Gb 3050 Evangelisches Kirchengesangbuch Ausgabe we für die evangelisch- lutheriſchen Kirchen Niederlachlens HANNOVER Au Mit Lektionar Schlütersche Buchdruckerei* Verlagsanstalt, Hannover und Vandenhoeck& Ruprecht in Göttingen Idie- vinU ( necesio Go 3050 eapillsonnes thudganjsonschatz odppsuA nsbai norblizsiul- hillspanas sid 201 ensiboiredal AH 1960 Gesamtherstellung: Schlütersche Buchdruckerei* Verlagsanftalt, Hannover, Buchdruckerei Hubert& Co., Göttingen Gefeht in der Peter- Jesfen- Schrift von Rudolf Koch aus der Schrift= gießerei Gebr. Klingspor, Offenbadh a. M. Der Notenstich wurde im GRERIT- Verfahren von der Firma Karl Johann Gregor in Hamburg durchgeführt. Das Dünndruckpapier lieferte die Papierfabrik zum Bruderhaus in Dettingen. Satgestaltung: Eigentum der niedersächsischen lutherischen Landeskirchen. Nachdruck des Stammteiles( Nr.1 bis 394) nur mit Genehmigung des Verbandes Ev. Kirchenchöre Deutschlands und des Bärenreiter- Verlages in Kaffel. Nachdruck der übrigen Teile nur mit Genehmigung des Ständigen Gefangbuchausschusses der niedersächsischen lutherischen nepathe Landeskirchen und der Verlage. may d Univ.- Bibl. Giessen INHALT GOTTESDIENSTORDNUNGEN Hauptgottesdienst an Sonn- und Festtagen... Hauptgottesdienst am Karfreitag, an Buß- und an Bitt- Tagen Mette( Morgengebet) Vesper( Abendgebet) I. Das Kirchenjahr Advent Nr. 1-14. 400-401 Weihnachten Nr. 15-35 Jahreswende Nr. 36-45 Epiphanias Nr. 46-53 Paffion Nr. 54-72.402-406 LIEDER Zum Gedächtnis der Grablegung Nr. 73-74 Oftern Nr. 75-89. 407-408 Himmelfahrt Nr. 90-96 Pfingsten Nr. 97-108 Trinitatis Nr. 109-112 Kleinere feste Nr. 113-119 Am Ende des Kirchenjahres Nr. 120-123. 409 II. Der Gottesdienst - Zum Eingang Nr. 124-129 Liturgische Gefänge Das Kyrie Nr. 130- Das Gloria Nr. 131 Das Credo Nr. 132-134 Das Sanctus Nr. 135 Das Agnus Dei Nr. 136 Das Tedeum Nr. 137- Die Litanei Nr. 138 Zum Beschluß des Gottesdienstes Nr. 139-141 Das Wort Gottes Nr. 142-145. 410-412 Die Heilige Taufe Nr. 146-153. 413 Das Heilige Abendmahl Nr. 154-162.414-416 Nach dem Abendmahl Nr. 163-165 Seite 5 Die Beichte( Bußlieder) Nr. 166-169.418-419 Die Trauung( Ehestandslieder) Nr. 170-173. 420 Die Konfirmation Nr. 417 Die Bestattung Nr. 174-175. 421 16 18 26 III. Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit Pfalm- Lieder Nr. 176-200. 422 Die Kirche Nr. 201-225. 423-426 Lob und Dank Nr. 226-238. 427-430 Christlicher Glaube und chriftliches Leben Nr. 239-279.431-445 Gottoertrauen/ Kreuz und Troft Nr. 280-307. 446-451 Tod und Ewigkeit Nr. 308-331. 452-456 IV. Lieder für besondere Zeiten und Anlässe Tag und Jahr Am Morgen Nr. 332-350. 457-462. Am Mittag Nr. 351 Am Abend Nr. 352-368. 463-466 Jahreszeiten Nr. 369-371. 467-468 Um das tägliche Brot Zu Tische Nr. 372-375. für eine gefegnete Ernte Nr. 376-377. 469 Um Sonnenschein Nr. 378. Um Regen Nr. 379 Bei und nach der Ernte Nr. 380-382. 470-471 In Arbeit und Beruf Nr. 383-387.472-476 Auf Reifen Nr. 388 für Volk und Vaterland Nr. 389-394 Geistliche Kinderlieder Nr. 477-483 LITURGISCHE GESANGE Gloria- patri- Strophen Nr. 500-545 Amenstrophen Nr. 546-547 Zum Hauptgottesdienst Nr. 548-557 Zum Predigtgottesdienst Nr. 558 Zu Mette und Vesper Nr. 559-565 Verfikel Nr. 566-580 Auswahl aus den alten Versikeln LESUNGEN, GEBETE UND KATECHISMUS Das Lektionar mit den Kollektengebeten Gebetbuch ..) Gemeindegebete zu den Gottesdiensten Gebete zum häuslichen Gottesdienst Gebete in freud und Leid.... Der Kleine Katedhismus Dr. Martin Luthers .. REGISTER Die Verfasser der Texte und Weisen der Gesangbuchlieder. Alphabetisches Lieder- und Melodienverzeichnis Seite 621 728 732 742 755 767 799 Ordnung des Hauptgottesdienstes an Sonn- und Festtagen Die Stücke in eckigen Klammern können wegfallen Stilles Gebet zu Beginn des Gottesdienstes siehe Seite 728 Orgelvorspiel Der Gottesdienst kann mit dem gemeinfamen R üst ge bet von Liturg und Gemeinde eingeleitet werden, siehe Seite 728 INTROITUS( Eingang) [ Pfalmgefang( Introitus) des Chores] Eingangslied der Gemeinde Das Eingangslied schließt, wenn der Chor den Introitus nicht ausgeführt hat, mit einer Gloria- patrí- Strophe( Nr. 500-545) oder dem nachstehenden Gefang: Pfalz- Neuburg 1557/ Pommern 1569 ehr fei dem Va- ter und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im An- fang, jett und immer- dar und von E= mig= keit zu E= mig- keit. E A== men. 5 KYRIE ELEISON 單 Chor: Ky= tí e = Chor: Chri- ste e lei fon. Gem: Herr, er- bar- me dich. B B Matthäus Greitter 1525 e lef- fon. Gem: Chrí- ste, er bar- me dich. = Chor: Ky= tí= e&== lei- fon. Gem: Herr, er- barm dich ü- ber uns. Andere Weise für die Adventszeit und die Fastenzeit siehe Nr. 549 ( pangal An den Sonntagen( mit Ausnahme des 2. bis 4. Sonntags im Advent und der Sonntage der Fastenzeit) und an den Feft- und Danktagen folgt dem Kyrie das GLORIA IN EXCELSIS( A oder B) A Liturg: Ehre sei Gott in der Höhe Matthäus Greftter 1525 Chor:* und auf Erden fried, den Menschen Sein Wohlgefallen. A== men. Gemeinde: Allein Gott in der Höh sei Ehr/ und Dank für seine Gnade, darum daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat;/ nun ist groß fried ohn Unterlaß, all fehd hat nun ein Ende. ( Nr. 131, Str. 1 oder Str. 1-4 oder, wenn der Chor, und auf Erden fried..." gesungen hat, Str. 1 oder Str. 1-4 oder Str. 2-4.) 6 * Dieses Stück kann auch von der Gemeinde an Stelle des Liedes„ Allein Gott in der Höh sei Ehr" gefungen werden. Liturg Eh= re II( Gemeinde) oder B fef Gott in der Matthäus Greitter 1525 Wir lo ben dich, wir beten dich an, B I u. II RA und auf Er- den fried, den Menschen Sein Wohl- ge- fal= len. I( Chor) ( Gemeinde) Hö= he wir pref- sen dich, wir sagen dir Dank um dei- ner gro- ßen Ehre wil- len, Herr Gott, himm- li=[ cher Kö= nig, Gott, all= mäch= I u. II 7 ti- ger Va- ter. Herr, ein ge bor- ner Sohn, Je su B Chri- ste, du Al= ler= höch- ster, Herr Gott, Lamm B Got= tes, ein Sohn des Va- ters, der du hinnimmst die Sünd der Welt: er- barm dich un= ser, T nimmst die Sünd der Welt: nimm an un= I u. H ser der du sit= zest zu der Rechten des Vaters: er= barm dich un= fer. Denn du bist al= lein hei= M der Höchst, Je su Christe, lig, du bist allein der Herr, du bist al= lein || Geist in der = der du hinI u. II A= Ge= bet, KOLLEKTENGEBET Liturg: Der Herr sei mit euch Gemeinde: und mit dei- nem Geist. Herrlichkeit Gott des Va= ters. H mit dem Heil= gen men. Liturg betet das Gebet des Sonn- oder festtages. Gemeinde: A- men. 8 EPISTEL Liturg( Lektor) lieſt die Epistel. HALLELUJA Gem.: Hal= le B E lu= ja, Hal= le= lu oder: - Hal= le= lu= ja, Hal= le= lu Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le- lu- ja. 100 oder: 9. Pfalmton E ja, Liturg( Lektor) liest das Evangelium ja, Hal= le= lu= ja. GRADUALLIED Gemeinde fingt[ im Wechfel mit dem Chor oder der Orgel] das Lied der Woche oder des Tages EVANGELIUM Liturg( Lektor) kündigt die Leſsung des Evangeliums an. Die Gemeinde erhebt sich. CLEC SO 9 8. Pfalmton [ Chor: Hallelujavers. Die Gemeinde wiederholt danach das Halleluja.] Vom Sonntag Septuagefimä bis Karsonnabend fällt das Halleluja fort. 5. Pfalmton Hal= le- lu= ja. nist dhe Gemeinde: Ehre sei dir, Her= re. A Gemeinde: Lob sei dir, o Chrí=[ te. CREDO Das Glaubensbekenntnis wird an den Sonn- und Festtagen entweder von der Gemeinde und vom Chor gefungen( Nr. 553-555), oder oder nach der Intonation des Liturgen ,, Ich glaube an den Einen Gott" von der Gemeinde als Lied gefungen( Nr. 132), Dom Liturgen gesprochen. Das Nizänische Glaubensbekenntnis ( an festtagen und wenn das heilige Abendmahl gefeiert wird) Ich glaube an den Einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erden, all des, das sichtbar ist und unsichtbar. Und an den Einen Herren Jefum Chriftum, Gottes einigen Sohn, der vom Vater geboren ist vor aller Zeit und Welt, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaftigen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht geschaffen, mit dem Vater eines Weſene, durch welchen alles geschaffen ist, welcher um uns Menschen und um unfrer Seligkeit willen Dom Himmel kommen ist und ist leibhaft worden durch den Heiligen Gefft von der Jungfrau María, und Mensch worden, auch für uns gekreuziget unter Pontio Pilato, gelitten und begraben, und am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und ist aufgefahren gen Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Toten, des Reich wird sein ohn Ende. Und an den Heiligen Geist, der da ist Herr und machet lebendig, der von dem Vater und dem Sohne ausgehet, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und zugleich geehret wird, der durch die Propheten geredet hat. Und die Eine, heilige, allgemeine, apoftolische Kirche. Ich bekenne die Eine Taufe zur Vergebung der Sünden und warte auf die Auferstehung der Toten und das Leben der zukünftigen Welt. [ Gemeinde:] Amen. 10 V oder Das Apostolische Glaubensbekenntnis Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erden. Und an Jefum Chriftum, Gottes eingebornen Sohn, unferen Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau María, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sihend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, don dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geift, eine heilige chriftliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben.[ Gemeinde:] Amen. Wird das Glaubensbekenntnis gesprochen, so singt die Gemeinde nach dem Amen eine Liedstrophe. PREDIGT Kanzelgruß, von der Gemeinde mit Amen beantwortet. Lefung des Predigttextes. Predigt. Kanzelsegen*, von der Gemeinde mit Amen beantwortet. Predigtlied* [ Liturg( Lehtor): Abkündigungen*]. DANKOPFER Lied der Gemeinde oder Pfalm des Chores, währenddeſſen Einfammlung des Dankopfers*. [ Liturg: Gebet. Gemeinde: Amen] ALLGEMEINES KIRCHENGEBET( Fürbittengebet) Das Gebet wird von der Gemeinde mit Amen beantwortet. Auf Gebetsaufforderungen antwortet die Gemeinde: Am Schluß: Herr, er= bar= me dich. [ Gemeindegefang oder Chorgesang oder Orgelspiel] A= men. * Der Kanzelfegen kann auch hinter die Abkündigungen treten. Das Dankopfer kann bereits während des Predigtliedes eingesammelt werden. Das Lied der Gemeinde bzw. der Pfalm des Chores fällt dann fort. 11 Wenn das heilige Abendmahl nicht gefeiert wird, schließt sich an das Allgemeine Kirchengebet unmittelbar das Vaterunfer an. Dann folgt die Entlassung siehe Seite 15. PRAFATION( Großes Dankgebet) Liturg: Der Herr fei Gemeinde: und mit dei= nem die Hö- he! 1 zum Her= ren.] mit euch, Her- zen in Gel- fte.}{ Wie et- be- ben fie = he Liturg: Laf- fet uns Dank sa= gen dem Her- ren, = un- ferm Got- te. Gemeinde: Das ist wür- dig und recht Autalesnoy Liturg betet: Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam ists/ daß wir dir, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott/ allezeit und allenthalben Dank fagen/ durch Chriftum, unfern Herren.[ Den du der Welt zum Heile gefandt haft/ auf daß wir durch seinen Tod Vergebung der Sünde und durch sein Auferstehen das Leben haben.] Durch welchen deine Majestät loben die Engel/ anbeten die Herrschaften/ fürchten die Mächte/ die Himmel und aller Himmel Kräfte famt den feligen Seraphim/ mit einhelligem Jubel dich preifen. Mit ihnen laß auch unsre Stimmen uns vereinen/ und anbetend ohn Ende lobsingen: oder ein anderes Dankgebet nach dem Kirchenjahr. re ·) SANCTUS Gemeinde: Hei lig_ hei= lig, hei- lig ist Gott, der HerZe= ba= oth. Al le Lan- de sind seiner Eh= re poll. Ho- si= an = altkirchlich = na 12 in der Hö- he. Ge= lo= bet sei, der da kommt im Na- men des Her= ren. Ho fi = = an VATERUNSER Liturg: Vater unser... erlöse uns von dem Übel. in E17 = na in der Andere Weise fiehe Nr. 557 = C Gem.: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herr- lich- keit Yaad draadh mig- keit. A== men. Die Gemeinde fetzt sich, die Kommunikanten treten zum Altar. Hö he! EINSETZUNGSWORTE Liturg: Unser Herr Jeſus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brachs und gabs seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und effet, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis." Desselbengleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte, und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus, dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedächtnis." adden die Gemeinde mit Pfalz- Neuburg 1543 13 90 Die Gemeinde erhebt sich oder kniet nieder. Vaterunfer und Einsehungsworte können auch umgestellt und dabei vor und nach den Einsehungsworten besondere Gebete gesprochen werden. In diesem Falle singt der Liturg vor der Austeilung den friedenegruß, A== men beantwortet. AUSTEILUNG Zu Beginn der Austeilung singt die Gemeinde, Christe, du LammGottes( Nr.136), danach werden weitere Gemeindelieder oder Chorgesänge gesungen. Die Kommunikanten beten in der Stille, bevor ihnen das gesegnete Brot gereicht wird, etwa: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach geheft. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund. Ich will das Himmelsbrot nehmen und den Namen des Herrn anrufen. Sie beten, bevor ihnen der gesegnete Kelch gereicht wird, etwa: Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut? Ich will den Kelch des Heils nehmen und den Namen des Herrn anrufen. Sie beten in der Stille, wenn sie nach Empfang des Sakraments wieder an den Plat getreten sind, etwa: Was mir mit dem Munde empfangen haben, laß uns, o Herr, mit gläubigem Herzen bemahren, daß uns diese Gabe in der Zeit helfe zum ewigen Heil. Amen. Betrachtungen und Danksagungen während der Austeilung siehe Seite 731 Nach der Austeilung SCHLUSSKOLLEKTE Liturg: Der Herr fei mit euch Gemeinde: und mit deinem Geiſt. Liturg: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, Hal- le= lu- ja, Gemeinde: und seine Güte währet ewiglich. Hal- le- lu- ja. oder ein anderer Versikel( Nr. 566-580) An den Tagen, an denen das Halleluja nach der Epistel fortfällt: Liturg: Danket dem Herrn, denn er ist freund lich, Gemeinde: und seine Güte währet Liturg betet die Schlußkollekte. 14 Gemeinde: EE e= wig- lich. A= men. ENTLASSUNG Liturg: Ge ( Laf= fet Gemeinde: In den Fasten Liturg: Gott B het hin im frie= den uns be= ne= def= en fei Gemeinde: Gott ſei Am Ofterfest und in der öfterlichen Freudenzeit Ge= het hin im Frieden des Herrn. ( Laf= fet uns be= ne= dei= en dem Herrn.) e= wig- lich Dank. 0907 des Herrn. dem Herrn.) e= wig= lich Dank. SEGEN Liturg: Der Herr segne dich und behüte dich. altkirchlich Liturg: Ge= het hin im frie- den des Herrn. ( Laf- fet uns be- ne- dei= en dem Herrn.) Hal= le= lu- ja. Gemeinde: Gott ſei e- mig- lich Dank.. Gemeinde: A- men. Stilles Gebet zum Schluß des Gottesdienstes siehe Seite 729 Orgelnachspiel 15 1930 altkirchlich Der Herr laffe leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig. Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir frieden. pleW Ordnung des Hauptgottesdienstes am Karfreitag und an Buß- und Bitt- Tagen [ Eingangslied der Gemeinde] Eingangsgebet Liturg und Gemeinde knien nieder. Liturg: Kyrie eleison. Gemeinde: Chrifte eleison. Kyrie ele= í= son. Liturg[ und Gemeinde]: Vater unser, der du bist im Hímmel. Geheiliget werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Verſuchung. Sondern erlöse uns von dem Ubel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Gemeinde: Amen. Liturg und Gemeinde( Chor) im Wechsel: Liturg: Gott, sei mir gnädig nach deiner Gü Gemeinde: und tilge meine Sünde nach deiner großen Barmher=== Wasche mich wohl von meiner Mis und reinige mich von meiner Sün An dir allein hab ich geſün und übel vor dir Schaffe in mir, Gott, ein rei = und gib mir einen neuen, gewif Verwirf mich nicht von deinem An und nimm deinen heiligen Geist nicht O du Gotteslamm, das der Welt Sün erbarm dich un = O du Gotteslamm, das der Welt Sün erbarm dich un Liturg: Kollektengebet. = = = = = O du Gotteslamm, das der Welt Sün verleih uns frie === 16 = = = = ( 11 = U 11 0 n 11 = ||||| = = 11 = zig- keit. = ſe= tat de. digt ge= tan. nes Herz = fen Geiſt. ge= ficht 11 = = = = = 11 = = = = = = = = = 11 te = Don mir. de trägt, fer. de trägt, ſer. de trägt, den. Gemeinde: A= men. Liturg und Gemeinde erheben sich wieder. [ Am Karfreitag können hier die Improperien gefungen werden.] Liturg( Lektor) liefst die Epistel Gemeinde fingt das Lied des Tages( Graduallied) Liturg( Lektor) lieft das Evangelium Gemeinde fingt eine Liedstrophe Kanzelgruß, von der Gemeinde mit Amen beantwortet. Predigt Offene Schuld Die Gemeinde erhebt sich. rino10 Liturg: Laffet uns miteinander vor Gott bekennen, daß wir gefündiget haben mit Gedanken, Worten und Werken, auch aus eigener Kraft uns von unserm fündigen Wesen nicht erlösen können. Darum nehmen mir Zuflucht zu der grundlosen Barmherzigkeit Gottes, unfers himmlifchen Vaters, begehren Gnade um Chrifti willen und[ prechen: Gott, sei mir Sünder gnädig. mein Huz Liturg[ und Gemeinde]: Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er der= gebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben. Gemeinde: Amen. Liturg: Der allmächtige, barmherzige Gott hat sich unser erbarmet, feinen einigen Sohn für unsere Sünde in den Tod gegeben und um feinetwillen uns verziehen, auch allen denen, die an seinen Namen glauben, Macht gegeben, Gottes Kinder zu werden, und ihnen seinen heiligen Geist verheißen. Wer da glaubet und getaufet wird, der wird felig werden. Das verleihe Gott uns allen. HISTO Gemeinde: Amen. [ Abkündigungen] 0720 dru Die Gemeinde fetzt sich. noprile Kanzelfegen, von der Gemeinde mit Amen beantwortet. Gemeinde: Predigtlied, währenddessen Einfammlung des Dankopfers Am Karfreitag: Das Allgemeine Kirchengebet( fürbittengebet) An Bußtagen: Die Litanei( Nr. 138), anschließend Versikel und Kollektengebet: Liturg: Herr, handle nicht mit uns nach unfern Gemeinde: und Dergilt uns nicht nach unserer 2 Sün- den 129 Mif- fe- tat.19 A Liturg betet das Kollektengebet. Gemeinde: A= men. Liturg: Der Herr fegne dich... gebe dir Ffrieden. Gemeinde: A= men. 17 [ Lied der Gemeinde] EINGANG( Ingressus) L: Herr, tue od Bo G: daß mein Mund deinen Eile, Gott, mich L: G: Herr, 3918 Ordnung der Mette( Morgengebet) 10 L: Vorbeter( Lektor, Kantor) G:- Gemeinde L ( 120ds G: mei- ne Lippen auf, Ruhm der- kün- di- ge. zu erret- ten, mir zu hel- fen. Hef- li- gen Gef- ste, Chor( L): Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem G: wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und Don Ewigkeit zu mam E- mig- keit. A- men. Hal- le- lu- ja. Statt des Halleluja in der Fastenzeit prisontams hol.nsducig hompilho das pils PSALMGEBET( Psalmodie) sim din 316nod Pfalmgefang oder Pfalmlied( Nr. 176- 199, 201) oder beides Lob fef dir, Herr, du König der ewi- gen Herr- lich- keit. LESUNG( Lektion) Es können mehrere Lefungen gehalten werden. Zwischen den Lesungen fingt die Gemeinde oder der Chor. Nach der( letzten) Leſung kann das nachstehende Responsorium gesungen 18 en werden. RESPONSORIUM( Antwort)* molje althirchlich ponantys mansborgs de managnijag L: G: L: Wei Wei G: daß daß ich wand■ daß ich wand le in daß Er hal te mein Herz und 2* und G: Wei M 39 ■ fe, mir, Herr, del ſe, mir, Herr, def FOR ich L: Eh- re fef dem Va- ter und dem Soh= ne led in defner Wahrheit. defner Wahr- heft. dei- nen No- men fürch- te_, 08 dem Hei ich mandle in dei= ner Wahr= heit. B se mir, bei dem ef- nen, Herr, nen Weg nen Weg, S gen 800 Dropdaß ich wand- le fn dei 19 dei Gef nen [ te. Weg * Es kann auch), insbesondere an Festtagen und in geprägten Zeiten, das Responsorium Nr. 559 gefungen werden. N ner Wahr= heft. Wo kein Responforium gefungen wird, kann die Lesung mit folgendem 1298 gefungenen oder gesprochenen Versikel abgeschlossen werden: L: Du aber, Herr, erbarme dich un G: RO Gott sei ewiglich Dank. O [ AUSLEGUNG oder VATERLESUNG] *** H* mism HYMNUS Die Gemeinde fingt[ im Wechsel mit dem Chorl ein Morgenlied oder das Lied der Woche oder ein Lied de tempore. codladde 10 LOBGESANG( Canticum) 12 Leitpers( Antiphon) Der Kantor intoniert bis* 92- 20 fer. lod- 18 Der Lobgefang des Zacharias( Das Benedictus) 300 = B Durch die herz= lf- dhe Barm- her= zig- keitun= se= res SAW sim ORDO 2nd Got- tes hat uns be- sucht der Auf- gang aus der Hö- he. God 12 adnejsdoni, ibua munded avdisca mpang ve Chor( 1)[ und Gemeinde( 11)]: 1. 11. I. II. Gelobet fef der Herr, der und hat uns aufgerichtet ein denn er hat besucht und er=| in dem Haufe seines 1 1. wie er vor Zeiten geredet hat I I Gott I[ Horn des 1 durch den Mund ſeiner hefli gen Propheten, H. daß er uns errettete von unsern Feinden* und von der Hand aller, lö fet - Die- nets die uns haffen, unfern Vätern* heiligen Bund II. in Heiligkeit und Gerechtigkeit,* die ihm gefällig ist. 1. und Barmherzigkeit erzeigete und gedächte an seinen II. und an den Eid, den er geschworen hat unferm Vater Abraham: I uns zu geben, 7. Pfalmton 1. daß wir, erlöset aus der Hand unsrer feinde,* Mahd 90 ihm dieneten ohne furcht unser Leben lang II. und Erkenntnis des Heils gebeft feinem Volk* in Vergebung ihrer Sünden 1. durch die herzliche Barmherzigkeit unsere Gottes,* ra- els,* Het- les 1. Und du Kindlein mirft ein Prophet des Höchsten heißen,* fein Volk Da= ofd; du mirst vor dem Herrn hergehen, daß du feinen Weg bereitest 1. Lob und Preis fei Gott dem Vater und dem Sohne* alt und dem Heiligen Geifte, II. wie es war im Anfang, jetzt und immerdar* und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 21 durch welche une beſucht hat der Aufgang aus der Höhe, II. auf daß er erscheine denen, die da sihen in finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Chor und Gemeinde: Durch die herzliche Barmherzigkeit... siehe Seite 20 Il med Statt des Lobgefanges des Zacharias kann auch das Te Deum( Lied 137) gefungen werden. Wo die Verhältniffe es gebieten, kann der Gefang des Canticum ganz unterbleiben. Das Canticum fällt auch fort, wenn statt des Kyrie eleison( S. 22) die Litanei ( Nr. 138) gefungen wird. In diesem Falle folgt auf die Litanei das Vaterunfer( S. 22), das Stille Gebet und das Tagesgebet.( S. 23 ff.) GEBET Kyrie L: Kyrie eleison. G.: Chrifte eleison. Kyrie eleison. Vaterunfer G: Va- ter unser, der du bist im Him- mel. Geheiliget wer= de dein Na- me. Dein Reich kom- me. Dein Wil- le geschehe, wie im Himmel, also auch auf Er- den. Un- fer täglich Brot altkirchlich 300 79 310 3 EUTEL paald dood.1 gib uns heu-te. Und ver- gib uns unsere Schuld, wie wir vergeben un- fern Schul- df- gern. Und füh- re uns nicht in Oncina Versu = chung. Sondern erlöse uns von dem U= bel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in E- wig- heit. A- men. 22 entweder L: L: L: Wechselgebet( Preces) to leuchten Chep L: G: G: Herr Gott Zebaoth, laß leuchten dein Antlih, so ge- ne- fen Mache dich auf, Chrifte, und hilf und erlöse uns um deiner Güte wil Herr, höre mein und laß mein Schreien zu dir kom Lasset uns be aris& manied thoud anu Stilles Gebet* silp Onu DOT molt bind trő- ste uns, mir. uns len. Ge= bet men. ten. B B B 23 oder eines der Wechſelgebete Nr. 560-563 und 565 O HD H baki snis) ni ann Tagesgebet ut Der Vorbeter betet eines der folgenden Tagesgebete oder allgemeinen Gebete oder die Kollekte des vorhergehenden Sonn- oder Festtages. Set Sonntagmorgen Herr Jesu Christe, der du dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen an das Licht gebracht haft: wir [ preisen dich an deinem Tage, Licht vom emigen Lichte, Sonne dieser und der zukünftigen Welt, und] bitten dich, erleuchte unsere Herzen und öffne unsere Lippen/ daß wir dein Wort recht hören und deinen Namen bekennen und preffen. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geffte lebeft und regiereft von Ewigkeit zu Emigkeit. Montagmorgen Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, der du alle Dinge schaffst und vollendest: wir bitten dich heute, da von neuem die Arbeit unseres Berufes beginnt, mache du den Anfang, regiere die Mitte, fegne das Ende/ auf daß unfer Tun Dor Sünde bewahrt, unser Leben geheiligt und unsere Arbeit vollbracht werde nach deinem Wohlgefallen. Durchh Jefum Chriftum, unfern Herrn. * Im Verlauf der Gebetsstille kann in Notzeiten der Kirche oder aus besonderem Anlaß durch den Lektor oder den Kantor oder ein Gemeindeglied ein bestimmtes Anliegen ( etwa mit den Worten:, Wir gedenken auch an...") genannt werden. [ 9]= W Dienstagmorgen Herr, ewiger Gott und Vater, der du uns den Anfang dieses Tages hast schauen laffen: mir bitten dich, sende uns den Heiligen Geift/ auf daß er mit uns sei und in uns wirke und wir erkennen, was dir wohlgefällig ift zu aller Zeit. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. 837 Mittwochmorgen O Herr, allmächtiger Gott, du Geber aller guten und vollkommenen Gaben: wir bitten dich, stehe uns heute bei mit deinem Erbarmen und deiner Liebe/ auf daß wir in keine Sünde fallen und all unfer Denken und Tun nach deinen Geboten richten. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Donnerstagmorgen Herr Gott, lieber Vater im Himmel, der du uns durch deinen Sohn Jefum Chriftum zum emigen Leben berufen haft: mir bitten dich, laß uns in seiner Nachfolge bleiben/ damit wir diesen Tag und alle Tage unserer irdischen Pilgerschaft nach deinem Willen leben und dem ewigen Ziel entgegeneilen. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Freitagmorgen Herr Jefu Chrifte, der du unsere Sünde am Kreuze getragen und uns zu deinem Eigentum erkauft haft: verleihe uns, daß wir durch das Opfer deiner Liebe getröstet und zu einem Leben in deinem Dienste geheiliget werden. Um deines bitteren Leidens und Sterbens willen. Sonnabendmorgen Herr Gott, himmlischer Vater, der du das Licht des Tages geschaffen hast, daß es über die Dunkelheit herrsche: nimm gnädig an unfer Gebet und schenke uns dein Erbarmen/ auf daß wir am heutigen Tage und allezeit im Sinne haben, was dir gefällt, und immerdar in deinem Lichte leben. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Allgemein Herr Gott, lieber Vater, der du uns vom Schlafe aufgeweckt haft, damit wir deine Güte preisen: nimm an das Opfer unserer Anbetung und unsers Dankes und schenke für den heutigen Tag, was uns heilsam ift. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Herr Gott, der du den Tag scheidest von der Nacht: befreie uns von der Herrschaft der finsternis/ auf daß wir alle Zeit bedenken, was heilig ist, und beſtändig in deinem I idhte leben. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn 24 Allmächtiger, gütiger Gott: laß leuchten über uns dein väterliches Angesicht und stärke uns in der Erkenntnis deiner Barmherzigkeit, die du uns in deinem lieben Sohne Jesu Christo bewiesen hast/ damit wir zu deinem Lobe recht entzündet werden und dich in Worten und Werken bekennen und preffen. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. P Ewiger Gott, du wahre Sonne, die niemals untergeht: wir bitten dich, scheine nach deiner Barmherzigkeit in unsere Herzen/ damit die Nacht der Sünde und das Dunkel des Irrtums durch deinen Glanz daraus vertrieben werden und wir zunehmen mögen in allen guten Werken. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. ploong sim ist: 0 A- men. onu andaa man. Hier kann das Morgenlied eintreten, wenn ein solches nicht als Hymnus gefungen ift. oH nam A.llad- p) BESCHLUSS Lobpreis( Benedicamus) L: G: L: G: Der Herr fef mit euch), DMIA24 und mit def= nem Geift. nupmi 1930 hege Laf fet uns be= ne def- en medem Herrn. Gott fefe mig- lich Dank. Weitere Benedicamusweisen siehe die Ordnung des Hauptgottesdienstes Seite 15 biten Segen ( 1643 B idio- vinU L: Es segne und behüte uns( euch) der allmächtige und barmherzige 單 Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Gefft. G: A= men. 25 80 RO Salmroo [ Lied der Gemeinde] EINGANG( Ingreffus) ainsid L: L: Ordnung der Vesper( Abendgebet) L: Vorbeter( Lektor, Kantor) G: Gemeinde Herr, höre meine Stimme, wenn ich G:[ ei mir gnädig Eile, Gott, mich G: Herr, G: Chor( L): Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem G: wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und Don Emigkeit zu Statt des Halleluja in der Fastenzeit: G: ru- fe; und er- hö- re mich. zu er== ret- ten, mir zu hel- fen. Hef- lf- gen Gef- ste, 108 andore und H00 spl PSALMGEBET( Psalmodie) Pfalmgefang oder Pfalmlied( Nr. 176- 199, 201) oder beides lanen E- mig- keit. A- men. Hal- le- lu- ja. 820 HO898 stolsona menu d ME Q10 Lob jei dir, Herr, du König der ewi- gen Herr- lich- keit. Herr, dein Wort ist mei- nes Herr, dein Wort ist mei- nes LESUNG( Lektion) Es können mehrere Lesungen gehalten werden. Zwischen den Lesungen fingt die Gemeinde oder der Chor. Nach der( letten) Leſung kann das nachstehende Refponforium gefungen werden. RESPONSORIUM( Antwort)* 26 diftin G Univ.- Bibl. Giessen les beumo altkirchlich *) Es kann auch, insbesondere an Festtagen und in geprägten Zeiten, das Responforium Nr. 559 gefungen werden. 102 and astoy Fußes Leuch- te. fußes Leuch- te_ L: G: und ein Licht auf mei- nem und ein Licht auf mei- nem Dein Wort ift BE L: Eh- te D und und L: und ein Licht auf mei= nem We- ge. ſef dem Va dem nichts denn G: ein SH R We We 20MMYH M G: Herr, dein Wort ist mei- nes fußes Leuch- te UN 106 Wahr- heit ge. ge. 27 ter und dem Soh- ne Hei- lf- gen Gei[ te Du, aber, Herr, erbarme dich un Licht auf mei- nem We Wo kein Reſponsorium gefungen wird, kann die Lefung mit folgendem gesungenen oder geſprochenen Versikel abgeschlossen werden: a ge. Gott sei ewig- lich Dank. * 099100 th 3* isti) nsphronH sid a [ AUSLEGUNG ober VATERLESUNG] ol du ser. 1-10 1900 19 HYMNUS Die Gemeinde fingt[ im Wechfel mit dem Chor] ein Abendlied oder das Lied der Woche oder ein Lied de tempore.m LOBGESANG( Canticum) Chall Der Lobgefang der María( Das Magnifikat) Leitoers( Antiphon) Der Kantor intoniert bis* G: Chrí- stum un- fern Heiland,* emi- gen Gott, Ma= tí- en Sohn, pref= sen wir in E- wigkeit. Chor( 1)[ und Gemeinde( 1)]: Soest 1532 1. Mei- ne Seele er hebt den II. denn er hat die Niedrigkeit seiner Magòl an= ge- A-- men 9. Pfalmton 28 Her- ren, * [ e- hen;* 1. und mein Geist freuet sich Gottes, mei- Ines Hei- lan- des, 11. sie- he, von nun an werden mich selig preifen alle Kindes- kind, 1. denn er hat große Ding an mir getan, der da mächtig ist und des Na- 1 me heilig ist, * 11. und seine Barmherzigkeit währet immer für und für* bei denen, die ihn fürchten. 1. Er übet Ge- walt mit seinem Arm* und zerstreuet, die hoffärtig sind in ih- res Herzens Sinn. 11. Er stößet die Ge- waltigen vom Thron und erhebet die Niedrigen. plate is 100 ✰ 1. Die Hungrígen füllet er mit Gütern* und läffet die Refchen leer. AV de MUDBURUA 11. Er denket! der Barmherzigkeit od nstideps linds V to ow und hilft seinem Diener Israel auf, bu i mishina and 1. wie er geredet hat unfern Vätern,* majsto- nt.dtlen napnuing dsdsposobT 600 dns Abraham und seinem Sa- men ewiglich. 9890 II. Lob und Preis fei Gott dem Vater und dem Sohne und dem Heflf- gen Geffte, 1. wie es war im Anfang, jetzt und immerdar* und Don Ewigkeit zu Emig- keit. Amen. Chor und Gemeinde: Chriftum unfern Heiland... siehe Seite 28 els siny Falls kein Nachtgebet( Complet) gehalten wird, kann statt des Magnifikat der Lobgefang des Simeon( das Nunc dimittis) gesungen werden: Leitvers( Antiphon) Der Kantor intoniert bis* Böhmische Brüder 1566 G: Nehmt wahr das Licht, das er- leucht' die Hei- den ( Chor( 1)[ und Gemeinde( 11)]: II. und krönt das Gottes- Dolk mit Preis und freu- den. Herr, nun läsfest du deinen Diener in Frieden Denn mei- ne Augen haben deinen Heiland ge* 1. wfe II. welchen du bereitet haft vor 1. ein Licht, zu erleuchten die Heiden,* 1. wie es war im Anfang, jeht und immerdar* und von Ewigkeit zu 6.1| wigkeit. Amen. und zum Preise deines Volkes Ifrael. II. Lob und Preis sei Gott dem Vater und dem Sohne* und dem Hef- ligen Geiſte, 29 Chor und Gemeinde: Nehmt wahr das Licht... fiehe oben 8. Pfalmton fahren,* se hen, ★ Idu ge-[ a- get haft. 1 al= len Völ- kern, M had som H Wo die Verhältnisfe es gebieten, kann der Gefang des Canticum ganz unterbleiben. Das Canticum fällt auch fort, menn statt des Kyrie eleison die Litanei( Nr. 138) gefungen wird. In diesem Falle folgt auf die Litanei das Vaterunfer, das Stille Gebet und das Tagesgebet. op 18033 od 100 1) elss9 ono dell GEBET Kyrie L: G: and Onalish = f= Kyrie eleifon. G: Chrifte eleifon. Kyrie ele fon. Vaterunfero nabs.dria cindap( slom) auagio altkirchlich Va= ter unfer, der du bist im Him mel. Geheiligt wer= de dein Na- me. Dein Reich komme. Dein Wil- le geschehe, - wie im Himmel, also auch auf Er- den. Un- fer täglich Brot gib uns heu- te. Und ver- gib uns unsere Schuld, wie wir Dergeben un- fern Schul- di- gern. Und füh- re uns nicht in Verſu chung. Sondern erlöse uns von dem U- bel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in E- mig- keft. A- men. 30 Wechselgebet( Preces) bis Barbe testeban entweder majplo L: Herr, Gott Zebaoth, trő- ste uns, G: laß leuchten dein Antlih, fo ge- ne- fen wir. Madhe dich auf, Christe, und hilf L: uns G: und erlöse uns um deiner Güte wil- len. L: r Herr, höre meinaalghad dou anlad Ge- bet G: und laß mein Schreien zu dir kom= men. L: oder Stilles Gebet* eines der Wechſelgebete Nr. 0 560,561, nechlignboasun Lasset uns be= ten. Wasb 563-565. Tageogebetid alex 00 Der Vorbeter betet eines der folgenden Tagesgebete oder allgemeinen Gebete oder die Kollekte des vorhergehenden Sonn- oder Festtages. Sonntagabend boltbaute Herr, Dreieiniger Gott, der du uns und deine ganze Christenheit heute durch dein heiliges Wort[ und Sakrament] erquickt haft: mir bitten dich, gib, daß uns die empfangenen Gnadengaben in der neuen Woche trösten und stärken/ damit dein Name unter uns verherrlicht, dein Reich gebaut und dein Wille erfüllt werde. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. mann Montagabend Herr Gott, lieber Vater im Himmel: wir bitten dich, reinige uns von allen Sünden diefes Tages und laß deine Geduld über uns kein Ende haben/ auf daß wir nach des Tages Arbeit Ruhe für den müden Leib und Frieden für unsere Seele finden. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn.ded alal did notlid si cito esplems.caplimbamliz stod Dienstagabend juo sim Bad, ollo anni2 dna Herr Gott, der du im Lichte mohneft und alle finsternis vertreibeft: erleuchte die Dunkelheit, die uns umgibt, durch den hellen Schein deiner Gegenwart und halte gnädig von une fern die Versuchungen und Schrecken der Nacht/ auf daß wir Tag und Nacht in deiner Gnade geborgen find. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. * Im Verlauf der Gebetsstille kann in Notzeiten der Kirche oder aus besonderem Anlaß durch den Lektor oder den Kantor oder ein Gemeindeglied ein bestimmtes Anliegen ( etwa mit den Worten:„ Wir gedenken auch an...") genannt werden. 31 Mittwochabend Roas), lad 201slos w Herr Gott, lieber himmlischer Vater, der du uns diesen Tag gnädig bewahret haft: sich nicht an, was mir gefehlt haben, sondern neige dich zu uns mit deinem Erbarmen/ auf daß wir diese Nacht in deinem Schutze ruhen und dich am neuen Tage von neuem preisen. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. hoodsto oH Donnerstagabend Allmächtiger Gott, der du uns zum Ende dieses Tages gebracht haft: wir bitten dich, bleibe bei uns und beschirme uns in den schweigenden Stunden der Nacht/ damit mir, die wir müde sind von der Unruhe dieser vergänglichen Welt, ruhen mögen in deinem unvergänglichen Frieden. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Freitagabend O Herr Jesu Christe, du heiliges Gotteslamm: wir bitten dich in dieſer Abendstunde um deinen Frieden für uns und für die ganze Welt/ damit wir, por aller Anfechtung bewahrt, in deiner Nachfolge leben und dereinst Anteil haben an dem Tage deines Reiches, der ohne Abend ist. Um deines bitteren Leidens und Sterbens willen. Konspinist noVespilleda nise chaud Sonnabendabend Herr unser Gott, der du uns in dieser Woche gnädig beschirmt und in Gutem und Schmerem deine erbarmende Liebe erwiesen haft: wir bitten dich, vergib uns alle Schuld der vergangenen Woche um Chrifti millen und schenke uns deinen Geist/ auf daß wir deine Wege recht erkennen und am Ende unserer Tage den Vollendeten zugerechnet werden. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. ad al ons esp jald maande maillo Allgemein mist b Allmächtiger, ewiger Gott: mir bitten dich, leite, heilige und regiere unfere Herzen und Sinne also, daß wir auf den Wegen deiner Gebote wandeln und durch deinen mächtigen Schuh an Leib und Seele allezeit bewahret bleiben. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn.casimbunt onu mag Allmächtiger, emiger Gott, der du allein bist unsere Macht und unfer Ziel: schaue gnädig hernieder auf deine Kirche und halte uns mit deiner rechten Hand/ auf daß wir nicht straucheln und fallen, sondern in deiner Kraft den Sieg behalten. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. su mad 32 Herr Gott, wir bitten dich: zerreiße die Bande der Sünde, die uns gefangen halten auf daß wir freien Herzens deinen Namen bekennen und preffen. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Bjolm Herr Gott, der du uns an diesem Tage gnädig beschüht und unfer Werk gefördert haft: wir bitten dich, vergib, was wir gefehlt haben, und schenke uns und allen, die zu dir flehen, den Trost deiner Nähe und den frieden deiner Vergebung. Durchh Jefum Chriftum, unfern Herrn. G: A== men Hier kann das Abendlied eintreten, wenn ein solches nicht als Hymnus gefungen ist. BESCHLUSS Lobprefs( Benedicamus) L: G: L: G: Der Herr sef mit euch, und mit dei- nem Geift. 1930 Laf fet uns be- ne def- en dem Herrn. Gott fef e= wig- lich Dank. Weitere Benedicamusmeisen siehe die Ordnung des Hauptgottesdienstes Seite 15 Segen L: Es segne und behüte uns( euch) der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Hef- li- ge Geist. G: A- men. 33 mesti mad aldaattidolor sjod beds 5283 ropbeste om- ofis sp- 11-19 0 orando sad stoV sed 300 Machet achet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, daß der König der Ehren einziehe! Psalm 24,7 DAS KIRCHENJAHR 300-50 nm- 10 l nad- 19 altkirchlich/ Martin Luther 1524 Advent 30-02 der Jungfrau- en Kind er- kannt, 1. Nun komm, der Hef den Hef- land, l neo UE( 19 2. Er ging aus der Kammer sein, dem königlichen Saal so rein, GottoonArt und Mensch, ein Held, fein' Weg er zu laufen eilt. OTE 3. Sein Lauf kam vom Vater her und kehrt wieder zum Vater, fuhr hinunter zu der Höll und wieder zu Gottes Stuhl. 1 stus sio taisi on al= le Welt, Gott folch Ge- burt ihm be- stellt. daß sich wun- der16 suosiy masnog tim 4., Dein Krippenglänzt hell und klar, die Nacht gibt ein neu Licht dar. Dunkel muß nicht kommen drein, der Glaubbleibt immer im Schein*.* " Light 35 5. Lob fei Gott dem Vater gtan, Lob sei Gott[ eim eingen Sohn, Lob ſef Gott dem Heilgen Geiſt immer und in Ewigkeit. Der lat. Hymnus Veni redemptor gentium des Bischofs Ambrofius( um 340-397) verdeutscht von Martin Luther 1524 Das Kirchenjahr noftf 1. Got- tes Sohn ist kom- men uns al- len zu from- men hie auf die- se Er- den in ar- men Ge= bär F daß er uns von Sün- de 2. Er kommt auch noch heute und lehret die Leute, wie sie sich von Sünden zur Buß follen menden, von Irrtum und Torheit treten zu der Wahrheit. 3. Die fich fein nicht schämen und fein' Dienft annehmen durch ein' rechten Glauben mon mit ganzem Vertrauen, denen wird er eben ihre Sünd vergeben. ble 15. Jahrh./Böhmische Brüder 1531 4. Denn er tut ihn' schenken in den Sakramenten sich selber zur Speisen, ni.. fein Lieb zu beweisen, boksid daß fie fein genießen um land in ihrem Gewissen. disidduniasd 5. Die also feft gläuben und beständig bleiben, da dem Herren in allem osda trachten zu gefallen, dod # 1] die werden mit Freuden auch von hinnen scheiden. 6. Denn bald und behende kommt ihr lettes Ende, da wird er oom Böſen ihre Seel erlöfen und sie mit sich führen zu der Engel Chören. 36 den, frei- e und ent- bín-== de. = 7. Wird von dannen kommen, wie dann wird vernommen, wenn die Toten werden ed erstehn von der Erden und zu ſeinen Füßen sich darstellen müssen. 8. Da wird er sie scheiden: feines Reiches Freuden erben dann die frommen, doch die Bösen kommen no mad dahin, wo sie müssen Anbotto ihr Untugend büßen. poW' nis 9. Ei nun, Herre Jeſu, richt unsre Herzen zu, nisa.s daß wir, alle Stunden todisd du recht gläubig erfunden, und auf darinnen verscheiden zur emigen freuden. Hold ( 511) Böhmische Brüder 1544 13 Melodie: Steht auf, ihr lieben Kinderlein 15. Jahrh./ Nikolaus Herman 1560 Biplobs 1. Ihr lie- ben ift, dolnb Advent Chri- sten, freut euchh nun, p wird er- schei- nen Gottes Sohn, der un- fer Bruder worden bald er 5. Ach lieber Herr, eil zum Gericht. der the Laß sehn dein herrlich Angesicht, das Wesen der Dreifaltigkeit. Das helf uns Gott in Ewigkeit. au ma donge ( 504) Erasmus Alber 1546 nadastl( bue mili tim dunad& das ift der lieb Herry Je[ us Christ. 2. Der Jüngſte Tag fft nun nicht fern. Komm, Jefu Chrifte, lieber Herr. Kein Tag vergeht, wir warten dein und wollten gern bald bei dir sein. 3. Du treuer Heiland Jefu Chrift, dieweil die Zeit erfüllet ist, die uns verkündet Daniel, fo komm, lieber Immanuel. 4. Der Teufel brächt uns gern zu fall und wollt uns gern verschlingen all, er tracht' nach Leib, Seel, Gut und Ehr.tobar ons Herr Chrift, dem alten Drachen wehr. 10 gad and qiling od 190.8 miche and il so tot boW 600 1)) m2 150 ie Nacht ist vorgerückt, der Tag nahe herbeikommen. So Verte Waffen des Lichtes. Aus der Epistel des 1. Advents. Römer 13 37 Das Kirchenjahr ns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter, und er heißt: Wunder- Rat, Gott- Held, Ewig- Vater, Friede- Fürst. Jesaja 9,5 € 63 1. Es kommt ein Schiff, ge an sein' höch- ften arlo? esto nad Bord, ( 508) 3. Der Anker haft' auf Erden, da ist das Schiff am Land.ich Das Wort tut Fleisch uns werden, der Sohn ist uns gefandt. des oma Va ters Gna-- den, e= wigs Wort. 2. Das Schiff geht still im Triebe, 4. Zu Bethlehem geboren es trägt ein teure Laft, das Segel ist die Liebe, and stl der Heilig Geist der Mast. de im Stall ein Kindelein, gibt sich für uns verloren; gelobet muß es fein. la den bis YO DRICK trägt Gottes Sohn voll Köln 1608 a 38 5. Und wer dies Kind mit Freuden umfangen, küffen will, muß oorher mit ihm leiden groß Pein und Marter viel, 6. danach mit ihm auch sterben und geistlich auferstehn, ewige Leben zu erben, wie an ihm ist geschehn. Nach Johannes Tauler( um 1300-1361) von Daniel Sudermann 1626 Subeller f 13 Augsburg 1666 1. O Heiland, reiß die Him- mel auf, her- ab, herab vom Him- mel lauf; reiß ab vom Him- mel Tor und = Artalmach Advent Adain Tür, 2. O Gott, ein' Tau vom Himmel gieß,/ im Tau herab, o Heiland, fließ. Ihr Wolken, brecht und regnet aus den König über Jakobs Haus. reiß ab, mo Schloß und Rie- gel für. 5. O klare Sonn, du schöner Stern,/ dich wollten wir anschauen gern,/ o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein/ in finsternis wir alle sein. 3. O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd,/ daß Berg und Tal grün alles werd./O Erd, herfür dies Blümlein bring,/ o Heiland, aus der Erden spring.0 nisigtssid 4. Wo bleibst du, Troft der ganzen Welt, darauf fie all ihr Hoffnung stellt?/ O komm, ach komm vom höchsten Saal, komm, tröst uns hier im Jammertal. donsin 39 6. Hier leiden wir die größte Not,/ vor Augen steht der ewig Tod./ Ach komm, führ uns mit starker Hand/ oom Elend* zu dem Vaterland. * aus der fremde 7. Da wollen wir all danken dit,/ unferm Erlöser, für und für;/ da wollen wir all loben dich/ zu aller Zeit und ewiglich. ( 504) Köln 1623 Damgo tion d Tauet, ihr Himmel, von oben, und die Wolken regnen Ges rechtigkeit. Die Erde tue sich auf und bringe Heil. Jesaja 45,8 191 Das Kirchenjahr 6 1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es Lamecnie kommt der Herr der Heil und Le= ben jauchzt, mit 2009 Herr- lich- keit, ein Kö- nig al ler König- reich, ein Hei- land al= ler Welt zu- gleich, der Freuden singt: mit fich bringt, der- hal- ben Halle 1704 4661 piedspmA Gott, 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, ſein Königskron ift Heiligkeit, fein Zepter ift Barmherzigkeit, all unfre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit freuden Gelobet fef mein Gott,[ fingt: mein Heiland groß von Tat. 3. Owohl dem Land, o wohl der fo diesen König beifich hat.[ Stadt, Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudenſonn, bringt mit sich lauter freud und Gelobet fei mein Gott,[ Wonn. mein Tröster früh und spat. Ge lo - mein Schöp- fer reich von - 40 bet jei mein reich von Rat. 4. Macht hoch die Tür, die Tor macht eur Herz zum Tempel zubereft'.[ weit, Die Zweiglein der Gottfeligkeit stecktaufmit Andacht, Luft und Freud, so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet fei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad. möri 5. Komm, o mein Heiland, JefuChrift, meine Herzene Tür dir offen ist. Ach zeuch mit deiner Gnaden ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur emgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, fei ewig Preis und Ehr. Georg Weißel 1642 13 alpine Advent 7 Melodie: Aus meines Herzens Grunde 16. Jahrh./geiftlich Eisleben 1598 1. { Nun jauch- zet, all. weil unser Heil dieser Gnaden Herr der Herr- lich Pracht, W . zeit, keit doch mächtig, zu ver- hee gänz- lich zu zer-- stö 2. Er kommt zu uns geritten auf einem Efelein und stellt sich in die Mitten für uns zum Opfer ein. Er bringt kein zeitlich Gut, er will allein erwerben durch seinen Tod und Sterben, was ewig währen tut. ihr from- men, zu ift kom men, der 3. Kein Zepter, keine Krone ſucht er auf dieser Welt, im hohen Himmelsthrone Di ist ihm fein Reich bestellt. Er will hier seine Macht gmba und Majestät verhüllen, dh bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. 4. Ihr Mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden di si und gehn die rechte Bahn, pol dok sd sun nads.l zwar oh ne stol- ze e -ren des Teu- fels Reich und Macht. die zu dem Himmel führt, fonft, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 5. Ihr Armen und Elenden zu dieser böfen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid: feid dennoch mohlgemut, 19laßt eure Lieder klingen, tim dem König Lob zu fingen, 19der ist eur höchstes Gut.a pamatd 6. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit und all eur Klag und Weinen verwandeln ganz in freud. Er ifte, der helfen kann, halt' eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig,** d er ist schon auf der Bahn.don disa ( 529) Michael Schirmer 1640 41 . ren und JUA 2 30 Das Kirchenjahr 8 P 1. Auf, auf, ihr Reichs- ge nof- fen, eur Eigene Melodie/ Thomas Selle 1651 oder: Aus meines Herzens Grunde( Nr. 7) Kö- nig kommt her an! Emp- fa- het un- ver- drof- fen den großen Wun- der B mann. Ihr Christen, geht her( 30 ETS THA für, laßt uns vor allen Din- gen ihm Ho- fi- an= na fin= gen mit hei li- ger Be- gier. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, Der Herr will in der Not der König ist gar nah; p Ymmit reichem Troft euch speisen, n hinweg all Angst und Schmerzen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 19 s der Helfer ist schon da. Seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können im Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern. Seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenſtern. 4. Und wenn gleich Krieg und uns alles rauben hin,[ flammen Geduld!- weil ihm zusammen gehört doch der Gewinn. Wenn gleich ein früher Tod die Kinder uns genommen, lowo mohlan, so sind sie kommendnu ins Leben aus der Not. 42 5. frischauf in Gott, ihr Armen, der König sorgt für euch, er will durch sein Erbarmen euch machen groß und reich. Der an das Tier gedacht, denie der wird auch euch ernähren, was Menschen nur begehren, das steht in seiner Macht. 6. Frischauf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht, an uns, fein' Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst noch Pein noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt feine Kinder sein. mipinas Advent 7. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu befehn, dieweil er kommt geritten ftark, herrlich, fanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz verfüßen und uns erlösen kann. 8. Der König will bedenken die, welch er herzlich liebt, mit köftlichen Geschenken, als der sich selbst uns gibt durch seine Gnad und Wort. Ja, König hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort 9.Nun, Herr, du gibft uns reichlich, meine wirst ſelbst doch arm und schwach, du liebeft unvergleichlich, du jagst den Sündern nach. Drum molln wir all in ein In quis on die Stimmen hoch erschwingen, * Haasms dimdir Hofianna fingen und ewig dankbar ſein. ( 529) BUO Johann Rift 1651 18.2 1/000 Creuet euch in dem Herrn allewege! Und abermal sage ich: Freuet euch! Eure Lindigkeit laffet kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist denn alle Vers nunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. Die Epistel des 4. Advents. Philipper 4 43 Das Kirchenjahr pitisha nallend tim tuol o2.r ndajad us pinX and 1. { Mit Ernst, o Menschen- hin- der, das Herz in euch bebald wird das Heil der Sün- der, der wun- der- star- ke ₹ stellt, Held, den Gott aus Gnad al- lein Welt zum Licht und Le- ben al Melodie: Von Gott will ich nicht laffen 16. Jahrh./ geistlich Erfurt 1563 ge ben, bef 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, is nie laßt alles, was er haßt, amb macht alle Bahnen recht, die Tal laßt sein erhöhet, macht niedrig, was hoch stehet, mas krumm ist, gleich und schlicht. 3. Ein Herz, das Demut liebet, bei Gott am höchsten steht, ein Herz, das Hochmut übet, mit Angſt zugrunde geht, In der ver- sprochen hat zu len keh- ren ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 4. Ach mache du mich Armen zu dieser heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jefu, selbst bereit. Zeuch in mein Herz hinein Dom Stall und von der Krippen, so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar ſein. 44 ein. ( 529) Valentin Thilo 1642, Str. 4: Hannoversches Gefangbuch 1657 10aal mont moltn ni madol geidin leg Johann Crüger 1653 Lokan { Wie soll ich dich emp- fan- gen und wie be- gegn ich 000 al- ler Welt Ver- lan- gen, o mei- ner See- len 13 sponad Advent nnis immod 3mmon 19 s/ bys thin bo buk dir, Zier! O felbst die fak- kel bei, göt diuri omst Jesu, Je- fu, fet- ze immit a ze, mir BOM 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Pfalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze ſoll dir grünen in ftetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlaffen zu meinem Trost und Freud, als Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid! Als mir das Reich genommen, da fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los, ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, on wie irdisch Reichtum tut. da mít, was dich erkund und wif- send 45 B fef. 5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlaft, die kein Mund kann aussagen, fo feft umfangen haft. 6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr, seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen noch forgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ift Doller Lieb und Luft, adi all Angst und Not zu ſtillen, d die ihm an euch bewußt. Das Kirchenjahr 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld, nein, Jefus will sie decken mit seiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Troft und wahren Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück! Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. 11 C Er kommt, er kommt, ein König, dem wahrlich alle feind auf Erden viel zu wenig zum Widerstande seind. Troft und Rat 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war und was sie geprophezeit, si ist erfüllt in Herrlichkeit. 3d 3. Zione Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingestellt. 10. Er kommt zum Weltgerichte: zum fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und füßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns all zumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen Freudensaal. 1. Gott Jei Dank durch der sein Wort be- stän- dig hält 4. Sei willkommen, o mein Heil! Dir Hofianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. Melodie: Nun komm, der Heiden Helland altkirchlich/ Martin Luther 1524 al zu uns her ge M 46 ( 530) Paul Gerhardt 1653 - le Welt, fen- det hat. Logu dis 3 slo 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein, mach es, wie du gerne tuft, d rein von allem Sündenmuft. ad 6.Tritt der Schlange Kopfentzwei, daß ich, aller Angste frei, dir im Glauben um und an felig bleibe zugetan, aldabl 7. daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wiederkommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. ( 523) Heinrich Held 1658 und der Sün- der Johannes Zahn 1852 4500 anall. 1. Dein König kommt in nie- dern Hül- len, trägt der laft- barn Ef- lin pal- men, be - fang ihn froh, Je- ru- fa lem! Trag ihm entgegen Friedens. Hal- men, fo ifts dem Her 2. O mächtger Herrscher ohne Heere, gewaltger Kämpfer ohne Speere, o friedensfürst von groBer Macht! Es wollen dir der Erde Herren/ den Weg zu deinem Throneſperren,/ doch du gewinnft ihn ohne Schlacht. pinay Adpent 12 3. Dein Reich ist nicht von dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden/ dem, das du gründest, untertan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten zieht deine Schar nach den vier Orten* der Welt hinaus und macht dir Bahn. * Himmelsrichtungen 4. Und wo du kommest hergezo gen,/ da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht./ Du kommst, auf fül- len, streu den Pfad mit grü- nen 3 - ren an 47 ihn emp= == ge= nehm. den empörten Triften/ des Lebens neuen Bund zu stiften,/ und schlägst in feffel Sünd und Tod. 5. O Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir sind [ chwer verstört. Not ift es, daß du selbst hienieden/ kommſt, zu erneuen deinen frieden,/ dagegen sich die Welt empört. 6. O laß dein Licht auf Erden siegen, die Macht der finsternis erliegen und lösch der Zwietracht Glimmen aus,/ daß wir, die Völ= ker und die Thronen,/ vereint als Brüder wieder wohnen/ in deines großen Vaters Haus. Friedrich Rückert 1834 Das Kirchenjahr 13 nicht za ge mehr." Der Sün= de echen- Er hummit, es hom 1., Trö ftet, trö- ftet", spricht der Herr,, mein Volk, daß es fron nimmt von euch P070 1m 0014 A30 2. freundlich, freundlich rede du und sprich dem müden Volke zu:/ Die Qual ist um, der Knecht ist frei, all Misfetat vergeben ſei." 3. Ebnet, ebnet Gott die Bahn,/ bei Tal und Hügel fanget an./ Die Stimme ruft: Tut Buße gleich, denn nah ist euch das Himmelreich." nammodo 90 Bad d DM Chri Hans Friedrich Micheellen 1938 Laft, des To- des == stus, Got tes Sohn. B smm 100 4. Sehet, fehet, alle Welt/ die Herrlichkeit des Herrn erhellt. Die Zeit ist hier, es schlägt die Stund,/ geredet hat es Gottes Mund. 48 5. Alles, alles Fleisch ist Gras,/ die Blüte Jein wird bleich und blaß. Das Gras perdorrt, das Fleisch verblich,/ doch Gottes Wort bleibt emiglich. 6. Hebe deine Stimme, sprich/ mit M Macht, daß niemand fürchte sich./bisnist Es kommt der Herr, eur Gott ist da/ und herrscht gewaltig fern dis und nah. todsdie Waldemar Rode 1937 Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott, mod Jeſaja 40,1 toler 15 Johannes Pehold 1939 Die Nacht ift Dor- ge 1. { So Jei nun Lob ge 3 Tag ift nicht mehr fern. hel- len Mor gen= stern! B B B 49 slojnar Advent 14 drun- gen, [ un= gen wei= net, der stim- me froh mit___ der dem Auch wer zur Nacht ge= Mor- gen- stern be-[ chei= net auch dei- ne Angst und Pein. 4. Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und-schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern der Gotteshuld. Beglänzt von seinem Lichte, hält euch kein Dunkel mehr, UX von Gottes Angesichte kam euch die Rettung her. 33 2. Dem alle Engel dienen, wird nun ein Kind und Knecht. Gott felber ift erschienen zur Sühne für sein Recht. Wer schuldig ist auf Erden, Derhüll nicht mehr sein Haupt. Er soll errettet werden, wenn er dem Kínde glaubt. 3.Die Nacht ist ſchon im Schwinden, macht euch zum Stalle auf! Ihr sollt das Heil dort finden, das aller Zeiten Lauf Don Anfang an verkündet, feit eure Schuld geschah. Nun hat sich euch verbündet, den Gott felbft auserfah. ein. Der 5. Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt. Als wollte er belohnen, isy so richtet er die Welt.gis sod Der sich den Erdkreis baute, idio der läßt den Sünder nicht. Wer hier dem Sohn vertraute, kommt dort aus dem Gericht. ( 530) Jochen Klepper 1938 Das Kirchenjahr 15 Weihnachten 500- 4200200 1. Ge= esanadel - lo- bet feift du, Jesu Christ, daß du - 30M nal- lari 15. Jahrh./ Wittenberg 1524 Mensch geboren bift von einer Jung- frau, das ist 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt, in unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewig Gut. Kyrieleis. Jau nian dua 3.Den allerWelt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß, er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Kyrieleis. ndolad 13 stliaca si 4. Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein' neuen Schein, es leucht' wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis. * 9* 2000/ X 4 600 107 wahr, des freu- et sich der En- gel Schar. Ky= rí= e= leis. 5. Der Sohn des Vaters, Gott von ein Gast in der Welt hie ward[ Art, und führt uns aus dem Jammertal, er macht uns Erben in seim Saal. Kyrieleis. hi anam 50 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm is und in dem Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Kyrieleis. 1700 is end illo] xil 7. Das hat er alles uns getan, fein groß Lieb zu zeigen an. no Des freu sich alle Chriſtenheit und dank ihm des in Ewigkeit. Kyrieleis.domen dis how mad ( Str. 1: 14. Jahrh., Str. 2-7: Martin Luther 1524 15 isl rhildözt lexilo thì nooor Martin Luther 1539 palloniq) 93 stich 1. 3* an Weihnachten and reliatso ollo and 16 tod aim aspisxuxan iladado Vom Him- mel hoch da komm ich her, ich bring euch gu- te neu= e Mär, der guten Mär bring ich so Diel, da= von ich fingn und ſa = and sighl- 09.0be 10-3 150 mod, lam- miH moVr 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein. 3.Es ist der Herr Chrift, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit', daß ihr mit uns im Himmelreich follt leben nun und ewiglich. 5.Somerket nun das Zeichen recht: die Krippe, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt." 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu fehn, was Gott uns hatbeschert, 8. Sei mir willkommen, edler Gaft! Den Sünder nicht verschmähet haft und kommst ins Elend her zu mir: wie soll ich immer danken dir! 9. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so gering, si daß du da liegst auf dürrem Gras, davon ein Rind und Esel aß! 10.Und wär die Welt vielmalso weit, von Edelstein und Gold bereit', so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 1 dnu 11. Der Sammet und die Seiden dein, das ist grob Heu und Windelein, darauf du König groß und reich mit seinem lieben Sohn verehrt. herprangst, als wäre dein Himmel[ reich. 51 gen will. 7.Merk auf, mein Herz, und sieh dortmasliegt dochin dem Krippelein?[ hin, Wes ist das schöne Kindelein? Es ist das liebe Jefulein. Das Kirchenjahr 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mír, wie aller Welt Macht, Ehr und Gut Dor dir nichts gilt, nichts hilft noch [ tut. 13. Ach mein herzliebes Jefulein, mach dir ein rein fanft Bettelein, zu ruhen in meine Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. of the pris 17 Hír- ten of- fen= bar; Melodie: Vom Himmel hoch da komm ich her Martin Luther 1539 #E 1. Vom Him- mel kam der En- gel Schar, er- schien den zart das liegt dort 2. zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha das verkündet hat,/ es ist der Herre Jefus Chrift, der euer aller Heiland ist." 14. Davon ich allzeit fröhlich sei, zu springen, fingen immer frei das rechte Susaninne* schön, mit Herzensluft den füßen Ton. * Wiegenlied 15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten [ Thron, der uns schenkt seineneingenSohn. Des freuen sich der Engel Schar' und singen uns folch neues Jahr. 120 M Martin Luther 1535 3. Des follt ihr billig fröhlich fein, daß Gott mit euch ist morden ein;/ er ist geborn eur Fleisch und Blut,/ eur Bruder ist das ewig Gut. 4. Was kann euch tun die Sünd und Tod?/ Ihr habt mit euch den wahren Gott;/ laßt zürnen Teufel ( Diss] fie fag- ten ihn':, Ein Kindleín in der Krip== pen hart und die Höll,/ Gotts Sohn ist worden eur Gefell. 102 5. Er will und kann euch lassen nicht, seht ihr auf ihn eur Zuversicht, es mögen euch viel fechten an: dem sei Trot, ders nicht lassen kann. 05 6. Zuleht müßt ihr doch haben recht,/ ihr seid nun worden Gotte Geschlecht. Des danket Gott in Emigkeit, geduldig, fröhlich allezeit.( 504) Martin Luther 1543 52 15. Jahth./ Wittenberg 1533 90nd 1. n Der Tag der ist so denn Gottes Sohn vom al= ler Kre= a- tu- ü- ber die Na= tu daß du Mut- ter mä mun-- der= gleich! Himmel- reidh, 7 = re; = re ift ge- born. Ma ri= a, du biſt E 2. Ein Kindelein so löbelich ist uns geboren heute von einer Jungfrau fäuberlich, zu Troft uns armen Leuten. Wär uns daskindleinnicht geborn, nadiam tui florb2 sto 53 ne freu-- den- reich 7230 Him= mel= reich 7.90 Weihnachten Don ei= ner Jungfrau reft. 7 18 7 Got aus= er= korn, 7 B Was ge- schah so der ist Mensch ge= bo== ren. tes Sohn vom lo warn wir all zumal verlorn, drilhass das Heil ist unfer aller. God 7 El du süßer Jesu Christ, nis 7 daß du Menfch geboren bift! Behüt uns vor der Hölle. Das Kirchenjahr 3.GroßWunderding sich bald begab, wie uns die Schrift tut melden: ein Engel kam vom Himmel herab zu'n Hirten auf das Felde.. Ein großes Licht sie da umfing, der Engel Gottes zu ihn' ging, verkündt ihn' neue Märe, daß zu Bethlehem in der Stadt ein Jungfrau den geboren hat, der aller Heiland wäre. 30/ 4. Die Hirten wurden freudenvoll, da sie den Trost empfingen. Ein jeder das Kind sehen wollt, gen Bethlehem fie gingen. In einer Kripp, gewickelt ein, da fanden sie das Kindelein, wie ihn' der Engel faget. Sie fielen nieder all zugleich und lobten Gott vom Himmelreich, der sie so hätt begnadet. 5. Dem follen wir auch danken schon 191 um seine großen Gaben, die wir sein' allerliebsten Sohn von ihm empfangen haben. in eines kleinen Kinds Geſtalt, der doch regiert mit aller Gwalt im Himmel und auf Erden. Dem sei Lob, Ehr und Preis bereit' famt Heilgem Geist in Ewigkeit Don allen Kreaturen. Das lat. Lied Dies est laetitiae( 14. Jahrh.) verdeutscht Str. 1 und 2: 15. Jahrh., Str. 3-5: Leipzig 1525 Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und nimmt uns in Zucht, daß wir sollen verleugnen das un göttliche Wesen und die weltlichen Lüfte und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. Die Weihnachtsepistel. Titus 2 54 15. Jahrh./ Böhmische Brüder 1544 1. Da Chri- ftus dologe Bofreu= e et sich der En= gel Schar Got- tes Sohn ist Mensch ge- born, Va- tere Zorn, 2. Die Hirten erschraken ganz von des Engels hellem Glanz, hörten fröhlich neue Mär, daß Christus geboren wär. Gottes Sohn ist Menfch geborn, hat perföhnt des Vaters Zorn; freu fich, dem sein Sünd ist leid. 3. Sie suchten das Kindelein, eingehüllt in Windelein, wie der Engel hatt vermeldt, welches trägt die ganze Welt. Gottes Sohn ist Menfch geborn, hat verföhnt des Vaters Zorn; freu fich, dem sein Sünd ift leid. in Weihnachten 19 Hau- fen schön: Ehr sef Gott im höchsten Thron!" 2013 bo- ren war, 55 und san- gen mit hat ver- föhnt des freut ſich, dem ſein Sünd iſt leid. 4. Sie fanden das Kindlein zart liegen in der Krippen hart bei dem Vieh im finstern Stall, welche die Stern erschaffet all. Gottes Sohn ist Mensch geborn, hat verföhnt des Vaters Zorn; freu fich, dem sein Sünd ist leid. 5. Solche groß Barmherzigkeit laßt una preisn in Ewigkeit, in Gottsfurcht und Glauben fein mit Geduld gehorsam sein. Gottes Sohn ift Menfch geborn, hat verföhnt des Vaters Zorn; freu sich, dem sein Sünd ist leid. ( 523) Nach dem lat. In natali Domini( 15. Jahrh.) Wittenberg 1560 Das Kirchenjahr 20 II: H Kinder( 1): 1. Den die Hir- ten lo- be- ten seh- re |||: und die En= gel noch viel meh- re, fürcht' euch für- baß IV: nim- mermehre, euch ift ge- born ein Kö- nig der Ehrn. Chor( I- IV): Heut sein die lie=- ben den Hir- ten, die_ ihr' hel 14. Jahrh./ Breslau 1555 = En Schä lem Schein erschienen bei der Mondenschein im mei== ten feld be B = == 56 in ge= lein fe= lein bei B Nachy- te 1 mach- ten: J Große Freud und gu== te Már molln wir euch of== fen= ba= ren, die euch und al= ler Welt foll mi= der= Alle: fah== ren." Gottes Sohn ist Mensch geborn, ist Mensch geborn, hat der=[ öhnt des Va- ters Zorn, des Va- ters Zorn. 13 2. 1: Zu dem die Könige kamen geritten, 11: Gold, Weihrauch, Myrrhen brachtn sie mitte. III: Sie fieln nieder auf ihr Kniee: IV: Gelobet[ eift du, Herr, allhie.thansdolcel Chor: Sein' Sohn die göttlich Majestät/ euch geben hat,/ eín' Menschen laffen werden./Ein Jungfrau ihn geboren hat/ in Davide Stadt,/ da ihrihn finden werdet/ liegend in eim Krippelein/ nackend, bloß und elende,/ daß er all euer Elend von euch wende." Alle: Gottes Sohn ist Mensch geborn... 3. 1: freut euch heute mit Maria II: in der himmlischen Hierarchia, III: da die Engel fingen alle IV: in dem Himmel hoch mit Schall. arte Weihnachten Chor: Darnadh fangen die Engelein:/, Gebt Gott allein/ im Himmel Preis und Ehre. Groß Friede wird auf Erden sein, des folln fich freun/ die Menschen alle sehre/ und ein Wohlgefallen han:/ der Heiland ist gekommen, hat euch zugut das Fleisch an sich genommen." Alle: Gottes Sohn ist Mensch geborn... 4. 1: Lobt, ihr Menschen alle gleiche, 11: Gottes Sohn vom Himmelreiche, III: dem gebt jetzt und immer mehre IV: Lob und Preis und Dank und Ehr. Chor: Die Hirten sprachen:, Nun wohlan,/ so laßt uns gahn/ und dieſe Gan Ding erfahren, die uns der Herr hat kundgetan,/ das Vieh laßt stahn, er wirds indes bewahren." Da fandn sie das Kindelein/ in Tüchelein gehüllet,/ das alle Welt mit feiner Gnad erfüllet. Alle: Gottes Sohn ist Menſch geborn... Nach dem lat. Quem pastores( 14. Jahrh.) und Nunc angelorum gloria( 14. Jahrh.) bef Matthäus Lubecus( 1589) und Don Nikolaus Herman( 1560) 57 Das Kirchenjahr 21 fhel stilasp nismind Thron, 1. Lobt Gott, ihr Christen al- le- gleich, in seinem höchsten stá map altkirchlich/ Nikolaus Herman 1554 dio der heut schleußt auf fein Him- mel- reich und 9000( Dus 100 una lis Zoovesonals onu schenkt uns 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein, er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein. 3. Er äußert sich all ſeiner Gmalt,/ wird niedrig und gering/ und nimmt an sich eins Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding. sei- nen Sohn, und schenkt uns sei- nen Sohn. 4. Er wechselt mit uns wunderlich:/ Fleisch und Blut nimmt er an/ und gibt uns in seins Vaters Reich/ die klare Gottheit dran. 5. Er wird ein Knecht und ich ein Herr,/ das mag ein Wechsel sein!/ Wie könnt es doch sein freundlicher, das herze Jefulein! 6. Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis;/ der Cherub steht nicht mehr dafür./ Gott ſei Lob, Ehr und Preis! M ( 533) Nikolaus Herman 1560 M Im paginstall sid sod m Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hats nicht begriffen. onu od om 58 Onu 15 Genf 1562 Johann Crüger 1653 350-16, 1. Wir Chri- sten- leut habn uns zu Troft Chri- ftus ift Mensch ge ung er- 3. Die Sünd macht Leid;/ Chriftus bringt freud,/ weil er zu uns in diefe Welt ist kommen. Mit uns ist Gott/ in dieser Not:/ Wer ist, der jetzt uns Christen kann verdammen! . feft, foll nicht werden ver- 2. Ein Wunderfreud:/ Gott felbft wird heut/ ein wahrer Mensch von María geboren. Ein Jungfrau zart/ fein Mutter ward,/ von Gott dem Herren selbst dazu erkoren. Weihnachten jeh- und Freud, weil 22 löft. Wer sich des tröst' und glau bet = 59 bo- ren, hat lo- ren. 4. Drum fag ich Dank/ mit meim Gefang/ Chrifto dem Herrn, der uns zugut Mensch worden,/ daß wir durch ihn/ nun all los sind/ Don Sündenlaft und unträglichen Bürden. 5. Halleluja, gelobt ſei Gott!/ fingen wir all aus unsers Herzens Grunde. Denn Gott hat heut/ gemacht solch freud, der wir vergeffen solln zu keiner Stunde. Kaſpar Füger 1592 Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen Jeine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, als des eingebornen Sohns vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Aus dem zweiten Weihnachtsevangelium. Johannes 1. Das Kirchenjahr 23 1. Eo wie ift ein Ros ent- sprun-gen aus uns die Al= ten fun- gen, von Wur- zel zart, kam die Art ~ 15. Jahrh./ Köln 1599 ei- ner Jef- se = und hat ein Blümlein bracht mit= ten im kal- ten Win- ter wohl zu der hal- ben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, davon Jesaja sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd; aus Gottes emgem Rat hat sie ein Kind geboren wohl zu der halben Nacht. 60 bum on02 s10.s 3. Das Blümelein so kleine, das duftet uns so süß, mit seinem hellen Scheine vertreibts die finsternis. ez 300 Wahr' Mensch und wahrer Gott, hilft uns aus allem Leide, rettet von Sünd und Tod. Str. 1 und 2: Dorreformatorisch, Köln 1599, Str. 3: Berlin 1853 sid ni x 180 N Insmand Es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Ifais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen, auf welchem wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Vers standes, der Geist des Rats und der Stärke, der Geist der Er kenntnis und der Furcht des Herrn. Jesaja 11, 1.2 13 Johann Schop 1641/ Wolfgang Karl Briegel 1687 1. Er- mun- tre dich, mein ein kleí- nes Kind, das tra- ge groß Ver Freuden zu emp = lan fan = M gen, gen. C= } 4.Brich an, duschönesMorgenlicht, und laß den Himmel tagen! Du Hirtenpolk, erschrecke nicht, weil dir die Engel fagen, de Weihnachten 24 1913) 196 schwa- cher Geist, und Va ter heißt, mit = Dies ist die Nacht, daE rín es kam und menschlich We- sen an sich nahm, dadaß dieses schwache Knäbelein foll unfer Troft und Freude sein, dazu den Satan zwingen und lehtlich Frieden bringen. 5. O liebes Kind, o süßer Knab, holdselig von Gebärden, durch die Welt mit Treu- en als[ ei- ne Braut zu frei- en. Design Hore 2. Willkommen, füßer Bräutigam, du König aller Ehren! Willkommen, Jefu, Gottes Lamm, ich will dein Lob vermehren, ich will dir all mein Leben lang von Herzen fagen Preis und Dank, daß du, da wir verloren, für uns bift Mensch geboren. 3. O freudenzeit, o Wundernacht, dergleichen nie gefunden, du haft den Heiland hergebracht, der alles überwunden, gen duhastgebracht den ſtarkenMann, der Feur und Wolken zwingen vor dem die Himmel zittern[ kann, mein Bruder, den ich lieber hab als alle Schätz auf Erden, komm, Schönster, inmein Herz hinein, komm eilend, laß die Krippen ſein, komm, komm, ich will beizeiten dein Lager dir bereiten. metal 6. Lob, Preis und Dank, Herr Jefu Jei dir von mir geſungen,[ Chrift, daß du mein Bruder worden bist und alle Berg erschüttern. od und hast die Welt bezwungen, hilf, daß ich deine Gütigkeit stets preif' in dieser Gnadenzeit und mög hernach dort oben in Ewigkeit dich loben. tonu Johann Rift 1641 61 Das Kirchenjahr 25 dim Andreas Hammerschmidt 1646 Vor der ersten Strophe des nachfolgenden Liedes kann gefungen werden: year longtyä mon 150.20 Hal- le B lu= ja, Hal= le lu- ja, Halleluja. Hal- le lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal= le= C lu- ja, Hal- le= lu lu- ja, Hal- le- lu- ja, Hal- le niolsóbo arbi 631 nis) 100m? dnu notissied en bi im- mer kann; Gott hat viel an a $ do 1. freu- et euch, ihr Chri- sten al- le, lu- ja, Hal- le= 62 ja. Joy HoW ale tho lu- ja, Hal- le- lu- ja. 038 3980) mammellW Hal- le= astino ustnemmodliw dampso doj niso llim tbl solzan.ajm HOR freu- e fich, wer M 901 Oriplis H nso ou no uns ge- tan. Freu- et euch mit großem Schalle, daß er uns so hoch ge- acht', sich mit une befreundt ge- macht. freu- de, freu- de über freu- de: 1er 12 mortal 13 P Christus weh- ret al- lem Leide. über Won- ne: 199 2. Siehe, siehe, meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der Krippen Höhle harte lieget dir zugut, dich zu lösen durch sein Blut. freude, Freude über freude: Chriftus mehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadenfonne. 3. Jesu, wie soll ich dir danken? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr; so laß mich von dir nicht manken, nimm mich dir zu eigen hin, 0000 DAS Christus ist die ste Weihnachten Won- ne, Won- ne 63 Gnaden- fon- ne. fo empfindet Herz und Sinn Freude, freude über freude: Chriftus mehret allem Leide. Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadenfonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner noch in Gnaden an; [ chenke, was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder, gib der ganzen Christenschar Frieden und ein seligs Jahr.02.2 Freude, Freude über freude: ban Christus wehret allem Leide. T Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadenſonne. nd Christian Keimann 1646 Nach der letzten Strophe kann das zwölffache Halleluja wiederholt werden. nemini.sid alu 63910V 930 1 2018 nedo Gebet am heiligen Abend vor dem Chriftfeste inne chaud O Gott, der du diese geweihte Nacht im Glanz des wahren Lichtes hast scheinen lassen: verleihe uns, daß wir dort im Himmel der Freuden jenes Lichtes inne werden, dessen Geheimnisse du uns hier auf Erden offenbaret hast. Durch denselben, unsern Herrn Jesum Christum, der da ist das wahrhaftige Licht und mit dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Das Kirchenjahr 26 $ 1. Nun fin- get und seid froh, jauchzt al= le und sagt fo. in der Krip- pen bloß Un- fers Her- zene Won- ne liegt 100 Son- ne in mirfei= ner Mut= ter heblues und 0 ISSION 2. Sohn Gottes in der Höh, Du bist A 3000 nach dir ist mir so weh. Tröst mir mein Gemüte, o Kindlein zart und rein, durch alle deine Güte, o liebstes Jefulein. Zeuch mich hin nach dir. 3. Groß ist des Vaters Huld, der Sohn tilgt unfre Schuld. Wir warn all verdorben durch Sünd und Eitelkeit, 27 1. Fröh- lich die- ser Zeit, da 14. Jahrh./ Wittenberg 1533 und leucht' doch als die d Schoß. du bist A und so hat er uns erworben. die ewig Himmelsfreud.nased l Eia, wärn wir da!#ispils snism 4. Wo ist der Freuden Ort! ok Nirgends mehr denn dort, min da die Engel singen 20 mit den Heilgen all und die Pfalmen klingen im hohen Himmelsfaal. Eia, márn wir da! Dor freud 64 foll mein Her- ze Nach dem lat. In dulci jubilo( 14. Jahrh.) Hannoversches Gesangbuch 1646 Johann Crüger 1653 KAFFE ACHLAN # BLO.do al o flod [ prin- gen men- gel fin- gen. Hört, hört, wie mit pol- len 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer. Gott wird Mensch dir, Mensch, zu= Gottes Kind, das verbindt[ gute, sich mit unſerm Blute. al= le Luft lau- te ruft: Chriftus ist ge 3. Sollt uns Gott nun können der uns gibt,/ was er liebt[ haffen, über alle Maßen? Gott gibt, unferm Leid zu mehren, feinen Sohn/ aus dem Thron feiner Macht und Ehren. 4.Er nimmt auf sich, was auf Erden wir getan, gibt sich dran, unfer Lamm zu werden, unfer Lamm, das für uns stirbet und bei Gott/ für den Tod Gnad und fried erwirbet. 5. Nun er liegt in feiner Krippen, ruft zu sich mich und dich, ſpricht mit süßen Lippen: Laffet fahrn, o lieben Brüder, was euch quält,/ was euch fehlt, ich bring alles wieder." dus 6.Ei fo kommt und laßt une laufen, stellt euch ein,/ groß und klein, eilt mit großen Haufen! Liebt den, der vor Liebe brennet; schaut den Stern, der euch gern Licht und Labsal gönnet. 7. Die ihr schwebt in großem Leide, fehet, hier ist die Tür zu der wahren Freude, nado do Weihnachten bo= ren! faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort,/ da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. 8. Wer sich fühlt beschwert im merempfindt/ feine Sünd[ Herzen, und Gemisfensschmerzen, sei getroft: hier wird gefunden, der in Eil/ machet heil die vergift'ten Wunden. 9. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände. Hier find alle guten Gaben und das Gold,/ da ihr sollt euer Herz mit laben. Cho= ren = 10. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir,/ meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Lebens Leben, nun kann ich/ mich durch dich mohl zufrieden geben. 65 11. Ich bin rein um deinetwillen: du gibst gnug/ Ehr und Schmuck, mich darein zu hüllen. Ich will dich ins Herze schließen, o mein Ruhm!/ Edle Blum, laß dich recht genießen. 12. Ich will dich mit Fleiß bewahren, ich will dir/ leben hier, dir will ich abfahren, da mit dir will ich endlich schweben voller freud/ ohne Zeit l dort im andern Leben. 10( 532) Paul Gerhardt 1653 Das Kirchenjahr 28 Je du 1.{ ich Eigene Melodie Johann Sebastian Bach 1736 oder: Es ist gemißlich an der Zeit( Nr.120) steh an dei- ner kom- me, bring und Le= ben; fu, du mein mir haft ge- ge- ben. Geist und Sinn, Herz, 2. Da ich noch nicht geboren war, da bist du mir geboren und hast mich dir zu eigen gar, eh ich dich kannt, erkoren. Eh ich durch deine Hand gemacht, da haft du schon bei dir bedacht, wie du mein wollteft werden. 3. Ich lag in tieffter Todesnacht, du warest meine Sonne, die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen! 4. Ich sehe dich mit freuden an und kann mich nicht satt sehen, und weilich nun nichts weiterkann, bleib ich anbetend stehen. Odaß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! 0 Krip- pen hier, [ chen= ke dir, was Nimm hin, es ist mein Malg Seelto und Mut, nimm al= les hin und laß dire mohl- ge efal- len. 5. Wann oft mein Herz vor Kummer und keinen Trost kann finden,[ weint rufst du mir zu:, Ich bin dein ein Tilger deiner Sünden.[ Freund, Was trauerst du, o Bruder mein! Du sollst ja guter Dinge ſein, and ich fühne deine Schulden." Sull 6. O daß doch so ein lieber Stern foll in der Krippen liegen! Für edle Kinder großer Herrn gehören güldne Wiegen.( DUS AchHeuund Stroh ist viel zu schlecht, Samt, Seide, Purpur mären recht, dies Kindlein drauf zu legen. 66 7. Nehmt wegdas Stroh, nehmt weg ich will mir Blumen holen,[ das Heu, daß meines Heilands Lager fei auf lieblichen Violen; mit Rosen, Nelken, Rosmarin aus schönen Gärten will ich ihn Don oben her bestreuen. do 24s 13 8. Dufrageftníchtnach Luft derWelt noch nach des Leibes freuden; du haft dich bei uns eingestellt, an unfrer Statt zu leiden, fuchst meiner Seelen Herrlichkeit durch Elend und Armseligkeit; das will ich dir nicht wehren. 14. Jahrh./ Breslau 1555 no on puo 1. Kommt und laßt unsich Chri andat Herz und Sinnen zu ihm keh- ren, laßt euch hö- ren, mer- tes 2. Sünd und Hölle mag fich grämen, Tod und Teufel mag fich schämen,/ wir, die unser Heil annehmen,/ werfen allen Kummer i Weihnachten 9. Eine aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht verfagen: daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich doch dein Kripplein sein, komm, komm und lege bei mir eir dich und all deine Freuden. ( 524) Paul Gerhardt 1653 hin. 3. Sehet, mas hat Gott gegeben: ſeinen Sohn zum ewgen Leben./ Diefer kann und will uns heben/ aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen,/ Lieb und Gunſt hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen,/ zu beſuchen aus der Höh.( 10%) 67 29 ftum ehren, or Anb fin- get fröh- lich, Volk der BU Chri- ften- heit. 000 5. Jakobs Stern ist aufgegangen,/ stillt das sehnliche Verlangen,/ bricht den Kopf der alten Schlangen/ und zerstört der Höllen Reich. 6. O du hochgefegnte Stunde,/ da wir das von Herzensgrunde/ glauben und mit unſerm Munde/ danken dir, o Jefulein. Imman 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle,/ sei uns freundlich, bring uns alle/ dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht.( 503) Paul Gerhardt 1667 Das Kirchenjahr 30 Melodie: Vom Himmel hoch da komm ich her/ Martin Luther 1539 oder: Steht auf, ihr lieben Kinderlein( Nr. 3) Don't 84 sinac 1. Wir sin- gen dir, Im- ma- nu 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so mandh Herz nach dir gewacht, dich hat gehofft so lange Jahr/ der Väter und Propheten Schar: fürft und Gna- den- quell, du Him- mels- blum und Morgen4.„ Ach, daß der Herr aus Zion käm/ und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!" stern, du Jung- fraun- fohn, Herr aller Herrn. 2. Wir singen dir in deinem Heer/ 7. Der Will ist da, die Kraft iſt aus aller Kraft Lob, Preis und klein, doch wird dir nicht zuEhr,/ daß du, o lang gewünschter wider sein/ mein armes Herz, Gaft, dich nunmehr eingestellet und was es kann, wirst du in haft. Gnaden nehmen an. 5. Nun du bist hier, da liegeft du, hältſt in dem Kripplein deine Ruh, bift klein und machst doch alles groß,/ bekleidst die Welt und kommst doch bloß... 1 a 6.Ich aber, dein geringster Knecht,/ ich fag es frei und mein es recht: ich liebe dich, doch nicht so viel, als ich dich gerne lieben will.ba el, dun Le- beng8. Und bin ich gleich der Sünden voll, hab ich gelebt nicht, wie ich soll,/ ei, kommst du doch deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. 9. So faß ich dich nun ohne Scheu,/ du machst mich alles Jammers frei. Du trägst den Zorn, du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. 68 10. Du bist mein Haupt, hin- d wiederum/ bin ich dein Glied und Eigentum/ und will, fooiel dein Geist mir gibt,/ stets dienen dir, wie dirs beliebt. 291910 11. Ich will dein Halleluja hier/ mit freuden fingen für und für,/ und dort in deinem Ehrenfaal/ folle[ challen ohne Zeit und Zahl. ( 504) Paul Gerhardt 1653 13 Melodie: Da Christus geboren war 15. Jahrh./ Böhmische Brüder 1544 1. Wun= der= ba- rer Got- tes und Ma Au klei- nes Kind, onl gro- Ber Held Dr Don = ti= en Sohn, das man in der E- wig- keit, Herrlichkeit 2.dubift arm und machst zugleich uns an Leib und Seele reich. Du mirst klein, du großer Gott, und machst Höll und Tod zu Spott. Aller Welt wird offenbar, ja auch deiner Feinde Schar, daß du, Gott, bift wunderbar. arie Weihnachten Gna- den- thron, 69 31 Gott und Mensch, ein Krip- pen findt, des- fen Macht und rühmt die ganze Chri- sten-heit: 3. Laß mir deine Güt und Treu täglich werden immer neu. Gott, mein Gott, verlaß mich nicht, menn mich) Not und Tod anficht. Laß mich deine Herrlichkeit, deine Wundergütigkeit schauen in der Ewigkeit. ( 523) Johann Olearius 1665 affet uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenthron, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird. Hebräer 4,16 Das Kirchenjahr 32 1. Dies ist die Nacht, da mir er- schie- nen des gro- ßen das Kind, dem alle En- gel die- nen, bringt Licht in Got- tes Freund- lich- keit, 1 -} E Melodie: O daß ich tausend Zungen hätte bet Joh. Balthafar König 1738 licht 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, verfäume nicht den Gnadenschein, der Glanz in dieser kleinen Höhle/ streckt sich in alle Welt hinein,/ er treibet weg der Höllen Macht,/ der Sünden und des Kreuzes Nacht. weicht hun- dert- tau- fend Son- nen nicht. 4. Laß nur indessen helle scheinen/ dein Glaubens- und dein Liebes= licht, mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir dieſe Sonne nicht;/ willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel ſein. 3. In diesem Lichte kannst du sehen/ das Licht der klaren Selig keit, wenn Sonne, Mond und Stern vergehen, vielleicht noch in gar kurzer Zeit,/ wird dieses Licht mit ſeinem Schein/ dein Himmel und dein Alles sein. E und die- fes Welt- und Himmels5. Drum, Jefu, schöne Weihnachtsfonne,/ bestrahle mich mit deiner Gunst;/ dein Licht sei meine Weihnachtsmonne/ und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll/ und sei des Weihnachteglanzes Doll.( 518) Kaspar Friedrich Nachtenhöfer 1684 B as Volk, das im Finstern wandelt, siehet ein großes Licht, und über die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Jesaja 9,1 70 Melodie: Lobe den Herren, den mächtigen König Stralsund 1665/ Halle 1741 1. { J Jauch- zet, ihr Himmel, froh- lok- ket, ihr En- gel, in fin= get dem Her= ren, dem Heiland der Menschen, zu min Weihnachten Chő B Ch- ren!} Se- het doch da: Gott will so freundlich und = nah 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Enden der Erden!/ Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden./ Friede und freud/ wird uns verkündiget heut;/ freuet euch, Hirten und Herden! 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget;/ fehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget! Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd;/ alles anbetet und schweiget. zu den Ver- lor= nen sich keh Jol& dro 4. Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen?/ Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu ſehen. Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen. 33 71 E ren. 5. Haft du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken! Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken./Sollt nicht mein Sinn/ innigst fich freuen da-= rin/ und sich in Demut versenken? 6. König der Ehren, aus Liebe geworden zum Kinde,/ dem ich auch wieder mein Herze in Liebe der= binde:/ du sollst es sein,/ den ich ermähle allein, emig entfag ich der Sünde. 7. Süßer Immanuel, werd auch in mir nun geboren,/ komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren!/ Wohne in mir,/ mache ganz eins mich mit dir,/ der du mich liebend erkoren. Gerhard Tersteegen 1731 Das Kirchenjahr 34 GEF Melodie: Vom Himmel hoch da komm ich her Martin Luther 1539 1. Dies ist der Tag, den Gott ge- macht, sein werd in NE aller Welt gedacht, ihn prei- se, was durch Je- sum Chrift im Him= mel 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward;/ da fandte Gott von seinem Thron/ das Heil der Welt, dich, feinen Sohn. 3. Wenn ich dies Wunder faffen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still,/ er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. de tr 4. Damit der Sünder Gnad er hält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst felbft an unfrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch und mirft uns Heil. 330 5. Herr, der du Mensch geboren wirft,/ Immanuel und friedefürst, auf den die Väter hoffend Jahn, dich, Gott Melfias, bet ich an. und auf Er 6. Du unser Heil und höchstes Gut,/ Dereinest dich mit Fleisch und Blut,/ wirst unser Freund und Bruder hier,/ und Gottes Kinder werden wir. == den Ħ ift. 7. Durch eines Sünde fiel die Welt, ein Mittler ists, der fie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schützt, der in des Vaters Schoße sitt! 72 8. Jauczt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt,/ und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 9. Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht, ihn preise, was durch Jefum Chrift/ im Himmel und auf Erden ist. ( 504) Chriftian fürchtegott Gellert 1757 Gerhard Schwarz 1939 型 1. Al fo liebt Gott die ar= ☐☐ im Weihnachten 2. Nun preífet alle Gottes Tat,/ erschienen ist die heilsam Gnad/ in feinem lieben Sohne, nimmt uns in Zucht, macht uns bereit,/ daß Buße und Gottfeligkeit in unfern Herzen wohne. 20 E fei - nen Sohn und Held, den einzi- gen, ge= ge ben, 3. Er kam herab in unsre Not,/ er trug die Schmach und litt den Tod und wollt sich uns verbünden,/ daß wir, von Schuld und Tod befreit, ein neu Geschlecht am End der Zeit, sein wahres Leben künden. dan xallis.blla 35 auf daß, wer glaubend bei ihm steht, in Sün- de nicht ge Welt, daß er ihr Der lo= ren geht und hat das em= ge Le= ben. 4. Drum blicket auf: die Nacht vergeht, der Morgenstern am Himmel steht/ und leucht' durch Angst und Plage./ Seid fröhlich, glaubet unbeirrt, daß Chriftus Jeſus kommen wird/ am großen Königstage. 73 5. Also liebt Gott die arge Welt,/ daß er ihr seinen Sohn und Held/ zum Heiland hat gegeben./ Ach Herr, führ deine Kirche nach/ und lehr uns tragen Kreuz und Schmach, hüt uns zum ewgen Leben. ( 540) Kurt Müller- Often 1938/1950 Das Kirdhenjahr 86 36 Jahreswende Melodie: Wo Gott zum Haus nicht gibt fein Gunft/ Wittenberg 1533 oder: Vom Himmel hoch da komm ich her( Nr. 30) 1. Nun wol- le Gott, daß un- fer Sang mit Lust und = Freud aus Glau- ben gang, zu wünschen euch ein gu= tes bo Jahr, und ers mit 2. Hie mag bestehn kein Mensch noch Stand, den Gott nicht hält mit seiner Hand,/ ihn leitet alle Tag und Stund;/ drum wünschen wir aus Herzensgrund Gna- den ma 3. der Obrigkeit, daß die Gewalt/ von Gott sie nehm und recht verwalt;/ es geb ihr Gott viel Ernst und Fleiß, daß sie aufrecht sei, fromm und weis', 4. und der Gemeind Gehorsamkeit,/ zu fördern Zucht und Ehrbarkeit,/ auch Bruderlieb und Treu und Fried,/ daß gsunder Leib hab gfunde Glied. B che wahr. 5. Eím jeden Haus und was darin,/ dem wünschen wir den rechten Sinn/ zu Gottes Preis und Ehr allzeit, der Haus und Hof und alle bereit'; 6. euch Dienern: treu, gehorsam, till,/ friedlich zu sein, wie Gott es will, es ist auch Christus euer Knecht,/ wer das nur glaubt, der dienet recht. 74 7.Ehleut, die leben friedereich/ und tragen Liebs und Leides gleich;/ zu sein ein fleisch, ein Herz und Geift:/ die Gnad, Herr Gott, an ihnen leist; 8. auch daß die Jungen fürchten Gott/ und halten sein heilig Gebot/ und wachsen auf in Zucht und Lehr/ zu aller Nut und Gott zur Ehr. 9. Euch Kranken ist in Schmerzen bang,/ auch Tag und Nacht die Weil gar lang. Gott mach im Herzen euch gefund, rüst mit Geduld euch alle Stund. 10. Anfechtung, Trübfal und Gefchrei, Verfolgung groß und manchherlei/ erleiden viel'auf dieser Erd. Gott helf zu tragen folch Beschwerd. 11. Es geb euch Armen Gott der Herr/ das täglich Brot und was noch mehr/ an Leib und Seel Donnöten ist,/ voraus Geduld durch Jeſum Chrift.de inld 12. Die täglich an der Arbeit sind, treu zu ernähren Weib und Kind, den' wünschen wir, daß sie ihr Brot mit Segen nehmen hín Don Gott. and Jahreswende 13. All, die ihr habet zeitlich Gut/ und nehmts mit großer Sorg in Hut, teilt aus davon und rüstet euch, daß ihr vor Gott auch werdet reich. 75 14. Ihr Sünder, suchet' s Himmelreich/ und daß euch Gott die Sünd' verzeih,/ bekehr euch all nach seinem Wort/ und mach euch selig hier und dort. 15. Wer uns mit Ernft den Glauben lehrt,/ der falschen Lehr und Leben wehrt/ und führet Gottes Wort und Werk, dem gebe Gott sein Gnad und Stärk. 16. Das wünschen wir von Herzen all,/ zu sein ein Volk, das Gott gefall,/ ein ehrbar Volk, ein heilig Stadt,/ die Gott allein vor Augen hat. 17. Es sei mit uns sein göttlich Hand, die hüt und schirm vor aller Schand, er geb mit Gnad viel guter Jahr/ in feiner Lieb. Das werde wahr! ( 504) Johannes Zwick 1537 ndanad tonta sld son! Ja chhebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht. Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele. Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Aus dem 121. Pfalm Das Kirchenjahr 37mbies tadad el sid.BA. Melodie: Von Gott will ich nicht laſſen 16. Jahrh./ geistlich Erfurt 1563 1. { Helft mir Gotte Gui- te prei- fen, ihr Chri- sten ins- gemit Glang und an- dern Wei- fen ihm all- zeit dank- bar Foot Cr x 120 90 mein, fein, J Dor= nehm- lich zu der Zeit, sich das Jahr tut en= men= den, das 2. Erstlich laßt uns betrachten des Herren reiche Gnad und so gering nicht achten feín unzählig Wohltat, ſtets führen zu Gemüt, wie er dies Jahr hat geben all Notdurft diesem Leben und uns vor Leid behüt', 3. Lehramt, Schul, Kirch erhalten in gutem fried und Ruh, Nahrung für Jung und Alte bescheret auch dazu und gar mit milder Hand fein Güter ausgeſpendet, Vermüftung abgewendet von diesem Ort und Land. 4. Er hat unser verschonet aus väterlicher Gnad; menn er sonst hätt gelohnet all unfre Missetat neu Jahr ift sd GELOO den, die Sonn sich zu ung úlada nicht meit. mit gleicher Straf und Pein: mir wären längst geſtorben, stan in mancher Not verdorben, die wir voll Sünden ſein. d 5. Nach Vaters Art und Treuen 197) er uns so gnädig ist, wenn wir die Sünd bereuen, glauben an Jefum Chriftp herzlich ohn Heuchelei, Hof und tut er all Sünd vergeben, lindert die Straf daneben, ſteht uns in Nöten bei. 6. All folch dein Güt wir preisen, Vater im Himmelsthron, mal die du uns tuft beweisen durch Christum, deinen Sohn, und bitten fürder dich: gib uns ein fröhlich Jahre, vor allem Leid bewahre 100 und nähr una mildiglich! 76 Paul Eber 1571 Eigene Melodie/ Johann Steurlein 1588/ Wolfgang Karl Briegel 1687 oder: Vom Himmel hoch da komm ich her( Nr. 30) Jesu Christ, daß ni 1. Das alte Jahr ver- gan- gen ist, wir danken dir, Herr #d du uns in gro- Ber Gfahr fo 2. Wir bitten dich, ewigen Sohn/ des Vaters in dem höchsten Thron, du wollst dein arme Christenheit/ bewahren ferner allezeit. 3. Entzieh uns nicht dein heilsam Wort, das ist der Seelen Troft und Hort;/ por falscher Lehr, Abgötterei/ behüt uns, Herr, und ſteh uns bei. deJahresmende 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünde Bahn und fromm zu werden gná- dig- lich be- hüt' díes Jahr. fangen an, der Sünd' im alten Jahr nicht denk,/ ein gnadenreiches Jahr uns schenk, thashe no malla ne onu 38 ( 504) Str. 1 und 2: Erfurt 1568, fo 5. chriftlich zu leben, feliglich/ zu sterben und hernach fröhlich/ am Jüngsten Tage aufzuſtehn,/ mit dir in' Himmel einzugehn, 6. zu loben und zu preisen dich/ mit allen Engeln ewiglich./OJesu, unfern Glauben mehr'/ zu deines Namens Ruhm und Ehr. 77 a acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. Evangelium des Neujahrstages. Lukas 2 Str. 3-6: Johann Steurlein 1588 Das Kirchenjahr 39 GI! { Je 1. daß Jahr Zeit, fu, nun fel ge- prei- set wir ha- ben er le- bet = Stil- le B für die al= ler Not und Gfahr, 1 --- dein Güt, uns be voller Gna- den = das alt Jahr han er hüt uns Leib und Le= ben 2. Laß uns das Jahr vollbringen zu Lob dem Namen dein, daß wir demselben fingen in der Christen Gemein. Wollft uns das Leben fristen durch dein allmächtig Hand; erhalt dein lieben Christen zu die = 78 Melchior Vulpius 1609 = die- fem neu- en neu fröh= lí- che = daß wir wei fet in und Schwe= bet in gu= molln uns dir er= ge ben jet- und und im- mer B ter 201 fül= let. Wit = dar. Be= hin= fort das ganze Jahr. und unser Vaterland; dein' Segen zu uns wende, gib fried an allen Enden; gib unverfälscht im Lande dein feligmachend Wort, die Teufel mach zuschanden hie und an allem Ort. 8 3. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein der Ruhm. Geduld im Kreuz uno lehre, regier all unfer Tun, bis mir getroft abscheiden ins ewgen Vaters Reich zum wahren fried und Freuden, den Heilgen Gottes gleich. s nas nisd- new pil ban Bartholomäus Gefius 1605 1. freut euch, ihr lieben Chri- sten all, keit dem Herrn im 2. daß er uns seinen liebsten Sohn herabgefandt vone Himmele zuhelfen uns aus aller Not,[ Thron, zu tilgen Teufel, Sünd und Tod.) Indes machs mit uns allen nach deinem Wohlgefallen. Solche fingt heut ohne Scherzen die chriftgläubige Schar und wünscht mit Mund und ein feligs neues Jahr.[ Herzen Johannes Herman 1593 3. Du mein herzliebstes Jefulein wollst unser Herz und Sinn allein dabei erhalten stet und fest, daß du der recht Nothelfer bift, Gnu Jahreswende 79 Gott mit hellem Schall, ja singt und spielt aus Dank- barciun 600 40 lob- fin- get Her- zen al== le zeit, 4. mollst une auch dies angehend vor Leid behüten und Gefahr,[ Jahr und Krankheit, Tod und Kriegesnot abwenden als ein gnädger Gott, 5. auf daß dein Wort in diesem Land zunehm und mache ohn Widerstand, auch Friede, Treu, Gerechtigkeit befördert werd zu aller Zeit. ( 504) iqol Prag 1612 Das Kirchenjahr 41 1. Hilf, Herr Je- su, laß gelin- gen, hilf, das neu- end Jahr geht an, laß es daß aufe 42 GES 9 sid Johann Schop 1642 neu- es Leben wol- left 2. Was ich dichte, was ich mache, das gescheh in dir allein, wenn ich schlafe, wenn ich wache, molleft du, Herr, bei mir sein, geh ich aus, mollst du mich leiten, komm ich heim, so steh zur Seiten. 3. Laß dies sein ein Jahr der Gnalaß mich büßen meine Sünd',[ den, hilf, daß sie mir nimmer schaden und ich bald Verzeihung find, Herr, in dir, denn du, mein Leben, kannst die Sünd' allein vergeben. 4. Herr, du molleft Gnade geben, daß dies Jahr mir heilig feion und ich christlich könne leben neu- e Kräf= te brin brin- gen, neu ich man- deln kann. Neu- es Glück und du aus Gnaden fonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 5. Jesus richte mein Beginnen, Jeſus bleibe stets bei mir, Jefus zäume mir die Sinnen, Jefus fei nur mein Begier, Jesus sei mir in Gedanken, Jefus laffe nie mich wanken! 6. Jefu, laß mich fröhlich enden diefes angefangne Jahr. Trage stets mich auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. 06.2 freudig will ich dich umfassen, d wenn ich soll die Welt verlassen. ( 536) 1080 Johann Rift 1642 1. Nun laßt uns gehn und 80 Melodie: Nun laßt uns Gott dem Herren Nikolaus Selnecker 1587/ Johann Crüger 1649 ge- ben. tre= ten mit Sin- gen und mit Be= ten zum Herrn, der un- serm Le = ben bis hier her Kraft ge 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen Dom alten bis zum neuen 3. durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewitternd die Kindlein hier auf Erden mit fleiß bewahret werden, 5. also auch und nicht minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübfal blihen, in seinem Schoße sitzen. 6. Ach Hüter unfres Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein Augen machen. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unfrer freuden. = Jahreswende ge = ben. 9.Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde. 10. Schleuß zu die Jammerpforten und laß an allen Orten auf fo viel Blutvergießen die Freudenströme fließen. 81 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unfern Wegen, laß Großen und auch Kleinen en die Gnadenfonne scheinen.( bon 190 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Irrenden Berater, der Unverforgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, dus die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare zum felgen neuen Jahre. ( 502) Paul Gerhardt 1653 4 Das Kirchenjahr 43 1. { fu J Je= sus Je= su foll die Να= me foll Lo fung fein, al lein Bun= de stehn und auf 2. Jefu Name, Jefu Wort foll bei uns in Zion schallen, und so oft wir an den Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum. 3. Unfre Wege wollen wir i nur in Jefu Namen gehen. A Geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. Melodie: Meinen Jefum laß ich nicht Johann Ulich 1674 neu E es Jahr er- schie= nen; zum Pa= nie- re die= nen, = 82 die in da ein de= nen fei nem to sila mo0 = feinen We- gen gehn. 4. Alle Sorgen, alles Leid foll der Name uns versüßen; Jo wird alle Bitterkeit al uns zur Freude werden müssen. Im Jefu Nam fei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. 5. Jefus, aller Menschen Heil, unferm Ort ein Gnadenzeichen, unfres Landes bestes Teil, dem kein Kleinod zu vergleichen, Jefus, unser Troft und Hort, sei die Losung fort und fort. ( 513) Benjamin Schmolck 1726 [ les, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott, dem Vater, durch ihn. Koloffer 3,17 Melodie: Befiehl du deine Wege mo Bartholomäus Gefius 1603/ bei Georg Philipp Telemann 1730 1. Herz. Schmerz In Got tes treu- e = 4* und Gott der Herr nur weiß, flof= fen, die 2. Warum es fo viel Leiden, fo kurzes Glück nur gibt? Warum denn immer scheiden, wo wir so sehr geliebt? So manches Aug gebrochen und mancher Mund nun ſtumm, der erst noch hold gesprochen: du armes Herz, warum? 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unfre Heimat ift. Es hat der Herr uns allen, die mir auf ihn getauft, in Zione goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft. 4. Hier gehen mir und streuen die Tränenfaat ins feld, dort werden wir uns freuen im felgen Himmelszelt; En- de, nun Hän- de leg Jahreswende was dies Jahr um schlof sen, was = 83 44 sei auch still, mein ich nun freud und Wun- den bren- nend heiß. wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus und missens: die geschieden, die ruhen dort schon aus. 5. O das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit: nur immer vorwärts sehen mit felger freudigkeit, miro une durch Grabeshügel der klare Blick verbaut, Herr, gib der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut. die Trá= nen, die geo laß in deinem Frieden uns hier schon selig sein. 4) alm( 530) 6. Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden fo öde, so allein, 98 Eleonore Fürstin Reuß 1867 Das Kirchenjahr 45 1 1. Der du die Zeit in Hän- den Hert, nimm auch dieses Jah- res Laft + fie Melodie: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn 15. Jahrh./geistlich 1530 100 150 in Se in Jefu Chrift gen. die Mit= te ist, führ uns dem 2. Da alles, was der Mensch beginnt,/ por feinen Augen noch zerrinnt,/ sei du selbst der Vollender. Die Jahre, die du uns geschenkt, wenn deine Güte uns nicht lenkt, veralten wie Gewänder. Ziel ent- ge 3. Wer ist hier, der vor dir besteht? Der Mensch, sein Tag,[ ein Werkvergeht: nur du allein wirst bleiben./Nur Gottes Jahr währt für und für,/ drum kehre jeden Tag zu dir,/ weil wir im Winde treiben. 4. Der Mensch ahnt nichts von feiner Frist./Du aber bleibest, der du bist, in Jahren ohne Ende./ Wirfahrenhindurch deinen Zorn, Siehe auch: In dir ist freude( Nr. 288) Nun oon dir felbst fest 84 schaft, = = gen. und doch strömt deiner Gnade Born in unfre leeren Hände. 5. Und diese Gaben, Herr, allein/ laß Wert und Maß der Tage fein/ die wir in Schuld verbringen. Nach ihnen ſei die Zeit gezählt;/ was wir versäumt, was wir verfehlt, darf nicht mehr vor dich dringen. 6. Der du allein der Emge heißt/ und Anfang, Zielund Mitte weißt, im fluge unsrer Zeiten:/ bleib du uns gnädig zugewandt/ und führe uns an deiner Hand, damit wir sicher schreiten. ( 540) In Gottes Namen fahren wir( Nr. 388) und wand- le ge= wie= sen Jochen Klepper 1938 15. Jahrh./ geiftlich Erfurt 1524 1.{ Epiphanias Herr Chrift, der ef nig Gotts Sohn aus feim Her- zen ent=[ prof- fen, E= wig- keit, [ chrie- ben steht, J zen streckt er fer= ne 2. für uns ein Mensch geboren im lehten Teil der Zeit, daß wir nicht wärn verloren por Gott in Ewigkeit, d 4 den Tod für uns zerbrochen, den Himmel aufgeſchloffen,.do das Leben wiederbracht: 3. laß uns in deiner Liebe und Kenntnis nehmen zu, daß wir am Glauben bleiben, dir dienen im Geiſt ſo, daß wir hie mögen schmecken dein Süßigkeit im Herzen und dürften ſtets nach dir. Epiphanias 12 er ist der Mor- gen= ster- ne, sein Glän46 Vaters in gleich= wie ge= por an- dern Ster= nen klar, 4. Du Schöpfer aller Dinge, du väterliche Kraft, regierst von End zu Ende kräftig aus eigner Macht. Das Herz uns zu dir wende und kehr ab unfre Sinne, ad daß sie nicht irrn von dir. 85 5. Ertöt uns durch dein Güte, erweck uns durch dein Gnad. kränke*, daß der neu' leben mag und hie auf dieser Erden den Sinn und alle Begehren und Gdanken hab zu dir. ( 521) * schwäche, gib in den Tod Elisabeth Creutiger 1524 Das Kirchenjahr 47 1.0[ ü= Ber B un=[ re Dank= fa Christ, der du un fer Er= lö= fer bist, nimm heut an = 2. Du haft angefehn unsre Not, da wir waren in Sünden tot, und bist vom Himmel geſtiegen aus Genaden. Her 48 € 4 gung 3. Haft in Marien Jungfrauschaft durch des Heiligen Geiftes Kraft angenommen unsre Menschheit aus Genaden. 4. Du lehrest uns die neu Geburt und zeigest an die enge Pfort und den schmalen Steig zum Leben aus Genaden. 5. Danach erlittest du den Tod in viel Verachtung, Hohn und Spott 13. Jahrh./ Böhmische Brüder 1531 == te Je= su aus Ge= na = 86 den. für unfre Sünd und Misſetat aus Genaden. 6. Duftiegeft auf zum höchsten Thron zu Gottes Rechten als sein Sohn, une ewiglich zu vertreten aus Genaden. 7.O Christe, versammle dein Heer und regier es mit treuer Lehr deinem Namen zu Lob und Ehr aus Genaden. 8. Hilf durch deine Müh und Arbeit, daß es erlang die Seligkeit, Lob zu fingen in Ewigkeit deiner Gnaden. diadalm na ( 500) Michael Weiße 1531 Straßburg 1538/ Philipp Nicolai 1599 Wie schön leuch- tet der Mor- gen- stern voll Gnad und Du Sohn Da- oids aus Jakobs Stamm, mein König Wahr- heit von dem Herrn, und mein Bräu- ti- gam, lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehr- lich, 3. Geuß sehr tief in das Herz hinein,/ du leuchtend Kleinod, edler Stein, mit deiner Liebe flamme, daß ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib an deinem auserwählten Leíb,/ ein Zweig an deinem Stamme./Nach dir wallt mir/ mein Gemüte,/ emge Güte,/ bis es findet/ dich, des Liebe mich entzündet. ric Epiphanias # die füße Wur- zel Jef=[ e. haft mir mein Herz be= fef= fen; reich an Ga- ben, hoch und sehr prächtig er= ha= ben. 2. Ei meine Perl, du werte Kron, wahr' Gottes und Marien Sohn,/ ein hochgeborner König!/ Mein Herz heißt dich ein Himmelsblum; dein süßes Evangelium/ ist lauter Milch und Honig. Ei mein Blümlein,/ Hosianna!/ Himmlisch Manna,/ daswireffen, deiner kann ich nicht vergessen. 1 4. Von Gott kommt mir ein freudenschein, wenn du mich mit den Augen deingar freundlich tuft anblicken. O Herr Jeſu, mein trautes Gut, dein Wort, dein Geift, dein Leib und Blut mich innerlich erquicken./ Nimm mich freundlich/ in dein Arme,/ Herr, erbarme/ dich in Gnaden;/ auf dein Wort komm ich geladen. 87 5. Herr Gott Vater, mein starker Held, du hast mich ewig vor der Welt/ in deinem Sohn geliebet./ Dein Sohn hat mich ihm selbst ver= traut, er ist mein Schat, ich seine Braut,/ drum mich auch nichts be= trübet./ Eia, eía,/ himmlisch Leben wird er geben/ mir dort oben;/ ewig foll mein Herz ihn loben. 6. Zwingt die Saiten in Cythara*/ und laßt die süße Mufika/ ganz freudenreich erschallen, daß ich möge mit Jefulein,/ dem wunderſchönen Bräutgam mein,/ in fteter Liebe wallen./ Singet, ſpringet,/ jubiiieret,/ triumphieret,/ dankt dem Herren,/ groß ist der König der Ehren. * bringt das Saitenſpiel ( Cythara) zum Klingen 7. Wie bin ich doch so herzlich froh, daß mein Schatz ist das A und O, der Anfang und das Ende. Er wird mich doch zu seinem Preis aufnehmen in das Paradeis;/ des klopf ich in die Hände. Amen, Amen,/ komm du schöne Freudenkrone,/ bleib nicht lange;/ deiner wart ich mit Verlangen. ( 544) Philipp Nicolai 1599 Das Kirchenjahr 49 1. Kö= nig { dein dein Reich foll Er den den = Je= = Him- mel ist dein Thron,} hilf, daß all- hier auf Melodie: Ich freu mich in dem Herren Bartholomäus Helder 1648 al= ler e= wig Men-[ chen weit und Reich bekannt mög 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland; die Knie sie oor dir beugen, weil du ihn' bist bekannt. Der neu Stern auf dich weiset, dazu das göttlich Wort. Drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar menig Dergänglich Gut und Geld, prangst nicht auf stolzem Roffe, trägst keine güldne Kron, siht nicht in steinerm Schloffe; hier haft du Spott und Hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, dein Glanz erstreckt sich weit, dein Güt allzeit regieret und dein Gerechtigkeit.al Eh= ren, Herr im wäh= ren, 88 breit dein wer- den zur See- len Se= lig= keit. Du wollst die Frommen schützen durch dein Macht und Gewalt, daß sie im Frieden sitzen, die Bösen stürzen bald. qu 5. Du mollst dich mein erbarmen, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mír Armen und segne meinen Lauf. Mein' Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht verfehren, rett mich aus aller Not. 40 PORT 6. Du wollst in mir entzünden dein Wort, den schönen Stern, daß falsche Lehr und Sünden fein meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne jeht und in Ewigkeit. ( 530) Martin Behm 1606 R Nürnberg 1676 1. O Jefu Chri- ste, mah res Licht, er- leuch- te, die dich ken= nen nicht, und brin- ge fie adpin Epiphanias 2. Erfülle mit dem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein, auch die, so heimlich ficht noch an in ihrem Sinn ein falscher Wahn, 3. und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwundt Gewissen heil, laß fie am Himmel haben teil. 50 deiner Herd, daß ih- re Seel auch se- lig werd. = 6. So werden sie mit uns zugleich ob auf Erden und im Himmelreich d hier zeitlich und dort emiglich für solche Gnade preisen dich. ( 504) Johann Heermann 1630 89 zu 4. Den Tauben öffne das Gehör, die Stummen richtig reden lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube fei. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, bring her, die sich von uns getrennt, versammle, die zerstreuet gehn, mach feste, die im Zweifel stehn. 11 ache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf überdir. Denn siehe, Finster, nis bedecket das Erdreich und Dunkel die Völker, aber über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. quandot Aus der Epistel des Epiphaniasfestes. Jesaja 60, 1-3 Das Kirchenjahr 51 1. Wer= de licht, du Stadt der und du Salem, mer= de welch ein Glanz mit freu- den Haupt an bricht. Gott hat Melodie: Hilf, Herr Jefu, laß gelingen Johann Schop 1642 ím gef= sen, die 2. Gottes Rat war uns verborgen, feine Gnade schien uns nicht, Klein und Große mußten sorgen, jedem fehlt' es an dem Licht, das zum rechten Himmeleleben feinen Glanz une follte geben. 3. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben wir das Licht empfangen, welches so viel Angst und Weh aus der Welt hinweggetrieben, daß nichts Dunkles übrig blieben. 4. Jefu, reines Licht der Seele, du vertreibst die Finsternis, in die in dieser Sündenhöhleil unfern Tritt macht ungewiß, Jesu, deine Lieb und Segen leuchten uns auf unfern Wegen. 2-1,00 injpt esflatenimagigigs 90 licht! Schau- e, ü= ber fin- stern sind ge = de= rer Hei- den, B dei= nem nicht ver= fef- fen. = 5.Dieses Licht läßt uns nicht wanken in der rechten Glaubensbahn. Emig, Herr, will ich dir danken, daß du hast so wohlgetan und uns diesen Schatz geschenket, der zu deinem Reich uns lenket. 6. Dein Erscheinung müff' erfüllen mein Gemüt in aller Not, dein Erscheinung müsse stillen meine Seel auch gar im Tod. Herr, in Freuden und im Weinen müffe mir dein Licht erscheinen. 7. Jefu, laß mich endlich gehen freudig aus der böfen Welt, dan dein so helles Licht zu ſehen, dan das mir dort schon ist beſtellt, si wo wir follen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. <( 536) d out Johann Rift 1655 Melodie: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich altkirchlich/ Nikolaus Herman 1554 bricht das Licht her= für; dir Bater 1. Auf, See= le, auf und säu- me___ nicht, es = Tür, Be B der richt, der 2.Gibachtaufdiefenhellen Schein, der aufgegangen ist, er führet dich zum Kindelein, das heißet Jesus Christ. 3. Drum mache dich behende auf, befreit von aller Laft, und laß nicht ab von deinem Lauf, bis du dies Kindlein haft. Held Sef Dor der 4. Halt dich im Glauben an das das fest ist und gewiß;[ Wort, das führet dich zum Lichte fort aus aller finsternis. alon Epiphanias ble Que 52 5. Ach sinke du vor seinem Glanz in tiefste Demut ein H und laß dein Herz erleuchten ganz von solchem Freudenschein. 320 nemmod fjeuj der Wun- der- stern gibt Held fel Dor der Tür. 6. Gib dich ihm selbst zum Opfer mit Geiſte, Leib und Seel[ dar und finge mit der Engel Schar: Hier ist Immanuel." 7. Hier ist das Ziel, hier ist der Ort, wo man zum Leben geht; hier ist des Paradieſes Pfort, die wieder offen steht. 8. Hier fallen alle Sorgen hin, zur Lust wird jede Pein; 91 es wird erfreuet Herz und Sinn in diesem Jefulein. 9. Der zeigt dir einen andern Weg, als du vorher erkannt, den ſtillen Ruh- und Friedenssteg zum ewgen Vaterland.d ( 533) Michael Müller 1700 Das Kirchenjahr 53 1. Je= fus ift_ Gott- heit und freu= de; bei= de; En de Men- schen O, A und Schöp- fer, wie = steht 10_ kommen, Grunde= mi== ger_ Menschheit ver= einen sich nah!} Je= fus ist 2. Jesus ist kommen, nun[ príngen die Bande,/ Stricke des Todes die reißen entzwei./Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden, er, der Sohn Gottes, der machet recht frei,/ bringet zu Ehren aus Sünde und Schande; Jesus ist kommen, nun ſpringen die Bande. 3. Jesus ist kommen, der starke Erlöser, bricht dem gewappneten Starken ins Haus,/ sprenget des Feindes befestigte Schlösser ,, führt OHM Köthen um 1733 kom- men, Grund An= fang kommst du 92 Him= mel Er- de, er= záh= lets__ den__ Hei den: und ung und e= wi= ger__ Freuden. die Gefangenen fiegend heraus./ fühlst du den Stärkeren, Satan, du Böser?/ Jesus ift kommen, der starke Erlöser. Gri tead 4. Jesus ist kommen, der König der Ehren;/ Himmel und Erde, rühmt seine Gewalt!/ Dieser Beherrscher kann Herzen bekehren;/ öffnet ihm Tore und Türen fein bald!/ Denkt doch, er mill euch die Krone gewähren./ Jefus ift kommen, der König der Ehren. 5. Jeſus ist kommen, ein Opfer für für Sünden, Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm./Sündern die ewge Erlösung zu finden, ftirbt es aus Liebe am blutigen Stamm./Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden. 6. Jefus ift kommen, sagts aller Welt Enden;/ eilet, ach eilet zum Gnadenpanier! Schwöret die Treue mit Herzen und Händen,/ [ prechet: ,, Wir leben und sterben mit dir." Herzensfreund, gürte mit Wahrheit die Lenden! Jefus ifst kommen, fagts aller Welt Enden. de Epiphanias 7. Jesus ist kommen, die Quelle der 7.10 Gnaden;/ komme, wen dürftet, und trinke, wer will!/ Holet für euren so giftigen Schaden/ Gnade aus dieser unendlichen füll!/ Hier kann das Herze sich laben und baden. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden. 8. Jefus ift kommen, die Ursach zum Leben./ Hochgelobt sei der erbarmende Gott,/ der uns den Ursprung des Segens gegeben;/ dieser verschlinget fluch, Jammer und Tod./ Selig, die ihm sich be= ständig ergeben! Jefus ift kommen, die Ursach zum Leben. ( 520) Ludwig Allendorf 1736 Siehe auch: Gottes Sohn ist kommen( Nr. 2) Wunderbarer Gnadenthron( Nr. 31) Allo liebt Gott( Nr. 35) Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all( Nr. 189) Sonne der Gerechtigkeit( Nr. 218) Hüter, wird die Nacht( Nr. 266) 93 Das Kirchenjahr 54 si, namm Paſſiond Paradstig Melodie: Es find doch selig alle, die Matthäus Greitter 1525 O Mensch, bewein dein Sün- de groß, 1.{ Don ei- ner Jungfrau rein und zart ftus feins Va- ters Schoß äußert* und kam auf hie gebo- ren ward, er wollt der Mittler Den To- ten er das Le- ben gab und legt da- bei all darum Chrifür uns er Krankheit ab**, bis sich die Zeit her dran= Sün- den schwere Bürd wohl an dem Kreuze * verließ,** nahm alle Krankheit hinweg Er- den; wer- den. 2. So laßt uns nun ihm dankbar sein, daß er für uns litt folche Pein,/ nach seinem Willen leben./ Auch laßt uns sein der Sünde feind, weil uns Gotts Wort so helle scheint,/ Tag, Nacht darnach tun streben, die Lieb erzeigen ge, daß er für uns ge- op- fert würd, trüg un- frer 94 = lan= ge. jedermann, die Christus hat an uns getan/ mit seinem Leiden, Sterben./ O Menschenkind, be= tracht das recht,/ wie Gottes Zorn die Sünde schlägt,/ tu dich davor bewahren! ( 545) Sebald Heyden 1525 Norddeutsche Fassung altkirchlich/ Nikolaus Decius 1522/ bei Joh. Spangenberg 1545 b 1.- 3.{ Lamm Got- tes, un- ſchul- dig am Stamm des all zeit fun- den geduldig, wie- wohl du Kreu- zes ge= Schlach- tet, wa= rest ver E ach= tet: tra= 1. u. 2. Er 3. Gib :- gen, = barm dich un- ser, o uns dein' Frieden, o } all Sünd' hast du ge= sonst müß- ten wir ver za gen. thirchlich/ Nikolaus Decius 1522/ Erfurt 1542 tra-- gen, Süddeutsche Fassung O Lamm Got- tes, un= schul 1.- 3. all= zeit fun- den ge- dul = 2 Kreu- zes ge- schlach- tet,-ach- tet:} do wa- rest ver= = = 95 adalnade Paffion 55 Je Je Univ.- Bibl. Giessen C E = = dig am Stamm des dig, wie wohl du [ u. sonst müß- ten wir ver= za= gen. Je Je FF all Sünd' hast du ge= fu. 1. u. 2. Er- barm dicho un= fer, 0 3. Gib uns dein' frie= den, 0 Nach dem lat. Agnus Dei von Nikolaus Decius 1522 = M [ u. fu. Das Kirchenjahr 56 迪 1. Chrí- stus, der ung se= lig macht, kein Bös's hat be= gan B gen, ward für uns zur Mit- ter- nacht als ein Dieb ge= fan se Leut und fälsch- lich ver= kla = gen, 2. In der ersten Stund am Tag, da er sollte leiden, bracht man ihn mit harter Plag Pilatus dem Heiden, der ihn unschuldig befand, ohn Urfach des Todes, ihn derhalben von sich fandt zum König Herodes. TEAM DILONA 14. Jahrh./ Böhmische Brüder 1531 3. Um Drei hat der Gottesſohn Geißeln fühlen müssen, fein Haupt ward mit einer Kron von Dornen zerrissen, höhnt und ver- speit, wie denn die Schrift fa = 96 ge- führt vor gott= lo= kte.vinu get, Der- lacht, der= ==gekleidet zu Hohn und Spott ward er sehr geschlagen, und das Kreuz zu ſeinem Tod mußt er selber tragen. get. 4. Um Sechewardernacktund bloß an das Kreuz geschlagen, an dem er sein Blut vergoß, betet' mit Wehklagen; die Zuschauer spott'ten ſein, auch die bei ihm hingen, bis die Sonne ihren Schein entzog folchen Dingen. 5. Jeſus schrie zur neunten Stund, großer Qual verfallen, ihm ward dargereicht zum Mund Effigtrank mit Gallen, da gab er auf ſeinen Geiſt, und die Erd erzittert, des Tempels Vorhang zerreißt, und manch) fels zersplittert. 6. Da man hatt zur Veſperzeit die Schächer zerbrochen, ward Jesus in seine Seit mit eim Speer gestochen, daraus Blut und Wasser rann, die Schrift zu erfüllen, wie Johannes zeiget an, nur um unfertwillen. stainst Paffion 7. Da der Tag sein Ende nahm, der Abend war kommen, ward Jesus vons Kreuzes Stamm durch Joseph genommen, herrlich, nach der Väter Art, in ein Grab geleget, allda mit Hütern verwahrt, wie Matthäus zeiget. 8. O hilf, Christe, Gottes Sohn, durch dein bitter Leiden, daß wir dir stets untertan all Untugend meiden, G deinen Tod und sein Ursach fruchtbarlich bedenken, dafür, wiewohl arm und schwach, dir Dankopfer schenken.( 531) Das lat. Lied Patris sapientia( 14. Jahrh.) verdeutscht von Michael Weiße 1531 97 ürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich Extr unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der d geplaget und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und and um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der Herr warf unser aller Sünde auf ihn. Jesaja 53, 4-6 ph Das Kirchenjahr 57 on sone nisj tat, sind, 1. O mir ar= men Tod. hat gebracht uns da- rin wir emp= fan gen und ge- bo= ren = Ky- ri- e 14. Jahrh./ Königsberg( Oftpreußen) 1527 3. So nicht wär gekommen Chriftus in die Welt Sün- der! Un- fre Mif- fe= B Not, daß wir un- ter= wor- fen sind dem e= wi= gen e= le={-fon, 2. Aus dem Tod wir konnten durch uns'r eigen Werk nimmer werdn gerettet, die Sünd mar zu stark; daß wir würdn erlöset, malli so konnte nicht anders sein, denn Gotts Sohn mußt leiden des Todes bittre Pein. Kyrie eleifon,/ Chrifte eleifon, Kyrie eleison. und hätt angenommen unser arm Geſtalt und für unsre Sünde = al= le in folche gro- ße B e le i= fon, Chri- fte_ Ky- ri= ee- le= f= son. geſtorben williglich, defo hätten wir müssen u verdammt sein ewiglich. Kyrie eleifon,/ Chrifte eleison, tKyrie eleison.[ 4. Solche große Gnad und Däterliche Gunst hat uns Gott erzeiget lauterlich umsonst in Christo, seim Sohne, der sich gegeben hat in den Tod des Kreuzes HE 98 zu unfrer Seligkeit. Kyrie eleison, Chrifte eleifon, Kyrie eleison. 5. Des folln wir uns trösten gegen Sünd und Tod und ja nicht verzagen vor der Höllen Glut; denn wir sind gerettet aus aller fährlichkeit durch Christ, unfern Herren, gelobt in Emigkeit. Kyrie eleison,/ Chrifte eleison, Kyrie eleiſon. ainst Paffion 6. Darum wolln wir loben, 86 danken allezeit dem Vater und Sohne und dem Heilgen Geist; bitten, daß sie wollen behüten uns hinfort, und daß wir stets bleiben bei ſeinem heilgen Wort. H Kyrie eleison,/ Chrifte eleison, Kyrie eleison. 7. Ehre sei dir, Christe, der du littest Not, an dem Stamm des Kreuzes für uns bittern Tod, herrschest mit dem Vater in der Ewigkeit: hilf uns armen Sündern zu der Seligkeit. Kyrie eleifon,/ Chrifte eleison, Kyrie eleison. Nach dem vorreformatorischen Liede, O du armer Judas"( 15. Jahrh.) Don Hermann Bonn 1542. Str. 7 nach dem lateinischen, schon vorreformatorisch verdeutschten Liede Laus tibi Christe( 14. Jahrh.) 99 Mein Gott, mein Gott, warum haſt du mich verlaſſen? Ich heule; aber meine Hilfe ist ferne. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf: Er klage es dem Herrn, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Luft zu ihm. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand. Aber du, Herr, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen! Aus Psalm 22 Das Kirchenjahr 58 model the allows( 1. Je= fu Kreuz, Lei- den und Pein, deins Heilands und Her = ren, d be- tracht, chrift- li= bis er ist ge= stor ihm zu Lob und Eh- ren. Merk, was er ge Mif- fe- tater- löst, 2. Jesus, wahrer Gottessohn auf Erden erschienen, fing bald in der Jugend an, als ein Knecht zu dienen; äußert sich der göttlich Gwalt und verbarg ihr Wesen, lebt in menschlicher Gestalt; daher wir geneſen. Prag 1522/ Böhmische Brüder 1566 3. Jesus richtet aus sein Amt an den Menschenkindern, eh er ward zum Tod verdammt für uns arme Sünder, lehrt und rüst' die Jünger sein, musch ihn' ihre Füße, feht das heilig Nachtmahl ein, macht ihn' das Kreuz füße. = 4. Jesus ging nach Gottes Will in' Garten zu beten; dreimal er da niederfiel in fein' großen Nöten, Gnad er= wor ben, dhe Gemein, se 100 = = lit- ten hat, dich von dei- ner ben. rief sein' lieben Vater an mit betrübtem Herzen, von ihm blutiger Schweiß rann Don Angsten und Schmerzen. 5. Jefus da gefangen mard, gebunden geführet und im Rat beschweret hart und zu Hohn gezieret; Derdeckt, verspott' und verspeit, jämmerlich geschlagen, auch verdammt aus Haßund Neid durch erdicht' Anklagen. 6. Jesus ward früh dargestellt Pilatus dem Heiden; ob der wohl ſein Unschuld meldt, dennoch mußt er leiden, ward gegeißelt und verkleidt, mit Dornen gekrönet, nation w in feim großen Herzeleid aufs schmählichst gehöhnet. 7. Jeſus, verurteilt zum Tod, mußt fein Kreuz felbft tragen in großer Ohnmacht und Not, ward daran geschlagen, hing mehr denn drei ganze Stund in groß Pein und Schmerzen; bittre Galle schmeckt sein Mund. O Mensch, faß'e zu Herzen! 8. Jeſus rief am Kreuze laut: , Adh, ich bin verlassen! Hab dir doch, mein Gott, vertraut, mollst mich nicht verstoßen. Gnad dem, der mir Hohn beweift jetzt in meim Elende. Ich befehl nun meinen Geiſt dir in deine Hände." Inst Nach einem tschechischen evangelischen Liede 1522 von Petrus Herbert 1566 ( 531) Pandora 59 Nikolaus Herman 1551 und 1560 adoinson Paffion 9. Jesus ist das Weizenkorn, das im Tod erstorbenen und uns, die mir warn verlorn, das Leben erworben; bringt viel frücht zu Gottes Preis, der' wir stets genießen, gibt sein' Leib zu einer Speis, fein Blut zum Trank süße. 10. Jesu, weil du bist erhöht zu emigen Ehren: unfern alten Adam tőt, den Geist tu ernähren; zeuch uns allesamt zu dír, daß empor wir schweben; begnad unsers Geifts Begier mit deim neuen Leben. 1. Wir dan- ken dir, Herr Je= su Christ, daß du für uns ge- stor- ben bift und hast uns durch dein teu- res Blut ge= macht vor 2. und bitten dich, wahr' Mensch und Gott,/ durch dein heilig fünf Wunden rot:/ erlös uns von dem emgen Tod und tröst uns in der letzten Not. Gott ge recht und gut, 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand/ und reich uns dein allmächtigHand,/ daß wir im Kreuz B geduldig sein,/ uns trösten deiner schweren Pein 4. und schöpfen draus die Zuversicht,/ daß du uns werdst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn,/ daß mir durchs Kreuz ins Leben gehn. ( 504) 101 Christoph Fischer 1589 Das Kirchenjahr 6munitnesia and fi angst, e 1. Herz= lieb- ster [ pro- chen? tai pui brochen, daß man ein solch scharf Urteil hat geWas ist Miffe ta= ten = Je=[ u, 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn' gekrönet,/ ins Angesicht geschlagen und verhöhnet,/ du wirst mit Effig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenket. / die Schuld, in was für 3. Was ist doch mohl die Ursach foldher Plagen!/ Ach meine Sünden haben dich geschlagen;/ ach mein Herr Jeſu, ich hab dies ver schuldet,/ was du erduldet. Genf um 1543/ Johann Crüger 1640 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte leidet für die Schafe,/ die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte. 5. Derfromme ſtirbt, der recht und richtig wandelt,/ der Böse lebt, der wider Gott mißhandelt;/ der Mensch verwirkt den Tod und ist entgangen,/ Gott wird gefangen. was hast du der= du 102 bift ge 6. O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf dieſe Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Luft und Freuden,/ und du mußt leiden. a ten? ra= 7. Ach großer König, groß zu allen Zeiten,/ wie kann ich gnugfamfolche Treuausbreiten?/ Keins Menschen Herz vermag es auszudenken,/ was dir zu schenken. 8. Ich kanns mit meinen Sinnen nicht erreichen,/ womit doch dein Erbarmung zu vergleichen;/ wie kann ich dir denn deine Liebestaten/ im Werk erstatten? 9. Doch ist noch etwas, das dir an= genehme:/ wenn ich des Fleisches Lüfte dämpf und zähme,/ daß sie aufs neu mein Herze nicht entzünden/ mit alten Sünden.m 10. Weile aber nicht besteht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gib mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 11. Ich werde dir zu Ehren alles wagen,/ kein Kreuz nicht achten, keine Schmach und Plagen,/ nichts von Verfolgung, nichtsvonTodes schmerzen/ nehmen zu Herzen. 15. Jahrh./geistlich Leipzig 1545 1. 110 Wenn mei- ne Sünd'mich krän= ken, so laß mich wohl be= den adoinstaPaffion 12. Dies alles, obs fürschlecht* zwar ist zu schätzen,/ wirst du es doch nicht gar beiseiteſetzen;/ in Gnaden wirst du dies von mir anneh= men, mich nicht beschämen. fod * schlicht, gering 13. Wann, o HerrJefu, dortvordei= nem Throne/ wird stehn auf meinem Haupt die Ehrenkrone,/ da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und Dank fingen. Johann Heermann 1630 61 2. O Wunder ohne Maßen, wenn mans betrachtet recht: es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; es hat sich selbst der wahre Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. Jefu Chrift,) stor- ben bist f und al= le mei- ne Schul- den- laft am 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl! Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist all zumal = Stamm des heilgen Kreu= Ze8 auf dich ge- nom- men haft. bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht mehr darf fürchten der Höllen Qual und Glut. o mein Herr ken, wie du ge= 103 4. Drum fag ich dir von Herzen jetzt und mein Leben lang für deine Pein und Schmerzen, o Jefu, Lob und Dank, für deine Not und Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. Das Kirchenjahr 5. Herr, laß dein heilig Leiden r mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die fündliche Begier, daß mir nie komme aus dem wie viel es dich gekoftet,[ Sinn, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, follt's auch sein Schmach und hilf mir geduldig tragen,[ Spott, gib, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Exempel, das du mir vorgestellt. 62 1. { Ein eg Welt und ih Sün- den al = ter_ ler_ = 7. Laß mich an andern üben, was du an mir getan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermannsl ohn Eigennut und Heuchlerschein und, wie du mir erwiesen, aus reiner Lieb allein. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich lojzeVnoo in meiner letzten Stunden und des versichern mich: weil ich auf dein Verdienst nur du werdest mich annehmen,[ trau, daß ich dich emig schau. ( 522) Justus Gesenius 1646 Wolfgang Dachstein 1525 Lämm- lein geht und geht und bü= ßet Kin- der, l Sün- der, f trägt die Schuld der in Geduld die eg matt und krank, er= gibt sich auf die fa- get al- len freu- den, es nim- met und spricht:, Ich wille gern leí 104 und Spott, Angst, Wun- den, Strie- men, geht da- hin, wird Wür- ge- bank, entan Schmach, Hohn Kreuz und Tod den". 2. Das Lämmlein ist der große Freund/ und Heiland meiner Seelen;/ den, den hat Gott zum Sündenfeind/ und Sühnermollenmählen:, Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich 6. Erweitre dich, mein Herzensausgetan/ zur Straf und Zornes- fchrein, du sollst ein Schatzhaus ruten;/ die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und follst sie machen los durch Sterben und durch Bluten." 3., Ja, Vater, japon Herzensgrund, / leg auf, ich will dirs tragen;/ mein Wollen hängt an deinem Mund,/ mein Wirken ist dein Sagen."/ O Wunderlieb, o Liebesmacht,/ du kannst- was nie kein Mensch gedacht-/ Gottfeinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark, du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die felfen [ pringen. werden/ der Schähe, die vielgrößer fein/ als Himmel, Meer und Erden./ Weg mit den Schähen dieser Welt/ und allem, was ihr wohl= gefällt! Ich hab ein Beßres funden:/ mein großer Schah, Herr Jefu Christ, ist dieses, was gefloffen ist aus deines Leibes Wunden. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen faffen./Du sollst fein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht,/ follst du mein Herze bleiben; ich will mich dir, mein höchster Ruhm, hiermit zu deinem Eigentum/ be= ständiglich verschreiben. Majas Paffion deinem Namen für und für/ in Dankbarkeit ergießen;/ und was du mir zugut getan,/ das will ich ftete, so tief ich kann,/ in mein Gedächtnis schließen. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit/ bei Nacht und Tage fingen,/ michy felbst auch dir nach Möglichkeit*/ zumfreudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens foll sich dir/ und * nach bestem Vermögen 7. Das soll und will ich mir zunuh/ zu allen Zeiten machen;/ im Streite soll es fein mein Schuh,/ in Traurigkeitmein Lachen, infröhlichkeit mein Saitenspiel;/ und wenn mir nichts mehr schmecken will, soll mich dies Manna[ pei= fen; im Durft folle fein mein Wafferquell,/ in Einsamkeit mein Sprachgefell/ zu Haus und auch auf Reisen. 8. Wenn endlich ich soll treten ein/ in deines Reiches Freuden,/ so foll dein Blut mein Purpur sein,/ ich will mich darein kleiden;/ es soll feinmeines Hauptes Kron,/ inwelcher ich will vor den Thron/ des höchsten Vaters gehen/ und dir, dem er mich anvertraut,/ als eine mohlgefchmückte Braut/ andeiner Seite stehen.qidestinatos Paul Gerhardt 1647 105 Das Kirchenjahr 63 ¹{ 0 Melodie: Herzlich tut mich verlangen no Hans Leo Haßler 1601/ geistlich Görlit 1613 Haupt poll Blut und Haupt, zum Spott ge Schmerz und Dol- ler Hohn; ei= ner Dor- nen- kron; zie= ret mit höch- ster Ehr und 3. Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin und ganz vergangen; des blaffen Todes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. Wun- bun B den, pollin den mit un 106 o Haupt, sonst schön ge= hoch schimp- fie- ret: ge- grü= ßet ſeist du 2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte*: wie bist du so beſpeit, wie bist du so erbleichet! Wer hat dein Augenlicht, dem sonst kein Licht nicht gleichet, ſo schändlich zugericht'? * das Weltall Zier, jetzt a= ber wid mir! 4. Nun, was du, Herr, erduldet, 309 DISA ist alles meine Laft, ich hab es selbst verschuldet, was du getragen haſt. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat. Gib mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad. 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an. Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts getan; dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet mit mancher Himmelsluft. 6. Ich will hier bei dir ſtehen, verachte mich doch nicht; von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht, wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, aledann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden und tut mir herzlich wohl, in lo wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, o Jefu, liebster Freund, für deines Todes Schmerzen, da dus fo gut gemeint. Ach gib, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu und, wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. adoina Paffion 9. Wenn ich einmal foll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich den Tod foll leiden, so tritt du dann herfür, wenn mir am allerbängsten wird um das Herze ſein, so reiß mich aus den Angsten kraft deiner Angst und Pein Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer so stirbt, der stirbt wohl. 1 ( 530) stre Nach dem lat. Salve caput cruentatum des Arnulf von Löwen ( um 1200-1250) Don Paul Gerhardt 1656 107 enn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ists eine Gottes kraft. Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch törichte Predigt Jelig zu machen die, so daran glauben. Sintemal die Juden Zeichen fordern und die Griechen nach Weisheit fragen, wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Argernis und den Griechen eine Torheit; denen aber, die berufen sind, Juden und Griechen, predigen wir Christum, göttliche Kraft und göttliche Weisheit.msallo facial on Alus 1. Korinther 1 Das Kirchenjahr 64 1. O Welt, sich hier dein Leben am Stamm des Melodie: O Welt, ich muß dich lassen 15. Jahrh./geistlich um 1505 Kreu- zes schwe- ben, dein Heil sinkt in den Tod. = große Fürst der Der Eh= ren läßt mil- lig fich be108 schwe= ren mit Schlä- gen, Hohn und gro= ßem Spott. 2. Tritt her und schau mit fleiße: feín Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt; aus seinem edlen Herzen Dor unerschöpften Schmerzen ein Seufzernach demandern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen ſo übel zugericht'? Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Ubeltaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget 5. Ich bins, ich sollte büßen an Händen und an füßen gebunden in der Höll; die Geißeln und die Banden und was du ausgestanden das hat verdienet meine Seel. 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer als ein Stein; du wirst ein Fluch, dagegen verehrst du mir den Segen; dein Schmerzen muß mein Labfal 7. Du setzest dich zum Bürgen,[ fein. ja läsfest dich gar würgen für mich und meine Schuld, mir läsfest du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 8. Ich bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr, was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legend allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, eins aber will ich tun: end es foll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen sehen, mich stets daran ergöhen, ich sei auch, wo ich ſei; es foll mir sein ein Spiegel der Unschuld und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Wie heftig unfre Sünden den frommen Gott entzünden, mie Rach und Eifer gehn, erlainat Paffion 12. Ich will daraus studieren, wie ich mein Herz soll zieren mit ftillem, fanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit tut. 13. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf* und Namen brechen, fo will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und milliglich. * Ehre 14. Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir und dem abfagen, was meinem Fleisch gelüft'; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, fo viel mir immer möglich ist. 15. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Tränen, die dir gefloffen zu, die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände wie grausam seine Ruten, wie zornig feine Fluten, will ich aus diesem Leiden sehn. begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt 1647 ( 512) Zin jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war: welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt er's nicht für einen Raub, Gott gleich sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden, erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Philipper 2, 5-8 109 Das Kirchenjahr 65 Je su, met= nes Le- bens dich für mich ge 1.{ der du meines To= des tief=[ te See- len H B Wolfgang Weßniter 1661 Le= ben, ge= ben Tod;} in das äu- ßer= fte Ver= not, naciaj doy pia, liol es 3. Duhaft laffen Wunden schlagen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu sehen mich in Ruh, ach du haft zu meinem Segen laffen dich mit Fluch belegen. Tausend-, tausendmal sei dir, s liebster Jesu, Dank dafür. 4.Manhatdich sehrhartverhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, gar mit Dornen dich gekrönet: was hat dich dazu bewegt! Je=[ u, d in die der- ben, nur daß ich nicht möchte ster- ben: tau- send-, tau- fend- mal fef dir, lieb- fter Je= fu, Dank dafür. Daß du möchtest mich ergötzen, mir die Ehrenkron aufsetzen. Taufend-, tausendmal sei dir, liebster Jefu, Dank dafür. 2. Du, ach du haft ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und dugerechter Gottessohn,[ Banden, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Taufend-, tausendmal sei dir, liebster Jefu, Dank dafür. 110 5. Du haft wollen fein geschlagen, zu befreien mich von Pein, fälschlich lassen dich anklagen, daß ich könnte sicher sein, daß ich möchte trostreich prangen, hast du fonder Troft gehangen. Taufend-, tausendmal sei dir, liebster Jefu, Dank dafür. 6. Du haft dich in Not geſtecket, haft gelitten mit Geduld, gar den herben Tod geschmecket, um zu büßen meine Schuld, daß ich würde losgezählet, hast du wollen sein gequälet. Taufend-, tausendmal sei dit, liebster Jefu, Dank dafür. adotner Paffion 7. Deine Demut hat gebüßet ud 8. Nun, ich danke dir von Herzen, meinen Stolz und Ubermut, drid Herr, für die gesamte Not: mus dein Tod meinen Tod verfüßet, für die Wunden, für die Schmerzen, es kommt alles mir zugut.pud für den herben, bittern Tod; Dein Verſpotten, dein Verspeien für dein Zittern, für dein Zagen, muß zu Ehren mir gedeihen. für dein tausendfaches Plagen, ud Taufend-, tauſendmal sei dir, 8 für dein Angst und tiefe Peint liebster Jeſu, Dank dafür. orta will ich ewig dankbar fein.& mus Mot( 536) Ernst Christoph Homburg 1659 Martin Jan 1652 1. Du gro= ßer Schmer- zens- mann, für al= leo def- ne Pla- gen: fo____ ge- schlagen, Herr Je- fu, dir sei Dank See- len- angst, für dei- ne Band und Not, Geiße- lung, 2. Ach das hat unfre Sünd und Missetat verschuldet, was du an unsrer Statt, was du für uns erduldet. Ach unfre Sünde bringta dich an das Kreuz hinan; o unbeflecktes Lamm, was hast du sonst getan? für dei= nen 10020 66 Dom Va- ter 111 für dei= ne bit- tern Tod. 3. Dein Kampf ist unser Sieg, dein Tod ist unser Leben, in deinen Banden ist die freiheit uns gegeben. Dein Kreuz ist unſer Trost, die Wunden unser Heil, dein Blut das Lösegeld, der armen Sünder Teil. für dei- ne smisd Das Kirchenjahr 4. O hilf, daß wir auch uns zum Kampf und Leiden wagen und unter unsrer Laſt des Kreuzes nicht verzagen; hilf tragen mit Geduld durch deine Dornenkron, wenns kommen soll mit uns zum Blute, Schmach und Hohn. 5. Dein Angst komm uns zugut, wenn wir in Angsten liegen; durch deinen Todeskampf laß uns im Tode siegen; 67 Melodie: Chriftus, der uns selig macht/ 14. Jahrh./Böhmische Brüder 1531 oder: Jefu Kreuz, Leiden und Peín( Nr. 58) durch deine Bande, Herr, bind uns, wie dirs gefällt; hilf, daß wir kreuzigen durch dein Kreuz Fleisch und Welt. 6. Laß deine Wunden sein S die Heilung unſrer Sünden, um laß uns auf deinen Tod dan den Trost im Tode gründen.al O Jefu, laß an uns durch dein Kreuz, Angst und Pein dein Leiden, Kreuz und Angſt ja nicht verloren ſein. ( 526) Adam Thebefius 1652 fined 1. Je=[ u, dei= ne Paf= fí= on be= den= ken; mol= left mir vom Himmelsthron Geift und Andacht schen= ken. er- schein, Je= fu, mei- nem Her fer Heil zu sein, 2. Meine Seele sehen mach deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreuzesschande, d will ich jetzt In dem Bil- de jetzt lit= teft al= le 112 zen, wie du, unSchmer= zen. Aut deine Geißel, Dornenkron, Speer- und Nägelwunden, bl deinen Tod, o Gottessohn, der mich dir verbunden. 3. Aber laß mich nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen. Ach die Ursach mar auch ich, ich und meine Sünde: diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 4. Jefu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue, hilf, daß ich mit Sünde dich martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben Luft und nicht wollen meiden, was du selber büßen mußt mit fo großem Leiden? Nach der Melodie des vorhergehenden Liedes 1. Seele, mach dich heilig auf, Jefum zu begleiten gen Jerufalem hinauf, tritt ihm an die Seiten! In der Andacht folg ihm nach zu dem bittern Leiden, bis du aus dem Ungemach zu ihm wirst verscheiden. 2. Du zeuchst als ein König ein, wirft dafür empfangen, aber Bande warten dein, dich damit zu fangen. für die Ehre Hohn und Spott wird man dir, Herr, geben, bis du durch des Kreuzes Tod schließen wirst dein Leben. Das Kreuz ist der Königsthron, drauf man dich wird setzen, dein Haupt mit der Dornenkron bis in' Tod verletzen. adonabor Paffion 5. Wenn mir meine Sünde will machen heiß die Hölle, Jefu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle. Dich und deine Paffion laß mich gläubig faffen, liebet mich sein lieber Sohn, wie kann Gott mich haffen? 6. Gib auchh, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut oon dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb um Lieb. Indes laß dies Lallen - bessern Dank ich dorten geb-, Jefu, dir gefallen. ( 531) Siegmund v. Birken 1663 5 68 Jesu, dein Reich auf der Welt ist ja lauter Leiden; so ist es von dir bestellt bis zum letzten Scheiden. 4. Du mirst, Herr der Herrlichkeit, ja mohl müssen ſterben, daß des Himmels Ewigkeit ich dadurch mag erben. Aber ach, wie herrlich glänzt deine Kron von ferne, die dein siegreich Haupt bekränzt, schöner als die Sterne. 5. Laß mich diese Leidenszeit fruchtbarlich bedenken, voller Andacht, Reu und Leid mich darüber kränken. Auch dein Leiden tröste mich bei so vielem Jammer, bis nach allem Leiden ich geh zur Ruhekammer. ( 531) 113 Abraham Klefel 1675 Das Kirchenjahr 69 {" laß Herr Je=[ u, mir por deine große Not Melodie: Herr Jesu Christ, du höchstes Gut Görlih 1587/ Dresden 1593 deine Angst und Pein Au= gen all zeit sein, und dein be- trüb-tes Lei- den} Laß mich an die Sünde zu ver= mei= den. tern Tod, die- weil ich 2. Die Wunden alle, die du hast, hab ich dir helfen schlagen, auch meine große Sündenlast dir aufgelegt zu tragen. Ach liebster Heiland, schone mein, laß diese Schuld vergessen sein, laß Gnad por Recht ergehen. und dei= nen her- ben, bit= 3. Du haft verlaffen deinen Thron, bist in das Elend gangen, ertrugeſtSchläge, Spottund Hohn, mußteft am Kreuze hangen, auf daß du für uns schafftest Rat und unsre schwere Miſſetat bei Gott verföhnen möchtest. le== be, den= ken. 4. Drum millidhjeħtin Dankbarkeit von Herzen dir lobsingen, und wenn du zu der Seligkeit mich wirft hinkünftig bringen, so will ich daselbst noch viel mehr zufamt dem ganzen Himmelsheer dich emig dafür loben. 5. Herr Jesu, deine Angst und Pein und dein betrübtes Leiden laß meine letzte Zuflucht ſein, wenn ich von hier soll scheiden. Ach hilf, daß ich durch deinen Tod fein sanft beschließe meine Not und felig sterbe. Amen. Nach Tobías Clausnizer 1662/ Plon 1675 114 Melodie: Es find doch selig alle, die Matthäus Greitter 1525 HET 1. 5* Ich grüße dich am Kreuzeostamm, Hier hängst du zwar in lau- ter Not lob= tes Got- tes- lamm, mit andachtsvol- lem Her- zen. hor- fam bis zum Tod, ver- gehst in tau- fend Schmerzen; f ſtät und Zier adoinst Paffion 70 doch sieht mein Glaube wohl an dir, daß Got- tes Ma= jein die- sem Lei du hoch- geund bist geB 115 be woh- ne und daß du hier so mür- dig seift, daß man dich Herr und Kö- nig heißt, als auf dem Ehren= thro- ne. 2. Ich folge dir durch Tod und Leid, Ach Jefu, deine höchste Treu o Herzog meiner Seligkeit, nichts foll mich von dir trennen. Du gehst den engen Weg doran, dein Kreuzestod macht offne Bahn den Seelen, die dich kennen. macht, daß mir nichts unmöglich sei, da du für mich geſtorben, ich scheue nicht den bittern Tod und bin gemiß in aller Not: , Wer glaubt, ist unverdorben." ( 545) Volentin Ernst Löscher 1722 Das Kirchenjahr 71 1. Herr, stär- ke mich, dein den- ken, mich in das Meer der sen ken, Melodie: Herzliebster Jefu, mas hast du verbrochen Genf um 1543/ Johann Crüger 1640 B die dich be- Schuld des Bö sen B 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden/ und bis zum Todam Kreuzgehorsam werden, an unfrer Statt, gemartert und zerschlagen, die Sünde tragen: 3. welch wundervoll hochheiliges Geschäfte!/ Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte,/ mein Herz erbebt; ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen;/ Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlöfen./ Dies kann mein Geift mit und zücken/ am Kreuz erblicken. 5. Es schlägt den Stolz und mein Verdienst darnieder,/ es stürzt mich tief, und es erhebt mich wieder, lehrt mich mein Glück, uns zu Leí- den zu be= Liebe zu verDon mog, al= ler 116 er. lö= sen. = macht mich aus Gottes feinde/ zu Gottes Freunde. 6. O Herr, mein Heil, an dessen Blut ich glaube,/ ich liege hier vor dir gebückt im Staube,/ verliere mich mit dankendem Gemüte/ in deine Güte. 7. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden/ ein Argernis und eine Torheit werden:/ so seis doch mir, trotz alles frechen Spottes,/ die Weisheit Gottes. 8. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden kränken,/ so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken./ Dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide,/ mir fried und freude. Christian Fürchtegott Gellert 1757 Master Courtyke altkirchlich/ Königsberg( Oftpreußen) 1527 1. Chrí ste, du Schöp- fer aller Welt, = inste Paffion 72 der die Gläub- gen hält, weil unser Bit= ten 2. Kein Maß hat deine Gnad gekannt,/ hat in Geduld, mit starker Hand durch Leid am Kreuz gelöst das Band,/ das Adams Sünde um uns wand. du Kö- nig, dir ge= fällt, nimm un ser Lob- lied an, o Held. = 4. Die Hand gebunden ausgestreckt,/ zu lösen, was in Banden steckt,/ hast du mit Gnad den Zorn bedeckt, den Menschenschuld in Gott erweckt. 3. Vor dem die Sterne neigen sich), du kamst ins fleisch demütiglich,/ darin zu leiden williglich;/ 5. Du hangst am Kreuze[ terbend hier, und doch erbebt die Erd vor dir,/ der Geist der Kraft geht in Todesschmerz dein Leib er- aus von dir, die ſtolze Welt erblich. blaßt vor dir. 6. Jetzt um dein Siegerangesicht/ andesnis des ewgen Vaters Glanz sich flicht,/ jetzt mit des Geiftes Kraft und Licht, o König du, verlaß uns nicht. ( 506) Siehe auch: Christe, du Lamm Gottes( Nr. 136) Laffet uns mit Jefu ziehen( Nr. 252) 117 Nach dem altkirchl. Hymnus Rex Christe, factor omnium Hildburghausen um 1900 un ind Das Kirchenjahr 27 73 Zum Gedächtnis der Grablegung 1. O Trau- rig- keit, F das nicht zu be ei- nigs Kind = 3. O Menschenkind, nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Miſfetat warefst ganz vernichtet. 2. O große Not! Gotts Sohn liegt tot. Am Kreuz ift er gestorben; hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 0 kla= gen! wird ins Grab ge Her- ze- leid! Ist Mainz 1628 Gott des Va- ters 5. O felig ift zu aller Frist, in 6. O Jesu, du mein Hilf und Ruh, 4. O füßer Mund, o Glaubensgrund, wie bist du doch zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. tra- gen. der dieses recht bedenket, wie der Herr der Herrlichkeit wird ins Grab verfenhet. ich bitte dich mit Tränen: hilf, daß ich mich bis ins Grab nach dir möge sehnen. dahi Str. 1: Würzburg 1628, Str. 2-6: Johann Rift 1641 118 Melodie: O Traurigkeit, o Herzeleid Mainz 1628 1. So ru- heft du, dei- ner Gra- bes= höh- le dei= nen Tod 2. Man ſenkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens Leben. Dich hat jetzt ein Felsengrab, fele des Heils, umgeben. 3. Ach bist du kalt, mein Trost und Halt! Das macht die heiße Liebe, die dich in das kalte Grab durch ihr Feuer triebe. Zum Gedächtnis der Grablegung 74 mei- ne Ruh, in mei= ne to= te______ und er- weckst durch See le. 5. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rofen liege, 119 weil ich nun durch deinen Tod Tod und Grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen. 4.O Lebensfürst, 7. Indes will ich, ich weiß, du mirst o Jeſu, dich mich wieder auferwecken. in meine Seele senken Sollte dann mein gläubig Herz und an deinen bittern Tod H vor der Gruft erschrecken? bis in' Tod gedenken. Salomo franck 1685 Das Kirchenjahr bdsmN 75 Ostern Christ ist er stan- den Wär al- le; des folln wir al er nicht er- Christ will unser Trost ſein. Ky tí= e= leis. stan 12. Jahrhundert/ Wittenberg 1533 C den, Der gan- gen; feit daß er von der Mar- ter - le froh sein, 120 B so lobn wir den Va- ter Jefu Chrift. Ky-ri= e= leis. = Hal= le- lu- ja, Hal le so war die Welt er- stan- den iſt, Hal- le- lu- ja! Des folln wir al lu- ja, - le froh sein, Chrift will unfer Trost sein. Ky tí= e= leis. 12.Jahrhundert E 11. Jahrh./ Martin Luther 1524 1. J Christ lag in der To des ban ist wie der er stan ■ ſein, R fre Sünd ge - ge ben, uns bracht das Le ben. Gott lo= ben M 109 dod and starog76 3. Jeſus Chriſtus, Gottes Sohn, an unser Statt ist kommen und hat die Sünd abgetan, damit dem Tod genommen all sein Recht und fein Gewalt, da bleibt nichts denn Tode Gestalt den Stachel hat er verloren. Halleluja. H( Doll R B 121 Des mir alajmarb Oftern den, den für unund hat und dank- bar sein und fol= len fröh- lich fin= gen Hal= le= lu== ja. Hal- le- lu= ja. 2. Den Tod niemand zwingen bei allen Menschenkindern;[ konnt das macht' alles unsre Sünd, kein Unschuld wat zu finden. Davon kam der Tod so bald und nahm über uns Gewalt, hielt uns in seim Reich gefangen. Halleluja. 4. Es war ein wunderlidh Krieg, da Tod und Leben rungen, das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja. 5. Hie ist das recht Ofterlamm, davon wir follen leben, das ist an des Kreuzes Stamm in heißer Lieb gegeben. Des Blut zeichnet unsre Tür,* das hält der Glaub dem Tod für, der Würger hann uns nicht rühren. Halleluja. * fiehe 2. Mofe 12 Das Kirchenjahr 6. So feiern wir das hoh fest mit Herzensfreud und Wonne, das uns der Herr scheinen läßt. Er ist selber die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleucht' unfre Herzen ganz, der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja. * siehe die Ofterepistel 1. Kor. 5, 6-8 Nach dem lat. Victimae paschali laudes des Wipo( um 990- nach 1048) und dem deutschen Liede ,, Christ ist erstanden"( Nr. 75) Don Martin Luther 1524 $ 10 77 1. Je= er ge ü- ber- mand, ist auf- er= stan- den, die Sünd hat = = 78 € 6 7. Wir effen und leben wohl, zum füßen Brot geladen; der alte Saurteig* nicht foll fein bei dem Wort der Gnaden. Chriftus mill die Koft une fein und speisen die Seel allein, der Glaub willkeins andern leben. Halleluja. 