mir eine beßre Lehre, ihr Spotter, die ihr sie verhöhnt! die so des Lebens Führer wäre, den Menschen so mit Gott versöhnt; die eine solche Tugend lehrt, und mindildown Wort Gottes. ano und solche Hoffnungen hebt ihr rechter gewährt! de sind erst an. 1934 14. Sie ist es, die mich Gott erkennen, mich mei nenSchöpfer lieben lehrt. Ich darf getrost ihn Va7. Ja du, des Lebens reinste Wonne, begleite du mich bis an's Grab; dann strahle du, des Leter nennen, darf sicher bens Sonne, vor mir seyn, daß er mich hört. in's Todesthal hinab. Der Alles kann und Alles Mein erster Laut am Throne dort sei Dank für dich, o Himmelswort! thut, der große, große 1394 Koul Gott ist gut! and SULE 20 fanste 5. Sie lehrt mich glauben, lieben, hoffen; sie hebt mich über Raum 263. Wer Ohren und Zeit. Mir stehen alle hat, der höre die reine Schranken offen; ich lebe Gotteslehre, die der, der für die Ewigkeit. Wenn uns entsündigt, durch mir die Sinnenwelt ent- Geist und Kraft verweicht, dann ist mein kündigt. erstes Ziel erreicht. 26. Sie ist es, die auf allen Wegen mir Licht verbreitet und mich lenkt; sie ist es, die im Glücke Segen, im Unglück Kraft 3. Den Blöden und und Muth mir schenkt; den Schwachen will er wo nichts, gar nichts sich kennbar machen; mehr trösten kann, da nicht nur der Geist der Wei2. Forscht in der Schrift! Erfahret, wie Gott sich offenbaret dem, der ihn sucht und gläubet und in der Liebe bleibet! Jan Bre 2 291 Trost liat Mel. Nun lasit uns Gott d. 18 Got 1194 Tisdisla 292 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Weisen, auch Einfalt soll ihn preisen. len; laß keiner Pflanze deiner Au' den Himmelsbalsam fehlen! Erquickt durch ihn, laß jede blühn, und in der Zukunft Tagen dir Frucht und Saamen tragen. man 191 4. Der Demuth stilles Sehnen, der Andacht Inbrunst- Thränen eröffnen uns die Pfade der Wahrheit und der Gnade. dn5. Wir müssen Kinder werden; die Weisheit dieser Erden mit ihren ſtolzen Höhen mag nicht vor Gott bestehen. 6. Ein Grundstein ist geleget, der das Gebäude tråget; er ist der Weg, laß dein Wort noch das Leben, der Wein- fort und fort der Sünde stock, wir die Reben! Macht zerscheitern und 17. O laßt an ihm uns alle Herzen läutern. bleiben, auf daß wir 3. Dein Wort ist Blüthen treiben, und uns der Wunderstern Kraft von ihm empfan- für unsre Pilgerreise; es gen, mit edler Frucht zu führt auch Thoren hin prangen. zum Herrn, und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht' in 264. Dein Wort, o Herr, ist milder Thau jede Seele, daß keine dich für trostbedürftge See verfehle. hon adsın $ 3 4. 150 d Mel. Was Gott thut, das ist. TRIST 2. Dein Wort, Herr, ist ein Flammenschwerdt, Ma das Felsensinn bezwinget, ein Feuer, das im Herzen zehrt, und Mark und Bein durchdringet. aldown Wort 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht: da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade; es zeigte mir den Weg zu dir, und leuchtet meinenSchritten 2. Wort vom Vater, hin zu den ewgen Hütten. der die Welt schuf und in 5. Nun halt' ich mich den Armen hält, und aus mit festem Sinn zu dir, seinem Schooß herab dem sichern Horte; wo seinen Sohn zum Heil anders wende ich mich uns gab! I hin? Herr, du hast Lebensworte! Noch hör ich dein: ,, Komm', du bist mein;" du riefst mir nicht vergebens dies Wort des ewgen Lebens. 390 CAS 6. Auf immer gilt dein Segensbund; dein Wort wird nicht vergehen. Nie weich' es uns aus Herz und Mund; hilf uns im Glauben stehen; laß immerfort dein heilig Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, leiten! Gottes. snow 293 Mel. Meine Seele Gott erh. 265. Walte, walte nah' und fern, allgewaltig Wort des Herrn, wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf! 3. Wort von des Erlösers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes That ewig weggenommen hat! 4. Kraftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum Himmel weist, und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft! 5. Wort des Lebens, stark und rein, alle Völker Harren dein; walte fort, bis 294 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. bis aus der Nacht alle Welt zum Tag' erwacht! 6. Aufzur Aerndt' in alle Welt! weithin wogt das reife Feld; klein ist noch der Schnitter Zahl, Strahl! viel der Garben überall. 0920 Hd Ononism ist( bust 12. Heilige Taufe, und Bestätigung und mild des Taufbundes. Todmuse.. Mel. Liebster Jesu, wir sind. sie mich von dir nicht 10.11. ITT G 266. Mein Erlöser, scheiden! der du mich dir zum Eigenthum erkaufet, als dein Jünger bin auch ich vormals auf dein Wort getaufet. Stärke mich, wie du zu handeln, als ein wahrer Christ zu 7. Herr der Aerndte, groß und gut, weck' zum Werke Lust und Muth, laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes wandeln! 2. Laß mich, Herr, den schmalen Weg durch die enge Pforte gehen! laß auf deines Wortes Steg ernstlich Herz und Auge sehen! gieb Geduld in Kreuz und Leiden, daß 9011901 20 3. Dieser Erde Gut und Ruhm kann uns nicht im Tode trösten. Nur ein wahres Christenthum führt zur Wonne der Erlösten, läßt, wenn wir im Glauben ſterben, uns des Himmels Freuden erben. 4. Allem, Herr, was dir gefällt, will ich denn mich ganz ergeben, und, entfernt vom Sinn der Welt, als dein treuer Jünger leben, daß auch ich, Mel. Wer nur den lieben G. Heilige Taufe, und Bestätigung des Taufbundes. 295 ich, wenn ich einst sterbe, würdig ehrt und preist, das verheißne Leben erbe. und welches Heil dein gnådger Rath dem, der dich ehrt, bereitet hat. 267. Ich bin getauft, 4. Daß nicht, von nach Jesu Lehren dich, Leichtsinn hingerissen, Vater, deinen Sohn und undankbar dich mein Herz Geist so zu bekennen und vergaß, erinnertest du zu ehren, daß Herz und mein Gewissen an seine Mund und That dich Pflicht ohn' Unterlaß, preist, und dann des und wecktest mich zum Ghicks, ein Christ zu Tugendlauf durch deine seyn, mich hier und ewig Wahrheit machtig auf. zu erfreun.sch mise au 2. Durch diese Stiftung deiner Gnade ward jedes Recht der Christen mein; du weihtest mich in diesem Bade zu deinem Kind tes zugewandt! Wie und Erben ein, und huldreich hast du mein thatest in der Folgezeit gedacht, und für mein an mir noch mehr Barm wahres Wohl gewacht! herzigkeit. 5. Gelobt, mein Gott, sei deine Liebe, die mir, noch eh' ich dich gekannt, aus freiem väterlichem Triebe schon so viel Gu3. Es öffnete mir das Verständniß durchs Evangelium dein Geist. Er leitete mich zur Er kenntniß, wie man dich 6. Wie sollt' ich dich denn nicht verehren, nicht dir ein Herz voll Liebe weihn? nicht gern auf deine Stimme hören? nicht kindlich dir gehorsam 296 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. sam seyn? Was dich entauch für die Deinen, und ehrt, sei fern von mir! sahst voll Huld auf sie geheiligt sei mein Leben dir! herab. Laßt, sprachst du, lasset ſie zu mir, und wißt, das Himmelreich ist ihr! 107. O stehe nur mit deinem Geiste, wie du verheißen hast, mir bei, daß ich, was ich versprech', auch leiste, und treulich dir ergeben sei; und fehl' ich, so verwirf mich nicht, mein Gott, von deinem Angesicht! 2. Dir sei auch dieses Kind befohlen! Du nimmst es auf, dein Wort ist wahr. Wirbringen's, wie du selbst befohlen, dir in der heilgen Taufe dar. O segn' es, Vater, Sohn und Geist, wie uns dein theures Wort verheißt! shidding 8. Erwecke mich durch deine Gnade zum steten Ernst der Besserung, und leite mich auf sichrem Pfade des Glaubens und der Heiligung! Gott meines Heils, sei ewig mein, und laß mich stets den Deinen seyn! 3. Durch dieses Siegel deiner Gnade wird jedes Recht der Christen sein. Du weihest es in diesem Bade zu deinem Kind und Erben ein. O selig, kennt es einst den Werth des Glücks, daß es dir angehört! bilotalas Mel. Wer nur den lieben G. 268. Du wiesest, Jesu, nicht die Kleinen, Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. die dir die Aeltern brach- 269. Ewig, ewig bin ten, ab; erkanntest sie ich dein, theuer dir, mein Gott, Heilige Taufe, und Bestätigung des Taufbundes. 297 Gott, erkaufet; bin auf seyn; Jesus und sein dich, um dein zu seyn, Geist ist mein. Vater, Sohn und Geist, 5. Ich gelobt'es; und getaufet. Dessen soll mein Herz sich freun; ewig, ewig bin ich dein. 1902. ,, Lehrt die Völker, taufet die, welche gläubig werden wollen; kündigt's Allen an, daß sie ewig selig werden sollen!" Je sus sprach's; und er ist mein! Ewig werd' ich selig seyn. isd dins dennoch brach ich oft den Bund der Taufe, kämpfte schon, und wurde doch schwach im Kampf und matt im Laufe. Dennoch will noch Jesus mein, Gott will noch mein Vater seyn. fer f 3. Welch ein göttlicher Gewinn, daß ich durch der Taufe Gabe Gottes Kind und Erbe bin, daß ich ihn zum Vater habe, einst von allen Sünden rein, ewig, Vater, ewig dein! sida CUIS 6. Das ist Gottes Bund mit mir; das hat Jesus mir verheißen: und ich sollte, Sünde, dir, dir sollt' ich mich nicht entreißen? Ja, ich will, ich will nicht dein, ich will meines Gottes seyn. We mad 7. Wachen will ich, flehn um Kraft, daß ich 4. Ich, ein Sünder stets auf seinem Wege von Natur, ich Gefallner heilig und gewissenhaft soll auf Erden eine neue und im Glauben wany un Creatur, kann und soll deln möge; und er wird Gott ähnlich werden. mir Kraft verleihn, treu Heilig, heilig will ich bis in den Tod zu seyn. 8. 298. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 8. Höre mich! denn lösten! Laß sie ihr Verich bin dein, theuer dir, mein Gott, erkaufet, bin auf dich, um dein zu seyn, Vater, Sohn und Geist, getaufet. Ewig, ewig laß mich dein, ewig laß mich selig seyn! nom traun auf dich unaussprechlich trösten! Wach' über ihre Seelen! Sie stehn und schwören alle dir: Herr, dein Eigenthum sind wir! Heiliger Schöpfer, Gott! Heiligeron Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Dreieiniger Gott! Laß sie nie verßen Eid bei deinem Nagessen ihren theuren gromen! D Mel. Christus, der ist mein L. 270. Bater, nimm zum Bunde dies Kindlein gnådig auf! Ihm leuchte diese Stunde im ganzen Lebenslauf. 2. Sohn Gottes, sieh', wir legen dies Kindlein an dein Herz; du wirst es liebend pflegen in Freuden und im Schmerz. 3.O Geist der Wahrheit, bilde sein Herz für Heiligkeit; durch Wahrheit, Reinheit, Milde leit' es zur Seligkeit! souble Mel. Mitten wir im Leben. 271.Stärke, Mittler, stärke sie, deine Theurer 2. Ach, wie viele schwuren auch, fest an dir zu halten! aber treulos ließen sie ihre Lieb' erkalten. Verderben ward ihr Ende. Beständig laß dir diese seyn, die sich jetzt dir schwörend weihn. Heiliger Schöpfer, Gott! Heiliger Mittler, Gott! Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Dreieiniger Gott! Stärke sie, die Dei Heilige Taufe, und Bestätigung des Taufbundes. 299 Deinen, im Vertraun liger Mittler, Gott! auf Jesu Tod und wah- Heiliger Gott, Lehrer und Tröster! Dreieiniger Gott! Laß sie nie vergessen ihren theuren großen Eid bei deinem Namen! rer Tugend! nd Mel. Der Herr ist mein getr. 272. Die hier vor deinem Antlig stehn, sind 3. Locken wird sie nun die Welt, Herr, zu ihren Lüsten. Ach! du wollest sie mit Kraft aus der Höhe rüsten! Laß streiten sie und siegen! Die Triebe zu verbotner Lust dämpfe früh in ihrer Brust! Heiliger Schöpfer, Gott! Jesu Christi Glieder. Heiliger Mittler, Gott! Blick, wenn vereint wir Heiliger Gott, Lehrer für sie flehn, erbarmend und Tröster! Dreieiniger auf sie nieder! gieb ihnen, Gott! Laß sie ihre Feinde, Vater, Sohn und Geist, alle Hasser ihres Heils das Gute, das dein Wort weit überwinden! verheißt, im Leben und im Sterben! 4. In der Todesnoth laß sie, deine Theurer2. Sie kennen, Vater, lösten, daß ihr Glaube deinen Sohn und dessen standhaft blieb, unaus- heilgeLehren. IstFreude, sprechlich trösten! Zähl' Gott, vor deinem Thron, sie zu deinen Todten! Einst führe sie mit uns zugleich in dein unvergånglich Reich! Heiliger wenn Sünder sich bekehren: wie groß ist unsre Freude nun, da diese das Gelübde thun, dir treuSchöpfer, Gott! Hei- lich anzuhangen! most 3008 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 13. O laß ſie nimmer dein; erhalt' sie in der zum Gericht sich dem Wahrheit! Altare nahen! Laß sie in Glaubenszuversicht das Mel. Wer nur den lieben G. Bundesmahl empfahen! 273. Herr! dir gelob Adreu Bar Dies stärke sie in aller Noth; dies reize sie, des Heilands Tod zu preisen durch ihr Leben! 900 4. Lacht ihnen bei dem Christenlauf der Reiz der Welt entgegen hilf ihrem schwachen Glauben auf, wenn dann ſich Lüste regen! Laß sie hinauf auf Jesum sehn, die Welt mit ihrer Lust ver schmähn, beharren bis an's Ende! - ich neue Treue und neuen Fleiß im Christenthum. Dir, Jesu! geb' ich mich auf's neue zu deinem ewgen Eigenthum. Von will ich hinfort geleitet deinem guten Geist allein seyn. 92. Nimm, Bundesgott! von deinem Kinde den theuren Eid der Treue hin! Versuchet mich hinfort die Sünde: so will ich ihre Neße fliehn, will jung mich schon der Tugend weihn. Sieh! dieser Tag soll Zeuge seyn. 115. Den wichtgen Lohn der Ewigkeit, die Herrlichkeit dort oben, zeig' 3. Hab' ich schon oft ihnen, die auf alle Zeit das Wort gebrochen, das jetzt Treue dir geloben! ich dir in der Taufe gab; Der Blick muß ihnen hab' ich zwar Beßrung Kraft verleihn! Herr, oft versprochen, und ließ segne sie! denn sie sind doch nicht vom Bösen ab: 4 Heilige Taufe, und Bestätigung des Taufbundes. 301 ab: Herr! reuvoll denk Willen folgsam sei! denn ich nun daran; nimm ohne dich ist immerdar gnädig dies Versprechen mein Herz verkehrt und an: wandelbar. Kokille de C 4. Nie will ich wieder 7. Einst werd'ich, Herr! treulos werden, nie deine vor deinem Throne mich guten Wege fliehn. Kein dieses Tags des Bundes Scheingut, keine Lust freun; geschmückt mit jeder Erden, kein Unglück ner Siegeskrone werd' 143 soll mich dir entziehn. ich dann ewig selig seyn. Weich', eitle Welt! O welch ein Heil! wie weich', Sünde, weich'! freu' ich mich! Herr, Gott hört es, jetzt entfag' nimm mich hin; dein, ich euch. dein bin ich! 5. Ja, ja, Gott höret Luas) ( Die Gemeine.) mein Versprechen; tief Mel. An wafferflüſſen Bab. sieht er in mein Herz hindi ein. Würd' ich, was ich 274. Auf, junge Chri gelobe, brechen, so würde sten, auf zum Streit! der mein Gewissen schrein; Herr wird für euch streiund in das schreckenvolle ten; er wird zu seiner Grab sänk' ich dann ohne Herrlichkeit euch stärken, Trost hinab. dodvollbereiten. Auf, scheuet 6. Regiere du, o Gott! nicht des Kampfs Gemein Leben, und mache fahr! die Hand des Herrn selbst mein Herz dir treu, hilft wunderbar, und daß dir mein Wandel führt zuletzt zum Lohne. ganz ergeben und deinem Was ist der Wallfahrt kurze 302. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. kurze Zeit? Was ist der Ruhm, ihr, seines LeiAugenblick im Streit? bes Glieder! mun hi schon Die Kinder, piaburg It's nicht der Weg zur Krone? disdrince 00 4. Nie will ich wieder treufos treulos werden, nie deine 2. Herr, dir gelob' ich guten Wege fliehn. Kein neue Treue und neuen Scheingut, keine Lust Fleiß im Christenthum. der Erden, kein Unglück Dir, Jesu! geb' ich mich soll mich dir entziehn. auf's neue zu deinem Weich, eitle ewgen Eigenthum. Von deinem guten Geist allein will ich hinfort geleitet seyn. Welt! Weich, Sünde weich'! Gott hört es, jegt entsag ich euch. Mel. Wer nur den lieben G. hin( Die Kinder.) 10 ( Die Gemeine.) 3. Solang'ihr auf der Erde lebt, sei dieser Tag euch heilig! so oft Versuchungum euch schwebt, sei dieser Tag euch heilig! Ihr schwöret heute Gott, dem Herrn. Weicht nicht zurück! Nah' oder fern reizt euch die Sünde wieder. Weicht nicht zurück! Sein Eigenthum seid ihr; o lebt zu seinem 1976( Die Gemeine.) 195. So gehet zum Altar hinan, empfangt, empfangt das Leben! Mehr, als die Welt euch geben kann, wird Jesus Christ euch geben. Für euch hing er am Kreuz und starb im heißen Kampfe, und erwarb euch, was die Sünde raubte. Euch floß sein Blut; drum kommt ihr nicht, Versöhnte Gottes, in's Heilige Taufe, und Bestätigung des Taufbundes. 303 in's Gericht. Heil dem, nur wird uns Klarheit der an ihn glaubte! in unsern Geist gebracht. 103. Wir flehn um deinen Frieden; die Sünde bringt uns Angst. Dein Heil sei uns beschieden, das du am Kreuz errangst! 4. Wir flehn um deine Stärke; du weißt, wie schwach wir sind. Zu jedem guten Werke hilf jedem schwachen Kind! Mel. Tun lob, mein Seel'. 275. Ach schreib' in's Buch des Lebens, o Herr, auch ihre Namen ein; und laß sie nicht verge bens dir, Jesu, zugezählet seyn! Es lösche nie die Sünde sie aus der Deinen Reihn! O schreib' es jedem Kinde recht tief in's Herz hinein, daß 5. Wir flehn um deitheuer seine Seele durch nen Segen zum heilgen dich erlöset ist; und Kei- Bundestag; gieb, daß ner, Keiner fehle im Himmel, wo du bist! auf deinen Wegen dir Jedes folgen mag! airby emu Mel. Christus, der ist mein L. Mel. Mel. Wad Wachet auf! ruft uns ( Die Gemeine.) SHISHING 276. Wir flehn um deine Gnade; Nichts sind wir ohne dich! Leit' uns auf rechtem Pfade, und 277. Wachet über euren Glauben! laßt nie die Welt ihn wieder rauschüß' uns mächtiglich! ben; das Wort von Gott 2. Wir flehn um deine Wahrheit in unsers Irrsei euer Licht. Schaut, wie Viele irre gehen, thums Nacht; durch dich nicht mehr mit ihm im Bunde 304 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. emma Bunde stehen; sie beteten Leben; die Welt vergeht und wachten nicht. O mit ihrer Lust. O werbetet, kämpft und wacht det nimmer lau! bis zu der Todesnacht! führt zur grünen Au', Er wird kommen, mit zu der Quelle, die ewig ihm sein Lohn; zum Gna- fließt, sich voll ergießt, denthron führt uns der wo ihr vom Lebensbaum eingeborne Sohn. im genießt. biu si apl on Mel. Aus tiefer Toth schrei. 191d( Die Kinder.) d and sier( Die Kinder.) 4. Durchs Dunkel führst du uns zum Licht; 2. Gieb, Herr, uns Kraft durch deinen Tod, wie könnten wir verzagetreu dir anzuhangen, und, ob uns auch die Welt bedroht, nie vor ihr zu erbangen. Uns bleibe Ruhm die Kreuzesschmach; wir folgen dir, Erlöser, nach. Dem Treuen glänzt die Krone. gen? Wir baun auf dich mit Zuversicht; uns wird der Morgen tagen. Und geht es auch durch Todespein wir ziehn mit dir zur Heimath ein; uns kann der Tod nicht scheiden. 13.197 JAN ( Die Gemeine.) 3. Wachet über eure Liebe! O daß sie stets ein Feuer bliebe, das läuternd flammt in eurer Brust! Nie vermag die Welt zu geben, was ( Die Gemeine.))\ S 5. Ueber eure Hoffnung wachet! Ob auch der Spötter euch verlachet- Gott winket, und er sinkt in Nacht. Wie ein Fels in UngeChristus giebt, das ewge wittern, steht fest der sommes Christ, ist Heilige Taufe, und Bestätigung des Taufbundes. 305 Christ, wenn Spötter nen Schaar, und heilig zittern; denn er, der treue sei die Stunde, ewig Hüter, wacht. Ist doch heilig! Tod und Leben das Leid der Zeit nicht kann sie geben. Heil den werth der Herrlichkeit, die Seelen, die das Leben dort glänzet. Wir siegen treu erwählen! weit in Ewigkeit; du håltst oner( Die Kinder.) die State uns bereit. 2. Gott, unser du! ( Die Gemeine und die Kinder.) wir alle dein! Fest soll 6. Gieb du uns Kraft, des Bundes Siegel seyn. daß wir bestehn im Wer will von dir uns Kampfe mit den Sün- trennen? Was fromm den, daß Keiner möge die Seele glaubt und von dir gehn, und Alle liebt, in Noth und Tod überwinden! Stehst du uns Hoffnung giebt, das uns bei, dann siegen soll der Mund bekennen. wir; drum halten wir Viele Zeugen wollen hduns, Herr, zu dir. Nur ren, was wir schwören; du bist unser Leben! du willst zeugen, du, vor Mel. Wie schon leuchi't ans. dem sich Engel beugen. ( Die Gemeine.) tind 3. Auch Kindern kam 278. Tag des die letzte Nacht. Wer Heils! O segne sie, die, hat bis hieher uns beHerr, uns deine Huld wacht? bis hieher uns verlieh, in deinem Him geleitet, gesegnet unfre melsbunde! Hier sind Blüthenzeit, uns frühe fie, hier ist dein Altar. seinem Reich geweiht, Hier weihe selbst der Dei uns diesen Tag bereitet? 11 2 Preis 306 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. isg ( Die Gemeine.) Preis dir, höchster Vater droben! Dir geloben wir auf's neue, dir auf ewig Christentreue. 4. Auf ewig dir, du guter Hirt! Was hätten wir, von dir verirrt? Was sind der Sünde Gaben? In Freude Schmerz, in Fülle Noth, in Ehre Schmach, im Leben Tod! Herr, laß nur dich uns haben! Jesus Christus! o du Treuer, wolltest theuer uns erretten, daß wir Leben, Frieden hätten. bot 5. Flieht, Sünde, Welt! Sienfindan des Herrn. Sei schwer der Kampf, die Krone fern- hilf ihnen überwinden! Du Gottesgeist, gieb Schwerdt und Schild! Laß nimmer dieses Tages Bild aus ihren Herzen schwinden! Warne, tröste! Keiner falle! Alle, alle führ' hienieden segnend zu des Himmels Frieden! URO ice#stlod oled und Abendmahl. mit deiner Hülfe, und der freudige Geist er halte mich dir!) don812 Christe, Indu mu 280. Lamm Gottes, der du trägst die Sünden der Welt, erbarm' dich unser! ligen Geist nicht von mir! 2. Christe, du Lamm 3. Tröste mich wieder:,: istef Gottes, der du trägst die SunSASTO 13. Heiliges ( Beim Hingang zum Altar.) 279. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze, und gieb mir einen neuen gewissen Geist! 2. Verwirf mich nicht:,: von deinem Angesicht, und nimm deinen hei ndildo Heiliges Abendmahl. mo 307 Sünden der Welt, er an zu prangen! denn der barm' dich unser! ong Herr, voll Heil und Gna3. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünden der Welt, gieb uns deinen Frieden! Mel. Gott sei gelobet und geb. 281. Gott geb' uns den, will zu seinem Tisch dich laden; der den Himmel kann verwalten, will jetzt Herberg'indir halten. 2. Dürstend nach der Gnade Segen, eile deiallen seiner Gnade Se- nem Freund entgegen, gen, daß wir gehn auf der mit seiner Liebe seinen Wegen in rechter Gaben kommt, dich, Lieb' und brüderlicher Menschenkind, zu laben. Treue, daß die Speis Deffne ihm des Herzens uns nicht gereue! Herr, Pforte, sprich: Nach erbarm' dich unser! Herr, dein heilger Geist uns nie verlaß', der uns geb' zu halten rechte Maaß, daß dein' arme Christen- 3. Ach! wie hungert deinem Gnadenworte komm' ich, Heiland, dir zu nahen; laß mich deinen Trost empfahen! 2 heit leb' in Fried' und Einigkeit! Herr, erbarm' dich unser! mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach! wie pfleg' hinich oft mit Thränen mich 282.Schmücke dich, nach deinem Tisch zu 90, m o liebe Seele! laß die sehnen! Ach! wie pfleget dunkle Trauer- Höhle! mich zu dürsten nach dem Komm! An's helle Licht Trank des Lebensfürgegangen, fange herrlich sten, daß in diesem Brodt U1 2 nodnid und 308 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. und Weine Christus sich mit mir vereine! den sei zu deinem Tisch geladen! Laß mich durch 4. Jesu, meine Le dies Seelenessen deine benssonne! Jesu, meine Liebe recht ermessen, daß Freud' und Wonne! ich auch, wie jetzt auf Jesu, du all' mein Be- Erden, mög' dein Gast ginnen, Lebensquell und im Himmel werden! Licht der Sinnen! hier 5. Herr! es hat dein treues Lieben dich vom Himmel her getrieben, daß du willig haft dein Leben in den Tod für uns gegeben, und den Himmel aufgeschlossen durch dein Blut, für uns vergossen, das uns jetzt kann kräftig trånken, deiner Liebe zu gedenken. 16. Jesu, wahres Brodt des Lebens! hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir wohl gar zum Scha fall' ich zu deinen Füßen; Mel. Aun lob, mein Seel'. laß mich würdiglich ge 283. Dem Worte nießen dieser deiner Him- deines Mundes will ich, melßspeise, mir zum Heil o Herr, gehorsam seyn, und dir zum Preise! bei'm Mahle deines Bundes dir meine ganze Seele weihn. Die bångste deiner Nächte schwebt meinem Geiste vor; das Brodtbrach deine Rechte, den Kelch hielt sie empor. D Deß will ich jetzt gedenken, da du, mein höchstes Gut, mich speisen willst, mich trånken mit deinem Leib und Blut.£ 8£ 2. Wie kann ein Mensch ergründen die Wunder deiner Lieb' und Huld! Du selbst willst dich verbinden mindild Heiliges Abendmahl. so 309 binden mit mir, dem melstrank! Gebeugt zu Sünder voller Schuld. Du, der da ewig lebet, du kommst, an Gnade reich, zu mir, der bald verschwebet dem flücht gen Schatten gleich. Du läsfest dich hernieder, ziehst mich zu dir hinan; was geb' ich, Herr, dir wieder, das dir gefallen kann? deinen Füßen, sing' ich dir, Jesu, Preis und Dank. Fahr' hin, du Weltgetümmel, mit deinem eitlen Tand; ich seufze nach dem Himmel, dem ewgen Vaterland. Dort nur ist wahres Leben; dort werd' ich, Herr, dich sehn, wo Engel dich erheben und dir zur Rechten stehn. 603 den and Mel. Herzlich lieb hab ich d. an 3. Ein Herz, von Reu' zerschlagen, das sich an deine Gnade hålt, voll Eifers, zu entfagen der 284. Gelobet seist Sünd' und aller Lust der du, großer Gott! gelobt Welt, das wirst du nicht für unsers Mittlers Tod, verachten; das, Jesu, der uns das Heil erwor bring' ich dir. Nach dei ben! Wie hast du, Gott, nem Reiche trachten hilf auch mich geliebt! Er, du nun selber mir, und der uns ewges Leben stårke mein Vertrauen, giebt, ist auch für mich daß ich nach dieser Zeit dein Antlich werde schauen dort in der Ewigkeit! 14.O seliges Genießen! gestorben. Mein ganzes Herz frohlockt in mir; o Bater, ich lobsinge dir. Gieb, daß ich jeden Tag Dhimmelsbrodt! o Him auf's neu' mich deiner Vater: him 310 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Vaterhuld erfreu'! Gott dürren Land, bei deiner meines Heils, sei ewig Liebe Unterpfand nach mein, sei ewig mein, und deiner Gnad' und Güte. laß mich stets dir dank Ich fühle, Herr, was mir bar seyn! gebricht; o stärke meine Zuversicht, daß du auch mein Versöhner seist und mich vom ewgen Tod befreist! Herr, dieser Trost sei fest in mir, sei fest in mir! so dien' ich voller Freuden dir. 2. Voll froher Ehrfurcht beug' ich mich vor dir, Sohn Gottes, der du dich für mich dahin gegeben. Es komme nie mir aus dem Sinn, wie viel ich dir, Herr, schuldig bin; dein Tod bringt mir 4. Zur Weisheit und das Leben. Durch deines Opfers ewge Kraft hast du, mein Mittler, mir verschafft, was mich vor dem Verderben schüßt, was meinem Geist auf ewignügt. Herr Jesu Christ, wie liebst du mich! wie liebst du mich! Gieb, daß ich ewig liebe dich! Gerechtigkeit, zur Heiligung und Seligkeit bist du mir außersehen. Auch mir zum herrlichsten Gewinn gabst du dein Leben willig hin; drum hör' auch jetzt mein Flehen: Mein Heiland, zeuch mich ganz zu dir, ja durch den Glauben wohn' in mir! so nimmt in mir die Seelenruh' und meines Herzens Beßrung zu. Mein Herr und Gott, Mich dürstet, gleich dem verlaß mich nicht! verlaß 3. Mit Inbrunst fleh' ich, Herr, zu dir. Dwirk' ein gläubig Herz in mir, ein kindliches Gemüthe! mich todd Heiliges Abendmahl. amo 311 mich nicht! so komm' ich Ergößen und diese theueinst nicht in's Gericht. ren Gaben, die hier die Seele laben? 5. Zu deinem Himmel hilf du mir! Der Freu- 3. Wie soll ich dir doch den Fülle ist bei dir; laß mich sie einst genießen! Belebe mich mit Muth und Kraft, so meine danken, o Herr! daß du mich Kranken hier speisest und mich tränkest, ja selber dich mir schenkest? Herzen für alle deine Schmerzen, für deine Todes- Wunden, die du für mich empfunden. ganze Pilgerschaft zu 4. Ich lobe dich von führen, zu beschließen, daß mir dein Wort stets heilig sei, daß ich, bis in den Tod getreu, mit Freuden thu', was dir gefällt, und dich auch ehre vor der Welt! O Herr, mein Heil, sei stets mit mir! sei stets mit mir! so komm' ich einst gewiß zu dir. 5. Dir dank' ich für deinkeiden, dentlrsprung meiner Freuden. Dir dank' ich für dein Sehnen und mild vergoßne Thränen. 6. Dir dank' ich für dein Lieben, das standhaft ist geblieben. Dir dank' ich für dein Sterben, das mich dein Reich läßt erben. Mel. Nun laßt uns Gott uns Gott 0909 3100 d. 285. DJesu! meine Wonne, du meiner Seele Sonne, du Freundlich ster von Allen, laß dir mein Lob gefallen! 2. Wie kann ich wür dig schäßen dies heilige 107. Jetzt schmecket mein Gemüthe, Herr, deine große Güte; dies theure Pfand 312 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Pfand der Gnaden tilgt Mel. Es spricht der Unw. meiner Seele Schaden. 286. Halt im Ge8. Du, du hast mich erwählet, den Deinen zugezählet. O Liebe, du mein Leben! was kannst du Beßres geben? am 39. Herr, laß mich nie vergessen, laß täglich mich ermessen, was durch die dächtniß Jesum Christ, den Heiland, der auf Erden vom Himmelsthron gekommen ist, dein Bruder hier zu werden! Vergiß nicht, daß er dir zu gut hat angenommen Fleisch und Blut; dank' Himmelsspeise mir deine ihm für diese Liebe! nd Huld erweise! 032. Halt'im Gedächtniß Jesum Christ! Er hat für dich gelitten, und dir, da er gestorben ist, am Kreuz das Heil erstritten. Errettung von der Sündennoth erwarb er dir durch seinen Tod; dank' ihm für diese Liebe! 10. Hilf, Herr, daß meine Seele dich stets zum Leitstern wähle! Stets laß mich mit Ver langen an deiner Liebe hangen! ali dauens 11. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, mit Andacht beten lernen, mich von der Welt entfernen! 3. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden, und nun zur Rechten Gottes ist! Er hat von Todesselig sterben, und freudig banden und aus der auferstehen, o Jesu! dich dunklen Grabesnacht zu sehen. utdone Befreiung an das Licht duni ge= 12. So kann ich nicht verderben; so werd' ich dildo Heiliges Abendmahl. a300 313 gebracht; dank' ihm für mir, den ich jetzt offen diese Liebe! 14. Halt' im Gedächtniß Jesum Christ! Er wird einst wieder kommen, zu richten, was auf Erden sehe. Of Lebensthor! o Tisch des Herrn! vom Himmel bin ich nicht mehr fern, und fühle Gottes Nähe. and ist, die Sünder und die 2. Wie heilig ist dies Frommen. Drum sorge, daß du dann bestehst, und mit ihm in den Himmel gehst, ihm ewiglich zu FOR CUTE meine Seele nährt! o Manna, daß mir Gott gewährt! dich will ich jetzt genießen. Lebensbrodt, dies reiche Gnadenzeichen, vor dem des Herzens Angst und Noth und alle Qualen danken! 72 mstaal weichen! O Brodt, das 15.5. Ja, Herr, mein Hei land, dich will ich nicht aus dem Herzen lassen; mit Gegenliebe will ich dich, so lang' ich leb', um- 3. Wie heilig ist doch fassen. Dein Abendmahl dieser Trank, der mein vermehr' in mir des Verlangen stillet, der Glaubens Kraft, auf mein Gemüth mit Lob daß ich dir mit fester und Dank und Him Treue diene! 259 mels- Freud' erfüllet! O ind Lebenstrank! o heilges Mel. Mein Herzens- Jeſu, m. Blut, das einst gefloſſen 287. Wie heilig ist mir zu gut! dich will ich die State hier, wo ich jetzt empfangen. idad voll Andacht stehe! Sie 4. Welch Glück und ist des Himmels Pforte welch ein Ruhm ist mein! welch Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 314 welch Heil hab' ich gefunden! Mein Jesus kehret bei mir ein; mit ihm werd' ich verbunden. Wie ist mein Herz so freudenvoll, daß ich in Jesu leben soll, und er in mir will leben! 05. O wär' doch auch mein Herz geweiht zu einer heilgen Stätte, da mit der Herr der Herrlichkeit an mir Gefallen hätte! O wäre doch mein Herz der Ort, an welchem Jesus fort und fort aus Gnaden Wohnung machte! gilid si 6. Mein Jesu! komm und heilge mich! was 2. So oft wir dieses sündlich ist, vertreibe, Mahl genießen, wird damit ich nun und ewig dein Gedächtniß bei uns lich dein Tempel sei und neu. Wir sehen dich bleibe! Von dir sei ganz dein Blut vergießen, mein Herz erfüllt, und laß dein heilig Ebenbild beständig an mir leuchten! 7. Nun, du hast himmsehn deine Lieb', im Sterben treu. Erneuert fühlet unser Herz dein Leiden, deinen Todeslisch mich erquickt, du hast schmerz.onmig. djp bloar 3. dich mir gegeben. In dir, der mich so hoch beglückt, will ich nun immer leben. Laß mich, mein Heiland, allezeit von nun an bis in Ewigkeit mit dir vereinigt bleiben! Ti Jonav Mel. Mein Jesus lebt, was. 288. Jesu, der du vor dem Scheiden in deiner legten Trauernacht das Denk- Mahl deiner Todesleiden zum Quell des Heiles uns gemacht, nimm unsers Dankes Opfer an für das, was du an uns gethan! dild Heiliges Abendmahl. mo 315 3. Es wird dem zagen Gottes Kraft zur Ueden Gewissen ein neues bung guter Ritterschaft. Siegel aufgedrückt, daß unser Schuldbrief ist zerrissen, daß Gott auf uns in Gnaden blickt, und uns, durch dich mit ihm versöhnt, als Kinder mit Erbarmen krönt. 6. Wir treten hier in engre Bande mit deines Leibes Gliedern ein, daß wir in Einem Gnadenstande Ein Herz und Eine Seele seyn. Wiehier Ein Brodt uns alle speist, unser Geist.hangni fließt auch zusammen 4. Das Band wird fester hier geschlungen, daß dich und uns zuſammenhält. Von Sehnsucht, Herr, nach dir durchdrungen, schwingt sich das Herz zur bessern Welt. Die Liebe, die Die dich dankbar preist, eint 7. Dein Leib mußuns unser Leib, jetzt schwachzum Pfande dienen, daß heitsvoll, einst herrlich aus dem Staube grünen und unverweßlich werden soll, ja daß nach uns mit dir in Sinn kurzer Pilgerzeit ein und Geist. Heiluns ist ewges bereit. ro die 5. Dies Brodt kann 8. O Jesu Christ, so wahre Nahrung geben, edle Gaben hast du in und dieser Kelch erquickt den Geist. Es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dies geneußt. Wir fühlen neue dieses Mahl gelegt. Da wir dich selbst zur Speiſe haben, wie wohl ist unser Geist verpflegt! Dein Mahl ist unter allem Leid ein 316 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. ein Vorschmack jener 2. Dich bet' ich zuHerrlichkeit. ang en versichtlich an! Du bist 39. Dir sei Lob, Ehr' das Heil der Sünder, und Preis gesungen für haft ihre Schulden abge: solcher Gnade Heilig- than; und wir sind Gotthum! Dort, wo der tes Kinder. Ich denk' Engel reinre Zungen an deines Leidens Nacht lobsingend preisen dei- und an dein Wort: Es nen Ruhm, dort, wo der ist vollbracht! Du hast Geist dich selber sieht, mir Heil verdienet. Für singt würdiger dich unser mich hast du dich dargeLied. stellt; Gott war in dir, und hat die Welt in dir mit sich verfühnet. 110. 3. So freue dich, mein Herz, in mir! Er tilget deine Sünden, und läßt an seinem Tische hier dich Gnad'um Gnade finden. Du rufft, und er erhört dich schon; getrost, spricht mais liebreich Gottes Sohn, die Schuld ist dir vergemich deiner zu getrösten. ben! Doch du, in meiIch fühle meiner Sünnen Tod getauft, mußt den Müh'; ich suche dem, der dich so theu'r Ruh, und finde sie im erkauft, von ganzem Glauben der Erlösten. Herzen leben. quon 4. Mel. An wafferflüssen Bab. 289. Ich komme, Herr, und suche dich mühselig und beladen. Gott, mein Erbarmer, würdge mich des Wunders deiner Gnaden! Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, sold Heiliges Abendmahl. 317 4. Ja, Herr, mein 2. Wie vom Tod ErGlück ist dein Gebot; löste pflegen, eile deinem ich will es treu erfüllen, Arzt entgegen! Daß er und bitte dich durch dei dich der Sünd' entlade, schenket er dir Gnad' um Gnade. Komm! es ist men Tod will n nen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich von nun an würdig des Mittlers Wille; seyn, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn, und deinen Tod zu preisen! Laß mich den Ernst der 291101 Heiligung durch eine Gnade. Inn@ na wahre Besserung mir 3. Herr, ich freue mich und der Welt beweisen! no nod 1100 100( on mag Mel. Schmücke dich, o liebe. mit Beben; laß mich Gnad' empfahn und Leben mit der glauben290. Mude, sünden den Gemeine, daß mit volle Seele, mach' dich ihr sich Gott vereine auf, erlöste Seele! komm, durch des neuen Bundes Vergebung zu empfan- Speise auf so wundergen! denn dein Licht ist bare Weise! O wer darf aufgegangen; denn der sich unterwinden, dies Herranvolli Heil und Geheimniß zu ergrünGnaden hat zu sich den? duch mint komm und schöpf' aus seiner Fülle! Daß er dich der Sünd' entlade, giebt er heute Gnad' um dich eingeladen. Deinen 4. Gottmensch, laß Bund sollst du erneuen mich würdig nahen, Leund dich seines Todes ben, Leben zu empfahen! freuen. dniomisdi Ach wie pflegt' ich oft Jes Com mit 318 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. mit Thränen mich nach diese deine Himmelsdeinem Mahl zu sehnen! Speise mir zum Heil Ach wie hat mich so ge- und dir zum Preise! dürstet, Gott, nach dir, à abun thic 7. mein Gott, gedürstet! Laß, Geopferter, mich nahen, Leben, Leben zu empfahen! por mino 5. Du, dem unsrer Zum Gedächtniß 300 deiner Leiden und zum Vorschmack jener Freuden, die du, Gottmensch, mir erstrittest, als du unTodten Schaaren, die, aussprechlich littest, als wie wir, auch Sünder waren, Dank und Preis und Jubel singen, daß sie hier dein Mahl empfin gen! Sohn des Vaters, Licht vom Lichte, Lamm, dem tödtenden Gerichte hingegeben, Heil der Sünder, Retter, Todes überwinder! dich Todesschweiße deckten, dich die Schrecken Gottes schreckten, als du blutetest verlassen, ach von Gott, von Gott verlassen! huh hite 8. Deines Heils will ich mich freuen; dir will ich mich ewig weihen. Eng' ist deines Lebens Pforte; noch schau' in dunklem Worte. Einst werd' ich dich ganz erkennen, ganz in deiner Liebe brennen. Laß sie mich schon hier empfinden! Hilf mir, hilf mir 6. König, Hoherpriester, Lehrer! du, mein mächtiger Bekehrer, du, für meine Schuld Verbürgter, Gottgeopferter, Erwürgter! Hier fall' ich zu deinen Füßen; laß, laß würdig mich genießen überwinden! 11901937 291. mandald Heiliges Abendmahl. 100 319 Mel. Wachet auf, ruft uns die. getreu! Amen, Amen! 291. Herr, du wollst Der Weg ist schmal; uns vollbereiten zu dei- klein ist die Zahl der nes Mahles Seligkeiten! Sieger, die der Richter Sei mitten unter uns, krönt. o Gott! Leben, Leben zum 3. Die dein Kreuz in empfahen, laß uns, o jenen Tagen der MärtySohn, uns würdig na- rer dir nachgetragen, hen, durch dich vergessen verließen oft des BunSünd' und Tod! Denn des Mahl, vor dem Blutwir sind sündenrein, sind, gericht zu stehen, mit dir Mittler Gottes, dein, bis in den Tod zu gehen, sind unsterblich. Laß, voll Freud' in vieler Tode laß uns sehn in deinen Qual. Sei, Herr, der fehn in dein Höhn von fern der Ule- Deinen Licht, und stark' berwinder Lohn! ( D310 1198 ( Chor.) uns, daß wir nicht deines Mahles hochheilig Pfand entweihn, ge11967009 2. Nehmt und eßt zum ewgen Leben! Nehmt hin wandt von dir, umkehund trinkt zum ewgen Leren in die Welt.d nod ben! Der Friede Chrifti sei mit euch! Nehmt und eßt zum ewgen Leben! 292. Die ihr Chriſti Nehmt hin und trinkt Laufbahn lauft, theure zum ewgen Leben! Er- miterlöste Brüder, all' erbt, ererbt des Mitt- auf seinen Tod getauft, lers Reich! Wacht! eure alle seines Leibes GlieSeele sei bis in den Tod der! kommt, Versöhnte, kommt, mel. Jesus lebt, mit ihm auch. Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. euren kommt, erneut euren Bund der Seligkeit! 320 ( Chor.) > 500 Ide( Chor.) is 5. Nehmt und eßt: das ist sein Leib, in den Tod 2. Nehmt und eßt: das für euch gegeben! Nehmt ist sein Leib, in den Tod und trinkt: das ist sein für euch gegeben! Nehmt Blut! er vergoß es euch und trinkt: das ist sein zum Leben. Schmeckt Blut! er vergoß es euch und sehet hocherfreut zum Leben. Schmeckt und eures Mittlers Freundsehet hocherfreut eures lichkeit! do dnú' onú Mittlers Freundlichkeit! 6. Hoherpriester, Jesu de 1sp( Gemeine.) ni aid 3003. Die mit voller Zu- Christ! du bist einmal versicht, Jesu, deines Heils sich freuen, laß sie stets in diesem Licht wandeln, ewig dir sich gen. Also bist du durch weihen! Laß ihr Herz den Tod eingegangen, vom Stolze rein, voll Sohn, zu Gott. von deiner Demuth seyn! 7. Hoherpriester, ja du 4. Tröste, die in Trau- bist, bist für sie auch einrigkeit über ihre Seelen gegangen. Sprich ſie wachen! Hilf, du Herr los, o Jesu Christ, wenn der Herrlichkeit! Herr, sie nun dein Mahl sie glauben; hilf den empfangen! Laß sie füh Schwachen! Die ge len: In's Gericht kombeugt von fernestehn, kön men wir nun, Mittler, nen unerhört nicht flehn. nicht! det sid ist sho 29 8. eingegangen in das Heiligthum; du bist an das Kreuz, ein Fluch, gehan 321 nd Heiliges Abendmahl. essa 158. Augenblick voll 11. In das Chor heilgen Grauns, voller der Himmel schwingt, Wonn' und süßen Be- Herr, sich unser stambens! Theures Pfand melnd Lallen. Wenn, des künftgen Schauns! von Seraphim umringt, Ueberzeugung jenes Le unsre Todten niederfalbens! Schutte deine len, singet ihr Hallelujah, Gnad' auf sie, alle deine Mittler, deinen GolGnad' auf sie! i gatha. and mod( Chor.) and 189. Nehmt und eßt: das ist sein Leib, in den Tod für euch gegeben! Nehmt und trinkt: das sein Blut! er vergoß flossen, strömten über, es euch zum Leben. Schmeckt und sehet hoch- ach! von Blut, deines erfreut eures Mittlers großen Opfers Blut. Freundlichkeit! non rest du, warst, wie Was 12. Ausgeschüttet wafer, hingegossen; suchtest, fandest keine Ruh'; deines Todes Wunden 10. Jesu Christi Mitt ler- Tod werd' in aller 13. Jesus rief: ,, Mein Gott! mein Gott! warum hast du mich verWelt verkündigt, Jesu lassen?" neigte drauf Christi Mittler- Tod, der uns im Gericht entsündigt! Jesus Christ, mit Preis gekrönt, hat uns Staub mit Gott ver söhnt. sein Haupt; und Gott hatt' ihn nun nicht mehr verlassen. Jego war's vollbracht; jetzt war Gott im Fleisch ganz offenbar! * ( Chor.) Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. 322 1003( Chor.) 14. Nehmt und eßt: das ist sein Leib, in den Tod für euch gege- 3. Bewundernd denk' ben! Nehmt und trinkt: ich an die Liebe, womit das ist sein Blut! er du unser Heil bedacht. vergoß es euch zum Wie stark sind deines Leben. Schmeckt und Mitleids Triebe, die dich sehet hoch erfreut eures bis an das Kreuz geMittlers Freundlichkeit! bracht! O gieb von deinem Todesschmerz jegt neuen Eindruck in mein Herz! 4. Laß mich mit Ernst die Sünde scheuen, für welche du, dich opfernd, starbst; mit schnödem Mißbrauch nie entweihen, was du so theuer mir erwarbst. Nie führe mich zur Sicherheit der Trost, den mir dein Tod verleiht. mein Gewissen dein 5. Ich übergebe mich Mahl ein tröstlich Unauf's neue, o du, mein terpfand, daß ich, der Herr und Gott, an dich; Sündenschuld entrissen, ich schwöre dir beståndge durch dich bei Gott Ver- Treue vor deinem Tische feierMel. Mein Jesus lebt, was. 293. Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen, was du in deiner Leidensnacht nach deinem gnadenvollen Willen zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih' zur Ulebung dieser Pflicht mir deines Geistes Kraft und Licht! 2. Es werde mir für gebung fand; so freuet meine Seele sich in deinem Heil, und lobet dich. mandald Heiliges Abendmahl. as1100 323 feierlich. Dein eigen allmächtger Ruf erhebt, will ich ewig seyn. Du wenn du dich, großer Lestarbst für mich; drum bensfürst, den Völkern bin ich dein. sichtbar zeigen wirst. 9. Gebeugt lieg' ich zu deinen Füßen mit Dank und Lob, Gebet und Flehn. Laß auf mich neue Gnade flie6. Nie will ich mich vor Spöttern schämen des Dienstes, den man dir erweist; nie mich zu einem Schritt bequemen, den mein Gewissen sünd- ßen; mein Heiland, laß lich heißt. O flöße mir den Eifer ein, wie du, o Herr, gesinnt zu seyn! es doch geschehn, daß mir zur Stärkung meiner Treu' dein Abend7. Laß mich mit Ernst mahl gesegnet ſei! den Nächsten lieben, und, wenn er strauchelnd sich versieht, Versöhnlichkeit und Sanftmuth üben. Nie komm' es mir aus dem Gemüth, welch eine schwere Sündenlast du mir aus Huld erlassen haft. Mel. wer weiß, wie nahe mir. 294. Nimm hin den Dank für deine Liebe, Erlöser, Mittler, Jesu Christ! und daß ich standhaft allzeit übe, was dir, Herr, wohlgefällig ist, laß deines Todes Angst und Pein mir immerdar vor Augen seyn! 8. Es stärke sich in mir der Glaube, daß ewig meine Seele lebt, und daß einst aus des Gra2. Dein Brodt, o Herr, ward mir gebrobes Staube mich dein chen; ich trank, Herr, € 2 dei 324 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. auch Allen Einen Sinn! gieb, daß wir Eine Seele seyn, den Liebenden durch Lieb' erfreun! gi singolisari deines Bundes Wein. Alle floß sein Blut daIch hab' es feierlich ver- hin. O Herr und Hirte sprochen, bis in den Tod der Gemeine, schenk' nun dir treu zu seyn. Ich schwur's mit Herz und Munde dir; den Schwur zu halten, hilf du mir! 3. Voll Ehrfurcht will ich stets erwägen, was 6. Laß deine Lieb' du für mich erduldet hast, uns fest vereinen, die will folgen dir auf dei- himmlisch uns das Herz nen Wegen, und auf erfreut; und wenn dermich nehmen deine Last. einst du wirst erscheinen Durch dich, o Herr, von im Glanze deiner HerrSünden rein, will ich lichkeit, so laß uns all’ dir ganz mein Leben dein Antlig sehn, und ewig weihn. deinen Ruhm erhöhn! Mel. Womit soll ich dich wohl. 04. Auch euch, des Leibes Christi Glieder, ſei meine Liebe treu ge- 295. Freu' dich, weiht. Er selber nennt euch seine Brüder; und ihn erfreut, was euch erfreut. Wir essen Eines Bundes Brodt, sind all' erlöst durch seinen Tod. 5. Wir trinken all' Seele, rühm' und preise! Christus sei dein Siegsgesang! Sein Leib ist die rechte Speise, und sein Blut der rechte Trank, jener Leib, der für dein Leben ward zum von Einem Weine; für Opfer hingegeben, jenes nd Blut, dald Heiliges Abendmahl. 325 Blut, das Golgatha tief dir mich ganz erhebe, erbebend fließen sah. ganz mit dir, der lebt, 2. Allerheiligstes des Sohnes, das vor uns kein Vorhang deckt! sanf ter Glanz des Gnaden thrones! Klarheit Christi, die nicht schreckt! ja, dir nah' ich, dank' und preise: Wahrlich, meiner Seele Speise ist sein Leib, sein Blut ihr Trank. Bring' ihm, Seele, Lob und Dank! luc 2001 vereint! Dank', erlöste Seel', und preise: Christus ist die rechte Speise! Sein genieß' ich voll Vertraun, daß ich ihn werd' ewig schaun. na 5. Ich will euch in Felsen graben, Worte meiner Zuversicht; meine Seele sollt ihr laben, wenn mein Herz im Tode bricht. Knien will ich 13. Immer wunder- und niederfallen, euch in bar im Geben, giebst du, froher Demuth lallen; Herr der Herrlichkeit, doch einst in der Sieger mir, dem Todeserben, Chor jauchz' ich euch zu Leben, Leben deiner Gott empor! 50 Ewigkeit. Mich deraile ich verwesen werde, mich Mel. Schmücke dich, o liebe. erweckst du aus der Erde, 296. Jefu, Freund daß ich ewig leb', und frei von dem andern Tode sei. 4. Nicht nur, daß ich ewig lebe, sondern auch mit dir vereint, Herr, zu dil der Menschenkinder, Retter der gefallnen Sünder! auch für mich hast du dein Leben willig in den Tod gegeben. Deinen Tod will ich jetzt feiern und 326 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. nen Frieden schenken! und mit dir den Bund gedenken, und mir deierneuern. Tief gerührt von deiner Gute preist dich dankbar mein Gemüthe. 2. Herr, du hast auch mir bereitet, was zum wahren Wohl mich lei tet: Licht, den Weg des Heils zu finden; Trost bei'm Anblick meiner 4. Ja, ich hoffe, deine Gnade wird auf dieses Lebens Pfade mit erneuter Kraft zu Werken meiner Heiligung mich stårken; wird mich bessern, leiten, trösten, und zum Erbtheil der Erlösten, zu des Himmels Seligkeiten Sünden; Kraft, der gründen, stårken, vollbeBeßrung nachzujagen; reiten. indi Muth, des Lebens Last 5. Deine Huld ist unzu tragen, und die Hoff ermeßlich; Herr, sie sei nung beßrer Zeiten in mir unvergeßlich! Tågdem Reich der Ewig- lich will ich mich bestrekeiten. ad ben, folgfam deinem 3. O wie sehnt sich Wort zu leben; deiner mein Gemüthe, Men will ich stets mich freuen, schenfreund, nach deiner ganz mich deinem Dienste Gute! Ewig währet weihen, gern von dir deine Treue, und du mich leiten lassen, und, kennst mein Herz voll wie du, das Böse hassen. Reue. Ach! so wollst 6. Du, dem die verdu meinen Zähren deine klärten Schaaren, die Tröstung auch gewähren, schon hier dein Heil ermeiner Schuld nicht mehr fahren, Dank und Preis und mandi Heiliges Abendmahl. anet) 327 und Jubel singen, daß bist du, großer Menschensie es schon hier empfin- freund. gen, laß uns alle dahin kommen, wo, mit den verklärten Frommen, wir dein Antlig ewig sehen, ewig deine Lieb' erhöhen! 3. Um Trost ist meinem Herzen bange; ich suche, Herr, dein Angesicht. Wie lange schon, ach Gott, wie lange ruf' ich, und du erhörst mich nicht! Ach stärke bei des Leibes Schmerz mein ( Für Kranke.) Mel. wer weiß, wie nahe. banges und verzagtes Herz! 018000 297. Ach könnt' ich doch mit deinen Gliedern im Tempel, Jeſu, dich 4. Vielleicht erquickt erhöhn, und freudenvoll mich, Herr, hienieden mit meinen Brüdern das zum letztenmal dein Leib Denkmal deines Tod's und Blut. Noch einbegehn! Doch weil mich mal gieb dem Herzen Noth und Krankheit Frieden und der verzagplagt, ist diese Freude ten Seele Muth! Noch mir versagt. 1900 nd einmal fleh' ich: höre 2. Sieh', hier auf mei- mich! am Rand des nem Krankenbette feir' Grabes höre mich! ich dein Abendmahl al- 5. Laß das Gedächtlein. Doch, Herr, ich niß deiner Leiden mir weiß, an jeder Stätte Schwachem Trost und hast du verheißen nah' zu Kraft verleihn; laß es seyn. Wo je ein From- die Quelle höhrer Freumer seufzt und weint, da den und deines Himmels Vor 328 Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Vorschmack seyn! Dein men, o mein Erlöser, Leiden, dein Versöh Jesu Christ, du, der du nungstod erquicke mich einst auch für mich Arin meiner Noth! msn men den Tod am Kreuz op 6. Ich seh', ich seh' gestorben bist! Nur deine den Himmel offen; ich Leiden trösten mich; was fühle meine Seligkeit. war' ich, Mittler, ohne Was kannst du, Seele, dich? Größres hoffen, als was dir hier dein Gott verleiht? Es drohe mir die größte Noth; mein Retter und mein Schuß ist Gott. 7. Und naht der Tod mit seinen Schrecken: ich bin getrost, und zage nicht. Vom Tode wirst du mich erwecken; ich komme nicht in dein Gericht. Ich bin getrost; dein Leib und Blut giebt auch im Tode sel'gen Muthadia ( Für Kranke.) Mel. Mein Jesus lebt, was. 298. Dank, Dank sei dir für dein Erbar-1082 2. Du hast mir deinen Leib geschenket; nun weiß ich, ich bin ewig dein. Ich ward mit deinem Blut getränket; dies Blut macht' meine Seele rein, befreite mich von Fluch und Schuld, erwarb mir Gottes Vaterhuld. dan pedrose 3. Nun laß mich sterben oder leben: Herr, wie du willst! ich folge gern. Von Schmerz gequält, mit Angst umgeben, freut meine Seele sich des Herrn; durch dich versöhnt, erschreckt mich nicht des Grabes Graun, nicht das Gericht. 4. mindild Heiliges Abendmahl. mo 329 4. Im Glauben will stets quillt aus dem ich dich umfassen, gewiß, Herzen ihm neue Lieb' daß du mein Retter bist. und Treu'. Du wirst mich Schwa chen nicht verlassen, mir geben, was mir nüßlich ist. Ein Wink von dir, so endet sich mein Jammer, und ich preise dich. d2. Wie sollt' ich ihn nicht lieben, der mir so hold sich zeigt? wie jemals ihn betrüben, der so zu mir sich neigt? Er, der, an's Kreuz gehoben, getragen meine Schmach, ruft freundlich mir von oben: ,, Komm, folge du mir nach!" 5. Und kommt sie denn, die ernste Stunde, die mich dem Irdischen ent reißt: wohl mir alsdann! Aus deinem Munde erwartet mein erlöster Geist ein frohes Urtheil; ewigs Heil ist deiner Auser wählten Theil. Inichap van Mel. Herzlich thut mich verl. 3. Ihn will ich ewig lieben, der mir aus Todesnacht, von meinem Schmerz getrieben, Unvollosterblichkeit gebracht, der 15 dn bis zur letzten Stunde mir reicht die treue Hand, daß mich kein Feind verwunde im Lauf zum Heimathland. 299. Wie könnt' ich 100 sein vergessen, der mein noch nie vergaß? Kann ich die Lieb' ermessen, dadurch mein Herz genas? Ich lag in bittern 4. Er giebt zum heilgen Pfande mir seinen Leib, sein Blut; hebt Schmerzen; er schafft mich aus Nacht und mein Leben neu; und Schande, füllt mich mit Him Gottes Werke und Gnadenwohlthaten. Himmelsmuth; will sel leuchte mich dein Bild, ber in mir thronen mit wie du, o Herz der Herholdem Gnadenschein, zen, geblutet hast so mild! bis er, bei ihm zu woh- Mein Lieben und mein nen, mich führt zum Hoffen, mein Dulden Himmel ein. weih' ich dir. Laß mir old 5. In Freuden und die Heimath offen, und in Schmerzen durch dein Herz für und für! moodse m Dritte Abtheilung. 911 330 and spl) Das christliche Leben. 1. Buße. Biar noc ( Chor.) plots Sule 03 OND 3. Erhöre uns, erhör' 300. Nimm von uns, erhöre unser Flehn, uns, Herre Gott! all' Gott Vater, Schöpfer unsre Sünd' und Misse that, auf daß wir mit rechtem Glauben und reinem Herzen in deinem Dienst erfunden werden. ( Gemeine.) 2. Erbarme dich, er barm' dich, erbarm' dich deines Volks, o Christe, das du erlöset hast mit dei nem theuerbaren Blute! smic aller Ding'! Hilf uns und sei uns gnådig! chilers he 4. Erhöre uns, erhör' uns, erhöre unser Flehn, o Christe, der Welt Heiland! Bitt' für uns, und sei uns gnädig!$ 10#( D) 5. Erhöre uns, erhör' uns, erhöre unser Flehn, o heilger Geist, du einger 099 Buße. anc ger Tröster! Erleucht' dich fürchten Jedermann, uns, und sei uns gnädig! und deiner Gnade leben. ( Chor.) horgon 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen; auf ihn will ich verlassen mich, und seiner Güte trauen, die mir verheißt sein werthes Wort. Das ist mein Trost und treuer harren. Hort; deß will ich allzeit 6. So wahr ich lebe, ſpricht Gott, der Herre, ich will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. Amen! stisor 1920 19 ning nom 301. Aus tiefer Noth ruf'ich zu dir! Herr Gott, erhör' mein Flehen, und neig' dein gnädig Ohr zu mir, laß, was ich bitt', geschehen! Denn so du willst das ſehen an, was Sünd' und Unrecht ist gethan: wer kann, Herr, vor dir bleiben? 12. Nur deine Gnad' vermag allein die Sünde zu vergeben. Es ist doch unser Thun nicht rein, auch in dem besten Leben. Vor dir sich Niemand 331 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen: doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht, noch sorgen. So ist's des rechten Christen Art, der aus dem Geist geboren ward, und seines Gottes harret.d 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Arm zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei rühmen kann; es muß der Schade. Er ist al.808 lein 332 Gets Das christliche Leben. bare lein der gute Hirt, der last. Mein Glaube faßt, uns, sein Volk, erlösen Herr, was du mir verwird von allen Sünden. sprochen hast. Amen! mund thy 302. Allein 3. Dein guter Geist erneure mich zu deines Namens Preise, daß jeHerr Jesu Christ, steht derzeit mein Glaube sich zu dir, mein Vertraun auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröster bist; kein Trost kann sonst mir werden. Es ist kein Retter außer dir, kein Mensch, kein Engel, welcher mir aus meinen Nöthen hel fen kann. Dich ruf' ich an; du bist's, der helfen 4. Preis sei Gott auf will und kann. hinnbder Himmel Thron, dem 2. Zwar meine Schuld Vater aller Güte! Preis ist übergroß; doch reut durch wahre Lieb' erweise. Sei mir in meiner Prüfungszeit ein Helfer voll Barmherzigkeit; und naht die letzte Stunde sich, so starke mich mit Trost, daß ich soll schauen dich. outon he mich von Herzen. Er barme dich und sprich mich los durch deines Todes Schmerzen! Nimmst du dich meiner hülfreich an: wer ist, der mich verdammen kann? Dann dir, o Jesu, Gottes Sohn! Dein guter Geist behüte und führ' uns auf der rechten Bahn des wahren Glaubens himmelan. So preisen wir dich hoch erfreut hier in der Zeit, und mehr noch werd' ich los der Sünden in der Ewigkeit. mundin 303. nad Buße. anc 333 303. Herr Jefu allein; ich würde ganz verloren seyn, wenn ich Dein Wort nicht hätte. Christ, du höchstes Gut, du Zuflucht der Erlösten! ich komme mit gebeugtem Muth zu dir, mich dein zu tröſten, durch dich zum Vater mich zu nahn, von ihm Vergebung zu empfahn und Kraft zum neuen Leben. not orasid 4. Dies ewig theure Wort verheißt Heil allen, die beklommen von Reu' und Schmerz mit bangem Geist im Glauben zu dir kommen, und dann, vom Sündenjoch befreit, aus wahrer frommer Dankbarkeit zu deiner Ehre wandeln. 2. Wie drückt mich meiner Sünden Last! Nimm sie von meinem Herzen, der du für mich gebüßet hast am Kreuz mit Todesschmerzen, da mit ich nicht vor Angst und Weh' in meinen Sünden untergeh', nicht ohne Trost verzage! 103. Denn ach! denk' ich mit Ernst zurück an gen! mein geführtes Leben und daß von mir verscherzte Glück: was soll dann Trost mir geben? Trost 6. O schenke mir die Seligkeit, mein Herz vor dir zu stillen, getrosten Muth, Entschlossenheit, giebt mir dein Verdienst zu thun nach deinem Willen! 5. Zu dir flieh' ich auf dein Gebot, Versöhner meiner Sünden! Ach laß bei dir in meiner Noth mich Trost und Rettung finden! Erbarme, Herr, dich über mich! Vergieb mir, was ich wider dich von Jugend auf began 334 Das christliche Leben. len! O leite mich auf 3. Zu dir flieh' ich! ebner Bahn, daß, dir ge- Erbarme dich, ob ich's horsam, ich fortan nur gleich nicht verdienet! dir zu Ehren lebe! Geh' mit mir nicht, Gott, in's Gericht! dein Sohn hat mich verfühnet. 7. Stärk' mich mit deinem Freudengeist in meinen letzten Stunden; wenn sich mein Geist der Erd' entreißt, gieb Trost aus deinen Wunden, und nimm mich so, wenn dir's gefällt, im wahren Glau ben aus der Welt zu deinen Auserwählten! 100 4. Soll's ja so seyn, daß Straf' und Pein auf Sünden folgen müssen: so fahr' hier fort; nur schone dort! hier will ich gerne büßen. He 5. Sonst mach's, wie's dir gefällt, mit mir; du kannst's nicht böse meynen. Nur wollst du mich nicht ewiglich dort scheiden von den Deinen. E niso 304. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind meine vielen Sünden! Wie drückt 6.Das thust du nicht; mich doch des Elends mit Zuversicht kann es Joch! Wo kann ich mein Glaube hoffen. Hülfe finden? und Durch Christi Tod steht ja, mein Gott, auch mir der Himmel offen. 2. Flieh' ich gleich weit voll Bangigkeit bis an des Erdreichs Enden, der Angst und Pein befreit zu seyn, werd' ich 7. Herr Jesu, du schaffst Trost und Ruh', der du für mich auch starbest, sie doch nicht wenden. auch mir zu gut mit deinem od Buße. and 335 nem Blut der Gnade Hier findet deine Seele Trost erwarbest. 8. Dieß stårket mich; Ruh'; Gott selbst sagt dir Vergebung zu, und und ob auch sich einst zwar durch einen theuren Leib und Seele scheiden, Eid. Wohl dem, den so schenkst du mir als seine Sünde reut! dann bei dir des Him- 3. Doch hute dich vor mels ewge Freuden. 9. Gott, dirsei Ruhm! dein Eigenthum bleib' ich dort, wie auf Erden. Ich zweifle nicht; mein Heiland spricht: Wer glaubt, soll selig werden! Mel. Vater unser im Simm. 305. So do wahr ich lebe, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; mein Wunsch und Wille ist vielmehr, daß er von Sünden sich bekehr', sich beßre in der Gnadenzeit und mit mir leb' in Ewigkeit.com bon 2. Erwäge, Sünder, was Gott spricht; sei reuvoll, doch verzage nicht! Sicherheit; denk' nicht: Es ist noch lange Zeit; ich will mich erst des Lebens freun; und werd' ich dessen müde seyn, alsdann will ich bekehren mich; Gott wird wohl mein erbarmen sich.ans 4. Wahr ist es, aus Barmherzigkeit ist er ein Gott, der gern verzeiht; doch fündigst du auf Gnade hin, beharrst in deinem bösen Sinn, und sorgst für deine Seele nicht, so trifft gewiß dich sein Gericht. 5. Vergebung hat dir zwar dein Gott verheißen durch des Sohnes Tod; das aber sagt er nicht dabei 336 Das christliche Leben. dabei, ob dieser Tag dein beugt von Sünden? Wo letzter sei. Daß du mußt sterben, ist dir kund; verborgen ist des Todes Stund'. 6. Heut'lebst du, heut' bekehre dich! eh' morgen kommt, kann's andern sich. Wer heut' ist stark, gesund und roth, ist morgen krank, vielleicht gar todt. Stirbst du nun ohne Buße hin, wie willst du dem Gericht entfliehn? mands is 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm' zu dir, und mich bekehre unverweilt, eh' mich der schnelle Tod ereilt, damit ich heut' und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit! soll ich Rettung finden? Ach! aller Welt Erbarmen giebt keinen Trost mir Armen. 2. Du, Jesu, rufest mir; drum flieh' ich, Herr, zu dir. Zu deiner großen Güte kommt mein betrübt Gemüthe. Laß du auf mein Gewissen den Trost der Gnade fließen! 3. Wie groß die Schuld auch sei, du machst von ihr mich frei, wenn ich dein Kreuz umfasse, und mich auf dich verlasse. Sprichst du: Dir ist vergeben! so fühl' ich neues Leben. niem 30 4. Zwar viel noch mangelt mir; doch bin ich reich in dir. Von dir kommt jede Gabe, die ich noch nöthig habe; der Sünde Reiz zu dämpfen, Mel. Auf meinen lieben Gott. 306. Wo flieh' ich Sünder hin, der ich be- hilfst du mir siegreich schweret bin und tief ge- kämpfen. llad 5. di? Buße. and 337 5. Darum allein auf 2. Du Geber wahrer dich, Herr Christ, verlaß' ich mich. Nun kann ich nicht verderben; dein Reich muß ich ererben: denn du hast mir's erworben, da du für mich gestorben. sd Seelenruh', nimm von mir, was mich quälet; durch deine Gnade wirke du, woran es mir noch fehlet! Gieb mir den Geist der Heiligung, daß ich in meiner Besserung mit jedem Tage wachse! sin 3. Und du, o Jesu, der du dich für uns dahin gegeben, du hast aus freier Huld auch mich erlöst zum ewgen Leben. Mein Seligmacher und mein Gott, erbarm' dich meiner Seelennoth, und gieb mir deinen Frieden! Mel. Ach Gott vom Himmel. 307. Bater der 4. Für Sünder floß Barmherzigkeit, ich falle dein theures Blut zur dir zu Fuße, und thu' Rettung vom Verdernoch in der Gnadenzeit ben. So komm' es denn von ganzem Herzen auch mir zu gut im LeBuße. Was ich nicht ben und im Sterben. recht gethan vor dir, Es schrecke von des Erbarmer, das verzeihe Lasters Pfad, von jeder mir nach deiner großen unerlaubten That mich Gute! Gun immerdar zurücke. Y 1100 6. O führe Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, das alles stets zu meiden, was mich von dir kann scheiden, daß ich an deinem Leibe ein Glied auf ewig bleibe! 5. 338 Das christliche Leben. 1975. Geist Gottes, mei- Geistes Hülf' und Kraft, ner Seele Licht, Regierer der uns zu neuen Mender Gedanken, erinnre schen schafft, aus Gnamich an's Weltgericht, den mir gewähren! beginnt mein Herz zu wanken, damit ich jede Sünde flieh', und Ehrsucht, Geiz und Wollust 2. Der Mensch kann ohne dich ja nicht sein Elend recht empfinden, bleibt ohne deines Geinie mein Herz beflecken stes Licht blind, fühllos, möge! and tødt in Sünden; verkehrt ist Will', Entschluß und Thun. Dies Elend wünsch' ich, Vater, nun durch dich zu überwinden. S 3006. Und schlägt die letzte Stunde mir, so hilf mir überwinden! laß meine Seele Trost bei dir, du Gott des Trostes, finden! Belehre mich, daß Schmerz und Noth und selbst der letzte Feind, der Tod, mich doch zum Leben führe! us is is 3. Gieb Selbsterkenntniß, zeige mir die Blöße meiner Seele! Gieb, daß ich keine Schuld vor dir, noch vor mir selbst verhehle! Laß jede mich mit Ernst bereun, daß ich des Ziels, gerecht zu 308. Ich will von seyn, durch Heucheln Mel. Aus tiefer oth schrei. nicht verfehle!, 4. O wie viel Gutes hast du mir an Leib und Seel' erwiesen! Glück, Lust und Ruhm hab' ich von meiner Missethat mich, Herr, zu dir bekehren. Du wollest selbst durch deinen Rath mich wahre Buße lehren, und deines ads Buße.h and 339 von dir. Wie hab' ich deine Schrecken trafen, dich gepriesen? Ich hab', im Wahne meinerSicherich ungehorsam Kind, heit: Gott wird sobald mich gegen dich nicht nicht strafen. So übertreu gesinnt, nicht dank- trat ich immer mehr, ob bar mich bewiesen. seine Pfeile gleich umher so viele Frevler trafen! 5. Du hast mir's nicht an Unterricht und War- 8. Ach! hätt' er keinen nung fehlen lassen. Wie Vatersinn, kein mütteroft erwecktest du mich lich Erbarmen: wo flöh' nicht, des Lasters Weg in meiner Noth ich hin? zu hassen! Du führtest wer hülfe dann mir Armich zur Tugend an; men? Ich wende, Gott, doch schändlich hab' ich zu dir mich hin; denn du deine Bahn und deinen haft einen Vatersinn, ein Bund verlassen.dhamütterlich Erbarmen. 6. Wie drången nun 9. Nimm meiner dich, die Sünden sich, o Gott, o Jesu, an, und heile vor mir zusammen! Wie drauen, wie erschrecken mich nun deines Zornes Flammen! Mich klagt selbst mein Gewissen an, dem ich nicht wider sprechen kann; ich selbst muß mich verdammen. meine Wunden; denn was kein Sünder dulden kann, hast du für mich empfunden. Wer seine Schuld mit Ernst bereut, der findet Heil und Sicherheit und Trost in deinen Wunden.no 7. Ich sprach, weil 10. Nimm hin mein mich so lange Zeit nicht Herz, und mach' es rein Y 2 von 340 Das christliche Leben. von allen seinen Sünden, habe mißgethan, darf und laß es, dir getreu zu mich nicht dein Kind seyn, wie sehr du liebst, mehr nennen. Ach! nimm empfinden! Laß aller mich zu Gnaden an, richte Lüste Tyrannei, damit nicht der Sünden Menge, ich stets der Deine sei, mich Herr, nach des Gesetzes standhaft überwinden! Strenge! 309. Herr, ich habe mißgehandelt, und mich drückt der Sünden Last; ich bin nicht den Weg gewandelt, den du mir gezeiget hast. Jetzt mögt' ich vor deinen Schrecken gern die bange Seele decken.mom 4. Siehe, wie mein Auge thrånet über meine Sündenschuld; siehe, wie mein Herz sich sehnet, Gott, nach deiner Vaterhuld! Willst du nicht mein Flehn erhören, und mir Gnad' und Trost gewähren? 5. Ja, ich hoffe; hingegeben hat sich Christus in den Tod mir zur Rettung, mir zum Leben, ali2. Aber wohin sollt' ich fliehen? du wirst al lenthalben seyn. Wollt' ich über Meere ziehen, hat mich dir versöhnt, o stieg' ich in die Gruft hinein, hätt' ich Flügel, gleich den Winden: den Gott! Seines Heils darf ich mich trösten mit den Schaaren der Erlösten. noch würdest du mich 6. Laß nun deinen finden. is 3. Drum muß ich es nur bekennen: Herr, ich Geist mich leiten, stets zu thun, was dir gefällt; laß mich unermüdet strei1100 ten mods? Buße. en@ 341 ten mit der Sünde, mit Keiner! Dein Geschöpf der Welt! Nimmer laß mich wieder wanken; so will ich dir ewig danken! Mel. Schwing dich auf zu. 310. Gott, mein Vater, ich, dein Kind, falle vor dir nieder. Siehe, was mein Herz empfind't, und erbarm' dich wieder! Groß ist meine Sünden schuld, die mich innigst reuet; größer deine Vaterhuld, die mich noch erfreuet. verwirfst du nicht; Gott, dich jammert seiner. Der du deinen Sohn für mich in den Tod gegeben, fein Erlöster bin auch ich, theur erkauft zum Leben. 4. Dies, dies soll in jedem Schmerz mein Vertraun erwecken. Vor der Sünde soll mein Herz, nicht vor dir erschrecken. Trauen will ich, Vater, dir, stets die Sünde haf sen, nie vergessen, daß du mir so viel Schuld erHOCAM lassen. કર્યું 9 2. Zwar ich bin's nicht werth, zu dir kindlich aufzusehen: doch du bleibst 5. Preis sei dem Allein Vater mir; du ver- gütigen, der mein Seufnimmst mein Flehen, zen kennet, der dem kennst mein Herz, ermun- Gnadesuchenden freien terst mich, es vor dir zu Zutritt gönnet! Sing' stillen. Du erhörst mich es, Seele, vor dem väterlich noch um Christi Herrn; fließ von Freuwillen. den über! Gott, dein 19u 3. Du bist meine Zu- Gott, verstößt nicht gern; versicht; außer dir ist er begnadigt lieber. atd 6. 342 Das christliche Leben. 16. Ewig bist du so ge gehn. Wir, von gehäufsinnt, Schöpfer meiner ter Schuld beschwert, Seele. Auch wenn ich, sind deiner Liebe nimmer dein strauchelnd Kind, werth. noch aus Schwachheit fehle: so gedenkst du, der du weißt, daß mein Herz dich ehret, ich ſei Staub, und du verzeihst dem, der 29 wiederkehret. ROTIS He two or Jaye 3. Doch, Vater, denk' an deinen Namen, und neig' zu uns dein Vaterherz! Du sahst, wenn Sünder wiederkamen, erbarmend stets auf ihren Schmerz. Du willst den Tod der Sünder nicht; ach geh' mit uns nicht in's Gericht! 51197 Mel. Wer weiß, wie nahe. 311. Hier liegen wir zu deinen Füßen, Herr Gott von großer Güt' HOMES und Treu'! Ach! es verhote FOTO klagt uns das Gewissen; es beugt vor dir uns Schaam und Reu'. Das Maaß der Sünden ist erfüllt; weh' uns, wenn du, Herr, richten willt! 4. Wir fliehen hin zu deinem Sohne, der für die Ungerechten starb. Um seinetwillen, Vater, schone, der Heil und Rettung uns erwarb! Verbirg' nicht deinen Gnadenschein! Er ist dein Sohn, und wir sind sein. 2. Du bist gerecht, und wir sind Sünder; 5. Sein Blut ist auch wie wollen wir vor dir für uns geflossen; erhat's bestehn? Wir sind die zum Opfer dir geweiht. abgefallnen Kinder, die Dies theure Blut, am des Verderbens. Wege Kreuz vergossen, ruft zu dir nd Buße. an 343 dir um Barmherzigkeit. wir, deine Kinder, jauchAch! nimm von uns des Fluches Joch, und schone gnädig unser noch! zen dann: Der Herr hat sich zu uns gekehrt, der Vater hat sein Volk erhört! no aid 100 6. Wir flehn, o Gott! laß uns nicht sterben, laß das Gericht vorübergehn, Mel. Herr, ich habe mißgeh. daß wir, errettet vom 312. Herr, du kenVerderben, auf's neue nest mein Verderben! deine Hülfe sehn! Ent Ach! es regt in meiner zeuch, Herr, deines Tro- Brust, wie bei allen stes Licht, entzeuch uns Adamserben, sich noch deinen Segen nicht! immer böse Lust, die mein Herz, Herr, von dir neiget, und viel böse Thaten zeuget.n.isl nism 7. Gieb Fried', o Gott, in deinem Lande! Gieb, was zum Besten uns gedeiht! Gieb Glück und 2. Wie verderbt sind Heil zu jedem Stande, und fördre die Gerechtigkeit! Krón' unsre Stadt mit deinem Gut! Halt' Kirch' und Haus in dei ner Hut! nodig meine Wege! wie verkehrt mein eigner Sinn! Ich empfind' es, Gott, wie tråge ich, dir zu gehorchen, bin. Ach! wer wird mich von den Ketten dieses Sündentodes retten? apologisd 8. Nimm an die Opfer, die wir bringen, und leit' uns, Herr, auf ebner 3. Hilf mir durch den Bahn! So soll dein Lob Geist der Gnaden von der angeerbten Noth! gen Himmel dringen; Heile 344 Das christliche Leben. Heile meiner Seele Scha- muthig kämpfen, alle bö den durch des Mittlers sen Lüste dämpfen! Kreuzestod! Tilge alle meine Sünden! Laß mich vor dir Gnade finden! 7. Sollt' ich etwa unterliegen, o so hilf mir wieder auf! Laß in deiner Kraft mich siegen, daß ich meinen Lebenslauf unter deinen treuen Händen möge ritterlich vollenden! Langk 4. Schaff' in mir ein reines Herze, einen neuen Geist gieb mir, daß ich nicht mein Heil verscherze! Laß der sündlichen Begier mich mit Nachdruck widerstehen, 19 und auf deine Hülfe sehen! mel. Meinen Jeſum laß ich n. 313 Mein Erlöser, 5. Unter Wachen, Be- siehe doch, wie mein arten, Ringen hilf mir selbst mer Geist gedrücket, durch mein Fleisch und Blut geheime Bande noch hart unter's Joch des Gei- bedrängt ist und umstes zwingen, bis der stricket! Streb' ich auf, Feind doch endlich ruht! Was nicht kann dein so sinkt das Herz bald in Ohnmacht niederwärts. Reich ererben, laß in 2. Ach! wo ist der neue Christi Tod ersterben. 46. Reize mich durch jene Krone, die mir droben beigelegt, daß ich meiner niemals schone, wenn die Sünd' in mir sich regt! Hilf mir selber olisd Geist, den du willst den Deinen geben, der den Sünden uns entreißt, der uns bringt dein reines Leben, der mit Herzenslust und Kraft Alles in und durch uns schafft? 3. di? Buße.ch and 345 3. Ach! wann wird ruf' ich zu dir, o Herr, die Seele frei über Alles sich erheben, und in rei ner Liebestreu' nur nach deinem Willen leben? wann in wahrer Heilig keit dir sich weihen alle zeit? biri gund sic allein. Wenn ich zu einem andern riefe, es würde doch vergeblich seyn. Mein Flehen steigt zu dir empor; Herr, öffne mir dein gnädig Ohr! 2. Herr, willst du in's 4. Komm, du lang' Gerichte gehen, der du un ersehnte Stund'! Komm, endlich heilig bist: Herr, du Lebensgeist von oben! wer wird dann vor dir O wie sollen Herz und bestehen, wenn er auch Mund, Jesu, deine Treue sonst unstråflich ist? Dein loben, wenn mich deines Auge, das nicht fehlen Geistes Macht, dir zu kann, trifft überall noch dienen, frei gemacht! Flecken an. nd 11080 5. Laß dein Evange- 13. In deiner Hand lium mir Gefangnen Frei steht Tod und Leben; du heit schenken! Ich will bist es, den man fürchten als dein Eigenthum mich muß. Doch, Herr, du in dein Erbarmen senken. kannst und willst vergeNimmst du ganz die Seele ben aus deiner Gnaden ein, dann wird ihr ge- Ueberfluß. Dein Wort, holfen seyn.indo das Wort des Lebens, spricht, du willst den Tod des Sünders nicht.jom 14. Es heißt mich auf das Opfer schauen, das bri mehr Mel. wer weiß, Wer weiß, wie nahe. 314. Aus meiner Noth, aus meiner Tiefe 346 Das christliche Leben. mehr als alle Sünden 7. Ich hoff' auf dich, gilt. Es heißt mich auf du Kraft der Schwachen, den Felsen bauen, aus auf dich, du Licht in Findem derStromder Gnade sterniß, auf dich, mein quillt, die alles tilget, Hüter! Du wirst wawas mich quält, und chen; mein Heil! du alles giebt, was mir kommst und hilfst gewiß, noch fehlt. wie bang' mir auch die 5. Dein guter Geist Trübsalsnacht um Hoffwill mich erfreuen und nung, Trost und Hülfe sich mein Herz zum macht. Dispênsda2 nd Tempel weihn; ich soll 8. Genug, ich bin be den Richter nicht mehr freit von Sünden; ich scheuen, aus Gnaden bin von Straf' und frei und selig seyn. O Knechtschaft los. Wort, das durch die Seele dringt und Licht in finstre Tiefen bringt! Gnade, nimmer zu er gründen! Erlösung, überschwänglich groß, die aus und führt zur höchsten Seligkeit! 1976. Trifft mich denn der tiefsten Noth befreit, hier das Loos der Deinen, dein Kreuz, das je der Jünger trug: o! end lich wird dein Tag er scheinen, da du mir rufft: Es ist genug! Nur sei mein Leiter, bis es tagt, mein Trost, wenn Alles Trost versagt! Cand 9. O Vater, nimm für dein Erbarmen, o Sohn, für dein Versöhnungsblut, o Geist, du Trost der geistlich Armen, für deiner Gaben reiches Gut von Herz und Lippen Dank dom sds? Buße. b en@ 347 Dank und Ruhm, und sie abgemessen. Was weimich zu deinem Eigen thum! gerst du dich noch? Ist Gott denn ein Tyrann, der mehr von mir verlangt, als ich ihm leisten kann? Mel. Gott, du frommer G. G 315. Willst du die Buße noch, die Gott ge 4. Sprich selbst, gebeut, verschieben: so winnet Gott, wenn ich schändest du sein Wort, ihm kindlich diene, und, und mußt dich selbst nicht seiner werth zu seyn, im lieben. Ist deine Besse- Glauben mich erkühne? rung nicht deiner Seele Wenn du die Tugend Glück? und wer ver- übst, die Gott, dein Herr, schiebt sein Heil gern gebeut: wem dienst du? einen Augenblick? siringst du nicht nach deiel 2. Allein wie schwer ner Seligkeit? ist's nicht, sein eigen Herz 5. Was weigerst du bekämpfen, Begierden dich noch, das Laster zu widerstehn, und böseküste verlassen? Weil es dein dampfen! Ja, Sünder, Unglück ist, befiehlt es es ist schwer; allein zu Gott zu hassen. Was deiner Ruh' ist auch kein weigerst du dich noch, der andrer Weg. Und dem Tugend Freund zu seyn? entsagest du? sein Weil sie dich glücklich hid 3. Ist deine Pflicht macht, befiehlt sie Gott von Gott, wie kannst du allein. isproin bid d sie vergessen? Nach dei- 6. Gott beut die Kraft nen Kräften selbst hat er dir an, das Gute zu vollbringen. Das christliche Leben. TUUNGANO bringen. Soll er durch genblicken? Kann dich Allmacht dich, ihm zu kein schneller Tod der gehorchen, zwingen? Er Welt noch heut' entgab dir die Vernunft; rücken? Ist ein Geschrei und du verläugnest sie? zu Gott, ein Wunsch Er sendet dir sein Wort; nach Besserung, und und du gehorchst ihm nie? Angst der Missethat die hi 7. Sprich nicht: Gott wahre Heiligung? kennt mein Herz; ich hab' es ihm verheißen, mich noch dereinst, mich bald vom Laster loszureißen; jetzt ist dies Werk zu schwer. Doch diese kenntniß gnug, daß uns Schwierigkeit, die heute dich erschreckt, wächst sie nicht durch die Zeit? 10.Ist's gnug zur Seligkeit, des Glückes der Erlösten, wenn uns der Tod ergreift, sich sicher zu getrösten; ist das Bedie Sünde reut: so ist kein leichter Werk, als deine Seligkeit.bin i 8. Je öfter du voll bringst, was Fleisch und Blut befohlen, je stärker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scheuft du dich heute nicht, des Höchsten Feind zu seyn: ach wie viel weniger wirst du dich morgen scheun! 9. Ist denn die Buß' ein Werk von wenig Auinsprind 348 11.Doch fordertGott von uns die Reinigkeit der Seelen; ist keine Seele rein, der Glaub' und Liebe fehlen; ist dieses dein Beruf, Gott dienen, den du liebst: so zittre vor dir selbst, wenn du dies Werk verschiebst. 12. Der Glaube heiligt dich. Ist dieser dein Ge da? Buße. on 349 Geschäfte? Ist er's, 15. Entschließe dich warum verschmähst du beherzt, dich selber zu bedeines Gottes Kräfte? siegen. Der Sieg, so Erschreckt dich nicht sein schwer er ist, bringt göttWort? Giebt in verkehr- liches Vergnügen. Was ten Sinn den Sünder, zagst du? Geht es gleich der beharrt, nicht Gott zuletzt dahin? mamibia im Anfang langsam fort: sei wacker! Gott ist nah', und stärkt dich durch sein Wort. he De 16. Ruf' ihn in Demuth an! er tilget deine Sünden; und läßt dich sein Gesetz erst ihren derstreb' ihm nicht: denn Fluch empfinden, so wi derstreb' ihm nicht: denn Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu' in dir, die niemals dich gereut. 17. So süß ein Laster ist, so giebt's doch keinen Frieden; der Tugend nur allein hat Gott dies Glück beschieden. Ein Mensch, der Gott gehorcht, erwählt das beste Theil; ein Mensch, derGott verläßt, verläßt sein eignes Heil. 18. co 13. Hat Christus uns erlöst, damit wir Sünder bleiben, und, sicher durch ſein Blut, das Laſter hd her treiben? Gebeut uns Christi Wort nicht Tugend, Recht und Pflicht: so ist es nicht von Gott: so ist es nicht von Gott; Gott widerspricht sich nicht. Roe 19t11 14. Noch heute, weil du lebst und seine Stimme hörest, noch heute schicke dich, daß du vom Bösen kehrest. Begegne deinem Gott, willst du zu deiner Pein dein hier versäumtes Glück nicht ewig noch bereun.msnisd( bon mud 350 Das christliche Leben. bi18. Die Buße führt 2. Dir ist mein Flehn, dich nicht in eine Welt mein Seufzen nicht vervoll Leiden. Gott kennt borgen, und meine Thraund liebt dein Glück; sie nen sind vor dir. Ach führt zu sichern Freuden, Gott, mein Gott, wie macht deine Seele rein, lange soll ich sorgen? füllt dich mit Zuversicht, wie lang' entfernst du giebt Weisheit und Ver- dich von mir? stand und Muth zu dei- 3. Herr, handle nicht ner Pflicht. slug mit mir nach meinen TurFIGHTEY Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld! Ich suche dich, laß mich dein Antlik finden, du Gott AGATIFICUL der Langmuth und Geduld! Tiscuss YC Orisp 19. Sprich selbst, ist dies kein Glück, mit ruhigem Gewissen die Gü ter dieser Welt, des Lebens Glück genießen, und måßig und gerecht in dem Genusse seyn, und sich der Seligkeit schon hier im Glauben freun? 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen! Gott, Vater voll BarmAteherzigkeit, erfreue mich 316. An dir allein, um deines Namens wil 176 shouis de 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen, und lehre mich dein Gott, auch meinen Jam- heilig Recht, mich täglich thun nach deinem Wohlan dir hab' ich gesündigt, len; du bist ein Gott, und übel oft vor dir der gern erfreut! hid gethan. Du siehst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt; sieh, mer an! also 81 ge ads Buße. bo · 351 gefallen; du bist mein 2. O laß mein Herz Gott, ich bin dein Knecht! 6. Herr, eile du, mein Schuß, mir beizustehen, und leite mich auf ebner Bahn! Er hört mein Schrein; der Herr erhört mein Flehen, und nimmt sich meiner Seele an. Mel. An wafferflüſſen Bab. 317. Erbarm' dich, nicht fernerhin in ſeiner Neigung wanken. Erhebe den verirrten Sinn zu himmlischen Gedanken. Dein Wort laß leuchten in der Nacht, zeig' in der Schwachheit deine Macht; wie will ich dir lobsingen! Ich halte deinem Geiste still, ich will mich ändern; Herr! Mein schwaches Herr, ich will! Wirk' Herz, geneigt zu Eitel- selber das Vollbringen! keiten, läßt bald durch 3. Ich such' umsonst Freude, bald durch der Tugend Bahn, wenn Schmerz sich auf den du mich nicht begleitest, Irrweg leiten. So und mich durch Nebel, wankt ein Rohr, vom Sturm und Bahn zu Wind' regiert! Ich geh', deiner Wahrheit leitest. wohin mein Trieb mich Du hassest jeden falschen führt, freiwillig in die Schein; mit Ernst willst Ketten. Herr, hilf mir! du verehret seyn. Herr, ich auch bin ein Christ. Hilf um Jesu willen! ErWenn du, mein Gott, hebeden gebeugten Muth; nicht bei mir bist: wer hilf mir der Leidenschafwird, wer kann mich ten Wuth durch deine retten?@mblus' duse sid Gnade stillen! ប ៛ ១៤១ anat 4. 352. Das christliche Leben. 4. Ich bin ein Mensch als mein bestes Theil auch du kennest mich. O immerfort betrachten. Herr, ich bin voll Sun- 6. Verzeih', verzeih' den: doch meine Seele durch Jesu Blut! Ich hofft auf dich; laß mich glaube, Herr, ich glaube! Erbarmen finden! Ich Gieb, daß mir diesen feglaube: Bis zum Tod sten Muth kein Tod, kein und Grab stiegst du vom Zufall raube! Auch durch Himmelsthron herab, des Todes finstres Thal und kamst, für uns zu dringt deiner Gnade leiden. Die Menschheit heitrer Strahl. Sei hüllt die Gottheit ein; du nahmst auf dich des Lebens Pein, uns giebst du seine Freuden. ruhig, mein Gemüthe! Troß Sünd' und Tod! Gott schützt dich doch. Es sei mein letztes Stammelnd noch ausein Loblied seiner Güte! 5. Mein Gott! mein Gott! gedenke nicht der Sünden meiner Jugend! Wie strenge schien mir oft die Pflicht! wie rauh die Bahn der Tugend! und doch trugst du mich mit Geduld. Laß, Vater, laß mich diese Huld nicht undankbar verachten. Dir folgen, ist mein wahres Heil; o laß mich's Mel. Herzlich lieb hab' ich. 318. Ich komme, Friedensfürst, zu dir! Erbarmend rufst du ja auch mir, den Frieden zu empfangen. Die Sundenlast ist mir zu schwer; o laß mein Herz von Trost nicht leer, laß es die Ruh' erlangen, die jedem und Buße. BAC 353 jedem tiefgebeugten Geist, 3. Du, du bist meine derzudir fleht, dein Wort Zuversicht! Durch dich verheißt. Wer tröstet mich, als du allein? Wer macht mein Herz von Sünden rein? Herr Jesu Christ, mein Trost, mein Licht, mein Trost, mein Licht, verwirf mein sehnlich Flehen nicht! 1902. Anbetend steh' ich, Herr, vor dir; dein Antlik neige du zu mir, und sei mir Sünder gnädig! Wenn mein Vergehn um Rache schreit, so mache aus Barmherzigkeit mich aller Strafen ledig! Der du am Kreuz gelitten hast, du trugst auch meine Sündenlast, als du zum Heil der Sünder starbst entflieh' ich dem Gericht, dem schweren Lohn der Sünden; durch dich kann ich dem Fluch entgehn, und mich mit Gott vereinigt sehn, durch dich das Leben finden. Dein Tod ist der Verlornen Heil; gieb mir an ſeinem REFLEXT Segen Theil; er sei auch mir Beruhigung und meines Lebens Heiligung. Herr Jesu Christ, ich hoff' auf dich, ich hoff' auf dich; in dieser Hoffnung stärke mich! se 4. Mein ganzes Leben preise dich! Erlöst, mein Mittler, hast du mich, dein Eigenthum zu werund ihnen Gottes Huld den. Bin ich nur dein, erwarbst. Herr Jesu so fehlt mir nichts, nichts Christ, mein Herr und einst am Tage des GeGott, mein Herr und richts, nichts jetzt auf Gott, befreie mich durch dieser Erden. Auf diedeinen Tod! a fer Bahn zum Vaterland 3 ent 354 Das christliche Leben. entzeuch mir niemals bedachtsam sie geweiht; deine Hand; zu deinem ja, zum schnöden Dienst Dienste stärke mich, und der Sünden ließ ich mich laß mich siegen einst durch oft willig finden. bim dich. Herr Jesu Christ, 3. Deine Huld war mein Herr und Gott, jeden Morgen über mir, mein Herr und Gott, mein Vater, neu. Von hilf mir zum Leben durch den Tod! and wie manchen schweren Sorgen machtest du das Herz mir frei! Was mir müßte, gabst du mir; aber ach! wie dankt' ich dir? wie hab' ich doch so vermessen deines Wohlthuns Zweck vergessen! 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden sollt' ich ja die Sünde fliehn, und, von meiner Seele Schaden frei zu werden, mich bemühn. Deine Güte lockte mich oft zur Buße; aber ich floh vor ihrem sanften Locken, suchte selbst mich zu verMel. Wie nach einer Waſſers. 319. Höchster, denk ich an die Güte, die du mir bisher erzeigt: o so wird mein ganz Gemüthe tief zur Wehmuth hingebeugt. Dich hab' ich geringgeschäßt, dein Gebot hintangeseßt, dich, der du mich so geliebet, doch so oft und sehr be trubet. Danied 2. Alle meine Seelen kräfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschäfte deines stocken. Dienstes fertig seyn: doch 5. Ich erkenne meine hab' ich der Eitelkeit un- Sünden, beuge mich, mein uds Buße.ch ond 355 6. Dir ergeb' ich mich auf's neue. Gieb, daß mein gebeugter Geist deiner Vaterhuld ſich freue, die dein tröstend Wort verheißt! mein Gott, vor dir. Laß mer treu; dich zu lieben, mich bei dir Gnade fin dir zu leben, sei mein den! neige, Herr, dein herzliches Bestreben! Ohr zu mir! Ach vergieb, Mel. Erbarm dich mein, o. was ich gethan! nimm mich aus Erbarmen an! 320. Ich Staub vom Führe mich vom Sun Staube, wer bin ich, der den- Pfade auf den sel' Sünder, daß du meiner gen Weg der Gnade! dich noch stets, du Heiliger, erbarmst, Weltrichter, meiner dich erbarmst? Zum Glauben und zum Thun zu schwach, giebt oft mein Herz der Sünde Was dein nach. Ich kämpf, o Sohn auch mir erwarb, Vater, nicht genung den als er für uns Sünder starb, ach das laß auch mich genießen, Fried' und Freude im Gewissen! 17. Stärke selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu weihn! Gieb, daß mir's an Kraft nie fehle, folgsam deinem Wort zu seyn! Steh' mir Schwachem mächtig bei, 119 ernsten Kampf der Heiligung. hmm 2. Wie schnell ist von der rechten Bahn zum Irrweg oft der Schritt gethan! wie schnell! Mein ganzes Herz erschrickt, wenn es in diesen Abgrund blickt. Die Missethat, wie nah' grånzt sie an einen Fehl, und mach' mich auf im- den Gott verzieh! Herr, 32 Herr! 356 Das christliche Leben. Herr! mein ganzes Herz 5. Ja, du erbarmest erschrickt, wenn es in die sen Abgrund blickt. 3. Schmal ist der Weg zu Gottes Höh'n, und Wenige sind, die ihn über mich, mein Vater, mein Versöhner, dich! Vom Leibe dieses Tod's befreit, schau' ich einst deine Herrlichkeit. Ob un gehn. Die Pfort' ist Angst des Todes in mir eng'; und der nur dringt bebt, sterb' ich doch dem, durch sie zu Gott empor, der ringt. Ich lieg' auf meinem Angesicht, und fleh' und weine: Laßdein Licht mir leuchten! Va ter, laß mich dein im Le der ewig lebt. Verdammt, verdammt mich auch mein Herz, ist Gott doch größer als mein Herz! Mel.Jesu, der du meine Seele. ben und im Tode seyn! 321. Bater, heilig mögt' ich leben, Rechtthun wäre meine Lust; aber Lüste widerstreben mich, der Sünde schnel- dem Gesetz in meiner len Raub, den Himmels Brust. Ach! mein Herz erben und den Staub! Sink' tief, o Seele, nie der, tief vor dem, deß Stimme stets dir rief! Sink' in den Staub vor dem hinab, der dir in Christo Alles gab! is ist mir verdächtig; selten bin ich meiner mächtig. Hart drückt mich der Sünde Joch; was ich nicht will, thu' ich doch. 2. Ach! ich kann's nicht weiter bringen, meinem 4. Der mir in Christo Alles gab, mit Gnade blick auf mich herab! auf ods Buße. and 357 nem Vorsak trau' ich Sünd' aus meinem Hernicht; lockende Begierden zen, daß ich standhaft dringen zwischen mich dir getreu und des Heiles und meine Pflicht. Selbst sicher sei! mir! 3. O wie oft hab' ich geweinet, schmerzlich meinen Fall bereut, glaubig mich mit dir vereinet und den heilgen Andachts- 19 5. Darum beug' ich stunden, da ich, Vater, meine Kniee, bete, Heiligdich empfunden, nur von ster, vor dir, flehe, Vater, Freud' und Liebe sprach, spät und frühe: Schenke folgten Sündenstunden höh're Kräfte nach, die Schau', mich dürstet nach dem Guten; laß bluten! Ziehe mich mit mein Herz nicht länger mich deiner Huld gefreut! Gute kann! Leben an, daß ich alles daß ich alles Gnädig sahst du zu mirus,( bidsmand nieder; aber bald vergaße 6. Vater! böse Våter ich wieder meine Thra- schenken Brodt den Kinnen, Vater, dich, und dern, wenn sie flehn; Vamein Fleisch besiegte mich. ter! und ich sollte denken, du, du könntest mich verschmähn? könntest erst mich Niemand retten den Sohn uns senden, kann. Beten will ich, und dein Aug' doch von brünstig beten; schau' uns wenden? gåbst nicht mich mit Erbarmen an! auf die Deinen Acht, flehReiß' die Wurzel meiner ten sie gleich Tag und Schmerzen, loreiß' die Nacht? Hindi sic 4. Vater, du nur kannst mich retten, wenn NOTIS 358 Das christliche Leben. 7. Bater, nein! du war dann mein Eid des hörst mein Flehen, meine Glaubens und der FrömThränen siehest du! Was migkeit! ich bitte, wird geschehen; 3. Ach! aber bald erdu erquickst mein Herz griff mich wieder die mit Ruh'. Ja, ich werde Sünd', und ihre Lust überwinden, und du wirst mit ihr riß meinen ganvon meinen Sünden zen Vorsaß nieder und durch den Geist mich ganz herrschte, wie vorher, in befrein. Vater, du wirst mir. Zum Widerstande Vater seyn. viel zu schwach, entfloh ich nicht, und gab ihr nach. Jusred Dot mom 4. Wie viele sündenvolle Tage durchlebt' ich, Vater, als im Traum, und häufte selbst mir Plag' auf Plage, und fühlte dies mein Elend ( bon Mel. Wer weiß, wie nahe. 322. Mein Gott, zu dem ich weinend flehe, erbarme dich, erbarme dich! Noch einmal sieh' von deiner Höhe mit gnaden vollem Blick auf mich! Erbarme dich, und geh' kaum! Verwundet blunoch nicht mit mir, du tete mein Herz; betäubt Richter, in's Gericht! empfand ich keinen Schmerz, nusiim 2. Wie oft hast du mir schon vergeben, wenn ich zu dir um Gnade bat! Wie oft versprach ich, dir zu leben, zu meiden jede Missethat! Wie feierlich meiner Seele bange, um 5. Nun bin ich nah' dem Untergange, inden dein gereizter Zorn mir droht. Um Trost wird einen nads Buße. an 359 einen Retter in der Noth. ich mein ganzes Leben Mein richtendes Gewis weihn. Der Sünde will sen wacht, und Alles um ich widerstehn, und standmich her ist Nacht. haft deine Wege gehn. 6. Zu wem, o Vater, 9. Vergiß nicht wieder, soll ich fliehen? wo findet meine Seele Ruh'? wer kann sie aus dem meine Seele, wie oft du schon gefallen bist. Vergiß nicht mehr des Herrn Abgrund ziehen, in dem Befehle, nicht mehr, daß sie seufzet, als nur du? er dein Retter ist. Ruf' Mein ganz Vertraunset' ihn im Glauben täglich ich auf dich; du Freund an: Erhalt' mich, Herr, des Lebens, rette mich! auf ebner Bahn! 7. Für meine wie- 10. Ja, ich bin schwach; derholten Sünden floß wer kann mich stärken? auch des Weltversöhners mein Helfer in VerBlut. Noch einmal laß suchungseyn? zum Glaumich Gnade finden durch ben und zu guten Wermeinen Glauben an sein ken mir Kraft und FreuBlut! Noch einmal, digkeit verleihn? Du Richter, sage mir: Auch kannst es, meine Zuverdiese Schuld erlaß' ich sicht! Wenn du mich dir! hid in fundse ſtärkst, so wank' ich nicht. 8. Du hörest mich, Gott, da ich schwöre: Mein Herz soll dir gehorsam seyn! Dir, deinem Willen, deiner Ehre will sign Mel. wer weiß, wie nahe mir. 323. Ach! abermal bin ich gefallen mit lleberlegung und mit Wahl. Tief, 360 Das christliche Leben. Tief, o wie tief, bin ich vollkommen zu wandeln, gefallen, vielleicht noch will ich mich bemühn! nicht zum letztenmal! Wie oft, o Gott, hat Elender Sünder, der ich mein Gebet um Kraft bin! in welchen Abgrund dazu dich angefleht! eil' ich hin! isme5. Bald reizt' auf's 2. O die verhaßte neue mich die Sünde; Lieblingssünde! o die wie schwach war gleich Gewohnheit böser Lust! mein Widerstand! Ach Der Hang, den ich zu sie gefiel mir, und geihr empfinde, wie wüthet schwinde ergriff sie mich er in meiner Brust! wie und überwand. Die Lust unumschränkt, wie fürch verschwand mir im Geterlich ist ihre Herrschaft nuß; nun folgten Unruh' über mich! und Verdruß. notlodsd 3. Längst warnte schon mich mein Gewissen: Mensch, du empörst dich wider Gott; von böser Lust dahingerissen, Betrogner, eilst du in den Tod, raubst dir den Frieden dieser Zeit und dort des Himmels Seligkeit! 6. Auch diesmal bin ich überwunden; und abermal fiel ich so tief! Mein Vorsatz war noch nicht verschwunden; mein Herz schlug, mein Gewissen rief; Gott Richter, ich gedacht' an dich und dennoch, dennoch sündigt' ich. bind and 1100 7.Dunbegränzte Sündenliebe, wie werd' ich SCHOE HNED 4. Wie oft hab' ich mir vorgenommen: Nun will ich jede Sünde fliehn; rein und unsträflich und endlich frei von dir? wie — sds? Buße. and 361 wie überwind' ich deine Triebe, und dampfe deine Macht in mir? Gott, Gott, mein Vater, völlig frei, daß ich ganz sie überwinde, ganz dir wohlgemein Erbarmer, hör' fällig sei? Noch nicht, mein Flehn, und lehre mich ihr widerstehn! ich gesteh's mit Thränen, kann ich mich von ihr sucht mich wider dich. 8. O pflanze du in entwöhnen. Immer noch meine Seele rechtschaffne ereilt sie mich, und verLieb' und Lust zu dir! Gott, was ich denke, was ich wähle, das zeuge durch die That von ihr! Dich lieben als dein Eigenthum, sei mein Bestre ben und mein Ruhm! 2. In der Andacht ſelgen Stunden, wenn ich, Herr, dein Wort gehört, hab' ich oft das Glück empfunden, das die Frömmigkeit gewährt. Nichts wünscht' ich alsdann hienieden mir so sehr, als innern Frieden, als ein Leben, dir ge= weiht in des Glaubens Seligkeit. ma 9. Dann werd' ich endlich überwinden, und Herrscher meiner Lüste seyn; dann wirst du alle meine Sünden, wenn ich dir lebe, gern verzeihn; und dann, wie selig bin 3. Voll von heiligen ich hier, und dort im Himmel einst bei dir! Mel. Jesu, derdumeine Seele. 324. Ach! wann werd' ich von der Sünde, Spind Entschlüssen schwur ich dann, dir treu zu seyn, und mit wachendem Gewissen meiner Unschuld mich zu freun; willig wollt' ich da mein Leben dir, 362 Das christliche Leben. dir, mein Gott, zum die Schwachheit wirst du Dienst ergeben, aller rächen; bösen Vorsatz Sünde widerstehn, stand- strafst du nur. Hätt' ich haft deine Wege gehn. nicht den Trost: ich würde 4. Aber ach! wie oft unter meiner Mängel emporet sich die Leiden Bürde ganz erliegen, und schaft in mir, und ver- mich dein, höchstes Gut, führet mich und störet nie wieder freun. nim meine Freudigkeit zu dir! 7. Stellet mir denn Uebereilung, Eigenliebe, gleich auf Erden lebensdes verborgnen Stolzes lang die Sünde nach; Triebe, eh' ich's merke, kann ich nicht vollkomziehen sie mich zur Sünde, men werden, bin und die ich flieh'.untams bleib' ich immer schwach: o so segne mein Bestreben, so gerecht ich kann, zu leben, daß ich doch von Heuchelei und von Bosheit ferne set. 5. O ich Armer, dem zur Treue feste Seelen stärke fehlt, dessen Herz oft wahre Reue, und so oft doch fruchtlos, quält! Ach wer wird mich ganz 8. Wenn ich falle, laß vom Bösen, von des mich's merken; laß mich Todes Leib erlösen? Ich streben aufzustehn; eile, Elender! wer befreit ganz mich, dein Kind, zu stär mich von der Sünd ken; lehre selbst mich fester lichkeit? har gimdgehn. Warne mich, sei 6. Du verzeihst, Gott, mein Begleiter, täglich die Gebrechen meiner führe, Gott, mich weiter, sündigen Natur. Nicht bis ich in der Ewigkeit vid dringe do? Buße. and dringe zur Vollkom- zerrissen, wird verzagen menheit! musimüſſen! Jºs 4. Wenn vor deinem 363 Mel. Straf mich nicht in d. Antlik sich jede Sünd' 325.Sichrer Mensch, enthüllet; wenn dann noch ist es Zeit, aufzustehn iede, jede dich ganz mit vom Schlafe. Nah' ist Graun erfüllet; dich dir die Ewigkeit, nahe Nichts dann stärken Lohn und Strafe. Hor', kann, keine deiner FreuGott spricht! säume den: was wirst du dann nicht, seinen Ruf zu hd leiden! ren und dich zu bekehren. 2. Noch tönt nicht zum Weltgericht der Posaune Stimme; noch sinkt die ser Erdball nicht vor des Richters Grimme. Aber bald, bald erschallt Gottes Ruf: Zur Erden ſollst du wieder werden! 100 ndránu 3. Kommt nun, ehe du's gedacht, in der Sünde Freuden deines Lebens letzte Nacht: was wirst du dann leiden, wenn dein Herz, von dem Schmerz deiner Schuld thin h 5. Nah'dem Untergang wirst du an des Grabes Stufen, bang' um Trost und Seelenruh', dann vergebens rufen: Rette, Gott, mich vom Tod! Rette noch im Sterben mich von dem Verderben! libin anu 6. Noch, noch wandelst du, o Christ, auf des Lebens Pfade; nahe zur Errettung ist dir noch Jesu Gnade. Eil' ihr zu! du wirst Ruh' für dein Herz empfinden, und Vergebung finden. 326. 364 Das christliche Leben. Mel. Herzlich lieb hab ich d. deine Rechte fassen; laß 326. Du, Gott, der ſie uns leiten auf den Pfad, den dein Befehl Jesu unsre Zuflucht ist! Gott, unser Mittler, geheiligt hat, daß IrrChrist! Gott, heil'ger thum und Versuchung Geist der Gnaden! Un- nie uns auf die Bahndes endlicher, verwirf uns Lasters zieh'! Herr, unser nicht! Wir kommen vor Gott, groß von Geduld, dein Angesicht, mit vor aller Schuld bewahr' Sünden schwer beladen. uns deine Vaterhuld! Nimm von uns unsre 3. Sohn Gottes, der Sündenschuld, du Gott du zu uns kamst, und der Langmuth und Geduld, und merk auf unser heißes Flehn, laß uns dein Heil, Erbarmer, ſehn! Herr, unser Gott, verbirg uns nicht dein Angesicht, und geh' mit uns nicht in's Gericht! unsre Menschheit an dich nahmst, mit Gott uns zu versöhnen, und durch den Tod in's Leben drangst, dich dann zur Rechten Gottes schwangst, wo Ehr' und Preis dich krdnen! vertritt, o Mittler, uns bei Gott durch deine Leiden, deinen Tod! Stárk' uns in unsrer Prüfung Lauf, und, wenn wir straucheln, hilf uns auf! Herr, unser Gott, dein Trost, dein Licht verlaß' uns nicht 62. Wir haben unsern Bund entweiht, gebro chen unsern theuren Eid, und deinen Weg verlas sen: doch sieh', wir kehren voller Reu' zurück zu dir; o laß auf's neu' uns OSE do? Buße. on 365 nicht im Tod', im Grab', und der Flammen Wuth, im Weltgericht! Tod des Krieges Blutvergie4. Schüß' uns vor ßen! Sei rettend mit Irrthum und Gefahr! uns, wenn die Noth des Erhalte deiner Frommen Mangels und der SeuSchaar der Glaubens- chen droht, und schüß' Eintracht Segen! Uns uns, nicht ihr Raub zu leite, Gott, dein guter seyn! laß Sicherheit das Geist; und was dein Land erfreun! Herr, unWort verspricht und ser Gott, das Land ist heißt, sei Licht auf un- dein; o laß Gedeihn und sern Wegen! Laß auch Wohlstand unser Land in Lehr' und Wandel erfreun! 3 rein die Diener deines Wortes seyn, und bringe zu der Wahrheit Glück, zu dir die Irrenden zu rück! Herr, unser Gott, breit' aus dein Wort an jedem Ort! Gieb Geist und Kraft zu deinem Wort! 5. Dein Antlig leucht' auf unser Land; ringsum bedeckt von deiner Hand laß es der Ruh' genießen; wend' ab von uns mit Vaterhut der Wasser 6. Auch unsre Obern leite du, damit wir alle Heil und Ruh' durch ihren Schuß genießen; und unsre Liebe lohne sie! Laß bei des Amtes Sorg' und Müh' ihr Leben froh verfließen! Der Handel über Land und Meer führ' uns den fernenSegen her! Oschütte, Herr, auf jedes Haus und sein Gewerbe Segen aus! Herr, unser Gott! in deiner Hand sindStadt und 366 Das christliche Leben. und Land; beglück und 8. Du thust weit segne jeden Stand! ad 7. Vernimm der Lei denden Gebet! Wer in Gefahr und Noth dir fleht, dem hilf aus seinen Nöthen; gieb Kranken Linderung und Ruh'; die Sterbenden erlöse du, erhör' ihr letztes Beten! mehr als wir verstehn, kannst mehr gewähren als wir flehn; laß uns Erhörung finden! O neig' auf unser Flehn dein Ohr; heb' unser Herz zu dir empor, und mach' uns rein von Sünden! Laß uns nun ganz dein Sei aller Unterdrückten eigen seyn, im Leben und im Sterben dein! Wir sind durch Christi Blut erlöst; o du, der Sünder nicht verstößt, Herr, unser Gott, erbarme dich! erbarme dich! Vergieb uns! Leit' uns våterlich! Heil, der Wittwen und der Waisen Theil! Ver eitle der Verfolger Rath, und führ' uns stets den rechten Pfad! Herr, unser Gott! durch alles Leid der Prüfungszeit führ' uns zu deiner Herrlichkeit! isabil 2 Glaube. 1995LE Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. Wegen wallen. Hier ist, 327. Jesus nimmt was sie retten kann: Jedie Sünder an! Sagt sus nimmt die Sünder doch dieses Trostwort Al- an! len, die, noch fern von sei ner Bahn, auf verkehrten an 2. Keiner Gnade sind wir werth. Dennoch hat in mods Glaube. bn@ 367 in seinem Worte er sich Wort mich trösten kann: gnadenreich erklärt und Jesus nimmt die Sundes ewgen Lebens Pforte der an! dem, der glaubet, aufgethan. Jesus nimmt die Sünder an! h 3. Wenn ein Schaaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, zei get ihm die rechte Bahn. Jesus nimmt die Sunder an! 6. Jesus nimmt die Sünder an! Mich auch hat er angenommen, und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen, und noch sterbend rühmen kann: Jesus nimmt die Sünder an! Mel. Es ist das heil uns. 328. Der Glaub' ist 4. Kommet Alle, kom- feste Zuversicht zu Gottes met her! kommet, ihr be- Gnad' und Treue, daß trübten Sünder! Jesus ihn der Tod des Sunrufet euch, und er macht ders nicht, daß ihn aus Sündern Gottes sein Leben freue; er ist Kinder. Auf! und laßt der Kindschaft sichrer uns zu ihm nahn! Jesus Grund, auf Gottes Wort nimmt die Sünder an! und seinen Bund in seinem Sohn gegründet. 2. Er richtet auf, und giebt mir Muth, zum Vater mich zu nahen, Vergebung durch des Sohbung finden, daß dies nes Blut und Gnade zu empfahen. 5. Jch Betrübter komme hier, und bekenne meine Sünden. Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Verge Das christliche Leben. empfahen. Was er mir zweifelnder Gedanken: so giebt und noch verheißt, mir einst zu geben, sieht mein Geist, als wär's mir gegenwärtig. spricht dies Wort mein Herz zur Ruh', und läßt mich nimmer wanken. Der Glaube fürchtet keinen Schmerz; er ſieht ja Gottes Vaterherz in seines Sohnes Wunden. Hoffnung selig bin, und 6. Ist gleich mein nach dem Himmel ringe. Gott ist mein Gott, mein Heil sein Sohn, sein Geist mein Pfand; mein Schild und Lohn ist seine Vater liebe. Glaube schwach und klein, wenn Trübsal sich erhebet: so muß es doch ein Glaube seyn, weil er nach Hülfe strebet. So lange sich die Hoffnung regt, die mich zu Gott in Christo trägt, so ist ein Glaub' im Herzen. 368 3. Er giebt mir Kräfte, daß ich hin zum Unsicht baren dringe, daß ich in 4. Ich fürchte nicht der Hölle Heer, noch ihrer Strafen Flammen; ich bin kein Kind des Zornes mehr, Gott wird mich nicht verdammen. Weicht, alle meine Fein de, fort! Ich höre meines Jesu Wort: Die Sünd' ist dir vergeben! 7. Gott übt in solchen Kämpfen mich, um mein Vertraun zu stärken; und so vermehrt er väterlich den Fleiß in guten Werken. Denn meine Hoff mein Vater nie verläßt, nung bleibet fest, daß mich wie hart mein Kampf 5. Stürmt Sorg' und Unruh' auf mich zu, voll auch werdedigind nodotams 8. Glaube. 369 8. Ich weiß, auf wen ich bauen kann; ich weiß, an wen ich glaube. Auch 2. Sein mehr als mütterliches Herz trieb ihn von seinem Thron mich nimmt Gott zu Eh zur Erden. Ihn drang ren an, wenn ich nur der Sünder Weh und standhaft bleibe. Die Schmerz, an ihrer statt Welt mag um mich her vergehn: ich falle nicht, ich bleibe stehn; ich glaube seinem Worte. Mel. Beschränkt, ihr weisen. 329. Mein Heiland nimmt die Sünder an! Die unter ihrer Last der Sünden kein Mensch, kein Engel trösten kann, die nirgend Ruh' und Rettung finden, die ernst lich ihre Schuld bereun und in der Sünde Qual und Pein vor seinem Zorngericht erbeben, die nimmt er auf; sie sollen leben, sie sollen Heil und Ruh' empfahn. Mein Heiland nimmt die Sünder an. ein Fluch zu werden. Er senkte sich in ihre Noth, und litt für sie den bittern Tod. Nun, da er denn sein eigen Leben zum theuren Opfer hingegeben und uns gezeigt des Himmels Bahn, so heißt's: Er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein aufgethaner Schooß die sichre Zuflucht banger Seelen. Er spricht sie von dem Urtheil los, und tilget bald ihr ängstlich Qualen. Es wird ihr ganzes Sündenheer in's unergründlich tiefe Meer von seiner Mittlerhuld versenket; der Geist, der ihnen wird geschenket, A a zeugt, 370 Das christliche Leben. der an. zeugt, daß sie nichts ver- nen den Strom der bitdammen kann. Mein tern Reuethránen, und Heiland nimmt die Sün- denkt nicht, was sie sonst gethan! Mein Heiland 4. So bringt er sie nimmt die Sünder an. dem Vater hin in seinen 6. Wie freundlich blickt treuen Liebesarmen. Da er Petrum an, ob er neiget sich der Vatersinn gleich noch so tief gefalzu lauter ewigem Erbarmen. Er nimmt sie auf an Kindesstatt; ja, alles, was er ist und hat, wird ihnen eigen übergeben, und selbst die Thür zum ewgen Leben wird ihnen fröhlich aufgethan. Mein Heiland nimmt die Sünder an. len! Nun, das hat er nicht nur gethan, als er auf Erden mußte wallen; nein, er ist ewig, was er war, getreu, barmherzig immerdar; und wie einst unter Schmach und Leiden, so ist er auf dem Thron der Freuden den Sündern liebreich zuge 5. O könntest du sein than. Mein Heiland Herze sehn, wie sich's nimmt die Sünder an. nach allen Sündern seh- 7. So komme denn, net, sowohl wenn sie noch wer Sünder heißt, und irre gehn, als wenn ihr wen sein Sündenleid be Auge vor ihm thrånet! trübet, zu ihm, der KeiWie streckt er sich nach nen von sich weist, der Zöllnern aus! Wie eilt sich gebeugt zu ihm beer in Zachai Haus! Wie giebet. Wie? willst du liebreich stillt er Magdale- nicht dein Heil verstehn, und Glaube. 371 und ohne Noth verloren wissentlich verschmäht; gehn? Willst du der er hat mich oft umsonst Sünde länger dienen, da geladen. Wenn du es er, zu retten dich, erschie- jetzt nur redlich meinst, nen? O nein, verlaß die und deinen Fall mit Ernst Sündenbahn! Mein Hei- beweinst, so sollst du denland nimmt die Sün- noch Gnade finden; er wird dich deiner Schuld entbinden. Er hilft, wenn Niemand helfen kann. Mein Heiland nimmt die Sünder an. der an. 8. Komm nur mühselig und gebückt; komm nur, so gut du weißt zu kommen! Wenn gleich die Last dich niederdrückt, 10. Doch sprich auch Gebeugter, du wirst an- nicht: Es ist noch Zeit, genommen. Sieh, wie ich muß erst diese Lust sein Herz dir offen steht, genießen; Gott wird ja und wie er dir entgegen eben nicht schon heut' geht! Wie lang' hat er die offne Gnadenpforte mit vielem Flehen sich schließen. Nein, weil er liebend nach dir umgese- ruft, so höre du, und eile hen! So komm denn, glaubensvoll ihm zu. Zagender, heran! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Sprich nicht: Es ist für mich zu spåt, ich hab' den Reichthum seiner Gnaden zu lang' und Wer seine Gnade heut' versäumet, der hat sein Seelenheil verträumet; ihm wird hernach nicht aufgethan. Heut' komm, heut' nimmt dich Jesus an.se/bilbstajano Aa 2 • 11. Das christliche Leben. 11. Ja zeuch uns sel an deiner Gnade Theil, ber recht zu dir, Erretter Theil an dem Himmel der verlornen Kinder! haben! im Herzen durch Erfüll'mit sehnender Be- den Glauben rein, dich gier auch uns und alle lieben und versichert sichren Sünder! Zeig' seyn von deines Geistes uns bei unserm Seelen- Gaben! schmerz dein treues, mitleidsvolles Herz; und wenn wir unser Elend sehen, so laß uns ja nicht stille stehen, bis daß ein Jeder sagen kann: Gott Lob! auch mich nimmt Jesus an. 3. Dein Wort, das WortderSeligkeit, wirkt göttliche Zufriedenheit, wenn wir es treu bewahren. Es spricht uns Trost im Elend zu, versüßet dieses Lebens Ruh', und stärkt uns in Gefahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben an dein göttlich Wort um deines Namens willen! Laß ihn mein Licht auf Erden seyn, ihn täglich mehr mein Herz erneun, und mich mit Trost erfüllen! 372 Mel. Kommt her zu mir ſpr. 330. Ich hoff, Gott, mit festem Muth auf deine Gnad' und Christi Blut; ich hoff ein ewges Leben. Du bist ein Vater, der verzeiht, hast mir das Recht zur Seligkeit durch deinen Sohn gegeben. Mel. Womit soll ich dich wohl. 2. Herr, welch ein un- 331. Schweiget, aussprechlich Heil, andir, bange Zweifel, schweiget! Mein Glaube. 373 erwählt' er in dem Sohne, eh' noch seiner Allmacht Ruf mich und alle Wesen schuf. Mein Erbarmer ist ge- von seinem Throne; mich treu; und sein Geist in mir bezeuget, daß ich Gott versöhnet sei. Mir drohn keiner Rache Flammen; will mich auch mein Herz verdammen, fass' ich den noch Muth im Schmerz. Gott ist größer als mein Herz. 2. Er, der das Verborgne kennet, kennt auch mich und weiß allein, wie dies Herz von Sehnsucht brennet, ganz sich seinem Dienst zu weihn; schaut den Kummer meiner Seele, der mich beugt, so oft ich fehle; und nicht meines Zweifels Wahn, meinen Glauben sieht er an. 3. Mir auch ist sein Sohn gegeben; durch den Glauben ist er mein. Ja, ich weiß, ich werde leben und in ihm einst selig seyn. Mich sah Gott 4. Wer will nun noch den verklagen, den Gott selbst zum Leben wählt? den noch zu verdammen wagen, den er zu den Seinen zählt? Hier ist Gott! Mich kann nichts schrecken; Gottes Huld will mich bedecken. War ich gleich der Sünde Knecht- er, mein Gott, macht mich gerecht. 5. Theuer bin ich ihm erworben. Heil mir! hier ist Jesus Christ, er, der auch für mich gestorben, auch für mich erstanden ist, der zur Rechten Gottes sißet, auf mich sieht, mich mächtig schüßet, mich vertritt, mich nie verstößt, mich aus aller Noth erlöst! 6. 374 Das christliche Leben. 6. Trotz der Welt und heb' ich froh mein Haupt. ihres Spottes, troß der Höll' und ihrer Wuth bleibt mir doch die Liebe Gottes und hält mich in treuer Hut. Was will je von ihr mich scheiden? Nein, ich werd' in allen Leiden mehr als blos geGnug, daß meiner der gedenket, der mir seinen Sohn geschenket, und mich nimmermehr verläßt. Dieser Fels bleibt ewig fest! Mel. Die Tugend wird d. duldig seyn, mich vor 332. Verlaß, wenn Gott auch ihrer freun. ich dich nicht verlasse, 617. Laßt denn rauhe Wetter stürmen, Alles um mich her sei Nacht! Gott, mein Gott, wird mich beschirmen, der für meine Wohlfahrt wacht. Wenn ich lang' auch hülflos bliebe, leitet doch mich seine Liebe in die Wohnungen des Lichts durch die Nacht; drum fürcht' ich nichts. 8. Ich beharr' in mei nem Glauben. Nichts, wenn man auch Alles raubt, kann mir Gottes Liebe rauben; drum er mich nicht, du, meines Lebens Licht! Stårk' meinen Arm, daß er dich fasse, o Gott, du meine Zuversicht! Führ' mich in meinen Prüfungsjahren den Weg, den ich nicht finden kann! Ich bin, was meine Väter waren, dein Bürger und dein Wandersmann. 2. Erhör' mich, Gott, zu dem ich schreie, gieb meiner Seele große Kraft! Umgürte mich nach deiner Treue mit Waffen deiner Ritterschaft! Und wenn nds Glaube. 