Glo 869 Berner Gesangbuch. Psalmen, Lieder und Festlieder, Auf Veranstalten der Synode. Bern, Druck and Verlag von R. J. Wys. 1853. G6 869 und má Gol. 3, 16. Lehret und ermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern, und finget dem Herrn in euern Herzen. Univ,-Bibl. Giessen Der Regierungsrath Gnos sipsile 800 Composte des Kantons Bern ertheilt andurch, auf den Antrag der Direktion des Kirchenwesens, dem von der evangelisch- reformirten Kirchensynode des Kantons nach den Bedürfnissen der gegenwärtigen Zeit revidirten Kirchengesangbuche die Genehmigung. Bern, den 14. Oktober 1853. G 330 L. S. Namens des Regierungsrathes, Der Präsident: L. Fischer. Der Rathsschreiber: 2. Kurz. Auszug dinten aus dem dem Afford des Verlegers mit der Namens des Regierungse rathes handelnden Kirchendirektion: S. 1. Die Kirchendirektion übergibt dem Herrn K. I. Wyß den Druck und Verlag dieses neuen Gesangbuches auf die Dauer von fünfzehn Jahren. ning 1996 NDA ald orburgs. 8. Der Verleger hat dafür zu sorgen, daß er stets eine hinreichende Anzahl von Eremplaren der vers tragsmäßigen Ausgabe des Gesangbuches vorräthig hebe und daß nach Abfluß der Dauer dieses Vertrags wenigstens noch Eintausend Eremplare disponibel seien. $. 9. Die Behörde verpflichtet sich, den Verleger bei fetnen vertragsmäßigen Rechten zu schüßen, so weit es in ihrer Befugniß steht. Inhalt. (* will sagen: mit Melodie versehen. † verändert tt sehr verändert. C Gesangbuch- Commission.) I. Psalmen. I. Wie selig ist, wer Lasterhafte II. Was toben doch die Völker II. Mein Gott, ich trau' auf dich VI. Herr, laß mich nicht VIII. Dein Name, Herrscher aller XIV. Thoren sprechen in dem XV. Wer, o Gott, darf zu, bir XVI. Mein Herr und Gott, bir XIX. Der Himmel große Bracht XXII. Mein Gott, warum verläßst XXIII. Mein Herz wird niemals XXV. Du mein einziges Verlangen XXVII. Gott ist mein Licht, was soll XXIX. Bringt dem Herren Lob und XXX. Ich preise dich mit Herz und XXXII. Wohl dem, er wird glückselig XXXIII. Ihr Frommen, lobt den XXXIV. Gs lobet bich mein Mund 19 XXXVI Der freche Sünder fürchtet 20 XXXVIII. Herr, laß mich nicht * 14 * 15 * 16 17 * 18 21 22 Nr. Pfalm. * 1 2 3 * 4 6 8 9 * 10 * 11 12 13 * * 23 - 24 25 26 XXXIX. Herr, ich will mich eifrig XLII. Wie nach einer Wasserquelle XLIII. Sei gnädig deinem trenen XLVII. Singt mit froher Stimm' XLIX. Ihr Menschen, Arm' und L. Der Herr hat alle Macht 33 Bearbeiter. Seite. Stapfer. t C. Stapfer. Stapfer. 10 14 16 20 Aarg. Gefngb. 22 Aarg. Gefngb. 26 Stapfer. tt 26 28 32 36 38 42 46 C. 48 Narg. Ges. † 52 Stapfer. 52 Stapfer. 57 59 C. C. C. C. Stapfer. C. Stapfer. tt Stapfer. C. C. Stapfer. † Stapfer. Stapfer. C. C. 2 4 60 61 62 66 69 70 VI Nr. Psalm. * 27 28 29 30 - 3132 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 * 43 44 * 45 46 47 48 49 * 50 51 * 52 * 53 54 55 56 57 58 * 59 * 60 61 PE62 63 * 64 65 * 66 0067 1068 $ 869 8870 8071 LI. Gott, sei meiner Seele LX. Wir sind von dir, o Gott, LXII. Zu dir ist meine Seele still LXIII. Nach dir, o Herr, nach dir LXV. Man laffet, Gott, dein Lob LXVI. Frohlocke Gott, du ganze LXVIII. Steb' auf in deiner Macht LXXI. Jehovah, meine Hülf' auf LXXIII. Dennoch ist Gott das höchste LXXIV. Warum, o Gott, brennt LXXVII. Gott, erhöre meine Thränen LXXXI. Singet Gottes Ruhm LXXXIV. Wie lieblich ists, wie göttl. LXXXV. Gnädig warst du einst dem LXXXVI. Herr, erhöre meine Klagen LXXXVII. Fest, wie auf heilgen Berges LXXXIX. Höchster, deine Tren' und XC. Herr, unsre Zuflucht bist XCI. Wer unter Gottes Schuße XCIII. Der Höchste herrscht voll XCV. Kommt, jauchzet Gott und XCVII. Umhüllt ist Gott von Pracht XCVIII. Es lobe Gottes Wunderw. XCIX. Gott beherrscht sein Reich C. Jauchzet Gott dem Herrn CI. Ich will, o Herr, von Recht CIII. Nun lobe deinen Gott, o CV. Nun danfet Gott, erhebt CVIII. Mein Herz, o Gott, das CX. Seße dich zu meiner Rechten CXVI. Ich freue mich in Gott CXVIII. Nun danfet Gott, denn er CXIX. O felig sind, die stets in CXXI. Sch seh', o Gott, hinauf CXXII. Ich freue mich, so oft man CXXVII. Wo der Herr das Haus nicht CXXX. Ich fleh' mit tiefer Rene CXXXIII. Wie lieblich ists, wenn CXXXIV. Erhebet Gottes Herrlichkeit CXXXVIII. Ich danke dir mit meinem CXXXIX. Allwissender, du kenneft mich CXLV. Mein Gott, dich will ich CXLVI. Dein Lobgesang, o Gott CXLVII. Lobt Gott, der Herr ist gut CL. Lobet Gott im Heiligthum Bearbeiter. Seite. 70 75 76 77 78 82 83 Stapfer. † Stapfer. t Stapfer. Schaffh. Ges. † 86 Stapfer. tt 88 Stapfer. t 92 Stapfer. † Stapfer. † Stapfer. C. Stapfer. † C. 105 Stapfer. tt 106 111 Aarg. Ges. Stapfer. 112 C. 116 116 Stapfer. t Aarg. Ges. 117 Stapfer. 118 118 Stapfer. t Narg. Ges. tt 123 122 Stapfer. Stapfer. C. C. Stapfer t C. 96 98 Kuhn. Narg. Ges. Aarg. Ges. Stapfer. 101 102 103 124 129 130 131 132 Stapfer. tt Stapfer. tt C. 133 Stapfer. tt Stapfer. Schaffh. Ges. 134 Stapfer. Stapfer. †† 143 140 C. 145 144 Stapfer. Stapfer. t 148 Stapfer. 150 Stapfer. 152 Stapfer. 157 159 160 160 161 SAS GOT II. Lieder. 1. Lob und Anbetung Gottes. Nr. Name d. Verfassers. Geb. Tod. Seite. * 72 Lobe den Herren, den J. Neander. 1610 1680 164 1610 1680 167 73 Himmel, Erde, Luft J. Neander. 74 Nun preiset alle G. M. A. v. Löwenstern. 75 Bringt herdem Herrn C. Günther. 1594 1648 166 1650 1704 170 1610 1680 172 1640 1690 175 76 Wunderbarer König I. Neander. 77 Sei Lob und Ehr I. I. Schüß. N. Decius. 78 Allein Gott in der ? 1529 176 1667 1724 180 181 1658 1734 183 1746 1805 184 1697 1769 185 1658 1725 187 1606 1676 188 1585 1647 192 1586 1649 194 79 Hallelujah, Lob, Pr. B. Craffelins.(?) 80 Herr unser Gott, dich Te Deum laud. 81 J. Menger. daß ich tausend 82 Herr, vor dem die J. C. Fröbing. 83 Gott ist gegenwärtig G. Terstegen. 84 Mein Gott, wie bist S. Frank. * 85 Sollt' ich meinem P. Gerhardt. J. Heermann. 86 D Gott, du frommer * 87 Nun danket alle Gott M. Ninkart. 2. Buße und Bekehrung. 88 Der ersten Unschuld C. B. Garve. 89 Gett, hilf mir, daß ? 90 Vater der Barmh. D. Denicke. 91 Herr Jesu Christ, du B. Ningwaldt. * 92 Aus tiefer Noth M. Luther. * 93 Ach Gott und Herr M. Rutilius. s 94 Wo soll ich fliehen J. Heermann. 95 Allein zu dir. Herr 3. Schneefing * 96 Hüter, wird die Nacht Chr. F. Nichter. VII 3. Christus und sein Heil. 97 Aus irdischem Get. C.C. J. Asschenfeldt. 98 Halt im Gedächtniß G. Günther. * 99 Mir nach, spricht A. Silestus. 100 Lehrer, dem kein J. J. Nambach. 101 Heiland, deine M. J. J. Nambach. 102 König, dem kein J. I. Rambach. 103 Jesus Christus Ph. F. Hiller. * 104 Mein Jesu, dem die W. Chr. Deßler. * 105 Mein Heiland nimmt L. F. F. Lehr. 106 Jesus nimmt die 6. Neumeister. 107 Gins ist Noth, ach J. H. Schröder. 108 Ich habe nun den J. A. Nothe. 1763 1841 196 198 1603 1680 199 1530 1598 200 1483 1546 202 1550 1618 204 1585 1647 208 ? 1567 210 1676 1711 212 1792 216 1650 1704 217 1624 1677 218 1693 1735 221 1693 1735 223 1693 1735 224 1699 1769 226 1660 1722 228 1709 1744 232 1671 1756 237 1666 1730 239 1688 1758 241 VIII Nr. 109 Such', wer da will 110 Beschränkt, ihr W. 111 Heilger Jesu, Heilg. * 112 O wie selig find die * 113 Sieh, hier bin ich 114 Wie wohl ist mir 115 Mir ist Erbarmung 116 Wer ist wohl wie du 117 Jesu, meine Freude 118 Wie schön leucht' 119 Meinen Jesum laß 120 O Jesu, Jesu, G. 121 Liebe, die du mich 122 Ich will dich lieben * * 4. Heiligung. 123 Wollt ihr denHeiland A. Silesius. 124 Was hinket ihr, betr. L. F. F. Lehr. 125 Auf, Christenmensch A. Silesius. 126 Ringe recht, wenn J. Jof. Winkler. 127 Durchbrecher aller G. Arnold. 128 Himmelan geht unsre B. Schmolk. 129 Unverwandt auf * 130 Herzlich lieb hab' ich * 131 Herz und Herz vereint * 132 Shr Kinder des H. 133 Befiehl du deine * 134 Warum sollt' ich mich 135 Jft Gott für mich, so * 136 Schwing' dich auf zu * 137 Mache dich, mein * 138 In allen meinen J. A. Rothe. M. Schalling. Zinzendorf. C. A. Bernstein. P Gerhardt. P. Gerhardt. P. Gerhardt. P. Gerhardt. 3. B. Freystein. P. Flemming. * 139 Wer nur den lieben G. Neumark. * 140 Was Gott thut, das S. Rodigaft. * Name d. Verfassers. G. Weißel. Chr. Wegleiter. B. Craffelius. C. F. Richter I. Neander. W. Ch. Deßler. Ph. Fr. Hiller. J.A.Freylinghausen. J. Frank. Ph. Nicolai. Chr. Keymann. 3. Heermann. A. Silestus. A. Silesius. 5. Die Kirche. D. Denicke.(?) ? Zinzendorf. 141 Wir Menschen sind 142 Dein Wort, Herr 143 Herr, dein Wort, die 144 Heut' ist des Herren N. Telneker. 145 Sefu, Seelenfreund M. Hahn. 146 Wach auf, du Geift K. H. v. Bogatky. 147 Ruft getrost, ihr ? * 148 Werde Licht, du Volk J. F. Mudre. 149 Eine Heerde und ein F. A. Krummacher. Geb. Tod. Seite. 1590 1635 242 1659 1706 243 1667 1724 246 1676 1711 248 1610 1680 252 1660 1722 254 1699 1769 259 1670 1739 260 1618 1677 264 1556 1608 266 1607 1662 272 1585 1647 274 1624 1677 276 1624 1677 277 1624 1677 279 1709 1744 280 1624 1677 281 1670 1722 283 1666 1714 285 1672 1737 287 1688 1758 288 1532 1608 290 1700 1760 294 ? 1699 298 1606 1676 303 1606 1676 306 1606 1676 310 1606 1676 312 ? 1720 314 1606 1640 318 1621 1681 322 1649 1708 324 1603 1680 327 328 1700 1760 332 1532 1592 332 1758 1819 333 1690 1774 334 338 1736 1810 342 1768 344 152 Ach bleib' bei uns * 153 Gin' feste Burg ist 154 Erhalt' uns, Herr, 155 Ach bleib' mit deiner * 156 Fahre fort, fahre Name d. Verfaffers. I. Frank. M. Müller. N. Selneker. M. Luther. M. Luther. Jof. Stegmann. J. E. Schmidt. 157 Wenn der Herr einst Chr. H. Zeller. Nr. 150 Herr Jesu, Licht der * 151 Auf, Seele, auf, und 6. Tod, Gericht und Ewigkeit. DARY EN 158 Alle Menschen müssen J. G. Albinus. 159 Wer weiß, wie nahe Aem. Juliane von Schwarzburg- Rudolstadt. N. Hermann. ? Zinzendorf. I Baumgarten. Klopstock. B. Ringwaldt. Zinzendorf.(?) Ph. F. Hiller. L. Laurenti. Ph. Nicolat. Ph. F. Hiller. Ph. F. Hiller. Klopstock. I. S. Kunth. S. Dach. K. Neumann. 176 Ich hab' von ferne. 3. T. Hermes. 177 Die Gnade sei mit Ph. F. Hiller. 160 Wenn mein Stündl. 161 Christus ber ist mein 162 Die Christen gehn 163 Mag dieß Haus, das * 164 Auferstehn, ja 165 Es wird gewiß am 166 Der Herr bricht ein 167 Die Welt kommt 168 Ermuntert ench, ihr * 169 Wachet auf, ruft uns 170 Wir warten deln, o 171 Viel besser, nie geb. 172 Selig find des H. 173 Es ist noch eine Ruh' * 174 O wie selig seid ihr 175 Herr, du haft in III. Festlieder. 1. Advent. 178 Auf, auf, thrReichsg. J. Rift. 179 Mit Ernst, ihr M. V. Thilo. * 180 G8 kommt der König * 181 Wie soll ich dich ? P. Gerhardt. 2. 182 Dieß ist die rechte 183 Gott sei Dank in Weihnacht. P. Gerhardt. H. Held. IX Geb.Tod. Seite. 1618 1677 345 1673 1704 346 1532 1592 349 1483 1546 350 1483 1546 353 1588 1632 354 1669 1745 354 1779 358 1624 1679 358 1673 1706 362 ? 1561 364 364 1700 1760 366 1668 1722 370 1724 1803 370 1530 1598 373 1700 1760 374 1699 1769 375 1660 1722 376 1556 1608 378 1699 1769 382 1699 1769 384 1724 1803 385 1700 1779 386 1605 1659 386 1648 1715 389 1738 1821 390 1699 1769 391 1607 1667 392 1607 1662 395 396 1606 1676 400 1606 1676 403 ? 1643 404 Nr. * 184 Sei hochgelobt, Herr 185 Dies ist die Nacht 186 Dies ist der Tag 187 Wie ist der Tag so 188 Wir fingen dir, Imm. P. Gerhardt. 189 Fröhlich soll mein P. Gerhardt. 190 Du wesentliches W. L. Laurenti. Name d. Verfassers. M. Luther K. F. Nachtenhöfer. 6. F. Gellert. ? 191 Geist Gottes, wir 3inzendorf. 192 Mein Mund und * 193 Meine Seel' erhebet Geb. Tod. Seite. 1483 1546 406 1624 1685 408 1715 1769 409 3. Maria Verkündigung. 4. Passion. 194 Jesu, deine Passion S. v. Birken. 195 Mensch, beweine ? 196 Du meines Lebens& W. v. Wobeser. 197 So gehst du nun 198 Laß mir alle Wochen 199 Herzliebster Jesu 200 O Welt, fieh bier 201 Ein Lamm geht hin P. 202 Haupt voll Blut P. 203 D Lamm Gottes ? G. W. Molanus. J. Heermann. P. Gerhardt. Gerhardt. Gerhardt. N. Decius. # 204 Wenn mich die Sünd. J. Gesenius. 205 Sei mir tausendmal P. Gerhardt. 206 du Liebe meiner A. Silestus. J. Rift. * 207 D Traurigkeit, o 208 Amen, deines Grabes K. B. Garve. 209 Ich geh zu deinem B. Schmolk. HD 410 1606 1676 411 1606 1676 412 1660 1722 413 1700 1760 415 415 416 1626 1681 418 420 1727 1795 427 430 1633 1722 430 1585 1647 432 1606 1676 435 1606 1676 436 1606 1676 440 ? 1529 444 1601 1671 446 1606 1676 450 1624 1677 451 1607 1667 452 1763 1841 454 1672 1737 455 5. Oftern. 210 Früh Morgens, da J. Heermann. 211 Sallelujah! Jesus B. Schmolk. 212 Heut triumphiret B. Gefins.(?) * 213 Jauchzet Gott in E. Neumeister. 214 Willkommen, Held B. Schmolk. 215 Bringt Preis und I. F. Mudre. 216 3hr Christen, finget? 217 auferstandner 3. H. Böhmer. 218 O Tod, wo ist dein J. Gesenius. 219 Wach auf, o Mensch L. Laurenti. 220 Marter Jesu, wer Ren. v. Sinzendorf. 1727 1752 474 1585 1647 456 1672 1737 457 ? 16..? 459 1671 1756 458 1672 1737 462 1736 1810 462 466 1674 1749 471 1601 1671 473 1660 1722 474 6. Himmelfahrt. Nr. Name d. Verfassers. Geb. Tod. Seite. 221 Auf diesen Tag bed. Joh. Zwick. ? 1542 478 222 D wundergroßer 6. C. Homburg. 1605 1681 479 223 Der Herr fährt auf G. W. Sacer. 1635 1699 481 224 Wir danken dir, Herr N. Selnefer. 1532 1592 482 225 3euch uns nach dir F. Fabricius(?) 1642 1703 483 226 Auf Christi Himmelf. J. Wegelin. ? um 1640 484 7. Pfingsten. ? 227 Se saß ein frommes * 228 Komm, heiliger Geist Luther( alt lat.) beilger Geist, kehr' M. Schirmer. 3euch ein zu deinen P. Gerhardt. Höchster Tröster E. Liebich. 229 * 230 231 * 232 Komm', o komm', du I. Frank. 233 D du allerreinste P. 234 Geist vom Vater und G. 235 Der du uns als 236 Lichtes Vater, der 8. Taufe. Gerhardt. Hoffmann. D. Bruhn. ? Confirmation. P. Gerhardt. I. I. Rambach. S. Marot. 237 Du Volk, das du 238 Ich bin getauft auf 239 Von des Himmels 240 3m Namen des Herrn Zinzendorf. 241 Soll auch Jesu bittr. ? 9. Abendmahl. 242 Gott macht ein gr. E. Neumeister. 243 Auf, theure Seelen * 244 O meine Seele, freue 245 Hier bin ich, Jesu 246. Der du noch in der 247 Mein Jesu, der du 248 Ich preife dich, o * 249 Schmücke dich, du 250 Ich komme jeßt, mein * 251 Auf, Seelê, schicke 252 Lobe Gott, o meine 253 Gelobet feist du, Herr 254 Nun habe Dank für J. E. Lavater. ? ? D. Bruhn. Zinzendorf. J. J. Rambach. ? Joh. Frank. E. F. Gellert. G. Heine. ? XI 10. Bettag. 255 Wir liegen hier zu B. Schmolk. 256 Aus tiefer Noth last M. Weiß. 484 1483 1546 486 1606 1673 489 1606 1676 492 1713 1780 495 1618 1677 496 1606 1676 499 1658 1712 500 1727 1782 502 504 1606 1676 507 1693 1735 508 1770 509 1700 1760 510 511 1671 1756 513 514 516 1727 1782 519 .1700 1760 520 1693 1735 520 522 1618 1677 524 1715 1769 528 ? um 1680 528 533 534 1741 1801 535 1672 1737 536 ¹? 1540 538 191 192 * 193 Nr * 184 185 * 186 187 188 189 190 * 199 # 200£ M 201 C # 194 195 196 197( 198( 202 203 L 204 2 205€ 206 S 207 C 208 2 209 3 210 211$ 212 * 213 J 214 W * 215 B1 216 3 217 D 218 D 219 W 220 Me XII Nr. 257 Gott, der du unsre 258 Höchster, denk' ich * 259 Unser Vater im H. 260 Wie theur, o Gott 11. 08/0361 Name d. Verfassers. Geb. Tod. Seite. J. J. Eschenburg. 1743 1820 540 541 1483 1546 542 1741 1792 546 Neujahr. 261 Durch wechselvolle * 262 Nun laßt uns gehn 263 Gott, du bist der 6. W. Sacer. B. Gerhardt. C. F. Gellert. 264 Hilf, Herr Jesu, laß J. Nift. 265 Gottlob! Ein Schritt A. H. Franke. 266 Sesu, geh voran auf Zinzendorf. OSE GETI EROI ? M. Luther. C. F. Bahrdt. 15 1635 1699 548 1606 1676 548 1715 1769 551 1607 1667 553 1663 1727 5541700 1760 556 1 2 6 -8 3 1 3 4 6 dalf thin 2 Pfalmen. 2008-74-3130 suis at that sed and dis 150 now and in Joaill 019 19 № 19 19 20 20* 20 # 20 20 201 200 207 208 209 # 210 211 212 * 213 214 215 216 217 218 219 220 2 Disc. Alt. Wie se lig ist, wer La sterS haf te flieht Und ih- rem bô- sen Ra- the sich ent- zieht, Wer früh den Weg der Sünder mei- den ler- net Und von dem Siß der Spötter sich entfer- net. Wie se lig, wer das $ Wie se lig ist, wer- La- sterhaf te flieht Und ihrem bösen Ra- the = sich ent- zieht, Wer früh den Weg der Sünder mei- den ler- net Und von dem Siß der Spötter Ins sich entfer net. Wie se lig, wer das E Ten. Bass FO Wie se lig ist, wer La ster2 haf te flieht Und ih- rem bösen Ra- the sich entzieht, Wer früh den Weg der Sünder mei- den ler- net Und von dem Siz der Spötter sich ent- fer- net. Wie se- lig, wer das DE # Wie se lig ist, wer La- sterhaf- te flicht Und ihrem bösen Ra- the 3 sich entzieht, Wer früh den Weg der Sünder met- den ler- net Und von dem Siz der Spötter Ête sich ent fer- net. Wie se lig, wer das = = * * 1 11 19 19 20 20 20 20 20 20 206 207 208 209 210 211 212 * 213 214 * 215 216 217 218 S 219 220 9 Ez Wort des Höchsten liebt, Es Tag und Nacht beDisc. trachtet und aus- übt. 2. Er ist dem Baum an frischen Bächen gleich, 3u rechter Zeit an guten Früchten reich; Die Sonn' des Heils hat segnend ihn beschienen; Er welket nicht, und seine Blätter grünen; Er bringt die Frucht der wahren Heiligkeit, Und was er thut, gelinget und erfreut. Alt. Wort des Höchsten liebt, Es Tag und Nacht be1 trach- tet und aus- übt. 3. Wer gottlos lebt, o, der bestehet nicht Vor Gott und seinem heiligen Gericht; Wie leichte Spreu zerstreut wird von den Winden, 6713 b Was to- ben doch die Völ- ker all', DieHerrn der Erd' em- pö- ren sich Was to- ben doch die Völ- ker all', DieHerrn der Erd' em- pö- ren sich Wort des Höchsten liebt, Es Tag und Nacht betrachtet und aus- übt. Ten. trach- tet und ausübt. So läßt der Herr die Bösen schnell verschwinden. Sie können nicht bei den Gerechten sein, Und gehn auch nicht, wie sie, zum Himmel ein. Wort des Höchsten liebt, Es Tag und Nacht be4. Gesegnet hat der Herr des Frommen Bahn, Und seine Huld nimmt ihn zu Gnaden an. Er liebet den, der gern gottselig wandelt Und nach dem Wort des Herrn im Glauben handelt. Die aber Gott muthwillig widerstehn, Die werden auch mit Schrecken untergehn. Bass.b 5 b- b Was to- ben doch die Völ- ker all', DieHerrn der Erd' em- pö- ren sich Was to- ben doch die Völ- ker all', DieHerrnder Erd' em- pö- ren sich 2 2222222222 * 2 21 21 21 21 21 21 22 6 b Als brächten sie dein Reich zu Fall, und re- den Und hal- ten Rath, Gott, wi- der dich und den du bb b so ver- blen- det? uns gesendet: Laßt uns zer- rei- ßen bb b bb b Land zu Land Der Got- tes- herr- schaftRech- te; b- b be bb b die- ses Band! bb b Als brächten sie dein Reich zu Fall, und re- den Und hal- ten Rath, Gott, wi- der dich Und den du b- b b Ver- wer- fen laut von so ver blen det? = uns gesen- det: Laßt uns zer- rei- ßen dieses Band! Ver- wer- fen laut von Land zu Land Der Got- tes- herr- schaft Rech- te; 13bb F to Als brachten sie dein Reich zu Fall, und re- den Und hal- ten Rath, Gott, wi- der dich und den du 13 b b D D 3bb b Land zu Land Der Got- tes- herr- schaft Rech- te; bb bb bb so ver- blen det? uns ge- sen- det: Laßt uns zer rei- ßen = Ꭼ b die- fes Band! Ver werfen laut von so ver- blen- det? uns gesen- det: J L Als brächten sie dein Reich zu Fall, Und re- den Und hal- ten Rath, Gott, wi- der dich und den du FF bb + Laßt uns zerreißen dieses Band! f Land zu Land Der Got- tes- herr- schaft Rech- te; Verwerfen laut von * 2 21 21 * 21 21 21 21 22 8 md dann geht uns recht die Frei- heit auf; dann 5 55 bb hemmt nichts mehr in ih- rem Lauf Die kommen# 36 den Ge- schlech- te. End bb band dann geht uns recht die Frei- heit auf; dann b b O hemmt nichts mehr in th- rem Lauf Die kommenbb t den Ge- schlech- te. 2. Doch der im Himmel ewig wohnt, Der über allen Mächten thront, Der lacht ob solcher Stimme. Er, aller Macht und Herrschaft Born, Erschüttert sie in seinem Zorn Und spricht in seinem Grimme: " Ich habe meinen Sohn bestellt Zum Herrn und König aller Welt; Ihm ist das Reich verheißen. Und Jeden, der sich widersetzt, Sein Wort verwirft, sein Recht verlegt, Wird er, wie Thon, zerschmeißen." to bb c to dann geht uns recht die Freiheit auf; -b b den Ge- schlech- te. 3-0 O hemmt nichts mehr in ih- rem Lauf Die kommenSR bb s 9 dann dann geht uns recht die Frei- heit auf; dann den Ge- schlech- te. bb hemmt nichts mehr in ih- rem Lauf Die kommen3. Drum nehmt, ihr Herrscher, Klugheit an, Und laßt euch ziehn auf rechte Bahn, Ihr Mächtigen der Erde. Seid ehrfurchtsvoll auf eurer Hut, Und zittert, wenn ihr Böses thut, Daß er euch strafen werde. D, liebt und ehret Christi Macht! Gar schnell ist sonst sein Zorn erwacht Und fasset euch mit Grauen. Dann ist es bald um euch gethan; Er stürzt euch mitten auf der Bahn. Heil allen, die ihm trauen! 21 21 21 21 21 22 10 Disc. E Alt. bb b bb b met- ne Fein- de mich in meiner Ru- he bb b bb b +3 b b -b bt b bf b Az b nicht er hören. Doch ich ver- za- ge nicht, ? bb Mein Gott, ich trau' auf dich, Wenn stö- ren. Sie sagen mir zum Spott: Du findst nichtSchuß bei Gott, Er wird dich bb b meine Feinde mich in meiner Ru- he Mein Gott, ich trau' auf dich, Wenn ftö- ren. Sie sa gen mir zum Spott: Du findst nicht Schuß bei Gott, Er wird dich bb b nicht er- hö- ren. Doch ich ver- za- ge nicht. Ten. - 3 b b p b 3 b b b b b D b. b to Ob meine Feinde mich in meiner Ru- he bb Bass.b bb 3. 96 bb stö- ren. Sie sa gen mir zum Spott: U nicht er hören. Doch ich ver- za- ge nicht, - bbo 11 Mein Gott, ich trau' auf dich, Wenn Du findst nicht Schuß bei Gott, Er wird dich meine Feinde mich in meiner Ru- he itbb t Mein Gott, ich trau' auf dich, Wenn stö- ren. Sie sa gen mir zum Spott: = Du findst nicht Schuß bei Gott, Er wird dich nicht er hören. = Doch ich ver- za- ge nicht, 22222222 * 21 21 21 21 21 22 12 bt b b schon ver- höh- nen. Denn du wirst nach dem Streit b- b b bb Az b bb z b Herr, mei- ne Zu- ver- sicht, Wenn sie mich Mein Haupt in Ewigkeit Mit Gnad' und b- b Chre krö- nen. Herr, mei- ne Zu- ver- sicht, Wenn sie mich bbp b schon ver- höhnen. Denn du wirst nach dem Streit bb b Mein Haupt in Ewig- feit Mit Gnad' und Chre krönen. 2. Ich rufe, Gott, zu dir, Und du antwortest mir, Erhörst mein sehnlich Flehen. Du bist's, der Tag und Nacht Getreulich mich bewacht; Du wirst mir stets beistehen. 3 bb 9 3bb to D 3 b b to il b schon verhöhnen. Denn du wirst nach dem Streit b Mein Haupt in Ewigkeit Mit Gnad' und Herr, mei- ne Zu- ver- sicht, Wenn sie mich 13 Ch- re krö- nen. bb Herr, meine Zu- ver- sicht, Wenn sie mich bbs schon ver- höhnen. Denn du wirst nach dem Streit Mein Haupt in Ewig- feit Mit Gnad' und Ch- re frö- nen. THEY Ich fürchte keinen Feind, Denn Gott ist selbst mein Freund; Er schüßzet seine Frommen. D Herr, sei unser Theil, Erzeige uns dein Heil, Laß uns zum Frieden kommen! 21 * 21 21 * 21 21 21 21 21 22 14 Disc. Alt. # Herr, laß mich nicht empfin- den Die bitt- re Straf' der Sün- den! Ach, mein Gott, zür ne nicht! Schau' auf mich mit Er- bar- men 2 Und zeig' nicht an mir Ar- men Dein hei- liges Ge- richt! Herr, laß mich nicht empfinden Die bitt- reStraf' der Sün- den! Ach, mein Gott, #o no i zür- ne nicht! Schau auf mich mit Er- bar- men Und zeig' nicht an mir Ar- men Dein hei- liges Ge- richt! Ten. 13 # Bass. KO DE # Und zeig' nicht an mir Ar- men Dein heili 5:18 4. Herr, laß mich nicht empfinden Die bittre Straf der Sün- den! Ach, mein Gott, 15 zür- ne nicht! Schau'auf mich mit Er- bar- men ges Ge- richt! Herr, laß mich nicht empfinden Die bitt- re Straf' der Sün- den! Ach, meinGott, zur ne nicht! Schau auf mich mit Er- bar- men ges Ge- richt! Und zeig' nicht an mir Ar- men Dein hei- li 2 2 21 * 21 21 222 21 21 21 ¹22 16 Disc. Alt. 2. Ich fühl' in meinem Herzen Der Sünde Pein und Schmerzen; Es zittert mein Gebein. Laß meine tiefen Wunden Durch deinen Trost verbunden Und zugeheilet sein! 3. Ach, meiner Seel' ist bange, Und du, Herr, wie so lange Verbirgst du dich vor mir? Um deiner Gnade willen Laß meine Qual sich stillen! Wer dankt im Grabe dir? bb -bb- b b 13bb 6 b b -b bb b Ist herr- lich wie des Him- mels Zelt Und leuchtet hell in allen Lan- den. Was Wher be Dein Na- me, Herr- scher al- ler Welt, b4 Dein Na- me, Herr- scher al- ler Welt, the Ist herr- lich wie des Him- mels Zelt # leuch- tet hell in allen Lan- den. Was Und Ten. 4. Ich bin vom Seufzen müde; Fern weicht von mir der Friede; Mir hilft mein Weinen nicht. Mein Gram, mein banges Sehnen, Und meine heißen Thränen Verdunkeln mein Gesicht. 5. Doch, Herr, du hörst mein Zagen, Du hörest meine Klagen, Mit Gnab' erhörst du sie. Weicht, weicht von mir, ihr Feinde! Ich habe Gott zum Freunde, Und er verläßt mich nie. 5. b b b öbbe b Ist herr- lich wie des Him- mels Zelt Und Bass. b b_ bb bb 17 Q leuchtet hell in allen Lan- den. Was Dein Na- me, Herrscher aller Welt, bb Dein Na- me, Herrscher aller Welt, Ist herr- lich wie des Himmels Zelt Und 송 O leuch- tet hell in al- len Lan- den. Was 2 2222222 2 21 21 * 21 21 € 21 21 21 21 21 C 22 18 bb b auch der Feind und Spötter spricht, Herr, dei- ne bb bb Mund macht ihn zu Schan- den. Ich seh' der b t b -b bb b bb bb b Wahr- heit dämpft er nicht: Der Kin- der Ster- ne Glanz und Lauf bb b bb 6 froh zum Vater auf. J auch der Feind und Spötter spricht, Herr, dei- ne A NEMY Wahrheit dämpft er nicht: Der Kinder Mund macht ihn zu Schan- den. Ich seh' der Ster- ne Glanz und Lauf Und blicke froh zum Vater auf. DALAEK bo Und bli- de z b b to Sbb b 3 b b b 3bb bo 36 3bb bo bb Mund macht ihn zu Schan- den. Ich seh' der H Sterne Glanz und Lauf Und bli= cke bb LJ. auch der Feind und Spötter spricht, Herr, dei ne Wahr- heit dämpft er nicht: Der Kinder froh zum Vater auf. 19 auch der Feind und Spötter spricht, Herr, dei- ne bb Wahr- heit dämpft er nicht: Der Kin- der b bb Mund macht ihn zu Schan- den. Ich seh' der Ster- ne Glanz und Lauf froh zum Vater auf. N Und bli- cke 222222 21 21 21 * 21 21 € 21 21 21 218 21 220 20 2. Wie ist der Mensch so schwach und klein! Nicht werth, daß du gedenkest sein Im kurzen Laufe seines Lebens. Doch haft du ihn gekrönt mit Pracht, 6. Disc. Alt. # Tho- ren spre- chen in dem Her- zen Sind ein Greu- el und ver- scher- zen Fre- vel voll: Es ist kein Gott! Jh- re Seel' mitSünd'und Spott. Gott vom Him- mel ste het zu. Kei- ner ist, der = Gu- tes thu', Auch nicht ei- ner trägt Ver- lanTho- ren spre- chen in dem Her- zen Sind ein Greu- el und ver- scher- zen Fre- vel voll: Es ist kein Gott! Ihre Seel' mitSünd'und Spott. Him- mel sie het zu. Gott vom Kei- ner ist, der Gu- tes thu', Auch nicht einer trägt Ver- lan Ihm Alles unterthan gemacht; Ihm widerstrebt, was lebt, vergebens In Luft und Meer, in Wald und Feld: Dein Nam' ist herrlich, Herr der Welt. Ten. 3 # # Tho- ren spre- chen in dem Her- zen Sind ein Greu- el und ver- scher- zen Fre- vel voll: Es ist kein Gott! Ihre Seel' mitSünd' und Spott. Gott vom Him- mel sie het zu. S 21 EXPENS Bass. 1 Gutes thu', Auch nicht einer trägt Ver- lanKei- ner ist, der Tho- ren spre- chen in dem Her- zen Sind ein Greu- el und ver- scher- zen Himmel sie het zu. = Fre- vel voll: Es + Gott! Jh- re Seel' mitScind' und Spott. Gott vom Kei- ner ist, der Gutes thu', Auch nicht ei- ner trägt Ver- lan 222222 21 21 21 * 21 21 € 21 21 21 21 21 220 22 Disc. Alt gen, Treu an seinem Gott zu han- gen. gen, Treu an seinem Gott zu han- gen. 2. Abgewichen sind sie alle, Taugen nichts in Gottes Haus. Uebelthäter seit dem Falle Beuten sie einander aus. Jeder rafft, so viel er kann; Keiner ruft den Höchsten an; Alle drücken fromme Seelen, Die sich redlich Gott befehlen. Wer, o Cott, darf zu dir be- ten, Wer in deinen Tea- pel gehn? Die von Wer, o Gott, darf zu dir be ten, Wer in deinen Tem- pel gehn? Die von # gen, Treu an seinem Gott zu han- gen. Eltz -gen, Treu an seinem Gott zu han- gen. 3. Wollen sie dich gleich verschlingen, Same Gottes, fürchte nicht! Arm, geschmäht in allen Dingen: Gott ist deine Zuversicht. Hülfe Israels, brich an, Mache deinem Volke Bahn! Dann wird alle Welt dich scheuen; Dann wird Israel sich freuen. Ten. 3 DE Wer, o Gott, darf zu dir be- ten, Bass. 1 23 Wer in deinen Tey- vel aehn? Die von opt Wer, o Gott, darf zu dir be- ten, Wer in deinen Tem- pel gehn? Die von 1222222 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 221 24 dei nem Weg nicht treten, Die bei Recht und Wahrheit stehn. Der nur, der Verleumdung scheut Und der Noth des Nächsten weh- ret, h- re nicht dem Bö- sen beut, Den nur lie- bet, der dich eh- ret. # dei- nem Weg nicht tre- ten, Die bei Recht und Wahr- heit stehn. Der nur, der Verleumdung scheut Und der Noth des Näch- sten weh- ret, Eh =' re nicht dem Bösen beut, Den nur lie bet, 2 der dich eh= ret. 2. Die, Gott, dürfen zu dir treten, Die, o Gott, verschmähst du nicht, Die selt für die Feinde beten, Ihnen halten Eid und Pflicht, FO FO FO # dei- nem Weg nicht tre- ten, Die bei Recht und Wahrheit stehn. Der nur, der Verleumdung scheut 25 Und der Noth des Nächsten weh- ret, Eh- re nicht dem Bö- sen beut, Den nur lie- bet, der dich eh= ret. dei- nem Weg nicht tre- ten, Die bei Recht und Wahrheit stehn. Der nur, der Verleumdung scheut Und der Noth des Nächsten wehret, Eh re = nicht dem Bö- sen beut, Den nur lie- bet, der dich ehret. Wucher und Bestechung fliehn, Nie die Unschuld unterdrücken. Die, so Gottes Wege ziehn, Wird er ewiglich beglücken. 2222222 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 221 26 8. ( Melodie Nr. 5.). 1. Mein Herr und Gott, dir eil ich zu! Nicht Glück ist außer dir, noch Ruh; Dich preis' ich mit den Frommen allen. Wer dich verläßt, verläßt sein Heil; Du bist mein Gut und bestes Theil, Und lieblich ist mein Loos gefallen. Und was du gabst durch Jesum Christ, Ward uns ein Erb', das ewig ist. 2. Du sorgest für mich väterlich; Ein jeder Pulsschlag mahnt an dich; Du bist auch Nachts mir in Gedanken. Du stehest mir zur Rechten stets; Auf dich, Erhörer des Gebets, Vertrau' ich ewig ohne Wanken. Ich habe, was mich auch bedräut, Den Herrn vor Augen allezeit. 3. In dir frohlockt Geist, Herz und Sinn; Und sinkt zu Staub der Leib auch hin, Die Seel' entziehst du dem Verwesen. Du thuft mir fund des Lebens Pfad Vor dir ist Freudenfüll' und Gnad, Um dich ist ewig lieblich Wesen! Ja, Gott, in dir frohlockt mein Geist Der du vom Grabe mich befreist. ( Melodie Nr. 3.) 1. Der Himmel große Pracht Beweiset Gottes Macht Und Weisheit aller Orten. Univ- Bibl. Giessen Der Sterne glänzend Licht Und schöne Ördnung spricht: Sie sind durch Gott geworden! Ihm wird von Tag und Nacht Ein stetes Lob gebracht. So weit die Schöpfung gehet, Erschallt der laute Ruf: Groß ist Gott, der sie schuf, Er sei allein erhöhet! 2. Die Sonne gehet auf Und endet ihren Lauf Zu ihres Schöpfers Preise; Ihr Glanz zerstreut die Nacht, Belebt die Welt mit Pracht Und ruft uns: Gott ist weise. Hieraus erkennt man Gott, Doch mehr durch sein Gebot, Das uns die Weisheit lehret, Das uns die Wahrheit zeigt, Zur Frömmigkeit uns neigt Und unser Herz befehret. 3. Das Wort des Herrn ist treu, Erquich und schafft uns neu, Erleuchtet die Gedanken. Es ist untadelhaft; Es gibt der Seele Kraft, Ist rein und ohne Wanken. Es lehrt des Lebens Pfad Und gibt uns Trost und Rath Im ganzen Erdenleben. Sein Glanz und reines Licht Verliert sich ewig nicht, Wird Himmelsfreude geben. 4. Wer stets das Wort genießt Und ihm gehorsam ist, 27 2222222 21 N N N H H H H H H H 21 21 * 21 * 21 22 28 Disc. Alt. Wird ewiglich erquicket! Die Gottesfurcht allein Macht uns gerecht und rein, In Ewigkeit beglücket! Des Reichthums Ueberfluß Und herrlichster Genuß Muß ihren Schätzen weichen. Ihr ist an Süßigkeit, Womit sie uns erfreut, Nichts andres zu vergleichen. 5. O Herr, dein theures Wort Sei stets mein Schirm und Hort, Versuchung wegzutreiben. Der Segen und das Heil Wird denen einst zu Theil. Die ihm gehorsam bleiben. Mein Gott, wer merkt und zählt, Mein Gott, warum ver- läßst du mich? Ich schrei', und du ver- bir- gest dich; # Ich Mein Gott, warum ver- läßst du mich? Ich schrei', und du ver- bir- gest dich; Ich Ten. Wie oft er irrt und fehlt? Mach' mich von Sünden ledig, Die ich unwissend thu', Die Niemand weiß, als du; Mein Gott, sei du mir gnädig! Bass. 6. Herr, tilg' aus meiner Brust Der Sünde Macht und Lust Und stolze Tyranneien! D, herrsche du in mir, So leb' und sterb' ich dir Und kann in dir mich freuen. Mein Heiland und mein Hort, Ach, möchte jedes Wort Zu deinem Lob erschallen! Ď, laß der Seufzer Flehn, Die still von Herzen gehn, Dir gnädig wohlgefallen! #o Ich schrei', und du ver- bir- gest dich; Mein Gott, warum ver- lässt du mich? 29 Ich schrei', und du ver- bir- gest dich; Ich Mein Gott, warum ver- lässt du mich? Ich 1222222 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 220 30 har re Tag und Nacht verge- bens. Dich rie- fen einst die Vä- ter an, Und du, der al len helfen kann, Halfft ih- nen aus, = Gott des Lebens. JJ har re Tag und Nacht verge- bens. Dich rie- fen einst die Vä- ter an, Und du, der FO al len helfen kann, Halfft ihnen aus, o Gott des Lebens. 2. Ich aber bin der Leute Spott, Verachtet von der Bösen Rott', Wie ein getretner Wurm im Staube. Sie höhnen: Klag' es nur dem Herrn! Bist du ihm werth, so hilft er gern; Er rette dich, damit man glaube. H har- re Tag und Nacht verge- bens. Dich 31 riefen einst die Vä- ter an, Und du, der al- len hel- fen kann, Halfft ih- nen aus, o Gott des Lebens. 19Jop har re Tag und Nacht ver ge- bens. Dich riefen einst die Vä- ter an, To al len helfen kann, Halfft ihnen aus, o P Gott des Lebens. 3. Herr, von der frühsten Kindheit auf War dir mein ganzer Lebenslauf Zu treuer Hut anheimgegeben. Herr, Herr, wie große Angst ist nah', Und außer dir kein Helfer da: Errette du mein armes Leben! Und du, der 2 2 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 221 32 Disc. #z b Alt 4. Zerschmolzen ist die letzte Kraft, Vertrocknet meines Lebens Saft, All mein Gebein ist wie zerbrochen. Ich liege in des Todes Staub, Den Bösen um und um zum Raub, Die Händ' und Füße mir durchstochen. 5. Sie schauen ihre Lust an mir; Es wird, derweil ich leide hier, Durch's Loos auch mein Gewand zertheilet. O, wie durchbohret mich der Schmerz! Wie einsam fühlet sich mein Herz! Hilf, starker Gott, du weißt, es eilet. b- b 36. Dann will ich rühmen deine Macht Und dich verkünden Tag und Nacht In der Gemeine meiner Brüder: bb 6 bb f -b Mein Herz wird nie- mals kei- nen Man- gel spüren, Gott ist mein Hirt, er Mein Herz wird nie- mals kei- nen म् Man- gel spüren, Gott ist mein Hirt, er I Ruft thn mit Preis und Ehrfurcht an, Er hört's, der Armen helfen kann. Bald leuchtet euch sein Antlig wieder. b 7. Den will ich preisen immerdar, Den loben vor der großen Schaar, Die sich von seinem Tische laben. Deß werd' gedacht in aller Welt, Daß wer sich an den Höchsten hält, Wird nimmer keinen Mangel haben. 8. Der Herr, Herr hat ein ewig Reich, Darin ist hoch und niedrig gleich, Wenn sie vor ihm sich beugen wollen. Er predigt aller Welt sein Necht; Er zeuget sich ein treu Geschlecht Bei Völkern, die noch kommen sollen. Ten.b 33 H Mein Herz wird niemals feinen Man- gel spü- ren, Gott ist mein Hirt, er Bass. bo bb bb Mein Herz wird nie- mals kei- nen HO Man- gel spüren, Gott ist mein Hirt, er 3 2222222 2 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 22 34 b- b b wird mich gnädig führen, Er lei- tet mich auf bb b bb b follt' ich Man- gel lei- den? Er trånkt mich bb b mit dem Strom der wah- ren Freu- den, Dem b b Strom des Heils, der nie ver- bt b je- gens- rei- cher Bahn. Er wei- det mich, wie b- b b ste- gen wird mich gnädig führen, Er leitet mich auf b bo -b fann. bb -bse- gens- rei- cher Bahn. Er wei- det mich, wie follt' ich Man- gel lei- den? Er tränkt mich bb be mit dem Strom der wah- ren Freu- den, Dem Futur Strom des Heils, der nie versie- gen kann. 3 b b wird mich gnädig führen, Er lei- tet mich auf [ 3 b b b to | 5- 5bb3 t O follt' ich Man- gel lei- den? se- gens- rei- cher Bahn. Er wei- det mich, wie 366 to 35 bb mit dem Strom der wah- ren Freu- den, Dem De bb Er tränkt mich Strom des Heils, der nie versie- gen kann. Sk wird mich gnädig führen, Er lei- tet mich auf 36 bb se- gens- rei- cher Bahn. Er wei- det mich, wie bbo follt' ich Man- gel lei- den? Er tränkt mich mit dem Strom der wah- ren Freu- den, Dem b bb Strom des Heils, der nie versie- gen kann. 22222222 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 221 36 2. Er sättigt meine Seel' mit Gnad' und Segen, Und führt sie, ihm zum Ruhm, auf rechten Wegen, Daß mich bei ihm fein Unglück treffen kann. Ich fürchte nicht des Todes dunkle Straßen; Du bist bei mir und wirst mich nicht verlassen. Getroft vertrau' ich deinem Stab mich an. 3. Du füllst mit deinen Gütern meine Seele; Du salbst mein Haupt mit deinem Freudenöle, Mein ganzes Leben thust du wohl an mir. Mich soll, o mein Gott, weder Luft, nech Leiden Hinfort von dir und deinem Hause scheiden, Bis ich dich ewig loben kann bei dir. 13. ( Melodie Nr. 7.) 1. Du, mein einziges Verlangen, Gott, zu dir erheb' ich mich. Laß mich keine Schmach umfangen! Ich vertraue nur auf dich. Die Verehrer deiner Huld Hoffen nicht auf dich vergebens; Nur die stürzet ihre Schuld, Die dich haffen, Gott des Lebens. 2. Lehre mich, Herr, deine Wege; Führe mich nach deinem Rath, Daß ich heilig wandeln möge Auf des Lebens ficherm Pfad! Deine Wahrheit leite mich, Daß ich mich im Guten übe; Denn mein Herz verlässet sich Nur auf deine Hülf' und Liebe. 3. Denke doch an dein Erbarmen, Das du haft von Ewigkeit, Und beweise an mir Armen Deine Gnad' und Freundlichkeit! Ach, vergib nach deiner Huld Meiner Jugend schwere Sünden, Tilge meine große Schuld, Laß mich doch Erbarmung finden! 4. Gott ist gnädig und vollkommen; Seines Wortes Kraft und Licht Lehret uns den Weg der Frommen, Gibt den Sündern Unterricht, Deren Herz sich ihm ergibt; Denn er führet die Elenden Auf den Wegen, die er liebt; Er wird ihnen Hülfe senden. 5. Gottes Wege sind nur Güte Denen, die im Bunde stehn, Die mit redlichem Gemüthe Stets in seinen Rechten gehn. Groß ist meine Missethat; Herr, um deines Namens willen Tilge sie durch deine Gnad', Um mein Herz mit Trost zu füllen! 6. Wer ist willig, Gott zu ehren? Denn er nimmt sich seiner an, Ihn den besten Weg zu lehren; Er zeigt ihm die Lebensbahn. Seine Seele läsfest du, Herr, im guten Lande wohnen; Und du wirst ihn mit der Ruh' In dem Himmel einst belohnen. 7. Dem nur, der sich Gott ergibet, Macht er sein Geheimniß fund; Wer ihn fürchtet und ihn liebet, Dem erklärt er seinen Bund. Mein Gott, nur zu dir allein Heb' ich mein Herz, meine Blicke; Laß mich nicht verloren sein, Reiß mich aus dem Todesstricke! 37 20 # 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 22 38 Disc. Alt. 8. Schau' auf mich, Herr, mit Erbarmen; Wende gnädig dich zu mir; Ich bin elend; laß mich Armen Nicht verlassen sein von dir! Meines Herzens Angst ist groß; Rette mich von meinen Sünden; Mache mich vom Elend los; Laß bei dir mich Gnade finden! Gott ist mein Licht; was soll mich schre- cken? Mein Heil und meines Le- bens Kraft. Was zag' ich denn? Gott wird mich deGott ist mein Licht; was soll mich F schre- cken? Mein Heil und meines Lebens Kraft. Was zag' ich denn? Gott wird mich de 18 18 Ten. Bass. FO 9. Ach, bewahre meine Seele Vor der Feinde Schmach und Spott! Ich vertrau' dir und befehle Deinem Schuße mich, mein Gott. O, daß Treu und Redlichkeit Meines Lebens Hüter feien! Herr, du wollst von allem Leid Dein erlöstes Volk befreien. 39 schre- cken? Mein Heil und meines Lebens Loop Kraft. Was zag' ich denn? Gott wird mich deGott ist mein Licht; was soll mich RENOTA Gott ist mein Licht; was soll mich schre- cen? Mein Heil und meines Lebens Kraft. Was zag' ich denn? Gott wird mich de 2222222 21 21 21 * 21 21 21 21 211 21 219 # 220 40 # cken, Der in Gefahr mir Hül- fe schafft. Wenn wi- der mich sich Hee- re H bebt mein Herz und zit tert nicht; S le- gen, St Herr ist meine Zu- ver- sicht. Dro- hen mag mich nicht be we- gen; Der # cken, Der in Gefahr mir Hül- fe schafft. C Ihr Wenn wi- der mich sich Heere le- gen, So bebt mein Herz und zit tert nicht; = Herr ist meine Zu- ver- sicht. ← Ihr Dro- hen mag mich nicht be we- gen; Der # 13 # den, Der in Gefahr mir Hül- fe schafft. Wenn wi- der mich sich Hee- re le- gen, So bebt mein Herz und zittert nicht; Ihr Herr ist meine Zu- ver- sicht. Dro- hen mag mich nicht bewegen; Der E DES 41 O den, Der in Gefahr mir Hül- fe schafft. Wenn wi- der mich sich Hee- re J le= gen, bebt mein Herz und zit tert nicht; = Herr ist meine Zu- ver- sicht. Jhr Dro- hen mag mich nicht bewe- gen; Der 22222222 21 21 21 21 21 * 21 * 21 21 21 21 221 42 2. Nur eins will ich vom Herrn erflehen: In seinem Hause stets zu sein, Die Wunder seiner Lieb' zu sehen Und seines Dienstes mich zu freun. Mich birgt er zu den schwersten Stunden In seiner Hütte vor Gefahr. Alt Bald sind die Feinde überwunden, Und froh bring' ich den Dank ihm dar. 3. Du läßst mein Herz dein Wort empfinden: Sucht, Gläubige, mein Angesicht! Dein Antlig such' ich, laß mich's finden! Verbirg vor mir dein Auge nicht! Disc. b- b b b b bb b bb b Rüh- met seines Namens Pracht, Große bb b Bringt dem Her- ren Lob und Macht, dieser Welt, ver- ehrt bb b Den, dem Al- les Bringt dem Het- ren Lob und Macht, Rüh- met sei- nes Namens Pracht, Gro- ße dieser Welt, ver- ehrt Den, dem Al- les Wenn Vater, Mutter mich verlaffen, Verstoße du, mein Heil, mich nie! Laß, Vater, deine Hand mich fassen, Daß nichts mich deiner Bahn entzich'! 4. Ich glaub' und hoffe nicht vergebens Einst noch vor deinem Angesicht Dein Heil zu schaun im Land des Lebens, Voll Seligkeit aus deinem Licht. So harre Gottes, meine Seele, Ja, nur getroft und unverzagt! Harr' seiner, Herz, was dir auch fehle, Der Herr ist gut, und sein die Macht. Ten. 3 b b C s b 3 bb bb -b Rüh- met feines Namens Pracht, Große dieser Welt, ver- ehrt Bass. b bt, DTS b- b bf Bringt dem Her- ren Lob und Macht, 43 Den, dem Al- les Bringt dem Her- ren Lob und Macht, BALA Rüh- met sei- nes Namens Pracht, Gro- ße dieser Welt, ver- ehrt Den, dem Al- les 2222222 21 21 21 * 21 # 21 21 21 21 21 21 220 44 Ez Ez b b bb b bb b bb b bb -b an gehört; = b b -b Wenn des Donners Stim- me schallt: Der iſt bb -b Be- tet an den Gott der Göt- ter! Hö- ret set ne All- ge- walt, 2 Gott, der Frommen Ret- ter. an= ww ge- hört; Be-- tet an den Gott der Göt- ter! Hö- ret sei ne All ge= walt, S Wenn des Donners Stim- me schallt: Der ist b- b b Gott, der Frommen Retter. 2. Seine Stimm' empört das Meer, Auf den Wassern geht sie her; Seine Stimme ruft mit Kraft: Groß ist, der zerstört und schafft, Groß auch in den Ungewittern. Seine Stimme bricht den Wald, Feuer leuchtet, zuckt und fallt, Felsen und Gebirge zittern. 3bb 3b6 z b b 3bb 3 b bb Wenn des Donners Stim- me schallt: Der ist bb 19 b b- b an= gehört; Be- tet an den Gott der O b- b 45 Göt- ter! Hö- ret set ne All- gewalt, S Gott, der Frommen Retter. an- ge- hört; Be- tet an den Gott der Göt- ter! Hö- ret seine All ge- walt, Wenn des Donners Stim- me schallt: Der ist Gott, der Frommen Retter. 3. Jedes Thier des Waldes bebt, Wenn die Stimme sich erhebt. Menschen, ehret jederzeit Gottes große Herrlichkeit! Sie besteht in allen Stürmen. Er, der seinem Volke Kraft, Segen, Heil und Frieden schafft, Wird allmächtig und beschirmen. 2222222 4 21 21 21 * 21 21 21 21 211 218 219 220 46 Disc. Alt. 15. Ich prei- se dich mit Herz und Mund; Denn du, o Gott, machst mich gefund. hast mich von dem Grab be- freit Und mich mit dei- nem Heil er- freut. Ich war um- rin- get von Ge- fahren: Du Du kamst, mein Le- ben Ich prei- se dich mit Herz und Mund Denn du, o Gott, machst mich ge- sund. von Ge- fahren: Du haft mich von dem Grab be- freit Und mich mit O dei nem Heil er- freut. Ich war um- rin- get Du kamst, mein Le- ben D; cn id; =| QH|| IMHEIGHT 19||| Du en 5 Ten.3 H3 P # Denn du, o Gott, machst mich ge- sund. # 15. hast mich von dem Grab be- freit und mich mit # Bass C Ich prei- se dich mit Herz und Mund; dei- nem Heil er- freut. Ich war um- rin- get 47 von Ge- fahren: Du kamst, mein Le- ben # Denn du, o Gott, machst mich ge- sund. Du O Ich prei- se dich mit Herz und Mund; haft mich von dem Grab be- freit Und mich mit S Du dei- nem Heil er- freut. Ich war um- rin- get von Ge- fahren: Du famst, mein Leben 2222222 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 22 48 Disc. Alt. zu bewah- ren. zu be- wah- ren. 2. Lobt Alle, die ihr heilig seid, Mit mir des Herren Gütigkeit! Sein Zorn währt einen Augenblick, Und seine Huld kommt bald zurück. Er, der das Wesen uns gegeben, Hat seine Lust an unserm Leben. 3. Das Trauern währt den Abend lang; Des Morgens kommt der Lobgesang. Ich sprach im Glück: ich falle nicht! Doch du verbargst dein Angesicht. Vor Schrecken mußte ich vergehen Und in der Angst zum Herren flehen. Wohl dem, er wird glück se lig leS ben, Dem Gott die Sün- den all' ver- ge- ben; Wohl dem, er wird glück- se- lig leben, Dem Gott die Sün- den all' ver ge= ben; m; 3 Ten. # zu be- wah- ren. zu bewah- ren. 4. Herr, bin ich einst des Todes Raub, Wie preist dich dann im Grab mein Staub? Drum sei mir gnädig, höre mich; Mein ganzes Herz vertraut auf dich. Du kommst und hilfft, und meine Leiden Verwandelst du in Dank und Freuden. 5. Mein Gott, dir soll jetzt lebenslang Geweihet sein mein Lobgefang! Denn deine Huld ist täglich neu, Und immer nahe deine Treu. Ich will mich dankbar dir beweisen Und deine Gnade ewig preisen. # 3# 49 Wohl dem, er wird glück- se- lig le= ben, Dem Gott die Sünden all' ver- ge- ben; Bass. J C FO Wohl dem, er wird glück- se- lig leben, Dem Gott die Sünden all' ver- ge- ben; 4 2222222 21 21 21 * 21 21 21 * 21 21 21 219 220 50 Wohl dem, den Got- tes Gnad' und Huld Hat frei gemacht von aller Schuld; Wohl dem, der R HEARN Heu- che lei. → AIXFCE redlich ist und frei Von Selbst- be- trug und Wohl dem, den Got- tes Gnad' und Huld Hat frei gemacht von al= ler Schuld; Wohl dem, der redlich ist und frei Von Selbst- be- trug und Heu- che- let. 2. Da ich die Sünden Gott verhehlet, Wie ward mein banges Herz gequälet! Des Höchsten Hand lag schwer auf mir, Und mein Gebein verschmachtet' schier. Wie Sommerhig' ein Feld verheert, So ward mein Lebenssaft verzehrt. 3. Darum befkenn' ich meine Sünde Und was ich Böses an mir finde. [ et 13- मेंटर 一体 Wohl dem, den Got- tes Gnad' und Huld Hat # # 13# FOR DE frei gemacht von aller Schuld; Wohl dem, der 51 redlich ist und frei Von Selbst- be- trug und pam Heu- che lei. 2 Wohl dem, den Gottes Gnad' und Huld Hat frei gemacht von aller Schuld; Wohl dem, der redlich ist und frei Von Selbst- be- trug und Heu- che- lei. Ich sprach: Herr, fieh' die Wissethat! Da schenkt der Herr mir seine Gnad'. So fleh'n die Heil'gen allzumal, Drum bringt sie keine Noth zu Fall. 4. Wenn Wasserfluthen mich umstürmen, Wirft du, o Herr, mich mächtig schirmen, Daß nie mich eine Angst verschlingt, Mein Herz, erlde, dein Loblied singt, 1222222. 21 21 21 * 21 21 * 21 21 21 21 219 220 52 Disc. Alt. Und fröhlich rühme jedermann, Wie deine Hand erretten kann. 5. Der Herr will dir den Weg bereiten Und dich mit seinen Augen leiten. D, folge seinem Wahrheitslicht Und widersteh' dem Zuge nicht! Dem Thier' nur, das nicht denken kann, Legt man zur Führung Zügel an. 6. D, wie erreicht so viele Plage Gottlofe stets bei Nacht und Tage, Indeß die Güte den umfängt, Deß Hoffen an dem Höchsten hängt. Freut euch, ihr Frommen, seiner Hut, Und rühmt, was er euch Gutes thut. z 17. ( Melodie Nr. 3.) 1. Ihr Frommen, lobt den Herrn; Sein Recht herrscht nah und fern Und seine Treu und Gnade! Sein Wort schuf Land und Meer, 18. Es lo bet dich mein Mund, o Gott, so H Es lo bet dich mein Mund, o Gott, so 0 TO Ten. bass. Und aller Himmel Heer Führt er auf sicherm Pfade. Er sprach), und es geschah, Er winkt, so steht es da; Nie kann sein Rathschluß wanfen. Was Völker auch erdacht, Schnell hat des Höchsten Macht Vereitelt die Gedanken. 2. Des Vaters Blicke ruhn Auf seiner Kinder Thun, Er merkt auf alle Werke. Kein Herrscher stegt durch Macht, Nicht Kraft gewinnt die Schlacht, Nicht hilft der Roffe Stärke: Gott einzig reißt aus Noth Und aus der Seelen Tod; Er sieht, die auf ihn schauen. Dein freut sich unser Herz; Hilf du uns allerwärts; Dir wollen wir vertrauen. 18. P²³ ¢== 53 Es lo bet dich mein Mund, o Gott, so 3 Es lo bet dich mein Mund, o Gott, so 2222222 2₁ 21 21 21 21 * 21 * 21 21 21 21 220 54 lang ich lo- ben kann, Elen- de neh- men Theil dar- an; Dein Ruhm wird ih nen kund. = Kommt, prei- set ihn mit mir, Ihr Het- ligen; denn gna- den- reich Ist er, er hört und hilft zugleich: Und wir ver- trau- en dir. lang ich lo ben kann, Elen- de neh- men Theil dar- an; Dein Ruhm wird ihnen fund. FHD Kommt, prei- set ihr mit mir, Ihr Hei- ligen; denn gna- den- reich Ist er, er hört und hilft zugleich: Und wir ver- trau- en dir. # 3 3 lang ich lo- ben kann,& len- de neh- men Theil dar- an; Dein Ruhm wird ihnen fund. # Kommt, prei- set ihn mit mir, 55 Ihr Hei- ligen; denn gna- den- reich Ist er, er hört und # hilft zugleich: Und wir ver- trau- en dir. lang ich lo- ben kann, Glen de neh- men Theil dar- an; Dein Ruhm wird il) nen fund. do po Kommt, prei- set ihn mit mir, Ihr Hei- lis gen; denn gna- den- reich Ist er, er hört und hilft zugleich: Und wir ver- trau- en dir. # 2 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 220 56 2. Wenn ich nur zu ihm flieh', So hört er meiner Klage zu Und seßet mich in stille Ruh' Aus aller Furcht und Müh'. Die auf den Herren sehn, Empfangen von ihm Troft und Licht, Der treue Gott beschämet nicht Die gläubig zu ihm flehn. 3. Der Armen Angstgeschrei Erhebet sich zu seinem Thron; Er hört es und sie fühlen schon, Daß sie vom Leiden frei. Der lieben Engel Schaar Umgibet den, der Gott verchrt Und als sein Kind ihm angehört, Und reißt ihn aus Gefahr. 4. So fostet denn und schaut Des guten Gottes Freundlichkeit! Wohl dem, der mit Zufriedenheit Und Hoffnung ihm vertraut. O, fürchtet Gott allein, Ihr, die ihr fromm und heilig seid! Denn wer ihn fürchtet, wird befreit Von allem Mangel sein. 5. Ihr Kinder, fommt und hört, Worin des Herren Furcht besteht; Wie man auf Gottes Wegen geht, Und ihn mit Frommkeit ehrt. Vernehmet andachtvoll, Wie jeder Mensch, der gerne lebt Und nach dem höchsten Gute strebt, Hienieden wandeln soll. 6. Bewahret euern Mund Vom Bösen und von Falschheit rein; Vermeidet Sünd' und Sündenschein, Und haltet Gottes Bund! Geht auf der Frommen Bahn; Thut Guts, sucht, was den Frieden nährt. Wer also lebt, den sieht und hört Der Höchste gnädig an. 7. Er sieht und hört und schützt Den Frommen, der auf ihn vertraut; Gott ist's, der den, der auf ihn baut, Durch seine Gnade stüßt. Die Seelen liebet er, Die niedrig und zerschlagen sind; Aus ihrem Kampf und ihrer Sünd' Errettet sie der Herr. 8. Schon hier in dieser Zeit Hilft er den Frommen aus der. Noth, Und ihre Seele wird vom Tod Durch seine Gnad' befreit. Zwar groß ist ihre Müh'; Gerechte sind hier oft gedrückt: Doch Gott ist es, der sie erquickt, Und er erlöfet ste. ( Melodie Nr. 2.) 1. Der freche Sünder fürchtet nicht Gott, seine Strafen und Gericht, Und lebt in seinen Sünden; Er heuchelt Gott und haffet ihn; In seinem Mund und bösen Sinn Ist nur Betrug zu finden. Muthwillig scheuet er das Licht, Ift blind und spottet seiner Pflicht, Und geht auf schlimmen Wegen. Er haffet die Gottseligkeit, Und übt die Bosheit ungescheut, Entfernt von Gottes Segen. 57 2222222. 21 21 21 * 21 22222222 21 21 21 21 21 220 58 2. O Höchster, deine Gütigkeit Und deine Wahrheit reicht so weit, So weit die Himmel glänzen. Die Heiligkeit, die dich erhöht, Dein Recht, das fest wie Berge steht, Ist ohne Ziel und Grenzen. Die Menschen all' und jedes Thier Empfangen Nahrung nur von dir, Und reichlich gibst du allen. Dech zeiget deine Gütigkeit Für Fromme, daß sie jederzeit Vorzüglich dir gefallen. 3. Wie reich an Gnaden bist doch du! Die Menschen finden Schutz und Ruh, Wenn sie sich dir empfehlen. Mit Gütern füllest du dein Haus, Und theilst sie Frommen segnend aus Zur Sättigung der Seelen. Sie können da, wo Wasser ist, Das aus des Heiles Quelle fließt, Ihr mattes Herz erquicken. Der Brunn des Lebens ist bei dir; In deinem Lichte können wir Das wahre Licht erblicken. 4. Entfern' der stolzen Frevler Tritt Aus deiner frommen Kinder Mitt', Ihr Troßen laß vergehen! Sie fahren hoch in ihrem Sinn; Doch sinken sie vor dir dahin, Um nimmer aufzustehen. Mein Gott, behüte gnädiglich Die frommen Seelen, welche sich Zu deinem Dienst ergeben. D, laß sie hier in deinem Licht Und dort vor deinem Angesicht Von deiner Gnade leben! 20. ( Melodie Nro. 4.) 1. Herr, laß mich nicht empfinden Die Strafe meiner Sünden; Ach, geh' nicht in's Gericht! Sel meiner Sünden Menge Doch nicht im Zorne strenge! Verstoß' mich Armen nicht! 2. Herr, deine Pfeile stecken In mir, vor großem Schrecken Erbebt mein armes Herz. Mein Leib ist frank und müde Und ach, kein Tröpflein Friede Erleichtert meinen Schmerz. 3. Zur Rettung von den Sünden, Die mein Gewissen binden, Bin ich der Kraft beraubt. Die Laft ist nicht zu tragen, Denn ach, wie Berge ragen Sie rings mir über's Haupt. 4. Es eitern meine Wunden, Die Kräfte sind verschwunden, Nichts ist gefund an mir. Stets muß ich traurig gehen Und meine Thorheit sehen, Drin ich gelebt vor dir. 5. Herr, dir ist nicht verborgen Mein Seufzen, meine Sorgen Und meine Seelennoth! Mein Leben ist erschüttert, Mein ganzes Herz erzittert: Erbarm' dich mein, o Gott! 6. Ach, meine nächsten Freunde Stehn gegen mich wie Feinde, Fliehn und verlassen mich. 59 62222222 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 220 60 Die Ulebles wollen, denken Mit Bosheit mich zu fränken, Und sie verbinden sich. 7. Ich aber ich muß schweigen Und mich in Demuth beugen; Die Schmach hat guten Grund. Wie dürft' ich es verwehren? Ich wage kaum zu hören Und öffne nicht den Mund. 8. Doch, Herr, ich harre deiner; Denn du erbarmst dich meiner Und hörest mein Gebet. Laß meinen Fuß nicht wanken; Beschäme die Gedanken: Daß ich umsonst gefleht. 9. Herr, alles mein Vergehen Will ich dir frek gestehen. Du nimmst mich in's Gericht. Ich harre deiner gerne, Sei du nur mir nicht ferne, O meine Zuversicht! ( Melodie Nr. 6.) 1. Herr, ich will mich eifrig wahren, Wenn mich manche Noth bemüht, Nicht mit Murren zuzufahren, Weil der freche Sünder blüht. Ist da gleich, wie dir bekannt, Leicht das Herz und Wort entbrannt. Stille, stille unter'm Leide! Neide nie der Bösen Freude! 2. Lehr' mein Ende mich bedenken, Meiner Tage nahes Ziel! Aller Menschen Luft und Kränken Ist ein Nichts, ein Schattenspiel. Glück und Gut macht sorgenroll; Keiner weiß, wer's erben soll. Stille, stille unter'm Leide! Neide nie der Bösen Freude! 3. Wessen soll ich mich getrösten? Herr, ich hoff' auf dich allein! Zähl' mich auch zu den Erlösten, Lilg' aus alle Sündenpein, Daß ich nicht zuletzt, o Gott, Werden muß der Thoren Spott. Stille, stille unter'm Leide! Neide nie der Bösen Freude! 4. Will das Leben gar verschmachten Unter Gottes schwerer Hand: Ach, wie nichts ist dann zu achten Aller Menschen eitler Tand! Herr, dein Gast und Fremdling hier, Schrei' ich thränenvoll zu dir: Hilf mir still sein unterm Lcide; Schenke mir die ewge Freude! 22. ( Melodie Nr. 6.) 1. Wie nach einer Wasserquelle Ein Hirsch schreiet mit Begier, Also rufet meine. Sccle Mit Verlangen Gott zu dir. Nur nach dir, o Lebensgott, Dürstet sie in ihrer Noth. Ach, wann werd' ich dahin gehen, Wo ich kann dein Äntlig sehen! 2. Meine Nahrung ist das Klagen Und das Weinen; mir zum Spott 61 2222222 21 21 21 * 21 21 21 * 21 211 218 219 220 62 Disc. Alt. Hör' ich meine Feinde fragen: Wo ist er, wo ist dein Gott? Traurig denk' ich an die Zeit, Da ich mich in Gott erfreut; Da ich dankend ging, den Herren Mit den Frommen zu verehren. 3. Seele, was willst du dich fränken Und voll banger Unruly' sein? Hoff' auf Gott, er wird dir schenken Seines Troftes Gnadenschein. Hoff' auf ihn mit Zuversicht, Denn sein holdes Angesicht Gibt dir Freude, Heil und Leben. Du wirst ihn mit Lob erheben. 4. Meine Seele ist betrübet; Doch ich denke stets an dich, Gott, den meine Seele liebet; Siehe doch mit Gnad' auf mich! Wenn das Elend mich umringt, € Sei gnädig deinem treuen Knech- te; Mein Gott, warum ver- lässt du mich? Er Sei gnädig deinem treuen Knech- te; Mein Gott, warum ver- lässt du mich? Fre ce; Ten. Bass. FO Wenn das Unglück auf mich dringt, Will ich gläubig zu dir beten: Du, o Gott, wirst mich erretten! 5. Zu dir ruf' ich nie vergebens; Deine Güte, deine Macht Will ich rühmen, Gott des Lebens, Und dich preisen Tag und Nacht. Wie, vergisfest du mich gar? Soll ich trauern immerdar, Wenn die Feinde spottend sagen: Ist dein Gott auch zu erfragen? 6. Meine Seele, sei nur stille! Bleib' getrost und zage nicht, Hoff' auf Gottes Gnadenfülle Und sein liebreich Angesicht! Du wirst nach der Prüfungszeit Gott und seine Freundlichkeit, Seine Hülfs- und Liebesproben Einft mit frohem Danke loben. 23. ¤-63 Sei gnädig deinem treuen Knech- te; Mein Gott, warum ver- läßft du mich? Sei gnädig deinem treuen Knech- te; Mein Gott, warum ver- lässt du mich? Er 2222222. 21 21 21 * 21 21 21 21 21 218 219 220 64 ret te mich vor dem Geschlech- te Der Bö- sen schü- ße mei- ne Rech- te! Denn meine Feind' em po- ren sich, Und du ver- bir- gest dich. ret te mich vor dem Geschlech- te Der Bö- ser oodods schü- ße mci- ne- Rech- te! Denn meine Feind' en pö- ren sich, Und du ver- bir- gest dich. 2. Bestrahle mich mit deinem Lichte, Damit ich deine Wahrheit seh', Und meine Wege darnach richte, Bis ich vor deinem Angesichte Auf deines heil'gen Berges Höh' In deine Wohnung geh'. 3. Ich will dir dann Lobopfer bringen Im heil'gen Tempel, dir geweiht; Die Seele wird sich zu dir schwingen en en em 3 ret te mich von dem Geschlech- te Der Bö- sen, schü- ße met- ne Rechte! Denn meine Feind' empö- ren sich, Und du ver- bir- gest dich. ret te mich von dem Geschlech- te Der Bö- sen, 65 schü- ße mei- ne Rechte! Denn meine Feind' empå ren sich, Und du ver- bir- gest dich. Und dich mit Dank und Ruhm befingen, Dich, dessen Gnad' und Freundlichkeit Mich tröstet und erfreut. 4. Was bist du, Seele, so zerschlagen? Vertraue Gott und zage nicht, Und hoffe, nach den Prüfungstagen Noch seiner Gnade Dank zu sagen, Weil dir sein liebreich Angesicht Nur Heil und Trost verspricht. 5 * 21 21 21 21 21 21 21 211 218 219 220 66 Disc. bb bb b bb Alt. b Hoch von Macht und Ehr'. Er, der Siegesheld F U Ist der Herr der Welt, Sei- nes Scep- ter z # jauch- zet ihm! Denn er ist der Herr, bb b Fa b- b b 24. Kraft Zwingt die Hei- denschaft, Das fie Singt mit fro- her Stimm', Völ- fer, bt Hoch von Macht und Ehr'. Fr, der Siegeshelb b b b Singt mit fro- her Stimm', Völ- ker, jauch- zet ihm! Denn er ist der Herr, 110 Ist der Herr der Welt, Sei- nes Scep- ter Ind H Kraft Zwingt die Hei- denschaft, Daß fi T₁ T, erl fte ITTO fer, ||||||||| 0|| 0| 부 ell = ter ft Ten. 3bb to 3 b b 3bb to Bass. bb b b Hoch von Macht und Ehr'. Er, der Siegesheld, b bb 24. 67 Singt mit fro- her Stimm', Völ- ker, fauch- zet ihm! Denn er ist der Herr, Ist der Herr der Welt, Set- nes Scep- ters bb. Kraft Zwingt die Hei- denschaft, Daß sie Singt mit fro- her Stimmr, Völ- ker, bb Hoch von Macht und Ehr'. Er, der Siegesheld, H jauch- zet ihm! Denn er ist der Herr, Ist der Herr der Welt, Sei- nes Scep- ters Kraft Zwingt die Het- denschaft, Daß fie 222222 2 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 220 68 bb ganz b b Ez bb b bb b be- siegt Ihm zu Fü- ßen liegt. JJJ ganz be- stegt Ihm zu Fü- ßen liegt. L La gibt uns sein Heil Und sein Erb' zu Theil Ueber jeden Thron; Singt im Jubelton! ST gibt uns sein Heil Und sein Erb' zu Theil 2. Seht! Er steigt empor Mit der Engel Chor, Mit Triumphgesang, Mit Posaunenklang. Singet, finget gern Ruhm und Preis dem Herrn! Lobet Gottes Macht, Unsers Königs Pracht! Seine Majestät Ift und bleibt erhöht 3. Herr der ganzen Welt; Allen Völkern fällt Deine Gnade zu; Auch ihr Gott bist du. Ihrer Fürsten Schaar Stellt vor dir sich dar, Auch dein Volk zu sein Und sich dir zu weihn. ST CO LLLLL L I 13- b b bo ganz be- stegt Ihm zu Füßen liegt. 366 to Ob bb ganz besiegt Ihm zu Füßen liegt. gibt uns sein Heil Und sein Erb' zu Theil. 3: 6bb 69 25. ( Melodie Nr. 10.) 1. Ihr Menschen, Arm' und Reiche, hört Die Weisheit, die mein Mund cuch lehrt, Und nehmt es alle wohl zu Herzen: Ich fürchte nicht der Frevler Plag', Ich zittre nicht am bösen Tag; Mich schrecken weder Pein noch Schmerzen. Er 2. Wer macht das Herz so fest und groß? Wer kauft des Bruders Seele los? Wer fann Jemand mit Gott versöhnen? Und ob auch einer lange will: Die Seel' erlösen kostet viel! Nie kann ein Mensch mit Gott versöhnen. O gibt uns sein Heil Und sein Erb' zu Theil. Deinem Gottesreich Kommt kein andres gleich. Deine Herrlichkeit Währt in Ewigkeit. Er ✰ 2222222. 21 21 21 21 21 21 21 21 21 21 22 70 3. Und lebte einer noch so lang, Doch kommt die Zeit, da wird ihm bang, Weis oder thöricht- er muß sterben. Was hilft dann Chr' und Ueberfluß? Wem gibt's dann Trost? Wem gibt's Genuß? Ach, keiner weiß, wer das wird erben! 4. Wie Viele ftehn in eitlem Sinn, Und sterben ohne Hoffnung hin, Des Todes Raub, der Hölle Beute! Gott, mein Erlöser, dir vertraun, Dein eigen sein, auf dich nur schaun: Das macht allein getrofte Lcute. 5. Laß dich nicht irren Gut und Geld, Beneide nie das Glück der Welt, Daran so viele thöricht hangen. Ach, das ist Tand! ach, das ist Staub! Wird so ein Mensch des Todes Raub, Ist alle Herrlichkeit vergangen. 26. ( Melodie Nr. 11.) 1. Der Herr hat alle Macht in seinen Händen; Er spricht und ruft der Welt an allen Enden: Versammelt meine Heiligen vor mir! Ich bin der Herr von allem, was da lebet. Disc. Alt. + z Gott, sei meiner See- le gnä- dig, Gott, sei meiner See- le gnå- dig, ; 31 3, Wer in der Noth sein Herz zu mir erhebet, Dem sag' ich: preise mich, ich helfe dir. 2. Hör' an, mein Volk, und laß mich dir bezeugen: Wenn dich Gerichte deines Gottes beugen, Ist's nicht, weil mir's an äußerm Dienste fehlt. Kein Lippenwerk, kein Feiern leerer Feste Ersetzt Gehorsam, der das allerbeste, Des frommen Dankes Treu', die ich erwählt. 71 3. Doch fliehst du Zucht und lebest frech in Sünden, Verwirfft mein Wort und willst es doch verkünden, Uebst Ehebruch, bist falsch und ungetreu, Betrügst, verleumdest selbst die nächsten Freunde, So wisse: Du hast Gott zu deinem Feinde; Der schweiget nicht und straft dich ohne Scheu. 