2. Der ohn Sünden war geborn, trug für uns Gottes Zorn, hat uns verföhnet, daß Gott uns ſein Huld gönnet. Kyrie eleison. fus Christus, un= fer Hei- land, der den Tod R fan- gen. Ky- tí = e le={ fon. 3. Tod, Sünd, Leben und Genad, alls in Händen er hat; er kann erretten alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison. 1. Er standen ist der Wittenberg 1529 122 = e Martin Luther 1524 14. Jahrh./ Böhmische Brüder 1531 heilig Chrift, Hal= le- lu ja, Hal le = B lu- ja, Tröster ift. Hal 2. Und wär er nicht erstanden, Halleluja, Halleluja, so war die Welt vergangen. Halleluja, Halleluja. B 3. Und seit daß er erstanden ist, Halleluja, Halleluja, fo loben wir den Herren Christ. Halleluja, Halleluja. * Hier kann der Chor den Zwiegefang zwischen Maria und dem Engel am Grabe ( Str. 4 bis 13) fingen: le- lu-ja, Hal le- lu- ja. heut an dem heilgen Oftertag. Halleluja, Halleluja. 9. Maria: Zeig uns den Herren JeHalleluja, Halleluja,[ fum Chrift, der von dem Tod erstanden ist. Halleluja, Halleluja. 10. Engel: Sotret'herzuund seht die [ Statt, Halleluja, Halleluja, da unser Herr gelegen hat. Halleluja, Halleluja. 4. Drei Frauen nahmen Spezerei, Halleluja, Halleluja, und gingen hin zum Grab ohn Halleluja, Halleluja. [ Scheu. 5. Sie[ uchten den Herrn Jefum Halleluja, Halleluja, [ Chrift, der von dem Tod erstanden ist. Halleluja, Halleluja.naom 6. Engel: Erschrecket nicht, seid alle Halleluja, Halleluja, denn den ihr sucht, der ist nicht da. Halleluja, Halleluja. [ froh, 7. María: Ach Engel, lieber Engel, Halleluja, Halleluja, [ fein, wo find ich denn den Herren mein? Halleluja, Halleluja. der 8. Engel: Er ist erstanden aus dem Halleluja, Halleluja, [ Grab, oinapas Oſtern al ter Welt ein D 123 11. Frauen: Wir sehens wohl zu dieHalleluja, Halleluja,[ fer frift; weif'uns den Herren Jefum Chrift. Halleluja, Halleluja. 12. Engel: Ihr sollt nach Galiläa Halleluja, Halleluja, [ gehn, da werdet ihr den Heiland sehn. Halleluja, Halleluja. 14. Nun singet all zu dieser Frist, Halleluja, Halleluja, erstanden ist der heilig Chrift. Halleluja, Halleluja. 15. Des folln wir alle fröhlich sein, Halleluja, Halleluja, und Chrift foll unfer Tröfter fein. Halleluja, Halleluja. ( 501) Nach dem lat., schon vorreformatorisch verdeutschten Surrexit Christus hodie ( 14./15. Jahrh.) Nürnberg 1544 13. frauen: Hab Dank, du lieber Halleluja, Halleluja,[ Engelfein, nun wolln wir alle fröhlich sein. Halleluja, Halleluja. Das Kirchenjahr 79 1. Ge- lobt ſei Gott im höchsten Thron famt sei- nem ein- ge- bor- nen hat ge- nug 30 geol. ja, Hal- le- lu- 2. Des Morgens früh am dritten Tag, da noch der Stein am Grabe lag,/ erstander frei ohnalle Klag./ Halleluja. 3.DerEngel sprach: Eifürcht'euch nicht;/ denn ich weiß mohl, was euch gebricht. Ihr sucht Jefum, den findt ihr nicht."/ Halleluja. 4., Er ist erstanden von dem Tod, hat überwunden alle Not;/ 80 tan. Melchior Vulpius 1609 Sohn, 139 39.00 der für uns 124 Hal- le- lu= H ja, Hal- le= lu ja. kommt, seht, wo er gelegen hat."/ Halleluja. = 5.Nunbittenmirdich, JesuChrift,/ weil du vom Tod erstanden bist,/ verleihe, was uns felig ist,/ Halleluja, 6. damit von Sünden wir befreit/ dem Namen dein gebenedeit/ frei mögen fingen allezeit:/ Halleluja. ( 500) Michael Weiße 1531 mittelalterlich/ Nikolaus Herman 1560 1. Er- schie- nen ist der herr- lich Tag, dran sich niemand gnug freu en mag: Chrift, unser Herr, heut trí= um- phiert, all - sein feind er ge- fan- gen führt. Hal- le- lu- ja. 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod,/ die Höll, all Jammer, Angst und Not/ hat überwunden Jesus Chrift,/ der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja. 3. Sein' Raub der Tod mußt geben her, das Leben siegt' und ward ihm Herr,/ zerstöret ist nun all sein Macht. Chrift hat das Leben wiederbracht. Halleluja. 15. Jahrh./ Böhmische Brüder 1566 1. Mit freu- den zart zu zon ung hel= lem Ton frei Heil wird uns zu= teil, totpathOftern 4. Die Sonn, die Erd, all Kreatur,/ alls, was betrübet war zuvor,/ das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt fürst dar= niederlag. Halleluja. er 5. Drum mir auch billig fröhlich sein,/ singen das Halleluja fein/ und loben dich, Herr Jefu Chrift;/ zu Trost du uns erstanden bist./ Halleluja. ( 505) zu= gleich fröhlich fin= gen,} Das e= wig - klín= gen. = Nikolaus Herman 1560 81 125 die= ser fahrt laßt_ Her= zen rein mit_ denn Jesus Christer- stan- den = ist, welchs er läßt reich- lich ver= kün- den. Das Kirchenjahr 2. Er ist der Erst, der stark und fest/ 3. Singt Lob und Dank mit freiem all unsre feind hat bezwungen/ Klang unserm Herrn zu allen und durch den Tod als wahrer Zeiten/ und tut sein Ehr je mehr Gott/ zum neuen Leben gedrun- und mehr/ mit Wort und Tat weit gen,/ auch seiner Schar verheißen ausbreiten:/ so wird er uns aus klar durch sein rein Wort, zur Lieb und Gunft/ nach unferm Tod, Himmelepfort des gleichen Sieg frei aller Not,/ zur ewigen freud zu erlangen. geleiten. Georg Vetter 1566 82 1. Wir Nach jeder Strophe kann gefungen werden: Hal E lu ſein ja, denn ge = B molle in die Hal= le un= ser lobt fei B = len 15. Jahrh./ bei Cyriakus Spangenberg 1568 fer lu = = al = 126 le fröh- lich ja, Hal Heil Christus, Ma 8= ster ja, Hal = = = = le hat Gott be rí= en li= chen Zeit; le= lu ja, = lu= = reit'. Sohn. 2. Es ist erstanden Jesus Chrift, der an dem Kreuz gestorben iſt, dem sei Lob, Ehr zu aller frist. 3. Er hat zerstört der Höllen Pfort und all die Sein' herausgeführt und uns erlöst vom ewgen Tod. 4. Wir fingen alle Lob und Preis dem eingen Gottessohne weis', der uns erkauft das Paradeis. 5. Es freu sich alle Christenheit und lobe die Dreifaltigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Nach dem lat. Resurrexit Dominus( 15.Jahrh.) bei Cyriakus Spangenberg 1568 bet Bartholomäus Gefius 1601 1. Heut trí= um= phie= ret Gottes Sohn, der von dem ja. -) keit. Herrlichkeit, des dankn wir Tod er- stan- den schon, Hal= le= lu= Hal- le= lu= ja, mit großer Pracht und = Hal le= M lu- 2. Dem Teufel hat er sein Gewalt/ zerstört, verheert in allr Gestalt, Halleluja, Halleluja,/ wie pflegt zutunein großer Held, der seinen feind gewaltig fällt./ Halleluja, Halleluja. 3.Ofüßer Herre Jefu Chrift,/ der du der Sünder Heiland bist,/ Halleluja, Halleluja,/ führ une durch dein Barmherzigkeit/ mit freuden in dein Herrlichkeit. Halleluja, Halleluja. 4. Nun hann uns kein feind schaden mehr, ober gleich murrt, ifte ohn Gefähr./ Halleluja, Halleluja. Et ja, Hal addinade Oftern 83 E in ihm le 127 B e= wig= lu= ja. E liegtím Staub, derarge feind,/ wir aber Gottes Kinder feind./Halleluja, Halleluja. 5. Dafür wir danken all zugleich/ und sehnen uns ins Himmelreich./ Halleluja, Halleluja./Zumfelgen End Gotthelf uns alln,/ so fingen wir mit großem Schalln:/ Halleluja, Halleluja. 6. Gott Vater in dem höchsten Thron/ famtChrifto, feinem lieben Sohn, Halleluja, Halleluja, dem Heilgen Geist in gleicher Weif'/ in EwigheitfefLob und Preis! Halleluja, Halleluja. Bef Kaſpar Stolzhagen 1591 Das Kirchenjahr 84 1. Wir dan- ken dir, Herr Je== su Christ, daß du vom Tod er= stan = Tod zer= stört____ fein Macht und uns zum = B Le= ben wie der bracht. Hal= le== lu 2.Wir bitten dich durch deine Gnad: nimm von uns unsre Misfetat und hilf uns durch die Güte dein, daß wir dein treuen Diener sein. Halleluja. Melodie: Erschienen ist der herrlich Tag mittelalterlich/ Nikolaus Herman 1560 85 1. frühmorgens, da die Sonn aufgeht,/ mein Heiland Chriftus aufersteht./Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja. den bist und haft dem 128 = 3.GottVater in demhöchsten Thron samt seinem eingebornen Sohn, dem Heilgen Geist in gleicher Weil' in Ewigkeit sei Lob und Preis! Halleluja. Nach älteren Strophen zusammengestellt von Thomas Hartmann 1604 ja. Nach der Melodie des vorhergehenden Liedes 2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not verschloffen, gleich als wär ich tot,/ läßt du mir früh die Gnadenfonn/ aufgehn: nach Trauern, Freud und Wonn./ Halleluja. 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang/ bleibt mein Heiland ins Todes Zwang,/ am dritten Tag durchs Grab er dringt,/ mit Ehren fein Siegefähnlein schwingt./Halleluja. 140 4. Jeht ist der Tag, damich die Welt/ mit Schmach am Kreuz gefangen hält;/ drauf folgt der Sabbat in dem Grab, darin ich Ruh und frieden hab./ Halleluja. 5.Inkurzemwachichfröhlich auf,/ mein Ostertag ist schon im Lauf;/ ich wach auf durch des Herren Stimm,/ veracht den Tod mit seinem Grimm./ Halleluja. 6. Am Kreuz läßt Chriftus öffentlich/ vor allem Volke töten fich;/ da er durchs Todes Kerker bricht,/ läßt ers die Menschen sehen nicht./ Halleluja. 7. Sein Reich ist nicht von dieser Welt,/ kein groß Gepräng ihm hier gefällt;/ was schlicht und niedrig geht herein, soll ihm das Aller liebste sein. Halleluja. 8. Hier ist noch nicht ganz kund gemacht,/ was er aus seinem Grab gebracht, der große Schat, die reiche Beut,/ drauf sich ein Christ so herzlich freut./ Halleluja. Within the on adiosh Ostern 9. Der Jüngste Tag wirds zeigen an,/ was er für Taten hat getan,/ wie er der Schlangen Kopf zer= knickt,/ die Höll zerstört, den Tod erdrückt./ Halleluja. 10. Da werd ich Christi Herrlichkeit anschauen ewig voller freud, ich werde sehn, wie alle feind/ zur Höllenpein geſtürzet seind./ Halleluja. 11.OWundergroß, oftarker Held!/ Wo ist ein feind, den er nicht fällt? Kein Angststein liegt so schwer auf mir,/ er wälzt ihn von des Herzens Tür./ Halleluja. 12. Wie tief Kreuz, Trübfal oder Pein: mein Heiland greift allmächtig drein,/ führt mich heraus mit seiner Hand./ Wer mich will halten, wird zuschand./ Halleluja. 15. für diesen Troft, ogroßer Held,/ HerrJefu, dankt dir alleWelt./Dort wollen wir mit größerm Fleiß/ er= heben deinen Ruhm und Preis./ bildnanood Halleluja. Johann Heermann 1630 13. Lebt Chriſtus, was bin ich betrübt?/ Ich weiß, daß er mich herzlich liebt, wenn mir gleich alle Welt stürb ab, gnug, daß ich Chriftum bei mir hab./ Halleluja. 14. Mein Herz darf nicht entsetzen sich,/ Gott und die Engel lieben mich, die Freude, die mir ist bereit',/ vertreibet furcht und Traurigkeit./ Halleluja. / 129 Das Kirchenjahr 86 ssi pn aslanot ad, 1. wie kommt nach gro- Bem heut ge gro= Bes = amalla v.20 legt un= schicht, Licht! da, wo man } uns fer Geist gen 2. Er war ins Grab geſenket, der feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ift Chriftus wieder frei und ruft Viktoría, schwingt fröhlich hier und da fein fähnlein als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Das ist mit anzuſchauen ein rechtes Freudenspiel, nun foll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut zufamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Chrifti aus Lieb erworben ist.md E Mein Hei- land Johann Crüger 1647 Lei- den nun 130 ein ſo mar ge= Fis) that do I nso hin- trägt, wenn von uns Himmel ist ge= reift. 4. Die Höll und ihre Rotten die krümmen mir kein Haar; der Sünden kann ich spotten, bleib allzeit ohn Gefahr. Der Tod mit seiner Macht wird nichts bei mir geacht': er bleibt ein totes Bild, und wär er noch so wild. 5. Die Welt ist mir ein Lachen mit ihrem großen Zorn, fie zürnt und kann nichts machen, all Arbeit ist verlorn. Die Trübfal trübt mir nicht soy mein Herz und Angesicht, m das Unglück ist mein Glück, die Nacht mein Sonnenblick. 6. Ich hang und bleib auch hangen an Chrifto als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, 8. Er bringt mich an die Pforten, durch Welt, durch Sünd, durch Not, die in den Himmel führt, er reißet durch die Höll, ich bin stets sein Gefell. 7. Er dringt zum Saal der Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an' einzig Ungemach. Melodie: Es ist das Heil uns kommen her 15. Jahrh./ Nürnberg 1523 1. { 1221 O Tod, mo Was kann uns dankt, der ist dein Sieg, o Höl grau- fam er fich stel uns den against Oſtern Es tabe, was da kann, mein Haupt nimmt sich mein an, mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. ift dein Stachel jetzt der Teu= fel daran mit güldnen Worten der Reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit gekrönt, wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht." ( 528) Paul Gerhardt 1647 87 2.Wie sträubte sich die alte Schlang, da Chriftus mit ihr kämpfte! Mit Lift und Macht sie auf ihn [ drang, = = Sieg Jo herrlich le! le?. die fem Krieg durch Je- fum Chrift ge ge = 131 nun! Wo tun, wie Gott ſei ge= hat nach ben! jedennoch er sie dämpfte. Ob fie ihn in die fersen sticht, fo fieget sie doch darum nicht; der Kopf ist ihr zertreten. Das Kirchenjahr 3. Lebendig Chríftus kommt herdie feind nimmt er gefangen,[ für, zerbricht der HölleSchloß und Tür, trägt weg den Raub mit Prangen. Nichts ist, das in dem Siegeslauf den starken Held kann halten auf; alls liegt da überwunden. 4. Des Herren Rechte die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Höll und alle feind durchChriftiSieg gedämpfet seind, ihr Zorn ist kraftlos worden. 5. Es war getötet Jeſus Christ, und sieh, er lebet wieder. Weil nun das Haupt erstanden ist, stehn wir auch auf, die Glieder. So jemand Chrifti Worten gläubt, im Tod und Grabe der nicht bleibt; er lebt, ob er gleich stirbet. 88 1. { Wach Er8. O Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel tun, wie grausam er sich stelle! Gott ſei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat in diesem Krieg durch Jefum Chrift gegeben! ( 524) Nach Georg Weißel 1644/ Hannoversches Gesangbuch 1657 = 6. Wer täglich hier durch wahre mit Chrifto auferstehet,[ Reu ist dort dom andern Tode frei; derfelb ihn nicht angehet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Wesen. auf, mein Herz, die - mun= tre dei= nen des Todes 7. Das ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: fried, freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier find mir still und marten fort, bis unser Leib mwird ähnlich dort Chrifti verklärtem Leibe. = Sonn ist auf ge= gan= gen. Het land zu emp= fan= gen, Tür Melodie: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut Genf um 1543/ Johann Crüger 1653 Nacht ist hin, Geist und Sinn, 132 die den ;} der heu= te durch ge= bro= chen aus dem Grab her für B der ganzen Welt zur Won= ne. das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach übermundnem Streit die Feinde schaugetragen. 2. Steh aus dem Grab der Sünden und such ein neues Leben,[ auf Dollführe deinen Glaubenslauf und laß dein Herz sich heben gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein der geistlich auferstanden.[ Chrift, 3. Vergiß nun, was dahinten ist, und tracht nach dem, was droben, damit dein Herz zu jeder frist zu Jeju feí erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach des Himmels Zelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Quält dich ein schwerer Sorgendein Jesus wird ihn heben,[ stein, es kann ein Christ bei Kreuzes= in freud und Wonne leben.[ pein Wirf dein Anliegen auf den Herrn und forge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden.m 5. Geh mit María Magdalen und Salome zum Grabe, d die früh dahin aus Liebe gehn mit ihrer Salbungsgabe, so wirst du sehn, daß Jesus Christ Dom Tod heut auferstanden ist und nicht im Grab zu finden. 6. Es hat der Löw aus Juda's heut siegreich übermunden,[ Stamm und das erwürgte Gotteslamm hat uns zum Heil erfunden adamson Oftern 7.Drum auf, mein Herz, fang an den weil Jesus überwunden,[ Streit, er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden derfeinde Macht, daß du aufftehst und in ein neues Leben gehst und Gott im Glauben dienest. 8. Scheu weder Teufel, Welt noch und gar der Hölle Rachen.[ Tod Dein Jesus lebt, es hat kein Not, er ist noch bei den Schwachen und den Geringen in der Welt als ein gekrönter Siegesheld, drum wirst du überwinden. 9. Ach mein Herr Jesu, der du bist Don' Toten auferstanden, rettunsaus SatansMacht und Lift und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns haft erworben. 10. Sef hochgelobt in dieser Zeit Don allen Gotteskindern und emig in der Herrlichkeit von allen Überwindern, die überwunden durch dein Blut; Herr Jefu, gib uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. ( 524) Lorenz Lorenzen 1700 133 Das Kirchenjahr 89 1. levere Je fus lebt, mit Er, er lebt und . find nun To= ten Schrecken! def= ne auf-er- wek- ken. in sein Licht; dies ist 2. Jefus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben, mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Zuversicht. 3. Jeſus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugeſagt, daß der Sünder sich bekehre. Gott verstößt in Chrifto nicht, dies ist meine Zuversicht. ihm auch ich! wird auch mich 4. Jefus lebt! Sein Heil ist mein, fein fei auch mein ganzes Leben, reines Herzens will ich fein Melodie: Jesus, meine Zuversicht Berlin 1653 37 } Er Der = Tod, mo von den m mei= ne Zu- ver Siehe auch: Jesus, meine Zuversicht( Nr. 330) 134 klärt mich und den Lüften widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht, dies ist meine Zuversicht. = 5. Jeſus lebt! Ich bin gewiß, nichts foll mich don Jesu scheiden, keine Macht der finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er gibt Kraft zu dieser Pflicht; dies ist meine Zuversicht. ficht. 6. Jeſus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Troft in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht!" ( 513) Christian Fürchtegott Gellert 1757 Die ganze Welt, Herr Jefu Chrift( Nr. 369) fond 12. Jahrh./ Leipzig 1545 Chrift fuhr gen Himmel. Was fandt er uns hernie- der! Den Trö- ster, den Hei- li- gen Geiſt, zu Hal- le Himmelfahrt Troft der ar- men Chri- sten- heit. Ky- ri= e= leis. B B Hal= le- lu- ja, Hal= le- lu= ja, # s- 1000 lu G Himmelfahrt ja! Des folln wir al F Chrift will un= ser 90 Troft otutalioHotul 135 le froh sein, fein. Ky ri= e= leis. = 15. Jahrhundert Das Kirchenjahr 91 1.{ Auf und Chrift gen Him- mel Bitt, er E diesen Tag be= den= ken wir, daß Gott aus höch- ster Bgier mit dan- ken Sünder hie auf Erd, ſte. Hal gfah ren, woll be- wah ren man- cher Gfährd = le- lu me altkirchlich/ Konſtanz um 1536 2. Drum fef Gott Lob, der Weg ift gmacht, uns steht der Himmel offen. Christus schleußt auf mit großer Pracht;/ Dorhin war alle verschlossen. Wers glaubt, des Herz ist freudenpoll, dabei er sich doch rüsten soll, dem Herren nachzufolgen./Halleluja, Halleluja. E 136 uns ohn Hoff- nung han kein' Tro ar= me 1710 die wir von me- gen B ja, Hal= le lu- ja. 3. Wer nicht folgt und fein' Willen tut, dem iste nicht ernst zum Herren, denn Gott wird auch vorfleisch und Blut/ fein Himmelreich versperren./ Am Glauben liegts, wird der sein echt,/ so wird auch gwiß das Leben recht/ zu Gott im Himmel g'richtet./ Halleluja, Halleluja. 4. Sold Himmelfahrt fängt in uns an, finden bis wir den Vater und fliehen stets der Welte Bahn,/ tun uns zu Gottes Kinden, die sehn hinauf, der Vatr herab,/ an Treu und Lieb geht ihn' nichts ab, bis sie zuſammenkommen. Halleluja, Halleluja. Melchior Franck 1627 ja, an der Eh- ren- kö- nig 2. Er sitt zu Gottes rechter Hand,/ Halleluja, herrscht über Himml und alle Land./ Halleluja. Himmelfahrt 5. Dann wird der Tag erst freudenreich, wenn uns Gott zu fich nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, als wir denn jetzt bekennen. Da wird sich finden freud und Mut/ zu ewger Zeit beim höchsten Gut. Gott moll, daß mirs erleben!/ Halleluja, Halleluja. 3. Nun ift erfüllt, mas gschrieben ift,/ Halleluja,/ in Pfalmen oon dem Herren Chrift./ Halleluja. 1. Gen Him- mel auf- ge= fah- ren ist, Hal- le- lu Johannes Zwick 1536 92 = Je- fus Christ. Hal- le- lu- ja. 4. Drum jauchzen wir mit großem Schalln,/ Halleluja,/ dem Herren Chrift zum Wohlgefalln./ Halle[ luja. 5. Der Heiligen Dreieinigkeit,/ Halleluja, sei Lob und Preis in Emigkeit./Halleluja. 137 Nach dem lat. Coelos ascendit hodie( 15. Jahrh.) Frankfurt( Oder) 1601 Gott fähret auf mit Jauchzen und der Herr mit heller Poſaune. Pfalm 47,6 Das Kirchenjahr 93eTand detained 2 Melodie: Es ift gewißlich an der Zeit 110 and this in 15. Jahrh./ geistlich Wittenberg 1529 { Auf Chri= fti und al B len Himmelfahrt al= lein ich Zwei- fel, Angst und Pein hiermei= - ne Nachfahrt grün- de mit ſtets ü ber= win de. Haupt im Him- mel ist, Chrift zur rech- ten 2. Weil er gezogen himmelan/ und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann,/ ſonst nirgends, Ruh erlangen; denn wo mein Schah gekommen hin, da ist auch stets mein Herz und Sinn, nach ihm mich sehr verlanget. 94 B } wird sei- ne Glie- der Je-[ us Zeit nach- ho- len. 3. Adh Herr, laß diese Gnade mich/ Don deiner Auffahrt[ pü. ren,/ daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren/ und dann einmal, wenns dir gefällt,/ mit freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre doch mein flehen! ( 524) Nach Jofua Wegelin 1636 von Ernst Sonnemann 1661 Denn weil das 1. Zeuch uns nach dir, so herz= lí= chem Ver= lan- gen 138 Melodie: Ach Gott und Herr Leipzig 1625/ Freiberg( Sachsen) 1655 kom- men wir mit hin, da du bist, Herr pa Je- fu Chrift, aus 2. Zeuch uns nach dir, Herr Chrift, ach führ uns deine Himmeleoſtege; wir irrn sonst leicht und sind verscheucht Dom rechten Lebenswege. 3. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, Jakob Hinge 1678 und 1690 1. { Sie ges für=[ te, al= le Him- mel die- fer Welt = klär= te Ma- je= stät, drüber hoch er- höht, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Weltgetümmel. Himmelfahrt 4. Zeuch uns nach dir nur für und für und gib, daß mir nachfahren dir in dein Reich, Eh= ren sind zu ge- gan- gen. und mach uns gleich den auserwählten Scharen. = 139 Friedrich funke 1686 95 könig, höchst ver= we- nig, du biſt ſollt ich fit, ſollt ich nicht zu fuß dir fal= len und mein Herz vor freu- de mal- len, wenn mein Glaubens- aug betracht' dei- ne Glori- e, dei- ne Macht? Das Kirchenjahr 2.Sehích dich gen Himmelfahren,/ 4. Sollt ich deinen Kelch nicht seh ich dich zur Rechten da, feh ich, wie der Engel Scharen/ alle rufen Gloría: follt ich nicht zu Fuß dir fallen/ und mein Herz vor freude wallen, da der Himmel jubiliert,/ weil mein König tríumphiert? trinken, da ich deine Glorie seh?/ Sollt mein Mut noch wollen finken, da ich deine Macht versteh? Meinem König will ich trauen, nicht vor Welt noch Teufel grauen,/ nur in Jefu Namen mich/ beugen hier und ewiglich. 3. Weit und breit, du Himmels= fonne, deine Klarheit sich er= geußt/ und mit neuem Glanz und Wonne alle Himmelegeifter Speist, prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen;/ schau, ich armes Kindlein hier/ schrei auch Hofianna dír. 96 / 5. Geist und Kraft nun über= fließen,/ drum wirk in mir kräftiglich, bis zum Schemel deiner Füße alle Feinde legen sich./ Aus Zion dein Zepter sende/ weit und breit bis zum Weltende;/ mache dir auf Erden Bahn,/ alle Herzen untertan. 6. Du kannst alles allerorten/ nun erfülln und nahe sein;/ meines armen Herzens Pforten/[ tell ich offen, komm herein!/ Komm, du König aller Ehren,/ dumußt auch bei mir einkehren,/ ewig in mir leb und wohn/ als in deinem Hím= melothron. ( 536) Gerhard Tersteegen 1735 Melodie: Alles ist an Gottes Segen Joh. Löhner 1691/ bei Joh. Adam Hiller 1793 1. Je-[ us Chriftus herrscht als Kö- nig, al- les wird ihm un= ter= tå= nig, al= les legt ihm Gott zu 140 fuß. Al- ler Zun- ge foll be- ken- nen, Je-[ us ſei der Herr zu nen- nen, dem 2. Fürstentümer und Gewalten, Er hat sie mit Blut erkaufet, Mächte, die die Thronmacht hal- mit dem Geifte sie getaufet, geben ihm die Herrlichkeit;[ ten, und fie lebet, meil fie glaubt. alle Herrschaft dort im Himmel hier im irdischen Getümmel ift zu seinem Dienst bereit. lo Himmelfahrt 3. Gott ist Herr, der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner, nur der Sohn, der ist ihm gleich; deffen Stuhl ist unumſtößlich, deffen Leben unauflöslich, deffen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher Ehsitt er unter lichten Chören[ ren über allen Cherubim; in der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen, denn der Vater gab es ihm. 5. Nur in ihm, o Wundergaben, können mir Erlöfung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Verfühnen kommt in Jeſu uns zugut. 6. Jesus Christus ist der Eine, der gegründet die Gemeine, die ihn ehrt als teures Haupt. man Eh- re ge- ben muß. = 7. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen, klagt, ihr Kranken, ihm die Schmer= fagt, ihr Armen, ihm die Not.[ zen, Wunden müssen Wunden heilen, Heilsől weiß er auszuteilen, Reichtum schenkt er nach dem Tod. 8. Zwar auch Kreuz drückt Christi hier auf kurze Zeiten nieder,[ Glieder und das Leiden geht zuvor. Nur Geduld, es folgen freuden; nichts kann sie von Jefu scheiden, und ihr Haupt zieht sie empor. 9. Jaudzihm, Mengeheilger Knechte, rühmt, vollendete Gerechte und du Schar, die Palmen trägt, und du Blutoolk in der Krone und du Chor vor seinem Throne, der die Gottesharfen schlägt. 10. Ich auch auf der tiefften Stufen, id mill glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm untertäníg; ehret, liebet, lobet ihn. ( 516) Philipp Friedrich Hiller 1757 141 Das Kirchenjahr 97 $ ² Pfingsten 1. Komm, Gott Schöp- fer, Hei= li- ger Geist, be= # Juch das Herz der Men- schen dein, mit Gna- den sie füll, altkirchlich/ Martin Luther 1529 wie du weißt, daß's dein Ge- schöpf vor-hín ſein*. * daß sie von Anfang an deine Geschöpfe find 2. Denn du bist der Tröster ge= nannt, des Allerhöchsten Gabe teur, ein geistlich Salb an uns gewandt,/ ein lebend Brunn, Lieb und feur. 3. Zünd uns ein Licht an im Verstand, gib uns ins Herz der Liebe Brunft*,/ das schwach Fleisch in uns, dir bekannt, erhalt fest dein Kraft und Gunft.* Glut 4. Du bist mit Gaben siebenfalt*/ der finger an Gotts rechter Hand, des Vaters Wort gibst du gar bald/ mit Zungen in alle Land.* Jesaja 11, 2 5. Des feindes List treib von uns fern, den fried schaff bei uns deine Gnad,/ daß wir deim Leiten folgen gern und meiden der Seelen Schad. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl,/ dazu Jefum Chrift, seinen Sohn, daß wir des Glaubens werden voll,/ dich, beider Geist, zu verstahn. 7. Gott Vater sei Lob und dem Sohn, der von den Toten auferstund, dem Tröster sei dasselb getan/ in Ewigkeit alle Stund. Der lat. Hymnus Veni creator spiritus des Hrabanus Maurus ( um 776-856) verdeutscht von Martin Luther 1524 142 15. Jahrh./ Erfurt 1524 1. Komm, Heiliger Geist, Her= re Gott, erfüll mit deiner Gna- den Gut deiner Gläub- gen Herz, Mut und Sinn, dein brün- stig* Lieb ent- zünd in ihn'. O Herr, durch dei- nes Lich- tes Glaft** zu stoles Pfingsten 98 dem Glau- ben der= fam- melt haft das Volk aus al [ un. gen. * brennend** Glanz 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns Gott recht erkennen, Don Herzen Vater ihn nennen. O Herr, behüt vor fremder Lehr, daß wir nicht Meister suchen mehr denn Jefum mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht verHalleluja, Halleluja.[ trauen. Welt Zun= gen. Das sei dir, Herr, zu Lob ge= Hal= le= lu B = 143 ja, Hal= le= lu B ler C ja. 3. Du heilige Brunft*, füßer Trost, nun hilf uns, fröhlich und getroft in deim Dienst beständig bleiben, die Trübfal uns nicht abtreiben. OHerr, durch dein Kraft uns bereit und stärk desfleisches Blödigkeit,** daß wir hie ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir drinHalleluja, Halleluja.[ gen. * Glut** Zaghaftigkeit Nach der Antiphon Veni sancte spiritus deutsch Str. 1: 15. Jahrh. Str. 2 und 3: Martin Luther 1524 Das Kirchenjahr 99 1. Nun bitten wir den Hei hü te an un- ferm Ende, - den rech- ten Glau- ben al- ler- meist, daß er aus diesem- len= de. 2. Duwertes Licht, gib uns deinen Schein, lehr uns Jefum Chrift kennen allein,/ daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland,/ der une bracht hat zumrechten Vaterland./ Kyrieleis. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunft*,/ daß wir uns von 100 HE 1. 13. Jahrh./ Wittenberg 1524 li gen Geist um = 1 Ky= ri= e= leis. Herzen einander lieben und im frieden auf einem Sinn bleiben./ Kyrieleis. * Glut 4. Du höchster Tröster in aller Not,/ hilf, daß wir nicht fürchten Schand noch Tod,/ daß in uns die Sinne nicht verzagen,/ wenn der feind wird das Leben verklagen./ Kyrieleis. Str. 1: 12. Jahrh., Str. 2-4: Martin Luther 1524 Gotts mit freuder- zähl, die fried- sa- mer Ge- mein und 144 une bewenn wir heim- fahrn an feim troft- lo- fen Häuflein klein, das saß in Melodie: Es sind doch selig alle, die Matthäus Greitter 1525 = er heut hat be gan- gen be- tet' mit Ver= lan= gen, 6 daß es mit Geist ge- tau- fet werd. Der kam mit feu- ers d Glut zur Erd, mit star- hem Stur- mes- to140 Zun- gen fah im Saal und 2. Auf tat sich ganz des Himmels Schrein,/ man wähnt, sie wären voller Wein, all Welt sich drob Derwundert./ In fremden Zungen reden fie,/ bezeugen Gottes Groß= tat hie,/ von seinem Geist ermuntert. So machen sie sich auf den Plan,/ Chriftum zu lehren fangn sie an,/ daßer der Herrsei worden und daß man soll von Sünd abstahn, auf seinen Nam'n sich taufenlan: dasfeiderchristlich Orden. 3. Ach Herr, nun gib, daß uns auch find/ infried und flehn dein selger Wind; weh rein Dom Sündenftaube/ ganz das Gemüt und füll das Haus deiner Gemeind, dein Werkricht aus,/ daß aufgehrechter Glaube/ und unsre Zung ganz feuer werd,/ red nichts denn dein Lob hie auf Erd/ und was den Nächsten bauet./ Brenn rein die fündige Natur,/ mach uns ein neue Kreatur,/ obs fleisch darob auch grauet. sus cold aid alla stijnsdPfingſten ben, das Haus er- füllt' erü- ber- all, zer- teilt man 1 all den Her- rento- ben. 4. Dein Wort erschallt schon lange frist,/ wiewohles nur ein Anfang ist/ des Glaubens, der dich ehret./ Deinfeld ift nun gepflanzet wohl, / darum man dich jetzt bitten soll,/ daß solch Gut werd gemehret/ und du den Segen mildiglich/ Donoben reichest gnädiglich/ und gebeft felige Blühen,/ daß wir stark werden durch den Geist,/ sonst sind wirträge, wie du weißt;/ der Vater woll uns ziehen. 5.Komm, Balfam Gottes, Heilger Geist, erfüll die Herzen allermeist/ mit deiner Liebe Brennen./ Von dir allein muß sein gelehrt,/ wer sich durch Buß zu Gott bekehrt;/ gib himmlisches Erkennen. / Der fleischlich Mensch sich nicht versteht auf göttlich Ding und irregeht;/ in Wahrheit wollst uns leiten und uns erinnern aller Leht,/ die uns gabChriftus, unser Herr, daß wir sein Reich ausbreiten. 145 Das Kirchenjahr 6. Dem Vater und Sohn bist gemein, in dir sie kommen überein, du bist ihrewig Bande. Also mach uns auch alle eins,/ daß sich abfondre unfer keine,/ nimm fort der Trennung Schande/ und halt zu Jammen Gottes Kind, die in der Welt zerftreuet find/ durch falsche Gwalt und Lehre,/ daß sie am Haupt festhalten an, loben Christum mít jedermann,/ suchen allein ſein Ehre. 7. Durch dich besteht der neue Bund,/ ohn dich wird Gott niemandem kund,/ du neuerft unfre Herzen und rufft darin dem Vater zu,/ schaffft uns viel fried und große Ruh/ und tröstest uns in Schmerzen,/ daß uns auch Leiden Ehre ist,/ da du durch Lieb gegoffen bist/ in unfer Herz ohn Klage. Du leite ft uns auf ebnem Weg/ und führst uns hie den rechten Steg,/ wedkft uns am Jüngsten Tage. 101 8.Du, derlebendge Brunnenquell,/ derGottes Stadt durchfließethell,/ erquickest das Gemüte./ Durch dich besteht des Vaters Bau;/ du willst und gibst, daß man dir trau,/ du bift die Gottesgüte./ Irden Geschirr nur sind wir, weich,/ brechen gar leicht von jedem Streichh;/ du selbst wollst uns bewahren,/ une brennen wohl in deiner Glut,/ daß uns der feind nicht schaden tut,/ so wir von hinnen fahren. 9. Laß uns nicht fündgen wider dich,/ zum Tempel weih uns ewiglich,/ lehruns mit Glauben beten, daß Jesus Christus hie auf Erd/ durch dich in uns verkläret werd;/ all Schwachheit wollst vertreten./ Der Welt Art stark noch in uns ist, und unfer Fleisch danach gelüft';/ drum wollst uns täglich strafen/ um Sünd und um Gerechtigkeit/ und um Gericht mit Gütigkeit,/ daß wir in Gott entschlafen. ( 545) Nach Ambrofius Blaurer 1537 15.Jahrh./ Bremen 1633 1. Heil- ger Geift, du Trö-ster mein, hoch vom Him- mel ung er- schein mit dem 2. Komm, Vater der armen Herd, komm mit deinen Gaben wert, uns erleucht auf dieser Erd. dein. Licht der Gna= den 3. O du selge Gnadenſonn, on füll das Herz mit Freud und Wonn aller, die dich rufen an. 146 4. Ohn dein Beiftand, Hilf und ist all unfer Tun und Kunst[ Gunft Dor Gott ganz und gar umsonst. 5. Lenk uns nach dem Willen dein, wärm die kalten Herzen fein, bring zurecht, die irrig sein. Nach der Pfingftfequenz Veni Sancte Spiritus des Stephan Langton( um 1150-1228) Don Martin Moller 1584 102 Melodie: Zeuch ein zu deinen Toren Johann Crüger 1653 $ schenkt uns sei= nen Sohn, fen= det auch vom Thron ainst Pfingſten 6. Gib uns, Herr, wir bitten dich, die wir glauben festiglich, deine Gaben mildiglich, 7. daß wir leben heiliglich, danach sterben feliglich, bei dir bleiben ewiglich. al E 1.{ freu'he euch, ihr Chri- ſten lobt ihn mit großem Schal Licht ver= meh= ret 2. Er läffet offenbaren als unser höchster Hort uns, die wir Toren waren, das himmlisch Gnadenwort. Wie groß ist seine Güt! Nun können wir ihn kennen und unsern Vater nennen, der uns allzeit behüt'. 3. Verleih, daß wir dich lieben, 0 Gott von großer Huld, durch Sünd dich nicht betrüben, Dergib uns unfre Schuld, 6* = le, le, Geift, der uns durchs Wort recht leh= ret, des Glaubens 147 Gott er des Himmels fei= nen und uns auf Chri- stum meist. führ uns auf ebner Bahn, hilf, daß wir dein Wort hören und tun nach deinen Lehren: das ist recht mohlgetan. 4. Von oben her uns sende den Geist, den edlen Gaſt; der stärket une behende, wenn uns drückt Kreuzeslaſt. Tröst une in Todespein, mach auf die Himmelstüre, uns miteinander führe zu deinem Freudenschein! ( 529) Georg Werner 1639 Das Kirchenjahr 103 O Heil- ger Geist, kehr bei uns ein 1. { Du Him- mels- licht, laß dei- nen Schein dei-- ne Wohnung sein, in uns kräftig sein Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern Straßburg 1538/ Philipp Nicolaí 1599 wenn mir be- ten; zu dir 2. Du Quell, draus alle Weisheit fließt,/ die sich in fromme Seelen gießt:/ laß deinenTroftune hören,/ daß wir in Glaubenseinigkeit/ auchkönnenalle Christenheit/ dein wahres Zeugnis lehren. Höre, lehre,/ daß wir können Herz und Sinnen dir ergeben,/ dir zum Lob und uns zum Leben. gel Son= ne, Wonne, himm- lifdh Le- ben millst du ge- ben, 3. Steh uns stets bei mit deinem Rat/ und führuns selbst aufrechtem Pfad, die mir den Weg nicht wiffen. Gib uns Beständigkeit, daß wir getreu dir bleiben für und für, auch wenn wir leiden müssen./ Schaue, baue,/ was zerriffen und befliffen, dich zu schauen/ und auf deinenTroft zu bauen. und laß uns bei uns und o komm, du Her- zens- son- ne. zu ste- ter freud und Won- ne. kom- men wir ge= tre= ten. 4. Laß uns dein edle Balsamkraft/ empfinden und zur Ritterschaft/ dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz/ be= gegnen aller feinde Trut/ mit freudigen Gebärden./ Laß dich reichlich/ auf uns nieder, daß wir wieder Troft empfinden, alles Unglück überwinden. 5.0[ tarker fels und Lebenshort,/ laß uns deinhimmelfüßes Wort/ in unfern Herzen brennen,/ daß wir uns mögen nimmermehr/ vondelner weisheitsreichen Lehr/ und treuen Liebe trennen./ Fließe, gieße/ deine Güte ins Gemüte, daß mirkönnen/ Chriftum unfern Hei land nennen. 148 6. Dufüßer Himmelstau, laß dich/ in unfre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe,/ daß unser Sinn verbunden fei/ dem Nächsten stets mit Liebestreu/ und sich darinnen übe./ Kein Neid, kein Streit/ dich betrübe, fried und Liebe müsfen schweben,/ Fried und freude wirst du geben. Köln 1623 1. O hei- li- ger Geist, o doinsPfingſten 7. Gib, daß in reiner Heiligkeit ✓ wir führen unsre Lebenszeit,/[ ei unsers Geistes Stärke,/ daß uns forthin sei unbewußt/ die Eitelkeit, des fleisches Luft/ und seine toten Werke./ Rühre, führe/ unser Sinnen und Beginnen von der Erden,/ daß wir Himmelserben werden.( 544) Michael Schirmer 1640 104 Himmels Thron von Gott dem Tröster wert in al= ler Not, du bist ge- fandt vons 3.Oheiliger Geist, oheiliger Gott, mehrunfern Glauben immerfort;/ an Chriftum niemand glauben kann, es sei denn durch dein Hilf getan./O heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. Oheiliger Geist, oheiliger Gott, erleucht uns durch dein göttlich Wort;/ lehr uns den Vater kennen hei- li= - ger Gott, du heiliger Gott! Sohn. O heili- ger Geist, o 2. O heiliger Geist, o heiliger schon, dazu auch seinen lieben Gott,/ gib uns die Lieb zu deinem Sohn./ O heiliger Geist, o heiliger Wort;/ zünd an in uns der Liebe Gott! flamm, danach zu lieben alle= famt./O heiliger Geist, o heiliger Gott! Vater und d 149 dem 5.Oheiliger Geist, o heiliger Gott,/ du zeigest uns die Himmels= pfort; laß uns hier kämpfen ritterlich und zu dir dringen feliglich./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6.Oheiliger Geift, oheiliger Gott,/ verlaß uns nicht in Not und Tod./Wir sagen dir Lob, Ehrund Dank allzeit und unser Leben lang./ O heiliger Geist, o heiliger Gott! Johannes Niedling? 1651 Das Kirchenjahr 105 1. s Zeuch der ein zu du, da Geist dei= nen ich ge mei- nes Herzens Gaſt,} neu ge= bo= ren haft, glei- ches Thro- nes, mit 2. Zeuch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entfündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin. 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du haft ihn umgebracht und in der Tauf erstickt als wie in einer Flute, mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 0 = 150 BOTUCA. Johann Crüger 1653 sniad enu finsel Qis To= ren, bo= ren, des Va- ters und des Soh- nes, mit bei- den ſei mich hoch- ge- lieb= ter bei den gleich ge preift. = 4. Du bist das heilig Ole, dadurch gefalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jefu Chrift zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten ſoll; dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl, es steigt zum Himmel an, es läßt nicht ab und dringet, bis der die Hilfe bringet, der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, Don Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Troftes Licht. Ach ja, wie manches Mal haft du mít füßen Worten mir aufgetan die Pforten zum güldnen freudenfaal. 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht seind. 8. Du, Herr, haft felbst in Händen die ganze weite Welt, kannst Menschenherzen wenden, wie dir es mohlgefällt; so gib doch deine Gnad zu fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd. Laß blühen wie zuvor die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuers zorn. ins biso ol antis arinimo Pfingſten 10. Beschirm die Obrigkeiten, richt auf des Rechtes Thron, steh treulich uns zur Seiten; schmück als mit einer Kron die Alten mit Verſtand, mit Frömmigkeit die Jugend, mit Gottesfurcht und Tugend das Volk im ganzen Land. 11. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den böſen Geiſt, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergötet, aus unfern Herzen reißt. 12. Gib freudigkeit und Stärke, zu stehen in dem Streit, den Satans Reich und Werke uns täglich anerbeut. Hilf kämpfen ritterlich, desp damit wir überwinden aol und ja zum Dienst der Sünden kein Chrift ergebe sich. 13. Richt unſer ganzes Leben allzeit nach deinem Sinn; und wenn wirs follen geben ins Todes Rachen hin, wenns mit uns hier wird aus, so hilf uns fröhlich sterben und nach dem Tod ererben des ewgen Lebens Haus. ( 529) Paul Gerhardt 1653 Die Liebe Gottes ist ausgegoſsen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Römer 5,5 151 Das Kirchenjahr 106 padosid makbis.or er= Komm, o komm, du Geist desh Le- bens, mwah= rer od dei- ne Kraft Jei nicht ver= ge- bens, fie Gott von- füll uns je- der- zeit;} so wird Geist und Licht und Schein in dem 2. Gib in unser Herz und Sinnen/ Weisheit, Rat, Verstand und Zucht,/ daß wir anders nichts beginnen/ als nur, was dein Wille fucht; dein Erkenntnis werde groß/ und mach uns vom Irrtum los. dunkeln Her- Zen sein. 3. Laß uns stets dein Zeugnis fühlen,/ daß wir Gottes Kinder sind,/ die auf ihn alleine zielen, wenn fichy Not und Drangfal findt,/ denn des Vaters liebe Rut/ ift uns alle= wege gut. ID nis fid ud A Meiningen 1693 4. Reiz uns, daß wir zu ihm treten/ frei mit aller Freudigkeit;/ seufz auch in uns, wennwirbeten, und vertritt uns allezeit;/ so wird unsre Bitt erhört/ und die Zuverficht vermehrt. 5.Wird uns auch nach Troste bange, / daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange!"/ o so mache den Beschluß:/ sprich der Seele tröstlich zu/ und gib Mut, Geduld und Ruh. 6.OduGeist der Kraft und Stärke,/ du gewisser, neuer Geist,/ fördre in unsdeineWerke,/ wenn des Satans Macht sich weist;/ schenk une Waffen in dem Krieg/ und erhalt in uns den Sieg. 7. Herr, bewahr auch unfern Glauben,/ daß kein Teufel, Tod noch Spott/ uns denselben möge rauben, du bist unser Schutz und Gott;/ fagt das Fleisch gleich immer Nein,/ laß dein Wort gewisser sein. 8.Wenn wirendlich sollen sterben,/ so Dersichre uns je mehr/ als des Himmelreiches Erben/ jener Herrlichkeit und Ehr, die uns unser Gott erkiest und nicht auszusprechen ist. ( 534) Heinrich Held 1658 152 Melodie: Jefu, meine Freude M. S. Johann Crüger 1653 phoud Onu afd 0339 € 1. J Schmückt das fest mit Mai- en, denn der Geist der Gna- den streu la = en, den, = zün ma= und Heil er = is 192 WIDE A Cang, befejezónu. Nehmt ihn ein, ſo det Op= fer chet ihm die fül= len 3900 adoinsPfingsten 107 laffet Blu- men hat sich ein- ge= an; Bahn. wird sein Schein euch mit Licht und den Kummer stil- len. 153 801 4. Güldner Himmelsregen, 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geift Doll Rat und Tat, [ chütte deinen Segen auf das Kirchenfeld, starker Gottesfinger, mudadeadowlaffe Ströme fließen, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad: gib uns Kraft und Lebensfaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben. 3. Laß die Zungen brennen, wenn mir Jefum nennen, führ den Geist empor, gib uns Kraft, zu beten und vor Gott zu treten, 800 sprich du selbst uns vor. Gib uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bef der feinde Toben. die das Land begießen, mo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih, hundertfältig Früchte bringe und ihm stets gelinge. nis 5. Schlage deine flammen über uns zuſammen, wahre Liebesglut, laß dein fanftes Wehen auch bei uns geschehen, E dämpfe Fleisch und Blut, laß uns doch das Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen und das Böse fliehen. Das Kirchenjahr 6. Gib zu allen Dingen Wollen und Vollbringen, führ uns ein und aus; mohn in unfrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus; wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 108 1. 7. Madh das Kreuze süße, und durch Finsternisfe fef du unser Licht; trag nach Zione Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu felde liegen, daß wir fröhlich fiegen. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt; dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Land, bis wir dort, du werter Hort, Schein.} bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen.( 541) Benjamin Schmolck 1715 Melodie: Lob Gott getroft mit Singen 15. Jahrh./ geistlich Böhmische Brüder 1544/ nach Johann Crüger 1662 { O komm, du Geist der Wahr- heit, und kehre bei uns Der= brei- te Licht und Klar- heit, per- ban- ne Trug und Gieß feu aus dein hei- lig Herz und Lip= pen an, daß treu- er den Herrn be= ken 154 = er, rühr jeg- li= cher ge= = T- dnnen kann. 2. O du, den unser größter Regent uns zugeſagt: komm zu uns, werter Tröſter, und mach uns unverzagt. Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit. 3. Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je, en darum mußt du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu, und mußt uns ganz befreien von aller Menschenscheu. 4. Es gilt ein frei Geſtändnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trot aller Feinde Toben, trot allem Heidentum zu preifen und zu loben das Evangelium. 5. Fern in der Heiden Lande erschallt dein kräftig Wort, fie werfen Satans Bande und ihre Göten fort; von allen Seiten kommen fie in das Reich herein; ach soll es uns genommen, für uns verschloffen sein? 6. O wahrlich, wir verdienen folch strenges Strafgericht; uns ist das Licht erschienen, allein mir glauben nicht. Ach laffet une gebeugter um Gottes Gnade flehn, daß er bei uns den Leuchter des Wortes laffe stehn. ainer Pfingſten 7. Du Heilger Geift, bereite ein Pfingstfest nah und fern; mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn. O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mund, daß wir in freud und Schmerzen das Heil ihr machen kund. ( 530) Philipp Spitta 1833 IpH sice COI Der Tröster, der Heilige Geist, welchen mein Vater Jenden wird in meinem Namen, derselbige wirds euch alles lehren und euch erinnern alles des, das ich euch gesagt habe. Johannes 14, 26 155 Das Kirchenjahr nedaud O 2 en insps2 socio noTrinitatissi up mied sw dom dnu 109 asti nallo nod uno mod solsid tamu die and ni 14. Jahrh. Wittenberg 1524 to Wolljös als llorbis ţ 1. Gott der Va- ter wohn uns bei und laß uns nicht verder on- es ben, frei und helf uns se- lig ster = ben sten Teu fel uns bewahr, halt uns bei laf- fen ganz und gar, mit al- len und auf dich laß uns bau ent- flie- hen Teu- fels Li grund der= trau Gotts uns frí E mach unsal- ler Sün- den galsafad xnng estu jaum onu E en, 1 ften. wahr, ſo sin= gen = 156 = = B = ben. Vor dem dir uns W malla hid fe- stem Glaurech- ten Chri= en, aus Her- zens= sten, mit Waf- fen A- men, A- men, das sei wir Hal= le- lu- ja. 2. Jesus Chriftus mohn uns bei und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben. „ Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, dir uns laffen ganz und gar, mit allen rechten Christen entfliehen Teufele Liften, mit Waffen Gotts uns fristen." Amen, Amen, das sef wahr, fo fingen wir Halleluja. Nach einer deutschen Litanef( 15.Jahrh.) von Martin Luther 1524 Melodie: Wir wollen fingn ein' Lobgefang 15. Jahth./ Bartholomäus Gefius 1603 1. Gott Vater, Herr, mir dan- ken dir, arojas Trinitatis 3. Heilig Geift der wohn uns bei und laß uns nicht verderben, mach uns aller Sünden frei und helf uns selig sterben. Vor dem Teufel uns bewahr, halt uns bei festem Glauben und auf dich laß uns bauen, aus Herzensgrund vertrauen, dir uns laffen ganz und gar, mit allen rechten Chriften entfliehen Teufels Listen, mit Waffen Gotts une friſten." Amen, Amen, das sei wahr, fo fingen mit Halleluja. uns bhü= test für und für, 350 11901 mil- dig- lich: ASSEY 2. Herr Jeſu Christ, wahr' Mensch und Gott,/ haft uns erlöst vom emgen Tod/ und uns verdient das Himmelreich): mach uns dein' lieben Engeln gleich. 3. Gott Heilger Geift, du Tröster gut, der du gibst rechten Sinn 110 daß du be- wahr uns fer- ner gnä- díg- lich. 10040 157 er- näh- reft une so 33-3000 und Mut: den Glauben, Lieb und Hoffnung mehr'/ und uns Don Sünden zu dir kehr'.msd 4. Du Heilige Dreifaltigkeit,/ du feift gelobt in Ewigkeit./O treuer Gott, am letzten End/ nimmunfre Seel in deine Händ. Tübingen 1583 Das Kirchenjahr 111 plist.s Ge lo M R bet ſei der { m mein Schöp- fer, der mir Licht, mein Seel ge schütt al le E 170 Le= ben, ge- ben, Don tad er Melodie: Nun danket alle Gott 0330 Johann Crüger 1647 193] nsdn02 zslin sou hom mein der sich für mich gegeben, der mich erlöset hat mit seinem teuren Blut, der mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut. ruduole majs Herr, hat Mut= ter= lef- be an, 3. Gelobet fei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein des Vaters werter Geift,[ Leben, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir gibt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Troft und Hilfe schafft. on mein Gott, mein mein' Leib und Au- gen- blich viel Guts an mir ge Va= ter, der mich 158 2. Gelobet fei der Herr, 4. Gelobet ſei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, mein Gott, der ewig lebet, des Vatere liebfter Sohn, den alles lobet, was in allen Lüften schwebet; gelobet fei der Herr, des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist, = der tan. 800 5. dem wir das Heilig jetzt mit freuden lassen klingen H und mit der Engelschar das Heilig, Heilig fingen, s den herzlich lobt und preift die ganze Christenheit: ne nadall Gelobet fei mein Gott in alle Ewigkeit! 10 Johann Olearius 1665 Melodie: Herr Gott, dich loben alle wir 15. Jahrh./geistlich Genf 1551 un- fern Mund vor dir, Hm Onnodolreor aise ansHa 1. Brunn al- les Heils, dich eh- ren wir und öff= nen Hef lig- tum dein ho- her 2. Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib, er fegne uns nach Seel und Leib,/ und uns behüte seine Macht vor allem Ubel Tag und Nacht. 3. Der Herr, der Heiland, unser Licht, uns leuchten laß sein Angesicht, daß wir ihn schaun und glauben frei, daß er uns ewig gnädig ſei. Canetan! v, tak ploi Trinitatis 112 aus Se- gen auf uns 4. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb,/ sein Antlit über uns erheb,/ daß uns sein Bild werd eingedrückt,/ und geb uns frieden unverrückt. Siehe auch die Credolieder Nr. 132 und 133 eduplo. 159 dei- ner Gott= heit sios dali ortu pop? 5. Gott Vater, Sohn und Heilger Geift,/ o Segensbrunn, der ewig fleußt:/ durchfleuß Herz, Sinnund Wandel wohl, mach uns deins Lobs und Segens voll! Gerhard Tersteegen 1745 komm. Von ſon ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen. Römer 11, 36 Das Kirchenjahr 211 Kleinere Feste rear jos bille Darstellung Jesu/ Marien Verkündigung/ Marien Heimsuchung 113 1. Herr Je= fu, Licht der Heiden, der from- men Melodie: Dank[ ei Gott in der Höhe Joh. Hermann Schein 1627/ Johann Crüger 1640 Schatz und Lieb, wir kom- men jetzt mit Freuden durch deines Geistes Trieb in die- sen dei- nen Tempel und fu- chen mit Be- gier nach = = ons Ex 2. Du wirst von uns gefunden, o Herr, an jedem Ort, dahin du dich verbunden durch dein Verheißungswort; vergönnst noch heutzutage, daß man dich gleicherweis auf Glaubensarmen trage wie hier der fromme Greis. em- pel dichtgro- ßen Gott all 3. Sei unfer Glanz in Wonne, ein helles Licht in Pein, Sí= me= hieron 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß letzt wie Simeon ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: „ Mir werden nun mit frieden mein Augen zugedrückt, nachdem ich schon híenieden den Heiland hab erblickt." 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jefu, dich geschaut, kein Feind kann dichh mir rauben, in Schrecken unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, 6 mie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen und in dem meinen du; in Zagheit Glut und feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Krankheit ein Befreier, ein Stern in Todesqual! uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 160 6. Hier blickst du zwar die Deinen oft streng und strafend an, daß ich vor Angst und Weinen dich nicht erkennen kann; 15. Jahrh./ Bartholomäus Gefius 1603 god Siehe auch: Herr Chrift, der einig Gotts Sohn( Nr.46) Mein Seel, o Herr, muß loben dich( Nr. 200) Mit Fried und freud ich fahr dahin( Nr. 310) Herr, nun laß in Friede( Nr. 323) Johannis dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angeficht soll sehen dein immer klares Licht. ( 530) ar Kleinere feſte dem Herrn zu Preis und Dank, 2 4. Er zeigt ihn mit dem Finger an,/ sprach: Siehe, das ist Gottes Lamm, das trägt die Sünd der Johann Franck 1674 1. Wir wol- len fingn ein' Lob- ge- fang C 114 Chri- sto aus= ge= fandt, durch ihn sein An- kunft macht be- kannt. 2. Die Buß er predigt in der Wüst: , Euer Leben ihr beffern müßt, das Himmelreich kommt jeht herbei, tutrechte Bußohn Gleisnerei!" 3. Man fragt ihn, ob er Chriftus mär./, Ich bins nicht, bald wird kommen er, der lang vor mir ge= weſen ist,/ der Welt Heiland, der wahre Chrift." 161 der Sankt Jo- hann vorganzen Welt, sein Opfer Gott allein gefällt. 5. Ich bin piel zu gering dazu,/ daß ich auflösen sollt sein Schuh;/ taufen wird er mit feur und Geist,/ wahrer Sohn Gotts er ist und heißt." Siehe auch: Tröstet, tröstet, spricht der Herr( Nr. 13) Christ unser Herr zum Jordan kam( Nr. 146) 6. Wir danken dir, Herr Jeſu Chrift, des Vorläufer Johannes ist, hilf, daß wir folgen seiner Lehr,/ so tun wir dir die rechte Ehr. ( 504) Nikolaus Herman 1560 Das Kirchenjahr 115 ud bild Ha Michaelis( Engellieder)) ou pa to 15. Jahrh./geistlich Genf 1551 1. Herr Gott, dich lo= ben billig dan= ken dir al= le wir und ſol= len 6. Darum kein Raft noch Ruh er hat,/ brüllt wie ein Löw, tracht' früh und spat, legt Garn und En= gel schön, die um dich schwe- ben in deim Thron. / 2. Sie glänzen hell und leuchten klar und sehen dich ganz offenbar,/ dein Stimm sie hören allezeit / und sind voll göttlicher Weisheit. 3. Sie feiern auch und schlafen nicht, ihr Fleiß ist gar dahin gericht', daß sie um dich, o Herr Gott, sein/ und um dein armes Häufelein. 4. Der alte Drachh, der böse feind,/ DorNeidund Haßund Zornebrennt, wie er zupor hat bracht in Not/ die Welt, führt er sie noch in' Tod. 5. Sein Sinnen steht allein darauf, wie von ihm werd zertrennt dein Hauf, Kirch), Wort, Gefet, all Ehrbarkeit zu tilgen ist er stets bereit. für dein' Ge- schöpf' der Strick, braucht falsche Lift,/ daß er verderb, was christlich ist. 7.Indeffen macht der Engel Schat,/ die Chrifto folgetimmerdar,/ und schühetdeine Christenheit,/ wehret des Teufels Liftigkeit. 8. Darum wir billig loben dich/ und danken dir, Gott, ewiglich,/ wie auch der lieben Engel Schar/ dich preiset heut und immerdar, 9. und bitten dich, du wollst allzeit/ dieselben heißen fein bereit,/ zu schützen deine kleine Herd,/ so hält an deinem Worte wert. med 200.000 10. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, desgleichen Chrifto, feinem Sohn,/ und auch dem Tröster in der Not, dem dreifaltigen Einen Gott. Nach dem lat. Dicimus grates tibi des Philipp Melanchthon 1539 stibt bes Don Paul Eber 1561 162 16. Jahrh./ geistlich vor 1560 B 1. Heut fingt die Lob und Preis dankt En= gel Schar dar liebe Chri- sten= heit in E= wig= keit ihm für sein Gü un= fer pflegen_ 2. Sie glänzen wie der Sonnen Schein, hell wie ein feuerflamm fie sein und ganz himmlische Geister und sein die schönste Kreatur, heilig von Art und von Natur, Christ ist ihr Schöpfe und Meister. 3. Sie fehen stets Gotts Angeficht,/ ſpiegeln sich in dem klaren Licht/ göttlicher Majestäte. Dem fingen fie Lob, Preis und Ehr:/, Heilig, heilig ist Gott der Herr",/ wie anzeigt der Prophete. 4. Michael führt der Engel Schar, ein hoher Fürst ist er fürwahr;/ unter feim fähnlein schweben/ all M te, Kleinere feste 116 er= schaf- fen hat, die immerGott und hü 163 und daß er der lie- ben uitz ten. Engel, streiten Tag und Nacht/ wider des Teufels List und Macht/ und feim Mord widerstreben. 5.Der alte Drach, der feiert nicht,/ all Augenblick tracht' er und dicht',/ wie er une mög obfiegen,/ an Leib und Seel, Ehr, Gut und Hab/ beschädigen und brechen ab/ mit feinem Mord und Lügen. 6. Gar ofterregter Keteret,/ Aufruhr, Mord, Krieg und Tyrannef,/ Gotts Ordnung er zerrüttet./ Die Mächte er zusammenhett, all / Bündnis trennt er und verleht,/ fein' Zorn er gar ausschüttet. Das Kirchenjahr 7. Wo ihm nicht wehrt der Engel Schhar, unser Leib, Seel, Blut, Haut und Haar/ kein Stund blieb unverletet. Mit feur und Wasfer, Wind und Schnee uns alle er verderbete,/ so hart er uns zufetzet. 117 TEA lang ver- dun- kelt blie Pau- lus hat ge= schrie te O Her "{ Gott, dein gött- lich Wort bis durch dein Gnad uns ist ge= fagt, = re Mun 19710 mir 8. Des dankn wir dir, Herr Jeſu Chrift,/ daß du uns solche Wäch= ter gibst,/ die uns halten in Hute,/ daß uns der feind nicht übereil/ und in uns schieß[ ein giftig Pfeil./ Bewahr uns durch dein Blute. ( 540) Nach dem lat. Dicimus grates tibi des Philipp Melanchthon 1539 Don Nikolaus Herman 1560 Reformationstag und Apoſteltage = A= po= stel mehr 11. de; wir dan= ken 164 ben, euer= le= bet han die 12. # 1 Wittenberg 1526 Masala = ben} aus deim gött= li= chen ift was Stuns und an- dedir mit fleiß, daß staigas 936 de, 2. daß es mít Macht an' Tag ist bracht,/ wieklärlichistvorAugen./ Ach Gott, mein Herr, erbarm dich der', die dich noch jetzt verleugnen/ und achtenfehr aufMenschen= lehr,/ darin sie doch verderben./ DeineWorteVerstand machihn'be= kannt,/ daß sie nicht ewig sterben. 3. Willst du nun fein gut Chrifte fein, mußt duvorallemglauben./ Set dein Vertraun, drauf fest zu baun Hoffnung und Lieb im Glauben, allein auf Chrift zu aller frist, deín' Nächsten lieb daneben. Das Gwissen frei, rein Herz dabei/ kann kein Geschöpf dir geben. 4. Hilf, Herre Gott, in dieser Not, daß sich die auch bekehren, die dich nicht fehn, dein' Namen [ chmähn,/ dein Wort nicht wollen dist Kleinere feſte lehren. Sie sprechen schlecht, es sei nicht recht,/ und habens nicht gelesen,/ auch nie gehört das edle Wort;/ ifte nicht ein teuflisch Wefen? 5. Gott ist mein Herr. So bin ich der,/ dem Sterben kommt zugute;/ dadurch uns haft aus aller Laft/ erlöft mit deinem Blute./Das dank ich dir, drum wirst du mir/ nach deinr Verheißung geben,/ was ich dich bitt. Versag mire nit/ im Tod und auch im Leben. sadojasdim nadn2.nl 6. Herr, ich hoffje, du werdest die/ in keiner Not verlaffen,/ die dein Wort recht als treue Knecht/ in Herz und Glauben faffen;/ gibst ihn' bereit die Seligkeit/ und läßt fie nicht verderben./O Herr, durch dich, bitt ich, laß mich fröhlich und willig sterben. ( 539) Anarg zu Wildenfels 1526 Siehe auch die Pfalmlieder Nr. 177, 182, 192, 193, 201, die Lieder vom Worte Gottes Nr. 142-145 und die Lieder von der Kirche Nr. 202-225. Nun freut euchh, lieben Chriften gmein( Nr. 239) m Es ist das Heil uns kommen her( Nr. 242) doT spes 130 bli enu ein 165 tardollsa sux Wie lieblich ſind auf den Bergen die Füße der Voten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König! Jesaja 52,7 miss ndl god Das Kirchenjahr 118 1. Her== zen U bel = = Buß- und Bettage Aus tiefer Not laßt ten, daß er aus t bit Mif= fe= tat, die DE T schreien, de und bfrei= en } Va hat, als 2. O Gott und Vater, sieh doch an uns Armen und Elenden, die mir sehr übel han getan mit Herzen, Mund und Händen; verleih uns, daß wir Buße tun und sie in Chrifto, deinem Sohn, zur Seligkeit vollenden.[ schwer, 3. Zwar unfre Schuld ist groß und von uns nicht auszurechnen, doch dein Barmherzigkeit ist mehr, die kein Mensch kann aussprechen: die suchen und begehren wir und hoffen, du läßt es an dir uns nimmermehr gebrechen. MA Melodie: Aus tiefer Not schrei ich zu dir II Wolfgang Dachstein 1525 = ter uns uns zu Gott pon ganzem seiner Gnad uns woll vom nadwolpmaito0oudium.b The and un fer fleisch be- gan genad = ung Der= un malla al= le Sünd und nariam zei 166 -+ hen. 4. Du willst nicht, daß der Sünder und zur Verdammnís fahre,[[ terb fondern daß er mehr Gnad erwerb und sich darin bewahre, M fo hilf uns nun, o Herre Gott, auf daß uns nicht der ewge Tod in Sünden widerfahre. 5. Vergib, vergib und hab Geduld mit uns Armen und Schwachen; laß deinen Sohn all unfre Schuld durch sein Verdienst gutmachen. Nimmunfrer Seelen gnädig wahr, daß ihn' kein Schaden widerfahr von dem höllischen Drachen. 6.WenningGerichtduwolltestgehn und mit uns Sündern rechten, wie könnten wir vor dir bestehn, und wer würd uns verfechten! O Herr, sieh uns barmherzig an und hilf uns wieder auf die Bahn zur Pforte der Gerechten... 7.Wir opfern uns dírarmundbloß, durch Reue tief geschlagen, die o nimm uns auf in deinen Schoß und laß uns nicht verzagen. O hilf, daß wir getroft und frei ohn arge Lift und Heuchelei dein Joch zum Ende tragen. Melodie: Vater unser im Himmelreich Leipzig 1539 ( eer slf) sid Nilipng 1. Nimm von uns, Herr, du mir YOUR die schwe= re Straf und gro= ße ha ben all E Kleinere feste 8. Sprich uns durch deine Boten zu, gib Zeugnis dem Gewissen, o stell unser Herz durch sie zur Ruh, tu uns durch sie zu wissen, to, nst wie Christus vor deim Angesicht all unfre Sachen hab geschlicht': des Troste laß uns genießen. M 9.Erhalt in unsere Herzens Grund deinen göttlichen Samen und hilf, daß wir den neuen Bund in deines Sohnes Namen no vollenden in aller Wahrheit, also der Krone der Klarheit versichert werden. Amen. Michael Weiße 1531 000 2018 119 mit Sünden oh-ne Zahl zu= mal. treu Be B hüt F er Gott, Rut, die Der= die= net E Dor Krieg und teu- rer Zeit, vor Seu- dchen, feur und gro- ßem Leid. 167 Das Kirchenjahr 2.Erbarm dich deiner böfen Knecht,/ wir bitten Gnad und nicht das Recht;/ denn so du, Herr, den rechten Lohn/ uns geben wolltft nach unferm Tun, so müßt die ganze Welt vergehn und könnt kein Mensch vor dir bestehn. 3. Ach Herr Gott, durch die Treue dein/ mit Troft und Rettung uns erschein./Beweis anunsdein große Gnad/ und straf uns nicht auf frischer Tat,/ wohn uns mit deiner Güte bei, dein Zorn und Grimm fern von uns ſei. Soch Siehe auch: Die Litanei( Nr. 138) er 4.Gedenk an deine Sohne bittern Tod,/ sieh an sein heilig Wunden rot./Die find ja für die ganze Welt/ die Zahlung und das Lösegeld./ Des trösten wir uns allezeit/ und hoffen auf Barmherzigkeit.d 5.Leituns mit deinerrechtenHand/ und segne unfer Stadt und Land/ gib uns allzeit dein heiligeWort./ behütvors Teufele Lift und Mordy/ verleih ein[ elig Stündelein,/ auf daß wir ewig bei dir fein.( 517) Nach dem lat. Aufer immensam( Wittenberg 1541) von Martin Moller 1584 mind PE21 gizgis! Herr, der du vormals haft dein Land( Nr. 185) avidanz Aus tiefer Not schrei ich zu dir( Nr. 195) Vater unfer im Himmelreich( Nr. 241) Wenn wir in höchsten Nöten sein( Nr.282) Wach auf, wachh auf, du deutsches Land( Nr. 390) Herr, höre, Herr, erhöre( Nr. 394) Kirchweih sid Wie lieblich schön, Herr Zebaoth( Nr. 184) Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all( Nr. 189) Preis, Lob und Dank fei Gott dem Herren( Nr. 206) Erntebitt und Erntedanktage Ich finge dir mit Herz und Mund( Nr. 230) Siehe die Lieder für eine gesegnete Ernte Nr. 376 und 377 sowie bei und nach der Ernte Nr. 380-382 168 15. Jahrh./geiftlich Wittenberg 1529 1. Am Ende des Kirchenjahres in ſei- ner feur, * 2. Pett. 3,7 - Gottes Sohn wird rich- ten Böl' und wiß- lich großen pumpou La= chen wer- den teur, wenn kom= men from me. = wie Pe= trus* BORBO 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende, darauf bald werden auferstehn all Toten gar behende; die aber noch das Leben han, die wird der Herr pon Stunde an verwandeln und verneuen. Am Ende des Kirchenjahres 169 100 m² 120 an der Zeit, daß Herr= lich= keit, zu Da wird das al= les wird ver- gehn im da= von schrei stbinsk 3. Darnach wird man ablesen bald ein Buch, darin geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden han getrieben; da denn gewiß ein jedermann wird hören, was er hat getan in ſeinem ganzen Leben. B bet. Das Kirchenjahr 2000 mA 4. weh dem Men- fchen, wel= cher Er= den früh und 010-0003 5 { unt und nur auf Her= ren Wort ver= ach= tet großem Gut ge= trach= tet! wahr gar schlecht be- stehn und on bll- Haaq- 030 Don Chri- sto gehn 5. O Jefu, hilf zur ſelben Zeit von wegen deiner Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden. Daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den feind gericht' und meine Schuld bezahlet. in hat des spat nach Er wird für= mit dem Sa- tan müs- sen 2977- 19) 170 die Höl ndo? est 7. O Jefu Chrift, du machst es lang mit deinem Jüngsten Tage, 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buchhe frei, darinnen stehn die Deinen, auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns haft erworben. le. 100 den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage. om dalce nenuol01.s Komm doch, komm doch, du Richter groß, alla da und mach uns bald in Gnaden los von allem Ubel. Amen. 100s Glad ju0100 and then sada gld Nach dem lat. Dies irae, dies illa des Thomas von Celano?( um 1190- nach 1255) und einem deutschen Liede( um 1565) bearbeitet von ROD SH Bartholomäus Ringwaldt 1584 nach Hans Sachs 1513/ Philipp Nicolai 1599 1.{ ₁ J.Wa= dhet auf", ruft uns die Stim Mit= ter nacht heißt die- ſe E Stun C Am Ende des Kirchenjahres Her ble Sight 121 Stadt Je= tu= fa= lem! klu- gen Jung- frau- en? J = E der Wäch- ter sehr hoch auf der Zin ne,, wach auf, du fie ru- fen uns mit hel- lem Munde: Wo seid ihr = E 171 me de;" Wohl auf, der Bräutgam kömmt, E on- 191-11M 03 ſteht auf, die Lampen nehmt! Hal- le= lu ja! Macht euch be= reit zu der Hochzeit, ihr müs-[ et ihm ent- ge- gen- gehn!" 3. Gloria sei dir gesungen/ mit Menschen- und mit Engelzungen, 2. Zion hört die Wächter singen,/ das Herz tut ihr vor Freude[ pringen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr freund kommt vom Himmel prachtig, Don Gnaden stark, von Wahrheit mächtig, ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf./Nun komm, du merte Kron,/ Herr Jeſu, Gottes Sohn!/ Hosianna!/ Wir folgen all zum freudensaal und halten mit das Abendmahl.hsa nun sno mit Harfen und mit Zimbeln schön./ Von zwölf Perlen sind die Tore/ an deiner Stadt; wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je geſpürt, kein Ohr hat mehr ge= hört/ folche freude. Desjauchzen wir und singen dir/ das Halleluja für und für. Philipp Nicolai 1599 Das Kirchenjahr son mA 122 世 "{ 1. Ermuntert euch, ihr Frommen, zeigt eu- rer Der A- bend ist ge- kommen, die fin- stre Lampen Schein!) Nacht bricht ein. Es kämpft und wa- chet! Bald hosilki 2. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Ol chet der Bräu-ti- gam mit Pracht. und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel! Melodie: Valet will ich dir geben Melchior Teschner 1615 Die Wächter Zions schreien: , Der Bräutigam ist nah!" begegnet ihm im Reihen* M und fingt: Halleluja. dod ada) ast- boWasd hat sich auf ge- ma* im Reigentanz 3. Ihr klugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor! Die Tür ist aufgeschloffen, die Hochzeit ist bereit. Auf, auf, ihr Reichsgenossen! Der Bräutgam ist nicht weit. 4. Er wird nicht lang verziehen, drum schlafet nicht mehr ein, man sieht die Bäume blühen, der schönste Frühlingsschein verheißt Erquickungszeiten, die Abendröte zeigt od nol den schönen Tag von weitem, davor das Dunkel weicht. men dopsit 3dl 5. Begegnet ihm auf Erden, H ihr, die ihr Zion liebt, noo mit freudigen Gebärden und seid nicht mehr betrübt, hodes sind die Freudenstunden H gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 172 ist Auf, be- tet, ast- omil nge es Mit- ter= nacht. 6. Die ihr Geduld getragen und mitgeſtorben seid, follt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mitleben und regieren und vor des Lammes mít Jauchzen triumphieren hier ist das Hochzeitsmahl, soll sich in eurer Siegeskron. die Braut im Freudensaal. 9. O Jefu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf; geh auf, ermünschte Sonne, und fördre deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. ( 530) Lorenz Lorenzen 1700 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Wetzenhalmen in Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen, hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man freudenwein. Am Ende des Kirchenjahres 8. Hier ist die Stadt der freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten weiden, hier ist die sichre Pfort, hier sind die güldnen Gaffen, dalbadala sig ind Wir warten eines neuen Himmels und einer neuen Erde, nach seiner in welchen Geson rechtigkeit wohnet. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf wartet, so tut Fleiß, daß ihr vor ihm unbefleckt eld und unsträflich im Frieden erfunden werdet.s ( 1983 pertsoda fog sus ma Aus der Epistel des Letzten Sonntages im Kirchenjahr. 2. Petri 3,13-1400 216 173 Das Kirchenjahr 123 1.{ Wir Wir lie= ben nen= nen glaubt, mar= ten wif- sen = dein Er uns die deín, o dich auf = Melodie: Was Gott tut, das ist wohlgetan Severus Gaftoríus 1674 schei- nen. Dei= nen. J } er= hebt sein Haupt und 2. Wir warten deiner mit Geduld in unsern Leidenstagen; wir trösten uns, daß du die Schuld am Kreuz haft abgetragen, ſo können wir nun gern mit dir uns auch zum Kreuz bequemen, bis du es weg wirst nehmen. 3. Wir warten dein; du hast uns ja das Herz schon hingenommen. Du bist uns zwar im Geiſte nah, doch sollst du sichtbar kommen, 33 nu nedslim Got- tes Sohn, und dei= nem Thron und ge= gen; du kommst uns ja zum IN 3600 17 3310 Wer an dichold fie het dir ent= 23 24 25 = da willst uns du bei dir auch Ruh, 174 bei dir auch Freude geben, bei dir ein herrlich Leben. Se= gen. 4. Wir warten dein, du kommst gedie Zeit ist bald vergangen;[ wiß, wir freuen uns schon überdies mit kindlichem Verlangen. Was wird geschehn, wenn wir dich sehn, wann du uns heim wirst bringen, wann wir dir ewig singen! ( 533) Philipp Friedrich Hiller 1767 Siehe auch: Mitten wir im Leben sind( Nr. 309) Ihr lieben Christen, freut euch nun( Nr. 3) O Ewigkeit, du Donnerwort( Nr. 324) O Ewigkeit, du Freudenwort( Nr. 325) ins bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: daß ich im Hause des Herrn bleiben möge mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn. Psalm 27,4 Tu que es muy DER GOTTESDIENST altkirchlich/ 1949 Zum Eingang trofeu Komm, Heiliger Geift, er füll die Her- zen dei= 124 ner Gläu- bí- gen und ent= zünd in ih= nen das = - er dei- ner göttlichen Lie= be, der du in Man nig- fal- tig- keit der Zun- gen die Völ- ker der ganzen Welt der=[ ammelt haft in Ei- nig- keit E des Glaubens. Hal le= lu= ja, Hal- le- lu- ja. don Die altkirchliche Antiphon Veni Sancte Spiritus verdeutscht Erfurt um 1527 175 Der Gottesdiensten tot ond si rengt ut onol nada3. niam opom nadiald mo esd 125 Melodie/ oder: Es ist das Heil uns kommen her( Nr. 242) { den Got und läßt. fröh lich wir nun all weil Gott ihn ja will - 126 GE . mnoß mou nameß Heille, l tee- dienst mit Schal= le, fiche mohl- ge= fal len. } 1. Herr Jefu Chrift, dich man di stil onl je der Stund an al- lem Ort, da wir je- mals ge= - gen Geist du zu uns ſend, mit fan- gen an von uns han hört sein Wort, will ers mit Freud uns loh- nen. 2. O felig über felig sind, die in seim Dienst sich üben; Gotts treue Diener, Erbn und Kind fie sind, die er tut lieben, 3. O Gott, nimm an zu Lob und das Beten und das Singen,[ Preis übr unser Herz dein' Geiſt aus= daß es viel Früchte bringe[ geuß, des Glaubens aus deim heilgenWort, daß wir dich preisen hier und dort. fröhlich mir nun anfangen. ( 524) will sie auch in seine Himmele Thron mit derfreuden- und Lebens- Kron beschenken und begnaden. Zachäus faber 1601 176 B Zu zu Gochsheim 1628 uns wend, dein' Hilf und Gnad er # und uns den Weg zur Wahr- heit führ. uns re- gier 2. Tu auf den Mund zum Lobe und schauen dich von Angesicht/ dein, bereit das Herz zur Andacht in ewger freud und felgem Licht. fein, den Glauben mehr, stärk den 4.Ehr seidem Vater und dem Sohn, Verstand, daß uns dein Nam/ dem Heilgen Geist in einem werd wohlbekannt, Thron;/ der Heiligen Dreieinig= keit/ fei Lob und Preis in Ewig= 3. bis wir fingen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr!"/ keit. LAUSA Joh. Rudolf Ahle 1664/ Wolfgang Karl Briegel 1687 7 Wilhelm II. Herzog zu Sachsen- Weimar? 1648. Str. 4: Gotha 1651 Lieb- fter Je su, wir sind . len ke Sin- nen ( bus idsp und Be- mon Zum Eingang hier, gier dir ge= ZO= gen 177 127 dich und die Dein Wort an- zu- fü- Ben Himmels-leh- ren, daß die Her- zen von der auf sq- A Er- den ganz zu 3. O du Glanz der Herrlichkeit, Lichtoom Licht, aus Gott geboren: mach uns allesamt bereit, 2. Unser Wiffen und Verstand ist mit finsternis verhüllet, wo nicht deines Geiſtes Hand uns mit hellem Licht erfüllet; öffne Herzen, Mund und Ohren; Gutes denken, tun und dichten unser Bitten, flehn und Singen mußt du selbst in uns verrichten. laß, Herr Jefu, wohl gelingen. 00 stall( 514) mal Tobias Clausnizer 1663 wer= den. Der Gottesdienſt 128 C 1. { Gott ist Gott ist = ten be schwei- ge Wer ihn Au= gen gegen in der und in und sich kennt, E T wär= tig. Mit= ten. Heilig, heilig, heilig! fingen ihm zur Ehre aller Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unfre Stimm, da auch mir Geringen unfre Opfer bringen. 3. Wir entfagen willig allen Eitelkeiten, aller Erdenlust und freuden; da liegt unser Wille, Seele, Leib und Leben Melodie: Wunderbarer König Joachim Neander 1680 Laf- fet uns an- d Al- les in uns Ehrfurcht vor ihn in- nigst vor ihm wer ihn nennt, nie- der, kommt, er- gebt euch 2. Gott ist gegenwärtig, dem die Cherubinen Tag und Nacht gebüchet dienen. follft es sein, tre= ten. beu- ge. [ chlag die wie- der. dir zum Eigentum ergeben. Du allein 178 unser Gott und Herre, dir gebührt die Ehre. 4. Majestätisch Weſen, möcht ich recht dich preisen und im Gefst dir Dienst erweisen. Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen n und dich gegenwärtig sehen.com Laß mich dir mollad tim od für und für d trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5. Luft, die alles füllet, drin mir immer schweben, aller Dinge Grund und Leben, Meer ohn Grund und Ende, Wunder aller Wunder: ich senk mich in dich hinunter. Ich in dir, du in mir, 7. 1 innig, abgeschieden, fanft und still in deinem Frieden, mach mich reines Herzens, daß ich deine Klarheit schauen mag in Geist und Wahrheit, laß mein Herz überwärts wie ein Adler schweben und in dir nur leben. laß mich ganz verschwinden, dich nur sehn und finden. 6. Du durchdringest alles; laß dein schönstes Lichte, bi Herr, berühren mein Gesichte. Wie die zarten Blumen willig fich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so JUST DI- BOr still und froh deine Strahlen faffen maamm und dich wirken lassen. da 7* ol Zum Eingang 8. Herr, komm in mir wohnen, laß mein' Geift auf Erden dir ein Heiligtum nochh werden, komm, du nahes Wesen, dich in mir verkläre, et( 542) daß ich dich stets lieb und ehre. Wo ich geh, sih und steh, laß mich dich erblickenaldis und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen 1729 21m Umächtiger Herr Gott, wir bitten dich: gib deiner Gemeinde 4 deinen Geist und göttliche Weisheit, daß dein Wort unter uns laufe und wachse, mit aller Freudigkeit, wie sichs gebührt, ges prediget und deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde, auf daß wir, von aller Anfechtung unversehrt, mit beständigem Glauben dir dienen und im Bekenntnis deines Namens bis an unser Ende verharren. Durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn. Amen. 179 Der Gottesdienst 129 $ 1. Tut { ach ili olla sidfludz lagda pinal Joachim Neander 1680/ Darmstadt 1698 mir auf die wie wird an Know she it mmen führt in Gottes mei- ne. See- le Haus mich ein, Hier ist Got- tes fröh- lich sein! 16 3 An- ge- sicht, 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, komme du nun auch zu mir. Wo du Wohnung haft genommen, da ist lauter Himmel hier. Zieh in meinem Herzen ein, laß es deinen Tempel[ ein. hier ist lau- ter ITU 3. Laß in furcht mich vor dich treheilige du Leib und Geist,[ ten, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilige du Mund und Ohr, zieh das Herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten Lande, wenndein Samkorn auf michfällt. Gib mir Licht in dem Verstande nend d [ chö- ne die- sem du bigg ding dl Pfor= te, bf Or- te Troft und Licht. und, was mir wird vorgestellt, präge du im Herzen ein, laß es mir zur frucht gedeihn. 5. Stärkinmirden schwachen Glaulaß dein teures Kleinod mir[ ben, nimmer aus dem Herzen rauben, halte mir dein Wort ftets für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Troft im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt; t nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebensquillt, speise mich mit Himmelsbrot, tröfte mich in aller Not. ( 534): Benjamin Schmoldk 1734 180 Siehe auch: Gott Lob, der Sonntag kommt herbei( Nr. 332) Nun jauchzt dem Herren, alle Welt( Nr. 187) 818 Liturgische Gesänge DAS KYRIE mittelalterlich/ Naumburg 1537 Ky= tí e, Gott Va = = ter Liturgische Gefänge groß ist dein Barm- her zig- keit, al = = in E= wig= keit, = 130 ler Ding ein Schöpfer und Re- gie= ret; e= le= f= fon. Chri- ste, al= ler Welt Trost, uns Sün- der al= lein haft er= löft. Je= fu, Got= tes Sohn, un=[ er Mitt= ler bist in dem höchsten Thron, zu dir[ chrei= en wir aus C Herzens- be= gier: e= le={=[ on. Ky ri= e, Gott Hei- lí= ger Geist, tröst, stärk uns im Glau- ben al= ler= meist, daß wir am letz= ten End fröhlich ab- scheiden aus die- sem E- lend; e= le= í= ſon. Nach dem lat. Kyrie fons bonitatis Naumburg 1537 181 Der Gottesdienst L 131 1. { DAS GLORIA IN EXCELSIS Al- lein Gott in der da rum Dank für sei ne rüh= ren kann kein falln Gott Höh sef Ehr und daß nun und ním- mer- mehr uns = altkirchlich/ Nikolaus Decius 1522 Gna de, Scha- de. an uns hat, nun 2. Wir loben, preisn, anbeten dich; für deine Ehr wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierft ohn alles Wanken. Ganz ungemeſfn ist deine Macht, fort gschieht, mas dein Will hat beWohlunedesfeinen Herren![ dacht: } Ein Wohl= ge= Un- ter= laß, all fehd hat nun ein En ist groß fried ohn 182 de. 3. O Jefu Chrift, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Verföhner der', die warn verlorn, du Stiller unfers Haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott: nimm an die Bitt Don unfter Not, erbarm dich unfer aller. 4.0 Heilger Geift, du höchstes Gut, du allerheilsamft Tröster: por Teufele Gmalt fortan behüt, ll- dot ne die Jefus Christ erlöset od durch große Marte und bittern Tod; abwend all unfern Jamme und Not! Darauf mit une perlassen. Das lat. Gloria in excelsis perbeut pon Nikolous Decius 1522 Liturgische Gefänge insda sog mnia mank DAS CREDO Hned nonsduelp We insdae nadap( GLAUBENSBEKENNTNIS) Ssto/ tim 1100 15. Jahrh./ Martin Luther 1524 bo 1. Wir glau- ben__ all an ei- nen Gott, led" 132 snob Schöpfer Himmels und der Er- den, der sich zum Vater ge- ben hat, daß wir sei- ne Kin- der wer= den. Er will uns all- zeit er náh- ren, Leib und Seel auch ■ wohl be- mah- ren, al- lem Un- fall will er kein Leid soll uns wider- fah- ren. Er for get für uns, 8,3 hüt'_ und macht. Jaun 9000 100 28 steht 1 1: 34.3 2.Wir glauben auch an Jefum Chrift, Jeinen Sohn und unsern Herren, der emig bei dem Vater ist, gleidher Gottoon Macht und Ehren, Don María, der Jungfrauen, meh- ren, al= les in seiner Macht. 183 ist ein wahrer Mensch geboren durch den Heilgen Geift im Glaufür uns, diemirmarnoerloren,[ ben: am Kreuz gestorben und oom Tod wieder auferstanden durch Gott. Der Gottesdienst 3.Wir glauben an den HeilgenGeift, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden* Tröster heißt und mit Gaben zieret schöne, die ganz Christenheit auf Erden * Zaghaften A 133 khu 1. men. A- men. Das Nízänische Glaubensbekenntnis nach einer vorreformatorischen deutschen Strophe( 14. Jahrh.) von Martin Luther 1483-1546 Gott ge bo= ren hält in einem Sinn gar eben; hie all Sünd vergeben werden; das Fleisch soll auch wieder leben. Nach dieſem Elend ist bereit' uns ein Leben in Ewigkeit. oder: höch- sten Thron, Wir glau- ben Gott im wir dieglau- ben Christum, Got- tes Sohn, all= ge be= ne- deit. 2. Wir glauben Gott, den Heilgen Geift,/ den Tröster, der uns unter weist, der fährt, wohin er will und mag,/ und stark macht, was daniederlag.) 3. Den Vater, dessen Wink und Ruf das Licht aus finsternissen schuf, den Sohn, der annimmt unfre Not,/ litt unser Kreuz, starb unfern Tod. Chriftian Lahusen 1948 Dor der Zeit, all- mäch= tig, nach der letzten Strophe } aus 184 A- men. 4. Der niederfuhr und auferstand,/ erhöht zu Gottes rechter Hand,/ und kommt am Tag, vorherbestimmt, da alle Welt ihr Urteil nimmt. 5.Den Geist, der heilig insgemein/ läßt Chriften Christi Kirche sein,/ bis mir, pon Sünd und fehl befreit, ihn selber schaun in Ewigkeit. / Amen. Rudolf Alexander Schröder 1937 Melodie: O Herre Gott, dein göttlich Wort Wittenberg 1526 daß mein Glaub dich prei Glaubens frucht be= wei Chrift, aus Nach dem Credo # Gott Va- ter, Sohn und Heil- ger Geist, hilf, Mein Fleisch dem Geift Gehorsam leift, des schei R 190-00 = 25 Tod zur Se= lig se. = Liturgische Gefänge E al= ler Not, wenn ich von fe. 185 134 } Hilf, Her- re de, und füh- re mich auch aus dem tad tiqoz 190 keit und freu od hin- nen o lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Hebräer 13, 15 de. Johann Walter 1566 Der Gottesdienst J 135 DAS SANCTUS( Dreimal Heilig) JOSE PLITA Je sa ja dem Prophe- ten das E C errer altkirchlich/ Martin Luther 1526 daß er im Geift den Her- ren fit= zen fah auf ge=( chah, ei- nem ho- hen Thron in hel-lem Glanz, sei nes Klei= = des Saum den Chor fül- let ganz. Es stun- den zween Seraph bei ihm da= ran; sechs flü- gel ſah er ei= 186 = nen je- den han, mit zween ver- bar- gen sie ihr Ant- lik hellont klar, mit zween be deck- ten sie die Füße gar, = = und mit den andern zween sie flo- gen frei; gen an der riefen sie mit gro- ßem Gschrei: Hef lig ift Gott - dreimal: der Her= te Ze- ba- oth, fein Ehr die gan- ze Welt Liturgische Gefänge er= fül- let hat." Von dem Gschrei zit- tert Schwell und BalMartin Luther 1528 ken gar, das Haus auch ganzvoll Rauchs und Ne= bel mar. Nach dem lat. Sanctus pon Martin Luther 1526 136 DAS AGNUS DEI I 1.u.2. Christe, du Lamm Got- tes, der du trägst die Sünd' der Welt, er- barm dich unser. 3. Chri- ste, du Lamm Got- tes, der du trägst die Sünd'der Welt, gib uns dei= nen frie- den. = ella Das Agnus Dei verdeutscht Braunschweig 1528 A men. Siehe auch: O Lamm Gottes, unschuldig( Nr. 55) 187 Der Gottesdienst 137 Chor: DAS TEDEUM Herr Gott, dich lo ben wir, Didy, Vater in E- wig- keit, Herr Gott, wir dan- ken dir. tart All Engel und Him- mels- heer altkirchlich/ Martin Luther 1529 ehrt die Welt weit und breit. Gemeinde: auch Che- rubim und Se- ra- phim und was die= net deiner Ehr, -100 , Heilig ist unser Gott, fin- gen immer mit hoher Stimm: DM - fer Gott, heilig ist un ser 188 Chor und Gemeinde hei= lig ist unser Gott, der Her= re Chor: = Dein gött- lich Macht und Herr= lich= keit Der hei- li - gen Zwölf die teu- ren Märt- rer Die gan= ze wer= te Didy, Gott Va= ter im den Heil- gen Geist und Bo= ten Zahl all zu= mal Chri- sten= heit höchsten Thron, Trö- ster wert Gemeinde: = Liturgische Gefänge geht übr und die Himmel und Er= den weit. lie = ben Pro- phe= ten all, lo= ben = dich, Herr, mit großem Schall. rühmt dich auf Er- den al= le= zeit. deí= nen rechten und ein= gen Sohn, mit rechtem Dienst fie lobt und ehrt. Du König der Ehren, Jesu Christ, der Jungfrau Leib nicht haft ver- schmäht, Du haft dem Tod zer- stört sein Macht Du sitzt zur Rech- ten Got- tes gleich Ein Rich ter du zukünf- tig bist Ze- ba- oth." 189 Gott Va- tere em- ger Sohn du bist; zu' rlő- sen das mensch- lich Ge= schlecht. und all Chri- sten zum Him= mel bracht. mit aller Ehr ins al= les, das tot und Va= ters Reich. le= bend iſt. Der Gottesdienst Chor: Nun hilf uns, Herr, den Die= nern dein, nu Gemeinde: die mit deim teurn Blut laß uns im Him= mel ha- ben teil Hilf deinem Volk, Herr Je=[ u Chrift, mit den Heiligen in em- gem Heil. und breit wart und pfleg ihr' zu aller Zeit er= = 1ő- set sein, und seg- ne, das dein Erb teil ift, Täglich, Herr Gott, wir loben dich und heb sie hoch in SX- nop sid CV too bid = 190 = 300 pineX v0 00]-pm- 196 e- wig- keft. und ehrn dein' Na- men fte- tig- lich. Chor: Be hüt uns heut, o treu= er Gott, Sei ung gná= dig, 0 Herre Gott, Zeig uns dei- ne Barm- her- zig= keit, Gemeinde: Dor al= ler Sünd und in fei uns gnädig Mif= se= tat. = ler Not. al smu sad- B( bid wie unsre Hoff- nung zu dir steht. TT Auf dich hoffen wir, lieber Herr, Martin Luther 1528 Chri = in Schan- den laß uns ním= mer- mehr. Chor und Gemeinde: A- men. Das Te Deum laudamus des Niketas Don Remefiana?( um 335- nach 414) verdeutscht von Martin Luther 1529 DIE LITANEI Chor: Ky ti e R Liturgische Gefänge ITT fte 191 30V 01-31 mal- la V Gemeinde: 138 3300 Jor e= le= í= son. e le= f- son. Der Gottesdienst Chor: Ky- tí- e Chri E Herr Gott Va- ter im Him- mel, Herr Gott Sohn, der Welt Hei- land, Herr Gott Hei- li- ger Geift, Sei uns gna- dig, Sei uns gna- dig, Vor al- len Sün- den Vor al- lem Irr= fal Vor al- lem U= bel* ste, Vor allen Sünden, vor allem Irrfal, por al lem Gemeinde: e- le Vor allen Sünden- behüt uns, lieber Herre Gott. Vor allem Irrfal- behüt uns, lieber Herre Gott. Vor allem Ubel- behüt uns, lieber Herre Gott. er= hö= re -- bel 192 í- ſon. ver- schon uns, lie- ber Her= re Gott. hilf uns, lie- ber Her= re Gott.*) 150 noths *) Die Antwort der Gemeinde( rechte Zeilen) erfolgt weiterhin entweder nach jeder Zeile des Chores( linke Zeilen), also z. B. er- barm dich über uns. er- barm dich ü- ber uns. er- barm dich ü- ber uns. ( be- hüt uns, lieber Her= re Gott.) ( be- hüt uns, lieber Her= re Gott.) be- hüt uns, lie= ber Her= re Gott. oder aber nur nach den mit einem* bezeichneten Stellen. Im letten falle singt der Chor alle voraufgehenden Zeilen auf die Anfangsnote und gebraucht die Schlußnoten der Zeile nur in der jeweils letzten Zeile vor dem*, also z. B. uns. 194 be M hüt uns... Coo Chor: - Vor des Teu- fele Trug und Lift at spilled anled onl Vor bő- fem schnel- lem Todd A Vor Pe- fti- lenz und teu- rer Zeit* ßen Vor Krieg und Blut- ver- gie- Benedontre des Vor Auf- ruhr und Zwie- tracht Vor Ha- gel und Un- ge- wit= ter Vor feu- ers- und Waf- fers- = not Vor dem e= wi- gen Tod* Durch deine hei- lige Durch deinen To- deskampf Ge- burt und bluti- gen Schweiß dein Kreuz und Tod un- frer Durch Durch dein heilig Aufer- stehn und Him- mel- fahrt* In leh- ten Not Am Jüng- sten Ge= richt* 3100 33-15H d Liturgische Gesänge be- hüt uns, lieber Her- re Gott. Gemeinde: Wir ar= men Sün- der bit- ten: l densphilolA 193 MD mante 9882 910 301 the cataly hilf uns, lieber Her= re Gott. W silA du wollst uns hö- ren, lie- ber Her- re Gott. Der Gottesdienst Chor: Und deine heilige chriftliche Kirche regieren Alle Bischöfe, Pfarrherrn und Diener der Kirche im heilsamen Wort und heiligen Leben Allen Rotten und Argernif Alle Irrigen und Verführten wie Den Satan unter unsere fü Treue Arbeiter in deine Ern = Deinen Geist und Kraft zum Wor Allen Betrübten und Verzagten helfen und Allen Völkern frieden und Ein Unsere Obrigkeit leiten Unfern Rat und Gemeinde fegnen und Allen, fo in Not und Gefahr find, mit Hilfe Allen Schwangeren und Säugenden fröhliche Frucht Aller Kinder und Kranken pflegen Alle unschuldig Gefangenen los und le Alle Witwen und Waisen verteidigen und Aller Menschen dich Die Früchte auf dem Lande geben und 8-10 für die Gemeinden mit Bergwerken Unsere Bergwerke erhalten Und uns gnädiglich esd und füh- ren, er- hal- ten,* sen weh= ren, der- brin- gen, ße tre= ten,* te fen- den, te ge= ben, fie trở= ften,* tracht ge= ben, und schüt- zen, be= hü= ten,* er= schei- nen, und Gedeihen ge= ben, und war- ten, Unfern feinden, Verfolgern und Läfterern vergeben = 194 dig laf- fen, ver- for- gen,* er- bar- men, mA für die Gemeinden an der See on Unsere Deiche, Dämme und Schleusen in deine Ob= hut neh- men,* und sie be= keh= ren, da mu be= wah- ren,* Gemeinde: und seg= nen,* er= hö= ren,* er= hör uns, lieber Herre Gott. O Chor: cal.choticatto 636 Buldist muz Je- fu Chrift, Got= tes Sohn, Zum Belo Liturgische Gefänge unner- hör uns, lie- ber Her- re Gott. Chri- ste, O du Got- tes- lamm, das O du Got- tes- lamm, das der Welt Sün- de trägt, der Welt Sün- de trägt, O du Got- tes- lamm, das der Welt Sünde trägt, onu Ky- ti- e Chri=[ te Ky= ri= e Gemeinde: er- barm dich ü- ber uns. er- barm dich ü- ber uns. ver- leih uns ste= ten fried. 195 OVED er= hö- re ung. e le= f= fon. B e= le= f= fon. Chor und Gemeinde zusammen: 03 - A-e= le= f= fon. men. Die altkirchliche Litanei verdeutscht Don Martin Luther 1528 Der Gottesdienst 139 zu kein 1. Verleih uns frie- den gnä- dig- lich, Zum Beschluß des Gottesdienstes 2. Gib un= sern Le an= drer B fried und gut = ih= nen ein ndo 00)- 100 100 stref= ten, denn du un= ser Str. 1: altkirchlich/ Wittenberg 1529 Str. 2: Johann Walter 1566 nicht, Zeiten. Es ist doch ja der für uns al un-[ erm Vol= ke und ben füh= ren = ge= ru= hig Herr Gott, mö= gen Regiment, daß wir un te = könn Gott al= leí= ne. ler Obrigkeit ter und stil= les hd in al= ler Gott= se= lig= keit und Ehr= bar- keit. A=== men. 196 E Ver- leih uns frie- den gnő- díg Gott, zu un- fern Zeiten. Zum Beschluß des Gottesdienstes Nürnberg 1531 oder: Laß Don Melodie: Valet will ich dir geben/ Melchior Teschner 1615 4 4 ja kein an- drer nicht, der für uns könn= te strei= mon man= ken, ten, denn du, un fer Gott, al= lei= ne. ChStr. 1: Die Antiphon Da pacem Domine perdeutscht von Martin Luther 1531, Str. 2: Nach 1.Tim. 2,2 Don Johann Walter 1566 140 treu= er Gott und Herr, mich bei def= ner Lehr. mich dein sein und dir laß mich nichts gib - lich, Herr Es ist doch 197 blei= ben, du trei= ben, halt = Herr, laß mich nur nicht mír Be- ständig keit; 7 da= = für will ich dir dan- ken in al= le E= mig- keit. Nikolaus Selnecker 1572 Der Gottesdienst amus 141 Nun Gott Lob, es ift Doll al les wohl- ge 1.{ { Gott hat Melodie: Liebster Jefu, wir sind hier Joh. Rudolf Ahle 1664/ Wolfgang Karl Briegel 1687 = Be ten, Hö- ren, = uns sein Lob ver etto = prei- fet, weil er 2. Weil der Gottesdienst ist aus und uns mitgeteilt der Segen, so gehn wir mit Freud nach Haus, wandeln fein auf Gottes Wegen. Gottes Geist uns ferner leite und uns alle Dollbereite. B Leh- ren, un- fer Gott sei hoch ge1019 trbin 3930- no mist = uns so herr- lich Ein Pfalmlied zum Beschluß: Es molle Gott uns gnädig sein( Nr. 182) bracht Singen, macht, drum laßt [ pef= fet. 3. Unsern Ausgang jegne Gott, unfern Eingang gleichermaßen, fegne unser täglich Brot, fegne unfer Tun und Lassen, fegne uns mit felgem Sterben und mach uns zu Himmelserben. led him Hartmann Schenck 1680 198 Das Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Pfalm 92, 2-3 the trans sup Das Wort Gottes altkirchlich/ Martin Luther 1543 1. Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort und ſteu= 1 re dei-ner fein- de Mord, die Je- fum Chriftum, dei- nen Sohn, mol= len 2. Beweis dein Macht, Herr Jefu Chrift,/ der du Herr aller Herren bift,/ beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. Das Wort Gottes Melodie: Herr Jefu Chrift, dich zu uns wend Gochsheim 1628 142 stür- zen von dei- nem Thron. 3. Gott Heilger Geist, du Tröster wert, gib deim Volk ein'rlei Sinn auf Erd, steh bei uns in der letzten Not,/ g'leit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther 1542 auton 143 1. O Gott, du höch- ster Gna- den- hort, ber= leih, daß uns dein gött- lich Wort von Oh- ren ſo zu 199 Her- zen dring, daß es fein Kraft und Schein voll- bring. 2. Der einig Glaub ift diese Kraft, der fest an Jefu Chrifto haft'; dieWerk der Lieb sind dieser Schein, dadurch wir Christi Jünger sein. 3.Verfchaff bei uns auch, lieber Herr, daß wir durch deinen Geist je mehr in deinr Erkenntnis nehmen zu und endlich bei dir finden Ruh. ( 505) Konrad Hubert 1545 Der Gottesdienst 144 Melodie: Herr Jesu Christ, dich zu uns wend Godhsheim 1628 1. Herr, öffne mir die Her- zens- tür, zeuch E mein Herz durch dein Wort zu dir, laß mich dein Wort bewah- ren rein, laß mich dein Kind und Er= be sein. 19Harem riad of wa 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem Heilgen Geift in einem Thron, der Heiligen Dreieinigkeit/ sei Lob und Preis in Ewigkeit. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gefund, dein Wort ifte, das mein Herz erfreut,/ dein Wort gibt Troft und Seligkeit. 145 Melodie: Es spricht der Unweisen Mund wohl Wittenberg 1524 {- Herr, für dein Wort set hoch ge 1. = uns da= bei der= blei ben mit dem Wor- te gläuB 200 Johann Olearius 1671 = 12. preist; laß daß Hunkemidler -ben, moongustateUSTON Tra budid das- felb an neh- men je- der- zeit = Freud als Got- tes, nicht der = 2. Offn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht faffen,/ in Lieb und Leid, in freud und Schmerz/ es aus derAcht nicht laffen, daß wir nicht Hörer nur allein/ des Wortes, sondern Täter [ ein, Fruchthundertfältig bringen. 3. Am Weg der Same wird sofort Dom Teufel hingenommen, infele und Steinen kann das Wort/ die Wurzelnichtbekommen;/ der Sam, ſo in die Dornen fällt,/ von Sorg und Wollust dieser Welt/ verdirbet und ersticket. 4. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich/ dem guten, fruchtbarn Lande/ und sein an guten Werken reich/ in unfermAmt und Stande, viel früchte bringen in Geduld, bewahren deine Lehr und Huld/ in feinem, gutem Herzen. mit Sanftmut, Eh= re, Lieb und asdastfel Das Wort Gottes Men schen. 5. Laß uns, folang wir leben hier,/ den Weg der Sünder meiden;/ gib, daß wir halten fest an dir/ in Anfechtung und Leiden;/ rott aus die Dornen all zumal,/ hilf uns die Weltforg überall/ und böse Lüfte dämpfen. 6. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein/ die Leuchte unfernfüßen;/ erhalt es bei uns klar und rein;/ hilf, daß wir draus genießen/ Kraft, Rat und Troft in aller Not,/ daß wir im Leben und im Tod/ beständig darauf trauen. 7. Gott Vater, laß zu deiner Ehr/ dein Wort sich weit ausbreiten./ Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr/ er= leuchten mög und leiten./O Heilger Geist, dein göttlich Wort/ laß in uns mirken fort und fort/ Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke 1659 Siehe auch: O Herre Gott, dein göttlich Wort( Nr. 117) Wohl denen, die da wandeln( Nr. 190) 201 Univ.- Bibl. Giessen lood 119 Der Gottesdienst 146 $ 1. € { Die Heilige Taufe Christ unser Herr zum Jor- dan kam nach sei- nes Don Sankt Johann die Tau- fe nahm, sein Werk und 12. Va- ters Wil- len, Amt zu' rfül- len. J 15. Jahrh./ Wittenberg 1524 Bad, zu wa- schen uns von Sün-- den, er= Da wollt er stif- ten uns ein fau- fen auch den bit- tern Tod durch sein selbst Blut und 202 TAXION Wun= den, es galt ein neues Le= ben. 2. So hört und merket alle wohl, 4. Auch Gottes Sohnhiefelbersteht was Gott heißt ſelbst die Taufe in seiner zarten Menſchheit, und was ein Chrifte glauben foll, der Heilig Geist herniederfährt zu meiden Keterhaufen. in' Taubenbild verkleidet, Gottsprichtundwill, daßWassersei, daß wir nicht sollen zweifeln dran: doch nicht allein schlicht Waffer, wenn wir getaufet werden, sein heilige Wort ist auch dabei all drei Person' getaufet han, mit reichjem Geift ohn Maßen: damit bei uns auf Erden der ist allhie der Täufer. zu wohnen sich begeben. 3. Solche hat er uns beweiset klar 5.Sein Jünger heißt der Herre Chrift: mit Bildern und mit Worten. Des Vaters Stimm man offenbar daselbst am Jordan hörte, er sprach: Das ist mein lieber Sohn, an dem ich hab Gefallen, n Geht hin, all Welt zu lehren, daß sie verlorn in Sünden ist, fich foll zur Buße kehren, wer glaubet und sich taufen läßt, foll dadurch selig werden; den will ich euch befohlen han, dadh ein neugeborner Mensch er heißt, daß ihr ihn höret alle und folget feinem Lehren." der nicht mehr könne ſterben, das Himmelreich soll erben." Idis- vinu 6. Wer nicht glaubt dieser großen derbleibtin feinen Sünden[ Gnad, und ist verdammt zum ewgen Tod tief in der Höllen Grunde. Nichts hilft sein eigen Heiligkeit, all ſein Tun ist verloren, die Erbfünd machts zur Nichtigdarin er ist geboren, Dermag fich selbst nicht helfen. [ keit, Melodie: Es find doch selig alle, die Matthäus Greitter 1525 { Tilg tauf du wohl uns und rein'- ge halt uns dann in dei- ner Hut fünd- lich flei-[ che. Heil- gen Gei- stes. deut', Gott und Va= ter gna- den= voll, aus die Sünd durch Christi Blut Die Heilige Taufe 7. Das Aug allein das Waffer sieht, wie Menschen Waffer gießen; der Glaub im Geist die Kraft verdes Blutes Jefu Chrifti,[ steht und ist vor ihm ein rote flut, Don Chrifti Blut gefärbet, die allen Schaden heilen tut, von Adam her geerbet, auch von uns selbst begangen. ( 539) Martin Luther 1541 147 Bund der } Er= schaff uns, e= wig sein mit un fer ganz mit Kraft deins auf= recht und red- lich Chrí- sten= leut. Laß uns dein Lie= be fin- den, da= mit der Gnaden dein mög un= ser jetzt und = wie die Tauf be= 203 = al= len Got- teg kín- den. ( 545) Johannes Zwick 1540 al= ler Der Gottesdienst W 148 1. Ge- lo- bet fei der Herre Gott, ein uns une aus nichts ge-[ chaf- fen hat der und Va- ter sich hat un= ser al laf- fen gfal Geist ge- bo 3 ift, Melodie: O Herre Gott, dein göttlich Wort Wittenberg 1526 ſonst wä ren R wir jetzt sind die lieb- sten Kind, im Heil- gen G ler, = ren wir ver- lo 2. durch Je- fum Chrift, dere Le- ben 204 - len,} daß - 2. Herr, schaff uns wie die kleinen Kind in Unschuld neu geboren, als die getauft im Waffer sind, zu deinem Volk erkoren, daß demnach sich,/ Herr Chrift, an dich der fündlich Mensch ergebe, daß er wohl sterb/ und nicht verderb, mit dir ersteh und lebe. ( 539) Thomas Blaurer 1537/1540 ren. Melodie: O Jefu Chrift, meins Lebens Licht Königsberg( Oftpreußen) 1602/ Leipzig 1625 F 1. Ach lieber Her- re Jefu Chrift, der du ein Die Heilige Taufe 149 MO CHI S)=$ 10 Kind- lein mor- den bist, von ei= ner Jungfrau rein ge= born, daß wir nicht möch- ten sein ver lorn, 2. du hast die Kinder nicht ver- 4. Ich bitt, laß dir befohlen ſein,/ acht', da sie sind worden zu bir ach lieber Herr, dies Kindelein,/ bracht, du hast dein Händ auf behüte es vor allem Leid/ und fie gelegt, fie schön umfangen und alle in der Christenheit. geſagt: 3., Die Kinder lasset kommen her/ zu mir, ihn' niemand solchjes wehr, denn solchen ghört das Himmelreich, die man mir bringt, beid, arm und reich." 5. Durch deine Engel es bewahr/ vor Unfall, Schaden und Ge= fahr,/ erbarm dich seiner gnädiglich, gib deinen Segen mildiglicy. 6. Gib Gnad, daß es gerate wohl/ zu deinen Ehrn und Wohlgefall,/ auf daß es hier gottfeliglich,/ hernach auch lebe ewiglich. Johannes Freder 1578 205 Der Gottesdienst 150 $ 1. Gott Vater, hö= re dei= ne Gna Melodie: In dich hab ich gehoffet, Herr 15. Jahrh./ Zürich um 1552 die- sem Kind den Se= gen mit, = R un- fre Bitt: teil 2.Herr Christe, nimmes gnädig auf durch dieses Bad der Heilgen Tauf zu deinem Glied und Erben, damit es dein/ mög allzeit fein im Leben und im Sterben. de, laß's fein dein Kind, nimm er= zeig ihm weg sein Sünd, daß ihm die- felb nicht scha = Landi 3. Und du, o merter Heilger Geist, famt Vater und dem Sohngeprefft, mollst gleichfalle zu une kommen, damit jehund in deinen Bund es werde aufgenommen. 4. O Heilige Dreieinigkeit, dir sei Lob, Ehr und Dank bereit' für diese große Güte. O A Gib, daß dafür wir dienen dir; por Sünden uns behüte. 206 Johann Bornschürer 1676 de.100 Melodie: Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort anzuhören Joh. Rudolf Ahle 1664 Wolfgang Karl Briegel 1687 atin J Lieb= ster dieses 1. Je= fu_, wir find hier, Kind- lein kommt zu. 30 dir, E Die Heilige Taufe 151 Wor- te nach- zu le= den Be- fehl ge ge= ben;} daß man H hin- füh- re, denn das Hím- mel- reich ist = 2. Ja, es schallet allermeist dieſes Wort in unsern Ohren: Wer durch Wasser und durch Geift nicht zuvor ist neu geboren, n wird von dir nicht aufgenommen undin Gottes Reich nicht kommen. 3. Darum eilen wir zu dir; nimmdas PfanddonunfernArmen, tritt mit deinem Glanz herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. dei= nem weil du 207 fie zu dir ih= re. nadia 4. Hirte, nimm das Schäflein an; Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, friedefürst, sei du sein Friede, Weinstock, hilf, daß dieſe Rebe auch im Glauben dich umgebe. 5. Nun wir legen an dein Herz, mas von Herzen ist gegangen. führ die Seufzer himmelwärts und erfülle das Verlangen, als ja den Namen, den wir geben, d [ chreib ins Lebensbuch zum Leben. Benjamin Schmolck 1704 1. Basset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes. Markus 10, 14 Der Gottesdienst 152 nisd dan Melodie: O daß ich tausend Zungen hätte bet Joh. Balthafar König 1738 Ich bin ge- tauft auf def- nen ich bin gezählt zu dei- nem Sohn und Heil- ger Gefft, l dir ge- hef- ligt heißt, f } ein- ge- fenkt, ich bin mit 2. Du haft zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt, du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt;/ du willst in aller Not und Pein,/ o guter Geift, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch furcht und Liebe,/ Treu und Gehorsam zugeſagt, ich hab, o Herr, aus reinem Triebe/ dein Eigentum zu fein gemagt,/ hingegen fagt ich bisins Grab/ des Satans schnöden Werken ab. Na- men, Gott Va- ter, Sa- men, zum Volk, das sei- nem Geist be- schenkt. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieſer Bund wohl feste stehn,/ wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verlorengehn, nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an,/ wenn ich hab einen fall getan.id no dala 5. Ich gebe dír, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opferhin,/ ermecke mich zu neuer Treue/ und nimm Besitz von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen tut, mmi ich bin in Chrí- stum 6. Laß diesen Vorfat nimmer manken, Gott Vater, Sohn und Heilger Geift. Halt mich in deines Bundes Schranken, bis din nord to mich dein Wille sterben heißt./ m2 sid tall So leb ich dir, fo sterb ich dir,/ so lob ich dich dort für und für. ndiloj rrad ( 518) 208 Joh. Jakob Rambach 1734 Melodie: Ich dank dir schon durch deinen Sohn Nürnberg um 1580/ bei Michael Praetorius 1610 8 1. Der Hef- land kam zu ſei= ner Tauf und 2. Er trat gehorsam unters Joch, und daß mans spür und glaube, fährt über ihm aus Himmeln hoch der Geist gleich einer Taube. 3.Geist, derimWasserund im Hauch uns wandelt, stärkt und nähret und lebt im Wort und wirkt im da man den Vater ehret.[ Brauch, Das Die Heilige Taufe ble Spate 153 tut den Reichs= ge= nof- fen das Pa- ra- dies von Tuis on E neuem auf, das un- fre Schuld ver- schlof- fen. = don dorp( bio 4.Dusprachest zuden Jüngern:, Laßt die Kindlein mir begegnen." Drumbringen wir den neuen Gast, woll, Jefu Chrift, ihn segnen. 5. Wirtaufen ihn- denn Wasser tut beim Wunder nicht das meiste- auf deinen Namen und dein Blut im Vater, Sohn und Geiste. Rudolf Alexander Schröder 1937 ml Wir ſind ſamt Chriſto durch die Taufe begraben in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist von den Toten auferwecket durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. Römer 6, 4 209 Der Gottesdienst 154 fj Das Heilige Abendmahl 1. Je= fus Chri stus, der von uns den Got- tes durch das bit- ter Leiden half er 2. Daß wir nimmer des vergeffen, gab er uns sein' Leib zu effen, verborgen im Brot fo klein, und zu trinken sein Blut im Wein. uns. aus der . 3. Wer sich will zu dem Tisch machen, der hab wohl acht auf fein Sachen, wer unwürdig hinzugeht, für das Leben den Tod empfant. 4.Dufollft Gott den Vaterpreifen,/ daß er dich so wohl wollt speifen und für deine Miffetat/ in den Tod [ ein' Sohn geben hat. un- fer Hei- land, Zorn. 210 13. Jahrh./ Erfurt 1524 fein. wandt, kaptis mişin len Höl Pein. 5. Du follft glauben und nicht manken,/ daß's ein Speise sei den Kranken,/ den' ihr Herz Don Sünden schwer/ und vor Angst iſt betrübet sehr. 6. Solch groß Gnad und Barmherzigkeit/ sucht ein Herz in großer Arbeit*/ ist dir wohl, so bleib daDon,/ daß du nicht kriegest bösen Lohn. Mahſal, Seelennot LTD 7. Er spricht selber:, Kommt, iht Armen, laßt mich über euch erbarmen,/ kein Arzt ist dem Statken not,/ ſein Kunst wird an ihm gar ein Spott. Das Heilige Abendmahl Munde,/[ o bist du recht wohlge= schickt,/ und die Speise dein Seel erquickt. 10. Die frucht foll auch nicht ausbleiben:/ deinen Nächsten follst du lieben,/ daßerdeingenießen kann, grunde und bekenneft mit dem/ wie dein Gott hat an dir getan. 9. Glaubst du das von Herzens8. Hättst du dir mas konnt erwerben,/ was braucht ich für dich zu sterben? Dieſer Tisch auch dir nicht gilt,/ so du ſelber dir helfen willt." Böhmische Brüder 1561 HE Nach dem lat. Jesus Christus nostra salus des Johann Hus( um 1370-1415) Don Martin Luther 1524 1. Wohlauf, die ihr hungrig seid und eu- rer Se= lig- keit, kommt und 8* 2. Denn unser Herr Jesus Christ/ hat zubereit' ein' herrlichen Tisch, an dem man hält durch des Glaubens Kraft/ feins Leibs und Bluts Gemeinschaft. 3. Sein Leib ein Spefe unfrer Seel, fein Blut ein Trank zum ewigen Heil,/ welchs wir folln empfahn in fried und Freud,/ nicht in Ha= der und Bosheit. 4. Kommt und genießtdieser Speis/ mit rechter Andacht christlicher gro- ßen Abend- mahl, stärkt euch in eurer Trüb- fal. = 155 5 durstig nach eflt zum weis,/ mit wahrem Glauben, Lieb und Hoffnung zu eures Heils Verfíchrung. 5.freut euch solchergroßen Gnad,/ daß Gott nicht mehr denkt der Missetat,/ fondern mill durch Jefum gnädig sein, nachlaffen Sünd, Schuld und Pein. 211 6. Dir sei, Christe, ewig Lob/ für folche heilsame Speis und Gab./ Oerhalt uns in Kraft dieser Speis/ zu deinem Lob, Ehr und Preis. Nach einem tschechischen evangelischen Liede von Petrus Herbert 1566 Der Gottesdienst d 156 sid dos bici E 1. Herr Jefu Christe, mein ge- treu- er Hir= te, sonung komm, mit Gna= den michh be= wir= te. o in un Melodie: Gott[ ef gelobet und gebenedefet 15. Jahrh./ Wittenberg 1524 und 1533 lei= ne find ich Heil und Leben, was mir fehlt, kannſt du mir ge- ben. Ky ri= e= le ta= Dein arm Schäf- lein wol- lest du wei- den els Ber = gen mit freu frischen Waf= fer führn, da B 212 Bei dir alden sallol sis das í- fon. auf If= her tut rührn. Ky= rí= e= le poi und zum zum d Le= ben = Jon. 2. All ander Speis und Trank ist ganz vergebens,/ du bist selbst das Brot des Lebens, kein Hunger plaget den, der von dir iffet,/ alles Jammers er vergiffet. Kyrieleifon. Du bist die lebendige Quelle,/ zu dir ich mein Herzkrüglein stelle, laß mit Troft es fließen voll, so wird meiner Seele mohl./ Kyrieleifon. 3. Laß mich recht trauern über meine Sünde, doch den Glauben auch anzünde;/ den wahren Glauben, mit dem ich dich faffe, mich auf dein Verdienst verlaffe./Kyrielei fon. Gib mir ein recht bußfertig Herze, daß ich mit der Sünde nicht scherze noch durch meine Sicherheit/ mich bring um die Seligkeit. Kyrieleiſon. 4. Du rufeft alle, Herr, zu dir in Gnaden, die mühselig und beladen,/ all ihre Misfetat willst du Derzeihen, ihrer Bürde sie befreien. /Kyrieleison./Achkommselbst,leg an deine Hände/ und die schwere Last von mir wende,/ mache mich von Sünden frei,/ dir zu dienen Kraft verleih. Kyrieleison. Das Heilige Abendmahl 5. Mein Geist und Herze wollst du zu dir neigen,/ nimm mich mir, gib mich dir eigen./ Du bist der Weinstock, ich bin deine Rebe, nimm mich in dich, daß ich lebe./Kyrieleifon./ Adj in mir find ich eitel Sünden, in dir müssen sie bald verschwinden, in mir find ich Höllenpein, in dir muß ich selig fein. Kyrieleifon. 6. Komm, meine freude, komm, du schönste Krone,/ Jefu, komm und in mir wohne. In mir will ich dich mit Gebet oft grüßen, ja mit Lieb und Glauben küffen./ Kyrieleifon./Bringe mit, was alle Welt erfreut:/ deiner Liebe füße Lieblichkeit,/ deine Sanftmut und Geduld,/ die Frucht deiner Gnad und Huld. Kyrieleifon. 7. Dies sind die Blümlein, die mich können heilen/ und mir Lebensfaft erteilen,/ daß ich aus mir nun all Untugend reiße,/ dir zudienen mich befleiße./ Kyrieleison./ In dir hab ich alles, was ich soll,/ deiner Gnade Brünnlein ist stets voll./ Laß michewigseinindir/ und bleib ewig auch in mir./ Kyrieleison. Johann Heermann 1630 213 so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, verkündiget ihr des Herren Tod, bis daß er kommt. 1. Korinther 11, 26 Der Gottesdienst Hand 157Huis is a fost dhe sist andere ta Johann Crüger 1649 1. { Schmücke dich, o lie- be See le, ds laß die komm ans helle Licht gegan- gen, fan= ge dunk- le Sünden- höh- le, Denn der Herr voll Heilund Gnaden herrlich an zu prangen! f will dich jetzt zu Ga- fte la= den, kann der mal= ten, = 2. Ach wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte; ach wie pfleg ich oft mit Tränen mich nach dieser Koft zu sehnen, ach mie pfleget mich zu dürften nach dem Trank des Lebensfürsten, daß in diesem Brot und Weine Christus sich mit mir vereine. and ignis alm 12 will jetzt Herberg in dir hal= ten. 4. Nein, Vernunft, die muß hier weichen, kann dies Wunder nicht erreichen, daß dies Brot nie wird verzehret, ob es gleich viel Taufend nähret, und daß mit dem Saft der Reben uns wird Chrifti Blut gegeben. O der großen Heimlichkeiten, die nur Gottes Geift kann deuten! 5. Jefu, meine Lebensfonne, Jefu, meine freud und Wonne, Jefu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen: hier fall ich zu deinen Füßen; laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsſpeise mir zum Heil und dir zum Preiſe. 3. Heilge Luft und tiefes Bangen nimmt mein Herze jeht gefangen. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise machet, daß ich früh vermerke, Herr, die Größe deiner Stärke. Iftauch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht solltergründen? 214 der den Him- mel 6. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel hergetrieben, daß du willig haft dein Leben in den Tod für uns gegeben und dazu ganz unverdroffen, Herr, dein Blut für uns vergoffen, das uns jetzt kann kräftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. Görlih 1587/ Dresden 1593 1. { quell al ler Gna- den, uns haft ge- la den, Herr Jefu Chrift, du höchstes Gut, wir kommen, dei- nen Leib und Blut, keft M zu Herr- lich- keit und un-frer Das Heilige Abendmahl 7. Jefu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens oder mir vielleicht zum Schaden fel zu deinem Tisch geladen. Laß mich durch dies Seeleneffen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gaft im Himmel werden. Johann Franck 1653 158 ;} 2.0 Jefu, mach uns selbst bereit/ zu diesem hohen Werke,/ schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geiſtes Stärke./ Hilf, daß wir würdge Gäste sein/ und werden dir gepflanzet ein/ zum emgen Himmelsmefen. 600 effen und. 215 zu def= ner See= len du Brunnwie du Lie= be Se= lig= zu trin= ken. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir/ auch bis ans Ende bleiben;/ laß Sünd und Not uns für und für/ nicht wieder von dir treiben,/ bis wir durch deines Nachtmahls Kraft/ eingehn zur Himmelsbürgerschaft und ewig selig werden. ( 524) 6 Chemnih 1713 Der Gottesdienst Hand 159 1. Das follt ihr, gef fen: Bro= te da, ula Melodie: Lobet den Herrn und dankt ihm seine Gaben Jhesimp Johann Crüger 1640 1. ef=[ en, 1300 wir sind, die Je trín- ken, al= le Brü- der 2. Wenn wir wie Brüder beieinander wohnten,/ Gebeugte stärkten und der Schwachen schonten, dann würden wir den letzten heilgen Willen des Herrn erfüllen. 160 { J Kommt her, ihr der Heiland tu= fet Huld und Lie= be aus ſu ſeid fü- ße Herr euch, reich, f Topasu Jün- ger, Z 216 wir Don ef- nem und Je fu Glie- der. 3. Ach dazu müsse seine Lieb uns dringen! Du wolleft, Herr, dies große Werk vollbringen, daß unter einem Hirten eine Herde/ aus allen werde. Nach Johann Andreas Cramer 1780 ge der tul, pissH ver= nie der B la Gna ef= nem Kel Melodie: Zeuch ein zu deinen Toren Johann Crüger 1653 B B den, che den, der id an Erd und Him= mel lenkt, will Gastmahl mit euch hal bar ge stal= ten, 2. Kommt her, verzagte Sünder, und werft die Angste weg, kommt her, verföhnte Kinder, hier ist der Liebesmeg. Empfangt die Himmelsluft, die heilge Gottesspeise, die auf verborgne Weiſe erquicket jede Brust. was idio 3. Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, diep mit Gott euch zu vermählen, der wunderbar beglückt.612 Kommt, legt auf ewig abband der Sünde bange Säumnis, empfanget das Geheimnis, n M Das Heilige Abendmahl ten und wun- derer in Lie- be 217 4. O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam! Vermunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram. Was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen, mein Herz ist gar durchflossen vom füßen Liebesgeiſt. 5. Drum jauchze, meine Seele, hell aus der Sündennacht! monis? Verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet und jeden Jammer stillet, ido SM das Gott vom Himmel gab. dder fast verzweifeln ließ. schenkt. 6. Drum jauchze, meine Seele, drum jauchze deinem Herrn! Verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn im Blut, die felge Himmelespeise, die auf verborgne Weise dir gibt das höchste Gut. ( 529) Ernst Morih Arndt 1819 tor Der Gottesdienst Hond 161 E Melodie: Wir danken dir, Herr Jesu Chrift Nikolaus Herman 1551 und 1560 1. Das Wort geht von dem Va- ter aus und bleibt doch # e= wig- lich zu Haus, geht zu der Wel- ten A= bendE zeit, das Werk zu tun, das 2. Davon dem efgnen Jünger gar/ der Herr zum Tod verraten war,/ gab er als neues Testament/ den Seinen sich im Sakrament, ondas 3. gab zwiefach sich in Wein und Brot, fein fleisch und Blut, getrennt im Tod,/ macht durch des Mahles doppelt Teil/ den ganzen Menschen fatt und heil. unembe- freit. 4.Der fich als Bruder zu uns stellt,/ gibt sich als Brot zum Heil der Welt,/ bezahlt im Tod das Lösegeld, geht heim zum Thron als Siegesheld. 5. Der du am Kreuz das Heil vollbracht, des Himmels Tür une aufgemacht:/ gib deiner Schar im Kampf und Krieg/ Mut, Kraft und Hilf aus deinem Sieg. 6. Dir, Herr, der drei in Einigkeit,/ fei emig alle Herrlichkeit./ führ uns nach Haus mit starker Hand/ zum Leben in das Vaterland. Nach dem lat. Hymnus Verbum supernum prodiens des Thomas von Aquin( um 1225-1274) Don Otto Riethmüller 1934 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Johannes 15,5 218 Hans Friedrich Micheelfen 1938 1. Brich uns, Herr, das Brot gern bei We B m Das Heilige Abendmahl 162 7 mie den Jünden, weil wir Angst und Not dich 2. Keiner ist es wert, daß er sich vereine, ob ere hoch begehrt, deinem Brot und Weine, Wunder unergründet, das in Wunder mündet, une entfündet.mon- disl 3. Wahrer Mensch und Gott, der am Holz gehangen: Leben aus dem Tod, hilf, daß mirs erlangen, die zur Hochzeit kommen, liebreich angenommen, deine frommen. LRU ge e lei- den, daß wir dich er- auf dem mit Na= men nen= nen, Dor dir bren= nen. Wein und mehr denn Weines, Brot und dennoch keines, Meiſter, deines. He ken- nen, 4. Waffer ward zu Wein deinem Wink und Walten. Also wird es sein, mo mir gläubig halten Siehe auch die liturgischen Gefänge Nr. 135 und 136 219 5. End und Anbeginn, Bronne der nicht altet, gib, daß jeder Sinn fich dir zugestaltet, udst Weinstock deiner Reben, Wahrheit drin wir weben, Weg und Leben. 6. Erstgeborner Mund, mach uns ungeſehen das Geheimnis kund, drin wir sind und stehen, heil durch deinen Namen als dein Volk und Samen, ewig. Amen. Rudolf Alexander Schröder 1937( gekürzt) Der Gottesdienst Hand 163 def 1. Gott sei et, der ung fel hei dei= ner Nach dem Abendmahl mit seinem flei- sche und mit sei- nem Blute; das gib al= ler * Leib uns, Herr Gott, zu= gu= te. Ky= tf= e= led= f= son. n = Herr, durch dei= nen heiligen Leich- nam*, der von bonbWw If ge= lo- bet und gebe= ne= forta sim Hawa nu 1sd msp 11 15. Jahrh./ Wittenberg 1524 und 1533 ber hat ge- Mutter Ma= tí= a_ ge Not. Blut 11: 0 010 Ky= rí= fpet= fet 220 hilf kam, und das DI uns, show onu Herr, aus í= son. Das Hellige Abendmahl 2. Der heilig Leichnam* ist für uns 3.Gott geb uns allen feiner Gnade gegeben/ zum Tod, daß wir da- Segen, daß wir gehn auf seinen durch leben. Nicht größre Güte Wegen/ in rechter Lieb und brü= konnte er uns schenken,/ dabei wir derlicher Treue,/ daß uns die Speis feinfollngedenken./Kyrieleison./ nicht gereue./ Kyrieleison./ Herr, Herr, dein Lieb fo groß dich zwungen hat, daß dein Blut an uns groß Wunder tat/ und bezahlt' unfre Schuld, daß uns Gott ist worden hold./ Kyrieleifon.* Leib dein Heilig Geist uns nimmerlaß,/ derunsgebzu halten rechte Maß,/ daß dein arm Christenheit/ leb in Fried und Einigkeit./ Kyrieleison. Nach einem vorreformatorischen deutschen Liede( 15. Jahrh.) Don Martin Luther 1524 Melodie: Was mein Gott will, das gscheh allzeit Claudin de Sermify 1529/ geistlich Antwerpen 1540 Du haft uns Leib und Seel ge- speist; daß un= fer Glaub und Lieb dich preist, JIJ reu, fo zu leben, daß durch dein Treudie Sünd uns Gnad will ge ung zu= für die dein Sohn vergof- fen fein teu- res Blut, das gut den Himmel hat er= nun gib uns, die uns dein 221 164 Schlof= = fen. Thomas Blaurer 1540 P Der Gottesdienst G 165 2 Wolfgang Dachstein vor 1530 100 boud did 19tches als 37903 GE 1. Im frie- den dein, o Herre mein, laß 90 30% bol ziehn mich meine Straßen. Wie mir dein Mund gege- ben kund, schenkst Gnad du oh- ne Ma mein Gesicht das fel Heilands schau= en 2. Mir armem Gast bereitet haft das reiche Mahlder Gnaden./Das Lebensbrot ſtillt Hungers Not,/ heilt meiner Seele Schaden./ Ob folchem Gut jauchzt Sinn und Mut/ mit alln, die du geladen. OPEI 193ol B ge E 222 Licht Ben, haft laf fen. 3. O Herr, perleih, daß Lieb und Treu/ in dir uns all verbinden,/ daß Hand und Mund zu jeder Stund/ dein freundlichkeit verkünden,/ bisnach der Zeit den Plat bereit'/ an deinem Tisch wir finden. des Nach dem Lobgefang des Simeon( dem Nunc dimittis, Lukas 2) Don Johannes Englisch 1530, bearbeitet von Friedrich Spitta 1899 Wittenberg 1541/ Leipzig 1545 Chrift, biſt, Von Đ 1.{ A Al= lein zu dir, Herr Je Ich weiß, daß du mein Tro Die Beichte( Bußlieder) Er mein Hoff- nung steht auf kein Trost mag mir sonst wer An beginn ■ Nö- ten Die Beichte( Bußlieder) 166 ist helfen kann, ich ruf. zu dem ich mein Ver- trau 2.Mein Sünd'sind schwer und über groß und reuen mich von Herzen;/ derselben mach mich quitt und los durch deinen Tod und Schmerzen;/ und zeig mich deinem Vater an,/ daß du hast gnug für mich getan,/ so werd ich los der Sünden Laft./ Herr, halt mir feft,/ wes du dich mir versprochen hast. 3.Gib mir nach deine Barmherzigkeit den mahren Christenglauben, auf daß ich deine Süßigkeit/ mög inniglich anschauen, vor / 223 = = auf Erden ward kein Mensch ge born, der mir aus b = = = nichts er= korn, full ſter den. den. en han. allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich./ Am letzten End dein Hilfmirsend,/ damit behend/ des Teufels Lift fich von mir wend. 4. Ehr fei Gott in dem höchsten Thron,/ demVaterallerGüte,/ und JefuChrift feim liebsten Sohn,/ der uns allzeit behüte,/ und Gott, dem werten Hellgen Geift,/ der uns allzeit fein Hilfe leist,/ daß mir ihm wohlgefällig sein/ hierinderZeit/ und folgende in der Ewigkeit. Konrad Hubert 1540. Str. 4: Nürnberg 1540 dich an, Der Gottesdienst 167 1. { sieh Herr Pfeí= le MIS Brunn- quell al= ler Gna= den, Schmer- zen bin be= la- den DE Jefu Chrift, du höchstes Gut, doch, wie ich in mei= nem Mut viel, die im Ziel mich ar= men Sün 2. Erbarm dich mein in folcher Laft, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet haft am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Weh in meinen Sünden untergeh und ewiglich verzage. 3. fürwahr, wenn mir daskommet was ich mein Tag begangen,[ ein, so fällt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit furcht umfangen, ja, ich weiß weder aus noch ein und müßte[ tracke verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. Ge 224 Görlih 1587/ Dresden 1593 € } und in mir hab der = du mit B míf= sen oh<= ne der drük= ken. 4. Allein dein heilsam Wort das mit seinem süßen Singen,[ macht daß mir das Herze wieder lacht und neu beginnt zu[ pringen; diemeil es alle Gnad verheißt denen, die mit zerknirschtem Geist zu dír, o Jesu, kommen. 5. So komm auch ich zu dir allhie in meiner Angst geschritten und tu dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten: Derzeihe mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. 6.OHerr, Dergib, vergib mirs doch um deines Namens willen, du wollst abtun das schwere Joch, der Sünden Jammer stillen, daß sich mein Herz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb mit kindlichem Gehorsam. Leipzig 1625/ Freiberg( Sachsen) 1655 090 Die Beichte( Bußlieder) 7. Stárk mich mit deinem Freudenheilmichmit deinenWunden,[ geist, tröst mich mit deinem Todesschweiß in meiner letzten Stunden unònimmmichheinst, wenndire gefällt, im rechten Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. ( 525) Bartholomäus Ringwaldt 1588 168 no 1. Ach Gott und Herr, mie groß und schwer find mein be- gang- ne Sün- den! Da ist nie- mand, der helfen kann, auf dieser Welt 2. Lief ich gleich meit zu dieſer Zeit bis an der Erde Enden 11 zu so fahr hier fort, nur schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gib, Herr, Geduld. Wasida vergiß der Schuld, 2001 schaff ein gehorsam Herze, 18 daß ich nur nicht, mies wohl geſchicht, mein Heil murrend verscherze. 6. Handle mit mir, bo fin= den. und wollt los seine des Kreuzes mein, mad würd ich es doch nicht wenden. 3. Zu dir flieh ich, id iglo verstoß mich nicht, uanslód wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, spa done geh nicht ins G'richt, led dan dein Sohn hat mich verfühnet. 4. Solle ja so sein, tapos daß Straf und Peinrom aldud 00 auf Sünde folgen müssen, um mein Gott, dort von dir scheiden. 0100190 ( 510) Martin Rutilius 1604 225 wies dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; nur wollst du mich nicht ewiglich, Der Gottesdienst d 169 mir 1., So mahr ich le= be", spricht dein Gott, anford Im Melodie: Vater unfer im Himmelreich Leipzig 1539 ist nicht lieb des Sün- ders mehr ist dies mein Wunsch und Will, daß er von Tod; pielSün den hal- te still, von fef- ner Bos heit 2. Dies Wort bedenk, o Menschen kind,/ verzweifle nicht in deiner Sünd, hier findest du Troft, Heil und Gnad,/ die Gott dirzugefaget hat,/ und zwar mit einem teuern Eld./Ofelig, dem die Sünd ist leid! 3. Doch hüte dich vor Sicherheit,/ denk nicht:, Zur Buß ist noch wohl Zeit,/ ich will erst fröhlich sein auf Erd;/ mann ich des Lebens müde werd,/ alsdann will ich bekehren mid), Gott wird wohl mein erbarmen sich." keh= re sich und le= be mit mir ewig= lich." s salons 4. Wahr ists: Gott ist wohl stets bereft/ dem Sünder mit Barmherzigkeit;/ doch mer auf Gnade sündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn/ und seiner Seele ſelbst nicht schont, dem wird mit Ungnad abgelohnt. 226 5. Gnad hat dir zugefaget Gott/ von wegen Chrifti Blut und Tod; zusagenhat er nicht gewollt,/ ob du bis morgen leben sollt;/ daß du mußt sterben, ist dir kund,/ verborgen ist des Todes Stund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh morgen kommt, kanns ändern sich, wer heut ist frisch, gefund und rot,/ ift morgen krank, jamohl gar tot./Sodunun stirbest ohne Buß, dein Seel und Leib dort brennen muß. ide Siehe auch: O wir armen Sünder( Nr. 57) Straf mich nicht in deinem Zorn( Nr. 176) In dich hab ich gehoffet, Herr( Nr. 179) Großer Gott, du liebst Erbarmen( Nr. 180) Aus tiefer Not schref ich zu dir( Nr. 195) Dies sind die heilgen zehn Gebot( Nr. 240) Durch Adams fall ist ganz verderbt( Nr. 243) 0: 0 u ostali W.monis) on 100 then # 5 PO- maton monte) at apsW, natas 100 iso on qms seunt Cons Die To Die Beichte( Bußlieder) 7. Hilf, o Herr Jefu, hilf du mir,/ daß ich noch heute komm zu dir/ und Buße tu den Augenblick,/ eh mich der schnelle Tod hinrück,/ auf daß ich heut und jederzeft/ zu meiner Heimfahrt sei bereit. ( 517) Johann Heermann 1630 me 227 ist dragef no dismis opp medailigo 10 Der Gottesdienst 800 Die Trauung( Ehestandslieder) mmon stod dhan dol Bed anrod, intman uspson 170 1. Melodie: Ich will, solang ich lebe/ Heinrich Schüh 1628 oder: Aus meines Herzens Grunde( Nr. 341) [ Komm bet, mit fleiß zu wie Gott ein Haus mill christen li che B fromm ge= treu= en Schar, Pant, gehrt und ihn da= rum Wort wirds klär- lich ſa= gen, 2) t DUSD mas währt 2. Nichts Besseres auf Erden nächst Gott und seinem Wort, als wenn dem Mann mag werden feins Herzens liebster Hort, ein Weib an Tugend reich, die ihn mit Treuen meine*, ihn lieb ohn falsch alleine, kein Perle ist ihr gleich.* liebe 3. Befehl wird Gott da geben den lieben Engelein, fie folln durchs ganze Leben Hüter und Wächter sein, ( 529) das mill 228 was schau- en, in du lad bau en dem gu = fra te Tag be= = gen, fein feft besteht und feft be= steht und währt. Blot emno ug gleich wie ein Wagenburg die Feinde zu bestreiten, und denen stehn zur Seiten, die lebn in Gottes Furcht. 4. Greiflich fie follen spüren des Herren Freundlichkeit, er wird sie sicher führen in seinem starken G'leit. Wer steht in Gottes Schuh und geht auf rechten Wegen, empfängt don ihm den Segen, Gott ist ſein Wehr und Truh. Nach Kornelius Becker 1602, bearbeitet von Otto Riethmüller 1932. Str. 2: Königsberg( Ostpreußen) 1594 Melodie: O Gott, du frommer Gott II um 1675/ Meiningen 1693 bet mir CALAR AUCH { Kunst THIS DO 19020 Laß dich, Herr Je su Christ, durch mein Ge= komm in mein Haus und Herz und brin= ge 1. be= me= gen, den Se gen. { E Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern Straßburg 1538/ Philipp Nicolai 1599 Die Trauung( Ehestandelieder) 171 du mit Gna- den bist, kommt Se= gen All TOPEEN ohn dich nichts rich- tet da dein Se- gen ist, Gut so mild her- ab Arbeit, Müh und HERE aus; in das Haus. Johann Heermann 1630 Wie schön ists doch, Herr Jefu Chrift, Wie steigt und neigt sich def- ne Gab PODE mo diaWest im Stan- de heil- ger aus dei- ner heil- gen 172 im Stan- de, und al= les E= he! Höhe, wenn sich an dich flet- ßig hal- ten Jung und Al- ten, die im Or- den ef= nes Le= bens ef= nig worden. 229 Der Gottesdienst 2. ( Wenn Mann und Weib sich wohl ver- stehn und un- ver1 da geht dasGlück in vol- lem Lauf, da sieht man, rückt zu= fam- men- gehn im Ban- de ref= ner wie der En- gel Hauf im Him- mel felbft fich Kein Sturm, kein Wurm kann zer- schla- gen, kann zer- na- gen, was Gott gf- bet dem Paar, das in = Treu= e, freue. ihm sich lie- bet. 3. Der Mann mird einem Baume 5. Seid gutes Muts! wir sind es gleich,/ anAften schön, an Zweigen nicht, die dieſen Orden aufgereich,/ das Weib gleicht einem Re- richt',/ es ist ein höhrer Vater;/ ben, der seine Träublein trägt der hat uns je und je geliebt/ und und nährt und sich je mehr und bleibt, mennunfreSorgunstrübt,/ mehr vermehrt/ mit früchten, die der beste Freund und Rater;/ Anda leben. Wohl dir, o Zier, fang, Ausgang/ aller Sachen,/ die Mannes Sonne,/ HausesWonne,/ zu machen/ wir gedenken,/ wird Ehrenkrone!/ Gott denkt dein bei er mohl und weislich lenken. feinem Throne. 1 4. Dich, dich hat er sich auserkorn,/ daß aus dir werd herausgeborn/ das Volk, das fein Reichbauet;/ fein Wunderwerk geht immerfort, und [ einesMundesstarkesWort/ macht, daß dein Auge schauet schöne Söhne,/ Töchter züchtig,/ die fein tüchtig/ nähn und spinnen und mit Kunst die Zeit gewinnen. 6. Zmarbleibtenichtaus, es kommt jawohl/ einStündlein, damanLef= despoll/ die Tränenläffet schießen;/ jedennoch, wer sich in Geduld/ er= gibt, des Leid mirdGottes Huld/ in großenfreudenschließen./ Schwef= ge, beuge/ dich ein wenig,/ unfer König/ wird behende/ machen, daß die Angst fich wende. t 230 7. Wohl her, mein König, nah herzu!/ Gib Rat in Kreuz, in Nöten Ruh,/ in Angsten Trost und freude. Des sollst du haben Ruhm und Preis,/ wir wollen fingen be= 2.Esmirke durch dein kräftigWort dein guter Geist stets fort und fort/ an unfer aller Seelen. Es leucht uns wie das Sonnenlicht,/ damits am rechten Lichte nicht/ im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenfpeise auch zur Reife durch dies Leben/ uns, die mir uns dir ergeben. Die Trauung( Ehestandslieder) sterweis/ und danken alle beide,/ bis wir bei dir,/ deinen Willen/ zu erfüllen, deinen Namen/ ewig loben werden. Amen. ( 544) Paul Gerhardt 1643 Nach der Melodie des vorhergehenden Liedes 1. Ich und mein Haus, wir sind bereit,/ dir, Herr, die ganze Lebenszeit/ mit Seel und Leib zu dienen./ Du sollst der Herr im Hause fein;/ gib deinen Segen nur darein,/ daß wir dir willig dienen. Eine kleine,/ fromme, reine/ Hausgemeine/ mach aus allen;/ dir nur soll sie wohlgefallen. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus/ und alle, die drin wohnen, aus,/ im Glauben uns verbinde;/ laß uns in Liebe allezeit zum Dulden, Tragen fein bereit, Doll Demut, fanft und linde. Liebe übe/ jede Seele,/ keinem fehle, dran man kennet/ den, der sich den Deinen nennet. 173 4. Laß unserHaus gegründet sein/ auf deine Gnade ganz allein/ und deine große Güte./ Auch laß uns in der Nächte Graun/ auf deine treue Hilfe schaun/ mit kindlichem Gemüte,/ felig, fröhlich,/ selbst mit Schmerzen/ in dem Herzen/ dir uns lassen und dann in Geduld uns fassen. 5. Gibst du uns irdisch Glück ins Haus, so schließ den Stolz, die Weltluft aus,/ des Reichtums böse Gäste./ Denn wenn das Herz an Demut leer/ und voll von eitler Weltluft wär,/ fo fehlte uns das Befte:/ jene[ chöne,/ tiefe, stille/ Gnadenfülle, die mit Schätzen/ einer Welt nicht zu ersehen. 6.Und endlich flehnwir allermeist,/ daß indem Haus kein andrer Geift/ als nur dein Geist regiere./Derists, der alles wohlbestellt, der gute ZuchtundOrdnunghält,/ deralles liebreich ziere./Sende, spende/ ihn uns allen, biswirmallen/ heimund oben/ dich in deinem Haufe loben. Philipp Spitta 1833 Siehe auch die Pfalmlieder Nr. 178, 188, 190, 191, 194 und die Lob- und Danklieder Nr. 226-238 231 Der Gottesdienst pausald Konfirmation/ Ordination/ Amtseinführung Komm, Gott Schöpfer, Helliger Gefft( Nr. 97) Komm, Heiliger Gefft, Herre Gott( Nr. 98) Nun bitten wir den Heiligen Gefft( Nr. 99) Gott der Vater wohn uns bei( Nr. 109) Es molle Gott uns gnädig sein( Nr. 182) Lobt Gott, den Herrn der Herrlichkeit( Nr. 196) Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren( Nr. 206) Such, wer da will, ein ander Ziel( Nr. 249) nis Geh hin nach Gottes Willen( Nr. 387) Die Beſtattungoz 174 kein' Zwei= fel ha 1. Nun laßt uns den Lefb be- gra- ben und da= ran B ben, MIX DOX 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gotts Pofaune wird angehn. 3. Sein Seel lebet emig in Gott, der sie allhie aus lauter Gnad von aller Sünd und Miſsetat durch seinen Sohn erlöset hat. 4.SeinJammer, Trübfal und Elend ift kommen zu eim selgen End. Wittenberg 1544 Tag auf- stehn und un- der- wes- lich her- oor= gehn. B 232 Hirs Ins er werd am Jüng- sten = Er hat getragen Chrifti Joch, ist gstorben und lebet doch noch. 5. Die Seel lebet ohn alle Klag, der Leibschläft bis an'JüngſtenTag, an welchem Gott ihn verklären und ewig Freud wird gewähren. 6. Hie ist er in Angſt geweſen, dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne leuchten wie die helle Sonne. 7. Nun lassen wir ihn hie schlafen und gehn all heim unfre Straßen, schicken uns auch mit allem fleiß, denn der Tod kommt uns gleicherhim bin[ mefs. Nach dem lat. Iam moesta quiesce querela des Aurelius Prudentius Clemens ( 348- nach 405) nach einem tschechischen evangelischen Liede von Michael Weiße 1531, Str. 8: Martin Luther 1540 Candag Melodie: O Welt, ich muß dich laffen Vestibuied that no 175 15. Jahrh./ geistlich um 1505 EL 11. Gott Lob, die Stund ist deis. Die Beſtattung 8.Dashelfuns Christus, unser Troft, der une durch sein Blut hat erlöst DonsTeufels Gwaltundewger Pein. Ihm sef Lob, Preis und Ehr allein. ad mit Bei Kindern adland ich werd auf- ge= nom- men ins schöne Pa Ihr = Höch sten 2. Kurz ist mein irdisch Leben, ein bessers wird mir geben Gott in der Ewigkeit. Da werd ich nicht mehr sterben, in keiner Not verderben, mein Leben wird sein lauter freud. kom- men, Eltern dürft nicht HOngoll Freuden sollt ihr fa= gen: Ehr ſeí Lob, da 233 = ra= 10 kla= gen, und Preis." 3. Gott ellet mit den Seinen, läßt sie nicht lange weinen in diesem Tränental. „ Dem Ein schnell und ſelig Sterben fft schnell und glücklich erben des schönen Himmels Ehrensaal. Der Gottesdienſt 4. Die Welt mag Nete stellen: mich wird sie nun nicht fällen, sie wird mir tun kein Leid. Teren Denn wer kann den perlehen, den Christus wird versehen ins Schloß vollkommner Sicher[ heit. 5. Zupor bracht ich euch freude, jeht, nun ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz. Doch wenn ihre recht betrachtet und, was Gott tut, hoch achtet, wird sich bald lindern aller [ Schmerz. 6. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Wunden, er kennet jedermann. Nichts ist jemals geſchehen, das er nicht vorgesehen, und was er tut, ist recht getan. 7. Wenn ihr mich werdet finden oor Gott, frei aller Sünden, in weißer Seide stehn onu und tragen Siegeepalmend and in Händen und mit Pfalmen des Herren Ruhm und Loberhöhn, 8. da merdet ihr euch freuen, es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen gedenket zu erfüllen und ihm sich in Geduld ergibt. 9. Ade, nun seid gesegnet! Was jehund euch begegnet, ist andern auch geschehn, Diel müssens noch erfahren. Nun, Gott moll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn. Johann Heermann 1632 Siehe auch: Mit fried und freud ich fahr dahin( Nr. 310) Nun bitten wir den Heiligen Geiſt( Nr. 99) die Lieder vom Ende des Kirchenjahres Nr. 120-123 und die Lieder Don Tod und Ewigkeit Nr. 308-331 234 Wer er Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, daß ich ihm zeige das Heil Gottes. Foje( njud pi Plalm 50,23 PSALMEN, BITT- UND LOBGESANGE FÜR JEDE ZEIT Palm Lieder Pfalm 6 176 J Straf mich nicht in dei- nem Zorn, gro- ßer Gott, der= Ach laß mich nicht sein oer- lorn, nach Ver- dienst nicht 17. Jahth. geistlich Dresden 1694 [ cho- ne. loh- ne. Hat die Sünd dich ent= zündt, laß um Chri- fti mil- len def- nen Zorn sich stil= len. 4. Ach sieh mein Gebeine an, wie sie all erstarren, 2. Herr, wer denkt im Tode deín, wer dankt in der Höllen? Rette mich aus jener Pein der verdammten Seelen, daß ich dir für und für dort an jenem Tage, höchster Gott, Lob fage. meine Seele gar nicht kann deiner Hilfe harren; ich verschmacht, Tag und Nacht muß mein Lager fließen Don den Tránengüſſen. 12 3. Zeig mit deine Vaterhuld, ſtark mit Troft mich Schwachen. Ach Herr, hab mit mir Geduld, mollst gefund mich machen, heil die Seel mit dem Ol deiner großen Gnaden, wend ab allen Schaden. usi dau 5. Ach ich bin so múd und matt Don den schweren Plagen, mein Herz ist der Seufzer[ att, die nach Hilfe fragen. Wie so lang machst du bang meiner armen Seele in der Schwermutshöhle! 235 Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 6.Weicht, ihr feinde, weicht von mir, Gott erhört mein Beten; nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlih treten. Teufel, weich! Hölle, fleuchh! Was mich je gekränket, hat mir Gott geschenket. 177 1. { Ach Gott vom wie me- nig 7. Vater, dir sei ewig Preis hier und auch dort oben, d wie auch Chrifto gleicherweis, der allzeit zu loben; Heilger Gefft, sef geprefft, 89 hoch gerühmt, geehret, erhöhn daß du mich erhöret. Johann Georg Albinus? 1686/1697 15. Jahrh./ Erfurt 1524 Plalm 12 laß dich des er= bar laf- sen sind wir Ar B lo- schen gar = Himmel sieh da . rein find der Heil- gen dein, 112. B men, 2. Sie lehren eftel falsche Lift, was eigen Witz erfindet, ihr Herz nicht eines Sinnes ist in Gottes Wort gegründet, der wählet dies, der andre das, fie trennen uns ohn alle Maß und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren, dazu ihr Zung stolz offenbar.com [ pricht: Trot! Werwillounswehren? Wir haben Recht und Macht allein, was wir sehen, das gilt gemein, wer ist, der uns follt meistern!" - men. Wort man läßt nicht ha- ben wahr, der Glaub ist auch der= 236 und Der= Dein bei mal= len Men- schen- kin dern. 4.Darum sprichtGott:, Ich mußauf die Armen sind verstöret,[ sein, ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. MeinheilsamWortfollauf den Plan, getroft und frisch fie greffen an und sein die Kraft der Armen." 5. Das Silber, durchs feur siebenbewährt, wird lauter funden,[ mal an Gottes Wort man warten foll desgleichen alle Stunden. Allow Es will durchs Kreuz bewähretſein, da wird seinKrafterkannt und Schein und leucht'( tark in die Lande. ils sosi 1001 sprblapdo J ons Pfalm- Lieder Der gottlos Haufsich umher findt, wo diefe losen Leute sind in deinem Volk erhaben.* ( 525) Martin Luther 1524 daß sich das arge Geschlecht nicht in das Gottesvolk hineinverflechte ** zur Herrschaft erhoben 178 6. Das wollst du, Gott, bewahren vor diefem argen Gschlechte,[ rein und laß uns dir befohlen sein, daß sichs in uns nicht flechte.* Eigene Melodie/ 15. Jahrh./geistlich Wittenberg 1524 oder: Nun freut euch, lieben Christen gmein( Nr.239) P[ alm 23 1.{ Der Herr ift da= rin mir mich in mals an fet= ner Hu ef- nem Gu= 300 190 00 mein ge= treu B er Hirt, hält gar nicht man= geln wird je= 1. 12. mich ohn Un- ter= laß, = = Gras feí= nes heil 2. Zum reinen Wafferermichhweift, das mich erquicht so gute, so das ist sein werter Heilger Gefft, der mich macht wohlgemute; er führet mich auf rechter Straß in feim Gebot ohn Unterlaß um feines Namens willen. 3. Ob ich wandert im finstern Tal, fürcht ich doch kein Unglücke in Leid, Verfolgung und Trübfal in dieser Welte Tücke: denn du bist bei mir stetiglich, dein Stab und Steckentröstenmich, auf dein Wort ich mich lasse. te, 부 D5 Ton Dol ** 237 da aufwächst das wohlschmeckend -te.} Er mei= det 710 fa= men Wor tes. 4. Du b'reitest por mir einen Tisch vor mein' feind' allenthalben, machst mein Herz unverzaget frisch, mein Haupt tust du mir falben. mit deinem Geist, der freuden Ol, und schenkest voll ein meiner Seel deiner geistlichen freuden. 5. Gutes und viel Barmherzigkeit folgen mir nachh im Leben, und ich werd bleiben allezeit im Haus des Herren eben auf Erd in der christlichen Gmein, und nach dem Tode werd ich ſein bei Christo, meinem Herren. ( 524) Wolfgang Meuslin? 1531 Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 179 kjo s Pfalm 31 Landadıs dic'amenied Ind ( 08/1 1. In dich hab ich ge- hof- fet, Herr, hilf, daß ich nicht zu schan- den werd noch e= wiglich zu Spot a - te. 15. Jahrh./ Zürich um 1552 2. Dein gnädig Ohr neig her zu mir,/ erhör mein Bitt, tu dich herfür,/ eil, bald mich zu erretten. InAngstundWeh ich lieg und steh;/ hilf mir in meinen Nöten. hal= te mich in def= ner Treu, mein Got 3.Mein Gottund Schirmer, stehmir bei;/ sei mir ein Burg, darin ich frei/ und ritterlich mög streiten,/ ob mich gar sehr der feinde Heer anficht auf beiden Seiten. 4. Du bist mein Stärk, mein fels, mein Hort, mein Schild, mein Kraft( fagt mir dein Wort),/ mein Hilf, mein Heil, mein Leben,/ mein starker Gott in aller Not; wer mag mir widerstreben! Das bitt ich dich: erte. 5.Mirhat dieWelt trüglich gericht/ mit Lügen und falschem Gedicht/ viel Net und heimlich Stricke;/ Herr, nimm mein wahr in dieser Gfahr, bhüt mich vor falscher Tücke. 238 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir;/ mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir,/ nimm mich in deine Hände./ Owahrer Gott, aus aller Not/ hilf mir am letzten Ende. 7. Prefs, Ehre, Ruhm und Herrlichkeft fefVater, Sohn und Gefft bereft',/ Lobfeinem heilgen Namen./ Die göttlich Kraft mach uns sieghaft/ durchJefum Chriftum.Amen. Adam Reusner 1533 Genf 1542 $ 1125 90 101 spalapdo.i on Pfalm- Lieder 180 Psalm 38 1. Gro Ber Gott, du liebst Er straf mich Ar- men doch in dei- nem Zor= ne ruf im Grím= me 2. Ich bin voller Angst und Schrekken,/ und es stecken/ deine Pfeile tief in mir./Schwer ist deine Hand, gebüchet,/ schier erdrücket/ lieg ich in dem Staub vor dir. = bar nicht. Züchtigst du, ach dei- ne Stim me 3. Meine Miſfetaten steigen/ hoch und beugen/ mein mit Scham bedecktes Haupt;/ ihre Last drückt mich danieder, meine Glieder/ werden aller Kraft beraubt. av 4.All mein Wünschen, all mein Hoffen/ leg ich offen/ und bedecke = men, mich nicht vor dein Zorn- ge= richt. = nichts vor dir,/ find doch Seufzer nicht noch Sorgen/ dir verborgen:/ ach Erbarmer, hilf du mir! 5.Offen will ich dir bekennen/ und dir nennen/ alle meine Miſfetat./ O wie quält mich jede Sünde,/ da ich finde, wie sie mich zerrüttethat. 6. Wirst du nicht oon allem Bösen/ mich erlösen? Bist du nicht mein Gott, mein Teil?/ Eile dann, mir beizuſtehen, hör mein flehen,/ Herr, ich warte auf dein Heil. ( 515) Matthias Joriffen 1798 AND P[ alm 45 Wie schön leuchtet der Morgenstern f. Nr. 48 239 fus pro houd en Pfalm 46 und triftupé) s.) Ein feste Burg ist unſer Gott f. Nr. 201 x.allo. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit Plalm 66 181 ¹ 1. Jauchzt, al= le Lande, Gott zu Ehren, rühmt Genf um 1543 fei- nes Namens Herr- lich- keit, und fei= er- lich ihn zu der= klá= ren, sei Stimmund Sai te ihm ge= weiht. = Sprecht: Wun- der- bar sind def- ne Wer- ke, o Gott, die du her= vor= ge- bracht; auch fein- de füh= len dei= 240 ne Stärke und zittern, Herr, vor dei= ner Macht. 2.Dit beuge fich derKreis der Erde, 4. Du haft uns oft verstricht in dich betejeder willig an, daß laut Schlingen,/ den Lenden Laſten andein Ruhm beſungen werde/ und gehängt;/ duließest Menschen auf alles dir bleib untertan./ Kommt uns dringen, haft rings umher alle her, schaut Gottes Werke, uns eingeengt./ Oft wollten wir die er an Menschenkindern tat!/ den Mutverlieren/ im feuer und in Wie wunderbar ist seine Stärke,/ Wassersnot,/ doch kamſt du, ung die er an uns verherrlicht hat! herauszuführen, und ſpeisteſt uns 3.Rühmt, Völker, unfern Gottlob mit Himmelebrot. finget,/ jauchzt ihm, der uns sich offenbart,/ der uns vom Tod zum Leben bringet, vor Straucheln unfern fuß bewahrt./Du läuterst uns durch heißes Leiden- das Silber reiniget die Glut-,/ durch Leiden führst du uns zufreuden;/ ja, alles, was du tust, ist gut. 5. Ich will zu deinem Tempel wallen,/ dort bring ich dir mein Opfer dar, bezahl mít frohem Wohlgefallen/ Gelübde, die ich schuldig war,/ Celübde, die in banger Stunde- an allem, nicht an dir verzagt-/ ich dir, o Gott, mit meinem Munde jo feierlich hab zugeſagt. 6.DieGottihrfürchtet, ich erzähle: kommt, hört und betet mitmiran!/ Hört, was der Herr an meiner Seele für große Dinge hat getan. Rief ich ihn an mit meinem Munde,/ menn Not von allen Seiten drang, so war oft zu derselben Stunde/ auf meiner Zung ein Lobgefang. 15. Jahrh./ Magdeburg 1524 S Es { fein 1. 11X 90%) 101 sposisode onu Pfalm- Lieder da 7.Gelobt fef Gott und hochgepríesen,/ denn mein Gebet verwirft er nicht,/ er hat noch nie mich abge= wiesen/ und ist in Finsternis mein Lidhjt./Zwar elend, dürftig bin ichh immer/ undschutzlosunterfeinden hier, doch er, der Herr, verläßt michnímmer, wendt seine Gütenie von mir.( 538) Matthias Jorissen 1798 182 und Pfalm 67 und sei- nen Se= gen ge er= leucht zum em- gen Le mol- le Gott uns gnå- dig Ant- lih uns mit hel- lem 9 B ken= nen seine Werk und was ihm lieb auf Er= den, ſein. Schein ben;} daß wir er= 241 Jesus' Chriftus' Heil und Stärk be- kannt den Hei- den wer den und sie zu Gott be= keh== ren. 2.Sodanken, Gott, und loben dich 3. Es danke, Gott, und lobe dich die Heiden überalle, und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. das Volk in guten Taten; das Land bringt fruchtund beſsert dein Wort ist wohlgeraten.[ sich, Uns fegne Vater und der Sohn, uns fegne Gott der Heilig Geist, dem alle Welt die Ehre tu, Dor ihm sich fürchte allermeist. Nun[ precht von Herzen: Amen. Martin Luther 1523 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 183 HE distred us fie spo { ₁ Er= he bet er sich, un= fer Gott, Sein furchtbar ma je= stät- scher Blick 1. fein- de Pfalm 68 wie verstummt der fre- dhen Spott, die ihn haf- sen, weit zu- rück, = = KLA Melodie: Es find doch selig alle, die Matthäus Greitter 1525 weh der Schwarm, daß kef= ner flie= hen!} Wie Rauch ver= we= het, so ver= Sünd und Lastern wälzt, feuer schmilzt, por Wer sich nicht will be fin nen, sich fort in wie sei= ne zer= ſtäubt all = 242 01030 feht, Schreckt, fe= ste steh! muß, wie das Wachs beim Gottes Blick zer = rin- nen. 1X 300 301 3pnblagdoj dm Pfalm- Lieder 2.Anbetung, Ehre, Dankund Ruhm Jei unserm Gott im Heiligtum, der Tag für Tag une segnet, dem Gott, der Lasten auf uns legt, doch uns mit unsern Lasten trägt und uns mit Huld begegnet.[ keft, Sollt ihm, dem Herrn der Herrlichdem Gott vollkommner Seligkeit, nicht Ruhm und Ehr gebühren! 3.Durch deines Gottes Huld allein kannst du geführt und sicher sein, mein Volk, fieh seine Werke! Herr, führanunsund unserm Haus deinHeil, deinWerk in Gnadenaus, nur du bist unsre Stärke. Dannsehen Herrscher deinen Ruhm und werden in dein Heiligtum dir fhre Gaben bringen, Er kann, er will, er wird in Notfich dir, dem wahren Gotte, weihn, in deiner Gnade fich erfreun vom Tode felbst und durch den uns zu dem Leben führen.[ Tod und deinen Ruhm besingen. 4. Gott, furchtbar in dem Heiligtum, erschütternd strahlet hier dein Ruhm, wir fallen vor dir nieder. Der Herr ist Gott, der Herr fft Gott, de todas der Herr ist seines Volkes Gott, er, er erhebt uns wieder. Wie er fein Volk so zärtlich liebt, den Schwachen Kraft und Stärke gibt! Oru Kommt, helligt seinen Namen! T mo Sein Auge hat uns stets bemacht, ihm sei Anbetung, Ehr und Macht. Gelobt ſei Gott! Ja, Amen. ( 545) Matthías Joriffen 1798 Dennoch ennoch lodijas, odu leitest mich nach deinem Rat 990, dipehe sids GUDH his bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten Hand, is und nimmst mich endlich mit Ehren an. hood Wenn ich nur dich habe, us tdip x0x600 9* 300917 so frage ich nichts nach Himmel und Erde. non Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, da so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens W230 Trost und mein Teil. to ni thus dr Pfalm 73, 23-26 243 Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 184 1. Wie spu f Pfalm 84 pllish lo0 Genf 1562 lieblich schön, Herr Ze ba- oth, emift defne Wohnung, mein Gott, wie seh- net sich mein Herz zu gehen, wo du dich haft ge- of- fen- bart, und bald in defner Gegenwart im Vor- hof nah am Thron zu dico urhias ste= hen. Dort jauch- zet Fleisch und dir. und Qual,/ daß Troft und Kraft ihm nimmer fehlet;/ pondirherab fließt mild und hell/ auf ihn det reiche Segensquell. Geift in mir, o Gott des Le- bens, auf zu 2. Die Schwalb, der Sperling findt ein Haus, fie brüten ihre Jungen aus,/ du gibst Befriedigung und Leben. Herr Zebaoth, du wirst auch mir/-mein Herr, mein Gott, ich traue dir-/ bei deinem Altar Freude geben./ O felig, mer dort allezeit/ indeinem Lobe sicherfreut. 3. Wohl, mohl dem Mann, der in der Welt/ dich, Herr, für seineStärke hält,/ don Herzen deinen Wegermählet!/ Gehthterfein Pfad durchs Tränental,/ er findet auch in Not 4. Wir wallen in der Pilgerschaft/ und gehenfortoon Kraft zu Kraft, vor Gott in Zion zu erscheinen./ Hör mein Gebet, Herr Żebaoth,/ vernimms, Dernimms, o Jakobs Gott./Erquicke mich auch mit den Deinen, bismirvor deinem Throne stehn/ und dort anbetend dich et höhn.om sout 244 5. Du unfer Schild, Gott, schau uns an,/ schau uns in dem Geſalbten an./ Ein Tag in deinem Haus ist beffer/ denn tausend, ohn dich nah zu sehn,/ ja auf der Schwelle nur zu stehn/ anmeines Gottes Haus, ist größer,/ als lang in stolzer Ruh der Welt/ zu wohnen in der Bösen Zelt. Melodie: Aus tiefer Not II Wolfgang Dachstein 1525 1. { Gnaden löst und du eg Herr, der du Dor- male und des ge- fang- nen die an- 28 zu- Dor ge er Sünd und Pfalm 85 - Pfalm- Lieder 6. Ja, Gott der Herr ist Sonn und Schild,/ er deckt uns, er ist gut und mild,/ er wird uns Gnad und Ehre geben. Nichts mangelt dem, der in der Not/ auf Gott vertraut; er hilft im Tod,/ erfelber ist der Frommen Leben./Heil dem, der stets in dieser Welt, Herr Zebaoth, an dich sich hält! ( 537) Matthias Jorissen 1798 185 be - - m lich Der Dä- ter 2. willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben? Und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben! Achgeußausdeines HimmelsHaus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Häufer. haft dein Land mit Vol- kes Band geblik= ket quik ket, J 245 a Mif- fe= tat, gan- gen hat, der a die zie hen: 3. Ach daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede follt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns doch Gott fagte zu des Krieges Schluß, derWaffen Ruh und alles Unglücks Ende! haft Aluminis Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 64. Ach daß do 4. Ach daß doch diese böse Zeit bald miche guten Tagen, damit wir in dem großen Leid nicht möchten ganz verzagen. Doch ift ja Gottes Hilfe nah, und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 5.Wennmirnurfromm sind, wird sich [ chon wieder zu une menden,[ Gott den Krieg und alle andre Not nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unferm Land und allenthalben werd erkannt, ja stetig bei uns wohne. 186 É ifts 1. Singt, fingt Je- ho- va neu- e Lieder, er irune 6. Die Güt und Treue werden schön einander grüßen müssen, Gerechtigkeit wird einhergehn, und Friede wird sie küssen, die Treue wird mit Luft und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 7. Der Herr wird uns viel Gutes das LandwirdFrüchte geben,[ tun, und die in seinem Schoße ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stete in pollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. ( 524) Paul Gerhardt 1653 Psalm 98 Wo find nun al al= lein, der Wunder tut. Seht, sef= ne Rech- te B Melodie: Jauchzt alle Lande, Gott zu Ehren/ Genf um 1543 fie= get wie= der, sein heil- ger Arm gibt Kraft und Mut. le un= fre Lef- den? Der Herr schafft 246 Ruh und Si= cher= heit; = mord den Hei den sein Recht und fef- ne Herr- lich- keit. fel ber of fen- bart = 2. Der Herr gedenktan fein Erbar- 3. frohlochet, jauchzet, rühmet men, und seine Wahrheit stehet alle,/ erhebet ihn mit Lobgefang!/ fest, er trägt sein Volk auf feinen Sein Lobtön im Pofaunen[ challe,/ Armen/ und hilft, wenn alles uns in Pfalter- und in Harfenklang!/ verläßt./ Bald schaut der ganze Auf, alle Völker, jauchzt zuſamKreis der Erde,/ wie unsere Gottes men,/ Gottmacht, daßjederjauch= Hulderfreut. Gottwill, daß sie ein zen kann, fein Ruhm, fein Lob Eden werde;/ rühm, Erde, Gottes muß euch entflammen,/ kommt. Herrlichkeit! betet euren König an! 4. Das Weltmeer brause aller Enthey box de den,/ jauchzt, Erde, Menschen, Pfalm- Lieder = jauchzt vereint!/ Die Ströme klat[ chen wie mit Händen, ihr Berge, hüpft, der Herr erscheint! Erkommt, ernaht sich, daß errichte/ den Erdkreis in Gerechtigkeit/ und zwischen Recht und Unrecht schlichte;/ des sich die Unschuld ewig freut. ( 538) Matthias Joriffen 1798 Stor 247 inget dem Herrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm. Der Herr läßt sein Heil verkündigen; vor den Völkern läßt er seine Gerechtigkeit offenbaren. Psalm 98, 1 u. 2 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 187 G 1. Nun jauchzt dem Her= ren, Pfalm 100 her, zu fef- nem Dienst euch stellt, kommt mit Froh- lok- ken, 2.Erkennt, daß GottfftunferHerr,/ der uns erschaffen ihm zur Ehr, und nicht mir selbst: durch Gottes Gnad/ ein jeder Mensch sein Leben hat. TSX 63110L) 839) [ äu- met nicht, kommt vor sein heilig An- ge- sicht! ( 3018130al67 lauter Stimm;/ lobfingt und danket allesamt!