375 wenn, daß er mein Ich erbe meines Vaters Kleinod raube, der Feind sich wider mich empört, dann sei dein Wort, dein Geist, dein Glaube mein Schild, mein Harnisch, Helm und Schwerdt. Gut. Ich bin sein Kind; wer will verdammen? Das Heil der Welt vergoß sein Blut. 5. Komm' über mich, du Blut des Sohnes, 3. Ich suche dich; o mit aller deiner Seliglaß dich finden! Laut keit! Führ' mich zur seufzt mein dürstend Herz Rechten seines Thrones nach dir. Verbirg', im in's Erbe seiner HerrlichAufruhr meinerSünden, keit! Ich mag sie nicht, dein Angesicht doch nicht die Erdenkronen; sie sind vor mir! Was willst du für meinen Wunsch zu mit dem Staube rechten? klein, sind Staub. Ich Du kennst mein sündiges soll bei Jesu wohnen; Geschlecht. Ach! unter allen deinen Knechten ist ich soll, wie er, unsterblich seyn! ion dind keiner, Herr, vor dir ge- 6. Unsterblich seyn, recht. 4. Sollt' ich vor dei nem Fluch erbeben? Mich trifft er nicht, denn ich bin rein. Mein Heiland starb; so muß ich leben. Er überwand; der Sieg ist mein. Was schaden mir der Hölle Flammen? zum Schauen kommen, den großen Bundesfürsten sehn, verklärt mit tausend, tausend Frommen durch alle Himmel ihn erhöhn; ohn' Thrånen, Furcht, Gefahr und Leiden, mehr Glück genießen, als ich weiß Gott! 376 Das christliche Leben. Gott! das sind deines Hände zur Himmelswonne einzugehn. Reiches Freuden, das ist am Ziel des Kampfes Preis. 7. Gieb mir den Glauben deiner Streiter, der durch die Liebe thätig sei. Mach' mich getrost, in Hoffnung heiter, demiMel. Mein Jesus lebt, was. 333. D welch ein Trost für meine Seele, daß, Gott, bei dir Vergebung ist, und daß du, wenn ich Schwacher thig, keusch, versöhnlich, fehle, mir nicht ein strentreu, gutthätig, weich ger Richter bist! Wie bei fremden Schmerzen, könnt' ich sonst vor dir heiß im Gebet und still bestehn, und der verdienbeim Spott, zum Tode ten Straf' entgehn? reif, voll Ruh' im Herzen, arm vor der Welt und reich in Gott. 2. Ja, deine Gnad' ist für mich Leben; aus ihr fließt Heil und Trost 8. Bald wird, o Herr, mir zu. Wer ist zum der Tag erscheinen, der Schonen und Vergeben, Tag des Kampfes und o Vater, williger als der Ruh'. Dann lächle du? Du, den nur unmir, wenn Freunde wei ser Wohl erfreut, erzeigst nen, die Freude jenes uns gern BarmherzigLebens zu. Dann sei keit. mein Ende, wie dein Ende; dann schmück' sich meine Seele schön, um im Triumph durch deine 3. Mit Zuversicht darauf zu hoffen heißt uns, gesandt von dir, dein Sohn. Durch ihn steht uns and Glaube. 377 uns der Zutritt offen zu jeder Furcht, in jedem deinem ewgen Gnaden Leid; dann hoff' ich von thron, wenn wir uns dir lauter Gutes für redlich nur bemühn, der meine Zeit und Ewigkeit. Sünde schnöden Dienst Des Himmels Vorzu fliehn. is id schmack hab' ich hier, hab' ich nur Frieden, Gott, mit dir. 7. Gieb, daß ich dies zu Herzen fasse, und mich zum Fleiß der Heiligung durch deine Gnade leiten lasse! So fehlt mir nie Beruhigung; und tröstest du mein Herz, o Gott, so halt' ich treulich dein Gebot. 5. Und o wie wohl ist meiner Seele, wenn ihr 8. Dann komm' ich dein Friede nicht gebricht! auch zum innern FrieOb dann auch äußres den, den nie ein Fehltritt Glück mir fehle, so fehlt unterbricht, und freue. mir wahre Ruh' doch mehr noch als hienienicht; und die ist mehr den mich in des hdals alles werth, was hern Lebens Licht des sonst die Welt für Glück großen Glücks, erklärt. im Herzen rein und dir, Gott, angenehm zu 4. Wohl mir, wenn deine Gnad' und Treue mein Herz zu deiner Liebe rührt, mich über mein Vergehn zur Reue, zur Sorgfalt in der Beß rung führt! Dann hat mein Glaub' in deiner Huld gewiß Verzeihung meiner Schuld. 6. Dann bin ich froh und gutes Muthes bei seyn. 334. 378 Das christliche Leben. M.G Ewigkeit, ou Donnerw. Vergebung meiner Sun334. Ich schäme denschuld, der Beifall mich des Heilands nicht, Gottes, seine Huld, ist vor dem voll froher Zu- mir durch ihn gegeben. versicht mein Knie sich Ich steh' im Glauben, dankbar beuget. Gott! bin ein Christ, an dem welch ein theures werthes nun Nichts verdammWort: Ich, hier dein lich ist. Kind, dein Erbe dort, wie mir dein Geist be zeuget, ich soll durch Jesum Christum rein, durch ihn gerecht und selig seyn! 2. Froh fühlt mein Herz die Gotteskraft, die in der sel'gen Wissen schaft von dem Erlöser lieget, die alle Kenntniß dieser Welt, und was sie Reizendes enthält, un endlich überwieget. Mein größtes Glück, mein höchster Ruhm ist Jesu Evangelium.12 4. Mir widerfuhr Barmherzigkeit; mit himmlischer Zufriedenheit lohnt Gottmir schon hienieden. Ich bete voll von Zuversicht; mich schreckt kein Tod und kein Gericht; mein Geist fühlt Gottes Frieden. Gott, ewig ist mein Herz nun dein, und ewig deine Gnade mein. 5. Ich weiß, worauf mein Glaube ruht; Nichts raubt mir meinen Trost und Muth, nicht Leiden, nicht Gefahren. Durch den ich Alles hier vermag, du, Gott, wirst bis auf jenen Tag mein Erbtheil mir bewahren. i 3. Auf ewig ist's mein bestes Theil; in keinem Andern hab' ich Heil und Kraft zum ewgen Leben. Ja! do Glaube. an 379 Ja! du, der mich berief, das Flehn der Reue so bist treu; hilf, daß ich's gnädig haft erhört? Ich auch im Glauben sei! fühl's, ich fühl's im dny Staube, was dich zur Huld bewog; dein Herz, Gott, und mein Glaube war's, was dich zu mir zog.smund Mel. Ich dank dir, lieber. 335. Ich bin der Angst entnommen; Gott blickt mich gnädig an. Ich darf mit seinen From men mich wieder zu ihm nahn. Geheilt sind meine Schmerzen; mein Mittler stillte sie. Gott, solche Ruh' im Herzen fühlt' ich auf Erden nie.on 4. So sei denn nun mein Leben, Erbarmer, ewig dein. Mein Dichten, mein Bestreben sei, deiner werth zu seyn. Der Lüste Gluth zu dampfen, für's Gute nur zu glühn, die Sünde zu bekämpfen, sei ewig mein Bemühn. inn@ 2. Der Lüste wild Getümmel schweigt nun in meiner Brust; ich seh' den offnen Himmel, ich athme 5.O du, du Geist der sel'ge Lust. Frei von der Liebe, steh'nun mir machSeele Leiden, frei von tig bei, daß jeder meiner Gewissenspein, trink' ich Triebe von dir geleitet den Kelch der Freuden; sei! Laß auf des Brukönnt' ich wohl sel'ger ders Freuden mich schaun seyn? mit frohem Blick, und meines Nächsten Leiden verwandeln in sein 3. O Gott voll Huld und Treue! was macht mich dir so werth, daß du Glück! 140 6 380 Das christliche Leben. 6. Wankt je auf mei nem Pfade mein ungewisser Schritt, so lenke, Geist der Gnade, allmächtig meinen Tritt. Dir, Führer, folg' ich immer, und sei's auch in das Grab. O drum entzeuch mir nimmer den sichern Führerstab! mein Glaube; betend offnet sich mein Herz; Christi Geist durchdringet mich, und vertritt mich kräftiglich. Bald strömt Friede, Heil und Segen mir von Gottes Thron entgegen. 3. Aber der verlornen Tage sind noch immer gar zu viel, wo ich müd' am Abend klage: Heute keinen Schritt zum Ziel! Das ist noch der Geist der Welt, der mich so gefangen hålt. Diese Knechtschaft, Herr, zerstóre, daß ich ganz dir angehöre! Mel. Wie nach einer Wasserq. 336. Seid gesegnet, heilge Stunden, da mich meine Schuld betrübt, da ich blick' auf Jesu Bunden, fühle, wie er mich geliebt! Dann entweicht der Zweifel Heer; Furcht bedränget mich nicht Mel. wer nur den lieben G. mehr; und der Geist 337. Stimmt dander Kraft und Wahrheit kend ein in meine Lieder! naht sich mir in Himmels- Ein neues Leben ging klarheit. mir auf. Zur Schaar der Treuen kehrt' ich wieder; Gott stårkt des sehnend himmelwärts; schwachen Pilgers Lauf; auf zu Gott schwingt sich mir ist verziehn, und mit an 2. Dann entwind' ich mich dem Staube, schaue Ver nd Glaube. 381 der Nacht mein Pfad. Vertraun darf ich hin- ohne Rath verlor sich in auf zum Vater schaun. 2. Ich war sein Kind; mit Liebesarmen umfing er mich von Jugend an; wie Mütter sich des Sohns erbarmen, zeigt' 5. Da schlug ich in mich; heiß ersehnte ich mir zurück die beßre Zeit; und eine Trostesstimm' ertonte und gab dem Herer mir treu die sichre zen Freudigkeit. Der Bahn. Doch sein Gesetz Heimath zu kehrt' ich voll Ernst und Huld er den Blick, und eilte nun trug ich oft mit Ungeduld. getrost zurück. 6. Die Arme mir entgegen breiten sah ich den Vater schon von fern. Wie schlug mein Herz, als er von weiten erschien, in dunkler Nacht ein Stern! Ich sank vertrauend ihm an's Herz, und weggeschwunden war der Schmerz. 7. Wie wohl ist meisuchte Ruh', und fand nem Geist, entwunden sie nicht. Mein treuer dem Wahn, der Sünden göttlicher Regierer ver- Sclaverei! Auch an der schwand mir und sein Liebe Joch gebunden, himmlisch Licht; vom fühl' ich mich im GehorSchein getäuscht und sam frei. Die Prüfung 3. Das Vaterhaus ward mir zu enge, daß sanfte Joch ward mir zu schwer; ich sah ein fröhliches Gedränge auf breiten Wegen um mich her, verlor, von eitler Sin nenlust gelockt, den Frieden meiner Brust. 4. Ich irrt' umher, doch ohne Führer; ich aus 382 Das christliche Leben. aus des Vaters Hand selig auch, wer wiederist selbst der Liebe Unter pfand. puch) ne findet, was er verlor, für seinen Geist! Das 8. O selig, wer sie nie Kindesrecht ist wieder empfindet, die Reue, die mein; stimmt, Brüder, das Herz zerreißt! doch in mein Loblied ein! siz 99 3. Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 3 loa 200 338. Kommt her zu 3. Gern wollt' die mir, sprichtGottesSohn, Welt auch selig seyn, die ihr, des Vaters Zucht wenn nur nicht wär' des entflohn, mit Sünden Kreuzes Pein, der Chriseid beladen! Ihr Ho- sten Kampf und Leiden. hen, Niedern, Groß und Doch kann es anders ja Klein, hört, ich will euer nicht seyn; darum ergebe Helfer seyn, will heilen sich darein, wer ewge euren Schaden. Pein will meiden. 2. Mein Joch ist sanft, leicht ist die Last; wer mir nur folgt, sein Kreuz umfaßt, der wird der 4. Heut' ist der Mensch schön, jung und roth; sieh, morgen ist er krank, gar todt. Wie schnell muß Höll' entrinnen. Drum er oft sterben! Gleich wie die Blumen auf dem Feld', so muß die Herrlichkeit der Welt in einem Nu verderben. werdet nicht verzagt, noch weich! Durch meine Hülf' gelingt es euch, den Himmel zu gewinnen. 5. Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 383 5. Die Welt erzittert dem Hohen nicht der Fürvor dem Tod; liegt einer sten Gunst; wir müssen in der letzten Noth, dann alle sterben. Wer nicht will er erst fromm wer- schon in der Gnadenzeit den. Der schaffte dies, zu seinem Hingang war der schaffte das; der ar- bereit, muß ewiglich vermen Seel' er ganz vergaß, derben. dieweil er lebt' auf Erden. 6. Und wenn er nicht mehr leben mag, dann seufzet er voll Weh und Ach, will sich erst Gott ergeben. Fürwahr, ich fürchte: Gottes Gnad', die er so lang' verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben. 7. Dem Reichen hilft doch nicht sein Gut, dem Jüngling nicht sein stolzer Muth; er muß aus seinen Freuden. Hätt' einer auch die ganze Welt, vom Tode hilft kein Löse geld; er muß von hinnen scheiden. 8. Dem Weisen hilft nicht Wiß und Kunst, 9. Drum, die ihr Gott und Christum liebt und Frömmigkeit von Herzen übt, laßt euch die Müh' nicht reuen. Stets haltet fest an Gottes Wort; er, euer Trost und höchster Hort, er wird euch schon erfreuen. 10. Sorgt, daß ihr hier unschuldig lebt, nicht Böses je um Böses gebt; laßt euch die Welt nur höhnen! Stellt Gott anheim das Strafgericht, und weicht vom schmalen Wege nicht; Gott wird die Seinen krönen. 11. Wenn's ginge nach des Fleisches Muth in Pracht, Vergnügen, großem 384 Das christliche Leben. großem Gut: ihr würdet wenn Werk und Leben bald erkalten. Drum schickt Gott Trubsal her und Schmerz, und will durch Züchtigung das Herz zur ewgen Freud' erhalten. dir dessen, was du sagst, Beweis und Zeugniß geben! Der liebet Christum nicht, der noch die Sünde liebt, ist auch kein Christ, obgleich er sich den Namen giebt. 12. Ihr sollt nach dieser kurzen Zeit bei Christo stehn in Herrlichkeit; da hin mögt ihr gedenken! Kein Mensch ist, der aussprechen kann, was dort der Fromme wird empfahn, den Lohn, den Gott wird schenken. 2. Du sagst: Ich bin ein Christ. Der ist's, der Jesum kennet, ihn ſeinen Gott und Herrn nicht blos mit Worten nennet; nein, sondern willig thut, was ihm sein Herr gebeut. Thust du das nicht, so ist dein Ruhm nur Eitelkeit. 13. Und was der ewig treue. Hort versprochen hat in seinem Wort, bezeugt bei seinem Namen, 3. Du sagst: Ich bin ein Christ; denn ich bin das giebt und hält er auch ja getaufet auf Christi fürwahr; der helf' uns zuderEngelSchaardurch Jesum Christum. Amen! Mel. G Gott, du frommer G. 339. Du sagst: Ich bin einChrist. Wohl dir, Tod, der mich mit seinem Blut erkaufet. Ja wohl! doch prüfe dich: Wie steht's um deinen Bund, den du mit Gott gemacht in jener Gnadenstund'? 4. Gottfeliger Sinn und Wandel überhaupt. 385 1904. Hast du nicht ihn 7. Du sagst: Ich bin vorlängst gar oft und viel ein Christ; ich bete, les gebrochen? Hast du als und singe, ich geh' in's Gottes Kind dich, wie Gotteshaus; sind das du ihm versprochen, in nicht gute Dinge? Sie allem Thun gezeigt? dem sind's, wenn man sie Guten nachgestrebt? hat thut mit redlichem Genicht der alte Mensch bis müth und so, daß Gott her in dir gelebt? dabei ein reines Herz auch sieht. de si ain: i 8. Bist du ein wahrer Christ, so mußt du seyn gesinnet, wie Jesus Christus war. Wenn reine Liebe rinnet aus deines Herzens Quell, wenn du demüthig bist von Herzen, wie der Herr, dann sag': Ich bin ein Christ.min. 5. Du sagst: Ich bin ein Christ, weil ich des Heilands Lehre zu Haus und öffentlich oft les' und fleißig höre. Doch thust und übst du auch, was dieses Wort dich lehrt? Wer's thut, nicht wer es hört, der ist bei Gott geehrt. 6. Du sagst: Ich bin 9. Doch ach! so lange ein Christ, laß' speisen mich und tränken mit dem, was Christus uns im Abendmahl will schen ken. Wohl! aber zeige mir, ob Christi Leib und Blut in dir zur Heiligung auch seine Wirkung thut. man an deinem Thun verspüret, daß Stolz und Ulebermuth noch deinen Sinn regieret; wenn an der Sanftmuth statt sich zeiget Haß und Neid: so bist du ganz gewiß vom Christenthum sehr weit. Bb 10. 386 quasdi Das christliche Leben. pils den, und so selig dort zu werden! 10. Du sagst: Ich bin schauet über euch, ringet ein Christ, und rühmst nach dem Himmelreich, dich deß mit Freuden; strebet heilig hier auf Erdoch thust du auch wohl mehr, als manche kluge Heiden? Sie klagen dich vielleicht vor Gottes Thron einst an, daß du auf Erden nicht so viel als sie gethan. 2. Selig, wer im Glauben kämpfet! selig, wer im Kampf besteht, wer des Fleisches Lüste dämpfet, und den Reiz der Welt verschmäht! Ohne tapfern Streit und Krieg folget nie Triumph und Sieg. Nur den Sieger schmückt zum Lohne unverwelkt die Himmelskrone. 11. Ach gieb, mein Gott, mir Kraft, mit Ernst mich zu befleißen, zu seyn ein wahrer Christ, und nicht blos so zu heißen! Denn wer den Namen hat und nicht die That zugleich, gelanget nimmermehr zu dir in's Himmelreich. Mel. Werde munter mein G. 340. Schafft mit Ernst, ihr Menschenkinder, schaffet eure Seligkeit! Bauet nicht, wie sichre Sünder, auf die ungewisse Zeit, sondern sie 3. Brünstig beten, allzeit wachen, die Versuchung weislich fliehn, sich die Pflicht zur Freude machen und sich niemals ihr entziehn, selbst beim Spott und Hohn der Welt das nur thun, was Gott gefällt: dieses wollen und vollbringen, das heißt, nach dem Himmel ringen. 4. Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 387 4. Drum entreißet selbst das Werk, daß ich euch den Lüsten, die ihr wache, bete, ringe, und noch gefesselt seid, und also zum Himmel dringe! beweiset euch als Christen, muthig und getrost Mel. wer weiß, wie nahe mir. im Streit. Schont der 341.Gieb, Gott, daß liebsten Neigung nicht, ich dich recht erkenne; war' es auch die schwerste gieb, daß ich, frei von Pflicht, und denkt oft an Heuchelei, nicht blos mich Christi Worte: Dringet Christi Jünger nenne; durch die enge Pforte! gieb, daß ich, was ich 105. Zittern will ich vor heiße, sei! Ach wirk' in der Sünde und dabei auf mir zu deinem Ruhm, Jesum sehn, daß ich sei mein Gott, das wahre nen Beistand finde, in Christenthum! der Gnade zu bestehn. 2. Hilf, daß ich, dir Ach mein Heiland, steh' mir bei, daß ich wohl gerüstet sei! Gieb mir dei nes Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen! allein ergeben, der Sünde abgestorben sei; laß mich mir sterben, dir zu leben, und mach' in mir, Herr, Alles neu! Ach wirk' in 6. Amen, es geschehe, mir zu deinem Ruhm, Amen! Gott, versiegle mein Gott, das wahre dies in mir! Hilf, daß Christenthum! ich in Jesu Namen so den Kampf des Glaubens führ'! Ach verleihe Kraft mugh 3. Entreiße du mein Herz der Erde, daß ich, der ich unsterblich bin, und Stärk', und regiere zu deinem Bild erneuert S 362 werde, 388 quadrod Das christliche Leben.spils no werde, und gieb mir mei Sterben übe das Chrines Heilands Sinn! Ach stenthum ohn' Heuchelwirk in mir zu deinem schein! Ach wirk' in mir Ruhm, mein Gott, das zu deinem Ruhm, mein wahre Christenthum! Gott, das wahre Christen4. Regiere du selbst thum! he winnt mi meine Seele, damit ich Christo folge nach, daß ich den schmalen Weg er wähle, ja Ehre such in Christi Schmach! Ach 7. So hab' ich schon auf dieser Erde, was mich beruhigt und erfreut; wenn ich mit Gott vereinigt werde, schmeck' wirk' in mir zu deinem ich des Himmels SeligRuhm, mein Gott, das wahre Christenthum! keit. Ach wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott, daß wahreChristenthum! isit souplisa mism this Mel. Gott, du frommer G. gunde190 3110 5. Gieb mir zum Streite Muth und Kräfte; hilf, daß ich stets dir bleibe treu, an's Kreuz den alten Menschen hefte, und mir die Welt gekreu zigt sei! Ach wirk' in mir zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahreChristenthum! 342. Gieb mir ein frommes Herz, du Geber aller Gaben! Das soll mein Reichthum seyn, den ich begehr' zu haben; das soll seyn meine Zier, mein Glück, das mich er gößt: denn Frommseyn wird bei Gott und Men6. Laß in mir Glauben, Hoffnung, Liebe le bendig, fest und thätig seyn, daß ich bis an mein schen hochgeschätzt. dun 2. 201901 Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 389 2. Gieb mir ein from 5. Gieb mir ein frommes Herz in allem mei mes Herz, wenn ich die nem Denken! Wenn sich Welt betrachte, daß ich mein eitler Sinn auch die Eitelkeit und Sünwill zum Bösen len- denlust verachte! Es muß ken, so schrecke du mich ja doch die Welt mit ab von des Verderbens ihrer Lust vergehn; den Steg, und führe mich, Frommen aber bleibt der o Gott, den rechten Him Himmel offen stehn. jun melsweg. 266, Gieb mir ein from3. Gieb mir ein from mes Herz, daß ich dein mes Herz! Wenn man sei und bleibe, das Werk mich will verführen, laß deinen guten Geist mein Herz recht kräftig rühren, daß ich dem Heiland nach aufebnem Pfade geh', und nicht auf Menschenlob und Menschentadel seh'. der Heiligungmit wahrem Eifer treibe! Heut'fromm seyn, morgen bös, und so in Wankelmuthis bald recht, bald unrecht thun, stürzt in der Hölle Gluth. OTHE 7. Gieb mir ein from 4. Gieb mir ein from mes Herz! so wird's mir mes Herz, wenn ich viel wohlergehen. Du wirst Böses höre, daß die Ge- mein Beistand seyn, wohnheit nicht mich auch wenn rauhe Winde wezulegt bethöre! Schleuß hen. Den Frommen ist meine Ohren zu, gieb ja Gnad' und Hülfe zudeinem Worte Kraft, das gesagt, wenn Unmuth sagt, du forderst auch von und Verdruß das Herz Worten Rechenschaft. der Bösen nagtism hid 8. 390 quads Das christliche Leben.pils dein Knecht; was du ge= beutst, ist gut und recht. 8. Gieb mir ein frommes Herz! so kann ich selig sterben, und als dein 2. Gehorsam ist die Kind, o Gott, dein Him- beste Gabe, die dein Gemelreich ererben. Ist schöpf dir opfern kann. auch die Frömmigkeit auf Wenn ich ihn dir geopfert Erden oft verhöhnt: im habe, welch eine Freud' Himmel wird sie einst empfind' ich dann! Nur auf's herrlichste gekrönt. müß' ich's, dir dir zum Preis undDank, aus Liebethun, und nicht aus Zwang. 9. Gieb mir ein frommes Herz! Wirst du es, Gott, mir geben, so will ich dankbar seyn in mei nem ganzen Leben; so soll mein Herz und Sinn sich lenken himmelwärts. Drum bitt' ich noch einmal: Gieb mir ein from mes Herz! 3. Dein Sohn gehorchte dir so gerne; ach hilf, damit ich immerdar dir, Vater, so gehorchen lerne, wie Jesus dir gehorsam war! Er, dir getreu bis in den Tod, erfüllte, was dein Recht gebot. 4. Laß deine heiligen giu Gesetze mir immerdar 343. Gott, deinen vor Augen seyn, und Mel. Wer nur den lieben G. Mel. Wen heiligen Befehlen will gieb, daß ich sie nie verich, dein Kind, gehorsam lege, stets kindlich fürchte, seyn. Faß mich das beste was sie draun. Wie Theil erwählen; in allem schwer's auch meinen Lusei dein Wille mein! Du sten deucht, dein Joch ist bist mein Herr, ich bin sanft, die Last ist leicht. 5. Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 391 5. Sobald ich deine rathen, so thue noch so Stimme höre, so mache guteThaten- du hast vor Leib und Seel' bereit, Gott den Lohn dahin. daß ich mit Folgsamkeit sie ehre, und thue, was sie mir gebeut. Ich soll nicht Hörer nur allein, ich soll 2. Sei durch die Gaben der Natur das Wunder und das Glück der Erden beglückest du zugleich auch Thäterseyn. die Menschen nur, um 6. Gieb endlich mir von der Welt gesehn zu in Leidenstagen ein Herz, werden; erfüllt die Liebe das standhaft dir ver- nicht dein Herz: so bist du traut. Hilf mir gehor- bei den größten Gaben, chen, statt zu klagen. bei dem Verstand, den Ein Kind, das gläubig Engel haben, vor Gott auf dich schaut, ruht doch nur ein tönend Erz. leidend auch an deiner 3. Bau' Häuser auf, Brust, und alle Last wird und brich dein Brodt, ihm zur Lust. nis de das Volk der Armen zu 1309191919199 verpflegen; entreiß die 344.Wenn zur Voll- Wittwen ihrer Noth, führung deiner Pflicht und sei der Waisen dich Gottes Liebe nicht Schuß und Segen; gieb beseelet, so rühme dich alle deine Habehin: noch der Tugend nicht, und hast du Nichts vor Gott wisse, daß dir Alles feh gegeben. Wenn Lieb' let. Wenn Vortheil, und Pflicht dich nicht Wollust, Eigensinn und beleben, so ist dir Alles Stolz dir nur das Gute kein Gewinn. 4. 392 quadradi Das christliche Leben.spilsno 4. Thu' Thaten, die des Herrn, erneut durch der Heldenmuth noch je Glauben zu der Liebe: mals hat verrichten kön- dies ist's, was Gott von nen; vergieß für's Vater- uns verlangt. Und wenn land dein Blut; laß dei wir nicht dies Herz benen Leib für Andre bren- sißen, so wird ein Leben beseelet dich nicht uns nichts nüßen, daß Lieb' und Pflicht; bist du mit den größten Thaten die Absicht deiner Tha prangt. dus did ten: so schüß' und rette ganze Staaten; Gott achtet deiner Werke nicht. nen 5. Låg' ihm an unsren Werken nur, ſo könnt er uns, sie zu vollbringen, sehr leicht durch Fesseln der Natur, durch Kräfte seiner Allmacht zwingen. Vorihm, der Alles schafft und giebt, gilt Weisheit nicht, nicht macht und 7. Drum täusche dich nicht durch den Schein, nicht durch der Tugend bloßen Namen. Sieh nicht auf deine Werk allein; sieh'auf denQuell, aus dem sie kamen. Prüf' dichvorGottes Angesicht, ob seine Liebe dich beseelet. Ein Herz, dem nicht der Glaube fehlet, dem fehlet auch die Liebe nicht. - Stärke; er will die Absicht 8. Wohnt Liebe gegen deiner Werke, ein Herz, das ihn verehrt und liebt. Gott in dir, so wird sie dich zum Guten stärken; 6. Ein Herz von Ei- du wirst die Gegenwart genliebe fern, fern von von ihr an Liebe zu dem desStolzes eitlemTriebe, Nächsten merken. Die geheiligt durch die Furcht Liebe, die dich schmücken foll Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 393 soll, ist gütig, ohne List mein Wohlergehen, und und Tücke, beneidet nicht wird nie vor dir bestehen. des Nächsten Glücke; sie 2. Weisheitist's, wenn bläht sich nicht, ist lang unsre Seelen sich, Herr, muthsvoll. sidomdeines Wortes Licht stets allein zum Leitstern wählen, und mit fester Zuversicht diesem Licht sich anvertraun; denn die folg sam darauf schaun, ihre Hoffnung darauf gründen, werden Heil und Leben finden. dlodsd 3. Weisheit ist es, danach trachten, recht mit sich bekannt zu seyn; sich nicht schon vollkommen achten, und den Eigendunkel scheun; gern auf seine Fehler sehn, reuig sie vor Gott gestehn; eif rig stets nach Beßrung streben, und doch nie sich stolz erheben. 1080 9. Sie deckt des Näch sten Fehler zu, und freut sich niemals seines Fal les; sie suchet nicht blos ihre Ruh', sie hofft und glaubt und duldet Alles; sie ist's, die dir den Muth verleiht, des Höchsten Wort gern zu erfüllen, macht seinen Sinn zu deinem Willen, und folgt dir in die Ewigkeit.ble and Mel. Werde munter mein G. 10: bilerra 345. Lehre, Herr, mich recht bedenken, was wahrhafte Weisheit sei; meinen Fleiß darauf zu lenken, stehe mir aus Gnaden bei! Denn die Klugheit, die die Welt ohne Grund für Weis4. Weisheit ist des, Christum ehren, seiner Mittlerhuld vertraun, so heit hält, fördert nicht auf seine Stimme hören Emoqnind und 394 and Das christliche Leben.pin und auf seinen Wandel 7. Weisheit ist es, stets schaun, daß man falsche bedenken, daß wir hier Wege flieht, und mit Ei- nur Pilger sind, Wunsch fer sich bemüht, seinem und Hoffnung dahin lenBilde hier auf Erden im- ken, wo die Seele Ruhe mer ähnlicher zu werden. find't, seine Augen un5. Weisheit ist es, al verwandt nach dem ewles meiden, was mitReu' gen Vaterland richten, das Herz beschwert, und und sich hier bestreben, sich hüten vor den Freu- wie man droben lebt, zu den, die derSündendienst leben. nig gewährt, eiteln Ruhm, der bald verblüht, Lust, die imGenuß schon flieht, nicht für wahre Wohl fahrt achten, nein, nach bessern Gütern trachten. 6. Weisheit ist es, Gottes Gnade sich zu seinem Ziel ersehn, und auf seiner Wahrheit Pfade diesem Glück entgegengehn, gern nach Gottes Willen thun, froh in seiner Fügung ruhn, und, wenn Leiden uns beschweren, hoffend mit Geduld ihn ehren. 8. Diese Weisheit ist auf Erden, Höchster, unser bestes Theil; die von ihr geleitet werden, deren Weg ist Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir; Gott, verleihe sie auch mir! laß sie mich zu allen Zeiten auf den Weg des Friedens leiten! Mel. Es ist gewißlich an d. MUD100 346. Nach meiner Seelen Seligkeit laß, Herr, mich eifrig ringen! Sollt' ich die kurze Gnadenzeit in Sicherheit ver bringen? Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 395 bringen? Wie würd' ich Gott, darüber meiden: einst vor dir bestehn? Wer was hülfe mir's? Nie in dein Reich wünscht kann die Welt mit allem, einzugehn, muß reines was sie in sich hält, mir Herzens werden. deine Gnad' ersetzen. dh do 2. Erst an dem Schluß der Lebensbahn auf sei ne Sünden sehen, und, wenn man nicht mehr sündgen kann, Gott um Erbarmung flehen: das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Unterricht in deinem Wort bezeichnet.il Lan3. Du rufft uns hier zur Heiligung; drum laß auch hier auf Erden des Herzens wahre Besserung mein Hauptgeschäfte werden! Herr, dazu gieb mir Kraft und Trieb; nichts in der Welt sei mir so lieb, als diese deine Gnade. 5. Was führt mich zur Zufriedenheit schon hier in diesem Leben? was kann mir Trost und Freudigkeit in Noth, im Tode geben? Nicht Menschengunst, nicht irdisch Glück; nurGottes Gnad' und dann ein Blick auf jenes Lebens Freuden. 6. Nach diesem Kleinod, Herr, laß mich vor allen Dingen trachten, und alles, was mir hinderlich, mit edlem Muth verachten. Daß ich auf deinen Wegen geh' und imGericht dereinstbesteh', sei meine größte Sorge. 7. Doch was vermag ich, wenn du nicht vor Trägheit mich beschüßest, und mich zur Treu' in dieser 4. Gewönn' ich auch die ganze Welt mit allen ihren Freuden, und sollte das, was dir gefällt, o 396 und Das christliche Leben.spilsno Mel. wer weiß, wie nahe mir. 347. Wer bin ich? dieser Pflicht mit Kraft 3. Ich bin ein Christ nicht unterstüßest? Onach dem Bekenntniß; stärke mich, mein Gott, doch bin ich das auch in dazu; so find' ich hier der That? Herr, öffne schon wahre Ruh' und selbst mir das Verständdort das ewge Leben. niß, recht einzusehn, ob ich den Pfad, den Jesus mir gewiesen, geh', und ob ich auch im Glauben welche große Frage! steh.( nhm inqayin af Gott, lehre sie mich recht 4. Du kennest unsers verstehn! gieb, daß ich mir die Wahrheit sage, um mich so, wie ich bin, zu sehn! Wer sich nicht selbst recht kennen lernt, bleibt von der Weisheit weit entfernt.nl 2. Ich bin ein Werk Herzens Tiefen, die uns selbst unergründlich sind; drum laß mich oft und ernstlich prüfen, ob ich sei Christo gleich gesinnt. Befreie mich vom falschen Wahn, der auch den Klügsten täuschen kann. von deinen Händen; du 5. Wie kann der, der schufft mich, Gott, zu bei allem Wissen des deinem Preis. Dazu Herzens Zustand sich vermein Leben anzuwenden, das ist dein väterlich Geheiß. Doch leb' ich als dein Eigenthum auch, wie ich soll, zu deinem hehlt, aufwahre Beßrung seyn befliffen; er, der nicht weiß, wie viel ihm fehlt? Sich selbst recht kennen ist Verstand; drum mache Ruhm? augimu mich mit mir bekannt. alsid 6. Gottfeliger Sinn und Wandel überhaupt. 397 6. Was mir zu mei- Mel. An wasserflüssen Bab. nem Heil noch fehlet, 348. Was hilft es mein Vater, das entdecke mir! Hab'ich der Wahrheit Weg erwählet, so gieb, daß ich ihn nie verlier'! Erleuchte mich mit deinem Licht; so täuschen mich Verführer nicht. mir, ein Christ zu ſeyn, wenn ich nicht christlich lebe, nicht heilig, fromm, gerecht und rein zu wandeln mich bestrebe? wenn ich dem seligen Beruf, zu welchem mich mein Gott erschuf, nicht folgſam mich beweise, und den, der mich erlöset hat, in Worten blos, nicht durch die That und gute We preise? Werke 7. Bin ich jetzt von dem sichern Pfade, der mich zum Leben führt, noch fern: so wecke mich durch deine Gnade, daß ich ihn ernſtlich ſuchen lern'. Gieb mir zur Beßrung Lust und Kraft; du bist's, der beides in uns schafft. god bound 12. 2. Was hilft der Glaub' an Jesum Christ, den ich im Munde führe, 8. Ich muß es einmal wenn nicht mein Herz doch erfahren, was ich rechtschaffen ist, und ich hier war und hier gethan. die Frucht verliere; wenn O laß mich's nicht bis mich die Eitelkeit der dahin sparen, wo Neue Welt mit ihrer Lust ges nichts mehr helfen kann. fangen hålt, ich ihre Hier mache mich zum Him- Fesseln liebe, und, fühlmel klug, und frei von bar für der Sünde Reiz, schnödem Selbstbetrug. Born, Hoffahrt, Fleisches Tinigion lüfte, 398 quddi Das christliche Leben.spils luste, Geiz in Wort und wider mich mit einer Hölle Thaten übe? Schrecken? 3. Weit strafens 5. Weh mir! was hilft würdger bin ich dann, ich, es mir einst dort, erweckt der ich Christum kenne, aus meinem Grabe, daß weiß, was er einst an mir ich an Christum und sein gethan, ihn Herrn und Wort zum Schein geMeister nenne, als der, glaubet habe, wenn keine der in der Finsterniß des fromme gute That mein Irrthums tappt, noch Leben hier bezeichnet hat, ungewiß, ob er auch rich den Glauben zu bestårtig wandle. Drum ließ ken? Denn meine ganze der Herr ein Vorbild hier Seligkeit wirkt Glaube in seinem Wort und und Rechtschaffenheit, Zeugniß mir, damit ich der Glaub' in guten danach handle. Werken. 4. Und ach! woher 6. Gott, dieser Hoffdenn Trost und Ruh, nung werth zu seyn, hilf, wenn Leiden mich be- daß ich christlich lebe, und drücken, und mein Ge- vor dir heilig, fromm und wissen tritt herzu, die rein zu wandeln mich beSchuld mir vorzurücken? strebe! Gieb mir ErkenntWo find'ich Trost in jener niß, Kraft und Muth, daNoth, kommt einst der mit ich Welt und Fleisch schauervolle Tod, mein und Blut im Glauben Grab mir aufzudecken, überwinde, und dann, und meine Sünden lagern nach wohl durchlebter sich umher, gewaffnet Zeit, den Lohn in jener Ewigkeit Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 399 Mel. Dir, dir Jehovah, will. 349. Laß mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn, und dir mich weihn! gieb selbst vergnügt, und deinem Willen mich ergeben, der mir zum Besten Alles weislich fügt; gieb Furcht und Demuth, wenn du mich beglückst, Geduld und Trost, wenn du mir Trübsal schickst. das Wollen und Voll- 4. Ach hilf mir beten, bringen, und laß mein Herz dir ganz geheiligt seyn; nimm meinen Leib und Geist zum Opfer hin! dein, Herr, ist Alles, was ich hab' und bin. Ewigkeit für meine Werke finde! 2. Gieb meinem Glauben Muth und Stärke; laß ihn durch wahre Liebe thätig seyn, daß man an seinen Früchten merke, er ſei kein eitler Traum und falscher Schein; er stärke mich in meiner Pilgerschaft, und gebe mir zum Kampfund Siege Kraft. 3. Laß mich, so lang' ich hier soll leben, auch an dem bösen Tage seyn wachen, ringen; so will ich einst, wenn ich den Lauf vollbracht, dir ewig Dank und Ehre bringen, dir, der du Alles hast so wohl gemacht. Dann werd' ich heilig, rein, dir ganz geweiht, dein Lob verkündigen in Ewigkeit. Mel. Nun sich der Tag geend. 350. Gott will ich dienen, ihm allein; ich bin sein Eigenthum. Ich will mich seiner Rechte freun; Gehorsam sei mein Ruhm. 2. Wie heilig, wie gerecht und gut ist, was mir 400 quadrodis Das christliche Leben.pilo der ihn nicht ehrt, sich seiner Kindschaft freun? Die nur sind dieser Würde werth, die seinem Dienst sich weihn. ill mir Gott gebeut! Wohl 7. Wie könnte der, dem, der seinen Willen thut, und gut zu seyn sich freut! asteroid nd 3. Weh' dem, der seine Pflicht vergißt! Er bringt sich selbst in Noth; 8. Dir sei denn, Gott, denn nur was bös' und mein Herz geweiht; ich schädlich ist, verbeut uns bin dein Eigenthum. Gieb unser Gott.sschoodiesem Willen Festigkeit; 4. Gott ist, wenn er Gehorsam un feil mein Gesetze giebt, ein Vater, Ruhm! kein Tyrann; er treibt uns nur, weil er uns liebt, ihm gern zu fol gen an, gilled his do 5. Leicht ist die Last und sanft sein Joch; er stärkt uns selbst zumLauf; und straucheln, fallen wir dennoch, so hilft er selbst uns auf. 6. Er warnet, drohet und verheißt, legt Heil und Tod uns vor: und ich, erweckt durch seinen Geist, verschlöß' ihmHerz und Ohr? ne din isse Mel. Jesu, der du meine S. 1035 351. Der du uns mit deinem Blute dir zum Eigenthum erwarbst, und uns Sündern, uns zu Gute büßend an dem Kreuze starbst! ach wie viele deiner Christen dienen noch den bösenküsten, und vergessen dein Gebot, deine Schmach und deinen Tod! damn 2. Ach! wann werden wir's erkennen, wozu du gestorben bist? wann nicht bloß Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 401 blos uns Christen nen- Glaubens sich, und sein nen, sondern thun, was Thun verläugnet dich. christlich ist? wann um deines Todes willen, Jesu, dein Gebot erfüllen, und den Lüsten wider stehn, weil sie deine Leiden schmähn? bon 5. Ach! wenn uns der Trieb zur Sünde reizet wider unsre Pflicht, Heiligster, so überwinde uns der Trieb zur Sünde o in thinicht! Lehr' uns muthig Macht der Küste dämpfen! Steh'uns in Versuchung bei, und erhalt' uns dir getreu! 3. Wer dich sieht von ihn bekämpfen und die Gott verlassen in der tiefsten Traurigkeit, dich, Erlöser, sieht erblassen nach vollbrachtem schweren Streit, und läßt doch zum Dienst der Sünden seine Lüste sich entzünden: der hat nicht an deinem Heil, nicht an Gottes Gnade Theil. ism 6. Laß auf dich uns immer schauen, und auf Welt und Sünde nie; laß dein Beispiel uns erbauen und uns stärken wider sie. Ach! die Absicht deiner Schmerzen präge tief in unsre Herzen, daß wir von der Sünde rein, Heiligster, dir ähnlich seyn! 4. Meiden könnt' er sein Verderben; Hülfe giebt ihm Gott genug. Aber seht! er selbst will sterben; denn sein Glaub' ist Wahn und Trug. Er bekennet deinen Namen, Mel. Wie nach einer Wasserq. ohne doch dir nachzu- 352. Gott, ich will ahmen, rühmet seines mich ernstlich prüfen, ob C c ich 402 quadrad Das christliche Leben. pismo ich lauter bin vor dir. Du kennst meines Herzens Tiefen; ach entdecke sie nichtig ist, was ich vollbrachte, ohne daß ich dein gedachte. KHI GURIND auch mir! Laß durch 4. Oft nahm schnöde deinen Geist mich sehn, Eigenliebe meine ganze ob ich kann vor dir be Seele ein; folgend meiner stehn, ob ich auch aus Ehrsucht Triebe, strebt' reiner Liebe deinen Wil ich nur nach eitelm len treulich übe.dd Schein. Und was ist 2. Vor der schwachen nun mein Gewinn? Menschen Augen gnüget Meinen Lohn hab' ich äußrer Werke Schein; dahin; auf die Krone was vor dir, o Herr, soll jenes Lebens harren taugen, muß aus dir ge- Miethlinge vergebens. boren seyn. Nicht nur 5. Herr, vor deinem das, was wir gethan, auch die Absicht siehst du an. Deine Liebe muß uns dringen, gute Werke zu vollbringen. heilgen Throne gilt nur lautre Frömmigkeit. Ach vergieb in deinem Sohne, was mein Herz so tief bereut! Ich bekenne meine Schuld; decke sie mit deiner Huld! Alles Eigne, Herr, zerstöre, daß ich ganz dir angehöre! 3. Ach! dem Nebel gleich verschwinden meine Tugenden vor mir; denn forsch' ich nach ihren Gründen, so steh' ich be- 6. Gott, laß alle meine schämt vor dir. Deine Liebe trieb mich nicht zur Erfüllung meiner Pflicht; Werke Früchte deiner Liebe seyn! Sie verleih' mir Kraft und Stärke, Seel' Gottseliger Sinn und Wandel überhaupt. 403 Seel' und Leben dir zu das kein Troß und Streit weihn, daß ich als dein gewinnt. Durch der Eigenthum treulich fördre Sanftmuth stille Macht deinen Ruhm, und, von wird das Schwerste leicht deiner Huld getrieben, vollbracht. nind dich auf ewig mogelieben! Mel. Gott des Himmels und. 353. Selig sind die geistlich Armen, denn das Himmelreich ist ihr; ihnen öffnet voll Erbarmen Gott der ewgen Gnade Thür. Da wird ohne 4. Selig sind, die hier mit Schmachten dürsten nach Gerechtigkeit, die nach Gottes Reiche trachten, nicht nach Gütern dieser Zeit. Wo der Born des Lebens quillt, wird ihr Seelendurst gestillt. Maaß gewährt, was ihr 5. Selig sind, die voll sehnend Herz begehrt. 2. Selig sind, die Leid empfinden auf des Lebens schmaler Bahn. Ihre Traurigkeit wird schwinden; reicher Trost wird Erbarmen auf der Bruder Leiden sehn, und den Schwachen, Kranken, Armen freudig eilen beizustehn. Noch vor Gottes Thron erfreut einst auch sie umfahn: denn sie sie Barmherzigkeit. wirkt zur Seligkeit Reue, 6. Selig sind die welche nie gereut. bedreinen Herzen, die nicht 03. Selig sind, die Sünd' und Welt umsanften Muthes und in strickt, die mit schnöder Demuth milde sind; sie Lust nicht scherzen, weil erfreuen sich des Gutes, nur Heilges sie entzückt. Cc 2 Einst 404 und Das christliche Leben.gilso 0 Einstim reinen Himmels Spott: seine Kinder licht schaun sie Gottes nennt sie Gott. Angesicht. donija 8. Selig sind, die als 7. Selig sind, die Gerechte dulden Kreuz, Frieden bringen, Schuld Verfolgung, Schmach, und Kränkung übersehn, als des Herrn getreue Feindeshaß mit Huld be- Knechte bis zum Tod ihm zwingen, für Verfolger folgen nach. Groß ist segnend flehn. Trifft dort, vor Gottes Thron, sie auch der Menschen seiner Ueberwinder Lohn. 4. Ehrfurcht und Mel. G Gott, du frommer G. in biosiomanice Demuth vor Gott. Quell muß erst sich neiegen, der aufwärts wallen 354. Sinab geht soll. Der Fluß mehrt Christi Weg; wohin geht seine Hab', je tiefer er sich dein Beginnen? Du in senkt. Darum, mein vermeßnem Stolz willst Sinn, hinab! dems. an des Himmels Zinnen? 3. Hinab, mein Aug', klimmst ungenügsam auf? Dein Heiland stiegherab! Wer mit ihm aufwärts will, muß erst mit ihm hinab. hinab! Gott selber schaut Hernieder, der doch im Himmel thront; derStolz ist ihm zuwider. Wer hoch das Auge trågt, sinkt endlich doch in's Grab, und wird dem Aermsten 2. Darum, mein Sinn, hinab! Laß dich die Demuth beugen! Nur gleich. Darum, mein Leichtes flieget hoch. Der Aug', hinab! 4. Ehrfurcht und Demuth vor Gott. 405 4. Hinab, ihr Hånd', täglich meinen Sinn zur hinab! Hier stehen arme wahren Christen- Demuth Brüder; neigt euch zur hin. dist Niedrigkeit, und labet 2. Was bin ich denn? Christi Glieder! Erquickt Ein Mensch von Erde, die Hungrigen, seid der ein Sünder und des Verlaßnen Stab! Der Todes Raub. Wer weiß, Himmel lohnt dafür; wie bald ich sterben darum, ihr Hånd', hinab! werde? dann wird mein Leib auf's Neue Staub. Das pråge meiner Seele ein; so werd' ich gerne niedrig seyn. biste dni 5. Hinab, mein Herz, hinab! So wird Gott in dir wohnen. Die Demuth ist sein Sinn; sie schmücken Himmelskronen. Was ist der Erde Glanz? Herr, wenn ich dich nur hab', so bin ich ewig reich. Darum, mein Herz, hinab! Mel. Wer weiß, wie nahe. 355. Mein Gott! du wohnest in der Höhe, und siehst auf das, was niedrig ist. Gieb mir ein Herz, das deine Nähe und seine Schwachheit 3. Hått' ich gleich alle Tugendgaben, und hätte doch die Demuth nicht: so würd' ich nur ein Blendwerk haben, nur Dampf und Schatten, doch kein Licht. Du liebst das Wesen, nicht den Schein. Wo Tugend ist, muß Demuth ſeyn. 4. Hilf, daß ich mich in Demuth kleide, daß ich, von Stolz und Hoffahrt frei, die eitle Pracht nie vergißt. Ach! lenke von Außen meide, und 20 ſanften, 406 no Das christliche Leben.d sanften, stillen Geistes Pflicht. Kein Mensch sei. Du siehst nicht auf kann deiner Huld sich das schlechte Kleid; du freuen, scheut er dein liebst des Herzens Nie- heilig Auge nicht. Drum drigkeit.00 wirke, Vater, selbst in mir durch deinen Geist die Furcht vor dir. 85. Gieb, daß ich mich nicht überhebe, weil wir ja Alle Brüder sind; daß 2. Sie leite mich auf ich dem Kleinsten Ehre meinen Wegen; sie sei gebe, er ist er ist so wohl, mir Weisheit und Verals ich, dein Kind. Der stand, und treibe mich, Tod macht endlich Arm das abzulegen, was ich und Reich, Gering und als unrecht hab' erkannt. Hoch einander gleich. Denn wer noch Lust zur 916. Laß dir mich auch Sünde hat, liebt wahrlich bei jedem Leiden in De- dich nicht in der That. muth unterworfen seyn. Dort wirst du mich mit Ehren kleiden nach ausgestandner Schmach und Pein. Denn wer sich selbst erniedrigt hier, steht dort gewiß erhöht bei dir. 3. Gieb, daß ich stets zu Herzen nehme, daß du allgegenwärtig bist, und das vor dir zu thun mich schäme, was dir, o Herr, ein Gräuel ist. Der Beifall einer ganzen Welt hilft dem doch nichts, der dir mißfällt.. gindsin 4. Nie laß mich dein Gericht vergessen, mich nie mit Sündern sündlich freun; thi and lic Mel. Wer nur den lieben G. 356. Dich, Höchster, ehrerbietig scheuen, ist unser Glück und unsre istina) Ehrfurcht und Demuth vor Gott. 407 freun; nie muthloß, doch wo ich sei, nach deiner auch nicht vermessen, noch stolz in deinem Dienste seyn. Nie führe mich zur Vorschrift redlich handeln, entfernt von aller Heuchelei. Du siehest in Sicherheit der Reich das Herz hinein; nichts thum deiner Gütigkeit. 5. Laß mich mit weiser Vorsicht fliehen, was mich zu Sünden reizen kann, mich um ein reines Herz bemühen, und nimm dich meiner hülfreich an; so komm' ich in der Gnadenzeit durch dich zur wahren Seligkeit. ollas 6. Erhalt' in mir ein gut Gewissen, das weder Spott noch Trubsal scheu', und mache von den Hindernissen der wahren Tugend selbst mich frei. Nie store Furcht und Lust der Welt mich, daß zu thun, was dir gefällt. ju 7. Mit Ehrfurcht laß mich vor dir wandeln, und stets, ich sei auch, 192 .868 kann vor dir verborgen seyn.binim 8. In deiner Furcht laß mich auch sterben! so fürcht' ich weder Tod noch Grab; so werd' ich jenes Leben erben, dazu dein Sohn sich für mich will ich mich weihn; ihr gab. Gott, deiner Furcht Lohn wird groß im Himmel seyn. sdng Mel. Jesu, der du meine Seele. 357. Ddu majestätisch Wesen, dessen Glanz die Himmel füllt, der du mich hast auserlesen, daß ich sei dein Ebenbild! wenn ich dich, des Lichtes Quelle, mir im Geist vor Augen stelle: ach wie finster, arm und klein 408 klein schein' ich dann mir selbst zu seyn! no Das christliche Leben.d traute Pfund! Oftmals hab' ich es verschwendet, selten treulich angewendet; o wie häuft sich meine Schönheit Spur; lautre Schuld durch Verachtung Wahrheit, reine Güte deiner Huld! is 2. Meinem sündigen Gemüthe fehlt der ersten sind in mir nicht von Natur; was ich in mir selber finde, ist nur Elend, Tod und Sünde; mein von dir entfernter Sinn neigt sich zum Verderben hin. 5. Herr, hier lieg' ich in dem Staube, unter 1057 deine Hand gebeugt; doch mein demuthvoller Glaube, der mir den Erlöser zeigt, freut sich kindndlich deinerGüte, und mein 3. Was ich Gutes an hoffendes Gemüthe hebt mir habe, ist ein Werk von sich aus des Todes Thor deiner Hand, eine reine voller Zuversicht empor. Gnadengabe, mir durch 6. Meine Kräfte, Christum zugewandt. Zu meine Glieder stehn zu dem Heiligungsgeschäfte deinem Dienst bereit. giebt dein Geist allein mir Sieh', hier sink ich vor Kräfte; nähmest du zu dir nieder, voll von rück, was dein-ach, Ehrerbietigkeit. Deinen was würde übrig seyn! Willen thun und leiden, sei der Gipfel meiner 4. Selbst die Menge deiner Gaben macht nur Freuden; du, Beherrmeinen Undank Fund; denn wie oft hab' ich vergraben das mir anver- fällt! - scher aller Welt, thu' mit mir, was dir ge 358. Ehrfurcht und Demuth vor Gott. Mel. O großer Gott von M. höchstem Recht, und 358. Erhabne Maje- kannst sein Thun und ståt, an Machtund Stärke Denken, wie dir's bereich! wer ist dir an Ge- liebt, umschränken. walt in allen Himmeln gleich? Vor dir erbebet Holl' und Welt; und was dein Arm umschlossen hålt, muß deinen Scepter scheuen, und sich mit Zittern freuen.le 409 4. Pråg' deine Gegenwart, Herr! den Gedanken ein; laß mich im Dunkeln auch dein helles Auge scheun. Erinnre mich an deine Macht, und an die Pein der langen Nacht, wenn ich es wollte wagen, Gehorsam zu verſagen. m ante 5. Doch gieb, daß meine Furcht vor dir nicht knechtisch sei; befreie mein Gemüth von Zwang und Heuchelei. Schenk' einen kindlichfreien Geist, der willig thut, was du ihm heißt, und der, bei reiner Liebe, und Blut hast du uns sich im Gehorsam übe. 2. Du hast durch deine Kraft gewölbt des Him mels Höh', die Erde fest gesetzt, dein Ziel gesteckt der See. Dein Wort bewegt der Berge Grund, und stürzt sie in des Meeres Schlund. Willst du zur Strafe ziehen, so kann kein Mensch entfliehen. 3. Wir Alle sind dein Thon und Werke deiner Hand; Leib, Seele, Gut zugewandt. Du schreibst 6. Laß, Schöpfer! diese Furcht vor deiner dem menschlichen Geschlecht Gesege vor mit Majestät den goldnen Zügel 410 Das christliche Leben. 19 Zügel seyn, darin mein 3. Weg, weg mit Wille geht. Halt' ihn damit auf rechter Bahn, treib' ihn zu allem Guten an; so wird in dem Gewissen sich Fried' und Freude küssen. allem Heuchelwesen, wobei man sich nur sucht und liebt! Die Tugend hat sich Gott erlesen, die ihm allein die Ehre giebt. Du führst die Demuth wohl im Mund'; doch wohnt sie auch im Herzensgrund?( ch) 4. Man nennt sich arm und voll von Schwächen; wer glaubt es aber in der That? O Mensch, erkenne dein Gebrechen! dann wird für Schmerz und Unruh' Rath. Die Demuth bringt dir keine Pein; die Demuth ist mit Freuden klein. 5. Ganz fromm und heilig mögt' ich werden, nur dir, Gott, angenehm zu seyn! Vergessen mag man mich auf Erden; vor Menschen such' ich keinen Schein. Sei du nur, Gott, nur du geehrt! dann Mel. wer weiß, wie nahe. 359. Wenn ich vor Gott mein Thun erwäge, sind mir zwei Dinge immer klar: Ich bin zum Guten schwach und träge, undGott allein ist gut und wahr. Nur ihm, nicht mir, gebühret Ruhm; dies fühlen, das ist Christenthum! 2. Ich bin entblößt von Licht und Leben, und arm an allem eignen Gut. Er kann und will mir Alles geben, der Alles hat und Alles thut. Je mehr mein Herz sein Nichts bedenkt, je tiefer es in Gott sich senkt. sjose Isole Ehrfurcht und Demuth vor Gott. 411 dann ist der Demuth Wunsch gewährt. ehren, als nur dich, mein Schuß und mein Erret6. O mach' mich hei ter? Wie sanft ist dein lig schon hienieden; ich Befehl: ,, Gieb mir dein bleibe klein in meinem Herz, mein Sohn, und Sinn. Gieb mir des wandle meinen Weg; Himmels Glanz und ich bin dein Schild und Frieden; ich leg' ihn dir Lohn!" nism and st zu Füßen hin. Getrost, 3. Herr! dein Gebot mein Vater, sterb' ich ist Heil; dein Weg ist mir, und gebe freudig Fried' und Leben. Wie Alles dir! könnt' ich einem Gott der Liebe widerstreben? Das sichre Laster mag 360. Durch dich, o im stolzen Glücke blühn; großer Gott! durch dich mich soll es dennoch nicht bin ich vorhanden. Die in seine Nege ziehn. noo Himmel und ihr Heer 4. Sollt' ich der Mensind durch dein Wort schen Ruhm stolz zu erentstanden: denn wenn ringen trachten? Nein, du sprichst, geschieht's; wenn du gebeutst, steht's da. Mit Allmacht bist du mir und auch mit Gute nah'. Herr! wenn du mich ehrst, mag mich die Welt verachten. Auch wenn kein Mensch mich sieht, will ich die Sünde fliehn; denn du wirst Aller Werk vertraun, als dir, du vor dein Gericht einst Gott der Götter? wen ziehn.( bil 2. Wem sollt' ich sonst sas hid Mel. was frag'ich nach der. 15. 412 no Das christliche Leben.d ich dein beßrer Knecht? Giebt deine Gütigkeit, die mich vor Andern segnet, mir wohl zum Stolz ein Recht? si Innio 5. Und wenn ich dei erfreut, begegnet, bin ner Huld, o Gott! ge würdigt werde, was frag' ich, außer dir, nach Himmel und nach Erde? Du bist es, dem zum Dienst ich Leib und Seele weih'. Gieb, daß mein Wandel stets voll deines Ruhmes ſei! ind stale murede den a fost 361. Was ist mein Stand, mein Glück und jede gute Gabe? Ein un- 5. Wie könnt' ich verdientes Gut. Be- mich, o Gott, des Guwahre mich, o Gott, ten überheben und meivon dem ich Alles habe, nes schwachen Lichts? vor Stolz und Ueber- Was ich besig', ist dein. muth! do mdute noch Du sprichst, so bin ich Leben; du sprichst, so bin ich Nichts. 4. Wenn ich geehrt und groß in Würden mich erblicke, Gott, wer erhöhte mich? Ist nicht mein Nächster oft bei seinem kleinen Glücke viel würdiger als ich? 150 ban 2. Wenn ich vielleicht der Welt mehr, als mein Nächster, müße, wer gab mir Kraft dazu? und wenn ich mehr Verstand, als er besigt, besize, wer gab mir ihn, als du? 3. Wenn mir ein größer Glück, als ihn 6. Von dir kommt das Gedeihn und jede gute Gabe, von dir, du höchstes Gut! Bewahre mich, o Gott, von dem ich Alles habe, vor Stolz und Uebermuth! 362. Ehrfurcht und Demuth vor Gott. 413 Mel. Dir dank ich für mein. dich, Herr, bewogen, daß 362. Was ich nur du mich vorgezogen? bin ich auch jemals dessen werth? adidinst Gutes habe, ist deine milde Gabe, du Vater alles Lichts! Mein Da- 5. Ich bin viel zu gesein und mein Leben ward mir von dir gegeben, und ohne dich vermag ich nichts.omni ringe der Huld, Herr aller Dinge, die du mir hast erzeigt. O laß mich's nie vergessen, wenn sich 12. Mit Einsicht, Lust mein Herz vermessen zum und Kräften zu nüßlichen Geschäften begabt mich deine Huld. Sie treibt zu guten Thaten, und läßt sie mir gerathen. An Fehlern bin allein ich schuld. Stolz und Eigendünkel neigt! disonun ad 6. Das nüglich anzuwenden, was du mit Vaterhånden mir gütig zugewandt, gehorsam dir zu werden: das sei mein Fleiß auf Erden; dazu gieb Demuth und Verstand! 3. Das Glück, deß ich mich freue, wer schafft mir's? Deine Treue, du Herr der ganzen Welt! Du ordnest unsre Tage, ihr Glück und ihre Plage, wie's deiner Weisheit 363. Willst du der wohlgefällt. Mel. Mein Jesus lebt, was. bilbile Weisheit Quelle ken4. Sollt' ich mich denn nen? es ist die Furcht erheben, wenn mir in vor Gott, dem Herrn. diesem Leben viel Gutes Nur der ist weis' und widerfährt? Was hat klug zu nennen, der alle seine 414 no Das christliche Leben. Denk' nur: Vor seinem Angesicht ist Finsterniß wie Mittagslicht! solim seine Pflichten gern, weil unrecht ist, zu scheun. Gott sie ihm gebeut, vollbringt, wenn gleich dazu kein Mensch ihn zwingt. 2. Lern' Gottes Größe recht empfinden, und fühle deine Nichtigkeit; so wirst du nie dich unter vinden, mit thörichter 5. Den Höchsten vor der Welt verehren sowohl, als in der Einsamkeit auf des Gesetzes Stimme hören und wilVerwegenheit zu tadeln, lig thun, was er gebeut was sein Rath beschließt, auch das lehrt dich der wunderbar, doch hei die Furcht des Herrn; lig ist. bilgin auch das thut, wer ihn ehret, gern. 3. Wirst du den Höchsten kindlich scheuen, so wird dir keine Pflicht zur Last; nur das wirst du vor ihm bereuen, daß du sie oft versäumet hast. Wer Gott als Zeugen vor sich hat, der freut sich jeder guten That. 6. Läßt dich die Welt Verachtung merken, wenn du dich fromm von ihr entfernst: die Furcht des Herrn wird dich schon stärken, daß du die Welt verachten lernst. Wer Gott, dem Höchsten, wohlgefällt, ist glücklich, selbst bei'm Spott der Welt. 4. Wenn Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth verleihn, wird dich die Furcht des Herrn er7. Sich stets vor dem Allmächtgen scheuen, wecken, auch dann, was giebt Heldenmuths und Smist Tapfer Ehrfurcht und Demuth vor Gott. 415 wozu gab ich's dir? und durch Demuth danke mir! Tapferkeit, wenn uns Ruhm dein Leben; frage, der Menschen stolzes Drauen, was Gott mißfällt, zu thun gebeut. Ist Gott mein Schuß, mein Heil und Licht, so beb' ich vor den Men schen nicht.nd 2. O was rühmt ihr eure Werke? Menschen, was erhebt ihr euch? machet ihr euch selbst an Stärke, Weisheit und Vermögen reich? wollt ihr euch des Gebers schämen? Der's euch gab, der kann's auch nehmen. Seid nicht sicher, 8. Laß deine Furcht, Gott, mich regieren, mich stets auf dich, den Höchsten, sehn; laß sie mich zu der Weisheit führen: so bar nicht gegen ihn! werd' ich niemals irre seid nicht kühn, undankgehn. Wohl dem, der dich stets kindlich scheut! Dich fürchten, Gott, ist Seligkeit.inamudi diere bought stued thus Mel. Du, o schönes Weltgeb. bus 364. Sei nicht stolz, Geschöpf von Erde, sei nicht stolz, und fürchte dich! Gott ist's, der auch dir rief: Werde! der dir sagt: Dein Gott bin ich; Alles hab' ich dir gegeben; brauche mir zum gehn. 3. Weh' den Stolzen, weh' den Spöttern! schrecklich werden sie verselbst vergöttern, werden gehn. Sünder, die sich nicht vor Gott bestehn. Die nur, welche seinen Willen demuthvoll und treu erfüllen, kindlich ihn und sein Gebot ehren, haben Ruhm vor Gott. 4. Keinen Bruder zu verachten, sei uns ewig theure 416 Das christliche Leben.d3 ~ muth Lohn.bus ISO theure Pflicht; stolz sich Thron ihnen ihrer Dezu erheben trachten, führt zum Fall, ziemt Christen nicht. So wie Christus, Allen dienen, auch den Niedrigsten aus ihnen, ohne bittern Stolz und gern, das ist Gnade vor 365. D rühmt euch eurer Weisheit nicht, die ihr euch weise meint! Wißt, daß euch eurer dem Herrn. spoms Weisheit Licht einst nicht im Tode scheint. 5. Jesu gleich gesinnt zu werden, eifrig streben sollen wir. Ererschien bei uns auf Erden; und wie niedrig ward er hier! Der vollkommenste Gerechte starb für uns den Tod der 2. O rühmt euch eurer Stärke nicht, die jetzt euch troßig macht! Wißt, daß es euch an Muth gebricht, sinkt ihr in Todes Nacht. Knechte; doch wie herr- 3. O rühmt euch eures lich krönte Gott ihn nach seinem Kreuzestod! ndse 1906. Ihn rief Gott hinan zum Throne aus der tiefsten Niedrigkeit; Reichthums nicht, deß ihr euch heute freut! Wißt, daß er euch nicht Zuversicht in Todesnoth verleiht. denn er sprach zu seinem 4. Sucht darin euren Sohne: Herrsche nun in Ewigkeit! Seine Treuen zu belohnen, kommt er einst mit Ehrenkronen, und ertheilt vor seinem 930501 wahren Ruhm, daß ihr Gott wißt und kennt, daß ihr, sein Volk und Eigenthum, ihn glaubig Vater nennt. uhre Mel. Nun sich der Tag geend. 5. Ehrfurcht und Demuth vor Gott. 417 5. Dies ist es, was Er, er regiert in aller dem Herrn gefällt; be Welt; wohl dem, deß denk' es stets, o Christ! Ruhm er ist! 5. Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. Mel. Was mein Gott will, das. Zahl der Sel'gen mögte 366. Hier ist mein kommen! Herz! Herr, nimmeshin; dir hab' ich mich ergeben. Hinweg, o Welt, aus meinem Sinn mit deinem schnöden Leben! Dein Thun und Tand hat nicht Bestand, deß ward ich endlich innen; drum schwingt aus dir sich mit Begier mein freier Geist von hinnen. 2. Gott ist mein allerbestes Gut; nach ihm steht mein Verlangen. Ach könnt' ich doch mit frohem Muth an meinem Gott nur hangen! Ach wäre doch das Sündenjoch mir völlig abgenommen, daß ich einmal auch zu der .808 3. Ich seh', es kann Die ganze Welt mit allen ihren Schäßen, und was den Sinnen wohlgefällt, die Seele nicht ergößen. Ihr Glanz verschwindt, wie Rauch im Wind, und Alles mußzerstieben: nur Gott allein wird ewig seyn; wohl Allen, die ihn lieben! 4. Wie konnt' es doch zuvor geschehn, daß ich gefolgt den Lüsten? Wie konnt' ich so weit irre gehn, o Welt, in deinen Wüsten? Nun seh' ich ein, es war nur Schein, was ich mir Glück ließ dunken; ich lief fürwahr Dd dabei 418 mo Das christliche Leben.d dabei Gefahr, in ewgen Gott', der dir täglich AlTod zu finken. 5. Gieb, daß ich meinen Sinn zu dir hinauf gen Himmel schwinge, mit les giebt? Womit vergiltst du seine Güte, die dich von Anbeginn geliebt? Es muß das Best' Lieb' und herzlicher Be- und Liebste seyn; gieb gier nach deiner Gnade ringe, und mich allein in dir mag freun, Gott, meiner Seele Leben. Du allermeist kannst meinem Geist die volle Gnüge ihm, gieß ihm das Herz allein. 20000 geben. 6. Drum schwinde hin, was flüchtig ist! ich will es lassen fahren. Du, Gott, der du mir Alles bist, du wirst mein Herz bewahren, daß es nicht acht' aufLust und Pracht, nach dir allein verlange, dir, höchstes Gut, mit festem Muth bis in den Tod anhange.o 2. Dumußt, was Gottes ist, Gott geben; der Welt gebühret nicht dein Bei Gott allein ist wahres Leben, und bei der Welt nur Angst und Schmerz. Dir, o mein Gott, dir soll allein mein ganzes Herz gewidmet seyn. 3. So nimm nun hin, was dir gehöret, daß Herz, das sich dir ganz geweiht; und dieser Bund bleib' ungestöret von nun an bis in Ewigkeit. Dir geb' ich Alles, es ist dein; nie will ich eines Andern denn, o mein Gemüthe, seyn. dun loannis Chi isdod 368. Mel. Ich will dich lieben, m. 367. Was giebst du Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 419 Mel. Wer nur den lieben G. bist meines Herzens Trost 368. Ach! wenn ich und Heil! dich, mein Gott, nur habe, frag' ich nach Erd' und Himmel nicht. Nichts ist, das meine Seele labe, als du, mein Gott, meinTrost und Licht. Rühmt sich die Welt mit ihrer Lust: mir ist ohn' dich kein Heil bewußt.md 2. Soll Leib und Seele mir verschmachten, ich hoffe doch getrost auf dich. Nichts will ich Schmerz und Plagen achten; dein tröstet meine Seele sich. Und stånd' auch Alles wider mich, hab' ich, All mächtiger! doch dich. 3. Dich haben, Gott, heißt alles haben, was nur die Seele wünschen kann. An dir will ich mich ewig laben; nimm dich nur meiner gnädig an. Dann sprech' ich: Du bist, Herr, mein Theil, Mel. Aus meines erzens. 369. AnGott will ich gedenken; denn er gedenkt an mich. Wenn mich die Sorgen krånken, hebt meine Seele sich im Glauben himmelwärts. Dann fliehn die bangenSorgen, wie Nebel vor dem Morgen, und Ruh' erfüllt mein Herz. 2. Denk' ich an seine Liebe, werd' ich so hoch entzückt, daß, ist es noch so trübe, mir doch die Sonne blickt. Ich darf mich Gottes freun. Der nie sein Wort gebrochen, der hat mir ja versprochen: Ich will dein Vater seyn. tan simp 3. Denk' ich an seine Gute, die alle Morgen neu, so freut sich mein Gemüthe der großen VaterDD 2 treu'. 420 na Das christliche Leben. di mein die Welt vergißt; doch du, Gott, denkst noch meiner, wenn auch auf Erden Keiner mein eingedenk mehr ist.ism and or Mel. Meinen Jeſum laß ich n. treu'. Die Last werf' ich ich zwar die Bahn, wo auf ihn; so wird die Arbeit süße, auch wenn ich Schweiß vergieße: denn Gott ist mein Gewinn. 14. Denk' ich an sein Erbarmen er schenkt sein eignes Kind zur Nettung für mich Armen. Heißt das nicht treu gesinnt? Gott ist in Christo mein! Nundarf ich Hoff nung fassen, er wird mich nicht verlassen, wird stets mein Helfer seyn. 5. Drum will ich an 370. Habe deine Luſt amHerrn, der dir schenket Lust und Leben; so wird dir sein Gnadenstern tausend holde Strahlen geben. Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wünschen kann. Gott denken. Die Welt 2. Laß der Welt die eitle mag immerhin den Sinn auf's Eitle lenken; hier ist ein andrer Sinn. Ich trage Gott allein im Herzen und im Munde; und ſo kann keine Stunde ganz arm an Freude seyn. 96. An Gott will ich gedenken, solang'ich denken kann. Wird man in's Grab mich senken, so geh' Lust, die in Weinen sich verkehret. Wisse, wer in seiner Brust Gottes Liebe fühlt und nähret, findet stets auf seiner Bahn, was das Herz nur wünschen kann. nonush 3. Lust am Herrn erfüllt mit Licht, wenn man ihn durch's Wort erkennet. Lust am Herrn stärkt den 1997 zur — Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 421 lich sind die Proben von seiner Gütigkeit; was er noch aufgehoben, erwart' ich mit der Zeit. zur Pflicht, der von seiner Liebe brennet. Lust am Herrn beut alles an, was das Herz nur wünschen kann. 4. Wer nur Lust am Höchsten hat, hat auch Lust an seinem Willen, suchet ihn durch Wort 2. Ein Andrer liebet Schäße und sammelt armes Geld, dadurch er in die Netze verbotner Lüfte fällt. Ist Gott mein ich reich durch ihn, und soll noch reicher werden, wenn ich im Himmel bin. und That unverdrossen Schaß auf Erden, so bin zu erfüllen; und so trifft er alles an, was das Herz nur wünschen kann. 5. Ist die Lust nicht ohne Last: trage willig die Beschwerden. Wenn du wohl gelitten hast, wird dir ewge Freude werden; und im Himmel hast du dann, was dein Herz nur wünschen kann. 3. Es lieben eitle Sinnen nur Ehre, Stolz und Pracht, indeß doch ihr Beginnen nur Schmerz und Unruh' macht. Ich bin genug geehret, wenn Gott sein Kind mich nennt; mir ist genug bescheret, wenn Jesus mich erkennt. en Mel. Ich dank dir, lieber. 371. Gott lieben, ist mein Leben. Was kann doch süßer seyn, als ihm das Herz ergeben, sich ihm auf ewig weihn? Unzäh ashting 4. Legt aller Menschen Wissen dem klügsten Menschen bei- ich werde dennoch schließen, daß Eines besser sei. Die Kunst, den lieb 422 no Das christliche Leben. di lieb zu haben, der über schehn. Sünd', ich will Alles liebt, ist mehr als alle Gaben, die Men schenweisheit giebt. von dir nicht hören; Welt, ich will mich von dir kehren, ohne je zurück zu sehn. 5. Kein Kreuz ist mir so bitter, die Liebe macht es füß; im trübsten Ungewitter ist sie mein Paradies. Sie steht mir noch zur Seite in letzter Todes noth, und zeigt mir nach dem Streite des Himmels Morgenroth. 6. Mein Gott, laß deine Liebe mir immer theurer seyn. Geuß diese reinen Triebe in meine Seel' hinein. Dir sei mein Herz ergeben; zund' es mit Flammen an, bis ich in jenem Leben dich ewig lieben kann. 2. Ich will meine Augen schließen, und hinfort nicht mehr genießen, was die Eitelkeit mir beut. Weg, du kurzes Scheinvergnügen! du sollst mich nichtmehrbetrügen; deine Lust wird Last und Leid. do 1 3. Hab' ich sonst mein Herz getheilet, hab' ich hier und da verweilet: endlich sei der Schluß gemacht, meinem Gott allein zu leben, meine Liebe ihm zu geben, ihm zu dienen Tag und Nacht. Mel. Alles ist an Gottes S. 4. Herr, ich opfre dir zur Gabe auch das Liebste, was ich habe; sieh, 372. Nun, so will ich denn mein Lebenvöllig ich halte Nichts zurück. meinem Gott ergeben; Prüfe selber Herz und nun wohlan! es ist ge- Nieren! Solltest du noch Falsches Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 423 Falsches spüren, tilg' es diesen Augenblick! dn 5. Eines nur will ich betrachten, auf die eitle 2. Du, Herr, hast mich bereitet, mich väterlich geleitet bis diesen Augenblick. Dugabst mir frohe Lust nicht achten, nur Tage; und selbst der Leiauf deinen Willen sehn; fremd der Welt und ihren Sorgen, will ich hier, in dir verborgen, als ein wahrer Pilger gehn. mo 6. Jesu, deinem Himmelsleben will ich gänzlich mich ergeben, tragen deines Kreuzes Pein. Sollt' auch Leib und Seel' verschmachten: du bist mein; wie könnt' ich's achten? Du bist mein, und ich bin dein. den Plage verwandeltest du in mein Glück. 3. Ich bin, Herr aller Dinge, der Treu' viel zu geringe, mit der du mich bewacht. Damit ich Staub und Erde auf ewig glücklich werde, hast du schon ewig mein gedacht.jadi bis 4. Du hörtest schon mein Sehnen, und zähltest meine Thränen, eh' buoich bereitet war; eh' ich die Sonne sehen und zu dir konnte flehen, da wogst du schon mein Theil mir dar.mn 373. Dir dank' ich für mein Leben, Gott, der du mir's gegeben; ich danke dir dafür. Duhast, von Huld bewogen, mich aus dem Nichts gezogen; 5. Du ließt mich Gnade finden, und sahst doch meine Sünden vorher durch deine Güte bin von Ewigkeit. DHöchich hier. bister, welch Erbarmen! Du 424 Das christliche Leben. dif Du sorgest für mich Ar- empor zu Gott sich hebt, men, und bist ein Vater, der verzeiht. und, weil er seinen Schöpfer preist, des Engels Leben lebt! 6. Für alle deine Treue, für das, deß ich mich freue, lobsinget dir mein Geist. Es ist dein größt' Geschenke, daß ich durch ihn dich denke; dein ist's, daß er dich Vater heißt. 7. Daßdumein Leben fristest, und mich mitKraft ausrüstest, dies, Vater, dank' ich dir. Daß du mich liebreich führest, mit dei nem Geist regierest, dies alles, Vater, dank' ich dir. 8. Was mir in diesem Leben noch müßt, wirst du mir geben. Du giebst's; ich hoff' auf dich. Dir, Vater, dir befehle ich meinenkeib und Seele. Herr, segne und behüte mich! Mel. 7un danket all und. 374. Wie felig bin ich, wenn mein Geist 2. Wer gleicht ihm? wer ist so geschmückt mit Herrlichkeit und Licht? Er ist der Schönste! wen entzückt des Schönsten Anblick nicht? 291dar 3. Ein voller Strom von Wonne quillt aus seiner Wissenschaft; denn er ist selig, er erfüllt mit Freuden, was er schafft. 4. Der Herr ist selig nicht allein; denn er will in der Zeit und Ewigkeit auch uns erfreun durch seine Seligkeit. 5. Er wollt's und schuf; und nun umringt den Seligen ein Heer, das selig ist und ihm lobsingt, das Niemand zählt als er. 6. Auch ich- und das ist mein Beruf- auch ich soll selig seyn. Heil, Seele, Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 425 Seele, dir, die Gott flecket, mit Sünd'erfüllt, erschuf, um seiner dich zu mit Schuld bedecket, mein freun! d armes Herz. 3. Hier ist mein Herz! Gott der Barmherzigkeit, erbarme du dich sein! Die ganze Welt, sie stillet nicht sein Leid; du bist sein Trost allein. Es spricht mit kindlichem Vertrauen: Laß dich, o Gott, als Vater schauen! mein hoffend Herz. 4. Hier ist mein Herz! es sucht in Jesu Heil; es naht zum Kreuze hin. O Gottes Sohn, du bist mein höchstes Theil, dein Blut ist mein Gewinn! Gieb Friede mir durch deine Wunden, halt' ewig es mit dir verbunden, mein gläubig Herz. 7. Schon siehst du durch ein dammerndLicht, was Engel mehr verstehn. Dort wirst du ihn von Angesicht zu Angesichte sehn. Mel. Es ist genug, so nimm. Hier Hier ist mein 375. Herz! O Gott, ich geb'es dir, dir, der es gnädig schuf. ,, Entzeuch's der Welt, mein Kind, und gieb es mir!" dies ist dein Vaterruf. Hier ist das Opfer meiner Liebe; ich weih' es dir aus freiem Triebe. Hier ist mein Herz! 2. Hier ist mein Herz! o nimm es gnädig an, ob ihm gleich viel gebricht. Ich geb' es dir, so gut ich's geben kann; verschmäh' die Gabe nicht! 5. Hier ist mein Herz! Geist Gottes, mach' es rein, und schaff' es gånzlich neu! weih' dir es Es ist mit böser Lust be- selbst zum heilgen Tempel moltes ein, 426 no Das christliche Leben. sdsig ein, mach' es im Guten 8. Hier ist mein treu. Hilf, daß es stets Herz! Bewahr' es, treunach Gott verlange, ihn ster Freund, vor Trug fürchte, lieb' und an und Heuchelei! Gieb, ihm hange, mein neues wenn der Tod, der letzte Herz. Feind, erscheint, daß es voll Glaubens sei. Dann laß mich, wenn die Augen brechen, das treue Wort noch fröhlich sprechen: Hier ist mein Herz! 6. Hier ist mein Herz; es überdenkt gerührt die Hoheit deines Throns. Schenk' ihm den Schmuck, der deine Knechte ziert, die Demuth deines Sohns. Gieb, daß es Stolz und Hof fahrt fliehe, und klein zu werden sich bemühe, mein niedrig Herz. 7. Hier ist mein Herz; lehr' es Gelassenheit! Sein Glück sei stets dein Rath; sein Wahlspruch sei im Wohlergehn und Leid: Was Gott beschlossen hat! Es glaube fest zu deinem Preise: Der Herr ist treu, mein Gott ist weise! mein folg sam Herz. Mel. Der du dein Wort mir. 376. Dir, Gott, dir will ich fröhlich singen, dir, dessen Freude Wohlthun ist; dir will ich Dank und Ehre bringen, dir, der du gut und freundlich bist. Ja, Gott, du bist ganz Gnad' und Treu'; gieb, daß mein Herz ganz Freude sei! 0. 2. Dich preisen aller Engel Heere, dir singt der ganzeHimmel Dank; dir, Herrscher, brausen Wind und Meere; dir tont der Wälder Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 427 Wälder Lobgesang. Die Gott, bleibst ewiglich ganze Schöpfung ruft mein Theil! Von ganzem mir zu: Wo ist ein sol- Herzen liebst du mich; cher Gott wie du? von ganzem Herzen preis ich dich. 3. Du hast, o Vater, mein Gemüthe durch manche Gnadengab' er freut. D! gieb mir auch, nach deiner Güte, noch ein Geschenk, die Dankbarkeit! Es singe, Herr, was in mir ist, dein Lob, daß du so gnädig biſt. 4. Wer schuf die Seel' und ihre Kräfte, Gedächtniß, Willen und Verstand? Wer segnet mein Berufsgeschäfte? Wer stärkt die arbeitfame Hand? Wer schenket mir den edlen Freund, der treu mit mir im Kummer weint? 6. Wie kann ich deine Treu' vergelten? Ich bin zu arm zu dieser Pflicht. Die Schätz' in Millionen Welten bezahlen deine Wohlthat nicht. Mein schwacher Dank ist viel zu klein, ein würdig Opfer dir zu seyn. 7. Dir will ich fernerhin vertrauen, denn stets hast du mir wohlgethan. Auf dich will ich mit Glauben schauen; mich schau' mit Vaterblicken an! So geh' ich ruhig durch die Zeit, und fröhlich in die Ewigkeit. Mel. Schwing dich auf zu. 5. Wer fristet meine Lebenstage? Wer schmückt und krönet sie mit Heil? Du, Vater, thust's! 377. Deines Gottes freue dich, dank' ihm, Drum, Seele, sage: Du, meine Seele! Sorget er nicht 428 no Das christliche Leben. dig nicht väterlich, daß kein mel blicken; meine Leiden Gut dir fehle? Schüßt dich seine Vorsicht nicht, wenn Gefahren drauen? Ist's nicht Seligkeit und Pflicht, seiner dich zu freuen? 2. Ja, mein Gott, ich hab' an dir, was mein Herz begehret einen Vater, welcher mir, was mir nüßt, gewähret; der mich durch sein göttlich Wort hier zum Guten lenket, und mit Himmelswonne dort meine Seele trånket. - fühl'ich nicht, wie sie mich auch drücken. Hoffnung und Zufriedenheit wohnen mir im Herzen, trösten und erhöhn mich weit über alle Schmerzen. 5. Du bist mein! so jauchz' ich dann; wer ist, der mir schade? Heil mir, daß ich's rühmen kann: Mein ist deine Gnade! Dir ist meine Wohlfahrt werth; der du mir das Leben schenktest, wirst auch, was mich nährt und erfreut, mir geben. 3. Wenn ich dich, mein Herr und Gott, kindlich 6. Jesus ist nach deinem scheuend liebe, wenn ich Rath in die Welt gekomredlich dein Gebot und men; alle meine Missemit Freuden übe: o wie that hat er weggenomist mir dann so wohl! wie men. Ihm vertrau' ich, ist mein Gemüthe seliger bet' ihn an, glaub' an Empfindung voll, voll seine Leiden, folg' ihm von deiner Güte! treulich; und so kann 4. Dann darf ich mit Nichts von dir mich Zuversicht nach dem Him- scheiden. 7. Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 429 17. Dich, du Trost der und mein Trost am Sterblichkeit, Heil des Grabe! bessern Lebens, himmlische Vollkommenheit, such' ich nicht vergebens. Wenn mein Lauf vollendet ist und vollbracht mein Leiden, ruft mein Mittler Jesus Christ mich zu seinen Freuden. 10. Laß die Lust zur Sünde nie dieses Heil mir rauben! rüste selbst mich wider sie, stårke meinen Glauben! Gieb mir deinen Geist, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertraun auf dich ewig nicht verliere! 8. Meine Lust an dir, mein Gott, wird dann ewig währen. Noch so furchtbar ſei der Tod er wird sie nicht stören. Wil lig werd' ich mein Gebein der Verwesung geben; Herr, dein Tag bricht bald herein, mit ihm neues Leben. thin Mel. Womit ſoll ich dich wohl. 378.Quelle der Vollkommenheiten, Gott, mein Gott, wie lieb' ich dich, und mit welchen Seligkeiten sättigt deine Liebe mich! Seel' und Leib mag mir verschmach9. Gieb mir nur, so ten- hab' ich dich, werd' lang' ich hier in der ich's nicht achten; mir Fremde walle, das Be- wird deine Lieb' allein wußtsein, daß ich dir, mehr als Erd' und HimHerr, mein Gott, gefalle! mel seyn. Diese sanfte Freudigkeit, die ich zu dir habe, sei mein Heil in dieser Zeit, 2. Denk' ich deiner, wie erhebet meine Seele sich in mir! wie getröstet, wie belebet - 430 Das christliche Leben. sdsi? belebet fühl' ich mich, o 5. Sollt' ich dich nicht Gott, von dir! Jeder wieder lieben, der du Blick auf deine Werke, mich zuerst geliebt, der deine Güte, deine Stärke mit mehr als Vaterwie entledigt er mein trieben so unendlich mich Herz von Bekümmerniß geliebt? Könnt' ich ruhig und Schmerz!! mduol hier auf Erden ohne dm 3. Floß aus deiner deine Liebe werden, ohne Gottesfülle mir nicht sie nach dieser Zeit würreicher Segen zu? Daß dig seyn der Seligkeit? ich ward, das war dein 6. Heil mir, daß ich Wille; daß ich noch bin, es empfinde, wie so liedas machst du. Daß ich benswerth du bist; daß denke, daß ich wähle, da mein Herz vom Haß der fürdankt dir meineSeele; Sünde inniglich durchdankt dir, daß sie dich er- drungen ist; daß auf kennt, und dich ihren dein Gebot ich achte, und Vater nennt. es zu erfüllen trachte! 64. Du erkauftest vom Heil mir! du verbirgest Verderben mich durch nicht einst vor mir dein deinen Sohn, o Gott, Angesicht. ließest den Gerechten ster- 7. Noch lieb' ich dich ben; mir zum Leben ward unvollkommen; meine sein Tod. Ewig dort mit ihm zu leben, hast du mir durch ihn gegeben, ewig deiner mich zu freun und von dir geliebt zu seyn. tadsled Seel' erkennt es wohl. Dort im Vaterland der Frommen lieb' ich dich, Herr, wie ich soll. Ganz werd' ich dort deinen Willen Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 431 Willen kennen, ehren Wohlthat, jede Lust, für und erfüllen. Dann gieb jede Freud' und jedes mir vor deinem Thron Glück und jeden Lebensder vollkommnen Liebe augenblick; Lohn! 13 091191 Mel. WoGott zum Haus nicht. 379. Ich bin, ich lebe! Gott, du bist ein Vater, wie kein Vater ist! Wo fang' ich zu erzählen an, was du mir thust und schon gethan? 2. Gab ich mir Leben, Mund und Hand? ich selbst mir Alug', ich mir Verstand? Ein mensch- bester Vater, dir? 6. Für Jesum und für seinen Geist; für alles, für alles, was er that was er uns verheißt, wie dank' ich, Mom an mir lich Herz wer gab es mir? Was, Vater, was kommt nicht von dir? 3. Ich danke dir, der Alles schafft, für jeden Sinn, für jede Kraft, für Eltern, Lehrer, Brüder dir; ich gab sie nicht, 8. Dankt' ich mit jedem du gabst sie mir. Athemzug, ich dankte, Vater, nicht genug! denn dein ist Alles; Alles - 5. Für deines Wortes Unterricht, für deiner deines Mondes sanfte Sonne warmes Licht, für Pracht, für deinen Tag und deine Nacht. 4. Ich danke dir mit froher Brust für jede 7. Ich sterbe bald; doch bleib' ich nicht im Grabe. Jesus Christus spricht: Wer an mich glaubt, soll auferstehn! Wie kann ich dich genug erhöhn? 432 mo Das christliche Leben. säsi? les fließt von dir, der der Sonnenball, und Alldu die Liebe bist. les ruft: Gott überall! 9. Ich weiß nicht, 4. Wenn aus des wie ich danken soll. Schlummers stiller Nacht Mein Mund ist deines zum neuen Tag' mein Ruhmes voll, voll Preis Aug' erwacht, und Alles mein Herz. Mein Leben lebt im neuen Licht: sei der Dank für deine wer fühlt, wer fühlt dich, Vatertreu'! Vater, nicht? asins Mel. Wohl dem, der in Gott. 5. Mein Herz schlägt 380. Ich freue mei mächtiger in mir, strebt es empor, empor zu dir; im Tiefgefühle seines Nichts wie schöpft es aus dem Quell des Lichts! nes Lebens mich, und preise, Gott der Liebe, dich. Ich rufe dir mit Jubel zu: MeinSchöpfer und mein Gott bist du! 2. Wo du bist, Vater, bin ich froh, wo ist ein Punkt der Schöpfung, wo kein Strahl von deiner Herrlichkeit des Kindes Aug' und Herz mein. erfreut? Endod 6. Ein süßer Fried' erfüllet mich; wohin ich sehe, seh' ich dich, und alles, was ich seh', ist dein, und alles gut und alles 7. Mich kühlet, mich 13. Der Stern im un- belebt die Luft; mein ermeßnen Raum, und jedes Blatt und jeder Baum, der Sonnenstaub, ist der Frühlingsblume Duft, und mein der Bach, der Quell, die See, die Tiefe 8. Du segnest mich durch Tag und Nacht, durch deines Himmels stille Pracht, durch Wohnung, Hülle, Speis' und Trank. Wo nehm' ich Worte her zum Dank? Dank, der dir gefällt; Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 433 Tiefe mein, und mein 12. Gefühl von deiner die Höh'. Herrlichkeit, ein Herz, das ganz sich deiner freut, ein Alug', in dem die Thräne bebt, ein Mund, der tåglich dich erhebt- - 13. O Vater, dies, dies ist mein Preis, mein 9. Von dir ist jeder Geist ein Bild; von dir ist jedes Herz erfüllt; und deiner voll, wie's Keiner ist, dein Bild, wie keins, war Jesus Christ! ich weiß, auch dies mein schwaches Loblied dringt hinauf, wo dir der Himmel singt. 10. Der Gottesliebe Allgewalt erschien in menschlicher Gestalt; wer Jesu glaubt, stirbt fröhlich nun, und kann mit Lebenshoffnung ruhn. 11. Dank, Dank dir, Vater deines Sohns, im Staub am Schemel deines Throns! Was bin ich, Gott? was werd' ich seyn? Genug, du bist, und ich bin dein! Mel. Womit soll ich dich wohl. 381. Halte dich nicht länger, fließe, stille Zähre meines Danks! Meine volle Seel' ergieße sich in Ströme des Gesangs! Selig einst vor ihm zu werden, schuf mich Gott; und schon auf Erden seh' und fühl' ich's wonnevoll, was ich künftig werden soll. 2. Jeder Tag gebiert mir Freude, Freude jeEe der 434 Das christliche Leben. schl der Augenblick; selbst die mirentgegen, und, wo mir Schmerzen, die ich leide, ein Uebel droht, Rettung segnen mich und werden oder Trost in Noth! Glück. Rieseln nicht 5. Aus den Tiefen, im Pilgerlande Quellen von den Höhen, in den auch im dürrster Sande? Thälern, vom Gefild, Immer strahlt die Sonne aus den Flüssen, aus nicht; aber auch die den Seen segnest du mich, Nacht hat Licht. und so mild! Jahre, Monden, Tage, Stunden haben wir genug 3. Gott, wie viele frohe Tage flossen, weil mir Nichts gebrach, ohne empfunden deiner VaterSturm hin, frei von gute Macht, aber nie Plage, wie ein sanfter, genug bedacht. klarer Bach! Hatt' auch Einer Müh' und Sorgen- fie entflohn; und jeden Morgen, wenn ich deine Sonne sah, waren neue Freuden da. 6. Ruh' und Sicherheit im Lande, Ordnung und Gesetz und Recht, diese starken, festen Bande für das menschliche Geschlecht, auch des 4. Hab' ich nicht aus Umgangs süße Freuden deiner Fülle, was mein und der Freundschaft Herz nur wünschen mag, Trost im Leiden, Rath Speis' und Trank und und Hülfe haben wir, milDach und Hülle, Schuß der Vater, nur von dir. und Hülfe jeden Tag? 7. Dies gewährst du O wie oft kommt nicht schon dem Leben in der dein Segen unerwartet kurzen Pilgerzeit: was wirst 4 Liebe und Dankbarkeit gegen Gott. 435 wirst du nicht einst uns väterlich vor Andern mir geben, Vater, in der begegnest? Alles, was Ewigkeit, wenn wir un- ich von dir habe, jede sern Lauf vollenden, und Gabe, jeder Segen aus deines Sohnes Han- strömt mir unverdient den Wandrer auf der entgegen. Tugend Bahn ihres Laufes Preis empfahn? 2. Wie ruhig fließt mein Leben hin! Nichts 8. Fließet stärker und trübet mir den frohen ergießet in die Jubel des Sinn; kaum kennt mein Gesangs euch in vol Mund die Klage. Du lern Strömen, fließet, strömst zum fröhlichen Freudenzähren meines Genuß der Gaben reichDanks! Selig einst vor sten Ueberfluß auf meine Gott zu werden, schuf Lebenstage! Monden, er mich; und schon auf Jahre sind wie Stunden Erden seh' ich's, fühl' mir verschwunden; sie ich's wonnevoll, was verflossen mir gesegnet, ich künftig werden soll. froh genossen. Mel. wie schon leuchi't uns. 382. Viel zu gering bin ich, o Herr, der Huld und Treu', womit du mehr als Tausende mich segnest. Du wähltest selbst dies Loos für mich; was ist's, daß du so 3. Wie mancher hat, von Noth gedrückt, durchseufzt die lange Nacht, und blickt nach Trost zu deiner Höhe! Die heiße Thräne fleht um Ruh'. Was ihm versagt ward, fiel mir zu, und wird mir, eh' ich flehe. Süßes Ee 2 Labfal, 436 Das christliche Leben. säsi? Labsal, sanfter Schlum- Sorgen wie ein leichter mer, frei von Kummer, Traum am Morgen. stärkt den Müden; ungestort ruh' ich im Frieden. 4. Wenn Andre Durst und Hunger quält, wenn ihnen Wärm' und Ob dach fehlt, wenn sie im Elend schmachten; wenn ungesehn ihr Auge weint, kein Helfer in der Noth erscheint, nicht Menschen ihrer achten Liebe, Freude krönt mein Leben; es entschweben selbst die euch erquicket. 5. Das alles ward mir, Herr, durch dich! Voll Demuth, Vater, beuget sich vor dir die Seele nieder. Der Gaben, die du mir beschert, wie werd' ich, Geber, ihrer werth? Ach, was geb' ich dir wieder? Kommt, ihr Armen! kommt! euch labe meine Gabe; mich beglücket Gott, so oft er 6. Vertrauen auf Gott und Ergebung in seinen Willen. 383. Was mein traut, fest auf ihn baut, den wird er nicht verlassen. Gott will, gescheh' all zeit! sein Will' ist stets der beste. Zu helfen ist er dem bereit, der an ihn gläubet feste. Er hilft aus Noth, der treue Gott, und züchtiget mit 2. Gott ist mir Trost und Zuversicht; Gott ist mein Licht, mein Leben. Drum was er will, dem will ich nicht vermessen Maaßen; wer ihm ver- widerstreben. Sein Wort ist Vertrauen auf Gott und Ergebung. 437 ist wahr; er hat mein auch wohl, was dir ge= Haar auf meinem Haupt bricht; Himmel und Erd' gezählet. Er sorgt und ist sein. Er ist dein Vawacht, giebt immer Acht, ter und dein Gott, der daß es an nichts uns dir beisteht in aller Noth. fehlet. 3. Ruft einst mich ab von dieser Welt zu sich des Höchsten Wille, auch dann gescheh', was ihm gefällt; ich will ihm hal ten stille. Dir, Gott, be fehl' ich Leib und Seel' in meinen legten Stunden; dein Sohn, o Gott, hat Grab und Tod für mich auch überwunden. 4. Der Reiche troßet auf sein Gut; ich trau' auf meines Gottes Huth. Ob ich gleich werd' verhöhnt, so weiß ich doch mit Zuversicht: Wer trübst du dich, mein Herz, Gott vertraut, dem manbekümmerst dich und tra- gelt's nicht.e 384. Warum begest Schmerz nur um ein zeitlich Gut? Vertrau' auf deines Gottes Rath, der alle Ding' erschaffen hat. 3. Weil du mein Gott und Vater bist, weiß ich, daßdumich nicht vergißst, du väterliches Herz! Ich bin nur Staub und sink' in's Grab; auf Erden keinen Trost ich hab'. 2. Er kann und will dich lassen nicht; er weiß 5. O Gott! so reich bist du noch heut', als du es warst von Ewigkeit; ich trau' auf dich allein. Machst du mich an der Seele reich, so gilt mir alles Andre gleich. 6. 438 Das christliche Leben. 6. Zeitlicher Ehr' ich 385. Von Gott will gern entbehr'; das Ewige mir nur gewähr', daß du erworben hast durch dei nen herben bittern Tod! Das bitt' ich dich, mein Herr und Gott. ich nicht laffen; denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rechter Straßen im Pilgerlande hier. Er reicht mir seine Hand; am Abend und am Morgen weiß er mich zu versorgen, wo ich auch sei im Land'. 7. Was alles man auf dieser Welt für Wollust, Glück und Freude hält, Reichthum und Erdengut, das währt nur eine kleine Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 8. Ich danke dir von Herzensgrund, daß du durch's Wort aus deinem Mund mich solches hast gelehrt; verleih' mir nur Beständigkeit zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr' und Preis sei dir gebracht, daß du's mit mir so wohl gemacht! Dies Eine bitt' ich nur: Verwirf von deinem Angesicht mich, Herr, mein Gott, auf ewig nicht! 2. Wenn Menschengunst und Liebe in Kaltsinn sich verkehrt, bleibt er voll Mitleidstriebe, er, der mein Flehen hört. Er hilft in jeder Noth, erlöst aus allen Banden, macht frei von Sünd' und Schanden, und rettet selbst vom Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit. Es kann mir nimmer grauen; er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Geist, mein Leben sei Gott, dem Herrn, ergeben! Vertrauen auf Gott und Ergebung. 439 geben! er schaff's, wie's ben, will uns erwecken ihm gefällt. Gott. 4. Es kann ihm nichts gefallen, als was mir nüglich ist; gut meinter's mit uns Allen; erschenkt uns Jesum Christ, den eingebornenSohn, durch den er uns gewähret, was allen Frommen soll ich unsre Seele nähret. Lobt mich da vollkommen, soll ihn im Himmelsthron! ich mich ewig freun. 7. Die Seel' ist unverloren in Gottes Vaterhand; der Leib wird neu geboren zum bessern Baterland. Wie selig werd' ich seyn! Mit Gott und 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, ihn, der uns Alles schenkt! denn selig ist die Stunde, darin man sein gedenkt! Sonst reut uns alle Zeit, die wir verlebt auf Erden; wir sollen selig werden, bestehn in Ewigkeit. 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widerwärtigkeit, wie ich's auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, so großer Freuden voll, die, da ich Christum kenne und mich von ihm nicht trenne, mein Erbtheil werden soll. 6. Die ganze Welt vergehet mit ihrer Lust und Pracht; nicht Ehr' und Gunst bestehet, die Men schen groß gemacht. Wir werden nach dem Tod tief in die Erd' begraben; wenn wir geschlafen ha9. Das ist des Vaters Wille, der uns erschaffen hat; aus seines Sohnes Fülle empfahn wir Gnad' um Gnad'; er giebt uns seinen Geist, damit er uns regiere, die Bahn Das christliche Leben. 440 Bahn zum Himmel führe. Hoch sei der Herr gepreist! Mel. Der Herr ist mein getr. 386. Herr, wie du willst, so schick's mit mir im Leben und im Sterben! Mein Herz verlangt allein nach dir; laß, Herr, mich nicht verder ben! Erhalt' mich nur in deiner Huld; und wie du's fügst, gieb mir Geduld. Dein Will' ist stets der beste. 387. Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden.:: Wer stets sich fest auf ihn verläßt, dem muß der Himmel werden.*,* Drum will auch ich allein auf dich vertraun von ganzem Herzen. Herr Jesu bist in Todesnoth und Schmerzen.:,: Worte. Behüte mich vor Christ, mein Trost du falscher Lehr', und gieb an jedem Orte, was mir gedeiht zur Seligkeit; wend' ab all'Ungerechtigkeit in meinem ganzen Leben. .Ja, wenn mir war der Höllen Heer und alle Welt entgegen::,: du bleibst mir treu und stehst mir bei auf allen meinen Wegen.:,: Und wenn ich dich nur hab' um mich mit 2. Zucht, Ehr' und Treu' verleih' mir, Herr, und Lust zu deinem verleih, o Herr, mir deine Gnad', daß es gescheh' mit Freuden! Herr, Seel' und Leib befehl ich dir; ein sel'ges Ende schenke mir durch Jesum Christum! Amen! 3. Und wenn ich denn nach deinem Rath von dieser Welt soll scheiden, Vertrauen auf Gott und Ergebung. 441 mit deines Geistes Ga- Christum will ich bauen, ben, so kann kein Feind, wie bös' er's meint, je meiner Seele schaden.:,: 3. Dein tröst' ich mich ganz sicherlich; du kannst mir alles geben,:,: was mir ist noth, du treuer Gott, hier und in jenem Leben.:,: Gieb wahre Reu', mein Herz erneu', errette Leiß und Seele! Verleih mir, Herr, was ich begehr', daß mir dein Heil nicht fehle!:; 388. Auf meinen lieben Gott trau' ich in aller Noth. Er kann mich allzeit retten aus Trübsal, Angst und Nöthen. Mein Unglück kann er wenden; es steht in seinen Händen. und fest auf ihn vertrauen; ihm will ich mich ergeben im Tode wie im Leben. 3. Ob mich der Tod nimmt hin, ist Sterben mein Gewinn. Denn Christus ist mein Leben; dem hab' ich mich ergeben! Ich sterb' heut oder morgen, die Seel' wird er versorgen. 4. O mein Herr Jeſu Christ, der du so huldreich bist für mich am Kreuz gestorben, du haſt das Heil erworben, und willst das ewge Leben bei dir uns Allen geben. 5. Amen aus HerzensStund'. Du wollst uns grund sprech' ich zu aller ferner leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen ohn' Herz doch nicht. Auf Ende preisen. Amen. 2. Ob mich die Sünd' anficht, verzagt mein 389. 442 Das christliche Leben. nichts fehlen, was mir ewig müßt. Mel. Gwelt, ich muß dich. Herrn Gesetzen, so wird 389. In allen mei- mich nichts verlegen, nen Thaten lass' ich den Höchsten rathen, der Allles kann und hat. Er 5. Er wolle mich entmuß in allen Dingen, binden von aller Last der soll's anders mir gelin- Sünden, durchstreichen gen, mein Helfer seyn mit Rath und That. meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen nicht gleich das Urtheil sprechen, und noch mich tragen in Geduld. 6. Leg'ich zum Schlaf mich nieder, erwach' ich frühe wieder, zieh' ich von Ort zu Ort, daheim, in fernen Landen, in Schwachheit und in Banden mich tröstet überall sein Wort. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe; umsonst ist Sorg' und Kunst. Er mag's mit meinen Sachen nach seinem Willen machen; ich stell's allein in seine Gunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er mir ersehen, und was mir selig ist. Ich nehm' es, wie 7. Hat er es denn er's giebet; und was sein beschlossen, so will ich Rath beliebet, das hab' unverdrossen an mein auch ich allein erkiest. Verhängniß gehn. Kein 4. Ich traue seiner Unfall unter allen wird Gnade, die mich auf mei- ie zu schwer mir fallen; nem Pfade vor allem Ule- ich will ihn freudig bel schüßt. Folg' ich des überstehn. 088 8. Vertrauen auf Gott und Ergebung. 443 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn Wetter toben wild und schwer, so will er mich nur üben, und mein Gemüth in seiner Güt' gewöhnen fest zu stehen. Halt' ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 8. Ihm hab' ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, so bald er mir gebeut. Es sei heut' oder morgen, dafür laß' ich ihn sorgen; er weiß allein die rechte Zeit. 9. Drum, Seele, sei zufrieden, nimm was dir der beschieden, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe- dein Vater in 3. Ist, was ich bin und der Höhe, der weiß zu allen Sachen Rath. habe, mein? gab ich mir selbst das Leben? Sein Werk bin ich; er hat allein mir Seel' und Leib gegeben. Ich gab mir nicht des Geistes Licht; er läßt es in mir scheinen. Wer so viel thut, deß Herz und Muth kann's nimmer böse meynen. Hoar Mel. Was mein Gottwill, das. 390. Ich hab' in Got tes Herz und Sinn mein Herz und Sinn ergeben. Was böse scheint, bringt mir Gewinn; der Tod selbst ist mein Leben. Ich bin ein Sohn deß, der vom Throndes Himmels wohl regieret, der uns zwar schlägt und Kreuz auflegt, doch stets mit Liebe führet. bildirs 4. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und löblich sein Regieren. Die Zeit und Stund' ist ihm bekannt, sein Werk hinauszuführen. Er weiß, wann Freud' 444 pude Das christliche Leben. Freud', er weiß, wann 7. Ei nun, mein Gott! Leid uns, seinen Kindern, so fall' ich dir getrost in diene; und was er thut, deine Hände. Nimm ist alles gut, ob's noch mich, und mach' es so so traurig schiene. mit mir bis an des Lebens Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist daraus das Heil entstehe, und deine Ehr' sich mehr und mehr vor aller Welt erhöhe. 5. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, als sei mit einer großen Last dein Leben hier beschweret, hast spät und früh viel Sorg' und Müh' auf selbsterwählten Wegen, und denkest nicht, daß Nacht und Licht hier wechseln dir zum Segen. und 8. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm' ich's an mit Freuden; soll's aber Kreuz und Trübsal seyn, will ich's geduldig leiden. Soll mir fortan des Lebens Bahn noch ferner offen stehen: wie du mich führst und führen wirst, so will ich gern mitgehen. 9. Und soll ich einst des Todes Weg im finstern Thale gehen, so zeige du mir Bahn und Steg, und laß dein Licht mich sehen. Du bist mein Hirt, der endlich 6. Es kann bei stetem Sonnenlicht das Feld nicht Früchte tragen; so reift auch Menschen wohlfahrt nicht bei lau ter guten Tagen. Wie bitter sei die Arzenei, sie röthet doch die Wangen; so muß mein Herz durch Angst und Schmerz zu seinem Heil gelangen. Vertrauen auf Gott und Ergebung. 445 4. Der beste Will' ist Gottes Will'. In diesem ruht man sanft und still. Ergieb dich allzeit nichts, als das allein, fröhlich drein; begehre was Gott gefällt. 5. Der klügste Sinn ist Gottes Sinn; was Menschen sinnen, das fällt hin. Ihr Arm wird plößlich müd' und laß, thut oft das Böse, selten das, was Gott gefällt. endlich wird mich in den Himmel führen, wo nach dem Leid in Ewigkeit die Deinen triumphiren. Mel. Dieß sind die heilgen. 391. Was Gott gefällt, du Gottes- Kind, nimm fröhlich an! Stürmt gleich der Wind und braust, daß Alles kracht und bricht, so bleib getrost! Dir schadet nicht, was Gott gefällt. 2. Er ist der Herrscher in der Höh'; auf ihm steht unser Wohl und Weh. Er trägt die Welt in und thut. seiner Hand; hinwieder trågt uns See und Land, was Gott gefällt. 3. Der Glaub' ergreift des Höchsten Huld. Vertraun und Hoffnung schafft Geduld; die prage deinem Herzen ein, so muß zum Segen dir gedeihn, was Gott gefällt. 6. Der frömmste Muth ist Gottes Muth, der Niemand Arges gönnt Er segnet durch des Kreuzes Last; drum sei zufrieden, wenn du hast, was Gott gefällt. 7. Das treuste Herz ist Gottes Herz; es kennt und lindert unsern Schmerz, beschirmt und schüßt den früh und spät, der stets nur wünschet und 446 und erfleht, was Gott gefällt. 8. Der höchste Lohn ist Gottes Lohn, dein Erb' Das christliche Leben. ehren. mein; Gott allein ist es, der's gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, nehm' er's hin; ich will an seinem Himmels- ihn dennoch fröhlich thron. Dort wirst du, wie er ist, ihn sehn; dort wird ohn' Ende dir geschehn, was Gott gefällt. 392. Warum sollt' ich mich denn gråmen? Hab' ich doch Christum noch; wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben? 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein: sollt' ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergößt; sollt' ich jetzt nicht auch etwas tragen? Gott, mein Vater, schlägt mit Maaßen; er, mein Licht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. 2. Nackend rang ich, unter Schmerzen, arm und bloß einst mich los von der Mutter Herzen. Nackend muß ich hin auch ziehen, wenn ich werd' von der Erd' wie ein Schatten fliehen. 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten; laß sie spotten, laß sie lachen! Gott, mein Heil, wird in 3. Gut und Blut, Leib, Seel' und Leben ist nicht Vertrauen auf Gott und Ergebung. 447 in Eil' sie zu Schanden der Gemüther. Dort, machen. dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn' Ende laben. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, stets sich lassen schauen. Wollt' ihn auch der Tod bekriegen, bleibt sein Muth dennoch gut, und wird nicht erliegen. 8. Kann uns doch der Tod nicht tödten; er entreißt unsern Geist vielen tausend Nöthen, schließt das Thor der bittern Leiden, und macht Bahn, daß wir nah'n zu des Himmels Freuden. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse, und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hin gelangen, wo du mich und Herz auf den Schmerz ich dich ewig werd' um9. Dort wird sich mit bessernSchäßenGeistund ewiglich ergößen. Hier ist fangen! kein recht Gut zu finden; was die Welt in sich hålt, muß wie Rauch verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden! du bist mein, ich bin dein; Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. Mel. Was mein Gott will, das. 393. Mein banges Herz, was zagest du, und krankst dich durch dein Sinnen? Du wirst, sorgst du gleich immerzu, doch nichts 448 Das christliche Leben. ich bedarf zum Leben. nichts dadurch gewin Gott schenket noch, was nen. Wird nicht gewährt, was du begehrt: sollst du darum dich gråmen? Gott lebet noch! das glaub' ich doch; er wird es auf sich nehmen. 4. Nur fordert er den rechten Brauch der anvertrauten Gaben, und will des Menschen Arbeit auch in seinem Dienste haben. Auf treuen Fleiß zu seinem Preis läßt er Alles wohl regieret, der Gedeihen kommen. Gott Alles schüßet, trägt, er- segnet doch! das glaub' hålt und wunderthätig ich noch; er hilft ja allen führet. Er sorgt und Frommen. 2. Dort oben herrscht der Herr der Welt, der wacht mit Vorbedacht 5. Geht's mir bei fromfür aller Menschen mem Leben schlecht, und Sachen. Gott herrschet wohl den schlimmsten noch! das glaub' ich doch, Leuten; gilt Unrecht oft und laß ihn weislich gleich mehr als Recht- machen. laß mich es christlich deu3. Die Gaben seiner ten. Du ordnest schon Vatergüt' vertheilt er den Gnadenlohn, mich nach Gefallen, doch mit einst damit zu zieren. gemeßnem Unterschied; Gott liebt mich doch! er schenkt nicht Alles All- das glaub' ich noch; der len. Dort giebt er viel; wird mich selig führen. hier setzt er Ziel und 6. Nun ich befehl' mein Maaß in seinem Geben. ganzes Thun dir, Herr, Drum glaub' ich doch, mein ganzes Leben. Ich lasse Vertrauen auf Gott und Ergebung. 449 lasse Gram und Sorgen 3. Zu Gott sei deine ruhn; dir sei es heimge Seele stille, mit seinem geben. Ich bleibe still; nur wie Gott will, mag künftig Alles gehen. Gott hilft mir doch! das glaub' ich noch; sein Wille muß geschehen. weisen Rath vergnügt, und warte, was sein guter Wille zu deinem Wohlergehn verfügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß am besten, was uns fehlt. 394. Wer nur den 4. Er kennt die rechten lieben Gott läßt walten, Freudenstunden, weiß, und hoffet auf ihn allewann ein Glück uns migzeit, den wird er wunderlich sei. Wenn er uns nur bar erhalten in aller Noth hat treu erfunden, gedulund Traurigkeit. Wer dig, ohne Heuchelei: so Gott, dem Allerhöchsten, kommt er, eh' wir's uns traut, der hat auf keinen versehn, und lässet uns Sand gebaut. viel Gut's geschehn. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? was hilft uns unser Weh' und Ach? was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 5. Denk' nicht in deiner Drangsalshiße, daß du von Gott verlassen seist, und daß ihm der im Schooße sige, den alle Welt als glücklich preist. Die Folgezeit verändert viel und sehet Jeglichem sein Ziel. Ff 6. 450 edDas christliche Leben. 6. Es sind ja Gott sehr Wege finden, die dein leichte Sachen, und seiner Fuß gehen kann. Allmacht gilt es gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Er ist der Herr, der Jedermann bald stürzen, bald erhöhen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's soll wohlergehn; auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Gramen und selbstgemachter Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen; es muß erbeten seyn. 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, verricht' das Deine nur getreu, und trau' des Himmels reichem Segen; so wird er bei dir werden neu. Denn wer nur seine Zuversicht auf Gott setzt, den verläßt er nicht. 3. Dein' ewge Treu' und Gnade sieht immer ungeschwächt, was gut sei oder schade dem sterblichen Geschlecht. Und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rath gefällt. Mel. Herzlich thut mich verl. 395. Befiehl du deine Wege, und was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege deß, der den Himmel lenkt, der Wolken, Luft und Winden giebt Wege, Lauf 4. Weg' hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dir's nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht. Dein und Bahn, der wird auch Werk kann Niemand hin.0 dern; Vertrauen auf Gott und Ergebung. 451 dern; dein Arm wird nim- Bist du doch nicht Remer ruhn, wenn du, was gente, der Alles führen deinen Kindern ersprieß soll; Gott sigt im Regilich ist, willst thun. mente, und führet Alles wohl. 5. Und ob auch Welt und Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen, und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff', o du arme Seele, hoff', und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken. Erwarte nur die Zeit; so wirst du schon erblicken die Sonn' der schönsten Freud'. 7. Auf, auf! gieb deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht. 110 8. Jhn, ihn laß thun und walten; er ist ein weiser Fürst, und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath die Sach' hinausgeführet, die dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn, und thun an seinem Theile, als hätt' in seinem Sinner deiner sich begeben, und sollt'st du für und für in Angst und Nöthen schweben, und fragt' er nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst: so wird er dich entbinden, da du's am mindsten gläubst; er wird Ff2 dein 452 Das christliche Leben.com dein Herz erlösen von der befiehlGottdeineSachen. so schweren Last, die duzu keinem Bösen bisher getragen hast. mot In Noth und Pein vertrau' allein auf ihn; er wird's wohl machen. 11. Wohl dir, du Kind der Treue! du trägst den Sieg davon. Blick himmelan, und freue dich deiner Ehrenkron'! Gott giebt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand; und du singst Freudenpsalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach' End', o Herr, mach' Ende mit al ler unsrer Noth! Stärk' unsre müden Hände, und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu' empfohlen seyn! So gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Mel. In dich hab' ich geh. 396. Sei unverzagt, o frommer Christ, der du vom Kreuz belastet bist; 2. Kein Unglück kommt von ungefähr; es kommt von Gott, dem Höchsten, her; der hat es außersehen. Darum ſei still, und, was Gott will, das laß du nur geschehen. 3. Erlöscht' auch aller Sterne Schein, und stürzte selbst der Himmel ein: Gott kann sein Kind nicht hassen. Wer ihn nur liebt, sich ihm ergiebt, den wird er nicht verlassen. 4. Nicht immer währt der Frommen Leid; Gott tröstet nach der Traurigkeit. Er wird dir Freude geben nach deiner Müh', und ist's nicht hie, doch dort im bessern Leben. 5. Hab' immer frommen Heldenmuth! Vertraue Gott; es wird noch gut Vertrauen auf Gott und Ergebung. 453 gut nach aller Tribsal demGotte deines Lebens! werden. Gott ziehet dich durch's Kreuz zu sich, zum Himmel von der Erden. 6. Es haben ja zu aller Zeit die Heiligen in Traurigkeit hier oftmals wandeln müssen; warum willst du denn stets von Ruh' und nichts von Trübsal wissen? In ihm wohnt aller Freuden Fülle; ohn' ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, die täglich hell dir scheint zur Wonne. Gieb dich zufrieden! 7. Bet, hoff und trau' auf deinen Gott in aller deiner Angst und Noth; laß, wie er will, es gehen. Sein Will' ist gut; behalte Muth! du wirst noch Wunder sehen. 2. Wenn auch nicht Einer war auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden, und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Gramen; er weiß die Zeit, es dir zu nehmen. Gieb dich zufrieden! 8. Der du ein Gott des Trostes bist, laß Jeden, der hier traurig ist, doch deinen Trost empfinden. Hilf, den du liebst und prüfend übst, das Leiden überwinden. 397. Gieb dich zu frieden, und sei stille in 3. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen; und was du Keinem darfst erzählen, magst du Gott gar kühnlich sagen. Er ist nicht fern von deiner Hütte, hört bald und gern der Armen Bitte. Gieb dich zufrieden! 4. 454 puds Das christliche Leben.com 4. Laß dich dein Elend lich dem Mangel wehren. nicht bezwingen; halt' an Gieb dich zufrieden! Gott, so wirst du siegen. 7. Sprich nicht: wo Ob alle Fluthen dich um- find' ich Armer Speiſe? ringen, kannst du doch nie hier ist Nichts, um mich unterliegen; denn wenn zu trösten! Denn das du wirst zu hoch beschwe- war immerGottes Weise, ret, hat Gott, dein Fürst, helfen, wenn die Noth dich schon erhöret. Gieb am größten. Wenn du dich zufrieden! und ich ihn nicht mehr spüren, so naht er sich, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden! 5. Was sorgst du für dein armes Leben, wie du's halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt gewähren. Des Höchsten Hand, voll aller Gaben, ist reich, um Land und Meer zu laben. Gieb dich zufrieden! 6. Der allen Vögeln in den Wäldern ihr bescheiden Körnlein schenket, der Kraut und Blumen auf den Feldern alle Tage schmückt und tránket, der wird auch dich, den Eingen, nähren, und våter 8. Verzieht die Hülfe auch sehr lange, endlich wird sie dennoch kommen. Macht dir das Harren oftmals bange, glaub', es dient zu deinem Frommen. Was langsam geht, faßt man gewisser; und was verzieht, ist desto süßer. Gieb dich zufrieden! 9. Es kann und mag nicht anders werden, alle Menschen müssen leiden; was Vertrauen auf Gott und Ergebung. 455 was webt und lebet hier 398. Sollt es gleich auf Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Uns drückt das Kreuz an allen Enden bis in das bisweilen scheinen, als o! so weiß und glaub' ich verließe Gott die Seinen, dies: Gott hilft endlich doch gewiß. Grab; da wird sich's wenden. Gieb dich zu frieden! laff 2. Hülfe, die er auf10. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da der Herr uns wird erlösen; er wird geschoben, hat er drum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, uns retten aus den Ban- hilft er doch, wenn's nöthig ist. den dieses Leibes und vom Bösen. Bald wird der Tod auf schnellen Schwingen aus aller Noth uns sämmtlich bringen. Gieb dich zufrieden! 11. Er wird uns bringen zu den Schaaren der Erwählten und Getreuen, 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die die hier mit Friedenheim- Noth am allergrößten; gefahren, und sich nun im Frieden freuen, da sie, vereint an Lebensbächen, gesinnt. des Ewgen Mund selbst 5. Troß den feindlichen hören sprechen: Gieb Gewalten! Gott, mein dich zufrieden! Schuß, wird mich erhalten. 3. Gleich wie Våter nicht bald geben das, wonach die Kinder streben: so hält Gott auch Maaß und Ziel; er giebt, wem und wann er will. er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich 456 Das christliche Leben. ten. Troß dem schweren Mel. Wer nur den lieben G. Kreuzes- Joch! Gott, 399. Ich lasse Gott mein Vater, lebet noch. in Allem walten; er mach es, wie es ihm gefällt. Ich will ihm gerne stille halten, so lang' ich leb' in dieser Welt. Wie er, mein lieber Gott, es fügt, so ist mein Herz auch wohl vergnügt. 2. Geht's gleich nicht stets nach meinem Wilfall auf mich zu: so weiß len, stürmt gleich ein Unfall auf mich zu: so weiß ich doch mein Herz zu stillen. ,, Gott will es so," das giebt mir Ruh'. Ich bin mit Allem, was er fügt, von ganzem Herzen wohl vergnügt. 3. Ist mir nicht großes Gut beschieden, bin ich 9. Ach Herr, wenn ich nicht reich, noch hochgedich nur habe, acht' ich schäßt: ich bin mit meikeiner andern Gabe. Legt nem Theil zufrieden. man mich auch in das Wenn Andre großes Gut Grab: Gnug, Herr, wenn ergößt- ich bin mit ich dich nur hab'! Wenigem vergnügt, weil Gott 6. Troß der Welt und ihren Knechten, die ohn' Ursach mit mir rechten! Nein, ich fürchte keinen Feind; Gott im Himmel ist mein Freund. 7. Will die Welt mich nimmer leiden, mag sie höhnen mich und neiden. Mag sie Tod und Rache draun: Gott, mein Gott, wird Richter seyn. 8. Will sie mich gleich von sich treiben, muß mir doch der Himmel bleiben. Ist der Himmel mein Gewinn, geb' ich gern daß Andre hin. Vertrauen auf Gott und Ergebung. 457 Gottes Rath. Ich leb in Allem wohl vergnügt, wie mein getreuer Gott es fügt. Gott nicht mehr für mich gefügt. 4. Ich strebe nicht nach hohen Stufen, viel fichrer ist der Mittelstand; wie mich der Höchste hat be- 400. Alles ist an rufen, so folg' ich seiner Gottes Segen und an Gnadenhand; und wie seiner Huld gelegen, über er es mit mir gefügt, so alles Geld und Gut; wer bin ich auch sehr wohl auf Gott die Hoffnung vergnügt. seget, der behält ganz unverletet einen freien Heldenmuth. 5. Will mir des Glückes Sonne lachen? es täuscht mich nicht ihr eitler Schein. Auch laß ich mich nicht zaghaft machen, wenn mir des Unglücks Wetter draun. Ich bin getrost und hoch vergnügt, wie mein getreuer Gott es fügt. 6. Ich steh' in Gottes Hand geschrieben, der selbst mein Haar gezählet hat: drum kann mich keine Noth betrüben; Nichts trifft mich ohne ernähret und so manches 2. Der mich hat bisher Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein. Der mich wunderbar gefüh ret und noch leitet und mein Helfer seyn. regieret, wird forthin 3. Sollt' ich mich be mühn um Sachen, die nur Sorg und Unruh' machen, und doch unbeständig sind? Nein, ich will nach Gütern ringen, die dem Herzen Frieden bringen, 458 pds Das christliche Leben. bringen, wie die Welt Mel. Ju Gott in dem Himmel. 401. Soll ich denn mich täglich kranken, ängstlich an das Künftge denken? Soll ich niemals denn mit Ruh' Nachts die Augen schließen zu? Soll es immer vor mir stehen: ,, Wie wird's einst noch mir ergehen?" da die Sorge nur mich quält, und doch ihres Ziels verfehlt? ihn nicht gewinnt. no 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, wenn es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab' ich seiner Gnad' er geben, und ihm Alles Heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen; es hat Alles seine Zeit. Ich hab' ihm Nichts vorzuschreiben; wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich hier noch långer leben, will ich ihm nicht widerstreben; ich verlasse mich auf ihn. Ist doch Nichts, das lang' bestehet; alles Irdische vergehet, und fährt wie ein Strom dahin. anonira 2. Gott, der mich bisHer erhalten, höret noch nicht auf, zu walten; oder sollt' er jetzt allein seines Waltens müde seyn? Wohl! ich will das Sorgen lassen, und zu ihm Vertrauen fassen; wie er mich auch führen will, meine Seele bleibet still. 3. Bleib'ich stehn auf niedern Stufen, will ich in das Herz mir rufen, daß ich, vieler Sorgen frei, vor dem Sturz gesichert Vertrauen auf Gott und Ergebung. 