4. Merkt das, ihr Menschen, die ihr Gott vergesset, Und ohne ihn zu leben euch vermesſet; Sonst reißt er ohne Rettung euch dahin. O, preiset Gott und dankt ihm voll Vertrauen! Das ist der Weg, fein ewig Heil zu schauen. Den will ich wandeln, Herr, in frommem Sinn. Ten.3 Bass. Gott, sei meiner See- le gnä- dig, Gott, sei mei- ner See- le gnä- dig, * 1222222 21 21 21 21 21 21 21 211 218 219 220 72 Ma- che mich von Sün- den le dig, Til ge = = Wasch' mich rein durc FE dei- ne Gnad! Ich erfen- ne mein Ver- ge meine Mis- se- that, hen, Im- mer muß ich's vor mir se hen. Ach = #z an dir, an dir al- lein That ich übel Ma- che mich von Sün- den le dig, Til- ge = met- ne Mis- se- that, Wasch' mich rein durd dei- ne Gnad! Ich er- ken- ne mein Ver- ge hen, Im- mer muß ich's vor mir se hen. Ach = an dir, an dir allein That ich übel 13 # # 3 D Ma che mich von Sün- den le dig, Til ge= = meine Mis- se- that, Wasch' mich rein durch # hen, Im- mer muß ich's vor mir se= hen. an dir, an dir al- lein dei- ne Gnad! Ich erken- ne mein Ver- geE 73 DE O = Ma- che mich von Sün- den le dig, Til- ge J mei- ne Mis- se- that, Wasch' mich rein durch Ach, F That ich übel, an dir, an dir al- lein dei ne Gnad! Ich erken- ne mein Ver- ge- hen, Im- mer muß ich's vor mir se- hen. Ach, That ich ü- bel, 22222222 21 21 21 * 21 21 * 21 21 21 218 21 220 74 mir zur Pein. mir zur Pein. 2. Herr, dein Wort hat Recht behalten; Mich ergreift dein heilig Walten. Sündvoll bin ich ach wie sehr! Schon von meinen Eltern her. Du hast Lust, o Herr, zur Wahrheit, Legst Verborgenes in Klarheit; Welche Weisheit ist in dir! Heimlich vielen, deutlich mir. 3. Mach' in deines Opfers Gnaden Du mich rein von allem Schaden, Nimm die Sünde selbst von mir, Daß ich schneeweiß sei vor dir. Laß mich doch, nach bitterm Leide, Fröhlich hören Wonn' und Freude; Sieh' nicht mehr die Sündenlast, Drum du mich zerschlagen hast. 4. Was kann ich mir selber geben? Wo empfang' ich wahres Leben? Schaff' in mir durch Reu und Schmerz Du, o Gott, ein reines Herz! D, verwirf mich nicht auf immer! Deinen Geist entzieh' mir nimmer! Deine Hülfe tröfte mich; Fröhlich bleib' mein Geist durch dich. 5. Dann will ich die Sünder lehren, Daß sie sich zu dir bekehren. 3 mir zur Pein. FORE mir zur Bein. Rette mich von aller Schuld, Gott mein Heiland voller Huld. Da will ich das Glück verkünden, Fret zu sein durch dich von Sünden. Laß mich dazu tüchtig sein; Alle Ehre ist nur dein. 6. Du begehrst nicht andre Gabe Sonst da ist es, was ich habe! Dir gefällt ja allermeist Ein von Reu zerschlagner Geist. Darauf willst du gnädig schauen, Dadurch deine Kirche bauen; Bring' auf ihrem Bußaltar Jedes Herz zum Opfer dar! - 28. ( Melodie Nr. 16.) 1. Wir sind von dir, o Gott, verstoßen, Mit Elend ganz und gar umflossen. Du zürnest gegen unser Land; Erschüttert ist's von deiner Hand. Sei gnädig, schenk uns wieder Ruh', Und heile unsre Wunden zu! 2. Du hast, o Gott, dein Volk gebeuget; Ein Hartes hast du ihm erzeiget, Ihm deinen Zornfelch vollgeschenkt Und es mit Taumelwein getränkt. 75 2222222 21 21 21 * 21 21 21 21 21 21 21 220 76 O hilf, laß uns dein Heil erfreun; Komm, die du liebest, zu erneun! 3. Gott spricht in seinem Heiligthume: Dieß Volk sei ganz zu meinem Ruhme! Es sei getrost und freue sich, Und traue ganz allein auf mich. Nun, Herr, sei unsre Zuversicht; Denn Menschenhülfe hilft uns nicht. 29. ( Melodie Nr. 10.) 1. Zu dir ist meine Seele still, Mein Gott, der helfen kann und will! Ich traue nur auf deine Gnade. Du bist mein Heil und Zuversicht; Durch deine Hülfe wank ich nicht; Nichts ist, das meiner Seele schade. 2. Mein Herz vertrauet Gott allein; Er soll mein Hort und Heiland sein; In ihm nur will ich mich vergnügen: Denn er ist meiner Seele Theil; Er ist mein Schuß und ist mein Heil. Wie sollt ich in der Noth erliegen? 3. Ihr Heiligen, verlasset euch Auf Gott! er ist an Gnade reich; Er hört, was seine Kinder bitten. Wenn euch schon jede Hülf' gebricht, So fleht zu ihm mit Zuversicht, Und lernt das Herz vor ihm ausschütten! 4. Verlaffet euch auf Unrecht nicht; Seßt nicht auf Gold die Zuversicht, Und strebet nicht nach Eitelkeiten; Sucht nicht, fällt euch der Reichthum zu, In solchem eurer Herzen Ruh, Und laßt euch nicht zum Geiz verleiten! 5. Gott hat einmal geredt ein Wort, Das hört mein Herz noch immerfort: Daß Gottes sei die Macht und Stärke. Gerechtigkeit und Gnad' ist dein; Gerecht wird die Vergeltung sein, Die du bezahleft unserm Werke. 30. ( Melodie Nr. 5.) 1. Nach dir, o Herr, nach dir allein Verlanget mich, denn du bist mein; Dir hab' ich ja mich ganz ergeben. Ich suche, Herr, dein Heiligthum; Ich bringe deiner Gnade Ruhm. D, die ist besser, als das Leben! Wie dürr, wie öd' ist alles hier! Der Brunn des Lebens ist bei dir. 2. Wie gerne wollt' ich lebenslang Dich preisen, Herr, mit Lobgesang, Und nimmermehr darin ermatten. Leg' ich mich nieder, denk- ich dein; Erwach' ich, wirst du mich erfreun; Getroft, du bist mein Schirm und Schatten: Dir hanget meine Seele an, Der fie allein bewahren kann. 3. Was kann mir thun der Bösen Rott'? Was schadet mir der Feinde Spott? Was Trübfal, die ich soll erfahren? Die Leiden schwinden wie ein Rauch; Die sie bereiten, schwinden auch; Gott bleibet fets, mich zu bewahren! Ohn' ihn ist alles Eitelkeit; Er ist's, der ewiglich erfreut. 77 22222222 21 21 21 * 21 21 * 21 21 21 218 219 220 78 Disc. b Alt. b b 6 b b b b -b len len, = Man las set, Gott, dein Lob er- schal Man zahlt Ge- lübd', die dir ge= fal + In Zions Hei- lig- thum. Zu deines Na- mens Ruhm. Men- schen dür- fen zu dir be- ten: Du len len, höreft ihr Ge- bet; Sie dür- fen vor det In Zi- ons Hei- lig- thum. Zu deines Na- mens Ruhm. = Man las set, Gott, dein Lob er- schal Man zahlt Ge- lübd', die dir gefal 1 Men- schen dür- fen zu dir be- ten: To Ba Die hö- rest ihr Gebet; Sie dür- fen vor dei 3 I te + 36₂ b u et Ten.b ab I ie 11 zi 3 b b Bass. b b len len, b 31. len len, 2 Man las set, Gott, dein Lob er- schalMan zahlt Ge- lübd', die dir gefalIn Zions Heilig thum. Zu dei neg Na- mens Ruhm. ? Dibe bo 79 2 Men- schen dür- fen zu dir be- ten: Du höreft ihr Ge- bet; Sie dürfen vor dein Die Man las- set, Gott, dein Lob er- schalMan zahit Ge- lübd', die dir ge= falIn Zi- ons Hei- lig- thum. Zu deines Na- mens Ruhm. Die Men- schen dür- fen zu dir be- ten: Du höreft ihr Ge- bet; Sie dürfen vor dein 22222222 21 21 21 * 21 21 21 210 217 218 219 220 80 b b b Ez Antlig treten: do Antlig treten: Du hörst, wer zu dir fle Du hörst, wer zu dir fleh 2. Uns drückt die Laft von unsern Sünden; Du schenkst uns wahre Reu; Du läsfest uns Vergebung finden Durch deine Gnad und Treu. D wohl dem, der zu deinem Throne Sich freudig nahen kann, Daß er in deinem Tempel wohne, Und dich dort bete an! 3. Du schenkst ihm deines Hauses Gaben, Daß er die Fülle hat. Du wirst sein Herz mit Troft erlaben, Und sättigst ihn mit Gnad'. Erhör' uns, wenn wir zu dir flehen, Nach deiner Gütigkeit! D, laß uns deine Gnade sehen, Und hilf uns jederzeit! 4. Auf dich hofft jedes Volk der Erde, Und flicht in deine Hut, Daß es von dir gesegnet werde; Denn du bist stark und gut. Die Berge stehen fest gegründet Durch dich, du Gott der Macht. Das Meer wird still, der Sturm verschwindet: Du hast die Ruh gebracht. 5. Du sprichst, und alle Völker schweigen; Ihr Toben stillest du. Der Friede muß sich wieder zeigen, 36 b b Antlig treten: Du hörst, wer zu dir fleht. Antlig treten: Du hörst, wer zu dir fleht. Denn du befiehlst die Ruh. So weit der Erde Länder reichen, Erkennt man deine Kraft; Man sichet deiner Allmacht Zeichen, Die Heil und Segen schafft. 6. Du machest froh, was sich beweget, Sobald der Tag erwacht; Des Abends danket, was sich reget, Dem Schuße deiner Macht. Du gibst der Erde deinen Regen; Sie wird dadurch erquickt. Das Land genießet deinen Segen, Mit Fruchtbarkeit geschmückt. 7. Der Brunnen Gottes quillet immer Und wässert unser Land; Die Frucht fehlt unsern Feldern nimmer Aus Gottes Segenshand. Wenn sich die Felder frisch erneuen, O Herr, so tränkst du ste; Du gießest Wachsthum und Gedeihen Auf unsre Saat und Müh. 8. Du fröneft alle Jahreszeiten Mit segensvoller Hand Und träufelft eitel Fettigkeiten 81 Auf unser ganzes Land. Die Wüste wird zu schönen Weiden Durch deinen Heilserguß; 6 * 2222222 21 21 21 21 21 * 21 # 21 21 218 219 220 82 Die Hügel schmücken sich mit Freuden In schönstem Ueberfluß. 9. Die Wiesen sind bedeckt mit Heerden, Und du erhaltest sie; Du machest, daß gesättigt werden Die Menschen und das Vieh. Auf Feldern steht des Kornes Menge Zu unsers Schöpfers Ruhm; Es steigen tausend Lobgesänge Zu deinem Heiligthum. 32. ( Melodie Nr. 13.) 1. Frohlocke Gott, du ganze Erde, Und preise seine Herrlichkeit! Damit sein Ruhm erhöhet werde, Lobsinge seiner Gütigkeit! Wie herrlich sind nicht deine Werke, Die du zu unserm Heil gethan! Auch Feinde beten deine Stärke Mit Furcht und tiefer Demuth an. 2. Die ganze Welt soll dir lobsingen Und preisen dich im Heiligthum. Sie soll dir Dank und Ehre bringen Und loben deines Namens Ruhm. Kommt her, ihr Völker, schaut und höret Die Wunder, die er uns gethan! Erstaunt darüber und verehret Den Gott der Macht, und betet an! 3. Gott hat uns durch die Fluth geleitet, Hat von der Knechtschaft uns befreit Ünd Freude uns in sich bereitet. Er herrscht als Gott in Ewigkeit; Kein Volk kann seinem Blick entgehen, Der Alles sieht und überwacht. Er strafet, die ihm widerstehen, Und beugt sie unter seine Macht. 4. Lobt Gott! Er schüßzet unser Leben Und leitet uns durch seine Gnad. Er hat uns Rath und Kraft gegeben Zu festem Gang auf seinem Pfad; Er prüft und läutert uns durch Leiden; Er führt und schüßt uns in Gefahr. Nichts mag uns drum vom Höchsten scheiden; Er macht sein Heil uns offenbar. 5. Dir will ich mein Gelübd' erfüllen, Du Gott der Huld im Heiligthum, Um deiner Macht und Treue willen, Und opfern deinem Namen Ruhm. Gerechte, kommt! daß ich erzähle, Was Gottes Hand an mir gethan. Ich rief zu ihm von ganzer Seele; Jeßt steigt mein Dank zu ihm hinan. 6. Würd' ich nach Eitelkeiten streben, Gott hörte nicht auf mein Gebet; Doch er hat gnädig mir vergeben Und meine Seufzer nicht verschmäht. Ja, ewig seist du, Herr, geprieſen, Daß du dich nicht von mir gewandt, Daß du mein Flehn nicht abgewiesen Und mir dein Heil herabgesandt. 33. ( Melodie Nr. 2.) 1. Steh' auf in deiner Macht, o Gott, Zerstreue deiner Feinde Rott', Und råche deine Ehre! Wie in der Luft der Rauch verschwind't, Wie Wachs in heißer Glut zerrinnt, Zerstreue ihre Heere! Laß die Gerechten fröhlich sein, Laß sie in deinem Heil sich freun Und deinen Namen loben! 83 2222222 21 21 21 * 21 21 * 21 21 217 218 219 220 84 Lobsinget ihm, er ist der Herr! Auf Wolken fähret er daher: Er sei von euch erhoben! 2. Er ist es, der die Waisen liebt, Und der den Wittwen Hülfe gibt; Verlaßnen schenkt er Kinder. Er machet die Gefangnen los; Er fegnet ste und macht sie groß, Und er bestraft die Sünder. Du zogest in der Wüste Sin Mit Macht vor deinem Volke hin; Die Erde mußte beben; Die Himmel selbst, wie bebten sie, Da dein Geseß auf Sinai Mit Donner ward gegeben! 3. Nun gibst du uns, Messtas, Ruh; Dein theures Erb erquickest du Und schenkst uns deinen Segen; Du gießst von deinem Heiligthum Auf dein erlöstes Eigenthum Der Gnade sanften Regen. Du breitest jetzt dein theures Wort, Das Wort des Heils, mit Segen fort Durch deiner Boten Schre. Die Könige verehren dich, Die Kirche fingt und freuet sich In deiner Macht und Ehre. 4. Du wohnest auf dem Berg Zion; Da ist dein Haus, da ist dein Thron, Und tausend Seraphinen TO Sind da vor deinem Angesicht, Die dir in ihrem Glanz und Licht Mit tiefer Ehrfurcht dienen. Du steigest im Triumph empor, Begleitet von der Engel Chor, Und führst die Höll' gefangen. dall 816 Du füllst der Kirche ganzes Haus Mit deines Geistes Gaben aus, Die du für sie empfangen. 5. Gelobt, gelobt sei unser Gott! Er ist ein Retter in der Noth, Er kann vom Tod erretten; Er stehet feiner Kirche bei, Daß er ihr Heil und Schuß verleih'; Die Feind' wird er zertreten. Man sieht dich, Gott, im Heiligthum, Wo die Erlösten, dir zum Ruhm, Des Dankes Lieder singen. Lobt den in seiner Majestät, Der sich zu unserm Heil erhöht; Ihr sollt ihm Ehre bringen. 6. Herr, du haft selbst dein Reich gebaut; Beschüß' das Volk, das dir vertraut, Hilf uns durch deine Stärke! Ď, führ' an deinem werthen Haus Dein großes Heil in Gnaden aus Durch deine Wunderwerke! Die Fürsten selbst verehren dich, Und deine Feinde müssen sich In Ehrfurcht vor dir biegen. Zerstreue sie mit Hohn und Schand! Laß sie mit ausgestreckter Hand Anbetend vor dir liegen! 7. Ihr Völker, singet seinen Ruhm! Er herrscht in seinem Heiligthum, Hört seine Stimm' erschallen! Ihr sollt vor seiner Majestät Mit Lobgesängen und Gebet Und Andacht niederfallen. Messias herrscht und triumphirt; Er ist es, der fein Volk regiert; Er wird ihm Stärke geben. 85 ****** 21 21 * 21 21 21 21 21 218 219 220 86 Er ist es, der durch seine Kraft Uns Segen, Schutz und Heil verschafft: Ihr sollt sein Lob erheben. 34. ( Melodie Nr. 13.) 1. Jehovah, meine Hülf' auf Erden, Dir, dir vertrau' ich in Geduld. D, laß mich nicht zu Schanden werden; Errette mich nach deiner Huld! Ich will, mein Fels, zu dir nur fliehen; Sei meine Burg, mein starker Hort! Laß deine Hülfe nicht verziehen, Erfüll' an mir dein gnädig Wort! 2. Mein Trost und Heil ist dein Erbarmen; Seit meiner Jugend trau' ich dir. Du trugst mich, Herr, auf Vaterarmen Von Kindheit an, und halfeft mir. Nur deinem Ruhme will ich leben, Und die erfreute Seele soll Dich alle Tage, Gott, erheben, Vom Breise deines Namens voll. 3. Verwirf mich nicht in meinem Alter; Und wenn mun meine Kraft vergeht, Verlaß mich nicht, o mein Erhalter, Bei welchem meine Hülfe steht. Dir, dir will ich mich ganz ergeben, Und harren, Herr, auf dich allein; Will täglich mehr dein Lob erheben, Und deines Ruhmes Zeuge sein. n; 4. Mein Mund soll deine Güte loben; Ich bete dich in Demuth an; Ich rühme deiner Hülfe Proben, Die ich nicht alle zählen kann. Ich geh' einher in deiner Stärke, Herr, Herr, von deiner Kraft belebt; Nur deine Gnad', nur deine Werke, Die sind es, die mein Lied erhebt. 5. Du hast schon in den Jugendjahren Mich deine Wunder, Gott, gelehrt; Drum preif ich laut, was ich erfahren, Und was mir deine Huld beschert. Sei nun auch in dem grauen Alter Mein Licht und Trost; dann thut mein Mund Dein Lob, o Herr, du mein Erhalter, Den Kindern und den Enkeln fund. 6. Wie hoch ist deine Wunderstärke, Wie ist doch deine Güte reich! Du thuft, Jehovah, große Werke. Wer thut so viel, wer ist dir gleich? Du hörst nicht auf, mich zu beglücken, Und neigest gnädig dich zu mir; Du kommst, mit Trost mich zu erquicken; Herr, was ich bin, verdank ich dir. 87 7. Wach auf, mein Psalter, Gott zu Ehren, Ertöne, Harf, zu seinem Ruhm! Ich will des Herren Lob vermehren, Als sein erlöstes Eigenthum. Ich will lobsingen; ich verhehle Die Gnade nicht, die mich beglückt. Es jauchzt mein Mund, und meine Seele, Die du getröstet, ist entzückt. 22222 2 2 21 21 21 * 21 21 21 218 219 220 88 Disc. b bb b Alt. Gut, bfo bb c b Das höchste Gut der reinen See- len, b b b #z bb b bb b Das Glück, das oft den Sündern lacht, Hai F bb b Gut, 35. bb -b प्र Den- noch ist Gott das höchste Die ihn zu ihrem Troft er wäh- len = bf b Auf dem der Frommen Heil be- ruh Den noch ist Gott das höchste Auf dem der Frommen Heil be- ruh Das höchste Gut der rei- nen See- len, Joo Die ihn zu ihrem Trost er wäh- len to be Das Glück, das oft den Sündern lacht, Hat L L Ten. 13bb b 3bb 3bb to 3660 b F:+ Gut, Auf dem der Frommen Heil be- ruht, D Das höch- ste Gut der rei- nen See- len, Bass. 3: 4 35. 3b60 b Das Glück, das oft den Sündern lacht, Hat Den- noch ist Gott das höch- ste Die ihn zu ihrem Trost er wählen. = bb 360 bb 89 b- b Gut, Auf dem der Frommen Heil be- ruht, Den- noch ist Gott das höch- ste C BRM Das höch- ste Gut der rei- nen See- len, 6 C Die ihn zu ihrem Trost er wäh- len. Das Glück, das oft den Sündern lacht, Hat 22222222 21 21 21 * 21 21 21 210 217 218 219 220 90 43bf 6 bb 6 Ez b meinen Glauben irr' gemacht; Sie fürcht bb Ez bb b kei- ne Angst und Noth, Und scheuen sich mit vor dem Tod. 600 4 meinen Glauben irr' ge- macht; Sie fürcht keine Angst und Noth, Und scheuen sich ni bb 6-0 vor dem Tod. 2. Sie treten frech und stolz daher; Kein Ungemach fällt ihnen schwer; Ihr Reichthum wächst mit jedem Morgen Und mehrt sich ohne Müh und Sorgen; Zu ihnen ist kein Gram geschickt, Der oft das Herz der Frommen drückt; Man sieht auch ihre Tyrannei Die Armen quälen ohne Scheu. 3. Sie pflegen föstlich ihren Leib; Muthwillen ist ihr Zeitvertreib. Sie lästern Gott, und ihr Gewissen Schweigt still, indeß wir weinen müssen. Lebt wohl ein Gott, der hört und steht, Was hier auf dieser Welt geschieht? Was nüßt denn meine Tugend mir? Vergeblich fleh' ich, Gott, zu dir. € ht 3 b b 3bb5 b bb 36 meinen Glauben irr' ge- macht; Sie fürchten bb₂ kei- ne Angst und Noth, Und scheuen sich nicht be bb vor dem Tod. 91 म् meinen Glauben irr' ge- macht; Sie fürchten fei- ne Angst und Noth, Und scheuen sich nicht vor dem Tod. 4. Ich bin ja jeden Tag geplagt; Des Nachts ist mir die Ruh versagt. So müssen Fromme sich betrüben, Dacht' ich, die ihren Schöpfer lieben. In diesen Zweifeln war kein Rath, Bis ich dich um Erleuchtung bat. D Gott, wie thöricht dachte ich, Als ich so murrte wider dich! 5. Dein heil'ges Wort und dein Gericht Warf erst auf das Geheimniß Licht. Da lernt' ich meinen Glauben stärken Und auf der Sünder Ende merken. Sie sind auf's Schlüpfrige gestellt, Bis deine Hand sie plößlich fällt. Wie schnell ist ihre Luft zerstört, Und wie ein Traum ihr Glück verheert! 2222 2 2₁ 21 21 21 21 * 21 21 218 219 220 92 Disc. 3. Alt. 6. So hang' ich dennoch stets an dir! Du leitest, Gott, mich für und für Nach deinem Rath, durch dein Erbarmen, Und trägst mich treu auf Vaterarmen; Du nimmst mich nach vollbrachtem Lauf Zu dir in deinen Himmel auf. Nur du, mein Gott, du sollst allein Die Freude meines Herzens sein. 7. Besiz' ich dich, du höchstes Gut, Auf dem mein Trost und Heil beruht, So ist im Himmel und auf Erde Nichts, was von mir verlanget werde. 36. 1 Warum, o Gott, brennt deines Zorn Glut? Warum entflammt er sich zu unsre be be Stra- fe? Du haft ver- wor- fen dei- ner Weid Warun, o Gott, brennt deines Zorne Glut? Warum entflammt er sich zu unsrer b 99 = no bo bobo be Stra- fe? Du hast ver- wor- fen deiner Weid L B Ten. Bass. Wenn Leib und Seele schmachten muß Nach deiner Seligkeit Genuß, 13 b Ə So bist du, Gott, mein Fels und Heil Und meines Herzens ewig Theil! 3 b 8. Die aber deine Gnade fliehn, Die werden Unheil auf sich zichni. Wer treulos sich von dir abkehret, Der wird zu Schanden und zerstöret. Ich aber hange dir nur an; Du bist's, auf den ich trauen kann, Und dessen Treu' und Gütigkeit Ich rühmen will in Ewigkeit. FOB b b 3 b 93 H Warum, o Gott, brennt deines Zornes Glut? Warum entflammt er sich zu unsrer Stra- fe? Du hast ver- wor- fen dei- ner Wei- de Warum, o Gott, brennt deines Zornes Glut? Warum entflammt er fich zu unsrer be bes Stra- fe? Du haft ver- wor- fen dei- ner Wei- de *** 222222 21 21 * 21 21 21 21 21 218 219 220 94 Ez b Scha- fe Und die Ge- mei- nen, wo dei Na--me ruht. boo Scha- fe Und die Ge- mei- nen, wo den Na- me ruht. 2. Gedenke deines Volks, das dir vertraut, Das du erlöset und dir auserleſen; Des Zions, da dein Siß und Thron gewesen; Des Heiligthums, das du dir hast erbaut! 3. Erhebe dich! Sie haben es zerstört; Die Feinde sind im Heiligthum, und setzen Mit Troß in deine Wohnung ihre Gößen; Sie haben sie entweihet und verheert. 4. D Herr, die Stätte deiner Heiligkeit, Der Tempel Gottes, da man dich verehrte, Die Häuser, da man deine Worte lehrte, Dein Gottesdienst ist von dem Feind entweiht. 5. Wir sehn die Zeichen deiner Gnade nicht; Uns predigt kein Prophet und lehrt uns Arme, Daß sich der Herr noch über uns erbarme. Wir fühlen nichts, o Gott, als dein Gericht. 6. Wie lange duldest du der Feinde Spott? Erwache doch, und hilf mit deiner Rechten! Verschaffe Heil und Rettung deinen Knechten! Du bist von Alters her der starke Gott. Mee E 1 E 1 F360 3 b THE Schafe Und die Ge- mei- nen, wo dein Na- me ruht. 95 Scha- fe Und die Ge- mei- nen, wo dein Na- me ruht. 7. Du haft das Meer zertheilt durch deine Macht; Du hast die Feinde deines Volks zerstöret; Du hast es in der Wüste selbst ernähret. Dein ist der Tag, und dein ist auch die Nacht. 8. Den Sommer und den Winter schaffest du; Du heisst die Sonne und die Sterne glänzen; Du schließest jedes Land in seine Grenzen. Du gibst den Völkern Krieg und Friedensruh. 9. Warum soll denn der Feind dich, Herr, verschmähn? Gib doch das Leben deiner Turteltaube, Gib deine Kirche nicht dem Feind zum Raube! Wie lange willst du unsre Drangsal sehn? 10. Gedenk an deinen Bund, vergiß uns nicht! Wenn der Elende kommt, zu dir zu flehen, So laß nicht unerhört ihn von dir gehen! Du bist der Armen Trost und Zuversicht. 11. Steh' auf, o Gott, beweise deine Treu Und dulde nicht die Lästerung der Thoren! Erhöre uns, nimm unser Flehn zu Ohren, Und hemm' der Feinde Bosheit und Geschrei! 6722222 21 * 21 21 21 21 21 218 219 220 96. 37. ( Melodie Nr. 27.) 1. Gott, erhöre meine Thränen, Mein Gebet, mein brünstig Sehnen! In der Angstzeit such' ich dich, Und mein Gott erhöret mich. Meine Seele war betrübet; Aber der Gott, der mich liebet, Sprach mir Trost und Frieden zu, Schenkte meinem Herzen Ruh. 2. Meine Augen mußten wachen; Alle Kraft verließ mich Schwachen, Und mein Herz, voll Ungeduld, Flehte nicht zu deiner Huld. O, dann drang in mein Gemüthe Deine Macht und deine Güte ,, Die vor Alters offenbar Herrlich an den Frommen war. 3. Drückte mich die Angst danieder, So gedacht' ich an die Lieder, Die ich dir einst dargebracht. In der Schwermuth finstrer Nacht Alsdann forschte ich im Herzen Nach dem Ende meiner Schmerzen, Und ich klagte in der Noth: Willst du mich verwerfen, Gott? 4. Willst du ewig dein Erbarmen Ganz verschließen vor mir Armen? Wirfst du keinen Gnadenblick, Keinen Trost auf mich zurück? Ist es aus mit deiner Güte? Wallt dein väterlich Gemüthe Nicht mehr von Barmherzigkeit? Zürnst du bis in Ewigkeit? 5. Doch ich sprach: ich muß es leiden, Gottes Hand kann es entscheiden; Warum bin ich so bestürzt? Gottes Hand ist nicht verkürzt. Ich gedachte deiner Werke Und der Wunder deiner Stärke, Die du ehmals haft vollbracht Durch die Rechte deiner Macht. 6. Heilig sind, Gott, deine Wege, Heilig deiner Vorsicht Pflege; Keiner ist, o Gott, wie du, Der so große Wunder thu'. Du haft deine Macht bewiesen, Israel hat dich gepriesen, Da du aus der Dienstbarkeit Dein erlöstes Volk befreit. 7. Dich, Gott, sahn die Wasserwogen, Als du vor ihm hergezogen; Tiefe Meere sahen dich, Zitterten und fürchten sich. Schwarze dicke Wolken goffen Fluthen; deine Pfeile schoffen; Um und um von deinem Sig Fuhr der Donner und der Blizz. 8. Gott, vor deinen Ungewittern Mußte selbst die Erde zittern; Wenn dein Bliß und Donner fällt, Bebet die erschrockne Welt. Und du führtest durch die Meere Deines frohen Volkes Heere; Führtest sie mit starker Hand Bis in das verheißne Land. 7 97 ***** 222222 2 21 21 * 21 21 * 21 21 21 218 219 220 98 Disc. Alt. 38. Sin- get Got- tes Ruhm! Jauchzt den Gott der Stär- fe! In dem Hei- lig- thum Rüh- met Got- tes Kraft, Der uns Heil verschafft Prei- set seine Wer- ke! Sin- get Got- tes Ruhm! Jauchzt den Gott der Stär- fe! In dem Heilig- thun Rüh- met Got- tes Kraft, Der uns Heil verschafft Prei- set seine Wer- ke! 2. Der Posaunen Klang Schall' auf Zions Höhen! Ihr sollt mit Gesang, Mit der Psalmen Ton Vor des Höchsten Thron Feste ihm begehen! Ten. Bass. FO 9 38. Sin- get Got- tes Ruhm! Jauchzt dem 99 Gott der Stär- ke! In dem Hei- lig- thum Rüh- met Got- tes Kraft, Der uns Heil verschafft, Brei- set seine Wer- ke! Sin- get Got- tes Ruhm! Jauchzt dem Gott der Stär- fe! In dem Hei- lig- thum Rüh- met Got- tes Kraft, Der uns Heil verschafft, ## Prei- set set ne Wer- ke! 3. Dieses ist Befehl, Gott hat's vorgeschrieben, Als er Israel Aus der Dienstbarkeit Mächtig einst befreit Und den Feind vertrieben. 2222222 21 21 * 21 21 21 21 217 218 219 220 100 4. Gott spricht: ich gab dir Rettung, meinem Volke. Da du riefft zu mir, So erhörte ich Und beschüßte dich Aus der Wetterwolke. 5. Hör' mein Volk, mir zu, Ich will vor dir zeugen: Nimmermehr sollst du Treulos, mir zum Spott, Einem fremden Gott Dich in Ehrfurcht beugen. 6. Jch, ich bin dein Gott, Der dich hat errettet Aus Egyptens Noth; Und nur ich allein Soll verehret sein, Ich nur angebetet. 7. Deffne deinen Mund! Was du kannst verlangen Aus des Herzens Grund, Allen Ueberfluß, Allen Heilsgenuß Wirst du dann empfangen. 8. Doch mein Volk will nicht Meine Stimme hören; Es vergißt der Pflicht Und geht stolz dahin In verstocktem Sinn, Läßt sich arg bethören. 9. Ach, daß Israel Meine Wege liebte, Und von ganzer Seel, Ohne Heuchelei, Willig und getreu Mein Gesetz ausübte. 10. Dann würd' ich, dein Freund, Dich mit Huld erfreuen, Dämpfen deine Feind', Und dir, als dein Theil, Segen, Wohlfahrt, Heil Ewiglich verleihen. 39. ( Melodie Nr. 5.) 1. Wie lieblich ist's, wie göttlich schön, Kann man zu deinem Hause gehn, Herr Zebaoth, zu deinem Throne! Mein ganzes Herz verlangt nach dir; Es sehnt und schmachtet vor Begier, Daß es in deinem Tempel wohne. Mein Leib und Seele freuen sich, O Gott des Lebens, über dich. 2. Die Schwalbe find't mit Lust ihr Haus Für sich und ihre Jungen aus. Ich sehne mich nach den Altären, Wo ich, mein König und mein Gott, Dich kann in jeder Seelennoth Anrufen, finden und verehren. O selig, der dein Heiligthum Bewohnt, und preiset deinen Ruhm! 3. D felig, wer in dieser Welt Dich, Herr, für seine Stärke hält, Und dich zum Trost und Führer wählet! In dieses Lebens Pilgerschaft Wird er mit unerschöpfter Kraft Aus deinem Gnadenquell beseclet; Du nimmst ihn nach vollbrachtem Lauf Zu dir in deinen Himmel auf. 101 4. D Gott, erhöre mein Gebet; Sei gnädig mir, der zu dir fleht! 7222222 2 21 21 21 21 € 21 * 21 21 218 219 220 102 Erhöre deines Volkes Bitte! Ein Tag, da man dich hier verehrt, Ist mehr als tausend Tage werth. Ich wohne gern in deiner Hütte; Hier schenket uns dein holder Blick Mehr Freud', als aller Sünder Glück. 5. Du, Gott, bist Sonn' und Schild zugleic An Heil und Schuß und Segen reich; Du bist's, der Gnad' und Ehre gibet. Was nur des Frommen Herz begehrt, Das wird ihm gern von dir gewährt; Du segnest jeden, der dich liebet. Wie selig ist, der auf dich baut Und deiner Macht und Gnad' vertraut. 40. ( Melodie Nr. 14.) 1. Gnädig warst du einst dem Land, Machtest von der Dränger Hand, Starker Gott, es los und frei, Daß sein Volk dein eigen sei, Haft ihm alle Schuld vergeben. Schien auch oft dein Zorn entbrannt, Dennoch hast du ihn gewandt, Deine Huld war unser Leben. 2. Herr, nun trifft die Noth uns schwer; Trübsal geht mit uns einher; Dein Gericht hat unverweilt Unser Land und Volk ereilt. Herr, wir flehen, tröst uns wieder! Schenk' uns alle Missethat! Hilf, erzeig' uns deine Gnad', Send' Erquickung uns hernieder! 3. Könnten wir doch alle sehn Glück und Frieden neu erstchn! Fehlts an wahrer Frömmigkeit, Ist das Elend nimmer weit. Schnell hat's überhand genommen. Kehrt die Furcht des Höchsten ein, Wird die Hülf' auch nahe sein Und das Land zu Ehren kommen. 4. Wohl dem Land', drin Güt' und Treu Durch die Gottesfurcht wird neu, Drin sich mehret allezeit Friede und Gerechtigkeit Unter seinen Kindern allen! Seiner Felder Frucht gedeiht, Schuß und Ruh' ist ihm bereit, Es hat Gottes Wohlgefallen. ( Melodie Nr. 27.) 1. Herr, erhöre meine Klagen; Schau' herab auf meine Plagen! Elend bin ich, arm bin ich! Hilf mir, denn ich trau auf dich; Rette meiner Seele Leben; Ich bin dir allein ergeben! Deinen Knecht verlaffe nicht; Du bist meine Zuversicht! 2. Höchster Gott, ach sei mir gnädig, Mache mich von Sünden ledig! Denn ich flehe mit Begier, Und mein Herz verlangt nach dir. Ach, erquicke nach dem Leide Meinen Geist mit deiner Freude Der sich stets zu dir erhebt, Weil ihn deine Gnad' belebt. 3. Du bist gnädig und voll Güte; Väterlich ist dein Gemüthe 103 ***** * 222222 21 21 21 21 21 21 21 218 219 220 104 Gegen den, der zu dir fleht. Ach, erhöre mein Gebet! Lange hab' ich schon gelitten; Merk auf meiner Stimme Bitten! Zu dir ruf ich in der Noth, Und du hörest mich, mein Gott! 4. Eitel ist die Macht der Götter; Du allein bist ein Erretter; Du bist einzig, dessen Kraft Uns durch Wunder Heil verschafft. Alle Völker, deine Werke, Werden preisen deine Stärke; Du bist groß, und Gott allein; Du nur mußt verehret sein. 5. Lehre mich, Herr, deine Wege, Daß ich richtig wandeln möge! Dich zu fürchten jederzeit, Sei mein Herz dir ganz geweiht! Ewig dankt dir mein Gemüthe: Göttlich groß ist deine Güte, Weil mich deine Huld und Gnad' Von der Höll errettet hat. 6. Feinde haben mich umgeben, Und sie drohen meinem Leben; Sie erzittern nicht vor dir; Aber du, Herr, hilfest mir. Du bist gnädig und langmüthig, Voll Erbarmen, treu und gütig, Und bei meiner großen Schuld Ist noch größer deine Huld. 7. Wende zu mir deine Gnade, Leite mich auf rechtem Pfade, Steh' mir, deinem Knechte, bei, Daß ich stark und freudig sei. Thu' an mir ein Gnadenzeichen, Daß die Feinde schamroth weichen, Wenn sie sehn, wie du mich liebst Und mit deinem Heil umgibst! 42. ( Melodie Nr. 16.) 1. Fest wie auf heilgen Berges Grunde Steht Gottes Stadt, nach seinem Bunde, Sein Zion, das er gnädig liebt, Und ihm der Güter Fülle gibt, Daß wer dem Herrn im Glauben traut, Sein Heil und seine Hülfe schaut. 2. Was jedes Herz muß herrlich finden, Hört man in Gottes Stadt verfünden: Des Trostes Kraft, der Weisheit Licht, Daran es aller Welt gebricht; Das theure Wort von unsrem Heil, Hier ist es aller Völker Theil. 3. Auch die in Sünd' und Wahn verloren, Die Heiden, werden neu geboren; Denn Zions heller Friedensschall Durchdringt die Länder überall; In allen Sprachen wird er laut: Frohlockt dem Herrn, der Zion baut! 105 ***** 2 21 21 21 21 € 21 21 21 218 219 220 106 Disc. Alt. 43. O Höch- ster, dei- ne Treu' Gna de soll al- lein Mein e= wi- ger 3 sang mit Mund und Her- zen sein! Denn de Va- ter- huld wird nim- mer- mehr ver- ges Und deiner Wahrheit Reich fest wieJ DHöch- ster, dei- ne Treu' T Gna- de soll al- lein Mein e- wt- gersang mit Mund und Her- zen sein! Denn #J O Vater- huld wird nim- mer- mehr ver ge Und deiner Wahrheit Reich fest wie Ten.3 Bass 43. # 107 OHöch- ster, dei- ne Treu' und Gna- de soll al- lein Mein e- wi- ger Gesang mit Mund und Her- zen sein! Denn dei- ne J Vater- huld wird nim- mer- mehr ver gehen, Und deiner Wahrheit Reich fest wie der Höch- ster, dei- ne Treu' und Gna- de soll allein Mein e- wi- ger Gesang mit Mund und Her- zen sein! Denn dei- ne Vater- huld wird nim- mer- mehr ver- ge hen, = Und deiner Wahrheit Reich fest wie der ( 2 108 Him- mel stehen. Nie wankt der Bund, du gemacht mit Da- vids Soh- ne: er in Ewigkeit soll herrschen auf de Throne. Him- mel stehen. Nie wankt der Bund, du ge- macht mit Da- vids Soh- ne: er in Ewig- keit soll herrschen auf de Throne. 2. Du haft, Herr, bei dir selbst geschworen einen S Daß des Erwählten Reich besteh' in Ewigkeit. Dieß Wunder deiner Treu' wird in dem Himmel dro Wie von der heilgen Schaar auf Erden, hoch erho Denn aller Engel Heer kann dir, o Gott, nicht gleid Und deine Herrlichkeit kein Seraph je erreichen. 3. Wer betet um dich her nicht dich, Jehovah, Ja, deiner Majestät ist alles unterthan. Do D de D D De 10%. J Him- mel stehen. Nie wankt der Bund, den # du ge- macht mit Da- vids Soh- ne: Daß er in Ewig- keit soll herrschen auf dem Thro- ne. Him- mel fte- hen. Nie wankt der Bund, den = # du ge- macht mit Da- vids Soh- ne: Daß er in Ewigkeit soll herrschen auf dem Thro- ne Ber ist so groß wie du, du Gott der Himmelsheere? Bie glänzt um deinen Thron der Macht und Wahrheit Ehre! Du bist der Stürme Herr, der bald das Meer erreget, Bald seine stolze Fluth mit einem Winke leget. 4. Der Himmel und die Erd' find dein; denn deine Macht hat einst die ganze Welt aus nichts hervorgebracht. 110 Mittag und Mitternacht sind deiner Allmacht Werk Gebirge jauchzen dir und rühmen deine Stärke. Gewaltig ist dein Arm, und deine Hand ist mächt Und deine Rechte siegt; dein Thron ist fest und prächt L 5. Dein Reich ist heilig, Herr! Gerechtigkeit, Gerit Und Gnad' und Wahrheit stehn vor deinem Angesid Wie selig ist das Volk, bei dem dein Ruhm erschall Das, durch dein Licht bestrahlt, vor deinem Antlitz wall Es wird sich täglich dein und deines Namens freue Und immer herrlicher zu deinem Bild erneuen. 6. Denn du bist unser Ruhm, du gibst uns Sche und Kraft; C Du bist es, der allein uns Hülf' und Stärke schaf S Dein König, Israel, dein Gott wird ewig leben, 2 Und, bleibst du ihm getreu, dir alles Gute geben. Gott hat den Heiligen die Zukunft aufgedecket, Und den gezeigt, den er zu unserm Heil erwecket. 7. Er sprach: Es wird ein Held aus Jakobs V aufstehn. Der wird der Heiland sein, ich werde ihn erhöhn; Er ist mein werther Sohn, ich habe ihn erwählet, Und ihn mit meiner Kraft und meinem Geist beseele Ich stärk ihn, ich der Herr, ich helfe meinem Knecht Er stegt durch meinen Arm, sein Schuß ist meine Recht 2 C 8. Wer sich ihm widerseßt, sich wider ihn empi L Der wird durch meine Hand besieget und zerstört; Ihn aber, ihn will ich mit starkem Arm umgeben, Durch meine Hülfe wird er seine Macht erheben; Er wird zu Land und Meer mit Allgewalt regier 1 Und mit Gerechtigkeit und Gnad' die Herrschaft führe g 9. Ich halte meinen Bund, den ich mit meinem Sch Durch einen Eid gemacht: daß ewig sei sein Thro C 111 Sein Same und Geschlecht wird immer feste stehen, Bis dieser Bau zerfällt, bis Sonn' und Mond vergehen; Denn meine Vatertreu will ich von ihm nicht wenden, Und meine Wahrheit soll in Ewigkeit nicht enden. ( Melodie Nr. 43.) 1. Herr, unfre Zuflucht bist und warst du allezeit; Eh' Berg und Thal entstand, bist du von Ewigkeit; Die Menschen läsfest du zu Asche werden wieder. Ihr Menschenkinder, kehrt zurück! rufft du hernieder. Vor dir sind tausend Jahr ein Tag, wann er verschwunden; Vor dir sind tausend Jahr wie einer Nachtwach' Stunden. 2. Wir sind nur wie ein Schlaf, so raffft du Menschen fort; Wie Gras, am Morgen blüht's, am Abend ist's verdorrt. Ach, daß vor dir also auch unsre Sünden schwänden! Daß wir die Nähe stets der Rechenschaft empfänden! Denn unser Leben sehn wir schneller stets enteilen, Und schnell ist es vollbracht, schnell wie Gedanken eilen. 3. Es währet siebenzig, wenn's hoch kommt, achtzig Jahr, Und Müh' und Arbeit ist's, wenn es auch föstlich war. Lehr' uns die Tage zähl'n, daß Weisheit wir erhalten, Was du uns anvertraut, daß wir's getreu verwalten. So fördre du uns, Gott, zu einem selgen Ende; Ja, freundlich fördre du das Tagwerk unsrer Hände; 112 Disc. Alt. 45. # ¢_f Wer unter Got- tes Schuße ruht Ift ft cher vor Gefahren; Er wird durd = # seiner All- macht Hut Ihn schüßen und be wah- ren. Wohl dem, der zu dem Höchften spricht مے Mein Gott, auf den ich trau e! Herr, mei- n Wer unter Got- tes Schuße rub D Ist sicher vor Gefahren; Er wird durd set- ner All- macht Hut Ihn schützen und be wah- ren. Wohl dem, der zu dem Höchsten spricht bo H Mein Gott, auf den ich trau- e! Herr, met- n Ten. 45. Ist sicher vor Gefahren; Er wird durch Wer unter Got- tes Schuße ruht, seiner All- macht Hut Ihn schützen und be Bass.C 113 wah- ren. Wohl dem, der zu dem Höchsten spricht: O Mein Gott, auf den ich trau e! Herr, mei- ne HE S Wer unter Got- tes Schuße ruht, मे Ist sicher vor Gefahren; Er wird durch Å ſei- ner All- macht Hut Ihn schüßen und beC wah- ren. Wohl dem, der zu dem Höchsten spricht: to Mein Gott, auf den ich trau- e! Herr, mei- ne 8 114 Burg und Zu- ver- sicht, Du bist's, auf den ich bau- e. Burg und Zu- ver- sicht, Du bist's, auf den ich bau= e. 2. Der Herr bewahrt mich und befreit Mich von des Todes Stricke; Wenn mir die Pest Verderben dräut, So treibt er sie zurücke; Denn seine Flügel werden sich Zu meinem Schuß ausstrecken, Und seine Treu und Wahrheit mich, So wie ein Schild, bedecken. 3. Ich kann mit Muth und Zuversicht Die Furcht der Nacht bestegen; Des Todes Pfeile treffen nicht, Wenn sie schon um mich fliegen. Die Seuche, die am Mittag würgt, Wird er von mir vertreiben; Und die sich in der Nacht verbirgt, Wird mir unschädlich bleiben. 4. Und wenn an meiner Seite gleich Zehntausend fallen müssen, So wird der Herr, an Gnade reich, Mich leicht zu retten wissen. Ich werde dann an ihnen sehn, Wie Gott die Sünder strafet; Und daß er die, die ihn nur schmähn, In seinem Zorn wegraffet. J f Burg und Zu- ver- sicht, Du bist's, auf den ich DE O bau= e. 115 H Burg und Zu- ver- sicht, Du bist's, auf den ich bau= e. 5. Der Herr ist meine Zuversicht, Die Zuflucht in Gefahren; Ich weiß es, er verläßt mich nicht; Der Herr wird mich bewahren. Kein Unglück überfallet mich; Denn er wird mich verschonen. Zu mir naht keine Plage sich; Ich werde sicher wohnen. 6. Der Herr wird seiner Engel Schaar, Weil er mich liebt, gebieten, Daß sie vor Unfall und Gefahr Mich schüßen und behüten. Er, spricht der Herr, begehret mein, Und ich will ihn befreien; Er liebt mich; ich will mit ihm sein Und ihn mit Heil erfreuen. 7. Er ruft mich an; Ich bin sein Gott, Und ich will ihn erhören; Ich rette ihn aus aller Noth, Ich fröne ihn mit Ehren. Ihm, weil er mir vertrauet hat, Will ich mein Heil beweisen; Er wird mich einft des Lebens fatt Im Himmel ewig preisen. An nd ind 13 sto * 2 116 46. ( Melodie Nr. 36.) com 1. Der Höchste herrscht voll Majestät und Pracht Geschmückt mit großer Herrlichkeit und Gnade. Die Welt ist voll der Wunder seiner Pfade. Ein unvergänglich Reich schuf seine Macht. 2. Du bist und bleibst ein König allezeit; Dein Thron steht fest, wird ewig nicht erbeben. Wenn Strömen gleich die Feinde sich erheben, So bleibst du dennoch Herr in Ewigkeit. 3. Das Brausen deiner Feinde dringt heran; Gewaltig, wie des Meeres Sturm und Wogen Und gräulich ist's und groß herangezogen; Doch größer, Herr, bist du, der's brechen kann. 4. Die rechte Lehre ist dein Wort allein; Sie dämpft die Macht der sündlichen Begierde; Denn Heiligkeit ist deines Hauses Zierde, Wird deiner Kirche Schmuck auf ewig sein. 201 1908 ( Melodie Nr. 10.) 1. Kommt, jauchzet Gott und bringt ihm Dank! Und eurer Psalmen Lobgefang Erheb' ihn, seines Volks Erretter! Der Herr, Jehovah Zebaoth, Ist herrlich, ist ein großer Gott, Ein König über alle Götter. thing chi du tim nd' dall 2. Sein ist es, was die Erde trägt; di d Er hat der Berge Grund gelegt, d Er hat die Himmel ausgebreitet. di snört h Das Meer ist sein; durch seine Macht Hat er das Meer hervorgebracht mbi Dis Und auch das feste Land bereitet. di rior 080 de stag 3. Er schuf uns; laßt zu Gott uns nahn! Kommt, fnie't vor ihm und betet an Und opfert Lob und Dank und Freude! Gott, unser Gott ist unser Ruhm; drummi 15@ Wir sind sein Volk, sein Eigenthum, Und Schafe seiner Heerd' und Weide. #ES 4. Noch immer trägt euch Gottes Huld; Noch sind die Tage der Geduld; Gehorcht nur eures Gottes Stimme! D, reizt nicht, wie schon oft geschehn, Durch Undank, freches Widerstehn Und Selbstverhärtung ihn zum Grimme! 5. Ich nahm mich eurer Väter an: Doch sie, die meine Werke sahn, Die Wunder meiner Macht und Gnade, Versuchten und erzürnten mich, Und murrten und empörten sich, Und wandelten nicht meine Pfade. #! 7. Dieß Volk, voll Unverstand, empört Sich immer, wandelt stets verkehrt Und hat doch meinen Weg vernommen; Da zürn' ich endlich über sie, Und schwör: die Sünder sollen nie Zu der verheißnen Ruhe kommen. 117 DE 150 6. Sie häuften täglich Schuld auf Schuld, Und dennoch trug ich mit Geduld Den Ungehorsam eurer Väter; So oft er mich zu strafen zwang, Schont' ich doch viele Jahre lang Der bundsvergeßnen Uebertreter. to 48. 390 dni admin@ ( Melodie Nr. 43.) 1. Umhüllt ist Gott von Pracht, von Wolkenglanz und Nacht; Und auf Gerechtigkeit ruht seines Thrones Macht. 02 118 Vor thm geht Feuer her, tilgt, wer ihm widerstrebet. Sein Blitz bestrahlt die Welt; die Erde sieht's und bebet. Wie Wachs zerschmilzt der Berg vor Gottes Angesichte; Der Himmel und die Erd' verfünden die Gerichte. 2. Zu Schanden werden muß, wer Götzen sich ergibt; Doch Arges hasset der, der seinen Schöpfer liebt; Und er, der Herr, bewahrt die Seelen seiner Frommen; Er macht, daß sie der Hand der Bösen noch entkommen: Denn dem Gerechten muß das Licht aufgehen wieder Drum singt dem heilgen Gott der Fromme Freuden lieder. Disc. Alt. 49. ( Melodie Nr. 13.) ERE 1. Es lobe Gottes Wunderwerke Mit neuen Liedern alle Welt! Lobsinget ihin, dem Gott der Stärke; Weil seine Hand den Sieg behält! d d Er offenbaret allen Heiden brodspalt Das Heil und die Gerechtigkeit; fie Verehret ihn mit Dank und Freuden, ind Die ihr durch ihn erlöset seid. revedbird SS 115 Gott beherrscht sein Reich; Ihm ist Gott beherrscht sein Reich; Ihm is 2. Er denkt mit Gnade und Erbarmen An seinen theuern Eid und Bund, Und macht nach seiner Treu uns Armen Das Heil und die Versöhnung kund. Sein Werk erhebt die ganze Erde, Das er zu unserm Heil vollbracht. Lobt ihn, daß er verherrlicht werde, Und rühmet seine Gnad' und Macht! 3. Heil sei der Welt, der Herr regieret; and Ihr Menschen, sfinget seinen Ruhm! Er hat das Werk des Heils vollführet, Und wir sind Gottes Eigenthum. So nimm denn, du erlöste Menge! Mit Jauchzen deinen König an, Und bring' ihm alle Lobgesänge, Die ihm die Andacht geben kann! Ten. 4. Preist ihn, du Erde und ihr Meere h Und werdet seines Ruhmes voll! Frohlockt, und lobt des Königs Ehre, Des Herrn, dem alles dienen soll! Es kommt, es kommt mit Macht und Stärke Der Richter aller Welt herbei; 119 Er stürzt der Sünde Reich und Werke; Er herrscht mit Wahrheit, Gnad' und Treu. Gott beherrscht sein Reich; Ihm ist Bass.C tron Gott beherrscht sein Reich; Ihm ist 2 120 Ħ. nie- mand gleich; Um ihn steht und wacht Seina En- gel Macht, Und vor ihm er- bebt Al- les, was da lebt. Alles soll ihn lo- ben! 10007 Er ist hoch er- ho- ben; was da lebt. 3 nie- mand gleich; Um ihn steht und wacht Seine O * All S Engel Macht, Und vor ihm er- bebt Al- les, pi grind dull Er ist hoch er- ho- ben; Alles soll ihn lo- ben! 2. Groß ist Gott der Herr; Wunderbar ist er; Heilig, fürchterlich Zeigt sein Name sich. Singet, singt erfreut Seine Heiligkeit! Kommet, seinen Willen Freudig zu erfüllen! 3. Unser König liebt Nur das Recht und übt Die Gerechtigkeit und die Billigkeit. nie- mand gleich; Um thn steht und wacht Seiner Has Engel Macht, Und vor ihm er bebt Al- les, was da lebt. De Er ist hoch er= ho- ben; kaycand Al- les soll ihn lo- ben! 121 was da lebt. O oric nie- mand gleich; Um ihn steht und wacht Seiner Saa Engel Macht, Und vor ihm er bebt Al- les, du Al- les soll ihn lo- ben! Heilig, weis und rein Ist sein Wort allein, Das er uns gegeben, Daß wir darnach leben. Gottes Ruhm In dem Heiligthum! Fallet vor ihm hin, Und verchret ihn! Denket daß er sei Heilig, wahr und treu! Fallet vor ihm nieder, Betet, singt ihm Lieder! 4. Preiset Er ist hoch er= ho- ben; 2 2 122 5. Aus der Wolfe Licht Gab er Unterricht; Und sie dienten Gott, Hielten fein Gebot. Israel empfand Gottes Segenshand, Und desselben Sünde Strafte er gelinde. 6. Preifet und erhöht Gottes Majestät! Bete jedermann Ihn in Demuth an! Denn er soll allein Unser König sein. Singe, Jakobs Same: Heilig ist sein Name! Disc. Alt. Ich will, o Herr, von Recht un Gna- de fin- gen, Und dir mein Lied zu C J dei- nem Lo- be brin- gen; Denn dei- ne Tre Ich will, o Herr, von Recht un Gna- de fin- gen, Und dir mein Lied zu dei- nem Lo- be brin- gen; Denn deine Tra 31. ( Melodie Nro. 50.) will wave Gladny dife 1. Jauchzet Gott, dem Herrn! Dient ihm alle gern! Kommt mit frohem Sinn Vor sein Antlig hin! Herrscher immerdar Bleibt, der ist und war; Er schuf uns zur Freude, Ist uns Hut und Weide. 123 2. Geht zu ihm hinein; Lob und Dank sei sein! Seht, der Himmel steht Offen dem Gebet! Freundlich ist der Herr! Gnadenvoll ist er! Laßt uns ihn verehren! Er wird ewig währen. 58. Ten.# Bass. Ich will, o Herr, von Recht und Gna- de fin- gen, Und dir mein Lied zu det- nem Lo- be brin- gen; Denn dei- ne Treu' Ich will, o Herr, von Recht und H Gna- de fin- gen, Und dir mein Lied zu dei- nem Lo- be brin- gen; Denn dei- ne Treu' 2 2 124 und Wahrheit soll allein Mein Muster sein." und Wahrheit soll allein Mein Muster sein. 2. Ich werde stets getreu und redlich handeln Und vor den Meinigen aufrichtig wandeln; Gib, daß ich klug und wohl, o Herr, vor dir Mein Haus regier'! 3. Mein Beispiel soll die Meinen kräftig rühren; Kein Unrecht soll mich je zur Sünd' verführen. Ich bleibe stets der Tugendhaften Freund, Des Lafters Feind. Disc. S 4. Verkehrte Herzen müssen von mir weichen; Ich hasse die, die krumme Wege schleichen. Ein Bösewicht hat nichts als Schmach und Hohn Von mir zu Lohn. 5. Die sind verbannt, die mit Verleumders Nänken Der Unschuld Ruh' und Ehre heimlich kränken. Alt. Nun lo- be dei- nen Gott, o met- m See le, Und rüh- me seine Wohlthat, Jood Nun lo- be dei- nen Gott, o mei- m See- le, Und rüh- me sei- ne Wohlthat, und Wahrheit soll allein Mein Muster sein. Der Stolzen Muth und trotzig Angesicht Vertrag' ich nicht. 6. Ich will im ganzen Land getreue Seelen Zu meinem Rath und meinem Dienste wählen. Wer Gutes thut und wer es redlich meint, Der sei mein Freund. Hva qua 7. Die falschen Leute, die nur Bosheit üben, Die Heuchler, die Betrug und Lügen lieben, Die Schmeichler und Verleumder treib' ich aus Gla Von meinem Haus. und Wahrheit soll allein Mein Muster sein. 8. Die Sünden, die im Lande fich ausbreiten, Will ich mit Macht austilgen und ausreuten: Denn Gottes Stadt muß von den Lastern rein Und heilig sein. Ten. Bass. 13# 125 Boop st 53. F Nun lo- be dei- nen Gott, o mei- ne See le, Und rüh- me seine Wohlthat, 2 Nun lo- be dei- nen Gott, o mei- ne See le, Und rüh- me seine Wohlthat, E 2 126 H und er- zäh- le, Wie groß an dir ſein Gna- den- reichthum sei! Ich will mich dank bar gegen ihn er wei- sen, Und sei- ne Huld von ganzem Her- zen prei- sen; Was in mir ist, er- he be sei- ne Treu'! ** 12 und er- zäh- le, Wie groß an dir sein Gna- den- reichthum sei! Ich will mich dank bar gegen ihn er weisen, Und sei- ne Huld von ganzem Her- zen prei- sen; Was mir ist, er he be set ne Treu'! - 3 drill dadiljoti su DE und er zähle, Wie groß an dir sein O Gna- den- reichthum set! Ich will mich dankbar ge- gen ihn er wei- sen, Und sei- ne 3 127 Huld von ganzem Her- zen prei- sen; Was in mir ist er= he- be ſet- ne Treu'! € e und er zähle, Wie groß an dir sein B Gna- den- reichthum set! Ich will mich dankbar gegen ihn er weisen, Und sei- ne Huld von ganzem Her- zen prei- sen; Was in # mir ist, er- he be set ne Treu'! = 2 2 128 2. Er hat mir gnädig meine Sünd' vergeben. Er heilt mich Kranken und bewahrt mein Leben; Er tröstet mich und tilget meine Schuld; Er rettet mich vom Tod und vom Verderben; Er frönet mich als einen Himmelserben Mit seiner Gnad' und ewigreichen Huld. 3. Er füllt mit seinen Gütern meine Seele; Er sorgt für mich, daß mir kein Gutes fehle; Er schaffet mich, wie Adler, jung und neu. Er führet, die Gewalt und Unrecht leiden, Vom Kummer zum Genusse sichrer Freuden, Und sie erfahren seine Hülf' und Treu. the 4. Er offenbarte Mose, seinem Knechte, Und Jakobs Volke des Gesetzes Rechte; Er hat an ihnen seine Gnad' erzeigt. Barmherzig und geduldig von Gemüthe Ist Gott, und gnädig und von großer Güte, Zur Huld und Vaterliebe stets geneigt. 5. Er zürnt nicht ewig wegen unsern Sünden, Verschonet uns und läßt uns nicht empfinden Die Strafe uns'rer Schuld und Missethat. So hoch der Himmel über seiner Erde, So groß ist, damit er gefiebet werde, Dem, der ihn fürchtet, seine Treu' und Gnad'. 6. Wem ist sein Antlig, wenn er's sucht, verborgen! So weit der Abend sich entfernt vom Morgen, So weit entfernt er von uns unsre Sünd'. So zärtlich sich ein Vater seiner Kinder Erbarmet, so erbarmt sich Gott der Sünder; Er liebt den, der ihn fürchtet, als sein Kind. 7. Er weiß, daß wir Geschöpfe sind aus Erden, Und daß wir bald in Staub verwandelt werden; Er weiß, daß wir nichts sind als Eitelkeit. Die Blume blüht, und bald, nach wenig Stunden, Wird sie, vom Wind versengt, nicht mehr gefunden: So ist des Lebens ganze Herrlichkeit! 8. Von Ewigkeit zu Ewigkeiten währet Die Gnade Gottes jedem, der ihn ehret, Und seine Treu' wird nimmermehr vergehn. Sein ewig Heil wird über denen walten, Die seinen Bund und sein Gefeße halten, Ihm treu sind und in seiner Furcht bestehn. 9. Gott hat im Himmel seinen Thron gebauet, Von welchem er auf alle Menschen schauet; Sein mächtig Reich beherrscht die ganze Welt. Lobt ihn, den Herrn, ihr seiner Engel Heere, Ihr starken Helden, rühmt ihn, bringt ihm Ehre, Die ihr mit Eifer thut, was ihm gefällt! 10. Lobt, alle seine Heere, lobt ihn, rühmet, Ihr seine Diener! Denn sein Lob geziemet Euch, die ihr zum Dienst ergeben seid. Lobsingt, Lobsingt ihm, alle seine Werke! Preist aller Orten seine Macht und Stärke; Lob' ihn, o meine Seel', in Ewigkeit! ( Melodie Nr. 16.) 1. Nun danket Gott, erhebt und preiset Die Gnaden, die er euch erweiſet, Und zeiget allen Völkern an Die Wunder, die der Herr gethan! O Israel, sein Eigenthum, Besinge deines Gottes Ruhm! 2. Es freuen sich die frommen Seelen, Die ihn zu ihrem Heil erwählen. Sucht ihn und wandelt in dem Licht Vor seinem holden Angesicht! Gedenkt der Thaten eures Horts, Und seiner Macht und seines Worts! 3. D Israel, o Jakobs Same, Verherrlicht sei von dir sein Name! 129 9 2 2 130 Er hat des Bundes treu gedacht, Den mit den Vätern er gemacht, Zu führen sie auf seiner Bahn Ins Erb' des Landes Kanaan. 4. Sie haben seine Treu' erfahren, Da sie noch fremd und wenig waren. Sie zogen unter Gottes Hand Von einem Land zum andern Land. Er schüßte und bewahrte sie, Und seine Huld verließ sie nie. 5. Das that der Herr, weil er gedachte Des Bund's, den er mit Abram machte. Er führt' an seiner treuen Hand Sein Volk in das verheißne Land, Auf daß es diente seinem Gott Und dankbar hielte sein Gebot. 53. ( Melodie Nr. 5.) 1. Mein Herz, o Gott, das dir geweiht, Ist ganz zu deinem Lob bereit Und will mit Ernst sich dir ergeben. O meine Seel', erwecke dich, Und meine Harfe stimme sich, Im Heiligthum ihn zu erheben! Es steige früh vor jedermann Mein Dank zum Höchsten himmelan. 2. So weit wir deine Himmel sehn, So weit die fernsten Wolken gehn, Reicht deine Wahrheit, deine Gnade. Herr, zeige deinen Ruhm der Welt Und deine Macht, die uns erhält; D, leit' uns stets auf sicherm Pfade! Den einen steh' du mächtig bei; Erhör' ihr Flehn, und mach' sie frei! 3. Gott spricht in seinem Heiligthum: Mein Volk, du bist mein Eigenthum! Ich zieh' voran in deinen Kriegen; Ich bin es, der dir Heil verschafft, Der dämpfet deiner Feinde Kraft. Ich steh' dir bei, sie zu bestegen. Dein Land ist eine feste Stadt, Wo jeder Schutz und Ruhe hat. 4. Herr, du bist unsre Zuversicht! Der Menschen Beistand hilft uns nicht. O höre, Herr, auf unser Beten! Steh' uns mit deiner Macht und Treu' Im Kampfe gegen Feinde bei; Hilf ihre Macht zu Boden treten! Wir wollen mit dir Thaten thun; Auf dir soll unser Sieg beruhn. 56. ( Melodie Nr. 213.) 1. Seße dich zu meiner Rechten, Sprach der Herr zu meinem Herrn, Bis zu Füßen alle Schlechten Ich dir lege nah' und fern. Denn aus Zions Herrscherthor Geht des Scepters Macht hervor. Mach' aus aller Welt dir Freunde! Herrsche über deine Feinde! 2. Kinder, die du auserkoren Nach dem Sieg in bittrer Noth, Werden zahllos dir geboren Wie der Thau aus Morgenroth. Und dein Volk, erlöst vom Druck, Dient dir gern in heilgem Schmuck. Gott beschwors, ihn reut es nimmer: König, Priester bist du immer! 131 2 132 3. Könige wirst du vernichten, Zürnend, wenn sie widerstehn. Unter Heiden wirst du richten, Daß sie große Schlachten sehn, Drin auch weiter Länder Haupt Niederstürzt, der Macht beraubt. Dann wird dich der Quell erquicken, Sieg dich ewiglich beglücken. ( Melodie Nr. 36.) 1. Ich freue mich in Gott, der helfen kann, Der meines Flehens Stimme hat erhöret, Sein Vaterherz, sein Ohr zu mir gekehret; Mein Leben lang ruf ihn allein ich an. 2. Mein Herz versank in tiefer Angst und Noth Des Todes Stricke hatten mich umgeben; Voll banger Qual, voll Jammer war mein Leben; Ich rief: D Herr, errette mich vom Tod! 3. Gerecht ist Gott und voll Barmherzigkeit; Er schüßt die Treuen, sorgt, daß nichts mich quale Drum sei nur wieder ruhig, meine Seele! Der Herr ist's, der mit Wohlthun mich erfreut. 4. Ja, du errettetest vom Tode mich, Mein Aug' von Thränen, meinen Fuß vom Gleiten; Ich wandle, Herr, vor dir zu allen Zeiten; Obwohl geplagt, doch glaub' und rede ich. 5. Voll Angst rief ich: die Menschen trügen all Doch du bist treu. Was kann ich dir wohl geben Für deine Huld? Den Kelch des Heils erheben Und preisen will ich dich mit lautem Schall. 6. Was dir, o Herr, mein Herz gelobet hat, Will ich bezahlen, und dein Volk soll's sehen; Ich will dich, Gott, vor deinem Volk erhöhen Für das, was deine Güte an mir that. 7. D Gott, ich bin dein Knecht, dein Eigenthum; Denn meine Bande hast du, Herr, zerriffen. Es soll dein Volk, ja alle Welt es wissen: Dein Knecht bin ich zu deines Namens Ruhm. 8. Des Dankes Opfer bring' ich dir, o Gott! Und deinem Namen soll mein Lob erschallen Vor allem Volk, in deines Tempels Hallen, In dir, du Stadt des Herrn; gelobt sei Gott! 58. ( Melodie Nr. 13.) 1. Nun danket Gott; denn er ist freundlich, Und ewig währet seine Gnad'! Die Kirche spreche: Gott ist freundlich, Und ewig währet seine Gnad'! Die Priester sagen: Gott ist freundlich, Und ewig währet seine Gnad'! Und die ihn fürchten: er ist freundlich, Und ewig währet seine Gnad'! 133 2. Jch rief zum Herrn in meinen Nöthen, Zu meinem Vater betet' ich, Und er erhörte bald mein Beten, Er half mir und erquickte mich. Gott ist mit mir, ich darf nicht beben; Ich kann in seinem Schooße ruhn. Es mögen Menschen sich erheben; Was können mir doch Menschen thun! 3. Gott hilft mir wie ein Freund dem Freunde. Ich habe Haffer, die mich schmähn; Doch werd ich jeden meiner Feinde Noch einst mit Schmach gestürzet sehn. Gut ist es, auf den Herrn vertrauen, Weil Menschentrost und Hülfe lügt. Wie selig ist's, auf Gott nur bauen, Weil Fürstengunst und Schuß betrügt! 134 4. Die Feinde drängen mich und streiten; Ich überwinde sie durch dich. Sie drängen mich auf allen Seiten, Und du, o Gott, erretteft mich. Sie stoßen mich, und ich soll fallen; Allein der Herr nimmt mich in Acht. Der Herr errettet mich von allen; Er ist mein Heil und meine Macht. 5. Mit Freuden singen Gottes Knechte: Die Rechte Gottes führt den Krieg; Es hat gesteget Gottes Rechte, Und seine Hand behält den Sieg. Ich werde leben und nicht sterben; Ich werde Gottes Werk erhöhn. Er züchtigt mich nicht zum Verderben; Ich werd' im Tod' nicht untergehn. 6. Eröffnet mir, ich will ihn loben, Die Thore der Gerechtigkeit! Ich geh' herein; er werd' erhoben, Dre Retter, welcher mich befreit! Ich will mit Danken vor ihn kommen; Eröffnet mir das Thor des Herrn! Geht da herein, erlöste Frommen, Und danket ihm, er hilft euch gern! 59. Disc. Alt. O se lig sind, die stets in Redlich = D se lig sind, die stets in Redlid = 7. Die, so die Kirche wollten bauen, Verwarfen thöricht diesen Stein; Doch ich will denen, die mir trauen, Gin fester, sichrer Eckstein sein. Das alles ist von Gott geschehen; Er hat mein Recht empor gebracht; Es ist sein Wunder, das wir sehen. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht. 8. Frohlockt dem Tag, und laßt uns fingen, Und breitet Gottes Namen aus! Herr, hilf und laß dein Werk gelingen, Und führ' es herrlich, Gott, hinaus! Heil dem, der in des Herren Namen Herankommt und die Welt erfreut! Heil euch, die ihr von seinem Samen, Von den Erlösten Gottes seid! 9. Der Herr ist Gott, ihr sollt ihn loben! Preist ihn in seinem Heiligthum! Mein Gott sei stets von mir erhoben! Du bist mein Gott, mein Heil und Ruhm. Befingt mit dankbarem Gemüthe, Ihr Frommen, Gottes Freundlichkeit; Denn seine Huld und Gnad' und Güte Wird währen bis in Ewigkeit. 59. Ten.3 Bass. 135 € D se lig find, die stets in Redlichjdd D se lig sind, die stets in Redlich 2 136 feit Vor ihrem Gott zu wandeln sich be stre- ben, Die sein Ge- sezz be wah- ren alb = zeit, Und immer Acht auf Got- tes Zeugni ge- ben! Heil, wer ihn sucht, von Herzen zu ihn schreit; Er findet Gott, und seine Seel' ri feit Vor ihrem Gott zu wandeln sich de stre- ben, Die sein Ge- sez be- wah- ren alle zeit, Und immer Acht auf Got- tes Zeugni ge- ben! Heil, wer ihn sucht, von Herzen zu i schreit; Er fin- det Gott, und sei- ne Seel' wi 43D 137 feit Vor ihrem Gott zu wandeln sich bestre- ben, Die sein Gesetz be- wah- ren al- le= # zeit, Und immer Acht auf Got- tes Zeugniß ge- ben! Heil, wer ihn sucht, von Herzen zu ihm schreit; Er findet Gott, und sei- ne Seel' wird feit Vor ihrem Gott zu wandeln sich bestre- ben, Die sein Gesetz be- wah- ren al- lezeit, Und im- mer Acht auf Got- tes Zeugniß ge- ben! Heil, wer ihn sucht, von Herzen zu ihm schreit; Er fin- det Gott, und sei- ne Seel' wird 138 le- ben. le- ben. 2. Heil allen, die in seinen Wegen gehn, Und folgen Gott, wie er sie führt im Stillen, Kein Unrecht thun, nur auf den Herren sehn, Und merken stets auf seinen heilgen Willen. Was du gebeutst, Herr, lehr' es uns verstehn, Und dein Geseß mit Eifer stets erfüllen! 3. D, möchte dir mein Herz geheiligt sein, Möcht' ich getreu in deinen Wegen wallen! Ich bin bereit, mich deinem Dienst zu weihn; Richt' meinen Gang nach deinem Wohlgefallen! Sieht, Herr, mein Aug' auf dein Gefeß allein, So werd' ich nie in Spott und Schande fallen. 4. Ich danke dir von meines Herzens Grund; Du selber willst Gerechtigkeit mich lehren. Ich lerne nun das Recht aus deinem Mund, Wonach ich dich in deinem Reich soll ehren. Ich richte mich nach deinem heilgen Bund; Verlaß mich nicht! ach, wer kann dich entbehren? 5. Doch, Herr, wie wird ein Jüngling weise sein, Den Sünde lockt, und der so leicht kann gleiten? Wenn er sich hält nach deinem Wort allein, So wirst du ihn auf ebnem Pfade leiten. Dich sucht mein Herz; o, blieb' es immer dein! Hilf mir, o Herr, der Sünde Luft bestreiten! 6. Ich bin ein. Gaft und Pilger nur vor dir; Zum Himmel soll ich durch dieß Leben wallen. Claß, daß ich nicht irre, warnend mir ### le- ben. 139 le- ben. Dein göttlich Wort, des Himmels Stimme, schallen! Ich sehne mich mit heiliger Begier Nach deinem Wort und liebe es vor allen. 7. Ja, Wahrheit ist und heilig dein Gebot; Weh denen, die sich seines Rathes schämen! Wenn Leichtsinn auch und frecher Thoren Spott Dawider rast, soll mich kein Zweifel grämen; Nein, meinen Trost, das Wort des Heils von Gott, Soll mir die Schaar der Frevler niemals nehmen. 8. Dein göttlich Wort ist meines Lebens Licht; Das will ich, Herr, vor aller Welt bekennen, Will dein Geseß, will deinen Unterricht Vor Fürsten selbst die höchste Weisheit nennen. Gefällt sie gleich dem Stolz der Menschen nicht, Mich soll davon die ganze Welt nicht trennen. 9. Und seh' ich, Herr, daß man dein Wort nicht hält, So fließen mir der Wehmuth heiße Zähren. Ach, mich betrübt die Thorheit einer Welt, Die dich nicht will erkennen und verehren. Den Sünder, der den Weg zum Elend wählt, Den möchte ich, Herr, deine Wege lehren. 10. Was tröstet mich auf meiner Wanderschaft; Was gibt mir Muth auf meiner Pilgerreise? Dein Wort, o Gott, ist meines Lebens Kraft, Und dein Gesetz macht mich zur Tugend weise; Da lernt mein Geist die rechte Wissenschaft, Und findet Heil, wofür ich stets dich preise. 2 140 11. Um Ruhm der Welt und irdischen Gewinn Laß mich, o Herr, den Sünder nie beneiden! Erhalte treu an dir nur meinen Sinn! Aus lauter Huld prüfst du mich auch durch Leiden; Von Thorheit neigt es mich zur Weisheit hin; Einst blüht die Saat der Thränen auf zu Freuden. 12. Was herrlich ist und pranget in der Welt, Von allem wirst du doch ein Ende sehen. Vergänglich ist Ruhm, Herrschaft, Macht und Geld; Der Erde Pracht wird mit ihr selbst vergehen. Wenn Alles weicht, wenn Mond und Sonne fällt, Wird ewig, Herr, dein göttlich Wort bestehen. 13. Ja, deine Treu' und Wahrheit bet' ich an; Unwandelbar wird ewig sie bestehen; Sie schuf die Welt. Es muß die große Bahn Der Sterne Heer in reger Ordnung gehen. Denn deinem Wort ist Alles unterthan;" Dein Wille, Gott, muß überall geschehen. 60. Disc. Ich seh', o Gott, hin- auf zu dir; Wenn alle Hülf' ge- bricht, Ver- läs- sest du mich Alt. Ich seh', o Gott, hin- auf zu dir; Wenn alle Hülf' ge- bricht, Ver- läs- sest du mich 14. Dein Wille ist, o Gott, mein Führer hier. So sehr kann nicht der müde Wandrer schmachten Nach einem Quell; mit heißerer Begier Der Wächter nicht des späten Morgens achten; Als sich, o Gott, die Seele sehnt nach dir, Und deinen Rath sich freuet zu betrachten. 15. So oft ein Tag hat seinen Lauf vollbracht, Prüf' ich mich still nach deines Worts Gesetzen. Wenn Alles ruht in stiller Mitternacht, Soll einsam mich ein Blick auf Gott ergößen. Ich flehe, wenn der neue Zag erwacht: Laß mich, o Herr, nie dein Gebot verlegen! 141 16. Herr, deinen Weg hab' ich mir vorgestellt, Der Wahrheit Pfad zu gehn hab' ich erkoren, Dem Herrn allein zu dienen mir erwählt: Du bist mein Zeuge, dem ich Treu' geschworen. Reich' mir die Hand! wer deine Rechte hält, Nein, dessen Thun ist nimmermehr verloren. 60. Ten. Bass. Ich seh', o Gott, hin- auf zu dir; Wenn alle Hülf ge- bricht, Ver- läs- fest du mich Ich seh', o Gott, hin- auf zu dir; Wenn al- le Hülf ge- bricht, Ver- läs- fest du mich 02 142 nicht; Von seiner Wohnung hilft er mir, Da Himmel einst und Er- de Schuf mit dem Wort: es wer- de. nicht; Von seiner Wohnung hilft er mir, De Himmel einst und Er- de Schuf mit dem Wort: es wer- de. 2. Der mich behütet, schlummert nicht; Er richtet meine Bahn, Daß ich nicht irren kann; In Finsterniß ist er mein Licht. Er wacht bei seinen Knechten Und steht zu ihrer Rechten. 3. Sein Schuß und Flügel decket mich; Durch seine Vaterhand Wird Unglück abgewandt; Kein Uebel ist mir fürchterlich; Er wird mich in Gefahren Durch seine Gnad' bewahren. 4. Der Herr wird mein Beschüßer sein; Denn Seele, Leib und Gut nicht; Von seiner Wohnung hilft er mir, Der Him- mel einst und Er de Schuf mit dem Wort: es wer- de. 143 Sto nicht; Von seiner Wohnung hilft er mir, Der 35 Himmel einst und Er- de Schuf mit dem Wort: es wer- de. Hält er in treuer Hut. Er gehet mit mir aus und ein, Und wird zu allen Zeiten Mich wohl und selig leiten. 61. ( Melodie Nr. 5.) 1. Jch freue mich, so oft man spricht: Laßt uns vor Gottes Angesicht Vereint in Zions Tempel gehen! Wir wollen da in Gottes Stadt, Die er sich selbst gebauet hat, Zu seinem Dienste ihn erhöhen. Die Stämme Gottes ziehn dahin; Sie danken ihm und preisen ihn. 144 Disc. Alt. 2. Da, da hat die Gerechtigkeit Die Richterstühle selbst geweiht, Wo Davids Sohn das Recht gewähret. D Gottes Stadt, o Heiligthum, Gesegnet sei dein Glück und Ruhm, Gesegnet, der dich liebt und ehret! In deinen Mauern herrsche Ruh', Heil ströme deinen Häusern zu!" 3. Um meiner Brüder willen foll Mein Herz, der reinsten Wünsche voll, Sich über Zions Wohlfahrt freuen. Heil allen denen, die mit mir Dir Frieden wünschen und sich dir Zu treuem Dienste freudig weihen.. Der in dir seine Wohnung hat, Sei stets dein Glück, o Gottes Stadt! Ich fleh' mit tie- fer Reu- e " Zu deiner Gnad' und Huld; Liebreicher Gott, ve Ich fleh' mit tie- fer Reu- e Zu deiner Gnad' und Huld; Liebreicher Gott, ve 62. ( Melodie Nr. 6.) 