/ Gott loben, das ist unser Amt. 3. Er hat uns fernerwohlbedacht/ und uns zu seinem Volk gemacht, zu Schafen, die er ist bereit zu führen stets auf gute Weid. 4. Die ihr nun mollet bei ihm sein, kommt, geht zu feinen Toren ein/ mit Loben durch der PfalmenKlang, / zu seinem Vorhof mit Gesang. 5. Dankt unserm Gott, lobfinget ihm,/ rühmt ſeinen Nam'n mit 188 1. E 15. Jahrh./Hannover 1646 al= le Welt! Kommt 6. Er ist voll Güt und Freundlichkeit,/ boll Lieb und Treu zu jeder Zeit, sein Gnad währt immer dort und hier/ und seine Wahrheit für und für. Psalm 103 Nun lob, mein Seel, den er 7.GottVater in demhöchsten Thron und Jesus Christ, sein einger Sohn, famt Gott, dem werten HeilgenGeift,/ ſei nun und immerdar gepreist. 248 Nach Kornelius Becker 1602 Don David Denicke 1646 15. Jahrh./geiftlich bei Hans Kugelmann 1540 Her meh B - ren, was ren, ber Membranou al alco in mir ist, den giß es nicht, o Her- ze mein. rett' dein ar= mes ge- ben und heilt dein Schwachheit groß-, er= Schoß-, Na- men sein.} Hat dir dein Sünd verjungt, dem Ad- ler Le E Pfalm- Lieder ben, nimmt dich in sei- nen mit rei- chem Troft be= schüttet, vergleiche der Herr schafft Recht, behü= tet, die leidn 2. Er hat uns wissen lassen fein herrlich Recht und sein Gericht dazu sein Güt ohn Maßen, es mangelt an Erbarmung nicht, fein' Zorn läßt er wohl fahren, straft nicht nach unfrer Schuld, die Gnad tut er nicht sparen, den Schmachen ist er hold; fein Güt ist hoch erhaben ob den', die fürchten ihn; lo fern der Ost Dom Abend, fft unfre Sünd dahin. in sef RO nem Reich. 3. Wie sich ein Mann erbarmet ob feiner jungen Kindlein klein, fo tut der Herr uns Armen, wennwir ihnkindlich fürchten rein. Er kennt das arm Gemächte und weiß, wir sind nur Staub, gleichwie das Gras von Rechte,* ein Blum und fallend Laub: der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da, also der Mensch vergehet, th sein End das ist ihm nah. * nach der göttlichen Naturordnung 249 Lemlo19 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner lieben Gmeine, die steht in seiner furcht bereit, die seinen Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich). Ihr starken Engel, maltet Jeine Lobe und dient zugleichh dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heilige Wort! Mein Seel foll auch vermehren fein Lob an allem Ort. 189 5. Sef Lob und Preis mit Ehren GottVater, Sohn, Heiligem Gefft! Der wolle in uns mehren, was er aus Gnaden uns verheißt, daß wir ihm fest vertrauen, une gründen ganz auf ihn, Don Herzen auf ihn bauen, daß unser Mut und Sinn ihm allezeit anhangen. Drauf fingen wir zur Stund: Amen, mir werdòn'es erlangen, glaubn wir von Herzensgrund. Johann Gramann 1540. Strophe 5: Königsberg( Oftpreußen) 1549 1. J Lobt Gott den 1 preist ihn, ihr Gott pon Her ihm zu al= Plalm 117 Herrn, ihr Hei- den all, lobt Völ - ker all zu- mal, dankt auch er- wäh- let hat E zens- grunde, Gnad in Chri- sto, 2. Denn feine groß Barmherzigkeit/ tut über uns stets walten, fein Wahrheit, Gnad und Gütigkeit/ erscheinet Jung und Alten/ und mit- ge T 250 Melchior Vulpius 1609 = daß er euch ſef nem Soh ne. und währet bis in Ewigkeit,/ schenkt uns aus Gnad die Seligkeit;/ drum singet Halleluja. ( 525) Joachim Sartorius 1591 tef- let sei- ne Heinrich Schüh 1661 Wohl nachh Gott in le ben = Her- zen = = Hei= lig le al de= nen, die da ſef= nem Wor te B Pfalm 119 Vi hal ten, find mialg = 2. Von Herzensgrund ich spreche: dir sei Dank allezeit, weil du mich lehrst die Rechte deiner Gerechtigkeit. Die Gnad auch ferner mir gewähr; ich will dein' Rechte halten, verlaß mich nimmermehr. keit, zeit; f man- deln han- deln B stets bei ihm in 251 [ u- chen Gott und fef ne Zeugniff' - Pfalm- Lieder die recht von 4. Dein Wort, Herr, nicht vergehet, ognu on es bleibet ewiglich, Dennoch so weit der Himmel gehet, der stets bemeget fich, dein Wahrheit bleibt zu aller Zeit gleichwie der Grund der Erden, durch deine Hand bereit'. 190 ( 522) Nad Kornelius Becker 1602 at/ out Dor und 3. Mein Herz hängt treu und feste an dem, was dein Wort lehrt. Herr, tu bei mir das Beſte, sonst ich zuschanden werd. Wenn du mich leitest, treuer Gott, so kann ich richtig laufen den Weg deiner Gebot. Gnad. H Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 191 Psalm 121 1. Ich heb mein Au- gen fehn= lich auf Melodie: Wenn wir in höchsten Nöten sein Genf um 1543/ Wittenberg 1567 ſeh die Ber- ge hoch hin- auf, wann mir mein Gott vom 3.Er führet dich aufrechter Bahn, wird deinen Fuß nicht gleiten lan,/ fet nur auf Gott dein Zuversicht, der dich behütet, schlafet nicht. 4.Dertreue Hüter Ifrael'/ bewahret dir dein Leib und Seel,/ er schläft nicht, meder Tagnoch Nacht,/ wird auch nicht müde von der Wacht. Himmels- thron mit fei- ner Hilf zu- stat= ten komm. 2. Mein Hilfe kommt mir von dem Herrn,/ er hilft uns ja von Herzen gern,/ Himmel und Erd hat er gemacht, hält über uns die Hut und Wacht. 5. Vor allem Unfall gnädiglich/ der fromme Gott behütet dich/ unter dem Schatten seiner Gnad/ bist du gesichert früh und spat. 6. Der Sonne Hih, des Mondes Schein sollen dir nicht beschwerlich sein./ Gott wendet alle Trübfal schwer zu deinem Nutz und ſeiner Ehr. und 7. Kein Ubel muß begegnen dit,/ des Herren Schuh ist gut dafür,/ in Gnad bewahrt er deine Seel/ Dor allem Leid und Ungefäll. 8. Der Herr dein' Ausgang ſtets bewahr,/ zu Weg und Steg gefund dich spar, bring dich nach Haus in feim Geleit/ von nun an bis in Ewigkeit. ( 505) Kornelius Becker 1602 252 Eigene Melodie/ Wittenberg 1524 oder: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält( Nr.193) 1. { If ten M 1isX sdsfab) spalapdol du Pfalm- Lieder Psalm 124 192 die= ſe Wär Gott nicht mit uns már Gott nicht mit uns diese ra- el fa müssn ver= za die = -genkind, 2. Auf uns ift fo zornig ihr Sinn,/ wo Gott hätt das zugeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben,/ wir wärn als die ein Flut erfäuft/ und über die groß Wasser läuft/ und mit Gewalt verschwemmet. an uns fet- ar= mes Häuf- lein sind, ver- acht' von so viel Men- schen2. Zeit Zeit, = Zen 253 - ſo foll wir hätal le.no 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab,/ daß ihr Schlund uns möchtfangen./ Wie ein Vogel des Stricks kommt ab,/ ist unfre Seel entgangen./Strickiftentzwei,und wir sind frei;/ des Herren Name steht uns bef,/ des Gotts Himmels und Erden.( 524) Martin Luther 1524 indfl E -gen,} die ſo ein Dennoch soll die Stadt Gottes fein luftig bleiben niso mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind. 06 Plalm 46,5 mV Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 193 노 un- fre fein- de Himmel hoch dort P[ alm 124 und er un- frer Sach nicht zu fällt im Schuh nicht ift to- ben, o- ben, f Liſt, fo 2. Was Menschenkraft und-wih anfäht, soll uns billig nicht schrecken,/ er sitet an der höchsten Stätt, der wird ihrn Rat aufdecken. Wenn sie's aufs klügfte greifen an,/ so geht doch Gottein andre Bahn,/ es steht in seinen Händen. 3. Sie müten sehr und fahren her, als wollten sie uns freffen, zu mürgensteht all ihrBegehr,/ Gotts ist bei ihn' vergessen. Wie Meereswellen einher schlan,/ nach Leib und Leben sie uns[ tahn,/ des wird sich Gott erbarmen. mo und selber bricht der fein- de 4. Ach Herr Gott, mie reich tröstest du,/ die gänzlich sind verlassen./ Der GnadenTür stehtnimmerzu,/ Vernunft kann das nicht faffen,/ Wittenberg 1529 E iſts mit uns Der= lo= ren. er If- ra- elso 254 sie spricht:, Es ist nun alle verlorn", da doch das Kreuz hat neu geborn, die deiner Hilfe warten. 5. Die feind find all in deiner Hand,/ dazu all ihr Gedanken/ ihrAnschlag ist dir wohlbekannt,/ hilf nur, daß wir nicht wanken./ VernunftwiderdenGlaubenficht, aufs Künftig will fie trauen nicht,/ da du wirst selber trösten. 6. Den Himmel hast du und die Erd, Herrunfer Gott, gegründet, gib, daß dein Licht uns helle werd, laß unser Herz entzündet/ in rechter Lieb des Glaubens dein/ bis an das End beständig sein./ Die Welt laß immer murren. ( 525) Juftus Jonas 1524 Wittenberg 1533 X 30 01 apablando, o- Pfalm- Lieder Psalm 127 E 1. Wo Gott zum Haus nicht gibt seín Gunst, fo ar= beit' je- der- mann um- fonft; wo Gott die Stadt nicht ſelbst 194 be= wacht, so ist umsonst der Wäch- ter Macht. E 2. Vergebens, daß ihr früh aufsteht, dazu mit Hunger schlafen geht/ und eßt eur Brot mit Ungemach;/ denn wems Gott gönnt, gibt ere im Schlaf. 3.Nunfind fein Erbenunfre Kind', die uns von ihm gegeben sind, gleichmie die Pfeil ins Starken Hand, so ist die Jugend Gott bekannt. 4. Es foll und muß dem gschehen wohl,/ der dieser hat sein' Köcher voll;/ sie werden nicht zu Schand noch Spott,/ vor ihrem feind bemahrt sie Gott. 5.EhrfeiGottVater und dem Sohn/ samt Heilgem Geist in einem Thron, welche ihm auch also fei bereit'/ von nun an bis in Ewigkeit. Johann Kolrofe 1525 Passet das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst mit Pfalmen und Lobgesängen und geistlichen lieb lichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen. Kolosser 3,16 255 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 195 { B Gott, er hör mein Ru mei- ner Bitt sie öf Aus tiefer Dein gnä- dig willst das se hen 1. Aus { Dein B [ o Psalm 130 Not schrei ich Ohren kehr 1. 12. fen. Gott, er hör mein mei- ner Bitt fie ist ge= tan, wer kann, Herr, por dir blei E du willst das Sünd und Un= recht fen; an, was Sünd und Un= recht 256 zu dir, 00 zu mir ich tie fer Not schrei gna- dig Oh= ren Erste Melodie Martin Luther 1524 } denn ſo du Ru öf Herr und ben? Zweite Melodie Wolfgang Dachstein 1525 zu dir, Herr kehr zu mir und B fen.} fen; denn se= hen an, mas ist ge= tan, wer € kann, Herr, Dor 2. Bei dir gilt nichts denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben,/ es ist doch unfer Tun um sonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, des muß dichfürchten jedermann/ und deiner Gnade leben. dir blei ben? 4. Und ob es währt bis in die Nacht/ und wieder an den Morgen,/ doch follmein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch forgen./Sotu Ifrael rechterArt,*/ der aus dem Geisterzeuget ward,/ und seines Gotts erharre. * das rechte Gottespolk 5. Ob bei uns ist der Sünden viel,/ bei Gott ist viel mehr Gnade;/ [ ein Hand zuhelfen hat kein Ziel,/ wie groß auch sei der Schade./ Er ist allein der gute Hirt,/ der Israel erlösen wird/ aus seinen Sünden allen.( 525) Martin Luther 1524 196 3.Darum aufGott will hoffen ich,/ auf mein Verdienst nicht bauen;/ auf ihn mein Herz foll laffen fidy/ und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort;/ das ist mein Trost und treuer Hort,/ des will ich allzeit harren. Melodie: Herr Gott, dich loben alle wir 15. Jahrh./geistlich Genf 1551 Japablando 1 Km Pfalm- Lieder Psalm 134 1. Lobt Gott, den Herrn der Herr- lich- keit, ihr ſei= ne Knech- te, steht ge= weiht 2. Hebt eure Hände auf und geht/ zum Throne seiner Majestät in eures Gottes Heiligtum,/ bringt ſeinem Namen Preis und Ruhm! Tag und Nacht, lob- sin- get seiner Ehr und Macht! = zu fei= nem Dien=[ te 3.Gottheilge dich in seinem Haus/ und segne dich von Zion aus,/ der Himmelschufund Erd und Meer./ Jauchzt, er ist aller Herren Herr! ( 505) Matthias Joriffen 1798 257 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 197 出生 1. J Du dem, Pfalm 146 fin- ge schön Wil- len[ tehn. mei- ne See= le, wel- chem al= le Ich ſo $ ben hier prei- sen auf der herz- lich lo= ben, 2. Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil, das höchste Gut erleſen, den schönsten Schah geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt emig unbetrübt. * 3. Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht; das weisen die Geſchäfte, die seine Hand gemacht: 100 der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzählge Herde im großen wilden Meer. = fin ge, Din= ge 冊 Johann Georg Ebeling 1666 40 = will den Her= ren dro= 258 mohl= auf und zu Dienft und Erd; ich will ihn lang ich le= ben 4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Unrecht tun, all denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden, und was er spricht, geschicht; und wer Gewalt muß leiden, den schütt er im Gericht. werd. 5. Er weiß piel taufend Weifen, zu retten aus dem Tod, ernährt und gibet Speisen zur Zeit der Hungerenot, da macht schöne rote Wangen oft bef geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 6. Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht*, und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht'. Er liebet alle frommen, und die ihm günstig ſeind, die finden, wenn ſie kommen, an ihm den besten Freund. * ihre Augen 7. Er ist der fremden Hütte, die Waisen nimmt er an, erfüllt der Witwen Bitte, b wird selbst ihr Troft und Mann. Ansbach 1664/ Halle 1714 69 Pfalm 146 = Die aber, die ihn haffen, bezahlet er mit Grimm, ihr Haus und wo sie faßen, das wirft er um und um. 8. Ach ich bin viel zu wenig, zu rühmen feinen Ruhm, der Herr allein ist König, ich eine welke Blum. Jedoch weil ich gehöre gen Zion in ſein Zelt, ifte billig, daß ich mehre fein Lob vor aller Welt. ( 530) Paul Gerhardt 1653 B 1. Lo be den Her- ren, o mei S weil* ich noch Stun- den auf Er Ich will ihn lo= ben bis in' Tod; will ich lob fin gen mei- nem Gott. 2.Fürften sind Menschen, pomWeib geboren,/ und kehren um zu ihrem Staub;/ ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das Grab Pfalm- Lieder a - ne See= le! den zäh= le, C } 259 198 Vaso sc Seel ge- ge- ben hat, wer- de ge- prie- sen früh- und ſpat. Hal= le- lu- ja________, Hal le- lu= ja. folange Der Leib und nimmt ſeinen Raub./ Weil denn kein Mensch uns helfen kann,/ rufe man Gott um Hilfe an./ Halleluja, Halleluja. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 3. Selig, ja selig ist der zu nennen,/ des Hilfe der Gott Jakobs ist, welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen/ und hofft getroft auf Jefum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und Tat. Halleluja, Halleluja. 4. Dieſer hat Himmel, Meer und die Erden/ und, was darinnen ist, gemacht,/ alles muß pünktlich erfüllet werden,/ was er uns einmal zugedacht. Er iste, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält./ Halleluja, Halle= luja. 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft;/ Hungrigen will er zur Speisbescheiden,/ was ihnen dient zur Lebenskraft, die hart Gebundnen macht er frei,/ und seine Gnad ist mancherlei./ Halleluja, Halleluja. 6.Sehende Augen gibt er den Blinden, erhebt, die tief gebeuget gehn;/ wo er kann einige Fromme finden, die läßt er ſeine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des fremden Trut,/ Witwen und Waisen hält er Schuh./ Halleluja, Halleluja. 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick./Der Herr ift König ewiglich;/ Zion, dein Gott sorgt [ tets für dich./ Halleluja, Halleluja. 8.Rühmet, ihr Menschen, denhohen Namen/ des, der ſso große Wunder tut. Alles, was Odem hat, rufe Amen/ und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preift/ Vater und Sohn und Heilgen Geift!/ Halleluja, Halleluja. Joh. Daniel Herrnschmidt 1714 Pobet den Herrn! Denn unsern Gott loben, das ist ein köstlich Ding; solch Lob ist lieblich und schön. Psalm 147,1 260 Melodie: Lobet den Herren alle, die ihn ehren Johann Crüger 1653 freundlich, 1. Lo- bet den Her= ren, denn er ist ſehr Gott zu an= zu= sX sos) 10) som bodo ou Pfalm- Lieder 199 hö Pfalm 147 es ist sehr köst= lich, lo= ben, fein Lob ist schön und M B ren. 2. Singt umeinander dem Herren mit Danken, lobt ihn mit Harfen, unfern Gott, den werten; denn er ist mächtig und von großen Kräften. Lobet den Herren! 3. Er kann den Himmel mit Wolken bedecken und gibet Regen, wann er will, auf Erden; er läßt Gras wachſen hoch auf dürren Bergen. Lobet den Herren! 4. Der allem fleische gibet seine Speiſe, dem Vieh sein Futter däterlicherweise, un= fern 261 lieb- lich Her= ren! Lo- bet den den jungen Raben, die ihn tun anrufen. Lobet den Herren! 5. Danket dem Herren, Schöpfer aller Dinge, der Brunn des Lebens tut aus ihm entſpringen gar hoch oom Himmel her aus seinem Herzen. Lobet den Herren! Metal 6. O Jeſu Christe, Sohn des Allerhöchsten, gib du die Gnade allen frommen Christen, daß fie dein' Namen ewig preifen, Amen. Lobet den Herren! Nürnberg um 1560 Pfalmen, Bitt- und Lobgeſänge für jede Zeit Der Lobgesang der Maria( das Magnificat) Lukas 1 200 G¹² 1. Mein Seel, o Herr, muß lo- ben dich, 2.und angefehnmeinNiedrigkeit. Des wird von nun an weit und breit mich selig preisen sedermann,/ weil du groß Ding an mir getan. Heil, des freu ich mich, daß du nicht fragst nach 3. Du bist auch mächtig, lieber Herr, dein große Macht stirbt nimmermehr;/ dein Nam ist alles Rühmens wert,/ drum man dich billig preift und ehrt. ndi sid Bartholomäus Gefius 1603 INSTEIGne welt- lich Pracht und hast mich Ar- men nicht ver= acht' 4. Du bist barmherzig insgemein, dem, derdichherzlich fürcht'allein, und hilfst dem Armen immerdar, wenn er muß leiden groß Gefahr. du bist mein 262 5. Der Menschen Hoffart muß vergehn,/ mag nicht vor deiner Hand bestehn,/ wer sich verläßt auf seine Pracht,/ dem hast du bald ein End gemacht.m 6.Du machst zunicht der Menschen Rat,/ das sind, Herr, deine Wundertat/ wassie gedenken widerdich/ das geht doch allzeit hinter sich. 7. Wer niedrig ist und klein geacht', an dem übst du dein göttlich Macht und machst ihn einem fürsten gleich, die Reichen arm die Armen reich. 8. Das tust du, Herr, zu dieser Zeit,/ gedenkest der Barmherzigkeit;/ willst deinem Volke Hilfe tun/ durch deinen eingebornen Sohn. 9. Wir habens nicht verdient um dich, daß du mit uns fährst gnädiglich;/ zu unsern Vätern ist geschehn/ ein Wort, das haft du angeſehn. Pfalm- Lieder 10. Den Vätern hast du es geschworn,/ daß wir nicht sollten sein verlorn,/ uns zugesagt das Himmelreich und unsern Kindern ewiglich. 11. Gott Vater und dem eingen Sohn, dem Heilgen Geist in einem Thron/ sei Ehr und Preis von uns bereit'/ pon nun an bis in Ewigkeit. Hermann Bonn 1555 3100 $ 3 Der Lobgesang des Simeon( das Nunc dimittis) Lukas 2 Mit Fried und Freud ich fahr dahin( Nr. 310) Herr, nun laß in Friede( Nr. 323) Im Frieden dein, o Herre mein( Nr. 165) 263 Bomp Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit will get mad ons slav Die Kirche bin ensdag W a 2002 201 Pfalm 46 1.{ alt plaadza 130 sp Ein fe fte Er hilft uns gu E te Wehr und Waf ung jetzt hat be= trof ift, Burg ist un frei aus al groß Macht und viel Lift = 264 ser Gott, ler Not, fen.} bő= se feind mit Ernst ers Martin Luther 1528 auf Erd ist nicht seine- glef E ein die Der jetzt meint fein grau- fam Rü- ftung chen. 1. 11 sds) 10 spadlaydol do- Die Kirche Ein feste Burg ift Er hilft uns frel aus gu- te Wehr und uns jetzt hat be Spätere Form Macht und viel - Waf trof Lift ift, auf Erd 2. Mit unsrer Macht ist nichts gewir find gar bald verloren,[ tan, es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat jelbst erkoren. fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Chrift, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. 3.Undwenn die WeltoollTeufelmät und wollt uns gar derschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es foll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, un- al - 265 - ■ - fer Gott, ler Not, alt böse feind mit Ernst ere jetzt meint, groß Pid fen.} fen. 위 - ein die Der Jein grau- fam Ra- stung Erd ist nicht seins glei wie saur er sich stellt, tut er uns doch nicht, das macht, er ist gericht'. Ein Wortlein kann ihn fällen.co 4. Das Wort fie Jollen lassen stahn und kein' Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan mit seinem Geist und Gaben. Nehmen Sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: laß fahren dahin, sie habens kein' Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther 1528 = chen. Pfalmen, Bitt- und Lobgeſänge für jede Zeit 202 ju trí in Lobt Gott, fhr Gott will sein = = bí= lfert! umphiert. J frommen ChriKir- dhe fri deut- scher Na- ti Die Har- fen hört man klin- gen = Chri- sten drin 2. Von Mitternacht* ist kommen ein evangelisch Mann, hat die Schrift vorgenommen, damit gezeiget an, daß Menschenlehr gefallen und Gotts Wort auf dem Plan; das Heil leuchtet uns allen, niemand es wehren kann. * Norden( das Lied ist in Süddeutschland entstanden) 3. Lebendig Waffer quillet aus Gottes Brünnlein klar, die Durstgen labt und ſtillet, heilt alles Volk fürwahr. Der Herr hat angeschauet, die faßen im Elend, fein Reich er wieder bauet durchs Wort und Sakrament. 4. Ein jeder soll auch hören, mer unfer Hauptmann ist: der König aller Ehren, unfer Herr Jeſus Chrift; - on; 15. Jahrh./geiftlich 1546 sten, freut euch und sten, sein Wahrheit 266 da rum Diel gen zum Evan= ge lf= on. der will uns helfen streiten in aller unfrer Not jetzt und zu allen Zeiten, als er versprochen hat. 5. Gottes geliebte Ritter, ſeid männlich in dem Streit! Das grausam Ungewitter währt nur ein kleine Zeit. Tut nur beständig bleiben, [ eid treu bis in den Tod; laßt euch zurück nicht treiben, vertrauet unſerm Gott! 6. Amen, es wird geschehen. In einem Augenblick wird Gottes Macht man ſehen wider der Welten Tück. Wir werden bei ihm erben die herrlich Kron und Freud, Sieg und Triumph erwerben durch ihn in Ewigkeit. ( 530) Nach Ludwig Hailmann um 1523 Str.3: Otto Riethmüller 1932 Str. 5 und 6: um 1583 13. Jahrh./geistlich 1539 1193 302 301 2000spdo) du- Die Kirche 203 1. O Kö- nig Jefu Chrifte, ein Fürst, Hauptmann und Held, zu ewig- li cher fri- ste Dom Vater aus er- wählt, ein Sohn Da- oids geB bo= ren: dein Reich ewig be- steht-, das dir durch seinen Geist ge- redt. 400 Gott hat ge- schwo- ren, 2. Dich, Herr, wir wollen bitten, du edler Herzog wert, nach rechter Kinder Sitten: fend uns dein geistlich Schwert, das schneidt zu beiden Seiten, ich mein dein göttlich Wort, damit wir mögen streiten wider der Höllen Pfort. 3. Den Harnisch tu uns senden, den du getragen haſt, umgürt uns unsre Lenden mit deiner Wahrheit Glast, den Panzer tu uns geben deiner Gerechtigkeit, den Schild des Glaubens eben*, damit uns zubereit, * auch, ebenso 4. zu kämpfen und zu fechten nach dir ganz ritterlich und allen deinen Knechten, die von Anfang in dich gehoffet und vertrauet in aller Angst und Not, auf dein Gnad fest gebauet bis in' zeitlichen Tod. 5. O Gott, tu uns erhalten in dieſem großen Streit, laß die Lieb nicht erkalten durch Ungerechtigkeit, darin die arge Welte übrhand genommen hat. Hilf uns behaltn das Felde durch deine große Gnad. ( 530) 8267 10 Nach Leonhard Roth 1539 bearbeitet von Wilhelm Thomas 1933 Plalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 204 $ 1 Melodie: Der Tag bricht an und zeiget sich Melchior Vulpius 1609 1. Wach auf, mach auf,' sift ho ſei mit dei== ner Hilf nicht weit! Das wü- tend un- geSUB- 301 2. Hilfst du nicht bald, so ifts ge= schehn,/ zugrund mir müssen eflends gehn./ Bedräu der Wellen wild Gebrüll,/ so legt es sich und wird ganz still. [ tüme Meer läuft an mit Gwaltund drängt uns sehr. 6. Madhy uns den Feinden nicht zu Spott,/ die Sach ist dein, du starker Gott./ Gib uns den Feinden nicht zur Schand, wir wollngern fallen in dein Hand. 3. Ach Herr, um deines Namens Ehr/ halt uns im Fried bei deiner Lehr;/ gib deiner Kirche gute Ruh, Geſundheit, gute Zeit dazu. 4. Darüber auch das Allerbest: daß wir im Glauben steif und fest/ mögen preifen den Namen dein, dir leben, dein lieb Völklein fein, P 5. aus deinem Geift ganz neu geborn;/ den gib uns, Herr, Jonst ifts verlorn. Dies alles unfer Herz begehrt,/ wiewohl wir der Ding keins find wert. = he Zeit, Chrift, 79109 110 7. Züchtge du uns mit Vaters Rut/ und mach uns böse Kinder gut./ Straf uns nun nicht in deinem Grimm,/ gedenk, was deiner Ehre 268 ziem. 8. Laß lästern nicht den Namen dein,/ dein Völklein halt zuſam men fein;/ und mag es ja nicht an ders sein, denn daß der feind will schlagen drein, 9.[ omirdochfriedenhieltengern/ mohlan, wir sehn auf dich, den Herrn./Du bist doch der allmächtig Gott,/ dein Name heißt: Hert Zebaoth. 10. Sei du Hauptmann in diesem Streit. Dein fiegreich Hand helf uns beizeit,/ damit der feind, wie groß er ift, muß sehen, daß du stärker bist. 15. Jahrh./geiftlich Böhmische Brüder 1544/ nach Johann Crüger 1662 1. { Lob Dir keit: lock, du christ- lich Schar! hilft dir im= mer= dar. hier mußt tra = Gott ge troft mit foll es nicht miß noch Die Kirche 11. In deiner Kraft mir siegen ob,/ daßweiterschall dein Ehrund Lob/ und alle Welt des inne werd,/ daß du noch lebst und richtft auf Erd. ( 505) Ambrofius Blaurer 1562 205 al er hilft aus 2. Dich hat er sich erkoren, durch sein Wort auferbaut, bei feinem Eid geschworen, dieweil du ihm vertraut, daß er deiner will pflegen in aller Angst und Not, deine feind niederlegen, die schmähen dich mit Spott. gen viel = Sin- gen, lingen, Der follst du nicht 0269 Ob Wi= der= war= tig= = frohGott du gleich B lem Leid. 3. Kann und mag auch perlaffen ein Muttr ihr eigen Kind und also gar verſtoßen, daß es kein Gnad mehr findt? Und ob siche mocht begeben, daß sie so gar abfiel: Gott fchwört bei seinem Leben, er dich nicht lassen will. 10 ZO= gen; Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. Darum laß dich nicht schrecken, o du chriftgläubge Schar! mod Gott wird dir Hilf erwecken und dein selbst nehmen wahr. Er wird seim Volk verkünden sehr freudenreichen Trost, wie sie von ihren Sünden follen werden erlöst. 5. Es tut ihn nicht gereuen, was er vorlängst gedeut', fein Kirche zu erneuen in dieser fährlichn Zeit. 206 $ ²4 Er wird herzlich anschauen dein' Jammer und Elend, dich herrlich auferbauen ad durch Wort und Sakrament. 6. Gott folln wir billig loben, der sich aus großer Gnad durch seine milden Gaben une kundgegeben hat. Er wird uns auch erhalten in Lieb und Einigkeit und unfer freundlich malten hie und in Ewigkeit. ( 530) Böhmische Brüder 1544 Melodie: Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren Genf um 1543 1. Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren, ſei= ner Menschen Jam- mer wehrt und fam- melt draus zu [ ei- nen Eh= ren sich ef= ne der em- ge Kirch auf Erd, die er Don Anfang schön er- bau= et als sei- ne aus= er= wählte Stadt, die al 270 le= zeit auf ihn Der= trau= et und tröst' sich fol- cher großen Gnad. 2. Der Heilig Geist darin regieret,/ hat seine Hüter eingesetzt, die wachen stets, wie sichs gebühret, daß Gottes Haus sei unverletzt,/ die führn das Predigtamt darinnen/ und zeigen an das ewig Licht;/ darin mir Bürgerrecht geminnen/ durch Glauben, Liebund Zuversicht. 3. Die recht in dieser Kirche wohnen, die werden in Gott felig fein;/ des Todes flut wird sie ver[ chonen, denn Gottes Arche schließt sie ein./ für sie ist Christi Blut vergoffen, das sie im Glauben nehmen an,/ und werden Gottes Hausgenoffen, find ihm auch willig untertan. eg Die Kirche 4. Obwohl die Pforten offen stehen und hell das Licht des Tages scheint,/ kann doch hinein nichtjedergehen,/ zu sein mit Gott dem Herrn vereint./ Es ist kein Weg, denn nur der Glaube/ an Jefum Chriftum, unfern Herrn;/ mer den nicht geht, muß draußen bleiben, weil* er sich hier nicht * solange will bekehrn. Melodie: Erhalt uns, Herr, bef deinem Wort altkirchlich/ Martin Luther 1543 5. Also wird nun Gottes Gemeine/ gepflegt, erhalten in der Zeit;/ Gott, unfer Hort, schützt sie alleine/ und segnet sie in Ewigkeit./Auch nach dem Tod will er ihr geben/ aus Chrifti Wohltat, füll und Gnad/ das emig freudenreiche Leben. Das gib auch uns, Herr unfer Gott!( 538) Petrus Herbert 1566 207 1. Ach bleib bei uns, Herr Je= fu Chrift, weil nun A- bend* wor- den ist, dein gött- lich Wort, das * Weltabend, lehte Zeit 2. In dieser schwern betrübten Zeit/ verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament/ behalten rein bis an das End. helle Licht, laß ja bei uns aus lö- schen nicht. 3.Herr Jefu, hilf, dein Kirch erhalt,/ wir find arg, sicher, träg und kalt;/ gib Glück und Heil zu deinem Wort, schaff, daß es schall an manchem Ort. $ 271 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4.Erhalt uns nur bei deinem Wort/ und mehr des Teufels Trug und Mord. Gib deiner Kirche Gnad und Huld,/ Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel zu,/ auf dieser Erd ist keine Ruh,/ viel Sekten und groß Schwärmerei/ auf einen Haufen kommt herbei. 6.Denstolzen Geisternwehredoch, die sich mit Gwalt erheben hoch/ und bringen stets mas Neuesher, zu fälschen deine rechte Lehr. ( 504) 208 des # Str.1: Nach den lat. Vespera iam venit des Philipp Melanchthon 1551, deutsch 1579. Str. 2-9: Nikolaus Selnecker 1572. 1. Ach bleib mit dei des 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Chrift,/ nicht unfer, sondern dein ja ist, darum so steh du denen bei,/ die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Truh/ und deiner Kirche wahrer Schuh, dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. bö 9. Gib, daß wir lebn in deinem Wort/ und darauf ferner fahren fort/ Donhinnen aus dem Jammertal/ zu dir in deinen Himmelsfaal. ſcha de 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns- beid, hier und dorte- Jei Güt und Heil beschert. uns, Herr Jesu Christ, daß 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht, = Melodie: Christus der ist mein Leben Melchior Vulpius 1609 - ner 272 Gna B de bef uns hin- fort nicht fein- des fen Lift. dein Wahrheit une umschanze, damit wir irren nicht. 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr, dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr. 5. Adh bleib mit deinem Schuhe bei uns, du starker Held, daß uns der feind nicht truhe noch fäll die böse Welt. 11s5 sds) 101 apriblandad cau- Die Kirche 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott; Beſtändigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not. Melodie: Christe, du Belstand deiner Kreuzgemeine Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 1. Herr, un- fer Gott, laß mer= den die, ſo in und Beschwer- den dei= ne 10 Gü- te 7 und ru-- fen, 2. Mache zuschanden alle, die dich haffen, die sich allein auf ihre Macht verlaffen. Ach kehre dich mit Gnaden zu une Armen,/ laß dichs erbarmen 3. und Schaff une Beistand wider unfre feinde!/ Wenn du ein Wort [ prichst, werden sie bald Freunde, fie müffenWehrund Waffenniederlegen, kein Glied mehr regen. hof-- fen ih- ren nicht zu-[ chan- den Jofua Stegmann 1627 zu dir itsm bei Tag und Nacht auf 273 209 Nö= ten und zu dir H ru= fen. 4. Wirhabenniemand, dem wir uns vertrauen, vergebens ifte, auf Menschenhilfe bauen;/ mit dir mir wollen Taten tun und kämpfen,/ die feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der siekannuntertreten/ und das bedrängte klei= ne Häuflein retten./Wir traun auf dich, wir schrein in Jeſu Namen:/ Hilf, Helfer! Amen. and Johann Heermann 1630 Plalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 210 1. Treu = 0 des fich freu= et al= les Leid er Wäch= ter du Wäch- ter, zu uns richt Melodie: Da Chriftus geboren war Ch 15. Jahrh./ Böhmische Brüder 1544 mef= - ne Seel, If= ca= el', S dei- ner ar= men Chri- sten- heit, 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall, täglich wird der Trübfal mehr. Hilf, ach hilf, schüt deine Lehr. Wir verderben, mir vergehn, nichts wir sonst vor Augen fehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 3. Hoherpriester Jefu Chrift, id der du eingegangen bistuda in den heilgen Ort zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, uns verföhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Hölle Glut, wiederbracht das höchste Gut, der du weißt um der du nicht schläfft noch schlummerst: dein hilfreiches Angesicht. 4. siht auch heut ins Vaters Reich, ihm an Macht und Ehren gleich, unfer einger Gnadenthron, seine höchste Freud und Kron, den er in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt: 5. kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadentür, wir, die du mit höchſtem Ruhm dir erkauft zum Eigentum: bbql deines Vaters Zorn abwend, der wie lauter feuer brennt und schier alle Welt durchrennt. 274 I adal 201 spröjopdo. dnu til Die Kirche 9. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft; deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zuschand, bleib ihr Helfer und Belſtand, sind sie dir doch all bekannt. 10. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, derdaSpießund Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End. 11. Jesu, wahrer Friedefürst, der der Schlange hat zerknirscht ihren Kopf durch seinen Tod, wiederbracht den fried bei Gott: gib uns frieden gnädiglich! So wird dein Volk freuen sich, dafür ewig preisen dich. ( 523) Johann Heermann 1630 6. Jesu, der du Jeſus heißt, als ein Jeſus Hilfe leist! Hilf mit deiner starken Hand, Menschenhilf hat sich gewandt. Eine Mauer um uns bau, daß dem Feinde davor grau, er mit Zittern sie anschau. 7. Treuer Hort, Immanuel, du Beschüher meiner Seel, Gott mit uns" in aller Not, neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller Zeit: Truh dem, der uns tu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm. Laß jetzt sehen deine Macht, drauf mir hoffen Tag und Nacht, aller Feinde Rotten trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. piston t 1100 1100 sloca 02 o sun no 15t Thr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht be, fremden-die euch widerfähret, daß ihr versucht werdet-, als widerführe euch etwas Seltsames, sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung Jeiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget. 1. Petrus 4, 12-13 10* 275 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit In 211 Melo 3 1. Ver= za= zu ge Melodie: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn 15. Jahrh./ geistlich 1530 10200M ob- schon die fein de wil- lens = ver- stö = nen Unter= gang, nicht, du Häuf- lein klein, = ren, fein, und fu= chen bang, es wird nicht lan= ge wäh 2. Tröste dich nur, daß deine Sach/ ist Gottes, dem befiehl die Rach/ und laß es ihn nur walten./ Er wird durch einen Gideon*, den er wohl weiß, dir helfen schon, dich und sein Wort erhalten. * Held im Buch der Richter( Kap. 6-8) 276 dich gänz- lich 2 da von dir wird recht angst und ST 010 God B dei= = E ren. 3. So mahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort und was dem tut anhangen, endlich werden zu Hohn und Spott;/ Gott ist mit uns und wir mit Gott,/ den Sieg wolln wir erlangen. ( 540) Jakob Fabricius 1632 Matthäus Apelles von Löwenftern 1644 * mei ung 1. Christe, du Bef= stand def= ner Kreuz= ge= = ne, Hilf und 7 er scheine. Steu- re den ih= re Blut si 0 nich-- te, ef= le, mit blutige Anschläge M ge= dich ma= che 2. Streite doch selber für uns arme Kinder, mehre dem Teufel, feine Macht verhinder,/ alles, was kämpfet wider deine Glieder,/ ſtürze darnieder. 3. Frieden bei Kirch und Schule uns beschere, frieden zugleich der Obrigkeit gewähre./ Frieden dem Gng. Die Kirche te* 212 277 Ret= tung fein= den, ma= che zuzu- nich== te. Herzen, frieden dem Gewissen/ gib zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güterhoben, also wird ewig und ohn Ende loben/ dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. HOT Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 Plalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 213 1. fah= rehel le, laß die = [ tete die 100 fah= re fort im Licht; ma= che durch die enge fort, fah= re Chol)- 18 Le= bens quel= le; *** mismood er=[ te Lie Pfort, fah 2. Leide dich, leide dich,/ Zion, leide ohne Scheu Trübfal, Angst mit Spott und Hohne;/ sei bis in den Tod getreu,/ siehe auf die Lebenskrone, Zion, fühlest du der Schlange Stidh, leide dich, leide dich! dig 3. Folge nicht, folge nicht, Zion, folge nicht der Welt, die dich suchet groß zu machen;/ achte nichts ihr Gut und Geld,/ nichts ihr Locken, nichts ihr Lachen;/ Zion, wenn sie dir viel Luft verspricht, folge nicht, folge nicht! = redef= be 278 fort, Zi= on, d Halle 1704 = nen Leuchter Zi= on, nicht, fu- che = fort, fah= re fort! 4. Prüfe recht, prüfe recht, Zion, prüfe recht den Geift, der dir ruft zu beiden Seiten,/ tue nicht, maser dich heißt,/ laß nur deinen Stern dich leiten, Zion, beides das, was krumm und schlicht,/ prüfe recht, prüfe recht! drin= ge 5. Dringe ein, dringe ein,/ Zion, dringe ein in Gott;/ stärke dich mit Geist und Leben,/ sei nicht wie die andern tot,/ sei du gleich den grünen Reben;/ Zion, in die Kraft für Heuchelschein/ dringe ein, dringe ein! handmap 11adpho 6. Brich herfür, brich herfür,/ Zion, brichherfürin Kraft,/ weil die Bruderliebe brennet;/ zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet;/ Zion, durch die dir gegebne Tür brich herfür, brich herfür! dem nabis!! Melodie: Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren Genf um 1543 du auf die- fem Er iphonas) dnd = Die Kirche 7. Halte aus, halte aus, Zion, halte deine Treu,/ laß doch ja nicht laudich finden./ Auf, das Kleinod rückt herbet;/ auf, verlasse, was dahinten,/ Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus, halte aus! 1. Ich lo= be dich von gan= zer See= len, daß 2011 Joh. Eufebius Schmidt 1704 den- kreis dir mol= len ei= ne Kirch erwäh= len zu deines Namens Lob und Preis, 214 da= rín= nen sich viel Menschen fin- den in ei= ner heiligen Ge- mein, die da pon 2. Du rufest auch noch heutzutage,/ daß jedermann erscheinen foll;/ man höret immer deine Klage, daß nicht dein Haus will werden voll. Deswegen 279 ren Sün- den durch Chri- sti Blut ge wa- schen sein. = al= len ih= schickst du auf die Straßen,/ zu laden alle, die man findt;/ du willst die auch berufen lassen,/ die blind und lahm und Krüppel sind. med- sg Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 3. Du, Gott, hast dir aus vielen Zungen/ der Völker eine Kirch gemacht, darinnen dein Lob wird gefungen/ in einer wunderschönen Pracht,/ die sämtlich unter Chrifto stehen als ihrem königlichen Haupt/ und in Gemeinschaft dies begehen, was jeder Christ von Herzen glaubt. 215 1. Je Haupt und mich, dein Ein- fluß 5. Erhalt uns, Herr, im rechten Glauben/ noch fernerhin bis an das End; ach laß uns nicht die Schätze rauben:/ dein heilig Wort und Sakrament./ Erfüll die Herzen deiner Chriften/ mit Gnade, Segen, fried und freud, durch Liebesfeur sie auszurüsten/ zur ungefärbten Einigkeit. ( 538) Friedrich Konrad Hiller 1711 M [ u, 4. Wir wolln uns nicht auf Werke gründen, weil doch kein Mensch vor Gott gerecht;/ und will sich etwas Gutes finden,/ so sind wir dennoch böse Knecht./ Mit Glauben müssen wir empfangen,/ was Christi Leiden uns bereit';/ im Glauben müssen wir erlangen/ der Seelen Heil und Seligkeit. Melodie: Alles ift an Gottes Segen Johann Löhner 1691/ bei Joh. Adam Hiller 1793 der du bift ge= ben Kö- nig der Ge- meine: ar= mes Glied, wollst mir al dei- 280 leí= ne ſeg= ne neu= = nes Gef=[ tes, dir zu en le ben; stärke2. Ach dein Lebenageift durchdringe,/ Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzu mal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kenneft überall. mich durch dei 3.O mie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen,/ o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen;/ ich vereinge mich mit ihnen,/ und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, leite fie in deinem Licht, 19dmisió 5. Die in Kreuzund Leidenleben,/ ſtärke, daß sie ganz ergeben/ ihre Seel in deine Hand;/ laß sie dadurch werden kleiner/ und von allen Schlacken reiner,/ lauterlich in dich gewandt.eli sam suo H sid quo tbA si o flo niso od O E ne Die Kirche Güt. 6. Laß die Deinen noch auf Erden/ ganz nach deinem Herzen werden;/ mache deine Kinder schön,/ abgeschieden, klein und stille,/ sanft, einfältig wie dein Wille,/ und wie du sie gern willst sehn. 7. Sonderlich gedenke deren,/ die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll./ Auf dein Herz will ich sie legen,/ gib du jedem solchen Segen,/ wie es not; du kennst fie mohl. 8. Ach du hast uns teur erworben,/ da du bist am Kreuz gestorben;/ denke, Jeſu, wir sind dein./ Halt uns fest, solang wir leben/ und in dieser Wüste schweben; laß uns nimmermehr allein, 281 9. bis mir einft mit allen from= men dort bei dir zuſammenkommen/ und, von allen Flecken rein, da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns ſehen,/ ewig eine in dir zu sein. ( 516) Gerhard Tersteegen 1731 Oxion einprints mad oun 15H dheid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist durch dm das Band des Friedens. Epheser 4, 3 mund Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 216 E er= sten die Tag und Näch- te ním= mer { Wach auf, du Geiſt der ja de die auf der Maur als treu= e Wäch= ter und die ge trost dem feind ent= ge= gen( M Melodie: Dir, dir, Jehova, will ich fingen Hamburg 1690/ Halle 1704 N und al= ler Völ- ker 2. O daß dein feur doch bald entbrennte,/ o möcht es doch in alle Lande gehn!/ Adh Herr, gib doch in deine Ernte/ Diel Knechte, die in treuer Arbeit stehn./ O Herr der Ernt, ach siehe doch darein:/ die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. Zeu- gen, [ chweigen ren Schall die ganze Welt durch- dringt 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Worten/ uns diese Bitt in unsern Mund gelegt. Ofiehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; drum hör, o Herr, und sprich: Es foll geſchehn". [ tehn, 1 10- gehn, f Scha- ren zu dir bringt. 4. So gib dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein, laß eilend Hilf uns widerfahren/ und brich in Satans Reich mit Macht hinein./Obreite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 282 sid nadapas nog bil 9/0 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme! O daß dein Geist, so wie dein Wort verspricht,/ dein Volk aus dem Gefängnís nähme!/ O würd es doch nur bald vor Abend* licht!/ Ach reiß, o Herr, den Himmel bald entzwei/ und komm herab zur Hilf und mach uns frei! * Weltabend, lehte Zeit 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen, es sei kein Ort ohn deffen Glanz und Schein./Achführebald dadurch mit Haufen/ der Heiden füll zu allen Torenein!/ Jawecke doch auch Israel* bald auf und also fegne deines Wortes Lauf! 00001 nam* das jüdische Volk Die Kirche 8. Laßjedehoh undniedre Schule/ die Werkstatt deines guten Geistes sein, ja site du nur auf dem Stuhle/ und präge dich der Jugend selber ein,/ daß treuer Lehrer viel und Beter sein, die für die ganze Kirche flehn und schrein! 7. O beßre Zions müste Stege/ 9. Duwirst deinherrlichWerk voll= und, was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, ach räum aus jedem Wege;/ Dertilg, o Herr, den falschen Glaubensmahn/ und mach uns bald von jedem Mietling frei, daß Kirch und Schulein Garten Gottes fei! enden, der du der Welten Heil und Richter bist;/ du wirst der Menschheit Jammer wenden,/ so dunkel jetzt dein Weg, o Hellger, ist./Drum hört der Glaub nie auf, zu dir zu flehn;/ du tust doch über Bitten und Verstehn. sa dr both Karl Heinrich von Bogatky 1750 ( 519) Str. 9 bearbeitet von Albert Knapp 1842 Fin in Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr, mein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle undone din allen. Epheser 4, 4-6adalj spod d de 283 301 1309 s dod pastale noist Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 217 Ç 1. { * Wald 16 Gottes Her- zen auf den Hef- land in cartiell Herz und Herz vereint Las= set eu= re M Lie and e 1688/ geistlich Brüdergemeine nach 1735 Rub!} M 3. Legt es unter euch, ihr Glieder,/ auf so treues Lieben an,/ daß ein jeder für die Brüder auch das Leben lassen kann. So hat uns der Freund geliebet,/ so vergoß er dort sein Blut, denkt doch, wie es ihn betrübet,/ wenn ihr euch felbst Eintrag tut. zu fam- men fucht in bes flam= men lo= dern 30312 31100 anal szied Or = M sto.plitioN apsW.madsjoue Er das Haupt, wir sei= ne mod non dino Glie= der, er das Licht und wir der Schein, er der 284 - Mei- ster, wir die Brü- der, er ist un- ser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr Gnadenkinder, und erneuert euern Bund, schwöret unserm Uberwinder/ Lieb und Treu aus Herzensgrund, und wenn eurer Liebeskette/ festigkeit und Stärke fehlt, a fo flehet um die Wette,/ bis sie Jesus wieder stählt. 4. Halleluja, welche Höhen,/ welche Tiefen reicher Gnad,/ daß wir dem ins Herze sehen,/ der uns so geliebet hat, daß der Vater aller Geister, der der Wunder Abgrund ist, daß du, unsichtbarer Meister, uns so fühlbar nahe bist. 5. Ach du holder Freund, vereine/ deine dir geweihte Schar,/ daß sie es so herzlich meine,/ wie's dein letzter Wille war./ Ja verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit/ in der Tat erleuchtet ist. 6. Liebe, hast du es geboten, daß man Liebe üben soll,/ o so mache doch die toten, trägen Geister lebensvoll./ Zünde an die Liebesflamme,/ daß ein jeder ſehen kann:/ wir, als die von einem Stamme,/ stehen auch für einen Mann. 15. Jahrh./ geistlich Böhmische Brüder 1566 1. Son keit, ( 535) Don Christian Gregor 1778 ge = ne Nach Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf 1725/1753 M he der Ge= rech auf den- Die Kirche 7. Laß uns so vereinigt werden,/ wie du mit dem Vater bist,/ bis schon hier auf dieſer Erden/ kein getrenntes Glied mehr ist/ und alleinoon deinem Brennen/ nehme unser Licht den Schein:/ also wird die Welterkennen,/ daß wir deine Jünger sein. Zeit; brich in dei= ner Welt eg 2. Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit; mache deinen Ruhm bekannt überall im ganzen Land. Erbarm dich, Herr. 3. Schaue die Zertrennung an, derkein Mensch ſonstwehrenkann, fammle, großer Menschenhirt, alles was sich hat verirrt. Erbarm dich, Herr. zu un se= hen kann. Er- barm dich, 285 218 tigfrer Kir= che an, daß die Herr. 4. Tu der Völker Türen auf, deines Himmelreiches Lauf hemme keine Lift noch Macht. Schaffe Licht in dunkler Nacht. Erbarm dich, Herr. 5. Gib den Boten Kraft und Mut, Glaubenehoffnung, Liebesglut, laß viel Früchte deiner Gnadine folgen ihrer Tränenfaat. d Erbarm dich, Herr. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Laß uns deine Herrlichkeit ferner sehn in dieser Zeit ud und mit unsrer kleinen Kraft üben gute Ritterschaft. Erbarm dich, Herr. 219 brenn 7. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dem Höchsten allezeit, der, wie er ist drei in ein, uns in ihm läßt eines sein. Crbarm bíd), Hett. Str. 1 u.6: Christian David 1741; Str. 2, 4 u. 5: Chriftian Gottlob Barth 1827; Str. 3 u. 7: Joh. Chriftian Nehring 1704 1. O N te, ben- der, daß du doch bald un- aus sprech- lich ( 382) und bald die gan- ze 2. Zwar brennt es schon in heller Flamme/ jeht hier, jeht dort, in Ost und West/ dir, dem für uns erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst- und Freudenfest, 3. und noch entzünden Himmelsfunken so manches halte, tote Herz und machen Durftge freudetrunken/ und heilen Sünd und Höllenfchmerz.sto nad di 2 4. Verzehre Stolz und Eigenliebe und fondre ab, was unrein ist, und mehrejener Flamme Triebe, die nur auf dich gerichtet ist. dein feu- er te, daß du bist König, Gott und Genf um 1543 286 Lie= Welt er kennHerr! 5. Erwecke, läutre und vereine/ des ganzen Chriftenpolkes Schar/ und mach in deinem Gnadenscheine/ dein Heil noch jedem offenbar. 6. Du unerschöpfter Quell des Lebens,/ allmächtig starker Gottes hauch,/ deinfeuermeerströmnicht dergebens,/ ach zünd in unfern Herzen auch. 7. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen/ und baue deinen Tempelaus,/ laßleuchten deineheilgen Flammen/ durch deines Vaters ganzes Haus. 8.Beleb, erleucht, erwärm, entflam= me/ doch bald die ganze weite Welt und zeigdich jedem Völker( tamme/ als Heiland, Friedefürst und Held. Melodie: Meinen Jefum laß ich nicht Johann Ulich 1674 1. { dann dir ſein, 0 dich, du klei= ne wer Ef= ne Her de und Ein wenn ſein Tag er= schei= nen de licht! Je = sprablagdol da 9. Dann tönen dir von Millionen/ der Liebe Jubelharmonien,/ und alle, die auf Erden wohnen,/ knien vor den Thron des Lammes hin. George Friedrich fickert 1812 220 fus Er- de,} mach dich Her- 2. Hüter, ist der Tag noch fern Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden; blinde Pilger flehn um Licht. Jefus hält, was er verspricht. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde. Ach wie manches Schäflein irrt fern von dir und deiner Herde. Kleine Herde, zage nicht! Jeſus hält, was er verspricht. W 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht Dor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet ni dno Die Kirche Hirt! Wie wird wird? freu= e 287 auf- und hält, was er ver= spricht. dürftend an der Lebensquelle; ihn umleuchtet Morgenlicht. Jeſus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgetan; rauscht, verdorrete Gebeine, l macht dem Bundesengel Bahn, großer Tag des Herrn, erscheine! Jeſus ruft: Es werde Licht!" Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne und auf Erden weit und breit and Lichtund Wahrheit, Fried undWonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jeſus hält, was er verspricht. lej ( 513) Friedrich Adolf Krummacher 1821 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 221 novembramba. 1. Ei Unf der für uns in gehören dir, - ner ists, an = re Lei- ber, und uns er= kauft mit in dei- ner Liebe = zum Eigen- tum, def= ne M Kin Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme nach Hans Sachs 1513/ Philipp Nicolai 1599 = dem wir han unf= re fei- nem Blut. ruht sichs gut. Her di dai muisi, neniem stdolat den Tod ge= gan H gen o Mann der Schmer= zen; 2 be= ref= te licht Don 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst haft unfre Zahl gezählet/ nach deinem ewgen Gnadenrat;/ unfre Kraft ist schwach und nichtig, und keineriftzumWerke füchtig, der nicht von dir die Stärke hat./Drumbrich deneignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel,/ wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. } der. Ver- birg uns nicht R 288 gen, zen M Nimm uns dir zum Ruhm dei.- nem heil- gen An- ge= ficht. das Gna- den= 3. O Herr Jesu, Ehrenkönig,/ die Ernt ist groß, der Schnitter wenig,/ drum sende treue Zeugen aus./ Send auch uns hinaus in Gnaden,/ piel frohe Gäfte einzuladen/ zumMahlindeines Vaters Haus./ Wohl dem, den deine Wahl/ beruft zum Abendmahl/ im Reich Gottes! Da ruht der Streit,/ da währt die Freud/ heut, geſtern und in Ewigkeit. 4.Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern./ Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnadenreicher Morgenstern./ Glanz der Gerechtigkeit,/ geh auf, denn es ist Zeit! Komm, Herr Jefu, zieh uns voran/ und mach uns Bahn, gíb deine Türen aufgetan. Melodie: Valet will ich dir geben Melchior Teschner 1615 1. { kämpft das Heil der Welt = Der du in To= des- näch= ten und dich als den Ge = rech= ten - Die Kirche 5. Heiland, deine größten Dinge/ beginneft du still und geringe./ Was sind wir Armen, Herr, vor dir/ Aberdumirst für uns streiten/ und uns mit deinen Augen leiten;/ auf deine Kraft vertrauen wir./ Dein Senfkorn, arm und klein,/ wächst endlich ohne Schein/ doch zum Baume, weil du, Herr Christ,/ sein Hüter bist,/ dem es von Gott vertrauet ist. Albert Knapp 1824 222 zwun- gen, den der Him- mel auf- ge 289 du den feind be= = tan: oftim- men un- fre Zun- gen ein Halle- lu- ja 2. Im Himmel und auf Erden ist alle Macht nun dein, bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, bis die von Süd und Norden, bis die von Ost und West find deine Gäste worden bei deinem Hochzeitsfest. er= zum dir an. 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu schwer, hinauszuftreun dein feuer ins weite Völkermeer. Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 4. O sammle deine Herden ist dir aus der Völker Zahl, m daß viele selig werden on und ziehn zum Abendmahl. manud 223 te { Zeuch an die Noch hilfft du auf und hilf. ge tan du = acht id quodbyJp190390xnolo Melodie: Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all Melchior Vulpius 1609 Macht, du Arm des Herrn, wohlnem Vol= ke gern, wie dei Kamp- fe Tag und Nacht; Schließ auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk heran, bo wo noch nicht Tag geworden, da zünd dein feuer an! dot. ( 530) Christian Gottlob Barth 1827 ==uns strei= ten. Dor= zei= ten. und steh uns 2. Mitdir, du starker Heiland du,/ mußuns der Sieg gelingen;/ wohl gilts zu streiten immerzu, bis einftmirdirlobfingen./ Nur Mut, die Stund ist nimmer weit, wir nach allem Kampf und Streit/ die Lebenskron erringen. da 3. Drängt uns der feind auch um und um,/ wir lassen uns nicht grauen;/ du wirst aus deinem Heiligtum fchon unfre Not er= an. 2 o Herr, nimm gnä- dig une in } Wir sind im 290 der Sei = ten. schauen./fortstreiten wirin deiner Hut/ und widerstehen bis aufs Blut/ und wollen dir nur trauen. 4. Herr, du bift Gott! In deine Hand/ o laß getroft uns fallen./ Wie du geholfen unserm Land,/ so hilfft du fort noch allen,/ die dir vertraun und deinem Bund/ und freudig dir von Herzensgrund/ ihr Loblied lassen schallen. ( 524) Friedrich Ofer 1865 Heinrich Schüt 1661 1. bot Not Kommt her, des daß freu- dig = an -1 192 Er hat uns sei die ſei= ne fah fein Lob er= Schal = = Der= trau Kö mir = M M et, zum Kö- nig auf 2. Ob auch der Feind mit großem Truk und mancher Lift will ſtürmen,/ wir haben Ruh und fichern Schuh/ durch seines Armes Schirmen. Wie Gott zu unfern Vätern trat auf ihr Gebet und Klagen,/ wird er, zu Spott dem feigen Rat,/ uns durch die Fluten tragen. Mit ihm wir wollens wagen. ating asman! 291 nigs Aufge= in Drang und 7 et. für ihn wir tre ten auf den Plat, und wo's den Her 11 ne faf fen, len las Die Kirche = 224 ner Wahr- heit Schah zu wah- ren = fen. } zen grauge= schau et! / 3.Er mache uns im Glaubenkühn/ und in der Liebe reine./ Er lasse Herz und Zunge glühn,/ zu wecken die Gemeine. Und ob auch unser Auge nicht in seinen Plan mag dringen: er führt durch Dunkel uns zum Licht,/ läßt Schloß und Riegel springen./ Des wolln wir fröhlich singen! ( 539) Inanmicas Friedrich Spitta 1898 7 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 225 OX 1. O Chri- sten- heit, sei hoch al= ler- stun- den. Du be- ginnft noch kaum den Streit und haft schon über wunden. Spricht der Tor: er= finnt und dich= tet; M Hans friedrich Micheelfen 1938 Wo ist dein Gott?", der dir täg- lich Hohn und Spott er- freut heut und 2. Lauf gern im Joch; du trägst es doch, Chrift, um Chrifti willen. und Keine Waffer gehn so hoch, er kann und wird sie stillen. „ Ob sie nur zu zween und drein heiligen den Namen mein, da ich bin mittinnen." Er hats geſagt, drum unverzagt, td wer will uns angewinnen? weist die Wand den finger, der ihn schwich verstummen macht, zum Schweigen bringt 292 halt fröhlich stand: bald tet*. 3. Nicht von der Welt ist uns bestellt unsre Wehr und Ehre, ob er tausend Schwerter zählt, sie schlagen all ins Leere. Ruhm und Reichtum, Kunſt und großes Wiffen, hühne Macht[ Pracht, find Traum und Schatte: zerschellt wie Glas, gefällt wie Gras, M bevor es Samen hatte. 4. Was Hochmut ſpricht, das dauert nicht. Wir allein sind Erben an dem Hort, dem nie gebricht für Leben und für Sterben: undermeslich Eigentum, Kleinod gülden um und um, ohn Bruchh und Schaden, des jedermann sich brauchen kann im Glauben und aus Gnaden. 5. Hab gute Zeit, steh, Christenheit, lache, wo sie drauen. Dein Gewinn heißt Emigkeit, der soll dich nicht gereuen. Geht mit dir ins Elend ein, [ chlägt dir Waffer aus dem Stein: da schöpf und trinke. Wirft übrig fatt und hältst die Statt, abe um bídj ber net[ inke. Rudolf Alexander Schröder 1937 Siehe auch: Jefus Christus herrscht als König( Nr. 96) Das sollt ihr, Jefu Jünger, nie vergessen( Nr. 159) Ach Gott vom Himmel sieh darein( Nr. 177) Es wolle Gott uns gnädig sein( Nr. 182) Erhebet er sich, unfer Gott( Nr. 183) Wie lieblich schön, Herr Zebaoth( Nr. 184) Wohl denen, die da wandeln( Nr. 190) Wär Gott nicht mit uns diese Zeit( Nr. 192) Wo Gott der Herr nicht bei uns hält( Nr. 193) Gib fried zu unsrer Zeit, o Herr( Nr. 389) Die Kirche Bongd 293 eo foto o seid ihr nun nicht mehr Gäſte und Fremdlinge, sondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist. Epheser 2, 19-20 097 090 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit naud Lob und Dank do piella W POR 2261 sineli oni sid tim 100 1. O gläu- big Herz, ge be== ne gib Lob dei== nem Her er dein Va== ter eh= ren, die weil du GES = H Le= ben kannst er 2. Er ists, der dich Don Herzen liebt/ und sein Gut mit dir teilet, dir deine Misfetat vergibt/ und deine Wundenheilet,/ dich waffnet zum geiſtlichen Krieg,/ daß dírder Feind nicht obenlieg/ und deinen Schatz zerteile. bef Michael Praetorius 1609 fei, den du all= zeit sollst na IsmmiH mou to A ihn mit al= ler Sorg in deinem # - näh 294 = ren! Ge denk, daß dei und M kei= ne Stund ohn Sinn dein ren. / 3. Er ist barmherzig und sehr gut/ den Armen und Elenden, die sich von allem Ubermut/ zu ſeiner Wahrheit wenden;/ er nimmt sie als ein Vater auf/ und gibt, daß fie den rechten Lauf/ zur Seligkeit vollenden. ia ada sih spralsoda on Lob und Dank 7. Was er nun angefangen hat,/ das will er auch vollenden;/ nur geben wir uns seiner Gnad,/ opfern uns feinen Händen/ und tun daneben unfern Fleiß,/ hoffend, er werd zu seinem Preis/ all unsern Wandel wenden. 4. Wie sich ein treuer Vater neigt/ und Gutstutſeinen Kindern,/ aljo hat sich auch Gott erzeigt/ allzeit uns armen Sündern;/ er hat uns lieb und ist uns hold,/ pergibt uns gnädig alle Schuld, macht uns zu Überwindern. 5. Er gibt uns feinen guten Geift, erneuet unsre Herzen, daß wir vollbringen, was er heißt, obs auch das Fleisch mag schmerzen./ Er hilft uns hie mit Gnad und Heil,/ verheißt uns auch ein herrlich Teil von denemigen Schätzen. 6. Nach unfrer Ungerechtigkeit haterunanichtoergolten, sondern erzeigt Barmherzigkeit, da wir verderben sollten. Mit seiner Gnad und Gütigkeit/ ift uns und allen er bereit, die ihm von Herzen hulden. 8. O Vater, steh uns gnädig beí,/ weil wir sind im Elende, daß unfer Tunaufrichtig sei/ und nehm ein löblich Ende, o leucht uns mit deim hellen Wort,/ daß uns an diesem dunklen Ort/ kein falscher Schein verblende. 9. O Gott, nimm an zu Lob und Dank,/ was wir einfältig fingen,/ und gib dein Wort mit freiem Klang, laß's durch die Herzen dringen./Ohilf,daß wir mit deiner Kraft/ durch recht geistliche Ritter= [ chaft/ des Lebens Kron erringen. s( 525) od mod Michael Weiße 1531 227 Nikolaus Selnecker 1587/ Johann Crüger 1649 1. Nun laßt uns Gott dem Ga= ben, die mir 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein uns geben; diefelben zu bewahren, tut er nie etwas sparen. Her= ren fa= gen und ihn eh= ren für al= le sei= ne Dank 295 emp= fan= gen ha= ben. 3. Nahrung gibt er dem Leibe, die Seele muß auch bleiben, wiewohl tödliche Wunden find kommen von der Sünden. Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der selber ist das Leben; Chriftus, für uns geſtorben, der hat das Heil erworben. 5. Sein Wort, fein Tauf, fein Nachtdient wider allen Unfall,[ mahl der Heilig Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 1. su god vzow zu preifen deinen Namen leib Mund und al len है # 108. Erhalt uns in der Wahrheit, gib emigliche Freiheit, viel 6. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geſchenkt das Leben. Im Himmel folln wir haben, o Gott, wie große Gaben! ABG# 6) astlagrso 228 now hd dig drag Johann Crüger 1647 HASH XT TIM 7. Wir bitten deine Güte, de wollst uns hinfort behüten, uns Große mit den Kleinen; du kannsts nicht böse meinen. durch Jefum Chriftum. Amen. Nun dan- ket al der be acoplay noth Ludwig Helmbold 1575 le. Gott große Din- ge tut dar s zu- gut Händen, onu dol der En= den, J und Kin- des- bei- nen an 296 solgt nesielt mit Her= zen, an uns und ung Don Mut= terun= und noch jet- und ge zäh= lig tan. 1. Mund und al= len leib Nun dan ket = der gro- ße Diel Hän= den, En= den, Spätere form al= le B zu= gut 2. Der emigreiche Gott woll uns bei unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. Din- ge D apaljendo. Gr Lob und Dank = der und Kin- des bei= nen an Gott tut und noch jet= und ung Don Mut= ter= mit Her- zen, an uns und 297 029 un= zäh= lig ge = 3. Lob, Ehr und Preis[ ei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelethrone, dem dreimal einen Gott, wie es ursprünglich war und ist und bleiben wird jehund und immerdar. Martin Rindkart 1636 Pobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, Jeinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, tan. und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. rbi prple) Psalm 103, 1-2 s 390 Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 229 1. { J Man lobt dich in der des Rüh- mens ist die hoch- er- hab- ner dir, o Her= te nicht m Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren 15. Jahrh./ geistlich bei Hans Kugelmann 1540 Mund oor je= der Zi- ons- gott, Ze- ba- oth. meh= ren, ſo Er== den der from- men Zu- Der sicht_ B Trüb= fal und Be- schwer- den läßt du Z Drum foll dich stünd- lich 2 mann CORE lang Stil== le, du fül le Dor 2. Es müssen, Herr, sich freuen Donganzer Seelundjauchzenhell, die unaufhörlich schreien: Gelobt ſei der Gott Israel"!" Sein Name[ ef gepriesen, der große Wunder tut M domom Du bist doch, Herr, auf da E 298 = din die Dei- nen eh= ren mein Coldes und dei- nen Ruhm verer lal= len kann. und der auch mir erwiesen das, was mir nüh und gut. Nun, dies ist meine Freude, zu hangen fest an dir, daß nichts von dir mich scheide, folang ich lebe hier. 3. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, haft du gar bald an sie gedacht. Du haft mir Gnad erzeiget; nun, wie vergelt idhe dir? ichs b Melodie: Nun danket all und bringet Ehr 1001 Genf 1562/ Johann Crüger 1653 W2r 130 1379H 79/00 mei= nes Her= zens Er den kund, Hasies soor ond 1. Ich fin- ge dir mit Herz und Mund, Herr, = noa trbìn thio 1 doH or nd, mis to sito idsud E = ― Ach bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich hier, mein Gott, im Leben und dort in Ewigkeit. -lo trbin fighid) Johann Rist 1654 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad/ und emge Quelle feift, daraus uns allen früh und spat/ viel Heil und Gutes fleußt. Lob und Dank Luft, ich fing und mach auf mit Don mas 3. Was sind wir doch? Was haben wir/ auf dieser ganzen Erd,/ das uns, o Vater, nicht von dir/ allein gegeben werd! 4. Wer hat das schöne Himmelszelt/ hoch über uns gesetzt?/ Wer ist es, der uns unser feld/ mit Tau und Regen nett? 230 dir be wußt. 5. Wer wärmet uns in Kält und frost? Wer schützt uns vor dem Wind?/ Wer macht es, daß man Ol und Moft/ zu feinen Zeiten findt! 6. Wer gibt uns Leben und Geblüt?/ Wer hält mit seiner Hand/ den güldnen, werten, edlen fried/ in unferm Vaterland! 299 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir,/ du, du mußt alles tun,/ du hältst die Wadh an unsrer Tür/ und läßt uns sicher ruhn. P[ almen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr,/ bleibst immer fromm* und treu/ und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. asda mi to nism nlara* gütig 9. Du strafft une Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr, ja endlich nimmst du unfre Schuld und wirfft sie in das Meer. 10. Wenn unser Herze seufzt und schreit, wirst du gar leicht erweicht und gibst uns, mas uns hoch erfreut und dir zur Ehr gereicht. Mousa 11. Du zählst, wie oft ein Chrifte wein/ und was sein Kummer sei, kein Zähr- und Tränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus/ mit dem, was ewig steht,/ und führst uns in des Himmels Haus,/ wenn uns die Erd entgeht. Om Im 13. Wohlauf, mein Herze, sing und spring/ und habe guten Mut!/ Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ift felbft und bleibt dein Gut. lsplasss dond 15. Was kränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich imgemacht. 14. Er ist dein Schat, dein Erb und Teil, dein Glanz und freudenlicht,/ dein Schirm und Schild, dein Hilf und Heil, schafft Rat und läßt dich nicht. Hisagre 16. Hat er dich nicht von Jugend auf/ verforget und ernährt?/ Wie manches schmeren Unglücke Lauf/ hat er zurückgekehrt! 17. Er hat noch niemals was versehn/ in seinem Regiment,/ nein, was er tut und läßt geſchehn,/ das nimmt ein gutes End. 18. Ei nun, so laß ihn ferner tun/ und red ihm nicht darein, so wirst du hier im Frieden ruhn/ und ewig fröhlich sein. ( 533) Paul Gerhardt 1653 6: 9 raxnop Lobet den Herrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! Lobe den Herrn, meine Seele! Psalm 103, 22 300 napast ona Genf 1562/ Johann Crüger 1653 $ 1. Nun dan- ket all und brin= get Ehr, En= gel Heer im 2. Ermuntert euch und singt mit Schall/ Gott, unserm höchsten Gut,/ der seine Wunder überall/ und große Dinge tut, Men- schen in der Welt, dem, def- fen Lob der 3. der uns von Mutterleibe an/ frisch und gefund erhält/ und, wo kein Mensch nicht helfen kann, fich felbft zum Helfer ftellt; / 4. der, ob wir ihn gleich hoch betrübt,/ doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergibt/ und tut uns alles Guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich Herz,/ erfrische Geist und Sinn und werf all Angst, furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin. paalopdod én Lob und Dank 231 HA Him- mel stets ver ihr = meldt. 301 6. Er lasse seinen Frieden ruhn/ auf unserm Volk und Land;/ er gebe Glück zu unserm Tun/ und Heil zu allem Stand. 7. Er laffe seine Lieb und Güt/ um, bei und mit uns gehn,/ was aber ängstet und bemüht,/ gar ferne von uns stehn. 8. Solange dieses Leben währt,/ sei er stets unser Heil, und wenn wir scheiden von der Erd,/ verbleib er unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht/ dort in der ewgen Ruh. ( 533) Paul Gerhardt 1647 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 232 p 1.{ Sollt ich wie so nichts als Her Sollt ich meinem Gott nicht Denn ich seh in = Ze * ihm nicht gut ers lau- ter regt, trägt, die in dankbar sein?) mit mir mein'. Lie- ben, fin- gen! al len Din- gen, 7 Johann Schop 1641 Ding währt seine Zeit, 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen ftreckt, also hat auch hin und wieder mich des Höchsten Arm bedeckt, alfobald im Mutterleibe, da er mir mein Wesen gab und das Leben das ich hab und noch diese Stunde treibe. Alles Ding mährt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. das sein feinem Dienft fich ü- ben. 302 das ohn En de hebt und = naM Ist doch treu<= eg Al= les Got- tes Lieb in E= mig= keit. c. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu teuer, nein, er gibt ihn für mich hin, daß er mich vom ewgen feuer durch sein teures Blut gewinn. O du unergründter Brunnen, wie will doch mein schwacher Geift, ob er sich gleich hoch befleißt, deine Tief ergründen können? Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 4. Seinen Geiſt, den edlen führer, gibt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort; daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Macht zeroricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding mährt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 5. Meiner Seele Wohlergehen hat er ja recht wohl bedacht; will dem Leibe Not entſtehen, nimmt ers gleichfalls wohl in acht. WennmeinKönnen, mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an Jein Vermögen beizulegen. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt; wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält: Tier und Kräuter und Getreide; in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 7.Wenn ich schlafe, machtfein Sorgen und ermuntert mein Gemüt, daß ich alle liebe Morgen [ chaue neue Lieb und Güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, hätte mich sein Angesicht nicht geleitet, wär ich nicht aus so manchher Angst geneſen. Alles Ding währt feine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Lob und Dank 8. Wie ein Vater seinem Kinde fein Herz niemals ganzentzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde tut und aus den Bahnen weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer* Gott zugut, will mein fehlen mit der Rut und nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit.* gütiger 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob sie mir gleich bitter seind, dennoch, wenn ichs recht erwäge, sind es Zeichen, daß mein Freund, der mich liebet, mein gedenke und mich von der schnöden Welt, die uns hart gefangen hält, durch das Kreuze zu ihm lenke. Alles Ding währt ſeine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne gehn: Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stillestehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 11. Well denn weder Ziel noch Ende sich in Gottes Liebe findt, ei so heb ich meine Hände zu dir, Vater, als dein Kind, bitte, wollft mir Gnade geben, dich aus aller meiner Macht zu umfangen Tag und Nacht hier in meinem ganzen Leben, bis ich dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. ( 543) Paul Gerhardt 1653 303 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 233 sila nis 350 risida mag iad nanisë, Genf um 1543/ Johann Crüger 1653 Hoss { Sei dem Lob und Ehr dem Gott, der omal= le Va ter al- Gott, der mein Gemü= te chen Trost er höchsten Gut, dem m Wun- der tut, allifidibar dem 200 med fallt, dem Gott, der - Jam = mer ftillt. Gebt 2. Es danken dir die Himmels heer,/ o Herrscher aller Thronen;/ und die auf Erden, Luftund Meer in deinem Schatten wohnen,/ die preifen defne Schöpfermacht,/ die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, daswilleraucherhalten,/ darüber will er früh und spat/ mit seiner Güte walten. In seinem ganzen Königreich/ ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! ning selle o dhid 4. Ich rief zum Herrn in meiner Not: Ach Gott, Dernimm mein Schreien!" Da half mein Helfer mir Dom Tod und ließ mir Troft W 338 mit [ ef- nem reiins to adis Imad Mu un- ferm Gott die al= len 304 Eh = re! gedeihen./ Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir, ach danket, danket Gott mit mir!/ Gebt unferm Gott die Ehre! ihr 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht/ oonfeinem Volk geschieden;/ er bleibet ihre Zuversicht, Segen, Heil und Frieden./ Mit Mutterhänden leitet er/ die Seinen stetig hin und her./ Gebt unserm Gott die Ehre! 000 6. Wenn Troft und Hilfermangeln muß,/ die alle Welt erzeiget,/ fo kommt, so hilft der Überfluß ,, der Schöpfer selbst, und neiget/ die Vateraugen denen zu,/ die sonsten nirgende finden Ruh./ Gebt unserm Gott die Ehre! ils sds 30 spnějopdol droLob und Dank 7. Ich will dich all mein Leben lang,/ o Gott, pon nun an ehren,/ man foll, Gott, deinen Lobgefang/ an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre fich, mein Geift und Leib erfreue dich!/ Gebt unserm Gott die Ehre! falschen Göken macht zu Spott;/ der Herr ist Gott, der Herr ist Gott!/ Gebt unserm Gott die Ehre! 9. So kommet por sein Angesicht/ mít jauchzenpollem Springen;/ bezahlet die gelobte Pflicht/ und laßt une fröhlich fingen:/ Gott hat 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, es alles wohl bedacht/ und alles, gebt unserm Gott die Ehre,/ ihr, alles recht gemacht./Gebt unferm die ihr Gottes Macht bekennt, Gott die Ehre! gebt unserm Gott die Ehre! Die( 525) Joh. Jakob Schüt 1675 90² 1 234 Stralsund 1665/ Halle 1741 1. { = be den Lo mei= ne 11 ge- nig der Eh= ren, mein Begeh- ren. {:} Kö= Herren, den mäch= tf= gen lie be= te See= le, das ist - nux Kom- met zu= hauf, Pfal- ter und = Har fe, macht auf, laf- fet den Lob- ge- fang ho- ren! = 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir felber gefällt, hast du nicht dieses verspüret? / do 3. Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet, der dir Geſundheit Derliehen, dich freundlich geleitet./ In wieviel Not/ hat nicht der gnädige Gott/ über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar geſegnet,/ der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran,/ was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet.blol mals 5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen./ Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahame Samen. Er ist dein Licht,/ Seele, vergiß es ja nicht./ Lobende, schließe mit Amen. Joachim Neander 1680 305 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit collo) nads. 235d Hade Joachim Neander 1680 TEREN onu, 1. { Wun- der= ba= rer König, Deine Va= ter- gü= te M len, al fließen, laß dir un ser = ob wir schon dich Hilf uns noch, 900 Zun- ge fin- gen, ſtärk uns 3. O du meine Seele, finge fröhlich, finge, finge deine Glaubenslieder, was den Odem holet, jauchze, preise, klinge, 2. Himmel, lobe prachtig deines Schöpfers Taten mehr als aller Menschen Staaten. Großes Licht der Sonne, schieße deine Strahlen, ade die das große Rund bemalen. Lobet gern, Mond und Stern, feid bereit, zu ehren einen solchen Herren. Herrscher von uns hast du laf- sen Lob ge oft ver laß die Stim= me = fal- len. 1 lfe- ßen. S Compante doch, d laß die 306 klin- gen. wirf dich in den Staub darnieder. Er ist Gott Zebaoth, er nur ist zu loben hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe, mer den Herren kennet, mer den Herren Jefum liebet; 29dis A Halleluja finge, aldwelcher Chriftum nennet, Isid sich von Herzen ihm ergibet. O mohl dir! Glaube mir: endlich wirst du droben ohne Sünd ihn loben. ( 542) Joachim Neander 1680 Melodie: Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ Peter Sohr 1668/ Halle 1704 1. Bis { bis = = ne wahrt Herz und Ge hat = hier her hier= her 11* hat mich Gott hat er - DO und Gemü Gü= te, l te, 897-190 mich 2. Hab Lobund Ehr, hab Preis und Dank für die bisher'ge Treue,/ die du, o Gott, mír lebenslang/ bewiesen täglich neue. In mein Gedächtnis schreib ich an: der Herr hat Großes mir getan, bis hierher mir geholfen. etildidlal fla malli manisó chan mbjapood on Lob und Dank 236 = dan sid noo sm Ohux id nii soon mu er mich ge- leit', bis hier her hat er ge= bracht durch und Nacht be= Tag tories er- freut, bis hierher mir ge= hol fen. 307 boobis hier- her 3. Hilf fernermeit, mein treuster Hort,/ hilf mir zu allen Stunden./ Hilf mir an all und jedem Ort,/ hilf mir durch Jesu Wunden; damit fag ich bis in den Tod:/ durch Chrifti Blut hilft mir mein Gott; er hilft, wie er geholfen. ( 524) Amilie Juliane Reichsgräfin von Schwarzburg- Rudolstadt 1699 soWaschielambat VE = done ane and shado Plalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 237 { 1. Dir, Dir dir, Je ho= va, will ich 100 will ich mei= ne Lie= der denn wo ist ach gib mir daß ich es M 399.josdenadsJoG; Hamburg 1690/ Halle 1704 der 8,010, doch ein solcher Gott wie dei- nes Geistes Kraft da tu im Namen Je= fu 308 fin= gen, brin- gen; du zu, Chrift, ist. ift. 7 ſo wie es dir durch ihn ge- fől- lig PAVE ram, ntart. enn er kann mich bei der 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem 4. Denn er kann mich bei dir verSohne, damit dein Sohn mich treten mit Seufzern, die ganz wieder zieh zu dir;/ dein Geist in unaussprechlich sind, der lehret meinem Herzen wohne/ und meine mich recht gläubig beten, gibt Sinne und Verstand regier, daß Zeugnis meinem Geist, daß ich ich den Frieden Gottes schmeck und dein Kind und ein Miterbe Jeſu fühl/ und dirdarobím Herzen fing Christi sei, daher ich Abba, und spiel. die nee niteoporlieber Vater!" Schrei. / 3. Verleih mir, Höchster, solche 5.Was mich dein Geift ſelbst bitten Güte,/ so wird gewiß mein Singen recht getan,/ so klingt es schön in meinem Liede,/ und ich bet dich im Geist und Wahrheit an, so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor,/ daß ich dir Pfalmen sing im höhern Chor. lehret,/ das ist nach deinem Willen eingericht und wird gewiß von dir erhöret, weil es im Namen deines Sohne geschicht,/ durch welchen ich dein Kind und Erbe bin/ und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 6. Wohl mir, daß ich dies Zeugnis habe!/ Drum bin ich voller Troft und freudigkeit/ und meiß, daß alle gute Gabe,/ die ich von dir verlanget jederzeit, die gibst du und tust überschwenglich mehr, als ich verstehe, bitte und begehr. bei Joh. Balthafar König 1738 Lob und Dank 7. Wohl mir, ich bitt in Jefu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt,/ in ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Gefft und Glaubenbitt./Wohlmir, Lobdir jeht und in Ewigkeit,/ daß du mir schenkest solche Seligkeit. ( 519) Bartholomäus Crafselius 1695 M 1. O daß ich tau- fend Zun- gen hät- te und ef= nen fo tau- fend- fa- chhen Mund, 1 tief- sten Her- zens- grund biliy sqnoloj 238 309 ein Lob- lied nach dem an- dern an von dem, was Gott an mir ge= tan. 2.O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht;/ o daß mein Blut mit Jauchzen wallte, solang es noch im Laufe geht,/ ach war ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem ein Gefang! 3. Ihr grünen Blätter in den Wäldern,/ bewegt und regt euch doch mit mir,/ ihr schwanken Gräslein in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier/ zu Gottes Ruhm belebet fein/ und stimmet lieblich mit mir ein. Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 4. Ach alles, alles, was ein Leben, und einen Odem in sich hat,/ soll sich mir zum Gehilfen geben, denn mein Vermögen ist zu matt,/ die großen Wunder zu erhöhn,/ die allenthalben um mich stehn. 5. Ich will von deiner Güte fingen, folange fich die Zunge regt, ich will dir freudenopfer bringen, folange fich mein Herz bewegt; / ja wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich doch mit Seufzen ein.isipious du id neg 6. Ach nimm das arme Lob auf Erden,/ mein Gott, in allen Gnaden hin./Im Himmel foll es beffer merden, wenn ich bei deinen Engeln bin./ Da fing ich dir im höhern Chor/ viel tausend Halleluja oor. ( 518) Johann Menter 1704 Gmu Siehe auch: Herr Gott, dich loben wir( Nr. 137) Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren( Nr. 181) Singt, fingt Jehova neue Lieder( Nr. 186) Nun jauchzt dem Herren, alle Welt( Nr. 187) Nun lob, mein Seel, den Herren( Nr. 188) Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all( Nr. 189) Lobt Gott, den Herrn der Herrlichkeit( Nr. 196) Du meine Seele, finge( Nr. 197) Lobe den Herren, o meine Seele( Nr. 198) Mein Seel, o Herr, muß loben dích( Nr. 200) Nun preífet alle Gottes Barmherzigkeit( Nr. 380) 0 alle or 000 01 310 Sid Christlicher Glaube und christliches Leben 239 15. Jahrh./geistlich Nürnberg 1523 DE 1.{ Nun freut euch, lie- ben Chri- sten gmein, daß wir ge troft und all in ein q ung Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben C3900 900 No laßt uns fröhlich[ prín Luft und Lie be fin = men= det ge= M K = hat Wun- der tat; 2. Dem Teufel ich gefangen lag,/ im Tod war ich verloren, mein Sündmichquälte Nacht und Tag, darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hatt' mich besessen. E 3. Mein guten Werk die galten nicht,/ es war mit ihn'verdorben;/ der frei Will haßte Gotts Gericht,/ er war zum Gutn erstorben, die Angst mich zu verzweifeln trieb, daß nichts denn Sterben bei mir blieb,/ zur Höllen mußt ich finken. = gen, * gen, } 311 ers gar teur hat = und ſei ne was Gott an DA und mit er= mor ben. 4. Da jammert' Gott in Ewigkeit/ mein Elend übermaßen;/ er dacht an[ ein Barmherzigkeit,/ er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz,/ es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ's fein Bestes koſten. sü- ße " 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hie zu'rbarmen;/ fahr hin, meins Herzens merte Kron,/ und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not,/ erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben." Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward,/ er kam zu mir auf Erden/ Doneiner Jungfraurein und zart, er sollt mein Bruder werden./Gar heimlich führt' er sein Gewalt,/ er ging in meiner armen Gstalt, den Teufel wollt er fangen. 7. Er sprach zu mir:, Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen, ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen, denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst dusein, uns soll der feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut,/ dazu mein Leben rauben,/ das leid ich alles dir zugut, das halt mit festem Glauben. Den 240 ung sei JAKO TA 1. Dies sind die Berg gab un= nen De TT Die= ner Si= na Tod verschlingt das Leben mein,/ mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bist du selig worden. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein/ fahr ich von diesem Leben;/ da will ich sein der Meister dein,/ den Geist will ich dir geben,/ der dich in Trübnis trösten foll/ und lehren mich erkennen wohl/ und in der Wahrheit leiten. fer Her= re = 10.Wasich getanhab und gelehrt,/ das sollst du tun und lehren,/ damit das Reich Gotts werd ge= mehrt/ zuLob und seinen Ehren;/ und hüt dich vor der Menschen Sak*, davon verdirbt der edle Schah:/ daslaßich dirzurLehe.*** * Satung, Geset** zum Abschied ( 524) 19000 Martin Luther 1523 Melodie: In Gottes Namen fahren wir Vervoer 13. Jahrh./ Erfurt 1524 100 101 100 190- nuw 7 heil- gen zehn Ge 00 mild í. Gott 7 312 = bot, die durch Mo= se, da treu, hoch auf dem GunnallDH JU Ky = rí= e dould 352 leis. = the Christlicher Glaube und christliches Leben 2. Ich bin allein dein Gott, der Herr,/ kein Götter sollst du haben mehr, du sollst mir ganz vertrauen dich,/ von Herzensgrund lieben mich. Kyrieleis. 3.Dufollstnícht führen zuUnehrn/ den Namen Gottes, deines Herrn du follft nicht preifen recht noch gut,/ ohn was Gott selbst redt und tut./ Kyrieleis. 4. Du sollft heilgen den siebten Tag, daß du und dein Haus ruhen mag, du sollst von deim Tun laffen ab, daß Gott sein Werk in dir hab./ Kyrieleis. 5.Dufollstehen und gehorfam fein dem Vater und der Mutter dein/ und wo dein Hand ihn' dienen kann, fo wirst du langs Leben han./ Kyrieleis. 6. Du ſollst nicht töten zorniglich,/ nichthaffennoch ſelbsträchen dich, Geduld haben und fanften Mut und auch dem feind tun das Gut'. Kyrieleis. Gra Kyrieleis. moin susted thin eu ll 200 ml 7. Dein Ehfollft dubewahrenrein,/ daß auch dein Herz kein andre mein,*/ und halten keusch das Leben dein/ mit Zucht und Mäßigkeit fein./ Kyrieleis. * liebe 8. Du sollst nicht stehlen Geld noch Gut, nicht wuchern jemands Schwei und Blut,- du follft auftun dein milde Hand/ den Armen in deinem Land./ Kyrieleis. Ou 12. Das helf uns der Herr Jeſus Bruno Chrift,/ der unser Mittler worden mind mmor 032 ist, es ist mit unſerm Tun der= endnu olorn,/ verdienen doch eitel Zorn./ 9. Du sollst kein falscher Zeuge fein,/ nicht lügen auf den Nächsten dein; sein Unschuld sollst auch retten du/ und seine Schand decken zu. Kyrieleis. 10. Du ſollst deine Nächsten Weib und Haus/ begehren nicht, noch etwas draus,/ du sollst ihm wünschen alles Gut',/ wie dirdein Herz felber tut./ Kyrieleis. 313 11. Die Gbot all uns gegeben sind,/ daß du dein Sünd, o Menschenkind,/ erkennen sollst und lernen wohl,/ wie man oor Gott leben foll. Kyrieleis. Hend tod Die Zehn Gebote in Liedform von Martin Luther 1524 ml ni nishmo) Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 241 關 € 1. Va Be E ter = ten der sein und dich der du uns al= le od mal un= Don uns fer ru= im fen lein der Mund, hilf, daß 2.Geheiligt werd der Name dein, deinWort bei uns hilf halten rein, daßauch wir lebenheiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Be= hüt uns, Herr, por falscher Lehr, das arm verführet Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit./Der Heilig Geist uns wohne bei/ mit ſeinen Gaben mancherlei, des Satans Zorn und groß Ge= walt/ zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden wie im Himmelreich. Gib uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein SIST Himmelreich, heißest an cellon nids, epapl 10. Leipzig 1539 han: gib, Cap nicht bet 314 a gleich Brüund willst das 01 06 es geh Don Her- zens- grund. alin Lieb und Leid;/ wehr und steur allem Fleisch und Blut,/ das wider deinen Willen tut. 19 5.Gib uns heut unser täglich Brot/ und was man bdarf zur Leibes not;/ behütuns, Herr, porUnfried, Streit,/ DorSeuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem frieden stehn, der Sorg und Geizens müßig gehn. 6. All unfre Schuld pergib uns, Herr,/ daß sie uns nicht betrübe mehr,/ wie mir auch unsern Schuldigern/ ihr Schuld und fehl vergeben gern./Zu dienen mach uns all bereit in rechter Lieb und Einigkeit. 7. führ uns, Herr, in Versuchung nicht, wenn uns der böse Geist an ficht;/ zur linken und zur rechten Hand hilf uns tun starken Widerstand im Glauben feft und wohlgerüst'/ und durch des Heilgen Geiftes Troft. UND! 8. Von allem Übel uns erlös,/ es find die Zeit und Tage bös./ Erlös uns vom ewigen Tod und tröst 1 15. Jahrh./ Nürnberg 1523 qemin erbl ^ Chriftlicher Glaube und christliches Leben uns in der letzten Not. Bescher uns auch ein selige End,/ nimm unsre Seel in deine Händ. 9. Amen, das ist: es werde wahr./ Stärkunfern Glauben immerdar,/ auf daß wir ja nicht zweifeln dran, was wir hiemit gebeten han/ auf deinWort, in dem Namen dein. So sprechen wir das Amen fein. Martin Luther 1539 W.242 F MOINS S Es ist Das Heil uns kom- men her 1. die Werk die helfen nim- mer- mehr, Gnad und mö- gen lau- ter Gü nicht be- hü Jefum Chriftum an, = = te; ten. Don fie 315 Der Glaub sieht main der hat gnug für uns all ge= tan, er ist der Mitt- ler mor= den. 2.Was Gott im Glet geboten hat,/ da man es nicht konnt halten, erhub sich Zorn und große Not/ Dor Gott fo mannigfalten,/ vom fleisch wollt nicht heraus der Geist,/ Dom Gfet erfordert allermeist;/ es war mit uns verloren. 3. Doch mußt das Gset erfüllet sein, sonst wärn wir all verdorben./Drumschickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden;/ das ganz Gesetz hat er erfüllt, damit feins Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. Pfalmen, Bftt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. Und wenn es nun erfüllet ist/ durch den, der es konnt halten,/ so lernejeht ein frommer Chrift/ des Glaubens recht Geſtalte. Nicht mehr denn: Lieber Herre mein, dein Tod wird mir das Leben sein, du haft für mich bezahlet." 5. Daran ich keinen Zweifel trag, dein Wort kann nicht betrügen./ Nun fagst du, daß kein Mensch verzag- das wirst du nimmer lügen-:/„ Wer glaubt an mich und wird getauft, demselben ist der Himml erkauft, daß er nicht werd verloren." der 6. Es ist gerecht vor Gott allein, der diesen Glauben fasset; Glaub gibt von sich aus den Schein, so er die Werk nicht laffet mit Gott der Glaub ist wohl daran,/ dem Nächsten wird die Lieb Guts tun, bist du aus Gott geboren. 7. Es wird die Sünd durche Gfet erkannt und schlägt das Gwissen nieder;/ das Evangelium kommt zuhand/ und stärkt den Sünder wieder/ und spricht:„ Nur kreuch zum Kreuz herzu, im Gseh ist weder Raft noch Ruh/ mit allen feinen Werken. 8. Die Werk die kommen gwißlich her/ aus einem rechten Glauben;/ denn das nichtrechter Glaubemär, wolltft ihn der Werk berauben./ Doch macht allein der Glaub gerecht, die Werk die sind des Nächsten Knecht, dabef wir'n Glauben merken. 9. Die Hoffnung wart' der rechten Zeit,/ mas Gottes Wort zusage;/ wann das geschehen soll zur freud,/ feht Gott kein gwiffe Ta= ge./Er weiß wohl, wanns am besten ist,/ und braucht an uns kein arge List; des solln wir ihm vertrauen. 10. Ob fidhe anließ, als wollt er nicht,/ laß dich es nicht erschrecken, denn wo er ist am besten mit,/ da will ers nicht entdecken./ Sein Wort laß dir gewisser sein,/ und ob dein Fleisch spräch lauter Nein,/ so laß doch dir nicht grauen. 11. Sei Lob und Ehr mit hohem Preis/ um dieser Guttat willen/ Gott Vater, Sohn und Heilgem Geift. Der moll mit Gnad etfüllen,/ was er in uns angfangen hat/ zu Ehren seiner Majeſtät,/ daß heilig werd sein Name; 12. sein Reich zukomm, sein Will auf Erd/ gscheh wie im Himmels= throne;/ das täglich Brot noch heut uns merd;/ woll unsrer Schuld verschonen, als wir auch unsern Schuldnern tun,/ laß uns nicht in Versuchung stehn,/ lös uns vom Ubel. Amen. m Paul Speratus 1524 316 1525/ geiftlich Wittenberg 1529 { Durch Adams Fall ist ganz ver- derbt menſch- lich Na= felb Gift auf uns daß wir nicht = Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 243 tur und We= fen; konn- ten g'ne- sen ohn Gottes Troft, der uns er= löst hat von dem großen Scha 3. So er uns denn sein' Sohn geſchenkt, da wir sein' feind' noch waren, der für uns ist ans Kreuz gehenkt, getöt', gen Himml gefahren, dadurch wir sein/ Don Tod und Pein/ erlöst, so mir vertrauen/ aufdiesen Hort, des Vaters Wort: wem wollt vorm Sterben grauen? = 317 den, Schlang E= pa bezwang, Gotts Zorn auf sich zu la= den. 2. Wie uns nun hat ein fremde 4. Er ist der Weg, das Licht, die Schuld/ in Adam all oerhöhnet,/ Pfort, die Wahrheit und das also hat uns ein fremde Huld/ Leben,/ des Vaters Rat und ewigs in Chrifto all verföhnet;/ und wie Wort,/ den er uns hat gegeben/ wir all/ durch Adams fall/ sind zueinem Schuh, daß wirmit Truk/ emgen Tods gestorben,/ alfo hat an ihn fest follen glauben;/ darum Gott/ durch Christi Tod/ verneut, uns bald/ kein Macht noch Gwalt/ was war verdorben. aus seiner Hand wird rauben. 5. Wer hofft in Gott und dem vertraut, der wird nimmer zu[ chanden, denn wer auf diesen felfen baut, ob ihm gleich geht zuhanden/ viel Unfall híe,/ hab ich doch nie/ den Menschen sehen fallen, der sich verläßt auf Gottes Troftver hilft fein'Gläubgenallen. da- rein die = Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6.{ Ich bitt, o Herr, aus Her- zene- grund, du mollst nicht. dein heilige Wort aus mei- nem Mund, so wird mich Don mir neh= men nicht beschä- men J Huld set ich all mein Vertrau- en, wer sich nun feſt darauf ver- läßt, der 7. Mein' Füßen ist dein heilige Wort ein Leuchte nah und ferne, ein Licht, das mir den Weg weist fort; fo diefer Morgensterne 244 1. } mein Sünd und Schuld; denn in dein wird den Tod nicht schau- en. in uns aufgeht,/ so bald versteht/ der Mensch die hohen Gaben,/ die Gottes Geift/ denen verheißt,/ die Hoffnung darauf haben. ( 539) Lazarus Spengler 1524 Ho amedA adulo nallning on todellnadion X Ich ruf zu dir, Herr Jesu Der leih mir Gnad zu die- fer Wittenberg 1526 318 Christ, ich frift, laß 1000 ed a bitt, er- hör mein Klagen, Den rech- ten Glau- ben, mich doch nicht ver- za- gen. Herr, ich mein, den dir 11 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben wol- left du mir ge- ben, zu le ben, meim Nächsten nüh zu dein ſein, 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott/- du kannst es mir wohl geben-,/ daß ich nicht wieder werd zu Spott;/ die Hoffnung gib daneben,/ Doraus, wenn ich muß hier davon,/ daß ich dir mög vertrauen/ und nicht bauen/ auf all mein eigen Tun, sonst wirds mich ewig reuen. Wort zu hal= ten e- ben. 4. Laß mich kein Luft noch furcht von dir in dieser Welt abwenden;/ beständig sein ans End gib mir, du hasts allein in Händen;/ und wem du's gibst, der hats umſonst,/ es mag niemand erwerben/ noch ererben,/ durch Werke deine Gunft, die uns errett'oom Sterben. 3. Verleih, daß ich aus Herzensgrund den feinden mög vetgeben, verzeih mir auch zu dieser Stund,/ schaff mir ein neues Leben, dein Wort mein Speis laß allweg sein,/ damit mein Seel zu nähren, mich zu wehren,/ wenn Unglück schlägt herein, das mich bald möcht verkehren. O 033000 5. Ich lieg im Streit und widerstreb, hilf, o Herr Christ, dem Schmachen, an deiner Gnad allein ich kleb,/ du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung her, so wehr,/ daß fie mich nicht umstoße;/ du kannst machen, daß mirs nicht bringt Gefähr./ Ich weiß, du wirsts nicht laffen. Johann Agrícola Dor 1530 to a 319 Plalmen, Bitt- und Lobgeſänge für jede Zeit 245 1. Kommt her zu mir", spricht Got= tes Sohn,„ all # ihr seid be- schme- ret hart579. be= la= frau und Mann, will hei= len ich will euch ge nun, 15. Jahrh./ geiftlich 1530 den, ihr Jun- gen, Al= ten, Hog& us Gram = 320 + mit Sün- den ben, was ich han, 23097 abomba$ 190 phin ndonist euren Scha bunim tils 10 x dning den. 2. Mein Joch ist fanft, leicht meine 3. Gern wollt die Welt auch felig Laft, und jeder, der sie willig faßt, der wird der Höll entrínnen. Ich helf ihm tragen, was zu schwer; mit meiner Hilf und Kraft wird er das Himmelreich gewinnen." sein, wenn nur nicht wär die schwere Pein, die alle Christen leiden, nun aber kanns nicht anders sein, darum ergeb sich nur darein, wer ewig Pein will meiden. Chriftlicher Glaube und christliches Leben 7. Dem Reichen hilft doch nicht sein Gut, dem Jungen nicht sein stolzer Mut, er muß aus diesem Maien, wenn einer hätt die ganze Welt, Silber und Gold und alles Geld, doch muß er an den Reihen*.* Reigen, Totentanz 4. Heut ist der Mensch schön, jung und rank,/ sieh, morgen ist er schwach und krank,/ bald muß er auch gar sterben,/ gleichwie die Blumen auf dem Feld,/ also wird diese schöne Welt in einem Nu verderben. 5. Die Welt erzittert ob dem Tod; liegt einer in der letzten Not, dann will er gleich fromm werden, einer schafft' dies, der andre das,/ sein arme Seel er ganz vergaß, dieweil er lebt' auf Erden. 6. Und wenn er nicht mehr leben kann,/ hebt eine große Klag er an,/ will sich nun Gott ergeben;/ ich fürcht fürwahr, die göttlich Gnad, die er allzeit verspottet hat, wird schwerlich ob ihm schweben. med fuld um But nu ud si 8. Dem G'lehrten hilft doch nicht sein Kunst,/ die weltlich Pracht ist gar umsonst, wir müssen alle sterben./Wer sich in Chrifto nicht bereit',/ weil* er lebt in der Gnadenzeit,/ ewig muß er verderben. * folange 9. Höret und merkt, ihr lieben Kind, die jeho Gott ergeben find:/ laßt euch die Müh nicht reuen, halt' fest am heilgen Gotteswort, das ist eur Trost und höchster Hort, Gott wird euch schon erfreuen. 10. Und was der ewig gütig Gott/ Jugo nsta mu in ſeinem Wort versprochen hat, is jusd nuus bson geshworn bei seinem Namen,/ das hält und gibt er gwiß fürwahr. Der helf uns zu der Engel Schar/ durch Jefum Chriftum! waptrbin atigil Amen.( 540) Onnit als nat Georg Grünwald 1530 moit ommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Matthäus 11, 28 321 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 246 od id nais met v too Juid selnti 5 1. Ein mah- rer Glau- be Gotts Zorn stillt, da- raus eind [ chönes Brünn- lein quillt, = 2. Christus fie selbst das Zeichen nennt, daran man seine Jünger kennt; in niemands Herz man ſehen kann, an Werken wird erkannt ein Mann. Melodie: Herr Gott, dich loben alle wit 15. Jahch./geistlich Genf 1551 impinds oord dau chome! 3. Die Lieb nimmt fich des Nächsten an, sie hilft und dienet jedermann,/ gutwillig ist sie allezeit, fie lehrt, sie straft, fie gibt und leiht. phop pos / 4. Ein Christ Jeim Nächsten hilft aus Not, tut solche zu Ehren feinem Gott. Was seine rechte Hand reicht dar,/ des wird die linke nicht gewahr. 5. Wie Gott läßt scheinen feine Sonn/ und regnen über Bös und Fromm,/ so folln wir nicht allein 247 Lieb ge- nannt, daran ein Chrift recht wird er 82,11 ou 1. die brü- der kannt. dem Freund dienen, sondern auch unserm feind. 6. Die Lieb ist langmütig, freundlich, sie eifert nicht noch bläht sie fich, glaubt, hofft, verträgt alle mit Geduld,/ Derzeiht gutwillig alle Schuld. 7. Sie wird nicht müd, fährt immer fort, kein sauren Blick, kein bitter Wort/ gibt fie. Was man fag oder fing, zum Besten deur sie alle Ding. 8. O Herr Chrift, deck zu unsre Sünd/ und solche Lieb in uns anzünd, daß wir mit Luft dem Nächsten tun,/ wie du uns tust, o Gottes Sohn. ( 504) Nikolaus Herman 1562 B ich_ Herz= lich lieb hab Die ganze Welt er 322 li= che berum = Straßburg 1577 a Herr. Ich dich, freut mich nicht, nach pols def. = ner Güt und ich dich nur kann bitt, wollft[ ein von Erd und Himmel Zu- Der = Je= Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben = Gna= den. ha ben. gleich mein Herz zer- bricht, so bist du = = ficht, mein Teil und mir nicht fern mit fragdich nicht, wenn / Herr, in Schan- den 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe dein, zu Nuh und Dienst des Nächsten mein, mollft mir dein Gnade geben. Behüt mich, Und wenn mir Troft, der mich durch sein Blut hat er löst. Herr 323 doch mein meines Her= zens = su Chrift, mein Gott und Herr, mein Gott und 063 onu' laß mich nim- mer= mehr. Herr, por falscher Lehr,/ des Satans Mord und Lügen wehr;/ in allem Kreuz erhalte mich,/ auf daß ichs trag geduldiglich./ Herr Jefu Chrift, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott,/ tröſt mir mein Seel in Todesnot. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 3. Ach Herr, laß dein lieb Enge- mich, lein an meinem End die Seele dich mein in Abrahams Schoß tragen./Der Leib in ſeim Schlafkámmerlein/ gar fanft ohn einge Qual und Pein ruh bis zum Jüngsten Tage./ Alsdann vom Tod erwecke 248 dennam dal laf= sen wal = daß meine Augen sehen in aller freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jefu Chrift, erhöre mich, erhöre mich. Ich will dich preffen ewiglich. Martin Schalling 1571 ten; 1. Wärn mei= ner Sünd' auch noch ſo Diel, 7 noch ich nicht ver= za= gen will, Christ will ich Melodie: 000 der : In dich hab ich gehoffet, Herr 15. Jahrh./ Zürich um 1552 anod Jion fold al= le 324 nimmt und trägt, der wird mich auch er= 2. Sein tröstlich Wort hab ich gehört,/ damit hat er mein Herz gerührt;/ merglaubetGottes Sohne, der wird verloren werden nicht, foll habn der Freuden Krone. 3. Es traure, wer da trauern will, mein Herz aufspringt vor Freuden viel,/ kein Leid kann mich nicht rühren;/ kein Unfall mich abwenden foll Don Chrifto, meinem Herren. allant 4. O Jeſu Christ, mein Herr und Gott,/ dir trauen hilft allein aus Not,/ hilfmeinemschwachenGlauJones0oT nt138 H den= hal = ten. ben,/ so kann mich auch der bittre Tod/ aus deiner Hand nicht rauben. Sünd weg5. frisch und fröhlich, mein liebe Seel, dir ist beschert das ewig Heil,/ dein feind find all gedämp= fet./ Den Streft der nicht verlieren kann,/ der in dem Glauben kämpfet.misosH, 0) 168 6.Dank fef dir, Gott, in Ewigkeit,/ oVater der Barmherzigkeit,/ famt Christo, meinem Herren./ Dein Lob ich allzeit preifen will,/ stete deinen Namen ehren. Hermann Wepfe 1571 Johann Stobäus 1613 1. { 1 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 249 Such, wer da will, ein an= der mein Herz allein be- dacht foll Se lig= keit zu fin Chriftum fich zu grün heil- ger Wort' find wahr, fein Werk' find meine feind zu ber / 2. Such, wer da will, Nothelfer viel, die uns doch nichts erworben;/ hier ist der Mann, der helfen kann, bei dem nie was verdorben. Uns wird das Heil durch ihn zuteil, uns macht gerecht der treue Knecht, der für uns ist geſtorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Hell begehret/ er ist der Herr, und keiner mehr,/ dereuch das Heil gewähret./ Sucht ihnall Stund von Herzensgrund, ſucht ihn allein, denn wohl wird sein/ dem, der ihn herzlich ehret. Ziel, die ſein, auf # Mund hat Kraft und Grund, = den; den. klar, Sein fein all win den. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudenfonn/ sollst du, Herr Jesu, bleiben;/ laß mich doch nicht von deinem Licht/ durch Eitelkeit vertreiben;/ bleib du mein Preis, dein Wort mich speis,/ bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr,/ an dich ftete feft zu glauben. 5. Wend von mir nicht dein An= gesicht,/ laß mich im Kreuz nicht zagen,/ weich nicht von mir, mein höchste Zier,/ hilf mir mein Leiden tragen./ Hilf mir zur freud nach diesem Leid, hilf, daß ich mag nach dieser Klag/ dort ewig dir Lob sagen.( 525) Georg Weißel 1623 325 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 250 ble Selep 16. Jahrh./ geistlich Augsburg 1609 $ 4 { 10 mi= der hin= ter freun- de Gott für mich, so oft ich ruf und mich; sich. und tre e= te gleich al= les te, weichht al= be les Hab ich H bin ge= liebt bef 4. Mein Jeſus ist mein Ehre,/ mein Glanz und schönes Licht. Wenn der nicht in mir wäre,/ so dürft und könnt ich nicht vor Gottes Augen 326 38 das Haupt zum Gott, kann mir tun der fein- de und Wi- der- fa- cher Rott! stehen/ und vor dem Sternensih,/ ich müßte[ tracks vergehen/ wie Wachs in Feuershih. 2. Nun weiß und glaub ich feste,/ ich rühme auch ohne Scheu,/ daß Gott, der Höchst und Beste,/ mein Freund und Vater fei/ und daß in allen Fällen er mír zur Rechten steh/ und dämpfe Sturm und Wellen/ und was mir bringet Weh. 3. Der Grund, da ich mich gründe, ist Christus und sein Blut;/ das machet, daß ich finde/ das ewge, wahre Gut./An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Chriftus mir gegeben, das ist der Liebe wert. mas / 5. Der, der hat ausgelöschet,/ was mit sich führt den Tod der ists, der mich rein wäschet,/ macht schneeweiß, was ist rot./ In ihm kann ich mich freuen,/ hab einen Heldenmut, darf kein Gerichte scheuen,/ wie sonst ein Sünder tut. 6. Nichts, nichts kann mich vers dammen,/ nichts nimmt mir meinen Mut: die Höll und ihre Flammen/ löscht meines Heilands Blut. Kein Urteil mich erschrecket,/ kein Unheil mich betrübt,/ well mich mit Flügeln decket/ mein Helland, der mich liebt. Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben gleich hier feuchten/ mit Tränen meine Zeit,/ mein Jesus und ſein Leuchten/ durchfüßet alles Leid. 11. Die Welt die mag zerbrechen,/ du stehst mir ewiglich;/ kein Brennen, Hauen, Stechen/ foll trennen mich und dich, kein Hunger und kein Dürsten,/ kein Armut, keine Pein,/ kein Zorn der großen fürsten/ foll mir ein Hindrung ſein. 12. Kein Engel, keine Freuden, kein Thron, kein Herrlichkeit, kein Lieben und kein Leiden,/ kein Angst und fährlichkeit,/ was man nur kann erdenken, es sei klein oder groß:/ der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 1 7. Sein Geist wohnt mir im Herzen,/ regiert mir meinen Sinn,/ vertreibet Sorg und Schmerzen,/ nimmt allen Kummer hin, gibt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft,/ hilft mir das Abba schreien/ aus aller meiner Kraft. 8. Und wenn an meinem Orte/ fich furcht und Schrecken findt, so seufzt und spricht er Worte,/ die unaussprechlich sind mir zwar und meinem Munde,/ Gott aber mohl bewußt,/ deran des Herzens Grunde/ erfiehet feine Luft. 9.Sein Geiftspricht meinem Geifte/ mandh süßes Trostmort zu:/ wie Gott dem Hilfe leiste,/ der bei ihm fuchet Ruh,/ und wie er hab erbauet/ ein edle neue Stadt, da Aug und Herze schauet,/ was es geglaubet hat. 10. Da ist mein Teil und Erbe mir prächtig zugericht', wenn ich gleich fall und sterbe,/ fällt doch mein Himmel nicht./Muß ich auch 13.Mein Herze geht in Sprüngen/ und kann nicht traurig sein,/ ift voller freud und Singen, sieht lauter Sonnenschein./ Die Sonne, diemirlachet,/ ift mein Herr Jefue Christ; das, was mich singe madhjet,/ ift, was im Himmel it. ( 530) Paul Gerhardt 153 Gott für uns, wer mag wider uns sein? welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschoret, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Römer 8, 31-32 ins W 327 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 251 nilam nle sarlang Johann Ulich 1674 eusi nioms x 1. Mei- nen Je= fum laß for= dert mei foster= llo zu Le- bens Licht, mei= nen 2. Jesum laß ich nimmer nicht,/ weil ich soll auf Erden leben;/ ihm hab ich voll Zuversicht,/ mas ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht'/ meinen Jefum laß ich nicht. tebin mn* folange 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, fühlen meichen, laß das lette Tageslicht/ mich auf dieser Welt erreichen: menn der Lebensfaden bricht, meinen Jefum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch laffen nicht, wenn ich nun dahin gelanget,/ wo vor seinem Angesicht meiner 252 1.{ La fich für mich gegeben,} er ist meines Er le rückt für Laf- fet in der = Ism ich ne nicht, weil er nounPflicht, Je= sum laß ich nicht. Jardella Väter Glaube pranget./ Mich erfreut sein Angesicht;/ meinen Jefum laß ich nicht. 328 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht/ meine Seel fich wünscht und sehnet, Jefum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott Derföhnet,/ mich befreiet pom Ge= richt;/ meinen Jefum laß ich nicht. 6. Jefum laß ich nicht von mir,/ geh ihm ewig an der Seiten;/ Chriſtus läßt mich für und für/ zu dem Lebensbächlein leiten./Selig, wer mit mir so spricht:/ Meinen Jesum laß ich nicht. De ( 513) of Chriftian Keimann 1658 uns mit Je Welt der Welt der= Melodie: Sollt ich meinem Gott nicht fingen Johann Schop 1641 3 ſu zie- hen, entfliehen, fet= nem auf der Bahn, die fort zum Himmel Vor- bild fol= gen er ung himm- lisch rein, 150 ſein, Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben ref= sen, 7 Je= fu, bleib bei mir, 2. Lasset uns mit Jefu leiden, seinem Vorbild werden gleich, nach dem Leide folgen freuden, Armut hier macht dorten reich, Tränenfaat die erntet Lachen, Hoffnung tröste die Geduld: es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jefu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir! 3. Lasset uns mit Jefu sterben, fein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von der ewiglichen Not. Laßt uns töten, weil* mir leben, * folange brach,} glauben recht und im fr- disch noch schon 329 = merin der Lieb den Glau- ben wet- fen. Treu= er 7 le= ben ge= he vor, ich fol= ge A dir. unser Fleisch, ihm sterben ab, so wird er uns aus dem Grab in das Himmelsleben heben. Jefu, sterb ich, sterb ich dir, d daß ich lebe für und für. 4. Lasset uns mit Jefu leben, weil er auferstanden iſt, muß das Grab uns wiedergeben. Jefu, unfer Haupt du biſt, D wir sind deines Leibes Glieder, wo du lebst, da leben wir, tanto ach erkenn uns für und für, trauter Freund, für deine Brüder, Jesu, dir ich lebe hier, no dorten ewig auch bei dir. ( 543) Siegmund D. Birken 1653 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 253 64 1. nicht em { f Auf, In auf, ist = will gen Melodie: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt Bartholomäus Gefius 1605/ Joh. Hermann Schein 1628 Chríften- menfchh, auf, die= fer Welt, in U ber ne Ruh zu auf zum kef B strei ten, Le= bens 2. Der Teufel kommt mit seiner Lift, die Welt mit ihrem Prangen, das Fleisch mit Luft, dich, wo du bift, zu fällen und zu fangen;/ streitst du nicht wie ein tapfrer Held, fo bist du hin und schon gefällt. 3. Gedenke, daß du zu der fahn/ deine Feldherrn haft geschmoren, gedenke, daß du als ein Mann zum Streit bist auserkoren;/ ge= denke, daß ohn Streit und Sieg nie keiner zum Triumph aufftieg. $ 231 9180 degnte = M 330 auf zum Streit, die= ser Zeit min= den! fin den. trägt die M nicht da Kron Wer des Don. 4. Wer überwindt, soll ewig nicht/ aus Gottes Tempel gehen,/ foll drinnen als ein himmlisch Licht/ und goldne Säule ſtehen./ Der Name Gottes und des Herrn/ foll leuchten von ihm weit und fern. 5. So streit denn, Seel, streit keck und kühn,/ daß du mögst überwinden, streng alle Kräft an, allen Sinn, daß du dies Gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die Kron, bleibt ewiglich in Spott und Hohn.co. Johann Scheffler 1668 bet Joh. Balthafar König 1738 1. { Zier; gier; Ich = ke, Stär Wer= ke ich BeChriftlicher Glaube und chriftliches Leben 254 will mill 7 dich dich है Licht, bís 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten freund;/ ich will dich lieben und erheben,/ solange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, Gottes Lamm,/ als meinen Bräutigam. lie ben, mei lie= ben mit ich will dich lie= ben, mei und im= mer= wäh= ren= der Be= = ne ich will dich lie E 3. Ach, daß ich dich so spät erken= net, du hochgelobte Schönheit du, und dich nicht eher mein genennet,/ du höchstes Gut und wahre Ruh; es ist mir leid, ich binbetrübt,/ daß ich so spät geliebt. 4. Ich lief verirrt und war verblendet,/ ich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir ge= wendet und liebte das geschaffne Licht./Nun aber ifte durch dich geschehn, daß ich dich hab ersehn. / = mir das Her = ne dem 331 = ze bricht. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne,/ daß mir dein Glanz hat Licht gebracht/ ich danke dir, du Himmelemonne, daß du mich froh und frei gemacht;/ ich danke dir, du güldner Mund, daß du mich machst gefund. ben, schön=[ tes 6. Erhalte mich auf deinen Stegen/ und laß mich nicht mehr irre gehn;/ laß meinen Fuß in deinen Wegen/ nicht straucheln oder stille stehn;/ erleuchtmir Leib und Seele ganz,/ du starker Himmeleglanz! 7. Ich will dich lieben, meine Krone,/ ich will dich lieben, meinen Gott;/ ich will dich lieben sonder Lohne/ auch in der allergrößten Not;/ ich will dich lieben, schönstes Licht,/ bis mir das Herze bricht. Johann Scheffler 1657 Plalmen, Bitt- und Lobgeſänge für jede Zeit 255 1. Lie= be, die du Lie= be, die du Gott- heit haft ge= macht, 1261 79/11 dein Melodie: Komm, o komm, du Geift des Lebens Meiningen 1693 zu mid), trbind 2. Liebe, die du mich erkoren, eh ich noch geschaffen war, Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und Liebe, dir ergeb ich mich,[ gar: dein zu bleiben ewiglich. 3. Liebe, die für mich gelitten und geſtorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten emge Luft und Seligkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.buss 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht undWahrheit, Geift undWort, Liebe, die sich ganz ergeben mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dup dein zu bleiben ewiglich. mich zum mich so blei B00 Lie= be, = ben lico Bil- de mil- de = - lich. 1011 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden u und mein Herz hat ganz dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 332 def= ner nach dem dir er= geb ich e= wig 6. Liebe, die mich emig liebet.co und für meine Seele bitt', Liebe, die das Lösgeld gibet und mich kräftiglich vertritt: de Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.de g 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken mit dem Laub der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. idad Johann Scheffler 1657. Str. 4: 1695 Melodie: Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt Bartholomäus Gefius 1605/ Joh. Hermann Schein 1628 1. { Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 256 Mir Ver= nach", spricht Chri- ftus, net euch, ver leug 4 bin Amir nach, ihr Chri-[ ten al le! = folgt meinem Ruf und Schal= le, on eus er Kreuz und euch, folgt mei= nem 2. Ich bin das Licht, ich leucht euch für/ mit heilgem Tugendleben./ Wer zu mir kommt und folget mir,/ darf nicht im finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl,/ wie man wahrhaftig wandeln soll. Onadsl 3.Ich zeig euch das, was schädlich ift,/ zu fliehen und zu meiden/ und euer Herzoon arger Lift zu rein'gen und zu scheiden. Ich bin der Seelen fels und Hort/ und führ euch zu der Himmelspfort. 4. Fällte euch zu schmer, ich geh Doran,/ ich steh euch an der Seite,/ ich kämpfe felbst, ich bredh die Bahn, bin alles in dem Streite./ ( 292) un= fer Held, laßt die Welt, 333 - b] nsM Un= ge- mach auf E std Wan nach. Ein böser Knecht, der still mag stehn, sieht er voran den feldherrn gehn. 5. Wer feine Seel zu finden meint,/ wird sie ohn mich verlieren;/ wer sie um mich verlieren scheint,/ wird sie nach Hause führen./ Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir,/ ist mein nicht wert und meiner Zier." onc 6. So laßt uns denn dem lieben Herrn/ mit unserm Kreuz nach= gehen und wohlgemut, getroft und gern/ in allem Leidenstehen./ Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron/ des emgen Lebens nicht davon. nehmt del Johann Scheffler 1668. Str. 3: 1695 Plalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 257 Ę { 1. Halt im Dom Thron Melodie: Es spricht der Unweisen Mund wohl Wittenberg 1524 Gedächt- nis Jefum des Him- mels kom- men 11. 12. Mensch, der auf die Bru- der Er da zu mer Blut; 2. Halt im Gedächtnis Jefum Christ,/ der für dich hat gelitten, ja gar am Kreuz gestorben ist/ und dadurch hat beſtritten/ Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod/ und dich erlöst aus aller Not, dank ihm für diese Liebe! 3. Halt im Gedächtnis Jefum Christ, der auch am dritten Tage, fiegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Bedenke, daß er fried gemacht,/ sein Unschuld Leben wiederbracht;/ dank ihm für diese Liebe! Chrift, daß er dir zu= gut hat an- ge- nommen Fleisch und 0 ist, dein en donder- giß nicht, = den; dank ihm für diese Liem pl be! da du sollst bleiben allezeit/ und sehen seine Herrlichkeit;/ dank ihm für diese Liebe! UX 19W 4. Halt im Gedächtnis Jefum Christ, der nach den Leidenszeiten/ gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten,/( 525) 334 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wieder kommen und sich, was tot und lebend ist,/ zu richten oorgenommen;/ o denke, daß du da be stehst und mit ihm in fein Reich eingehst,/ ihm ewiglich zu danken. 6. Gib, Jefu, gib, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen/ und nie, was du an mit getan, mög aus dem Herzen laffen, daß dessen ich in aller Not/ mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. Cyriakus Günther 1714 Melodie: Herr Christ, der einig Gotts Sohn 15. Jahrh./ geistlich Erfurt 1524 1. { Herr mit tes Le mein An= M 11 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 258 Je= fu, Gna- den= fon Le= ben, Licht und Won= ne novi min Z bens= ge Gnad er-> freu en neu M- en; mein 2. Vergib mir meine Sünden und mirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich, laß deine Friedensgaben mein armes Herze laben. Ach Herr, erhöre mich! licht: ficht f 3. Vertreib aus meiner Seelen den alten Adamefinn und laß mich dich erwählen, auf daß ich mich forthin in zu deinem Dienft ergebe und dir zu Ehren lebe, weil ich erlöset bin. 4. Befördre dein Erkenntnis in mir, mein Seelenhort, und öffne mein Verſtändnis, Herr, durch dein heilig Wort, damit ich an dich glaube und in der Wahrheit bleibe zu Truh der Höllenpfort. und mei Gott, M E = ne, wahr= hafwollst du nach dei= ner nicht. 5. Mit deiner Kraft mich rüste, zu kreuzgen mein Begier und alle bösen Lüfte, 335 nen Geist er= Der sag mirs auf daß ich für und für der Sündenwelt absterbe und nach dem Fleisch verderbe, hingegen leb in dir. 6. Ach zünde deine Liebe in meiner Seele an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und tut; hingegen meine Sinnen, mein Laffen und Beginnen ift böse und nicht gut. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 8. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; Jod, you 90- mol= 050- and 259 1. ,, Eins {" al leh= re ja ist 1981 run= = gib, daß ich deinen Willen gedenke zu erfüllen, und steh mir kräftig bei. ( 521) ift les now dnu told rise Adam Krieger 1657/ geiftlich Joachim Neander 1680/ Halle 1704 A not!" Adh an= Ei Herr, dies schei dre, wie's auch 1. mich er= ken- nen nur ein schwe= res Ludwig Andreas Gotter 1695 11 H doch, werd ich mit 2. Seele, willst du diefes finden, fuchs bei keiner Kreatur, laß, was irdisch ist, dahinten,/ schwing dich über die Natur,/ wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet,/ wo nism 12. ter das Her- ze sich na- get und pla- get und 336 den noch kein wahres Ver- gnü- gen er ja= get. Er= nem ne, Joch,} da= lang ich dies Ei= ne, das alles er= ſeht, fo manho Ei= nem in al= lem er göht. alle vollkommene Fülle erscheinet da, da ist das beste, notwendige Teil,/ mein Ein und mein Alles, mein seliges Heil. ( 25) 201qnalibH Chriftlicher Glaube und christliches Leben 7. Nun fo gib, daß meine Seele/ auch nach deinem Bild erwacht;/ du bist ja, den ich erwähle,/ mir zur Heiligung gemacht./Was dienetzumgöttlichen Wandel und Leben, ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben;/ entreiße mich aller vergänglichen Lust,/ dein Lebenfei, Jefu, mír einzig bewußt. 8.Ja was follich mehr verlangen?/ Mich umströmt die Gnadenflut;/ du bist einmal eingegangen/ in das Heilge durch dein Blut,/ da hast du die ewge Erlösung erfunden, daß ich nun der höllischen Herrschaft entbunden,/ dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt,/ im kindlichen Geiste das Abba nun klingt. 3. Wie, dies Eine zu genießen,/ sich María dort befliß, da sie sich zu Jefufüßen voller Andachtniederließ/-ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören,/ mas Jefus, ihr Heiland, sie wollte belehren,/ ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, und wurde ihr alles in Einem geſchenkt-: 4. also ist auch mein Verlangen,/ liebster Jesu, nur nach dir, laß mich treulich an dir hangen, ſchenke dich zu eigen mír./ Ob viel auch umkehrten zum größe= sten Haufen, fo will ich dir den= noch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geift, was ist wohl, das man nicht in Jefu geneußt? 5. Aller Weisheit höchste Fülle/ in dir ja verborgen liegt./Gibnur, daß sich auch mein Wille/ fein in folche Schranken fügt,/ worinnen 9. Volles Gnügen, fried und freuauf eine frische Weide/ mein Hirt de/ jetzo meine Seel ergött,/ weil die Demut und Einfalt regieret/ kann also mein Herze erlaben,/ Jefus mich gefeht./ Nichts Süßes und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet./ Ach wenn ich nur Jefum recht kenne und weiß,/ ſo hab ich der Weisheit vollkomals wenn ich nur, Jesu, dich immer foll haben;/ nichts, nichts ist, das ich dich, Jefu, im Glaubenerblickt. also mich innig erquicht,/ alemenn menen Preis. 6. Nichts kanních vor Gottjabríngen/ als nur dich, mein höchstes Gut;/ Jefu, es muß mir gelingen/ durch dein heilges, teures Blut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben,/ da du bist am Stamme des Kreuzes geſtorben;/ die Kleider des Heils ich da habe erlangt,/ worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 12 10. Drum auch, Jeſu, du alleine/ sollst mein Ein und Alles sein;/ prüf, erfahre, wie ichs meine,/ tilge allen Heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege,/ undleitemich, Höchster, auf ewigem Wege, gib, daß ich nichts achte, nicht Leben noch Tod,/ und Jeſum geminne: dies Eine ist not. Joh. Heinrich Schröder 1695 337 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 260 Melobie: Jeſus ift kommen, Grund ewiger Freude mus( US Qs Köthen um 1733 GE 1997 { mie fie Jefu, hilfs fie- gen, dus für- ste des H ihr hölli- sches Heer nicht ver- A al calla att sdum onu. Le= bens; ge bens = pomorqnoxisom her drin= get schäd- lich zu auf 10020 fieh, mäch- tig al= ler ein, id lein. = hand wie die auf sich- te, Der= 2. Jefu, hilf fiegen. Ach mer muß nicht klagen:/, Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir!"/ Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Verfühnen/ und dies zu meiner Demütigung dienen. [ to re a 3. Jefu, hilf fiegen. Wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst fich regt,/ wenn ich die Laft der Begierden empfinde/ = Rän= ke, Sa= tan 338 fin ster nie dell füh- ret, usmir id sanschl Iben soald af por der fin= net und_ krán= ke. und sich mein tiefes Verderben darlegt: hilf mir, daß ich vor mir selbst mag erröten/ und durch dein Leiden mein fündlich Fleisch töten. 4. Jefu, hilf siegen und laß mich nicht sinken, wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn/ und mit dem Scheine der Wahrheit sich schmin ken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister,/ lehre mich kämpfen und prüfen die Geister.png tapin THE RAW wie er mich W nism dus.d 5. Jesu, hilf fiegen im Wachen und Beten; Hüter, du schläfft ja und schlummerst nicht ein, laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du versprochen, meinfürsprech zu fein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, mollst du mich, Jefu, ermuntern HoQanu ad 6. Jefu, hilf fiegen. Wenn alles verschwindet und ich mein Nichts und Verderben nur seh, menn kein Vermögen zu beten sich finund wecken. Melodie: Straf mich nicht in deinem Zorn 17. Jahrh./geistlich Dresden 1694 1. { be tre 12* N Chriftlicher Glaube und christliches Leben det, wenn ich vor Angst und vor Zagenbergeh,/ ach Herr, so mollft du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen Dermählen.hu ndl( havé čmm 7. Jefu, hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang, so will ich emig dir Lob und Dank fingen,/ Jesu, mein Heiland, mit frohem Gefang. Wie wird dein Name da werden geprieſen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen. ( 520) Joh. Heinrich Schröder 1695 Madhe dich, mein Geist, be= reit, daß dich nicht die bö- ſe Zeit M te, te; = Die 2. Aber mache erst recht auf Don dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem Tod möchte dich in Sünden unvermutet finden. Jard- miH Cho denn es ift Sa- tans Lift le from= men 261 wa- che, fleh und un- ver- hofft be= 339 ü= ber zur Ver= fu- chung kom- men. 3. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herre muß dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibeſt und fein Werk nicht treibest. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. Ja, er will gebeten sein, wenn er was foll geben, onspa er verlanget unfer Schrei'n, wenn wir wollen leben und durch ihn unfern Sinn, feind, Welt, fleisch und Sünden kräftig überminden. 5.Doch mohlgut, es muß uns schon alles glücklich gehen, siaplos wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen, 262 1. der du lau= ter denn er will uns mit füll feiner Gunft beschütten, wenn wir gläubig bitten. 6. Drum ſo laßt uns immerdar machen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. O Durch= bre= cher bei fich= te ( 527) Ansco # al ler dem Schaden, Spott und im= mer bei uns Luft- und Him= mel fer= ner dein Ge- rich= te uns führt A- dame- finn, bis dein Joh. Burchard Freystein 1695 un nadis019 = 340 bift,) ist, mf= der treu= es Ban= de, Schan= de aus dem Ker= ker Halle 1704 ü- be An un= - fern ge= hin.u 119 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben dem Staub der Sünden,/ wirf die Schlangenbrut hinaus,/ laß uns wahre Freiheit finden/ droben in des Vaters Haus. 2. Iste doch deines Vaters Wille, daß du endest diefes Werk/ hierzu wohnt in dir die Fülle/ aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verliereft,/ was er dir geſchenket hat,/ und es aus dem Treiben führeft/ zu der süßen Ruheſtatt. 3. Adh fo mußt du une vollenden, willst und kannst ja anders nicht;/ denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht',/ ob mir wohl von allen Leuten/ ale gefangen sind geacht',/ weil des Kreuzes Niedrigkeiten/ uns veracht' und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre Ketten, da wir mit der Kreatur/ feufzen, ringen, schreien, beten/ um Erlöfung von Natur,/ Don dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt,/ ob auch schon der Geift zu Zeiten sich auf etwas Beffers schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte,/ sich einmal zu reißen los und durch alle Weltgeschäfte/ durchzubrechen frei und bloß. Weg mit Menschenfurcht und Zagen,/ weich, Vernunftbedenklichkeit,/ fort mit Scheu vor Schmach und Plagen,/ meg des Fleisches Zärtlichkeit!* * Verzärtelung 6.Hert, zermalme, brich, vernichte/ alle Macht der Finsternis;/ unter wirf fie dem Gerichte, mach des Sieges uns gewiß./ Heb uns aus für das Fleisch in Ewigkeit,/ wie 7. Wir verlangen keine Ruhe/ du'e nötig findst, so tue/ noch) vor unfrer Abschiedezeit;/ aber unser Geift, der bindet/ dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, da ihm Zeit und Maß gebricht. 341 König, brauch dein Regiment!/ 8.Herrscher, herrsche, Sieger, flege,/ Führe deines Reiches Kriege,/ mach der Sklaverei ein End!/ Aus dem Kerker führ die Seelen/ durch des neuen Bundes Blut,/ laß uns länger nicht so quälen;/ denn du meinste mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen/ in der Luft und Eigenheit,/ ach ſo laß uns nicht stets hangen/ in dem Tod der Eitelkeit;/ denn die Laft treibt uns zu rufen,/ alle flehen mir dich an:/ zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen freiheitsbahn! bino 10 10. Ach wie teur sind wir ermorben,/ nicht der Menschhen Knecht zu ſein!/ Drum, so wahr du bist geſtorben, mußt du uns auch machen rein,/ rein und frei und ganz Dollkommen, nach dem besten Bild gebildt;/ der hat Gnad um Gnad genommen,/ wer aus deiner Füll sich füllt. Pfalmen, Bitt- und Lobgefange für jede Zeit 11. Liebe, zeuch uns in dein Ster- fäumen,/ laß uns nur nicht läſsig ben, laß mit dir gekreuzigt sein,/ sein, werden wir doch als wie was dein Reich nicht kann er- träumen, wenn die Freiheit erben; führ ins Paradies uns bricht herein. ein. Doch wohlan, du wirst nicht Gottfried Arnold 1698 263 mir, 1. Ein ref= nes Herz, Hert, schaffThosp om nepraiso elo Herz, Herr, schaff in do schließ zu der ver- trei be fie. Sün- de Tor und Melodie: O Jefu Christe, mahres Licht Nürnberg 1676 daß fie in 2. Dir öffn ich, Jefu, meine Tür,/ ach komm und wohne du bei mir;/ treib all Unreinigkeit hinaus/ aus deinem Tempel, deinem Haus. 3. Laß deines guten Geiftes Licht/ und dein hell glänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt, mei= nem und laß nicht zu, Tmsd Her- zen CALO Tür; m ruh. 4. und mache dann mein Herz zugleich an Himmelsgut und Segen reich, gib Weisheit, Stärke, Rat, Verstand/ aus deiner milden Gnadenhand. 342 5. So will ich deines Namens Ruhm/ ausbreiten als dein Eigentum und dieses achten für Geminn, wennichnurdirergebenbin. ( 504) Heinrich Georg Neuß 1703 11 Chriftlicher Glaube und christliches Leben wahres Lidt leben im Himm 264 Melodie: O Jefu Chrifte, wahres Licht Nürnberg 1676 6 4 1. Er= neu H re mich, Licht, und laß von deinem An- ge- sicht durch- leuchtet 2. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Luft Gehorsam leift'/ und nichts sonst, als was du willst, will, ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll. mein Herz und Seel mit deinem Schein und wigs B ( 504) 3.Auf dich laß meine Sinne gehn,/ laß sie nach dem, was droben, stehn,/ bis ich dich schau, o ewigs Licht,/ DonAngeficht zuAngesicht. Joh. Friedrich Ruopp 1704 d 343 fül= let sein. Mitte fiffet ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer selbst? Denn ihr Jeid teuer erkauft; darum so preiset Gott an Leibe und in eurem Geiste, welche sind Gottes. 1. Korinther 6, 19-20 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 265 + 1. Es glän- zet der ihnen der { Was Le= ben, ge= ben, Son= ne fel= ber Der= brannt. bekannt. ob gleich sie von ift M } Chri- sten in König des und Egor br 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe,/ ein Schauspiel der Engel, derlacht von der Welt;/ doch innerlich sind fie Doll herrlicher Dinge,/ der Zierat, die Krone, die au- ßen die ket- nem als th= nen nur ih= re er- leuchy- te- ten Sin= ne wen- di- ges Him- mels geWas nie- mand Der [ pü- ret, was nie- mand berüh ret, hat Halle 1704 fie zu der gött- li- chen Würde 344 M gefüh- ret. Jefu gefällt, das Wunder der Zeiten, die hier sich bereiten,/ dem König, der unter den Lilien weidet,/ zu dienen mit heiligem Schmucke bekleidet. gezie= ret und 3. Sonst find sie wohl Adams natürliche Kinder und tragen das Bildnis des Irdischen auch;/ sie lei= denamfleischemie andere Sünder, fie effen und trinken nach nötigem Brauch, in leiblichen Sachen, in Schlafen und Wachen/ sieht man fie vor andern nichts Sonderlichs machen, nur daß sie die Torheit der Weltluft verlachen. D Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel,/ fie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt;/ fie schmeckendenfrieden bei allem Getümmel,/ find arm, doch sie haben, was ihnen gefällt. Sie stehen in Leiden/ und bleiben in Freuden,/ sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen und führen das Leben des Glaubens von innen. 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort;/ es lodert in ihnen die himmlische flamme,/ entzündet von oben, genähret von dort./Die Engel find Brüder, die ihre Loblieder mit ihnen holdselig und monniglich fingen, das muß dann ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. 6. Wenn Christus, ihr Leben, wird offenbarwerden, wenn er sich einft, wie er ist, öffentlich stellt,/ so wer=den sie mit ihm als fürsten der Erden auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt;/ sie werden regieren,/ mit ihm triumphieren,/ den Himmel als prächtige Lichter auszieren, da wird man die freude gar offenbar spüren. 7. O Jefu, verborgenes Leben der Seelen, du heimliche Zierde der Abildna sof inneren Welt,/ laß deinen verbor= genen Weg uns erwählen,/ wennnisl ahmalgleich uns die Schmach deines nap nad 200 Panis ald( bl Kreuzes entstellt:/ hier übel genennet/ und wenig erkennet,/ hier heimlich mit Chrifto im Vater ge= ent lebet, dort öffentlich mit ihm im / Himmel geschwebet. im Bund Christian Friedrich Richter 1704 Cris Gott, der da hieß das Licht aus der Finſternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem Angesichte Jesu Christi. 2. Korinther 4,6 345 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 266 1. Hü- ter, E Melodie: Großer Gott, du hebst Erbarmen Iminadal and napa ondn Genf 1542 wird die Nacht der nicht ver- schwin- den? bald zer= rin= nen, 2.Möchtich wie das Rund der Erden lichte werden; 190 hin? Wird die fin=[ ter= nis der mon Sin= nen Seelenfonne, gehe auf.07 ath Ich bin finster, kalt und trübe, Jefu, Liebe, komm, beschleunige den Lauf. 3. Wir find ja im neuen Bunde, da die Stunde da= rein ich der- wik= kelt bín? 5. Das Vernunftlicht kann das [ Leben mir nicht geben; Jefus und sein heller Schein, Jeſus muß das Herz anblicken und erquicken, Jefus muß die Sonne Jein. der Erscheinung kommen ist, und ich muß mich stets im Schatten Jo ermatten, mweil du mir so ferne bist. Hü- ter, ist 4. Wir sind ja der Nacht entnomda du kommen, [ men, Sün- den aber ich bin lauter Nacht. Darum mollst du mir, dem Deinen, auch erscheinen, der nach Licht und Rechte tracht'. die Nacht schier nairbed F muß das Auge reine fein. 7. Jefu, gib gefunde Augen, die was taugen, eurrühre meine Augen an, denn das ist die größte Plage, menn am Tage man das Licht nicht sehen kann. ( 515) Chriftian Friedrich Richter 1704 6. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein. Wenn sein helles Licht den Seinen foll erscheinen, 346 Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme nach Hans Sachs 1513/ Philipp Nicolai 1599 = 1.{- M Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 267 sad 0 nensem Rü ftet euch, ihr Chri- sten- leu= die fein- de fu chen euch zur und kämp- fet frisch an je= dem ja Sa= tan selbst hat eur da mit ihr blei- bet un= = Ho fi an- na! = be= gehrt.} ver M Held, und 2. Reinigt euch von euren Lüsten,/ besieget sie, die ihr seid Christen, und stehet in des Herren Kraft./ Stärket euch in Jeſu Namen, daß ihr nicht strauchelt wie die Lahmen/ wo ist des Glaubens Ritter[ chaft/ Wer hier ermüden will, der schaue auf das Ziel, da ist freude./ Wohlan, so seid zum Kampf bereft, fo krönet euch die Ewigkeit. 910 H = te, Beu Or te, der feind zu schnell, hier ist Im= ma- nu- el. = te; te 347 Ist euch Der Star- ke fällt durch die sen mir be= hal= ten mit das Feld. sold f 3. Streitet recht die wenig' Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre,/ kurz, kurz ist unser Lebenslauf./ Wenn Gott wird die Toten wekken/ und Christus wird die Welt erschrecken, so stehen wir mit freuden auf. Gott Lob, wir find verföhnt!/ Daß uns die Welt noch höhnt,/ währt nicht lange;/ und Gottes Sohn hat längstens schon/ uns befgelegt die Ehrenkron. Plalmen, Bitt- und Lobgefange für jede Zeit 4. Jeſu, stärke deine Kinder/ und madhaus denen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut!/ Schaffe in uns neues Leben,/ daß wir uns stetszudirerheben, wenn 1591-01-1302 West- 100 268 $ 1. M Je= fus nimmt die Sün der rech doch dies Trost- mort al kehr- ten Weg der= to ret= ten kann: Je fus B 2. Keiner Gnade sind wir wert, doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgetan: Jefus nimmt die Sünder an. 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte, Jefus, der uns nie vergißt, fuchet treulich das Verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die Sünder an. 4. Kommet alle, kommet her, kommet, ihr betrübten Sünder! Jefus rufet euch, und er uns entfallen will der Mut!/ Geuß aus auf uns den Geist,/ dadurch die Liebe fleußt/ in die Herzen,/ fo halten wir/ getreu an dir/ im Tod und Leben für und für. = Wilhelm Erasmus Arends 1714 tim tbus tan- qqpW len, Melodie: Meinen Jefum laß ich nicht Johann Ulich 1674 = 348 der ten Hier ist, an. Sa- get Bahn auf perwas fie Sün- der = nimmt die Ch macht aus Sündern Gottes Kinder. Glaubets doch und denket dran: Jefus nimmt die Sünder an. 5. Ich Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade zur Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jefus nimmt die Sünder an. an. 6. Ich bin ganz getroften Muts: ob die Sünden blutrot wären, müffen fie kraft deines Bluts dennoch sich in schneeweiß kehren, da ich gläubig ſprechen kann: Jefus nimmt die Sünder an. 7. Mein Gewiſsen quält mich nicht, will mich das Geset verklagender mich fref und ledig spricht, hat die Schulden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. haud ald tbl f ald8.o sonolojid Melodie: O daß ich tausend Zungen hätte bet Joh. Balthafar König 1738 19 B Christlicher Glaube und christliches Leben 8. Jesus nimmt die Sünder an, mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgetan, daß ich selig zu ihm kommen n und auf den Troft sterben kann: Jefus nimmt die Sünder an. diald ( 513) Erdmann Neumeister 1718 269 Anker e- mig vor der Zeit der 1. { Ich habe nun den Grund ge mo in Welt, fun- den, der mei- nen Je= fu Wun- den! Da lag er 2. Es ist das ewige Erbarmen,/ das alles Denken übersteigt, es sind die offnen Liebesarme/ des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 20151 der Grund, der ML. weg- lich steht, wenn Erd und Him- mel unter- geht. un= be 349 4. O Abgrund, welcher alle Sünden/ durch Chrifti Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden,/ da findet kein Verdammen statt,/ weil Chrifti Blut beständig schreit:/ Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! 3. Wir follen nicht verloren wer- 5. Darein will ich mich gläubig den,/ Gott will, une foll geholfen senken, dem will ich mich getroft fein;/ deswegen kam der Sohn auf vertraun/ und, wenn mich meine Erden/ und nahm hernach den Sünden kränken,/ nur bald nach Himmel ein,/ deswegen klopft er Gottes Herzen schaun;/ da findet für und für so stark an unsers sich zu aller Zeit unendliche Herzens Tür. 190 tism el Barmherzigkeit..nod asosiji bom Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Wird alles andre meggeriffen, was SeelundLeiberquicken kann, darf ich von keinem Trofte wiffen/ und scheine völlig auagetan,/ ift die Errettung noch so weit: mir bleibet die Barmherzigkeit. 7. Muß ich an meinen besten Werken,/ darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheft bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin, doch ist auch dieser Troft bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. nanestem rad ns6- mu)- sp 270 1. 4000 All genug- fam We- fen, du vergnügst* al- leí= ne le fen rei ne = H M han * machst zufrieden 8.Es gehe nur nach deffen Willen, bei dem fo viel Erbarmen ift,/ er molle felbft mein Herze[ tillen,/ damit es das nur nicht vergißt,/ so stehet es in Lieb und Leid/ in, durch und auf Barmherzigkeit. 9. Bei diesem Grunde will ich bleiben,/ solangemich die Erdeträgt;/ das will ich denken, tun und treiben, solange sich ein Glied bewegt, fo fing ich einsteno höchst erfreut: o Abgrund der Barmherzigkeit! ( 518) = mir zum höch- sten See le, Geist und Johann Andreas Rothe 1726 Melodie: Jefu, meine Freude Johann Crüger 1653 39- A F hat, ist still und fatt; wer dir kann im Geist an- ad 350 das ich hab erDöl- lig, in- nig, Gut: inil es Mut. J Tonsil Wer dich d gen, darf nichts mehr ver lan- gen. H = le Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 4. Was genannt mag werden droben und auf Erden, alles reicht nicht zu. Einer kann mir geben Freude, Ruh und Leben, Eins ist not, nur du! Hab ich dich nur wesentlich, 2. Wem du dich gegeben, od kann in Frieden leben, er hat, was er will, mer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still. Bist du da und innig nah, muß das Schönfte bald erbleichen und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Troft in aller Pein! Was Geſchöpfe haben, kann den Geist nicht laben: du vergnügst* allein. Was ich mehr als dich begehr, mein Vergnügen in dir hindert, meinen Frieden mindert. en * machst zufrieden cesto enlampidila od eam tilganlzo sio ssan sim minha fo mag Leib und Seel verschmachten, ich wille doch nicht achten. W blm Hi Ho lilisaibin Hislistag thinsepabi nun( inop LatgalYW. 40 god. 5. Komm, du felig Weſen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar, meinen Hunger stille, meine Seele fülle mit dir selber gar. Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich mir völlig geben. Gerhard Tersteegen 1729 ( Bint VqGM ind tum 3aho sih dilo dil od dom7 illamig toin Trachtet nach dem, was droben iſt, nicht nach dem, was auf Erden ist. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, 200 dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in derniom Herrlichkeit. Kolosser 3,2-4 351 ibin bim ni od dru thel you, jjost Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 271 $ 1. Gott ru- fet noch. Sollt ich nicht end- lich hö- ren? of Melodie: Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet dou nadord 15. Jahrh./geiftlich Genf 1542 Wie laß ich mich be= zau- bern und be tő= ren! Die kur= ze freud, die l.fi va gid 2. Gott rufet noch. Sollt ich nicht endlich kommen?/ Ich hab fo lang die treue Stimm vernommen,/ ich wußt es wohl: ich war nicht wie ich sollt;/ er winkte mir, ich habe nicht gewollt. 3. Gott rufet noch. Wie, daß ich mich nicht gebe! Ich fürcht sein Joch und doch in Banden lebe./ Ich halte Gott und meine Seele auf. Er ziehet mich, mein armes Herze, lauf! 34 us und meine Seel noch soge- fähr- lich am ſteht. W 4. Gott rufet noch. Ob ich mein Ohr verstopfet,/ er stehet noch an meiner Tür und klopfet, er ist bereit, daß er mich noch empfang; er wartet noch auf mich. Wer weiß, wie lang? 5. Gib dich), mein Herz, gib dich nunganz gefangen./Womwillst du Troft, momillst du Ruherlangen kur= Ze Zeit fodi Det= geht, 352 Laß los, laß los, brich alle Band entzwei! Dein Geist wird sonst in Ewigkeit nicht frei. 6. Gott locket mich; nun länger nicht verweilet! Gott will mich ganz, nun länger nicht geteilet!/ Fleisch, Welt, Vernunft, fag immer, was du willt, meins Gottes Stimm mir mehr als deine gilt. 7. Ichfolge Gott, ich will ihm ganz genügen;/ die Gnade follim Her= zen endlich siegen./Ich gebe mich; Gott foll hinfort allein/ und unbedingt mein Herr und Meister fein. 8. Ach nimm mich hin, du Langmut ohne Maße, ergreif mich wohl, daß ich dich nie verlasse./ Herr, rede nur, ich geb begierig acht, führ, wie du willst, ich bin in deiner Macht. Gerhard Tersteegen 1735 Melodie: Ich will, solang ich lebe Heinrich Schütz 1628 1.{ Kommt, Kinder, laßt uns 28 ift ge fähr= lich A- bend kommt her die- ser Wü=[ te = M Mut, zur 104951 Christlicher Glaube und christliches Leben den 272 H asil noo ei= ner Kraft zur N e= wig= keit zu H bet,} Kommt, ſtår- het eu- ren = nei. an= dern; es gut * Weltabend, letzte Zeit 2. Es foll uns nicht gereuen der schmale Pilgerpfad; wir kennen ja den Treuen, der uns gerufen hat. Kommt, folgt und trauet dem; ein jeder sein Gefichte mit ganzer Wendung richte feft nach Jerusalem. esco ( 922) 3. Gehts der Natur entgegen, fo gehts gerad und fein; die Fleisch und Sinnen pflegen, noch schlechte Pilger sein.atim Verlaßt die Kreatur und was euch sonst will binden; laßt gar euch selbst dahinten, es geht durchs Sterben nur. da ge= hen, ſte= hen ISTIT HOW 353 C der in wan= dern Don ist das En= de ist das En= de gut. 4. Man muß wie Pilger wandeln, frei, bloß und wahrlich leer; viel fammeln, halten, handeln macht unsern Gang nur schwer. Wer will, der trag sich tot; wir reifen abgeschieden, mit wenigem zufrieden; wir brauchens nur zur Not. 5. Schmückt euer Herz aufs beste, fonft weder Leib noch Haus; wir sind hier fremde Gäste und ziehen bald hinaus. Gemach bringt Ungemach; ein Pilger muß fich schicken, fich dulden und sich bücken den kurzen Pilgertag.misi) Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6.Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er selbst will bei uns ſtehen bei jedem fauren Tritt; er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken une locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 7. Kommt, Kinder, laßt une manwir gehen Hand in Hand,[ dern, eins freuet sich am andern in diesem wilden Land. Kommt, laßt uns hindlich sein, uns auf dem Weg nicht streiten; die Engel felbst begleiten als Brüder unsre Reihn. 10. Esmirdnicht lang mehr währen, halt' noch ein wenig aus, es wird nicht lang mehr währen, fo kommen wir nach Haus, da wird man ewig ruhn, wenn wir mit allen frommen daheim zum Vater kommen; wie wohl, wie mohl wirds tun! 11.Draufwollenmire dennwagen, es ist wohl magenswert, und gründlich dem abfagen, was aufhält und beschwert. Welt, du bist uns zu klein; mir gehn durch Jefu Leften hin in die Ewigkeiten: Mies soll nur Jesus sein. et( 529) 8. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu; man trag, man helfe allen, man pflanze Lieb und Ruh. Kommt, bindet fester an; ein jeder sei der Kleinste, doch auch wohl gern der Reinste auf unfrer Liebesbahn. 273 9.Kommt, laßt uns munterwandern, der Weg kürzt immer ab, ein Tag der folgt dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, Don allen Dingen freier, gewandt zum ewgen Gut. stehn, wenn ich Gerhard Tersteegen 1738 med at TH JO Melodie: Wir danken dir, Herr Jefu Chrift Nikolaus Herman 1551 und 1560 oder: O Jefu Chrift, meins Lebens Licht( Nr. 317) 1. Chri- fti Blut und Ge- rech- tig- keit, das ist mein Schmuck und Eh- ren- kleid, damit will ich vor Gott bezum Him- mel merd ein 354 gehn. 2.Drum soll auch dieses Blut allein/ mein Trost und meine Hoffnung fein. Ich bau im Leben und im Tod/ allein auf Jefu Wunden tot. 3. Solang ich noch hienieden bin,/ 35. Du Ehrenkönig Jeſu Christ,/ fo ist und bleibet das mein Sinn:/ des Vaters einger Sohn du biſt;/ Ich will die Gnad in Jesu Blut/ erbarme dich der ganzen Welt/ bezeugen mit getroftem Mut. und fegne, was sich zu dir hält. Adam Drese 1698 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 4. Gelobet feift du, Jesu Christ,/ daß du ein Mensch geboren bist/ und hast für mich und alle Welt/ bezahlt ein ewig Lösegeld. bahn! 1. Je- fu, geh vor- an dir Str.1: Leipzig 1638; Str. 2 und 3: Christian Gregor 1778; Str. 4 und 5: nach Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf 1739 274 Und wir wol= len ge= treu= lich 7 auf der Le- bens= nach= zu= ei= len; führ uns nicht der= wei= len, l an der Hand 2. Solle uns hart ergehn, laß uns feste stehnodastad und auch in den schwersten Tagen niemals über Lasten klagen, og denn durch Trübfal hierad geht der Weg zu dír.sods 3. Rühret eigner Schmerzmit irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, a głodobo quid bis ins Va ter land. o fo gib Geduld zu beiden; richte unsern Sinn auf das Ende hin. W 4. Ordne unfern Gang, Images Jefu, lebenslang, biagne Führst du une durch rauhe Wege, gib uns auch die nötge Pflege, tu uns nach dem Lauf da deine Türe auf.a nende Nach Nikolaus Ludwig Graf v. Zinzendorf 1725 espiniello 355 = Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 275 wa6 Melobie: Straf mich nicht in deinem Zom 17. Dresden 1694 FansM nis só and pr $ 1. Bet- ge- mein- de, heil- ge dich mit dem heil- gen Je- fu Geift er- gie- ße fich dir in Herz und O- le! See le!} Laß den Mund al- le Stund bet und fle hen 2. Das Gebet der frommen Schar, was sie fleht und bittet, das wird auf dem Rauchaltar Dor Gott ausgeschüttet, und da ist Jefus Chrift Priester und Verfühner aller feiner Diener. = 3. Kann ein einiges* Gebet einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, seines Zwecke nicht fehlen: was wirde tun, wenn sie nun alle vor ihn treten [ hier, und zusammen beten! ight 4. Wenn die Heilgen dort und Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begfert alle sich vereinend en und es geht dit ein Gebet ud. hei- lig über ge= hen. 5. O der unerkannten Macht Don der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht fo in freud als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, Don GeH wie zum Sieg der Freunde so zum End der feinde. 6. O fo betet alle drauf, betet immer wieder, heilge Hände hebet auf, heilget eure Glieder; heiliget dat das Gebet, 356 $ 10 das zu Gott sich schwinget, betet, daß es dringet! 7. Betet, daß die lehte Zeit vollende übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe, stimmet ein insgemein aus von ihnen allen: mit der Engel Sehnen wie muß das erschallen! nach dem Tag, dem schönen!( 527) * alleiniges Christoph Katl Ludwig v. Pfefl 1741 Melodie: Wer nur den lieben Gott läßt malten Georg Neumark 1641 $ 54 1. Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 276 Geht hin, ihr er- hebt euch gläubigen ü= ber al # Lie- be fel, die 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war noch nicht gemacht, so hat Gott schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht, da ich noch nicht geschaffen war,/ da reicht er mir schon Gnade dar. mwei- te feld der E- mig- keit, b) = al- ten und der neu- en" Zeft;} er- mägt, daß Gott die 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben/ durch seinen eingebornen Sohn, den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron, in deffen Blute follt ich rein, geheiliget und felig sein. Ge= dan- ken, le Schran- ken e= wig alt und e= wig neu. 4.OWunderliebe, die mich wählte Dorallem Anbeginn der Welt/ und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt!/ O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüite/ hinauf zu dieser Quelle steigt,/ von welcher sich ein Strom ine der 357 der Güte Zeiten neigt, Zeugnie gibt: und je geliebt. 6. Wer bin ich unter Millionen/ der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen,/ daß er mich bis hierher gebracht?/ Ich bin ja nur ein dürres Blatt,/ ein Staub, der keine Stätte hat. zu mir durch alle daß jeder Tag ſein Gott hat mich je 7. Ja, freilich bin ich zu geringe/ der herzlichen Barmherzigkeit,/ momit, o Schöpfer aller Dinge,/ mich deine Liebe stets erfreut;/ ich bin, o Vater, felbft nicht mein,/ dein bin ich, Herr, und bleibe dein. 8. Im sichern Schatten deiner Flügel/ find ich die ungestörte Ruh./ Der feste Grund hat dieſes Siegel:/ Wer dein ist, Herr, den kenneſt du."/ Laß Erd und Himmel unter= gehn, dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. Plalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden/ der Seele Mut und Kraft gebricht, fofalbeftdumein Haupt mit Freuden,/ so tröstet mich dein Angesicht, da spür ich deines Geiftes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Die Hoffnung schauet in die ferne/ durch alle Schatten dieſer Zeft; der Glaube schmingt sich durch die Sterne und sieht ins Reich der Ewigkeit;/ da zeigt mir deine milde Hand/ mein Erbteil und gelobtes Land. 277 { 1. 12. Doch nur Geduld, es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöfter Geist/ im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist;/ drum eilt mein Herz aus dieser Zeit/ und sehnt sich nach der Ewigkeit. ( 518) Joh. Gottfried Herrmann 1742 10 190.3 Salesion Melodie: Wer nur den lieben Gott läßt walten op Georg Neumark 1641 dip einpus 11. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welchedles Loblied stimmt ich an; es follten Erd und Himmelhören, was du, mein Gott, an mir getan;/ nichts ist so köftlich, nichts so schön/ ale, höchster Vater, dich erhöhn. Mir ist Er- bar- mung mi= der das zähl ich zu dem Wun- der bar- mung, de- ren ich nicht wert, ftolzes Herz hats nie be- gehrt. J Spille bin 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet/ und foll bei Gott in Gnaden fein, Gott hat mich mit sich selbst verfühnet/ und macht durchs Blut des Sohne mich rein./ Wo kam dies her, warum geschichts?/ Erbarmung ists und weiter nichts.id er= freut und rüh= me MAGISH # 358 1000 fah- ren, no erbaren, mein WA keit. die Barm- her- zig 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt;/ ich kann es nur Erbarmung nennen,/ fo ist mein ganzes Herz gesagt./ Ich beuge mich und bin erfreut/ und rühme die Barmherzigkeit. hamadao slIM Nun weiß ich das und AN MUX = 4. Dies laß ich kein Geschöpf mir rauben, dieafoll mein einzigRühmen sein;/ auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. bussid al sio sid Heinrich Schüt 1628 1. A Ich weiß, wo- ran wenn nem feftix in be Staub per 971 blei= bet, Ma = = Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen,/ reiß dein Erbarmen nicht von mir/ und führe durch den Tod mich Armen/ durch meines Heilands Tod zu dir;/ da bin ich ewig recht erfreut/ und rühme die Barmherzigkeit.sid lapne sto nad ( 518) Philipp friedrich Hiller 1767 steht, 1 weht; J sa dam ich al= les hier im mo ich 278 glaube, ich weiß, was Stau- be wie Sand und Statybin weiß, was 359 e= al= les wankt und fällt, 20 C wig mo 4 14 Wahn die Wei- sen trei- bet und Trug die Klu- gen prellt. 29- W fast- lad 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nimmer läßt, mit Diamanten mauert mits Gott im Herzen fest, ja recht mit Edelsteinen Don allerbester Art 3. Ich kenne wohl die Steine, die stolze Herzenswehr, fie funkeln ja mit Scheine wie Sterne[ chön und hehr, die Steine sind die Worte, die Worte hell und rein, modurch die schwächsten Orte hat Gott der Herr den Seinen des Herzens Burg verwahrt.ugar feste können sein.- nisW Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. Auch kenn ich wohl den Meister, der mir die feste baut, and er heißt der Fürst der Geister, auf den der Himmel schaut, bin vor dem die Seraphinen anbetend niederknien, um den die Engel dienen: ph ich weiß und kenne ihn. comis de nu3 279 1. Bei dir, Je ( nichts soll mich 6. So weiß ich, was ich glaube, ein bunth old te Glaub ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht; ich weiß, was in dem Grauen des Todes ewig bleibt und selbst auf Erdenauen bi des Himmels Blumen treibt. sico( 530) unt8 Ernst Morih Arndt 1819 = 5. Das ist das Licht der Höhe, das ist der Jesus Christ, der fels, auf dem ich stehe, rom der diamanten ist, adul t der nimmermehr kann wanken, der Heiland und der Hort, Le- ben, mei- ner die Leuchte der Gedanken, bon die leuchten hier und dort. Melodie: Herz und Herz vereint zusammen 1688/ geistlich Brüdergemeine nach) 1735 fu, mill ich von dir ver = tbl 90] deí- nem Dien- fte[ tehn, Du bist mei- nes dei= nen= gen blei- ben, stets in treiben, will auf See le Trieb und E 360 Le= bens Kraft, wie der Wein- stock fei- nen Re- ben zu- ftrömt Kraft und Le- bens=[ aft. Chriftlicher Glaube und christliches Leben 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in freude wie in Leid, bei dir bleib ich, dir verschreib ich mich für Zeit und Ewigkeit. Deines Winks bin ich gewärtig, auch des Rufe aus dieser Welt; denn der ist zum Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 2. Könnt ichs irgend besser haben als bei dir, der allezeit soviel taufend Gnadengaben für mich Armen hat bereit! Könnt ich je getrofter werden als bei dir, Herr Jefu Chrift, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ift? 3. Wo ist folch ein Herr zu finden, der, was Jesus tat, mir tut: mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut! Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gabl Sollt ich ihm nicht Treue schmören, Treue bis in Tod und Grab! 6. Bleib mir dann zur Seite stehen, graut mir vor dem kalten Tod ale dem kühlen, scharfen Wehen vor dem Himmelemorgenrot. Wird mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geiſt, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. ( 535) Philipp Spitta 1833 Philipp Spitta 1833 mismonggan M sonus30 sim ud ad alm isd pd doT 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn meinTag sich neigt, wenn es nun will Abend werden und die Nacht herniedersteigt. Lege jegnend dann die Hände mir aufs müde, schwache Haupt, spridhy: Meinkind, hier gehtszuEnde, aber dort lebt, wer hier glaubt." -990) onls polf Siehe auch: In dich hab ich gehoffet, Herr( Nr. 179) Großer Gott, du liebst Erbarmen( Nr. 180) Wohl denen, die da wandeln( Nr. 190) 361 ad miljue m HBO a bitijsnsim talde) sibin sog die Bußlieder Nr. 166-169 und die Lieder in Arbeit und Beruf Nr. 383-388 300 manismux xnal Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit dui diald atá ledajtitadori ad despai edbi inno s id fad eln Gottvertrauen/ Kreuz und Trost slag) 201 me dno s 107 chim 280 mld dan of Was mein Gott will, das gscheh all- zeit, fein Will der ist bereit, dt der an ihn ndng dnu dot nodunds him { Zu helfen dem er ist der be glau- bet fe olp 3 = mbi innd Claudin de Sermify 1529/ geiftlich Antwerpen 1540 7900,30 fte. [ te. Gott, er tröft' die Welt ohn Ma- ßen. Wer Gott per- traut, feft ismmit med 300 auf ihn baut, den will er 2. Gott ist mein Troft, mein Zuversicht,/ mein Hoffnungunòmein Leben,/ was mein Gott will, daß' mirgeschicht,/ willich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar/ er selber hat gezählet. Er hüt' und macht,/ ſtets für uns tracht',/ auf daß uns gar nichts fehlet. idop thim sif nadal nis) nd Er hilft aue Not, der from- me dos dnu doT ni ald susi 3. Drum, muß ich Sünder von der Welt/ hinfahrn nachh Gottes Willen/ zu meinem Gott, menns ihm gefällt,/ will ich ihm halten stille. nicht ver- laf C0 fen. Mein arme Seel/ ich Gott befehl/ in meiner letten Stunden: du frommer Gott,/ Sünd, Höll und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht vers sagen: Wenn mich der böſe Geiſt anficht,/ laß mich, Herr, nicht verzagen./Hilf,[ teur und mehr,/ ach Gott, mein Hert,/ zuehrendeinem Namen./Wer das begehrt,/ dem wirds gewährt./ Drauf sprechich fröhlich: Amen. 362 = Albrecht, Herzog von Preußen 1554 Str.4: Nürnberg 1554 1990 Gottvertrauen Kreuz und Trost 281 Nach der Melodie des vorhergehenden Liedes 1. Wie's Gott gefällt, so gfällts mir ich laß mich gar nicht irren,[ auch, ob mich zuzeiten beißt der Raudh und wenn sich schon verwirren all Sachen gar, weiß ich fürmahr, 5.Wie's Gott gefällt, daläuftshinGott wirde zuleht wohl richten. droblaß iche Vöglein forgen,[ aus, Wie ers will han, kommtmirdas Glücknichtheut ins muß es bestahn, folls sein, so seis- ohn Dichten*. * aufrichtig 2. Wie's Gott gefällt, so nehm ichs das andre laß ich fahren.[ hin, Was nicht soll sein, stell ich dahin. Gott will mich recht erfahren, ob ich auch will ihm halten still, noodd nu bla wird doch wohl Gnad bescheren; dran zweifl ich nicht. Solle fein- man spricht-, so seis; dem kann nichts mehren. 3. Wie's Gott gefällt, laß ichs geich willmich drein ergeben,[[ chehn, wollt ich seim Willen widerstehn, umsonst wär all mein Streben, dieweil fürwahr all Tag und Jahr bei Gott find ausgezählet. Ich schick mich drein; geschiehts, folle fein, so seis bei mir erwählet. darum mich soll Ja oder Nein nicht schrecken; schwarz oder weiß, folls sein, so seis! Dann wird Gott Gnad erwecken. 4. Wie's Gott gefällt, somags erin Lieb und auch im Leide;[ gehn dahin laß ich die Sachen stehn, daß sie mir sollen beide gefallen wohl, fowartich feinauf morgen.[ Haus, Was mir beschert, bleibt unverwehrt, ob sichs schon tut verziehen, mich nicht drum reiß. Solls sein, so seis! Wills Gott, kommts ohne Mühen. 6. Wie's Gottgefällt, nichts weiter von Gott ich sonst begehren;[ will Gott hat geſtellet mir ein Ziel, fo lang wird müssen währen das Leben mein. Ich geb mich drein; auf guten Grund will bauen und nicht auf Eis. Solle sein, so seis! Will Gott allein vertrauen. 7. Wie's Gott gefällt, so nehmiche will um Geduld ihn bitten.[ an, Gott ist allein, der helfen kann, und wenn ich schon wär mitten in Angſt und Not, lág gar am Tod, so wird er mich wohl retten gwaltigerweis. Solls sein, so seis! Ich gminns; wer nun wollt wetten! ( 539) Ambrofius Blaurer 1562 363 Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 282 & 1. Wenn wir fr wif- fen nicht, wo D in hoch- sten Nö DI 2. so ist dies unfer Troft allein,/ daß wir zusammen insgemein dich anrufen, o treuer Gott,/ um Rettung aus der Angst und Not 3.und heben unferAugund Herz/ zu dir in wahrer Reu und Schmerz/ und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linderung, 4. Die du verheißest gnädiglich/ allen, die darum bitten dich/ im Namen deins Sohns Jesu Chrift, der unser Heil und fürsprech ist. 4 1. AUTORS DINO BISPOELOFA Hilf nodhy Rat, ob Rat, ob wir gleich for- gen früh und ſpat, 283 deptio ca S aus noch ein, und fin- den we= der Genf um 1543/ Wittenberg 1567 8. ten sef führt mich durch al le nicht von mir, tog b irr= te fehr.( Pe Nach dem lat. In tenebris nostrae des Joachim Camerarius( 1500-1574) Don Paul Eber 1566 H ſein und 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unfre Not,/ meil mir jeht stehn verlaffen gar/ in großer Trübfal und Gefahr. 6.Sieh nicht an unfre Sünde groß,/ sprich uns davon aus Gnadenlos,/ steh uns in unserm Elend bei,/ mach uns von allen Plagen frei, 7. auf daß von Herzen können mir/ nachmals mit Freuden danken dir,/ gehorsam sein nach deinem Wort, dich allzeit preisen hier und dort. ( 505) 8364 16. Jahrth./geistlich Erfurt 1563 Er reicht mir sei = er läßt Stra- ßen, da ich[ onft - ne Hand; den Abend und den Morgen tut er mich Las 1. wohl ver= for- gen, wo = to Gottbertrauen Kreuz und Trost ich auch sei im Land. AHMP10 Tosobet:( Teljcamilanhad dal lim nglida. Melodie: Ich will, solang ich lebe Heinrich Schüt 1628 { Von führt Hand; den Gott will ich nicht mich durch al= le Do lamald and P mir, er läßt nicht von ich ſonst irr = te ſehr. A bend und den laf- sen, denn Straßen, da Land mo 2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wohltat all verkehrt, so findt fich Gott gar balde, fein Macht und Gnad bewährt. Er hilft aus aller Not, errett' von Sünd und Schanden, Don Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. ENYE Erbreicht mir ſei- ne = Mor = gen tut er mich wohl ver= for= gen, mo ich auch sei im ich auch sei im Land. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben ſei Gott dem Herrn ergeben; er schaffe, wie's ihm gefällt! 365 Plalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. Es tut ihm nichts gefallen, denn was mir nühlich ist. Er meinte gut mit uns allen, schenkt uns den Herren Chrift, fein' eingebornen Sohn, durch ihn er uns bescheret, mas Leib und Seel ernähret. Lobt ihn ins Himmels Thron! 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, welchs er uns beides schenkt, das ist ein felge Stunde, darin man sein gedenkt, denn sonft verdirbt all Zeit, die wir zubringn auf Erden. Wir follen felig werden und bleibn in Ewigkeit. 6. Auch wenn die Welt vergehet mit ihrem Stolz und Pracht, nicht Ehr noch Gut beſtehet, das vor ward groß geacht', wir werden nach dem Tod tief in die Erd begraben, wenn wir geschlafen haben, will uns erwecken Gott. mat ist dup dl nada. arom 7. Die Seel bleibt underloren, geführt in Abrame Schoß, der Leib wird neu geboren, Don allen Sünden los, ganz heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren, daran muß uns nicht irren des Teufele liftig Art. hop mat& sito effaclas 8. Darum, ob ich schon dulde hier Widermärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, ist aller freuden voll, die ohne alles Ende, dieweil ich Chriftum kenne, mir widerfahren soll. 9. Das ist des Vaters Wille, der uns geschaffen hat. Sein Sohn hat Guts die fülle erworben uns und Gnad. Auch Gott der Heilig Geift im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sef Lob, Chr und Preis! lorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitten im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden! Philipper 4,6 to the Ludwig Helmbold 1563 366 dan nog onu nate Anoe Melodie: Was mein Gott will, das gscheh allzeit Claudin de Sermify 1529/ geistlich Antwerpen 1540 1. und auf Er Him- mel wer= ich WA wer sich ver- läßt auf Je- sum Chrift, #tsx sos Gottvertrauen/ Kreuz und Troft 284 a S den;} gar fest und steif tu fet- zen. 2 Troft du bist in To- des 2. Und wenns gleich wär dem Teufel sehr/ und aller Welt zu wider,/ dennoch so bift/ du, Jefu Chrift, der sie all schlägt darnieder. Und wenn ich dich/ nur hab um mich mit deinem Geift und Gnaden,/ so kann fürwahr/ mir ganz und gar/ nicht Tod noch Teufel schaden.d ed Da- rum auf dich all Hoffnung im Him- mel dem muß der 367 Herr Je- fu Chrift, mein Not und Schmer== zen. 3. Dein tröst ich mich/ ganz sicherlich, denn du kannst mire wohl geben, was mir ift not,/ du treuer Gott, für dies und jenes Leben. Gib wahre Reu,/ mein Herz erneu, errette Leib und Seele. Ach höre, Herr,/ dies mein Begehr/ und laß mein Bitt nicht fehlen! ( 539) Str. 1: Joachjim Magdeburg 1572. Str. 2 und 3: Leipzig 1597 Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 285 1. Le ben und im mich, Herr, nicht premich in fojIO QUA TE U mie wie du willst, so al= lein zu dir steht halt mich nur Der= du willst, gib in Melodie: Aus tiefer Not schrei ich zu dir II Wolfgang Dachſtein 1525 dein Will ft ist der 2.Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinemWorte behüt mich, Herr, por falscher Lehr/ und gib mir hier und dorte,/ was dienet mir zur Seligkeit, mend aball Ungerechtigkeit/ in meinem ganzen Leben. we produse dedo 368 schicke mit mir im mein Begier, laß Ster der= dei mir = ben; ben. } ste. U s be low salle donada Jojos 3. Soll ich einmal nach deinem Rat/ Don dieser Welt abscheiden,/ verleihmir, Herr, nur deineGnad, daß es gescheh mitfreuden./Mein' Leib und Seel befehl ich dir;/ 0 Herr, ein felige End gib mir/ In durch Jefum Chriftum. Amen. miestas Kaspar Bienemann 1582 Er= = ner Huld, sonst Geduld, denn Melodie: Vater unfer im Himmelreich Leipzig 1539) pom, to nisM bom mapast isd mai0 ml bl anst DE 12 påmsomesd) Hestbir an DUSK 1. Adj Gott, míe man= ches Her= ze= leid be= geg 13 THOM STO net mir [ chma- le Weg Weg ift 20 Gottoertrauen/ Kreuz und Troft al prun nam thi 286 zu 3.Jefu, mein Herr und Gott allein, wie süß ist mir der Name dein:/ es kann kein Trauern sein so schwer,/ dein süßer Nam erfreut viel mehr, kein Elend mag so bitter sein, dein süßer Trost, der linderts fein. die M trüb- fal poll, AL THERA 930 600XER 200 fer 369 Zeit; der Him- mel wan- deln soll; wie schwer doch läs- set fleisch und Blut fich zwin- gen zu dem ew- gen Gut! 2. Wo soll ich mich denn wenden hin! Zu dir, Herr Jefu, steht mein Sinn, bei dir mein Herz Troft, Hilf und Rat/ allzeit gewiß ge= funden hat; niemand jemals verlaffen ist,/ der hat getraut auf Jefum Chrift. W 4. Ob mir gleich Leib und Seel verschmacht', fo weißt du, Herr, daß iche nicht acht, wenn ich dich hab, so hab ich wohl,/ was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann 1- mir tun Sünd, Tod und Höll! den ich zum 5. Kein beßre Treu auf Erden ist/ denn nur bei dir, Herr Jeſu Christ;/ ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest, du bist mein rechter treuer Hirt, der ewig mich be/ hüten wird. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Wenn ich mein Hoffnung stell zudir, fo fühlich Fried und Trost in mir, wenn ich in Nöten bet und fing, fo wird mein Herz recht guter Ding. Dein Geift bezeugt, daß solches frei/ des emgen Lebens Vorschmack sei. 287 7. Drum will ich, weil* ich lebe noch, dae Kreuz dir fröhlich tragen nachh./ Mein Gott, mach mich dazu bereit,/ es dient zum besten allezeit,/ hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich den Lauf vollenden kann.* folange 8. Hilf mir auch zwingen fleisch und Blut,/ por Sünd und Schanden mich behüt;/ erhalt mein Herz im Glauben rein,/ ſo leb und sterb ich dir allein./ Jefu, mein Trost, hör mein Begier:/ o mein Heiland, war ich bei dir! ( 517) Martin Moller 1587, ab Strophe 3 nach dem lat. Jesu dulcis memoria des Bernhard von Clairvaux?( 1091-1153) Melodie: Wenn wir in höchsten Nöten fein Genf um 1543/ Wittenberg 1567 1. Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not, erbarm dich mein, du treuer Gott. Ich bin ja doch dein lie= bes Kind trot Teu- fel, Welt und al= ler Sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr./ Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jefu Chrift, du mein Gott und Erlöser bist. 3. Des freu ich mich von Herzen fein,/ bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Wort. Hilf, Helfer, hilf, du treuer Hort! ( 505) Nach Nikolaus Selnecker 1587 pon Martin Moller 1596 370 Giovanni Giacomo Gaftoldi 1591/ geistlich Erfurt 1598 1. Wer an Lei= de, 0 du Ga= ben, du der 13* ssdal Gottvertrauen/ Kreuz und Troft 288 In dir ift Durch dich mir hil fest von M Zu dei- ner 100 M wird e wig nichts kann uns dir Der= trau dir wir kle 2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hasts in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not. Drum mir dich ehren, dein Lob Dermehren freu de ha wah B ſű- M Schan- den, ret= test von Gü te steht un- ser M H et, ben = M in ben himm ßer Je= su te Hei- land bleiben. Hal= le= lu schef den. Hal= le= lu 371 hat wohl ge im Tod und = al lem lf= Sche Chrift!} bift; Ban- den. G'mü- te, bau= et, Le= ben; = ja.l fa. d mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieſer Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort droben mit Herz und Munde. Halleluja. od sm( b1dJohann Lindemann? 1598 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 289 1. Auf meinen lieben Gott trau ich in Angst und Not; der kann mich all- zeit Trüb fal, Angst und M Jakob Regnart 1576/ geistlich bei Bartholomäus Gefius 1605/ Johann Hermann Schein 1627 290 men- den, steht alle 2. Ob mich mein Sünd anficht, will ich verzagen nicht, auf Chriftum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm tu ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. € BLESHO 3. Ob mich der Tod nimmt hin, Ist Sterben mein Gewinn, und Christus ist mein Leben; dem tu ich mich ergeben, inH ich sterb heut oder morgen, mein Seel wird er versorgen. der du dich Nō ten, mein Un- glück kann er = in ſef= nen* Händen. 4. O mein Herr Jeſu Chriſt, der du geduldig biſt für mich am Kreuz geſtorben, haft mir das Heil erworben, auch uns allen zugleiche das ewig Himmelreiche. 5. Amen zu aller Stund [ prech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, auf daß wir deinen Namen emiglich preifen. Amen. Lübeck vor 1603, Wittenberg und Nürnberg 1607 ret= ten aus uns haft of fen- bart # 372 Leipzig 1603 entin [ prungen aus des Va= ters Schoß, un=[ ter Menschheit, rein und zart, Gott ohn En= de, de. zu uns wen= frischer Quell, Seel Gottvertrauen/ Kreuz und Trost 2.0 Lebensbrünnlein, durch dein Wort/ hast du dich uns an allem Ort/ ergoffn mit reichen Gaben, Doll Wahrheit und göttlicher Gnad, die uns erschienen früh und spat, das matte Herz zu laben./O frischer Quell, o Brünnelein, erquick und laß die Seele mein/ in dir das Leben haben. 3. Wie ein Blümlein in dürrem Land, durch Sommerhin sehr ausgebrannt, DomTaufidh tuterquicken, also, wenn mein Herz in der Not verschmacht', hält sichs an feinen Gott/ und läßt sich nicht ersticken; ja wie ein grüner Palmenbaum unter der Last sich machet Raum, läffet fiche nicht erdrücken. / so schreit zu and siled du aus dieser Welt E= len Denn wie ein Hirsch nach ein wah= rer dein lieb Herz 373 dir mein ar= me = de. 4.OLebensbrünnlein, Jefu Chrift,/ dein Güte unerschöpflich ist,/ niemand kann sie ermessen;/ darum mir auch nichts mangeln wird,/ wenn mich versorgt der treueHirt,/ der mir mein Herz beseffen./ Mit feinem Evangelio/ macht er mein Herz im Leib so froh, daß ich ſein nicht vergeſse. 5. All unser Leid auf dieser Erd/ ist nicht im allerg'ringsten wert,/ wenn wir das recht bedenken, der übergroßen Herrlichkeit und wunderschönen Himmelsfreud, die uns Christus wird schenken./ Da, da wird er uns all zugleich/ in seines lieben Vaters Reich mit emger Wonne tränken. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Gott felbst wird sein mein Speis und Trank, mein Ruhm, mein Lied, mein Lobgefang,/ mein Luft und Wohlgefallen, mein Reich tum, Zierd und werte Kron,/ mein Klarheit, Licht und helle Sonn, in ewger freud zu wallen, ja daß ichs fag mit einem Wort, mas mir Gott wird bescheren dort:, Er wird sein alls in allen." 291 1. Ach trau-re du im frem- de 7. Hüpf auf, mein Herz, ſpring, tanz und fing,/ in deinem Gott sei guter Ding, der Himmel steht dir offen./ Laß Schwermut dich nicht nehmen ein, dennauch die liebſten Kinderlein/ allzeit das Kreuz hat b'troffen./ Drum sei getrost und glaube fest, daß du noch haft das Allerbest in jener Welt zu hoffen.( 540) Johann Mühlmann 1618 Stra nicht, du from- mer Chrift, E- lend jet- und bift, Melodie: In dich hab ich gehoffet, Herr 15. Jahrh./ Zürich um 1552 ßen. Schwer ist das 3 00 le= bet noch, der sein Volk 2.Gedenke nicht, du ſeist allein. Es haben müssen Pilgrim' sein Erzoáter und Propheten; Gottes Kind, frei aller Sünd, war auch in solchen Nöten. ja, mußt gehn auf 374 190 nie ver= laf fen. 3. Schau über dich, da wohnet Gott, versöhnt durch Christi Kreuz und Tod, Don dem kann dich nichts scheiden. Dit ist be reit' oor aller Zeit/ das Himmelreich voll Freuden. Joch, doch 4.Sind um dich her derfeinde piel, so hat doch Gott gesteckt ein Ziel, das sie nicht überschreiten./ findt fich Gefahr, der Engel Schar muß selber für dich streiten. 5. Gott zählet alle Härlein klein; nicht eines soll verloren sein:/ wie follt er dann nicht sorgen für Seel und Leib, für Kind und Weibl Sie sind ihm underborgen. 6. Wird dir dein zeitlich Gut geraubt und mitzunehmen nichts erlaubt, befiehl Gott deine Sache. Er ists, der richt', wenn niemand spricht. Sein ist allein die Rache. Gottoertrauen/ Kreuz und Troft 7. Dein traurig Herze[ prích zur Ruh./Gott wird dir Leute schicken zu, die werden dir beispringen/ mit treuem Rat und mit der Tat, daß du ihm wirft lobfingen. 8. Er wird ein Räumlein dit beschern, daß du dich ehrlich wirst ernährn/ und können sicher wohnen, bis er zu sich wird nehmen dich, dir deine Treue lohnen. 9. Du wirst erfahren in der Tat,/ daß deine Zier in Gottes Stadt,/ die nicht von dir wird weichen,/ mit aller Pein, die hier mag sein,/ gar nicht sei zu vergleichen. 10. Wohlan, fo leid jeht, was du follt. Und wenn auch gleich der Teufel wollt/ por Zorn die Höll anzünden, dennoch wirst du in fried und Ruh bei Gott dein Räumlein finden. 1 Johann Heermann 1630 Welche elchen der Herr lieb hat, den züchtiget er; und er stäupet einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt. Alle Züchtigung, wenn fie da ist, dünket uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; aber darnach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtig keit denen, die dadurch geübt sind. Darum richtet wieder auf die läſsigen Hände und die müden Kniee. Aus Hebräer 12 am fuo dzim s 375 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 292 1. In ich den Höch- sten al= len mei- nen Jolle hat, siger muß muß an- ( 0) NOVEIST ta= ten, fel- ber 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umſonst, er mage mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stells in seine Vatergunft. m Melodie: O Welt, ich muß dich laffen 15. Jahrh./ geistlich um 1505 ge- ben 3. Es kann mir nichts geschehen, als was er hat ersehen und was mir selig ist. Ich nehm es, wie ers gibet, was ihm von mir beliebet, dasselbe hab auch ich erhieft. Ta- ten der al= les kann und * sp luo toillisz nisd sid diWa banged mODGERD ders wohl ge- lin- gen, son gisimuag zu zu al= len 376 Rat laß und Din- gen, mir Tat. 4. Ich traue feiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Ubel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts verlehen, nichts fehlen, was mir ewig nüht. 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld, er wird auf mein Verbrechen nicht stracke das Urteil sprechen und haben noch mit mir Geduld. 6. Leg ich mich ſpäte nieder, ermach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden und was mir stößt zuhanden, so tröstet mich allzeit fein Wort. 7. Hat er es denn beschloffen, so will ich unverdroffen an mein Verhängnís* gehn; kein Unfall unter allen wird je zu hart mir fallen, ich will ihn männlich überstehn. * was über mich verhängt ist Auf der Reife 10. Ich zieh in ferne Lande, zu nühen einem Stande, an den er mich bestellt; fein Segen wird mich laffen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner Welt. 11. Bin ich in wilder Wüste, so bin ich doch bei Chrifto, und Christus ist bei mir, der Helfer in Gefahren der kann mich doch bewahren, wie dorten ebenso auch hier. 12. Er wird zu diesen Reifen gewünschten fortgang weisen, mohl helfen hin und her, Geſundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben und alles, was ich noch begehr. 2013 Gottvertrauen/ Kreuz und Troft 8. Ihm hab ich mich ergeben zu sterben und zu leben, fobald er mir gebeut, es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn forgen, er weiß allein die rechte Zeit. 9. So sei nun, Seele, deine* und traue dem alleine, der dich geschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe der weiß zu allen Sachen Rat. * sei ganz du selbst nism .psW 13. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie; durch seinen Zug, den frommen," find wir soweit nun kommen und wissen selber fast nicht wie. * durch sein gütiges Geleit 14. Gefällt es seiner Güte und ſagt mir mein Gemüte nicht was Vergebliche zu, so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 15. Indes wird er den Meinen mit Segen auch erscheinen, ihr Schuh wie meiner sein, wird beiderseits gewähren, was unfer Wunsch und Zähren ihn bitten werden überein. ( 512) Paul Fleming 1633 377 bl Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 293 medal as dnu nechat us 1. Je su, mei- ne lach wie lang, ad Wei de, ban ge 4 # H THT - ne Je[ u, mei und ver- langt nach # Lamm, mein Bräu- tí- gam, Guna Pak freu= de, lan ge 2. Unter deinem Schirmen/ bin ich vor den Stürmen aller feinde frei./Laß den Satan wettern,/ laß die Welt erzittern, mir steht Jesus bei./Ob es jett gleich kracht und blitt, ob gleich Sünd und Hölle [ chrecken,/ Jesus will mich decken. 3.Troh dem alten Drachen,/ Troh dem Todesrachen, Trot der furcht dazu!/ Tobe, Welt, und ſpringe;/ ich steh hier und finge/ in gar fichrer Ruh. Gottes Macht hält mich in acht, Erd und Abgrund muß verstummen, ob sie noch so brummen. Johann Crüger 1653 - 378 mei- nes Her- zens ist dem Her- zen Zier: Got- tes dir! } 100 adar au- ßer dir foll mir auf Er= den nichts sonst Lie= bers wer= den. Hun arbida 4. Weg mit allen Schäken;/ du bist mein Ergöhen,/ Jesu, meine Luft./ Weg, ihr eitlen Ehren, ich mag euch nicht hören,/ bleibt mir unbewußt! Elend, Not,/ Kreuz, Schmach und Tod/ foll mich, ob ich viel muß leiden,/ nicht von Jesu scheiden. 5. Gute Nacht, o Wesen,/ das die Welt erlesen, mir gefällst du nicht./ Gute Nacht, ihr Sünden,/ bleibet weit dahinten,/ kommt nicht mehr ans Licht!/ Gute Nacht, du Stolz und Pracht;/ dir sei ganz, du Lafterleben, gute Nacht gegeben. 6. Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein./ Denen, die Gott lieben, muß auch ihr Betrüben/ lauter Bartholomäus Gefius 1603/ bei Georg Philipp Telemann 1730 Be- fiehl du dei- ne der 7 kränkt\ lenkt. Jord Wege und was dein Her- ze aller- treu- ften Pflege des, der den Him- mel Der 00 01110 Wege, Lauf und Bahn, fin- den, da 100 Wolken, Luft und Win- den gibt Gottoertrauen/ Kreuz und Troft freude fein./ Duld ich schon/ hier Spott und Hohn,/ dennoch bleibst du auch im Leide,/ Jesu, meine freude.( 541) Johann Franck 1653 1x de bare 294 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn, auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk fall beſtehn. Mit Sorgen und mit Grämen und mit selbsteigner Pein läßt Gott sich gar nichts nehmen, es muß erbeten sein. dein Fuß ge- hen 3., Dein emge Treu und Gnade, o Vater, meiß und sieht, was gut sei oder schade dem sterblichen Geblüt, der wird auch We- ge kann. und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, d und bringst zum Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. Imu 379 4. Weg haft du allerwegen, an Mitteln fehlt dire nicht; dein Tun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst tun." P[ almen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurücke gehn; was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu ſeinem Zweck und Ziel. og 6. Hoff, odu arme Seele, hoff und sei unverzagt! Gott wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken, erwarte nur die Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 8 7. Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht, bist du doch nicht Regente, der alles führen soll, Gott fiht im Regimente und führet alles wohl. 8. Ihn, ihn laß tun und walten, er ist ein weiser Fürst und wird sich so verhalten, daß du dich wundern wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 1 9. Er wird zwar eine Weile W mit seinem Trost verziehn nim und tun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben und, solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, ale frag er nichte nach dir. 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mindsten glaubst, er wird dein Herze lösen von der so schweren Laft, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 11. Wohl dir, du Kind der Treue, du haft und trägst davon mit Ruhm und Dankgeschreie den Sieg und Ehrenkron, Gott gibt dir selbst die Palmen in deine rechte Hand, und du fingst freudenpfalmen dem, der dein Leid gewandt. 12. Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unfrer Not, stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, fo gehen unfre Wege pic2 M gewiß zum Himmel ein. tim d Paul Gerhardt 1653 Whise 30 dni cast spees nisa efiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wirds wohlmachen. Pradeda Plalm 37,5 380 1303 thes únu Jakob Hinge 1670 lsd Onu drusit inn 1.{ Gibdich zu- frie- den und ſei In thm ruht al 110202 ler freu- den in dem Gotte dei- nes ohn ihn mühst du dich ver ist dein Quell und dei- ne mehell zu defner Won= ne. 2. Er ist voll Lichtes, Trosts und Gnaden, ungefärbten, treuen Herzens; wo er steht, tut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens./Kreuz, Angst und Not kann er bald wenden,/ ja auch den Tod hat er in Händen. Gib dich zufrieden! 3. Wie dirs und andern oft er= gehe,/ ift ihm wahrlich nicht verborgen,/ er sieht und hennet aus der Höhe/ der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Tränen/ und faßt zuhauf all unser Sehnen. Gib dich zufrieden! Gottoertrauen, Kreuz und Trost samo nisd 10 ud fp 295 dfillow astlodend stor 4. Wenn gar kein ein'ger mehr auf Erden,/ dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treufter werden/ und zu deinem COSTOU SE stil le fül= le, 381 dal Lebens! 1 ge- bens; HE er Isca Son- ne, scheint täg- lich Gib dich zu- frie= den! B Besten schauen./Er weiß dein Leid und heimlich Grámen,/ auch weiß er Zeit, dirs abzunehmen./ Gib dich zufrieden! 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen/ und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfft erzählen,/ magst du Gott gar kühnlich sagen./ Er ist nicht fern, steht in derMitten,/ hört bald und gern der Armen Bitten./ Gib dich zufrieden! 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen;/ ob alle fluten einhergingen, dennoch mußt du oben liegen./ Denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret./ Gib dich zufrieden! Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 7. Was forgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren! Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat ein Hand, voll aller Gaben, da See und Land sich muß von laben. Gib dich zufrieden! 8. Der allen Vöglein in den Wäldern ihr bescheidnes Körnlein weiset, der Schaf und Rinder in denfeldern/ alle Tage tránkt und speiset, der wird viel mehr dich ein'gen füllen und dein Begehr und Notdurft stillen. Gib dich zufrieden! 9. Sprich nicht: Ich sehe keine Mittel,/ woich such, ist nichts zum besten." Denn das ist Gottes Ehrentitel:/ helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren,/ tritt er herzu, uns wohl zu führen./ Gib dich zufrieden! 10. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen, macht dir das Harren angst und bange,/ glaube mir, es ist dein frommen./Was langsam schleicht, faßt man gewisser,/ und was verzeucht, ist desto süßer. Gib dich zufrieden! 11. Nimm nicht zu Herzen, was die Rotten/ deiner feinde von dir dichten;/ laß sie nur immer weidlich spotten,/ Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein freund und deiner Sachen,/ was kann dein feind, der Mensch groß machen! Gib dich zufrieden! 12. Hat er doch selbst auch wohl das Seine,/ menn ers sehen könnt und wollte. Wo ist ein Glück ſo klar und reine,/ dem nicht etwas fehlen sollte?/ Wo ist ein Haus, das könnte sagen:„ Ich weiß durch= aus oon keinen Plagen"?/ Gib dich zufrieden! 13. Es kann und mag nicht anders werden: alle Menschen müssen leiden, was webt und lebet auf der Erden, kann das Unglück nicht vermeiden. Des Kreuzes Stab schlägt unsre Lenden/ bis in das Grab, da wird sichs enden./ Gib dich zufrieden! 14. Es ist ein Ruhetag vorhanden, da uns unser Gott wird lösen;/ er wird uns reißen aus den Banden/ dieses Leibs und allem Bösen./ Es wird einmal der Tod herspringen/ und aus der Qual uns sämtlich bringen. Gib dich zufrieden! 15. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit frieden abgefahren, sich auch nun im frieden freuen, da sie den Grund, der nicht kann brechen, den ewgen Mund selbst hören ſprechen:/, Gib dich zufrieden!" Paul Gerhardt 1666 382 Johann Crüger 1653 1. Schwing dich auf zu Wa- rum liegst du be= trüb- te See= le! der Schwermuts- höh= le? Gottoertrauen/ Kreuz und Trost 296 2. Schüttle deinen Kopf und sprich: fleuch, du alte Schlange! Was erneuft du deinen Stich, machst mir angst und bange! Ist dir doch der Kopf zerknickt, und ich bin durchs Leiden meines Heilande dir entrückt in den Saal der freuden." dei= nem Gott zum Merkst du nicht des Sa- tans doll do) Wa m022000 Lift? Er mill durch sein Kämpfen def- nen Troft, den Gott, du 00 Spott- in Je= fus Christ die er mor- ben, dämp- fen. Tom. nsmol B a 4. Christi Unschuld ist mein Ruhm, fein Recht meine Krone, Jein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne als in einem festen Schloß, das kein feind kann fällen, bracht er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 383 3. Hab ich, was nicht recht, getan, 5. Stürme, Teufel, und du Tod! ist mirs leid von Herzen, dahingegen nehm ich an Chrifti Blut und Schmerzen, das ist der bezahlte Lohn meiner Miffetaten, bring ich dies vor Gottes Thron, ist mir wohl geraten. Was könnt ihr mir schaden! Deckt mich doch in meiner Not Gott mit ſeiner Gnaden, der Gott, der mir seinen Sohn felbft verehrt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide: laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen, s und geschwind zerbricht sein Joch, wenn es Gott will wenden. 7. Kinder, die der Vater foll ziehn zu allem Guten, die gedeihen selten wohl ohne Zucht und Ruten; bin ich denn nun Gottes Kind, warum will ich fliehen, wenn er mich von meiner Sünd auf was Guts will ziehen? and 297 8. Es ist herzlich gut gemeint mit der Chriſten Plagen; wer hier zeitlich wohl geweint, darf nicht emig klagen, fondern hat vollkommne Luft dort in Chrifti Garten, der wohl um sein Leid gewußt, endlich zu erwarten. 9. Gottes Kinder fäen zwar traurig und mit Tränen; aber endlich bringt das Jahr, wonach sie sich sehnen, denn es kommt die Erntezeit, da fie Garben machen; da wird all ihr Gram und Leid lauter Freud und Lachen. T10. Ei so faß, a Christenherz, o alle deine Schmerzen, mirf sie fröhlich hinterwärts, laß des Troftes Kerzen dich entzünden mehr und mehr. Gib dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr! Er wird helfen. Amen. Paul Gerhardt 1653 1. Wa- rum follt ich mich denn Wer will mir den Him= mel acar Johann Georg Ebeling 1666 384 Hab ich doch Chriftum noch, wer will mir den neh- men? grå-men! rau- ben, den mit sada 3 Gottvertrauen/ Kreuz und Trost Got- tes Sohn Schon 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm to meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd/ Don der Erd als ein Schatten fliehen. 3. Gut und Blut, Leib, Seel und ist nicht mein,/ Gott allein[ Leben ist es, ders gegeben. Will ers wieder zu sich kehren, nehm ers hin,/ ich will ihn dennoch fröhlich ehren. beige- legt im Glau- ben? = 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tradringt herein/ Angst und Pein,[ gen, follt ich drum verzagen? id Deres schickt, der wird es wenden; er weiß wohl,/ wie er follad all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergött, follt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Fromm* ift Gott und schärftmitMafein Gericht, kann mich nicht[ ßen ganz und gar verlassen.blo* gütig 6. Satan, Welt und ihre Rotten können mir nichts mehr hier tun als meiner spotten. Laß fie spotten, laß fie lachen! Gott, mein Heil,/ wird in Eil fie zuschanden machen. biz 7. Unverzagt und ohne Grauen foll ein Christ, wo er ist, [ tets fich laffen schauen. as Wollt ihn auch der Tod aufreiben, foll der Mut/ dennoch gut und fein stille bleiben. hid 8. Kann uns doch kein Tod nicht fondern reißt/ unfern Geift[ töten, aus viel tausend Nöten, schleußt das Tor der bittern Leiden und macht Bahn,/ da man kann gehn zu Himmelsfreuden. 9. Allda will in fsüßen Schähen ich mein Herz auf den Schmerz ewiglich ergöhen. Hier ist kein recht Gut zu finden, was die Welt in sich hält, muß im Nu verschwinden. 10. Was sind dieses Lebens Güter? Eine Hand/ voller Sand, Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt/ Chriftus wird mich ohn Ende laben. 11. Herr, mein Hirt, Brunn aller du bist mein,/ ich bin dein,[ freuden, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut/ mir zugut in den Tod gegeben, 12. du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht,/ o mein Licht, aus dem Herzen laffe. Laß mich, laß mich hingelangen, da du mich und ich dich leiblich werd umfangen. estos ( 532) Paul Gerhardt 1653 385 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 298 $ 4 1. { Wer nur den le- ben Gott läßt mal- ten den wird er mun- der- bar er A hof- fet auf ihn alle Zeit,} Wer Gott, dem Al= let= al= ler und M pe 150 höch- ften, traut, der hat auf 2. Was helfen uns die schweren Sorgen,/ mas hilft uns unser Weh und Ach! Was hilft es, daß wir alle Morgen befeufzen unser Ungemachh! Wir machen unser Kreuz und Leid/ nur größer durch die Traurigkeit. amd 3. Man halte nur ein wenig stille/ und sei doch in sich selbst vergnügt,*/ mie unsere Gottes Gnadenwille,/ wie sein Allmiffenheit es fügt; Gott, der uns sich hat auserwählt, der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt.* zufrieden 4. Er kennt die rechten Freudenstunden,/ er weiß wohl, wann es nützlich sei,/ wenn er uns nur hat treu erfunden/ und merket keine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns verfehn,/ und lässet uns viel Guts geschehn. Georg Neumark 1641 7 und d in m kei- nen Sand ge- baut.00 nis sim as tebig?> 5. Denk nicht in deiner Drangfalehihe, daß du von Gott verlaffen seist/ und daß ihm der im Schoße sihe, der sich mit stetem Glücke fpeift. Die folgezeit verändert viel/ und sehet jeglichem fein Ziel. 6. Es find ja Gott sehr leichte Sachen/ und ist dem Höchsten alles gleich,/ den Reichen klein und arm zumachen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn, bald stürzen kann. ( 222)( 518) 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nut getreu und trau des Himmels reichem Segen,/ so wird er bei dir werden neu./ Denn welcher seine Zuversicht auf Gott ſeht, den verläßt er nicht. Georg Neumark 1641 386 Severus Gastorius 1674 1. { Was Gott fut, das ist mie er fängt ſei= ne bleibt ge ich ihm hal M is sooj Gottoertrauen/ Kreuz und Troft 299 recht fein ten a Wil- le; stil- le. hal ten, drum laß 2. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich nicht betrügen, er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mir genügen an feiner Huld/ und hab Geduld, er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. 3.Was Gott tut, das ist wohlgetan, er wird mich wohl bedenken, ma er als mein Arzt undWundermann wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei;/ Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen.al 4. Was Gott tut, das ist wohlgetan, er ist mein Licht und Leben, dat der mir nichts Böses gönnen kann, ich will mich ihm ergeben( 2) E wohl ge tan, Sa= chen an, 387 Er Gott, der in der Not mich mohl weiß zu erUniv.- Bibl. Giessen ୧୫ will ist mein ich ihn nur mal= ten. in freud und Leid,/ es kommt die da öffentlich erscheinet,[ Zeit, wie treulich er es meinet. 5.Was Gott tut, das ist wohlgetan, muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken, weil doch zuleht/ ich werd ergött mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen. 6.Was Gott tut, das ist wohlgetan, dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich/ ganz väterlich in seinen Armen halten; drum laß ich ihn nur walten. ( 533) Samuel Rodigaft 1674 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 300 $ und 1. Al- les ift an Got an Hoff- nung sei let- zet Johann Löhner 1691/ bel Joh. Adam Hiller 1793 = ner Gnad ge al= les Geld und Gut. Wer auf ei- nen 2. Der mich hat bisher ernähret/ und mir manches Glück befcheret, ist und bleibet ewig mein. Der mich wunderbar geführet/ und noch leitet und regieret,/ wird forthin mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen/ und ganz unbeständig sind,/ ich begehr nach dem zu ringen,/ was Genügen pflegt zu bringen/ und man jetzt gar selten findt. o 4. Hoffnung kann das Herz erquicken, was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott ( E82) = 388 setzet, der be hält ganz un= der= die- vinU - tes nozzei le= gen m Se= gen ü= ber frei= en Hel= den busind to gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben/ und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem Willen/ mein Verlangen zu erfüllen,/ es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben,/ wie Gott will, so muß es bleiben,/ wann Gott will, bin ich bereit. 6. Soll ich länger allhier leben,/ will ich ihm nicht widerstreben,/ ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang bestehet, alles Irdische vergehet/ und fährt wie ein Strom dahin. Seirbin sim 10 ( 516) nadspas Nürnberg 1676 Gott fein = mut. Melodie: O Gott, du frommer Gott 1 Braunschweig 1648 Jordensd 1. Gnaden hän= de; Lauf Doll- en= de M Gottvertrauen/ Kreuz und Trost 301 füh= re mich, dein Kind, daß zu ASD 10 mei= ner ich den Se= lig= keit. Sei du mein Lebens licht, mein Stab, mein 389 Hort, mein Schut. Ach Gott, per laß mich nicht! olmid pl dan. 2. Ad Gott, verlaß mich nicht! Regiere du mein Wallen, ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen.sd Gib mir den guten Geiſt, gib Glaubenszupersicht, ſei meine Stärk und Kraft. Ach Gott, verlaß mich nicht! 3. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich ruf aus Herzenegrunde: ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde. Wenn mich Verſuchung plagt und meine Seel anficht, so weiche nicht von mir. Ach Gott, verlaß mich nicht! ( 292) 4. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ach laß dich doch bewegen, ach Vater, kröne doch mit reichem Himmelelegen un dru die Werke meines Amts, Quime die Werke meiner Pflicht, zu tun, was dir gefällt. Ach Gott, verlaß mich nicht! si 5. Ach Gott, verlaß mich nicht! Ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, o großer Gott, recht glauben, chriftlich leben und selig scheiden ab, V zu ſehn dein Angesicht, hilf mir in Not und Tod. Ach Gott, verlaß mich nicht! ( 526) Salomo Franch 1714 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 302 1. Wie Gott mich führt, so ge- schieht, was er mir al- les mirs an Melobie: Der Herr ist mein getreuer Hirt 15. Jahrh./ geistlich Wittenberg 1524 ader: Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ( Nr. 236) Ei- gen- wäh kei=- nem feh führt, so geh ich mit . . Schritt in kind- li 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still/ und folge seinem Leiten,/ obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfterswiderstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit,/ in Zeit und auch in Ewigkeit/ ftets feinen Schluß* zu ehren. HRatschluß 3. Wie Gott mich führt, bin ich oergnügt,*/ idhruh in seinen Händen, wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehren, wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt, er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. zufrieden 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, sein Rat wird doch er füllen, was er in Liebe hat / will ich gehn ohn er- sehn, wird aus len; 112. und fol- ge 390 - len. dhem Ver- trau Wie er mich mil- lig Schritt für en. bedacht, eh er mich an das Licht gebracht, ich bin ja nicht mein eigen. 100 A 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu/ im Glauben, Hoffen, Lef= den. Steht er mit ſeiner Kraft mir bei,/ was will mich von ihm schei= den? Ich faffe in Geduld mich fest/ was Gott mir widerfahren läßt,/ muß mir zum Besten dienen. 6. Wie Gott mich führt, so will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Sein Antlik läffet Gott nicht sehn, zulett wird er aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und wohl geführet hat. Dies ſei mein Glaubensanker. oso00 DA ( 525) Lambert Gedicke 1711 Gottbertrauen/ Kreuz und Trost 303 Melodie: Wie lieblich schön, Herr Zebaoth undasá Genf 1562 $ 1. Mein Le- ben ist ein Pil- grim- stand, ich reí- se = nach dem Vater- land, nach dem Je ru- sa- lem, • das dro- ben Gott selbst als eine feste Stadt auf Bun- des- blut ge- grün- det hat, da werd ich meinen Gott stets loben. Mein Leben ist ein Pil- grim- stand, ich reise nach dem Vater- land. 2. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die mit Gnadenlicht in unverfälschte Herzen Strahlet, Wind, Regen stürmen auf mich zu,/ mein matter Geist findtnirgends Ruh, dochalleMüh ist schon bezahlet, wenn ich die güldne Himmelstür/ mir stell in Glaub und Hoffnung für. 3. Ifraels Hüter, Jefu Chrift, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch haft angenommen:/ zeig mir im Worte deine Tritt,/ laß mich bei einem jeden Schritt/ zu deinem Heilstets näher kommen./ Mein Leben flieht; ach eile du/ mit deiner Gnad und Hilf herzu. 4. Durch deinen Geist mich heilig leit, gib in Geduld Beständigkeit,/ por Straucheln meinen Fuß beschühe./ Ich falle stündlich, hilf mir auf, zieh mich dir nach in meinem Lauf,/ fei mir ein Schirm in Trübfalshihe./ Laß deinen füßen Gnadenschein/ in finsternis nie ferne fein. 391 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 5. Bin ich in diesem fremden Land/ der blinden Welt schon unbekannt,/ dort sind die Freunde, die mich kennen;/ dort werd ich mit der Himmeleschar/ dir jauchzend 304 1. Es jamm= re, Brüdergemeine nach 1735/ Hirschberg( Schlesien) 1747 Le= dienen immerdar/ und in der reinsten Liebe brennen./ Mein Heiland, komm, o bleib nicht lang;/ hier in der Wüste wird mir bang. ( 537) Friedrich Adolf Lampe 1719 wer nicht glaubt, ich will mich stil= len, mir fällt kein Haar vom Haupt ohn Gottes___ Willen. In Je su hab ich hier das beste ben; und sterb ich, wird er mir ein bes- fers ge- ben. sasti stolim in Not, wann fie am größten;/ fein Geiſt kann auch im Tod mit Jesu trösten. 4. So wein ich, wenn ich wein, doch noch mit Loben/ das Loben schickt fich fein zu ſolchen Proben./ Man kann den Kummer sich vom Herzen fingen,/ nur Jesus freuet mich. Dort wird es klingen. Philipp Friedrich Hiller 1762 2. Es forge, mer nicht traut, mir foll genügen,/ wovor mir jeho graut, das wird Gott fügen. Er weiß, was nötig sei, so mag er forgen,/ mir ist des Vaters Treu auch nicht verborgen. 3. Es zage, wer nicht hofft, ich will mich faffen, er hat miche schon so oft erfahren lassen;/ er hört Gebet 392 Melodie: Alles ist an Gottes Segen Johann Löhner 1691/ bei Joh. Adam Hiller 1793 + # X30% Gottoertrauen Kreuz und Troft 305 1. Endlich bricht der www und der Glaub emp- fängt sein feur be- währ= tes tie= fe Leí- den hei freu- den je= ner_ 2. Unter Leiden prägt der Meister in die Herzen, in die Geister fein allgeltend Bildnis ein. Wie er dieses Leibes Töpfer, will er auch des künftgen Schöpfer auf dem Weg der Leiden sein. 3. Leiden bringt empörte Glieder endlich zum Gehorsam wieder, macht sie Chrifto unterton, daß er die gebrochnen Kräfte zu dem Heiligungsgeschäfte fanft und still erneuern kann. mstolpinnom B Be Gold, da der E Sie geld als im dan anla mu, onu L Tie= gel, uns hier zu den ho= hen Welt be rei Herr durch = ten wollt. 5. Leiden stimmt des Herzens Saiten für den Pfalm der Ewigkeiten, lehrt mit Sehnſucht dorthin fehn, wo die felgen Palmenträger mit dem Chor der Harfenschläger preffend vor dem Throne[ tehn. 6. Leiden fördert unfre Schritte, Leiden weiht die Leibeshütte zu dem Schlaf in kühler Gruft; es gleicht einem frohen Boten jenes frühlinge, der die Toten zum Empfang des Lebens ruft. 7.Leidenmacht das Wortverständlich, Leiden macht in allem gründlich, Leiden, wer ist deiner wert! Hier heißt man dich eine Bürde, die im innersten Gemache im droben bist du eine Würde, sid des Gemütes Ordnung hält. du die nicht jedem widerfährt. Noiz 4. Leiden sammelt unfre Sinne, daß die Seele nicht zerrinne in den Bildern dieser Welt, ist wie eine Engelwache, ad du 393 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 8. Brüder, folche Leidensgnade wird in mannigfachem Grade Jefu Jüngern kundgemacht, menn fiemandher Schmerz durchmühwenn sie manchen Tod gefühlet,[ let, Nächte seufzend durchgewacht. 9. Im Gefühl der tiefsten Schmerzen dringt das Herz zu Jefu Herzen immer liebender hinan, und um eins nur fleht es sehnlich: mache deinem Tod mich ähnlich, daß ich mit dir leben kann! and H 306 { Ich steh in nicht Er- den- ganze Welt, 10. Endlich mit der Seufzer fülle bricht der Geist durch jede Hülle, und der Vorhang reißt entzwei. Wer ermiffet dann hienieden, welch ein Meer Don Gotteefrieden droben ihm bereitet ſei? 11. Jefu, laß zu jenen Höhen heller stets hinauf uns sehen, bis die letzte Stunde schlägt, da auch uns nach treuem Ringen heim zu dir auf lichten Schwingen eine Schar der Engel trägt. Melodie: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wittenberg 1529 mill drin stehen blei- ben, mich da raus der- trei- ben. mei-- nes Her= ren not, nicht Er- den Nach Karl Friedrich Harttmann 1782 von Albert Knapp 1837 2. Er ist ein fels, ein sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. hält, wird wohl- be- hal- ten E wer sich an ihm und men 394 Hand und tand foll Und wenn zer- fällt die blei= ben. er Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen, ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen, sp denn was er tut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 4.Ja menns am schlimmsten mit mir freu ich mich seiner Pflege,[ steht, ich weiß: die Wege, die er geht, find lauter Wunderwege. Johann Georg Ebeling 1667 69 1. ung dir Gottoertrauen/ Kreuz und Troft Was böse scheint, ift gut gemeint, er ist doch nimmermehr meinfeind und gibt nur Liebesschläge. de der kur- zen 5. Und meines Glaubens Unterist, was er felbft verheißen,[ pfand daß nichts mich seiner starken Hand foll je und je entreißen. Was er verspricht, das bricht er nicht, er bleibet meine Zuversicht. Ich will ihn ewig preifen. ( 525) Wer kann der Treu vergef- fen, die du an der Ga- ben un- er= mef- sen, die wir von ge tan, = emp- fahn!} Ging keine auf dei-- ne Gna= de 2. Lang, ehe mir geboren, haft du uns angeſehn! Sie sinds, die vor den Toren des Lebens wartend stehn. Philipp Spitta 1833 307 kei= nem Pfa= Er den fahrt, dem du nicht tag= tåg- lich of- fen- bart. Gebt ihnen Raum, bringt, Geifter, fie her vor meinen Tag, daß des Geschöpfs der Meister fich billig freuen mag!" 395 Pfalmen, Bitt- und Lobgesänge für jede Zeit 3. So bin ich dein geworden, dunahmst mich in den Or- den felbft ge= mann; Brü- der an. Weil ich noch kaum vom Weiten durch Dunft und Nebel fah, warst û- ber M meinem Schrei- ten ante 4. Bists noch zu allen Tagen, auch wo ich dich nicht spür und mein, ich ging durch Plagen und Angste für und für, und währ, ich müßt, in Sünden und finsternie versenkt, mich in der Hölle gründen, die dein mit Schrecken denkt, 5. dein, der die Welt bereitet nachh unbegriffnem Plan, die Strauchelnden geleitet, den Müden hilft voran, eh ich mich der Söhn und un semmi ill du wie die Son= ne nah. www der hinter Zeit und Maßen, davor der Geift erschricht, gebahnt die schönen Straßen zur Herrlichkeit erblickt, 6. zum Vorhof deiner Wahrheit, zur emgen Gegenwart, da die vollkommne Klarheit sich allen offenbart, da alles Seufzen mündet in einen Lobgefang und Stern den Sternen kündet fried, freude, Preis und Dank. Rudolf Alexander Schröder 1930 tilpt ook 30 Siehe auch: Der Herr ist mein getreuer Hirt( Nr. 178) Großer Gott, du liebst Erbarmen( Nr. 180) Ich heb mein Augen fehnlich auf( Nr. 191) Herzlich lieb hab ich dich, o Herr( Nr. 247) 396 ade paal nu ud fod 200 onsdal 000 sissos 101 sonajapdo. Tod und Ewigkeit 3. Miten În ber Höllen 08 geiftlich Straßburg 1430/ bei Philipp Wackernagel 1860 198 al ler Tod und Ewigkeit 31 9M390 ( Die Letzten Dinge) 3inde ni 30 1. Ich wollt, daß ich da hei- me wär und - Wel= te 2. Ich mein, daheim im Himmelreich,/ daich Gott schaue ewiglich. 3. Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar, dort wartet dein der Engel Schar. 4. Denn alle Welt ist dir zu klein, du kommest denn erst wiederheim. 5. Daheim ist Leben ohne Tod/ und ganze Freude ohne Not. 6. Da sind doch tausend Jahr wie heut und nichts, das dich verdrießt und reut. / 7. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut,/ und such das Gut ob allem Gut! 10] 8 Troft 0 m30 040 310 800 med 308 HM 9. Du hast doch hie kein Bleiben tonicht,/ obs morgen oder heut geschicht. 397 ent= behr. 8. Was das nicht ist, das schäh gar klein/ und sehn dich allzeit wieder heim. 10. Da es denn anders nicht mag [ ein, so fleuch der Welte falschen Schhein. 11. Bereu dein Sünd und beßre dich, ale molltst du morgn gen Himmelreich. 7 12. Ade, Welt, Gott gesegne dich!/ Ich fahr dahin gen Himmelreich. Nach Heinrich Don Laufenberg 1430 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 309 1. B ten { Wen fuchyn mir, mit dem Tod um daß wir Gnad er bift du, Herr, al un=[ re Mif- fe zür B hei = zí= U wir im Le- ben der Hil = fe lí net hat. DUS B ger Hei= = To= des Not. laß uns nicht der- B B fan lan tat = B lei= ne. Ky = gen. gero ftar ker Gott, hei- lí = Hei- li- ger 14. Jahrh./ Martin Luther 1524 sin- ken B land, du e 398 ri B 7 die dich, Herr, er= find tu 7 EAF prudio 18 onsbay Das gen? J Uns reu= et Her- re Gott, ger barm- her= wi- ger Gott: in des bit= tern e= lei = - fon. is adal sit spriblando Tod und Ewigkeit 2. Mitten in dem Tod anficht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus folcher Not frei und ledig machen? Das tuft du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unfre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, 3. Mitten in der Höllen Angst unfre Sünd' uns treiben. Wo folln wir denn fliehen hin, da mir mögen bleiben? Zu dir, Herr Chrift, alleine. Vergoffen ist dein teures Blut, das gnug für die Sünde tut. Heiliger Herre Gott, heiliger starker Gott, heiliger barmherziger Heiland, heiliger barmherziger Heiland, du ewiger Gott: du ewiger Gott: laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllen Glut. Kyrieleison. laß uns nicht entfallen von des rechten Glaubens Troft. Kyrieleifon. Nach der Antiphon Media vita in morte( 8. Jahrh.) Str. 1: 15. Jahrh., Str. 2 und 3: Martin Luther 1524 Herr err Gott, du bist unsre Zuflucht für und für. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das macht dein Zorn, daß wir so vergehen, und dein Grimm, daß wir so plöhlich dahin müssen. Denn unsre Missetat stellest du vor dich, unfre unerkannte Sünde ins Licht vor deinem Angesicht. Darum fahren alle unsre Tage dahin durch deinen Zorn, wir bringen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. Wer glaubts aber, daß du so sehr zürnest, und wer fürchtet sich vor solchem deinem Grímm? Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. Aus dem 90. Pfalm 399 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 310 adet andre m 1. Mit fried und jur söng2 sid 301 nin Gotts Wil wie freud 300 tban doT mso ni hat: der Tod ift 2. Das macht Christus, wahr' der treu Heiland,[ Gottes Sohn, den du mich, Herr, haft sehen lan und gmacht bekannt, daß er sei das Leben mein und Heil in Not und Sterben. an nsbo Martin Luther 1524 marblat sun on mir mein Herz und Sinn, sanft und ich fahr da- chin 69 diseshora onuz önü2 silmu le; plge= troft ist stil- le; . Gott mir ver- hei sot and supresiju salan hid to sto se 400 -- ßen mein Schlaf morend- id den. OMI 3. Den hast du allen vorgestellt mit groß Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden und sinn durch dein teuer heilsam Wort, an allem Ort erschollen. 4. Er ist das Heil und selig Licht für die Heiden, und do eld zu'rleuchten, die dich kennen nicht, und zu weiden. Er ist deine Volks Ifrael nadad en suos Preis, Ehre, freud und Wonne. Der Lobgefang des Simeon( das Nunc dimittis, Lukas 2) Derdeutscht von Martin Luther 1524 s súst 101 spoolsedol Tod und Ewigkeit gimpune.no 311 16. Jahrh./ geiftlich Wittenberg 1552 14 1. Herz- lich tut mich erfreu- en die liebe Sommonild.nobl noms dala mer- zeit*, mann Gott wird schön ver- neu- en padual mi les zur Ewig- keit. Den Him- mel und die 103 Tiba 2. Kein Zung kann je erreichen Die ewig Schönheit groß, man kanna mit nichts vergleichen, die Wort find viel zu bloß. Drum müssen wir solchs[ paren bis an den Jüngsten Tag, dann wollen wir erfahren, was Gott ist und vermag. 3. Da werden wir mit freuden den Heiland schauen an, der durch sein Blut und Leiden den Himmel aufgetan, die lieben Patriarchen, Propheten all zumal, die Märtrer und Apostel bei ihm in großer Zahl. dong al= Er den wird Gott neu schaf- fen gar, all Kre- Qtur foll mer- den ganz herrlich, schön und klar. * Bild für, Ewigkeft" 4. Also wird Gott erlöfen uns gar von aller Not, vom Teufel, allem Bösen, Don Trübfal, Angst und Spott, Don Trauern, Weh und Klagen, Don Krankheit, Schmerz und Leid, Don Schwermut, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit. 401 5. Er wird uns fröhlich leiten ins ewig Paradeis, die Hochzeit zu bereiten zu seinem Lob und Preis. Da wird sein freud und Wonne in rechter Lieb und Treu aus Gottes Schah und Bronne und täglich werden neu. nes Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Da wird man hören klingen die rechten Saftenſpiel, die Mufikkunft wird bringen. in Gott der freuden viel, die Engel werden singen, all Heilgen Gottes gleich mit himmelischen Zungen ewig in Gottes Reich. 312 7. Mit Gott wir werden halten 9. Ach Herr, durch deine Güte das ewig Abendmahl, dführ mich auf rechter Bahn, die Speis wird nicht veralten auf Gottes Tisch und Saal, wir werden früchte essen Dom Baum des Lebens stet, Dom Brunn der Lebensflüffe trinken zugleich mit Gott. BI 1. O 23/01 land. 8. Wir werden stets mit Schalle Dor Gottes Stuhl und Thron mit freuden fingen alle ein neues Lied gar schön: Lob, Ehr, Preis, Kraft und Stärke Gott Vater und dem Sohn, des Heilgen Geiftes Werken feí Lob und Dank getan." fahr da hin mein Stra- ßen ins Welt, ich muß dich laf- fen, zen in 0sm Got Herr Christ, mich wohl behüte, fonst möcht ich irre gahn. Halt mich im Glauben feste in dieſer bösen Zeit, hilf, daß ich mich stets rüfte zur emgen Hochzeitsfreud. Johann Walter 1552, Str. 9: Dresden 1557 Mein' Geift will ich - tes 15. Jahrh./ geistlich um 1505 da- zu mein' Leib und Le= ben 402 e= wig Va- terauf ich gnád- ge ge= ben, fet- d Hand.d 1 302 301 spoblapdal Tod und Ewigkeit 6. Drauf will ich fröhlich sterben, das Himmelreich erwerben,/ wie er mire hat bereit';/ hier mag ich nicht mehr bleiben,/ der Tod tut mich vertreiben, mein Seele fich vom Leibe scheidt. 2. Mein Zeit ist nun vollendet,/ der Tod das Leben endet,/ Sterben ist mein Gewinn; kein Bleiben ist auf Erden; das Emge muß mir werden, mit fried und freud ich fahr dahin. non 3.Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlih will ich schauen/ wahrlich durch Jesum Christ, der für mich ist gestorben,/ des Vaters Huld erworben,/ mein Mittler er auch morden ist. 4.Die Sünd mag mir nicht schaden,/ und richt dich auf die Bahn/ mit Beten und mit Wachen,/ sonst all irdische Sachen/ follft dugutwillig geben dran. 8. Die Zeit ist schon vorhanden,/ erlöst bin ich aus Gnaden/ um- hör auf oon Sünd und Schanden/ sonst durch Christi Blut. Kein Werk kommt mir zu frommen;/ fo will ich zu ihm kommen/ allein durch christlich' Glauben gut. 5.Ich bin ein unnüt Knechte, mein Tunist viel zu schlechte,/ denn daß ich ihm bezahl/ damit das emig Leben, umsonst will er mirs geben und nicht nach meim Verdienst und Wahl.madlald 14* 7. Damit fahr ich von hinnen./ O Welt, tu dich befinnen, denn du mußt auch hernach;/ tu dich zu Gott bekehren und von ihm Gnad begehren,/ im Glauben fei du auch nicht schwach. 9. Das schenk ich dir am Ende:/ ade, zu Gott dich wende!/ Zu ihm steht mein Begehr./ Hüt dich vor Pein und Schmerzen,/ nimm mein'Abschied zu Herzen./Meins Bleibens ist jetzt hier nicht mehr. A( 512) Nürnberg 1555 Uni nd ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Offenbarung 21, 3-4. 403 Pfalmen, Bitt- und Lobgeſänge für jede Zeit 313 fe 1. Wenn mein Stünd- lein vor- han- den foll hin- fahrn mein Straße, fo g'left du mich, Herr Jesu Chrift, mit Hilf mich nicht verlaffe. laf- fe.b00 Anleach 9 dei- ne Händ, du mollst sie Frankfurt( Main) 1569 Mein Seel an meinem leth- ten End befehl ich dir in 2. Mein' Sünd' mich werden kränken ſehr,/ mein Gwissen wird mich nagen, denn ihr' find viel wie Sand am Meer,/ doch will ich nicht verzagen. Gedenken will ich an dein' Tod, Herr Jefu, und dein Wunden rot;/ die werden mich erhalten. / 6901967 Sim ift bund 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen, von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmeren, wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir, ein ewigs Leben haft du mir/ mit deinem Tod erworben. mir 404 be- mah- ren! 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben, mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todafurcht kann sie vertreiben, denn wo du biſt, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin,/ drum fahr ich hin mit Freuden. 5. So fahr ich hin zu Jefu Chrift,/ mein Arm tu ich ausstrecken,/[ o schlaf ich ein und ruhe fein,/ hein Mensch kann mich aufwecken/ denn Jesus Chriftus, Gottes Sohn, der wird die Himmelstür auftun, uns führn zum emgen Leben. ( 525) Nikolaus Herman 1562. Str. 5: Bonn 1575 the 90s) 301 sprolapdo. Tod und Ewigkeit 314 Melodie: Vater unfer im Himmelreich Leipzig 1539 C 1. Herr Jesu Christ, wahr' Mensch und Gott, do der du littft Mar- ter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir deins Vaters Huld er- warbst: ich bitt durchs bitt= te Lef- den dein, du wollft mir Sünder gna- dig sein. 2. Wenn ich nun komm in Sterbensnot/ und ringen werde mit dem Tod,/ wenn mir vergeht all mein Geficht und meine Ohren hören nicht, wenn meine Zunge nicht mehr spricht und mir vor Angst mein Herz zerbricht, 4. Die bösen Geister von mir treib,/ mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leib abwendt, so nimm fie, Herr, in deine Händ, der Leib hab in der Erd sein Ruh,/ bis sich der Jüngst Tag naht herzu. 3.wenn mein Verstand sich nicht befinnt/ und mir all menschlich Hilf Zerrinnt:/ fo komm, Herr Christe, mit behend/ zu Hilf an meinem letzten End und führ mich aus dem Jammertal, Derkürz mir auch des Todes Qual. 5. Ein fröhlich Urständ* mir verleih,/ am Jungsten Gricht mein fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk,/ aus Gnaden mir das Leben schenk,/ wie du haft zugefaget mir/ in deinem Wort, das trau ich dir:* Auferstehung 405 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6., fürwahr, fürwahr, euch sage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich,/ der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht, und ob er gleich hier zeitlich stirbt,/ mitníchten er drum gat verdirbt, 315 7. sondern ich will mit starker Hand/ ihn reißen aus des Todes Band und zu mir nehmen in mein Reich, da foll er dann mit mir zugleich in freuden leben ewiglich." Dazu hilf une ja gnädiglich. / 8. Ach Hert, Dergib all unfre Schuld, hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbet;/ auch unser Glaub stets wacker sei, deim Wort zu trauen festiglich,/ bis wir entSchlafen feliglich. ( 517) Paul Eber 1562 16. Jahrh./geistlich Frankfurt( Main) 1589 1. Ich hab mein Sach Gott heim- ge- stellt, 2 strebn feim Wil= len 2. Mein Zeit und Stund ist, wann Gott will, ich schreib ihm nicht por Maß noch Ziel. Es sind gezählt all Härlein mein, beid, groß und klein;/ fällt keines ohn den Willen sein. ld clos machs mit mir, wie's ihm ge= fällt. ₹ all- hier noch länger lebn, 406 ohn er Soll ich Wi- der= tu ich mich er= gebn. 08 3. Es ist allhier ein Jammertal,/ Angst, Not und Trübfalüberall,/ des Bleibens ist ein kleine Zeit/ voll Müh und Leid,/ und wers bedenkt, ist stets im Streit. X ads 30 spmblando Tod und Ewigkeit 4. Es hilft kein Reichtum, Geld noch Gut, kein Kunst noch Gunft noch stolzer Mut,/ fürn Tod kein Kraut gewachsen ist,/ mein from 8. Das macht die Sünd, du treuer Gott, dadurch ift komm'n der bittre Tod, der nimmt und frißt all Menschenkind,/ wie er sie mer Chrift, alles, was lebet, findt, fragt nicht, wes Stands [ terblich ist. d nhund Ehrn sie sind. / 5. Heut sind wir frisch, gesund und stark und liegen morgen tot im Sarg, heut blühen wir wie Rofen rot,/ bald krank und tot/ ist allenthalben Müh und Not. 6.Man trägt eine nach dem andern hin, wohl aus den Augen, aus dem Sinn,/ die Welt vergiffet unser bald, ob jung, ob alt, auch unfrer Ehren mannigfalt. / 7. Ach Herr, lehr uns bedenken mohl, daß wir sind sterblich all zumal, auch wir allhier kein Bleibens han,/ müssn all davon, gelehrt, reich, jung, alt oder schön. 9. Ich hab hier wenig guter Tag,/ mein täglich Brot ist Müh und Klag. Wann mein Gott will, so will ich mit hinfahrn in Fried;/ Tod ist Geminn und schadt mir nit. 10. Und ob mich schon mein Sünd anficht, dennoch will ich verzagen nicht, ich weiß, daß mein getreuer Gott/ für mich in' Tod/ fein' liebsten Sohn gegeben hat. 11. Das ist mein Troft zu aller Zeit/ in allem Kreuz und Traurigkeit:/ Ich weiß, daß ich am Jüngsten Tag/ ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 12. Mein' lieben Gott von Angeficht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht,/ in ewger freud und Seligkeit,/ die mir bereit',/ ihm fei Lob, Preis in Ewigkeit. Wntsd Johann Leon 1582/1589 407 Der Tod ist der Sünde sold, aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben in Jesu Christo, unserm Herrn. Römer 6, 23 trud nin pasti Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 316 1. Christus der HD bon frin Melchior Vulpius 1609 ter 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Chrift, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 20 ift nd 3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Lefden, Angst und Not, durch sein heilig fünf Wunden bin ich verföhnt mit Gott. mein ben ist mein Ge minn, dem tu ich mich nerLe ben, Sternism ge- ben, mit Fried fahr ich dahin.d do 0000 dlo do put do ● 1000 5. Wenn mein Herz und Gedanken zergehn als wie ein Licht, A das hin und her tut wanken, wenn ihm die Flamm gebricht: 6. alsdann fein sanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wann kommt mein Stündelein. 7. An dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit 4. Wenn meine Kräfte brechen, mein Atem geht schwer aus und kann kein Wortmehrsprechen: und ewig bei dir leben Herr, nimm mein Seufzen auf. in Himmelsmonn und-freud. ( 508) Jena 1609 408 Jele esus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubet, der wird leben, ob er gleich stürbe; und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. Johannes 11, 25-26 Königsberg( Oftpreußen) 1602/ Leipzig 1625 1. O Jefu Chrift, meins Le- bens Licht, mein Hort, mein Troft, mein Zu- per- ficht: auf Er- den bin ich nur ein Gaft und drückt mich 2.Ich hab vor mir ein schwere Reif'/ zu dir ins himmlisch Paradeis,/ da ist mein rechtes Vaterland,/ daran du haft dein Blut gewandt. 3. Zur Reif' ist mir mein Herz sehr matt,/ der Leib gar menig Kräfte hat; allein mein Seele schreit in mir:/ Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir. 1 4. Drum ftärk mich durch das Leiden dein/ in meiner letzten Todes pein/ deinDurst und bittrer Trank mich lab, wenn ich sonst keine Stärkung hab. 5. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, dein Geist in meinem Herzen schrei,/ hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen werden blind. sonbide Tod und Ewigkeit 317 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht,/ menn mirder Tod das Herze bricht;/ dein Kreuz laß sein mein' sehr der Sün- den Laft. Wanderstab, mein Ruh und Raft dein heilig Grab. 7. Auf deinen Abschied, Herr, ich trau, darauf mein letzte Heimfahrt bau/ tumir die Himmelstür weit auf, wenn ich beschließ meine Lebens Lauf. 8. Am Jüngsten Tag erweck den Leib,/ hilt, daß ich dir zur Rechten bleib, daß mich nicht treffe dein Gericht,/ das aller Welt ihr Urteil ſpricht. 9. Alsdann mein' Leib erneure ganz,/ daß er leucht mie der Sonne Glanz und ähnlich sei deim klaren Leib,/ auch gleich den lieben Engeln bleib. m no 10. Wie werd ich dann so fröhlich fein,/ werd fingen mit den Engelein/ und mit der Auserwählten Schar auf ewig schaun dein Antlig klar.us Nach einem älteren Liede von Martin Behm 1610 409 Plalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 318 Va 1.{ dein - let will ich dir fündlich bö- fes arge, fal dhe Welt, aus mir nicht ge- fällt. - Im Melchior Teschner 1615 410 ge- ben, Le ben durchdu ● Him- mel ist gut woh- nen, hin auf steht mein Be J wird Gott herr- lich loh nen dem, der ihm dient all- hier.om antada 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jeju, Gottes Sohn. Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon, verkürz mir alles Leiden, stärk meinen schwachen Mut, laß mich jelig abscheiden, set mich in dein Erbgut. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt all Zeit und Stunde, drauf kann ich fröhlich sein. Erschein mir in dem Bilde zu Troft in meiner Not, mie du, Herr Chrift, so milde dich haft geblut' zu Tod. * 1. Samuel 25, 29 gier, dabla 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden in deiner offnen Seit, rück fie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins himmlisch Schloß, der ist ewig genesen, wer bleibt in deinem Schoß. 5.Schreib meinen Nam'naufe befte ins Buch des Lebens ein und bind mein Seel gar feste ine schöne Bündelein* der', die im Himmel grünen A nad und vor dir leben frei, so will ich emig rühmen, daß dein Herz treue ſei. ( 530) Valerius Herberger 1614 to Witombalam bod ud id spok 15. Jahrh./ geiftlich Genf 1551 1. 13 Freu dich sehr, nun uartiollato { weil dich Dergiß all Not und Qual, 1 aus diesem Jammer tal. und großem Leid die freud, 0 mei- ne Christus, der Tod und Emigkeit al 319 See Her a die kein Ohr hat je # 411 M le, und re, ruft Aus Trüb fal follst du fah- ren in E ret, die in Ewig keit auch wäh M ret. 2. Tag und Nacht hab ich gerufen 4. Welt und Teufel, Sünd und zu dem Herren, meinem Gott, meilmich stets piel Kreuzbetroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie fich fehnt ein Wandersmann, daß sein Weg ein End mög han, so hab ich gewünschet eben, daß sich enden mög mein Leben. 3. Denn gleich wie die Rofen stehen unter spitzen Dornen gar, also auch die Christen gehen in Diel Angsten und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unfer Lauf Doller Beschwerden. ge- hounfer eigen Fleisch und Blut( Hölle, plagen stets hier unfre Seele, laffen uns bei keinem Mut. Wir find voller Angst und Plag, lauter Kreuz find unfre Tag, wenn wir nur geboren werden, Jammer gnug findt fich auf Erden. 5. Wenn die Morgenrotherleuchtet und der Schlafoon uns sich wendt, Sorg und Kummer daherschleichet, Müh fich findt an allem End. Unfre Tränen sind das Brot, so wir effen früh und ſpat, wenn die Sonnnicht mehr tutscheinen, ist nichts denn nur Klag und Weinen. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Drum, Herr Chrift, du Morgender du ewiglich aufgehst,[ fterne, fei von mir jetund nicht fern weil mich dein Blut hat erlöst. Hilf, daß ich mit fried und freud mög von hinnen fahren heut, ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlaffe.. 7.Ob mir schon die Augen brechen, das Gehor auch gar verschwindt, meine Zung nicht mehr kannsprechen, mein Verstand sich nicht befinnt, 320 1. { 12. Je- ru- fa Mein Jehn- lich mir, bist du doch mein Licht, mein Wort, Leben, Weg und Himmelepfort, du wirst felig mich regieren, die recht Bahn zumHimmelführen. 8. freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, ruft aus diesem Jammertal. Seine freud und Herrlichkeit follst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilferen, emig, ewig triumphieren. ( 534) Freiberg( Sachsen) 1620 10Stadt, wollt Gott, ich már und hat weit Melchior Franck 1663/ Darmstadt 1698 lem, du Herz fo in ist nicht mehr bei ber Berg und hoch- ge- bau= te groß Ver lan- gen 11. 33 1412 To · - dir! le, meit Ü- ber bla= ches Feld schwingt 29 sich über namisaluule und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag 5. Propheten groß und noch viel schönce Stund, und Patriarchen hoch, 128 wann wirst du kommen schier, da ich mit Luft, auch Christen insgemein, die weiland dort mit freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände bon zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland! 3. O Ehrenburg, nun[ ei gegrüßet mir, tu auf der Gnaden Pfort, wie große Zeit hat mich perlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit. 4. Was für ein Volk, was für ein edle Schar kommt dort gezogen schon? Was in der Welt Don Auserwählten war, seh ich, die beste Kron*, die Jefus mir, der Herre, entgegen hat gefandt, da ich noch war so ferne in meinem Tránenland. * Corona, Versammlung intre Tod und Ewigkeit trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, [ dhau ich in Ehren schweben, in freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit fonnenlichtem Strahl. 6. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund oon Lob und Prefe. Das Halleluja reine man spielt in Heiligkeit, das Hofianna feine ohn End in Ewigkeit 7. mit Jubelklang, mit Inftrumenten schön, in Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton fich regt der freudenfaal, mit hunderttausend Zungen, H mit Stimmen noch viel mehr, din wie von Anfang gesungen das große Himmelsheer. Joh. Matthäus Meyfart 1626 62 ni fast disd asd( bed idal s 350 ( 19galam) Und Ind ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Hot Offenbarung 21,1 413 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit Herr Aldge= 92 32140 BI { madsom Machs ruf al naotul esd dnu mit ich dich sthol) im Bartholomäus Gefius 1605/ Joh. Hermann Schein 1628 call oua budaini nammod ud felerand mein Vate hilf mir in mei- nem wenn sich mein Seel will dhod mod nimm fie, Herr, in nonu les = mir, Gott, nach an, der ini sim gut, wenn 2. Gern will ich folgen, liebfter Herr,/ du läßt mich nicht verderben. Ach du bist doch von mir nicht fern,/ wenn ich gleich hier muß sterben, verlaffen meine liebsten Freund, die's mit mir herzlich gut gemeint. / 3. Ruht doch der Leib fanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deiner Hand sie unversehrt/ durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Tränental, Angst, Not, Müh, Arbeit überall. dei sim 000 din glas dei- ner fag mirs nicht; Güt, 414 a - [ cheiden;} fo ne Händ, ist gut das End. 4.Tod, Teufel, Höll, die Welt und Sünd mir können nichts mehr schaden;/ andir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden. Dein einger Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. pada 5.Was wollt ich denn lang traurig sein, weil ich so wohl bestehe,/ bekleidt mit Chrifti Unschuld rein/ wie eine Braut hergehel/ Gehab dich wohl, du schnöde Welt,/ bef Gott zu leben mir gefällt. Joh. Hermann Schein 1628 Johann Crüger 1647 1. O wie Se lig seid ihr doch, ihr from- men, die ihr durch den Tod zu- Gott ge= spnbspdo Tod und Ewigkeit 322 kom- men! Ihr seid ent- gan- gen Not, die uns noch hält ge. 2.Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, furcht und Schrecken schweben,/ was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. ass sie 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer/ ficher und befreit oon allem Jammer, kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. / fan 415 4. Christus wischet ab euch alle Tränen,/ ihr habt schon, wonach wir uns erst sehnen;/ euch wird geſungen,/ was durch keines Ohr allhier gedrungen. 6. Komm, o Chrifte, komm, uns auszuſpannen,/ lös uns auf* und führ une bald oon dannen. Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. * lös uns los( von der Welt) al= ler 5. Ach wer wollte dann nicht gerne sterben/ und den Himmel für die Welt ererben! Wer wollt hier bleiben, sich den Jammer länger lassen treiben? ( bun gen. Simon Dach 1635 COOTY Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 323 1. Herr, nun laß in Friede, mû- de, Himmels deinen Die- ner - [ cha- ren [ til len, doch 2. Gerne will ich sterben und den Himmel erben, Chriftus mich geleitet, welchen Gott bereitet zu dem Licht der Heiden, das uns seht in freuden. 3. Hier hab ich gestritten, Ungemach erlitten, ond ritterlich gekämpfet, manchen feind gedämpfet, add Glauben auch gehalten sol richtig mit den Alten. nach 4. Tränen muß ich lassen, meinen ohne Maßen, schwere Gänge laufen mit der Christen Haufen, über Sünde klagen, Kreuz und Trübfal tragen. omie d Böhmische Brüder 1694 le bens- fatt und 416 fah= ren le- lig zu den lig und im dei- nem Wil 5. Nunmehr soll sichs wenden, Kampf und Lauf sich enden, Ms Gott will mich erlösen bald von allem Bösen; es soll besser werden, als es war auf Erden. 6. Frieden werd ich finden, ledig fein Don Sünden und auf allen Seiten nicht mehr müssen streiten, mid mich soll ganz umgeben himmlisch freudenleben. al be A len. 7. Mir ift befgeleget, wo man Zepter träget, Meine schöne Krone [ chon zum Gnadenlohne, da werd ich ergötet und zur Ruh gesetzet. S d 8. Mein Erlöser lebet und mich selber hebet aus des Todes Kammer; da liegt aller Jammer. fröhlich, ohne Schrecken, will er mich aufwecken. 9. Dieser Lefb foll gehen und in Klarheit stehen, wenn die Toten werden di 1.{ 8 Johann Schop 1642/ Johann Crüger 1653 00 1isX sóst 301 sprolapdol Tod und Emigkeit erstehn von der Erden, Chriftum werd ich schauen, b darauf kann ich trauen. Nach dem Lobgefang des Simeon( dem Nunc dimittis, Lukas 2) Don David Behme um 1663 324 10. Chrifto will ich fingen, Lob und Ehre bringen, rühmen seine Güte min DA me mit Seel und Gemüte, estybarise preffen ſeinen Namen ohn Aufhören. Amen. E- mig- keit, du Don- ner- mort, E- mig- keit, Zeit oh= ne Zeit, Schwert, das durch die weiß vor gro- Ber ſon= der En mich hin M de! = wen- de. ich 0 An- fang Seele bohrt, Trau- rig- keit nicht, wo ich Mein ganz er-[ chrock- nes Herz er- bebt, daß mir die Zung am Gau- men klebt. 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird aufgehoben. om Die Emigkeit nur hat kein Ziel, fie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben; ja- wie mein Heiland selber spricht. aus ihr ist kein Erlösung nicht. 3.0Ewigkeit, du machst mir bang, o ewig, ewig ift zu lang, hier gilt fürwahr kein Scherzen. Drum, wenn ich diese lange Nacht zusamt der großen Pein betracht, erschreck ich recht von Herzen; nichts ist zu finden weit und breit so schrecklich als die Ewigkeit. 417 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. Ach Gott, mie bist du so gerecht, wie strafft du einen böfen Knecht fo hart im Pfuhl der Schmerzen, auf kurze Sünden dieser Welt haft du so lange Pein bestellt. co Ach nimm dies wohl zu Herzen, betracht es oft, o Menfchenkind: Kurz ift die Zeit, der Tod geschwind. 325 Jon- der Dom 5. O Emigkeit, du Donnerwort, oSchmert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, 00 ich meiß oor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm dumich, wenn es dir gefällt, Hert Jeju, in dein Freudenzelt. Awo( 537) Johann Rift 1642 €. nosmie ead protsedo Jmed chok 1.{ 8 mich er- quik= ket fort und fort, weiß por Her- zens= froh- lich- keit E- wig- keft, du freu- den- wort, E- mig- keit, freud ohne Leid, Melodie: O Ewigkeit, du Donnerwort Johann Schop 1642/ Johann Crüger 1653 # En- del 1 len- de, f E- mig- keit, was uns 2.0 Emigkeit, du mähreft lang! Wenn mir auf Erden gleich ist bang, weiß ich, daß solchs aufhöret./ Drum, wenn ich diese lange Zeit erwäge samt der Seligheit, die nirgend nichts zerstöret, so acht ich alles Leiden nicht, weils kaum den Augenblick anficht. das ich 418 0 An- fang gar nichts mehr weil mir ver- füßt die ( 10) E be= trů- bet in der Zeit. 3. Im Himmel lebt der Christen Schar bei Gott piel tausend, tausend Jahr/ und werden des nicht müde. Sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, Sie haben güldnen frieden, da Chriftus gibt, wie er oerheißt, das Manna, das die Engel speift.He is a / 4. O Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, 0 Anfang sonder Ende!/ OEwigkeit, freud ohne Lefd, ich weiß Melodie: Herzlich tut mich verlangen Hans Leo Haßler 1601/ geistlich Görlik 1613 1. { Ich perbin der kei nen Va- ter - bin ein Gaft auf Er- den Him- mel foll mir wer- den, Stand; land. opnbloodo] Tod und Ewigkeit von keiner Traurigkeit,/ wenn ich mich zu dir wende./ Herr Jefu, gib mir folchen Sinn/ beharrlich, bis ich komm dahin. 2014 ( 537) di Kaspar Heunisch) 1692 326 Gna- den 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an ale Müh und Not gewesen! Solang ich denken kann, hab ich so manchen Morgen, fo manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; Blit, Donner, Wind und Regen hat mir mand Angst erweckt; Hier reif' ich bis zum GraEp be; dort in der ew- gen Ruh int R und hab hier da ist mein ga be, die schleußt all Ar- beit Got- tes zu. Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 419 4. So gings den lieben Alten*, an deren fuß und Pfad wir uns noch täglich halten, menna fehlt am guten Rat, fie zogen hin und wider, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. * den Glaubensvätern der Bibel Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 5. Ich habe mich ergeben madu in gleiches Glück und Leid, was will ich besser leben als solche große Leut! Es muß ja durchgedrungen, ree) es muß gelitten ſein, mer nicht hat wohl gerungen, geht nicht zur freud hinein. 6. So will ich zwar nun treiben mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt. Ich wandre meine Straße, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maße mein Vater tröften wird. 7. Mein Heimat ist dort droben, da aller Engel Schjar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in feinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, nachdeme ihm wohlgefällt. 8. Zu dem ſteht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin, die Welt bin ich durchgangen, daß iche fast müde bin. Je länger ich hier walle, je men'ger find ich freud, die meinem Geift gefalle, das meist ist Herzeleid. 9. Die Herberg ist zu böse, der Trübfal gar zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wenn dein Herz will, komm, mach ein felige Ende an meiner Wanderschaft, und was mich kränkt, das wende durch deinen Arm und Kraft. 10. Wo ich bisher gesessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, Jo tret ich dann hinaus, und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, fo scharrt man mich ins Grab. 11. Du aber, meine Freude, s du meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne nebst andern leuchten soll. 12. Da will ich immer wohnen und nicht nur als ein Gaft- bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast, da will ich herrlich fingen von deinem großen Tun und frei von schnöden Dingen in meinem Erbteil ruhn. ( 530) Paul Gerhardt 1666 - álm Wir haben hier keine bleibende Stadt, ſondern die zukünftige suchen wir. Hebräer 13, 14 nA( bnom 420 sla Denmar Michael Franck 1652/ Johann Crüger 1661 thods 30) apnbispdol Tod und Emigkeit 327 1. Ach wie flüch- tig, ach wie nich- tig Men-[ chen Le . bald ent- ste- het ben! ge het, so ift muaT ſo und auch wie- der Wie ein un- fer . 2. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. 3.Ach wie flüchtig, ach mie nichtig ist der Menschen freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, fried und Streiso find unsre fröhlichkeiten.[ ten, 4. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftlein wehet, fo ist unfre Schöne, fehet! 5.Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Glücke! Wie sich eine Kugel drehet, 421 ist der Ne bel B bald verLe ben, fe het! - M die bald da, bald dorten stehet, ſo ist unser Glüche,[ ehet! gad 6. Ach wie nichtig, ach wie flüchtig sind der Menschen Schätze! Es kann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Prangen! de Der in Purpur hoch vermessen ist als wie ein Gott gefeſsen, d deffen wird im Tod vergeffen. 8.Ach wie nichtig, ach wie flüchtig find der Menschen Sachen! sco Alles, alles, was wir sehen, du das muß fallen und vergehen. WerGott fürcht', wird ewig stehen. Michael Frand 1652 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 328 mich ergeben Rauch und A-[ che [ tehn. + 1. Die Herr- lich- keit der mag wer- den, mir Dies, mas uns kann Melodie: O Welt, ich muß dich laffen 15. Jahrh./ geiftlich um 1505 für e= wig als ein leich= ter 2. Der Ruhm, nach dem wir trachden wir unsterblich achten,[ ten, ist nur ein falscher Wahn, A. fobald der Geist gewichen 6 dl) und dieser Mund erblichen, fragt keiner, was man hier getan. 3. Es hilft kein weises Wissen, wir werden hingerissen ohn einen Unterscheid. M Was nüht der Schlösser Menge? Dem hier die Welt zu enge, dem wird ein enges Grab zu weit. 4. Dies alles wird zerrinnen, was Müh und fleiß gewinnen und saurer Schweiß erwirbt. Was Menschen hier befihen, end kann vor dem Tod nichts nützen, dies alles stirbt uns, wenn man ſtirbt. Er- den 422 kein Fels, kein Erz kann er m muß schät- zen, göt- zen, 2 wird Traum Der gehn. 5. Ist eine Lust, ein Scherzen, das nicht ein heimlich Schmerzen mit Herzensangst vergällt? Was ifte, womit wir prangen? Wo wirst du Ehr erlangen, die nicht in Hohn und Schmach 6. Wie eine Roſe blühet,[ verfällt? wenn man die Sonne siehet begrüßen diese Welt, die, eh der Tag sich neiget, eh sich der Abend zeiget, Derwelkt und unversehens fällt: 7. fo wachsen wir auf Erden und denken groß zu werden, Don Schmerz und Sorgen frei, doch eh wir zugenommen und recht zur Blüte kommen, bricht uns des Todes Sturmentzwel. 8. Wir rechnen Jahr auf Jahre; indeffen wird die Bahre uns oor die Tür gebracht. Drauf müffen wir oon hinnen und, eh mir une befinnen, der Erde fagen gute Nacht! 9. Auf, Herz, wach und bedenke, daß dieser Zett Geſchenke den Augenblich nur dein. Was du zuvor genoffen, ift als ein Strom verschoffen, was künftig, wessen wird es sein! Eigene Melodie/ 16. Jahrh./ Christoph Anton 1681 oder: Siegesfürste, Ehrenkönig( Nr. 95) 1. Al- le mas da a al foll es an- ders spebisode Tod und Ewigkeit 10. Verlache Welt und Ehre, furcht, Hoffen, Gunft und Lehre und geh den Herren an, der immer König bleibet, den keine Zeit vertreibet, der einzig ewig machen kann. 11. Wohl dem, der auf ihn trauet! Er hat recht fest gebauet, und ob er hier gleich fällt, wird er doch dort beſtehen und nimmermehr vergehen, weil ihn die Stärke selbst erhält. ( 512) Andreas Gryphius 1650 sig 00 329 Men- fchen müs- sen bet, muß Der ale R les fleisch ist gleich wie mer- den foll ge- ne- sen zu der R heit, die den from 2. Drum so will ich dieses Leben, weil es meinem Gott beliebt, auch ganz willig von mir geben, bin darüber nicht betrübt. Heu; neu. '} Leib der muß ver- we- fen, wenn er f . fter- ben, der- ben, Die= fer an= ders großen Herr= lichmen ift be- reit'. Denn in meines Jefu Wunden hab ich nun Erlösung funden, und mein Trost in Todesnot ist des Herren Jefu Tod. 423 Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 3. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Gewinn, er hat mir das Heil erworben; drum fahr ich mit freuden hin, hin aus diesem Weltgetümmel in des großen Gottes Himmel, da ich werde allezeit schauen die Dreifaltigkeit. 4. Da wird ſein das Freudenleben, da viel tausend Seelen schon find mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott oor seinem Thron, da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: , Heilig, heilig, heilig heißt Gott der Vater, Sohn und Gefft." 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten all zumal, mo auf ihren Ehrenthronen fihet der Zwölf Boten Zahl, wo in so viel tausend Jahren alle frommen hingefahren, da wir unferm Gott zu Ehrn ewig Halleluja hörn. 6. O Jerufalem, du schöne, sw ach wie helle glänzest du! Adh mie lieblich Lobgetöne hört man da in fanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne: jeho gehet auf die Sonne, jeho gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 7. Ach ich habe schon erblicket alle diese Herrlichkeit, jeho werd ich schön geschmücket mit dem weißen Himmelskleid und der güldnen Ehrenkrone, stehe da vor Gottes Throne, [ chaue folche Freude an, die ich nicht beschreiben kann. ( 536) Johann Rofenmüller 1652 GBCD/ Du wirst meine Seele nicht dem Tode laſsen 2017 didal 424 Dol und nicht zugeben, daß dein Heiliger verwese. Du fust mir kund den Weg zum Leben, vor dir ist Freude die Fülle und liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich. Pfalm 16, 10-11 Berlin 1653 1. Hef mich R Jus, mei- ne Zu der sicht Die fes weiß ich, ſoll ich nicht as dru Bundl 119 ada 30 apriblagdoj Tod und Ewigkeit 330 - 1p 1.{ land, ist im zu= frie- den Le- ben. To- des- nacht mir auch für Jussabon Onu Jozts 396 anism bus tpost outst Spätere form M - ne Jelus, mei Die ses weiß ich, = Hei- land, ist im ge mich zu- frie- den Le- ben. - 425 mas die ben, und mein - rum da Zu= Der=[ icht und mein foll ich nicht da- rum lan= ge Gedanken macht? Topid.2 } 39140( was die lan= geid To- des- nacht mir auch für Ge dan- ken macht! 2. Jeſus, er mein Heiland, lebt, ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt; warum sollte mir denn grauen! Läffet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht! 3.Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, meine starke Glaubenshand wird in ihm gelegt befunden, daß mich auch kein Todesbann ewig von ihm trennen kann. Plalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 4. f Ich bin fleisch und ge- steh ich, das mal zu A- sche mek- ken aus der Herr- lich- keit um ihn wer- den, Er- den, 5. Diefer meiner Augen Licht wird ihn, meinen Helland, kennen, ich, ich selbst, ein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen, nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgetan. muß da- her doch wird er ndnudsst 6. Was hier kranket, feufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen, irdisch werd ich ausgefät, himmlisch werd ich auferstehen, hier geh ich natürlich ein, dort da werd ich geistlich sein. {} daß ich in der auch einmich er[ ein mög al= le- zeit. 7. Seid getroft und hocherfreut, Jesus trägt euch, meine Glieder. Gebt nicht statt der Traurigkeit: sterbt ihr, Chriftus ruft euch wieder, wenn die lett Posaun erklingt, die auch durch die Gräber dringt. 8. Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen, denn ihr follt euch durch die Luft eurem Heiland zugefellen. Dann wird Schwachheit und Verliegen unter eurem Fuß.[ druß 9. Nur daß ihr den Geift erhebt von den Lüften dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, dem ihr beigefügt wollt werden. Schickt das Herze do hinein, wo ihr ewig wünscht zu sein! ( 513) Berlin 1653 426 nismo eojet 1 and thus( s d nandesdoT nisi down thìm Bod silnis) iqual nis theo t fisix tb bon trbin es esbism la súat af spröjopdo. Tod und Ewigkeit 331 sld onu pid blbbigust 330 bin antam ud finner nun GE Eigene Melodie/ Rothenburg( Tauber) 1623 u. 1774/ Elberfeld 1805 oder: Wer nur den lieben Gott läßt walten( Nr. 298) ani 1. Hin geht die kann kom- men Wer weiß, wie ach wie ge- schwin= de Blut: no- he mir mein und be Zeit, her kommt der To- des - ne rhoud don 1 Mein Gott,( mein Gott,) ich mache nur mit 2.Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen mar;/ denn weil* ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todogefaht. Mein Gott,( mein Gott,) ich bitt durch Chrifti Blut:/ mache nur mit meinem Ende gut.* folange 3. Herr, lehr mich stets mein End bedenken/ und, wenn ich einstens sterben muß, die Seel in Jesu Wunden senken und ja nicht [ paren meine Buß. Mein Gott, ( mein Gott,) ich bitt durch Christi Blut: Ende gut. mache nur mit meinem 36 427 mei- En- de! hen- de Tod; not. } bitt durch Chri- fti i- nem En de gut. asdal nis M 4. Laß mich beizeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so [ chicks mit mir!/ Mein Gott,( mein Gott,) ich bitt durch Chrifti Blut:/ machs nur mit meinem Ende gut. 5. Ich habe Jefum angezogen/ schon längst in meiner heilgen Tauf, du bist mir auch daher gewogen, haft mich zum Kind genommen auf. Mein Gott, ( mein Gott,) ich bitt durch Christi Blut: mache nur mit meinem Ende gut. Pfalmen, Bitt- und Lobgefänge für jede Zeit 6. Ich habe Jefu Leib gegeffen,/ ich hab ſein Blut getrunken hier, nun kannst du meiner nicht vergeffen, ich bleib in ihm und er in mit./Mein Gott,( mein Gott,) ich bitt durch Christi Blut: machs nur mit meinem Ende gut. asila of fl 7. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mire mit Jefu glückt;/ ich bin und bleib in deinen Sorgen, mit Jefu Blut schön ausgeschmückt./ Mein Gott, ( mein Gott,) ich bitt durch Christi Blut: mache nur mit meinem Ende gut. 8. Ich leb indes in dir vergnüget*/ und sterb ohn alle Kümmernis./ Mir gnüget, wie mein Gott es füget,/ ich glaub und bin es ganz ip niH gewiß:/ Mein Gott,( mein Gott,) aus Gnad durch Christi Blut/ machst du's mit meinem Ende gut. * zufrieden de mod Amilie Juliane Reichsgräfin von Schwarzburg- Rudolstadt 1688 Siehe auch: Nun bitten wir den Heiligen Geift( Nr. 99) ad Chrifti Blut und Gerechtigkeit( Nr. 273) ungh Fard Mein Leben ist ein Pilgrimftand( Nr. 303) int Endlich bricht der heiße Tiegel( Nr. 305) 68.9 die Lieder am Ende des Kirchenjahres Nr. 120-123 und die Lieder zur Bestattung Nr. 174 und 175 100 Oni mus schomvula Mladsudd x mapoxspm the nem elafl him adal H nsolist sanism sto opp ensijas drans, dnunsinsdad 2 sidum mu pin 5 dnu nading] 3100mlsMx qu8 sem nal Midtbaud ild i( 100 nism) manism tim un orbe ( 100 nism) 18 428 spain dr ostisosadnoldsdor Tag und Nacht ist dein, du machſt, daß Sonne und Gefſtien ihren gewissen Lauf haben. Psalm 74, 16 LIEDER FÜR BESONDERE ZEITEN UND ANLASSE Tag und Jahr Am Sonntagmorgen Melodie: Erschienen ist der herrlich Tag mittelalterlich/ Nikolaus Herman 1560 JASPO bei, die Woche wird nun wie- der 1. Gott Lob, der Sonn- tag kommt her= 210 r 332 mir das Leben bracht. Hal- le 2. Das ist der Tag, da Jesus Christ Dom Tod für mich erstanden ist/ und schenkt mir die Gerechtighkeit, Troft, Leben, Heil und Seligheit. Halleluja. 3. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott verföhnet hat mein Gott das Licht gemacht, mein Heil hat neu. Heut lu- ja. H sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Halleluja. 429 4. Mein Gott, laß mir dein Lebensmort, führ mich zur Himmelsehrenpfort, laß mich hier leben heiliglich und dir lobfingen ewiglich./ Halleluja. ( 505) Johann Olearfus 1671 Lieder für befondere Zeiten und Anläffe rah dan sanoe god dom no niso ni tar du on ná 333 MA niAm Morgen 490310 1. Der Tag bricht an und 3. Regier du uns mit starker Hand, auf daß dein Werk in uns erkannt, dein Name durch glaubreich Gebärd/ in uns heilig erweiset werd.xeste let th zei- 0021 Her- re Gott, mir lo- ben dich, wir dan- ken dir, du adal idim Lohn Melchior Vulpius 1609 -- get sich. O Z höch- ftes Gut, daß du une die Nacht haft be- hüt; just use isd 2. bitten dich auch: behüt uns heut,/ denn wir allhie find Pilgerleut, steh uns bei, tu Hilf und bewahr, daß uns kein Ubel widerfahr. 4. Hilf, daß der Gefft Zuchtmeifter bleib,/ das arge Fleisch so zwing und treib, daß es sich nicht gar ungeftüm erheb und fordre deinen Grimm. 430 5. Versorg uns auch, o Herre Gott,/ auf diesen Tag, wie's uns ist not, teil uns dein' milden Segen aus, denn unser Sorg' richtet nichts aus. Im 101 doT med 6. Gib dein' Segen auf unser im Anschil dau Tun, fertig* unser Arbeit und lost the durch Jefum Chriftum, lallaHariglis deinen Sohn,/ unfern Herren vor 190 1100.0 deinem Thron. tous)* vollende ( 505)( 20) Michael Weiße 1531 11m lo ad\ pom silbin Gno nella sedno) Am Morgen 334 15. Jahrh./ Böhmische Brüder 1531 adaptados à nghe raget gr 1. Es geht da- her des Ta- ges Schein. O laßt uns dank- bar sein dem gü- ti- gen und den Gott, der uns die Nacht be 3. sprechen: 0 Gott von Ewigkeit,/ der du uns aus Barmherzigkeit/ mit deiner großen Kraft und Macht bewahret hast in dieser Nacht, 4. du wolleft uns durch deinen Sohn an diesem Tag auch Hilfe tun,/ daß nimmermehr ein feind uns fällt, wenn unsern Seelen er nachstellt. - Brü- der, 2. Laßt uns Gott bitten diefe 5. O Herre Gott, nimm unser Stund, herzlich fingen mit glei- wahr, sei unser Wächter immerchem Mund, begehren, daß er dar,/ set Schuhherr, König uns uns auch wollt/ bewahren heut und Held, der uns voranzieht in seiner Huld, in das feld. mil= 431 wah- ret hat. 6.Wir opfern uns dir, Herre Gott,/ daß du unser Herz, Wort und Tat/ wolleft leiten nach deinem Mut,/ daß unser Werk gerate gut. 7. Das bringen wir in deinem Sohn/ zum frühopfer vor deinen Throny/ daraufwirnun zu deinem Lob/ mögen genießen deiner Gab. ( 505) Michael Weiße 1531 ie Güte des Herrn ists, daß wir nicht gar aus find; seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Klagelieder 3, 22-23 wegen neu, undi Lieder für besondere Zeiten und Anläſſe 335 [ C du rin 1{ 1 1. nie Melodie: Lob Gott getroft mit Singen 15. Jahrh./ geistlich Böhmische Brüder 1544/ nach Johann Crüger 1662 Not, Ich dank dir, lie- ber niso in mich haft be- ich lag ſo um fan f ● GOE die• ser Nacht Ge da be- wahrt hart - gen, dyschni do raus ich halfft du mír, Her 2. Mit Dank will ich dich loben, o du mein Gott und Herr im Himmel hoch dort oben. Den Tag mir auch gewähr, d worum ich dich tu bitten 00 und was dein Will mag fein: leit mich in deinen Sitten und brich den Willen mein, 3. daß ich. Herr, nicht abweiche Don deiner rechten Bahn, der feind mich nicht erschleiche, damit ich irr möcht gahn. Erhalt mich durch dein Güte, das bitt ich fleißig dich, Dore Teufels Lift und Wüten, damit er setzt an mich.* * womit er mich angreift B } 432 Herre, fähr- de, - da- zu mit d mail the bin ent daß da= fin- sterin großer got olu gan- gen, re Gott. 4. Den Glauben mir verleihe an dein' Sohn Jefum Chrift, mein Sünd mir auch verzeihe allhie zu dieser Frist. Du wirst mire nicht versagen, wie du verheißen haft, omd daß er mein Sünd tut tragen und löst mich von der Laſt. 5. Die Hoffnung mir auch gibe, die nicht verderben läßt, dazu ein christlich Liebe zu dem, der mich verletzt, daß ich ihm Gute erzeige, such nicht darin das Mein und lieb ihn als mein eigen nach all dem Willen dein. JADOOS 20 6. Dein Wort laß mich bekennen vor dieser argen Welt, auch mich dein' Diener nennen, nicht fürchten Gwalt noch Geld, das mich bald möcht verleiten von deiner Wahrheit klar; wollst mich auch nicht abscheiden Don der christlichen Schar. 7. Laß mich den Tag vollenden zu Lob dem Namen dein, Don dir mich nicht abwenden, ans End beständig ſein. Behüt mir Leib und Leben, dazu die Frücht im Land; was du mir haft gegeben, steht alls in deiner Hand. Mhol els geiftlich Johann Walter 1541 1. All Mor- gen ₹ neu Treu; 15 fie sonel Am Morgen 8. Herr Christ, die Lob ich sage um deine Wohltat all, die du mir all mein Tage erzeigt haft überall. Dein' Namen will ich preffen, der du allein bist gut; mit deinem Leib mich speise, tränk mich mit deinem Blut. 9. Dein ist allein die Ehre, dein ist allein der Ruhm, die Rach dir niemand wehre, dein Segen zu uns komm, daß wir im Fried entschlafen, mit Gnaden zu uns eil, gib uns des Glaubens Waffen vors Teufels liftig' Pfeil. ( 530) Johann Kolrofe um 1535 night it- buat du 336 des Her- ren Gnad und - ift ganz frisch hat kein End den gro = 433 = ₹ laf sen mag. Schhand/ und beut uns Tag und Nacht dein Hand, Tag, drauf je= der sich der 2.0 Gott, du schöner Morgenstern, Dor Blindheit und vor aller / gib, was wir von dein't Lieb begehrn:/ all deine Licht' zünd in uns an, laß's Herz an Gnad kein Mangel han. 3.Treibaus, o Licht, allfinsternis, behüt uns, Herr, dor Argernis, = und Be lan- gen THE 4.zuwandeln als am lichten Tag,/ damit, mas immer sich zutrag,/ wir stehn im Glauben bis ans End/ und bleiben von dir ungetrennt. ( 505) Johannes Zwick 1545 Lieder für besondere Zeiten und Anläſſe 337 de intide Ward E 1. Du höch= stes 7 Schein, mein, 7 Melodie: All Morgen ist ganz frisch und neu geistlich Johann Walter 1541 Don Licht, e f du Gott und treu- er dir der geht 2. Das ist der Herre Jefu Chrift,/ der ja die göttlich Wahrheit ist, mit seiner Lehr hell scheint und leucht',/ bis er die Herzen zu sich zeucht. und leuch- tet schön so 3. Er ist der ganzen Welte Licht,/ Stellt jedem vor sein Angesicht den hellen, schönen, lichten Tag, an dem er felig werden mag. 4. Den Tag, o Gott, deins lieben Sohns laß stetig leuchten über uns,/ damit, die wir geboren blind, doch werden noch des Tages Kind Her ger früh als ſpät. 5. und wandeln, wie's wohl mag anstehn/ all denen, die erleuchtet schön/ der Tag des Heils, die Gnadenzeit, da fern ist alle Dunkelheit. 434 B re Gnaden Glanz aus= 8. O Sonn der Gnad ohn Niedergang, nimm von uns diesen Morgensang, auf daß erklinge diese Weis' zu Gutem uns und dir zum Preis. ( 505) Johannes Zwick 1545 6. Die Werk der finsternis sind grob/ und dienen nicht zu deinem Lob;/ die Werk des Lichtes scheinen klar, dein Ehrfie machen offenbat. 7. Zuleht hilf uns zur heilgen Stadt,/ die weder Nacht noch Tage hat,/ da du, Gott, leuchtst, die recht Klarheit, das schönste Licht in Emigkeit. The ID 800 SHIDM indissta 15. Jahrh./Nikolaus Herman 1560 1. Steht auf, ihr lie= ben Kin= der= lein! 007 Mor- gen- stern mit hel- lem Schein 3.Ihr Kinder sollt bei diesem Stern/ erkennen Christum, unfern Herrn, Marien Sohn, den treuen Hort,/ der uns leuchtet mit seinem Wort. 4. Gotte Wort, du bist der Morgenstern,/ wir können dein gar nicht entbehrn, du mußt uns leuchten immerdar, fonst sitzen wir im finstern gar. Am Morgen 338 5. Leucht uns mit deinem Glänzen klat/ und Jefum Chriftum offenbar';/ jag aus der finsternis Gewalt, daß nicht die Lieb in uns erkalt. wie ein Held und leuch- tet in die gan Ze Welt. 2. Sei uns willkommen, schöner Stern, du bringst uns Chriftum, unfern Herrn, der unser lieber Heiland ist, darum du hoch zu loben bist. 6. Seiunswillkommen, lieber Tag, oor dir die Nacht nicht bleiben mag./Leucht uns in unfre Herzen fein mit deinem himmelischen Schein. Der läßt fich frei se= hen 7.0 Jesu Christ, wir warten dein,/ dein heiligs Wort leucht' uns so fein./Am End der Welt bleib nicht lang aus/ und führ uns in deins Vaters Haus. 435 8. Du bist die liebe Sonne klar,/ wer an dich glaubt, der ist fürwahr/ ein Kind der emgen Seligkeit,/ die deinen Christen ist bereit'. 9. Wir danken dir, wir loben dich/ hier zeitlich und dort ewiglich/ für deine groß Barmherzigkeit/ von nun an bis in Ewigkeit. ( 505) Erasmus Alber um 1556 Lieder für beſondere Zeiten und Anlässe 339 1. Die hel- le Sonnleucht'jetther- für, fröhlich vom Schlaf auf= fte= hen die fe Nacht be- hüt' hat = = 2. Herr Chrift, den Tag une auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt. Laß deine lieben Engelein/ unfte Hüter und Wächter sein, 340 4-6 3. daß unser Herz in G'horsam leb,/ deim Wort und Willn nicht busi tooW optied med 1. O uns mit Him- mels है Ort wir; Gott Lob, der uns heint T Thro mit Christe, Mor= gen hel= lem Schein; = ne vor des Teu- fels Macht. widerstreb, daß wir dich stete vor Augen han/ in allem, das wir heben an. 4. Laß unser Werk geraten wohl,/ was ein jeder ausrichten soll,/ daß unsre Arbeit, Müh und fleiß/ gereich zudeim Lob, Ehr und Preis. ( 504) iNikolaus Herman 1560 m dei an = nem Melchior Vulpius 1609 436 16. Jahrh./ geistlich Leipzig 1585 3 = ster schein 499 rei = ne, leucht die= fem dunk = nen ung Dũng = len Wort. low 2. O Jesu, Troft der Armen, mein Herz heb ich zu dir; du wirst dich mein erbarmen, dein Gnade schenken mir, das trau ích gänzlich dir. 3. Du haft für mich vergoffen dein rosenfarbnes Blut: ht das laß mich, Herr, genießen, namA tbl( bag) 0)( 03. 16. Jahrh. geistlich Eisleben 1598 1100 6 { de de, Aus in Bowlag da Gott in dei sain dau netisk dn Am Morgen tröst mich durch deine Güt, aMA hilf mir, das ist mein Bitt. 4. O Jeſu, Lob und Ehre fing ich dir allezeit; den Glauben in mir mehre, daß ich nach dieser Zeit mit dir eingeh zur freud. ( 508) Leipzig 1579 mei- nes die= = = = Her ser Mor O ich dir Lob und zu mein Le= ben nem Thron, Preis und Eh= ren durch ge Zens gen E Dank} E Grun stun dir Chriftum, un mis.a 341 = 0 zu Lob, Her ein bor= nen ten, dein' Sohn, 2. daß du mich haft aus Gnaden 3. Du wolleft auch behüten in der vergangnen Nacht Bol vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich: wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. fern mich gnädig diesen Tag Dors Teufels Lift und Wüten, por Sünden und vor Schmach, vor Feur und Wafferenot, vor Armut und vor Schanden, por Ketten und vor Banden, vor bösem schnellen Tod. 437 ud Lieder für besondere Zeiten und Anläſse 4. Mein' Leib und meine Seele, 10m mein Weib, Gut, Ehr und Kind in dein Händ ich befehle, dazu mein Hausgesind, als dein Geschenk und Gab, mein Eltern und Verwandten, mein Freunde und Bekannten und alles, was ich hab. 5. Dein' Engel laß auchh bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der bös feind hier in diesem Jammertal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und mich nicht bring zu fall. 342 6. Gott will ich lassen raten, 02 denn er all Ding vermag. Er fegne meine Taten, to ja mein Vornehmen und Sach; ihm hab ich heimgestellt mein' Leib, mein Seel, mein Leben und was er sonst gegeben, er mache, wie's ihm gefällt. 7. Darauf so ſprech ich Amen und zweifle nicht daran, Gott wird es alle zusammen ihm wohlgefallen lan, und streck nun aus mein Hand, greif an das Werk mit Freuden, dazu mich Gott bescheiden in meim Beruf und Stand. ( 529) Nach Georg Niege 1585 Nürnberg um 1580/ bei Michael Praetorius 1610 1. Ich dank dir schon durch def- nen Sohn, Gott, für dei ne Gü- te, 2. Ich bitte dich aus Herzensgrund, du mollest mir vergeben all meine Sünd, die dir ward kund aus meinem bösen Leben, 3.und wollest mich auch diesen Tag in deinem Schuh erhalten, daß mir der feind nicht schaden mit Liften mannigfalten.[ mag die fer Nacht so gná- dig haft__ be C 0 daß du mich heint in 438 hű- tet. 4. Regier mich nach dem Willen dein, laß mich in Sünd nicht fallen, auf daß dir mög das Leben mein und all mein Tun gefallen.d 5. Denn ich befehl dir Leib und Seel und alle in deine Hände.lay In meine Angst und in mein fehl, Herr, mir dein Hilfe sende, lan 6. auf daß der Fürste dieser Welt kein Macht an mir mög finden, denn wo mich nicht dein Gnad ift er mir viel zu gschwinde.[ erhält, 7. Ich hab doch all mein Tag gehört: Menschlich Hilf ist verloren. Melodie: Der Tag bricht an und zeiget sich Melchior Vulpius 1609 $ 5 1. Das walt Gott Va- ter 3. Ich rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnädig haft behüt', daß ich nun hab die finstre Nacht/ in Ruh und frieden zugebracht. du silde Am Morgen So steh mir bef, du treuer Gott, zur Hilf bist du geboren. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut:/ nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß heut dein lieben Engelein mein Wächter und Gefährten sein. aola 8. Allein Gott in der Höh sei Preis samt feinem eingen Sohne in einigkeit des Heilgen Geiſts, der herrscht ins Himmels Throne. Leipzig 1586. Str. 7: Hamburg 1612 343 Heil- ger Geist im Himmels- thron! Man dankt dir, eh die und. Sonn auf geht; wenn's Licht an- bricht, man vor dir steht. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter Andacht meine Knie und ruf zu dir mit heller Stimm;/ dein Ohren neig, mein Red vernimm. 5. Dein Geiſt mein' Leib und Seel regier und mich mit schönen Gaben zier, er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 439 Gott Sohn, Gott 6. Gib Gnad, daß ich mein Werk und Pflicht/ mit freuden diesen Tag verricht/ zu deinem Lob und meinem Nut/ und meinem Nächsten tue Guts. 7. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich, dom Übel abgewandt,/ mein Seel mit Sünden nicht beschwer/ und mein Gewissen nicht versehr. Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 8. Behüt mich heut und allezeit vor Schaden und vor Herzeleid, tritt zwischen mich und meine feind, die sichtbar und unsicht bar feind. binleni 344 9. Mein' Aus- und Eingang heut bewahr,/ daß mir nichts übels miderfahr, behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mit Hilf ift not. Martin Behm 1608 190( 505) Joh. Hermann Schein 1627 Johann Crüger 1640 1. Dank[ ef Gott in der Hö- he Mor- gen- stund, durch den ich wiedr auf Schlaf frisch und ge fund. Mich ü= ber= wun= den durch 2. Wiedrum tu ich dich bitten, o Schuhherr Ifrael', du wollft treulich behüten den Tag mein' Leib und Seel. All chriftlich' Obrígkeiten, p auch Schule und Gemein in diesen bösen Zeiten laß dir befohlen sein. 3. Erhalt uns durch dein Güte bei gfunder reiner Lehr, da Dor Ketzerei behüte, streit für dein Wort und Ehr, zu 400 10 440 die- fer ste= he Mich hatt' zwar fest ge= bun= den mit fin- fter- nis die Nacht, ich hab sie = Dom Gott, der mich be wacht. daß wir mit unserm Samen immer in einem Geist sprechen:, Des Herren Namen sei groß und hochgepreift." 4. Dem Leibe gib daneben Nahrung und guten fried, ein gsund und mäßig Leben, dazu ein fröhlich Gmüt, Ma daß wir in allen Ständen Tugend und Ehrbarkeitu lieben und Fleiß drauf wenden als rechte Christenleut. = 5. Gib mildiglich dein' Segen, daß wir nach deim Geheiß wandeln auf guten Wegen und tun das Amt mit Fleiß, daß jeder seine Netze auswerf und auf dein Wort fein' Troft mit Petrus sete, so geht die Arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu Ehren und der Gemein zu Nuh, das will der Satan wehren mit List und großem Truh; Heinrich Albert 1642 6 1.{ Gott des der es Er den, Va- ter, wer= den, Sonn und del B sen star 7. Wir sind die zarten Reben, in der Weinstock felbft bist du, 000 daran wir wachsen, leben und bringen frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben und wachsen immer mehr, dein guter Geist uns treibe zu Werken deiner Ehr! ( 530) Johann Mühlmann 1618 345 Him Tag. dnoAm Morgen doch kann er nichts vollbringen, weil du, Herr Jefu Chrift, e herrscheft in allen Dingen und unser Beiſtand biſt. 12 19017 Sohn und Heil- ger Mond uns schef= nen und mas drin 2.Gott, ich danke dir von Herzen,/ daß du mich in dieser Nacht/ vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen/ haft behütet und bemacht,/ daß des bösen Feindes Lift/ mein nicht mächtig worden ist. mels und. und Nacht ke Hand die 441 der läßt Geift, 1 heißt, nen ift er= hält: 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn, o Herr Jefu, laß mich finden/ deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat/ ist für meine Miffetat. all- d Welt Lieder für besondere Zeiten und Anläffe 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen/ geistlich auferstehen mag/ und für meine Seeleforgen,/ daß, wenn nun dein großer Tag/ uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht.nisW 19d 5. Führe mich, o Herr, und leite/ meinen Gang nach deinem Wort;/ sei und bleibe du auch heute/ mein Beschützer und mein Hort./ Nirgends als von dir allein/ kann ich recht bewahret sein. Kort 346, bud) ben te leben 1. Die güld- ne Glän - Zen Licht. 6. Meinen Leib und meine Seele/ [ amt den Sinnen und Verstand,/ großer Gott, ich dir befehle/ unter deine starke Hand./ Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm,/ nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende,/ der des bösen feindes Macht,/ Lift und Anschlag von mir wende/ und mich halt in guter Acht,/ der auch endlich mich zur Ruh/ trage nach dem Himmel zu. ( 534) 3im Heinrich Albert 1642 Won- ne bringt un[ ern Gren- zen nie- der, fröh- lich, Son ne WIN DE Joh. Georg Ebeling 1666 M ein herz- er- quík- ken des, lieb- li- ches Mein Haupt und Glie- der die 442 Doll freud und mit ih- rem la- gen dara= ber nun steh ich, bin mun= ter und schau- e den Him- mel mit mei- nem Ge= ficht. = 2. Mein Auge( dhauet, mas Gott gebauet/ zu seinen Ehren/ und une zu lehren,/ wie sein Vermögen sei mächtig und groß und wo die frommen/ dann sollen hinkommen,/ wann sie mit frieden/ von hinnen geschieden aus dieser Erden vergänglichem Schoß. And 3. Laffet une fingen, dem Schöpfer bringen/ Güter und Gaben;/ was wir nur haben, alles sei Gotte zum Opfer gesett! Die beften Güter/ find unfre Gemüter;/ dankbare Lieder sind Weihrauch und Widder, an welchen er sich am meisten ergött. 4. Abend und Morgen/ sind seine Sorgen, segnen und mehren, Unglück vermehren sind seine Werke und Taten allein. Wenn wir uns legen,/ so ist er zugegen;/ wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen/ über uns feiner Barmherzigkeit Schein. / / 5. Ich hab erhoben/ zu dir hoch droben/ all meine Sinnen;/ laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Lafter und Schande,/ des Satanas Bande,/ fallen und Tücke/ treib ferne zurücke,/ laß mich auf deinen Geboten bestehn. Dan 6. Laß mich mit freuden ohn alles Neiden/ sehen den Segen,/ den du wirst legen in meines Bruders und Nähesten Haus. Am Morgen Geiziges Brennen,/ unchriftliches Rennen nach Gut mit Sünde,/ das tilge geschwinde/ von meinem Herzen und wirf es hinaus. 7. Menschliches Wesen,/ was ists gewesen?/ In einer Stunde/ geht es zugrunde, sobald das Lüftlein des Todes drein bläst./ Alles in allen/ muß brechen und fallen,/ Himmel und Erden/ die müssen das werden, was sie vor ihrer Erschaffung gewest. 8. Alles vergehet, Gott aber stehet/ ohn alles Wanken;/ seine Gedanken, fein Wort und Wille hat ewigen Grund./ Sein Heil und Gnaden/ die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen/ die tödlichen Schmerzen,/ halten uns zeitlich und ewig gefund. 9. Gott, meine Krone,/ vergib und [ chone, laß meine Schulden/ in Gnad und Hulden/ aus deinen Augen fein abgewandt./ Sonsten regiere/ mich, lenke und führe,/ wie dirs gefället,/ ich habe ge= stellet/ alles in deine Beliebung und Hand. 443 10. Willst du mir geben, womit mein Leben/ ich kann ernähren,/ so laß mich hören/ allzeit im Herzen dies heilige Wort:/, Gott ift das Größte, das Schönste und Beste,/ Gott ist das Süßte und Allergewißte,/ aus allen Schätzen der edelste Hort." Lieder für beſondere Zeiten und Anläsſe 11. Willst du mich kränken,/ mit Galle tränken/ und soll von Plagen ich auch was tragen,/ wohlan so mach es, mie es dir beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig/ meinem Gebeine, das weißt du alleine,/ haft niemals keinen zu sehr noch betrübt. 347 SW 1. Lo Na= men eh= ren; Al= tar B bet den Her- ren Crys 050 300 310 adap profor 30 slag Johann Crüger 1653 H 12. Kreuz und Elende/ das nimmt ein Ende;/ nach Meeresbrausen/ und Windessausen/ leuchtet der Sonnen gewünschtes Geficht./ Freude die fülle/ und feligestille/ habich zu warten/ im himmlischen Garten,/ dahin sind meine Gedanken gericht'. on brin gen. 2. Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht W spill so väterlich bedecket und aus dem Schlaf uns fröhlich aufermecket: Lobet den Herren! 001 gnist dall laßt uns mit freu= den fin= gen und Preis und Dank zu Lo Paul Gerhardt 1666 2001 an al= le, = 444 sariscos antignU feí= nem $ 135 sou sim bet den thbile die ihn fei- nem Her= ren! 3. Daß unfre Sinnen wir noch brauchen können und Händ und füße, Zung und Lippen regen, o das haben wird. zu danken seinem Segen. Lobet den Herren! 4. Daß feuerflammen uns nicht allzusammen mit unsern Häusern underfehna gefressen, das machts, daß wir in seinem Schoß geſeffen. de Lobet den Herren! 5. Daß Dieb und Räuber unser Gut und Leiber nicht angetaſt' und grausamlich verletzet, dawider hat sein Engel fich gesehet. Lobet den Herren! 39 6. O treuer Hüter, Brunnen aller Güter, ach laß doch ferner über unser Leben bei Tag und Nacht dein Hut und Güte schweben. Lobet den Herren! la 7. Gib, daß wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unfern Wegen unverhindert gehen und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren! dno Am Morgen 8. Treib unfern Willen, dein Wort zu erfüllen; lehr uns verrichten heilige Geschäfte;-göde und wo wir schwach sind, da gib du uns Kräfte. Lobet den Herren! st9. Richt unfre Herzen, daß wir ja nicht scherzen mit deinen Strafen, fondern fromm zu werden vor deiner Zukunft A uns bemühn auf Erden. Lobet den Herren! 10. Herr, du mirst kommendi, und all deine frommen, die sich bekehren, gnädig dahin bringen, da alle Engel ewig, ewig fingen: Lobet den Herren!" Paul Gerhardt 1653 cism is now misd Ich will von deiner Macht singen 445 Ona t und des Morgens rühmen deine Güte. Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schuh und mein gnädiger Gott. glud. dort lokbi N Psalm 59, 17 und 18 Lieder für beſondere Zeiten und Anläsſe 348 GH"; 10 Gü T 1. Wach auf, mein Herz, und Schöp fer al ler = B Melodie: Nun laßt une Gott dem Herren loft una Gott Dem Nikolaus Selnecker 1587/ Johann Crüger 1649 ter, dem 2. Heint*, als die dunklen Schatten mich ganz umgeben hatten, hat Satan mein begehret; Gott aber hats gemehret. * heute nacht 3. Du ſprachst:„ Mein Kind, nun trot' dem, der dich betrüge,[ liege, schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne[ chauen." 4. Dein Wort das ist geschehen: ich kann das Licht noch ſehen, Don Not bin ich befreiet, dein Schuh hat mich erneuet. fin Din- ge, dem Ge- ber al m 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben: mein Weihrauch und mein Widder find mein Gebet und Lieder. = from- men Men-schen- hu- ter. 6. Die wirst du nicht verschmähen, du kannst ins Herze sehen, denn du weißt, daß zur Gabe ich ja nichts Beſsers habe. ge dem TOISETIO NOIT ler 446 7. So wollst du nun vollenden dein Werk an mir und senden, der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. 8. Sprich Ja zu meinen Taten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt' und Ende, ach Herr, zum besten wende. 9. Mich fegne, mich behüte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort fei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. ( 502) Paul Gerhardt 1647 sain Grab matie die Am Morgen 349 Johann Rudolf Ahle 1662/ Halle 1708 Mor- gen- glanz der ſe {( chick un die B Min un er=[ chöpf= ten____ Strah- len zu Ge E treib durch dei- ne. 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen, laß die dürre Lebensau lauter füßen Troft genießen und erquick uns, deine Schhar, immerdar. 3. Gib, daß deiner Liebe Glut unfre kalten Werke töte, und erweck uns Herz und Mut bei entstandner Morgenröte, daß wir, eh wir gar vergehn, recht aufstehn. e wig Mor- gen Lich fich B S M 447 - Jache auf, der du schläfft, keit, zeit Macht un- fre Nacht. 4. Ach du Aufgang aus der Höh, gib, daß auch am Jüngsten Tage unser Leib verklärt ersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. Licht vom dei- ne te;} und ver= 5. Leucht uns selbst in jener Welt, du verklärte Gnadensonne; führ uns durch das Tränenfeld in das Land der süßen Wonne, da die Lust, die uns erhöht, nie vergeht. ( 513) Christian Knorr v. Rosenroth 1684 Wache auf, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten. Epheser 5,14 Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 350 Melodie: Ich dank dir schon durch deinen Sohn Nürnberg um 1580/ bei Michael Praetorius 1610 1. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank, er= nap 30M 91 heb ihn, mei E ne See= le! by Lob- ge- fang, lob- fing ihm, mei 2. Mich selbst zu schühen ohne Macht/ lag ich und schlief in frieden./Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Du bist es, Herr und Gott der Welt,/ und dein ist unser Leben;/ du bist es, der es uns erhält/ und mire jetzt neu gegeben. 4. Gelobet feift du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer fanften Nacht/ mich dieses Tags erfreue.psi 5.Laß deinen Segenaufmirruhn, mich deine Wege wallen und lehre du mich selber tun/ nach deinem Wohlgefallen. Der Herr hört dei- nen 1900] ( 11) dona ne See= le! lsd hand dist 6. Nimm meines Lebens gnädig wahr,/ aufdich hofft meine Seele;/ sei mir ein Retter in Gefahr,/ ein Vater, wenn ich fehle. 7. Gib mir ein Herz voll Zuverficht,/ erfüllt mit Lieb und Ruhe,/ ein weises Herz, das seine Pflicht/ erkenn und willig tue; 8. daß ich als ein getreuer Knecht/ nach deinem Reiche strebe,/ gottfelig, züchtig und gerecht/ durch deine Gnade lebe, deine Gnade lebe; 100 9. daß ich, dem Nächsten beizustehn,/ nie Fleiß und Arbeitscheue/ mich gernanandrer Wohlergehn/ und ihrer Tugend freue; 10. daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner furcht genieße/ und meinen Lauf mit freudigkeit,/ wenn dugebeutst, beschließe. ( 533) Christian Fürchtegott Gellert 1757 448 frit Werner 1949 1. Der spain onu netiesassonol Am Mittag 351 Am Mittag Tag ist seiner Höhe nah. nie= der= fah in $ 100. 2. Wie laut dich auch der Tag umgibt, jetzt halte lauschend still, weil er, der dich beschenkt und liebt,/ die Gabe ſegnen will. blick zum Höch- ften auf, der schüt- zend auf dich 3. Der Mittag kommt. So tritt zum Mahl; denk an den Tisch des Herrn. Er weiß die Beter über all/ und kommt zu Gaſte gern. 4.Er fegnet dich in Dorfund Stadt, in Keller, Kammer, feld. Was dir der Herr gesegnet hat,/ bleibt fortan mohlbestellt. 冊 Nun je= des Ta= ges Lauf. Er weiß auch, daß du's nicht verstehst/ und oft nicht einmal ahnft. 8. Und dennoch bleibt er ohn Verdruß/ zum Segnen stets bereit,/ gibt auch des Regene milden Fluß,/ wenn Regen an der Zeit. 9. Sein guter Schat ist aufgetan,/ des Himmels ewges Reich./ Zu segnen hebt er täglich an und bleibt fich immer gleichh. / 5. Er Jegnet dir auch Korb und Krug und Truhe, Trog und Schrein. Ihm kann es keinen Tag genug an Segensfülle sein. 6. Er fegnet deiner Bäume frucht, dein Kind, dein Land, dein Vieh./ Er segnet, was den Segen sucht./ Die Gnade[ dhlummert nie. 7. Er segnet, wenn du kommst und gehst;/ er segnet, was du planst./ Siehe auch die Tischlieder Nr.372-375 10. Wer sich nach seinem Namen nennt,/ hat er zuvor erkannt./Et fegnet, melche Schuld auch trennt,/ die Werke deiner Hand. 11. Die Hände, die zum Beten ruhn,/ die macht er stark zur Tat./ Und was der Beter Hände tun,/ ge= schieht nach seinem Rat. 449 12. Der Tag ist seiner Höhe nah./ Nun stärke Seel und Leib,/ daß, was an Segen er ersah,/ dir hier und dort verbleib. ( 533) Jochen Klepper 1938 flodpis Lieder für besondere Zeiten und Anläſſe Am Abend 352 1. Der du ein wah { P die Sonn = M B 1. Chri ste, mit dem bift drei in rer Gott pon taß leuchten uns dein 2. Des Morgens, Gott, dich loben wir,/ des Abends auch beten vor dir;/ unfer armes Lied rühmet dich/ jehund, immer und ewiglich. 353 altkirchlich/ bef Lukas Loffius 1553 Tag Don uns der du bist Ei e göttlich Licht. 3. Gott Vater dem sei ewig Ehr,/ Gott Sohn, der ist der einig Herr,/ und dem Tröster, Heiligen Geist,/ von nun an bis in Ewigkeit. nig- keit, = Der lat. Hymnus O lux beata trinitas des Papstes Gregor 1. ( um 540-604) verdeutscht von Martin Luther 1543 450 dir ist, Herr, der- bor- gen nichts, du weicht, altkirchlich/ Martin Luther 1533 Tag und Licht, Dor Dä= ter= li- chen Lichtes Glanz, lehr uns den Weg der Wahr- heit ganz. 2. Wir bitten dein göttliche Kraft: behüt uns, Herr, in dieser Nacht,/ bewahr uns, Herr, vor allem Leid,/ Gott, Vater der Barmherzigkeit. 3. Vertreib den schweren Schlaf, Herr Chrift,/ daß uns nicht schad des Feindes List;/ das fleisch in Züchten reine sei, so sind wir mancher Sorge frei. id es 4. So unfre Augen schlafen schier,/ laß unser Herze machen dir,/ beschirm uns, Gottes rechte Hand, und lös uns von der Sünde Band. 5. Beschirmer, Herr der Chriftenheit, dein Hilf allzeit sei uns bereit;/ hilf uns, Herr Gott, aus aller Not durch dein heilig fünf Wunden rot. in dhe natleX 9 6. Gedenke, Herr, der schweren Zeit, darin der Leib gefangen leit;/ der Seele, die du haft erlöst,/ der gib, Herr Jefu, deinen Troft. 7. Gott Vater sei Lob, Ehr und Prefe, auch seinem Sohne, gleícherweis des Heilgen Geistes Gütigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Nach dem lat. Hymnus Christe, qui lux es et dies( 6. Jahrh.) und einer niederdeutschen Übersetzung des 15. Jahrh. Wittenberg 1526 354 15. Jahrh./geistlich bei Cyrfakus Spangenberg 1568 1. Christe, du bist der helle Tag, Nacht nicht blef O uns vom Va- ter her - ben mag. 7 Pre 2. Ach lieber Herr, behüt uns heint/ in dieser Nacht vorm bösen feind und laß uns in dir ruhen fein/ und vor dem Satan sicher fein. / Am Abend 3. Obschon die Augen schlafen ein, so laß das Herz doch macker* fein,/ halt über uns dein rechte Hand, daß wir nicht falln in Sünd und Schand. * wach hat. Dor dir die 451 Du leuch- telt dí= ger. 4. Wir bitten dich, Herr Jeſu Chrift:/ behüt uns vor des Teufels Lift, der stets nach unsrer Seele tracht',/ daß er an uns hab keine Macht. und bist des Lidh- tes 5. Sind wir doch dein ererbtes Gut,/ erworben durch dein heilige Blut;/ das war des ewgen Vaters Rat, als er une dir geschenket ( 302) Dinim Lieder für besondere Zeiten und Anläſſe 6.Befiehl dem Engel, daß er komm/ und uns bewachh, dein Eigentum;/ gib uns die lieben Wächter zu, daß mir dorm Satan haben Ruh. -lalpando? man Nach dem lat. Hymnus Christe, qui lux es et dies( 6. Jahrh.) Don Erasmus Alber um 1556 30 BUN # alp# 00 100 pilied niso old go on nod 355 Bill Coundt 3) 2515 15 an JACEN 1. Hin- un= ter ein; ME Schein, die fin- ftre Nacht. है 32 FR Licht, 7.So schlafen wir im Namen dein/ dieweil die Engel bei uns fein./Du Heilige Dreifaltigkeit,/ wir loben dich in Emigkeit. laß uns im fin 2. Dit ſei Dank, daß du uns den Tag Dor Schaden, Gfahr und mancher Plag/ durch deine Engel haft behüt' aus Gnad und väterlicher Güt. 300 zlohu. 101 10 Hormo Melchior Vulpius 1609 leucht uns, Herr Chrift, du der Son= nen 4. Durch dein' Engel die Wach bestell, daß uns der böse feind plads nicht fäll;/ Dor Schrecken, Angst und Feuersnot/ behüt uns heint*, o lieber Gott! ( 505) 452 [ tern tap- pen nicht. 3. Womit wir han erzürnet dich,/ dasselb verzeih uns gnädiglich/ und rechn es unfrer Seel nicht zu:/ laß schlafen uns mit fried und Ruh. name mo au* heute nacht Nikolaus Herman 1560 bricht stark herwah<= res darba dr Frankfurt( Main) 1550/ Böhmische Brüder 1566 tad 1 1. Die Nacht ist spin onu notis aadro Am Abend 356 Wohl- ge fol= len; Gott walts zu from= men nach seim = # kom= men, drin wir ru- hen = fallen, daß wir uns G'leit und Se gen der Ruh zu 2. Treíb, Herr, von uns fern die unreinen Geister: olis halt die Nachtmach gern, Jei felbst unser Schuhherr, [ chirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein' Engel. 3. Laß uns einschlafen mit guten Gedanken, fröhlich aufmachen und von dir nicht manken. Laß uns mit Züchten unser Tun und Dichten zu deim Preis richten. the le= gen, in feim pfle= gen. 4. Pfleg auch der Kranken durch deinen Geliebten; hilf den Gefangnen; tröste die Betrübten; pfleg auch der Kinder, fei felbft ihr Vormünder, des feinds Neid hinder. 5. Vater, dein Name werd von uns gepreiset, dein Reich zukomme, dein Will werd beweiset, frist unser Leben, d wollft die Schuld vergeben, da erlös uns. Amen. 453 $ 10 Petrus Herbert 1566 D er dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.abudou co Pfalm 121, 3 und 4 Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 357 menge die { Gott fet ge- be Der Tag hat sich ge- nef- get, - ne= dei= et, der [ chüt- zet batt:} Er - Melodie: Ich freu mich in dem Herren Bartholomäus Helder 1648 lich be hú- ten auch 2. Nichts ist auf dieser Erden,/ das da beständig bleibt allein die Güt des Herren, die währt in Ewigkeit,/ steht allen Menschen offen;/ Gott läßt die Seinen nicht./ Drauf set ich all mein Hoffen, mein' Troft, mein Zuversicht. 3. Dem hab ich mich ergeben/ in dieser argen Welt. So ist des Menschen Leben/ wie Blümlein auf dem Feld: des Morgens in dem Taue stehn sie gefärbet ſchön,/ bald sind sie abgehauen, verderben und vergehn.de 4. Vergib mir, lieber Herre,/ mein Sünd und Miſsetat,/ ich hab gefündigt fehre und bitte, Herr, um Gnad./ Wenn du mir wolltst zuschreiben/ mein Sünd und auch te, durch seine große Macht une loco oc woll durch sei- ne Nacht hat uns be= 454 Gügnő-dig= jetzt in die- ser Nacht. mein Schuld,/ wo sollt ich vor dir bleiben? Den Tod hätt ich verschuldt. ¹9 5. Ich bitt, daß du mír gnädig/ um Chrifti willen seist;/ mach mich von Sünden ledig,/ gib mir den Heilgen Geift, der mich weise und lehre,/ ja der mich leit und führ, auf daß ich nimmermehre Gotts Steg und Weg verlier. 6. Mein' Leib, mein Seel, mein Leben, mein Haus, mein Gut und Ehr, was du mir haſt gegeben, befehl ich dir, o Herr,/ in dein göttlichen Hände,/ behüt mich gnädiglich, gib mir ein seligs Ende/ und nimm mich in dein Reich.( 530) Greifswald 1597 Leipzig 1573/ Nürnberg 1581 1. Mein schön- ste Zier auf Er- den du, Herr Je laf- fen mal= ten und und Leid in 2. Dein Lieb und Treu por allem geht, kein Ding auf Erd so fest besteht, solche muß man fref bekennen./Drum soll nicht Tod,/ nicht Angst, nicht Not von deiner Lieb mich trennen. 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht,/ im Tod und auch im B mei- nem Her- zen hal Nach der Melodie des vorhergehenden Liedes 1. Mit meinem Gott geh ich zur Ruhund tu in fried meinAugen zu, denn Gott pons Himmels Throne über mich macht bei Tag und Nacht, schafft, daß ich ficher wohne. M 2. Ich ruf zudir, Herr Jefu Chrift, der du allein mein Helfer bist: und Klein- od biſt al= le- zeit Am Abend fu Chrift; dich will ich 455 358 B in Lieb B Leben. Du bist nun mein,/ und ich bin dein,/ dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier,/ Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden./ Laß doch dein Licht/ auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden.( 509) Leipzig 1597 ten. spid ¥ 359 laß kein Leid widerfahren,/ durch deinen Schuh/ Dore Teufele Trut/ dein Engel uns bewahren. 3. Befiehl du deinen Engelein,/ daß sie stets um und bei uns sein;/ all Ubel von uns wende./ Gott Heilger Geift, dein Hilf uns leift an unferm letzten Ende. ( 509) Str. 1: Kornelius Becker 1602; Str. 2 und 3: Breslau 1680 Lieder für beſondere Zeiten und Anlässe 360 1. Wer= de daß ihr { Sin ne, geht her hat ge= tan an M Johann Shop 1642/ Böhmische Brüder 1661. mun- ter, mein Ge prei- set Got= tes für, mir, Schand und Scha- den treu be da er B mű- te, Gü- te, 456 und ihr die er Tag vor fo man- cher schwe- ren Plag, vor Be= trüb- nis, W mich den gan- zen hü- tet hat in Gna- den. 2. Lob und Dank sei dir gefungen, Vater der Barmherzigkeit, daß mir ist mein Werk gelungen, daß du mich vor allem Leid und vor Sünden mancher Art so getreulich haft bewahrt, auch die feind hinweggetrieben, daß ich unbeschädigt blieben. 3. Dieſer Tag ist nun vergangen, und die trübe Nacht bricht an; es ist hin der Sonne Prangen, so uns all erfreuen kann. Stehe mir, o Vater, bei, tamid daß dein Glanz ſtets vor mir sei, mich umgebe und beschütze, ob ich gleich im finstern site. And 4. Herr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd und Miſſetat, Hilf mir, da des Satans Spiel mich zur Hölle stürzen will. Du allein kannst mich erretten, lösen von der Sünde Ketten. 5. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein; hatuns doch dein Sohnverglichen* durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld, aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich stets in mir befinde.* verföhnt 6. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanft und süße Ruh, alles Ubel laß verschwinden, decke decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, freunde, feind und Hausgenossen al die mein armes Herz beladen und mich gar vergiftet hat.usein in deinen Schuh geschlossen. 7.Ach bewahre mich vor Schrecken, schühe mich vor Überfall, laß mich Krankheit nicht aufwektreibe weg des Krieges Schall,[ ken, wende feur- und Wafferenot, Peſtilenz und schnellen Tod, laß mich nicht in Sünden sterben noch an Leib und Seel verderben. Melodie: O Welt, ich muß dich laffen 15. Jahrh./geistlich um 1505 Welt; 1. Nun eu $ binA dnu noth Men- schen, Städt und fel- der, Gall auf, rem = ins Am Abend 8. O du großer Gott, erhöre, was dein Kind gebeten hat; Jesu, den ich herzlich ehre, bleibe ja mein Schutz und Rat, und mein Hort, du werter Geist, der du freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnliche flehen. Amen, ja das foll geschehen. ( 534) Johann Rift 1642 ru- hen al= le ihr Schöp= fer 2. Wo bist du, Sonne, blieben! Die Nacht hat dich vertrieben, die Nacht, des Tages feind.ch fahr hin, ein andre Sonne, mein Jefus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. U19 auf, ihr follt be Wäl- der, = a= ber, mei= ne es 4003 457 gín= nen, schläft die gan= ze MELOD wohl= ge 361 Vieh, है 201 Sin= nen, was TANDA TA fällt. 3. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelsfaal, also werd ich auch stehen, wann mich wird heißen gehen mein Gott aus diesem Jammertal. Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 4. Der keit; nadlo= daniuo Leib eilt nun zur die ab das Kleid und Schuhe, das Bild der Sterb- lichwird Christus mir an Rock der Ehr und 5.Das Haupt, die füß und Hände find froh, daß nun zum Ende die Arbeit kommen ſei. Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. Igrinos zieh ich aus, da ge- gen 6. Nun geht, ihr matten Glieder, geht hin und legt euch nieder, der Betten ihr begehrt. Es kommen Stund und Zeiten, da man euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. Ru- he, 458 Gim, dal legt le- gen 9. Auch euch, ihr meine Lieben, foll heute nicht betrüben kein Unfall noch Gefahr. Gott laß euch felig schlafen, stell euch die güldnen Waffen uma Bett und seiner Engel Schat. ( 512) Paul Gerhardt 1647 Herr= lich keit. 7. Mein Augen stehn verdroffen*, im Nu find sie geschlossen. Wo bleibt dann Leib und Seel! Nimm sie zu deinen Gnaden, fei gut für allen Schaden, du Aug und Wächter Israel'. * müde, des Sehens überdrüssig 8. Breit aus die Flügel beide, o Jefu, meine Freude, und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein fingen: Dies Kind foll unverletet fein." den 2 910 DIAL Ham 15. Jahrh./geistlich Genf 1542 GE 1. Die Sonn hat sich mit ih- rem Glanz ge- wen= det us of tod is$ 16 und, was sie soll, auf and Am Abend 362 die- sen Tag voll- en- det; die dunk le Nacht dringt al- lent hal ben zu, R bringt Menschen, Vieh und al- le Welt zur Ruh. 2. Ichpreise dich, du Herr der Nächt und Tage,/ daß du mich heut vor aller Not und Plage/ durch deine Gnad und hochberühmte Macht/ haft unverletzt und frei hindurchgebracht. 5. Vergönne, daß der lieben Engel Scharen/ mich vor der Macht der finsternis bewahren,/ auf daß ich Dvor der Lift und Tyrannei/ der argen Welt im Schlafen sicher sei. 6. Herr, wenn mich wird die lange Nacht bedecken/ und in die Ruh des tiefen Grabes strecken,/ ſo blicke mich mit deinen Augen an,/ daraus ich Licht im Tode nehmen kann, in 3. Vergib, wo ich bei Tage so gelebet,/ daß ich nach dem, was finfter ift, gestrebet;/ laß alle Schuld durch deinen Gnadenschein Ewigkeit bei dir verloschen sein. 4. Schaff, daß mein Geist dich ungehindert schaue,/ indem ich mich der trüben Nacht vertraue,/ und daß der Leib auf diesen schweren Tag/ fich feiner Kraft fein fanfterholen mag. 7. und laß hernach zugleich mit allen frommen/ mich zu dem Glanz des andern Lebens kommen,/ da du uns haft den großen Tag bestimmt,/ dem heine Nacht fein Licht und Klarheit nimmt. ( 507) Berlin 1647 459 Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 363 Der { die all Tag voll dir lie- ben Sonne Licht und Pracht hat Welt hat sich zur Ruh ge- macht; tu, führet,} tritt ge= büh= ret, und bring ein Lied her Au- gen, Herz und Sinn auf 2. Ihr hellen Sterne leuchtet wohl und gebet eure Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes doch noch zu tausend Malen[ voll, scheint heller in mein Herz f die ewig Himmelskerz, dn mein Jefus, meiner Seele Ruhm, mein Schat, mein Schuh und [ Eigentum. 3.Verschmähenicht diesarme Lied, das ich dir, Jesu, singe, in meinem Herzen ist kein fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an, es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seelen Freund. 460 Schweinfurt 1723 für; laß nun den Seel, was an die Him- mels = tür dei- ne = VIH Je- fum sein ge= rich- tet hin. dalyps 4. Mit dir mill ich zu Bette gehn, dir mill ich mich befehlen, si du wirst, mein Schuhherr, auf mich zum Besten meiner Seelen.[ fehn Ich fürchte keine Not, auch selber nicht den Tods denn wer mit Jesu schlafen geht, mit freuden wieder aufersteht. 5. Nun, matter Leib, gib dich zur und schlafe sanft und stille,[ Ruh ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille. Init Schließt aber dies mit ein: , Herr Jefu, ich bin dein!"[ macht. So wird der Schluß recht wohl ge= Nun Jesu, Jefu, gute Nacht. Christian Scriver 1684 bag spol Adam Krieger 1656/ geistlich Meiningen 1693 silbina dnu notis sadno) Am Abend 364 im doll to ano? 10: sidoisM 1. Nun sich der Tag ge= en= det hat und ab E kef= ne Sonn mehr scheint, o nua ge= matt' und mas 2. Nur du, mein Gott, haft keine Raft,/ duschläfft noch schlummerst nicht, die Finsternis ist dir verhaßt, weil du bist selbst das Licht. 3. Gedenke, Herr, doch auch an mich/ in dieser schwarzen Nacht/ und schenke du mir gnädiglich/ den Schutz von deiner Wacht. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünden Schuld, die mich bei dir klagt an,/ ach, aber deines Sohnes Huld hat gnug für mich getan. 5. Den seh ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vors Gericht;/ ich kann ja nicht verloren sein in solcher Zuversicht. ( 533) zu= Dor ge= weint. 6. Weicht, nichtige Gedanken, hin, wo ihr habt euren Lauf,/ ich baue jetzt in meinem Sinn/ Gott einen Tempel auf. schläft al= les, was sich 7. Drauf tu ich meine Augen zu/ und schlafe fröhlich ein,/ mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh;/ wer wollt doch traurig ſein? nim 8. Soll diese Nacht die letzte sein/ in diesem Jammertal,/ so führ mich. Herr, in' Himmel ein zur Auserwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir,/ du Herre Zebaoth,/ im Tod und Leben hilfft du mir/ aus aller Angst und Not. Str. 1: Adam Krieger 1665; Str. 8: Leipzig 1693 Str. 2-7 und 9: Joh. Friedrich Herzog 1692 Ich liege und ſchlafe ganz mit Frieden, denn allein du, Herr, hilfft mir, daß ich sicher wohne. Psalm 4,9 461 Lieder für besondere Zeiten und Anläffe 365 1. Der Tagiftrahin. Mein Je[ u, bei mir blei= be. = O See = Melodie: Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet zvor napnini 15. Jahrh./geistlich Genf 1542 geh auf len- licht, der Sün- den Nacht ver= trei= be; in mir, Glanz lewat er= leuchte mich, ach 2. Lob, Preis und Dank sei dir, mein Gott, geſungen, die sei die Ehr, daß alles wohl gelungen nach deinem Rat, ob ichs gleich nicht versteh;/ du bist gerecht, es gehe, wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quálet: Beständigkeit im Guten mit noch fehlet. Das meißt du wohl, o Herzenskündí ger, ich strauchle noch wie ein Unmündiger. 4. Vergib es, Herr, was mir sagt mein Gewissen, Welt, Teufel, Sünd hat mich von dir gerissen. der Ge- rech sold fod to = tig= keit, Herr, denn es ift Zeit. Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein, da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. 5. Ifraele Schuh, mein Hüter und mein Hirte,/ zu meinem Trost dein fieghaft Schwert umgürte,/ be= wahre mich durch deine große Macht, wenn mir der feind nach meiner Seele tracht'. 462 6. Du schlummerst nicht, wenn matte Glieder schlafen. Ach laß die Seel im Schlaf auch Gutes schaffen./ O Lebensfonn, erquicke meinen Sinn./ Dich laß ich nicht, mein fels. Der Tag ist hin. ( 507) Joachim Neander 1680 Nach der Melodie des vorhergehenden Liedes 1. Der Abend kommt, die Sonne sich verdecket,/ und alles sich zur Ruh und Stille strecket./ O meine Seel, merk auf, wo bleibeft du!/ In Gottes Schoß, sonst nirgend findst du Ruh. 2. Der Wandersmann legt sich ermüdet nieder,/ das Vöglein fleugt zu seinem Neste wieder, das Schäflein kehrt in feine Hürde ein:/ laß mich in dich, mein Gott, gekehret sein. 3.Ach fammle felbft Begierden und Gedanken, die noch so leicht aus Schwachheit von dir wanken; mein Ruheplah, mein Heimat, tu dich auf, daß ich in dich von allem andern lauf. 4. Recht väterlich hast du mich heut geleitet, bewahrt, verschont, gestärket und geweidet, ich bins / nicht wert, daß du so gut und treu;/ mein alles dir zum Dank ergeben sei.bongso no eno 5. Vergib es, Herr, wo ich mich heut verirret/ und mich zuviel durch dies und das verwirret./ Es ist mir leid, es soll nicht mehr geschehn, nimm mich nur ein, so werd ich fester stehn. gajer Am Abend 366 6. Da nun der Leib fein Tagemerk vollendet, mein Geist sich auch zu seinem Werke wendet,/ zu beten an, zu lieben inniglich,/ im stillen Grund, mein Gott, zu Schauen dich. 2017 Gro 7. Die Dunkelheit ist da, und alles schweiget; mein Geist vor dir, o Majestät, fich beuget./ Ins Heiligtum, ins Dunkle kehr ich ein;/ Herr, rede du, laß mich ganz stille sein. 8. Mein Herz fich dir zum Abendopfer schenket,/ mein Wille sich in dich gelaffensenket./ Begierden, schweigt! Vernunft und Sinnen, still!/ Mein müder Geist im Herren ruhen will. 9. Dem Leib wirst du bald seine Ruhe geben;/ laß nicht den Geist zerstreut in Unruh schweben,/ mein treuer Hirt, führ mich in dich hinein, in dir, mit dir kann ich pergnüget ſein. 10. Im Finstern sei des Geistes Licht und Sonne,/ im Kampf und Kreuz mein Beistand, Kraft und Wonne;/ deck mich bei dir in deiner Hütte zu, bis ich erreich die volle Sabbattuh. ( 507) 463 Gerhard Tersteegen 1729 diboconc Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 367 Herz sich lich, 1. Nun sich der Tag ge 7 zuck 2 P dir men sleuch= te e dein dans mellolso zum Se und in questa = det Melodie: O Welt, ich muß dich lassen 15. Jahrh./geistlich um 1505 als tie hol= des man 2. Ich schließe mich aufs neue in deine Vatertreue und Schuh und Herze ein; die fleischlichen Geschäftes und alle finstern Kräftemor vertreibe durch dein Nahesein. = en= 464 und dan- ket in- niggippy end 015Cum piem thie An ge 11 det, enf= zün- de disc, 16 nas gen auf mich rich te, mist 4. Ein Tag der sagt dem andern, mein Leben ſei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, so schöne, mein Herz an dich gewöhne, mein Heim ist nicht in dieser Zeit. ( 512) Gerhard Tersteegen 1745 11 D mein De forvent fich= te 7 mich. Jag inte se intacso 3. Daß du mich stets umgibest, daß du mich herzlich liebest und rufft zu dir hinein, daß du vergnügst* alleine d so mefentlich, so reine, len laß früh und spät mir wichtig sein. * zufrieden machst er= DRA Joh. Abraham Peter Schulz 1790 1. Der Mond ist auf- gegan- gen, die gold- nen = Stern- lein pran- gen am Him- mel hell und klar. Der 16 Am Abend Wald steht schwarz und schwei- get, und aus den Wie- sen stei= get der mei- ße Ne= bel = 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen die mu und ist doch rund und schön. So find wohl manche Sachen, die mir getroft belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 4. Wir stolzen Menschenkinder find eitel arme Sünder und wissen gar nicht viel. Wir spinnen Luftgeſpinste mein und suchen viele Künſte und kommen weiter von dem Ziel. me adinio. 368 465 mun- der= bar. 5. Gott, laß uns dein Heil schauen, auf nichts Vergänglichs trauen, nicht Eitelkeit uns freun; laß uns einfältig werden und vor dir hier auf Erden[ fein. wie Kinder fromm und fröhlich 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieſer Welt uns nehmen durch einen sanften Tod; und wenn du uns genommen, laß uns in' Himmel kommen, du unser Herr und unser Gott. 7. So legt euch denn, ihr Brüder, in Gottes Namen nieder; kalt ist der Abendhauch. Verfchon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen. Und unfern kranken Nachbar auch! Matthias Claudius 1779 Lieder für besondere Zeiten und Anläsfe 369 ja, Hal 1. Die ganze Welt, Herr Jefu Chrift, Hal= le= luund der led lam- mild man spertoshentsla mata- Jahreszeiten le- lu ja, fröhlich ift. Hal- le- lu 2. Das himmlisch Heer im Himmel fingt,/ Halleluja, Halleluja, die Christenheit auf Erden klingt./ Halleluja, Halleluja. d Köln 1623/ Augsburg 1924 zu dei- ner a kita ja, Hal= le 466 Ur- ständ* B lu ja. * Auferstehung 4. Es singen jetzt die Vögel all,/ Halleluja, Halleluja, jetzt fingt und klingt die Nachtigall./Halleluja, Halleluja. esgoTead all on 3. Jeht grünet, was nur grünen 5. Der Sonnenschein jetzt kommt kann,/ Halleluja, Halleluja,/ die herein, Halleluja, Halleluja,/ Bäum zu blühen fangen an./ und gibt der Welt ein' neuen Halleluja, Halleluja. nis houd Schein./ Halleluja, Halleluja. 6. Die ganze Welt, Herr Jesu Chrift, Halleluja, Halleluja,/ zu deiner Urständ fröhlich ist./ Halleluja, Halleluja. dalanabins nexion W ( 501) Köln 1623 Jsla idhin 200 malico day niqjapiju.J nonniq|#W Int jemand in Chrifto, so ist er eine neue Kreatur; das Alft if vergangen, siehe, es ist alles neu geworden. 2. Korinther 5,17 Johann Steurlein 1575/ geistlich Nürnberg 1581 Mo 575/ gel E Gottes- güt, grünt und blüht.) Wie lieb- lich ist der Mai- en aus 1. { des sich die Men-schen freu- en, weil Die 13H39( 530) 16* e big 4. Mein Arbeit hilf vollbringen zu Lob dem Namen dein und laß mir mohl gelingen, mad ni nsbluns im Geist fruchtbar zu sein, mad) no thi nai die Blümlein laß aufgehen ay napanatto Don Tugend mancherlei, M spall damit ich mög beſtehen und nicht verwerflich sei. Jahreszeiten gen mit Luft auf grü= ner___ Weid, die Vög- lein Tier sieht man jett_sprin= hört man fin- gen, die lo ben Gott mit freud. 2. Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein! Die Blüt zur Frucht vermehre, laß sie ersprießlich sein. Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß; drum wollst du von uns wenden Meltau, frost, Reif und Schloß'. 3. Herr, laß die Sonne blicken ins finstre Herze mein, damit siche möge schicken, fröhlich im Geist zu sein, die größte Luft zu haben allein an deinem Wort, das mich im Kreuz kann laben m und meist des Himmele Pfort. 370 Martin Behm 1606 lau= ter al= les 467 Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 371 1. Geh aus, mein Herz, und suche freud manM 316( Or die fer lie dei G dir = B Gär- ten Zier = Melodie: Heut fingt die liebe Christenheit 16. Jahrh./ geistlich vor 1560 ben Sommer= nes Got- tes Ga= ben; schau an der schönen und sie= he, 2. Die Bäume ſtehen voller Laub,/ das Erdreich decket seinen Staub, mit einem grünen Kleide, Narziffus und die Tulipan die ziehen sich viel schöner an als Salomonis Seide. 20 mini sich aus= ge=[ chmük 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleugt aus feiner Kluft/ und macht sich in die Wälder;/ die hochbegabte Nachtigall/ ergött und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Tal und felder. 6061 mis minoM wie sie mir und_ sid rgg- hi zeit = = 468 in an = had gedoo smo 10 ket ha ben. 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und bewohnt fein Haus,/ das Schwälblein speift die Jungen,/ der schnelle Hirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh/ ins tiefe Gras geſprungen. 5. Die Büchlein rauschen in dem Sand/ und malen sich an ihrem Rand mit schattenreichen Myrten,/ die Wiefen liegen hart dabei/ und klingen ganz Dom Luftge= schrei/ der Schaf und ihrer Hirten. / 6. Die unverdroßne Bienenschar/ fleugt hin und her, sucht hier und dar ihr edle Honigspeiſe;/ des füßen Weinstocks starker Saft bringt täglich neue Stark und Kraft/ in seinem schwachen Reise. 7. Der Weizen wächset mit Gewalt;/ darüberjauchzetjung und alt/ und rühmt die große Güte/ des, der so überflüffig labt/ und mit so manchem Gut begabt/ das menschliche Gemüte. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn,/ des großen Gottes großes Tun/ erweckt mir alle Sinnen;/ ich finge mit, wenn alles fingt,/ und laffe, was dem Höchsten klingt,/ aus meinem Herzen rinnen.bun 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön/ und läßt du's uns so lieblich gehn/ auf dieser armen Erden:/ was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt/ und güldnen Schlosse werden! and 11 / 10. Welch hohe Luft, welch heller Schein/ wird wohl in Christi Garten ſein! Wie muß es da wohl klingen,/ da so viel tausend Seraphím/ mit unverdroßnem Mund und Stimm/ ihr Halleluja fingen. Jahreszeiten 11. O wär ich da! O stünd ich schon,/ ach süßer Gott, vor deinem Thron/ und trüge meine Palmen:/ so wollt ich nach der Engel Weif'/ erhöhen deines Namens Preis/ mit tausend schönen Pfalmen. 12. Doch gleichwohl will ich, weil* ich noch/ hier trage dieses Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen;/ mein Herze soll sich fort und fort/ an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. * ſolange 13. Hilf mir und segne meinen Geift/ mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe, gib, daß der Sommer deiner Gnad/ in meiner Seele früh und spat diel Glaubensfrücht erziehe. 14. Madh in mir deinem Geiſte Raum,/ daß ich dir werd ein guter Baum,/ und laß mich Wurzel treiben./ Verleihe, daß zu deinem Ruhm/ ich deines Gartens schöne Blum/ und Pflanze möge bleiben. 15. Erwähle mich zum Paradeis/ und laß mich bis zur letzten Reif'/ an Leib und Seele grünen,/ so will ich dir und deiner Ehr/ allein und sonsten keinem mehr/ hier und dort ewig dienen. 469 Paul Gerhardt 1653 Here err, wie find deine Werke fo groß und viel! Du hast sie alle weislich geordnet, nie 100 ml) und die Erde ist voll deiner Güter. Psalm 104,24 Lieder für beſondere Zeiten und Anlässe pap O lod hl's Ot Wishlisd100.t1001 3724 mal Um das tägliche Wisgne 3d thon nama seniso cal que Zu Tische ch) im Irlombialo chp( 1.st a un color prind timmals 5. 140 con manisl ni Cilon 15. Jahrh./ Nikolaus Herman 1562 1. Wir dan- ken Gott für seine Gabn, die wir von 17010 000 idopad 100 marbrom of tim 1. Sin- gen ihm emp- fan- gen habn, und bitten un fern lie= ben anala anapzdag snied not sd dan atdagill Broth466 Herrn, er woll uns fer= ner auch Labe- scherno 2. und speisen uns mit seinem Wort,/ daß wir satt werden hier und dort./ Ach lieber Herr, du wollst uns gebn/ nach dieser Zeit das ewig Lebn. Erasmus Alber 1537 19500 thW 310 bon ch msniedux( odsdisks Nach dem Essen blaa imsi 3. Wir danken dir, Herr Jesu Chrift,/ daß du unft Gast gewesen bift./ Bleib du bei uns, so hats nicht Not, du bist das rechte Lebensbrot. Albert Knapp 1837 373 wir aug 470 . Melodie: Da Christus geboren wat 15. Jahrh. Böhmische Brüder 1544 Mansoor sonu alan miq lo- ben Gott mit un- ferm Mund. Herzens- grund, Wie er ſein Güt an uns be- weist, wie er Tier und Vö- gel nährt, auch beschert, 2. Danken wir sehr, bitten ihn, daß er geb des Geistes Sinn, daß wir solches recht verstehn, [ tete nach fein' Geboten gehn, Landgraf Morih von Heffen 1601 ſo hat er une auch ge- speift, un- Um das tägliche Brot And eac * welche wir jet- und habn oer- zehrt. feinen Namen machen groß in Chrifto ohn Unterlaß; fo fingn wir recht das Gratias*. * Dankgebet nach der Mahlzeit ( 523) Hans Vogel 1563 so hat er uns 1. Gefegn uns, Herr, die Ga- ben dein, die Speis laß nadast pils) isd W najod 200 374 471 Nah- rung fein, hilf, daß da- durch er= quik= ket werd der dürf- tig Leib auf dieser Erd. 2. Doch dies zeitliche Brot allein/ och dies zeitlich kann uns nicht gnug zum Leben fein, dein göttlich Wort die Seele ſpeist, / hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gib uns beides, Herre Gott./ Hilf endlich auch aus aller Not. So preisen wir dein Gütigkeit hier und auch dort in 1018 tollph Ewigkeit. Str. 1 und 2: frankfurt( Oder) 1561, Str. 3: Bayreuth 1660 Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 375 1. Lo= bet den Herrn und dankt ihm fei= ne Ga= ben, die wir aus Gnad von apod. duda, aim ochiam fan- gen sotto) and 1033 en ha= ben jetzt an d Bun sonst an al= len En- den, 2. Er tut auch wohl durch seine Engelfcharen/ une Tag und Nacht por Leibes Gfahr bewahren,/ damit der Feind an uns sein' bösen Willen/ nicht mög erfüllen. 