459 sichert sei. Doch wenn 6. Wird mir Gott GeGott mich wollt' erheben, will ich ihm nicht widerstreben; er wird mir die Kraft verleihn, im Beruf getreu zu seyn. sundheit geben, will ich eifrig danach streben, daß ich fördre mehr und mehr meines Gottes Ruhm und Ehr'. Aber auch in 4. Will die Armuth Krankheitstagen möge meiner Hütten ermit Se Gottes Geist mir sagen, gen überschütten und mit daß solch' herbe Arzenei Gütern dieser Welt, sei mir zum Heile nöthig sei. es ihm auch heimgestellt. 7. Soll ich noch viel Ich will täglich dafür Jahre zählen, mit des Noth mich quakommt doch auch danken, und nur beten, Lebens nicht zu wanken, daß, be- len thört von eitlem Wahn, wohl ich mein Herz nicht hänge dran. 5. Doch ist Armuth mir beschieden, bin ich auch damit zufrieden; denn mein Glaube stehet fest, daß mich Gott drum nicht verläßt. Ich will mancher Tag, da mein Herz sich freuen mag. Aber kam' ich bald hinüber, wär' mir solches desto lieber, weil ich kam' aus aller Noth hin zu meinem Herrn und Gott. 8. Alles sei Gott heimgegeben, Freud' und doch ihm freudig singen Trübsal, Tod und Leund mein täglich Opfer ben; es geschehe, was bringen, bis nach dieser sein Rath über mich bearmen Zeit folgt die reiche schlossen hat. Ich will Ewigkeit. mich nicht langer kränken, sondern — Das christliche Leben. 460 sondern dies allein be4. Giebt er uns nicht denken, daß nach Gottes Alles reichlich und mit Gnadenschluß Christen Alles frommen muß. großemlleberfluß? Seine Lieb' ist unvergleichlich, labend, wie ein Regenguß. Sie beschert, was uns nährt; sind wir solcher Huld wohl werth? 402. Meine Hoff nung stehet feste, fest auf den lebendgen Gott. Er ist mir der Allerbeste, der mir hilft in jeder Noth. Er allein soll es seyn; durch den Glauben ist er mein. 2. Sagt mir, wer kann doch vertrauen auf ein schwaches Menschenkind? wer kann feste Schlösser bauen in die Luft und in den Wind? Nichts besteht; es vergeht, was ihr auf der Erde seht. 3. Aber Gottes Güte währet immer und in Ewigkeit, sie, die Thier' und Menschen nähret, alles Gute uns verleiht. Lust und Ruh' strömt 403. Was Gott thut, das ist wohlgethan; es bleibt gerecht sein Wille. Wie er fångt meine Sachen an, will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu uns zu. O wie gnädig, erhalten; drum laß ich Gott, bist du! ihn nur walten. 5. Dank', o Seele, seiner Treue, die so liebreich sorgt und wacht! Dank ihm, und sei stets auf's Neue froh auf seinen Ruhm bedacht! Groß von Rath, stark von That ist, der dich erschaffen hat. Vertrauen auf Gott und Ergebung. 461 2. Was Gott thut, daß 5. Was Gott thut, ist wohlgethan; sein Wort kann nimmer trügen. Er führet mich auf rechter Bahn; daran laß ich mir gnügen. Trost und Geduld giebt seine Huld. Er wird mein Unglück wenden; es steht in sei nen Händen. das ist wohlgethan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß' ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuletzt ich werd' ergößt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 3. Was Gott thut, daß ist wohlgethan; er wird mich wohl bedenken. Er ist der beste Arzt und kann nicht Gift für Balsam schenken. Ja, seine Treu' ist immer neu; drum will ich auf ihn bauen, und seiner Güte trauen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn gleich Noth und Elend treiben: so wird doch mich Gott väterlich in seinen Armen halten; drum laß' ich ihn nur walten. Mel. Warum sollt ich mich d. 4. Was Gott thut, daß ist wohlgethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen 404. Warum willst kann. Ihm will ich mich du doch für morgen, ergeben in Freud' und armes Herz, Leid; es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. voller Schmerz, wie ein Heide, sorgen? Wozu dient dein täglich Gråmen? Hoff nno auf 462 Das christliche Leben. auf Gott! deine Noth Sieh die Blumen auf den will er von dir nehmen. Auen! Salomo war nicht 2. Gott hat dir geschenkt so herrlich anzuschauen. das Leben, Seel' und Leib; darum bleib' ihm allein ergeben. Er wird 6. Sollte Gott auf dich nicht achten? Ließ er dich jammerlich in der Noth ferner Alles schenken; verschmachten? dich, dem trau' ihm fest! Er verläßt nicht, die an ihn denken. er zum ewgen Leben von dem Thron seinen Sohn gnadenvoll gegeben? 3. Frage nicht: Was wird mich nähren? Gott ist hier! er wird dir Speis' und Trank bescheren. Frage nicht: Wie wird mir's gehen? Solches hat Gottes Rath längst zuvor ersehen. 7. Ach! der Glaube fehlt auf Erden. Wär' er da, müßt' uns ja, was uns noth ist, werden. Wer Gott kann im Glauben fassen, dem fehlt nicht Trost und Licht; Gott wird ihn nicht lassen. 4.Sieh den Vogel auf den Zweigen! Ist er wohl 8. Wer nach seinem sorgenvoll, wer ihm Nah- Reiche trachtet, und sein rung zeigen, was er trin- Wort fort und fort über ken wird und essen? Nein, Alles achtet, wahrlich, o nein! Gott allein hat's den wird heut' und morihm zugemessen.bodgen Gott mit Brodt, 5. Sorgst du, wie du selbst in Noth, väterlich dich sollst kleiden? sorge versorgen. nicht! Jesus spricht: 9. Nun, Herr Jesu, Solches thun die Heiden. meine Freude, meine tun Sonn' Vertrauen auf Gott und Ergebung. 463 Sonn', meine Wonn', Also hat es Gott gefalmeiner Seelen Weide! len! Glaube fest, daß, hilf das beste Theil mir was er thut, alles recht wählen; so wird mir sei, alles gut. sicher hier für den Leib nichts fehlen. 10. Ich will dir mit Freuden danken hier und dort, und hinfort nicht im Glauben wanken. Lob und Preis sei deinem Namen, und dein Heil sei mein Theil nun und ewig! Amen. 3. Halt' an Gott dich, sei getreu! Leiden Gottes Kinder Schmerzen, haben sie dennoch dabei Ruh' und Freudigkeit im Herzen. Nichts besiegt auf dieser Welt einen Sinn, der Gott gefällt. 4. Schicke dich in Gottes Brauch! Christen müssen dulden, hoffen; hat doch deinen Heiland auch manches Ungemach getroffen. O er weiß, wie es dir thut; leide nur mit frohem Muth! Mel. Meinen Jesum laß ich n. 405. Auf, mein Herz, ermuntre dich, überlaß dich Gottes Willen! Bald wird er und våterlich allen deinen Kummer stillen. Jesus kann's; und seine Huld giebt dir mit festem Glauben. Trost und auch Geduld. Jesus ist ja nimmer weit; 5. Kronen folgen auf den Streit; kämpfe nur 2. Heißt er dich die rauhe Bahn schwerer Lei den standhaft wallen: sei gelassen, denke dann: Ende seyn. Niemand kann sein Herz dir rauben. Bete, leide, lebe rein; selig wird dein 406. Das christliche Leben. 1582 wohl hinaus; drum halte an, halt' ein, halt aus! 464 Mel. Wer nur den lieben G. 406. Saltan, mein Mel. Jesus, meine Javers. Herz, in deinem Glauben! Beständigkeit ist Kronen werth. Wer sich 407. Endlich, endlich den Anker låsset rauben, muß es doch mit der Noth der wird im Sturme ein Ende nehmen; endlich leicht versehrt; wer aber bricht das harte Joch; steht, wenn Erd' und Himmel fällt. uns fest an Jesu hålt, der endlich schwindet Angst undGråmen; endlich reift die Thränensaat, und der Tag der Aerndte naht. 2. Halt' ein mit deines Unmuths Klagen! Der Himmel liebet die Geduld; wenn wir die Last ergeben tragen, gewinnen wir des Vaters Huld, da der sich selber nur verleßt, der Gott sich murrend widersetzt. 3. Halt' aus! Die Prüfung währt nicht immer; die Hoffnung sieget ganz gewiß. Auf Sturm folgt heller Sonnenschimmer; der Kreuzweg bringt in's Paradies. Gott führt noch Alles 2. Endlich sieht man Kanaan nach Egyptens Knechtschaft liegen; endlich trifft man Tabor an, wenn der Delberg überstiegen; endlich bricht nach Angst und Pein unsrer Freiheit Tag herein. — 3. Endlich--o du schönes Wort! du kannst alles Kreuz versüßen; wenn der Felsen ist durchbohrt, läßt er Lebensbäche fließen. Nun, mein Herz, drum merke dies: Endlich Vertrauen auf Gott und Ergebung. 465 Endlich, endlich kommt größern Schmerz. Wer gewiß. alnasenit om sich widerseßet, wird nur sinsaugun ambie mehr verlegzet; drum GeMel. Jesu, meine Freude. duld, mein Herz! Wirf ihn hin, den bangen Sinn! Drucket gleich die Last die Schwachen, wohl wird's Gott doch machen. 408. Christ, aus dei nem Herzen banne Sorg' und Schmerzen, schöpfe neuen Muth! Wenn schon Kreuz dich drücket, 4. Du führst Christi Gott ist's, der erquicket; Namen; Christo nachwas er schickt, ist gut. zuahmen, das ist deine Wenn dich Noth rings- Pflicht. Werde nicht erum bedroht, Sorgen stets schüttert, wenn die Erd' mit dir erwachen: wohl erzittert und der Himmel wird's Gott doch machen. bricht. Der steht fest, der 2. Ist der Himmel Gott nicht läßt. Drum trübe, wankt der Freunde laß alle Wetter krachen; Liebe, wird die Last dir wohl wird's Gott doch machen. schwer; stürzt mit jedem Tage eine neue Plage 5. Auf die Wasserüber dich daher: nur Geduld! Des Himmels Huld will in allen Stürmen wachen; wohl wird's Gott doch machen. si wogen folgt ein Regenbogen, und die Sonne blickt. So muß nach dem Weinen hell die Freude scheinen, die das Herz erquickt. Harre sein! wenn Angst und Pein mit dir schlafen, mit dir wachen, G g 3. Ungeduld und Gråmen kann den Schmerz nicht nehmen, macht nur indim wohl -pudDas christliche Leben. 1987 ängstiglich, voll Gram und Ungeduld? Ach stille dich, und denke doch: gen, die des Kreuzes Pla Es lebt ja unser Herr gen in Geduld besiegt. Gott noch! 801 Fest an Gott sich halten, und ihn lassen walten, das macht recht vergnügt. Sieg' als Held! Mag auch die Welt deiner Hoffnung spöttisch lachen, wohl wird's Gott doch machen. 7. Dabei soll's denn bleiben; ich will nie mich sträuben, folgsam will ich seyn. Beides, Tod und Leben, bleibet ihm er geben; ich bin sein, er mein. Was Gott will ich halt ihm still. Drum fag' ich in allen Sachen: Wohl wird's Gott doch machen! 466 wohl wird's Gott doch machen. hi 6. Kronen sollen tra- Mel. Warum betrübst du dich. 409. Mein Herz, warum betrübst du dich, und wallst in mir so Idogt 2. Er lebt, und stirbt auch nimmermehr; drum ist kein Leidens- Joch so schwer, daß er nicht lindern kann. Er prüfet in der bösen Zeit die Hoff nung und Gelassenheit. 3. O wie verkehrt ist unser Sinn! Wir betten uns auf Dornen hin, und könnten, wollten wir nur Gott befehlen unser Thun, so sanft in seinen Armen ruhn. 4. Geht's nicht, wie du dir's vorgestellt, so geht's doch, wie es Gott gefällt; und so geht's immer gut. Zulegt erfährt man durch die That, wie treulich er's gemeinet hat. 5. Fürwahr, nicht eine Zähre ist, die aus den trüben Vertrauen auf Gott und Ergebung. 467 trüben Augen fließt- er9. Du hast ja Gott sieht und zählet sie, und und Gottes Wort, den macht, daß auf den Thrá- theuren Schatz, den starnen- Guß das Licht der ken Hort; bist du denn Freude scheinen muß. nicht vergnügt? Wer sich an diesen Reichthum halt, ist reicher, als die ganze Welt. 10. Der Himmel ist dir zugedacht; Gott hat mit dir den Bund gemacht, dich ewig zu erfreun. So laß der Welt, was ihr gewas Gott beschert. hört, und halt' an dem, 6. Kein Mensch, er sei auch wer er sei, ist von Verdruß und Kummer frei; ein Jeder hat fein Theil. Doch hängt ein großer Trost daran, wenn man in Unschuld leiden kann. le 7. Es schmerzt wohl; doch ergieb dich drein. Geduld muß hier der Balsam seyn, der alle Wunden heilt. Geduld und unverzagter Muth macht endlich alles Böse gut. 8. Was fehlt dir denn, daß du so klagst, und dich mit steten Sorgen plagst? Ist's nicht ein Erdengut? und ist das Zeitliche wohl werth, daß es der Christ so heiß begehrt? 11. Ja, harr' und hoffe fest auf ihn! Die Hoff blühn, der Leib und Seel nung wird voll Segen erfreut. Bald rückt der Alerndtetag heran, da ich ihm fröhlich danken kann. Mel. Wie nach einer Wafferq. 410. Meine Sorgen, Angst und Plagen gehen mit der Zeit zu End'. Alles Seufzen, alles Kla6 g 2 gen, 468 Das christliche Leben. gen, das der Herr am nen, zeigen ihre Dorbesten kennt, wird Gott nenkronen. lob! nicht ewig seyn; 4. Wahrlich, es sind alle Frommen, die des nach dem Regen wird ein Schein von viel tausend Himmels Klarheit sehn, Sonnenblicken meinen matten Geist erquicken. aus viel Trübsal hergekommen; darum siehet man sie stehn vor des Heilands Gnadenthron, kron' und mit Palmen prangend in der Ehrenschön gezieret, weil sie glücklich triumphiret. 5. Darum trage deine Banden, meine Seel, und leide dich. Gott hilft, du wirst nicht zu Schanden; alle Stürme legen sich. Nach dem Blik und Donnerschlag folgt ein angenehmer Tag; auf den Abend folgt der Morgen, und die Freude nach den Sorgen. on Celcom 2. Weinend streu' ich edle Saaten in das Feld auf Hoffnung aus. Ist die Frucht dann wohlge rathen, trägt man sie vergnügt nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei. Nach dem Kämpfen, nach dem Streiten folgen die Erquickungszeiten. SOUPR 3. Unser Weg führt zu den Sternen, ist er gleich mit Nacht umhüllt. Hier mußt du entsagen lernen; dort wird jeder Wunsch gestillt. In die Burg der Ewigkeit dringt kein Pilger ohne Streit; die in Salems Mauern woh1190 Mel. Der Herr ist mein getr. 411.Wie Gott mich führt, so will ich gehn trohn' A Vertrauen auf Gott und Ergebung. 469 ohn' alles eigne Wählen. 4. Wie Gott mich führt, Geschieht, was er mir so bleib' ich treu im Glauaußersehn, wird mir's an ben, Hoffen, Leiden. Keinem fehlen. Wie er Steht er mit seiner Kraft mich führt, so geh' ich mir bei: was kann von mit, und folge treu auf ihm mich scheiden? Ich jedem Schritt in kind- fasse in Geduld mich fest; lichem Vertrauen. was er mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 5. Wie Gott mich führt, so will ich gehn durch Wüsten oder Auen. Hier kann ich nicht sein Antlik sehn; dort werd ich's freudig schauen. Dort feh' ich, daß sein Vaterrath mich treu und wohl geführet hat; dies ſei mein Glaubensanker! 2. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt; ich ruh in seinen Händen. Wie er es schickt und mit mir fügt, er wird's zum Besten wenden. Es sei ihm Alles heimgestellt; er mach' es, wie es ihm gefällt, im Leben oder Sterben. 3. Wie Gott mich führt, ergeb' ich mich in seinen Vaterwillen. Verdunkelt Mel. Wer nur den lieben G. gleich der Himmel fich, sein Rath wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh'er mich an das Licht gebracht; ich bin ja 412.Je größer Kreuz, je näher Himmel. Die rauhe Bahn führt uns zu Gott. Bei lauter Lust und Weltgetümmel vernicht mein eigen.gißt man Ewigkeit und Tod 470 pid Das christliche Leben.ODER Tod. O selig ist der darnach die Sonne schön. Mensch geschäßt, den Das Del vermehrt des Gott in Kreuz und Trüb- Feuers Gluth; das Kreuz sal setzt! giebt uns zur Liebe Muth. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete. Im Regen duften Wald und Au'n. Wenn uns kein Leidenssturm umwehte, vergäßen 2. Je größer Kreuz, je beßre Christen. Gott prüft uns an dem Probestein. Die Alecker wandeln sich in Wüsten, wenn Pflug und Egg' nicht wir, empor zu schaun. dringen ein. Im Feuer Wokámen Davids Psalwird das Gold bewährt, men her, wenn er nicht der Christ durch Trüb- auch versuchet wär'? falsgluth verklärt. num 98610 3. Je größer Kreuz, je stårkrer Glaube.id In Stürmen wird die Eiche fest; die Süßigkeit fließt aus der Traube, wenn erst die Kelter sie gepreßt. Im Kreuze wächset uns der Muth, wie Perlen in der bittern Fluth. 6. Je größer Kreuz, je mehr Verlangen. Im Thale steiget man bergan. Wer durch die Wüste ist gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das arme Herz kommt nicht zur Ruh'; drum fleucht es seiner Heimath zu. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe. Man lernt allein auf Gott zu sehn; und scheint auch oft der 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben. Man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben, es stirbt Himmel trübe, so lacht auf einmal alle Noth. Das Vertrauen auf Gott und Ergebung. 471 Das Kreuz, das unsre Bei dir ist immer Rath Gråber ziert, bezeugt, und That. Dein Wort man habe triumphirt. wird endlich doch erfüllt, dieStunde komme, wann du willt.mobi 8. Je größer Kreuz, je schön're Krone, die Got tes Hand uns beigelegt, und die einmal vor sei nem Throne das Haupt der Ueberwinder trägt. Ach! dieses theure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht't. 9. Gekreuzigter! zu deinem Kreuze laß meinen Blick gerichtet seyn. Daß mich die Ungeduld nicht reize, so pflanz' ein solches Herz mir ein, das Glauben, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Haupt die Krone trågt. 2. Jch bin, mein Gott! in deinen Händen; du weißt am besten, was mir frommt. Ich will mich nach den Bergen wenden, von welchen meine Hülfe kommt. Die Hülfe kommt allein von dir; mein bester Helfer, hilf du mir! ffod 3. Wenn Furcht und Hoffnung in mir streiten, heißt mich der Glaube stille seyn. Ich sehe deine Hand von weiten; die wird mir Trost und Kraft verleihn. Bald werd' ich deinen Rath verstehn und Lust an deiner Gnade sehn.abst asid hin cinste Mel. Mein Jesus lebt, was. 3001 413. Mein Gott, ich wart' auf deine Stunde, 4. Mit Jacob geh' ob sie gleich nicht ge ich dir entgegen; mein schlagen hat. Ich steh' Glaube ringt und kämpft auf diesem festen Grunde: mit dir. Ich laß' dich nicht; 472 and Das christliche Leben.com nicht; gieb mir den Se deiner Kinder Seligkeit. gen, dein Segen ruh' und Auch Widerwärtigkeit bleib' auf mir! Dein Se- wird Segen für Jeden, gen ist's, der mir die welcher dir sich weiht. Nacht zur schönen Mor- Sieht's gleich der blöde genröthe macht. Geist nicht ein, der Außgang wird doch herrlich 5. Nun, deiner All macht will ich trauen, die seyn. I allen Kummer lindern 43. Laß denn mich ſtille kann; auf diesen Felsen will ich bauen. Du hast gesprochen: Ruf mich an! Ich rufe nun, ich hoffe nun; du wirst nach deinem Worte thun. feyn und hoffen, hast du mir Prüfungen bestimmt; dein Vaterherz steht Jedem offen, der seine ZuFlucht zu dir nimmt. Wer still in deiner Fügung ruht, mit dem machst du es immer gut. Mel. Mein Jesus lebt, was. 414. Herr, mache meine Seele stille! Bei 4. Nur du erkennst, o jedem Leiden, das mich kränkt, geschieht doch nur dein weiser Wille, der Alles mir zum Besten lenkt. Dubist's, der Alles ändern kann; und was du thust, ist wohlgethan. 2. Du führst uns selbst auf rauhen Wegen zu ligkeit.n Gott, das Beste; und dies erwählt dein Vaterherz. Mach' mich in diesem Glauben feste; dann überwältigt mich kein Schmerz. Ich duld' ihn mit Gelassenheit; du führst mich ja zur Seplaidino 5. Vertrauen auf Gott und Ergebung. 473 entflohen, wo die Wogen nicht mehr drohen. Meine Hoffnung fehlet nicht; Gott ist meine Zuversicht. 2. Meine Hoffnung grünt dort oben, wo sie immer grünend bleibt; sie hat mich zu Gott erhoben, der die Angst und Qual vertreibt. Ich will 6. Dann årndt' auch gern das Eitle lassen, und ich von meinen Plagen das höchste Gut umdie sel'gen Früchte ewig fassen. Meine Hoffnung ein; dann wird mein Herz fehlet nicht; Gott ist statt aller Klagen voll meine Zuversicht. dies Freud', o Gott, voll all 3. Alles Hoffen und Dankes seyn: Der Herr Verlangen, das nicht hat für mein Heil ge- Gott zum Ziel erwählt, wacht, hat Alles mit mir ist mit Nichtigkeit umwohl gemacht! and fangen, die der Menschen Herzen quält. Es sind Träume nur im Wachen, die der Seele bange machen. do Meine Hoffnung fehlet nicht; Gott ist meine Zuversicht.e 4. Meine Hoffenden Gedanken werden nimmermehr 5. Die Stunde wird doch endlich kommen, da mich vollkommnes Glück erfreut; denn einmal führst du doch die From men zur völligen Zufriedenheit. Und dann wird Jedem offenbar, daß, Gott, dein Rath der beste war. and Mel. Du, o schönes Weltgeb. 415. Ich bin ruhig und zufrieden; alle Traurigkeit vergeht. Alle Sorgen sind geschieden, weil mein Schiff im Hafen steht, wo ich jedem Sturm Ho 474 pind Das christliche Leben. R mehr zu Spott. Meine 2. Wie thöricht ist's, Hoffnung kann nicht gleich blinden Heiden der wanken; meine Hoffnung eitlenSorg' ergeben seyn! ruht in Gott. Meine Hoff Du kannst ja diesen Kumnung hat die Stunden mer meiden; dring' nur ihrer Freudigkeit gefun- in Gottes Herz hinein. den. Meine Hoffnung Da wird das Sorgen sich fehlet nicht; Gott ist verlieren, dein Herz die meine Zuversicht. sad sanfte Stille ſpüren, wenn Christi Huld sich dir verklärt, die schon von Ewigkeit geglühet und sich um unser Heil bemühet, und die auch ewig, ewig währt. 416. Wie Die gut ist's doch, in Gottes Armen so forglos als ein Kindlein ruhn, und an der Vater brust erwarmen ohn' alle 3. Was sorgest du doch Furcht und Alengstlich für dein Leben? Was thun! O Seele, laß sorgest du für Trank und dein banges Sorgen! Speis'? Er, der das Erste Der heute lebt, der lebt hat gegeben, giebt auch auch morgen; sein Herz das Andre deinem Fleiß. ist immer gleich gesinnt. Ein Vöglein, welches Gott ist ein Freund, Gotternähret, das nichts getreu im Lieben, dein von Sorg' und Müh' erNam' im Himmel an fähret, beschämt dich, geschrieben, wo Sorg' der Gott nicht vertraut. und Schmerz vorüber Ist's möglich, daß dein find.inbasur Brind Glaubens wanket, und ២០១៥ft chaleto Gott Mel. Wie wohl ist mir, o Sr. no Vertrauen auf Gott und Ergebung. 475 6. So ruh' denn 091013 dril T Gott nicht unaufhörlich sein denkt, und das, was danket für das, was er ihm unmöglich scheinet, von ferne schaut? idi eh' er's gehoffet und ge4. Das kleinste Blüm- meinet, zum höchst erchen auf den Auen ist dir wünschten Ende lenkt! ein Spiegel seiner Macht; es ist viel schöner anzu- ohne Sorg' und Grämen 1950 schauen, als Salomo in nur ferner in der Liebe seiner Pracht. Thut dies Schooß! Laß deinen munGott an einer Blume, Glauben dir nicht nehso stehet fest zu seinem men, und acht' es für dein Ruhme, daß er auch dein bestes Loos: Gott hat Begehren stillt. Du hast in Christo mich erwählet den schönsten Schmuck und meine Seufzer längst gewonnen, weil Gott als gezählet; er ist's, der Kind dich angenommen, meine Schritte mißt. und dich mit seinem Geist Gott, der mein Leiden erfüllt. abgewogen, und dessen Führung nie betrogen, kurzen Lebens sind ja Gott ist's, der meiner nicht vieler Sorge werth. nicht vergißt. nonisse 5. Die Güter dieses Dein banges Sorgen ist vergebens; nur Eins ist Mel. Gwelt, ich muß dich. no ale mis nad 170 noth, wie Christus lehrt. 417. Komm, Herz, Wie mancher quälet sein Gemüthe, da doch des höchsten Vaters Güte schon selber an sein Wohlund lerne schauen auf die, die Gott vertrauen; schau', wie es um sie steht. Ach siehe doch die Wege, die 476 pandop Das christliche Leben.omne die wunderbaren Stege, 5. Sie sind zerbrochne die Gott mit ſeinen Kin- Halme, und blühn doch dern geht. Hadse wie die Palme. Sie sind 2. Sie sind die Hoch- voll Bangigkeit; es muß geliebten, und doch die sich oft voll Zittern ihr Hochbetrübten; sie sind ganzes Herz erschüttern, und stehen doch beherzt den Aermsten gleich. Sie im Streit. In( trinch) flehn oft um Erbarmen 66. Wie geht es dem mit Lazarus, dem Armen, Getraide? dem Gräslein und erben doch das auf der Weide? Manch Himmelreich. Wetter bricht herein; der Regen drückt es nieder; der Wind erhebt es wieder, und darauf folgt der Sonnenschein.dia du sd 3. Gott züchtigt sie als Sünder, und liebt sie doch als Kinder. Er macht sie voller Schmerz: er schlägt zu manchen Stunden in ihre Seele Wunden, und heilt doch ihr zerschlagnes Herz. 4. Sie glänzen wie die Sterne, und stehn doch 7. So hält's Gott mit den Seinen; sie gehen hin und weinen, wenn sie im Kreuze stehn. Das Herz ist voller Sehnen, die Augen sind vollThränen; oft von ferne als ohne doch auf den Regen Glanz und Schein. Sie wächst es schön. mon gehn im finstern Thale, 8. Nun, Vater, das und sollen doch im Saale gewähre! Hilf mir verdes Himmels lauterSon- traun und lehre mich nen seyn. bod codeine Himmelsbahn. Ja, sid Herr, Vertrauen auf Gott und Ergebung. 477 Herr, wohl wirst du's kannst, du willst, du wirst machen in allen meinen es thun. Dein theures Sachen; was du thust, Wort verheißt mir dies; das ist wohlgethan! was du versprichst, erdi folgt gewiß. Mel. Mein Jesus lebt, was. MISIN 4. Lebst du, mein Gott: was darf ich zagen? Sorgst du für mich: was trag' ich Leid? Ich darf bei jeder Blume fragen: Von wessen Hand hat sie ihr Kleid? Sorgst du für sie so mildiglich, so sorgst du ja viel mehr für mich. 418. Mein Gott, bei dir ist alle Fülle; bei mir ist nichts als Dürftigkeit. In dir ist meine Seele stille; in mir empfind' ich Herzeleid. In mir bin ich den Aermsten gleich; in dir hab' ich ein Himmelreich. 2. Du siehest alles, was mir fehlet; du siehst es, und es jammert dich; eh' ich mein Leid dir noch er zählet, erbarmst du dich schon über mich. Du den kest, eh' ich rufe, mein; wie sollt' ich dir nicht stille seyn? 3. Dir überlaß ich 6. So geh' es denn mir, meine Sachen; in deinem wie es gehe; ich halte still Willen will ich ruhn. und ruh' in dir. Ich sik', Du kannst mich reich ich liege oder stehe, so an Segen machen; du wachst du immer über mir. todas 5. Du liebst mich, Vater, mit der Liebe, womit du deinen Sohn geliebt; dies macht, ist Alles noch so trübe, mein Herz doch Poda froh und unbetrübt. In prax deiner Liebe treff' ich an, was alle Welt nicht geben kann. ig Sa 7719 478 podig Das christliche Leben. mir. Drum denk ich, Thränen ein himmlisch drückt mich gleich das Sehnen.llombos Joch: Lebt doch mein 4.Oseid gesegnet mir, Gott und Vater noch! ihr, sel'ge Schmerzen! plo Dies Sehnen wecket ihr Mel. Wend ab deinen Jorn. in meinem Herzen; der 419. Der Weg ist Geist empfindet, mag der gut, der durch das Leiden Leib ermüden, des Himführet. Man findet Gott, mels Frieden. wenn man sich selbst ver- 5. Dann wird den lieret. Gefahr und Noth Seelen, die mit Gott treibt die beherztenStrei verbunden, nichts mehr ter beständig weiter. zu schwer; sie sehn in Leidensstunden nur lauter segensvolle leichte Wege, nur Liebesschläge. 6. So wird das Gold von Schlacken mehr gereinigt, das Herz mit Gott noch inniger vereinigt; die ihm ergebne stille Glaubenstreue stärkt sich auf's Neue. 7. Und wenn auch Finsterniß den Sinn umdunkelt, erweckt das Kleinod, das von oben funkelt, auf's Neu' den Muth; die 2. Gott, welcher stets nach Lieb' und Weisheit handelt, macht, daß der Mensch durch rauhe Wege wandelt, wenn sein Gemüth das Glück in guten Tagen nicht weiß zu tragen. 6th 3. Gott zieht von die ser Erde nicht'gen Freuden den schwachen Geist zurück durch harte Lei den; er selbst erweckt bei Seufzern, Schmerz und Vertrauen auf Gott und Ergebung. 479 die Hoffnung sammt dem will ich mein Glück erGlauben läßt sich nicht bauen, und dem, der mich rauben.hup him erschaffen hat, mit ganzer 1918. Ja, solltest du auch, Seele trauen. Er, der ohne dein Verschulden, die Welt allmächtig hält, um Jesu willen Schmach wird mich in meinen Taund Tod erdulden: das gen als Gott und Vater Glück ist groß; nah' ist tragen. dir Gottes Gnade auf 2. Er sah von aller diesem Pfade. 9. Ihn ist der Herr des Lebens selbst gegangen; wer mit ihm duldet, wird die Kron' empfangen. Der Herr wird, die ihm Alles hingegeben, zu sich erheben. is Ewigkeit, wie viel mir nüßen würde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz, der zudes Glaubens Ehre nicht zu besiegen ware? 3. Er kennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh' ich's bat, gewährt, wenn's seine Weisheit litte. Er sorgt für mich recht väterlich. Nicht was ich mir ersehe, was Gott beschließt, geschehe! 10. Blick auf die Wolke der verklärten Zeugen, die jetzt vor Jesu Thron die Palmen neigen! Was führte sie zur Fülle jener Freuden? Der Weg der Leiden. Mel. Was Gott thut, das ist. Goit tbut, das 420. Auf Gott, und nicht auf meinen Rath, 4. Ist nicht ein ungestórtes Glück weit schwerer 480 pund Das christliche Leben. E rer oft zu tragen, als Mel. Gwelt, ich muß dich. selbst das widrige Ge- 421. Was ist's, daß schick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Noth hebt einst der Tod; und Ehre, Glück und Habe verläßt uns doch im Grabe. ampon 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, läßt Gott es Keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Reichthum, Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trubsal auch versüßen.119.8 ich mich quale? Harr Gottes, meine Seele! harr' und sei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nüßet; Gott weiß es, und Gott schüßzet; er schüßzet den, der nach ihm fragt. 2. Erzählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh' ich die Welt noch sah. Eh' ich mich selbst noch kannte, eh' ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hülfe nah'. 16. Was ist des Lebens Herrlichkeit? wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? wie bald ist's überwun den! Hofft auf den Herrn! er hilft uns gern; seid fröhlich, ihr Gerechten! Der Herr hilft sei 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem Gott nicht verborgen, der Allles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, war's auch die größte Last der Welt. http 4. Ich lebe nicht auf Erden, ganz glücklich hier zu werden; die Lust der nen Knechten.tion Welt vergeht. Ich lebe hier, Vertrauen auf Gott und Ergebung. 481 hier, im Segen den Mel. Gwelt, ich muß dich. Grund zum Glück zu 422. Ich hab' in legen, das ewig, wie mein guten Stunden des LeGeist, besteht. pli bens Glück empfunden Do 5. Was dieses Glück und Freuden ohne Zahl. vermehret, sei mir von So will ich denn gelassen dir gewähret; Gott! du mich auch im Leiden gewährst es gern. Was fassen; welch Leben hat dieses Glück verleßet, nicht seine Qual? im wenn's alle Welt auch 2. Ja, Herr, ich bin ein schäßzet, das bleibe, Gott, Sünder; und stets strafft mir ewig fern.dudu gelinder, als es der 6. Sind auch der Krankheit Plagen, der Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott: so harr' ich, und bin stille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur gescheh', o Gott! 87. Du bist der Müden Stärke; und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn du mich willst bewahren? und du, mein Gott, bewahrest mich. sd Mensch verdient. Sollt' ich, beschwert von Schulden, kein zeitlich Weh'erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh', mein Leben mehr lieben als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen, und nicht auf Menschen bauen; du hilfft und du errettest gern.n 4. Laß mich nur Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und beSh reun. 482 andDas christliche Leben.ms&? reun. Jetzt hat mein Geist die wir so oft vergessen, noch Kräfte; sein Heil täglich ermessen. d laß mein Geschäfte, dein 2. Ich bin ein Gast und Wort mir Trost und Leben seyn. on Pilger auf der Erden; nicht hier, erst dort soll ich ganz glücklich werden. Und was sind gegen euch, ihr ewgen Freuden, dieser Zeit Leiden? 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau' ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Noth. 3. Wenn ich nur nicht mein Elend selbst verschulde; wenn ich als Christi Jünger leid' und dulde: so kann ich mich der Hülfe der Erlösten sicher getrösten. 4. Ich bin ein Mensch, und Leiden müssen krånken; doch in der Noth an seinen Schöpfer denken und ihm vertraun, dies stärket unsre Herzen mitten in Schmerzen. 5. Schau über dich! wer trägt der Himmel Heere? Merk' auf! wer spricht: Bis hieher! zu dig. Laß mich die Pflicht, dem Meere? Ist er nicht auch 6. Ich will dem Kummer wehren, dich durch Geduld verehren, im Glauben zu dir flehn; ich will den Tod bedenken. Du, Herr, wirst Alles lenken; und was mir gut ist, wird geschehn. Mel. Wend ab deinen Jorn. 423. Ein Herz, o Gott, in Leid und Kreuz geduldig, das bin ich dir und meinem Heile schul Vertrauen auf Gott und Ergebung. 483 auch dein Helfer und stet sich, der Gott nur Berather, ewig dein schwach erkennt; für eiVater? llonen Christen ziemt sich's nicht, der Abba, lieber Vater! spricht. us and 2. Herz, willst du nicht auf ihn vertraun? Wer sieht den SperlingScheuren baun? Er sa't und årndtet nicht; und doch wird ihm von Gottes Hand sein Futter täglich zugewandt. vopot 3. Du siehst ja wohl, wie wunderschön die Blumen auf den Wiesen stehn. Wer hat sie so geschmückt? Nicht Menschenhand hat es gethan; Gott selbst zog sie so prächtig an. 4. Kein Königsmantel schimmert so; auch selbst der reiche Salomo trug keine solche Pracht. Ein 424. Mein Herz, Blümchen übertrifft ihn Mel. Warum betrübst du dich. warum betrübst du dich? weit in aller seiner Herrlichkeit. Ein Heide gråmt und ång393 Hh2 6. Willst du so viel, als der Allweise, wissen? Jegt weißt du nicht, warum du leiden müssen; allein du wirst, was seine Wege waren, nachmals erfahren. 7. Er züchtigt uns, da mit wir zu ihm nahen, die Heiligung des Geistes zu empfahen, und mit dem Trost der Hülfe, die wir merken, Andre zu stärken. 8. Das Kreuz des Herrn wirkt Weisheit und Erfahrung; Erfahrung giebt dem Glauben Muth und Nahrung. Ein starkes Herz steht in der Noth noch feste. Ho Hoffe das Beste! 5. 484 puds Das christliche Leben. 5. Du bist ja mehr als Alles das, mehr als ein Vogel, mehr als Gras; bedenke deinen Werth, daß du ein Mensch, daß du ein Christ, daß du des Himmels Erbe bist! 6. Gotthat dich je und je geliebt; er, der dir Trank und Speise giebt, hat mehr an dir gethan, da er den eingen Sohn sogar für dich zu geben willig war. 7. Er hat direidlich zu gesagt, daß er, wenn dich ein Kummer plagt, dich nicht verlassen will. Und dieses Wort steht felsenfest, wenn dich die ganze Welt verläßt. ging 8. Wohlan, mein Herz, gieb dich zur Ruh'! Gott theilt gewiß dir alles zu, was er für gut erkennt. Der größte Mangel wird zuletzt durch Arbeit und Gebet ersetzt. 9. Nun, weil ich deß versichert bin, so werf' ich allen Kummer hin, der Christen nicht geziemt, und bin vielmehr auf das bedacht, was mich gerecht und selig macht.disl nur 10. Bin ich an meiner Seele reich, so gilt mir alles Andre gleich. Herr, mach' es, wie du willst! Gieb viel, gieb wenig, was es sei- ein gut Gewissen nur dabei! e Mel. Gwelt, ich muß dich. 425. Was sollt ich ängstlich klagen und in der Noth verzagen? Der Höchste sorgt für mich. Er ſorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohlsein fehle. Genug zum Trost, mein Herz, fürdich! .chic 2. Was nüßt es, heidnisch sorgen, und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer sehn? Du, Vater Vertrauen auf Gott und Ergebung. 485 6. Der du mir hier im Leben schon größres Heil gegeben, mir deinen Sohn Wohlergehn.ch geschenkt, du wirſt mir 3. Auf deine Weisheit Alles schenken, und mir ter meiner Tage, weißt, eh' ich's dir noch sage, mein Leid und auch mein schauen und deinerGnade zum Besten lenken, was trauen, das, Herr, ist meinen Geist betrübt und krankt. i 20 nijed meine Pflicht. Ich will sie treulich üben, und 7. Duführest, Herr, die kindlich stets dich lieben; denn du versäumst die Deinen nicht. hip Deinen nicht so, wie sie es meynen, doch stets nach weisem Rath. Ist mir die Aussicht trübe, so leuchtet deine Liebe mir auf des LebensdunklemPfad. 4. Der du die Blumen kleidest und alle Thiere weidest, du Schöpfer der Natur, siehst alles, was mir fehlet. Drum, Seele, was dich qualet, befiehl dem Herrn, und glaube nur! door udsin 5. Wenn meine Augen thrånen und sich nach Hülfe sehnen: so klag' ich's dir, dem Herrn. 9. Dort bei der FromDir, Vater, dir befehle men Schaaren, dort ich jeden Wunsch der werd' ich es erfahren, wie Seele; du hörst, du hilfst, gut du mich geführt. du ſegnest gern. Nach überstandnen Leilanden 1111907 8. Wenn ich hier Tiefen sehe, und es nicht ganz verstehe, was du mit mir gethan, kann ich doch deß mich trösten: Einst nimmst du mich Erlösten nach kurzer Schmach zu Ehren an. n mellaama 486 und Das christliche Leben.1758 den bring' ich dir dann giebt, doch deinen Trost mit Freuden den Dank, genießen. Des Frommen der ewig dir gebührt. Herz wird frei von Schmerz; derSünder eitles Dichten wird einst dein Rath vernichten. meine Zuversicht, mein 4. Drum hoff', o Seele, bester Trost im Leben. Dem fehlt es nie an Heil und Licht, der sich dir, Herr, ergeben. Du bist sein Gott; auf deinGebot wird seine Seele stille, und ihm genügt dein Wille. hoff' auf Gott! Der Thoren Trost verschwindet, wenn der Gerechte in der Noth Ruh' und Erquickung findet. Wenn Jener fällt, ist er ein Held; er steht, wo Jene zittern, ein Fels in Ungewittern. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke; die Augen, welche auf dich schaun, sehn deine wen Wunderwerke. Herr, groß von Rath und stark von That, mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 13. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet. Weh denen, die zu Menschen fliehn! weh' dem, der von Gott weichet! Dein Heiland starb; er, er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel.id& vic C 6. Sei unbewegt, wenn um dich her sich Ungewitihn, wenn ihn Noth um ter sammeln! Gott hilft, Hed wenn Mel. Was Gott thut, das ist. a Gottbut, das 426. Du, Herr, bist Vertrauen auf Gott und Ergebung. 487 wenn Christen freuden- Mel. Der Herr ist mein getr. leer zu ihm um Gnade 427. Wenn gleich stammeln. Die Zeit der aus dunkler Mitternacht Qual, der Thränen Zahl Gewitter um mich blißen, zählt er; er wägt die doch zag' ich nicht: mein Schmerzen, und wälzt sie Vater wacht; er wacht, von dem Herzen. mich zu beschüßen. Die Güte, die mich werden hieß, die den Bedrängten nie verließ, wird mich auch nicht verlassen. Indi 7. Herr, du bist meine Zuversicht! auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Wohl gebricht, wenn ich mich ſorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz auf dich, Allmächtiger, verlassen, und sich im Kummer faffen? 2. Sein Auge schaut auf meinenSchmerz; und seine Blicke zählen die Sorgen, die mein armes Herz mit Angst und Kummer quälen. Er fandte mir das Leiden zu, daß nicht mein Herz in stolzer Ruh' des Ewigen vergesse. 16 1992 8. In deine Hand be fehl' ich mich, mein Wohl sein und mein Leben. Mein hoffend Auge blickt 3. Gesegnet sind die Leiauf dich; dir will ich den mir, die mich der Welt mich ergeben. Sei du entziehen, mich lehren, mein Gott, und einst im Gott, allein zu dir nach Tod mein Fels, auf den Trost und Hülfe fliehen. ich traue, bis ich dein Ich weiß, einst bringst du Antlik schaue! then an meinem Blick der Sonne sanftes 488 pud Das christliche Leben.982 sanftes Licht zurück, das Vater, der mich liebt. Das jetzt sich mir verhüllet. Den Heiland werd' ich 4. Wie will ich dann, men ihn erhöhen durch alle Ewigkeit. sehen, der mich vom von Schmerz befreit, Fluch befreit, mit PsalHerr, deine Huld erheben! wie freudig dir selbst für das Leid Lob, Preis und Ehre geben! Wohl denen, die dem Herrn vertraun, die ihre Hoffnung auf ihn baun! nie werden sie zu Schanden. SAC 3. Der Herr ist mein Vertrauen. Sein Recht ist meine Lust. Ein Heiligall thum ihm bauen will ich in meiner Brust. Der use but Herr wird gnädig hören auf meiner Seele Flehn, und Stärke mir gewäh ren, auf seinem Pfad zu gehn. dunarisma Mel. Valet will ich dir geben. 428. Der Herr ist mein Vertrauen, mein Retter in der Noth. Kein Leid erweckt mir Grauen. Mel. Herzlich thut mich verl. 429. Christ, alles, Dich fürcht' ich nicht, o Tod! Du draust mit zorn'gem Winke; doch fühl' ich keinen Harm. Ich weiß, wohin ich sinke, sink' ich in Gottes Arm. was dich krånket, befiehl getrost dem Herrn. Er, der die Himmel lenket, ist auch von dir nicht fern. Erwach' aus deinem Schlummer, zu Gott erhebe dich! Er siehet deinen Kummer und liebt 2. Der Herr ist mein Vertrauen, ein Gott, der gern vergiebt. Ich werd, ich werd ihn schauen, den noch väterlich aims 897100) 1002. Vertrauen auf Gott und Ergebung. 489 2. Sind's Sünden, die sinken; dein Schirm und dich schmerzen? Ja, fühle Schild ist er. nisi od deineSchuld. Doch trau' 5. Gott zählet deine von ganzem Herzen auf deines Mittlers Huld. Zur wahren Ruhe führet die Reu', die Gott gefällt; allein den Tod gebieret die Traurigkeit der Welt. dbs spok 3. Trau' Gott, nicht Zähren, und wird, was gut ist, gern auch deinem Wunsch gewähren. Sei stille vor dem Herrn! Er ist ein Hort der Frommen; hoff' unverzagt auf ihn! denn seine Zeit wird kommen, und deine deinen Schlüssen, die Wohlfahrt blühn. hin Wahl des Besten zu. Sprich, wer wird's besser wissen, dein Schöpfer, oder du? Der Gott, auf dessen Segen dein ganzes Wohl beruht, ist stets in ſeinen Wegen hochheilig, weis und gut. 6. Ergieb dich ihm mit Freuden, der stets dein Bater ist; auch in der Nacht der Leiden sei stark im Herrn, sei Christ, und den Trost der Ewigkeitdann ergreif' im Glauben wer kann dir diesen rauben? der allen Gram zerstreut. acompiminut 104. Es mag die Hölle wüthen! Umsonst empört sie sich, wenn er dich will 7. Sei froh, dein Gott behüten; und er behütet dich. Wer gleicht ihm? Seinen Winken gehorchen Erd'll und Meer. Laß deinen Muth nicht tenie regieret! Sein Rath ist wunderbar; einst wirst du überführet, daß er der beste war. Dudenkst wohl unterdessen: Der Herrerbarmt 490 pund Das christliche Leben. barmt sich nicht; der Herr und den Lauf von meinen hat mein vergessen! Doch höre, was er spricht: 88. ,, Ist auch der Müt ter eine, die ihres Sohns vergißt?" Denk' an dies Wort, und weine die Freudenthran', o Chrift! - ,, Und könnt' ihn sie vergessen, will ich doch deiner nicht, ich deiner auch Freude, Heil und nicht vergessen!"- Der Glück. Sag', ob Gott Herr ist's, der es spricht. nicht immerdar weise, mild:: und hülfreich Jahren lenket täglich seine Hand. Nichts geschieht von ohngefähr! Alles kommt: von oben her. 198 3.Zähl', o Seele, deine Tage bis auf die Geburt zurück; zähle Kummer, Müh' und Plage; zähl' Lagun war.:/: - Mel. Jesus, Jesus, nichts als. 430. Weicht und quålt mich nicht, ihr Sorgen! Mein Versorgerlebt und wacht. Wahrlich, ihm ist nichts verborgen, was den Christen traurig macht. Was der Herr beschließt und thut, ehret ihn:,: und ist mir gut. ingraduitor 2. Eh' noch Erd' und Himmel waren, warmein 4. Widme Gott dein Thun und Leben, trau' auf ihn, und sorge nicht! Er ist Vater; er wird geben, was zum Leben dir gebricht. Geh' getrost zu ihm und sprich: Gott, du kennst:,: und liebest mich.:, 3% doir 5. Bet' und ſei nicht wankelmüthig, nicht des Meeres Wellen gleich. Schicksal ihm bekannt; Sei getrost, denn er ist gütig; 20 Vertrauen auf Gott und Ergebung. 491 gütig; bist du dürftig, er Kampf, ein rastlos Streist reich. Fürchte nichts; ben nach Ruhe für den denn der weiß Rath, der Geist. In Hoffnung, zu auch Kraft:,: zu helfen erlangen, was uns die hat.:: msdish Welt verspricht, sehn wir 6. Vater, ewig reich an uns hintergangen, und Gaben, mächtigerRegent sehn die Ruhe nicht. der Welt, täglich bet' ich: 3. Bei dir, du Gott der Laß mich haben, laß mich thun, was dir gefällt! Du bleibst meine Zuversicht! Sorgen, weicht, und quält mich nicht!:,: Mel. Ich dank dir, lieber lieber 2 431. Ich bin in die zufrieden, Herr, meine Zuversicht! Hier ist mir 4. Ein Joseph ist vernichts beschieden, was lassen, wie es vor Menwahres Glück verspricht. schen scheint; doch wenn Wohin ich mich nur ihn Brüder hassen, ist wende, ist Arbeit, Müh' Gott, der Herr, sein und Streit; und Alles Freund. Der Glaube nimmt ein Ende, was giebt uns Leben, den auf der Welt erfreut. frommen Hiobs- Sinn: Gnaden, ist, was mein Herz erquickt. Das ist doch nichts als Schaden, was außer dir beglückt. Wer dich besigt und liebet, der kann gelassen seyn. Wenn Noth und Kreuz ihn über, kommst du, ihn zu erfreun. . 2. Was ist das långste ,, Der Herr hat es geLeben, wenn's noch so geben, der Herr nehm' es köstlich heißt? Ein auch hin." vidion und misd 5. 492 pudDas christliche Leben.se? 975. Wird meiner Seele 3. Wir streben oft nach bange, wenn Gott zu Dingen, die, wenn wir schlafen scheint; ruf ich: sie erringen, sogar zur D Herr, wie lange? Last uns sind. Ein dann, dann erwacht mein Schein, der uns bethöret Freund. Ein Wort stillt und unsern Stolz nur Wind und Meere, stillt nähret, macht uns für meines Herzens Pein. Ach beßre Güter blind.d treuer Heiland, lehre mich 4. Dein Wille sei mein stark im Glauben seyn! 1190 arbin thad Mel. Dir dank ich für mein. 200 432. Auf deine Weisheit bauen, auf deine Güte trauen, daß, Gott, giebt Trost und Muth. Du führest selbst durch Leiden zu wahren, sichern Freuden; denn alles, was du thust, ist gut. bsch 2. Vor dir ist Nichts verborgen; was sollt' ich ängstlich sorgen, da du mein Vater bist? Du gabst mir, Gott, das Leben; du wirst auch alles geben, was mir zum Leben nöthig ist. d thus Wille! laß mich in heilger Stille mich deiner Führung freun. Es müsse, Herr, mir Armen dein Beistand, dein Er190311 TAG ODE barmen stets mehr als aller Reichthum seyn. 5. Erleichtre meine Leiden durch deines Geistes Freuden, durch Muth und Hoffnung& mir. Beugt mich die Last von Schmerzen, so sprich zu meinem Herzen: Ich, dein Erretter, helfe dir! 6. Was soll ich mich betrüben? Den Menschen, die dich lieben, muß Alles Segen seyn. Ich bin ja dein Vertrauen auf Gott und Ergebung. 493 dein Erlöster; sonst hab' Er weiß den Kummer, ich keinen Tröster und der dich quält; und geben keinen Schuß, als dich kann er, was dir fehlt. allein. 5. Wie oft, Herr, weint' ich, und wie oft half deine Hand mir unverhofft! Oft jammert' ich untröstbar heut'; und morgen war ich schon erfreut. 6. Oft sah ich keinen Ausgang mehr; dann weint' ich laut und klagte sehr: Ach schaust du, Gott, mein Elend nicht? verbirgst du gar dein Angesicht? TOT sionalble Mel.wo Gott zum Haus nicht. 433. Von dir, o Vater, nimmt mein Herz Glück, Unglück, Freude oder Schmerz, von dir, der nichts als lieben kann, voll Dank und voll Verle trauen an. 2. Nur du, der du allweise bist, nur du weißt, was mir heilsam ist; nur du siehst, was mir jedes 7. Dann hörtest du, o Leid für Heil bringt in der Ewigkeit. Herr, mein Flehn, und eiltest bald mir beizustehn. Du öffnetest mein Auge mir; ich sah mein Glück, und dankte dir. Anit 3. Ist Alles dunkel um mich her, die Seele müd' und freudenleer: bist du doch meine Zuversicht, und in der Nacht, o Gott, mein Licht. den 8. Sagt's, Alle, die Gott je geprüft, die ihr zu ihm um Hülfe rieft; 4. Verzage, Herz, ver- sagt's, Fromme, wann er zage nie! Gott legt die das Gebet geduldig LeiLast auf; Gott kennt sie. dender verschmäht? 9. pds Das christliche Leben. 1983 9. Die Stunde kommt seyn. Dies laß dein sorfrüh oder spåt, wo Dank gend Herz erfreun! und Freud' aus Leid entsteht, wo Pein, die Stunden nur gewährt, in Freu- 434. Ach! wie ist Souillo denjahre sich verkehrt. der Menschen Liebe so veränderlich, so kalt! ner Leiden Lohn vielleicht Wie erstirbt sie doch so in diesem Leben schon; vielleicht, daß, eh' du aus geweint, dir Gott mit seiner Hülf erscheint.is bald! Seßze nie auf dieſe Liebe, die nicht hält, was sie verspricht, Seele, deine Zuversicht! lao 11. Schau' deinen Heiland glaubig an! Wenn Niemand dich erquicken kann: so schütte du in seinen Schooß dein Herz aus; seine Huld ist groß. 2. Aber deiner Liebe trauen, Höchster, das gereuet nie; denn ein starker Fels ist sie. Die auf diesen Felsen bauen, wohnen unverlegt, und sehn ruhig selbst die Welt vergehn. 12. Einst hat auch er, der Menschenfreund, im Thränenthale hier ge 3. Täglich sag' ich's weint. Auf deine Thranen giebt er Acht; und dir zu helfen hat er Macht. meiner Seele: Gott liebt ewig! seine Treu' wird mit jedem Morgen neu! 13. Und helfen will er, Jhn, den Ewigen, erzweifle nicht! Er hält ge- wähle dir zum Freund, treu, was er verspricht, undjauchze dann, daß kein du sollest nicht verlassen Feind dir schaden kann! .e 4. 494 10. Du ärndtest deiMel. Ach was soll ich Sünder. Ich was Vertrauen auf Gott und Ergebung. 495 4. Und ich will auch müßt! Allen Trost laß dich erwählen, Vater; ich mir verschwinden, bis ich will dir allein, ganz dir wieder flieh' zu dir; und mein Vertrauen weihn. dann, Vater, hilf dumir! Aber ach! die Kräfte feh: len meinem Vorsatz; bald vergißt Fleisch und Blut, wie treu du bist.is 155. Plößlich überfällt mich wieder Sorge der Vergänglichkeit, irdisch Hoffen, irdisch Leid. Und dann sink' ich muthlos nieder, suche nur bei Men8. Der du deiner Kinder Flehen, Gott, mein Gott, so gern erhörst, und sie selbst auch flehen lehrst, laß mich fest im Glauben stehen, und erfahren, wie so treu deine Vaterliebe sei! schen Ruh'; und mein Helfer wärst doch du! 6. Ach vergieb mir, der im Staube dieses Leibes dich noch nicht, Gott, erkennt von Angesicht! Ach vergieb mir, daß mein Glaube hier noch wankt, und sich nicht fest, wie er sollt', auf dich verläßt! und sisen 7. Täglich laß es mich empfinden, wenn mein Herz auf sie sich stüßt, daß nicht Menschenhülfe Iommic Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. 435. Gottes Wille, Gottes Rath muß auch meinen Willen lenken. Er, der mich erschaffen hat, kann mich, sein Geschöpf, nicht kränken. Wenn er nimmt und wenn er giebt, ist er Vater, der mich liebt. 2. Willig folg'ich, wie er will, führt er gleich durch rauhe Wege. Ohne Murren halt' ich still, treffen gleich mich seine Schläge; guds Das christliche Leben. Schläge; denn er hat noch stets gethan, was mein Heil befördern kann. 3. Wahr und heilig ist sein Wort; was er zu sagt, wird er halten. Ihn allein, den treuen Hort, laß' ich über Alles walten. 6. Wein' ich oft vergebens hier; trügt mich oft mein irdisch Hoffen: nur Geduld! einst stehet mir jenes Buch der Vorsicht offen. Dort seh' ich, wie wunderbar Gottes weise Führung war. Wer sich seiner Hülfe 7. Alle Leiden dieser freut, schmeckt auch seine Freundlichkeit. Zeit, alle Thränen und Beschwerden sind nicht werth der Herrlichkeit, die dort offenbart soll werden. Herr, du hast, rühm' ich alsdann, Großes stets an mir gethan! he 496 4. Drum, mein Herz, verzage nicht; der im Himmel wird schon sorgen. O sein Trost ist Sonnenlicht bei dem allertrübsten Morgen. Harre mit Gelassenheit, endlich kommt die rechte Zeit. 5. Fällt ohn' ihn kein Haar vom Haupt: sollt' er denn mein Glück nicht wählen? Wer in De muth an ihn glaubt, der wird nie des Ziels verfehlen. Ihm vertraun ist süße Pflicht; er vergißt gißt die Seinen nicht. taphich Mel. Gwelt, ich muß dich. 436. Was soll ich trostlos sorgen? Gott scheint mir zwar verborgen; doch seine Hülf' ist nah'. Führt er mich dunkle Pfade; doch trau' ich fest der Gnade, die ſie zu meinem Heil ersah. 2. Långst wog er die Gefahren, eh' Erd' und Himmel Vertrauen auf Gott und Ergebung. 497 Himmel waren, nach mei vor meiner Thüre hunnen Kräften ab. Er lin- grig stehn. derte durch Freuden die Tage meiner Leiden, eh' er sie mir zu tragen gab. 3. Mir konnt' ein Glück der Erden gar leicht zum Fallstrick werden; er nahm es weislich mir. Mich konnt auf Selig6. Bald könnt' in guten Tagen mein Herz verwegen fragen: Ist über mir ein Gott? Dann würd' in Schwelgereien das Laster mich entweihen, und Tugend wäre mir ein Spott. keiten ein Kummer vorbereiten; und Gottes Gnade schenkt' ihn mir. 7. Gott nahm mir Ruhm und Schäßze; er 30g mich aus dem Neße, das oft den Klügsten fällt; daß ich, treu in der Liebe, sein Auserwählter bliebe, entfernt' er die Gefahr der Welt. 130 4. Vielleicht, wenn Pracht und Ehre mein Theil auf Erden wäre, würd' ich mich sündlich freun; und Unterdrückte würden dann unter ihren Bürden umsonst zu mir nach Hülfe schrein. 19 5. Mich könnten Schäße reizen, mehr Schäße zu ergeizen, und stolz mich aufzublähn; dann würd' 9. Doch, ist um Trost ich Arme hassen, und mir bange, nimmt Gott, menschenfeindlich lassen an dem ich hange, sich 8. Oft will in bösen Tagen mein Herz zwar furchtsam klagen: Wo ist der Herr, mein Licht? warum verzieht meinRetter? Es lachen mein die Spötter; ich ruf', und er antwortet nicht. no meiner 498 do Das christliche Lebens meiner Herzlich an, und Helfer und mein Gott führt, den Gram zu stil- bist du, durch den mein len, um seines Namens Herz doch endlich Ruh' willen den Irrenden auf und Freude wiederfindet. ebner Bahn. en ase Von jeher hast du mich 10. Wenn ich fast geführt, und meines unterliege, giebt er mir Wandels Lauf regiert, Sieg' auf Siege, und mit segensvoller Vaterbleibet mein Panier. Er hand so manche Noth stärkt die müden Hände, hinweggewandt. Unendund weicht bis an mein licher, ich trau' auf dich. Ende mit seiner Gnade Du leitest mich; ich nicht von mir.o. kampf und siege, Gott, durch dich! 11. Preis sei dem Herrn gesungen! Auch in den Züchtigungen liebt er mich väterlich. Mein Glück ist Gottes Wille; sein harr' ich und bin stille, und rühme meiner Trübfal mich. Ballares 2. Schwer ist der KampfderLeiden, schwer! Kaum fühl' ich Muth und Stärke mehr, noch länger fortzudulden. Doch ewig, Vater, zürnst du nicht; du gehst mit uns nicht in's Gericht, strafft nicht nach unsern Schulden. Bald ist der Thränen Maaß gefüllt, bald meiner Seele Schmerz gestillt; bald hat Gott all mein Flehn erhört, mich gnug geprüft und Crime M. Herzlich lieb hab' ich dich. 437. Die trou' ich, Gott, und wanke nicht, wenn mir von meiner Hoffnung Licht der letzte Funken schwinder; mein srtiart Vertrauen auf Gott und Ergebung. 499 und mich bewährt. Du Nichts soll den festen Gott der Huld, erhört von Glauben, Nichts mir die dir, lobsingt in mir dann Hoffnung rauben: Mein meine ganze Seele dir. Gott und Vater sorgt 3. Ach! alle Leiden dieser für mich! itol, nadisch Zeit sind doch nicht werthi 2. Der eine Welt reder Herrlichkeit, die du gieret und mich bisher gewirst offenbaren. Bald führet, bleibt ferner auch wird auch mir der Dul- mein Licht. Der mir den dungLohn; bald steh'auch Sohn gegeben und mit ich vor deinem Thron mit ihm Heil und Leben, mein treuer Kämpfer Schaa- treuer Vater läßt mich ren, und danke dann dir, nicht. 100( 10) 201 Gott, verklärt, der jetzt 3. Erzählet meineTage, mich prüft, mich dann bewährt, daß ich, von allen Leiden frei, ein Seliger des Himmels sei. Barmherziger, fest, ohne Graun will ich dir traun; dereinst werd' ich dein Antlig schaun, en danis ht 8. C hört, wenn ich leidend klage, beschüßt mich in Gefahr; schlägt nur mit Vaterschlägen, stärktmich auf rauhen Wegen, und rettet mich oft wunderbar. 4. Schickt er mir Glück und Freuden, so brauch' Mel. Dir dank ich für mein. 19 Jun 2010. giglich froh, bescheiden und unschuldsvoll die Welt. die Doch wählt er Noth un Plagen, so will ich kindlich sagen: Er thue, was ihm wohlgefällt! somme Ji 2 5. 438. Durch Jesum rein von Sünden, kann ich den Trost empfinden: Gott liebt mich väterlich! d 500 pauds Das christliche Leben. 5. Ein ruhiges Gewissen dann schwinden die verstillt, wenn wir leiden müssen, den allerbängsten Gram. Wenn alle Güter scheiden, so rühm' ich doch voll Freuden: Gelobt sei, der sie gab und nahm! 6. Wie köstlich ist's, die gangnen Leiden, wie ein Traum der Nacht. Dann wird unserHerz sich freun, unser Mund voll Dankes seyn; jauchzend werden wir erheben ihn, der Freiheit uns gegeben. Plagen des Lebens ruhig 2. Herr, erhebe deine tragen! wie köstlich, stille seyn, vom schwersten Kreuz betroffen auf Got tes Güte hoffen, und sagen: Seine Huld ist mein! i NOI Rechte, gieb uns einen Vaterblick; aus der Fremde ruf' die Knechte in die Heimath bald zurück! Ach der Pfad ist steil und weit! kürze unsre 7. Einst werd' auch Prüfungszeit; führ'uns, ich's erfahren, wie gut die wenn wir treu gestritten, Wege waren, die Gott in des Friedens stille mich gehen hieß. Ge Hütten! da stagiged krönt mit Himmelsfreu- 3.2erndten werden wir den, dank' ich ihm auch mit Freuden, was wir die Leiden; denn ihre weinend ausgesät. JenFrucht ist himmlisch süß. seits reift die Frucht der Coisam m Mel. werde munter mein G. qurilghar ma 439.Wenn der Herr einst die Gefangnen ihrer Leiden, und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron, er, er selbst ist unser Lohn; die Bande ledig macht, o! ihm lebten, die ihm starSit ben, Vertrauen auf Gott und Ergebung. 501 ben, bringen jauchzend aufgeschossen; sie blüht ihre Garben.smeh zur nahen Aerndte schon. asdst things drin Im Kummer wird sie Mel. Mein Jesus lebt, was. ausgestreut; bald reift 440. Entschwinge sie für die Ewigkeit. 4. Drum heb'empor die dich, mein Geist, den Nächten, in welche dich trüben Blicke, wenn sich die Schwermuth hüllt! in Nacht dein Weg verWillst du mit deinem liert. Dich leitet Gott! Schöpfer rechten, daß er nicht jeden Wunsch erfüllt? Fleug auf zu sei nem höhern Licht! Du kennest, was dir gut ist, nicht. O denk' zurücke, wie gut er immer dich geführt, wie oft, wenn Dunkel um dich lag, aus Nächten selbst das Licht dir brach.le 5. Gott! gnädig, wenn 2. In Finsternissen du uns erhörest, oft gnädiwankt hienieden des Men- ger, wenn du den Plan, schen ungewisser Schritt; den unsre Thorheit schuf, was Gottes Vorsicht ihm beschieden, was ihn er freute, was er litt, klärt sich am Ziel von seinem Lauf für ihn als gleiche Wohlthat auf. 13. Dort findest du, von Licht umflossen, auch dei ner Erdenthrånen Lohn. Schau! ihre Saat ist biles zerstörest, dich, Vater, bet' ich kindlich an. Ich hoff' auf dich mit festem Muth; denn was du sendest, ist mir gut. 6. Die Liebe hat den Pfad bestimmet, den ich auf Erden wandeln soll. Ob er sich auch durch Dornen krümmet: ich geh' 502 pandop Das christliche Leben. geh' ihn hoher Ahndung sag' ihm deine tiefsten voll. Einst werd' ich in des Himmels Höhn ganz deiner Führung Weisheit sehn. Schmerzen. Er ist gütig, und erquickt jedes Herz, das Kummer drückt. Die 14. Faff' im Glauben kühnen Muth; Kraft wird dir dein Helfer senden. Mit der Hand, die Wunder thut, wird er deine Leiden enden. Er ist lauter Lieb' und Huld; hoffe, Herz, nur mit Geduld! Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. medim 441. Hoffe, Herz, nur mit Geduld! endlich wird die Nacht vergehen. Gott, dein Vater, ist voll Huld; kindlich darfst du zu ihm flehen. Auf dein gläubiges Vertraun wird er gnädig niederschaun. 2. Wolken kommen, 442. Seele, ruh' in Wolken gehn; bau' auf deines Gottes Gnade! jeder Nacht still in Gottes Schooß! Was dir so Zu des Himmels lichten viel Kummer macht, ist Höhn führen stürmisch dunkle Pfade; doch ein treues Auge wacht, Zittre nicht in Sturm und Nacht! dein Denken bloß. Er sorgt ja noch! Glaube, alles, was er thut, scheint es bös, es ist dir gut; o trau' ihm doch! 3. Ankre du auf Fel sengrund, schwinge dich zu Gottes Herzen; mach' ihm deine Leiden kund, 2. Sag', erzwingst du dein Geschick, wenn du ihm nicht traust? Ach! weil du mit trübem Blick Con Mel. Seele, was ist schöners. Vertrauen auf Gott und Ergebung. 503 Blick wenig überschaust, Wird der Glaube wieder so schau' hinauf! Er, schwach, läßt der Trost dein Gott von Ewigkeit, bald wieder nach: so lenkt durch alle Himmel halt' du mich! nisur weit der Dinge Lauf. 3. Arm war einst der reichste Herr, der nur Gutes that; ach! nichts Eignes hatte er, keine Lagerstatt nur für sein Haupt. Er, des Vaters Huld gewiß, hat sich 6. Trauen und gehorsam seyn, ist der Kinder Art; präge das mir täglich ein, scheint dein Weg mir hart! Ich bleib' ja Kind, greif' nach deiner Vaterhand, denk': Du bist im Prüfungsstand durch die Finsterniß hin- doch treu gesinnt. auf geglaubt. mon 197. Mache du nur mich 4. Droben lebt er stark recht treu und der Hoffund reich, führt die Sei- nung voll, daß ich sündnen nach. ,, Ich bin alle und sorgenfrei einst dich Tag' bei euch" loben soll! Ich eile fort, dies ernstlich ſprach, bei freu' mich auf den Tag dir ist er. Gottes Gnad' des Lichts; Erdenleiden und Kindesrecht hat sind dann nichts— o sein gläubiges Geschlecht; wär' ich dort! was willst du mehr? der 5. Vater, dem ich, was ich bin, in die Hände leg', nimm den kummerhaften Sinn aus dem Herzen Mel, Christus, der ist mein L. 443. Mag auch der Glaube zagen! Ein Tag des Lichtes naht. Aus weg! Ich halte dich! Dämmrung muß es tagen; 504 unds Das christliche Leben. tagen; zur Heimath führt| Geht die Bahn er nur der Pfad.bl 2. Mag auch die Liebe weinen! Es kommt ein voran, sei sein Weg mir auch verborgen: warum sollt' ich sorgen? 1ml Tag des Herrn. Nach 2. Nein! ich will nicht dunkler Nacht erscheinen muß einst ein Morgenstern. klagen. Sollt' ich denn verzagen, weil der Trost verzieht? Wenn des Her3. Mag auch die Tu zens Sehnen, wenn die gend kämpfen! Es kommt stillen Thränen nur der ein Ruhetag. Der Sonne Bater sieht! Ungeduld Strahl zu dämpfen kein wird oft zur Schuld. Sturmgewölk vermag. Was er auflegt, hilft 4. Mag Hoffnung er tragen; sollt' ich denn auch erschrecken, mag verzagen? drauen Grab und Tod! 3. Nein, ich will nicht Die Schlummernden er wecken muß einst ein Morgenroth. wählen. Ach! ich möchte fehlen, leicht getäuscht vom Schein. Schwach find meine Sinnen, sehn wohl das Beginnen, nicht den Ausgang ein. Meine Wahl ward oft zur Qual; mag sein Plan sich mir verhehlen,— Gott kann niemals fehlen.in 4. Wie viel tausend Sonnen, seinem Licht ent12 and Mel. Jesu, meine Freude. 444. Nein! ich will nicht sorgen. Weiß ich denn, ob morgen noch das Licht mir scheint? Der so treu mich führte, immer recht regierte, Bleibt mit mir vereint. sent Vertrauen auf Gott und Ergebung. 505 entronnen, zeigt er Bahn sal dieser Erden soll zum und Lauf! Aller Wesen Heil mir werden. Meister wie viel tau- 7. Sei mir Kampf be send Geister blicken zu ihm schieden! führet doch zum auf! Allen hat sein weiser Frieden mich des Sieges Rath Schmerz und Freu- Bahn. Der den Tod beden zugemessen; sollt' er zwungen, der den Sieg mein vergessen? errungen, kämpfte mir sad dio and sjan voran. Du, o Held, bezwangst die Welt! Wer die folgt, kann nicht erliegen; mir auch hilfst du siegen. 5. Ihm will ich vertrauen. Glauben führt zum Schauen; Hoffnung stärkt das Herz. Ist der Himmel trübe Gott bleibt doch die Liebe; Liebe heilt den Schmerz. Was mich drückt, hat sie geschickt; werd' ich nur in Prüfungsstunden treu bewährt erfunden! 6. Bin ich ganz verlassen, kann mein Geist nicht fassen, was der Vater will- halt' ich auch in Schmerzen mit er gebnem Herzen ihm gehor sam still. Was er thut, ist recht und gut; jede TrübAudi uunt judi onis and Heat Mel. Ich dank dir, lieber. 445. Was wähnst du dich verlassen? Blick auf! der Vater wacht; des Vaters Hånd' umfassen dich in der Sorgennacht; der Lilien bekleidet, das Thier des Waldes nährt, des Himmels Sterne weidet, sorgt auch für deinen Heerd. S 2. Wenn alle Winde stürmen, der Herr in Wettern spricht, sich hoch die Wogen 506 pud Das christliche Leben. 83 Wogen thürmen: blick und der Schmerz zur auf! Erzittre nicht! Aus Wonne hin, Jimm Nächten steigt die Sonne, aus finsterm Schooß der Halm;& der Seinen Schmerz wird Wonne, ihr Seufzen Jubelpfalm. 3. Duldend lernst du Gott vertrauen, und die Sel'gen freun sich dein, lernest Andere erbauen und dich selbst dem Himmel weihn. pse nism 3. Blick auf! Nicht banges Zagen errettet aus der Noth, läßt heiter es dir tagen, verleiht dir täglich Brodt. Blick' auf! Wer Gott ergeben und treudas Seine thut, kann arm, nicht elend leben. Der Gute hat es gut. 4. Wie das Gold bewährtdurch's Feuer, wird durch Trübsal auch dein Herz. Besser und von Fehlern freier bildet dich des Lebens Schmerz. undsil 5. Du erlangst bei Jesu Gnade; seinen Heilgen wirst du gleich, wirst auf dornenvollem Pfade immer mehr an Tugend Subin bid Mel. Ringe recht, wenn 6. G. od 446. Dulde, Christ, reich. des Lebens Leiden, ganz dich deinem Herrn zu 6. Fluchtgem Schmerze weihn! besser sind sie folgt die Krone, kurzen oft als Freuden und des Kämpfen ewger Sieg; Glückes Sonnenschein. 2. Ob sie noch so schwer dich drücken, sind sie doch zu der treuen Zeugen Lohne führet Gott durch Leiden dich. mondog für dich Gewinn; Dul- 7. Drum in deinem den führet zum Entzücken ganzen Leben hoff' auf ihn, poate Vertrauen auf Gott und Ergebung. 507 ihn, sei fromm und rein. Seele rang, mein banHast du hier dich Gott ges Flehn am Morgen ergeben, gehst du dort zur vor Abend Preisgesang! Ruhe ein.im( 19 Was ich mit Weinen klagte, ward Quelle meiminsnes Heils, und, was der 447. Mit Gott bin Herr versagte, Gewinn tel. Stan lob), mein Seer Tun des besten Theils. nom 3. Ich bin ein Gast auf Erden, und stündlich mahnt derGlockenschlag: Bald wird es Abend werden; das Leben ist ein kurzer Tag. Soll ich ihn ich zufrieden, und blicke dankbar himmelan. Genug hat er beschieden, daß ich ihn freudig preisen kann, hat herrlich mich geleitet, durch Freud'und Leid beglückt, mein Haus auch mir bereitet, mit mir erschweren durch Gütern es geschmückt. selbstgeschaffnen Harm? Erschien er auch im Wetter, im Sturm der Mitternacht Heil mir! mein Gott, mein Netter hat Alles wohl gemacht. des Andern Gut begehren, an eignem Gut nicht arm? nur in der Zukunft leben? was jetzt mir ward, verschmähn? D nein! ich will ergeben, wie Gott mich leitet, gehn. 2. An seinem treuen Herzen war ich geborgen immerdar. Den Kelch der Lust, der Schmerzen bot er, der stets mein Helfer war. Wie oft ward, wenn mit Sorgen die mide 4.Bin ich an Erdengaben, an Hab' und Ruhm nicht Andern gleich genug kann ich auch haben; zufrieden bin ich groß 508 nude Das christliche Leben. groß und reich, bin lich allezeit! Er ist der Gottes Kind, und singe Herr. Er wähle, was für sein Lob bis an mein den Himmel mir gedeiht; Ziel. So groß wird daß er führe mich durch Geringe, das Wenige Auen, durch dürre Wiso viel! Und ob auch stenein, in Stürmen, Alles schiede er, der Nacht und Grauen, in and as mein Vater ist, bleibt Still'undSonnenschein! mein; mir bleibt mein Er rette mich hienieden, Friede, mein Heiland er rufe mich von hier: Jesus Christ. dom mit Gott bin ich zufrie5. Darum getrost, o den. War' er es auch Seele! In Gott sei fröh- mit mir! ( 19119190 Hoo Jhhilpad dis 7. Dankbare Liebe und Nachfolge Jesſu. SOC HOT ( spild] Mel. Herr Chrift, der eingeG. suchen was verloren, Christe, Ein- erlittst du Qual und Hohn, starbst, daß wir leben mögten, erhubst uns zu Gerechten und Erben deines Reichs. 448. geborner, von Ewigkeit gezeugt, des Vaters Auserkorner, zu dem sein Herz sich neigt! Mit ihm von Einem Wesen, bleibst du, 3. Laß uns stets mehr der du gewesen, der Glanz der Herrlichkeit. Mo erkennen, wie hoch du uns geliebt, in solcher Lieb' 2. Für uns ein Mensch entbrennen, die Kraft geboren, der keuschen zur Tugend giebt. Laß Jungfrau Sohn, zu in des Todes Schrecken uns Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. uns einst noch sehn und schmecken, wie freundlich, Herr, du bist. - 509 nach Erd' und Himmel frag' ich nicht, wenn ich nur dich kann haben. Und wenn mein Herz im Tode bricht, bist du doch Heiland, der auch mich meine Zuversicht, mein erlöst, der mich im Tode nicht verstößt. Herr Jeſu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr! pus 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab', mein Geist, mein Leib und was ich hab' in diesem armen Leben. Daß ich es deinem Lobe weih', dem Nächsten dadurch nüßlich sei, wollst du mir Gnade geben! Behüt' mich, Herr, vor falscher Lehr, und dem Betrug derSünde wehr"! In allem Kreuz erhalte mich, daß ich es trage williglich. Herr Jesu Christ, mein Herr undGott, mein Herr und szol? No Jaka 4. Du Schöpfer aller Dinge, steh' unsrer Schwachheit bei! Durch deine Lieb' uns dringe zu achter Gegentreu'! Hilf, daß uns Nichts bethöre, daß Nichts von dir uns kehre, nicht Lust, nicht Leid der Welt! 1979 1979 1980ag noe ni 5. Laß uns, mit dir begraben, mit dir auch auferstehn, mit dir zu Gott erhaben, nicht auf das Eitle sehn, dich kennen und dich hören, dich, dich allein begehren, dein todt und lebend seyn! Duel Jon 7#P 449. Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr! Ich bitte, laß mein Herz nicht leer von deiner Gnade Gaben! Die ganze Welt erfreut mich nicht, Jundall 510 Das christliche Leben, odina und Gott, tröst meine bringst in finstre Seelen Seel' in Todesnoth! Licht, die nach der Wahrheit schmachten. Dein Wort, Jesu, ist voll Klarheit, führt zur Wahrheit und zum Leben; wer kann dich genug erheben? UiSG 2. Du, hier mein Trost und dort mein Lohn, Sohn Gottes und des Kald Had SHPE Menschen Sohn, des 3. Laß deinen Engelbei mir seyn, der mich nach überstandner Pein in's Reich der Sel'gen trage, daß sanft mein Leib und mein Gebein ruh in des Grabes Kammerlein bis zu dem jüngsten Tage! Alsdann erwecke, Jesu, mich, daß meine frohen Himmels großer König! Augen dich verherrlicht von ganzem Herzen preis' fehn, o Gottes- Sohn, ich dich. Hab' ich dein dich, meinen Heiland auf Heil, so rühret mich das dem Thron. Herr Jesu Glück der Erde wenig. Christ, erhöre mich, er zu dir komm' ich; wahrhöre mich! ich will dich lich Keiner tröstet deipreisen ewiglich.scioda2 ner, Brodt des Lebens, Allam in th hond wenn ihn hungert, sich Mel. Wie schon leucht't uns. bön le vergebens, dal G# 1001 450. Wie herrlich strahlt der Morgenstern! O welchy ein Glanz geht auf vom Herrn! Wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die 3. In dir nur kann ich selig seyn! Geuß tief, tief in mein Herz hinein die Flamme deiner Liebe, daß in mir nichts als Inbrunft sei, kein Weltsinn Nacht durchbricht! du deine Leiden scheu', kein Undank Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 511 Undank dich betrübe. den Größten, dir zum Nach dir, nach dir, den Freunde, und dann ich fasse und nicht lasse, fürchte keine Feinde. ewig wähle, dürftet meine 16. Ihm, welcher Tod ganze Seele. Jobs und Grab bezwang, ihm müsse froher Lobgesang mit jedem Tag' erschallen, dem Lamme, daß erwürget ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefal len! Tönet, tönet, Jubellieder! schallet wieder, daß die Erde voll von 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, die Hoffnung, daß dein Angesicht ich einstens soll er blicken. Du kannst indeß durch deine Kraft, die Ruh' in müden Seelen schafft, mich stärken, mich erquicken. Tröste du mich, Seligmacher, daß seinem Ruhme werde! ich Schwacher auf der 7. Wie freu' ich mich, Erde Himmelsfreuden Herr Jesu Christ, daß du inne werden der Erst' und Letzte bist, der Anfang und das Ende! Ich gebe, Heiland, meinen Geist, wenn er sich einst dem Staub' entreißt, in deine treuen Hände. Ewig werd' ich, Herr, dort oben hoch dich loben, dem ich traue, wenn ich nun dein Antihn, den Besten, ihn, lig schaue. tim 8191)( b) gid 451. 5. Und wie, Gott Va ter, preis' ich dich? Gott, ewig, ewig hast du mich in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich dir fest vereint; er selbst, mein König, ist mein Freund: was ist's, das mich be tribet? Seele, wähle 512 Das christliche Leben. da Mel. wie schon leucht't uns. und einzig dir anhangen. 451. Jesu, Jesu, Nichts, was sonst MenGottes Sohn, der du, schen wohlgefällt, nicht noch eh' ich war, mich Lust der Sinne, Ehr' und schon geliebt aus reinem Geld befriedigt mein VerTriebe! vor dir ist alles langen. Ohn' dich kann sonnenklar; mein Herz ist mich nichts von Schäßen dir auch offenbar; du recht ergößen, noch beweißt, daß ich dich liebe. glücken; du nur kannst Herzlich such' ich dir vor mein Herz erquicken. Allen zu gefallen; nichts auf Erden kann und soll 4. Den, der dich liebt, den liebest du, dem schaffst mir theurer werden. du für die Seele Ruh' und no 2.1 Das ist mein Trost für sein Gewissen. Schmerz und krånket Ob ihn auch manche Noth mich, daß ich, mein Heil hierdrückt, so wird er doch und Retter, dich nicht durch dich erquickt in seiliebe, wie ich wollte. Ach nen Kümmernissen. Endich empfind' es nur zu lich wird sich nach dem sehr, daß ich mit jedem Leide volle Freude für ihn Tag'dich mehr und treuer finden; da wird all' sein lieben sollte. Laß mich Trauren schwinden. gläubig deine Güte im Ge- 5. Noch hat kein Aug' müthe stärker fassen, die es je gesehn, es kann's mich ganz zu überlassen. 3. Stehst du mit deiner Kraft mir bei, so werd' ich stets mit festrer Treu' auch hier kein Mensch verstehn und würdig gnug beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 513 dir und von dir ist bereit, Nichts, Herr, soll von die dir ergeben bleiben. dir mich scheiden. die Was hier von dir wird gegeben, unser Leben zu ergößen, ist dagegen Nichts zu schätzen. den Herren. is den 6. Drum laß' ich billig dies allein, o Jesu, meine Freude seyn, daß ich dich Herzlich liebe, und mich in dem, was dir gefällt, je mehr und mehr in dieser Welt nach deinem Worte übe, bis sich für mich jenes Leben wird anheben, wo die Frommen aller Trübfal sind entnommen. 452. Lasset uns mit Jesu ziehen, folgen seinem Vorbild nach, in der Welt der Welt entfliehen, auf der Bahn, die er uns brach, immerfort zum Himmel reisen, irdisch noch, schon himmlisch seyn, glauben recht und leben rein, Glauben in derLieb' erweisen! Treuer Jesu, bleib' bei mir! Geh' voran! ich folge dir.model 7. Dort werd' ich deine 2. Lasset uns mit Jesu Gütigkeit, die mich schon leiden, willig, seinem hier so sehr erfreut, im Vorbildgleich! Nach dem vollenumfangschmecken; Leide folgen Freuden; da seh' ich in dem hellsten Armuth hier macht droLicht dein gnadenvolles ben reich. Thränensaat Angesicht, auf immer geht auf mit Wonne; frei von Schrecken. Hoffnung tröstet die GeWohl mir! Preis dir, duld. O wie leicht macht der mir droben auf Gottes Huld aus dem gehoben ewge Freuden! Regen helleSonne! Jesu, Kt Mel. Laffet uns hier 514 Das christliche Leben. dinin@ hier leid' ich mit dir; dort 453. Ich will dich gieb deine Freude mir. 3. Lasset uns mit Jesu sterben! Sein Tod rettet uns vom Tod, von dem ewigen Verderben, das dem sichern Sünder droht. Laßt uns tödten, weil wir leben, durch den Geist des Fleisches Macht; so wird er aus Grabesnacht zu des Himmels Licht uns heben. Jesu! sterb' ich sterb' ich dir, daß ich lebe für und für. 4. Laffet uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, muß das Grab uns wiedergeben. Jesu, unser Haupt du bist: wir find deines Leibes Glieder; wo du lebst, da leben wir. Ach erkenn' uns für und für, treuer Freund, als deine Brider! Jesu, dir nur leb' ich hier- ewig, ewig dort bei dir. ells moest gid lieben, meine Stärke, dich, meiner Seele Ruhm und Zier; ich will dich lieben durch die Werke und mit der heiligsten Begier; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herz im Tode bricht. pirn of si 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Lamm, das für mich litt am Kreuzesstamm. 3. Ach daß ich dich so spåt erkannte, du hochgelobte Liebe du! daß ich nicht früher mein dich nannte, du höchstes Gut und wahre Ruh'! O wie ist nun mein Herz betrübt, daß es so spåt erst dich geliebt!& spais rododse 4₁ Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 515 nem Herzen heilge Gluth. Vermehre stets nach dir mein Sehnen, du einzigs Heil und höchstes Gut; laß meinen Sinn, Geist und Verstand stets seyn zu dir durch dich gewandt. 8. Ich will dich lieben, meine Krone, dich lieben, meinen Herrn und Gott, dich lieben auch bei Schmach und Hohne und in der allergrößten Noth; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herz im Tode bricht. 190910 4. Ich ging verirrt und war verblendet; ich suchte, doch ich fand dich nicht; ich hatte mich von dir gewendet, und liebte das erschaffne Licht. Doch nun ist es durch dich geschehn, daß ich im Glauben dich ersehn. rise 1997 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz das Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du ich dan Gotteskraft, die neues Leben in mir schafft. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen, und laß mich nicht mehr irre gehn; laß meinen Fußin deinen Wegen nicht straucheln oder stille stehn; erleuchte meine Seele ganz mit deinem reinen Himmelsglanz. 454. Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht, die du mich so treu und milde nach dem Fall mit Heil bedacht! Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die mich einst 7. Gieb meinen Augen erkoren, eh' ich noch ersel'ge Thränen, gieb mei- schaffen war, die für mich this KF 2 pals 516 Das christliche Leben.inn als Mensch geboren und 455. Jesu, meine mir gleich ward ganz und gar! Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit, die am Kreuz mir hat erstritten ewge Lust Freude, Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier! ach wie lang', wie lange ist dem Herzen bange! wie verlangt's nach dir! Ich bin dein, und du bist mein; Gottes Lamm, mir soll auf Erden Nichts sonst und Seligkeit! Liebe, dir lieber werden. bir lieber wer ergeb' ich mich, dein bleiben ewiglich. JINE 800 zu 4. Liebe, die mich ewig liebet, die mich leitet durch das Wort, die den Geist der Wahrheit giebet mir zum Heil und Seelenhort! Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Sydpot 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Laß die Felsen ſplittern, laß den Erdkreis zittern: mir steht Jesus bei. Ob die Welt in Trümmer fällt, ob mich Tod und Hölle schrecken: Jesus will mich decken. ( 190 9731 15. Liebe, die mich schüßend decket, wenn des 3. Donnert auch im Todes Macht mir draut, die mich aus der Gruft erwecket, und mich führt zur Herrlichkeit! Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Grimme des Gesetzes Stimme: Jesus stillet sie. Mag der Tod sich nahen, mich das Grab umfahen: Jesus läßt mich nie. Mich schreckt nicht das Weltge richt; 4. Weg mit allen Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 517 richt; freudig, daß ich liebe, muß mir Freude Jesum sehe, blick' ich auf seyn. Duld' ich schon hier zur Höhe. Spott und Hohn; dennoch bleibst du auch im Schäßen! du bist mein Leide, Jesu, meine Freude. Ergößen, Jesu, meinem die mat Lust! Weg, ihr eiteln 456. Meinen Jesum Ehren, die gar leicht bethören, bleibt mir unbewußt! Elend, Noth und Schmach und Tod soll, wie viel ich auch muß leiden, mich von dir nicht scheiden. isdado 5. Fahrehin, o Wesen, das die Welt erlesen! mir gefällst du nicht. Fahre hin, o Sünde! deine Nacht verschwinde; Jesus ist mein Licht. Fahre hin, du stolzer Sinn! fahre hin, du Lasterleben! Jesus ist mein Leben. 6. Weicht, ihr Trauer geister! denn mein Freund und Meister kehret bei mir ein. Was mich auch betrübe, wenn ich ihn nur S laß ich nicht; er hat sich für mich gegeben. Sollt' ich nicht aus Dank und Pflicht an ihm hangen, ihm nur leben? Er ist meines Lebens Licht; meinen Jesum laß' ich nicht. 2. Er, der Welt und mir gesandt, uns zu lehren, uns zu retten, hat sein Blut an uns gewandt, daß wir Gottes Gnade hätten. O wie bin ich ihm verpflicht't! Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Durch ein Herz voll Dankbarkeit, durch Gehorsam, den ich übe gegen das, was er gebeut, halt? ich fest an seiner Liebe, traue dem, was er verspricht, 518 Das christliche Leben. dimm@ nas ſpricht, und so laß' ich zens Wünsche stillet; Jesum nicht. du, o Jesu, du nur bist's, 4. So ist er mein du nur, der sie ganz erTheil und Ruhm bis an füllet. Dich, mein Reichmeines Lebens Ende; thum, Ruhm und Licht, ihm geb' ich zum Eigen- dich, mein Jesu, laß' ich thum ganz mich hin in nicht. seine Hände. Er ist meine Zuversicht; meinen Je fum laß ich nicht 5. Wenn mein Auge schon verlischt, Wang' und Lippen sichentfärben, mich kein Labsal mehr erfrischt, alle Sinne mir ersterben, und das matte Herz nun bricht, laß ich meinen Jesum nicht. 8. Dich, mein Jesu, halt' ich fest, lasſe Nichts von dir mich scheiden. Weh' euch, die ihr ihn vergeßt! ihr beraubt euch ewger Freuden. Selig, wer in Wahrheit spricht: meinen Jesum laß' ich nicht! 179 1198 sid end Mel. Mach's mit mir, Gott. 6. Dort auch laß ich 457. Mir nach! Jesum nie, hange stets an spricht Christus, unser seinen Blicken; denn nach Held; mir nach, ihr dieses Lebens Müh' will Christen alle! Verläugnet er ewig mich erquicken. euch, verlaßt die Welt, Ewig strahlt mir dort folgt meinem Ruf und sein Licht; meinen Jesum Schalle; nehmt euer laß ich nicht.anand Kreuz und Ungemach auf 07. Nichts auf dieser euch, folgt meinem WanErden ist's, was des Her- del nach! so dist gar 2. ( big) Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 519 5. Fällt's euch zu schwer: ich geh' voran, ich steh' euch an der Seite; ich kämpfe selbst, ich breche Bahn, bin Alles in $ 12. Ich bin das Licht; euch leuchtet hier mein heilges Tugendleben. Wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich dem Streite. Dem Kriebin der Weg; ich zeige ger Schmach, der muthwohl, wie man wahrhaf- los steht, wenn kühn tig wandeln soll.@misd domaise 3. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, voll Liebe mein Gemüthe; mein Mund strömt über allezeit von Wahrheit und von Güte. Mein Wille sucht nur, was Gott will; mein Geist ist folgsam, fanft und still. ran der Feldherr geht! dm 6. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit unserm Kreuznachgehen, und wohlgemuth, getrost und gern in allen Leiden stehen! Wer nicht ge kämpft, trägt auch die Kron' des ewgen Lebens nicht davon. alo Me digut moule Mel. Ich dank dir, lieber. i 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist, lehr' 458. Schaß über euch die Sünde meiden alle Schäße, o Jesu, du und euer Herz von aller mein Ruhm, an dem ich List und argem Truge mich ergöße, hier sei ein scheiden. Ich bin der Heiligthum in meinem Seelen Fels und Hort, treuen Herzen dir, Heiund führ euch zu der land, zugetheilt, weil du Himmelspfort'.123simit deinen Schmerzen mir disarse 520 Das christliche Leben.me@ mir meinen Schmerz ten bauet, da, da ist's geheilt. de chib gut zu seyn. hush hus 2012. Ach Freude meiner 5. Komm, Jesu, meine Freuden, du wahres Him Wonne! komm, ziehe melsbrodt, damit ich mich mich zu dir, zu deines kann weiden, das meine Himmels Sonne; komm, Seelennoth so kräftiglich meiner Seele Zier, und kann stillen und mich in seize mich aus Gnaden in böser Zeit mit Gutem deines Friedens Schooß! überfüllen, mit Trost und so kann mir Niemand Seligkeit! de ſchaden, ſo bin ich reich 13. Mein Herz bleibt und groß. dir ergeben, dir dankbar für und für. Mit dir nur will ich leben und sterben nur mit dir, will lieber Mangel leiden mit dir, als ohne dich auf grünen Auen weiden; es wäre Schmach für mich! ste 4. O Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht. Mein Geist will Mel. Jesu, meines Lebens. Geolo 459. Jesu, meiner Seele Leben, meines Herzens höchste Freud'! dir will ich mich ganz ergeben in der Zeit und Ewigkeit; meinen Herrn will ich dich nennen, und vor aller Welt bekennen, daß ich dein bin und du mein. himmlisch werden; im Ich will keines Andern Himmel ist mein Licht. seyn.id hundisc Wo Jesus wird ge- 2. Deine Huld hat mich schauet, da sehn' ich mich hinein; wo Jesus Hüt umfangen gleich, als mich die Welt empfing, mich geweiht, Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 521 geweiht, dir anzuhangen, du bist mein! Ich will als an Mutterbrust ich keines Andern seyn. hing. Stets hast du mich 5. Dein Geist zeiget aufgenommen, wenn ich mir das Erbe, das mir bin zu dir gekommen. droben beigelegt; und Du bist mein und ich bin wenn ich noch heute dein! Ich will keines sterbe, fürcht' ich nichts; Andern seyn. dein Engel trågt meine Seele dir entgegen. Mag den Leib in's Grab man 3. Ach wie oft haft meiner Jugend du die Gnadenhand gereicht, legen; ich bin dennoch wenn von Frömmigkeit dein, du mein! Ich will und Tugend sich mein keines Andern seyn.m Herz zur Welt geneigt! daß, ob ich schon übertreten, ich doch wieder kam mit Beten. Darum bin ich ewig dein, und will keines Andern seyn. 4. Irr' ich, sucht mich deine Liebe; fall' ich, rich tet sie mich auf, stärkt mich, wenn ich mich betrube, tröstet mich in mei nem Lauf. Bin ich arm, giebt sie mir Güter; haßt man mich, ist sie mein Hüter. Ich bin dein und ssid 6. Drum, ich sterbe oder lebe, bleib' ich doch dein Eigenthum. Du bist's, dem ich mich ergebe; du bist meiner Seele Ruhm, meine Zuversicht und Freude, meine Wonne selbst im Leide. Du bist mein und ich bin dein; ich will keines Andern seyn. Juni mi vid 7. Hor', o Jesu, noch ein Flehen! diese Bitte nimm noch an: Wenn die Sinne mir vergehen, wenn 522 Das christliche Leben.no@ lang' in mir das Herz sich regt; und noch soll meine Liebe währen, wenn einst das Herz mir nicht mehr schlägt. niom mit we Mel. Der lieben Sonne Licht. wenn ich nicht mehr fürchten, lieben, ehren, so sprechen kann: laß mich deinen Geist vertreten, daß ich mög' im Herzen beten: Ich bin dein und du bist mein; ich will keines Andern seyn! dro Mel. wie groß ist des Allm. 460. Ja, ja, mein Herz will dich umfassen; erwähl' es, Herr, zu dei nem Thron! Hast du aus Liebe einst verlassen des Himmels Pracht und seine Kron': so würdge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Tempel seyn, bis du mich wirst 461. Dem Heiland nach, mein Geist und Herz, auf seinen Dornenwegen! Bekämpfe muthig Leid und Schmerz; dem Siegefolget Segen. Nur fröhlich aufgefaßt die leichte Liebeslast! Sind doch die Leiden dieser Zeit nicht werth der künftgen Herrlichkeit.onde smisl zum Himmel heben, fällt 2. Du selbst, Herr, dieses Leibes Bau einst ein. bi da nism in 2. Ich steig' hinauf zu dir im Glauben; steig' du in Lieb' herab zumir! Laß nichts mir diese Freude rauben, erfülle ganz mich nur mit dir! Ich will dich gingst zu Ehren ein durch Schmerz und bittres Leiden; wie könnt' ich wohl dein Jünger seyn, begehrt' ich nichts als Freuden? DerHimmelslilienGlanz wächst aus dem Dornenkranz; dem, der sein Kreuz hier Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 523 hier willig trägt, wird dort die Krone beigelegt. meine Seele doch! Alles sonst, wie es auch scheine, ist doch nur ein schweres Joch, unter dem das Herz sich quälet, und der Ruhe stets verfehlet. Nur dies Einzige gieb mir, wahren Frieden dort und hier! 3. Wie stund' es um der Gärten Pracht, wenn alle Lüfte schliefen? Nur Sturm und sanftres Wehen macht, daß sie von Balsam triefen. Doch, Herr, im Sturm bist du 2. Seele, willst du dieder Hafen meiner Ruh', ses finden, such's bei keidie sanft mein mides ner Creatur. Laß nichts Herz umfängt, wenn Irdisches dich binden; Angst und Trübsal mich schwing'dich über die Nabedrängt. od 9mmtur. Wo sich Gott und 4. Wohlan, so will ich in Geduld nach deinem Willen leiden; den bittern Kelch füllt deine Huld zu letzt mit süßen Freuden. Mensch vereinet, wo der Glanz vom Herrn erscheinet in des Sohnes Angesicht, da ist Friede, da ist Licht.@sid and Mit Jesu hier gehöhnt, am 3. Als dort still Maria mit Jesu dort gekrönt; mit Jesu hier vom Kreuz gedrückt, mit Jesu ewig dort erquickt! hörte, nur bekümmert für ihr Heil, was der Herr die Jünger lehrte, wählte sie un das beste Theil. O wie brannt' ihr Herz, die LehTuren aus der Weisheit 462. Eins ist noth! Mund zu hören! SieverMel. Du, o schönes Weltgeb. O Herr, dies Eine lehre gaß die Welt und sich, .80A hört 524 Das christliche Leben.dinn@ hört' und sah nur, Jesu, Du bist mir Gerechtigdich. thi chun no 8314. So steht, Heiland, mein Verlangen ganz und einzig nur nach dir. Laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen keit! Du hast, da du bist gestorben, Kraft zur Heiligung erworben, und Erlösung mir gebracht aus des Todes tiefer Nacht. nd achom and mir! Wenn auch Viele 7. Jch, ein Schaafvon tråg' verweilen, lern' ich doch dir nachzueilen, weil dein Wort, o Jesu Christ, lauter Geist und Leben ist. eniumb 5.Aller Weisheit höchste Fülle liegt verborgen, Herr, in dir. Hilf mir, daß ich treu und stille auf dich höre für und für, deiner Weide, habe, Herr, mein Heil! in dir volle Gnüge, Leben, Freude, einst vor Gott und auch schon hier. Kann ich dich nur immer haben, acht' ich nicht der Erde Gaben. Wenn ich glaubend dich erblickt, wird mein ganzes Herz entzückt. daß die Demuth mich re. 8. Ja, mein Jesu, du giere, daß mich fromme Einfalt ziere. Ach! wer Jesum kennt und weiß, hat der Weisheit höchsten Preis. isd od and alleine sollst mein Ein und Alles seyn. Prüf', erforsche, wie ich's meyne; tilge allen Heuchelschein. Lenke mich vom bösen Stege, leite mich auf INTENAG 6. Laß mich nur, daß meine Seele sich nach deinem Bild erneut, aufdich schaun, so oft ich fehle. gråd ewgem Wege; hilf mir treu seyn bis zum Tod. Dieses Eine nur ist noth! 463. Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 525 15. Laß mich deinen Ruhm, als dein Eigenthum, durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigenthum, du, mein schönster Ruhm! 6. Zeuch mich ganz in dich, daß voll Liebe sich dir mein ganzes Herz ergebe, in dir froh und selig lebe! Dir ergeb' ich mich; zeuch mich ganz in dich! 7. Deiner Sanftmuth Schild, deiner Demuth Bild sei mit mir auf meinen Wegen, daß nicht Zorn und Stolz sich regen! Mach' mich sanft und mild, wie dein eigen Bild! Mel. Seelenbrautigam. 463. Wer ist wohl wie du, Jesu, süße Ruh'? Von dem Vater auser koren, Leben derer, die verloren, und ihr Licht bist du, Jesu, süße Ruh'! 2. Glanz der Herrlichkeit! du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket, und in unser Fleisch versenket zur erfüllten Zeit, Glanz der Herrlichfeit! 3. Großer Siegesheld! du hast Tod und Welt und der Hölle Macht bezwungen, Heil und Leben uns errungen durch das Lösegeld deines Bluts, o Held! ad to 4. Deine Majestät, 8. Sucht mein eitler König und Prophet, will Sinn in der Welt Geich demuthvoll verehren, winn, o dann lenke die und auf deine Stimme Gedanken, daß sie nim hören; denn dein Reich mer von dir wanken; sei besteht, Herr voll Ma- du mein Gewinn, gieb jestät! Iommi mir deinen Sinn!& 9. 526 Das christliche Leben. dina@ 19. Wecke mich recht 13. Soll's zum Sterauf, daß ich meinen Lauf ben gehn, wollst du bei möge sichren Schritts mir stehn, mich durch's vollbringen, und die Todesthal begleiten und Sünd' in ihren Schlin- zur Herrlichkeit bereiten; gen mich nicht halte auf! laß mich dann dich sehn, Fördre meinen Lauf! dir zur Rechten stehnid ils and gol& Met. Wer nur den lieben G. 464. Mein Jeſu, zeige mir die Wege, die du für mich gegangen Lieb' in die Seele gieb! bist, und hilf, daß ich auf 17 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen mög' und beten, freudig vor dein Antlig treten! Ungefärbte 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken! Hab' auf mich dann Acht, Hüter in der Nacht! alle gleichem Stege dir folge als ein rechter Christ! Laß meinen Gang gerichtet seyn allein zu dir, zum Himmel ein! 12. Einen Heldenmuth, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Liste hasse, gieb mir, höchstes Gut, durch dein theures Blut!! suisdi 2. Du kamst vom Himmel auf die Erde, um mich zu führen himmelan; damit auch ich denn tüchtig werde, zu wandeln auf der rechten Bahn, laß meinen Gang gerichtet seyn zu dir, o Herr, zum Himmel ein! 3. Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 527 3. Du gingst, ein Pil 6. Du gingst freiwillig grim, durch das Leben, an dein Leiden, zu tilund zeigtest mir, was ich gen meine Sündenschuld; hier bin. Ich will dir nun kann ich mich mit folgen treu ergeben, mit großen Freuden getrösten stillem, frommem Pilger sinn. Dann wird gewiß gerichtet seyn mit dir mein Gang zum Himmel ein. un deiner Lieb' und Huld. So muß fortan gerichtet seyn mein Gang zu dir, zum Himmel ein. nied 7. Du gingst hervor aus deinem Grabe, ein preisgekrönter Siegesheld. Heil mir, daß ich die Hoffnung habe: Mit dir besieg' ich Tod und Welt! Mit dir soll nun gerichtet seyn mein Gang zu deinem Himmel ein. 4. Du gingst in Demuth, Sanftmuth, Liebe, Gehorsam und Geduld einher. O daß durch deines Geistes Triebe auch ich auf solchem Wege wår'! Dann würde stets gerichtet seyn mein Gang zu dir, zum Himmel ein. 15. Du gingst umher in deinem Lande, und thatest allenthalben wohl. 8. Du gingst zum Vater in den Himmel, und giebst von da mir alles Heil. Nun weiß auch ich O daß auch ich in mei in dem Getümmel der nem Stande so wandeln mögte, wie ich soll! Ja, Herr, laß stets gerichtet seyn den Gang zu dir, Welt: Dort ist mein ewges Theil. Dahin soll nun gerichtet seyn mein Gang, zu dir, zum Himzum Himmel ein! d mel ein.: 15min ang gilisd 9. Das christliche Leben.ndinn 9. D Herr, du wollest fremdes Leiden: o so selbst mich führen auf dei- gieb Geduld zu beiden; ner schmalen Himmels- richte du den Sinn auf bahn! laß deinen Geist das Ende hin.und sid mich stets regieren, und 4. Ordne unsern Gang, nimm mich einst mit Eh- Jesu, lebenslang; halt' ren an! so geh' ich, frei uns auch auf rauhem von aller Pein, zu dir, zu Wege stets in deiner deinem Himmel ein. treuen Pflege; thu' uns nach dem Lauf deinen Himmel auf! 528 Mel. Seelenbrautigam. Mel. Herzlich thut mich verl. 465.Jesu, geh' voran auf der Lebensbahn! Dir getreulich nachzueilen, wollen wir uns nicht verweilen; führ an dei ner Hand uns in's Vaterland! 11 puisd 466. Vor Jesu Augen schweben ist rechte Seligkeit, ist wahres Himmelleben schon in der Erdenzeit. Nichts können und nichts wissen, nichts wollen und nichts thun, als Jesu folgen müssen – das heißt, im Frieden ruhn. 2. Soll's uns hart er gehn, laß uns feste stehn, und auch in den schwersten Tagen niemals über Lastenklagen; denn durch Trübsal hier geht der 2. Gewiß, wer erst die Weg zu dir.3 spars Sünde in ChristiTod ver- 3. Rühret eigner senkt, und dann gleich Schmerz irgend unser einemKinde getreulich an Herz, kümmert uns ein ihm hängt, der wird auch heilig Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 529 heilig handeln, und kann ein Knecht auf Erden. O dann anders nicht. Herr Huld, die sonst nichts Jesu, lehr' uns wandeln Gleiches hat! du starbst in deiner Augen Licht! für unsre Missethat, ein Heiland uns zu werden. Mel. An wafferflüssen Bab. 467.Anbetung, Preis und Dank sei dir, o Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist du für und für; wer kann dich gnug erheben? Eh' noch die Welt ward, warst du schon groß, herrlich und des Höchsten Sohn, ein Erbe seiner Ehre. Dein ist das Reich, die Herrlichkeit; und du beherrschest weit und breit der Creaturen Heere. 2. Und dennoch bist du uns zu gut in diese Welt gekommen, und hast selbst unser Fleisch und Blut freiwillig angenom men. Dein Leben gabstdu freudig dar, zu retten was verloren war, und wardst 3. Du wardst es uns, und bist es noch jetzt auf der HimmelThrone, suchst liebreich von der Sünde Joch und ihrem schnöden Lohne, die ihr noch dienen, zu befrein; beschwerter Herzen Trost zu seyn, ist deines Herzens Freude. Du giebst den müden Seelen Ruh'; und wer dich liebt, den stärkest du, daß Nichts von dir ihn scheide. 4. Duhörst der Deinigen Gebet, und endest ihre Plage; du bleibst, bis Zeit und Welt vergeht, bei uns noch alle Tage. Herr, dir sei ewig Dank und Ruhm für dieses Evangelium, für alle deine Liebe! Dir geb' ich mich zu eigen LI hin; 530 Das christliche Leben. hin; gieb, daß ich mich, ler, haben dich verklåret, so lang' ich bin, in deinem Lobe übe. uns den Weg zu Gott gelehret. Mel. Wie schon leucht't uns. 3. Wir werden deinen Ruhm erhöhn, wir werden deinen Himmel sehn, den Preis von deinen 468. Wie groß, wie angebetet ist dein Nam', o Heiland, Jesu Christ! Leiden; genießen, was wie theuer deinem Volke! du uns erwarbst, als Welch Licht ging in der du für uns am Kreuze Finsterniß mit dir der starbst, der Engel hohe Welt auf! wie zerriß, Freuden. Welche Gnade, wie floh des Irrthums daß wir Sünder Gottes Wolke! Als du kamest, Kinder werden sollen, hörten Taube, und der wenn wir an dich glauGlaube half den Kran- ben wollen! ken; Stumme sangen, dir zu danken. 4. Du hast dich deiner Herrlichkeit entäußert eine kurze Zeit, für uns von Gott verlassen. Und nun, mit Ehr' und Ruhm gekrönt, nun machst du selig, die, versöhnt, der Sünden Gräuel hassen. vorder des Gößendienstes Ihnen willst du Heil und Nacht und ihre Schatten 2. Nur Schwache waren's, die dein Licht verbreiteten; die Weisen nicht. Wo sind sie? wo die Hohen? und wo die Reichen? wo die Macht, flohen? Machtnicht, List nicht, deine Gaben, Mitt Leben gerne geben, und uns allen helfen, daß wir Gott gefallen. 5. Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 531 5. Vom Aufgang bis Alles Andre schwinde! zum Niedergang erschal Mein Herz sei täglich let dir der Lobgesang er- näher dir, entfernter von retteter Gerechten. Un- der Sünde! zählbar sind die Schaaren 2. Laß täglich deine Huld schon, die gerne dir vor und Macht um meine deinem Thron ein würdig Schwachheit schweben! Loblied brachten. Ihrer Dein Licht verschlinge mehr noch, Jesu, werden meine Nacht, und meinen Tod dein Leben. 3. Beim Sonnenstrahle deines Lichts laß jeden Wahn verschwinden; schon auf Erden dir lobsingen, Preis und Dank und Ruhm dir bringen. 6. Wie groß, wie ange betet ist dein Name, Hei- dein Alles, Jesu, und land, Jesu Christ! wie mein Nichts laß täglich herrlich bei den Deinen! mich empfinden! Führst du uns einst zu 4. Seinahe mir, werf' deiner Ruh', o wie weit ich mich hin, wein' ich herrlicher wirst du den vor dir im Stillen! Frommen dann erschei- Dein reiner, gottgelaßner nen! Ewig müsse dir zur Sinn beherrsche meinen Ehre ihrer Chöre Lob er- Willen! schallen, durch die Himmel wiederhallen! Mel. Ich dank dir schon d. 469. Jesus Christus, wachs in mir, und 5. Blick' immer Herrlicher aus mir voll Weißheit, Huld und Freude! Ich sei ein lebend Bild von dir im Glück und wenn ich leide. SI 2 6. 532 Das christliche Leben. 6. Mach' Alles in mir froh und gut, daß ich stets minder fehle! Herr, deiner großenLiebe Gluth durch glühe meine Seele. 7. Mein eignes eitles, leeres Ich sei jeden Tag geringer! O würd' ich jeden Tag durch dich dein würdigerer Jünger! 8. Der Glaub' an dich und deine Kraft sei Trieb von jedem Triebe! O du der alles Leben schafft, sei du nur meine Liebe! Mel. Herzlich thut mich verl. 470. Wenn Alle untreu werden, so bleib' ich dir doch treu, daß Dank barkeit auf Erden nicht ausgestorben ſei. Für mich umfing dich Leiden, vergingst für mich in Schmerz; drum geb' ich dir mit Freuden auf ewig dieses Herz. 2. Oft muß ich bitter weinen, daß du gestorben bist, und Mancher von den Deinen dich lebenslang vergißt. Von Liebe nur durchdrungen hast du so viel gethan, uns ewges Heil errungen; und doch, wer denkt daran? 3. Dustehst voll treuer Liebe noch immer Jedem bei; und wenn dir keiner bliebe, so bleibst du dennoch treu. Die treuste Liebe sieget; am Ende fühlt man sie, weint bitterlich und schmieget sich kindlich an dein Knie. 4. Ich habe dich empfunden; o! lasse nicht von mir! laß innig mich verbunden auf ewig seyn mit dir! Einst schauen meine Brüder auch wieder himmelwärts; und sinken liebend nieder, und fallen dir an's Herz. 471. Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 533 Mel. wohl mir, Jesus, meine. Mel. Herr Jesu Christ dich zu. 471. Wenn ich nur den Heiland habe, wenn er nur mein eigen ist; wenn mein Herz nur bis zum Grabe seine Treue nie vergißt: o dann weiß 472. Du, der du alle Schmerzen heilst, den Flehenden zu Hülfe eilst, wie selig ist, wer nach dir strebt! wie selig, der dir, Jesu, lebt! ich nichts von Leide, 2. Ach bleib' bei uns, du fühle nichts als Lieb' und Freude. guter Herr! Verlaß uns nicht, du Freundlicher! Der Zeiten Abend dringt herein; wir können ohne dich nicht seyn. 3. Kommst du in unser Herz, so bricht der Morgen an, und Mittagslicht scheint, wo du bleibest, Hell und klar, und macht dein Lieben offenbar. 2. Wenn ich nur den Heiland habe, laß ich alles Andre gern, folg an meinem Pilgerstabe treugeſinnt nur meinem Herrn; mögen immerhin die Andern auf dem breiten Wege wandern. 3. Wenn ich nur den Heiland habe, schlaf' ich sanft und selig ein; ewig wird die höchste Gabe 4. Wie liebst du uns! wie grånzenlos ist deine Huld! wie göttlich groß dein Herz, wie himmlisch mir sein treues Lieben sanft und rein, nur seyn. Mir kann vor dem strebend, Menschen zu Tod nicht grauen; jen- erfreun! seit werd' ich Jesum schauen. 5. Drum floß für uns dein theures Blut; drum trugest 534 Das christliche Leben. trugest du der Feinde wandelt dort ein JüngerWuth, befreitest uns von Sund' und Tod, und führtest uns den Weg zu Gott. Paar; Jesu fließen ihre Thränen, der ihr Freund und Lehrer war. Doch eh' sie's zu hoffen wagen, nahet er, um den sie klagen. Ihr Begleiter ist er schon; schnell ist nun ihr Gram entflohn. 2. Ach! es gehn noch manche Herzen ihrem stillen Kummer nach; sie bejammern voll von Schmerzen ihre Noth, ihr Ungemach; manches wandelt ganz alleine, daß es in der Stille weine: aber Jesu tröstend Wort scheuchet jeden Kummer fort. 3. Oft schon hab' auch ich empfunden: Jesu läßt mich nicht allein; in den trüben Unglücksstunden stellt er unverhofft sich ein. Wenn ich traurig mich beschwere, als Mel.Jefu, der du meine Seele. 473. Trauernd und mit bangem Sehnen ob er zu ferne wåre, o! so ist 6. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, was ich durch dich, o Jesu, bin; stets leuchte mir in Hellem Licht dein gnadenvolles Angesicht. 7. Nichts stillet meinen Trieb nach dir. Wann, Jesu, kommst du ganz zu mir? wann werd' ich ganz durch dich erfreut? wann seh' ich deine Herrlichkeit? 8. Komm, du, den meine Seele liebt, der Leben ihr und Alles giebt! komm und erfüll' ihr heißes Flehn, und laß mich dei nen Himmel sehn! Dankbare Liebe und Nachfolge Jesu. 535 ist er mir schon nah', und dir flehn! Wenn sie von mit seiner Hülfe da. der Welt sich trennen, daß sie satt sich weinen können, so sprich ihrer Seele zu: Zagender, was trauerst du? 4. Treuster Freund von allen Freunden, bleibe ferner nah' bei mir! Sucht die Welt mich anzufeinden, o! so wend' ich mich zu dir. Wenn mich Trubsalswetterschrecken, Lebenstag sich neigt, wo wollst du mächtig mich bedecken! Hab' ich zum Gefährten dich, ist kein Feind mir fürchterlich. 7. Wenn es einst will Abend werden, und der dem blöden Aug' auf Erden nirgends sich ein Helfer zeigt, bleibe dann an meiner Seite, gieb mir Sieg im legten Streite, daß ich bis an's Ende treu, jener Krone würdig sei! 5. Bin ich traurig und betrübet, dann ruf' dumir in den Sinn, daß mich deine Seele liebet und daß ich der Deine bin. Laß in dir mich Ruhe finden, auf Mel. Durchbrecher aller. dein Wort die Hoffnung 474.Bleibt bei Dem, gründen: Wer die Thrå nensaat gestreut, årndtet einst die Seligkeit. der euretwillen auf die Erde nieder kam, der, um euren Schmerz zu stillen, 6. Tröst' auch Andre, tausend Schmerzen auf die voll Jammer einsam sich nahm! Bleibt beidem, durch die Fluren gehn, der einzig bleibet, wenn oder in der stillen Kam- auch alles untergeht, mer tief bekümmert zu der, wenn Alles auch zerstäubet, 536 Das christliche Leben. stäubet, siegend über'm selbst ihr ab. Staube steht! Irdsches Wesen muß verwesen, irdsche Flamme muß verglühn; irdsche Fessel muß sich lösen, irdsche Blüthe muß verblühn. 4. Doch der Herr steht über'm Staube alles Irdischen, und spricht: Stüße dich auf mich, und glaube, hoffe, lieb', und fürchte nicht! Darum bleibt bei dem, der 3. Alles stirbt! das bleibet, und der geben Irdsche findet in dem kann, was bleibt, der, Irdischen sein Grab; alle wenn ihr euch ihm verLust der Welt verschwin- schreibet, euch in's Buch det, und das Herz stirbt des Lebens schreibt! 2. Alles schwindet! Herzenbrechen, denen ihr euch hier ergabt; und der Mund hört auf zu sprechen, der euch oft mit Trost gelabt; und der Arm, der euch zum Stabe und zum Schilde ward, erstarrt; und das Auge schläft im Grabe, das euch sorgsam einst bewahrt. 8. Gebet und Gottesdienst. Mel. Herr Christ, der eingeG. Sünden! Hilf Arges 475. D Vater aller überwinden! Reiß' uns Frommen! Hoch sei dein aus aller Noth! Nam' geehrt! Dein Reich laß zu uns kommen! Was du willst, sei uns werth! 476. Gott, du frommerGott, duBrunnGieb Brodt! Bergieb die quell aller Gaben, ohn' den Gebet und Gottesdienst. 537 denmuth, hilf selbst das Kreuz mir tragen. Durch Sanftmuth lehre mich besiegen meinen Feind; und wenn ich Rath bedarf, gieb einen weisen Freund. 2. Gieb, daß ich thu' mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet; gieb, daß ich's thue bald, zu der Zeit, da ich soll; und so gerathe mir's durch dei nen Segen wohl. 5. Laß mich mit Jedermann in Fried' und Eintracht leben, so weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichthum, Ehr' und Glück: so gieb auch dies dabei, daß ich nicht ungerecht, nicht stolz, noch sicher ſei. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen! Laß kein un nüßes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn nach meiner Pflicht ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft 6. Soll ich in dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen saurenTritt hindurch in's Alter dringen: so gieb mir, Herr, Geduld, vor Sünd' und Schmach bewahr', damit ich tragen und Nachdruck ohn' mag mit Ehren graues Verdruß. Haar. den Nichts ist, was ist, von dem wir Alles haben! gesunden Leib gieb mir, und daß in solchem Leib' die Seele unverletzt, rein das Gewissen bleib'. 4. Zeigt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gieb einen Hel7. Laß mich auf Christi Tod einst froh von hinnen scheiden; die Seele nimm zu 538 Das christliche Leben. Verstand; so wird dein Nam' uns wohl bekannt. zu dir hinauf zu deinen Dein Wort erleuchte den Freuden; es ruhe sanft der Leib in seiner stillen Gruft, bis ihn dein Allmachtswort in's neue Leben ruft. 3. Einst singen wir mit deinem Heer das Heilig, Heilig, Heilig, Herr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud' und sel'gem Licht. 4. Dir, Gott, den Erd' und Himmel preist, dir, Vater, Sohn und heilger Geist, dir, heilige Dreieinigkeit, sei Lob und Preis in Ewigkeit! 8. Gott Vater, dir sei Preis hier und im Himmel oben! Gott Sohn, Herr Jesu Christ, wir wollen stets dich loben! Gott heilger Geist, dein Ruhm erschall' je mehr und mehr! O Herr, dreieinger Gott, dir sei Lob, Preis und Ehr'! Mel. Herr Jesu Chriſt dich zu. 477.Herr Jesu, send uns deinen Geist, den uns dein göttlich Wort verheißt, der uns mit seiner Gnad' regiert, und uns den Weg zur Wahrheit führt! 2. Von Andachtsei das Herz belebt, wenn unser Mund dein Lob erhebt. 316 Mel. Wie nach einer Wasserq. 478. Wenn dich Unglück hat betreten, wenn du leidest Angst und Noth, mußt du fleißig zu Gott beten; Beten hilft in Noth und Tod. Bete nur, und zweifle nicht; du wirst Gottes Angesicht selbst in deinem Kreuz erblicken, und sein Trost wird dich erquicken. 2. Gebet und Gottesdienst. 539 2. Keiner ward noch je gleich, so hört er doch. Ruf' getrost ohn' alles Zagen: Hülfe kann Gott nicht versagen. zu Schanden, der nur seinem Gott vertraut. Ob auch viele Noth vorhanden, hast du wohl auf ihn gebaut. Scheint es gleich, als hört' er nicht, weiß er doch, was dir gebricht. Deine Noth mußt du ihm klagen, und in keiner Angst verzagen. 3. Rufen, Flehen, eifrig Beten ist der Christen beste Kunst; allzeit gläubig vor Gott treten findet Hülfe, Gnad' und Gunst. Wer siegen! 5. Laß dich durch sein Wort regieren; merke, was die Wahrheit lehrt. Laß dich nicht dein Herz verführen; weh' dem, der von Gott sich kehrt! Gottes Wahrheit ist dein Licht, giebt dir Trost und Zuversicht. Trau' nur Gott; er kann nichtlügen. Bete gläubig; du wirst Gott fest vertrauen kann, blickt mit Freuden him- 479. Liebster Jesu, melan; er wird Rettung bei ihm finden, und kein Feind ihn überwinden. 4. Lern' auf Gottes Weise merken, die er bei den Seinen hält; er will ihren Glauben stärken, wenn sie Unglück überfällt. Unser Gott, der wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören! LenkeSinnen und Begier auf die süßen Himmelslehren, daß die Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterlebt ja noch; schweigt er niß umhüllet, wenn der Geist, 540 Das christliche Leben. Geist, von dir gesandt, melslehre mein Herz zu nicht mit Klarheit uns erfüllet. Gutes denken, Gutes dichten mußt du selbst in uns verrichten. deinem Heiligthum. Laß deinen Saamen wohl gedeihn, und reich an edlen Früchten seyn. 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott geboren, mach' uns allesammt bereit, öffne Herzen, Mund undOhren! Unser Beten, Flehn und Singen laß, o Jesu, wohl gelingen! 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, und laß dein Ohr mir offen stehn; wenn ich in Christo vor dich trete, laß gnådig, was ich bat, geschehn. Doch gieb mir nichts als das allein, was mir kann gut und selig seyn. Mel. Wer nur den lieben G. 480. Mein lieber Gott, gedenke meiner im Besten jetzt und allezeit! denn außer dir ist nirgend Einer, der mich mit Rath und Trost erfreut. Dein Wort macht mich voll Zuversicht, und sagt mir, du vergißt mein nicht. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, und gieb mich nicht der Sünde hin! Und weil ich, da ich hier noch walle, zum Guten schwach und träge bin, so fördre meinen Gang und Stand durch Kraft und Stärke deiner Hand. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre dein theures Evangelium, und 5. Gedenke meiner, wenn ich leide! Wen hab' ich sonst, als dich allein, der bei der Menschen Haß mache durch die Him- und Neide mein Freund und Gebet und Gottesdienst. 541 von ihm kommt Alles her, Friede, Licht, Erquickung, Leben, wie aus einem reichen Meer, was für Seel' und Leib ist noth. Droben lebt der reiche Gott; der hat Segen, verseße mich in jenes Brodt und Leben. Ich will beten, Gott wird geben. Erbe, wo du mein Theil und Leben bist. Bliebst du nicht, Gott, im Himmel mein, so würd' er mir kein Himmel seyn. Mel. Wie nach einer Wasserq. 3. Ich will beten; Gott wird schonen, wenn mich mein Gewissen quält, weil noch Sünden in mir wohnen. Ach wer merkt, wie 481. Ich will beten, oft er fehlt? Gott, der ketGott wird hören; denn er nem Sünderflucht, wenn hat es zugesagt. Mich soll er herzlich Gnade sucht, Zweifel nicht bethören, wird mir nach Verund ich werde nicht ver- dienst nicht lohnen. Ich zagt, wenn er nicht zu will beten, Gott wird hören scheint; denn ich schonen. weiß wohl, wie er's meint. Es soll die Geduld sich mehren. Ich will beten, Gott wird hören. 