1. Wo der Herr das Haus nicht bauet, Baut der Mensch umsonst daran; Wo die Stadt nicht ihm vertrauet, Ift's mit Wächtern nicht gethan. Grämt euch doch mit Sorgen nie; Traut auf Gott und meidet sie! Sorgt nur, daß ihr den recht liebet, Der im Schlaf euch Segen gibet. 2. Daß man Gottes Segen habe, Gibt allein dem Haus Bestand. Kinder sind des Höchsten Gabe, Dieses Segens Unterpfand. Selig, wer sich ihrer freut In des Lebens Prüfungszeit. Ist auch Neid und Haß vorhanden Wird er dennoch nicht zu Schanden. 63. Ten. 3 Bass. 145 Ich fleh' mit tie fer Reu- e Po Zu deiner Gnad' und Huld; Liebreicher Gott, verIch fleh' mit tie fer Reu- e = PIO Zu deiner Gnad' und Huld; Liebreicher Gott, vér10 146 dele zei- he Mir Ar- men meine Schuld; Erhöre doch mein Sehnen, Ich ru- fe, Gott, dir: Er- hö- re mei- ne Thrä- nen Und neig' dein Ohr zu mir! zei- he Mir Ar- men meine Schuld; Erhöre doch mein Sehnen, Ich ru- fe, Gott, zu dir: Er- hö- re mei- ne Thrä- nen Und neig' dein Ohr zu mir! 2. Laß mich Erbarmung finden! Laß Gnad' für Recht ergehn! Siehst du auf unsre Sünden, Wer wird vor dir bestehn? Doch du willst gern vergeben; Du willst uns gnädig sein, Daß wir dir einzig leben, In deinem Dienft uns freun. FO O zei he Mir Ar- men meine Schuld; Er147 höre doch mein Sehnen, Ich ru- fe, Gott, zu dir: Er- hö- re mei- ne Thrä- nen Und neig' dein Ohr zu mir! zeihe Mir Ar- men meine Schuld; Erhö- re doch mein Sehnen, Ich ru- fe, Gott, zu dir: Er- hö- re mei- ne Thrä- nen Und neig' dein Ohr zu mir! 3. Ich trau' von ganzem Herzen Auf dich, mein Gott und Hort! In meinen Sündenschmerzen Vertrau' ich auf dein Wort. Wie Wächter auf den Morgen, Harrt meine Seel' auf dich: Ď, stille meine Sorgen! Erbarm' dich über mich! 2 148 Disc. Alt. 4. Hoff auf des Herren Güte! Er ist voll Gnad' und Huld; Sein väterlich Gemüthe Vergibt dir deine Schuld. Wie lieb- lich ist's, wenn Brü- der einig le ben, Wenn sie ein- an- der = ihre Her- zen ge- ben, Wenn ih= re Freundschaft nie durch Streit, Durch Zwie- trad Wie lieb- lich ist's, wenn Brü- der ei- nig le- ben, Wenn sie ein- an- der CON ihre Her- zen geben, Wenn ihre Freundschaft nie durch Streit, Durch Zwie- trad I I Er wird von allem Bösen, Vertrau' nur auf den Herrn, Dich als sein Kind erlösen; Denn er verzeihet gern. Ten.3 # # Bass. 149 DE Wie lieb- lich ist's, wenn Brü- der der ei-nig le- ben, Wenn sie ein- an- Freundschaft nie durch Streit, Durch Zwie- tracht ihre Her- zen ge- ben, Wenn ihre Wie lieb- lich ist's, wenn Brü- der einig le- ben, Wenn sie ein- an- der ihre Her- zen geben, Wenn ihre Freundschaft nie durch Streit, Durch Zwie- tracht 150 Disc. und Un- frie- den wird entzweit, Wenn je- der Alt. seinen Nächsten redlich liebt Und Freundschaft gegen ihn aus- übt. und Un- frie- den wird entzweit, Wenn je- der gegen ihn aus- übt. 2. Wie heilges Del des Priesters Haupt umfloffen Und sich auf seine Glieder hingegoffen, So wird das ganze Volk erquict, Und jedes Glied wird froh und sanft beglückt, Wenn Jedes Segen auf die Andern fließt Und sich in Gutesthun ergießt. 65. seinen Nächsten redlich liebt Und Freundschaft Er- he- bet Got- tes Herr- lich- keit, Er hebet Got- tes Herr- lich- keit Et, H F und Un- frie- den wird entzweit, Wenn je- der Ten. 151 seinen Nächsten redlich liebt Und Freundschaft gegen ihn aus- übt. und Un- frie- den wird entzweit, Wenn je- der H seinen Nächsten redlich liebt und Freundschaft gegen ihn aus- übt. 3. So wie der Thau die Berge Zions tränlet, So wird von Gott der Segen dem geschenket, Der Frieden liebt und Einigkeit; Sein Glück wird währen bis in Ewigkeit. Das Leben ist mit Wohlfahrt, Segen, Heil Vereinter frommer Brüder Theil. 65. Bass.c Er- he- bet Got- tes Herr- lich- kett. Er- hebet Got- tes Herr- lich- keit, 152 Disc. Alt. € ‡ Ihr, die ihr Diener Got- tes seid, Und die th # vor ihm Tag und Nacht Zu seinem Lob und # Dienste wacht. Ihr, die ihr Diener Got- tes seid, Und die ih vor ihm Tag und Nacht Zu seinem Lob und Dien- ste wacht. 2. Erhebet zu ihm Herz und Hand Und bittet ihn für jeden Stand, Und lehrt und singt im Heiligthum Von eures Gottes Gnad' und Ruhm! 66. Ich dan- ke dir mit meinem Mund, Ich dan- ke dir mit meinem Mund, of FE Jhr, die ihr Diener Got- tes seid, Und die ihr Dienste wacht. vor ihm Tag und Nacht Zu seinem Lob und Ten. 153 Ihr, die ihr Diener Got- tes seid, Und die ihr Dienste wacht. 3. Euch segne Gott von seinem Thron, Und sei selbst ewig euer Lohn! Euch segne Gott, der diese Welt Erschaffen hat und noch erhält! 66. vor ihm Tag und Nacht Zu seinem Lob und Bass. Ich dan- ke dir mit meinem Mund, Ich dan te dir mit meinem Mund, 154 Von Herzensgrund Für dei- ne Die En- gel fol- len Zeu- gen fein Und sich er- freun Der frommen Trie- be. Ich will, Herr, dei- ner Gna- de Ruhm Im Hei- lig thum Mit Lob er- Liebe; he Von Herzensgrund Für deine Liebe; ben; An- be- tum Die En- gel sol- len Zeu- gen sein Und sich er- freun Der frommen Trie- be. Ich thum Mit Lob er he = will, Herr, dei- ner Gna- de Ruhm Im Hei- lig 2 ben; An- be- tung 3Von Herzensgrund Für deine DE OB Die En- gel sol- len Zeugen sein Und Liebe; sich erfreun der frommen Trie- be. Ich Te will, Herr, dei- ner Gna- de Ruhm Jm Hei- ligVon Herzensgrund Für dei- ne 155 thum Mit Lob er he- ben; An- be- tung, Die Engel sollen Zeugen sein Und E Lie- be; sich erfreun der frommen Trie- be. Ich 3 will, Herr, dei- ner Gna- de Ruhm Im Hei- lig- thum Mit Lob er he ben; An- be- tung, 156 Je Ehr' und Herr- lich- keit Bin ich bereit, Di S Gott, zu geben. Ehr' und Herr- lich- keit Bin ich bereit, Di Gott, zu gegeben. 2. Dein Name, Herr, ist unser Hort; Du haft dein Wort An mir erfüllet. Du haft auf mein Gebet gemerkt Und mich gestärkt, Mein Herz gestillet. Die Fürsten werden preisen dich; Sie werden sich In dir erfreuen; Sie werden als dein Eigenthum Sich deinem Ruhm Zum Dienste weihen. 3. Gott wohnt im Himmel und ist hoch, Und siehet doch, Die niedrig gehen. In meiner Noth erquickt er mich, Erbarmet sich Und hört mein Flehen. Mach' mich von allem Elend frei; Denn deine Treu' DE Ehr' und Herr- lich- keit Bin ich bereit, Dir, Gott, zu ge= ben. f Ehr' und Herr- lich- keit Bin ich bereit, Dir, Gott, zu gege= ben. Wird niemals enden; Gott wird, wie er verheißen hat, Durch seine Gnad' Sein Werk vollenden. 157 67. ( Melodie Nr. 15.) 1. Allwissender, du kennest mich; Mein Thun und Lassen kommt vor dich. Regt ein Gedanke sich in mir, So liegt er deutlich, Gott, vor dir. Stets bin ich, was ich je verrichte, Vor meines Gottes Angesichte. 2. Du stehest in des Herzens Grund; Ein jedes Wort in meinem Mund, Und was ich thu', ist dir bekannt; Ich bin regiert von deiner Hand. D, Gottes Einsicht, wer verstehet, Wie groß sie ist, wie weit fic gehet! 158 3. Wo könnt ich deinem Geist entfliehr Und deinem Auge mich entziehn? Schwing ich empor zum Himmel mich, So bist du da, ich finde dich; Wollt ich mich in das Grab hinlegen, So wärest du auch dort zugegen. 4. Führ' ich zu dem entfernten Meer Gleich einem Sonnenstrahl daher, So führte deine Hand mich doch, Und deine Rechte hielt' mich noch. Wo könnt' ich mich vor dir verstecken? We würdest du mich nicht entdecken? 5. Sprach' ich: mich decke Finsterniß! O Herr! du sähest mich gewiß; Vor dir sind Finsternisse nicht; Dir ist Nacht Tag und Finster Licht. Du fennst mein Herz, mein ganzes Leben; Denn du, o Gott, hast es gegeben. 6. Ich danke deiner weisen Macht, Die mich so wunderbar gemacht. Was du erschaffst, ist wundervoll, Und das weiß meine Seele wohl. Ich lobe deiner Allmacht Stärke Und preise dich für deine Werke. 7. Als ich noch nicht geboren war, Lag ich vor dir schon offenbar; Du gabst mir Seele, Fleisch und Bein, Ein Wunder deiner Macht zu sein. Du haft die Jahr' von meinem Leben Bestimmet, eh' du mir's gegeben. 8. Wie köftlich ist die Weisheit mir, Die ich entdecke, Gott, in dir; Wie herrlich ist sie mir, wie schön! Wie hoch, Niemand kann sie verstehn; Unendlich sind sie, die Gedanken; Dein Wissen fennet feine Schranken. HIS 9. Du ftrafest den, der dich entehrt, Der falsch bei deinem Namen schwört. Wie schmerzt es meine Seele nicht, Wenn dir der Böse widerspricht! Und die dich haffen, deine Feinde, Sind niemals meines Herzens Freunde. 10. Erforsch' mich, Gott, und prüfe mich; Erfahre mein Herz gegen dich! Und wandle ich nicht recht vor dir, So sei du selbst der Führer mir Und leite mich auf guten Wegen Der frohen Ewigkeit entgegen! 68. ( Melodie Nr. 16.) 1. Mein Gott, dich will ich täglich loben; Set ewiglich von mir erhoben; Groß, herrlich, unerforscht bist du. Es jauchz' ein Volk dem andern zu Von deinen Thaten, deiner Pracht, Gerechtigkeit und Herrschermacht! 2. Barmherzig ist der Herr, langmüthig Und gnadenreich und allen gütig; Gebeugte richtet er empor Und fömmt den Fallenden zuvor. Herr, deine Gnad' und Herrlichkeit Preist alle Welt in Ewigkeit. 3. Auf dich ist jeder Blick gewendet; Du bist's, der allen Nahrung sendet. Du öffnest deine milde Hand, Und Gnade sättigt alles Land. Was du beschlossen und vollbracht, Ift Zeuge deiner Gnad' und Macht. 159 4. Nah' ist Gott jedem frommen Beter, Gewährt sein Flehen, wird sein Retter, 160 Vertilgt die Frevler; aber treu Hört er der Frommen Angstgeschrei. Jehovah preis ich; jeder Mund Mach' seinen. heilgen Namen kund! 69. ( Melodie Nr. 43.) 1. Dein Lobgesang, o Gott, sei stets mir frohe Pflich Auf schwache Menschen stell' ich mein Vertrauen nid Ihr Geist muß bald davon, ihr Leib zurück zur ET Daß all' ihr Rath und Plan vor Gott zu nichte wer Heil denen, die allein zum ewgen Gott sich wende Der Erd' und Himmel schuf und trägt auf sein Händen. 2. Verfolgten schafft er Recht; Gefangne macht frei; Die Tiefgebeugten hebt er auf und stärkt sie neu. Er gibt den Armen Brod, das Licht zurück den Blinde Hülf' läßt den Fremdling er, Hülf' Wais' und Witt finden. Den Frommen liebet er, kehrt um den Weg der Böse Der gnadenvolle Gott, der ewig wird erlösen. ( Melodie Nr. 3.) 1. Lobt Gott! Der Herr ist gut; Wir sind in seiner Hut. Er kennet alle Sterne; Mit Namen nennt er sie; Sie irren ewig nie, Und ihm ist keiner ferne. Er fennet auch mein Herz Und heilet meinen Schmerz; Nichts ist ihm zu geringe. Der immer um mich war, ID De : ber th fer Der Herr ist wunderbar; 15 im onl Er leitet alle Dinge, donijum 2. Lobt Gott; Der Herr ist gut; Wir sind in seiner Hut. T Er ruft Gewölk und Winden; m tidlife Er läßt die Saat gedeihn. Wie Viel' um Speise schrein, Er läßt sie Nahrung finden. Nicht wer auf Menschen baut mad 1808 Und eigner Kraft vertraut, ne sjall It ihm ein Wohlgefallen; mg& si sýn no ten? Nur die zu ihm aufschauns) adol Und seiner Gnad' vertraun, but dan pod 12 Die liebet er vor allen. bindin 3. Lobt Gott; der Herr ist gut; si Er macht zu unsrer Hutang Die Riegel fest der Pforte. Die Kinder segnet er; Er ruft den Frieden herz Schnell laufen seine Worte. Wie Wolle streut er Schnee; Er schickt des Frostes Web; Wer könnte drin bestehen? Doch schnell läuft Gottes Wort; Der Schnee, das Eis ist fort, Und Frühlingslüfte wehen. 81. ( Melodie Nr. 14.) 1. Lobet Gott im Heiligthum, Lobet seines Namens Ruhm, Lobet seine große Macht, Lobet seiner Wunder Pracht, Lobet seine Herrlichkeiten, Lobet ihn mit dem Gesang 11 161 162 Und mit der Posaunen Klang!@@ Alles muß sein Lob ausbreiten. s r in 10 2. Euers Psalters heller Ton S Steige bis zu Gottes Thron; dril vi Rührt mit innigstem Gefühl Gurer Harfen lieblich Spiel; Laßt die Orgeln ihm erschallen; sie sier Last von euerm Lobgesang, Laßt von euerm Preis und Dank Unsre Tempel wiederhallen! il 19 3. Alles, was nur Athem hat, Lobe seine Macht. und Gnad'; Rufet, singet: groß ist er, Gnädig, herrlich ist der Herr! Bis ihr in dem Himmel droben Durch die ganze Ewigkeit Seine große Herrlichkeit Mit den Engeln werdet loben. SIC 18: for omist ndo? md 1909 1 thnuomo, dis Lieder. 661 164 Disc. Alt. NO # 3 Lo- be den Her- ren, den mäch- ti- gen Lob' ihn, o See- le, vereint mit den König der Ehren; himm- li- schen Chören! Kom- met zu Hauf! Psal- ter und Har- se, wacht auf! Las- set den Lob- ge- sang hö- ren! Lo be den Her- ren, den mäch- ti- gen Lob' ihn, o See- le, vereint mit den Kö- nig der Eh- ren; himm- li- schen Chö- ren! Kom- met zu Hauf! Psal- ter und Har- se, wacht auf! Las- set den Lob ge- fang hören! !!! 11 11 7 eniger Ten.3 3 THE 13 Lo be den Her- ren, den mäch- ti- gen chid ist am Lob' ihn, o Sce- le, vereint mit den 3 72. lled of domenid not adot dat thi # 3 Bass. FO Kö- nig der Eh- ren; himm- li- schen Chören! Kom- met zu Hauf'! 165 DEAT Psal- ter und Har- fe, wacht auf! Las- set den Lob- ge- sang hören! achmad ado? 3 Lo be den Her- ren, den mäch- ti- gen Lob' ihn, o See- le, vereint mit den König der Eh- ren; himm- li- schen Chö- ren! Kom- met zu Hauf'! Lob- ge- fang hö- ren! Psal- ter und Har- fe, wacht auf! Las set den = 166 2. Lobe den Herren, der Alles so herrlich regieret, Der, wie auf Flügeln Bes Adlers, dich sicher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt; Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künftlich und fein dich bereitet, Der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet! In wie viel Noth 410 10 pin- 62 Hat nicht der gnädige Gott Ueber dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet, Der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet! Opines Denke daran, Was der Allmächtige kann, Der dir mit Liebe begegnet! 5. Lobe den Herren, was in mir ist, Lobe den Namen! Lob' ihn mit Allen, die Leben und Odem bekamen! Er ist dein Licht; Seele, vergiß es ja nicht! Lob' ihn in Ewigkeit! Amen. ind Disc. Alt. 3418 ad nihi- 62 Nun prei- set al le Gottes Barm we JJ Nun prei- set al le Gottes Barm 2 3 ( Melodie Nr. 183.) 1. Himmel, Erde, Luft und Meer Zeugen von des Schöpfers Ehr'; Meine Seele, singe du Und bring' auch dein Lob herzu! on 2. Seht das große Sonnenlicht, Wie es durch die Wolken bricht! Mondesglanz und Sternenpracht Loben Gott in fstiller Nacht. 0= 1 3. Seht, wie Gott der Erde Ball Hat gezieret überall! TH Wälder, Flur und jedes Thieron Zeigen Gottes Finger hier. 4. Seht, wie durch die Lüfte hin Frisch und froh die Vögel ziehn! ano Feuerflammen, Sturm und Wind Seines Willens Diener sind. 5. Seht, der Wasserwellen Lauf! Wie sie steigen ab und auf! Von der Quelle bis zum Meeritsind Rauschen sie des Schöpfers Ehr'. 6. Ach mein Gott, wie mächtiglich Spüret meine Seele dich! Drücke tief in meinen Sinn, Was du bist, und was ich bin! 74. 507 amdanl Ten.3 Bass. 344 167 Nun prei- set al= le al= le Gottes BarmFee Nun prei- set al le Gottes Barm 168 # her- zigkeit; Lob' ihn mit Schalle, Wer- the- ste Christen- heit! Er läßt dich freundlich zu sich la- den; Freu- e dich, Is- ra- el, sei- ner Gna- den, Freu- e dich, Is- ra el, sei- ner = Gna- den! dori Smail 20 her- zigkeit; Lob' ihn mit Schalle, Wer- the- ste Christen- heit! Er läßt dich freundlich zu sich Gna- den! la- den; Freu- e dich, 38- ra- el, sei- ner J Gna- den, Freu- e dich, 38- ra- el, ſei- ner FO her- zigkeit; Lob' ihn mit Schalle, Wer- the- ste # 169 Christen- heit! Er läßt dich freundlich zu sich ta- den; Freu- e dich, Is- ra- el, sei- ner Gna- den, Freu- e dich), 38- ra- el, sei ner = Gna- den! f her- zigkeit; Lob' ihn mit Schalle, Wer- the- ste Christen- heit! Er läßt dich freundlich zu sich O la- den; Freu- e dich, Is- ra- el, sei- ner Gna- den, Freu- e dich, Is- ra- el, sei- ner Gnaden! 170 2. Der Herr regteret Ueber die ganze Welt, of Was sich nur rühret, Ihm zu den Füßen fällt. Viel tausend Engel um ihn schweben; Psalter und Harfe ihm Ehre geben. WA T 3. Wohlauf, ihr Heiden, Lasset das Trauern sein! Zur grünen Weiden Stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkünden. Machet uns ledig von allen Sünden. 4. Er gibet Speise Reichlich und überall; Nach Vaters Weise Sättigt er allzumal. Er schaffet frühen, späten Regen, Füllet uns Alle mit seinem Segen. 5. Drum preis und ehre Seine Barmherzigkeit, Sein Lob vermehre, Wertheste Christenheit! Inod na Uns soll hinfort kein Unfall schaden; Freue dich, Israel, seiner Gnaden! 34 75. ( Melodie Nr. 78.) 1. Bringt her dem Herrn Lob, Dank und Ch Aus freudigem Gemüthe; Ein jeder Gottes Ruhm vermehr'ndan Und preise seine Güte! Ach, lobet, lobet alle Gott, Der uns befreiet aus der Noth, Und danfet seinem Namen! h 2. Lobt Gott und rühmet allezeit Die großen Wunderwerke, Die Majestät und Herrlichkeit, Die Weisheit, Kraft und Stärke, igie Die er beweist in aller Welt Und dadurch alle Ding' erhält; Drum danket seinem Namen! 100 70 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat, Leib, Seele, Geist und Leben Aus lauter väterlicher Gnad'en Uns allen hat gegeben; be Der uns durch seine Engel schützt, Uns täglich gibet, was uns nützt; Drum danket seinem Namen! 4. Lobt Gott, er schenkt uns seinen Sohn, Der für uns ist gestorben, Und uns die ewge Lebensfron' Durch seinen Tod erworben; Der Tod und Hölle macht zu Spott Und uns versöhnt mit unserm Gott; Drum danket seinem Namen! 171 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist Den Glauben angezündet, Uns alles Gute noch verheißt, Uns stärket, kräftigt, gründet, Der uns erleuchtet durch sein Wort, Regiert und heiligt fort und fort; Drum danket seinem Namen! 6. Lobt Gott, der auch dieß gute Werk, Das in uns angefangen, Vollführen wird und geben Stärk, Das Kleinod zu erlangen, Das er hat allen dargestellt Und seinen Kindern vorbehält; Drum danket seinem Namen! LmT'= 161 172 7. Lobt Gott, ihr starken Seraphim, Ihr Fürsten und ihr Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm', Die hier auf Erden wohnen. doisty, sic fis calle misured to si Disc. Alt. 6. ln handed dull and map Wun- derbarer König, Herrsche Dei- ne Gna- den- strö- melläßt d von uns allen, Laß dir un- ser Lob ge auf uns flie- ßen, Ob wir schon dich oft ve fallen! allöct, duur do ließen. Hilf uns noch, Stärk' uns doch, Daßt and wor Wun- der- barer Kö- nig, Herrsche Dei- ne Gna- den- strö- me Läst von uns at- len, Laß dir un- ser Lob g auf uns flie- ßen, Ob wir schon dich oft va fallen! lie- ßen. Hilf uns noch, Stärk' uns doch, Daß DU 30 Lobt Gott und preist ihn früh und spat, Ja, Alles, was nur Odem hat, Das danke seinem Namen! and og Ten. Bass, 3 ++ 76. Pp Podo Wun- der- barer König, Dei- ne Gna- den- strö- me 173 Herrscher Läßt du von Lob ges uns al- len, Laß dir unser auf uns flie- ßen, Ob wir schon dich oft ver1110 fal- len! lie- ßen. Hilf uns noch, Stärk' uns doch, Daß die spruf childör spri med m ng San Wun- der- barer König, Herrscher Dei- ne Gna- den- strö- me Läßt du von uns al- ten, Laß dir un- ser auf uns flie- ßen, Ob wir 1913 Lob geschon dich oft veru on fallen! dipas mai nod lie- ßen. Hilf uns noch, Stärk uns doch, Daß die 174 # 5 Stimm' er klinge Und das Herz dir sin- ge Ez Stimm' er klin- ge Und das Herz dir sin- ge 2. Himmel, lobe prächtig Deines Schöpfers Stärke, Mehr als aller Menschen Werke! Großes Licht der Sonne, Breite deine Strahlen, Gottes Herrlichkeit zu malen. 160 Lobet gern, Mond und Stern, Seid bereit zu ehren Einen solchen Herren! 3. D du meine Seele, Singe fröhlich, singe Ihm, dem Schöpfer aller Dinge! Was da Odem holet, Falle vor ihm nieder, Singe Dank und Freudenlieder! Unser Gott, Zebaoth, Ist allein zu loben Hier und ewig droben. 4. Hallelujah singe, Wer den Herrn erkennet Und in Christo Vater nennet! Hallelujah singe, Welcher Christum ltebet, Sich von Herzen ihm ergibet! In Welch ein Heil Jap ll Stimm' er klinge Und das Herz dir sin- ge. Stimm' er flin- ge Und das Herz dir sin- ge. Ist dein Theil! Endlich wirst du droben Ohne Sünd' ihn loben. Melodie Nr. 78.) 1. Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, Dem Vater aller Güte, Dem Gott, der alle Wunder thut, Dem Gott, der mein Gemüthe Mit seinem reichen Trost erfüllt, Dem Gott, der allen Jammer stillt; Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Himmelsheer', D Herrscher aller Thronen, Und die auf Erd', in Luft und Meer In deinem Schatten wohnen, Sie preifen deine Schöpfersmacht, Die Alles, Alles wohl bedacht; Gebt unserm Gott die Ehre! 175 gild 3. Was unser Gott erschaffen hat, Das will er auch erhalten; Darüber will er früh und spat Mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich Ist Alles recht und Alles gleich; Gebt unserm Gott die Ehre! a 176 4. Jch rief zum Herrn in meiner Noth: Ach Herr, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod, Ließ Trost mir angedeihen. Drum dank' ich), Gott, drum dank ich dir; Ach danket, danfet Gott mit mir! Gebt unserm Gott die Ehre! and he 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht Von seinem Volk geschieden; Er bleibt der Frommen Zuversicht, Ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er Die Seinen stetig hin und her; Gebt unserm Gott die Ehre! sidcreste 6. Wenn Trost und Hülfe mangeln muß, Die alle Welt erzeiget, lin since So kommt, so hilft der Ueberfluß, Der Schöpfer selbst und neiget Die Vateraugen denen zu, Die nirgendwo sonst finden Ruh; 100 m Gebt unserm Gott die Ehre! Inna 63.9 Disc Alt. Ħ labs 3 monoloer 10 Allein Gott in der Höh' sei Dar um, daß mun und nim- merm Njer andine Allein Gott in der Höh' sei Dar um, daß nun und nim- mer # Und Dank für seine Gna- de, Uns rüh- ren kann ein Schade. Ein Wohl- gefall'n Gott an uns hat; Nun herrscht sein Frie- de früh und spat, All' Feindschaft hat ein En= de. 179 Und Dank für fei Uns rüh- ren kann = ne Gna- de, ein Scha- de. Ein Wohl- gefall'n Gott an uns hat; Nun herrscht sein Frie- de früh und spat, All' Feindschaft hat ein En= de. 3. O Jesu, eingeborner Sohn Deines himmlischen Vaters, Versöhner derer, die verlor'n, Du Stiller unfres Haders; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, Nimm an die Bitt' aus unsrer Noth; Erbarm' dich unser Aller! 180 4. D heilger Geist, du höchstes Gut, Heilfamster Eröfter, tröfte; Nimm stets vor Satans Macht in Hut Die Jesus Christ erlöste Durch große Qual und bittern Tod; Wend' allen Jammer, alle Noth, Darauf wir uns verlassen. ( Melodie Nr. 118.) 1. Hallelujah, Lob, Preis und Ehr' Sei unserm Gott je mehr und mehr Für alle seine Werke! Von Ewigkeit zu Ewigkeit Sei in uns allen ihm bereit Dank, Weisheit, Kraft und Stärke! Klinget, singet; gnädig, herrlich, Heilig, heilig, heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr Zebaoth! 2. Hallelujah, Preis, Ehr' und Macht Sei auch dem Gotteslamm gebracht, In dem wir sind erwählet, Das uns mit seinem Blut erkauft, In dessen Tod wir sind getauft, Das sich mit uns vermählet. Heilig, selig ist die Freundschaft Und Gemeinschaft, die wir haben, Uns darinnen zu erlaben. 3. Hallelujah, Gott heilger Geist! Sei ewiglich von uns gepreist, Durch den wir neu geboren, Der uns mit Glauben ausgeziert, Dem Bräutigam uns zugeführt, Den Hochzeittag erkoren; Heil uns, Heil uns! Da ist Freude, Da ist Weide, himmlisch Manna Und ein ewig Hosianna! 4. Hallelujah, Lob, Preis und Chr Sei unsrem Gott je mehr und mehr Und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmelsschaar Und singet nun und immerdar Mit Freuden: Amen, Amen! Klinget, singet: Gnädig, herrlich, Heilig, heilig, heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr Zebaoth! 181 ond 80. ( Melodie Nr. 184.) 1. Herr, unser Gott, dich loben wir! D, großer Gott, wir danken dir! Dich, Vater, Gott von Ewigkeit Der Weltkreis ehret weit und breit. Hallelujah! 2. All' Engel und des Himmels Heer, Und was da dienet deiner Ehr', Die Cherubim und Seraphim Lobsingen stets mit froher Stimm': Hallelujah' 3. Hochheilig ist der große Gott, Jehovah, der Herr Zebaoth; Ja, heilig, heilig, heilig heißt Jehovah, Bater, Sohn und Geist. Hallelujah! 1 4. Dein' göttlich Macht und Herrlichkeit Geht über Erd' und Himmel weit. Der heiligen Apostel Zahl, Und die lieben Propheten all' Hallelujah! 5. Die theuren Märt'rer allzumal& C Dich loben stets mit großem Schall. sing ri Die ganze werthe Christenheit Rühmt dich auf Erden weit und breit. Hallelujah! 182 6. Dich, Vater, Gott im höchsten Thron, Und deinen eingebornen Sohn, Den heilgen Geist und Tröster werth Mit gleichem Dienst sie lobt und ehrt. Hallelujah! 7. Du höchster König, Jesu Christ, Des Vaters ewger Sohn du bist; Du wardst ein Mensch, der Herr ein Knecht, zu retten das menschlich Geschlecht. Hallelujah! 8. Du hast dem Tod zerstört die Macht, Das Himmelreich uns wiederbracht. Du bist zur Rechten Gottes gleich Mit aller Ehr' in's Vaters Reich. Hallelujah! 9. Ein Richter du zukünftig bist Alles, was todt und lebend iſt. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, Die durch dein Blut erlöst allein. Hallelujah! 10. Laß uns im Himmel haben Theil Mit deiner Schaar am ewgen Heil! Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, Und segne, was dein Erbtheil ist! Hallelujah! 11. Beschirm' die Kirche allezeit; Erheb' sie doch in Ewigkeit! Täglich, Herr Gott, wir loben dich, Und danken dir, Herr, stetiglich. Hallelujah! 12. Behüt' uns, Herr, o treuer Gott, Vor aller Sünd' und Sündennoth; Sei gnädig uns, o Herre Gott, Sei gnädig uns in aller Noth! Hallelujah! 13. Zeig' uns deine Barmherzigkeit; id Dein guter Geist uns stets geleit'! Auf dich wir hoffen, lieber Herr, In Schanden laß uns nimmermehr! Hallelujah! 81. dun e'phis anl ( Melodie Nr. 139.) 1. O, daß ich tausend Zungen hätte Und einen tausendfachen Mund, So stimmt' ich damit in die Wette Vom allertiefsten Herzensgrund Ein Loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir gethan. 2. D, daß doch meine Stimm' erschallte Bis dahin, wo die Sonne steht! O, daß mein Blut mit Jubel wallte, So lang es noch im Laufe geht! Ach, wär' ein jeder Puls ein Dank Und jeder Odem ein Gesang. C 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf, braucht allen euern Fleiß Und stehet munter im Geschäfte Zu Gottes meines Herren Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich Und lobe Gott herzinniglich! 4. Ach Alles, Alles, was ein Leben Und einen Oden in sich hat, 17:06 Soll sich mir zum Gehülfen geben; Denn mein Vermögen ist zu matt, Die großen Wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 5. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schüßzet mich auf meinen Wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner Sündenschuld Unsäglich gnädige Geduld. 183 6. Wie sollt' ich nun nicht voller Freuden Ir deinem steten Lobe stehn? We sollt' ich auch im tiefsten Leiden 184 Nicht triumphirend weiter gehn? Und ging's auch in den Tod hinein, So will ich doch nicht traurig sein. 7. Ich will von deiner Güte stingen, So lange sich die Zunge regt; Ich will dir Freudenopfer bringen, So lange sich mein Herz bewegt; Ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, So stimm' ich noch mit Seufzen ein. 8. Ach, nimm das arme Lob auf Erden, Mein Gott, in allen Gnaden hin! Im Himmel soll es besser werden, Wenn ich bei deinen Engeln bin; Dann sing' ich dir im höhern Chor Viel tausend Hallelujah vor! 82. ( Melodie Nr. 249.) 1. Herr, vor dem die Engel knieen Und in selger Andacht glühen; Hort, dem Sonne, Mond und Sterne Willig dienen nah und ferne; Herr von unzählbaren Reichen, Großer König ohne Gleichen, Du vergönnst auch uns zu beten, Kindlich vor dich hinzutreten. 2. Alles darf man dir bekennen, Darf im Sohn dich Vater nennen, Und du blickft, wie Väter pflegen, Uns voll Lieb' und Huld entgegen, Hörst, was wir von dir begehren, Trockneft unsers Jammers Zähren, Schenkest uns, bevor wir flehen, Ueber Bitten und Verstehen. $ 120 3. O, so wollst du gnädig hören, Was wir demuthvoll begehren: T Laß uns inniglich entbrennen, Dich zu suchen, zu erkennen; Laß uns, wo wir sind und leben, Deine Herrlichkeit umschweben, Daß wir stets, in Freud' und Plagen, Dich in unserm Herzen tragen. 4. Er, der für uns wollte sterben Zur Erlösung vom Verderben, Jesus, bleibe unsre Freude; Nichts von ihm uns jemals scheide! Mag der Weltfinn auch das Sehnen Unsres Herzens stolz verhöhnen; Halt uns fest in diesem Glauben, Laß uns nichts dieß Kleinod rauben! 5. Deinen Geist, der Schwachen Führer Gib, o Herr, uns zum Regierer, Daß wir keinen Pfad erwählen, Drauf wir unser Ziel verfehlen; Daß wir treu nach Wahrheit ringen, Jede Sündenluft bezwingen, Christlich leben, christlich leiden, Christlich fromm einst mögen scheiden. 6. Willst du, Herr, zum Geistesleben Auch noch Erdengut uns geben, Gib Gesundheit, Muth und Kräfte, Segen zum Berufsgeschäfte, Daß wir, Dürftige zu laben, Immer auch ein Scherflein haben, Und daß Liebe, Fried' und Treue Uns bei deinem Volk erfreue. 18903 2500 83. ( Melodie Nr. 76.) did chil 102 tr 1. Gott ist gegenwärtig. Laffet uns anbeten Und in Ehrfurcht vor ihn treten! 185 186 Gott ist in der Mitte; imi er 2 Alles in uns schweige hie Und sich innigst vor ihm beuge! Wer ihn fennt, Wer ihn nennt, Schlagt die Augen nieder, Gebet ihm euch wieder! 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die Cherubinen & anis@ That Bo Tag und Nacht mit Ehrfurcht dienen Heilig, heilig, heilig! mo posle Singen ihm zur Ehre Ta Aller Engel hohe Chöre; sincs. Herr, vernimm Unfre Stimm', Wenn auch wir Geringen Unsre Opfer bringen. 3. Wir entsagen willig Allen Eitelkeiten, inos@ er n@ Aller Erdenlust und Freuden.ue yo? Da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben, Dir zum Eigenthum ergeben; Du allein Sollst es sein; Unser Gott und Herre, Dir gebührt die Ehre! abe 4. Majestätisch Wesen, Möchten wir dich preisen and dis Und im Geist dir Dienst erweisen! bi Möchten wir, wie Engel, Immer vor dir stehen, Und dich gegenwärtig sehen! Laß uns dir Für und für am birt Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in Allen! i dill 5. Mache uns einfältig, Innig, abgeschieden, Sanft, erfüllt mit stillem Frieden! Mach' uns reines Herzens, Daß wir deine Klarheit Schaun im Geist und in der Wahrheit. Laß das Herz Himmelwärts Wie ein Adler schweben, Und in dir nur leben! 6. Herr, komm' in uns wohnen; Laß uns noch auf Erden Dir zum Heiligthume werden! Komm', du nahes Wesen, Dich in uns verklären, Daß wir stets dich liebend ehren. Wo wir gehn, Wo wir stehn, Laß uns dich erblicken Und vor dir uns bücken! 84. ( Melodie Nr. 139.) 1. Mein Gott, wie bist du so verborgen, Wie ist dein Rath so wunderbar! Was helfen alle meine Sorgen? Du hast gesorget, eh' ich war. Mein Gott und Vater, führe mich Nur selig, wenn auch wunderlich! 2. Herr, wer kann deinen Rath ergründen? Dir bleibt allein der Weisheit Preis. Du kannst viel tausend Wege finden, Wo die Vernunft nicht einen weiß. Mein Gott und Vater, führe mich Nur selig, wenn auch wunderlich! 187 188 3. Dein' allerheiligsten Gedanken Sind himmelweit von Menschenwahn. Drum leite mich in deinen Schranken, Und führe mich auf rechter Bahn! Mein Gott und Vater, führe mich Nur selig, wenn auch wunderlich! 4. Dir will ich ganz mich überlassen Mit Allem, was ich hab' und bin; Ich werfe, was ich nicht kann fassen, i 85. Disc. Alt उं Sollt' ich mei- nem Gott nicht sin- gen? Denn ich seh' in allen Dingen, Sollt ich ihm nicht fröh- lich sein? Wie so gut er's mit mir mein'. Ist doch nichts als lauter Lie- ben, Das sein treu- es Sollt' ich mei- nem Gott nicht fin- gen! Denn ich seh' in allen Dingen, JJ Sollt' ich ihm nicht fröh- lich sein? Wie so gut er's mit mir mein'. Ist doch • nichts als lauter Lie- ben, Das sein treu- es Auf deine Macht und Weisheit hin. Mein Gott und Vater, führe mich Nur selig, wenn auch wunderlich! 5. Hilf, daß ich nie von dir mich kehre In Glück und Unglück, Freud' und Leid! Schick Alles, Herr, zu deiner Ehre Und meiner Seele Seligkeit! Mein Gott und Vater, führe mich Nur selig, wenn auch wunderlich! 85. Ten.# Bass. 189 Sollt ich mei- nem Gott nicht sin- gen? Denn ich seh' in allen Dingen, Sollt' ich ihm nicht fröh- lich sein? Wie so gut er's mit mir mein'. Ist doch nichts als lauter Liè- ben, Das sein treu- es Sollt' ich mei- nem Gott nicht sin- gen? Denn ich seh' in allen Dingen, Sollt' ich ihm nicht fröh- lich sein? Wie so gut er's mit mir mein'. Ist doch f nichts als lau- ter Lie- ben, Das fein treu- es 190 Herz be- wegt, Das ohn' En de hebt und träg 2 Die in seinem Dienst sich üben. Al- Ic Ding währt seine Zeit, Got- tes Lieb' in # & wig- keit. JJ = Herz be- wegt, Das ohn' En de hebt und träg Die in seinem Dienst sich üben. Al- let Ding währt seine Zeit, Got- tes Lieb' in ਕ wig- keit. 2. Wie ein Adler. sein Gefieder Ueber seine Jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten Arm bedeckt. Wenn mein Können, mein Vermögen Nichts vermag, nichts helfen fann, Kommt mein Gott und fängt mir an Sein Vermögen beizulegen. ägi DE Les 11 Herz be- wegt, Das ohn' En de hebt und trägt, # 191 Die in seinem Dienst sich üben. Alles Ding währt seine Zeit, Got- tes Lieb' in & wig- feit. Herz be- wegt, Das ohn' En de hebt und trägt, = Die in seinem Dienst sich üben. Al- les P Ding währt seine Zeit, Got- tes Lieb' in & wig- keit. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 3. Wenn ich schlafe, wacht sein Sorgen, Und ermuntert mein Gemüth, Daß ich jeden neuen Morgen Schaue neue Lieb' und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen ,. Hätte mich sein Angesicht 192 Nicht geleitet, wär ich nicht Aus so mancher Angst genesen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 4. Wie ein Vater seinem Kinde Niemals ganz fein Herz entzeucht, Ob es gleich bisweilen Sünde Thut und aus den Schranken weicht; Also hält auch meine Schwächen Mir mein frommer Gott zu gut, Will mein Fehlen mit der Ruth' Und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 5. Weil denn weder Ziel, noch Ende Sich in Gottes Liebe findt, So erheb' ich meine Hände Zu dir, Vater, als ein Kind, Bitte: wollst mir Gnade geben, Dich aus aller meiner Macht Zu umfangen Tag und Nacht Hier in meinem ganzen Leben, Bis ich dich nach dieser Zeit Lob' und lieb' in Ewigkeit. that prich 86. ( Melodie Nr. 87.) 1. D Gott, du frommer Gott, Du Brunnquell aller Gaben, Ohn' den nichts ist, was ist, Von dem wir alles haben, Gefunden Leib gib mir, Und daß in solchem Leibspe Die Seele unverletzt, im NER Rein das Gewissen bleib' bim sud Cattoo E 2. Gib, daß ich thu' mit Fleiß, Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet. Gib, daß ich's thue bald Zu der Zeit, da ich soll, Und dann gerathe mir's Durch deinen Segen wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, Womit ich kann bestehen; Laß fein unnüßes Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muß, So gib den Worten Kraft Und Nachdruck, ohn' Verdruß! 4. Find't sich Gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen; Gib einen Heldenmuth; Das Kreuz hilf selber tragen! Gib, daß ich meine Feind' Mit Sanftmuth überwind'; Gib Freunde, die mit Nath Und That mir nahe find. 5. Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch ins Alter dringen, So gib Geduld; vor Sünd' Und Schande mich bewahr', Auf daß ich tragen mag Mit Ehren graues Haar. 6. Laß mich an meinem End' Auf Christi Tod abscheiden; Die Seele nimm zu dir Hinauf zu deinen Freuden! 13 193 194 Disc. Dem Leib' ein Räumlein gönn' Bei frommer Christen Grab, Auf daß er seine Ruh' An ihrer Seite hab'. Alt. 7. Wenn du die Todten wirft An jenem Tag' aufwecken, 87. He Nun danfet al- le Gott Mit Her f Mund und Händen, Der große Din- ge th # An uns und al- len En- den; Der uns Leib und Seel' Von früher Kindheit an # مه Mund und Händen, Der große Din- ge th ܘܘ Nun danket al le Gott Mit Her = An uns und al- len En- den; A Der uns f Leib und Seel' Von frü- her Kindheit an Ten. Wollst du auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken; Laß hören deine Stimm', Ruf meinen Leib hervor Und führ' ihn schön verklärt Zum auserwählten Chor! 87. Bass. 195 PP Nun danket al- le Gott Mit Her- zen, acvar Mund und Händen, Der große Din- ge thut An uns und al- len En- den; Der uns an Leib und Seel' Von früher Kindheit an UnNun danket alle Gott Mit Her- zen, Mund und Händen, Der große Din- ge thut An uns und al- len En- den; Der uns an Leib und Seel' Von frü- her Kindheit an Uns 196 3 f zäh- lig viel zu gut Bis die- se Stund ge- than zäh- lig viel zu gut Bis die- se Stund ge- than 2. Der ewig reiche Gott Woll' uns bei unserm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edeln Frieden geben, Und uns in seiner Gnad' Erhalten fort und fort, Und uns aus aller Noth Erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott Dem Vater und dem Sohne Und Gott dem heilgen Geist Im hohen Himmelsthrone! Ihm, dem dreieinen Gott, Ihm, der im Anfang war Und ist und bleiben wird, Ihm danket immerdar! 88. ( Melobie Nr. 78.) 1. Der ersten Unschuld reines Glüd, Wohin bist du geschieden? D, fehreft du nicht einst zurück Mit deinem süßen Frieden? Dein Edengarten blüht nicht mehr; Verwcht durch Sündenhauch ist er, Durch Menschenschuld verloren. d zäh- lig viel zu gut Bis die- se Stund ge- than. zäh- lig viel zu gut Bis die- se Stund ge- than. 2. Ach, wider Gottes Prüfungswort Und den Befehl der Liebe Reißt bald zum Ungehorsam fort Die Macht bethörter Triebe. Vom Schlangenwort der Lust versucht, Vergällt der Mensch durch ihre Frucht Sein Glück, sein Herz, sein Leben! 3. Frei will er sein, fein eigner Gott, Will thun, was ihn gelüftet, Ist bild mit Deutelei und Spott Zum bösen Schritt gerüstet. Die Unschuld flieht und innre Schmach Folgt auf dem Fuß der Sünde nach Und flüchtet in das Dunkel. 197 4. Wer kann mit schnödem Heuchelspiel Vor Gott de Blöße decken? Wo bist du? ruft's im Abendkühl; Umsonst ist den Verstecken. Was thatst du? ruft, der alles sieht, Dem keine Nacht die Sünd' entzieht, Der allgerechte Richter. 5. Ach, neu verjüngt sich fort und fort Des ersten Falls Geschichte! Das Herz, verführ durch Schlangenwort, Verfällt dem Schuldgerichte. Vergebens wünscht' es gern sich rein; Der Kläger ruft: die Schuld ist dein, Und horch', der Ewge richtet! 198 6. Die Strafe schont, o Sünder, nicht; Ihr Fuß wird nicht verziehen. Du fliehest Gottes Aug' und Licht Und kannst ihm nicht entfliehen. Und dennoch lockt die Sünde noch Und drücket dich mit argem Joch, Wenn kein Erlöser rettet. 7. Nehmt, was die Schrift euch lernen hieß, Zu Herzen, wie zu Ohren: Der Unschuld blüht thr Paradies, Durch Schuld geht es verloren! Der Flammencherub tritt hervor Und schließt des Paradieses Thor; Wer will den Cherub zwingen? 8. Heil, Heil, daß uns ein Held erschien, Ein Heiland allen Sündern! Den Schlangenkopf zertrat er kühn, Der Sünde Sieg zu hindern. Im Glauben nehmt den Retter an; Er führt euch seine Siegesbahn; Auf, kämpft an seiner Seite! 9. Er führt ins Paradies zurük Den schuldentladnen Schächer; Der Arge flieht vor seinem Blit Und zittert vor dem Nächer; Das Schwert des Cherubs droht nicht mehr; Vom neuen Eden winket her Der Baum des ewgen Lebens. 89. ( Melodie Nr 139.) 1. Gott, hilf mir, diß ich Buße thue, Derweil noch deine Simme lockt! Bewahre mich vor falscher Ruhe, Worin das Herz sich leicht verstockt, Wenn du nicht das Gewiffen rührst Und zum Gefühl der Sünden führst. 2. Du willst nach deiner großen Güte Nicht eines armen Sünders Tod. Du selber weckest mein Gemüthe, zu fühlen seine Sündennoth. Ď, schaff' ein neues Herz in mir, Mein Gott, befehre mich zu dir! 3. Laß mich auf alle meine Sünden Mit tiefer Scham und Reue schn; Laß mich in Chrifto Gnade finden Und auf des Glaubens Wegen gehn! Ich flehe dich mit Zuversicht: Verwirf mich armen Sünder nicht! 4. Ach, rette du mich vom Verderben! Nimm meine Buße gnädig an! Mach' mich zu deinem Kind und Erben, Daß ich frohlockend rühmen kann: Wie groß ist meines Vaters Huld! Er tilgt durch Chriftum meine Schuld. 199 5. Gib, daß dein Geist mir Hülfe leiste, Und Muth und Kräfte mir verleih', Daß ich mit kindlich treuem Geiste Dir bis zum Tod ergeben sei, Bis nach vollbrachter Prüfungszeit Des Himmels Erbtheil mich erfreut. ( Melodie Nr. 78.) 1. D Vater der Barmherzigkeit, Ich falle dir zu Fuße; Verstoß' den nicht, der zu dir schreit Und thut noch endlich Buße. Was ich begangen wider dich, Verzeih' mir Alles gnädiglich Durch deine große Güte! 200 2. Durch deiner Allmacht Wunderthat Nimm von mir, was mich quälet; Durch deine Weisheit schaffe Rath, Worinnen mir's sonst fehlet. Gib Willen, Mittel, Kraft und Stärk, Daß ich mit dir all' meine Werk Anfange und vollende. 3. D Jesu Christe, der du haft Am Kreuze für mich Armen Getragen aller Sünden Last, Wollst meiner dich erbarmen! O Gottes und der Menschen Sohn, Erbarm' dich meiner und verschon', Hör' an mein kläglich Seufzen! 4. D heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, Wenn mich die Sündenluft ansicht, Laß mich von dir nicht wanken! Verleih', daß nun und nimmermehr Begier nach Wollust, Welt und Ehr In meinem Herzen herrsche. 5. Und wenn mein Stündlein kommen ift, So hilf mir treulich kämpfen, Daß ich des Satans Troß und Lif Durch Christi Sieg mag dämpfen; Auf daß mir Krankheit, Angst und Noth. Und dann der letzte Feind, der Tod, Nur sei die Thür zum Leben. 91. ( Melodie Nr. 92.) 1. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, Du Brunnquell aller Gnaden, Sieh doch, wie ich in meinem Muth Mit Schmerzen bin beladen Und auf mir hab' der Schulden viel, Die im Gewissen ohne Ziel Mich armen Sünder drücken. 2. Erbarm' dich mein in solcher Noth, Nimm sie von meinem Herzen; Du hast sie ja durch deinen Tod Gebüßt mit bittern Schmerzen. Hilf, daß ich nicht vor großem Weh In meinen Sünden untergeh' Und ewiglich verzage! 3. Fürwahr, wenn das sich vor mich stellt, Was ich mein Tag begangen, Ein Stein auf meine Seele fällt, Und bin mit Furcht umfangen; Da weiß ich weder aus noch ein Und müßte gar verloren sein, Wenn ich dein Wort nicht hätte. 4. O durch dein heilsam Wort erwacht Mein Herz zu neuem Leben; Erquickung hat es mir gebracht, Läßt mich vor Wonne beben, Weil's Allen Gnade ja verheißt, Die hier mit tief zerknirschtem Geift Zu dir, o Jesu, kommen. 201 5. So komm' ich denn auf dein Gebot Zu dir mit meinen Sünden; Ach, laß in meiner Seelennoth Auch mich Erhörung finden! Erbarme, Herr, dich über mich! Vergib mir, was ich wider dich Bon Jugend auf begangen! 6. Vergib mir's doch, o Herr mein Gott, Um deines Namens willen; Du wollft in mir die große Noth Der Uebertretung stillen, 202 Daß stay mein Herz zufrieden gibt Und dich mit wahrer Inbrunst liebt In findlichem Gehorsam. Alt. 7. Stärk' mich mit deines Geistes Muth; Heil' mich durch deine Wunden; Disc. 92. Aus tie fer Noth schrei' ich zu dir Dein gnädig Ohr neig' her zu mir Herr Gott, er- hör' mein Ru- fen! Und mei- ner Bitt' es öffne! Denn so d O das willst se hen an, Was Sünd und Un- rd = = Aus tie fer Noth schrei' ich zu bir Dein gnädig Ohr neig' her zu mit Herr Gott, er- hör' mein Und mei- ner Bitt' es Nu- fen! öff ne! Denn so t 2 das willst se- hen an, Was Sünd und Un- red Wasch' mich mit deiner Gnade Fluth In meinen letzten Stunden, Und nimm mich einst, wenn's dir gefällt, Im rechten Glauben aus der Welt Zu deinen Auserwählten! 92. Ten. 3 203 Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir; Dein gnä- dig Ohr neig' her zu mir, de Herr Gott, er- hör' mein Ru- fen! Und mei- ner Bitt' es öffne! Denn so du Bass.C das willst se hen an, Was Sünd und Un- recht = Aus tie fer Noth schrei' ich zu dir; Dein gnä- dig Ohr neig' her zu mir, Herr Gott, er- hör' mein Rufen! Und mei- ner Bitt' es öffne! Denn so du das willst se hen an, Was Sünd und Un- recht 204 ist ge- than, blet 2 ben? Disc. F ist gethan, Alt. Wer kann vor dir, Hen blei= ben? 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad' und Guns Die Sünden zu vergeben. Es ist doch unser Thun umsonst, Wer kann vor dir, Hen Auch in dem besten Leben. Vor dir Niemand sich rühmen kann; Es muß dich fürchten Jedermann Und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein Verdienst nicht bauen; Auf ihn will ich verlassen mich, Und seiner Güte trauen, Die mir zusagt sein werthes Wort; Das ist mein Trost und freuer Hort; Deß will ich allzeit harren. 93. O Ach Gott und Herr, Wie groß und sch A Ach Gott und Herr, Wie groß und sch # Ten. Bass. 2 ist gethan, blei ben? ist gethan, blei= ben? nit 4. Und ob es währt bis in die Nacht Und wieder an den Morgen, Soll doch mein Herz an Gottes Macht Verzweifeln nicht, noch sorgen. So thut der Glaube rechter Art, Der aus dem Geist erzeuget ward Und seines Gottes harret. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, Bei Gott ist viel mehr Gnade; Sein Hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, Der einst sein Volk erlösen wird Von seinen Sünden allen. 93. 205 Wer kann vor dir, Herr, Wer kann vor dir, Herr, Ach Gott und Herr, Wie groß und schwer Ach Goit und Herr, Wie groß und schwer 206 êr Sind meine vielen Sün- den! Da ist nieman ( 1 Der hel- fen kann, In dieser Welt zu fin- den. Sind meine vielen Sün- den! Da ist nieman a Der hel- fen kann, In dieser Welt zu fin- den 2. Lief ich gleich weit Zu dieser Zeit Bis an der Welten Enden, Um los zu sein Des Kreuzes Pein, So würd' ich's doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh' ich; Verstoß' mich nicht, Wie ich's hab' wohl verdienet! Ach, zürne nicht, Schon' im Gericht; Dein Sohn hat mich verfühnet. 4. Soll's ja so sein, Daß Straf und Pein Auf Sünde folgen müssen, Sind meine vielen Sün- den! Da ist niemand, Der helfen kann, In dieser Welt zu finden. Ŝ Sind meine vielen Sün- den! Da ist niemand, Der hel- fen kann, In dieser Welt zu finden. So fahr' hie fort, Und schone dort, Laß mich nicht ewig büßen! 5. Vergiß die Schuld; Gib mir Geduld, 207 Gelaffenheit im Herzen! O, laß doch nicht Mit Murren mich Mein ewig Heil verscherzen! 6. So thu' mit mir, Wie's dünket dir, Ich bin in dir zufrieden; Laß mich nur nicht Dort ewiglich. Von dir, Herr, fein geschieden! 208 Disc. Alt. 94. Wo soll ich flie- hen hin, Weil ich schwe- ret bin Mit vielen großen Sün- den? ee Wo soll ich Ret- tung finden? Wenn alle Welt her- kä- me, Mein' Angst sie nicht weg- ndh- me Wo soll ich flie- hen hin, Weil ich b schwe- ret bin Mit vielen großen Sün- den! e Wo soll ich Net- tung fin- den? Wenn al- le Jaddo Welt her- kä- me, Mein' Angst sie nicht weg- näh- me. 2. O Jesu voller Gnad'! Auf dein Gebot und Rath Kommt mein betrübt Gemüthe Zu deiner großen Güte. Laß du auf mein Gewissen Den Trost der Gnade fließen! 1 Ten. H| 3 # 94. Bass 209 Wo soll ich flie- hen hin, Weil ich beschwe- ret bin Mit vielen gro- ßen Sün- den? å # Wo soll ich Ret- tung finden? Wenn al= le # Welt her- kä- me, Mein' Angst sie nicht weg- näh- me. te Wo soll ich flie- hen hin, Weil ich beschwe- ret bin Mit vielen großen Sün- den? Wo soll ich Ret- tung fin- den? Wenn al- le Welt her- fä- me, Mein' Angst sie nicht weg- näh- me. 3. Mir mangelt zwar sehr viel; Doch was ich haben will, Ift Alles mir zu Gute Erlangt mit deinem Blute, Mit dem ich überwinde Tod, Teufel, Höll und Sünde. 14 210 Disc. Alt. 4. Darum allein auf dich Herr, Christ, verlaß ich mich. Jetzt kann ich nicht verderben, 95. b b b b b b b b Mein Hoffen steht auf Erden! Kein Trost mag sonst mir werden. Re b ist im Himmels- zelt, Der mir aus Nö- the b Menschenkind in wei- ter Welt, Kein En- g Allein zu dir, Herr Jesu Chri Ich weiß, daß du mein Trö- ster bist b -b Allein zu dir, Herr Jesu Chri Ich weiß, daß du mein Trö- ster bist Mein Hoffen steht auf Erden! Kein Trost mag sonst mir werden. Ke Menschenkind in weiter Welt, Kein En- gd be ist im Himmels- zelt, Der mir aus Nö- the Ten. Dein Reich muß ich ererben; Denn du haft mir's erworben, Da du für mich gestorben. 95. 3b C Mein Hof- fen steht auf Erden! Kein Trost mag sonst mir werden. Kein S zb Menschenkind in wei- ter Welt, Kein Engel Bass. b 19 b 4 b ist im Himmels- zelt, Der mir aus Nö- then 211 Allein zu dir, Herr Jesu Christ, Ich weiß, daß du mein Trö- ster biſt; Ji b = Mein Hof fen steht auf Er= den! Kein Trost mag sonst mir werden. Kein + b Allein zu dir, Herr Jesu Chrift, Ich weiß, daß du mein Trö- ster bist; Menschenkind in wei- ter Welt, Kein Engel J ist im Himmels- zelt, Der mir aus Nö- then 212 b b b b Alt. Ê ‡ est hel- fen kann; Dich ruf' ich an, Von dem ich Disc. € Hül- fe kann empfahn. hel- fen kann; Dich ruf ich an, Von dem id Hül- fe kann empfahn. 2. Die Schuld ist schwer und übergroß Und reuet mich von Herzen; Derselben mach' mich frei und los Durch deine Todesschmerzen; Nimm meiner dich beim Vater an, Der du für mich genug gethan, So werd' ich los der Sündenlaft, Mein Glaube faßt, Was du mir, Herr, versprochen hast. 3. Ach, wirke aus Barmherzigkeit In mir ein recht Vertrauen, Damit ich deine Freundlichkeit Mög' inniglich anschauen, Vor allen Dingen lieben dich, 96. bt bb Hü- ter, wird die Nacht der Sünder Hu- ter, wird die Nacht der Sünder tob helfen kann; Dich ruf' ich an, Von dem ich 2 Hül- fe kann empfahn. HE Hülfe kann empfahn. Und meinen Nächsten gleich als mich; Am letzten End' mir Hülfe send', Damit behend st helfen kann; Dich ruf ich an, Von dem ich Des Todes Graun sich von mir wend'. 4. Ehr' sei Gott in dem höchsten Thron, Dem Vater aller Güte, Und Christo seinem lieben Sohn, Der uns allzeit behüte, Und seinem werthen heilgen Geist, Der allezeit uns Hülfe leist', Daß wir ihm sein zum Lob bereit Hier in der Zeit Und dort hernach in Ewigkeit. 96. Bass. Ten.bb C bb 213 bb 6cp pre Hü- ter, wird die Nacht der Sünden Hüter, wird die Nacht der Sünden 214 bb bf Nicht verschwinden? Hü- ter, ist die Nacht schin ê far hin? Wird die Finsterniß der Sinnen Baldze b- b bb bb rin- nen, Dar- ein ich ver- hül- let bin? bb Nicht verschwinden? Hü- ter, ist die Nacht schi bb a bbo hin? Wird die Finsterniß der Sinnen Balda bb rin- nen, Dar- ein ich ver- hül- let bin? 2. Möcht' ich, wie das Rund der Erden, Lichte werden! Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, kalt und trübe; Jesu, Liebe, Komm', beschleunige den Lauf! 3. Wir sind ja im neuen Bunde, Da die Stunde Der Erscheinung kommen ist, Und ich muß mich stets im Schatten So ermatten, Weil du mir so ferne bift! 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, Da du kommen, 36-6 -bNicht verschwinden? Hüter, ist die Nachtschier b b 3bb 6 b Jb b bb hin? Wird die Finsterniß der Sinnen Bald zerÄ 희 rinnen, Dar- ein ich ver- hül- let bin? t Nicht verschwinden? Hüter, ist die Nachtschier b bb bb 215 hin? Wird die Finsterniß der Sinnen Bald zerਤੇਰ rin- nen, Dar- ein ich ver- hül- let bin? Aber ich bin lauter Nacht; Darum wollst du mir, dem deinen, Auch erscheinen, Der nach Licht und Rechte tracht't. 5. Wie kann ich des Lichtes Werke Ohne Stärke. In der Finsterniß vollziehn? Wie kann ich die Liebe üben, Demuth lieben Und der Nacht Geschäfte fliehn? 6. Ach, daß länger meine Seele Sich nicht quäle, Zünd dein Feuer in mir an! Laß mich finstres Kind der Erd n 216 Helle werden, Daß ich Gutes wirken kann. 7. Das Vernunftlicht kann das Leben Mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken Und erquicken; Jesus muß die Sonne sein! 8. Nur die Decke vor den Augen Kann nicht taugen; Seine Klarheit kann nicht ein! Wenn sein helles Licht den Seinen Soll erscheinen, So muß rein das Auge sein. 9. Jesu, gib gesunde Augen, Welche taugen; Rühre meine Augen an; Denn das ist die größte Plage, Wenn am Tage Man das Licht nicht sehen kann! ( Melodie Nr. 202.) 1. Aus irdischem Getümmel, Wo nichts das Herz erquickt, Wer zeigt den Weg zum Himmel, Wohin die Hoffnung blickt? Wer leitet unser Streben, Wenn es das Ziel vergißt? Wer führt durch Tod zum Leben? Der Weg heißt Jesus Christ. 2. Hier irren wir und fehlen, Gehüllt in tiefe Nacht. Durch wen wird unsern Seelen Ein wahres Licht gebracht? Von oben kommt die Klarheit, Die Alles uns erhellt; Denn Christus ist die Wahrheit, Er ist das Licht der Welt. 3. Wer gibt uns hier schon Freuden, Die Niemand rauben kann? Wer zeiget uns im Leiden Den Himmel aufgethan? Wenn vor dem Tod wir beben, Wer gibt dem Herzen Ruh'? Heil! Christus ist das Leben, Führt uns dem Vater zu. 98. ( Melodie Nr. 78.) 1. Halt im Gedächtnis Jesum Chrift O Mensch, der hier auf Erden Vom Himmelsthron gekommen ist, Ein Heiland dir zu werden. Vergiß nicht, daß er dir zu gut Hat angenommen Fleisch und Blut; Dank' ihm für diese Liebe! 2. Halt' im Gedächtniß Jesum Chrift, Der für dich hat gelitten, Ja gar am Kreuz gestorben ist Und hat dein Heil erftritten. Besteget hat er Sünd' und Tod Und dich erlöst aus aller Noth; Dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtniß Jesum Chrift, Der auch am dritten Tage Siegreich vom Tod erstanden ist, Befreit von Noth und Plage. Das Leben hat er wiederbracht Und uns gerecht vor Gott gemacht; Dank ihm für diese Liebe! 217 218 4. Halt im Gedächtniß Jesum Chrift, Der nach den Leidenszeiten Gen' Himmel aufgefahren ist, Die Stätte zu bereiten, Da du sollst bleiben allezeit Und sehen seine Herrlichkeit; Dank ihm für diese Liebe! 5. Halt' im Gedächtniß Jesum Chrift, Der einst wird wiederkommen, Zu richten, was auf Erden ist, Die Bösen und die Frommen. 99. Disc. Alt. bf b b Mir nach, ihr Chri- sten al- le! Folgt meinem Ruf und Schalle! Mir nach, spricht Christus, un- ser Hel Ver läugnet euch, ver- laßt die Wel b- b -b bb O Mir nach, spricht Christus, un- ser Hel fin Ver- läug- net euch, ver- laßt die Wel Mir nach, ihr Chri- sten alle! Folgt meinem Ruf und Schalle! Nehm auf euch Kreuz und Un- ge- mach Und folge bb Nehm auf euch Kreuz und Un- ge- mach Und folge O sorge, daß du dann bestehst Und mit ihm in den Himmel gehst, Ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jesu, gib, daß ich dich kann Mit wahrem Glauben faffen, Und nie, was du an mir gethan, Mög' aus dem Herzen lassen; Daß deffen ich in aller Noth Mich trösten mög' und durch den Tod Zu dir in's Leben dringen. 99. Ten. 3 b 566 Mir nach, ihr Christen al[ e! Folgt meinem Ruf und Schal- le! Nehmt Bass. b€ 3 b 3+ 219 Mir nach, spricht Christus, un- ser Held, Ver- läugnet euch, ver- laßt die Welt, auf euch Kreuz und Un- ge- mach Und fol- get to 24 O J Mir nach, ihr Christen al le! Folgt meinem Ruf und Schal- le! Nehmt Mir nach, spricht Christus, un- ser Held, Ver- läugnet euch, ver- laßt die Welt, ਫੌਜੀ # auf euch Kreuz und Un- ge- mach Und fol- get 220 + z bb b mei- nem Wandel nach! t. mei- nem Wandel nach! 2. Ich bin das Licht, ich leucht' euch für Mit heilgem Tugendleben; Wer zu mir kommt und folget mir, Darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg; ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein Herz ist voll Demüthigkeit, Voll Liebe meine Seele. Mein Mund, der gibt zu jeder Zeit Sanftmüthige Befehle; Mein Geist, Gemüthe, Kraft und Sinn Ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Ich zeig' euch das, was schädlich ist Zu fliehen und zu meiden, Und euer Herz von arger List Zu reingen und zu scheiden; Ich bin der Seelen Fels und Hort Und führ' euch zu der Himmelspfort. 5. Fällt's euch zu schwer, ich geh' voran, Ich steh' euch an der Seite; Ich kämpfe selbst, ich breche Bahn, Bin Alles in dem Streite! Ein böser Knecht, der still mag stehn, Sieht er voran den Feldherrn gehn. 6. Wer hier sein Heil zu finden meint, Wird's ohne mich verlieren; Wer hier es zu verlieren scheint, bo all mei- nem Wandel nach! mei- nem Wandel nach!. Den werd' ich dazu führen. Wer mir nicht folget in Geduld, Ist mein nicht werth und meiner Huld. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn Mit Leib und Seel nachgehen, Und wohlgemuth, getroft und gern Bei ihm im Leiden stehen; Denn wer nicht kämpft, trägt auch die Krom' Des ewgen Lebens nicht davon. 100. ( Melodie Nr. 259.) 1. D Lehrer, dem kein Lehrer gleich, An Weisheit, Lieb' und Eifer reich, Gefallner Sünder Licht und Rath, Prophet, berühmt durch Wort und That, Gesalbet durch des Vaters Hand Und uns zu unserm Heil gesandt! 2. Du kamst aus deines Vaters Schooß Und machtest alle Siegel los, Worin fein Rath verborgen war; Durch dich ward Alles offenbar Und an das helle Licht gestellt, Was Dunkelheit umschlossen hält. 221 3. Du weiseft uns die wahre Spur Zu Gott, dem Schöpfer der Natur; Du haft den Weg uns recht gezeigt, 222 Auf welchem man gen Himmel steigt. Was du vom Vater selbst gehört, Das hast du unverfälscht gelehrt. 4. Du sahest in der Gottheit Licht Von Angesicht zu Angesicht, Was nach der ewgen Liebe Rath Man künftig zu erwarten hat; Du machest Alles flarer fund Als jemals der Propheten Mund. 5. Das Lehramt, welches du geführt, Hast du mit Heiligkeit geziert, Mit vielen Wundern es bestärkt, Daraus man deine Allmacht merkt; Ja, endlich, als es Gott geschickt, Ein blutig Siegel drauf gedrückt. 6. Nachdem du hingegangen bist, Wo aller Weisheit Ursprung ist, So setzest du an jedem Ort Dein Lehramt durch die Knechte fort, Die dein Beruf zu dir geführt, Die du mit Gaben ausgeziert. 7. Du sendest, wie dein Wort verheißt Den Gläubigen den heilgen Geist, Der allen Seelen, die er liebt, Erkenntniß, Licht und Weisheit gibt, Dein Wort in Herz und Sinne schreibt Und bei den Deinen ewig bleibt. 8. Ach, laß, o himmlischer Prophet, Mich schauen deine Majestät; Mach' mich vom Eigendünkel frei, Damit ich dir gehorsam sei; Führ' mich in deine Schule ein! Du sollst mein höchster Lehrer sein. 101. ( Melodie Sr. 249.) 1. Heiland, deine Menschenliebe War die Quelle deiner Triebe, Die dein treues Herz bewogen, Dich in unser Fleisch gezogen, Dich mit Schwachheit überdecket, Dich vom Kreuz ins Grab gestredet; D der ungemeinen Triebe Deiner treuen Menschenliebe! 2. Ueber seine Feinde weinen, Jedermann mit Hülf' erscheinen, Sich der Blinden, Lahmen, Armen Mehr als väterlich erbarmen, Der Betrübten Klagen hören Sich in Andrer Dienst verzehren, Sterben für die ärgsten Sünder, Das ist Liebe, Menschenkinder. 3. D du Zuflucht der Elenden, Wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hülf' und Heil genommen, Der gebeugt zu dir gekommen? O, wie ist dein Herz gebrochen, Wenn dich Kranke angesprochen; O, wie pflegtest du zu eilen, Das Gebetne mitzutheilen! 4. Die Betrübten zu erquicken, Zu den Kleinen dich zu bücken, Die Unwissenden zu lehren, Die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, Ernst und liebreich zu dir locken; Das war, Herr, für alle Kräfte Dein gewöhnliches Geschäfte. 5. O, wie hoch stieg dein Erbarmen Da du für die ärmsten Armen 223 224 Dein unschäßbar theures Leben In den ärgsten Tod gegeben, Unter rohen Sünderhorden Aller Schmerzen Ziel geworden, Und, den Segen zu erwerben, Als ein Fluch haft wollen sterben. 6. Deine Lieb' hat dich getrieben, Sanftmuth und Geduld zu üben, Ohne Schelten, Drohen, Klagen Andrer Schmach und Last zu tragen, Allen freundlich zu begegnen, Für die Lästerung zu segnen, Für der Feinde Schaar zu beten Und die Mörder zu vertreten. 7. Demuth war bei Spott und Hohne Deiner Liebe Schmuck und Krone; Diese machte dich zum Knechte Einem sündlichen Geschlechte; Diese war nach Art der Tauben Ohne Falsch, voll Treu und Glauben, Mit Gerechtigkeit gepaaret, Durch Vorsichtigkeit bewahret. 8. Lamm, laß deine Liebe decken Meiner Sünden Meng' und Flecken! Du hast das Gesetz erfüllet, Des Geseßes Fluch gestillet; Laß mich wider dessen Stürmen Deiner Liebe Schild beschirmen; Heilge meines Herzens Triebe, Salbe sie mit deiner Liebe! 102. ( Melodie Nr. 249.) 1. König, dem kein König gleichet, Dessen Ruhm kein Mund erreichet, Dem als Gott das Reich gebühret, Der als Mensch das Scepter führet, Dem das Recht gehört zum Throne, Als des Vaters eingem Sohne, Den so viel Vollkommenheiten Krönen, zieren und begleiten! 2. Himmel, Erde, Luft und Meere, Aller Kreaturen Heere Müssen dir zu Dienste stehen; Was du willst, das muß geschehen. Fluch und Segen, Tod und Leben Ift dir Alles übergeben, Und vor deines Mundes Schelten Zittern Menschen, Engel, Welten. 3. In des Gnadenreiches Grenzen Sieht man dich am schönsten glänzen, Wo viel tausend treute Seelen Dich zu ihrem Haupt erwählen, Die durchs Scepters deines Mundes Nach dem Recht des Gnadenbundes Sich von dir regieren lassen Und wie du das Unrecht haffen. 4. In dem Reiche deiner Ehren Kann man stets dich loben hören Von dem himmlischen Geschlechte, Von der Menge deiner Knechte, Die dort ohne Furcht und Grauen Dein verklärtes Antlig schauen, Die dich unermüdet preifen Und dir Ehr' und Dienst erweisen. 5. Herr in allen diesen Reichen, Dir ist Niemand zu vergleichen An dem Ueberfluß der Schäße, An der Ordnung der Gesetze, An Vortrefflichkeit der Gaben, Welche deine Bürger haben; 15 225 226 Du beschüßest deine Freunde, Du bezwingest deine Feinde. 6. Herrsch' auch, Herr, in meinem Herzen Ueber Lüfte, Furcht und Schmerzen, Laß dein Leben in mich fließen; Laß mich dich im Geist genießen, Ehren, fürchten, loben, lieben, Und mich im Gehorsam üben, Stegen hier mit dir im Streite, Droben herrschen dir zur Seite! 103. ( Melodie Nr. 112.) 1. Jesus Christus herrscht als König Alles wird ihm unterthänig; Alles legt ihm Gott zu Fuß. Jede Zunge soll bekennen: Jesus sei der Herr zu nennen, Dem man Ehre geben muß. 2. Christi Thron ist unumstößlich, Christi Leben unauflöslich, Christi Reich ein ewges Reich. In der Welt und Himmel Enden Hat er Alles in den Händen, Ist allein dem Vater gleich. 3. Nur in ihm, o Wundergaben, Können wir Erlösura haben Die Erlösung durch sein Blut. Hört's, das Leben ist erschienen, Und ein ewiges Verfühnen Kommt in Jesu uns zu gut. 4. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; Sagt, ihr Armen, ihm die Noth! Alle Wunden kann er heilen; Reichthum weiß er auszutheilen; Leben schenkt er selbst im Tod. 5. Eil', es ist nicht Zeit zum Schämen Willst du Gnade? Du sollst nehmen. Willst du leben? Es soll sein. Willst du glauben? Du sollst sehen. Soll der Wunsch aufs Höchste gehen: Willst du Jefum? Er ist dein! 6. Allen losgekauften Seelen Soll's an keinem Gute fehlen; Denn sie glauben, Gott zum Ruhm. Werthe Worte, theure Lehren! Möcht' doch alle Welt dich hören, Süßes Evangelium! 7. Zwar auch Kreuz drückt Christi Glieder Hier auf kurze Zeit danieder, Und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld! es folgen Freuden; Nichts kann sie von Jesu scheiden; Er, das Haupt, zieht sie empor. 