3. Derhalben seid in Gott getroft, ihr frommen, denn ihr sollt Schuhund Brotgenug bekommen und überdies nach diesem armen Lebenbei Chrifto schweben. Johann Crüger 1640 dem 1090 1 10ihm emp= 472 Tifch und wo wir uns wen- den. 4. Das danket ihm, ihr Leut, von Herzensgrunde/ und bittet ihn desgleich zu aller Stunde, daß er uns nur als seinen lieben Erben/ helf selig sterben. Clod 5. So sind wir recht an Leib und Seel genesen/ und reich genug in dieser Welt gewesen/ und haben auch den besten Schat gefunden/ und überwunden. Siehe auch: Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich( Nr. 199) Nun laßt uns Gott dem Herren( Nr. 227) Nun danket alle Gott( Nr. 228) Balárbod Bartholomäus Ringwaldt 1586 630 Der Tag ist seiner Höhe nah( Nr. 351) Bescher uns, Herr, das täglich Brot( Nr. 376) obar puNun preiset alle Gottes Barmherzigkeit( Nr. 380) lismasiin 1221 W the Für eine gesegnete Ernte muss bim tui tollsish orden Melodie: Geſegn uns, Herr, die Gaben dein Landgraf Moritz von Heffen 1601 und albina onu nali Um das tägliche Brot Fra sid 1. Be=[ cher uns, Herr, das täg- lich Brot, oor Teu= rung Dor Hun- gers= not lie= ben Sohn, Gott Va= ter 2. O Herr, tu auf dein milde Hand,/ mach uns dein Gnad und Güt bekannt,/ ernähre uns, die Kinder dein, der du speist alle Vögelein. 509 3. Erhörst du doch der Raben Stimm, drum unfre Bitt, Herr, auch dernímm, denn aller Ding du Schöpfer bist/ und allem Vieh fein Futter gibst. Sid hom bol in dem höch- sten Thron. 4. Gedenk nicht unfrer Miſfetat/ und Sünd, die dich erzürnet hat;/ laß scheinen dein Barmherzigkeit, daß wir dich lobn in en god Ewigkeit. WH Je ni Hed 100.1 376 be ( 082) . 6. Du unfer lieber Vater bift,/ weil Chriftus unser Bruder ist;/ drum trauen wir allein auf dich und wolln dich preifen ewiglich. ( 505) Nikolaus Herman 1562 473 hüt uns durch dein' 5. O Herr, gib uns ein fruchtbars Jahr, den lieben Kornbau uns bewahr, vor Teurung, Hunger, Seuch und Streit/ behüt uns, Herr, zu dieser Zeit. Lieder für beſondere Zeiten und Anläſse 377 Melodie: Herzlich tut mich erfreuen eins stengslen 16. Jahrh./geiſtlich Wittenberg 1552 1. Lobt Gott in al= len Lan- den und laßt uns fröhben prlich lich sein: der Som- mer ist vor- han- den, die ja( 1015 Sonn gibt hellen Schein, der Win- ter ist ver= gan-gen, das feld ist voller Frücht, die wir von Gott emp= fan= gen, wie man bor Au= gen sieht. 2. Herr, gib durch deinen Segen den lieben Sonnenschein, dazu den fanften Regen, die du uns schaffst allein. Die Frücht im feld vermehre, behüt oor Reif und Schloß' und allem Unfall wehre dein Güt und Macht ist groß. 3. Und wenn die Donner schallen, daß alles fauft und kracht, die grellen Blitze fallen in deinem Zorn mit Macht, so wollst du uns bewahren, halt uns in deiner Hut, laß uns nichts miderfahren an unferm Leib und Gut. 4. Gib uns auch hier auf Erden die geistlich Sommerzeit, daß uns bei den Beschwerden dein Hilf stets sei bereit, damit wir willig tragen all Trübfal, Angst und Not und endlich nicht verzagen, wenn uns hinreißt der Tod. 5. füll unser Herz mit freuden durch alle dein Wohltat, daß uns nichts möge scheiden Don deiner Güt und Gnad, solang wir sind auf Erden, bis wir vor deinem Thron Habe einst ewig selig werden, boempfangn die Ehrenkron. ( 530) Nach Martin Behm 1606 474 Melodie: Aus tiefer Not schrei ich zu dir II Wolfgang Dachstein 1525 up 1. Waf gehren fal len schwe a Jam Ach Gott, die ar= men weil jetzt die Sonn ver Um Sonnenschein a Gnad und re. - mer man R auf Näff' bringt groß Ver 2. Du haft das Körnlein auf dem Land gegeben und bescheret./ Hilf ferner durch dein rechte Hand, daß es nicht werd verfehret. Gebeut den Wolken und dem Wind,/ weil sie dir all gehorsam sind, daß sie nicht Regen bringen. 475 Se Re a is Um das tägliche Brot Kinder dein be= hält den Schein und fer machst, groß Schad geschieht, fein' B der gen,} B gen. Er- den sieht; 378 Das die ben. 3. Die Sonn laß klar am Himmel gehn,/ ihrn Glanz und Hit der= mehre./ Die Luft mach heiter, rein und schön, die Ernt uns nicht zerstöre, laß gut und gnädig Wetter sein, so führen wir die Ernte ein/ mit Jauchzen und mit Singen. 100002 Martin Behm 1608 Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 379 { 1. dau Herr du nimba nap zu gibft ung Um Regen mit Gott, du Herr= scher machst mit früch- ten Wet ter du be durch du uns er allen Lan Obſt, Melodie: Aus tiefer Not schrei ich zu dir II 370 Wolfgang Dachstein 1525 mondosogogilow Tier, Fisch und hältst ung Leib und 2. Schau, mie jetzt bei der dürren Zeit die frücht im Feld vergehen, all Kreatur um Regen schreit, die Menschen jammernd stehen. Es lechzt das Vieh, dürr ist das Land./ Drum tu auf deine Gnadenhand; gib Guts, wend allen Schaden. 3061 m 8 TOM Vö al= ler reich das feld, da= Welt, gut 3 sche näh 476 = = Getreid und Wein, rest, rest; mich erfreuen orice ge= lein, Le= spnie felig werden. du da= er= / 3. Send uns herab pons Himmels Saal ein' warmen, fruchtbarn Regen, behüt vor Schloß' und Wetterstrahl, gib zum Gewächs dein' Segen, bescher uns unser täglich Brot, gib, mas für Leib und Seel ist not, hilf, daß wir / ben. Martin Behm 1608 Hasm Bei und nach der Ernte Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 $ ¹$ 1. Nun prei- set al= le Um das tägliche Brot 188 380 Gottes Barm= herzigkeit! Lob ihn mit Schal= le, thong, manodennom Christen- heit! Er läßt dich freundlich wer= 477 te= ste zu sich la= den; freu= e dich, If= ra= el, sei= ner Gna- den, freu= e dich, If= ta= el, sei= ner Gna- den! 4. Er gibet Speise reichlich und überall,/ nach Vaters Weise ſättigt er allzumal, er schaffet frühn und späten Regen, füllet une alle mit ſeinem Segen. 2. Der Herr regieret über die ganze Welt;/ mas sich nur rühret, alles zu Fuß ihm fällt;/ Diel tausend Engel um ihn schweben, Pfalter und Harfen ihm Ehre geben. 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern fein,/ zur grünen Weiden stellet euch willig ein;/ da läßt er uns sein Wort verkünden,/ machet uns ledig von allen Sünden. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, merteste Chriſtenheit!/ Uns foll hinfort kein Unfall scha= den; freue dich, Israel, seiner Gnaden! Matthäus Apelles von Löwenstern 1644 Lieder für besondere Zeiten und Anläsfe 381 1. de, de Die mo By der [ att, al- te deut- lich = wer B Ernt ift raus Gott Gott lebt Se- gen ein ge reich und fröhlich B mer= ken ken, drum 2. Wir rühmen seine Güte, die uns das feld bestellt und oft ohn unfre Bitte getan, was uns gefällt; die immer noch geschont, ob wir gleich gottlos leben, die Fried und Ruh gegeben, daß jeder sicher wohnt. Melodie: Aus meines Herzens Grunde 16. Jahrh./geistlich Eisleben 1598 nun al 3. Zmar manden schönen Segen hat böses Tun verderbt, den wir auf guten Wegen fonft hätten noch ererbt; doch hat Gott mehr getan aus underdienter Güte, als Mund, Herz und Gemüte nach Würden rühmen kann. an noch, = sozu mog En out- o le Stän bracht, 1 macht. } 478 prei-sen wir ihn man kann es so viel Der Lie bes= hoch 4. Er hat sein Herz geneiget, uns Sünder zu erfreun, und gnugsam sich bezeuget durch Regn und Sonnenschein. Wards aber nicht geacht', d W so hat er sich verborgen und durch verborgnes Sorgenus zum Beten uns gebracht. 5. O allerliebster Vater, du haft viel Dank verdient, du mildester Berater machst, daß une Segen grünt. Wohlan, dich loben wir für abgemandten Schaden, für viel und große Gnaden, 2 Herr Gott, mir danken dir. 6.Zum Danken kommt das flehen: laß une, o frommer* Gott, vor feuer sicher stehen und aller andern Not, gib friedevolle Zeit, erhalte deine Gaben, daß wir uns damit laben, regier die Obrigkeit. 7. Besonders laß gedeihen dein reines wahres Wort, daß wir uns dessen freuen und auch an unferm Ort dies gute Samkörnlein erwünschte Früchte bringe und wir in allem Dinge recht fromme Leute fein. Königsberg 1885 bhg nd nei - gen zei- gen. S * qütiger ud 8. Gib, daß zu dir uns lenket, was du zum Unterhalt des Leibes hast geschenket, daß wir dich mannigfalt in deinen Gaben fehn, Das feld 1. { DE die Ah- ten weiß, Dor fich, ihm laßt die 2d Sí- cheln Lob des Herrn zu 2. Ein Jahr, Allgütger, ließest du es währen,/ bis uns gereift die Saat, die uns soll nähren. Nun du sie gibest, fammeln wir die Gabe;/ Don deiner Huld kommt alle unfre Habe. mit Herzen, Mund und Leben dir Dank und Ehre geben. Olaß es doch geschehn! Um das tägliche Brot 9. Kommt unfer Lebensende, A so nimm du unsern Geist in deine Vaterhände, da er der Ruh geneußt, da ihm kein Leid bemußt; [ o ernten wir mit freuden nach ausgestandnem Leider die Garben voller Luft. Gottfried Tollmann 1725 382 ru- fen: Sie Der geßt auch 1. 479 ihrem Schöp- fer Eh- re zu be= , Kom nicht. 12. m -) met, das klin= gen, fin= gen!" 3. Wenn du, Herr, sprichst dein göttliches„ Es werde",/ füllt sich mit reichen Gaben bald die Erde./ Wenn du dich abkehrst, müssen wir mit Beben/ in Staub uns wandeln, können wir nicht leben. Lieder für besondere Zeiten und Anläſſe 4. Wir, dein Gesinde, wollen gern ertragen im Schweiß des Angesichts der Arbeit Plagen, nur ſegne, Vater, unsrer Hände Werke, fchenk uns Geſundheit, neue Kraft und Stärke. 1 tim 5. Wir wollen kindlich zu Gott Hoffnung hegen und auch den Armen spenden von dem Segen;/ gab er uns wenig, uns dabei bescheiden, gab er uns reichlich, unnüt nichts vergeuden. 6. Sein sind die Güter, wir nur die Verwalter. Tu Rechnung", spricht der Ewge zum Haushalter. Wie reife Garben wird nach kurzen Tagen/ der Tod uns mähen und zum Grabe tragen. 19 7. Zur Ernte reift der Leib. Hilf vomVerderben,/ laß täglich, Herr, durch Buße in uns sterben/ Luft und Begierde; mehr' in uns den Glauben, laß nicht den feind uns Lieb und Hoffnung rauben. 8. Am End nimm, Jesu, in die abeled manHimmelescheuern auch unfre / Seelen, Ruhtag dort zu feiern./ Die hier mit Tränen streuen edlen Samen, werden mit freuden ole droben ernten. Amen. Nach einem mafurifchen Lied des Bernhard Rostock( Rostkowski) 1738 deutsch: Lyck( Ostpreußen) 1858 Siehe auch: Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich( Nr. 199) und die Lob- und Danklieder Nr. 226-238 Onu Here err Gott, himmlischer Vater, der du uns Leib und Leben gegeben und durch deinen göttlichen Segen bisher erhalten hast: wir bitten dich, laß deinen Segen ferner bei uns bleiben, auf daß wir zu allen Zeiten mit Danksagung empfangen alles, was uns nüh und not ist. Durch unsern Herrn Jesum Christum, deinen Sohn, der mit dir und dem Heiligen Geiste, ein wahrer Gott, lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. immed diul ple mor Goff, 480 S Madal Backlam In Arbeit und Berufs Melodie I Braunschweig 1648 { ohn gu- tera Ga- ben, al les ha- ben:) - mir und 1. gu al letz Melodie II um 1675/ Meiningen 1693 * gütiger mir TOD HACSUPT M { ohn - sijainA dnu natis In Arbeit und Beruf Gott, du from= mer* Gott, du Brunnquell den nichts ist, was ift, dem wir Don bisil daß in Vannte Prim Pa ge= fol- chem Leib ein O Gott, du from- mer* Gott, den nichts ist, was ist, ter Gaben, l les ha- ben: te Seel und rein Ge- wif- fen del sonore 383 un- ver= let= te Seel und fun= den ge 481 Leib gib Obition un= der= und daß in fol- chemm Leíb bleib. du Brunnquell von dem wir funden Leib gib ein rein Ge= wis=[ en bleib. Lieder für besondere Zeiten und Anlässe 2. Gib, daß ich tu mit Fleiß, gen was mir zu tun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gib, daß iche tue baldunbhell, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ich tu, so gib, daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann beſtehen; laß kein unnühlich Wort aus meinem Munde gehen; und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gib den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß. 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen, gib einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Gib, daß ich meinen feind mit Sanftmut überwind und wenn ich Rat bedarf, auch guten Rat erfind. Hsupanu18 DO sio msd 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gib auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget fel. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen fauren Tritt hindurch ins Alter dringen, jo gib Geduld, vor Sünd und Schanden mich bewahr, daß ich mit Ehren trag all meine grauen Haar. orgalm 7. Laß mich an meinem End auf Chrifti Tod abscheiden, die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei seiner Eltern Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 8. Wenn du die Toten wirst an jenem Tag erwecken, Ho O bigbin nsonde so tu auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken, laß hören deine Stimm und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt 30 zum auserwählten Hauf. ( 526) Johann Heermann 1630 disid no][ 1= 30 clas Gou Issa 482 centien php 16. Jahrh./ Dresden 1608 1. Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun und Werk in dei- nem Glück und Se Wil- len ruhn, = gen; 3. Es fängt so mancher weise Mann/ ein gutes Werk zwar fröhlich an und bringts doch nicht zum Stande, er baut ein Schloß und festes Haus,/ doch nur auf lauterm Sande. 4. Verleihe mir das edle Licht, das sich von deinem Angesicht/ in fromme Seelen strecket/ und da der rechten Weisheit Kraft/ durch deine Kraft erwecket. In Arbeit und Beruf 384 5. Gib mir Verstand aus deiner Höh,/ auf daß ich ja nicht ruh und [ teh/ auf meinem eignen Willen,/ fei du mein Freund und treuer Rat,/ mas recht ist, zu erfüllen. geht und steht auf rech- ten, gu- ten We gen. 2. Es steht in keines Menschen 6. Prüf alles mohl, und was mir Macht, daß sein Rat werd ins Werk gebracht/ und seines Gangs fich freue, des Höchsten Rat der machts allein, daß Menschenrat gedeihe. gut, das gib mir ein, was fleisch und Blut/ erwählet, das vermehre. Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre. mas du Don Dir kommt 483 re- gierst, das a 7. Was dir gefällt, das laß auch mir,/ o meiner Seelen Sonn und Zier,/ gefallen und belieben;/ was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und Tat verüben. 8. Ifts Werk von dir, so hilf zu Glück,/ ifts Menschentun, so treib zurück/ und andre meine Sinnen./ Was du nicht wirkst, das pflegt von selbst/ in kurzem zu zerrinnen. 9. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich deucht,/ und bring zum guten Ende,/ was du selbst angefangen haft durch Weisheit deiner Hände.100 Lieder für besondere Zeiten und Anläffe 10. Ift ja der muß ich auch ins Sor = gen___ tre Un- ter B laß 11. Wer fleißig betet und dir traut,/ wird alles, davor ſonst ihm graut, mit tapferm Mut bezwingen,/ sein Sorgenstein wird in der Eil/ in tausend Stücke springen. 385 sim An= fang 1.{ m In mit tie- fe Meer ay mal . ten, 12. Der Weg zum Guten ist gar wild,/ mit Dorn' und Hecken aus= gefüllt;/ doch wer ihn freudig gehet,/ kommt endlich, Herr, durch deinen Geist, wo freud und Wonne[ tehet. nd ins et- was schwer und = fo zu seuf- zen und zu be Gottes Na- men Gott wird al= les der bit- tern 484 treib mich nur, ohn 13. Du bist mein Vater, ich dein Kind, was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge. So hilf nur, daß ich meinen Stand/ wohl halt und herrlich siege. ionit / 14. Dein foll sein aller Ruhm und Ehr, ich will dein Tun je mehr und mehr/ aus hocherfreuter Seelen/ por deinem Volk und aller Welt, fo lang ich leb, erzählen. ( 509) sids en Paul Gerhardt 1653 to and ten. 1sbsst] nsl 161X Hedels W Melodie: Sef Lob und Ehr dem höchsten Gut Genf um 1543/ Johann Crüger 1653 fang ich nusan, niwas wohl- ge E - tan 80 und mir glücklich zu tes Να tun ge aus= ge - men B büh= ret; = HBO 2. Gott ists, der das Vermögen [ chafft, was Gutes zu vollbringen; er gibt uns Segen, Mut und Kraft/ und läßt das Werk gelingen, ist er mit uns und sein Gedeihn, so muß der Zug gesegnet sein*, daß wir die Fülle haben. Istia* fiehe Luk. 5.4 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht'/ und bleibt auf feinen Wegen, der wird gar leichtlich reich gemacht durch Gottes milden Segen. Da wird der frommefroh und fatt,/ daß er von seiner Arbeit hat auch Armen Brot zu geben. 4. Gott ist der Frommen Schild und Lohn,/ er krönet sie mit Gnaden;/ der bösen Welt ihr Neid und Hohn/ kann ihnen gar nicht schaden. Gott decket sie mit seiner Hand, erlegnet ihre Stadt und Land/ und füllet sie mit Freuden. Was tut, ist al= lent= hal= ben In Arbeit und Beruf 140 = recht und gut und kann uns auch ge= dei- hen. man in Got= 5. Drum komm, Herr Jesu, ſtärke mich,/ hilf mir in meinen Werken,/ laß du mit deiner Gnade dich/ bei meiner Arbeit merken;/ gib dein Gedeihen selbst dazu,/ daß ich in allem, was ich tu,/ ererbe deinen Segen. ( bund( 525) ( bag) 485 6. Regiere mich durch deinen Geiſt,/ den Müßiggang zu meiden,/ daß das, was du mich schaffen heißt,/ gescheh mit lauter Freuden;/ auch, daß ich dir mit aller Treu/ auf dein Gebot gehorsam fef/ und meinen Nächsten liebe. 7. Nun, Jesu, komm und bleib bei mit./ Die Werke meiner Hände/ befehl ich, liebster Heiland, dir;/ hilf, daß ich sie vollende zu deines Namens Herrlichkeit,/ und gib, daß ich zur Abendzeit/ erwünschten Lohn empfange.* * siehe Matth. 20, 8 Salomo Liscom 1674 Lieder für besondere Zeiten und Anläsfe 386 1. Das wal- te Gott fang geht es Gott, der hel- fen kann! Mit ich die Arbeit glücklich Melodie: In Gottes Namen fahren wir 13. Jahrh./Erfurt 1524 dies mein er- stes Jadarbid Gal 2. All mein Beginnen, Tun und Werk erfordert von Gott Kraft und Stärk;/ mein Herz zu Gott ist stets gericht',/ drum auch mein Mund mit Freuden spricht: Das walte Gott! 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts, wa Gott nicht gibet, da gebrichts, Gott gibt und tut mir alles Guts,/ drum sprech ich auch nun gutes Muts:/ Dasmalte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier,/ so will ich dankbar fein dafür;/ auf sein Wort werf ich aus mein Net/ und sag in meiner Arbeit ſtets: Das walte Gott! 5. Anfang und Mitte famt dem End/ stell ich allein in Gottes Händ;/ er gebe, was mir nütlich ist,/ drum sprech ich auch zu jeder frist: Das walte Gott! fort, an, Wort: Das mal= te Gott! p tuM nsps2 snu idig 22 1020 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu,/ so gnügets mir zu jeder Stund,/ drum sprech ich auch von Herzensgrund: Das walte Gott! mit Gott nur 486 drum ist auch Samo bon f W 7. Trifft mich ein Unglück, unverzagt!/ Ist doch mein Werk mit Gott gewagt,/ er wird mir gnädig stehen bei,/ drum dies auch meine Lofung fei: Das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und [ pat, bis all mein Tun ein Ende hat,/ er gibt und nimmt, machts, wie er will,/ drum sprech ich auch fein in der Still:/ Das walte Gott! 9. Gott steht mir bei in aller Not/ und gibt mir auch mein täglich Brot, nach seinem alten Vaterbrauch/ tut er mir Guts, drum [ prech ich auch: Das walte Gott! 10. Ohn ihn ist all mein Tun umfonft;/ nichts hilft Verstand, With oder Kunst,/ mit Gott gehts fort, gerät auch wohl,/ daß ich kann Jagen glaubensvoll: Das walte Gott! 11. Teilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner feinde Melodie: Von Gott will ich nicht laffen 16. Jahrh./geiftlich Erfurt 1563 [ Geh hin nach Got- tes 1. et- feld zu baun. M Luft ver 2. Willst du nur sein geborgen und vor der Welt geehrt, so kannst du nicht beſorgen, was deinem Herrn gehört; fieht jemand auf Gewinn und trachtet, hier auf Erden nur glücklicher zu werden, der hat den Lohn dahin. AN In Arbeit und Beruf Neid, laß haffen, wers nicht laffen kann,/ ich stimme doch mit freuden an:/ Das walte Gott! 12. Tu ich mein Werk mit Gottes Rat,/ der mir beistehet früh und [ pat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß:/ Das walte Gott! Johann Betichius 1697 387 frag nach der Ern- te gef- fen, nur in Wil- len fül- len, fein Du darfft den Lohn nicht mef- fen, mußt Freud und ma De= mut gro= Bes 487 nicht, sehn auf dei= ne Pflicht. 3. Doch hast du deine Gaben dem Dienst des Herrn geweiht, so wirst du Augen haben, zu sehn, was er gebeut. Das tue still und gern; du darfst nicht zaudernd wählen, nicht rechnen und nicht zählen; er ruft- du folgst dem Herrn. Lieder für beſondere Zeiten und Anläsſe 4. Nur frisch an allen Enden dis die Arbeit angefaßt! and nofol Mit unverdroßnen Händen fei wirksam ohne Raft. Onu sim 350 vda Siehe auch die Morgenlieder Nr. 332-350 Auf Reisen 388db be 1. In Got= tes heil- ger in En gel geh uns für A= gup= ten= land, = Das ist der rechte Mut. Streu aus den edlen Samen, arbeit in Gottes Namen, lo keimt und wächst es gut.sp ( 529) Nach Joh. Friedrich Möller 1822 o 0 Na- men fah- ren nis = Pha= ta 2. Herr, du mollst unser G'leitsmann sein und mit uns gehen aus und ein/ und zeigen alle Steig und Steg,/ wehren dem Unfall auf dem Weg. Kyrieleis. Hand. Ky 13. Jahrh./Erfurt 1524 wir, fein wie dem Volk das 488 ent= ri= e= leís. 3. So wird kein Berg noch tiefes Tal, kein Wassr uns irren überall; fröhlich komm'n wir an unfern Ort,/ wenn du uns gnädig hilfest fort./ Kyrieleis. ging 4. Herr Christ, du bist der rechte Weg/ zum Himmel und der einge Steg, hilf uns Pilgrim'ins Vaterland, weil du dein Blut hast dran gewandt. Kyrieleis. Nach einem Wallfahrtslied( 13. Jahrh.) von Nikolaus Herman 1562 Siehe auch: Ich zieh in ferne Lande( Nr. 292, Str. 10-15) P Ach traure nicht, du frommer Chrift( Nr. 291) di Melodie: Durch Adams Fall ist ganz verderbt 1525/ geistlich Wittenberg 1529 Für Volk und Vaterland jeht vor han= den; bring zu Schan- den = für Volk und Vaterland = 1. Gib zu un groß Not { der feind be- gebrt nichts anders mehr, denn daß er 389 den Na- men Chrift'und dämpf mit Lift wahrn Got- tes- dienst auf Er den. Solchen er= halt durch dein Ge- walt, du hilfft allein in Gfähr- den. plo 2. Gib fried, den wir verloren han/ durch Unglaub und bös Leben. Dein Wort haft uns geboten an, dem wir all widerstreben./ Denn wir zum Teil/ dies unfer Heil/ mit freoler Gwalt aus treiben,/ zum Teil ohn Grund-/ bekennens rund-/ ohn herzlich frommsein bleiben. 3. Gib fried, auch deinen Geist uns send, der unser Herz durch Reue/ und herzlich Leid um unfre Sünd/ in Jesu Christ erneue,/ auf daß dein Gnad/ all Schand und Schad, all furcht und Kriegsgefährde/ von uns abkehr,/ dadurch dein Ehr/ bei allem Volk groß werde. 489 ( 539) Nach der Antiphon Da pacem, Domine Don Wolfgang Capíto 1533 Lieder für beſondere Zeiten und Anläſſe Das 390 ancelapt 0%{ Wadh auf, mach auf, du deut- sches Land! Du Be- denk, was Gott an dich ge- wandt, wo= haft ge- nug ge- Schla zu er dich er schaf E denk, was Gott dir hat Johann Walter 1561 Namen magst du wohl auf= ma 2.Gott hat dich, Deutschland, hoch geehrt mit seinem Wort der Gnaden, ein großes Licht dir auch beschert/ und hat dich laffen laden zu seinem Reich, welche ewig ist, dazu du denn geladen bift, will heilen deinen Schaden. 3. Gott hat dir Chriftum, feinen Sohn, die Wahrheit und das Leben, fein liebes Evangelion/ aus lauter Gnad gegeben, denn Christus ist allein der Mann,/ der für der Welt Sünd gnug getan,/ kein Werk hilft ſonst daneben. fen.} und dir ver- traut sein höch- stes Pfand, 490 ge- fandt Be= - djen. 4.für solche Gnad und Güte groß/ sollst du Gott billig danken,/ nicht laufen aus feim Gnadenschoß,/ oon seinem Wort nicht wanken,/ dich halten, wie sein Wort dich lehrt,/ dadurch wird Gottes Reich ge= mehrt, geholfen auch den Kranken. 5. Dufollteft bringen gute frucht,/ sodu recht gläubig wäreft,/ in Lieb und Treu, in Scham und Zucht,/ wie du solche selbst begehrest,/ in Gottes Furcht dich halten fein/ und suchhen Gottes Ehr allein,/ daß du niemand beschwerest. drum 6. Die Wahrheit wird jetzt unter= drückt, will niemand Wahrheit hören, die Lüge wird gar fein geschmückt,/ man hilft ihr oft mit Schwören,/ dadurch wird Gottes Wort veracht', die Wahrheit höhnisch auch verlacht,/ die Lüge tut man ehren. 7. Wach auf, Deutschland!' s ist hohe Zeit, du wirst sonst übereilet,/ die Straf dir auf dem Halfe leit*,/ obfichagleich jeht verweilet. fürwahr, die Axt ist angeſehtund/ auch zumHieb sehr scharf geweht, was gilts, ob sie dein fehlet. * liegt bei Bartholomäus Gesius 1601 1253 275 GE { 11. Du ein 1000010M Mensch und mah- rer Gott, Leben und im Tod. für Volk und Vaterland 8. Gott warnet täglich für und für,/ das zeugen seine Zeichen,/ denn Gottes Straf ist vor der Tür;/ Deutschland, laß dich erweichen,/ tu rechte Buße in der Zeit,/ weil* Gott dir noch sein Gnad anbeut/ und tut sein Hand dir reichen. BATTER Friede- fürft, Herr Jefu Chrift, ſtarker Not- hel- fer du bist * folange 9. Das helfe Gott uns allen gleich,/ daß wir von Sünden lassen, und führe uns zu seinem Reich,/ daß mir das Unrecht haffen. Herr Jefu Chrifte, hilf uns nu/ und gib uns deinen Geift dazu,/ daß wir dein Warnung faffen. ( 525) Johann Walter 1561 Na- men dein zu 2. Recht große Not uns stößet an/ Don Krieg und Ungemach,/ daraus uns niemand helfen kann denn du, drum führ die Sach./ Den Vater bitt,/ daß er ja nit/ im Zorn mit uns wollt fahren. 391 wahr' im } Drum mir al= lein im dei- nem Vater schrei= en. 3. Gedenke, Herr, jetzt an dein Amt,/ daß du ein Friedfürst bist,/ und hilf uns gnädig allesamt/ jehund zu dieser frift./ Laß uns hinfort/ dein göttlich Wort/ im fried noch länger schallen. 491 Lieder für besondere Zeiten und Anläſſe 4. Verdient haben wir alles wohl/ und leidens mit Geduld, doch größer deine Gnad fein foll/ denn unfre Sünd und Schuld; darum vergib/ nach deiner Lieb,/ die du fest zu uns trägest. bon sotto 392 Gn Gott daß 1.{ wie B= Chor__. 5. Erleucht doch unfern Sinn und Herz durch den Geist deiner Gnad,/ daß mir damit nicht treiben Scherz,/ der unfrer Seelen schad./ O Jefu Chrift,/ allein du bist,/ der folchs wohl kann ausrichten. W Jakob Ebert 1601 Deutschland, und sing Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren 15. Jahrh./geiftlich bei Hans Kugelmann 1540 ed le fried- und Spieß und Schwer- ter und ihr Mord. Wohl= auf und nimm nun Gü Lob, nun ift erschole- ix) nun- mehr ru= hen fol der dein Sai= ten- spiel her B deinem Gott und[ prich: len len = Dor. Lie- der im hohen, vol- len Er- he be dein Ge- mű= te = Herr, te bleibt den noch e 492 dadas am die wig 0 dei- ne Gnad und = lich. zu 2. Wir haben nichts verdienet als schwere Straf und großen Zorn, weil stets noch bei uns grünet der freche, schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße tut?" Wir sind und bleiben böſe, Gott ist und bleibet treu, ammo hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und fein Geschrei. 3. Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! Jeht sehn wir, was für Frommen dein Bei- uno- Wohnen in sich hab. In dir hat Gott versenket all unfer Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Herzleids in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenkerze mit seiner eignen Hand. in nun für Volk und Vaterland 4. Das drückt uns niemand besser in unfre Seel und Herz hinein ale ihr zerstörten Schlöffer und Städte poller Schutt und Stein, ihr vormals schönen felder, mit frischer Saat bestreut, jetzt aber lauter Wälder und dürre, wüste Heid, ihr Gräber voller Leichen und blutgen Heldenſchweiß's der Helden, deren gleichen auf Erden man nicht weiß. 6. Ach laß dich doch erwecken, de dos Balge wach auf, mach auf, du harte Welt, aproap nec pellare 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch, und laß den Tränenbach aus beiden Augen rinnen, geh in dein Herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, das hast du ausgelacht; nun hat er sich gewendet und päterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutestun. eh als das harte Schrecken Judich ſchnell und plötzlich überfällt. dole a di pane Wer aber Chriftum liebet, fei unerschrocknes Muts; der Friede, den er gibet, bedeutet alles Guts. Jalosflag 2010 Er will die Lehre geben: biar stid rened santai Das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in emgem fried und Ruh. Paul Gerhardt 1648/1653 493 an old Gan 800 200 nandlig esd 0079 H *** HA POL 8319entjieW 330 Lieder für beſondere Zeiten und Anlässe emain enu.tb01d800] 393 betolby 1. ben deines Geistes M { Herr Gott, bid to laß Joineda unfred Stím- men, Her- zenglim- men. the flamm, ad ach komm zu 2. Herr Gott, dich loben wir; mir preifen deine Güte, wir rühmen deine Macht mit herzlichem Gemüte. Es steiget unſer Lied bis an die Himmelstür und tönt mit großem Schall: Herr Gott, dich loben wir. 3. Herr Gott, dich loben wir für deine großen Gnaden, daß du das Vaterland Don Kriegeelaft entladen, daß du uns blicken läßt des güldnen Friedens Zier; drum jauchzet alles Volk: Herr Gott, dích loben mir. 4. Herr Gott, dich loben wir, die wir in langen Jahren der Waffen schweres Joch und frechen Grimm erfahren. LIW Melodie: Nun danket alle Gott Johann Crüger 1647 mir; Glut 2030071 10 Komm, homm, o uns ap rein 494 all hier, gier, Herr, un- sern ed- le fin- gen wir mit Luft: Herr Gott, dich lo- ben wir. inuidorlad Jeht rühmet unfer Mund mit herzlicher Begier: Gott Lob, wir sind in Ruh; Herr Gott, mir danken dir. 5. Herr Gott, dich loben wit, ilm daß du die Pfeil und Wagen, Schild, Bogen, Spieß und Schwert zerbrochen und zerschlagen. Der Strick ist nun entzwei, darum so singen wir mit Herzen, Zung und Mund: Herr Gott, wir danken dir. 6. Herr Gott, dich loben wir, daß du uns zwar gestrafet, jedoch in deinem Zorn nicht gar haft weggeraffet; es hat die Vaterhand uns deine Gnadentür jetzt wieder aufgetan: Herr Gott, wir danken dir. [ ond 7. Herr Gott, wir danken dir und bitten, du wollft geben, nad daß wir auch künftig stets nad in guter Ruhe leben.xs su dais Krön uns mit deinem Gut, erfülle nach Gebühr, ald o Vater, unfern Wunſch. Herr Gott, wir danken dir. sport Onu darf Melodie: O Welt, ich muß dich laffen 15. Jahrh./geiftlich um 1505 33 gr dei= nes Na- mens Eh- re aus; smal 1. Herr, hö re, Herr, er= hö- re, be bin hot( 526) durch dei= ner B Onu nefür Volk und Vaterland 8. Herr Gott, mir danken dir mit Orgeln und Trompeten, di mit Harfen, Zimbelschall, Bod Pofaunen, Geigen, flöten; 800 und was nur Odem hat, ertön jetzt für und für: Herr Gott, dich loben wir, Wa Herr Gott, mir danken dir. is ol Johann Franck 1648/1653 hü- te Kit= che, Ob rig 2. Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nut. Bewahr vor allen Rotten, die deiner Wahrheit spotten, biet allen deinen Feinden Trut. sipl edhe H saikne 394 All- macht Hän- de, 495 an al= len Or- ten al- le = keit und TOLUT breit Stän- de Tim ud ploc schüt Haus. 3. Gib du getreue Lehrer und unverdroßne Hörer, die beide Täter sein, auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und ernte reiche Früchte ein. Lieder für beſondere Zeiten und Anlässe 4. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, schaff jedermann sein Recht, daß fried und Treu sich müssen in unserm Lande küssen, und fegne beide, Herrn und Knecht. 5. Wend ab in allen Gnaden so feur- als Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab, bewahr des Landes früchte und mache nicht zunichte, was deine milde Hand uns gab. 6. Gib uns den lieben Frieden, mach alle feind ermüden, verleih gefunde Luft, den Kleinen gib Gedeihn, d zieh unsre zarte Jugend zur Frömmigkeit und Tugend, daß sich die Eltern ihrer freun. 9. Komm als ein Arzt der Kranken, und die im Glauben manken, laß nicht zugrunde gehn. Die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn. 10. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reifenden beschütze, die Sterbenden begleit laß keine teuren Zeiten mit deinen Engelscharen, auf unfre Grenzen schreiten, daß sie in Frieden fahren da man nach Brot vergebens ruft. zur ewgen Ruh und Herrlichkeit. 188. Sei allen Kindern Vater, 1m den Müttern ſei Berater, 7. Die Hungrigen erquicke und bringe die zurücke, die sonst verirret sein. Die Witwen und die Waisen wollst du mit Trofte speisen, wenn sie zu dir um Hilfe fchrein. 11. Nun, Herr, du wirft erfüllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen in unfres Jeſu Namen, so ift all unfer flehn gewährt. ( 512) Benjamin Schmoldk 1714 Siehe auch: Verleih uns frieden gnädiglich( Nr. 139) Herr, der du vormals haft dein Land( Nr. 185) Alles was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja! Plalm 150,6 496 bon Liederanhang ZUM EVANGELISCHEN KIRCHENGESANGBUCH FÜR DIE EVANGELISCH- LUTHERISCHEN KIRCHEN NIEDERSACHSENS Jam Ном рибаоривная Я Иако наси VE MUS канала 101 аиванода во htt bildöd) dnu sbd slo Melodie: Freu dich sehr, o meine Seele 15. Jahrh./geistlich Genf 1551 D rsdordplaprs Wa Laß dir, 17* 1.{- rum willst logis Advent 11mm( po ten Zeit: Ge= ſeg-ne- ter des Herrn! fal= len, ge du mein Stern! [ u, mei= ne freud, du drau- ßen ste- hen, du bei mir ein= ZU- ge hen, wohlhilf, o } Hel= fer Advent od osjo ud ooW 2 400 499 Du mein Je= o Hei- land, mei- nem Herin der rech= Zen Don den Wun- den, die mich schmer- zen. 2. In der Welt ist alles nichtig, nichts ist, das nicht kraftlos wär, hab ich Hoheit, die ist flüchtig, hab ich Reichtum, was ists mehr als ein Stücklein armer Erd? Hab ich Luft, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? 3. Aller Troft und alle Freude ruht in dir, Herr Jefu Chrift; dein Erfreuen ist die Weide, da man immer fröhlich ist. Leuchte mir, o freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht, laß mich, Herr, an dir erquicken, Jefu, komm, laß dich erblicken. 4. freu dich, Herz, du bist erhöret, jetzo zeucht er bei dir ein, fein Gang ist zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gib dich ganz zu ſeiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klagihm, was dich drück und quäle. Advent 5. Was du Böses haft begangen, das ist alles abgeschafft. Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünden Macht und Kraft. Chrifti Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen. idom insp 401 mism *.39m( b) 1. Zeuch, Ehren= kö= níg, bei mir ein, komm, komm, der= mei= le nicht. E ei= gen. Jusbildas op 6. Alles dient zu deinemfrommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibest du dem wieder treu, ifts gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. ( 534) Paul Gerhardt 1653 immHgad Melodie: Lobt Gott, ihr Chriften alle gleich Instealtkirchlich/ Nikolaus Herman 1554 licht, komm, fein, komm, Komm, laß mich ganz dein 500 nuW mso# 00 o mein s tbt dad mein Gna den= licht. lo itssc#l flecoju( bl doll Jadaday 2. Komm, Jefu, meiner Seele Teil, use blm end d}} coW ad komm, ich liebe dich.asp igbin nagrom( tìm end Ja, komm, Herr Jefu, komm, mein Heil, faT 11Aluxmach ewig felig mich. sissa onu 10ms sto ni i hujan SC 1735( 3) USThe niso dammt nom od Gna- den 1. Melodie: Zion klagt mit Angst und Schmerzen Johann Hermann Schein 1623 I Johann Crüger 1640 r un mie ( 10) pode to Passion Sei mir tau= send Je[ u, der du - der mich je und je ge- liebt, das, wo- mit ich dich be= trübt. ift mir nism liegen foll dan dem Kreu- ze, ftir- best 2. Heile mich, o Heil der Seelen,/ wo ich krank und traurig bin,/ nimm die Schmerzen, die mich quälen,/ und den ganzen Schaden hin, den mir Adams fall gebracht und ich selber mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich nehen, wird sich all mein Jammer setzen. B mal ge grüßet, felbst ge bü- Bet 3. Schreibe deine blutgen Wunden/ mir, Herr, in das Herz hinein,/ daß sie mögen alle Stunden/ bei mir unvergeſsen sein./ Du bist doch mein liebstes Gut,/ da mein Paffion = doch ſo wohl, wenn ich knien und TAST NOT 402 Ach E und um mei- ne See le mir- best. 501 damidud ganzes Herze ruht,/ laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunst genießen. 4. Diese Füße will ich halten/ auf das best ich immer kann./ Schaue meiner Hände falten/ und mich selber freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum/ und gib meiner Bitte Raum,/[ prích: Laß all dein Trauern schwinden,/ ich, ich tilg all deine Sünden.( 534) Nach dem lat. Salve mundi salutare des Arnulf von Löwen( um 1200-1250) Don Paul Gerhardt 1653 Paffion 403 abgehofft 16¹1² 1. Herr Jefu Chrift, dein teu- res Blut See 15 10 Melodie: O Jefu Chrift, meins Lebens Licht Königsberg( Oftpreußen) 1602/ Leipzig 1625 H lein mein Herz Don 2. Dein Blut mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott beftehn/ und zu der Himmelsfreud eingehn. 3. O Jesu Chriſte, Gottes Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron:/ dein teures Blut, dein = le höch- stes Gut, das stärkt, das labt, das macht al= 1. Ach thun sasHessning 404ng al= len Sün- den rein. Lebensfaft gibt mir stets neue Lebenskraft. ist mei- ner 4. Herr Jesu, in der letzten Not,/ wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, fo laß ja dies mein Labfal fein: dein Blut macht mich von Sünden rein. ( 505) Johann Olearius 1671 alas Melodie: Ach Gott und Herr Leipzig 1625/ Freiberg( Sachsen) 1655 Je= su mein, was große Pein haft du für uns ge- lit- ten! In Angst und Not bis in den Tod hast du für uns. 502 ge- ftritten. 2. Der blutge Schweiß) ind wird dir so heiß, die Geißeln dich zerschlagen, og die Dornenkron ist jetzt der Lohn, den du davongetragen. 3. Des Kreuzes Laft erdrückt dich fast, fällst oft darunter nieder. sim. Melodie: O Welt, ich muß dich laffen 15. Jahrh./geiftlich um 1505 dich aus Lie- bes 7 Not, Z zu 1. Du Brunnquell al= ler für du ung er sa B trie- be B ret= ten Da heftet man mit Nägeln an dir deine heilgen Glieder.ed ein zum Op= fer 2. Du liebteft die Gemeine und machtest sie ganz reine Don Sünden durch dein Blut, du heiligtest die Seelen, die dich zum Schatz erwählen, durch diese teure Lebensflut. 4. Drei ganze Stund, bloß und verwundt, hängst du in größten Schmerzen Ach Jefu mein, wie muß dem sein, der dies nimmt recht zu Herzen. ( 510) Bregenz 1659 405 wolltest Blut und Le 33 503 Lie= be thug e Don für uns in tie- fe Paffion ben, ge dem B gabſt ben ung Tod. 3. Ach laß dein heilig Leiden auch unfre Seelen kleiden mit Schmuck der Heiligkeit, laß deinen Geist und Gaben auch unfre Herzen laben in wahrer Glaubensfreudigkeit. Paffion 4. Die alte Lust der Sündend hilf uns nun überwinden Da deine Gnad erschienen, so stell uns, dír zu dienen, als dein erlöste Schar.danied sidvoll neuer Kraft und Lebens dat. im Peter Busch 1732 dúnuose Onu Gold 406 gobe ni ac gradicin fu Des Ei ſe ſpät, - neg lig - an- dern, ne wan- dern, wenn dies wünsch ich läßts im - - un- Der rückt der blut 2. Emig soll er mir vor Augen stehen,/ wie er als ein stilles Lamm/ dort so blutig und so bleich zu ſehen,/ hängend an des Kreuzes Stamm,/ wie er dürftend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle,/ und dann auch an mich gedacht,/ als er rief: Es ist vollbracht. 3. Ja, mein Jefu, laß mich nie Dergeffen/ meine Schuld und deine Huld. Als ich in der finsternis gefessen,/ trugest du mit mir Geduld, hatteſt längst nach deinem also tooad Brüdergemeine nach 1735 mir vor al- lem Trá- nen- tal fich Spei fe früh und ei- ne mit uns - ei auf nen Mann zu gem Schweiß und Todes3 schau- en, 1 auf sein Antlit nie der und den des Va. ters }{ grau - en Keldy - 791 20 504 - M ■ fank 1 trank.f ( 2017 Schaf getrachtet,/ eh es auf des Hirten Ruf geachtet,/ und mit teurem Löfegeld mich erkauft von dieser Welt. 4. Ich bin dein. Sprich du darauf ein Amen,/ treuster Jefu, du bist mein./ Drücke deinen süßen Jesusnamen/ brennend in mein Herz hinein. Mit dir alles tun und alles lassen,/ in dir leben und in dir erblaffen, das sei bis zur letzten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp 1829 Oftern Melodie: In dich hab ich gehoffet, Herr 15. Jahrh./Zürich um 1552 1. Gott ſei ge- dankt zu je- der Zeit, die Herz er- freu Son- ne der Gerech- tig- keit der Men- schen et; Gra= bes Tür, all Kre= a= tur er= neu 2. Das ist der Siegsfürft Jefus Chrift, der heut vom Tod erstanden ist/ und hat dem feind genommen/ all sein Gewalt,/ drauf ist er bald mit freuden wiederkommen. 3. Auch hat der Siegsfürst, hochgeacht,/ viel Ausbeut aus dem Grab gebracht, die will er uns gern geben:/ das edle Kleid Gerechtigkeit,/ Fried, freud und ewige Leben. Oftern 80A 407 M a ono a msiqot manis) dod sun fie dringt her- für aus ha 505 I et. 4. Drum ich mich dir, Herr Christ, befehl in deine Händ mit Leib und Seel;/ du bist mein Schutz auf Erden,/ mein einger Troft,/ der mich erlöst,/ nichts Liebers mag mir werden. 5. Laß mich mit dir zu Grabe gehn/ und fröhlich wieder auferstehn,/ daß ich stets in dir walte,/ auch nach der Zeit/ in höchster Freud/ bei dir die Ostern halte. ( 509) Peter Hagen 1604 Anschl Hanstido bld sust Oftern 408 7. Ist 6 € J Laf- fet Kommet, 0 ihr un- ferm Chri- sten Gott mit Himmel kam, Melodie: Sollt ich meinem Gott nicht fingen Johann Schop 1641 Kraft und P uns den Herren daß wir Dank er frei von To- des ban- den A ü- ber fű-ßem Schall!} und der He hin der lan- ge Streit. Freu- e 2. Wareft du, o Held, geſtorben, warest du ins Grab gelegt! Ei du bleibest unverdorben: Da sich nur der fels erregt, Held, da bist du wiederkommen, haft das Leben und die Macht aus der schwarzen Gruft gebracht und des Todes Raub genommen, schenkst uns nun die Seligkeit. Freue dich, o Christenheit! = prei- sen, wei- fen 506 Sim- fon, Lom aus Es ift 20-10 Stamm, Chri- ftus Je- sus, ist er- stan- den, nun ist der vom Ju- da's dich, o Chrí- sten- heit! 3. Tod, wo find nun deine Waffen! Hölle, wo ist dein Triumph! Satan konnte gar nichts schaffen, feine Pfeile wurden stumpf. Chriftus ift sein Gift geweſen, ja der Hölle Seuch und Peſt; Welt und Sünde liegen fest, und wir Menschen sind genesen nur durch feinen tapfern Streit. freue dich, o Christenheit! 4. Herr, dies sind die edlen früchte, die dein Auferstehung gibt, daß wir treten vor Gerichte um das Urteil unbetrübt; Herr, dies sind die schönen Gaben: Gnad und Leben, Freud und Sieg, Trost und Friede nach dem Krieg, o die follen kräftig laben Leib und Seel in allem Leid. freue dich, o Christenheit! nogh sexdatnahate and so Oftern 5. Weil nach diesem Fried ich dürfte mie nachh Waffer Tag und Nacht, den du, großer Kriegesfürste, durch den Kampfhaft wiederbracht, ei, so teil jetzt aus die Beute, wie der starke Simfon tat, als er überwunden hat. Laß dich rühmen alle Leute, daß geendigt sei der Streit. Freue dich, o Christenheit! ( 543) Johann Rift 1641 090 Hoffer offen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die elendsten unter allen Menschen. Nun aber ist Christus auf erstanden von den Toten und der Erstling worden unter denen, die da schlafen. Sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die Auferstehung der Toten kommt. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo alle lebendig gemacht werden. Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: der Erstling Christus, darnach die Christo angehören, wenn er kommen wird, darnach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater überantworten wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt. Er muß aber herrschen, bis daß er alle seine Feinde unter seine Füße lege. Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Alus 1. Korinther 15 Cribisp bra sim 6]) of 507 0 AM 10400 ishide onu Am Ende des Kirchenjahres Jobov onu gat!!!! spotXssosud ned 409edfgm nadchsind Am Ende des Kirchenjahres desidansita Am Ende des Kirchenjahresmi d 1. Wacht auf, ihr Chri The auf und seid. Zeit zum er B Ge- rich- te - be reit. - Jam- mer- ta le, macht auf, es ist schon 2. Geld, Gut kann da nicht raten, es hilft nicht hoher Mut, du mußt es kurz verlassen, wenn kommt der bittre Tod. Bist du gleich schön von Farben, bist du gleich jung und reich, Gott kann dich bald verderben im Augenblick der Zeit. 3. Darum ihr Christen alle, die hier beisammen seid: laßt euren Hochmut fallen und wartet auf die Zeit. 15. Jahrh./geistlich Antwerpen 1540 CODUCT ver- dam- men; wer sten al gehn. in ! Der Herr wird nun bald kom- men und 508 B le, macht die- sem siin valmy HÓN S die Sündr wird His atd naming wird vor ihm be- stehn! Wollt ihr bei Jefu leben, so fucht das ewge Gut, er wirds euch reichlich geben und helfen aus der Not. 4. Gotts Wort ist uns gegeben nis aus großr Barmherzigkeit, daß wir darnach folln leben eld und machen uns bereit. 100 196 So laßt uns das nun fassen und halten fest daran, wolln wir das nun verlassen, so ifte mit uns getan. Das Wort Gottes 5. Der Armen Not und Grämen laßt euch zu Herzen gehn, Ho Denn wer den Armen gibet, erlangt den Gnadenlohn; daß fie euch nicht beschämen, mit den, der sie hier betrübet, wenn ihr vor G'richt sollt stehn. verdammt einst Gottes Sohn. ( 530) GndH on sd ngW Nach einem plattdeutschen Liede( Lübeck 1545) im Hannoverschen Gefangbuch 1648 000 rsdss mads) end guim Onu so( pim praco Das Wort Gottes Melodie: Nun lob, mein Seel, den Herren 15. Jahrh./ geistlich bei Hans Kugelmann 1540 1. Ich weiß, an wen ich fa B gen, fie ift des Glaubens Grund Ver- nunft darf hier nichts das be ken= net Herz und Mund. J Je- fus B trug Ich Heil- gen Schrift al hö- ren, muß = lol of M gläu blei Fleisch und Blut will fra gen, der fällt in Selbst- be= Ich folg in Glau- bens leh ren = lein_ un m klug_ fef auch noch fo Inisas 509 mas 410 be: Mein be, und be- trüg- lich wer der diese mich läßt feín. Das Wort Gottes 2. Herr, stärke mir den Glauben,/ denn Satan trachtet Nacht und Tag, wie er dies Kleinodrauben/ und um mein Heil mich bringen mag. Wenn deine Hand mich führet,/ so werd ich sicher gehn, wenn mich dein Geist regieret, wirds felig um mich stehn. Ach fegne mein Vertrauen/ und bleib mit mir vereint, so laß ich mir nicht grauen/ und fürchte keinen feind. nigm 411 C 过 Herr, dein Wort, die ed denn ich zieh eg al = Schatz er- hal= te größten Reich- tum mir, für. 3. Laß mich im Glauben leben!/ Soll auch Verfolgung, Angst und Pein/ mich auf der Welt umgeben,/ so laß mich treu im Glauben ſein./ Im Glauben laß mich sterben,/ wenn sich mein Lauf beschließt,/ und mich das Leben erben,/ das mir verheißen ift. Nimm mich in deine Hände bei Leb- und Sterbenszeit, so ist des Glaubens Ende der Seele Seligkeit. Erdmann Neumeister 1718 Melodie: Herz und Herz vereint zusammen 1688/ geiftlich Brüdergemeine nach 1735 A D le ler 510 Ga- be, die- sen Ha be und dem Wenn dein Wort nicht mehr soll gel- ten, wo- rauf soll der Glau- be ruhn! Mir iste nicht um tau- fend Wel- ten, a- ber um dein Wort zu tun. Nikolaus Ludwig Graf o. Zinzendorf 1725 Melodie: Was Gott tut, das ist wohlgetan Severus Gaftorius 1674 € 4 1. Laß kei= nem Pflänzchen troft- be = B See dürft= ge Him- mels- bal= fam feh= len; len. Ta E = ihn laß je des blühn und in der M gen dir 2. Dein Wort ist, Herr, ein flammenschwert, ein Keil, der felsen ſpaltet,/ ein feuer, das im Herzen zehrt/ und Mark und Bein durch= [ chaltet./O laß dein Wort/ noch fort und fort/ der Sünde Macht zerscheitern und alle Herzen läutern. Gardala plonydal nie 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pilgerreise,/ es führt auch Toren hin zum Herrn/ und macht die Einfaltweife./Dein Himmelslicht/ verlösch uns nicht undleuchtin jede Seele, daß keine dich verfehle. frucht und 4. Id fuchte Troft und fand ihn nicht, da ward das Wort der Gnade/ meín Labfal, meine Zuversicht,/ die Fackel meiner Pfade./ Sa Das Wort Gottes 511 mil= der Tau für dei= ner Au den Oru 1100 er= quickt durch = men 412 Zu- kunft tra = gen. Sie zeigte mit den Weg zu dir/ und leuchtet meinen Schritten/ bis zu den ewgen Hütten. 5. Auf immer gilt dein Segensbund, dein Wort ist Ja und Amen./Nie weich es uns aus Geift und Mund/ und nie von unferm Samen, laß immerfort dein / helles Wort in allen Lebenszeiten/ uns trösten, warnen, leiten. 6. O fende bald von Ort zu Ort/ den Durst nach deinen Lehren,/ den Hunger aus, dein Lebenswort/ und deinen Gefft zu hören;/ und send ein Heer/ Don Meer zu Meer, der Herzen Durst zu ſtillen/ und dir dein Reich zu füllen. ( 533) Karl Bernhard Garve 1825 Die Heilige Taufe 413 Gott und 1.{ nimm es Die Heilige Taufe Melodie: Liebster Jefu, wir sind hier Joh. Rudolf Ahle 1664/ Wolfgang Karl Briegel 1687 Va ter_ auf in R Ho Kind von un- fern Ar- men, daß es zeig ihm dein - aldbene- ta- ge nettbade honlim bus 2. Wasche es mit deinem Blut, treuer Jeſu, von den Sünden, laß in seiner Taufe flut den geerbten Fluch verschwinden und sein Leben auf der Erden deinem Vorbild ähnlich werden. nimm jet- deinen. 256 90701. O Je=[ u, A dei- ner Kindschaft Zei- chen tra- ge. nomina 3. Und du, werter Heilger Geiſt, schenk ihm deine Gnadenkräfte, treibe, wie dein Bund verheißt, selbst in ihm des Heils Geschäfte, daß es stets an Jefu Leibe ein lebendig Gliedmaß bleibe.l Johann Jakob Spreng 1741 333 und die- ses Bund und er= Vous sono Das Heilige Abendmahl 414 om dny Melodie: O Jefu Chrift, meins Lebens Licht Königsberg( Oftpreußen) 1602/ Leipzig 1625 al- le Le= 512 Ha du mein Bräu- ti gam, der du aus = Lieb am Kreuzes- stamm für mich den Tod ge- lit- ten haft, 2. ich komm zu deinem Abendmahl, verderbt durch manchen Sündenfall, ich bin krank, unrein, blind und bloß, ach Herr, mich Armen nicht verstoß. ge- nom- men weg der Sün- den Laft: zier, und was sonst ist von Tugend mehr, das pflanz in mir zu deiner Ehr. 3. Du bist der Arzt, du bist das Licht, du bist der Herr, dem nichts gebricht; du bist der Brunn der du bist das rechte Heiligkeit, Hochzeitskleid. 4. Drum, o Herr Jesu, bitt ich dich, in meiner Schwachheit heile mich, was unrein ist, das mache rein/ durch deinen hellen Gnadenschein. 5.Erleuchte mein verfinstert Herz, zünd an die schöne Glaubenskerz, mein Armut in Reichtum verkehr und meinem Fleische steur und wehr, 30002 Das Heilige Abendmahl 6. daß ich das wahre Himmelsbrot,/ dich, Jesu, mahrer Mensch und Gott, mit folcher Ehrerbietung nehm, mie mir es / heilsam, dir genehm. 7. Lösch alle Lafter aus in mir, mein Herz mit Lieb und Glauben Pear#nogot 8. Gib, was mir nütt an Seel und Leib, was schädlich ist, fern von mir treib, komm in mein Herz, laß mich mit dir/ vereinigt bleiben für und für. 513 9. Hilf, daß durch dieses Mahles Kraft das Bös in mir werd abgeschafft,/ erlaffen alle Sündenschuld, erlangt des Vaters Lieb und Huld. 10. Vertreibe alle meine feind,/ die sichtbar und unsichtbar feind;/ den guten Vorfah, den ich führ,/ durch deinen Geist mach fest in mir. són: 11. Mein Leben, Sitten, Sinn und Pflicht nach deinem heilgen Willen richt, ach laß mich meine Tag in Ruhund friede christlich bringen zu, 12. bis du mich, o du Lebensfürst,/ zu dir in' Himmel nehmen wirst,/ daß ich bei dir dort ewiglich/ an deiner Tafel freue mich. id phim esd maxrJohann Heermann 1630 Das Heilige Abendmahl 415 1. r Du der dich ein sich ent mit Lebens- brot, Herr nach dem Him-mel Sün- der dir will rei- ten mich, daß ich 2. Auf grüner Aue mollest du/ mich diesen Tag, Herr, leiten, den frischen Waffern führen zu,/ den Tisch für mich bereiten./ Ich bin zwar fündlich, matt und krank, doch laß mich deinen Gnadentrank/ aus deinem Becher schmecken. 3. Du gnadenreiches Himmelsbrot, du wolleft mir verzeihen,/ daß ich in meiner Seelennot/ zu dir muß kläglich schreien./ Des Glaubens Kleid bedecke mich,/ A join nao dich de= mü- tig- lich, du mol- lest ſo be= auf daß ich möge würdiglich an deiner Tafel sihen.blm 4. Tilg allen Haß und Bitterkeit, o Herr, aus meinem Herzen,/ laß mich die Sünd in dieser Zeit/ be= reuen ja mit Schmerzen./ Des Peter Sohr 1668/ Halle 1704 haben, is } fo bitt ich la- ben, au 101010 Jilba Je su Christ, kann hungrig ift und recht wür- dig wer- de. neuen Bundes Osterlamm,/ du meiner Seele Bräutigam, laß mich dich recht genießen. 5. Zwar bin ich deiner Gunst nicht wert,/ als der ich jetzt erscheine/ mit Sünden allzuviel beschwert,/ die schmerzlich ich beweine./ In folder Trübfal tröstet mich,/ Herr Jefu, daß du gnädiglich der Sünder dich erbarmeſt. 514 6. Du Lebensbrot, Herr Jesu Chrift,/ komm, ſelbst dich mir zu [ chenken. O Blut, das du vergaffen bift, komm eiligst, midh zu tränken./ Ich bleib in dir, du bleibst in mir, drum wirst du, meiner Seele Zier,/ mich einst auch auferwecken. Johann Rift 1654 Melodie: Wadhet auf, ruft uns die Stimme nach Hans Sachs 1513/ Philipp Nicolaf 1599 Herr, du wollft uns voll= be= rei Laß ung, Le= ben zu emp= fa kei = ten, zu deines Mah- les Se- lig mit glau- bens- pol- lem Her- zen na= hen un= ter uns, o Gott. los von Sünd und Tod. Das Heilige Abendmahl 416 H E ten hen, 515 sei mit- ten und sprich uns Wir find, o Je=[ u, dein, gore 2 S dein laß ung e= wig sein. A= men, A= men. An= be= tung dir! Einst feiern wir das große Abendmahl bei dir. Nach Friedrich Gottlieb Klopstock 1758 D er gesegnete Kelch, welchen wir segnen, ist der nicht die Ges meinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes Christi? 1. Korinther 10, 16 Die Konfirmation H 417 Die Konfirmation Franz Heinrich Meyer 1741 nach einer älteren Melodie 1. { Mein Schöpfer, ſteh mir be Au ge leí te Pa Dor dir zum Op- fer nie- der für dich und dein Geschäfte. ich der dei- ne feí, 2. Mein Heiland, wasche mich mit deinem reinen Blut, das alle Flecken tilgt und lauter Wunder tut. Schließ mich verirrten Armen ganz ein in dein Erbarmen, daß ich von Zorn und Sünde hier wahre Freiheit finde. Ich bin voll Sünden ohne dich, mein Heiland, wasche mich. sei bis Le- bens Licht, Hier leg ich Herz undan Glie- der Au- ge bricht. und wid- me mei- ne Kräf- te 3. Mein Tröster, gib mir Kraft, wenn sich Versuchung zeigt, regiere meinen Geift, wenn er zur Welt sich neigt. Lehr mich den Sohn erkennen, DOW 516 mei- nes mir mein Du willst, daß mein Schöp- fer, steh mir bei. ihn meinen Herren nennen, fein Gnadenwort verstehen, auf feinen Wegen gehen. Du bist, der alles Gute schafft, mein Tröfter, gib mir Kraft. 4. Gott Vater, Sohn und Geist, dir bin ich, was ich bin. Ach drücke selbst dein Bild recht tief in meinen Sinn, erwähle mein Gemüte zum Tempel deiner Güte, verkläre an mir Armen dein gnadenreich Erbarmen. Wohl mir, wenn du der meine heißt, Gott Vater, Sohn und Geist. Johann Jakob Rambach 1729 alohid del ded Die Beichte( Bußlieder) rrar prodone Melodie: Auf meinen lieben Gott Jakob Regnart 1576/ geiftlich bei Bartholomäus Gesius 1605/ Johann Hermann Schein 1627 1. Wo foll ich fliehen hin, Die Beichte [ chwe= ret bin mit viel und gro- ßen Sün- den! Wo 2. O Jesu poller Gnad, im ham auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte: laß du auf mein Gewiffen ein Gnadentröpflein fließen. 3. Ich, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel ihr' in mir stecken und mich so heftig schrecken, in deine tiefen Wunden, da ich stets Heil gefunden. 4. Durch dein unfschuldig Blut, Dergoffen mir zugut, wafah ab all meine Sünde, mit Troft mein Herz verbinde und ihr' nicht mehr gedenke, ins Meer fie tief versenke. 418 weil ich bekann ich Ret- tung fin- den? Wenn al le Welt her- Jop diay si kä näh mein Angst sie nicht weg - me, - me. ■ 517 5. Ist meine Sünde groß, so werd ich ihr' doch los, wenn ich dein Kreuz umfaſse und mich darauf verlaffe. Wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. 6. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Jetzt kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben, denn du hast mírs erworben, da du für mich gestorben. 7. führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geift dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Gliedmaß ewig bleibe. Johann Heermann 1630 Die Beichte 419 7: 3161 Ora ( 2000100) Melodle: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr Straßburg 1577 Vor dir, Herr Jesu Mein groß und viele mir selbst gar nicht will ich nicht ver Chrift, dein Blut al dir beug ich meins hier und dort Der- R Sün- den Je ■ B . to= ten. ZO= gen. rein, weil ich in steh ich hie, zu Miffe tat mich a - Herzens Knie, kann dam met hat. Doch lein macht mich von al= len inds niso jun rolling 518 Herr Je fu Isle of Buß an dich glaub und dir fall zu fuß. Herr wah- rer 40 100 fol Reu und forsik fu Chrift, des dank ich dir, des dank ich dir, ich will mich bef- fern, hilf du mic. ant Nürnberg 1611 sio nam Genf um 1543/ Stuttgart 1844 nom= kom dir Au Od mo men, - men, . Die Trauung( Ehestandslieder) Je ſu Christ, lieb- ste 1. fe - lig un- ter al- ler du wah- rer du der ge 2. Haus, mo al- len bift, mo ( 15/0750 niso dei- nes gensfreu- dig auf dich ſehn, und al- le 2. O felig Haus, wo Mann und Weib in einer,/ in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist gefinnt;/ mo beide unzertrennman dich auf- geGå- sten, die da al= ler 519 Die Trauung Seelen freund, Herr feí m ert ste und ent- ge- gen- schla- gen und aller 420 - Her= zen Lip- pen dein Gebot er- fra- gen mo Winks ge- wär tig[ tehn. bar an dir hangen/ in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach/ und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten wie am bösen Tag. Die Trauung € 3. { gon se du freund der Klei- nendid Sei- nen Herz dir hegt und lig Haus, wo ler- nen man die Kinder, der fie mit Händen mit mehr als 2. legt,} pflegt, füßen gern sich sam- meln dei- nerdsü- ßen Re- de früh dein 19 mo bei sich dei- ner freun, du 4. O felig Haus, mo Knecht und Magd dich kennen/ und wissend, weffen Augen auf fie fehn, allem Werk in einem Eifer brennen:/ daß es nach deinem Willen mag geschehn,/ als deine Diener, deine Hausgenoffen/ in Demut willig und in Liebe frei das Ihre schaffen froh und unverdroffen, in kleinen Dingen zeigen große Treu. des Ge Mut= ter 520 und C zu lie- ben als die bets ans lie be fie zu def= nen = hor= chen Lob mit freu- den stam- meln, und lie= ber Hef- land du. 5.Ofelig Haus, wo du die Freude teilest,/ wo man bei keiner Freude dein vergißt,/ o felig Haus, wo du die Wunden heileft/ und aller Arzt und aller Tröster bist,/ bis jeder einst sein Tagewerk vollendet und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet,/ ins große, freie, schöne Vaterhaus. Philipp Spitta 1833 mecht thre Riegel I Die Bestattung eget, ble bei der Bestattung von Kindern mio 4 Melodie: O Welt, ich muß dich laffen 15. Jahrh./ geistlich um 1505 ih- rer Un- schuld ster- ben, ein, 1. Wenn klef- ne Him- mels- er- ben 100 son- 20 Dom fie wer- den Va mit fie 2. Sie sind ja in der Taufe zu ihrem Chriftenlaufegl für Jefum eingeweiht und noch bei Gott in Gnaden; was follt es ihnen schaden, daß Jesus sie zu sich entbeut? un - ter auf- ge ho- ben, = Der nur dort 521 lo Die Bestattung fo büßt man sie nicht = C 421 ren in ſein. 3. O wohl auch diesem Kinde! Es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibeft bei den Schafen, die ewig unsers Jefu find. 0= ben daJohann Andreas Rothe 1731 Pfalmlied C 422 sich wi- der wer hier die RO 1. { Geot- tea stabt fteht feſt sie grün den noch sie B und wird ste ter If- ra 46 auf heilgen Ber= gen, eg Der= bün man wird an ihr mit Staunen ſe schlecht, das Pfalmlied og gnutto Pfalm 87 B els 103 Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme nach Hans Sachs 1513/ Philipp Nicolai 1599 fie die ganze Welt; Hut und Wa= che hält. in ist ih= res det hen, 522 det hen, Hal- le- lu- ja! Lob- fingt und sprecht: Wohl dem Ge= Der Hü= Hei= les fels. ihr hat das Bür- ger- recht. 2. Zions Tore liebt vor allen/ der Herr mit gnädgemWohlgefallen, macht ihre Riegel stark und fest, fegnet, die darinnen wohnen,/ weiß überschwenglich dem zu lohnen, der ihn nur tun und walten läßt. Wie groß ist seine Huld,/ wie trägt er mit Geduld all die Seinen!/ O Gottes Stadt,/ du reiche Stadt, die solchen Herrn und König hat. 3. Große, heilge Dinge werden in dir gepredigt, wie auf Erden/ fonft unter keinem Volk man hört. Gottes Wort ist deine Wahrheit, du haft den Geist und hast die Klarheit, die alle finsternis zerstört. Da hört man fort und fort das teuer merte Wort/ emger Gnade./ Wie lieblich tönt, mas hier verföhnt/ und dort mit ewgem Leben krönt! WA Pfalmlied 4. Auch die nichts davon der= nommen, die fernsten Völker, werden kommen/ und in die Tore Zions gehn./ Denen, die im finstern faßen,/ wird auch der Herr noch predgen lassen, was einft für alle Welt geschehn./ Wo ist der Gottessohn,/ wo ist sein Gnadenthron!/ wird man fragen./ Dann kommt die Zeit, wo weit und breit/ erscheint der Herr der Herrlichkeit. 5. Darum stellet ein die Klagen,/ man wird noch einft zu Zion sagen: Wie mehrt sich deiner Bürger Zahl! Voll Erstaunen wird man schauen,/ wie Gott sein Zion mächtig bauen/ und herrlich weitern wird einmal./ Erhebet Herz und Sinn! Es ist die Nacht schier hin/ für die Heiden,/ es kommt ihr Tag,/ sie werden wach,/ und Israel folgt ihnen nach. nadie 6. Gottes Stadt, du wirst auf all Erden/ die Mutter aller Völker madal werden, die ewges Leben fanden hier. Welch ein Jubel, wie beim Reigen,/ wird einft von dir zum Himmel steigen!/ Die Lebensbrunnen sind in dir./ In dir das Waffer quillt, das alles Dürsten [ tillt. Halleluja!/ Von Sünd und Tod, Don aller Not/ erlöst nur Einer: Zione Gott. Philipp Spitta 1843 523 II. Adet Die Kirche +390 noond eighin si dDie Kirche allo sao tdell stoTanol s 36V stimus) sid 423 oammod nedaeng nammugidoWmapding tim msH dal or Melodie: Valet will ich dir geben Melchior Teschner 1615 dation nesto nans( ndap anotX 4 1. und von den Che- ru al== Sun- dern dich ge- fellt;} den du am dür= ren Hol= ze 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, nahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus, Don Weſten und von Süden, Don Morgen ohne Zahl find Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. sid quid - bie- nen 3. Im schönen Hochzeitskleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein, und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entfündigt dir Preis und Ehre dar. ge oron F # 100# Stol= ze odber= höhnt für sei nelo Huld, dale b der H zu 524 fie mit fre- chem 2013 jup siw tplosagap sid ni nor ver- föhn- test ih= re Schuld: wa entren du. 4. Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgeföhnte Welt dem, der sie dir gegeben, Dore Angesicht gestellt. 5. So sprich dein göttlich Werde, laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn, daß, wo man Göten frönet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk verföhnet zu deinem Tempel zieht. 6. Wir rufen, du willst hören, wir fassen, was du sprichst, dein Wort muß sich bewähren, womit du fesseln brichst. Melodie: Fahre fort Halle 1704 1. Reich des____ hel B le, mas in Zwei- fels V por in vol= lem Tag, def= ner Strah= len Macht er= = ne= bel Wie viele sind zerbrochen! Wie viele finde noch nicht! O du, ders uns versprochen, werd aller Heiden Licht. ( 530) SPRA Herrn, Reich des Herrn, brich her- To des- chat- ten D fől= le, Die Kirche Wär- me nah und fern, Reich des komm, aller 2. Siege bald, siege bald, das kalte Reich der Nacht Enden zu zerstören. Sieh, es fammelt feine Macht, doch wer kann den Sieg dir wehren?/ Denn die Sonne der Gerechtigkeit/ führt den Streit, führt den Streit. Albert Knapp 1823 3121 310 424 sen- de 525 lag. Wolk und Herrn, Reich des Herrn! 3. Gottes Held, Gottes Held,/ mit der Gnade Siegsgemalt/ schlage feind an Feind darnieder,/ bring in deine Herrschaft bald/ alles Abgefallne wieder. Dann umarmen freud und friede sich/ ewiglich, ewiglich.nl Licht und Die Kirche 4. Überall, überall/ laß bis an der Welten Rand, laß durch jeden Kreis der Erden/ deinen Namen hell erkannt, deine Kraft verherrlicht werden, bis du als der Völker Friedefürst/ herrschen wirst, herrschen wirst. 5. Welch ein Herr, welch ein Herr!/ Ihm zu dienen, welch ein Stand!/ Wenn wir feines Dienstes pflegen, lohnt er unsrer schwachen Hand/ 425 re { B Kö- nig Je Blick auf dei= ne dir was lebt und webt in durchs gan= ze mei= te = daß al les bald dir laß we= un= fer flehn armes Werk mit reichem Segen./ Wallen wir, so wallt sein friede mit Schritt vor Schritt, Schritt vor Schritt. 6. Kommt herbei, kommt herbei,/ frohe Zeiten, fäumet nicht, daß der Herr sich offenbare/ als der Völker Recht und Licht./ Kommt, daß alle Welt erfahre,/ wie die Menschenherd ihr großer Hirt/ weiden wird, weiden wird. Karl Bernhard Garpe 1825 Melodie: Wachet auf, ruft uns die Stimme nach Hans Sachs 1513/ Philipp Nicolai 1599 su, strei- te, fie Frie- dens- bo ein un= ter hen dei= nen Le= bens die= fer Welt. To= ten= feld. und laß pl- men, Amen. So rüh- men wir Hal= le= lu= 28 526 B D = lie ge, B 0- dem 300 Mirabe ge, ten, Er= hö= bald ge- schehn. und jauch- zen ja für und für d Elberfeld 1827 Georg Christoph Strattner 1691 die 1. Herr, wir ste- hen dein Hand und ſtehn in al ler = def= nem Him= mel, 2. Wetter leuchten allerwärts, schenke uns das feste Herz; deine Fahnen ziehn voran, führ auch uns nach deinem Plan. 3. Welten stehn um dich im Krieg, gib uns teil an deinem Sieg. Mitten in der Höllen Nacht haft du ihn am Kreuz Dollbracht. Hand in Hand, Die Kirche 426 Ruf Der= band, 527 großen Heer Erd und 6. Herr, wir gehen Hand in Hand, Wandrer nach dem Vaterland: laß dein Antlih mit uns gehn, bis wir ganz im Lichte stehn. Otto Riethmüller 1932 4. In die Wirrnis dieser Zeit fahre, Strahl der Ewigkeit, zeig den Kämpfern Platz und Pfad und das Ziel der Gottesstadt. 5. Mach in unsrer kleinen Schar Herzen rein und Augen klar, Wort zur Tat und Waffen blank, Tagund Wegvoll Troft und Dank. Meer. Bior Juleht, uleht, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Epheser 6,10 Lob und Dank 427 notte a Gnalhad 1. al M Lob und Dank a Ich freu mich in dem bin fröh- lich Gott zu ler Stund, Bartholomäus Helder 1648 aug Her- ren Eh- ren jetzt mit freu- den will ich finein gen zu Lob dem Namen sein, ganz lieb- lich foll er klin- gen 2. In Sünd war ich verloren, fündlich war all mein Tun, nun bin ich neu geboren! dnsh as gezieret und gesticket in in Chrifto, Gottes Sohn, der hat mir Heil erworben durch seinen bittern Tod, weil er am Kreuz geftorben für meine Miffetat. mei- nes = und zu 528 neu- es Lied al= lein. Ich bin ganz neu geschmücket mit einem schönen Kleid, mit Heil und G'rechtigkeit. 4. Dafür will ich ihm sagen Lob und Dank allezeit, mit Freud und Ehren tragen dies köstliche Geschmeid, will damit herrlich prangen vor Gottes Majeſtät, 3. All Sünd ist nun vergeben und zugedechet fein, men boff, darin zu erlangen darf mich nicht mehr beschämen Dor Gott dem Herren mein. die ewge Seligkeit. ( 530) od Bartholomäus Helder 1648 Melodie: Slegesfürste, Ehrenkönig Jakob Hintze 1678 und 1690 1. 18 Wo- mit foll ich dich wohl mir da- zu - de DON ger Herr Zeba- oth! Gei- stes Kraft, mein Gott! Lob und Dank 428 melled Denn ich kann mit nichts erH lo- ben, mäch- ti= 0- ben dei- nes reichen deine Gnad und Liebes zei- chen. Tau- send-, tau- fend- mal sei dir, gro- ßer König, Dank da- für. so weiß ich kein Ziel zu finden noch den Grund hier zu ergründen. Taufend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht; denn von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 3. Denk ich, wie ich dich verlassen, wie ich häufte Schuld auf Schuld, so möcht ich vor Scham erblaffen ob der Langmut und Geduld, womit du, o Gott, mich Armen haft getragen mit Erbarmen. Taufend-, taufendmal fei dir, großer König, Dank dafür. 4. Ach ja, wenn ich überlege, mit was Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, 529 5. O wie hast du meine Seele stets gesucht zu dir zu ziehn, daß ich aus der Sünden Höhle möchte zu den Wunden fliehn, die mich ausgeföhnet haben und mit Kraft zum Leben laben. Taufend-, tausendmal seí dír, großer König, Dank dafür. 6. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamſt du, Herr mein Gott, zu mir, nur mein Herze zu bereiten, fich ganz zu ergeben dir, daß mein gänzliches Verlangen möcht an deinem Willen hangen. Taufend-, taufenòmal jei dir, großer König, Dank dafür. Lob und Dank 7. Mich hast du auf Adlereflügeln oft getragen väterlich, in den Tälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich. Wenn schien alles zu zerrinnen, ward doch deiner Hilf ich innen. Tauſend-, tausendmal fei dir, großer König, Dank dafür. 8. Fielen tausend mir zur Seiten und zur Rechten zehnmal mehr, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich bin dennoch stets entgangen. Taufend-, tausendmal fet dir, großer König, Dank dafür. 429 G 1. Indrunned thon { frim And slo Laffet_ met 9. Vater, du haft mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit, dol und du haft zu mir geneiget, Jefu, deine Freundlichkeit, werd ich stets noch eingeladen. und durch dich, 0 Geift der Gnaden, Taufend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür. 10. Tausendmal fei dir gefungen, Herr mein Gott, Preis, Lob und daß es mir bisher gelungen.[ Dank, Ach laß meines Lebens Gang ferner doch durch Jeſu Leiten nur gehn in die Ewigkeiten. Da will ich, Herr, für und für ewig, ewig danken dir. ( 536) Ludwig Andreas Gotter 1695 nism adnurime.H horfranz Heinrich Meyer 1740 uns den Herren an die fü- ßen wäh- ret sein Er- bar- men, SODNO tanga mo0 090 prei- fen diad Wei- fen, und vermehren un fei- nend Ruhm, 1 die ihr seid sein Ef gen tum. 530 e- wig €= mig will er 70 uns um- ar- men mit derfüßen Lie- bes tr huld, nicht ge ■ 18* den- ken unsrer Schuld. Prei=[ et_ e= wig[ ei- nen Namen, die ihr seid von Lob und Dank A- brams Samen, rüh- met e mig sei- ne Wer= ke, ge- bet ihm 2. Ehe noch ein Mensch geboren, hat er uns zuvor erkannt und in Chrifto auserkoren, feine Huld uns zugewandt. Selbst der Himmel und die Erden müssen uns zu Dienste werden, weil wir durch sein liebstes Kind feine Kinder worden sind. Emig folche Gnade mähret, Lob, Ehr und Stär- ke. 4. Lernet euren Jefum kennen, der euch teur erkaufet hat, lernet ihn fein lieblich nennen euren Bruder, freund und Rat, euren starken Held im Streiten, eure Luft in fröhlichkeiten, euren Troft und euer Heil, euer allerbestes Teil. Emig folche Güte währet, 39€ die er uns in ihm bescheret, die euch durch ihn widerfähret, ewig soll das Lob erklingen, das wir ihm zu Ehren singen. ewig wollen wir uns üben, über alles ihn zu lieben. 3. Ja wir wollen nun mit Freuden zu dem lieben Vater gehn, uns an seiner Liebe weiden, wie die tun, die vor ihm ſtehn, Heilig, heilig, heilig" fingen, Halleluja foll erklingen unserm Gotte und dem Lamm, unserm holden Bräutigam. Laffet feinen Ruhm erschallen und erzählt sein Werk vor allen, daß er ewig uns erwählet und zu seinem Volk gezählet. 5. Tretet nur getroft zum Throne, da der Gnadenstuhl zu ſehn, es kann euch von Gottes Sohne nichts als Lieb und Huld geschehn. Er erwartet mit Verlangen, bis er könne uns umfangen und das allerhöchſte Gut uns mitteilen durch sein Blut. Große Gnad ist da zu finden, er will sich mit uns verbinden, und foll niemals etwas können uns von seiner Liebe trennen. Chriftian Jakob Koitfch 1704 531 Lob und Dank 430 5 1.{ Wie Der E Ift der ein Mensch, den sie nicht rührt? 1 den Dank er- stickt, der ihr gebührt? J groß ist des All- mächt- gen mit ver- här- tetem Ge= ne größ- te 72783 feine Liebe zu et- mes- sen, gef- fen, = gandre pins fei 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmut mich geleitet?/ Er, dessen Rat ich oft verwarf./ Wer stärkt den frieden im Gewissen?/ Wer gibt dem Geifte neue Kraft?/ Wer läßt mich fo viel Glück genießen? Ifte nicht fein Arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du erschaffen bist, wo du mít Herrlichkeit umgeben Gatt ewig sehn wirst, wie er ift. Du haft ein Recht zu Halle 1704 Gü- te! mü- te Pflicht. Der Herr hat mein noch nie veralm 532 10 any Nein, vergiß, mein Herz, auch seiner nicht! pipiras diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein:/ sieh, darum mußte Christus leiden,/ damit du könntest selig sein. ten e- wig mei4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren und seine Güte nicht perstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören! Den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn?/ Sein Will ist mir ins Herz geschrieben,/ sein Wort beſtärkt ihn emiglich:/ Gott soll ich über alles lieben/ und meinen Nächsten gleich als mich. 5. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar oor Augen fein, fie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn, fie tröfte mich zur Zeit ons d Christlicher Glaube und christliches Leben Melodie: Was mein Gott will, das gscheh allzeit Claudin de Sermify 1529/ geiftlich Antwerpen 1540 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben der Schmerzen,/ sie leite mich zur Zeit des Glücks/ und sie besieg in meinem Herzen/ die furcht des letten Augenblicks! ( 538) Chriftian fürchtegott Gellert 1757 JUMA = ze mein, haft mich be- kleidt, si= cher ge= leit' Herr und Got= ner Ge= bo = E te; te. 431 Mich soll von dir, fo du's gönnst Fleisch da- von, foll doch das Herz nicht flie 2. Dein, dein soll sein/ das Herze mein,/ Herr Chrifte auserkoren,/ du gibst recht Freud,/ vertreibst all Leid,/ ohn dich wär ich verloren./ All mein Begier/ steht hin zu dir/ in Lust und freud oon Herzen./ Du bist mein Hort;/ dein ewigs Wort/ Dertreibt mir all mein Schmerzen. du lie- ber im Weg deiadole mir, kein Gunst noch Gmalt ab- zie- hen, und mich auch schon das 533 = hen. 3. Dein, dein soll sein/ das Herze mein,/ du Hilf und Trost der Armen./ Sieh an den Streit,/ den ich erleid, und tu dich mein erbarmen. Gebeut dem feind/ und still die Sünd,/ das gscheh dir, Herr, zu Ehren./ Zeuch mich nach dir/ und tu in mir/ allzeit den Glauben mehren. Leo Judae 1540 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 432 alisi anasasmibe and or dnu verboID 830 11s 1. Melodie: Werde munter, mein Gemüte Johann Schop 1642/ Böhmische Brüder 1661 Hilf uns, Herr, in al len Din- gen, daß wir wohl an fan- gen und voll- brin- gen, gib uns SOUDY Tar un fer Amt und Werk Weis- heit, Kraft und Stärk.f al= len Dingen und laß 2. Hilf uns, Herr, an allen Orten, wo wir dein bedürftig sein, brich der Hölle Macht und Pforten und gib deinem Häufelein, deiner armen Christenheit, Liebe, Fried und Einigkeit. Hilf uns, Herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen. a Oh- ne deine Se- genshand ist ver= lo- ren Stand und Land, hilf uns, Herr, in al= les wohl ge= lin- gen. 3. Hilf uns, Herr, in allen Nöten, aller Trübfal und Gefahr, alles, was uns könnte töten und verderben ganz und gar, durch dein Weisheit und Beschluß uns zum Besten dienen muß. Hilf uns, Herr, in allen Dingen und laß alles wohl gelingen. 4. Hilf uns, Herr, in letzten Zügen, trage unfre Todeslast, laß uns ritterlich obsiegen, wie du obgesieget hast. O Herr Jeſu, deine Hand leift uns Hilfe und Beistand, daß wir dir in allen Dingen ewig Lob und Ehre singen. ( 534) Nach Martin Rindhart 1642 534 india Melodie: Was mein Gott will, das gscheh allzeit Claudin de Sermify 1529/ geistlich Antwerpen 1540 1. Sef Gott ge= treu, halt sei- nen Bund, o Menſch, in = stops orucoxadnu fladislo at bros appl dei- nem Le lein er= ge B Chriftlicher Glaube und christliches Leben 433 Tauf, da B Tblog) 39 Estbols M ben. Denk an den Kauf in dei- ner er sich dir ver- schrie- ben als Va = ter E- mig- keit Sein 2.Sei Gott getreu Don Jugend auf, laß dich nicht Luft noch Leiden/ in deinem ganzen Lebenslauf von seiner Liebe scheiden. alte Treu/ wird täglich neu, auf fein Wort kannst du bauen,/ was er verspricht,/ das bricht er nicht,/ drauf follst du kühnlich trauen. 3. Sei Gott getreu in deinem Stand, darein er dich gesehet, wenn er dich hält mit feiner Hand, wer ist, der dich verletet? Wer feine Gnad/ zur Brustwehr hat,/ kein Teufel kann ihm schaden;/ wo diese Wehr/ steht um dich her, da ist dir wohl geraten. / ald bei[ ef- nem Eid, in dich zu lie 4. Sel Gott getreu, fein liebes Wort/ standhaftig zu bekennen,/ ſteh fest darauf an allem Ort,/ laß dich davon nicht trennen./ Was diefe Welt/ in Armen hält,/ muß alles noch vergehen,/ sein liebes Wort/ bleibt ewig fort/ ohn alles Wanken stehen. ben. 535 5. Sei Gott getreu, als welcher fich/ läßt treu und gnädig finden,/ streit unter ihm nurritterlich,/ laß über dich den Sünden/ ja wider Pflicht/ den Zügel nicht./ Wärje ein fall geschehen,/ so sei bereit/ durch Buß beizeit/ nur wieder aufzustehen. Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 6. Sei Gott bis in den Tod/ und laß dich nichts abwenden./ Er wird und kann in aller Not/ dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich das höllisch Reich mit aller Macht gedrungen,/ wollt auf dich zu,/ so glaube du, du bleibeft unbezwungen. 434 man recht kön- ne stand- haft zu ver- Got= tes Sohn, Herr Je 1.{ nicht je- der-man- nes Ding fo al die mant- lo lsd 12. c, und daß du Gott bleiben treu,/ wird er sich dir erweiſen,/ daß er dein lieber Vater sei,/ wie er dir hat verheißen,/ und eine Kron/ zum Gnadenlohn/ im Himmel dir aufsehen,/ da wirst du dich/ fort ewiglich/ in seiner Treu ergötzen. ( 539) Michael Frandk 1657 Melodie: Es[ pricht der Unweisen Mund wohl Wittenberg 1524 währ, glau- ben, blei daß ich drin be 2. Wär auch mein Glaub wie Senfkorn klein, und daß man ihn kaum merke, mollst du doch in mirmächtig sein,/ daß deine Gnad mich stärke, die das zerstoßne Rohr nicht bricht,/ den glimmend Docht auch vollends nicht aus löschet in den Schmachen. Muse # mir von o= ben her, des mah- ren Glau- bens mich ge= E B 536 ſu Christ, ift, -ben.} Drum hilf du daß noch 150T har p distan re. Junio 3. Herr, durch den Glauben wohn in mir, laß ihn sich immer stärken, daß er sei fruchtbar für und für und reich in guten Werken, daß er sei tätig durch die Lieb,/ mit Freude und Geduld sich üb, dem Nächsten fort zu dienen. 1310190 idom 310 lod Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 4. Infonderheit gib mir die Kraft, 5. Herr Jefu, der du angezündt/ daß vollende bei dem Ende ich das fünklein in mir Schwachen,/ übe gute Ritterschaft, zu dir was sich vom Glauben inmirfindt,/ allein mich wende in meiner das wollst du stärker machen./ letten Stund und Not, des Was du gefangen an, vollführ/ bis Glaubens End durch deinen Tod, an das End, daß dort bei dir/ auf die Seligkeit, erlange.noe Glauben folg das Schauen. asd ( 525) David Denicke 1657 Melodie: Ich ruf zu dir, Herr Jefu Chrift Wittenberg 1526 Jefu Chrift, mein schön- stes 28 1.{ jo hoch mich liebst, daß ich con du in def- ner [ pre- chen kann noch wie der um mit M mög um fan- gen dallag si Grust rim 435 See- len zäh- len, J nur Licht, der nicht aus= gib, daß mein Herz dich Lie- ben und Ver- lan- gen und als dein 537 tum ein- zig an dir han gen. schön 2. Gib, daß[ onft nichts in meiner 3. Wie freundlich, selig, süß und Seel/ als deine Liebe wohne;/ gib, daß ich deine Lieb erwähl als meinen Schah und Krone./ Stoß alles aus, nimm alles hin,/ was mich und dich will trennen/ und nicht gönnen,/ daß all mein Mut und Sinn/ in deiner Liebe brennen. ist, Jefu, deine Liebe!/ Wenn diese steht, kann nichts ent= stehn,/ das meinen Geiſt betrübe./ Drum laß nichts anders denken mich, nichts sehen, fühlen, hören,/ lieben, ehren/ als deine Lieb und dich,/ der du sie kannft vermehren. EigenS Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 4. Mein Heiland, du bist mir zu- 6. Laß meinen Stand, darin ich lieb in Not und Tod gegangen/ und haft am Kreuz als wie ein Dieb/ und Mörder da gehangen, verhöhnt, verspeit und sehr vermundt./Ach laß mich deine Wunden/ alle Stunden/ mit Lieb im Herzensgrund/ auch treffen und verwunden. 5. Du hast mich je und je geliebt/ und auch nach dir gezogen, eh ich noch etwas Guts geübt,/ marft du mir schon gewogen. Ach laß dodh ferner, edler Hort,/ mich diese Liebe leiten/ und begleiten, daß sie mir immerfort beisteh auf allen Seiten. 436 An dacht fröhlich 1. Wohl- auf, mein Herz, zu Gott B und Ge drin . bet steh, Herr, deine Liebe zieren/ und, wo ich etwa irre geh,/ alsbald zurechte führen, laß fie mich allzeit guten Rat/ und gute Werke lehren,/ steuren, mehren/ der Sünd und nach der Tat/ bald wieder mich bekehren. Mihal Grand 2857 ge, weil 7. Laß fie fein meine freud im Leid, in Schmachheit mein Vermögen,/ und wenn ich nach vollbrachter Zeit/ midh foll zur Ruhe legen,/ alsdann laß deine Liebestreu, Herr Jefu, bei mir stehen,/ Luft zumehen, daß ich getrost und frei/ mög in dein Reich eingehen. Paul Gerhardt 1653 302. Melodie: O Jefu, füßes Licht Adam Krieger 1657/ geistlich Ahasverus Fritsch 1679 brin ge, daß durch 538 P aldais le and on pre dlar in ten B dich Gott be dein Wunsch dein Wol- kend heißt, weil BG UND dich sein lie B ber tre- ten heißt 2. Dein Vater ifts, der dir befohlen hat zu beten; dein Bruder ists, der dich vor ihn getroft heißt treten, der werte Tröster ists, der dir die Wort gibt ein, drum muß auch dein Gebet gewiß erhöret sein. namula Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben Dor Sohn fo freu- dig Jei nen Gna- den- thron. . 3. Da siehst du Gottes Herz, das dir nichts kann verfagen. Sein Mund, fein teures Wort vertreibt ja alles Zagen. Was dich unmöglich deucht, kann ſeine Vaterhand noch geben, die von dir so viel Not abgewandt. 4. Komm nur, komm freudig her in Jefu Chrifti Namen, [ prich: Lieber Vater, hilf, tonn ich bin dein Kind, sprich Amen! ladplaa Ich weiß, es wird geschehn, du wirst mich laffen nicht, 539 du wirst, du willst, du kannst 2018 tun, was dein Wort verspricht. Johann Olearfus 1665 90( 526) nism epist stids!! DO mbl oujat hiss ir sust 90( bus) 1900ml To sma s10 dan b) chust outst lootelammiti miligm9 Herr, allmächtiger Gott, du Geber aller guten und voll, tommenen Gaben, wir bitten dich: stehe uns heute bei mit deinem Erbarmen und deiner Liebe, auf daß wir in keine Sfinde fallen und all unser Denken und Tun nach deinen Geboten richten. Durch unsern Herrn Jesum Chriftum. Amen. iſtum. 21 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 437 1. Schön- fter Herr Je= fu, Her- ren, dich will ich lie ben, Gottes und du mei= ner Ortamoseda to 2. Schön sind die Wälder, schöner sind die felder in der schönen Frühlingszeit, Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht' die Sonne, schöner leucht' der Monde und die Sterne all zumal; Jeſus leucht' schöner, Jeſus leucht' reiner als alle Engl im Himmelsfaal. See- le isto ol T 1.{ Herr Cust Herr- scher Münster 1677 Herr Je- fu Chrift, mein ich bleibe den= noch 540 al= ler Ma- ri- en Sohn, m 4. Schön sind die Blumen, schöner sind die Menschen in der frischen Jugendzeit; sie müssen sterben, müssen verderben, doch Jeſus lebt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit Himmels und der Erde ist verfaßt in dir allein; nichts foll mir werden lieber auf Erden ale du, der liebste Jefus mein. Münster 1677, Str. 2: bei Heinrich) Auguft Hoffmann von fallersleben 1842 dich will ich eh- ren, Logisti 438 ad andaren i Melodie: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr ² Straßburg 1577 maior Freud und Wonn.d höch- stes Gut, mein stets an dir, so Goulas See len- schah, mein ist auch nichts, das R al Fair, JeHolamb00 194. ler Sin- ne ■ un- fre Lie- be rech- ten Je Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben Freude,} [ chei lauf und hil- fest bin deí- nen Weg be kannt, hältst mich bei dny esllo Ho Her-- Zens- mut und dich von mir und wo join( bun bi Hand, re- gierst und führst den Le- bensDu machst mir Licht, ich folge 2. Du leitest mich nach deinem Rat,/ der anders nichts beschlossen hat,/ als mas mir Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, daß durch dich der Ausgang wohl gelinget. Nach hartem Tritt auf mei- ner - per meiner Schwachheit auf. Herr 541 ſu Chrift, du bist mein Licht, du bist mein dir, fo irr ich nicht. rauher Bahn/ nimmst du mich dort mit Ehren an,/ wo mich vor Deinem Thron erfreut/ die Krone der Gerechtigkeit./ Herr Jesu Chrift, ach mit Begier, ach mit Begier/ wünsch ich zu sein, mein Gott, bei dir. Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 3. Mein Alles ist auf dich gericht', hab ich nur dich, so frag ich nicht/ nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, ſo könnte keine Luft für mich/ in taufend Himmeln werden./ Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein, denn auch die ganze weite Welt/ hat nichts, das mir wie du gefällt. Herr Jefu Chrift,/ wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. m olam ild 4. Und sollte mir durch Kreuz und Not,/ durch Marter, durch Gewalt und Tod/ auch Seel und Leib vers[ chmachten, dies alles wird, wenne auch noch mehr,/ ja gar wie eine Hölle wär,/ mein Glaube doch nichts achten. Du bist und bleibeft doch mein Heil/ und meines Herzens Troft und Teil,/ so wird und muß durch dich allein/ auch Leib und Seele selig sein./ Herr Jefu Chrift, ich hoffe fest, ich hoffe feft, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 5. Drum halt ich mich getroft zu dir, du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude./ Ich sehe meine Zuversicht dich, mein fels, dernichtzerbricht,/ in Freud und auch im Leide./ Dein Tun foll alles und allein/ im Herzen mir und Munde sein,/ bis ich dich kann mit Augen fehn./ Achmöchte folches bald geschehn!/ Herr Jefu Chrift,/ ich warte drauf, ich warte drauf,/ komm, komm, mein Heiland, nimm mich auf. Erdmann Neumeister 1714 171 30. 1st=( bat auf Blumen, 542 Onu juol guna manisd don bim falls ud 2 190 virbin ensorcio Jelobet sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesu od Last Christi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem d Gel Segen in himmlischen Gütern durch Christum. had too mun tibTodo Ephefer 1,3 milep Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 439 Melodie: Jefu, meines Lebens Leben Wolfgang Weßnitzer 1661 Laffet mich Doll freu- den spre- chen: Ich bin Jag 1{ ber" bet mensch- lí= chen Ge brechen den= noch H usein ge- tauf- ter Chrift, Was find ift. ein Kind Got- tes 1stb- sad al= le Schät- ze nüt= ze, da ich einen Schak be- fit ze, der mir = = al les Heil gebracht und mich ewig se= lig macht. nam., blsip ta sid 2. Keine Sünde macht mir bange, 4. Freudig fag ich, wenn ich sterbe: ich bin ein getaufter Chrift, Ich bin ein getaufter Chrift; denn ich weiß gewiß: folange dieser Trost im Herzen ist,[ den, kann ich mich von Angst der SünJefu, durch dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat.mam 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Chrift, und damit kann ich dich schlagen, ob du noch so grausam biſt. Da ich bin zur Taufe kommen, ist dir alle Macht genommen, und von deiner Tyrannei machet Gottes Bund mich frei. tablounh 2 nimoinsa 543 denn das bringet mich zum Erbe, das im Himmel droben ist. Lieg ich gleich im Todesstaube, so versichert mich der Glaube, daß mir auch der Taufe Kraft Leib und Leben wieder schafft. 5. Nun fo foll ein folcher Segen mir ein Trost des Lebens sein. Muß ich mich zu Grabe legen, schlaf ich auch auf folchen ein. Ob mit Herz und Augen brechen, foll die Seele dennoch[ prechen: Ich bin ein getaufter Chrift, der nun ewig selig ist. H ( 536) Erdmann Neumeister 1718 Chriftlicher Glaube und christliches Leben 440 tous bidh gericht 1. Į Gottes bredhet, al= le fie will un ▪ ver Ber ge, Gna de Trüm- mern gehn, 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht, der wird nimmermehr gebrochen, bis er alles hat vollbracht. Er, die Wahrheit, trüget nicht, was er faget, das geschicht. 3. Seine Gnade foll nicht weichen,/ wenn gleich alles bricht und fällt, sondern ihren Zweck erreichen, bis sie mich zufriedenstellt. Gott ist fromm und gut und treu, ob die Welt voll e Welt Do Heuchelei. 4. Will die Welt den frieden brechen, hat sie lauter Krieg im Sinn, Gott hält immer sein Versprechen,/ so fällt aller Zweifel hin ,, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt fein Antlit sich verstellen, ist sein Herz doch treu gefinnt und bezeugt in allen Fällen,/ daß Melodie: Tut mir auf die schöne Pforte Joachim Neander 1680/ Darmstadt 1698 fallt, ihr Hü. gel, hat das Sie gel, fel- fen, ein: - än- dert sein. Laß die Welt zu ■ Gottes Gna- de wird be- stehn. ich sein geliebtes Kind,/ dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 544 6. Er will Frieden mit mir halten,/ wenn die Welt gleich Lärmen macht/ ihre Liebe mag erhalten,/ ich bin bei ihm mert geacht,/ und wenn Höll und Abgrund brüllt,/ bleibter mir doch Sonn und Schild. 7.Er, der Herr, ist mein Erbarmer,/ so hat er sich selbst genennt;/ das ist Trost, so werd ich Armer/ nimmermehr von ihm getrennt./ Sein Erbarmen läßt nicht zu,/ daß er mir mas Leides tu. 8. Nun, es bleibt mein ganz Vertrauen/ aufihn ankerfest gericht';/ auf ihn will ich felsen bauen,/ denn ich weiß, daß es geschicht./ Erd und Himmel kann vergehn,/ sein Bund bleibet feste stehn.com ( 534) Benjamin Schmolck 1723 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben mbas su és 6 dup dio aon and alejamba 441 a Franz Heinrich Meyer 1740 thon nisl nea 24 1. dem zu = Dein Er be, Herr, das du er= { Das, kauft, als es ward auf dich ge tauft, du freund- schaft auf- gerich- tet, 1 des Sa tans Haß der pflich- tet, J 110 00 ru- fet dich 2. Du haft der Schlange Kopf zerſtört,/ ihr Gift gedämpft, ihr Reich bezwungen;/ es hat dein Tod den Tod verheert/ und ihn in frohem Sieg verschlungen, die Schuld getilgt, die freche Welt befiegt, daß nun der feind zu deinen Füßen liegt. B 3. Doch weil hier noch die Probezeit,/ hast du ihm fo Diel Macht gelaffen, daß er uns kann durch Kampf und Streit bei unserm Fleisch und Blute faffen./Esstimmt die Welt, als die ihm folgt, mit ein,/ hier ist es not, auf feiner Hut zu sein. Ist 9m- mo8 330 Soncien Sl = wie es selbst sich nicht be[ chir- men kann, und um Sieg und B 1790 545 mit m fichad nnc sieht, Bei- stand an. 4. Mit so viel Feinden finden wir,/ o Herr, uns überall umgeben./ Der eine reizt und schmeichelt hier, dort droht ein andrer unferm Leben, ja allesamt sind sie darauf bedacht,/ daß unfer Geist werd um sein Heil gebracht. 5. Wer ist hier tüchtig, zu beftehn/ und über Luft und furcht zu fiegen? Soll es durch unsre Kraft geschehn, so werden wir bald unterliegen. Die feinde sind zu liftig, stark und groß,/ wir aber [ tehn von Macht und Weisheit bloß.-10 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 6. Doch was uns fehlt, das finden mir,/ erwürgtes Lamm, in deinen Schähen;/ dein Beistand ist uns gut dafür, daß uns kein Satan kann verlehen; du ziehest uns mit Kraft und Weisheit an, daß unser Geist weit überwinden kann. 442 GE 1 1. Au- gen, blik- ken, Un- um-[ chränk- te daß sie in die und zu und den B 8. So wollen wir, wenn nach dem Streit die frohen Siegeslieder klingen, in jener stillen Ewig- 100 keit,/ o Heiland, deinen Ruhm be- and fingen, wenn du den Tod, den 7. Gib nur, daß wir nicht träge fein/ noch selbst die Waffen niederlegen, flöß uns die Kraft des Glaubens ein,/ damit wir mutig streiten mögen,/ bewahre uns por weicher Zärtlichkeit,/ wenn Fleisch und Blut sich vor dem Kreuze scheut. lehten feind, besiegt, und alles nun zu deinen Füßen liegt. Nach Gottfried Arnold 1700 von Joh. Jakob Rambach 1727 gleich Def- nen Lie- be, Strah= len 735 601 die sonst kaum auf Er- den taugen, die den Erd- kreis wär- mend schmük- ken freu= den = 546 d us Melodie: Wunderbarer König Joachim Neander 1680 gön- ne un= sern dei- ner Lang- mut reich mit der Son= ne Bö= sen [ chei= nen. E 2. Waffer, Luft und Erde, ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplah deiner Güte. Deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben.bilegt die Pfeile gerne nieder, O wie weit, obwohl doch o wie breit über Berg und Hügel streckt sie ihre Flügel! 3. Was wir davon denken, was wir fagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden und dazu ohne Ruh lieben für das Haffen, Herr, wer kann das fassen! ud ad nols Chriftlicher Glaube und christliches Leben 4. Du Dergibeſt Sünde, u hörst der Sünder flehen, wenn sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte drauet und erbarmt sich wieder, sy 73id man thu Sibin chin nad rara immer noch neue Schuld sich reget, wenn dein Zorn sich leget. 5. Herr, es hat noch keiner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht empfangen: wer zu deinen Füßen fich mit Tränen senket, dem wird Straf und Schuld geUnser Schmerz [ schenket. rührt dein Herz, und du willst der Armen gnädig dich erbarmen. 6. König, sei gepriesen, daß du so verschoneft O und uns nicht nachWerken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Zepter führet. fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. 09 ( 542) 201207 Joh. Jakob Rambach 1729 Dastla) 151 and Gott ist Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und Gott in ihm. 1.Johannes 4,16 on T * at md073 nanism 547 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 443 di Melodie: Machs mit mít, Gott, nach deiner Güt ante Bartholomäus Gefius 1605/ Joh. Hermann Schein 1628 1. So je mand spricht:, Ichadelie be Gott" l dertreibt mit Got= tes { Wahrheit Spott ( bon 19mm) Kreuze( dheut. 7 sm und haßt doch feine und reißt sie ganz dar protams irba 08 10 1 ift luga dienu Lieb und x33mp8 be Näch= ſten lie 2. Wir haben einen Gott und Herrn,/ find eines Leibes Glieder, drumdiene deinem Nächstengern, denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich,/ mein Nächster ist sein Kind wie ich. 3. Ein Heil ist aller Gut./ Ich ſollte Brüder haffen, die Gott durch seines Sohnes Blut/ lo hoch erkaufen lasfen? Daß Gott midy schuf und mich verfühnt,/ hab ich dies mehr als sie verdient! 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Tagen, ich aber follte nicht Geduld mit meinen Brüdern tra= 548 Brüder, Gott nie- der. Sposi en Meninah uk mun nating mis Tabako ich lisad stco will, daß den uXDo dnu dufland gleich als mich. gen?/ dem nicht verzeihn, dem du Dergibst, und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den frommen hier getan,/ dem Kleinsten auch von diesen,/ das sieht er, mein Erlöfer, an,/ als hätt ichs ihm erwiesen./ Und ich, ich sollt fein Jünger ſein/ und Gott in Brüdern nicht erfreun! 6. Ein unbarmherziges Gericht/ wird über den ergehen,/ der nicht barmherzig ist, der nicht/ dierettet, die ihnflehen./Drum gib mir, Gott, durch deinen Geist/ ein Herz, das dich durch Liebe preift. Christian Fürchtegott Gellert 1757 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben news and C 444 Meiodie: Wer nur den lieben Gott läßt walten Georg Neumark 1641 Herz, Was willst du dich so blöd ge bär- den! Iste glaubst du's, o- der glaubst du's nicht so muß auch die- ses Wahr- heit, was die Schrift ver- spricht, Wahr- heit fein: Aus Gna- den 2. Aus Gnaden! Merk dies Wort: Aus Gnaden,/ so oft dich deine Sünde plagt, so oft dir will der Satan schaden, so oft dich dein Gewissen nagt. Was die Vernunft nicht fassen kann,/ das beut dir Gott aus Gnaden an. 3. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, solange Gott wahrhaftig heißt. Was alle Knechte Jefu schreiben,/ was Gott in feinem Wort anpreist, worauf all unfer Glaube ruht,/ ift: Gnade durch des Lammes Blut. 4. Aus Gnaden: Wer dies Wort gehöret,/ tret ab Don aller Heuchelei! Denn wenn der Sünder sich bekehret,/ so lernt er erst, was - ist der Him- mel dein. Gnade fei;/ beim Sündgen scheint die Gnad gering,/ dem Glauben ifts ein Wunderding. 5. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen/ das Herz des Vaters aufgetan,/ wenns unter größter Angst und Schmerzen/ nichts fieht und nichts mehr hoffen kann./ Wo náhm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? 6. Aus Gnaden! Hierauf will ich sterben,/ ich fühle nichts, doch ist mit wohl./ Ich kenn mein sündliches Verderben, doch auch den, der mich heilen soll./ Mein Geist ist froh, die Seele lacht,/ weil mich die Gnade selig macht. Christian Ludwig Scheidt 1741 549 Chriftlicher Glaube und chriftliches Leben 445 1. Wir dienen, Herr, um kei- nen Lohn, ୧୫ wär uns Doch ste- hen felbst zum wir um Ab- glanz 2. Auch fordert keiner Dank und er wäre ja verloren.[ Recht, dei- ner Du haft den ungetreuen Knecht dir selbst zum Sohn erkoren, Hans Friedrich Michelsen 1938 Scha dei- nen Thron im Gna 550 4. Erneuerst täglich deinen Bundon in Jefu Chrifti Namen. Wir stehn auf keinem andern Grund als auf dem deinen. Amen. 3. bestellst uns in die Ritterschaft, da ist uns schon gelungen, was mir durch unfre eigne Kraft in keinem Streit errungen. 19|| den. Rudolf Alexander Schröder 1930 bo nieMslo) malled him 190 POS nba - den. cow's houd ntfot wo Melodie: Alles ist an Gottes Segen Johann Löhner 1691/ bet Joh. Adam Hiller 1793 1. Wun- der die Gottvertrauen/ Kreuz und Trost ist sein Gottoertrauen/ Kreuz und Troft 148 446 P an- fang, herr- lichs mun- der- wei- sen Han- de führen ein und aus. Ra- ten, mun- der 3. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen,/ laffen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. En- de, R 551 Gottes Wun- der weis- lich herr- lich sei To - ten, und dur sprichst: Wo wille hin- aus! 1laWpto po ₂ dispo en, lerne deinem Gott ver2. Denke doch: Es muß so 4. Drum so laß dir nimmer graugehen, was Gott weislich heißt geschehen/ ihm und dir zur Herrlichkeit." Ob der Anfang feltsam scheinet, ist das End doch gut gemeinet,/ Friede folget nach dem Streit. - ne trauen, sei getroft und gutes Muts. Er fürwahr, er wird es führen, daß du wirst am Ende spüren,/ wie er dir tu lauter Guts. 5. Du wirst an den Fingern zäh= len/ und nicht vor der Welt verhehlen,/ was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz verfüßen,/ daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herr( 516) lichs End. Nach Heinrich Müller 1664 pon Heinrich Arnold Stockfleth 1690 Gottvertrauen Kreuz und Troft 447 fast inu un Melodie: Meinen Jefum laß ich nicht Johann 1674 1. Stark ist { hat zu wird mich & wie- der los- mei= nes Je viel an mich ge läßt mich nicht, das ift mig affen. Mein Er- bar- mer ig Qua 2.Siehtmein Kleinmut oft Gefahr, fürcht ich auch zu unterliegen: Christus beut den Arm mir dar, Christus hilft der Ohnmacht fiegen. Daß mich Gottes Held verficht, das ist meine Zuversicht. 3.Wenn der Kläger mich verklagt,/ Chriftushat mich schon vertreten,/ wenn er mich zu fichten magt,/ Christus hat für mich gebeten./ Daß mein Bürge für mich spricht,/ das ist meine Zuversicht. 110010130 er Hand, und fu wandt, um mich E mei- ne Zu= der= ficht. 4. Würd es Nacht por meinem Schritt,/ daß ich keinen Ausgang müßte/ und mit ungewiffem Tritt/ ohne Licht verzagen müßte:/ Chriftus ist mein Stab und Licht,/ das ist meine Zuversicht. T 5. Mag die Welt im Mißgeſchick/ beben oder ängstlich klagen,/ ohne Halt ist all ihr Glück,/ wahrlich, fie hat Grund zuzagen./Daßmein Anker nie zerbricht,/ das ist meine Zuversicht. alomso 6. Seiner Hand entreißt mich do spnit nichts,/ ſollt ich ihn mit Kleinmut 10 il suo ſchmähent/ Mein Erbarmer felbft om um ho idin Howsdaild perſprichts,/ follt ich ihm fein Wort to sell as th Suspid sidverdrehen?/ Nein, erläßtmichewig enn du ne ចំ nended ter nicht, das ist meine Zuversicht. on end 39 ( 513) Karl Bernhard Garpe 1825 is ang is of is]( hilashsonum 552 ( 812) over pijbot diom blanbli noe soat el10 pist bol Melodie: Ringe recht, wenn Gottes Gnade Brüdergemeine nach 1735 1. Gott mills ma- chen, daß die Gottoertrauen/ Kreuz und Troft 448 wie es heil- samist. Laß die Wellen sich derſtellen, wenn du 2. Glaub nur feste,/ daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille/ ist nur stille, wirst du von dem Kummer frei. 3. Willst du wanken/ in Gedanken, faß dich in Gelaffenheit, laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 4. Gottes Hände/ sind ohn Ende, fein Vermögen hat kein Ziel. Eigene Melodie 1. Harre, meine Seele, harre des Herrn, alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Sei unverzagt, bald der Morgen tagt, und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach. In allen Stürmen, in aller Not 183 wird er dich beschirmen, der treue Gott. 20 Sa- chen ge- hen, nur bei Je-[ ubp Je fubpes bift. and Ists beschwerlich, scheints gefährDeinem Gott ist nichts zuviel.[ lich: 5. Wann die Stunden/ fich gefunden, bricht die Hilf mit Macht herein, und dein Grämen/ zu beschämen, wird es unversehene fein. 6. Amen, Amen!/ In dem Namen meines Jesu halt ich ſtill. Es geschehe/ und ergehe, wie und mann und was er will. Joh. Daniel Herrnschmidt 1704 449 2. Harre, meine Seele, harre des Herrn, alles ihm befehle, hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; größer als der Helfer ist die Not ja nicht. Emige Treue, quilasnied du As Retter in Not, rett auch unfre Seele, du treuer Gott. 553 Friedrich Raeder 1848 Gottvertrauen/ Kreuz und Troft 450 1. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt, wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach es gänzlich stille in freud und Schmerz, Tbilistairs 451 HORM 69 1. na= hen kann. Sün de Bann. = Gott wohnt in - nem d Omanisch E laß ruhn zu deinen Füßen dein armes Kind: es wird die Augen schließen und glauben blind. 3.Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht, du führst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände tau- fend- fal- tig, Herr 2. Auch deines Hauptes Haare find wohl von ihm gezählt. Er bleibt der Wunderbare, dem kein Geringstes fehlt. und führe mich bis an mein felig Endes und ewiglich. tig ist un fer Gott al sco 21b33 sprit: stdals the Eigene Melodie ei- nem Lich- te, dem kei= ner Ange- fich- te trennt uns der Musirdo A Un=[ terb= lich Julie Hausmann 1862 det noen pro 7900 Melodie: Wer kann der Treu vergeffen Johann Georg Ebeling 1667 554 = und ge= wal= lein, will Kő= nigd al ler Her- ren ſein. Den keine Meere faffen da und keiner Berge Grat, tak hat selbst sein Reich verlassen, tufft dir als Mensch genaht. at 320 3. Er macht die Völker bangen 4. Nun darfst du in ihm leben Dor Welt- und Endgericht-enni und bist nie mehr allein, und trägt nach dir Verlangen, läßt auch den Armſten nicht. Aus ſeinem Glanz und Lichte tritt er in deine Nacht: Und alles wird zunichte, was dir so bange macht. Straßburg 1421 1. Ich Tod und Ewigkeit n weiß ein lieb- lich darfst in ihm atmen, weben und immer bei ihm sein. Den keiner je gesehen noch künftig sehen kann, will dir zur Seite gehen und führt dich himmelan. Jochen Klepper 1938 Tod und Ewigkeit ist alls Leid zer= gan- gen; im Himmelreich ist 2. Weil uns Gott durch die Gnade wollt lieblich dahin weisen,[ fein so steh auf, edle Seele mein, ud ad tracht da hinein, anlam 101 Jein Lob follft immer preisen. 3. Der Winter kalt, der Sünden Zeit die haben bald ein Ende, kehr dich zu Gott, der dir verzeiht, darum ihn bitt mit Herzen und mit Händen. 4. Schlaf oder wach, lieg oder geh, so steh allzeit in Sorgen, bitt Gott, daß er dir gebe Reu viel ohn En- des- ziel, da= hin soll uns ver- lan gen. ( 3076 all Tage neu, TutoW den Abend und den Morgen. 100 5. Aus Herzen tief andächtiglich sollst du mit Reue sprechen: Ach reicher Gott vom Himmelnun wollst du dich [ reich, d an meiner Sünd nicht rächen. 6. Ich weiß, daß Gott ist also gut, ſein Gnad will er dir geben, kehrst du von Sünden deinen Mut. Wer also tut, der kommt ins em ge Leben.dste Heinrich von Laufenberg 1421 En gel spiel, da = a 555 452 freu- de = Tod und Ewigkeit e 453 m n ud flad Ma $ 1. napmad saleV slotbom 192 mialle adism.sin fjld on Hans Leo Haßler 1601/ geistlich Görlik 1613 = = / Herz= lidh tut mich der= lan- gen nachei- nem weil ich hier bin um= fan- gen mit Trüb= fal did nido) omu = Dom spnod of 16 000 fi fel= gen e und den von O Gady Lundy oie Nage Ich hab Luft, ab= zu= schei= End, lend.} inice Ic die fer ar gen B ew= gen freu= den. O 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Höll, es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen Dor Hölle, Tod und Sünd! Weil ich auf dich tu bauen, bin ich ein felígs Kind. sd 3. Wenn gleich füß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, o will ich mich doch ergeben, zu sterben millig dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin, des freu ich mich gar eben: Sterben ist mein Gewinn. Welt, fehn mich nach Je= fu, komm nur bald! 4. Nun will ich mich ganz wenden zu dir, Herr Christ, allein: Gib mir ein feligs Ende, fend mir dein Engelein, führ mich ins ewig Leben, das du erworben haft, da du dich hingegeben für meine Sündenlaft. 556 las lloc 5. Hilf, daß ich gar nicht manke von dir, Herr Jefu Chrift, den schwachen Glauben stärke in mir zu aller friſt. Hilf mir ritterlich ringen, dein Hand mich halt in acht, daß ich mög fröhlich fingen: 2 Gott Lob, es ist vollbracht! ( 530) Christoph Knoll 1611 Johann Rofenmüller 1649 1. Welt a nach lau B de, ich bin dein M ter Ei rech- te Friede und diele- mig aftol- ze dem Himmel zu; da wird sein der Ruh. Welt, bei dir ist Krieg und Streit, nichts denn - tel M al zeit frie de, 2. Wenn ich werde dahin kommen, bin ich aller Krankheit los onu und der Traurigkeit entnommen, ruhe fanft in Gottes Schoß. In der Welt ist Angſt und Not, endlich gar der bittre Tod; aber dort ist allezeit friede, Freud und Seligkeit. 3. Unaussprechlich schöne finget Gottes auserwählte Schar, Heilig, heilig, heilig" klinget in dem Himmel immerdar. Welt, bei dir ist Spott und Hohn und ein steter Jammerton; aber dort ist allezeit friede, Freud und Seligkeit. oustilomiT Tod und Emigkeit 454 keit, = mű- la de, ich will 557 in dem now, 04 Him- mel Ruh und Se- lig keit. 4.Nun, es wird dennoch geschehen, daß ich auch in kurzer Zeit meinen Heiland werde sehen in der großen Herrlichkeit. Denn bei uns ist lauter Not, Müh und furcht, zuletzt der Tod, aber dort ist allezeit Friede, Ruh und Seligkeit. 5. O mer nur dahin gelanget, wo jehund der schöne Chor in vergüldten Kronen pranget und die Stimme schwingt empor! Denn die Welt hat Krieg und Streit, all ihr Tun ist Eitelkeit, in dem Himmel allezeit friede, Freud und Seligkeit. Johann Georg Albinus 1649 = Tod und Emigkeit 455 1. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, daß ich Jefum möge sehn! Meine Seel ift poll Verlangen, ihn auf emig zu empfangen und vor ſeinem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, füßes Licht, Sonn, die durch die Wolken bricht! O wann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen frommen schau dein holdes Angesicht! sio 456 3 1. Ich und Thron er aus M ge mü des hab von S te hät B C.S.XVI blickt 1 schickt J Le 10 Per Eigene Melodie 3. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gaffen! Herr mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne fein. 4. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen. Bring une, Herr, ins Paradies! Gustav Knak 1846 - ne, fer ger- ne und hätte gern meind WAZT 330 ONU ben, 558 Eduard Hille 1886 Herr, dei- nen mein Herz DotSan 200 der 1300 3400 Schöpfer Gei=[ ter, dir hin= ge - ge ben.100 2. Das war so prächtig, was ich 3. Ich bin zufrieden, daß ich die im Geist gesehn, du bist all- Stadt gesehn, und ohnErmüden/ mächtig, drum ist dein Licht so will ich ihr näher gehn/ und ihre schön. Könnt ich an diesen hellen hellen, goldnen Gaffen/ lebensThronen, doch schon von heute lang nicht aus den Augen laſſen. an ewig wohnen! Joh. Timotheus Hermes 1770 nach Joh. Friedrich Doles 1780 gan = Zer Tag und Jahr Am Sonntagmorgen 300. RESTED TOCEBRE 1. Auf, auf, mein Herz, und Sinn! Schöpfung an- ge Ho Wirf al- les = en fan= gen, Rund das Licht ist auf= ge 2. Auf, auf, mein Herz! Was irdisch ist, leg ab./ Heut Jefus ist erstanden aus dem Grab,/ heut hat er sein Erlösungswerk ge= endet,/ heut hat er auch den Geist herabgeſendet. Am Sonntagmorgen 3. Dies heilig Heut heißt dich auch heilig sein. Gott diesen Tag bei dir will ziehen ein. So Welt ist, von dir hin. Heut hat das Werk der 884 heut, 457 du, mein 559 mas da die= sem slo s00 gan= gen. ruhe du von Arbeit und von Sünden, daß er in dir mög seine Ruhe finden. 4. An diesem Tag hab deine Luft am Herrn:/ was dein Herz wünscht, wird er dir geben gern./ Befiehl Gott heute deine Weg und Sachen/ und hoff auf ihn gewiß, er wirds wohlmachen. Siegmund D. Birken 1663 Am Sonntagmorgen 458 1. Gro= { def Zei= ten, ten Sei B B heu= te Ber sen fen def mich von sting Melodte: Go lau Melodie: Gott des Himmels und der Erden Heinrich Albert 1642 Gott. Treu weckt des Ta = Hand die Welt re Ju- gend auf mich zu 2. Ach wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren fest, das mit so viel Troft verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geiſt mir den Weg zum Leben weist. 3. Habe Dank für diesen Morgen, der mir Zeit zum Guten schenkt, das sind unsre besten Sorgen, wenn der Mensch an Gott gedenkt und von Herzen bet' und singt, daß es durch die Wolken dringt. Don al auf al ter An 560 ge- B ges ten len dachte auf. 4. Was ist schöner als Gott dienen, was ist füßer als[ ein Wort, da wir sammeln wie die Bienen und den Honig tragen fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tradht'. 5.0 mein Gott, sprich selber Amen, denn wir sind dein Eigentum. Alles preife deinen Namen, d alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß wir dich im Himmel Jehn.com trebna( 534) Kaſpar Neumann 1700 lush pilied, solder giert, führt:) Lauf vie indont is not nechod mi a mW: 9100M 22 In Melodie: O Jefu Chrifte, wahres Licht Nürnberg 1676. 4 glo 1.0 00 keit, 7 330-0 hoch= ge nischnaps heut die 19 Am Morgen = = Gott Va ter, Hno disco chi Rod H 19st moodT nan- isd Heilige Drei= fal=- tig= = lob= te Ei= nig= keit, Sohn und Hell- der G Geift, Jam harispaso Jej mobl Jen Tag 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr/ und mich der Satan nicht verlet/ noch mich in Schand und Schaden set. Boh9. Am Morgen 004 459 mellőH 190 nog islohistuld nmiso mir Bei stand leift! ig B 7 561 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei,/ Chrift, mein Erlöfer, hilf mir frei, o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier! / 3. Des Vaters Huld mich heut 5. Herr, segne und behüte mich,/ anblick, des Sohnes Weisheit erleuchte mich, Herr, gnädiglich,/ mich erquick,/ des Heilgen Geistes Herr, heb auf mich dein AnGlanz und Schein/ erleucht meine geficht, dein' frieden auf mich finstern Herzens Schrein! or Armen richt! nie thimbscans. poT mofonit ma dan onu sSIT Martin Behm 1608 plans sund) did chladHnadan onlad god hld dau a lbimaisnamäemÄ.bil- bugd oim. disid onod *** lbedolg adód Am Morgenmorgen 460 Qan. Gott, und dich de 1. Vor dei= nen Thron tret ich_ R Melodie: Wenn wir in höchsten Nöten sein Genf um 1543/ Wittenberg 1567 3. Gott Sohn, du hast mich durch dein Blut/ erlöset von der Höllenglut, das schwer Geset für mich erfüllt, damit des Vaters Zorn gestillt. 4. Gott Heilger Geist, du höchste Kraft, des Gnade in mir alles schafft:/ ist etwas Guts am Leben mein, so ist es wahrlich alles dein. 5. Drum danke ich mit Herz und Mund/ dir, Gott, in dieser Morgenstund für alle Güte, Treu und Gnad, die meine Seel empfangen hat, mü= tig bitt: Wend doch dein gnä- dig 6. und bitt, daß deine Gnadenhand bleib über mir heut ausIdolsM hier mit, pDM bli esib o our An= ge= sicht Don mir blut- ar- mem Sün- der nicht! 2. Du hast mich, o Gott Vater mild,/ gemacht nach deinem Ebenbild; in dir web, schweb und lebe ich,/ vergehen müßt ich ohne dich. gespannt;/ mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel/ in deinen Schuh ich dir befehl. 7. Hilf, daß ich werd von Herzen fromm, damit mein ganzes Christentum/ aufrichtig und recht= schaffen sei, nicht Augenschein und Heuchelei, 200 8. daß ich fest in Anfechtung steh/ und nicht in Trübfal untergeh,/ daß ich im Herzen Troft empfind,/ zuletzt mit freuden überwind. 9.Erlaß mir meine Sündenschuld/ und hab mit deinem Knecht Ge= duld, zünd in mir Glauben zu jenem Leben Onu snel an und Lieb, Hoffnung gib. 10. Ein felig Ende mir bescher,/ am Jüngsten Tag erweck mich, Herr,/ daß ich dich schaue ewiglich. Amen, Amen, erhöre mich! Bodo D. Hodenberg? 1646 562 B Adam Krieger 1657/ geiftlich Ahasverus fritsch 1679 1. O Je= fu, fü= ßes 19* ift die Nacht ver Gna= den glanz = Schla= fe auf = fan= gen, nun ist, was an gier BRID = ge = in Be 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken! Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist heut diesen ganzen Tag; das foll mein Opfer sein, weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum fiehe da, mein Gott, da hast du meine Seele, fie fei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle po in deiner Liebeskraft; da haft du meinen Geist, darinnen wollst du dich Derklären allermeift. Br gan= aufe weckt Licht, gen, nun neu= e cela dir sich zu 563 mir und ift, aus= Am Morgen 461 nun hat dein mich umhat Dom 5. Ach fegne, was ich tu, ja rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft nnces also führ und lenke daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum. nun ge streckt. 4. Da sei denn auch mein Leib u zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich, So hat Geift, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. ( 526) Joachim Lange 1695 Am Morgen 462 1. früh am Mor und vor al R Prat( DIT Melodie: Kommt und laßt uns Chriftum ehren 14. Jahrh./ Breslau 1555 = gen man ge= fle- het: Komm, Herr Je 1000 len Tü- ren[ te- het, 3. Wolleft täglich bei uns bleiben, alle feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte ſein; 2981 somoj pool( 622) 2000 11 Je il 463 Curse is fort of 2. Nun fo laffet ihn nicht dorten, 4. meiden uns auf grüner Auen, tut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Eile, Jesu, kehre ein! daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. nux éru prando sus nado. esildsthalle A aim n dal op Am Sonntagabend thim apar dnu oscasd nun da= hín= ge= schwun- den, fus ge= het fu, un fer Gaft! nun 30 not klop- fet an, wo 5. Amen, ja es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen, und wir werden fröhlich sehen, daß er uns nicht läßt allein. W Inadnab) 7314 Gerhart Stip 1851 hansnis.com ( 0oT nastopalo tud Maleri Melodie: O Welt, ich muß dich laffen ( bij ipinissa id tim i pom15. Jahrh./geistlich um 1505 564 = 1. Die schönen Sonn- tags= ftun- den Marblog sun sello God om Jinglampineapsidesnis n find im ung grüßt die A- bend= ruh; nun fang und was at mill ich zu niam rouo nap m 08 dir nach 0-> En de 130 131 = 2. Herr, dir fei Preis und Ehre für alle Lieb und Lehre, die ich empfangen heut, dh du bist allein zu loben für jedes Licht von oben, one das diesen Tag hat eingeweiht. 3. Der Glanz von deinem Throne, das Wort von deinem Sohne, der Hauch von deinem Geist, Thor Asqiragsix sablM( 022) 100 Am Sonntagabend all mein ben olim 565 Dich= ten An= rich- ten, oned p= 1197 mno2 blei best Sei du allein die Sonne des Lebens und die Wonne m des Herzens und des Auges Stern. du. duz marb- 02 6. Wenn sich die Augen senken, dann laß dein Angedenken nicht völlig schlafen ein. Laß in den Finsternissen dein Wort und mein Gewissen die beiden treuen Wächter sein. was unser Sinn geſpüret, n6 7. Ein Strahl von deinem Lichte was unser Herz gerühreterleuchte mein Gefichte om dusipas für alles, alles sei gepreist. aud, in der finstern Nacht. 4. Laß diefen Strahl des Lebens, im Im tiefften Schoß der Stille entschlummert jeder Wille, dies Licht doch nicht vergebens für uns entzündet fein.im nnad du aber bists, der ewig wacht. 100 Noch in den dunklen Stunden, H8. Herr, schenke mir indessen du wenn alles sonst verschwunden, mein seliges Vergessen ha mapen leucht es in unser Herz hinein. dm pon allem eitlen Wahn. Ons] 5. Was dieses Licht verdunkelt, H Mag auch keín Aug mich schauen, obs noch so gleißt und funkelt, uod fieh von des Himmels Auen das bleib uns ewig fern. 190 nurdu, mein Gottund Herr, mich an. Der sad bilplass tio tlom sdas end, namA 10 nads. Heinrich Puchta 1860 don fl'dloginile onu Am Abend no2 MA 464 { fie Walts Sa = Sonn fei'r= 0= bend meldt; wie- der in ihr Zelt. = Gott, mein Werk ich hat voll endt ihr 17 Am Abend 1sd bío chen ruhn py 1 zu Do So 566 laf Stra A feí= ner Heinrich Schüh 1628 = ſe, die ße, kehrt mö- gen auch mein Zeit. Jeht tald will ich Schich- tema- chen mit schuld- ger Dank- bar= keit. aglakassar lloced ud 2. Mein Augen, Herz und Hände, Dein' Engel mollft uns schicken, niso dal nano, o Jefu, Gottes Sohn, auf daß er uns bewahrgeald and zu dir ich nunmehr wende oor Teufels Lift und Stricken; nim oſo sind wir ohn Gefahr. zum schuldgen Tagelohn; denn du bist selbst getreten an meine Werkstatt gut, adlad slo5. Ja, werden 5. Ja, weils will finster werden meils will finster ums Wort, der Gnaden Licht haft mir helfen arbeiten, nier- denn Satan auf der Erden regiert mein' Sinn und Mut.busla piel Ketzerei anricht-, 390 3. Erhöre unfer Bitten, mi bu ſo bleib bei uns, Herr Christe, ach Herr, du treuer Gott. ml mit deinem Gnadenschein, id en Die Stadt wollt du behüten blins dein wertes Wort uns friste, vor Feur und aller Not; dada no alsdann wir sicher sein. und weil die Völker toben, 1986. Hiermit ich nun vollende b erregen Krieg und Streit, spill mein Tagegeschäft und Sach so sende uns von oben maio no und bitt herzlich zu Ende: den fried zu unsfer Zeit.bun pa 4. Auch mollst du, Herr, une geben Abend- und Morgenbrot.udun und was zu diesem Leben uns allenthalb' ift not. Herr, feierabend mach, 16 AW 2 drauf der Sabbat angehet, bon ada der währt viel tausend Jahr, dand der emiglich beſtehet. Amen, das werde wahr. ( 530) Michael Ziegenſpeck 1617 Melodie: O Jefu Chrifte, wahres Licht Nürnberg 1676 ift, -10 1. Wo है dnsdødnadannu matc willst du Komm, laß mich ( 802) 0 lieb=[ ter E fo. und kehr in 2. Laß dich erbitten, liebster freund,/ dieweil es ist so gut gemeint, du weißt, daß du zu aller Frist ein herzenslieber Gaſt mir biſt. fathe bier Pil- grim Je ſu 3. Es hat der Tag fich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt;/ drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja Derlaffen nicht.Tond namub napist nad ni dru libocmond 13016 tad hin, weils A= bend glück- se- lig B Am Abend mei= nem Her= zen ein. 465 der Tag hat sich genefget. Bugjordh Chrift! 1925 fein 567 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn/ zum Himmel ficher finden kann,/ damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt noch irre macht. stel di 5. Und endlich aus der letzten Not/ hilf mir durch einen fanften Tod./ Herr Jefu, bleib, ich halt dich fest, ich weiß, daß du mich nicht verläßt.gim so del and ( 505) magnizd sta bis 1 Plön 1675 sapal ntr arfotosus nisl nadsboso xang ni do 10.2 Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und Lukas 24,29 Am Abend 466 1. Du Am Sonnabendabend Schöpfer al a rolap- 1/ 4 Len= ker al= ler = we[ en, kehrt heim. 2. Lichthell den Tag du kleidest mit Sonnengoldner Pracht, no in Schlafes Garten meidest nad du Leib und Seel zur Nacht( bon 3. und lösest müde Glieder,* 3 den Geist von Gram und Plag, und rüsteft beide wieder do zum Werk am neuen Tag. dat 4. Anbetend, Herr, wir fingen das Lied der Ewigkeit, zu dir zurück wir bringen( 202) die anvertraute Zeit. in 5. Dir sind wir ganz verschrieben, ein bleibend Eigentum. Hilf, daß wir rein dich lieben, rein künden deinen Ruhm. abla som sidst OsloopM Helati ar& tipsdm Zeit, die Nach dem Hymnus Deus creator Don Otto Riethmüller 1934 . ler 568 Col Otto Riethmüller 1934 - Zur We= fen, du 30 E= mig= keit. 6. Wenn jetzt es um uns dunkelt, sei selber unfer Licht, und wenn das Irrlicht funkelt, sp laß uns verirren nicht. Wo= che, die ge= ( Dim qal 7. Die Schuld will uns vertreiben, Herr Chrift, vergib sie du. Laß unfern Glauben bleiben ipin in deines Todes Ruh. plas 8. Laß unter Lebensbäumen dom den Geist im Traum ergehn und in den selgen Räumen bei deiner Thronwacht[ tehn. 9. Dein Kreuzeshand nun segne die Schar, die kniet vor dir, und jedem selbst begegne: „ Der Friede ſei mit dir."( 508) omnium des Bischofs Ambrosius( um 340-397) anstads!! 310 6381 36o( ker Jahreszeiten Melodie: Ringe recht, wenn Gottes Gnade Brüdergemeine nach 1735 m2 en 390 1. freu= et euch der schö- nen Er= de, denn sie ist wohl wert der Freud. Omas hat für Herr- lichGott da Jahreszeiten BOK 467 kei= ten un= fer 2. Und doch ist sie seiner Füße reichgeschmückter Schemel nur, ist nur eine schön begabte, wunderreiche Kreatur. 3.freuet euch an Mond und Sonne und den Sternen all zumal, wie sie wandeln, wie sie leuchten über unserm Erdental. dt HDM si 100jins 19 al W 330 ud allo Juisto ons onu xhel enade. & snis) najbow llanch) aus= ge ftreut. 569 = 4. Und doch sind sie nur Geschöpfe von des höchsten Gottes Hand, hingefät auf ſeines Thrones weites, glänzendes Gewand. 5. Wenn am Schemel seiner Füße und am Thron schon folcher Schein, o was muß an ſeinem Herzen erft für Glanz und Wonne sein. nopsa nants) i Philipp Spitta 1833 isia doblaip mo Die ei onunańspel sofarissas Im BW 2 undsg Vie Ehre des Herrn ist ewig; ok esti soW der Herr hat Wohlgefallen an seinen Werken. Ich will dem Herrn Jingen mein Leben lang undnutog and tour wound meinen Gott loben, solange ich bin. 230 បទ do Aus dem 104. Pfalm H Monut Jahreszeiten 468 C 1. Des Jah= res KA flur wird kahl, = Vög -bile Ho01 od Got= tes = Melodie: Heut singt die liebe Christenheit 131128033 16. Jahrh./ geiſtlich dor 1560 lein [ chöner Schmuck ent= weicht, der Wald ver= bleicht, kín= der, glaßt hin- auf zum = onn Lie= der schwei 28098 [ chwei- get nicht em= b s0 Her- zenshOp nissamblo) nothi gord me onu 2. Gott ließ der Erde frucht gedeihn,/ wir greifen zu, wir holen ein;/ wir fammeln feinen Segen./ Herr Jefu, laß uns gleichen Fleiß/ an deiner Liebe Ruhm und Preis/ mit Herzensfreude legen. 3. Was Gottes Hand für uns gemacht,/ das das ist nun alles heimgebracht, hat Dach und Raum gefunden. So sammle dir zur Gnadenzeit, a Seele, was dein Herr dir beut, für deine Kreuzesstunden. SALE 570 र gen. weigen, ombi 7 MODE die der ihr had des Licht Ismach a bmblaggolm und W2- san- Bdnferno steingen. jomus lla naar12 med onu 4. Denn wie die felder öde stehn,/ die Nebel kalt darüber wehn/ und Reif entfärbt die Matten, fo endet alle Luft der Welt,/ des Lebens Glanz und Kraft zerfällt,/ schnell wachsen ſeine Schatten. 5. Es fällt der höchsten Bäume Laubund mischt sich wieder mit dem Staub, von dannen er ge= kommen. Ach Mensch, sei noch so hoch und wert, du mußt hinunter in die Erd,/ davon du bist genommen. für eine geſegnete Ernte 6. Doch wie der Landmann seine Saat/ ausstreuet, eh der Winter naht, um künftig frucht zu fehen, so, treuer Vater, deckest du auch unsern Leib mit Erde zu, daß er soll auferstehen.. did on 091 millow 1 ensmanstorp eenied dnnnis) 7.Indes, wie über Land und Meer/ der Störche Zug, der Schwalben Heer/ der Sonn entgegenstreben,/ so laß zu dir die Seelen fliehn,/ zu deinem Paradiese ziehn,/ an deiner Sonne leben. Inus dator ( 540) Viktor p. Stauß und Torney 1848 onuna mini söds 1100 0.8 du dem ntisadown Um das tägliche Brotes slim enu Ust dne niso nsäsinag star mon car nome Für eine gesegnete Ernte( Zur Hagelfeier) and thuo Doudonos 469 Melodie: Wenn wir in höchsten Nöten sein Genf um 1543/ Wittenberg 1567 14 1. O Vater, dei= ne Son Böl' und fromme, freund und feind, es wird die gan= ze Welt er- leucht', mit Tau und Regen auch be= feucht'. die Frücht der Erde uns bewahr/ und gib uns ein gesegnet Jahr. 2. Du machst die Berg und Auen naß und läßt drauf wachsen Laub und Gras,/ damit die Tiere mannigfalt im Feld sich nähren und im Wald. Jogus 3. Uns Menschen gibst du Brot und Wein,/ daß unser Herz kann fröhlich sein, du machst, daß es die Erde bring/ und unsre Arbeit uns geling. tlot ne scheint auf 4.Wir bitten deine Gnad und Güt: Dein eigne Wohltat uns behüt, 19 5. Ein fruchtbar Wetter uns be= scher, Frost, Hagel, Mißwachs Don uns kehr,/ Wind, Regen, Tau und Sonnenschein/ muß deinem Wort gehorsam sein. 6. Wiewohl sich Sünde bei uns findt,/ denk, daß wir deine Kinder find, und tu auf deine milde Hand,/ dein fußstapf fegne unfer Land. 571 Nach der Ernte mis 107 Um Sonnenscheinl. 7. Den Himmel mach pon Wolken rein,/ auf daß die Sonn beständig schein und bald erwärme und aufricht, was sonst verdirbt und wird zunicht.dslenosnis yemre um Regen 8. O Gott, erhöre unfre Bitt/ und teil uns milden Regen mit,/ daß wir genießen und auch das Vieh sein Futter hab. 470 1. { O Gott, von du a= ber ein sehr großes Va= ter drin= nen 9. Wenn deine Gnad das Jaht dann krönt, sind wir mit deinem Gut belehnt;/ tu aber dieses noch dazu und gib Geſundheit, Fried und Ruh. di mshe bun 10. Bei dir steht alles, Herr, allein,/ wir wolln dir treu und dankbar sein/ und deines großen Namens Ehr/ dafür ausbreiten mehr und mehr. Nach der Ernte al= le reich; ach 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch muß die Notdurft keinem fehlen, denn du weißt allem vorzustehn/ und schaffeſt, daß ein jedes Land/ sein Brot bekommt aus deiner Hand. sispor Nach Nikolaus Herman 1560 Hannoversches Gesangbuch 1646 dem wir al= les tei= left dei= ne 3. Du machst, daß man auf Hoffnung fäet und endlich auch die Frucht genießt, der Wind, der durch die felder mehet, Melodie: O daß ich tausend Zungen hätte bei Joh. Balthafar König 1738 bod ni che nne W 29ISM pastipr Haus,} Dein Se= gen macht uns aus. 572 ha- ben, die Welt ist Ga- ben recht wie ein lieber Gott, wer ist dir gleich! die Wolke, so das Land begießt,/ des Himmels Tau, der Sonne Strahl sind deine Diener all zumal.podjen jein to up/ dlo nad onl 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker ſelbst wird ihm zu Brot,/ es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien, als wär es tot,/ bis in der Ernte jung und alt/ erlanget seinen Unterhalt. anpis nisd 5. Nun, Herr, was soll man erst bedenken? Der Wunder sind hier gar zu viel. So viel als du kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel, denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. dnu Bong du cbisz cliberqlenu( 518) ( 282) tre 100 dbaniaH Melodie: O Durchbrecher aller Bande Halle 1704 1. Herr, die Nach der Ernte 6. Wir wollens auch keinmal vergessen, was uns dein Segen träget ein;/ ein jeder Bissen, den mir effen, soll deines Namens Denkmal sein, und Herz und Mund foll lebenslang/ für unsre Nahrung sagen Dank. 10 dod Kaspar Neumann um 1700 471 Jurats Anu Nadals nGuitarách Er Mil i de und = von dem Wohl- tun dei= ner dein Ge= Schenk be- deckt das aus= ge=( treut; un= ift hat krö= net, 2. Aller Augen sind erhoben, Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise gibst von oben und versorgest jeden Mund. Und du öffnest deine Hände, dein Vermögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gnad und Spende machet alle froh und fatt.id Hü- geln, in den Grün- den ist dein ge ge Hand, Land. fer War= ten 573 = [ eg= net reg= net, } Auf den Herz haft du un= ser Se= gen freut. 3. Gnädig haft du ausgegoffen deines Uberfluffes Horn, ließest Gras und Kräuter[ proffen, ließest wachsen Frucht und Korn. Mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, und das Gut steht unversehret, und gesegnet ist das Jahr. ist ge= er B für den Bergmann 4. Herr, wir haben ſolche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, daß deine Gnade G jetzt an unsre Seelen rührt, onuM daß der Reichtum deiner Milde unfer Herz zur Buße führt.( arz) IS auch bas Vish ein In Arbeit und Beruf Für den Bergmann fl 100 472 rad 1. { Gott, mo gel gel al 233 dei= ne Gü fin = ler 30 30 felbst fest= ge= mir ar= mem Onu der rin Din 5.Hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort; alles foll geheiligt werden durch Gebet und Gottes Wort. Alles, was wir Gutes wirken, ist gefät in deinen Schoß, und du wirst die Ernte senden unaussprechlich reich und groß. ( 535) bafür au Heinrich Puchta 1843 8 39 badaud dud Berg de unde Hü du als im Spie W tíg H) 19 Melodie: Aus meines Herzens Grunde 16. Jahrh./geiftlich Eisleben 1598 fet= zet Er= den keit ge: hör, 10 ENG ge; mein Herz ist 574 = haft, 1 gaft 7 du 7 dir ge was ich jet f zeigft Schöp- fer # ZO weiht. bom für den Bergmann 2. Dir, Herr, bring ich vor allem M 6. Wenn ich mein Werk beginne mein Morgenopfer hier, de ach laß es dir gefallen. Lob, Preis und Dank sei dir, daß du in dieser Nacht auf mein demütig Bitten 311 marb in meiner armen Hütten mich so getreu bemacht. 3. Nun will ich wieder gehen in meinen Arbeitsschacht, wozu du mich ersehen, eh ich ans Licht gebracht. Ich will von Herzen gern, folang die Kräfte grünen, dir, mein Gott, treulich dienen und meinem Oberherrn. bei meiner Arbeitsschicht, jo lenke Herz und Sinne auf deines Wortes Licht. Laß mich fo Tag als Nacht nach solchen Schätzen graben, die nichts vom Eitlen haben, das Sorg und Kummer macht. 7. Herr, ſegne die Gewerken und gib Gedeihen hier, 1100 laß deine Kraft mich stärken zur Arbeit für und für. Veredle Gäng und Kluft durch deinen milden Segen mit fündigem Vermögen in jeder fahrt und Gruft. 8. Laß deiner Engel Scharen stets meine Wächter sein, die mich, dein Kind, bewahren, wenn ich fahr an und ein. Laß keine Fahrt eingehn, laß keinen Bau einbrechen, hilf, daß in allen Zechen mir deinen Segen fehn. 9. Zuleht laß mich ſtets denkent 637 an jene Himmelsstadt, wo man ohn Sorg und Kränken 31861 dich selbst und alles hat. Da brauch ich weiter nicht nach eitlen Schäfen graben, da werd ich alles haben, was mir allhie gebricht. 4. Vergib mir meine Sünden, die ich bisher getan, und laß mich Gnade finden, Schau Chrifti Wunden an. Ach schenk mir deinen Geist, damit ich deinen Willen mag jederzeit erfüllen fo, wie dein Wort mich heißt. 5. O Herr, wenn ich einfahre, gib, daß mein Herz bedenkt, wie bald man von der Bahre mich so ins Grab versenkt, bis du, mein Lebensfürst, einst meines Leibes Glieder aus dunklen Grüften wieder zu Tage führen wirst. salla onbi dos dou ( 529) Harzer Gefangbuch, Clausthal 1698 2 bildil bil6: 4 sidqmoin allombe msQong lim HoO \ ammod zió us nadsca pica eld idol onu, silo ispmi mammonaptun lemmiH nad ni 886 1915W aunginM( Þ+ 2) 575 für den Bergmann 473 € jetlediA 19nlam tad 1. Melodie: Wie schön leuchtet der Morgenstern Straßburg 1538/ Philipp Nicolaí 1599 Mit freu- den will ich he= ben an, den höch- sten Auf, auf, ihr chrift= li= chen Bergleut, rühmt Got- tes Z Gott, fo spiel ich kann, 200 groß All- mäch- tig- keit, zu lo= ben und lied: A cont zu helft mir sein Lob der= = ren. 3 GHD T dwordsp tbid tho eh meh Fröhlich, lieblich ju= bi= lie- ret, tri- um- phie- ret, u dnu tuda+3303 mi n9tisad manism onu 2. Zudörderst laſset uns mit fleiß/ dem Herren sagen Dank und Preis,/ daß er uns hat geschenket, sein reines Wort, das höchste Gut,/ das Leib und Seel erquicken tut, so oft man fein gedenket./ fröhlich, lieblich jubilieret, triumphieret, finget alle und lobt Gott mit großem Schalle.bid 3. Glück, Heil und Segen mannigfalt, Nahrung dazu für jung und alt hat er nach Notdurft geben. Sein Gnade währet immerdar;/ fie hat nun lange Zeit und Jahr gefristet unser Leben./ fröhlich, lieblich jubilieret, triumphieret, finget alle/ und lobt Gott mit großem Schalle. = ren. TRIST fin= get al= les und lobt Gott mitingro- ßem Schal= le.nu 576 4. Wenn wir ausfahren oder ein,/ sendt er uns seine Engelein,/ die himmlischen Heerscharen,/ und tut denselbigen Befehl,/ sie sollen unser Leib und Seel/ vor allem Leid bewahren./ fröhlich, lieblidh jubilieret, triumphieret, singet alle und lobt Gott mit großem Schalle.da eni of( him 5. Herr Jefu Chrift, du edler Hort,/ erhalt uns nur dein reines Wort,/ drum wir dich herzlich bitten./Tu auf dein reiche milde Hand/ und fegne unfer ganzes Land,/ all Berg= werk und Schmelzhütten./ Hilf, Herr, bescher/ Glück auf Erden,/ bis wir werden zu dir kommen,/ in den Himmel aufgenommen. ( 544) Matthäus Wiefer 1668 H dan ho mA: sidols M tar( nettbo) prediss92281 pigis In Wassersnöten Melodie: Wenn wir in höchsten Nöten fein Genf um 1543/ Wittenberg 1567 toDentehu, ru- fen wir zu = 1 2 1. Wenn wir in Waffers= no 200 disco Jdba ni onu minam- macabled Wel Bolajoniodni W dir al= lein, treu= er Gott, und [ oW bald fanod násto ma bit= ten dich: Hilf Ta intno trist mu nisilo uda 2. Der Sturmwind braust und fauft gar sehr, das Meer bewegt und schlägt noch mehr, das Waffer steiget in die Höh/ und dräuet uns bei voller See. 90s I dry tu 3. Die Deiche find gar nicht imſtand, zu schützen unser festes Land, wo nicht, a Gott, dein Allmachtshand/ befestigt unser Land und Strand. In Wafferenöten ar 474 dalla uns doch jet= zo gnä- dig= lich. 0 4. Drum ſteur und mehr, o Vater, ab, daß nicht das Meer werd unser Grab;/ verhüte, daß durch deinen Grimm wir nicht im Waffer kommen um. with ten fein, fo 0 tbla 107 Glod bhd 5. Dein Schuh sei unser Damm und Deich, so sind beschüket arm und reich;/ dein Schuh halt allerdorten Wach, sonst ist verloren unfre Sach. 577 6. Sieh, Herr, nicht unsre Sünden an/ und was der Mensch versehen kann, durch Jefum laß uns gnädig nach die Sünd und alles Ungemach. 7. Des Waffers schreckliche Ge= walt/ in Gnaden hemm und rett uns bald. So soll dich preisen Kindeskind, wir auch, wenn wir erlöfet find. ( 505) 03003 Chriftian v. Stöcken 1651 In Wafferenöten 475 frih Perushen mill.ich prstenmo 140 1. Wir sind in Not; laß uns, o Gott, die flut nicht über= schwem- men! Nimm uns in acht, mehr natomegallous NG 7 2. Verbirg jetzt nicht dein Angesicht, erhöre unser Flehen! Brichst du nicht bald der flut Gewalt, so ists um uns geschehen. fund nist Melodie: Ach Gott und Hert Leipzig 1625/ freiberg( Sachsen) 1655 = rer Macht: du kannst die Wo== gen hem- men. 3. Ach hilf uns, Herr, soliso ol debe Allmächtiger, um Jefu Chrifti willen! Du, du allein Do so bilib o ender sonu mmad moon kannſt uns befrein, kannst Sturm und Wellen ſtillen. 4. Erbarme dich, hilf väterlich, beschüt uns Gut und Leben, auf daß wir dir, madde say ibin Gott, für und für isang enu del mujal Dank, Preis und Ehre geben. Ithin o ( 510) 310 ml 5p 19116 ni#loca alad anu chud 578 ( 10309 08/ Augstcom! Nad Kaſpar Gotthold Jentsch 1737 onn dupadano alesus stand auf und bedrohte den Wind und das Meer: da ward es ganz stille. Matthäus 8,26 Karl Loewe 1829 tadailssoni sünis 1. Wie mit grímmgem Un.= Der= stand Nirgends Ret- tung, nir- gends Land fich be= me= gen! Ei= ner ists, der Sturmwinds Schlä- gen! Nacht, Ky rí = ei= ner ists, der uns be = e, है 10 In Wafferenöten 476 du 2. Wie Dor unferm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, idol 3)=( 13 wo mo dann Rettung finden? al of Keine Hilf, als bei dem Herrn, er ist unser Morgenstern: Christ Kyrie, offid erschein uns auf der See! Wellen. Dor des Str. 1 und 2: Joh. Daniel falk 1816 Str. 3 und 4: Norddeutschland vor 1778 579 in der wan- delft auf der See. 3. Nach dem Sturme fahren wir ficher durch die Wellen, laffen, großer Schöpfer, dirolais unfer Lob erschallen. unfer Lob erschallen.molla dmu, Lobet ihn mit Herz und Mund, lobet ihn zu jeder Stund: Christ Kyrie, ja dir gehorcht die See. wacht: Chrift 4. Einft, in meiner letzten Not, laß mich nicht verfinken. Sollt ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken, reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand.mp Chrift Kyrie, komm zu uns auf die See! and Geistliche Kinderlieder 477 1. Zu 1 Geistliche Kinderlieder ko= ren, sein ei Beth= le 1. uns ein Kin de lein, das hab + B a, = hem ei= 16. Jahrh./ geistlich Köln 1638 ge= bo= ren ift ei= a, fein eigen will ich fein. 3. O Kindelein, von Herzen will ich dich lieben sehr 2. In seine Lieb Dersenken- will ich mich ganz hinab; mein Herz will ich ihm schenken und alles, was ich hab, da eía, eia, qome are all eía, eid, 1960enisha esd nas W und alles, was ich hab. dodaje länger und je mehr. anad om in freuden und in Schmerzen je länger und je mehr, onuM onu xim ng isdol Köln 1638 msó lad elp imtinapoM islow fl 19 omuta ssosus ndi indol 478 Hans Georg Nägeli 1815 hab ich aus= er= = gen will ich 580 Lobt frohnidenbin chim& n Herrn, ihr do! maltid msa nod thi illod ju= gend= li= chen Chö- re! Er fein, gern_ ein Lied zu ei aner ¹3 W$ hö= ret Eh= re, lobt froh und den Herrn, lobt 2. Es schall empor zu seinem Heiligtume aus unserm Chor ein Lied zu seinem Ruhme. Lobt froh den Herrn! mich nur im= mer= hin froh den Herrn!. 4. Wir stammeln hier; doch hörst du unfer Lallen PA zum Preise dir mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir, dir singen wir. 3. Vom Preise voll 5. Einst kommt die Zeit, laß unser Herz dir fingen, wo wir auf tausend Weisen 82 Das Loblied foll -o Seligkeit- zu deinem Throne dringen. Lobt froh den Herrn! dich, unfern Vater, preifen Don Ewigkeit zu Ewigkeit. slot adow- sd mA n- 30 Chriſtian Gregor 1755 napiso drill paid sila onti 2 Geistliche Kinderlieder 1. Weil ichoni Jer= fu Schäf= leinod bin, freu ich ü= ber Hir= ten, der mich schön weiß zu be 581 = Georg Geßner 1794 100 479 mei= nen gu= ten mir- ten, der mich lie= bet, der mich kennt und bei mei- nem Na- men nennt. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, da ich sein bin und er mein? Denn nach diesen schönen Tagen werd ich endlich heimgetragen in des Hirten Arm und Schoß. führt er mich zum Brunnquell hin. Amen, ja, mein Glück ist groß. 2. Unter feinem fanften Stab geh ich ein und aus und hab unaussprechlich füße Weide, daß ich keinen Hunger leide; und so oft ich durftig bin, g) 91- 158 man- lamasd Henriette Luife v. Hayn 1778 Geiftliche Kinderlieder 480 JangH med 1. Ach lie= dost 300 sjier moy meine Eltern gnä- dig- lich; auch mein Ge- schwi- ster lloj oslido and bei= de estup nan- ism 481 = tiadatls2 na proto vor Ge= fahr mit dei nem star- ken Arm be- wahr. 1. Mü de bin Annan nama mer putoilk, mentS IS ber Gott, be= hü= te mich und 300 197 right Au- gen dein 2. Und alle, die uns find verwandt, 200 beschüt durch deine rechte Hand! Behüte mich vor aller Sünd, hilf, daß ich werd ein frommes Kind! Johann Heermann 1630 Melodie: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort altkirchlich/ Martin Luther 1543 inn mid pis Aug idol H Ü = lein zu; YM ich, geh zur Ruh, schlie= ße led dos innod( bl ad all Va ber mei- nem 582 E un mlm Böhmische Brüder 1541 Tursun, is the = ter, die laß Bet= te ſein. 2. Hab ich Unrecht heut getan, fieh es, lieber Gott, nicht an, deine Gnad und Jefu Blut macht ja allen Schaden gut. geistlich Böhmische Brüder 1544 Karl Lütge 1917 1. Die mein, da bi mind dao dlim lein, 4. Kranken Herzen sende Ruh, naffe Augen schließe zu. Gott im Himmel, halte Wacht, gib uns eine gute Nacht. Luife Henfel 1818 frau Mufika[ ingt: Him Indl 100 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand, alle Menschen groß und klein follen dir befohlen ſein. be=[ te Zeit im - Geiftliche Kinderlieder sin- gen al= le Doll, Diel 2. Voran die liebe Nachtigall/ macht alles fröhlich überall/ mit ihrem lieblichen Gefang, muß fie haben immer Dank. des mel und Er= den gut Ge= fang der Jdi nod mu 4. Dem singt und springt sie Tag und Nacht, feins Lobes fie nichts müde macht;/ den ehrt und lobt auch mein Gefang/ und sagt ihm ein' ewigen Dank. Martin Luther 1538 583 nom- 0482 lau- tet wohl. 3. Viel mehr der liebe Herre Gott,/ der sie also geschaffen hat,/ zu sein die rechte Sängerin,/ der Musika ein Meisterin. Jahr ift Vő= ge= ist der DO Geiſtliche Kinderlieder 483 cosso dni sim sió, llA, Di samisd ni ndua qol tto ald dnu Gozp nebins Mallo = sp 1. Wir Sa- men auf das dei pflügen und wir A streu- en den Jbow siled lammiH mitto W auf de hen steht tut mit lei=[ em Land, natap tuad Irberall di dol s as fbia 100 Hannover 1800 doch Wachs- tum und Ge- 0 in des Him- mels Hand: der We= hen sich mild und heim- lich und träuft, wenn wir heim 584 X 7 hound Ge= dei- hen drauf. llopho Alle gu= te notorblop olin sised morsdo bildda ello thom dankt, drum dankt ihm, dankt und ge= hen, Wuchs Ga= be kommt her von Gott dem Herrn, drum dankt ihm, Arbol dm $ inod napios' nis mill hofft auf ihn! Geistliche Kinderlieder MJA 3. 2. Er sendet Tau und Regen und Sonn und Mondenschein und wickelt seinen Segen om gar zart und künstlich ein und bringt ihn dann behende in unser feld und Brot: es geht durch unsre Hände, Isis kommt aber her von Gott. Was nah ist und was ferne, von Gott kommt alles her, der Strohhalm und die Sterne, das Sandkorn und das Meer. Von ihm find Büsch und Blätter und Korn und Obst, von ihm das schöne Frühlingswetter und Schnee und Alle gute Gabe... ad and und Schnee und bliniars tadiald ilsignad smis onis 4. Er läßt die Sonn aufgehen, Lob, Ehrunb Preer ftellt des Mondes Lauf, er läßt die Winde wehen Alle gute ngestüm.US bem Helgen Cound tut die Wolken auf of med alla fdig 350 Er schenkt uns so viel Freude, er macht uns frisch und rot; isinsdag 23an on Slot maner gibt den Kühen Weide is) nsplóniasa töbl denis ind 19 und seinen Kindern Brot.an nandi as Ond Alle gute Ga Gabe... sont sortiol bivad Matthias Claudius 1783 Halleluje, Halletujo, nstintos duous sniel siin con dammt ónur iðsi 585 bilgiais ón semml natiotas nodasen sic Halleluja. bilds: dno bilust madadhjen dnne 160 Jo manist omuldbania isons) 13 old bllplats Gnut nisl god istiadase 39 dan gillate Lobet, ihr Knechte des Herrn, da gayaur une Get lobet den Namen des Herrn! 2ond boug si Gelobet sei des Herrn Name it onis do eit, von nun an bis in Ewigkeit! adiald das 090 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang Jei gelobet der Name des Herrn! sink med lal sa Halleluja. one napil pfalm 113, 1-3 GIC nog ong ele DER 111. PSALM 4 Sret sac dru i tion cav asri salló immon 100 noo Ich naga dnu poT isdgathe& rischinsonoM onu ano daw Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen and do im Rat der Frommen und in der Gemeine.hu 3311018 und dad none mill 1pning on Groß sind die Werke des Herrn, 100 1st wer ihrer achtet, der hat eitel Lust dran. á tiho. Was er ordnet, das ist löblich und herrlich; und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich. Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, and der gnädige und barmherzige Herr. Er gibt Speise denen, so ihn fürchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund. Er läßt verkündigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, daß er ihnen gebe das Erbe der Heiden. Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht; milo Lind talle seine Gebote sind rechtschaffen. Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich. Er sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißet, daß sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name. Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang. todo Das ist eine feine Klugheit; wer darnach tut, des Lob bleibet ewiglich. ningsadsift tisoil or old snifat Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste; .njuisling. wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 586 808 Lob, the planine Credod mitt is 309 Thasdoso JUD 6in HO ald Liturgische Gesängeocio allow it Tastat dennoH 500 Lob, Ehr und Preis fei Gott bereit', Lob sei dem Sohne allezeit, dem Heilgen Geift in Ewigkeit. Halleluja. Hannoner 1953 alted 10 bedde GLORIA- PATRI- STROPHEN Ved du 501 AconnoH Der heiligen Dreieinigkeit, Halleluja, Halleluja, Jei Lob und Preis in Ewigkeit. Halleluja, Halleluja. Frankfurt( Oder) 1601 9 the cops med 502 mat e Lob fei ins Himmels Throne dem Vater und dem Sohne; fein Geist sei bei uns allen mit fried und Wohlgefallen. Gloria- patrí- Strophen Ludwig Helmbold 1575 The that solatal de 503 sle Singet all mit hellem Tone: ad Ehr sei Gott im höchsten Throne, Ehr auch Christo, seinem Sohne, Ehr allzeit dem Heilgen Geift. Hannover 1953 222) 1900nnoH 110001 003 Onu mdu 19( 69 504dnu noa astov 13]\ tiar Lob, Ehr und Dank ſei dir gefagt, Chrift, geborn von der mit Vater und reinen Magd, dem Heilgen Gefft/ von nun an bis in Ewigkeit. Martin Luther 1524 505 Gott Vater fei Lob, Ehr und Preis, auch seinem Sohne, gleicherweis des Heilgen Geiftes Gütigkeit von nun an bis in Ewigkeit. [ Halleluja.] Gotha 1651 506 Lob, Ehr und Preis mit hellem Ton fei Gott dem Vater und dem Sohn, dem Heilgen Geift in einem Thron/ heut, allzeit, wie's war immer schon. nisl no Hannover 1953 507 Dir, Herr,[ ei Lob und Ehre heut und morgen!/ In deinem Frieden bleiben wir geborgen./ Gott Va= ter, Sohn und Geist, du wahres Licht,/ laß leuchten über uns dein Angesicht. Theodor Werner 1956 587 Gloria patrí- Strophen 508 Ehr fei im Himmel droben Gott Vater, Sohn und Gefft. Ihn wolln wir ewig loben, der uns sein Gnad erweist. [ Gott sei allzeit gepreist.] Hannover 1954 509 Preis, Ehre, Ruhm und Herrlich= keit/ ſei Vater, Sohn und Geist bereit, Namen. Lob feinem heilgen Die göttlich Kraft mach uns siegħaft durch Jefum Chriftum. Amen. Adam Reusner 1533 510 Ehr sei allzeit dir, Gott, bereit', dem Vater und dem Sohne, dem Heilgen Geiſt, atel thu der uns stets weist naglish wad den Weg zum Himmelethrone. 1261 odto 511bet sine doja Gott wir wollen ehren mit der Engel Chören. Ehr sei auch dem Sohne in des Himmels Throne. Ehr dem Heilgen Geffte, der sein Hilf uns leifte. 203 de dol SCALE Hannover 1953 Hannover 1953 513 Ehre sei in Ewigkeit Gott dem ewgen Vater droben. Ehr dem Sohne ſei bereit', allzeit wollen wir ihn loben, der durch seinen Heilgen Geift [ Gnade gibt und] Hilf uns leift'. Hannover 1953 512 Gott Vater wolln wir ehren/ mit aller Engel Chören./ Ehr sei auch feinem Sohn./ Dem Geifte Lob zu fingen,/ foll unfer Lied erklingen/ hier und auch dort im Himmels= thron.WsKurt Müller- Often 1953 514 1929 au 13.dol Ehre sei in Ewigkeit mad al do Gott dem ewgen Vater droben. Ehr dem Sohne sei bereit', ulalloh allzeit wollen wir ihn loben. Ehr dem Geist, der uns regieret und den Weg zum Himmelführet. Hannover 1953 alaplatais spilled 150 olghoffen, pjuisto Hajulalloh 515 plaze ni els dnu dol is) en Th Ehr sei Gott im höchsten Throne, Ehr dem Sohne, Ehre sei dem Heilgen Geist, der auf rechter Bahn uns führet, uns regieret elamin millel del und den Weg zum Himmel weist. Hannover 1953 nalla onu 1190( 1s silaispidow dniu 69137 tim 516 amish placu. Ehr sei Gott im höchsten Throne, Ehr sei Christo, seinem Sohne, Ehr sei auch dem Heilgen Geist. Unser Mund soll thn stets loben hier und dort im Himmel droben, weil er uns sein Gnad erweist. da 1297 33000H Hannover 1953 588 517 pistands 521 Gribu felft gep to to aalla oun enu d Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, Ehr sei auch Christo, feinem Sohn,/ Ehr sei dem werten Heilgen Geist, der uns sein gnädig Hilfe leist'./ Der heiligen Dreifaltigkeit/ sei Ruhm und Preis in Ewigkeit. Isml Hannover 1953 ndau ndo23910V 100 518 nadal plas sim aliom ndi narams cond als on Lob, Ehr sei Gott im höchſten Throne, der uns pon Ewigkeit geliebt. Lob sei auch Christo, ſeinem Sohne, der sich für uns zum Opfer gibt. Lob fei dem werten Heilgen Geist,/ der uns den Weg zur Wahrheit weist. Hannover 1953 3,30 519 dodast Lob, Ehr Jef Gott im höchsten Throne, der uns als Vater je und je geliebt./ Lob sef auch Chrifto, feinem Sohne, der sich am Kreuz für uns zum Opfer gibt./ Lob sei allzeit dem werten Heilgen Gefft,/ der uns in Nöten Trost und Hilf erweist. Hannover 1953 188 520 Gott, unfer Vater, sei allzeit ge= prieſen,/ daß du aus ewigem Rate une liebst. Gott, Jefu Chrift, dir lei Ehre erwiesen, daß du am Kreuz dich zum Opfer uns gibft./ Gott, Heilger Geist, wollst uns immerdar leiten,/ Lob sei dir jetzt und zu ewigen Zeiten. 10 Wisopim bo Hannover 1953 Gloria- patri- Strophen Ehr sei im Himmel droben Gott Vater, Sohn und Geist. Gu Dich wolln wir ewig loben, alg daß du uns Gnad erweist.nu 30 Laß uns dein Güt empfinden, ad vergib uns unfre Sünden saml und hilf uns allermeist. ad no eld 22 grudges Hannover 1953 522 Gott, dir sei Preis und Ehre/ für Gott, dir sei Preis und Ehre für deine große Gnad./ Herr Christ, dein Hilf gewähre,/ daß uns der feind nicht schad'./ Gott, Heilger feind nicht schad'./ Gott, Heilger Geist, der in uns schafft/ Licht, Leben, fried und Freude,/ erweis an uns dein Kraft.20m 39 Theodor Werner 1956 523 Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dem Höchsten allezeit, der, wie er ist drei in ein, uns in ihm läßt eines ſein. [ Heilige Dreifaltigkeit, Preis und Ruhm sei dir bereit' jetzt und auch in Ewigkeit.] H Nach Joh. Christian Nehring 1704 3ales amplis bon 1970: 190 524 Gott Vater, Sohn und Heilgen wollen wir allzeit preifen,[ Geift sein Wohltat rühmen allermeist, die er uns tut beweisen, der uns auf Erden gnug beschert, die Seel auch ewig dort ernährt; iddem fingn wir Halleluja.Joannel 199 Burchart Waldis 1553 589 Gloria- patrí- Strophen 525 Ehr sei Gott Vater und dem Sohn und auch dem Heilgen Geifte, wie es im Anfang war und nun, der uns sein Hilfe leiste, ud od daß wir ſein Wort behalten rein, im rechten Glaubn beständig bis an das Ende. Amen. i on pepene Ruhm u Straßburg 1545 Sobr 526 8. bude doutora Gott Vater, dir sei Preis hier und im Himmel droben. Gott Sohn, Herr Jesu Christ, dich wolln wir ewig loben. Gott Heilger Geift, dein Ruhm erschall je mehr und mehr. O Herr, drefeinger Gott, dir sei Lob, Preis und Ehr. Hannover 1657 do 527 alla 308 dolo Vater, dir sei ewig Preis hier und auch dort oben, d TIG O Herr, dreieinger Gott, hilf uns aus aller Not; dein Güt sei uns bereit' de dol jetzt und in Ewigkeit. Hannover 1953 ng ris) now and laplis 529padid dolaB Ehr fei im Himmel droben Gott Vater, Sohn und Geist. Ihn wolln wir ewig loben, 81 der uns sein Gnad erweist. O Herr, dreieinger Gott, laß uns dein Güt empfinden und hilf uns überwinden, dilig führ uns aus aller Not. manis) Caico10 Hannover 1953 smagisH 1st tispadidWong'Wind connoH 530 Dir, emger Vater droben, lei Preis zu jeder Frist Dich wolln wir ewig loben, o Herre Jeſu Christ. WhoopT idilogs Dein Gnade uns regiere, manis o werter Hellger Geist, 101 und uns zum Himmel führe. Gott sei allzeit gepreist. Qla doj wie auch Christo gleicherweis, der allzeit zu loben; Onu 1919 Heilger Geist, ſei gepreift, ( Dun dau isis) Lpol ph 531 Opa hoch gerühmt, geehret, daß du uns erhöret. Preis, Anbetung, Lob und Ehr, appliah Joh. Georg Albinus? 1697 Herr, sei deinem Namen. 0] alq laxllo sin allow 528 Ostle asi todownie] ( naissd filosd Ehr sei im Himmel droben Gott Vater, Sohn und Geiſt. Ihn wolln wir ewig loben, der uns sein Gnad erweist. Alle Himmel, Land und Meer [ prechen mit uns: Amen. Heilige Dreifaltigkeit, Gott, in dem wir leben, madh uns selbst das Herz bereit, dich recht zu erheben. seer 390annah Nach Michael Weiße 1531 590 Hannover 1953 Gloria- patri- Strophen 532e da se on Heilger Geist, du feist geprieſen von uns allen früh und ſpat, Vater, Sohn und Geist, wir bringen daß du Gnad und Hilf erwiesen dir die Ehr: und uns führst den rechten Pfad. Wnsbil Hannover 1953 dal end ndod si ded 53619 said mix tonale used hospi mehr und mehr foll dein Lob Hilf uns, fest auf dich zu trauen, unfer Heil, Gut und Teil, + bis wir einst dich schauen. saris Jal Theodor Werner 1956 533 niso Soul sa nu Ehr sei Gott Vater und dem Sohn und auch dem Heilgen Geist[ e], wie es im Anfang war und nun, der uns sein Gnade leist[ e]. [ Sein heilig Wort ift unfer Hort, plotis spilis Drum preiset seinen Namen jetzt und auf ewig. Amen.] Straßburg 1545 Gott und Vater, dir sei Ehre hier und in des Himmels Thron. Unſer Mund dein Lob vermehre, Jeſu Christe, Gottes Sohn. bis Und du, merter Heilger Geift, im feieft immerdar gepreist.mdsp [ Gott, wir wollen deinen Namen jetzt und ewig loben. Amen.] Hannover 1953 199 Gott und Vater, dir sei Ehre hist hier und in des Himmels Thron. Unser Mund dein Lob vermehre, Jeſu Christe, Gottes Sohn. nu] Heilger Geist, du seist gepriesen, daß du Gnad und Hilf erwiesen. [ Heilige Dreifaltigkeit, Jei gelobt in Ewigkeit.] tissile enu 130 537 med chun doux, 132ip7 magitlalised mad to and Dir, Vater, der du ewig bist,/ und deinem Sohne Jefu Chrift/ fei Ehr und Prefe[ und Dank] gefungen!