4. Ich will beten; Gott wird stärken, wenn der Glaube wanken will. Werd'ichUnglückswetter merken, ist Gebet mein Saitenspiel. Beten und des und Tröster könnte seyn? Ich habe dich, das giebt mir Muth, auch wenn die Welt mir wehe thut. 6. Gedenke meiner, wenn ich sterbe! und wenn mich alle Welt vergißt, 2. Ich will beten, Gott wird geben; denn 542 Das christliche Leben. des Glaubens Kraft ist Mel. Ich will dich lieben, m. der Christen Ritterschaft. 482. Wie lieblich ist Fehlt's an Muth zu guten Werken, will ich beten; Gott wird stärken. 5. Ich will beten, Gott wird heilen; wenn der Leib in Schmerzen liegt, will ich zu dem Helfer eilen, dessen Wort den Tod besiegt. Hülf und süßen Trost empfäht, wer im Glauben kindlich fleht. Sollte Gott auch lange weilen, ich will beten; Gott wird heilen. es in der Stille, wo Gott allein zugegen ist, wo unser Herz in seiner Fülle der süßen Einsamkeit genießt! Da schmeckt man mit Zu friedenheit des Höchsten Gut und Freundlichkeit. 2. Wohl dem, der stets in Gottes Schranken Geist, Herz und Sinne halten kann! Der schwinget sich mit den Gedanken in heilger Luft zum Himmel an; der schmecket schon in dieser Zeit des Himmels reicheSeligkeit. 3. Was hängt man doch am Tand auf Erden, und denkt bald da, bald dort hinaus? Ihr, die 6. Ich will beten; Gott wird retten. Ich will, sinkt mein Lebenslicht, in des Vaters Schooß mich betten mit getroster Zuversicht. Wer im Ster ihr wollet selig werden, ben beten kann, ist gewiß recht wohl daran, und zerreißt des Todes Ket ten. Ich will beten; Gott wird retten. gedenkt an jenes ewge Haus, daß Gottes Huld für euch erbaut, und das ihr jetzt im Glauben schaut. 4. Gebet und Gottesdienst. 543 4. Ergößet euch an Mel. wunderbarer König. Geistesschäßen, die schön, 483. Gott ist gegenund unvergänglich sind, wärtig! lasset uns andie euren Geist in Ruh' beten, und in Ehrfurcht verseßen, wenn eitle Sin- vor ihn treten. Gott ist nenlust zerrinnt, geht in der Mitte! Alles in selbst in euer Herz hinein, uns schweige, und sich inund sammelt Himmels- nigst vor ihm beuge. Wer güter ein. ihn kennt, wer ihn nennt, fall' in Demuth nieder, geb' das Herz ihm wieder. 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebeuget dielig singen ihm zur Ehre nen. Heilig, Heilig, Hei aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unfre Stimm', wenn auch wir Geringen unser Opfer bringen! 3. Wir entsagen willig allen Eitelkeiten, die mit deinem Dienste streiten. Hier ist unser Wille, Seele, Leib und Leben, dir zum Eigenthum ergeben. Du allein sollst es seyn, dent 5. Mein Gott, eröffne mir die Pforte, führ' in die Stille mich hinein! Ich habe Lust zu deinem Worte; denn dieses stillet alle Pein. Komm, nahe dich, tilg' allen Schmerz und öffne jetzt mir Schrift und Herz! 6. Mein Glaube sieht den Himmel offen; er schwingt sich auf zu deinem Thron. So kann ich Gnad' und Leben hoffen, ob Sturm und Wetter mich bedrohn. Die Zeit eilt selig mir dahin, wenn ich mit dir alleine bin. 544 Das christliche Leben. den wir liebend ehren, falten, und der Sonne dem wir angehören. stille halten, laß uns so, 4. Majestätisch Wesen! still und froh, deine laß uns recht dich preisen, Strahlen fassen, und dich und im Geist dir Dienst wirken lassen. erweisen! Mögten, wie 7. Mach' uns nur eindie Engel, wir stets vor fältig, innig, abgeschiedir stehen, und dich gegen den, sanft und still in deiwärtig sehen! Laß uns dir nem Frieden! Mach' uns für und für trachten zu reines Herzens, daß wir gefallen, heilger Gott, deine Klarheit völlig vor Allen! schaun in Geist und Wahrheit! Laß das Herz himmelwärts wie ein Adler schweben, und in dir nur leben! 5. Licht, das Alles füllet, drin wir sind und weben, aller Dinge Quell und Leben! Meer ohn' Grund und Ende! Bunder aller Wunder! in dich senk' ich mich hinunter. Ich in dir, du in mir! laß mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden! 8. Komm, in uns zu wohnen! Laß schon hier auf Erden uns ein Heiligthum dir werden. Komm, du nahes Wesen! dich in uns verkläre, deine Lieb' in uns vermehre. Wo wir gehn, wo wir stehn, laß uns dein gedenken, uns in dich 484. 6. Du durchdringest Alles; laß dein Licht uns spüren, kräftig unser Herz berühren! Wie die zarten Blumen willig sich ent- versenken! Gebet und Gottesdienst. 545 Mel. Allein Gott in der höh'. Gott, geheiligt seyn, zum 484. Dich beten, Besten meiner Seele! Gott, die Himmel an, du 4. Es sehne Leib und Schöpfer aller Dinge! Seele sich, hin in dein und ich auch darf zu dir Haus zu gehen; es mich nahn; du hörst, Hungre, Herr, es durste wenn ich dir singe! Du mich, dein Angesicht zu hörst, und wohnest doch sehen! und mein Gemüth im Licht, in das mein sei freudenvoll, daß ich blödes Auge nicht vermag dein Lob verkünden soll hinein zu blicken.d und deine Stimme hören! $ 12. Muß selbst der rein- 5. Nimm hin mein sten Geister Heer sich, Herz, und wohn' in mir, Gott, vor dir verhüllen: damit mich nichts zerwelch eine Furcht muß streue, wenn ich dich lob', mich vielmehr vor deinem und mich in dir und Glanz erfüllen! Doch du deiner Gnade freue! Laß willst mir nicht schrecklich keine Sorgen dieser Zeit seyn; du willst, ich soll die Sorge für die Ewigmich deiner freun, dich keit in meiner Seele preisen, dich erhebenu no3. Ach zeuch mich, o mein Gott, zu dir am Tage deiner Ehre! Gieb, daß ich dann nur dich in mir empfind' und seh' und höre! Laß diesen Ruhetag allein dir, o mein Tilaa stören! dirigils non 6. Geheiligt laß vor deinem Thron, o Vater, mich erscheinen; geheiligt, Gott, durch deinen Sohn mein Herz mit dir vereinen! Was deiner Gnade Wort verheißt, gewähre M m mir 546 Das christliche Leben. mir dein guter Geist und aus reinem, gutem Herallen deinen Frommen! zen hat Gott, dein Vater, 17. Gieb, daß des Wortes Geist und Kraft mein ganzes Herz durchdringe, daß ich mit Fleiß, gewis senhaft und treu dein Recht vollbringe! Mach selbst bis auf den tiefsten Grund mein Herz mir und mein Leben kund, daß mich kein Wahn betrüge! moor nie verschmäht. Erschein' vor seinem Angesichte mit Dank und Demuth oft und gern, und prüfe dich in seinemLichte, und klage deine Noth dem Herrn. 2. Welch Glück, so hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu stehn! Der Herr des Himmels und der Erden, bedarf der eines Menschen Flehn? Sagt Gott nicht: Bittet, daß ihr nehmet? Ist des Gebetes Frucht nicht dein? Wer sich der Pflicht zu beten schämet, der schämt sich, and Gottes Freund zu seyn. 8. So wird dein Tag, o Vater, mir ein Tag des Heiles werden; so seh' ich und empfind' in dir den Himmel schon auf Erden; so werd ich nach der Prüfungszeit zur Ruh' in dei ner Seligkeit, zu deinem Anschaun kommen.. 3. Sein Glück von feinem Gott begehren, ist dies denn eine schwere Pflicht? und seine Wünsche Gott erklären, erhebt dies unfre Seele nicht? Sich in der Furcht des Höchsten onard G 102. g isd Mel. Wie groß ist des Allm. Jel 485. Dein Heil, o Christ, nicht zu verscherzen, sei wach und müchtern zum Gebet! Ein Flehn Gebet und Gottesdienst. 547 Höchsten stärken, in dem Hülfe schafft. Bet' oft, farken, in dem Vertraun, daß Gott uns liebt, im Fleiß zu allen guten Werken, ist diese Pflicht für dich betrübt? wenn innrer Trost dir fehlet; er giebt den Müden Stärk' und Kraft. DIDY 6. Bet' oft, und heiter im Gemüthe, schau' dich 4. Bet' oft in Einfalt an seinen Wundern satt. deiner Seelen; Gott sieht Schau' auf den Ernst, auf's Herz, Gott ist ein schau' auf die Güte, mit Geist. Wie können dir die der er dich geleitet hat. der er de Worte fehlen, wofern Bet' oft, durchschau' mit dein Herz dich beten heilgem Muthe die herzheißt? Nicht Töne ſind's, liche Barmherzigkeit deß, die Gott gefallen, nicht der mit seinem theuren Worte, die die Kunst Blute die Welt, der gebeut. Gott ist kein Sünder Welt befreit. Mensch. Ein glaubig 7. Bet' oft, entdeck' am Lallen, das ist vor ihm stillen Orte Gott ohne Beredtsamkeit. in tisd Zagen deinen Schmerz. 5. Bet' oft zu Gott, und schmeck' in Freuden, wie freundlich er, dein Bater, ist. Bet oftzu Gott, und fühl' im Leiden, wie gottlich er das Leid versüßt. Bet oft, wenn dich Versuchung quälet; Gott hört's, Gott ist's, der indute Er schließt vom Herzen auf die Worte, nicht von den Worten auf das Herz. Nicht dein gebognes Knie, nicht Thränen, nicht Worte, Seufzer, Psalm und Ton, nicht dein Gelübd' rührt Gott dein Sehnen, Mm 2 dein - 548 Das christliche Leben. dein Glaub' an ihn und Mel. Mein Herzens Jesu, m. 486. Gott, deine seinen Sohn. Gute reicht so weit, so weit die Wolken gehen; du krönst uns mit Barmherzigkeit, und eilst uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort; denn ich will Wort; denn ich will bir Deten! cars and vor vor 2. Jch bitte nicht um Ueberfluß und Schätze dieser Erden. Laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden! Gieb mir nur Weißheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen! bildut 3. Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr sie Menschen rühren; des guten Namens Eigenthum laß mich nur nicht no verlieren. Mein wahrer Ruhm 8. Bet'oft! Gott wohnt an jeder Státe, an keiner minder oder mehr. Denk nicht: Wenn ich mit Vie len bete, so find' ich eh bei Gott Gehör. saume nicht, in den Ge meinen auch öffentlich Gott anzuflehn, und seinen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern zu erhöhn. ne 9. Bet' oft zu Gott für deine Brüder, für alle Menschen, als ihr Freund: denn wir sind Eines Leibes Glieder; ein Glied davon ist auch dein Feind. Bet' oft; so wirst du Glauben halten, dich prüfen und das Böse scheun, an Lieb' und Eifer nicht erkalten, und stets zum Guten weise seyn. misa Gebet und Gottesdienst. Ruhm sei meine Pflicht, 3. Sei mein Beschüßer der Ruhm vor deinem in Gefahr; ich harre Angesicht, und frommer deiner immerdar. Ist Freunde Liebe. wohl ein Uebel, das mich schreckt, wenn deine Liebe mich bedeckt? 4. So bitt' ich dich, Herr Zebaoth, auch nicht um langes Leben. Im 4. Ich bin ja, Herr, in Glücke Demuth, Muth in Noth, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit; laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden! deiner Hand; von dir empfing ich den Verstand. Erhalt' ihn mir, o Herr, mein Hort, und stärk' ihn durch dein göttlich Wort. 5. Laß, deines Namens mich zu freun, ihn ſtets vor meinen Augen seyn; laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thätig seyn. 1015 6. Das ist mein Glück, was du mich lehrst; daß sei mein Glück, daß ich zuerst nach deinem Reiche tracht, und treu in allen meinen Pflichten ſei. 7. Gieb von den Gütern dieser Welt, o Herr, so viel, als dir gefällt; gieb deinem Knecht ein mäßig Theil, 9nd ou Mel. Wenn wir in höchsten 7. 487. Ich komme vor dein Angesicht; verwirf, oGott, mein Flehen nicht! Vergieb mir alle meine Schuld, du Gott der Gnade und Geduld! 2. Schaff' du ein reines Herz in mir, ein Herzvoll Lieb' und Furcht vor dir, ein Herz voll Demuth, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Lebenlang. 549 Das christliche Leben. 550 Theil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. Fleiße 8. Schenkt deine Hand mir Ueberfluß, ſo laß mich mäßig im Genuß, und, dürftge Brüder zu erfreun, stets einen frohen Geber seyn. 9. Gieb mir Gesundheit, und verleih', daß ich ſie nük' und dankbar ſei, 1920 und nie aus Liebe gegen sie mich zaghaft einer Pflicht entzieh'. LUST 12. Und wenn sich wird mein Ende nahn, dann nimm dich meiner herzlich an, und sei durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. T Mel. Jesu, meines Lebens L. 488. Herr, vor dem die Seraphinen mit verdecktem Antlig stehn! darf sich Erd' und Staub erkühnen, dich mit Bitten anzugehn? Doch dein Wort: Ihr sollet beten! heißt mich freudig vor dich treten; und dein Ohr, das Alles hört, ist von mir nicht abgekehrt. 2. Mein Gespräch wird dich vergnügen, wenn die Seele selber spricht. Knieend will ich vor dir liegen, aber doch mit Zuversicht. Dies mein seligstes Geschäfte fördern deines Geistes Kräfte; und des 1940 jom og 10. Erwecke stets mir einen Freund, der's treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rath und Trost und Beispiel giebt. 11. Bestimmst du mir ein längres Ziel, und werden meiner Tage viel: so sei, Herr, meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nicht. Gebet und Gottesdienst. des Sohnes Opferblut hast du ein Reich bereitet, machet auch mein Räuchwerk gut. ld 43. Ewiger! sammt Erd' und Meere ist der hohe Himmel dein. Du bist König, Herr der Heere; dennoch willst du Vater seyn. Auf dein gütiges Vergönnen will auch ich dich Vater nennen; und die Macht, die schrecken kann, flammet nur mein Hoffen an. wo uns Rettung offen steht. Herrsche denn, o Gott, auf Erden, laß uns gang dein eigen werden, und die Gnade dieser Zeit sammle Viel zur Herrlichkeit. an 4. Billig muß mein er stes Bitten auf dich selbst, o Vater, gehn. Gieb uns Kraft, durch Lehr' und Sitten deinen Namen zu erhöhn. Laß dein Volk dich würdig ehren; alle Welt laß von dir hören; Allen sei der Wunsch gemein: Nur der Herr soll Herrlich seyn! ng sid 5. Hat der Feind die Welt verleitet, und sich 551 6. Unser Wirken und Ergehen sei nur das, was dir gefällt. Nichts laß glücken noch bestehen, was sich dir entgegen stellt. Billig sind wir wohl zufrieden, ja, der Himmel ist hienieden, wenn nur immer das geschieht, was dein Auge gerne sieht. 7. Schau', dich bitten hier im Leben deine Kinder auch um Brodt. Bater, ach dein mildes Geben stille täglich unfre Noth. Dieser Wunsch geht nicht auf's Weite; gieb nur heute gnug für ihr zum Haupt erhöht: so heute. Morgen wird ein 552 Das christliche Leben. ein neues Flehn neues drücket und bedroht? Manna fallen sehn. Schreckt uns nicht, nebst 8. Unser hoffendes stetem Fehlen, Unglück, Verlangen schreckt die Schmerz, Verlust und Schuld, die uns be- Noth? Vater, kommen schwert. So viel Böses solche Wehen, so laß jede ist begangen; sind wir bald vergehen. Schläfre denn des Guten werth? legtlich alle Pein mit uns Vater, laß dich gnädig selber selig ein. finden, und vergieb uns alle Sünden. So sei dem, der uns gekränkt, gleichfalls alle Schuld geschenkt. nast 11. Nun, wir hoffen, was wir baten. Ja, du hörst, denn du regierst. Leicht kann uns der Scepter rathen, den du so gewaltig führst. Und dir ziemt, o Gott der Ehren, unser Flehn und dein Erhören. Drum giebt sich mein Herz zur Ruh', und spricht Amen! gleich3309. Vater, schau', auf allen Seiten ist uns Netz und Strick gestellt. Mit mir selber muß ich streiten; ja, uns drohet Höll' und Welt. Soll mir dies den Vorwand lehnen, wie du. mein Verbrechen zu bed id mod ap] jis re Mel. Wer nur den lieben G. 1ST SUR 489. Herr, der du gnädiguns erhörest, wenn wir im Glauben zu dir flehn, und überschwanglich uns gewährest, mehr als schönen? Nein, mein Wunsch ist deine Kraft, und der Sieg, den diese schafft. Jun de 10. Ach! wer kann das Uebel zählen, das uns Gebet und Gottesdienst. 553 Herr, hilf, die Seele zagt! Er wird es thun, wird euch erfreun, und Noth und Gram und Angst zerstreun.dalo als wir bitten und verstehn, versichre, wenn ich bete, mir: Ich höre dich und helfe dir! 2. Mir fehlt oft Kraft und Lust zu beten; schaff' 5. Ihr Matten, kommt! in mir beides, Geist des Herrn! denn durch dein kräftiges Vertreten bet' ich erhörlich, oft und gern. Sprich: Ich will's thun; sei eingeweiht zu des Gebetes Freudigkeit! 3. Mein Heiland lehrt: Wer sucht, soll finden; wer anklopft, dem wird aufgethan. Drum sieh mein betend Unterwinden in Christo, Vater, gnädig an! Sprich: Ich will's thun; du findest hier ein offnes Ohr und Herz bei mir. nor 4. Kommt, ihr geängstetenGewissen, wenn Gram und Noth am Herzen nagt! legt eure Laft zu Jesu Füßen, und seufzt: soni kommt her, ihr Kranken, zum Arzt, und betet: So du willst! wir hoffen glaubig ohne Wanken, daß du der Deinen Sehnsucht stillst! Er wird es thun, er ist der Herr; von Tod und Krankheit rettet er! 6. Wenn Feind' und Trübsalswetter stürmen, so flieht zu eurem Fels und Hort! Er wird euch retten, euch beschirmen; denn er ist treu und hält sein Wort. Er wird es thun; in Sturm und Noth bleibt er uns Fels und Schuß und Gott. 7. Laß in Versuchung uns nicht sinken; reich uns, wie Petro, Herr, die Hand! Wenn uns die Welt Das christliche Leben. 554 Welt und Lüste winken, so zeuch uns durch der Treue Band! sprich: Ich will's thun; ihr sollt es sehn, und aus dem Kampf als Sieger gehn. Früchte bringen, und mit göttlicher Gewalt tief in unsre Herzen dringen, je des Irrthums Nacht zerstreuen, und uns unsren Sinn erneuen! hut dhe 8. Führ' endlich uns 3. Mach' uns so dein als Himmelserben zu deinem Anschaun aus der Welt! gieb, daß wir sanft und freudig sterben, und unser Haus sei stets bestellt! sprich: Ich will's thun; ihr seid ja mein, und euer Tod soll selig seyn! Wort bekannt, daß wir dessen Vorschrift üben, dich und den, den du gesandt, Jesum Christum, herzlich lieben, daß kein Leid und keine Freude uns von dieser Liebe scheide! Mel. Schmücke dich, o liebe. Mel. Liebſter Jeſu, wir ſind. 490. Herr, vor deinem Angesicht hat die 491. Zeige dich uns ohne Hülle! ström' auf uns der Gnade Fülle, Andacht unsversammelt. daß an diesem Gottestage Ach! verwirf die Bitte unser Herz der Welt entnicht, die dein Volk dir, sage, daß, o du, der starb, Höchster, stammelt; hör' vom Bösen uns Gefallne auf unsre schwachen Lie- zu erlösen, deine glauder, und sieh' gnädig auf bende Gemeine mit dem uns nieder! hin& Vater sich vereine! 2. Laß das Wort, das Hier erschallt, viele gute 2. O daß frei von Erdenbürden und der Sünde Gebet und Gottesdienst. 555 Sünde Lasten würden wo nicht mehr die Streiunsre Seelen! unser ter ringen, wo sie SieWille sanft, wie diese geslieder singen! Sabbathsstille! daß von fern aus Himmelshöhen wir des Lichtes Aufgang sähen, das die Seligen verkläret, wo der Sab bath ewig währet! 3. Was ich strahlen seh' amThrone, ist es nicht der Sieger Krone? was von dort herab ich höre, sind's nicht Ueberwinderchöre? Feiernd tragen sie die Herz. Palmen; ihr Triumph erschallt von Psalmen. Herr! du selber wollst mich weihen diesem Sabbath deiner Treuen! 4. Decke meiner Sun den Schande mit dem festlichen Gewande deiner Unschuld, daß am Tage deines Heils ich froh es wage, dort zu wandeln, wo voll Gnaden deine dixa Mel. Ich will dich lieben, m. 492. Mein bester Trost in diesem Leben ist ein Gebet zu meinem Gott. Dies kann mir Kraft in Schwachheit geben, Geduld und Muth in jeder Noth, bei jedem Gram, bei jedem Schmerz ein ruhiges, zufriednes 2. Wie kann ich Trost und Frieden finden, wenn mein Gewissen mich verklagt, wenn bei der Menge meiner Sünden mein Herz vor seinem Richter zagt? Nichts tröstet mehr als ein Gebet, das bei dem Herrnum Schonung fleht. abi 3. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den Schaar du eingeladen, Niemand ich entdecken kann: 556 Das christliche Leben. kann: dann ruf' ich Gott, kann: so ruf ich Gott der mich erhöret, umTrost doch nicht vergebens um in diesem Kampfe an. seinenTrost und Beistand Ich weiß, wer ihm mit an, der, wenn die Sprache Zuversicht ſein Leid klagt, mir vergeht, auch meine den verwirft er nicht. Seufzer noch versteht. 4. Ruf'ich Gottan beispils sid end usb) dem Geschäfte des Amtes, Mel. Mein Jesus lebt, was. das er mir verlieh: so 493. Wagst du vor 140 fleh' ich nicht umsonst um Gottes Thron zu treten, Kräfte; der Gott der so mache dich bereit, mein Stärke giebt mir sie; er Christ, in Geist und giebt aus väterlicher Huld Wahrheit anzubeten den mir Segen, Weisheit und Gott, der Geist und Geduld. Wahrheit ist. Nichts stdre dich in deiner Ruh'. mit wem bedenk' es!— redest du? sio modes 5. Wenn, böser Lüste Macht zu dämpfen, mir Schwachen Muth und Kraftgebricht: dann bitt' ich Gott; er hilft mir kämpfen; er giebt mir Muth zu jeder Pflicht; und stark durch meines Gottes Kraft, bezwing' ich jede Leidenschaft. - 2. Er ist's, dem alle Himmel dienen, der Herr und Schöpfer aller Welt, vor dem das Chor der Seraphinen verhüllt in Demuth niederfällt; Jehovah, er, der ewig war und ist und seyn wird noorbe Si 3. 6. Wenn ich im letzten Kampf des Lebens bei Niemand Hülfe finden immerdar. Gebet und Gottesdienst. 557 3. Durch ein verstell- diesem Himmelsglück oft tes Händefalten, durch Theil. prächtger Worte leeren 6. Mußt du in Angst Laut ist bei dem Herrn und Kummerschmachten, Nichts zu erhalten, der so klage deine Noth dem auf das Herz nur immer Herrn! Er wird dein Fleschaut. Vor ihm gilt hen nicht verachten; er nicht der äußre Schein; ist allmächtig, und hilft man muß nicht scheinen, sondern ſeyn. and4. Ein zuversichtlich kindlich Lallen, ein wah003. ફોટો rer Glaub' an Jesum 7. Wenn gute Thaten Christ, der voll Begier, dir gelingen, preis ihn, Gott zu gefallen, durch der dich als Vater liebt, reine Liebe thätig ist: ihn, welcher Wollen und dies ist's, was durch Vollbringen durch ſeinen die Wolken dringt, und Geist zum Guten giebt; Heil und Segen nie- und zuversichtlich rufe derbringt. min dou dann um diesen Geist gern. Verbirgt er ja ſein Angesicht- er hilft gewiß; verzage nicht! 5. O welch ein Glück, ihn ferner an. schon hier auf Erden mit Gott im Glauben umzugehn, ſchon bier be schon hier den Engeln gleich zu werden, die stets anbetend vor ihm stehn! Mensch, nimm zu deinem eignen Heil an 11902 8. In guten und in bosen Tagen laß das Gebet dein Labsal seyn; so wirst du nie voll Kleinmuth zagen, und nie dich übermüthig freun; in deinem Herzen und mit dir bleibt 558 Das christliche Leben. bleibt Gottes Friede 5. Kraft und Muth für und für. 2 und Herzensfreude, allen Menschen wohlzuthun; Trost und Stärke, wenn ich leide, sanft und still in dir zu ruhn; 6. Muth, den Lastern auszuweichen, ihrem Reiz nicht nachzugehn, wenn fiestürmen oderschleichen, unerschüttert feſt zu ſtehn. 7. Nur auf deinen Willen sehen, dich, sonst keine Seele, scheun, fest in deiner Liebe stehen, Vater, suddir stets nahe seyn: Mel. Ringe recht, wenn G. any 494. Nicht um Reich thum, nicht um Ehre bitt' ich, bester Vater, dich. Wenn ich Weltbesitzer wäre ohne Gott, wie arm wär' ich! 2. Nicht um thránenlose Tage, Vater, fleht mein Herz dich an; sende Freude, sende Plage, wenn ich dich nur lieben kann! 915 3. Weisheit nur, dich zu erkennen, nur ein red lich stilles Herz, Vater 8. Diesen Wunsch des Herzens stillen- Vater, wer vermag's als du? First kindlich dich zu nennen und um Jesu Christi in der Freude und im Schmerz; e 8 4. Dankempfindung d beim Genießen deiner Gaben wünsch ich mir, stillen Frieden im Gewis sen, Freud'am Guten und in dir; willen, Gott der Gnad', erfüllst ihn du! e sahi Mel. Ich will dich lieben, m. 495. Noch fing' ich hier aus dunkler Ferne, Gott meines Lebens, dir mein Lied. Wenn einst, weit Gebet und Gottesdienst. weit über alle Sterne, dich mein verklärtes Auge sieht: dann schallet dir im Jubelklang der Ueber winder mein Gesang. 2. Wohl mir indeß! du schaust hernieder, hörst, was dein Kind nur lallen kann; das Flehn, den Dank der schwachen Lieder nimmst du mit Huld als Vater an; und meine Besserung und Ruh' nimmt durch ein frommes Lied oft zu. this s 3. Froh wall' ich hin mit meinen Brüdern zu deines Tempels Heilig thum. Da schallt in dir geweihten Liedern des Dankes Stimm' zu dei nem Ruhm; und dann durchwandeltmeine Brust ein fromm Gefühl von heilger Luft, nism 4. Die Kraft von deinen Himmelslehren er559 Geist, wenn er, vereint mit heilgen Chören, Gott, deinen großen Namen preist, Anbetung dir und Ehre bringt, und Fülle der Empfindung singt. 5. Oft hab' ich auch Suport d in stillen Stunden, wenn ich dir meine Freuden sang, der Andacht reine Gluth empfunden, die da durch meine Seele drang. Mein Herz, wenn dir mein Lied erscholl, ward seliger Empfindung voll. 6. Ich habe mir die Last der Leiden oft durch ein Trostlied leicht geicht ge macht, und, statt des Kummers, Nuh' und Freuden in mein beklommnes Herz gebracht, die Hoffnung lebte wieder auf, sang ich zu dir, mein Gott, hinauf.sins up 7. Doch sing' ich noch aus dunkler Ferne. O gießet sich durch meinen welche Wonne wird es seyn, 560 Das christliche Leben. seyn, wenn einst, weit zu dir bekehren, und wir über alle Sterne, Gott, Alle, Gott, durch dich mich dein Antlig wird er gern vollbringen, was freun! Da bin ich ganz wir hören, Alle fromm dir Lobgesang in aller durch dich auf Erden, und Himmel Jubelklang.nd im Himmel selig werden! end fun Jesu, wir sind. Mel. Sollt es gleich bisweil. riad andr mell 498. Urquell aller Seligkeiten, die in Stromen sich verbreiten durch der Schöpfungen Gebiet, Vater, hör' mein flehend Lied! ot is band immu 2. Nicht um Güter dieser Erde, des erhabnern Geists Beschwerde, nicht um Goldstaub, der verweht, nicht um Ehre, die vergeht.efinstdisure Mel. Liebster 496. Deiner Wahr: heit reines Licht leuchte jetzt auch unsern Seelen, daß wir ihrem Unterricht folgen und das Gute wählen.Lenke, Herr, Gebet und Lehre uns zum Heil und dir zur Ehre! Mel. Liebster Jeft, wir find. STITION 2 497. Wir erscheinen hier vor dir, dich, Vater, zu verehren, und mit Andacht und Begier auf dein heilig Wort zu hören, von der Welt uns zu entfernen, und des Lebens Weg zu lernen. C2. Hilf, daß alle Sün3. Schätze, welche nie verstäuben, Tugenden, die ewig bleiben, Thaten, eines Christen werth, sind es, die mein Herz begehrt. 4. Geber aller guten Gaben! festen Glauben der sich durch dein Wort mögt' ich haben, wie ein Gebet und Gottesdienst. 561 ein Meerfels unbewegt, wenn die Lippen sich entwenn an ihn die Woge schlägt; and fårben, diesen Seufzer noch von mir: Jesu, nimm den Geist zu dir! 5. Lieb', aus deiner Liebe stammend, immer rein und immer flamMel. Wohl mir, Jesus, meine. mend, Liebe, die dem 499. Gottesruhe, Feind verzeiht, und dem Sabbathstille komm Freund das Leben weiht; herab vom Himmels6. Hoffnung, die mit Thron! Bring' uns reihohem Haupte, wenn die ner Andacht Fülle in das Welt ihr Alles raubte, Herz, von Gottes Sohn! hinblickt, wo sie wonne- Lehr' uns hören, beten, voll Alles wiederfinden singen, gläubig uns der foll; del om u Welt entschwingen! 7. Hohen Muth im 2. Mache himmlisch Kampf des Christen mit unsre Seelen; dämpfe des Erdenstaubes Lüsten; jede Leidenschaft; wenn Sieg dem Geist, und, uns Erdensorgen quälen, wenn er siegt, Demuth, Geist des Herrn, so gieb die in Staub sich schmiegt; uns Kraft, Wahrheit, 8. Stärke, dieses Lebens Leben, Licht und Stärke, Plagen mit Gelassenheit hinzuschaun auf Gottes zu tragen; stilles Harren, Werke.sidi fun doved bis der Tod mich erlöst auf dein Gebot; 9. Und dann ChristenMuth im Sterben- 891100 3. Zieh' des Zweifels dunkle Wolke von dem Geistesaug' zurück! Jesu, schenke deinem Volke in Nn dein 562 Das christliche Leben. dein Leiden einen Blick, 7. Wenn wir unfre daß wir mit zu Grabe Hånd erheben für die gehen, und im Geist mit Obern, für das Land, dir erstehen! admin für der treuen Bürger Leben, für die Werke dei ner Hand und für Jesu Christi Glieder: sende dann Erhörung nieder! 4. Heilig seien die Gesånge, und die Predigt, die uns lehrt, Gotterfüllt der Beter Menge, und des Sünders Herz bekehrt. Sammle Thränen, die die Deinen in der Gluth der Andacht weinen! 5. Gläubig laß des Himmels Erben sich dem Liebesmahle nahn! Kei ner müsse zum Verderben deinen Leib, dein Blut empfahn. Dieda schlafen, Herr, erwecke! die dir widerstehn, erschrecke! 6. Tröste, die mit schwerem Herzen still in deinem Tempel stehn; sieh herab auf ihre Schmerzen und der stummen Blicke Flehn! Wittwen, Waifen, Arme tröste; pflege, Herr, fie als Erlöste! misd 8. Wenn wir Vater Unser! Beten für des kranken Bruders Qual, der mit bangen Seelennöthen sieht hinab in's Todesthal: ach! so laß auf unser Flehen seine Qual vorübergehen 19. Bis wir alle hin gelangen, hin zu dir, o Lebensfürst, wo du von der Deinen Wangen malle Thränen trocknen wirst; wo wir, Engel Gottes, euern großen Sabbath mit euch feiern! 007 olishim do god bi Mel. Wie schön leucht't uns. 08 500. Sei uns gesegnet, Tag des Herrn! Zu Gottes Gebet und Gottesdienst. Gottes Preise nah und fern erwacht der Christen Menge. Ihr Lobgesang tönt spät und früh; zum Heiligthume wallen sie in festlichem Gedränge. Froher schallen hier die Lieder, wo die Brüder, anzubeten, sind vereint vor Goft getreten. Das 2. Doch reicher noch strömt uns der Segen, der auch dem stillen Beter lohnt, in Gnad' und Wahrheit hier entgegen, wo deines Namens Ehre wohnt, wo Greis und Jungling, Mann und Kind zu deinem Ruhm versammelt sind. Jduse 3. Hier, wo, beseelt von gleichem Triebe, ein Lobgesang den andern hebt, und Alles, voll von deiner Liebe, in Einem Geiste lebt und webt zustrebendo schwie stärket da und tröstet mich der heilige Gedank' an dich! 4. Enthülle dich aus deinem Worte, Gott, Allerheiligster, uns ganz! Nicht hier allein, an №n 2 jedem 2. Komm, Geist der Andacht und der Ruh?! auch unsernTempelweihe du zu feierlicher Stille! Mach' unser Herz vom Irrthum los; uns werde Gottes Name groß, sein Wille unser Wille. From me Liebe, Brudertreue muss auf's neue uns beleben, dem Erldser nach 1563 Himmel tönt sie wieder, nicht dir geweihte Hallen nur. Dein Tempel ist die weite Welt, ist jedes Herz, das dir gefällt. his Mel. Der du dein Wort mir. 501. Dich preifen, Herr, Gesang und Lieder in tausend Stimmen der Natur; und Erd' und GHI 564 Das christliche Leben. jedem Orte umstrahl' uns glaubensvoll. Wir komdeines Lichtes Glanz, daß Geist und Herz nur dir sich weih' und deines Geistes Tempel sei! and mòn Mel. Komm, heiliger Geist. men nach der Våter Weise mit Dank und Flehn zu deinem Preise; sei, Herr, mit uns! sei, Herr, mit uns! 3. Hier haben wir uns dir geweiht, hier feierlich den Bundes- Eid der ewgenTreue dir geschworen, zum Führer Jesum erkoren. Hier sahn wir seines Lichtes Strahl; hier labte uns sein Abendmahl; und wenn des Herzens Muth gefallen, erhob er sich in diesen Hallen zu dir empor, zu dir empor! ds 502. Laß, Herr, dies Haus uns heiligseyn, und kehr' in ihm, kehr' in uns ein! Dir hat es frommer Sinn erhoben, dich tau sendstimmig zu loben. Dein Segen hat auf ihm geruht, du, aller Welten höchstes Gut! Du hast, o Gott, den wir nicht fassen, dich hier nicht unbezeugt gelassen. Gelobt seist du! Gelobt seist du! 4. In diesem heilgen 2. Wir nahn uns, Bau erklang oft tausendEwger dankend dir in facher Lobgesang; hier deiner heilgen Wohnung tönten dumpf der Wehhier, wo die, die längst muth Lieder am Sarge hinübergingen, getrosten entschlafner Bruder; hier Muth stets empfingen, sangen sie, für dich entwo sie, wenn ihre Thräne glüht, einst Pilger noch, quoll, zu dir sich wandten ihr Pilgerlied. Hier stieg Sufe # 5091 Gound Himmlischer Sinn. 565 Puspies und steigt zu deinen Hd tern. Wir beten an, wir hen, Allmächtiger, der beten an. Schwachheit Flehen, von 6. Laß, Herr, dies Haus dir erhört, von dir erhört. 5. Hier bauet stets noch, Gott, dein Sohninunfren Herzen seinen Thron; hier ist er, den du einst gesendet, noch segnend uns zu gewendet; hier schwebt er unsern Seelen vor, und unsreLiebeflammtempor. Wir preisen ihn gleich ununs heilig seyn, und kehr in ihm, kehr in uns ein! Kein andres Haus sei uns so theuer, als dieses Haus deiner Feier! Hier weile Jeder froh und gern voll Seligkeit vor dir, dem Herrn! Hier ſorge Jeder für die Seele, und keiner der Gerufnen fehle sern Vätern, den from bei dir, dem Herrn, bei men, glaubensvollen Be- dir, dem Herrn! ordinanntidsf andise sid 9. Himmlischer Sinn und Vorbereitung dasgus thi minog mop: ahiste nijanse Mel. Gwelt, ich muß dich. 2. Wie viel ist längst 503.Die Herrlichkeit vergangen! Wie vieler der Erden muß Staub Menschen Wangen sind und Asche werden; kein heute schon erblaßt, die Fels, kein Erz bleibt stehn. lange Rechnung machWas uns hier mag er ten, und nimmer es gößen, was wir für ewig bedachten: Der Mensch schäßen, wird wie ein ist Fremdling hier und leichter Traum vergehn. Gast! conu auf die Ewigkeit. of: 19pis and d 190196 TAGA 3. 566 Das christliche Leben. 3. Was hilft uns alles Genuß! Was ist's, wo Wissen? Wir werden mit wir prangen? wo hingerissen, der morgen, wirst du Ehr erlandieser heut'. Was nüßt gen, die nicht zuletzt verder Schlösser Menge? schwinden muß? sic Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zut weit. id bu 7. Was sind selbst alle Throne, da keine Erdenkrone kann unvergånglich seyn? Es mag vom Todesreihen kein 4. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir unsterblich achten, Scepter dich befreien, ist nur ein falscher Wahn; so bald der Geist gewichen, und unser Leib verblichen, fragt Keiner, was wir hier gethan. 5. Wie bald wird das zerrinnen, was wir mit kein Purpur, Gold, noch SER edler Stein.j 8. Wie, wenn die Sonn'aufgehet, die Rose blühend stehet in ihrer schönsten Zier, und doch verwelkt sich beuget, eh' Müh' gewinnen, was sich der Abend zeiget: so saurer Schweiß erwirbt! blühen und verwelken @.80€ wir. Was Menschen hier be sigen, kann vor dem Tod 9. Froh wachsen wir nicht schüßen. Dies alles stirbet, wenn man stirbt. auf Erden, und hoffen groß zu werden, von 6. Was sind des Schmerz und Sorgen Lebens Freuden? wie frei; doch in den schönbald folgt Angst und sten Tagen, eh' wir noch Leiden und Reue dem Früchte tragen, bricht uns Himmlischer Sinn, 567 uns des Todes Sturm was stets Genuß der entzwei. desdbsar senh2 Seele soll bereiten. sid 910. Wir rechnen Jahr' 2. Das alles ist für auf Jahre; indeß wird sie zu klein, was Welt und schon die Bahre vor unser Erde haben; nur Gott, Haus gebracht. Dann das höchste Gut allein, müssen wir von hinnen, kann sie mit Wonne laeh' wir uns noch besin ben. Darum entschwinge nen, und uns bedeckt des dich, mein Herz, der Erde, Grabes Nacht. ing so steige himmelwärts zu 11. Wohl dem, der Gott, dem ewgen Gute! Gott vertrauet! Nur er 3. O höchstes Gut! hat fest gebauet; und ob sei hier und dort mein er hier gleich fällt, wird er Reichthum, Lust und doch dort bestehen, und Ehre. Gieb, daß in mir nimmermehr vergehen, sich fort und fort das weil ihn die Allmacht Sehnen nach dir mehre, selbst erhält. so daß ich dich stets vor Augen hab', mir selbst und allem sterbe ab, was mich von dir will ziehen. dausza offed Mel. Es ist gewißlich an d. ha Ionia ning 504. Ach! meine Seel' kann ihre Ruh' im 4. Hilf, daß ich meiZeitlichen nicht finden. nen Wandel führ' schon Gut, Wollust, Ehre muß hier im Himmel oben, da im Nu, gleichwie ein ich werd' ewig seyn bei Dampf, verschwinden. dir, dich schauen und dich Unsterblich ist die Seel'; loben; so kann mein Herz es muß unsterblich seyn, zufrieden seyn, und finHIST90 det 568 Das christliche Leben. det, Gott! in dir allein schen, daß des Tages die wahre Ruh' und Freude. Länge werde durch die Nacht verzehrt, daß ſie nach so vielen Lasten können sanft und sicher rasten. Mich erquickt mur, was mich eint Jesu, meinem besten Freund. de 5. Hiezu gieb mir von deinem Thron, o Vater! Gnad' und Stärke. Zer stor', o Jesu, Gottes sohn! des Fleisches Lust und Werke. O heilger Geist! steh' du mir bei, daß mein Begehren dies nur sei Gott über Alles lieben. sidhd Gun uguindicii 505. Du, o schönes Weltgebäude, magst gefallen, wem du willt: du hast dennoch keine Freude, die des Herzens Sehnsucht stillt. Denen, die den Himmel Hassen, will ich ihre Weltlust lassen, bin ich nur mit dir vereint, o mein Jesu, bester Freund! den 3. Andre mögen mit denStürmen ringen, und durch Meere ziehn, eitle Schäße aufzuthürmen, die im Tode doch entfliehn: ich will mit des Glaubens Schwingen zu den Sternenhöhen dringen, wo mit dir ich bin vereint, Jesu, du mein bester Freund. degus 2. Mude, die der Arbeit Menge und der heiße Strahl beschwert, win 390 4. Tausendmal pfleg' ich zu sagen, und noch tausendmal dazu: Ach! würd' ich in's Grab getragen! o so kam' ich bald zur Ruh'; lound mein beßres Theil, das würde, frei von dieses Leibes Bürde, ewig ganz mit dir vereint, Himmlischer Sinn. 569 vereint, o mein Jesu, schauen; muß ich hier bester Freund.bin had im Thránenthal noch 5. Komm, o Tod, des durch's Meer der Sorgen Schlafes Bruder, komm gehen will ich doch und führe mich nur fort; von Herzen flehen: Wär löse meines Schiffleins ich stets mit dir vereint, Ruder, bringe mich zum o mein Jesu, bester sichern Port! Es mag, Freund! sdoar vadiund wer da will, dich scheuen: mich kannst du vielmehr erfreuen; durch dich werd' ich ja vereint Jeſu, mei nem besten Freund. 6. Könnt' ich heute noch, entronnen allen Banden, Jesu Christ, kommen zu des Himmels Sonnen, wo das Haus des Friedens ist! Da wollt' ich in höhern Weisen deines Namens Ehre preisen, mit den Engeln dir vereint, o mein Jesu, bester Freund! lors dis doir tauck chu 7. Doch soll ich die sel'gen Auen und der Himmelssonne Strahl noch nicht, wie ich wünsche, thin - bed) findnách 506. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtig ist der Menschen Leben! Wie ein Nebel bald entstehet, und auch wieder bald vergehet, so ist unser Leben; sehet! 2. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen, und im Laufe nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen.3 mooight 3. 2ch! wie nichtig, ach! wie flüchtig ist der Menschen Freude! Wie da wechseln Stund' und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried' 570 Das christliche Leben. Fried und Streiten, so nes Werk ersonnen, ist sind unsre Fröhlichkeiten. doch nicht dem Tod ent# 1904. Ach! wie nichtig, ronnen mod sie ach! wie flüchtig ist der 8. Ach! wie nichtig, Menschen Schöne! Wie ach! wie flüchtig ist ein Blümlein bald ver- der Menschen Herrschen! gehet, wenn der Wind Der durch Macht empor darüber wehet, so ist unsre gestiegen, muß troß HerrSchönheit; sehet! scherstab und Siegen doch thi5. Ach! wie nichtig, imGrab'erniedrigtliegen. ach! wie flüchtig ist der Menschen Ehre! Wer noch gestern hoch gesessen, seiner Würden sich vermessen, deß ist morgen schon vergessen.d 6. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtig ist der Menschen Stärke! Wem das schwerste Werk gelungen, wer mit Löwenmuth gerungen, wird zu letzt vom Tod bezwungen. sei17. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtig ist der Menschen Wissen! Wer der Weisheit Preis ge wonnen, und manch schöasin 9. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtig sind der Menschen Schätze! Es kann Gluth und Fluth entstehen, daß, eh' wir es uns versehen, Alles muß zu Trümmern gehen.d 10. Ach! wie nichtig, ach! wie flüchtig sind der Menschen Sachen! Alles, Alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen; wer Gott hat, bleibt ewig stehen. bila buc Mel. Herzlich thut mich verl. 507. Ich bin ein Gaſt auf Erden, und hab' hier vernicht Himmlischer Sinn. 571 nen Tagen von früher wandr ich Jugend an viel Müh' und Noth getragen. So lang' ich denken kann, hab' ich so manchen Morgen, ſo manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. modu 3. So ging's den frommen Alten, die schon des Glaubens Preis aus Gottes Hand erhalten. Ihr Loos war Kampf und Schweiß; ihr Ruhm war Dulden, Tragen; ihr Kreuz war schwer und groß, bis sie gerettet lagen in ihres Grabes Schooß. nicht Bestand. Der Himm4. Ich habe mich er mel soll mir werden; da geben in gleiches Glück ist mein Vaterland. Hier und Leid; was will ich muß ich Unruh' haben; besser leben in dieser dem Grabe wall' ich zu. Sterblichkeit? Es muß Dort wird mein Gott ja durchgedrungen, es mich laben mit ewger muß gelitten seyn; wer Sabbathsruh'.disnd nicht hat wohl gerungen, 2. Ich hab' in mei geht nicht zur Freude ein. ono 5. So Jai DI meine Straße, die zu der Heimath führt, wo mich 9000. im reichsten Maaße mein Vater trösten wird. Mein Vaterland ist droben, wo mit der Engel Schaar die Seligen ihn loben, der seyn wird, ist und war. 6. Dort schweigt das Weltgetöse; dort ist die Sehnsucht still. Ach! komm, mein Gott, erlöse mein Herz, wenn dein Herz will! komm, mach' ein selig Ende mit meiner Wanderschaft; und was mich kränkt, das wende durch 572 Das christliche Leben. durch deine Huld und nimm dies wohl bin Kraft.biolinsdag Acht! disi 19T 7. Du, meines Herzens 2. Dies Leben ist Freude, du meines Lebens Licht, du ziehst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, in's Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll und leuchtend, wie die Sonne, mit Engeln leben soll. 8. Da will ich immer wohnen, und nicht nur gleich einem Traum; ein Nichts, ein leichter Was serschaum ist alle seine Herrlichkeit. Der Strom der Zeit reißt schnell uns fort zur Ewigkeit. Sed 190 18 3. Nur du, Jehovah, bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Es falle Berg und Hügel als ein Gast, bei denen, hin! mir bleibt's Gedie mit Kronen du ausge- winn, wenn ich dein todt QION'S schmücket hast; da will und lebend bin. bodß ich herrlich singen von dei- 4. So lang' ich noch auf Erden wohn', erwecke mich, o Gottes Sohn! daß ich mich stets erhalte wach, und jeden Tag, eh' ich noch sterbe, sterben mag. 508. Wie fleucht dahin der Menschen Zeit! 5. Was hilft die wie eilen wir zur Ewigkeit! wie mancher sinkt, eh' er's gedacht, in's Todes Nacht! O Seele, brud COMIT nem großen Thun, und, frei von eiteln Dingen, in meinem Erbtheil ruhn. ad otaiselle and Mel. Ich hab mein' Sach G. bab mein' Welt in Todesnoth? was Ehr'und Reichthum nach dem Tod? Bedenk's, 0 Mensch! was eilest du dem Himmlischer Sinne 573 6. Weg Eitelkeit, der Thoren Lust! mir ist das höchste Gut bewußt; das such' allein ich für und für; das bleibet mir. Herr Jesu, zeuch mein Herz nach dir! ominansodo 2. Ich liebe, was zum Himmel, nicht was zur Erde führt. Der Erde Lustgetümmel und was das Herz sonst rührt, will ich mit Freuden missen, und schwinge mich empor; denn jenes Leben wissen, geht aller Weisheit vor. hi3. Hinauf, mein Herz, 7. Wie wird mir seyn, mit Freuden! dort oben wenn ich dich seh' und ist gut seyn. Geh' durch froh zu deiner Rechten Gefahr und Leiden nur steh'! O mein Erlöser, immer himmelein. Laß stärke mich, daß eifrig ich Andre nach dem Triebe bis an mein Ende liebe der Erdenkinder gehn; dich! Juis nisl chiodich lebe, wo ich liebe. So leb' und sterb' ich schön. dem Schatten zu? bedenk's; du kommst sonst nicht zur Ruh'.@ Rheb Mel. Herzlich thut mich verl. 509. Ich lebe, wo ich liebe; ich bin nicht, wo ich bin; mit immer stärkerm Triebe zieht mich's zum Himmel hin. Wo Jesus, der Verklärte, dort wohnt mein ganzes Herz; mein Sinn geht von der Erde nur immer himmelwärts. Mel. Mein Jesu, dem die S. efu, dem bie JETONTE YOU 930 do 510. In Thorheit ist ein Herz befangen, das außer Gott die Ruhe sucht; gejagt von irdischem Verlangen, eilt es umher, wie auf der Flucht. Wer für das Eitle nur entbrennet, bald dies, bald 574 Das christliche Leben. bald jenes sich erwählt, Fried' und Ruh' zu allen hat seines wahren Ziels Zeiten, mat nd& Ind verfehlt, weil er nicht ſei 4. Da ruht das Kindnen Ursprung kennet. ulein recht in Frieden gar 2. Du, derdu bist von fanft auf seiner Mutter Gott gekommen, ein Schooß; der Wandrer Hauch und Strahl von wird, nach dem Ermüden, seinem Geist, haft nicht des Tages Last und Hike der Wahrheit Ruf ver los; die Fesseln werden nommen, wenn du dich abgenommen, die den Gemit der Welt noch freust. fangnen sonst gedrückt; Hier auf der Erde willst das Schifflein ist dem du finden, was dir allein Sturm entrückt, und in der Himmel giebt; ach dem Hafen angekommen. glaube, wer die Welt nur liebt, deß Thorheit ist nicht zu ergründends mec et mau 3. Dring' ein in Gott, verlaß die Sünden; sag' ab der Thorheit dieser Welt! Dann kann dein Herz erst Ruhe finden, wenn dir der Himmel nur gefällt. Die Erde wankt; drum muß man gleiten, wenn man darauf zu ruhen meint. Wer aber sich mit Gott vereint, hat dind cum audi con 5. Es finden unter dem Gefieder der Mutter ihre Küchlein Ruh'; das Schäflein kennt den Hirten wieder, er führet es der Heerde zu; der Sohn, der thöricht sich verloren und in die Ferne hingewandt, wird von dem Vater froh erkannt, und wie von neuem ihm geboren. 6. Drum, Seele, laß nicht ab, zu ringen, bis du gefunden diese Ruh'. Dein Himmlischer Sinn. 5751 weist, was Christenthum und Glaube heißt. im Deinheißer Wunsch wird dir gelingen, sagst du nur Gott die Treue zu. Du schmeckst schon hier den innern Frieden, den dir die Welt nicht gebenkann; 3. Früh' will ich nach der Heimath trachten, in der ich ewig bleiben kann, vor Allem auf den Himdort fängt die wahreRuh mel achten, den Christus erst an, da du von Gott nie wirst geschieden. old sort@.& Mel. wer weiß, wie nabe. mir hat aufgethan; so ist mein Haus in dieser Welt bestellt.ebnism und für die künftge wohl 511. Herr Gott, du 4. Mein Herz ist nur kennest meine Tage; du weißt, daß ich, dein schwaches Kind, des To des Keim in Gliedern trage, die irdisch und zerbrechlich sind. Drum im Himmel droben. Dort ist der Seele Erb' und Theil; bei Christo ist mir aufgehoben der Freuden Fülle, ewges Heil. Der Erde Luft ist mir zu klein; mache du mich allezeit im Himmel soll mein zum Sterben fertig und Wandel seyn. Bereit! Finbrause din 1915. Wohlan! so will 2. Hier hab' ich lebens- ich täglich sterben, und lelang zu lernen, mich ganz ben so, als lebt' ich nicht. als lebt ich nicht. der Sünde zu entziehn, Dann kann die Seele mich von der Weltlust zu nicht verderben, wenn entfernen, und um den mir der Tod die Augen Himmel zu bemühn, da bricht. Mein Tod ist süß, mit dereinst mein Tod be ich sterbe dir; denn du, nid mein. 576 Das christliche Leben. mein Heiland, lebst in Ich muß entbehren, dulmir. midden, streiten. Der Pfad 6. So kommt denn, ist schmal, und fern daß ihr ersehnten Stunden! Ziel, und überall der komm, eile, mein Erld- Feinde viel, die gern mich fungstag, da ich, von wollten irre leiten. Durch aller Noth entbunden, öde Wüsten muß ich gehn, zum Leben sterbend drin- und kann den Ausweg gen mag! Da find' ich in selten sehn. sönm frien sin des Höchsten Hand mein 3. Du treuer Hüter, Eden, mein gelobtes Jesu Christ, der du ein Land.igro niste Pilgrim worden bist, du Mel. Ich bin jaherr in deiner. Freund und Führer dei ner Frommen! dein Wort 512. Mein Leben ist bewahre meinen Tritt, ein Pilgrimsstand; ich und lasse mich mit jedem reise nach dem Vaterland, Schritt dem fernen Ziele nach jenem ewgen Sab näher kommen! Mein Le bath droben. Ich suche ben flieht; ach eile du zu meines Gottes Stadt, mir, und gieb mir Trost die er mir dort erbauet und Ruh'! hat; da werd' ich einst ihn selig loben. Mein Leben ist ein Pilgrimsstand; ich reise nach dem Vaterland. 12. Kein Reisen ist ohn' Ungemach; mein Lebenstasdi 19398 4. Gieb, durch den Geist der Heiligkeit, im Glauben mir Beständigkeit, den Weg des Heiles treu zu gehen! Ich falle stündlich; hilf mir auf! pfad hat auch sein Ach! Zeuch du mich selbst zu dir hin Himmlischer Sinn. 577 2. Himmelan schwing' dich, mein Geist; denn du bist ein himmlisch Wesen, und du kannst, was irdisch heißt, nicht zu deinem Ziel erlesen. Ein von Gott verklärter Sinn geht zu seinem Ursprung hinauf, laß fest in jeder Noth mich stehen! Laß deinen milden Gnaden schein in Finsterniß nie ferne seyn! 5. Bin ich denn hier, im fremden Land, der eit len Welt gleich unbe kannt: dort sind die hin. Freunde, die mich kennen. Dort werd' ich, selig immerdar, dir dienen mit der Himmelsschaar, und in der reinsten Liebe brennen. Komm, Herr, und führ' mit trener Hand den Pilger bald in's Baterland! Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. 513. Himmelan geht unsre Bahn; wir sind Gåste nur auf Erden, bis wir dort nach Kanaan durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgerstand, droben unser Vaterland. 0513 3.Himmelan! ruftGott mir zu in des heilgen Wortes Lehren; das weist mir den Ort der Ruh', dem ich einst soll angehören. Wähl' ich dies zurLeuchte mir, wandl' ich schon im Himmel hier. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt mir das schöne Loos von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonnen, über Sterne; denn ihr Licht ist viel zu klein gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod in die rechte Do Hei 578 Das christliche Leben. Heimath führen, da ich 2. Dazu verlieh mir über alle Noth ewig Gott das Leben; dazu werde triumphiren. Je bin theuer ich erkauft; sus geht mir selbst voran, dazu ist mir das Recht gedaß ich freudig folgen geben, als ich auf Chrikann. stum ward getauft. Der Geist, der mich aus Gott gezeuget, macht meinen Geist gewiß und fest, daß auch bei allem, was mich beuget, mein Glaube mich nicht zweifeln läßt. 3. Nur Eins bekümmert meine Seele, und macht mein Herz oft sorgenvoll, ob mir der rechte Schmuck nicht fehle, wenn ich vor Gott erschei nen soll. Ich weiß, in meines Königs Augen kann nur ein frei gewordner Geist, ein gotterfülltes Herz nur taugen, das alles Andre Schaden heißt; 6. Himmelan, ach himmelan! das soll meine Losung bleiben; ich will allen Erdenwahn durch die Himmelsluft vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. acabar Mel. wie groß ist des Alm. 514. Sobin ich nun kein Kind der Erden, kein Bürger dieser Eitelkeit. Mein Hierseyn soll nicht ewig werden; ich walle eilend durch die Zeit. Mein Heimathsland ist in der Höhe, wo mein geliebter Vater wohnt, wo einst ich meinen Heiland sehe, der über Erd' und Himmel thront. 4. Ein Glaube, der nur ihn erwählet, der still in seiner Gnade ruht, von Lieb' Himmlischer Sinn. 579 Lieb' und Dankbarkeit und bilde mich nach deibeseelet, und seinen Wil- nem Bild; entzünde mich len kindlich thut; der mit heilgem Triebe, zu Jesum bis an's Kreuz be- leiden, wenn du's haben gleitet, der gerne seine willt! Dornen trägt, der tapfer 7. Hier reich' ich schwdum die Krone streitet, so oft die Welt ihm Kampf erregt.inf rend dir die Hände, und sage dir auf's neue zu: Ich will dich lieben ohne Ende, du, meines Herzens wahre Ruh'! Ich liebe dich nicht nur in Freuden, wenn du mein Herz durch Wohlthun rührst; ich will dich lieben auch im Leiden, ja, wenn du mich zum Tode führst. 8. So komm' ich glaubend dir entgegen; du nahst in Liebe dich zu mir, führst mich auf deinen Himmelswegen, und ziehst mich endlich ganz zu dir. Wann werd' ich dich, mein Heil, umfangen? Und wann, ach wann umfångst du mich? O laß mich bald dazu gelangen! Do 2 dann 5. Nun, mein Erbarmer, du wirst wissen, wie viel mir noch hieran gebricht. Mein Aug'ist noch in Finsternissen; ich Armer kenne mich noch nicht. Doch ist ein inniges Verlangen in mir durch deinen Geist erweckt, o Herr, dir einzig anzuhangen, bis meinen Leib die Erde deckt. 6. Was ich nicht habe, kannst du geben; was ich nicht bin, das bist du mir. Nimm hin mein Herz, es zu beleben; ich überlass' es gånzlich dir. Erfülle mich mit Glauben, Liebe, 391191 580 Das christliche Leben. dann lob' und lieb' ich mich jetzt bekümmert ewig dich. macht. Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. 4. Doch erbarmend schenkst du mir jetzt noch 515. Herr der Zeit Frist und Raum zur und Ewigkeit, gieb, daß Buße. Herr, ich komm' ich bis an mein Ende und falle dir voller so, wie mir dein Wort Schmerz beschämt zu gebeut, klüglich meine Fuße. Sei mir gnädig! Zeit verwende, und bei ach mich reut meine hier jedem Glockenschlag ihrer verlorne Zeit. Flucht gedenken mag! 5. Wiederbringen kann ich nicht, was auf ewig mir verschwunden. Doch 2. Ach! wie eilt die Zeit dahin! Sie entfleucht aufschnellen Schwingen. ich bin der Zuversicht, Stunden, Tage, Jahre nüt' ich nur getreu die fliehn; Niemand kann Stunden, die du mir noch sie wiederbringen. Keine ferner schenkst, daß du Thräne führt zurück den gnädig mein gedenkst. entschwundnen Augen6. Lehre mich die kurze Frist, die du hier mir zu gemessen, wie es dir gefällig ist, brauchen, und es nie vergessen, hier nur sei die llebungszeit zu dem Glück der Ewigkeit. 7. Sien muß ich hier mit Fleiß zu der Aerndte jenes blick. 3. Gott, wie ungenügt sind schon manche der verfloßnen Zeiten mir auf immer hier entflohn unter schnöden Eitelkeiten! Thöricht ward die Zeit vollbracht, die Himmlischer Sinn. 581 jenes Lebens. O wie lichsten Vergnügen? Nur glücklich, daß ich weiß, süße Träume sind's, die dies geschehe nicht ver- unsern Geist betrügen. gebens! Ewig freut sich Drum lenke, Gott, den seiner Saat, wer hier Wunsch vom irdischen treulich Gutes that. Gewinn durch deines Geistes Kraft zu ewgen Gütern hin! 8. Gott, laß deinen guten Geist mich zu dieser Weisheit führen, und, wie es dein Wort verheißt, meinen Wandel so regieren, daß ich edlen Saamen streu', und mich dessen ewig freu'! Mel. G Gott, du frommer G. 516. Ein weises, frommes Herz, das sei Mel. Wer weiß, wie nahe. 517. Der letzte Tag von deinen Tagen, 0 Mensch, eilt immer mehr herbei. Statt über ihre Flucht zu klagen, erkauf und brauche sie getreu. Nimm mit erkenntlichem Gemüth der nahen Stunmein Schaß auf Erden! de wahr; sie flieht! Sonst Alles, nur nicht 2. Getäuscht von taudies, kann mir entrissen send Eitelkeiten, verwerden; es bleibt im Tod' auch mein, und folgt mir aus der Zeit, zum selig sten Gewinn bis in die Ewigkeit. säumst du deines Lebens Zweck, verschiebst dein Heil aufferneZeiten, und wirfst so sorglos Jahre weg. Und bist du, kühner Sterblicher, des nächsten Augenblickes Herr? 2. Wenn dies mir fehlt, was sind die herr3. 582 Das christliche Leben. 3. Ein ewig Glück einst 6. Erleucht' und stärke zu besigen, sollst du des kurzen Lebens Zeit als deine Saatzeit weislich müßen, und thun, was dir dein Gott gebeut. Wie ruft er dir so freundlich zu: Nur Eins ist noth! was säumest du? meine Seele, weil ohne dich sie nichts vermag. Gieb, daß ich das, was gut ist, wähle; dazu schenkst du mir diesen Tag. Was ist nicht jede Stunde werth, die deine Langmuth mir gewährt! me 4. Drum eil' und rette 7. Wohl mir, hab' ich deine Seele, und denke aus allen Kräften hier nicht: Ein ander Mal! Sei wachsam, bet' und überzähle der Menschen tage kleine Zahl! Sei fromm und wandle vor dem Herrn, wär' auch dein Ende noch so fern. zu Ehren an! deinem Reiche nachgestrebt, in dir gefälligen Geschäften die Pilgertage durchgelebt! dann wohl mir, wenn ich sagen kann: Du nimmst mich, Gott, 5. Mit jedem dir ge- 8. Mein sprachlos Flehn schenkten Morgen erwecke an meinem Ende verdich, gewissenhaft für deiner Seele Heil zu sorgen, und suche Gottes Licht und Kraft. Sprich: O mein Gott, ich will allein mein Leben deinem Dienste weihn! nimmst du, Herzenskindiger! In deine treuen Vaterhånde befehl' ich meinen Geist, o Herr! Er schwingt, wenn seine Hütte fällt, zu dir sich über Grab und Welt. 518. Himmlischer Sinn. 583 ist nicht auf Erden. Du sollst, wenn deine Hütte fällt, ein Himmelsbürger werden. Mel. Hor, liebe Seel, dir ruft. 518. D Christ, erHebe Herz und Sinn! Was hängst du an der Erden? Hinauf, hinauf, 6. Dort ist das rechte zum Himmel hin! ein Kanaan, wo LebensChrist muß himmlisch ströme fließen. Blick werden. oft hinauf! der Anblick kann den Leidenskelch versüßen. 2. Was bist du in der Welt? Ein Gast, ein Fremdling und ein Wandrer. Wenn du kurz hausgehalten hast, so erbt dein Gut ein Andrer. 3. Wer Gott erkennt, kann der wohl noch den Sinn auf's Niedre lenken? Nur wer an Gott denkt, denket hoch. So müssen Christen denken! 4. Sieh, Christ, nie sorgend unter dich, wenn keiden dich bedrücken. Sieh gläubig in die Höh', und sprich: Der Herr wird mich erquicken. 5. Du lebst nicht bloß für diese Welt; dein Ziel 7. Dort oben ist des Vaters Haus! Gott theilt zum Gnadenlohne den Ueberwindern Kronen aus; kämpf' auch um diese Krone. 8. Dort ist's den Engeln süße Pflicht, des Ewgen Ruhm zu singen. Freund Gottes, sehnest du dich nicht, ihm auch dein Lob zu bringen? 9. Dort herrscht dein Heiland, Jesus Christ, der Tilger deiner Sünden; mit dem, durch den du selig bist, muß sich dein Herz verbinden. 371197 10. 584 Das christliche Leben. 10. Hilf, Heiland, daß Lebens Werth versteht! ich für und für den Geist zum Himmel hebe, und daß ich jetzt und ewig dir zu Ehren denk' und lebe! Er naht noch früher sich der Bahre, als er den Weg der Tugend geht. Und ach! was ist ein Leben werth, das nicht der Tugend Schäße mehrt? 4. O Mensch, sei Mensch, fang' an, zu leben! fang' an, ein Glied der Welt zu seyn! fang' ist schon verschwunden, an, der Weisheit nachzuseitdem ich hier aufErden streben, und dich der bin! Ein großer Theil Frömmigkeit zu weihn, von meiner Zeit ist schon daß, wenn man deiim Meer der Ewigkeit. nen Leib begråbt, dein Werk und dein Gedächtniß lebt! Mel. Mein Jesus lebt, was. 519. Wo eilt ihr hin, ihr Lebensstunden? Ach edle Zeit, wo fliehst du hin? Wie mancher Tag 2. Ermuntre dich aus deinem Schlummer! Auf, auf, mein Geist, ermuntre dich! dies sei dein Gram, dies sei dein Kummer, daß mancher Tag 5. Sei keinen Theil des Lebens müssig! sieh, daß du deine Pflicht erfüllst! Du hast den Tag umsonst verstrich! Der nicht überflüssig, den du unbenußte Augenblick, o so frech verschwenden fühl' es! nie kommt er willst. Wie kurz, wie zurück. kostbar ist die Zeit, die Gott auf Erden dir 3. Wie manchem fliehen seine Jahre, eh' er des verleiht! 6. Himmlischer Sinn. 6. Von jedem deiner Lebenstage gieb selbst dir treulich Rechenschaft! Durchdenk' ihn, leg' ihn auf die Wage, und prüfe, was er dir verschafft'! O selig, wer ihn so durch lebt, daß nie sein Herz vor ihm erbebt! 7. Herr meines Lebens, leite, stärke dein schwaches Kind in seinem Lauf! Dann preis' ich dich durch gute Werke; und schwing' ich einst zu dir mich auf, so freu' ich mich in Ewigkeit noch mei ner wohl durchlebten Zeit. 585 2. Die Blume, die am Morgen stehet, fällt vor der Abenddämmrung ab. Die Luft, die jetzt mich angewehet, stürzt mich vielleicht in's nahe Grab. DerJüngling, eh'er sich's versieht, stirbt, und ist. noch nicht aufgeblüht. 3. Entziehe dich dem Weltgetümmel; hier ist der Kampf und dort die Ruh'. Dein Wandel, Seele! sei im Himmel; du eilst dem bessern Leben zu. Nach einer kurzen Prüfungszeit ist Ewigkeit, ist Ewigkeit. Mel. Wer weiß, wie nahe. 520. Noch leb' ich; ob ich morgen lebe, ob die sen Abend, weiß ich nicht. DHöchster, dem ich mich ergebe, erinnre mich an meine Pflicht, zu jeder Zeit durch deine Kraft bereit 5* zu seyn zur Rechenschaft! leicht nicht seyn. 310 4. Verschiebe niemals deine Pflichten! Was jetzt zu thun du schuldig bist, denk nicht erst morgen auszurichten; wer weiß, ob's morgen möglich ist? Mensch, dieser Augenblick ist dein; der künftge wird's viel 586 Das christliche Leben. 5. So sei denn, Vater Eitelkeit, die doch zuletzt meines Lebens, die War- das Herz bereut. mung: Wacht und seid bereit! an meiner Seele nicht vergebens, verloren nicht der Gnade Zeit. Dann führt mich selbst lischen Gefühle: ,, Ich ein schneller Tod zu deiner Seligkeit, o Gott! hon 3. Stets weiter auf dem Weg zum Ziele! stets näher zur Vollkommenheit! voll von dem himmward nicht blos für diese Zeit, weil du mir, Pilger hier und Gast, ein besser Land bereitet haft!" Mel. Mein Jesus lebt, was. 521. Odaß von meinen Lebenstagen doch keiner ganz verloren sei! Verlorne Stunden, ach! sie nagen zu spät das Herz mit Gram und Reu'; und den entfloh nen Augenblick bringt kein Gebet, kein Flehn zurück. 2. Eaß jeden meiner Augenblicke, o Gott, mir innig theuer seyn! Laß mich die Zeit zu meinem Glücke nie durch der Sünde Dienst entweihn, nie durch die Lust der 4. Wenn mich des Tages Hiße drücket, von Arbeitsschweiß die Stirne trieft, das Auge matt nach Ruhe blicket, wenn Undank meine Tugend prüft; wenn mir der Lohn zu lange säumt, zu sparsam meine Aussaat keimt: 5. Dann laß die Hoff nung mich erquicken: Einst kommt mein Abend still und kühl; die Last der Arbeit wird Entzücken, Geduld wird Wonn' undDankgefühl; Aerndt' ohne Himmlischer Sinn. 587 ohne Ende giebt die ich hab' und bin. Hier ist Saat, die Demuth aus gestreuet hat! mein Tagewerk; nicht mein, dein ist der Ruhm, die Ehre dein! 6. Noch ist es Tag; noch laß mich Werke der Tugend wirken, eh' Mel. womit soll ich dich wohl. die Nacht, wo Niemand 522. Unser Wandel wirkt, erscheint; jetzt ist im Himmel! köstlich stärke mich deine Lieb' Wort, wie strömest du und deine Macht. Wie viel ist noch für mich zu thun! und ich, ich sollte jetzt schon ruhn? mir, umringt vom Weltgetümmel, Muth und süße Hoffnung zu! Jeder Fußtritt, den ich thue, bringet mich dem Land der Ruhe Wort, wie hoch ernäher, immer näher zu. freuest du! 7. Auf, auf, mein Geist! laß keine Stunde des Lebens ungenügt vorbei! Auf, schwör' es jetzt mit Herz und Munde, und ſei dem ernsten Schwur getreu: Dir, Herr der Zeit und Ewigkeit, sei jeder Augenblick geweiht! 2. Haltet's fest, ihr fest dies werthe Wort! theuren Brüder, haltet Nichts schlag' eure Hoffnung nieder; wallet immer muthig fort! Muthig blicket hin zum Ziele! Viele schon ergriffen's, Viele! Wir, so wahr es Gott verhieß, wir erHände empfing ich, was reichen's auch gewiß. 8. Dann seh' ich an der Laufbahn Ende getrost auf meine Tage hin, und sage: Herr, durch deine 3. 588 Das christliche Leben. 3. Nur, wie fromme nung zu! Auf, mein Pilger müssen, bleibet Geist, ermüde nimmer! wacker, seid nicht laß! Schon seh' ich des Zieles Stets des hohen Zwecks Schimmer; wenig, wenig beflissen, wacht und Schritte noch- und gekämpft ohn' Unterlaß! tragen ist mein Joch. Mel. Seele, was ist schöners. Feinde stehn an euren Wegen; Stürme toben euch entgegen; Nebel, 523. Himmelan, nur Klüfte, Felsen drohn. himmelan soll der WanFasset Muth! groß ist del gehn! Was die Fromder Lohn. men wünschen, kann dort erst ganz geschehn, auf Erden nicht. Freude wechselt hier mit Leid; richt' hinauf zur Herrlichkeit dein Angesicht! 2. Himmelan schwing' deinen Sinn jeden Morgen auf! Flüchtig eilt durch's Leben hin unser Pilgerlauf. Fleh' täglich neu: Gott, der mich zum Himmel schuf, pråg' ins Herz mir den Beruf! mach' mich getreu! 3. Himmelan hat er dein Ziel selbst hinaufgestellt; 4. Was kein Auge je gesehen, was kein Ohr gehöret hat, was kein Herz hier zu erflehen je sich unterwunden hat, das hat Gott dort dem bereitet, der hier tapfer kämpft und streitet. Drum verlaßt nicht eure Bahn! Jesus selbst ging euch voran. 5. Unser Wandel ist im Himmel! köstlich Wort, wie strömest du mir, um ringt vom Weltgetüm mel, Muth und süße Hoff Himmlischer Sinn. 589 stellt; sorg' nicht muth- Wüste dich, ziehet dich los, nicht zu viel um den Tand der Welt. Flieh' diesen Sinn! Nur was du dem Himmel lebst, dir von Schäßen dort er strebst, das ist Gewinn. 4. Himmelan erheb' im Prüfungsstand näher hinzu sich. Im Himmelssinn, von der Weltlust freier stets und mit ihm vertrauter, geht's zum Himmel hin. 7. Himmelan führt dich gleich, wenn dich dich zuleht selbst die ToKummer drückt, weil desnacht. Sei es auch, dein Vater, treu und reich, stündlich auf dich blickt. Was quält dich so? Droben in dem Land des Lichts weiß man von den Sorgen nichts; sei himmlisch froh! 5. Himmelan ging Jesus Christ mitten durch die Schmach; eil', weil du sein Jünger bist, seinem Vorbild nach! Er litt und schwieg. Halt' dich fest an Gott, wie er; statt zu klagen, bete mehr; erkampf den Sieg! 6. Himmelan führt daß sie dir jetzt kurze Schrecken macht; harr' aus, harr' aus! Auf die Nacht wird's ewig hell; nach dem Tod erblickst du schnell des Vaters Haus. 8. Hallelujah singst dann du, wenn du Jeſum ſiehst, unter Jubel ein zur Ruh' in den Himmel ziehst. Gelobt sei er! Der vom Kreuz zum Throne stieg, hilft dir aus zu diesem Sieg. Gelobt sei er! Mel. Alles ist an Gottes S. 524. Von der Erde seine Hand durch die niederm Staube heb' ein gott Das christliche Leben. gottgeweihter Glaube oft tet aus dem Sinnentande zum Himmel deinen Geist! sich dein Geist in Gottes Sammle dich in ernster Hand. Stille, wo gestärkt ein heilger Wille dich dem Sinnentand entreißt. 2. Was die bangeSorge stillet, was die Brust mit Ruh' erfüllet, was ein festes Glück verspricht, was dich labt mit reiner Freude, was dein Herz erquickt im Leide, findest du auf Erden nicht 6. Nur dein Geist kann sich erheben in der Geister reines Leben; und im Herzen liegt dein Werth. Nur die Weisheit und die Tugend blühn in unverwelkter Jugend, deren Glanz kein Tod zerstört. 7. Eile, dir im Pri dort muß deine Heimath fungsleben Himmelsgüseyn.d ter zu erstreben! Eile; flüchtig ist die Zeit! Was du säest hier auf Erden, wird von dir geärndtet werden in der reichen 3. Laß dem Staub, was ihm gehöret! Was des Wechsels Macht zerstöret, Erdenpilger, ist nicht dein. In des Him mels ewgem Lichte reifen deiner Hoffnung Früchte; www add 4. Erde wird zur Erde wieder; in die Nacht des Grabes nieder sinkt dein irdisches Gewand: aber los der alten Bande, ret- Ewigkeit. 590 5. Aller Glanz der Welt erbleichet, jedes falsche Gut entweichet, wenn dein sterbend Auge bricht. Was die kurze Zeit geboren, gehet in der Zeit verloren, folgt dir einst im Tode nicht. 3401 10. Ge Genügsamkeit, Enthaltsamkeit zc. 591 10. Genügsamkeit, Enthaltsamkeit, Weisheit ediyim Genuß der Freude. 525. Nicht so trau- 4. Der ist thöricht, der rig! nicht so sehr, meine Seele, sei betrübt, daß dir Gott Glück, Gut und Ehr' nicht so viel als Andern giebt! Sei vergmigt in deinem Gott; hast du Gott, so hat's nicht Noth. sich kränkt um die Güter dieser Zeit, wenn ihm Gott dagegen schenkt Schäße für die Ewigkeit. Bleibt der Himmel dein Gewinn, fahr' die Erde immer hin! 2. Murre nicht! Du, Menschenkind, haft kein Recht an diese Welt. Alle, die hier wohnen, ſind Gäste nur im fremden Zelt. Gott ist Herr in ſeinem Haus; wie er will, so theilt er aus. 3. Bist du darum doch nicht hier, daß du Reich thum haben sollt. Schau' den Himmel über dir! da, da ist dein edles Gold. Da ist Ehre, da ist Freud', Freud' ohn' End', Ehr' ohne Neid. 25019000 5. Schaue doch die Güter an, die dein Herz für Guter hält, ob wohl eins dir folgen kann, wenn du gehst aus dieser Welt. Alles bleibet hinter dir, trittst du in des Grabes Thür. 6. Aber was die Seele nährt, Gottes Huld und Christi Blut, wird von keiner Zeit verzehrt, ist und bleibet stets ein Gut. Erdengut zerfällt und bricht; Himmelsgut verschwindet nicht. min 7. 592 Das christliche Leben. Ins 7. Gott ist deiner Liebe wohlbedacht Geschenk. voll und von ganzem Her zen treu. Wenn du wünschest, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaffen sei. Ist dir's gut, so geht er's ein; ist's dein Schade, spricht er Nein! Geht's durch Trübsal, laß es gehn; Gott und Himmel bleibt dir stehn. 8. Nun so richte dich empor, du betrübtes Angesicht; laß dein Seuf zen, nimm hervor deines Glaubens Freudenlicht. Das bewahre, wenn die Nacht deines Grams dich traurig macht. 9. Setze als ein Him melssohn deinen Wün schen Maaß und Ziel. Rühre stets vor Gottes Thron deines Dankes bei großen Gütern; denn Saitenspiel, weil dir ach! sie wollen immer schon gegeben ist viel mehr. Wer nur ein mehr, als du würdig bist. äußres Glück besitzt, hat nicht das Gut, das ewig 10. Führe deinen Lebenslauf deines Gottes nüßt. eingedenk; wie es kommt, 3. Die Habsucht hat nimm Alles auf als ein bei ihrem Gråmen nicht eine Mel. Wer nur den lieben G. 526. Ich bin der reichste Mensch auf Erden; ich hab' genug: drum hab' ich viel. Ein Andrer mache sich Beschwerden, wie er den Mammon finden will; wer mehr nicht sucht als Gott beschert, dem ist der größte Schak gewährt. 2. Der Reichthum liegt in den Gemüthern; wer sich begnügt, ist nimmer leer. Viel' bleiben arm Genügsamkeit, Enthaltsamkeit zc. 593 das nicht betrügen kann; und, auf der Laufbahn nicht zu wanken, nehm' ich den Spruch zur Losung an: Nicht Reichthum, nicht ein glänzend Loos macht uns in Gottes Augen groß.ijs 7. Es führt doch endlich En 4. Wie glücklich ist ein Mensch hingegen, der zum Verderben, wenn gerne will genügsam seyn! Giebt mir der Himmel einen Segen, wie herzlich kann ich deß mich freun! Ich denke: Gott giebt jeden Tag mehr, als ich ihm vergelten mag. man nach Geld und Gut nur strebt. Ich aber kann mit Freuden sterben, wenn ich der Weltlust nicht gelebt. Ich kann getrost zum Himmel ziehn, wo ich einst reich an Allem bin. 5. Wird mir mein tåg lich Brodt gewähret auf mein Gebet von Gott, dem Herrn: so nehm' ich, was er mir bescheret, und brauch's in stiller Ruhe gern; Gott leihet mir sein Eigenthum zu meinem Glück und seinem Ruhm. 6. So freue ich mich in Gedanken des Glücks, eine Stunde Fröhlichkeit; sie hat, und darf sich selbst nichts nehmen, weil sie sich's immer selbst ver beut. So wird das Herz in Gram verzehrt; dies Glück ist keines Hellers werth. Mel. Wer nur den lieben G. 527. Ich gnüge mir in meinem Stande, in den der Höchste mich gesegt, und rechne mir es nicht zur Schande, werd' ich nicht Jedem gleich geschätzt. Mit Gott nicht recht' ich Erdensohn; Pp ver= 594 is Das christliche Leben.im verklagt den Töpfer je vorbehält. Wohl dem, der Thon? sdju oder mit Zufriedenheit ge2. Ist mir ein klei nießt, so viel ihm Gott nes Glück beschieden, so verleiht! nehm' ich es in Demuth 5. Muß mir doch eben an, und bin mit meinem nicht auf Erden Glück, Gott zufrieden, der nach Reichthum und BequemGefallen geben kann. lichkeit in vollem Maaß Die Sorge angstigt nur zu Theile werden, was das Herz; sie bessert Gott nur Wenigen vernicht, siels mehrt den leiht. Das Scherflein, Schmerz. de das mir Gott beschert, 3. Was Gott thut, ist auch des wärmsten darf mich nicht ver- Dankes werth. im drießen; genug, daß er 16. Mag Gottes Segen mich nicht vergißt. Der sparsam fließen, er giebt Alles weiß, muß auch mir doch mein täglich wohl wissen, was und wie Brodt. Hab' ich dabei viel mir nüßlich ist. Für ein gut Gewissen, so leid' Manchen ist ein niedrer ich dennoch keine Noth. Stand mehr Glück, als Das größte Gut ist dem eitler Erdentand.is gewährt, der große Güter * 4. Gott ist dem Men nicht begehrt. abord schen ja nichts schuldig; 7. Will Gott das er giebt so viel, als ihm Wenige mir mehren, was gefällt: drum sei mein seine Gnadenhand mir Herz nie ungeduldig, giebt: will ich dafür ihn wenn er, was sein ist, herzlich ehren, nicht murq ren, Genügsamkeit, Enthaltsamkeit zc. 595 ren, wenn's ihm nicht beliebt. Die höchste Freude schmeckt der Christ, deß Speise Gottes Wille ist. Der muß ihm Alles werden; bei dem ist Rath und That. Giebt Gott mir nicht die Fülle, mag es 8. Ist mein Vermögen nach Nothdurft seyn; schon vermindert; sind auch in der dürftgen meine Vorrathskammern Hülle kann ich mich seileer: so weiß ich, daß ner freundl dies Gott nicht hindert; denn seiner Hand fällt besiget, der hat das höchſte 2. Wer seinen Gott Nichts zu schwer. Ich darf in Hoffnung fröhlich seyn; der Herr macht selbst aus Wasser Wein. 9. Wohlan, so laß ich Gott nur walten, wie sonst, so jetzt und allezeit; denn er, der mich bisher erhalten, ist es auch stets zu thun bereit. Ich trau' Gut; dabei wird er geschüßet, daß nichts ihm Abbruch thut. Mag Gluth und Fluth entstehen, mag ihm ein Räuber drohn: sein Gut kann nicht vergehen; Gott ist sein Schild und Lohn. 110 ustidascal des Vaters Fügung fest, 3. Wie kann der selig der seine Kinder nicht verläßt. nis driva Mel. Herzlich thut mich verl. siy werden, der nur auf Reichthum sinnt? Und wenn er auch auf Erden den größten Schaß gewinnt- die Seele geht verloren: o schrecklicher Berlust, ist in des Todes Pp2 Tho528. Was hat der Mensch auf Erden, der seinen Gott nicht hat? fisd 596 Das christliche Leben. Thoren ihm sonst kein kes werth; es ist ja deine Trost bewußt! nd Gabe. Drum, weil du 4. Ich will mich nicht es mir zugewandt, so beladen, weil ich zum preis' ich deine milde Himmel geh'. Genug, Hand in meinem ganzen daß ich in Gnaden bei Leben. meinem Gotte steh'! 3. Behüte mich vor Wenn Andre Sorgen stolzem Muth, daß ich treiben, so folg' ich Gottes Rath, und will ein Armer bleiben, der Nichts und Alles hat. 099300 nicht sicher werde; denn das von dir geliehne Gut ist doch ja nichts als Erde. Nie reiß' ein irdischer Gewinn mein Herz zu Ueppigkeiten hin; sie hindern beßre Sorgen. Mel. Es spricht der Unw. 529. Gott, du bist über Alle reich, und dein 4. Was hülfe mir die sind unsre Güter. Zwar theilest du nicht Allen gleich, du treuer Menschenhüter: doch du bist ganze Welt mit allen ihren Schäßen, verblendete mich Gut und Geld, mich dir zu widersetzen? VerHerr in deinem Haus; schmäht' ich, was dein und wie du willst, so theilst du aus. Wohl Wort begehrt, was mir ein ewig Heil gewährt: dem, der sich läßt gnügen! wie elend würd ich werden! confise 2. Dein Segen hat mir mehr beschert, als ich verdienet habe. Das Scherflein auch ist DanS.q.le 5. Ach mache mich nur reich indir! Wenn deines Geistes Gaben mein Leben Genügsamkeit, Enthaltsamkeit zc. 597 8. Es kommt ein Tag der Rechenschaft! dies ben schmücken für und für, werd' ich nie Mangel haben. Viel Glaube, laß mich stets erwägen; Hoffnung und Geduld, so brauch' ich, Gott, geund die Empfindung deiner Huld, das sind die wahren Schäße. wissenhaft den mir vertrauten Segen, und scheide freudig einst von hier, weil ich im Himmel, Gott, bei dir die wahren Schätze finde. ambaye 6. Spricht mich ein Armer flehend an, so laß mich nicht befragen mein Fleisch und Blut, nein, wo ich kann, des Bruders Lasten tragen. Ich zögre nicht, du hast es mir befohlen; darum geb' ich's dir in deinen Gliedern wieder. Mel. was forgst du ångstlich. 530. Der Wollust Reiz zu widerstreben, dein Glück und Leben, dies, Christ, liebst du laß täglich deine Weisheit seyn. Entflieh' der schmeichelnden Begierde; sie raubet dir des Herzens Zierde, und ihre Freuden werden Pein. 7. Den Geiz laß ferne von mir seyn, die Wurzel alles Bösen. Er bringet lauter Angst und Pein; kein Gold kann mich erlösen von Sünden und aus Seelennoth; und und Trank dein Herz kommt zuletzt der bittre beschweren, und sei ein Tod, so muß man Alles Freund der Nüchternheit. lassen. 2. Laß, ihr die Nahrung zu verwehren, nie Speis' en Verfage dir, dich zu besiegen, loc. 598 Das christliche Leben. siegen, auch öfters ein vor ihnen nicht erröthest, erlaubt Vergnügen, und nicht durch den Geist die steure deinerSinnlichkeit. Lüste tödtest: so rühme 3. Der Mensch, zu Fleiß dich der Keuschheit nicht. und Arbeit tråge, fällt auf 6. Erfülle dich, scheinst des Müssigganges Wege du zu wanken, oft mit leicht in das Netz des dem måächtigen GedanBösewichts. Der Un ken: Die Unschuld ist ver Seele Glück. Einschuld Schußwehr sind der Seele Glück. EinGeschäfte; entzieh' der mal verscherzt und aufWollust ihre Kräfte im gegeben, verläßt sie mich Schweiße deines An- im ganzen Leben; und gesichts. 08 keine Neu' bringt sie zurück. 4. Erwacht ihr Trieb, dich zu bekämpfen: so wach' auch du, ihn früh zu dämpfen, eh' er die Freiheit dir verwehrt. Ihn bald in der Geburt ersticken, ist leicht; schwer ist's, ihn unterdrücken, wenn ihn dein Herz zuvor genährt. DACH 7. Denk' oft bei dir: Der Wollust Bande ſind nicht nur dem Gewissen Schande; sie sind auch vor der Welt ein Spott. Und könnt' ich auch in Finsternissen den Graul der Wollust ihr verschließen: so sieht und findet mich doch Gott. nsl 8. Die Wollust kürzt des Lebens Tage, und Seuchen werden ihre unsre Pflicht. Wenn du Plage, da Keuschheit ( 1909) 5. Begierden sind es, die uns schänden; und ohne daß wir sie vollen den, verlegen wir schon Heil Genügsamkeit, Enthaltsamkeit zc. 599 Heil und Leben erbt. Ich Gnade, um Weisheit in will mir dies ihr Glück Versuchung an. Erzittre erwerben. Den wird vor dem ersten Schritte; Gott wiederum verder mit ihm sind schon die ben, der seinen Tempel hier verderbt. andern Tritte zu einem neuen Fall gethan. di 9. Wie blühte nicht des Jünglings Jugend! Doch er verließ den Weg der Tugend; und seine Kräfte sind verzehrt. Verwesung schåndet sein Gesichte, und predigt schrecklich die Geschichte der Lüste, die den Leib verheert. 10. Die Wollust raubt dir Muth und Stärke, raubt dir den Eifer edler 531. Du flagst und fühlest die Beschwerden des Stands, in dem du dürftig lebst; du strebest glücklicher zu werden, und siehst, daß du vergebens strebst. 2. Ja klage! Gott erid laubt die Zähren. Doch denk' im Klagen auch zurück: Ist denn das Glück, das wir begehren, Werke, den Adel, welchen für uns auch stets ein Gott dir gab; und unter wahres Glück? deiner Lüste Bürde sinkst 3. Nie schenkt der du von eines Menschen Stand, nie schenken Gü Würde zur Niedrigkeit ter dem Menschen die Zudes Thiers herab. friedenheit. Die wahre 11. Drum fliehe vor Ruhe der Gemüther ist der Wollust Pfade, und Tugend und Genügwach' und rufe Gott um samkeit. di dista word 4. Das christliche Leben. 600 4. Genieße, was dir Gott beschieden; ent behre gern, was du nicht hast. Ein jeder Stand hat seinen Frieden; ein jeder Stand hat seine Last. 5. Gott ist der Herr; und seinen Segen vertheilt er stets mit weiser Hand, nicht so, wie wir's zu wünschen pflegen, doch so, wie er's uns heilsam fand. ein ewig Glück in Hoffnung sehn: dies ist der Weg zu Ruh' und Leben. Herr, lehre diesen Weg mich gehn! Mel. wie groß ist des Allm. 532. Entehre nicht, mein Herz, mit Klagen den Gott, der dich zum Glück erschuf. Die Müh des Lebens zu ertragen und froh zu seyn, ist dein Beruf. Der Christ murrt nicht bei den Beschwerden auf dieser kurzen Lebensbahn; er strebt, daß sie ihm nüglich werden, und betet Gottes Fügung an. 6. Willst du zu denken dich erkühnen, daß seine Liebe dich vergißt? Er giebt uns mehr, als wir verdienen, und niemals, was uns schädlich ist. in 7. Verzehre nicht des Lebens Kräfte in tråger Unzufriedenheit. d Besorge deines Stands Geschäfte, und nüge deine Lebenszeit. 2. Gott selbst hat dir dein Loos beschieden; nimm's dankbar an aus seiner Hand. Erfülle jede Pflicht zufrieden, die er mit diesem Loos verband. Er giebt dir Munterkeit 8. Bei Pflicht und und Kräfte, erhält und Fleiß sich Gott ergeben, stärkt sie väterlich. Sie brau Genügsamkeit, Enthaltsamkeit zc. 601 brauchen, dies ist dein entbehret, der ist beglückt Geschäfte; und ihr Ge- und reich genug. brauch ist Ruhm für dich. 5. Herr, der du mir zum frohen Leben, so viel ich brauch', und mehr verliehn, laß täglich sich mein Herz bestreben, den sorgenvollen Gram zu fliehn. In Demuth, Herr, will ich mich üben, stets deiner Güte mich erfreun, dich fürchten, dir vertraun, dich lieben. Wie selig werd' ich dann nicht seyn! 3. Zwar Jenemhat des Himmels Segen mehr Güter anvertraut, als dir; doch soll dies deinen Neid erregen? Denk', wer ist Gott, und wer sind wir? Weiß er nicht besser, was dir nüget, und was dem Nächsten nügt, als du? Wenn er dich führt, regiert und schüßet: was fehlt dir wohl zu deiner Ruh'? Mel. Liebe, die du mich zum. 4. Du prangest nicht 533. Mehr, als für mit hohen Würden? Be- die reichste Habe, danke neide nicht der Großen Glück; sie seufzen unter schweren Bürden, und oft stürzt sie ein Augen blick. Dir ward kein Ueberfluß gewähret? Ihn seinem Gott der Christ, dem die theure Seelengabe, Fröhlichkeit, verliehen ist, der sie nie durch Sünd' entweiht, stets in Unschuld sich erfreut! wünschen ist's nicht 2. Wie ein Fels in Selbstbetrug? Wer gern, was er nicht braucht, Ungewittern, der die Wolken übersteigt, wenn Foum die - 602 Das christliche Leben. Ins die Creaturen zittern, zucket, was er sieht, auch Klarheit an der Stirne der Schöpfung kleinstes zeigt, blickt, bei trüber Glied. i third Zeiten Lauf, ruhig er 6. Seinen Geist zu zum Himmel auf.ad Boden schlagen kann mis 3. Laſten, die den die härtste Trubsal nie. Weichling drücken, de- Nahn sich ihm des Alters nen Schwermuth unter Plagen- in Geduld erliegt, fühlt er kaum trägt er sie; mitten in der auf seinem Rücken, lebt Krankheit Qual lächelt mit Wenigem vergnügt; ihm der Freude Strahl, reicher macht ihn froher Muth, als den Thoren Königsgut. dr gils 4. Frohsinn stårket 7. Doch, ob Hoffnung hierverschwände, ob auch trost- und freudenleer ihm die Welt vor Augen seine Kräfte, stårkt den stånde- Hoffnung winkt Hitt mobi Trieb zur Thätigkeit; von oben her! Heiter unter nüßlichem Ge- geht an ihrer Hand er schäfte flieht ihm seine in's beßre Vaterland.com Tageszeit; heitrer glänzt Mel. was frag' ich nach der. sein Angesicht in soist nach ge treu erfüllter Pflicht. 534. Gieb mir ein 5. Haucht der Früh- fröhlich Herz, du Geber ling neues Leben in die aller Gaben, und laß schlummernde Natur: mich meine Lust an dei welche neue Freuden nem Worte haben! So schweben dann ihm über bin ich ganz vergnügt; Thal undFlur! Ihn ent- so flieht der Trauergeist, sid der Genügsamkeit, Enthaltsamkeit zc. 603 der meiner Seele oft des leicht, wenn fröhliches Glaubens Trost entreißt. 2. Gieb mir ein fröhlich Herz, so oft ich dein gedenke, und von der Erd' empor den Blick zum Himmel lenke! DerFreuden seligste, die fromme Freud'an dir, die Wonne des Gebets, Gott, die er halte mir! Vertraun der Sorgen Heer verscheucht. bon 65. Gieb mir ein fröhlich Herz im Kreise edler Freunde! Verziehen sei dann selbst im Frohgefühl dem Feinde. Der Eintracht sanftes Band umschling' uns brüderlich; und dankbar weihe dir, Gott, unsre Freude sich. bin 3. Gieb mir ein fröhlich Herz bei Wünschen, die ich nähre! Was deine Weisheit wählt, das, Vater, nur gewähre! Du gabst mir ja bisher, was selig war und gut; wie stärkt dies mein Vertraun! wie hebt dies meinen Muth! bibilhi bilhis 4. Gieb mir ein fröh 6. Gieb mir ein fröhlich Herz in rauhen Lebenstagen! Stets froh in Hoffnung seyn, versüßt ja alle Plagen. Auch durch der Stürme Nacht bricht doch der Sonne Licht; so flieh' mich selbst im Schmerz der Geist der Freude nicht. ne lich Herz, zur Arbeit 7. Gieb mir ein fröhFleiß, und Treue im ir- lich Herz auch endlich dischen Beruf, dem ich die Kräfte weihe! Mein Tagewerk gedeiht, das Schwerste selbst wird noch im Sterben! Zum Leben führt der Tod; den Himmel soll ich erben. O da erst heben sich vollkommne mollien 604 Das christliche Leben. kommne Freuden an; ihr Gott und Vater, üben. Vorschmack stärke mich Dann schwingt voll noch auf der Todesbahn. hoher Lust mein Geist 8. Gieb mir ein fröh- sich himmelwärts; erhört lich Herz! Ich will dich ist dann mein Flehn: kindlich lieben, in jeder Gieb mir ein fröhlich Pflicht mich treu, mein Herz! 11. Frommer Fleiß. dan ook Mel. Dir dank ich für mein. rufes Wegen, und such 535. Du sollst in nicht eignen Ruhm. Dir allen Sachen mit Gott sollst du nicht vertrauen, den Anfang machen; so auf deine Kraft nicht fordert's deine Pflicht. bauen; sie ist ja nicht dein Eigenthum. Wem hast du Dank zu geben für alles Heil und Leben? Nur ihm; von dir entspringt es nicht. 4. Klopf' an die Himmelspforten mit starken Glaubensworten; da bitteKraftdir aus! daher wird Segen fließen, und reichlich sich ergießen auf dich und auf dein ganzes Haus. 2. Der Mensch mit seinem Dichten weiß wenig auszurichten, was gut zu heißen sei. Was will dein eitles Sinnen, du armer Staub, beginnen, steht dir nicht Gottes Hülfe bei? dinsdo2 3. Drum sei nicht zu Mel. In dich hab ich geh. 536. Ich weiß, mein Gott, daß all mein Thun verwegen auf des Be- und Werk in deinem Summot Willen Frommer Fleiß. Willen ruhn; von dir kommt Glück und Segen. Dein Rath führt uns zwar wunderbar, doch stets auf guten Wegen. 2. Es steht in keines Menschen Macht, daß das gescheh', was er be dacht, und sich des Fort gangs freue; des Höchsten Rath, der macht's allein, daß Menschen Rath gedeihe. du 3. Oft denkt der Mensch in seinem Muth, dies oder jenes sei ihm gut, und ist doch weit gefehlet; oft sieht er auch für schädlich an, was Gott doch selbst erwählet. 605 5. Wie mancher ist in seinem Sinn schon über Berg' und Klippen hin! Doch eh' er sich's versiehet, liegt er danieder, und sein Fuß hat sich umsonst bemühet. 6. Drum gieb mir Weisheit aus der Höh', o Vater, daß ich nicht besteh' auf meinem Eigenwillen. Sei du mein Freund und treuer Rath, was recht ist, zu erecht iſt, z füllen. 7. Regiere mich; und was mir gut, das gieb mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Mein höchstes 4. So fängt auch oft Ziel, mein bestes Theil ein weiser Mann ein gu- sei deine Lieb' und Ehre. tes Werk mit Freuden 8. Ist's Werk von dir, an, und bringt's doch so gieb mir Glück; ist's nicht zu Stande. Er Menschenthun, so treib's meint, er bau' ein festes Haus, und baut es nur im Sande. zurück, und andre mein Beginnen. Was du o nicht wirkest, pflegt von selbst 606 Das christliche Leben. selbst in kurzem zu zer durch deinen Geist zu rinnen. Freud und Wonn' erhöhet.( in the 19. Tritt duzumir, und mache leicht das, was mir 13. Du bist mein Vasonst unmöglich däucht. ter, ich dein Kind; was Reichst du mir deine ich bei mir nicht hab' und Hände, so kommt, was find', hast du zu voller angefangen ist, gewiß Gnüge. So hilf nun, zum guten Ende. daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 196 dine# 14. Dein soll seyn aller Ruhm und Ehr'; ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang' ich leb', erzählen. 10. Ist auch der Anfang etwas schwer, und muß ich gleich in's tiefe Meer der bittern Sorgen gehen: so lehre mich, ohn' Unterlaß zu seufzen und zu flehen.$ isipsi 11. Wer fleißig betet, dir vertraut, wird alle Noth, vor der ihm graut, Mel. Dies sind die heilgen. mit tapferm Muth be12. Der Weg zum Guten ist zwar wild, mit vielen Dornen angefüllt; doch wer ihn muthig gehet, wird endlich, Herr, Gott! forst zwingen; und bei der 537. Das walte schwersten Sorgenlast Gott, der helfen kann! wird er das Ziel erringen. Mit Gott fang' ich die Arbeit an; mit Gott ak lein geht's glücklich fort. Drum ist auch dies mein erstes Wort: das walte 2012. Frommer Fleiß. R 2. All' mein Beginnen, Thun und Werk erfor dert Kraft von Gott und Stark'. Ihn sucht mein Herz zu jeder Stund'; drum spricht mit Freuden auch mein Mund: Das walte Gott! me& onis 607 zu jeder Frist: Das walte Gott! nisa jol barse am 6. Trifft mich ein Unglück? unverzagt! ist doch mein Werk mit Gott gewagt. Er steht den Sei nen gnädig bei; drum dies auch meine Losung sei: Das walte Gott! 3. Wenn Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht giebet, da gebricht's. Gott giebt und thut mir alles Gut's; drum sprech' ich auch getrosten Muths: Das walte Gott! da 7. Beschenkt mich Gott ausGütigkeit, so acht' ich keiner Feinde Neid. Mag hassen, wer's nicht lassen kann; ich stimme doch mit Freuden an: Das walte Gott! 4. WillGott mir etwas geben hier, so will ich dankbar seyn dafür; auf 8. Thu'ich mein Werk mit Gottes Rath, der meine Hülf' ist früh und sein Wort werf ich aus spat: dann Alles wohl mein Netz, und sag' in meiner Arbeit stets: Das walte Gott! SE LE gerathen muß. Drum sprech' ich nochmals zum Beschluß: Das walte Gott! 5. Der Arbeit Anfang, Mitt und End' stell' ich allein in Gottes Hånd'. TO Er gebe, was mir nüglich 538. Gott, deffen ist; drum sprech' ich auch Hand die Welt ernährt, 086 und met wo Gott zum Haus nicht. Mel.Wo 608 Das christliche Leben. und Jeglichem sein Theil Hand mit Freuden aus; gewährt, laß deinen Sekomm du mit Segen in mein Haus! gen auf mir ruhn und mich mein Werk mit Freuden thun! 6. Versüße mir den sauren Schweiß, und 2. Hilf, daß ich stets hilf, daß ich mit allem in dieser Welt so lebe, wie es dir gefällt; mich von der Sünde zu befrein, laß meine erste Sorge seyn! Fleiß das thu', was meines Amtes ist; ich weiß, daß du mein Helfer bist.in 7. Du machst die durren Berge naß; du kleidest Blumen, Laub und Gras; du speisest alle Vögelein: sollt' ich denn ohne Segen seyn? 8. Ach daß wir unser Lebenlang nur wüßten weise, dir zum Dank, mit deinen Gaben umzugehn! so würd' es wohl im Hause stehn. 9. Nun, treuer Gott, erhöre mich! mein Auge siehet nur auf dich. Hilf, daß ich sorge, wie ich soll; dem Leibe Kraft und ja, sorge du! so geht Stark'! Ich streck' die mir's wohl. mund 5. Mit Beten geh' ich an mein Werk; gieb du adhin e 539. 3. Steht's erst mit meiner Seele wohl, dann lehre mich auch, wie ich soll auf meines Leibes Wohlergehn mit wahrer Christenweisheit sehn. 4. Dich ruf ich an: Verlaß mich nicht! du weißt ja wohl, was mir gebricht. Was du willst geben, gieß du mir, und dann Zufriedenheit mit dir! Frommer Fleiß. 609 Mel. Dir dank ich für mein. ist das Glück der Tha539. Sum Fleiße tigkeit. ward das Leben vom 4. Nie laß uns, Gott, Schöpfer uns gegeben, auf Erden im Guten und nicht zu träger Ruh'. träge werden; du gabst Wie Fruchtbarkeit dem der Kraft uns viel. Regen, so folgt dem Dich, unsern Herrn, zu Fleiße Segen; er strömt ehren, und Menschenuns Glück und Freu- glück zu mehren, sei immer unser höchstes Ziel. den zu. 5. Wenn Andre trost2. Er mehrt des Leibes los klagen, dann werden Stärke, übt fromme Lie- wir nicht zagen, und keibeswerke, giebt uns ein nen Tag bereun. Wenn frohes Herz; er schafft Träge trauern müssen, uns süßen Schlummer, dann spricht ein gut Geerleichtert Gram und wissen uns Muth und Kummer, und lindert oft frohe Hoffnung ein. den herbsten Schmerz. easil 3. Er hilft den Hang besiegen zu sündlichem Vergnügen. Was mehr, was stets erfreut, der Unfren Wohlfahrt schügen, der Welt und Nachwelt nüßen- das 1570 6. Des treuen Fleißes Saaten laß, Vater, wohl gerathen, und reich in Garben stehn; hilf, Menschen zu erfreuen, auch Undank uns nicht scheuen, und auf des Himmels Aerndte sehn! 29 12. Strenge 610 Das christliche Leben. 12. Strenge Gewissenhaftigkeit in Wort gerbobet, fast deine und That. Reed Mel. Jefu, der du meineSeele.| der Wahrheit Freund in 540. Laß, o Heiliger, Wort und Werken hanmich streben, stets der delt, und das ist, was er Wahrheit Freund zu scheint; der Recht und seyn! Zu des Himmels Treue liebet, und von fel'gem Leben gehen keine dem Sinn der Welt, die Lügner ein. Ja, vor dei- TrugundFalschheit übet, nem Angesichte wird der sich unbefleckt erhält! d Gleißner stets zu nichte; denn vor dir sind immer dar alle Herzen offenbar. 2. Wohl ihm, daß ſein Gemüthe auf Treu' und Glauben hält! Ihnführet 2. Daß du, Herr, an Gottes Güte mit Ehren jedem Orte Zeuge meines durch die Welt. Einst Wandels bist, daß kein wird ihn Gott erhöhen, einz'ges meiner Worte wenn in der Wahrheit deinem Ohr verborgen Licht beschämt die Fal ist: dies erwecke mein Geschen stehen, entdeckt müthe, daß ich mich vor durch sein Gericht. Lügen hüte. Redlich sei 700 O und des Herzens Grund; 3. Herr, laß alles Luredlich sprech' auch stets gen doch ferne von mir seyn. Nie laß die Lippen der Mund! abminio ras upe dig trugen; nie sei die TuMel. Ich dank dir, liebergend Schein. Erinnre 541. Wohl dem, der mein Gewissen, du hassfest richtig wandelt, der als Heuchelei, damit ich stets SONSTI.SI be Gewissenhaftigkeit in Wort und That. 611 beflissen der Treu' und Alles dir befehle; du Wahrheit sei.pils du giebst der Unschuld Sieg! si 4. Laß niemals mich versprechen, was ich nicht halten kann, und nie die Zusag' brechen, die ich einmal gethan; nie Leicht sinn mich verleiten und nie des Beispiels Macht, als Wahrheit zu verbreiten, was ich selbst ausgedacht. ppl fidno 7. Ein Herz voll Treu' und Glauben, das Trug und Falschheit scheut, soll kein Gewinn mir rauben, der sich mir anerbeut. Hierdarf getrost ich sehen auf dich; dort reichst du mir, wo Falsche nicht bestehen, der Treue Lohn dafür. 13 5. Doch laß zu allen Zeiten auch deiner Weisheit Licht, Herr, meine Seele leiten, damit ich meine Pflicht mit Klugheit üb', und wisse, wann ich für Andrer Wohl und für mich reden müsse, und wann ich schweigen soll. ais M.GEwigkeit, ou Donnerw. 542. Gott, der du Herzenskenner bist, Herr, dem die FalschheitGräuel ist und jede Lug' Verbrechen! kein Wort spricht je ein falscher Mund ,Allwissender! dir ist es kund; du, Heil'ger, wirst es rächen. Laß jederzeit mein Ja und Nein, wie's Christen ziemt, aufrichtig seyn! 6. Wenn jemals, mich zu drücken, des Feindes Rath gelingt; wenn er mit bösen Tücken in Kümmerniß mich bringt: so stärke meine Seele, daß 2. Gott, wenn ich ich nicht unterlieg', und schwörend vor dir stety, Qq2 1170 dir 612 300 Das christliche Leben. ions dir feierlich in's Antlik Leid, will ich doch Gott seh', die Hand gen Himmel hebe; wenn ich dich selbst zum Zeugen ruf, zum Rächer dich, der mich erschuf, durch den ich bin und lebe: dann sei von Trug und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei. und Seligkeit muthwillig nicht verlieren. Wie klein mein Glück auch immer sei; nur rein das Herz und Gott dabei! 5. Du, der du selbst die Wahrheit bist, Gott! dessen Wort untrüglich ist, du hast auch mir ge schworen. So wahr du Gott bist, sagst du zu o theures Wort, der Seelen Nuh'!— ich soll nicht seyn verloren. Herr, heilig sei mir Bund und Eid; dann find' ich einst Barmherzigkeit. 3. Ach! wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn bei den Leiden dieser Zeit dein Trost nicht mehr mein Herz erfreut, dein Trost nicht, wenn ich sterbe welch Elend! welche Höllenpein! dann besser, nie geboren seyn! 543. Aller meiner Brüder Rechte sollen, 4. Nein! Ehre nicht, Gott, mir heilig seyn. nicht Gut und Geld, Wenn ich sie zu kranken kein Fürstenthum und dächte, ihres Kummers keine Welt soll mich so mich zu freun, über sie weit verführen. Und mich zu erheben, oder mir drohte mir das schwerste allein zu leben: welchen Sp 10 Zorn - vidik Mel. Jesu, der du meine S. Gewissenhaftigkeit in Wort und That. 613 Zorn verdient' ich nicht! ihnen ungerecht begegwelch ein schreckliches nen, weil ich reich und Gericht! se mächtig bin? darum, weil so oft Verbrecher, ohne Furcht vor dir, dem Rächer, fest noch stehn wie ein Pallast, obgleich alle Welt sie haßt? 2. Könnt' ich, taub bei ihren Klagen, ihnen das aus Eigensinn oder Neid und Geiz versagen, was ich ihnen schuldig bin; könnt' ich ohne Treu' und Glauben Andern ihren Segen rauben: welchen Zorn verdient' ich nicht! welch ein schreckliches Gericht! nodolsillo 5. Eines Unterdrückten Thränen, o wie furchtbar sind nicht die! Eh' es Ungerechte wähnen, treffen deine Pfeile sie. Und wenn du nicht eilen solltest, wenn du, Richter, säumen wolltest: harrt denn mein am Grabe nicht ein noch schrecklicher Gericht? 3. Jedes Unrecht will ich hassen, will gerecht seyn, kein Tyrann, Jedem geben, Jedem lassen, was er hat und fordern kann. Lieber will ich Un- 6. Nein, ich will gerecht recht leiden als begehn; ich will mit Freuden lieber niedrig seyn und bloß, als durch Unrecht reich und groß. de und billig selbst auch gegen Feinde seyn; Keinen drücken, lieber willig Jedem, der mich kränkt, verzeihn. Hab'ich Macht, ich will sie mügen, die Bedrängten zu beschüßzen; eilen, wo Verlaßne flehn, ihnen 4. Sollt' ich, giebst du mir mehr Segen als wohl Andern, mehr Gewinn, and? Das christliche Leben.ions 614 ihnen liebreich beizu stehn. his thi ( 7. Sichern will ich meine Rechte, aber sanft und mit Geduld. Wir sind Alle deine Knechte; und wie groß ist deine Huld! Du vergiebst so viele Schulden; sollt' ich denn kein Unrechtdulden, nicht gelind' seyn, mich nicht freun, wie mein Vater, zu verzeihn? 8. Ungerecht will ich nie Handeln, immer billig; ich will gern schonen, dulden, und doch wandeln froh die Wege meines Herrn. Er, der Richter aller Welten, wird mein schonen, mir vergelten, wenn er mich vollendet hat, was ich meinen Brüdern that. Mund: Redlich will ich wandeln; ich will halten deinen Bund, will rechtschaffen handeln, fern von Trug und Schmeichelei, Recht und Wahrheit üben, Keinen je durch Heuchelei täuschen und betrüben. 2. Redlichkeit ist Christenpflicht; ihr bleib' ich ergeben. Redlich, bis mein Auge bricht, will ich allzeit leben; redlich, wenn die Welt mich sieht, redlich ohne Zeugen. Kann, was sich dem Tag' entzieht, Gott' die Nacht verschweigen? 3. Finsterniß ist ihm wie Licht, Mitternacht wie Morgen. Oft bin ich der Welt, doch nicht meinem Gott verborgen. Was ich denk' und thue, sieht er im hellsten Lichte, und 544. Herr, ich kein Lügengeist entflieht Mel. Schwing dich auf 3. zu. schwör's mit Herz und seinem Strafgerichte. nondi 4. Gewissenhaftigkeit in Wort und That. 615 4. Gott, mein Vater! vernimm's und bebe! Geld und Gut kann ich Des Ewgen Stimme leicht verschmerzen; aber spricht: So wahr ich einen heitern Muth, Freu- bin und lebe, ich komme digkeit im Herzen, Red- zum Gericht!!! lichkeit in Wort und That, und ein gut Gewissen, das nur laß auf meinem Pfad nimmer mich vermissen!& 5. Hilf mir redlich seyn, bis ich einst vollendet habe. Gute Menschen ehren mich dann auch noch im Grabe. Ging ich treu und standhafthier auf der Wahrheit Wegen, führt der Tod mich hin zu dir, und mir folgt dein Segen. 2. ,, DerUnschuld Jammerthrånen und des Verlaßnen Schreyn, des Frommen heißes Sehnen, es dringt zu mir herein. Ich will die Unschuld rächen; desFrevlers acht' ich nicht. Mein Arm soll den zerbrechen, der Treu' und Glauben bricht." an 3. Vor Gott kann nie bestehen, wer Trug und Falschheit liebt; vor Angst muß dort vergehen, wer Unrecht hier geübt. O flich des Meineids Mel. Herzlich thut mich verl. dung Schande, zerstöre nicht 545. Du trittst vor dein Glück! O flieh Gott, zu schwören; er des Lasters Bande! du sieht, er kennet dich! kommst sonst nie zurück; Denkst du, er wird nicht 4. Kommst nie zurück hören? sich kümmern zum Frieden; es folgt dir nicht um dich? OThor, Gram und Noth. Von mondi Gott 616 and Das christliche Leben.is Gott bist du geschieden; 2. Mag dich auch dein Leben wird ein Tod. die Welt verhöhnen Kaum ist die That gesche- spricht dich dein Gewissen hen, verläßt dich jede Lust; frei, bleibst du deinem mit Schauder, Angst und Herrn getreu: o! dann Wehen schlägst du um wird er dich auch krönen; sonst die Brust. er wird dein Vertreter seyn. Halte dein Ge5. Es glüht, es nagt im Herzen; es droht, wissen rein! monis es klagt dich an. Mit ewig neuen Schmerzen fühlst du, was du ge than. O laß dich war nen, wecken; stehst du 3. Mußt du kaufen und verkaufen, gieb den Friedendrum nicht hin. Was ist aller Welt Gewinn? Erde sind die Goldeshaunoch, wanke nicht! Ofen. Kauf die Eine Perle schaudre, hör' mit Schrecken: ,, Ich komme zum Gericht!" dello ein; halte dein Gewissen rein! 4. Redlich geh' auf Gottes Wegen! Unrecht Gut gedeihet nicht; falsches 546. Wer geht froh Maaß und falsch Gewicht Mel. Ach was soll ich Sünder. durch's Erdenleben an der Liebe treuen Hand? Der in Christo Frieden fand, der sich ganz ihm hat ergeben. Stets sein 15. Deines Hauses Eigenthum zu seyn, hält Schmuck sei Friede; die er sein Gewissen rein.dirdienen, liebe du, gönne 11009 rauben dir nur Gottes Segen. Strebe reich in Gott zu seyn; halte dein Gewissen rein! 49 ihnen Gewissenhaftigkeit in Wort und That. 617 ihnen Sabbathsruh'. wird schneller Zeuge Sie zu bilden, sei nicht seyn. Halte dein Gemüde, daß sie dort noch wissen Dank dir weihn; halte dein Gewissen rein! rein!( hi dm 8. Stürmt es auch in Ungewittern; sinket Noth 6. Hast du dich zum auf dich herab; öffnet sich Dienst verpflichtet, dien' dir auch das Grab: dendem Hause als demHerrn. noch wirst du nimmer Diene redlich, treu und zittern; Gott wird dir gern; Gott belohnet, ein Helfer seyn, hältst du Christus richtet! Hasse dein Gewissen rein.im allen Heuchelschein; halte 9. Wohl dem Christen, dein Gewissen rein! der im Leben Gottes Ruf im Herzen ehrt! Christus, der sich ihm verklärt, wird ihm Trost im Tode geben. Halte dein Gewissen rein; dann gehst du zum Himmel ein! Enr 7. Prüfe dich, wenn du sollst schwören, daß des Meineids Frevel nicht dich verklagen im Gericht. Laß die Lust dich nicht bethören; Gott 13. Aufrichtige und Mel. Herr Jesu Chr. du höchst. 547. Ach Jesu, gieb mir sanften Muth, nach deinem Wort zu leben! Ich bin ein Mensch von 2. Ein Vater hat uns Fleisch und Blut, und ja gemacht zu seines Hausollte mich erheben zu ses Kindern; es hat Ein 3911 Herr thätige Nächstenliebe. stolzer Rach' und bösem Zorn? Wie könnte doch ein guter Born wohl bitter Wasser geben? 618 and2 Das christliche Leben. is Herr das Heil gebracht 5. Wir tragen Ein uns sonst verlornen Sün- gleich sanftes Joch, die dern; Ein guter Geist wir uns Christen nennen; uns auch regiert und wie dürften sich die Glieuns zu Einem Erbeführt, der doch an Einem Leibe wenn wir's nur nicht trennen? An rechter Lieb' verhindern. id und Freundlichkeit kann 3. Wie kann ich doch als man den Christen allezeit Gottes Kind den schwa als Gottes Kinderchen Bruder hassen, da kennen. mir so große Schulden 6. Wir haben Alle sind von meinem Gott erlassen? Soll nicht mein Herz auch seyn bereit, in rechter Lieb' und Einigkeit den Bruder zu umfaffen? mors Gottes Gnad' in Einem Herrn zu finden; Ein gnadenreiches Wasserbad macht lauter uns von Sünden; uns Alle nährt Ein Kelch, Ein Brodt: wie sollte nicht in Freud' und Noth uns All' Ein Herz verbinden? 4. Komm, Bruder, komm! reichher die Hand! Wir wollen uns versöhnen, und uns von dem, was uns entbrannt, von Stolz und Neid entwöhnen. Verzeihn hält zwar die Welt für Schmach; doch wir, wir folgen Jesu nach. Mag doch die Welt uns höhnen! and 7. Dort stehn wir auch vor Einem Herrn; der wird es an uns rächen, wenn wir, vom Sinn der Liebe fern, zum Bruder Racha! sprechen. Drum, Jesu, gieb uns sanften Muth, und hilf durch deiner Aufrichtige und thätige Menschenliebe. 619 ner Gnade Gut den Ei- danken haben; mein Herz genwillen brechen! 3 bewahre sich bei ihrer ab eine Freude vor allem Neide. Mel. wend ab deinen Jorn. eder 5. An Lieb' und Güte 548. Hilf, Gott, daß laß mich dir auf Erden und Heiland, werden; und gieb, damit ich willig mich drin übe, selbst Kraft und Triebe! 10 ich den Nächsten redlich stets ähnlicher, mein Gott liebe, durch lieblos Richten nimmer ihn betrübe, ihn nicht verläumde, noch durch falsche Ränke sein Wohlfein kranke! 12. Gieb, Herr, daß ich, der ich selbst täglich fehle, mit Nachsicht seineFehler gern verhehle, und, wenn er fällt, auf mich, der ich noch stehe, mit Vorsicht ſehe! 3. Hilf, daß ich klüglich ihn zu bessern trachte, und seiner Seele Wohlfahrt theuer achte! Hat doch für ihn, o Gott, dein Sohn sein Leben dahingegeben. hin 4. Aufrichtig laß mich 2. Liebe kann uns alles schätzen alle Gaben, die geben, was auf ewig müßt Andre deiner Huld zu und ziert; sie kann unsre Seel' Mel. Laffet uns den zerren. ( 10192) 549. Unter allen großen Gütern, die uns Christus zugetheilt, ist die Lieb' in den Gemüthern Himmelsbalsam, der sie heilt; ist ein Stern, der herrlich strahlet, und ein Kleinod, dessen Preis Niemand auszusprechen weiß, weil kein Gold es je bezahlet; ist die Macht, die Jedermann zwingen und erfreuen kann. 620 dilmDas christliche Leben.hinjus Seel' erheben; sie ist's, Gewinn; ließ' ich meinen die uns aufwärts führt. Leib gleich brennen, und Menschen oder Engel ertrüge jeden Schmerz: zungen, welche Kraft sie ist von Liebe leer mein auch beseelt, wenn dabei Herz, würd' es mir nichts die Liebe fehlt, sind noch nügen können. Nur der nie in's Herz gedrungen; Liebe reine That ist der nur ein Erz- und Schel- wahren Freuden Saat. lenklang ist ihr flüchtiger 5. Glaube, Hoffnung, Gesang. Liebe leiten uns durch STO 3. Was ich von der diesen Pilgerstand; ihre Weisheit höre und von Kraft wird uns begleiten tiefer Wissenschaft, die geheimnißvolle Lehre und des Glaubens Wunder kraft, mächtig, Berge zu versehen, was auch sonst des Preises werth, und was alle Welt verehrtAlles ist für Nichts zu schätzen, wenn sich nicht dabei der Geist, der die Liebe wirkt, beweist. 104. Gab' ich alle meine Habe für die Armen freudig hin; opfert' ich mich selbst dem Grabe bis an's wahre Vaterland: doch der Liebe weite Gränzen reichen in die Ewigkeit; Alle, die sich ihr geweiht, werden unaufhörlich glänzen. Glaub' und Hoffnung bleiben hier; Liebe währet für und für. 6.OduGeist der reinen Liebe, Geist von Gott, nimm hin mein Herz! laß mich spüren deine Triebe, leite mich in Freud' und Schmerz! laß mich kräftig meinem Nächsten zum widerstreben Allem, was 1990 nicht Aufrichtige und thätige nicht gut es meint mit dem Freunde, mit dem Feind, und mich reizt, nur mir zu leben. Lenke meinen ganzen Sinn, Geist der Lieb', zur Liebe hin! dhun Mel. Herr J. Christ, meins 2. 550. Nur Liebe, rein von Heuchelei, macht kund, wer neu geboren sei. Sie zeugt von wahrem Christenthum; sie ist des Menschen höchster Ruhm. Tar 5. Hat dich dein Gott nicht stets geliebt? Gott, welchen duso oft betrübt? Gleichwohl vergißt er Zorn und Rach'; o folge diesem Beispiel nach! 6. Ein Heide liebt den, der ihn liebt: er giebt dem schränket sich der Christ wieder, der ihm giebt. So nicht ein; auch Feinden wird er gütig seyn.m 7. Nun, Gott, der du die Liebe bist! gieb, daß ndun ich als ein wahrer Christ, Nächstenliebe. 621 4. O sprich nur nicht: Er ist mein Feind; wie kann man seyn des Feindes Freund? Der Feind bleibt ja dein Fleisch und Blut; thu', was der Samariter thut! co TOOL 2. Gott ist die Liebe; und ſein Kind ist liebevoll, gleich ihm, gesinnt. Wer ohne Lieb' ist, kennt nicht Gott, ist noch in seinen Sünden todt. 3. Kannst du des Nach- nach deinem Beiſpiel, sten Elend sehn, und un- liebreich sei, aufrichtig, gerührt vorübergehn: so ohne Heuchelei. steht's um deinen Glau8. Dann nimm mich, ben schlecht; so ist dein nach vollbrachtem Lauf, Christenthum nicht acht. in jenes Reich des Frie& dens 622 dilas Das christliche Leben. birjul dens auf, wo dich und unterdrückt, und alle jeden dn Menschenfreund Glaubensfrucht erstickt. die Lieb' auf's innigste Vertreibe du durch deine vereint! Huld aus meinem Geist die Ungeduld. ld Mel. Vater unser im Simm. 4. Gott schenkt, ob wir auch böse sey'n, uns dennoch seinen Sonnenschein; so laß auch meinen Segen ruhn auf denen, die mir Böses thun, und schreib' mir tief in Herz und Sinn, wie huldreich ich versöhdnet bin. 551. D Menschen freund, Herr Jesu Christ, der du die Liebe selber bist, und nichts von Haß und Zorne weißt, der du die Sanftmuth selber heißt! du rufest durch dein Wort uns zu, wir sollen liebreich seyn wie du. 2.0 Liebt, sprichst du, liebt, wie ich geliebt, die Feinde, welche euch be trübt! Wünscht Keinem Böses, fluchet nie; wenn Andre fluchen, segnet sie! Seid duldsam, freund lich, mild und gut, ertraget sie mit sanftem Muth! 5. Gieb, daß ich immer hilfreich sei, selbst Feinde, wo ich kann, erfreu'. Gieb Langmuth, die ertragen kann, was sie mir zum Verdruß gethan, die auch der Sünden Menge deckt, durch Liebe Gegenlieb' erweckt! dis 3. Ach! gieb mir Freund- 6. Du, der du selbst die lichkeit, und nimm aus meinem Herzen Zorn und Grimm, der alle Liebe Herzen lenkst und Wollen und Vollbringen schenkst! o Vater, der du gnädig bist! Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 623 bist! o Fürst der Liebe, durch des Geistes Triebe Jesu Christ! o Geist er des Bundes Kette des Friedens! höre mich; stählt.id pmsd ich will dir's danken 3. Solche Liebe nur geewiglich. e bise muget, wie in seinem HerMel. Ø Durchbrecher aller. zen wohnt, die dem Kreuz sich willig füget, die auch 552. Herz und Herz nicht das Leben schont. vereint zusammen, Chri- So wollt' er für Sünder sten, flieht an Gottes sterben; und für Feinde Herz! lohnt mit reiner floßsein Blut. Allen sollt Liebe Flammen eures sein Tod erwerben jenes Heilands Lieb' und Schmerz! Er das Haupt, wir seine Glieder; er das Licht, wir dessen Schein; er der Meister, wir die Brüder; er ist unser, wir sind sein. insid150 Lebens höchstes Gut. 4. Jesu, treuster Freund, vereine deine dir geweihte Schaar, daß sie's so von Herzen meyne, wie's dein letzter Wille war. Jeder reize reize stets den Andern, 2. Kommt, des Got- helfe gern mit Rath und tesreiches Kinder, und That, dir, o Heiland, befestigt euren Bund; nachzuwandern auf der schwöret Treu' dem Liebe sel'gem Pfad.d Ueberwinder allesammt 5. Du, der seiner aus Herzensgrund! Und Schaar geboten, daß sie wenn noch dem Kreis Liebe üben soll, mehresie, der Liebe Festigkeit und weck' auf die Todten, Stärke fehlt, fleht, bis mach' die Trägen geistesvoll! 624 odsilm Das christliche Leben. biule voll! Laß uns so ver- 2. Wir haben Einen einigt werden, wie du mit Gott und Herrn, sind dem Vater bist, so daß Eines Leibes Glieder. auf der ganzen Erden Drum diene diene deinem kein getrenntes Glied Nächsten gern; denn wir mehr ist. sind Alle Brüder. Gott 6. So wird dein Gebet schuf die Welt nicht erhöret; durch den Sohn blos für mich; mein sind Alle frei, und die Nächster ist sein Werk, Welt wird recht belehret, wie ich. ii) wie dein Reich so selig sei. 3. Ein Heil ist unser Preis dem Vater aller Aller Gut! Ich sollte Geister, der in dir der Brüder hassen, die Gott Welt erschien! Preis dir, durch seines Sohnes unserm Herrn und Mei- Blut so hoch erkaufen ster! Alle willst du zu dir lassen? Daß Gott mich ziehn. star schuf und mich verfühnt', hab' ich dies mehr, als sie, verdient? 4. Duschenkst mir tåglich so viel Schuld, du, Herr von meinen Tagen; ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den Mel. Wohl dem, der befre S. 553. So Jemand spricht: Ich liebe Gott, und haßt doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott, und reißt sie ganz danieder. Gott ist dieLieb' und will, daß ich den Nächstenliebe gleich als mich.d bom du liebst? 5. Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 625 tim5. Was ich denFrom ich segnen: dies ist des men hier gethan, dem Herrn Gebot. Kleinsten auch von die 2. Mein Jesus, der sen, daß siehst du, mein Gerechte, vergalt die Erldser, an, als hätt' Schmach mit Huld; ich's dir erwiesen. Und die Wuth ergrimmter ich, ich sollt' ein Mensch Knechte ertrug er mit noch seyn, und dich in Geduld. Sollt' ich denn Brüdern nicht erfreun? wieder schelten, da er nicht wieder schalt? mit Liebe nicht vergelten, wie er dem Feind vergalt? 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihm flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe spreist! 