8. Auch bis dahin gibt er Nahrung, Leitung, Heilung und Bewahrung, Denn er pflegt und liebet sie. Ja, bei seinem Kreuzesstamme Fragen sie, wer nun verdamme? Denn sie rühmen: Gott ist hie! 227 9. Preist ihn, alle seine Knechte; Rühmt, vollendete Gerechte; Völker, streuet Palmen hin! Jesus Christus herrscht als König; Alles sei ihm unterthänig, Ehre, liebe, lobe ihn! 228 Disc. Alt. 104. Mein Je- su, dem die Se- ra- phi Nur mit be deck- tem Ant- liz die = 3 nen, Wenn dein Be- fehl an sie er geht nen, Im Glanze deiner Ma- je- stät; Wie soll- ten met- ne blöden Augen, der verhaß- ten Sün- de Nacht Mit ihr Mein Je- su, dem die Seraphi Nur mit be deck- tem Ant- lig die nen, Wenn dein Be- fehl an sie er- geht nen, Im Glanze deiner Majestät Wie soll- ten mei- ne blöden Augen, der ver- haß- ten Sün- de Nacht Mit ih 3 Ten. Bass. 3 ## 104.229 Mein Je- su, dem die Se- ra- phiNur mit be- deck- tem Ant- lig dieF nen, Wenn dein Be- fehl an sie er- geht, nen, Im Glanze deiner Ma- je- stät; Wie soll- ten met- ne blö- den Au- gen, Die der ver- has- ten Sün- de Nacht Mit ihrem चू Mein Je- su, dem die Se- ra- phiNur mit be- deck- tem Ant- lig dieF 3 nen, Wenn dein Be- fehl an sie er geht, nen, Im Glanze deiner Ma- je- ståt; B Wie soll- ten meine blö- den Augen, Die der ver- haß- ten Sün- de Nacht Mit ihrem 230 Schatten trüb ge- macht, Dein hel- les Licht a schau- en tau- gen! Schatten trüb ge- macht, Dein hel- les Licht zu schau- en tau- gen! 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken Den Eingang in dein Heiligthum, Und laß mich deine Gnad' erquicken, Zu meinem Heil und deinem Ruhm! Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen; Wie könntest du ungnädig sein Dem, den dein Blut von Schuld und Bein Erlöst, da es am Kreuz gefloffen? 3. Reich' mir die Waffen aus der Höhe, Und stärke mich durch deine Macht, Daß ich den guten Kampf bestehe, Wenn deiner Feinde Haß erwacht; So wird dein Gnadenreich auf Erden, Das uns zu Fried' und Freude führt Und endlich mit der Krone ziert, In mir auch aufgerichtet werden. 1 U Schatten trüb ge- macht, Dein hel- les Licht zu schau- en tau- gen! 231 ㅎ Schatten trüb ge- macht, Dein hel- les Licht zu - schau- en taugen! # 4. O Herr, mein Herz will dich umfaffen; Bereit' es doch zu deinem Thron! Hast du aus Liebe einst verlaffen Des Himmels Pracht, des Himmels Kron', So komm' aus Lieb in mir zu leben Und laß mich deinen Tempel sein, Bis du, wenn dieser Bau fällt ein, Mich wirst in deinen Himmel heben. 5. Ich steig' hinauf zu dir im Glauben, Steig' du in Lieb' herab zu mir; Laß nichts mir diese Freude rauben; Erfülle mich nur ganz mit dir! Ich will dich fürchten, lieben, ehren, So lange mir das Herz noch schlägt, Und wenn es einst sich nimmer regt, Soll immer doch die Liebe währen. 232 Disc. B bb -bb Alt. bb b 23 an, Die unter ihrer Last der Sün- den kann, Die nirgends Ruh' und Rettung finden. bb b 105. bb b f Mein Heiland nimmt die Sün- da Kein Mensch, kein En- gel trö- ste Die mit sich sel- ber im Ge- dräng', Daß ihne b- b b al- le Welt zu eng', Weil über sie der Sta Mein Heiland nimmt die Sün- de Kein Mensch, kein En- gel trö- fe JJ an, Die unter ihrer Laft der Sün- den kann, Die nirgends Ruh' und Rettung fin- den Die mit sich sel- ber im Ge- dräng', Daß ihne alle Welt zu eng', Weil über fie der St ten Stal Det fte en ell D St Ten.bb ob b 105. 233 an, Die un- ter ihrer Last der Sün- den kann, Die nirgends Ruh' und Rettung finden. Bass.c bb 3+ Mein Heiland nimmt die Sün- der Kein Mensch, kein En- gel trö- sten Die mit sich sel- ber im Gedräng', Daß ihnen al- le Welt zu eng', Weil über sie der Stab Mein Heiland nimmt die Sün- der Kein Mensch, kein En- gel trö- sten bf an, Die un- ter ihrer Laft der Sün- den kann, Die nirgends Ruh'und Rettung finden. Die mit sich sel- ber im Gedräng', Daß ihnen al le Welt zu eng', Weil über sie der Stab 234 Ez 3 to b -b -b sprochen, Die sehn die Freistatt auf- ge- than bb b Mein Heiland nimmt die Sün- der an. bb b ge- bro- chen, Der Him- mel ihnen abg bb bo bb b ge- bro- chen, Der Him- mel ihnen abge sprochen, Die sehn die Freistatt auf- ge- than Mein Heiland nimmt die Sün- der an. 2. Sein mehr als mütterliches Herz Trieb ihn von seinem Thron auf Erden; Ihn drang der Sünder Noth und Schmerz, An ihrer Statt ein Fluch zu werden. Er senkte sich in ihre Noth Und litt für sie den bittern Tod. Nun, da er dann sein eignes Leben Für sie zur Lösung hingegeben Und für die Welt genug gethan, So heißt's: er nimmt die Sünder an. 3. Nun ist sein väterlicher Schooß Ein sichres Schloß bedrängter Seelen; Er spricht sie vom Gerichte los Und endet bald ihr ängstlich Quälen; bb 3 b 3bb b Mein Heiland nimmt die Sün- der an. bb sprochen, Die sehn die Freistatt auf- ge- than: b b b Jib ge- bro- chen, Der Him- mel ihnen ab- geb- b 235 ऋ ge- bro- chen, Der Him- mel ihnen ab- geO sprochen, Die sehn die Freistatt auf- ge- than: E Mein Heiland nimmt die Sün- der an. Es wird ihr ganzes Sündenheer Wie in ein unergründlich Meer Durch sein Verdienst hinabgesenket; Der Geist, der ihnen wird geschenket, Führt sie zu Gott auf ebner Bahn; Mein Heiland nimmt die Sünder an. 4. D, solltest du sein Herze sehn, Wie sich's nach armen Sündern sehnet, Sowohl, wenn sie noch irre gehn, Als wenn ihr Auge nach ihm thränet! Wie geht er nach den Zöllnern aus; Wie eilt er in Zachäus Haus; Wie gnädig stillt er Magdalenen Den milden Fluß der Reuethränen, 236 Und denkt nicht, was sie sonst gethan! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 5. Wie freundlich blickt er Petrum an, Ob dieser gleich so tief gefallen; Und dieß hat er nicht nur gethan, Da man ihn sah auf Erden wallen; Nein, er ist immerdar sich gleich: Gerecht und treu und gnadenreich, Und wie er unter Schmach und Leiden, So ist er auf dem Thron der Freuden Den Sündern liebreich zugethan; Mein Heiland nimmt die Sünder an. 6. So komme denn, wer Sünder heißt Und wen sein Sünderfgräul betrübet, Zu dem, der keinen von sich weist, Der sich gebeugt zu ihm begibet. Wie? Willst du dir im Lichte stehn Und ohne Noth verloren gehn? Willst du der Sünde länger dienen, Da, dich zu retten, er erschienen? Onein, verlaß die Sündenbahn! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 7. Komm' nur, mühselig und gebückt; Komm' nur, so gut du weißt zu kommen! Wenn gleich die Last dich niederdrückt, Du wirst zerknirscht auch angenommen. Sieh', wie sein Herz dir offen steht, Und wie er dir entgegen geht! Wie lang hat er mit stillem Flehen Sich liebend nach dir umgesehen! So komm' denn, Sünder, komm' heran! Mein Heiland nimmt die Sünder an. 8. Sprich nicht: Ich hab's zu schlimm gemacht Ich hab' die Güter deiner Gnaden So lang und schmählich durchgebracht; Er hat mich oft umsonst geladen. Wofern du's jetzt nur redlich meinst Und deinen Fall mit Ernst beweinst, So soll ihm nichts die Hände binden, Und du sollst dennoch Gnade finden. Er hilft, wo sonst nichts helfen kann; Mein Heiland nimmt die Sünder an. 9. Doch sprich auch nicht: Es ist noch Zeit; Ich muß erst diese Lust genießen; Gott wird ja eben nicht gleich heut' Die offne Gnadenpforte schließen! Nein, weil er ruft, so höre du Und greif' mit beiden Händen zu! Wer seiner Seele Heut verträumet, Hat oft die Gnadenzeit versäumet; Dem wird hernach nicht aufgethan; Mein Heiland nimmt die Sünder an. 10. Ja, zieh' uns alle recht zu dir, Du treuer Heiland aller Sünder! Erfüll' mit heiliger Begier Uns, die von Gott gewichnen Kinder! Zeig' uns bei unserm Seelenschmerz Dein aufgeschloßnes Liebesherz! Und wenn wir unser Elend sehen, So laß uns ja nicht stille stehen, Bis daß ein jedes sagen kann: Gottlob, auch mich nimmt Jesus an. 237 106. ( Melodie Nr. 119.) 1. Jesus nimmt die Sünder an! Saget doch dieß Trostwort allen, Welche von der rechten Bahn Auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten fann; Jesus nimmt die Sünder an! 238 2. Keiner Gnade sind wir werth; Doch hat er in seinem Worte Klar und liebreich sich erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte Ist hier völlig aufgethan; Jesus nimmt die Sünder an! 3. Wenn ein Schaf verloren ist, Suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das Verirrte, Daß es nicht verderben kann; Jesus nimmt die Sünder an! 4. Kommet alle, kommet her, Kommet ihr betrübten Sünder! Jesus rufet euch, und er Macht aus Sündern Gottesfinder; Glaubt es doch und denfet dran: Jesus nimmt die Sünder an! 5. Ich, Betrübter, komme hier Und bekenne meine Sünden; Laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, Daß dieß Wort mich trösten kann: Jesus nimmt die Sünder an! 6. Nun so faß' ich frohen Muth, Auf dich werf ich meine Sünden, Dein am Kreuz vergoßnes Blut Läßt auch mich Vergebung finden, Daß ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an! 7. Jeſus nimmt die Sünder an! Mich hat er auch angenommen, Mir den Himmel aufgethan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an! 107. ( Melodie Nr. 158.) 1. Eins ist Noth, ach Herr, dieß Eine Lehre mich erkennen doch! Alles Andre, wie's auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch, Unter dem das Herz sich quälet Und der Ruhe doch verfehlet. Nur dieß Einzige gibt mir Wahren Frieden dort und hier. 2. Seele, willst du dieses finden, Such's bei feiner Kreatur; Laß, was irdisch ist, dahinten; Schwing' dich über die Natur! Da, wo Gott und Mensch vereinet Gnadenvoll auch dir erscheinet, Da ist Seligkeit und Heil Und dein allerbestes Theil. 3. Wie dieß Eine zu genießen, Sich Marta dort befliß, Als sie sich zu Jesu Füßen Voller Andacht niederließ; D, wie brannt ihr Herz zu hören, Wie der Herr sie wollte lehren! Sie war ganz in ihn versenkt, Alles ihr in ihm geschenkt. 4. Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach dir! Laß mich treulich an dir hangen; Schenke dich zu eigen mir! Wenn auch viele träg verweilen, Brenn ich doch, dir nachzueilen, Folgsam deinem Wort zu sein Und mich deines Heils zu freun. 239 240 5. Aller Weisheit höchste Fülle Ja in dir verborgen liegt; Gib nur, daß sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Drin die Demuth ganz regieret Und mich zu der Weisheit führet. Ach, wenn ich nur Jesum weiß, Hab' ich aller Weisheit Preis! 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, Als nur dich mein höchstes Gut! Jesu, es muß mir gelingen Durch dein theur' vergoßnes Blut. Mir ist, weil du bist gestorben, Nun Gerechtigkeit erworben; Da hab' ich den Schmuck erlangt, Drin mein Glaube ewig prangt. 7. Nun so gib, daß meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht! Was mir dient zum frommen Leben, Das ist mir in dir gegeben; Ach, entreiß' mich ganz der Welt, Daß ich thu', was dir gefällt. 8. Ja, was soll ich mehr verlangen? Auf mich strömt die Gnadenfluth! Du bist einmal eingegangen In das Heilge durch dein Blut; Da hast du Erlösung funden, Daß mir nun, vom Tod entbunden, Dieß die Freiheit völlig bringt, Und das Abba wieder klingt. 9. Voll Genüge, Fried' und Freude Meine Seele jetzt ergößt, Weil auf eine frische Weide Mein Hirt, Jesus, mich gesetzt. Nichts fann mich im Herzen laben, Als wenn ich dich, Herr, soll haben; Nichts ist, das mich so erquicft, Als wenn dich mein Glaub' erblickt. 10. Nun, o Jesu, du alleine Sollst mein Ein und Alles sein; Prüf', erfahre, wie ich's meine; Tilge allen Heuchelschein; Sieh', ob ich auf bösem Stege; Leite mich auf rechtem Wege! Laß mich treu sein bis zum Tod! Herr, du weißt es: Eins ist Noth. 108. ( Melodie Nr. 139.) 1. Ich habe nun den Grund gefunden, Der meinen Anker ewig hält! Wo anders, als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt; Der Grund, der unbeweglich steht, Wenn Erd' und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt; Es sind die offnen Liebesarmen Deß, der sich zu den Sündern neigt, Dem stets das Herz von Mitleid bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir follen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; Deßwegen kam sein Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein; Deßwegen klopft er für und für So stark an unfres Herzens Thür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden Durch Christi Tud verschlungen hat! 16 241 242 Das heißt die Wunden recht verbinden; Hier findet kein Verdammen statt, Weil Chrifti Blut beständig schreit: Barmherzigkeit! Barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken; Dem will ich mich getroft vertraun, Und wenn mich meine Sünden kränken, Nach Gottes Vaterherzen schaun; Da findet sich zu aller Zeit Unendliche Barmherzigkeit. 6. Bei diesem Grunde will ich bleiben, So lange mich die Erde trägt; Das will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein Glied bewegt; So sing' ich, ewig hocherfreut: O Abgrund der Barmherzigkeit! 109. ( Melodie Nr. 92.) 1. Such', wer da will, ein ander Ziel, Die Seligkeit zu finden; Mein Herz allein bedacht soll sein, Auf Christum sich zu gründen. Sein Wort ist wahr, sein Werk ist klar; Sein heil'ger Mund hat Kraft und Grund All Feind zu überwinden. 2. Such', wer da will, Nothhelfer viel, Die uns doch nichts erworben; Hier ist der Mann, der helfen kann, Bei dem nie was verdorben! Uns wird das Heil durch ihn zu Theil; Uns macht gerecht der treue Knecht, Der für uns ist gestorben. 3. Ach, sucht doch den, laßt Alles stehn, Die ihr das Heil begehret! Er ist der Herr, und keiner mehr, Der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all' Stund' aus Herzensgrund; Sucht ihn allein; denn wohl wird sein Dem, der ihn herzlich ehret. 4. Des Herzens Kron', mein Schild und Lohn Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht von deinem Licht Durch Eitelkeit vertreiben! Bleib' du mein Hort, laß mir dein Wort; Bleib' du mein Theil, laß mir dein Heil! So soll es ewig bleiben. 5. Wend' von mir nicht dein Angesicht, Laß mich im Kreuz nicht zagen; Weich' nicht von mir, halt mich bei dir, Hilf mir mein Leiden tragen! Hilf mir zur Freud' nach diesem Leid; Hilf jeden Tag, bis ich vermag, Dir ewig Lob zu sagen. 110. ( Melodie Nr. 105.) 1. Beschränkt, ihr Weisen dieser Welt, Die Freundschaft immer auf die Gleichen, Und leugnet, daß sich Gott gesellt Mit denen, die ihn nicht erreichen; Ist Gott schon Alles und ich Nichts, Ich Schatten, er der Quell des Lichts, Ich Erd' und Staub, er hoch erhaben, Ich arm, er reich an allen Gaben, Ich fündenvoll und er ganz rein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 243 2. Mein gütiger Immanuel, Mein Mittler wußte Rath zu finden, Sich meiner hochbedrängten Seel, Die ihn herabzog, zu verbinden. 244 Er, dem ich nichts vergelten kann, Sah dennoch meinen Mangel an; Er kommt vom Himmel auf die Erde, Daß er mein Freund und Bruder werde, Ein Mensch, wie ich, mein Fleisch und Bein Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 3. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, Gewährt mir Alles mit dem Sohne, Nicht nur sein Leiden, Kreuz und Grab, Auch seine Herrlichkeit und Krone. Ja, was er redet, hat und thut, Sein Wort und Geift, sein Fleisch und Blut, Was er erbeten und gelitten, Was er gewonnen und erstritten, Das alles soll mein eigen sein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 4. Ich finde Segen, Hell und Ehr', Bei unserm Bund, auf seinem Pfade; Er hetschet von mir sonst nichts mehr Als Glauben, und ich nichts als Gnade. O wohl der Wahl, die dieß gefügt, Sie reut mich nie, ich bin vergnügt In ihm, der mich erwählt zum Frieden; Drum bleibt's bei beiden ungeschieden, Ein Herz und Mund, Ein Ja und Nein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 5. Zwar kann er aller Christen Muth Mit seiner Liebe fattsam weiden; Wir dürfen um das höchste Gut Nicht eifern und einander neiden; Durch unsern größesten Genuß Erschöpft sich nie sein Ueberfluß. Drum will ich ihn zwar keinem leugnen, Doch mir vor allen Andern eignen; Hier ist fein Streit um Mein und Dein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! In: ut, 6. Mein Freund ist meiner Seele Geift, Mein Freund ist meines Lebens Leben; Nach ihm, der mich sein eigen heißt, Und sonst nach keinem will ich streben, Dem ich mich, der sich mir ergibt, Den ich, und der mich wieder liebt, Von dem ich nichts mehr kann begehren, Der mir nichts Beßres kann gewähren. Dieß Licht verdunkelt jeden Schein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 7. Ohn' ihn ist mir der Himmel trüb', Die Hölle finde ich auf Erden; Hingegen machet feine Lieb', Daß Wüsten mir ein Eden werden. Ohn' ihn ist mir trop aller Meng' Die Zeit zu lang, die Welt zu eng'; Ich bin, wenn Feind' und Freunde fliehen, Wenn sich die Engel selbst entziehen, Zwar einsam, aber nicht allein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 8. Sein ist mein Leib, sein ist mein Geift, Die er mit seinem Blut erlöste, Die er beschirmet, tränkt und speist, Bis er dort beide ewig tröste. Sein ist mein Denken, Muth und Sinn; Sein ist, was ich vermag und bin, Ja, was ich in und an mir habe, Ist Alles seine Gnadengabe, Die macht mich auch vom Undank rein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 245 9. Sein ist mein Glück und meine Zeit, Sein ist mein Sterben und mein Leben, Zu seinem Ehrendienst geweiht, Von ihm bestimmt und ihm ergeben. Es kommet, was ich laß und thu', Von ihm her und ihm wieder zu. 246 Sein sind auch alle meine Schmerzen, Die er so zärtlich nimmt zu Herzen; Er fühlt und endet meine Bein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 10. Nun zürn' und stürme jeder Feind; Er hoffe nicht, daß ich erstaune. Der Richter selber ist mein Freund; Drum schreckt mich nicht die Weltposaune. Ob Erd' und Himmel bricht und kracht, Ob Leib und Seele mir verschmacht', Db mein Gebeine muß verwesen, So ist als Wahlspruch doch zu lesen Nur dieß auf meines Grabes Stein: Mein Freund ist mein, und ich bin sein! 111. ( Melobie Nr. 169.) 1. Heilger Jesu, Heilgungsquelle, Mehr als Krystall rein, klar und helle, Du lautrer Strom der Heiligkeit! Aller Glanz der Cherubinen, Die Heiligkeit der Seraphinen Ift gegen dich nur Dunkelheit. Ein Vorbild bist du mir; Ach, bilde mich nach dir, Du mein Alles! Jesu, Jesu, hilf mir dazu, Daß ich auch heilig set wie du! 2. Stiller Jesu, wie dein Wille Dem Willen deines Vaters stille Und bis zum Tod gehorsam war, Also mach' auch gleichermaßen Mein Herz und Willen dir gelasſen; Brich meinen Eigenwillen gar!. Mach' mich dir gleich gesinnt, Wie ein gehorsam Kind, Stille, stille. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, Daß ich auch stille sei wie du! 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer, In großer Arbeit, Müh' und Kummer Bist du gewesen Tag und Nacht. Mußtest täglich mehr ausstehen, Des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen, Und haft gebetet und gewacht; Gib mir auch Wachsamkeit, Damit ich allezeit Wach' und bete. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, Daß ich stets wachsam sei wie du! 4. Gütger Jesu, o wie gnädig, Wie liebreich, freundlich und gutthätig, Selbst gegen Feinde, wie gelind! Deine Sonne scheinet Allen, Dein Regen muß auf Alle fallen, Ob fie dir gleich undankbar sind. Mein Gott, ach lehre mich, Damit auch hierin ich Dir nacharte. Jesu, Jesu, hilf mir dazu, Daß ich auch gütig sei wie du! 5. Sanfter Jesu, stets unschuldig, Trugst du doch alle Schmach geduldig Und übtest niemals Rache aus! Wer kann alle Sanftmuth meffen, Bei der kein Eifer dich besessen, Als der um deines Vaters Haus! Mein Heiland, ach verleih' Mir Sanftmuth und dabei Reinen Eifer! Jesu, Jesu, hilf mir dazu, Daß ich sanftmüthig sei wie du! 247 248 Disc. Alt. 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig! Du suchtest deine Ehre wenig Und wurdest niedrig und gering, Wandelteft auf dieser Erden In Demuth und in Knechtsgeberden, Erhobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demuth lehr' Mich auch je mehr und mehr Stetig üben! Jesu, Jesu, hilf mir dazu, Daß ich demüthig sei wie du! 113. Dwie se lig sind die See- len = # Die sich Je- sum aus er wäh- len, Wel- de = seine Lieb' erfüllt, Daß ihr ein- zi- ges Va Owie se lig sind die See- len, 2 f Die sich Je- sum aus- er wäh- len, Wel- che = J seine Lieb' erfüllt, Daß ihr ein- zi- ges Ver Ten. 7. Liebster Jesu, liebstes Leben, Mach' mich in Allem dir ergeben Und deinem heilgen Bilde gleich! Gib, daß mich dein Geist durchdringe, Daß ich viel Glaubensfrüchte bringe, Und tüchtig werd' zu deinem Reich. Ach, zieh' mich ganz zu dir, Behalt mich für und für, Treuer Heiland! Jesu, Jesu, laß mich wie du, Und wo du bist, einst finden Ruh'! 113. 249 Dwie se lig sind die See- len, # Die sich Je- sum aus- er- wäh- len, Wel- che seine Lieb' erfüllt, Daß ihr ein- ziges VerBass. 1 do Dwie se lig sind die See- len, = Die sich Je- fum aus- er- wäh- len, Wel- che # sei- ne Lieb' erfüllt, Daß ihr ein- zi- ges Ver 250 lan- gen Bleibt, ihm stündlich an-zu- han- ga El wig wird ge- stillt. Bis es 18 lan- gen Bleibt, ihm stündlich an- zu- han- ga Bis es e- wig wird ge- stillt. 2. D, wer fasset ihre Würde, Die bei dieses Leibes Bürde Wie verborgen schon sie schmückt! Alle Himmel sind zu wenig Für die Seele, der ihr König Dieses Siegel aufgedrückt. 3. Wenn die Seraphim mit Schrecken Sich vor seinem Glanz bedecken, Spiegelt sich sein hohes Licht In der Seele, die ihn kennet Und von solcher Liebe brennet, Mit enthülltem Angesicht. 4. Nach Jehovahs schönsten Ehren Wird in allen Himmelsheeren Nichts, das herrlicher, geschaut, Als ein Herz, das er erlesen, Und mit dem das höchste Wesen Sich zu einem Geist vertraut. 5. Drum wer wollte sonst was lieben Und sich nicht beständig üben, Jefu Herzen nah' zu sein? lan- gen Bleibt, ihm stündlich an- zu- han- gen, Bis es e= wig wird ge- ftillt. FI lan- gen Bleibt, ihm stündlich an- zu- han- gen, Bis es e= wig wird ge- stillt. Muß man gleich dabei was leiden, Sich von allen Dingen scheiden, Bringt's ein Tag doch wieder ein. 6. Schenke, Herr, auf meine Bitte Mir ein göttliches Gemüthe, Einen königlichen Geist, Mich, als dir verlobt, zu tragen, Allem freudig abzusagen, Was mur Welt und irdisch heißt! 251 7. So will ich mich selbst nicht achten; Sollte gleich der Leib verschmachten, Bleib' ich Jesu doch getreu! Sollt ich keinen Trost erblicken, Will ich damit mich erquicken, Daß ich meines Jesu sei. 8. Ohne Fühlen will ich trauen, Bis die Zeit kommt, ihn zu schauen, Und vorbei die leßte Nacht, Da mein Geift zum obern Leben Aus der Tiefe darf entschweben Und nach seinem Bild erwacht. 252 Disc. Alt. # 113. Sieh, hier bin ich, Ch- ren- fö nig, Schwa- che Thränen, kindlich Seh- ne Le ge mich vor dei- nen Thron; Bring' ich dir, du Menschen- sohn. Laß did fin- den, laß dich finden, Bin ich gleich nu Asch' und Thon! Sieh, hier bin ich, Eh- ren fö= nig Schwa- che Thränen, findlich Sehnen Le ge mich vor dei- nen Thron; Bring' ich dir, du Menschen- sohn. Laß did fin- den, laß dich finden, Bin ich gleich nur Asch' und Thon! 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt' dich; Lenke mich nach deinem Sinn! Dich alleine ich nur meine; Dein erkaufter Erb' ich bin. en Ten. Bass. Sich, hier bin ich, Ehren könig, Schwa- che Thränen, kindlich Sehnen Le ge mich vor dei- nen Thron; Bring' ich dir, du Menschen- sohn. Laß dich 253 2 fin- den, laß dich finden, Bin ich gleich nur 15 Asch' und Thon! 2 Sieh, hier bin ich, Eh- ren könig, Schwa- che Thränen, findlich Seh- nenLe ge mich vor det- nen Thron; Bring' ich dir, du Menschen- sohn. Laß dich Asch' und Thon! Laß dich finden, laß dich finden, Gib dich mir, und nimm mich hin! fin- den, laß dich fin- den, Bin ich gleich nur 3. Herr, erhöre, ich begehre Nichts als deine freie Gnad, 254 Die du gibst dem, den du liebeft, Und der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden! Der hat Alles, wer dich hat. 4. Himmelssonne, Seelenwonne, Unbeflecktes Gotteslamm! In der Höhle meine Seele Suchet deine Liebesflamm'. Laß dich finden, laß dich finden, Starker Held aus Davids Stamm! 114. Disc. Alt. -3bb bb bb bb bb -b- f bb See le, Wenn ich in höhle Und ei- le Wie wohl ist mir, o Freund der Ich steige aus der Schwermuth b- b b- b bf0 Da muß die Nacht des Trauerns scheiden bb deiner Lie- be ruh dei- nen Armen zu. Wie wohl ist mir, o Freund de Ich steige aus der Schwermuthe See le, Wenn ich in höhle Und ei- le dei- ner Lie- be ruh! dei- nen Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns scheibe Den Det the Den 5. Hör', wie kläglich, wie beweglich Meine Seele nach dir ringt, Wie demüthig und wehmüthig Deines Kindes Stimme klingt! Laß dich finden, laß dich finden! Denn mein Herz zu dir hin dringt. 6. Dieser Zeiten Eitelkeiten, Reichthum, Wollust, Ehr' und Freud' Sind nur Schmerzen meinem Herzen, Welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden! Großer Gott, ich bin bereit. 114. Ten.bb bb b bb Wie wohl ist Ich stet- ge 3: bb bb Bass.C bt 255 See le, Wenn ich in deiner Lie- be ruh'! höhle Und ei- le dei- nen Armen zu. mir, o Freund der aus der SchwermuthsDa muß die Nacht des Trauerns schei- den, 2 See le, Wenn ich in höh- le Und ei- le Wie wohl ist mir, o Freund der Ich steige aus der Schwermuthsdeiner Lie- be ruh'! dei- nen Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns schet- den, 256 b b Wenn mit so an- ge= neh- men Freuden bb bb bb b- b bb bb bb b- b bb b- b Him- mel schon auf Erden; Wer wollt म् Wenn mit so angeneh- men Freuden Hb Lie- be strahlt aus deiner Brust. Hier ist m b b bfee nicht vergnü- get werden, Der in dir chet Ruh' und Luft. bb Lie- be strahlt aus deiner Bruft. Hier ist mi Him- mel schon auf Erden; Wer wollte nicht vergnü- get werden, Der in dir f chet Ruh' und Luft. te 12 te fu 366 ∞o b b Wenn mit so an ge- neh- men Freuden Die z b b bb -bb b Lie- be strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein Him- mel schon auf Er- den; Wer woll- te bb nicht ver- gnü- get werden, Der in dir fu3 bb 257 J chet Ruh' und Luft! ibbs bb Wenn mit so angeneh- men Freuden Die Lie- be strahlt aus deiner Brust. Hier ist mein € Him- mel schon auf Er- den; Wer woll- te 3bb bf nicht ver- gnü- get werden, Der in dir fuEl chet Ruh' und Luft! 17 258 2. Die Welt mag schmähen oder preisen, Es bleibt dabei, ich trau' ihr nicht; Auch wenn sie mir will Lieb' erweisen Mit einem freundlichen Gesicht. In dir vergnügt sich meine Seele; Du bist mein Freund, den ich erwähle; Du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft wei Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, Weil in den stärksten Unglückswellen Mir deine Treu den Anker reicht. 3. Will mich die Last der Sünden drücken, Blißt auf mich des Gesetzes Weh: So eil' ich, Herr, auf dich zu blicken Und steige gläubig in die Höh'. Ich fliehe, Herr, zu deinen Wunden; Da hab' ich schon den Ort gefunden, Wo mich kein Fluchftrahl treffen kann. Tritt Alles wider mich zusammen: Du bist mein Heil, wer will verdammen? Die Liebe nimmt sich meiner an. 4. Lenkst du durch Wüsten meine Reise, Ich folg' und lehne mich auf dich; Du gibst mir aus den Wolken Speise Und tränkeft aus den Felsen mich. Ich traue deinen Wunderwegen, Sie enden sich in Lieb' und Segen; Gnug, wenn ich dich nur bei mir hab'. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren Und über Sonn' und Sterne führen, Den führest du zuvor hinab. 5. Der Tag mag andern düster scheinen, Ich seh' ihn an mit frohem Muth; Denn du, mein Leben, läsfest keinen, Deß Herz und Leben in dir ruht. Wer wird, vom Ziel erschreckt, erblaffen, Der längst aus mördervollen Straßen Verlangte nach der Sicherheit? Mein Licht, so will ich denn mit Freuden Aus dieser finstern Wildniß scheiden Zur Ruhe deiner Ewigkeit. beid 6. Wie ist mir denn, o Freund der Seelen, So wohl, wenn ich vertrau' auf dich! Mich kann Welt, Noth und Tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche Ruhe im Gemüthe, Nach deiner unumschränkten Güte, Des Himmels süßer Vorschmack sein! Weg, Welt, mit allen Schmeicheleien! Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. O reicher Trost, mein Freund ist mein! 259 115. ( Melodie Nr. 139.) 1. Mir ist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht werth; Das zähl' ich zu dem Wunderbaren, Mein stolzes Herz hat's nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte Gottes Zorn verdienet, Und soll bei Gott in Gnaden sein; Er hat mich mit sich selbst verfühnet Und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Warum? ich war ja Gottes Feind! Erbarmung hats so treu gemeint! 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen; Das rühm' ich, wenn ein Mensch mich fragt; Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt. Ich beuge mich und bin erfreut Und rühme die Barmherzigkeit. 260 4. Dieß laff' ich kein Geschöpf mir rauben Dieß soll mein einzig Rühmen sein; Auf dieß Erbarmen will ich glauben, Auf dieses bet' ich auch allein; Auf dieses duld' ich in der Noth, Auf dieses hoff' ich noch im Tod. 116. Disc. Alt. tee Wer ist wohl wie du, Je- su, si Ruh? Un- ter al- len aus er ko- ren, Le # de- rer, die ver- lo- ren, Und ihr Licht da Je- su, süße Ruh! $ 39 Wer ist wohl wie du, Je- su, sü Ruh? Un- ter allen aus er- ko- ren, Leb # 000 de- rer, die ver- lo- ren, Und ihr Licht da Je su, süße Ruh! Sen Us üz Led a 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, Nimm dein Erbarmen nicht von mir Und führe durch den Tod mich Armen, Durch meines Heilands Tod zu dir! Da bin ich ewig hoch erfreut Und rühme die Barmherzigkeit! 116. Ten. Ruh? Un- ter al- len aus er fo- ren, Le- ben = Wer ist wohl wie du, Je- su, fü- ße Bass.# 3 # 261 de- rer, die ver- lo- ren, Und ihr Licht dazu. Je su, süße Ruh! Wer ist wohl wie du, Je- su, süße Ruh? Un- ter al- len aus- er ko- ren, Le- ben te derer, die ver- lo- ren, Und ihr Licht dazu. Je- su, süße Ruh! 262 2. Leben, das den Tod, Mich aus aller Noth Zu erlösen, hat geschmecket, Meine Schulden zugedecket, Und mich aus der Noth Hat geführt zu Gott! 3. Glanz der Herrlichkeit! Du bist vor der Zeit Zum Erlöser uns geschenket Und in unser Fleisch versenket, In der Füll' der Zeit, Glanz der Ewigkeit! 4. Großer Siegesheld! Tod, Sünd', Höll und Welt Hast du herrlich überwunden Und ein ewges Heil erfunden Durch das Lösegeld Deines Bluts, o Held! 5. Höchste Majeſtät, Priester und Prophet, Ehrfurchtsvoll will ich dich grüßen, Willig lernen dir zu Füßen, Wie Maria that', Höchste Majestät! 6. Laß mich deinen Ruhm, Als dein Eigenthum, Durch des Geistes Licht erkennen, Stets in deiner Liebe brennen, Als dein Eigenthum, Allerschönster Ruhm! 7. Deiner Sanftmuth Schild, Deiner Demuth Bild Mir anlege, in mich präge, Daß kein Zorn noch Stolz sich rege; Denn vor dir nichts gilt, Als dein eigen Bild. 8. Deines Geiftes Trieb In die Seele gib, Daß ich wachen mög' und beten, Freudig vor dein Antlig treten; Ungefärbte Lieb' In die Seele gib! 9. Wenn der Wellen Macht In der trüben Nacht Will des Herzens Schifflein decken, Wollst du deine Hand ausstrecken; Habe auf mich Acht, Hüter in der Nacht! 10. Einen Heldenmuth, Der da Gut und Blut Gern um deinetwillen laffe Und des Fleisches Lüfte Haffe, Gib mir, höchstes Gut, Durch dein theures Blut! 11. Soll's zum Sterben gehn, Wollst du bei mir stehn, Mich durchs Todesthal begleiten Und zur Herrlichkeit bereiten, Daß ich einst mag sehn Mich zur Rechten stehn. 263 264 Disc. Alt. b 43 b b b # b O b b 118. Je su, meine Freude, Mei- ne Ach, wie lange, lan- ge Ist den Her- zens Wei- de, Je su, met- ne Zier, Her- zen ban- ge Und ver- langt nach dir! b mir auf Erden Nichts sonst lie- ber wer- den د. ه Gotteslamm, du Liebesflamm', Au- ßer dir s b be J J J 2 Je su, mei- ne Freude, Mei- ne! Ach, wie lange, lan- ge Ift dem O Her- zens Wei- de, Herzen bange مام Je su, meine Zier, Und ver- langt nach dir! ILL Gotteslamm, du Liebesflamm', Au- ßer dir sel For b mir auf Erden Nichts sonst lie- ber wer- den! m 1 Ten. 36 Bass. 13 b € 117. 265 Je su, meine Freude, Mei- nes Ach, wie lange, lan ge Ift dem Her- zens Wei- de, Je su, mei- ne Zter, Her- zen bange Und ver- langt nach dir! Gotteslamm, du Liebesflamm', Au- ßer dir soll be al DODO mir auf Erden Nichts sonst lie- ber wer- den! # Je su, meine Freude, Mei- nes Ach, wie lange, lan ge Ist dem = Her- zens Wei- de, Je su, mei- ne Zier, Herzen bange Und ver- langt nach dir! ba Gotteslamm, du Liebesflamm', Au- ßer dir soll mir auf Erden Nichts sonst lie- ber wer- den! 266 Disc. Alt. 2. Unter deinem Schirmen Bin ich vor den Stürmen Aller Feinde frei. Laß von Ungewittern Rings die Welt erzittern, Jesus steht mir bei! Tobt ein Meer auch um mich her, Wenn mich Sünd' und Hölle schrecken, Jesus wird mich decken! 3. Trotz des Feindes Lauern, Troß des Todes Schauern, Troß der Furcht dazu! Zürne, Welt, und tobe; Ich steh' hier und kobe Gott in fichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in Acht; Erd' und Abgrund müssen schweigen Und vor ihm sich neigen. 118. #z b b b Wie schön leucht uns der Morgensten Voll Gnad' und Wahrheit von dem Her b Wie schön leucht' uns der Morgenstern Voll Gnad' und Wahrheit von dem Herm 1 4. Weg mit allen Schäßen; Du bist mein Ergößen, Jesu, meine Luft! Weg, ihr eiteln Ehren, Die das Herz bethören, Bleibt mir unbewußt! Elend, Noth, Kreuz, Schmach und Tod Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von Jesu scheiden. 5. Weicht, ihr Trauergeister! Denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr Betrüben Nur zum Besten sein. Duld' ich schon hier Spott und Hohn, Dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude! 118. Ten.3 b b Bass. b 3 t bb 267 Wie schön leucht' uns der Morgenstern, Voll Gnad' und Wahrheit von dem Herrn Wie schön leucht' uns der Morgenstern, Voll Gnad' und Wahrheit von dem Herrn 268 Eltz bb b Z bb b bb bb 6 #z b b bb b bb 2 Uns herrlich auf- ge gan gen! O gu- ta bb. b Hirte, Da- vids Sohn, Mein Kö- nig auf P präch- tig, groß und mächtig, reich an Gaber dem Gnadenthron, Du hast mein Herz um fan- gen; Lieb- lich, Freundlich, Schön und Uns herr- lich auf- gegan- gen! D gu- ter Hirte, Da- vids Sohn, Mein Kö- nig auf dem Gnadenthron, Du hast mein Herz um fan- gen; Lieb- lich, Freundlich, Schön und präch- tig, groß und mächtig, reich an Gaben V d V en 3bb 36 to zb b 3bb Uns herr- lich auf- gegan- gen! O gu- ter Hirte, Da- vids Sohn, Mein Kö- nig auf dem Gnadenthron, Du hast mein Herz um269 36600 präch- tig, groß und mächtig, reich an Gaben, bb fan- gen; Lieb- lich, Freundlich, Schön und bf Uns herrlich auf gegan- gen! D gu- ter 3 t b b 36 Hir- te, Da- vids Sohn, Mein König auf dem Gnadenthron, Du haft mein Herz umfan- gen; Lieb- lich, Freundlich, Schön und präch- tig, groß und mächtig, reich an Gaben, 270 bb 6 Hoch und wun- der- voll er= haben! bt 6 Hoch und wun- der- voll er= ha- ben! 2. D Kleinod, dem kein Kleinod gleicht, Sohn Gottes, den kein Lob erreicht, Vom Vater uns gegeben. Mein Herz zerfließt in deinem Ruhm; Dein süßes Evangelium Ist lauter Geist und Leben. Dich, dich will ich ewig faffen, Nimmer lassen, Brod des Lebens, Dein begehr' ich nicht vergebens. 3. D gieße tief ins Herz hinein, Du Gotteslicht und Himmelsschein, Die Flammen deiner Liebe; Durchdring' mich, daß ich ewig bleib', D Herr, ein Glied an deinem Leib, In frischem Lebenstriebe! Nach dir wallt mir mein Gemüthe, Ewge Güte, bis es findet Dich, deß Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, Wenn mich dein heilig Angesicht Mit Freundlichkeit anblicket. O Herr Jesu, mein trautes Gut! Dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut Mich inniglich erquicket. Tröst' mich freundlich, blick mich Armen Mit Erbarmen an in Gnaden! Du hast mich zu dir geladen. to Hoch und wun- der- voll er= ha- ben! 96 Hoch und wun- der- voll er= ha- ben! 5. Gott Vater, o du starker Held, Du hast mich ewig vor der Welt. In deinem Sohn_geliebet; Dein Sohn hat sich mit mir vertraut, Mein Herz auf ihn mit Freuden schaut, In ihm mich nichts betrübet. Preis dir! Heil mir! Himmlisch Leben Wird er geben mir dort oben; Ewig soll mein Herz ihn loben! 271 6. Spielt unserm Gott mit hellem Klang, Und laßt den herrlichsten Gesang Ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem Jefu heut Und morgen und in Ewigkeit In fteter Liebe wallen! Singet, klinger, Jubellieder, Hallet wieder, bis die Erde Voll von seinem Ruhme werde! 7. Wie freu' ich mich, Herr Jesu Chrift, Daß du der Erst' und Leßte bist, Der Anfang und das Ende! Du, der sein Leben für mich ließ, Du nimmst mich einst ins Paradies, Wo Jubel ohne Ende. Amen! Amen! Komm', o Sonne, meine Wonne, Bleib' nicht lange, Daß ich ewig dich umfange! 272 Disc. Alt. #z 119. Mei- nen Je- sum laß ich nicht, So er for- dert mei- ne Pflicht, = er sich für mich ge- ge= ben; wig- lich nur ihm zu le- ben. Lebens Licht; Mei- nen Je sum laß ich nic = Er ist mein Mei- nen Je- sum laß ich nicht, So er for- dert mei- ne Pflicht, er sich für mich ge= ge= ben; wig- lich nur ihm zu leben. Er ist mein Lebens Licht; Mei- nen Je- sum laß ich nicht 2. Jesum laß ich ewig nicht, Weil ich soll auf Erden leben. Ihm hab' ich voll Zuversicht, Was ich bin und hab', ergeben; Alles ist auf ihn gericht; Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Fühlen mir entweichen, ME chi 118 Ten. 13 Bass. 119. er sich für mich gegeben; wig- lich nur ihm zu le- ben. Er ist mei- nes Mei- nen Je- sum laß ich nicht, Weil So er for- dert mei- ne Pflicht,& 2 273 Lebens Licht; Mei- nen Je- sum laß ich nicht. Met- nen Je- fum laß ich nicht, Weil & So er for- dert mei- ne Pflicht, er sich für mich ge- ge- ben; wig- lich nur ihm zu leben. Er ist mei- nes Lebens Licht; Mei- nen Je- sum laß ich nicht. Laß das letzte Tageslicht Mich auf dieser Welt erreichen! Wenn des Leibes Hütte bricht, Meinen Jesum laß ich nicht! 4. Ich werd' ihn auch laffen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem Angesicht Aller Frommen Glaube pranget; 18 274 Mich erfreut sein Angesicht! Meinen Jesum laß ich nicht! 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht Meine Seel' in mir sich sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, Der mich hat mit Gott versöhnet, Der mich frei macht vom Gericht: Meinen Jesum laß ich nicht! 6. Jesum laß ich nicht von mir, Geh' ihm ewig an der Seiten. Jesus wird mich für und für Zu den Lebensbächen leiten. Selig wer von Herzen spricht: Meinen Jesum laß ich nicht! 120. ( Melodie Nr. 118.) 1. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Mein Mittler und mein Gnadenthron, Mein Heil und meine Wonne! Du weißt es, daß ich rede wahr, Vor dir ist Alles sonnenklar, Ja klarer als die Sonne. Herzlich such' ich dir vor Allen Zu gefallen; nichts auf Erden Kann und soll mir lieber werden. 2. Dieß ist mein Schmerz, dieß fränket mi Daß ich nicht so kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte. Je mehr mich deine Liebe zieht, Je mehr erkennt mein Herz und sieht, Daß ich dich lieben sollte. Von dir laß mir deine Güte Ins Gemüthe reichlich fließen, So wird sich die Lieb' ergießen. 3. Durch deine Kraft treff' ich das Ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben möge. Nichts auf der ganzen weiten Welt, Nicht Pracht, Lust, Ehre, Freud' und Geld, Wenn ich es recht erwäge, Kann mich ohn' dich ganz erlaben; Nur die Gaben deiner Liebe Trösten, wenn ich mich betrübe. 4. Herr, wer dich liebt, den liebest du, Schaffst seinem Herzen Fried' und Ruh Und trösteft sein Gewissen. Es geh' auf Erden, wie es will, Trifft ihn des Kreuzes noch so viel, Doch soll er dein genießen. Endlich wird sich nach dem Leide Volle Freude bei dir finden; Dann muß alles Trauern schwinden. 5. Kein menschlich Ohr hat's je gehört, Kein Aug' gesehn, kein Mund gelehrt, Und niemand kann's beschreiben: Was denen dort für Herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der Liebe bleiben. Was die Welt hie hat an Schäßen Zum Ergößen darzureichen, Ist damit nie zu vergleichen. 275 6. Drum laß ich billig dieß allein, O Jesu, meine Freude sein, Daß ich dich herzlich liebe; Daß ich in dem, was dir gefällt, Was mir dein Wort vor Augen hält, Aus Liebe stets mich übe, Bis ich endlich werd' abscheiden Und mit Freuden- zu dir kommen, Aller Trübsal ganz entnommen. 276 7. Da werd' ich deine Freundlichkeit, Die hochgelobt in Ewigkeit, In reiner Liebe schmecken, Und sehn dein liebreich Angesicht Mit unverwandtem Augenlicht, Ohn' alle Furcht und Schrecken. Reichlich werd' ich dann erquicket Und geschmücket vor dem Throne Mit der schönen Himmelskrone. 181. ( Melodie Nr. 232.) 1. Liebe, die du mich zum Bilde Deiner Gottheit haft gemacht; Liebe, die du mich so milde Nach dem Fall mit Heil bedacht; Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich! 2. Liebe, die du mich erforen, Eh' ich noch geschaffen war; Liebe, die du Mensch geboren Und mir gleich warst ganz und gar; Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich! 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit; Liebe, die mir hat erstritten Ewge Luft und Seligkeit; Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich! 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich ganz ergeben Mir zum Heil und Seelenhort; Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich! 5. Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwunden Und mein Herz hat ganz dahin; Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich! 6. Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele litt; Liebe, die das Lösgeld gibet Und mich kräftiglich vertritt; Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich! 7. Liebe, die von allen Schrecken Auch im Tode mich befreit; Liebe, die mich wird erwecken Aus dem Grab zur Herrlichkeit; Liebe, dir ergeb' ich mich, Dein zu bleiben ewiglich! 122. ( Melodie Nr. 139.) 1. Ich will dich lieben, meine Stärke, Ich will dich lieben, meine Zier; Ich will dich lieben mit dem Werke Und immerwährender Begier; Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herz im Tode bricht! 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, Als meinen allerbesten Freund; Ich will dich lieben und erheben, So lange mich dein Glanz bescheint; Ich will dich lieben, Gotteslamm, Du treue Lieb' am Kreuzesstamm! 3. Ach, daß ich dich so spät erkennet, Du hochgelobte Liebe du, 277 278 Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes Gut, du wahre Nuh'!. Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich dich, ach, so spät geliebt! 4. Ich lief verirrt und war verblendet, Ich suchte dich, und fand dich nicht; Ich hatte mich von dir gewendet Und liebte das geschaffne Licht; Nun aber ist's durch dich geschehn, Daß ich dich endlich hab' ersehn. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, Daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; Ich danke dir, du Himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht; Ich danke dir, du heilger Mund, Daß du mich gnädig sprichst gesund. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn; Laß meinen Fuß in deinen Wegen Nicht straucheln oder stille stehn; Erleucht' mir Leib und Seele ganz, Du lautrer, starker Himmelsglanz! 7. Gib meinen Augen süße Thränen, Gib meinem Herzen reine Glut; Laß meine Seel' nach dir sich sehnen, Bis sie an deinem Herzen ruht! Laß meinen Sinn, Geist und Verstand Auf immer sein zu dir gewandt! 8. Ich will dich lieben, meine Krone, Ich will dich lieben, meinen Gott, So lang ich in der Hütte wohne, Auch in der allergrößten Noth! Ich will dich lieben, schönstes Licht, Bis mir das Herz im Tode bricht! 123. ( Melodie Nr. 202.) 1. Wollt ihr den Heiland finden, So suchet ihn noch heut. Eilt, ihm euch zu verbinden! Noch ist die Gnadenzeit. Wollt ihr die Kron' empfangen, So laufet nach dem Ziel; Wer Großes will erlangen, Der sucht und müht sich viel. 2. Als Kindlein sucht auf Erden Den Herrn, so mild und treu! Denn wer kein Kind will werden, Der geht ihn stracks vorbei. Sucht ihn, den reinen Knaben, Im Schooß der Lauterkeit! Die Jefum wollen haben, Sind mit dem Fleisch im Streit. 3. Sucht ihn, soll er stch zeigen, Auf Wegen der Geduld! Wer meiden kann und schweigen, Der findet seine Huld. Flieht, was nur kann zerstreuen, Den Tand der Eitelkeit! Die mit der Welt sich freuen, Die fehlen seiner weit. 4. Sucht ihn in Kreuz und Leiden! Da wird er recht erkennt! Die jede Trübfal meiden, Sind ganz von ihm getrennt. Sucht ihn, wie er gestorben, Wie er begraben ward! Da ist das Heil erworben Und alle Schuld verscharrt. 279 280 5. Sucht, wie die Engel droben, Den Herrn mit Jubelton! Wo man ihn frisch kann loben, Ist er nicht weit davon. Sucht ihn im stillen Herzen; Sucht ewig ihn allein! Dann sollt ihr, frei von Schmerzen, Auf ewig bei ihm sein. 124. ( Melodie Nr. 139.) 1. Was hinket ihr, betrogne Seelen, Auf beiden Seiten durch die Welt? Ift's denn so schwer, das zu erwählen, Was euch der Herr vor Augen stellt? D, seht's im rechten Lichte an Und wählet ganz die schmale Bahn! 2. Bedenkt, womit euch Gott will lohnen, Wenn euer Kampf den Sieg erhält! Es giltet mehr als Herrscherkronen, Als Reichthum, Ehr und Lust der Welt: Gott selbst und eine Ewigkeit Voll Himmelslust, voll Seligkeit. 3. Drum weg mit dem getheilten Leben, Nie krönet Gott ein laues Herz; Wer sich nicht recht dem Herrn ergeben, Macht hier sich eitel Qual und Schmerz, Und trägt zum wohlverdienten Lohn Nichts als Verdammniß dort davon. 4. Zerreißt doch alle Sündenschlingen, Die euch am rechten Christenlauf Verhindern und zum Säumen bringen, Und rafft euch heut aufs Neue auf! Auf, auf, verlaßt die falsche Ruh'! Auf, auf, es geht dem Himmel zu! eff 5. Auf, auf, ist dieser Weg schon enge Und führet über Dorn und Stein, Bringt euch die Welt oft ins Gedränge, Stellt Satan sich mit Drohen ein, Erhebt sich gleich sein ganzes Reich, Getroft, getroft, Gott ist bei euch! 6. Die Allmacht stehet euch zur Seite, Die Weisheit hält bei euch die Wach', Die Liebe gibt euch das Geleite; Folgt mur dem treuen Hirten nach! Wie manchen hat nicht diese Hand Schon durchgeführt ins Vaterland! 7. D spart es nicht auf andre Zeiten; Es ist ja schon so viel versäumt! Ihr häuft euch selbst die Schwierigkeiten, Wenn ihr das süße Heut verträumt. Eilt, eilet! Denn die Gnadenzeit Flicht stündlich vor der Ewigkeit. 8. Last euch das Fleisch nicht träge machen; Verfluchet seine Weichlichkeit! Ihr gebt euch ja um eitle Sachen In tausend Mühe, Sorg' und Streit; Wie, daß ihr um das höchste Gut So tråg', verzagt und sorglos thut! 281 9. Eilt, faßt einander bei den Händen; Seht, wie ist unser Ziel so nah'! Wie bald wird unser Kampf sich enden; Wie bald ist unser König da! Der führt uns ein zur ftillen Ruh' Und theilet uns das Kleinod zu. 125. ( Melodie Nr. 99.). 1. Auf, Christenmensch, auf, auf, zum Streit! Auf, auf, zum Ueberwinden! In dieser Welt, in dieser Zeit 282 Ist keine Ruh' zu finden. Wer nicht will streiten, trägt die Kron' Des ewgen Lebens nicht davon. 2. Der Satan fommt mit seiner List, Die Welt mit Pracht und Prangen, Das Fleisch mit Luft, dich, wo du bist, Zu fällen und zu fangen; Streitst du nicht als ein tapfrer Held, So bist du hin und schon gefällt. 3. Gedenke, daß du zu der Fahn' Des Feldherrn haft geschworen; Gedenke, daß du als ein Mann Zum Streit bist auserkoren; Gedenk', daß ohne Streit und Sieg Noch keiner zum Triumphe stieg. 4. Wie schmählich, wenn ein Mann sofort Dem Feind den Rücken kehret; Wie schändlich, wenn er seinen Ort Verläßt und sich nicht wehret; Wie spöttisch, wenn er sich mit Fleiß Aus Zagheit gibt dem Feinde preis! 5. Wer überwindet, wer den Raum Der Laufbahn wohl durchmessen, Der wird im Paradies vom Baum Des ewgen Lebens effen. Wer überwindt, dem soll kein Leid, Kein Tod mehr nahn in Ewigkeit. 6. Wer überwindet, der soll dort In weißen Kleidern gehen; Sein neuer Name soll sofort Im Buch des Lebens stehen; Ja, Christus wird denselben gar Bekennen vor der Engel Schaar. 7. Wer überwindet, der soll nicht Aus Gottes Tempel gehen, Soll drinnen als ein himmlisch Licht, Als güldne Säule stehen; Der Name Gottes unsers Herrn Soll leuchten von ihm nah und fern. 8. Wer überwindt, soll auf dem Thron Mit Jesu Christo sizen, Soll, auf dem Haupt die Siegeskron', Gleich einer Sonne blißen, Soll herrschen nun und immerdar Mit aller auserwählten Schaar. 9. So streit' denn wohl, streit' keck und fühn, Daß du mögst überwinden; 283 Streng' an die Kraft, den Muth und Sinn, Daß du dieß Gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die Kron', Bleibt ewiglich in Spott und Hohn. 126. ( Melodie Nr. 131.) 1. Ringe recht, wenn Gottes Gnade Dich nun ziehet und bekehrt, Daß dein Geist sich ganz entlade Von der Laft, die ihn beschwert. Ringe, denn die Pfort' ist enge Und der Lebensweg ist schmal; Alles bringt dich ins Gebränge, Was nicht zielt zum Himmelssaal. 2. Kämpfe, bis auf's Blut und Leben, Dring' hinein in Gottes Reich! Will der Feind dir widerstreben, Werde weder matt, noch weich! Ninge, daß dein Eifer glühe, Daß die erste Liebe dich Völlig von der Welt abziehe! Halbe Liebe täuschet dich. 284 3. Ringe mit Gebet und Flehen; Halte damit feurig an! Laß den Eifer nicht vergehen, Wär's auch Tag und Nacht gethan! Hast du dann die Perl' errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles Böse haft bezwungen; D, es ist noch viel zu thun! 4. Bleibe Jesu stets ergeben; Nimm dein Heil beständig wahr! Denn in diesem Leibesleben Schwebst du immer in Gefahr. Halt ja deine Krone feste; Halte gläubig, was du haft! Recht beharren ist das Beste; Rückfall wird zur schweren Last. 5. Laß dein Auge ja nicht gaffen Nach der schnöden Eitelkeit! Bleibe Tag und Nacht in Waffen, Fliehe träge Sicherheit! Laß dem Fleische nicht den Willen, Gib der Luft die Zügel nicht! Willst du die Begierden stillen, So erlischt das Gnadenlicht. 6. Wahre Treu' liebt Christi Wege, Steht beständig auf der Hut, Wird in ihrem Lauf nicht träge, Hält dem Fleische nichts zu gut. Wahre Treu' kommt dem Getümmel Dieser Welt nie gerne nah; Ist ihr Schaß doch in dem Himmel, Drum ist auch ihr Herz allda. 7. Dieß bedenket wohl, ihr Streiter, Kämpfet recht und leidet euch; Dringet alle Tage weiter, Bis ihr kommt ins Himmelreich! Liegt nicht alle Welt im Bösen? Schreckt euch nicht der Hölle Glut? Seelen, wer soll euch erlösen, Wenn's nicht Jesu Liebe thut? 8. Laßt euch nichts am Herzen kleben, Flieht vor dem verborgnen Bann, Sucht in Jesu stets zu leben, Daß euch nichts beflecken kann! Eilet, zählet Tag und Stunden, Bis der Heiland euch erscheint, Und wenn ihr nun überwunden, Ewig euch mit Gott vereint! 127. ( Melodie Nr. 131.) 1. D Durchbrecher aller Bande, Der du immer bei uns bist, Bei dem Schaden, Spott und Schande Lauter Luft und Himmel ist, Uebe ferner dein Gerichte Wider unsern Adamssinn; Mach' die Fesseln ganz zu nichte, Hilf uns aus dem Kerker fliehn! 2. Ift's doch deines Vaters Wille, Daß du endest dieses Werk; Hiezu wohnt in dir die Fülle Aller Weisheit, Lieb' und Stärk, Daß du nichts von dem verliereft, Was er dir geschenket hat, Es aus diesem Treiben führest Zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, Willst und kannst ja anders nicht! Denn wir sind in deinen Händen, Sehn dein treues Angesicht. Sind wir gleich ein Spott der Sünder, 285 286 Deren feiner uns versteht, Sind wir dennoch deine Kinder, Und ob deinem Kreuz verschmäht. 4. Schau' doch aber unsre Ketten, Da wir mit der Kreatur Seufzen, ringen, schreien, beten Um Erlösung der Natur Von dem Dienst der Eitelkeiten, Der uns noch so hart bedrückt, Obwohl unser Geist in Zeiten Sich auf etwas Beßres schickt. 5. Stärke unsre matten Kräfte, Daß sie doch sich reißen los, Bis sie, durch die Weltgeschäfte Brechend, stehen frei und groß! Weg mit Menschenfurcht und Zagen! Weich', Vernunftbedenklichkeit! Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen! Weg des Fleisches Zärtlichkeit! 6. Herr, zermalme, brich, zerstöre Diese Macht der Finsterniß! Keiner preiset deine Ehre, Den sie ins Verderben ris. Heb' uns aus dem Staub der Sünden, Wirf die Schlangenbrut hinaus! Laß uns wahre Freiheit finden, Freiheit in des Vaters Haus! 7. Herrscher, herrsche! Sieger, siege! König, brauch' dein Regiment! Führe deines Reiches Kriege, Mach' der Sklaverei ein End'! Ach, die Last treibt uns, zu rufen, Alle flehen wir dich an: Zeig' doch nur die ersten Stufen Der gebrochnen Freiheitsbahn! 8. Laß, die theuer sind erworben, Nicht der Menschen Knechte sein! Denn so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz vollkommen Und verklärt ins beßre Bild! Der hat Gnad' um Gnad' genommen, Welchen deine Fülle stillt. 9. Liebe, zieh' uns in dein Sterben; Laß mit dir gefreuzigt sein, Was dein Reich nicht kann ererben; Führ' ins Paradies uns ein! Doch wohlan, du wirst nicht säumen; Laß nur uns nicht läßig sein! Wird's doch sein, als wär's ein Träumen, Wenn die Freiheit bricht herein. 128. ( Melodie Nr. 119.) 1. Himmelan geht unsre Bahn; Wir sind Gäste nur auf Erden, Bis wir dort nach Canaan Durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgerstand, Droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing' dich, mein Geist! Denn du bist ein himmlisch Wesen, Und du kannst, was irdisch heißt, Nicht zu deinem Ziel erlesen; Ein von Gott verklärter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft Gott mir zu, Wenn ich ihn im Worte höre; Das weist mir den Ort der Ruh Wo ich ewig hingehöre. 287 288 Wenn mich dieses Wort bewahrt, Halt ich täglich Himmelfahrt. 4. Himmelan! Mein Glaube zeigt Mir das schöne Loos von ferne, Daß mein Herz schon aufwärts steigt Ueber Sonne, Mond und Sterne; Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegen jenen Glanz und Schein. 5. Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimath führen, Da ich über alle Noth Ewig werde triumphiren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 6. Himmelan geht unsre Bahn! Laß uns das im Herzen bleiben, Daß wir allen eitlen Wahn Durch die Himmelsluft vertreiben. Führ' uns, Herr, an deiner Hand In das schöne Vaterland! 129. ( Melodie Nr. 6.) 1. Unverwandt auf Christum sehen, Bleibt der Weg zur Seligkeit; Allen, welche zu ihm flehen, Ist gewisses Heil bereit. Siehet man im Herzen an, Was er für uns hat gethan, Und man glaubt daran mit Beugen, So bekommt man es zu eigen. 2. Wenn doch alle Seelen wüßten, Wie es dem so wohl ergeht, Welcher in der Zahl der Christen, Wahrer Glieder Jesu steht! Da geht man in seinem Glück Immer weiter, nie zurück; Man ist auf dem Lebenspfade Und nimmt immer Gnad' um Gnade. 3. Aber freilich kann nichts taugen, Als nur das, was Christus thut; Lassen wir ihn aus den Augen, Finden wir was Fremdes gut, So erfahren wir gewiß, Unser Licht sei Finsterniß, Unser Helfen sei Verderben, Unser Leben lauter Sterben. 4. Wären wir doch völlig seine! Regte sich doch keine Kraft, Da der Heiland nicht alleine, Was sie wirkte, selbst geschafft! Jesu, richte meinen Sinn Ungetheilt auf dich nur hin! Dann belebt uns deine Wahrheit, Und das Auge wird voll Klarheit. 15. Bring' uns völlig in die Schranken, Die dein Liebesrath gesegt; Sonst find Worte und Gedanken Nicht für gut bei dir geschäßt. Eine neue Kreatur Kann allein auf dieser Spur Deines Namens Ruhm erhöhen Und in deine Freud' eingehen. 19 289 290 Disc. b Alt. 6 b Ich bitte: sei von mir nicht fern Mith Nach Erd' und Himmel frag' ich nicht, Wenni b b b b b 64 ner Hülf' und Ga- ben! nur dich kann ha- ben; b z 130. Herz- lich lieb hab' ich dich, o ha Die ganze Welt er- freut mich mi gleich das Herz zerbricht, Bist du doch mei b Ich bitte: sei von mir nicht fern Mit Nach Erd' und Himmel frag' ich nicht, Wenn Und wenn m Herz- lich lieb hab' ich dich, o her Die ganze Welt er- freut mich ma ner Hülf und Ga- ben! nur dich kann ha- ben; g gleich das Herz zerbricht, Bist du doch mei al Und wenn m Ten. 3b3 b € b 130. Ich bitte: sei von mir nicht fern Mit deiNach Erd' und Himmel frag' ich nicht, Wenn ich b ner Hülf und Ga- ben! nur dich fann ha- ben; Und wenn mir Bass.b 291 Herz- lich lieb hab' ich dich, o Herr! Die ganze Welt er- freut mich nicht, b gleich das Herz zerbricht, Bist du doch mei- ne Dit b Herz- lich lieb hab' ich dich, o Herr! Die ganze Welt er- freut mich nicht, 2 Ich blt- te: sei von mir nicht fern Mit deiNach Erd' und Himmel frag' ich nicht, Wenn ich ner Hülf und Ga- ben! nur dich kann ha- ben; Und wenn mir gleich das Herz zerbricht, Bist du doch mei- ne 292 -bb b b Theil, Deß Blut er- wor- ben mir das Heil. b b b b b b Zu- ver- sicht, Mein Trost und meines Her b Je- fu Chrift, mein Gott und Herr, Mein Gott Herr, In Schanden laß mich nim- mer- meht E VIOL Zu- ver- sicht, Mein Trost und meines He 3# Theil, Deß Blut er- wor- ben mir das Heil. be b be Je- fu Christ, mein Gott und Herr, Mein Gott Herr, In Schanden laß mich nim- mer- mehr 2. Es ist ja dein Geschenk und Gab: Mein Leib und Seel' und was ich hab' In diesem armen Leben; Damit ich's brauch' zum Lobe dein, Zum Nuß und Dienst des Nächsten mein, Wollst du mir Gnade geben. Behüt' mich, Herr, vor falscher Lehr', b 36 36 293 Zu- ver- sicht, Mein Trost und meines Herzens Theil, Deß Blut er- wor- ben mir das Heil. Herr b Je- su Christ, mein Gott und Herr, Mein Gott und ê b Herr, In Schanden laß mich nim- mer- mehr! 96 Zu- ver- sicht, Mein Trost und meines Herzens Jy bo Theil, Deß Blut er- wor- ben mir das Heil. Herr 36 Je- fu Chrift, mein Gott und Herr, Mein Gott und Herr, In Schanden laß mich nim- mer- mehr! Des Satans Mord und Lügen wehr; In allem Kreuz erhalte mich, Auf daß ich's trag' geduldiglich, Herr Jesu Chrift, Mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, Tröst meine Seel' in Todesnoth. 294 3. Ach Herr, laß einst die Engel dein Am letzten End' die Seele mein In Abrahams Schooß tragen, Den Leib in seinem Kämmerlein Gar sanft ohn' alle Qual und Pein Ruhn bis zum jüngsten Tage! Alsdann vom Tod erwecke mich, 131. Disc. Alt. Herz und Herz, ver- eint zu- sam- men Las- set eu re Liebes- flam- ma Sucht in Gottes Herzen Ruh; Lo- dern euerm Heiland zu! € seine Glie- der, Er das Licht und wir de Er das Haupt, Herz und Herz, ver- eint zu- sam- men Laf"- set eu re Lie- bes- flam- me Sucht in Gottes Herzen Ruh; Lo- dern euerm Heiland zu! Er das Haupt, ſet ne Glie- der, Er das Licht und wir de en 1e Daß meine Augen sehen dich In aller Freud', o Gottessohn, Mein Heiland auf dem Himmelsthron! Herr Jesu Chrift, Ten. Erhöre mich, erhöre mich! Ich will dich preisen ewiglich. # Bass. 131. zler G 295 HEMO 282 Herz und Herz, ver- eint zu- fam- men, Laf fet en re Lie- bes- flam- men = Sucht in Gottes Herzen Ruh; Lo- dern euerm Heiland zu! Er das Haupt, wir seine Glie- der, Er das Licht und wir der Herz und Herz, ver- eint zu- sam- men, Las set = eu re Liebes- flam- men Good DIR Sucht in Gottes Herzen Ruh; Lo- dern euerm Heiland zu! Er das Haupt, wir set ne Glie- der, Er das Licht und wir der 296 Schein; Er der Mei- ster, wir die Brü- der; Er un- ser, wir sind sein! Schein; Er der Mei- ster, wir die Brü- der; Er un- ser, wir sind sein! 2. Kommt, ach kommt, ihr Gotteskinder, Und erneuert euern Bund! Schwöret unserm Ueberwinder Lieb' und Treu von Herzensgrund! Und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, O, so flehet um die Wette, Bis sie Jesus wieder stählt. 3. Tragt es unter euch, ihr Glieder, Auf so treues Lieben an, Daß ein Jeder für die Brüder Auch das Leben lassen kann! So hat uns der Herr geliebet, So vergoß er dort sein Blut; Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr selbst euch Eintrag thut! 4. Einer reize doch den Andern, Kindlich, leidsam und gering Unserm Heiland nachzuwandern, Der für uns am Kreuze hing. THEY Schein; Er der Mei- ster, wir die Brü- der; Er ist un- ser, wir sind sein! Schein; Er der Mei- ster, wir die Brü- der; Er ist E un- ser, wir sind sein! Einer soll den Andern wecken, Alle Kräfte, Tag für Tag Ohne Sträuben darzustrecken, Daß man ihm gefallen mag. 297 5. Hallelujah! welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad', Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat. Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist! 6. Ach, du holder Freund, vereine Deine dir geweihte Schaar, Daß sie sich so herzlich meine, Wie's dein letzter Wille war! Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet ist. 298 Disc. Alt. #z 7. So wird dein Gebet erfüllet: Daß der Vater alle die, Denen du dein Herz enthüllet, Auch in seine Liebe zieh'; Und daß, wie du eins mit ihnen, Also sie auch eines sein, Sich in wahrer Liebe dienen itsen Und einander gern erfreun. 8. Liebe, du hast es geboten, Daß man Liebe üben soll, O, so mache doch die todten, Trägen Geister lebensvoll! 132. --6b b b b b 3 10: abda b b 의 Ihr Kinder des Höchsten, wie steht'su die Liebe? Wie folgt man dem wahren Ve et- ni- gungs- trie- be? Bleibt ihr auch im Ban उनक Ihr Kinder des Höchsten, wie steht's um --bb die Lie- be? Wie folgt man dem wahren Ver ei- ni- gungs- trie- be? Bleibt thr auch im Ban et [ ets 113 Zünde an die Liebesflamme, Daß ein Jeder sehen kann, Wir, als die von einem Stamme, Stehen auch für einen Mann. 9. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist; Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein; Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sein. 132. Ten.363 + b Bass. b3 299 Ihr Kinder des Höchsten, wie steht's um die Lie- be? Wie folgt man dem wahren VerEQ ei- ni- gungs- trie- be? Bleibt ihr auch im BanD b3J Ihr Kinder des Höchsten, wie steht's um die Lie- be? Wie folgt man dem wahren Vers bet- ni- gungs- trie- be? Bleibt ihr auch im Ban 300 b +3. b b -b b b b #z b b b de der Einig- keit stehn? Ist b fei- ne O Zer- tren- nung der Gei- ster ge- schehn? Der S Vater im Him- mel kann Her- zen er- kennen; Wir dür- fen uns Brüder ohn' Lie- be nicht ne nen, Die Flam- me des Höchsten muß leuchte de der Einigkeit stehn? Ist feine Zer- tren- mung der Get- ster ge- schehn? Der be C Va- ter im Him- mel kann Her- zen er- kennen; Wir dür- fen uns Brüder ohn' Lie- be nicht nen b nen, Die Flam- me des Höchsten muß leuchten nj en 13 b b 13 b b b ¤ de der Ei- nig- keit stehn? Ist b Zer- tren- nung der Gei- ster ge- schehn? Der b Wir dür- fen uns Brüder ohn' Lie- be nicht nendite b B Va- ter im Him- mel kann Her- zen er- kennen; Dite b bb b nen, Die Flam- me des Höchsten muß leuchten O 301 fet= ne e de der Einigkeit stehn? Ift 25 fei- ne 3er- tren- nung der Gei- ster ge- schehn? Der Va- ter im Him- mel kann Her- zen er- kennen; Wir dür- fen uns Brüder ohn' Lie- be nicht nennen, Die Flam- me des Höchsten muß leuchten 302 # b -bb b und brennen. Die Flam- me des Höchsten mu leuchten und brennen. und brennen. Die Flam- me des Höchsten mu b leuchten und brennen. 2. So bald wir von oben aufs neue geboren, So sind wir von Christo zu Brüdern erforen. Ein Vater, ein Glaube, ein Geist, eine Tauf, Ein voller zum Himmel gerichteter Lauf Kann unsere Herzen vollkommen verbinden; Wir können nichts anders als Seligkeit finden, :,: Verdacht, Neid und Aergerniß müssen verschwinden. 3. Die Heimath, die droben ist, hält uns zusammen Und schickt uns herunter die himmlischen Flammen; Kein Unterschied findet hier einige Statt, Weil Demuth die Herzen vereiniget hat. Drum singet dem Vater mit einigem Munde; Ohn' Loben und Lieben vergeh' keine Stunde! :,: Wir stehn vor dem Höchsten als Einer im Bunde. 4. Wir sind ja desselbigen Reiches Genossen, Dasselbige Blut ist für Alle gefloffen, Ein jeder mit Allen zum Vaterland dringt, Die Kirche nach Einem stets kämpfet und ringt. Wir müssen bereit sein, für Brüder zu sterben, Wie Jesus uns auch so gemacht hat zu Erben: :,: Ein Glied fühlt und leidet des andern Verderben. 