/ Gib deinen Geist, daß überall/ Lobgefang mit hellem Schall/ 534emdensidal madimotion erkling[ e froh] in neuen Zungen,/ bis, wenn vorüber Welt und Zeit,/ anbricht dein Tag in Herrlichkeit. Theodor Werner 1956 main 535 Gott und Vater, die sei Ehre d hier und in des Himmels Thron. Unser Mund dein Lob vermehre, Jefu Chrifte, Gottes Sohn. nod Hannover 1953 538 Lob, Ehr sei Gott im höchsten Throne, der uns von Ewigkeit geliebt. Lob[ ef auch Christo, feinem Sohne, der sich für uns zum Opfer gibt./ Lob ſei dem werten Heilgen Geiste,/ der uns beschützet und regiert,/ der un[ rer Schwachheit Hilfe leiste/ und une den Weg zum Himmel führt. id, Hannover 1953 591 Gloria- patti- Strophen 539 qsp flis) uo lo saplisH Zoal Onu dost asilo enu noc Dem Vater ſei Lob, Preis und Ehr, der uns sein' Sohn gegeben du mit feim tröstlichen Wort und Lehr, dadurch wir habn das Leben. Dazu gefandt/ in dies Elend Jein' Heilgen Geist, zu lehren, der geb Verstand in alle Land, daß wir zu Gott uns kehren [ und sein Lob allzeit mehren]. Jajalugap flis) od Nürnberg um 1550 540 Hondano no Bod Lob, Ehr[ ef Gott im höchsten Thron, desgleichen Christo, Jeinem Sohn, der uns allzeit regieret,/ und auch dem Tröster in der Not,/ dem dreifaltigen Einen Gott, der uns zum Himmel führet.[ Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, der du uns stärkest allermeist,/ dir unfer Lob gebühret.JsNach Paul Eber 1561 magnus nsuan[ dost9) pil 541W 1900dann std po nied trbladna Gott wir wollen ehren mit der Engel Chören, der uns hat geliebt. Ehr sei auch dem Sohne idatlap in des Himmels Throne, der sich selbst uns gibt. Heilger Geist, du feift gepreist, Ehr sei deinem hohen Namen jetzt und ewig. Amen. 888 da snost Hannover 1953 542 ons 1stum 30 bombë193) Dir, Gott Vater droben, nad ons sei der Ruhm, die Ehre, unser Mund dein Lob vermehre. Lob fei auch geſungen Chrifto, deinem Sohne, ty hier und in des Himmels Throne. Heilger Geift/ sef gepreift, Ehr sei deinem Namen iad llo] jetzt und ewig. Amen. onu H Himmel A 543 Hannover 1957 sonu tuo Tints sta eld Gott und Vater, dir sei Ehre hier und in des Himmels Thron. Unser Mund dein Lob vermehre, Jefu Chrifte, Gottes Sohn. Heilger Geist, du feist gepriesen immer und in Ewigkeit für dein Gnad und Gütigkeit, die du reichlich uns erwieſen. Heilige Dreifaltigkeit, si Lob sei dir in Ewigkeit. mind Hannover 1953 5448on it to Ehr seidir, Herr Gott Vater mein,/ mitsamt dem liebsten Sohne dein,/ der für uns ist gestorben./ Ehr fei dir, Herr Gott Heilger Geist,/ det du aus Gnaden uns verheißt/ das Reich, das uns erworben./ Laß mich/ ewig/ bei dir leben,/ Ehre geben/ deinem Namen/ jetzt und ewig. Amen, Amen.# 00] LamAnadol of Nürnberg 1637 545 Lon Lob, Ehr und Preis in füßem Ton/ Gott Vater hoch im Himmels= thron/ oon Herzen fet gesungen./ Dem Heiland Christo, feinem Sohn: der leht uns Gottes Willen tun, so ift's uns wohl592 gelungen. Lob sei dem Heilgen Geift zugleich, der stärk in uns das Himmelreich/ und treib uns recht zusammen,/ daß wir ChriZum Hauptgottesdienst Amenftrophen Kyrie stum, den Gnadenschah, zum Heil finden in Gottes Geſet./ Wer das begehrt, sprech: Amen. Straßburg 1545 AMENSTROPHEN 546 Melodie: Herr Gott, dich loben alle wir Amen, das ist gewißlich wahr, das bekennt aller Engel Schar und alle Welt so weit und breit Don Anfang bis in Ewigkeit. Martin Luther 1537 548 d Siehe auch: Amen zu aller Stund ( Nr.289 Str. 5) 20 ZUM KYRIE Chor: e Ky- ri- e = = - le f fon. Gemeinde: Her- re Gott, er bar= me dich. B le- i- son. bar= me bich.}{ Ku te Her re 549 547 Melodie: Ich weiß, woran ich glaube Amen wir fröhlich sprechen, weil Chriftus, unfer Troft, uns hat aus Teufels Rachen it vom emgen Tod erlöst, er ist am Kreuz geſtorben für unsre Sünde schwer, den Himmel uns erworben. Gott sei Lob, Preis und Ehr. Johann Walter 1571 R Ky- rf- e e- le- f- fon. oder: Her= re Gott, er- bar- me dich. 593 Gott, er M 34 Ky- ti= e= le= í= fon. Her- re Gott, er- bar- me dich. altkirchlich e= le= í- fon. bar Chri- ste ( Chri- ste, e= er= -me" bich.} Martin Luther 1526 Chri- fte e lei- fon. Christe, er- bar= me dich. Zum Hauptgottesdienst Kyrie HopiquoH mux 550 ondan nad mull napilamod bl dodas pnuleg s stopal nson IsH sunt blalgus 10 De Chor Absumispad end en die altkirchlich/ Naumburg 1537 Co Va= ter, ill and nam wir in der Not: durch dein groß Barm- her- zig= keit 1960T mapops Gemeinde 1910 Oru Chor of W 700 er= bar= me all= mäch- ti= ger Gott, zu dir schrei= en Don Ma= rí Chor B ber dich ü = wollst uns hő= ren, für uns bist du ge Tullo Gemeinde a: = ge= stor= ben: B Herr, Der= gib uns un= in der let= ten Stun Gemeinde 10 er bar= me dich Chri ung fre = de. 594 Sün= de, = für uns ===[ te, bo ü= ber = ren uns. hilf uns bift du er bar= me dich über uns. 040 Johann Spangenberg 1545 sonismes altkirchlich/ Böhmische Brüder 1566 Chor 1. O mil- der Gott, al= ler- höch- ster Hort, 2. Treu- er Schöp- fer, himm= li=[ cher Vater, 3. Wir warn Der- leht, du haft uns er- gött = Gemeinde Zum Hauptgottesdienst Kyrie 551 padm fen zu dir in un- frer Not: an dei= ne lie- ben Kinder: deines Soh- nes Reich ver- sett: Chor freud, Ehr und Kron und frei ftreu- ten Sün= der, drum du Er= lö = fer, un= fer ne Gemeinde FO den Trú=[ ter, und Irr tum 4. O Chrifte, Gottes Sohn, der Kir- chen Haupt, Got- tes Kinder, famm= le die das Sühn= op= fer 5. Schau an Zet= = 6. Du biſt und der ver= heißChor du und 7. Hei= li er- barm dich un= fer. 8. Ver- tilg 9.Pflanz den ndmist dand " wir ru= fieh heut und in 288 er- barm dich un= fer. off ner Heilsbronn:) kamst her- nie= der: ei= nig' Mitt= ler: = = al= ler= be=[ ter Mei- fter, er= bau die Chri- sten- heit und Hoff- nung, mmstärk uns durch deine Sal- bung = 595 ger Geist, der Kir= le Sün- de al Glau- ben, die Lieb 20* Zum Hauptgottesdienst Gloría Er= neu- rer und Re- gie= rer: durch deiner Gna- den Reichtum: und hilf drin zur Voll- en- dung: Nr. 551 kann auch als dreifaches Kyrie mit- mmi den Strophen 1, 4 u. 7 gefungen werden. Da 552 1 I Liturg bid mand wir 1 u. II mir ZUM GLORIA IN EXCELSIS Eh= re Jei Gott in der Hö= he Wir lo= ben Er= den und den Men- schen Sein Wohl= ge ma 1( Chor) Gemeinde altkirchlich/ Nürnberg 1525 130 med- II( Gemeinde oder Chor) dich, er- barm dich un= ser. and- dim 100e! 33 g Böhmische Brüder 1566 1891 390 100-1 be= ten dich an, 11 596 und Fried auf K wir be= ne= dei= en dich, fa= = gen dir Dank um dei= ner = fal= len! wir prei- sen dich, = gro- ßen Herr= lichkeit wil= len, Herr Gott, himm= li=[ cher König, Ole Gott, all= m& d)= fí= ger Va= tet, Herr, eín= ge= bot= ner 11 des Va Sohn, Je fu Chrf ste. Herr Gott, Lamm Got- tes, ein Sohn B = = Zum Hauptgottesdienst/ Gloria 00393. MI! er= bar= me dich un= ser, Welt trágst: nimm an ters, der du die S || Got= tes der du die Sün- de der Tu.ll zur Rechh= ten des Va- ters: er= bar= me dich un= ser. = 11 des Sünde der Welt trägst: un- fer Ge= bet, der du fit= zest = Denn du bist al= lein heilig, du bist al- lein der Herr, du bist al= lein der Höch=[ te, Je su Chri- ste, = mit dem Heiligen Gei=[ te in der Herr= lich= keit I u. 11 Va== 597 = ters. Amen. Zum Hauptgottesdienst Credo 553 Das Nízänische Glaubensbekenntnis 100= ZUM CREDO god- sommat Liturg: Ich glaube an den Ei- nen Gott, Chor oder Gemeinde: den Va ter, den All- mách- tí= gen, Schöp= fer Him= mels = un= ficht= bar. Und und der Er= den, all des, das sichtbar ist und 30- nde sio 100 220 Thin Chriftum, Got= tes altkirchlich an den Ei= nen Her= ren Je= fum The Anneapon ei= ní= gen Sohn, der Dom Va= ter ge= bo= ren ist vor al= ler Zeit und Welt, || Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrhaf= tf= gen Gott vom wahrhaftigen Gott, geboren, nicht 598 ge=[ chaffen, mit dem Vater eines We- sens, durch wel- chen al= les geschaffen ist, wel- der um uns = = Men- schen und um unsrer Se= lig= keit wil- len vom Him= mel kom= men ist und Zum Hauptgottesdienst/ Credo DO draft leib haft mor= den durch den Hei= li gen Geift Don oft pon der Jung 11 Tolajp- US 90 de and dy Ma rí a, und Mensch wor= den, auch M und be m90 mon frau = für 10 ge= kreu- zigt un= ter Pon- tí= o Pí= la= to, ge= lit= ten TOTAL gen Himmel und fit= zet zur Rech= ten 410 UND 100 190 051 430g- adt on of.tend = gra= ben, und am drit= ten Ta= ge uns auf014090000 er= stan- den nach der Schrift und ist auf= ge= fah= ren H des Va= ters und wird wie= der= kom= men in Herr= lich= keit, 599 Zum Hauptgottesdienst/ Credo zu richten die Le= en= df= gen und die To= ten, des Reich wird sein ohn Ende. Und an den Hef= li- gen Geift, der da ist Herr und machet le= ben= dig, der von dem Vater und dem Soh= ne nut nou mit dem Va= ter und dem Soh= ne 700 WINSM UND aus= ge= het, der ge= be= tet und zugleich ge= eh- ret wird, der d = durch || zu= gleich an= die Prophe= ten ge= re= det hat. Und die Ei= ne, dnu nad- 070 sd dnu hef= lf= ge, all= ge= mef- ne, a= po= sto= li=[ che Kir- che. H = Ich be= ken= ne die Ei= ne || = Tau- fe zur Ver= ge= bung 30% 135 11 iH mp 600 der Sünden und war= te auf die Auf= er= ste= hung H = der To= ten und das Leben der zu künf= tí= gen Welt. lu.li 16. Jahrh. Zum Hauptgottesdienst/ Credo A=== men. a Das Nizänische Glaubensbekenntnis 554 Liturg: Ich glau- be an den Ei- nen Gott, Chor oder Gemeinde: den Va- ter, den Allmächtigen, Schöp= fer Himmels = und der Er- den, all des, das sichtbar ist und un= || sichtbar. Und an den Ei= nen Herren Je. sum Chriftum, Gottes ei= ní= gen Sohn, der vom Va- ter || ge bo= ren ist vor al ler Zeit und Welt, Gott Don Gott, Licht vom Licht, wahrhaf= tf= gen Gott 601 Zum Hauptgottesdienst/ Credo Dom wahrhaftigen Gott, ge boten, nicht geschaffen, mit dem Va= ter ef- nes We- sens, durch || wel= then al= les geschaffen ist, welcher um uns Menschen und um un- ster Se= ligkeit wil= len vom 1 olam. Him mel kom- men ist und ist leib- haft wor= den durch den Heiligen Geift von der Jungfrau Ma11 Mo mrí a, und Mensch worden, auch für unsage- kreuH szi- get oun= ter Pontio Pi- la- to, ge lit= ten und D to be= gra ben, und am drit- ten Ta- ge auf= er= stan= || den nachh der Schrift und iſt auf- ge- fah- ren gen 602 Himmel und fit= zet zur Rech= ten des Va= ters und wird wie= der kommen in Herrlich= keit, zu richten die Le- ben= di- gen und die To- ten, des Reich 11 Zum Hauptgotteedienst/ Credo = wird sein ohn En de. Und an den Hei= li= gen Geist, 2 der da ist Herr und machet le- ben- dig, der von dem = Va= ter und dem Soh= ne aus= ge = phe = Va ter und dem Sohne zu- gleidh an- ge= be= tet het, der mit dem B und zu= gleich ge eh= ret wird, der durch die 11 Proten ge= re= det hat. Und die Ei= ne, hei= lí= ge, Chisms 3-10 dne said there and put 990 310 all= ge- mei= ne, a po fto= lische Kirche.. Ich M = 603 Zum Hauptgottesdienst Credo be= ken= ne die Ei= ne Tau- fe zur Ver ge= bung 11 der Sün- den und war= te auf die Auf= er= ste= hung = der To- ten und das Leben der zu- künf= ti= gen Welt. I u. II A men. madmod Das Apostolische Glaubensbekenntnis 555 g Matthäus Greitter 1525 接 Liturg: Ich glaub an Gott* den Va- ter, den All- mäch- ti- gen, || Gemeinde: Schöp- fer Him- mels und der Er- den, und an Je- ſum 604 Chri- ftum, Got- tes ein- ge- bor- nen Sohn, un-[ ern Her- ren, = || der emp- fan- gen ist vom Hei li gen Geift, ge = = bo= * Die Intonation des Liturgen kann auch hier enden; die Gemeinde( 1) fährt dann fort:, den Vater, den Allmächtigen..." Jam 10 slim E naren Don der Jung- frau Ma== tí= a, un= ter Pon- tí= o Pí== la ge = To || IrtomonedA Zum Hauptgottesdienst/ Credo = kreu= zi nie der= ge= fah= ren zur Höl= le, = der Rech ge auf= er= stan- den B ti= gen get, ge- stor= ben und be= gra- ben, nism= s, 390 30 Va== ters, 2291-11-20 11 auf= ge= fahren gen Him= mel, fit= zend zu 11 ge= lit- ten Don 605 to, = ten Got- tes, des all= mäch= 3100 am drit= ten Don den To= ten, U dan- nen er kom= men wird, zu rich- ten die Le= ben di= gen und die Zum Hauptgottesdienst/ Heiliges Abendmahl noTo= ten. Ich glau 11 = Gefft, ei= ne hei= li = Mbe up anonidens Heio li== gen 1 Pastof, nad noo ein und 556 on nad 2011.30 che, die Ge= mein de der Hei = 0 ge christ= li dhe Kir= 109 nad e= wi= ges 1px sTA, = bung der Sünden, Auf- er fte- hung des flei- sches == H = Le= ben. = A gen, Ver= ge= D dns ZUM HEILIGEN ABENDMAHL D men, Joh. Georg Wiener 1646 Schaf- fe in mir, Gott, ein rei= nes Herz und gib mir ei= nen neu= en, ge= wis- sen Geist. Ver= wirf mich nicht, 1 ver- wirf mich nicht von dei- nem An= ge= 606 ficht, upon dei= nem An- ge= sicht nimm dei= nen Hei= li = Hei- lig, = Eh Zum Hauptgottesdienst Sanctus midabl- sp W nismo( bisnisdam- a nisd doser SANCTUS altkirchlich Hannover 1846 = re voll. hei- lig, = Herrn. Hogen Geist nicht von mir. Ze= ba= oth. Al= le ( onu adi onlarp- 10- lurbe 6 Lan- de sind sei Lan& be = heilig ift Gott, der Herr und Ho= fi= an= na in der 607 557 melu nad= 20= 290 = ner Hö he! Ge= lo= bet ſei, der da kommt im Na- men des fil- an- na in der Hö- he! = Zum Predigtgottesdienst Hemos Aberibmohi 558 ZUM PREDIGTGOTTESDIENST Posten til sidenA man-, led Va= ter un= fer in dem Him- mel. non trbin 12.00 Frankfurt( Main) 1584 werd dein Na- me. Dein Reich komm. Dein Will ge= scheh im gen Ge= hei= ligt 1st nan lad mania Himmel wie auf Erden. Un= ser täg= lich Brot gib uns heut. Und ver= gib uns un- fre Schuld, wie wir = nicht in Der= ge= ben un- fern Schul- di- gern. Und führ uns = Ver= fu- chung, son- dern er= lös uns Don dem= bel. Denn dein ist das Reich und die Kraft 608 und die Herr= lichkeit in E= mig- keit. A= men. altkirchlich L: f Chrí= ste, G: Christe, Got Got L: Advent: Der du Pfingsten: = Der du en ZU METTE UND VESPER DAS Refponforium in festlichen Zeiten tes, tes, du Sohn des le du Sohn des le kommen wirft, zu er= lő- fen Weihnacht: Der du ge= bo= ren bist von der Jungfrau Epiphanias: faften: Der du erschienen bist zu er- leuch- ten Der du ge horfam wardst bis zum To- de Oftern: Don Der du auf- er- stan- den bist Himmelfahrt: Der du auf- ge- fah- ren bist. fit- zest zur G: Chri- ste du = er dich barm er barm dich er= = = barm Zu Mette und Veſper dich 609 Rech- ten un ben= df= gen ben= di= gen ml = un un= die Ma die am den gen des G: er= barm dich un= ser. L: Ehre sei dem Va= ter fer. s 3019 und dem Soh- ne und dem Heiligen Gei=[ te. M 559 Sohn des le= ben= di= gen Got= tes, = AST fer. fer. Völ- ker: tí= a: Hei- den: Kreu- ze: To= ten: Him- mel: Va= ters: 03/0 13029 Zu Mette und Veſper 560 Liturg: ZUM Wechselgebete( Preces) NST natis notbilst ni mulsolmoq]> 391 Herr, fei mir gnánddig,' Cheile meine Seele, denn ich habe an dir gefündigt.³ [ Herr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns.] Herr, kehre dich doch wieder zu uns, und sei deinen Knechten gnädig. Deine Güte, Herr, sei über uns, wie wir auf dich hoffen. ( Sonntag) Laffet uns beten für die heilige Kirche Gottes: Herr, tue wohl an Zion nach deiner Gnade, und baue die Mauern zu Jerufalem. [ Es müsse friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Häufern. od Deine Priester laß sich kleiden mit Gerechtigkeit d und deine Heiligen sich freuen.] #bonplW SD NO 390 topimodgled Laffet uns beten für unsre Hirten und Lehrer: Herr, nimm nicht von ihrem Munde das Wort 100 heltoon 320 mo muttidng der Wahrheit, [ daß fie auftreten und weiden in deiner Kraft und und im Siege deines Namens, Herr, unfer Gott.] 735 ( Montag) Laffet uns beten für unser Volk: 2.8397 357 BY Für unsre Obrigkeit: Hilf du uns, Gott, unfer Helfer, um deines Namens Ehre willen. dild med 33 Herr, gib ihr Weisheit und Erkenntnis, auf daß sie regiere mit Gerechtigkeit und dein Wort durch sie geehret ( Dienstag) für die fruchtbarkeit der Erde:- doa mad Suche das Land heim und wässere es und mache [ werde. es fehr reich. sil- hd: 0 610 Disp. 10.-.md 830 ndoa ¹ Diese Weise gilt auch für die Wechselgebete Nr. 561-565. 2 Betonte Schlußfilben sind unterstrichen. Die vorlehte Silbe wird dann auf der Note g geſungen, während die Schlußsilbe zu dem Ton b zurückkehrt. Die in[] gefetten Abschnitte können, wenn eine Kürzung erfolgen soll, ausgelaffen werden. modua ( Mittwoch) für den Frieden der ganzen Welt: Zu Mette und Veſper Herr, laß deine Hilfe nahe sein denen, die dich fürchten, [ daß Güte und Treue einander begegnen, H Gerechtigkeit und Friede sich küssen. Qol Gedenke, Herr, an deine Gemeinde, die du vor alters erworben hast. Breite deine Güte über die, die dich kennen, erfolger de und deine Gerechtigkeit über die frommen.] ( Donnerstag) Laffet uns beten für die Elenden und Betrübten: daß der Herr ihnen beistehe und sie tröste. für die Witwen und Waisen: am id du Herr, laß deine Güte und Treue allemege sie behüten.bn. für die Kranken: Herr, erquícke fie durch deine Gnade. no lo ( Freitag) Laffet une beten für die Widerfacher und Verfolger od nadsom in bein der Gemeinde Gottes: Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht, denn sie miffen) disdada Wadas Wand sónuly mm nicht, was sie tun. für die Verirrten: no eld ello and nato8 sid Herr, weise ihnen deinen Weg und leite fie tarauf richtiger Bahn. für die Gefangenen und Angefochtenen: ed dru Erlöse fie, Gott Ifraels, aus aller ihrer Not. [ Sende ihnen Hilfe vom Heiligtum de ensund stärke sie aus Zion.] 10 gallion ( Alle Tage) für alle, die uns befohlen sind in der Nähe und in der all oferne,[ für die Ehegatten, die Eltern, die Kinder und 3039019330 unfer ganzes Haus]: Hilf du, mein Gott, deinen Knechten, die sich Derlaffen auf dich. ( Sonnabend) Laſset uns beten für die Sterbenden: opi In deine Hände, Herr, befehlen wir ihren Geist. Lehre uns bedenken, daß wir ſterben müſſen, auf daß wir klug werden. ( potnoM) ( Alle Tage) Hilf, Herr, deinem Volk und segne dein Erbe 0.1]( mm) nat) und weide sie und erhöhe fie ewiglich. H 611 Herr Gott Zebaoth, tröste uns, day moo Badez Cabre laß leuchten dein Antlih, so genesen wir. Zu Mette und Veſper Mache dich auf, Christe, und hilf uns 117 nad 107( boom) und erlöse uns um deiner Güte willen. Herr, höre mein Gebetnonis sussT on s100 800] H und laß mein Schreien zu dir kommen. 08190 sonisms aniso no 19 dnsusio #ind nadzos gasto 100 ud sto nannad chid sid, sió sadů stü suladatlap also said and Herr, sef mir gnädig, heile meine Seele, denn ich habe an dir gefündigt.gzersned Herr, erzeige uns deine Gnade 9H 390 and und hilf uns. nehalloWomW sió 107 nat Deine Güte, Herr, sef über uns, snisd Qol sH wie wir auf dich hoffen. InsAnos) std 107 Laffet uns beten für die heilige Kirche Gottes: H 390 Gedenke, Herr, an deine Gemeinde, die du vor Alters erzu worben haft. 561 1691100 sdnism ( Sonntag) Laffet uns beten für unsere Hirten und Lehrer: H nut at en Herr, nimm nicht von ihrem Munde das Wort der Wahrheit, fende die Boten des Heils bis an die Enden der Erde und bekehre die Herzen der Ungläubigen. H ndod as Breite deine Güte über die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit über die frommen. fet ne boten für for voks ( Montag) Laffet uns beten für unfer Volk: Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre modling21 willen. Gib Weisheit und Erkenntnis unserer Obrigkeit, auf daß sie regiere mit Gerechtigkeit, und dein Wort durch sie geehret werde. Fruchtbarkeit der Erde: ( Dienstag) Laffet uns beten für die Fruchtbarkeit der Herr, tue deine Hand auf und erfülle alles, was lebet, mit Wohlgefallen. H smisd für alle ehrliche Arbeit: Herr, sef une freundlich undfördere das Werk unserer Hände. ( Mittwod))[ Lasset uns beten] für den Frieden der ganzen Welt: Herr, laß deine Hilfe nahe sein denen, die dich fürchten, daß Güte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen.bus apl 612 ( Donnerstag)[ Lasset uns beten] für die Elenden und Betrübten: daß der Herr ihnen beistehe und sie tröste. für die Einsamen und Verlaffenen: Im s Herr, laß deine Güte und Treue allewege sie behüten. für die Kranken: othim affert Herr, erquicke sie durch deine Gnade.dau Hill, ( Freitag) Zu Mette und Veſper Laffet uns beten für die Widerfacher und Verfolger der Gemeinde Gottes: Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht, denn sie wissen nicht, was sie tun. für die Verirrten: Herr, weise ihnen den Weg und leite fie auf richtiger Bahn. für die Gefangenen und Angefochtenen: Am Erlöfe fie, Gott Ifraels, aus aller fhrer Not. ( Sonnabend)[ Lasset uns beten] für die Sterbenden: In deine Hände, Herr, befehlen wir ihren Geiſt. Lehre une bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden. encong ( Alle Tage)[ Laffet une beten] für alle, die uns befohlen find[ für die Ehegatten, die Eltern, die Kinder und unser ganzes Haus]: Leffet ne b Hilf du, mein Gott, deinen Knechten, die sich verlaſsen ad allo Herr Gott Zebaoth, tröste uns, auf dich. at laß leuchten dein Antlit, so genesen mir. Madhe dich auf, Christe, und hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen. Herr, höre mein Gebet und laß mein Schreien zu dir kommen. HO sonde ende- sdan snied then ploting onu is 562*) kenu 15) Ich schreie zu dir, Herr, und mein Gebet kommt frühe vor dich. Laß meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein täglich. Verbirg dein Antlih por meinen Sünden und tilge alle meine Miſfetaten. 613 $ 100 *) Die eingerückten Abschnitte I, II und III können, wenn eine Kürzung des Gebetes erwünscht ist, einzeln oder sämtlich fortgelaſsen werden. Zu Mette und Vefper 1. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herzo 1oJonismo) un und gib mir einen neuen, gewiffen Geiſt. He Verwirf mich nicht von deinem Angesicht 10 insideda und nímm deinen heiligen Geiſt nicht von mir. Tröste mich wieder mit deiner Hilfe si o und mit einem freudigen Geist rüste mich aus. 56 136 311 Errette mich, Herr, von den böfen Menschen, behüte mich vor den fredeln Leuten. MA testlo scafans nut si soci So will ich deinem Namen lobfingen ewiglich, daß ich meine Gelübde bezahle täglich. lod sapiith Erhöre une nach der munderbaren Gerechtigkeit, Gott, Osid sunfer Hell, der dubist die Zuflucht aller auf Erden und ferne am Meer. Heiliger Herr, heiliger starker, heiliger emiger Gott, Merbarme dich unser. H combH anlad ni III. Lobe den Herrn, meine Seele, dadlech ends. und was in mir ist, seinen heiligen Namen. sid 201Lobe den Herrn, meine Seele, ad en haal] that [ euch einge und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. noolsed Der dir alle deine Sünde vergibt H und heilet alle deine Gebrechen. Der dein Leben vom Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit. Der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. 2700 03311 clojuo ( Mersed) O Herr, bewahre uns an diesem Tage nach deiner Gnade ohne Sünde. Sef uns gnädig, Herr, ſef une gnädig. Deine Güte, Herr, feit über uns, da nism druk use Onu M nanism Qol wie wir auf dich hoffen. Herr, höre mein Gebet per eanisé anon Anna nind gridasY und laß mein Schreien zu dir kommen. urin sinds 090 Ru 614 He Anet/ bospais sid(" oma 1900 nisenis finans Laffet uns beten für die heilige Kirche Gottes: Kyrie eleison. Hilf, Herr, deinem Volk und segne dein Erbe, und weide fie und erhöhe sie emiglich. p Nimm die Decke von ihren Augen und bekehre sie zu deinem Sohne. Laffet uns beten für die Heiden und das Volk Israel: o and si sadedsä Kyrie eleison. 00d 339Hud raad med en 10.1 Zu Mette und Veſper Laffet una beten für unsere Hirten und Lehrer: Kyrie eleison. Heilige sie in deiner Wahrheit, dein Wort ist die Wahrheit.dedbos sid 101 std] 20 nstad Kyrie eleison. Daß die Liebe Chrifti fie dringe, fintemal einer für alle gestorben ift. Laffet uns beten für alle Prediger des Evangeliums: Kyrie eleison. plnow Daß Gott ihnen eine Tür des Wortes auftue, zu reden das Geheimnis Chrifti.Apbllos alla si nata Jala 563 979m 319H únu molila sing Laffet uns beten für unsere Brüder und Schwestern im Dienſtenu aH dumblialmu as[ der Barmherzigkeit: W stad ent islo nellals shyl Laffet uns beten für die Jugend der Kirche: sinó sld sonst mal Kyrie eleison. at bid of old jua sisi dan Herr, bewahre ihre Seele und erlöse sie aus aller ihrer Not. Herr, öffne ihnen die Augen, daß fie sehen die Wunder an deinem Geset. Ollo 11 atad en tolla nolisis slog Laffet uns beten für alle, die Verfolgung leiden: led baud si nüpha Kyrie eleison. W samo mi all slogas rus Herr, siehe an das Drohen deiner Feinde, 615 und gib deinen Knechten, mit aller freudigkeit zu reden dein Wort. 0919 311 Laffet uns beten für alle Gefangenen, Vertriebenen und Angefochtenen: Kyrie eleffon. dus notab2 nism( jal ont Zu Mette und Veſper Laffet uns beten für[ die Sektierer und] alle Verirrten: Kyrie eleison. Herr, weise ihnen deinen Weg, und leite fie auf richtiger Bahn. Laffet uns beten für alle Ungläubigen, Gleichgültigen und Zweifelnden: Kyrie eleison. Bekehre fie du, so werden sie bekehret, denn du, Herr, bist ihr Gott. no] isla styl Laffet une beten für alle Obrigkeit: Kyrie eleison. 4) soladed 6ms Herr, gib ihr Weisheit und Erkenntnis, auf daß fie regiere mit und dein Wort durch sie geehret werde. [ Gerechtigkeit, Laffet uns beten für die Fruchtbarkeit der Erde: Kyrie eleison. Herr, tue deine Hand auf 2000 30 2pidas slla 50 stad enu tajjol tolisis sisyX und erfülle alles, was lebet, mit Wohlgefallen. SAYIBDIestre Laffet uns beten für alle ehrliche Arbeit: Kyrie eleison. Herr unfer Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände. Laffet uns beten um frieden: Kyrie eleison. hoiad enu islol qutisis shay sizy monito H H Herr, wende die Gedanken der Völker und siehe auf die, so dich fürchten. 201 mondi 1100 800 and 5092 DX slamlsgs sau 101 nated onu tojol 10 sds) st0 800 ald, 31 matad enor tijel Laffet uns beten für alle, die uns befohlen sind: uwid nais) d Kyrie eleison. Behüte sie durch deine Gnade nuplojas V sid alls su nated on 10 und erhalte sie in deiner Wahrheit. 616 nolisis shyd ona sahiad nádord sod no stisi) 31H Kyrie eleison, Chrifte eleifon, Kyrie eleison. Herr, höre mein Gebetanssijailost nsted and tall und laß mein Schreien zu dir kommen. najisis sisy als38 sadi satinced H dollislin sun- sil sjöiss dru Zu Mette und Veſper 564 Am Abend( in der Vesper) Herr, mir bitten dich in dieser Abendstunde für alle deine Kinder: laß fie Ruhe finden bei dir von allen ihren Werken. 10) Wir bitten dich für alle, die den Reichtum deiner Güte erfahren haben: bewahre ihr Herz vor Hochmut, daß sie dir die Ehre geben. Wir bitten dich für alle, die deine Hand gedemütigt hat: ( 191.000 richte sie auf mit dem Worte deiner Liebe. Wir bitten dich für alle Glieder unserer Gemeinde: geleite fie durch dieses Erdenleben in dein ewiges Reich.96 Wir bitten dich für alle, die unserm Herzen teuer sind: unter deinem Schutz und in deinem Frieden, Herr, halte uns verpulsiint med bunden mit ihnen. Wir bitten dich für alle, die unserm Herzen fremd und feind sind: nimm hinweg, was uns scheidet, und schenke uns Eintracht und Frieden. Wir bitten dich für alle, die verlaffen sind: kehre ein bei denen, die deiner bedürfen. Wir bitten dich, Herr, daß bald komme dein Tag: laß uns ein Licht aufgehen und erwecke uns zu neuem Leben. Solusi 565 ec000008 altion and 800 blon für die heilige Kirche Herr, wir bitten dich für deine Kirche in aller Welt: laß deine Gnade aufgehen über deinem Volk. Erneuere und erwecke deine Gemeinde: nusig heile, was krank ist, und stärke, was sterben will. Erleuchte mit deinen Gaben unsere Hirten und Lehrer: rufe dir Diener und treue Zeugen aus allen Ständen. Uberwinde die Spaltungen deiner Kirche: mind led sufflad( 9) 28 verbinde uns in der Einheit des Glaubens. Erbarme dich aller, die Verfolgung leiden: Or bordsp erhalte und stärke sie durch das Brot des Lebens. Sef du der Hirte aller zerstreuten Gemeinden: beschüte sie in den Bedrängnissen dieſer Zeit. Bewahre unsere Kinder vor allem Bösen: lehre fie wandeln nach deinem Geset. Hilf uns, wie du den Vätern geholfen haft: fammle dir ein Volk, das dir dienet. Bringe zusammen dein Volk von aller Welt Enden: bl( 3 und geleite es in dein ewiges Reich. Onsd 617 Versikel on sitMuX anten YOU RYBA MXA adrid 2010 allo 3VERSIKELaló mi bid natild sic dag de 567( 23) ( Die Zahl in Klammern kennzeichnet die bisherige Nummer) si pl inaden haidatis sin snied blagad sid alla 30) did nahild siW Allgemein CH 300 xHadi sadowad 566( 24) Danket dem Herrn, denn er ist freundlich,[ Halleluja,] daw und seine Güte währet ewiglich.[ Halleluja.] un atb Er hat ein Gedächtnis gestiftet feiner Wunder,[ Halleluja,] der gnädige und barmherzige Herr.[ Halleluja.] si siisisp sten Onll 194 ali mislnu sio olio 30 bio netted ziW en Advent und Ende des Kirchenjahresniedzam 568( 92) Siehe, es kommt der Herr der Herrscher, Halleluja, On und in ſeiner Hand ist das Reich und die Kraft und die 909h19 onut Herrlichkeit. Halleluja. isolsblenu sac, psconid min dult netosso 310( allo sit bid maitld alw Weihnachten sto nanad tad nis sole 569( 12) Das Wort ward fleisch und wohnete unter uns, Halleluja, und wir fahen seine Herrlichkeit. Halleluja. nis enw fol Kündlich groß ist das gottfelige Geheimnis, Halleluja, Gott ist geoffenbaret im Fleisch. Halleluja. 570( 6) Wall X sniad of bla matildste st fastenzeit und Paffion sonno snisú fjol bass drustuse Anod eno slist Christus hat geliebet die Gemeinde só und hat sich selbst für sie gegeben. ono ps. du natal szsinu nadoo nantad tim strhusl13 mall Ofterno sust du ansia sld sjus 572( 27) Christus hat dem Tode die Macht genommen, Halleluja, di und das Leben und ein unvergänglich Wesen ans Licht 190 gebracht. Halleluja, pnupletis sló slio blo smind13 571 ndiosa sod boud all sobi onu silodis Himmelfahrtes sallo sistH 300 ud is 573( 31) Alle Zungen sollen bekennen, daß Jesus Christus der Herr ſef, Halleluja, ns188 malla 200 sadni siu sadams zur Ehre Gottes, des Vaters. Halleluja. nisonam sil sist Pfingsten und feste der Kirchenissió simmol 574( 34) Ich will meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, Halleluja, den Geist der Gnade und des Gebets. Halleluja.Ilg Ona 618 575 576 Buß- und Bittagestion and adsi2 22 Wir haben einen Gott, der da hilft, 211W 156 sablaga und den Herrn HErrn, der Dom Tode errettet. Danktage Ich will mich freuen des Herrn[ Halleluja) ist und fröhlich sein in Gott, meinem Heil.[ Halleluja.] 580( 81) Bebe B Versikel Nach dem Te Deum 577 Herr, ich will dich täglich loben[ Halleluja] sl tbl adal8.14 und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.[ Halleluja.] Houisteld songalial Nach der Litanefnd H 578( 35) Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz,[ Halleluja,] und gib mir einen neuen, gewiffen Geift.[ Halleluja.] Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden und vergilt une nicht nach unserer Miſfetat.to.2 mapu spini 579( 49) stinsd 108 Nach dem Verleih uns frieden" mod 28 Gott, gib fried in deinem Lande,[ Halleluja,] idlud Glück und Heil zu jedem Stande.[ Halleluja.] nsmill dip on Versikel nach der alten Gottesdienstordnung 2. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, Halleluja. Daß der König der Ehren einziehe. Halleluja. H 10 619 4. Euch ist heute der Heiland geboren, Halleluja. 11oW nis Welcher ist Chriftus der Herr. Halleluja.dall sad thi.H.26 8. Jeſus Christus gestern und heute, Halleluja. Onsó ónl Und derselbe auch in Ewigkeit. Halleluja. midtoma.. 11. Die Heiden werden in deinem Lichte wandeln, Halleluja. Und die Könige im Glanze, der über dir aufgeht. Halleluja. 19. Chriftus ift um unserer Misfetat willen verwundet un9 und um unserer Sünde willen zerschlagen. d ko bi 20 20. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, un und durch seine Wunden sind wir geheilet.usdal STH 21. Gott hat feines eigenen Sohnes nicht verschonet, g misd fondern hat ihn für uns alle dahingegeben. Versikel 22. Siehe, das ist Gottes Lamm, onu Qua welches der Welt Sünde trägt. D mans maded atW 6 Gu 30. 25. Der Herr fft auferstanden, Halleluja. H Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja. Der Tod ist verschlungen in den Sieg, Halleluja. Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat. Halleluja. 36. Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes, Halleluja. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Halleluja. ara 41. Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, Halleluja. H LaDer deinen Weg vor dir bereiten soll. Halleluja.nu 44. Meine Seele erhebet den Herrn, Halleluja.. Halleluja, Und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes. 45. Lobet den Herren, ihr starken Engel, Halleluja. Die ihr seinen Befehl ausrichtet. Halleluja. 50. Gott, fei uns gnädig nach deiner Güte, u pisq onu und tilge unsere Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit 55. Barmherzig und gnädig ist der Herr, Halleluja. WORs. Halleluja. ( 28) O16 slonod 339H( 2) Q72 Geduldig und von großer Güte. Halleluja. d. 57. Aller Augen warten auf dich, Herr, Halleluja. bol Und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Halleluja. 60. Dein Wort ist meines Fußes Leuchte, Halleluja. Y su Und ein Licht auf meinen Wegen. Halleluja. Taid tabaM 2 61. Herr, erhalte uns dein Wort, Halleluja, d pind 6 800 Dein Wort ist unsers Herzens freude und Troft. Halleluja. 63. Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses, Halleluja. Und den Ort, da deine Ehre wohnet. Halleluja. 64. Dienet dem Herrn mit Freuden, Halleluja. dished onli Kommt vor[ ein Angesicht mit frohlocken. Halleluja. st0 I 69. Lobet den Herrn, alle Heiden, Halleluja. spino sto onl Preífet ihn, alle Völker. Halleluja. 939) m fermRI 73. Ich will den Herrn loben, so lange fch lebe, Halleluja. Und meinem Gott lobfingen, weil ich hier bin. Halleluja... 76. Herr, lehre une tun nach deinem Wohlgefallen, Halleluja. Dein guter Geist führe uns auf ebener Bahn. Halleluja. führe uns auf ebener Bahn. Hel 620 hambad 6090 ed ca ati o Lektionar med fun 1301X gognet sia standard de der Vereinigten Evangelisch- Lutherischen Kirche Deutschlands, enthaltend die Episteln und Evangelien samt den Kollektengebeten mit Angabe der zugehörigen Wochenlieder( Graduallieder) Es find neben den Sonntagen und festtagen des Kirchenjahres nur die Episteln und Evangelien derjenigen feste und Gedenktage ausgedruckt, die in den niedersächsischen lutherischen Landeskirchen herkömmlich begangen werden. tisas sico qnd jun enu srbs 100 979 1sdsid Onu t I. Die Sonntage und die beweglichen Feste der Kirche nam Anebst den unbeweglichen Festen der Weihnachtszeit mad Am 1. Sonntag im Advent Gebet Wir bitten dich, lieber Herre Gott: du wolleft unfre Herzen durch die Heimsuchung deiner Gnade reinigen/ auf daß dein Sohn, wenn er zu une kommt, eine bereite Wohnung finde. Der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Röm. 13, 11-14a Liebe Brüder/ wir wissen die Zeit: nämlich/ daß die Stunde da ist/ aufzustehen vom Schlaf- fintemal unser Heil jeht näher ist/ denn da wir gläubig wurden- die Nacht ist vorgerückt/ der Tag aber herbei kommen. So laffet uns ablegen die Werke der finsternis/ und anlegen die Waffen des Lichtes. Lasset uns ehrbarlich wandeln als am Tage/ nicht in fressen und Saufen/ nicht in Wollust und Unzucht/ nicht in Hader und Neid: sondern ziehet an den Herrn Jefum Chrift. H mod isdoj. 23, 2010s tobqj fam madsigue 1 onu Yeana ex sid niat daj asbloed us dic 390 3900 1100 190 and and Evangelium: Matth. 21, 1-9 Lied: Nun komm, der Heiden Heiland( 1) moshe Onu sóUST CA 10 tips sto daud Da Jesus und seine Jünger nahe bei Jerufalem kamen/ gen Bethphage/ an den Olberg/ fandte Jesus seiner Jünger zwei/ und sprach zu ihnen: >> Gehet hin in den Flecken/ der vor euch liegt/ und alsbald werdet ihr eine Efelin finden angebunden/ und ein füllen bei ihr/ bindet sie los/ und führet sie zu mir. Und so euch jemand etwas wird sagen/ so fprechet: Der Herr bedarf ihrer." Alsbald wird er sie euch laffen.<< Das geschah aber alles/ auf daß erfüllet würde/ das gesagt ist durch den Propheten/ der da spricht: Saget der Tochter Zion: Siehe/ dein König kommt zu dir sanftmütig/ und reitet auf einem Efel/ auf einem füllen der lastbaren Eselin. gnia 720 621 Die Jünger gingen hin/ und taten wie ihnen Jefus befohlen hatte/ und brachten die Efelin und das füllen/ und legten ihre Kleider drauf/ bet pief von un und er sehte sich drauf. Aber viel Volko breitete die Kleider auf den en nachfolgte/ fchrie streueten fie Weg, die andern hieben Zweige von den auf den Weg. Das Volk aber das Dorging en/ und und sprach: Hosanna dem Sohne Davids. Gelobet fet/ der da kommt in dem Namen d des Herrn. Hosianna in der Höhe." sd sdopnA tim nistice si un gain Am 2. Sonntag im Adventmadan un 83 spinatid nss@ no03 dn talabcbbladin std 2013090 MODU Gebet Lieber Herre Gott, wecke uns auf: daß wir bereit seien, wenn dein Sohn kommt, ihn mit freuden zu empfangen und dir mit reinem Herzen zu und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Und mein Gellinstepiſtel: Röm. 15,4-13 Liebe Brüder/ was zuvor geschrieben ist/ das ist uns zur Lehre ge= schrieben/ auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Der Gott aber der Geduld und des Trostes/ gebe euch/ daß ihr einerlei gesinnet seid unternander/ nach Jefu Chrift: auf daß ihr einmütiglich/ mit einem Munde lobet Gott/ den Vater unsers Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euch unternander auf/ gleich wie euch Chriftus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich fage aber/ daß Jesus Christus sei ein Diener geworden der Be= schneidung/ um Gottes Wahrheit willen/ zu bestätigen die Verheißungen/ die den Vätern geschahen/ daß die Heiden aber Gott lobten/ um der Barmherzigkeit willen/ wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden/ und deinem Namen fingen." Und abermal spricht er: freuet euch ihr Heiden mit seinem Volk." Und abermal: Lobet den Herrn alle Heiden/ und preiset ihn alle Völker." Und abermal spricht Jesajas: Es wird sein die Wurzel Jeffes/ und der aufstehen wird/ zu herrschen über die Heiden/ auf den werden die Heiden hoffen." Der Gott aber der Hoffnung/ erfülle euch mit im Glauben: daß ihr Döllige Hoffnung aller freude und Frieden/ heiligen Geistes. t/ durch die Kraft des 9th regeot 2nts and suppo mot smilaupadngadaad nn Lied: Ihr lieben Christen, freut euch nun( 3) so nt mit adsor al mónld nnd nat is day insonudsono són alle s p]\ mogol duce eEvangelium: Luk. 21, 25-33 x all todo dau Jesus sprach zu seinen Jüngern:» Es werden Zeichen geschehen an on Zeichen Sonne und Mond und Sternen/ und auf Erden wird den Leuten bange sein/ und werden zagen/ denn das Meer und die Wafferwogen werden brausen/ und die Menschen werden verschmachten/ oor furcht und por Warten der Dinge/ die kommen sollen über den ganzen Erden622 kreis/ denn auch der Himmel Kräfte werden sich bewegen. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen/ in der Wolke/ mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen/ so sehet auf/ und erhebet eure Häupter/ darum/ daß sich eure Erlöfung nahet.« dous pot( ol al Insdol ngrangos nuls 10! Und er sagte ihnen ein Gleichnis:» Sehet an den feigenbaum und alle Bäume/ wenn sie jetzt ausschlagen/ fo fehet ihre an ihnen/ und merket/ daß jetzt der Sommer nahe ift. Also auch ihr/ wenn ihr dies alles fehet angehen/ so wisfet/ daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich/ ich fage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen/ bis daß es alles geschehe. Himmel und Erde werden vergehen/ aber meine Worte vergehen bbds and thoud anu ud 130 000 O mat. loss to Am 3. Sonntag im Advent estis suon elus manis bd must must malnu du Gebet nu fatisg tibo O Herr, wir bitten dich: neige dein Ohr zu unsern Gebeten/ und erleuchte die finsternis unfrer Herzen durch die Heimsuchung deiner Gnade. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebeft und regiereft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epiftel: 1. Kor. 4, 1-5 Liebe Brüder/ dafür halte uns jedermann/ nämlich für Chrifti Diener/ und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haushaltern/ denn daß fie treu erfunden werden. Mir aber ifts ein Geringes/ daß ich von euch gerichtet werde/ oder von einem menschlichen Tage, auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin wohl nichts mir bewußt, aber darin bin ich nicht gerechtfertiget, der Herr iste aber/ der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit/ bis der Herr komme/ welcher auch wird ans Licht bringen/ was im finstern Derborgen ist/ und den Rat der Herzen offenbaren. Alsdann wird einem jeglichen von Gott sein Lob widerfahren. Onu SanDAN 39 Lied: Mit Ernst, a Menschenkinder( 9) il dol aumb und$ 12. Evangelium: Matth. 11,2-10 Da Johannes ím Gefängnis die Werke Chrifti hörete/ fandte er seine Jünger/ und ließ ihm sagen:„ Bist du der da kommen soll/ oder sollen wir eines andern warten?" Jesus antwortete/ und sprach zu ihnen: » Gehet hin/ und faget Johannes wieder/ was ihr höret und sehet. Die Blinden fehen/ und die Lahmen gehen/ die Ausfähigen werden rein/ und die Tauben hören/ die Toten stehen auf/ und den Armen wird das Evangelium geprediget. Und selig ist/ der sich nicht an mir ärgert.« smod 3mm roog 390 Da fie hingingen/ fing Jesus an zu reden/ zu dem Volk Don Johannes: >> Was seid ihr hinausgegangen in die Wüfte zu sehen? Wolltet ihr ein 623 Rohr sehen/ das der Wind hin und her meht? Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe/ die da weiche Kleider tragen/ find in der Könige Häusern. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja ich fage euch/ der auch mehr ist/ denn ein Prophet. Denn dieser ists/ von dem geschrieben stehet: „ Siehe/ ich sende meinen Engel vor dir her/ der deinen Weg dor dir bereiten foll."« 1900 tud olla Madon mmod 390 10 000 1 bildeW? srion gatto bish and and ti of nedono 1902] asilo es and sid Am 4. Sonntag im Adventsid: dus spol tbl -10 slow sniam nada adap Gebet* 2013 dnu ismimili sticlag O Gott, der du uns durch das Gedächtnis unsrer Erlösung alljährlich aufs neue erfreueft: gib, daß wir deinen eingebornen Sohn, den wir freudenvoll als unsern Erlöser empfangen/ auch bei seinem Kommen zum Gericht getroft und im Frieden schauen. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiſte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Hasing sims olare nog 2790 000 1310Yms0 Epistel: Phil. 4, 4-7 m 10 picast Liebe Brüder/ freuet euch in dem Herrn allewege/ und abermal fage ich: freuet euch. Eure Lindigkeit laffet kund sein allen Menschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts/ fondern in allen Dingen laffet eure Bitten im Gebet und flehen/ mit Dankfagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes/ welcher höher ist denn alle Vernunft/ bewahre eure Herzen und Sinne in Chrifto Jefu. Lied: Nun jauchzet, all ihr frommen( 7) Evangelium: Joh. 1, 19-28 Dies ist das Zeugnis des Johannes/ da die Juden fandten von Jea rufalem Priester und Leviten/ daß sie ihn fragten:„ Wer bist du?" Und er bekannte/ und leugnete nicht/ und er bekannte:„ Ich bin nicht Christus." Und fie fragten ihn:„ Was denn? Bist du Elias?" Er sprach: Ich bins nicht." Bist du der Prophet?" Und er antwortete:" Nein." Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? Daß wir Antwort geben/ denen/ die uns gesandt haben? Was fagest du von dir selbst!" Er sprach:„ Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste:, Richtet den Weg des Herrn/ wie der Prophet Jesajas gesagt hat." dan ensim Und die gesandt waren/ die waren von den Pharifäern/ und fragten ihn/ und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn/ so du nicht Chriftus bist/ noch Elias/ noch der Prophet!" Johannes antwortete ihnen/ und sprach: Ich taufe mit Wasser. Aber er ist mitten unter euch getreten/ den ihr nicht kennet. Der ists/ der nach mir kommen wird/ des ich nicht wert bin/ daß ich seine Schuhriemen auflöse." Dies geschah zu Bethanien jenseits des Jordans/ da Johannes taufte. 624 Engel trat in lynIn der Christnacht Gebet O Gott, der du diefe geweihte Nacht im Glanz des wahren Lichtes hast scheinen laffen: verleihe uns, daß wir dort im Himmel der freuden jenes Lichtes inne werden, dessen Geheimnis du uns hier auf Erden offenbaret haft. Durch unsern Herrn Jesum Chriftum/ der da ist das wahrhaftige Licht und mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Weisfagungen: Micha 5, 1-3 Onl : nspo) dr Du Bethlehem Ephrata/ die du klein bist unter den Geschlechtern in Juda/ aus dir soll mir der kommen/ der in Israel Herr sei/ welches Ausgang von Anfang und von ewig her gewesen ist. Indes läßt er fie plagen/ bis auf die Zeit/ daß die/ so gebären foll/ geboren habe. Da werden dann die übrigen seiner Brüder wiederkommen zu den Kindern Israel. Er aber wird auftreten und weiden in der Kraft des HErrn/ und im Sieg des Namens des HErrn feines Gottes. Und sie werden sicher wohnen. Denn er wird zur selbigen Zeit herrlich werden/ so weit die Welt ist. no med ssdusa allo( blm nile) s Jef. 9, 5-6 a THE Uns ist ein Kind geboren/ ein Sohn ist uns gegeben/ und die Herrschaft ist auf seiner Schulter, und er heißt: Wunder- Rat/ Gott- Held/ Ewig- Vater/ Friede- fürst/ auf daß seine Herrschaft groß werde/ und des Friedens kein Ende/ über dem Thron Davíds und seinem Königreiche/ daß ers zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit/ von nun an bis in Ewigkeit. Jef. 11, 1-2 Es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Ifais/ und ein Zweig aus feiner Wurzel frucht bringen/ auf welchem wird ruhen/ der Geift des HErrn/ der Geist der Weisheit und des Verstandes/ der Geist des Rats und der Stärke/ der Geist der Erkenntnis und der furcht des HErrn. Jer. 23,5-6 [ Siehe/ es kommt die Zeit"/ spricht der HErr/ daß ich dem David ein gerecht Gewächs erwecken will/ und soll ein König sein/ der wohl regieren wird/ und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten. Zu derfelbigen Zeit/ foll Juda geholfen werden/ und Israel ficher wohnen; und dies wird sein Name sein/ daß man ihn nennen wird: Der HErr unfre Gerechtigheit."] 21 625 Jer. 31, 31-34 [ Siehe/ es kommt die Zeit"/ spricht der HErr/, da will ich mit dem Haufe Ifrael/ und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen; nicht wie der Bund gewesen ist/ den ich mit ihren Vätern machte/ da ich sie bei der Hand nahm/ daß ich sie aus Agyptenland führete- welchen Bund sie nicht gehalten haben- und ich sie mir doch zu eigen nahm"/ spricht der HErr. Sondern/ das soll der Bund fein/ den ich mit dem Hause Ifrael machen will/ nach dieser Zeit" spricht der Herr:, Ich will mein Gefseh in ihr Herz geben/ und in ihren Sinn schreiben. Und so will ich ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein. Und wird keiner den andern/ noch ein Bruder den andern/ lehren und sagen: Erkenne den Herrn! Sondern sie sollen mich alle kennen/ beide/ Klein und Groß"/ spricht der HErr. Denn ich will ihnen ihre Misfetat vergeben/ und ihrer Sünde nimmermehr gedenken."] Epistel: Tit. 2, 11-14 to bid y ing Es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen/ und nimmt uns in Zucht/ daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen/ und die weltlichen Lüfte/ und züchtig/ gerecht und gottselig leben in dieser Welt/ und warten auf die felige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes/ und unsere Heilandes Jefu Chrifti/ der sich selbst für uns gegeben hat/ auf daß er uns erlöfete von aller Ungerechtigkeit/ und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum/ das stadig ont mis enu fleißig wäre zu guten Werken. 1009 urba sanis) juo 1 100 de Lied: Gelobet feift du, Jefu Chrift( 15) 10- sdsh?\ 2110V- pima -pindl manis) da odiopd mosd mad 1300 1 sdne miad enadah 000 dou Epangelium: Luk. 2, 1-14 us s todarbin Es begab sich zu der Zeit/ daß ein Gebot von dem Kaiser Auguftus ausging/ daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schöhung war die allererste/ und geschah zur Zeit/ da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging/ daß er sich schätzen ließe/ ein jeglicher in feine Stadt. 57) Da machte sich auf auch Joseph aus Galiläa/ aus der Stadt Nazareth/ in das jüdische Land/ zur Stadt Davids/ die da heißt Bethlehem/ darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war/ auf daß er sich schätzen ließe mit María seinem vertraueten Weibe/ die wat schwanger. Und als sie daselbst waren/ kam die Zeit/ daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn/ und wickelte ihn in Windeln/ und legte ihn in eine Krippe/ denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde/ bei den Hürden/ die hüteten des Nachts ihrer Herde. Und siehe/ des Herrn 626 Engel trat zu ihnen/ und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie/ und fie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen:, Fürchtet euch nicht. Siehe/ ich verkündige euch große Freude/ die allem Volk wider= fahren wird/ denn euch ist heute der Heiland geboren/ welcher ist Christus der Herr/ in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt/ und in einer Krippe liegen." Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen/ die lobten Gott/ und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe/ und Friede auf Erden/ und den Menschen([) ein Wohlgefallen." Am 25. Dezember, dem Tage der Geburt des HErrn Heiliges Chriftfest I Gebet Herr, allmächtiger Gott, der du dein Wort haft fleisch werden laffen und uns darin mit dem neuen Lichte deiner Gnade überströmeft: verleihe uns, daß dieses Licht unsre Herzen durch den Glauben erleuchte und widerstrahle in unsern Werken. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Tit. 3, 4-8a Es ist erschienen/ die freundlichkeit und Leutfeligkeit Gottes unsers Heilandes. Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit/ die wir getan hatten/ sondern nach seiner Barmherzigkeit hat er uns selig gemacht/ durch das Bad der Wiedergeburt/ und Erneuerung des heiligen Geiftes/ welchen er ausgegossen hat über uns reichlich/ durch Jefum Chrift unfern Heiland: auf daß wir/ durch desselben Gnade gerechtfertiget/ Erben feien/ des ewigen Lebens/ nach der Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. Lied: Gelobet feift du, Jefu Chrift( 15) Evangelium: Luk. 2, 15-20 Da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren/ sprachen die Hirten unternander: Laßt uns nun gehen gen Bethlehem/ und die Geschichte sehen/ die da geschehen ist/ die uns der Herr kundgetan hat." Und sie kamen ellend/ und fanden beide/ Maria und Joseph/ und dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten/ breiteten sie das Wort aus/ welches zu ihnen von diesem Kind gesagt war. Und alle/ Dor die es kam/ munderten sich der Rede/ die ihnen die Hirten gesagt hatten. María aber behielt alle diese Worte/ und bewegte sie in ihrem 21* 627 Herzen. Und die Hirten kehreten wieder um/ preífeten und lobten Gott um alles/ das sie gehöret und gesehen hatten/ wie denn zu ihnen gesagt war. Heiliges Chriftfest II bug ( 25. oder 26. Dezember) Gebet spell Hilf, lieber Herre Gott: daß wir der neuen leiblichen Geburt deines lieben Sohnes teilhaftig werden und bleiben und unfrer alten fündlichen Geburt ledig werden. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Hebr. 1, 1–12 Liebe Brüder/ nachdem oor Zeiten Gott manchmal/ und mancherlei Weise geredet hat zu den Vätern durch die Propheten/ hat er am letten in diesen Tagen zu uns geredet/ durch den Sohn/ welchen er gesetzt hat/ zum Erben über alles/ durch welchen er auch die Welt gemacht hat/ welcher- sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit/ und das Ebenbild seines Wesens/ und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort/ und hat gewirkt die Reinigung unfrer Sünden/ durch fich selbst- hat er sich geseht zu der Rechten der Majestät in der Höhe/ und ist so viel mächtiger worden denn die Engel/ so viel höher der Name ist/ den er vor ihnen ererbt hat. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt:, Du bist mein Sohn/ heute habe ich dich gezeuget" und abermal:„ Ich werde sein Vater ſein/ und er wird mein Sohn sein"? Und abermal/ da er einführet den Erftgebornen in die Welt/ spricht er:„ Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten."[ Von den Engeln spricht er zwar:„ Er macht seine Engel zu Winden/ und seine Diener zu feuerflammen." Aber von dem Sohn: „ Gott/ dein Thron währet von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter. Du haft geliebet die Gerechtigkeit/ und gehaffet die Ungerechtigkeit. Darum hat didh/ o Gott/ gefalbet dein Gott/ mit dem Ole der Freude/ mehr denn deine Genoffen." Und: Du Herr haft im Anfang die Erde gegründet/ und die Himmel sind deiner Hände Werk. Diefelben werden vergehen/ du aber bleibest. Und sie werden alle veralten/ wie ein Kleid/ und wie ein Gemand wirst du sie einrollen/ und sie werden verwandelt. Du aber bist derselbe/ und deine Jahre werden nicht aufhören."] Lied: Gelobet feist du, Jefu Chrift( 15) dopjot tion Evangelium: Joh. 1, 1-14 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott/ und Gott war das Wort. Dasselbige war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist nichts gemacht/ 628 was gemacht ist. In ihm war das Leben/ und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheinet in der finsternis/ und die finsternis hats nicht begriffen. sjid: mpot 201 Es ward ein Mensch von Gott gefandt/ der hieß Johannes. Derfelbige kam zum Zeugnis/ daß er von dem Licht zeugete/ auf daß sie alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht/ fondern daß er zeugete von dem Licht. Das war das wahrhaftige Licht/ welches alle Menschen erleuchtet/ die in diese Welt kommen. Es war in der Welt/ und die Welt ist durch dasselbige gemacht und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum/ und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen/ denen gab er Macht/ Gottes Kinder zu werden/ die an seinen Namen glauben/ welche nicht von dem Geblüt/ noch von dem Willen des Fleisches/ noch von dem Willen eines Mannes/ fondern von Gott geboren sind. Und das Wort mard fleisch/ und wohnte unter uns/ und wir fahen feine Herrlichkeit/ eine Herrlichkeit/ als des eingebornen Sohns vom Vaterpoller Gnade und Wahrheit. Am 26. Dezember, dem Tage des Erzmärtyrers Stephanus¹) Gebet O Gott, weil sich die Gottlosen allenthalben mehren und deine Diener verfolgen: so siehe an ihr Dräuen und gib deinen Knechten, mit aller freudigkeit zu reden dein Wort/ auf daß du allein gefürchtet und recht erkannt werdest zu Lob und Preis deines Namens. Durch unfern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Apg. 6, 8 bis 7, 2a. 51-59 Stephanus/ voller Gnade und Kraft/ tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da standen etliche auf von der Synagoge/ die da heißet der Libertiner/ und der Kyrener/ und der Alexanderer/ und derer/ die aus Zilizien und Asia waren/ und stritten sich mit Stephanus. Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste/ aus welchem er redete. mtblioss lood Da stifteten sie an etliche Männer/ die sprachen: Wir haben ihn gehöret Läfterworte reden wider Moses/ und wider Gott." Und bewegten das Volk/ und die Altesten und die Schriftgelehrten/ und traten herzu und rissen ihn hin/ und führeten ihn vor den Rat/ und stelleten falsche ¹) Wenn der 26. Dezember auf den 1. Sonntag nach dem Chriftfeste fällt, treten die Lefungen des Stephanustages an die Stelle der Sonntagslefungen. 629 Zeugen/ die sprachen:„ Dieser Mensch höret nicht auf zu reden Lästerworte wider diese heilige Stätte und das Geset. Denn wir haben ihn hören fagen: Diefer Jefus Don Nazareth wird diese Stätte zerstören/ und ändern die Sitten/ die uns Mofes gegeben hat." Und sie sahen auf ihn/ alle die im Rat saßen/ und fahen sein Angesicht/ wie eines Engels Angesicht. 400 medroll til egg tin in 19 insidiale not hand Da sprach der Hohepriester: Ist dem also?" Er aber sprach: Ihr Halostarrigen und Unbeſchnittenen an Herzen und Ohren/ ihr widerstrebt allezeit dem heiligen Geift/ wie eure Väter/ alfo auch ihr. Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolget/ und getötet haben fie/ die da zuvor verkündigten die Ankunft diefes Gerechten/ deffen Verräter und Mörder ihr nun worden seid. Ihr habt das Geset empfangen durch der Engel Befehle/ und habts nicht gehalten." Da fie folches höreten/ gings ihnen durchs Herz/ und bisfen die Zähne zusammen über ihn. Da er aber voll heiligen Geistes war/[ ah er auf gen Himmel/ und sah die Herrlichkeit Gottes/ und Jesum stehen zut Rechten Gottes/ und sprach: Siehe/ ich sehe den Himmel offen/ und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen." Sie schrieen aber laut/ und hielten ihre Ohren zu/ und stürmeten einmütiglich auf ihn ein/ und stießen ihn zur Stadt hinaus/ und steinigeten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider/ zu den füßen eines Jünglings/ der hieß Saulus. Und steinigeten Stephanus/ der anrief und sprach:„ Herr Jesu/ nimm meinen Geist auf." Er kniete aber nieder und schrie laut:, Herr behalt ihnen diese Sünde nicht." Und als er das gesagt/ entschlief er. Lied: Vom Himmel kam der Engel Schar( 17) End Evangelium: Matth. 23, 34-39 Jefus sprach zu den Pharifäern und Schriftgelehrten:» Siehe/ ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte/ und deren werdet ihr etliche töten/ und kreuzigen/ und etliche werdet ihr geißeln in euren Synagogen/ und werdet sie verfolgen/ von einer Stadt/ zu der anderen/ auf daß über euch komme all das gerechte Blut/ das vergoffen ist auf Erden/ von dem Blut an Abels/ des Gerechten/ bis aufs Blut des Zacharias/ des Sohnes Barachjas/ welchen ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar. Wahrlich/ ich sage euch/ daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. M Jerusalem/ Jerusalem/ die du töteft die Propheten/ und steinigest die zu dir gefandt find: wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen/ wie eine Henne versammelt ihre Küchlein/ unter ihre Flügel/ und ihr habt nicht gewollt! Siehe/ euer Haus soll euch wüst gelassen werden, denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen/ bis ihr [ precht: Gelobt fei/ der da kommt im Namen des Herrn.<< 630 Am 27. Dezember, dem Tage des Apostels und Evangelisten Johannes¹) Gebet Allmächtiger, barmherziger Vater, der du das wahrhaftige Licht, unfern Herrn Jefum Chriftum, in der Welt haft aufgehen und durch deine Apostel treulich bezeugen laffen: verleihe uns, daß wir durch dieses Licht erleuchtet werden im rechten Glauben zum ewigen Leben. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Joh. 1, 1-10 Ihr Lieben/ das da von Anfang war/ das wir gehöret haben/ das wir gesehen haben mit unsern Augen/ das wir beschauet haben/ und unsere Hände betastet haben/ Dom Wort des Lebens- und das Leben ist erschienen/ und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben/ das ewig ist/ welches war bei dem Vater/ und ist uns erschienen- was mir gesehen und gehöret haben/ das verkündigen wir euch: auf daß auch ihr mit uns Gemeinschaft habet. Und unfre Gemeinschaft ist mit dem Vater/ und mit seinem Sohn Jefu Chrifto. Und solches schreiben wir/ auf daß unfre Freude völlig sei. [ Und das ist die Verkündigung/ die wir von ihm gehöret haben/ und euch verkündigen: daß Gott Licht ist/ und in ihm ist keine finsternis. So wir sagen/ daß wir Gemeinschaft mit ihm haben/ und wandeln in der finsternis/ so lügen wir/ und tun nicht die Wahrheit. So wir aber im Licht wandeln/ wie er im Licht ist/ fo haben wir Gemeinschaft unternander/ und das Blut Jefu Chrifti feines Sohnes/ machet uns rein von aller Sünde. tib So wir sagen/ wir haben keine Sünde/ so verführen wir uns selbst/ und die Wahrheit ist nicht in uns. So wir aber unsere Sünden bekennen/ fo ist er treu und gerecht/ daß er uns die Sünden vergibt/ und reiniget uns von aller Untugend. So wir sagen/ wir haben nicht gefündiget/ so machen wir ihn zum Lügner/ und fein Wort ist nicht in uns.] oder: Jef. Sirach 15, 1-6 Lied: Wunderbarer Gnadenthron( 31) V: 0813 Evangelium: Joh. 21, 19b- 24 Jefus sprach zu Petrus:»> folge mir nach.« Petrus aber wandte sich um/ und sah den Jünger folgen/ welchen Jefus lieb hatte/ der auch an feiner Brust beim Abendessen gelegen war/ und gefaget hatte:„ Herr/ ¹) Wenn der 27. Dezember auf den 1. Sonntag nach dem Chriftfefte fällt, treten die Lefungen und das Lied des Tages des Evangelisten Johannes an die Stelle der Sonntagslefungen und des Sonntagsliedes. 631 wer ists/ der dich verrät?" Da Petrus diefen fah/ ſpricht er zu Jeſu: , Herr/ was soll aber diefer?" Jesus spricht zu ihm:» So ich will/ daß er bleibe/ bis ich komme/ was gehet es dich an!« Da ging eine Rede aus unter den Brüdern:„ Dieser Jünger stirbt nicht." Aber Jesus sprach nicht zu ihm:, Er stirbet nicht"/ sondern: So ich will/ daß er bleibe/ bis ich komme/ was gehet es dich an?" Dies ist der Jünger/ der von diesen Dingen zeuget/ und hat dies geschrieben, und wir wissen/ daß sein Zeugnis wahrhaftig ist. Am 28. Dezember, dem Tage der Unschuldigen Kindlein ¹) MONOGA en Gebet Allmächtiger Gott, der du in großen und gewaltigen Werken deine Herrlichkeit offenbarest und durch die Unmündigen und Geringen noch in ihrem Sterben Wunder tust: mache uns bereit, uns deinem Willen zu fügen und unser Leben für deinen Sohn zu opfern. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 01 Epistel: Offenb. 12, 1-6 Es erschien ein groß Zeichen im Himmel: ein Weib mit der Sonne bekleidet/ und der Mond unter ihren Füßen/ und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Und sie war schwanger/ und schrie in Kindonöten/ und hatte große Qual zur Geburt. einst 30 m Und es erschien ein ander Zeichen im Himmel: und siehe ein großer roter Drache/ der hatte sieben Häupter und zehn Hörner/ und auf seinen Häuptern sieben Kronen/ und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne hinter sich/ und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat por das Weib/ die gebären sollte: auf daß/ wenn sie geboren hätte er ihr Kind fresse. Und sie gebar einen Sohn/ ein Knäblein/ der alle Heiden sollte weiden mit dem eisernen Stabe/ und ihr Kind mard entrückt zu Gott und seinem Thron. Und das Weib entfloh in die Wüste/ da sie hat einen Ort bereitet von Gott/ daß sie daselbst ernähret würde/ tausend zweihundert und sechzig Tage. PALO Lied: Vom Himmel kam der Engel Schar( 17) isphras Evangelium: Matth. 2, 13-18 Siehe/ der Engel des Herrn erschien dem Joseph im Traum/ und sprach: , Stehe auf/ und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir/ und flieh nach Ägyptenland/ und bleib allda/ bis ich dirs fage. Denn Herodes ¹) Wenn der 28. Dezember auf den 1. Sonntag nach dem Chriftfeste fällt, treten die Leſungen des Tages der Unschuldigen Kindlein an die Stelle der Sonntagslefungen. 632 geht damit um/ daß er das Kindlein suche/ dasselbe umzubringen." Und er stand auf/ und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich/ bei der Nacht/ und entwich nach Ägyptenland/ und blieb allda/ bis nach dem Tode des Herodes/ auf daß erfüllet würde/ was der Herr durch den Propheten gesagt hat/ der da spricht: Aus Agypten hab ich meinen Sohn gerufen." Da Herodes nun sah/ daß er von den Weisen betrogen war/ ward er sehr zornig/ und schickte aus/ und ließ alle Kinder zu Bethlehem töten/ und in dem ganzen Gebiet/ die da zweijährig und drunter waren/ nach der Zeit/ die er mit fleiß von den Weifen erkundet hatte. Da ist erfüllet/ das gesagt ist von dem Propheten Jeremías/ der da [ pricht: Zu Rama hat man ein Geschrei gehöret/ viel Klagens/ Weinens und Heulens, Rahel beweinte ihre Kinder/ und wollte sich nicht trösten lassen/ denn es war aus mit ihnen." Am 1. Sonntag nach dem Christfeste Gebet O allmächtiger, ewiger Gott: regiere all unfer Werk und Tun nach deinem Wohlgefallen/ auf daß wir durch deinen lieben Sohn reich werden an guten Werken. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Gal. 4, 1-7 Liebe Brüder/ solange der Erbe unmündig ist/ so ist zwischen ihm und einem Knechte kein Unterschied/ ob er wohl ein Herr ist aller Güter/ fondern er ist unter Vormündern und Pflegern/ bis auf die vom Vater bestimmte Zeit. Also auch wir/ da wir unmündig waren/ waren wir gefangen unter den Urmächten der Welt. Da aber die Zeit erfüllet ward/ fandte Gott seinen Sohn/ geboren von einem Weibe/ und unter das Gefeh getan/ auf daß er die/ so unter dem Geset waren/ erlösete/ daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Söhne seid/ hat Gott gefandt den Geist seines Sohnes in unsre Herzen/ der schreiet:„ Abba/ lieber Vater." Also/ bist du nun kein Knecht mehr/ fondern Sohn. Bist du aber Sohn/ so bist du auch Erbe Gottes/ durch Chriftum. Lied: Vom Himmel kam der Engel Schar( 17) Ender Evangelium: Luk. 2, 33-400 120012 ads Jofeph und María munderten sich des/ das von dem Kinde geredet ward. Und Simeon segnete sie/ und sprach zu María seiner Mutter: Siehe/ dieser wird geseht/ zum fall und Auferstehen/ vieler in Ifrael/ und zu einem Zeichen/ dem widersprochen wird- und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen- auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden." 633 Und es war eine Prophetin/ Hanna/ eine Tochter Phanuels vom Geschlecht Affer/ die war wohl betaget/ und hatte gelebt sieben Jahre mit ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft/ und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren/ die kam nimmer vom Tempel/ diente Gott mit faften und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu/ zu derselbigen Stunde/ und preífete Gott/ und redete pon ihm zu allen/ die auf die Erlösung Jerusalems warteten. Tip) mun Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Geset des Herrn/ kehrten fie wieder nach Galiläa/ zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs, und ward stark/ Doller Weisheit/ und Gottes Gnade war bei ihm. o Am Altjahrsabend( Silvester) 120100 Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du uns im vergangenen Jahre viel Gutes haft erzeiget: mir bitten dich, du wolleft auch das neue Jahr mit deinem göttlichen Segen erfüllen. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Emigkeit. Amen. 330 n08 nas Epistel: Jef. 9, 1-6 Vab.4. Das Volk so im finstern wandelt/ fiehet ein großes Licht/ und über die da wohnen im finstern Lande/ scheinet es helle. Du machest des Jubels viel/ du machest groß die Freude. Vor dir wird man sich freuen/ wie man sich freuet in der Ernte/ wie man fröhlich ist/ wenn man Beute austeilet. Denn du haft das Joch ihrer Laft/ und die Rute ihrer Schulter/ und den Stecken ihres Treibers zerbrochen/ wie zur Zeit Midians. Denn jeder lärmende Schuh der Krieger/ und alles blutige Kleid/ wird verbrannt und mit feuer verzehret werden. Denn uns ist ein Kind geboren/ ein Sohn ist uns gegeben/ und die Herrschaft ist auf seiner Schulter, und er heißt: Wunder- Rat/ GottHeld/ Ewig- Vater/ Friede- Fürst/ auf daß seine Herrschaft groß werde/ und des Friedens kein Ende/ über dem Thron Davids und seinem Königreiche/ daß ers zurichte und stärke/ mit Gericht und Gerechtigkeit/ von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HErrn Zebaoth. IsmmiH mov oder: Röm. 8, 31 b- 39 Liebe Brüder/ ift Gott für uns/ wer mag wider uns sein? Welcher auch feines eignen Sohne nicht hat verschonet/ fondern hat ihn für uns alle dahingegeben: wie follt er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer will die Auserwähleten Gottes beschuldigen! Gott ist hie/ der da gerecht machet. Wer will verdammen! Christus ist hie/ der gestorben ist/ ja viel mehr: der auch auferwecket ist/ welcher ist zur Rechten Gottes/ und vertritt uns. 634 Wer will uns scheiden von der Liebe Chrifti? Trübfal oder Angst? oder Verfolgung? oder Hunger? oder Blöße? oder fährlichkeit? oder Schwert? Wie geſchrieben stehet: Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag. Wir sind geachtet für Schlachtschafe." Aber in dem allen überwinden wir weit durch den/ der uns geliebet hat. Denn ich bin gewiß/ daß weder Tod noch Leben/ weder Engel noch fürstentum/ weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges/ meder Hohes noch Tiefes/ noch keine andre Kreatur/ kann uns scheiden von der Liebe Gottes/ die in Christo Jesu ist/ unferm Herrn. and god mu spo [ bo 00 sp Lied: Das alte Jahr vergangen ist( 38) Evangelium: Luk. 12, 35-40 Jesus fprach zu seinen Jüngern:» Lasset eure Lenden umgürtet sein/ und eure Lichter brennen/ und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten/ wenn er aufbrechen wird von der Hochzeit/ auf daß/ wenn er kommt und anklopft/ sie ihm alsbald auftun. Selig find die Knechte/ die der Herr/ so er kommt/ machend findet. Wahrlich/ ich fage euch: Er wird sich aufschürzen/ und wird sie zu Tisch sehen/ und zu ihnen gehen/ und ihnen dienen. Und so er kommt in der andern Wache/ und in der dritten Wache/ und wirds also finden: felig find diese Knechte. Das follt ihr aber wiffen: Wenn ein Hausherr müßte/ zu welcher Stunde der Dieb käme/ so wachte er und ließe nicht in fein Haus brechen. Darum seid ihr auch bereit/ denn des Menschen Sohn wird kommen zu der Stunde/ da ihrs nicht meinet.<< Am 1. Januar, dem Tage der Beschneidung und Namengebung des HErrn( Neujahrstag) Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du deinen lieben Sohn unter das Geset getan haft/ auf daß er die, so unter dem Geset waren, erlösete: hilf, daß wir seiner Erlösung teilhaftig werden und bleiben. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epiftel: Gal. 3, 23-29 Liebe Brüder/ ehe denn der Glaube kam/ wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen/ für den Glauben/ der da follte offenbart werden. Also ist das Geset unser Zuchtmeiſter gewesen auf Chriftum/ daß mir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist/ sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr feld alle Gottes Kinder/ durch den Glauben an Christum Jefum. Denn 635 wie viel euer auf Chriftum getauft find/ die haben Chriftum angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche/ hie ist kein Knecht noch freier/ hie ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid all zumal Einer in Chrifto Jefu. Seid ihr aber Chrifti/ so seid ihr ja Abrahams Samen/ und nach der Verheißung Erben. Lied: Jefu, nun sei gepreiset( 39) dus( bon 999 Evangelium: Luk. 2, 21 Da acht Tage um waren/ daß das Kind beschnitten würde/ da mard fein Name genannt Jefus/ welcher genannt ward von dem Engel/ ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. Am 2. Sonntag nach dem Chriftfeste( Sonntag nach Neujahr) nog Gebet d O allmächtiger, ewiger Gott: regiere all unser Werk und Tun nach deinem Wohlgefallen/ auf daß wir durch deinen lieben Sohn reich werden an guten Werken. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. on ollo sosie dop Epistel: 1. Petr. 4, 12-19 Ihr Lieben/ lasset euch die Hitze/ so euch begegnet/ nicht befremden die euch widerführet/ daß ihr versucht werdet- als widerführe euch etwas Seltsames/ fondern freuet euch/ daß ihr mit Christo leidet/ auf daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget. Selig seid ihr/ wenn ihr geschmähet werdet über den Namen Chrifti: denn der Geist/ der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ift/ ruhet auf euch. Niemand aber unter euch leide als ein Mörder oder Dieb/ oder Übeltäter/ oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Chrift/ so schäme er sich nicht/ er ehre aber Gott mit diesem Namen. Denn es ist Zeit/ daß anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns/ was wills für ein Ende werden mit denen/ die dem Evangelium Gottes nicht glauben! Und so der Gerechte kaum erhalten wird/ wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum/ welche da leiden nach Gottes Willen/ die sollen ihm ihre Seelen befehlen/ als dem treuen Schöpfer/ in guten Werken. Lied: Wunderbarer Gnadenthron( 31) Evangelium: Matth. 2, 19-23 Da Herodes gestorben war/ siehe/ da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traum/ in Agyptenland/ und sprach:„ Stehe auf/ und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir/ und ziehe hin/ in das 636 Land Ifrael: Sie find gestorben/ die dem Kinde nach dem Leben standen." Und er stand auf/ und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich/ und kam in das Land Israel. Da er aber hörete/ daß Archelaus im jüdischen Lande König war/ anstatt feines Vaters Herodes/ fürchtete er sich dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott/ und zog ins galiläische Land/ und kam/ und wohnte in der Stadt die da heißt Nazareth/ auf daß erfüllet würde/ das da gefaget ist durch die Propheten: Er soll Nazarener heißen." Am 6. Januar, dem Tage der Erscheinung des HErrn ( Epiphanias) Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du die Erstlinge der Heiden durch deinen Stern zur Krippe geleitet und ihnen deinen Sohn offenbaret haft: verleihe uns, die wir dich im Glauben erkannt haben/ daß wir auch zum Schauen deiner Majestät und Herrlichkeit geführet werden. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret bon Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Jes. 60, 1-6 Mache dich auf/ werde licht/ denn dein Licht kommt/ und die Herrlichkeit des HErrn gehet auf über dir. Denn siehe/ finsternis bedecket das Erdreich/ und Dunkel die Völker/ aber über dir gehet auf der HErr/ und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln/ und die Könige im Glanz der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf und siehe umher! Diese alle versammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen/ und deine Töchter auf dem Arme hergetragen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen/ und dein Herz wird sich wundern und weit werden/ wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehret/ und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken/ die jungen Kamele aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen/ Gold und Weihrauch bringen/ und des HErrn Lob perkündigen. Lied: Wie schön leuchtet der Morgenstern( 48) Erstes Evangelium: Matth. 2, 1-12 Da Jesus geboren war zu Bethlehem/ im jüdischen Lande/ zur Zeit des Königs Herodes/ siehe/ da kamen die Weisen Dom Morgenland gen Jerufalem/ und sprachen:, Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland/ und sind kommen ihn anzubeten." 637 Da das der König Herodes hörete/ erschrak er/ und mit ihm das ganze Jerusalem/ und hieß versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk/ und erforschete von ihnen/ wo Chriftus follte geboren werden. Und sie sagten ihm:, Zu Bethlehem im jüdischen Lande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten: Und du Beth= lehem im jüdischen Lande/ bist mit nichten die kleinste unter den fürsten in Juda; denn aus dir soll mir kommen/ der Herzog/ der über mein Volk Ifrael ein Herr fei."" dud i ispopo nd Da berief Herodes die Weifen heimlich/ und erkundete mít fleiß von ihnen/ wann der Stern erschienen wäre/ und wies sie gen Bethlehem/ und sprach:„ Ziehet hin/ und forschet fleißig nach dem Kindlein/ und wenn ihre findet/ faget mirs wieder/ daß ich auch komme/ und es anbete." Als sie nun den König gehört hatten/ zogen sie hin. Und siehe/ der Stern den sie im Morgenland gesehen hatten/ ging vor ihnen hin/ bis daß er kam/ und stand oben über/ da das Kindlein war. Und da sie den Stern fahen/ wurden sie hoch erfreuet/ und gingen in das Haus/ und fanden das Kindlein mit María seiner Mutter/ und fielen vor ihm nieder/ und beteten es an/ und taten ihre Schähe auf/ und schenkten ihm Gold/ Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum/ daß sie nicht sollten wieder zu Herodes kommen. Und zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land. boM Zweites Evangelium: Matth. 3, 13-17 Zu der Zeit kam Jefus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes/ daß er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm/ und sprach: Ich bedarf wohl/ daß ich von dir getauft werde/ und du kommest zu mir?" Jefus aber antwortete/ und sprach zu ihm:» Laß es jetzt also ge= schehen, also gebührt es uns/ alle Gerechtigkeit zu erfüllen.« Da ließ ers ihm zu. Und da Jeſus getauft war/ stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe da tat sich der Himmel auf über ihm/ und er sah den Geift Gottes/ gleich als eine Taube herabfahren/ und über ihn kommen. Und siehe/ eine Stimme vom Himmel herab sprach:„ Dies ist mein lieber Sohn/ an welchem ich Wohlgefallen habe." Am 1. Sonntag nach Epiphanias Gebet8 01118 Herr, allmächtiger Gott: fieh an in deiner himmlischen Güte das herzliche Verlangen deines Volkes, das zu dir fleht/ auf daß wir deinen Willen erkennen und stark werden, ihn zu vollbringen. Durch unfern Herrn Jesum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regleret von Ewigkeit zu Emigkeit. Amen. 638 Epistel: Röm. 12, 1-6 ( 990 Ich ermahne euch/ liebe Brüder/ durch die Barmherzigkeit Gottes/ daß ihr eure Leiber gebet zum Opfer/ das da lebendig/ heilig/ und Gott wohlgefällig sei/ welches sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, fondern verwandelt euch durch Erneuerung eures Sinnes/ auf daß ihr prüfen möget/ welches da sei der gute/ der wohlgefällige/ und der vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade/ die mir gegeben ist jedermann unter euch/ daß niemand höher von sich halte/ denn sichs gebühret zu halten/ fondern daß er von sich mäßiglich halte ein jeglicher/ nach dem Gott ausgeteilet hat das Maß des Glaubens. Denn gleicherweise/ als wir in einem Leibe Diel Glieder haben/ aber alle Glieder nicht einerlei Geschäft haben/ also find wir viele ein Leib in Christo; aber unternander ist einer des andern Glied/ und haben mancherlei Gaben/ nach der Gnade/ die uns gegeben ist. Lied: O füßer Herre Jefu Christ( 47) Evangelium: Luk. 2, 41-52 Jefu Eltern gingen alle Jahre gen Jerufalem/ auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war/ gingen sie hinauf gen Jerufalem/ nach Gewohnheit des festes. Und da die Tage vollendet waren/ und sie wieder nach Hause gingen/ blieb das Kind Jefus zu Jerusalem/ und feine Eltern mußtens nicht. Sie meineten aber er wäre unter den Ge= fährten/ und kamen eine Tagereife weit/ und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden/ gingen fie wiederum gen Jerufalem/ und suchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen/ fanden sie ihn im Tempel sigen/ mitten unter den Lehrern/ wie er ihnen zuhörete/ und fie fragte. Und alle die ihm zuhöreten/ verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn fahen/ entfehten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm:„ Mein Sohn/ warum haft du uns das getan! Siehe/ dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht." Und er sprach zu ihnen: >> Was ists/ daß ihr mich gesucht habt? Wiffet ihr nicht/ daß ich sein muß in dem/ das meines Vaters ist?« Und sie verstanden das Wort nicht/ das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab/ und kam gen Nazareth/ und war ihnen untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jefus nahm zu an Weisheit/ Alter und Gnade/ bei Gott und den Menschen. Am 2. Sonntag nach Epiphanias Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du leitest und regiereft, was im Himmel und auf Erden ist: erhöre in Gnaden das flehen deines Volkes/ und 639 verleihe uns deinen Frieden alle Tage unseres Lebens. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Röm. 12, 6-16 Liebe Brüder/ wir haben mancherlei Gaben/ nach der Gnade/ die uns gegeben ist. Hat jemand Weisfagung/ fo fei fie dem Glauben gemäß. Hat jemand ein Amt/ so warte er des Amts. Lehret jemand/ so warte er der Lehre. Ermahnet jemand/ so warte er des Ermahnens. Gibt jemand/ fo gebe er in Einfalt. Regieret jemand/ so sei er sorgfältig. Ubet jemand Barmherzigkeit/ fo tu ers mit Luft. Die Liebe sei nicht falsch. Haffet das Arge/ hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unternander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seid nicht träge in dem/ was ihr tun sollt. Seid brünftig im Geiste. Schicket euch in die Zeit. Seid fröhlich in Hoffnung/ geduldig in Trübfal/ haltet an am Gebet. Nehmet euch der Notdurft der Heiligen an. Herberget gerne. Segnet die euch verfolgen/ fegnet/ und fluchet nicht. Freuet euch mit den fröhlichen/ und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unternander. Trachtet nicht nach hohen Dingen/ fondern haltet euch herunter zu den niedrigen. pt nl end dsild\ nspnig sjunH dhon 01/0 Lied: Gottes Sohn iſt kommen( 2) 3/8 in onstqum mill Fabio Ou Evangelium: Joh. 2, 1-11 Am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kana in Galiláa/ und die Mutter Jefu war da. Jefus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es an Wein gebrach/ ſpricht die Mutter Jefu zu ihm: Sie haben nicht Wein." Jefus spricht zu ihr:» Weib/ was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht kommen.<< Seine Mutter spricht zu den Dienern:, Was er euch faget/ das tut.") Es waren aber allda sechs steinerne Wafferkrüge gefeht nach der Weife der jüdischen Reinigung/ und ging in je einen/ zwei oder drei Maß. Jesus spricht zu ihnen:»> füllet die Wasserkrüge mit Wasser.<< Und sie fülleten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen:» Schöpfet nun und bringets dem Speisemeister.« Und sie brachtens. Als aber der Speisemeister kostete den Wein/ der Waffer gewesen war/ und wußte nicht von wannen er kam- die Diener wußtens/ die das Wasser geschöpfet hatten- rufet der Speisemeister dem Bräutigam/ und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein/ und wenn sie trunken worden sind/ alsdann den geringeren/ du haft den guten Wein bisher behalten." Das ist das erste Zeichen das Jefus tat/ geschehen zu Kana in Galilta/ und offenbarte feine Herrlichheit. Und seine Jünger glaubten an ihn. 640 my exist Am 3. Sonntag nach Epiphanias ou deal one Gebet alo, ald Allmächtiger, ewiger Gott: nimm unfre Schwachheit zu Herzen/ und strecke aus deine gewaltige Hand, uns zu schühen vor unseren feinden. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Emigkeit. Amen. Epistel: Röm. 12, 17-21 Liebe Brüder/ haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Iste möglich/ foviel an euch ist/ fo habt mit allen Menschen frieden. Rächet euch felber nicht/ meine Liebsten/ fondern gebet Raum dem Zorn Gottes. Denn es steht geschrieben:„ Die Rache ist mein, ich will vergelten/ [ pricht der Herr." So nun deinen feind hungert/ so speise ihn/ dürftet ihn/ so tränke ihn. Wenn du das tust/ so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt fammeln. Laß dich nicht das Böse überwinden/ sondern überwinde das Böse mit Gutem. bin Alla Lied: Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all( 189) Evangelium: Matth. 8, 1-13 Da Jefus vom Berge herabging/ folgte ihm viel Volks nachh. Und fiehe ein Ausfähiger kam/ und fiel vor ihm nieder/ und sprach:„ Herr/ fo du willst/ kannst du mich wohl reinigen." Und Jesus streckte seine Hand aus/ rührte ihn an/ und sprach:» Ich wills tun/ sei gereiniget.<< Und alsbald ward er von seinem Ausfah rein. Und Jesus sprach zu ihm:» Siehe zu/ sags niemand/ sondern gehe hin/ und zeige dich dem Priester/ und opfere die Gabe/ die Moses befohlen hat/ ihnen zum Zeugnis.<< Da aber Jefus einging zu Kapernaum/ trat ein Hauptmann zu ihm/ der bat ihn/ und sprach:, Herr/ mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrüchig/ und hat große Qual." Jefus sprach zu ihm:» Ich will kommen und ihn gefund machen.« Der Hauptmann antwortete/ und ſprach:„ Herr ich bin nicht wert/ daß du unter mein Dach gehest/ fondern sprich nur ein Wort/ so wird mein Knecht gefund. Denn auch ich bin ein Mensch/ der Obrigkeit untertan/ und hab unter mir Kriegsknechte/ und wenn ich sage zu einem:, Gehe hin'/ fo gehet er/ und zum andern:, Komm her/ so kommt er/ und zu meinem Knecht: Tu das/ so tut ers." Da das Jesus hörte/ verwunderte er sich/ und sprach zu denen die ihm nachfolgeten:» Wahrlich/ ich fage euch: Solchen Glauben hab ich in Israel nirgend gefunden. Aber ich fage euch: Viele werden kommen Dom Morgen und vom Abend/ und zu Tische fihen mit Abraham 641 und Isaak und Jakob im Himmelreich. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die finsternis hinaus/ da wird sein Heulen und Zähneklappen.<< Und Jefus sprach zu dem Hauptmann:» Gehe hin/ dir geSchehe/ wie du geglaubt haft.<< Und sein Knecht ward gesund zu der felbigen Stunde. Sun isHims)( hau Am 4. Sonntag nach Epiphanias b Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, du weißt, daß wir in so mancher und großer Gefahr aus menschlicher Schwachheit nicht können bestehen: verleihe uns Kraft an Leib und Seele/ daß wir alles, was uns um unfrer Sünden willen quälet, durch deine Hilfe überwinden. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Röm. 13, 8-10 400 ud, nrowndl Liebe Brüder/ seid niemand nichts schuldig/ denn daß ihr euch unternander liebet. Denn wer den anderen liebet/ der hat das Geseh erfüllet. Denn das da gesagt ist:„ Du sollst nicht ehebrechen/ du sollst nicht töten/ du sollst nicht stehlen/ dich soll nichts gelüften"/ und so ein anderes Gebot mehr ist/ das wird in diesem Wort zusammengefaffet:, Du follst deinen Nächsten lieben/ wie dich selbst." Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesehes Erfüllung. upl mas 130 Lied: Such, wer da will, ein ander Ziel( 249) Evangelium: Matth. 8, 23-27 Jefus trat in das Schiff/ und seine Jünger folgeten ihm. Und siehe/ da erhob sich ein groß Ungeftüm im Meer/ alfo/ daß auch das Schiff lein mit Wellen bedeckt ward. Und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm/ und weckten ihn auf/ und sprachen:, Herr/ hilf uns/ wir derderben." Da sagte er zu ihnen:» Ihr Kleingläubigen/ marum feid ihr so furchtsam!«< Und stand auf und bedräuete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich/ und sprachen:, Was ist das für ein Mann/ daß ihm Wind und Meer gehorsam ift?" Alm 5. Sonntag nach Epiphanias Gebet Herr, unser Gott, der du berufest und sammelft von allen Enden der Erde ein Volk, das dir dienet: laß deine Herrschaft groß werden über uns und alle, die da sihen in Finsternis und Schatten des Todes. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 642 Defum ChrEpiftel: Kol. 3, 12-17 Liebe Brüder/ ziehet an- als die Auserwähleten Gottes/ Heiligen und Geliebten herzliches Erbarmen/ freundlichkeit/ Demut/ Sanftmut/ Geduld/ und vertrage einer den andern/ und vergebet euch unternander/ so jemand Klage hat wider den andern/ gleich wie Christus euch vergeben hat/ also auch ihr. Uber alles aber ziehet an die Liebe/ die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Chrifti regiere in euren Herzen/ zu welchem ihr auch berufen seid/ in einem Leibe. Und seid dankbar. Laffet das Wort Chrifti unter euch reichlich wohnen/ in aller Weisheit. Lehret und vermahnet euch selbst/ mit Pfalmen und Lobge[ ängen/ und geistlichen lieblichen Liedern/ und finget Gott in eurem Herzen. Und alles/ was ihr tut/ mit Worten oder mit Werken/ das tut alles in dem Namen des Herrn Jefu/ und danket Gott dem Vater/ durch ihn. ngilisd med nog Lied: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ( 207) 016 Evangelium: Matth. 13, 24-30 Jefus legte dem Volk ein ander Gleichnis vor/ und sprach:» Das Himmelreich ist gleich einem Menschen/ der guten Samen auf feinen Acker fåte. Da aber die Leute schliefen/ kam sein feind/ und säte Unkraut zwischen den Weizen/ und ging davon. Da nun die Saat mucho/ und frucht brachte/ da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hauspater/ und sprachen:, Herr/ hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gefät? Woher hat er denn das Unkraut?" Er sprach zu ihnen:, Das hat der feind getan." Da sprachen die Knechte: Willst du denn/ daß wir hingehen und es ausjäten?" Er sprach:„ Nein/ auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet/ so ihr das Unkraut ausjätet. Laffet beides miteinander wachsen bis zu der Ernte/ und um der Ernte Zeit/ will ich zu den Schnittern fagen: Sammelt zuvor das Unkraut/ und bindet es in Bündel/ daß man es verbrenne/ aber den Weizen fammelt mir in meine Scheuer."«< Am Letzten Sonntag nach Epiphanias Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du deinen Sohn vom Himmel herab perkläret haft: verleihe uns, daß wir die Offenbarung seiner Herrlichkeit gläubig aufnehmen und ihm millig nachfolgen/ auf daß wir durch ſein Leiden und Kreuz zur Glorie der Auferstehung gelangen. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.nl bod om 643 Epistel: 2. Petr. 1, 16-21 20 Ihr Lieben/ wir sind nicht klugen fabeln gefolget/ da wir euch kundgetan haben die Kraft und Erscheinung unsers Herrn Jefu Chrifti; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen/ da er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis/ durch eine Stimme/ die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit dermaßen: Dies ist mein lieber Sohn/ an dem ich Wohlgefallen habe." Und diese Stimme haben wir gehöret vom Himmel geschehen/ da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. andamad, ois) anl dis So haben wir desto fester das prophetische Wort/ und ihr tut wohl/ daß ihr drauf achtet/ als auf ein Licht/ das da scheinet am dunkeln Ort/ bis der Tag anbreche/ und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen/ daß keine Weisfagung in der Schrift geschieht aus eigener Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weiefagung aus menschlichem Willen hervorgebracht: sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet/ getrieben von dem heiligen Geift. Lied: Herr Christ, der einig Gotts Sohn( 46) Evangelium: Matth. 17, 1-9 Nach sechs Tagen nahm Jefus zu sich Petrus und Jakobus und Johannes feinen Bruder/ und führte sie abseits auf einen hohen Berg. Und ward verkläret vor ihnen/ und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß/ wie das Licht. Und siehe/ da erschienen ihnen Mofes und Elias/ die redeten mit ihm. Petrus aber hob an/ und sprach zu Jesu:, Herr/ hier ist gut sein/ willst du/ so wollen wir hier drei Hütten machen/ dir eine/ Mofes eine/ und Elías eine." Da er noch also redete/ siehe/ da überschattete sie eine lichte Wolke/ und siehe/ eine Stimme aus der Wolke sprach:„ Dies ist mein lieber Sohn/ an welchem ich Wohlgefallen habe/ den sollt ihr hören." Da das die Jünger höreten/ fielen sie auf ihr Angesicht/ und erschraken sehr. Jefus aber trat zu ihnen/ rührte sie an/ und sprach:» Stehet auf/ und fürchtet euch nicht.« Da fie aber ihre Augen aufhoben/ sahen sie niemand/ denn Jefum alleine. Und da sie vom Berge herabgingen/ gebot ihnen Jesus/ und sprach: >> Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen/ bis des Menschen Sohn von den Toten auferstanden ist.«< Am Sonntag Septuagesimä Gebet Herr Gott, himmlischer Vater: erhöre die Bitten deines Volkes/ und ob wir wohl um unsrer Sünde willen Strafe verdienet haben, so errette uns doch in Gnaden um deines herrlichen Namens willen. Durch 644 unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Kor. 9, 24-27 Liebe Brüder/ wisset ihr nicht/ daß die/ so in den Schranken laufen/ die laufen alle/ aber einer erlanget das Kleinod! Laufet nun also/ daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber/ der da kämpfet/ enthält fich alles Dinges/ jene nun/ daß sie eine vergängliche Krone empfangen/ wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also/ nicht wie aufs Un= gewisse. Ich fechte also/ nicht wie der in die Luft streichet: sondern ich züchtige meinen Leib/ und zähme ihn/ daß ich nicht den andern predige/ und selbst verwerflich werde. 3501] Cumu Lied: Es ist das Heil uns kommen her( 242) bi19ldsasp spise sdap MOVE 500T Evangelium: Matth. 20, 1-16 a Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Das Himmelreich ist gleich einem Hauspater/ der am Morgen ausging/ Arbeiter zu dingen/ in seinen Weinberg; und da er mit den Arbeitern eins mard/ um einen Taler zum Taglohn/ sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde/ und sah andere an dem Markte müßig stehen/ und [ prach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg/ ich will euch geben/ was recht ist," und sie gingen hin. Abermals ging er aus/ um die sechste und neunte Stunde/ und tat gleich also. Um die elfte Stunde aber ging er aus/ und fand andere müßig stehen/ und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig?" Sie sprachen zu ihm:, Es hat uns niemand gedinget." Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg." Da es nun Abend ward/ sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner:, Rufe den Arbeitern/ und gib ihnen den Lohn/ und hebe an/ bei den letzten/ bis zu den ersten." Da kamen/ die um die elfte Stunde gedinget waren/ und empfing ein jeglicher seinen Taler. Da aber die ersten kamen/ meineten sie/ sie würden mehr empfangen/ und fie empfingen auch ein jeglicher seinen Taler/ und da sie den empfingen/ murreten sie wider den Hausvater/ und sprachen: Diese letten haben nur eine Stunde gearbeitet/ und du hast sie uns gleich gemacht/ die wir des Tages Last und Hihe getragen haben." Er antwortete aber/ und fagte zu einem unter ihnen:„ Mein Freund/ ich tu dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen Taler? Nimm mas dein ist und gehe hin/ ich will aber diesem lehten geben/ gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht/ zu tun was ich will/ mit dem Meinen? Siehest du darum scheel/ daß ich so gütig bín?" Also werden die Lehten/ die Ersten/ und die Ersten/ die Lehten sein.<< 645 spillal mad du siAm Sonntag Sexagesima mul mast majnu Gebet O Herr, mir bitten dich: erwecke die Herzen deiner Gläubigen, auf daß sie die Frucht deines göttlichen Wortes immer völliger bringen und die Hilfe deiner Gnade immer reichlicher empfangen. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 2. Kor. 11, 21b bis 12,9 oder: 2. Kor. 12, 1-9 Liebe Brüder/[ worauf jemand pochet- ich rede in Torheit- darauf kann ich auch pochen. Sie sind Hebräer/ ich auch. Sie sind Ifraeliter/ ich auch. Sie sind Abrahams Samen/ ich auch. Sie sind Diener Christi- ich rede wie ein Toller- ich bin mehr. Ich habe mehr gearbeitet/ ich habe mehr Schläge erlitten/ ich bin öfter gefangen/ oft in Todes Nöten gewesen. Von den Juden habe ich fünf Mal empfangen vierzig Streiche weniger einen. Ich bin dreimal gepeitschet/ einmal gesteiniget/ dreimal hab ich Schiffbruch erlitten/ einen Tag und eine Nacht hab ich zugebracht über der Tiefe des Meeres. Ich bin oft gereifet. Ich bin in fährlichkeit gewesen durch Flüsse/ in fährlichkeit unter den Mördern/ in fährlichkeit unter den Juden/ in fährlichkeit unter den Heiden/ in fährlichkeit in den Städten/ in fährlichkeit in den Wüsten/ in fährlichkeit auf dem Meer/ in fährlichkeit unter den falschen Brüdern. In Mühe und Arbeit/ in viel Wachen/ in Hunger und Durst/ in viel faften/ in frost und Blöße. Ohne was sich sonst zuträgt/ nämlich/ daß ich täglich werde angelaufen/ und trage Sorge für alle Gemeinden. Wer ist schwach/ und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert/ und ich brenne nicht! So ich mich denn rühmen foll/ will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Der Gott und Vater unsers Herrn Jesu/ welcher sei gelobet in Ewigkeit/ weiß/ daß ich nicht lüge. Zu Damaskus der Landpfleger des Königs Aretas/ verwahrete die Stadt der Damasker/ und wollte mich greifen. Und ich ward in einem Korbe zum fenfter hinaus durch die Mauer niedergelassen/ und entrann aus seinen Händen.] Ich muß mích ja rühmen. Es ist zwar nichts nühe: Doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Chrifto/ por vierzehn Jahren ist er in dem Leibe gewesen/ fo weiß ichs nicht/ oder ist er außer dem Leibe gewesen/ so weiß ichs auch nicht/ Gott weiß es-: derselbige ward entzücket/ bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbigen Menschen- ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist/ weiß ich nicht/ Gott weiß es-: er ward entzücket in das Paradies/ und hörte unaussprechliche Worte/ welche kein Mensch sagen kann. Für denfelbigen will ich mich - 646 rühmen/ für mich selbst aber will ich mich nichts rühmen/ es sei denn meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte/ tät ich darum nicht töricht/ denn ich würde die Wahrheit fagen. Ich enthalte mich aber des/ auf daß nicht jemand mich höher achte/ denn er an mir fiehet oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarungen überhebe/ ift mir gegeben ein Pfahl ins fleisch/ nämlich: des Satans Engel/ der mich mit Fäusten schlage/ auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal zum Herrn geflehet habe/ daß er von mir wiche. Und er hat zu mir gesagt:» Laß dir an meiner Gnade genügen/ denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.« Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit/ auf daß die Kraft Chrifti bei mir wohne. Lied: Es wolle Gott uns gnädig sein( 182) tall: Epangelium: Luk. 8, 4-15 1031) Da viel Volke beieinander war/ und sie aus den Städten zu Jesu eileten/ [ prach er durch ein Gleichnis:» Es ging ein Säemann aus/ zu fäen seinen Samen. Und indem er säte/ fiel etlichs an den Weg/ und ward ver= treten/ und die Vögel unter dem Himmel fraßens auf. Und etliche fiel auf den fels/ und da es aufging/ verdorrte es darum/ daß es nicht Saft hatte. Und etliche fiel mitten unter die Dornen/ und die Dornen gingen mit auf/ und ersticktens. Und etlichs fiel auf ein gut Land/ und es ging auf/ und trug hundertfältige frucht.« Da er das fagte/ rief er:» Wer Ohren hat zu hören/ der höre.<< Es fragten ihn aber feine Jünger/ und sprachen/ was dies Gleichnis wäre. Er aber sprach:» Euch ists gegeben zu wissen die Geheimnisse des Reiches Gottes/ den andern aber in Gleichnissen/ daß fie es nicht sehen/ ob sie es schon sehen/ und nicht verstehen/ ob sie es schon hören. bi Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege find/ das find/ die es hören, darnach kommt der Teufel/ und nimmt das Wort von ihrem Herzen/ auf daß fie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem fels/ sind die/ wenn sie es hören/ nehmen sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel; eine Zeitlang glauben fie/ und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel/ sind die/ so es hören/ und gehen hin unter den Sorgen/ Reichtum und Luft dieses Lebens/ und ersticken/ und bringen keine reife frucht. Das aber auf dem guten Land/ find/ die das Wort hören und behalten in einem feinen guten Herzen/ und bringen frucht in Geduld.<< Am Sonntag vor den Fasten: Estomihi( Quinquagefimä) Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du une nüchtern und mäßig zu fein befohlen haft: verleihe deinem Volke, daß wir mit Geduld in 647 guten Werken uns üben und als deine Kinder im wahren Gehorsam erfunden werden. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 1908 Epistel: 1. Kor. 13 Liebe Brüder/ wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete/ und hätte der Liebe nicht/ so märe ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich meiefagen könnte/ und müßte alle Geheimnisse/ und alle Erkenntnis/ und hätte allen Glauben/ also daß ich Berge verfehte/ und hätte der Liebe nicht/ so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe/ und ließe meinen Leib brennen/ und hätte der Liebe nicht/ so märe mirs nichts nütze. Die Liebe ist langmütig und freundlich/ die Liebe eifert nicht/ die Liebe treibt nicht Mutwillen/ fie blähet sich nicht/ sie stellet sich nicht ungebärdig/ sie suchet nicht das Ihre/ sie lässet sich nicht erbittern/ sie rechnet das Böse nicht zu/ fie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit/ fie freuet fich aber der Wahrheit. Sie verträget alles/ fie glaubet alles/ fie hoffet alles/ fie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf/ so doch die Weisfagungen aufhören werden/ und die Sprachen aufhören werden/ und die Erkenntnis aufhören wird. Denn unser Wisfen ist Stückwerk/ und unser Weisfagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene/ so wird das Stückwerk aufhören. pig. Da ich ein Kind war/ so redete ich wie ein Kind/ und war klug wie ein Kind/ und hatte kindische Anschläge. Da ich aber ein Mann ward/ tat ich ab was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort/ dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jeht erkenne ichs stückweise/ dann aber werde ich erkennen/ gleich wie ich erkannt bin. Nun aber bleibet Glaube/ Hoffnung/ Liebe/ diese drei: aber die Liebe ift die größte unter ihnen. Lied: Lasset uns mit Jefu ziehen( 252) Evangelium: Luk. 18, 31-43 Jefus nahm zu sich die Zwölf/ und sprach zu ihnen:» Sehet/ wir gehen hinauf gen Jerufalem/ und es wird alles vollendet werden/ das geschrieben ist durch die Propheten/ von des Menſchen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden/ und er wird verspottet und ge= schmähet und verspeiet werden/ und sie werden ihn geißeln und töten/ und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.<< Sie aber vernahmen der keines/ und die Rede war ihnen verborgen/ und was das Gesagte war. Es geschah aber/ da er nahe zu Jericho kam/[ aß ein Blinder am Wege/ und bettelte. Da er aber hörte das Volk/ das hindurchging/ forschte er/ was das wäre. Da verkündigten sie ihm/ Jefus von dwußten nicht/ 648 Nazareth ginge vorüber/ und er rief und sprach:„ Jesu du Sohn Davids/ erbarme dich mein!" Die aber vornean gingen/ bedroheten ihn/ er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr:„ Du Sohn Davids/ erbarme dich mein!" Jefus aber stand stille/ und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten/ fragte er ihn und sprachy:» Was willst du/ daß ich dir tun soll?« Er sprach:„ Herr/ daß ich sehen möge." Und Jesus [ prach zu ihm:» Sei sehend/ dein Glaube hat dir geholfen.<< Und also= bald ward er sehend/ und folgte ihm nach/ und preifete Gott/ und alles Volk/ das folches fah/ lobte Gott. 1 med hond woon now Am Aschermittwoch Epistel: Joel 2, 12–19 Lied: Laffet uns mit Jefu ziehen( 252) Evangelium: Matth. 6, 16-21 m Am 1. Sonntag in den Fasten: Invokavit Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du deinen Sohn in die Welt gefandt haft, daß er des Teufels Tyrannei wehre und uns wider den feind schühe: wir bitten dich, erhalte uns in aller Anfechtung und gib uns den Geift/ daß wir dem Satan Widerstand leisten, ihn durch dein Wort von uns treiben und den Sieg über ihn davontragen. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 2. Kor. 6, 1-10 Liebe Brüder/ wir ermahnen euch als Mithelfer/ daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret/ und habe dir am Tage des Heils geholfen." Sehet/ jetzt ist die angenehme Zeit/ jetzt ist der Tag des Heils. Und wir geben niemand irgend ein Argernis/ auf daß unser Amt nicht verlästert werde. Sondern in allen Dingen beweisen wir uns als die Diener Gottes. In großer Geduld/ in Trübfalen/ in Nöten/ in Angſten/ in Schlägen/ in Gefängnissen/ in Aufruhr/ in Arbeit/ in Wachen/ in faften/ in Keuschheit/ in Erkenntnis/ in Langmut/ in freundlichkeit/ in dem heiligen Geift/ in ungefärbeter Liebe/ in dem Wort der Wahrheit/ in der Kraft Gottes/ durch Waffen der Gerechtigkeit/ zur Rechten und zur Linken/ durch Ehre und Schande/ durch böse Gerüchte/ und gute Gerüchte. Als die Verführer/ und doch wahrhaftig, als die Unbekannten/ und doch bekannt, als die Sterbenden/ und 649 fiehe/ wir leben, als die Gezüchtigten/ und doch nicht ertötet, als die Traurigen/ aber allezeit fröhlich, als die Armen/ aber die doch viele reich machen, als die nichts haben/ und doch alles haben. noi sada supst A Lied: Gott der Vater wohn uns bei( 109) Evangelium: Matth. 4, 1-11 20 Jesus ward vom Geist in die Wüste geführt/ auf daß er von dem Teufel versucht würde. Und da er víerzig Tage und vierzig Nächte gefaſtet hatte/ hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm/ und sprach: Bist du Gottes Sohn/ so sprich/ daß diese Steine Brot werden." Und er antwortete/ und sprach:» Es stehet geschrieben:„ Der Mensch lebet nicht oom Brot alleine/ fondern von einem jeglichen Wort/ das durch den Mund Gottes gehet."<< Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt/ und stellte ihn auf die Zinne des Tempels/ und sprach zu ihm:, Bist du Gottes Sohn/ so wirf dich hinab. Denn es stehet geschrieben: Er wird seinen Engeln über dir Befehl tun/ und sie werden dich auf den Händen tragen/ auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßeft.'" Da sprach Jefus zu ihm:» Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollst Gott deinen Herrn nicht versuchen."<< Wiederum/ führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg/ und zeigte ihm alle Reiche der Welt/ und ihre Herrlichkeit/ und sprach zu ihm:„ Das alles will ich dir geben/ so du niederfällst/ und mich anbetest." Da sprach Jesus zu ihm:» Hebe dich weg von mir Satan/ denn es stehet geschrieben: Du sollst anbeten Gott deinen Herrn/ und ihm allein dienen."<< inbabe Til Da verließ ihn der Teufel. Und siehe/ da traten die Engel zu ihm/ und dieneten ihm. Am 2. Sonntag in den Fasten: Reminiszered sabing Gebet spanjgms satto don s10 Lieber Herre Gott, der du weißt, daß wir arme, verlassene Menschen sind und uns selbst nicht helfen können: wir bitten dich, halte du die Wacht in uns und um uns/ auf daß unser Leib behütet sei vor allem Unheil und unser Herz rein bleibe von argen Gedanken. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Thess. 4, 1-7 Liebe Brüder/ wir bitten euch/ und ermahnen in dem Herrn Jesu/ da ihr ja von uns empfangen habt/ wie ihr sollet wandeln und Gott gefallen - was ihr auch tut- daß ihr darin immer Dölliger werdet. Denn ihr wiffet/ welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn 650 Jefum. Denn das ist der Wille Gottes/ eure Heiligung/ daß ihr meidet die Hurerei/ und ein jeglicher unter euch wisse feinen Leib zu halten/ in Heiligung und Ehre/ nicht in gieriger Luft/ wie die Heiden/ die von Gott nichts wissen. Und daß niemand zu weit greife noch überDorteile seinen Bruder im Handel. Denn der Herr ist der Rächer über das alles/ wie wir euch zuvor gesagt und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit/ fondern zur Heiligung. Lane Lied: Wenn wir in höchsten Nöten sein( 282) Evangelium: Matth. 15, 21-28 Jefus ging von dannen/ und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe/ ein kananäisch Weib/ ging aus jenem Gebiet herzu/ und schrie ihm nach und sprach:„ Ach Herr/ du Sohn Davids/ erbarm dich mein! Meine Tochter wird von einem Teufel übel geplaget." Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger/ baten ihn/ und sprachen:, Laß sie doch von dir/ denn sie schreiet uns nach." Er antwortete aber/ und sprach:» Ich bin nicht gefandt/ denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Ifrael.«< Sie kam aber/ und fiel por ihm nieder/ und sprach:, Herr/ hilf mir!" Aber er antwortete und sprach:» Es ist nicht fein/ daß man den Kindern ihr Brot nehme/ und werf es vor die Hunde.« Sie sprach:, Ja Herr/ aber doch effen die Hündlein von den Brofamen/ die von ihrer Herren Tisch fallen." Da antwortete Jesus/ und sprach zu ihr:» O Weib/ dein Glaube ist groß/ dir geschehe wie du willst.« Und ihre Tochter ward gefund zu der selbigen Stunde. Am 3. Sonntag in den Fasten: Okuli Gebet Wir bitten dich, allmächtiger, ewiger Gott: fiehe an das herzliche Ver= tangen deiner Gläubigen/ und strecke aus über uns deine allmächtige Hand, zu wehren allen Anläufen des feindes. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Eph. 5, 1-9 Liebe Brüder/ feid Gottes Nachfolger/ als die lieben Kinder/ und wandelt in der Liebe/ gleich wie Christus uns hat geliebet/ und sich felbft dargegeben für uns/ als Gabe und Opfer/ Gott zu einem ſüßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit/ oder Habgier/ werde nicht einmal genannt bei euch/ wie es Heiligen zustehet/ auch schandbare Worte und Narreteien/ oder Possen/ welche euch nicht ziemen/ sondern Dielmehr Danksagung. Denn das follt ihr wissen/ daß kein Hurer oder Unreiner oder Habgieriger- welcher ist ein Göhendiener- Erbe hat an dem Reich Christi und Gottes. Laffet euch niemand verführen mit 651 eitlen Worten: denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. Darum seid nicht ihre Mitgenosfen. Denn ihr waret weiland finsternis/ nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichtes: die frucht des Lichtes ist lauter Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit.duzsents) alistren Lied: Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine( 212) Do, 20. Evangelium: Luk. 11, 14-28 Jefus trieb einen Teufel aus/ der war stumm. Und es geschah/ da der Teufel ausfuhr/ da redete der Stumme/ und das Volk verwunderte fich. Etliche aber unter ihnen sprachen:„ Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub den Obersten der Teufel." Die andern aber versuchten ihn/ und begehrten ein Zeichen von ihm/ vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken/ und sprach zu ihnen:» Ein jeglich Reich/ so es mit sich felbst uneins wird/ das wird wüste/ und ein Haus fället über das andere. Ist nun der Satanas auch mit sich selbst uneins/ wie will sein Reich bestehen! dieweil ihr faget/ ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe/ durch men treiben fie eure Söhne aus? Darum werden sie eure Richter sein. So ich aber durch Gottes finger die Teufel austreibe/ so ist ja das Reich Gottes schon über euch kommen. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palaft bewahret/ so bleibt das Seine in Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt/ und übermindet ihn so nimmt er ihm seinen Hamisch/ darauf er sich verließ/ und teilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist/ der ist wider mich, und wer nicht mit mir fammelt/ der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausführet/ so durchwandelt er dürre Stätten/ sucht Ruhe/ und findet sie nicht. Da spricht er:„ Ich will wieder umkehren in mein Haus/ daraus ich gegangen bin." Und wenn er kommt/ so findet ers mit Besen gekehret/ und geschmücket. Dann gehet er hin/ und nimmt sieben Geifter zu sich/ die ärger sind/ denn er selbst. Und wenn sie hineinkommen/ wohnen fie da/ und es wird hernach mit demselbigen Menschen ärger/ denn Dorher.<< Und es begab fich/ da er solches redete/ erhob ein Weib im Volk die Stimme/ und sprach zu ihm:„ Selig ist der Leib/ der dich getragen hat/ und die Brüste/ die du gefogen haft." Er aber sprach:» Ja selig find/ die das Wort Gottes hören/ und bewahren.<< 30 msdag0700 fjols o dau sedo is Am 4. Sonntag in den Fasten: Lätare Gebet Allmächtiger Gott: verleihe uns, die wir für unfere Misfetaten mit Recht geschlagen werden/ daß wir durch das Leiden deines Sohnes von unserer 652 Schuld erlöst und in deiner väterlichen Liebe getröstet werden. Durch unfern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. byud Epiftel: Gal. 4, 22 bis 5, 1a Liebe Brüder/ es stehet geschrieben/ daß Abraham zwei Söhne hatte/ einen von der Magd/ den andern von der freien. Aber der von der Magò mar/ ist nach dem fleisch geboren, der aber von der freien/ ist durch die Verheißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das find die zwei Teftamente: eins von dem Berge Sinai/ das zur Knechtfchaft gebiert/ welches ist die Hagar, denn Hagar heißet in Arabien der Berg Sinai/ und stehet gleich dem Jerusalem/ das zu dieser Zeit ist/ denn es ist mit seinen Kindern in Knechtschaft. Aber das Jerusalem/ das droben ist/ das ist die Freie/ die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben:„ Sei fröhlich du Unfruchtbare/ die du nicht gebierest/ und brich herfür und rufe/ die du nicht schwanger bift: Denn die Einfame hat viel mehr Kinder/ denn die den Mann hat." Wir aber/ liebe Brüder/ sind nach ach Iſaaks Art/ der Verheißung Kinder. Aber gleich wie damals/ der nach dem Fleisch geboren war/ verfolgete den/ der nach dem Geist geboren war/ alfo gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift? Stoß die Magò hinaus mit ihrem Sohn: Denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der freien." So sind wir nun/ liebe Brüder/ nicht der Magd Kinder/ sondern der freien. So bestehet nun in der Freiheit/ dazu uns Christus befreiet hat. oder: Röm. 5,1-11 Liebe Brüder/ nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben/ so haben wir frieden mit Gott/ durch unsern Herrn Jefum Chrift/ durch welchen wir ja einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade/ darinnen wir stehen/ und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit/ die Gott geben soll. Nicht allein aber das/ fondern wir rühmen uns auch der Trübfale/ dieweil wir wissen/ daß Trübfal Geduld bringet/ Geduld aber bringet Erfahrung/ Erfahrung aber bringet Hoffnung/ Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist/ welcher uns gegeben ist. [ Denn auch Christus/ da wir noch schwach waren/ ist für uns zu der Zeit noch Gottlofe gestorben. Nun stirbet kaum jemand um eines Ge= rechten willen. Um des Guten willen wagt vielleicht jemand zu sterben. Darin erweiset Gott feine Liebe gegen uns/ daß Chriftus für uns gestorben ist/ da wir noch Sünder waren. So werden wir ja vielmehr durch ihn bewahret werden vor dem Zorn/ nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind. 653 Denn so wir Gott verföhnet find/ durch den Tod seines Sohnes/ da wir noch feinde waren/ viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben/ fo wir nun verföhnet sind. Nicht allein aber das: sondern wir rühmen uns auch Gottes/ durch unsern Herrn Jefum Chrift/ durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben.] 2nd sauti kur, mydeid And nadatlap tarist sa79008 19 Lied: Jefu, meine Freude( 293) 05bM 390 000 Evangelium: Joh. 6, 1-15 ( bon 1\ 30c dooM cautaray aid thoud Jefus fuhr weg über das Galiläische Meer bei der Stadt Tiberias/ und es zog ihm viel Volks nach/ darum daß sie die Zeichen sahen/ die er an den Kranken tat. Jefus aber ging hinauf/ auf einen Berg/ und sehte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es waren aber nahe die Ostern/ der Juden feſt. A Da hob Jesus seine Augen auf/ und siehet/ daß viel Volks zu ihm kommt/ und spricht zu Philippus:» Wo kaufen wir Brot/ daß diese effen!« Das sagte er aber/ ihn zu versuchen, denn er mußte mohl/ was er tun wollte. Philippus antwortete ihm:, für zweihundert Taler Brot ift nicht genug unter fie/ daß ein jeglicher ein wenig nehme." Spricht zu ihm einer seiner Jünger/ Andreas der Bruder des Simon Petrus:„ Es ist ein Knabe hier/ der hat fünf Gerstenbrote/ und zwei fische/ aber was ist das unter so viele?" Jefus aber sprach:» Schaffet daß sich das Volk lagere.<< Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünftaufend Mann. Jefus aber nahm die Brote/ dankte/ und gab fie den Jüngern/ die Jünger aber denen/ die sich gelagert hatten. Desfelbigengleichen auch von den fischen/ wie viel sie wollten. Da fie aber fatt waren/ sprach er zu seinen Jüngern:»> Sammelt die übrigen Brocken/ daß nichts umkomme.<< Da fammelten sie/ und fülleten zwölf Körbe mit Brocken/ von den fünf Gerstenbroten/ die überblieben/ denen/ die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen/ das Jefus tat/[ prachen sie: Das ist wahrlich der Prophet/ der in die Welt kommen soll." Da Jefus nun merkte/ daß sie kommen würden/ und ihn greifen/ daß sie ihn zum Könige machten/ entwich er abermal auf den Berg/ er selbst allein. dludio isprind 11 Am 5. Sonntag in den Fasten: Judika( Passionsfonntag) Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du deinen Sohn gefehet haft zum rechten Priester und Mittler seines Volkes: verleihe uns, daß wir sein einiges, ewiges Opfer mit gläubigem Herzen ansehen und uns feiner fürbitte allezeit getrösten. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewig= keit. Amen. 654 Epistel: Hebr. 9, 11-159 Liebe Brüder Christus ist kommen/ daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Güter. Durch die größere und vollkommenere Stiftshütte/ die nicht mit der Hand gemacht ist das ist/ die nicht von dieser Schöpfung ist auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut/ fondern durch sein eigen Blut/ ist er ein für allemal in das Heilige eingegangen/ und hat eine ewige Erlösung erworben. Denn so der Böcke und der Ochsen Blut/ und die Asche von der Kuh gesprenget/ heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit/ wie viel mehr wird das Blut Chrifti/ der sich selbst ohne allen fehl/ durch den ewigen Geift/ Gotte geopfert hat/ unser Gewissen reinigen von den toten Werken/ zu dienen Mada dem lebendigen Gott! dni sto tim 350 mdo2 manisó Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Teftaments/ auf daß durch seinen Tod/ der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Testament/ die/ fo berufen sind das verheißene ewige Erbe empfangen. Lied: O Mensch, bewein dein Sünde groß( 54) dupl Evangelium: Joh. 8, 46-59 201200 Jefus fprach zu den Juden:» Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit fage/ warum glaubet ihr mir nicht! Wer von Gott ist/ der höret Gottes Wort. Darum höret ihr nicht/ denn ihr seid nicht von Gott.« Da antworteten die Juden/ und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht/ daß du ein Samariter bist/ und haft den Teufel?" Jesus antwortete:»> Ich habe keinen Teufel/ fondern ich ehre meinen Vater und ihr verunehret mich. Ich suche nicht meine Ehre: es ist aber einer der sie suchet/ und richtet. M Wahrlich/ wahrlich/ ich fage euch: So jemand mein Wort wird halten/ der wird den Tod nicht sehen ewiglich.« Da sprachen die Juden zu ihm: „ Nun erkennen wir/ daß du den Teufel haft. Abraham ist gestorben/ und die Propheten/ und du sprichst: So jemand mein Wort hält/ der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr denn unser Vater Abraham? Welcher gestorben ist/ und die Propheten find gestorben. Was machhst du aus dir selbst?" Jefus antwortete:» So ich mich selber ehre/ so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater/ der mich ehret/ von welchem ihr sprecht/ er sei euer Gott/ und kennet ihn nicht, ich aber kenne ihn. Und so ich würde [ agen/ ich kenne ihn nicht/ so würde ich ein Lügner/ gleich wie ihr seid. Aber ich kenne ihn/ und halte sein Wort. Abraham euer Vater ward froh/ daß er meinen Tag fehen follte/ und er sah ihn/ und freute sich.<< Da ſprachen die Juden zu ihm:, Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt/ und haft Abraham gesehen?" Jefus fprach zu ihnen:» Wahrlich/ wahrlich/ 655 ich fage euch: Ehe denn Abraham ward/ bin ich.« Da hoben sie Steine auf/ daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg fich/ und ging zum Tempel hinaus. mitrio Am 6. Sonntag in den Fasten: Palmarum pome \ nspripospr mga nis)( bane 390 Ond 3008 330 01 mnd Gebet omphe spias snis tod onu Barmherziger, ewiger Gott, der du deines eigenen Sohnes nicht hast verschonet, sondern ihn für uns alle dahingegeben, daß er unsre Sünde am Kreuze tragen sollte: verleihe, daß unser Herz in folchem Glauben nimmermehr erschrecke noch verzage. Durch unsern Herrn Jesum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Phil. 2, mija gjafns mag ins Liebe Brüder/ ein jeglicher sei gefinnet/ wie Jesus Christus auch war/ welcher/ ob er wohl in göttlicher Gestalt war hielt ers nicht für einen Raub Gott gleich sein/ sondern entäußerte sich selbst/ und nahm Knechts Geſtalt an/ ward gleich wie ein andrer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden/ erniedrigte sich selbst/ und ward gehorsam bis zum Tode/ ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöhet/ und hat ihm den Namen gegeben/ der über alle Namen ift/ daß in dem Namen Jesu fich beugen sollen/ all derer Kniee/ die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind und alle Zungen bekennen sollen/ daß Jesus Christus der Herr fei/ zur Ehre Gottes des Vaters. US Lied: Du großer Schmerzensmann( 66) 2,5-11 Evangelium: Joh. 12, 12-24 Des andern Tages da viel Volks aufs fest kommen war/ da es hörte/ daß Jesus kommt gen Jerufalem/ nahmen sie Palmenzweige/ und gingen hinaus ihm entgegen/ und schrieen:„ Hosianna! Gelobet fei/ der da kommt in dem Namen des Herrn/ der König von Ifrael." Jesus aber fand ein Efelein/ und ritt drauf wie denn geschrieben stehet: fürchte dich nicht du Tochter Zion. Siehe/ dein König kommt reitend auf einem Efeløfüllen." Solches aber verstanden seine Jünger zuvor nicht/ sondern da Jefus verkläret ward/ da dachten sie dran/ daß solches war von ihm ge= schrieben/ und solches sie ihm getan hatten. Das Volk aber/ das mit ihm war da er Lazarus aus dem Grabe rief/ und von den Toten auferweckte/ rühmete die Tat. Darum ging ihm auch das Volk entgegen/ da sie höreten/ er hätte solches Zeichen getan. Die Pharifäer aber sprachen unternander:„ Ihr fehet/ daß ihr nichts ausrichtet, siehe/ alle Welt läuft ihm nach." 1630 656 Es waren aber etliche Griechen unter denen die hinauf kommen waren/ daß sie anbeteten auf das feſt. Die traten zu Philippus/ der von Bethfaida aus Galiláa mar/ baten ihn/ und sprachen:„ Herr/ wir wollten Jefum gerne sehen." Philippus kommt und fagets Andreas/ und Philippus und Andreas sagtens weiter Jefu. Jefus aber antwortete ihnen/ und sprach:» Die Zeit ist kommen/ daß des Menschen Sohn verkläret werde. Wahrlich/ wahrlich/ ich sage euch: Es sei denn/ daß das Weizenkorn in die Erde falle/ und ersterbe/ so bleibts alleine. Wo es aber erstirbet/ so bringets viel früchte.<< oder: die Passion nach Matthäus( 26 und 27) Am Montag in der Karwoche Epistel: Jef. 50, 5-10 Lied: Du großer Schmerzensmann( 66) Evangelium: Joh. 12, 1-9. Am Dienstag in der Karwoche Epistel: Hebr. 9, 16-28 Lied: Du großer Schmerzensmann( 66) Evangelium: Joh. 12, 25-33 oder die Paffion nach Markus( 14 und 15) Am Mittwoch in der Karwoche Epistel: Hebr. 4, 15 bis 5, 9 Lied: Du großer Schmerzensmann( 66) Evangelium: Joh. 12, 34-48 22 oder die Paffion nach Lukas( 22 und 23) Am Tage der Einsehung des Heiligen Abendmahles ( Gründonnerstag) Gebet O Herr Jesu Christe, der du uns bei deinem wunderbaren Sakrament deines Leidens zu gedenken befohlen haft: verleihe uns, das heilige Geheimnis deines Leibes und Blutes also zu feiern/ daß wir die frucht deiner Erlösung täglich in uns empfinden. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebeft und regierest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. n Epistel: 1. Kor. 11, 20-32 Liebe Brüder/ wenn ihr zusammenkommet zum Gottesdienst/ so ist das nicht des Herrn Abendmahl. Denn ein jeglicher nimmt zuvor fein eigen Mahl/ unter dem Essen/ und einer ist hungerig/ der andere ift trunken. Habt ihr aber nicht Häuser/ da ihr essen und trinken könnet? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes/ und beschämet die/ o da nichts haben? Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierinnen lobe ich euch nicht. 657 Ich habe es von dem Herrn empfangen/ das ich euch übergeben habe. Denn der Herr Jefus/ in der Nacht da er verraten ward/ nahm er das Brot/ dankte/ und brachs/ und sprach:» Nehmet/ effet/ das ist mein Leib/ der für euch gebrochen wird: Solches tut zu meinem Ge= dächtnis.<< Desselbigengleichen auch den Kelch/ nach dem Abendmahl/ und sprach:» Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut: Solches tut/ so oft ihre trinket/ zu meinem Gedächtnis.« dow.ads tobil Denn so oft ihr von diesem Brot effet/ und von diesem Kelch trinket/ verkündiget ihr des Herren Tod/ bis daß er kommt. Welcher nun unwürdig von diesem Brot iffet/ oder von dem Kelch des Herrn trinket/ der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn. Der Mensch prüfe aber sich selbst/ und also effe er von diesem Brot/ und trinke von diesem Kelch. Denn welcher unwürdig isset und trinket/ der iffet und trinket fich selber das Gericht/ dadurch/ daß er nicht unterscheidet den Leib des Herrn. Darum sind auch so viel Schwache und Kranke unter euch/ und ein gut Teil find entschlafen. Denn so wir uns selber richteten/ so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden/ so werden wir gezüchtiget/ auf daß wir nicht samt der Welt verdammt werden. car Omer Lied: Jesus Christus, unser Heiland, der von uns den Gotteszorn wandt( 154) Evangelium: Joh. 13, 1-15 Vor dem fest der Ostern/ da Jesus erkannte/ daß seine Zeit kommen war/ daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie er hatte geliebet die Seinen/ die in der Welt waren/ fo liebte er sie bis ans Ende. Und bei dem Abendessen/ da schon der Teufel hatte dem Judas Ischarioth Simons Sohn ins Herz gegeben/ daß er ihn verriete/ und Jesus wußte/ daß ihm der Vater hatte alles in seine Hände gegeben/ und daß er von Gott kommen war/ und zu Gott ging/ stand er vom Abendmahl auf/ legte seine Kleider ab/ und nahm einen Schutz/ und umgürtete fich. Darnach goß er Waffer in ein Becken/ hob an den Jüngern die Füße zu waschen/ und trocknete sie mit dem Schurze/ damit er umgürtet war. Da kam er zu Simon Petrus/ und derselbige sprach zu ihm:, Herr/ folltest du mir meine Füße waschen?" Jesus antwortete und sprach zu ihm:» Was ich tue/ das weißt du jeht nicht. Du wirsts aber hernach erfahren.« Da sprach Petrus zu ihm:„ Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen." Jefus antwortete ihm:» Werde ich dich nicht waschen/ so haſt du kein Teil bei mir.<< Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr/ nicht die Füße allein/ sondern auch die Hände und das Haupt." Spricht Jesus zu ihm: >> Wer gebadet ift/ der bedarf nichts/ denn die Füße waschen: fondern er ist ganz rein/ und ihr seid rein/ aber nicht alle.<< Denn er wußte seinen Verräter wohl/ darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein." 658 Da er nun ihre Füße gewaschen hatte/ nahm er seine Kleider/ und sehte sich wieder nieder/ und sprach abermal zu ihnen:» Wisset ihr/ was ich euch getan habe! Ihr heißet mich Meister und Herr/ und saget recht dran: denn ich bins auch. So nun ich/ euer Herr und Meister/ euch die Füße gewaschen habe/ so sollt ihr auch euch unternander die Füße waschen. Ein Beispiel habe ich euch gegeben/ daß ihr tut/ wie ich euch getan habe.<< nadad m Am Tage der Kreuzigung des HErrn( Karfreitag) Gebet -34 dla sinoman Allmächtiger Vater, ewiger Gott, der du für uns haft deinen Sohn des Kreuzes Pein laffen leiden, auf daß du von uns des feindes Gewalt triebest: verleihe uns, fein Leiden dankbar also zu begehen/ daß wir dadurch der Sünden Vergebung und vom ewigen Tod Erlösung erlangen. Durch unfern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Jef. 52, 13 bis 53, 12 So spricht der HErr: Siehe/ mein Knecht wird weislich tun/ und wird erhöhet und sehr hoch erhaben sein. Gleich wie sich viele an ihm ärgern werden/ weil seine Gestalt häßlicher ist denn andrer Leute/ und sein Ansehen denn der Menschenkinder/ also wird er viel Heiden besprengen: daß auch Könige werden ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn davon ihnen nichts verkündiget ist/ das werden sie sehen, und davon sie nichts gehört haben/ das werden sie merken. ad nod\ pout Aber wer glaubt unfrer Predigt? Und wem wird der Arm des HErrn offenbaret? Denn er schießt auf oor ihm wie ein Reis/ und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt noch Schöne: wir fahen ihn/ aber da war keine Gestalt/ die uns gefallen hätte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste/ boller Schmerzen und Krankhett. Er war so verachtet/ daß man das Angesicht vor ihm verbarg: darum haben wir ihn nichts geachtet. fürwahr/ er trug unsre Krankheit/ und lud auf sich unfre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den/ der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Misfetat willen verwundet/ und um unfrer Sünden willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm/ auf daß wir Frieden hätten/ und durch seine Wunden sind wir geheilet. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe/ ein jeglicher sah auf seinen Weg: aber der HErr warf unfer aller Sünde auf ihn. Da er gemartert ward/ duldete ers/ und tat seinen Mund nicht auf/ wie ein Lamm/ das zur Schlachtbank geführt wird/ und wie ein Schaf/ das verstummet por seinem Scherer/ und seinen Mund nicht auftut. Er ist aber aus Angst und Gericht genommen, doch wer sinnet dem nach in seinem Geschlecht? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen meg= 22* 659 gerissen/ da er um die Misfetat meines Volks geplagt war. Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei Übeltätern/ da er gestorben mar/ wiewohl er niemand Unrecht getan hat/ noch Betrug in seinem Munde gewesen ist. Aber der HErr wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit.conf in thus rotic dl the Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat/ so wird er Nachkommen haben/ und in die Länge leben; und des HErrn Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen. Darum/ daß seine Seele gearbeitet hat/ wird er seine Luft sehen/ und die fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er- mein Knecht/ der Gerechte- Diele gerecht machen/ denn er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm große Menge zur Beute geben/ und er soll die Starken zum Raube haben/ darum daß er sein Leben in den Tod gegeben hat/ und er vieler Sünde getragen hat/ und für die Übeltäter gebeten. Lied: Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld( 62) Evangelium: Joh. 19, 16-30 Pilatus überantwortete Jefum/ daß er gekreuziget würde. Sie nahmen aber Jefum/ und führeten ihn hin. Und er trug sein Kreuz/ und ging hinaus zur Stätte/ die da heißet Schädelstätte/ welche heißt auf Hebräisch Golgatha. Allda kreuzigeten sie ihn/ und mit ihm zwei andre/ zu beiden Seiten/ Jesum aber mitten inne. Pilatus aber schrieb eine Überschrift/ und setzte sie auf das Kreuz/ und war geschrieben: Jesus von Nazareth/ der Juden König." Diefe Überschrift lasen viel Juden/ denn die Stätte war nahe bei der Stadt/ da Jesus gekreuziget ift. Und es war geschrieben in hebräischer/ lateinischer und griechischer Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus:„ Schreib nicht: ‚ Der Juden König'/ sondern daß er gefaget habe: Ich bin der Juden König." Pilatus antwortete: Was ich geschrieben hab/ das hab ich geschrieben." Die Kriegsknechte aber/ da sie Jesum gekreuziget hatten/ nahmen sie feine Kleider/ und machten vier Teile/ einem jeglichen Kriegsknechte ein Teil/ dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenähet/ von oben an gewirket/ durch und durch. Da sprachen sie unternander: Laffet uns den nicht zerteilen/ sondern darum losen/ wes er sein soll." Auf daß erfüllet würde die Schrift/ die da saget: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet/ und haben über meinen Rock das Los geworfen." Solches taten die Kriegsknechte. Es stand aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter/ und seiner Mutter Schwester/ María des Kleophas Weib/ und Maria Magdalena. Da nun Jefus feine Mutter fah/ und den Jünger dabei stehen/ den er lieb hatte/ spricht er zu seiner Mutter:» Weib/ siehe/ das ist dein Sohn.<< Darnach spricht er zu dem Jünger:» Siehe/ das ist deine Mutter.<< Und Don der Stunde an/ nahm sie der Jünger zu sich. 660 Darnach da Jesus wußte/ daß schon alles vollbracht war/ daß die Schrift erfüllet würde/ spricht er:» Mich dürftet.« Da stand ein Gefäß Doll Effig. Sie aber fülleten einen Schwamm mit Effig/ und legeten ihn um einen Ysop/ und hielten es ihm dar zum Munde. Da nun Jesus den Effig genommen hatte/ sprach er:» Es ist vollbracht.« Und neigte das Haupt/ und verschied. obal coder: die Paffion nach Johannes( 18 und 19) mls Am Karsonnabend Epistel: Kol. 2, 9-15 Lied: So ruhest du, o meine Ruh( 74) Evangelium: Matth. 27, 62-66 snog In der Osternacht Gebet O Gott, der du diese heilige Nacht durch die sieghafte Auferstehung deines Sohnes herrlich gemacht haft: erhalte in allen, die dir wiedergeboren sind, den Geist der Kindschaft/ auf daß fie, an Leib und Seele erneuert, mit lauterem Herzen dein eigen feien. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epiftel: Kol. 3, 1-4 Liebe Brüder/ seid ihr mit Christo auferstanden/ so suchet/ was droben ift/ da Christus ist/ ihend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem/ das droben ist/ nicht nach dem/ das auf Erden ist. Denn ihr seid ge= storben/ und euer Leben ist verborgen mit Christo/ in Gott. Wenn aber Christus/ euer Leben/ sich offenbaren wird/ dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm/ in der Herrlichkeit. Lied: Chrift ist erstanden( 75) Evangelium: Matth. 28, 1-7 Als der Sabbat um mar/ und der erste Tag der Woche anbrach/ kam María Magdalena und die andere María/ das Grab zu besehen. Und fiehe/ es geschah ein groß Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam Dom Himmel herab/ trat hinzu/ und wälzte den Stein ab/ und ſetzte fich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blit/ und sein Klei weiß wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor furcht/ und wurden/ als wären sie tot. Aber der Engel hob an/ und sprach zu den Weibern:, fürchtet euch nicht, ich weiß/ daß ihr Jesum den Gekreuzigten suchet. Er ist nicht hier/ er ist auferstanden/ wie er gesagt hat. Kommt her/ und ſehet 661 die Stätte/ da der Herr gelegen hat. Und gehet eilend hin/ und faget es feinen Jüngern/ daß er auferstanden sei von den Toten. Und siehe/ er wird vor euch hingehen nach Galiläa, da werdet ihr ihn sehen. Siehe/ ich habe euch gefagt." od oder: Luk. 24, 1-49 oder: Matth. 28, 1-20 oder: Joh. 20, 1-29 Am Tage der Auferstehung des HErrn( Heiliges Osterfeſt) Gebet Gosdag01394. Allmächtiger Gott, der du durch die Auferstehung deines eingebornen Sohnes der ganzen Welt haft Heil widerfahren lassen: verleihe uns deine himmlische Gabe/ daß wir die vollkommene freiheit erlangen und zum emigen Leben hindurchdringen. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epe Epistel: 1. Kor. 5, 7-8 Liebe Brüder/ feget den alten Sauerteig aus/ auf daß ihr ein neuer Teig feid/ wie ihr denn ungefäuert seid. Denn wir haben auch ein Ofterlamm: das ist Chriftus/ für uns geopfert. Darum laffet uns Oftern halten/ nicht im alten Sauerteig/ auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Argheit/ sondern in dem Süßteig der Lauterkeit und Wahrheit. Lied: Christ lag in Todesbanden( 76) Evangelium: Mark. 16, 1-7 Da der Sabbat vergangen war/ kauften María Magdalena/ und María Jakobi und Salome Spezerei/ auf daß sie kämen/ und falbeten Jefum. Und sie kamen zum Grabe am ersten Tage der Woche fehr frühe/ da die Sonne aufging/ und sie sprachen unternander: Wer wälzet uns den Stein von des Grabes Tür?" Und sie sahen dahin/ und wurden gewahr/ daß der Stein abgewälzet war/ denn er war sehr groß. Und fie gingen hinein in das Grab/ und fahen einen Jüngling zur rechten Hand fihen/ der hatte ein lang weiß Kleid an/ und sie entfehten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entfehet euch nicht/ ihr fuchet Jefum von Nazareth/ den Gekreuzigten: er ist auferstanden/ und iſt nicht hier, siehe da/ die Stätte/ da fie ihn hinlegten. Gehet aber hin/ und faget feinen Jüngern/ und Petrus/ daß er vor euch hin gehen wird nach Gatilda, da werdet ihr ihn sehen/ wie er euch gesagt hat." 2m Ostermontag Gebet Allmächtiger Gott, dei du durch den Tod deines Sohnes die Sünde und den Tod zunichte gemacht und durch sein Auferstehen Unschuld und ewi662 ges Leben wiedergebracht haft/ auf daß wir, von der Gewalt des Teufels erlöset, in deinem Reiche leben: verleihe uns, daß wir solches von ganzem Herzen glauben und, in folchem Glauben beständig, dich allezeit loben und dir danken. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Apg. 10, 34 a. 36-43 Petrus tat seinen Mund auf/ im Haufe des Kornelius/ und sprach: Ihr wisset wohl von der Predigt/ die Gott zu den Kindern Israel gefandt hat und hat verkündigen lassen den frieden/ durch Jefum Chriftum/ welcher ist ein Herr über alles- die durchs ganze jüdische Land geschehen ist/ und angegangen in Galiläa nach der Taufe/ die Johannes predigte: Wie Gott denfelbigen Jefum von Nazareth gefalbet hat mit dem Heiligen Geifte und Kraft/ der umher gezogen ist/ und hat wohlgetan und gefund gemacht alle/ die vom Teufel überwältiget waren/ denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles des/ das er getan hat im jüdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getötet/ und an ein Holz gehangen. - Denfelbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage/ und ihn lassen offenbar werden/ nicht allem Volk/ sondern uns/ den von Gott vorerwähleten Zeugen/ die wir mit ihm gegessen und getrunken haben/ nachdem er auferstanden ist von den Toten. Und er hat uns geboten/ zu predigen dem Volk/ und zu zeugen/ daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten/ daß durch seinen Namen/ alle die an ihn glauben/ Vergebung der Sünden empfangen sollen." Lied: Chrift lag in Todesbanden( 76) Evangelium: Luk. 24, 13-35 Und siehe/ zwei aus den Jüngern des Herrn/ gingen an demselbigen Tage in einen Flecken/ der lag von Jerusalem bei zwei Stunden Wege weit/ des Name heißt Emmaus/ und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. Und es geschah/ da sie so redeten und befragten sich miteinander/ nahte Jesus zu ihnen/ und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten/ daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnen:» Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch verhandelt unterwegs}<< Da blieben sie traurig stehen/ und einer/ mit Namen Kleopas/ antwortete/ und sprach zu ihm:, Bist du allein unter den fremdlingen zu Jerufalem/ der nicht wisse/ mas in diesen Tagen drinnen geschehen ist?" Und er sprach zu ihnen:» Welches?<< Sie aber sprachen zu ihm:„ Das/ Don Jefus pon Nazareth/ welcher war ein Prophet/ mächtig Don Taten und Worten/ Dor Gott und allem Volk/ wie ihn unfre Hohen663 priester und Oberften überantwortet haben/ zur Verdammnis des Todes/ und gekreuziget. Wir aber hofften/ er sollte Ifrael erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag/ daß solches geschehen ist. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern/ die sind frühe bei dem Grabe gewesen/ haben seinen Leib nicht gefunden/ kommen und sagen/ fie haben ein Gesicht von Engeln gesehen/ welche sagen/ er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe/ und fandens also/ wie die Weiber fagten/ aber ihn sahen sie nicht." 0 000030 Und er sprach zu ihnen:» O ihr Toren und trägen Herzens zu glauben alle dem/ das die Propheten geredet haben. Mußte nicht Christus folches leiden/ und zu seiner Herrlichkeit eingehen?«< Und fing an von Mofes und allen Propheten/ und legte ihnen alle Schrift aus/ die von [ sponcl ihm gefaget war. Und sie kamen nahe zu dem flecken/ da sie hingingen/ und er stellte fich/ als wollte er weiter gehen. Und sie nötigeten ihn/ und sprachen: Bleib bei uns/ denn es will Abend werden/ und der Tag hat sich geneiget." Und er ging hinein/ bei ihnen zu bleiben. Und es geschah/ da er mit ihnen zu Tische saß/ nahm er das Brot/ dankte/ brachs/ und gabe ihnen. Da murden ihre Augen geöffnet/ und sie erkannten ihn. Und er verschwand oor ihnen. Und fie sprachen unternander: Brannte nicht unser Herz in uns/ da er mit uns redete auf dem Wege/ als er uns die Schrift öffnete?" Und sie standen auf/ zu derfelbigen Stunde/ kehreten wieder gen Jerufalem/ und fanden die Elf persammelt/ und die bei ihnen waren/ welche sprachen:„ Der Herr ist wahrhaftig auferstanden/ und Simon erschienen." Und sie erzähleten ihnen/ was auf dem Wege geschehen war/ und wie er von ihnen erkannt wäre/ an dem/ da er das Brot brach. Am Dienstag nach Ostern Epistel: Apg. 13, 16 a. 26-33 ad que 100% Lied: Chrift lag in Todesbanden( 76) ms 2901 Evangelium: Luk. 24, 36-47 1st smp TACE Am Mittwoch nach Ostern Epistel: Apg. 3, 12-20 Lied: Christ lag in Todesbanden( 76) Evangelium: Joh. 21, 1-14 us neprilomerland muz Am Donnerstag nach Ostern och and Epistel: Apg. 8, 26-40 Lied: Chrift lag in Todesbanden( 76) Evangelium: Joh. 20, 11-18 664 200 ( borg dra ioin sed maloprst Am Freitag nach Ostern Epistel: 1. Petr. 3, 18-22 Lied: Christ lag in Todesbanden( 76) Evangelium: Matth. 28, 16-20 al Ern Am Sonnabend nach Ostern Epistel: 1. Petr. 2, 1-10 Lied: Christ lag in Todesbanden( 76) Evangelium: Joh. 20, 1-9 son ogmodt sdnbh sniam sdan da sd srblaxe Am 1. Sonntag nach Ostern: Quasimodogeniti ( bod om OHT Gebet ut scusid Allmächtiger Gott, der du deinen Sohn von den Toten auferwecket haft: verleihe uns, daß auch wir, durch deine Gnade wiedergeboren, in einem neuen Leben wandeln. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Joh. 5, 4-10 a Ihr Lieben alles was von Gott geboren ist/ überwindet die Welt/ und unser Glaube ist der Sieg/ der die Welt übermunden hat. Wer ist aber/ der die Welt überwindet/ wenn nicht/ der da glaubet/ daß Jesus Gottes Sohn ist? 665 Dieser ists/ der da kommt mit Waffer und Blut/ Jesus Christus/ nicht mit Wasser alleine: fondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ists/ der da zeuget/ denn der Geist ist die Wahrheit. Denn drei sind/ die da zeugen: der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei stimmen zusammen. So mir der Menschen Zeugnis annehmen/ fo ift Gottes Zeugnis größer: Denn Gottes Zeugnis ist das/ das er gezeuget hat von seinem Sohn. Wer da glaubet an den Sohn Gottes/ der hat folches Zeugnis bei sich. Lied: Jesus Christus, unser Heiland, der den Tod überwand( 77) Evangelium: Joh. 20, 19-31 Am Abend des ersten Tages der Woche/ da die Jünger versammelt und die Türen verschlossen waren/ aus furcht vor den Juden/ kam Jesus/ und trat mitten ein/ und spricht zu ihnen:» friede sei mit euch.<< Und als er das gefaget/ zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh/ daß sie den Herrn fahen. Da sprach Jesus abermal zu ihnen:» friede sei mit euch. Gleichwie mich der Vater gefandt hat/ fo fende ich euch.«< Und da er das gesaget/ blies er sie an/ und spricht zu ihnen:» Nehmet hin den Heiligen Geift! Welchen ihr die Sünden erlasſet/ denen sind sie erlassen/ und welchen ihr fie behaltet/ denen find fie behalten.<< Thomas aber/ der Zwölfe einer/ der da heißet Zwilling/ war nicht bei ihnen/ da Jefus kam. Da fagten die andern Jünger zu ihm:, Wir haben den Herrn gesehen." Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn/ daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale/ und lege meinen finger in die Nägelmale/ und lege meine Hand in feine Seite/ will ichs nicht glauben." Und über acht Tage/ waren abermal seine Jünger drinnen/ und Thomas mit ihnen. Kommt Jefus/ da die Türen verschlossen waren/ und tritt mitten ein/ und spricht:» friede fei mit euch.« Darnach spricht er zu Thomas:» Reiche deinen finger her/ und siehe meine Hände/ und reiche deine Hand her/ und lege fie in meine Seite/ und fei nicht ungläubig/ fondern gläubig.« Thomas antwortete/ und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott." Spricht Jefus zu ihm:» Dieweil du mich gesehen haft fo glaubest du, selig find die nicht sehen/ und doch glauben.<< Auch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern/ die nicht ge= schrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben/ daß ihr glaubet/ Jefus sei Christ/ der Sohn Gottes/ und daß ihr durch den Glauben das Leben habet/ in seinem Namen. Am 2. Sonntag nach Ostern: Miserikordias Domini Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du von den Toten ausgeführet haft den großen Hirten der Schafe und rufest uns durch sein Wort zu seiner Herde: wir bitten dich, gib uns den Heiligen Geift/ daß wir die Stimme des guten Hirten erkennen und ihm nachfolgen mögen. Der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 100 fmd Epistel: 1. Petr. 2, 21b- 25 W mania) noo Ihr Lieben/ Chriftus hat gelitten für uns/ und uns ein Vorbild gelaffen/ daß thr sollt nachfolgen seinen fußtapfen, welcher keine Sünde getan hat/ ist auch kein Betrug in feinem Munde erfunden, welcher nicht wieder schalt/ da er gescholten ward/ nicht drohete/ da er litt; er stellte es aber dem heim/ der da recht richtet, welcher unsere Sünden felbft hinaufgetragen hat/ an seinem Leibe/ auf das Holz/ auf daß wir/ der Sünde abgestorben/ der Gerechtigkeit leben, durch welches Wunden ihr seid hell worden. Denn ihr maret wie die irrenden Schafe/ aber ihr seid nun bekehret zu Hirten und Bischof eurer Seelen.d Lied: Der Herr ist mein getreuer Hirt( 178) MUS Evangelium: Joh. 10, 12-16 Jesus sprach:»> Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läsfet sein Leben für die Schafe. Ein Mietting/ der nicht Hirte ist/ des die Schafe nicht 666 eigen find/ fiehet den Wolf kommen/ und verläffet die Schafe/ und flieht/ und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe. Der Mietling aber flieht/ denn er ist ein Mietling/ und achtet der Schafe nicht. Ich bin der gute Hirte/ und erkenne die Meinen/ und bin bekannt den Meinen/ wie mich mein Vater kennet/ und ich kenne den Vater. Und ich laffe mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe/ die sind nicht aus diesem Stalle/ und dieselben muß ich herführen/ und sie werden meine Stimme hören/ und wird eine Herde und ein Hirte werden.<< Am 3. Sonntag nach Ostern: Jubilate Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du leuchten läsfest das Licht deiner Wahrheit denen, die da irren, daß sie wieder auf den Weg der Gerechtigkeit kommen mögen: wir bitten dich, gib Gnade allen Chriftgläubigen/ daß fie verachten, was diesem Namen entgegen ist, und annehmen, was ihm dienet. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Petr. 2, 11-20 Ihr Lieben/ ich ermahne euch/ als die fremdlinge und Pilgrime: enthaltet euch von fleischlichen Lüften/ welche wider die Seele streiten/ und führet einen guten Wandel unter den Heiden/ auf daß die/ so von euch afterreden/ ale von Übeltätern eure guten Werke sehen/ und Gott preifen/ wenne nun an den Tag kommen wird. Seid untertan aller menschlichen Ordnung/ um des Herrn willen/ es fei dem Könige als dem Obersten/ oder den Landpflegern als den von ihm Gesandten/ zur Rache über die Übeltäter/ und zu Lobe den frommen. Denn das ist der Wille Gottes: daß ihr mit Wohltun den Mund stopfet den unwissenden und törichten Menschen/ als die freien/ und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit/ sondern als die Knechte Gottes. Tut Ehre jedermann. Habt die Brüder lieb. fürchtet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte/ seid untertan mit aller furcht den Herren/ nicht allein den gütigen und gelinden/ fondern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade/ so jemand um des Gewissens willen vor Gott/ das Übel erträgt/ und leidet das Unrecht. Denn was ist das für ein Ruhm/ so ihr um Misſetat millen Streiche leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet/ das ist Gnade bei Gott. oder: 1. Kor. 15, 1-10( siehe 11. Sonntag nach Trinitatis) Lied: Mit Freuden zart( 81) 667 slots Evangelium: Joh. 16, 16-23a vispis Jefus fprach zu seinen Jüngern:» Uber ein kleines/ so werdet ihr mich nicht sehen/ und aber über ein kleines/ so werdet ihr mich sehen/ denn ich gehe zum Vater.<< Da sprachen etliche unter seinen Jüngern unternander: Was ist das/ das er faget zu uns:, Uber ein kleines/ so werdet ihr mich nicht sehen/ und aber über ein kleines/ so werdet ihr mich sehen/ und ich gehe zum Vater?" Da sprachen fie: Was ist das/ das er faget:, über ein kleines? Wir wissen nicht/ was er redet." Da merkte Jesus/ daß sie ihn fragen wollten/ und sprach zu ihnen:» Davon fraget ihr unternander/ daß ich gesagt hab:, Uber ein kleines/ so werdet ihr mich nicht sehen/ und aber über ein kleines/ so werdet ihr mich fehen." Wahrlich/ wahrlich/ ich sage euch: ihr werdet weinen und heulen/ aber die Welt wird sich freuen; ihr aber werdet traurig sein/ doch eure Traurigkeit soll in freude verkehret werden. Ein Weib/ wenn sie gebiert/ so hat sie Traurigkeit/ denn ihre Stunde ist kommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat/ denket sie nicht mehr an die Angst/ um der freude willen/ daß der Mensch zu der Welt geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit, aber ich will euch wiedersehen/ und euer Herz soll sich freuen/ und eure Freude foll niemand von euch nehmen. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen.<«< -insmisplam 4. Sonntag nach Ostern: Kantate)\ nadat d Am ( red) Gebet Lieber Herre Gott, der du die Herzen deiner Gläubigen mit einerlei Sinn erfülleft: verleihe deinem Volke, zu lieben, was du gebietest, und zu begehren, was du verheißest/ auf daß unsere Herzen in aller Unruhe diefer vergänglichen Welt dort geborgen seien, wo die wahren Freuden sind. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epiftel: Jak. 1, 17-21 Liebe Brüder/ alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab/ von dem Vater des Lichts/ bei welchem ist keine Veränderung/ noch Wechsel des Lichts und der finsternis. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen/ durch das Wort der Wahrheit: auf daß wir wären Erstlinge feiner Kreaturen. Onlis dnu nodig Wisset/ liebe Brüder: ein jeglicher Mensch sei schnell zu hören/ langfam aber zu reden/ und langsam zum Zorn: denn des Menschen Zorn tut nicht/ was vor Gott recht ift. biste nsilica i019) M mu 10 Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit/ und nehmt das Wort an mit Sanftmut/ das in euch gepflanzet ist/ welches kann eure Seele selig machen. oder: 1. Kor. 15, 12-20 668 Lied: Nun freut euch, lieben Chriften gmein( 239) Evangelium: Joh. 16,5-15 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Ich gehe hin zu dem/ der mich gefandt hat/ und niemand unter euch fraget mich:„ Wo gehest du hin?" Sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe/ ift euer Herz Doll Trauerns worden. Aber ich fage euch die Wahrheit: Es ist euch gut/ daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe/ so kommt der Tröster nicht zu euch. So ich aber gehe/ will ich ihn zu euch senden. Und wenn derfelbige kommt/ der wird die Welt strafen/ um die Sünde/ um die Gerechtigkeit und um das Gericht: um die Sünde/ daß sie nicht glauben an mich/ um die Gerechtigkeit aber/ daß ich zum Vater gehe/ und ihr mich hinfort nicht sehet/ um das Gericht/ daß der fürst dieser Welt gerichtet ist. manizm Ich habe euch noch viel zu sagen/ aber ihr könnets jeht nicht tragen. Wenn aber jener/ der Geist der Wahrheit/ kommen wird/ der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden/ fondern was er hören wird/ das wird er reden/ und was zukünftig ist/ wird er euch verkündigen. Derselbige wird mich verklären/ denn von dem Meinen wird ers nehmen/ und euch verkündigen. Alles was der Vater hat/ das ist mein. Darum hab ich gesagt: er wirds von dem Meinen nehmen/ und euch verkündigen.