3. Verläumdung dulden müssen, ist schwer; sa umpis doch diese Pflicht wird leicht, wenn das Gewissen für meine Unschuld spricht. Die will ich treu od bewahren; so bessert mich mein Feind, und lehrt mich klug verfahren, indem er's böse meint. Mel. Herzlich thut mich verl. 554. Nie will ich wieder fluchen, wenn mir mein Hasser flucht; nie dem zu schaden suchen, der mir zu schaden sucht. Ich will ihm sanft begegnen, nicht drohen, wenn er droht; schilt er, so will 4. Ich will die Fehler scheuen, die er von mir ersann; auch die will ich bereuen, die er nicht wissen kann. Durch Huld will ich mich rächen, an Rr ihm 626 sdsilms Das christliche Leben. bijulk ihm das Gute sehn, und und nachsichtsvoll mit Gutes von ihm sprechen; Jedermann in Einigkeit wie könnt' mer länger zu leben. bin nshuisl schmähn? bar 3. Aufdich, mein Gott, laß stets mich sehn, so mit dem Nächsten umzugehn, wie ich's von ihm begehre, damit ich keines Menschen Herz durch rauhe Härte je mit Schmerz und Kümmerniß beschwere. 5. Ich will niemals ermüden, ihm thätig zu ver zeihn, und als ein Christ zum Frieden, zu Diensten willig seyn. Wenn, mich zu untertreten, ihn Güte mehr erhißt: so will ich für ihn beten, und Gott vertraun. Gott schützt! Mel. Kommt her zu mir ſpr. 555. Gerechter Gott, laß deinen Geist zu dem, was recht und billigheißt, stets meine Seele lenken! Nie reiße Habbegier mich 4. Herr, mit dem Maaß, womit ich hier den Brüdern messe, wirst du mir dereinst auch wieder messen. Dies reize mich zur Billigkeit, und lasse mich zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergessen. Jrse him so dilerserite Mel. hin, nie Stolz und Troß welt, ich muß dich. und Eigensinn, ein red: 556. Du, aller Menlich Herz zu kranken. schen Bater, du gütigster Berather in allem, was uns drückt, die Freuden, die wir haben, sind einzig deine Gaben; du bist's, der unser Herz erquickt. 2. 2. Kein Bruder seufze über mich; es freue meine Seele sich, dem Nächsten mehr zu geben, als er mit Recht verlangen kann, indi Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 627 2. Du läßt dich von zer stillen, so oft ich sie uns Sündern durch Unnur stillen kann. sist dank nicht verhindern, 6. Zum Fleiß in guten uns fegnend zu erfreun; Werken laß mich die zu ewgen Seligkeiten uns Hoffnung stärken, vor Sterbliche zu leiten, ist dir, dem Herrn der Welt, Weisheit, Macht und der frohe Geber liebet, Gute dein.dolorosei, was man willig 3. Wie groß ist deine giebet, ein Opfer, daß Milde, barmherzger Ba- dir wohlgefällt. ischil ter! Bilde mein Herz nach deinem Sinn; daß ich der Noth der Armen mich willig mög' erbar men, nimm alle Härte von mir hinn 4. Gieb, daß ich willig gebe, mich wohlzuthun bestrebe so, wie mein Heiland that, der zärtliche Erbarmer, den kein be drängter Armer verge bens je um Hülfe bat. DA 90 7. O wohl mir! ich gewinne schon hier bei diesem Sinne Trost und Zufriedenheit, und einst vor Gottes Throne, zum unschätzbaren Lohne, die Freuden einer Ewigkeit. dudu Mel. An wasserflüſſen Bab. 557. Der du die Liebe selber bist und gern die Menschen segnest, ja selbst dem, der dein Feind noch ist, mit Freundlichkeit begegnest, o bilde meinen Sinn nach dir, und laß mich doch, mein Heiland, wie du gewandelt, Rr 2 wan5. Erhalt' in mir die Triebe der mitleidsvollen Liebe. Wie du mir Guts gethan, so laß um deinetwillen mich AndrerSeuf hier, 628 odbilus Das christliche Leben. biule wandeln! Die können Weg zu leiten; du hörst keine Christen seyn, die der Seufzenden Gebet, sich nicht Andrer Wohl- und brauchest deine fahrt freun, nicht men- Majestät nur, Segen schenfreundlich handeln. auszubreiten. soms g 12. Dein Leben in der 4. Olaß in meiner PilSterblichkeit war für die Menschen Segen; dir folgten Lieb' und Freundlichkeit auf allen deinen Wegen. Wohin du grimschaft mich auf dein Vorbild sehen! erfülle mich mit Lust und Kraft, dem Nächsten beizustehen, betrübter Herzen Trost Fröhlichen zu freun, mit Weinenden zu klagen, und dem, der mir sein Herz vertraut, die Redlichkeit, auf die er baut, nicht treulos zu versagen! gingst, ging Wohlthun zu seyn, mich mit den mit; dein Wort, dein Werk und jeden Schritt begleitete Erbarmen; du übernahmst die schwerste Pein, uns vom Verder ben zu befrein, und starbst zum Heil uns 2 Armen. 503. Auch jetzt noch, auf der Himmel Thron, bist du das Heil der Sünder; auch da bleibst du, o Got tes Sohn, ein Freund der Menschenkinder. Du schaffst den Deinen wahre Ruh, und die Verirrten 5. Laß mich mit brüderlicher Huld des Nächsten Fehler decken, durch Sanftmuth, Mitleid und Geduld zur Beßrung ihn erwecken! und fündiget er gegen mich, so freue meine Seele sich, ihm willig zu vergeben. Also suchest du auf rechten werd' ich dich, Jesu STIG *# oot Christ, Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 629 Christ, der du die Liebe und That zu dienen. felber bist, auf's wür- Mich treibe nicht erst digste erheben. Dank zu milder Wohl assandy in thu that an; nein, was ich Mel. G Gott, du frommer G. Brüdern thu', daß sei dir, Gott, gethan! d 558. Gieb mir, o Gott, ein Herz, das jeden Menschen liebet, bei sei nem Wohl sich freut, bei ſeiner Noth betrübet; ein Herz, das Eigennuß und Neid und Härte flieht, und sich um Andrer Glück wie um sein eignes müht! 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienst dem Dursti gen begegnet; ein Blick voll Troſt, mit dem mein Herz Bedrängte segnet; ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer Andre stärkt: Nichts bleibt, so klein es ist, von dir, Herr, unbemerkt. bory GO mub 100. 2. Seh' ich den Dürf tigen, so laß mich gütig eilen, von dem, was du 5. Wenn je ein boshaft mir giebst, ihm hülfreich Herz sucht Zwietracht anmitzutheilen; nicht aus zurichten: so laß mich dem eitlen Trieb, groß sorgsam seyn, der Brüder vor der Welt zu seyn Zwist zu schlichten. Aus und mich verehrt zu Schmähsucht störe nie ſehn, nein, Menschen zu mein Mund des Nächsten erfreun.eoldarbinud Ruh'; er rühme sein 3. Dies sei mein Got- Verdienst, deck seine tesdienst, selbst unbemerkt Fehler zu. jodendsign von ihnen, den Brüdern, 6. Die Rach' ist dein, wo ich kann, mit Rath o Gott! Du sprichst: Ich 119090 will 630 odsilns Das christliche Leben. hinuls will vergelten! Drum laß mich stille seyn, wenn Menschen auf mich schel ten. Gieb, daß ich dem verzeih', der mir zu schaden sucht, den liebe, der mich haßt, den segne, der mir flucht. mot@ mit DEC 7. Der Seelen Heil ist mehr, als leiblich Wohlergehen; drum laß beim Nächsten auch mir's tief zu Herzen gehen. Was seinen Geist beglückt, das muss auch mich erfreun, was ihm zur Beßrung dient, mir theur und wichtig ſeyn. 237197 39 8. Den, der im Glau ben wankt, zu leiten und zu stärken; den, der noch sicher ist bei seinen bösen Werken, von der verkehrten Bahn des Lasters ab zuziehn: dazu verleih' mir Kraft, und segne mein Bemühn. In 9. O heilige du selbst, Herr, meiner Seele Triebe durch deine Lieb' und Furcht zu wahrer Menschenliebe! Wer nicht den nächsten liebt, geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Gott, mir stets vor Augen seyn! Mel. Herzliebster Jefu, was. OI AUR 2019 and 200 559. Herr, mein Er löser, der du für mich littest, und noch zur Rechten Gottes für mich bittest! erweck in mir, du Muster wahrer Liebe, der Sanftmuth Triebe. mobing 2. Wann hast du jemals Haß mit Haß vergolten? Du schaltst nicht wieder, da man dich gescholten. Du segnetest mit Wohl thun nicht blos Freunde, auch deine Feinde.. 3. Und ich, Herr, sollte mich den Deinen nennen, und doch von Rachgier gegen Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 631 gegen Andre brennen? ich übersehen, und, sollten sollte jemals Haß mit sie mich auch empfindHaß vergelten, und wie lich kranken, an dich geder schelten? denken. dan hilado 07291119 4. Wie kann ich Vater! zu dem Höchsten sagen, und Groll im Herzen gegen Brüder tragen? wie kann ich zu ihm flehn, mir zu verzeihen, und Rache schreien? 5. Wer nicht vergiebt, der wird für seine Sünden auch nicht bei dir, o Herr, Vergebung finden. Dein Jünger ist nur, der, wie du, vergießet und Feinde liebet. NSGRU 6. Soheilige denn mei n mei ner Seele Triebe, mein Heiland, durch den Geist der wahren Liebe, daß nie die unglücksel'ge Lust der Rache mich strafbar mache. ani ichin 87. Wenn meine Bruder sich an mir vergehen: so lehre mich, ihr Unrecht .186 8. Erwecke dann, o Herr, in meinem Herzen auf's neue das Gedächtniß jener Schmerzen, die du in deinen schweren Leidensstunden für mich empfunden. Salon d 99. Laß mich mit Sanftmuth meinem Feind begegnen, und, so wie du, den, der mir fluchet, segnen. Herr, mache gegen Alle, die mich hassen, mein Herz gelassen. 10. Will zu der Rachsucht mich die Furcht verführen, als würd ich sonst mein ganzes Glück verlieren: o Herr, so laß mich, ihr zu widerstehen, auf dich dann sehen. 11. Du schützest den, der redlich vor dir wandelt, und überall nach Terdei 632 odoilmo Das christliche Leben. bijuis deinem Vorbild handelt; Antlig treten und für drum laß in Allem mich unsre Feinde beten. Ba schon hier auf Erden dir. Vater! mach' uns, ähnlich werden! us deine Frommen, stark zu dieser schweren Pflicht! Wenn wir in Versuchung kommen, so besiege sie uns nicht. Laß sie uns gerüstet finden, laß uns schnell ſie standing Mel. Herr, ich habe mißgeh. OCG Mon 560. Allen, welche nicht vergeben, wirst du, Richter, nicht verzeihn; trostlos werden sie im Le- überwinden! ben, trostlos einst im Tode Susisad seyn, unentledigt ihrer 5. Mach in unserm ganSünden, nimmer vor dir zen Leben deinem Sohn Gnade finden. 11911292 uns gleichgesinnt, so stets willig zu vergeben Allen, die uns schuldig sind, uns wie wir dich bei unsern Sünden willig zum Vergeben finden. die 2. Wie der Freund der Menschenkinder Böses nie vergolten hat, wie er für die größten Sünder, selbst für seine Mörder, bat: so soll auch der Christ 6. Wohl uns! Gott ververzeihen, und sich nicht zeiht uns Sündern, zurder Rache freuen.net mit uns Schwachen 3. Wir geloben's dir nicht, nimmt uns auf zu mit Freuden: Willig wol seinen Kindern, geht mit len wir verzeihn, nie uns uns nicht in's Gericht. rächen, wenn wir leiden, Laßt uns beten, laßt uns nie zu dir um Rache kämpfen, alle Rach' in schrein; wollen vor dein uns zu dämpfen. sl 561. Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 633 Mel. Was sorgst du angstlich. Freuden der Versöhn561. Herr, lehre du lichkeit? stpils doi - mich deinen Willen mit Kindesfreude treu erfüllen; dein Will' ist lauter Seligkeit! An dir laß meine Seele hangen; sei du mein einziges Verlangen, du Freude mir, die nie gereut. 4. Du kennest meiner Liebe Schwäche; sie schwebt nur auf der Oberfläche, und doch— das ganze Herz willst du! Die reinste Lieb' ist, Gott, dein Wille; o strome mir aus deiner Fülle der Liebe 2. O Liebe! lehre du Himmelsfreuden zu! sid mich lieben, mit Schwer- 905. O Liebe, lehre mich id mit Freuden das Beste geprüften mich betrüben, mich jeder fremden Freude freun. Die Liebe ist der thun, das Schlimmste Menschheit Ehre.leiden, und immer frohe Jesus Christus, lehre, Liebe seyn. Ja, Liebe! lehre mein Herz dem dei du bist Gottes Leben; nen ähnlich seyn! denn deine Seligkeit ist Geben, und deine Freud' ist still erfreun! D 3. Mein Herz, das oft sich sträubt und wendet, sich mit dem Schein der 6. O Jesus Christus! Liebe blendet, und, o das Entzücken der Liebe wie oft noch! haßt und quillt aus deinen Blicken, draut wer wird dieß aus deinem Herzen kalte Herz entzünden? Freundlichkeit! O daß wer lehrt mich schnell mein Herz nur Liebe und tief empfinden die wäre! O Jesus Christus, .800 lehre, 634 odsilm Das christliche Leben.( bisjulk lehre, lehre mich deiner still sich grämen, Hülfe Liebe Seligkeit! Sisschil zu erflehn sich schämen. 19m Fisting Mel. wohl mir, Jeſus, 4. wi 4. O wie lohnt's mit fanften Freuden, der Ver562. Wohlzuthun laßnen Helfer seyn, sehn, und mitzutheilen, Chri- wie sie in ihren Leiden sich, sten, das vergesset nicht! durch uns gestärkt, erMitleidsvoll und willig freun! Ein betrübtes eilen, Armen beizustehn, Herz erquicken, welch ein ist Pflicht, süße Pflicht, himmlisches Entzücken! die Jesus lehret; Gott 5. Heil und Glück auf selbst wird durch sie ge- unsern Wegen, innige ehret. and moduri tim Zufriedenheit, Huld bei 12. Speiset die, die Hun Menschen, Gottes Seger leiden, und die Dur gen folgen auf Barmherstigen erquickt; eilt, die zigkeit. Was ist Müh', Nackenden zu kleiden; was sind Beschwerden, tröstet die, die Kummer wenn sie so belohnet drückt; Schwache sucht zu unterstüßen, Unterdrückte zu beschüßen. as find werden? et miste S 6. Laßt uns eilen, unfre Gaben, weil es Zeit ist, auszustreun! Was wir hier gesået haben, ärndten dort wir reichlich ein. Seid barmherzig, helft den Armen! Gott wird euer sich erbarmen. Jefus, meine m 30: 3. Nicht nur die liebt, die beuch lieben; rettet nicht nur, die euch flehn. Allen eilt, von Gott ge trieben, nach Vermögen beizustehn; suchet auf, die ( 279) 563. Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 635 Mel. Der du dein Wort mir. alles, was ich bin, 563. Von dir in diese durch dich. dubt Welt gerufen, stehn, Vaan 4. Und ich, ich sollte ter, alle Menschen hier auf nicht bescheiden und fern niedern und auf höhern von allem Stolze seyn? Stufen; und was sie ha- ich den, der mehr empfing, ben, kommt von dir. Du beneiden, mit ihm mich sei machst ſie arm, du machst nes Glücks nicht freun? sie reich; doch sind vor Hätt' ich auch größres dir sie! Alle gleich. Glück, als er: wär' ich drum besser, seliger? 12. Beglücken und selbst glücklich werden, ist 5. Nein, gerne will ich Aller Ruf, ist Aller Loos. Darum ist Dieser hier auf Erden gering und arm, Der reich und groß; Der hat mehr Kraft, Der mehr Verstand, und Jener braucht, was Der erfand.sudin( bil bil id noo 13. Wer hat mich Andern vorgezogen? wer wieder andre Menschen mir? Du, Gott, durch freie Huld bewogen! denn alles Gute kommt von dir. Ich gab dir nichts Andre ehren, sie mögen noch so niedrig ſeyn. Sie können meiner nicht entbehren; ich kann mich ohne sie nicht freun. Nähm' Keiner meines Glücks sich an: wie arm, wie hulflos war? ich dann! 16. 6. Wer eitler Ehre gernentbehret, und Tugend an Geringern gernerkennt, und schäßet, der verehret der Niedern und der Hohen Herrn. zuvor, und ich bin Wohl, wohl ihm! denn Be 636 odsilns Das christliche Leben. disjuk Bescheidenheit ist aller Stände Herrlichkeit. sill7. Was schmückt das Alter, wie die Jugend? Was macht uns Gott und Menschen werth? Die stille, die bescheidne Tugend, die eitlenSchim mer nie begehrt. Ja, Demuth führt zum Him melreich; sie macht uns Gottes Engeln gleich. Mel. Herr Jefu Chrift, dich zu 564. Für unsern Nächsten beten wir, o Vater, wie für uns, zu dir. Gieb, der du Aller Vater bist, gieb Jedem, was ihm selig ist! 2. Dir opfert unser Lobgefang Anbetung, Ehre, Preis und Dank, daß du auch unsre Brüder liebst, und ihnen so viel Gutes giebst.disa usd 3. Dank, daß du auch an sie gedenkst, mit Jesu ihnen Alles schenkst, zu deinem Himmel sie auch schufst, zum Glauben sie, zur Tugend rufft! ast 4. Deß freun wir uns und danken dir, und betenbrünstig, Gott, zu dir: Laß stets sie deine Kinder seyn, und ewig deiner Huld sich freun! sid 5. Nimm ihrer väterlich dich an, und leite sie auf deiner Bahn, und bilde fie für deinen Ruhm zu deinem Erb' und Eigenthum! ore 6. Verirrte führe, Herr, zurück zu dir, zu ihrem wahren Glück; und wer von dir sich führen läßt, den mach' im Glauben treu und fest! 7. Entreiß der Laster Tyrannei die Sünder, Gott, und mach' fie frei, daß sie nur deine Pfade gehn, und einst dein Bateräntlig sehn! nodig 508. Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 637 8. Gieb Allen in dir die ich nicht wieder segnen kann! idio and fun an frohen Muth! Bewahr' ihr Leben und ihr Gut, 2. Umfange sie mit deiihr Haus, ihr bestes nerGüte, mit deiner Huld Eigenthum, des guten verlaß sie nie! sei stets ihr Namens Glück und Helfer, und behüte vor Ruhm! Widerwärtigkeiten ſie! Trifft dennoch sie Gefahr und Schmerz, so tröst' und heile selbst ihr Herz! 3. Nimm sie zu deines Reiches Erben, wenn ſie entschlafen, gnädig an! Erquicke sie in ihrem Sterben! sie haben Menschen wohlgethan; und dort, o Gott, vor deinem Thron sei herrlich einst und groß ihr Lohn! is 9. In ihrer Noth verlaß sie nie; und sind sie traurig tröste sie! Gieb ihnen hier Zufriedenheit, dort deines Him mels Seligkeit! O no 10. Wir alle, deinen Engeln gleich, erheben einst in deinem Reich dich ewig; ewig danken wir, o unser Aller Vater, dir! Mel. Der du dein Wort mir. QULL COTO 1997 KOSTO 565. Wenn Menschen streben, dir an Güte und Wohlthun, Vater, gleich zu seyn, und mich mit willigem Gemüthe durch ihren Rath und Trost erfreun: mit reichem Segen segne dann, tond MSTUNDI Mel. Durch Adams Fall ift. 566. Wie königlich ist das Gebot, das du mir vorgeschrieben, aus Liebe gegen dich, o Gott, den Nächsten rein zu lieben! Der ich dein Jünger, Jesu! bin, wie könnt' ich Brüder dil Das christliche Leben. hijjul? 638 Brüder hassen, seh' ich nur auf das Vorbild hin, daß du auch mir gelassen? 2. Von Liebe für die Welt entbrannt, hast du dich hingegeben. Aus Liebe hat dich Gott ge sandt, damit wir mögten mich durch Liebe preisen; durch sie, als Heiliger undChrist, des Glaubens Kraft erweisen! Wenn Hoffnung und wenn Glaube sich im Schauen einst verlieren Liebe bleibt; laß ſie auch die leben. O Brüder, liebt mich zu ewger Wonne uns Gott so sehr, so laßt führen! on pinunat uns herzlich lieben! Vonid mandi daico Mel. Wer nur den lieben G. Gott kommt Menschen- 10 1500 1190190 liebe her; laßt dies Gebot 567. O Vater aller uns üben! ship Geister! Ehre sei dir von 3. Ein Gott, der uns deiner Kinder Schaar! als Brüder schuf; Ein Dir Herr der hohen Blut, aus dem wir stam- Sternenheere, bring' jemen, Ein Geist und ei- der Mund Anbetung dar! nerlei Beruf knüpft uns O Vater, Aller Vater, so fest fest zusammen- Ein Vater, der in Allen ist, THE THOUT gieb, zu preisen dich, uns Einen Trieb! GOG Ein Nachtmahl, Eine 2. Von tausendmal Taufe, Ein Glaube an den Herrn und Christ, Ein Ziel nach unserm Laufe! niss nibhse 4. Dich, Gott! der zehntausend Keiner verehrt dich, Vater, würdiglich. Wo ist ein Weiser, Guter, Reiner, der sagent darf: Ganz kenn' ich du die Liebe bist, laß dich; ich ehre, reiner Anndines dacht Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. dacht voll, dich ganz, wie ich dich ehren soll? 639 lich ehrt, deß Flehen wird von dir erhört. 6. Wo ist ein Vater, der 3. Und dennoch, Vater, dürfen Sünder sich deinem hohen Antlitz nahn; dein Vater- Ohr hört sie nicht minder, als reine Seraphinen an. Dem Schwächsten lächelt deine Huld; den Stärksten trägst du mit Geduld. do voduce dem Fallen des unschuldvollen Kindes draut? der nicht mit frohem Wohlgefallen sein Aug' und Ohr und Herz erfreut? Wie schwach dies Stammeln immer sei, er lohnet es mit Vatertreu'9150 This 4. Und keiner Aller, 7. Kein Erdensohn hat welche leben, ist fern, Un- andre Pflichten, als seiendlicher, von dir; in dir, nem Lichte treu zu seyn; du Vater Aller, weben wie könntest du den strenge wir All' und sind und richten, dem du mehr Licht athmen wir; sind All versagtest? Nein! Beaus dir, durch dich, und gnadigst du nicht selber du rufft: Such' mich! den, der's wagte, dir zu allen Herzen zu. disgswiderstehn? 5. Dem rufst du lauter, 8. Und wir, wir sollten Jenem leise: Ein Gott strenge richten? wir liebist, welcher dich erschuf! los seyn, wo du verNur der ist froh und gut schonst? die Einfalt und und weise, der schweigend die Tugend richten, die du horcht auf deinen Ruf; vielleicht mit Ehre lohnst? und Jeder, der dich kind- den schmähen, der dich ndom) anders 640 sdsilm Das christliche Leben. bijuls anders ehrt, als uns der alle Nächte hell; vollend', Våter Glaube lehrt? 1949. Du bist's, den alle Bungen preisen; und alle Herzen fühlen dich! In tausend Völkern, tausend Weisen freun MenschenSeelen deiner sich, dein, ob du aller Menschen Freund, der alle Seelen einst vereint. o Allvollender, schnell! mel. Ich will dich lieben, m. 568. Erfülle mich mit sanften Trieben, o Jesu, höchster Menschenfreund, sie alle, die du liebst, zu lieben, sie alle, die dein Blut vereint! Wer dich nicht in dem Bruder ehrt, ist, Herr! nicht deiner Liebe werth. 1111 2. O laß mich den zu bessern streben, der, Gott! aus deiner Gnade fiel. Wie oft mußt du nicht mir vergeben! Wie sind noch meiner Sünden viel! Du bist so willig, zu verzeihn; und ich kann unbarmherzig seyn? in 10. Erwecke Fürsten, bilde Lehrer voll weiser Menschen Freundlich keit! entwaffne schonend den Zerstörer, der lieblos frommer Liebe dråut! Gieb jedem Menschen Angesicht der Strahlen mehr von deinem Licht! 11. Daß Ein Hirt nur und Eine Heerde, ver knüpft durch deiner Liebe Band, aus allen Gott verehrern werde, steht, Jesus Christ, in deiner 3. Mit Demuth laß bei Andrer Fehlen mich in mein eignes Innre sehn, gern meines Bruders Schuld verhehlen, Hand. Nur du machst ihn nie mit meiner Zunge 273016 schmähn. Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 641 schmähn. Bin ich des vielleicht ihn noch, mein wegen heiliger, weil ich nicht sündigte wie er? Freund zu seyn. Ich flehe, wie mein Heiland bat: 4. Und wenn mein Vergieb! er weiß nicht, Nächster irre wandelt, was er that. kenn' ich ihn ganz? kenn' ich sein Herz? weiß ich's, warum er so gehandelt? 569. Menschenermeß' ich seiner Reue freund, nach deinem Schmerz, und wie die Bilde bilde sich mein ganThat, die er vollbracht, zer Sinn! Deine Sanftihn wachsam für die Zu- muth, deine Milde neig' kunft macht? auch mich zur Liebe hin. 35. Ja, Brüder, gern Unwerth wär' ich, dich zu will ich euch tragen; denn kennen, liebt' ich nicht, meine Schwächen tragt wie du geliebt; unwerth, auch ihr. Wir wollen mich nach dir zu nennen, demuthsvoll uns sagen: würd' ein Mensch durch Ach! alle, alle straucheln mich betrübt. wir. Trug nicht der 2. Jesu, wo du liebend Mittler voller Huld einst nahtest, folgte Wohlthun auch die Schwachen mit deiner Spur; wo du segGeduld? shenend Gutes thatest, in den Hütten, auf der Flur, an dem Lager kranker Brüder, wo du je nur hingeblickt, kehrte Fried' und Hoffnung wieder, und 6. Selbst dem, der Kum mer mir gebieret, will ich aus Menschlichkeit verzeihn. Mein Schweigen und mein Dulden rühret sculer Mel. Durchbrecher aller. Das christliche Leben. biju 642 und der Dulder ward erquickt. 3.Odu Gütigster von Allen! Keinen hast du je verschmäht; wer verirrt war, wer gefallen, wer um Trost zu dir gefleht, hat für alle seine Wunden, Herr, in deiner 6. Nimmer soll mein Herz ermüden, reiner treuen Hand Rettung, Liebe sich zu weihn; es Heil und Trost gefunden, Hülfe, wie er nirgends fand. 4. Brüder, kommt in meine Arme! wer da lei det, ruhe hier. Wenn ich sein mich nicht erbarme, wende sich mein Gott von mir. Ohne Schonen und Vergeben bleib' ich ewig Jesu fern. Ohne Liebe ist kein Leben; liebend nur folg' ich dem Herrn. es, wie er. Wenn mir Jemand Gram bereitet, irrt vielleicht nur sein Verstand, und ich reich' ihm, wenn er gleitet, dennoch liebreich meine Hand. 5. Mag man mich auch bitter krånken: o! mein Heiland litt noch mehr. Mag man Arges von mir denken: dulden will ich dru gewährt so hohen Frieden, wohlzuthun und zu erfreun. Wer um Dank und Lohn nur ringet, hat dahin der Erde Lohn; wen die Liebe mächtig dringet, fühlt in ihr den Himmel schon. 7. Zwar der Wehmuth Zähr' entfließet dem, der edle Saat gestreut, wenn der Hoffnung Feld nicht sprießet, oder wenig Frucht ihm beut: doch des Segens reiner Güte freut er einst sich, wär's auch spåt; endlich Heil uns!- kommt zur Blüthe Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 643 Blüthe, was der Men Mel. Mach's mit mir, Gott. schenfreund gesät. 571. Christ, folge deines Jesu Ruf, und ehre Seine Würde! Zu segnen deine Brüder, schuf dich Gott; trag' ihre Bürde! Denk' an der Liebe sanft Gebot, und brich dem Hungrigen dein Brodt! 2. Sing' oft ein Lied der Dankbarkeit für deines Gottes Gaben; dies stärke dich zur Fröhlichfeit im Geben, Trösten, Laben. Den frohen Geber hat Gott lieb; drum gieb mit frohem Herzen, gieb! 3. Sprich nicht: ,, Der Zeiten Druck fällt schwer; 3. Verdamme nicht, viel kann die Hand nicht daß Gott dich nicht ver reichen."- Wer herzlich damme; es lodre nie giebt zu Gottes Ehr', soll in dir der Schmähsucht auch dem Reichsten gleiFlamme. Barmherzig- chen. Legst du auch nur keit und sanfteSchonung Ein Scherflein ein übe! Gott ist die dein Herz macht es zum Liebe! Edelstein. Mel. Wend ab deinen Jorn. 570. Darf sich der Mensch zu richten unter winden? Wer unter uns ist rein vor Gott zu finden? O hör' es, Mensch! so spricht der Herr der Welten: Ich will vergelten. 2. Wo ist der Sterbliche, der nicht erschricket, wenn er in seines Herzens Tiefen blicket? Und den noch rügt der Stolze streng und bitter des Bruders Splitter. 582 - 4. 644 Das christliche Leben. Dijul 4. Schreib' nicht in dein 7. Wie sauer wird's Gedächtnißbuch, wann und wie oft du labest. In's Buch des Lebens längst schon trug dich Gott, wenn fromm du gabest. Was deiner Rechten sich entwand, das wisse nicht die linkeHand. dem Zartgefühl des Redlichen, zu nehmen! und dir gab Gottes Huld so viel! Gieb, ohn' ihn zu beschämen. Du weißt, daßGeben, wie einChrist, weit sel'ger noch als Nehmen ist. 5. Besiege dich, ist's auch dein Feind, der in der Trauerkammer verlassen mit den Seinen weint! Auf! mindre seinen Jammer! Vergieb! rief Christus himmelan; er, dessen Blut für Sünder rann. 8. Und des Gerechten wird ja schon hier nimmermehr vergessen. Ein Thränenthau welch süßer Lohn!- wird seinen Hügel nässen. Wer wohlgethan, schläft selig ein, deckt auch sein Grab kein Marmorstein. - 6. Mich dürstet! rief 9. Siehst du dort am Todespfahl dein Hei- über'm Sternenfeld das land unter Schmerzen. Land gereifter Aehren, Er rang für dich, und er wo der dir in die Arme empfahl, die dürsten, dei- fällt, verklärt in Freudennem Herzen. Ach! Man- zähren, dem du auf Ercher lechzt am Todesthal; den wohlgethan? Dein drum eile, tránk' ihn noch Werk, sein Dank stieg einmal! nishimmelan. 10. Aufrichtige und thätige Nächstenliebe. 645 3. Prüfe dich! es gilt das Leben, gilt der Seele Ruh' und Glück. Kannst du liebend nicht vergeben, weiche vom Altar zurück! Gaben willst dem Herrn du reichen? Er verschmäht die äußern Zeichen. 10. Hinauf den Blick in's Garbenland, daß du in Hoffnung säest! Streu' reichlich aus mit frommer Hand, damit du reichlich mahest. Auf, segne, eh' die Hand dir sinkt, noch heute, Christ! Die Krone winkt. 4. Gehe hin, dich zu verföhnen, gieb dem Bruder deine Hand, trockne ſeines Kummers Thränen; Zorn und Rache sei verbannt. Liebe deckt, ein Friedensengel, Bruderfehl' und Erdenmangel. 5. Sei willfährig seiner Bitte, eh' sichscheidet euer Pfad; denn vielleicht mit raschem Schritte ist dir schon der Tod genaht. 2. Doch was deine Worte künden, heget das auch dein Gemüth? Ist kein Haß bei dir zu fin- Preise Gott durch Wort den? Ist dein Herz in und Leben! Selig Alle, die vergeben! Lieb' erglüht? Zürnest du nicht deinen Brü Mel. Ringe recht, wenn G. dern? Kannst du ihren 573. Heilge Liebe, Gruß erwiedern? Himmelswonne, reinen Seelen Mel. Herr ich habe mißgeb. 572. Christ, du nahst der heilgen State, wo das Wort der Liebe tont, wo im Liede und Gebete sich der Geist mit Gott ver söhnt; deine Lippen singen, loben, Aug' und Hände sind erhoben. 646 Das christliche Leben. Bild, laß es Freund' und Feinde lesen, was uns Geist und Seele füllt! Seelen nur bewußt, Aus- Gottes Ueberschrift und fluß jener ewgen Sonne, senke dich in unsre Brust! 2. Freude, wie sie Sel'ge fühlen, Freude, die die Welt nicht kennt, komm, unsDurstige zu kühlen! ei nige, was sich nochtrennt! 3. Süße Ruhe, GottesFriede, Gabe, die uns Christus giebt, ach! erquick' uns wir sind müde Schak, den unsre Seele liebt! 4. Nachsicht, Langmuth, stilles Dulden kehre tåglich bei uns ein, daß dem Bruder seine Schulden wir von Herzen gern verzeihn! - 6. Gute, Wohlthun, Herzensmilde, die sich mitleidsvoll erbarmt, decke sanft mit deinem Schilde den, der auch den Feind umarmt! 7. Fels im Sturme, hoher Glaube, Muth im Kampf und in Gefahr, mach' uns treu, heb' aus dem Staube uns zu jener Siegerschaar! 8. Jesusliebe, Bruderliebe, tödt' unheilger Liebe Schmerz; schenk uns deine keuschen Triebe und ein unbeflecktes 5. Schmuck der Frommen, freundlich Wesen, Herz! 14. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben und in der Gottseligkeit. Mel. Ich dank dir, lieber. treuer Gott und Herr! 574. Laß mich dein Von dir laß Nichts mich seyn und bleiben, du treiben, halt mich bei deiner Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 647 ner Lehr'! Herr, laß mich achte drauf, daß Gott ist ja nicht wanken, gieb mir treu geblieben bei seinem Beständigkeit! Dafür Eid, in Ewigkeit als Vawill ich dir danken in alle ter dich zu lieben. Ewigkeit. 2. Sei Gott getreu von Jugend auf, laß dich nicht Lust, nicht Leiden in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden. Sein' alte Treu' wird täglich neu; sein Wort kann niemals lügen. Was er verspricht, das bricht er nicht; daran laß dir genügen. 3. Sei Gott getreu in deinem Stand, darin er dich gesetzet. Wenn er dich Hålt mit seiner Hand: wer ist, der dich verleget? Wer seine Gnad' zur Schußwehr hat, dem kann der Feind nicht schaden; wo diese Wehr steht um dich her, da ist dir wohl gerathen. 4. Sei Gott getreu, sein lautres Wort freimüthig zu Mel. Jesu, derdumeine Seele. 575. Herr, ich glaube; hilf mir Schwachen! Laß mich ja verzagen nicht! Du, du kannst mich stärker machen, wenn mich Sünd' und Tod anficht. Deiner Gute will ich trauen, bis ich fröhlich werde schauen dich, Herr Jesu, nach dem Streit in der frohen Ewigkeit! Mel. G HerreGott, dein gönl. 576. Sei Gott getreu, halt' seinen Bund, o Mensch, in deinem Leben, und weiche nicht von diesem Grund, bleib' standhaft ihm ergeben; denk' deiner Tauf, und Das christliche Leben. Indub 648 zu bekennen; steh' fest dar auf an jedem Ort, laß dich davon nichttrennen. Was diese Welt in Ehren hålt, muß Alles doch vergehen; sein liebes Wort bleibt fort und fort ohn' alles Wanken stehen. 5. Sei Gott getreu; denn Gott läßt sich stets treu und gnådig finden. Streit' unter ihm nur ritterlich, und dampfe Fleisch und Sünden; ergieb dich nie, herrsch' über sie; und wär' der Fall geschehen, so eil' bei Zeit, durch Reu' und Leid vom Falle aufzustehen.. 6. Sei Gott getreu bis in den Tod; laß Nichts von ihm dich wenden. Er kann und wird in aller Noth dir treuen Beistand senden; und käme gleich der Hölle Reich mit aller Macht gedrungen, so glaube du: Gott läßt's nicht zu, du bleibest unbezwungen. 7. Wirst du also Gott bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen; und eine Kron' zum Gnadenlohn wird dich im Himmel schmücken; da wirst du dich dann ewiglich an seiner Treu' erquicken. Mel. Wer nur den lieben G. 577. Ihm nach, ihm nach auf seinen Wegen! Mein Jesus hat die Bahn gemacht. Geh' ich dem Himmel nur entgegen, so schreckt mich nicht des Weges Nacht; und ob er gleich voll Dornen wär', geht doch mein Jesus vor mir her. 2. Getrost, getrost, nicht still gestanden! Die Welt muß deinem Blick entgehn. Die, so den Weg nach Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 649 nach Zion fanden, er Mein Geist sucht seinen stiegen immer neue Höhn. Ursprung wieder; Herr, Dein Wandel muß im dein erfreuend Angesicht Himmel sein; sonst gehst verbirg' vor meiner Ardu nicht zum Himmel ein. muth nicht! 3. Hindurch, hindurch! man muß es wagen. Mit Gott geht man durch Gluth und Fluth; er hilft der Erde Kreuz uns tragen, und giebt dazu uns festen Muth. Wir müssen durch viel Trübsal gehn, eh' wir im Reiche Gottes stehn. 4. Hinauf, hinauf! den Kampf erwähle! der Kampf bringt reichen Siegerlohn. Es gilt das beste Theil der Seele, die Seligkeit an Christi Thron. Ihm nach! Getrost! Hindurch! Hin auf! Gen Himmel führt des Christen Lauf. Mel. Jeuch meinen Geist, triff. 578. Hierlegt mein Sinn sich vor dir nieder! 2. Schau' her! Ich fühle mein Verderben; laß mich in Christi Tode sterben. O mögte doch in seiner Pein die böse Lust ertöddtet seyn! 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe; jedoch ist von Unlauterfeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden; der Sinn muß. tiefer in dich gehn; der Fuß muß unbeweglich stehn. 5. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu rathen; hier helfen nicht des Menschen Thaten. Wer macht sein 650 dual Das christliche Leben. pidup sein Herz wohl selber rein? es muß durch dich gewirket seyn. 6. Doch kenn' ich ja dein treues Lieben; du bist noch immer treu geblieben. Ich bin gewiß, du stehst mir bei, und machst mich von mir selber frei. 7. Indessen will ich treulich kämpfen, und stets die böse Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst, und diesen Neßen mich entziehst. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht geschlagen; Gott führt mich aus dem Kampfund Streit in seine Ruh' und Sicherheit. 9. Drum will die Sorgen meiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen; ach! drück' es fest in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin! 10. So wächst der Eifer mir im Streite; ich fasse schon des Sieges Beute, und fühle, daß es Wahrheit ist, daß du die Liebe selber bist. Mel. Es koftet viel, ein Christ. 579. Es ist nicht schwer, ein Christ zu ſeyn, und nach des reinen Geistes Sinn zu leben. Zwar geht es schwer dem trågen Herzen ein, dem Herrn sich ganz und immer zu ergeben; doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit den schweren Streit.:,: 2. Du darfst nur werden wie ein Kind; du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, wie gut ist Gott gesinnt! Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum zage nicht, und fürchte nicht so sehr; es ist nicht schwer.:,: 3. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 651 53. Dein Vater fordert dein kindliches Versehn nur das Herz, daß er es wie nicht geschehn.:,: selbst mit reiner Liebe fülle. Der fromme Gott will ja nicht deinen Schmerz; die Unlust schafft in dir der Eigenwille. Drum übergieb ihn willig in den Tod; so hat's nicht Noth.:,: 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn Nacht und Finsterniß dich wird bedecken. Dein Vater wird dir niemals Böses thun; du brauchst vor keinem Sturme zu erschrecken; ja, siehst du auch von Hülfe keine Spur, o glaube nur!:,: 4. Wirf nur getrostden Kummer hin, der ja das Herz vergeblich schwächt und plaget; erwecke nur 7. So wird dein Licht auf's neu' erstehn; du zum Glauben deinen wirst dein Heil in aller Sinn, wenn Furcht und Weh an deinem Herzen naget; sprich: Vater, schau' mein Elend gnädig an! so ist's gethan.:,: 5. Faff nur die Seele in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hülfe merkest; und fehlest du noch oft aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die Gnade står kest. Dann ist vor Gott Klarheit schauen. Wie du geglaubt, wird dir alsdann geschehn; du darfst dem frommen Vater ganz O Seele, sieh, wie doch ein wahrer Christ so selig ist!:,: vertrauen. 8. Auf, auf, mein Geist! was säumest du, dich deinem Gott ganz kindlich zu ergeben? Geneuß, o Herz, der süßen Himmelsruh'; im Frieden sollst du bei dem Das christliche Leben. pinip 652 dem Vater leben. Der Sorgen Last wirf nur getrost und kühn allein auf ihn!:,: 5. Wohl dem, der stets wacht und flehet, der sein Heil mit Zittern schafft! Wenn er unbeweglich stehet, wird der Sichre weggerafft. Mel. Ringe recht, wenn G. 580. Wer sich dünken läßt zu stehen, hüte wohl sich vor dem Fall; es umschleicht uns, wo wir gehen, die Versuchung überall. 6. Hüter deiner Menschen- Heerden, der du schläfft und schlummerst nicht, hilf mir täglich wacker werden, wandeln stets in deinem Licht! 2. Petrus, welcher sich 7. Stärke du die trågen vermessen, bis zum Tode treuzu seyn, hat die Warnung kaum vergessen, so muß er den Fall bereun. 3. Ist der Geist auch noch so willig, das Fleisch doch immer 581. Auf! erhebet schwach; giebst du nach, so trifft dich billig deiner Feigheit bittre Schmach. Sinnen, halte fertig mich zum Streit, daß ich, rufft du mich von hinnen, wachend sei und wohl bereit! Mel. Wachet auf, ruft uns. bleibt 4. Unser Feind ist stets in Waffen, rästet nimmer, uns zu fahn. Willst im Eifer du erschlaffen, o dann ist's um dich gethan. msd euch, ihr Christen! Zum Streit müßt ihr euch mächtig rüsten; denn euer hat der Feind begehrt. Wappnet euch mit Gottes Worte, geht muthig durch die enge Pforte; der Tapfre bleibet unversehrt. F Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 653 sehrt. Ist euch der Feind wird erwecken, dann zu schnell? hier ist Imma- stehen wir mit Freuden nuel. Hosianna! Er hat auf. Gott Lob! wir sind als Held besiegt die Welt; versöhnt; daß uns die mit ihm behalten wir das Welt noch höhnt, währt Feld. nicht lange, und Gottes Sohn hat långstens schon uns beigelegt die Ehrenkron'. 2. Reinigt euch von euren Lüsten, besieget sie; denn ihr seyd Christen, und stehet in der Kraft des Herrn. Stårket euch in Jesu Namen; den Schwachen, welche zu ihm kamen, war seine Hülfe niemals fern. Und wer ermüden will, der schaue auf das Ziel; da ist Freude! Wohlan, so seid zum Kampf bereit; dann krönet euch die Ewigkeit. 3. Streitet recht die wen'gen Jahre, eh' euch empfängt die Todtenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. 4. Jesu, stärke Gottes Kinder, und krdne die als Ueberwinder, die du erkauft mit deinem Blut! Schaff' in uns ein neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Muth. Geuß aus auf uns den Geist, durch den die Liebe fleußt in die Herzen; so halten wir getreu an dir in Tod und Leben für und für. Mel. G Gott, du frommer G. Wenn zu 582. Ach Gott, verdes Gerichtes Schrecken laß mich nicht, reich' mir der Herr die Sünder die Gnadenhånde! Ach! führe 654 dualDas christliche Leben.gidakip 62 führe mich, dein Kind, 4. Ach Gott, verlaß daß ich den Lauf vollende mich nicht; gieb Wollen zu meiner Seligkeit; sei und Vermögen, und du mein Lebenslicht, mein kröne ferner mich mit Stab, mein Hort, mein deinem reichen Segen; Schuß! Ach Gott, ver- die Werke meines Amts, laß mich nicht! do die Werke meiner Pflicht laß, Herr, durch dich gedeihn! Ach Gott, verlaß mich nicht! 2. Ach Gott, verlaß mich nicht; regiere du mein Wallen, und laß mich nimmermehr in Sünd' und Schande fal len! Gieb mir den guten Geist, gieb GlaubensZuversicht, sei meines Lebens Kraft! Ach Gott, verlaß mich nicht! 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o treuer Gott, recht glauben, christlich leben und felig scheiden einst, zu sehn dein Angesicht! Hilf mir in Noth und Tod! Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! ich ruf' aus Herzensgrunde. Ach Mel. Nun danket alle Gott. Höchster, steh' mir bei 583. Gleichwie ein in jeder bösen Stunde! Palmbaum grünt, und Wenn sich Versuchung wie, vom Sturm umnaht, und Stärke mir wehet, hoch auf dem Ligebricht, so weiche nicht banon die Ceder kraftvoll von mir! Ach Gott, ver- stehet: so soll im steten laß mich nicht! Glück auch der Gerechte blühn, sadin Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 655 blühn, ob harte Stürme laß auch durch deines schon und Wetter ihn Geistes Stärk' zu seinem umziehn. Ziel gelangen, daß ich bis in den Tod getreu in deinem ganzen Dienste sei, und standhaft überwinde! 2. Den Glauben, den du mir geschenkt, mußt du in mir auch stärken. Die Kraft, die du in mich gesenkt zu wahren guten Werken, die Hoffnung, die du mir verliehn, daß ich des Himmels Erbe bin, mußt du in mir erhalten. 3. Hier hat mein Glaube Kampf und Streit; laß deinenGeistmich schüßen, zumBeten und zur Wachsamkeit mich machtig unterstüßen! Fall' ich, dein armes, schwaches Kind: so eil' er, um mich noch geschwind vom Falle aufzurichten. 4. So bleib' ich dir, mein Gott, getreu, daß keine 2. Mein Gott, du hast auch mich gepflanzt in deinen Garten; du willst von deinem Baum die süße Frucht erwarten. O hilf denn, daß ich dir ein guter Baum mag seyn, der stets mit Fruchtbarkeit dein Auge könn' erfreun! 3. Laß mich in From migkeit beständig blühn und grünen, dem Nächsten segensreich mit Frucht und Schatten dienen; und wenn des Todes Sturm mich endlich bricht entzwei, so pflanze wieder mich im Para diese neu! Mel. Wo Gott der Herr nicht. 584. Mein treuer Gott, dein gutes Werk, das in mir angefangen, 656 dun Das christliche Leben. piduli): C keine Lust, kein Leiden, so 3. Daß wir die Welt groß auch die Versuchung verlassen, ist uns fürwahr sei, von dir mich könne nicht leid. Den Himmel scheiden. Wohl mir! zuumfassen, fliehn wir die Mein gläubiges Vertraun Eitelkeit. Nein, Christen, wirst du einst in ein himm- seid nicht bang'! verachlisch Schaun der Herr- tet tausend Welten, ihr lichkeit verwandeln. Locken und ihr Schelten, und geht nur euren Gang. 4. Ja, laßt getrost uns gehen; der Vater gehet mit. Er selbst will bei uns stehen auf jedem sauren Schritt. Er will uns machen Muth, mit süßen Sonnenblicken uns trdsten und erquicken. Ach ja! wir haben's gut. Mel. Aus meines Herzens. 585. Kommt, Pilger, laßt uns gehen; der Abend bricht herein. Es ist ge fährlich stehen; wir müs sen wacker seyn. Kommt, stårket euren Muth, zur Ewigkeit zu wandern von einer Kraft zur andern; es ist das Ende gut. 2. Es soll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad. Wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt, und traut auf ihn, und lenkt mit festen Schritten zu jenen ewgen Hütten die Pilgerreise hin. ism Eintracht weihn. 5. Drum, Pilger, laßt uns wandern; wir gehen Hand in Hand. Eins freuet sich am Andern in diesem fremden Land. Kommt, laßt uns kindlich seyn, und auf dem Weg' nicht streiten, weil Engel die begleiten, die sich der 6. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 657 6. Laßt uns nur munter Jesu Leiten, zu fel'gen wandern; der Weg kürzt Ewigkeiten; wir gehn stets sich ab. Ein Tag zum Himmel ein. folgt schnell dem andern; bald sinkt der Leib in's Grab. Nur noch ein wenig Muth! Nur noch ein wenig treuer, von Erdengütern freier, gewandt zum ewgen Gut! mos Mel. Durch Adams Sall ist. 9040 mit de 586. Oft klagt dein Herz, wie schwer es sei, den Weg des Herrn zu wandeln, und täglich seinem Worte treu zu denken 7. Es wird nicht lang' und zu handeln. Wahr mehr währen. Halt' noch ist's, die Tugend kostet ein wenig aus! Es wird Müh'; sie ist der Sieg nicht lang' mehr währen, der Lüste. Doch richte so kommen wir nach selbst, was wäre sie, Haus. Da wird man wenn sie nicht kämpfen ewig ruhn. Wenn wir müßte? n; nolling 1997 mit allen Frommen da 2. Die, die sich ihrer heim zum Vater kommen: Laster freun, trifft die kein wie wohl, wie wohl wird's Schmerz hienieden? Sie thun! une hid di sind die Sclaven eigner 8. Drauf wollen wir's Pein, und haben keinen denn wagen es ist wohl Frieden. Der Fromme, Wagens werth und der die Lüste dämpft, hat gründlich dem entsagen, oft auch seine Leiden; was aufhält und be allein der Schmerz, mit schwert. Welt, du bist dem er kämpft, verwanuns zu klein! wir gehn, bei delt sich in Freuden. Tt - 3. 658 dual Das christliche Leben. Igionbipe 103. DeskastersBahn ist durch den Verstand, und anfangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht spricht durch das Gewissen, was wir, Geschöpfe seiner Hand, fliehn oder nd wählen müssen. und Grauen. Der Tu- 6. Ihn fürchten, das ist gend Pfad ist anfangs steil, läßt nichts als Mühe blicken; doch weiter fort führt er zum Heil, und endlich zum Entzücken. 4. Nimman, Gotthätt' es uns vergönnt, nach unsers Fleisches Willen, wenn Wollust, Neid und Zorn entbrennt, die Lüste frei zu stillen; nimm an, Gottließ'den Undank zu, den Frevel, dich zu krånken, den Menschenhaß: was würdest du von die sem Gotte denken? is 15. Gott will, wir sollen glücklich seyn; drum gab er uns Gesetze. Sie sind es, die das Herz erfreun; sie sind des Lebens Schäße. Er red't in uns hat, genommen. Weisheit nur; und Freiheit ist's, sie wählen. Ein Thier folgt Fesseln der Natur, ein Mensch dem Licht der Seelen. Was ist des Geistes Eigenthum? was sein Beruf auf Erden? die Tugend! Was ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ewig ähnlich werden! usque con 7. Lern' nur Geschmack am Wort des Herrn und seiner Gnade finden; und übe dich getreu und gern, dein Herz zu überwinden. Wer Kräfte hat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekommen; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er an 8. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 659 di 8. Du streitest nicht Glaube hält, wird neuen durch eigne Kraft; drum Muth dir geben; und muß es dir gelingen. Gott Kräfte der zukünftgen ist es, welcher beides Welt, die werden ihn schafft, das Wollen und beleben. and all thin Vollbringen. Wann gab 11. Und endlich, Christ, ein Vater einen Stein sei unverzagt, wenn dir's dem Sohn, der Brodt nicht immer glücket, wenn begehrte? Bet' oft; Gott dich, so viel dein Herz müßte Gott nicht seyn, auch wagt, stets neue wenn er dich nicht erhörte. Schwachheit drücket. Gott sieht nicht auf die That allein; er sieht auf deinen Willen. Ein göttliches Verdienst ist dein! dies muß dein Herze stillen. 9. Dich stärket auf der Tugend Pfad das Beiſpiel sel'ger Geister; ihn zeigte dir und ihn betrat dein Gott und Herr und Meister. Dich müsse nie des Frechen Spott auf diesem Pfade hindern; der wahre Ruhm ist Ruhm bei Gott und nicht bei Menschenkindern. 10. Sei stark, sei mannlich allezeit; tritt oft an deine Bahre. Vergleiche Mel. Wer weiß, wie nahe mir. 587.Nicht, daß ich's schon ergriffen hätte; die beste Tugend bleibt noch schwach: doch, daß ich meine Seele rette, jag'ich dem Kleinod eifrig nach. mit der Ewigkeit den Denn Tugend ohne Kampf so kurzer Jahre. Das Kleinod, das dein Wachsamkeit verliert sich bald in Sicherheit. Tt 2 2. 660 mdual Das christliche Leben. Ipinas? 12. So lang' ich hier im 5. Oft ist es Kunst und Leibe walle, bin ich ein Eigenliebe, was Andern Kind, das strauchelnd strenge Tugend scheint. geht. Der sehe zu, daß er Der Trieb des Neids, der nicht falle, der, wenn sein Schmähsucht Triebe erNächster fällt, noch steht. wecken dir so manchen Auch die bekämpfte böse Feind; du wirst behutsam, Lust stirbt niemals ganz schränkst dich ein, fliehst in unsrer Brust.oleachid nicht die Schmähsucht, 13. Nicht jede Besserung nur den Schein. sin ist Tugend; oft ist sie nur 6. Du denkst, weil das Werk der Zeit. Die wilde Hiße roher Jugend wird mit den Jahren Sittsamkeit; und was Natur und Zeit gethan, sieht unser Stolz für Tugend an. Dinge dich nicht rühren, durch die der Andern Tugend fällt, so werde Nichts dein Herz verführen; doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht rührt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 4. Oft ist die Aendrung deiner Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fühlst, wie Stolz und Ruhmsucht quälen, und dämpfst sie; doch du wechfelst mur. Dein Herz fühlt einen andern Reiz; dein Stolz wird Wollust oder 7. Oft schläft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit; jetzt sollst du eine Schmach verschmerzenund sieh! dein Herz wallt auf und draut, und schilt Geiz.idni ni dlod so lieblos und so hart, als Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 661 als nur zuerst gescholten Habsucht, Neid und ward. Zank; flieht's Unmuth auch und Müssiggang? i 8. Oft denkt, wenn wir der Ruhe pflegen, daß Herz im Stillen tugend11. Du bist gerecht; denn auch bescheiden? haft. Kaum lachet uns liebst Mäßigkeit; denn die Welt entgegen, so regt sich unsre Leiden schaft. Wir werden im Geräusche schwach, und geben endlich strafbar nach. imsin auch Geduld? Du dienest gern, wenn Andre leiden; vergiebst du Feinden auch die Schuld? Von allen Lastern sollst du rein, zu aller Tugend willig seyn. 12. Sei nicht vermessen! Wach' und streite; denk' nicht, daß du schon gnug lauf; doch opferst du, gethan. Dein Herz hat will's seine Liebe, ihm seine schwache Seite; die auch die liebste Neigung auf? Dies ist das Auge, dies der Fuß, die sich der Christ entreißen muß. greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Sicherheit droht dir den Fall; drum wachestets, wach'überall! di ildmot 588. Bald oder spåt 10. Du fliehst, geneigt zu Nuh' und Stille, die 9. Du opferst Gott die leichtern Triebe durch einen strengen LebensWelt, und liebst die Ein- des Todes Raub, wall' samkeit; doch bist du, ich noch hier auf Erden, fordert's Gottes Wille, ich Sterblicher; doch auch dieser zu entfliehn dieser Staub soll einst bereit? Dein Herz haßt unsterblich werden. Und .8 dann, 662 module Das christliche Leben. pidnb dann, dann ist mein 5. Es sei mein Ruhm, ewges Theil, o Gott, dir werth zu seyn, was Verwerfung oder Heil. du gebeutst, zu üben; 2. Mit Furcht und Zit tern soll der Christ nach seinem Heile ringen, verachten, was auf Erden ist, hinauf zu dir sich schwin gen, getrost den Pfad der Trubsal gehn, und standhaft in Versuchung stehn. 6. Die freche Thorheit mein höchstes Gut, mich dein zu freun, von Herzen dich zu lieben; mein Trost, auf deinen Schuß zu traun, und meine Hoffnung, dich zu schaun! arby s bunnst 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß; noch bin ich in den Schranken, noch nicht am Ziele: doch mein Fuß beginnet oft zu wanken. Herr, stärke mich durch deine Kraft auf dieser meiner Pil gerschaft! dieser Zeit soll nie mir meinen Glauben, den süßen Trost der Ewigkeit, des Himmels Hoffnung rauben. Was lindert sonst des Lebens Noth, versüßet sonst mir einst den Tod? 4. So lang' ich noch als Fremdling hier in diesem Leibe walle, schaff' du ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf ebner Bahn durch deinen Geist 7. Verzagt und schwach sind Fleisch und Blut, und eitel unsre Werke. Der Glaub' allein giebt Kraft und Muth; und nur durch Christi Stärke sind wir in Angst und Traurigkeit getrost, und zu dir hinan! lowu überwinden weit. 2 8. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 663 dem Herrn gefällt, bald wieder deinen Dienst, o Welt! 8. Wohl mir! ich bin sein Eigenthum. Nichts soll von ihm mich scheiden, nicht Wollust, Güter oder Ruhm, nicht Schmerz, nicht Tod noch Leiden. Wenn Erd' und Himmel untergehn, werd' ich zum Leben auferstehn. 3. Ich Armer! darum kehrt kein Friede in mein verschmachtetes Gebein. Wie bin ich dieses Wechsels mide! wann werd' ich fest im Glauben seyn? wann nicht mehr straucheln, allezeit nur deinem Dienste, Gott, geweiht? HE Hodorit 4. Unwandelbar ist deine Wahrheit, Herr, aller guten Gaben Quell. Sie leuchte mir in voller Klarheit, beständig unbefleckt und hell, daß nie der Sünde Täuscherei gefährlich deinem Kindesei. 2. Doch schnell um- 5. Obilde, Vater, meine hüllen Finsternisse mich, Seele, nach deinem Wilwenn ich auch erleuchtet len bilde sie, daß ich das bin. Dann fliehn die hei Gute stets erwähle, das ligsten Entschlüsse, den Böse immer ernstlich Morgennebeln gleich, da- flieh'! So reif' ich hier hin. Bald wähl' ich, was schon, dir geweiht, zu Himmmedicul Mel. Wer weiß, wie nahe. 589. Schon ist die Tugend, mein Verlangen, und meiner ganzen Liebe werth. Mit aller Kraft ihr anzuhangen, hat meine Seele oft begehrt. Ach könnt' ich's, wie würd' ich mich freun! Wer heilig ist, muß selig seyn. 664 o mdual Das christliche Leben. pion 3. Laß mich kein Leiden dieser Zeit, kein Weltglück dir entreißen; denn du hast deine Seligkeit den Mel. Ich ruf zu dir, Herr Jesu. 590. Herr, mein Er- Treuen nur verheißen. löser, nur von dir kann ich mir Hülf' erflehen. Vernimm mein Seufzen! eile, mir, mein Helfer, bei zustehen! Des wahren Glaubens Kraft und ihnen. Doch könnten wohl durch ihre Müh' sie, solche zu verdienen, sich erkühnen? Aus Gnaden schenkst du sie, und du erwarbst sie e 192. Du hast dein göttliches Gebot mir tief in's Herz geschrieben: Von ganzer Seele soll ichGott, wie mich den Nächsten lieben. Wenn ich nach deinem Worte thu': so hab' ich schon hienieden 5. Freund meiner Seele, großen Frieden; und wel du bist ihr ein Weinstock; ches Heil hast du den sie dein Rebe. Gieb du Frommen dort beschie ihr Kraft, damit in dir den! disse vidnob mein Glaube fruchtbar Licht, das selige Be- 4. Ich kämpf', ermatt' streben, dir zu leben, und strauchle oft. Erund Muth zu dieser barme dich des SchwaPflicht, das wollest du chen, der nur auf dich in mir geben. Demuth hofft; du kannst mich mächtig machen. In jeder Kümmerniß laß mich bei dir, Herr, Zuflucht finden, Trost empfinden, und dann zuletzt durch dich in Allem überwinden. lebe. himmlischer Vollkommenheit. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 665 lebe. Dann werd' ich, sieht mein Blick auf der bis ich sterben soll, auf Laster Bahn zurück.d deine Gnade bauen, dir vertrauen, an Tugendfrüchten voll dein Antlik ewig schauen.se 3. Als zuerst vor meinen Blicken der Verblendung Nebel schwand, ind und mein Auge voll Entzücken, Gott, dein Antlig wieder fand: wie war da der Reiz der Sünden mir so leicht zu überwinden! Ihre Schrecken sah ich nur, aber keiner Anmuth Spur. udno bi bit 4. Wenn, von Andacht hingerissen, ich den Himmel offen sah, lag die Welt zumeinen Füßen; deinem Thron, Erbarmer, nah', mischt' ich in der Engel Chöre Lobgesang von deiner Ehre, von der Huld, die ewig liebt, Sünden tilget und vergiebt. 5. Welche Ruhe, welcher Friede wohnte da in meiner Brust! Eitelkeit, dein war ich müde; Welt, ich fluchte deiner Lust; ich ver= 2 ubin udoy@ ubin Mel. Jesu, der du meine Seele. 591. Du, der Herz und Nieren kennet, Ewiger! erforsche mich. Ach! ich war von dir getrennet; aber du erbarmtest dich, hörtest mein Gebet, mein Sehnen, sahst die Inbrunst meiner Thränen, schenktest da mir deine Huld, und vergabst mir meine Schuld. hal 12. Forsche selbst in meinem Herzen! Sieh', es irrt und fehlet noch, und mit unruhvollen Schmerzen fühlt es oft der Sünde Joch; wankend, ungewiß und träge geht mein Fuß der Tugend Wege, und zu oft noch sdung 666 odlDas christliche Leben. pidnap? verschmähte deine Ga- Pflicht, und bekenne ben; mir war, Gottes Jesum nicht.did Huld zu haben und ein Herz, das ihn verehrt, mehr als Erd' und Him mel werth. 8. Unter der Verfolger Steinen bebten Gottes Mårtrer nie; seine Wahrheit zu verneinen, zwang 6. Ihr, dem Beten nicht Drohn, nicht Folter heil'ge Stunden, voller sie. Auf des hårtsten Ruhe, voll Gewinn, ach! Todes Wegen gingen sie wohin seid ihr verschwun- dem Lohn entgegen, sahn den? Gluth der Andacht, den Himmel offen stehn, ach wohin? Oft noch konnten so den Tod versuch' ich Gott durch Zäh- schmähn. ren, durch Gebet und Flehn zu ehren; doch der Welt Geräusch zerstreut meiner Andacht Innigkeit.d 7. Wenn die Menge der Verächter meines frommen Wandels lacht, aus der Andacht ein Gelächter, aus dem Beten Thorheit macht; wenn sie spottisch auf mich 10. Wer getreu bleibt sehen, mich und mei- bis an's Ende, und nicht nen Glauben schmähen: achtet Spott und Hohn, dann vergeß ich meine dem bereiten Gottes 9. Der du sie mit Kraft von oben zu dem Kampfe stark gemacht, und zu deinem Lohn erhoben, wo kein Feind mehr ihrer lacht- hilf auch mir den Spott bezwingen, hilf auch mir den Kauf vollbringen! Vater, bis an's Ende sei dir mein ganzes Herz getreu. Hände Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 667 Hände eine ew'ge Sieges- Stab, die Hand der Liebe. kron'. Kampf und Muth Er besiege, wie ein Held, war nicht vergebens; in mir Sünde, Fleisch Gott giebt ihm vom und Welt. nismo Baum des Lebens, und er kommt nicht in's Gericht, stirbt des ewgen Todes nicht. 3. Glauben, wie wenn ich dich sähe, flöße mir, mein Heiland, ein; im Gefühl von deiner Nähe laß mein Herz sich täglich freun! Jesus, willst du dich nicht zeigen? hörst du mich, wie kannst du schweigen? Gieb mir Glauben, nahe dich meinem Geist, und stärke mich! compasom Mel. Jesu, der du meine Seele. 592. Starke- denn oft will er wanken- meinen Glauben, Gott, an dich! O wie wird mein Herz dir danken, wie frohlocken! Höre mich! Laß mich nicht an dir verzagen, immer kühnre Bitten wagen! Sinkt mein Glaube, gieße du Deldem schwachen Lichte zu! 4. Unaussprechlich schwach und flüchtig ist mein leicht verführtes Herz; heut' ist mir die Tugend wichtig, morgen mir die Sünd' ein Scherz. Ach! wär' nur mein 2. Alechten Glauben schenk' vor allen andern Gnaden, Vater, mir! Glaube fester! Stårk' Wem er fehlt, muß dir mißfallen; wer ihn hat, ist eins mit dir. Er be lebe meine Triebe, sei der ihn, mehr' ihn, Allerbester! Jesus, eile! stark' ihn, du! Ach! sonst find' ich keine Ruh'. 593. 668 modul Das christliche Leben. pidas Mel. Gott des Himmels und. deine Gnade, wenn ich 593. Fern vom Ziel, schwach und muchlos wonach ich ringe, fleh'ich, bin, daß ich näher jeden o mein Gott, zu dir. Hilf, Tag meinem Ziele komdaß ich den Kauf voll- men mag. bringe, wirke Muth und Kraft in mir! Mache täglich Ernst und Treu', mich zu bessern, in mir neu! 5. Gieb zur Uebung guter Werke mir Erkenntniß, Kraft und Lust; und im Kampfe flöße Stärke mir in die verzagte Brust; gieb mir Trost in jeder Noth, hilf mir treu seyn not 2. Ach! ich irr' in Finsternissen, Geist der Wahrheit, ohne dich. Von Begierden hinge bis zum Tod. rissen, täuscht oft meinem 6. Seimein Beistand, Seele sich, suchet Ruh', wenn ich sterbe; zeige und findet sie in der Erde meinem Geist von fern' Gütern nie. das mir aufbehaltne Erbe in der Herrlichkeit des Herrn. Dann, gestärkt durch deine Kraft, end' ich froh die Pilgrimschaft. 3. Hilf mir nach dem Himmel streben, der den Lohn mir aufbehält; Gott und Jesu laß mich leben, nicht den Lüsten dieser Welt. Lehre mich, von Sünden rein, eifrig nur im Guten seyn! 4. Leite du mich auf dem Pfade deines Lichts zum Leben hin; und michstärke Eld mel. Herzlich thut mich verl. TISODIO 594. Ich soll zum Leben dringen, für welches Gott mich schuf, soll nach dem Himmel ringen daß, Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 669 das, das ist mein Beruf. Gott, zu seyn: doch meine In einer Welt von Sün- Seele hanget noch nicht den soll ich nur ihm mich an dir allein. Ich weiß, weihn, sie fliehn, sie über ich werde sterben, und winden, und dann erst liebe doch die Welt. O selig seyn. dm dos Herr, welch ein Verder2. In meiner frühsten ben, das mich gefangen Jugend hat Gott mich hält! tonivalled fun2 das gelehrt. Schön, gött- 5. Bald wandl' ich deine lich ist die Tugend, des Wege mit freudenvollem höchsten Eifers werth. Sinn; bald werd' ich Ihr folgen reine Freu matt und träge, und sinke den; und wer, was Gott muthlos hin. Ich lasse will, thut, hat selbst in sei- nach, zu ringen; und doch nen Leiden Zufriedenheit ist's mein Beruf: Ich und Muth. soll zum Leben dringen, für welches Gott mich date stor An 1997 3. Und wenn der Pilger Gottes der Sünder Luft schuf.silviar m@ verschmäht; wenn er troß6. Dir seufz' ich ihres Spottes der Tu anzuhangen, Erbarmer, gend Pfade geht: was dir allein! Du hast wird ihm einst zum Lohne es angefangen, das gute nach treu vollbrachter Werk ist dein.om VollZeit! O Vater, welche ende, Gott, vollende, Krone! o welche Selig was mir dein Wort verfeit! du men heißt! In deine Vater904. Das glaub' ich; mich hände befehl' ich meinen verlanget, dein Kind, o Geist! d anoth sid 595. 670 moduni Das christliche Leben. Spionb Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. Sturm und Nacht um595. Steil und dor- fängt uns hier; jenseits nigt ist der Pfad, welcher ist es still und heiter. zur Vollendung leitet. Hoffnung sieht das MorSelig ist, wer ihn betrat, genroth schimmern hinter und als Streiter Jesu Grab und Tod. streitet; selig, wer den 5. Auf denn, MitgeLauf vollbringt, siegend sich zu Jesu schwingt. m2. Ueberschwänglich ist der Lohn der bis in den Tod Getreuen, die, der Lust der Welt entflohn, ihrem Heiland ganz sich weihen, deren Hoffnung unverrückt nach der Siegeskrone blickt. Inain nossen! geht muthig durch die kurze Wüste! seht auf Jesum, wacht und fleht, daß Gott selbst zum Kampf euch rüste! Der in Schwachheit mächtig ist, giebt uns Sieg durch Jesum Christ. 3. Den wir liebert und nicht sehn, er hat uns den Lohn errungen. Von dem Kreuz zu Gottes Höhn hat, der starb, sich aufgeschwungen. Sieger in des Todes Nacht, sprach er selbst: Es ist vollbracht! 4. Zeuch, o Herr, uns hin zu dir, zeuch uns nach, die Schaar der Streiter! Juste duur Mel. wer weiß, wie nahe. 596. Der Glaube fehlt, und darum fehlen dem Schwachen Ruhe, Trost und Licht. So hindern sich betrogne Seelen, und finden, was sie suchen, nicht. Fragt nicht, was eure Herzen quält; ihr tragt die Schuld- der Glaube fehlt. 2. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 671 glaubt, wird von Gewissensbissen nicht mehr so fürchterlich erschreckt; er hofft auf Gott, besiegt die Welt. Ihr nicht? so schließt: Der Glaube fehlt. adnic lan 2. Der Glaube fehlt, Creatur erhält, warum weil das Gewissen den nicht uns?-derGlaube Frieden Gottes noch fehlt. nicht schmeckt. Wer Wer 5. Der Glaube fehlt; woher kommt Zagen vor Tod und Grab und Ewigkeit? Woher, daß ihr in bösenTagen ſo furchtsam und so traurig seyd? Was ist's, das euren Muth entseelt? An euch 3. Der Glaube fehlt; nur liegt's; der Glaube ihr fürchtet Feinde, Ver- fehlt. un dall folgung oder Spott und 6. Mein Gott, laßGlauHohn. Kaum sagen Welt ben, Hoffnung, Liebe und falsche Freunde die lebendig, fest und thätig Liebe auf, so bebt ihr seyn, daß ich sie bis zum schon. Wenn Gott be- Sterben übe, und schlafe schüßt, was will die sanft mit ihnen ein! So Welt? Wozu die Furcht? lebt, so stirbt der Christ der Glaube fehlt. im vergnügt, weil Hoffnung 4.Der Glaube fehlt; sonst stärkt und Glaube siegt. wichen Sorgen, Ver druß und bange Aengst- Mel. Alle Menschen müsſen. lichkeit; man grämte sich 597. Wer das um künftge Morgen nie Kleinod will erringen, sündlich, nie um ferne wer zum Lohn der bessern Zeit. Wenn Gott die Welt will hindurch als Sieger diu 672 modal Das christliche Leben. pidubs Sieger dringen, zeig' im Kampfe sich als Held! Hier in seinen Ulebungstagen muß er Alles thun und wagen, um der Hoff nung werth zu seyn: Einst ist jene Krone mein! 2. Wie hat nicht der Herr gestritten, eh' sein Haupt am Kreuze sank! herrlich ist des Kampfes Ziel. Welche Qual hat er ge- der Feinde noch so viel, litten, als den Todeskelch er trank! Und nun sigt er auf dem Throne, und vor ihm, dem Menschen sohne, beugen Alle nun ihr Knie; denn er kämpfte 5. Reiche mir aus deiner Höhe, Herr, die Waffen selbst zum Streit, daß ich unerschüttert stehe, wenn treu für sie. mod der Feinde Macht mir 03. Kämpften nicht draut; daß, lockt mich und überwanden seiner mein Herz zur Sünde, ich Wahrheit Märtyrer? mich selber überwinde; Was sie duldend einst daß ich dir, mein Gott, empfanden, fühlt und getreu, standhaft in Verduldet Keiner mehr. Und suchung sei.dedun und doch trugen sie mit Freu- mel. Ach was soll ich Sünder. den der Verfolgung schwere Leiden, achteten 598. Auf, ihr Streinicht Schmach und Noth, ter, durchgedrungen! Auf, Jogai und Bande nicht, nicht Qual noch Tod. and Hout 4. Und ich sollte unterliegen? mich die Macht der Finsterniß, mich der Reiz der Welt besiegen? Ist der Lohn mir nicht gewiß, wenn ich meine Lüste dampfe, wenn ich unerschrockenkämpfe? Drohn Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 673 und folgt dem Heiland Feind dringt muthig ein, nach, der durch Mar- mag er drohen, mag ter, Tod und Schmach er stürmen. Nur durch sich zum Himmel aufge- Müh', Geduld und Streit schwungen! Ringt ihm geht man ein zur Sichernach in seiner Kraft; er heit. ist's, der den Sieg ver- 5. Nun so wachet, schafft. ma kämpft und ringet, bleibet wacker im Gebet, bis ihr auf der Höhe steht, wo der Sieg die Fahne schwinget! Wenn der Erde Werk gethan, hebt des Himmels Wonne an. 2. Kein Erlöster müsse sagen, ihm gebreche Kraft und Muth zu dem Kampf mit Fleisch und Blut. Alles soll der Jünger wa gen; denn der Herr ist's, der uns heilt, und den Müden Kraft ertheilt. 3. Sind wir schwach bei ihm ist Stärke; sind wir arm der Herr ist reich; wer ist unserm König gleich? Unser Gott thut Wunderwerke. Sagt, ob der nicht helfen kann, dem der Himmel unterthan? - Mel. Du, o schönes Weltgeb. aum 25019 599. Du sollst glauben, o du Armer; und du zweifelst? Zweifle nicht! Du sollst beten zum Erbarmer; und du wagst, Du kannst es nicht? Kindlich sollst du hier vertrauen; dort wirst du den Ausgang schauen. Jesu Ausgang ward erst klar, als er auferstan4. Ja, er kann und will uns schirmen! Höret auf, verzagt zu seyn; auf den den war. 11 u 2. 674 dual Das christliche Leben. pionier 2. Glaubegiebt der An- Thaten bei dir stehn? dacht Flügel; Glaube Doch zu aller Zeit ihn hebt zu Gott empor; sehen, seinen Rath soGlaube bricht des gleich verstehen, gleich Grabes Siegel, selbst dich seiner Hülfe freunder Ewigkeiten Thor. würde dies dein Bestes Glaube geht durch seyn? Flamm' und Fluthen, 15. Glaube dann noch, ließ die Zeugen Jesu blu- wenn zum Glauben fast ten; und sie überwanden kein Hoffnungsstrahl weit, sicher ihrer Selig mehr bleibt. Laß dir Nichts sein Machtwort rauben: ,, Selig, selig ist, wer glaubt!" Ach! die schwerste Tugend leicht; Ersten dort am Throne feit. d Westet Alles muß zu Füßen sahen glaubend ihre liegen, selbst gewohnte Krone, rangen, starSünde weicht. Ob du ben, wankten nie, auch im Kampf erlagest, und empfingen. Sei, schon an Glaubenskraft wie sie! 3. Glaube hilft in Allem siegen, macht die verzagest: kämpfe stärker, kämpfe mehr! deine Hülfe ist der Herr. 4. Hast du nicht des Wunderbaren Wun derausgang oft gesehn? Sahst du nicht den Un sichtbaren groß durch Mel. Jesus, meine Juvers. 600. Sei getreu und weiche nicht, weil du mußt auf Erden wallen! Wer da weicht, an dem hat nicht Christi Seele Wohlgefallen. Hör' es, hör es! 2. Sei getreu, wenn du im Herrn Ruh' und Seelentrost gefunden; seidem besten Freund nicht fern, lebe stets mit ihm verbunden. Komm' nur oft, ihn anzuflehn; was du bittest, soll geschehn. Beständigkeit und Wachsthum im Glauben 2c. 675 es! Christus spricht: 5. Sei getreu im SunSei getreu und wanke denstreit, wie auch böse nicht! schon di Lust fich rege! Nah ist Christus und gebeut, daß sich schnell ihr Wüthen lege. Sei getreu! Bestándigkeit wird gekrönt in Ewigkeit.dunijed 190C 6. Treuer Jesu, steh' mir bei, daß ich dir mich ganz is ergebe! Hilf mir, daß ich fest und treu, heilig, keusch und züchtig lebe! Rufe stets mir zu, mein Gott: Sei getreu bis in den Tod! sidiidisummis 3. Sei getreu, und müßtest du Tag und Nächte vor ihm ringen! Endlich führt er dich zur Ruh'; endlich wirst du dahin dringen, wo nach kurzer ThränenzeitFriedeströmt und Seligkeit. 14. Sei getreu, will deine Schuld deines Glaubens Licht umdunkeln! Bald läßt freundlich Christi Huld seines Trostes Stern dir funkeln; der die Sünden Aller trug, ward ja auch für dich ein Fluch. schout ralás astuu tuogi Mel. Schmücke dich, o liebe. 1107 601. Kämpfend soll ich leben, sterben, kampfend nur den Himmel erben. Nimmer soll ich weichen, wanken, wo der Schwachen Viele sanken; soll in Flammen, Fluthen, Ketten siegend meine Seele retten. D wer hilft mir muthig rinUlu 2 gen, 676 o modual Das christliche Leben. pidub gen, aller Feinde Macht bezwingen? 2. Heiland, treu hast du Hilf mir wachen, beten, ringen; hilf mir, Herr, mich selbst bezwingen! d empören sich, die Seele zu is bethören; dienstbar stürzen ihre Knechte in des gerungen, vielgeprüft, Abgrunds finstre Nächte. doch nie bezwungen, groß am Kreuz und frei in Banden deines Vaters Werk bestanden, über alle Himmel droben dich zu seinem Thron erhoben. Hilf, o Herr, dir nach mir ringen, aller Feinde Macht bezwingen! du 3. Gottes Welt ist reich an Wonne; Sunde nur entweiht die Sonne. Un kraut unter edle Saaten streut sie oft in Wort und Thaten; und Verführung Sell 5. Ach! das höchste Glück auf Erden kann der höchste Fluch mir werden. Hoheit, Ehre, Macht und Schäße wurden oft der Tugend Netze; und des Vaters milder Segen führte fern von seinen Wegen. Hilf mir wachen, beten, ringen; hilf mir, Herr, das Glück bezwingen! oleil Guis raubt hienieden Vielen 6. Selig, die in bösen ihren Gott und Frieden. Hilf mir wachen, beten, ringen; hilf mir, Herr, die Welt bezwingen! 4. In dem Herzen willst du wohnen, und mit dei nem Heil mir lohnen. Tagen Böses fliehen, doch ertragen! Wird die Noth mir nie den Glauben, Nedlichkeit und Hoffnung rauben? Wird kein Unrecht mich versuchen, Thätern, wie der That, Doch des Herzens Lust' zu fluchen? Hilf mir SI mg wachen, Der Friede des Christen. 677 wachen, beten, ringen; das Leben, vor dem Tode hilf mir, Herr, die Noth bezwingen! din nicht erbeben, nicht sein Bild von mir entfernen? werd' ich freudig sterben lernen? Hilf mir wachen, der Wallfahrt kommen. beten, ringen; hilf mir, Werd' ich, dankbar für Herr, den Tod bezwingen! 000 991092 bort loin 15. Der Friede des Christen. alle standi maridous Mel. Mag ich Unglück nicht. zur Ruh'! es kann bald 602. Ich weiß, daß besser werden. Aus aller Noth hilft dir dein Gott das ist gewiß; trau' fest auf dies! Im Glauben muß man's fassen. mein Erlöser lebt; was widerstrebt die Welt denn meinem Glauben? Ohn' meinen Gott krümmt sie fürwahr mir nicht ein Haar, er woll' es denn erlauben. Führt mich sein Rath auf rauhem Pfad durch diese Welt: wie's ihm gefällt! nur daß ich's mög' ertragen. 7. Allen Bösen, allen Frommen soll das Ziel 2. Ich weiß, daß mein Herr Jesus Christ viel größer ist, als alle Macht der Erden. Oliebe Seel', was zagest du? Gieb dich 6] l] - 3. Von Herzen, Herr, vertrau' ich dir. Bleib' stets bei mir, du König aller Ehren! Mein Hoffen steht zu dir allein; laß ferne seyn, was mich von dir mögt' kehren, daß ich dein Wort, du treuer Hort, bekenne frei ohn' alle Scheu, auch in den größten Nöthen! 4. 678 Das christliche Leben. 904. Ich weiß, daß du und daß in allen Fällen mein Heiland bist, o Jesu Christ! Drum laß ich er mir zur Rechten steh', und dämpfe Sturm und mir nicht grauen. Mein Wellen und was mir Helfer ist des Höchsten bringet Weh'. Sohn aufGottes Thron; auf den will ich fest bauen. Lebt er doch noch im Himmel hoch! Er wird mich wohl, wenn's werden soll, nach meinem Leid ergößen. Mel. Herzlich that mich verl. 603. Ist Gott für mich, so trete denn Alles wider mich! So oft ich ruf' und bete, stärkt meine Seele sich. Hab' ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt von Gott: was schadet mir der Feinde Verfolgung und ihr Spott? 2. Ich weiß und glaub' es feste, und rühm's auch ohne Scheu, daß Gott, der Höchste, Beste, mein Freund und Vater sei, 3. Der Grund, drauf ich mich gründe, ist Christus und sein Blut; bei ihm allein ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts, was Heil gewährt; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe werth. 4. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts raubet mir mein Herz; ich geh' durch Fluth und Flammen, und fühle keinen Schmerz. Kein Urtheil mich erschrecket, kein Unheil mich betrübt, weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich liebt. 5. Sein Geist spricht meinem Geiste manch süßes Der Friede des Christen. 679 süßes Trostwort zu, wie Gott dem Hülfe leiste, der bei ihm suchet Ruh', und wie er hab' erbauet dort eine neue Stadt, wo Herz und Auge schauet, was es geglaubet hat. 8. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron der Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden und keine Fährlichkeit was man nur mag erdenken, es sei klein oder groß, der Keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schooß. 6. Dort ist mein Theil und Erbe; dort strahlt mir Gottes Licht. Wenn 9. Mein Herz schwingt ich gleich fall' und sterbe, sich nach oben und kann fällt doch mein Himmel nicht traurig seyn, ist nicht. Muß ich mit Thrå- voller Freud' und Loben, nen feuchten den Weg sieht lauter Sonnendurch diese Zeit: mein schein. Die Sonne, die Jesus und sein Leuchten mir lachet, ist mein Herr versüßet alles Leid. Jesus Christ; das, was 7. Die Welt mag mich mich freudig machet, ist, verlassen- dubleibst mir was im Himmel ist. ewiglich. Kein Drohen, the Schmähen, Hassen soll 604. Wie wohl ist trennen mich und dich; mir, o Freund der Seekein Hunger und kein len, wenn ich in deiner Dürsten, kein Mangel, Liebe ruh! Ich steige aus keine Pein, kein Zorn den Schwermuthshöhder größten Fürsten len, und eile deinen Arsoll mir zu schreckhaft men zu. Da muß die seyn. NachtdesTrauerns schei Hirden, 680 Das christliche Leben. den, wenn mit so wonne- Weh'; drohn mir des reichen Freuden die Liebe Zorns verdiente Flamstrahlt aus deiner Brust. men: so schau' ich glauHier ist mein Himmel big in die Höh' zu dir, der schon auf Erden; dem du durch deine Wunden muß ja volle Gmige wer- für mich den hohen Trost den, der in dir suchet erfunden, daß mich kein Ruh' und Lust. on Fluchstrahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zusammen: du bist mein Heil; wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 2. Die Welt mag sich mir feindlich zeigen! es sei also, ich acht' es nicht. Will sie sich freundlich zu mir neigen, ich flieh' ihr trügend Ange- 4. Lenkst du durch Wüsicht. In dir vergnügt sten meine Reise, ich folg' sich meine Seele; du bist und lehne mich auf dich. mein Freund, den ich Du giebst mir aus den erwähle; du bleibst mein Wolken Speise, und Freund, wenn Freund- tránkest aus dem Felsen schaft weicht. Der Welt mich. Ich traue deinen Haß kann mich doch nicht Wunderwegen; sie enden fällen, weil in den stårk sich in Lieb' und Segen. sten Unglückswellen mir Genug, wenn ich dich bei deine Treu' den Anker mir hab'! Ich weiß, wen reicht. nd du willst herrlich zieren 3. Will mein Gewissen und über Sonn' und mich verdammen, blißt Sterne führen, den fühauf mich des Gesetzes rest du zuvor hinab. 5. Der Friede des Christen. 681 5. Der Tod mag An- cheleien! Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O reicher Trost: Mein Freund ist mein! dern düster scheinen- ich blick auf ihn mit heiterm Muth: denn du, mein Leben, läsfest Keinen, deßomi Vionog dan Herz und Leben in dir 605. Seligstes Weruht. Wen kann des sen, unendliche Wonne, Weges End' erschrecken, grundlos für jeden erwenn er aus Nächten, die schaffnen Verstand, Vaihn decken, gelangt zu ter des Lichtes, du herrLicht und Sicherheit? D lichste Sonne, bei der nie Herr! so will ich auch mit Aendrung noch Wechsel Freuden aus dieser Welt sich fand! laß mich dich lovoll Kummer scheiden ben; einst soll es droben, zur Ruhe deiner Ewigkeit. wo dich nebst Engeln auch Menschen besingen, meiner verherrlichten Zunge gelingen. 2. Gönne von ferne mir einige Blicke in deinerHerrlichkeit göttlichen Glanz! Wenn ich dereinst mich, vollendet, erquicke, schau' ich dich selig von Angesicht ganz; dann wird mein Lieben aus reinen Trieben, nie mehr gehindert, ohn' Unterlaß fließen, 6. Wie ist mir denn, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich mich lehn' auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen; denn du, o Herr, erquickest mich. Mir soll dein Friede im Gemüthe und die Empfindung deiner Güte des Himmels süßer Vorschmack seyn. Weg, Welt, mit allen Schmei 682 Das christliche Leben. fließen, und ich werd' das seligste Wesen kann dein mit Entzücken gegeben.se nießen. Houschl 90 5. Wird meine Seele im Glauben nun lichte, dank' ich es, seligstes Wesen, nur dir. Wenn ich zürnende Welt: dennoch mein Seufzen zum Himbleibt mitten in ſolchem Getümmel mir meine 3. Bebet der Erdkreis und donnert der Himmel; tobet und brauset die mel hin richte, empfind' ich Freuden des Himmels Seligkeit feste gestellt. in mir. Ich seh' voll HofDenn dein Erbarmen schüßet mich Armen, weil ich mir dich, o allmächtiges Wesen, einzig zum Felsen und Retter erlesen. fen jene Stadt offen, wo sich an ewigen, herrlichen Schäßen deine begnadigten Kinder ergößen. 6. Bin ich denn selig: Gott, laß es mich merken, 4. Leb' ich in Finsterniß, schreib' mir's durch deigiebt mir dein Glänzen, nen Geist tief in den selbst in dem Todes Sinn! Dann nimm in thal, Hoffnung und Licht. Glauben und seligen Sink' ich in Ohnmacht Werken mich von der Ei und wank' an den telkeit, wenn du willst, Gränzen banger Ver- hin, daß ich nach Klazweiflung, läßt du mich gen freudig mag sanicht. Endlich im Ster- gen: Seht, aus der Zahl ben werd' ich ererben der elendesten Sünder durch dich und in dir ein machet der sel'ge Gott ewiges Leben, das nur selige Kinder! isan 606. Der Friede des Christen. 683 Mel. Gwelt, ich muß dich. 606. Nun ist das befreit. Ich wandle Gottgelassen, entfernt, mir anBand zerrissen; das zumaßen, was er nicht angstliche Gewissen ist alles Kummers frei! Der Friede ist gefunden, das Herz mit Gott verbunden; sein Geist schafft Alles in mir neu. du www 2. Der eigne Wille wollte lang' nicht, wie er doch sollte, in Gottes Willen ruhn. Da war ein Widerstreben; bald wollt' ich Jesu leben, bald wieder meinen Willen thun. 3. Ich mußte lange krieselber mir gebeut. 5. Sein Wille ist mein Wille; ich wohn' in süßer Stille der Sicherheit und Ruh'. Was mich zuvor gequälet, das ist nun wie entseelet; der Geist des Friedens spricht mir zu. 6. Wie fühl' ich mich erhoben, im Geiste Gott zu loben für seine große Gnad', durch die er mich, den Armen, aus herzlichem Erbarmen von aller Angst entbunden hat! gen; was Andern ein 7. Ich lebe nun im FrieVergnügen, war meine größte Last. Ich mußt' auf beiden Seiten mit Lust und Unlust streiten. Nun aber find' ich Ruh' und Rast. den, ganz frei und abgeschieden, in einer andern Welt. Des Jammers ist vergessen; Gott hat mir zugemessen ein Theil, das ewig mir gefällt. 4. Ich spür' ein neues 8. Wie ist die Ruh' so Leben, vom steten Widerstreben der falschen Luft süße, die ich seitdem genieße, nach langem Kampf 1971 684 Das christliche Leben. Kampf und Streit, da Wenn wir gleich hier ich den Herrn nun habe müssen streiten und zu und mich ohn' Ende labe Zeiten Schmach empfinan seiner Lieb' und den, hilfst du uns doch Freundlichkeit! überwinden. sin ni ndoar this Mel. Wie schön leucht't uns. 607. Wie groß ist unsre Seligkeit, o Gott, schon in der Prüfungszeit, selbst unter viel Beschwerden, wenn unser Herz sich dir ergiebt, und treu in deinem Dienst sich übt! wie groß wird sie einst werden, wenn sich herrlich jenes Leben wird anheben, wo man Freuden årndtet von der Saat der Leiden! d 2. Schon sind wir göttlichen Geschlechts, und freuen uns des hohen Rechts, als Vater dich zu preisen. Bei dir ist unser Vaterland; und wer will deiner starken Hand, All mächtger, uns entreißen? Jamor 3. Du deckest unfre Schulden zu, schenkst unsern Seelen wahre Ruh', und stärkest uns mit Freude. Dein Sohn ist unser Haupt und Ruhm; wir sind sein Volk und Eigenthum, und Schaafe seiner Weide. Gutes Muthes sind auf Erden in Beschwerden unsre Seelen; Herr, was kann bei dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns widerfährt, verborgen hier auf Erden; doch wenn der Herr vor aller Welt in Majestät Gericht einst hält, dann wird er sichtbar werden. Alsdann sieht man ihn mit Kronen uns belohnen, Der Friede des Christen. 685 nen, und die Seinen ewig- kommt nie zum wahren lich mit sich vereinen. Frieden. Hat er der Freuden noch so viel, und du, o Gott, bist nicht hast du an uns gethan! sein Ziel, bleibt er vom O laß uns unsre Würde Heil geschieden.se na vor Augen haben jeder zeit; so tragen wir mit Willigkeit der kurzen Leiden Bürde. Herr, gieb den Trieb in die Seelen, dich zu wählen, und im Leben uns dir herzlich zu ergeben! 5. Wie selig, Gott, sind wir alsdann! wie viel 3. Ein unaussprechlich Gut ist da geheimnißvoll dem Frommen nah, dem es die Seele füllet. Er hat es nun im Geist gesehn, bleibt voller Lieb' und Ehrfurcht stehn, beschämt und doch gestillet. 4. Vor Nichts ist ſeinem Herzen bang'; er über alles ohne Zwang, Verläugnen, Leiden, Beten. Wie leicht und lieblich ist's ihm nun! Aus Liebe kann er alles thun, Mel. Kommt her zu mir, spr. 101 1190 608. Gott, dich kennt die Welt nicht recht. Ihr stolzer Sinn wähnt sich gerecht; sie täuscht sich bis an's Ende. Fromm will sie was Andre niemals leben ohne dich, vergöt- thäten. tert selbstgefällig sich; o daß sie dich doch fånde! 2. In dir nur ist die Seele still, o Gott! Wer dich nicht suchen will, 5. Der Sturm der Leidenschaften schweigt; der starre Sinn ist ganz gebeugt, das Herz in Gott genesen, und nirgends in der 686 Das christliche Leben. ud on der Seele Zwist, kein Wi- den krummen Pfad der derspruch und keine List; Uebertreter flieht! dail wahr ist sein ganzes 2. Der, wo der GottWesen. heit Spötter lacht, die 6. Dies hatt' ich außer fromme Seel' entfernt, Gott gesucht; nun hab' ich's als des Glaubens Frucht, und laß es niemals wieder. wieder. Gott, von dem ich mich gewandt, den lei der ich erst spät erkannt, komm, senk' dich in mich nieder! boo sich Gottes Recht zur Freude macht, und Tag und Nacht es lernt! 3. Er grünet, wie am Bach ein Baum von sei nem Segen schwillt, sich hebt und einen weiten Raum mit seinem Wipfel füllt. Insdag 7. Dann ruht, oGott, in dir mein Geist, der nicht mehr in der Irre kreist, wie in verlornen Jahren. Du, Gott, gemügest mir allein. Bei 4. Er trägt, wenn seine Zeit kommt, Frucht, und bleibet immer grün; er tröstet den, der Schatten sucht; der Wandrer segnet ihn. indig dir will ich auf ewig seyn, 5. Das ist der Fromme; und deine Lieb' erfahren. Mel. Nun danket all und. danket all was er macht, geräth ihm und gedeiht. Staub ist der Sünder, der sein 609. Wohl, wohl lacht; Spreu, die der dem Menschen, der dem Wind zerstreut. Rath der Frevler sich ent- 6. Wer frech sich gegen zieht; dem Menschen, der Gott emport, besteht nicht 190 im Der Friede des Christen. 687 im Gericht. In der Ge- 4. Und diese Ruh', meine, die Gott ehrt, den Trost in unserm bleibt der Verbrecher Leben, sollt' ich für Luſt, nicht. nism fürLust der Sinne geben? Dies lasse Gottes Geist nicht zu. aute 7. Dir, Höchster, dir gefällt die Bahn, die der selber zu verklagen, der Sünde Fluch mit mir umherzutragen in dieſe stürzt' ich mich hinein? Gerechte geht. Du schaust 5. In jene Pein, mich im Zorn den Sünder an; was ihn erfreut, vergeht. 30 do 2 suisd vid mand 610. Befig' ich nur ein ruhiges Gewissen: so 6. Laß auch die Pflicht, ist für mich, wenn Andre sich selber zu besiegen, die zagen müssen, nichts schwerste seyn! Sie ist's; Schreckliches in der doch welch Vergnügen Natur. moond wird sie nach der Voll2. Dies sei mein Theil! bringung nicht! dies soll mir Niemand 7. Welch Glück, zu rauben. Ein reines Herz sich mit Wahrheit sagen von ungefärbtem Glau- können: Ich fühlt' in ben, der Friede Gottes mir des Bösen Lust nur ist Heil. distentbrennen; doch, Dank 3. Welch ein Gewinn, sei Gott, ich schüßte wenn meine Sünde mich! schweiget, wenn Gottes Geist in meinem Geiste zeuget, daß ich sein Kind und Erbe bin! dir? 8. Und welch Gericht, selbst zu sich sagen müssen: Ich konnte mir den Weg zum Fall verschließen; und 688 Das christliche Leben. und doch verschloß ich mir 13. Im Herzen rein, hinihn nicht! d auf gen Himmel schauen, 9. Was kann im Glück und sagen: Gott, du, Gott, den Werth des Glücks bist mein Vertrauen! erhöhen? Ein ruhig Herz welch Glück, o Mensch, versüßt im Wohlergehen kann größer seyn? dir jeden frohen Augenblick. 14. Sieh! Alles weicht; bald wirst du sterben müssen. Was wird alsdann dir deinen Tod verder Leiden stillen, im süßen? Ein gut Gewissen schwersten Kreuz mit Freuden dich erfüllen? Ein in dem Herrn zufriednes Herz. bod 11.Was giebt dir Muth, macht ihn leicht.id is 15. Heil dir, o Christ, der diese Ruh' empfindet, und der sein Glück auf das Bewußtsein gründet, die Güter zu verachten, daß nichts Verdammwonach mit Angst die lichs an ihm ist! sid niedern Seelen schmach- 16. Laß Erd' und ten? Ein ruhig Herz, Welt so kann der dies größte Gut. im Fromme sprechen- laß 12. Was ist der Spott, den ein Gerechter leidet? Sein wahrer Ruhm! denn wer das Böse meidet, das Gute thut, hat Ruhm bei Gott. 10. Was kann im Schmerz den Schmerz unter mir den Bau der Erde brechen: Gott ist es, dessen Hand mich hält! Mel. Ein feste Burg ist unser. 611. Auf ewig ist der Herr mein Theil, mein Führer Der Friede des Christen. 689 ich; durch den, der meiner Seele Flehn, selbst mein Verstummen hörte. Führer und mein Tröster. lujah! durch den siegt' Er ist mein Gott, mein Licht, mein Heil; und ich bin sein Erlöster! Du verwirfst mich nicht, 4. Wenn meine ganze Gott, selbst im Gericht; Seele fleht, erhoben aus mit jenes Lebens Ruh' dem Staube; wenn ich erquickst, beschattest du im freudigen Gebet, mein mich schon in diesem Vater, mächtig glaube Lebeni zuder Sieger Chor, Gott, zu dir empor steig' ich dann, ruh' in dir; dort bin ich, nicht mehr hier, bin schon durch Hoffnung selig.goffed Jofre ismim 2. Fern von der Welt, mit dir allein, o du, der Wesen Wesen! wie ist von aller seiner Pein durch dich mein Herz genesen! Der die Welt schuf, der! und der seyn wird, er! half mir und war mein Gott; allmächtig half mein Gott, und gab mir seinen Frieden. 3. Des Glaubens war ich immer voll- laß stets sein Licht mir scheinen!: Gerettet aus der Trüßsal soll der Treue 5. Allgegenwärtig haft du mich, auch mich, den Staub, umgeben. Du siehst mich, ich empfinde dich; sehn werd' ich dich und leben! Hier und dort und da ist mein Gott mir nah! Gedanke meiner Ruh', wie reich an Heil bist du! wie reich am Troste Gottes! Freude weinen. Der mich 6. Ich lebe dir, ich sterbe leiden sah, Gott, Hallewww 311910 dir, doch nicht durch * r meine 690 Das christliche Leben meine Kräfte. Bin ich deinen Schild werd' ich des Herrn, so ist's in mir sein göttliches Geschäfte. bedeckt; was kann mir denn nun schaden? bi Herr, ich lebe dir; Herr, 3. DHerr, du bist mein ich sterbe dir! Ja, Vater, Vater, dein will ich auf ewig seyn, auf ewig dein Versöhnter! gion Just mi Mel. Tun freut euch, lieben. 612. Ich weiß, an wen mein Glaub' sich ganzer Ruhm, mein bester Trost auf Erden, in jener Welt mein Eigenthum; was kann mir Größres werden? Von fern glänzt mir mein Kleinod zu; du schaffst mir nach dem Streite Ruh', und reichst hält; kein Feind soll mir mir meine Krone. ihn rauben. Als Bür- 4. Herr, lenke meines ger einer bessern Welt leb' ich hier noch im Glauben; dort schau' ich, was ich hier geglaubt. Wer ist, der mir mein Erbtheil raubt? es ruht in Jesus Händen.# 13 dsl dny sin 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit, und herrlich ist die Krone. Das Glück der ganzen Ewig keit wird mir zum frohen Lohne. Der du für mich denTod geschmeckt, durch Geistes Blick von diesem Weltgetümmel auf dich, auf meiner Seele Glück, auf Ewigkeit und Himmel! Die Welt mit ihrer Herrlichkeit vergeht und währt nur kurze Zeit; im Himmel sei mein Wandel. 5. Jeßt, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beßre Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wenn mein strist Der Friede des Christen. 691 mein Auge nicht mehr sie, o Seele! Vom Tand weint und mein Erld- der Erde unentweiht, erfungs Tag erscheint, hebe Gott, o Seele! Der dann werd' ich's froh Erde glänzend Nichts empfinden.ism vergeht; nur des Gerech6. Jm Dunkeln seh' ich ten Glück besteht durch hier mein Heil; dort seh' alle Ewigkeiten. bi sid ich's klar und heiter. Hierdim Dot thi ist die Schwachheit noch 613. Nicht diese mein Theil; dort ist sie es nicht weiter. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt; dort wird er sichtbar, wenn dein Bild mich einst vollkommen schmücket. and Welt, die in ihr Nichts vergeht, nicht Güter, die vor ihr als köstlich gelten, nicht eitles Glück hat sich mein Wunsch erfleht. Ich bin ein Christ; ich suche bibeßre Welten. dis 7. Zu diesem Glück bin 2. Ich bin bestimmt, des ich erkauft, o Herr, durch Königs Knecht zu seyn, deine Leiden; auf deinen vor welchem sich der Erde Tod bin ich getauft: wer Fürsten neigen. Die will von dir mich schei Welt gebeut, mich ihrem den? Du zeichnest mich Dienst zu weihn; ich bin in deine Hand; Herr, du ein Christ: darf ich mich bist mir, ich dir bekannt. sclavisch beugen? iom Mein sind des Himmels 3. Es braust derSturm, Freuden. 8. Wie groß ist meine Herrlichkeit! empfinde 910 der Tag der Noth erscheint; und Tausend seh ich schreckensvoll erzit* x 2 tern. 692 Das christliche Leben. tern. Ich bebe nicht; im Ich bin ein Christ; ich Himmel ist mein Freund. will mit Christo leiden. Ich bin ein Christ; mich kann kein Leid erschüt ge tern. 7. Wird mich denn einst, nach treu gekämpftem Streit, mein Todestag 4. Mir naht die Schaar, zur Ruh' des Grabes die sich von Gott verlor; bringen- ich fühle nicht ich soll mit ihr zu wan des Abschieds Bitterdeln mich entschliessen. keit. Ich bin ein Christ; Sie lockt und droht; ich ich kann den Tod beschenk ihr nicht mein zwingen.ti Ohr. Ich bin ein Christ; ich bleib' zu Jesu Füßen. 05. Dort naht sich mir des Kreuzes Christi Feind; hier locken mich der Spotter freche Rotten. Sie rufen laut; doch mir, mir winkt mein Freund! Ich bin ein Christ; sollt' ich mit ihnen spotten? 8. Und wenn zuletzt der große Tag erwacht, da, die den Herrn verwarfen, angstvoll beben: so tret' ich froh aus meines Grabes Nacht. Ich bin ein Christ; ich werde ewig leben! 6. Zwar thránenvoll ist meiner Wallfahrt Bahn, an Schmerzen reich und arm an Glück und Freuden; doch tröst' ich mich mein Herzog geht voran! ** 11791 Mel. Mein Jesus lebt, was. 614. Wenn ich ein gut Gewissen habe, so hab' ich große Seligkeit. Es ist des Himmels beste Gabe, das höchste Glück in dieser Zeit. In Freud' und Leiden giebt es hier die Der Friede des Christen. 693 In2. Ich bebe nicht, wenn Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig ist; mein Herz giebt Zeugniß meinem Leben, daß ich ge- Schmerz wandelt als ein Christ, des göttlichen Berufes werth, der himmlisch uns verleihn, als ohne Schuld im Leiden seyn? aid anda 5. Ist auch mein Herz nicht rein von Sünde doch hab' ich Freudigkeit zu Gott. Von heilgem durchdrungen finde ich Trost in des Versöhners Tod. Er, der am Kreuz gelitten hier wandeln lehrt.se hat, starb auch für meine 1913. Getrost wag' ich's, Missethat.us sind vor Gott zu treten, und 16. So eil' ich mit geihn voll Glaubensfreu- feßtem Schritte des Ledigkeit als meinen Vater anzubeten, der alles Gute mir verleiht, und Heil und Segen Jedem giebt, der ihn von ganzer Seele liebt. stadsd bens letter Stunde zu. Fällt endlich dieses Leibes Hütte, so scheid' ich mit getroster Ruh', da nun mein Geist, der Gott' gelebt, zum höhern Leben 4. Mit Muth trag sich erhebt. mis ich des Lebens Leiden, 7. D Seele, darum sei Verfolgung, Låstrung, beslissen, daß FrömmigSchmach und Hohn; keit und Glaubenstreu denn des Gewissens innre dir stets ein freudiges GeFreuden sind süßer als der wissen im Leben und im Menschen Lohn. Und Tod verleih. Und du, was kann höhern Trost mein Gott, regiere mich; pils denn die wahre Ruh' der Seele mir. lied ― 694 Das christliche Leben. denn was vermag ich 4. Mit fröhlichem Geohne dich? mütherühmt er die Macht ayonini hup und Güte, die ihn Mel. Gwelt, ich muß dich dem Tod' entreißt; fein 615. Wie sanft fehn Herz, zu Gott erhoben, wir den Frommen, nun empfängt den Trost von bald derErd'entnommen, oben, und Fried' und sich seinem Ziele nahn! Freud' im heilgen Geist. Wo sich des Lebens Freu- 5. Er segnet froh die den vom frechen Sünder Seinen, die um seinLager scheiden, da gehn des weinen, ermahnt und Christen Freuden an. tröstet sie; und seiner 2. Beiseiner Wallfahrt Treue wegen erfüllt Gott Ende hebt er voll Dank seinenSegen, und weichet die Hände zu ſeinem Va auch von diesen nie. ter auf; gesichert vor Verderben, kann er nun freudig sterben nach einem wohl vollbrachten Lauf.msdade 16. Die Engel steigen nieder, voll froher Jubellieder die Seele zu empfahn; er stimmt in ihren Chören zu seines 3. Sein ruhiges Ge- Heilands Ehren nun wissen bebt nicht vor ein vollkommnres LobFinsternissen der Bahn, lied an. Semuplopsa die er nicht kennt; die 7. Hilf, Herr, in dieschreckensvollen Pfade sem Leben mir nach dem erleuchtet ihm die Gnade Sinne streben, der sol des Gottes, den er Vater ches Glück erwirbt, damit nennt.pay to mism auch ich als Erbe der Seligwww # 1196 Der Friede des Christen. 695 Seligkeit einst sterbe, so 3. Nun mag Elend freudig, wie der Fromme stirbt! ni auf mich stürmen, Gottes Trost wird mich beschirmen. Kurz sind dieses Lebens Pfade; ewig währt der Lohn der Gnade. Mit des Dankes stillen Zähren will ich Gottes Rath verehren, unter keiner Plage sinken, und den Kelch der Leiden trinken. hise que den unter meinem Fuß 4. Du hast selbst der verschwinden, und das Glück von jenem Le ben den entzückten Geist Menschen Plagen, Heiland, voll Geduld ertragen, mit dem schwersten umgeben.nasi hind Tod gestritten, tausendfach mein Leid gelitten. Laß mich deine Kraft beleben, wenn die matten Hände beben! laß fie mir den Sieg gewähren; Mel. Schmücke dich, o liebe. 616. Vom Geräusch der Welt geschieden, schmeck ich des Erlösers Frieden, und die Freude, schon auf Erden, Gott, mit dir vereint zu werden; sehe diese Welt der Sün2. Gott! was ist der Reiz von Lüsten den Gemüthern wahrer Christen? was der Glanz der eitlen Freuden? was des Lebens kurze Leiden, trockne, trockne meine wenn sie deinen Lohn er- Zähren! Õisat blicken, der sie ewig wird beglücken, und des Kranzes Werth empfinden, den dortEngel für sie winden? 390. QUE Mel. Jesu, meine Freude. male 617. Wie getrost und heiter, o Gebenedeiter, 696 Das christliche Leben. ter, machst du meinen tern; was brauch' ich zu Geist! der du, die dir zittern? 4. Auch in mir ist doch ich freust! Niemals wird bei windeertrauen, führst zu grünen Auen, und so gern er Sünde; Sünde; sie, mein Hirt, dir, mein Hirt und Be- durch dich. Sink' ich oft ruhiger der Seelen, mir noch nieder: du erhebst Erquickung fehlen.allmich wieder; du begna2. Deinem Rath erge- digst mich. Deine Huld ben, freu' ich mich zu le- tilgt meine Schuld; nie ben; was du willst, ist entziehst du deinem gut. Nichts vermag ich Knechte der Erlösten Schwacher; du, mein Rechte. Seligmacher, rüstest mich 5. Daß ich Gott ermit Muth. Wenn die Welt erbebt und fällt, wenn Gericht und Hölle schrecken, willst du mich bedecken. ning kenne und ihn Vater nenne und mich ewig sein; daß ich hier am Grabe ich hie Trost und Hoffnung habe, dank' ich dir allein; daß dein Geist mich unterweist, und mich führt auf deinem Pfade, das ist deine Gnade. ands2 13. Ich kann ohne Grauen Gråber vor mir schauen; mein Erlöser lebt! Ich weiß, wem ich glaube, weiß, daß aus dem Staube mich sein Arm erhebt. Todestag, dein Schrecken mag eines Frevlers Herz erschüt 391 6. Derdu Blut und Leben für mich hingegeben, daß in meiner Noth ich nicht hilflos bliebe, groß ist deine Liebe, stärker als der Der Friede des Christen. 697 ich auf dein Wort. Sie sind mein durch dich allein. Bleib ich dir getreu im Glauben: wer kann sie mir rauben? d der Tod. Herr! und ich, voller Seligkeiten hoff' ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen, dir mein Herz nicht weihen? 17. Würdig dir zu leben, dies sei mein Bestreben, meine Lust und Pflicht! Was die Welt vergnüget, o mein Heil, das gnüget meiner Seele nicht. Hab' ich dich: wie gern will ich das, wonach die Heiden trachten, reich in dir verachten! hoc loodhomh 8. Macht ein Gut der Erde, daß ich glücklich werde durch Zufriedenheit? sind nicht auch die Ehren, die die Welt be thören, Traum und Ei telkeit? Du erfreust des Menschen Geist, und willst die, die dich verehren, ewig wieder ehren. 9. Deinen hohen Frieden schmeck ich schon hienieden; und was hoff' ich dort? Unbegränzte Zeiten ( bi 10. Voll von deiner Gute frohlockt mein Gemüthe, Gott, mein Heiland, dir. Dieser Geist der Freuden stärke mich im Leiden, weiche nie von mir! Laß mich so beherzt und froh einst durch's Thal des Todes dringen, dort dein Lob zu singen! pidur 3 M.G Ewigkeit, du Donnerw. 618. Mein Glaub ist meines Lebens Ruh', und führt mich deinem Himmel zu, o du, an den ich glaube! Ach gieb mir, Herr, Beständigkeit, daß diesen Trost der Sterblichkeit Nichts meiner Seele raube! Tief pråg' es meinem Herzen ein, welch Das christliche Leben. 698 welch Heil es ist, ein Christ zu seyn! Jus 2. Du hast dem sterblichen Geschlecht zur sel' gen Ewigkeit ein Recht durch deinen Tod erwor ben. Nun bin ich nicht mehr Asch' und Staub, nicht mehr des Todes ewger Raub; du bist für meinerEwigkeit mit Ruh' entgegen schaue? Bald ruft mich Gott, und ewiglich belohnet und erquickt er mich, weil ich ihm hier vertraue. Bald, bald verschwindet mir mein Schmerz, und Himmelsfreuden schmeckt mein Herz. tonism mich gestorben. Mir, 5. Bin ich gleich der ich dein Erlöster bin, ist dieses Leibes Tod Gewinn. on 3. Ich bin erlöst und bin ein Christ; mein Herz ist ruhig, und vergißt die Schmerzen dieses Le bens. Ich dulde, was ich dulden soll, und bin des hohen Trostes voll: Ich leide nicht vergebens! Gott selber mißt mein Theil mir zu, hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh'. schwach: so trag' ich doch nicht mehr der Sünde schmachvoll Joch in meinem Lauf auf Erden. Die Tugend ist mir süße Pflicht; doch fühl ich es, ich bin noch nicht, was ich dereinst soll werden. Mein Trost ist dies: Gott hat Geduld, und straft mich nicht nach meiner Schuld. flion 6. Derduden Tod für mich bezwangst, du hast, o Herr, mich aus der Angst, in der ich lag, gerissen. Dir, dir verdank' 4. Was seid ihr, Leiden dieser Zeit, mir, der ich ( bl91 ich Der Friede des Christen. 699 ich meine Ruh'; du heil- Mel. Seele, was ist schöners. test meine Wundenzu, du 619. Seele, suchst du stilltest mein Gewissen. Und fall' ich noch in meinem Lauf': so richtest du mich wieder auf. dr wahre Ruh', suche fie nicht hier! Eile deinem Ursprung zu! Gott giebt Ruhe dir. Nur er allein, er, der Ewige, gewährt mehr, als was dein Herz begehrt; merskannerfreun. 19dsj loup A 7. Gelobt sei Gott! ich bin ein Christ; und seine Gnad' und Wahrheit ist an mir auch nicht verge bens. Sein Wort hilft mir zur Heiligung; die Gnade wirkt Erneuerung des Herzens und des Lebens; ich fühle, daß des Geistes Kraft den neuen Menschen in mir schafft. 8. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm! du lehrtest mich das Christenthum fest glauben, willig 3. Amen, ja! ich wähle üben; du gabst mir dazu dich, du bist ewig mein! Kraft und Fleiß, ich lieb' Senk' als einen Reben es immer noch, und weiß, mich, Jesu, in dich ein! ich werd' es ewig lieben. Herr, führe du nach den Jeht und forthin mein Leiden dieser Zeit mich zu Lebenlang bring' ich da deiner Herrlichkeit, zur für dir Preis und Dank. ew'gen Ruh! rachi non 2. Bist du aller Freuden leer, arm, gedrückt und schwach Jesus ruft: Kommt zu mir her, Seelen, folgt mir nach! Nur meine Huld, meine Tröstungen erfreun; mein Blut macht die Herzen rein von aller Schuld. da plis idar 620. — 700 Das christliche Leben. Mel. Wie wohl ist mir, o Sr. schau' ich, wenn um mich 620. Müßt' ich auch Lebensmüden das Wetich auch Jahrelang noch weinen, ter der Verfolgung tos't. und Leiden dulden ohne 3. Fels Gottes, den Zahl: der Tag, der Tag mein Arm umschlinget, wird doch erscheinen, der Unsterblichkeit, Unsterb Freuden bringt für jede lichkeit! Wenn Nacht Qual. Der Abend fehlte und Trübsal mich umkeinem Tage, und Freude ringet, mich Alles drängt, quoll aus jeder Klage, mir Alles draut: soll ich die ich vor meinen Gott dann still stehn und ergebracht. Es trocknen matten? Nein! Sehnht. Es meiner Arbeit Schweiße, und endlich folget auf die heiße und schwüle Gluth die kühle Nacht. 2. Erseufzt, erkämpft ist bald die Stunde, die mir für Thränen Wonne giebt; vertilgt die Narbe jeder Wunde durch den, der züchtigt, weil er liebt. O frohe Aussicht freiern Lebens, Ziel meines tåg lich heißern Strebens, in jeder bangen Stunde Trost! Hinaus auf dei nen schönen Frieden 090 sucht nach dem kühlen Schatten, nach Gottes Ruh', beflügle mich! Bleib', Herz, getreu ihm bis zum Ziele; dann träufeln lohnend ihre Kühle die Palmen Edens über dich.and him 4. O! auf des steilen Berges Höhen, wie Alles da den Geist entzückt, wenn kühle Lüfte uns umwehen, die Zung' ein frischer Quell erquickt! Doch schwaches Bild vonjenen Freuden, wenn ich, Der Friede des Christen. 701 ich, nach still durch vertraue Gott. Dies weinten Leiden, einst, Land der Ruhe, dich theure Kleinod raube mir keines Låstrers Spott. erreicht! O dann, dann Es giebt mir Trost im ist mein Geist genesen, Leiden, Vergebung im und Freiheit, Freiheit Gericht, ein Paradies all mein Wesen, mein voll Freuden, wenn Herz Dasein süß, mein Wir- und Auge bricht. mond ken leicht. 5. O Jesus Christus, wie dir danken für dieser Hoffnung Herrlichkeit? Eh' löschen Sonnen, Welten wanken, eh' deine Liebe dich gereut. Du bist und lebst; ich werde leben! Was Gott dir gab, willst du mir geben; wo du bist, soll ich ewig seyn. So nimm denn, Arm der ew'gen Treue, dein sterbend Kind einst in die Reihe der höhern Geister gnädig ein! 2. Ich weiß, an wen ich glaube. Mein Heiland überläßtnichtmeinen Leib dem Staube; das weiß und hoff' ich fest. Er wird auch ihn verklären; und wenn der Sünder bebt, dann wein' ich Freudenzähren: denn mein Erlöser lebt. distee 3. Ich weiß, an wen ich glaube; mein Glaube täuscht mich nicht. D theurer, hoher Glaube, verlaß, verlaß mich nicht, damit ich heilig werde, und, von der Sünde Mel. Herzlich thut mich verl. frei, schon fröhlich auf 621. Ich weiß, an der Erde, dort ewig wen ich glaube; denn ich selig sei! radost ndi 622. 702 Das christliche Leben. Met. Lobe den Herren, den. Erde, die Menschen er622. ,, Alles ist euer!" heben, Leben und Tod ist O Worte des ewigen Le- uns, auf Gottes Gebot, bens! Fühle sie, freudige unter die Füße gegeben. Seele, voll heiligen Be- 5. Alles ist unser, o bens! Alles ist dein! Jr Christen! Vom Heiligdischen Menschen allein thum nieder schauet der tonen die Worte ver- Heiland auf seine ihm gebens. ise ähnlichen Glieder freundlich, und spricht, Frieden dun 2. Göttliche Würde, entzückende Hoheit des und Gnad' im Gesicht: Christen! Ist er gleich ,, Alles ist euer, ihr dürftig, ein Waller in Brüder!" traurigen Wüsten; findet er gleich Thoren geachtet, und reich Sclaven von thierischen Lüsten- 6. Seid ihr auch elend, verlassen und krank und gefangen; rinnen auch Zähren des Kummers 3. Bleibt doch sein von bleichenden WanAuge gerichtet nach heili- gen: droben im Licht da rinnen gen Höhen. Guter der freut euch Thoren, sie sieht er im sie nicht! dort ist das Sturme verwehen; aber Allte vergangen. er faßt, statt der vergång- mel. Dir, dir Jehovah, will. lichen Last, Güter, die nimmer vergehen. du 623. Der duzu den ju 4. Alles, was Freude beglückten Schaaren, des gewähret im irdischen Heilands Eigenthum, Leben, alle Geschenke der auch mich gesellt, durch ihn SSO - Der Friede des Christen. 703 ihn schon in der Kindheit Jahren mich treu gelehrt, was dir und ihm gefällt! voll ist das Herz von sei ner Seligkeit; dir sei mein Lied, mein dankend Lied geweiht! mal 2. Dich darf ich meinen Vater nennen; von Bater dir, mein Gott, der du die Liebe bist, kann Tod und Leben mich nicht tren 5. Gelitten hat er selbst, nen; ich weiß, daß du geduldet, kennt Noth und des Kindes nicht vergißt, Elend, weiß von Gram das folgsam auf des Va- und Schmerz; und ach! ters Stimme hört, und er hatte nichts verschultreu vollbringt, was uns det, und rein von Sundein Sohn gelehrt. diden blieb im Kampf sein 4. Er ist mein Trost in Kümmernissen, mein Vorbild auf des Pilgerlebens Bahn; und fühl ich Kummer im Gewissen, so schau' ich glaubensvoll zu ihm hinan, der von der Furcht mein banges Herz erlöst, und mir verbürgt, daß Gott mich nicht verstößt.m 3. Unzählbar sind die Herz. Nun kann er helSeligkeiten, die mir mein fen, weiß, wie dem, der hoher Glaube täglich weint, zu Muthe sei, der giebt; zu freudenvollen treue Menschenfreund. Ewigkeiten werd' ich durch Lust und Trübsal vorgeübt. Wer Jesu glaubt, den schreckenGråber nicht; ein ewig Leben bracht' er an das Licht. ich 6. Wer zählt die Seligkeiten alle, die hier und dort durch ihn sind unser Theil? Preist ihn mit lautem Jubelschalle, und fühlt, erlöste Brüder, euer Heil! 704 Das christliche Leben. 19 Heil! Ihm danke, wer o Tod, vor deiner Bitihn kennt und wer ihn terkeit? Gott krönt des ehrt; o selig, wer auf seine Gläubigen Verlangen Stimme hört! nach seliger Unsterblichkeit. Es komme Tod und Weltgericht- Gott ist für uns! wir zagen nicht. Mel. Christus, der ist mein L. Mel. Mein Jesus lebt, was. de madur - 624. Ist Gott für uns: was kann uns schaden? wer wagt es, wider 201 uns zu seyn? Er kann 625. Ich weiß, an uns jeder Noth entladen, wen ich glaube; denn von allen Feinden uns be- mein Erlöser lebt, der, frein. Und wenn die Welt wird der Leib zu Staube, in Trümmer bricht den Geist zu sich erhebt. Gott ist für uns! wir zagen nicht. 2. Ich weiß, an wem ich hange, wenn Alles 2. Ist Gott für uns: wankt und weicht, der, wer will verdammen? wird dem Herzen bange, wer klagt die Auserwähl- die Rettungshand mir ten an? Wir fürchten reicht. sid nicht des Rächers Flam- 3. Ich weiß, wem ich men. Die alte Schuld ist abgethan; nur neue fliehen, bleibt uns Pflicht. Gott ist für uns! wir zagen nicht. od vertraue, und, wenn dies Aluge bricht, daß ich ihn ewig schaue, ihn selbst, von Angesicht. 1ding100 4. Er trocknet alle Thranen so tröstend und so mild; und mein unendlich Sehnen da 3. Ist Gott für uns: wem darf noch bangen, Der Friede des Christen. 705 Sehnen wird nur durch dir, der Gottheit Ebenihn gestillt.isle od bild, ward mir die Gottog heit selbst enthüllt. med Mel. Wer nur den lieben G. in 4. Vor deinem Wort, voll ewger Wahrheit, ver schwand des Irrthums dunkle Nacht. Du hast in ungetrübter Klarheit Unsterblichkeit an's Licht gebracht, und Glaub'und Lieb' und Hoffnung beut durch's Leben mir ein treu Geleit. 2. Mir unbewußt auf 5. Ich lerne meinen Urfrommen Armen lag ich; und brünstiges Gebet erflehte Segen und Erbar men für mich von ihm, dem Alles fleht. Da ward dir, holder Kinderfreund, am heil'gen Quell auch ich vereint. sprung kennen und meines Geistes Vaterland. Es wird, den keine Namen nennen, mein Gott stets besser mir bekannt; und bleibt sein Wesen mir zu hoch, so fühl' ich seine Liebe doch. 3. Wo deine Treuen 6. Er hat ja dich dahin sich versammeln, wo deine Himmelslehre tont, da lernt' ich deinen Namen stammeln, der mit dem Vater uns versöhnt'. In ignilch) gegeben, den Einzigen, in Noth und Schmerz. Verbürgt dein Sterben und dein Leben mir doch sein väterliches Herz. So Y y wird 626. Ein herrlich Loos ist mir beschieden! Dir, mein Erlöser, früh geweiht, eröffnet sich mir schon hienieden ein Him mel voll von Seligkeit. Kaum trat ich in das Leben ein, so ward dies höh're Leben mein. 706 Das christliche Leben. wird Vergebung, Trost der Lied imi frommen und Heil des Glauben Chor geleitet mich zu den gewisses Theil. is Gott empor. 150 150 19502 Mel. Jesus, meine Juvers. 7. Wenn ich in meinem Lauf ermüde, fleht mein Gebet zu dir um Kraft; mir wird ein hoher Got tesfriede, der neues Leben in mir schafft. Auch stärkt am heiligen Alltar den Leib nur mögen mich dein Gedächtniß tödten. Heil uns, daß kein wunderbar. 2 and Schwerdt, kein Bann 627. Gott ist unfre Zuversicht, unsre Hülf' in großen Nöthen! Darum fürchten wir sie nicht, die freie Geister tödten kann! 8. Je mehr ich mich in dich gestalte, mein Vor- 2. Gott ist unsre Zuverbild, wächst mir Muth sicht! Erd' und Himmel und Sinn. Je fester ich mag vergehen: Jesu an dich mich halte, fließt Wort vergehet nicht; leichter mir das Leben seine Siegesfahnen weHin; und wie du sie ge hen Hochgelobt sei Je= tragen hast, trag' ich auch sus Christ! selig, wer sein gern des Tages Last. Jünger ist! ise hindamin 9. Kommt einst der Abend ohne Beben werd' ich zum Thal des Todes gehn. Der dunkle Pfad, er führt zum Leben, zur Herrlichkeit, zum 3. Gott ist unsre Zuversicht! Weicht, ihr finstern Höllenmächte! Christus lebt; sein Trosteslicht leuchtet uns durch Todesnächte. Hoffnung ist des Wiedersehn. Der Bri Christen Stab; die verdiat ( schlingt Der Friede des Christen.. schlingt kein Tod, kein wird erst dem beschieden, Grab, usmor) usnism dem er dort oben lohnt? 14. Gott ist unsre Zuver- chile juusar tuisyyd Mel. Von Gott will ich nicht. Gott w sicht! Fels des Heils, auf den wir bauen, fest in Wahrheit, treu in Pflicht, wollen wir dir ewig trauen. Frommer Christen- Glaube spricht: Gott ist unsre Zuversicht! Mel. Herzlich thut mich verl. 628. Wenn Alle von mir scheiden, so scheidet Er doch nicht; auch in der Nacht der Leiden bleibt er mein Trost, mein Licht. Er liebt, so lang' er lebet; drum liebt er ewiglich. Heil mir! auch mich erhebet er einst hinauf zu sich. 2. Er liebt, er tröstet, heilet das müde, wunde Herz; und wer zu ihm nur eilet, dem nimmt er allen Schmerz. DenHim mel hat hienieden, wem er im Herzen wohnt; was จ ราช กา 707 629. Bist du für mich, so rüste die Welt sich wider mich! Wenn ich auch sinken müßte: o Herr, ich habe dich. Halt' ich getreu an dir: wer mag mich dann verderben? aller im Sterben biſt Retter, Freund du mir. 2. Dann mag Gewalt oft siegen mit stolzem Hohngeschrei! Mein Leib kann nur erliegen; doch bleibt die Seeles frei! Dann mag Betrug und Schein des Fleißes Lohn erringen, mein zeitlich Gut verschlingen das Gute bleibt ja mein 193. Dann mag mein Ruhm auf Erden der Lästerzunge Spott, des Neides Beute werden Y y 2 - du 708 Das christliche Leben. du ehrst mich, du, mein mein Erdenlicht, nicht Gott! Du bleibst mit mir meinen frommen Glauvereint, wenn Menschen ben, den Seelenfrieden mich verlassen, bis in den nicht, nicht meiner HoffTod mich hassen. Was nung Stern, nicht meikannergrimmt derFeind? nes Himmels Erbe. Ob 4. Was kann ſein Haß ich auch lebe, sterbe: Heil mir rauben? Mein Glück, mir! ich bin des Herrn. Tilt Vierte Abtheilung. disa burind( bim pom tudi dilen bie Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Bici. 75119 T 1. Tod, Auferstehung und Gericht. Homst pomna daim; hin good n 630. Mitten wir im sinken in des bittern ToLeben sind von dem Tod umfangen. Wer ist, der des Noth! Erbarm' dich unser! ennl ennt of re uns helfen kann, daß wir 2. Mitten in dem Tod' Gnad' erlangen? Das bist du, Herr, alleine! Uns reuet unsre Missethat, die dich, Herr, erzürnet hat. HeiligerHerre Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger barmherzi ger Heiland! Du ewiger Gott! laß uns nicht verSOC ansicht uns der Hölle Schrecken. Wer will uns in solcher Noth vor dem Zorn bedecken? Das thust du, Herr, alleine! Dich, Vater der Barmherzigkeit, jammert unser großes Leid. Heiliger Herre Gott! Heiliger starker is Tod, Auferstehung und Gericht. 