5+ 1 b 44 f b 303 und brennen. Die Flam- me des Höchsten muß 2 leuchten und brennen. und brennen. Die Flam- me des Höchsten muß 51 Li Durch Eintracht wird Irrthum und Sünde zerstöret; Wer ist's, der verbundenen Geistern was wehret?:,: 6. So laffet uns lieben und freuen von Herzen, en Einander versüßen die Leiden und Schmerzen! Dringt kräftig, ihr Seelen, auf Eines hinein! Vermehret die Strahlen vom göttlichen Schein! Das wird auch den ewigen Vater erfreuen; Er wird euch erquicken, erleuchten, erneuen, Und was ihr beginnet, wird lieblich gedeihen.:,: leuchten und brennen. 5. Ach laßt uns einander erinnern und führen, Daß wir nicht die Krone des Lebens verlieren. Und müssen wir dulden und kämpfen aufs Blut, So stehn wir vereinigt auf unserer Hut. Das Flehen der Kinder wird wahrlich erhöret; 133. ( Melodie Nr. 181.) 1. Befiehl du deine Wege Und was dein Herze kränkt, Der allertreusten Pflege Deß, der den Himmel lenkt; 304 Der Wolken, Luft und Winden Gibt Wege, Lauf und Bahn, Der wird auch Wege finden, nd Bay Da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, Wenn dir's soll wohl ergehn; Auf sein Werk must du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn. Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Läßt Gott sich gar nichts nehmen; Es muß erbeten sein. 3. Dein' ewge Treu und Gnade, O Vater, weiß und sieht, don Was gut sei oder schade Dem menschlichen Gemüth; Und was du dann erlesen, Das treibst du, starker Held, Und bringst zu Stand und Wesen, Was deinem Rath gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, An Mitteln fehlt dir's nicht; Dein Thun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht; Dein Werk kann Niemand hindern, Dein' Arbeit darf nicht ruhn, Wenn du, was deinen Kindern Ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel Hie wollten widerstehn, So wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; Was er ihm vorgenommen, Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen n Zu seinem Zweck und Ziel. 6. Hoff, o du arme Seele, Hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer plagt, Mit großen Gnaden rücken; Erwarte nur der Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn' der schönsten Freud'. 7. Auf, auf! gib deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Laß fahren, was dein Herze Betrübt- und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, Der Alles führen soll; Gott sitzt im Regimente Und führet Alles wohl. 8. Jhn, ihn laß thun und walten! Er ist ein weiser Fürst, Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem Rath Das Werk binausgeführet, Dac dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verzichn, Und thun in seinem Theile, Als hätt' in seinem Sinn Er deiner sich begeben, Und sollst du für und für In Angst und Nöthen schweben, Als frag' er nichts nach dir. 10. Wird's aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird dein Jammer schwinden, Da du's am mind'sten gläubst. 20 305 306 Disc. Alt. Er wird dein Herz befreien Von der so schweren Last; Dann wird dich nie gereuen, Was du getragen haft. 11. Wohl dir, du Kind der Leiden, Du haft und trägst davon Mit Ruhm und aufend Freuden Den Sieg, die Chrenkron'! Gott gibt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, 134. War- um sollt' ich mich denn grä- m Hab' ich dech Christum noch, Wer will mir den n b men? Wer will mir den Him- mel raub War- um sollt' ich mich denn grå- ma Hab' ich doch Christum noch, Wer will mir den ne b men? Wer will mir den Him- mel raus be be Und du fingst Freudenpsalmen Dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach' End', o Herr, mach Ende All' unfrer Angst und Noth; Stärk unsre Füß' und Hände, Und laß bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiß zum Himmel ein. 134. Ten.36€ 307 Bass. War- um sollt' ich mich denn grå- men? Hab' ich doch Christum noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Him- mel rauben, War- um sollt' ich mich denn grå- men? Hab' ich doch Christum noch, Wer will mir den nehO men? Wer will mir den Him- mel rau- ben, 308 den mir schon Got- tes Sohn Bet- ge= legt im Glau- ben? B den mir schon Got- tes Sohn Bet- ge- legt in Glau- ben? 2. Gut und Blut, Leib, Seel' und Leben Ist nicht mein; Gott allein Ift's, der es gegeben. Will er's wieder zu sich kehren, Nehm' er's hin, ich will ihn Dennoch fröhlich ehren. 3. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen Dringt herein Angst und Pein, Sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; Er weiß wohl, wie er soll All' mein Unglück enden. 4. Gott hat mich bei guten Tagen Oft ergößt; sollt ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Gut ist Gott und straft mit Maßen; Sein Gericht kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 5. Satan, Welt und ihre Rotter Können mir nichts mehr hier Thun, als meiner spotten. 1 den mir schon Got- tes Sohn Bei- ge- legt im 360 Glau- ben? -Б den mir schon Got- tes Sohn Bei- ge- legt im Glau- ben? Laß sie spotten! Laß fie lachen! Gott mein Heil wird in Eil Sie zu Schanden machen. 309 6. Unverzagt und ohne Grauen Soll ein Christ, wo er ist, Stets sich lassen schauen; Wollt' ihn auch der Tod aufreiben, Soll der Muth dennoch gut Und fein stille bleiben. 7. Kann doch selbst kein Tod uns tödten, Sondern reißt unsern Geist Aus viel tausend Nöthen, Schließt das Thor der bittern Leiden Und macht Bahn, daß man kann Gehn zu Himmelsfreuden. 8. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand voller Sand, Kummer der Gemüther. Dort, dort sind die edlen Gaben, Da mein Hirt, Christus, wird Mich ohn' Ende laben. 310 9. Herr, mein Hirt, Brunn' aller Freuden, Du bist mein, ich bin dein, Niemand kann uns scheiden; Ich bin dein, weil du dein Leben Und dein Blut mir zu gut In den Tod gegeben. 10. Du bist mein, weil ich dich faffe, Und dich nicht, o mein Licht, Aus dem Herzen laffe. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich und ich dich Ewig werd' umfangen! 135. ( Melodie Nr. 202.) 1. Jft Gott für mich, so trete Gleich Alles wider mich! So oft ich zu ihm bete, Weicht Alles hinter sich. Hab' ich das Haupt zum Freunde Und bin geliebt bei Gott, Was kann mir thun der Feinde Und Widersacher Rott? 2. Nun weiß und glaub' ich feste, Ich rühm's auch ohne Scheu, Daß Gott, der Höchst und Beste, Mein Freund und Vater sei, Und daß in allen Fällen Er mir zur Rechten steh', Und dämpfe Sturm und Wellen Und, was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, Ist Christus und sein Blut. Das machet, daß ich finde Das ewig wahre Gut. 1₁ An mir und meinem Leben Ist nichts auf dieser Erd'! Was Christus mir gegeben, Das ist der Liebe werth. 4. Christus ist meine Ehre, Mein Ruhm und schönstes Licht. Wenn er nicht in mir wäre, Beständ' vor Gott ich nicht. In ihm kann ich mich freuen, Hab' einen Heldenmuth, Darf fein Gerichte scheuen, Wie sonst ein Sünder thut. 5. Sein Geist wohnt mir im Herzen, Regieret meinen Sinn, Vertreibet Sorg' und Schmerzen, Nimmt allen Kummer hin, Gibt Segen und Gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner Kraft. 6. Sein Geist spricht meinem Geifte Manch' süßes Trostwort zu, Wie Gott dem Hülfe leiste, Der bei ihm suchet Ruh, Und wie er hab' erbauet Ein' edle, neue Stadt, Da Herz und Auge schauet, Was man geglaubet hat. 7. Da ist mein Theil, mein Erbe Mir prächtig zugericht, Wenn ich gleich fall' und sterbe, Fällt doch mein Himmel nicht. Verbring' ich gleich hienieden Mit Thränen manche Zeit, Mein Jesus und sein Frieden Durchfüßet alles Leid. 311 312 8. Kein Engel, keine Freuden, Kein Thron, noch Herrlichkeit, Kein Lieben und kein Leiden, Kein' Angst, noch Fährlichkeit, 136. Disc. Alt. F Schwing' dich auf zu Warum willst du deinem Got Gott zum Spo Du betrübte See le! 2 Daß dich Schwermuth qua- le? Merfst du nicht Feindes Lift? Er will dir den Glau- ben, Will Trost, den Jesus Christ Dir erworben, rausba ben Schwing' dich auf zu Warum willst du deinem Got Gott zum Spor F Du betrüb- te See= le! Daß dich Schwermuth quä- le? Merkst du nicht म Feindes Lift? Er will dir den Glau- ben, Will de Trost, den Jesus Christ Dir erworben, raut= ben Bot po htbe k Hou Spot ht be U be 6 Was man nur kann erdenken, Es sei klein oder groß, Der feines soll mich lenken Aus Jesu Arm und Schooß. 136. Feindes Lift? Er will dir den Glau- ben, Will den ET ben Troft, den Jesus Christ Dir erworben, rau-ben. ben Ten. Schwing' dich auf zu Warum willst du Bass. Du be trüb- te See- le! = Daß dich Schwermuth quä- le? Merkst du nicht des 313 det- nem Gott, Gott zum Spott, € Schwing' dich auf zu Warum willst du dei- nem Gott, Gott zum Spott, FP Du be trübte See le! 3 Daß dich Schwermuth quä- le? Merkst du nicht des Feindes Lift? Er will dir den Glau- ben, Will den Trost, den Jesus Christ Dir erworben, rau- ben. 314 Disc. Alt. 2. Hab' ich was nicht recht gethan, Ist mir's leid von Herzen, Dafür nehm' ich gläubig an Christi Blut und Schmerzen. Da ist die Bezahlung schon Meiner Missethaten; Bring' ich das vor Gottes Thron, Ist mir wohl gerathen. 3. Ich bin Gottes, Gott ist mein; Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein Mit dem bittern Leide, Laß eindringen! Kommt es ja Von geliebten Händen, Bricht und liegt vernichtet da, Wenn es Gott will enden. 137. bb b bb Ma- che dich, mein Geist, be reit, Daß dir nicht die bö= se Zeit Wa- che, fleh' und be te, Plößlich na- he tre- te; b Un- ver- hofft Ma- che dich, mein Geift, bereit, Daß dir nicht die böse Zeit Wa- che, fleh' und be te, Plößlich na- he tre- te; Un- ver- hofft ft Et Ft 4. Gottes Kinder säen zwar Traurig und mit Thränen; Aber endlich kommt das Jahr, Wonach sie sich sehnen. Ja, es kommt die Erntezeit, Da fie Garben machen. So wird all' ihr Grüm und LeidLauter Freud und Lachen. 5. Ei, so faß, o Christenherz, Alle deine Schmerzen, Wirf fie fröhlich hinterwärts! Laß des Trostes Kerzen Dich entzünden mehr und mehr! Gib dem großen Namen Deines Gottes Preis und Ehr'; Er wird helfen! Amen. 137. Ten. sbb e Wa- che, fleh' und Plözlich na- he Bass.b bb 36 bb Ma- che dich, mein Geist, bereit, Daß dir nicht die bö- se Zeit 315 be- te, tre- te; Un- ver- hofft Ma- che dich, mein Geist, bereit, Daß dir nicht die bö- se Zeit Wa- che, fleh' und be= te, Plößlich na- he tre te; Un- ver- hofft 316 bb b bf bb. b bb Ist schon oft Ule ber viele From- men Die Ver- su- chung kom- men. tod Ist schon oft Ue- ber viele From- men Die Ver- su- chung kom- men. 2. Doch vor Allem wache auf Von dem Sündenschlafe; Denn es folget sonst darauf Eine lange Strafe, Und die Noth sammt dem Tod Möchte dich in Sünden Unvermuthet finden. 3. Wache, sonst erleuchtet dich Chrifti Klarheit nimmer, Und dem Herzen zeiget sich Nur ein ferner Schimmer. Jesus will für die Füll' Seiner Gnadengaben Offne Augen haben. 4. Wache, laß dich Satans List Nicht in Schlaf umringen, Weil er sonst behende ist, Dich zu Fall zu bringen; Denn Gott gibt, die er liebt, Oft in schwere Strafen, Wenn sie sicher schlafen. TOUT b to Ist schon oft Ule ber viele From men S Die Ver- su- chung kom- men. dibus bb 317 Ist schon oft Ulle- ber viele From- men Die Ver- su- chung kom- men. 5. Wache, daß dich nicht die Welt Durch Gewalt bezwinge, Oder, wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe. Wach' und sieh, daß du nie Laue, falsche Brüder Hältst für Christi Glieder. 6. Wach' und trau' dem Fleische nie, Nie dem eignen Herzen; Sonst wirst du gewißlich hie Gottes Huld verscherzen. Denn es ist voller List, Frömmigkeit zu heucheln Und dem Stolz zu schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei Mitten in dem Wachen, Denn der Herr muß selbst dich fret Von dem Allem machen, Was dich drückt und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest Und sein Werk nicht treibest. 318 Disc Z Alt. 8. Ja, er will gebeten sein, Wenn er was soll geben; Dazu ladet er uns ein, Wenn wir wollen leben, Und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden Kräftig überwinden. 138. In al- len mei- nen Tha- ten laj 2 ich den Höchsten ra- then, Der al- les be e fann und hat; Er muß zu allen Ding b 9 Soll's an- ders wohl ge lin- gen, Selbst geb In al len mei- nen Tha- ten S = ich den Höchsten ra- then ,. Der al- les b fann und hat; Er muß zu allen Din- ga b Soll's an- ders wohl gelingen, Selbst geb Laj gen -ben Ten. to 9. Drum so laßt uns immerdar Wachen, flehn und beten, Weil die Angst, Noth und Gefahr Immer näher treten; Denn die Zeit ist nicht weit, Da uns Gott wird richten Und die Welt vernichten. 138. 319 회! In al len mei- nen Tha- ten Laß ich den Höchsten ra then, Der al= les - 36 kann und hat; Er muß zu allen Din- gen, E Soll's anders wohl gelingen, Selbst ge- ben Bass.C of 101 In al len mei- nen Tha- ten Laß 9 ich den Höchsten ra- then, Der al= les fann und hat; Er muß zu allen Din- gen, O Soll's an- ders wohl ge- lin- gen, Selbst ge- ben 320 b b gu- ten Rath und That. J gu- ten Rath und That. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine Mühe, Mein Sorgen ist umsonst; Er mag's mit meinen Sachen Nach seinem Willen machen; Ich stell's in seine Vatergunft. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was Gott außersehen, Und was mir selig ist. Ich nehm' es, wie er's gibet, Was ihm von mir beliebet, Das hab' ich willig auch erkiest. 4. Jch traue seiner Gnaden, Die mich vor allem Schaden, Vor allem Uebel schüßt. Leb' ich nach seinen Säßen, So wird mich nichts verlegen, Nichts fehlen, was mir ewig nüßt. 5. Er wolle meiner Sünden In Gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine Schuld. Er wird auf mein Verbrechen Nicht gleich das Urtheil sprechen Und haben noch mit mir Geduld. guten Rath und That. guten Rath und That. 6. Leg' ich mich späte nieder, Erwach' ich frühe wieder, Lieg' oder ziehe fort, In Schwachheit und in Banden, Und was mir stößt zu Handen, So tröstet mich sein süßes Wort. 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen An mein Verhängniß gehn; Kein Unfall unter allen Wird je zu hart mir fallen, Ich will ihn freudig überstehn. Tim 8. Ihm hab' ich mich ergeben, Zu sterben und zu leben, So bald er mir gebeut; Es set heut oder morgen, Ihn laß ich dafür sorgen: Er weiß gar wohl die rechte Zeit. 9. So set nun, Seele, seine, Und traue dem alleine, Der dich geschaffen hat; Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der Höhe Der weiß zu allen Sachen Rath. 21 321 322 Disc. Alt. b b b b ten ten b Wer Gott, dem Al- ler- höch- sten, traut, Der ha b b 3 b ten tent 139. Wer nur den lie- ben Gott läßt wal Den wird er wun- der- bar er- hal auf keinen Sand ge- baut. T = Und hof- fet auf ihn alle zeit, In al- ler Noth und Trau- rig- keit. 3 Wer nur den lieben Gott läßt wal Den wird er wun- der- bar er- hab = Und hof- fet auf ihn al le zeit, In aller Noth und Trau- rig- feit. Wer Gott, tem Al- ler- höch- sten, traut, Der ha b - auf keinen Sand ge- baut. 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? Was hilft uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen al at 1 + fif 36 3 ten ten 139. t Wer nur den lieben Gott läßt walDen wird er wun- der- bar er- hal$. ha Wer Gott, dem Al- ler- höch- sten, traut, Der hat auf keinen Sand ge- baut. 9b3 ten ten Und hof- fet auf ihn al le= zett, In al- ler Noth und Trau- rig- keit. 323 Wer nur den lie- ben Gott läßt walDen wird er wun- der- bar er hal= Und hof- fèt auf ihn al= le- zeit, In al- ler Noth und Trau- rig- feit. H ha Wer Gott, dem Al- ler- höch- sten, traut, Der hat 6 auf keinen Sand ge- baut. Beklagen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid Nur größer durch die Traurigkeit. 324 3. Zu Gott sei deine Seele stille Und stets mit seinem Rath vergnügt; Erwarte, wie sein guter Wille Zu deinem Wohlergehn es fügt. the Gott, der uns ihm hat auserwählt, Weiß doch am besten, was uns fehlt. Disc. Alt. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, Er weiß wohl, was uns nüglich sei; Wenn er uns nur hat treu erfunden Und merket keine Heuchelei, So kommt er, ech' wir uns verfehn, Und läsfet uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshize, Daß du von Gott verlassen bist, Und daß ihm der im Schooße size, Was Gott thut, das ist wohl- ge- than; Wie er fängt mei- ne Sa- chen ar # Es bleibt ge- recht sein Wil- le. Will ich ihm hal- ten stil- le. Was Gott thut, das ist wohl- ge- than Wie er fängt meine Sachen an Es bleibt ge- recht sein Wil- le. Will ich ihm hal- ten stille. Er ift me m Der reich und groß und mächtig ist. Die Zukunft ändert oft sehr viel Und setzet jeglichem sein Ziel. me 6. Es sind ja Gott geringe Sachen, Und seiner Allmacht gilt es gleich, Den Reichen klein und arm zu machen, Den Armen aber groß und reich; Gott ist's, der Wunder stets gethan, Der stürzen und erheben kann. 7. Sing', bet' und geh' auf Gottes Wegen, Berricht das Deine nur getreu, Trau' ihm und seinem reichen Segen, So wird er täglich bei dir neu; Denn welcher seine Zuversicht Auf Gott seßt, den verläßt er nicht. 140. Es bleibt gerecht sein Wil- le. me Will ich ihm hal- ten stil- le. 325 CH Was Gott thut, das ist wohl- ge- than; Wie er fängt mei- ne Sa- chen an Es bleibt ge- recht sein Wille. Will ich ihm hal- ten stil- le. Er ist mein Was Gott thut, das ist wohl- ge- than; Wie er fängt mei- ne Sa- chen an, F Er ist mein 326 Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu e hal ten; Drum laß ich ihn nur wal- ten. Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu a 7 # # J CHE, halten; Drum laß ich ihn nur wal- ten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan; Er wird mich nicht betrügen. Er führet mich auf rechter Bahn; So laß ich mir genügen An seiner Huld und hab' Geduld; Er wird mein Unglück wenden; Es steht in seinen Händen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan; Er wird mich wohl bedenken. Mein Arzt, der Alles heilen kann, Wird mir nicht Gift einschenken Für Arzenei: Gott ist getreu! Drum will ich auf ihn bauen Und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; Er ist mein Licht und Leben, Der mir nichts Böses gönnen kann; Ich will mich ihm ergeben In Freud und Leid; es kommt die Zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. DE Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu erhal- ten; Drum laß ich ihn nur wal- ten. DE Gott, Der in der Noth Mich wohl weiß zu er75 327 hal- ten; Drum laß ich ihn nur wal- ten. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan; Muß ich den Kelch gleich schmecken, Der bitter ist nach meinem Wahn, Laß ich mich doch nicht schrecken, Weil doch zuleßt ich werd' ergößt Mit süßem Trost im Herzen; Da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben, So wird Gott mich ganz väterlich In seinen Armen halten; Drum laß ich ihn nur walten. 141. ( Melodie Nr. 78.) 1. Wir Menschen sind zu dem, o Gott, Was geistlich ist, nicht tüchtig; Dein Wesen, Wille und Gebot Ist viel zu hoch und wichtig; 328 Wir wissen's und verstehen's nicht, Wo uns dein göttlich Wort und Licht Ven Weg dazu nicht zeiget. 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte; Sie machten in der Welt bekannt Dein Heil und deine Rechte. Zuleßt ist selbst dein ein'ger Sohn, Ď Vater, von des Himmels Thron Gekommen, uns zu lehren. 3. Für solches Heil, Herr, sei gepreist! Laß es uns nimmer rauben, Und gib uns deinen heilgen Geist, Daß wir dem Worte glauben, Daß wir's annehmen jederzeit Mit Sanftmuth, Demuth, Lieb' und Freud', Als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der Frevler frecher Spott Uns nicht vom Worte wende; Es nimmt gewiß, gerechter Gott, Ihr Thun ein schrecklich Ende. Gib deinem Worte Siegeskraft, 142. Disc. Alt. Dein Wort, Herr, ist die rechte Lehr', Ein Schild zu uns- rer Ge- genwehr, St Dein Wort, Herr, ist die Ein Schild zu uns- rer rechte Lehr', Ge- genweht, Daß es Bekehrung in uns schafft, Auch reichlich bei uns wohne. 5. Der Sam' am Wege wird sofort Bom Feinde weggenommen; Auf Fels und Steinen kann das Wort Niemals zum Wurzeln kommen, Und wenn es unter Dornen fällt, Hat Sorg' und Wollust dieser Welt Bald seine Kraft ersticket. 6. Drum öffne, Herr, Verstand und Herz, Daß wir dein Wort recht fassen, Uns in der Freude wie im Schmerz Auf seine Kraft verlassen; Daß wir nicht Hörer nur allein, Nein, auch des Wortes Thäter ſein, Frucht hundertfältig bringen. 7. Gott Vater, laß zu deiner Ehr' Dein Wort fich weit ausbreiten! Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr' Erleuchten mög' und leiten! D heilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken immerfort Troft, Hoffnung, Lieb' und Glauben! 142. Ten. 3 Bass. 329 Dein Wort, Herr, ist die rechte Lehr', Ein Schild zu uns- rer Ge- genwehr, FÇJ Dein Wort, Herr, ist die rechte Lehr', Ein Schild zu uns- rer Ge- genwehr, 330 Ein Licht, das uns er- leuchtet, Ein Thau, der uns be- feuchtet, Ein Stärkungs, tranf, wenn wir uns frank An Seel' und Geist be fin- den, Ein fe- stes Band, das uns- re Hand Mit del ner kann ver- bin- den. Ein Licht, das uns er- leuchtet, Ein Thau, der uns be- feuchtet, Ein Stärkungs tranf, wenn wir uns frank An Seel' und Geist be Hy 950 fin- den, Ein fe- ftes Band, das uns- re Hand 7 Mit deiner kann verbinden. 2. Verleih' mir deinen guten Geift, Der alles das versiegle, Worin dein Wort mich unterweist, Daß ich darin mich spiegle, Und immerdar das, was ich war, Und was ich bin, erkenne, Auch niemals mehr von deiner Lehr' In Sünd' und Irrthum renne. Fo JE Ein Licht, das uns er- leuchtet, Ein Thau, der uns be- feuchtet, Ein Stärkungstrant, wenn wir uns kranf An Seel' und Geist bes 331 fin- den, Ein fe- stes Band, das uns- re Hand Mit deiner kann ver- bin- den. DE Ein Licht, das uns er- leuchtet, Ein Thau, der uns be- feuchtet, Ein Stärkungstranf, wenn wir uns krank An Seel' und Geist befin- den, Ein festes Band, das uns- re Hand Mit deiner kann verbin- den. 3. Gib meinem Glauben Lebenskraft, Die alles kann vollbringen, Damit durch dessen Eigenschaft Ich ritterlich kann ringen, Und Kreuz und Noth, ja, gar den Tod Viel lieber woll' erleiden, Als daß ich hier vom Wort und dir Mich ließ aus Kleinmuth scheiden. 332 143. ( Melodie Nr. 131.) 1. Herr, dein Wort, die edle Gabe, Diesen Schatz erhalte mir! Denn ich zieh' es aller Habe Und dem größten Reichthum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, Worauf soll der Glaube ruhn? Mir ist's nicht um tausend Welten, Aber um dein Wort zu thun. 2. Hallelujah! Ja und Amen! Herr, du wolleft auf mich sehn, Daß ich mög' in deinem Namen Feft bei deinem Worte stehn! Laß mich eifrig sein befliffen, Dir zu dienen früh und spat, Und zugleich zu deinen Füßen Sißen wie Maria that. 144. ( Melodie Nr. 184.) 1. Heut ist des Herren Ruhetag; Vergeffet aller Sorg' und Plag; Verschmäht der Glocken Stimme nicht; Kommt vor des Höchsten Angesicht! Hallelujah! 2. Laßt uns begehn mit rechtem Fleiß Den Tag zu unsres Gottes Preis! Wir wollen ihm mit frohem Mund Lobsingen aus des Herzens Grund. Hallelujah! 3. Gott Vater, der mit großer Macht Aus nichts die Welt hervorgebracht, Und als du fie genug geziert, Dein Bild, den Menschen, drein geführt; Hallelujah! 4. Hilf, daß wir deiner Werke Pracht, Drin leuchtet Weisheit, Güt' und Macht, Erkennen und je mehr und mehr Ausbreiten deines Namens Ehr'! Hallelujah! 5. O liebster Heiland, Jesu Christ, Der du vom Tod erstanden bist, Und heut' erschienst der Jüngerschaar, Die deinethalb' betrübet war. Hallelujah! 6. Richt' unsre Herzen auf zu dir, Daß aller Kummer sich verlier'! Versichre trostreich unsern Sinn, Des Todes Macht sei nun dahin. Hallelujah! 7. O heilger Geist, laß uns dein Wort So hören heut und immerfort, Daß sich in uns durch deine Lehr' Glaub', Liebe, Hoffnung reichlich mehr. Hallelujah! 8. Erleuchte uns, du wahres Licht; Entzieh' uns deine Gnade nicht; Regiere also unser Thun, Daß wir in Gottes Frieden ruhn. Hallelujah! 9. Gott Vater, Sohn und Geist, verleih', Daß dieser Tag dir heilig sei, Wir auch die Sabbathsruh und Freud' Erlangen einst in Ewigkeit. Hallelujah! 145. ( Melodie Nr. 158.) 1. Jesu, Seelenfreund der Deinen, Sonne der Gerechtigkeit, Wandelnd unter den Gemeinen, Die zu deinem Dienst bereit, Komm' zu uns, wir sind beisammen, Gieße deine Geistes flammen, Gieße Licht und Leben aus Ueber dieß dein Gotteshaus! 333 2. Komm', belebe alle Glieder, Du, der Kirche heilig Haupt; 334 Disc. Alt. Treibe aus, was dir zuwider, Was uns deinen Segen raubt! Komm', entdeckt uns in der Klarheit Gottes Herz voll Gnad' und Wahrheit! Laß uns fühlen allzugleich: Ich bin mitten unter euch! 3. Laß sich die Gemüther kehren Zu dir, Glanz der Ewigkeit! Laß uns innigft nur begehren, Was uns dein Erbarmen beut; Laß dein Licht und Leben fließen Und in Alle sich ergießen; Stärke deinen Gnadenbund, Herr, in jedes Herzens Grund! 4. Laß auch unsre Lehrer sehen Nur auf dich, Herr Jefu Chrift! Laß die Hörer tief verstehen, Daß du selbst zugegen bist, Mild in jedes Herz zu kommen. 146. Tube 2830 MO Wach' auf, du Geist der ersten Zeu Die Tag und Nächte nim- mer schweiz Wach' auf, du Geist der ersten ZeuDie Tag und Nächte nim- mer schwet Was nicht wird von dir genommen, Taugt, und wär' es noch so schön, Nicht in deine Himmelshöhn. 5. Komm', o Herr, in jede Seele, Laß sie deine Wohnung sein, Daß dir einst nicht eine fehle In der Gotteskinder Reihn. Laß uns deines Geistes Gaben Reichlich mit einander haben; Offenbare heiliglich, Haupt, in allen Gliedern dich! 6. Was von dir uns zugeflossen, Müsse Geist und Leben sein; Was die Seele hat genossen, Mache sie gerecht und rein! Komm', o Jesu, uns zu segnen, Jedem gnädig zu begegnen, Daß in ewger Lieb' und Treu Jedes dir verbunden sei. Ten. Bass. 146. 335 Wach' auf, du Geist der ersten ZeuDie Tag und Nächte nim- mer schweiWach' auf, du Geist der ersten ZeuDie Tag und Nächte nim- mer schweis 336 gen, gen, Der Wächter, die auf Zi- ons Mauern Und die ge- trost dem Feind ent ge- gen stehn, gehn, Ja, de- ren Schall die ganze Welt durch dringt Und al- ler Völker Schaaren zu dir bringt gen, gen, Der Wächter, die auf Zi- ons Mauern Und die ge- trost dem Feind entgegen stehn, gehn, Ja, de- ren Schall die ganze Welt durc dringt Und al- ler Völker Schaaren zu dir bringt 111 2. O, daß dein Feuer brennen möchte Und bald sein Glanz in alle Lande gehn! Ach Herr, gib doch getreue Knechte, Die eifrig stets in deiner Arbeit stehn! Herr der Ernte, siehe doch darein! Die Ernt' ist groß, der Knechte Zahl ist klein. 3. Herr, gib dein Wort mit großen Schaaren, Die in der Kraft Evangelisten sein! Laß eilend Hülf uns wiederfahren, 1 1 gen, gen, stehn, gehn, Ja, de- ren Schall die ganze Welt durchgen, gen, 060 Der Wächter, die auf 3i- ons Mauern Und die ge- trost dem Feind ent- ge- gen bringt Und al- ler Völ- ker Schaaren zu dir bringt. DE 337 Der Wächter, die auf Zi- ons Mauern Und die ge- troft dem Feind entge- gen stehn, gehn, Ja, de- ren Schall die ganze Welt durchdringt Und al- ler Völ- ker Schaaren zu dir bringt. Und brich in Satans Reich mit Macht herein! breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 4. Laß schnell dein Wort die Welt durchlaufen; Es sei kein Ort ohn' dessen Glanz und Schein, Ach, führe bald dadurch mit Haufen, Der Heiden Füll' zu deinen Thoren ein! Ja, wecke doch auch Israel bald auf, Und also fegne deines Wortes Lauf! 22 338 5. D, beäre Zlone wüste Stege, Und öffne drinnen deinem Wort die Bahn; Was hindert, räume aus dem Wege, Vertilge du den falschen Glaubenswahn! Von Miethlingen mach' deine Kirche frei, Daß Kirch' und Schul' ein Garten Gottes sei. 6. Laß jede hoh' und niedre Schule Die Werkstatt deines guten Geistes sein; Ja, size du drin auf dem Stuhle Disc. Alt. 147. Ruft ge- troft, ihr Wäch- ter- stimmen; J Ruft ge- troft und scho- net nicht! Christus S will ein Zeugniß ha- ben. Wür- det ihr e & J J J Ruft ge- trost, ihr Wäch- ter- stimmen; Ruft ge- troft und scho- net nicht! Christus will ein Zeugniß ha- ben. Würdet ihr es Daa HEEL HEL Ind präge dich der Jugend selber ein, Daß treue Lehrer wir und Beter sehn, Die kräftig vor den Riß der Kirche stehn. 7. Du selber haft mit klaren Worten Ins diese Bitte in den Mund gelegt. 0, siehe, wie an allen Orten Eich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, Dich herzinbrünstig darum anzuflehn; Drum hör', o Herr, und sprich: es soll geschehn! Ten. 339 34 Bass. of Ruft ge- trost, ihr Wäch- ter- stimmen; Ruft ge- troft und scho- net nicht! Christus will ein Zeugniß ha- ben. Würdet ihr es aus Ruft ge- trost, ihr Wäch- ter- stimmen; Ruft ge- trost und scho- net nicht! Christus will ein Zeugniß ha- ben. Würdet ihr es 340 nun ver- gra- ben, O, das wär' ein groß Ge richt! Ruft ge- trost, ihr Wäch- ter- ftim- men! Ruft ge- trost und scho- net nicht! 12 nun ver- gra- ben, D, das wär' ein groß Ge richt Ruft ge trost, ihr Wäch- ter- ftim- men! # Ruft ge- troft und scho- net nicht! 2. Wahrlich, Steine müßten reden, Wenn der Mund der Priester schweigt. Ja, die Felsen dieser Erden Müßten lauter Zeugen werden, Wenn kein Mensch von Christo zeugt. Wahrlich, Steine müßten reden, Wenn der Mund der Priester schweigt. 3. Darum auf, ihr Knechte Gottes, Bittet um den heilgen Geist! Wollt ihr euch nach Christo nennen, So müßt ihr ihn fret bekennen; S 3 nun ver- gra- ben, D, das wär' ein groß Gericht! Ruft ge- troft, ihr Wäch- ter- ftim- men! Ruft ge- trost und scho- net nicht! 341 nun ver- gra- ben, D, das wär' ein groß Ges E richt! Ruft ge- trost, ihr Wäch- ter- stim- men! Ruft ge- troft und scho- net nicht! Denn sonst wird er nicht gepreist. Darum auf, ihr Knechte Gottes, Bittet um den heilgen Geist! 4. Seid ihr Stimmen in der Wüste, Nun so weist die Welt aufs Wort! Führt die Kranken und Gesunden Auf des Lammes Tod und Wunden, Als den rechten Gnadenhort. Seid ihr Stimmen in der Wüste, Nun so weist die Welt aufs Wort! 342 Disc. Alt. 148. Wer- de Licht, du Volk der Hei- den; Dir geht auf ein Glanz der Freuden Wer- de Licht, Je- ru- sa- lem! Vom ge- rin- gen Bethlehem. Er, das Licht und Heil der Welt, Christus hat sich eingestellt. Wer- de Licht, du Volk der Hei- den; Dir geht auf ein Glanz der Freuden Wer de Licht, Je- ru- sa- lem! Vom ge- ringen Bethlehem. Er, das Licht un Heil der Welt, Christus hat sich ein- ge- stellt. 2. Ehe dieses Licht erschienen, Das die Völker wünschten, lag Dicke Finsterniß auf ihnen; Doch uns scheinet lichter Tag; Und ein strahlenvoller Stern Führt uns sicher zu dem Herrn. 3. Aber ach! von deinem Volke Wirst du, Heiland, nicht erkannt, Und des Irrthums finstre Wolke Ten. Bass. 443 148. 343 Wer- de Licht, du Volk der Hei- den; Dir geht auf ein Glanz der Freuden Wer de Licht, Je- ru- sa- lem! = Vom ge- rin- gen Bethlehem. Er, das Licht und Heil der Welt, Christus hat sich ein- ge- stellt. 1995Wer- de Licht, du Volk der Hei- den; Dir geht auf ein Glanz der Freuden Werde Licht, Je- ru- sa- lem! Vom ge- rin- gen Bethlehem. Er, das Licht und # Heil der Welt, Chriftus hat sich ein- ge- stellt. Ueberschattet noch dein Land; Ueber Salem strahlt dein Licht; Aber es empfängt dich nicht. 4. Weise kommen anzubeten, Auch Herodes fragt nach dir, Doch er fragt nicht, sich zu retten; Er erschrift, daß du nun hier, Und in schwer verhehlter Wuth Dürstet er nach deinem Blut. 344 5. Ach, verwerfet doch, ihr Sünder, Den nicht, der euch retten kann. Kommt und werdet Gottes Kinder; Betet euern König an! Eilt zu ihm und säumet nicht; Macht euch auf und werdet Licht! 149. ( Melodie Nr. 119.) 1. Eine Heerde und ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, Wenn sein Tag erscheinen wird? Freue dich, du kleine Heerde; Mach' dich auf und werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden; Blinde Pilger flehn um Licht: Jesus hält, was er verspricht. 3. Komm', o komm', getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Heerde! Kleine Heerde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Vor des Morgenrothes Helle, Und der Sohn der Wüste kniet Dürstend an der Lebensquelle; Ihn umleuchtet Morgenlicht: Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber stehen aufgethan; Rauscht, verdorrete Gebeine! WHO Macht dem Bundesengel Bahn, Großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: es werde Licht!" Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, Und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried' und Wonne! Mach' dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. ( Melodie Nr. 202.) 1. Herr Jesu, Licht der Heiden, Der Frommen höchste Lieb'! Wir kommen jetzt mit Freuden Durch deines Geistes Trieb In diesen deinen Tempel, Und suchen mit Begier Nach Simeons Erempel Dich, Gottes Sohn, allhier. 2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem Ort; Wo man mit dir verbunden Durch dein Verheißungswort; Vergönnst noch heut zu Tage, Daß man dich gleicherweis Auf Glaubensarmen trage, Wie jener fromme Greis. 3. Sei unsre Hülf' und Wonne, Ein lindernd Del in Pein, Im Dunkeln unfre Sonne, Im Kreuz ein Gnadenschein, In Zagheit Glut und Feuer, In Noth ein Freudenstrahl, 345 346 In Banden ein Befreier, Ein Stern in Todesqual! Alt. 4. Herr, laß uns auch gelingen, Daß einst wie Simeon, Ein jeder Christ kann singen Den süßen letzten Ton: Mir werden nun im Frieden Die Augen zugedrückt, Nachdem ich schon hienieden Den Heiland hab' erblickt! 5. Ja, ja, ich hab' im Glauben, Mein Jesu, dich geschaut! Kein Feind kann dir mich rauben, 151. Disc. b 6 b --b b b Es bricht das Licht her für. Der Wun- der 2 #z stern gibtdir Bericht, Der Held sei vor der Thür. b Auf, See- le, auf, und säu- me nicht b Auf, See- le, auf, und säu- me nicht, Es bricht das Licht her- für. Der Wun- ders Is stern gibt dir Bericht, Der Held sei vor der Thür. Und dräaut er noch so laut. Uns scheiden keine Schmerzen, Nicht Angst, noch Tod dazu. Ich wohn' in deinem Herzen Und in dem meinen du. 6. Hier will es oft mir scheinen, Du sehst mich strafend an, Daß ich vor Angst und Weinen Dich faum erkennen kann; Dort aber wird's geschehen, Daß ich von Angesicht Zu Angesicht soll sehen Dein immer flares Licht. 151. Ten. 3 b Auf, See- le, auf, und säu- me nicht, tid t Es bricht das Licht her- für. Der Wun- der347 b stern gibt dir Bericht, Der Held sei vor der Thür. Bass. b 6 at Auf, See- le, auf, und säu- me nicht, Es bricht das Licht her- für. Der Wun- derb stern gibt dir Bericht, Der Held sei vor der Thür. 348 2. Geh' aus von deinem Vaterland, zu suchen solchen Herrn; Laß deine Augen sein gewandt Auf diesen Morgenstern! 3. Gib Acht auf diesen hellen Schein, Der aufgegangen ist; Er führet dich zum Kind hinein, Das heißet Jesus Christ. 4. Da findest du das Lebensbrød, Das dich erlaben kann, Für deiner Seele Hungersnoth Das allerbeste Man. 5. Halt' dich im Glauben an das Wort, Das fest ist und gewiß; Das führet dich zum Lichte fort Aus aller Finsterniß. 6. Ersinke du vor seinem Glanz In tiefster Demuth ein, Und laß dein Herz erleuchten ganz Von solchem Freudenschein! 7. Gib dich ihm selbst zum Opfer dar Mit Geist, mit Leib und Seel', Und singe mit der Engel Schaar: Hier ist Immanuel! 8. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, Wo man zum Leben geht; Hier ist des Paradieses Pfort', Die wieder offen steht. 9. Hier fallen alle Sorgen hin, Zur Lust wird alle Pein; Es wird erfreuet Herz und Sinn; Dein Gott ist wieder dein! 10. Der zeigt dir einen andern Weg, Als du vorher erkannt, Den stillen Ruh- und Friedenssteg Zum ewgen Vaterland. 152. ( Melodie Nr. 65.) 1. Ach, bleib' bei uns, Herr Jesu Chrift, Weil es nun Abend worden ist; Dein göttlich Wort, das helle Licht, Laß ja bei uns erlöschen nicht! 2. In dieser letzten bösen Zeit Verleih' uns, Herr, Beständigkeit, Daß wir dein Wort und Sakrament Rein halten bis an unser End'. 3. Hilf, Jesu, deine Kirch' erhalt'; Wir sind gar sicher, träg und kalt. Gib Glück und Heil zu deinem Wort, Daß es erschall' an allem Ort. 4. Erhalt' uns nur bei deinem Wort, Und wehr' des Teufels Trug und Mord; Gib deiner Kirche Gnad' und Huld, Fried', Einigkeit, Muth und Geduld! 5. Ach Gott, es geht gar übel zu! Auf dieser Erd' ist keine Ruh; Viel Sekten und viel Schwärmerei, Die drängen allerwärts herbet. 349 6. Den stolzen Geistern wehte doch, Die sich mit Macht erheben hoch Und bringen stets was Neues her, Zu fälschen deine wahre Lehr'. 7. Die Sach' und Ehr, Herr Jesu Chrift, Nicht unser, sondern dein ja ist; Darum so steh' du denen bei, Die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort sei unsers Herzens Truß Und deiner Kirche wahrer Schuß; Dabei erhalt uns, lieber Herr, Daß wir nichts Andres suchen mehr. 9. Gib, daß wir leben nach dem Wort, Und darauf einmal fahren fort Von hinnen aus dem Jammerthal Zu dir in deinen Himmelsfaal. 350 Disc. Alt. Der Ein' feste Burg ist un ser Er hilft uns frei aus al= ler Gott, Ein' gute Wehr und Waf- fen, Noth, Die uns jetzt hat betroffen; alt' 153. 6 bö se Feind Mit Ernst er's jetzt meint. Groß' Macht und viel List Sin 50 = Ein' fe fte Burg ist unſer Er hilft uns frei aus al= ler Der alt' Gott, Ein' gute Wehr und Waffen, Noth, Die uns jetzt hat be= troffen; böse Feind Mit Ernst er's jetzt meint. Groß' Macht und viel List Sein -en. 7 裝 Der ein Gott, Ein' gute Wehr und Waf- fen, Noth, Die uns jetzt hat be trof- fen; Ein' fe fte Burg ist un fer Er hilft uns frei aus al= ler alt' Der 153. 351 er's jetzt meint. Groß' Macht und viel List Sein Gott, Ein' gute Wehr und Noth, Die uns jetzt hat be alt' bö se Feind Mit Ernst = Ein' feste Burg ist un ser Er hilft uns frei aus al= ler OD Waffen, trof- fen; H bö se Feind Mit Ernst er's jezt meint. Groß' Macht und viel List Sein 352 grausam Rüstung ist; Auf Erd' ist nicht sein Gleichen. grausam Rüstung ist; Auf Erd' ist nicht ins Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, Wir sind gar bald verloren; Es streit't für uns der rechte Mann, Den Gott selbst hat erforen. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein andrer Gott, Das Feld muß er behalten! 3. Und wenn die Welt voll Teufel war Und wollt' uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr; Es soll uns doch gelingen! Der Fürst dieser Welt, Wie sau'r er sich stellt, Thut er uns doch nichts, Das macht, er ist gericht't, Ein Wörtlein kann ihn fällen.. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn Und kein'n Dank dazu haben, Er ist bei uns wohl auf dem Plan 1 grausam Rüstung ist; Auf Erd' ist nicht sein's Gleichen. 19 grausam Rüstung ist; Auf Erd' ist nicht sein's Gletchen.. Mit seinem Geist und Gaben. Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr', Kind und Weib, Laß fahren dahin! Sie haben kein' Gewinn; Das Reich muß uns doch bleiben. 154. ( Melodie Nr. 65.) 1. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort Und steure deiner Feinde Mord, 353 Die Jesum Chriftum, deinen Sohn, Wollen stürzen von seinem Thron. 2. Beweis dein' Macht, Herr Jefu Chrift, Daß du Herr aller Herren bist. Beschirm' dein' arme Christenheit, Daß fie dich lob' in Ewigkeit. 3. Gott, heilger Geist, du Tröster werth, Schaff einen Sinn in Chrifti Heerd'; Steh' uns bei in der letzten Noth, leit' uns ins Leben aus dem Tod! 23 354 Disc. Ez Alt. 155. ( Melodie Nr. 161.) 1. Ach, bleib' mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Chrift, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List. 2. Ach, bleib' mit deinem Worte Bei uns, Erlöser werth, Daß uns in diesem Horte Sei Troft und Heil bescheert. ACC 3. Ach, bleib' mit deinem Glanze Bei uns, du werthes Licht; 156.e Fah- re fort, fah- re fort, 3ion, fah- re fort im Licht; Mache deinen Leuchter hel- le! Laß die erste Lie- be nicht, SuFah- re fort, fah- re fort, Zi- o Hee fah- re fort im Licht; Mache deinen Leuch hel- le! Laß die erste Lie- be nicht, Sud chter = de oll, uchi Ten. ass. Dein Wahrheit uns unschanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib' mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr, Heil, Gnad' und all Vermögen Reichlich in uns vermehr'! 5. Ach, bleib' mit deinem Schuße Bei uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht truge, Noch fäll' die böse Welt. 6. Ach, bleib' mit deiner Treue Bei uns, Herr, unser Gott! Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Noth! 156. 13 355 Fah- re fort, fah- re fort, 3i on, fah- re fort im Licht; Mache deinen Leuchter fah- re hel- le! Laß die erste Lie- be nicht, Su- che ¢ J O Fah- re fort, fah- re fort, 3i- on, fort im Licht; Mache deinen Leuchter Be hel- le! Laß die erste Lie- be nicht, Su- che 356 stets die Lebensquelle, 3i- on, drin- F durch die enge Pfort', Fahre fort, PP Fahre fort! ge stets die Lebensquel- le, Zion, drin- ge JJ durch die en- ge Pfort', Fahre fort, Fahre fort! 2. Leide dich, leide dich! Zion, leide ohne Scheu Trübsal, Angst, mit Spott und Hohne; Sei bis in den Tod getreu, Siehe auf die Lebensfrone!! Zion, fühlest du der Schlangen Stich: Leide dich, leide dich! 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, Die dich suchet groß zu machen; Achte nicht ihr Gut und Geld! Ernst im Beten, ernst im Wachen. Zion, wenn sie dir viel Luft verspricht: Folge nicht, folge nicht! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geist, Der dir ruft zu beiden Seiten; Thue nicht, was er dich heißt; Laß nur deinen Stern dich leiten! Zion, das was gut scheint und was schlecht, Prüfe recht, prüfe recht! ftets die Lebensquel- le, 3t on, brin ge durch die en- ge Pfort', Fahre fort, Fahre fort! DE stets die Lebensquel- le, Zion, drin- ge 357 F durch die en- ge Pfort, Fahre fort, Fahre fort! 5. Dringe ein, dringe ein, Zion, dringe ein in Gott! Stärke dich mit Geist und Leben, Sei nicht wie die andern todt, Sei du gleich den grünen Reben! Zion, in die Kraft, für Heuchelschein, Dringe ein, dringe ein! 6. Brich herfür, brich herfir, Zion, brich herfür. in Kraft! laß die Bruderliebe brennen; Zeige, was der in dir schafft, Der dich als sein Volk will kennen! Zion, durch die aufgethane Thür Brich herfür, brich Herfür! 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu; laß nicht lau und träg dich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei! Auf, verlasse, was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus, halte aus! 358 157. ( Melodie Nr. 6.) sid on 1. Wenn der Herr einst die Gefangnen Ihrer Bande ledig macht, D, dann schwinden die vergangnen Leiden, wie ein Traum der Nacht. Dann wird unser Herz sich freun, Unser Mund voll Lachens sein; Jauchzend werden wir erheben Den, der Freiheit uns gegeben. 2. Herr, erhebe deine Rechte, Richt' auf uns den Vaterblick; Disc. Alt. 158. Alle Menschen müssen ster- ben, Was da le bet, muß ver- der- ben, Al- les Fleisch ver- geht wie Heu; Soll es anders wer- den neu. Die- ja Intantes #C Alle Menschen müffen ster- ben - ben Was da le- bet, muß ver- derAlles Fleisch ver- geht wie Heu; Soll es an- ders wer- den neu. Die sa 1 1₁ 11 et Rufe die zerstreuten Knechte In das Baterhaus zurück! Ach, der Pfad ist steil und weit, Kürze unsre Prüfungszeit; Führ' uns, wenn wir treu gestritten, In des Friedens stille Hütten! 3. Ernten werden wir mit Freuden, Was wir weinend ausgesät; Jenseits reift die Frucht der Leiden, Und des Sieges Palme weht. Unser Gott auf seinem Thron, Er, er selbst ist unser Lohn; Die ihm lebten, die ihm starben, Bringen jauchzend ihre Garben. 158. fen. 3 DE Bass. D Al- les Fleisch ver- geht wie Heu; Soll es an- ders wer- den neu. OP Alle Menschen müssen sterben, Was da le bet, muß ver- der- ben, = 359 Die- ser 38 of Alle Menschen müssen sterben, Was da le bet, muß ver- der- ben, Al- les Fleisch ver- geht wie Heu; Soll es anders wer- den neu. Die- ser 360 Leib, der muß ver- we- sen, Wenn er ● soll ge- ne- sen Zu der großen Herr- lich, g feit, Die den Frommen ist bereit. wig Leib, der muß ver- we- sen, Wenn er ewig Fid soll ge- ne- sen Zu der großen Herr- lich to feit, Die den Frommen ist bereit. 2. Darum will ich dieses Leben, Wenn es meinem Gott beliebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrifbt; Denn in meines Jesu Wunden Hab' ich schon Erlösung funden, Und mein Trost in Todesnoth Ist des Herren Jesu Tod. 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein Tod ist mein Gewinn; Er hat mir das Heil erworben, Drum fahr' ich mit Freuden hin, Hin aus diesem Weltgetümmel In den schönen Freudenhimmel, Da ich werde allezeit Schauen Gottes Herrlichkeit. 41 FELL LLLL LLLL DE 3 Leib, der muß verwesen, Wenn er e= wig soll ge- ne sen Zu der großen Herr- lichF8 feit, Die den Frommen ist bereit. Leib, der muß ver- we- sen, Wenn er e= wig soll ge ne sen Zu der großen Herr- lich3 Lade A 361 fett, Die den Frommen ist bereit. 4. Da wird sein das Freudenleben, Wo viel tausend Seelen schon Sind mit Himmelsglanz umgeben, Dienen Gott vor seinem Thron; Wo die Seraphinen prangenUnd das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Geift. 5. Wo die Patriarchen wohnen, Die Propheten allzumal; Wo auf ihren Ehrenthronen Siget der Apostel Zahl; Wo in so viel tausend Jahren Alle Frommen hingefahren; Wo dem Herrn, der uns versöhnt, Ewig Hallelujah tönt. 12 362 6. O Jerusalem, du schöne, Wie so helle glänzeft du! D, wie lieblich Lobgetönesa kong Hört man da in sanfter Ruh'! O, der großen Freud' und Wonne! Jego gehet auf die Sonne, Jeho gehet an der Tag, Der kein Ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket Diese große Herrlichkeit; Jego werd' ich schön geschmücket Mit dem weißen Himmelskleid, Mit der güldnen Ehrenkrone Steh' ich da vor Gottes Throne, Schaue solche Freude an, Die kein Ende nehmen kann! 159. ( Melodie Nr. 139.) 1. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende? Hin geht die Zeit, her kommt der Tod. Ach, wie geschwinde, wie behendecle Kann kommen meine Todesnoth! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! ll 2. Es kann vor Abend anders werden, Als es am frühen Morgen war; So lang ich leb' auf dieser Erden, Schweb' ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 3. Herr, lehr' mich stets mein End' bedenken Und, wenn ich einmal sterben muß, Die Seel' in Jesu Tod versenken Und ja nicht sparen meine Buß! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! de 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, Daß ich bereit sei für und für Und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schick's mit mir! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 5. Erwecke Sehnsucht nach dem Himmel Und zeige mir das Nichts der Welt; Gib, daß mir in dem Weltgetümmel Die Ewigkeit sei vorgestellt! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck' all' meine Sünde Mit dem Verdienste Jesu zu, Damit ich hier Vergebung finde Und dort die lang gewünschte Ruh'. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, Nichts, es sei Leben oder Tod. Ich leg' die Hand in seine Seite Und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt' durch Christi Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen Schon längst in meiner heilgen Tauf; Du bist mir daher auch gewogen, Haft mich zum Kind genommen auf, Mein Gott, ich bitt' durch Chrifti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 363 9. Ich habe Jesu Leib gegessen, Ich hab' sein Blut getrunken hier; Nun kannst du meiner nicht vergeffen, Ich bleib' in ihm und er in mir. 364 Mein Gott, ich bitt' durch Chrifti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! Alt. 10. So komm' mein End' heut oder morgen, Ich weiß, daß mir's mit Jesu glückt. Ich bin und bleib' in seinen Sorgen, Mit Jesu Gnaden ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt' durch Chrifti Blut, Mach's nur mit meinem Ende gut! 11. Ich leb' indeß in dir vergnüget Und sterb' ohn' alle Kümmerniß; Es gehe, wie mein Gott es füget, Ich glaub' und bin deß ganz gewiß: Mein Gott, durch Jesu Christi Blut Machst du's mit meinem Ende gut! Disc. 160. ( Melodie Nr. 92.) 1. Wenn mein Stündlein vorhanden ist, Zu fahren meine Straße, Geleit' du mich, Herr Jesu Chrift, Mit Hülf mich nicht verlasse! Herr, meine Seel' am leßten End' 161. bb 5 3 Christus, der ist mein Le- ben, Und bb f b Christus, der ist mein Le- ben, Und Befehl' ich dir in deine Händ'; Du wirst sie wohl bewahren. 2. Die Sünde wird mich fränken sehr Und mein Gewissen nagen, Denn sie ist viel wie Sand am Meer; Doch will ich nicht verzagen, Will denken in der letzten Noth, Herr Jesu Christ, an deinen Tod, Der wird mich wohl erhalten. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, Deß tröst' ich mich von Herzen; Von dir ich ungeschieden bleib' In Todesnoth und Schmerzen. Wenn ich gleich sterb', so sterb', ich dir; Ein ewig Leben hast du mir Durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, Werd' ich im Grab nicht bleiben; Mein Trost, Herr, deine Auffahrt ist, Sie kann die Furcht vertreiben; Denn wo du bist, da komm' ich hin, Daß ich stets bei dir leb' und bin; Drum fahr' ich hin mit Freuden. 161. b Bass. b bb 365 ö Christus, der ist mein Le- ben, Und Chriftus, der ist mein Le- ben, Und 366 bb b bb b 43 bb b Sterben mein Gewinn; Ihm hab' ich mich er Disc. bb b Alt. ift ge- ben, Im Frie- den fahr' ich hin. . Sterben mein Gewinn; Ihm hab' ich mich er ge- ben, Im Frie- den fahr' ich hin 2. Mit Luft fahr' ich von hinnen Zu ihm, dem Bruder mein, Den Himmel zu gewinnen, Dort stets bei ihm zu sein. 3. Nun hab' ich überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Noth; Durch seine heilgen Wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 4. Wenn meine Kräfte brechen, Mein Athem stöhnt im Lauf, Kein Wort ich mehr kann sprechen, Herr, nimm mein Seufzen auf! 162. Die Christen gehn von Ort zu Ort Und ziehen zu dem Frieden fort Die Christen gehn von Ort ju Ort Und ziehen zu dem Frieden fort bo 3t bb Ten. Bass. Sterben mein Gewinn; Ihm hab' ich mich erge- ben, Im Frie- den fahr' ich hin. Je Sterben mein Gewinn; Ihm hab' ich mich er홍 Q O 367 ge- ben, Im Frie- den fahr' ich hin. 5. Wenn Sinnen und Gedanken Vergehen als ein Licht, Das hin und her muß wanken, Well jetzt die Flamme bricht. 6. Alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein; Dein Rath gescheh', dein Wille, Wenn kommt mein Stündelein! 7. Laß an dir, gleich den Reben, Mich bleiben allezeit, Und ewig bei dir leben Dort in der Himmelsfreud'! 162. Die Christen gehn von Ort zu Ort Und ziehen zu dem Frieden fort Die Christen gehn von Ort zu Ort Und ziehen zu dem Frieden fort 368 # Durch man- nigfaltgen Jam- mer, Und ruhn in ihrer Kam- mer. Gott nimmt fle nach dem Lauf Mit seinen Ar- men auf; Das Wei- zen- forn wird in sein Beet Auf F Hoffnung schö- ner Frucht ge- sät. Durch man- nigfaltgen Jam- mer, Und ruhn in ih- rer Kam- mer. Gott nimmt fie z nach dem Lauf Mit seinen Ar- men auf; Das Wei- zen- korn wird in sein Beet Auf 76 # Hoffnung schö- ner Frucht ge- sat. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist! 410 Gelobt sei'n eure Schritte, Du friedevoll befreiter Geist, Du jetzt verlaßne Hütte! Du, Seele, bist beim Herrn; Dir glänzt der Morgenstern. Euch, Glieder, deckt mit sanfter Ruh' Der Liebe stiller Schätten zu. Durch man- nigfaltgen Jam- mer, Und ruhn in ihrer Kam- mer. Gott nimmt sie nach dem Lauf Mit seinen Ar- men auf; F -#Das Wei- zen- korn wird in sein Beet Auf Hoffnung schö- ner Frucht gesät. 369 Durch man- nigfaltgen Jam- mer, Und ruhn in ihrer Kam- mer. Gott nimmt fie nach dem Lauf Mit seinen Ar- men auf; Das Wei- zen- forn wird in sein Bect Auf Hoffnung schöner Frucht gesät. 3. Wir freun uns in Gelassenheit Der großen Offenbarung; Indessen bleibt das Pilgerkleid In heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß In Jesu Arm und Schooß! Die Liebe führ' uns gleiche Bahn, So tief hinab, so hoch hinan! 24 370 163. ( Melodie Nr. 169.) 1. Mag dieß Haus, das aus der Erden, Nur immerhin zerbrochen werden, Ein andres Haus wird uns erbaut; Gott will selbst den Bau vollführen, Mit ewger Himmelsklarheit zieren, Drán man nichts Unvollkommnes schaut. Hinweg, was irdisch heißt! Alt. Mein Herz, mein ganzer Geist Fleucht von hinnen, Ergreift dies Wort, Und ist schon dort, An jenem selgen Freudenort. 2. Da wird ohne Vorhang, offen, Das Allerheiligste getroffen; O seligste Zufriedenheit! Das Vergangne zu versüßen, 164. Disc. 2 Auferstehn, ja auferstehn wirk du, Mein Staub, noch fur- zer Ruh'! Un- sterblich 2 Auf- er- stehn, ja auf- er- stehn wir du, Mein Staub, nach kurzer Ruh'! Un- sterblich Gibt sich uns hier ganz zu genießen Die heiligste Dreieinigkeit. Es schenkt sich uns allhier Der Engel schöne Zier; Alle Frommen, Die finden sich Recht brüderlich; D Herz, o Seele, freue dich! 3. Hier ist lauter Licht und Freude, Die Seele prangt im weißen Kleide Der allerreinsten Heiligkeit. Alle tragen Lebenskronen Und sizzen mit dem Herrn auf Thronen In wandelloser Seligkeit. Hinweg, was irdisch heißt! Mein Herz, mein ganzer Geist Fleucht von hinnen, Sehnt sich hinein, Wo Gott allein Wird Alles und in Allem sein. 164. Ten. J 1 2 J Bass. 2 371 Auferstehn, ja auf- er- stehn wirft du, Mein Staub, nach kurzer Ruh'! Un- sterblich Auferstehn, ja auf- er- stehn wirst HD du, Mein Staub, nach kurzer Ruh'! Un- sterblich A 372 Le ben Wird, der dich schuf, dir geben. â Hallelujah! Le- ben Wird, der dich schuf, dir ge- ben Hal le- lu- jah! - 2. Wieder aufzublühn, werd' ich gesät. Der Herr der Ernte geht Und sammelt Garben; Er sammelt uns, die starben. Gelobt sei Gott! 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tay Du meines Gottes Tag! Wann ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich. 4. Wie den Träumenden wird dann uns sein; Mit Jesu gehn wir ein Zu seinen Freuden. Der müden Pilger Leiden Sind dann nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler; dann leb' ich Im Heiligthume Zu seines Namens Ruhme; Dann schau' ich ihn! ent. H # Le- ben Wird, der dich schuf, dir ge- ben. Hal= le- lu- jah! Le ben Wird, der dich schuf, dir geben. g Hallelujah! 165. ( Melodie Nr. 78.) 1. Es wird gewiß am Ziel der Zeit Der Sohn des Höchsten kommen, Zu richten mit Gerechtigkeit Die Bösen und die Frommen: Dann wird das Lachen werden theu'r, Wenn Alles wird vergehn im Feu'r, Wie Gottes Wort bezeuget. 2. Erschallen wird Posaunenton, Die Todten zu erwecken, 373 Sie herzufordern vor den Thron, Dem Tode selbst zum Schrecken. Ja, Erd' und Tod vernimmt's und bebt, Wenn alles Heer der Todten lebt, Zur Rechenschaft versammelt. 3. Die Bücher werden aufgethan, Drin klärlich steht zu lesen, Was sonst verborgen Jedermann: Wie jeder Mensch gewesen. 374 Da wird ein jeder Lohn empfahn Nach Allem, was er hat gethan Bei seines Leibes Leben. 4. Was werd' ich armer Sünder dann Vor deinem Richtstuhl sagen? Wer ist's, der mich vertreten kann, Wenn auch die Besten zagen? Das wirst du thun, Herr Jesu Chrift, Weil du zuvor gekommen bist, Die Sünder zu erlösen. 5. D Jefu, hilf zur selben Zeit, Durch deine heilgen Wunden, Daß ich im Buch der Seligkeit Werd' eingezeichnet funden! Weich' dann nicht von mir, Jesu Christ, Der du allein mein Helfer bist, Gedenke mein am Ende! 6. Herr, wenn ich denk an meine Schuld, So muß ich angstvoll weinen; Bedenk' ich deine große Huld, Muß Freude mir erscheinen. D Jesu, hilf zur leßten Zeit! Aus Gnaden mache mich bereit, Dich ewiglich zu schauen. 166. ( Melodie Nr. 151.) 1. Der Herr bricht ein um Mitternacht; Jest ist noch alles still, Wohl dem, der nun fich fertig macht Und ihm begegnen will. 2. Er hat es uns zuvor gesagt Und einen Tag bestellt; Er fommt, wenn Niemand nach ihm Noch es für möglich hält. 3. Wie liegt die Welt so blind und todt! Sie schläft in Sicherheit, Und meint, des großen Tages Noth. S Sei noch so fern und weit. 4. Wer wacht und hält sich nun bereit Als ein getreuer Knecht, Daß er in jener Rechnungszeit Vor Gott bestehe recht? and 5. Wer gibt sein Pfund auf Wucher hin Und nüßet seinen Tag, Daß er mit himmlischem Gewinn Vor Jesum treten mag? 6. Weckt ihr einander aus der Ruh', Daß Niemand sicher sei? Ruft ihr einander fleißig zu: Sei wacker, fromm und treu? 7. So wachet denn mit Herz und Sinn Und schlummert ja nicht mehr! Blickt täglich auf sein Kommen hin, Als ob es heute wär'! 8. Wenn dann der Richter wie ein Bliz Vom Himmel niederfährt, Wenn aller Sünder Luft und Wiz In Heulen sich verkehrt. 9. Dann kommt er euch als Morgenstern Mit ewgem Gnadenschein; Dann gehet ihr mit eurem Herrn Zu seinen Freuden ein. 167. ( Melodie Nr. 138.) De the 375 1. Die Welt kommt einst zusammen Im Glanz der ewgen Flammen Vor Chrifti Richterthron; Dann muß sich offenbaren. Kaie 376 Wer die und jene waren. Sie kennt und prüft des Menschen Sohn. 2. Der Greu'l in Finsterniffen, Das Brandmal im Gewissen, Die Hand, die blutvoll war; Das Aug' voll Ehebrüche, Das frevle Maul voll Flüche, Das Herz des Schalks wird offenbar. 3. Das Flehn der armen Sünder, Das Thun der Gotteskinder, Die Hand, die milde war, Das Aug' voll edler Zähren, Der Mund voll Lob und Lehren, Des Christen Herz wird offenbar. 4. Wo wird man sich verstecken? Was will die Blöße decken? Wer schmückt sich da geschwind? Wen kann die Lüge schüßen? Was wird ein Werkruhm nützen? Da sind wir Alle, wie wir sind! 5. Herr, diese Offenbarung Drück du mir zur Bewahrung Beständig in den Sinn, Daß ich auf das nur sehe, Ich gehe oder stehe, Wie ich vor deinem Auge bin! 168. ( Melodie Nr. 202.) 1. Ermuntert euch, ihr Frommen, Zeigt curer Lampen Schein! Der Abend ist gekommen, Die finstre Nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet Der Bräutigam mit Pracht; 200 Call Auf, betet, kämpft und wachet! Bald ist es Mitternacht. 2. Macht eure Lampen fertig, Und füllet fie mit Del, Und seid des Heils gewärtig, Bereitet Leib und Seel'! Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah'! Begegnet ihm in Reihen Und fingt: Hallelujah! 3. Ihr klugen Jungfrau'n alle, Hebt nun das Haupt empor Mit Jauchzen und mit Schalle Zum frohen Engelchor! Die Thür ist aufgeschlossen, Die Hochzeit ist bereit; Auf, auf, ihr Reichsgenossen, Der Bräutgam ist nicht weit! 4. Er wird nicht lang verziehen; Drum schlafet nicht mehr ein! Man sieht die Bäume blühen; Der schönste Frühlingsschein. Verheißt Erquickungszeiten; Die Abendröthe zeigt Den schönen Tag von weitem, Davor das Dunkel weicht. 063 18.02 5. Wer wollte denn nun schlafen? Wer flug ift, der ist wach. Gott kömmt, die Welt zu strafen, Zu üben Grimm und Rach' An Allen, die nicht wachen Und mit der stolzen Welt Den höhnen und verlachen, Der alle Ding' erhält. 6. Berleugnet cuch auf Erden, Ihr, die ihr Jesum licbt! 377 378 Tragt freudig die Beschwerden, da Und seid nicht mehr betrübt! Bald kommen Freudenstunden, Der Lobgesang ertönt, Wenn er, die überwunden, Mit Himmelswonne frönt. 7. Die ihr Geduld getragen Und mitgestorben seid, Sollt dann nach Kreuz und Plagen In Freuden ohne Leid Mit leben und regieren, Und vor des Lammes Thron Auf ewig triumphiren In eurer Siegeskron'. Alt. 8. Hier sind die Siegespalmen, Hier ist das weiße Kleid; Hier singt man Freudenpsalmen, Im Frieden nach dem Streit. Und nach den Wintertagen, ies 169.j Disc. 2 pamboo sle F Wachet auf! ruft uns die Stim- me Der Wächter sehr hoch auf der Zin- ne, Wach' auf, du da Wachet auf! ruft uns die Stim- me Der Z Wächter sehr hoch auf der Zin- ne, Wach' auf, du Nach langer Todesnacht Sind, die vermodert lagen, Zur Herrlichkeit erwacht. 9. Hier ist die Schaar der Treuen, Jerusalem, die Stadt, Wo die sich ewig freuen, Die er erlöset hat; Hier sind die güldnen Gassen, Hier ist das Hochzeitmahl; Hier soll sich niederlassen Der Uleberwinder Zahl. 10. O Jesu, meine Wonne, Komm' bald und mach' dich auf! Geh' auf, verlangte Sonne, Und fördre deinen Lauf! D Jesu, mach' ein Ende Und führ' und aus dem Streit! Wir heben Haupt und Hände Nach der Erlösungszeit. 169. Ten.2 379 FU Wachet auf! ruft uns die Stim- me Der Wächter sehr hoch auf der Zinne, Wach' auf, du Bass. 2 Wachet auf! ruft uns die Stim- me Der Wächter sehr hoch auf der 3in- ne, Wach' auf, du 380 Stadt Jerusalem! Mit- ternacht heißt die se Shun- de; Sie ru- fen uns mit hellem Mun- de: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der T Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Hal- le- lu- jah! Macht euch be- reit Zur Hochzeit F Stadt Je- ru- sa- lem! Mit- ternacht heißt die se Stun- de; Sie ru- fen uns mit hellem Mun- de: J Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Hal- lelujah! Macht euch be- reit Zur Hochzeit 381 Stadt Jerusalem! Mit- ternacht heißt die se F Stun- de; Sie ru- fen uns mit hellem Mun- de: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der ← thes Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! Hal- le- lu- jah! Macht euch be- reit Zur Hochzeit3 Stadt Jerusalem! Mit- ternacht heißt die ſe = 9 Stun- de; Sie ru- fen uns mit hellem Mun- de: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der D Bräutgam kömmt! Steht auf, die Lampen nehmt! 31 Hal- le- lu- jah! Macht euch be- reit Zur Hochzeit 382 #z म् freud'! Ihr müs- set ihm entge- gen- gehn. 2 freud'! Ihr müs- set ihm entgegen- gehn. 2. Zion hört die Wächter singen; Das Herz thut ihr vor Freuden springen; Sie wacht und stehet eilends auf. Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, Von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; Ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm', du werthe Kron', Herr Jesu, Gottes Sohn! Hoftanna! Wir folgen All' Zum Freudensaal Und halten mit das Abendmahl. 3. Gloria fei dir gesungen Mit Menschen und mit Engelzungen, Mit Harfenklang und Pfalterton! Von zwölf Perlen sind die Thore An deiner Stadt, wir stehn im Chore Der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug' hat je gesehn, Kein Ohr hat je gehört Solche Freude; des jubeln wir Und singen dir Das Hallelujah für und für. 170. ( Melodie Nr. 140.) 1. Wir warten dein, o Gottes Sohn, Und lieben dein Erscheinen; 3 A 야 freud'! Ihr müs- set ihm entge= gen- gehn. freud'! Ihr müs- set thm entgegen- gehn. Wir wissen dich auf deinem Thron Und nennen uns die Deinen. Wer an dich glaubt, Erhebt fein Haupt Und sietet dir entgegen; Du kommst uns ja zum Segen. 2. Wir warten deiner mit Geduld In unsern Leidenstagen; Wir tröften uns, daß du die Schuld Für uns am Kreuz getragen. So können wir Nun gern mit dir Uns auch zum Kreuz bequemen, Bis du's hinweg wirst nehmen. 3. Wir warten dein; du haft uns fa Das Herz schon hingenommen. Du bist zwar unserm Geiste nah, Doch wirst du sichtbar kommen; Da willst uns du Bei dir auch Ruh, Bet dir auch Freude geben, Bei dir ein herrlich Leben. 383 4. Wir warten dein, du kommst gewiß, Die Zeit ist bald vergangen; Wir freuen uns schon über dieß Mit findlichem Verlangen. 384 Was wird geschehn, Wenn wir dich sehn, Wenn du uns heim wirst bringen, Wenn wir dir ewig singen! 171. ( Melodie Nr. 138.) 