<< Am 5. Sonntag nach Ostern: Rogate Gebet O Herr, mir bitten dich: erhöre gnäd tehen und gewähre uns allen, daß unser Geist und Sinn zum Gebet bereit sei und wir dich in der Gewißheit des Glaubens unermüdlich anrufen mögen/ auf daß wir die Hilfe deines treuen Schuhes erlangen. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Jak. 1, 22-27 Liebe Brüder/ feid Täter des Worte und nicht Hörer allein/ dadurch ihr euch selbst betrüget. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts/ und nicht ein Täter/ der ist gleich einem Mann/ der fein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet: denn nachdem er sich beschauet hat/ gehet er davon/ und vergiffet Don Stund an/ wie er gestaltet war. Wer aber durchschauet in das vollkommne Geseh der Freiheit/ und darinnen beharret/ und ist nicht ein vergeßlicher Hörer/ fondern ein Täter: derfelbige wird felig sein in seiner Tat. So aber sich jemand läsfet dünken/ er diene Gott/ und hält seine Zunge nicht im Zaum/ sondern verführet fein Herz: des Gottesdienst 669 ist eitel. Ein reiner und unbeflechter Gottesdienst vor Gott dem Vater/ ist der: die Waffen und Witwen in ihrer Trübfal befuchen/ und sich von der Welt unbefleckt erhalten. oder: 1. Kor. 15, 50-58 Lied: Vater unser im Himmelreich( 241) Evangelium: Joh. 16, 23b- 30 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Wahrlich/ wahrlich/ ich sage euch: so ihr den Vater etwas bitten werdet/ so wird ers euch geben in meinem Namen. Bisher habt ihr nichts gebeten/ in meinem Namen. Bittet/ so werdet ihr nehmen/ daß eure Freude vollkommen sei. Solches hab ich zu euch durch Gleichnisse geredet. Es kommt aber die Zeit/ daß ich nicht mehr in Gleichnissen mit euch reden werde/ sondern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht/ daß ich den Vater für euch bitten will. Denn er selbst/ der Vater/ hat euch lieb/ darum/ daß ihr mich liebet/ und glaubet/ daß ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt, wiederum verlasse ich die Welt/ und gehe zum Vater.<< Sprechen zu ihm seine Jünger: Sieh/ nun redest du frei heraus/ und fagest kein Gleichnis. Nun wiffen wir/ daß du alle Dinge weißt/ und bedarfst nicht/ daß dich jemand frage, darum glauben mir/ daß du Don Gott ausgegangen bist." Am Tage der Himmelfahrt des HErrn Gebet Wir bitten dich, allmächtiger Gott: laß unfern Sinn allezeit dahin stehen, wohin der Herr dieses festes mit Ruhm und Preis ist eingegangen/ auf daß wir dort, wohin mir hier im Glauben trachten, unsere ewige Wohnung finden. Durch unfern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Apg. 1, 1-11 Die erste Kunde hab ich gegeben/ lieber Theophilus/ von alledem/ das Jefus anfing/ zu tun und zu lehren/ bis an den Tag/ da er aufgenommen ward/ nachdem er den Aposteln/ welche er hatte erwählet durch den heiligen Geift/ Befehl getan hatte. Welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte/ durch mancherlei Erweisung/ und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang/ und redete mit ihnen Dom Reich Gottes. Und als er sie versammelt hatte/ befahl er ihnen/ daß sie nicht von Jerusalem wichen: sondern warteten auf die Verheißung des Vaters/» welche ihr habt gehöret«/ sprach er/» von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft/ ihr aber sollt mit dem heiligen Geifte getauft werden/ nicht lange nach diesen Tagen.« uomi 10ls 670 Die aber nun zusammengekommen waren/ fragten ihn/ und sprachen: , Herr/ wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich für Ifrael?" Er sprach aber zu ihnen:» Es gebührt euch nicht/ zu wissen Zeit oder Stunde/ welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat: sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geiftes empfangen/ welcher auf euch kommen wird/ und werdet meine Zeugen fein zu Jerusalem/ und in ganz Judäa und Samaria/ und bis an das Ende der Erde.<< Und da er solches gesagt/ ward er aufgehoben zusehende/ und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachfahen/ wie er gen Himmel fuhr: siehe/ da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Kleidern/ welche auch jagten: Ihr Männer von Galiläa/ was stehet ihr/ und fehet gen Himmel? Diefer Jesus/ welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel/ wird kommen/ mie ihr ihn gesehen habt/ gen Himmel fahren." Lied: Auf diesen Tag bedenken wir( 91) Evangelium: Mark. 16, 14-20 Zuleht/ da die Elfe zu Tisch saßen/ offenbarte sich Jesus/ und schalt ihren Unglauben/ und ihres Herzens Härtigkeit/ daß sie nicht geglaubt hatten/ denen/ die ihn gesehen hatten auferstanden. Und sprach zu ihnen:» Gehet hin in alle Welt/ und prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird/ der wird selig werden/ wer aber nicht glaubet/ der wird verdammt werden. Die Zeichen aber/ die da folgen werden/ denen/ die da glauben/ find die: in meinem Namen werden sie Teufel austreiben/ mit neuen Zungen reden/ Schlangen vertreiben. Und so sie etwas Tödliches trinken/ wirds ihnen nicht schaden. Auf die Kranken werden sie die Hände legen/ so wirds besser mit ihnen werden.<< Und der Herr/ nachdem er mit ihnen geredet hatte/ ward er auf= gehoben gen Himmel/ und hat sich zur rechten Hand Gottes gesetzt. Sie aber gingen aus/ und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen/ und bekräftigte das Wort/ durch mitfolgende Zeichen. Am Sonntag nach der Himmelfahrt des HErrn: Exaudi Gebet Herr Jefu Christe, du König der Herrlichkeit, der du als ein Sieger über alle Himmel erhöht bist: mir bitten dich, laß uns nicht als Waisen zurück/ fondern sende uns herab den Geist der Wahrheit, den der Vater verheißen hat. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geifte lebeft und regiereft Don Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Petr. 4, 8-11 Ihr Lieben/ seid mäßig und nüchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt unternander eine brünftige Liebe: denn die Liebe deckt auch 671 der Sünden Menge. Seid gastfrei unternander ohne Murren. Und dienet einander/ ein jeglicher mit der Gabe/ die er empfangen hat/ als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes. So jemand redet/ daß ers rede als Gottes Wort. So jemand ein Amt hat/ daß ers tu als aus dem Vermögen/ das Gott darreichet: auf daß in allen Dingen Gott gepreifet werde/ durch Jefum Chrift/ welchem sei Ehre und Gemalt von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Onu abdul snog exibig)* 3.pd doll not men Lied: Wär Gott nicht mit uns diese Zeit( 192) Evangelium: Joh. 15,26 bis 1 16,4 Jesus sprach zu seinen Jüngern:» Wenn der Tröster kommen wird/ welchen ich euch senden werde vom Vater/ der Geist der Wahrheit/ der vom Vater ausgehet/ der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen/ denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet/ daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit/ daß/ wer euch tötet/ wird meinen/ er tu Gott einen Dienst damit. Und solches werden sie euch darum tun/ daß sie weder meinen Vater noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet/ auf daß/ wenn die Zeit kommen wird/ ihr daran gedenket/ daß ichs euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt/ denn ich war bei euch.<< Am Tage der Ausgießung des Heiligen Geistes ( Heiliges Pfingstfest) pou spel sonbH sid sil Gebet Junsdnb bin mandi cozim Herr Gott, lieber Vater, der du an diesem Tage deiner Gläubigen Herzen durch den Heiligen Geist erleuchtet und gelehret haft: gib uns, daß wir durch seine Weisheit verstehen, was recht ist/ und seines Trostes und feiner Kraft zu allen Zeiten uns freuen. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Apg. 2, 1-18 com potru mis Als der Tag der Pfingsten erfüllet war/ waren sie alle einmütig beieinander. Und es geschah schnell ein Braufen pom Himmel/ als eines gewaltigen Windes/ und erfüllte das ganze Haus/ da sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von feuer/ die sich zerteilten/ und es fehte sich auf einen jeglichen unter ihnen/ und wurden alle voll des heiligen Geistes/ und fingen an zu predigen mit andern Zungen/ fo wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Es waren aber Juden zu Jerufalem wohnend/ die waren gottesfürchtige Männer/ aus allerlei Volk/ das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah/ kam die Menge zusammen/ und wurden 672 bestürzt: denn es hörte ein jeglicher/ daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle/ verwunderten sich/ und sprachen unternander:„ Siehe/ sind nicht diese alle/ die da reden/ aus Galiläa? Wie hören wir denn/ ein jeglicher seine Sprache/ darinnen wir geboren sind? Parther und Meder und Elamiter/ und die wir wohnen in Mefo= potamien/ und in Judäa und Kappadozien/ Pontus und Afia/ Phrygien und Pamphylien/ Agypten/ und im Gebiet von Libyen bei Kyrene/ und Ausländer von Rom/ Juden und Judengenoffen/ Kreter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen/ die großen Taten Gottes reden." Sie entsetten sich aber alle/ und wurden irre/ und sprachen einer zum andern: Was mill das werden?" Die andern aber hattens ihren Spott/ und sprachen: Sie sind voll füßen Weins." Da trat Petrus auf mit den Elfen/ hob auf seine Stimme/ und redete zu ihnen: Ihr Juden/ lieben Männer/ und alle/ die ihr zu Jerufalem wohnet: das sei euch kund getan/ und laffet meine Worte zu euren Ohren eingehen! Denn diese sind nicht trunken/ wie ihr wähnet/ fintemal es ist die dritte Stunde am Tage: sondern das ists/ das durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist: Und es soll geschehen in den letten Tagen/ spricht Gott/ ich will ausgießen von meinem Geist auf alles fleisch, und eure Söhne und eure Töchter sollen weisfagen/ und eure Jünglinge sollen Gefichte sehen/ und eure Altesten follen Träume haben. Und auf meine Knechte und auf meine Mägde mill ich in denfelbigen Tagen von meinem Geist ausgießen/ und sie sollen weisfagen."" Lied: Komm, Heiliger Geift, Herre Gott( 98) Evangelium: Joh. 14, 23-31 a Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Wer mich liebet/ der wird mein Wort halten/ und mein Vater wird ihn lieben/ und wir werden zu ihm kommen/ und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet/ der hält meine Worte nicht. Und das Wort/ das ihr höret/ ist nicht mein: sondern des Vaters/ der mich gesandt hat. Solches hab ich zu euch geredet/ dieweil ich bei euch gewesen bin. Aber der Tröster/ der heilige Geist/ welchen mein Vater senden wird in meinem Namen/ derselbige wirds euch alles lehren/ und euch erInnern alles des/ das ich euch gefaget habe. dal Den Frieden lasse ich euch/ meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch/ wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht/ und fürchte sich nicht. Ihr habt gehöret/ daß ich euch gefaget habe: Ich gehe hin und komme wieder zu euch." Hättet ihr mich lieb/ so würdet ihr euch freuen/ daß ich zum Vater gehe/ denn der Vater ist größer denn ich. Und nun habe ich euch gefaget/ ehe denn es geschieht: auf daß/ wenn es nun geschehen wird/ ihr glaubet. Ich werde hinfort nicht mehr viel mit euch reden/ denn es kommt der fürst dieser Welt/ und hat nichts an mir. Aber die Welt soll erkennen/ daß ich den Vater liebe/ und ich also tue/ wie mir der Vater geboten hat.<< 673 Am Pfingstmontag Gebet Herr Gott, der du deinen Aposteln den Heiligen Geist gegeben haft: erhöre das flehen deines Volkes und erfülle alle Herzen, denen du den Glauben geschenkt hast, mit deinem frieden. Durch unfern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. stburge tim si masbd 10 Epistel: Apg. 10, 34 a. 42-48 a Petrus tat seinen Mund auf/ und sprach:„ Der Herr hat uns geboten/ zu predigen dem Volk/ und zu zeugen/ daß er ist verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten. Von diesem zeugen alle Propheten/ daß durch seinen Namen/ alle die an ihn glauben/ Vergebung der Sünden empfangen sollen." Da Petrus noch diese Worte redete/ fiel der heilige Geist auf alle/ die dem Wort zuhöreten. Und die Gläubigen aus der Beschneidung/ die mit Petrus kommen waren/ entsetten sich/ daß auch auf die Heiden die Gabe des heiligen Geistes ausgegossen mard: denn sie höreten/ daß fie mit Zungen redeten/ und Gott hoch preífeten. Da antwortete Petrus: Kann auch jemand das Wasser wehren/ daß diese nicht getauft werden/ die den heiligen Geift empfangen haben/ gleich wie auch wir?" Und befahl sie zu taufen in dem Namen Jefu Chrifti. Lied: Komm, Heiliger Geist, Herre Gott( 98) 98) Evangelium: Joh. 3, 16-21 Jefus sprach zu Nikodemus:» Also hat Gott die Welt geliebet/ daß er feinen eingebornen Sohn gab: auf daß alle/ die an ihn glauben/ nicht verloren werden/ sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gefandt in die Welt/ daß er die Welt richte: sondern daß die Welt durch ihn selig werde. Wer an ihn glaubet/ der wird nicht gerichtet. Wer aber nicht glaubet/ der ist schon gerichtet/ denn er glaubet nicht an den Namen des eingebornen Sohnes Gottes. Das ist aber das Gericht: daß das Licht in die Welt kommen ist/ und die Menschen liebten die finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke waren böfe. Wer Arges tut/ der hasset das Licht/ und kommt nicht an das Licht/ auf daß seine Werke nicht gestrafet werden. Wer aber die Wahrheit tut/ der kommt an das Licht/ daß seine Werke offenbar werden, denn sie sind in Gott getan.<< An einem Tage in der Pfingstwoche: Epistel: Apg. 2, 42-47 Lied: Komm, Heiliger Geist, Herre Gott( 98) Evangelium: Joh. 6, 44-51 674 Am Tage der Heiligen Dreifaltigkeit( Trinitatis) Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du in drei Personen gleicher Macht und Ehren als der einige, ewige Gott angebetet und verherrlicht sein willst: wir bitten dich, du molleft uns bei folchem Glauben allezeit feft erhalten wider alles, was dagegen uns mag anfechten. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Röm. 11, 33-36 O welch eine Tiefe des Reichtums/ der Weisheit und Erkenntnis Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte/ und unerforschlich seine Wege! Denn mer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder mer ift sein Ratgeber gewesen? Oder wer hat ihm was zuvor gegeben/ daß ihm werde wieder bergolten? Denn von ihm/ und durch ihn/ und zu ihm/ find alle Dinge. Ihm fei Ehre in Ewigkeit/ Amen. 1709 Lied: Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geift( 97) HD\ modsid sell Evangelium: Joh. 3, 1-15 Es war ein Mensch/ unter den Pharifäern/ mit Namen Nikodemus/ ein Oberster unter den Juden. Der kam zu Jefus bei der Nacht/ und ( prach zu ihm: Meister/ wir wissen/ daß du bist ein Lehrer von Gott kommen/ denn niemand kann die Zeichen tun/ die du tust/ es sei denn Gott mit ihm." Jefus antwortete und sprach zu ihm:» Wahrlich/ wahrlich/ ich sage dir: es sei denn/ daß jemand von neuem geboren werde/ kann er das Reich Gottes nicht sehen.<< Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden/ wenn er alt ift? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen/ und geboren werden?" Jesus antwortete:» Wahrlich/ wahrlich/ ich sage dir: es sei denn/ daß jemand geboren werde/ aus Wasser und Geist/ fo kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch ge= boren wird/ das ist Fleisch/ und was vom Geist geboren wird/ das ift Geist. Laß diche nicht wundern/ daß ich dir gesagt habe:„ Ihr müsset Don neuem geboren werden." Der Wind bläset/ wo er will/ und du höreft sein Saufen wohl/ aber du weißt nicht/ Don mannen er kommt/ und wohin er fähret. Also ist ein jeglicher/ der aus dem Geist geboren ist.« Nikodemus antwortete/ und sprach zu ihm: Wie kann ſolches zugehen?" Jefus antwortete/ und sprach zu ihm:» Bist du ein Meister in Ifrael/ und weißt das nicht? Wahrlich wahrlich/ ich sage dir: mir reden/ was wir wissen/ und zeugen/ was wir gesehen haben/ und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an. Glaubet ihr nicht/ wenn ich euch von 675 irdischen Dingen[ age/ wie würdet ihr glauben/ wenn ich euch von himmlischen Dingen fage? Und niemand fähret gen Himmel/ denn der Dom Himmel hernieder kommen ist/ nämlich/ des Menschen Sohn. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat/ also muß des Men= schen Sohn erhöhet werden: auf daß alle/ die an ihn glauben/ das ewige Leben haben.<< mapiged wa Am 1. Sonntag nach Trinitatis malad mushdo mengi3 nou issalge Gebet Herr unser Gott, der du bist die Stärke aller, die auf dich hoffen: neige dich zu unserm Gebet, und weil wir fündigen, sterblichen Menschen ohne dich nichts vermögen, so verleihe uns deine gnädige Hilfe/ daß wir deine Gebote halten und also dir wohlgefalle unser Wollen und Vollbringen. Durch unsern Herrn Jesum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Joh. 4, 16 b- 21 Ihr Lieben/ Gott ist Liebe/ und wer in der Liebe bleibet/ der bleibet in Gott/ und Gott in ihm. Darin ist die Liebe völlig bei uns/ auf daß wir eine freudigkeit haben/ am Tage des Gerichts: denn gleich wie er ist/ so find auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe: sondern die völlige Liebe treibet die furcht aus, denn die furcht ist der Strafe gewärtig. Wer sich aber fürchtet/ der ist nicht völlig in der Liebe. Wir lieben/ denn er hat uns zuerst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott" und haffet seinen Bruder/ der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet/ den er siehet/ wie kann er Gott lieben/ den er nicht fiehet? Und dies Gebot haben wir von ihm/ daß/ wer Gott lebet/ daß der auch seinen Bruder liebe. Lied: Nun bitten wir den Heiligen Geist( 99) Evangelium: Luk. 16, 19-31 Jesus sprach:» Es war ein reicher Mann/ der kleidete sich mit Purpur und köstlicher Leinwand/ und lebte alle Tage herrlich und in freuden. Es war aber ein Armer/ mit Namen Lazarus/ der lag vor seiner Tür voller Schwären/ und begehrete sich zu sättigen von den Brofamen/ die von des Reichen Tische fielen. Doch kamen die Hunde/ und lecketen ihm feine Schwären. Es begab sich aber/ daß der Arme starb/ und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoß, der Reiche aber starb auch/ und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war/ hob er seine Augen auf/ und fah Abraham von ferne/ und Lazarus in seinem Schoß/ und er rief und sprach:„ Vater Abraham/ erbarme dich mein/ und fende Lazarus/ daß er das Außerste seines fingers ins Wasser tauche/ und kühle meine Zunge/ denn ich leide Pein in dieser Flamme." 676 Abraham aber sprach:, Gedenke/ Sohn/ daß du dein Gutes empfangen haft in deinem Leben/ Lazarus dagegen hat Böses empfangen. Nun aber wird er getröstet/ und du wirst gepeiniget. Und über das alles/ ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget/ daß die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch/ könnten nicht/ und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren." scod Da sprach er: So bitte ich dich/ Vater/ daß du ihn sendest in meines Vaters Haus/ denn ich habe noch fünf Brüder/ daß er ihnen Zeugnis gebe: auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual." Abraham ( prach zu ihm:, Sie haben Mofes und die Propheten, laß fie dieselbigen hören." Er aber sprach:„ Nein/ Vater Abraham/ fondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge/ so würden sie Buße tun." Er sprach zu ihm: Hören sie Moses und die Propheten nicht/ so werden sie auch nicht glauben/ wenn jemand von den Toten aufstünde."«< hatte. Alfo Gottes/ ber e Am 2. Sonntag nach Trinitatis Gebet Wir bitten dich, allmächtiger Gott: gib deiner Gemeinde deinen Geist und göttliche Weisheit, daß dein Wort unter uns laufe und wachse, mit aller freudigkeit geprediget und deine christliche Gemeinde dadurch gebessert werde/ auf daß wir, von aller Anfechtung unversehrt, in beständigem Glauben dir dienen und im Bekenntnis deines Namens bis an unser Ende beharren. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Joh. 3, 13-18 Verwundert euch nicht/ meine Brüder/ menn euch die Welt haffet. Wir wissen/ daß wir aus dem Tode in das Leben kommen find/ denn wir lieben die Brüder. Wer nicht liebet/ der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset/ der ist ein Totschläger. Und ihr wisset/ daß ein Totschläger nicht hat das ewige Leben in ihm bleibend.m Daran haben wir erkannt die Liebe/ daß er sein Leben für uns ge= laffen hat: und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen Wenn aber jemand dieser Welt Güter hat/ und fiehet seinen Bruder darben/ und schließet sein Herz por ihm zu: mie bleibet die Liebe Gottes bei ihm! Meine Kindlein/ lasset uns nicht lieben mit Worten/ noch mit der Zunge: sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. Onu Lied: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn( 245) Evangelium: Luk. 14, 16-24 Jefus sprach:» Es war ein Mensch/ der machte ein groß Abendmahl/ und lud viele dazu. Und fandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahle/ zu sagen den Geladenen: Kommt denn es ist alles 677 bereit." Und fie fingen an alle nacheinander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft/ und muß hinausgehen und ihn befehen/ ich bitte dich/ entschuldige mich." Und der andre sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft/ und ich gehe jeht hin/ fie zu befehen/ ich bitte dich/ entschuldige mich." Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen/ darum kann ich nicht kommen." sons) mil ud bod 3ste Vrbio bi sttid oc.: 39( bosq) 00 Und der Knecht kam und fagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig/ und sprach zu seinem Knechte:„ Gehe aus/ schnell auf die Straßen und Gaffen der Stadt/ und führe die Armen und Krüppel und Blinden und Lahmen herein." Und der Knecht sprach: Herr/ es ist geschehen/ was du befohlen haft/ es ist aber noch Raum da." Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune/ und nötige sie hereinzukommen: auf daß mein Haus voll werde." Ich sage euch aber/ daß der Männer keiner/ die geladen sind/ mein Abendmahl schmecken wird.<< The Lebenem 3. Sonntag nach Trinitatis Gebet O Gott, du Beschüher aller, die auf dich hoffen, ohne den nichts kräftig noch heilig ist: mehre über uns deine Barmherzigkeit/ auf daß wir unter deinem Beistand durch die zeitlichen Güter also wandeln, daß wir die ewigen nicht vertieren. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Petr. 5, 5 b- 11 Ihr Lieben Gott widerstehet den Hoffärtigen/ aber den Demütigen gibt er Gnade. So demütiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes/ daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfet auf ihn: denn er forget für euch. 90| fetter som Seid nüchtern und machet: denn euer Widersacher/ der Teufel/ gehet umher/ wie ein brüllender Löwe/ und suchet/ welchen er verschlinge. Dem widerstehet/ fest im Glauben/ und wisset/ daß eben dieselbigen Leiden über eure Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Gnade/ der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit/ in Chrifto Jesu/ derselbige wird euch/ die ihr eine kleine Zeit leidet/ vollbereiten/ stärken/ kräftigen/ gründen. Dem ſet Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit/ Amen. Lied: Allein zu dir, Herr Jesu Christ( 166) Evangelium: Luk. 15, 1-10 Es naheten zu Jefu allerlei Zöllner und Sünder/ daß sie ihn höreten. Und die Pharifäer und Schriftgelehrten murreten/ und sprachen: Dieser 678 nimmt die Sünder an/ und iffet mit ihnen." Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis/ und sprach:» Welcher Mensch ist unter euch/ der hundert Schafe hat/ und so er der eines verliert/ der nicht lasse die neunund= neunzig in der Wüste/ und hingehe nach dem verlornen/ bis daß ers finde? Und wenn ers gefunden hat/ fo leget ere auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heimkommet/ rufet er seinen Freunden und Nachbarn/ und spricht zu ihnen:, freuet euch mit mir/ denn ich habe mein Schaf gefunden/ das verloren war." Ich fage euch: Also wird auch freude im Himmel fein/ über einen Sünder/ der Buße tut/ Dor neunundneunzig Gerechten/ die der Buße nicht bedürfen. Oder/ welch Weib ift/ die zehn Taler hat/ fo fie deren einen verliert/ die nicht ein Licht anzünde/ und kehre das Haus/ und suche mit fleiß/ bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat/ rufet fie ihren Freundinnen und Nachbarinnen und spricht:, freuet euch mit mir denn ich habe meinen Taler gefunden/ den ich verloren hatte." Also auch sage ich euch- wird freude fein vor den Engeln Gottes/ über einen Sünder/ der Buße tut.<< Am 4. Sonntag nach Trinitatis 010 rspida: Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du die ganze Christenheit durch deinen Geift heiligest und regierest: erhöre unfer Gebet und gib, daß sie mit allen ihren Gliedern in reinem Glauben, in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die dir gefällt, durch deine Gnade dir diene. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Rom. 8, 18-23 Liebe Brüder/ ich halte dafür/ daß dieser Zeit Leiden/ der Herrlichkeit nicht wert sei/ die an uns foll offenbaret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatur/ wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes/ fintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit/ ohne ihren Willen: fondern um des willen/ der sie unterworfen hat/ auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wird von der Knechtschaft des vergänglichen Wefens/ zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wiffen/ daß alle Kreatur sehnet sich mit uns/ und ängstet sich noch immerdar. Nicht allein aber fie: sondern auch wir selbst/ die wir haben des Geistes Erstlingsgabe/ sehnen uns auch bei uns ſelbst, nach der Kindschaft/ und warten auf unseres Leibes Erlösung. Lied: Heilger Geist, du Tröster mein( 101) Evangelium: Luk. 6, 36-42 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Seid barmherzig/ wie auch euer Vater barmherzig ift. Richtet nicht/ so werdet ihr auch nicht gerichtet. Ver679 dammt nicht so werdet ihr nicht verdammt. Vergebet/ so wird euch vergeben. Gebt/ so wird euch gegeben. Ein voll/ gedrückt/ gerüttelt und überfließend Maß wird man in euern Schoß geben. Denn eben mit dem Maß/ da ihr mit mesfet/ wird man euch wieder zumessen.<< manuten Und er sagte ihnen ein Gleichnis:» Kann auch ein Blinder einem Blinden den Weg meifen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinen Meiſter. Wenn der Jünger ist wie sein Meister: so ist er vollkommen. Was fiehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille/ Bruder/ ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen"/ und du fiehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler/ zieh zuvor den Balken aus deinem Auge/ und siehe dann zu/ daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.«< buo o site 08 manis 3900\ esto Am 5. Sonntag nach Trinitatis St Gebet no Herr Gott, wir bitten dich: lenke und regiere nach deiner gnädigen Ordnung den Lauf dieser Welt in Frieden/ daß deine Kirche dich in der Stille lobe und dir fröhlich diene. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret Don Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. of Epistel: 1. Petr. 3, 8-15a Ihr Lieben/ seid allesamt gleich gefinnet/ mitleidig/ brüderlich/ barmherzig/ demütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem/ oder Scheltwort mit Scheltwort: sondern dagegen segnet/ dieweil ihr dazu berufen seid/ daß ihr den Segen ererbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen/ der schweige seine Zunge/ daß sie nichts Böses rede/ und seine Lippen/ daß sie nicht trügen. Er mende sich vom Bösen/ und tue Gutes; er suche Frieden/ und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrn merken auf die Gerechten/ und seine Ohren auf ihr Gebet. Das Angesicht aber des Herrn steht wider die/ fo Böses tun. Und wer ist/ der euch schaden könnte/ so ihr dem Guten nachtrachtet! Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen/ so seid ihr doch selig, fürchtet euch aber vor ihrem Trohen nicht/ und erschreckt nicht/ heiliget aber Chriſtum den Herrn in euren Herzen. bon nadjani Lied: Preis, Lob und Dank fei Gott dem Herren( 206) Evangelium: Luk. 5, 1-11 Es begab sich aber/ da sich das Volk zu Jesu drängte/ zu hören das Wort Gottes/ und er stand am See Genezareth/ und sah zwei 680 Schiffe am See stehen die fischer aber waren herausgetreten/ und muschen ihre Nehe: da trat er in der Schiffe eines/ welches Simons war/ und bat ihn/ daß ers ein wenig vom Lande führte. Und er fehte sich/ und lehrte das Volk aus dem Schiff. - Und als er hatte aufgehört zu reden/ sprach er zu Simon:» fahre auf die Höhe/ und werfet eure Nehe aus/ daß ihr einen Zug tut.<< Und Simon antwortete/ und sprach zu ihm:„ Meifter/ wir haben die ganze Nacht gearbeitet/ und nichts gefangen/ aber auf dein Wort/ will ich das Net auswerfen." Und da sie das taten/ schlossen sie eine große Menge Fische ein/ und ihre Nehe zerrissen. Und sie winketen ihren Geſellen/ die im andern Schiff waren/ daß sie kämen/ und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen/ und fülleten beide Schiffe voll/ also/ daß fie sanken. Da das Simon Petrus sah/ fiel er Jefu zu den Knieen/ und sprach: Herr/ gehe von mir hinaus/ ich bin ein fündiger Mensch." Denn es war ihn ein Schrecken angekommen/ und alle/ die mit ihm waren/ über diesen Fischzug/ den fie miteinander getan hatten/ desgleichen auch Jakobus und Johannes/ die Söhne des Zebedäus/ Simons Gefellen. Und Jesus sprach zu Simon:»> fürchte dich nicht/ denn von nun an wirst du Menschen fangen.«< Und fie führeten die Schiffe zu Lande/ und verließen alles/ und folgeten ihm nach. id apsv Am 6. Sonntag nach Trinitatis sibi mad 1607 Gebet falo ud sobibdom 10 Herr Gott, der du denen, die dich lieben, unsichtbare Güter bereitet hast: entzünde unsre Herzen durch das feuer deiner Liebe/ auf daß wir dich in allem und über alles lieben und also deine Verheißungen erlangen, die überschwenglich sind über alles, was wir bitten oder verstehen. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. mu dn Epistel: Röm. 6, 3-11 iba Br Liebe Brüder/ wisset ihr nicht/ daß alle/ die wir in Jefum Chrift getauft sind die sind in seinen Tod getauft? So find wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod/ auf daß/ gleich wie Christus ist auferwecket von den Toten/ durch die Herrlichkeit des Vaters/ also sollen auch wir in einem neuen Leben mandeln. So wir aber gepflanzet find ihm gleich/ in seinen Tod/ so werden wir auch seiner Auferstehung gleich sein/ dieweil wir wissen/ daß unser alter Mensch famt ihm gekreuziget ist/ auf daß der fündliche Leib aufhöre/ daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist/ der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben/ fo glauben mir/ daß wir auch mit ihm leben werden und wissen/ daß Christus Don den Toten 681 erwecket/ hinfort nicht stirbet/ der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn das er gestorben ist/ das ist er der Sünde geſtorben/ ein für allemal/ das er aber lebet/ das lebet er Gott. Also auch ihr: haltet euch dafür/ daß ihr der Sünde gestorben feid/ und lebet Gotte/ in Chrifto Jesu/ unferm Herrn. And whe PURSAK Lied: Durch Adams fall ist ganz verderbt( 243) Evangelium: Matth. 5, 20-26 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Ich sage euch: es sei denn eure Gerechtigkeit besser/ denn die der Schriftgelehrten und Pharifäer/ ſo werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört/ daß zu den Alten gesagt ist:„ Du sollst nicht töten/ wer aber tötet/ der soll des Gerichts schuldig sein." Ich aber fage euch: wer mit seinem Bruder zürnet/ der ist des Gerichts schuldig. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha"/ der ist des Rats schuldig. Wer aber fagt:„ Du Narr"/ der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum: wenn du deine Gabe auf den Altar opferst/ und wirft allda eingedenk/ daß dein Bruder etwas wider dich habe/ ſo laß allda Dor dem Altar deine Gabe/ und gehe zuvor hin/ und versöhne dich mit deinem Bruder/ und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Widerfacher bald/ dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist auf daß dich der Widerfacher nicht dermaleinst überantund werdest in den Kerker geworfen. Ich sage dir wahrlich: du wirst nicht von dannen heraus kommen/ bis du auch den lehten Heller bezahleft.<< stag Am 7. Sonntag nach Trinitatis Gebet O Herr, himmlischer Vater: nimm unfern Leib und unfre Seele ganz zu deinem Eigentum, und laß deine Gnade in uns groß werden/ auf daß nicht der eigene Sinn, fondern dein heiliger Wille uns Döllig regiere. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epiftel: Röm. 6, 19-23 Liebe Brüder/ ich muß menschlich reden/ um der Schwachheit willen eures Fleisches: gleich wie ihr eure Glieder hingegeben habet zum Dienft der Unreinigkeit/ und von einer Ungerechtigkeit zu der andern: also gebet auch nun hin eure Glieder zum Dienst der Gerechtigkeit/ daß sie heilig werden. Denn da ihr der Sünde Knechte maret/ da waret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jeht schämet: denn das Ende derfelbigen/ 682 ist der Tod. Nun ihr aber feid von der Sünde frei/ und Gottes Knechte worden/ habt ihr eure frucht/ daß ihr heilig werdet/ das Ende aber: das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünde Sold: aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben/ in Chrifto Jefu unferm Herrn. Lied: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut( 233) Evangelium: Mark. 8, 1-9 end sslugt Zu der Zeit/ da diel Volks da mar/ und hatten nicht zu essen/ rief Jefus feine Jünger zu fich/ und sprach zu ihnen:» Mich jammert des Volks/ denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret/ und haben nichts zu essen, und wenn ich fie ungegessen von mir heim ließe gehen/ würden sie auf dem Wege verschmachten/ denn etliche sind von ferne kommen.<<< Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wüste/ daß wir sie sättigen?" Und er fragte sie:» Wieviel habt ihr Brots!<< Sie sprachen: Sieben." Und er gebot dem Volk/ daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die fieben Brote/ und dankte/ und brach sie/ und gab fie feinen Jüngern/ daß fie dieselben vorlegten. Und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig fischlein/ und er dankte/ und hieß dieselben auch vortragen. Sie aßen aber und wurden fatt/ und hoben die übrigen Brocken auf: fieben Körbe. Und ihrer waren bei viertausend/ die da gegessen hatten. Und er ließ fie von sich. Am 8. Sonntag nach Trinitatis Gebet Herr unfer Gott, dessen Weisheit in allem, was sie ordnet, niemals irret: wir bitten dich demütig, du wollest von uns abwenden, was uns schadet, und uns gewähren, was uns zum Besten dienet. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Rom. 8, 12-17 Wir sind nun/ liebe Brüder/ Schuldner/ nicht dem Fleisch/ daß wir nach dem Fleisch leben: denn wo ihr nach dem Fleisch lebet/ so werdet ihr sterben müssen. Wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tötet/ so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet/ die find Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen/ daß ihr euch abermal fürchten müßtet: sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen/ durch welchen wir rufen:„ Abba/ lieber Vater." Der Geist selber gibt Zeugnis unferm Geist/ daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder/ so sind wir auch Erben: nämlich Gottes Erben/ und Miterben Christi/ wenn anders wir mit leiden/ auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Lied: O gläubig Herz, gebenedei( 226) 683 Evangelium: Matth. 7, 15-21 Jefus fprach zu seinen Jüngern:» Sehet euch vor/ vor den falschen Propheten/ die in Schafskleidern zu euch kommen/ inwendig aber find sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lefen von den Dornen/ oder feigen von den Difteln? Also ein jeglicher guter Baum/ bringet gute früchte/ aber ein fauler Baum/ bringet arge früchte. Ein guter Baum kann nicht arge früchte bringen/ und ein fauler Baum kann nicht gute früchte bringen. Ein jeglicher Baum/ der nicht gute Früchte bringet/ wird abgehauen/ und ins feuer geworfen. Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle/ die zu mir sagen: Herr/ Herr"/ in das Himmelreich kommen: sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.<< Am 9. Sonntag nach Trinitatis Gebet Gib uns, o Herr, den Geist, der allezeit das Rechte will und es vollbringt mit deiner Hilfe: auf daß wir, die wir ohne dich nicht sein können, Kraft empfangen, nach deinem Willen zu leben. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Babe Epistel: 1. Kor. 10, 1-13 Ich will euch/ liebe Brüder/ nicht verhehlen/ daß unsere Väter find alle unter der Wolke gewesen/ und sind alle durchs Meer gegangen/ und sind alle unter Moses getauft/ mit der Wolke/ und mit dem Meer/ und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen/ und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken: fie tranken aber von dem geistlichen fels/ der mit folgte/ welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen: denn sie wurden niedergeschlagen in der Wüste. Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen/ daß wir nicht uns gelüften laffen des Bösen/ gleich wie jene gelüftet hat. Werdet auch nicht Abgöttische/ gleich wie jener etliche wurden/ wie geschrieben stehet: Das Volk fette sich nieder zu essen und zu trinken/ und stand auf zu spielen." Auch lasset uns nicht Hurerei treiben/ wie etliche unter jenen Hurerei trieben/ und fielen auf einen Tag dreiundzwanzigtaufend. Laffet uns aber auch Christum nicht versuchen/ wie etliche von jenen ihn versuchten/ und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht gleich wie jener etliche murreten/ und wurden umgebracht durch den Verderber. Solches alles miderfuhr jenen/ uns zum Vorbilde; es ist aber geschrieben/ uns zur Warnung/ auf welche das Ende der Welt kommen 684 ist. Darum/ wer sich läsfet dünken/ er stehe/ mag wohl zusehen/ daß er nicht falle. Es hat euch noch keine/ denn menschliche Versuchung betroffen. Aber Gott ist getreu/ der euch nicht lässet versuchen/ über euer Vermögen/ fondern machet/ daß die Versuchung so ein Ende gewinne/ daß ihrs könnet ertragen. Lied: Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun( 384) Evangelium: Luk. 16, 1-9 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Es war ein reicher Mann/ der hatte einen Haushalter/ der ward vor ihm bezichtiget/ er hätte ihm seine Güter durchgebracht. Und er forderte ihn/ und sprach zu ihm:„ Wie höre ich das von dir? Tu Rechnung von deinem Haushalten/ denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein." Der Haushalter[ prach bei fich felbft: Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir. Graben kann ich nicht zu betteln schäme ich mich. Ich weiß wohl/ was ich tun will/ wenn ich nun von dem Amt gefeht werde/ daß fie mich in ihre Häuser nehmen. us now! Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn/ und sprach zu dem ersten:„ Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?" Er sprach:„ Hundert Tonnen Oles." Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief/ sehe dich/ und schreib flugs fünfzig." Darnach sprach er zu dem andern:„ Du aber/ wieviel bist du schuldig?" Er sprach:„ Hundert Malter Weizen." Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief/ und schreib achtzig." Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter/ daß er klüglich getan hatte. Denn die Kinder dieser Welt find klüger/ denn die Kinder des Lichtes gegen ihr eigen Geschlecht. Und ich fage euch auch: machet euch freunde mit dem ungerechten Mammon/ auf daß wenn ihr nun darbet/ fie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.<< Am 10. Sonntag nach Trinitatis ng um Gebet Ewiger König und Herr aller Herren, der du uns durch das Evangelium berufen hast, daß wir dein Volk feien und Erben deiner Verheißungen: wir bitten dich, führe uns zur Erkenntnis deines heilsamen und gnädigen Willens/ daß wir verstehen, was zu unserm Frieden dienet. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebeft und regiereft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. ollo Epistel: 1. Kor. 12, 1-11 Von den geistlichen Gaben will ich euch liebe Brüder nicht unkundig lasſen. Ihr wisset/ als ihr Heiden seid gewesen/ wurdet ihr hingezogen zu den stummen Göten/ wie ihr verführt wurdet. Darum 685 tue ich euch kund/ daß niemand Jefum verfluchet/ der durch den Geist Gottes redet. Und niemand kann Jefum den Herrn heißen/ ohne durch den heiligen Geist. Es find mancherlei Gaben/ aber es ist ein Geift. Und es sind mancherlei Amter/ aber es ist ein Herr. Und es find mancherlei Kräfte/ aber es ist ein Gott/ der da wirket alles in allen. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geiftes/ zum gemeinen Nuhen. Einem wird gegeben durch den Geift/ zu reden von der Weisheit/ dem andern wird gegeben/ zu reden von der Erkenntnis/ nach demfelbigen Geift/ einem andern der Glaube/ in demselbigen Geist einem andern die Gabe/ gefund zu machen/ in dem einen Geift/ einem andern/ Wunder zu tun/ einem andern Weiefagung/ einem andern/ Geifter zu unterscheiden/ einem andern mancherlei Sprachen/ einem andern/ die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirket derfelbige eine Geist/ und teilet einem jeglichen das Seine zu/ je nach dem er will. 30ste tasisp Lied: Wach auf, wach auf, du deutsches Land( 390) Epangelium: Luk. 19, 41-48 Als Jefus nahe zu Jerufalem kam/[ ah er die Stadt an/ und weinte über sie/ und sprach:» Wenn doch auch du erkenntest/ zu dieser deiner Zeit/ was zu deinem Frieden dient. Aber nun iste oor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen/ daß deine feinde werden um dich eine Wagenburg schlagen/ dich belagern/ und an allen Orten ängsten. Und werden dich und deine Kinder in dir zerschmettern/ und keinen Stein auf dem andern lassen/ darum daß du nicht erkannt haft die Zeit/ darinnen du heimgesucht bist.<< Und er ging in den Tempel/ und fing an auszutreiben/ die darinnen verkauften/ und sprach zu ihnen:» Es stehet geschrieben:„ Mein Haus foll sein ein Bethaus." Ihr aber habts gemacht zur Mördergrube.<< Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten/ und die Vornehmften im Volk/ trachteten ihm nach/ daß fie ihn umbrachten. Und fanden nicht/ wie sie ihm tun sollten/ denn alles Volk hing ihm an/ und hörte ihn. Am 11. Sonntag nach Trinitatis Gebet Herr Gott, der du deine Allmacht kund tust vornehmlich im Verschonen und Erbarmen: laß uns deine Barmherzigkeit reichlich widerfahren/ auf daß wir entgegeneilen deinen Verheißungen und also der himmlischen Güter teilhaftig werden. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 586 tim ad\ muß nariad Epiftel: 1. Kor. 15, 1-10( bog Liebe Brüder ich erinnere euch an das Evangelium/ das ich euch verkündiget hab/ welches ihr auch angenommen habt/ in welchem ihr auch stehet/ durch welches ihr auch selig werdet: welcher Geſtalt ich es euch verkündiget habe/ so ihrs behalten habt/ es wäre denn/ daß ihr umsonst zum Glauben gekommen wäret. Denn ich habe euch zuvorderst übergeben/ was ich auch empfangen habe: daß Chriftus gestorben sei für unsere Sünden nach der Schrift/ und daß er begraben [ ei/ und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift/ und daß er gesehen worden ist von Kephas/ darnach von den Zwölfen. Darnach ist er gesehen worden von mehr denn fünfhundert Brüdern auf einmal/ deren noch viele leben/ etliche aber sind entschlafen. Dar= nach ist er gesehen worden von Jakobus/ darnach von allen Aposteln. Am lehten nach allen ist er auch von mir als einer unzeitigen Geburt/ gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Apoſteln/ der ich nicht wert bin/ daß ich ein Apoftel heiße/ darum daß ich die Gemeinde Gottes verfolget habe. Aber von Gottes Gnade bin ich/ was ich bin/ und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen/ fondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle, nicht aber ich/ fondern Gottes Gnade/ die mit mir ift. Lied: Aus tiefer Not schrei ich zu dir( 195) Evangelium: Luk. 18, 9-14 Jefus fagte zu etlichen/ die sich selbst vermaßen/ daß fie fromm wären/ und verachteten die andern/ ein folch Gleichnis:» Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel/ zu beten: einer ein Pharifäer/ der andre ein Zöllner. Der Pharifäer stand und betete bei fich selbst also: Ich danke dir/ Gott/ daß ich nicht bin wie die andern Leute/ Räuber/ Ungerechte/ Ehebrecher/ oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche/ und gebe den Zehnten/ von allem das ich habe." Und der Zöllner stand von ferne/ wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel/ fondern schlug an feine Brust und sprach:„ Gott/ sei mir Sünder gnädig!" Ich fage euch: diefer ging hinab gerechtfertiget in sein Haus/ vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet/ der wird erniedriget werden/ und wer fich selbst erniedriget/ der wird erhöhet werden.<< Am 12. Sonntag nach Trinitatis Gebet Allmächtiger, emiger Gott, der du erhöreft über Bitten und Verstehen und reicher beschenkest, als wir verdienen: wir bitten dich, erlaß uns, was unfer Gemiffen angstet/ und tu uns mehr zugute, als wir von dir zu 687 bitten wagen. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 2. Kor. 3, 4-9 1 Liebe Brüder/ ein solch Vertrauen haben wir durch Chriftum zu Gott: nicht daß wir von uns aus tüchtig sind/ etwas zu erfinnen/ von uns felber; sondern daß wir tüchtig find/ ist von Gott/ welcher uns tüchtig gemacht hat das Amt zu führen des neuen Testaments/ nicht des Buchstabens/ fondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet/ aber der Geift machet lebendig. So aber das Amt/ das den Tod bringt/ und mit Buchstaben in Stein gebildet war/ Klarheit hatte/ alfo/ daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angeficht des Mofes/ um der Klarheit willen seines Angesichtes/ die doch aufhörte: wie sollte nicht vielmehr das Amt/ das den Geift gibt/ Klarheit haben? Denn so das Amt/ das die Verdammnis prediget/ Klarheit hat/ viel mehr hat das Amt/ das die Gerechtigkeit prediget/ überschwengliche Klarheit. plotis 600 najwsp dilldagganapld no 10000 mm) onu nid di Lied: Nun lob, mein Seel, den Herren( 188) ig sdod thi 3030 Evangelium: Mark. 7, 31-37 Da Jefus fortging aus dem Gebiet pon Tyrus/ kam er durch Sidon an das Galiläische Meer/ mitten in das Gebiet der Zehn Städte. Und fie brachten zu ihm einen Tauben/ der stumm war/ und sie baten ihn/ daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders/ und legte ihm die finger in die Ohren/ und spühete/ und rührte seine Zunge/ und sah auf gen Himmel/ feufzte/ und sprach zu ihm:»> Hephata«/ das ist: Tu dich auf. Und alsobald taten sich seine Ohren auf/ und das Band seiner Zunge ward los/ und er redete recht. Und er perbot ihnen/ fie folltens niemand sagen. Je mehr er aber verbot/ je mehr sie es ausbreiteten/ und wunderten sich über die Maßen/ und sprachen:„ Er hat alles wohl gemacht/ die Tauben macht er hörend/ und die Sprachlosen redend." onid poig sajs babo ndia Am 13. Sonntag nach Trinitatis fidio d Gebet Allmächtiger und barmherziger Gott, der du in Gnaden schenkest, daß deine Gläubigen dir würdig und wohlgefällig dienen: gemähre uns, daß wir deinen Verheißungen ohne Anstoß und Argernis entgegeneilen. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiſte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 688 Epistel: Gal. 3, 15-22 Liebe Brüder/ ich will nach menschlicher Weise reden. Stößt man doch eines Menschen Teſtament nicht um/ wenn es bestätiget ist/ und tut auch nichts dazu. Nun ist aber die Verheißung dem Abraham zugesagt und seinem Samen. Die Schrift sagt nicht: seine Samen"/ als wären es viele/ fondern so/ daß es nur einer ist:„ dein Same"/ welcher ist Christus. Ich meine aber dies: das Testament/ das von Gott zuvor bestätiget ift/ wird nicht aufgehoben durchs Geset/ welches gegeben ist vierhundertunddreißig Jahre hernach/ so daß es nun aus wäre mit der Verheißung. Denn so das Erbe durch das Geseh erworben würde/ fo würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hats Abraham dre y nld snisp od durch Verheißung frei geschenkt. Was soll denn das Geseh? Es ist hinzukommen um der Sünden willen/ bis der Same käme/ dem die Verheißung geschehen ist/ und ist ver= ordnet von den Engeln/ durch die Hand eines Mittlers. Einen Mittler aber gibt es nicht bei einem; Gott aber ist Einer. Wie! Ist denn das Geseh mider Gottes Verheißung? Das fei ferne: wenn ein Gefeh gegeben wäre/ das könnte lebendig machen/ so káme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesehe. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Sünde/ auf daß die Verheißung käme/ durch den Glauben an Jesum Christum/ gegeben denen/ die da glauben. Lied: Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ( 244) Evangelium: Luk. 10, 23-37 medier Jefus wandte fich zu seinen Jüngern befonders und sprach:» Selig find die Augen/ die da sehen/ was ihr sehet. Denn ich sage euch: viele Propheten und Könige wollten sehen/ was ihr sehet/ und habens nicht gesehen/ und hören/ was ihr höret/ und habens nicht gehöret.<< Und siehe/ da stand ein Schriftgelehrter auf/ versuchte ihn und sprach: Meister/ was muß ich tun/ daß ich das ewige Leben ererbe?" Er aber ( prach zu ihm:» Wie stehet im Geset geschrieben? Wie liefest du?« Er antwortete und sprach:„ Du sollst Gott deinen Herrn lieben/ von ganzem Herzen/ Don ganzer Seele/ von allen Kräften/ und von ganzem Ge= nüte/ und deinen Nächsten/ wie dich selbst." Er aber sprach zu ihm: » Du haft recht geantwortet; tue das/ so wirst du leben.<< Er aber wollte sich selbst rechtfertigen/ und sprach zu Jesu:„ Wer ist denn mein Nächster?" Da antwortete Jesus und sprach:» Es war ein Mensch/ der ging Don Jerufalem hinab gen Jericho/ und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus/ und schlugen ihn/ und gingen davon/ und ließen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber von ungefähr/ daß 23 689 ein Priester diefelbige Straße hinabzog/ und da er ihn sah/ ging er Dorüber. Desgleichen auch ein Levit/ da er kam zu der Stätte/ und fah ihn/ ging er vorüber. Ein Samariter aber reiste/ und kam dahin/ und da er ihn sah/ jammerte ihn sein/ ging zu ihm/ verband ihm seine Wunden und goß drein Ol und Wein/ und hob ihn auf sein Tier/ und führte ihn in die Herberge/ und pflegte sein. Des andern Tages reifte er/ und zog heraus zweí Taler/ und gab fie dem Wirte/ und sprach zu ihm: Pflege sein/ und so du was mehr wirst dazutun/ will ich dirs bezahlen/ wenn ich wiederkomme." Welcher dünket dich/ der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem/ der unter die Mörder gefallen war?<< Er sprach:„ Der die Barmherzigkeit an ihm tat." Da sprach Jefus zu ihm: >> So gehe hin/ und tue desgleichen!<< Am 14. Sonntag nach Trinitatis Gebet Allmächtiger Herre Gott: gib uns den rechten, wahrhaftigen Glauben und mehre denselben täglich in uns./ Gib uns auch Liebe und Hoffnung, damit wir dir und unserm Nächsten nach deinem Wohlgefallen mögen dienen. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Gal. 5, 16-24 Liebe Brüder/ mandelt im Geist/ so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen. Denn das fleisch gelüftet wider den Geist/ und den Geist wider das fleisch. Diefelbigen find wider einander/ daß ihr nicht tut/ was ihr wollet. Regieret euch aber der Geist/ so seid ihr nicht unter dem Geset. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches/ als da sind: Ehebruch/ Hurerei/ Unreinigkeit/ Unzucht/ Abgötterei/ Zauberei/ feindschaft/ Hader/ Eifer/ Zorn/ Zank/ Zwietracht/ Rotten/ Neid/ Saufen/ fressen/ und dergleichen: von welchen ich euch hab zuvor gesagt/ und fage noch zuvor/ daß die folches tun/ werden das Reich Gottes nicht erben. Die frucht aber des Geistes ift Liebe/ freude/ friede/ Geduld/ freundlichkeit/ Gütigkeit/ Glaube/ Sanftmut/ Keuschheit: wider solche ist das Gefeh nicht. Welche aber Christo angehören/ die haben ihr fleisch gekreuziget/ samt den Lüften und Begierden. Lied: Von Gott will ich nicht lassen( 283) Evangelium: Luk. 17, 11-19 Es begab sich/ da Jefus reifete gen Jerusalem/ zog er mitten durdh zwischen Samarien und Galiläa. Und als er in einen Markt kam/ 690 begegneten ihm zehn ausfähige Männer/ die standen von ferne/ und erhoben ihre Stimme/ und sprachen:„ Jefu lieber Meister/ erbarme dich unfer!" Und da er sie sah/ sprach er zu ihnen:» Gehet hin/ und zeiget euch den Priestern.« Und es geschah/ da sie hingingen/ wurden sie rein. Einer aber unter ihnen/ da er sah/ daß er gefund worden war/ kehrte er um und preisete Gott mit lauter Stimme/ und fiel auf sein Angesicht/ zu feinen Füßen/ und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach:» Sind ihrer nicht zehn rein worden? Wa aber sind die neun? Hat sich sonst keiner gefunden/ der wieder umkehrte/ und gäbe Gott die Ehre/ denn dieser fremdling?<< Und er [ prach zu ihm:» Stehe auf/ gehe hin/ dein Glaube hat dir geholfen.<< Am 15. Sonntag nach Trinitatis Gebet Wir bitten dich, Herr unfer Gott: behüte deine Kirche mit ewiger Huld/ und meil mir in unfrer menschlichen Schwachheit ohne dich zu fall kom= men, fo mende ab durch deine Hilfe, was uns schadet, und leite uns immerdar zu dem, was zu unserm Heile dienet. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Emigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Gal. 5, 25 bis 6, 10 Liebe Brüder/ so mir im Geiste leben/ fo laffet uns auch im Geiste wandeln. Laffet uns nicht eiteler Ehre geizig sein/ einander zu reizen und zu neiden. Liebe Brüder/ so ein Mensch etwa bei einem fehl betroffen würde/ so helft ihm wieder zurecht/ mit sanftmütigem Geist/ die ihr geistlich seid/ und siehe auf dich selbst/ daß du nicht auch versuchet werdest. Einer trage des andern Laft: so werdet ihr das Geset Christi erfüllen. So aber sich jemand läßt dünken/ er sei etwas/ so er doch nichts ist/ der betrüget sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe sein eigen Werk/ und alsdann wird er an sich selber Ruhm haben/ und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen. Der aber unterrichtet wird in dem Wort/ der teile mit allerlei Gut/ dem/ der ihn unterrichtet. Irret euch nicht: Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät/ das wird er ernten. Wer auf sein Fleisch Jät/ der wird von dem Fleisch das Verderben ernten. Wer aber auf den Geift Jät/ der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Laffet une aber Gutes tun/ und nicht müde werden: denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohn Ermatten. Aber/ dieweil wir noch Zeit haben/ laffet uns Gutes tun/ an jedermann: allermeist aber an des Glaubens Genossen. Lied: Auf meinen lieben Gott( 289) 23* 691 Evangelium: Matth. 6, 24-34 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Niemand kann zweien Herren dienen: entweder er wird einen hassen/ und den andern lieben/ oder wird einem anhangen/ und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen/ und dem Mammon. Darum sage ich euch: forget nicht für euer Leben/ was ihr essen und trinken werdet/ auch nicht für euren Leib/ was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise/ und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an: fie fäen nicht/ fie ernten nicht/ fie fammeln nicht in die Scheunen/ und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist unter euch/ der seines Lebens Länge eine Elle zusehen möge/ ob er gleich darum forget? Und warum forget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem felde/ wie sie wachsen: sie arbeiten nicht/ auch spinnen sie nicht. Ich fage euch/ daß auch Salomon in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist/ wie derselbigen eine. So denn Gott das Gras auf dem felde also kleidet/ das doch heute stehet/ und morgen in den Ofen geworfen wird: sollt er das nicht vielmehr euch tun/ o ihr Kleingläubigen? Drum sollt ihr nicht sorgen/ und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?" Nach solchem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß/ daß ihr des alles bedürft. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes/ und nach feiner Gerechtigkeit: so wird euch solches alles zufallen. Darum forget nicht für den andern Morgen/ denn der morgende Tag wird für das Seine forgen. Es ist genug/ daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.<< Am 16. Sonntag nach Trinitatis Gebet Herr unser Gott: läutere und stärke deine Kirche in stetigem Erbarmen/ und weil sie ohne dich nicht bestehen kann, so regiere sie allezeit mit deiner Gnade. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Eph. 3, 13-21 Liebe Brüder/ ich bitte/ daß ihr nicht müde werdet/ um meiner Trübfale willen/ die ich für euch leide/ welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Knie vor dem Vater/ von dem alles den Namen hat/ was da Vater heißet im Himmel und auf Erden/ daß er euch Kraft gebe/ nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit/ stark zu werden durch seinen Geift/ an dem inwendigen Menschen/ daß Chriftus wohne durch den Glauben in euren Herzen/ und ihr durch die Liebe 692 eingewurzelt und gegründet werdet/ auf daß ihr begreifen möget mit allen Heiligen/ welches da sei die Breite/ und die Länge/ und die Tiefe/ und die Höhe/ auch erkennen die Liebe Chrifti/ die doch alle Erkenntnis übertrifft/ auf daß ihr erfüllet werdet mit aller Gottesfülle. Dem aber/ der überschwenglich tun kann/ über alles/ das wir bitten oder verstehen/ nach der Kraft/ die da in uns wirket: dem sei Ehre in der Gemeinde/ die in Chrifto Jefu ift/ zu aller Zeit/ von Ewigkeit zu Emigkeit/ Amen. Lied: Was mein Gott will, das gscheh allzeit( 280) Evangelium: Luk. 7, 11-16 Es begab sich/ daß Jefus in eine Stadt mit Namen Nain ging/ und feiner Jünger gingen viele mit ihm/ und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam/ fiehe: da trug man einen Toten heraus/ der ein einziger Sohn war seiner Mutter/ und sie war eine Witwe/ und Diel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah/ jammerte ihn derselben/ und sprach zu ihr:» Weine nicht!<< Und trat hinzu/ und rührte den Sarg an/ und die Träger standen. Und er sprach: >> Jüngling/ ich sage dir/ stehe auf!<< Und der Tote richtete sich auf/ und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine furcht an/ und preifeten Gott/ und sprachen:„ Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden" und Gott hat sein Volk heimgeſucht". cftatiabes Am 17. Sonntag nach Trinitatis Gebet O Herr, wir bitten dich: gib uns den Heiligen Geist, daß wir dein Wort hören und annehmen/ auf daß unsere Seele dadurch geheiliget und unfer Wandel erneuert werde. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Eph. 4, 1-6 Liebe Brüder/ ich Gefangener in dem Herrn ermahne euch/ daß ihr wandelt/ wie sichs gebührt eurer Berufung/ darinnen ihr berufen feid/ mit aller Demut und Sanftmut/ mit Geduld. Und vertraget einer den andern in der Liebe/ und seid fleißig/ zu halten die Einigkeit im Geist/ durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geist/ wie ihr auch berufen seid/ auf einerlei Hoffnung eurer Berufung. Ein Herr/ ein Glaube/ eine Taufe/ ein Gott/ und Vater aller/ der da ist über allen/ und durch alle/ und in allen. Lied: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält( 193) 693 Evangelium: Luk. 14, 1-11 Es begab sich/ daß Jesus kam in ein Haus eines Obersten der Pharifäer/ an einem Sabbat/ das Brot zu essen/ und sie hatten acht auf ihn. Und siehe/ da war ein Mensch vor ihm/ der war wassersüchtig. Und Jeſsus hob an/ und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharifäern/ und sprach:»> lsts recht/ auf den Sabbat heilen/ oder nicht?« Sie aber schwiegen stille. Und er faßte ihn an/ und heilte ihn/ und ließ ihn gehen/ und sprach zu ihnen:» Welcher ist unter euch/ dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt/ und er nicht alsbald ihn herausziehet am Sabbattage!« Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gästen/ da er merkte/ wie sie erwähleten/ obenan zu fihen/ und sprach zu ihnen:» Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit/ so sehe dich nicht obenan und dann komme/ der dich und ihn geladen hat/ und spreche zu dir: Weiche diesem!" und du müssest dann mit Schjam untenan sihen. Sondern wenn du geladen wirst/ so gehe hin/ und sehe dich untenan/ auf daß/ wenn der kommt/ der dich geladen hat/ spreche zu dir:, freund/ rücke hinauf!" Dann wirst du Ehre haben vor denen/ die mit dir zu Tische ihen. Denn wer sich selbst erhöhet/ der foll erniedriget werden/ und wer sich selbst erniedriget/ der soll erhöhet werden.<< Am 18. Sonntag nach Trinitatis Gebet Allmächtiger, ewiger Gott: erzeige uns armen Sündern deine Barmherzigkeit auf daß uns, die wir an all unserm Verdienst verzagen müssen, nicht dein Gericht, sondern Vergebung widerfahre. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiſte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epiftel: 1. Kor. 1, 4-9 Liebe Brüder/ ich danke meinem Gott allezeit eurethalben/ für die Gnade Gottes/ die euch gegeben ist in Christo Jesu/ daß ihr ſeid durch ihn an allen Stücken reich gemacht/ an aller Lehre und in aller Erkenntnis. Wie denn die Predigt pon Christo in euch kräftig worden ift/ also/ daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gnadengabe/ und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jefu Chrifti melcher auch wird euch fest behalten bis ans Ende/ daß ihr unsträf= lich seid auf den Tag unfers Herrn Jesu Christi. Denn Gott ist treu/ durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Chrifti/ unsers Herrn. Lied: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr( 247) 694 da Ebangelium: Matth. 22, 34-46 Da die Pharifäer höreten/ daß Jesus den Sadduzäern das Maul gestopft hatte/ versammelten fie fich. Und einer unter ihnen/ ein Schriftgelehrter/ versuchte ihn/ und sprach:„ Meister/ welches ist das Dor= nehmste Gebot im Geseh?" Jefus aber sprach zu ihm:»>, Du sollst lieben Gott deinen Herrn/ von ganzem Herzen/ von ganzer Seele/ von ganzem Gemüte", dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andre ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben/ wie dich felbst." In diesen zweien Geboten hanget das ganze Geseh und die Propheten.<< Da nun die Pharifäer beieinander waren/ fragte fie Jesus/ und [ prach:» Wie dünkt euch um Chriftus! Wes Sohn ist er?« Sie sprachen: Davids." Er sprach zu ihnen:» Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn/ da er sagt: Der Herr hat gefagt zu meinem Herrn: Sehe dich zu meiner Rechten/ bis daß ich lege deine feinde zum Schemel deiner Füße"? So nun David ihn einen Herrn nennet/ wie ist er denn sein Sohn?« Und niemand konnte ihm ein Wort antworten/ und wagte auch niemand von dem Tage an/ hinfort ihn zu fragen. Am 19. Sonntag nach Trinitatis ( 1. Sonntag nach Michaelis) Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du heiligen Mut, guten Rat und rechte Werke schaffeft: gib deinen Dienern frieden, den die Welt nicht kann geben/ auf daß unfre Herzen an deinen Geboten hangen und wir unsre Zeit durch deinen Schuh sicher vor feinden leben. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Eph. 4, 22-32 Liebe Brüder/ leget nun von euch ab/ nach dem vorigen Wandel/ den alten Menschen/ der durch Lüfte im Irrtum fich verderbet. Erneuert euch aber im Geist euers Gemüts/ und ziehet den neuen Menschen an/ der nach Gott geschaffen ist/ in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lüge ab/ und redet die Wahrheit/ ein jeglicher mit seinem Nächsten/ sintemal wir unternander Glieder sind. Zürnet ihr/ so fündiget nicht: lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Teufel. Wer gestohlen hat/ der stehle nicht mehr/ sondern arbeite/ und schaffe mit den Händen etwas Gutes/ auf daß er habe zu geben dem Bedürftigen. Laffet kein faul Geschmät aus eurem Munde gehen/ fondern was nühlich zur Erbauung ift/ mo es not tut/ auf daß es holdfelig fei 695 Evangelium: Luk. 14, 1-11 Es begab sich/ daß Jesus kam in ein Haus eines Obersten der Pharifäer/ an einem Sabbat/ das Brot zu essen/ und sie hatten acht auf ihn. Und siehe/ da war ein Mensch vor ihm/ der war wasserfüchtig. Und Jefus hob an/ und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharifäern/ und sprach:»> lsts recht auf den Sabbat heilen/ oder nicht?« Sie aber schwiegen stille. Und er faßte ihn an/ und heilte ihn/ und ließ ihn gehen/ und sprach zu ihnen:» Welcher ist unter euch/ dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt/ und er nicht alsbald ihn herausziehet am Sabbattage!« Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben. Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gästen/ da er merkte/ wie sie erwähleten/ obenan zu fihen/ und sprach zu ihnen:» Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit/ so sehe dich nicht obenan und dann komme/ der dich und ihn geladen hat/ und spreche zu dir: Weiche diesem!" und du müsfest dann mit Scham untenan sihen. Sondern wenn du geladen wirst/ so gehe hin/ und sehe dich untenan/ auf daß/ wenn der kommt/ der dich geladen hat/ spreche zu dir: freund/ rücke hinauf!" Dann wirst du Ehre haben vor denen/ die mit dir zu Tische fihen. Denn wer sich selbst erhöhet/ der foll erniedriget werden/ und wer sich selbst erniedriget/ der soll erhöhet werden.<< Am 18. Sonntag nach Trinitatis Gebet Allmächtiger, ewiger Gott: erzeige uns armen Sündern deine Barm= herzigkeit auf daß uns, die wir an all unserm Verdienst verzagen müssen, nicht dein Gericht, sondern Vergebung widerfahre. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiſte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Kor. 1, 4-9 Liebe Brüder/ ich danke meinem Gott allezeit eurethalben/ für die Gnade Gottes/ die euch gegeben ist in Christo Jesu/ daß ihr ſeid durch ihn an allen Stücken reich gemacht/ an aller Lehre und in aller Erkenntnis. Wie denn die Predigt von Christo in euch kräftig worden ift/ also/ daß ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gnadengabe/ und wartet nur auf die Offenbarung unsers Herrn Jefu Chrifti melcher auch wird euch fest behalten bis ans Ende/ daß ihr unsträf= lich seid auf den Tag unfers Herrn Jefu Chrifti. Denn Gott ist treu/ durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi/ unsers Herrn. shia tano Orui Lied: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr( 247) 694 30, dru Evangelium: Matth. 22, 34-46 Da die Pharifäer höreten/ daß Jesus den Sadduzäern das Maul gestopft hatte versammelten sie sich. Und einer unter ihnen/ ein Schriftgelehrter/ versuchte ihn/ und sprach:„ Meister/ welches ist das Dor= nehmste Gebot im Gefeh?" Jefus aber sprach zu ihm:»>, Du sollst lieben Gott deinen Herrn/ von ganzem Herzen/ von ganzer Seele/ von ganzem Gemüte", dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andre ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben/ wie dich felbst." In diesen zweien Geboten hanget das ganze Geset und die Propheten.<< Da nun die Pharifäer beieinander waren/ fragte fie Jesus/ und sprach:» Wie dünkt euch um Chriftus! Wes Sohn ist er?« Sie sprachen: Davids." Er sprach zu ihnen:» Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn/ da er sagt:„ Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Sehe dich zu meiner Rechten/ bis daß ich lege deine feinde zum Schemel deiner Füße"? So nun David ihn einen Herrn nennet/ wie ist er denn sein Sohn?« Und niemand konnte ihm ein Wort antworten/ und wagte auch niemand von dem Tage an/ híinfort ihn zu fragen. Am 19. Sonntag nach Trinitatis ( 1. Sonntag nach Michaelis) Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du heiligen Mut, guten Rat und rechte Werke schaffest: gib deinen Dienern Frieden, den die Welt nicht kann geben/ auf daß unfre Herzen an deinen Geboten hangen und wir unsre Zeit durch deinen Schuh sicher vor feinden leben. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Eph. 4, 22-32 Liebe Brüder/ leget nun von euch ab/ nach dem vorigen Wandel/ den alten Menschen/ der durch Lüfte im Irrtum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist euers Gemüts/ und ziehet den neuen Menschen an/ der nach Gott geschaffen ist/ in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lüge ab/ und redet die Wahrheit/ ein jeglicher mit seinem Nächsten/ sintemal wir unternander Glieder sind. Zürnet ihr/ so fündiget nicht: lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Teufel. Wer gestohlen hat/ der stehle nicht mehr/ sondern arbeite/ und schaffe mit den Händen etwas Gutes/ auf daß er habe zu geben dem Bedürftigen. Laffet kein faul Geschwätz aus eurem Munde gehen/ fondern was nühlich zur Erbauung ist/ wo es not tut/ auf daß es holdselig sei 695 zu hören. Und betrübet nicht den heiligen Geist Gottes/ damit ihr versiegelt seid/ auf den Tag der Erlösung. Alle Bitterkeit und Grimm/ und Zorn/ und Geschrei und Lästerung sei ferne von euch/ samt aller Bosheit. Seid aber unternander freundlich/ herzlich/ und vergebet einer dem andern/ gleich wie Gott euch vergeben hat/ in Chrifto. Lied: Nun laßt uns Gott dem Herren Dank fagen( 227) Evangelium: Matth. 9, 1-8 Jefus trat in das Schiff/ und fuhr wieder herüber/ und kam in seine Stadt. Und siehe: da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen/ der lag auf einem Bette. Da nun Jefus ihren Glauben fah/ sprach er zu dem Gichtbrüchigen:» Sei getroft/ mein Sohn/ deine Sünden sind dir vergeben.<< Und siehe: etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott." Da aber Jesus ihre Gedanken sah/ sprach er: >> Warum denkt ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter zu fagen:„ Dir sind deine Sünden vergeben"? Oder zu sagen:„ Stehe auf und wandele"? Auf daß ihr aber wisset/ daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden/ die Sünden zu vergeben«- sprach er zu dem Gicht= brüchigen:-» Stehe auf/ heb dein Bett auf/ und gehe heim.<< Und er stand auf/ und ging heim. Da das Volk das sah/ fürchtete es sich/ und preisete Gott/ der solche Macht den Menschen gegeben hat. fellabilit the Am 20. Sonntag nach Trinitatis shes onu tas rit( 2. Sonntag nach Michaelis) mmid dem an mmgil main w Gebet BW Herr Gott, himmlischer Vater, wir bitten dich herzlich: verleihe deinem Volke, daß es des Teufels Trug und Listen fliehe und dir, der du allein wahrer Gott bist, mit reinem Herzen anhange. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Eph. 5, 15-21 Sehet zu/ liebe Brüder/ wie ihr vorsichtig wandelt: nicht als die Unweisen/ sondern als die Weisen. Und kaufet die Zeit aus/ denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig/ sondern verstehet/ was da sei des Herrn Wille. Und werdet nicht trunken von Wein/ daraus ein unordentlich Wefen folget: sondern werdet voll Geistes. Redet unternander in Pfalmen und Lobgefangen und geistlichen Liedern/ finget und spielet dem Herrn in euren Herzen. Und faget Dank alle Zeit für alles/ Gott dem Vater/ in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi. Und seid unternander untertan/ in der furcht Christi. Lied: Ach Gott vom Himmel sieh darein( 177) God we Ban bin 696 Chuundsb 34# 2 Evangelium: Matth. 22, 1-14 Jesus redete durch ein Gleichnis zu den Juden/ und sprach:» Das Himmelreich ist gleich einem Könige/ der seinem Sohn Hochzeit machte/ und fandte seine Knechte aus/ daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen. Und sie wollten nicht kommen. Abermals fandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gästen: Siehe/ meine Mahlzeit habe ich bereitet/ meine Ochsen und mein Mastoich ist geschlachtet/ und alles bereit/ kommt zur Hochzeit." Aber sie verachteten das/ und gingen hin/ einer auf seinen Acker/ der andere zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seine Knechte/ höhneten und töteten sie. Da ward der König zornig/ und schickte seine Heere aus/ und brachte diese Mörder um/ und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit/ aber die Gäste warens nicht wert. Darum gehet hin auf die Straßen/ und ladet zur Hochzeit/ wen ihr findet." Und die Knechte gingen aus auf die Straßen/ und brachten zusammen/ wen sie fanden: Böse und Gute und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein/ die Gäste zu besehen/ und fah allda einen Menschen/ der hatte kein hochzeitlich Kleid an/ und sprach zu ihm: freund/ wie bist du hereingekommen/ und haft doch kein hochzeitlich Kleid an?" Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße/ und werfet ihn in die finsternis hinaus/ da wird sein Heulen und Zähneklappen." Denn viele sind berufen/ aber wenige sind auserwählet.<< Am 21. Sonntag nach Trinitatis ( 3. Sonntag nach Michaelis) Gebet O Herr, mir bitten dich: behüte deine Kinder ohne Unterlaß in päterlicher Liebe/ auf daß fie vor allen Widrigkeiten bewahret werden und in freiem Gehorsam frucht bringen zum Lobe deines heiligen Namens. Durch unfern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 102 Epistel: Eph. 6, 10-17 Zuleht/ meine Brüder/ seid stark in dem Herrn/ und in der Macht feiner Stärke. Ziehet an den Harnisch Gottes/ daß ihr bestehen könnt gegen die liftigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit fleisch und Blut zu kämpfen: sondern mit fürsten und Gewaltigen nämlich/ mit den Herren der Welt/ die in dieser finsternis herrschen/ mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswillen/ so ergreifet den Harnisch Gottes/ auf daß ihr/ wenn der böse Tag kommt/ Widerstand tun/ und alles wohl ausrichten/ und das feld behalten möget. 697 So stehet nun/ umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit/ und angezogen mit dem Panzer der Gerechtigkeit/ und an den Beinen gestiefelt/ als fertig/ zu treiben das Evangelium des Friedens. Vor allen Dingen ergreifet den Schild des Glaubens/ mit welchem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösewichtes. Und nehmet den Helm des Heils/ und das Schwert des Geistes/ welches ist das Wort Gottes. 00301 Lied: O König Jesu Christe( 203) Evangelium: Joh. 4, 47–54 Es war ein Königischer/ des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser hörte/ daß Jesus kam aus Judäa nach Galiläa/ und ging hin zu ihm/ und bat ihn/ daß er hinabkäme und hülfe seinem Sohn/ denn er war todkrank. Und Jesus sprach zu ihm:» Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder fehet/ so glaubet ihr nicht.« Der Königische sprach zu ihm: Herr/ komm hinab/ ehe denn mein Kind stirbt." Jesus spricht zu ihm: » Gehe hin/ dein Sohn lebet.<< Der Mensch glaubte dem Wort/ das Jefus zu ihm sagte/ und ging hin. Und indem er hinabging/ begegneten ihm seine Knechte/ verkündigeten ihm/ und sprachen:, Dein Kind lebet." Da erforschte er von ihnen die Stunde in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das fieber." Da merkte der Vater/ daß es um die Stunde war/ in welcher Jefus zu ihm gefagt hatte:„ Dein Sohn lebet." Und er glaubte mit seinem ganzen Hause. Das ist nun das zweite Zeichen/ das Jesus tat/ da er aus Judäa nach Galiläa kam. eftatiab borgotrno 12 mis Am 22. Sonntag nach Trinitatis ( 4. Sonntag nach Michaelis) Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du uns reichlich und täglich alle unsere Sünde vergibst: gib uns den Heiligen Geist, daß er deine Barmherzigkeit in unsere Herzen schreibe/ damit auch wir unsern Brüdern willig vergeben. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Phil. 1,3-11 Liebe Brüder/ ich danke meinem Gott/ so oft ich euer gedenke welches ich alle Zeit tue/ in all meinem Gebet/ für euch alle/ und tu das Gebet mit Freuden- über eurer Gemeinschaft am Evangelium/ Dom ersten Tage an bis her. Und bin desselbigen in guter Zuversicht/ daß/ der in euch angefangen hat das gute Werk/ der wirds auch vollführen bis an den Tag Jefu Christi. Wie es denn mir billig ist/ 698 daß ich dermaßen von euch allen halte/ darum daß ich euch in meinem Herzen habe/ in diesem meinem Gefängnis/ darin ich das Evangelium verantworte und bekräftige/ als die ihr alle mit mir der Gnade teilhaftig ſeid. Denn Gott ist mein Zeuge/ wie mich nach euch allen verlangt von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bete ich/ daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde/ in Erkenntnis und aller Erfahrung/ daß ihr prüfen möget/ was das Beste sei/ auf daß ihr seid lauter und unanstößig/ bis auf den Tag Christi/ erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit/ die durch Jefum Chriftum geschehen/ zu Ehre und Lobe Gottes. Lied: Nimm von uns, Herr, du treuer Gott( 119) 8130 Evangelium: Matth. 18, 23-35 Jesus sprach zu seinen Jüngern:» Das Himmelreich ist gleich einem Könige/ der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen/ kam ihm einer vor/ der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da ers nun nicht hatte zu bezahlen/ hieß der Herr verkaufen ihn/ und sein Weib/ und seine Kinder/ und alles was er hatte/ und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder ihm zu Füßen/ und sprach:, Herr/ habe Geduld mit mir/ ich will dirs alles bezahlen." Da jammerte den Herrn des Knechts/ und ließ ihn los/ und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus/ und fand einen seiner Mitknechte/ der war ihm hundert Taler schuldig. Und er griff ihn an/ und würgte ihn/ und sprach:, Bezahle/ was du mir schuldig bist." Da fiel sein Mitknecht nieder/ und bat ihn/ und sprach:„ Hab Geduld mit mir/ ich will dirs alles bezahlen." Er wollte aber nicht/ sondern ging hin/ und marf ihn ins Gefängnis/ bis daß er bezahlte/ was er schuldig war. Da aber seine Mitknechte solches sahen/ wurden sie sehr betrübt/ und kamen/ und brachten vor ihren Herrn alles/ das sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr oor sich/ und sprach zu ihm: Du Schalks= knecht/ alle diese Schuld habe ich dir erlassen/ dieweil du mich batest. Müßtest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht/ wie ich mich über dich erbarmet habe?" Und sein Herr ward zornig/ und überantwortete ihn den Peinigern/ bis daß er bezahlte alles/ was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun/ so ihr nicht vergebet Don Herzen/ ein jeglicher seinem Bruder.<< Am 23. Sonntag nach Trinitatis ( 5. Sonntag nach Michaelis) Gebet O Herr, der du verföhnet bist in deinem Sohne: gib deinen Gläubigen Vergebung und Frieden/ auf daß sie von allen Sünden gereiniget werden 699 und dir mit getrostem Herzen dienen. Durch unsern Herrn Jesum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Emigkeit. Amen. Epistel: Phil. 3, 17-21 folget mir/ liebe Brüder/ und sehet auf die/ die also wandeln/ mie ihr uns habt zum Vorbilde. Denn viele wandeln- von welchen ich euch oft gesagt habe/ nun aber sage ichs auch mit Weinen- daß sie find die feinde des Kreuzes Chrifti/ welcher Ende ist die Verdammnis/ denen der Bauch ihr Gott ist/ und deren Ehre die Schande ist/ die irdisch gefinnet sind. Unfre Heimat aber ist im Himmel/ von dannen wir auch warten des Heilands Jefu Chrifti des Herrn/ welcher unfern nichtigen Leib verwandeln wird/ daß er gleich werde seinem verkläreten Leibe/ nach der Wirkung/ damit er kann auch alle Dinge sich untertänig machen. Lied: In dich hab ich gehoffet, Herr( 179) Evangelium: Matth. 22, 15-22 Die Pharisäer hielten einen Rat/ wie fie Jefum fingen in seiner Rede. Und fandten zu ihm ihre Jünger/ famt des Herodes Leuten/ die sprachen: Meister/ wir wissen/ daß du wahrhaftig bist/ und lehrest den Weg Gottes recht/ und du fragest nach niemand/ denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum fage uns/ was dünkt dich: ists recht/ daß man dem Kaiser Steuer gebe/ oder nicht?" Da nun Jesus merkte ihre Bosheit/ sprach er:» Ihr Heuchler/ was versuchet ihr mich? Weiset mir die Steuermünze.<< Und sie reichten ihm einen Taler dar. Und er sprach zu ihnen:» Wes ist das Bild und die Überschrift?« Sie sprachen zu ihm:„ Des Kaifers." Da sprach er zu ihnen:» So gebet dem Kaiser/ was des Kaisers ist/ und Gott/ was Gottes ist.« Da sie das höreten/ verwunderten sie sich/ und ließen ihn/ und gingen davon. Q stod blmud 2m 24. Sonntag nach Trinitatis ( 6. Sonntag nach Michaelis) Gebet Wir bitten dich, lieber Herr Gott: behüte deine Bürger und Hausgenossen beständig und mit aller Treue/ auf daß wir durch deinen Schuh ver allem Unheil frei und sicher wohnen und deinem Namen gehorsam feien in guten Werken. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Kol. 1, 9-14 Liebe Brüder/ wir hören nicht auf/ für euch zu beten/ und zu bitten/ daß ihr erfüllet werdet mit Erkenntnis feines Willens/ in aller Weisheit 700 und geistlichem Verstand: auf daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn/ zu allem Gefallen/ und fruchtbar seid in allen guten Werken/ und wachset in der Erkenntnis Gottes/ und gestärket werdet mit aller Kraft nach seiner herrlichen Macht/ zu aller Geduld und Langmütigkeit. Und dankfaget mit freuden dem Vater/ der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht/ welcher une errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis/ und hat uns verseht in das Reich seines lieben Sohnes/ an welchem wir haben die Erlösung: die Vergebung der MUD Sünden. Lied: Mitten wir im Leben sind( 309) Evangelium: Matth. 9, 18-26 Da Jefus mit den Juden redete/ fiehe/ da kam der Obersten einer/ und fiel vor ihm nieder/ und sprach:„ Meine Tochter ist jetzt gestorben/ aber komm und lege deine Hand auf sie/ so wird sie lebendig." Jefus stand auf/ und folgte ihm nach/ und seine Jünger. Und siehe/ ein Weib/ das zwölf Jahr den Blutfluß gehabt/ trat von hinten zu ihm/ und rührte seines Kleides Saum an. Denn sie sprach bei fich selbst:„ Könnt ich nur sein Kleid anrühren/ so würde ich gesund." Da mendete sich Jesus um/ und sah sie/ und sprach:» Sei getroft/ meine Tochter/ dein Glaube hat dir geholfen.<< Und das Weib ward gefund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam/ und sah die Pfeifer/ und das Getümmel des Volks/ sprach er:» Weichet/ denn das Mägdlein ist nicht tot/ sondern es schläft.«< Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war/ ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stand das Mägdlein auf. Und dies Gerücht erscholl in dasselbige ganze Land. Am Driffletten Sonntag des Kirchenjahres ¹) ( 7. Sonntag nach Michaelis) Gebet Allmächtiger, ewiger Gott, der du uns einen neuen Himmel und eine neue Erde verheißen hast, darinnen Gerechtigkeit wohnet: wir bitten dich, leite uns in deinem Geiste/ daß wir die Zukunft deines Sohnes erwarten Der Drittlette Sonntag des Kirchenjahres kann, wenn der 24. Sonntag nach Trinitatis fortfällt, auch mit den Lesungen und dem Liede des 24. Sonntags nach Trinitatis begangen werden. 701 und in heiligem Wandel ihm entgegeneilen. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. sintrinsiz ssd ni tiba 1030 D) in nobis sis) on o13 arEpistel: 1. Theff. 4, 13-184 tim tagojdnod anl Wir wollen euch/ liebe Brüder/ nicht im Ungewissen lassen/ über die/ die da schlafen: auf daß ihr nicht traurig seid/ wie die andern/ die keine Hoffnung haben. Denn so wir glauben/ daß Jesus gestorben und auferstanden ist/ also wird Gott auch/ die da entschlafen find durch Jesum/ mit ihm führen. und Daten Denn das sagen wir euch/ als ein Wort des Herrn/ daß mir/ die wir leben und überbleiben auf die Zukunft des Herrn/ werden denen nicht zuvorkommen/ die da schlafen. Denn er selbst/ der Herr/ wird mit einem feldgeschrei/ und der Stimme des Erzengels und mit der Pofaune Gottes herniederkommen vom Himmel. Und die Toten in Chrifto werden auferstehen zuerst. Darnach mir/ die wir leben und überbleiben/ werden zugleich mit denfelben hingerückt werden in den Wolken/ dem Herrn entgegen in die Luft/ und werden also bei dem Herrn fein alle Zeit. So tröstet euch mit diesen Worten unternander. Lied: Valet will ich dir geben( 318) Evangelium: Matth. 24, 15-28 59010 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung/ davon gesagt ist durch den Propheten Daniel/ daß er stehet an der heiligen Stätte- wer das lieset/ der merke drauf- alsdann fliehe auf die Berge/ wer im jüdischen Lande ist/ und wer auf dem Dach ist/ der steige nicht hernieder/ etwas aus seinem Hause zu holen/ und wer auf dem Felde ist/ der kehre nicht um/ sein Kleid zu holen. Weh aber den Schwangern und Stillenden zu der Zeit. Bittet aber/ daß eure Flucht nicht geschehe im Winter/ oder am Sabbat. Denn es wird alsdann eine große Trübfal fein/ wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt/ bis her/ und auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt/ so würde kein Mensch felig/ aber um der Auserwähleten willen/ werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen:„ Siehe/ hier ist Christus/ oder da"/ so sollt ihrs nicht glauben. Denn es werden falsche Christusfe und falsche Propheten aufstehen/ und große Zeichen und Wunder tun/ daß verführet werden in den Irrtum/ wo es möglich wäre/ auch die Auserwähleten. Siehe/ ich habe euch zuvor gesagt. Darum/ wenn fie zu euch sagen werden: Siehe/ er ist in der Wüste"/ so gehet nicht hinaus, siehe/ er ist in der Kammer"/ so glaubet nicht! Denn gleich wie der Blit ausgehet vom Aufgang/ und scheinet bis zum Niedergang: also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes. Wo aber ein Aas ift/ da fammeln sich die Adler.<< 702 Am Vorletten Sonntag des Kirchenjahres Gebet O Herr, himmlischer Vater: erwecke durch deinen Geift unfre Herzen und Gedanken, daß wir allezeit bedenken das Ende und dein gerechtes Gericht/ damit wir in dieser Zeit unser Leben führen mit Wachen und Beten und dort ewig bei dir bleiben mögen. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 2. Theff. 1,3-10 a Wir müssen Gott danken allezeit um euch/ liebe Brüder/ wie es billig ift: denn euer Glaube wächset sehr/ und die Liebe eines jeglichen unter euch allen nimmt zu gegeneinander/ also/ daß wir uns euer rühmen unter den Gemeinden Gottes/ von eurer Geduld und eurem Glauben in allen euren Verfolgungen und Trübfalen/ die ihr duldet. Welches anzeiget/ daß Gott recht richten wird/ und ihr würdig werdet zum Reich Gottes/ über welchem ihr auch leidet. Denn es ist recht bei Gott zu vergelten Trübfal denen/ die euch Trübfal auflegen/ euch aber/ die ihr Trübfal leidet/ Ruhe zu geben mit uns/ wenn nun der Herr Jesus wird offenbart werden vom Himmel/ famt den Engeln feiner Kraft/ und mit feuerflammen/ Rache zu geben über die/ fo Gott nicht erkennen/ und über die so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsers Herrn Jefu. Welche werden Pein leiden/ das ewige Verderben von dem Angesichte des Herrn und von seiner herrlichen Macht/ menn er kommen wird/ daß er herrlich erscheine bei seinen Heiligen/ und wunderbar bei allen Gläubigen/ an jenem Tage. Lied: Es ist gewißlich an der Zeit( 120) Evangelium: Matth. 25,31-46 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Wenn des Menschen Sohn kommen wird/ in seiner Herrlichkeit/ und alle Engel mit ihm/ dann wird er fihen auf dem Thron seiner Herrlichkeit/ und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden/ gleich wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet/ und wird die Schafe zu feiner Rechten stellen/ und die Böcke zur Linken. Da wird dann der König fagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her/ ihr Geſegneten meines Vaters/ ererbet das Reich/ das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Denn ich bin hungrig gewesen/ und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig gewesen/ und ihr habt mich getränket. Ich bin ein Fremdling gewesen/ und ihr habt mich beherberget. Ich bin nackt gewefen/ und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen/ und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen/ und ihr seid zu mir kommen." 703 Dann werden ihm die Gerechten antworten/ und sagen:„ Herr/ wann haben wir dich hungrig gesehen/ und haben dich gespeiset? Oder durstig/ und haben dich getränkt? Wann haben wir dich als einen fremdling gesehen/ und beherberget? Oder nackt/ und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen/ und sind zu dir kommen?" Und der König wird antworten/ und [ agen zu ihnen: Wahrlich/ ich sage euch: was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern/ das habt ihr mir getan." Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir/ ihr Verfluchten/ in das ewige feuer/ das bereitet ist dem Teufel und feinen Engeln. Ich bin hungrig gewesen/ und ihr habt mich nicht ge= speífet. Ich bin durstig gewesen/ und ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Fremdling gewesen/ und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin nackt gewesen/ und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen/ und ihr habt mich nicht besucht." Da werden sie ihm auch antworten und sagen:, Herr/ wann haben wir dich gesehen/ hungrig oder durstig/ oder als einen Fremdling/ oder nackt/ oder krank/ oder gefangen/ und haben dir nicht gedienet?" Dann wird er ihnen antworten/ und sagen:„ Wahrlich/ ich fage euch: was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten/ das habt ihr mir auch nicht getan." Und sie werden in die ewige Pein gehen aber die Gerechten in das ewige Leben.<< Am Letzten Sonntag des Kirchenjahres zube( Ewigkeitssonntag, Sonntag vom Jüngsten Tage) Gebet Herr Christe, erwecke deine Gemalt und komm: und was du deiner Kirche verheißen haft bis an der Welt Ende, das laß auch in Gnaden geschehen. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebeſt und regiereft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 2. Petr. 3, 3-14 Ihr Lieben/ wisset das aufs erste/ daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter/ mit ihrem Spott/ die nach ihren eignen Lüften wandeln/ und sagen:„ Wo ist die Verheißung seiner Zukunft?" Denn nachdem die Väter entschlafen sind/ bleibet es alles/ wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist. Denn aus Mutwillen wollen sie nicht wissen/ daß der Himmel vorzeiten auch war/ dazu die Erde aus Wasser und im Wasser Beſtand hatte/ durch Gottes Wort. Dennoch ward zu der 704 Zeit die Welt/ durch Wasser und Wort mit der Sintflut verderbet. Alfo auch der Himmel/ der jetzt ist/ und die Erde/ werden durch dasselbige Wort gesparet/ daß sie zum feuer behalten werden auf den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen. Eines aber sei euch unverhohlen/ ihr Lieben/ daß ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre/ und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr perziehet nicht die Verheißung/ wie es etliche für einen Verzug achten: sondern er hat Geduld mit uns/ und will nicht/ daß jemand verloren werde: sondern daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb. Dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen/ die Elemente aber werden vor Hite schmelzen/ und die Erde und die Werke/ die drauf sind/ werden ver= brennen. So nun das alles soll zergehen/ wie müßt ihr da geschickt sein/ mit heiligem Wandel und gottfeligem Wesen: daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages Gottes/ an welchem die Himmel vom feuer zergehen/ und die Elemente vor Hite zerschmelzen werden. Wir warten aber eines neuen Himmels/ und einer neuen Erde/ nach seiner Verheißung/ in welchen Gerechtigkeit wohnet. Darum/ meine Lieben/ dieweil ihr darauf wartet/ so tut fleiß/ daß ihr vor ihm unbefleckt und unsträflich im Frieden erfunden werdet. Lied: Wachet auf, ruft uns die Stimme( 121) jest Evangelium: Matth. 25, 1-13 Jefus sprach zu seinen Jüngern:» Das Himmelreich wird dann gleich fein zehn Jungfrauen/ die ihre Lampen nahmen/ und gingen aus/ dem Bräutigam entgegen. Aber fünf unter ihnen waren törícht/ und fünf waren klug. Die törichten nahmen ihre Lampen/ aber fie nahmen nicht Ol mit sich. Die klugen aber nahmen Ol in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Da nun der Bräutigam verzog/ wurden sie alle schläfrig/ und schliefen ein. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei:„ Siehe/ der Bräutigam kommt/ gehet aus/ ihm entgegen." Da standen diese Jungfrauen alle auf/ und rüsteten ihre Lampen. Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öle/ denn unsere Lampen verlöschen." Da antworteten die klugen/ und sprachen:„ Nicht alfo/ auf daß nicht uns und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Krämern/ und kaufet für euch selbst." Und da sie hingingen zu kaufen/ kam der Bräutigam/ und welche bereit waren/ gingen mit ihm hinein zur Hochzeit/ und die Tür ward verschlossen. Zuleht kamen auch die andern Jungfrauen/ und sprachen: Herr/ Herr/ tu uns auf." Er antwortete aber/ und sprach: Wahrlich/ ich sage euch: ich kenne euch nicht." Darum machet/ denn ihr wisset weder Tag noch Stund in welcher des Menschen Sohn kommen wird.<< 705 II. Die unbeweglichen Feste und Gedenktage der Kirche¹) ahisardud tincen Am 2. Februar, dem Tage der Darstellung des HErrn²) ( Lichtmeß) Gebet Herr Jesu Christe, du wahres Licht, welches allen Menschen leuchtet, die in diese Welt kommen: wir bitten dich, erleuchte unsre Herzen mit deiner Gnade/ daß wir dich als unsern Heiland erkennen und nach der Dunkelheit dieser Welt bei dir in ewiger Klarheit bleiben. Der du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebeft und regiereft von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. MASW w Torona Epistel: Mal. 3, 1-4 So spricht der Herr: Siehe/ ich will meinen Engel senden/ der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr/ den ihr sucht/ und der Engel des Bundes/ des ihr begehret. Siehe/ er kommt/ spricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden können? Und wer wird bestehen/ wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Goldschmieds/ und wie die Seife der Wäscher. Er wird sihen und schmelzen/ und das Silber reinigen/ er wird die Kinder Levi reinigen und läutern/ wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit/ und wird dem Herrn wohlgefallen das Speisopfer Judas und Jerusalems/ wie vormals und vor langen Jahren. 10000 blLied: Mit fried und freud ich fahr dahin( 310) madeun napr moryrampan od svir sto Evangelium: Luk. 2,22-32 ( paq) opal sitonionit nges Da die Tage der Reinigung Marías nach dem Gesek des Moses kamen/ brachten sie das Kind gen Jerusalem/ auf daß sie es darstelleten dem Herrn/ wie denn geschrieben stehet in dem Gesen des Herrn:„ Alles Männliche/ das zum ersten die Mutter bricht/ foll dem Herrn ge= heiliget heißen"/ und daß sie gäben das Opfer/ wie es gesagt ist im Gefeh des Herrn: ein paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. ¹) Von den in diesem Abschnitt genannten Festen und Gedenktagen werden Johannis, Michaelis und Reformationstag ftets begangen. Die Tage der Darstellung des HErrn, der Augsburgischen Konfeſsion und der Apostel Petrus und Paulus werden allgemein begangen, wenn sie auf einen Sonntag fallen. Die Begehung dieser Tage, wenn sie nicht auf einen Sonntag fallen, und der übrigen in diesem Abschnitt genannten Tage richtet sich nach dem örtlichen Herkommen. 2) Wenn der 2. Februar auf einen Sonntag fällt, treten die Lesungen und das Lied des Tages der Darstellung des HErrn an die Stelle der Sonntagslesungen und des Sonntagsliedes. 706 Und siehe/ ein Mensch war zu Jerufalem/ mit Namen Simeon/ und derfelbige Mensch war fromm und gottesfürchtig/ und wartete auf den Troft Ifraels/ und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort geworden von dem heiligen Geist: er sollte den Tod nicht sehen/ er hätte denn zuvor den Chrift des Herrn gefehen. Und er kam aus Anregen des Geiftes in den Tempel. Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten/ daß fie für ihn täten/ wie man pflegt nach dem Gefeh/ da nahm er ihn auf feine Arme/ und lobte Gott/ und sprach: Herr/ nun läffest du deinen Diener im Frieden fahren/ wie du gefaget haſt/ denn meine Augen/ haben deinen Heiland gesehen/ welchen du bereitet haft/ vor allen Völkern: ndag sein Licht zu erleuchten die Heiden/ 00] und zum Preis deines Volks Ifrael." Min Hifpts. nough Am 25. März, dem Tage der Verkündigung Mariä nadism Epistel: Jef. 7, 10-14 don Lied: O süßer Herre Jefu Christ( 47) Evangelium: Luk. 1,26-38 a Am 24. Juni, dem Tage der Geburt Johannes des Täufers¹) ( Johannis) Gebet Barmherziger Gott: nimm an unfer Gebet und verleihe uns, daß wir den Weg des Heiles wandeln und also zu ihm gelangen, auf den Johannes der Täufer gewiesen hat: zu unserm Herrn Jefu Chrifto, deinem Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Jef. 40, 1-8 Tröstet/ tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Redet mit Jerusalem freundlich und prediget ihr/ daß ihre fron ein Ende hat/ denn ihre Miffetat ist vergeben. Denn sie hat Zwiefältiges empfangen von der Hand des HErrn/ für alle ihre Sünden. Es ist eine Stimme eines Predigers: In der Wüste bereitet dem HErrn den Weg/ machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gotte." Alle Tale sollen erhöhet werden/ und alle Berge und Hügel follen genied= ¹) Der Johannistag kann auf den vorhergehenden Sonntag( falls dieser der Trinitatistag ist, auf den nachfolgenden Sonntag) verlegt werden. Wenn er auf einen Sonntag fällt oder verlegt wird, so treten seine Leſungen und ſein Lied an die Stelle der Sonntagslefungen und des Sonntagsliedes. 707 riget werden und was ungleich ist/ foll eben/ und was höckerig ift/ soll schlicht werden/ denn die Herrlichkeit des HErrn soll offenbar werden/ und alles Fleiſch miteinander wird es sehen; denn des HErrn Mund hats geredet. replied med nod Es spricht eine Stimme:„ Predige!" Und er sprach: Was soll ich predigen?" Alles Fleisch ist Gras/ und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem felde. Das Gras verdorret/ die Blume verwelkt/ denn des HErrn Geift bläset drein. Ja/ das Volk ist das Gras. Das Gras perdorret/ die Blume vermelkt/ aber das Wort unsers Gottes bleibet ewiglich, Lied: Christ unser Herr zum Jordan kam( 146) Evangelium: Luk. 1, 57–68( −80) Für Elisabeth kam ihre Zeit/ daß fie gebären sollte/ und sie gebar einen Sohn. Und ihre Nachbarn und Verwandten höreten/ daß der Herr große Barmherzigkeit an ihr getan hatte/ und freueten sich mit ihr./ erbM Und es begab sich am achten Tage/ da kamen sie zu beschneiden das Kindlein/ und hießen ihn nach seinem Vater: Zacharías. Aber [ eine Mutter antwortete und sprach: Mitnichten/ sondern er soll Johannes heißen." Und sie sprachen zu ihr:„ Ist doch niemand in deiner Verwandtschaft/ der also heiße." Und sie winketen seinem Vater/ wie er ihn wollte heißen lassen. Und er forderte ein Täfelein/ und schrieb alfo: Er heißt Johannes. Und sie verwunderten sich alle. Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgetan/ und er redete und lobete Gott. ism onsd How mapishadmod Und es kam eine furcht über alle Nachbarn/ und diese ganze Geschichte ward ruchbar auf dem ganzen jüdiſchen Gebirge. Und alle/ die es höreten/ nahmens zu Herzen/ und sprachen:, Was/ meinest du/ will aus dem Kindlein werden?" Denn die Hand des Herrn mar mit ihm. Und sein Vater Zacharias ward des heiligen Geistes voll/ weissagte/ und sprach: ,, Gelobet sei der Herr der Gott Ifraels/ denn er hat besucht und erlöset sein Volk. [ Und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils/ in dem Hause seines Dieners David/ wie er vor Zeiten geredet hat/ durch den Mund seiner heiligen Propheten: daß er uns errettete von unsern feinden/ und von der Hand aller/ die uns haffen/ und Barmherzigkeit erzeigete unsern Vätern/ und gedächte an seinen heiligen Bund/ 708 mBH sed dol al 08310 und an den Eid/ den er geschworen hat unserm Vater Abraham: uns zu geben/ daß wir/ erlöset aus der Hand unfrer feinde/ ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang/ in Heiligkeit und Gerechtigkeit/ die ihm gefällig iſt. Und du Kindlein wirft ein Prophet des Höchsten heißen/ du wirst vor dem Herrn hergehen/ daß du seinen Weg bereitest/ und Erkenntnis des Heils gebeft seinem Volk/ in Vergebung ihrer Sünden/ durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes/ exist nom sod durch welche uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe: auf daß er erscheine denen/ die da sihen in finsternis und Schatten des Todes/ und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens." Und das Kindlein muchs und ward stark im Geift/ und war in der Wüste/ bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Ifrael.] Am 25. Juní, dem Gedenktage der Augsburgischen Konfeffion¹) Gebet Wir bitten dich, allmächtiger Gott: heilige und bewahre deine Kirche durch dein beständiges Erbarmen/ und weil sie ohne dich in Frieden nicht bestehen kann, so regiere und führe du sie allewege nach dem Reichtum deiner Gnade. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: 1. Tim. 6,11b- 16 Mein Sohn/ jage nach der Gerechtigkeit/ der Gottfeligkeit/ dem Glauben/ der Liebe/ der Geduld/ der Sanftmut. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. Ergreife das ewige Leben/ dazu du berufen bist/ und bekannt haft ein gut Bekenntnis/ vor vielen Zeugen. Ich gebiete dir vor Gott/ der alle Dinge lebendig machet/ und vor Christo Jefu/ der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis/ daß du haltest das Gebot ohne flecken/ untadelig/ bis auf die Erscheinung unfers Herrn Jefu Chrifti/ welche er wird zeigen zu seiner Zeit/ der Selige und allein Gewaltige/ der König aller Könige/ und Herr aller Herren/ der allein Unsterblichkeit hat/ der da wohnet in einem Licht/ da niemand zukommen kann/ welchen kein Mensch gesehen hat/ noch sehen kann. Dem sei Ehre und ewiges Reich. Amen. Lied: Es ist das Heil uns kommen her( 242) 709 ¹) Wenn der 25. Juní auf einen Sonntag fällt, treten die Lefungen und das Lied des Gedenktages der Augsburgischen Konfession an die Stelle der Sonntagslefungen und des Sonntagsliedes. Evangelium: Matth. 10,26-33 Jesus sprach zu seinen Jüngern:»> fürchtet euch nicht vor den Menschen. Es ist nichts verborgen/ das nicht offenbar werde/ und ist nichts heimlich/ das man nicht wisfen werde. Was ich euch sage in der Finsternis/ das redet im Licht/ und was ihr höret in das Ohr/ das prediget auf den Dächern. Und fürchtet euch nicht vor denen/ die den Leib töten/ und die Seele nicht können töten. fürchtet euch aber viel mehr vor dem/ der Leib und Seele verderben kann/ in der Hölle. Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt derselbigen keiner auf die Erde ohn euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählet. Darum fürchtet euch nicht: ihr seid besser denn viel Sperlinge. And 100 Darum/ wer mich bekennet vor den Menschen/ den will ich bekennen oor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen/ den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.<< stica alguma lor is too and Am 29. Juni, dem Tage der Apostel Petrus und Paulus¹) Cal Rojnos na Roine o( Peter und Paul) und an den anderen Apostels und Evangelistentagen maddnut Gebet Emiger, barmherziger Gott, der du den heiligen Aposteln Petrus und Paulus Stärke und Kraft verliehen, um deines Wortes willen den Tod zu leiden: wir bitten dich, stärke uns durch den Heiligen Geist/ daß wir deine Wahrheit bekennen und von den Gewalten der Hölle und des Todes nicht überwunden werden. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Eph. 2, 19-22 Liebe Brüder/ ihr seid nun nicht mehr Gäste/ und fremdlinge/ sondern Mitbürger der Heiligen/ und Gottes Hausgenoffen/ erbauet auf den Grund der Apostel und Propheten/ da Jesus Christus der Eckstein ist/ in welchem der ganze Bau ineinander gefüget/ wächst/ zu einem heiligen Tempel/ in dem Herrn/ in welchem auch ihr mit erbauet werdet/ zu einer Behaufung Gottes/ im Geift. Am 30. November( Apostel Andreas): Röm. 10, 9-18 Am 21. Dezember( Apostel Thomas): 2. Kor. 4, 1-6 Am 25. Januar( Bekehrung des Apostels Paulus): Apg. 9, 1-19a Am 24.( 25.) Februar( Apostel Matthías): Apg. 1, 15-26 ¹) Wenn der 29. Juni auf einen Sonntag fällt, treten die Lesungen und das Lied dieses Aposteltages an die Stelle der Sonntagslefungen und des Sonntagsliedes. 710 Am 25. April( Evangelift Markus): Kol. 4, 10-11 oder 2. Tim. 4,5-15 Am 1. Mai( Apostel Philippus und Jakobus): 1. Kor. 4, 9-15 Am 25. Juli( Apostel Jakobus der Altere): Röm. 8, 28-39 Am 24. August( Apostel Bartholomäus): 2. Kor. 4,7-10 Am 21. September( Apostel und Evangelist Matthäus): 1. Kor. 12, 27-31a Am 18. Oktober( Evangelist Lukas): 2. Tim. 4,5-15 Uto Am 28. Oktober( Apostel Simon und Judas): Eph. 4, 7-13 Lied: O Herre Gott, dein göttlich Wort( 117) Evangelium: Matth. 16, 13-19 Jefus kam in die Gegend der Stadt Cäfarea Philippi/ und fragte feine Jünger/ und sprach:» Wer/[ agen die Leute/ daß des Menschen Sohn [ ei?« Sie sprachen:„ Etliche sagen/ du seieft Johannes der Täufer/ die andern/ du seiefst Elias/ etliche/ du seiest Jeremias/ oder der Propheten einer." Er sprach zu ihnen:» Wer saget denn ihr/ daß ich sei!«< Da antwortete Simon Petrus/ und sprach:„ Du bist Christus/ des lebendigen Gottes Sohn." Und Jesus antwortete/ und sprach zu ihm: >> Selig bist du/ Simon Jonas Sohn/ denn fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart/ sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: du bist Petrus/ und auf diesen felfen will ich bauen meine Gemeinde/ und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben; alles/ was du auf Erden binden wirst/ soll auch im Himmel gebunden sein. Und alles/ was du auf Erden lösen wirst/ foll auch im Himmel los sein.<< sdol bid atau Am 30. November( Apostel Andreas): Matth. 4, 18-22 Am 21. Dezember( Apostel Thomas): Joh. 20, 24-29 Am 25. Januar( Bekehrung des Apoftels Paulus): Matth. 19, 27-30 Am 24.( 25.) Februar( Apostel Matthías): Matth. 11, 25-30 Am 25. Apríl( Evangelift Markus): Luk. 10, 1-9 Am 1. Mai( Apostel Philippus und Jakobus): Joh. 14, 1-13 Am 25. Juli( Apostel Jakobus der Altere): Matth. 20, 20-23 Am 24. August( Apostel Bartholomäus): Luk. 22, 24-30 Am 21. September( Apostel und Evangelift Matthäus): Matth. 9, 9-13 Am 18. Oktober( Evangelift Lukas): Luk. 10, 1-9 Am 28. Oktober( Apostel Simon und Judas): Joh. 15, 17-25 Am 2. Juli, dem Tage der Heimsuchung Mariä Epistel: Jef. 11,1-5 Lied: Mein Seel, o Herr, muß loben dich( 200) Evangelium: Luk. 1, 39-47(-55) aspilisH mso 711 std no Am 29. September, dem Tage des Erzengels Michael dhte und aller Engel( Michaelis) ¹) Gebet O Gott, der du in wunderbarer Weise der Engel und Menschen Dienſte ordnest: verleihe gnädiglich, daß deine lieben Engel, die stets vor deinem Angesichte stehen, unser Leben und unfre Wege auf dieser Erde bewahren. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Groe chi Epistel: Offenb. 12,7-12a( b) Es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen/ und der Drache stritt und seine Engel/ und siegeten nicht; auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache/ die alte Schlange/ die da heißt der Teufel und Satanas/ der die ganze Welt verführet/ und ward geworfen auf die Erde/ und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme/ die sprach im Himmel:„ Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich/ unfers Gottes worden/ und die Macht seines Christus/ weil verworfen ist der Verkläger unfrer Brüder/ der sie verklagte Tag und Nacht oor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut/ und durch das Wort ihres Zeugnifles/ und haben ihr Leben nicht geliebet/ bis an den Tod. Darum freuet euch/ ihr Himmel/ und die darinnen wohnen.[ Wehe der Erde/ und dem Meer: denn der Teufel kommt zu euch hinab/ und hat einen großen Zorn/ und weiß/ daß er wenig Zeit hat.]" Lied: Herr Gott, dich loben alle wir( 115) Augna Evangelium: Matth. 18, 1-10 mased Die Jünger traten zu Jefu/ und sprachen: Wer ist doch der Größeste im Himmelreich?" Jefus rief ein Kind zu fich/ und stellte das mitten unter fie/ und sprach:» Wahrlich/ ich sage euch: es sei denn/ daß ihr umkehret/ und werdet wie die Kinder/ so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen. Wer nun sich selbst erniedriget/ wie dies Kind/ der ist der Größefte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen/ der nimmt mich auf. Wer aber ärgert dieser Geringsten einen/ die an mich glauben/ dem wäre beffer/ daß ein Mühlstein an seinen Hals gehänget würde/ und er erfäuft würde im Meer/ da es am tiefsten ist.) Weh der Welt/ der Argernisse halben. Es muß ja Argernis kommen/ doch weh dem Menschen/ durch welchen Argernis kommt. So aber laging 9A ¹) Der Michaelistag kann auf den vorhergehenden Sonntag verlegt werden. Wenn er auf einen Sonntag fällt oder verlegt wird, treten seine Lesungen und sein Lied an die Stelle der Sonntagslefungen und des Sonntagsliedes. 712 deine Hand oder dein Fuß dich ärgert/ so haue ihn ab/ und wirf ihn von dir. Es ist dir besser/ daß du zum Leben lahm oder ein Krüppel eingeheft/ denn daß du zwei Hände oder zwei füße habest/ und werdest in das ewige Feuer geworfen. Und so dich dein Auge ärgert/ reiß es aus/ und wirfs von dir. Es ist dir besser/ daß du einäugig zum Leben eingehest/ denn daß du zwei Augen habeſst/ und werdest in das höllische Feuer geworfen. Sehet zu/ daß ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet/ denn ich sage euch: ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.<< 190018 ads! chus Am 31. Oktober, dem Gedenktage der Reformation¹) bij 3d\ natb] n* M, ön elbin suhd Gebet Lieber Herre Gott: stärk und behalt uns in deinem werten Wort und hilf uns, daß wirs recht erkennen und dankbar in rechtem Glauben mit guten Werken bezeugen, dir zu Lob und Preis. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. deal) 196 Epistel: Offenb. 14, 6-7 Und ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel/ der hatte ein ewiges Evangelium/ zu verkündigen denen/ die auf Erden wohnen/ und allen Völkern/ und Geschlechtern/ und Sprachen/ und Stämmen/ und sprach mit großer Stimme:, Fürchtet Gott/ und gebet ihm die Ehre, denn die Zeit seines Gerichtes ist kommen. Und betet an/ den/ der gemacht hat Himmel und Erde/ und Meer/ und die Wafferbrunnen." oder: Röm. 3, 20b- 28 Liebe Brüder/ durch des Gesehes Werke kann kein Fleisch vor Gott gerecht werden/ denn durch das Gefen kommt Erkenntnis der Sünde, Nun ist aber ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit/ die vor Gott gilt/ offenbaret worden/ bezeuget durch das Gesen und die Propheten. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott/ die da kommt durch den Glauben an Jefum Chrift/ zu allen/ die da glauben. Denn es ist hie kein Unterschied: fie find all zumal Sünder/ und mangeln des Ruhmes/ den sie bei Gott haben sollten/ und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade/ durch die Erlöfung/ die durch Chriftum Jefum geschehen ist/ welchen Gott hat dargestellt zu einem Gnadenthron/ durch den Glauben in seinem Blut/ damit er die Ge= rechtigkeit/ die vor ihm gilt/ darbiete/ in dem/ daß er Sünde ver¹) Wenn der Reformationstag auf einen Sonntag fällt, treten seine Leſungen und fein Lied an die Stelle der Sonntagslefungen und des Sonntagsliedes. 713 gibt, welche bisher geblieben war/ unter göttlicher Geduld/ auf daß er zu diesen Zeiten darböte die Gerechtigkeit/ die vor ihm gilt: auf daß er allein gerecht sei/ und gerecht mache den/ der da ist des Glaubens an Jefum. Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist aus! Durch welches Geseh? Durch der Werke Gefeh! Nicht also/ fondern durch des Glaubens Gefeh. So halten wir es nun/ daß der Mensch gerecht werde/ ohne des Gefehes Werke/ allein durch den Glauben. oder: Gal. 5, 1-6 Liebe Brüder/ bestehet in der Freiheit/ dazu uns Christus befreiet hat/ und laffet euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen. Siehe ich/ Paulus/ fage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset/ so ist euch Christus nichts nühe. Ich bezeuge abermal jedem Menschen/ der sich beschneiden lässet/ daß er das ganze Gefeh schuldig ist zu tun. Ihr habt Chriftum verloren/ die ihr durch das Geset gerecht werden wollt/ und seid aus der Gnade gefallen. Denn wir harren im Geist/ durch den Glauben/ der Gerechtigkeit/ auf die man hoffen muß. Denn in Chrifto Jefu gilt weder beschnitten noch unbeschnitten etwas: sondern der Glaube/ der durch die Liebe tätig ist. Lied: Es ist das Heil uns kommen her( 242) stod 150 mm Evangelium: Joh. 2, 13-22 Der Juden Ostern war nahe/ und Jefus zog hinauf gen Jerusalem. Und fand im Tempel fihen/ die da Ochsen/ Schafe/ und Tauben feil hatten/ und die Wechsler. Und er machte eine Geißel aus Stricken/ und trieb sie alle zum Tempel hinaus/ samt den Schafen und Ochsen/ und verschüttete den Wechslern das Geld/ und stieß die Tische um und sprach zu denen/ die die Tauben feil hatten:» Traget das von dannen/ und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause.<< Seine Jünger aber gedachten dran/ daß geschrieben stehet:„ Der Eifer um dein Haus hat mich gefressen." Da antworteten nun die Juden/ und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns für ein Zeichen/ daß du solches tun mögest?" Jesus antwortete/ und sprach zu ihnen:» Brechet diesen Tempel ab/ und in dreien Tagen will ich ihn aufrichten.« Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren erbauet/ und du willst ihn in dreien Tagen aufrichten?" Er aber redete von dem Tempel feines Leibes. Da er nun auferstanden war von den Toten/ gedachten seine Jünger dran/ daß er dies gesagt hatte/ und glaubten der Schrift/ und der Rede/ die Jesus gesagt hatte. Am 1. November, dem Gedenktage der Heiligen Epistel: Offenb. 7, 9-12 Lied: Ist Gott für mich, so trete( 250) Evangelium: Matth. 5, 1-12a 714 III. Besondere Tage und Anlässe¹) al fon 1. Gedenktage Am Gedenktage eines Märtyrers Epistel: 2. Tim. 2, 8-13 oder Hebr. 10, 32-39 oder 2. Kor. 1, 3-7 Lied: Ist Gott für mich, so trete( 250) Evangelium: Mark. 8, 31-35 oder Mark. 13, 5-13 oder da [ Luk. 12, 1-8 620DMX Am Gedenktage eines Lehrers der Kirche Epistel: 1. Kor. 2, 6-12 oder Hebr. 13, 7-17 Lied: Such, wer da will, ein ander Ziel( 249) Evangelium: Matth. 24, 42-47 oder Matth. 11,25-30 plis) dnu morbu) Am Gedenktage der Kirchweihe Gebet Allmächtiger Gott, der du bisher in diesem Hause dein Wort und Sakra= ment haft austeilen lassen und dir unter uns eine Gemeinde gesammelt haft: wir bitten dich, du wolleft uns und unfre Nachkommen durch den Heiligen Geist vor allem falschen Gottesdienst bewahren und mit deinem Wort und Sakrament auch fernerhin unter uns wohnen. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. bed as Epistel: Offenb. 21, 1-5a Ich sah einen neuen Himmel/ und eine neue Erde/ denn der erste Himmel und die erste Erde verging/ und das Meer ist nicht mehr. Und ich/ Johannes/ sah die heilige Stadt/ das neue Jerusalem/ von Gott aus dem Himmel herabfahren/ bereitet wie eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron/ die sprach: Siehe da/ die Hütte Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen/ und sie werden sein Volk sein/ und er selbst/ Gott mit ihnen/ wird ihr Gott sein. Und Gott wird abwischen alle Tränen Don ihren Augen/ und der Tod wird nicht mehr sein/ noch Leid/ noch Geschrei/ noch Schmerz wird mehr sein/ denn das Erste ist vergangen." Und der auf dem Thron faß/[ prach: Siehe/ ich mache alles neu." Lied: Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren( 206) Evangelium: Luk. 19, 1-10 Jesus zog hinein nach Jericho/ und ging durch die Stadt. Und siehe/ da war ein Mann/ genannt Zachäus/ der war ein Oberster der Zöllner/ und war reich. Und der begehrte Jefum zu sehen/ wer er wäre/ und ¹) Von den in diesem Abschnitt genannten Tagen werden nur der Gedenktag der Entschlafenen, der Erntedanktag und der Bußtag allgemein begangen. 715 konnte nicht vor dem Volk, denn er war klein von Person. Und er lief voraus/ und stieg auf einen Maulbeerbaum/ auf daß er ihn sähe, denn allda sollte er durchkommen. fo Und als Jefus kam an dieselbige Stätte/ sah er auf und ward sein gewahr/ und sprach zu ihm:» Zachäus/ steig eilend hernieder/ denn ich muß heute in deinem Hause einkehren.« Und er stieg eilend hernieder/ und nahm ihn auf mit Freuden. Da sie das sahen/ murreten sie alle/ daß er bei einem Sünder einkehrte. Stan Zadhäus aber trat hin/ und sprach zu dem Herrn:„ Siehe/ Herr/ die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe/ das gebe ich vierfältig wieder." Jesus aber sprach zu ihm: >> Heute ist diesem Hause Heil widerfahren/ sintemal auch er Abrahams Sohn ist. Denn des Menschen Sohn ist kommen/ zu suchen und selig zu machen/ das verloren ist.<< Am Gedenktage der Entschlafenen Gebet Allmächtiger Gott, der du uns den Tod um unserer Sünde willen auferleget hast: mir bitten dich, du wolleft uns, deine Gläubigen, in frieden einschlafen lassen und mit allen Heiligen zur fröhlichen Auferstehung und zu ewiger Gerechtigkeit erwecken. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epiftel: 1. Kor. 15, 50-57 Ich fage/ liebe Brüder/ daß Fleisch und Blut nicht können das Reich Gottes ererben; auch wird das Vermesliche nicht erben das Unverwes= liche. Siehe/ ich sage euch ein Geheimnis: wir werden nicht alle ent= schlafen, wir werden aber alle verwandelt werden/ und dasselbe plönlich in einem Augenblick/ zur Zeit der letten Pofaune. Denn es wird die Pofaune schallen/ und die Toten werden auferstehen unverweslich/ und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muß anziehen das Unvermesliche/ und dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Vermesliche wird anziehen das Unverwesliche/ und dies Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit/ dann wird erfüllet werden das Wort/ das geschrieben stehet: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod/ wo ist dein Stachel? Hölle/ wo ist dein Sieg?" Aber der Stachel des Todes ist die Sünde. Die Kraft aber der Sünde ist das Geset. Gott aber sei Dank/ der uns den Sieg gibt/ durch unsern Herrn Jefum Chriftum. Lied: Mitten wir im Leben find( 309) Evangelium: Joh. 5, 24-29 Jesus fprach:» Wahrlich/ wahrlich/ ich sage euch: wer mein Wort höret/ und glaubet dem/ der mich gefandt hat/ der hat das ewige 716 Leben/ und kommt nicht in das Gericht/ sondern er ist vom Tode zum Leben hindurch gedrungen. Wahrlich/ wahrlich/ ich sage euch: es kommt die Stunde/ und ist schon jetzt/ daß die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören/ und die sie hören werden/ die werden leben. Denn wie der Vater hat das Leben in sich selber/ also hat er dem Sohn gegeben/ das Leben zu haben in sich selber/ und hat ihm Macht gegeben/ auch das Ge= richt zu halten/ darum/ daß er des Menschen Sohn ift. Verwundert euch des nicht. Denn es kommt die Stunde/ in welcher alle/ die in den Gräbern find/ werden seine Stimme hören. Und werden hervorgehen/ die da Gutes getan haben/ zur Auferstehung des Lebens/ die aber Übels getan haben/ zur Auferstehung des Gerichts.<< ( bl Indon top sid and 10 2. Bitt- und Danktage ou silo maist all outclas An Buß und Bettagen¹) Im ed schism ljun Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du nicht Luft haft an der armen Sünder Tode, läsfest sie auch nicht gern verderben, sondern willst, daß sie bekehret werden und leben: mir bitten dich herzlich, du wolleft die wohlverdiente Strafe unfrer Sünde gnädig abwenden und zu unsrer Besserung deine Barmherzigkeit verleihen. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Epistel: Röm. 2, 1-11 O Menfch/ du kannst dich nicht entschuldigen/ wer du auch bist/ der da richtet. Denn darin/ daß du einen andern richtest/ verdammst du dich selbst sintemal du/ der du richtest/ ebendasselbige tuft. Wir wiffen aber/ daß Gottes Urteil ist recht über die/ so solches tun. Denkest du denn/ o Mensch/ der du richteft die/ so solches tun/ und tuft auch dasselbige/ daß du dem Urteil Gottes entrinnen werdest? Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte/ Geduld und Langmütig= keit! Weißt du nicht/ daß dich Gottes Güte zur Buße leitet? Du aber nach deinem verstockten und unbußfertigen Herzen/ häufest dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns/ und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes. Welcher geben wird einem jeglichen nach feinen Werken/ nämlich ewiges Leben denen/ die mit Geduld in guten Werken trachten nach Herrlichkeit und Ehre und unvergänglichem Wefen; Ungnade und Zorn aber denen/ die da zänkisch sind/ und der Wahrheit nicht gehorchen/ gehorchen aber der Ungerechtigkeit, ¹) Der gemeinsame Buß- und Bettag wird am Mittwoch nach dem Vorletten Sonntag des Kirchenjahres begangen. 717 Trübfal und Angst/ über alle Seelen der Menschen/ die da Böses tun/ vornehmlich der Juden und auch der Griechen. Herrlichkeit aber/ und Ehre und Friede/ allen denen/ die da Gutes tun/ Dornehmlich den Juden und auch den Griechen. Denn es ist kein Ansehen der Person Dor Gott. Lied: Aus tiefer Not laßt uns zu Gott( 118) Evangelium: Luk. 13, 1-9 ons mia est Es waren zu der Zeit etliche dabei/ die verkündigten Jesu von den Galiläern/ welcher Blut Pilatus mit ihrem Opfer vermischet hatte. Und Jesus antwortete/ und sprach zu ihnen:» Meinet ihr/ daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder gewesen sind/ dieweil sie das erlitten haben? Ich sage euch: Nein/ fondern so ihr nicht Buße tut/ werdet ihr alle auch also umkommen. Oder meinet ihr/ daß die achtzehn/ auf welche der Turm in Siloah fiel und erschlug fie/ seien schuldig gewesen/ vor allen Menschen/ die zu Jerusalem wohnen? Ich fage euch: Nein/ sondern so ihr nicht Buße tut/ werdet ihr alle auch also umkommen.<< ausdr Er sagte ihnen aber dies Gleichnis:» Es hatte einer einen Feigenbaum/ der war gepflanzt in seinem Weinberge/ und er kam und suchte Frucht darauf und fand sie nicht. Da sprach er zu dem Weingärtner: „ Siehe/ ich bin nun drei Jahre lang/ alle Jahr kommen/ und habe frucht gesucht auf diesem Feigenbaum/ und finde sie nicht/ haue ihn ab/ was hindert er das Land?" Er aber antwortete/ und sprach zu ihm:, Herr/ laß ihn noch dies Jahr/ bis daß ich um ihn grabe/ und bedünge ihn/ ob er künftig wollte Frucht bringen; wo nicht/ so haue ihn ab."<< oder: Matth. 3, 1-12 Zu der Zeit kam Johannes der Täufer/ und predigte in der Wüste des jüdischen Landes/ und sprach:, Tut Buße/ denn das Himmelreich ist nahe herbei kommen." Und er ist der/ von dem der Prophet Jesajas gesagt hat/ und gesprochen:„ Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste/ bereitet dem Herrn den Weg/ und machet richtig seine Steige." Er aber/ Johannes/ hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden/ feine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem/ und das ganze jüdische Land und alle Länder an dem Jordan/ und ließen fich taufen von ihm im Jordan/ und bekannten ihre Sünden. Als er nun viel Pharifäer und Sadduzäer sah/ zu seiner Taufe kommen/ sprach er zu ihnen:» Ihr Otterngezüchte/ wer hat denn euch gewiesen/ daß ihr dem künftigen Zorn entrinnen werdet? Sehet zu/ tut rechtschaffene Frucht der Buße. Denket nur nicht/ daß ihr 718 bei euch wollt sagen:„ Wir haben Abraham zum Vater." Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Es ist schon die Axt den Bäumen an die Wurzel gelegt; darum: welcher Baum nicht gute Frucht bringet/ wird abgehauen/ und ins feuer geworfen. Jatov 10313 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße: der aber nach mir kommt/ ift stärker denn ich/ dem ich auch nicht genugsam bin/ seine Schuh zu tragen/ der wird euch mit dem heiligen Geist und mit feuer taufen. Und er hat seine Worfschaufel in der Hand/ er wird seine Tenne fegen/ und den Weizen in seine Scheune fammeln/ aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschbarem feuer.<< this is tspilisting 130 On piologis An Bittagen enu dig Gebet med now w Herr, allmächtiger Gott, der du der Elenden Seufzen nicht verschmähest und der betrübten Herzen Verlangen nicht verachtest: siehe doch an unser Gebet, welches wir in unsrer Not oor dich bringen, und erhöre uns, damit alle bösen Anschläge nach dem Rat deiner Güte zunichte werden und wir dir in deiner Gemeinde danken und dich loben. Durch unfern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Emigkeit zu Ewigkeit. Amen. Onu ros Epistel: Jak. 5, 13-18 Liebe Brüder/ leidet jemand unter euch/ der bete, ist jemand gutes Muts/ der finge Pfalmen. Ist jemand krank/ der rufe zu sich die Altesten von der Gemeinde/ daß fie über ihm beten/ und ihn falben mit Ol/ in dem Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen/ und der Herr wird ihn aufrichten, und so er hat Sünden getan/ werden sie ihm vergeben sein. Bekenne einer dem andern seine Sünden/ und betet füreinander/ daß ihr gefund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel/ wenn es ernstlich ift. Elias war ein Mensch gleich wie mir/ und er betete ein Gebet/ daß es nicht regnen sollte: und es regnete nicht auf Erden/ drei Jahre und fechs Monate. Und er betete abermal/ und der Himmel gab den Regen/ und die Erde brachte ihre Frucht. oder: 1. Tim. 2, 1-6 So ermahne ich nun/ liebe Brüder/ daß man vor allen Dingen zuerst tue Bitte/ Gebet/ Fürbitte/ und Danksagung/ für alle Menschen/ für die Könige und für alle Obrigkeit/ auf daß wir ein geruhiges und ftilles Leben führen mögen/ in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut und angenehm vor Gott/ unferm Heiland/ welcher will/ daß alle Menschen selig werden/ und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott/ und ein Mittler zwischen Gott und 719 den Menschen/ nämlich der Mensch Christus Jesus/ der sich selbst gegeben hat für alle/ zur Erlösung/ daß solches zu seiner Zeit geprediget würde. Lied: Vater unser im Himmelreich( 241) n 9100030 231 tim rous sjunt( bl Evangelium: Luk. 11, 1-8 Es begab sich/ daß Jesus war an einem Ort/ und betete. Und da er aufgehöret hatte/ sprach seiner Jünger einer zu ihm:, Herr/ lehre uns beten/ wie auch Johannes seine Jünger lehrete." Er aber sprach zu ihnen:» Wenn ihr betet/ so sprecht: Unser Vater im Himmel/ dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe/ auf Erden wie im Himmel. Gib uns unser täglich Brot immerdar. Und vergib uns unsre Sünden/ denn auch wir vergeben allen/ die uns ſchuldig find; und führe uns nicht in Versuchung/ sondern erlöse uns von dem Übel.<< Und er sprach zu ihnen:» Welcher ist unter euch/ der einen Freund hat/ und ginge zu ihm zur Mitternacht/ und spräche zu ihm:„ Lieber Freundleihe mir drei Brote/ denn es ist mein Freund zu mir kommen von der Landstraße/ und ich habe nicht/ was ich ihm vorlege." Und der drinnen würde antworten/ und sprechen:„ Mach mir keine Unruhe/ die Tür ist schon zugeschlossen/ und meine Kindlein sind bei mir in der Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben. Ich sage euch: und ob er nicht aufstehet/ und gibt ihm/ darum daß er sein Freund ist/ so wird er doch um seines dreiften Drängens willen aufstehen/ und ihm geben/ wieviel er bedarf.<< mush asd namal oder: Luk. 18, 1-8 Realist Jefus fagte seinen Jüngern ein Gleichnis/ davon/ daß man allezeit beten/ und nicht laß werden sollte/ und sprach:» Es war ein Richter in einer Stadt/ der fürchtete sich nicht vor Gott/ und scheute sich vor keinem Menschen. Es war aber eine Witwe in derselben Stadt/ die kam zu ihm/ und sprach: Schaffe mir Recht vor meinem Widersacher!" Und er wollte lange nicht. Darnach aber dachte er bei sich selbst: Ob ich mich schon vor Gott nicht fürchte/ noch vor keinem Menschen scheue/ dieweil aber mir diese Witwe so piel Mühe machet/ will ich ihr Recht schaffen/ auf daß sie nicht zuleht komme/ und fahre mir ins Geficht."<< Da sprach der Herr:»> Höret hier/ was der ungerechte Richter ſagt. Sollte Gott nicht auch Recht schaffen seinen Auserwähleten/ die zu ihm Tag und Nacht rufen/ und sollte ers mit ihnen verziehen! Ich ſage euch: er wird ihnen Recht schaffen in Kürze. Doch wenn des Menschen Sohn kommen wird/ meinest du/ daß er auch werde Glauben finden auf Erden!«< 720 Bittgottesdienst um den Heiligen Geist Epistel: Jef. 44, 1-5 oder Gal. 3, 1-5 Lied: Komm, Heiliger Geist, Herre Gott( 98) Evangelium: Joh. 7, 33-39 oder Luk. 11, 9-13 Bittgottesdienst um die Einheit der Kirche Epistel: Eph. 4, 2b- 7. 11-16 Lied: Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ( 207) Evangelium: Joh. 17, 1a. 11b- 23 Bittgottesdienst um die Auebreitung des Evangeliume nu Epistel: s Heidenmiffion: Jef. 42, 1-8 oder Jef. 49, 8-13 Miffion unter Ifrael: Röm. 11, 25-32 Diaspora- Arbeit: Eph. 4, 15-16 Innere Mission: 1. Joh. 4, 8-11 dp 1002 Lied: Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all( 189) oder: Ich lobe dich von ganzer Seelen( 214) Evangelium: 24 dil Heidenmisfion: Matth. 9, 35-38 oder Joh. 4, 32-42 Miffion unter Ifrael: Luk. 19, 41-48 Diaspora- Arbeit: Matth. 5, 13-16 Innere Miffion: Matth. 11, 25-30 ( 0034) ento El 2000/ X madal dal sa soli) Am Erntebittage( Hagelfeiertag) zugleich Bittag um eine gesegnete Arbeit Gebet Herr, allmächtiger Gott, der du alles, was lebet, durch deine Macht regierest und ernährest: gib uns, deinen Kindern, fruchtbares Wetter/ auf daß unser Land durch deinen Segen mit Früchten erfüllet werde und wir dich in allen deinen Wohltaten erkennen und loben. Durch unsern Herrn Jefum Christum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 721 dn Epistel: 1. Mos. 8, 20-22 Noah baute dem HErrn einen Altar/ und nahm von allerlei reinem Vieh/ und don allerlei reinem Gevögel/ und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der HErr roch den lieblichen Geruch/ und sprach in feinem Herzen: Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen/ denn das Dichten des menschlichen Herzens ist böse Don Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles/ was da lebet/ wie ich getan habe. Solange die Erde stehet/ foll nicht aufhören Saat und Ernte/ Frost und Hihe/ Sommer und Winter/ Tag und Nacht. oder: 1. Tim. 6, 6-11a Es ist ein großer Gewinn/ mer gottfelig ist/ und läsfet sich genügen. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht: darum offenbar ist/ wir werden auch nichts hinausbringen. dati Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben/ fo laffet uns genügen. Denn die da reich werden wollen/ die fallen in Versuchung und Stricke/ und viel törichte und schädliche Lüste/ welche versenken die Menschen in Verderben und Verdammnís. Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Ubels: dessen hat etliche gelüftet/ und sind vom Glauben írre gegangen/ und machen sich selbst viel Schmerzen. Aber du/ Gottes Mensch/ fliehe solches. oder( am Bittag um eine gesegnete Arbeit): 2. Theff. 3, 6-16 Lied: Lobt Gott in allen Landen( 377) Evangelium: Luk. 12, 22-31 Jesus sprach zu seinen Jüngern:» Ich sage euch: forget nicht für euer Leben/ was ihr effen follet/ auch nicht für euren Leib/ was ihr antun follet. Das Leben ist mehr/ denn die Speise/ und der Leib mehr/ denn die Kleidung. Nehmet wahr der Raben/ die fäen nicht/ sie ernten auch nicht/ sie haben auch keinen Keller noch Scheune/ und Gott nähret ſie doch. Wieviel aber seid ihr besser/ denn die Vögel. Welcher ist unter euch/ ob er schon darum forget/ der da könnte seines Lebens Länge eine Elle zufehen? So ihr denn das Geringste nicht vermöget/ warum forget ihr um das andere? Nehmet wahr der Lilien/ wie sie wachsen/ fie arbeiten nicht/ auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber/ daß auch Salomo/ in aller seiner Herrlichkeit/ nicht ist bekleidet gewesen/ wie deren eine. So denn das Gras/ das heute auf dem Felde stehet/ und morgen in den Ofen geworfen wird/ Gott also kleidet/ wieviel mehr wird er euch kleiden/ ihr Kleingläubigen! Darum auch ihr/ fraget nicht darnach/ was ihr essen oder was ihr trinken sollt/ und reget euch nicht auf. Nach foldhem allen trachten die Heiden in der Welt/ aber euer Vater weiß wohl/ daß ihr des bedürfet. Doch trachtet nach seinem Reich/ so wird euch das alles zufallen.<< oder: Mark. 4, 35-41 oder( am Bittag um eine gesegnete Arbeit): Luk. 16, 9-13 722 And ab An Danktagen dion dno 80n nu nd Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, von dem wir ohn Unterlaß alles Gute tm Uberfluß empfangen und täglich vor allem Ubel gnädig behütet werden: wir bitten dich, laß uns solches alles mit ganzem Herzen im rechten Glauben erkennen/ auf daß wir deiner milden Güte und Barmherzigkeit hier und in Ewigkeit danken. Durch unfern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geifte lebet und regieret von Ewigkeit zu Emigkeit. Amen. Epiftel: 1. Theff. 5, 16-24 Liebe Brüder/ feid allezeit fröhlich, betet ohn Unterlaß, seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes/ in Chrifto Jefu/ an euch. and must 01 mome2 sade 130 Den Geist dampfet nicht, die Weisfagung verachtet nicht. Prüfet aber alles/ und das Gute behaltet. Meidet allen bösen Schein. Er aber/ der Gott des Friedens/ heilige euch durch und durch/ und euer Geift ganz/ famt Seele und Leib/ müsse bewahret werden unsträflich/ auf die Zukunft unsers Herrn Jefu Chrifti. Getreu ist er/ der euch ruft/ er wirds auch tun. oder: 2. Kor. 1, 3-11 sona Lied: Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut( 233) 200 200 bus 150 onu dr s. 1st Ebangelium: Luk. 10, 17-20 in Die Siebenzig kamen wieder mit Freuden/ und sprachen: Herr/ es find uns auch die Teufel untertan in deinem Namen." Er sprach aber zu ihnen:» Ich sah den Satanas vom Himmel fallen/ wie einen Blit. Sehet/ ich habe euch Macht gegeben/ zu treten auf Schlangen und Skorpione/ und Macht über alle Gewalt des Feindes/ und nichts wird euch schaden. Doch darüber freuet euch nicht/ daß euch die Geister untertan find. Freuet euch aber/ daß eure Namen im Himmel ge= schrieben find.< p sdaddy yank 11398 sled nom dlm 1oder: Luk. 6, 17-20 DIA # 000 oder: Luk. 17, 11-19( fiehe 14. Sonntag nach Trinitatis) ( 62 Am Erntedanktage¹) $ 110in% Gebet Herr Gott, himmlischer Vater, der du uns die Ernte wiederum gnädig haft einbringen lassen: wir bitten dich, laß deinen Segen ferner bei uns bleiben/ auf daß wir zu allen Zeiten mit Danksagung empfangen, was 24* ¹) Wo örtlich keine andere Regelung besteht, wird der Erntedanktag am Sonntag nach dem Michaelistage( 29. September) begangen. 723 ans nüh und not ift. Durch unsern Herrn Jefum Chriftum, deinen Sohn/ der mit dir und dem Heiligen Geiste lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. U ndo stoo mad noo asioV 19mm 3100 375H Epistel: 2. Kor. 9, 6-11 u spolqms Quijad rand, m Liebe Brüder/ wer da kärglich fäet/ der wird auch kärglich ernten, und wer da säet im Segen/ der wird auch ernten im Segen. Ein jeglicher gebe/ wie ers in seinem Herzen erwählet hat/ nicht mit Unwillen und Zwang: denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Gott aber kann machen/ daß allerlei Gnade unter euch reichlich sei/ daß ihr in allen Dingen allenthalben volle Genüge habt/ und reich seid zu allerlei guten Werken/ wie geschrieben stehet: Er hat ausgestreuet und gegeben den Armen/ seine Gerechtigkeit bleibet in Ewigkeit." Der aber Samen reichet dem Säemann/ der wird ja auch das Brot reichen zur Speise/ und wird vermehren euren Samen/ und wachsen laffen das Gemächs eurer Gerechtigkeit, daß ihr reich seid in allen Dingen zu geben in aller Einfalt/ welche wirket durch uns Dankfagung unserm Gott. 19casd sibm 1 disl onu siss8 tmaj( snag Lied: Nun preifet alle Gottes Barmherzigkeit( 380)( bun sim Evangelium: Luk. 12, 15-21 cally de 106 onw del 12 dsil Jesus sprach zu dem Volk:» Sehet zu und hütet euch vor der Habgier denn niemand lebet davon/ daß er viel Güter hat.<< Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: 10 »> Es war ein reicher Mann/ des feld hatte wohl getragen. Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nicht/ da ich meine Früchte hin sammle." Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen/ und größere bauen/ und will drein fammeln/ alles was mir gewachsen ist/ und meine Güter/ und will fagen zu meiner Seele: liebe Seele/ du haft einen großen Vorrat auf viele Jahre/ habe nun Ruhe/ iß/ trink/ und habe guten Mut." Aber Gott sprach zu ihm:„ Du Narr/ diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern/ und wes wirds sein das du bereitest haft?" Also gehet es/ wer sich Schähe fammelt/ und ist nicht reich in Gott.< mie 3. Besondere Anläffe Am Tage der Kirchweihe: Offenb. 21, 1-5 a/ Luk. 19, 1-10 Preis, Lob und Dank fei Gott dem Herren( 206) sont NAS matin us sim god tuoasaisid Bei der Konfirmation: 1. Tim. 6, 12-16/ Joh. 15,1-8 oder Joh. 6, 66-69 Gott der Vater wohn uns bei( 109) 724 10 Bei der Ordination: Röm. 10, 13-17/ Luk. 9, 1-6 oder Luk. 24, 44-48 Komm, Heiliger Geift, Herre Gott( 98) Bittgottesdienst vor der Wahl eines hirchlichen Amtsträgers: Jer. 23, 1-6/ Luk. 12, 37-48 oder( in der Osterzeit): Joh. 21, 15-19 Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geist( 97) Bei einer Kirchenversammlung: Röm. 14, 7-19 oder Eph. 2, 17-22/ Mark. 10, 35-45 Es molle Gott uns gnädig sein( 182) 4. In Notzeiten Bei Kriegsgefahr: 1. Tim. 2, 1-6/ Matth. 16, 1-4 Wenn wir in höchsten Nöten sein( 282) In Kriegenöten: Offenb. 6, 1-8/ Matth. 24, 3-13 Herr, der du vormals haft dein Land( 185) Bittgottesdienst um frieden: Micha 4, 1-4/ Matth. 5, 2-12a Du Friedefürft, Herr Jefu Chrift( 391) Gabite 725 ( 80) 1100 sisH Jogilish mo -ctm Ansbill mis W30 1300 1asidesttopiti zeich Jagung ( te) diao, zagilisti, ajobr02 190, amm2..... UN MAR ( 289) pls) mind nstmod of atos no estitam 18- ta do 1910nopsis m ( cat) dnad misd fjed stampa på 330 335H asr- 9..dittom ppiMindsi mu nsidesilapill Spangetree must pos Goff ss- Fras 1153 190 obrig Güfer bot INHALTSUBERSICHT AT 1. Gebete zu den Gemeindegottesdiensten Zu Beginn des Gottesdienstes Gemeinsames Rüftgebet von Paftor und Gemeinde... Zum Schluß des Gottesdienstes....... Zur Beichte Gebetbuch Die Zehn Gebote/ Vor der Beichte Die Allgemeine Beichte/ Nach der Beichte. Beim Mittagsläuten/ Vor dem Essen/ Nach dem Esſen/ Beim Läuten der Schefdeglocke.... Abendgebete 937 Head isme14 mi 314 31 Beim Abendläuten/ Luthers Abendfegen Abendgebete für Kinder Abendgebete für die Tage der Woche Die Hausandacht... ........ 180/5 III. Gebete in Freud und Leid Zum Heiligen Abendmahl Beim Gang zum Tisch des Herrn/ Nach der Rückkehr auf den Platz/ Betrachtungen und Danksagungen während der Austeilung........ 731 thismo II. Gebete zum häuslichen Gottesdienst Morgengebete Morgengebete Beim Morgenläuten Luthers Morgenfegen für Kinder Morgengebete für die Tage der Woche....... Mittags- und Tischgebete An Freudentagen.. In schweren Tagen Gebete aus besonderem Anlaß ....... Im Angesicht des Todes ... Anhang: Anweisung zur Vornahme der Nottaufe hi usl al( Can) Sprüche aus Gottes Wort und Gebete Abschiedssegen/ Nach dem Sterben/ Nach dem Tode eines Kindes 727 Sefte 728 728 729 729 ...... 732 Gebet einer hoffenden Mutter/ Gebet nach der Geburt eines Kindes/ Gebet nach der Taufe eines Kindes/ Gebet für Vermißte......... 745 In Krankheit dog Sprüche aus Gottes Wort/ Gebete Für ein krankes Kind/ Dankgebet in der Genesung. 736 200709 ..738 742 743 744 746 749 752 I. GEBETE ZU DEN GEMEINDEGOTTESDIENSTEN Zu Beginn des Gottesdienstes Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet. Lieber Herr Gott, himmlischer Vater: verlein b daß dieſer Gottesdienst geschehe zu deiner Ehre, zu der Gemeinde Erbauung und zu meinem Heile. Amen. Jestions msd asd sainsidesto sad males Offne mir, Herr, die Tore deines Heiligtums, daß ich dein Wort höre und bewahre und dir in der Gemeinde der Gläubigen darbringe Lob und Anbetung. Amen. Lied 124( Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen) and pol domonsd nepils mus T mus neo mb8 Onu nogmutbests!! to asd the 10dbA sad dol paisten sad dradd sgno Gemeinsames Rüftgebet von Paftor und Gemeinde stadspaspoom [ Paftor: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geiſtes. 501 sdspoT Gnu spolIM Gemeinde: Amen.] bol mad V nstublog Paftor: Unfre Hilfe stehet im Namen des Herren, spor magsjónsdA estiv Gemeinde: der Himmel und Erde gemacht hat. sodni s SAT Paftor: Da wir hier versammelt sind, um miteinander Gottes Wort zu hören,( und) ihn im Gebet und Loblied anzurufen( und in dieſes Altares Gemeinschaft den Lefb und das Blut Jefu Chrifti zu empfangen), so laffet uns zuvor gedenken unsrer Unwürdigkeit und vor Gott bekennen, daß wir gesündiget haben mit Gedanken, Worten und Werken, auch aus eigener Kraft uns von unserem fündigen Wesen nicht erlösen können. Darum nehmen wir Zuflucht zu der grundlosen Barmherzigkeit Gottes, unfers himmlischen Vaters, begehren Gnade um Chrifti millen und sprechen: Gott, fei mir Sünder gnädig. Paftor und Gemeinde sprechen gemeinsam: troWestto Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er vergebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben. Amen. 728 Paftor: Nimm von uns, Herr, unsere Sünde und verleihe uns, daß wir mit lauterem Herzen und reinen Lippen diesen Gottesdienst begehen und dich preisen. Durch Jesum Chriftum, unfern Herrn. Paftor: haid l Der allmächtige, barmherzige Gott hat sich unser erbarmet, seinen einigen Sohn für unsere Sünde in den Tod gegeben und um seinetwillen uns verziehen, auch allen denen, die an seinen Namen glauben, Macht gegeben, Gottes Kinder zu werden, und ihnen seinen heiligen Geist verheißen. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden. Das verleihe Gott uns allen. Gemeinde: Amen. Litb 154-182. 178. *** onu bim$ 1019 duidspa Zum Schluß des Gottesdienstes Gemeinde: Amen. stol98 310 10V tintus onu Ro0 bim stbroj: 8 si Gelobet fei Gott, der Vater unsers Herrn Jefu Chrifti, der uns gefegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern. Herr mein Gott, ich danke dir. Laß mich bewahren in meinem Herzen, was du mir gegeben haft, und frucht bringen, die bleibt. Dein Segen geleite mich und alle, die du mir verbunden hast. Amen. sprano) Jedinsis ammo bl ma blastoV spissmad to splipbmllA nagroped dbi sid total d alla s10 ermedad jnsM tim * alamat did theme Zur Beichte Biblische Abschnitte, am Beichttage zu lesen und zu betrachten: Pfalm 32. 51. 130. 139. Jef. 55, 1-11. Jer. 2, 13. Jer. 3, 12. 13. Matth. 5. Luk. 15. Luk. 18, 9-14. Eph. 4, 22 bis 5, 9. Hebr. 10, 19-27. Offenb. 3, 14-22. Lied 166-169( Bußlieder), Lied 176( Straf mich nicht in deinem Zorn), 180( Großer Gott, du liebst Erbarmen), 195( Aus tiefer Not [ chrei ich zu dir), 418( Wo soll ich fliehen hin), 419( Vor dir, Herr Jesu, steh ich hie). Prüfe dein Herz und dein Leben, sieh deinen Stand an nach den Zehn Geboten: dhe alss than od dod mmol Ich bin der Herr dein Gott. Du sollft nicht andere Götter haben neben mit. Du follft den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnützlich führen. 08 dan sdan tim tsnoad 729 Du sollst den feiertag heiligen. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Du sollst nicht töten. m 30169 * 030 Onu sönü82330 Du ſollst nicht ehebrechen. 008 slog 201 Du sollst nicht stehlen.nu Har On nesas msystuol Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Du ſollst nicht begehren deines Nächsten Haus. apsd inside Du ſollft nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist. MS MOLDATUR Siehe auch das Lehrstück von der Beichte, Seite 763 Vor der Beichte Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz. Prüfe mich und erfahre, wie ichs meine, und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf emigem Wege. Amen. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, gewiffen Geift. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geift nicht von mir. Amen. idisid sid msprisd ttbust onu fjod nadspap ndod Die Allgemeine Beichte Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich armer, elender, fündiger Mensch bekenne dir alle meine Sünde und Miſsetat, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, womit ich dich jemals erzürnet und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie find mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich durch deine grundlofe Barmherzigkeit und um des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jefu Chrifti willen, du wolleft mir armen fündhaften Menschen gnädig und barmherzig sein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Befferung deines Geiftes Kraft verleihen. Amen. 730 Nach der Beichte Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat: Der dir alle deine Sünden vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöset, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit, der deinen Mund fröhlich macht und du wieder jung wirst wie ein Adler. Wie sich ein Vater über Kinder erbarmet, fo erbarmet sich der Herr über die, so ihn fürchten. Lobe den Herrn, meine Seele! Amen. oder Pfalm 34. ( 15 Lied 195 Str. 5( Ob bei uns ist der Sünden viel) td 195 Str. 5( Ob bei u varmnipZum Heiligen Abendmahlalded W 16 Biblische Abschnitte für Abendmahlstage: Pfalm 23. Psalm 111. Joh. 6, 48-58. Joh. 15, 1-12. Röm. 8, 31-39. 1. Kor. 11, 23-32. Offenb. 22. milo ud Lied 154-162. 178. 414-416. Jux nadspag nabins ned winsd Beim Gang zum Tisch des Herrn anded pros M 09890 Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach geheft. Aber [ prich nur ein Wort, so wird meine Seele gefund. Ich will das Himmelsbrot nehmen und den Namen des Herrn anrufen. Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut! Ich will den Kelch des Heils nehmen und den Namen des Herrn anrufen. Wenn man nach dem Empfang des Heiligen Sakramentes wieder an seinen Plat getreten ist Was wir mit dem Munde genoſsen, o Herr, laß uns mit gläubigem Herzen aufnehmen und bewahren, und diese zeitliche Gabe helfe uns zum ewigen Heil. Amen. Betrachtungen und Danksagungen während der Tev Austeilung des Heiligen Sakramentes ( wenn Gemeinde und Chor schweigen) God jup 11 99 Das Wort mard Fleisch und wohnete unter uns, und wir fahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes pom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Wir danken dir, unser Vater, für den heiligen Weinstock deines Knechtes David, den du uns kundgetan hast durch Jesum, deinen Knecht. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Amen. stads 731 Wir danken dir, unser Vater, für das Leben und die Erkenntnis, die du uns geoffenbaret haft durch Jesum, deinen Knecht. Dir fei Ehre in Emigheit. Wie dies gebrocjene Brot zerstreuet mar auf den Bergen und zusammengebracht eins wurde, so werde deine Kirche zusammengebracht von den Enden der Erde in dein Reich. Denn dein ist die Herrlichkeit und die Kraft durch Jefum Chriftum in Ewigkeit. Amen. Wir danken dir, heiliger Vater, für deinen heiligen Namen, dem du Wohnung bereitet haft in unfern Herzen, und für die Erkenntnis und den Glauben und die Unsterblichkeit, die du uns geoffenbaret haft durchy Jefum, deinen Knecht. Dir jei Ehre in Ewigkeit. Du, allmächtiger Herrscher, haft alles erschaffen um deines Namens willen. Speise und Trank hast du den Menschen gegeben zur Nießung, daß sie dir danken. Uns aber hast du begnadet mit geistlicher Speise und geistlichem Tranke und ewigem Leben durch deinen Knecht Jefum. Vor allem danken wir dir, daß du so mächtig biſt. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Gedenke, Herr, deiner Kirche, sie zu erlöfen von allem Bösen und sie zu vollenden in deiner Liebe, und führe sie, die du geheiliget, von den vier Winden zusammen in dein Reich, das du ihr bereitet haft. Denn dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Pfalmen zur Kommunion: Pfalm 23. Pfalm 30, 2-13. Pfalm 34, 2-11. Pfalm 36, 6-11. Pfalm 97. 111. 145. Jesaja 12, 1-6. mopidoble tim su Colo Nach dem Heiligen Abendmahl: Lied 163-165. 188. 227-229. tagines II. GEBETE ZUM HÄUSLICHEN GOTTESDIENST Es ist gut, daß man frühe morgens laffe das Gebet das erste und des Abends das letzte Werk sein, und hüte sich mit Fleiß vor den falschen betrüglichen Gedanken, die da sagen: Harre ein wenig, über eine Stunde will ich beten! Ich muß dies oder das zuvor fertigen. Denn mit solchen Gedanken kommt man vom Gebet in die Geschäfte, die halten und umfangen dann einen, daß aus dem Gebete des Tages nichts wird. Martin Luther 732 sedam Morgengebetechdst Beim Morgenläuten osald diligaw Das malte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geift. Amen.libM All was mein Tun und Anfang ist,/ gescheh im Namen Jeſu Christ, der leite mich so früh als spat,/ bis all mein Tun ein Ende hat. odnott b) do sads( sendowas dulap thi nid tolth Amen. Lied 333 Str. 1 und 2( Der Tag bricht an und zeiget sich) Lied 337 Str. 1, 2 und 7( Du höchstes Licht, ewiger Schein) mal Lied 340 Str. 1( O Christe, Morgensterne) 1322294 Lied 343 Str. 1, 2 und 9( Das walt Gott Vater und Gott Sohn) Lied 459( O Heilige Dreifaltigkeit) Luthers Morgensegen Des Morgens, so du aus dem Bette fährest, magst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und sollst fagen: Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen. Darauf knieend oder stehend den Glauben" und das Vaterunfer ( siehe Seite 753). Willst du, so magst du dies Gebetlein dazu sprechen: Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet haft, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Ubel, daß dir all mein Tun und Leben gefalle. Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände, dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse feind keine Macht an mir finde. Amen. Und alsdann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gefungen, als die Zehn Gebote( Lied 240) oder was deine Andacht gibt. Morgengebete für Kinder wis Lied 338 Str. 1 und 2( Steht auf, ihr lieben Kinderlein) Lied 341 Str. 1 und 2( Aus meines Herzens Grunde) Lied 345 Str. 2 und 5( Gott, ich danke dir von Herzen) Lied 346 Str. 4( Abend und Morgen sind seine Sorgen) Lied 347 Str. 1, 2 und 7( Lobet den Herren alle) Lied 462( Früh am Morgen Jefus gehet) tim show 733 sh sds In Jefu Namen steh ich auf,/ Herr, lenke meines Lebens Lauf. Begleite mich mit deinem Segen,/ behüte mich auf allen Wegen. Amen. Wie fröhlich bin ich aufgemacht,/ wie hab ich geschlafen fo fanft die Nacht!