709 starker Gott! Heiliger 2. Welch ein Graun Barmherziger Heiland! wird seyn, welch Beben, Du ewiger Gott! laß wenn du, Herr, dich wirst uns nicht verzagen vor erheben, streng zu prüfen der tiefen Höllengluth. Aller Leben! Erbarm' dich unser! Ste mobed 3. Jetzt mit wundervollem Tone ruft Posaunen- Hall zum Throne, dem zur Strafe, dem zum Lohne. 3. Mitten in der Hdllenangst uns die Sünden treiben. Ach! wo fliehen wir dann hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine! Vergossen ist dein theu res Blut an dem Kreuz auch uns zu gut. Heiliger Herre Gott! Heiliger starker Gott! Heiliger barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Trost! Erbarm'dich unser! and smo18 1911 4. Die Natur, der 29199245 Tod sieht bebend das Geschöpf der Gruft entAban schwebend, Rechenschaft dem Richter gebend. 5. Und das Buch wird aufgeschlagen; treu enthält es eingetragen, deß die Welt ist anzuklagen. 6. Furchtbar wird der Richter sigen; Licht wird in's Verborgne blizen; Nichts wird vor der 631.Tag des Zorns, Strafe schüßen. wenn Gott einst richtet, rings die Welt in Gluth vernichtet, wie Prophe7. Was soll dann ich Armer sagen? wen zum Schuß zu rufen wagen, ten- Mund berichtet! woGerechte selber zagen? i 8. 710 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. 18. Hehrer König, Herr ziehen, haft auch Hoff der Schrecken! Gnade nur tilgt unsre Flecken; Gnade, Gnade laß mich decken! nung mir verliehen.d 14. 3war nicht würdig ist mein Flehen; doch in se ewgen Feuers- Wehen, 19. Denk', o Jesu, mei- Milder! laß mich nicht ner Klage! mir galt deine vergehen! meit Last und Plage; schone 15. Zu den Sel'gen mein an jenem Tage! mich geleite, von den Bösen in die Weite stelle mich zur rechten Seite! 10. Ich war Ziel ja deines Strebens, deines martervollen Lebens; so viel Müh' sei nicht vergebens! 16. Wenn die Frevler dann zerstieben, fort zu harter Qual getrieben, drufe mich zu deinen Lieben! 190 Gradonas 11. Richter, der du Recht wirst sprechen, ach! erlaß mir die Verbrechen, eh' der Tag erscheint zu rächen! 17. Sieh! zerknirscht im Staube wende flehend ich zu dir die Hände. Gieb mir, Herr, ein selig Ende! 18. Aller Schuld durch dich entnommen, zu dem Jubel aller Frommen laß auch mich, Erbarmer, kommen! 12. Sieh', ich seufz' aus tiefen Nöthen, und vor Schaam muß ich erröthen; schone, Gott! erhör' mein Beten! 13. Du, der schuldfrei sprach Marien, der dem Schächer selbst ver sid Soni's 632. Wenn mein Stündlein vorhanden ist, 711 ist, zu gehn des Todes Straße: so steh' mir bei, Herr Jesu Christ! mit Hülf' mich nicht verlasse! Die Seel' an meinem letzten End' befehl' ich, Herr, in deine Händ'; du wirst sie wohl bewahren. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd' ich im Grab nicht bleiben. Mein höchster Trost dein' Auffahrt ist; sie kann die Furcht vertreiben. Denn wo du bist, da komm' ich hin, daß ich stets bei dir leb' und bin; drum fahr'ich hin mit Freuden. 2. Die Sünde wird mich kränken sehr und mein Gewissen nagen; 5. So fahr' ich hin zu denn ihr'r ist viel, wie Sand am Meer. Doch will ich nicht verzagen; bedenken will ich deinen Tod, Herr Jesu, in der letten Noth, und nur an dich mich halten. hid als 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib; deß tröst' ich mich von Herzen. Wenn ich mit dirverbunden bleib', so fürcht' ich keine Schmerzen. Wenn ich gleich sterb', so sterb' ich dir; ein ewges Leben hast du mir durch deiJesu Christ; nach ihm mein Arm sich strecket. So schlaf' ich ein und ruhe fein, bis er mich auferwecket. Denn Jesus Christus, Gottes Sohn, der öffnet mir die Thure schon, führt mich zum ewgen Leben. 633. Christus, der ist mein Leben, und Sterben mein Gewinn. Ihm hab' ich mich ergeben; im Frieden fahr' ich hin. 2. Dort in des Vaters nen Tod erworben. Wohnung find' ich, der Ho Erde ist Tod, Auferstehung und Gericht. 712 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Erde Gast, für meinen dich umfangen in sel'ger Kampf Belohnung, für Himmelsluft! fesion Müh' und Arbeit Raft.im dic 3. Bald hab' ich über 634. Ich bin ja, Herr, wunden des LebensAngst in deiner Macht; du hast und Noth; nach diesen mich an das Licht gePrüfungsstunden leb' ich bracht, und du erhältst Bei dir, mein Gott! mir auch das Leben. Du 4. Wenn mir die Augen kennest meiner Monden brechen, mein Athem Zahl, weißt, wann ich dieschwerer wird; wenn sem Erdenthal auch wieich nicht mehr kann sprechen, mein Geist sich oft verirrt; b) der gute Nacht muß geben. Wo, wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Herr des Lebens, wohl. 2 mnd( 003 5. Wenn Sinnen und Gedanken vergehen wie ein Licht, das hin und her muß wanken, weil ihm die Kraft gebricht: 6. Alsdann fein sanft und stille laß, Herr, mich schlafen ein, wie es gebeut dein Wille, wenn kommt mein Stün delein! dsgyehi bi 7. Ach! laß an dir mich hangen, wie's Kind 2. Wen hab' ich doch, als dich allein, der mir in meiner letzten Pein kann Rath und Trost und Hülfe bringen? in Wer nimmt sich meiner Seele an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann, und ich muß mit dem Toderingen, wenn allen Sinnen Kraft gean Mutterbrust, und ewig brichtthust du res, 3013 Gott, 713 iTod, Auferstehung und Gericht. Gott, mein Heiland, beut ein Bruder sich, den nicht? sa big 3. Mich dünkt, schon lieg' ich kraftlos da, dem letzten Augenblicke nah, sündgen Bruder zu erldsen. Ein Jeder wird alsdann empfahn den Lohn für das, was er gethan; von höchster Herzens in dem Gericht schützt angst befallen; Gehör und Rede nehmen ab, die Augen sehen nur das Grab: doch kränkt die Nichts den Bösen. Wer hilft mir sonst in dieser Noth, wenn du nicht, Gott, des Todes Tod? Sünde mich vor allen; 6. In meiner Seele die Stimme des Gewissens spricht: Gerecht ist Gott, er hält Gericht! 4. Ich höre der Posaune Ton; ich sehe meinen Richter schon, und um ihn alle Völker stehen. Geöffnet liegt vor ihm sein Buch; schon hör' ich des Gesetzes Spruch; ihn wendet nicht mein ängst lich Flehen. Verdammgroßem Schmerz heb' ich zu dir mein Aug und Herz, der du die Missethat vergiebest. Den Tod des Sünders willst du nicht; drum schreckt mich nicht dein streng Gericht, weil du auch mich in Camicus Jar de Christo liebest. Drum fahre Furcht und Zweifel hin! Ich weiß, daß ich des Herren bin. niß ist des Sünders en 7. Herr Jesu Christ, Theil; er hat kein Recht an Gottes Heils u 15. Kein Geld noch Gut errettet mich; umsonst erdein theures Blut vergosfest du auch mir zu gut; ich weiß, daß ich dir angehöre. Fällt ja in meiner Todes 714 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Todespein mir noch ein nicht in deinemSinn, daß banger Zweifel ein, so rette deines Leidens Ehre! Du hast so viel an mich gewandt; o laß mich nicht aus deiner Hand! du nicht dürfest sterben. no 2. Bereite dich, stirb ab der Welt! Denk' an die letzten Stunden! Wenn man den Tod für ferne hält, wird er oft schnell gefunden. Es ist die Reihe heut' an mir; wer weiß? vielleicht gilt's morgen dir. O rüste dich zum Sterben! gid 8. Nein, nein! ich weiß gewiß, mein Heil, ich hab' an dir auf ewig Theil; du bist im Tode noch mein Leben! So sieg' ich über Angst und Noth, ob auch die Hölle und der Tod mit ihren Schrecken mich umgeben. So lang' ich lebte, war ich dein; jeßt kann ich keines Fremden seyn. sy mis hin 3. Sprich nicht: Ich bin noch allzu jung, ich kann noch lange leben. O nein! du bist schon alt genung, den Geist von dir zu geben. Es ist gar bald um dich gethan; es sieht der Tod kein Alter an: thirt bus Mel. Wenn mein Stündlein. I advilion 635. Komm, Sterbwie magst du anders denken? licher, betrachte mich! Du schin 10mar lebst, ich lebt auf Erden. 4. So oft du athmest, Was du jetzt bist, das war auch ich; was ich bin, mußt du werden. Du folgst; ich ging nur vor dir hin: ach! denke muß ein Theil des Lebens von dir wehen; und du verlachst des Todes Pfeil? Jeßt wirst du müssen gehen. Du zählst zum ais Tod, Auferstehung und Gericht.@ 715 zum Grab' noch tau mich schonbekehren, droht send Schritt', und hast eine Krankheit mir den dazu kaum Einen Tritt; Tod; Gott wird mich den Tod trägst du im wohl erhören. Wer weiß, Busen. Fauvitelmini ob ohne Krankheit nicht 5. Dein Leben ist ein der Herr dich ruft vor Rauch, ein Schaum, ein sein Gericht? Wer hilft Schnee, ein eitler Schat- alsdann dir Armen? ten, ein Thau, ein Laub, ein flüchtger Traum, ein Gras auf dürren Mat ten; wenn man's am 8. Zum Tode mache dich geschickt! Gedenk' in allen Dingen: Würd' ich hierüber hingerückt, sollt' es wenigsten gedacht, so mir auch gelingen? wie heißt es wohl: Welt, gute Nacht! ich bin nun hier gewesen. könnt' ich jetzt zum Grabe gehn? wie könnt ich jegt vor Gott bestehn? 6. Duseist dann fertig So wird dein Tod zum oder nicht, du mußt von Leben. dom abasto dan hinnen wandern. Auf 9. So wirst du, wenn Niemand thut der Tod in Herrlichkeit der große Verzicht; es geht dir, Gott wird kommen, von wie den Andern. Drum Angst und Sterblichkeit laß dir's eine Warnung befreit, in Gnaden angeseyn; dein Auferstehn nommen. Drum lerne wird überein mit deinem sterben, eh' du stirbst, Sterben kommen, damit du ewig nicht verdirbst, wenn Gott die Welt wird richten! 636. 7. Ach denke nicht: Es hat nicht Noth, ich will 9113911 716 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Mel. Herzlich thut mich verl. in ew'ge Leiden. Ach 636. Bedenke, Sünder, hute dich! Mensch, das Ende, be- 14. Bedenke, Mensch, denke deinen Tod! Der das Ende, bedenk' die Tod kommt oft behende; Himmelsfreud', damit wer heut' ist frisch und kein Zand dich wende von roth, kann morgen und jener Herrlichkeit. Dort geschwinder schon weg wird vor Gottes Throne gestorben seyn. Drum die Seele wohl verpflegt; pråge dir, o Sünder, dein dort ist die Lebensiſt die Sterben täglich ein! krone krone den Frommen beigelegt. Imbar 19 11907 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das 5. Herr, lehre mich beGericht! Es müssen alle denken der Zeiten legte Stände vor Jesu Ange Zeit, daß, sich zu dir zu sicht. Kein Mensch ist lenken, mein Herz sei stets ausgenommen; dem muß bereit! Im Tod und vor ein Jeder nahn, und Gerichte steh'mir, o Jeſu, wird den Lohn bekom- bei, daß ich im Himmelsmen, nach dem er hier lichte zu wohnen würdig gethan, dianto ſei! #bigs dnię nad stat 637. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? Die Zeit geht hin; her kommt der Tod! Ach wie geschwind, ach wie 3. Bedenke, Mensch, das Ende, der Höllen Angst und Leid, daß dich die Welt nicht blende mit ihrer Eitelkeit! Kurz sind der Sünde Freuden; dort aber wandelt sich die Lust Behende kann kommen .080 meine ist Tod, Auferstehung und Gericht. 717 meine Todesnoth! Mein Gott, ich bitt durch Gott, ich bitt durch Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut! Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut! do 5. Versüße mir den 2. Es kann vor Nacht Blick zum Himmel! Verleicht anders werden, als bittre mir die Lust der es am frühen Morgen Welt! gieb, daß mir hier war; denn weil ich leb' im Weltgetümmel die auf dieser Erden, leb' Ewigkeit sei vorgestellt! ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt' durch Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, mach's nur Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut! mit meinem Ende gut! mbi 6. Ach Vater, decke 3. Herr, lehr' mich stets meine Sünde mit dem an's Ende denken, und, Verdienste Christi zu, daweil ich einmal sterben mit ich hier Vergebung muß, die Seele früh zu finde, und dort die längst Jesu lenken, und nicht erwünschte Ruh'. Mein versparen meine Buß'. Gott, ich bitt' durch Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, mach's nur Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut! mit meinem Ende gut! 7. Du hast mich früh zu dir Sipas.com 4. Laß zeitig mich mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für, und sagen lern' in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein gezogen; schon durch die Taufe ward ich dein. Du warst von jeher mir gewogen, erwähltest mich, dein Kind zu seyn. Mein Gott, ich bitt' durch Christi 718 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut! 118. Ich habe Jesu Leib gegessen, sein Blut hab' ich getrunken hier. Nun kann er meiner nicht ver gessen; ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut! denen ich auch bin, haben das zum Vatertheil, daß sie eine kleine Weil kämpfen ihren Kampf auf Erden, und dann selbst zur Erde werden. hil 2. Zwar was ist's, daß ich mich sträube, zu beschließend meine Zeit? Trag' ich doch in meinem Leibe schon den Keim der Sterblichkeit. Geht doch immer hier und dort Einer nach dem Andern fort; und schon Mancher liegt im Grabe, den ich hier geliebet habe. um 3. Aber, Gott, was werd ich denken, wenn es wird an's Sterben gehn? Wo wird man den Leib versenken? Wie wird's um die Seele stehn? Wer wird in der legten Pein tröstend mir zur Seite seyn? und wie werden meine Liebens sich um schaffnen Erben, unter meinen Tod betrüben! find 9. So komm' meinEnd' heut oder morgen: ich weiß, daß mir's mit ihm gelingt. Was soll ich um die Stunde sorgen, die mich hinauf zu Jesu bringt? Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, mach's nur mit meinem Ende gut! monism tim Di A big ind Mel. Wie nach einer Waffera, 638. Liebster Gott, wann werd' ich sterben? Meine Zeit eilt schnell dahin; und des Erstge me 4. 719 besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. is Tod, Auferstehung und Gericht. 4. Doch wozu die eitlen Sorgen? soll ich nicht zu Jesu gehn? Lieber heute noch als morgen! mit ihm werd' ich auferstehn. Ich gestatte gern der Welt, daß sie Alles hier behält, und bescheide meinen Erben einen Gott, der nicht kann sterben. 05. Herrscher über Tod und Leben, mach' einmal mein Ende gut! laß mich dir dens Geist ergeben glaubensvoll mit festem Muth! Meinen Leib be- rührt. Dem Einen wird wache du, gieß ihm sanfte dasScheiden herbe; sanft Grabesruh'; den erlösten wird ein Andrer heimGeist vereine mit der geführt. Doch wie du Seligen Gemeine! sts willst! gieb nur dabei, 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe. Kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! Die Blume kann jaleicht verblühn. Drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit! 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, wie mich des Todes Hand beel mundrumadreisembe wie nahe. o silo, asd fi daß einst mein Ende el. Wer weiß, felig sei. Insonied ubo 639. Mein Gott, 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Hügel einst mich deckt; doch wenn ich nur den Trost erwerbe, daß mich dein Ruf zum Leben weckt! ich weiß wohl, daß ich sterbe; ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hier kein bleibend Erbe, das unveränderlich 3907 720 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. weckt! Wo dann mein wir uns an Andern spie Grab auch möge seyngeln? Ach! es thut uns die Erd' ist allenthalben wahrlich noth. Heute dein. mote Sabroth und morgen todt! 5. Nun, treuer Vater, 3. Eines folgt dem Anwenn ich sterbe, so nimm dern nach, gleich vom du meinen Geist zu dir! Wind getriebnen WelBin ich durch deinen len. Was die Hoffnung Sohn dein Erbe, und auch versprach- kann hab' ich ihn im Glauben sie einen Bürgen stellen? hier: so gilt mir's gleich, Jedem wird sein Schlafund geht mir's wohl, gemach; Eines folgt dem wann, wie und wo Andern nach. ich sterben soll. 4. Mensch, es ist der alte Bund. Ach! der Tod zählt keine Jahre. Ob du heute bist gesund, den noch denk'; an deine Bahre. Morgenfällt, der heute stund; Mensch, das ist der alte Bund! dem orat 640. Heute mir und morgen dir! so hört man die Glocken klingen, wenn wir die Verstorbnen hier auf den Gottes acker bringen. Ernst, o 5. Ach! wer weiß, wie Gråber, rufet ihr: Heute nah' mein Tod? Ich will mir und morgen dir! binsterben, eh' ich sterbe; 2. Heute roth und mor- dann wird in der letzten gen todt! Unser Leben eilt Noth einst der Kelch mir auf Flügeln. Ist's nicht nicht so herbe. Rüste mich der Vernunft Gebot, daß dazu, mein Gott! Ach! libout wer tasd! Mel. Jeſus lebt, mit ihm auch. Tod, Auferstehung und Gericht. 721 Kreuz; sein Wort giebt Trost und Licht. Erfreut auch deiner sich; denn seine Lieb' ist unermessen. Wie sollt' er deiner je vergessen? Er denket dein! on( Chorstimme.) 3. Gedenke mein, wenn mich die Welt vergißt auf dieser Todesbahn! Und wenn mein Herz mir bricht, mein Lauf sich schließt: so nimm dich meiner an! Wenn meine matten Augen brechen, und wenn mein Mund nicht mehr kannſprechen: dann denke mein! ( Chor oder Gemeine.) 4. Erdenket dein! Nach wohl vollbrachtem Lauf ist dein die Seligkeit; zu ihr, zu ihr nimmt Jesus selbst dich auf, der Herr der Herrlichkeit. Dort sind die Engel deine Brüder; dort finden wir uns alle wieder. Er denket dein! 33 ( Chorwer weiß, wie nah' mein Tod? ise 6. Selig, wer in Christo stirbt! denn ihm wird der Tod zum Leben. Derdas Leben hier erwirbt, dem nur wird es einst gegeben. Wer nicht Gott lebt, der verdirbt; selig, wer in Christo stirbt! Mel. Es ist genug, so nimm. 1971 0 ( Chorstimme.) and Idsilsg 641. Gedente mein, o Gott! gedenke mein, wenn mich die Welt verläßt! An dich, o Herr! ja, Gott, an dich allein hält sich mein Glaube fest. Ach! laß mich doch dein Heil bald sehen! Du hörst auch noch mein letztes Flehen; gedenke mein! ( Chor oder Gemeine.) 2. Er denket dein, o Christ; verzage nicht! Dein Heiland liebt auch dich. UE Blick auf sein SAO 722 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. sie( Chorstimme.) du machst ja Alles wohl. 35. Gedenke mein! Im Nimm dich der Meinen Todeskampfe sei mir an! Mit Freuden verlaß' Trost und Kraft dein ich dann die Bahn der Tod! Der Glaub' an dich Leiden. Gedenke mein! mach' von der Angst mich( Chor oder Gemeine.) frei, die dann mich noch bedroht, wenn ich bald ausgelitten habe. Ge denke meiner noch im Grabe! Gedenke mein! ( Chor oder Gemeine.) 6. Er denket dein! Du weißt als Christ ja wohl, daß dein Erlöser lebt, der deinen Staub auch einst erwecken soll, ob man dich gleich begräbt. Er spricht: ,, Ruh' sanft im Schooß der Erde, bis ich dich auferwecken werde." Er denket dein! sid mind Eu( Chorſtimme.) 1907. Gedenke mein! Und wer hier um mich weint, wen ich verlassen soll, dem sei du Trost, sein 8. Erdenket dein! Er führt an seiner Hand, die Heil und Segen giebt, auch die, die hier die Freundschaft dir verband, die dich so treu geliebt. Ihr Thränen, hört nun auf zu fließen! Gott wird die matten Augen schließen. Er denket dein! iams! ( Chorstimme und Gemeine.) di 9. So ruhe wohl! Gott hat an dich gedacht, und es sehr gut gemacht. Schlaf, müder Leib! schlaf wohl zu guter Nacht, da Jesus dich bewacht. Verschlaf die hier erlittnen Schmerzen; wir graben dich in unsre HerHelfer und sein Freund; zen. So ruhe wohl! -1003) 18 642. aiTod, Auferstehung und Gericht.@ 723 Mel. Mein Jesus lebt, was. an meinen Abschied den642. Ich sterbe tåg- ken mag! mdomonid 4. Es kann vor Abend lich; und mein Leben eilt immer zu r zu dem Grabe hin. Wer kann mir fichre Bürgschaft geben, daßich noch morgen lebend bin? Der Tod kommt her, hin geht die Zeit; ach war ich täglich doch bereit! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten; schnell, wie der Baum zur Erde fällt, fährt oft der Mensch in's Reich der Todten. Wohl dem, der Herz und Haus bestellt! anders werden, als es am Morgen mit mir war; wo ich auch wandle hier auf Erden, steht neben mir die Todtenbahr'. Ein Schritt nur ist es bis dahin, wo ich des Grabes Beute bin. da 5. Vielleicht kann ich kein Wort mehr sagen, wenn sich am Ziel mein Auge schleußt; drum bet ich in gesunden Tagen: Herr, dir befehl' ich meieft, nen Geist; und wenn Denn ewges Unglück ich kaum noch seufzen oder Glück hängt oft an kann, dann nimm des Einem Augenblick.in Heilands Fürsprach' an! 6. Kann ich nicht segnen dann die Meinen, so segne du sie, Herr, für mich! Wenn um mich her sie zagend weinen, o Vater! so erbarme dich; dann laß auch der Ver3 2 waisten 103. Herr aller Herren! Tod und Leben hast du allein in deiner Hand; wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt. Hilf, daß ich jeden Glockenschlag 724 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. waisten Schreyn durch ner nimmt den Irrthum deinen Sohn erhörlich wahr. Sprich nicht: seyn! 7. Dringt endlich mir der Tod zum Herzen, so schließ' mir, Herr, den Himmel auf; verkürz' deß legten Kampfes Schmerzen, und führe mich zu dir hinauf! Dann sterb' ich ohne Angst und Pein; und selig wird mein Ende seyn. ainbik mo Mel. Nun laßt uns den Leib. Ich denk' in Glück und Noth im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 910 4. Wir leben hier zur Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut; und unsers Lebens kleinster Theil ist eine Frist zu unserm Heil. 30 bree Com 5. Ein Seufzer in der letzten Noth, ein Wunsch, durch des Erlösers Tod vor GottesThron gerecht zu ſeyn: dies macht dich nicht von Sünden rein. 6. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folgt und sich vom Bösen kehrt; ein gläubig Herz, von Lieb' erfüllt: dies ist es, was in Christo 643. Wie sicher lebt der Mensch, der Staub! Sein Leben ist ein fallend Laub; und dennoch schmeichelt er sich gern, der Tag des Todes sei noch fern. 1024 MYDINDIOS od non 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel; der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr; und Kei- gilt. bol SE usifinat 647. Tod, Auferstehung und Gericht. 725 7. Gott alle seine Tage ren, als verlörst du's weihn, heißt eingedenk nicht. had des Todes seyn; und 2. Der Tod soll dich wachsen in der Heili nicht traurig schrecken; gung, ist wahre Todserinnerung. C In 8. Ach! oft vergaß ich dieser Pflicht. Herr, geh' mit mir nicht in's Gericht; pråg? selbst des Todes Bild mir ein, und lehre stets mich wachsam seyn; doch, dich zur Weisheit zu erwecken, soll er dir stets vor Augen seyn. Er soll den Wunsch, zu leben, mindern, doch dich in deiner Pflicht nicht hindern, vielmehr die Kraft dazu verleihn. 9. Daß ich auf deinen Wegen geh', der Sünde Lockung widersteh', und endlich in des Glaubens Macht mit Freuden ruf': Es ist vollbracht! Bod 3. Ermattest du in deinen Pflichten, so laß den Tod dich unterrichten, wie wenig deiner Tage sind. Sprich: Sollt' ich Gutes wohl verschieben? Nein, meine Zeit, es außzuüben, ist kurz, und sie verfliegt geschwind. in 644. Was sorgst du ängstlich für dein Leben? 4. Denk an den Tod, Es Gott gelassen überge- wenn böse Triebe, wenn ben, ist wahre Ruh' Lust der Welt und ihre und deine Pflicht. Du Liebe dich reizen, und ersollst es lieben, weislich sticke sie. Sprich: Kann nügen, es dankbar als ich nicht noch heute sterein Glück besigen, verlie- ben? und könnt' ich auch die 726 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. die Welt erwerben, be- Christo sterbe! dann ist ging' ich doch solch Uebel nie. Na) do 19C.S ein unbeflecktes Erbe, dann ist des Himmels Reichthum mein. hor 5. Denk an den Tod, wenn Ruhm und Ehren, 8. Denk' an den Tod, wenn deine Schätze sich vermehren, daß du sie nicht zu heftig liebst. Denk' an die Eitelkeit der Erden, daß, wird sie dir entrissen werden, du dann dich nicht zu sehr betrübst. 6. Denk' an den Tod bei frohen Tagen. Kann deine Lust sein Bild vertragen: so ist sie gut und unschuldvoll. Sprich, dein Vergnügen zu versüßen: Welch Glück werd' ich erst dort genießen, wo ich unendlich leben soll! 7. Denk an den Tod, wenn deinem Leben das fehlt, wonach die Reichen streben. Sprich: Bin ich hier, um reich zu seyn? Wohl mir, wenn ich in wenn Leiden kommen. Sprich: Alle Trubsal eines Frommen ist zeitlich und im Glauben leicht. Ich leide: doch von allem Bösen wird mich der Tod bald, bald erlösen; er ist's, der mir die Krone reicht. 9. Denk' an den Tod, wenn freche Rotten des Glaubens und der Tugend spotten, und Laster stolz ihr Haupt erhöhn. Sprich bei dir selbst: Gott trägt die Frechen; doch endlich kommt er, Recht zu sprechen, und plößlich werden sie vergehn. 10. Denk' an den Tod zur Zeit der Schrecken, wenn Pfeile Gottes in dir stecken, du rufft und er ant i Tod, Auferstehung und Gericht.@ 727 gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Würden, die dir Menschen gaben, Nichts kann dich im Tod erfreun; diese Güter sind nicht dein. antwortet nicht. Sprich: Sollte Gott, mein Gott, mich hassen? er wird im Tod mich nicht verlassen; dann zeigt er mir sein Angesicht. 11. So suche dir in allen Fällen den Tod oft lebhaft vorzustellen: so wirst du ihn nicht zitternd scheun; so wird er dir ein Trost in Klagen, ein weiser Freund in guten Tagen, ein Schild in der Versuchung seyn.d 4. Wenn in deiner leßzieten Noth Freunde hülflos Mel. Jesus, meine Juvers. 3, me 39 um dich beben, dann wird 645. Meine Lebens- über Welt und Tod dich 3. Nur ein Herz, daß Gutes liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott erneut, giebt zum Tode Freudigkeit. dies reine Herz erheben; dann erschreckt dich kein Gericht: Gott ist deine Zuversicht. zeit verstreicht; stündlich eil' ich hin zum Grabe; und wie wenig ist's viel leicht, was ich noch zu leben habe? Denk', o Mensch, an deinen Tod; säume nicht, denn Eins ist noth! 2. Lebe, wie du, wann du stirbst, wünschen wirst 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott, und bet' und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur 728 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. nur den Tod nicht scheun; lern auch seiner dich erfreun. Se sid 6. Ueberwind' ihn durch Vertraun. Sprich: Ich weiß, an wen ich gläube; und ich weiß, ich werd' ihn schaun einst in diesem meinem Leibe. Er, der rief: Es ist vollbracht! nahm dem Tode feine Macht. vollen Grabe! Ach! der Welt entrannt ihr schon, kamt zu eures Schweißes thim do 2 Lohn. 2. Jesus will's; wir leben noch, leben noch in Pilgerhütten. Alle trugen einst dies Joch, alle, die die Kron' erstritten. Endlich, endlich kommt der Tod, führte ſie, führt uns zu Gott. B 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin; siehe dein Gebein versenken. Sprich: Herr, daß ich viel mehr als wir hat Erde bin, lehre du mich der Göttliche gelitten. selbst bedenken; lehre Standhaft laß im Kampf du mich's jeden Tag, uns stehn, stets auf dich, daß ich weiser werden Vollender, sehn! mag! da 4. Was ist dieses LeEbens Zeit, diese schwüle Mittagsstunde, gegen die Unsterblichkeit? Aber an der kurzen Stunde hängt, du unerforschter Gott! gleichwohl Leben oder 3. Jesus lebte selber hier, lebte selbst in PilgerHütten. Ach! viel mehr, Mel. Jesus lebt, mit ihm. 646. Staub bei Staube ruht ihr nun in dem friedevollen Grabe! Mögten wir, wie ihr, auch ruhn in dem friede- Tod.) 5. Tod, Auferstehung und Gericht. 5. O du unsre Zuversicht! unser Theil ist einst das Leben. Wenn auch unser Auge bricht, wirst Gottesunddes Menschen du, Mittler, uns es geben. 2. Wieder aufzublühn, werd' ich gesä't; der Herr Sohn! deinen Frieden der Aerndte geht und gabst du schon.nd hid sammelt Garben uns ein, uns ein, die starben. Hallelujah! 6. Daß wir dein sind, nicht der Welt, daß du uns wirst auferwecken: diese Kraft der bessern Welt laß in unserm Tod uns schmecken! Gieb uns mehr noch, als wir flehn, mehr noch, als wir jetzt verstehn! 3. Tag des Danks, der Freudenthrånen Tag! du, meines Gottes Tag! wenn ich im Grabe genug geschlummert habe, erweckst du mich. 7. Wenn wir einst, wie sie, zu ruhn, zu den Todten Gottes gehen, wollst du überschwänglich thun über alles, was wir fle4. Wie den Träumendenwird's dannuns seyn. Mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden. Der müden Pilger Leiden sind dann nicht mehr. nicht vollbracht, als du hen! Denn was hattst du 15. Ach! in's Allerheiligste führt mich mein riefst: Es ist vollbracht! Mittler dann, lebt' ich im Heiligthume zu seines 647. Auferstehn, ja Namens Ruhme. Halauferstehn wirst du, mein lelujah! thisl Indus 648. 729 Staub, nach kurzer Ruh'! Unsterblichs Leben wird, der dich schuf, dir geben. Hallelujah! 730 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Mel. Wie schön leucht't uns. 3. Verachte denn des 648. Wie wird mir Todes Graun, mein dann, o dann mir seyn, Geist! er ist der Weg zum wenn ich, mich ganz des Schaun, der Weg im Herrn zu freun, in ihm finstern Thale. Er sei dir entschlafen werde! von nicht mehr fürchterlich; keiner Sünde mehr in's Allerheiligste führt entweiht, entladen von dich der Weg im finstern der Sterblichkeit, nicht Thale. Gottes Ruh' mehr der Mensch von ist unvergänglich, überErde! Freu' dich, Seele! schwänglich; die Erlösten Stärke, tröste dich, Er wird sie unaussprechlich löfte, mit dem Leben, das trösten. dir dann dein Gott wird geben! 4. Herr, Herr, ich weiß die Stunde nicht, die mich, wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Todten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eh' ich dies Flehen noch vollbracht, mein Lob dir ausgestammelt. Vater, Vater! ich befehle meine Seele deinen Hånden, jetzo, Vater, deinen Händen! 2. Ich freue mich und bebe doch; so drückt mich meines Elends Joch, der Fluch der Sünde nieder. Der Herr erleichtert mir mein Joch; es stärkt durch ihn mein Herz sich doch, glaubt, und erhebt sich wieder. Jesus Christus! laß mich streben, dir zu leben, dir zu sterben, deines Vaters Reich zu erben! 5. Vielleicht sind meiner Tage viel; ich bin vielleicht 53 Tod, Auferstehung und Gericht. 731 leicht noch fern vom Ziel, Erwacht! denn euch, ihr an dem die Krone schim- Menschenkinder, erwarmert. Bin ich von mei- ten Tod und Ewigkeit. nem Ziel noch weit; die Lohn und Strafe, Tod Hütte meiner Sterblich- und Leben hat Gott in keit, wird sie erst spät zer- eure Hand gegeben; ertrümmert laß mich, wacht! noch ist zur BeßVater, gute Thaten, gute rung Zeit. Gerecht ist Thaten mich begleiten euer Gott; er hört der vor den Thron der Ewig Frevler Spott. Frevler, keiten! id orch zittert! Wißt, was er 6. Wie wird mir dann, spricht, gereut ihn nicht; ach dann mir seyn, wenn er kommt gewiß und hält ich, mich ganz des Herrn Gericht. bustiva zu freun, ihn dort anbeten 2. Plößlich wird sein werde! von keiner Sünde Zorn entbrennen; dann mehr entweiht, ein Mit wird der Spötter ihn ergenoß der Ewigkeit, nicht kennen, des Vaters eingemehr der Mensch von bornen Sohn. Jauchzet, Erde! Heilig, Heilig, jauchzt, ihr, seine FromHeilig singen wir dir, men! er wird zu eurem bringen Preis und Ehre, Heile kommen; bald dir, der war und seyn kommt er und mit ihm wird, Ehre! sein Lohn! Euch richtet Christus nicht; er selbst ging in's Gericht für die Sünder. Wir sind vervom Schlaf, ihr Sünder! söhnt, mit Gott versöhnt; 160 wer -4 Mel. wachet auf, ruft uns die. as 649. Wachet auf 732 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. wer überwindet, wird ge- vergeben! mein Heil, mein krönt. Friede sei mit dir, du sollst 3. Seid bereit, ihn mit leben! Fürchte Nichts; Verlangen, mit reinem denn du bist mein, ich Herzen zu empfangen; habe dich erlöset! denn plößlich bricht sein Tag herein. Und der Richter wird vom Bösen 3. Dies ist mein Trost: Ich bin erlöst und Gottes Erbe; ich weiß, daß er sein Volk, die Frommen, mich nicht verstößt, wenn bald erlösen, von Sünd' ich sterbe. Fürst der und Tode sie befrein. Schrecken, dich, o Tod, Dann ist vollkommnes dich hat sein Arm entHeil in Ewigkeit ihr waffnet. sim mund the Theil. Jauchzt, ihr From- 4. Gott ist mein Fels! men! seid stets bereit auf Auf ihn allein will ich diese Zeit, und singt Gott vertrauen. Ich sehne Dank in Ewigkeit! di mich, bei ihm zu seyn; ihn zu schauen, dürstet meine Seele lang', und dort ihn anzubeten. 5. Im letzten Schlummer soll der Tod mich nur entkleiden. Dann komm, o Tag, bestimmt von Gott, Tag der Freuden! Ganz unsterblich, wonnevoll fall' ich vor Mel. Mit Fried' und Freud. 650. Getrost und freudig geh' ich hin! In Gottes Willen ergeb' ich mich. Er, deß ich bin, wird erfüllen, was er gnädig mir verhieß. Der Tod ist mir ein Schlummer! 2. Erbarmend sprach der Herr zu mir: Dir ist ihm dann nieder! 651. 733 Tod, Auferstehung und Gericht. Mel. Mein Jesus lebt, was. nicht; denn Gott ist selbst 651. Ich will dich mein Heil und Licht. noch im Tod erheben; ammi 4. Wie sollt' ich vor Grabe noch, Gott, dank' dem Tode beben, da du, ich dir. Zum Segen gabst Erlöser, für mich starbst? du mir mein Leben; und Er ist durch dich der Weg auch zum Segen nimmst zum Leben, das du am du's mir. Mein Leben Kreuze mir erwarbst. sucht' ich dir zu weihn; Wie du ihn gingst, will drum bleib' ich auch im ich ihn gehn; wie du, Tode dein. di werd ich auch auferstehn. 12. Gott, welche feierliche Stunden, wenn du mich nun der Erd' entziehst, auf mich, den du getreuerfunden, voll schonender Erbarmung siehst! Allmächtiger, in dein Gericht gehst du mit mir Versöhntem nicht. 3. Der Leib wird schwach; die irdsche Hütte, in der mein Geist hier wohnt, zerfällt; schon gehen meine miden Schritte den Weg zu Gott aus dieser Welt. Ich bin getrost, und zage 5. Laß selbst das Grab in seiner Nähe mir noch die letzten Schrecken draun: du, Herr, auf den ich hoffend sehe, wirst auch noch dann mein Beistand seyn. So nah' dem Lohn, den Gott verspricht, so nah' am Ziele sink' ich nicht! 6. Du wachest über meine Seele, wenn ihre Stärke sich verliert, giebst deinem Engel schon Befehle, der sie zu deinen Freuden führt, des Todes Nacht um mich ver 734 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. verscheucht und mir des Lebens Krone reicht. 107. Ich will dich noch im Tod erheben, am Grabe noch, Gott, preis' ich dich; denn ewig werd' mehr zu spotten wagt, vor dir, Herr, seinem Retter, erzittert und verzagt. 2 3. Wenn, diese Bahn zu gehen, dein Will' einst mir gebeut; wenn vor mir ich bei dir leben. Wie offen stehen Gericht und segnest du, mein Vater, mich! Für mich ist selbst der Tod Gewinn. Wohl mir, daß ich erlöset bin! That pat) and Didis Mel. Herzlich thut mich verl. Ewigkeit; wenn meine Kräfte beben, und wenn mein Herz schon bricht: Herr über Tod und Leben, ach dann verlaß mich nicht! an schil 4. Hilf, Todesüberwinder, hilf dem in solcher Angst, für den du, Heil der Sünder, selbst mit dem Tode rangst! Und wenn des Kampfes Ende gewaltiger ihn faßt: so nimm in deine Hände, den du erlöset hast! 2. Getrosft gehn Gottes 5.Des Himmels Wonn' Kinder die schreckenvolle und Freuden ermißt kein Bahn, zu der verstockte sterblich Herz. O Trost Sünder verzweiflungs- für kurze Leiden, für voll sich nahn, wo selbst kurzen Todesschmerz! der frechste Spotter nicht Dem Todesüberwinder 65 ſei 652. Die wir hienie den wallen, wir alle ach! sind Staub. Wir blühen auf und fallen, des Todes sichrer Raub. Verborgen ist die Stunde, da Gottes Stimme ruft; doch jede, jede Stunde bringt näher uns der Gruft. ai Tod, Auferstehung und Gericht. G 735 sei ewig Preis und Dank! Bitte: Nimm, Gott, Preis ihm, der für uns mich dort zu Ehren an! Sünder den Kelch des Ach Bater, ach! noch Todes trank! Eins ist noth, ein gutes End', ein selger Tod! 3. Du hast mich je und je geliebet, versorgt, geschüßt, gestärkt, regiert, durch Freud' erquickt, durch Leid geübet, oft wunderbar, stets wohl geführt; wohin ich ging, wohin ich sah, gingst du mit mir, bliebst du mir nahy dontich 653.Ich faffe, Bater, 4. Tritt jetzt zu meinem deine Hände, und halte sie im Glauben fest. Verlaß den nicht an seinem Sterbebette, sieh' meine Noth erbarmendman! Erquicke, lindere, errette! Ende, der ewig sich auf Nur du bist's, der mir dich verläßt! Du warst mein Gott von Jugend auf;& hilfdselig enden meinen Lauf! do, asd helfen kann. Stårk' bis an's End' im Glauben mich, daß treu mein Lauf vollende sich! chon not a Komm, Heiland, treib' die Furcht zurücke, besiege auch den letzten Feind, und lenk' im Sterben 6. Heil denen, die auf Erden sich schon dem Himmel weihn, die, aufgelöst zu werden, zu jeder Zeit sich freun! Bereit, es ihm zu geben, wann Gott, ihr Gott, gebeut, gehn sie getrost durch's Leben hin zur Unsterblichkeit. med niem thad du Mel. Mein Jesus lebt, was. 2. Du hast nach deiner Vatergüte beständig wohl an mir gethan; erhör' auch meine legte 736 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. ben meine Blicke auf ganz durchlebt ist, und der dein Verdienst, o Seelen- Streit des Glaubens endfreund! Sprich Freude, lich ausgestritten; wenn Trost und Muth mir zu, kaum mein sterbend Herz mach' End' und bringe mehr spricht: dann sei mich zur Ruh'! mir nah' und schweige 6. Ihr todten Güter nicht, o Herr, zu meinen dieser Erden, ihr machet legten Bitten! Erhöre mir den Tod nicht schwer. mich, wenn mein Gebet Hinweg! Jest soll ich um Trost zu dir, um selig werden; ich acht Gnade fleht! und brauch euch nun nicht mehr. Wer einen Himmel erben kann, sieht eitle Dinge nicht mehr an. 7. Ich übergebe dir die Meinen, du Vater der Barmherzigkeit! Laß sie von nun an seyn die Deinen, und bleib' ihr Gott zu aller Zeit! Behüte sie vor Ungemach, und bringe sie mir selig nach! 2. Wenn mich kein Freund mehr trösten kann, und doch mein Herz bebt: sage dann:„ Die Sündenschuld ist dir vergeben! Ach! wenn des Todes Schrecken mich ergreifen, sprich dann, Mittler, sprich: ,, Nicht sterben sollst du, sondern leben!" Ein Wort von dir nur und mir gnügt; des Todes Schrecken sind besiegt! Mel. Ich bin jaherr in deiner. 654. Wenn, Mittler, 3. Nicht sei mir dann dein Angesicht, wie's meine Pilgerzeit nun Missethätern ist, Gericht; and Tod, Auferstehung und Gericht. 737 Erbarmen, Gnade, nicht sterniß zu seiner HimVerderben! Nicht sterben mels- Freuden Erben. D! laß mich, Herr, wie die, welchen Jubel stimm' ich die dich verwarfen, die dann dem Todesübersich nie mit Ernst berei winder an! imin teten zu sterben! Ach! furchtbar, furchtbar ist Mel. Christus, der ist mein L. der Tod, der ewige Ver 655. Einst geh' ich werfung droht.se ohne Beben zu meinem Tode hin; denn Christus ist mein Leben, und Sterben mein Gewinn. TO 4. Du, Herr, nur machst von Furcht uns frei. Wer dir geweiht ist, dir getreu, für den ist Sterben keine Strafe. Gelobet sei der Herr, mein Licht in jener Nacht! Sie schreckt mich nicht; mir wird durch ihn 2. Ich scheue nicht die Schrecken der freudenleeren Gruft; der wird mich auferwecken, der mich zum Grabe ruft. der Tod zum Schlafe. Es 3. Und rief' mich abist ein finstrer Weg, doch mir ein Weg zum Leben und zu dir.is en5. Gelobet sei der Herr, mein Schild, der mich mit zuscheiden auch heute schon mein Gott, so dus folg' ich ihm mit Freuden, und sterb' auf sein Gebot. Freudigkeit erfüllt, mit 4. Des Lebens frische Freudigkeit und Muth Blüthe vermodre mur in Staub; die Wange, die zu sterben! Ich glaub' an ihn und bin gewiß, er sonst glühte, sei der Verwesung Raub.abschin Al a a führt mich aus der Fin2015. 738 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. 5. Ich hoffein ter aller Welten! Du, du willst vergelten.d beßres Leben, das nie von mir entflieht; ein Leib wird mich umgeben, der nimmermehr verblüht. 3. Weh' dann mir in Ewigkeit, wenn ich deine Gabe, meine Kräfte oft entweiht und gemißbraucht habe! Weh'dann mir, hab' ich hier meine Zeit verschwendet, übel angewendet! 6. Dann eil' ich dir entgegen, mein triumphi rend Haupt, und ſeh' ent zückt den Segen des Heils, das ich geglaubt. 4. Laß mir täglich dein Mel. Straf mich nicht in d. Gericht, Gott, vor Augen schweben, und mich Swaf mich nich 656. Herr, ich bin dein Eigenthum; dein ist auch mein Leben! Mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir's gegeeifrig, meiner Pflicht treu zu seyn, bestreben, daß ich nie thöricht sie außer Augen setze, nie mit Fleiß verlege! During do ben. Väterlich führst du 5. Lehre mich gewissenmich auf der Prüfung Wegen meinem Ziel entgegen. 2. Einst kommst du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden; dann soll ich zur Rechenschaft darge- bereite! stellet werden. Dein Gets 6. Gieb, daß mir die richt schonet nicht, Rich Ewigkeit stets vor Augen haft meine Zeit verwenden, eingedenk der Rechenschaft jeden Tag vollenden! Gieb, daß ich ernstlich mich täglich und noch heute darauf vorEl stehe, aiste Tod, Auferstehung und Gericht. 739 stehe, damit ich die Gna- Hande. Gott, nach Erdenzeit länger nicht verschmähe; eh' der Tod mir noch droht, laß mich dei nen Willen, Herr, getreu erfüllen! ini sud lösung sehn' ich mich; o gieb, daß ich, gestärkt durch dich, den legten Kampf vollende! Der du der Deinen Flehen hörst, 7. Mein Gewissen und Leben Sterbenden strafe mich gleich für jede gewährst, wenn nun mein Sünde, daß ich, Mittler, sterbend Auge bricht, ach bald durch dich Gnade dann verlaß, verlaß mich such' und finde! Rufe du nicht! Herr Jesu Christ, dann mir zu: Alles ist mein Herr und Gott, vergeben! Sünder, du mein Herr und Gott, sollst leben! ondsst zum Leben führ' mich 8. Dann werd'ich auch durch den Tod! im Gericht, Herr, vor dir 2. Noch einmal, Vater, bestehen, und vor deinem Angesicht Freud' und Wonne sehen. Ewig dein werd' ich seyn, und mich, dich zu lieben, ewig, ewig üben. preis' ich dich voll Dank, eh' meine Lippen sich im Todesschlummer schließen. Mehr Huld und Liebe hast du mir in diesem ersten Leben hier, als ich je fass', erwiesen. So biele beinet viele deiner Wunder sah ich hier bereits; was werd' ich da für Wunder schaun, wenn nun mein Geist dich nah' an deinem A aa 2 Throne Mel. Herzlich lieb hab ich d. 657. Noch einmal blick ich auf zu dir; noch einmal, Vater, falt' ich hier vor dir die matten .0 740 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Throne preist! Herr Jesu mein Geist, erhellt von Christ, bald laß auch mich, deinem Licht, bebt vor bald laß auch mich im des Leibs Zerstörung bessernLeben preisen dich! nicht. thane sd 3. Noch einmal blick' 2. Es falle nur die ich auf zu dir; noch ein- Hütte hin, mit der ich mal, Gott, empfehl' ich hier umgeben bin; ich dir mich selbst und all' selbst, dann freier als zudie Meinen. Verlaß, o vor, schwing' aus den Gott, verlaß sie nie, still' Trümmern mich empor. ihrer Seelen Schmerz, wenn sie an meinem Grabe weinen! Ach leite sie nach deinem Rath, führ' sie des Lebens schmalen Pfad; und ist einst ganz vollbracht ihr Lauf, so nimm auch sie mit Ehren auf! Herr Jesu Christ, laß sie und mich, laß sie und mich in deinem Himmel schauen dich! 3. Ein innres mächtiges Gefühl verkündigt mir mein höhres Ziel; dies Sehnen nach Vollkommenheit ist sichrer Ruf zur Ewigkeit. 4. Dich, Höchster, hab' ich hier erkannt, voll Liebe Vater dich genannt; in dieser Seelenwürde liegt ein Hoffnungsgrund, der nimmer trügt. 5. Dein Wort Mel. HerrJ. Chrift, meins L. 658. Des Todes die beste regi beßre Welt; so ist mein Glaube festgestellt. Graun, des Grabes Wie herrlich wird der Nacht flieht, Herr, vor Menschheit Werth durch deiner Wahrheit Macht; Jesu Zusag' aufgeklärt! SHO SAAK fer 6. ist Tod, Auferstehung und Gericht.@ 741 6. Glückselge Aussicht Sünd' und Noth befreit, auch für mich! Entzückt nun reife zur Vollkomhebt meine Seele sich; menheit. nnsd 29 1173 ich seh' im Geist des 11. Der Tod darf mir Christen Lohn, ich sehe nicht schreckend seyn; er meinen Himmel schon. führt zum wahren Leben ein. Durch Gottes Kraft besiegt mein Herz der Krankheit Last, der Trennung Schmerz. dfsa 7. Da find' ich, was dein guter Rath zu meinem Wohl geordnet hat, genieße deines Gnaden blicks und der Vollen 12. Wenn hier von dung meines Glücks. uns, die Gott vereint, 8. Viel Freude gabst du der letzte auch hat ausmir schon hier; o Guti- geweint, dann wird ein ger, wie dank' ich dir! frohes Wiedersehn auf Stets folgte kleinerm ewig unser Glück erhöhn. Ungemach die größere Versüßung nach. 9. So hat schon dieser Kindheitstand der höhern Hoffnung Unterpfand; die Liebe, die mich hier beglückt, die bleibt und segnet unverrückt. Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. 10. Des freudigsten 659. Geht nun hin, Vertrauens voll erwart' und grabt mein Grab! denn ich bin des Wanich, was mir werden soll, wenn ich, von derns müde. Von der fotbord Erde 13. Herr unsrer Tage, führe du uns alle diesem Ziele zu, daß uns, bei standhaft frommer Treu', des Lebens End' erfreulich sei! 19 742 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Erde scheid' ich ab: denn Nichts hin in's Land des mir ruft des Himmels ewgen Lichts. bun Friede; denn mir ruft 5. Weint nicht! mein die süße Ruh' von den Engeln droben zu. 2. Geht nun hin, und grabt mein Grab! Mei nen Lauf hab' ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Ird'sche endet, lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. Erlöser lebt. Hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt und der Himmelsheld, der Glaube; und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! 3. Die ihr nun in Trauer geht, fahret wohl, ihr lieben Freunde! Was von oben nieder weht, tröstet ja des Herrn Gemeinde. Weint nicht ob dem leeren Schein; droben nur kann Ewig seyn. 4. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrthum will, aus dem Schatten, aus dem Schemen, aus dem Eitlen, aus dem 2012 Mel. Ich hab mein' Sach G. asnim piNG 660. D felig, wer das Heil erwirbt und in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer vom Laufe matt die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! 2. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel- und Eins ist noth! Die Welt beut ihre Güter feil; denk an dein Heil, und wähl' in Gott das beste Theil! 3. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest ist Tod, Auferstehung und Gericht. 743 brachtest du, Nichts Finstern droht der Tod nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts! Da, wo dein Schat, da sei dein Herz! Alors 4. Mit Gott bestell' dein Haus noch heut', eh' dich der Tod an Todte reiht. Sie rufen: Gestern war's an mir; heut' ist's an dir! kein Bleiben ist, kein Wohnen hier. und überall der Tod. 7. Ach banges Herz im Leichenthal, wo ist dein Licht, dein Lebensſtrahl? Du bist's, Herr! der mit Gottesmacht aus GråBernacht das Leben hat an's Licht gebracht. mir onu 18. Dein Trostwort klingt so hoch und hehr: ,, Wer an mich glaubt, stirbt nimmermehr." Dein Kreuz, dein Grab, dein Auferstehn, dein Himmelgehn läßt 5. Vom Freudenmahl zum Reisestab, aus Wieg' und Bett in Sarg und Grab! Wann, wie und uns den Himmel offen wo? ist Gott bewußt; sehn. schlag' an die Brust! Du mußt von dannen, Mensch!- du mußt. 9. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut, schon hier sich ewge Hütten baut! Er sieht das Kleinod in der Fern', und kämpfet gern, und harrt der Zukunft seines 6. Da ist kein Sitz zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm; da blüht zu schön kein Wangenroth; im Herrn. 2. Das 744 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. 2. Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 661. Jerufalem, du jenem armen Leben, aus heilge Gottesstadt, ach jener Nichtigkeit, bis war' ich schon in dir! Gottmir hat gegeben das Mein hoffend Herz ist Heil der Ewigkeit! dieser Erde satt, und och mind ist naudot 4. Was für ein Volk, sehnt sich fort von hier; weit über Berg und Thale, weit über Flur schon! Was in der Welt welch eine edle Schaar kommt dort gezogen und Feld fleugt's auf zum Himmelssaale, und eilt aus dieser Welt. pm von Auserwählten war, bringt mir die Ehrenkron', die Jesus mir voll Gnade entgegen hat gefandt auf meinem legten Pfade aus jenem Thrd001791 nenland. 1 11965 an 2. O schöner Tag, o sel'ger Augenblick! wann bricht dein Glanz hervor, da frei und leicht zu reinem Himmelsglück sich mi schwingt die Seel'empor, 5. Propheten groß, da ich sie übergebe in Gottes treue Hand, auf daß sie ewig lebe in jenem Vaterland? Apostel hehr und hoch, Blutzeugen ohne Zahl, und wer dort trug des schweren Kreuzes Joch und der Tyrannen Qual, seh' ich dort oben schweben in sel'ger Freiheit Glanz, das edle Haupt umgeben von lichtem Brack 6. 3.0 Himmelsburg, gegrüßet seist du mir! thu' auf die Gnadenpfort'! Wie lange schon hat mich verlangt nach dir, bis ich entronnen dort aus Sternenkranz. anc B Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 745 16. Und lang' ich an gar bald auch anverim schönen Paradies, im trauen.) d Heiligthum des Herrn: dann schaut mein Geist, was er einst glaubend pries, was er gesehn von fern'. O welche Jubelad, mag( Chor.) Oni mod 2. Sanft ruht nun der Leib in seiner Kammer, sicher und befreit von allem Jammer; kein klänge hört mein ent- Kreuz noch Leiden trübt zücktes Ohr, welch' hohe in eurem Geist die HimLobgesänge von aller melsfreuden.im Sel'gen Chor! 0 ditt is ( Chor.) $ 26. noolise 662. wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen aller Noth, die uns noch hält gefangen. him( Eine Stimme.) ( Ja, höchst selig sind wir, lieben Brüder; unser Mund ist voller Freudenlieder. Doch was wir schauen, wird Gott euch *) Die in() eingeschlossenen Verse sind nur bei Begräb: nissen zu singen. thig hori( Eine Stimme.) u ( Oihr Lieben! wir auch mußten kämpfen; auch in uns war Sund' und Tod zu dämpfen. Was euch noch quälet, daran hat es uns auch nicht gefehlet.) ( Chor.) 3. Christus trocknet alle eure Thränen; ihr genießt, wonach wir uns noch sehnen; euch wird gesungen, was durch keines Menschen Ohr gedrungen. tatja ( Eine Stimme.) ( Duldet euch nur fort egrab bei euren Thránen; laßt nicht 746 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. nicht nach, euch himmelan lichkeit verblüht. Keiner zu sehnen: denn eure Leiden sind die Bürgen der zukünftgen Freuden.) ( Chor.) ( Chor.) dis 4. Ach! wer wollte denn nicht gerne sterben, und den Himmel für die Welt ererben? Wer mögte weilen, nur mit ihr die eitle Lust zu theilen? hup( Eine Stimme.) kann den Himmel erben, der zuvor den Tod nicht sieht. Dieser Leib muß hier verwesen, soll er anders dort genesen zu der ewgen Herrlichkeit, die den Frommen ist bereit. 2. Darum will ich dieses Leben, wenn es meinem Gott gefällt, gern in seine Hände geben, und ( Wohl ist's herrlich, verlassen diese Welt; hier bei Christo leben; denn ich bin durch Christi doch Geduld nur kann Leiden dort ein Erbe das Ziel erstreben. Nur seiner Freuden, und in treues Streiten lohnet meiner legten Noth ist Christus hier mit Herr- mein Trost des Mittlers lichkeiten.) 19. Tod. than anu. 3. Jesus ist für mich gestorben; und ſein Tod ist mein Gewinn. Er hat mir das Heil erworben; drum zieh' ich mit Freuden hin aus dem eitlen Weltgetümmel in den 663. Alle Menschen schönen Gottes- Himmel, müssen sterben; ihre Herr- wo ich in dem reinsten abin Licht ( Chor.) 5. Komm, o Christe! bald, uns zu erlösen von der Erde Last und allem Bösen! Bei dir, oSonne, ist der frommen Seelen Freud' und Wonne. Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 747 Licht schaue Gott von in Wonne jedes Leid, Angesicht.paweihen ihm die neuen Lie4. Dort in jenem Freu- der, werfen ihre Kronen denleben find' ich Millio- nieder vor dem Herrn, nen schon, die, mit und opfern Dank ihr Himmelsglanz umgeben, unendlich Leben lang. stehen da vor Gottes Thron, wo die Seraphi nen schweben, und das hohe Lied anheben: Hei lig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geist! this 7. Gottes Stadt, voll ewger Schöne! o wie herrlich glänzest du! o welch lieblich Lobgetöne hört man dort in sel'ger Ruh! O der großen Freud' und Wonne! dort geht auf die wahre Sonne; und der helle und der allzumal; wo auf ihren Tag bricht an, der kein Ehrenthronen sizzet der Ende nehmen kann. Apostel Zahl; wo seit 15. Wo die Patriarchen wohnen, die Propheten 8. Ich entbrenne vielen tausend Jahren von Verlangen, was ich alle Frommen hingefahren; wo das Lob, dem Herrn geweiht, täglich schöner sich erneut.mi glaub', im Licht zu sehn, meine Krone zu empfangen, und verklärt vor Gott zustehn. Sinke hin, 6. Alle, die ihm mein Leib, zum Staube! nachgewandelt, sehn des denn ich weiß, an wen ich Glaubens Dunkelheit glaube. Mir ist Sterben dort in Licht und ein Gewinn; denn ich geh' Schaun verwandelt, und zu Christo hin. 170@ bin 664. 748 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. 664. Wird das nicht 4. Wird das nicht Freude Freude seyn, nach gläubi- seyn, was unaussprechgem Vertrauen dort selbst lich, hören, des Höchsten Lob vermehren, mit Enden Heiland schauen in Salems goldnem geln stimmen ein, wenn Schein? An seinen hol- sie mit süßem Klingen ihr den Blicken und Worten dreimal Heilig singen? Wird das nicht Freude sich erquicken, wird das 1790seyn? nicht Freude seyn? 911019800 do this is 5.O das wird Freude 2. Wird das nicht seyn. Weg, Güter dieser Freude seyn, wenn, die Erden, ihr Ehren voll uns Gott genommen, Beschwerden, du eitler uns dort entgegenkom- Freudenschein! Gehabt men in seligerm Verein? euch wohl, ihr Lieben! Wenn fröhlich wir um Will euch mein Tod beschließen, was thrånend trüben- denkt: Dort wir verließen, wird das wird Freude seyn! nicht Freude seyn? Helsid Mel. Womit soll ich dich wohl. 3. Wird das nicht Freude seyn, die Palme 665. Dwie fröhlich, fehn errungen, und jeden o wie selig werden wir im Feind bezwungen? Gott Himmel seyn! Da, da dienen engelrein, von Schmerzen, Kümmernissen und Sorgen nichts mehr wissen, wird das nicht Freude seyn? årndten wir unzählich unsre Freudengarben ein. Gehen wir hier hin und weinen: dort wird uns die Sonne scheinen. Dort Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 749 Dort ist Tag und keine weinten Thränen, ewge Nacht; Gott hat Alles Güter uns erfreun; wo neu gemacht. sich unser Kreuz in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt, und das Jauchzen ewig währt? 2. Da wird Gott sich unsern Seelen offen baren, wie er ist. Keine Wonne wird uns fehlen da, wo Alles Wonne ist. 5. Sei, o Seele, hoch Zu vollkommnen Selig erfreuet über das erhabne keiten wird uns dort Glück, das dir einst dein der Mittler leiten, der, Gott verleihet! Nichte als er am Kreuze starb, deines Glaubens Blick uns dies Himmelsglück oft nach jener Stadt erwarb. mngsodi der Frommen, mit dem Ernst, dahin zu kommen! Trachte, weil du hier noch bist, nur nach dem, was droben ist! 09198 3. Da wird deiner Frommen Menge Ein Herz, Eine Seele seyn, Dienst und Dank und Lobgesänge dir, erhabner Gott, zu weihn; dir und dem, der selbst sein Leben willig für uns hingegeben. Mit ihm, unserm größten Freund, sind wir ewig dann vereint. 4.O wer sollte sich nicht sehnen, aufgelöst und da zu seyn, wo, nach ausgelanj 6. Ohne Heiligung wird Reiner, Herr, in deinen Himmel gehn. Oso mache täglich reiner hier mein Herz, dich einst zu sehn! hilf du selber meiner Seele, daß sie nicht den Weg verfehle, der mich sicher dahin bringt, wo man ewig dir lobsingt! 666. 750 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Mel. wie wohl ist mir, o Sr. nicht, heut' einzukommen 666. Es ist noch eine zu meiner Ruhe LieblichRuh' vorhanden; auf, keit! müdes Herz, und werde 3. So kommet denn, Licht! Du seufzest hier in deinen Banden, und deine nhampagnon ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde Sonne scheinet nicht; drückt! Eilt, eilt aus sich auf den Heiland, der euren Kummerhöhlen, mit Freuden dich wird auf seinen Auen weiden! wirf hin die Last, und eil' ihm zu! Bald ist der heiße Kampf geendet; bald ist der schwere Kauf vollen det: so gehst du ein zu deiner Ruh'. geht nicht mehr seufzend und gebückt! Ihr habt des Tages Last getragen; dafür läßt euch die Liebe sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt seyn. Ihr seid mein Volk; der Erde müde, geht ein zu eures Herren Friede; seid nur getrost, und gehet ein! 4. Was mag wohl einen Kranken laben und einen müden Wandersmann? Wenn Jener nur ein Lager haben und sanft von Schmerzen ruhen kann; wenn dieser sich darf niedersehen, an einem frischen Trunk ergößen: Frommen, versäumet wie sind sie beide hocher.000 freut! 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, die Ruhe, die kein Ende nimmt; es hat, da noch kein Mensch geboren, die Liebe sie uns schon bestimmt. Der Heiland wollte darum sterben, uns diese Ruhe zu erwerben; er lockt, er rufet weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 751 freut! Doch dies sind müssen eilen; nur Trågkurze Ruhestunden; es heit kann sich noch verist noch eine Ruh' erfun- weilen. Dort wartet den, und diese währt in schon die frohe Schaar. Ewigkeit. plisd thi Wohlauf, mein Geist! 15. Da wird man Freu- zum ewgen Lohne erdengarben bringen; da ist kämpfe deine Siegesdie Saat der Thränen krone! Auf, auf! es aus. O welch ein Jubel kommt das Ruhejahr. wird erklingen! Das Kind kehrt in des Vaters Robic asa Mel. Mein Jesus lebt, was. Haus. Schmerz, Seuf zen, Tod und banges Leiden wird dann auf ewig von uns scheiden; wir werden den Erlöser sehn. Er wird uns nach dem Kampf erfrischen, die Thränen von den Augen wischen, und mit uns ein zur Freude gehn. 667. Nach einer Prüfung kurzer Tage erwartet uns die Ewigkeit. Dort, dort verwandelt sich die Klage in himmlische Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß; und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ist's, der 6. Da ruhen wir und Fromme schmeckt auf Ersind im Frieden, und denschon manchensel'gen leben ewig sorgenlos. Augenblick; doch alle Ach! fasset dieses Wort, Freuden, die ihm werden, ihr Müden; kurz ist die sind ihm noch unvollMüh', der Lohn ist groß. kommnes Glück. Er Ach! Flügel her! wir bleibt ein Mensch; und MISO 2366 seine 752 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. seine Ruh' nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn der Liebe werd' ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn.nic sais bon fi des Körpers Schmerzen, mi 6. Da wird der Vorbald das Geräusche dieser Welt; bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt als fällt; bald sinkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. sicht heil'ger Wille mein Will' und meine Wohlfahrt seyn, und lieblich Wesen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn TO mich fühlen, daß ich selig bin.m wat tus 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster öfters glücklich ist, wo man den Glücklichen be neidet und des Bekümmerten vergißt, hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit seyn. 7. Da werd' ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah, das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah. Da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zusammenhang. sing mi 5. Hier such' ich's nur; dort werd' ich's finden. Dort werd' ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Werth empfinden, den unaussprechlich 8. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart, eins Heilig, großen Werth; den Gott Heilig, Heilig! singen smis) dem Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 753 dem Lamme, das erwür- du hast mein Leben, die get ward; und Cheru- Seele mir gerettet, du! bim und Seraphim O Gott, wie muß dies und alle Himmel jauch Glück erfreun, der Retzen ihm. ter einer Seele seyn! 9. Da werd' ich in 12. Was seid ihr, Leider Engel Schaaren mich den dieser Erden, doch ihnen gleich und heilig gegen jene Herrlichkeit, sehn, das nie gestörte die offenbart an uns soll Glück erfahren, mit werden von Ewigkeit zu Frommen stets fromm Ewigkeit? Wie Nichts, umzugehn. Da wird wie gar nichts gegen sie durch jeden Augenblick ist doch ein Augenblick ihr Heil mein Heil, mein voll Müh'! Glück ihr Glück au www 10. Da werd' ich dem den Dank bezahlen, der Gottes Weg mich gehen hieß, und ihn zu Millionenmalen noch ſegnen, daß er mir ihn wies. Da find' ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Daruft omögte Gott es geben! auch mir vielleicht ein Sel'ger zu: Heil sei dir! denn - Mel. Wachet auf, ruft uns die. 668. Selig find des Himmels Erben, die Todten, die im Herren sterben, zur Auferstehung eingeweiht! Nach den letzten Augenblicken des Todesschlummers folgt Entzücken, folgt Wonne der Unsterblichkeit. Im Frieden ruhen sie, los von der Erde Müh'. Hosianna! Vor Gottes 3bb Thron, 754 Dev Hingang des Christen zur Ewigkeit. mehr, das Alt' ist nun nicht mehr! Hallelujah. Mel. om bisle Disip fonds Thron, zu seinem Sohn Nun weinen wir nicht begleiten ihre Werke sie. 89 2. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Er sank hinab, wie wir, Weisheit, ewig, ewig in's Grab! Er ging zu Ehre sei dir, Versöh- Gott; wir folgen ihm. ner, Jesu Christ! Thr, mel, wie schon leucht'’t uns, der Ueberwinder Chöre, bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er fank, wie wir, in's Grab, wischt unsre Thranen ab, alle Thränen. Er hat's vollbracht; nicht Tag, nicht Nacht wird an des Lammes Throne seyn! 669. Mein ganzer Geist, Gott, wird entzückt, wenn er hinauf gen Himmel blickt, dahin dein Rath uns leitet, wo deine milde Baterhand aus neuen Wundern wird erkannt, die du da hast bereitet. Mächtig fühl'ich mich getrieben, dich zu lieben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. and 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne scheint uns alsdann. Er ist uns Sonne, der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn! Heil, nach dem wir weinend rangen, nun bist du, Heil, uns aufgegangen, nicht mehr im 2. Was sind die Freuden dieser Zeit, Herr, gegen jene Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden? Du stellst uns hier auf Erden zwar viel Dunkeln, nicht von fern! Wunder deiner Güte dar, Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 755 dar, daß wir sie froh ler, als hienieden, ohn' empfinden: doch hier sind Ermüden, sehn wir drowir beiden Freuden noch ben, Gott, wie hoch du mit Leiden stets umge bist zu loben. ben; dort nur ist vollkommnes Leben. n 1190 [ 11 3. Kein Tod ist da mehr und kein Grab; dort wischest du die Thränen ab von deiner Kinder Wangen. Da ist kein Leid mehr, kein Geschrei; denn du, o Herr, machst Alles neu, das Alte ist vergangen. Hinfort sind dort für Gerechte, deine Knechte, keine Plagen mehr zur Prüfung zu ertragen.lupo 974. In deinem höhern Heiligthum erschallet dei nes Namens Ruhm von lauter frohen Zungen. Da strahlt die Herrlich keit des Herrn; da schaut man sie nicht mehr von fern; da wird sie neu besungen. Heller, schnel5. Mit neuer Inbrunst lieben wir dich, Vater, dann, und dienen dir mit fröhlichem Gemüthe. Nichts stört den Frieden unsrer Brust und unsre tausendfache Lust an deiner großen Güte. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die dann weiter nicht mehr fehlen. 1790 189.8 6. Gott, welche Schaar ist dort vereint! Die Frommen, die ich hier beweint, die find' ich droben wieder. Dort sammelt deine Vaterhand, die deine Liebe hier verband, Herr, alle deine Glieder. Ewig werd' ich, frei von Mängeln, selbst mit Engeln mir Bbb 2 zum 756 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Mel. Mein Jesus lebt, was. 670. Es ist noch eine Ruh'vorhanden für jeden gottergebnen Geist, wenn er sich dieses Leibes Banden nach Gottes Willen einst entreißt, und nun nicht mehr so eingeschränkt, als hier auf Erden, lebt und denkt. zum Segen da die reinste Freundschaft pflegen. 7. Wo ist mein Freund, des Menschen Sohn, der mich geliebt? wo glänzt sein Thron? In je nen Himmelshöhen. Da werd' ich dich, Herr Jesu Christ, der du der Deinen Wonne bist, auch mit Entzücken sehen. Dann wird, mein Hirt, Nichts mich können von dir trennen; ohn' Aufhören werd' ich bei dir seyn, dich ehren. so 8. Wie herrlich ist die neue Welt, die Gott den Frommen vorbehält! Kein Mensch kann sie 3. Wie Mütter ihre erwerben. O Jesu, Herr Kinder trösten, so tröstet der Herrlichkeit! du hältst deine Gütigkeit mit Himdie Stätt' auch mir be melswonne die Erlösten reit; hilf sie auch mir er- nach überstandner Prüerben! Laß mich eifrig da- fungszeit. Dann wird nach streben, und so leben es ihnen offenbar, wie auf der Erde, daß mir gut stets deine Fühdort dein Himmel werde! rung war. 2. Die, Herr, zu dieser Ruhe kommen, wie selig sind doch alle die! In deinen Himmel aufgenommen, ruhn sie von dieses Lebens Müh'. Nach aller Last, die sie gedrückt, wird ewig nun ihr Herz erquickt. an nemind 4. Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 757 4. Da schweigen alleen 7. Mein Heiland, der ihre Klagen; da bringt du selbst auf Erden der mit frohem Lobgesang, Leiden Joch getragen selbst für die ausgestand- hast! will ich des Lebens nen Plagen, dir ihre müde werden, und fühl' Seele Preis und Dank. ich dieser Tage Last: so Da jauchzen sie: Es ist stärke mächtig meinen vollbracht; der Herr hat Geist, daß er dem Unalles wohl gemacht! muth sich entreißt. nung jener Ruhe, die 5. Auf ewig trifft sie 8. Gieb, daß in Hoffdann kein Leiden, kein Schmerz und und keine Gottes Volk' verheißen Schwachheit mehr; Gott ist, ich gern des Vaters führt sie zu vollkommnen Willen thue, wie du darin Freuden, und krönet sie mein Vorbild bist: so mit Preis und Ehr'. folgt auf meine PrüO unaussprechlich süße fungszeit gewiß vollRuh'! Wie herrlich, kommne Seligkeit. Höchster, segnest du! 6. Wer kann, Herr, deine Gnade fassen? Du 671. Warum erbebſt willst den, der dich redlich liebt, nicht ewig in der Unruh' lassen, die dieses Leben noch umgiebt. Das flöße Muth und Kraft mir ein, im Leiden auch dir treu zu seyn! du, meine Seele, bei dem Gedanken an das Grab? Nicht dich umschließt einst seine Höhle; nur deine Hütte sinkt hinab. Sie schuf der Allmacht Hand aus Staub; drum nism wird Mel. Wer weiß, wie nahe. 2207524 758 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. wird sie der Verwesung hier getrennt von deiRaub. disud nem Gott. esidi 12. Du, zur UnsterbMel. Aus meines erzens. lichkeit erleſen, schwingstel. lus m dich empor zu Gottes 672. Der letzte meiLicht, und schaust den Ursprung aller Wesen von Angesicht zu Angesicht, bewunderst deines Gottes Macht in jener Welten Bau und Pracht. 1193. Dann, Seele, wirst du das verstehen, was dir kein Sterblicher erklärt, ner Tage ist mir vielleicht nicht fern. O dann wird meine Klage ein Lobgesang dem Herrn. Vollbracht ist dann mein Lauf; ich trete zu dem Throne, und Gott sett mir die Krone der Ueberwinder auf. was hier vollkommen ein- 2. Für seines Reiches Erben hat Jesus mich erklärt; was fürcht' ich mich zu sterben, wie er mich sterben lehrt? Mir ist der Tod Gewinn. Daß ich ganz glücklich werde, entschwing' ich mich der Erde, und eil' zum Himmel hin. zusehen, der Weiseste umsonst begehrt; dann täuscht dich Wahn und Irrthum nicht, und selbst die Finsterniß wird Licht. 4. Dann wirst du den, o den erblicken, den hier allein der Glaube sieht, den, der, dich ewig zu beglücken, Verbrechern 3. Nicht mich, nur gleich am Kreuz verschied. meine Bürde, verschließt Dann jauchze, daß kein die finstre Gruft; mich Wahn, kein Sport dich hebt zu höhrer Würde mein Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 759 mein Vater, der mich ihm gesä't; die Freudenruft. Er ruft mich durch zeit wird kommen, da den Tod. Der reißt der reif die Aerndte steht. Sünde Glieder, den Dann wird der Aerndtetrågen Leib danieder; tag ein neues ewges Lemich selbst führt er zu ben auch meinem Staube Gott.smmi 15.d geben, der tief im Tode lag. fo 17. Mit dir steh' ich im Bunde, Herr, meines Lebens Fürst, der du mir einst die Stunde des Todes senden wirst. Erhalt' mich stets bereit im Glauben deiner Frommen, bis einst die Zeit wird kommen, die mich und sie befreit.im lioc o znis 5. Gott schaut von sei nem Throne mit Huld 8. Dann geh' ich, frei auf mich herab, dem er in von Kummer, des Todes seinem Sohne das Recht dunkle Bahn; mir bricht der Kindschaft gab. In nach kurzem Schlummer seiner Ewigkeit wird er ein ewger Morgen an. mit größern Freuden die Heil mir! er ist nicht fern, Auserwählten weiden, der letzte meiner Tage; die hier sich ihm geweiht. er kommt, und alle 6. Die Leiber seiner Klage wird Lobgesang Frommen sind Saat, von dem Herrn.mmid chim 673. 4. Ich, der Gefahr entronnen, geh' aus dem Kampfhervor. Hoch über alle Sonnen hebt mich mein Glaub' empor. Da tret' ich in die Reihn der Engel, meiner Brüder; in ihre frohen Lieder stimmt mein Triumphlied ein. 760 Der Hingang des Christen zur Ewigkeit. Mel. Wer n Wer nur den lieben G. 4.So manches Räthsel 673. Ich sehe meinen meines Lebens, das wie Himmel offen, und singe im Spiegel vor mir stand, mein Vollendungslied. strebt' ich zu fassen, doch In Schaun verwandelt vergebens; nur Stücksich mein Hoffen; das werk blieb es, was ich Pilgerthal, die Erd', fand. Der Himmel lds't entflieht. Mir öffnet sich die Räthsel mir, und staudas Land der Ruh'; ich nend dank' ich selig hier. eile seinem Schooße zu. 5. Sei nun zufrieden, 2. Wie heilig ist doch meine Seele! Auf ewig diese State! ruft mein thut der Herr dir wohl. entzückter Geist schon Endlose Freuden winaus. Unsterblich Land, ken; wähle, und werde das ich betrete, du bist seines Ruhmes voll! des großen Vaters Haus! Dich einzuführen sind Zu seiner Freude geh' ich bereit die Bürger der ein; o Heil mir! Hier ist Unsterblichkeit. gut zu seyn! ma@ 6. Wer seid ihr, Engel, die die Thränen mir wonnelächelnd trocknen ab? Es ist kein Traum, kein süßes Wähnen; Lieblinge sind's, die Gott mir gab. Verklärte, kommt an's treue Herz! Nun bricht's nicht mehr im Trennungsschmerz. 7. 3. Gefilde, wo nach Todesleiden er thront, mein Leben, Jesus Christ, hier rühm' ich, daß mit meinem Scheiden der letzte Feind bezwungen ist. Ich segne nun die dunkle Bahn; sie hob zum Licht mich himmeland ETO Das ewige Leben und dessen Herrlichkeit. 761 7. Wer wandelt den mein Herz geglaubt, dort auf Freudenwegen? mein Herr, mein Retter, Vollendete, kommt, seg- Jesus Christ, durch net mich! Euch, Seelen- den der Himmel mein freunde, euch entgegen! nun ist! Min du spidur Die frommen Geister kennen sich. Was dort den Weg zum Herzen fand, reicht sich auch hier die Bruderhand. 8. Ich werfe meine Krone nieder, und beuge mein verklärtes Haupt. Ihr Sel'gen, leiht mir 9. Dem Vater, seinem Geist und Sohne durch alle Himmel Preis und Dank! Ström'aus, mein Geist, an Gottes Throne den dreimal heilgen Lobgesang! Die Himmelschóre stimmen ein; mein Dank soll ewig, ewig eure Lieder! Er ist's, an seyn! kms) anu don and 10000 3666 Fünfte Abtheilung. stal schoće smid golms Lieder in Beziehung auf besondere he Stände, Zeiten und Vorfälle. Vorfälle. nownemu on eild 1. Auf besondere Stände. a. Obrigkeit und bürgerliche Gesellschaft. die schure 1890 911913 od sir and die 674. Verleih uns Andrer nicht, der für Frieden gnädiglich, Herr uns könnte streiten, Gott, zu unsren Zei denn du, unser Gott, ten! Es ist ja doch kein alleine. tesise halst 2. R 762 Lieder in Beziehung auf besondere Stände. 12. Gieb unserm Rathe 13. Duredest, Herr; wir und aller Obrigkeit Fried' und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein ge ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Amen. mism and man hören! Hilf uns durch deinen Geist, die Obern stets zu ehren, wie es dein Wort uns heißt. Sie tragen ja dein Bild; laß uns Gehorsam üben, und sie mit Ehrfurcht Inpe lieben, von Furcht vor dir erfüllt. Mel. Von Gott will Gott will ich nicht 675. Jehovah, Herr und König der Fürsten und der Herrn, dem Alles unterthänig, allwaltend nah' und fern! Herr in 4. Die, die uns hier regieren, o Herr, regiere du; laß deinen Geist sie führen, dein Rath sprech' ihnen zu. Du herrdes Himmels Höh'n, du schest selbst im Land; das setest Obrigkeiten, die Herz der Obrigkeiten unter deinem Leiten auf kannst du wie Bäche leiRecht und Ordnung sehn. ten; es steht in deiner 2. Es zeugen deine Hand. Knechte, daß keine Obrigkeit als nur durch deine 5. Send' ihnen, Gott der Güte, dein heilig Recht und Licht, gieb Treue dem Gemüthe und Weisheit zum Gericht. Laß stets durch ihr Bemiühn die Frommen sicher stehen, der Bösen Rath verRechte und deine ne Macht Recht Macht gebeut. Du hast sie hoch geschäßt; wer ihr zuwider lebet, der troßt und wi derstrebet dem, was du selbst gesetzt. still Obrigkeit und bürgerliche Gesellschaft.i2 763 vergehen, und alle Stände müglich zu bemühen; blühn. Und giebst Jedem Amt, Beruf und Stand, dazu dein Rath ihn tüchtig fand, zum Besten mitzuwirken. en 6. Gieb, daß durch ihr Regieren wir in Zufrie denheit ein stilles Leben führen in wahrer Fröm migkeit. Herr Gott, du segnest gern; o walte du hienieden, gieb deinem 3. Du zeigst als milder Geber dich dem Volk in jedem Lande, verknüpfst die Völker unter Volke Frieden durch sich durch deines Segens Jesum, unsern Herrn! Bande. Vom fernen Ost, wishblot and are vom fernen Nord strömt Mel. Tun freut euch, lieben. deines Segens Quelle 676. Aus deiner mil- fort zum Westen und den Segenshand, du Ge- zum Süden. ber aller Gaben, muß jedes Volk, muß jedes Land des Segens Zufluß haben. Mit großer Weisheit hältst du Haus, und breitest deine Wohlthat aus zum Flor und Glück der Völker. 4. Du giebst den Schiffen ihren Lauf auf Stromen und auf Meeren, und hilfft dem Flor der Handlung auf, viel Tausende zu nähren. Zur Nothdurft, zur Bequemlichkeit vertheilst du deine 2. Von dir stammt Gaben weit durch manche Kunst und Wissenschaft, Handlungszweige. Nad wodurch die Länder blu 5. Du segnest auch hen. Du schenkest Jeg- des Künstlers Fleiß zum lichem die Kraft, sich Nußen seiner Brüder. Was 764 Lieder in Beziehung auf besondere Stände. Was er nur Gutes kann Segen ferner aus auf und weiß, das kommt unsre Stadt, auf jedes von dir hernieder. Was Haus zu deines Namens deine Huld uns zuge- Ehre! stor forsigsfe wandt, das fließet stets 7. Hilf auch, daß Jeder aus deiner Hand durch redlich sei in seinem Thun nügliche Gewerbe. und Handel, rechtschafBus 6. Herr, unser Gott, fen, brüderlich, getreu in wir preisen dich mit dank seinem ganzen Wandel! barem Gemüthe. Du Mit Lust, o Vater, wenHerrschest unveränderlich dest du dem Lande deinen mit Weisheit und mit Segen zu, daß solch ein Güte. Geuß deinen Volk bewohnet. Joste ƏTƏ Mel. b. Predigtamt. dundanses 1909 190 Wie ſchön leuchv't uns. 2. Wohl deinem Volk, 677. Jesu, Herr daß du es liebst, nach der Herrlichkeit, duKönig deinem Sinn ihm Hirten deiner Christenheit, Hirt giebst, die es zum Himdeiner großen Heerde! du mel führen, die auf des siehst auf die erlöste Welt, Lebens rechter Bahn regierst sie, wie es dir nach deinem Vorbild gefällt, sorgst, daß sie gehn voran, und deine selig werde. O wie trostvoll sind die Lehren, die wir hören! Heil und Leben willst du, Herr, Lehre zieren! Treue Hirten laß den Seelen niemals fehlen, und die Heerden mit den Hirten durch sie uns geben. selig werden! si instil anale 3. dubidual Predigtamt. ni sodi 765 3. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt; Herr, segne seine Werke! Die Seelen, die sich ihm vertraun, durch Lehr' und Leben zu erbaun, gieb Weisheit ihm und Stärke! Steh' ihm machtig stets zur Seite, daß er 6. Sei uns gesegnet, streite, bet' und wache, sich und Andre selig mache! Knecht des Herrn! Du kommst im Namen unsers Herrn, in Jesu Christi Namen! Sei Führer uns, sei unser Freund! Fest ist das Band, das uns vereint. Gott mit dir! Amen! Amen! Segne, Höchster, diese Stunde! Hilf dem Bunde treu uns leben, bis wir uns zu dir erheben! Mel. un lob, mein Seel'. 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, laß ihn sein Amt mit Freuden thun; Nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gieb uns ein Herz, das folgsam hört, ein Herz voll treuer Liebe! Stärke Lehrer und Gemeine; laß sie deine Treue ſehen, und den Weg zum Himmel gehen! Freund uns dir entgegen führen. Die Seelen sind ihm zugezählt; o gieb, daß dort ihm keine fehlt! laß keine ihn verlieren! Vor dir, Richter, werden Lehrer dann und Hörer hoch sich freuen, und dir Jubellieder weihen. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern 678. Lobſingt! Den Herrn verkündet der Christuskirche Heiligthum. Er hat ſie fest gegründet, ist immerdar ihr Schuß 766 Lieder in Beziehung auf besondere Stände. Schuß, ihr Ruhm. O Bahn mit mir; für deidaß sein Geist uns bliebe! nen Gott gewinne dein Dann glänzt uns rein Kleinod Christensein Licht; und Glaube, seelen dir! Ihm heiHoffnung, Liebe, sie schei- lig forsche, lebe; ihm den segnend nicht. Dann weihe Mund und Herz; wandeln fromm die Sei- ihn anzubeten, hebe die nen an frommer Lehrer Andacht himmelwärts! Hand. Ihm folgen sie, Dem Schwachen beut dem Einen, in seiner die Rechte! Bekämpfe Heimath Land. Thank Sünd' und Tod! Erhelle seine Nächte dem Dulder in der Noth! 2. Du riefst ihn, der hienieden, o Herr, uns dein Verkünder war, zu deines Himmels Frieden, zu seliger Verklärten Schaar. Du rufft zu 4. O Vater, ſei dein Segen mit ihm, den uns dein Ruf verlieh! Ihm komme Lieb' entgegen; neuem Bunde für Zeit sein köstlich Amt erfreue und Ewigkeit. O segne, Gott, die Stunde, die uns den Lehrer weiht! Du haft auf seinem Pfade mit treuer Huld gewacht, sein Werk gekrönt mit Gnade, bis hieher ihn gebracht. sie! Hilf uns mit ihm vollbringen in deinem Licht und Geist! Uns allen hilf erringen, was uns kein Grab entreißt! Sein Wort, sein Vorbild lehre, bis einst, wo Christus thront, die Krone deiner Ehre dem 1111901 3. Dumahnst ihn, du: Beginne getrost die neue gucho treuen Diener lohnt! c. Haus- dni dnoHausstand. si mi doi 767 Hausstand.list usins@ 4. Bis so lang' es 679. Voller Wun- dem beliebt, der die Welt der, voller Kunst, voll im Schooße hält, und von hoher Weisheit zur rechten Stunde giebt Preis, voller Gnade, Jedem, was ihm wohlHuld und Gunst, Labsal gefällt; da erscheint in bei des Lebens Schweiß, Werk und That der so ja, des reinsten Glückes tief verborgne Rath. Grund ist der keuschen Liebe Bund. dis2 5. Jeder findet, Jeder nimmt, was der Herr Diva ihm außersehn; was im 2. Die sich nach dem Himmel ist bestimmt, Angesicht niemals je zu- muß auf Erden auch gevor gekannt, auch sonst schehn; und was Gottes im Geringsten nicht mit Rath bedacht, das ist Gedanken zugewandt, stets sehr wohl gemacht. deren Herzen, deren 1-6. Oftmals denkt man, Hand knüpft Gott in das und dies hätte könein Liebesband. nen besser seyn: aber wie die Finsterniß nicht erreicht den Sonnenschein, also geht auch Menschensinn hinter Gottes Weisheit hin. 199 Blandinedsco Mel. Nicht so traurig, nicht. 13. Hier wächst ein ge schickter Sohn, dort ein' edle Tochter zu; Eines ist des Andern Kron', Eines ist des Andern Ruh'; Eines ist des Andern 7. Laßzusammen, was Licht, wissen's aber beide nicht 2- d aisanch Gott fügt! Der weiß, wie's am besten sei. Unser Injong Denken 768 Lieder in Beziehung auf besondere Stände. Denken fehlt und trügt; sein Gedank' ist mangelfrei. Gottes Werk hat festen Fuß, wenn sonst Alles fallen muß. 8. Siehe frommen Kindern zu, die im heilgen Stande stehn, wie so wohl Gott ihnen thu', wie so schön er lasse gehn alle Werke ihrer Hånd' auf ein gutes sel'ges End.' 9. Ihrer Tugend schöner Ruhm dauert stets in voller Blüth', wenn sonst aller Liebe Blum' wie ein Schatten sich verzieht; und wenn aufhört alle Treu', ist doch ihre Treue neu. is 10. Ihre Lieb' ist im mer frisch, und verjüngt sich fort und fort. Liebe zieret ihren Tisch und versüßet alle Wort'. Liebe giebt dem Herzen Rast unter Müh' und Sor11. Geht's nicht allzeit, wie es soll, ist doch diese Liebe still, hält sich in dem Kreuze wohl, denkt, es sei des Herren Will', und versichert sich mit Freud' einer künftig bessern Zeit. 12. Unterdeſsen geht und fleußt Gottes reicher Segensbach, speist den Leib und tränkt den Geist, stärkt des Hauses Grund und Dach; und was klein, gering und bloß, macht er mächtig, viel und groß. 13. Endlich, wenn nun ganz vollbracht, was Gott hier in dieser Welt frommen Kindern zugedacht, nimmt er sie ins Himmels- Zelt, und drückt sie mit großer Lust selbst an seine Vaterbrust. 14. Nun so bleibet vol ler Kunst, voll von hoher Weisheit Preis, voller Gnade, Huld und Gunst, genlast.dio Labsal bei des Lebens Schweiß, adul de Hausstand.#ids 769 Schweiß, ja des reinsten könnte sie bewahren, Glückes Grund bleibt der wenn nicht deine Hand keuschen Liebe Bund. sie hält? Ach! in ihrer eignen Brust schlummert die verbotne Lust. Hilf, daß sie ſie stets bekämpfen, jeden Reiz der Sünde dämpfen! Mel. Werde munter mein G. 680. Sorge du für unsre Kinder, Vater, der mit Gnade krönt! Zwar auch sie sind vor dir Sünder, doch durch Jesum dir versöhnt, dir, den unser Glaube preist, Va ter, Sohn und heilger Geist, durch die Taufe übergeben, dein zu seyn und dir zu leben. 12. Unser Flehn hast du erhöret, hast sie våterlich beschüßt, sie erhalten, sie 4. Zu des Himmels sel'gem Reiche riefst du sie durch deinen Sohn; o daß Keines von dir weiche, wenn Verführer sie bedrohn! Wer aus deiner Gnade fällt, was hilft dem die ganze Welt? Nie kann sie mit ihren Schäßen ewgen Heils Verlust erseßen. ernähret, ihre Schwach- 5. Gieb auf ihrer Leheit unterstüßt. Overlaß, verlaß sie nie! segne und Behüte sie, daß sie dir zum Wohlgefallen früh schon deine Wege wallen! bensreise, wie's dein Liebesrath bedacht, das nur, was sie fromm und weise und zum Himmel reifer macht! Wenn ein böser Tag erscheint, wenn ihr Auge zu dir weint: o dann laß es ihren Seelen nie Ссс 3. Wie viel drohende Gefahren warten ihrer in der Welt! Und wer ait 770 Lieder in Beziehung auf besondere Stände. an Trost und Stärkung o Gott, empfindet die fehlen! Hind bin so milde Leitung deiner 6. Der Triumphtag der Hand. Er preist dich, Gerechten sei auch uns großer Menschenfreund, ein Freudentag! Hilf, daß der uns durch dieses zu des Richters Rechten Band vereint..080 keins von ihnen fehlen 3. Wohl dem, der in mag, daß wir jauchzen: der Ehe Bunde in fester Richter, sieh'! sieh', hier Lieb' und Eintracht lebt! sind wir, hier sind die, Ihm wird so manche Ledie der Vater uns ver- bensstunde mit Seligkeit und Lust durchwebt; er blickt mit Ruh' und heiterm Sinn auf Pfad und Ziel der Wallfahrt hin. Mel. Ich will dich lieben, m. 681. Im Stillen wollen wir dich ehren, dich, Gott, der frommen Wandel liebt, und Bittenden, was sie begehren, was ihnen nügt und wohl thut, giebt. Schon oft sind wir erquickt, erhört von deinem Thron zurückgekehrt. 4. Wohl dem, dem frommer Kinder Segen der Ehe Bund noch schöner macht, wenn sie im Herzen Tugend hegen, wenn in den Blicken Unschuld lacht, wenn sie der Aeltern Beispiel rührt und auf den Weg des Lebens führt! is 2. Uns alle, die dir flehn, verbindet des Blutes und der Freundschaft Band; und unser Dank, des Herrn vor Augen 5. Wohl denen, deren Hausgenossen die Furcht schwebt, liehen, sie zum Himmel zu erziehen! duhodnajHausstand. mi asdsi 771 schwebt, daß jeder treu Bater, eingeschenkt. Du und unverdrossen nach zürnst nicht ewig, kannst seiner Pflicht Erfüllung nicht hassen, du Gott, der strebt, wenn Eintracht seiner Kinder denkt, und, und Zufriedenheit ein wenn ihr Glaube standHaus zum Siß des haft ringt, durch Leiden Segens weiht! mis sie zur Wonne bringt. 9. Magdoch des Todes Arm uns trennen: wir werden einst uns wieder6. Ja, denen, die dich scheun und ehren, o Vater, strömt dein Segen zu. Sie wandeln folg- sehn, vor Gottes Thron sam deinen Lehren, und die Unsern kennen, mit traun auf dich und finden ihnen dankend vor ihm Ruh' und finden Freu- stehn. Da, wo kein Tod den, deren Werth und mehr trennen kann, stehn Dauer keine Zeit zerstört. wir vereint und beten an. 7. Zwar oft wird auch 10. Wir preisen ewig der Kelch der Leiden den dann die Güte, die unausDeinen, Herr, von dir ge- sprechlich uns geliebt, fandt. Oft muß die Tod dem Gottgeheiligten Geund Trennung scheiden, müthe schon hier des Himdie Blut und Treue fest mels Vorschmack giebt, verband; oft stört des durch Freundschaft uns Grams und Unfalls zur Ewigkeit, zur Wonne Wuth, oft Krankheit der Verklärten weiht. ihren heitern Muth. 8.Sie trinken doch den Kelch gelassen, den du, ihr Mel. Tun danket all und. 682. Auf euch wird Gottes Segen ruhn; er Ccc 2 hat 772 Lieder in Beziehung auf besondere Stände. hat ihn euch gewährt! mir nicht Freude schon Geht hin, und macht und Leben? Alles, Alles, durch frommes Thun was ich bin, bin und euch dieses Segens ward ich nur durch ihn. werth. 2. Doch was wären 2. Ihm heiligt nun Freudentage, lebt' ich dd' Beruf und Stand, ihm heiligt euer Herz, und folgt der Leitung seiner Hand durch Freuden und durch Schmerz; 3. Bis ihr den Laufder Pilgerzeit nach Gottes Willen schließt, und in des Himmels Herrlichkeit der Treue Lohn genießt. 11816 Mel. Sollt ich meinem Gott. und einsam hier? und wie trüg'ich Noth und Plage, theilte Niemand sie mit mir, wär' ich, wie in Wisteneien, wär' ich, wie in fremdes Land, auf die Erde hingebannt, mußt' ich ohne Freund mich freuen, ohne Freund ein Dulder seyn? Vater, Preis und Dank sei dein! 3. Dank dir, Herr, für jede Stunde, die an treuer Freunde Hand, in der Tugend heilgem Bunde froh genossen mir ver683. Auf! erwachet, meine Lieder, singet Preis und Dank dem Herrn! Gott sieht auf den Staub hernieder, hört der Men- schwand! Für die reinen schen Loblied gern. Sollt' süßen Freuden, die mir ich ihn nicht froh erhe- fromme Liebe gab, gern ben? Floß aus seiner bereit, bis an das Grab Baterhand, eh' mein mit zu sorgen, mit zu leiStammeln ihn genannt, den, mich zu heben, wenn ich mi sodi 773 di ich sank, Preis dir, Geber, Preis und Dank! 6. Hebe, wenn der Tod die Bande unsrer 4. Dir geheiligt sei die Liebe hier zerreißt, zu Freude, die mir aus der der Freundschaft VaterLiebe quillt; sei mir Trd- lande, zu dem Himmel stung, wenn ich leide, im- unsern Geist! Laß uns mer schuldlos, sanft und dort uns wieder finden, mild'. An des Frommen wo, hoch über Grab und reiner Seele läutre sich Tod, keine Trennung mein schwaches Herz, mehr uns droht; wo wir daß ich unter Lust und reiner uns verbinden, Schmerz nur, was dir keine Abschiedsthrane gefällt, erwähle; sucht fließt, und die Freundmein Sinn ein falsches schaft ewig ist! Glück, rufe mich sein Wink zurück. 5. Wo auch die Geliebten wallen, die dein Auge mir erfah, laß mein Flehn dir wohlgefallen: Segne sie, sei ihnen nah'! Ihrer Seelen stilles Sehnen, ihres Herzens fromm Gebet, das vielleicht für mich jetzt fleht, ihre Sorgen, ihre Thränen, ihre leiseste Begier, Alles, 2. O selig, wenn die Herzen, gefaßt auf Freud' und Schmerzen, vereint Herr, befehl' ich dir. durch Einen Sinn, sich liedol Hausstand. Mel. Dir dank ich für mein 2. China 684. D felis, wer zufrieden mit dem, was Gott beschieden, den Weg durch's Leben geht, von Herzen ihm vertrauet, nicht auf das Eitle bauet, nichts wünscht als was vor Gott besteht! 774 Lieder in Beziehung auf besondere Stände. liebend hier verbinden, Und blieb' ich an dem das wahre Gut zu finden, fernsten Meer, auch dort den ewig dauernden Ge- sind Tempel seiner Ehr' winn! th Bad und Engel seiner Liebe. I 3. Es wohnet schon 2. D Keiner, Keiner Hienieden des Himmels wandert aus, den Gottes süßer Frieden bei frommer Rechte leitet. Sein HimHäuslichkeit. Der Liebe melsdach, sein Vaterreiner Seelen kann keine Haus ist überall bereitet; Freude fehlen, kein Se- und freundlich glänzt sein gen der Zufriedenheit. Angesicht mir in des 4. Da theilt man alle Monds, der Sonne Freuden; da theilt man Licht, in vielen Brüdern, Gram und Leiden; da Schwestern. wallt man Hand in Hand durch's kurze Pilgerle ben, geht mit vereintem Streben den Weg in's beßre Vaterland. 3. Ist Wandern nicht des Menschen Loos, ein Fremdling seyn auf Erden? Auch in der Heimath Mutterschooß soll Keiner heimisch werden. Was Erde war, wird Erde seyn. Bald sinkt das Haus der Heimath ein, 685. Die Erd' ist überall des Herrn. Er und früher sein Beruft: Zieh' freudig wei ter!- Sei mir das Land der Heimath fern; der Herr ist mein Begleiter. ( Für Verreisete.) Mel. Es ist das eil uns. wohner. 4. Ich weiß, daß ich ein Pilgrim bin, will täglich es bedenken, und mehr, als no Hausstand. als auf der Welt Gewinn, mein Herz auf Güter lenken, die nicht des Räubers Hand entringt, die Flamme nagt, das Meer verschlingt, die mir nach oben folgen. 5. Wie Gott mich leitet, will ich ziehn. Hab' ich auf allen Wegen vor Augen und im Herzen ihn, wird Alles ja mir Segen. In Nächten, in der SonneGluth, in Wüsten, auf emporter Fluth weiß er den Weg zu bahnen. 33042 775 nun die Herzen sind vereint und ruhn an Einem Vaterherzen. 6. Die Erd' ist überall des Herrn. Er sei mit euch, ihr Meinen! Wie glücklich sah ich einst den Stern der Liebe bei euch — 7. Wohin er leitet, will ich gehn. Soll ich der Kindheit Auen, der Heimath Haus und Tempel sehn, euch, ihr Geliebten, schauen? Wohl mir! Am heimischen Altar soll ihn, der mein Erretter war, ein froher Psalm erheben. 8. Doch ruft er: Lege deinen Stab auf fremdem Boden nieder! ich gebe freudig, was er gab, in seine Hände wieder, und traue seinem Vaterwort: Wir finden hier, wir finden scheinen! Doch trenne dort uns wieder in der Land und Meer uns Heimath! dienc 2. Auf 776 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. dm 2. Auf besondere Zeiten. main a. Jahreswechsel und Folge des mensch. lichen Alters. Mel. Aus meines Herzens. gepfleget undernährt; hat 686. Helft Gottes stets mit milder Hand Gute preisen, stimmt, viel Freuden ausgespenChristen, mit mir ein! det, viel Unfall abgeUns dankbar zu erweisen, wendet, viel Segen zusoll unsre Freude seyn. gewandt. Er ist der Herr der Zeit, hat ihren Lauf regieret, bisher uns gut geführet und jetzt das Jahr erneut. 4. Er hat uns noch verschonet aus unverdienter Huld, und hat uns nicht gelohnet nach unsrer Sündenschuld. EsistErbarmen blos, daß wohlverdiente Strafen uns nicht vorlängst betrafen; denn unsre Schuld ist groß. 70119 5. Er gönnt mit Vatertreue uns noch zur BeßrungFrist; und wenn bei wahrer Reue wir traun auf Jesum Christ, ihm uns zum Dienste weihn, so will er uns 2. Mit Ernst laßt uns betrachten den Reich thum seiner Gnad', das nicht geringe achten, was seine Treue that. Er war's, der Stadt und Land, der unser Leben schüßte; er gab uns, was uns müßte, mit våterlicher Hand. 3. Er hat sein Wort erhalten, der Kirche Schuß gewährt, die Jugend sammt den Allten vergeben, und zum rechtschaffnen Jahreswechsel und Folge des menschlichen Alters. 777 schaffnen Leben selbst Wegen gehn wir dem unser Beistand seyn. Grab' entgegen. 6. Sei, Vater, hochgepriesen für alle Gütigkeit, die du an uns be4. Doch, gleich den treuen Müttern, verbirgt Gott in Gewittern wiesen in der verfloßnen die Seinen, vor GeZeit! Sei ferner unser fahren sie gnädig zu bewahren. Gott, versorg' uns und bewahre uns auch im 5. Ach Hüter unsers neuen Jahre, und hilf aus aller Noth! Lebens, wir sorgten nur vergebens, wenn du uns nicht beschüßtest, mit Kraft nicht unterstüßtest. 6. Lob sei dir, Gott, auf's neue für deine Vatertreue! Lob sei den starken Händen, die alles Mel. Nun laßt uns Gott d. 687. Nun last vor Gott uns treten mit Singen und mit Beten, vor Gott, der unserm Leben bis hieher Kraft ge- Unglück wenden! geben.se and lit use and sid7. Hör' ferner unser 2. Wir, seine Pilger, Flehen, und eil' uns beiwandern von einem Jahr zustehen in unserm Kreuz und Leiden, du Brunnquell aller Freuden! zum andern; die schnelle Flucht der Stunden wird kaum von uns 8. Gieb uns und allen empfunden.pl 3. Und diese Wandertage sind nie ganz frei von Plage; auf sorgenvollen hiedenen, die sich nach Hülfe sehnen, zu dir in Noth und Schmerzen vertrauensvolle Herzen! 50+ 20 and 9. 778 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 9. Herr, wehre du den wir im Segen der EwigKriegen, laß Menschen keit entgegen. liebe siegen, und nach den Thränengüssen die Freudenströme fließen! gild Mel. Es ist das eil uns. 91709 688. Gott ruft der 10. Dein reicher milder Sonn' und schafft den Segen folg' uns auf un- Mond, das Jahr danach sern Wegen; laß Großen, zu theilen. Er schafft es, Herr, und Kleinen die daß man sicher wohnt, Gnadensonne scheinen! und heißt die Zeiten eilen. 11. Sei der Verlassnen Er ordnet Jahre, Tag Vater, der Irrenden Be- und Nacht. Auf! laßt rather, der Unversorgten uns ihm, dem Gott der Gabe, der Armen Gut und Habe! aus Macht, Ruhm, Preis und Dank ertheilen! 12. Hilf gnädig allen Kranken; gieb fröhliche Gedanken den kummer vollen Seelen, die sich mit Schwermuth quälen! 2. Herr, der da ist und der da war, von dankerfüllten Zungen sei dir für das verfloßne Jahr ein heilig Lied gesungen, 13. Vor Allem, Herr, für Leben, Wohlfahrt, verleihe uns deinen Geist auf's neue, der uns mit Tugend ziere und so zum Himmel führe! Trost und Rath, für Fried' und Ruh', für jede That, die uns durch dich gelungen! 14. Das wollest du uns geben, o unsers Le3. Laß auch dies Jahr gesegnet seyn, das du uns bens Leben; so wallen neu gegeben! Verleih' uns Jahreswechsel und Folge des menschlichen Alters. 779 uns Kraft ist dein die Kraft 6. Daß Weisheit und in deiner Gerechtigkeit stets gute Furcht zu leben! Du Thaten lohne, und Tuschüßest uns, und du gend und Zufriedenvermehrst der Menschen heit in unsern Häusern Glück, wenn sie zuerst wohne; daß Treu' und nach deinem Reiche Liebe bei uns sei: dies, streben. lieber Vater, dies verleih' in Christo, deinem Sohne! hita et you 4. Gieb uns, wofern es dir gefällt, des Lebens Ruh' und Freuden; doch schadet uns das Glück Mel. Allein Gott in der Höh'. der Welt, so gieb uns 689. Du bist, o VaKreuz und Leiden! Nur ter, Herr der Zeit und stärke mit Geduld das Herr der Ewigkeiten! Herz, und laß uns Laß mich auch jetzt mit nicht in Noth und Freudigkeit dein hohes Schmerz dieGlücklichern Lob verbreiten. Ein Jahr beneiden! se bism ist abermal dahin; wem dank' ich's, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Gnad' und Güte. him 1 - 35. Hilf deinem Volke väterlich in diesem Jahre wieder! Erbarme der Verlaßnen dich und der bedrängten Glieder! Gieb Glück zu jeder guten That, und laß dich, Gott, mit Heil und Rath auf 2. Dich, Ewiger, dich bet' ich an, dich, den Unwandelbaren, dich, den kein Wechsel treffen kann! Wir werden, sind und unsre Obern nieder! waren. Wir blühen und ver 780 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. vergehn durch dich: nur Laß mich in deiner Gnade du bist unveränderlich; ruhn, und lehre lebensdu warst und bist und lang mich thun nach bleibest. deinem Wohlgefallen. 3. Herr, ewig währet 6. Gieb neue Lust und deine Treu', mitHuld uns neue Kraft, vor dir gezu begegnen; an jedem recht zu wandeln. Laß, Morgen wird sie neu, mit Herr, mich stets gewissenWohlthun uns zu segnen. Haft mit mir und Andern Ich kenne keinen Augen handeln. Dein Geist beblick, da nicht von ihr lebe Herz und Muth, dich, stets Heil und Glück mir o du allerhöchstes Gut, zugeflossen wäre.88 und nicht die Welt zu lieben. 4. Du hast auch im verflossnen Jahr mich väterlich geleitet, und, wenn mein Herz vollSorgen war, mir Hülf und Trost bereitet. Von gan zer Seele preis' ich dich; auf's neue übergeb' ich mich, Gott, deiner weisen Führung. 7. Die Welt vergeht; dies treibe mich, die Lust der Welt zu fliehen. Um beßre Freuden müsse sich mein Geist schon jetzt bemühen. Hier ist ja nur mein Prüfungsstand: im Himmel ist mein Vaterland; dahin, Herr, laß mich streben. 5. Vergieb mir die gehäufte Schuld von den verflossnen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld 8. O lehre selbst mich meine Zeit mit Weisheit auszukaufen. Laß mich in Christo ferner tragen. Die Bahn zur Ewigkeit mit Jahreswechsel und Folge des menschlichen Alters. 781 mit heilger Vorsicht laufen. Der Tage Last erleichtre mir, bis meine Ruhe einst bei dir kein Wechsel weiter störet. 4. Oft fehlten wir, und merkten's nicht; verzeih' uns die verletzte Pflicht! Du siehst, Erbarmer, unsre Reu'; um Christi willen sprich uns frei! Mel. Chriſte, der du biſt Tag. 5. Wir eilen mit dem 690. Unwiederbring lich schnell entfliehn die Tage, die uns Gott geliehn. Ein Jahr tritt ein und eilt davon; entschwunden ist auch dieses schon! Strom der Zeit stets näher hin zur Ewigkeit. Herr unsers Lebens, mache du uns selber recht geschickt dazu! 2. Dank seidir, o barmherz'ger Gott, für deinen Beistand in der Noth, für tausend Proben dei ner Treu'; denn deine Huld ward täglich neu! 6. Du läßt, uns långer njom zu erziehn, uns Wochen, Monden, Jahr' entfliehn; doch an dem Ziel der Pilgrimschaft kommt unsre große Rechenschaft. Co — 7. Ist einst die Zahl der 3. Dank dir, wennjeßt Stunden voll, die unser voll Heiterkeit das Herz Loos entscheiden soll: manch guter That sich so führ' uns aus der freut! Weß war die Prüfungszeit zu deiner Kraft? wer gab Ge- frohen Ewigkeit! d deih'n? Dir, Herr, 8.Da sind wir unsers gebührt der Ruhm Heils gewiß; da wechseln Licht und Finsterniß 891 nicht allein! wwca ( d) 782 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. nicht mehr, wie hier. Du ewges Licht, Herr, unser Gott, verlaß uns nicht! freudig gehen. Ich weiß, dein ewig weiser Rath hat ihn für mich ersehen. Was du verhängst, Glück oder Noth, es sei auch Mel. Tun freut euch lieben. 691. Heut' öffnet Leben oder Tod, muß mir zum Besten dienen. sich die neue Bahn auf meines Lebens Reise. Froh tret' ich meine Wallfahrt an nach from mer Pilger Weise. Herr, mit Gebet und mit Gesang beginn' ich muthig meinen Gang; du wirst mich sicher leiten. 4. Mein Ziel sei nahe oder fern, das soll mein Herz nicht quälen. Dir, meiner LebenstageHerrn, dir will ich es befehlen. In deiner Hand steht meine Zeit; laß mich den Weg zur Ewigkeit nur selig einst vollenden. Merm Mel. Wie schon leucht't uns. disjunt 2. Mich schrecke nicht der Zukunft Nacht, die meinen Pfad umhüllet! Wer weiß, ob nicht durch 692. Mit ihm, der deine Macht einst Licht seyn wird, ist und war, aus Nächten quillet? Jetzt mit Gott vollendet ist das faff ich deinen Rath- Jahr, und nimmer kehrt schluß nicht; doch einst, es wieder. Anbetend blickt verklärt in deinem Licht, zu Gott hinauf! Mit werd' ich ihn ganz verstehen. ihm beginnt den neuen Lauf, ihm heiligt eure Lieder, neue Hoffnung, neues Streben, ihm zu 3. Rauh oder eben sei mein Pfad, ich will ihn thin leben, Jahreswechsel und Folge des menschlichen Alters. 783 leben, zu erwerben, was 4. Die Tage fliehn, wie die Zeit nicht raubt, kein Strom und Wind; und Sterben! had Mancher, der das Jahr 2. Ein Jahr ruft es beginnt, wird enden, eh dem andern zu: OVater, es endet. Wohl dem, freundlich waltest du, daß der nimmer ,, morgen" Gutes uns nicht fehle. spricht, wo heute deine Du hast auch auf voll- Huld das Licht zu treuem brachter Bahn die milde Wirken sendet! Hilf uns, Hand uns aufgethan, Vater, hilf uns Schwagesegnet Leib und Seele. chen täglich wachen, als Dankt ihm Alle! Niedre, am Tage, daß er HimHohe, Dulder, Frohe, melsfrüchte trage! Kinder, Greise, blickt hinauf zu Gottes Preiſe! 3. Errungen ist des Jahres Ziel, doch unvollbracht des Guten viel, der! 5. Auf Kirch' und Haus, aufStadt und Land, auf jedes Alter, jeden Stand sieh' gnadenvoll hernieSei, wenn des und fern noch sind die Glückes Sonne lacht, sei Kronen. Wohl dem, der dein Erbarmen ehrt, nicht Jahre nur, auch Güter nah' in jeder Leidensnacht! Verirrte bringe wieder! Vater, höre! lohnen! Jesus Christus, treuer Leiter, hilf uns weiter täglich wallen, schaff' ein Jahr des Heils uns allen! 0 mehrt, die ewig ihn be- Hilf, wenn Herzen Todesschmerzen bang' empfinden, selig, selig überwinden! 6. Die Zukunft, Herr, verhülle sich du halfft bis 784 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. bis hieher väterlich, wirst der Psalmen keiner mir Alles herrlich lenken. Du mit der Andacht Ruf; bleibest ewig, wie du bist! doch er gedachte meiner, Das Höchste gabst du, der Sonn' und Mond Jesum Christ, wirst mit erschuf. ihmAlles schenken. Preis dir, Vater! Wir vertrauen ohne Grauen deinen Händen, du, deß Jahre nimmer enden! 3. Er winkte mir in's Leben; er weihte mich zur Lust, zum ersten Wonneleben an meiner Mutter Brust. Es war an ihrem Herzen mein Bettlein mir gemacht; sie trug mit Mel. Ich dank dir, lieber. süßen Schmerzen mich 693. Die Morgen- eine kurze Nacht. sterne priesen den Herrn ( An Geburtstagen.) 4. Da grüßt' ich sie mit im Jubelton; ihm grün- Weinen, und schwieg in ten Wald und Wiesen ihrem Schooß, sah Mond viel tausend Jahre schon. Es glänzten Berg und Fläche, die Sonne kam und wich; der Mond beschien die Bäche- noch aber nicht für mich. 2. Es weckte mich kein Morgen; es schien kein Erdentag in's Dunkle, wo verborgen der Unge borne lag. Noch klang und Sonne scheinen; und Treue zog mich groß. Mit Gottes Segen krönte sich Anger, Busch und Feld; mein Lobgesang ertönte zum Vater dieser Welt. 5. Der Tag kann nun vergehen, der Morgen wieder graun; wo Gottes Lüfte wehen, da will ich sicher traun. Und wenn ich Jahreswechsel und Folge des menschlichen Alters. 785 ich schlafen werde die Danklieds Schuld an zweite kurze Nacht, dann dem Denkstein deiner wird in seiner Erde mein Huld! tus hothe Bettlein mir gemacht. 3706. Im Sterben Hoffnung geben mag Erden weißheit nicht; jedoch bei dir ist Leben, ist Liebeskraft und Licht. Du siehst der Schöpfung Enden; und was dich Vater heißt, das ruht in deinen Hån den. Empfange meinen 2. Mich zum Himmel zu erheben, gabst du mir der Erde Licht. Schwach begann ich, Herr, mein Leben, fremd, doch unter Fremden nicht. Herzen schlugen mir entgegen väterlich und mütterlich, priesen, höchster Vater, dich, für des neuen DaGeist! sidious: vndinn seins Segen. Eh' ich Colletioce Liebe noch empfand, Mel. Sollt ich meinem G. hong kloai pflegte mein der Liebe 694. Sandte dich Hand. mein Gott mir wieder? 3. Ehe dich mein Geist Preise, Tag des Segens, erkannte, ehe betend dich ihn, Tag, an dem auf mein Mund, meine Seele mich hernieder einst zuerst Vater nannte, knüpftest die Sonne schien! Heil du mit mir den Bund, mir! mich auch schuf sein weihtest mich dem Reich Werde; seine Liebe war der Frommen, als ich mir nah', als ich noch noch bewußtlos schlief. die Welt nicht sah, nicht Heil mir! Jesus Christus den Himmel, nicht die rief: Laßt die Kindlein Erde. Vater, nimm des zu mir kommen! Alles Ddd war 786 Lieder in Beziehung auf besondere Zeitend C war für mich bereit, Heil im Beruf froh empfing in Zeit und Ewigkeit. und um mich schuf. 4. Längst entschwun- mi 6. Eilten Freuden oft, den, goldne Tage meiner wie Schatten, nichtig auf Kindheit, preist den der Zeiten Flucht: andre Herrn! Jedes, jedes kamen; Wüsten hatten Alter sage: Gott, mein edle Blüthen, edle Frucht. Gott, du warst nicht Wo du nahmst, da warst fern, du, mein Schöpfer, du Geber, warst mein mein Erhalter seit des Stab, mein FriedensLebens Morgenroth, strahl, Vater, auch im Retter oft in Todesnoth, finstern Thal, auf der täglich mein Vertraun, Ståte theurer Gräber. mein Psalter! Großes Dankbarzeugt diebängste hat auf meiner Bahn Nacht: Alles hast du deine Huldistan mir wohl gemacht! gethan. und 7. Jahre kamen, Jahre schwanden deineGnade schwand mir nie. Oft gefallen, oft erstanden, treuer Vater, pries ich sie. Heut' auch fühlt es meine Seele. Viel ist unvollendet, viel, fern mein Kleinod, fern mein Ziel. Overgieb mir alle Fehle! Näher winkt dein Bote mir; Bunde, Alles, was ich näher führe mich zu dir! 5. Alles, Alles kam von oben, was den Leib, das Herz erfreut; jede Kraft, durch dich erhoben, jedes Frühlings Herrlichkeit, jede hohe Feierstunde auf der Andacht Himmelsflur, in dem Tempel der Natur, inold der Vielgeliebten 8. Jahreswechsel und Folge des menschlichen Alters. 787 8. Hilf mir wuchern mit leicht, geblendet durch den den Tagen, oft im Geist Schein, stürzt es sich in den letzten schaun, fromm Gefahren! Ach mache genießen, fromm ertra- mich mir selbst bekannt. gen, meine Zukunft dir Herr, gieb mir Weisheit vertraun! Heil mir! An und Verstand, stets auf des Todes Thoren end' dein Wort zu schauen, ich freudig dann denkauf, und nie mir selbst zu und zu Seligen hinauf trauen.90 sid ise 2 schweb' ich selig neu ge- 3. Du pflanztest, Herr, boren. Unter Himmels- in meine Brust die Triebe bürgern preist ewig, ewig zum Vergnügen. Ach dich mein Geist.is on stärke mich, den Hang zur Lust der Sünde zu besie91indai Mel. Ermuntre dich, mein. 109 gen. Dein unausbleibliches Gericht vergesse meine Seele nicht; o lehr' mich, fromme Freuden von eitlen unterscheiden. 4. Von dir, o Gott, werd' ich bewacht, bin stets von dir umgeben; vor dir bedeckt nicht Mitternacht noch Einsamkeit mein Leben. Die Sünde, die im Finstern schleicht, verbirgt vor Menschen sich vielleicht; vor deinem DDD 2 An695. Ichtrete vordein Angesicht, du Schöpfer meiner Jugend! Verwirf mein kindlich Flehen nicht um Weisheit und um Tugend. Mein ganzes Leben dank' ich dir. Erbarmer, weiche nie von mir, damit ich meine Wege unstråflich gehen möge. sdnser 2. Mein Herz, noch unverführt, noch rein, doch jung und unerfahren, wie 788 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. Angesichte steht sie im hellen Lichte. er macht mich gerecht vor dir und meine Steige 5. Den Leichtsinn, der richtig. Nicht Zweifel, mich oft verführt, das die ein Herz erzeugt, das Böse zu erwählen; den sich zur Sündenliebe Ehrgeiz, der den Stolz neigt, noch Lust zu widergebiert, das Merkmal sprechen, laß meinen schwacher Seelen; die Glauben schwächen. Trägheit, die den Geist 8. Der Tugend heilige verzehrt, so leicht den mich ganz, mein Schöpfer Trieb zum Lafter nährt, und Erhalter! Sie werde und jeden Reiz der Sün- meiner Jugend Glanz den, Gott, lehr' mich und einst mein Trost im überwinden. Alter. Erhalte mein Gewissen rein; laß keinen meiner Tage seyn, der nicht zu deiner Ehre geschmückt mit Tugend wäre.nds bil 6. Wenn sich auf meiner Jugend Bahn, mich in ihr Nek zu ziehen, Verführer meiner Seele nahn: so laß mich klüglich fliehen. Ihr süßes Locken 9. Ach! lehre mich den lenke nicht mein Herz von dir und meiner Pflicht; ihr Spotten und ihr Lachen laß nie mich wan kend machen. is Werth der Zeit, daß ich sie nie verschwende, daß ich mit kluger Thätigkeit auf Weisheit sie verwende! Gott, meiner Jugend Fleiß und Müh' laß nicht umsonst seyn, segne sie; laß auch durch mich auf in 7. Der Glaub' an Jesum bleibe mir, o Gott, unendlich wichtig; denn me Jahreswechsel und Folge des menschlichen Alters. 789 auf Erden dein Werk allen meinen Wegen gefördert werden! umgab mich, Gott, dein Segen, auch selbst im schwersten Leidenslauf.com 2. Oft hatt' ich große Sorgen; doch wie ein heitrer Morgen durch dunkle Nächte bricht, so hab' ich's stets erfahren, du weißt uns zu bewahren, und führst durch Finsterniß zum Licht. 3. War Menschenrath vergebens, so warst du, Herr des Lebens, mein Ficht auf dunkler Bahn. Dich ließ ich thun und rathen; denn du thust große Thaten, und nimmst dich unser hülfreich an. dis Mel. Mein Herzens Jesu, m. 696. Herr, mein Gott, ich bitte dich um Weisheit und um Tu gend. Regiere du mich väterlich in meiner frühen Jugend. Laß deinen Segen auf mir ruhn, nur das zu lieben und zu thun, was mir dein Wort befiehlet. 2. Gieb, daß sich meine Aleltern freun, mich tu gendhaft zu sehen. Laß ihre Zucht an mir gedeihn zu meinem Wohlergehen. Das Gute, was sie mir gethan von mei nem ersten Odem an, o daß vergilt du ihnen! 4. ,, Bis zu des Alters Tagen will ich dich heben, tragen, und dein Erretter Mel. Gwelt, ich muß dich. 697. Du, Herr von meinen Tagen, hast mich seyn"— dies hast du voll Huld getragen von mir versprochen, und nie meiner Jugend auf; auf dein Wort gebrochen; 137 deß 790 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. deß will als Greis ich überwunden; ich bin dem auch mich freun.Jom Biele nah', dem Ziele aller 5. Du wirst in meinem Alter mein Stab seyn, mein Erhalter, nach dei ner Vatertreu'. Bin ich gleich schwache und müde bei dir ist Trost und Friede; du stehst den Schwachen mächtig beid s - va 6. Noch wenig bange Stunden Leiden. O welche hohe Freuden erwarten meine Seele da!.ƏRƏ 7. Ich harre froh und stille, bis meines Gottes Wille mich nach dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende sink' ich in Jesu Hände; durch ihn bin ich mit Gott so hab' ich versöhnt. - b. Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat: und Aerndtezeit. 11911919 Mel. Der du dein Wort mir. 2. Daß Flur und Gar698. D Gott, ten sich verjüngen und den Erd' und Himmel alle Welt ein Leben fühlt, ehren, von dir kommt die Bäume Laub und aller Welten Pracht! Blüthen bringen, das Was wir nur Schönes Feld mit tausend Farben sehn und hören, hat spielt, das Alles kommt deine Hand hervorge von dir, o Herr! Du bracht. Du bist es, der willst so wird's, durch seine Kraft die Allmächtiger! Herrlichkeit des Früh- 3. O wie erquickt der lings schafft. Menschen Herzen des घेश्व fri Saat: und Aerndtezeit. 