1. Viel besser nie geboren, Als ewiglich verloren, Von Gott getrennt sich sehn, Von keinem Heile wissen, Von Licht zu Finsternissen, Vom Leben zu dem Tode gehn. 2. Von Freuden in den Klagen, Vom Hoffen im Verzagen, Von Wollust in der Pein, Von Freiheit in den Banden, Von Ehren in den Schanden, Von Ruhe in der Qual zu sein! S 3. Im Fluch auf ewig brennen, Gott seinen Gott nicht nennen, g D, das ist ja betrübt! Ach Gott, ich flich' gerade Allein zu deiner Gnade, Mein Gott, der du die Welt geliebt! 4. Du hast den Sohn gegeben,/ Im Sohn ein ewig Leben; Im Sohn will ich dich flehn, Dich flehn um deine Liebe, Dich flehn aus heißem Triebe: Laß mich das Heil in Jesu sehn! 5. Ich war dem Tod zum Raube; Nun gib mir, daß ich glaube! in Wer glaubt, soll selig sein. So geh' ich nicht verloren, So bin ich neu geboren, So dring' ich in das Leben ein. F 172. ( Melodie Nr. 169.) 1. Selig find des Himmels Erben, Die Todten, die im Herren sterben, Zur Auferstehung eingeweiht. Nach den letzten Augenblicken Des Todesschlummers folgt Entzücken, Folgt Wonne der Unsterblichkeit. Im Frieden ruhen sie, Los von der Erde Müh', Hostanna! Vor Gottes Thron, Zu seinem Sohn Begleiten ihre Werke sie. 2. Dant, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre Sei dir, Versöhner, Jesu Christ! Ihr, der Ueberwinder Chöre, Bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dem Lamme, das geopfert ist! Er fant wie wir in's Grab, Wischt unfre Thränen ab, Alle Thränen. Er hat's vollbracht. Nicht Tag, nicht Nacht Wird an des Lammes Throne sein. 385 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne Scheint uns alsdann; er ist uns Sonne, Der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach dem wir weinend rangen, Nun bist du, Heil, uns aufgegangen, Nicht mehr im Dunkeln, nicht von fern. Nun weinen wir nicht mehr; Das Alte ist nicht mehr, Hallelujah! Er sank hinab, Wie wir, ins Grab; Er ging zu Gott, wir folgen ihm. 25 386 173. ( Melodie Nr. 114.) 1. Es ist noch eine Ruh vorhanden; Auf, müdes Herz, und werde Licht! Du seufzeft hier in deinen Banden, Und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden Dort wird vor seinem Stuhle weiden; Wirf hin die Last und eil' herzu! Bald ist der schwere Kampf geendet, Bald, bald der saure Lauf vollendet; Dann gehst du ein zu deiner Ruh! Disc. Alt. 2. Die Ruhe hat Gott auserforen, Die Ruhe, die kein Ende nimmt; Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt; Das Gotteslamm, es wollte sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben. Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen, und ihr frommen. 184. bb b bb b C O wie se- lig seid ihr doch, ihr Frommen, Die ihr durch den Tod zu Gott ge bb b Dwie se lig seid ihr doch, ihr Frommen, Die ihr durch den Tod zu Gott ge 4 Versäumet nicht, einft einzukommen Zu meiner Ruhe Lieblichkeit! 3. Da wird man Freudengarben bringen; Denn unsre Thränensaat ist aus. D, welch' ein Jubel wird erklingen, Welch' Lobgetön im Vaterhaus! Schmerz, Seufzen, Leid wird ferne weichen, Es wird kein Tod uns mehr erreichen, Wir werden dort den Heiland schn; Er wird am Brunnquell uns erfrischen, Die Thränen uns vom Auge wischen; Wer weiß, was sonst noch wird geschehn! 4. So fommet denn, ihr matten Seelen Die manche Last und Bürde drückt! Eilt, eilt, aus euern Kummerhöhlen, Geht nicht mehr seufzend und gebückt! Ihr habt des Tages Last getragen, Dafür laßt euch der Heiland sagen: Ich selbst will eure Ruhstatt sein! Ihr seid sein Volk, er will euch schüßen; Will auch die Hölle auf euch blizen: Seid nur getroft und gehet ein! bb b -b bb b Bass. b 6 387 Frommen, Die ihr durch den Tod zu Gott gebb Dwie se lig seid ihr doch, ihr Dwie se tig seid ihr doch, ihr Frommen, Die ihr durch den Tod zu Gott ge 388 bb -bbb zb # Noth, die uns noch hält um- fan- gen. kom- men! Ihr seid entgangen Al- ler bo bb kom- men! Ihr seid entgangen Al- ler Noth, die uns noch hält um fan- gen. = 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben Und in Sorge, Furcht und Schrecken schweben; Was wir hier fennek, Ist nur Müh' und Herzeleid zu nennen. 3. 3hr hingegen ruht in eurer Kammer, Sicher und befreit von allem Jammer; Kein Kreuz und Leiden Ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Thränen; Ihr habt schon, wonach wir uns erst sehnen. Guch wird gefungen, Was durch keines Ohr allhie gedrungen. 5. Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben Und den Himmel für die Welt ererben? Wer wollt' hie bleiben, Sich den Jammer länger lassen treiben? 6. Komm', o Herr, uns aus dem Joch zu spannen; Lös' uns auf und führ' uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, Ist der frommen Seelen Freud' und Wonne. 366040 3 b b to bb Noth, die uns noch hält um fangen. 96 be F fom- men! Ihr seid entgangen Al- ler bb kom- men! Ihr feid ent- gan gen Al- ler = b Noth, die uns noch hält um fan- gen. = 175. ( Melodie Nr. 119.) 1. Herr, du haft in deinem Reich Große Schaaren heilger Engel! Diesen bin ich noch nicht gleich, Denn mein Herz ist voller Mängel. Ach, wann werd' ich auch so rein Wie die lieben Engel sein! 389 2. Mich beschweret Fleisch und Blut; Hilf mir, daß ich geistlich werde! Gib mir einen hohen Muth, Der sich trenne von der Erde; Daß ich als ein liebes Kind Allzeit Himmlisch sei gesinnt. 5. Mache mir dein Wort bekannt, Durch des heilgen Geistes Gabe, Daß ich Weisheit und Verstand Wie ein Engel Gottes habe, Bis wir einst in jenem Licht Völlig sehn dein Angesicht. 390 4. Herr, dein Wille soll geschehn Wie im Himmel, so auf Erden; Darum laß uns dahin sehn, Daß wir dir gehorsam werden, Und verleih', daß ich dabei Deiner Engel Mitknecht sei. 5. Unsre Welt ist voll Gefahr, Wie ein Meer voll stürm'scher Wellen; Sende deiner Engel Schaar, Daß mich niemand könne fällen; Wenn mein Auge schläfet ein, Laß sie meine Wächter sein! 6. Stelle, wenn ich sterben muß, Deine Helden mir zur Seite, Daß sie mir, wie Lazarus, Freudig geben das Geleite, Und mich zu der eigen Ruh Tragen deinem Himmel zu. 7. Laß mich, Herr, vor deinem Stuhl Bei den Auserwählten stehen, Wenn die Bösen in den Pfuhl Mit dem Satan müssen gehen; Mach' mich dann in deinem Reich Deinen heilgen Engeln gleich! 176. ( Melodie Nr. 74.) 1. Ich hab' von ferne, Herr, deinen Thron erblickt, Ünd hätte gerne Mein Herz vorausgeschickt, Und hätte gern mein müdes Leben, Schöpfer der Geister, dir hingegeben. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesegn. Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön. Könnt' ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heute an ewig wohnen! 3. Nur bin ich fündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, Noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon selig, Seitdem ich das entdeckt. Ich will mich noch im Leiden üben, Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn; Und ohn' Ermüden Will ich ihr näher gehn, Und ihre hellen goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen laffen. ( Melodie Nr. 161.) 1. Die Gnade sei mit Allen, Die Gnade unsers Herrn, Des Herrn, dem wir hier wallen Und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns ja kein Tritt, Es gehe seine Gnade Denn bis zum Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Scheu; 391 392 Disc. Alt. Und wenn uns je will grauen, So bleibt's: Der Herr ist treu. 4. Wird unsre Noth auch größer, So glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, Du kommst, so komme doch! 5. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Sie flößet zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt; 178. bb b bb zb b Auf, auf, ihr Reichsge- nos- sen! Empfangt ihn un- ver- dros- fen, Der Kö- nig kommt her- an. Er will uns al len nahn. bb b Ihr Christen, 2 Auf, auf, ihr Reichsge- nof sen! Empfangt ihn un- ver- dros- sen, Der Kö- nig kommt her- an. Er will uns al= len nahn. Ihr Christen, Der Herr hat eine Gnade, Die über Alles ist. 7. Bald ist es überwunden Nur durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Thaten thut. 8. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade fet mit Allen! Die Gnade sei mit mir! to Bass. b bb bb 178. 393 Auf, auf, ihr Reichsge nos sen! Empfangt ihn un- ver- drof- sen, Der König kommt her- an. Er will uns al= len nahn. Ihr Christen, 3 Auf, auf, ihr Reichsge nos sen! Empfangt ihn un- ver- dros- sen, Der Kö- nig kommt her- an. Er will uns al- len nahn. Ihr Christen, 394 bfp po b geht herfür! Laßt uns vor allen Dingen bf b Ihm Ho- si- an- na fin- gen Mit hei- hibb bo 3 bo bb bb t ger Be- gier! geht herfür! Laßt uns vor allen Dingen Ihm Ho- stan- na sin- gen Mit hei- liger Be- gier! 2. Auf, auf, ihr Vielgeplagten! Der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten! Dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Noth Mit reichem Trost euch speisen; Er will euch Hülf' erweisen, Ja dämpfen går den Tod. 3. Frisch auf, ihr Hochbetrübten! Der König kommt mit Macht. Ihr seid ja die Geliebten, An die er längst gedacht. Nun wird nicht Angst noch Pein, Kein Zorn uns ferner schaden, - I 3 b b p be b b e the J geht herfür! Laßt uns vor allen Dingen b Ihm Ho- st- an- na sin- gen Mit hei- lib Jb ger Be- gier! bb Jib p bb geht herfür! Laßt uns vor allen Dingen b- b Ihm Ho- st- an- na sin- gen fin- gen Mit het li - ltger Be- gier! Dieweil uns Gott aus Gnaden Läßt seine Kinder sein. 395 4. Nun, Herr, du gibst so reichlich Uns, die wir arm und schwach; Du liebest unvergleichlich Und gehst uns Sündern nach. Wir wollen dir allein Empor die Stimmen schwingen, Dir Hoftanna fingen Und ewig dankbar ſein. 179. ( Melodie Nr. 178.) 1. Mit Ernst, ihr Menschenkinder, Das Herz in cuch bestellt. 396 Disc. Alt. Damit das Heil der Sünder, Der große Wunderheld, Den Gott aus Gnad allein Der Welt zum Licht und Leben Gesendet und gegeben, Bei allen kehre ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den Weg dem großen Gast; Macht seine Steige richtig, Laßt alles, was er haßt; Macht eben Bahn und Pfad, Die Thale rings erhöhet, Erniedrigt, was hoch stehet, Was krumm ist, macht gerad! 3. Ein Herz, das Demuth liebet, Bei Gott am höchsten steht; 180. Es kommt der Kö- nig aller Eh- ren, Ihr Menschen, las- set euch be- feh- ren, £# Und seine Gna- denstimm' er- schallt: Weil Got- tes Herz in Liebe wallt. Denn 2JJ Es kommt der Kö- nig aller Eh- ren, Ihr Men- schen, las- set euch be- keh- ren, F Und seine Gna- denstimm' er- schallt: Weil Got- tes Herz in Liebe wallt. Denn Ein Herz, das Hochmuth übet, Mit Angst zu Grunde geht; Ein Herz, das richtig ist Und folget Gottes Leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach, mache du mich Armen In dieser Gnadenzeit Aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit! Zeuch in mein Herz hinein Und wohn' auf immer drinnen, So werden Herz und Sinnen Dir ewig dankbar sein. 180. Ten. 32 이 Bass. 5 397 Es kommt der König aller Ehren, Ihr Men- schen, las- set euch be- keh- ren, = Und seine Gna- dénstimm' er schallt: Weil Gottes Herz in Lie be wallt. Denn S Es kommt der König aller Eh- ren, Ihr Menschen, las- set euch be- feh- ren, Und seine Gna- denstimm' erschallt:" Weil Gottes Herz in Lie be wallt. Denn = 398 E Pep aus un- end- lichem Er- bar- men Ver- söh- net er sich mit der Welt Und sendet seinen Sohn uns Ar- men Zu unserm Heil und Lö- se- geld. JJ aus un- end- lichem Er- bar- men Ver- söh- net er sich mit der Welt Und sendet seinen Sohn und Ar- men Zu unserm Heil und Lö- se- geld. 2. O, laßt uns diesen Sohn umfaſſen! Er steht vor unsrer Herzen Thür. Der sich so tief herabgelassen, Der klopfet an bei dir und mir. Er kommt, die Wohnung aufzuschlagen; D, haltet ihn nicht länger fern! Laßt uns von ganzem Herzen sagen: Herein, Gesegneter des Herrn! 3. Jetzt kommt der Herr, uns zu erlösen, Der unser wartet als ein Hirt, Der einst zum Schrecken aller Bösen Als Nichter wieder kommen wird. 3 aus un- end- lichem Er- bar- men Ver- söh- net pa depop er sich mit der Welt Und sendet seinen Sohn uns 399 Ar- men Zu unserm Heil und Lö- se- geld. J aus un- end- lichem Er- bar- men Ver- söh- net er sich mit der Welt Und sendet seinen Sohn uns al Ar- men Zu un- serm Heil und Lö- se- geld. Jeßt kommt er, ewiglich zu segnen, Und spricht: Ich mache Alles neu. O, würden wir ihm doch begegnen Mit wahrer Buß' und Glaubenstreu! 4. Beziehe, großer Ehrenkönig, Die Herzen, die dir Zion weiht, Und mache sie dir unterthänig In dieser Zeit, in Ewigkeit! Zerstör' in uns die Sündenkräfte, Bewahr' uns als dein Eigenthum, Und fördre deines Reichs Geschäfte Zu deinem und des Vaters Ruhm! 400 Disc. z 181. Wie soll ich dich empfangen Und aller Welt Ver- lan- gen, O wie be- geg- nen dir, meiner Seele Zier? O Je- su, Je- fu zünde Mir selbst die Fa- ckel an, Da- mit ich im- mer fin- de, Was dich erfreu- en kann. Wie soll ich dich empfangen und aller Welt Ver- lan- gen, O wie be- geg- nen dir, meiner Seele Zier? O Je- su, Je- fu zünde Mir selbst die Fa- del an, Da- mit ich A im- mer fin- de, Was dich erfreu- en kann. 2. Dein Zion streut dir Palmen Und grüne Zweige hin, lo Und ich will dir in Psalmen dir in Psalmen a Ermuntern meinen Sinn, dus Ten. 181. Wie soll ich dich empfangen Und aller Welt Ver- lan- gen, D wie begeg- nen dir, mei- ner See- le Zier? O Je- su, Je- su zün35 Bass. 401 U de Mir selbst die Fa- ckel an, Damit ich immer fin- de, Was dich erfreu- en kann. Wie soll ich dich empfangen Und aller Welt Ver- lan- gen, D wie begegnen dir, meiner Seele Zier? O Je- su, Je- su zünde Mir selbst die Fa- ckel an, Da- mit ich 3 immer fin- de, Was dich erfreu- en kann. Mein Herz soll dir ergrünen In stetem Lob und Preis Und deinem Namen dienen, So gut es kann und weiß. 26 402 3. Was hast du unterlassen Zu meiner Seligkeit, Als Leib und Seele saßen In ihrem größten Leid? Als mir das Reich genommen, Da Fried' und Freude lacht, Bist du, mein Heil, gekommen Und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden: Du kommst und machst mich los. Ich stund in Sport und Schanden: Du kommst und machst mich groß Und hebst mich hoch zu Ehren Und schenkst mir großes Gut, Das sich nicht läßt verzehren, Wie eitler Reichthum thut. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben Zu mir vom Himmelszelt, Als dein getreues Lieben, Damit du alle Welt In ihren tausend Plagen Und großen Jammerlast, Die kein Mund je kann sagen, So fest umfangen hast. 6. Das schreib' in deine Herzen, Du tiefbetrübtes Heer, Bei denen Gram und Schmerzen Sich häufen mehr und mehr. Seid unverzagt! ihr habet Die Hülfe vor der Thür; Der eure Herzen labet Und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, Noch sorgen Tag und Nacht, Wie ih ihn wollet ztehen Drit eures Armes Macht; Er fommt. er kommt mit Willen, Ist voller Lieb und Lust, All' Angst und Noth zu stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken Vor eurer Sündenschuld, Nein, Jesus will sie decken Mit seiner Lieb' und Huld. Er kommt, er kommt, den Sündern Zum Trost und wahren Heil, Schafft, daß bei Gottes Kindern Verbleib' ihr Erb und Theil. 9. Was fragt ihr nach dem Dräuen Der Feind' und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen In einem Augenblick. Er kommt, er fommt, ein König, Dem aller Feinde Hand Auf Erden viel zu wenig Vermag zum Widerstand. 10. Er kommt zum Weltgerichte, Zum Fluch dem, der ihm flucht, Mit Gnad' und süßem Lichte Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm', ach komm', o Sonne, Und führ' uns allzumal Zum Licht, zur ewgen Wonne In deinen Freudensaal! 403 182. ( Melodie Nr. 65.) 1. Dieß ist die rechte Freudenzeit; Weg Traurigkeit, weg alles Leid! Troß dem, der ferner uns verhöhnt! Gott selbst ist Mensch, wir sind versöhnt. 404 Disc. Alt. 2. Es hat mit uns nun keine Noth, Weil Sünde, Teufel, Höll' und Tod Zu Spott und Schanden sind gemacht In dieser großen Wundernacht. 3. O selig, selig alle Welt, Die sich an dieses Kindlein hält! Wohl dem, der dieses recht erkennt Und gläubig seinen Heiland nennt! 183. Gott sei Dank in al- ler Welt, Der sein Wort be- ständig hält Und der Sünder Troft und F Rath Zu uns her- ge- sen- det hat. 2 Gott sei Dank in al- ler Welt, Der sein Wort be- ständig hält Und der Sünder Troft und = Rath Zu uns her ge- sen- det hat. 2. Was der alten Väter Schaar Höchster Wunsch und Sehnen war, Was im Geist sie prophezeit, Ift erfüllt mit Herrlichkeit. 4. Es danke Gott, wer danken kann, Der sich so hoch nimmt unser an Und sendet aus des Himmels Thron Uns, seinen Feinden, seinen Sohn. 5. Stimmt an denn mit der Engel Heer: Allein Gott in der Höh' sei Ehr, Auf Erden Friede jederzeit, Den Menschen Wonn' und Fröhlichkeit! 183. Ten. 39 Gott sei Dank in al- ler Welt, Der sein 405 Wort be- ständig hält Und der Sünder Troft und 3# Rath Zu uns her ge- sen- det hat. = EE Gott sei Dank in al- ler Welt, Der sein Bass. 2 E Wort be- ständig hält Und der Sünder Troft und Rath Zu uns her- ge- sen- det hat. 3. Set willkommen, o mein Heil! Dir Hostanna, o mein Theil! Richte du auch eine Bahn Dir in meinem Herzen an! 406 Disc. Alt. 4. Zeuch, du Ehrenkönig, ein! Es gehöret dir allein. Mach' es, wie du gerne thust, Rein von aller Sündenluft! 5. Tröste, tröfte meinen Sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des Satans arge List Wider mich geschäftig ist. 184. Sei hochge- lobt, Herr Je- su Christ, Daß du für uns Mensch worden bist. Es freu- te sich der En- gel Schaar, Da ei- ne Jungfrau E dich ge bar. Hal- le- lu- jah! Sei hochge- lobt, Herr Je- su Christ, Daß du für uns Mensch worden bist. Es freu- te sich der En- gel Schaar, Da ei- ne Jungfrau DUUS dich ge bar. Hal- le- lu- jah! Ten. Bass. 6. Tritt der Schlange Kopf entzwei, Daß ich, aller Aengsten frei, Dir im Glauben um und an Selig bleibe zugethan. 7. Daß, wenn du, o Lebensfürst, Herrlich wieder kommen wirst, Ich dir mög' entgegengehn Und vor dir gerecht bestehn. 184. # du für uns Mensch wor- den bist. Es freu- te ST # sich der En- gel Schaar, Da ei- ne Jungfrau O PH Sei hochgelobt, Herr Je- su Christ, Daß dich ge- bar. Hal- le- lu- jah! 30 407 H Sei hochge- lobt, Herr Je- su Christ, Daß du für uns Mensch wor- den bist. Es freu- te Ede sich der En- gel Schaar, Da dich ge bar. = ei- ne Jungfrau Hal- le- lu- jah! 408 2. Es ist des großen Gottes Kind, Das man in einer Krippe findt. In unser armes Fleisch und Blut Verkleidet sich das höchste Gut. Hallelujah! 3. Den aller Weltkreis nie beschloß, Lag da in der Maria Schooß: Ein Kindlein, arm und schwach und klein, Will aller Welt Erlöser sein. Hallelujah! 4. Das ewig Licht bringt seinen Schein In diese dunkle Nacht hinein, Wodurch in dieser finstern Nacht Er uns zu Lichteskindern macht. Hallelujah! 5. Der Herr des Himmels und der Welt Hat da als Gaft sich eingestellt, Und führt uns aus dem Jammerthal Zum königlichen Freudenmahl. Hallelujah! 6. Er kam auf Erden, bloß und arm, Damit er unser sich erbarm', Uns in dem Himmel mache reich Und ewig seinen Engeln gleich. Hallelujah! 7. Dieß Alles, das er uns gethan, Zeigt seine große Liebe an, Wefür die ganze Christenheit Ihn loben foll in Ewigkeit. Hallelujah! 185. ( Melodie Nr. 139.) 1. Dieß ist die Nacht, da mir erschienen Des großen Gottes Freundlichkeit. Das Kind, dem alle Engel dienen, Bringt Licht in meine Dunkelheit, Und dieses Welt- und Himmelslicht Weicht Millionen Sonnen nicht. 2. Laß dich erleuchten, meine Seele; Versäume nicht den Gnadenschein! Der Glanz aus dieser kleinen Höhle Dringt weit in alle Welt hinein Und treibt hinweg der Hölle Macht, Der Sünden und des Todes Nacht. 3. In diesem Lichte kannst du sehen Das Licht der klaren Seligkeit; Wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, Vielleicht in einer kurzen Zeit, Wird dieses Licht mit seinem Schein Dein Himmel und dein Alles sein. 4. Laß nur indessen helle scheinen Des Glaubens und der Liebe Licht! Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese Sonne nicht. Willst du genießen diesen Schein, So darfst du nicht mehr dunkel ſein. 5. D Jesu, schöne Weihnachtssonne, Durchstrahle meiner Seele Grund! Dein Licht sei meine Weihnachtswonne, Und mach' es meinem Herzen fund, Wie ich, des Weihnachtglanzes voll, In deinem Lichte wandeln soll. 186. ( Melodie Nr. 65.) 1. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht, Sein werd' in aller Welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im Himmel und auf Erden ist! 2. Die Väter haben dein geharrt, Bis daß die Zeit erfüllet ward; Da fandte Gott von seinem Thron Das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3. Damit der Sünder Gnad' erhält, Erniedrigst du dich, Herr der Welt, 409 410 Nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, Erscheinst im Fleisch zu unserm Heil. 4. Du, unser Heil und höchstes Gut, Vereinigst dich mit Fleisch und Blut, Wirst unser Freund und Bruder hier, Und Gottes Kinder werden wir. 5. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ift's, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schüßt, Der in des Vaters Schooße sißt? 6. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, Den Tag der heiligsten Geburt, Und Erde, die ihn heute sieht, Sing' deinem Herrn ein neues Lied! 187. ( Melodie Nr. 78.) 1. Wie ist der Tag so gnadenreich Uns armen Menschenkindern, Da Gottes Sohn ist worden gleich, Doch ohne Sünd', uns Sündern. Die Weisheit will ein Kindlein sein, Das hüllet sich in Windeln ein Und liegt in einer Krippe. 2. Der Schöpfer, der die Lilien ziert Und uns die Kleider schenket, Hier nackt und schwach geboren wird Und sich in Armuth senfet, Wählt Schmach statt seiner Himmelskron, Die Krippe statt des Höchsten Thron, Uns Arme reich zu machen. 3. Auf, Seelen, auf! Laßt uns geschwind Im Geist zur Krippe gehen, Und mit den Hirten dieses Kind Im Glaubenslicht besehen! Ihr Völker, küffct diesen Sohn Und nehmt ihn auf, wie Simeon, Mit offnen Liebesarmen! 4. Du hast, o Herr, zu Bethlehem Die Krippe nicht verschmähet; Mach' auch mein Herz dir angenehm, Das dich um Einkehr flehet! Soll, wie zuerst die Kinder, ich Mein Blut vergicßen einst für dich, So hilf mir treu verbleiben. 188. ( Melodie Nr. 65.) 1. Wir singen dir, Immanuel, Du Lebensfürst und Gnadenquell, Daß du, o lang gewünschter Gast, Dich bei uns eingestellet hast. 2. Es hat, seit Gott im Paradies Dich der gefallnen Welt verhieß, Auf dich gehofft so manches Jahr Der Väter und Propheten Schaar. 3. Nun bist du hier; da liegeft du Hältst in der Krippe deine Ruh. Du fehrst in fremder Hausung ein, Und sind doch alle Himmel dein. 4. Du bist der treuste Menschenfreund; Doch sind dir so viel Menschen feind. Wie wen'ge nehmen an dir Theil Und bist doch nichts als lauter Heil. 5. Ich aber, dein geringster Knecht, Ich sag' es frei und mein es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. 411 6. Der Will' ist da, die Kraft ist klein; Doch wird dit nicht zuwider sein 412 Mein armes Herz, und was es kann, Wirst du in Gnaden nehmen an. 7. Und bin ich gleich der Sünde voll; Hab' ich gelebt nicht, wie ich soll, So kommst du ja deßwegen her, Daß sich der Sünder zu dir kehr'. 8. So faß ich dich nun ohne Scheu; Du machst mich alles Jammers frei; Du trägst den Zorn, du zwingst den Tod, Verkehrst in Freud' all' Angst und Noth., 9. Ich will dein Hallelujah hier Mit Freuden fingen für und für, Und dort in deinem Ehrensaal Soll's schallen ohne Ziel und Zahl. 189. ( Melodie Nr. 134.) 1. Fröhlich soll mein Herze springen Dieser Zeit, da vor Freud' Alle Engel singen. Hört es, wie mit vollen Choren; Alle Luft schallt und ruft: Christus ist geboren! 2. Sollt' uns Gott nun können haffen, Der uns gibt, was er liebt Uleber alle Maßen? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, Der erschien und nimmt hin, Was uns will betrüben?" 3. Seht, er liegt in seiner Krippen, Ruft zu sich mich und dich, Spricht mit süßen Lippen: Laffet fahren, liebe Brüder, Was euch quält; was euch fehlt, Ich bring' Alles wieder. 4. Die ihr schwebt in großen Leiden, Sehet, hier ist die Thür Zu den wahren Freuden. Die ihr arm seid und elende, Kommt herbei! Füllet frei Eure Glaubenshände! 5. Süßes Heil, laß dich umfangen; Laß mich dir, meine Zier, Unverrückt anhangen! Du bist meines Lebens Leben; Nun kann ich mich durch dich Wohl zufrieden geben. 190. ( Melodie Nr. 87.) 1. Du wesentliches Wort, Von Anfang her gewesen; Du Gott, von Gott gezeugt, Von Ewigkeit erlesen Zum Heil der ganzen Welt! Ď mein Herr Jesu Christ, Willkommen, daß du mir Zum Heil geboren bist! 2. Komm, o selbstständigs Wort, Und sprich in meiner Seele, Daß mir's in Ewigkeit An deinem Troft nicht fehle. Im Glauben wohn' in mir Und weiche von mir nicht; Laß mich auch nicht von dir Abweichen, schönstes Licht! 3. Was hat, o Jesu, dich Von Anfang doch bewogen? Was hat vom Himmelsthron Dich in die Welt gezogen? 413 414 Ach, deine große Lieb' Und meine große Noth Hat deine Glut entflammt, Die stärker als der Tod. 4. Gib, daß ich dir zum Dienst Mein ganzes Herz ergebe, Und dir allein zum Preis Auf dieser Erde lebe. Ja, Jesu, laß mein Herz Ganz neu geschaffen sein, Und dir bis in den Tod Gewidmet sein allein! 5. Du bist das Wort, wodurch Die ganze Welt vorhanden; Denn alle Dinge sind Durch dich zum Licht erstanden. Ach, so bin ich, mein Heil, Auch dein Geschöpf und Gab', Der ich ja, was ich bin, Von dir empfangen hab'. 6. Laß gar nichts in mir sein, Was du nicht hast geschaffen; Reut' alles Unkraut aus, Zerbrich des Feindes Waffen! Was bös, ist nicht von dir; Das hat der Feind gethan. Du aber, führe mich, D Herr, auf ebrier Bahn! 7. Das Leben ist in dir Und alles Licht des Lebens; Laß an mir deinen Glanz, Mein Gott, nicht sein vergebens! Weil du das Licht der Welt, So sei mein Lebenslicht, Jeju, bis mir dort Dein Sonnenlicht anbricht. 191. ( Melodie Nr. 184.) 1. Geift Gottes, wir sind tief gebeugt, Daß du dich gnädig selbst geneigt Zu Maria, daß sie empfing Den Herrn und Schöpfer aller Ding', Das Jesuskind. 2. Das Wort ist Amen, ja und wahr, Und die Erfüllung offenbar. Wir wissens und empfangen hier Mit unaussprechlicher Begier Die Gotteshuld. 3. Er naht uns mit Barmherzigkeit In der von Gott bestimmten Zeit, Hat armen Sündern Heil bereit; Drum singet frohen Herzens heut: Hallelujah! 4154. Nimm, Geist des Höchsten, Preis und Dank! Wir bringen ihn mit Lobgesang. Die Seele liegt vor dir gebückt In stiller Freude, hocherquickt Durch Christi Heil. 192. ( Melodie Nr. 11.) 1. Mein Mund und Geist erhebt des Herren Güte; Mein Gott, mein Heil erwecket mein Gemüthe, Das seine Lust nicht mehr verschließen kann. Ich bin nur Staub, ja nichts vor ihm zu nennen; Doch will er mich in meiner Schmach erkennen Und blickt nun gnadenvoll mein Elend an. 2. D, wie erstaunt, mit welchen neuen Weisen Wird alle Welt die Seligkeiten preisen, Durch die der Herr mich ewig herrlich macht! D, wer befingt, wer zählt die Wunderwerke, 416 Die dieser Gott durch seine Huld und Stärke Und Heiligkeit an mir allein vollbracht! 3. Unendlich ist sein Reichthum an mir Armen; Unendlich währt an jedem sein Erbarmen, Der ihn allhier in treuer Demuth ehrt. Er rühret kaum die allmachtvolle Rechte, So fallen hin die mächtigsten Geschlechte, Und aller Trotz der Sünder wird zerstört. 4. Sein Eifer stürzt der Ungerechten Throne. Erseufzt zu ihm ein Frommer in dem Hohne, 193. Disc. Alt. 5 RE U Meine Seel' er- he- bet dich, Gott, mein Heiland! Und mein Geist, der freu- et sich, Gott, mein Hei- land! Denn du liebst und trö- stest Meine Seel' er- he- bet dich, Gott, mein 100 Heiland! Und mein Geist, der freu- et sich, Anc Die Gott, mein Hei- land! Denn du liebst und trö- stest Erf Unt BC De Un Te Ba o macht er ihn vor den Tyrannen groß. frönt und füllt die Hungrigen in Segen, nd die ihr Fleisch in reichem Stolz verpflegen, Die leert er aus und läßt sie nackt und bloß. 5. Sein Israel, das er sich außerkoren, rfährt die Treu, die er ihm zugeschworen, and steht und steigt durch aller Zeiten Lauf. Bas fann uns wohl die Welt und Hölle schaden? Der Herr gedenkt des alten Bunds in Gnaden and richtet uns durch unsern Heiland auf. 193. Ten. # Bass. 417 Hei- land! Und mein Geist, der freu- et sich, J Je # Gott, mein Hei- land! Denn du liebst und trö- stest H Meine Seel' er- he- bet dich, Gott, mein Meine Seel' er- he- bet dich, Gott, mein Hei- land! Und mein Geist, der freu- et sich, Gott, mein Hei- land! Denn du liebst und trö- stest 27 418 mich, Gott, mein Hei- land! Herr und Gott, mein Hei- land! mich, Gott, mein Hei- land! Herr und Gott, mein Hei- land! 2. Großes ist an mir geschehn, Mein Erbarmer! Denn du hast mich angesehn, Mein Erbarmer! Ewig soll mein Heil bestehn, Mein Erbarmer! Jesu, mein Erbarmer! 3. Dämpfe nur den hohen Sinn, Freund der Seelen! Hilf mir, daß ich niedrig bin, Freund der Seelen! Nimm mein Herz auch ganz dahin, Freund der Seelen! Jesu, Freund der Seelen! 194. ( Melodie Nr. 136.) 1. Jesu, deine Passion Will ich jetzt bedenken; Wollest mir vom Himmelsthron Geist und Andacht schenken. In dem Bilde jetzt erschein', Jesu, meinem Herzen, Wie du, unser Heil zu sein, Litteft alle Schmerzen. 2. Weife meiner Seele nach Deine Angst, die Bande, mich, Gott, mein Hei- land! Herr und Gott, mein € 1 Heiland! mich, Gott, mein Hei- land! Herr und Gott, mein Heiland! Deine Schläge, deine Schmach, Deine Kreuzesschande, Deine Geißlung, Dornenkron', Speer- und Nägelwunden, Deinen Tod, o Gottessohn, Drin ich Heil gefunden. 3. Doch laß ja mich nicht allein Deine Marter sehen; Laß mich auch den Grund der Pein Und die Frucht verstehen; 419 Ach, die Ursach' war auch ich, Daß du so mußt leiden; Meine Sünden martern dich, Nicht die blinden Heiden. 4. Lehr' in Buß' und Reue mich, Jesu, dieß bedenken, Daß ich nie mit Sünden dich Mög' aufs Neue fränken. Hilf ertödten jede Lust, Welche nicht will meiden, Was mein Heiland büßen mußt Mit so großen Leiden. 420 5. Wenn mir mein Gewissen will Drohen mit der Hölle, D, so mach' es wieder still, Du des Trostes Quelle! Dich und deine Passion Laß mich gläubig fassen; Liebt mich der geliebte Sohn, Wie kann Gott mich haffen! 6. Hilf, o Herr, dein Kreuz auch mir Tragen hier mit Freuden; Lehre Demuth mich von dir chin Und Geduld im Leiden; Lehre Lieb' um Liebe du Mich voll Dank erweisen, Bis ich, Jesu, hilf dazu, smise Ewig dich kann preifen! 195. ( Melodie Nr. 2.) 1. O Mensch, beweine deine Sünd', Die dich zu einem Höllenkind Gemacht schon hier auf Erden. Drum mußte Jesus, Gottes Lamm, Als Sündenbürg am Kreuzesstamm Ein Söhnungsopfer werden. Welch eine heiße Liebesglut Muß doch in dir, mein höchstes Gut, Zum Heil der Sünder brennen! Dein Leidenskampf und Todesstreit Lehr' uns der Sünde Häßlichkeit Und deine Liebe tennen. me 2. Gleich nach vollbrachtem Abendmahl Bist du durch jenes finstre Thal, Wo Kidron fließt, gegangen. Bald famst du nach Gethsemane ,. Wo deine Seel' mit Ach und Web Ward bis zum Tod umfangen. Herr, der du unsre Sündenlast In bittrer Angst getragen hast Und unsre Bein versüßet, Dank dir für deinen Todesschweiß, Der Adams Fall im Paradeis Am Delberg abgebüßet. 3. Von banger Seelenangst erhißt, Hast du im Garten Blut geschwißt, Und dreimal müssen flehen: 18 Ist's möglich, nimm den Kelch von mir! Doch, Vater, ich gehorche dir! Dein Wille soll geschehen! D Gottes Sohn, wirst du so schwach, Muß dir in deinem Weh' und Ach Ein Engel Stärkung bringen, Wie sollt' ich, blödes Menschenkind, Viel ernster wider meine Sünd' Um deine Hülfe ringen! 4. Den Jüngern sagst du: Bleibet hier; Die Stund' ist da, o fleht mit mir! Wollt ihr nun schlafend liegen? Geneigt im Geist, doch fleischlich schwach, Wird euch, zu tiefer Neu und Schmach, Anfechtung ganz bestegen. - 421 Sie schlummern. Herr, in deiner Kraft Hast du allein uns Heil verschafft; Wir sind dir hoch verbunden. D, wecke unser tråges Herz Und zieh' uns zu dir himme'lwärts In den Versuchungsstunden! 5. Du redtest noch, da kam daher Die Schaar, bewehrt mit Schivert und Speer Und Stricken, dich zu fangen. Und Judas, seht, mit falschem Gruß Und tödtlichem Verrätherfuß 422 Ist ihr vorangegangen. O schnöde That! O große Schmach! Ach, daß ich selber mannigfach Noch bin, wie er gewesen, Voll Geiz, voll Untreu gegen dich! UI Vergib, o Jesu, rette mich! Laß mich durch dich genesen! 6. Du sprichst gefaßt: Wen suchet ihr? Ich bin's! Laßt die!- Sie fallen hier Bestürzt zu deinen Füßen. Gebunden heilst du noch den Knecht Und weisest Petrum ernst zurecht: So hat's geschehen müssen. Herr, brich des Satans Joch entzwei; Mach' mich durch deine Bande frei Von Stricken schnöder Triebe, Daß ich dem Feind, wie du gethan, Mit Gutesthun vergelten kann, Erfüllt von deiner Liebe. 7. Die Jünger all' verlassen dich; Der Juden Rath versammelt sich, Voll Grimm, sich nun zu rächen. Viel falsche Zeugen treten auf; Der Bosheit läßt du still den Lauf, Ohn' alles Widersprechen. Herr, mach' mich treu; ich bin so schwach! Du trugst für mich die große Schmach Und littft für mich die Streiche. Du hast gebüßt, was ich verschuld't; D gib, daß ich dir an Geduld Und stiller Sanftmuth gleiche! 8. Auch Petrus, dreimal läugnend, spricht: Ich kenne diesen Menschen nicht, Und bricht gelobte Treue. Da fräht der Hahn; du siehst zurück; Es schmilzt auf deinen Leidensblick Sein Herz in heißer Reue. Auch ich hab' dich viel tausend Mal Verläugnet; laß den Sonnenstrahl Der Gnade mir auch scheinen! Zeig' mir dein leidend Angesicht, Das lehrt die Sünd' in wahrem Licht Mit heißer Reu beweinen. 9. Der Hohepriester fragt mit Drohn; Du fagst: Ich bin es, Gottes Sohn! Drauf Alle: schuldig! sprechen. Sie höhnen Judas Reu und Wort; Der hebt sich weg an seinen Ort: Verzweiflung trifft den Frechen. Herr, gib mir solchen Glaubensmuth, Der dich, Sohn Gottes, bis auf's Blut Bekennen darf hienieden. 423 Bewahr' mich vor zu später Reu, Damit im Tod ich dir getreu Entschlaf' in deinem Frieden. 10. Man schleppt dich zu Pilatus hin; Der spricht verlegen: Richtet ihn! Und schickt dich zu Herodes. Die Priester flagen, drohn dabei, Erregen wildes Volksgeschrei: An's Kreuz! er ist des Todes! Ich will dich suchen ohne Raft, Nie fort dich weisen, wenn du nahst, Mich freudig dir ergeben. Wenn meine Sünde droht und schreit, Dann schweige nicht in meinem Leid, Sprich: Seele, du sollst leben. 11. Sie seßen dich- o große Schmach! Barrabbas, einem Mörder nach; Nichts kann ihr Toben stillen. Pilatus weiß dich ohne Schuld, Und urtheilt doch, um Kaisershuld: An's Kreuz!- nach ihrem Willen. So hab' ich auch die Sünd' erwählt, 424 Im Taumel dich, mein Heil, verfehlt, Und nichts mich rühren lassen. So kannt' ich deine Herrlichkeit Und hielt's um furze Erdenfreud Mit denen, die dich haffen. 12. Du wirst verspeit, zerfleischt, verhöhnt; Mit Dornen wird dein Haupt gefrönt, Dein Leib bedeckt mit Wunden. Den Purpur, Rohrstab, bittern Spott, Das hat mein König und mein Gott Geduldet und empfunden. Seht, welch ein Mensch! wie martervoll! Der Anblick, o ihr Sünder, soll Den härtsten Sinn erweichen. Das litt er Alles uns zu gut, Daß wir, erlöst in seinem Blut, Des Lebens Kron' erreichen. 13. Du trugst dein Kreuz; aus Scheu vor Schmach Trägt's Simon nur gezwungen nach! Herr, lehr' michs willig tragen! Man weint dir nach, du wendest dich: Ihr Weiber mögt euch selbst, nicht mich, Und eure Kinder klagen. Des Leidens herbster Myrrhenwein, Den reicht man dir; wie bittre Pein Hab' ich verdient in Sünden! Laß mich in Reu und Buße hier Um Gnade weinen, bis vor dir Ich mag Vergebung finden. no 14. Du Segensfürst! du reines Lamm! Wirst zwischen Mördern an den Stamm Des Kreuzes angeschlagen. Aus Nägelwunden quillt dein Blut; Die Marter hast du mir zu gut Verschmachtend wollen tragen. Dunerforschte Liebesthat! D große Schuld! o große Gnad! D Opfer ohne Gleichen! Stets blick im Geist ich zu dir auf. Nun kann, nach kurzem Glaubenslauf, Begnadigt ich erbleichen. 15. Du hängst am Kreuze, nackt und bloß, Man wirft um deinen Rock das Loos; So sollt's erfüllet werden. Beim Haupt der Juden König" steht; Dich lästert, wer vorüber geht, Mit höhnischen Geberden. Voll Ehrfurcht beug' ich mich vor dir; Dein Königsname bleibe mir Zum Schmuck ins Herz geschrieben. Zich' mir, Entblößten, an das Kleid Der Unschuld und Gerechtigkeit! So zierst du, die dich lieben. 16. Voll Lieb' erbittest du von Gott Vergebung für der Feinde Rott', Die dich verhöhnt im Leiden. Dem Schächer schenkst du Des schnöden Lebens ganze Schuld Und deines Reiches Freuden. Dein Liebesgeist beseele mich Mit gleichem Sinn, daß nimmer sich Die Rachgier in mir rege. laß doch an deinem theuren Heil Aus Gnaden mich auch nehmen Theil, Daß froh ich sterben möge. welche Huld! 17. Mein Gott, warum verläßt du mich! So rufft du; doch sie höhnen dich, In Dunkelheit begraben. Mich dürftet! sprichst du, fast erbleicht; Da wird bald Essig dargereicht, Den Sterbenden zu laben. D, deine höchste Seelennoth Reiß' aus der Angst mich, will der Tod Mit Nacht und Schrecken dräuen. 425 08 426 Ich dürfte, Herr, nach dir allein, Und will am schnöden Sündenwein Der Weltluft nie mich freuen. 18. Du haft die Mutter noch bedacht; Dann sprichst du laut: Es ist vollbracht! Nimm, Vater, mich zum Frieden! Dein Mund von Leidensklagen schweigt, Denn nun hast du dein Haupt geneigt Und bift am Kreuz verschieden. Viel tausend, tausend Mal sei dir, Mein treuer Heiland, Dank dafür! Dein Tod ist unser Leben. Tilg' alle meine Sündenqual, Daß ich in dir getroft einmal Kann meinen Geist aufgeben. 19. Der Vorhang reißt; die Erd' erbebt; Es werden Viele neu belebt Aus ihrem Todesschlafe. Der Hauptmann preist dich Gottes Sohn; Voll Reue geht das Volk davon Und ahnet schwere Strafe. Zerreiße jede Scheidewand, Die manches Haus und manches Land Von deiner Gnade trennet. Erschüttre jeden harten Sinn, Und wede neues Leben drin, Das offen dich bekennet. 20. Den Schächern man die Beine bricht: Doch dein Gebein verleßt man nicht, Wie längst die Schrift versprochen. Die Seite öffnet dir ein Speer, Aus dem fließt Blut und Wasser her, In welches sie gestochen. Erfüllt das Wort fich ganz und gar, So ist es je gewißlich wahr Für alle Glaubensfinder. Getroft: von Jesu, unserm Fels, 10 3 Quillt nun das Brünnlein Israels Zur Reinigung der Sünder. 21. Sich, Joseph, heimlich Christi Knecht, Ehrt dessen Leiche frei und recht, Den sie gehöhnet haben. Auch Nikodemus bringt herbei Zur- seinen Leinwand Spezerei, Ihn herrlich zu begraben. D, läutre mich durch deinen Tod, Daß Menschenfurcht und Sündennoth Mich nie beherrschen möge! Dann ist auch mir ein Grab bereit, Drin ich, weil du es eingeweiht, Getrost mich schlafen lege. 22. Du ruhst nun in der Felsengruft. Ein Stein verschließt die frische Kluft, Im stillen Friedensgarten. Nach dreien Tagen auferstehn! Das soll nicht in Erfüllung gehn; Drum sie das Grab verwahrten. D Siegel, brecht! O Hüter, bebt! Bald wird mein Heiland neubelebt Aus seinem Grabe gehen. Im Glauben leg' ich mich zur Ruh: Ich werd' einst auferstehn, wie du, Und dich, Erlöser, sehen. 196. ( Melodie Nr. 181.) 1. Du meines Lebens Leben, Du meines Todes Tod, Für mich dahingegeben In tiefe Seelennoth, In Marter, Angst und Sterben, Aus liebender Begier, 427 428 Das Heil mir zu erwerben, Nimm Preis und Dank dafür! 2. Ich will jeßt. mit dir gehen Den Weg nach Golgatha. Laß mich im Geiste sehen, Was da für mich geschah. Mit innig zartem Sehnen Begleitet dich mein Herz, Und meine Augen thränen Beim Blick auf deinen Schmerz. 3. Ich komm' erst zu der Stätte, Wo Jesus niedersank Und ringend im Gebete Den Kelch des Leidens trank. Die Angst, die ihn durchdringet, Traf ihn durch mein Vergehn. Den Tod, mit dem er ringet, Den sollt ich selbst bestehn. 4. Mein Heiland wird verrathen, Geführt zu Qual und Spott, Ach, meine Miſsethaten, Die brachten meinen Gott Hin vor's Gericht der Heiden Und in der Feinde Hand. Ich war's, ich sollte leiden, Was da mein Bürg' empfand. 5. Seht, welch ein Mensch! Er stehet Geduldig wie ein Lamm; Und nun wird er erhöhet, Ein Fluch am Kreuzesstamm, Vollendet da fein Büßen, Der Welt, auch mir zu gut. Aus Händen, Seit' und Füßen Quillt sein Versöhnungsblut. 6. Du bittest für die Feinde; Herr Jesu, wer war ich! Du denkst an deine Freunde; Gedenk', Herr, auch an mich! Du machst den Schächer selig, Verheißest ihm dein Reich; Das macht mich Sünder fröhlich, Mich, der dem Schächer gleich. 7. Du flagst, voll Angst im Herzen: Mein Gott, verläßt du mich! Du dürftest in den Schmerzen, Und Niemand labet dich. Nun kommt der Leiden Ende, Du rufft: Es ist vollbracht! Befiehlst ins Vaters Hände Den Geist. Es war vollbracht! 8. Ich seh' mit Lieb und Beugen Des Heilands letzten Blick; Ich seh' sein Haupt sich neigen; Das war mein ewig Glück. Mein Bürge stirbt, ich lebe, So todeswerth ich bin. Er gibt sich mir, ich gebe Mich ihm zu eigen hin. 9. O du, an den ich glaube, Und den mein Geist umfaßt, Der du im Todesstaube Für mich gelegen hast! Auf dein Verdienst und Leiden Vertrau' ich ganz allein; Darauf will ich einst scheiden Und ewig bei dir sein! 10. Erhalt' mir deinen Frieden Und deines Heils Genuß, So lang ich noch hienieden In Schwachheit wallen muß, Bis ndlich, dir zu Ehren, Der mich mit Gott versöhnt, 302 429 430 Dort in den obern Chören Mein Hallelujah tönt. 197. ( Melodie Nr. 140.) 1. So gehst du nun, mein Jesu, hin, Den Tod für mich zu dulden, Für mich, der ich ein Sünder bin, Gebeugt durch tausend Schulden. Wohlan! Fahr' fort, Du edler Hort! Mein' Augen sollen fließen, Dein Leiden zu begrüßen. 2. Wenn das am grünen Holz geschieht, 11 Was will am dürren werden? An dem, was ich als Hirte litt, Erkennt die Noth der Heerden. Wein' nicht um mich, Wein' über dich, O Volk; dir nahen Schrecken, Davor nicht Berge decken!" 198. ( Melodie Nr. 136.) 1. Laß mir alle Wochen sein, Icfu, stille Wochen, Drin ich deine Kreuzespein Und was du gesprochen, Immer in der Seele Grund Fruchtbar mög' erwägen. Gib auch, Herr, zu jeder Stund Hiezu deinen Segen! 2. Dein anfänglich Wort war das: Vater, vergib ihnen; $ 7 Denn sie selbst nich: wissen was Bull Sie an mir verdienen!" Bittet so der Sohn zu Gott Für die ärgsten Feinde, Was wird er nicht in der Noth Thun für seine Freunde! 3. Drauf der Schächer hört von dir Trostesworte, süße: " Wahrlich, du wirst heut mit mir Sein im Paradiese!" Gib, Herr, wenn ich nichts mehr kann In des Todes Schmerzen, Daß ich diese Worte dann Hör in meinem Herzen. 4. ,, Siehe, Weib, das ist dein Sohn!" Sprichst du, und zum Jünger: " Das ist deine Mutter!"- Schon Wird mein Scheiden ringer; Denn dieß Liebeswort macht froh, Läst viel Troft erscheinen. Du, o Jesu, wirft auch so Sorgen für die Meinen. 5. Mußte dich bei aller Noth Auch der Durst noch plagen, Da man dich, o Mensch und Gott, Hört: Mich dürftet!" flagen. Laß mich, Jesu, stets in mir Bei der Noth der Sünden, Nach dir, Lebensquelle, dir, Heilgen Durst empfinden! 6. Als die Noth sich um und um Mehrte ohne Maßen, Riefst du: Gott, mein Gott, warum Haft du mich verlaffen?" Daß ich nie verlassen, blieb', Wurdest du verlaffen; O der unerhörten Lieb'! Wer kann dieses faffen? 431 432 Disc. Alt. b 7. Als du, Icfu, nun mit Macht Hattest durchgebrochen, Hast du auch: bo b b Uns zum Trost gesprochen; Denn durch dich ist ganz und gar Gottes Zorn gestillet, Weil, was zu vollbringen war, Du für uns erfüllet. 8. Und nun schrieft du laut am End': Vater, ich befehle Meinen Geist in deine Händ'!" Damit schied die Seele. 199. b b Es ist vollbracht!" b Herz- liebster Je- fu, was hast du vers brochen, Daß man ein solch scharf Urtheil hat ges 6 spro- chen? Was ist die Schuld? In was für Herz- liebster Je- su, was hast du verbrochen, Daß man ein solch scharf Urtheil hat ges spro- chen? Was ist die Schuld? In was für Wenn der Tod auch mir zusetzt Und mein Herz will brechen, Laß mich dann dieß Wort zuletzt Denken oder sprechen! 9. Jesu, Tilger aller Noth, Bitt' für mich, den Deinen, Gib des Schächers Trost im Tod, Sorg' auch für die Meinen; Laß mich nie aus deiner Acht, Sehnsucht meiner Seele, Bis ich, wenn mein Lauf vollbracht, Dir den Geist befehle! 199. Ten. b To brochen, Daß man ein solch scharf Urtheil hat ge3600 to bo 433 Herz- liebster Je- su, was hast du verBass. be spro- chen? Was ist die Schuld? In was für Herz- liebster Je- su, was hast du verbrochen, Daß man ein solch scharf Urtheil hat gespro- chen? Was ist die Schuld? In was für 28 434 b b Mis- se- tha- ten Bist du ge ra- then? 5 Mis- se- tha- ten Bist du ge- ra- then? 2. Du wirst gegeißelt und zur Schmach gekrönet, Ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; Am Kreuz, wo sie dir Gall' und Essig reichen, Mußt du erbleichen. 3. Was ist doch wohl die Ursach' solcher Plagen! Ach, meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, ach Herr Jesu, habe das verschuldet, Was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe; Die Schuld bezahlt der Herr für seine Knechte, Er, der Gerechte! 5. O große Güt'! o unermeßlich Lieben, Das dich in solche bittre Noth getrieben! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, Und du mußt leiden. 6. Ich kann's mit meinen Sinnen nicht erreichen, Womit doch dein Erbarmen zu vergleichen. Wie kann ich dir so große Liebesthaten Im Werk erstatten? 7. Ich werde, Herr, in deines Geistes Kräften, Des Fleisches Lüfte an das Kreuze heften, Daß sie auf's Neue nicht mein Herz entzünden Mit alten Sünden. 8. Ich werde immer deine Huld betrachten, Dich für mein Theil, die Welt für gar nichts achten. 3.6 to Mis- se- tha- ten Bist du ge ra- then? 3 b -b Mis- se- tha- ten Bist du ge ra- then? Ich werde mich bemühn, Herr, deinen Willen Stets zu erfüllen. 9. Ich werde dir zu Ehren Alles wagen, Kein Kreuz mehr achten, keine Schmach, noch Plagen; Nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen Nehmen zu Herzen. 200. ( Melodie Nr. 138.) 1. O Welt, sich hier dein Leben Am Stamm des Kreuzes schweben; Dein Heil sinkt in den Tod! Der große Fürst der Ehren 435 Läßt willig sich beschweren Mit Schlägen, Hohn und großem Spott. 2. Wer hat dich so geschlagen, Mein Heil, und dich mit Plagen So übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, Wie wir und unsre Kinder; Von Missethaten weißt du nicht. 3. Ich, ich und meine Sünden, Die sich wie Körnlein finden Des Sandes an dem Meer, Die haben dir erreget Das Elend, das dich schläget, Und deiner Martern ganzes Heer. 436 Disc. Alt. 4. Du sehest dich zum Bürgen, Ja läsfest dich erwürgen Für mich und meine Schuld; Mir läsfest du dich frönen Mit Dornen, die dich höhnen, Und leidest Alles mit Geduld. 5. Ich bin, mein Heil, verbunden All' Augenblick und Stunden Dir überhoch und sehr. Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld Es geht und büßet in Ge- duld Der Welt und ihrer Kinder; Die Sün- den aller Sün- der; Es geht dabo hin, wird matt und krank, Er- gibt sich auf die Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld Es geht und büßet in Geduld Der Welt und ihrer Kinder; Die Sün- den aller Sün- der; Es geht da hin, wird matt und frank, Ergibt sich auf die Was Leib und Seel' vermögen, Das will ich freudig legen An deinen Dienst, zu deiner Ehr'. 6. Zwar kann ich wenig geben In diesem armen Leben; Eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, Bis Leib und Seele scheiden, Mir stets in meinem Herzen ruhn. 201. Ten. 36 3 b 36D Der Welt und ih- rer Die Sün- den aller Bass: 437 Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld Es geht und büßet in Geduld O Kinder; Sün- der; Es geht dahin, wird matt und frank, Er- gibt sich auf die Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld Es geht und büßet in Ge- duld Der Welt und ihrer Kinder; Die Sün- den aller Sün- der; Es geht das b hin, wird matt und krank, Er- gibt sich auf die 438 b b Es duldet still Schmach, Hohn und Spott, Angst, b b b Bür- ge- bank, Ent- zieht sich al- len Freuden; spricht: Gern will ichs lei- den. b Wunden, Strie- men, Kreuz und Lod, Und Wür- ge- bank, Ent- zieht sich allen Freuden; toppods Es duldet still Schmach, Hohn und Spott, Angst, b b d Wunden, Strie- men, Kreuz und Tod, Und F spricht: Gern will ichs leiden. 2. Das Lamm ist unser große Freund, Der Heiland unfrer Seelen; Den, den hat Gott zum Sündenfeind Und Sühner wollen wählen. D Wunderlieb'! D Liebesmacht! Du kannst, was nie ein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abdringen! Liebe, Liebe, du bist stark; of Wür- ge- bank, Ent- zieht sich al- len Freuden; 360 Es duldet still Schmach, Hohn und Spott, Angst, 56 Wunden, Strie- men, Kreuz und Tod, 3b spricht: Gern will ichs leiden. Wür- ge- bank, 439 b Ent- zieht sich al- len Freuden; 6 Es duldet still Schmach, Hohn und Spott, Angst, Und b spricht: Gern will ichs leiden. Du streckest den in Grab und Sarg, Vor dem die Felsen springen! Wunden, Strie- men, Kreuz und Tod, Und 3. Mein Lebetage will ich dich Aus meinem Sinn nicht lassen. Dich will ich stets gleich wie du mich, Mit Liebesarmen faffen. Du sollst mir sein des Lebens Licht, Und wenn mein Herz im Tode bricht, 440 Disc. Alt. Sollst du mein Herz verbleiben. Und was du mir zu gut gethan, Das will ich stets, so tief ich kann, In mein Gedächtniß schreiben. 4. Das soll und will ich mir zu Nuß Zu allen Zeiten machen. Im Streite soll es sein mein Schuß, In Traurigkeit mein Lachen, In Fröhlichkeit mein Saitenspiel, Und wenn mir nichts mehr schmecken will, Soll mich dieß Manna speisen. Im Durste soll's mir Quelle fein, 202. O Haupt voll Blut und Wun- den, O Haupt, zum Spott ge- bun- den Voll Schmerz und vol- ler Hohn! Mit einer Dornen- fron'! O Haupt voll Blut und Wun- den, D Haupt, zum Spott ge- bun- den Voll Schmerz und voller Hohn! Mit einer Dornen- fron'! Haupt, sonst O Haupt, sonst Gesellschaft, wenn ich bin allein, Zu Hause und auf Reisen. 5. Und soll ich endlich treten ein In deines Reiches Freuden, So soll dein Blut mein Purpur sein, Darcin will ich mich kleiden. Es soll sein meines Hauptes Kron', In welcher ich will vor den Thron Des höchsten Vaters gehen Und dort in diesem Hochzeitkleid Gerecht, befreit von allem Leid, Dir, Herr, zur Seite stehen. Ten. # Bass. 202. O Haupt voll Blut und Wun- den, O Haupt, zum Spott ge bunden Voll Schmerz und vol- ler Hohn! Mit einer Dornen- fron'! 441 Voll Schmerz und vol- ler Hohn! Mit einer Dornen- kron'! O Haupt, sonst O Haupt voll Blut und Wun- den, O Haupt, zum Spott ge- bun- den f D Haupt, sonst 442 schön ge- krö- net Mit höchster Chr' und Zier, Jeßt aber tief ver- höh- net, Ge- grü- ßet seist du mir! schön ge- frö- net Mit höchster Ehr' und Zier, Jeßt aber tief ver- höh- net, Ge- grü- set feist du mir! 2. O Herr, was du erduldet, Ist alles meine Last; Ich, ich hab' es verschuldet, Was du getragen hast. Schau' her, hier steh' ich Armer, Der Zorn verdienet hat; Gib mir, o mein Erbarmer, Den Anblick deiner Gnad'! 3. Ich danke dir von Herzen, O Jefu, liebster Freund, Für deine Todesschmerzen, Da du's so gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte An dich und deine Treu', Und wenn ich einst erkalte, In dir mein Ende fet. schön ge- krö- net Mit höchster Ehr' und Zier, Jetzt a- ber tief ver- höh- net, Ge- grü- ßet 3# DE feist du mir! 443 schön ge- krö- net Mit höchster Ehr' und Zier, ede Jezt a- ber tief ver- höh- net, Ge- grü- ßet feist du mir! 4. Wenn ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wenn ich den Tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wenn einst am allerbängsten Mir um das Herz wird sein, Reiß mich aus allen lengsten Kraft deiner Angst und Pein! 5. Erscheine mir zum Schilde, Zum Trost in meinem Tod, Und laß mich sehn im Bilde, Herr, deine Kreuzesnoth! Da will ich nach dir blicken; Da will ich glaubensvoll Fest an mein Herz dich drückeni; Wer so stirbt, der stirbt wohl! 444 Disc. #z Alt. 11,50 b + 3bbe b bb b bb -6 bb b 203. Am Kreu- zes- stamm ge- schlach- tet, Wie- wohl du warst ver achtet. All' Sünd' hast du ge tragen, Sonst müß- ten bb b O Lamm Got- tes, un- schuldig Er fun- den stets ge- dul- dig, bb b wir ver- za- gen. Er- barm' dich un- ser, o 5 Lamm Got- tes, un- schul- dig Er funden stets geduldig, = Am Kreu- zes- stamm ge- schlach- tet, Wie- wohl du warst verachtet. All' Sünd' hast du ge tragen, Sonst müß- ten bb t b wir ver- za- gen. Er- barm' dich un- ser, o Ten. 3bb0 bo 3bb0 66 b bo Bass. be Am Kreu- zes- stamm ge- schlach- tet, Wie wohl du warst ver achtet. H b- b 203. O Lamm Got- tes, un- schuldig Er fun den stets geduldig, =- Sünd' hast du ge tragen, Sonst müß- ten FHM b b b wir ver- za- gen. b€ S b 1 Am Kreu- zes- stamm ge- schlach- tet, Wie wohl du warst ver achtet. = 445 ' All' Er- barm' dich un ser, o = O Lamm Got- tes, un- schul- dig Er funden stets geduldig, = wir ver- za- gen. O All' Sünd' hast du ge tragen, Sonst müß- ten = Er- barm' dich un- fer, o 446 E bb Alt. bb -b Disc. Je su! Je su! 2. O Lamm Gottes, wir danken, Daß du so große Treue Gethan haft an uns Kranken; D, gib uns wahre Neue, Daß wir die Sünde meiden Zu Ehren deinem Leiden. Erbarm' dich unser, o Jesu! 204. Wenn mich die Sün- den frän- fen, D So laß mich wohl be- denken, Wie mein Herr Jesu Christ, Du gestor- ben biſt, Und al- le mei- ne Wenn mich die Sün- den frän- fen, D So laß mich wohl be- denken, Wie mein Herr Jesu Christ, Du gestor- ben bist, Und alle mei- ne 3660 b 3 b bb Ten. 3 Bass. DO Je= su! 3. D Lamm Gottes, wir trauen Auf deinen Tod und Wunden. Laß fest darauf uns bauen In unsern letzten Stunden Und hilf uns selig sterben, Daß wir den Himmel erben. Gib uns den Frieden, o Jesu! 204. Je su! = D mein Herr Jesu Christ, ge- ftor- ben bist, du Wenn mich die Sün- den frän- fen, D So laß mich wohl be- den- ken, Wie 447 mein Herr Jesu Christ, du geftor- ben biſt, Und alle mei- ne € Wenn mich die Sün- den krän- fen, D So laß mich wohl be- den- ken, Wie Und alle mei- ne 448 3 Sün- den- last Am Stamm des heil- gen Kreuzes Auf dich ge- nommen hast. Sün- den- last Am Stamm des heil- gen Kreu- zes Auf dich ge- nommen hast. 2. D Wunder ohne Maßen, Wenn man's betrachtet recht! Es hat sich martern lassen Der Herr für seinen Knecht; Es hat sich selbst mein Herr und Gott Für mich verlornen Menschen Gegeben in den Tod. 3. Was kann mir jetzt noch schaden Der Sünden große Zahl? Bei Gott bin ich in Gnaden; Die Schuld ist allzumal Bezahlt durch Christi theures Blut, Daß ich nicht mehr muß fürchten Der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag' ich dir von Herzen Mein ganzes Leben lang Für deine Bein und Schmerzen, Jesu, Lob und Dank; Für deine Noth, dein Angstgeschrei, Für dein unschuldig Sterben, Für deine Lieb' und Treu'! Sün- den- laft Am Stamm des heil- gen Kreuzes ed # Auf dich ge- nommen hast. Sün- den- last Am Stamm des heil- gen Kreuzes DE Auf dich ge- nommen hast. 5. Herr, laß dein bittres Leiden Mich reizen für und für, Mit allem Ernst zu meiden Die sündliche Begier. Laß nie mir kommen aus dem Sinn, Wie viel es dich gekostet, Daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, Und wär's auch Schmach und Spott, Hilf mir geduldig tragen, Mein Heiland und mein Gott! Hilf mir verläugnen diese Welt Und folgen dem Erempel, Das du mir vorgestellt. 449 7. Laß mich an andern üben, Was du an mir gethan, Den Nächsten redlich lieben! Gern dienen Jedermann. Ohn' Eigennuß und Heuchelschein, Und, wie du mir erwiesen, Aus deiner Lieb' allein! 29 450 8. Laß endlich deine Wunden Mir Armen trostreich sein In meinen letzten Stunden, In meines Todes Pein! Allein auf dein Verdienst ich trau'; Du wollest mich annehmen, Daß ich dich ewig schau'! 205. ( Melodie Nr. 6.) 1. Sei mir tausendmal gegrüßet, Der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet Das, womit ich dich betrübt. D, wer fann, du bester Fürst, Den so hoch nach uns gedürft't, Daß du Gottes Thron verlassen, Deine Liebe völlig fassen! 2. Heile mich, o Heil der Seelen, Wo ich frank und traurig bin. Nimm die Schmerzen, die mich quälen, Und den ganzen Schaden hin, Den mir Adams Fall gebracht Und ich selber mir gemacht. Wird mich deine Kraft berühren, Werd' ich keine Noth mehr spüren. 3. Schreibe deine blutgen Wunden, Jesu, in mein Herz hinein, Daß sie mir zu allen Stunden Unvergeßlich theuer sei'n! Du bist doch mein höchstes Gut, Drin mein Herz zufrieden ruht. Laß mich stets zu deinen Füßen Deiner Lieb' und Huld genießen. 4. Herr, an dich will ich mich halten Fest und treu, so gut ich kann! Schare doch mein Händefalten, Hör' mein Flehen gnädig an! Ach, um deine Kreuzespein Sprich zu mir: Du bleibest mein; All' dein Trauern laß verschwinden; Ich, ich tilge deine Sünden! 206. ( Melodie Nr. 131.) 1. D du Liebe meiner Liebe, Du erwünschte Seligkeit, Die du dich aus höchstem Triebe In das jammervolle Leid Deines Leidens mir zu gute Als ein Opfer eingestellt, Und bezahlt mit deinem Blute Alle Missethat der Welt! 2. Liebe, die mit Schweiß und Thränen An dem Delberg sich betrübt; Liebe, die mit heißem Sehnen Unaufhörlich fest geliebt; Liebe, die mit freiem Willen Unfre Sünd' und Strafe trägt, Die, um Gottes Zorn zu stillen, Allen Fluch auf sich gelegt! 3. Liebe, die mit starkem Herzen Schmach und Spott und Hohn gehört; Liebe, die des Todes Schmerzen Nie erschüttert, nie versehrt; Liebe, die sich liebend zeiget, Als sich Kraft und Athem end't; Liebe, die sich liebend neiget, Als sich Leib und Seele trennt! 451 4. Liebe, die mit ihren Armen Mich zuletzt umfangen wollt, 452 Disc. Alt. Die aus göttlichem Erbarmen Mich Verirrten heimgeholt; Liebe, die auch im Erblaffen Noch den Vater für mich bat, Daß kein Zorn mich sollte fassen, Weil mich ihr Verdienst vertrat! I 5. Liebe, die für mich gestorben Und ein immerwährend Gut An dem Kreuzesholz erworben; Ach, wie denk' ich an dein Blut! Ach, wie dank' ich deinen Wunden, 207. b b b Ist das nicht zu be fla- gen? Gott des P D Trau- rig- feit! D Her- ze= leid! b Vaters einig Kind Wird ins Grab ge- tra- gen. b S O Trau- rig- feit! Her- ze- leid! O Ist das nicht zu be fla- gen? Gott des Vaters einig Kind Wird ins Grab ge- tra- gen. 131 Schmerzenreiche Liebe du, Wenn ich in den letzten Stunden Sanft in deinen Armen ruh'! Ten. 3 b 6. Liebe, die sich todt gekränket Und für mein erkaltet Herz In ein faltes Grab gesenket, Ach, wie dank ich deinem Schmerz! Habe Dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann, Und der Seelen Heil erworben; Nimm mich ewig liebend an! 31 1 p t O Trau- rig- feit! O Her- ze- leid! J Ist das nicht zu be fla- gen? Gott des n Bass. b Vaters einig Kind Wird ins Grab ge- tra- gen. O b b 453 O O Trau- rig- keit! O Her- ze- leid! Ist das nicht zu be fla- gen? Gott des Vaters einig Kind Wird ins Grab ge- tra- gen. 454 2. große Noth! Der Herr liegt todt; Am Kreuz ist er gestorben, Hat dadurch das Himmeireich Uns aus Lieb' erworben. 3. Menschenkind! Nur deine Sünd' Hat dieses angerichtet, Weil du durch die Missethat Warest ganz vernichtet. 4. Beim Kreuzesstamm Das Gotteslamm Liegt ganz mit Blut befloffen, Welches er in Angst und Hohn Mild für dich vergossen. 5. O selig ist Zu aller Frist, Der dieses recht bedenket, Wie der Herr der Herrlichkeit Wird ins Grab gesenket. 6. O Jesu, du, Mein' Hülf und Ruh', Ich bitte dich mit Thränen, Hilf, daß ich mich bis ins Grab Nach dir möge sehnen! 208. ( Melodie Nr. 85.) 1. Amen, deines Grabes Friede Wird auch unser Grab durchwehn, Wenn wir, von der Wallfahrt müde, Nuhn, um froher aufzustehn. Amen, Fürst der Auferstehung, Der des Grabes Siegel brach Zeuch durch Grab und Tod uns nach Zu der heiligen Erhöhung, Wo dem Lamm, das uns versöhnt, Aller Himmel Loblied tönt. 2. Großer Erstling deiner Brüder! Ja, du ziehest uns nach dir; Du, das Haupt, ziehst deine Glieder; Weil du lebst, so leben wir. Ja, wir werden auferstehen, Weil du auferstanden bist, Werden dich, Herr Jesu Christ, Einft in deiner Klarheit sehen. Unsre Herzen harren dein; Amen, ewig sind wir dein. 209. ( Melodie Nr. 181.) 1. Ich geh' zu deinem Grabe, Du Siegesfürst und Held. Die Hoffnung, die ich habe, Ist nur auf dich gestellt. Du lehrft mich fröhlich sterben Und fröhlich auferstehn, Auch mit den Himmelserben Ins Land des Lebens gehn. 2. Du haft geweiht die Erde, In die man dich gelegt, Daß mir nicht bange werde, Wenn meine Stunde schlägt. Was an mir ist vom Staube, Geb' ich dem Staube gern, Weil ich nun freudig glaube: Die Erde ist des Herrn. 3. Du schlafest in dem Grabe, Daß ich auch meine Ruh' Im Schooß der Erde habe, Schließt sich mein Aug' einst zu. 455 456 Nun soll mir gar nicht grauen, Wenn mein Gesicht vergcht; Ich werde den wohl schauen, Der mir zur Seite steht. 4. Dein Grab schließt Stein und Siegel, Und dennoch bist du frei; Auch meines Grabes Niegel Bricht deine Macht entzwei. Du wirst die Last schon rücken, Die mich im Grabe deckt; Da werd' ich dich erblicken, Der mich vom Tod erweckt. 5. D meines Lebens Leben! O meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben Auch in der letzten Noth. Dann schlaf ich ohne Kummer In deinem Frieden ein; Und wach' ich auf vom Schlummer, Wirst du mein Loblied sein. 210. ( Melodie Nr. 65.) 1. Früh Morgens, da die Sonn' aufgeht, Mein Heiland Christus aufersteht; Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. 2. Nicht mehr als nur drei Tage lang Bleibt Gottes Sohn im Todeszwang. Am dritten Tag durchs Grab er dringt Und hoch die Siegesfahne schwingt. 3. D großes Wunder! starker Held! Wo ist ein Feind, den er nicht fällt? Kein Kreuz und keine Noth sich findt, Die Christi Sieg nicht überwindt. 4. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Und stürb' auch alle Welt mir ab: G'nug, daß ich Christum bei mir hab'. 5. Er pflegt, er schützt, er tröstet mich; Sterb' ich, so nimmt er mich zu sich. Wo er jetzt lebt, da komm' ich hin, Weil seines Leibes Glied ich bin. 6. Für solchen Trost bringt, Herr, die Schaar Der Deinen Lobgesänge dar. Einst werden wir dein Antlig sehn, Und ewig, ewig dich erhöhn. 211. ( Melodie Nr. 119). 1. Hallelujah! Jeſus lebt, Tod und Hölle sind bezwungen; Gruft und Fels und Erde bebt, Da der Held hindurch gedrungen. Kommt hieher von Golgatha: Jesus lebt! Hallelujah! 2. Hallelujah! Seht das Grab, Die ihr seinen Tod beweinet; Wischet eure Thränen ab, Weil die helle Sonne scheinet. Seht nur her; er ist nicht da: Jesus lebt! Hallelujah! 457 3. Hallelujah! Suchet nicht Den Lebendigen bei Todten; Glaubet aber dem Bericht Der verklärten Osterboten; Diese wissen, was geschah: Jefus lebt! Hallelujah! 458 Dise. Alt. b 4. Hallelujah! Dieses Wort Soll mich immer neu beleben; Kann ich gleich nicht an den Ort Seines Grabes mich begeben, Gnug, daß es mein Glaube sah: Jesus lebt! Hallelujah! --b5. Hallelujah! Er wird mir Leben selbst im Tode geben. Also sterb' ich freudig hier; Chrifti Tod ist run mein Leben. Nur getroft! ich glaube ja: Jesus lebt! Hallelujah! 62 213. Jauch- ze, du er- lös- te Schaar! Der für uns ge- töd- tet war. Jauch- zet Gott in allen Lan- den! Denn der Herr ist auf- er- stan- den, Jauch- zet Gott in Denn der Herr ist 19 Jauch- ze, du er- lös- te Schaar! Der für uns ge- töd- tet war. Je- sus hat durch allen Lan- den! auf er- stan- den, 3 Je- sus hat durch 212. ( Melodie Nr. 184.) 