791 6.OSchöpfer, heil'ge meine Blicke, daß ich in darauf giebt Trost in Allem dich nur seh', daß Schmerzen, ist Labsal bei der Sorgen Druck. Die Seele fühlt zu dieser Zeit: Groß ist des Höchsten Freundlichkeit.ms deine Schönheit mich entzücke, mein Wandel deinen Ruhm erhöh'! Einst führe, wenn mein Auge bricht, mich zu 14. Sie sieht nicht nur des ewgen Frühlings die bunten Felder, nicht Licht! nur der Quellen Silberlauf, die Pracht der Mel. Warum verstößt du uns. neubelaubten Wälder: 699. Kommt, laßt sie schwingt die muntern Sinne auf; sie hört, wie die verklärte Luft: ,, Der Herr ist groß und gütig" ruft. in qui baih uns gehn auf's neu belebte Feld; laßt uns besehn des Frühlings Pracht und Freude, o Gott, dein Werk, die 5. Was lehrt das Heer Erd' im neuen Kleide! von tausend Sternen, das Es grünt, es blüht; dir durch der Nächte Dunkel jauchzet alle Welt. bricht? Bei ihrem Glanze 2. Der Vöglein Schaar soll ich lernen, du, Gott, singt lustig Tag und ſeist das vollkommne Nacht; das Bienlein Licht. Ja, du bist nichts sammelt ein bei'm hellen als Heiterkeit; und Licht Wetter. Wie süß beund Strahlen sind dein strahlt die Sonne Blum' Kleid. 103 und Blätter! Du bist's, mein Jahreszeiten, Witterungslauf, frischen Frühlings holder Schmuck! Ein Blick 792 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten.dat mein Licht, das Alles voll Erstlings- Gaben, fröhlich macht! smism Gras, Kraut und Korn in 3. Im Herzen du! da zum Nähren und zum draußen die Natur! Ich Laben. Hier bring' ich's liebe dich in deinen Schil- dir, als Priester, in dein dereien, und muß mich Haus. id ugal ja herzkindlich drüber 7. Ich schaue dort mit freuen. Wie schön, wie süßem Andachtsblick der schön ist deine Creatur! Blumen Zier in Gärten und in Wiesen, Gestalt, Geruch und Farben hoch gepriesen, und bringe 4. Das kleinste Blatt, das feinste Gråselein rühmt deine Kunst; was grünt und blüht und dir die ganze Pracht lebet, ein liebend Herz zurück. id apniardhi si 8. Die Nachtigall singt Hallelujah dir, bewundernd diesen neuen Schmuck im Grünen; so will auch ich— Herr, höre mich!- dir dienen, und deine Liebe jauchz' allein aus mir. Sahid 9. Die Lerche trägt dein Lob, so hoch sie kann; so mögt' in dir, als meiner Luft, ich schweben, dich sel'ges Gut, mit höchstem Lob erheben. Doch wer er= entzückt zu dir erhebet. Wie schön, wie groß muß nicht der Künstler seyn! 5. Des Himmels Rund, wie tausendfältig schön! wie im Triumph stets neue Wunder grünen! Du lebst, du wirkst, und Alles soll uns dienenich kann's entzückt in tausend Bildern sehn. 6. Die Sonne lockt der Blüthe Knospen aus; die Erde trägt denSchooß mist Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat: und Aerndtezeit. 793 erreicht's? Ich sink', ich Opfre meinem Schöpfer bete an! Dank! preis' ihn fröhlich, em Gemein Gesang! Mel. Sollt ich meinem Gott. 19 1111 3. Seht, wie in die wei700. Höher hebt sich ten Felder freudenvoll die Gottes Sonne; länger strahlt uns nun ihr Licht. Heerden ziehn, wie dort durch belaubte Wälder Alles Lebeneathmet schnelle Schaaren WilWonne; Wonn' ist jedes Angesicht. Lachend senkt der Lenz sich nieder in die Wälder, auf die Flur. Die erstorbene Natur lebet auf und wirket wieder. Opfre meinem Schöpfer Dank! preis' ihn fröhlich, mein Gesang! des fliehn! Hört der Vögel sanfte Chöre, hier der lauten Nachtigall, dort der Lerche süßen Schall! Alles bringt dem Schöpfer Ehre. Bring' auch du ihm Lob und Dank! preis'ihn fröhlich, mein Gesang! qdo 2. Munter zu der Arbeit 4. Glänzend und im wallet nun der Land- Feierkleide prangt die mann hin in's Feld; und blüthenreiche Flur. Jede sein herzlich Lied er- Blume lächelt Freude, schallet hoffnungsvoll preist den Schöpfer der dem Herrn der Welt. Er Natur, der den Thau vertraut die Saat der schafft, den sie trinket, Erde, ehrt durch fromme daß sie nicht zu bald verZuversicht seinen Gott, blüh', der ihr Saamen und zweifelt nicht, daß sie giebt, wenn sie endwohl gerathen werde. lich sterbend niedersinket. -Clsm Bring 794 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten.dnC. Bring' auch du ihm heißen hat zu geben! Lob und Dank! preif' Opfre meinem Schöpfer ihn fröhlich, mein Ge- Dank! preis' ihn ewig, fang! mein Gesang! 21500 95. Dieser Frühling, wie geschwinde wird er, Mel. Sei willkommen Jeful. willkom kaum begrüßt, verblühn! Gleich der Spreu, verweht vom Winde, wird auch seine Pracht entdan Jeful. hen Jeful. 701. Unsre Aussaat segne Gott, wo des Himmels Lüfte wehen. Auf sein mächtiges Gebot foll fliehn. Aber dort vor dei sie sterbend auferstehen. nem Throne wird ein ewger Frühling seyn; ewig wird er die erfreun, die dir traun in deinem Sohne. Opfre meinem Schöpfer Dank! preis' 2. Vater aller Gütigkeit, dich erheben unsre Lieder. Was wir einfach ihn fröhlich, mein Ge- ausgestreut, zehnfach fang! 906. Diese Herrlichkeit der Erde ist nur Schatten von dem Licht, das ich ewig schauen werde dort vor Gottes Angesicht! Dieses Holden Frühlings Leben ist ein schwaches Morgenroth gegen jenen, is giebst du uns es wieder. Du erhörst Gebet und Flehen, und thust mehr als wir verstehen. Ich 3. Ja, wir hoffen, Herr, auf dich. Für dies arme Erdenleben wirst du ferner väterlich, was uns nöthig ist, uns geben, den mir Gott dort ver- bis wir einst im Himemines melsGott allein verjüngt die Auen; unser Werk ist, ihm vertrauen. Jun 198 Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat: und Aerndtezeit. 795 melslichte årndten ewge Menschen, wieder, und Segensfrüchte. sur lehret euch die heilge Pflicht: Entehrt Gott nicht durch eure Klagen! erfreut euch; doch in frohen Tagen vergeßt des milden Schöpfers nicht! 3. Das Rauschen von beredten Bäumen ruft: Freudig müßt ihr Gott erhöhn. Die Zeit in Schwermuth zu vertraumen, ist, Menschen, diese Welt zu schön. Mir sagt, beglänzt vom Morgenthaue, die Flur, der Garten und die Aue: Wie segnet unserGottso gern! Mir sagt das Murmeln heller Fluthen: Gott ist allein der Quell des Guten. Der Bach sagt lispelnd: Lobt den Herrn! 4. Wie beugen sich aus ihm singt die Zufrie- der Saaten Spißen! wie denheit. Der Schöpfer schwellen sie vom Segen lehrt ihm seine Lieder; an, daß kaum der Halm er singt sie euch, ihr die Aehre stüßen, die 2. Dort prangt die Flur im bunten Kleide, und lockt die Welt zur Munterkeit. Seht! in dem Vogel hüpft die Freude; reiche Mel. wie wohl ist mir, o Sr. 702. Nings um mich her ist nichts als Freude und Anmuth und Zufriedenheit. Wie schön ist dieses Weltgebäude, für mich zum Wohnhaus eingeweiht! Wie heilig ist mir jede State! Wohin ich seh', wohin ich trete, bist du mir, großer Schöpfer, nah'. Du stehest, Gott, auf allen Fluren, in allen deinen Creaturen allgegenwärtig vor mir da.sar 796 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten.de. reiche Last kaum tragen väterlich uns liebst? Es kann! Der Düfte kühle wartet Alles, was da Lieblichkeiten, die Wål- lebet, daß du ihm gebest; der um sich her verbrei- und du giebst. Du giebst ten, hat Gott für dich, mit reichem Ueberflusse. o Mensch, gemacht. Die Es dankt der Mensch dir Rosen lächeln, dich zu bei'm Genusse, daß du so schmücken; dein Herz, viel ihm zugewandt. Die dein Auge zu entzücken, aufmerksamen Thiere hoblüht dir der Blumen len zur Stunde, da du es zarte Pracht. befohlen, auch ihre Speis aus deiner Hand. 5. Gott, groß an Weisheit, Lieb' und Stärke, 7. Rings um mich wie huldreich hast du uns her ist nichts als Freude bedacht! So groß, so viel und Anmuth und Zufriesind deine Werke, so schön, denheit. Wie schön ist so wundervoll gemacht! dieses Weltgebäude, für Hier sammeln wirth- mich zum Wohnhaus schaftliche Bienen; sie eingeweiht! Laßt, Mensammeln emsig, uns zu schen, euer Lob erschaldienen, die Süßigkeit den len! Der Herr hat an Blumen ab. Du lehrst euch Wohlgefallen; in die Seidenwürmer we- jedem Werk ist er euch ben; sie sterben, schöner nah'. Lobsingt in der aufzuleben, und spinnen Geschöpfe Chöre! bringt sich ihr kostbar Grab. seinem großen Namen Ehre! Gelobt sei Gott! Hallelujah! 6. Wo ist, der würdig dich erhebet, dich, der du schien bist 703. Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat: und Aerndtezeit. 797 Mel. Wer nur den lieben G. 703. Allgütiger, dir will ich singen im Glanz der blumenvollen Flur; dir will ich frohe Lie der bringen, allmächt'ger Erfrischt durch deinen Schöpfer der Natur. Vom Aufgang bis zum Niedergang preist dich ihr hoher Lobgesang. 2. Du bist der Geber sanften Regen, steht jugendlich die Blumenau'. Dein Bach, der aus dem Berge quillt, erquickt den Wandrer und das Wild. aller Freude, des Segens 5. Es stehn die Zeugen Urquell bist du, Gott! Den Heerden giebst du ihre Weide, und deinen Menschenkindern Brodt. Der Wurm im Staub, die Raup' am Blatt wird durch dich lebensfroh und satt. thin deiner Milde hier in der Schöpfung Heiligthum. Weit durch die goldnen Korngefilde tönt himmelan, o Gott, dein Ruhm; und die Geschöpfe, fatt durch dich, freun deiner Batergüte sich! 2. bon Anle 63. Und Leben strömt 6. Auch du frohlocke, mit deiner Sonne in jeden Halm, in jede meine Seele! Sei An11 dacht, Inbrunst und Brust. Sie giebt den Gefühl! Von deines Blüthenthälern Wonne, Schöpfers Machterzähle und giebt dem Vogel seine Lust. Belebt durch ihren milden Strahl entzückt dein frommes Saitenspiel. Vom Aufgang bis zum Niedergang lacht Hain und Flur und Berg und Thal.do? 4. Auf unsre Saaten träufelt Segen, o Gott, mit jedem Morgenthau. 798 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. gang erschalle, Gott, dein Mel. un lob, mein Seel'. Lobgefang! dim pa 705. Ein milder Regen sinket erquickend auf die dürre Flur. Wie 704. Du sendest, labt sie sich! Wie trinket Herr, aus deiner Höh' ihn die verschmachtete uns Sonnenschein und Natur! Wie wallen nun Regen; du sendest Nebel, die Aehren vom Mark Reif und Schnee, und der Erde voll, das Vieh Alles uns zum Segen. und Menschen nähren, 2. Undmob auch, das uns erfreuen soll! Herr, auf dein Geheiß die Auf, preiset Gottes Fluren traurend stehen du bist es, der zu helfen weiß, du hörst der Bangen Flehen. Milde! Er ist's, der Regen schickt, das lechzende Gefilde mit Vaterhuld o erquickt.dinadoreste 3. Den irdischen Ver- 2. Erhalter unsers lust willst du zu höherm Lebens, Herr, dem wir Heile lenken, willst uns dankend jetzt uns nahn, nach Kummer wieder olaß uns nicht vergebens Ruh', nach Thränen die Gaben deiner Hand Freude schenken. snim empfahn! Du sendest Thau und Regen, giebst mildenSonnenschein; du eilst, mit deinem Segen uns Alle zu erfreun. D lehr uns dich erheben, kommt nichts als Gutes. stets kindlich dir vererine 4. Wie denn des Him mels Antlig sei, wir bleiben frohes Muthes. Du, Herr, bist weise, mächtig, treu; von dir traun, Stpn sulmu jil Mel. Ich dank dir schon d. Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat: und Aerndtezeit. 799 müthe; ja, unser ganzes Leben sei kindlich dir ergeben, mind Mel. Nun sich der Tag geend. traun, und dir zu Ehren leben, bis wir dich ewig schaun! ang Mel. un laßt uns Gott d. uns Gott d. slod CUM 706. Erschallt, 707. Der hohe Himmel dunkelt sich, ein — ihr Freudenlieder! Sie Wetter Gottes dråut! scheint, sie strahlet wieder! Ich bebe nicht; ich Wir sehn sie welche freue mich, Herr, deiner Wonne!-die lang' ver- Herrlichkeit. pard hüllte Sonne. - 2. Uns drückten bange Sorgen an jedem neuen Morgen, so oft sich Wol ken thürmten, und Regen wetter stürmten. R 3. Da drang zu deinen Höhen, Gott, unsers Herzens Flehen. Du hörtest, was wir baten, und schüßtest unsre Saaten. 54. Schon senkten sie 3. Dem Sünder nur, der dich nicht kennt, dem bist du fürchterlich; dem aber, der dich Vater nennt, zeigst du als Vater dich. sich nieder; doch du er 4. Uns Segen ist der hobst sie wieder. O Herr der milden Sonne, du giebst uns neue Wonne. 975. Wir preisen deine Güte mit fröhlichem GeSonne Licht, uns Segen Wolken- Nacht, der Strahl, der durch das Dunkel bricht, des Donners hehre Pracht. otom2. Du zurnest, wenn du donnerst, nicht; du bist der Menschen Freund! Nicht blässer sei mein Angesicht, wenn uns dein Blig erscheint! Jom 5. 800 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten.dal 5. Dein Bliß kann tödten; doch es scheut der Christ nicht dein Gericht. Wer deiner Gnade sich erfreut, bebt vor dem Tode nicht. nach Früchten fragen, ach! was sollten wir dir sagen? lavodil 6. Dein sind wir, Gott, und bleiben dein, ob Sturm und Wetter droht. Weg, Furcht! Wir lieben. Furcht hat Pein; du bist die Liebe, Gott! Mel. wohl mir, Jesus, meine. 3. Vater, der du aus Erbarmen auch der bösen Kinder denkst, der du Reichen, der du Armen deinen Segen gütig schenkst, sei auch reichlich nun gepriesen, daß du ſo viel Guts erwiesen! Bird 4. Du hast früh und spät den Regen uns zur rechten Zeit ge 708 Herr im Him mel, Gott auf Erden, der uns schuf und uns erhält, laß den Mund voll Lobes werden und dich preisen alle Welt für die reichen Segen stehen. Aerndtegaben, die wir schickt, und man hat an allen Wegen Auen voller Korn erblickt; Berg' und Thaler, Tief und Höhen sahen wir im st 5. Alsdas Feed nut dir zu danken haben.reif zur Aerndte, schlugen 3902. Ach! wir haben's wir die Sichel an; und nicht verdienet, daß du da man erst kennenlernte, so uns heimgesucht. Wie was dein großer Arm auch unser Feld gegrünet, gethan, wurden bei des brachten wir doch wenig Segens Menge unsre Frucht. Wolltest du Scheuren fast zu enge. fra 6. Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat: und Aerndtezeit. 801 36. Ach! wer ist, der man täglich årndten solche Güte dir genug ver- kann. Fröhlich wollen danken kann? Nimm ein wir dann singen, wie du dankbares Gemüthe für uns so wohl gethan, und die große Wohlthat dereinst in höhern Weian! Alle Felder sollen schallen: Du machst satt mit Wohlgefallen! sen dich, den Herrn der Aerndte, preiſen. Mel. Was Gott thut, das ist. 7. Gieb nun, daß wir deinen Segen, den du 709. Was Gott freundlich haft beschert, thut, das ist wohlgethan! also suchen anzulegen, so denken Gottes Kinder. daß der Fluch ihn nicht Wer auch nicht reichlich verzehrt. Bleiben wir årndten kann, den liebt in alten Sünden, kann er doch nicht minder. das Gute leicht ver- Er zieht das Herz doch schwinden. himmelwärts, obgleich wir oft auf Erden bei'm Mangel traurig werden. 8. Schenk' uns stets vergnügte Herzen; Stolz und Geiz laß ferne seyn; Hülfe bei des Armen Schmerzen sei der Dank für solch Gedeihn; laß uns jetzt und künftig haben, dürft'ge Brüder zu begaben.com 9. Laß dein Wort auch Früchte bringen, daß 99 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets wohl daran, und können ruhig leben. Er nimmt und giebt, weil er uns liebt; laßt uns in Demuth Eee schwei 802 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten.de schweigen, und vor dem Herrn uns beugen! 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Wer darf sein Walten richten, wenn er, noch eh' man årndten kann, den Segen will vernichten? Weil er allein der Schaß will seyn, so nimmt er andre Güter, und bessert die Gemüther. to 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Es geht nach seinem Willen. Läßt es sich auch zum Mangel an, weiß er ihn doch zu stillen. Obgleich das Feld nicht viel enthält: er kann die magern Aehren durch seinen Segen mehren. kraft; es nennt uns Gottes Erben: wie können wir verderben? Ind 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan! so wollen wir stets schließen. Ist gleich bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen: so wird doch Gott uns unser Brodt zur Nothdurft stets bescheren, wenn wir ihn gläubig ehren. and Mel. Der du dein Wort mir. 710. Dir, milder Geber aller Gaben, Herr, dir gebühret Ruhm und Dank. Du hörst das Schrein der jungen Raben; du hörst der Lerche Lobgesang. O neige jetzt dein Ohr zu mir! Du forderst Dank; ich danke dir. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan! das Feld mag traurig stehen; wir gehn getroft auf seiner Bahn, und wollen ihn erhöhen. Sein Wort 2. Die kleinste deiner Creaturen macht deine Weisheit offenbar. Man verschafft uns Lebens- siehet deiner Güte Spu-jsanch} ren Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat: und Aerndtezeit. 803 ren und deine Macht von Jahr zu Jahr. Ein jedes Gräschen lehret mich: Wie groß ist Gott! wie klein bin ich! F 3. Du ſorgst nach treuer 6. Du machst den Väter Weise für alle Schooß der Erde schwanWerke deiner Hand. Du ger; du machst des giebest allem Fleische Ackers Furchen naß; du Speise, beschirmst und schmückest Wiesen, Flur segnest jedes Land; du und Anger mit Blumen, liebest unveränderlich; Strauchen, Laub und der Bösen selbst erbarmst Gras; du träufelst mit du dich. siano dem fühlen Thau die 4. Der Erdkreis ist Fruchtbarkeit auf Feld von deiner Güte, von und Au'.d nd ihn schufft, die Fruchtbarkeit. Zur Aussaat giebst auch du allein dem Landmann Kraft, Zeit und Gedeihn. deiner Weisheit ist er 7. Was dürr ist, feuchvoll. Herr, unterweise test du mit Regen; was mein Gemüthe, wie ich kalt ist, wärmt dein Sondich würdig loben soll; nenschein; du theilst die gieb, daß mein Herz dich Zeiten, wie den Segen, freudig liebt, wenn mir zu unserm Besten weißdein Herz so freudig giebt! lich ein. Bei Wärme, 5. Das Saatkorn wird Hiße, Kålt und Frost in deinem Namen auf grunt, wächst und reifet Hoffnung in das Feld unsre Kost. gestreut; Allgütiger, du 18. Kommt, laßt uns gabst dem Samen, da du bei den vollen Scheuern modi dem Eee2 804 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten.de dem Herrn der Aerndte Vater, froh durch dich dankbar seyn. Laßt uns und satt! DE GOAL den Bund mit Gott er- 4. Gieb uns ein Herz neuern, laßt ihm, was voll Dankbarkeit, ein er uns gab, uns weihn! Herz, das jede Sünde Kommt, laßt uns seine scheut, ein weises Herz, Macht erhöhn! der Herr das nie vergißt die ist gut, sein Lob ist schön! Aerndte, die noch künftig ist! M. Tunjauchz' dem höchsten. Mel. An Wasserflüssen Bab. 711. Herr, unser Gott, wir danken dir. Herr, unser Gott, dich loben wir. Im Staube beten wir dich an für das, was du an uns gethan. & 2. Auch dieses Jahr hat unser Land gesegnet deine Vaterhand. Der Saame, den wir streuten hin, schoß auf, ward herrlicher Gewinn. 712. Früh, mit umwölktem Angesicht, geht schon die Sonne nieder, und spät erscheint ihr schwächres Licht am trůben Himmel wieder. Das schöne Jahr ist nun entflohn. Die rauhen Stürme rauschen schon durch die entfärbten Felder. Die legte Blume neigt ihr Haupt; des Herbstes kalter Hauch entlaubt die schattenreichen Wälder. 3. Du, der du Saat und Aerndte giebst, du zeigst, wie herzlich du uns liebst. Was lebt und webt 2. Verlassen steht die und Odem hat, wird, öde Flur, entblößt von ihrem Jahreszeiten, Witterungslauf, Saat- und Aerndtezeit. 805 ihrem Segen; entkräftet soll, vom Vorrath, uns siehet die Natur der zu laben! Vorsehend ließ Winterruh' entgegen. uns unser Gott das Land In Schaaren abgetheilt, schon für den Winter entfliehn die Vögel vor Brodt, dem Vieh sein der Kålt', und ziehn weit Futter geben; und Wein, über Land und Meere; der unser Herz erfreut Gott nimmt der Wan- und unsers Lebens Kraft' dernden sich an, bezeich erneut, trieft aus der net ihnen ihre Bahn, Frucht der Reben. E und sättigt ihre Heere. 5. Ach! unser Leben auch 3. Uns, seine Menschen, verblüht, wie jetzt das will er hier im Winter Feld, im Alter. Getrost! selbst versorgen; und sei- Gott ist, ob es verblüht, ner Huld vertrauen wir, ein mächtiger Erhalter! die neu wird jeden Mor- Er trägt die Müden, er gen. Er schafft, daß wir beschützt die Schwachen; in Sicherheit der unge seine Rechte stüßt, die stümen Monden Zeit be- nah' am Grabe wanken. ginnen und vollenden. Gebeugt vom Alter werNichts trägt die Erde; den wir von ganzem Herdoch gewährt er uns, was zen dennoch dir, Gott unser Leben nährt, mit unsrer Jugend, danken. väterlichen Händen. 6. Wohl allen, die dein Angesicht im Lenz des Lebens scheuen! Die wird einst ihre Jugend Segen, der uns nähren nicht im Herbst des Le4. Wie sind schon unsre Kammern voll von sei ner Güte Gaben, vom istian bens 806 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. bens reuen. Wohl dem, 4. Du streust auf die der redlich sich bemüht, Tief' und Höh', Hütten weil seiner Jahre Kraft und Palläste, Schnee. noch blüht, der Tugend Alles ruht; auf dein GeFrucht zu tragen! Ihm heiß wird der Wasserwird das Alter Jugend strom zu Eis. seyn, und göttlich wird er 5. Du bewahrst der sich noch freun in ſeinen Erde Kraft, sparst der legten Tagen. Bäume Nahrungssaft; thust, wofür der LandMel. Nun komm der seiden. 713. Großer Schöp- mann bat, deckst und fer! Herr der Welt, wärmest seine Saat. dessen Hand die Him mel hålt! Zu der Sonne sprichst du: Lauf'! gehe unter! gehe auf! Airblad 2. Du nur bist und bleibst dir gleich, gut und unerschöpflich reich, gut nicht nur, wenn voller Pracht Feld und Wald und Wiese lacht; 6. Der des Sperlings nicht vergißt, sorgt noch mehr für dich, o Christ! Gott sei dir in Hiß' und Frost Freude, Zuversicht DIC und Trost! odtraffe 7. Bleibe du, mein Herz, nur warm! Ist ein Bruder nackt und arm, brich ihm liebevoll deinBrodt, lindre freundlich seine Noth. 8. Nach des Winters Falter Nacht lebet Alles, Flocken, in dem Duft. Alles lacht; Bäume, ansd Wiesen, 3. Deine Macht und Herrlichkeit leuchtet auch zur Winterszeit in der wolkenvollen Luft, in den mois Tageszeiten. Am Morgen. di 807 Wiesen, Wälder blühn, wir, wenn du, Herr, und die dürre Welt erscheinst. wird grün. 9. Also blüht nach kurzer Zeit aus dem Staub Unsterblichkeit; neu und ud 10. Eile, Freuden- Tag, heran, dem kein Winter folgen kann! Sonne, die nie untergeht, sei gelobet umgeschaffen einst sind und erhöht! inisiat MED 100 misst 23 c. Tageszeiten. isto gathe aa. Am Morgen. Sonic collo tot 714. Gott des Him- mich noch trägst mit mels und der Erden, Vaterhuld. dimr Vater, Sohn und heilger 3. Laß die Nacht auch Geist! der du Tag und meiner Sünden jetzt mit Nacht läßt werden, dieser Nacht vergehn. Sonn' und Mond uns Jesu Christe! laß dich scheinen heißt; dessen finden, laß dein Herz starke Hand die Welt, mir offen stehn. Nur und was drinnen ist, bei dir ist Trost und erhält! Rath, Herr, für meine Missethat. 2. Gott, ich danke dir VIQC von Herzen, daß du mich 4. Hilf, daß ich an in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Noth und Schmerzen treu behütet und bewacht, und, bei diesem Morgen geistlich auferstehen mag, und für meine Seele sorgen, daß ich, kommt dein aller meiner Schuld, großer Tag, meines Richters 808 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. ters Antlig dann ohne und heilger Geist! Meine Schrecken schauen kann. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort; sei und bleibe du auch heute mein Beschüßer und mein Hort. Unter deinem Mel. Llun laßt uns Gott dem. Schuß allein kann ich froh und sicher seyn. 6. Deinem Schuße sei ergeben Alles, was ich hab' 715. Bach' auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, dem Geber aller Güund bin. Dir vertrau' ter, dem treuen Menich Seel' und Leben, werf' schenhüter! der Müden, sprachst zu mir: Schlaf' im Frieden, und laß vor Nichts dir grauen; du sollst die Sonne schauen. auf dich die Sorgen hin. 2. Du, höchster Schuß Herr, mein Heil, mein Schild und Ruhm! segne mich, dein Eigenthum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der am Tage, wie bei Nacht, jeden Unfall von mir wende, und mich halt' in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh' trage nach dem Himmel zu. 3. Dein Wort, Herr, ist geschehen; ich kann das Licht noch sehen. Du machst, daß ich auf's neue mich meines Lebens freue. 18. Höre, Gott, was ich 4. Du willst ein Opfer begehre, Vater, Sohn haben; was bring' ich dir Bitten mir gewähre, der du selbst mich bitten heißt. So will ich dich hier und dort herzlich preisen fort und fort. Tageszeiten. Am Morgen. do 809 nd dir für Gaben? Ich fall' zen ein herzerquickendes in Demuth nieder, und liebliches Licht. Mein bring' Gebet und Lieder. Haupt und Glieder, sie lagen danieder; aber nun steh' ich, bin munter und fröhlich, hebe zum Himmel mein Herz und Gesicht. min 2. Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren, und uns zu lehren, wie sein Vermo5. Das wirst du nicht verschmähen! Du kannst in's Herz mir sehen; du weißt, daß ich zur Gabe kein beßres Opfer habe. 6. Du wollst dein Werk vollenden, mir deinen Engel senden, der mich an diesem Tage auf sei nen Händen trage. degen sei mächtig und groß, 7. Sprich Ja! zu meinen und wo die Frommen Thaten, und laß sie wohl dann sollen hinkommen, gerathen; den Anfang, wenn sie mit Frieden von Mitt' und Ende, ach hinnen geschieden aus Herr, zum Besten wende! dieser Erde vergång8. Mit Heil mich über- lichem Schooß. schütte; mein Herz seid 3. Lasset uns singen, deine Hütte; dein Wort dem Schöpfer bringen sei meine Speise, bis ich Güter und Gaben; was zum Himmel reise! wir nur haben, Gott sei es alles zum Opfer ge716. Die goldne weiht. Die besten Güter face sind unsre Gemüther; Lieder der Frommen, vom Opfer= Sonne, voll Freud' und Wonne, bringt unsern Gränzen mit ihremGlán Herzen gekommen, 810 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. Opferrauch, der ihn am Haus; geiziges Brennen, meisten erfreut. bildsi unchristliches Rennen 4. Abend und Morgen nach Gut mit Sünde, sind seine Sorgen; Seg das löschengeschwinde nen und Mehren, Unglück aus meinem Herzen, und verwehren, sind seine tilg' es ganz aus. Werke und Thaten allein. Wenn wir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er auf gehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. 7. Menschliches Wesen, was ist's? Gewesen-; in einer Stunde geht es zu Grunde, sobald das LüftleindesTodes drein weht. Alles in Allen mußbrechen 5. Ich hab' erhoben und fallen; Himmel und zu dir hoch droben all' Erden, die müssen das meine Sinnen; laß mein werden, was sie gewesen, Beginnen ohn' allen An- eh' Gott sie erhöht. In 190 stoß und glücklich ergehn! 8. Alles vergehet; Gott Laster und Schande aber stehet ohn' alles und schmähliche Bande, Wanken. Seine Gedanfeindliche Tücke treib' ken, sein Wort und Wille ferne zurücke; laß mich hat ewigen Grund. Sein auf deinen Geboten be- Gnadenschimmer stehn. ver6. Laß mich mit Freuden, ohn' alles Neiden, sehen den Segen, den du edunkelt sich nimmer, heilet im Herzen die tödtlichen Schmerzen; zeitlich und ewig erhält er gesund. Bruders Gewerbe und wirst legen auf meines 9. Gott, meine Krone, vergieb und schone, laß in Er is Tageszeiten. Am Morgen. Erbarmen die Schuld des Armen aus deinen Augen seyn ganz abgewandt! Sonst mich regiere, lenke und führe, wie dir's gefället; ich habe gestellet Alles in deine wohl thätige Hand. 811 Glücke, hast niemals Jemand zu bitter betrübt. 12. Trubsal und Zähren nicht ewig währen; nach Meeres- Brausen und Windes- Sausen leuchtet das Antliß der Sonne verklärt. Freude die Fülle und selige Stille darf ich erwarten im himmliſchen Garten; dahin sind meine Gedanken gekehrt.a 201 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren: so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste und Beste, Gott ist das Süß'ste, das Allergewiß'ste, von allen Schäßen der edelste Hort. SOLOM Mel. Gott, der du selber bist. 717. Nun tret' ich wieder aus der Ruh', und geh' dem schweren Tage zu, wie Gott mir's 11. Willst du mich krån ken, mit Wermuth trånken, und soll von Plagen mein Theil ich tragen: wohlan! so mach' es, wie dir es beliebt. Was uns ersprießlich, du weißt es auferleget. Zwar weiß ich nicht, was mir den Tag für Plag' und Noth begegnen mag: allein ich weiß, mich tråget mein treuer Gott in seiner Huth; dies machet mir getrosten Muth. 8 gewißlich, wählst die Ge- 2. Wird meine Bürde schicke und lenkst sie zum 1002 täglich neu: so ist mein Gott 812 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. Gott auch täglich treu; folget dir auf jedem er tråget meine Sorgen. Schritt mit Gnade, Wer ist, der vor der Kraft und Segen; mit Nacht vernimmt, was diesem gehe frisch daran, ihm den Tag hindurch und scheue keine Leibestimmt? Es bahnet densbahn. mancher Morgen uns 5. So freuet sich mein einen Weg zu neuer Pein; der muß mit Gott er stiegen seyn. frischer Muth, weil ich mich in des Höchsten Huth kann eingeschlossen sehen: doch, daß mein Glaube standhaft sei, muß ich, vom Sündendienste frei, auf Gottes Wegen gehen. Mein Gott geht nimmer meinen Steg, ich wandle JISUD 100 1019255 denn auf seinem Weg'. 900 3. Ach wär' doch, hab' ich oft gedacht, auch die ser Tag bereits vollbracht mit seinen Müh'n und Plagen! Des Abends hab' ich dann gespürt, daß mich sein Gnadenarm geführt, und Alles helfen tragen, daß mir auf meinem Kreuzespfad sein Gnadenlicht geleuchtet hat. COME spopad 4. Weil ich denn deß versichert bin, so zögre nicht, verzagter Sinn, die Burd' auf dich zu legen! Trag', was du kannst! Gott tråget mit; er 1100 6. Drum führ' mich, Gott! auf deiner Bahn, daß ich dir willig folgen kann, und lautre mich von Sünden! So streit ich als ein kühner Held mit Sorg' und Noth, mit Fleisch und Welt; denn du hilfst überwinden. So tret' ich muthig an den Tag, Tageszeiten. Am Morgen. 813 Tag, und scheue nicht, 4. Leucht' uns selbst in was kommen mag.unjene Welt, du verklärte Gnadensonne! Führ' Mel. Meinen Jesum laß ich n. uns durch das Thränen718. Morgenglanz feld in das Land der süßen der Ewigkeit, Licht vom Wonne, wo, zum sel'gen unerschöpften Lichte, Schaun erhöht, unsre send' in dieser Morgen- Freude nie vergeht! zeit deinen Strahl uns dim zu Gesichte, und vertreib' durch deine Macht unsrer Sorgen dunkle Nacht. 2. Deiner Güte Morgenthau fall' auf unser matt Gewissen, laß die dürre Lebensau' lauter süßen Trost genießen, und verleih' uns, deiner Schaar, deinen Frieden immerdar. 3. Gieb, daß deiner Liebe Gluth jede Lust der Sünde tödte, und erweck uns Herz und Muth bei erstandner Morgenrothe, daß, noch eh' wir schlafen gehn, wir im Geiste auferstehn. ( Am Sonntage.) Mel. Die Tugend wird d. 719. Beschwertes Herz, leg' ab die Sorgen! erhebe dich, gebeugtes Haupt! Es kommt der angenehme Morgen, da Gott zu ruhen uns erlaubt. Die Ruhe hat er vorgeschrieben, und selbst den Feiertag geweiht. Auf, auf! des Herrn Gebot zu üben, zu seinem Dienst sei gern bereit! 2. Auf! laß die Welt aus deinem Sinne; dein irdisch Werk muß ferne stehn. Du sollst zu höherem Gewinne in deines Got 814 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. Gottes Tempel gehn, wenn nicht dein Feuer ihm zu bezahlen deine auf mich fällt, in mir verPflichten, froh zu ver- zehrt die Lust der Erden, mehren seinen Ruhm, und mich belebt für jene in tiefster Demuth zu Welt? verrichten dein geistlich Werk und Priesterthum. 5. Erkauft hat Jesus mich so theuer, zu seinem 3. So will ich, Gott, Tempel mich geweiht. vor dir erscheinen, und Hier sei dein Heerd, hier flehn um deines Geistes sei dein Feuer, die Fülle Kraft. Wie kann ich deiner Herrlichkeit! Vollnahen mit den Deinen, führe, was du angefanwenn er nicht in mir gen, neig' auch zu mir wirkt und schafft? Wie dein Angesicht! dann ist soll ich freudig vor dich der Seele aufgegangen treten, wenn er nicht stillt des Sabbaths rechtes der Sünden Schmerz? Freudenlicht. 2 Wie kann ich glaubig zu snisdair faishis ( Am Sonntage.) dir beten, wenn er nicht stärkt mein blödes Herz? 4. Kann meine Harfe lieblich klingen, wenn sie dein Finger nicht berührt? Kann ich zu dir empor mich schwingen, wenn nicht dein Arm mich aufwärts führt? Kann ich ein reines Opfer werden, -100 Mel. Jesus, meine Juverſ. 720.Licht vom Licht, erleuchte mich in der Andacht heilgen Stunden! Es erhebt die Sonne sich, und das Dunkel ist verschwunden. Hilf, Herr, daß mir dieser Tag neues Leben bringen mag! 2. sis Tageszeiten. Am Morgen. dsi 815 12. Urquell allerSelig- dich in mir, fache meiner keit! laß mirdeineStröme Andacht Kerzen hell und fließen; mache selbst mein immer heller an; trage Herz bereit, deiner Gnade selbst mich himmelan. zu genießen; streu' das Wort mit Segen ein; laß es reich an Früchten seyn.m bid 3. Zünde selbst das Opfer an, das dir Mund und Herz bereitet. Sei mir Weisheit, Licht und Bahn, daß kein Irrthum mich verleitet, und kein fremdes Feuer brennt, welches dein Altar nicht kennt. 6. Dieser Tag sei dir geweiht; weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in deiner Liebe ruhn. 7. Weisheit dieser Erde nicht, deine Weisheit laß mich hören! Selig, Herr, in deinem Licht, will ich tiefgebeugt dich ehren, bis das Licht der Ewigkeit mich in vollem Glanz erfreut! mis 4. Laß mich heut' und allezeit Heilig, Heilig, Heilig! singen, und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwingen. Gieb mir einen Vorschmack ein, wie es wird im Himmel seyn. 5. Du in mir, und ich in dir! Bau' ein Paradies im Herzen, und verkläre Mel. Ich dank dir schon d. eff 721. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank! Erheb' ihn, meine Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang; lobsing' ihm, meine Seele! on asjid 2. 816 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief im Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß, und schüßt mich vor Gefahren? 904. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? toch 5. Du bist es, Herr und Gott der Welt! und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält und jetzt uns neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht! Gelobt sei deine Treue, daß ich, nach einer sanften Nacht, mich dieses Tags erfreue! 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft meine Seele! Sei du mein Retter in Gefahr; ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb' und Ruhe; ein weises Herz, das seine Pflichterkenn' und willig thue: 1817193 di 10. Daß ich als dein getreues Kind nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig, gut gesinnt durch deine Gnadelebe; 11.Daß ich, dem Nachsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an Andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; d und mi 12. Tageszeiten. Am Morgen. 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und meinen Lauf mit Freudigkeit, wann du gebeutst, beschließe! Mel. Ich dank dir, lieber. 722. Lob sei Gott, der den Morgen uns sendet nach der Nacht! Wir Ich werd' einst auferschliefen ohne Sorgen, stehn! Mein Leib nur weil er für uns ge- wird zu Staube; mein wacht. Er, der die Erde Geist wird nicht vergehn! schmücket, und, was da Laß mich dies nie verlebt, erfreut, hat uns im gessen; der heilgen HoffSchlaf erquicket und nung voll, laß täglich unsre Kraft erneut. mich ermessen, was ich 392. Der Engel heilge einst werden soll. Heere erhöhn ihn mit Gesang. Auf! sing' in ihre Chöre, in ihrer Jubel Klang! Ertönet, Harf und Psalter, in's Lied der Seraphim! dem Schöpfer, dem Erhalter ertönt, lobsinget ihm! 13. Von dir ist mir gegeben, Herr, was ich hab' SISTERS 190 817 und bin; doch dies mein irdisch Leben eilt schnell zum Tode hin. Bald ist sie ganz verschwunden, der Wallfahrt kurze Zeit; doch hängt an ihren Stunden das Heil der Ewigkeit. 4.Osüßer hoherGlaube: 5. Sollt' ich nach Reichthum trachten? er täuschet nur das Herz nach Ehr' und Weltlust schmachten? ihr Lohn ist Reu' und Schmerz. Hienieden schon auf Erden soll meine Seele rein, ein Tempel Gottes werden, ganz ihm geheiligt seyn. Fff 6. 818 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 6. Getrost, mein Geist! ermüdeindeinem Kampfe dich so hülfreich mir bewiesen? Zu meinem Leben nicht! Dich stärketGottes sehest du jetzt einen neuen Friede mit Kraft und Taghinzu; sei hoch dafür Zuversicht. Ermuntre gepriesen! Durch dich bin dich und streite! des ich, und ich merke neue Sieges Lohn ist nah'! Stärke; dich erhebe meine Getrost! vielleicht ist Zunge, weil ich lebe! heute des Kampfes 3. Verleih', o Gott der Ende da. Lieb' und Macht, daß Sünd' und Gram, wie diese Nacht, auf ewig von mir fliehe, daß ich die kurze Lebenszeit in christlicher Zufriedenheit zu nügen mich bemühe. Prüfe, siehe, wie ich's meyne; dir ist keine meiner Sorgen, auch die kleinste nicht, verborgen. 4. Ich bin ein Christ; o Herr, verleih', daß ich des Namens würdig sei! Mein Ruhm ist deine Gnade; denn ach! was bin ich ohne dich? ein irrend Schaaf. Erhalte mich, mein Hirt, auf deinem te Mel. wie schon leucht't uns. 723. Dich seh' ich wieder, Morgenlicht, und freue mich der edlen Pflicht, dem Höchsten zu lobsingen. Ich will, entbrannt von Dankbegier, o mildester Erbarmer, dir der Andacht Opfer bringen. Schöpfer! Va ter! deine Treue rührt aufs neue meinGemüthe; froh empfind' ich deine Gute, Jun 2. Du warst auch diese Nacht um mich. Was wär' ich, hättest du nicht 118 Tageszeiten. Am Morgen. 819 deinem Pfade. Stårk'| reden! Staub bin ich, von mich, daß ich stets mich übe, deine Liebe zu betrachten, über Alles dich zu achten. deinem Hauch beseelt. Gleich einem Todten lag ich da; du bist's, durch den das Licht ich sah. 3. Dich, dem ich Nichts vergelten kann, dich, Va= ter, bet' ich kindlich an. Ich opfre dir mein Herz; ein Herz voll Dank und Zuversicht verwirfst du, Allerhöchster, nicht. 4.Odu, den meine Seele preist, erwecke mich durch deinen Geist zur Uebung meiner Pflicht. Er helfe meiner Schwachheit auf, bis ich vollende meinen Lauf. en Mel. Warum betrübst du dich. 724. Dir, der das 5. Ein gut Gewissen Licht entstehen hieß, und sei meinTheil! Dies wirk mich gesund erwachen in mir, o Herr, mein Heil, ließ, sei Preis und froher und segne meinen Fleiß. Dank! Des neuen Mor- Dir ist, was ich bedarf, gens Heiterkeit sei dir, bekannt, und Alles steht meinGott, zuerst geweiht! in deiner Hand. 2. Sieh', Herr, ich unterwinde mich mit dir zu 6. Die Blume kleideſt du mit Pracht, nährst Fff2 jeden 5. Auch im Geräusch der Welt soll mich der heilige Gedank' an dich oft still zu dir erheben. Im dunklen Thale wall' ich hier; einst nimmst du mich hinauf zu dir, zum Licht und höhern Leben. Auf dich hoff' ich! Herr, ich werde mich der Erde gern entschwingen, ewig dort dein Lob zu singen. 820 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. jeden Vogel, Gott der mich jeder meiner Tage, Macht! Bin ich nicht jedeFreude, jede Plagemehr denn sie? Ich werfe meine Sorg' auf dich; du, mein Erbarmer, sorgst für mich. 3. Daß ich gern sie vor mir sehe, wenn ihr legter nun erscheint, wenn zum dunkeln Thal ich gehe, und mein Freund nun um mich weint! Lindre dann des Todes Pein; laß mich dann den Stärksten seyn, daß ich ihn zum Himmel weise, und dich, Herr des Todes, preise! Mel. Wie nach einer Wasserq. 725. Wenn ich einst von jenem Schlummer, welcher Tod heißt, auf ersteh', und, befreit von jedem Kummer, jenen schönern Morgen seh': o dann wach' ich anders auf; schon am Ziel ist dann mein Lauf. Träume sind des Pilgers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. 2. Gieb, daß keiner meiner Tage, Geber der Unsterblichkeit, dir einst, meinem Richter, sage: Richte, denn ich ward entweiht! Auch noch heute wacht' ich auf. Dank sei dir! Zu dir hinauf führ' $ 118 - Mel. Aus meines Herzens. 726. Allmächtiger, ich hebe mein Aug' empor zu dir. Preis dir, durch den ich lebe, und neuer Dank dafür! Herr, deine Huld ist groß, und niemals hat das Lallen des Dankes dir mißfallen, das aus dem Herzen floß. 2. Daß nicht in tiefem Schlummer des Lebens Tocht verlischt, und daß mich Tageszeiten. Am Morgen. 821 mich, frei vom Kummer, tigkeit. Verlaß der Arein sanfter Schlaf er- men keinen; wend' alles frischt: dies dank' ich dei Herzeleid. Du willst ner Macht und deiner zwar gern erfreun, eilst, Vatertreue. Durch sie Allen beizustehen; doch bin ich auf's neue mit soll der Liebe Flehen dir Heiterm Muth erwacht. auch gefällig seyn.org 3. Beschüßer meiner Seele! ich traue stets auf dich. Was ist's, das ich mir wähle? O wähle du für mich! Gieb, was mir nüßlich ist. Du, dem ich Alles danke, mein freudigster Gedanke sei, daß du um mich bist.dis 6. Gott, dem ich angehöre, dein Friede ruh auf mir. Mein Seufzen, meine Zähre, Erbarmer, ist vor dir. Deß soll mein Herz sich freun. Wer dir nicht traut, der bebe; ich sterbe oder lebe- so bin ich ewig dein. 4. Er stärke mich, mit Freuden zu thun, was dir gefällt; er tröste mich im Leiden; und will die Lust der Welt mich jemals nach sich ziehn, helf' er mein Herz bewahren, helf' er mir die Gefahren der Sünde sehn und fliehn. bu nedun non ( Für Leidende.) Mel. wer weiß, wie nabe mir. 727. Der Morgen kommt; und meine Klage wird auch mit diesem Morgen neu. Wie traurig eilen mir die Tage in meiner Pilgerschaft vorbei! Der Sonne neuge5. Beglücke du die schenktes Licht erheitert Meinen nach deiner Gü- meine Seele nicht. 39 2. 822 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 2. Noch immer bin ich auf der Erde, wo mich Gefahr und Noth umringt, und täglich hårtere Beschwerde zu Klagen und zu Thränen zwingt. Noch immer fleh' ich unerhört um Stårkung, die mein Herz begehrt. thut, ist heilig, ist gerecht und gut. 5. Soll ich die Last noch långer tragen? ich halte deiner Fügung still. Dein Will' geschehe! will ich sagen; Herr, wie du willst, nicht wie ich will! So, Vater, laß bei jeder Pein geduldig mich, wie Jesus, seyn. 6. Hab' ich des Tages 3. Herr, eile doch, mir beizustehen; verlaß den müden Wandrer nicht! Plag' empfunden, so O neige, Vater, aufmein rückt der Abend doch Flehen zu mir dein freund- herbei. Dann hab ich lich Angesicht. Gieb mir ewig überwunden, und bin von aller Trübsal Geduld und bei dem Schmerz ein hoffend und frei; und ich empfang' vor Gottes Thron den gelaßnes Herz. Smir verheißnen Gna4. Mir ist mein Schick sal noch verborgen, das diesen Tag mich treffen soll. Doch bin ich ohne Gram und Sorgen; du, Vater, kennst mein wahres Wohl. Und was dein Rath beschließt und denlohn. 7. Gestärkt durch diesen hohen Glauben, tret' ich auf meinen Leidenspfad. Herr, stärke, stårke meinen Glauben auch dann, wenn sich der Tod mir naht. Vielleicht erscheint er Tageszeiten. Am Morgen. Mel. Wie nach einen 728. Ohne Kummer, ohne Sorgen legt' ich 390912 823 nem Lobe hier, sing' im hellen Morgenscheine Dank und Freudenlieder dir. Du hast in der finstern Nacht väterlich für mich gewacht, hast gestern mich zur Ruh'; mir Schwachem neues und nun strömt mir dieser Morgen neue Lebensfreuden zu. Drum, mein 4. Hast an deiner Hand Geist, versäume nicht die Meinen mir auf's neue dein Gelübde, deine zugebracht; ließest KeiPflicht; danke Gott, der nen, auch nicht Einen, dir das Leben auch an treuer Vater, aus der diesem Tag' gegeben! Acht; knüpfst mit deiner Leben, neue Stárk' und Kraft gegeben; Segenshand fester unser Liebesband, willst mit tausend edlen Gaben heut' uns Alle wieder laben. 2. Ja, wer sollte dich nicht preisen, großer König der Natur? Dich ja rühmt in frohen Weisen dankend jede Creatur. Jeder Vogel in der Luft, und das Wild in seiner Kluft, Alles, auch der Baum, die Blume, spricht ein Wort zu deinem Ruhme. 5. Kommet denn, ihr Lieben alle, schließt mit mir den frohen Kreis! Rühmet Gott mit lautem Schalle! Ihm gebühret Ruhm und Preis. Seine Liebe, seine Macht hat bis hieher uns gebracht. Laßt er heute mir; wohl mir! ich leb' und sterbe dir! Hoch Wasserq. 3. Siehe, Herr, auch ich erscheine voll von dei 824 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 6. Lasset uns in die ser Stunde unser ganzes Herz ihm weihn, und geloben, diesem Bunde ewig, ewig treu zu seyn. Seines Armes Kraft ist groß; sicher ist sein Vater schooß; und kein Ulebel kann uns schrecken, wenn uns seine Flügel decken. Laßt uns ihn mit heilgen wieder? Wenn dein Trieben innig preisen, Strahl durch Wolken kindlich lieben! bricht, singen Vögel ihre Lieder, und die ganze Schöpfung preist ihren Herrn, des Lichtes Geist. 2. Aus des hohen Himmels Zelt neigt das Licht sich zu der Erde, daß Gewässer, Wald und Feld, alles Leben lichtvoll werde. Keime lockt das Licht hervor, Seelen zu dem Licht empor. raid 7. Ja, hier knie' ich mit den Meinen, die mir 3. Ist das Erdenlicht deine Huld verlieh: Zähl' so schön, allbelebend, sie alle zu den Deinen! stark und milde; spiegelt unser Bund zerreiße nie! sich aus lichtern Höh'n Täglich knüpfe deine in dem unvollkommnen Hand fest und fester Bilde einer mächtgern dieses Band, bis wir einst Sonne Schein: welch ein im Lichte droben Hand Licht muß droben seyn! in Hand dich ewig loben. 4. Ist mein Geist nicht auch ein Strahl, auch Mel. Jesus lebt, mit ihm auch. ein Licht, aus Licht geboren, aus der Wesen reicher Zahl für das Reich des Lichtserkoren? Trug nicht 729. Kommst du, süBes Morgenlicht? weckst du zum Gesang mich Tageszeiten. Am Morgen. dsi 825 nicht Christus, Licht vom Licht, auch ein menschlich Angesicht? 5. Heil mir! mein Erlöser zeigt mir das Reich, wo jede Klage einst im heilgen Schauen schweigt, lehrt Auen Licht und Leben niedersä't! Aber mehr denn Sonnenlicht strahlet ChristiAngesicht; Heil und Friede, Gnad' und Wahrheit, leuchten hier in ewger Klarheit. mich wandeln als am 3. Wie die FrühlingsTage. Jeder neue Morgen spricht: Glaube! liebe! werde Licht! blumen blühen in der Sonne mildem Glanz, also will er uns erziehen sich zu einem Blumenfranz. Segnend lockt und rufet er alle Kindlein zu sich her; Alle sollen ihn erkennen, Heiland ihn und Bruder nennen. 4. Heut' auch will er uns begleiten, auch zur Schule mit uns gehn, will das Herz zur Weißheit leiten, und uns treu zur Seite stehn, daß uns diesen ganzen Tag keine Sünde fällen mag, daß wir unter seinem Segen Abends uns zur Ruhe ( Für Schulen.) Mel. Werde munter mein G. 730. Lieblich ist die Morgenstunde, wenn man sie mit Gott beginnt. Freud' im Herzen, Dank im Munde ziemet einem Christenkind, das nach einer sanften Nacht in des Schöpfers treuer Wacht ohne Gram und ohne Sorgen aufgewacht zum hellen Morgen. 2. Lasset uns gen Him mel schauen, wo die Sonne glänzend steht, und auf Berge, Thal und legen. 5. 826 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 5. O wie wird durch 6. Komm denn, Herr seine Gnade alles Lernen des ewgen Lebens, tritt süß und leicht, wenn er in unsern Kreis hinein! auf dem Jugendpfade Hilf, und laß uns nicht freundlich uns die Hände vergebens deines Worreicht! O wie selig ist tes Schüler seyn! Nimm ein Kind, das mit ihm des treuen Lehrers wahr, den Tag beginnt, das segne deiner Kinder Verstand, Gemüth und Schaar; so wird Alles Triebe heiligt durch des wohl gedeihen, und dein Mittlers Liebe! Herz sich unser freuen. B b. Am Mittage. Mel. Der du dein Wort mir. sind, fehlen dem nie, der 731. Gott, von kindlich sie begehrt. Du dem wir Alles haben, schaffest, daß ein jedes die Schöpfung ist dein Land sein Brodt begroßes Haus; und in kommt aus deiner Hand. ihm theilst du deine Gaben mit Vater- Händen freundlich aus. Dein Segen macht uns Alle reich; ach treuer Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die Men schen alle zählen, die deine milde Hand ernährt? Die Gaben, die uns noth zumal. 3. Dumachst, daß man auf Hoffnung sået, und endlich auch die Frucht genießt; der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, die das Land begießt, des Himmels Thau, der Sonne Strahl sind deine Diener all4. usti Tageszeiten. Am Mittage. di 827 nur Odem hat, jeder Halm und jedes Blatt. 4. Und also wächst des Menschen Speise; der Acker selbst wird ihm zu Brodt; es mehrt sich wunderbarer Weise die Saat, erstanden aus dem Tod, bis in der Aerndte Jung und Alt erlangen ihren Unterhalt. 5. Laß uns denn deiner nicht vergessen, wenn wir uns deiner Gaben freun; laß, wenn wir trinken, wenn wir essen, uns theuer deine Güte seyn. Dir sei für Speiſe, sei für Trank, für alles Gute Preis und Dank! 3. Jeder Tropfen Wassers ist Zeuge, daß du Vater bist. Du legst Brodt auf unsern Tisch; du machst munter uns und frisch. 4. Deine Gaben nehmen wir, Vater, fröhlich nun von dir, und genießen brüderlich, was du giebst, und preisen dich.m sone Mel. Singen wir aus Herz. 733. Dank dem milden Vater, Dank! Unser froher Lobgesang rühme den, den Alles preist, der uns segnet, der uns speist! Wie er Thier' und Vögel nährt, hat er Alles uns beschert, was Erquickung dite dje Mel. Meine Seele Gott erh. Seele 990 732. Guter Geber, Dank sei dir! Du belebst; drum leben wir. Dugiebst Speise uns und Trank; uns gewährt. dir gebühret unser Dank. 2. Du, dusegnest Müh' und Fleiß; Alles ist auf dein Geheiß, Alles, was Confe 2. Gott zuloben, säumet nicht! Es ist Seligkeit und Pflicht, zu empfinden, wie er liebt, wie viel Gutes 828 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. tes er uns giebt, wie er gut ist, giebt, sorgt' auch unser Leben schüßt, uns in Schwachheit unter stützt, reichlich alles giebt, was nüßt. heut' für Speis' und Trank. Lobt den Vater! sagt ihm Dank! Aller Segen kommt vom Herrn; 3. Dankvoll schauetum dankt ihm und gehorcht euch her! Gott erfüllet ihm gern! liebt ihn, freuet me Land und Meer; willig euch des Herrn! giebt auf sein Gebot euch die Erde Wein und Brodt. Flur und Gärten blühn für euch! Berg' und Thåler sind so reich, Menschen und für wen? für euch! 4. Unser Vater, der uns liebt, der uns, was uns pristande - 5. Danken, danken wollen wir dir, o milder Vater, dir; dir zu dienen, Gott, uns freun, willig auch zur Arbeit seyn, bis in deiner Seligkeit, nach durchlebter Pilgerzeit, uns dein Anschaun selbst erfreut. Am Abend. had djjoner CC. 734. Werde munter, mich beschirmet und er= mein Gemüthe! Hebe, halten. Herz, dich himmelan! 2. Lob und Dank Preisen will ich Gottes sei dir gesungen, Vater Güte, die er hat an mir der Barmherzigkeit, daß gethan, da er dieses Ta- mein Werk mir ist gelunges Zeit vor so manchem gen ohne Pein und Herzeschweren Leid durch sein leid! Deiner Wohlthat ist gnadenvolles Walten so viel! Sie hat weder Maaß is Tageszeiten. Maaß noch Ziel; ja, du hast mich so geführet, daß kein Unfall mich berühret. 3. Dieser Tag ist hingegangen, und die Finsterniß bricht ein; hin ist deiner Sonne Prangen, mich betrübe! und ihr freudenreicher 6. Laß mich diese Nacht Schein. Drum, o Vater, fleh' ich dir: Deine Klar heit leuchte mir! Tiefes Dunkel herrscht auf Erden; laß es hell im Herzen werden! snis empfinden eine sanfte, süße Ruh'. Alles Uebel laß verschwinden; decke mich mit Segen zu. Ich befehle deiner Huth Leib und Seele, Hab' und Gut. Freunde, Feind' und Hausgenossen sei'n in deinenSchuß geschlossen. 7. Ach bewahr'uns doch vor Schrecken; schütz' uns, Herr, vor Uleberfall; laß uns keine Krankheit wecken, halte fern des Krieges Schall. Wende Feu'r- und Wassersnoth, Pestilenz und schnellen Tod. Laß in Sünden Keinen sterben, noch an der Ewigkeit! dir will Seel' und Leib verderben. 8. 4. Bin ich gleich von dir gewichen, stell' ich mich doch wieder ein. Jesus, der am Kreuz erblichen, stillet des Gewissens Pein. Ich verläugne nicht die Schuld; aber deine Gnad' und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets noch an mir finde. Am Abend. 829 ich mich ganz befehlen diese Nacht und allezeit. Bleibe du, mein Gott, bei mir, und erhalte mich in dir; decke mich mit deiner. Liebe, daß kein Jammer 5. O du Licht der from men Seelen! o du Glanz 830 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 18. O du großer Gott, lich in deiner Huth und erhöre, was dein Kind Wacht.is gebeten hat! Jesu, den ich stets verehre, bleibe du mein Schuß und Rath! und du, werther heil ger Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja, es soll geschehen. 4. Ich fühle zwar der SündenSchuld, die mich bei dir verklagt; doch hat mir deines Sohnes Huld Vergebung zugesagt.d 5. Er hat für mich genug gethan, als er am Kreuze starb; ich nehm' den Trost im Glauben an, den mir sein Tod erwarb. 6. Drauf thu' ich meine Augen zu, und Sonne nichtmehrscheint, schlafe fröhlich ein. Mein schläft, was von Arbeit müd' und matt, und was zuvor geweint. 19. Gott wacht über meine Ruh'; wer wollte traurig feyn? 2. Nur du, mein Gott, wirkst ohne Rast; du schläfst noch schlummerst nicht; ob uns die Finsterniß umfaßt, bleibst du doch unser Licht. fikthim 735. Nun sich der Tag geendet hat, die 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin! Hemmt nicht der Andacht Lauf! ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf.id nii sid 3.Gedenke, Herr, 8. Soll diese Nacht nun auch an mich in die letzte seyn in diedieser dunklen Nacht, und sem Erdenthal, so führ halte du mich gnädig- mich, Herr, zum Himmel mel ein, zur auserwählten Zahl. 39. Und also leb' und sterb' ich dir, o Herr Gott Tageszeiten. Am Abend. doi9 831 Throne nah', und mit der & Engel Schaaren will ich mein Loblied paaren, und rufen froh Hallelujah! Zebaoth; im Tod und Le- 4. Vor dich mit Ehrben hilf du mir aus aller Angst und Noth! dun plin den Mel. Gwelt, ich muß dich. 736. Wenn Senn sich die Sonn' erhebet, die dieses Rund belebet, so grüß' ich dich, mein Licht! Wenn sie sich wieder neiget, mein Herz vor dir sich beuget; dich preisen, ist furcht treten, dich loben, dich anbeten, ja, davon lebet man! Wohl dem, den du erlesen, du seligmachend Wesen, daß er zu dir so nahen kann! 5. Die Zeit ist nur verschwendet, die man dir, Herr, entwendet; bei dir nur hat man's gut. Du mir süße Pflicht.md hast uns Herz und Leben 2. Die Sonne, Mond und Sterne, was in der Näh' und Ferne nur Schönes wird gesehn, was sich im Wasser reget, was Luft und Erde heget, soll mit mir deinen Ruhm erhöhn. allein für dich gegeben; das Herz allein in dir auch ruht. 6. Nun sich der Tagge= endet, mein Herz sich zu dir wendet, und danket inniglich. Dein freundlich Angesichte zum Segen auf mich richte, erChören der Sel'gen, die leuchte und entzünde dich ehren, stets deinem mich! 3. Mit den viel tausend 7. 832 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. 17. Daß du mich stets 2. War's in der Furcht umgiebest, daß du mich des Herrn, daß ich ihn Herzlich liebest und rufft angefangen? mit Dank zu dir empor, daß du und mit Gebet, mit eifriallein den Frieden mir gem Verlangen, als ein geben kannst hienieden, Geschöpf von Gott der das stelle früh und spät Tugend mich zu weihn, mir vor. und züchtig und gerecht und Gottes Freund zu seyn? 8. Ein Tag, der sagt's dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur 3. Hab' ich in dem großen Ewigkeit. O Beruf, den Gott mir anEwigkeit, du schöne, mein Herz an dich ge wöhne! ich bin nicht heim in dieser Zeit. Mel. Ø Gott, du frommer G. 737. Der Tag ist wieder hin; und diesen Theil des Lebens, wie hab' ich ihn verbracht? Verstrich er mir verge bens? Hab' ich mit allem Ernst dem Guten nach gestrebt? Hab' ich viel leicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? gewiesen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, diesen Gott, gepriesen? mir und der Welt genügt, und jeden Dienst gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht weil mich Menschen sahn? 4. Wie hab' ich diesen Tag mein eigen Herz regieret? Hat mich im Stillen oft ein Blick auf Gott gerühret? erfreut' ich mich des Herrn, der unser Flehn bemerkt? und hab' ich im Vertraun auf in Tageszeit. Am Abend. dsi 833 auf ihn mein Herz Herz nicht zu bequem? gestärkt? dung Ein Glück, das Andre traf, war's mir auch angenehm? 5. Dacht' ich bei dem Genuß der Güter dieser Erden an den Allmäch tigen, durch den sie sind und werden? Verehrt' ich ihn im Staub? Empfand ich seine Huld? Trug ich das Glück mit Dank, den Unfall mit Geduld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs süße Stunden? fühlt sich der Freundschaft Glück? sprach ich, was ich empfunden? War auch mein Ernst noch sanft, mein Scherz noch unschuldsvoll? und hab' ich nichts geredt, das ich bereuen soll? ause 8. Warmir der Fehltritt leid, sobald ich ihn begangen? Bestritt ich auch in mir ein unerlaubtVerlangen? Und wenn in dieser Nacht Gott über mich gebeut, bin ich, vor ihm zu stehn, auch willig und bereit? 9. Gott, der du Alles weißt, was könnt' ich dir verhehlen? Ich fühle tåglich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergieb durch Christi Blut mir die verletzte Pflicht; vergieb, und gehe du nicht mit mir in's Gericht! 10. Ja, du verzeihest dem, den seine Sünden Frånken; du liebst Barmherzigkeit, und wirst auch unterrichtet? Warzudes mir sie schenken. Auch Mitleids Pflicht mein diese Nacht bist du der ögg Wach7. Hab' ich die Meinigen durch Sorgfalt mir verpflichtet, sie durch mein Beispiel still zum Guten 834 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. Wächter über mir; leb' 4. Ich weiß, an wen ich ich, so leb' ich dir; sterb' glaube, und nahe mich ich, so sterb' ich dir! im Staube zu dir, o Gott, mein Heil! Ich bin der Schuld entladen; ich bin 738. Herr, der du bei dir in Gnaden, und mir das Leben bis diesen in dem Himmel ist mein Tag gegeben, dich bet' ich Theil. Jumat( kindlich an! Ich bin viel 5. Bedeckt mit deinem zu geringe der Treue, die Segen, eil' ich der Ruh' ich singe, und die du heut' entgegen; dein Name sei an mir gethan, ug mgepreist! Mein Leben und 2. Mit dankendem Ge- mein Ende ist dein; in müthe freu' ich mich dei- deine Hände befehl' ich, ner Güte; ich freue mich Vater, meinen Geist! in dir. Du giebst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, und schaffst ein reines Herz in mir.ssai 303. Gott, welche Ruh' der Seelen, nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Gute hoffen, im Geist den Himmel offen, und dort den Preis des 2. Noch wach' ich und Glaubens sehn! sid erzähle mit tiefgerührter Chhals 800 Seele, donge Mel. Dir dank ich für mein. bosal ni Gwelt, ich muß dich. Mel. Mel. Gy 739. Die Sonne sinket nieder; die stille Nacht kommt wieder, und mit ihr Schlaf und Ruh'. Sie schenkt uns neue Kräfte, beschließt des Tags Geschäfte, und drückt des Müden Aumin gen zu. Am Abend. 1902 835 Meere; und seine Hand lenkt ihren Lauf.OAF notis Tageszeiten. Seele, was Gott an mir gethan. Sei dankbar, mein Gemüthe; sing' dei 6. Voll Ordnung, nes Schöpfers Güte; Pracht und Stärke stehn er hört dein frommes Lob- lauter Wunderwerke in lied an. omethin din seiner Schöpfung da. 3. Von ihm kommt jede Gabe, das Leben, das ich habe, die Ruhe dieser Nacht. Er ist der Quell der Güter, mein Schuß und mein Behüter, der, wenn ich schlummre, für mich wacht.d Sobald er rief: Es werde! gleich standen Meer und Erde und alle Welten herrlich da. 7. Herr, deinen Ruhm zu singen, dir täglich Dank zu bringen, sei meine liebste Pflicht. Du kennst das Herz der Deinen; du weißt es, wie wir's meynen; und und in Wäldern und auf unser Lob mißfällt dir des Landmanns Feldern nicht. herrscht todte Stille weit und breit.des 8. Dir wird mein kindlich Fallen einst ewig 5. Er führt aus dunk- wohlgefallen, wenn mein ler Ferne den Mond verklärter Geist, vom und tausend Sterne mit Körper losgerungen, zum Majestät herauf. Sie Lichte durchgedrungen, leuchten, ihm zur Ehre, mit allen Seligen dich hoch über Erd' und preist. etod opus mise Ggg 2 740. 911198 4. Er läßt es finster werden, und hüllt den Kreis der Erden in tiefe Dunkelheit. In Städten 836 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. Mel. Werde munter mein G. aber schon' und richte 740. Nacht und nicht! Mein Vertrauen Stille schließen wieder unsre müden Augen zu. Die von Arbeit matten Glieder sehnen sich nach Schlaf und Ruh'. Aber du versäume nicht, meine Seele, deine Pflicht, dich zu Gott noch zu erheben, seinem Schuß dich zu ergeben! gründet sich nur auf deinen Sohn und dich, der du seinetwegen schonest, und nicht nach Verdienste lohnest. 2. Prüfe dich mit Ernst, und frage: Nüßte ich auch meine Zeit? War' ich schon an diesem Tage, 4. Richter über Tod und Leben, du willst nicht des Sünders Tod; willst die größte Schuld vergeben denen, die dich suchen, Gott! Ach, ich komm' und suche dich, Herr! Mein Mittler spricht für mich; darum laß mich Gnade finden, vor's Gericht zu gehn, und vergieb mir meine bereit? Ach! erwåg' es: Sünden! Eins ist noth! denk' an Gott und an den Tod. Willst du ewig selig werden, mußt du heilig seyn auf Erden. ni duit se 3. Herr, ich muß es dir gestehen: Oft vergaß ich meine Pflicht. Ach! dein Auge hat's gesehen; ee0 5. Leb' ich morgen: ach so leite meinen Gang auf deine Bahn; halte mich, daß ich nicht gleite; nimm dich meiner Schwachheit an! Gieb zu meiner Pilgrimschaft deines guten Geistes Kraft! fröhlich geb' ich dann am Ende meine is Tageszeiten. Am Abend. dsi 837 meine Seel' in deine er dürstend und ermattet Hände. dourg Jpgl Mel. Durchbrecher aller. msich Geliebten selbst entreißt. Du nur, Stille, kannst mir geben, was mir kein Vertrauter giebt, Selbstgenuß und neues 741. die stillen Abendstunden- köstlich, Herrlich sind sie mir. Leben und Gefühl, daß Vater, dich hab' ich Gott mich liebt. empfunden, Vater, still Mel. Gwelt, ich muß dich. geweint vor dir, und 900 m aus deiner Gottesfülle Trost geschöpft und neue Kraft. Oder unschäßbaren Stille, die mir solche Freude schafft! 2. Im Gewirre der Geschäfte, in dem lärmenden Gewühl- wie gehemmt 742. Der Mond ist aufgegangen; die goldnen Sterne prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget; und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. sind meine Kräfte, wie 2. Wie ist die Welt so verschlossen mein Gefühl! Selbst der Kreis von gutenSeelen giebt mir selten neuen Schwung; tausend kleine Freuden stehlen mir die beste Sättigung. stille, und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold, wie eine stille Kammer, darin ihr euren Jammer verschlafen und vergessen sollt! 3. Nur die Einsamkeit 3. Seht ihr den Mond umschattet sanft mit Kühlung meinen Geist, wenn dort stehen? er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund 350 und 838 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. und schön. So sind wohl du lieber, treuer, fromersonna manche Sachen, die wir mer Gott! getrost belachen, weil 7. So unſre Augen ſie nicht ihr Gliedeegt euch denn, sehn. istim in Gottes Namen nieder! kalt ist 4. Wir stolze Menschen der Abendhauch. Verkinder sind eitel arme schon' uns, Gott, mit Sünder, und wissen gar Strafen, und laß uns nicht viel. Wir spin- ruhig schlafen, und nen Luftgeſpinnste und unsren kranken Nachsuchen viele Künste, und bar auch! 00 kommen weiter von demont Hood Siel. me ( Für Leidende.) 1079 5. Gott, laß dein Mel. un sich der Tag geend. Heiluns schauen, 743. Auch diesen auf nichts Vergänglichs Tag hab' ich vollbracht mit aller seiner Noth. Eitlen freun! Laß uns Nur deiner Vaterließ' trauen, uns nicht des einfältig werden, und vor und Macht verdank' ich dir hier auf Erden, wie es, mein Gott! the Kinder, fromm und fröh- 2. Wärst du nicht meilich seyn! of dunes Lebens Kraft, mein 16. Wollst endlich sonder Retter und mein Heil: Gramen aus dieser Welt so würd' in meiner Wanuns nehmen durch einen derschaft kein Trost mir fanften Tod; und wenn je zu Theil.id vms@ gm du uns genommen, laß 3. Ach! ohne dich, Alluns in Himmel kommen, gütiger, verging' ich in diur der stis Tageszeiten. Am Abend. dai 839 Leiden und ungezählten Freuden ist abermals ein Tag vollbracht. 12. Mir sind des Tages 4. Doch welche Stär- Stunden nicht freudenkung fühlt mein Herz! leer verschwunden. Du Du bist, du bleibst mein liebe Baterhand, du hast Gott; dein Wort versüßt mich treu geleitet, viel mir jeden Schmerz, und Freuden mir bereitet, und lindert jede Noth. Schmerz und Kummer sid 5. Froh kann ich mich abgewandt.d U dem Schlaf vertraun; auch schlafend bin ich dein. Vor keinem Unfall soll mir graun; du wirst mein Retter seyn. 16. Und sollt', o Bater, diese Nacht für mich die 3. Drum preis'ich deine Güte mit fröhlichem Gemithe, mit demuthsvollem Dank. Ja, Herr, mein ganzes Leben sei fortan dir ergeben, sei dir ein steter Lobgesang.ngsl legte seyn: wohl mir! 4. Hab' ich gefehlt, vermein Lauf ist dann voll bracht, vollbracht des Lebens Pein. zeihe dem Reuigen, verleihe zur Beßrung Kraft und Muth! Auch ich will Schuld erlassen, will denen, die mich hassen, verzeihen christlich mild und gut.na ndikuar 5. Gieb nun, zu guten Werken auf's neue mich zu der Noth; von Freudigkeit und Hoffnung leer wär' ohne dich mein Tod. Jag m mos asdig Mel. Gwelt, ich muß dich. Harbin und Wo 744. Die Ruhe senkt sich wieder auf unsre Erde nieder in stiller dunkler Nacht. Mit ungezählten 840 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. zu stärken, des Schlafes erleuchtet, unsre Seelen Wohlthat mir! Mein das Gute wählen, ist Vater, ich empfehle mein Leben, Leib und Seele und alle meine Lieben dir. 16. Sei freundlich Allen, 2. Du hast des Lebens Kraft in uns gesenket, hast ewges Heil durch Jesum uns geschenket; denen dein Rathschluß wie sollten wir nicht freudig auf dich schauen, und dir vertrauen? im 3. Es hält der Glaube sich an deine Worte; die Schmerz und Thränen zu ihrem Loose gab! Herr, lindre ihren Kummer, und gieße sanften Schlummer auf jeden Hoffnung sieht von fern Leidenden Herab! stides Himmels Pforte; es 107. So schlaf' ich denn ziehet uns zu dir mit heilim Frieden. Wie labend gemTriebe die ewgeLiebe. ist dem Müden die Ruh' 4. Geendet sind nun in stiller Nacht! Mein letzter Feierabend, sei er dieses Tags Geschäfte. Du, Herr, verliehst uns mir auch so dolabend, Schuß, Gedeihn und wenn alles Tagwerk ist Kräfte. Vernimm den vollbracht!! diyen buls Dank, den dafür, hoch erfreuet, das Herz dir weihet. Mel. wend ab deinen Jorn. dobro pos to lage 5. Doch ach! auch dieser Tag zählt seine Sünden; laß uns bei dir, o Herr, Vergebung finden! Du, Gnädiger, vertilg' aus 745. Du Quell des Lichts, in dem das Licht wir sehen, o neige, Herr, dein Ohr zu unserm Flehen, damit, von dir #S 99% stis Tageszeiten. Am Abend. di 841 aus unsern Herzen der Grab, o Lebenssonne, Sünde Schmerzen. zur ewgen Wonne! 6. Der Sonne Licht is no min@ a entwich aus blounsern m ( Am Sonntage.) Gränzen; so laß dein Mel. Sollt es gleich bisweil. Licht in Finsterniß uns 746. Lieblich ist glänzen, o Lebenssonne, wie dich in den Höhen des Abends Schweigen, die Engel sehen. ich wenn empor die Sterne 7. Deindenk' die Seele steigen; deinen Tag, in dir vollbracht, krönet wachend auch im Schlummer. Vergessen ſei die eine heilge Nacht.on Sorge und der Kummer; 2. Alle Chöre sind vernur das sei unsre Sorge, klungen, die dein Lob, o Herr, vor Allen dir zu Herr, gesungen; stille gefallen. ani flehn im Kammerlein deine Kinder, groß und klein.him 8. Keusch übergeben wir dem Schlaf die Glie der; gestärkt erwecke sie 3. Doch wie laut in der Morgen wieder, und deines Geistes Kraft regier' in ihnen, dir stets zu dienen. dieser Stille, in des heilgen Dunkels Hülle, du, mein Richter und mein Hort, spricht in mir dein kräftig Wort! 9. Noch dauert unser Werktag hier auf Erden. 4. Rügend jede meiner Einst kommt die Zeit, da wird es Sabbath werden; dann weck' uns aus dem Slug Sünden, lehrt's dein Vaterherz mich finden, spricht dem Reuevollen Bazu: 842 Lieder in Beziehung auf besondere Zeiten. zu: Zage nicht, mein ken, reichlich geben, Kind bist du! schenk' mir Kraft zu jeder 5. Drum an deines Zeit, Segen und GenuigTages Ende heb' ich samkeit! Sun ochianus kindlich meine Hände auf zu deinen lichten Höh'n; hör', o Vater, hör' mein Flehn! 9. Herr, von allen deinen Gaben bin ich keine werth zu haben. Ach vergieb mit Vaterhuld! schüße mich vor neuer 6. Vater, was ich bin und habe, ist nur deiner Schuld! s Gnade Gabe. Heilig fei10. Lehr' mit Demuth dein Name mir überall mich vergeben, gern mit Allen friedlich leben! und für und für! führ aus allen Ulebeln du mich zu deines Reiches Ruh'! eenber finsllojse all 7. Nimm ihn hin, des Kindes Willen! Nur was du willst, zu erfüllen, 11. Dein, nur dein ist Macht und Stärke, Vater aller deiner Werke! Dir sei unser Lob geweiht jetzt und bis in Ewigkeit! ndi fi sign nonsid# deinem Reich mich ganz zu weihn, soll mein selig Tagwerk seyn. id 8. Daß ich kann in mei nem Leben fröhlich wir ibliq 7403. Somedia.In allgemeiner Noth. ૧૨ Hind 747. Wenn wir in und können keinen Aushöchsten Nöthen stehn, gang sehn, und finden Hülfe Auf besondere Vorfälle. Ulbro In allgemeiner Noth. ni mdi? 843 Hülfe nicht und Rath, 6. Ach! unsre Sünde, ob wir gleich sorgen früh Herr, ist groß; sprich uns und ſpat: ndogong davon aus Gnaden los! 2. So bleibt dies unser Steh' uns in unserm Trost allein: Dit, Höch- Elend bei, mach' uns von ster, du kannst uns be- allen Plagen frei! sansen frein. Wir fliehn zu 7. Dann danken und lobsingen wir mit freudenvollem Herzen dir; gehorsam deinem theuren Wort, Herr, preisen wir dich hier und dort.oc dir, du treuer Gott, du eing'ger Helfer in der Noth. ingens 3. Wir heben unser Aug' und Herz zu dir mit Reue, Schaam und Schmerz, und bitten um Begnadigung, um aller Strafen Linderung. Mel. Von Gott will ich nicht. 190 473 ON 4. Solch Heil versprichst du gnädiglich, Herr, Allen, die nur traun auf dich, durch unsern Hei land Jesum Christ, der unser treuer Mittler ist. 5. Drum kommen wir, Herr, unser Gott, und klagen dir all' unsre Noth; wir stehen nun verlassen gar in großer 748. Du reicher Trost der Armen, Gott, Schöpfer aller Welt! Du Vater voll Erbarmen, der ewig Treue hålt! Du, du erhörst Gebet; so hör', was unser Glaube zu dir jetzt aus dem Staube in unsern Nöthen fleht.r 2. Ach! unser sündhaft Leben verklagt vor dir uns hart; doch Schonen und Vergeben ist ja der Trubsal und Gefahr. Båter Art. Du treuer .& Vater, 844 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Vater, du bist gut vor ner freun, zu dir Verallen Vätern, und neigst trauen haben, und deine selbst Uebertretern dein Segensgaben durch MißHerz bald wieder zu. brauch nie entweihn. S no3. Erbarme dich und 6.Allgütiger, wir hoffen wende der Zeiten schwe auf dich und deine Treu'. ren Lauf; thu' deine mil- Oft hat uns Noth beden Hände, den Schaß der troffen; doch standest du Allmacht, auf! Was nur uns bei. Du hilfft, du ein Leben hat, nährst du rettest gern. So sei denn mit Wohlgefallen; 20 unser Leben dir fröhlich schaffe denn uns Allen bei übergeben, dir, unserm unserm Mangel Rath! Gott und Herrn! CH MIGONE CH 4. Herr, der du uns auch schufest, hör' unser Mel. Ach Gott und err. 7 m NO Angstgeschrei! Allmäch- 749. Wir sind in tiger, du rufest dem Noth; laß uns, o Gott, Nichts auch, daß es sei. die Fluth nicht überUns helfen ist dir leicht; schwemmen! Ach, wenn du kannst dem Mangel uns ist dein Arm nicht wehren, in Theurung schüßt: wer kann die uns ernähren, ob's uns Wogen hemmen? unmöglich däucht.2. Errett' uns, Herr, 15. Erhör' uns! Krone, Allmächtiger, um deiner kröne das Jahr mit dei- Gnade willen! Du, du nem Gut, und unser Herz allein kannst uns befrein, gewöhne zu still gelaßnem kannst Sturm und WelMuth. Lehr' es sich dei len stillen, ami lolain 7910 3. albro In allgemeiner Noth. mi 902 845 3. Erbarme dich, hilf 3. Nicht blinder Zufall väterlich; schüß' unser herrscht auf Erden; du Gut und Leben, daß wir bist es, der die Welt dich, Gott, nach Angst regiert. Drum laß auch und Noth mit frohem jetzt uns inne werden, daß deine Hand das Ruder führt. Es rüste sich der Feind zum Krieg Dank erheben! dein Wille nur beKrieges bange Wetter stimmt den Sieg. In d ziehn über unserm Haupt einher! Doch bist du unser Schuß und Retter: so beben wir vor keinem Heer, wie sehr es auch Gefahr und Noth den Völkern und den Låndern droht. C.. 4. Dir werfen wir uns in die Arme, dir, Vater der Barmherzigkeit. Es flehen Kind und Greiß: Erbarme dich über uns zur bösen Zeit! beschüße gnädig Stadt und Land vor Blutvergießen, Raub und Brand! thing quid Mel. Wer weiß, wie nahe mir. 750. Gott, des 2. Gieb, Herr, in diesen bangen Tagen uns nur den Sinn, auf dich zu sehn, und da, wo Schwache trostlos zagen, mit Zuversicht zu dir zu flehn, weil Menschen Hülfe doch nicht müßt, wenn deine Hand uns nicht beschützt! - DRUNG 5. Doch findet dein allweiser Wille noch hårtre Prüfungen uns gut: so fassen wir in frommer Stille auch dann selbst noch getrosten Muth. Wir sind gewiß, zur rechten Zeit bist du zu helfen uns bereit. 6. 846 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Un 6. Froh werden wir entreiß uns dem Vereinst rühmen müssen: derben! bchì achilusthe Du, Herr, hast wohl 3. Du bist ein Gott, an uns gethan; du der gern verzeiht; o laß brachst, nach unerforsch- uns noch Barmherzigkeit ten Schlüssen, durch vor deinem Throne finJammer uns zum Heil den; und dein Gericht die Bahn; schien uns vertilg' uns nicht in unauch deine Hülfe fern- beweinten Sünden! du halfft uns doch. Lob- st14. Kein Reichthum singt dem Herrn! schüßt, kein Stand, kein aid tomme Ort; hier weinen WittMel. In dich bab ich geh. wen, Aleltern dort, und 751. Du, Gott, bist unsre Hülf' und Macht. dort verwaiste Kinder. Die Seuch' erreicht auch den, der fleucht, denFrome men wie den Sünder. Wenn uns dein Auge nicht bewacht: wer wacht? wer hilft uns Armen? Erretter, dir, dir flehen wir, du wollest dich erbarmen! ng en niemanin 1912. Der Seuchen Gift verbreitet sich weit um uns her; erbarme dich, laß uns nicht plößlich sterben! entzeuch dem 5. Deß alles sind wir werth; doch wir beweinen's, Gott, und flehn zu dir, du wollest uns vergeben! Dein Volk will gern dir, unserm Herrn, gehorchen, dir nur leben. 6. Für uns auch gabst du deinen Sohn. Um seinetwillen duld' und Tod uns, der uns droht; schon', und laß uns Trost .8 er= ro In allgemeiner Noth.si 847 2. Du siehst des Landes Noth; sie kam auf dein Gebot. Du kannst mit starken Händen sie lin7. Sei mit den Sterben dern, kannst sie enden. den, daß sie dein Antlig Ein Wort aus deinem schaun; und Alle, die Munde verändert Zeit noch leben, die bewahre! und Stunde. En Lindr' ihren Schmerz, 3. D Herr, wir murren daß bald ihr Herz, wie nicht. Gerecht ist dein gern du hilfst, erfahre! 8. Das ganze Volk froh lockt dir dann, und betet dich, Erretter, an, und preiset deine Gnade. Dann wandeln wir, o Gott, vor dir mit FreuGericht bei allem, was wir dulden; denn groß sind unsre Schulden. Du züchtigst stets noch minder, als wir's verdient, wir Sünder. bharis 4. Ja, Vater, deine den deine Pfade.aur Huld ist größer als die vinu nadun und Mel. Auf meinen lieben Gott. Schuld. Gedenke denn 25. erscheinen! Streck' aus die Hand, und laß das Land nicht länger hülflos weinen! dan der Deinen, die reuvoll 752. Es züchtigt vor dir weinen; laß tief deine Hand, o Höchster, gebeugten Seelen nicht jetzt das Land. Zudeinem Trost und Hoffnung Vaterherzen erhebt in fehlen! ie bittern Schmerzen sich sto5. Verkürze, gnådger das Geschrei der Armen; Gott, die Dauer unsrer vernimm es mit Er- Noth! laß, die voll Angst barmen! bouch) udir flehen, Trost und 848 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Erleichtrung sehen; ver- zum Heil gedeihen. Wer wandle alle Leiden in deiner sich kann freuen, neue Lebensfreuden! dem wird auch deine Gnade zum Licht auf dunklem Pfade. 6. Doch wenn, Herr aller Welt, es dir noch nicht gefällt, die Trüb- 9. So stärke denn das sal zu entfernen: so Herz, daß selbst im größstårk' uns, daß wir ler- ten Schmerz es nie an nen mit ehrfurchtsvollem Muth uns fehle; o sprich Schweigen vor dir uns zu unsrer Seele: Ge kindlich beugen.bitrost! dich soll kein Lei307. Herr, deine Züchti- den von meiner Liebe gung leit' uns zur Besse- scheiden.nnd sid thol rung! Laß sie die Sichern schrecken, die Schläfrigen erwecken, auf dein Gebot zu merken, und Redlich fromme stärken. 10. Schließt einst sich unser Lauf: dann klärt sich alles auf; dann wird die Aussicht heiter; dann uthránt kein Auge weiter; dann finden unsre Herzen nur Wonne nach den Schmerzen. 8. Wenn dich das Herz nur liebt, so wird, was uns betrübt, uns doch trbin 119199 APPA b. In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. Mel. Vater unser im Himm. falvoll, den ich zum Him753. Ach Gott, wie mel wandeln soll. Der manches Herzeleid beküm- Lohn ist ewig; aber ach! mert mich in dieser Zeit! zum Laufen fühl' ich mich Der schmale Weg ist trüb- zu schwach. 2. In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 849 2. Wo wend' ich mich um Hülfe hin? Zu dir, o Jesu, steht mein Sinn, weil stets mein Herz noch Hülf' und Rath undTrost bei dir gefunden hat; noch Keiner je verlassen ist, der fest vertraut auf Jesum Christ.singin wird's erfahren in der 3. Mein Herr und Gott, That. 5. O Jesu, du mein Heil, mein Ruhm, des Herzens Schatz und Eigenthum, wer macht wohl deine Güte kund? Vergebens ringt mein schwacher Mund; wer Glaub' und Lieb' im Herzen hat, der ich komm zu dir. Wie 6. Hätt' ich nicht meine lieblich klingt dein Name Lust an dir: zu sterben, mir! Es kann kein Jam- Jesu, wünscht' ich mir. mer seyn so schwer- Könnt' ich mich deiner dein süßer Nam' erfreut nicht erfreun, so mögt' viel mehr. Und mußt' ich nicht geboren seyn; ich noch so elend seyn, denn wer hat dich, dein Name lindert jede wer liebt dich, Herr, Pein. und wird nicht immer seliger? 7. Wenn ich mein Hoffen stell' zu dir, so fühl' ich Freud' und Trost in mir; wenn ich in Nöthen bet' und sing', so wird mein Herz recht guter Ding'. Dein Geist bezeugt, daß solches frei HH H des 4. Verschmachten Leib und Seele mir: ich acht es nicht; ich hang' an dir. Hab' ich nur dich, so hab' ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Du bist mein rechter, treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. 850 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Sohn hat geschenkt aus Liebe, daß ich selbst bei Spott und Hohn mich doch nicht betrübe. des ewgen Lebens Vorschmack sei. mem lis 8. Drum will ich, weil ich lebe noch, gern tragen deines Kreuzes Joch. Gott, mache mich dazu bereit! Es dient zum Besten allezeit. Erhalt mein Herz im Glauben rein; so leb' und sterb' ich dir allein! 3. Was ist unter'm Himmelszelt, was im tiefsten Meere, was ist Gutes in der Welt, daß nicht gut mir wäre? Wem erglänzt das Sonnenlicht? Wozu ist gegeben Luft und Wasser? dient es nicht mir und meinem Leben? 754. Schwing' dich auf zu deinem Gott, du betrübte Seele! Flieh' zu 4. Wem doch wird das ihm in Angst und Noth, daß kein Trost dir fehle! Keines Feindes Macht und List soll dir deinen Glauben und das Heil, das Jesus Christ dir erworben, rauben. Erdreich naß von dem Thau und Regen? Wem ergrünetLaub und Gras? Wem erfüllt der Segen Berg' und Thale, Feld und Wald? Wahrlich, mir zur Freude, daß ich meinen Aufenthalt hab' und meine Weide. 2. Stürmt die Welt und stürmt der Tod: wer ist, der mir schade? Deckt mich doch in meiner Noth Gott mit seiner Gnade; der Gott, der mir seinen 5. Meine Seele lebt in mir durch die süßen Lehren, so die Christen mit Begier alle Tage hören. Gott In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 851 Gott eröffnet früh und ewig klagen. Die, des spat meinen Geist und Glaubens sich bewußt, Sinne, daß sie seines treu im Kampf beGeistes Gnad' freudig harrten, haben auch werden inne. I deden en vollkommne Lust endlich 6. Ich bin Gottes, Gott zu erwarten. ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt die Prüfung auch herein mit dem bittern Leide: laß sie kommen! kommt sie doch von geliebten Hån den. Schnell zerbrichtdes Kreuzes Joch, wenn es Gott will wenden. 9. Gottes Kinder såen zwar traurig und mit Thränen; aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen. Denn es kommt die Aerndtezeit, da sie Garben binden; dann muß Sorge, Furcht und Leid ewiglich verschwinden. 7. Kinder, die der Vater foll ziehn zu allem Guten, die gerathen selten wohl ohne Zucht und Ruthen. Bin ich denn nun Gottes Kind: warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sund' will zum Guten ziehen? 8. Es ist herzlich gut gemeint mit der Christen Plagen. Wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht Mel. Wer weiß, wie nahe. binn 755. Ich armer Mensch, ich armer Sunder steh' hier vor Gottes Angesicht. Ach Gott! ach Gott! verfahr' gelinder, und geh' mit mir nicht in's Gericht! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! HHH 2 2. 852 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. 2. Wie ist mir doch so Herzlich bange, Herr, wegen meiner großen Sünd'! Ach, daß ich Gnad' vor dir erlange, ich armes und verlornes Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 5. Wahr ist es, übel steht der Schade, den Niemand heilt als du allein. Ach aber, Vater, Gnade, Gnade! laß mich doch nicht verloren seyn! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! ganjinde 6. Nicht, wie ich's hab' verschuldet, lohne und handle nicht nach meiner Sünd'! O treuer Vater, schone, schone, und nimm mich wieder an zum Kind! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 3. Ach höre doch mein sehnlich Schreien, du allertreustes Vaterherz! Wollst alle Sünde mir verzeihen, und lindern meiner Seele Schmerz! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Wie lang' soll ich vergeblich klagen? Hörst 7. Sprich nur ein Wort, so werd' ich leben! sprich, du denn, Gott, mein Fle- daß der arme Sünder hen nicht? Soll ich in hör': ,, Geh' hin, die meiner Noth verzagen? Sünd' ist dir vergeben; Hör', was der arme nur fündige forthin Sünder spricht: Er nicht mehr!" Erbarme barme dich, erbarme dich, erbarme dich, dich, Gott, mein Erbar- Gott, mein Erbarmer, mer, über mich! über mich! dom 8. In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 853 8. Ich zweifle nicht, ich stet Jesus noch und bin erhöret; mein Glaube spricht: Ich bin dein sagt's mir, daß ich's bin. Arzt, drum weine nicht! Der Trost, der sich im Herzen mehret, der neue dir geweihte Sinn be zeugt mir's: Du er barmest dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! 4. Vertreibt mich des Verfolgers Hand, gönnt man mir keinen Sitz im Land, ruft Jesus in mein Herz, und spricht: Dein ist der Himmel, weine nicht! bd Mel. Herr J. Chrift, meins 2. 756. süßes Wort, das Jesus spricht zur armen Wittwe: Weine nicht! Es kommt mir nie aus meinem Sinn, zumal wenn ich betrübet bin. 2. Wenn Noth und Armuth mich anficht, spricht doch mein Jesus: Weine nicht! Gott ist dein Bater, trau' nur ihm; er hört er doch der Raben Stimm'. 5. Reißt mir der Tod das Liebste hin, sagt Jesus: Weine nicht! ich bin, der's wieder giebt; gedenke dran, was ich zu Nain hab' gethan! nan 6. Muß ich selbst ringen mit dem Tod, ist Jesus da, ruft in der Noth: Ich bin das Leben, weine nicht! wer glaubet, kommt nicht in's Gericht. 3. Bin ich auch kraftlos, krank und schwach, und ist nichts da, denn 7. O süßes Wort, daß Jesus spricht, in allen Nöthen: Weine nicht! Erklinge stets in meinem Sinn; so fähret alles Weh' und Ach- so trd- Trauern hin. bin unos 757. 854 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Mel. was forgst du ångstlich. ich denke Gott, doch 757. Du flagst, o ohne Licht. Christ, in schweren Lei 4. Sonst war mir's den, und seufzest, daß der Geist der Freuden von deinem Geist gewichen ist. Du klagst und rufft: Herr, wie so lange? und Gott verzeucht, und dir wird bange, daß du von Gott verlassen bist. Freude, seinen Willen von ganzem Herzen zu erfüllen; sein heilig Wort war mir gewiß. Jetzt kann ich's nicht zu Herzen fassen, und meine Kraft hat mich verlassen, und meinen Geist deckt Finsterniß. C10 2. Sind meine Sünden mir vergeben; hat Gott Begnadigung und Leben in seinem Sohne mir verliehn: wo sind denn seines Geistes Triebe? warum empfind' ich nicht die Liebe, und hoffe nicht getrost auf ihn? 5. Oft fühl' ich Zweifel, die mich quälen, seufz' oft vor Unruh' meiner Seelen, und meine Hülfe bleibt doch fern. Ich suche Ruh', die ich nicht finde; in meinem Herzen wohnt nur Sünde, nur Unmuth, keine Furcht des Herrn. 3. Mühselig, sprichst du, und beladen hör' ich den Trost vom Wort der Gnaden, und ich empfind' ihn dennoch nicht; bin abgeneigt, vor Gott zu treten; ich bet' und kann nicht gläubig beten; FOT 6. Zag' nicht, o Christ! denn deine Schmerzen sind sichre Zeugen beßrer Herzen, als jeßt das deine dir erscheint. Wie könntest du dich so betrüben, daß dir die Kraft fehlt, Gott In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 855 Gott zu lieben, wär' kennen lernen, sollst das nicht dein Herz mit ihm Vertraun auf dich entvereint? nd misfernen, und sehn, was 5097. Kein Mensch ver Gottes Gnade sei. mag Gott zu erkennen, 10. Vor Sicherheit dich noch Jesum einen Herrn zu bewahren, läßt er dich zu nennen, regiert ihn seine Streng' erfahren; nicht der heilge Geist. er schickt dir diese schwere Hast du nicht diesen Geist Last. Er reinigt dich wie empfangen? Er ist's, Gold im Feuer, macht der dich nach Gott ver- dir das Heil der Seele langen und sein Erbar- theuer, damit du haltest, men suchen heißt.org was du hast.bi 8. Vertrau' auf Gott! er wohnt bei denen, die sich nach seiner Hülfe seh nen; er kennet dich und will dein Glück. Er höret deines Weinens Stim me, verbirgt er gleich in seinem Grimme sich einen kleinen Augenblick.de 11. So wie ein Vater über Kinder, erbarmet Gott sich über Sünder, die seinen Namen kindlich scheun. Dein Seufzen ist ihm nicht verborgen. So fern der Abend ist vom Morgen, läßt er von dir die Sünde seyn. 9. Gott ließ so man- 12. Zwar ist um Trost chen seiner Frommen in dir jeßo bange; denn alle dies Gefühl des Elends Züchtigung, so lange sie kommen, und stand ihm da ist, scheinet sie uns dennoch mächtig bei. hart. Doch nachmals Du sollst dein Nichts er wird sie friedsam geben spoor Frucht 856 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Frucht der Gerechtigkeit Jammer drückt! Ach und Leben dem, der durch sende mir in Finsterniß sie geübet ward. dein Licht, daß es mein Herz erquickt! Ich liege tief vor dir im Staube; bald wankt, bald siegt 13. Fahr' fort zu beten und zu wachen! Gott ist noch mächtig in dem verlaß mich nicht! bin Schwachen, Gott ist die mein schwacher Glaube; Liebe für und für. Laß dir an seiner Gnade gnügen. Sein Wort ist wahr und kann nicht trügen: Ich stärke dich, ich helfe dir.od 14. Auf! fasse dich in deinen Nöthen. Sprich: Wollte mich der Herr auch tödten, so harr' ich dennoch standhaft sein. Mir bleibt das Erbtheil 2. Verlaß mich nicht! Herr, sieh' mein Ungemach! Erhör' mein Angstgeschrei; mein Schmerz ist groß, und meine Kraft ist schwach. Herr, steh' mir hülfreich bei! Dir, Gott, der Wunden mir geschlagen, nur dir will ich mein Leiden klagen; verlaß mich nicht! id der Erlösten; und will 3. Verlaß mich nicht! mich Gott nicht eher trösten, wird er mich doch im Tod' erfreun. S Herr, du bist's, dessen Hand die Lasten auf mich legt; dir war es schon, ideh' ich noch war, bekannt, wie viel ein Schwacher allo ring Mel. Es ist genug, so nimm. nem 758. Verlaß mich trägt. Eh'ich der Mutter nicht, mein Gott! verlaß Brust gesogen, hast du mich nicht, da mich der mein Kreuz mir zugeschuit wogen; 4. Verlaß mich nicht! Wenn mich der beste Freund, den du mirgabst, verläßt, und wenn mein Herz verlorne Treu' beweint, so halte du mich fest! Wenn du mein Liebstes von mir trennest, so zeige, daß du trösten könnest! Verlaß mich nicht! In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 857 wogen; verlaß mich durchdrungen, siegst du, nicht! meine Seele, schon? oder säumt des Helfers Rechte stets noch? werden meiner Nächte, meiner Leiden immer mehr? immer meiner Thränen mehr? 2. Nah' ist meines Helfers Rechte, sieht sie gleich mein Auge nicht. Weiterhin im Thal der Nächte ist mein Retter und mein Licht. Ja, dort wird mir Gott begegnen; dort wird mich sein Antlik segnen. Jetzt, jetzt ist die Pris fungszeit; jeßt sei, Seele, stark zum Streit! 5. Verlaß mich nicht! Wenn du nur bei mir bist, so hab' ich Hülf und Muth; der bittre Kelch wird mir durch dich verfüßt; dir lebt, dir stirbt sich's gut. Wenn, die zum Heil mir lebten, sterben, so laß mich deinen Segen erben! Verlaßmich nicht! nese 3. Was empfand des Helden Seele, Abrams, der's vom Herrn empfing, und nunmehr von Mamordres Höhle nach dem Opferberge ging? Tief Mel. Jesu, der du meine Seele. Ors( 759. Ach wie hat war seiner Seelen mein Herz gerungen! wie gefleht am Gnadenthron! Noch von deiner Angst Wunde, heiß der Prüfung bange Stunde- nicht erst künftig; sie war .00T da, 858 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. da, nah' des Knaben dein Kind. Aber jetzt, von Tod, ganz nah harr' ich dein; dennoch wirst du Vater seyn. is dir erschüttert, schmach4. Konnt' er dessen Rath tet meine Seel' und zitergründen, der das Opfer tert. Dennoch, Vater, ihm befahl? Keinen Alusgang konnt' er finden; überall war Nacht und 7. InderChristen ersten Qual. Dennoch traut' er Tagen ward deß Mund dir, o Retter, dir, Jeho- zum Lobgesang, der, umvah, Gott der Götter: ringt von bängern Pla,, Er führt mich die dunkle gen, zeugend mit dem Bahn, er, der Staub er- Tode rang. Selten wecken kann!" thi his bracht' ein schnelles Ende sie in ihres Vaters Hände. Viele dunkle Tage lang starben sie, scholl ihr Gesang. 15. Abraham! so scholl die Stimme in des Ueber winders Ohr. O du, je ner Gnade Stimme, ruf' auch meine Seel' empor! Schau, Herr, wie ich lieg' und flehe, und vor Trauer fast vergehe! In der trüben Stunde Graun lehre mich gen Himmel schaun! 8. Schaue dieser Helden Glauben, meine Seele, glaubend an! Nichts laß deine Krone rauben; leid' und klimm' zu ihr hinan! Keiner Trübsal Tiefen scheiden, weder Tod, noch Leben scheiden, nichts, was jetzt und künftig ist, scheidet mich 6. Fast zu denen hin ver sammelt, die im Herrn entschlafen sind, hab' ich sonst dein Lob gestam melt; Bater warst du, ich von Jesu Christ! ho 760. In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 859 Mel. An des Mel. An des Mittlers Kreuz. 4. Weg von aller Welt 760. Fortgekämpft die Blicke! Schau' nicht und fortgerungen, bis seitwärts, nicht zurücke, zum Lichte durchgedrun- nur auf Gott und Ewiggen muß es, bange Seele, keit! Nur zu deinem seyn! Durch die tief Jesus wende Aug' und sten Dunkelheiten kann Herz und Sinn und dich Jesus sicher leiten; Hände, bis er himmlisch Muth spricht er dem dich erfreut. spogte thin Schwachen ein. 5. Aus des Jammers wilden Wogen hat dich oft herausgezogen seiner Allmacht treue Hand. 2. Bei der Hand will er dich fassen. Scheinst du gleich von ihm ver lassen- glaube nur Nie zu kurz ist ſeine und zweifle nicht! Bete, Rechte; wo ist Einer kämpfe ohne Wanken! seiner Knechte, der bei Bald wirst du voll Freude ihm nicht Rettung fand? danken; bald umgiebt dich Kraft und Licht. 6. Schließ' dich ein in deine Kammer; geh' und 3. Bald wird dir schütte deinen Jammer der Morgen funkeln; aus inGottes Vaterherz! hoffe, harre, glaub' im Kannst du gleich ihn Dunkeln! nie gereut ihn nicht empfinden, Worte seine Wahl. Deinen nicht, nicht Thränen finGlauben will er üben; den, klage schweigend er, die Liebe, kann nur deinen Schmerz! dded lieben; bald wird Wonne 7. Kräftig ist dein tiefes deine Qual. Hoddrinipial Schweigen; Gott wird sich 860 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. sich als Vater zeigen. iener hohen Herrlichkeit, Glaube nur, daß er dich die er, der auch für dich hört, daß er Schweigende gestorben, bei ſeinem Vaverstehet, daß dein Mitt- ter dir erworben. Ein ler für dich flehet, und Traum doch nur ist daß Gott sein Flehn diese Zeit. gewährt. 8. Nun, so will ich nicht verzagen, mich vor Gottes Antlik wagen, flehen, ringen fort und fort. Ja, ich werde überwinden! Wer ihn sucht, der wird ihn finden; er beschwört's in seinem Wort. m2. Wirst du gekränkt, und um den Glauben an Gott und Jesum gar verlacht: sei stark, und laß ihn Nichts dir rauben! Ein Gott ist doch, der dich gemacht, ein Jesus, der trok alles Spottes unsterblich sitzt zur Rechten Gottes, und aller Frommen Zuflucht ist; ein Herr undRichter aller Welten, bereit, dir's ewig zu vergelten, wenn bis zum Tode treu du bist. snis red pulm Mel. Wie wohl ist mir, o Sr. 761. Klag' nicht, mein Herz, wenn alle Freuden des Lebens ferne von dir fliehn; nicht, wenn dir Angst und schwere Leiden zuweilen allen Trost entziehn. Erhebe dich vom Staub der Erde, umfasse Gott im Geist, und werde werth 3. Verachten dich der Tugend Feinde, wenn du in Einfalt Tugend übst; verlassen selbst dich deine Freunde, weil du Gott mehr als Freunde liebst: sei standhaft! laß dich nur ver In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 861 verachten! vor Allen, die Höh' ist's, der dich kendich hier verlachten, wirst net, Gott, der dir ewges du von Gott geehret seyn; Heil verheißt. Er wird einst wird dich Jesus von deiner Unschuld zeudoch erkennen, dich seinen gen; und deine Låstrer Freund und Bruder nen werden schweigen, wenn nen, dich ewig lieben und er für redlich dich erklärt. erfreun. Sei still! Dem Herrn 4. Bemühst du dich, gehört die Rache; er der Deinen Segen, des kennt und führt der UnVaterlandes Glück zu schuld Sache; er ehrt den seyn; steht dir die ganze ewig, der ihn ehrt. mint Welt entgegen: laß dein 6. Mußt du mit LeidenBemühn dich nicht geschaften ringen, trifft des reun! Laß weder List noch Versuchers Pfeil auf Spott von Sündern dich dich; bist du zu schwach, je am weisen Wohlthun dein Fleisch zu zwingen; hindern; es ist ein emport in dir die Sünde Himmel, Seele! dort sich: wahr ist's, dies wird jede Treu', geübt ist dem bessern Herzen auf Erden, zehntausend die Quelle unzählbarer fach vergolten werden. Schmerzen; doch bete! Drum sei beherzt und Gott hilft. Bet' und fahre fort! du streit'! Hier ist der Kampfplaß; streit' und leide, erkämpfe dir des Himmels Freude! Gott hilft. Ergreif' die Ewigkeit! 5. Fahr' fort, wenn man dich Heuchler nennet, wenn deine Tugend Laster heißt! Der in der 7. 862 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. 7. Sei stark, meinGeist, 2. Weil mich die Welt in jedem Leiden; dein zu sehr zerstreute, rufst du Glaube kämpfe ritterlich! mich in die Einsamkeit; Seiredlich, Sünden stets weil ich den Kampf zu zu meiden; der herbsten ängstlich scheute, führst Trubsal rühme dich! Sei du mich mitten in den stark! Gott nennt die Streit, und übst durch Ueberwinder an jenem körperlichen Schmerz ein Tage seine Kinder, setzt der Geduld entwöhntes sie auf seines Sohnes Herz.s dismis& ladd Thron. Kein Engel 3. Den Kelch der kann die Freuden den Trübsal soll ich leeren? ken, die Jesus wird Ach Herr! du weißt, dem Sieger schenken. der Mensch ist schwach. Sei stark! Gott selber Bergieb, wenn eine Fluth ist dein Lohn.id hid von Zähren aus meinen lil misd matten Augen brach! D 30 starke, Gott voll VaterMel. Mein Jesus lebt, was. 910 huld, mein Herz zu Glauben und Geduld! 762. Nicht mehr als meine Kräfte tragen, Barmherziger, legst du 4. Der Schmerz, der mir auf. Der Schmerz meine Glieder schwächte, wird mich nicht endlos beraubet mich der sanften nagen; es folgt gewiß Ruh'; ich bring', o Gott, Erquickung drauf. Auf die langen Nächte oft meinem Krankenlager stöhnend auf dem Lager hier lobsing' ich, naher zu. Der Menschen Hülf Helfer! dir. teist schwach und klein; du In persönlicher Trübsal und Kümmerniß. 863 du aber wirst mein und ängstet sich! doch Helfer seyn. nou fruchtlos ist sein Stre5. Dein Wille mag ben. Der Sünden tågallein entscheiden, wie lich neuer Streit, die lang'die Prüfungsstunde Bürde meiner Sterblichwährt; und wenn sich keit beugt in den Staub auch im Kampf der Leiden mich nieder. ganz meine Lebenskraft verzehrt, wenn auch mein Herz im Tode bricht- du, Herr, bleibst meine Zuversicht! 3. Ich bin zu fchwach, aus eigner Macht zu dir mich aufzuschwingen, zu schwach, durch diese dunkle Nacht der Anfechtung zu dringen. Wirst du nicht meine Stärke seyn: wo find' ich Trost? Zu dir allein, o Gott, steht mein Vertrauen. 197 mach) Mel. Ach Gott vom Himmel. 763. Wie ist mein Herz so fern von dir, von dir, du Quell des Lebens! Mein Geist bekümmert sich in mir, sucht Ruh', 4. Mit starkem Glauund sucht vergebens. ben an dein Wort will Verlaß mich, Gott, mein ich dich mächtig faffen; Vater, nicht! Verbirg' ich will von dir, mein mir nicht dein Angesicht, Fels, mein Hort, nicht du, aller Geister Wonne! wanken, dich nicht lassen. Wie viel auch meiner Fehle sind, bin ich durch Jesum doch dein Kind, du ben nach Licht und Trost, mein versöhnter Vater. 5. 2. Ringsum ist Dunkelheit um mich. Wie strebt mein Geist mit Be 864 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. 5. Wohl mir! so Muth den Schwachen. fürcht' ich keinen Streit. Du, Gott, bist meiner Du kannst mich sieg- Seele Licht; hab' ich haft machen; du giebst nur dich, so frag' ich den Bangen Freudig nicht nach Himmel und keit, und Kraft und nach Erde. di c. Nach überstandenen Gefahren und Leiden. Mel. Es ist das heil uns. blick der letzte unsres 764. Wir kommen, Lebens. Helfer, dir Gesang und Ruhm und Preis zu bringen; des ganzen Volkes lauter Dank soll, Vater, dir lobsingen, daß du uns in der höchsten Noth so treu beschüßet, daß der Tod uns nicht dahingerissen. die 3. Zu dir, du Menschenretter, schrien der Deinen bange Herzen. Du hörtest uns Seuchen fliehn; du heilest unsre Schmerzen. Erbarmungsvoll hat deine Hand das Uebel von uns abgewandt, uns väterlich geschonet. 4. Wir wollen, der vom Verderben; wir du uns befreist, o Gott, sahen dort und sahen hier so viele Brüder sterben. Nichts trieb des Würgers Macht zurück; es dünkt' uns jeder Augendich ewig loben. Sei ewig, Vater, Sohn und Geist, von deinem Volk erhoben! Es bete dich, Erretter, an; es danke, wer 2. Ach! allenthalben waren wir umfangen - Nach überstandenen Gefahren und Leiden. 865 wer nur danken kann, 2. Verderben wollt' und fürchte deinen uns schon verschlingen; Namen. 5. Auch durch des Lebens Angst und Noth vor Menschen war's um uns gethan: doch er sah im Gebet uns ringen, willst du zu dir uns und nahm sich gnädig ziehen; so hilffortan uns, heilger Gott, das Böse standhaft fliehen! Nie blend' uns mehr die Lust der Welt; nur das zu thun, was dir gefällt, sei unfres Herzens Freude. di mud Mel. wie groß ist des Allm. unser an. Er ließ die Fluthen grausend schwellen, und rettete mit starker Macht uns mitten durch die schwarzen Wellen, durch alle Schrecken banger Nacht. 3. Gott ist mit uns! Was kann uns schaden? 765. Der Herr ist Was kann uns Staub gut! Ihr Himmel, höret, und Asche thun? Wie gut und jauchzt uns nach: ist's, aller Sorg' entlaDer Herr ist gut! Er hat den, Herr, unter deinen das Leid in Lust verkehret; Flügeln ruhn! Ihr goldGott ist's, der große nen Seile treuer Liebe, Dinge thut! Zu ihm, zieht uns zu unserm von dem wir Alles Schöpfer hin! Ihm weihaben, ging unser Flehn hen wir des Herzens in tiefer Noth, als Triebe; geheiligt sei ihm große Wasser uns um unser Sinn! gaben, und keine Hand uns Hülfe bot. 4. So fliehn wir der Verachter Pfade, die sich Jii von 866 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. von Gott zur Welt gewandt, vergessen nimmer seiner Gnade, die Heil und Rettung uns gesandt, und werden noch in fernen Zeiten des groBen Helfers in der Noth, des weisen Vaters Lob verbreiten, das Lob des Gottes Zebaoth! hoe 2. Seid gesegnet, Wonnetage! Der stille Schmerz, die laute Klage löst sich in Freudenthranen auf. Sprosset fröhlich, reiche Saaten! Die wüthend euch zu Boden traten, gehemmt ist ihr verhaßter Lauf. Wie ist die Welt verjungt! Ein Lebensgeist durchdringt alle Seelen. Hell wird der Blick; es kehrt das Glück zur Hütt' und zum Pallast zurück. 766. Hallelujah! Preis und Ehre! Die Tempel schmückt, weiht die Altäre ihm, der uns großes Heil gesandt! Singt dem mächtigen Erretter aus voller Brust, dem Gott der Götter! Er sendet Ruh' auf Meer und Land. Der Schlachten Donner schweigt; der Friedensbogen neigt 3. Endlich, endlich ist errungen, was nah und fern in allen Zungen die hart Bedrängten heiß erfleht. Gnädig hast du, Herr, vernommen die stillen Seufzer deiner Frommen, erhört die Thränen, das Gebet. Den Kampf sanft sich nieder. Gott hast du verkürzt, derThrohielt Gericht; und herrlich bricht aus langer nen baut und stürzt. Dir die Ehre! dein Wink geNacht hervor das Licht. beut- da ruht der Streit; die Mel. Wachet auf, ruft uns die. ben Nach überstandenen Gefahren und Leiden. 867 die Welt schaut Gottes erblüht ein neu Geschlecht Herrlichkeit.bon con dir zum Ruhme; zu dir hinauf führt so der Lauf, und ewger Friede nimmt uns auf. 4. Freiheit kehrt den Völkern wieder; des Segens Fülle strömt hernieder, und sicher steht, was Eintracht Baut. Nicht entreißt mehr ohn' Erbar- 767, Gott mit uns! men des Krieges Wuth Hinauf, ihr Psalter, zu des Vaters Armen den Gott, dem Retter, dem Sohn, der Mutter und Erhalter! Er lenkt der der Braut. Ruh' euch, Stern' und Völker Bahn. die ihr gekämpft, mit Er nur schafft des Sieges Gott den Feind gedämpft! Kronen; lobsingt! An Friedenspalmen entblu- uns, an Millionen hat hen schon der Gruft; und Großes einst der Herr Lohn wird euch vor des gethan. Mit unserm Vergelters Thron. Gott erstand das freie Vaterland. Hallelujah! Du große Zeit, durch ihn geweiht, verkünde seine 5. Herr, der Frieden uns gegeben, hilf auch den höhern uns erstreben, der unser Innerstes durch- Herrlichkeit! dringt! Herrscht in uns dein heilger Wille, so wandelt sich in Ruh' und Stille, was feindlich in uns kämpft und ringt. In Frömmigkeit und Recht 10: 19m Mel. Wachet auf, ruft uns die. Mel. 2. Gott mit uns! Er sah die Thränen, vernahm der Völker banges Sehnen, und bot die treue Hand uns dar. Als mit ihm die Land' erwachJii 2 ten 868 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. ten- inFlammen, Win- einst, uns seine Friedensterfrost, in Schlachten sonne; noch preist den erschien der Retter wun- Herrn der Lobgesang. derbar. Er stillt die wilde Freundlich blickt er auf Fluth, gebeut den Stür uns nieder; und Liebe men: Ruht! Hallelujah! baute schöner wieder, was Der Retter sprach, und einst der Flamme Wuth unsre Schmach ward verschlang. Noch zeugt Ruhm, und unser Joch zerbrach. der Jahre Ruf: Gott schußte, was er schuf. Hallelujah! Er, groß von Rath und stark von That, gab Aerndtelust nach Thränensaat. mod not 3. Gott mit uns! An seiner Rechten stieg glorreich uns aus bangen Nächten des Friedens goldnes Licht empor. 5. Gott mit uns! Freudig jauchzten Lån Triumph und Frieden der, Meere; die Herzen hat, Herr, uns deine wurden Dankaltare, und Huld beschieden; verleih' alles Volk ein Jubel- uns Frieden auch mit chor. Der Våter Ruhm dir! Frei sind wir durch und Glück, die Frei- dich erstanden; mach' heit, kam zurück. Hal- auch die Seele frei von lelujah! Mit seiner Macht Banden, von Wahn und ist's wohl vollbracht, sündlicher Begier! Wohl mit ihm der Tag des dem, der muthig ringt, Heils erwacht. und sieggekrönt einst 4. Gott mit uns! Noch singt: Hallelujah! Herr, glänzt in Wonne, wie führe du durch Kampf der Nach überstandenen Gefahren und Leiden. 869 Tag, da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt; wenn sie kommt, kommt unsreBitt' und die Freude reichlich mit. 4. Als ich furchtfam und verzagt mich mit schwerem Gram geplagt, als ich manche liebe Nacht mich mit Wachen krank gemacht, als mir aller Muth entfiel, gabst du, Gott, der Noth ein Ziel, schenktest mir der Freuden viel. 5. Nun, 5. Nun, so lang' es Gott gefällt, daß ich lebe in der Welt, soll mir der Ruh' in deinem Friedensreich uns zu snim no Mel. Singen wir aus Herz. 768. Auf den Nebel folgt die Sonn', auf das Trauren Freud' und Wonn'; auf die schwere bittre Pein stellt sich Trost und Labsal ein. Meine Seele, die zuvor sank bis an des Todes Thor, steigt gen Himmel nun onog 2. Gott läßt Keinen traurig stehn, noch mit Schimpf zurückegehn, der sich ihm zu eigen schenkt, und ihn in sein empor. Herz versenkt. Wer auf seiner Wunder Schein Gott die Hoffnung setzt, siegt und findet doch zu legt, was ihm Leib und Seel' ergößt. stets vor meinen Augen seyn. Ich will all' mein Lebenlang meinem Gott mit Lobgesang dafür bringen Ehr' und Dank. 3. Kommt's nicht heute, wie man will, sei 6. Ich will gehn in man nur ein wenig still; ist doch morgen auch ein Angst und Noth; ich will gehn bis in den Tod; ich 870 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. ich will gehn in's Grab versagte, da ward Erhinein, und doch allzeit quickung, Herr, von Dir. fröhlich seyn. Wem der Alls an meiner SchmerStärkste will beistehn, zen Stäte die Liebe: wen der Höchste will er ,, Hilf, Erbarmer!" flehte, höhn, der kann nicht zu da warst du schon ErbarGrunde gehn. mer mir. Erlöschen sollte nicht der Augen mattes Licht. Vater, Retter! auf dein Gebot entfloh die Noth; vorüber ging an mir der Tod. Ed in Mel. Wachet auf, ruft uns die. 769. Heil mir! Von der Krankheit Banden bin ich mit meinem Gott erstanden. Ent- 3. Dein ist der Genezückte Seele, himmelan! sung Wonne. Wie grunt Preis ihm, der von Ster die Au', wie glänzt die bebetten allmächtig, wun- Sonne mir in verjungderbar erretten, und ter Herrlichkeit! Nun neues Leben schenken kann! Wer hilft in banger Nacht, wenn nicht sein Auge wacht? Vater, Retter! du dachtest mein; du halfft allein. O sei mein Dank, mein Leben Dein! empfind' ich neue Stärke, mein Gott, zu neuem Tagewerke; nun flieht mir köstlicher die Zeit. Nun theilt der Meinen Brust mit mir des Dankes Lust. Vater, Retter! am Grabesrand hat deine Hand beschüßt der Lieb' und FreundOll 2. Als mein Herz in Alengsten zagte, Er quickung mir der Schlaf schaft Band. 4. Bei Sterbefällen und Begräbnissen.si 871 4. Neu geboren ist mein 5. Mag dann einst der Leben. Was kann ich dir Tag erscheinen, wo Kunst vergeltend geben? Geden- und Lieb' umsonst sich ken will ich deiner Huld, einen, und brechen mag treu dir mein Gelübde des Müden Herz; mag, zahlen, will mehr, als vor was sterblich war, verder Seuche Qualen, er wesen; ich bin ja selig zittern vor dem Gift der dort genesen, erlöst von Schuld, will wirken, allem Erdenschmerz. Du Herr, als Christ, so nimmst die Deinen auf lang' es Tag mir ist. nach treuem Pilgerlauf. Vater, Retter! o steh' Vater, Retter! dein Himmir bei, daß kräftig, mel lohnt, wo Christus frei von Seuchen meine thront, und wechsellos Seele sei!) Gesundheit wohnt. de 200 d. Bei Sterbefällen und Begräbnissen. Mel. 4Tun laßt uns den Leib. Sterblichen, nur ein! Es non( Gemeine.) bleibt im dunklen Grabe 770. Begrabt den nicht; denn Jesus kommt Leib in seine Gruft, bis und hält Gericht. ihn des Richters Stimme ( Gemeine.) ruft! Wir såen ihn; 3. Aus Staube fchuf einst blüht er auf, und ihn einst der Herr. Er steigt verklärt zu Gott hinauf. war schon Staub, und wird's nur mehr; er liegt und schläft: doch er erwacht dereinst aus dieser Todesnacht. ( Chor( Chorstimme.) 2. Grabt mein verwesliches Gebein, o ihr noch 872 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. od n( Chorstimme.) ( Chorstimme.) 4. Du wirst mein auf 8. Bei euch hat Trubsal gelöst Gebein, o du Ver- mich gedrückt; nun hat wesung, bald zerstreun. mich Gottes Ruh' erGezählt ist, wie des quickt. Im finstern Thale Hauptes Haar, mein wandelt' ich; doch führte Staub; Gott weckt mich Gottes Rechte mich. ( Gemeine.) wunderbar. 9. Er litt viel mehr, der uns versöhnt', und himmlisch seine Sieger Frönt. Lohn, o Lohn O für wenig Pein! Dann wird's wie Träumenden uns seyn! ( Gemeine.) 5. DesFrommenSeele lebt bei Gott, der sie aus aller ihrer Noth, aus aller ihrer Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. ( Chorstimme.) 6. Gott ist barmherzig, und verstößt im Tode nicht, die er erlöst, die nicht, für deren Misse that sein Mittler sich ge heiligt hat. ( Chorstimme.) 10. Jch trug sein Joch bis an mein Grab; nun wischt er meine Thränen ab. Was sind die Leiden jener Zeit, Gott, gegen deine Herrlichkeit? ( Gemeine.) ( Gemeine.) 11. Nun, du Erlöster, 7. Er wandelt' hier im finstern Thal; er duldete schlaf' in Ruh! Wir geviel Schmerz und Qual. hen unsern Hütten zu, Du trugest Jesu Christi und machen zu der EwigJoch, entschlummertest, keit mit Freud' und Zitund lebest noch. tern uns bereit. onnesdo a misde bil ( Chor all Bei Sterbefällen und Begräbnissen. 873 ( Chorstimme.) 12. Ja, lasset mich in meiner Ruh', und gehet geliehn. Die Zeit ist hin; darum befiehlt er dir, jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin! Gott euren Hütten zu. Schafft, daß ihr selig werdet; hat es so versehen; was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, ringt, bis ihr euch auch der Erd' entschwingt. ( Gemeine.) 13. Ach Gottgeopferter, dein Tod stårk' uns in unsrer letzten Noth! Laß unsre ganze Seele dein und freudig unser Ende seyn! mein Kind! 3. Zeuch hin, mein Kind! im Himmel findest du, was dir die Welt versagt. Denn nur bei Gott ist Trost und wahre Ruh', kein Schmerz, der Seelen plagt. Hier müssen wir in Aengsten schweben; dort kannst du ewig fröhlich leben. Zeuch hin, mein Kind! Mel. Es ist genug, so nimm. 771.3euch hin, mein Kind! denn Gott selbst fordert dich aus dieser eitlen Welt. Ich leide zwar; dein Tod betrübet 4. Zeuch hin, mein mich; doch weil es Gott Kind! wir folgen alle gefällt, so unterlaß' ich nach, sobald es Gott gealles Klagen, und will beut. Du eilest fort, eh' mit stillem Geiste sagen: größres Ungemach dich Seuch hin, mein Kind! in der Welt bedräut. 2. Zeuch hin, mein Wer lange lebt, bleibt Kind! der Schöpfer hat lang'im Leide; wer frühe dich mir nur für die Welt stirbt, kommt bald zur him Freude. 