1. Heut triumphiret Gottes Sohn, Der von dem Tod erstanden schon. Kein Feind kann uns nun schaden mehr, Ob er gleich dräuet noch so sehr. Hallelujah! 2. D treuer Hirte, Jesu Christ, Der du der Sünder Heiland bist, Führ' uns durch dein' Barmherzigkeit Mit Freuden in die Herrlichkeit! Hallelujah! 3. Dafür wir danken allzugleich Und sehnen uns ins Himmelreich. Das Ende kommt! Gott helf uns All'! So fingen wir mit frohem Schall: Hallelujah! 213. 3 b 20 Ten. 3b 2 3 b Jauch- ze, du er- lös- te Schaar! Der für uns ge- töd- tet war. Jauch- zet Gott in allen Lan- den! Denn der Herr ist auf er- stan- den, = b 459 Bass. 2 2 PP Je- sus hat durch Jauch- zet Gott in allen Lan- den! Denn der Herr ist auf er- stan- den, 2 Jauch- ze, du er- lös- te Schaar! Der für uns ge- töd- tet war. Je- sus hat durch 460 b 15 sei- ne Macht Das Er- lö- sungswerk vollbracht, be Welches er auf sich genommen, Da er in das b Fleisch ge- kom- men. b bee seine Macht Das Er- lö- fungswerk vollbracht, Welches er auf sich genommen, Da er in das -b Fleisch ge- kom- men. 2. Sünde, was kannst du mir schaden? Nun erweckst du keine Noth; Alle Schuld, die mich beladen, Tilget Christi Blut und Tod. Er hat das Gesetz erfüllt; Er hat Fluch und Zorn gestillt, Und mir durch sein Wiederleben Die Gerechtigkeit gegeben. 3. Hölle, schweig von deinen Banden! Strick und Ketten sind entzwei; Da mein Jesus auferstanden, Bin ich vom Gefängniß frei; Und wie seine Himmelfahrt Im Triumph vollzogen ward, So ist seinen Reichsgenoffen Nun der Himmel aufgeschlossen. E36 be 3b b seine Macht Das Er lö- sungswerk vollbracht, = Welches er auf sich genommen, Da er in das e 136 Fleisch ge- kom- men. O bo 69 seine Macht Das Er lö- sungswerk vollbracht, S 461 Welches er auf sich genommen, Da er in das Fleisch ge- kom- men. 4. Uns erschreckt dein alter Name, Höllenschlange, nun nicht mehr; Dich zertritt des. Weibes Same, Ja, er zähmet all' dein Heer. Der, den du ins Grab gebracht, Bringet dich um deine Macht, Und da wir in Christo siegen, Mußt du uns zu Füßen liegen. 5. Tod, ich darf dich nicht mehr scheuen, Ob ich gleich zu Grabe geh'; Denn mein Grab will Jesus weihen, Daß ich selig aufersteh'. Sterben ist nun mein Gewinn; Also fahr' ich freudig hin, Da der Trost vor Augen schwebet: Jesus, mein Erlöser, lebet. BA 462 6. Jesus, mein Erlöser, lebet, Welches ich gewißlich weiß; Gebet, ihr Erlösten, gebet Seinem Namen Dank und Preis! Singt durch die befreite Welt, Daß das Reich der Hölle fällt; Singt und ruft in allen Landen: Heut ist Christus auferstanden. Alt. 214. ( Melodie Nr. 161.) 1. Willkommen, Held im Streite, Aus deines Grabes Kluft! Wir triumphiren heute Um deine leere Gruft. 2. Der Feind wird Schau getragen Und heißt nunmehr ein Spott; Wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. 3. Der Fried' ist uns erstritten, Und jeder Schrecken flieht; In der Gerechten Hütten Erschallt das Siegeslied. 215. Disc. -bb -6Bringt Preis und Ruhm dem Hei- land Er, der für uns getödtet Bringt Preis und Ruhm dem Hei- land Er, der für uns getödtet 4. Theil' uns des Sieges Beute, Den Trost nun reichlich aus; Ach, komm' und bring' noch heute Dein Heil in Herz und Haus! 5. In deines Grabes Staube Liegt unsre Schuld bedeckt; Deß tröstet sich der Glaube, Daß ihn fein Feind mehr schreckt. 6. Du haft das Heil erworben; Wir preisen dich dafür. Sind wir mit dir gestorben, So leben wir mit dir. 7. Wir wollen ohne Grauen Mit dir zu Grabe gehn, Wenn wir nur dort dich schauen Und selig auferstehn. 18. Schwing' deine Siegesfahnen Auch über unser Herz, Und zeig' uns einst die Bahnen Vom Tode himmelwärts! 9. Was kann uns denn noch schaden? Des Todes Pfeil ist stumpf; Wir sind bei Gott in Gnaden Und rufen schon Triumph! 215. Ten. 3 b t Bass.b 463 Bringt Preis und Ruhm dem Hei- land Er, der für uns ge- töd- tet Bringt Preis und Ruhm dem Hei- land Er, der für uns getödtet 464 b b b b lobt, Herr Je- su Christ, Daß du für uns geb -b dar; Frohlo- det ihm, ihr From- men! war, Ist dem Ge- richt ent- nommen. b Sei ges stor- ben bist Und siegreich auf- er- stan- den! dar; Frohlo- cket ihm, ihr From- men! war, Ist dem Ge- richt ent- nom- men. Ind lobt, Herr Je- su Christ, Daß du für uns ge b 3. Mein Heiland, ich frohlocke dir, Daß du nun ewig lebest. Du lebst und siegst, daß du auch mir Das ewge Leben gebeft; Daß du mein Erlöser seift Sei ges stor- ben bist Und siegreich auf- er- stan- den! 2. Dein Leben in der Majestät Befestigt unsern Glauben. Wer kann, da dich dein Gott erhöht, Uns nun den Trostgrund rauben, Daß du unser Heil vollbracht, Und daß du von der Hölle Macht Uns Sünder haft erlöset! 136 dar; Frohlo- det ihm, ihr From- men! war, Ist dem Ge- richt ent- nommen. Sei ges # te lobt, Herr Je- su Christ, Daß du für uns ge43- b b. t bo b stor- ben bist Und siegreich auf er stan- den! = dar; Frohlo- cket ihm, ihr From- men! war, Ist dem Ge- richt ent- nommen. Dibe 465 مو lobt, Herr Je- su Christ, Daß du für uns geUnd neue Kräfte mir verleihst, Mit Freuden dir zu dienen. TR Sei ges ftor- ben bist llnd siegreich auf- er- stan- den! 4. Mein Herr und Gott, hilf mir dazu, Befreie mich von Sünden! Laß mich für meine Seele Rub' In deiner Gnade finden! Schenke doch den Glauben mir, Daß ich dir ganz ergeben hier Als dein Erlöster lebe. 30 5. O, laß mich, weil ich hier noch bin, Im Glauben an dich wandeln Und jederzeit nach deinem Sinn 466 Disc. Alt. Gottselig sein und handeln, Daß ich, wenn ich aufersteh' Und dich, des Todes Sieger, seh', Auch ewig mit dir lebe. 6. Dein ist das Reich, dein ist die Macht, Die Todten zu erwecken. Du rufest, und der Gräber Nacht Wird uns nicht mehr bedecken. Wie du auferstanden bist, bee -b 216. د دل Dem Ehren- könig Je- su Christ, Der auf- erb 3 Ihr Christen, singet, Lob- opfer bringet standen ist. Hal- le- lu- jah! Der Tod hielt ihn geIhr Christen, singet, Lob- opfer bringet Dem Ehren- kö- nig Je- su Christ, Der auf- ers b standen ist. Hal- le- lu- jah! Der Tod hielt ihn ge= So werd' ich auch, Herr Jesu Christ, Durch dich einst auferstehen. 7. D Jesu, lebe du in mir! Laß mich dir einzig leben! Du kannst, du wirst- ich folge dir, Die Seligkeit mir geben. Laß sie einst mein Erbtheil sein, So werd' ich ewig deß mich freun, Daß du bist auferstanden. 216. Ten.3b3 1360 Bass. Dem Eh- ren- könig Je- su Christ, Der auf- er360 467 - Ihr Christen, singet, Lob- opfer bringet Jo. J standen ist. Hal- le- lu- jah! Der Tod hielt ihn geb bo Ihr Christen, singet, Lob- opfer bringet Dem Eh- ren- könig Je- su Christ, Der auf- er영어 standen ist. Hal- le- lu- jah! Der Tod hielt ihn ge 468 Eliz b und Höll'hat er be- stegt, Der alte Feind zu b bunden, Doch er hat überwunden; Grab b b Boden liegt. Hal- le- lu- jah! Erstanden ist der star ke Held, Das Leben, Licht und Heil der = Weit. Froh- locket ihm! Er tri- um- phirt, Mit bun- den, Doch er hat ü- berwunden; Grab C und Höll' hat er be- stegt, Der alte Feind zu b Boden liegt. Hal- le- lu- jah! Erstanden iff der b star- te Held, Das Leben, Licht und Heil der F E Welt. Froh- locket ihm! Er tri- um- phirt, Mit 36 bun- den, Doch er hat ü- berwunden; Grab € und Höll'hat er be- stegt, Der alte Feind zu 360 Lo b 360 € Boden liegt. Hal- le- lu- jah! Erstanden ist der F3 469 360. star ke Held, Das Leben, Licht und Heil der = L Welt. Froh- locket ihm! Er tri- um- phirt, Mit b • fo L bunden, Doch er hat ü- berwunden; Grab 00:10 und Höll' hat er be- siegt, Der alte Feind zu Boden liegt. Hal- le- lu- jah! Erstanden ist der star- ke Held, Das Leben, Licht und Heil der Welt. Froh- locket ihm! Er tri- um- phirt, Mit 470 3 Ehr' und Herr- lich- keit ge- ziert. Ehr und Herr- lich- keit ge- ziert. 2. Gott ist zufrieden, Der Streit entschieden, Dieweil der Bürg' an unfrer Statt Die Schuld bezahlet hat. Hallelujah! Jetzt kann der Tod den Bürgen Mit Recht nicht länger würgen. Seht, wie er voll Majestät Aus seines Grabes Kerker geht. Hallelujah! Troß, Tod! Dein Stachel ist dahin, Und Sterben ist jetzt nur Gewinn. Troß, Hölle! Deine Macht erliegt, Nachdem dich Jeſus hat besiegt! 3. Gnadensonne, Des Herzens Wonne! Du sankest zwar ins Grab hinein, Verlorest Glanz und Schein. Hallelujah! Doch du erstehest wieder Und zierest deine Glieder Mit dem Schmuck und Ehrenkleid Des Heils und der Gerechtigkeit. Hallelujah! Wer will verdammen? Jesus Christ Schüßt mich, der mein Erretter ift. Verstumme, Satan, böser Feind; Denn Jesus lebt, mein Seelenfreund! 4. Jesu, mein Leben, Uns dürren Reben Durch deines Geistes Balsamkraft Schaff' neue Lebenskraft! Hallelujah! Ehr' und Herr- lich- keit ge- ziert. Ehr' und Herr- lich- keit ge- ziert. Du willst mich heut' aus Gnaden Zu deinem Tisch einladen; Lasse denn dieß Brod und Wein Mein himmelsüßes Manna sein! Hallelujah! Dein Leib und Blut ermuntre mich, Nur dir zu leben heiliglich. Ja, schenke, Lebensfürst, dich mir; Denn meine Wohlfahrt blüht in dir. 5. Du wirst einst kommen, Zur Lust der Frommen, Dort aus dem hohen Himmelszelt, Zu richten diese Welt. Hallelujah! Laß denn vom Staub auf Erden Mich auferwecket werden Zu des Himmels Herrlichkeit, Da man dich lobet allezeit. Hallelujah! Lehr' mich hier ohne Heuchelei Dir sein bis in den Tod getreu! Mein Trost sei, wenn die Welt erbebt: Ich weiß, daß mein Erlöser lebt! 217. ( Melodie Nr. 140.) 1. D auferstandner Siegesfürst, Du Leben aller Leben! 471 Heut bringst du Friede, da du wirst Zur Freude uns gegeben. 472 Für unsre Noth gingst du in Tod; Nun bist du auferstanden Und frei von Todesbanden. 2. Nun geht uns fröhlich wieder auf Die rechte Gnadensonne, Die uns verschwand in ihrem Lauf, Gibt Strahlen reiner Wonne. All' Kreatur ist Freude nur; Es weichen Gram und Sorgen Vor deines Festes Morgen. 3. Die Kraft von deiner Majestät Bricht aus durch Grab und Steine; Dein Sieg ist's, der und mit erhöht Zum vollen Gnadenscheine. Des Todes Wuth, der Hölle Glut Hat alle Macht verloren, Und wir sind neugeboren. 4. D, daß wir diesen theuren Sieg Lebendig möchten kennen, Und unser Herz bei diesem Krieg Im Glauben möchte brennen! Denn anders nicht kann dieses Licht Uns in das Leben führen, Als wenn wir Glauben spüren. 5. So brich denn selbst durch unser Herz, D Jefu, Fürst der Ehren, Und gib, daß wir uns himmelwärts Zu dir im Glauben kehren; Daß wir in dir die offne Thür Zur ewgen Ruhe finden Und auferstehn von Sünden. 6. Ach, laß dieß wahre Auferstehn Uns in uns selbst erfahren, Und aus den Todtengräbern gehn, Daß wir den Schuß bewahren. Das theure Pfand, das deine Hand Zum Segen uns gegeben, So gehn wir ein ins Leben. 218. ( Melodie Nr. 78.) 1. D Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann hinfort der Feind uns thun, Wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt in Ewigkeit, Der uns den Sieg nach hartem Streit Durch Jesum Chrift gegeben. 2. Des Herren Rechte, die behält Den Sieg und ist erhöhet; Des Herren Rechte mächtig fällt, Was ihr entgegen stehet. Nichts hält in seinem Siegeslauf Den starken Helden ferner auf; Sein Arm hat überwunden. 3. Es war getöbtet Jesus Christ, Und sich, er lebet wieder! Weil nun das Haupt erstanden ist, Stehn wir auch auf, die Glieder. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht Und unvergänglich Wesen. 4. D Tod, wo ist dein Stachel mun? We ist dein Sieg, o Hölle? Was kann hinfort der Feind und thun, Wie grausam er fich stelle? Gott set gelobt in Ewigkeit, Der uns den Sieg nach hartem Streit Durch Jesum Chrift gegeben. 473 474 219. ( Melodie Nr. 78.) 1. Wach auf, o Mensch, die Nacht ist hin! Die Sonn' ist aufgegangen! Ermuntre deinen trägen Sinn, Den Heiland zu empfangen, Der heute durch des Todes Thor Gebrochen aus dem Grab hervor, Der ganzen Welt zur Wonne. 2. Steh' aus dem Grab der Sünden auf, Und such' ein neues Leben; Vollführ' im Glauben deinen Lauf! Das wird dein Herz erheben. Dann wirst du sein, wo Jesus ist; Dann wirst du wandeln als ein Christ, Der geistlich auferstanden. 3. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, Dein Jesus wird ihn heben. Es kann ein Christ bei Kreuz und Pein In Freud' und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, Und sorge nicht; er ist nicht fern, Denn er ist auferstanden. 4. Wohlauf, o Mensch, fang' an den Streit, Weil Jesus überwunden! 220. Alt. Disc. Mar- ter Je S su, wer kann dein verUn- ser Herz kann nie dich gnug er3 Mar- ter Je su, wer kann dein verUn- ser Herz kann nie dich gnug er Er wird auch überwinden weit, Was dich noch hält gebunden. Tritt unter dich die ganze Welt; Verläugne, was dem Fleisch gefällt, Und diene Gott im Glauben! 5. Laß weder Satan, Welt noch Tod, Dich scheu und zaghaft machen! Dein Jesus lebt, es hat nicht Noth; Noch ist er bei den Schwachen, Bei den Geringsten in der Welt. Mit ihm, der alle Feinde fällt, Mit Christo wirst du siegen. 6. Ach, mein Herr Jesu, der du bist Vom Tode auferstanden; Rett' uns von Satans Macht und List Und aus des Todes Banden! Erweck uns, daß wir insgemein Zum neuen Leben gehen ein, Das du uns hast erworben. 7. Sei hochgelobt in dieser Zeit Von allen Gotteskindern, Und ewig in der Herrlichkeit Von allen Ueberwindern, Die überwunden durch dein Blut. Herr Jesu, gib uns Kraft und Muth, Daß wir auch überwinden. 220. Ten. Bass. 13# 2 475 Mar- ter Je= su, wer kann dein verUn- fer Herz kann nie dich gnug ers 2 Mar- ter Je- su, wer kann dein verUn- ser Herz kann nie dich gnug er 476 J ges- sen, Der in dir sein Wohlfein find't? mes- sen, Wird stets mehr zum Dank ent- zünd't. Unfre See le soll an dir sich näh- ren, Un- ser Ohr nie Et- was lie- ber hören; Täglich wird im Marterbild Chriftus schöner uns enthüllt. FF gessen, Der in dir sein Wohlfein find't? mes- sen, Wird stets mehr zum Dank ent- zünd't. Unsre See le soll an dir sich näh- ren, ਫੰਡ Un- ser Ohr nie Et- was lie- ber hören; Täglich wird im Marterbild Christus schöner uns ent- hüllt. # 13# D PP ges sen, Der in dir sein Wohlfein find't? mes sen, Wird stets mehr zum Dank entzünd't. Unfre See le soll an dir sich näh- ren, 477 = Un- ser Ohr nie Et- was lie- ber hö- ren; uns ent hüllt. Täglich wird im Marterbild Christus schöner ges- sen, Der in dir sein Wohlsein find't? mes sen, Wird stets mehr zum Dank entzünd't. Unfre See le soll an dir sich näh- ren, Un- ser Ohr nie Et- was lie- ber hören; uns enthüllt. Täglich wird im Marterbild Christus schöner 478 2. Tausend Dank, du treues Herz der Herzen! Alles in uns betet an, Daß du unter Martern, Angst und Schmerzen Hast genug für uns gethan. Laß uns immer inniger dich lieben Und im Glauben stets uns treulich üben, Bis der Festtag uns erscheint, Der uns ganz mit dir vereint. 3. Krank und dürftig eilen unsre Seelen Immer deinem Kreuze zu; Hier kann uns die Heilung nimmer fehlen; Hier strömt uns der Quell der Ruh'. Laß uns, Herr, dein Marterbild begleiten, Wo wir wallen; dann wird keiner gleiten, Und es geht uns bis zum Grab Nichts von deinem Frieden ab. 4. Die wir uns allhier beisammen finden. Schlagen unsre Hände ein, Uns auf deine Marter zu verbinden, Dir auf ewig treu zu sein. Deine Liebe heilge und verschöne Unser Lied zum reinen Lobgetöne; Sprich dein Amen, sprich zugleich: Friede, Friede sei mit euch! ( Melodie Nr. 92.) 1. Auf diesen Tag bedenken wir, Daß Christus aufgefahren, Und danken unserm Gott dafür; Er wolle doch bewahren Uns arme Sünder hie auf Erd'; Wir haben ja, von Sünd' beschwert, Nur Trost in Christi Gnade. 2. Gottlob! Der Weg ist nun gemacht, Uns steht der Himmel offen; Heut' schloß ihn Christus auf mit Pracht; Vor ihm war's nur ein Hoffen. Wer's glaubt, deß Herz wird freudenvoll, Der weiß, daß er sich rüsten soll, Dem Heiland nachzufolgen. 3. Wer hier nicht seinen Willen thut, Hat keinen Theil am Herren; Denn Jesus wird vor Fleisch und Blut Sein Himmelreich versperren. Am Glauben liegt's; ist dieser acht, So wird gewiß das Leben recht Und richtet sich gen Himmel. 4. Solch' Himmelfahrt fängt in uns an, Bis wir den Vater finden, Als seine Kinder fliehn die Bahn Der Welt und ihrer Sünden. Die sehn hinauf, er sieht herab; An Treu' und Liebe geht nichts ab, Bis sie zusammen kommen. 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, Wenn Gott uns zu sich nehmen Und seinem Sohn wird machen gleich, Da schwindet Noth und Grämen; Da wird sich finden Freud' und Muth In Ewigkeit beim höchsten Gut. Hilf, Gott, daß wir's erlangen! 233. ( Melodie Nr. 118.) 1. D wundergroßer Siegesheld, Du Sündentilger aller Welt, Dein Werk hast du vollendet! Nun fährst du nach vollbrachtem Lauf Verklärt zu deinem Vater auf, Der rich herabgesendet. 479 480 Mächtig, prächtig Triumphirest und regiereft; Tod und Leben Sind, Herr Chrift, dir übergeben. 2. Du, Herr, bist unser Haupt, und wir Sind deine Glieder; nur von dir Kommt auf uns Heil und Leben. Trost, Friede, Freude, Licht und Kraft, Und was dem Herzen Labsal schafft, Wird uns durch dich gegeben. Dringe, zwinge Mein Gemüthe, deine Güte Hoch zu preisen, Ehr' und Dank dir zu erweisen. 3. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir; Hilf, daß wir Alle für und für Nach deinem Reiche trachten. Laß unsern Wandel himmlisch sein, Daß wir der Erde leeren Schein Und Ueppigkeit verachten. Unart, Hoffahrt Laß uns meiden, chriftlich leiden, Wohl ergründen, Wo die Gnade sei zu finden. 4. Sei, Jesu, unser Schirm und Hort; Erhalt uns stets bei deinem Wort, Darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist; Auf Erden wohnet arge List, Verleumden, Nichten, Hassen, Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, Die da quälen Arme, treue Christenſeelen. 5. Herr Jesu, komm', zeuch uns dir nach, Daß wir nach kurzem Ungemach Zur Freude dort gelangen. Du bist uns allen ja zu gut Durch dein vergoßnes theures Blut Ins Heiligthum gegangen. Dafür soll dir Von uns allen Preis erschallen; Nimm am Ende, Herr, uns auf in deine Hände! 223. ( Melodie Nr. 230.) 1. Der Herr fährt auf gen Himmel; Triumph dem Menschensohn! Aus diesem Weltgetümmel Steigt er auf seinen Thron. Lobsingt, lobsinget Gott! Lobsingt, ihr Nationen, Dem Herrscher aller Thronen, Dem Herren Zebaoth! 2. Lob sei dem Gott der Gnade, Der unser Haupt erhöht; Nun wissen wir die Pfade, Drauf man zum Himmel geht. Der Heiland zieht voran; D, laßt uns Hoffnung fassen! Er wird uns nicht verlassen; Er bricht uns sichre Bahn. 3. Wir sollen himmlisch werden; Die Heimath ist ja dort!" Wir gehen von der Erden Zu Jesu, unserm Hort.. Ihr Herzen, macht euch auf! Wo Jesus hingegangen, Dahin sollt ihr verlangen, Dahin geh' euer Lauf! 31 481 482 4. Fahr' hin mit deinen Schäßen, Du trügerische Welt! Wir flichen aus den Neßen; Dort ist, was uns gefällt. Der Herr ist unsre Zier, Der Herr ist unsre Wonne. Zu unsrer Gnadensonne, Zu Jesu ziehen wir. 5. Wann soll es doch geschehen? Wann kommt die liebe Zeit, Da wir ihn werden sehen In seiner Herrlichkeit? Du Tag, wann wirst du sein, Da wir zu seinen Füßen Anbetend ihn begrüßen? D, stelle bald dich ein! 224. ( Melodie Nr. 65.) 1. Wir danken dir, Herr Jesu Chrift, Daß du zur Rechten Gottes bift. O starker Gott, Immanuel, Bewahr' und stärk' uns Leib und Seel'! 2. Nun singt die ganze Christenheit: Hinweg mit Gram und Herzeleid! Gott Lob und Dank! Im höchsten Thron Sist unser Bruder, Gottes Sohn! 3. Er, der nun hoch im Himmel ist, Bleibt doch bei uns zu jeder Frist, Beherrscht allmächtig nun sein Reich Als wahrer Gott und Mensch zugleich. 4. Hoch über Himmel, Erd' und Meer Geht deine Majestät daher. Die Engel alle dienen dir, Und deine Glieder, Herr, sind wir. 5. Mit Teufel, Hölle, Sünd' und Tod Hat es von nun an keine Noth. Welt, troße nur, da liegt nichts dran; Den Sieg uns Niemand nehmen kann. 6. Wir freuen uns von Herzensgrund Und singen dir mit frohem Mund: Du, Jesu, unser Fleisch und Blut, Bist unser allerhöchstes Gut! 7. Amen! Amen! Herr Jesu Christ, Durch den der Himmel unser ist, Hilf, daß wir fest vertraun auf dich Und durch dich leben ewiglich. 225. ( Melodie Nr. 93.) 1. Zeuch uns nach dir, so laufen wir Mit Herzlichem Verlangen Hin, da du bist, Herr Jesu Christ, Aus dieser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir in Liebsbegier; Ach, reiß uns doch von hinnen, So drückt das Leid der Erdenzeit Nicht länger unsre Sinnen. 3. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ' Uns deine Himmelsstege! Wir irr'n sonst leicht, und keins erreicht Das Ziel auf rechtem Wege. 4. Zeuch uns nach dir, so folgen wir Dir nach in deinen Himmel, Daß uns nicht mehr allhier beschwer' Das böse Weltgetümmel. 483 5. 3euch uns nach dir! D, gib, daß wir Mit Freuden dir nachfahren Ins Himmelreich, und mach' uns gleich Den auserwählten Schaaren! 363 484 226. ( Melodie Nr. 92.) 1. Auf Christi Himmelfahrt allein Ich meine Nachfahrt gründe, Und allen Zweifel, Angst und Bein Hiemit stets überwinde; Denn weil das Haupt im Himmel ist, Wird seine Glieder Jesus Chrift Zur rechten Zeit nachholen. 2. Weil er gezogen himmelan Und große Gab' empfangen, Mein Herz auch nur im Himmel kann, Sonst nirgends, Ruh' erlangen; Denn wo mein Schatz gefommen hin, Da ist auch stets mein Herz und Sinn, Nach ihm mich stets verlanget. 3. Ach, Herr, laß diese Gnade mich Von deiner Auffahrt spüren, Daß mit dem wahren Glauben ich Mag meine Nachfahrt zieren, Und dann einmal, wenn dir's gefällt, Mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre dieß mein Flehen! ( Melodie Nr. 2.) 1. Es saß ein frommes Häuflein dort Und wollte nach des Herren Wort Einmüthig Pfingsten halten. Ach, laß auch jetzt im Christenstand, Herr Jefu, deiner Liebe Band Bet frommen Gliedern walten! Schnell fiel hernieder auf das Haus Ein starker Wind, der mit Gebraus Sich wundersam erhoben. O Gottes Hauch, ach laffe dich Bei uns auch spüren kräftiglich Und weh' uns an von oben! 2. Er füllete die Wohnung ganz, Zertheilte Zungen, Feuerglanz Licß sich auf Jedem spüren. Ach, nimm auch unsre Kirchen ein, Laß feurig unsre Lehrer sein, Und deine Sprach' uns rühren! Sie wurden all' des Geistes voll Und fingen an zu reden wohl, Wie er gab auszuſprechen. Erfüll' auch uns mit heilger Glut, Daß wir des Herzens blöden Muth Mit freier Rede brechen. 3. Der Fremdling, der die Thaten sieht, Kann, was zum Heil der Welt geschicht, In seiner Sprache hören. Ach, hebe Babels Irrfal auf; Laß, Jesu, deinem Wort den Lauf, Daß dich die Völker ehren. Die Welt zwar treibt nur ihren Spott, Und wer nicht merkt die Kraft aus Gott, Spricht leider: Sie sind trunken!" Den rechten Freudenwein uns gib, Erquick', o Herr, in deiner Lieb', Was noch in Angst versunken. 485 4. Dein Licht treib' in des Herzens Haus Mit hellen Strahlen gänzlich aus Die alten Finsternisse, Daß Blindheit, Irrthum, falscher Wahn, Und was uns sonst verleiten kann, Auf ewig weichen müsſe. Dein Feuer tödt' in unsrer Brust, Was sich noch regt von Sündenlust; Erwecke reine Triebe, Auf daß wir schmecken wahre Freud', Anstatt der schnöden Eitelkeit, In Jesu süßer Liebe. 486 Disc. Alt. 228. Komm', hei• li- ger Geist, Herr und Gott! Er füll' mit dei- ner Gnaden Gut Der # Chri- sten Her- zen, Muth und Sin- nen; Entzün- de dei- ne Lieb' in ih- nen! O Herr, durch # dei- nes Lich- tes Glanz Versamm- le bald zum Komm', heiliger Geist, Herr und Gott! Erfüll' mit dei- ner Gnaden Gut Der Chri- sten Her- zen, Muth und" Sin- nen; Entzün- de dei- ne Lieb' in ih- nen! D Herr, durch dei- nes Lich- tes Glanz Versamm- le bald zum Ten. #z # C 228. Bass. D 487 Gott! Erfüll' mit dei- ner Gnaden Gut Der fHo Komm', hei== li- ger Geist, Herr und Chri- sten Her- zen, Muth und Sin- nen; EntDOGO zün- de dei- ne Lieb' in ih- nen! D Herr, durch Jo dei- nes Lich- tes Glanz Versamm- le bald zum C Komm', hei- li- ger Geist, Herr und Gott! Erfüll' mit dei- ner Gnaden Gut Der Chri- sten Her- zen, Muth und Sin- nen; Entzün- de dei- ne Lieb' in ih- nen! DO Herr, durch dei- nes Lich- tes Glanz Versamm- le bald zum 488 Glauben ganz Die Völker aller Welt und Zungen; Dann sei dir, Herr, zu Lob ge- funH E gen: Hal- le- lu- jah! Hal- le- lu- jah! Glauben ganz Die Völker aller Welt und Æ Zungen; Dann sei dir, Herr, zu Lob ge- sunH gen: Hal- le- lu- jah! Hal- le- lu- jah! 2. Du heiliges Licht, edler Hort! Laß leuchten uns des Lebens Wort, Und lehre uns Gott recht erkennen. Und ihn von Herzen Vater nennen. Behüt' uns, Herr, vor fremder Lehr', Daß wir nicht Meister suchen mehr, Denn Jesum Christ, auf den wir bauen, Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Hallelujah! Hallelujah! 3. Du heilige Glut, süßer Trost! Nun hilf uns, fröhlich und getroft In deinem Dienst beständig bleiben, Auch Trübsal laß uns nicht abtreiben! Mach' uns durch deine Kraft bereit, # 3 D Glauben ganz Die Völker aller Welt und 489 Zungen; Dann sei dir, Herr, zu Lob ge- sungen: Hal- le- lu- jah! Hal- le- lu- jah! Glauben ganz Die Völker aller Welt und Zungen; Dann sei dir, Herr, zu Lob ge- sunde gen: Hal- le- lu- jah! Hal- le- lu- jah! Und stärk' des Fleisches Blödigkeit, Daß wir hier mögen tapfer ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Hallelujah! Hallelujah! 229. ( Melodie Nr. 118.) 1. D heilger Geist, kehr' bei uns ein Und laß uns deine Wohnung sein, O komm', du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein Bei uns und in uns kräftig sein Zu fteter Freud' und Wonne! Wahrheit, Klarheit, .90 Himmlisch Leben willst du geben, Wenn wir beten. Lehr' uns gläubig vor dich treten! 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt, Die sich in fromme Seelen gießt, Laß deinen Trost uns hören, Daß wir in Glaubenseinigkeit Auch Andre in der Christenheit Dein wahres Zeugniß lehren. Hör' uns! Lehr' uns Dich gewinnen, Herz und Sinnen Dir ergeben, Dir zu Lob, nicht uns zu leben. 3. Gib Kraft und Nachdruck deinem Wort, Laß es, wie Feuer, immerfort In unsern Herzen brennen, Daß wir uns alle nimmermehr Von deiner weisheitreichen Lehr' Und treuen Liebe trennen. Lege, Präge Deine Güte ins Gemüthe, Daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 4. Sei stets bei uns mit deinem Rath Und führ' uns selbst den rechten Pfad, Weil wir den Weg nicht wissen. Verleih' Beständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Wenn wir auch leiden müssen. Schaue, Baue, Die zerriffen im Gewissen, Trost entbehren; Schenke du, was sie begehren. 5. Stärf uns mit deiner Gotteskraft, Zu üben gute Ritterschaft In Drangfal und Beschwerden, Auf daß wir unter deinem Schuß Begegnen aller Feinde Truß Mit freudigen Geberden. Laß dich reichlich Auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, Alles Unglück überwinden. 6. Du Himmelsthau, ergieße dich In unsern Herzen kräftiglich Und schenk uns deine Liebe, Daß unser Sinn in Lieb' und Tren' Dem Nächsten stets verbunden fei Und sich darinnen übe. Kein Neid, kein Streit Dich betrübe; Fried' und Liebe Müsse walten; Demuth wirst du uns erhalten. 7. Hilf uns in wahrer Heiligkeit Vollführen unsre Lebenszeit; Sei unfres Geistes Stärke; Daß wir verschmähen, dein bewußt, Die Eitelkeit, des Fleisches Luft Und seine todten Werke. Rühre, Führe Unser Sinnen und Beginnen Von der Erden, Daß wir Himmelserben werden. 491 492 Disc. Alt. 230. -dole Zeuch ein zu mei- nen Tho- ren, Sei Der du, da ich ge boren, Mich meines Her- zens Gaft, neu- ge- bo- ren hast. O hoch- ge- lieb- ter Geist des Vaters und des Soh- nes, Mit beiden ei- nes Thro- nes, Mit beiden gleich ge- preist! Zeuch ein zu mei- nen Tho- ren, Sei Der du, da ich ge boren, Mich 5 meines Her- zens Gast, neu- ge= bo= ren haft. O hoch- ge- lieb- ter Geist des Vaters und des Soh- nes, Mit beiden ei- nes Thro- nes, Mit beiden gleich ge- preist! 2. Zeuch ein, laß mich empfinden Und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Ten. Bass. FO 230. Zeuch ein zu mei- nen Tho- ren, Sei Der du, da ich ge- bo- ren, Mich 493 meines Her- zens Gast, neu- ge= bo= ren hast. O hoch- ge- liebter e Geift des Vaters und des Soh- nes, Mit beiden 9 ¢ ei- nes Thro- nes, Mit beiden gleich ge- preist! Zeuch ein zu mei- nen Tho- ren, Sei Der du, da ich ge boren, Mich meines Her- zens Gast, neu- ge= bo- ren hast. O hoch- ge- lieb- ter e Geift des Vaters und des Soh- nes, Mit beiden O ei- nes Thro- nes, Mit beiden gleich ge- preist! Hülf und Errettung schafft. Entfünd'ge meinen Sinn, Daß ich mit reinem Geiste 494 Dir Ehr' und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin. 3. Du bist ein Geist, der lehret, Wie man recht beten ſoll. Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Es schwingt sich himmelan; Es läßt nicht ab und steiget, Bis der sich zu uns neiget, Der Allen helfen kann. 4. Du bist ein Geist der Freuden, Das Trauern liebst du nicht, Erleuchtest uns in Leiden Mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manches Mal Hast du mit süßen Worten Mir aufgethan die Pforten Zum güldnen Freudensaal. 5. Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. O, gib doch deine Gnad' Zu Fried' und Liebesbanden; Verknüpf' in allen Landen, Was sich getrennet hat. 6. Regier' die Obrigkeiten Von deinem höchsten Thron; Laß sie für Christum streiten, Und sei ihr Schild und Lohn! Gib Weisheit und Verstand Dem Alter und der Jugend, Und Frömmigkeit und Tugend Dem Volk im ganzen Land! 7. Erfülle die Gemüther Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für! Vertreib' den bösen Geist, Der dir sich widersetzet Und, was dein Herz ergößet, Aus unsern Herzen reißt. 8. Richt' unser ganzes Leben Nach deinem reinen Sinn; Lehr' uns es willig geben In deinem Dienst dahin! Und müssen wir davon, So hilf uns fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Den ewgen Gnadenlohn. 231. ( Melodie Nr. 134.) 1. Höchster Tröster, komm hernieder; Geist des Herrn, sei nicht fern! Stärke Jesu Glieder! Er, der nie sein Wort gebrochen, Jesus hat deinen Rath Seinem Volk versprochen. 2. Schöpfer unsres neuen Lebens, Jeder Schritt, jeder Tritt Ist ohn' dich vergebens. Ach, das Seelenwerk ist wichtig; Wer ist wohl, wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? 3. Weck' uns auf vom Sündenschlafe; Rette doch heute noch Die verlornen Schafe! Reiß' die Welt aus dem Verderben; Laß sie nicht im Gericht Der Verstockung sterben. 495 496 Disc. 4. Geist der Weisheit, gib uns allen Durch dein Licht Unterricht, Wie wir Gott gefallen. Lehr' uns recht vor Gott zu treten; Sei uns nah' und sprich ja, Wenn wir gläubig beten. Alt. 5. Hilf den Kampf des Glaubens kämpfen; Gib uns Muth, Fleisch und Blut, Sünd' und Welt zu dämpfen. Laß uns Trübsal, Kreuz und Leiden, Angst und Noth, Schmerz und Tod Nicht von Jesu scheiden. 232. उं € Komm', o komm', du Geist des Lebens, Deine Kraft sei nicht ver- ge- bens, Wahrer Gott von Ewigkeit! Sie erfüll' uns jeder- zeit; So wird Le- ben, Komm', o komm', du Geist des Lebens, Deine Kraft sei nicht ver- ge- bens, Wahrer Gott von Ewigkeit! Sie erfüll' uns jeder- zeit; So wird Le- ben, 6. Hilf uns nach dem Himmel streben; Schenk uns Kraft, tugendhaft Vor dem Herrn zu leben. Laß doch niemand stille stehen! Treib' uns an, froh die Bahn Unsres Heils zu gehen. Ten. 7. Sei in Schwachheit unsre Stütze; 1012 Steh' uns bei, mach' uns treu ni. dio s In der Trübfalshiße.de, disdeisere Führ', wenn Gott uns nach dem Leiden Sterben heißt, unsern Geist In des Himmels Freude! Baar Tun 0119 -! 601 497 dnu 1612 Bass. Die 232, au is men no jun Sow com del Ta Komm', o fomm', du Geist des Lebens, Deine Kraft sei nicht verge- bens, THIOP win Star e 1dG8 Wahrer Gott von E- wigkeit! Sie erfüll' uns je- derzeit; So wird Leben, Komm', o komm', du Geist des Lebens, Deine Kraft seit nicht verge- bens, Wahrer Gott von E- wigkeit! Sie er- füll' uns jederzeit; So wird Le- ben, 32 498 Licht und Schein In dem dunkeln Herzen sein. at Licht und Schein In dem dunkeln Herzen sein. 2. Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rath, Verstand und Zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Als nur, was dein Wille sucht. Dein' Erkenntniß werde groß Und mach' uns vom Irrthum los! 3. Zeig' uns stets die sichern Stege; Führ' uns auf der rechten Bahn! Räume ferner aus dem Wege, Was im Lauf uns hindern kann. Wirke Reue nach der That, Wenn der Fuß gestrauchelt hat. 4. Laß uns stets dein Zeugniß haben, Daß wir Gottes Kinder sind. Stärke uns mit deinen Gaben, Wenn sich Noth und Drangsal findt. Lehr' uns, daß des Vaters Zucht Einzig unser Bestes sucht. 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten, Frei, mit aller Freudigkeit. Seufze in uns, wenn wir beten, Und vertritt uns allezeit, So wird unsre Bitt' erhört Und die Zuversicht gemehrt. 6. Wird um Trost dem Herzen bange, Daß es ängstlich rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange! Mach' doch endlich den Beschluß! Licht und Schein In dem dunkeln Herzen sein. EE Licht und Schein In dem dunkeln Herzen sein. orix Dann sprich du uns tröstlich zu Und gib Muth, Geduld und Ruh! 7. O du Geist der Kraft und Stärke, Du gewisser, neuer Geist, Fördre in uns deine Werke, Wenn der Feind zum Kampf uns reißt. Schenk' uns Waffen in dem Krieg Und erhalt' in uns den Sieg! n d 8. Herr, bewahr' auch unsern Glauben, Daß kein Teufel, Tod und Spott him, Uns denselben möge rauben; Du bist unser Schuß und Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, Laß dein Wort gewisser sein. 499 9. Wenn wir endlich sollen sterben, So versichre uns je mehr. Als des Himmelreiches Erben of G Jener Herrlichkeit und Ehr', Die Gött gibt durch Jesum Christ, sie fride Und die unaussprechlich ist. 233. and( Melodie Nr. 213.) mg 0.1 1. D du allerreinste Freude! D du allerschönstes Licht! Der du uns in Lieb' und Leide Unbesuchet läsfest nicht; id 500 Hör' mein Bitten, komm' zu mir In mein Herze, das du dir, Da ich in die Welt geboren, Selbst zum Tempel auserforen. 2. Du wirst als ein milder Regen Ausgegossen von. dem Thron, Bringst uns nichts als lauter SegenVon dem Vater und dem Sohn. Sane bi? Laß doch, o du werther Gast, Gottes Segen, den du hast Und ertheilft nach deinem Willen, da dut Mich an Leib und Seel' erfüllen! F 3. Du bist weise, voller Wahrheit; Wir sind gar verderbt und blind.is Du bist heilig, wohnst in Klarheit; ad se Uns beflecket große Sünd'. Om Impe Du bist liebreich, sanften Muths, dis cnif Thust uns Bösen alles Guts. The 8 Laß mich fliehen, was du flieheſt, niin Gib mir, was du gerne siehest. sing. bull 4. Stärke mich in treuem Streben; e Wenn ich sinke, sei mein Stab; end dene Wenn ich sterbe, sei mein Leben; 20 and 202 Wenn ich liege, hüt' mein Grab; Wenn ich wieder auferstely', chipse O, so hilf mir, daß ich gehig, and ells Hin, wo du in ewgen Freuden lind ne Wirft die Auserwählten weiden. i to m hilbstaitumu sio Call 234. ( Melodie Nr. 213.) 1. Geist vom Vater und vom Sohne, Der du unser Tröster bist 11 NO CI Und von unsers Gottes Throne Hülfreich auf uns Schwache siehst, Štehe du mir mächtig bei, Air and 390 Daß ich Gott ergeben ſei, da Daß mein ganzes Herz auf Erdente Mög' ein Tempel Gottes werden. immer inte dio any 2. Laß auf jedem meiner Wege Deine Weisheit in mir sein, Wenn ich bange Zweifel hege, Deine Wahrheit mich erfreun. 12 ath@ Lenke kräftig meinen Sinn chim 302 gi Auf die wahre Wohlfahrt hin!" Lehrst du mich, was recht ist, wählen, Werd' ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, J Daß ich über Alles treu a Tum Meinen Gott und Vater liebe, dnsm Daß mir nichts so wichtig sei, un Als in seiner Huld zu stehn; Seinen Namen zu erhöhn; Seinen Willen zu vollbringen, in Müsse mir durch dich gelingen. ndi duit dist 4. Stärke du mich, wenn zu Sünden Mein Gemüth versuchet wird, Daß sie mich nicht überwinden. nism dul Hab' ich irgend mich verirrt, Ď, so strafe selbst mein Herz, Daß ich unter Reu und Schmerz Mich vor Gott darüber beuge Und der Buße Früchte zeige. 501 5. Reize mich, mit Flehn und Beten," Wenn mir Hülfe nöthig ist, Zu dem Gnadenthron zu treten; Gib, daß ich auf Jesum Chrift Als auf meinen Mittler schau', Und auf ihn die Hoffnung bau, 2 Gnad' um Gnad' auf mein Verlangen Von dem Vater zu empfangen. 502 6. Stehe mir in allen Leiden i ànc Stets mit deinem Trofte bei, am de Daß ich selber dann mit Freuden Gottes Hand ergeben ſei. Gib mir ein gelassen Herz; Laß mich selbst im Todesschmerz Bis zum frohen Ueberwinden Deines Trostes Kraft empfinden. e serbe pinn S 235. ( Melodie Nr. 6.) 1. Der du uns als Vater liebest, Treuer Gott, und deinen Geist Denen, die dich bitten, gibest, Ja, uns um ihn bitten heißst, Demuthsvoll fleh' ich vor dir, Vater, send' ihn auch zu mir, Daß er meinen Geist erneue Und ihn dir zum Tempel weihe. poste fidg im ine mi 219 Hamis manis 2. Ohn' ihn fehlet meinem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit, Und mein Geift bleibt dir entrissen Und dem Dienst der Welt geweiht, Wenn er nicht durch seine Kraft Die Gesinnung in mir schafft, Daß ich dir mich ganz ergebe Und zu deiner Ehre lebe. Q and G i 202 og bill ut ad dill 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu, noch mit wahrer Treu Meinen Gott und Heiland nennen, Stehet mir dein Geist nicht bei; and di D, so laß ihn kräftiglich In mir wirken, daß ich dich Glaubensvoll als Mittler chreu dan Und auf deine Stimme höre. 4. D du Quelle wahrer Güter, all Hochgelobter Gottesgeift, Der du menschliche Gemüther Befferst und mit Troft erfreuft, Sich', nach dir verlangt auch mich; Ich ergebe mich an dich, Mache mich zu Gottes Preise Heilig und zum Himmel weise! 5. Fülle mich mit reinen Trieben, Daß ich Gott, mein höchstes Gut, Ueber Alles möge lieben, Daß ich mit getrostem Muth Seiner Vaterhuld mich freu' Und mit wahrer Kindestreu Stets vor seinen Augen wandle Und im Glauben denk und handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe, Bilde mich nach deinem Sinn, Daß ich Lieb' und Sanftmuth übe Und die Herzen dir gewinn'. Laß mich manches Friedensband Knüpfen und mit milder Hand Zur Erleichtrung der Beschwerden Manchem Herzen tröstlich werden. 7. Lehre mich, mich selber kennen, Die verborgne Sünde sehn, Sie voll Reue Gott bekennen Und ihn um Vergebung flehn! Mache täglich Ernst und Treu' Zur Bekehrung in mir neu; Zu dem Heiligungsgeschäfte Gib mir immer neue Kräfte! 8. Wenn der Anblick meiner Sünden Mein Gewissen niederschlägt; Wenn sich in mir Zweifel finden, Die mein Herz mit Zittern hegt; 503 504 Disc. Alt. Wenn mein Aug' in Nöthen weint Und Gott nicht zu hören scheint, D, dann laß es meiner Seelen bedd Nicht an Trost und Stärkung fehlen! 9. Was sich Gutes in mir findet, Ist dein Gnadenwerk in mir; on his the 236. Lichtes Vater, der das Le- ben Allen جه Geistern hat ge- ge- ben, Außer dessen Se- ligfeit Nichts die Geister recht er- freut; Geist, du B Freud'- und Lebensquel- le, Komm', er- fül- le म् Lichtes Vater, der das Le- ben Allen Geistern hat ge- ge- ben, Außer dessen Se- ligJ FL H feit Nichts die Geister recht er- freut; Geist, du Freud'- und Lebensquel- le, Komm', er- fül- le time th Selbst den Trieb hast du entzündet, Daß mich, Herr, verlangt nach dir. D, so setze durch dein Wort do Deine Gnadenwirkung fort, Bis sie durch ein selig Ende Herrlich sich an mir vollende. Ten# 3 Bass. 505 ES of Lichtes Vater, der das Le- ben Allen # keit Nichts die Geister recht er- freut; Geist, du Geistern hat ge- ge- ben, Außer dessen Se- ligFreud'- und Lebensquel- le, Komm', er- fül- le Lichtes Vater, der das Le- ben Allen Geistern hat ge- ge- ben, Außer deffen Se- ligfeit Nichts die Geister recht er- freut; Geist, du Freud'- und Lebensquel- le, Komm', erfülle 506 uns- re See- le, Fließe heut' auf uns herab Als der Pfingsten theurste Gab'! uns- re See- le, Fließe heut' auf uns herab Als der Pfingsten theurste Gab'! Cain 2. Laß dich gnädig auf uns nieder, Und entflamme unsre Lieder, Geist der Gnaden, Heil und Licht, Und verlaß uns ewig nicht! Komm', erwed' in unsern Herzen Wahre Neu und Sündenschmerzen; Ziehe unsern Glaubensmuth Hin nach Jesu Fleisch und Blut! 3. Stille doch auch alle Schmerzen Wieder im beklemmten Herzen, Balfamöl aus Gilead, Und verkünd' uns Gottes Gnad! Sprich: Sie sind dir nun vergeben, Deine Sünden, du sollst leben; Dafür bin ich dir ein Pfand Aus des lieben Vaters Hand. 4. Laß uns deine Seligkeiten, Geist, behalten alle Zeiten; Heilige uns fort und fort Durch die Wahrheit, durch dein Wort! Höre, Vater, unser Flehen, 3 uns re See- le, Fließe heut' auf uns herab Als der Pfingsten theurste Gab! uns- re See- le, Fließe heut' auf uns herab Als der Pfingsten theurste Gab'! Laß uns deinen Geist durchwehen! Jesu, du hast durch dein Blut i bell Ihn erworben uns zu gut. 5. Sollen wir im neuen Leben, Gott, dein Heil mit Ruhm erheben, Gib uns Leben, gib uns Kraft Durch des Geistes Lebensfaft! Wenn wir mit entflammten Zungen Hier dein kindlich Lob gesungen, Ist dir in der Ewigkeit Ein vollkommner Breis bereit. 237. ( Melodie Nr. 78.) 1. Du Volk, das du getaufest bist Und deinen Gott erkennest, 507 Auch nach dem Namen Jesu Christ Dich und die Deinen nennest, Nimm's wohl in Acht und denke dran, Wie viel dir Gutes sei gethan Durchs Bad der heilgen Taufe. 508 2. Der Zorn, der Fluch, der ewge Tod, Und was in dieſen allen Enthalten ist für Angst und Noth, Das war auf dich gefallen. Dieß Alles hebet kräftig auf Das Wasserbad der heilgen Tauf Und macht dich reich an Gnade. 3. Hier ziehn wir Jesum Christum an Und decken unsre Schulden Mit dem, was er für uns gethan Und willig wollte dulden. men Hier wascht uns sein hochtheures Blut Und macht uns heilig, fromm und gut In seines Vaters Augen. 4. Das halt', o Volk, in hohem Werth Und danke für die Gaben! nd am n Uns allen hat sie Gott beschert, d Uns bis in Tod zu laben, Und weil in Christo rein du bist, So leb' und thu' auch als ein Chrift Zum Preise seiner Gnade! 238. 197 3300 ( Melodie Nr. 139.) i 12 1. Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Ich bin gezählt zu deinem Samen, Zum Volk, das dir geheiligt heißt; Ich bin in Christum eingesenkt, Ich bin mit seinem Geist beschenkt. 2. Du hast zu deinem Kind und Erben, Mein lieber Vater, mich erklärt; h Du haft die Frucht von deinem Sterben, Mein treuer Heiland, mir gewährt; Du willst in aller Noth und Pein, O guter Geist, mein Tröster sein. hur 3. Mein treuer Gott, auf deiner Seite Bleibt dieses Bündniß ewig stehn; Wenn aber ich es überschreite, adf da sma So laß mich nicht verloren gehn, Rubber Und hab' ich einen Fall gethan, ans So nimm dein Kind zu Gnaden an! B 4. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel' und Herz zum Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue Und nimm Besitz von meinem Sinn; sin Es sei in mir kein Tropfen Blut, Der nicht, Herr deinen Willen thut! dig 509 5. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Halt' mich in deines Bundes Schranken, bi Bis mich dein Wille sterben heißt. So leb' ich dir, so sterb' ich dir; So lob' ich dich dort für und für. 239. ( Melodie Nr. 116.) 1. Von des Himmels Thronumite Sende, Gottes Sohn, Deinen Geist, den Geist der Stärke; Gib uns Kraft zum heilgen Werke, Dir uns ganz zu weihn, Ewig dein zu sein. m j4+ Z[ 19]]] 10& subj dans d Dund 110 110 u sus ing dipih dire sh 2. Mach' uns selbst bereit, Gib uns Freudigkeit, Unsern Glauben zu bekennen Und dich unsern Herrn zu nennen, Deffen theures Blut Floß auch uns zu gut. 3. Richte Herz und Sinn Zu dem Himmel hin, 510 Wenn wir unsern Bund erneuern e Und gerührt vor dir betheuern, Deine Bahn zu gehn, Weltlust zu verschmähn. 4. Wenn wir betend nahn, Segen zu empfahn, Time Wollest du auf unsre Bitten Uns mit Gnade überschütten. Licht und Kraft und Ruh Ströme dann uns zu! 5. Gib auch, daß dein Geist, Wie dein Wort verheißt, Unauflöslich uns vereine Mit der gläubigen Gemeine, Bis wir dort dich sehn Und dein Lob erhöhn. bi b 340.00 ( Melodie Nr. 65.) 1. Im Namen des Herrn Jesu Christ, Der seiner Kirche König ist, Nimmt seines Kirchenvolfs Verein Euch jeßt in seine Mitte ein. CHA 4020 2. Mit uns in einem Bund zu stehn, Ihm treu und standhaft nachzugehn, Zu nehmen Theil an seinem Leid, An seiner ewgen Herrlichkeit. 3. Er geb' euch zu des Heils Genuß Auch seines Friedens Ueberfluß, Der euch ein Siegel seiner Treu Und euerer Gemeinschaft sei. 4. Wir reichen euch dazu die Hand; Der Herr, dem euer Herz bekannt, Laß euern Gang in der Gemein' Euch Seligkeit, ihm Freude sein! E 5. Der Gott des Friedens heilge euch; Seid sein, dient ihm in seinem Reich! Sorgt, daß ihm Geist und Seel und Leib Auf seinen Tag unsträflich bleib'. 241. ( Melodie Nr. 6.) 1. Soll auch Jesu bittres Sterben Euern Seelen heilsam sein, D, so geht, ihr Lebenserben, Mit in seine Leiden ein! Aendert, zähmt, verläugnet euch! Werdet seinem Bilde gleich! Lernet ohne Schaam und Zagen Christi Joch und Kreuz ertragen! 2. Laßt nicht nach, euch zu bekämpfen Und den Teufel und die Welt In und außer euch zu dämpfen, Bis der Geist den Sieg erhält. Kreuzigt euer Fleisch und Blut, Daß ihr Lust und Ehr' und Gut Als vergänglich wenig achtet Und nach dem, was droben, trachtet. 3. Also müssen unsre Seelen Ganz von neuem Eifer glühn, Christi Kreuz und Schmach erwählen Und den Rock des Fleisches fliehn. Wirksam muß der Glaube sein; Sonst ist alles Heuchelschein, Der vermessen hofft und prahlet: Christus hat für mich bezahlet! 4. Jesu, du sollst mich regieren, Wo ich immer geh' und steh'; Deine Gnade soll mich führen, Daß ich auf dein Vorbild seh'. 511 of b RIF 512 Sieh', hier ist mein Herz und Sinn. Nimm mich, Herr, zum Tempel hin, Daß von nun an sich dein Wille Kräftiglich in mir erfülle! 5. Führ' du in mir deine Kriege; Stärke mich zur Ritterschaft! Und daß ich mich ganz bestege, Gib mir deine Gotteskraft! Mit dir kann ich Thaten thun; Drum, Herr, will ich nimmer ruhn, Bis der Satan flieht und schweiget Und dein Ebenbild sich zeiget. romle 6. Komme, von der Macht des Bösen, Von der zähen Irdigkeit, Alle Herzen zu erlösen, hoe Hind Die sich gänzlich dir geweiht. Lehr' uns deine Wege gehn, 1809 S n3 n dnl Unserm Willen widerstehn Und den alten Adam dämpfen, ND OHN 12. Deine Krone zu erkämpfen. 1018 7. Lehr uns glauben, dulden, beten, Uns um Lichteswaffen mühn, tena bil In den Weg der Wahrheit treten on oll Und dein Leben in uns ziehn! Hilf uns selber mehr und mehr Unfrer Feinde starkes Heer 37 10 Recht bekämpfen, ganz besiegen, ad onl 1012 inde Und im Streite nie erliegen! 8. Rüft uns aus mit deinen Trieben, Zeuch uns nach auf deiner Bahn;@ Gib', daß wir einander lieben, und Wie du sterbend noch gethan; e t Gutes uns für Böses thun 193 dai of Und von aller Rache ruhn. Laßt uns nach dem Kampf auf Erden Dir im Himmel ähnlich werden! strive 242. roj onl ( Melodie Nr. 92.) 69 8 1. Gott macht ein großes Abendmahl Vom Reichthum seiner Gnaden, du m Und läßt in Christi Kirchensaal nonisd is é Die Gäste freundlich laden. tais sie Kommt, ruft er, alles ist bereit! di Kommt Alle, die ihr hungrig seid, biste Und laffet euch erquicken! 2. So höre doch nun jedermann, Wer Ohren hat zu hören; J Gott spricht die Sünder gnädig an, Sie sollen sich bekehren; d Und welcher wahre Buße thut, e ne Der soll durch Christi theures Blut an Gerechtigkeit erlangen. Holdi dal 3. Ach Gott, wie ift's um uns bestellt! Wie treibts der Menschen Haufen! Sie wollen lieber zu der Welt, Als nach dem Himmel laufen. Sie suchen schnödes Geld und Gut; Sie lieben ihres Fleisches Muth Und thun, was sie gelüftet. 19. D 4. Sie fahren in den Sünden fort, Und wollen nicht verstehen, Daß sie ja einen Seelenmord An ihnen selbst begehen. Verachtet man das Himmelsmahl, in So wird zuletzt der Hölle Qual Zur Strafe drauf erfolgen. 5. Vor solchem Wesen hütet euch. Ihr gottergebnen Christen! O, stellt euch dieser Welt nicht gleich, Und folgt nicht ihren Lüsten! Bedenket doch die Ewigkeit, 33 Q 513 514 Und forget in der Gnadenzeit Für euer Heil der Seelen. 6. Ach lieber Gott, regiere mich, Daß ich von Herzen glaube, 1001 Im Glauben auch beständiglich Bei deinen Worten bleibe, Bis einstens in dem Himmelsfaali@ Dein überschwenglich Freudenmahl Mich ewig wird ergößen. 243. ( Melodie Nro. 43.) thg 1190 19 1. Auf, theure Seelen, auf! Der Herr steht vor der Thürbhat dall Und flopfet bei euch an; and Hot ne Ach, schlaft nicht für und für! ping Hört seine holde Stimm' Und euer Herz aufschließet! dan sik Er will zu euch eingehn, ill allows si Daß ihr mit ihm genießet mit bon che Sein süßes Abendmahl. non de O, schmecket doch und sehet ndaj si Des Herren Gütigkeit, Die euch bereitet stehet. 2. Herr Jesu, spreng' du selbst Die Thür und Riegel auf! 1 s INC Erweiche unsern Sinn; bi minde ol arter of Laß unsern Lebenslauf In Buß und Glaubenskraft Nur nach dir sein gerichtet! Dir, dir, o Herzensfreund, Sei unser Herz verpflichtet; D, kehre bei uns ein! Laß deines Hauses Gaben Die Hungersnoth, den Durst Der matten Seele laben! 3. Ja Herr, wer bungrig ist, Dem stebt dein Tisch bereit; Wer zu dir, wie ein Hirsch Nach frischem Wasser, schreit, chic Dem willst du seinen Durst Mit Lebenswasser stillen Und seinen Glaubensmund Veit Himmelsgütern füllen. Drum wirke selbst in uns Nach dir ein solch Verlangen, Das dich allein und ganz zald 19 Im Glauben will umfangen. 4. Der Leib, den du für uns modul Sammt deinem theuren Blut, Am Kreuz geopfert haft In heißer Liebesglut, Set unser Herzenstrost, Der Leib und Seel' erfreuet. Dieß Mahl, das unsern Bund Mit dir, o Herr, erneuet, Es zeuge: seid getrost! Die Schuld ist euch vergeben. Ihr sollt in eurem Blut 0 Nicht sterben, sondern leben. 5. So laß uns, Jesu, doch Dein Fleisch ein Manna sein! Mach' unsern Seelen heut Dein Blut zum Freudenwein! Dann wird uns dieses Mahl Zur Lebenskraft gedeihen, Daß wir im Kreuzesreich di Bewährte Streiter seien, Und richten unsern Lauf Zu dir, o Herr, nach oben, Bis wir dich ewig dort Für deine Gnade loben. 515 516 Disc. Alt. 244,8 and the m@ O mei- ne See- le, freu- e dich, Er rufet dir und su- chet sich An Je su Ta- fel zu er schei- nen! Mit dir auf ewig zu ver et nen. darum hal- te dich be- reit Mit wahrem Glauben und Verlangen, Den Herrn und bei- ne o ale nifte H O mei- ne See- le, freu- e dich, Er rufet dir und su- chet sich An Je su Ta- fel zu erschei- nen! Mit dir auf e- wig zu vereinen. darum hal- te dich be- reit Mit wahrem Glauben und Verlangen, Den Herrn und dei- ne Ten. 3 13 3 Bass. F 244. O mei- ne See- le, freu- e dich, Er rufet dir und suchet sich = An Je su Ta- fel zu erschei- nen! Mit dir auf e- wig zu ver- ei- nen. 517 darum hal- te dich be- reit Mit wahrem Glauben und Verlangen, Den Herrn und deine O mei- ne See- le, freu- e dich, Er rufet dir und suchet fich = An Je su Ta- fel zu er- schei- nen! Mit dir auf ewig zu ver et= nen. ? H darum hal- te dich be- reit mit wahrem Glauben und Verlangen, Den Herrn und dei ne 518 E Se- lig- keit Bei seinem Mahle zu em- pfan- gen! 1977 Se- lig- keit Bei seinem Mahle zu em- pfan- gen! 2. Bewirb dich als ein wahrer Gast Um deines Seligmachers Gnade! Bereue deiner Sünden Last, Damit er deren dich entlade; Erneure dich durch seinen Geift; Entsag' der Welt und ihren Lüsten, Und lebe, wie sein Beispiel weist; Denn das geziemet einem Christen. 3. Erforschen wir uns aber nicht, d Eh' wir zum Tisch des Herren nahen, So werden wir ein Strafgericht Bei seinem Abendmahl empfahen. Drum meine Seele, rüste dich, 의 Daß er dich kann mit Segen füllen; D bete: Herr, bereite mich Zu einem Gast nach deinem Willen! 4. Du wollst, o Gott mein Vater, nun, Da ich in Demuth zu dir flehe, Auf mir mit deinem Geiste ruhn, Wenn ich zu Jesu Tische gehe. Laß mich, von falschem Wahne frei, Mit Andacht mein Gemüth erheben Und nicht in schnöder Heuchelei Nur an den bloßen Zeichen kleben. 5. Regier' und stärke mich jezund, Ja, rede selbst in meinem Herzen Von deines Sohnes Liebesbund Und seinen bittern Todesschmerzen, uit Se- lig- keit Bei seinem Mahle zu em- pfan- gen! Je Se- lig- feit Bei seinem Mahle zu em- pfan- gen! Daß ich vor aller Eitelkeit Und Sünde einen Ekel faffe, Und meine Secle wohl bereit Mit Freuden einst die Welt verlaffe. 245. ( Melodie Nr. 139.) fdin 1. Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen, Was du in deiner Leidensnacht, Nach deinem gnadenvollen Willen, Zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Verleih' zur Uebung dieser Pflicht Mir deines Geistes Kraft und Licht! 519 2. Gebeugt lieg' ich zu deinen Füßen Mit Reu' und Dank, Gebet und Fiehn. Laß auf mich deine Gnade fließen; S. Mein Heiland, laß es doch geschehn, Daß mir zur Stärkung meiner Treu Dein Abendmahl gesegnet sei. 3. Ich denke gläubig an die Liebe, Womit du unser Heil bedacht. Wie stark sind deiner Gnade Triebe, Die dich bis an das Kreuz gebracht. O, gib von deinem Todesschmerz Mir ttefen Eindruck in mein Herz! 4. Laß mich mit Ernst die Sünde scheuen, Für die du als ein Opfer starbst, 520 Durch schnöden Mißbrauch nie entweihen, Was du so theuer mir erwarbst; Nie führe mich zur Sicherheit Der Trost, den mir dein Tod verleiht. 5. Es werde, Herr, für mein Gewissen Dein Mahl ein tröstend Unterpfand, Daß ich der Sündenschuld entrissen, Durch dich bei Gott Vergebung fand. So freuet meine Seele sich In deinem Heil und lobet dich. 6. Ich übergebe mich aufs Neue, Mein Heiland und mein Gott, an dich.e O, schenk' mir eine wahre Treue Und stärke in dem Glauben mich! Dein eigen will ich ewig sein. Du ſtarbſt für mich, Du starbst für mich, und ich bin dein. 246. it ( Melodie Nr. 151.) E 800 1. Der du noch in der letzten Nacht, Ch' du für uns erblaßt, Den Deinen von der Liebe Macht, So schön gepredigt hast. 2. Erinnre deine kleine Schaar, Die sich sonst leicht entzweit, Daß deine letzte Sorge war Der Glieder Einigkeit. 247. ( Melodie Nr. 139.) 1. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden In deiner letzten Trauernachtjah ng Uns alle Früchte deiner Leiden In einem Testament vermacht, d 16 Janu Wir preisen gläubig, frohen Muths Dich, Stifter dieses hohen Guts. 09 12 2. So oft wir dieses Mahl genießen, Wird dein Gedächtniß bei uns neu. Man kann aus frischen Proben schließen, Wie innig deine Liebe sei. Dein blutig Leiden, Tod und Schmerz Erneuert sich in jedem Herz. 3. Es wird dem zitternden Gewissen Ein neues Siegel aufgedrückt, Daß unser Schuldbrief sei zerrissen, Und Leib und Seele wird erquickt, Daß wir Vergebung aller Schuld Erlangt bei deiner Gnad' und Huld. 4. Das Band wird fester zugezogen, Das dich und uns zusammenfügt. Die Freundschaft, die wir längst gepflogen, Fühlt, wie sie neues Leben kriegt. Da wird, wer recht vor dir erscheint, Mit dir zu einem Geist vereint. 521 5. Dieß Brod kann wahre Nahrung geben Und dieser Kelch erquickt den Geist; Es mehrt sich unser innres Leben, Wenn du dem Glauben Kraft verleihst. Wir fühlen Kraft und neuen Muth Zum Kampfe wider Fleisch und Blut. 10 6. Wir treten in genaure Bande Mit deines Leibes Gliedern ein. Wir müssen All' in solchem Stande Ein Herz und eine Seele sein; Der Geist muß mehr dem Geiste nahn, Da wir ein Fleisch und Blut empfahn. 7. Dein Leib muß uns zum Pfande dienen, Daß unser Fleisch, jetzt schwachheitsvoll, Einst herrlich aus dem Staub ergrünen Und unverweslich werden soll; 522 Ja, daß du uns in Ewigkeit ng nak Das Leben schenkst nach dieser Zeit. hi 8. D theures Lamm, so edle Gaben Hast du in dieses Mahl gelegt! Daß wir dich selbst zur Speise haben, Wie wohl ist unser Geist gepflegt! Dein Mahl ist unter allem Leid Ein Vorschmack ewger Seligkeit. mist m donor 80 8 have toon mo 248. ( Melodie Nr. 78.) di ant 1. Ich preise dich, o Herr, mein Heil, Für deine Todesleiden! FROM Hab' ich an ihren Früchten Theil, Was fehlt dann meinen Freuden? bid en Du warst ein Opfer auch für mich; 8@ D gib, daß meine Seele fich stor, thi Deß ewig freuen möge. sid tiste 2. Laß doch mein Herz von deinem Tor Den reichen Trost empfinden! Erlösung aus der Todesnoth, Vergebung meiner Sünden, Gewissensruh und Glaubenskraft, Das hast du, Herr, auch mir verschafft, 1996 Da du am Kreuze starbest. 3. Ich fühle, Herr, voll Reu' und Schmerz Die Laft von meinen Sünden. Laß mein vor dir gebeugtes Herz d Den süßen Trost empfinden, Daß du aus Liebe, Gnad' und Huld S Auch mir Vergebung meiner Schuld Durch deinen Tod erworben. Jsm 4. Der Trost, den mir dein Tod verschafft, Werd' ewig mir zum Segen! Er stärke mich mit neuer Kraft Auf allen meinen Wegen, Nur das zu thun, was dir gefällt, Und alle Lust und Sünd' der Welt Durch dich zu überwinden. 5. Die Liebe, die du mir erzeigt, Ist groß und unermessen. O, mache du mein Herz geneigt, Sie niemals zu vergessen, Daß ich mit Glauben und mit Treu' Dir bis zum Tod ergeben sei Und dir zu Ehren lebe. 6. Zum Heil und Leben hast du dich Für mich dahin gegeben. Dein Abendmahl erwecke mich Zu einem neuen Leben; 1 Es mehre meine Glaubenskraft, Dir, bis ich werde hingerafft, In Liebe treu zu bleiben. 7. Dein Abendmahl sei mir ein Pfand Der Tilgung meiner Sünden; Es werde mir ein ewig Band, Mit dir mich zu verbinden. Mein Heiland, stärke meinen Geist, Daß er dich einst auf ewig preist Für deine große Liebe! 523 190@qidal shidan 524 Disc. 3 Alt. z bfo b bb b bb b Laß die dunk- le Sün- den- höhle, THG Fan- ge herr- lich an zu pran- gen; Denn bb b 249. sm dull = Schmücke dich, du lie be See- le! Komm' ans hel le Licht gegangen, der Herr voll Heil und Gna- den Will dich bbt 6 b- b b jetzt zu Ti- sche la den; Der den Himmel = E0 Ind mind bim € Schmü- de dich, du lie- be See- le! Komm' ans hel- le Licht gegangen, Laß die dunk- le Sün- den- höh- le, Fan- ge herr- lich an zu pran- gen; Denn bb der Herr voll Heil und Gna- den Will dich bb b jetzt zu Ti- sche la den; Der den Himmel = Ten. 3 b 3bb 3bb bo Ꮝ b Bass. b bb Laß die dunk- le Sün- den- höh- le, Fan- ge herr- lich an zu pran- gen; Denn be der Herr voll Heil und Gna- den Will dich 690 jetzt zu Ti- sche la den; Der den Himmel bb Ꮝ b 249. 525 bh Schmü- de dich, du liebe See- le! Komm' ans hel- le Licht ge- gangen, Schmücke dich, du liebe See- le! Komm' ans hel- le Licht gegangen, Laß die dunk- le Sün- den- höhle, Fan- ge herr- lich an zu pran- gen; Denn der Herr voll Heil und Gna- den Will dich b bb jest zu Tt- sche la den; Der den Himmel 526 bb z Elz b kann bb bb b O bf b 2000 verwalten, Will jetzt Wohnung bei dir hal- ten. J H kann verwalten, Will jetzt Wohnung bei dir hal - ten. 2. Eil', wie Gottvertraute pflegen, Deinem Seelenfreund entgegen, Der bei dir und all' den Seinen Will mit seiner Gnad' erscheinen. Deffne bald des Geistes Pforten; Red' ihn an mit Glaubensworten: Komm', ich will dich mit Verlangen Als den liebsten Freund empfangen. 9 3. Ach, wie hungert mein Gemüthe, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg' ich oft mit Thränen Mich nach deinem Mahl zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürften Nach dem Trank des Lebensfürsten; Daß in diesem Brod und Weine Sich mein Herr mit mir vereine! 4. Jesu, meine Lebenssonne, Jesu, meine Freud' und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! 1 3bb bo kann verwalten, Will jetzt Wohnung bei dir 3 b b be bb hal- ten. b- b U kann verwalten, Will jetzt Wohnung bei dir hal- ten. Hier fall' ich zu deinen Füßen; Laß mich würdiglich genießen Diese deine Himmelsspeise Mir zum Heil und dir zum Preise! 5. Herr, es hat dein treues Lieben Dich vom Himmel hergetrieben, Daß du willig haft dein Leben In den Tod für uns gegeben Und dein theures Blut vergossen, Welches deine Tischgenossen Hier so wunderbar fann tränken, Deiner Liebe zu gedenken. 527 6. Jesu, wahres Brod des Lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens, Oder gar zu meinem Schaden, Trete zu dem Mahl der Gnaden. Laß bei diesem Trank und Effen Mich dein Lieben recht ermessen, Daß ich auch, wie jetzt auf Erden, dalis Mag dein Gast im Himmel werden. 528 Disc. Alt. 250. ( Melodie Nr. 78.) energ 1. Ich komme jetzt, mein Gott, zu dir Mühselig und beladen. Mein Gott und Heiland, schenke mir Das Siegel deiner Gnaden! Ich fühle meiner Sünden Müh'; Ich suche Ruh' und finde fie Im Glauben der Erlösten. 2. Dich bet' ich mit Vertrauen an, Du bist das Heil der Sünder; Du haft für uns genug gethan, Und wir sind Gottes Kinder. Ich denk' an deiner Leiden Nacht Und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du hast mein Heil erworben. 3. So freue dich, mein Herz, in mir; Er tilget deine Sünden Und läßt an seiner Tafel hier Dich Gnad' um Gnade finden. Ich kenne, Jesu, deine Treu; 251. Auf, See- le, schi- cke dich, Dein Heiland 2900 2 Auf, See- le, schi- cke dich, Dein Heiland Du wirst ein gläubig Herz voll Reu', Auch meines nicht verachten. 4. Du rufft: ihr Sünder kommt zu mir! Ich komme als ein Sünder. Verstoß mich, Jesu, nicht von dir, Vom Segen deiner Kinder! Ich liege hier vor deinem Thron; Sprich liebreich: sei getroft, mein Sohn, Dir ist die Schuld vergeben! 5. Mein Heiland, laß mich tüchtig sein, In deinem Dienst zu leben, Mein ganzes Herz nur dir zu weihn Und dir mich zu ergeben! Laß mich, aus Dank für deine Huld, In Liebe, Glauben und Geduld Beständig treu verbleiben! Ten. 6. Ach, hilf mir, Herr, und stärke mich, Daß ich im Glauben lebe; Daß ich aus Liebe gegen dich Dich preise und erhebe, Bis ich dereinst in deinem Reich Verklärt, unsterblich, Engeln gleich, Dich ewig werde loben! 251. 2 818 Bass. 28 529 Auf, Seele, schi- cke dich, Dein Heiland Auf, Seele, schi- de dich, Dein Heiland 34 530 na- het sich, Fall' ihm zu Füßen! Der, dem die Welt zu klein, Gibt sich im Brod und Wein Dir E zu ge- nie- ßen. # na- het sich, Fall' ihm zu Füßen! Der, dem die # Welt zu klein, Gibt sich im Brod und Wein Dir SH zu genießen. 2. Er hat ein Denkmal jetzt Der Wunder eingesetzt, Uns zu verbinden Auf seinen Tod, den wir, Bis er fommt, für und für Sollen verkünden. 3. Drum, liebes Israel, Auf, stärke deine Seel'! Ergreif' dieß Siegel! Gott führt durch Lammes Blut Die Seinen durch die Fluth Zum Freudenhügel. 4. D Jesu, dir sei Dank! Lehr' uns den Lobgesang Nun also fingen, # 3 # na- het sich, Fall' ihm zu Füßen! Der, dem die # Welt zu klein, Gibt sich im Brod und Wein Dir # zu ge- nießen. > jjêr DE 531 a na- het sich, Fall' ihm zu Füßen! Der, dem die Welt zu klein, Gibt sich im Brod und Wein Dir El zu genießen. Daß wir dann mögen drauf Den Delberg gehn hinauf Und tapfer ringen. 5. Die Zeit eilt ja heran, Da wir die Leidensbahn Sollen betreten. Ach hilf, daß uns die Nacht Nicht träg und schläfrig macht, Eifrig zu beten. 6. Nimm unsern Willen hin, Schaff einen neuen Sinn Nach deinem Willen; Daß wir, was dir gefällt, In dieser Kreuzeswelt Mögen erfüllen. 532 7. O, starker Jesu, hilf, Daß wir nicht wie das Schilf Hin und her wanken. Gib uns Beständigkeit, In Trübfal, Angst und Leid Dir stets zu danken. 8. Die Zeit ja bald verfliegt: Dann trinken, die gestegt, Den Kelch der Freuden. O Trostesüberfluß, Der dann erseßen muß Das kleine Leiden! 9. Da wird die Traurigkeit Von Freud' und Herrlichkeit Werden verschlungen, Wenn Gott das weiße Kleid Gibt denen nach dem Streit, Die hier gerungen. 10. Hienach das Herze wallt, Herr Jesu, komm' doch bald, Üns zu vollenden. Laß uns umgürtet stehn Und dir entgegen gehn! Lampen in Händen! 11. D gieß', Immanuel, In unser Herz und Seel Einfalt und Wahrheit; Gib Weisheit uns in dir Und schenk' uns für und für Klugheit und Klarheit! 12. Mach' uns in dir bereit, Durch Leiden in die Freud' So einzubringen, Daß wir Triumph! Triumph! Der Herr ist da! Triumph! Bald fröhlich singen. 252. ( Melodie Nr. 6.) 1. Lobe Gott, o meine Seele, Der dir Heil und Troft verleiht; Der mit seinem Freudenöle Dich zum Gnadenkinde weiht; Der dich herrlich ausgeziert; Der dich zu dem Himmel führt, Und der dir zum neuen Leben Seinen Geist ins Herz gegeben. 2. Was dein Glaube jetzt empfangen, Das ist Jesu Leib und Blut. Was doch kannst du mehr verlangen, Als dieß allerhöchste Gut? Alles, was am Kreuzesstamm Das erwürgte Gotteslamm Den Erwählten je verliehen, Das ist dir auch angediehen. 3. Nun ich bin in Gott genesen, Der mich gnädig angeblickt; Was noch todt in mir gewesen, Wird belebet und erquickt. D, der großen Gütigkeit, Die mir alle Schuld verzeiht; Die den Himmel mir ertheilet, Und all' mein Gebrechen heilet. 4. Jesu, laß in dir mich leben, Laß in dir mich fruchtbar sein! Wie des edlen Weinstocks Reben, Senke mich in dich hinein! Bleib' und lebe stets in mir Und erhalte mich in dir, Daß ich selig einst erbleiche Und die Krone dort erreiche. 533 534 253. ( Melodie Nr. 65.) 1. Gelobet seist du, Herr und Gott, Gelobt für unsers Mittlers Tod, Der uns das ewge Leben gibt! Wie hast du, Gott, auch mich geliebt! 2. Mein ganzes Herz frohlockt in mir; O Vater, ich lobsinge dir! Gott meines Heils, sei ewig mein, Und laß mich dir recht dankbar sein! 3. Es komme nie mir aus dem Sinn, Wie viel ich dir, Herr, schuldig bin. Herr Jesu Christ, wie liebst du mich! Gib, daß ich ewig liebe dich. 4. Durch deines Opfers Segenskraft Hast du auch mir das Heil verschafft. Gib, daß ich jeden Tag aufs Neu' Mich deiner Gnad' und Huld erfreu'. 5. Ich fühle, was mir noch gebricht; D, stärke meine Zuversicht, Daß du auch mein Versöhner seist Und mich von Sünd' und Tod befreist. 6. Ich armer Sünder bin nicht werth, Daß so viel Heil mir widerfährt. Mein Heiland, du willst nicht verschmähn, Zu meinem Herzen einzugehn. 7. Mein Herz steht offen, richte du Es selbst zu deiner Wohnung zu! Wirf alle Sünde ganz hinaus; Schmück' es mit jeder Tugend aus! 8. Mein Herr und Gott, ich glaub' an dich Und weiß gewiß, du segnest mich. O, dieser Trost sei fest in mir, So dien' ich froh und eifrig dir. 9. Dich, Heiland, lieb' ich unverrückt, Wenn Sünde lockt, wenn Trübsal drückt. Nichts ferner scheidet dich und mich; Du liebest mich, ich liebe dich! 10. Ach, mache meinen Vorsatz fest Durch Gnade, die mich nie verläßt; So bring' ich, Herr, in Fried' und Ruh' Die Tage meiner Wallfahrt zu. 11. Und wenn du mich, o Lebensfürst, Zur Seligkeit vollenden wirst, Erquickt mit Freuden ohne Zahl Mich dort dein ewig Abendmahl. 254. ( Melodie Nr. 139.) 1. Nun habe Dank für deine Liebe, Mein theurer Heiland Jesu Chrift! Gib, daß ich dich nicht mehr betrübe, Der du für mich gestorben bist. Laß deine Leiden, Angst und Pein Mir immerdar vor Augen sein! 2. Heil mir, mir ward dein Brod gebrochen; Ich trank, Herr, deines Bundes Wein. Voll Freude hab' ich dir versprochen, Bis in den Tod getreu zu sein. Ach, schenke deine Gnade mir, Daß ich getreu verbleibe dir! 3. Wie kann ich dich genug erheben, Ich, der ich Fluch und Tod verdient? Ich soll nicht sterben, sondern leben, Weil du mich selbst mit Gott verfühnt. Ja, du, mein Heiland, starbst für mich; Wie preif' ich, Herr, wie preis ich dich? 535 4. O, laß mich dankbar stets ermessen, Was du für mich gelitten hast, Und deine Liebe nie vergessen, 536 Die so viel Segen in sich fast. Laß meinen Glauben thätig sein Und mir zum Guten Kraft verleihn! 5. Im Streite hilf mir überwinden Und stärke mich zu meiner Pflicht; Bewahre mich vor neuen Sünden; Verlaß mich in Versuchung nicht; Gib mir durch dein vergoßnes Blut Auch selbst im Todeskampfe Muth! 6. Und euch, ihr seines Leibes Glieder, Die Jesu Heil wie mich erfreut, Euch liebt mein Herz als seine Brüder Und Erben seiner Herrlichkeit; Uns speist und tränkt ein Wein, ein Brod Wir haben einen Herrn und Gott. 7. Wie jest, o Herr, in deinem Namen Dein Volk vor dir versammelt war, So kommen wir noch einst zuſammen Vor dir mit deiner Engel Schaar Und preisen als dein Eigenthum Dann ewig deines Namens Ruhm. 8. So soll denn weder Spott und Leiden, Noch Ehre, Freud' und Luft der Welt Mich, Herr, von deiner Liebe scheiden, Die selbst im Tode mich erhält. Du bist und bleibeft ewig mein, Und ewig, ewig bin ich dein! 255. ( Melodie Nr. 139.) 1. Wir liegen hier zu deinen Füßen, Ach Herr von großer Güt' und Treut', Und fühlen schmerzlich im Gewissen, Wie sehr dein Zorn entbrennet set. Das Maß der Sünden ist erfüllt, Ach, weh uns, wenn du strafen willt! 2. Du bist gerecht und wir sind Sünder; Wie wollen wir vor dir beftehn? Wir sind die ungerathnen Kinder, Die Wege des Verderbens gehn. Kein Wunder wär's, wenn Pest und Schwert Und Hunger längst uns aufgezehrt. 3. Doch, Vater, denk an deinen Namen, Gedenk an deinen lieben Sohn! Dein Wort ist immer Ja und Amen, Dein Eidschwur zeuget selbst davon; Du willst des Sünders Tod ja nicht, Drum geh' nicht mit uns ins Gericht! 4. Hier liegen wir vor dir im Staube, Das Herz von Buß' und Neu' zerknirscht. Uns tröstet ganz allein der Glaube, Daß du uns nicht verstoßen wirst. Ach, du hast noch ein Vaterherz So steh' doch jetzt auf unsern Schmerz! 537 5. Das theure Blut von deinem Sohne Ruft auch für uns Barmherzigkeit. Schau' her von deinem Gnadenthrone Und thu' uns, wie vor alter Zeit, Da du auch Gnade haft erzeigt Und dich den Sündern zugeneigt. 6. Ach, laß die wohlverdiente Strafe Nicht über unsre Häupter gehn, Daß wir nicht als verlorne Schafe Von deiner Huld verlassen stehn! Ach, nimm uns auf in deinen Schooß Und mach' uns aller Uebel los! 7. Gib Fried' im Land und im Gewissen, Gesunde Luft und gute Zeit; Laß alle deinen Schuß genießen Und fördre die Gerechtigkeit; Krön' unser Feld mit deinem Gut, Nimm Kirch' und Haus in deine Hut! 538 8. So wollen wir Dankopfer bringen Und deine sein mit Leib und Seel'; Dann soll dein Lob gen Himmel dringen, Dann rühmt dein geistlich Israel: Der Herr hat sich zu uns gekehrt Und gnädiglich sein Volk erhört! 256. ( Melodie Nr. 92.) 1. Aus tiefer Noth laßt uns zu Gott Von ganzem Herzen schreien Und flehn, daß er vom Uebel uns In Gnaden woll' befreien Und alle Sünd' und Missethat, Die unser Fleisch begangen hat, Uns väterlich verzeihen. 2. Wir sprechen: Vater, steh' doch an Die Armen und Elenden, Die Uebels viel vor dir gethan Mit Herzen, Mund und Händen. Verleih' uns, daß wir Buße thun Und unsern Lauf in deinem Sohn Zur Seligkeit vollenden. 3. Herr, unsre Schuld ist überschwer, Muß unsre Herzen brechen; Doch deiner Gnade ist viel mehr, Als ein Mensch kann aussprechen; Die suchen und begehren wir, Und hoffen, daß uns dort und hier Nicht werde dran gebrechen. 4. Du willst nicht, daß der Sünder sterb' Und zur Verdammniß fahre; Du möchtest, daß er Gnad' erwerb' Und sich darin bewahre. So hilf uns nun, o Herre Gott, Damit uns nicht der ewge Tod In Sünden widerfahre. 5. Vergib, vergib und hab' Geduld Mit uns, den Armen, Schwachen; Laß deinen Sohn von aller Schuld Uns los und ledig machen; Nimm unsrer Seele treulich wahr, Daß uns kein Schaden widerfahr', Und hilf uns ernstlich wachen! 6. Wenn du nun ins Gerichte gehn Und mit uns wolltest rechten, D Herr, wie würden wir bestehn? Wer würde uns verfechten? O Herr, steh uns barmherzig an Und hilf uns wieder auf die Bahn Zur Pforte der Gerechten! 7. Wir opfern dir uns arm und bloß, Reumüthig und zerschlagen; O, nimm uns auf in deinen Schooß Und laß uns nicht verzagen! O hilf, daß wir getroft und frei, Ohn' arge List und Heuchelei Dein Joch zum Ende tragen. 8. Sprich uns durch deine Boten zu, Bezeug' uns im Gewissen, Daß zur Erlangung wahrer Ruh' Wir uns bekehren müssen Und Jesum gläubig schauen an, Der unfre Schulden abgethan; Den Trost laß uns genießen! 9. Erhalt in unsers Herzens Grund Deinen göttlichen Samen; Hilf, daß, wenn wir den neuen Bund In deines Sohnes Namen In aller Wahrheit einst vollbracht, Wir Klarheit schauen nach der Nacht; Das soll geschehen! Amen! 539 540 257. ( Melodie Nr. 130.) 1. Gott, der du unsre Zuflucht biſt, Herr, unser Mittler, Jesus Christ, Geist Gottes, Geist der Gnaden! D Heiliger, wir flehn zu dir; Dein Gnadenantlig suchen wir Mühselig und beladen. Nimm von uns unsre Sündenschuld, Du Gott der Langmuth und Geduld, Erhöre gnädig unser Flehn; Daß der Versöhnung Heil wir sehn! Herr, unser Gott, Verbirg uns nicht dein Angesicht Und geh' mit uns nicht ins Gericht! 2. Wir haben unsern Bund entweiht Und oft in Ungerechtigkeit, Herr, deinen Weg verlassen. Doch reuig kehren wir zurück; D, richt auf uns der Gnade Blick, Zu der wir Hoffnung fassen. Sie leit' uns auf dem ebnen Pfad, Den uns dein Wort bezeichnet hat, Daß nie Versuchung oder Wahn Der Sünd' uns mache unterthan, Herr, unser Gott, Groß von Geduld, vor aller Schuld Behüt uns deine Vaterhuld! 3. Schüß' uns vor Irrthum und Gefahr; Erhalte deiner frommen Schaar Der Glaubenseintracht Segen! Uns leite, Gott, dein guter Geist, Wie uns dein theures Wort verheißt, Auf allen unsern Wegen! Laß auch in Lehr' und Wandel rein Die Diener deines Wortes sein, سی Und gib an deiner Wahrheit Heil Auch Irrenden und Zweiflern Theil. Herr, unser Gott, Breit' aus dein Wort an jedem Ort Und laß es wachsen fort und fort! 4. Dein Segen komm' auf unser Land, Daß wir, beschirmt von deiner Hand, Des Friedens Glück genießen. Wend' ab von uns durch deine Hut Der Fluthen und der Flammen Wuth, Des Krieges Blutvergießen! Noch lange sei dein Baterblick Des ganzen Volkes Trost und Glück, D, schütt' auf jedes Herz und Haus Die Fülle deines Segens aus. Herr, unser Gott, Schüß' unser Land mit starker Hand, Beglück und segne jeden Stand! 5. Vernimm der Leidenden Gebet, Und wer zu dir im Glauben fleht, Dem hilf aus seinen Nöthen! Gib Kranken Linderung und Ruh', Die Sterbenden erlöse du, Erhör' ihr letztes Beten! Mach' alle Unterdrückten frei; 541 Steh' Wittwen, Herr, und Waisen bei; Vernichte der Verfolger Rath Und wehre jeder bösen That. Herr, unser Gott, Durch Freud' und Leid der Pilgerzeit Führ' uns zu deiner Herrlichkeit! 258. ( Melodie Nr. 6.) 1. Höchster, dent' ich an die Güte, Die du mir bisher erzeigt, D, so wird mein ganz Gemüthe 542 Disc. Alt. Zu der tiefsten Scham gebeugt, Daß ich dich gering geschätzt, Häufig dein Gebot verlegt, Und dich, der du mich geliebet, Doch so oft und schwer betrübet. 2. Alle meine Seelenkräfte, Meine Glieder sind ja dein; Und sie sollten zum Geschäfte Deines Dienstes fertig sein. D, wie hab' ich sie entweiht! Ach, zur Ungerechtigkeit Und zum schnöden Dienst der Sünden Ließ ich stets mich willig finden. 3. Deine Huld war jeden Morgen Ueber mir, o Vater, neu, Und in allen meinen Sorgen Fühlt' ich deine Hülf und Treu'. Was mir nüßte, gabst du mir; Aber ach, wie dankt' ich dir? D, wie hab' ich so vermessen Deine Hülf' und Huld vergessen? 4. Bei dem hellen Licht der Gnaden Sollt' ich ja die Sünde fliehn, Und um Rettung von dem Schaden Meiner Seele mich bemühn. Deine Güte lockte mich 259. b b Un- ser Ba- ter im Him- melreich, Un- ser Ba- ter im Him- melreich, 0 Oft zur Buße; aber ich Floh vor ihrem sanften Locken, Suchte selbst, mich zu verstocken. 5. Ach, an dir hab' ich gesündigt, Gott mein Vater, zürne nicht! Dir hab' ich oft aufgekündigt Meine höchste Liebespflicht. Ach, vergib, was ich gethan, Nimm mich durch den Heiland an; -Führe mich vom Sündenpfade Doch zu dir durch deine Gnade! 6. Dir ergeb' ich mich aufs Neue. Gib, daß mein betrübter Geist Deiner Vaterhuld sich freue, Die dein tröstend Wort verheißt! Was mein Heiland mir erwarb, Da er für die Sünder starb, Fried' und Freude im Gewissen, Ach, das laß auch mich genießen! 7. Stärke selbst in meiner Seele Den Entschluß, mich dir zu weihn. Gib, daß mir die Kraft nicht fehle, Dir getreu und fromm zu sein. Steh' mir immer gnädig bet; Schaff durch deinen Geist mich neu, Dich zu lieben, dir zu leben! Ewig will ich dich erheben. 259. Ten.36620 543 Unser Va- ter im Him- melreich, Bass.20 bb Unser Va- ter im Him- melreich, 544 #z bb b Z Ez bbb Ez bb b -bDer du uns heißest al- le gleich Brüder sein und dich ru- fen an, Dir im Ge- be- te b- b b Mund; Hilf, daß es geh' von Herzensgrund. find- lich nahn, Gib, daß nicht bet' al- lein der b- b b b b sein und dich ru- fen an, Dir im Ge- be- te bb Der du uns heißest al- le gleich Brüder kind- lich nahn, Gib, daß nicht bet' al- lein der E 60 Mund; Hilf, daß es geh' von Herzensgrund. 2. Geheiligt werd' der Name dein, Dein Wort bei uns hilf halten rein, Daß wir auch leben heiliglich Und deines Namens würdiglich; Behüt' uns, Herr, vor falscher Lehr'; Das arm' verführte Volk bekehr'! 3. Es komm' dein Reich zu dieser Zeit Und dort hernach in Ewigkeit; # 3bb bo to 3660 b zb. b to 3 b 3 it b -bb 9 b sein und dich ru- fen an, Dir im Ge- be- te Be kind- lich nahn, Gib, daß nicht bet' al- lein der Mund; Hilf, daß es geh' von Herzensgrund. be Pho Der du uns hei- ßeft al- le gleich Brüder 545 bb 증 Der du uns hei- ßeft al- le gleich Brüder MUITO sein und dich ru- fen an, Dir im Ge- be- te kind- lich nahn, Gib, daß nicht bet' al- lein der 9: 0 bb Mund; Hilf, daß es geh' von Herzensgrund. Der heilge Geist uns wohne bei Mit seinen Gaben mancherlei; Zerbrich des Satans schnöde Macht Und nimm dein Reich in treue Acht! 4. Dein Will' gescheh', o Gott, zugleid) Auf Erden, wie im Himmelreich; Gib uns Geduld in Leidenszeit Und Folgsamkeit in Lieb und Leid! 35 546 D, wehr' doch allem Fleisch und Blut, Das wider deinen Willen thut. 5. Gib uns heut' unser täglich Brod, Was man bedarf zur Leibesnoth! Vor Zwietracht uns behüt' und Streit, Vor Seuchen und vor theurer Zeit, Daß wir in gutem Frieden stehn, Der Sorg', des Geizes müßig gehn. 6. All' unsre Schuld vergib uns, Herr, Daß sie uns nicht betrübe mehr; Wie wir denn unsern Schuldigern Auch ihre Schuld vergeben gern. Zu dienen mach' uns all bereit In rechter Lieb' und Einigkeit! 7. Führ' uns, Herr, in Versuchung nicht! Wenn uns der, böse Feind ansicht Zur linken und zur rechten Hand, Hilf uns thun starken Widerstand, Gerüstet und im Glauben fest, Daß Gottes Troft uns nie verläßt. 8. Von allem Uebel uns erlös; Es sind derzeit die Tage bös. Erlös' uns von dem ew'gen Tod Und tröst' uns in der letzten Noth! Bescher' uns auch ein sel'ges End', Nimm unsre Seel' in deine Händ'! 9. Amen, Amen, es werde wahr! Stärf unsern Glauben immerdar, Auf daß wir ja nicht zweifeln dran; Du hörst uns, die dich rufen an. Herr, auf dein Wort, in deinem Namen, So sprechen wir erhörlich Amen. 260. ( Melodie Nr. 139.) 1. Wie theu'r, o Gott, ist deine Güte, Die alle Missethat vergibt, Sobald ein reuendes Gemüthe Die Sünden, die es sonst geliebt, Im Glauben flieht und ernstlich haft Und Zuversicht zum Mittlex faßt. 2. Ich falle dir, mein Gott, zu Füßen; Vergib mir gnädig meine Schuld, Und heile mein verwundt Gewissen, Und schenk' mir deine Vaterhuld! Laß mich mit Ernst die Sünde scheun Und willig dir gehorsam sein! 3. Uns, uns Verlorne zu erretten, Gabst du für uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Frieden hätten, Für uns den Tod, der Sünde Lohn. D Gott, wie hast du uns geliebt! Welch' ein Erbarmen ausgeübt! 4. D, diese Gnad' ist unser Leben; Sie schafft uns Heil und Seelenruhy. Dein ist's, die Sünden zu vergeben, Und willig ist dein Herz dazu. Du willst den Tod des Sünders nicht; Wir glauben es mit Zuversicht. 5. Laß uns zu deiner Ehre leben, Der du uns alle Schuld vergibst. Wir wollen uns dir ganz ergeben Und lieben, was du selber liebst. Ach, mache unsre Herzen rein! Laß unsern Wandel heilig sein! 6. Dank, ewig Dank sei deiner Treue, Die Niemand würdig preisen fann! Du stehest unsre Buß und Reue Um Jesu willen gnädig an. Die Gnade mach' uns alle rein, Dir immer treu und ewig dein! 19 TIT 546 548 Disc. Alt. 261. ( Melodie Nr. 202.) 1. Durch wechselvolle Tage Der bangen Bilgerzeit, Durch viele Sorg' und Plage, Durch manches bittre Leid Bin ich hindurch gedrungen; Vorüber ist das Jahr. Dir, Herr, sei Lob gesungen, Der stets mein Helfer war. 2. Der du mich wohl erhalten, Mein Schöpfer und mein Heil, Dich laß ich ferner walten; Du bist und bleibst mein Theil. Dir ist mein Will' ergeben; Er ist nicht weiter mein. Mein Herz, mein ganzes Leben Soll dir geheiligt fein. 3. In deine Wahl mich schicken, Das will ich, Herr, mit Ruh'. Soll mich die Armuth drücken, Wohlan, mein Gut bist du. Soll mich Verfolgung plagen, Ja, Herr, du schüßest mich. 262. b Nun laßt uns gehn und tre- ten Mit Nun laßt uns gehn und tre- ten Mit Soll ich Verachtung tragen, Ich will und schau auf dich. 4. Soll ich verlassen leben: Herr Gott, dein Wille gut. Soll ich in lengsten schweben: Mein Tröster, wie du willt. Soll ich in Krankheit leiden: Ich will geduldig sein. Soll ich von hinnen scheiden: Mein Leben, Herr, ist dein. 5. Soll ich den Himmel erben: Wie freu ich mich, mein Licht! Doch ewiglich verderben, Gott Lob! das soll ich nicht. Zwar hab' ich wohl verdienet Des ewgen Leidens Glut; Doch du bist ja verfühnet Durch deines Sohnes Blut. - 6. Was auch dieß Jahr beschlossen, Herr, deine Gnade sei Heut auf mich ausgegossen Und alle Morgen neu. Laß ich die alten Sünden, So werd' ich stets bei dir Auch neuen Segen finden. Getrost! du gehst mit mir. 262. Ten.b Bass.b 549 Nun laßt uns gehn und tre- ten Mit Nun laßt uns gehn und tre- ten Mit 550 b b Ez b b Sin- gen und mit Beten Zum Herrn, der El unserm Le- ben Bis hieher Kraft ge- ge- ben. b Sin- gen und mit Be- ten Zum Herrn, der unserm Le- ben Bis hieher Kraft ge- ge- ben. 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem Jahr zum andern Durch so viel Angst und Plagen, Durch Zittern und durch Zagen. 3. Ach, Hüter unsres Lebens, Fürwahr es ist vergebens Mit unserm Thun und Machen, Wo nicht dein' Augen wachen. 4. Gelobt sei deine Treue, Die alle Morgen neue! Lob sei den starken Händen, Die alles Herzleid wenden! 5. Laß ferner dich erbitten, O Vater, und bleib mitten In allem Kreuz und Leiden Der Brunnen unsrer Freuden! 6. Sprich deinen milden Segen Zu allen unsern Wegen; Laß Großen und auch Kleinen Die Gnadensonne scheinen! 7. Set der Verlaßnen Vater, Der Irrenden Berather, a 3 b 13 b f Sin- gen und mit Be- ten Zum Herrn, der b unserm Le- ben Bis hieher Kraft ge- ge- ben. DEL b b Sin- gen und mit Be- ten Zum Herrn, der A 551 unserm Le- ben Bis hieher Kraft ge- ge- ben. Der Unversorgten Gabe, Der Armen Gut und Habe! 8. Hilf gnädig allen Kranken; Gib fröhliche Gedanken Den hochbetrübten Seelen, Die sich mit Schwermuth quälen. 9. Und endlich, was das Meiste: Füll' uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere Und in den Himmel führe. 10. Dieß alles wollst du geben, Dunfres Lebens Leben! Dein Heil uns offenbare Zum selgen neuen Jahre! 263. ( Melodie Nr. 78.) 1. D Gott, du bist der Herr der Zeit, Und Herr der Ewigkeiten! Laß mich auch jetzt mit Freudigkeit Dein hohes Lob ausbreiten! Ein Jahr ist abermal dahin; 552 Wem dank ichs, Gott, daß ich noch bin? Nur deiner Gnad und Güte. 2. Herr, ewig währet deine Treu, Mit Huld uns zu begegnen; Und feden Morgen wird sie neu, Mit Wohlthun uns zu segnen; Ich kenne feinen Augenblick, Da nicht von ihr Heil, Segen, Glück Mir zugeflossen wäre. 3. Du hast mich im verfloßnen Jahr Recht väterlich geleitet; Und wenn mein Herz voll Sorgen war, Mir Hülf und Trost bereitet. Von ganzer Seele preis ich dich; Aufs Neue übergeb' ich mich, Gott, deiner weisen Führung. 4. Vergib mir die gehäufte Schuld Von den verfloßnen Jahren, Und laß mich deine Vaterhuld In Christo stets erfahren! Laß mich in deiner Gnade ruhn, Und lehre lebenslang mich thun Nach deinem Wohlgefallen! 5. Laß dieses Jahr gesegnet sein, Das du uns neu gegeben! Verleih' uns Kraft, die Kraft ist dein, In deiner Furcht zu leben! Dein Geift belebe Herz und Muth, Dich, o du allerhöchstes Gut, Und nicht die Sünd' zu lieben! 6. Hilf deinem Volke väterlich In diesem Jahre wieder! Erbarme der Verlaßnen dich Und der bedrängten Glieder! Gib Glück zu jeder guten That, Und fomm' mit Segen, Heil und Rath Auf Obrigkeit und Lehrer! 7. Laß Weisheit und Gerechtigkeit Bei den Regenten thronen! Laß Glauben, Tugend, Heiligkeit In unserm Lande wohnen! Laß Treu und Liebe bei uns sein, Und führ uns in den Himmel ein Durch Christum, den Erlöser! 264. ( Melodie Nro. 6.) 1. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen, Hilf, das neue Jahr geht an; Laß es neue Kräfte bringen, Neuen Segen Jedermann! Deine Kirche und Gemein' Laß dir, Herr, empfohlen sein; Neues Heil und neues Leben Wollest du aus Gnaden geben! 2. Laß es sein ein Jahr der Gnaden! Habe ferner noch Geduld! Herr, wir sind mit Schuld beladen; Ach, vergib uns unsre Schuld! Wirke selber Reu' und Leid; Laß uns doch Barmherzigkeit Und Verzeihung aller Sünden In dem Blute Jesu finden! 3. Du hast uns dieß Jahr gegeben; Gib, daß dir's geheiligt sei! Hilf uns fromm und christlich leben, Öhne Truß und Heuchelei. Laß erfüllt mit Lieb' uns sein, Auch dem Feinde gern verzeihn, Daß wir heilig hier auf Erden Und dort ewig selig werden. 4. Jesu, laß uns fröhlich enden Dieses angefangne Jahr! -553 554 Trage uns auf deinen Händen; Bleibe bei uns in Gefahr! Steh' uns bei in aller Noth Und verlaß uns nicht im Tod, Daß wir gläubig dich umfassen Und getroft die Welt verlassen. 265. ( Melodie Nr. 92.) 1. Gottlob! ein Schritt zur Ewigkeit Ist abermals vollendet. Zu dir im Fortgang dieser Zeit Mein Herz sich sehnlich wendet, O Quell, daraus mein Leben fließt, Und alle Gnade sich ergießt Zu meiner Seele Leben. 2. Ich zähle Stunden, Tag' und Jahr', Und wird mir fast zu lange, Bis es erscheine, daß ich gar, O Leben, dich umfange, Damit, was sterblich ist an mir, Verschlungen werde ganz in dir, Und ich unsterblich werde. 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht Mein Herz, das du entzündet. Du bist's, mit dem sich mein Gemüth Aus aller Kraft verbindet. Ich leb' in dir und du in mir; Doch möcht' ich, o mein Heil, zu dir Noch immer näher dringen. 4. D, daß du selber kämest bald! Ich zähl' die Augenblicke; Ach, komm', ely' mir das Herz erkalt Und sich zum Sterben schicke! Komm' doch in deiner Herrlichkeit; Schau' her, die Lampe fteht bereit, Die Lenden sind umgürtet. 5. Doch sei dir ganz anheimgestellt Die rechte Zeit und Stunde, Wiewohl ich weiß, daß dir's gefällt, Wenn ich mit Herz und Munde Dich kommen heiße, und darauf Von nun an richte meinen Lauf, Daß ich dir komm' entgegen. 6. Ich bin vergnügt, daß nichts mich kann Von deiner Liebe trennen, Und daß ich frei vor Jedermann Dich meinen Freund darf nennen, Und daß du dort, o Lebensfürst, Dich ganz mit mir vereinen wirst Und mir dein Erbe schenken. 7. Drum preis ich dich aus Dankbarkeit, Daß ich das Jahr geendet, Und also auch von dieser Zeit Ein neuer Schritt vollendet. Ach, führ' mich eilig weiter fort, Bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 8. Wenn auch die Hände lässig sind Und meine Kniee wanken, So biet' mir deine Hand geschwind Und halt mich in den Schranken Des Glaubens, daß in dir mein Herz Sich stärke, und ich himmelwärts Ohn' Unterlaß aufsteige. 555 9. Geh', Seele, frisch im Glauben dran Und sei nur unerschrocken! Laß dich nicht von der rechten Bahn Die Luft der Welt verlocken! So dir der Lauf zu langsam däucht, So eile wie ein Adler fleugt Mit Flügeln füßer Liebe. 556 10. O Jesu, meine Seele ift Zu dir schon hingeflogen; Du hast, weil du die Liebe bist, Mich ganz zu dir gezogen. Fahr' hin, was heißet Stund und Zeit; Ich bin schon in der Ewigkeit, Weil ich in Jesu lebe! 266. ( Melodie Nr. 116.) 1. Jesu, geh' voran Auf der Lebensbahn; Und wir wollen nicht verweilen, Dir getreulich nachzueilen. Führ' uns an der Hand. Bis ins Vaterland! 2. Soll's uns hart ergehn, Laß uns feste stehn, Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten klagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden, D, so gib Geduld zu beiden; Richte unsern Sinn Auf das Ende hin! 4. Drbne unsern Gang, Liebster, lebenslang! Führst du uns durch rauhe Wege, Gib uns auch die nöth'ge Pflege; Thu' uns nach dem Lauf Deine Thüre auf! Gebete. 557 Gebet am Sonntag. Allgegenwärtiger, großer und heiliger Gott, der du in dir selber in der stillen, seligen Ewigkeit wohnest und keines Menschen und keines Engels, auch keines menschlichen noch himmlischen Dienstes bedarfst, du hast dennoch Geschöpfe und unter ihnen auch uns Hervorbringen wollen, damit wir deine Majestät, Herrlichkeit und Seligkeit erkennen und dir dienen follten. Herr, deine Hände haben uns gebildet, du hast uns in diese Welt gerufen, aber nicht für diese Welt, sondern für die Ewigkeit, damit wir in der Welt und durch die Welt hindurch den Weg zur Ewigkeit, den Weg zu dir, dem Gott der Ewigkeit, betreten möchten, um in dir, als unserm Ursprung und unserer Ruhestätte, eine gründliche, bleibende Befriedigung und Ruhe zu finden. Siehe in Gnaden an, o Gott, uns arme Menschen auf der Reise nach der Ewigkeit, daß wir nicht verirren, sondern bei dir ankommen in unserer wahren Heimath, wenn wir von hinnen scheiden werden. Du hast uns berufen mit einem heiligen Ruf, daß wir ausgehen sollen aus Aegypten, aus dem Diensthause der Eitelkeit dieser Welt. Nun, getreuer Gott, du Gott Jsraels, der du dein Volf auf der Reise nach Kanaan geleitet und ihm das Manna zur Nahrung und Stärkung gegeben hast, du weißt, daß auch wir auf unserer Reise deine Führung, deine Nahrung und Stärkung nöthig haben. O, so leite und führe uns auf unserm Wege und gib uns dein Wort zur Nahrung, dein himmlisches Manna zur 556 558 Erquickung unserer Seelen, um unsern Weg fortzu setzen. Liebster Heiland, als du einstmals eine Menge Menschen vor dir sahest, die nichts zu essen hatten, da jammerte es dich in deinem Herzen also, daß du sie nicht ungesättigt von dir gehen lassen konntest. Siehe, hier sind auch hungernde Seelen vor dir; laß es dein Herz jammern und gib uns von dem Brode des Lebens zu unserer Seelen Stärkung; ach, laß noch Herzen gerührt, Schwache gestärkt, Wankende und Strauchelnde aufgerichtet werden! O lieber Heiland, vergib uns, daß wir so manche Gnadenmittel, die du uns schon dargereicht hast, übel angewandt und noch so wenig Frucht gebracht haben von all' der Saat, die in unsere Herzen ist ausgefäet worden. D, werde nicht müde mit Erbarmen, habe noch Geduld mit uns und laß deine Huld und Gnade uns auch heute gegenwärtig sein. In Hoffnung deines Segens versammeln wir uns äußerlich vor dir; so sammle denn auch unser aller Herzen in dir, daß wir nicht mit abgewandten Sinnen und Gedanken da sizzen, sondern mit herzlicher Begierde auf dein Wort Acht haben, es in einem feinen und guten Herzen bewahren und Frucht bringen mögen in Geduld. Erhöre unser Seufzen zur Verherrlichung deines heiligen Namens. Amen. Bußgebet. O großer, unerforschlicher, heiliger Gott, der du dich aus lauter Gnade und Barmherzigkeit in deinem Sohne, Jesu Christo, geoffenbaret und uns armen Menschen in ihm wieder eine offene Gnadenpforte zu deinem Angesichte gemacht und Sünde und Tod in seinem Blute getilgt haft, der du uns nun als ein barmherziger Gott zu solcher Gnade rufest, daß wir wieder umwenden und zu dir kommen sollen, um von 559 dir erquickt zu werden; ich armer, unwürdiger, fündiger Mensch komme zu dir auf dein Wort und bekenne dir, daß ich aller der Gnade nicht werth bin, die du uns anbietest. Denn ich stecke im Dienste der Eitelkeit und bin mit Fleischesluft und eigenem Willen beladen; meine Sünden haben mich gefangen und verdunkelt, daß ich deine Gnade in mir nicht schmecke noch sehe und kein rechtes Vertrauen noch Glauben zu dir habe. Mein Gewissen naget mich; dein Gericht steht vor mir und des Todes Bande warten meiner; ich liege in der Finsterniß der Sünde und Eitelkeit, daß ich meine Sünden nicht einmal kenne noch recht bereuen kann; denn sie haben mich vor deinem Angesicht verborgen und ich finde nur noch ein Fünklein des lebendigen Odems in mir, das deiner Gnade begehret. Darum komme ich jetzt vor dich mit dem verlornen Sohne und dem Zöllner im Tempel, flehe zu deiner Barmherzigkeit und bitte dich in meiner Schwachheit durch das bittere Leiden und Sterben meines Erlösers Jesu Christi, welchen du dir zu einem Gnadenstuhl vorgestellt hast, du wollest mich wieder zu deinem Kind und Erben in deinem Sohne annehmen und in mir rechte, ernste Buße, Reue und Leid über die begangenen Sünden erwecken, daß ich möge von dem bösen Wege abgehen und mein Herz ganz und gar zu dir wenden. D großer Gott, stärke doch meinen schwachen Glauben, erschüttere mein Herz, daß es seine Sünden erkenne und bereue; rühre meine arme Seele mit deiner Kraft an, daß sie sehe, wie sie von dir abgewandt ist; zieh mich zu dir durch meines Erlösers Tod und Auferstehung und tilge meine Sünde in feinem Blut; mache meine Seele in seinem Tode lebendig durch den Odem deiner Barmherzigkeit, auf daß fie mit ihrem Verlangen zu dir, o du heiliger Gott, eindringen und aus deinem Gnadenborne Kraft schöpfen möge; erwecke in mir einen rechten Hunger und Durst 560 nach wahrer Buße und Reue, daß ich der Sünde feind werde und mich zu dir wende. O du Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes, ich Armer bin ferne von dir und kann dich in meiner Schwachheit nicht erreichen. Darum wende du dich zu mir, sammle meine Begierde in dir und fache sie an, auf daß ich deine Gnade schmecke. Sei du der Anfang meiner Bekehrung und leite mich auf rechter Straße, daß ich mit dir wandeln möge. Gib mir den heiligen Geist in die Seele und heilige mich in deiner Gnade, wie dein lieber Sohn den heiligen Geist versprochen hat denen, die ihn darum bitten. Du hast in deinem Worte verheißen, wenn wir um kehren und Buße thun, so sollen unsere Sünden schneeweiß werden wie Wolle; auf dieses dein Wort komme ich zu dir und lasse nicht von dir, du segnest mich denn. Denn obgleich einer Sünden viele sind, bist du doch der allmächtige Gott und die ewige Wahrheit, die nicht lügen kann; darum traue ich auf deine Zusage und bitte dich herzlich: Nimm mich in Gnaden an, führe mich zu deinen Kindern, die auf dem Wege der Lebendigen wandeln, und laß mich in deine Gebote treten. Gib mir ein recht demüthiges und gehorsames Herz, das allezeit dein Gericht scheue und nicht mehr fündige. Gib mir deinen Willen, daß ich nichts ohne dich wolle; tritt mit deinem Wil Ien meinen falschen Willen zu Boden und laß mich in deiner Kraft mit dir wollen und thun. D.Herr, was soll ich in meiner Schwachheit weiter von dir bitten? Ich bitte um nichts, als nur um das Sterben meines Heilandes, daß durch dessen Kraft der alte Mensch mit ihm sterbe und der neue Mensch mit ihm auferstehe, daß ich möge sein Tempel und seine Wohnung sein und mit ihm verbunden bleis ben, wie die Rcbe mit ihrem Weinstock, und in seiner Kraft gute Früchte tragen. In deine Zusage versenke ich mich ganz und gar; mir geschehe nach deinem Wort und Willen. Amen. 561 Andacht vor dem heiligen Abendmahl. Mein Jesus, der sich um meiner Sünden willen dahingegeben und mich durch sein Blut mit Gott versöhnet hat, rufet mir zu dem gesegneten Mahle, daß er zum Gedächtnisse seiner unendlichen Liebe, die er den Sündern in seinem Leiden und Sterben er wiesen, und zu der Versicherung meiner Seligkeit gestiftet hat. Er läßt seine Stimme in meiner Seele hören: Siehe, ich stehe vor der Thür und klopfe an; wer meine Stimme höret und die Thür aufthut, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten, und er mit mir. O wie groß, wie unendlich, wie unbegreiflich ist die Gnade meines Erlösers gegen mich unwürdiges und verderbtes Geschöpf! Er höret nicht auf, mich zu suchen und seiner erworbenen Seligkeit theilhaftig zu machen. Ach, ich habe so oft, auf so unzählige Weise and so schändlich gegen meinen Gott gesündiget; so oft seinem Willen und meinem Gewissen widerstrebt, so oft das theure Bundesblut seines Sohnes, wodurch ich sollte gerechtgesprochen und geheiliget werden, unrein geachtet; so oft den Geist der Gnaden, der mich bessern und zu einem neuen Geschöpfe machen wollen, verschmähet, daß ich nichts als Ungnade, Zorn und die Verdammniß verdiene. Schon so manchmal habe ich bei dem geheiligten Tische meines Erlösers mein theures Taufgelübde erneuert und bestätigt, und mit den feierlichsten Zusagen ihm einen aufrichtigen Gehorsam und wohlgefälligen Wandel geschworen; nun aber bin ich, leider, allezeit treulos geworden. Dennoch ist die Liebe meines Gottes noch nicht ermüdet gegen mich. Dennoch verleihet er mir noch länger Zeit zur Buße und Besserung. Dennoch ziehet er mich mit neuen Seilen der Gnaden zu seiner Gemeinschaft. Dennoch will er mir alles schenken, was er seinen Kindern bereitet hat. Er bietet mir heute wieder den Frieden in dem Blute Jesu und die Pfänder der Erlösung 36 562 an. Der unendliche barmherzige Vater in Christo rufet mich aufs neue zu dem Liebesmahle seines Sohnes, dadurch er den Bund der Versöhnung an mir versiegeln und mich aller der unschätzbaren Gnaden und Güter, die Jesus mit seinem theuern Blute den reuenden und gläubigen Sündern erworben, theilhaftig machen will. Wäre ich nicht das unseligste aller Geschöpfe, würde ich nicht ein schnöder und verdammlicher Verächter der unverdienten Gnade und unaussprechlich großen Erbarmung meines Gottes werden, wenn ich seinem Befehle nicht gehorchte, und mein Herz heute gegen diese erneuerte Gnadenstimme verstockte? Ich entschließe mich denn, o mein Gott und Heiland, in deinem Namen zu dem geheiligten Tische deiner unendlichen Liebe gegen die Sünder zu nahen. Ich entschließe mich zu dieser wichtigen und heiligen Handlung mit Furcht und Zittern, wenn ich mich in meiner Unart und Schwachheit ansehe. Ich werde aber mit Hoffnung und Vertrauen erfüllet, wenn ich an deine unermeßliche Liebe und Barmherzigkeit gedenke. Ich komme zu dir als ein elender und verdammnißwürdiger Sünder, als ein mit unzähligen Schulden beladener Mensch. Ich unreines, beflecktes und verdorbenes Geschöpf komme zu dir. Reinige mich, göttlicher Heiland, durch dein Blut von allen meinen Sünden. Ich bringe dir ein zerknirschtes und zerschlagenes Herz. Du wirst, o Herr, dasselbe nicht verachten, und mich nicht, wie ich es verdienet hätte, von deinem Angesichte verstoßen. Ich bin elend, arm und bloß; schenke mir aus der überschwenglichen Fülle der Gnaden, was mir nöthig ist, bedecke mich mit den Kleidern des Heils und ziehe mich an mit deiner Gerechtigkeit. Ich weiß, daß in mir nichts Gutes wohnet; darum heilige mich durch deinen Geist und schaffe in mir ein neues Herz, das Luft an deinem Gefeße habe. Ich soll, mein Herr und mein Erlöser, nach deinem 563 Befehle das geheiligte Mahl deiner Liebe genießen. Ach, gib mir Gnade, daß ich es so thun möge, wie es mir nüßlich und heilsam ist. Ich soll die geweihten Zeichen und Pfänder deines gekreuzigten Leibes und vergossenen Blutes nehmen und empfangen; ich soll essen und trinken. Laß mich im Glauben dein Fleisch essen und dein Blut trinken, und von den seligen Früchten deines Leidens und Todes gesättiget werden. Ich soll glauben, hoffen, vertrauen, daß ich durch das theure und vollkommene Verdienst Jeſu von allem Fluche und von der Verdammniß erlöset sei, die Kindschaft Gottes und die damit verbundene Erbschaft des ewigen Lebens erlanget habe. Ich soll deßwegen den ganzen Gehorsam und die unschäßbare Gerechtigkeit meines Erlösers mit einer aufrichtigen und sehnlichen Begierde der Seele als die einzige Ursache des Lebens und der Seligkeit ergreifen und umfassen. Ich soll durch die Kraft dieses Glaubens die Welt überwinden, meine Unart und die bösen Lüste des Fleisches bezwingen, der Sünde absterben und in allen guten Werken eifrig und geschäftig sein. Jesus Christus ist um meiner Sünden willen dahin gegeben worden und für mich gestorben; ich muß daher hinfort nicht mehr mir selbst leben, sondern dem, der für mich gestorben und auferstanden ist. Ach, unendlicher und erbarmender Heiland, wie kann ich dieses von mir selbst thun? Du mußt durch deinen Geist den Glauben und die nothwendige Veränderung und Heiligung in mir wirken, und mein Herz nach deinem Wohlgefallen bereiten. Dir, der du der Fels meiner Seligkeit und der Gott des Heils bist, auf den ich traue, dir übergebe ich mich in meinem Elende. Deine Gnade, deine unbegreifliche Gnade und Erbarmung flehe ich an in meinem Unvermögen. Du wirst mich nach deinem Worte nicht hinausstoßen, denn ich komme zu dir mühselig und beladen. O Jesu, meine Hoff 564 nung, meine Stärke, mein Erretter, erbarme dich meiner, und hilf mir nach deiner unergründlichen Liebe, die dich für mich ans Kreuz und in den Tod getrieben! Jesu, du göttliches Lamm, das für die Sünden der Welt geschlachtet ist, tilge meine Sünden und Missethaten in deinem Blute, und versöhne mich mit deinem Vater! O Jesu, du ewiges Licht der Menschen, das in die Welt gekommen ist, die Finsterniß zu erleuchten, erleuchte meinen verfinsterten Verstand und sei mein Licht und Leben! O Jesu, du wahres Brod des Lebens und der Scligkeit, nähre meine matte und dürre Seele mit dieser himmlischen Speise, bis ich dereinst vom Anschauen Gottes werde gesättiget werden! O Jesu, du Anfänger und Vollender des Glaubens, schaffe, gründe, vermehre denselben in mir, und sei stark in meiner Schwachheit! Jesu, du eingeborner Sohn des Vaters, voller Gnade und Wahrheit, laß deine Gnade und Wahrheit reich und überfließend bei mir sein, und gib mir die Macht, ein Kind und Erbe Gottes zu werden, um deines Leidens und Sterbens willen! Amen! Gebet vor dem heiligen Abendmahl. D Herr Jesu, der du bist das lebendiğe Brod vom Himmel gekommen, ich danke dir von Grund meines Herzens für deine große Barmherzigkeit, daß du auch mich eingeladen hast, an deinem Gnadentische zu erscheinen, und mir dein eigen Fleisch und Blut au genießen geben willst. Ich danke dir für die theure Verheißung, daß wer dein Fleisch iffet und dein Blut trinket, der bleibet in dir und du in ihm, und hat das ewige Leben, und du wirst ihn auferwecken am jüngsten Tage. O, erfülle dieses Wort auch an mir, ziehe du selbst mir das hochzeitliche Kleid an, damit du mit den Augen deines Wohlge 565 fallens auf mich blicken könneft, und mich erquicken mit den reichen Gütern deines Hauses. Ach, in mir felbst habe ich ja nichts als Unwürdigkeit; aber, o Herr, siehe nicht an, wie unwürdig, sondern wie bedürftig ich bin; schenke mir in der Armuth des Geistes und in der Sehnsucht nach deinem Heil die rechte Würdigkeit, vergib mir alle meine Sünden, wasche mich von aller Unreinigkeit durch dein theures Blut. Du hast ja auch mir in deinem Leiden die Vergebung aller Sünden erworben, du haft an meiner Statt die Strafen meiner Sünde getragen, auf daß ich Frieden hätte, und durch deine Wunden darf auch ich heil werden. O, für solch hohe Gnade sei dir ewig Lob und Dank gesagt, ja für alle deine Schmerzen und Leiden an Seele und Leib, für alle Angst und Noth, für deinen blutigen Schweiß und Todesfampf, für alle Marter und Qualen, die du am Kreuze erduldet haft an unserer Statt, für das Alles will ich dir ewig dankbar sein, und in solchem Dank laß mich heute und alle Tage deinen Tod verkündigen, bis daß du kommeft. O du ewige Liebe, die du mich bis in den Tod geliebet haft, laß auch mich dein Opfer werden, wie du dich für mich geopfert haft; nimm mich an und verachte mich nicht. Du hast ja selbst mein Herz verlangt; es ist das Einzige, was ich für dich habe, und ich gebe es, so gut ich's geben kann; mache du es rein und bereite es also zu durch deinen heiligen Geist, daß du Wohnung darin machen könnest und Abendmahl halten mit mir, und ich mit dir. Laß dein heiliges Leiden und Sterben mir gedeihen zu einer vollkommenen Versöhnung mit deinem himmlischen Vater und mit allen Menschen, weil ja nur dann uns vergeben wird, wenn auch wir von Herzen dem Bruder seine Fehler vergeben. Mache uns los von aller Feindseligkeit und Widrigkeit, und erfülle uns mit völliger Liebe, damit du nichts in uns findest, was dir zuwider ist. Tödte auch die 566 Glieder, die auf Erden sind: Unreinigkeit, Unkeuschheit, böse Lust, Hochmuth, Geiz, welcher ist Abgötterei, und alle Gedanken, Bilder und Begierden, um deren willen der Zorn Gottes kommt über die Kinder des Unglaubens. Hilf mir ganz ablegen den alten Menschen, der durch betrügliche Lüfte sich verderbet, erneuere du mich im Geiste meines Gemüthes und ziehe mir an den neuten Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligfeit. So bereite mich selber zu für dein heiliges Abendmahl, reinige und heilige mich zu einem Tempel deines heiligen Geistes, da du eingehen und auf ewig Wohnung machen kannst. Heilige mich an Geift, Seele und Leib; vereinige mich mit dir durch deine lebendige Gegenwart, und nimm mich so völlig auf in den Bund deiner Gnade und Herrlichkeit. O theuerster Jesu, wie du am Kreuz uns alles erworben hast, was dein ist, so schenke es auch mir jetzt; flöße mir durch dein heiliges Abendmahl alle Kraft deines Todes ein zum ewigen Leben, vereinige dich mit mir in Gnade und Barmherzigkeit, und laß meine Seele in heiligem Schmuck dir anhangen und ewiglich dienen. Vereinige mich auch mit allen Gliedern deines Leibes; wie wir mit einander von Einem Brode essen und aus Einem Kelche trinken, so verbinde uns durch lebendige Gemeinschaft des Geistes also, daß wir Ein Leib seien an dir, dem Haupte. Thue an mir nach dem großen Reichthum deiner hohepriesterlichen und königlichen Gnade, gib dich mir ganz und nimm mich ganz auf in dich, und wenn ich auch nichts sehe und wenig fühle, so laß mich doch glauben, daß du um deines heiligsten Verdienstes willen auch in mir überschwenglich mehr thun willst über alles, was ich bitte und verstehe. O heiliger Vater, erbarme dich über mich, daß meiner armen Seele ewiglich geholfen werde. O treuer Hohepriester, verherrliche dich an mir und erfülle mich mit den reichen Gütern deines 567 Hauses. O heiliger Geist, erleuchte und heilige mich durch und durch, daß mein Geist sammt Seele und Leib unsträflich behalten werde auf die Zukunft meines hochgelobten Herrn und Heilandes, Jesu Christi. Amen. Wenn man das geweihte Brod empfängt. O ewiger und unendlicher Heiland, du wahres Brod des Lebens, laß mich dieses gesegnete und gebrochene Brod, das mir deinen gekreuzigten Leib abbildet, genießen zur Versicherung, daß du für mich am Kreuze gestorben seist und mich mit Gott versöhnet habest. Gib, daß ich dein Fleisch im Glauben effe, und das ewige Leben ererbe. Bleibe in mir, und ich in dir, bis ich dich in deiner Herrlichkeit sehen werde. Amen. Wenn man den geheiligten Kelch nimmt. Dieser Kelch ist der neue Bund in Christi Blut. D mein Gott und Heiland, versiegle jetzt an meiner Seele die große und tröstliche Wahrheit, daß du dein theures und versöhnendes Blut zur Vergebung aller meiner Sünden vergossen habest und ich durch die Kraft desselben zu einem Kinde Gottes und Erben der Seligkeit gemacht worden sei. Laß mich durch diese Versicherung dir hinfort allein leben, der du für mich gestorben bist. Bewahre mich durch deine Gnade in dem Glauben, in der Heiligung und in der Gottfeligkeit. Amen. 568 Wenn man von dem Tische Jesu gehet. Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich in Gott, meinem Heilande. Gelobet sei Gott, der Vater unsers Herrn Jefu Christi, der mich mit allerlei geistlichem Segen und himmlischen Gütern durch Christum gesegnet hat! Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß keine seiner Wohlthaten! Der dir alle deine Sünden vergibt; der alle deine Krankheiten heilet; der dein Leben von dem Verderben errettet; der dich mit Gnade und Barmherzigkeit frönet. Was soll ich dir, unendlicher Erlöser, für alle deine Gnaden und Wohlthaten, die du an mir thust, vergelten? Ich will den Kelch des Heils nehmen und des Herrn Namen predigen. Ich will dir, mein Herr und mein Gott, Dank opfern und dir mein Gelübde bezahlen vor allem Volke. Nimm hin, mein Jesu, meinen Leib und meine Seele, die du so theuer erkaufet haft, zu einem lebendigen Dankopfer und zum Preise deines herrlichen Namens! Was ich noch im Fleische lebe, das will ich leben im Glauben an dich, du ewiger Sohn Gottes, der du mich ge= liebet und dich für mich dargegeben hast. Ach, Jesu, mein Ertetter und mein Fels, lebe in mir, bleibe in mir, und ich in dir, und führe mich zu der ewigen Freude und Herrlichkeit! Amen. Gebet nach dem Gebrauche des heiligen Abendmahls. Unendlicher, barmherziger Jesu, vollkommener, allgenugsamer Erlöser, mein Herr und mein Gott! 569 Wie soll ich deine Güte würdig preisen und dir danken? Wie kann ich die Größe deiner Liebe und Erbarmung, die du mir erwiesen hast, mit Worten aussprechen und deinen herrlichen Namen rühmen und erheben? Wer bin ich, Herr, daß du dich meiner so annimmst, und mich zu dem Leben und der Seligkeit führest? Ich war ein unreiner und verdammlicher Sünder, und du nimmst alle Schuld von mir und tilgest meine Sünden in deinem Blute. Ich lag unter dem Zorne und der Verdammniß, und mein Erbtheil war Ungnade, Angst und ewiges Verderben, und du schenkest mir den Frieden, den unschäßbaren Frieden, den Frieden mit Gott, der höher ist als alle Vernunft, und machest mich zu einem Kind und Erben deines Vaters. Ich war ein elender Knecht der Sünden und meiner bösen Lüfte, und du lösest die Stricke meiner Unart auf und schaffest in mir ein neues Herz, einen veränderten Willen, einen festen und geheiligten Vorsatz, dir zu leben und deine Gebote zu bewahren. Du erhöhest mich aus dem tiefsten Jammer zu dem seligen Stande derer, die dir angehören, und durch dich zu dem Vater kommen, und versetzest mich aus der Macht des Todes und der Finsterniß in das Reich des Lichtes und des Lebens. Du hast mir bei dem Mahle deiner unbegreiflichen Liebe alle diese theuern Gnaden verstegelt und mir die gewisse Versicherung gegeben, daß die Kraft deiner Leiden und deines Todes mir zugerechnet werde und du selbst mit allen deinen Schätzen mein Theil und Eigenthum seieft. Du thust überschwenglich an mir über alles, was ich bitten und verstehen kann. Ich bin viel zu gering und unwürdig aller der Barmherzigkeit und Treue, die du mir erzeiget hast. Meine Seele freuet sich in dir, du Gott meines Heils, denn du hast mich nach deiner Verheißung mit den unschäßbaren Gütern der Gnade und des Lebens erquickt und gesättigt, die du mit deinem Leiden und Tode erworben. D Jesu, mein Heil und meine Zu 2570 versicht, meine Hoffnung und meine Stärke, was ist es, das ich dir für deine unergründliche Liebe und Wohlthaten vergelten kann? Welches ist das Opfer der Dankbarkeit und des Lobes, das ich dir bringen soll? Meine Schuldigkeit gegen dich ist so groß, als deine Gnade und Erbarmung reich und übers schwenglich an mir gewesen. Aber mein Unvermögen und meine Schwachheit hindern mich, dich würdig zu preisen und zu verherrlichen; und alles, was ich thun kann, ist wie nichts gegen das zu rechnen, wozu mich deine unendliche Liebe verpflichtet. Ach, Herr, nimm an den schwachen und unvollkommenen Dank, der aus meinem bewegten Herzen empor dringt! Nimm an den aufrichtigen und festen Entschluß, daß ich dir allein leben will, der du für mich gestorben bist! mm an die erneuerten Gelübde und Zusagen, die mein Mund und Herz dir heute schwört, daß ich deine heiligen Befehle vollbringen, und auf dem Wege der Gottseligkeit wandeln will! Dir, o mein Gott und Heiland, verspreche und gelobe ich mit ernstem Sinne einen neuen Gehorsam und einen lautern, gottseligen Wandel, der dir gefällt, neue Treue, neuen Fleiß, neuen Eifer, deinen Willen zu thun. Dir widme und heilige ich mich ganz mit Leib und Seele zu deinem Dienste und Eigenthum, um dich mit allen meinen Kräften zu preisen, denn du hast mich theuer erkauft. Ich entsage der Welt und ihren gefährlichen Lüsten, der Sünde, der Eitelkeit und mir selbst, und will dir allein angehören, und in dir bleiben in Ewigkeit. Göttlicher Erlöser, fomme zu Hülfe meiner Schwachheit, und mache mich geschickt, meinen heiligen Vorsaß auszuführen und deinen Willen zu erfüllen. Gib, daß die selige Erinnerung an dein Leiden und Sterben stets lebendig in mir sei, und die Ueberzeugung von der großen Pflicht und Schuldigkeit, die auf den Erlöfeten liegt, durch die Betrachtung deiner unendlichen Liebe alle Tage in meiner Seele 571 erneuert und vermehret werde. Du vollkommener Herzog des Lebens und der Seligkeit, auf den ich meine ganze Zuversicht seße, schaffe, daß ich in dem Laufe der Heiligung nicht laß und träge werde, und durch einen gottfeligen und himmlischen Wandel, durch einen unablässigen Kampf gegen die Sünde und die Welt, durch Sanftmuth, Liebe, Demuth, Hoffnung, Geduld und alle christlichen Tugenden in der That beweisen möge, daß ich zu der Gemeine der Erstgebornen gehöre, die im Himmel angeschrieben sind, und durch dich zu der seligen Gemeinschaft Gottes gebracht werde. Hilf mir durch die Kraft deines Todes gegen meine Unart, die sich stets reget, gegen meine fündlichen Schwachheiten, die mir noch ankleben, und gegen alles Böse, das mich umringet, streiten, und zuletzt den Sieg über alle Feinde meiner Seligkeit erhalten. Lebe du, mein Jesu, in mir, damit ich hier und dort ewig in dir lebe und bleibe! Lebe in mir, damit ich im Glauben selig in dir sterbe! Lebe in mir, daß ich an jenem Tage zum ewigen Leben auf erstehe, und mit Freudigkeit vor deinem Throne erscheine! Lebe in mir, daß ich zu dir in dein ewiges Reich der Herrlichkeit eingehen möge! Dein heiliger und guter Geist leite und regiere mich nach deinem Wohlgefallen. Dieser göttliche Tröster, welchen du den Deinen verheißen hast und in ihre Herzen sendest, weiche nicht von mir, fo lange ich hie wallen und ringen muß. Reinige mich, du unendlicher Geist der Gnaden und der Heiligung, von allem, was sträflich und fündlich ist, und von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes, und erfülle mein Herz mit den seligen Wirkungen deiner Gnade. Erleuchte meinen Geist mit deinem himmlischen Lichte mehr und mehr, daß ich wissen möge, wie groß die Hoffnung des Berufes Gottes, und welcher der Reichthum seines herrlichen Erbes an den Heiligen sei. Stärke mich, daß ich nicht strauchle. Richte mich auf, wenn ich 2572 sinke. Tröste mich, wenn ich zage. Lehre mich glauben, hoffen, beten, vertrauen, so lange ich hienieden in dem Lande der Prüfung walle, bis ich dort das Angesicht Gottes schauen und meinen Erlöser in seiner Herrlichkeit sehen werde. Stche mir bei in der letzten Noth, und vertritt mich, wenn die Zunge bricht und mein Herz verschmachtet, mit unaussprechlichen Seufzern. Wohne, wirke, herrsche in mir, und führe mich zu den seligen Schaaren der verklärten Geister, die vor dem Throne Gottes stehen und die unendliche Gnade des Herrn mit himmlischen Stimmen preisen. Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, durch unsern Herrn Jefum Chriftum! Amen. Register der Psalmen und Lieder. Nr. 152. Ach bleib' bei uns, Herr Jesu Christ 155. Ach bleib' mit deiner Gnade 93. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer. 78. Allein Gott in der Höh' sei Ehr 95. Allein zu dir, Herr Jesu Christ 158. Alle Menschen müssen sterben. 67. Allwissender, du kennest mich. 208. Amen, deines Grabes Friede 178. Auf, auf, ihr Reichsgenossen 125. Auf, Christenmensch, auf, auf zum Streit 226. Auf Christi Himmelfahrt allein 221. Auf diesen Tag bedenken wir. 164. Auferstehn, ja auferstehn wirst du 151. Auf, Seele, auf, und säume nicht 251. Auf, Seele, schicke dich. 243. Auf, theure Seelen, auf 97. Aus irdischem Getümmel 256. Aus tiefer Noth laßt uns zu Gott 92. Aus tiefer Noth schrei ich zu dir 133. Befiehl du deine Wege. 110. Beschränkt, ihr Weisen dieser Welt. 14. Bringt dem Herren Lob und Macht. 75. Bringt her dem Herrn Lob, Dank und Ehr' 215. Bringt Preis und Ruhm dem Heiland dar 161. Christus der ist mein Leben 69. Dein Lobgesang, o Gott, sei stets 5. Dein Name, Herrscher aller Welt 142. Dein Wort, Herr, ist die rechte Lehr' 35. Dennoch ist Gott das höchste Gut 246. Der du noch in der letzten Nacht 235. Der du uns als Vater liebeft. 573 Seite. 349 354 204 176 210 358 157 454 392 281 484 478 370 346 528 514 216 538 202 303 243 42 170 462 364 160 16 328 88 520 502 574 Nr. 88. Der ersten Unschuld reines Glück 19. Der freche Sünder fürchtet nicht 166. Der Herr bricht ein um Mitternacht 223. Der Herr fährt auf gen Himmel 26. Der Herr hat alle Macht in seinen Händen 9. Der Himmel große Pracht 46. Der Höchste herrscht voll Majestät und Pracht 162. Die Christen gehn von Ort zu Ort. 177. Die Gnade sei mit Allen 186. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht 185. Dies ist die Nacht, da mir erschienen 182. Dieß ist die rechte Freudenzeit. 167. Die Welt kommt einst zusammen 12. Du mein einziges Verlangen 196. Du meines Lebens Leben 237. Du Volk, das du getaufet bist 261. Durch wechselvolle Tage 190. Du wesentliches Wort 153. Gin' feste Burg ist unser Gott 149. Eine Heerde und ein Hirt 201. Ein Lamm geht hin und trägt die Schuld 107. Eins ist Noth, ach Herr, dieß Eine. 154. Erhalt' uns, Herr, bei deinem Wort 65. Erhebet Gottes Herrlichkeit 168. Ermuntert euch, ihr Frommen 173. Es ist noch eine Ruh vorhanden 180. Es kommt der König aller Ehren 49. G8 lobe Gottes Wunderwerke 18. Es lobet dich mein Mund 227. Es saß ein frommes Häuflein dort 165. Es wird gewiß am Ziel der Zeit 156. Fahre fort, fahre fort, 3ion 42. Fest, wie auf heilgen Berges Grunde 32. Frohlocke Gott, du ganze Erde 189. Fröhlich soll mein Herze springen 210. Früh Morgens, da die Sonn' aufgeht. Seite. 196 57 374 481 70 26 366 391 409 408 403 375 36 427 507 548 413 350 344 436 239 353 150 376 386 396 118 52 484 373 354 105 82 412 456 4 ytr. 191. Geift Gottes, wir sind tief gebeugt 234. Geist vom Vater und vom Sohne 253. Gelobet feist du, Herr und Gott 40. Gnädig warst du einst dem Land 50. Gott beherrscht sein Reich 257, Gott, der du unsre Zuflucht bist 37. Gott, erhöre meine Thränen. 89. Gott, hilf mir, daß ich Buße thue 83. Gott ist gegenwärtig 13. Gott ist mein Licht, was soll mich 265. Gottlob! ein Schritt zur Ewigkeit 242. Gott macht ein großes Abendmahl 183. Gott sei Dank in aller Welt 27. Gott sei meiner Seele gnädig. 211. Hallelujah! Jesus lebt. 79. Hallelujah! Lob, Preis und Ehr' 98. Halt im Gedächtnis Jesum Christ 101, Heiland, deine Menschenliebe 111. Heilger Jesu, Heilgungsquelle 143. Herr, dein Wort, die edle Gabe 175. Herr, du hast in deinem Reich 41. Herr, erhöre meine Klagen 21. Herr, id) will mich eifrig wahren 91. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut 150. Herr Jesu, Licht der Heiden 4. Herr, laß mich nicht empfinden die bittre 20. Herr, laß mich nicht empfinden die Strafe. 80. Herr, unser Gott, dich loben wir 44. Herr, unsre Zuflucht bist und warst du 82. Herr, vor dem die Engel knieen 130. Herzlich lieb hab' ich dich, o Herr 199. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen. 131. Herz und Herz vereint zusammen 144. Heut' ist des Herren Ruhetag. 212. Heut' triumphiret Gottes Sohn 245. Hier bin ich, Jesu, zu erfüllen 575 Seite. 415 500 534 102 118 540 96 198 185 38 554 513 404 70 457 180 217 223 246 332 389 103 60 200 345 14 59 181 111 184 290 432 294 332 459 519 574576 Ni { Nr. 264. Hilf, Herr Jesu, laß gelingen. 10 128. Himmelan geht unsre Bahn 21 73. Himmel, Erde, Luft und Meer 2258. Höchster, denk' ich an die Güte 231. Höchster Tröster, komm' hernieder 96. Hüter, wird die Nacht der Sünden 51. Jauchzet Gott dem Herrn 4 16 17 213. Jauchzet Gott in allen Landen 18 238. Ich bin getauft auf deinen Namen 66. Ich danke dir mit meinem Mund 63. Ich fleh' mit tiefer Reue 18 18 161 .. 57. Ich freue mich in Gott, der helfen kann 61. Ich freue mich, so oft man spricht 11 196 209. Ich geh zu deinem Grabe 237 108. Ich habe nun den Grund gefunden 261 176. Ich hab' von ferne, Herr, deinen 190 250. Ich komme jetzt mein Gott zu dir 153 15. Ich preise dich mit Herz und Mund. 149 248. Ich preise dich, o Herr mein Heil 201 60. Ich seh', o Gott, hinauf zu dir 107 122. Ich will dich lieben, meine Stärke 154 52. Ich will, o Herr, von Recht. 65 34. Jehova, meine Hülf' auf Erden 168 103. Jesus Christus herrscht als König. 173 194. Jefu, deine Passion 180 266. Jefu, geh voran 49 117. Jesu, meine Freude 18 106. Jesus nimmt die Sünder an 227 145. Jesu, Seelenfreund der Deinen 165 216. 3hr Christen singet 156. 17. Ihr Frommen, lobt den Herrn 42. 132. Ihr Kinder des Höchsten, wie stehts 32. 25. Ihr Menschen, Arm' und Reiche, hört 189. 240. Im Namen des Herrn Jesu 210. 138. In allen meinen Thaten 135. Ist Gott für mich, so trete Seite. 553 287 167 541 495 212 123 458 508 152 144 132 143 455 241 3.90 528 46 522 140 277 122 86 226 418 556 264 237 333 466 52 2.98 69 510 318 310 Nr. 228. Komm', heiliger Geist, Herr und Gott 232. Komm', o komm', du Geist des Lebens 47. Kommt, jauchzet Gott und bringt ihm Dank 102. König, dem kein König gleichet 198. Laß mir alle Wochen sein 236. Lichtes Vater, der das Leben 121. Liebe, die du mich zum Bilde 72. 2obe den Herren, den mächtigen König der 252. Lobe Gott, o meine Seele 71. Lobet Gott im Heiligthum 2 30. Nach dir, o Herr, nach dir allein 87. Nun danket alle Gott 58. Nun danket Gott, denn er ist freundlich 54. Nun danket Gott, erhebt und preiset 254. Nun habe Dank für deine Liebe 577 Seite. 486 496 116 224 430 € 504 37 70. Lobt Gott! Der Herr ist gut. 137. Mache dich, mein Geist, bereit 163. Mag dieß Haus, das aus der Erden 31. Man lasset, Gott, dein Lob erschallen 220. Marter Jefu, wer kann dein vergessen 119. Meinen Jesum laß ich nicht. 193. Meine Seel' erhebet dich, Gott mein Heiland 68. Mein Gott, dich will ich täglich loben 3. Mein Gott, ich trau' auf dich 187 10. Mein Gott, warum verläßst du mich 84. Mein Gott, wie bist du so verborgen 105. Mein Heiland nimmt die Sünder an 8. Mein Herr und Gott, dir eil' ich zu. 55. Mein Herz, o Gott, das dir geweiht 232 26 130 32 11. Mein Herz wird niemals keinen Mangel 104. Mein Jesu, dem die Seraphinen 228 247. Mein Jesu, der du vor dem Scheiden 520 192. Mein Mund und Geist erhebt des Herren Güte 415 115. Mir ist Erbarmung widerfahren 259 99. Mir nach, spricht Christus, unser Held 218 179. Mit Ernst, ihr Menschenkinder 395 276 164 533 161 160 314 370 78 474 272 416 159 10 28 77 194 133 129 535 7678 Nr. 262. Nun laßt uns gehn und treten 53. Nun lobe deinen Gott, o meine Seele 74. Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit 217. O auferstandner Siegesfürst. 81. O daß ich tausend Zungen hätte 233. O du allerreinste Freude 206. O du Liebe meiner Liebe Durchbrecher aller Bande Gott, du bist der Herr der Seit Gott, du frommer Gott Haupt voll Blut und Wunden 127. 263. 86. 202. 229. Dheilger Geist, kehr' bei und ein 43. O Höchster, deine Treu 120. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn 203. O Lamm Gottes, unschuldig 100. Lehrer, dem kein Lehrer gleich 244. O meine Seele, freue dich 195. O Mensch, beweine deine Sünd' 59. O, selig find, die stets in Redlichkeit 218. O Tob, wo ist dein Stachel nun 207. Traurigkeit! O Herzeleid 90. O Vater der Barmherzigkeit Welt, fieh' hier dein Leben. 200. 174. O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen 112. O wie selig sind die Seelen 222. O wundergroßer Siegesheld. 126. Ninge recht, wenn Gottes Gnade 147. Ruft getrost, ihr Wächterstimmen 249. Schmücke dich, du liebe Seele 136. Schwing dich auf zu deinem Gott 23. Sei gnädig deinem treuen Knechte 184. Sei hochgelobt, Herr Jesu Christ 77. Sei Lob und Ehr' dem höchsten Gut 205. Sei mir tausendmal gegrüßet. 172, Selig find des Himmels Erben 56. Seze dich zu meiner Rechten. Seite. 548 124 166 471 183 499 451 285 551 192 440 489 106 274 444 221 516 420 134 473 452 199 435 386 248 479 283 338 524 312 62 406 175 450 385 131 Nr. 113. Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig 38. Singet Gottes Ruhm 24. Gingt mit froher Stimm' 197. So gehst du nun, mein Jesu, hin 241. Soll auch Jesu bittres Sterben 85. Sollt' ich meinem Gott nicht fingen 33. Steh' auf in deiner Macht 109. Such', wer da will, ein ander Ziel 6. Thoren sprechen in dem Herzen 48. Umhüllt ist Gott von Pracht. 259. Unser Vater im Himmelreich 129. Unverwandt auf Christum sehen 171. Viel besser, nie geboren. 239. Von des Himmels Thron 146. Wach' auf, du Geist der ersten Zeugen 219. Wach' auf, o Mensch, die Nacht ist hin 169. Wachet auf, ruft uns die Stimme 36. Warum, o Gott, brennt deines Zornes Glut 134. Warum sollt' ich mich denn grämen 140. Was Gott thut, das ist wohlgethan 124. Was hinket ihr betrogne Seelen 2. Was toben doch die Völker all' 157. Wenn der Herr einst die Gefangnen 160. Wenn mein Stündlein vorhanden ist 204. Wenn mich die Sünden fränken 148. Werde Licht, du Volk der Heiden 116. Wer ist wohl wie du 139. Wer nur den lieben Gott läßt walten 7. Wer, o Gott, darf zu dir beten 45. Wer unter Gottes Schuße ruht 159. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende 187. Wie ist der Tag so gnadenreich 64. Wie lieblich ist's, wenn Brüder einig leben 39. Wie lieblich ist's, wie göttlich schön 22. Wie nach einer Wasserquelle 118. Wie schön leucht' uns der Morgenstern 579 Seite. 252 98 66 430 511 188 83 242 20 117 542 288 384 509 334 474 378 92 306 324 280 4 358 364 446 342 260 322 22 112 362 410 148 101 61 268 580 Nr. 1. Wie selig ist, wer Lasterhafte flicht 181. Wie soll ich dich empfangen. 260. Wie theur, o Gott, ist deine Güte 114. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen 214. Willkommen, Held im Streite 224. Wir danken dir, Herr Jesu Chrift 255. Wir liegen hier zu deinen Füßen 141. Wir Menschen sind zu dem, o Gott. 188. Wir fingen dir, Immanuel 28. Wir sind von dir, o Gott, verstoßen 170. Wir warten dein, o Gottes Sohn 62. Wo der Herr das Haus nicht bauet. 16. Wohl dem, er wird glückselig leben. 123. Wollt ihr den Heiland finden. Seite. 2 400 546 254 462 482 536 327 411 75 382 145 48 279 94. Wo soll ich fliehen hin. 208 76. Wunderbarer König, Herrscher von uns allen 172 230. Beuch ein zu meinen Thoren. 492 483 225. Beuch uns nach dir, so laufen wir 29. Su dir ist meine Seele still 76 M 205 10 SS Inches 1 Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 5 444 6 17 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 10 Red 11 LO 5 12 13 Magenta 14 6 15 White 116 117 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8