874 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Freude. Zeuch hin, Ruft er mein Kind nun mein Kind! idhimmelan zu Zions rei5. Zeuch hin, mein nen Geistern, und will Kind! die Engel warten mein Herz bei diesem schon auf deinen from Schmerz vor banger men Geist. Da siehest Wehmuth brechen: kann du, wie Gottes lieber ich ihm widersprechen? Sohn dir selbst die Krone 3. Gott thut's, und Size weist. Wohl dir! die so ist's wohlgethan; er Seel' ist nun entbunden; macht es bald vollkomdu hast im Herren über- men. Er hat es von Zeuch hin, der Dornenbahn in sei nen Schooß genommen. Was Gott gefällt, darf in der Welt nicht allzuSer wunden. mein Kind! lange weinen. Er eilet mit den Seinen. Mel. Was Gott that, das ist. ORS ift. 4. Thut's Gott, so ist es wohlgethan; die Welt kann leicht verführen. Dort oben trifft es Rosen an, daran kein Dorn zu spüren. In Gottes Hand ist dieses Pfand ganz sicher aufgehoben, wenn hier die Stürme toben. 5. Was Gott thut, das die Weisheit meistern? ist wohlgethan; ich will d 1918 772.WasGott thut, das ist wohlgethan; er giebt und nimmt auch wieder. Bald sieht er uns in Gnaden an; bald beuget er uns nieder. Aus frohem Dank wird Grab gesang, aus Wiegenliedern Klagen, aus Hoff nung banges Zagen. 2. Doch was Gott thut, ist wohlgethan; wer darf mich Bei Sterbefällen und Begräbnissen. 875 mich ihm ergeben. Dort Mel. wer weiß, wie nahe. ist das wahre Kanaan, 773. Ihr Aeltern, ge= hier nur ein Pilger- bet euch zufrieden, und leben. Zeuch hin, mein stillet eurer Thränen Kind, wo Sonnen sind, Fluth! Ist euch ein liebes die niemals untergehen, Kind verschieden: ihr und stets im Glanze wißt nicht, warum Gott stehen! sees thut; doch wißt ihr, 6. Was Gott thut, das daß sein harter Schluß ist wohlgethan! Ein zu eurem Besten dieChrist steht fest im Glau- nen muß. ben, daß er uns wiederge ben kann, was Grab und Tod jetzt rauben. Wie freu' ich mich, mein Kind, auf dich! Dort will ich dich umfassen, und nim mer von dir lassen. 2. Zwar sollte nicht das Herz euch brechen, wenn ihm das Herz im Tode bricht? Wer euch will völlig Unrecht sprechen, ach! der kennt Aelternliebe nicht. Wer könnte bei so herber Pein wohl kalt und unempfindlich 7. Was Gott thut, daß ist wohlgethan! Du sammlest meine Thrå- seyn? auch Christen bleiben, und in dem Leid als Christen thun, dem Höchsten nicht Gesetze schreiben, sehen! Ja, ja, es wird in seinem Willen kindlich geschehen. nen; ich aber schaue him 3. Doch müssen wir melan mit Seufzen und mit Sehnen. Ach! daß ich dort bei dir, mein Hort, mein Kind bald mögte Gruhn, und mitten in der Trauer 876 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Trauerzeit doch hoffen Haupt die Krone, die kein auf die Ewigkeit. Feind ihm raubt. and fo dn 4. Wozu die kummer 7. Der Vater hat vollen Thränen? Be- sein Kind umfangen; trübte Aeltern, denket das Lämmchen nahm der nach! Hebt euer unermeß- Hirt zu sich. Die Blume lich Sehnen denn irgend wird einst wieder praneuer Ungemach? Begehrt gen, die hier den ersten ihr aus dem Himmels- Tag verblich. Der KirchSaal eu'r Kind in dieses hof muß der Acker seyn, Thränenthal? non solch Weizenkorn hinein zu streun. 5. Seht nicht so angstlich nach der Leichen; starrt nicht so traurig in das Grab. Die Blumen können bald erbleichen; die Blätter fallen leicht lich ab. Ihr wißt, daß alles Fleisch nur Heu und wie das Gras im Felde sei. 8. Was könnt ihr euren Kindern geben, wenn ihr auch noch so sorgsam seid? Der Aeltern und der Kinder Leben ist beides nichts als Eitelkeit, und, wenn es je am besten war, doch nur voll Sorgen und Gefahr. 6. Getrost! denn euer 9. Gesetzt, ihr brachtet Kindlein lebet; es ging sie zu Ehren- im Himhinauf zu Jesu Christ. mel stehn sie oben an. Seht, wie es dort mit En- Ihr sucht die Güter zu geln schwebet, und selbst vermehren, dadurch das ein kleiner Seraph ist. Es Kind verderben kann. tråget schon sein zartes Und was ist dem des 3511072 Gol allBei Sterbefällen und Begräbnissen.si 877 Goldes Preis, der sei- letzter Angst! Erbarm' nen Schaß im Himmel dich ihrer! weiß? 10. Drum, ihr betrübten Aeltern, küsset die Hand, die euch geschlagen hat. Ob ihr, was Gott 2. Wer mit einem Wassertrunk der Geringsten Einen deiner Treuen labt, soll froh im Gericht erscheinen. Wir labten, thut, jetzt nicht wisset Herr, sie gerne; allein dereinst erfahrt ihr seinen Rath. Es kommt die Zeit, wo euch erscheint, wie gut er es mit euch gemeint. kein Trunk mehr kühlet die. Darum beten wir für sie: Heiliger Schöpfer Gott! Heiliger Mittler Gott! Heiliger, barmherziger Tröster! du ewiger Gott! laß sie nicht erliegen, Herr! Herr! Herr Gott! im Gericht erbarm' dich ihrer! - Mel. Mitten wir im Leben. 774. Stärke, die zu dieser Zeit, da wir, Herr, dir singen, müde, stumm im kalten Schweiß mit dem Tode ringen! Du nur kannst sie erquicken. Sie liegen da und sehn hinab in das schauervolle Grab! Heiliger Schöpfer ringt, in das Grab geGott! Heiliger Mittler sunken, um seines Todes Gott! Heiliger, barm- willen hör' unser thränenherziger Tröster! du ewi- voll Gebet, das für sie ger Gott! laß sie nicht um Gnade fleht! Heiliger versinken in des Todes Schöpfer Gott! Heiliger Oppor Mitt3. Ach! weil Jesus Christus selbst diesen Kelch getrunken, und, von viel mehr Qual um 878 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. Mittler Gott! Heiliger, wird sie nicht mehr dich barmherziger Tröster! um schrecken, nicht mehr die Gnade für fie! Laß Gnade dir verdecken; er sie sanft entschlummern! ist viel größer als dein Trockne, trockn' in jener Herz. Ach! mehr, als du Welt all' ihre Thränen! verstehst und weinend von ihm flehst, wird er geben. Er hat's voll775. Hallelujah! bracht; die dunkle Nacht Amen! Amen! entschlaf' des Todes und der Sünd' in jenem großen Namen, ist hin. tnisbuschus cor vor dem sich Erd' und 3. Welcher Glanz wird Himmel beugt! Sieh, dich umfangen, ist dir der an deiner Laufbahn Ende Tag nun aufgegangen bist du; er nimmt in seine des Lebens nach des ToHände die Seel' auf, die des Nacht! Sei geſegnet! der Erd' entfleucht. Hör', Amen! Amen! entschlaf o erlöster Geist, der bald in Jesu Christi Namen! am Thron ihn preist: denn auch für dich hatt Jesus Christus hat dich er's vollbracht. Nicht versöhnt; von ihm gekrönt, empfähst du nun der Erben Lohn! p du, der Herr allein macht dich von Sünden rein; und du sündigst nun bald nicht mehr. Der Brüder Heer, der himmlischen, nimmt nun dich auf. 2.Ob dich deine Sünd' auch schreckte, und dir der Gnade Trost verdecktewas dich verdammt, ist nur dein Herz. Bald trigle Mel. Wachet auf, ruft uns die. 4. Noch ein Segen soll dich letzen: Daß du verwesest, allBei Sterbefällen und Begräbnissen. 879 wesest, dies Entsegen ver- fehlt die treue Hand am finsire deine Seele nicht! Weg' in's beßre VaterZwar wir wandeln hin land, dein Blick voll undsäen dich irdisch aus; Ernst und Freude. doch auferstehen sollst du 3. Ja, weinen darf ich, mit jenes Tages Licht. Gott, vor dir, daß du Geh' ein zu deiner Ruh'; die fromme Seele mir der Herr schleußt nach so früh schon haft entdir zu. Auferstehen nach rissen. Die Wunde blutet kurzer Ruh', du Todter sehr, und ich, ich klag", du, wirst du zum Leben geliebtes Herz, um dich: auferstehn! egins im Gott hat dich mir entrissen. sm Mel. Kommt her zu mir, spr. 4. Doch ruhst du nicht 776. Ach! hier nicht in Gottes Schooß? So mehr, ach fern von mir sei mein Schmerz denn bist du, ich sehe nichts noch so groß, ich will von dir, du liebe treue vor Gott mich beugen. Seele! Entflohn aus Nein, Theure, keinen meinen Armen weit bist Augenblick wünsch' ich du vom Thal der Sterb- dich in den Staub zulichkeit, o beste treuste rück. Geduldig will ich Seele! schweigen. 2. Der Freundschaft Labsal ist dahin; dein Trost, wenn ich verlassen 5. Der Leichnam ruht im kühlen Grab; Gott nahm ihm seine Schmerbin; dein Mitleid, wenn zen ab und jede Last der ich leide. Mir fehlt, mir Leiden. Empor schwang sich 880 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. sich vom Staub der Geist empor: so werd' ich, was zu dem, der Liebe, Liebe heißt, genießt nun Gottes Freuden.me ich hier verlor, im Himmel wieder finden. 9.3war hört, wenn einst 6. Die Seele, die mein Auge bricht, mein hier heilig war, fei'rt Ohr von dir, o Theure! dort mit der verklärten nicht Gebet, nicht Trost Schaar den Sabbath der und Segen: doch wenn, Erlösten; ist Wonne, auf Gottes Wink, mein Liebe, Dank und Licht, Geist sich im Triumph und lebt und schaut! der Erd' entreißt, so eilst Das sollte nicht bei'm du mir entgegen. Trennungsschmerz mich trösten? 7. O Trost, o hoher Trost für mich! Mein banges Herz, erheitre dich und stille deine Klagen! Erlöst von ihres Leibes Joch, lebt die geliebte Seele noch; und ich, ich sollte zagen? 10. Ja, Jubeltag, du kommst heran, wo ich verklärt Gott schauen kann mit dir, geliebte Seele, mit dir, mit dir werd' auferstehn, mit dir durch alle Himmel gehn, o mir entrißne Seele! om 8. Nein, stille will ich Gott vertraun. Wer Jesu glaubt, wird dort ihn schaun, wird Selig keit empfinden. Ich weiß, ring' ich vom Staub danke! 11. Gedanke der Unsterblichkeit, erheitre jede Dunkelheit, gieb Muth mir, wenn ich wanke! Ersticke jede Leidenschaft, erfülle mich mit Hel denkraft, hochheiligerGe 777. Bei Sterbefällen und Begräbnissen. 881 Mel. Wie nach einer Wasserq. 777. Ruhen sie in Gottes Frieden, sie, die, hier begrüßet kaum, frühe kannt und ungeliebt, und von deren treuen Hand kaum ein Herz den Druck verstand, die doch liebend, schon hinüber schieden segnend schieden, ruhn, aus des Lebens MorgenTraum, und die erst nach langer Qual aus der Erde dunklem Thal mit zerrißnem Herzen schieden. All' ihr Seelen, ruht im Frieden! Ind o ruhen sie im Frieden! 4. Die nicht Glück noch Ruhe kannten auf des Kampfes offnem Feld', aber Muth und Stärke sandten in die tiefentschlafne Welt, die die Geister aufgeweckt, nie durch Menschenfurcht geschreckt, die noch lehrend, bessernd schieden, ruhn sie in gerechtem Frieden! 2. Die nach Irdischem nicht strebten, ewges Glück in Hoffnung sahn, treu der ernsten Pflicht nur lebten troß der dornenvollen Bahn, und, wie groß das Opfer war, doch es freudig brachten dar, ungern drum vom Wirken schieden, ruhn sie in des Lohnes Frieden! 5. Alle Geister, die voll Klarheit, streitend für das Heiligthum, wurden Märtyrer der Wahrheit, suchten nicht desStreites Ruhm, die auf ihrem 3. Die sich still nach Pfad im Licht hin sich Liebe sehnten, wie der opferten der Pflicht, und Mensch dem Menschen als Sieger Gottes schiegiebt, einsam ihren Pfad den, ruhen sie in Gottes bethranten, ach! ver- Frieden! REF 6 882 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. geliebten Freund nicht mehr. Wie der welke Greis am Stabe, sinkt der Jüngling und der Knabe; und das schauervolle Grab zieht zulegt auch uns herab. du 6. Ruht auch ihr, o Freund, und findet den theure Seelen, die ihr meiner Tage Glück, bei des Lebens Drang und Qualen, trugt in eurer Liebe Blick! Dort noch, in des Vaters Reich, mit euch selig, dank' ich's euch! Ach daß ihr dahin geschieden! Ruht in Gottes heil'gem Frieden! Mel. Alle Menschen müſsen. Erde; aber sein Bewoh778. Trocknet eures ner bleibt. Ihr GeliebJammers Thränen, hei- ten, ja! ihr schwebet über tert euren trüben Blick; Sternen, ja! ihr lebet denn es bringt kein ban- noch voll Liebe für den ges Sehnen die Ent- Freund, der an eurem schlafenen zurück! Ach Grabe weint. 3. Gleich des Feldes Blumen werde, was geboren ward, zerstäubt! Nur der Erdenleib wird die holde Stimm' und 4. Diese Kräfte, dieRede, und der Lieblich ses Trachten aufwärts keiten jede und das fröh- zur Vollkommenheit, dieliche Gesicht ruht im ses Vorgefühl, dies Grab, und kehret nicht! Schmachten nach der Unvergänglichkeit, dieser Geist, der Welten denket, würde mit in's Grab geTrauernd sucht der senket? und geschaffen 2. Gleich des Feldes Blumen schwindet, was da lebet rings umher. hätte Bei Sterbefällen und Begräbnissen. 883 hätte Gott dieses Alles stern, Brüder, Freund für den Tod? tpils und Gatten fest vereint; 5. Nein, o Vater, nicht wenn, gelehrt von Himvergebens schufst du uns melsweisen, wir des Vazu deinem Bild. Weis- ters Liebe preisen, der heitsvoll hast du des aus Irrthum, Schmach Lebens edlen Geist in und Gram uns in seine Staub gehüllt. Diese Ruhe nahm! Hülle wird zertrümmert; 8. Bald vielleicht, ach! und die freie Seele schim- bald verschwunden ist mert zu der höhern Gei- auch unsre Lebenszeit; ster Chor immer Herr- und wer weiß? von licher empor. d unfren Stunden kommt 6. Auf! von Moder die letzte wohl schon heut'. und Verwesung blicke Olaßt Gottes Weg uns dort hinauf, mein Geist, wandeln, kindlich glauwo im Friedensthal Ge- ben, redlich handeln, daß nesung alles Erdenjam- wir, wenn der Vater mers fleußt; wo nicht ruft, freudig sinken in Kriege, Wasserfluthen, die Gruft. Hunger, Pest und wilde Gluthen, wo nicht Trennung mehr noch Tod liebenden Geliebten droht! dyl Mel. Gwelt, ich muß dich. 779. Mein banges Herz, sei stille! es war des Vaters Wille; des Vaters Will' ist gut. Was seine Hand geliehen, darf sie das nicht REF 2 ent= 7. Ach des Wonne tags, der wieder, was am Grabe hier geweint, Aeltern, Kinder, Schwe 884 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. entziehen? und darfst du tadeln, was sie thut? Seelen Wunde. Ach! es erliegt der Geist, wenn Alles nun verschwindet, was Herz an Herzen bindet, daß legte Band der Tod zerreißt. 6. Doch konnt' es ewig dauern? es mußte Einer trauern; denk', daß Gott 2. Es blute nur die Wunde; schon naht der Heilung Stunde. Vertrau'! ſie ist nicht weit. Was dir der Tod entrissen, sollst du nicht ewig missen; auf! freu' dich der Unsterblichkeit! ainddich erkor. Gehorsam sei3. Wer wohl den Lauf nem Willen fühl' deinen vollbrachte, dem kommt, Schmerz im Stillen, oft eh' er's dachte, des und schaue gläubig dann Kampfes Ruh' am Ziel. empor! mos d Er ruht in Vaterhånden; ihn herrlich zu vollenden, entrückt ihn Gott dem Weltgewühl. 7. Sprich: Was du mir gegeben, Herr über Tod und Leben, es war mein höchstes Glück. Doch blieb es ja das Deine; ob ich auch klag' und weine, geb' ich's doch willig dir zurück. 4. Des Lebens Freud' und Kummer löst sich in sanften Schlummer des Todes endlich auf. Der Tod kommt uns zu retten von allen unsern Ketten; frei steigt der Geist zu Gott hinauf. 8. Zum Himmel früh erkoren, seid ihr uns nicht verloren, um die die Thräne fließt. Hier trübten unsre Freuden doch Sorgen oft und Leiden; 5. Schwer ist der Trennung Stunde; tief ist der wir wir suchen nur, was ihr genießt. ad Bei Sterbefällen und Begräbnissen. 885 Gebein segnen wir voll Wehmuth ein. 9. In jenen sel'gen Chd- 2. Doch, was Gutes ren wird uns kein Miß- er( sie) gethan, was in laut stören, uns keine Freundschaft uns verTäuschung nahn. Des bunden, was wir liebend Erdenlebens an ihm( ihr) sahn, nein! das ist nicht mit verschwunden! denn wie schnell das Leben eilt- Gutes bleibt und Liebe weilt. Schwächen, die Mängel, die Gebrechen sind dort auf ewig abgethan. 10. Wer weiß, wie bald zum Scheiden von allen Erdenfreuden für uns 3. Schrecke denn die Stunde schlägt? uns nicht sein( ihr) Drum trocknet, Weh- Tod! ton' ihm nicht die muthszähren! es wird bange Klage! Todesnicht lange währen, daß nacht bringt Morgenman auch uns zur Ruhe roth von dem ewgen trågt. Frühlings- Tage. Seine ( Ihre) neue Wohnung steht, wo kein Sturm der Erde weht. 4. Flucht an eines Engels Hand, Rettung vor den Ungewittern, Heimgang in das VaterlanddarfderChrist wohldavor zittern? Rufet er nicht da vielMel. Jesus lebt, mit ihm auch. 780. Tiefe Trauer ruft uns her; Thränen fließen von den Wangen. Er( Sie) begrüßet uns nicht mehr, ist auf immer weggegangen; und des ( der) Schlummernden 886 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. vielmehr: O daß ich bald droben wär'? men, vollendet ist sein Thun; wie wird er bei den Frommen nun sanft und selig ruhn! 3. Dein Rath hat ihn geleitet, o Herr, wie wunderbar! Dein Schuß hat ihn begleitet, wo auch sein Fußtritt war. Mit deines Geistes Stärke hast du sein Thun gelenkt, zum langen Tagewerke ihm 781. Der Herr der Kraft und Frucht geMel. Valet will ich dir geben. Aerndte winket; die schenkt. sdnute reife Garbe fällt. Die Abendsonne sinket; der Wandrer sucht sein Zelt. Dein Knecht geht reif an Jahren, oHerr, zur stillen Rast; laß ihn im Frieden fahren, wie du gefaget hast! 2. Er hat wohl viel getragen; sein Lauf war lang und schwer: nun fühlt er von den Plagen des Lebens keine mehr. Sein Abend ist gekom 89 5. Laßt uns oft den ernsten Blick in die Nacht der Gräber senken! Laßt uns liebevoll zurück an geliebte Todte denken, daß wir in Bereitschaft stehn, muthvoll ihnen nachzugehn! 4. Du hast im Erdgetümmel dich still zu ihm geneigt, und Christi Weg zum Himmel dem Glaubigen gezeigt. Nun rief er, fest im Hoffen, doch matt vomErdenlauf: ,, Ich seh' den Himmel offen; Herr Jesu, nimm mich auf!" 5. Wohl dir! du wirst ihn sehen, den liebend du umfaßt. Wohl dir! dir ist geschehen, wie du geglaubet hast. Der Herr bringt allBei Sterbefällen und Begräbnissen. 887 bringt dir entgegen der Kreis der Liebenden umTreue Gnadenlohn. Uns gab wo ist fortan der bleibt dein Werk, dein Schuß der Schwachen, Segen und dein Gebet des Weibes Hort, der am Thron. Kinder Stab? Ohörtes beide groß und klein: Er starb! doch ihr seid nicht allein. 6. OSchöpfer und Erhalter! o führ' auch uns so treu, und steh' uns noch im Alter mit deiner 3. Aus Erdennacht zur Hülfe bei! Ja, führ'uns, bis wir sterben, auf deines Sohnes Bahn, und endlich nimm als Erben uns dort mit Ehren an! lichten Höhe sah scheidend noch des Frommen Geist. Für euch rief er im Trennungswehe zu dem, der ewig Vater heißt. Und gläubig ſegnend schlief er ein: ,, Ich sterb'; doch Gott wird mit euch seyn." - Mel. Mein Jesus lebt, was. 782. Es flagt der Schmerz in den Hallen: Wie bist du, schöner 4. Sein letztes Flehn Kranz, entlaubt! Des hat Gott vernommen. Hauses Krone ist gefal- Erhörend grüßt er euch, len, gefallen mit des Va- und spricht: Getrost, du ters Haupt. Verlaßne einsam Haus der Fromgehen aus und ein; er men! des Vaters Segen starb- ach wer wird weicher nicht. Im Friemit uns seyn? den ruhet sein Gebein; er 2. Der mit der Liebe starb, ich will dein Helfer treuem Wachen den seyn.us bon 5. 888 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. 5. O Hirt der vaterlosen Heerde, der Glieder Haupt an seiner Statt! du führst hinaus, was der Verklärte in Lieb' und Treu' begonnen hat. Denn Wittw' und Waisen sind ja dein. Er starb; du wirst ihr Vater seyn. 6. Getrost! die Hülfe mangelt nimmer; oWeib, dein Glaube wird zum 783.Wohlauf, wohlSchaun. Getrost! Sank auf zum letzten Gang! auch das Haus in Trüm- Kurz ist der Weg; die mer, Gott wird den Kin- Ruh' ist lang. Gott fühdern Häuser baun. Ge- ret ein, Gott führet aus; trost! ihr bleibt in Ar- wohlauf, hinaus! Kein muth reich, seid ihr mit Bleiben istimErdenhaus. Gott und Gott mit euch. Mel. Ich hab mein' Sach G. 2. Du Herberg' in der Wanderzeit, du gabest Freuden, gabst auch Leid. Schließ' nur getrost die Pforte zu; was trauerst du? Dein Gast geht in die ewge Ruh'. 7. So geht, im Glauben, Hoffen, Lieben vereint, der ewgen Heimath zu. So haltet fest, was euch geblieben, und segnet des Entschlafnen Ruh'! Dort in des Lichtes selgem Reich dankt ihr mit ihm und er mit euch. 8. Du thust, o Vater, überschwänglich mehr als wir bitten und verstehn. Die Freudenårndt' ist unvergänglich für Fromme, die mit Thränen så'n. Wir sind getrost und harren dein; Herr, du wirst ewig mit uns seyn! bon 3. Tragt sanft ihn in sein Schlafgemach! Ihr Lieben, folgt ihm segnend nach! Bei Sterbefällen und Begräbnissen. 889 bald! Ja, komm, Herr Jesu, führ' uns ein! wir harren dein; dein laß uns ewig, ewig seyn! nach! Hab' gute Nacht! Der Tag war schwül im Weltgewühl. Hab' gute Nacht! Die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist der Särge Tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. 784. Weinet nicht Triumph! Mel. Alle Menschen müssen. Der Herr mehr um die Frommen, die der Tod euch hat geraubt! Zu dem Herrn macht gute Bahn, sein Kreuz voran! das winkt und deutet himmelan. sind sie gekommen, dem 05. Ihr Glocken, tönt hochfestlich drein, und läutet hell den Sabbath ein, der nach des Werktags sie liebend hier geglaubt. Er hat sie hinaufgezogen aus den Stürmen, aus den Wogen; in das ewge kurzer Frist durch Jesum Friedensland führte sie Christ für Gottes Volk die Vaterhand. vorhanden ist! Dati 2. Kämpfen war ihr 6. Nun öffne, Thor Loos hienieden; Müh' des Friedens, dich! hier und Arbeit war ihr Theil. schließt des Pilgers Wall- Ringend strebten sie nach fahrt sich. Dort oben ist Frieden, strebten nach des die Stätte schon am Gna- Himmels Heil. Ach wie denthron bereitet ihm manche heiße Thränen durch Gottes Sohn. flossen hier im frommen Sehnen! Um Erlösung flehten sie von des langen 7. Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und spricht: Ich komme Kampfes Müh'. 3. 890 Lieder in Beziehung auf besondere Vorfälle. 3. Nun ist ihr Gebet des Lebens. Amen! Jherhöret; von den Banden res Dankes Jubelton sind sie frei. Ihre Liebe schallt ohn' End' vor ist verklåret, und belohnt Gottes Thron.ne wird ihre Treu'. In das Grab sank nur die Hülle; doch ihr Geist trinkt aus der Fülle, die von Gottes Throne fließt und der Erde Leid versüßt. 6. Bald erscheint die sel'ge Stunde, die euch zu den Lieben bringt, wo ihr in der Engel Bunde würdiger dem Herrn lobsingt. Dann seht ihr die Schwestern, Brüder, Gatten, Aeltern, Kinder wieder. Nach der TrenAerndt' erschienen, die nung leßtem Schmerz des Heilands Wort versprach. Ihre reifen Saa ten stehen glänzend in des Himmels Höhen, und im jauchzenden Verein bringen sie die Garben ein. 4. Ewig, ewig folgen ihnen ihres Glaubens Früchte nach; nun ist jene sinkt ihr an ihr liebend Herz. id ning neut 7. Führ' uns, Herr, in jene Chöre, zeuch uns den Verklärten nach! Preis sei dir und ewig Ehre, der die Bahn zum Himmel brach! Lehr' uns beten, wachen, ringen, daß auch wir zum Himmel dringen! Bring' uns all' auf Siegerhöhn zu der Lie5. Weinet nicht mehr um die Theuern, die der Tod euch hier entriß! Sie, die ihre Siege feiern, sind des ewgen Heils gewiß. Herrlich prangen ihre Namen in dem Buch ben Wiedersehn! Register. Register. A. Ach abermal bin ich Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott und Herr, wie Ach Gott, verlaß mich nicht Ach Gott, wie manches Ach hier nicht mehr, ach Ach Jesu, gieb mir sanften Ach könnt' ich doch mit Ach! meine Seel' kann Ach sieh ihn dulden, bluten Ach schreib' in's Buch Ach wann werd' ich von Ach wenn ich dich, mein Ach wie hat mein Herz Ach wie ist der Menschen Ach wie nichtig, ach wie Alle Menschen müssen Allein Gott in der Höh' Allein zu dir, Herr Jesu Allen, welche nicht verg. Aller meiner Brüder Alles Blühende verblühet Alles ist an Gottes Segen Alles ist euer Allgútiger, dir will ich Allgütiger, du gabst dem Allmacht, Allmacht, hilf Allmächtiger, ich hebe Nr. 323. 241. 304. 582. 753. Verfaffer. B. Münter. J. Stegmann. M. Rutilius( V. 1-5) und J. Groß( V. 7-9) vor 1616. Zollikofer S. Franck. ? K. Hojer, nach d. Lat. von Bernhard Abt von Clairvaur.+ 1153. 776. 547. 297. 504. 176. 275. 324. B. Münter. 368. B. Schmolck. 759. 434. 506. 663. 64, J. C. Lavater. J. Maukisch. C. C. Sturm. D. Denicke. J. A. Hermes. Unbekannter Verf. F. G. Klopstock. B. Münter. *) 1774 Vor 1629 ? M. Franck. J. G. Albinus. N. Decius( n. e. uralt. Lat. 560. 543. 92. 400. 622. 703. 90. A. H. Niemeyer. 29. R. G. Reiber. 726. C. F. Neander. 891 C. F. D. Schubart. C. E. Sturm. 1766 1716 1584 1771 Vor 1669 1780 1652 1780 Vor 1813 1774 1704 1759 1772 Vor 1656 1652 Orig.) Vor 1529. Diterich 1780 302. J. Schneefing. 1545. Nean=" der. 1766. Diterich 1780 B. Münter. 1772 J. A. Cramer. 1780 J. G. Jacobi. 1795. Verånd. 1822 Unbekannter Verf. Vor 1676 1785 1780 1785 1810 1774 All*) Die Lieder in den einzelnen Unterabtheilungen dieses Gesang: buches sind sorgfältig nach der Zeitfolge geordnet; und die hier den Namen der Verfasser beygefügten Zahlen bezeichnen das Jahr, in welchem sie zuerst im Druck erschienen. Da sich dieses aber bis jetzt nicht von allen Liedern mit Sicherheit hat ermitteln lassen, so konnte die Angabe bey manchen nur unbestimmt lauten, wie bey Nr. 241: Bor 1629. Das einigen Namen vorgesetzte Fragzeichen deutet an, daß die Angabe des Berfassers mehr oder weniger ungewiß ist. Wo bey einem Liede mehrere Namen angegeben sind, da bezeichnen der zweite und dritte den oder diejenigen, welche dasselbe neu bearbeitet oder erweitert haben. 892 Allweiser Schöpfer aller Also hat Gott die Welt Amen, Lob und Preis Am Kreuz erblaßt Anbetung, Preis und An des Mittlers Kreuz An dir allein, an dir An Gott will ich gedenken Auch diesen Tag hab' ich Auf, auf, mein Geist Auf, Christen, laßt uns Auf Christi Himmelfahrt Auferstehn, ja auferstehn Auf, erwachet, meine Auf euch wird Gottes Auf ewig ist der Herr Auf Gott und nicht auf Auf, ihr Streiter, durchg. Auf, Jünger Jesu, freuet Auf, junge Christen, auf Auf, mein Herz, ermuntre Auf, meine Seele, singe Auf meinen lieben Gott Auf, schicke dich, recht Auf zu frommer Feier Aus deiner milden Aus irdischem Getümmel Aus meiner Noth, aus Aus tiefer Noth ruf ich Register. Auf deine Weisheit bauen 432. 768. Auf den Nebel folgt die Auf diesen Tag bedenken Auf! erhebet euch, ihr Auferstanden, auferstand. B. Bald oder spät des Todes Bedenke, Mensch, das Befiehl du deine Wege Begleite mich, o Christ Begrabt den Leib in seine Beschwertes Herz, leg' ab Nr. 37. 137. 204. 172. 467, 154, 316. 369. 743. 14. 118. 212. 210. 581. 198. 598. 215. 274. 405. 2. 388. 138. 186. 676, 123. 314. 301. 588. 636. Berfasser. 395. 171. 770. 719. Besiz' ich nur ein ruhiges 610. J. J. Rambach. H. C. Hecker. C. C. Sturm. J. F. Mudre. P. Gerhard. J. Zwick. ? . E. Arends. J. F. Danneil 1762. LavaSturm ter 1776. 647. F. G. Klopstock. 683. A. H. Niemeyer. 682. J. J. Eschenburg. F. G. Klopstock. 611. 420. C. F. Gellert. 1720 1730 1779 C. F. Neander. 1766 Diterich. 1765. Nach Hiller 1730 Bonaventura. † 1274. Aus d. Lat. übers. von A. I. Nambach. C. F. Gellert. B. Schmolck. C. C. Sturm. J. A. Freylinghausen. J. S. Diterich. J. Wegelin. 1636. Veränd. J. Gesenius od. Denicke. 1661 1770 Vor 1657 1538 1714 1781 1758 1782 1779 1758 1757 J. S. Buchka. 1735. Verånd. 1810 J. S. Diterich. 1765 C. C. Sturm. B. Schmolck. J. Graumann( nach Pf. 103) Vor 1530. Verånd. von Klopstock 1817 1757 1704 1780 1714 1765 S. Weingärtner. C. F. Gellert. 1758 Vor 1609 1757 1842 1778 C. J. Asschenfeldt. 1819 P. G. Werlhof. 1749 M. Luther( nach Psalm 130) 1524 W. N. Freudentheil. H. E. Heeren. G. B. Funk. Unbekannter Verf. 1776 1704 1760 1686 P. Gerhard. 1659 L. H. Bachoff von Echt. 1766 M. Weiß 1531 u. Klopstock 1758 C. Begleiter. C. F. Gellert. Vor 1704 1757 as Bester, Bester, weisester Regierer Bist du für mich, so rúste Bleibt bei dem, der Bringt Preis und Ruhm C. Christ, alles was dich Christ, aus deinem Herzen Christ, du nahst der Christ, folge deines Jesu Christ fuhr gen Himmel Christ ist erstanden Christe, du Lamm Gottes Christus der ist mein Christus ist erstanden mic D. Dank, Dank sei dir für Dank dem milden Vater Danket Gott, erhebt ihn Darf sich der Mensch zu Das Grab ist leer Das höchste Gut ist lauter Das walte Gott, der Dein Heil, o Christ, nicht Dein Leben, Jesu, war Dein, o Gott, soll ewig Dein Wort, o Herr, ist Deiner Wahrheit reines Deines Gottes freue dich Dem Heiland nach, mein Dem Worte deines Den die Engel droben Denkt mein Geist an jene Der du dein Wort mir Der du die Liebe selber Der du selbst die Wahrheit Der du uns als Vater Der du uns mit deinem Der du zu den beglückten Der Glaub' ist feſte Der Glaube fehlt und Der Herr der Verndte Register. Nr. Berfaffer. 111. J. C. Lavater. 629. W. N. Freudentheil. K. J. P. Spitta. 474. 199. J. S. Diterich. 429. 408. 572. 571. 209. 188. 280. 633. 203. 298. 733. 243. 570. 207. 45. 537. 485. 151. 11. 181. 259. 557. 260. 226. C. F. Neander. 1766 B. Schmolck 1704. Schlegel 1772 C. J. Asschenfeldt. 1823 J. K. G. Mann. Stolberg. ( Bearb. von Nr. 188.) C. F. Neander. 1817 Unbekannter Verfasser. Vor 1500 Unbekannter Verfasser. Vor 1300 Nach e. uralt. Lat. Orig. überseßt. ? Anna Gräfin von ? C. C. Sturm( † 1786) J. A. Cramer.( Nach einem alten Liede vor 1569) J. A. Cramer. S. G. Bürde. C. B. Garve. 264. 496. J. S. Diterich. 377. B. Münter. 461. W. C. Deßler. 283. J. Rist. 136. 893 1780 1832 1833 1765 J. A. Freylinghausen. C. C. Sturm. Vor 1609 1545 1780 1764 1787 1812 1714 Vor 1721 M. Claudius J. G. Wolf. Joh. Betichius. E. F. Gellert. Lavater und Sturm. 1771. 1779 Aemilie Jul. Gräfin zu 1757 G. J. Zollikofer. J. S. Diterich 1765, nach P. F. Hiller 1730 und C. C. Sturm 1774 Schwarzburg- Rudolstadt. 1685 1825 1780 1774 1692 1651 1714 1785 1766 1787 1764 WA 1772 1765 1772 B. Münter. D. Bruhn. 351. B. Münter. 623. A. H. Niemeyer. 1785 328. J.H. Schrader. 1731. Cramer 1780 3. G. Schöner. 1790 596. 781. Neuffer 1820. Sachse 1822 Der 894 Der Herr hat nie sein Der Herr ist Gott und Der Herr ist gut, ihr Der Herr ist gut, in dessen Der Herr ist in den Höhen Der Herr ist mein Vertr. Der hohe Himmel dunkelt Der lette meiner Tage Der letzte Tag von deinen Der Mond ist aufgegangen Der Morgen kommt und Der Tag ist wieder hin Der Vater kennt dich Der Weg ist gut, der durch Der Wollust Reiz zu Des Todes Graun, des Dich beten, Gott, die Dich, Höchster, ehrerbietig Dich preisen, Herr, Gesang Dich seh ich wieder, Morg. Dich soll mein Lied erheben Die Augen heb' ich Die Erd' ist überall des Die Feinde deines Kreuzes Die goldne Sonne Die Herrlichkeit der Erden Die hier vor deinem Die Himmel rühmen Die ihr Christi Laufbahn Die Morgensterne priesen Die Ruhe senkt sich Die Sonne sinket nieder Die wir hienieden wallen Dies ist der Tag, den Gott Dies ist der Tag der Dies ist die Nacht, da Dir dank' ich für mein 2. Dir, der das Licht entst. Dir, Gott, dir will ich Dir, milder Geber aller Dir trau' ich, Gott, und Dir, Vater, dankt mein Du, aller Menschen Vater Du bist ein Mensch, das Du bist, o Vater, Herr Du bist's, dem Ehr' und Register. Nr. 59. 17. 765. 47. 33. 428. 707. 672. 517. 742. 727. 737. 36. 419. 530. 658. 484. 356. 501. 723. 77. 96. 685, 245. 716. 503. 272. 75. 292. 693. 744. 739. 652. 139. 131. 135. 373. 724. 376. 710. 437. 228. 556. Berfasſer. 98. 689. 105. J. Nambach. J. A. Cramer. J. P. Uz. 1723 1764 1768 1723 1780 1766 1780 1772 1766 100) 1779 1780 1757 1829 1752 1757 1780 Cramer 1780 B. Schmold. 1733. Diterich 1765 J. G. Pfranger. J. Rambach. J. A. Cramer. mplice J. D. Schiebeler. 3. C. Lavater. B. Münter. d C. F. Neander. M. Claudius. C. C. Sturm. C. F. Gellert. N. Freudentheil. F. C. von Moser. C. F. Gellert. I. I. Spalding. Schrader. 1731. C.F. Neander.( Nach einem älteren Liede vor 1676) P. Gerhard. A. Gryphius. 1766 G. E. von Ruling. 1773 C. Becker.( Nach Pf. 121.) 1602 W. N. Freudentheil. 1842 B. Münter. 1772 1666 1643 1772 1757 1758 1781 1797 1770 1767 T. G. von Hippel. C. F. Gellert. F. G. Klopstock. J. G. Jacobi. 3. C. Fröbing. G. F. Schröder. G. B. Funk. 1791 140 TING C. F. Gellert. 312000 1757 V. Thilo. dard Vor 1643 C. F. Nachtenhöfer. C. F. Gellert. 1684 misd 1757 C. F. Neander. old 1766 E. Liebich. 1768 E. Liebich. 1768 J. J. Eschenburg.d J. E. Lavater. J. S. Diterich.( Nach P. F. Hiller 1730.) P. Gerhard. Vor J. S. Diterich. Jos C. F. Gellert. 3d 331757 Dur 11779 1766 1765 1659 1765 Du, der Herz und Nieren Du, dessen Augen flossen Du, Ewiger, erforschest Register. Nr. Du, der du alle Schmerz. 472. Unbek. Du, Gott, bist unsre Hülf' Du, Gott, der unfre Du hast dein Werk Du, Herr, bist meine Du, Herr von meinen Du klagst, o Christ, in Du klagst und fühlest die Du, o schönes Weltgeb. Du Quell des Lichts 591. 168. 35. 751. 326. 235. 426. 697. 757. 531. 505. 745. 748. Du reicher Trost der Arm. Du sagst, ich bin ein Christ 339. Du sendest, Herr, aus 704. 599. 535. 545, Du sollst glauben, o dud Du sollst in allen Sachen Du trittst vor Gott zu Du Urbild aller Frömm. Du wiesest, Jesu, nicht Dulde, Christ, des Lebens 446. 152. 26S. Durch dich, o großer Gott 360. Durch Jesum rein von 438. Verfasser. ( Nach dem Lat. des Abt Bernhard von Clairvaux.+ 1153.) J. J. Eschenburg. C. W. Namler. 1760 t. H. Vogtherr( nach Ps. 139) Denicke 148. 407. 532. 1527. J. A. Cramer. J. J. Eschenburg. S. G. Bürde. C. C. Sturm. J. F. Feddersen. C. F. Gellert. C. F. Gellert. Joh. Franck. A. Tscherning. i, ald L. F. A. von Cölln. J. S. Diterich. E. F. Neander. A. J. Rambach.( Nach dem Lat. des Thom. von Kempen. † 1471.) Gellert. 1754. Diterich F. W. Loder. 146. A. H. Niemeyer. 239. M. Luther. 626. A. H. Niemeyer. 423. C. F. Gellert. 160. Ehre sei Gott in der Ein feste Burg istan Ein herrlich Loos ist Ein Herz, o Gott, in Ein Lamm geht hin und Ein milder Regen sinket 705. Ein neues Lied singt Gott 250. Ein weises frommes Herz 516, Eine Heerde und ein Hirt 251. Eins ist noth, ach Herr 462. Einst geh' ich ohne Beben 655. Einst selig dort zu werden Empor zu Gott, mein Endlich, endlich muß es Entehre nicht, mein Herz Entschwinge dich, mein Erbarm' dich, Herr, mein 87. A. J. Rambach.( Nach dem Lat. des Alcuin. † 804.) 1817 Hiller. 1730. J. A. Schlegel 1772 J. A. Haßlocher. 1699 3. S. Diterich. 9001787 R. G. Reiber. 1810 1642 1804 1780 1774 895 P. Gerhard. B. Münter. 1810 1766 1785 1648 1780 1779 1818 1764 1772 1757 1757 1649 1817 1765 1781 1785 1530 1814 1757 1653 1774 1817 C. F. H. Sachse. Diterich. 1765. Nach Gellert 1754 F. A. Krummacher. Vor 1827 J. H. Schröder. Vor 1697 E. E. Sturm. G. B. Funk. F. A. Krummacher. B. Schmolck. B. F. Köhler. 3901762 440. F. von Köpken. 4901790 317. 3. F. von Cronegk( † 1758.) 1761 Erfülle 35 1772 Vor 1780 1810 1704 896 Erfülle mich mit sanften Erhabne Majestät Erhalt uns, Herr, bei Erhebt den Herrn, ihr Erhöhter Jesu, Gottes Erinnre dich, mein Geist Er kommt, er kommt, der Ermuntre dich, mein Erschallt, ihr Freudenl. Es ist nicht schwer, ein Es ist noch eine Ruh' vorhanden, auf Es ist noch eine Ruh' vorhanden für Es ist vollbracht, des Es jauchze heut die Es klagt der Schmerz Es waltet ein gerechter Es werde Gott von dir Es wolle Gott uns gnådig Es züchtigt deine Hand Ewig, ewig bin ich dein F. Fall' auf die Gemeine Feiert laut, o heilge Fest steht zu Gottes Fern vom Ziel, wonach Fleug auf, mein Psalm Fortgekämpft und fortger. Freu' dich Seele, rühm Früh mit umwölktem Früh Morgens, da die Für unsern Nächsten beten G. Gedanke, der uns Leben Gedenk, o meine Seele Gedenke mein, o Gott Geh' im Geist nach Golg. Geht hin, ihr gläubigen Geht nun hin und grabt Geist der Andacht, senke Geist der Wahrheit, lehre Geist, gesandt vom Gelobet sei der Herr, Gelobet seist du, Gott Gelobet feist du, großer Register. Nr. 568. 358. 240. 140. 214. 196. 141. 129. 706. 579. 666. 670. 184. 147. 782. 41. 83. 238. 752. 269. 179. 234. 246. 593. 22. 760. 117. 89. 641. 166. 50. 659. 180. 233. 219. Verfasser. 68. 258. 284. R. G. Reiber. I. I. Rambach. M. Luther. J. S. Diterich. C.S. Ulber. 1763. C. F. Gellert. D. Schiebeler. J. Nist. C. L. Wiß. 1780. C. F. Richter. J. S. Kunth.am nod 149. J. S. Diterich. Ci J. C. Hohnbaum. an J. G. Schöner. C. F. H. Sachse. W. N. Freudentheil. J. A. Cramer. J. A. Cramer. J. E. Lavater. 295. F. G. Klopstock. 712. B. Münter. 189. F. Heermann. J. A. Cramer. 564. 1784 1735 1542 1765 ne Diterich 1765 1757 1766 1765 1807 1810 1822 1842 1764 M. Luther. Nach dem 67. Ps. 1524 D. Bruhn. 1780 J. A. Cramer. 1780 C. F. D. Schubart. C. G. Sonntag. J. A. Cramer. E. C. Sturm. C. F. Gellert. J. A. Cramer. B. Schmolck. 1101641 Reche 1800 1714 B. Schmolck. J. G. Hermann. E. M. Arndt. A. H. Niemeyer. S. G. Bürde. 1733 1785 1810 1780 1780 1780 1771 1769 1774 min 1630 200 1 1780 010 1757 1780 1716 1715 1747 1819 1785 1787 dsp Adam v. St. Victor.+ 1177. Uebers. v. A. J. Rambach. 1817 1671 J. Olearius. J. S. Diterich. Rist. 1654. J. S. Diterich. 1765 1765 Gelobet Register. Gelobet seist du, Jesu & blomb Gerechter Gott, laß deinen 555. Getreuer Gott, wie viele 49. Getrost und freudig geh'n 650. Gieb dich zufrieden und Gieb, Gott, daß ich dich Gieb mir ein frommes Gieb mir ein fröhlich Herz 397. 341. 342. 534. 0981 3012 Gott des Himmels und Gott, dessen Hand die om Gott, du bist über Alle Nr. 126. Gieb mir, o Gott, ein558. Gleich wie ein Palmbaum Gott, deine Gute reicht Gott, deinen heiligen Gott, der du Herzensk.) 542. Gott, meine ganze Seele Gott mit uns! hinauf Gott ruft der Sonn' und Gott sei Dank in aller Gott sorgt für mich, was Gott, vor dessen Angesichte Gott, wie du bist, so Gott will ich dienen, ihm 583. 486. 343. 714. 538. 529. 281. 352. Gott geb' uns allen seiner Gott, ich will mich ernstlich Gott ist die Liebe, ihm 56. Gott ist gegenwärtigo 483. Gott ist getreu, fein 60. Gott ist mein Horte Gott ist mein Lied 256. 16. 57. 627. ata Gott ist und bleibt getreu Gott ist unsre Zuversicht Gott lebt, wie kann ich Gott lieben ist mein Leben Gott, mein König, deine 100 Gott, mein Vater, ich dein 310. 101. 371. 46. 40. 767. 688. 133. 103. 39. 27. 350. 435. Gottesruhe, Sabbathstille 499. Gottes Wille, Gottes Groß ist der Herr, die Großer Schöpfer, Herr Guter Geber, Dank sei er rodnagnie now 170 9.30 115. 713. 732. Verfaffer. V. 1. Unbekannt. Vor 1500. V. 2 ff. von M. Luther. 1524 Hiller. 1730. Diterich J. C. Zimmermann. 1765 dejt 1740 C. F. Neander. nim 1766 P. Gerhard. lide Vor 1666 Unbekannter Verf. in Vor 1714 J. F. Starck. ISO 1731 J. K. G. Mann. Neumeister.) ( Nacho 021806 Gellert. 1754. Diterich 1765 3. Herrmann( † 1716.) 111739 E. F. Gellert.pidhng und 1757 B. Schmolck. 1733. Cramer 1780 J. D. C. Bickel. 338 3301779 H. Albert. debid 1644 G. Wimmer. indd 1737 J.H. Hävecker( † 1722.) Vor 1733 M. Luther. 1524 B. Münter. is fillon dol id 31001772 F. W. Loder. G. Tersteegen. E. Liebich. C. F. Gellert. C. F. Gellert. 897 1781 1731 dr 1768 4 1001757 nisd sid 1757 ? J. C. Wilhelmi. dung thi 1695 J. K. G. Mann. sdad i 1817 B. Schmolck. B. Schmolck. 10h) i 1704 1723 inde i P.B. Sinold, gen. von Schük ( Creußberg). 1720 C. Titius. Vor 1670. C. F. Neanderommige mi1774 J. A. Cramer( nach Pf. 9.) 1755 W. N. Freudentheil. 1842 C. F. Gellert. H. Held. J. C. Weßel. F. C. Zimmermann. B. Münter. D G. J. Zollikofer. 1766. J. A. Cramer Vor C. F. D. Schubart. ? J. W. B. von Hymmen. CH. A. Tiedge.ie ud J. E. Lavater. J. C. Lavater. LII 1757 1661 1724 1740 th) 1772 131780 1785 1772 1807 1780 1780 $ ₂. manni tien mi ni din 898 Register. Nr. Verfasser. 370. 2011 Meisud fist todels@ B. Schmolck. 1704 F. G. Klopstock.alton11769 A. H. Niemeyer, 100 191814 B. Schmolc. idus dau 1704 C. Günther.( † 1704) bid 1714 J. A. Crameri de 1783 nis im 1781 1833 Toll Habe deine Lust am Hallelujah, Amen, Amen 775. Hallelujah, Preis undmi 766, Halt an, mein Herz duns 406. Halt im Gedächtniß dd286. Halte dich nicht länger381, Heil ihm, dem Todesüb. 205. E. G. L. Meister. Heil mir! von d. Krankh. 769.2 W. N. Freudentheil, Heilge Liebe, Himmelsw. 1573. Unbekannter Verf. Vor 1829 Heilger Jefu, Heilgungsq. 149. B. Crasfelius. im 1700 Helft Gottes Gute preifen 686. P. Eber. dla nis Vor 1569 Herr, der du gnädig uns 489. J. F. Danneil. Herr, der du mir das lom 738. E. F. Gellert. pilied msmisd 1757 Herr der Zeit und Ew. 3 515. J. O.( unbekannt) Vor 1737 Herr, dir gelob ich neue 79273. C. C. Sturm. lommi and Herr, du hast in deinem 80. C. Neumann. ung Herr, du kennest mein L. A. Gotter. Herr, du wollst uns vollb. Herr Gott, dich loben wir 1762 1776 312. Um 1700 ad id ud 1714 291. F. G. Klopstock.lle by dop1758 1. Vor 500. Aus d. Lat. übers. v. M. Luther. 1533.id Klopstock Herr Gott, du bist die bid 26. Herr Gott, du kennests 511. Herr, ich bin dein Eigenth. Herr, ich glaube, hilf mir Herr, ich habe mißgeh. Herr, ich schwör's mit om Herr Jesu Christ, du lom 303. 656. 575. 309. 544. diani 19.0 Herr Jesu, send' uns dein. 477. 1080 Quiti Herr im Himmel, Gott Herr, lehre du mich dein. Herr, mache meine Seele 708. 1561. 414 1765 J. S. Diterich. AUSTIED L. N. von Senfft zu Pilsach. 1715 B. Münter. J. Rist. 1774 1641 Joh. Franc. ? Schaller. 1649 A stor 3011799 B. Ringwaldt. 1588. sil 1100 Diterich is pinon nism 1780 Wilhelm II. von SachsenWeimar. Vor 1651 B. Schmolck. 1723 J. E. Lavater. E. Neumeister. 1717. S. Diterich. 150 T Herr, mein Erlöser, der Herr, mein Erlöser, nur 559. 590. HỖ THNG TỪ in 1820) S. Diterich. C.F. Neander. D. Denice. F. erim Herr, öffne selbst uns 254. he cou 167. Uralt. 18( † 1778.) Herr, stärke mich, dein Herr und Gott, o Vater Herr unser Gott, wir 98 65. 711. S. L. 490. D. Schiebeler. 1766 Herr, vor deinem Angesicht Herr, vor dem die 488. I. J. D. Zimmermann. 1759 120. G. Klopstock. 1769 386. Herr, welch Heil kann ich Herr, wie du willst, so Herr, wir singen deiner Herrlich ist's in deinem Herz und Herz vereint .01 3 12 mism disid dan 110Ⓒ 1758 1776 som 100 d 1765 1765 1766 1659 1757 Gellert. He us sim Aus d. Lat. überf. um 1542 1780 C. Bienemann. 119. J. J. Eschenburg. 248. J. W. Neche.3d 552. 1574 1766 1800 N. L. Graf von Zinzendorff. 1731 Herzlich Himmelan geht unsre am Himmelan, nur himmelan Hin an dein Kreuz zu Hinab geht Christi Weg Hoffe Herz nur mit Geduld Höchster, denk' ich an diese Herzlich lieb hab' ich dich Herzliebster Jesu, was Heut öffnet sich die neue Heute mir und morgen Hier bin ich, Jesu, zulo Hier ist mein Herz, Herr Hier ist mein Herz, 02 Hier legt mein Einn sich Hier liegen wir zu deinen d311. Hilf, Gott, daß ich den 548. Register. Ich bin getauft, nach Ich bin ja, Herr, in deiner Ich bin, ich lebe, Gott Ich bin in dir zufrieden Ich bin ruhig undma TOMASSE Ich danke dir für deinen Ich fasse, Bater, deine Ich freue meines Lebens Ich fühle, daß ich sterblich Ich geh' zu deinem Grabe Ich glaube, daß mit Liebe Ich gnüge mir in meinem Ich hab' in Gottes Herz Ich hab' in guten Stunden Ich hoff, o Gott, mit Ich komme, Friedensfürst 008( vers) Nr. 449. M. Schalling. Tommo1571 157. J. Heermannsind 100 mm 1630 691. C. E. Sturm. 1784 B. Schmolc. si din 90/1716 D. Bruhn. di o 3091765 640. 293. 366. 375. 578. 513. 523. 173. 354. Höchster Tröster, komm 229, Höher hebt sich Gottesd 700. Hör unser Gebetanildo 227. 1. nov 20. 213. Ja, ja, mein Herz will 460. Jauchz' dem Höchsten Jauchzt, ihr Erlösten Ich armer Mensch, ich Ich bin der Angst Ich bin der reichste Mensch Ich bin ein Gast auf 755. 335. 526. Ich bin erlöst, es floß des 441. 319. 507. 183. 267. 634. 379. 431. 415. 85. 194. 73. 527. Berfasſer. 390. 422. 330. 318. onne R Seb. France. E. Liebich. C. F. Nichter. B. Schmolck. nd 10m 1655 hint smbb1768 nisi sd91704 tim vi6 981712 G. Hoffmann vor 1712. lol 62 J. S. Diterich 1765 B. Schmolck. J. G. Schöner. G. B. Funk. A. Ingolstätter. 1673 19 1806 bilgi sd1911731 100 319711810 # 1766 S. A. Mahlmann. J. S. Diterich.( Nach Fal Fabricius 1688) E. Liebich. 899 J. Ch. Fröbing. B. Schmolck. 1901765 B. Münter.mism mind is 768 1774 G. B. Funk. 19d 1766 be ind lim 2 W. C. Deßler.dail id C.F. Unger( nach Pf. 100) C.F. Gellert. C. Titius. Vor P. Gerhard. d J. C. Wagner.( Nach einem 1972 19011704 150 1666 I. J. Nambach. 14 d S. Dach. 100 100 1692 1770 àlteren Orig.) 1807 1735 J. C. Lavater.usgsnism J. F. Mudre. 1757 1670 1797 19mism P. B. Sinold, gen. von Schuß.( Creußberg.) ( Creußberg.) J. Scheffler. mato 1657 162. 653. E. Liebichl im Jds 1768 380. J. E. Lavater.& snism 1780 1766 1715 1822 Vor 1711 1648 1780 1770 he 1720 J. P. Uz. B. Schmolck. J. F. Miller. sid immin Unbekannter Verf. P. Gerhard. 1998 911911653 C.F. Gellert. lo asi 1757 C. F. Gellert. nomis 1757 C. E. Sturm.( Nach Freylinghausen 1714) LI12 11001764 © Ich 900 1983 Ich komme, Herr, und Ich komme vor deinma9487. Ich lasse Gott in allem 399. Ich lebe nicht für diesem 79. 86. Ich lebe, wo ich liebe du 509. Ich schau empor zu Gottes Ich schäme mich des Ich sehe meinen Himmel Ich finge dir mit Herz Ich soll zum Leben dringen Ich Staub vom Staube Ich sterbe tåglich, und Ich trete vor dein Ich weiß, an wen ich glaube, denn Ich weiß, an wen ich glaube, und Ich weiß, an wen mein Ich weiß, daß mein Erlöser Ich weiß, mein Gott, daß Ich will beten, Gott wird Ich will dem Schöpfer Ich will dich lieben, meine Ich will dich noch im Ich will, ich muß von Jesu Register. bid 334. 673. Nr. 289. Jesus ist gekommen. Jesus lebt, mit ihm auch Jesus, meine Zuversicht Jesus nimmt die Sünder Ihm nach, ihm nach auf Ihr Neltern, gebet euch Im Stillen wollen wir In allen meinen Thaten In Thorheit ist ein Herz Ist Gott für mich, so Ist Gott für uns, was 97. 594. 320. 80 621. 642. B. Schmold. 1098 malm1720 695. B. Münter. mmidu 625. 612. 453. 651. 244. Ich will von meiner Missethat 308. 602. 536. 481. 110. 661. Je größer Kreuz, je näher Jehovah, Herr und König Jerusalem, du heil'ge Jesu, deine tiefen Wunden 158. Jesu, Freund der Menschenk. 296. Jesu, geh' voran the 465. Jesu, meine Freude2 455. Jefu, meiner Seele Lebene 459. Jesu, meines Lebens Leben 164. 412. 675. 143. 197. 191. Verfasser. C. F. Gellert.bi dod doil chil 1757 C. F. Gellert. 2191757 327. 577. 773. 681. 389. 510. G. Neumark.io di J. A. Hermes. B. Schmolck. F. von Köpken. F. W. Loder. Vor 1675 dau im 91772 2 bi nid 1704 nism i 1785 im 1781 J. K. G. Mann. nism tgl 1817 P. Gerhard.dgr napsil 1653 J. A. Cramer. Ad 3100 1780 F. G. Klopstock. 1769 40972. mind a 10³ C. W. Kindlebn. Cramer. 2. H. Niemeyer. md C. C. Sturm. C. Bienemann. P. Gerhard.00 6. Gottschling. 19 T. G. von Hippel. 1772 wid 1779 1780 1814 1763 1 1573 Vor 1659 1720 1772 J. Scheffler. and mism J. J. Eschenburg. J. P. Uz. 19 14 101768 Louise Henr. Churf. v. Bran1657 1766 denburg. 1653. Cramer 1780 B. Schmolck.mesis 196 1715 Ph. F. Hiller. is mid1730 F. M. Meyfart. J. Heermann. Vor 1642 So 1644 J. S. Diterich. 1780 N. L. Graf von Zinzendorff. 1725 F. Franck. 1659. Schlegel 1766 Ch. Scriver.id Vor 1684 E. Ch. Homburg. 1659. id C. F. Neander 1774 B. Münter.d 301 3id sine 1774 C. F. Gellert. Louise Henr. Churf. vonus of Brandenburg 1653. 1757 Klopstock 1758. Diterich 1780 E. Neumeister. Bad dual 1719 B. Schmolck. G. B. Scharf. impu1704 i 1727 J. J. Eschenburg. On 1779 P. Flemming( † 1640.) 1642 U. B. von Bonin. 1714 P. Gerhard. 1664 603. 624. C. A. H. Silber( † 1797.) 1800 K. K. ma Kämpfend soll ich leben Kirche Christi, breite Klag' nicht, mein Herz Komm heiliger Geist nousig Komm, Herz, und lerne Komm, komm, du Licht249. Komm, o Geist, du heilig 224. Komm, Sterblicher, Komm zu deiner Gläub'g. 635. ve 24. LOTI dinamisi@ 30 Komm zu uns, Gottes constatee e Register. 0119369 ( 50 Kommst du, süßes 729. Kommt her zu mir, spricht 338. Kommt, kommt, den Herrn 28. Kommt, laßt uns gehn 699, Kommt, Pilger, laßt 585, st uns Nr. a e 601. 252. 761. 220. se 80 417. Laß, Herr, dies Haus Laß mich dein seyn unda Laß mich, o Herr, in allen bistic E 230. 10. soak you sdsi? Laßt uns den Herrlichen Laßt uns mit ehrfurchtsv. Laßt unserm Gott uns Lehre, Herr, mich recht blomb& Licht vom Licht, erleuchte Liebe, die du mich zum Lieblich ist des Abends Lieblich ist die Morgenst. Liebster Gott, wann werd' Liebster Jesu, wir sind Lob, Ehr und Dank dem Lob sey Gott, der den Lobe den Herren, den 502. 574. 349. 182. 540. Laß mir die Feier deiner Laß, o Heiliger, michona Laffet uns den Herrenst Laffet uns mit Jesu ziehen 452. Last uns, Christen, hoch 125. 190. 201 24. 145. Ich 95. 345. Verfasſer. 1975 W. N. Freudentheil. C. A. Döring. J. C. Lavater. 981771 V. 1 aus d. Latein. V. 2 u.3ildox 901 d 500k 1842 1830 von M. Luther. G. Kleiner. C. F. H. Sachse. P. F. Hiller 1730. G. W. Sacer. Ambrosius Bisch. v. Mailand.+ 397. Uebers. von A. J. Rambach C. F. Neander. Nach e. lat. Hymne aus dem Sten Jahrhundert. F. A. Köthe. ? Jörg Berkenmeyer. J. A. Cramer. G JP 1524 130 1732 1817 Knapp 1837 Vor 1665 2830 moha 00190119 J. H. C. Hengstenberg. N. Selnecker.id is nieste 1774 1823 1536 1768 G. Tersteegen. 1738 G. Tersteegen. D 1738 Jis yung nisse 1817 MOTORE 1825 1587 misste H. K. v. Gersdorff 1725. G. J. Zollikoferpito C. G. L. Meister.in 1766 1790 G.M. Weiler 1720. Diterich 1765 J. Nist. U 001641 S. von Birken. in dli 1653 Unbekannt, a. d. Mittelalter. nisi Aus dem Lat. übers. von A. J. Nambach. 126 1817 J. C. Wagner.ind 1807 21773 C. F. Neander. 98126 L. Helmbold. 141 or 1586 D. Bruhn.( Nach Freyniss linghausen 1714.) 190911 1765 sjed 1715 720. B. Schmolck. 454. J. Scheffler. 0033971657 746. J. F. Bahnmaier. Vor 1837 A. Knapp. 730. 638. C. Neumann. Um tioned 1829 1690 479, T. Clausnißer. nl pl 1671 8. J. J. Schüßen 1673 722. G. B. Funk. 1766 9, I. Neander. 1679 Lobe 902 073983 Lobe den Herren, o meine Register. Medi 146). 1714 3. Unbek. Verf.( n. Pf. 147) Bor 1. 1586 201. Lobet den Herren, denn Lobsinge, meine Seele Lobsinget Gott, Dank 69. Lobsingt, den Herrn verk. 678. Lobt den Herrn, er ist nisl 23. Lobt Gott, ihr Christen 128. m. 12 C. F. Neander. ism din 1766 ? B. Crasfelius. gilid 1698 W. N. Freudentheil. F. A. Krummacher. N. Hermann. ud 1827 1807 d 1560 Ceilied nd ja Mag auch der Glaube Man lobt dich in der Stille Mehr als für die reichste Mein banges Herz, sei Mein banges Herz, was Mein bester Trost in dies. Mein Erldser, auch für Mein Erlöser, der dit Mein Erlöser, Gottes Mein Erlöser, siehe doch Mein erst Gefühl fei Mein ganzer Geist, Gott Nr. Verfasser. 15. J. D. Herrnschmid( nach Mein Glaub' ist meines Mein Gott, bei dir ist Mein Gott, du wohnest Mein Gott, ich wart auf Mein Gott, ich weiß Mein Gott, wie bist du Mein Gott, zu dem ich Mein Heiland nimmt die Mein Herz, warum betrübst du dich, ein d Mein Herz, warum be betrübst du dich, unde Mein Jesu, zeige mir die Mein Jesus lebt, mag Mein Leben ist ein Pilgr. Mein lieber Gott, gedenke Mein Schöpfer, steh' mir Mein treuer Gott, dein Meine Hoffnung stehet Meine Lebenszeit verstr. Meine Seele, bete Meine Seele, laß Gott Meine Sorgen, Angst Meinen Jesum laß ich n. 443. 6. 533. 779. 393. 492. 1126 313. 721. 669. 38197 618. 418. 355. 413. 639. 102. 322. 329. 424. 409. 464. 1772 175. 1777 7 1702 266. H. J. Werenberg." d 170. J. S. Diterich. 1765 6 3001 300 1738 G. Tersteegen. E. F. Gellert.dll 1757 J.S.Diterich.( Nach e. ält.1857 Liede von 1668) 1765 B. Münter un asid 1797 1772 J. S. Hoffmann. 1741 B. Schmolc.imbin1712 B. Schmolck. 192. 512. 4 480. 70. 584. 402. 645. 187. 99. 410. 456. F. A. Krummacher. J. Rist. W. F. H. Reinwald. A. H. Niemeyer. Ch. von Birken. J. B. Müller.( Nach J. W. W. Breithaupt 1767) C. E. Sturm. mot is a ied B. Schmolck. F. A. Lampe. E. Neumeister. 30 1716 B. Schmolck. 592 sid aim 1704 Sal. Franck.in spille 1711 B. Münter T5 86 au 1772 L. F. F. Lehr.im au 1733 C. S. Ulber. E. Neumeister.a E. Ch. Philippi.is tim em MINU } tra J. J. Nambach. I. I. Rambach. J. Neander. C. F. Gellert. W. N. Freudentheil. M. Kramer. Unbekannter Verf. 1810 1654 1794 1790 1656 HG sid 1763 BOE 1639 1705 1712 1704 Chr. Keymann. Vor 1660. J. S. Diterich 1726 1705 1735 1735 1679 1757 1842 1683 1708 1780 Men= Intre Menschenfreund, nachdd Mir nach, spricht Christ. Mit Ernst, o Menschenk. Mit fröhlichem Gemüthe Mit Gott bin ich zufrieden Mit ihm, der seyn wird Mit tiefer Ehrfurcht bete Mitten wir im Leben find Register. Nie will ich wieder fluchen Nimm deine Psalter Nimm hin den Dank für Nimm von uns, Herre Nimmt Gott, dem wir Noch einmal blick ich Noch immer wechseln Noch irren viele Nation. Noch leb' ich, ob ich morg. Noch siehet nicht, ob Noch sing' ich hier aus Nun bitten wir den Nr. 569 457. 130. 54. 447. 692. 185. 63 630. idi. D Jabron? 10 Morgenglanz der Ewigk. 718. Müde, sündenvolle Seele 290. Müßt' ich auch Jahrelang 620. N. Nach einer Prüfung. kurz. Nach meiner Seelens Nacht und Stille schließen fingraro Nein! ich will nicht sorgen Nicht daß ich's schon ergr. Nicht diese Welt, die in Nicht mehr als meinem Nicht nur treue Menschens. Nicht so traurig, nicht d525. Nicht um ein flüchtig 13 225. in e Nicht um Reichthums 494. Nichts ist von ungefähr Nie bist du, Höchster, von 107. 31 667. 346 ( 740. 35 444. 587. 613. 762. 82. 554. 21. 294. 300. 108. 657. 106. 247. 520. 113, 495. 218. 232. 5. 4. 903 Verfasser. A. H. Niemeyer. 19al 1790 J. Scheffler. sed do 1668 V. Thilo. nad chiniVor 1650 J. A. Schlegeldi in 1769 W. N. Freudentheil. 1842 W. N. Freudentheil. 12 1842 W. Hülsemann. 1835 V. 1.( lat.) Notker.+ 912. Deutsch vor 1500. 2.2 u. 3. M. Luther. C. Knorr v. Rosenroth. J. Franc. 1649. Klopstock J. C. Lavater. 1524 1684 F. G. d $ 1601 80G namin nor dadi mallin$ 10 oblihisiam ud J. Franck vor 1650. C. C. Sturm 1758 1776 C. F. Gellert.jsd gadinglo1757 J. S. Diterich. 6 md 101765 sd 110€ 1775 A. H. Niemeyer. 1814 C. F. Gellert. Innsbid 1757 C. C. Sturm.id id id 1764 and 110 sd 3101 dict E. G. Burde.mmer) no 1787 W. N. Freudentheil.no P. Gerhard. ute og P. F. Hiller. 1730. 111831 1 1649 Neander J. C. Lavater. J. P. Uz. 1760. Reche C. C. Sturm. 1764. J.S. e 1765 Diterich u. D. Bruhn Gellert. 1757. Diterich 3. F. Löwen. hin Zollikofer 1766 ut. Lavater 1774 1776 1 1800 1780 1770 1776 Uralt. A. d. Lat. übers. vor 1560 J. A. Cramer( n. Pf. 127). 1764 C.£. Wiß( † 1778).m 1780 J. A. Cramer. ni 1758 F. L. Graf zu Stolberg. 1793 T. G. von Hippel. 1772 I. 3. H. Hahn. d 1795 H. E. Heeren. 1778 2. 1. Unbekannter Verf. Vor 1200 V. 2 ff. von M. Luther. 1525 J. S. Diterich. end 1907 1780 Nun bitten wir dich Nun danket all' und Nun danket alle Gott P. Gerhard. 1653 M. Ninkart. 1648 Nun ist das Band zerr. m 味 100 dre Unbekannter Verf.ing and ant Nun laßt uns Gottest 42. J. M. Dilherr. ll 191¹ 606. 1712 1645 Nun 904 Nun last vor Gott uns Nun sich der Tag geendet Nun so will ich dennol Mun tret' ich wieder aus AUSTR Nur Liebe, rein von Register. Gott, den Erd' und H. O Gott des Himmels O Gott, des Krieges Gott, deß starke Hand Gott, dich kennt die Gott, du bist die Liebe Gott, du frommer Gott O Gott, von dem wir O Haupt voll Blut und d Nr. 687. 735. 372. 717. SC 550. 74. 750. D. momsilu O betet an den Geist des 237. D 518. O Christ, erhebe Herz O Christe, Eingeborner O daß ich tausend Zungen 448. 13. I. Menger. 208. I. F. Möller. sounsand) 521. Ã. H. Niemeyer. daß ich's hätte mit 2 daß von meinen Lebens. O die stillen Abendstunden O du majestätisch Wesen O Golgatha, zu deinen 741. J. C. Lavater. 357. Unbekannter Verf. F. W. Loder.pu 178. 698. D. S. Georgii. 44. 608. 53. 476. 731. 163. Oheil'ger Geist, kehr d 222. Oheiliger Geist, o 1912 221. Herr, mein Gott, ich O hilf, Christe, Gottes O Himmelswort, von ich fühle Dank und Jesu Christe, Gottesd 134. Jesu, der du vor dem Jesu, Herr der Jesu, Jesu, Gottes Jesu, meine Wonne 288. 1677. 451. 285. Jesus Christus, wachs' 469. Lamm Gottes unschuldig 156. 696. 155. i 262. 162. Berfaffer. P. Gerhard.bonnu Vor 1650 J. F. Herzog. bir G. Tersteegen. O Liebe, die den Himmel 116. Menschenfreund, Herr 551. O rühmt euch eurer Bull 365. O sagt es allen, daß 206. O selig, wer das Heili 660. felig, wer zufrieden 1001 684. O süßes Wort, das Jesus 756. O Tag des Heil's, o 191278. O Vater aller Frommen 475. Um 1680 1738 Anton Ulrich, Herzog von Braunschweig. bi nid 110 1667 Ch. Pressow. 281 150 mi 1719 10000109 331313 life TIM T 1842 W. N. Freudentheil. E. Liebich. 1768 A. Knöpcken 1524. Schlegel 17 1766 1704 1822 1782 bra( h) 11776 Vor 1735 SNIS 1781 in 1728 du 11735 1765 ? I. I. Nambach. lit E. S. J. Borchward. Unbekannter Verf.in i Um 1680 G. Tersteegeno) blind 1738 J. S. Diterich. 1989 si 1765 J. Heermann. 8ldym 1630 C. Neumann. 95 95 Um 1700 P. Gerhard( nach Bernh. von Clairvaux.) 19 m M. Schirmer. ? B. Helder.dibiste mu H. E. Heeren. nou i M. Weiß. F. D. Thieß. sud 1783 J. G. Schöner.dsiv bi li 1810 J. Pauli. 1910 9 Vor 1676 I. I. Nambach. nsd nid 1718 3. D. C. Bickel. 8 nov 161% 2 1659 1650 1638 1778 1531 1779 J. Heermann. sd 3100 1630 J. Nist. di bild Inmis 1654 J. C. Lavater.lou ommi 1780 N. Decius.( Nach einem hoik uralten lat. Tert.) bi dal 1540 C. F. Richter. Join 39 1714 P. F. Hiller. id bi gnil 1730 H. E. Heeren. diorstid 1778 F. L. von Hardenberg. C. F. H. Sachse. orid 1822 Unbekannter Verf. Un stund 1790 J. Höfel. 3100 SA 15G 1672 2. n. Freudentheil. and 1842 Unbekannter Verf. Vor 1582 D 1801 Nr. O Vater aller Geister 567. Vater der Barmherzig. 307. O zum O Vater, o allmächt'ger19 66. O welch ein Trost für 333. 161. Welt, sieh' hier dein O wie fröhlich, o wie selig O wie selig seid ihr doch 665. 662. Oft klagt dein Herz Ohne Kummer, ohne P. Preis dem Todesüberw. Preis ihm! er schuf und Preis und Anbetung sei Quell des Lebens, heilge Quelle der Vollkommenh. 181 N. Register. Rings um mich her ist 586. 728. S. Sandte dich mein Gott Schaffe in mir Gott ein Schafft mit Ernst, ihr Schak über alle Schäße Schau hin! dort in Schmücke dich, o liebe Schön ist die Tugend Schuf mich Gott für Schweiget, bange Zweifel Schwing dich auf zude Schwingt, heilige Ged. Seele, ruh' in jeder Seele, suchst du wahre Sei getreu und weiche Sei Gott getreu, haltas Sei nicht stolz, Geschöpf Sei uns gesegnet, Tag Sei unverzagt, o fr. Seid gesegnet, heilge Selig sind des Himmels Selig sind die geistlich Seligstes Wesen, unendl. Sichrer Mensch, noch ist Singt dem Versöhner 202. 71. 55. 236. 378. 702. futamidaste j Ruhen sie in Gottes777. 408 THER 694. 694. 279. 340, 458. 177. 282. 589. 88. Berfasser. 3. C. Lavater. bi 1782 D.Denicke 1648. C.F. Neander 1774 W. Hülsemann. 1835 Uralt. Aus d. Lat. übers. J. S. Diterich 1765 und P. Gerhard. B. Schmolck.id Nach 1725 S.Dach 1649 und J. Bauma garten 10$ 1714 C. F. Gellert. dant id di 1757 J. E. Fröbing. 10 m³d 1791 pid ma sid n in siniste F. G. Klopstock. binzo0 dan F. G. Klopstock.usland G. B. Funk. ale A. Knapp. B. Münter. J. A. Schlegel 1744 unde C. C. Sturm. 3. G. Jacobi. im du 107 108 81829 1774 S. Liscov. 6. C. Sturm.mig all W. N. Freudentheil. Psalm 51, V. 12-14. 1842 L. A. Gotter 1714. Zollikofer 1766 331, J. A. Schlegel. is) bild P. Gerhard. 1 754. i 1100 18. . A. Cramer. do 442.. 6. Schöner.neslimleul 619, 600. 576. 905 364. 500. 396. 336. 668. 353. 605. 325. 121. T. G. von Hippel. 1672 1781 F. France.sed nonno 1649 . A. Cramer.in dnium 1764 . A. Cramer.sid sd 1780 A. H. Niemeyer. 9 ? D. Denicke. ? S. G. Bürde. F. G. Klopstock. C. B. Garve. 1545 1780 1653 1769 1653 1764 1810 C. G. Giz. je ll 1776 C. 21. Oiring, 1 tirth 1821 M. Franck. chilomid190 1657 B. Münter. 1774 1785 1661 1813 1758 1825 1704 1779 1772 him So Vor 1769 1758 1775 Fi A. Hinckelmann.( † 1695.) C. E. Sturm. TAR 1775 1776 906 305. * Nr. So bin ich nun keinda2 514. So jemand spricht: ich bin 553. So wahr ich lebe, spricht So weit nur deineau Soll dein verderbtesi Soll ich denn mich täglich Sollt es gleich bisweilen Sollt ich meinem Gott Sorge du für unsre Kind. Staub bei Staube ruht Stärke, denn oft will er Stärke, die zu dieser Stárke, Mittler, stärke Steil und dornicht ist der Stimmt dankend ein in Such, o Seele, Gott £. Tag des Zorns, wenn Gott 631. Theures Wort aus Gottes Tiefe Trauer ruft uns Trauernd und mit Treu ist Gott, das Triumph, Triumph und Trocknet eures Jammers 11. Ueber aller Himmel Ueber Sonnen hoch erh. Ueberwinder, nimm die Um Gnade für die Sünd. Unerforschlich sei mir Unser Gott ist groß und Unser Wandel ist im 113 Unsre Aussaat segne Gott Unter allen großen Güt. Unumschränkte Liebe Unwiederbringlich schnell Register. Urquell aller Seligkeiten V. Vater, heilig mögt' ich Vater, Vater, stel)' uns Verborgner Gott, dem Vereinigt zum Gebete Verlaß mich nicht, mein 51. 257. 401. 398. 7. 680. 646. 592. 774. 271. 595. 337. 34. 333100 J 000818 255. 7802 473. 61. 200. 778. 216. 25. 195. 169. 38. 78. 522. 701. 549. 48. 690.. 498. Berfaffer. 2. F. F. Lehr.js alle 1733 C. F. Gellert.md in 1757 J. Heermann. min 1911630 J. A. Cramer( nach Pf. 36.) 1755 C. F. Gellert. har mis dl 1757 Ph. J. Spenerid dalls 1676 C. Titius. si ochil Vor 1670 P. Gerhard. addit Bor 1659 1724 321. 67. L. H. Schlosser.( † 1723.) F. G. Klopstock. misd J. E. Lavater.am F. G. Klopstock. B. Münter. S. G. Bürde.edo mad 1772 1787 di 1814 A. H. Niemeyer. 3. H. E. Hengstenberg. 1825 Thom. v. Celano. Um 1250 Uebers. v. Silbert u. Doring 1820 11. 1821 3. Schmolc. im 1723 S. A. Mahlmann. Nach 1803 J. Neunherz. 1690.£. E S. Müller. di hb 1758 1776 1758 1804 J. F. Mudre. 1770 D. Schiebeler. ni bid 101766 3. H. Voß. 1784 i 9 tim inc anbe 3. Münter. 1774 W. N. Freudentheil. 1842 Ch. L. Taddel. usid 1751 C. C. Sturm. im 1765 J. 2. Cramer. and is 1768 F. W. Loder. Jus bid oni 1781 J. C. Fröbing, pilied 1797 J. W. L. Gleim. 1772 olla tadi Inig Dur Vor 1714 1735 E. Lange. J. F. Rambach. On E. F. Neander.( Nach einem älteren Liede vor 1680) 1774 C.F. D. Schubart. 1785 .00€ JOPESUNE tongsiss F. C. Lavater. Uralt. Verånd. v. M. Luther 1525 und F. G. Klopstock 1758 104. B. Schmolck. 231. J. C. Lavater. 758. E. Liebich. 1731 1780 1768 Verlaß, 1771 Nr. Verlaß, wenn ich dich 332. Verleih' uns Friedenlem 674. 563. Viel zu gering bin ich Vollendet ist dein Werk Voller Wunder, voller Vom Geräusch der Welt Vom Grab, an dem wir Von der Erde niederm Von dir in diese Welt Von dir, o Vater, n. Von Furcht dahin ger. Von Gott will ich nicht. 385, Von Herzen preis ich 261. Vor Jesu Augen 100 466, Vorbild wahrer Menschent. 150. W.50 ih 433. 174. Wach auf, mein Herz Wachet auf vom Schlaf Wachet über euren Glaub. Wagst du vor Gottes Walte, walte nah' und Warum betrübst du dich Warum erbebst du, meine Warum sollt ich mich Warum willst du doch Was auch von bösen Was giebst du denn Was Gott gefällt, du Was Gott thut, das ist Register. 382. 217. og 679. wohlgethan, es Was Gott thut, das ist wohlgethan, fou Was hat der Mensch auf Was hilft es mir, ein Was ich nur Gutes habe Was ist mein Stand Was ist's, daß ich mich Was mein Gott will Was soll ich trostlos Was sollt' ich ängstlich Was sorgst du ängstlich Was wähnst du dich Was war ich ohne dich Was zagst du? Gott 616. 144. 524. 715. 649. 277. 493. 265. 384. 671. wohlgethan, er Was Gott thut, das iste 772. 403. 392. 404. 114. 709. 528. 348. 367. C. F. Lochner. P. Gerhard. 391. 362. 361. 421. 383. 436. 425, 644. 445. 122. 109. t Verfasser. A. G. L. Hering.im de 1770 M.Luther( nach e. lat. Text) 1532 V. 2. Unbek. Verf. Vor 1573 A. H. Niemeyer.om tin 19: 1785 J. C. Lavater. do 1776 P. Gerhard. 191666 1766 1779 J. J. Eschenburg. noc s C. C. Sturm.ist butid Ch. L. Neuffer. 350 J. A. Cramer.bilgall did J. E. Lavater. eun hisla B. Münter. 1817 1780 Jugnis chi 1771 1774 1572 1781 L. Helmbold. now jinis di F. W. Loder.moj tim bi N. L. Graf von Zinzendorff. 1731 J. J. Rambach. i 1735 tiec nay thì gieldnite nism ansen sch) Vor 1650 sid dim 1760 Tie 1835 L. H. Bachoff von Echt.a 1774 J. F. Bahnmaier. sid Vor 1827 Hans Sachs. Um 1561 D. Schiebeler. P. Gerhard. L. Laurenti. P. Gerhard. G. B. Funk. W. Hülsemann. Unbekannter Verf. B. Schmolck. 08 2016 S. Nodigast. 907 W. N. Freudentheil. F. L. von Hardenberg. 3. 2. Schlegel. 1766 Vor 1653 end 1700 Vor 1801 11 1673 Vor 1653 1716 Um 1680 B. Schmolck. stari 1733 B. Schmolck. C. F. Weiße.on and aldig 1723 1766 C.F. Gellert. 39 1757 C. F. Gellert. nidad abush 1757 C.F. Gellert.d dau fjarige 1757 Albrecht d. júng., Marggraf jun zu Brandenburg. J. G. Krah. i 2015 1775 1556 C. C. Sturm. 1763 C. F. Gellert. 1757 1817 1801 1772 Weg, 908 Register. Nr. Weg, Welt, mit deinen 165. Weicht, ihr Berge, falltsdi58. Weicht und quält mich. 430. Weinet nicht mehr umsis 784. Welch Lob, o Vater, tun? 94, Wenn Alle untreu werden d 470. 654. Wenn Alle von mir Wenn Christus seine Wenn der Herr einst Wenn dich Unglück hat Wenn gleich aus dunkler Wenn ich ein gut Gew. Wenn ich einst von dlod Wenn ich mit frommem Wenn ich nur den Heil. Wenn ich, o Schöpfermi Wenn ich vor Gott mein Wenn mein Stündlein Wenn Menschen streben565. Wenn mich die Sünden 159, Wenn, Mittler, meine Wenn oft in feierlicher Wenn sich die Sonn'da Wenn wir in höchsten Wenn zur Vollführung Wer bin ich? welche Wer das Kleinod will Wer geht froh durch's Wer Gott vertraut, hat Wer ist der Mann voll Wer ist so freundlich Wer ist wohl wie du biom Wer nur den lieben Gott Wer Ohren hat, der höre Wer sich dünken läßt, zu Wer weiß, wie nahe mir 1628. 10242. 439. 478. Wer zählt der Engels Werde munter, mein Wie fleucht dahin der Wie getrost und heiter Wie Gott mich führt, so Wie groß ist des Allm. Wie groß ist Gottes Wie groß ist unsre Seligk. Wie groß, wie angebetet Wie gut ist's doch, in Wie heilig ist die State Wie herrlich strahlt der 427. 614. 725. 112. 471. 76. 359. 632. 93. 736. 747. 344. 347. 1331597. 546. 387. 153. 43. 463. 394. 263. 580. 637. 30. 607. 468. Verfasser. Unbekannter Verf. Vor B. Schmolck, E. Liebich. anu W. Hülsemann. Unbekannter Verf. F. L. von Hardenberg. C. A. Döring.750 416. 287. 450, 1712 1705 1768 1688 81. 1780 Schwarzb. Rudolstadt. J. A. Cramer. imas J. Rist. 1 i 1642 508. F. Neander. un mism 734. 1679 617. E. F. Neander. L. Gedicke. 1766 411. 10 i 1711 1852. C. F. Gellert. Unbekannter Verf. J. E. Schmidt. J. A. Cramer. 110 1270 1769 U. B. von Bonin. And 1727 V. E. Löscher.ondo Vor 1720 Ph. Nicolai, 1598, Schlegel 1766 Wie 1829 Vor 1558 1801 1821 C.F. Gellert.dd 1757 S. G. Bürde, din 019) 190 1787 J. Olearius. id i sid 1671 D. Schiebeler. 1810 1766 C. F. Weiße. nidad 101 1766 F. G. Klopstock. bi li 1101769 L. F. Krauß. 1794 F. L. von Hardenberg. 1801 E. F. Gellert. Aut di 1757 G. Tersteegen. ge N. Hermann. 1738 m 1562 J. A. Cramer. aist 1780 I. Gesenius. 111648 J. A. Cramer. 939 190 191769 Unbekannter Verf. 1 1810 G. Tersteegen. 31 1738 P. Eber. vodu Vor 1569 1757 C. F. Gellert. d fidd 1765 J. S. Diterich. dio) L. F. Krauß.d ud i 1794 W. Hülsemann.ed now u 1835 Unbekannter Verf. Vor 1598 Ch. L. Neuffer. bog 1100 1820 P. Gerhard( nach Pf. 145) 3. A. Freylinghausen.de 1704 1666 G. Neumark. indt 1100 1657 S. G. Bürde. nadsseldom 1787 Unbekannter Verf. 110 1714 Aemilie Juliane, Gräfin zu 1757 Vor 1831 1714 sidols Register. ibi 189 Berfasſer. Wie ist mein Herz so Wie königlich ist das Wie könnt' ich sein verg. Wie lieblich ist es in Wie liebt uns Gott so fo Wie sanft sehn wir den Wie selig bin ich, wenn Wie sicher lebt der Mensch Wie soll ich dich empfangen Wie sollen wir dir, Vater Wie wichtig ist doch mein Wie wird mir dann, o Wie wohl ist mir, o Willkommen, Held im Willst du der Weisheit Willst du die Buße noch Wir erscheinen hier vor Wir flehn um deine Wir freuen uns, Herr Wir glauben All' an einen Wir gläuben All' an einen Wir kommen, Helfer, dir darau Wir sind in Noth Wird das nicht Freude Wo eilt ihr hin, ihr Wo flieh ich Sünder Wo tont der Pfalm, der Wohl dem, der Jesum Wohl dem, der richtig Wohl, wohl dem Menschen Wohlauf, woblauf zum Wohlzuthun und mitz. Womit soll ich dich wohl Wunderanfang, herrlich Wunderbarer König i ciu Zeige dich uns ohne Hülle Seuch ein zu deinen Zeuch hin, mein Kind Su Gott, o Seele, schwing Zum Fleiße ward das Bum Trost in unsern dizbjegtod sad mat Nr. 763. 566. 299. 482. 127. 615. 374. 643. 132. 142. 84. 648. 604. 193. 363. 315. 497. 276. 211. 72. 63. 764. 749. 664. 519. 306. 19. 253. 541. 609. 783. 562. 12. 100. 10. 491. 223. 771. G. B. Funk. F. W. Loder. G. C. Kern. C. F. Weiße. J. A. Cramer. M. Günther. 1720 V. 1. uralt. V. 2. bis 4. Vor 1539 Verändert von Cramer 1780 C. F. Gellert. P. Gerhard. J. C. Lavater. J. S. Diterich. F. G. Klopstock. W. C. Deßler. B. Schmolck. 1805 1781 Vor 1835 15100 J. Heermann 1630. Neander 1774. Diterich H. A. Stockfleth. J. Neander. G. J. Zollikofer. C. F. Gellert. J. A. Cramer. C. A. Döring. ? Chr. Fischer. J. S. Diterich C. F. Neander. M. Luther. ? C. Gensch v. Breitenau. Vor 1687. Cramer Unbek. Vor 1735. Cramer 1780 1780 H. C. von Schweinik. Vor 1706 E. Liebich. 1768 J. A. Cramer. Anna Sophie, Landgráfin zu Hessen- Darmstadt. 909 F. G. Klopstock. P. Gerhard. 32. 539. 91. osa sidor 1766 1764 1757 1653 100 1001821 Vor 1618 1765 1774 1525 1771 1765 1758 1692 1712 1766 1757 1780 1658 D. Bruhn. 1765 J. A. Cramer( nach Pf. 1) 1755 C.F. H. Sachse. 1822 J. L. Paulmann. L. A. Gotter. ist de standsä al media ibunydhe 1780 1768 in mnd na euisCICL 1779 1697 1691 1679 1769 Vor 1650 G. Hoffmann. Vor 1711 Ch. E. C. v. d. Necke. Vor 1779 G. D. Hartmann.( † 1775.) 1785 J. G. Pfranger. 1791 910 Verzeichniß der Parallelmelodien. 26 000 OSTE casdo?.007 208 lt 12. 300.000 mehr endini S8A EN 10 did Verzeichniß ma 7 SE ISTAT HOUDYSONATOR Bare: Wir von 09092 der čla ATE sim nast side dhi aid sils) sin in diesem Gesangbuche vorkommenden Parallelmelodien.*) dino.r * Dreizeilige. 1. Besik' ich nur ein ruhiges. 8 Gott ist mein Lied. 103 2. Jonas 28. 6.00 DLH SDies sind die heil'gen zehn. Erschienen ist der herrlich. 810 St 108 am Sechszeilige. STER us molli me 80( Jesus lebt, mit ihm auch. 9. Jesus, meine Zuversicht. Meinen Jeſum laß ich nicht. are Liebster Jesu, wir sind. 10. Sey willkommen, Jesulein. Gott des Himmels und. 11. Jesus, Jesus, nichts als. Liebe, die du mich zum. SHerr, ich habe misgeh. Wohl mir, Jesus, meine F. Alles ist an Gottes Segen. ela 13. An des Mittlers Kreuz. Laßt uns Christen hoch. Dir dank ich für mein L. Welt, ich muß dich lassen. Bald oder spåt des Todes. Dies ist der Tag der Fröhl. Mach's mit mir, Gott. ( Wohl dem, der beß're Sch. Der du dein Wort mir. Ich will dich lieben, meine. Mein Jesus lebt, was. Wer nur den lieben Gott. Wer weiß, wie nahe mir. pie Sies anda menind u nis se *) Bey der mit möglichster Sorgfalt getroffenen Auswahl der Melodien per ist anzunehmen, daß die für jeden einzelnen Gesang bestimmte Sing Te su 028 1039 0700150 weise dem Inbalte desselben am angemessensten sey. Da indeß die eine oder die andere Manchem unbekannt seyn könnte: so giebt, zwar er nicht für alle, aber doch für die Lieder, die nach einerley Silbenmaaß gedichtet sind, das gegenwärtige Berzeichniß einen Nachweis, welche bekanntere oder leichtere Melodie allenfalls statt der vorgeschriebenen gebraucht werden kann. loma@1.8 Vierzeilige. 108. Nun komm, der Heiden Heil. Meine Seele Gott erhebt. ( Lobt Gott, ihr Christen allz. 3. Nun danket all' und bringet. ( Nun sich der Tag geendet. Shir' liebe Seel', dir ruft. ( Ich dank dir schon durch. 08/ Christe, der du bist Tag. 4. Erhalt'uns, Herr, bey deinem 39 Herr J. Christ, dich zu uns w. Herr J.Christ, meins Lebens. Nun jauchz' dem Höchsten. 5. Nun laßt uns den Leib begr. Vom Himmel hoch da komm. Vom Himmel kam der Engel, Wenn wir in höchsten Nöth. Wo Gott zum Haus nicht. Wohl dem, der in Gottes. 6. SHerzliebster Jesu, was hast. Wend ab deinen Zorn, lieber. 101 a Fünfzeilige. 7.( Da Jesus an dem Kreuze ft. In dich hab' ich gehoffet. Dongoin 12. od nisu is and i bilainot sian 90° mis)( bi and sing ni as i bildsil sit 14. 15. 001 16. 17. on Siebenzeilige, Ach Gott, vom Himmel sieh.21. Allein Gott in der Höh. dalis Aus tiefer Noth schrei ich. 122. Der Herr ist me kommen. getreuer. and Sal 23. Es ist Es ist gewißlich an der 3. Es spricht der Unweisen. Herr J. Christ, du höchstes. Mein Herzens- Jesu, meine. Nun freut euch, lieben Ch. Wenn mein Stündlein vorh. Wo Gott der Herr nicht bey.100 s did Achtzeilige. 18, Verzeichniß der Parallelmelodien. 19. Christus, der uns selig. Schwing dich auf zu d. Werde munter, mein G. Wie nach e. Wasserquelle. 911 nis dhon Nun danket alle Gott. off Gott, du frommer G. ( Was frag ich nach der Welt. Aus meines Herzens Gr. Von Gott will ich nicht. Alle Menschen müssen st. Du, o schönes Weltgebäude. 20. Jesu, der du meine Seele. Jesu, meines Lebens Leben. Womit soll ich dich wohl. 24. 26. 25. sds( Durch Adams Fall ist ganz. Herre Gott, dein adttlich. Was mein Gott will, das. Wer Gott vertraut, hat. Die Tugend wird durchs K. Wie groß ist des Allmächt'g. 27. Herzlich thut mich verl. Ich dank dir, lieber Herre. ( Valet will ich dir geben. 28. Gott, der du selber bist das. O Ewigkeit, du Donnerw. Neunzeilige. Christ, unser Herr, zum J. Es woll' uns Gott genådig. Zehnzeilige. Lasset uns den Herren pr. Sollt' ich meinem Gott n. Anmerkung. Da in dem vorigen Gesangbuche manche Melodien theils ungenau bezeichnet, theils unter verschiedenen Benennungen angegeben waren: so sind sie hier durchgehends auf ihre alten ursprünglichen Namen zurückgeführt worden: An Wasserflüssen Babylon, bisher: Ein Lämmlein geht und ic. Auf meinen lieben Gott, bisher: Wo soll ich fliehen hin. Danket dem Herren, denn er ist zc., bisher: Was Lobes soll ic. Herzlich thut mich verlangen, bisher: Befiehl du deine Wege zc. und: O Haupt voll Blut ic. Silf, Gott, daß mir's gelinge, bisher: Wenn meine Sünd'n mich kränken. In dich hab' ich gehoffet, Herr, bisher: Ich weiß, mein Gott, daß ic. Lasset uns den Herren preisen, bisher: Sollt' ich meinem Gott nicht ic. Lobt Gott, ihr Christen all' zugleich, bisher: Ich finge dir mit ic. und: Nun danket all' und ic. Mach's 912 Verzeichniß der Parallelmelodien. Mach's mit mir, Gott, nach deiner Güt', bisher: Mir nach, 227 20. Nun komm, der Heiden Seiland, bisher: Gott sei Dank in stb) diese 1stpit anle 18/ 89ismule aller 2c. un laßt t uns Gott dem Herren, bisher: Wach auf, mein itu lingeend da im and ilgrad Herz ic. Ausd no chilbierg Di 29 o höchster Gott, o unser lieber Serre, bisher: Das walte Gott, der uns 2c. 1502 0 o Welt, ich muß dich lassen, bisher: Nun ruhen alle Wälder. Seelenbräutigam, bisher: Wer ist wohl wie du. Wend ab deinen 3orn, lieber Gott, bisher: Herzliebster Jesu ic. Wie nach einer Wasserquelle, bisher: Freu dich sehr, o meine 2c. le and 390 3100 TOR erud di Gaspu Raic ' bull and fi gong sides 2 mg( 71921 ha olding 1100 nm Dow 89 spilisga098 34 3d and anu 19h19 no maniam chi lle juo bid gniade nism istum.$ O150) allsuprafade bon sides 7. noben moins FOR S soundsgaldraadbou alss anism yd 15 isda? andy2esnism 2 Jour bid di No) simode sisse midal abnom schudanals mairer mod ni ne & mandible pour alist adnadsaud sidan dalol: nvinur dogs 100 arduisburg se schilgarigh vid somit de asgmu blisti USARUANSA hodin .81 Tim et 22.05 at dau 1090 mistamiseld molednes Soal.uid nodih bilo omeld to dil monism ut orat bode? and madáidor ti e mad med ape mins or 3009 smindud loendid naguluse him anda milers ajul Hoc qun@ Q: dan n'daù saison se speidspily and 100 an dem Steunstniti chim nism isen 02 odan hi dod bid or and 3100 manjom bi Woo halling notes 15 ani 152 thin 1100 decisigue sin dino do Das gewöhnliche Kirchengebet nach der Predigt. ..sid 1 Das gewöhnliche Kirchengebet nach der Predigt. Gott liges Wort über alles zu lieben Jesu und zu befördern; die Untervon thanen nach deinem Willen und Wohlgefallen zu regieren, auf daß Gerechtigkeit und Tugend verbreitet, die Bosheit gestrafet werde, und auch wir in stiller Ruhe und gutem Frieden, als Christen gebühret, unser Leben zubringen mögen. Du wollest dir unsere Stadt, unsere Bürgerschaft, Handlung, Barmherziger, gnädiger und Vater unsers Herrn Christi, wir danken dir Grunde unsers Herzens, daß du dein heiliges Wort bisher unter uns hast erhalten, auch dasselbe rein und lauter vortragen lassen. Wir bitten dich, du wollest dies theure Geschenk uns und unsern Nachkommen ferner bewahren, getreue Arbeiter in deine Aerndte fenden, und die du gesandt hast, im heilsamen Schiffahrt, Nahrung und GeWort und heiligen Leben erhal- werbe gnädiglich lassen befohlen ten; deine christliche Kirche durch seyn, dem Segen gebieten, daß er deinen heiligen Geist regieren, mit uns sey in allem, das wir daß sie durch rechtschaffene Lehre Gutes vornehmen; Landplagen deines lebendigen und kräftigen hingegen, als da sind Erdbeben, Worts erbauet, dem Unglauben, Krieg, Aufruhr, ansteckende KrankAberglauben und allen Sünden heiten, theure Zeit, Feuersgewehret, der Frrende und Ver- brünste, Viehsterben, in Gnaführte zurück gebracht, der den abwenden, und uns vor Glaube in uns gestärket werde, einem unseligen Tode bewahund die Liebe zu dir und den ren. Zu dieser Absicht wollest Menschen in uns wachsen und du unsere Herzen beständig zur zunehmen möge. Buße neigen, mit wahrem Glauben an deinen Sohn Jesum Christum erfüllen, und uns geschickt machen, nach deinen Geboten zu leben, und dir in Heiligkeit und Gerechtigkeit zu dienen. Deiner väterlichen Fürsorge empfehlen wir auch alle christlichen Kaiser, Könige und Obrigkeiten, vor allen unser deutsches Vaterland und die Fürsten und Regierungen des deutschen Bundes, Laß dir auch, o Gott! unsere auch insbesondere den Rath die Schulen befohlen seyn. Gieb fer Stadt, unsere ordentliche Glück und Segen zur KinderObrigkeit, unter deren Schuß zucht. Regiere die Jugend mit du uns geseßet hast. Verleihe deinem Heiligen Geiste zu allem ihnen Segen und Gnade, Ge: Guten. Laß sie wachsen und zusundheit und langes Leben, dazu nehmen an Weisheit, Alter und Weisheit und Kraft, dein hei=| Gnade bey dir und den Menschen. M m m Alle 2 Das gewöhnliche Kirchengebet nach der Predigt. Alle die, welche in Trúbfal, empfahen. Laß die Früchte der Armuth, Krankheiten, Kindes- Erden, zur leiblichen Nothdurft nöthen und Anfechtungen sind, gehörig, mit fruchtbarer Wachauch die, welche um des heili- sung gerathen und gedeihen. Begen Evangelii und der Wahr- hüte uns vor schädlichem Ge= heit willen angefochten und ge- wässer, Ungewitter, großer Dürre Auch fangen sind, oder sonst Verfol- und tobenden Winden. gung leiden, wollest du trösten bitten wir um alles, darum du mit deinem heiligen Geiste, daß ewiger Gott gebeten seyn willst. fie solches alles für deinen vå- Verleihe uns solches aus Gnaterlichen Willen aufnehmen und den, durch das bittere Lei= erkennen, den Verfolgern und den und Sterben deines lieben Låsterern wollest du vergeben und Sohnes, unsers Herrn und fie bekehren. und Heilandes, Jesu Christi, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret, wahrer Gott, in alle Ewigkeit. Amen. onu mist säishind ud hid satid 1000 al ing asid follow Und weil wir das tägliche Brodt allein aus deiner väterlichen Hand nehmen, so gieb, daß wir es mit Danksagung Betstunden. dais 10150719 Gebet in den 1190. 22100und Allmächtiger, ewiger, barmher- Nahrung und Nothdurft dieses ziger Gott, du Vater unsers Lebens gehöret. Du hast unser Herrn Jesu Christi, wir arme Gebet erhöret, und uns bisher fündhafte Menschen treten vor im Frieden erhalten. Für solche dein heiliges Angesicht, zu beten. und alle andern Wohlthaten Erhöre uns; denn du bist nicht danken wir deinem heiligen Naferne von einem jeglichen unter men. Herr, unser Herrscher, uns. In dir leben, weben und wie herrlich ist dein Name in sind wir. O so neige denn dein allen Landen! Deine Güte ist Vaterherz zu uns, um deines lieben Sohnes, Jesu Christi, willen. es, daß wir nicht gar aus sind, und deine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Dir, dem allgütigen Gott, sagen wir von Grund unserer Herzen Lob und Dank für deine Mit unsern Sünden haben vielfältigen großen Wohlthaten, die du uns aus väterlicher Liebe erzeiget hast. Du hast uns erschaffen zu deinem Ebenbilde. Durch den Tod deines lieben Wir irren alle mannigfaltig; Sohnes hast du uns von Súnden und ewiger Verdammniß erlöset. Durch die Predigt deis nes heiligen Evangelii hast du uns zur christlichen Kirche berufen. Du forgest für uns, wie ein Vater für seine Kinder, und giebst uns alles, was zur wir haben viel böser Werke des Fleisches und der Finsternis be gangen, deiner Gnade und Geschenke haben wir vielfältig ge= mißbraucht, und den Reichthum deiner Güte und Langmüthigkeit verachtet. Solche unsere Missethat aber ist uns herzlich leid, wir zwar viele und große Strafen verdienet. Das Tichten und Trachten unserer Herzen ist nur immerzu böse von Jugend auf. Gebet in den Betstunden. 3 Kinderzucht in unsern Schulen und in unsern Häusern, und regiere die liebe Jugend mit deinem heiligen Geist zu allem Guten. Hilf, daß sie wachse und zunehme an Weisheit, Alter und Gnade bei dir und den Menschen. 631 leid, und reuet uns sehr. Wehe Gieb Glück und Segen zur uns, daß wir wider dich, unfern Herrn und Gott, also gefündiget haben! Wir trösten uns aber des heiligen Verdienstes und der kräftigen Fürbitte deines lieben Sohnes, Jesu Christi, der uns mit seinem Blute theuer erkaufet hat. Gott, sei uns gnädig nach deiner Güte, Laß dir auch Stadt und Land und tilge unsere Sünde nach zu deinem väterlichen Schuß deiner großen Barmherzigkeit. Strafe uns nicht in deinem Zorn, und züchtige uns nicht in deinem Grimm. Gedenke nicht unserer Missethat und Uebertretung, sondern gedenke unser nach deiner großen Barmherzigkeit, um deiner Güte willen. und befohlen seyn. Nimm deinen Frieden nicht von uns, und bewahre uns, daß wir mit groben wissentlichen Sünden nicht von uns stoßen. uns vor Krieg und Blutvergießen, vor äußerlichen Feindfeligkeiten, und vor innerlicher Laß dir unsere Kirche befoh- Unruhe und Zwietracht. Behúte len seyn. Erhalte uns dein uns auch vor der Pest und anWort rein und lauter mit den dern ansteckenden ansteckenden Krankheiten, gnadenreichen Sacramenten, bis vor Hagel und Ungewitter, vor auf unsere Kinder und Nach- Mißwachs, Viehsterben kommen. Sende treue Lehrer und Arbeiter in deine Aerndte, gieb deinen Geist und Kraft zum Worte, wehre allen Aergerniffen, Spaltungen und Secten, bringe wieder alle Frrende und Verführte, tritt den Satan unter unsere Füße. Wir befehlen dir auch unsere liebe Obrigkeit; gieb ihr den Geist der Weisheit und des Verstandes, gieb heilsame friedliche Rathschläge, daß in unserm Lande Ehre wohne, daß Güte und Treue, Gerech- wir mit festem Glauben und tigkeit und Friede unter uns andächtigem Gebet, mit Wachen herrsche. Gieb uns auch das tägliche Brodt, segne unsre Handlung, Schiffahrt, Nahrung und Gewerbe. Gieb uns Regen und fruchtbare Zeit vom Himmel, erfülle unsere Herzen mit Speise und Freude. Segne und bewahre die Früchte auf dem Felde, daß unser Land sein Gewächs gebe. Laß alle Werke unserer Hände in dir gesegnet seyn. unfern theurer Zeit, vor Feuers- und Wassersnoth, vor Erdbeben, vera derbenden Sturmwinden, vor einem bösen schnellen Tode. Sende zu uns deine heiligen Engel, die sich um uns her lagern, uns bewahren auf unsern Wegen, und auf ihren Händen tragen, daß unsere Füße nicht anstoßen. sambue mistsid mi Vor allen Dingen aber be= hüte uns vor jeder geistlichen Noth und Gefahr. Hilf, daß und nüchternem Leben den Feinden unserer Seligkeit widerstehen. Und weil wir nicht tüchtig sind von uns selber, als von uns selber, etwas Gutes zu denken oder zu vollbringen, so bitten wir dich, o du barmherziger Gott, du wollest uns tüchtig machen zu allem Guten. Er= leuchte unsern Verstand, heilige Willen, reinige unsere M m m 2 Herzen, denselben Behüte Gebet in den Betstunden. Herzen, wirke in uns rechtschaf- allmächtigen Hand aus der Tofene Buße. Hilf, daß wir von desnoth. In unserer leßten Sünden abstehen, und uns von Stunde, am jüngsten Gericht, ganzem Herzen zu dir bekehren. hilf uns, lieber Herre Gott. Das gute Werk des Glaubens, Gieb, daß wir im Glauben und welches du in uns angefangen Gebet entschlafen, und unsere hast, wollest du hinausführen Seele zu dir im Frieden von bis auf jenen großen Tag. Gieb hinnen fahre. Führe uns der= uns deines Geistes Gnade, daß einst am jüngsten Tage in's wir rechtschaffene Früchte der Reich der Herrlichkeit, daß wir Buße bringen, und unsern Glau- dein heiliges Angesicht mit Freuben mit guten Werken erweisen. den anschauen, mit allen EnHilf, daß wir in Liebe und Friede, geln und Auserwählten dich loben in Sanftmuth und Demuth, und preisen, und ewiglich bei in Keuschheit und Nüchternheit dir wohnen und bleiben mögen. leben, und im Guten bis an's Erhöre dies unser Gebet, barmEnde verharren. herziger Gott und Vater, um Und wenn zuleßt unser Ende deines lieben Sohnes, Jesu kommen wird, daß wir aus die- Christi, willen, welcher mit dir ser Welt werden scheiden müssen: und dem heiligen Geist lebet so stehe uns bei mit deiner und regieret, hochgelobet in alle Gnade, reiß uns mit deiner Ewigkeit. Amen. 4 Ermahnung an die Communicanten. Meine Allerliebsten! 11ns wird stets durch die Predigt des Evangelii Christi vorgehalten, daß wir von Natur unwissende, arme Sünder, und in diesem Zustande verloren sind, auch durch eigene Einsicht und Kraft unmöglich von dem strengen Gericht Gottes und von dem gesammten schrecklichen Verderben der Sünde uns befreien können. Gott aber hat unser Unvermögen besser erkannt, denn wir, und hat, als ein gnädiger Vater, seinen eingebornen Sohn, Jesum Christum, für uns gegeben, daß wir, durch sein Evangelium erleuchtet, und durch seinen Tod von unsern Sünden erlöset, Kinder Gottes und Erben der ewigen Seligkeit würden, so wir das glaubten. Solches läßt er uns stets predigen. Auf solchen Glauben und zu solcher Seligkeit werden wir auch getauft. Darin sollen wir stets bleiben, so bleiben wir in Christo und Christus in uns. So essen wir ohne Unterlaß geistlicher Weise, durch den Glauben, den Leib Christi und trinten sein Blut, das heißt: wir werden mit Christo auf's ge= naueste vereiniget, dadurch, daß wir uns das persönlich zueignen, daß er seinen Leib für uns in den Tod gegeben, und sein Blut für uns am Kreuz vergossen hat zur Vergebung der Sünden. Darauf verlassen wir uns zur Seligkeit wider alle falsche Lehre, wider alle Sünde, Anfechtung und Noth. Aus dieser Wohl= that Ermahnung an die Communicanten. that Christi lernen wir auch, Jesu, und mit dem ernstlichen welche Liebe und Geduld wir Entschluß, an der Besserung eures. üben sollen gegen unsern Näch- Herzens und Lebens zu arbeiten, sten, selbst gegen unsere Feinde. hier an dem Tisch des Herrn Was wollten wir mehr? erscheinen. Dann werdet ihr der seligen Theilnehmung an allen Früchten des Leidens und Todes Jesu Christi durch den Genuß des Abendmahls versichert werden, und die euch widerfahrne Wohlthat, Gott zum Preise, euren Seelen zum Trost, und euren Brüdern zur Erbauung, freudig rühmen und dankbar anwenden, nach dem Befehl Christi: Solches thut zu meinem Gedächtniß. Doch, damit wir dessen nicht vergessen, oder tråge werden mögten, als wir leider! oft werden, zu solchem Glauben an die Menschwerdung und den Tod Christi, so hat er uns ein befondres Gedächtniß und eine feierliche Verkündigung seines Todes, so oft wir wollen, befohlen, daß wir auch äußerlich im Sacrament, der Vernunft verborgen, allein dem Glauben aus den Worten Christi bekannt, effen sollen seinen Leib und trinken sein Blut, auf daß wir ja nicht zweifeln sollen, sein Tod und Blutvergießen sey unsere gewisse Seligkeit. Diese heilige Handlung, Er lösete, helfe euch Gott anjeßt mit wahrer Andacht verrichten. Ihr müsset schon durch Gebet und Selbstprüfung dazu vorbereitet seyn, und mit unverstellter Reue über eure Sünden, mit aufrichtigem Verlangen nach der Barmherzigkeit Gottes in Christo Befehl. Amen. 5 Wer denn nun würdig will essen und trinken, der soll zwey Dinge thun. Er soll glauben, was Christus sagt, und thun, was er gebeut. Er sagt: Das ist mein Leib, der für euch ge= geben wird; das ist mein Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden: solches follet ihr glauben. Er gebeut aber: Nehmet hin und esset, trinket alle daraus, und gedenket mein; solches follet ihr thun, nach seinem Gnadenwort und e same mand pist 6 Collecten an Sonn- und Festtagen. 11:49 1001 Collecten, 10 die in den hamburgischen Kirchen an den Sonnand und Festtagen gesungen werden. smidaristim in Am Am 150 118 11901501 Sonntage. Vormittags. Nach Endigung des Liedes: Allein Gott in der Höh' sei Ehr', wird von folgenden dreyen Collecten Eine wechselsweise gesungen. 1. Lasset uns beten: Herr Gott, himmlischer Bater, laß uns dein heilsam Wort mit Andacht hören, und verleih' uns allen Gnade, die göttliche Kraft desselben zu erfahren, damit wir dein Heil immer ernstlicher suchen, auf deine und Barmherzigkeit in Demuth hoffen, und in kindlicher Furcht un Liebe vor dir wandeln, durch unsern Herrn, Jesum Christum. Chor. Amen! 2. ud Lasset uns beten: Allmächtiger, ewiger Gott, der du das Wollen und Vollbringen des Guten in uns schaffest, und alle, die deinen Namen ehren, mit Heil und Gnade krönest, laß uns deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren, daß wir dein heiliges Wort von Herzen lieben, und alles, was du uns darin gebietest, durch deine Kraft vollbringen, durch unsern Herrn, Jesum Christum. Chor. Amen! Nachmittags; wenn das Lied nach der Predigt geendigt ist. Gott gieb Fried in deinem Lande. Chor. Glück und Heil zu allem Stande. 3. Lasset uns beten: Barmherziger Gott und Vater, der du den Frrenden das Licht der Wahrheit leuchten läsfest, und sie dadurch auf den Weg des Lebens zurückführst, lehre auch uns dein seligmachend Wort lebendig erkennen, und mache es uns zu unsers Herzens Freud' und Wonne, damit wir alles, was dir misfällt, ernstlich meiden, und im Gehorsam das Gute standhaft vollbringen, durch unsern Herrn, Jesum Christum. Chor. Amen! Lasset uns beten: Herr Gott, himmlischer Bater, der du ein reines Herz in uns schaffest, und zur Uebung guter Werke uns stárkest, gieb, daß dein gött Collecten an Sonn: und Festtagen. 7 göttlicher Friede uns erfreue, und unsere Herzen und Sinne allezeit bewahre, damit wir stets an deinen Geboten hangen, ein geruhiges und stilles Leben führen, und als deine Kinder mit Glück und Heil von dir gesegnet werden, durch unsern Herrn und Heiland, Jesum Christum. Chor. Amen! githmin sine manich bir anu ma maniad dan An den Festtagen. In der Adventszeit. Vormittags. Lasset uns beten: Wir danken dir, lieber himmlischer Vater, daß du dich unser so gnädig angenommen, und deinen eingebornen Sohn uns zum Erretter gesandt hast. Gieb uns diese unendliche Wohlthat heilsam zu erkennen, und stärke uns durch die Kraft deiner Gnade, daß wir für deine erbarmende Liebe dich dankbar preisen, und mit reinem Herzen dir allezeit dienen, durch denselben, deinen lieben Sohn, unsern Herrn, Jesum Christum. Chor. Amen! Nachmittags. sip2 in19 Daran ist erschienen die Liebe Gottes, daß er seinen Sohn gesandt hat. nu vo Chor. Daß wir durch ihn leben sollen, Hallelujah! Die Collecte wie Vormittags. Am heil. Weihnachtfeste. odne day To C spilling and 318 Vormittags. Lasset uns beten: Barmherziger Gott und Vater, der du deinen lieben Sohn in die Welt gesandt hast, damit wir durch ihn gerecht und Erben des ewigen Lebens würden, wir danken dir für deine unaussprechliche Gabe. Sen uns allen gnädig und hilf uns, daß wir an deinen Menschgewordenen Sohn von Herzen glauben, und in diesem Glauben der himmlischen Güter theilhaftig werden, die uns allen sind erworben worden durch ihn, unsern Herrn, Jesum Christum! Chor. Amen! Nachmittags. Ein Kind ist uns geboren, Hallelujah! Chor. Ein Sohn ist uns gegeben, Hallelujah! produtos oder: bilim die Christus kommt her aus den Vätern nach dem Fleisch, Hallelujah! Chor. Welcher ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit, Hallelujah! Die Collecte wie Vormittags. Am 8 mopan Collecten an Festtagen.ole? jiwe land road Disgolla sanis dan Am Neujahrstage. ni bilside lis dar vild tim d Vormittags. Lasset uns beten: HOU Wir danken dir, allgütiger Gott und Vater, daß du uns im verfloßnen Jahre allmächtig beschüßet und erhalten, auch deine Gnade und deinen Segen uns reichlich erzeigt haft. Walte auch in diesem Jahre über uns mit väterlicher Güte, und erwecke unsere Herzen, daß wir dich allezeit dankbar preisen, und die hineilenden Tage unsers Lebens dir heiligen, durch unsern Herrn, Jesum Christum! Chor. Amen! Nachmittags. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, Hallelujah! Chor. Und seine Güte währet ewiglich, Hallelujah! and sele Die Collecte wie Vormittags. day usmist Am Feste der Erscheinung Christi. Wie am Weihnachtfeste. Am Feste der Reinigung Maria. Wie am Weihnachtfeste. Am Feste der Verkündigung Maria. Vormittags. nom Lasset uns beten: Dank und Anbetung sey dir, allmächtiger gnädiger Gott, daß du uns das gottselige Geheimniß von deines Sohnes Menschwerdung ge= offenbart hast. Gieb, daß wir es in Demuth gläubig annehmen, und uns dadurch ermuntern lassen, alles ungöttliche Wesen zu meiden, und dem zu Ehren zu leben, der uns zum Segen Mensch ward, unserm Herrn, Jesu Christo! Chor. sid mi dod Amen! Nachmittags. d 100 Dieß ist der Tag, den der Herr gemacht hat, Hallelujah! Chor. Lasset uns freun und fröhlich darin seyn, Hallelujah! Die Collecte wie Vormittags. In der Passionszeit. Vormittags. Lasset uns beten: Barmherziger, ewiger Gott, der du deinen eingebornen Sohn für uns alle dahin gegeben, daß er unsre Sünde am Kreuz tragen sollte, wir danken dir für dieses Wunder deiner Liebe, und bitten dich herzlich, du wollest uns im Glauben an das Verdienst deines Sohnes stärken, und uns des Segens seiner Erlösung theilhaftig machen, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch unsern Herrn, Jesum Christum. i har nod3 Chor. Amen! simfonille si@ Nach= Collecten an Festtagen. Nachmittags. or Christus ist um unsrer Missethat willen verwundet. Chor. Und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Collecte wie Vormittags. Am heiligen Osterfeste. Vormittags. 9 Lasset uns beten: Allmächtiger Gott und Vater, der du Jesum Christum, den großen Sieger über Tod und Sünde, auferwecket, und durch seine Auferstehung uns überzeugt hast, daß er dein Sohn, und unsere Erlösung durch ihn vollbracht sey, und daß auch wir einst auferstehn und ewig leben sollen, erhalte uns in diesem Glauben und in dieser Hoffnung, und stärke dadurch unsre Herzen, daß uns nach deinem Heil sehnlich verlange, und wir uns in deinem Dienste stets erfinden lassen, durch denselben deinen lieben Sohn, unsern Herrn, Jesum Christum. Chor. Amen! Nachmittags. Christus ist um unsrer Sünde willen dahin gegeben, Hallelujah! Chor. Und um unserer Gerechtigkeit willen auferwecket, Hallelujah! Die Collecte wie Vormittags. da Am Feste der Himmelfahrt Chriſti. Ball Fefte Vormittags. Lasset uns beten: Wir bringen dir Lob und Anbetung, du hocherhöhter Heiland unfrer Seelen, der du in deiner Herrlichkeit nun ewig lebest, und über alles, was im Himmel und auf Erden ist, allmächtig herrschest und regierest. Verleih uns deine Gnade, daß unser Geist sich von den Lusten dieser Welt zu dir erhebe, und uns nur nach dem, was himmlisch ist, verlange, damit wir deine Herrlichkeit einst schauen, und dann, mit Ruhm und Preis gekrönt, in Unschuld und in ewiger Seligkeit dir dienen. Chor. Amen! Nachmittags. Christus kann selig machen immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, Hallelujah! Chor. Und lebet immerdar, und bittet für sie, Hallelujah! Die Collecte wie Vormittags. Am heiligen Pfingstfeste. Vormittags. Lasset uns beten: Herr, unser Gott und Vater, der du durch deinen guten Geist zur Wahrheit und zur Heiligung uns führest, wir bitten dich von Herzen, du wollest ihn auch zu uns senden, daß wir dich und dein Wort heilsam er= 10 Collecten an Festtagen. erkennen, an Jesum, unsern Herrn, recht glauben lernen, und so durch ihn zum Guten gestärket und in aller Noth mit seinem Trost erquicke werden, um deines lieben Sohnes, Jesu Christi willen! Chor. Amen! 1111069 Herr, lehre Nachmittags. Herr, lehre uns thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist unser Gott. Chor. Dein guter Geist führe uns auf ebner Bahn. Die Collecte wie Vormittags. som Am Feste der heil. Dreyeinigkeit. sadi maggio 304 305190 dnu gudstj Vormittags. gions du Anis 1001 idardlog ndi und od Lasset uns beten: ang saindre sllo) nadal Anbetungswürdiger heiliger Gott, dessen unerforschlich Wesen niemand ergründet, wir danken dir, daß du uns selbst gelehrt hast, wie wir dich, den einigen wahren Gott, als Vater, Sohn und Geist anbeten sollen. Gieb, daß wir dieses göttliche Geheimniß gläubig annehmen, und uns dadurch erwecken lassen, dich, den Unendlichen, in Demuth zu verehren, und mit der That und Wahrheit dich zu preisen, der du allein lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Chor. Amen! Nachmittags. Wir loben dich, Herr Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, Hallelujah! Chor. Und rühmen dich von nun an bis in Ewigkeit, Hallelujah! an bis in Gwiakei Die Collecte wie Vormittags. Am Feste Johannis. Vormittags. Lasset uns beten: Allmächtiger, ewiger Gott, der du auch uns das Heil erkennen läsfest, das in Vergebung unsrer Sünden bestehet, erhöre unsre Bitte und hilf uns, daß wir auch dieses Heils theilhaftig werden, damit wir unser Lebenlang dir kindlich dienen, und so, wie dir's gefällt, gerecht und heilig wandeln, um eines lieben Sohnes, unsers Herrn, Jesu Christi willen. Chor. Amen! Nachmittags. Bereitet dem Herrn den Weg, Hallelujah! Chor. Machet eine ebne Bahn unserm Gott, Hallelujah! ! Die Collecte wie Vormittags. 19dsi Am Feste der Heimsuchung Mariä. Vormittags. Lasset uns beten: Wir danken deinem heiligen Namen, barmherziger Gott und Vater, daß du in deinem Sohn dich unsrer gnädiglich erbarmt hast. Laß uns den Reichthum deiner Liebe recht erkennen, und gieb uns deines Geistes Beystand, daß wir mit Herz und Mund dich, unsern Gott, er= Collecten an Festtagen. 11 erheben, der du so große Dinge an uns gethan hast, durch unsern Herrn und Heiland Jesum Christum. Chor. Amen! Nachmittags. Gottes Barmherzigkeit währet für und für! Chor. Bey denen, die ihn fürchten, Hallelujah! Die Collecte wie Vormittags. Am Michaelis: Feste. Vormittags. Senter Lasset uns beten: Herr Gott, himmlischer Bater, der du durch deine Engel uns beschüßest, wenn Sünd' und Welt uns mit Gefahren drohen, wir bitten deine Barmherzigkeit, du wollest diesen Schuß uns gnädiglich erhalten, und uns durch deinen heiligen Geist regieren, daß, wie im Himmel, also auch auf Erden dein Wille allezeit geschehe, damit wir einst dein Angesicht mit allen Engeln schauen, und dich mit allen Auserwählten ewig preisen, durch unsern Herrn, Jesum Christum! Chor. Amen! Nachmittags. Der Herr hat seinen Engeln befohlen über dir, Hallelujah! Chor. Daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, Hallelujah! Die Collecte wie Vormittags. Collecte nach den Betstunden und am Bußtage. Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden. Chor. Und vergilt uns nicht nach unsrer Missethat. Lasset uns beten: Herr Gott, himmlischer Vater, der du nicht Lust hast an der armen Sünder Tode, läsfest sie auch nicht gern verderben, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben: Wir bitten dich herzlich, du wollest die wohlverdienten Strafen unserer Sünden gnädiglich abwenden, und zu unserer Besserung deine Barmherzigkeit verleihen, um Jesu Christi, deines lieben Sohns, unsers Herrn willen. Chor. Amen! Collecte nach dem heil. Abendmahl. Lasset uns beten: Wir danken dir, allmächtiger Herre Gott, daß du uns durch dieſe heilsame Gabe des Leibes und Blutes deines lieben Sohnes hast erquicket, und bitten deine Barmherzigkeit, daß du uns solches gedeihen lasfest zur Stärkung unsers Glaubens und zu feuriger Liebe unter uns allen, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Chor. Amen! 401 Inlig sid ius alist s010) je sig sin gittiers onde Ver= 12 1. Verzeichniß der Bibel: Terte. 1. 2. 1, 2. Am 1. Sonntage des Advents. SEv. Joh. 1, V. 15 bis 18. Ep. Rom. 13, V. 11 bis 14. Ev. Matth. 3, V. 1 bis 6. Ep. Jerem. 31, 2. 31 bis 34. Am 2. Sonntage des Advents. SEv. Luc. 21, V. 25 bis 36. Ep. Rom. 15, V. 4 bis 13. SEv. Matth. 3, V. 7 bis 12. Ep. Ephes. 1, V. 3 bis 6. Am 3. Sonntage des Advents. Ev. Matth. 11, 2.2 bis 15. Ep. 1 Cor. 4, V. 1 bis 7. SEv. Matth. 10, V. 32 bis 42. Ep. I Cor. 3, V. 11 bis 17. Am 4. Sonntage des Advents. Ev. Joh. 1, V. 19 bis 28. Ep. Phil. 4, V. 4 bis 7. SEv. Luc. 17, 2. 20 bis 24. Ep. 1 Tim. 1, V. 12 bis 17. Am 1. Weihnachtstage. 1. 2. 1. 2. Ev. Luc. 2, V. 1 bis 14. 2. Verzeichniß der zum abwechselnden Gebrauche*) verordneten evangelischen und epistolischen Bibel: Terte. Ev. Joh. 1, V. 1 bis 14. Ep. Ebr. 1, V. 1 bis 6. PodD 1, Am 2. Weihnachtstage. Ev. Luc. 2, V. 15 bis 20, oder Matth. 23, V. 34 bis 39. Ep. Gal. 4, V. 1 bis 7. Ev. Luc. 19, 2. 10. Ep. 1 Joh. 4, 2. 9 bis 11. Am Sonnt. nach Weihnacht. Ev. Psalm 62, V. 6 bis 13. 1. 2. SEv. Psalm 90, V. 1 bis 12. 2. Ep. Judá, V. 17 bis 21. Am Neujahrstage. Ev. Luc. 2, V. 21, od.fr.Tert. 1. Ep. Ebr. 10, V. 35 bis 39, oder freyer Tert. 1. SEv. Psalm 111, od. fr. Text. 2. Ep. Ebr.13, V.14,0d.fr.Text. Am Sonntage nach Neujahr. Ev. Luc. 2, V. 33 bis 40. Ep. Tit. 3, V. 4 bis 7. Ev. Matth. 16, 2. 1 bis 4. Ep. Jac. 4, V. 13 bis 17. Am feste d. Erschein. Christi. Ev. Matth. 2, v. 1 bis 12. Ep. Jes. 60, V. 1 bis 6. 2. 1. *) In dem Kirchenjahre 1842/43 werden die mit Nr. 2 bezeichneten Abschnitte zum Grunde gelegt, und zwar so, daß der voranstehende evangelische Tert für die Hauptpredigt, der darauf fol gende epistolische für die Nachmittagspredigt dient. Bon Advent 1843 an wird über dieselben Texte, aber in umgekehrter Ordnung, en gepredigt, Bormittags über die Epistel, Nachmittags über das Evangelium. Mit Advent 1844 treten wiederum die alten( nur hie und da veränderten oder erweiterten) Terte ein, die mit Nr. 1 bezeichnet sind, und zwar das Evangelium für die Hauptpredigt, die Epistel für die Nachmittagspredigt; von Advent 1845 aber umgekehrt für jene die Epistel, und für diese das Evangelium. Auf solche Weise entsteht für beyde Predigten ein vierfacher Wechsel, der sich) regelmäßig alle vier Jahre erneuert. e Ev. Jef. 42, V. 1 bis 8. 2. Ep. Jes. 55, V. 3 bis 11. 2. 1. 1. 1. 2. Am 1.Sonnt.nach Epiphanias. Ev. Matth. 2, V. 13 bis 23. Ep. Rom. 12, V. 1 bis 6. 2. Ev. Matth. 3, V. 13 bis 17. Ep. 1 Petr. 2, v. 1 bis 4. 2m2.Sonnt.nach Epiphanias. SEv. Luc. 2, V. 41 bis 52. Ep. Rom. 12, 2.7 bis 16. Ev. Marc. 6, V. 17 bis 29. Ep. Ephes. 4, V. 11 bis 16. Am3.Sonnt nach Epiphanias. Ev. Joh. 2, V. 1 bis 11. Ep. Rom. 12, V. 17 bis 21. Ev. Marc. 1, v. 14 bis 22. [ Ep. Ephes. 2, V. 4 bis 10. Am4.Sonnt.nach Epiphanias. SEv. Matth. 8, V. 1 bis 13. Ep. Rom. 13, V. 8 bis 10. 2. 43 bis 51. 2. Ep. 1 zim. 6, B. 6 bis 11. AmTageder ReinigungMariä. Ev. Luc. 2, V. 22 bis 32. Ep. Mal. 3, V. 1 bis 4. Ev. Matth. 19, V. 13 bis 22. Ep. Psalm 103, V. 1 bis 13. Am5.Sonnt.nach Epiphanias. Ev. Matth. 8, V. 23 bis 27. Ep. Col. 3, V. 12 bis 17. Ev. Matth.10, V. 16 bis 31. B. 14 bis 18. 1. 2. 1. 2. 1. Verzeichniß der Bibel: Terte. Am6.Sonnt.nach Epiphanias. Ev. Matth. 17, V. 1 bis 9. Ep. 2 Petr. 1, V. 16 bis 21. Ev. Luc. 9, V. 57 bis 62. 2. Am Sonntage Septuagesima. SEv. Matth. 20, V. 1 bis 16. 24 27. 1. 2. SEv. Luc. 10, 2. 38 bis 42. Ep. Rom. 5, V. 1 bis 5. Am Sonntage Sexagesima. 2. Ep. 2 Cor. 12, V. 1 bis 10. SEv. Matth. 11, V.25 bis 30. Ep. 2 Petr. 1, V. 2 bis 9. Am Sonntage Esto mihi. Ev. Luc. 18, V. 31 bis 43. 1. Cor., 2. 1 bis 13. 2. JEv. Matth. 16, 2.21 bis27. Ep. Ebr. 2, V. 9 bis 18. Am Sonntage Invocavit. Ev. Matth. 4, 2. 1 bis 11. Ep. 2 Cor. 6, V. 1 bis 10. Ev. Luc. 20, V. 9 bis 20. Ep. 1 Cor. 1, 2. 18 bis 25. 2. Am Sonntage Reminiscere. SEv. Matth. 15, V.21bis 28. 1. 8. Ev. Luc. 7, V. 36 bis 50. 2. 1. 13 2. 2. Am Sonntage Lätare. SEv. Joh. 15, V. 1 bis 14. 1. B. 17 1. 2. Am Sonntage Oculi. SEv. Luc. 11, 2. 14 bis 28. Ep. Ephes. 5, v. 1 bis 9. Ev. Luc. 13, V. 1 bis 9. Ep. 1 Petr. 1, v. 13 bis 25. Ev. Joh. 12, V. 42 bis 50. Ep. 1 Tim. 6, V. 12 bis 16.. Am Sonntage Judica. Ev. Joh. 8, V. 46 bis 59. Ep. Ebr. 9, V. 11 bis 15. Ev. Joh. 8, V. 28 bis 36. 1. Am Tage der Verkünd. Mariä. SEv. Luc. 1, V. 26 bis 38. ( Ep. Jef. 9, V. 6 und 7. SEv. Matth. 1, 2. 18 bis 23. Ep. Jerem. 33, V. 14 bis 18. Am 2. 14 Am Sonntage Palmarum. Ev. Matth. 21, V.1 bis 9. 1. 5 bis 11. Ev. Joh. 12, V. 23 bis 33. 2. V. bis 6. Verzeichniß der Bibel: Terte. Am grünen Donnerstage. SEv. Joh. 13, V. 1 bis 15. 1. Ep. I Cor. 11, V. 23 bis 32. Ev. Luc. 22, V. 14 bis 23. Ep. I Cor. 10, V. 16 bis 22. 2. Am ersten Ostertage. SEv. Marc. 16, 2. 1 bis 8. 1.Ep. 1 Cor. 5, v. 6 bis 8. 2. SEv. Matth. 28, V. 1 bis 10. Ep. 1 Petr. 1,. 3 bis 9. 1, Am zweyten Ostertage. Ev. Luc. 24, V. 13 bis 35. Ep. Ap.Gesch.10,2.34bis41. Ev. Joh. 20, V. 11 bis 18. Ep. I Cor. 15, 2. 12 bis 22. 2. 1. Am Sonnt. Quasimodogeniti. Ev. Joh. 20, V. 19 bis 31. Ep. 1 Joh. 2, V. 1 bis 6. SEv. Joh. 11, 2. 25 bis 27. Ep. I Cor. 15, 2. 50 bis 58. 2. Am Sonnt. Misericord. Dom. 1. Ev. Joh. 10, V. 12 bis 18. [ Ep. 1 Petr. 2, v. 11 bis 18. SEv. Luc. 24, V. 36 bis 47. Ep. Rom. 10, V. 9 bis 17. 2. 1. Am Sonntage Jubilate. SEv. Joh. 16, V. 16 bis 23. Ep. 1 Petr. 2, v. 19 bis 25. Ev. Joh. 21, 2. 1 bis 14. 6 2. 1. 15. Am Sonntage Cantate. 5 Ep. Jac. 1, V. 13 bis 21. Ev. Joh. 21, V. 15 bis 19. Ep. 1 Joh. 2, v. 14 bis 17. 2. Am Sonntage Rogate. Ev. Joh. 16, V. 23 bis 33. 1. 2. Am feste d. Himmelf. Christi. Ev. Marc. 16, V. 14 bis 20. 2.1bi811. 1. 2. 1. Ev. Luc. 24, V. 49 bis 53. Ep. Col. 3, V. I bis 4. 201Am Sonntage Exaudi. SEv.Joh.15, V.26b.C.16, V.4. Ep. 1 Petr. 4, V. 8 bis 11. Ev. Marc. 4, V. 26 bis 32. Ep. 1 Joh. 5, V. 9 bis 15. Am ersten Pfingsttage. Ev. Joh. 14, V. 23 bis 31. Ep. Ap.Gesch. 2, V.1 bis 13. Ev. Ap.Gesch. 2,2.38 bis 41. Ep. Ephef. 1, 2. 9 bis 14. 2. 01. 2. 1. 1. Am zweyten Pfingsttage. Ev. Joh. 3, V. 16 bis 21. Ep. Ap.Gesch.10,2.42bis48. Ev. Ap.Gesch. 2, V.42 bis 47. 2. Ev. Joh. 21, V. 20 bis 25. Ep. Jac. 1, v. 2 bis 12. 190 1. Am Sonntage Trinitatis. Ev. Joh. 3, V. 1 bis 15. Ep. Rom. 11, V. 33 bis 36. Ev. Matth. 28, V. 16 bis 20. 7 2. Am 1. Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Luc. 16, V. 19 bis 31. 1. 2. SEv. Ap. Gesch.4, V. 1 bis 12. Ep. Jac. 2, v. 8 bis 13. Am 2. Sonnt, nach Trinitatis. Ev. Luc. 14, 2. 16 bis 24. 1.Ep. 1 Joh. 3, V. 13 bis 18. Ev. Ap. Gesch.4,.13 bis 21. Ep. Jac. 2, v. 14 bis 24. Am 2. Am 3. Sonnt. nach Trinitatis. 1. SEv. Luc. 15, 2. 1 bis 10. Ep. 1 Petr. 5, V.6 bis 11. Ev. Matth. 19, V. 3 bis 9. 2. 1. Am 4. Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Luc. 6, V. 31 bis 42. Ep. Rom. 8, V. 18 bis 23. Ev. Luc. 4, V. 16 bis 21. Ep. 2 Tim. 3, V. 12 bis 17. 2. 1. AmTage Johannis d. Täufers. SEv. Luc. 1, v. 57 bis 80. Ep. Jef. 40, V. 1 bis 8. Ev. Joh. 3, V. 23 bis 30. Ep. Ap. Gesch. 19, V. 1 bis 6. 2. Verzeichniß der Bibel: Terte. 1, Am 5. Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Luc. 5, v. 1 bis 11. Ep. 1 Petr. 3, V. 8 bis 15. Ev. Luc. 12, V. 15 bis 21. Ep. Gal. 2, v. 16 bis 21. 2. 1. Am Tage der Seims. Mariä. Ev. Luc. 1, V. 39 bis 56. Ep. Jes. 11, V. 1 bis 5. Ev. Zeph. 3, V. 14 bis 17. Ep. Psalm 33, V. 1 bis 12. 2. Am 6. Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Matth. 5, V. 17 bis 26. 1. B. 3 bis 2. 2. Am 7. Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Marc. 8, V. 1 bis 9. Ep. Nom. 6, 2. 19 bis 23. Ev. Ap. Gesch. 5,2.34 bis 42. 1. Ev. Joh. 4, V. 5 bis 24. Ep. 1 Thess. 4, V. 9 bis 12. 2. 1. Am 8. Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Matth. 7, V. 15 bis 29. Ep. Rom. 8, V. 12 bis 17. Ev. Luc. 17, V. 7 bis 10. Ep. 1 Tim. 4, V. 1 bis 9. Am 9. Sonnt. nach Trinitatis. SEv. Luc. 16, V. 1 bis 12. 1. 2. 1 bis 2. 2. Am 10. Sonnt. nachTrinitatis. SEv. Luc. 19. V. 41 bis 48. Ep. 1 Cor. 12, V. 1 bis 11. Ev. Ap.Gesch. 8, V.26 bis 39. 1. 16 bis 21. 15 2. 1. Um 11.Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Luc. 18, V. 9 bis 14. Ep. 1 Cor. 15, V. 1 bis 10. Ev. Luc. 9, V. 49 bis 56. Ep. Nöm. 3, V. 23 bis 31. Ev. Ap.Gesch. 8,2.14 bis 24. 3 Am 12.Sonnt. nachTrinitatis. Luc. 1 bis 9. 1. Ev. 2 Cor. 3, 2. 1 bis 11. Ev. Ap. Gesch. 9, V. 1 bis 20. Ep. Phil. 2, v. 12 bis 18. 2, 2. 1. Am 13.Sonnt. nach Trinitatis. SEv. Luc. 10, V. 25 bis 37. Ep. Rom. 6, V. 12 bis 18. Ev. Luc. 15, V. 11 bis 19. Ep. Phil. 2, v. 1 bis 4. 1. Am 14.Sonnt, nach Trinitatis. Ev. Luc. 17, V. 11 bis 19. Ep. Gal. 5, v. 16 bis 24. Ev. Luc. 15, V. 20 bis 32. B. 8 bis 16. 2. 2. 1. 2m 15.Sonnt.nach Trinitatis. Ev. Matth. 6, V. 24 bis 34. Ep. Gal.5, V.25 b.C.6,2.10. Ev. Ap.Gesch.14,2.8 bis 20. Ep. Nom. 14, V. 1 bis 12. Am 16.Sonnt. nach Trinitatis. Ev. Luc. 7, 2. 11 bis 17. Ep. Ephes. 3, V. 13 bis 21. 1. 2. Ev. Ap.Gesch.16, V.16bis34. Ep. Nom. 14, V. 13 bis 23. Am 16 Am Tage Michaelis. SEv. Matth. 18, V. 1 bis 11. 12, V.76.12. Ev. Psalm 103, V. 15 bis 22. Ep. Ebr. 1, 2.13b.C.2, V.8. Am 17.Sonnt.nachTrinitatis. Ev. Luc. 14, V. 1 bis 11. Ep. Ephes. 4, V. 1 bis 6. Ev. Ap.Gesch.17,2.16 bis 28. 1. 2. 2. 2m 1. 18.Sonnt.nachTrinitatis. SEv. Matth. 22, V. 34 bis 46. Ep. I Cor. 1, V. 4 bis 9. Ev. Marc. 10, V. 35 bis 45. 2. Verzeichniß der Bibel: Terte. Am 19.Sonnt.nach Trinitatis. SEv. Matth. 9, V. 1 bis 13. 1. 2. SEv. Ap.Gesch.19, V.23bis40. Ep. Col.3,2.17 bis€.4,2.1. 2m 20.Sonnt.nach Trinitatis. SEv. Matth. 13, V. 24 bis 30. 1. B. bis 21. 2. SEv.Ap.Gesch.20,2.17bis 38. Ep. Jac. 3, V. 13 bis 18. 2m 21.Sonnt.nach Trinitatis. SEv. Joh. 4, 2. 47 bis 54. 1. 2. 26 mit Ev. Ap.Gesch. 21,2.8 bis 14. Ep. 1 Joh. 3, V. 1 bis 3. II. 1. Am 1. 2. Am 22.Sonnt.nachTrinitatis. SEv. Matth. 18, V. 23 bis 35. Ep. Phil. 1, V. 3 bis 11. Ev.Ap.Gesch.24,.24 bis27. Ep. 2 Thess. 3, V. 6 bis 13. 23.Sonnt.nachTrinitatis. SEv. Matth. 22, V. 15 bis 22. Ep. Phil. 3, V. 17 bis 21. Ev. Marc. 12, V. 38 bis 44. Ep. Phil. 1, v. 21 bis 30. Am 24.Sonnt.nach Trinitatis. Ev. Matth. 9, V. 18 bis 26. Ep. Col. 1, v. 9 bis 14. Ev. Luc. 20, V. 27 bis 40. Ep. 2 Tim. 4, V. 1 bis 8. Am 25.Sonnt.nach Trinitatis. SEv. Matth. 25, V. 14 bis 30. Ep. 1 Thess. 4, V. 13 bis 18. Ev. Joh. 14, V. 1 bis 6. Ep. 2 Cor. 5, V. 1 bis 10. 1. 2. 1. 2. 2. 2m 26.Sonnt.nach Trinitatis. Ev. Matth. 25, V. 31 bis 46. 1. 2 3, V. 3 bis 15. Ep. 2. 3 Ev. Matth. 24, 2. 42 bis 51. Ep.Offenb.Joh.21,2.1 bis 7. Am 27. Am 27.Sonnt.nach Trinitatis. 1. Ev. Matth. 25, V. 1 bis 13. 1 Theff. 5, v. 1 bis 11. Ev. Matth. 5, V. 8 bis 12. Ep. Ebr. 12, V. 22 bis 25. 2. 4 + ++ + 43 + + + $ 3 Inches Centimetres Blue 2 1 Je 3 4 Cyan 2 Liebe 15 6 7 Farbkarte# 13 Green 3 sus 8 Yellow 9 4 10 Red E. Lutter. 11 12 5 13 Magenta 1 6 14 15 White 17 116 117 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8