/ Hab Dank, du Vater im Himmel mein,/ daß du haft wollen bei mir sein./ Behüte mich auch diesen Tag,/ daß mir kein Leid ge[ chehen mag! Amen. Vom Schlaf bin ich gefund erwacht,/ dir, lieber Gott,[ ei Dank ge= bracht./ Nimm mich auch heut in deine Hut/ und mache mich recht fromm und gut. Amen. Herr Christ, leit meines Lebens Lauf./ Dein bin ich worden in der Tauf,/ dein will ich bleiben für und für./ Schließ mir einft auf die Himmelstür. Amen. Siehe auch Seite 733 Die Gebete, Beim Morgenläuten". Morgengebete für die Tage der Woche Siehe auch die Gebete Seite 23( Ordnung der Mette) B0 Sonntagmorgen Herr, unser Gott, der du dem Licht geboten hast, zu scheinen aus der finsternis, der du uns wieder auferweckt hast, daß wir deine Güte preisen und um deine Gnade bitten: nimm in deiner endlosen Barmherzigkeit das Opfer unserer Anbetung und unseres Dankes hin und schenke uns, um das zu beten, was uns heilsam ist. Mache uns zu Kindern des Lichtes und des Tages und zu Erben deiner ewigen Güter. Gedenke, o Herr, nach deiner reichen Barmherzigkeit an deine ganze Kirche, an alle, die mit uns im Gebet verbunden find, an alle unsere Brüder zu Lande oder zur See, oder wo immer fie in deinem großen Königreiche sein mögen, die deine Gnade und Hilfe brauchen. Gieße aus über uns den Reichtum deiner Barmherzigkeit, damit mir, erlöft an Leib und Seele und standhaft im Glauben, immerdar deinen wunderbaren und heiligen Namen preffen mögen. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Amen. Lied 332. 457. 458. Montagmorgen Herr, unser Gott, du König des Lebens, da aufs neue beginnt die Arbeit der Woche mit ihren Mühen und Sorgen, mit ihrer Ver734 fuchung: hilf, daß wir dir dienen in allem Beginnen. Führe uns auf rechter Straße, laß uns gewisse Tritte tun. Lehre uns tun, was zu unserm Heile ift. Hilf uns laffen, was dir nicht gefällt. Segne unfer Werk. Segne alle, die mit uns verbunden sind auf den Wegen dieser Woche; gib uns frucht, die bleibet. Amen. min. Dienstagmorgen Herr, du sendest une in den Kampf. Du kennst unsere Schwachheit, du weißt, wie leicht wir verzagen in den Versuchungen und Schreckniffen des Lebens. Hilf, daß wir einander beistehen mit Geduld und wahrer Liebe. Behüte uns vor falschem Effer. Behüte uns vor Eigensinn und unheiligem Zorn. Behüte uns gnädig vor Sünde. Sei uns ein helles Licht. Sei eine Burg des Friedens. Sei mit uns in allen Stunden dieses Tages. Amen. Mittwochmorgen nibalins Wir danken dit, Herr, unser Gott, daß deine Güte heute über uns neu ist, und bitten dich um deinen Schuh für diesen Tag. Gib, daß wir unser Tagewerk mit freuden angreifen, und laß wohlgelingen, was uns befohlen ist. Vor allem aber lehre uns trachten nach deinem Reich und seiner Gerechtigkeit. Mitten in der Unruhe mache unser Herz ftille zu dir. Mitten in der Versuchung richte unser Auge auf dich. Wenn die Laft uns zu schwer werden will, so mache die Liebe größer und die Treue fester und gib uns neue Kraft aus der Höhe. Laß uns erfahren, daß dem, der nach deinem Reiche trachtet, alles zufällt. Mache uns frei von Sorgen, treu im Großen wie im Geringen, fröhlich im Aufblick zu dir. Amen. Donnerstagmorgen Herr, unser Gott, wir danken dir für deine Gnade, die uns für unser Tagewerk neu gestärkt hat. Wir befehlen dir unsern Leib und unsere Seele, unsere Lieben und unser Haus, unser Gut und unsere Ehre und alles, was wir haben. Nimm Volk und Vaterland in deinen Schuh, brefte deine Gnade aus über deine Kirche. Behüte une vor dem bösen feind, erfülle uns mit deinem göttlichen Segen und führe une durch diese Zeit in die Ewigkeit. Durchy Jefum Chríſtum, unfern Herrn. Amen. 735 doodgnabol and admifreitagmorgen Herr Jefu Chrifte, wir gedenken heute des Tages deiner Kreuzigung, da du unsere Krankheit und Schmerzen auf dich genommen und unsere Sünde getragen haft. Wir danken dir von Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und deinen Tod. Verleihe uns, daß wir nimmer vergessen, wie teuer wir erkauft sind, hilf, daß wir nun auch heilig leben und in Gerechtigkeit dir dienen. Laß uns im Glauben immer stärker, in der Hoffnung fröhlicher, in der Geduld getroster, im Gehorsam williger werden. Segne uns diesen Tag und alle Zeit unsers Lebens, behüte und bewahre uns vor allem Ubel, bis du uns zur ewigen freude und Seligkeit bringen wirst. Tue das an uns um deines bittern Sterbens willen. Amen. pras on Sonnabendmorgen sio ndune nella Herr, unfre Zeit ist voll Unruhe und Streit, in deinem Reichhe aber ist Friede und Seligkeit. So bitten wir dich am Ende der Woche: sende in unser Leben deinen Frieden. Gib Rat den Ratlosen, gib Kraft den Schwachen und Zuversicht den bangen Herzen. Laß uns glaubenevoll auf deine Zukunft blicken. Bereite uns, dir entgegenzugehen. Herr, wir glauben, hilf unserm Unglauben. Amen. Mittags und Tischgebete Beim Mittageläuten adal! Das malte Gott Vater, Sohn und Heiliger Gefft. Amen. Lied 139( Verleih uns Frieden gnädiglich) Sprich Ja zu meinen Taten,/ hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt und Ende,/ ach Herr, zum besten mende. Amen. Gott, gib fried in deinem Lande,/ Glück und Heil zu allem Stande, wehre aller feinde Macht;/ halt dein Volk in Hut und Acht. Amen. Lied 351( Der Tag ist ſeiner Höhe nah) ad i stand 0 not Vor dem Essen mi Ondlsstev dru Aller Augen warten auf dich, Herr, und du gibst ihnen ihre Speiſe zu ſeiner Zeit, du tuft deine Hand auf und sättigest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. [ Vaterunfer.] 736 Herr Gott, himmlischer Vater, fegne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Amen. 2012 62 0911 e re bold Lied 334( Es geht daher des Tages Schein), insbef. Str. 7 Lied 374( Geſegn uns, Herr, die Gaben dein) Lied 380( Nun preífet alle Gottes Barmherzigkeit) Lied 381 Str. 8( Gib, daß zu dir uns lenket) 1W) e dald te are dat Vater, segne diese Speise/ uns zur Kraft und dir zum Preise. Amen. Komm, Herr Jefu, sef unfer Gast/ und segne, was du uns bescheret haft. Amen. caft/ un Zwei Dinge, Herr, find not,/ die gib nach deiner Huld: slow end Gib uns das täglich Brot,/ vergib uns unsre Schuld. Amen. H Speif' uns, Vater, deine Kinder,/ tröfte die betrübten Sünder,/ sprich den Segen zu den Gaben,/ die wir jeho vor uns haben,/ daß sie uns zu diesem Leben/ Stärke, Kraft und Nahrung geben,/ bis wir endlich mit den frommen/ zu der Himmelemahlzeit kommen. Amen. ( old om at d un 20 an Nach dem Effen T190) 8 83 0311 Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. 3 spills [ Vaterunfer.] Wir danken dir, Herr Gott Vater, durch Jefum Chriftum, unfern Herrn, für alle deine Wohltat, der du lebeft und regierest in Ewigkeit. Amen. 737 ild b) sdn 18 tos dold LI Lied 372 Str. 3( Wir danken dir, Herr Jesu Christ) Lied 373( Singen wir aus Herzensgrund) Lied 375( Lobet den Herrn und dankt ihm) Lied 199( Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich) Lied 227( Nun laßt uns Gott dem Herren) Lied 228( Nun danket alle Gott) o vas dom pam Herr, dein Name sei geehret,/ daß du uns das Brot bescheret, zeitlich Gut hast du gegeben,/ gib uns auch das ewig Leben. Amen. Wir loben dich und sagen Dank,/ Gott Vater, dir für Speis und Tranh./Dumolleft, fromm zu leben,/ uns deine Gnade geben. Amen. da Am freitagnachmittag, menn die Glocke H die Todesstunde des Heilandes anzeigt P Lied 56 Str. 8( O hilf, Christe, Gottes Sohn) Lied 57 Str. 7( Ehre sei dir, Christe) Lied 59( Wir danken dir, Herr Jefu Chrift, daß du für uns) Lied 318 Str. 3( In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz) Abendgebete Beim Abendläuten Das walte Gott Vater, Sohn und Hefliger Gefft. Amen. Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat fich geneiget. Hilf, Gott, allezeit,/ madh uns bereit/ zur emgen freud und Seligkeit./ Durch Jefum Chriftum. Amen. Lied 142( Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort) Lied 352( Der du bist drei in Einigkeit) munade Lied 353 Str. 1( Christe, der du bist Tag und Licht) Lied 358 Str. 4( Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier) Lied 367 Str. 4( Ein Tag der fagt dem andern) Lied 110 Str. 4( Du Heilige Dreifaltigkeit) Lied 207 Str. 1 und 2( Ach bleib bef uns, Herr Jefu Chrift) Luthers Abendsegen Gh Des Abends, menn du zu Bette gehst, magst du dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes und follst fagen: Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geift. Amen. Darauf knieend oder stehend den Glauben" und das Vaterunfer ( fiehe Seite 753). Willst du, fo magst du dies Gebetlein dazu sprechen: Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jefum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet haft, und bitte dich, du wolleft mir vergeben alle meine Sünde, wo ich unrecht getan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten. 738 Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände, dein heiliger Engel fei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Und alsdann flugs und fröhlich geschlafen. Abendgebete für Kinder Lied 355( Hinunter ist der Sonnen Schein) Lied 359( Mit meinem Gott geh ich zur Ruh) Lied 361 Str. 8 und 9( Breit aus die flügel beide) Lied 480( Ach lieber Gott, behüte mich) Lied 481( Müde bin ich, geh zur Ruh) Lieber Gott, kannft alles geben,/ gib auch, was ich bitte nun: schühe diese Nacht mein Leben,/ laß mich fanft und sicher ruhn. Sieh auch von dem Himmel nieder/ auf die lieben Eltern mein, laß mich alle Morgen wieder/ fröhlich und dir dankbar ſein. Amen. Abendgebete für die Tage der Woche Siehe auch die Gebete Seite 31( Ordnung der Veſper) Sonntagabend Gelobet feift du, o Gott, allmächtiger Herrscher, der du den Tag erleuchtest durch deiner Sonne Licht und die Nacht durch der Sterne Strahlen erhellst, der du uns gnädig die Bahn des Tages haft durchwandeln lassen und uns zur stillen Nacht gebracht. Höre auf unser Gebet und auf das Gebet deines ganzen Volkes, vergib une alle unsere Schuld. Nimm an unsere Abendgebete und schütte aus über uns die fülle deiner Barmherzigkeit und deiner Siege. Umschirme uns mit den heiligen Engeln, rüste uns mit den Waffen der Gerechtigkeit, umschanze uns mit deiner Wahrheit, bewahre uns mit deiner Macht, rette uns vor allem Unfall und allen Nachstellungen des Widersachers und gib Gnade, daß wir diesen Abend und dieſe Nacht, somie alle Tage unsere Lebeno, untadelig, heilig, friedlich, von Sünde, Anstoß und Schrecken frei verleben mögen. Denn bei dir ist die Erbarmung und Erlösung, Herr, Dreieiniger Gott, dir bringen wir dar Ruhm und Preis jetzt und in Ewigkeit. Amen. Lied 463( Die schönen Sonntagsstunden) 739 300 000 also alla Montagabendom stated the ind Barmherzíger, gnädiger Gott und Vater, wir loben und preffen dich, daß du uns durch deine Gnade den vergangenen Tag haft vollenden lassen. Wir danken dir von Herzen für all das Gute, das wir auch heute wieder von deiner Hand empfangen haben. Herr Gott, wir sind zu gering aller Barmherzigkeit, die du täglich an uns tuft. Vergib uns alle unsere Sünden, die mir an diesem Tage begangen haben mit Gedanken, Worten und Werken. Mandjes Böſe haben wir getan, manches Gute haben wir versäumt. Sei uns gnädig, lieber Herr. Segne unfern Schlaf. Behüte uns por Schrecken und Gefahr. Mache unser Herz stille und schenke uns eine ruhige Nacht und dermaleinst ein seliges Ende. Amen. se esilo Innos 100 Dienstagabend med nou boo dal? Herr, unser Gott, du Hirte und Hüter deines Volkes, der nicht schläft noch schlummert: gib uns nun, da der Tag vergangen iſt, Ruhe für Leib und Seele. Bewahre uns oor aller dunklen und bösen Luft. Laß uns ruhen und schlafen ganz in Frieden, geborgen in deiner Gnade, und erwecke uns mit der Morgensonne, gestärkt im Glauben zu neuer Liebe. Amen. Zis) Mittwochabend 0) dold Herr, wir danken dir in dieser Abendstunde, daß du uns verliehen haft, unter deinem Schuh diesen Tag zu vollenden, daß du uns Kraft gegeben haft zu unsrer Arbeit und uns trägst mit deinem Erbarmen. Wir bitten dich, Herr: mandle in Segen, was uns ängstet und beschwert. Wie die Früchte des feldes gedeihen unter Sonne, Wind und Wolken, laß auch uns reifen für deine Ernte. Wir bitten dích, himmlischer Vater, um den hellen Schein deines Angesichtes über die Menschen, die wir lieb haben, über die Menschen, die uns zu tragen geben. Dein sind wir im Licht und im Dunkel der Zeit. Du fegnest unsern Ausgang und unsern Eingang in Ewigkeit. Amen. dan BetinA sono noo bildsi Donnerstagabendoned 200 do0 Herr, wir kommen zu dir in dieser Abendstunde und sammeln une vor deinem Angesicht aus aller Zerftreuung unferes Herzens. 740 Blicke in Gnaden auf uns herab. Du haft uns aufs neue erfahren laffen, wie groß deine Güte ist. Du hast unser und der Unseren Leben bemahrt und uns vor Schrecken und Unfall behütet. Vergib uns, wenn mir das vergessen und durch unsere Gleichgültigkeit dich betrübt haben. Laß deine Geduld über uns kein Ende haben. Wache über uns als der treue Menschenhüter, der nicht schläft noch [ chlummert. Gib dem müden Leibe sein Recht und schenke der bedrückten Seele den frieden Jesu Christi. Wir gedenken aller, die mit uns an diesem Abend betend vor dir stehen. Pflege die Kranken, tröste die Betrübten, vollende die Sterbenden. Nimm dich all der Unseren an. Erhebe das Licht deines Antlitzes über uns und erhöre uns um Jesu Chrifti willen. Amen. A xd* 09070M 18 de set freitagabend Allmächtiger, ewiger und barmherziger Gott, wir nahen uns zu dir als deine Kinder, die du durch das heilige, teure Blut Jefu Chrifti, deines Sohnes, erworben und gewonnen hast. Wir danken die von Herzensgrunde, daß du mít deiner Kraft und deinem Schuhe bei uns geblieben bist diesen ganzen Tag. Wir bitten dich: Dergib uns alle unsere Schwachheit und Unbeständigkeit, die unser Gewissen hart bedrückt. Schenke uns deinen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Laß uns in dieſer Nacht sicher ruhen und schlafen in deinem Schoße und am Morgen wieder gefund ermachen, daß wir aufs neue dich preisen und dir danken für alle deine väterliche Güte und Treue. Amen. Sonnabend abend Bleibe bei uns, Herr, denn es mill Abend werden, und der Tag hat fich geneiget. Bleibe bei uns und bei deiner ganzen Kirche. Bleibe bei uns am Abend des Tages, am Abend des Lebens, am Abend der Welt. Bleibe bei uns mit deiner Gnade und Güte, mit deinem heiligen Wort und Sakrament, mit deinem Trost und Segen. Bleibe bef uns, wenn über uns kommt die Nacht der Trübfal und Angst, die Nacht des Zweifels und der Anfechtung, die Nacht des bitteren Todes. Bleibe bei uns und bei allen deinen Gläubigen in Zeit und Ewigkeit. Amen. Lied 466( Du Schöpfer aller Welen) 741 ndaj sun sjunDie Hausandacht vo don ni s/ bla Wie der tägliche Gottesdienst in Mette und Vefper, fo besteht auch der häusliche Gottesdienst aus Lobgefang, Lefung und Gebet. Schlichte form Die schlichteste Form der Hausandacht wird sich auf diese drei Stücke beschränken: Lied der Hausgemeinde( Morgen- bzm. Abendlied oder Pfalmlied oder Wochenlied) Lesung des Hausvaters aus der Bibel[ mit Auslegung] Morgen- bzm. Abendgebet, Dom Hauspater gesprochen Siehe die Gebete Sefte 733 und Seite 738 Reichere form Wo freudigkeit, Zeit und Möglichkeit dazu vorhanden sind, wird man am Morgen oder am Abend den Hausgottesdienst mit weiteren Stücken der Mette oder Veſper ausgestalten und die Hausgemeinde, insbesondere die Kinder, am Ablauf des Hausgottesdienstes tätig beteiligen, wie folgt: Lied( Morgen- bzw. Abendlied) Bod 0.com Pfalm zwischen Hausvater und Hausgemeinde oder zwischen den Kindern und Erwachsenen gebetet Morgenpfalmen: Pf. 84. Pf. 57 Vers 2-3. 6. 8-12. Pf. 125. 146. 67. 13. Pf. 63 Vers 2-9. Abendpfalmen: Pf. 8. Pf. 17 Vers 1-9. 15. Pf. 141 Vers 1-4. 8. Pf. 4. Pf. 36 Vers 6-11. P. 121. 134. Schriftlesung[ mit Auslegung] Lied der Woche( siehe Lektionar Seite 621) Gebet: marit Selain Hausvater: Hausgemeinde: Kyrie eleffon.( Herr, erbarme dich.) Chrifte eleifon, Kyrie eleffon. ( Christe, erbarme dich, Herr, erbarme dich.) Alle gemeinsam: Vater unfer... Amen. fürbittengebet( fehe Nr. 560) im Wechsel zwischen dem Hausvater und der Hausgemeinde.( Die Hausgemeinde spricht die eingerückten Zeilen.) Wird das ganze Fürbittengebet gesprochen, so können die in[] gesetzten Abschnitte 742 fortgelaffen werden. Wenn man die verschiedenen Anliegen des fürbittengebetes auf die Tage der Woche verteilen will, mag man sich nach den in Klammern jeweils Dorangeſtellten Angaben richten. Doch kann auch aus gegebenem Anlaß eine andere Auswahl getroffen werden. Tagesgebet( für den Morgen siehe Seite 23 in der Ordnung der Mette, für den Abend siehe Seite 31 in der Ordnung der Veſper) Ein Lied oder eine Amenstrophe mag die Andacht beschließen ( z. B. die Schlußstrophen der Lieder 227. 228. 241. 289. 341. 458. 459. 462. 464). III. GEBETE IN FREUD UND LEID di An Freudentagen Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat! Allmächtiger und heiliger Gott. Du läffeft mich- und die Meinen- heute gedenken an deine Güte, mit der du mich bis hierher geführt haft...( Hier magst du vor Gott bringen den Dank für eine besondere Freude, die dir widerfahren ist, für besondere Bewahrung und Errettung.) Ich bekenne, daß ich zu gering bin aller Barmherzigkeit und Treue, die du an mir getan haft. Hilf mir, daß mich deine Güte zur Buße leite und ich nimmermehr vergesse, was du mir erwiesen hast. Aber weil ich ohne deine Hilfe nichts vermag, so bitte ich dich, du wolleft mir beistehen, daß ich mich dir ganz vertraue, allein nach deinem Willen frage und dir gehorsam bin...( Hier magst du die Anliegen nennen, in denen du des Rates und der Führung besonders bedarfst.) [ Insbesondere lege ich dir ans Herz die Menschen, die ich lieb habe, für die ich sorgen muß, die mir zu tragen geben...( Hier sage ihre Namen und das, was du für sie erbittest.)] Nimm uns alle in deinen gnädigen Schuh, leite uns nach deinem Rat und nimm uns endlich mit Ehren an. Amen. Siehe die Lob- und Danklieder 226-238 und 427-430. Lied 276 Str. 11 und 12( Ach könnt ich dich nur besser ehren) Lied 380( Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit) 743 50% sed magelin nane In schweren Tagen coll nom pom Jitrail lagoj Wenn ich betrübt bin, so denke ich an Gott, wenn mein Herz in Angsten ist, so rede ich mit ihm. In der Zeit meiner Not suche ich den Herrn, meine Hand ift des Nachts ausgereckt und läßt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trösten lassen. Herr Gott Vater im Himmel, du hast mir zugeſagt, daß du mich hören wolleft, so rufe ich dich an in meiner Not...( Sprich es aus, was dein Herz beschwert.) Ich gedenke all der schweren Tage, an denen du mir geholfen haft...( Hier erinnere dich der Nöte, aus denen dich Gott errettet hat.) Ich weiß, daß wir Menschenkinder mit dir nicht rechten können um das, was du über uns haft kommen lassen.( Denke daran, daß du Gott oft ungehorsam gewesen bist.) So du, Herr, willst Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen! Aber du bist der Gott alles Troftes und der Vater der Barmherzigkeit. Du haft alle unsere Not am Kreuz auf deinen lieben Sohn gelegt. So gedenke ich an deine Verheißung...( Berufe dich kühnlich auf alles, was Gott dir zugesagt hat in seinem Wort und besiegelt in der Hefligen Taufe.) igh Ich gebe mich ganz in deine Hände, mein Herr und mein Gott. Hilf mir! Amen. at masajsdim 310 Siehe die Kreuz- und Trostlieder 280-307 und 446-451. Lied 250 Str. 9 und 10( Sein Geift spricht meinem Geiſte) siis! Lied 274( Jeſu, geh voran) pl. jedannodlad bl 10 10 310 onre the ar Advent: Lied 7 Str. 5( Ihr Armen und Elenden) od dat Lied 8 Str. 2( Auf, ihr betrübten Herzen) st on 1907) Chriftfest: Lied 27 Str. 7-9( Die ihr schmebt in großem Lefde) all Neujahr: Lied 42 Str. 6-15( Adh Hüter unfres Lebens) Paffion: Lied 66 Str. 4-6( O hilf, daß wir auch uns) 0:00 BRL 31 doben proti nem Oftern: Lied 85 Str. 12-15( Wie tief Kreuz, Trübfal oder Peín) Lied 86 Str. 6( Ich hang und bleib auch hangen) dot si6 3002 Lied 88 Str. 4( Quält dich ein schwerer Sorgenftein) rs old Pfingsten: Lied 105 Str. 6( Du bist ein Geist der Freuden) os 744 sombipaow Gebete aus besonderem Anlaßri fibin Hiding Gebet einer hoffenden Mutter and als Lieber himmlischer Vater, ich danke dir, daß du mir Gnade verliehen haft, Leben zu empfangen und Leben zu geben. Ich bitte dich von ganzem Herzen: bewahre die Frucht meines Leibes, das Werk deiner Hände, stehe mir bei in der schweren Stunde, hilf mir meine Schmerzen mit Geduld zu tragen und zu überwinden und schenke uns ein gesundes Kind. Gib mir gute und reine Gedanken, damit ich mein Kind nicht nur nähre mit meinem Blute, sondern mit allem, was du mir ins Herz gibst. Nimm mein Kind an zu deinem Kinde. Du hast es mir gegeben, dir soll es gehören. Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn. Amen. Gebet nach der Geburt eines Kindes dos se Lieber Herr Gott, himmlischer Vater, wir sagen dir Lob und Dank, daß du unser Haus gesegnet und uns ein Kindlein geschenkt hast. Du haft gnädig gemacht über der Mutter, haft sie bewahrt vor allem Schaden, haft sie getröstet und gestärkt in ihrer schweren Stunde. In deine Vaterhände befehlen wir nun unser Kind. Du bist ja der rechte Vater über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden. Du wolleft ihm Leben und Odem bewahren, es aufnehmen in deine heilige Gemeinde, es treulich führen und zu deinem Kinde und Erben machen. Dazu hilf, du Gott aller Gnade, diesem Kindlein und uns allen. Amen. Ordnung der Nottaufe fiehe Seite 752 Gebet nach der Taufe eines Kindes Lieber himmlischer Vater, wir danken dir dafür, daß du unser Kind in der Heiligen Taufe gnädig angenommen und deiner Gemeinde zugetan hast. Wir bitten dích: steh uns bei, daß wir unser Kind nach deinem Wohlgefallen christlich erziehen. Erhalte es durch deinen heiligen Engel auf allen feinen Wegen, auf daß es in allem Guten wachse und dereinst das himmlische Erbteil empfange mit allen, die dir angehören. Durch Jefum Chriftum, deinen lieben Sohn, unfern Herrn. Amen.box sonde H filter ud o phpes majnn JoGebet für Vermißte tid soa nepall stW Barmherziger Vater, unser Herz sucht den, den wir lieb haben, und weiß nicht, wo es ihn suchen soll. Aber du weißt, wo er ist. Wenn er noch lebt, zeige ihm, daß du ihm nahe bist. Wir können 745 nicht zu ihm reden. Aber du kannst es, und dein Wort ist stärker als das unsere. Wir können ihm nicht zeigen, daß wir ihn lieben. Aber du kannst es, und deine Liebe ist größer als unsere Liebe. Wir können ihn nicht trösten, aber du bist der Gott alles Troftes und weißt ihn zu trösten auch in seiner Einsamkeit und Not. Be= wahre ihn vor Kleinglauben und Schmermut und erfülle ihn mit der Gewißheit, daß er zu allen Stunden und an jedem Ort geborgen ist in deiner Hand. Aber wenn du es anders beschlossen und ihn aus diesem Leben hinweggenommen hast, dann nimm ihn auf in dein himmlisches Reich. Gib ihm die ewige Ruhe und laß ihm leuchten das ewige Licht. Uns aber erwecke zu dem Troft der Hoffnung, daß die, die mit Christo entschlafen sind, mit ihm auferweckt werden zum Leben der zukünftigen Welt. Laß uns alle Zeit wandeln vor deinen Augen, denn du, Herr, fiehest uns alle, die Lebenden und die Entschlafenen. sinu no 800 Laß dein Antlit leuchten über uns, über unserm Hause und über der Gemeinde aller deiner Kinder, daß wir dereinst in deinem Reiche vereint dich loben und preffen in Ewigkeit. Amen.non? Sado om dot In Krankheit Ich rufe zu dem Herrn in meiner Not, und gillad smisd er erhöret mich. lin eru omr Sprüche aus Gottes Wort für Kranke Gott legt uns eine Laft auf, aber er hilft uns auch. Alle Züchtigung, wenn sie da ist, dünket sie uns nicht freude, fondern Traurigkeit zu sein, aber darnach wird sie geben eine friedsame frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübet sind. Selig ift der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewähret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, weldhe Gott verheißen hat denen, die ihn liebhaben. Sality stu Ady Herr, unsere Misfetaten habene ja verdienet.d at alle So du willst, Herr, Sünde zurechnen, Herr, wer wird bestehen! Wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, spricht der Herr, daß sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes! Und ob ſie 746 desselbigen vergäße, so will ich doch dein nicht vergessen. Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet. Ich will dich nicht verlaffen noch versäumen. Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Wir rühmen uns auch der Trübfal, dieweil wir wissen, daß Trübfal Geduld bringt, Geduld aber bringt Erfahrung, Erfahrung aber bringt Hoffnung, Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegoffen in unser Herz durch den heiligen Geist, welcher uns gegeben ist. Unser Herr Jesus Christus spricht: Wen da dürftet, der komme zu mir und trinke. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinaus= stoßen. Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben. Lies auch 1. Petr. 5, 6-11. Pfalm 25. 42. 63, 2-9. 91. 126. 130. Klagelieder 3,22-42. Röm. 8,18-27. Rom. 8, 28-39. 1. Petr. 1, 3-9. 1. Petr. 5, 6-11. Offenb. 7, 9-17. Gebete in Krankheit Herr, himmlischer Vater, du läffeft niemand über sein Vermögen Derfucht werden, sondern machst, daß die Versuchung fo ein Ende gewinne, daß wir sie ertragen können. Ich bitte dich in meiner großen Not: laß mir das Kreuz nicht zu schwer werden. Stärke mich, daß ich es mit Geduld ertrage und an deiner Barmherzigkeit nimmermehr verzage. da sented O Christe, der du des Kreuzes Pein für mich gelitten hast, zu dir rufe ich von Herzen: erbarme dich über mich fündigen Menschen, vergib mir alle Übertretungen, die ich in meinem Leben begangen habe. Erhalte mich im rechten Glauben bis an mein Ende. O Gott, Heiliger Geift, du wahrer Tröster in aller Not: erhalte mich in der Geduld, heilige mich mit wahrer Zuversicht und weiche nicht von mir in meiner letzten Not. Leite mich aus diesem Jammertal in das rechte Vaterland. Amen. Am Morgen Lieber himmlischer Vater, du schenkst mir einen neuen Tag. Gib mir neue Kraft und neue Geduld. Laß mich stille Einkehr halten bei dir. Gib mir den Trost deines Wortes. Erquiche mich in meiner 747 Mattigkeit, bewahre mich vor neuen Schmerzen und dunklen Stunden. Hilf mir den Tag vollenden und alles mit getroftem Mute hinnehmen, was du mir auferlegst. Du bist mein Vater, ich bin dein Kind. Mache mit mir, wie es dir mohlgefällt. Amen. Pfalm 126. Am Abend Lieber Vater im Himmel, du hast mir an diesem Tage meine Schmerzen und Krankheit tragen helfen. Du legst uns eine Laſt auf, aber du hilfft uns auch. Bleibe auch in der kommenden Nacht bei mir mit dem Trost deiner Nähe. Behüte mich vor neuer Angst und Qual, lindere meine Schmerzen, schenke meinem matten Leibe einen erquickenden Schlaf. Und wenn ich keine Ruhe finde, gib mir heilige Gedanken. Herr, segne und behüte mich und die Meinen, auch alle Kranken und Elenden; sei uns gnädig und gib uns frieden. Amen. Pfalm 121. Siehe die Seite 744 angegebenen Lieder, außerdem: Lied 249 Str. 5( Wend von mir nicht dein Angesicht) Lied 252( Laffet uns mit Jefu ziehen) stads napomssV nis) ogepillmmi Gebet für ein krankes Kind adne gls, of onlula nadzor ihup90 Allmächtiger Gott, Herr über Leben und Tod, wir flehen zu dir für dieses kranke Kind. Sei ihm nahe, hilf ihm in seiner Schwachheit um deiner Güte willen. Nimm hinweg ſeine Krankheit und laß es genesen, daß es aufwachse zu deiner Ehre und die diene. [ Zufat in schwerer Krankheit: Hast du es aber anders beschloffen, so nimm dies unser Kind auf in dein himmlisches Reich und vollende an ihm den Ratſchluß deiner Liebe.] Durch Jefum Chriftum, unfern Herrn und Heiland. Amen. 101 saadabdd 30 ill adbin adisyo Dankgebet in der Genefungu00 330 ml Gütiger Gott, lieber Vater: von Herzen sage ich dir Lob und Dank für deine treue Hilfe. Dein Aufsehen hat meinen Odem bewahrt. Du schenkst mir mein Leben neu, du gibst mich den Meinen wieder. Laß mich deine Wohltat nicht vergeſsen. Gib mir Mut und Kraft, mein Werk aufs neue zu beginnen und dich zu preisen mit Wort und Tat. Hilf gnädig allen Kranken, daß sie deine mächtige Hand erkennen. Du, Herr, bist die Quelle des Lebens, du bist der Ursprung 748 aller Freude, du bist der Geber alles Troftes, du erbarmst dich deiner Geschöpfe, du läsfest uns vor dir leben und in dir fröhlich fein. Laß uns durch alle zeitliche Wohltat auch dem ewigen Hell näherkommen. Du erlöfest uns von allem Ubel und hilfft uns aus zu deinem himmlischen Reich. Dir sei Ehre von Ewigkeit zu Emigkeit. Amen. Lied 233 Str. 1, 4 und 7( Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut) Im Angesicht des Todesmid, ho0 dA blm G 310 ginse Sprüche aus Gottes Wort und Gebete, dem Todkranken und Sterbenden zuzusprechen XSLA ( bo Ob ich schon manderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet. So[ pricht der Herr: fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unfre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geſchlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilet. Jeſus Chriftus fpricht: In der Welt habt ihr Angst, aber feid getrost, ich habe die Welt übermunden. Jesus Christus spricht: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. Leben mir, fo leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum, mir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. at sh In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geift. Du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott.no Herr Jefu, nimm meinen Geist auf. 749 Der Herr wird mich erlöfen von allem Übel und mir aushelfen zu feinem himmlischen Reich, welchem sef Ehre von Ewigkeit zu Emigkeit. Amen. Herr, Herr, sef du mit mír. Verlaß mich nicht in meiner letzten Not. Stärke meinen Glauben, erhalte mir deinen Frieden, führe mich an deiner Hand, wenn mir die Sinne schwinden; begleite mich durchs dunkle Tal zum ewigen Licht, zur ewigen Heimat. Erhöre, ach erhöre mich und vergib mir alle meine Sünden um Jefu Chrifti willen. Amen. Ach Gott, himmlischer Vater, der du mich erschaffen haft, Herr Jeſu, der du mich erlöset hast, Herr Gott, Heiliger Geift, der du mich zur Erkenntnis meines Erlöfers gebracht hast: ich bitte dich, verzeihe mir alle meine Sünde, tröfte mich wider alle Anfechtung, verkürze mir des Todes Qual, beschere mir ein seliges Ende und gib mir das ewige Leben. Amen. do ono nabs dan jild. Sterbegesänge Lied 308-331 und 452-456. 02 Lied 63 Str. 9-10( Wenn ich einmal foll scheiden) lad bid dad bl Lied 70 Str. 2( Ich folge dir durch Tod und Leid) Lied 89( Jefus lebt, mit ihm auch ich) Lied 99( Nun bitten wir den Heiligen Geist) Lied 179 Str. 6( Herr, meinen Geist befehl ich dir) Lied 247( Herzlich lieb hab ich dich, o Herr) Lied 279 Str. 5 und 6( Bleib mít nah auf dieser Erden) Lied 285 Str. 3( Soll ich einmal nach deinem Rat) Lied 289 Str. 3( Ob mich der Tod nimmt hin) Lied 293( Jesu, meine Freude) Lied 295 Str. 14 und 15( Es ist ein Ruhetag vorhanden) Lied 297 Str. 7-12( Unverzagt und ohne Grauen) Lied 299 Str. 5( Was Gott tut, das ist wohlgetan) Lied 305( Endlich bricht der heiße Tiegel) Lied 383 Str. 7 und 8( Laß mich an meinem End) Lied 400 Str. 6( Alles dient zu deinem frommen) Lied 403( Herr Jefu Chrift, dein teures Blut) Lied 432 Str. 4( Hilf uns, Herr, in letzten Zügen) Lied 438 Str. 5( Drum halt ich mich getrost zu dir) Lied 460 Str. 1 und 10( Vor deinen Thron tret ich hiermit) Lied 465 Str. 5( Und endlich aus der letzten Not) 750 ( 10) ridi natn on Abschiedsfegen Es segne dich Gott, der Vater, der dich nach seinem Ebenbild er= schaffen hat. Es segne dich Gott, der Sohn, der dich durch sein Leiden und Sterben erlöst hat. Es segne dich Gott, der Heilige Geift, der dich zu seinem Tempel bereitet und geheiligt hat. Der treue Gott wolle dich durch seine Barmherzigkeit führen in das Reich, da feine Auserwählten ihn ewiglich preifen. Unser Herr Chriftus fef bef dir, daß er dich beschühe. Der Heilige Gefft fef in dir, daß er dich erquiche. Der Drefeinige Gott fegne und bewahre dich zur Auferstehung des Lebens. Amen. Nach dem Sterben Herr, erbarme dich, Christe, erbarme dích, Herr, erbarme dich. Heiliger und gerechter Gott, mir beugen uns vor dir an diesem Sterbebett. Wir danken dir für alles, was du an dem( der) Entschlafenen getan haft, und für alles, was er( sie) uns durch deine Gnade gewesen bift. Du haft ihn( fie) in der Heiligen Taufe zu deinem Kind und zum Erben deiner Verheißungen angenommen. Durch Freude und Leid, durch Arbeit und Mühe, durch gute und durch schwere Tage haft du ihn( sie) geführt und nun endlich aus dieſem zeitlichen Leben abgerufen. Wir befehlen dir seine( ihre) Seele zum ewigen Leben. Was immer er( sie) aus menschlicher Schwachheit in der Zeit feines( thres) Lebens gefehlt hat, das wolleft du austilgen nach deiner großen Barmherzigkeit durch Jefum Chriftum, unfern Helland. Erbarme dich seiner( ihrer) und tue an ihm( ihr) nach deiner Verheißung. Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, und hilf uns allezeit wach sein und bereit für unsere letzte Stunde. Ach Herr, himmlischer Vater, tröste und stärke uns und alle, die durch diesen Tod betrübt werden, und führe uns endlich mit allen, die felig vollendet sind, zu dir in dein himmlisches Reich. Amen. 3 Der Friede des Herrn sei mit dieser Seele und mit uns allen. Amen. Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen, der Name de Herrn fet gelobet. Herr, schenke ihm( ihr) die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihm( ihr). Er( sie) ruhe in frieden. Amen. Ewiger Gott und Vater, du allein bist mächtig und du, Herr, bift gnädig. Verleihe diesem unserem( dieser unserer) Entschlafenen die 751 ewige Ruhe. Laß ihm( ihr) dein Licht leuchten und nimm ihn( sie) auf in die Schar deiner Vollendeten. Laß ihn( sie) schauen dein Angeficht und begnade ihn( sie) mit der himmlischen Herrlichkeit. Durch Jefum Chriftum, deinen lieben Sohn, unfern Herrn. Amen. Nach dem Tode eines Kindes Herr Jesu Christe, du haft so freundlich der Kinder dich angenommen, fie zu dir gerufen und sie gesegnet, du hast nun dieses unser liebes Kind zu dir in die ewige freude gerufen. Aber, Herr, unfere Seele ist betrübt, daß du unfer Kind so frühe dahingenommen haft. Es will uns schwer werden, uns in deinen heiligen Willen zu fügen. So hilf du selbst une durch deinen Heiligen Gefft und stärke unsern Glauben, daß wir deinen Rat ehren und preisen, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Wir danken dir, daß du unser Kind in der Heiligen Taufe zu deinem Kinde angenommen, 28 zum ewigen Leben wiedergeboren und ihm das Erbe des Himmels zugeſprochen haft. Darum find wir der guten Zuversicht, daß es nunmehr in deinem Frieden und in der ewigen Ruhe ist. Hilf, lieber Herr, daß wir umkehren und werden wie die Kinder, auf daß auch wir dereinst mit freuden einschlafen und zur ewigen Ruhe der Heiligen gelangen mögen durch deine ewige Gnade und Barmherzigkeit. Amen. gol naoup saniso con splitoue Lied 175. 421. se dobil dau stöststovalimmid 1994 Asonut? Anweisung zur Vornahme der Notfaufe this callimi and sto sonelloa plist sid nallo An einem ungetauften Kinde darf bef schwerer Krankheit oder großer Schwäche jeder Christ die Heilige Taufe vollziehen, wenn ein Pfarrer nicht mehr herbeigeholt werden kann. Bei solcher Nottaufe spricht der Taufende: Unser Herr Jeſus Christus spricht: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geiftes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden. probing 752 Dann wird das Kind an der Stirn und an der Brust mit dem Zeichen des Kreuzes gelegnet und über dem Kinde unter Handauflegung das Vaterunfer gebetet: Vater unser, der du bist im Himmel. Geheiliget merde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Unser täglich Brot gib uns heute. Und vergib uns unſere Schuld, wie wir vergeben unfern Schuldigern. Und führe uns nicht in Verſuchung. Sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reichh und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Anschließend wird das Glaubensbekenntnis geſprochen: Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, Schöpfer Himmels und der Erde. Und an Jefum Chriftum, Gottes eingebornen Sohn, unfern Herrn, der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau María, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuziget, ge= storben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, fihend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, Don dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen. Der Taufende begießt mit der Hand in einer für die Taufzeugen sichtbaren Weiſe dreimal das Haupt des Kindes mit Wasser und ſpricht dabei: N. N.( hier wird der Name des Kindes genannt), ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der allmächtige Gott und Vater unsers Herrn Jefu Chrifti, der dich von neuem geboren hat durch das Wasser und den Heiligen Geist und hat dir alle deine Sünde vergeben, der stärke dich mit ſeiner Gnade zum ewigen Leben. Amen. friede sei mit dir. Amen. In Sterbensgefahr genügt es, wenn das Haupt des Kindes dreimal mit Waffer begoffen und dazu gesprochen wird: Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geiftes. Amen. Die vollzogene Nottaufe ist dem Pfarramt zur Vornahme der Beſtätigung ſofort anzuzeigen. 25 753 sa Mi nisd as dall stust onu dig 1018 blight 19.019 juo dnu msploturbe malnu nadspisa si sic dluge Jadi med nog en själss sóno2 pumubsVm din sid 6hb sto ona( his ond dhe Hindespri sid das sie Hi phthalm 2015 m duple 0101000 200 namo ml adwrist mis ensing stay onu 100 spitromila 190 magishi mad onu soow and food tod narodsp manan nou thid the bid saab) 30 odsos son08 snied allo sto ind on th nam nads, splas mux adon sans ng gue Domegmenm 316 sim( a) súshit HUISH DES ZEHNTE Der Kleine Katechismus bure alles, Doktor Martin Luthers DAS ERSTE HAUPTSTUCK Die Zehn Gebote DAS ERSTE GEBOT Ich bin der Herr, dein Gott. Du ſollst nicht andere Götter haben neben mir. Was ist das? Wir follen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen. DAS ZWEITE GEBOT Du ſollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnühlich führen; denn der Herr wird den nicht ungestraft laffen, der seinen Namen mißbraucht. Was ist das? Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, fondern denselben in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken. DAS DRITTE GEBOT Du sollst den Feiertag heiligen. Was ist das? Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, fondern dasselbe heilig halten, gern hören und lernen. DAS VIERTE GEBOT Du ſollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß dirs wohlgehe und du lange lebeft auf Erden. Was ist das? Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, fondern sie in Ghren halten, ihnen dienen, gehorchen, fie lieb und wert haben. 25* 755 DAS FUNFTE GEBOTolhatni amil 190 Du sollst nicht töten. Was ist das? 039 nitonilt soffoc J Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid fondern ihm helfen und fördern in allen Leibeonöten. [ tun, DAS SECHSTE GEBOT Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? 43300 101 Sapl Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren. lla TO890 37839 840 DAS SIEBENTE GEBOT TORBO PAG Du ſollst nicht stehlen. lednaHead namo nad lud thin 90 daim 333H 20 ned Was ist das? Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, fondern ihm sein Gut und Nahrung helfen beffern und behüten. sjione msibl 50 DAS ACHTE GEBOT Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Was ist das? spilled potalt and to b Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, afterreden oder bösen Leumund machen, DAS NEUNTE GEBOT situm snis dru xat Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Was ist das? fondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren. 756 izob and loo Wir follen Gott fürchten und lieben, dau stb daß wir unserm Nächsten nicht mit Lift nach seinem Erbe oder Haufe stehen und mit einem Schein des Rechts an uns bringen, d sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienftlich sein. DAS ZEHNTE GEBOT, sadist) Du ſollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist. 1919 göt onu tiltbist chiladan slip 350l Was ist das? Wir follen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gefinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, fondern dieselben anhalten, daß ſie bleiben und tun, was sie schuldig find. Onu WAS SAGT NUN GOTT VON DIESEN GEBOTEN ALLEN? 00 Er sagt also: 9118W: 130 Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifriger Gott, der über die, so mich hassen, die Sünde der Väter heimſucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied; msimu m aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, tue ich mohl bis ins tausendfte Glied.malpul d Was ist das? spris asto Gott dräuet zu ftrafen alle, die diese Gebote übertreten. Darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider folche Gebote tun. 1917/16/2 DAS ZWEITE HAUPTSTÜCK pio3 n) 100v Der Glaube 3000 Er verheißet aber Gnade und alles Gute allen, die solche Gebote halten. ansioV splitbmile ed estlo aus organ Darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nachh feinen Geboten. naplónsdad sio msible us DER ERSTE ARTIKEL Von der Schöpfung nism is) Bang Ich glaube an Gott den Vater, den Allmächtigen, n8 mila noo Schöpfer Himmels und der Erde. 1900 diao tim ibin Was ist das? Ich glaube, daß mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, spomir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält, 757 dazu Kleider und Schuh, Effen und Trinken, Haus und Hof, Weib Dy und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit aller Notdurft und Nahrung dieses Leibes und Lebens mich reichlich und täglich verforget, wider alle fährlichkeit beschirmet und vor allem Ubel behütet und bewahret; und das alles aus is lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und Würdigkeit, Hedno nedalain ma des alles ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Maa810 HOY TTOO DER ZWEITE ARTIKEL Von der Erlösung rispod thim ol 910 2300 230 Ich glaube an Jefum Chriftum, no ibu) misd sibV 190 son08 316 Gottes eingebornen Sohn, unſern Herrn, sisia dnu shbo der empfangen ist vom Heiligen Gefft, nadail thim ol mand da geboren von der Jungfrau Maria, jonsjual onl eld Idato bì sur gelitten unter Pontio Pilato, collo tpo) 13 gekreuziget, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, eslla on suono fihend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, lod von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. datums Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Gott Dom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau María geboren, fei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; 758 auf daß ich sein eigen sei dound in seinem Reiche unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleich wie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr. DER DRITTE ARTIKEL Von der Heiligung stüdisd 10000 Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeinde der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Amen.nl Was ist das? Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jeſum Chriftum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; fondern der Heilige Geift hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiliget und im rechte Ond erhalten; gleich wie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, fammelt, erleuchtet, heiliget und bei Jefu Christo erhält im rechten, einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt u olla Jammi mi slo dojeg sil/ W nis und am Jüngsten Tage mich und alle Toten auferwecken wird und mir famt allen Gläubigen in Chrifto ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. DAS DRITTE HAUPTSTÜCK Das Vaterunser sans Vater unser, der du bist im Himmel. Was ist das? Gott will damit uns locken, daß wir glauben sollen, no sid er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, end auf daß wir getroft und mit aller Zuversicht ihn bitten ſollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater. BTT18 31131 dig 1918 light sein! 100 anyWind 759 bin toll mist JUST 910 DIE ERSTE BITTE Geheiliget werde dein Name. Was ist das? Gottes Name ist zwar an sich selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns heilig werde. Wie geschieht das? como monosu sidablang Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird dim und wir auch heilig, als die Kinder Gottes, darnach leben.. Das hilf uns, lieber Vater im Himmel! Wer aber anders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, 39 der entheiliget unter uns den Namen Gottes. nupills 30 nov Davor behüte uns, himmlischer Vater! egilish ned no souple( bl DIE ZWEITE BITTE Dein Reichh komme. Was ist das? bansamb2 sa paudspis his ohu esbiait ad prudstusjuA Gottes Reich kommt wohl ohne unser Gebet von sich selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. 177 50 mempe Wie geschieht das? and thoud( him ind ils spilish Wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist gibt, daß wir seinem heiligen Wort durch seine Gnade glauben und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich. 16 siendisig DIE DRITTE BITTE tspilist dirbual Herbs ofd ujal sd omu silo ond sim 29 letnatin sarblats al Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Was ist das? SDT allo onu bim spot nafignál mo dan as indepidublo nella trasl Gottes guter, gnädiger Wille geschieht wohl ohne unser Gebet; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geschehe. magprigen Vo UAH BTTN 20 incl Wie geschieht das? Wenn Gott allen bösen Rat und Willen bricht und hindert, so uns den Namen Gottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, als da ist des Teufels, der Welt und unsers Fleisches Wille; sondern stärket und behält uns feft in seinem Wort und Glauben bis an unser Ende.dudlarin god Das ist sein gnädiger, guter Wille. ** NOV the On nell adniX medall sid sim DIE VIERTE BITTE Unser täglich Brot gib uns heute. Was ist das? Gott gibt täglich Brot, auch wohl ohne unsere Bitte, allen bösen Menschen; for an aber wir bitten in diesem Gebet, daß er uns laffe erkennen und mit Danksagung empfangen unser täglich Brot. con le 1300 760 910 Was heißt denn täglich Brot? x20 Alles, was zur Leibes Nahrung und Notdurft gehört, wie mns G Effen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gesinde, fromme und treue Oberherren, gut Regiment, gut Wetter, friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen. DIE FUNFTE BITTE Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unfern Schuldigern Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünden und um derselben willen folche Bitten nicht verfagen; denn wir sind der keines wert, das wir bitten, habens auch nicht verdienet; fondern er wolle es uns alles aus Gnaden geben, denn wir täglich viel fündigen und wohl eitel Strafe verdienen. So wollen wir wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohltun denen, die sich an uns verfündigen. Sestto DIE SECHSTE BITTE Und führe uns nicht in Verſuchung. Was ist das? MOT DIE SIEBENTE BITTE Sondern erlöse uns von dem Ubel. Was ist das? Gott versucht zwar niemand, aber wir bitten in diesem Gebet, daß uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in Mißglauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und ob wir damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten. asd 761 u od Wir bitten in diesem Gebet als in der Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlei Ubel an Leib und Seele, Gut und Ehre erlöse bloe und zuleht, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere und mit Gnaden von diesem Jammertal zu fich nehme in den Himmel. DER BESCHLUSS Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. dams mmor) u Was heißt Amen? RES Daß ich soll gewiß sein, folche Bitten find dem Vater im Himmel angenehm und erhöret. Denn er selbst hat uns geboten, also zu beten, eta arus 310 und verheißen, daß er uns will erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es soll also geschehen. ZUM ERSTEN DAS VIERTE HAUPTSTÜCK shid s ampar Das Sakrament der Heiligen Taufe tid sto end anis ad omn inside thin the easded Was ist die Taufe? Die Taufe ist nicht allein schlicht Waffer, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefaffet und mit Gottes Wort verbunden. Welches ist denn solch Wort Gottes? OTTH Da unser Herr Christus spricht Matthäi am letzten: Gehet hin in alle Welt, lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. ZUM ANDERN Was gibt oder nützet die Taufe? Sie wirket Vergebung der Sünden, erlöset vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten. Welches sind denn solche Worte und Verheißung Gottes? Da unser Herr Christus spricht Marci am letzten: Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; mer aber nicht glaubet, der wird verdammet werden. 9TM2 Indio msisid ni maigad silom 1100 em 200 000120 ZUM DRITTEN Wie kann Wasser solche große Dinge tun? Waffer tuts freilich nicht, ma fondern das Wort Gottes, so mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, fo folchem Worte Gottes im Wasser trauet. 762 210 IW Denn ohne Gottes Wort S Der ist das Waffer schlicht Waffer und keine Taufe, aber mit dem Worte Gottes ifte eine Taufe, das ist ein gnadenreich Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geiſt; wie Sankt Paulus fagt zu Títus im dritten Kapitel: Gott macht uns selig Una sto spil durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes, welchen er ausgegoffen hat über uns reichlich durch Jefum Chriftum, unfern Helland, auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben ſeien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. Das ist gewißlich wahr. spulg dolg ZUM VIERTEN Was bedeutet denn solch Wassertaufen? Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße foll erfäufet werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüften, und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit oor Gott ewiglich lebe. Wo stehet das geschrieben? Sankt Paulus zu den Römern am sechsten spricht: Wir find samt Chrifto durch die Taufe begraben in den Tod, muM auf daß, gleichwie Christus ist von den Toten auferwecket durch die Herrlichkeit des Vaters, also follen auch wir in einem neuen Leben wandeln. UM DAS LEHRSTÜCK VOM AMT DER SCHLÜSSEL UND VON DER BEICHTE Was ist das Amt der Schlüssel? Es ist die besondere Gewalt, die Christus seiner Kirche auf Erden gegeben hat, den bußfertigen Sündern die Sünden zu vergeben, den unbußfertigen aber die Sünden zu behalten, solange sie nicht Buße tun. Wo stehet das geschrieben? So schreiben die heiligen Evangelisten Matthäus und Johannes: Jefus sprach zu Petrus: Ich will dir des Himmelreichs Schlüssel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel 763 gebunden ſein, und alles, was du auf Erden löfen wirft, soll auch im Himmel los fein.velli prig day w snow see my Und er sprach zu seinen Jüngern: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das geſagt hatte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin den Heiligen Gefft! Welchen ihr die Sünden erlaffet, denen sind sie erlaffen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.d 60% and( band Was ist die Beichte? 0 19 nobisco, esf| ls murfist mujal( baud Die Beichte begreift zwei Stücke in sich: eins, daß man die Sünden bekenne, das andre, daß man die Abfolution oder Vergebung vom Beidhtiger empfange als von Gott felbft, und ja nicht daran zweifle, fondern feft glaube, die Sünden seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel. Ensuisen W doloz naob sushed or Welche Sünden soll man denn beichten? 10 od 1010 Vor Gott foll man aller Sünden sich schuld geben, auch die mir nicht erkennen, wie wir im Vaterunfer tun. Aber vor dem Beichtiger sollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen. 330 SM TISA Welche sind die? enb torate o Da siehe deinen Stand an nach den Zehn Geboten, ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter seieft, in welchem Beruf und Dienst du steheſt, ob du ungehorsam, untreu, unfleißig, zornig, unzüchtig, gehässig gewesen feieft, ob du jemand Leid getan haft mit Worten oder Werken, ob du gestohlen, versäumet oder Schaden getan haſt.co huo nillel olle Wie bekennst du deine Sünden vor dem Beichtiger? Ich sage zu dem Beichtiger: QUAL 250 Ich bitte, wollet meine Beichte hören und mir die Vergebung zu= [ prechen um Gottes willen. ichte hören und mit Hierauf lege ich das Bekenntnis meiner Sünden ab, indem ich also spreche: Ich armer Sünder bekenne mich vor Gott aller meiner Sünden schuldig. Infonderheit bekenne ich vor euch als dem Beichtiger, daß ich Gottes Gebot mit bösen Gedanken, Worten und Taten übertreten habe. Nun sage ich, welche Gebote ich übertreten habe, und[ preche aus, was als Sünde und Schuld auf mit liegt. Ich schließe meine Beichte, indem ich bekenne: sid ig Is Das alles ist mir leid. Ich bitte um Gnade. Ich will mich bessern.de 764 Welches sind die Worte der Absolution oder Lossprechung? dop dan Der Beichtiger fragt: Glaubst du auch, daß meine Vergebung Gottes Vergebung sei? 00 Ich antworte: ST Ja, ich glaube.bls ned moun s don nadllespidistos( Drauf[ pricht er: Wie du glaubest, so geschehe dir. Und ich aus dem Befehl unsers Herrn Jefu Chrifti vergebe dir deine Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Gehe hin in Frieden! Wie bekennst du deine Sünden gemeinsam mit der Gemeinde? Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, ich armer, elender, fündiger Mensdh bekenne dir alle meine Sünde und Misfet at, die ich begangen mit Gedanken, Worten und Werken, womit ich dich jemals erzürnet und deine Strafe zeitlich und ewiglich verdienet habe. Sie sind mir aber alle herzlich leid und reuen mich sehr, und ich bitte dich durch deine grundlofe Barmherzigkeit und um des unschuldigen, bitteren Leidens und Sterbens deines lieben Sohnes Jefu Chrifti willen, du wolleft mir armen sündhaften Menschen gnädig und barmherzig fein, mir alle meine Sünden vergeben und zu meiner Besserung deines Geistes Kraft verleihen. Amen. 300-00 00 ZUM ERSTEN DAS FÜNFTE HAUPTSTÜCK Das Sakrament des Altars oder das Heilige Abendmahl Was ist das Sakrament des Altars? Es ist der wahre Leib und Blut unfers Herrn Jesu Chrifti, unter dem Brot und Wein uns Chriften zu effen und zu trinken von Chrifto felbft eingesetzt. Wo stehet das geschrieben? So schreiben die heiligen Evangeliften Matthäus, Markus, Lukas und Sankt Paulus: Unser Herr Jesus Chriftus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brachs 765 und gabe seinen Jüngern und ſprach: Nehmet hin und effet: 147924 Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird, solches tut zu meinem Gedächtnis. 1600 Desselbigengleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abend= mahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus: Dieser Kelch ist das Neue Teftament in meinem Blut, das für euch vergoffen wird zur Vergebung der Sünden; solches tut, so oft ihre trinket, zu meinem Gedächtnis. ZUM ANDERN Was nützet denn solch Essen und Trinken? W dnu not Das zeigen uns diese Worte: day bili 12 ans Oms für euch gegeben und vergoffen zur Vergebung der Sünden; nämlich, daß uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte gegeben wird, denn wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. onu nadagaso monde ZUM DRITTEN Wie kann leiblich Essen und Trinken solche große Dinge tun? Effen und Trinken tuts freilich nicht, sondern die Worte, so da stehen: für euch gegeben und vergoffen zur Vergebung der Sünden. Diefe Worte find neben dem leiblichen Effen und Trinken das Haupt= stück im Sakrament. Und wer denselben Worten glaubt, der hat, was sie sagen und wie fie lauten, nämlich: Vergebung der Sünden. ZUM VIERTEN Wer empfängt denn solch Sakrament würdiglich? fasten und leiblich sich bereiten ist wohl eine feine äußerliche Zucht, aber der ist recht würdig und wohlgeschickt, wer den Glauben hat an diese Worte: für euch gegeben und vergoffen zur Vergebung der Sünden. Wer aber diesen Worten nicht glaubt oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt; denn das Wort:„ für euch" fordert eitel gläubige Herzen. 766 noeg sadat Die Verfasser der Texte und Melodien der Gesangbuchlieder 112 mohol Morot Das folgende Verzeichnis ist in geschichtlicher Reihenfolge angelegt. Zum Auffinden der Namen ist eine nach dem Alphabet geordnete Übersicht vorangestellt; dabei ist zu jedem Namen die Zahl genannt, unter der er im Verzeichnis erscheint. Später hinzugekommene Verfasser und die Verfasser der im Niedersächsischen Liederanhang stehenden Lieder und Melodien sind ihrer Zeit nach eingeordnet und durch beigefügte Buch= staben( a, b, c) kenntlich gemacht. Am Ende jedes Lebenslaufes sind die Nummern der zugehörigen Lieder angegeben. Ein+ bei einer Nummer besagt, daß der Dichter zugleich die Melodie geschaffen hat. M vor der Nummer kennzeichnet die Verfasserschaft der Melodie. Runde Klammern() um eine Nummer oder um ein+ laffen erkennen, daß hier das Urbild oder eine frühere faffung einer später umgestalteten Dichtung oder Melodíe vorliegt. Zahlen ohne Klammern zeigen die endgültige faffung an.[] um M oder um die Zahl bedeutet, daß die Melodie in bearbeiteter Geſtalt Don dem Verfaffer veröffentlicht wurde bzw. sich bei ihm findet. Ein beigefügtes w deutet an, daß die Melodie ursprünglich einem weltlichen Lied angehörte. Ein besagt, daß die Verfasserschaft fraglich ist. 01103 Dipicuss Alphabetische Übersicht rndt 217 Arnold 169 Arnulf von Löwen 9 Aurelius f. Prudentius Amilie Juliane SchwarzburgRudolſtadt Agrícola 19 Ahle 128 Alber 23 Albert( 1), H. 135 Albinus 114 Albrecht f. D. Preußen Allendorf 197 Ambrofius 1 Anarg f. D. Wildenfels Angelus Silefius f. Scheffler Anton 113 Apelf. Apelles Apelles v. Löwenstern 97 stins Appelt s. Apelles Arends 181 Bach 191 Barth 221 Becker 61 Behm 88 Behme 99 Bernhard von Clairvaux 7 Betichius 183 Betulius f. D. Birken Bienemann 67 D. Birken 155 Blankenmüller f. Walter Blarer f. Blaurer 767 Blaurer, Ambrof. 40 Blaurer, Th. 41 D. Bogatky 196 Böhm. Brüder 48 ff. Bonn( us) 30 Bornschürer 127 Bourgeois 47 Briegel 129 Dan Bunnen[. Bonn Busch 190 a Buttstedt 210 Calpifius 60 Camerarius 24 Capíto 37 Claudin f. de Sermify Claudius 212 Clausnizer 153 Clemens[. Prudentius Cramer 208 Craffelius 174 Creutziger 22 Crüger 148 Dach 133 Dachstein 38 a David 205 Decius 29 Deeg f. Decius Denicke 143 Doles 207 a Drese 124 BOUGER Ebeling 151 mm Eber 54 Ebert 84 Eleonore. v. Reuß Englisch 45 ng Geßner 215b Göß f. Gefius Gotter 173 toolsilt fischer 73 Fleming 108 franck, Joh. 111 franck, Melchior 63 franck, Mich. 123 Franck, Sal. 185 freder 32 freylinghausen 177 Freystein 171 fritsch 158 a fuchs f. Vulpius füger 57 funke 162 Garde 215 a Gastoldi 94 Gastorius 131 Gedicke 182 Gellert 207 Gerhardt 147 Gefe 1. Gefius Gesenius 142 Gesius( Göß) 87 Gramann 26 Gregor d. Gr. 4 Joriffen 211 Gregor, Chr. 206 D. Greif f. Gryphius i Judae 37a 38 Grünwald 51 Gryphius 100 Günther 184 210 nismm Hammerschmidt 110 msds 107 bad apop Hartmann, Th. 58 namo 190 nodalu mul Isda K... siehe auch C... Kalmih f. Calvifius Kammermeifter Hagen 89b f. Camerarius Mont Hailmann 36 bomag Keimann( Keymann) Jähne(. Jan Jan( us) 102 Jentsc 181a Jonas 18 Harttmann, K. f. 213 Haßler 95 Hausmann 224b D. Hayn 206 a Heermann, Joh. 96 Heilmann 1. Hailmann Heinrich von Laufenberg 15 ng Held 1016/ s falk 216a oilgoal u Helder 119 god, Jppled aid ad faber 59 fabricius 139 est fickert 215 Helmbold 66 Hensel 220 a Herberger 89 Herbert 49 Herman, Ník. 34 Hermann, Joh. 55 Hermes 210 a Herrmann 194 Herrnschmidt 179. Herzog 118 D. Heffen 79 Heunisch 154 Heyden 35 Hille 224 a bua Hiller, f. K. 168 Hiller, J. A. 209 Hiller, Ph. fr. 199 Hinge 150 D. Hodenberg 143 a Hoffmann oon fallersleben 220b Homburg 106 Hrabanus Maurus 5 Huber( t) 46 W Hus 12 768 Klepper 234 Klefel 160 Klopstock 208 a Knak 222 a all Kolrose( Kolros) 43 Kraffelt f. Craffelius dndque Kreuziger[.Creutziger Krieger 116 Krummacher 216 Kugelmann 28 dail Knapp 220 Knoll 89 a Knort o. Rosenroth 159 40 Koch f. Jonas König 192 Koltsh 177b Köpfel[. Capito Lahusen 228 Lampe 202 Lange 177 a Langton 8 Laufenberg f. Heinrich suloidma Laurenti f. Lorenzen Leon 65 Lindemann 69 Liscom 117 Löhner 156 Löscher 188 Loewe 219 a Löwe f. Apelles Don Löwenſtern Lorenzen 167 Loffius 31& Lote f. Loffius Ludecus 82 Luther 16 Magdeburg 75 Maurus[. Hrabanus Mayfart f. Meyfart Melanchthon 21 Melisfander [. Bienemann Menher 166 Meuslin 44 Meyer, fr. 192 a Meyfart 120 Micheelfen 231 Moller 83 stot Möller 219 m Morit. D. Heffen Mühlmann 62 Müller, Heinrichy 158 b Müller, Mich. 172 Müller- Often 235 Musculus f. Meuslin Nachtenhöfer 126 Nägelí 217 a Neander 201 Nehring 170 Neumann, J. f. Neander Neumann, K. 182a Neumark 125 Neumeister 186 Neuß 165 Nicetas f. Niketas Nicolai 77 Niebling 122 Niege( Nigidius) 74 Niketas Don Remefiana 3 Políander f. Gramann D. Preußen 27 W Praetorius 78 Prudentius 2 Puchta 222b Olearius 109 lomojs Ofer 224 Vor Pehold 236 D. Pfeil 200e Rabanus f. Hrabanus Raeder 222e Rafflenből f. Nicolai Rambach 198 Regnart 92 a Reißner f. Reusner D. Reuß 225 Reusner 53 Rhabanus f.Hrabanus Richter 180 Riethmüller 229 Rinckart 105 Ringwaldt 80 Rift 144 Rode 233 Rodigast 164 Rosenmüller 112 D. Rosenroth f. Knorr Rostock( Roftkowski) 1193 Roth 52 Rothe 195 Rückert 218 Rüdel f. Rutilius Ruopp 178 Rutilius 70 Sachs 36 a D. Sachsen- Weimar 121 Sartorius 86 Schalling 92 Scheffler 157 Scheidt, C. L. 199b Schein 104 Schenck 130 Schirmer 149 Schmied f. fabricius Schmidt 176 Schmolch 187 bsd Schneider f. Sartorius Schnitter f. Agrícola 769 Schop 141 Schröder, J. H. 175 Schröder, R. A. 227 Schüh, H. 103 Schük, J. 163 Schultheiß f.Praetorius Schulz 214 Schwarz 232 D. Schwarzburg- 989 Rudolſtadt 161 Schwarzert srbijr f. Melanchthon.co Scriper 158 Selle 140 Selnecker 56 de Sermisy 39 Silefius f. Scheffler Sohr 137 Sonnemann 146 Spangenberg, Cyr. 64 Spangenberg, Joh. 17 Spengler 33 Speratus 25 Spitta, fr. 226 Spitta, Ph. 222 Sprätt, Sprett 1. Speratus Spreng 199a Stegmann 138 Steurlein 68 Stip 222 c Stobaus 90 Stockfleth 155 a D. Stöcken 146 a Stolzhagen 85 Strattner 130 a D. Strauß u. Torney 222 d Sudermann 93 Tauler 14 Tech f. Decius D Telemann 190 Tersteegen 203 Teschner 91 Thebesius( Thebes) 98 Thilo 136 Thomas von Aquin 11 be Thomas er gode Don Celano 10 Thomas, Wilhelm 229b Tollmann 189 8000 101201 Ulich 115 urba be Vespafius f. Wepfe Vetter 501000X Vischer f. fischer Vogel 81 molsM Vulpius 71 31 30 Wackernagel 221a We( 1) Bniker 145 00 Waldis 28 a Walter 20 Wiener 118a Wiefer 110a Wegelin 152 D. Weimar D. Wildenfels 17a Wilhelm f.D. Sachsen- Weimar Wipo 6 - Insourt 1bu f.D. Sachfen- Weimar Weiße, J. G.[. Albinus Weiß( e), Michael 48 Weißel 132 190309 Wepfe 76 Jodinstall Werner, f. 230ndmo Werner, G. 134 amps Werner, Th. 229 a I. Die vorreformatorische Zeit Die chriftliche Kirche ist von Anbeginn eine fingende Kirche gewesen. Neben die Pfalmen traten die mannigfaltigen Gefänge der Liturgie, die im Abendlande durchweg lateinische Texte hatten und auf die Weifen des fog. Gregorianischen Chorals gesungen wurden( nach Papst Gregor d. Gr. f. 4). Im Mittelalter kamen auf deutschem Boden Lieder in der Volkssprache dazu, die Singweisen waren zum Teil weltlichen Volksliedern entlehnt. Die Kirchen der Reformation haben einen großen Teil dieses Erbgutes der alten und mittelalterlichen Kirche in ihre Gefangbücher übernommen. pornsta.o. labojo) botox A. Ursprünglich lateinische liturgische Stücke, napmpsie Hymnen und Lieder Zahn 223 Ziegenspeck 72 D. Zinzendorf 204 Zwick 42 1. Aurelius Ambrofius geb. um 340 in Trier, seit 373 Jurist( Confular) in Mailand, seit 374 Bischof von Mailand, dort gest. 397. Er führte den wechselchörigen Pfalmengefang der Ostkirche im Westen ein und ist Verfasser zahlreicher Hymnen in lateinischer Sprache, die die Entwicklung des abendländischen Kirchengefanges maßgebend beeinflußten. Über den fog. Ambrosianischen Lobgesang[. Niketas( 3).( 1).( 466). 2. Aurelius Prudentius Clemens geb. 348 in Saragoffa( Spanien), Rechtsanwalt in Rom. Geft. nach 405, wahrscheinlich in Saragoſsa. Martin Luther( 16) bezeichnet ihn als einen der besten und christlichsten Dichter.-( 174). 3. Niketas geb. um 335, Missionsbischof der Balkanvölker in Remefiana( jeht Bela Palanka in Jugoslawien), bearbeitete das( viel ältere) ,, Te deum laudamus", geft. nach 414.-( 137). Vgl. auch 393. 4. Gregor I., der Große, geb. um 540 in Rom, zuerst Staatsbeamter, dann Benediktinermönch, 590 Papft, geft. 604 in Rom, der Reformator des römischen Kirchengefanges( Gregorianischer Choral).-( 352). Loe 770 5. Hrabanus Maurus geb. um 776 in Mainz, Benediktinermönch, Lehrer an der Klosterschule in fulda, feit 822 Abt dortfelbst, später Erzbischof von Mainz, geft. 856 in Winkel bei Rüdesheim. Der einflußreichste theologische Lehrer feiner Zeit auf deutschem Boden, Vater des humanistischen Schulwesens. ( 97). - 6. Wipo geb. um 990 in Burgund, Hofkaplan der Kaiser Konrad II. und Heinrich III., deutscher Geschichtsschreiber, geft. nad 1048.-( 76). 7. Bernhard von Clairo aux geb. 1091 zu fontaínes bef Dijon, Zisterzienfermönch, Gründer und Abt des Klosters Clairvaux, dort geft. 1153; der religiöse Führer des 12. Jahrh., begeisterter Kreuzzugprediger.( 286 Str. 3 ff.). 8. Stephan Langton geb. um 1150 in Nordengland, Studiengenosse des ſpäteren Papstes Innozenz III., Professor der Theologie in Paris, feit 1207 Ecz= bischof von Canterbury, gest. 1228 in Slindon.-( 101). 9. Arnulf Don Löwen geb. um 1200 zu Lömen, Zisterziensermönch, Abt von Villers in Brabant, dort geft. 1250.-( 63).( 402). 10. Thomas Don Celano geb. um 1190 in Celano( Abruzzen), franziskanermöndh, Schüler, freund und Biograph des franz von Affifi, gest. nach 1255 in Tagliacozzo bei Celano.-( 120?). 11. Thomas Don Aquin geb. um 1225 zu Roccafecca bei Aquíno, Do= minikanermönch, der angesehenste theologische Lehrer der kath. Kirche, u. a. in París und Rom mirkend, gest. 1274 auf dem Wege zum Konzil pon Lyon.-( 161). 12. Johann Hus geb. um 1370 in Husinek( Huffynecz) in Böhmen, Priester und Profeffor In Prag, Vorläufer der Reformation, 1410 gebannt, 1415 in Konſtanz als Ketzer verbrannt.-( 154). - 13. Altkirchliche liturgische Stücke aus der Bibel oder von unbekannten Verfaffern: Antiphon Da pacem( Gib Fried, o Herr)( 139+ Str. 1).( 389).- Antiphon Media vita( Mitten im Leben)( 309+). Antiphon Veni Sancte Spiritus, reple( Komm Heiliger Geist, erfüll)( 98).( 124+). Die Pfalmen( 176) bis( 199). ( 201).( 422). Das Gloria patri( Ehre sei dem Vater)( S. 5).( 500) big( 545) und in den Schlußstrophen von( 1).( 18).( 82).( 83).( 84).( 92)( 97).( 112).( 115).( 126). ( 144).( 145).( 150).( 161).( 166).( 176).( 179).( 182).( 187).( 188).( 194).( 198).( 200). ( 218).( 228).( 242).( 283).( 342).( 352).( 353).( 354). Das Kyrie eleison Christe eleison( S. 6).( 130+).( 548+).( 549).( 550+).( 551+). ( Ehre sei Gott in der Höhe)( S. 6).( 131+).( 552+). bekenntnis)( 132+).( 133).( 553+)( 554).( 555). Das heilig ist Gott)( S. 12+).( 116 Str. 3).( 126 Str. 3).( 128 Str. 2).( 135+).( 329 Str. 4). ( 557+).- Das Vaterunfer( S. 13).( S. 22).( 241).( 242 Str. 11 u. 12).( 558).- Das Agnus dei( Christe, du Lamm Gottes)( 55+).( 136).- Das Benedicamus( Laffet uns benedeien dem Herrn)( S. 15).- Der Segen( 112).( 348 Str. 9).( 459 Str. 5).- Hymnen( 72).( 353).( 354). Das Benedictus( Gelobet fei der Herr, Lukas 1) Das Magnificat( Meine Seele erhebt den Herren, Lukas 1)( S. 28). ( 200). Das Nunc dimittis( Herr, nun läffeft, Lukas 2)( S. 29).( 165).( 310). ( 323). Die Litanei( Kyrie eleifon)( 109).( 138). Das Benedicite( Gebet por dem Essen)( 372 Str. 1 u. 2). Das Gratias( Gebet nach dem Effen)( 372 Str. 3). ( 373).( 375).- Die Zehn Gebote( 240). Das Gloria in excelsis Das Credo( GlaubensSanctus( Heilig, heilig, ( S. 20). - - - - 771 - - 1 B. Vorreformatorische deutsche Lieder 14. Johannes Tauler geb. um 1300 in Straßburg( Elfaß), Dominikanermönch in Basel, Köln und Straßburg, dort geft. 1361. Schüler des Mystikers Meister Edhehart, ein Don Luther( 16) hochgeschähter Prediger.-( 4). 15. Heinrich Don Laufenberg geb. um 1390 zu Gr. Laufenburg ( Aargau), Priester in Zofingen( Aargau), Domdechant zu freiburg( Breisgau), Minnefänger, fruchtbarer Dichter und Schriftsteller in deutscher Sprache, lebte [ päter im Johanniterklofter zu Straßburg( Elsaß), dort geft. um 1459.-( 308).( 452). 0.0* 312 699) #sapot sigilor. pnsiout8 II. Die Reformationszeit 373 roer tislenos n Das Kirchenlied der Reformationszeit ist textlich wie musikalisch in Gestalt und Ausprägung weithin echtes Volkslied; es wurde von der Gemeinde einstimmig ohne Begleitung gesungen( daher die Bezeichnung, Choral" einstimmiger liturgischer Gesang). Dieser Gemeindegesang trat in den reformatorischen Gottesdienstordnungen liturgisch gleichberechtigt neben Verkündigung und Gebet des Pfarrers und die Gefänge des Chores. Seitdem gibt es in den evangelischen Kirchen keinen Gottesdienst ohne Gefang der Gemeinde. In der Reformationszeit entſtanden Geſänge zu allen Abschnitten des Gesangbuches, vor allem aber festlieder, Katechismuslieder, liturgische Lieder und Pfalmlieder. ( ret)- noy: neo snel mux speW med juo res op onssios mok on A. Martin Luther 16. Martin Luther, der Reformator der Kirche, geb. am 10. November 1483 in Eisleben, Student der Rechte in Erfurt, 1505 Mönch, Priester, ſeit 1511 Universitätsprofessor in Wittenberg, geft. 18. februar 1546 in seiner Heimatstadt. Luther ist der Schöpfer des deutschen Gefangbuches( erstes Chorgesangbuch mit Vorwort Don Luther: 1524). für die innere Ausstattung der Geſangbücher hat Luther selbst als Dichter und Melodieerfinder Entscheidendes beigesteuert, und feine Lieder find bis heute Vorbild und Richtschnur geblieben. Von ſeinen insgefamt 37 Kirchenliedern sind in unser Gesangbuch aufgenommen: Umdichtungen Don Pfalmen 177. 182. 192. 195. 201. Verdeutschung altkirchlicher und mittelalterlicher lateinischer Hymnen und Lieder 1. 76. 97. 154. 352. Zu Liedern umgestaltete und erweiterte deutsche, Leifen und Strophen 15. 98. 99. 109. 163. 309( und das fchon genannte Lied 76). Lieder über liturgische Stücke 132. 135. 137. 138. 139 Str. 1. 174 Str. 8. 241. 310. 504. 546( und die bereits genannten Lieder 98. 109. 309). Katechismuslieder 146. 240( und die genannten Lieder 132. 154. 241). Kinderlieder 16. 142. Freie Dichtungen( infonderheit festlieder) 17. 77. 239. 482. Luther schuf die Melodien zu 135. 138. 201, höchstwahrscheinlich auch zu 16. 136. 177. 195 L. 241. 310. 549. Die von ihm übernommenen älteren Melodien zu 1. 76. 97. 98. 99. 109. 132. 137. 139 Str. 1. 142. 146. 154. 163. 309. 353 und vielleicht auch zu 130 hat er umgeftaltet und der deutschen Sprach- und Geſangsart angepaßt. 1 B. Mitteldeutschland 17. Johann Spangenberg geb. 1484 zu Hardegfen bei Göttingen, Paftor in Stolberg und Nordhausen am Harz, Superintendent in Eisleben, dort geft. 1550; er gab 1545 eine Sammlung von Kirchengesängen heraus, in der sich 550 und[ M] 55( norddeutsche Fassung) finden. 17. Anarg Herr zu Wildenfels, Schönkirchen und Ronneburg, geb. um 1490 in Wildenfels( Erzgebirge), kursächsischer Rat, treuer Anhänger Luthers, bei der Einführung der Reformation in Sachsen wesentlich beteiligt, geft. 1539 in Altenburg.. 117. - 772 18. Justus Jonas( Jodocus Koch) geb. 1493 in Nordhausen( Harz), Jurist, Lehrer des Kirchenrechts, dann Theologe; Kanoniker in Erfurt, dann Propft und Profeffor in Wittenberg, für die Reformation gewonnen,[ prachkundiger Mitarbeiter Luthers( Bibelüberſehung), 1542 Reformator der Stadt Halle( Saale), Superintendent und Pastor an Liebfrauen, durch den Schmalkaldischen Krieg vertrieben, nach unruhevollen Jahren gest. 1555 als Superintendent in Eisfeld Kr. Hildburghaufen.- 193. nisqua 19. Johann Agrícola( Schnitter) geb. 1494 in Eisleben, Schüler und freund Luthers, später ihm entfremdet, Hofprediger in Berlin und Generalſuperintendent der Mark, geft. 1566 zu Berlin an der Peſt. Trying 244. 20. Johann Walter geb. 1496 zu Kahla( Thüringen), Kapellsänger am Hof des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen, seit 1526 Stadtkantor in Torgau, musikalischer Mitarbeiter und freund Luthers, später Hofkapellmeister in Dresden, schließlich wieder in Torgau, dort geft. 1570.- 134. 139 Str. 2+. 311. 390+. 547. Walter ist der Herausgeber des feit 1524 in mehreren Auflagen erscheinenden Wittenberger Chorgefangbuches mit den Melodien zu 15.[ 46 w]. 145. 146. 154. 163. 178 W.[ 239 w].[ 242].[ 336 w].[ 388]. 1 21. Philipp Melanchthon( Schwarzert) geb. 1497 zu Bretten bef Karlsruhe, feit 1518 Profeffor der griechischen Sprache, später auch der Theologie an der Universität Wittenberg, dort geft. 1560; enger Mitarbeiter Luthers bei der Reformation der Kirche, Verfaffer der Augsburgischen Konfeffion 1530.-( 115). ( 116).( 207 Str. 1). 22. Elisabeth Creutziger( Cruciger) geb. D. Meferih, geb. um 1504 zu Meferitz bei Regenwalde( Oftpommern), Nonne zu Treptow( Rega), evangelisch geworden, Ehefrau des Magdeburger Predigers und ſpäteren Profeffors Kafpar Creutziger, eines Amtsgenossen Luthers an der Universität Wittenberg, die erste Dichterin der evangelischen Christenheit. Geft. 1535 in Wittenberg. 46. 23. Erasmus Alber geb. um 1500 in Bruchenbrücken Kt. friedberg ( Heffen), Schüler Luthers, Dielseitiger Schriftsteller, Reformator in Heffen. Geſt. nach bewegtem Leben 1553 als Paftor an St. Marien und Gener uperintendent zu Neubrandenburg( Mecklenburg).- 3. 338. 354. 372 Str. 1 u. 2. 24. Joachim Camerarius geb. 1500 zu Bamberg, Profeffor der griechischen und lateinischen Sprache in Leipzig, geft. 1574 dortfelbst.-( 282). c. Ostdeutschland 25. Paul Speratus geb. 1484 zu Rötlen( Röhlingen) bei Ellwangen( Württemberg), Notar in Salzburg, kath. Domprediger in Salzburg und Würzburg, chloß fich 1519 der Reformation an, lutherischer Prediger in Osterreich, Ungarn und Mähren, in Olmüh als Keher zum feuertode verurteilt, aber dann begnadigt. Durch Luthers Empfehlung 1524 Schloßprediger in Königsberg( Oftpreußen), Reformator des Ordenslandes Preußen, 1529 lutherischer Bischof von Pomefanien in Marienwerder( Westpreußen), dort geft. 1551. 242( im Jahre 1523 im Gefängnis für feine Gemeinde in Iglau gedichtet). - 773 26. Johann Gramann geb. 1487 zu Neustadt an der Aisch, Rektor an der Thomasschule in Leipzig, dort 1519 Ecks Sekretär bei der Disputation mit Luther, dann Anhänger der Reformation, 1525 Paftor an der Altstädter Kirche zu Königsberg( Ostpreußen), Mitreformator des Ordenslandes Preußen, geft. 1541 in Königsberg.- 188 Str. 1-4. 27. Albrecht( der Altere), Herzog von Preußen geb. 1490 als Markgraf von Brandenburg- Ansbach in Ansbach, 1512 letter Hochmeister des deutschen Ordens, auf dem Reichstag zu Nürnberg 1522/23 für die Reformation gewonnen, führte 1525 im Ordensland Preußen die Reformation ein und wandelte es in ein weltliches Herzogtum um. Gest. 1568 in Tapiau( Oftpreußen) an der Peft.- 280 Str. 1-3. que alg zaar op cospol milcostusnu than jud 28. Hans Kugelmann geb. um 1495 zu Augsburg, 1519 Hoftrompeter in Innsbruck, ſpäter Kapellmeister des Herzogs Albrecht von Preußen( 27) in Königsberg, dort geft. 1542. Sein 1540 in Augsburg veröffentlichtes Chorbuch enthält[ M] 188 W. D. Niederdeutschland 28 a. Burchart Waldis geb. um 1490 in Allendorf( Werra), Franziskanermönch in Riga, 1524 evangelisch geworden, murde Zinngießer, fast vier Jahre in Haft, feit 1544 in Abterode( Heffen), dort geft. um 1557.<-524. 29. Nikolaus Decius( Deeg) geb, um 1485 in Hof( Oberfranken), seit 1501 Student in Leipzig, Mönd, 1519 Propft am Nonnenklofter zu Steterburg bei Wolfenbüttel, wandte sich der Reformation zu, 1522 Lehrer in Braunschweig, 1523 Student in Wittenberg, 1524 Paftor an St. Nikolai zu Stettin, feit 1530 Pfarrer und Kantor in mehreren oft- und westpreußischen Gemeinden, 1540 Hofprediger und Leiter der Hofkantoret in Königsberg( Ostpreußen), später wieder Pfarrer in Mühlhausen( Oftpreußen), gest. nach 1546. Decius dichtete feine Lieder in niederdeutscher Sprache.- 55[+]. 131[+]. 30. Hermann Bonn( Bonnus, eigentlich pan Bunnen) geb. 1504 in Quakenbrück bei Osnabrück, Schüler Luthers, Lehrer in Greifswald und Schleswig, seit 1531 erster luth. Superintendent in Lübeck, zwischendurch 1543 Reformator der Stadt und des Landes Osnabrück, geft. 1548 in Lübeck. Bonn dichtete und schuf Gesangbücher in niederdeutscher Sprache.- 57 Str. 1-6. 200. 31. Lukas Loffius geb. 1508 in Vaake( Weserbergland), Lehrer( zuleht Konrektor) am Johanneum in Lüneburg, dort geft. 1582. Herausgeber eines weit= verbreiteten liturgischen Chorbuches, in dem sich[ M] 352 und M( 356 w) finden. 32. Johannes freder geb. 1510 in Köslin( Pommern), niederdeutscher Liederdichter, im Liederjahre" 1524 Luthers Hausgenoffe, Lehrer und Pfarrer in Hamburg, feit 1547 Superintendent und Professor in Pommern. Gest. 1562 nach bewegtem Leben als Superintendent in Wismar( Mecklenburg).. 149. E. Süddeutschland und Böhmen 33. Lazarus Spengler geb. 1479 in Nürnberg, Rechtsgelehrter und Ratsschreiber, ſpäter Ratsherr dortfelbst, freund Luthers und förderer der Reformation, gest. 1534 in Nürnberg.- 243. - 34. Nikolaus Herman geb. um 1480 zu Altdorf bei Nürnberg, Kantor in Sankt Joachimsthal( Böhmen), dort geft. 1561, Dichter und Komponist zahlreicher Lieder.- 20. 21. 80.( 84 Str. 1). 114. 116. 246. 313 Str. 1-4. 339. 355. 376. 388.( 469) und M 59.[ M] 21. 80. 116 W. 338. 372. 35. Sebald Heyden geb. 1494 zu Nürnberg, 1509 Kantor an der Spitalſchule, 1523 erster luth. Rektor der Schule zu St. Sebald dortfelbst, gefst. 1561 in Nürnberg. 54. - 774 36. Ludwig Hailmann, ein sonst unbekannter süddeutscher Anhänger Luthers, lebte um 1523.-( 202 Str. 1, 2, 4). 36a. Hans Sade geb. 1494 in Nürnberg,„ Schuhmacher und Poet" dortfelbft( Meisterfinger), frühzeitig Anhänger Luthers, gest. 1576 in Nürnberg.- Die 1513 von Sachs geschaffene Silberweise" ist die Vorlage von M( 121). pripA 17 F. Die, Oberdeutschen" und die Reformierten 37. Wolfgang Capito( Köpfel) geb. 1478 zu Hagenau( Elsaß), anfänglich Mediziner und Jurist, dann Theologe, Pfarrer in Bruchsal und Basel, neigte der Reformation zu, 1519 Domprediger und Kanzler in Mainz, 1523 Propft an St. Thomas in Straßburg. Mitreformator der Stadt, dort geft. 1541. 389. 37a. Leo Judae geb. 1482 in Gemar bei Rappoltsweiler, Pfarrer in St. Pilt ( Elsaß), dann Nachfolger Zwinglis in Einsiedeln( Schweiz), schließlich Pfarrer an St. Peter in Zürich, dort gest. 1542; freund und Mitarbeiter Zwinglis. 431. - 38. Matthäus Greitter geb. um 1490 zu Aichach( Oberbayern), Mönch und Kantor in Straßburg, verließ das Kloster, 1528 Hilfsprediger an St. Martin, nach dem Interim wieder Chorleiter am kath. Münster, gest. 1552 in Straßburg; schuf Kyrie S. 6+. Gloria S. 7+. 555+ und wahrscheinlich M 54. 38 a. Wolfgang Dachstein geb. um 1487 zu Offenburg( Baden), 1520 Mönch und Organist am Münster zu Straßburg, 1524 evangelisch geworden, Hilfsprediger und Organist zu St. Thomas, Musiklehrer am Gymnafium, feit 1550 wieder im Dienste der römischen Kirche; gest. 1553 in Straßburg. 165.[ 195 Llw]. M 62. Weitere Melodien aus Oberdeutschen Geſangbüchern:( 48). 91. 125. 179. - - 39. Claudin de Sermify geb. um 1490 in Frankreich, Kirchenkapellmeister am französischen Hofe, geft. 1562 in Paris. M( 280 W). 1 - 40. Ambrofius Blaurer( Blarer) geb. 1492 in Konstanz, Mönd und Prior im Klofter Alpirsbach, das er 1522 seiner evangelischen Gefinnung wegen verließ. Mitreformator seiner Vaterstadt, seit 1534 Reformator Württembergs, der Apostel der Schwaben", später in Augsburg und Konstanz, von wo er des Interims megen floh. Pfarrer in mehreren Schweizer Gemeinden, zuletzt in Winterthur, dort geft. 1564.( 100). 204. 281. 775 41. Thomas Blaurer( Blarer), Bruder von Ambrofius Blaurer( 40), geb. 1499 in Konftanz, Jurist, Schüler Luthers( 16), Mitreformator feiner Vaterstadt, dort feit 1536 Bürgermeister, mußte wegen der Annahme des Interims durch die Stadt Konstanz fliehen. Geft. 1570 in der Verbannung zu Grießenberg bei Winterthur ( Schweiz).- 148. 164. 42. Johannes Zwick geb. um 1496 in Konstanz, Dozent der Rechtskunde in Freiburg und Basel, dann, pon der Reformation ergriffen, Theologe. 1525 reformierter Pfarrer in seiner Vaterstadt. Herausgeber des ersten Schweizer Ge[ angbuches( Zürich 1536) und Bahnbrecher des Kirchenliedes in der reformierten Kirche. Geſt. 1542 an der Pest zu Bischofszell im Thurgau, wo er wegen des Todes des dortigen Pfarrers aushalf.- 36. 91. 147. 336. 337. 43. Johann Kolrose( Kolros) geb. um 1487 zu Kirchhofen bei Freiburg im Breisgau, Lehrer in Basel, dort geft. 1558.- 194.335. FOOR 44. Wolfgang Meuolin( Musculus) geb. 1497 in Dieuze( Lothringen), anfangs Mönch und kath. Priester, dann ev. Pfarrer in Dorlisheim und Doffenheim( Elsaß), 1529 am Straßburger Münster, seit 1531 Reformator von Augsburg, 1548 durch das Interim vertrieben, 1549 Profeffor der Theologie in Bern, dort geft. 1563.- 178? nog spoliov 45. Johannes Englisch geb. um 1500 in Buchsweiler( Elsaß), Anhänger Martin Bucers, Víkar an dem 1521 dem ep. Gottesdienst geöffneten Straßburger Münster, seit 1563 im Amt beschränkt, freiprediger, gest. 1577 in Straßburg.-( 165). 46. Konrad Hubert geb. 1507 zu Bergzabern( Pfalz), 1531 Víkar an St. Thomas in Straßburg, Mitarbeiter Martin Bucers, nach dessen Vertreibung im Amt beschränkt( freiprediger), Herausgeber der Straßburger Gefangbücher 1560 und 1572, geft. 1577 in Straßburg.- 143. 166 Str. 1-3. 47. Louis Bourgeois geb. um 1510 in Paris, Anhänger Calvins, 1545 bis 1557 Kantor an der Peterskirche in Genf, geft. nach 1561 in Paris. Komponist und Bearbeiter von Pfalmliedsammlungen, bei ihm finden sich M( 81). 115 w.[ 319 w]. Aus dem französisch- reformierten Liedpfalter( Genfer Pfalter) stammen außerdem M( 22). 180. 181( Dgl. 233). 184. 219.( 230).( 282).[ 362 w].( 420). G. Die Böhmisch- mährischen Brüder 48. Michael Weiße geb. um 1488 zu Neiße Schlesien), Mönch in Breslau, verließ wegen seiner evangelischen Gesinnung das Kloster, seit 1522 Vorsteher der Brüdergemeine in Landskron( Böhmen), 1531 Pfarrer der Brüdergemeinen in Landskron und Fulnek( Mähren),, trefflicher deutscher Poet"( Luther), der hervor= ragendste Dichter der Böhmischen Brüder und Herausgeber ihres ersten deutschen Gefangbuches( 1531). Geft. 1534 in Landskron. 334.( 531). 47. 56. 79. 118. 174. 226. 333. - Von dem Brüdergesangbuch erschienen 1544( daraus Lied 2 und 205) und 1566 ( daraus 551+) noch weitere Ausgaben. In den Brüdergesangbüchern finden sich M 58. 155. 334. 481 und[ M] 2. 19. 47. 56. 78. 81.( 205 w). 218.( 356 w). 482. Antiphon zum Lobgefang des Simeon S. 29. Im Brüdergesangbuch 1661 steht[ M] 360, im Brüdergefangbuch 1694 M 323. 49. Petrus Herbert geb. um 1530 zu fulnek( Mähren), Pfarrer in Landskron und fulnek, Mitarbeiter am Brüdergeſangbuch 1566, geft. 1571 zu Eibenſchüt als Konfenior der Böhmisch- mährischen Brüderunität. 58. 155. 206. 356. 50. Georg Vetter geb. 1536 in Hohenstadt( Mähren), Prediger, ſpäter Konfenior der Böhmisch- mährischen Brüderunität, gest. 1599 in Selomih( Mähren).- 81. - H. Die Schwärmer 51. Georg Grünwald, ein Schuhmacher aus Kitzbühel in Tirol, als Wiedertäufer 1530 zu Kufftein in Tirol verbrannt. 245.0 776 - 52. Leonhard Roth, geb. um 1500 in Tannowit( Mähren), Anhänger der Hutterischen Brüder, einer in Tirol entstandenen Täuferfekte, 1539 verhaftet und nach Triest verschleppt, entflieht aber, geft. 1541 in Schäkomit( Mähren).-( 203). 53. Adam Reusner( Reißner) geb. 1496 zu Mindelheim( Bayer. Schwaben), Sekretär des feldhauptmanns Georg von frundsberg, später Privatgelehrter in Straßburg und frankfurt( Main), freund und Anhänger des Schwärmers Ka[ par Schwenkfeld, geft. um 1575 in seiner Heimatstadt. 179. - III. Das Zeitalter der Gegenreformation In dieser von Krieg, Pest und Hunger bedrängten Zeit treten die Lieder, die die Wiederkunft Chrifti, den Tod und die Ewigkeit befingen, neben den Kreuzund Trostliedern stärker hervor. Die Abwehr der Gegenreformation und die Kämpfe um die reine Lehre schaffen das Glaubens- und Bekenntnislied, das Lied der kämpfenden Kirche. Die Melodien dieses Zeitalters werden als Kantionallieder bezeichnet. Nicht das Volkslied, fondern das mehrstimmige Chorlied, wie es vor allem im reformierten Liedpfalter seine erste Ausprägung gefunden hatte, ist Ausgangspunkt des Kantionalliedes. Die Gemeinde singt die Melodiestimme des Chorfahes mit oder singt sie- bei fehlendem Chor- unbegleitet allein. distim lyso A. Sachsen 54. Paul Eber geb. 1511 in Kihingen( Unterfranken), Schüler und Freund Melanchthons( 21), Profeffor in Wittenberg für lateinische Sprache, dann für Phyfik, ſpäter für das Alte Testament, schließlich Generalſuperintendent, Stadtpfarrer und Theologieprofessor. Gest. 1569 in Wittenberg.- 37. 115. 282. 314. 55. Johannes Hermann, mit dem Beinamen Italus, bon 1548 bis 1563 luth. Theologe in Wittenberg.- 39. adresuns 56. Nikolaus Seinecker geb. 1528 zu Hersbruck bei Nürnberg, schon als Knabe Organist in Nürnberg, Schüler Melanchthons( 21), ein viel umstrittener und wiederholt vom Amte verdrängter Vertreter der luth. Rechtgläubigkeit, an einflußreichen Stellen( als Hofprediger in Dresden, Profeffor in Jena und in Leipzig, Generalsuperintendent in Wolfenbüttel, Superintendent in Hildesheim) für den Zusammenschluß des Luthertums wirkend, Mitverfaffer der Konkordienformel 1577, eifriger förderer des Kirchengesanges, geft. 1592 in Leipzig.- 140. 207 Str. 2 ff.( 287). M( 227). 57. Kafpar füger( der Altere) geb. por 1521 zu Dresden, sächsischer Hofprediger in Torgau, dann Pfarrer an der Kreuzkirche in Dresden, geft. nach 1592 in Dresden. 22. daid moodol.98 58. Thomas Hartmann geb. 1548 zu Lühen Kr. Merſeburg, Lehrer in Königsberg( Oftpreußen) und Liebenmühl( Oftpreußen), Paftor in Wismar, zuleht Archidiakonus in Eisleben, dort gest. 1609.<<- 84. ter ist od 59. Zachaus faber( der Altere) geb. 1554 in Beucha bei Grimma, Rektor in Torgau, Pfarrer zu Ploffig, dann zu Rödknit und Cullmen Kr. Grimma, ſpäter in Hohenleina bei Eilenburg, dort gest. 1628.- 125. 60. Seth Caloifius geb. 1556 zu Gorsleben bei Heldrungen( Unstrut), Musikdirektor an St. Pauli in Leipzig, dann Kantor in Schulpforta, 1594 Thomashantor in Leipzig, ein bedeutsamer Gelehrter und vielseitiger Musiker, geft. 1615 in Leipzig.-[ M] 72. 777 61. Kornelius Becker geb. 1561 zu Leipzig, Pfarrer in Rochlik, dann in Leipzig an St. Nicolai, ſpäter auch Profeffor der Theologie dortfelbst, dichtete als Gegenftück zum reformierten Liedpfalter sämtliche Pfalmen nach Luthers Art in deutsche Kirchenlieder auf luth. Choralweisen um. Gest. 1604 in Leipzig.-( 170). ( 187).( 190). 191. 359 Str. 1. 62. Johann Mühlmann geb. 1573 in Wiederau bei Pegau( Sachsen), Pfarrer in Naumburg und Laucha, seit 1605 Archidíakonus an St. Nicolai in Leipzig,( päter außerdem Professor der Theologie. Geft. 1613 in Leipzig.- 290. 344. 63. Melchior franck geb. um 1579 in Zittau, 1603 Hofkapellmeister in Coburg, dort geft. 1639.- M 92.( 320?). B. Thüringen 64. Cyriakus Spangenberg, Sohn von Johann Spangenberg( 17), geb. 1528 in Nordhausen( Harz), als Student Hausgenoffe Luthers, Pfarrer in verschiedenen mitteldeutschen Orten, gest. 1604 nach unruhevoilem Leben in Straßburg( Elsaß). Bei ihm finden sich 82 und[ M] 82.( 114 w). 354 w. 65. Johann Leon geb. 1530 in Ohrdruf( Thüringen), feldprediger, 1558 Pfarrer in Großmölfen bei Weimar, feit 1575 Pfarrer in Wölfis bei Ohrdruf, dort geft. 1597.- 315. 66. Ludwig Helmbold geb. 1532 in Mühlhausen( Thüringen), 1554 Schulmann und Professor der Philosophie in Erfurt, in den Auseinandersetzungen der Gegenreformation zur Abdankung gezwungen, wurde 1571 Rektor, dann Pfarrer, später auch Superintendent an der Liebfrauenkirche in Mühlhausen ( Thüringen), dort geft. 1598 an der Peſt. 227. 283. 502. - 67. Kaspar Bienemann( Meliffander) geb. 1540 in Nürnberg, Pfarrer, als( trenger Lutheraner in den theologischen Kämpfen der Zeit aus dem Amt des Generalſuperintendenten für Pfalz- Neuburg vertrieben, feit 1578 Generalluperintendent in Altenburg( Thüringen), dort geſt. 1591.- 285. 68. Johann Steurlein geb. 1547 zu Schmalkalden, anfänglich Stadtfchreiber zu Wafungen, später Kanzleisekretär in Meiningen, schließlich Stadtschultheiß dortfelbft. Komponist und gekrönter Dichter. Geft. 1613 in Meiningen.- 38(+) Str. 3-6 und M 370 w. 69. Johann Lindemann geb. 1549 zu Gotha, Kantor in seiner Heimatstadt, dort geft. 1631.- 288? 70. Martin Rutilius( Rüdel) geb. 1551 zu Bad Salzeimen( Sachsen- Anhalt), feit 1575 Pfarrer in Teutleben, seit 1586 Pfarrer zu Weimar, dort gest. 1618. 003 80000 - 168. 98 71. Melcior Vulpius( Fuchs) geb. um 1560 in Wafungen( Thüringen), Lehrer in Schleusingen, dann Kantor in Zittau, 1600 Stadtkantor in Weimar, dort geft. 1615. Herausgeber bedeutender Liederbücher. M 39. 79. 189. 316. 333. 339. 355. - 72. Michael Ziegenspeck geb. 1572 zu Neustadt( Orla), 1599 Kantor in feiner Heimatstadt,[ eit 1605 Pfarrer in Ranis Kr. Ziegenrück, dort geſt. 1645.- 464. 778 c. Nord- und Westdeutschland 73. Christoph fischer geb. 1518 in Sankt Joachimsthal( Böhmen), Reformator der Grafschaft Henneberg( Schmalkalden), Pfarrer in mehreren mitteldeutschen Gemeinden, zuleht Hofprediger und Generalfuperintendent in Celle ( Niedersachsen), dort geft. 1598.- 59. 74. Georg Niege geb. 1525 in Allendorf( Werra), Student in Marburg, 1546 Landsknecht der ev. Partei im Schmalkaldischen Kriege, Hauptmann in mehreren Feldzügen, zwischendurch Verwaltungsbeamter im Stadeschen, 1567 Amtmann in Herford, geft. 1588 in Rinteln.-( 341). 75. Joachim Magdeburg geb. 1525 in Gardelegen( Altmark), anfangs kath. Rektor in Schöningen( Braunschweig), seit 1547 in mehreren luth. Pfarrämtern, die er aber fast alle seiner theologischen Haltung wegen aufgeben mußte. Sein Amt als feldprediger der österreichischen Truppen und ſpäter als Pfarrer in Eferding in Osterreich verlor er unter dem Druck der Katholiken. Zuleht Pfarrer in Essen( Ruhr), zeitweilig auch in Iserlohn und Köln, gest. nach 1587.- 284 Str. 1. Bei ihm auch M 280. 283 W. 76. Hermann Wepfe geb. um 1545, Don 1568 bis 1596 Paftor an St. Nicolai in Stade( Elbe). 248. 77. Philipp Nicolat geb. 1556 in Mengeringhausen( Waldeck), Schüler Helmbolds( 66), Paftor in Herdecke( Ruhr)- dort durch die Katholiken perdrängt, dann an der heimlichen luth. Gemeinde in Köln, in Wildungen, ſpäter in Unna( Westfalen), schließlich Hauptpaftor an St. Katharinen zu Hamburg, dort gest. 1608, ein leidenschaftlicher Streiter für die luth. Lehre. 48[+]( nach einer Straßburger Pfaimweise, siehe bei 38 a). 121[+]( nach einer Melodievorlage Don Hans Sachs, siehe 36 a). 78. Michael Praetorius( Schultheiß) geb. 1571 in Creuzburg( Werra), Theologiestudent in Frankfurt( Oder), später Hofkapellmeifter in Wolfenbüttel, dort geft. 1621; fruchtbarer Komponist, Herausgeber großer Sammelwerke für Kirchenmusik. Bei ihm finden sich 226[ omie[ M] 23. 57. 313. 342. 79. Morih der Gelehrte, Landgraf von Hessen, geb. 1572, Komponist, förderer von Heinrich Schüt( 103), gest. 1632 in Eschwege, gilt als Schöpfer von M 374 und Bearbeiter von[ M] 315 W. D. Oft deutschland 80. Bartholomäus Ringwaldt geb. 1530 zu frankfurt( Oder), Lehrer und Prediger, feit 1566 Pfarrer in Langenfeld( Neumark), dort geft. 1599, ein unerschrockener Bußprediger und Eiferer für reine Sitte.- 120. 167. 375. 81. Hans Vogei lebte um 1565. Sein Lied 373 wurde in Frankfurt( Oder) gedruckt. 82. Matthäus Ludecus geb. um 1540 zu Wilsnack( Mark), evangelischer Domdekan in Havelberg, dort geft. 1606; Herausgeber einer großen Choragende, in der sich das Lied 20 findet. 83. Martin Moller geb. 1547 in Kropstädt bei Wittenberg. Obwohl aus Armut ohne Universitätsstudium, wurde er nach kurzer Tätigkeft als Kantor 779 1573 Pfarrer zunächst in Löwenberg, später in einigen anderen schiefischen Gemeinden, schließlich Oberpfarrer an St. Peter und Paul in Görlih. Verfasser zahl= reicher Erbauungsschriften, z. T. im Anschluß an ältere Vorlagen( Augustin u. a.). Zuletzt erblindet, geft. 1606 in Görlik. 101. 119. 286. 287. 84. Jakob Ebert geb. 1549 zu Sprottau in Schlesien, Rektor in Soldin, Schwiebus und Grünberg, dann Professor der Theologie in Frankfurt( Oder) dort gest. 1614. 1614.- 30 391. 85. Kaspar Stolzhagen geb. 1550 zu Bernau bei Berlin, 1574 Rektor, dann Pfarrer zu Stendal, fpäter Superintendent zu Iglau( Mähren), dort gest. 83. 84 Str. 3. 4 Joach 86. Joachim Sartorius geb. um 1553 in Reibnih bei Hirschberg( Schlesien), 1572 Kantor in Schweidnik( Schlesien). Gest. um 1600. 189. 1594. - 87. Bartholomäus Gefius( Gese) geb. um 1560 in Müncheberg bef Frankfurt( Oder), zuerst Theologe, bann Musiker, gest. 1613 als Kantor in frankfurt( Oder). Gefius schuf wahrscheinlich M 40. 200.( 321) und bearbeitete[ M] 114 w. 289 W. 294. 312 W. 340. 391. Bei ihm auch die( vermutlich schon ältere) M 83. 88. Martin Behm geb. 1557 zu Lauban( Schlesien), nach harter Jugend zunächst Hauslehrer in Wien und Straßburg( Elfaß), dann Lehrer, 1586 Oberpfarrer an der Hauptkirche St. Trinitatis feiner Heimatstadt, dort geft. 1622; Verfaffer zahlreicher Lieder und Erbauungsschriften.- 49. 317. 343. 370.( 377). 378. 379. 459. July 89. Valerius Herberger geb. 1562 in fraustadt, anfangs Lehrer, dann Pfarrer an St. Marien in seiner Vaterstadt. Als die Kirche von den katholischen Polen in Besih genommen wurde, baute er eine Notkirche, das Kripplein Chrifti". Gest. 1627 in Fraustadt, schwer geprüft durch Kriegsnöte und die Stürme der Gegenreformation.- 318. 89a. Christoph Knoll geb. 1563 in Bunzlau( Schlesien), Lehrer, später Pfarrer in Sprottau zuſammen mit Martin Moller( 83), dort gest. 1621. - 453. - 89 b. Peter Hagen geb. 1569 in Hennenberg bei Heiligenbeil( Oftpreußen), 1597 Rektor in Lyck, 1602 Rektor an der Kneiphöfischen Schule zu Königsberg ( Oftpreußen), gest. 1620 in Königsberg an der Pest. dort geft. 1635.- 407. 90. Johann Stobäus geb. 1580 in Graubenz, Schüler des Komponisten Johann Eccard, Kantor am Dom, später Kurfürstlicher Kapellmeister zu Königsberg( Oftpreußen), dort geft. 1646. M 249. 91. Melchior Teschner geb. neben Valerius Herberger( 89), 584 in fraustadt,[ eit 1609 Kantor dortfelbst M 318. 1 - Pfarrer in Oberpritschen bei fraustadt, st euamoa E. Süddeutschland und Italien 92. Martin Schalling geb. 1532 zu Straßburg( Elsaß), treuer Schüler Melanchthons( 21), Pfarrer in Regensburg, Amberg und Vilseck, dann Hofprediger in Amberg und Generalſuperintendent der luth. Oberpfalz, seiner theo= logischen Einstellung wegen viermal aus dem Pfarramt vertrieben, 1585 Pfarrer an der Frauenkirche in Nürnberg, zuletzt erblindet, geft. 1608 in Nürnberg. 247. 780 92a. Jakob Regnart geb. um 1540 in den Niederlanden, Hofkapellmeifter in Prag und Innsbruck, gest. 1599 in Prag.- M( 289 W). 93. Daniel Sudermann geb. 1550 in Lüttich, Hofmeister in verschiedenen Häusern, zulett Erzieher im, Brüderhof" zu Straßburg( Elfaß), dort geft. nach 1631; Anhänger Schwendfelds und der alten Myſtiker.- 4. 94. Giovanni Giacomo Gastoldi geb. um 1556 in Caravaggio, Kapellmeister in Mantua, geft. 1622.- M 288 W. 95. Hans Leo Haßler geb. 1564 in Nürnberg, studierte in Venedig, Organift in Augsburg, Prag, Nürnberg, Ulm und Dresden, hervorragender Komponist, geft. 1612 in Frankfurt a. M. M 453 W. - IV. Das Zeitalter des 30jährigen Krieges Die in den Dichterbünden seit 1624 fidh anbahnenden Bestrebungen zur Refnigung und Veredelung der deutschen Sprache und Dichtkunft bringen auch für das Kirchenlied eine neue Blüte. Die weithin aus den Nöten des Großen Krieges geborenen Lieder dieser Zeit haben vor allem die persönlichen Anliegen des einzelnen Christen im Auge. Sie sind zum großen Teil zunächst für die Hausandacht geschaffen und haben neben den Tageszeiten vor allem Bitte und Dank, Gottvertrauen und Sehnsucht nach der Ewigkeit zum Gegenstand. Unter den Liedern zu den Kirchenjahreszeiten tritt das Paffionslied stärker in den Vordergrund. Die Dichtungen dieses Zeitalters bezeugen eine starke persönliche Glaubensgewißheit. Bei den späteren Dichtern findet sich eine Hinneigung zur Myftik. Die Erfindung neuer Kirchenliedweisen steht von der ersten Hälfte des 17. Jahrh. an unter dem Einfluß des von Italien hergekommenen neuen Musikftils, des fog. Generalbaßstils, bei dem jede Melodie akkordisch durch ein Tasteninstrument ( z. B. die Orgel) begleitet wird. hognosd ad h pomlad A. Schlesien 96. Johann Heermann geb. 1585 in Raudten( Schlesien), als Schüler ein Hausgenoffe von Valerius Herberger( 89), 1608 gekrönter Dichter, 1611-1639 Paftor in Köben( Oder), gab wegen Krankheit sein Amt auf, wirkte meiter durch erbauliche Schriften; geft. 1647 im Ruhestand zu Liffa in Polen, ein Kreuzträger des 30 jährigen Krieges und der Gegenreformation, der bedeutendste Liederdichter zwischen Luther und Paul Gerhardt. 291. 383. 414. 418. 480. 50. 60. 85. 156. 169. 171. 175. 209. 210. -> - 97. Matthäus Apelles v. Lömwen stern geb. 1594 zu Neuſtadt( OberSchlesien), Lehrer, dann fürstlicher Kirchenmufikdirektor und Kammerdirektor in Bernstadt( Schlesien), später kaiserlicher Rat, geadelt, begabter Dichter und Musiker, geft. 1648 zu Breslau. 212+. 380+. 98. Adam Thebefius geb. 1596 zu Seifersdorf bei Liegnih( Schlesien), Pfarrer in verschiedenen schlesischen Gemeinden, seit 1632 an St. Peter und Paul in Liegnit, dort geft. 1652.- 66. 99. David Behme geb. 1605 in Bernstadt( Schlesien), 1630 Pfarrer zu Vielguth bei Bernstadt, 1638 Oelsnischer Hofprediger und Konfiftorialrat in ſeiner Heimatstadt, dort gest. 1657.- 323. 100. Andreas Gryphius geb. 1616 in Glogau( Schlesien), nach leidDoller Jugend zunächst Dozent für Naturwissenschaften in Leyden( Niederlande), später Landschaftssyndikus des Fürstentums Glogau, der führer der schlesischen Dichterschule, geft. 1664 in Glogau. 328. 1300 aspono 781 s 101. Heinrich Held geb. 1620 zu Guhrau( Schlefien), Rechtsanwalt in Fraustadt, ſpäter Kämmerer und Ratsherr in Altdamm bei Stettin, gekrönter Dichter, gest. 1659 zu Stettin.- 11. 106. 102. Martin Jan geb. um 1620 in Merseburg, Kantor, ſpäter Pfarrer in Sorau( Niederlaufih), Rektor in Sagan( Schlesien), Paftor in Eckersdorf, dort durch die Gegenreformation vertrieben, schließlich Kantor in Ohlau, dort geft. Ansdesig dnu mill 1682. 1 M 66. B. Sachsen 108 gor Jallotis on VI 103. Heinrich Schüh geb. 1585 in Bad Köftrih( Thüringen), Kapellknabe in Kaffel, studierte Rechtswissenschaften in Marburg, dann Musik in Venedig, feit 1617 Hofkapellmeister in Dresden, dort gest. 1672; der große Meister der ev. Kirchenmusik por Johann Sebastian Bach( 191). M 190. 224. 272. 278. 464. 104. Johann Hermann Schein geb. 1586 in Grünhain bei Aue( sächs. Erzgebirge), studierte Rechtswiffenschaften in Leipzig, war Musiklehrer in Weißenfels, Hofkapellmeister in Weimar, schließlich Thomaskantor in Leipzig, dort geft. 1630; Dichter, Sänger und Tonseher. 321, sowie M( 344).( 402) und[ M] 289 W. 321. 341. 356. 105. Martin Rindkart geb. 1586 zu Eilenburg( Sachsen- Anhalt), Schüler des Thomaskantors Calvifius( 60) und freund und Schicksalsgenosse Johann Heermanns( 96), Kantor an St. Nicolai, dann Paftor an St. Annen in Eisleben, ſpäter Archidiakonus in seiner Vaterstadt, dort geft. 1649; ein treuer Hirte seiner Gemeinde in den Drangsalen des Krieges.- 228.( 432). 106. Ernst Christoph Homburg geb. 1605 in Mihla bei Eisenach, Rechtsanwalt in Naumburg, dort gest. 1681; gefeierter Dichter weltlicher Gesänge, durch schwere Heimsuchungen zum geistlichen Lied geführt.- 65. 107. Christian Keimann geb. 1607 in Deutsch- Pankraz( Böhmen), wurde mit seinen Eltern 1628 aus der Heimat vertrieben, 1634 Konrektor, 1639 Gymnasialdirektor in Zittau( Sachsen), dort gest. 1662; gekrönter Dichter und be= deutender pädagogischer Schriftsteller.- 25. 251. 108. Paul Fleming geb. 1609 in Hartenstein( Sachsen), schon als Student gekrönter Dichter, dichtete 1633 zu Beginn einer sechsjährigen gefahrenreichen Reise nach Rußland und Persien das Lied 292. Gest. 1640 als Arzt in Hamburg infolge der Reiseanstrengungen. 109. Johann Olearius geb. 1611 in Halle( Saale), Dozent in Wittenberg, Superintendent in Querfurt, 1643 Oberhofprediger und 1664 Generalsuperintendent zu Halle, dann zu Weißenfels, dort geft. 1684. Ein gründlicher Kenner des Kirchenliedes und Dichter vieler trefflicher Gefänge für den Gottesdienst.- 31. 111. 144. 332. 403. 436. 110. Andreas Hammerschmidt geb. 1612 in Brüx( Böhmen), Organiſt in Wesenstein und freiberg( Sachsen). Schließlich Kantor in Zittau, dort geſt. 1675. M 25. CON 110a. Matthäus Wieser geb. 1617 zu Gräßlih bei Hof( Bayern), Berg= mann und Steiger dortfelbst, 1672 um des Glaubens willen nach Freiberg ( Sachsen) ausgewandert, dort geft. 1678. 473. 782 111. Johann franck geb. 1618 zu Guben( Niederlausit), Schüler Simon Dacho( 133), Rechtsanwalt in seiner Heimatstadt, ſpäter Ratsherr und Bürgermeister dortfelbft, Landesältester der Niederlaufih, befreundet mit Johann Crüger ( 148), gest. 1677 in Guben.- 113. 157. 293. 393. 112. Johann Rofenmüller geb. um 1620 in Oelsnik( Sachsen), stellvertretender Thomaskantor in Leipzig, geft. 1684 nach bewegtem Leben als Hof= kapellmeister in Wolfenbüttel. 176 329. M 454. 113. Christoph Anton geb. in Freiberg( Sachsen), Organist dortfelbst als Nachfolger von Andreas Hammerschmidt( 110), geft. 1658 in freiberg.- M( 329 w). 114. Johann Georg Albinus geb. 1624 in Unternessa bei Weißenfels, Urenkel Nikolaus Selneckers( 56), Rektor an der Domschule, später Pfarrer an St. Othmar zu Naumburg( Saale), dort geft. 1679.- 176 454. 115. Johann Ulich geb. 1634 in Leipzig, Organift in Torgau, ſpäter Kantor und Organist an der Stadtkirche in Wittenberg, dort geft. 1712.- M 251. 116. Adam Krieger geb. 1634 zu Driesen( Neumark), Schüler von Samuel Scheidt in Halle( Saale) und Heinrich Schüt( 103), 1655 Organist an St. Nicolai in Leipzig, 1657 Hoforganist in Dresden, dort geft. 1666.- 364 w+ Str. 1 und M( 259 w).( 461 W). 117. Saloma Liscom geb. 1640 in Niemitsch( Niederlausit), schon als Student gekrönter Dichter, 1664 Pfarrer in Otterwisch Kr. Grimma, später Pfarrer in Wurzen( Sachsen), dort geft. 1689. - 385. - 118. Johann friedrich Herzog geb. 1647 zu Dresden, geft. 1699 als Rechtsanwalt dortfelbst. Das Lied 364 dichtete er 1670 als Student in fortsetzung der ersten Strophe eines weltlichen Abendliedes von Adam Krieger( 116). 1 media C. Thüringen und Hessen 2305 118 a. Johann Georg Wiener geb. 1583 in Walldorf bei Meiningen, feit 1607 Pfarrer in mehreren Gemeinden Thüringens, seit 1639 in Heinrichs bei Suhl, dort geft. 1651. M 556. 119. Bartholomäus Helder geb. um 1585 in Gotha, 1607 Lehrer in friemar bei Gotha, dann Pfarrer in Remstädt Kr. Gotha, dort gest. 1635.- 427+. 120. Johann Matthäus Meyfart geb. 1590 zu Jena, Lehrer, ſpäter Rektor des Gymnafiums in Coburg, 1634 Profeffor der Theologie, 1636 auch Pfarrer an der Predigerkirche in Erfurt, dort gest. 1642. Er suchte die schlafende Christenheit durch den Hinweis auf die Letzten Dinge( das Jüngste Gericht und das Himmlische Jerusalem) zu wecken.- 320. 121. Wilhelm II., Herzog zu Sachsen- Weimar geb. 1598 in Altenburg, Mitkämpfer der ev. Partei im 30jährigen Kriege, feit 1625 Regent, geft. 1662 zu Weimar.- 126 Str. 1-3? 122. Johannes Niedling geb. 1602 in Sangerhausen, seit 1626 Gymnasiallehrer in Altenburg, dort geft. 1668.- 104? se 123. Michael franck geb. 1609 zu Schleusingen, mußte nach dem frühen Tode seines Vaters das Gymnafium verlassen und wurde Bäcker in seiner Heimatstadt, floh 1640 infolge der Kriegswirren nach Coburg, dort Lehrer an der Stadtſchule, gekrönter Dichter und Mitglied von Rists Elbschwanorden", auch als Musiker anerkannt. Geft. 1667 in Coburg.- 327(+). 433. 783 124. Abam Drefe geb. 1620 in Weimar, Hofkapellmeister in Weimar, Jena und Arnstadt, Erbauungsschriftsteller, geft. 1701 in Arnstadt. M 274. 125. Georg Neumark geb. 1621 zu Langenfalza( Thüringen), schloß fich als Student der Rechtswissenschaften dem Kreife um Simon Dach( 133) in Königsberg( Ostpreußen) an. Schriftsteller in Danzig und Thorn, 1652 Bibliothekar und Kanzleiregistrator, später auch Hofdichter in Weimar, gekrönter Dichter, geft. 1681 in Weimar. Das Lied 298+ dichtete und fang er 1641, als er, auf der Reise zur Universität Kiel überfallen und ausgeplündert, nach e Winter eine Hauslehrerstelle fand. entbehrungsreichem nod 39glejbol 126. Kaspar friedrich Nachtenhöfer geb. 1624 in Halle( Saale), Pfarrer in Meeder bei Coburg, dann in Coburg, dort gest. 1685. Ein trefflicher Musicus und geschickter Poet".- 32. 127. Johann Bornschürer geb. 1625 zu Schmalkalden, seit 1650 Pfarrer in Brotterode, Steinbach- Hallenberg und Schmalkalden, seit 1670 Dekan in Tann 1. d. Rhön( Kr. fulda), dort geft. 1677. 150. 128. Johann Rudolf Ahle geb. 1625 in Mühlhausen( Thüringen), Kantor in Erfurt, dann Organist und Bürgermeister in seinem Heimatort, dort geft. 1673. M( 127).( 349). - - - 129. Wolfgang Karl Briegel geb. 1626 in Nürnberg, Organist und Kantor in verschiedenen Städten, schließlich Hofkapellmeister in Darmstadt, dort geft. 1712. Bearbeiter des großen Darmstädter Kantionals 1687, in dem sich[ M] 24. 38. 127. 329 befinden. 130. Hartmann Schenck geb. 1634 zu Ruhla bei Eisenach, 1662 Pfarrer in Bibra Kr. Meiningen, später in Ostheim vor der Rhön und Völkershausen, geft. 1681 in Ostheim.- 141. 130a. Georg Christoph Strattner geb. um 1645 in Gols am Neufiedler See( Ungarn), Kapellmeister in Durlachy( Baden), Frankfurt( Main) und Weimar, dort geft. 1704. M 426. - 131. Severus Gastorius, um 1675 Kantor in Jena, Studienfreund Samuel Rodigasts( 164), gilt als Verfaffer von M 299. - D. Ostpreußen 19 no 132. Georg Weißel geb. 1590 zu Domnau( Oftpreußen), Rektor in friedland( Ostpreußen), feit 1623 Pfarrer an der Altroßgärter Kirche zu Königsberg ( Oſtpreußen), dort geſt. 1635.- 6.( 87). 249. 133. Simon Dach geb. 1605 zu Memel, zuerst Lehrer an der Domschule, dann Professor der Dichtkunft und Beredsamkeit zu Königsberg( Oftpreußen), Haupt des Königsberger Dichterbundes, gest. 1659 in Königsberg nach vielen Heimsuchungen.- 322. DIE 134. Georg Werner geb. 1589 zu Preußisch- Holland( Oftpreußen), Lehrer, ſpäter Rektor, feit 1621 Pastor an der Löbenichtschen Gemeinde in Königsberg ( Oftpreußen), dort gest. 1643, Mitglied des Dichterkreises um Simon Dach( 133). - 102. 135. Heinrich Albert( Alberti) geb. 1604 zu Lobenstein( Vogtland), durch seinen älteren Vetter Heinrich Schüh( 103) der Musik zugeführt, gest. 1651 als Domorganift in Königsberg( Oftpreußen), wo er dem Kreise um Simon Dach( 133) angehörte. 345+. innerismo 35/ 784 136. Valentin Thilo( der Jüngere), geb. 1607 zu Königsberg( Oftpreußen), Profeffor der Beredsamkeit dortfelbst, Amtsgenosfe und freund Simon Dachs ( 133), gest. 1662 in Königsberg. 9 Str. 1-3. - 137. Peter Sohr geb. um 1630 in Lenzen bei Elbing( Westpreußen), Lehrer in Elbing, ſpäter Organist in Dirschau( Westpreußen), schließlich Kantor in Elbing, dort geft. um 1692. Er gab eine erweiterte Ausgabe von Johann Crügers( 148) Praxis pietatis melica heraus, in der er M( 415) veröffentlichte. E. Niederdeutschland 138. Jojua Stegmann geb. 1588 zu Sülzfeld bei Meiningen, Superintendent der Grafschaft Schaumburg und Professor der Theologie zunächst in Stadthagen, dann an der Universität in Rinteln( Weser), dort gest. 1632 nach schweren durch das Vordringen der Gegenreformation verursachten Heimsuchungen.- 208. 139. Jakob fabricius( Schmied) geb. 1593 in Köslin( Pommern), zuerst Lehrer, dann Paftor in seiner Heimatstadt, später Hofprediger in Stettin, 1630-32 Hof- und Feldprediger im Heere Gustan Adolfs von Schweden, 1634 Generalſuperintendent von Pommern, seit 1642 außerdem Paftor an St. Marien in Stettin, dort geft. 1654. Das Lied 211 foll auf Anregung Gustav Adolfs gedichtet sein. 140. Thomas Selle geb. 1599 in Zörbig bei Bitterfeld, seit 1637 Kantor am Johanneum und Kirchenmusikdirektor in Hamburg, dort geft. 1663. M 8. 141. Johann Schop geb. um 1590 vermutlich in Hamburg, Instrumentist in Wolfenbüttel und Kopenhagen, seit 1621 Ratsmusikdirektor, später auch Organist in Hamburg, dort geft. um 1645; der Komponift Johann Rifts( 144).- M ( 24). 41. 232.( 324).( 360). - 142. Justus Gefenius geb. 1601 in Esbeck bei Elze( Niedersachſen), Paftor an St. Magni in Braunschweig, 1636 Hofprediger in Hildesheim, 1642 Oberhofprediger und Generaliffimus( Bischof) der Fürstentümer CalenbergGöttingen in Hannoper, Verfaffer einer vielgebrauchten Katechismuslehre, gest. 1673 in Hannover.- 61. 143. David Denicke geb. 1603 zu Zittau( Sachsen), Privatdozent der Rechtswissenschaften in Jena und Königsberg( Ostpreußen), 1629 Prinzenerzieher am Braunschweigifdhen Hofe in Herzberg( Harz), 1642 rechtskundiger Konfiftorialrat in Hannover, Abt zu Bursfelde, geft. 1680 in Hannover.- 145. 187. 434. Geſenius und Denicke gaben gemeinsam das Neue Hannoversche Geſangbuch" 1646( ſpätere Auflagen: 1652, 1657 usw.) heraus, in dem viele ältere Lieder ſprachlich zeitgemäß umgestaltet wurden, aus diesem Geſangbuch: 9 Str. 4. 26. 87. 409. 469 und[ M] 187. 143 a. Bodo D. Hodenberg geb. 1604 zu Celle, geft. 1650 als Landdrost und Berghauptmann zu Osterode( Harz), gilt als mutmaßlicher Verfasser des Liedes 460. 26 144. Johann Rift geb. 1607 in Ottensen( Altona), Schüler Jofua Stegmanns ( 138) in Rinteln, 1633 Paftor zu Wedel an der Elbe( Holstein), dort gest. 1667; gekrönter Dichter, pom Kaiser geadelt, Begründer des„ Elbschwanordens"( Dichterbund), der fruchtbarste Liederdichter ſeiner Zeit. 8. 24. 41. 51. 73 Str. 2-6. 229. mod( indy 324. 360. 408. 415. 785 145. Wolfgang We( i) ßniher geb. um 1615, feit 1658 Hoforganist, feit 1679 auch Stadtorganist in Celle, geft. 1697. Komponift zahlreicher Kirchenliedweifen. Bearbeiter der Celler Gefangbücher von 1661 und 1696. M 65. 146. Ernst Sonnemann geb. 1630 in Ahlben Bez. Lüneburg, 1658 Konrektor in Celle, Herausgeber des Lüneburger Gesangbuches 1661, im gleichen Jahre Paftor am Münfter St. Alexandri in Einbeck, dort gest. 1670.- 93. 146a. Christian D. Stöcken geb. 1633 in Rendsburg, Paftor an mehreren Orten in Schleswig- Holstein, zuleht Generalsuperintendent in seiner Heimatstadt, dort gest. 1684. - 474. F. Mark Brandenburger, 19d indent mesta pulalsch nad 147. Paul Gerhardt geb. 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, zunächst Erzieher in Wittenberg und Berlín, 1651 Propft zu Mittenwalde( Mark), 1657 Paftor an St. Nicolai in Berlin, chied 1667 infolge des Konfliktes des( re= formierten) Kurfürsten mit den lutherischen Paftoren Berlins um seiner Bekenntnís= bindung millen aus dem Amt, 1669 Archidíakonus in Lübben im Spreewald ( damals Kursachsen), dort geft. 1676. Paul Gerhardt ist nach Luther der volkstümlichste Liederdichter der Kirche. 10. 27. 28. 29. 30. 42. 62. 63. 64. 86. 105. 172. 185. 197. 230. 231. 232. 250. 294. 295. 296. 297. 326. 346. 347. 348. 361. 371. 384. 392. 400. 402. 435. 1 - TO 148. Johann Crüger geb. 1598 in Groß Breesen bef Guben, seit 1622 Organist an St. Nicolai in Berlin, befreundet mit Paul Gerhardt( 147), der Pfarrer an der gleichen Kirche war, geft. 1662 in Berlin, Herausgeber der Praxis pietatis melica, eines in vielen Auflagen erschienenen hochbedeutsamen Gesangbuches, der bedeutendste Melodienfchöpfer der ev. Kirche nach Luther. M 10. 27. 86. 105. 157. 228. 293. 296. 322. 347. 375 und[ M] 22. 60. 205. 227. 231. 233. 324. 327. 344. 402. 149. Michael Schirmer geb. 1606 zu Leipzig, nach kurzer Tätigkeit im Pfarramt 1636 Konrektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster in Berlin, Freund Paul Gerhardts( 147). gekrönter Dichter, gest. 1673 in Berlin nach schweren Leiden und Heimſuchungen, der deutsche Hiob".- 7. 103. 150. Jakob Hinge geb. 1622 in Bernau( Mark), Musiker in Berlin, nach Johann Crügers( 148) Tode Herausgeber der Praxis pietatis melica, geft. 1702 in Berlin. M 95. 295. - 151. Johann Georg Ebeling geb. 1637 in Lüneburg, Nachfolger Johann Crügers( 148) als Organist an St. Nicolai in Berlin, ſpäter Gymnasiallehrer und Kantor in Stettin, dort gest. 1676. M 197. 297. 307. 346. G. Süddeutschland 152. Jofua Wegelin geb. 1604 zu Augsburg, feit 1627 Pfarrer an der Barfüßerkirche in ſeiner Vaterstadt, von dort zweimal durch die Gegenreformation vertrieben, seit 1635 Pforrer und Ephorus in Preßburg, dort gest. 1640.-( 93). 153. Tobias Clausnizer geb. um 1618 in Thum bei Annaberg( fächſ. Etzgebirge), 1644 schwedischer Feldprediger, nach Kriegsende Oberpfarrer und Kirchenrat in Weiden( Oberpfalz), dort geft. 1684.( 69). 127. 786 1 154. Cafpar Heunisch geb. 1620 zu Schweinfurt( Bayern), Pfarrer in mehreren bayrischen Gemeinden, feit 1647 in seiner Vaterstadt, dort geft. 1690 ale Superintendent. 325. 155. Siegmund D. Birken( Betulius) geb. 1626 in Wildstein bei Eger ( Böhmen), 1629 mit seinen Eltern des Glaubens megen vertrieben, seft 1649 Schriftsteller und Vorsteher des, Blumenordens" in Nürnberg, vom Kaiser seiner Dichtkunst wegen geadelt, geft. 1681 in Nürnberg.- 67. 252. 457. 1 155 a. Heinrich Arnold Stockfleth geb. 1643 in Alfeld( Leine), Generalsuperintendent in Münchberg bei Bayreuth, dort geft. 1708. Herausgeber eines Reformgefangbuches 1690. 446. 156. Johann Löhner geb. 1645 in Nürnberg, Organist in seiner Heimatstadt, dort gest. 1705,[ dhuf M( 300). - H. Vorläufer des Pietismus 157. Johann Scheffler( Angelus Silefius), geb. 1624 zu Breslau, 1649-52 Leibarzt des Herzogs von Württemberg- Oels in Oels( Schlesien), durch mystische Studien der luth. Kirche entfremdet, trat 1653 zur röm.- hath. Kirche über, einer der führer der Gegenreformation in Schlesien, geft. 1677 in Breslau. 253. 254. 255. 256. - 158. Christian Scriper geb. 1629 zu Rendsburg( Schleswig), Pfarrer in Stendal und Magdeburg St. Jacobi, feit 1690 Oberhofprediger der Abtissin zu Quedlinburg, berühmter Erbauungsschriftsteller, gefst. 1693 in Quedlinburg nach einem trübsalreichen Leben. 363. 1 158 a. Ahasperus fritsch geb. 1629 in Mücheln( Sachsen- Anhalt), Jurist, Dichter und Musiker, Herausgeber erbaulicher Schriften, geft. 1701 als Kanzler In Rudolstadt. M[ 461 W]. 158 b. Heinrich Müller geb. 1631 zu Lübeck, zunäost in Lübeck wirkend, Paftor,[ püter Profeffor in Rostock, Erbauungsschriftsteller, nach dessen Büchern Lieder gedichtet wurden, geft. 1675 in Rostock.-( 446). 159. Christian Knorr freiherr D. Rosenroth geb. 1636 in AltRaudten( Schlesien), Minister des katholisch gewordenen Pfalzgrafen zu Sulzbach ( Oberpfalz), Dom Kaiser geadelt. Myftiker, vielseitiger Forscher, Dichter und Tonleher, gest. 1689 in Großalbershof( Sulzbach- Roſenberg). 349. 160. Abraham Klejel geb. 1636 zu Fraustadt, Pfarrer in mehreren Schlesischen Gemeinden, seit 1680 an der Heilig- Geift- Kirche zu Jauer( Schlesien), dort gest. 1702.- 68. 26* 161. Amilie Juliane Reichsgräfin D. Schwarzburg- Rudol= stadt, geb. Gräfin D. Barby, geb. 1637 als Flüchtlingskind auf der Heidecksburg bei Rudolstadt, dort geft. 1706; die liederreichste der Kirchengesänge dichtenden frauen in Deutschland. 236. 331. 1 - 162. Friedrich funke geb. 1642 in Noffen( fächs. Erzgebirge), Kantor mm Perleberg, dann an St. Johannis in Lüneburg, feit 1694 Paftor in Römstedt bef Lüneburg, dort geft. 1699.- 94. 787 V. Das Zeitalter des Pietismus und der Aufklärung Der Pietismus Jeht das von ihm geschaffene neue Lied mit großem Nachdruck und innerer Kraft ein, um die Glieder der in der Gefahr der Erstarrung befindlichen Kirche zu neuem Leben zu erwecken und ihnen das Erlebnis der Bekehrung zu vermitteln So haben die Lieder vorwiegend Buße, Bekehrung und Heils= gewißheir zum Gegenstande. Das Lied ift zunächst für den kleineren Kreis der Erweckten bestimmt. Das alte Liedgut gerät in dieser Zeit vielfach in Vergeffenheit und wird in der Aufklärung durch nüchterne Neudichtungen erfeht. Doch findet man in diesem Zeitalter eine Reihe von Dichtern, die sich weiter zur überkommenen Art der kirchlichen Verkündigung halten und über Pietismus und Aufklärung hinweg ihren Glauben mit Liedern bezeugen. Die Melodien dieser Zeit find meist, Arien" für den Einzelgefang, passen sich aber später durch schlichte Gestaltung im Volkston" der damaligen Art des weltlichen VolksHedes an. - A. Die frühzeit des Pietismus 163. Johann Jakob Schüh geb. 1640 in Frankfurt( Main), Rechtsanwalt und Reichsrat dortfelbst, Mystiker, regte Speners pietistische Erbauungsstunden an, ſpäter schwärmerischen Gedanken zugeneigt. Geft. 1690 in Frankfurt. 233. 164. Samuel Rodigast geb. 1649 zu Gröben bei Jena, Dozent in Jena, fpäter Konrektor und seit 1698 Dírektor des Gymnasiums zum Grauen Klofter in Berlin, freund Speners, geft. 1708 in Berlin.- 299. 165. Heinrich Georg Neuß geb. 1654 zu Elbingerode( Harz), Schulmann und Pfarrer in verschiedenen braunschweigischen Gemeinden, dann Superintendent in Remlingen und schließlich Superintendent und Konfiftorialrat der Graffchaft Stolberg- Wernigerode, eifriger förderer des Kirchengefanges, gest. 1716 in Wernigerode.- 263. 166. Johann Menher geb. 1658 zu Jahmen( Klitten) in der Oberlausih, Pfarrer in mehreren fächsischen Gemeinden, seit 1696 in Kemnih bei Bernstadt in der Nähe von Herrnhut, dort gest. 1734. Menter stand nd Zinzendorf( 204) nahe.- 238. 167. Lorenz Lorenzen( Laurentius Laurenti) geb. 1660 in Husum ( Schleswig), seit 1684 Musikdirektor und Kantor am Dom zu Bremen, dort gest. 1722.- 88. 122. 168. Friedrich Konrad Hiller geb. 1651 zu Unteröwisheim bei Bruchfal, Regierungsrat in Stuttgart, dort gest. 1726.- 214. is 100 169. Gottfried Arnold geb. 1666 zu Annaberg( fächs. Erzgebirge), Schüler Speners, radikaler Pietist, zeitweilig Gegner der Kirche und Anwalt aller Ketzer", seit 1701 jedoch im Kirchendienst, gest. 1714 als Superintendent in Perleberg( Mark).- 262.( 441). 170. Johann Christian Nehring geb. 1671 zu Goldbach bei Gotha, Rektor in Effen, Inspektor am Waisenhause in Halle( Saale), 1706 Pfarrer zu Nauendorf( Saalkreis), seit 1716 in Morl bei Halle, dort gest. 1736.- 218 Str. 3 u. 7. 788 171. Joh. Burchard Freystein geb. 1671 in Weißenfels, Rechtsanwalt, fpäter Hofrat in Dresden, dort durch Spener beeinflußt, geft. 1718 in Dresden.- 261. 172. Michael Müller geb. 1673 in Blankenburg( Harz), starb 1704 lungenkrank als Kandidat der Theologie in Schloß Schaubeck Kr. Ludwigsburg ( Württemberg). - 52. B. Die Blütezeit des Pietismus 173. Ludwig Andreas Gotter geb. 1661 in Gotha, Hofrat in seiner Vaterstadt, dort geft. 1735.- 258. 428. 174. Bartholomäus Craffelius( Kraffelt) geb. 1667 zu Wernsdorf in Sachsen, Schüler August Hermann Franckes, Pfarrer zu Nidda in der Wetterau ( Heffen), feit 1708 luth. Pfarrer in Düsseldorf, dort als entschiedener Vertreter des Pietismus oft in harte Kämpfe verstrickt, gest. 1724. 237. 175. Johann Heinrich Schröder geb. 1667 in Springe am Deister, geft. 1699 als Pfarrer in Meſeberg bei Magdeburg.- 259. 260. - 1951 890 jod opto 176. Johann Eusebius Schmidt geb. 1670 in Hohenfelden( Thüringen), geft. 1745 als Pfarrer in Gotha- Siebleben.- 213. molga cor dit anu gangi 177. Johann Anaftafius freylinghausen geb. 1670 in Gandersheim, Mitarbeiter und Schwiegersohn Auguft Hermann franckes, später dessen Nachfolger in der Leitung der Anstalten, geft. 1739 in Halle, Herausgeber eines ſeit 1704 in vielen Auflagen erschienenen weitverbreiteten Geſangbuches, dem M 6. 213. 262. 265. 430 und[ M] 198. 234. 237. 259 w. 349. 415 entnommen sind. an od osudmal 177a. Joachim Lange geb. 1670 in Gardelegen( Altmark), Gymnasialdirektor, später auch Pastor in Berlin, dann Professor in Halle( Saale), dort gest. 1744; streitbarer freund A. H. Franckes. 461. romanipe hodblitoon 20 177b. Christian Jakob Koitsch geb. 1671 in Meißen, Schüler A. H. Frandkes, Inspektor am Pädagogium in Halle,[ päter Rektor in Elbing ( Westpreußen), dort gest. 1735.- 429 178. Johann Friedrich Ruopp geb. 1672 zu Straßburg, Pfarrer in mehreren elsässischen Gemeinden, feiner pietistischen Einstellung wegen 1705 aus dem Elsaß ausgewiesen, nach schweren Drangfalen Adjunkt der theologischen fakultät und Inspektor am Waisenhause zu Halle( Saale), dort gest. 1708.- 264. 179. Johann Daniel Herrnschmidt geb. 1675 zu Bopfingen( Württemberg), Schüler A. H. Franckes, Pfarrer in seiner Heimatſtadt, dann Hofprediger und Konsistorialrat in Idstein( Nassau), 1715 Profesſor der Theologie in Halle und Mitdirektor der franckeschen Stiftungen, geft. 1723 in Halle. 198. 448. 180. Christian Friedrich Richter geb. 1676 in Sorau, studierte Medizin und Theologie, seit 1699 Arzt an den Franckeschen Stiftungen in Halle ( Saale), dort gest. 1711, der gedankentiefste Dichter des hallischen Pietismus.- 265. 266. 789 181. Wilhelm Erasmus Arends geb. 1677 in Langenftein( Harz), Pfarrer in Krottorf( Sachsen- Anhalt),[ päter an der Peter- Paulskirche in Halberstadt, dort gest. 1721. s pre 267. SCHY 181a. Kaspar Gotthold Jent[ sch geb. 1681 in Bauten, geft. 1729 als Kandidat der Theologie in Reichenau.( 475). - - 182. Lambert Gedicke geb. 1683 in Gardelegen( Altmark), zunächst Lehrer am Waisenhaus in Halle( Saale), später feldprediger, dann feldpropft des preußischen Heeres in Berlin, dort geft. 1736.- 302. c. Nichtpietistische Dichter und Sänger 182a. Kaspar Neumann geb. 1648 in Breslau, Pfarrer und Profeffor der Theologie dortfelbft, ein frommer Lutheraner, Verfaffer eines meitverbreiteten Gebetbuches und eines schlesischen Gesangbuches, geft. 1715 in Breslau. 458. 470. 183. Johann Betichius geb. 1650 in Steckby( Anhalt), feit 1689 Paftor in Zerbst, dort tgeſt. 1729 1722.386. dag 390038 iznish naodol zrr 184. Cyriakus Günther geb. 1650 in Goldbach bef Gotha, Lehrer in Eisfeld bei Hildburghausen( Thüringen), später in Gotha, dort geft. 1704. ( el prtatin 257. -N 1 potre 185. Salomo franck geb. 1659 zu Weimar, Regierungsbeamter in Arnstadt und Jena, seit 1702 Oberkonsistorialsekretär, Hofpoet und Bibliothekar in Weimat, wo er für Johann Sebastian Bach( 191) Kantatentexte dichtete, dort geft. 1725.74. 301. asnis sedsponsH - PEET Je nationA as omini 186. Erdmann Neumeifter geb. 1671 in Uchterih bef Weißenfels, Pfarrer in Eckartsberga, Hofprediger in Weißenfels, Superintendent in Sorau, feit 1715 Hauptpaftor an St. Jacobi in Hamburg, dort geft. 1756. Streitbarer Gegner des Pietismus, Textdichter vieler Kantaten Joh. Sebastian Bachs( 191). 268. 410. 433. 439. 09% amod niba8 20109 bin 300q 187. Benjamin Schmolck geb. 1672 in Brauchitsch dorf( Schlesien), schon als Student gekrönter Dichter, 1702 Pfarrer an der Friedenskirche zu Schweidnih, in[ tetem Kampf mit den Jefuiten, zuletzt gelähmt und erblindet, geft. 1737 in Schweidnih. Der führende Dichter der dem Pietismus fernstehenden Gruppe. 43. 107. 129. 151. 394. 440. 188. Valentin Ernst Löscher geb. 1673 zu Sondershausen, Superintendent in Jüterbog und Delitsch, dann Profeffor der Theologie in Wittenberg, schließlich Oberkonfiftorialrat und Superintendent an der Kreuzkirche in Dresden, dort gest. 1749, der gelehrte und fromme führer des Luthertums im Kampf gegen den Pietismus und die Unionsbestrebungen des Berliner Hofes.- 70. 189. Gottfried Tollmann geb. 1680 zu Lauban( Schlefien), Pfarrer zu Leuba bei Görlih, dort geft. 1766.- 381. 790 190. Georg Philipp Telemann geb. 1681 in Magdeburg, Organist in Leipzig, Kapellmeister in Sorau, Eisenach und Frankfurt( Main), dann Kirchenmusikdirektor der Stadt Hamburg, fruchtbarer Komponist, geb. 1767 in Hamburg. -[ M] 294. 363. 409. 190a. Peter Bufd geb. 1682 zu Lübeck, Kollegiat im Kloster Riddagshaufen ( Braunschweig), Pastor zu Ofdhleben bei Schöningen, 1721 an der Kreuzkirchhe in Hannover, dort geft. 1744. Herausgeber eines umfaffenden Gesangbuches für Niedersachsen.- 405, 191. Johann Sebastian Bach geb. 1685 in Eisenach, Violinist in Weimar, Organist in Arnstadt, Mühlhausen und Weimar, Hofkapellmeister in Köthen, feit 1723 Kantor an der Thomasschule und Musikdirektor in Leipzig, dort geft. 1750. Der bedeutendste Schöpfer der ev. Kirchenmusik und einer der größten Meister der Musik aller Zeiten. M 28. Autode - 10142 192. Johann Balthafar König geb. 1691 in Waltershausen bei Gotha, Kapellmeister in Frankfurt( Main), dort geft. 1758. Herausgeber des, Harmonischen Liederschatzes von 1738, des umfangreichsten Choralbuches des 18. Jahrhunderts, in dem fidh M 238. 254 und[ M]( 300) finden. #dofansO ( 403) 10009- ix tim dasoul. 192a. franz Heinrich Christian Meyer geb. 1705 in Hannover, Schloßorganist in seiner Heimatstadt, dort geft. 1767.- M[ 417]. 429. 441. - 193. Bernhard Rostock( Roftkomski) geb. 1690 in Dreimühlen( Mafuren), als Pfarrer dort geft. 1759.-( 382)( ursprünglich mafurische, im 19. Jahrhundert verdeutschte Dichtung). 194. Johann Gottfried Herrmann geb. 1707 in Altjeßnih bei Bitterfeld, Pfarrer in Ranis und Pegau( Sachsen), Superintendent in Plauen, zulett Oberhofprediger in Dresden, dort geft. 1791.- 276. D. Die Spätzeit des Pietismus 195. Johann Andreas Rothe geb. 1688 zu Liffa bei Görlih, 1722 durch Zinzendorf( 204) zum Pfarrer in Berthelsdorf berufen, erster Seelsorger der Siedlung Herrnhut, aber nicht Mitglied der Brüdergemeine, 1737 Pfarrer in Hermsdorf bei Görlit, schließlich in Thommendorf bei Bunzlau, dort gest. 1758. · 269. 421. 196. Karl Heinrich D. Bogatky geb. 1690 zu Jantkame( Hansdorf bei Militsch) in Niederschlesien, Schüler A. H. Franckes, nahm wegen Kränklichkeit kein Pfarramt an, lebte als geistlicher Berater an pietistischen Fürstenhöfen und als Erbauungsschriftsteller meist in Schlesien, feit 1746 im Waiſenhause zu Halle( Saale), dort geft. 1774.- 216. 900 197. Joh. Ludwig Konrad Allendorf geb. 1693 in Josbach( Oberheffen), Schüler A. H. Franckes, Herausgeber der pietistischen Cöthnischen Lieder". Zunächst Erzieher in Sorau in Schlesien, dann luth. Hofprediger in Köthen, Ipäter Pfarrer an der Liebfrauenkirche und Konfiftorialrat in Wernigerode, chließlich Pfarrer an St. Ulrich in Halle( Saale), dort gest. 1773.- 53. 198. Johann Jakob Rambad geb. 1693 zu Halle( Saale), zuerst Tischler, dann Theologe, Schüler und Nachfolger A. H. franches als Profeffor der Theologie in Halle, feit 1731 Profeffor und Superintendent in Gießen, dort geft. 1735; bedeutender Forscher, Schriftsteller, Herausgeber von Gefangbüchern und Seelsorger.- 152. 417. 441. 442. 791 199. Philipp friedrich Hiller geb. 1699 zu Mühlhausen( Enz) bef Vaihingen( Württemberg), Schüler des Theologen Joh. Albrecht Bengel, Pfarrer in Württemberg, zuletzt 1748 in Steinheim bef Heidenheim( Brenz), dort gest. 1769. Nach Verluft seiner Stimme( 1751) literarisch tätig. Der bedeutendste Dichter des schwäbischen Pietismus. 96. 123. 277. 304. Modsa anadolrer 199a. Johann Jakob Spreng geb. 1699 zu Bafel, reform. Pfarrer in Württemberg, dann im Saarland, schließlich Profeffor in Basel, dort gest. 1768.- 008 andnsiedad 990 413. 199b. Christian Ludwig Scheidt geb. 1709 in Waldenburg( Württemberg), geft. 1761 als Bibliothekar in Hannover. 444. aspimomali 200. Christoph Karl Ludwig Reichsfreiherr D. Pfeil geb. 1712 in Grünftadt( Pfalz), Jurist im württembergischen Staatsdienst, dann preußischer Gesandter in Württemberg und Franken, in der Jugend mit Zinzendorf( 204) befreundet, Schüler A. H. Franckes und freund des Theologen Bengel, gest. 1784 in Unterdeufstetten bei Crailsheim( Württemberg).- 275. Rinopiot por dsp( emon) bop 01022.ser E. Reformierte Pietistene 201. Joachim Neander geb. 1650 zu Bremen, pietistisch erweckt, als Hauslehrer in Frankfurt( Main) frühzeitig mit Spener bekannt, 1674 Schulrektor der reformierten Gemeinde in Düsseldorf, 1679 frühprediger der ref. Martinigemeinde in Bremen, dort geft. 1680 nach kurzer Krankheit.-234. 235+. 365 und M( 129), wahrscheinlich auch[ M]( 259). 202. Friedrich Adolf Lampe geb. 1683 zu Detmold, ref. Pfarrer im Rheinland und in Bremen( Stephani und Ansgari), zwischendurch 7 Jahre Profeffor der Theologie in Utrecht, geft. 1729 in Bremen.- 303.ee delsen M has sh Hooman 203. Gerhard Tersteegen geb. 1697 zu Moers( Niederrhein), früh unter dem Einfluß mystischer Kreise, zuerft Kaufmann, dann Bandweber, Schriftsteller und freier Prediger in Mülheim( Ruhr), dort gest. 1769; der bedeutendste Mystiker der deutschen reformierten Kirche und neben Joachim Neander( 201) ihr größter Liederdichter.- 33. 95. 112. 128. 215. 270. 271. 272. 366. 367. F. Dichter der Brüdergemeine 1317 3300 204. Nikolaus Ludwig Grafo. Zinzendorf geb. 1700 zu Dresden, Schüler des Franckeschen Pädagogiums in Halle, 1721-1727 Hof- und Justizrat in Dresden. Zinzendorf fiedelte eine Schar böhmischer Exulanten( Glieder der alten Brüderunität) in seinem Besitztum Berthelsdorf( Oberlausit) an und gründete mit der Siedlung, Herrnhut" die Brüdergemeine", deren erster Bischof er war. 1736-1747 war er aus Sachsen landesverwiesen und in den Ostseeländern, in Westindien und in Nordamerika tätig, feit 1755 mieder in Herrnhut, dort geft. 1760.-( 217).( 273 Str. 4 u. 5).( 274). 411. 000001 205. Christian David geb. 1691 in Senftleben( Mähren), ursprünglich Katholik, zunächst in verschiedenen Berufen( Zimmermann, Soldat), dann nach seiner Berührung mit dem Pietismus Ermeckungsprediger, führte auf Einladung 792 Zinzendorfs( 204) mährische Exulanten nach Sachsen und wurde Mitbegründer der Siedlung Herrnhut. Später Miffionar der Brüdergemeine in außerdeutschen Ländern. Geft. 1751 in Herrnhut.- 218 Str. 1 u. 6. 206. Christian Gregor r geb. 1723 in Bad Dirsdorf( Schleſsien). Organist, dann Díakon und schließlich Bischof der Brüdergemeine, seit 1792 an der Spike der Unität, Herausgeber des Brüdergesangbuches 1778, das die Zinzendorffchen Lieder 217 und 273 in der Bearbeitung Gregors enthält. Geft. 1801 in Berthelsdorf( Oberlausit).- M 479. Melodien aus dem Brüdergesangbuch:( 304).[ 217 w]. 406. 448. 27190 206 a. Henriette Luise o. Hayn geb. 1724 in Idstein( Heffen), Pflegerin in der Brüdergemeine, geft. 1782 in Herrnhut. - 479. G. Dichter und Sänger in der Aufklärungszeit umar onu a0070 1 207. Christian fürchtegott Gellert geb. 1715 zu Hainichen( ſächs. Erzgebirge), Professor der Dichtkunft, Beredfamkeit und Moral in Leipzig, dort geft. 1769 nach schwerem Leiden, der klassische Dichter dieser Zeit, ein frommer Christ. 34. 71. 8 34. 71. 89. 350. 430. 443. 207a. Johann Friedrich Dales geb. 1715 in Steinbach- Hallenberg hef Schmalkalden, Schüler und zweiter Nachfolger Johann Sebastian Bachs( 191) als Thomaskantor in Leipzig, dort geft. 1797.- M( 457). 208. Johann Andreas Cramer geb. 1723 zu Jöhstadt Kr. Annaberg, freund Klopstocks( 208 a) und Gellerts( 207), Hofprediger in Quedlinburg und Kopenhagen, später Superintendent in Lübeck, dann Profeffor der Theologie und Universitätskanzler in Kiel, dort geft. 1788.-( 159). 208 a. Friedrich Gottlieb Klopstock geb. 1724 in Quedlinburg, mit ihm begann die klassische Zeit der deutschen Dichtung; berühmter Odendichter ( Meffias), gest. 1803 als Legationsrat in Hamburg.-( 416). 209. Johann Adam Hiller geb. 1728 in Wendisch- Offig bei Görlih, zulett Thomaskantor in Leipzig, dort geft. 1804.-[ M] 300.08 ep sommisW 210. Franz Vollrath Buttstedt geb. 1735 in Erfurt, Organist in Weikersheim, ſpäter in Rothenburg( Tauber), dort geſt. 1814.[ M] 331. 210a. Johann Timotheus Hermes geb. 1738 in Petnick( Pommern), Pfarrer in Pleß( Oberschlesien), gest. 1821 als Pfarrer und Profeſſor in Breslau.- 456. 1 211. Matthias Joriffen geb. 1739 in Wesel, Vetter Tersteegens( 203), zunächst als Kandidat der Theologie in feiner Vaterftadt tätig mußte von dort weichen, dann Pfarrer in verschiedenen niederländischen Gemeinden schließlich Prediger der deutschen Gemeinde im Haag( Niederlande), dort geft. 1823. Seine „ Neue Bereimung der Psalmen 1798 verdrängte in den reformierten Gemeinden andere ältere Pfalmdichtungen. 180. 181. 183. 184. 186 196. - 212. Matthias Claudius geb. 1740 zu Reinfeld bei Lübeck, der Herausgeber des Wandsbeker Boten", freund Klopstocks( 208 a), lebte als Schriftſteller und Bankrepifor in Wandsbek, gest. 1815 in Hamburg.- 368. 483. Reinfeld 793 213. Karl Friedrich Harttmann geb. 1743 in Adelberg( Württemberg), Prediger und Professor an der Karlsakademie in Stuttgart, Lehrer Schillers, Pfarrer in verschiedenen schwäbischen Gemeinden, zulett Dekan in Lauffen am Neckar,[ chied 1811 wegen seiner kirchlichen Haltung( strenger dem Amt, gest. 1815 in Tübingen.-( 305). To se deu coñola amed ( trenger Biblizismus) aus 214. Johann Abraham Peter Schulz geb. 1747 in Lüneburg, Musiklehrer und Schriftsteller an vielen Orten des In- und Auslandes, gest. 1800 in Schwedt( Oder). M 368. I VI. Die Neuzeittista 6602 L A. Die kirchliche Erweckung im 19. Jahrhundert Die Lieder des 19. Jahrh.[ piegeln die Erweckung wider, die im Zuſammenhang zunächst mit den Freiheitskriegen, später mit der kirchlichen Erneuerung um die Jahrhundertmitte sich bemerkbar macht. Diese Zeit hat auch das Liedgut älterer Tage wieder entdeckt und zu Ehren gebracht und damit dem Gesangbuch unserer Zeit den Weg bereitet. 3D trogs Anunt. 215. George Friedrich Fickert geb. 1758 in Barzdorf Kr. Schweidnitz ( Schlefien), zunächst Hauslehrer, dann Pfarrer in Reichau Kr. Nimptsch, ſpäter in Groß Wilkau( Schlesien), dort geft. 1815. förderer der Erweckung und der Miffion.- 219. maad 215a. Karl Bernhard Garpe geb. 1763 in Jeinfen bei Hannover, Lehrer, später Prediger der Brüdergemeine an verschiedenen Orten, geſt. 1841 zu Herrnhut.- 412. 424. 447. dsg 19mB1) s0936 A nmodel 802 215b. Georg Geßner geb. 1765 in Dübendorf bef Zürich, Pfarrer am Fraumünster in Zürich, dort gest. 1843.- 478. 216. Friedrich Adolf Krummacher geb. 1767 in Tecklenburg( Westfalen), zunächst Schulmann in Hamm und Moers, dann Profeffor in Duisburg, Pfarrer in Kettwig( Ruhr), später Generalfuperintendent in Bernburg( Anhalt), feit 1824 reformierter Paftor an St. Ansgari zu Bremen, dort gest. 1845.- 220. 216a. Johann Daniel falk geb. 1768 in Danzig, lebte ſeit 1798 in Weimar als Schriftsteller, gründete 1823 den Lutherhof" für verwahrlofte Kinder, ort geſt. 182 476 Str. 1 und 2. 090 1091110a dipallov 217. Ernst Morih Arndt geb. 1769 in Groß Schorih auf Rügen, gläubiger Chrift Freiheitskämpfer. Profeffor in Greifswald, von Napoleon geachtet, Emigrant in Schweden und Rußland, dann Profeffor für neue Geschichte in Bonn, megen feiner freiheitlichen Gefinnung von 1820 bis 1840 amtsenthoben. Arndt war lange Jahre Presbyter der ev. Gemeinde in Bonn und gab mit den Anstoß zur Erneuerung der Gesangbücher nach der Aufklärungszeit, geft. 1860 in Bonn. 160. 278. 217a. Hans Georg Nägeli geb. 1773 in Wehikon bei Zürich, MusihSchriftsteller und Verleger, geft. 1836 in Zürich.- M 478. 2012 218. friedrich Rückert geb. 1788 zu Schweinfurt( Main), bedeutender Dichter des 19. Jahrhunderts, Prípatdozent in Jena, Redakteur in Stuttgart, 1826 Profeffor für orientalische Sprachen in Erlangen, später in Berlin, geft. 1866 zu Coburg- Neuses.- 12. 794 219. Joh. Friedrich Möller geb. 1789 zu Erfurt, feit 1815 Pfarrer, ſpäter Superintendent in feiner Heimatſtadt, 1843 Domprediger, Generalfuperintendent und Konfiftorialdirektor in Magdeburg, dort geft. 1861.-( 387). ennadel 209, 219a. Karl Loewe geb. 1796 in Löbejün bei Halle( Saale). Kirchenmusiker an St. Jacobi in Stettin, dort gest. 1869, fruchtbarer Komponist( Balladen)- M 476. 220. Albert Knapp geb. 1798 zu Tübingen. Pfarrer in verschiedenen württembergischen Gemeinden, schließlich Stadtpfarrer an St. Leonhard in Stuttgart, dort gest. 1864. Liederdichter und Herausgeber des Evangelischen Liederchakes"( 3590 Lieder) mit vielen Textveränderungen älterer Gefänge.- 216 Str. 9. 221. 305. 372 Str. 3. 406. 423. ind 220a. Luise Hensel geb. 1798 in Linum bei Fehrbellin. Dichterin, 1818 katholisch geworden, geft. 1876 in Paderborn.- 481. 220 b. Heinrich August Hoffmann oon fallersleben geb. 1798 in fallersleben, Bibliothekar, später Profeffor in Breslau, wegen seiner politischen Anschauung des Amtes enthoben, schließlich Bibliothekar in Korpey bei Höxter ( Weſtfalen) dort gest. 1874.-( 437 Str. 2). 221. Christian Gottlob Barth geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen, ſpäter Volksfchriftsteller, Gründer des Calmer Verlages, Freund der Heidenmiffion, geft. 1862 in Calw. .- 218 18 Str. 2, 4 u. 5. 222 t G221 a. Philipp Wackernagel geb. 1800 zu Berlin als Anhänger des Turnpaters Jahn politisch verdächtigt, Oberlehrer in Nürnberg Berlin Stetten ( Württemberg), Wiesbaden, zuleht Realschuldirektor in Elberfeld, gest. 1877 in Dresden; ein vielseitiger Gelehrter und Kirchenmann, der hervorragendfte Kirchenliedforscher der Neuzeit, Herausgeber einer Kirchenliedsammlung von der ältesten Zeit bis zu Anfang des 17. Jahrhdts.-( 308). 222. Philipp Spitta geb. 1801 in Hannover, zunächst Uhrmacher, dann Theologe, Pfarrer in verschiedenen niedersächsischen Gemeinden, zuletzt Superintendent in Burgdorf, dort gest. 1859, der Dichter von Pfalter und Harfe", ein Künder des des neuerwachten lutheriſchen Glaubenslebens.- 108. 178.879. 300. 420. 422. 467. inogmox Onu!! od sedanMala 222 a. Gustav Knak geb. 1806 in Berlin, Lehrer, später Pfarrer in Pommern, dann an der Bethlehemskirche in Berlin, Erweckungsprediger und Missionsfreund, geft. 1878 in Dünnom( Pommern). manownish pet po hod 222b. Heinrich Puchta geb. 1808 in Cadolzburg( Mittelfranken), als Student in Erlangen durch Rückert( 218) dichterisch angeregt, Professor in Speyer, bann Pfarrer in Augsburg, dort geft. 1858.- 463. 471. signload to hon Jone prodmot mi seat dap game. W 1000 HT 222c. Gerhart Stip geb. 1809 in Norden( Ostfriesland). Paftor in Ofteel ( Ostfriesland), dann Privatgelehrter in Potsdam, dort gest. 1882; durch seinen Unverfälschten Liedersegen ein wirksamer Vorkämpfer für die Herstellung der ursprünglichen Gestalt der Kirchenlieder.- 462. - 795 455. een 222 d. Viktor D. Strauß und Torney geb. 1809 in Bückeburg, vielseitiger Gelehrter, Bevollmächtigter von Schaumburg- Lippe beim Bundestag in Frankfurt, ſpäter Schriftsteller und Sprachforscher in Dresden, dort gest. 1899. - 468. EOZ- 3900mn 391701W nt sesd 222e. Friedrich Raeder geb. 1815 in Elberfeld, gest. 1872 als Handlungsgehilfe dafelbft.- 449.00 223. Johannes Zahn geb. 1817 zu Eschenbach an der Pegnit, Präfekt, fpäter Inspektor am Lehrerfeminar in Altdorf, Vorkämpfer für die Wiedergewinnung der reformatorischen Melodien, Herausgeber einer Sammlung aller Kirchenliedweisen, geft. 1895 zu Neuendettelsau. M 12. 224. Friedrich Ofer geb. 1820 in Basel, Pfarrer in verschiedenen Schweizer Gemeinden, zuletzt in Benken bei Bafel, dort geft. 1891, schuf weitverbreitete , Kreuz- und Trostlieder".- 223. M 456. 224a. Eduard Hille geb. 1823 in Wahlhaufen bei Heiligenstadt, UniDerſitätsmuſikdirektor in Göttingen, dort geft. 1891. - 224 b. Julie Hausmann geb. 1825 in Mitau( Kurland), Erzieherin im Baltenland und in Rußland, geft. 1901 in Wöffo.- 450. 225. Eleonore Fürstin Reuß geb. Gräfin zu Stolberg- Wernigerode, geb. 1835 in Gedern( Hessen), lebte feit ihrer Heirat 1855 in Jönkendorf( Schlesien). Dort dichtete sie unter dem Eindruck einer erschütternden Todesnachricht kurz por Neujahr 1858 das Lied 44. Gest. 1903 auf Schloß Ilfenburg im Harz. 226. Friedrich Spitta, Sohn Philipp Spittas( 222), geb. 1852 in Witvoimaans tingen( Niedersachsen), Konviktsinspektor in Halle, Pfarrer in Oberkaffel und Privatdozent in Bonn, 1887 Profeffor der Theologie in Straßburg, 1919 in Göttingen, dort gest. 1924; verdienstvoller Hymnologe und Dichter.- 165. 224. ghissio ng B. Die Gegenwart ad prionus eid ly 227. Rudolf Alexander Schröder geb. 1878 in Bremen, ursprünglich Architekt,[ päter Maler und Dichter, feinsinniger Überseher aus alten und neuen Sprachen, lebt in Bergen( Oberbayern). 133. 153. 162. 225. 307.445. 228. Chriftian Lahufen geb. 1886 in Buenos mis 1996 in Buenos Aires( Arg ( Argentinien), lebt als Musiklehrer, Chorleiter und Komponist in Überlingen am Bodensee.- M 133. 229. Otto Riethmüller geb. 1889 in Stuttgart- Bad Cannstatt, ſeit 1912 Pfarrer in seiner Heimatstadt, später in Schöntal und Eßlingen, 1928 Vorſteher des Burckhardthauses in Berlin, dort gest. 1938; Herausgeber der Jugendgeſangbücher Der helle Ton' und, Ein neues Lied", Dichter und Hymnologe. 170. 202 Str. 3. 426. 466+. 796 - 2014 ond 229a. Theodor Werner geb. 1892 in Homberg Bez. Kaffel, nach Theologieftudium in Leipzig 1914 Vikar in Giftenbeck bei Clenze, 1916 Paftor in Hermannsburg, 1929 in Schloen bef Waren( Mürik), 1932 an St. Nikolat in Schwerin ( Mecklenburg), 1946 Landessuperintendent in Schwerin, feit 1953 Paftor in Moringen. Mitarbeiter am Evangelischen Kirchengefangbuch). 507. 522. 532. 537. 1 161. 229 b. Wilhelm Thomas geb. 1896 in Augsburg, Stadtvíkar in Augsburg, Pfarrer in Marburg- Ockershausen, Bremke Kr. Göttingen, Hannover, Hildesheim, dann Hauptgeschäftsführer des Ep. Hilfsmerkes in Hannover, Superintendent in Wunstorf, feit 1957 Qberkirchenrat in Hannover. 203 230. frit Werner geb. 1898 in Berlin, 1924 Kirchenmusiker in Babelsberg und Potsdam( St. Nicolaf und Garnisonkirche), seit 1946 Kirchenmusikdirektor, feit 1955 Profeſſor in Heilbronn( Neckar).- M 351. 231. Hans friedrich Micheelfen geb. 1902 in Hennstedt( Dithmarschen), Kantor und Organist an der Matthäuskirche in Berlin, seit 1938 in Hamburg als Leiter der Kirchenmusikschule, feit 1954 Professor an der Musikhochschule. M 13. 162. 225. 445. 232. Gerhard Schwarz geb. 1902 in Reußendorf( Schlesien), Kirchenmusiker in Berlin, später in Schlesien, 1947 Landesfingwart der ev. Kirche BerlinBrandenburgs, seit 1949 Leiter der Kirchenmusikschule in Düsseldorf.- M 35. 233. Waldemar Rode geb. 1903 in Hamburg,[ eft 1929 Paftor an der Heilandskirche in Hamburg- Uhlenhorst.- 13. 234. Jochen Klepper geb. 1903 in Beuthen( Oder), lebte als Dichter und Schriftsteller in Berlin, dort geft. 1942.- 14. 45. 351. 451. 235. Kurt Müller- Often geb. 1905 in Breslau, Pfarrer in Ronshausen, ſpäter in Rotenburg( Heffen), 1946 Propft von Niederheffen II, 1948- 1952 Prälat der ev. Landeskirche von Kurheffen- Waldeck, seit 1953 wieder Propst in Bad Hersfeld. 35. 512. 236. Johannes Petold geb. 1912 in Plauen( Vogtland), als Lehrer und Kirchenmusiker in verschiedenen Gemeinden des Vogtlandes, des Erzgebirges und Thüringens tätig, seit 1952 Kantor in Bad Berka( Thüringen). M 14. Ami s0 797 - piadaladna st GM stoji drid foo 18) modetel on M-( barbsh) anordfish ni sofoto* 9 220 m ber 2011 M Chidin9 60DH TE2. Statelles 207* 0821370 BdasdasD dod rearapstipaal mag groupsupncde le 69 pates ose Rizqleunigt The CRS OF KEPsumaty dal mi coer dag 3008 10madigW.ess Herondames i fampard Finitustach,-1 stust(( 1960)) sush ni sovt dag 1sqqol nsbol.+** 2015110M 120X202 Neusilations Chu espaideps78 and asdanlov asd nsonisms nomes a. Die Ge negare Hymnbloge sudnato God#n Bes Alphabetisches Verzeichnis nom der Texte und Melodien des Evangelischen Kirchengesangbuches, des Liederanhanges für die lutherischen Kirchen Niedersachsens, der Gottesdienstordnungen und der Liturgischen Gesänge Ad bleib bei uns, Herr Jefu Chrift Ach bleib mit deiner Gnade Ach Gott, die armen Kinder dein Ach Gott und Herr.... Ach Gott, verlaß mich nicht Ad Gott vom Himmel sieh darein Ach Gott, wie mandjes Herzeleid Ach Jefu mein, was große Pein. Ach lieber Gott, behüte mich Der kurfio gedruckte Text bezieht sich auf die Melodien. Lieder und liturgische Stücke mit eigener Melodie sind mit M gekennzeichnet. Werden nach der gleichen Melodie weitere Lieder gefungen, so sind deren Nummern hinter M Dvermerkt.() um eine solche Nummer oder um M bedeuten, daß der Liedtext auch nach einer anderen Melodie gefungen werden kann. ● Ach wie flüchtig, ach wie nichtig Allein Gott in der Höh sei Ehr Allein zu dir, Herr Jefu Chrift ● . ● . Ach lieber Herre Jesu Christ Ach traure nicht, du frommer Christ. . . . Alle Menschen müssen sterben. Alles ist an Gottes Segen Allgenugsam Wesen.. All Morgen ist ganz frisch und neu Also liebt Gott die arge Welt. Amen, das ist gewißlich wahr Amen wir fröhlich sprechen ● ● ● • noduos 799 • ● ♦ ● ● • . ♦ ● ♦ ● • ● . ● ● ● 10A 207 208 378 astly 168 M 94. 404.475 301 177 M 286 404 480 149 291 327 M 131 M 166 M 329( M) 300 M 96. 215. 305. 446 27000 336 M 337 35 M 546 547 pils au O OPEND Auf, auf, thr Reichogenossen. Auf, auf, mein Herz, mit freuden Auf, auf, mein Herz, und du, mein ganzer Sinn PADU 2457 MIS Auf, Christenmensch, auf, auf zum Streit. 253 Auf Christi Himmelfahrt allein. 390 93 Auf dich hab ich gehoffet, Herr f. In dich hab ich gehoffet, Herr.. 1901 179 Auf diesen Tag bedenken wird. sid 991 Mymo u magn289 M 418 52 Auf meinen lieben Gott. Jou Aus tiefer Not laßt uns zu Gott Aus tiefer Not schrei ich zu dir. Auf, Seele, auf und säume nicht Aus Gnaden soll ich selig werden.... 444 Aus meines Herzens Grunde Befiehl du deine Wege... Bei dir, Jefu, will ich bleiben Bescher uns, Herr, das täglich Brot Betgemeinde, heilge dich.. Bis hierher hat mich Gott gebracht Brich uns, Herr, das Brot.. Brunn alles Heils, dich ehren wir. mapujsp dolaM masono sortis bon chuo 1x110913 . Christ unser Herr zum Jordan kam Chriftus der ist mein Leben Christus, der uns selig macht 800 8( M) 86 M . Christe, der du bift Tag und Licht... Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine Christe, du bist der helle Tag Christe, du Lamm Gottes.. Christe, du Schöpfer aller Welt Christe, du Sohn des lebendigen Chrift fuhr gen Himmel. Christi Blut und Gerechtigkeit Christ ist erstanden.. Chrift lag in Todesbanden Chriftum unsern Heiland 91 Monodinnssós13.000 Cosito sad ● ● dso allow 341 M7.( 8).( 170). 381. 118 USM machisig [ 472 195 MI 279 2. 376 .. 275 ..236 atait. naam M II 118. 185. 285. 378.379 1034 8909400 294 M 44 73011 enu lad diald( bA anisé tim disid( A namin side( A 162 MH Onu ne A 1112 bim Qaissa 100 A alesed pon lomamiH moe to t disisxis estboom si to 353 Molem st d .212 M 209 354 ML 136 Md in sun .72 M Gottes. 559 M 350 mi to nis 90 M H id us nisl .273 m nobno sl 75 Mete no les 76 MojaW molpunspllA S. 28 Mop proM IIA 146 M sid 316 M 208 56 M( 67). 68 A Da Christus geboren war Dank fei Gott in der Höhe Das alte Jahr vergangen ist Das Feld ist weiß.. Das Jahr geht still zu Ende Das follt ihr, Jefu Jünger, nie vergessen. Das walte Gott, der helfen kann Das walt Gott Vater und Gott Sohn Das Wort geht von dem Vater aus Dein, dein soll sein das Herze mein. Dein Erbe, Herr, das du erkauft Dein König kommt in niedern Hüllen Dein Wort, o Herr, ist milder Tau.. Dem Vater fei Lob, Preis und Ehr Den die Hirten lobeten sehre. Denn dein ist das Reich und die Kraft. Der Abend kommt, die Sonne sich verdecket Der Bräutgam wird bald rufen HETHG f. Herzlich tut mich erfreuen Der du bist drei in Einigkeit. Der du die Zeit in Händen haft Der du in Todesnächten Der du zum Heil erschienen Der Heiland kam zu seiner Tauf Der heiligen Dreieinigkeit.. Der Herr ist mein getreuer Hirt Der lieben Sonne Licht und Pracht. Der Mond ist aufgegangen Der Tag bricht an und zeiget sich. • ● ● • .. . Der Tag der ist so freudenreich Der Tag hat sich geneiget.. Der Tag ist hin, mein Jefu, bei mir bleibe . 8012 ● ♦ ● ● 19 M 31. 210. 373 344 M 113 38( M) 200 382 M ODT 290 110 44 boloid 310 159 tim rbl 1nd ano2 910 386 neplod sid on 4:10 343m 0ooral ald alg 161 431 441 M 12 M 412 539 20 M S. 13 M 366 Hatvanines 222 423 153 501 178( M)( 302) 19 363 Mint la sitte 368 Mid tall bt 108 333 M 204. 3439 18 M 1751 310 11 308 311 352 M 45 357 365 Der Tag ift feiner Höhe nah...... 351 M Des Jahres schöner Schmuck entweicht 468 Die beste Zeit im Jahr ist mein Die Ernt ist nun zu Ende... .482 M .3810 Die ganze Welt, Herr Jesu Christ... 369 M Die güldne Sonne voll Freud und Wonne. 346 M Die helle Sonn leucht' jezt herfür... 339 M Die Herrlichkeit der Erden. 328 sto aspas 10 stev in0 40 220 astoV 310 0000100 0 200 da wa 10V 1100 101 109 Oms sul on9 90 87 2018 Die Nacht ist kommen Die Nacht ist vorgedrungen Die ſchönen Sonntagsftunden. Dies ist der Tag, den Gott gemacht Dies ist die Nacht, da mir erschienen.. Die Sonn hat sich mit ihrem Glanz gewendet Dies sind die heilgen zehn Gebot Dir, dir, Jehova, will ich singen. Dir, emger Vater droben, sei Preis. Dir, Gott Vater droben, sei der Ruhm Dir, Herr, sei Lob und Ehre heut und morgen Dir, Vater, der du ewig bist.. Du Brunnquell aller Liebe DOT Du Friedefürst, Herr Jesu Christ. Du großer Schmerzensmann Du haft uns Leib und Seel gespeist Du höchstes Licht, ewiger Schein 130130 Du Lebensbrot, Herr Jefu Chrift Du meine Seele, finge. Durch Adams fall ist ganz verderbt Durch die herzliche Barmherzigkeit Du Schöpfer aller Wesen. 356 Modsp au 2014 MG m Obs] Ancd 46310 arial silo 800 34 the il dish cad 32 x H top stol, and 362 M 271. 365. 36620 od 240 190 3100 silow and D 237 M 216 dow sod 530 nad ideg now and mb] Ho] mind nis 542 507 H ade fild 537 ni mod pind ned 405 8029 h zow sho 391 Madol 11 1910 66 Medal nsbH sid msd anti 1) nied and $ 10.0164 01 30337 910 mmon) 00 0912 415 M 236.( 302) 197 M 3105 243 M 389 390 ld and 10 S. 20 MSX s/ d#G 550 466 MnadaT ml wo 290 sights list mux od 390 JusT wits) ux mod nolish 110 57 Aginisissa. negilisti** Ehre sei dir, Christe f. O mir armen Sünder Ehre sei Gott in der Höhe.. Ehre sei in Ewigkeit.. 60 Ehr sei allzeit dir, Gott, bereit'... 510 Ehr sei dem Vater und dem Sohn. Ehr sei dir, Herr Gott Vater mein.... Ehr sei Gott im höchsten Throne Ehr sei Gott Vater und dem Sohn. Ehr sei im Himmel droben Gott Vater.. Eine Herde und Ein Hirt... tohloung Einer ists, an dem wir hangen Eines wünsch ich mir vor allem andern. Ein feste Burg ist unser Gott.... Ein Kindelein jo löbelichtstaa Om.0 [. Der Tag der ist so freudenreich. Ein Lämmlein geht und trägt die Schuld. .. S. 7 M. 552 M 0.3 513. 514 annod medall 240 #dnoM 290 S. 5 M no told poT# 0 544) 0) 350 poT 0: 0 515. 516 101 pot d 525. 533 508. 521. 528. 529 | T G 220 221 mi tisk sijad s/ 0 406 Mus mun fl mm 380 201 MHW sang si 460 sanoë sn0l0g# 10 18 62 M Ein reines Herz, Herr, schaff in mir Eins ist not! Ach Herr, dies Eine V. Ein wahrer Glaube Gotts Zorn stillt Endlich bricht der heiße Tiegel Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort od Erhebet er sich, unfer Gott... Ermuntert euch, ihr frommen 263 sed is) adob .259 MH 90 2 lo 0.246 Hd 1) dola 3050[ is] idols 142 M 207, 480 dob 183 sive lammiH 020 de 122) d gemu ngspo Ermuntre dich, mein schwacher Geift...) 24 M30shus( bio dio Erneure mich, o ewigs Licht... Erschienen ist der herrlich Tag Erstanden ist der heilig Christ Es geht daher des Tages Schein Es glänzet der Christen inwendiges Es ist das Heil uns kommen her 264 9x sit dio 180 M 84, 85, 332tte 78 M 110V 190 100 61.334 Mimmi asd tro0 Leben 265 M 16 00 Es ist ein Ros entsprungen 242 M 87.( 125) stra 23 Ma 10018 elle 120 M( 28). 93 Es ist gewißlich an der Zeit to 304 Mo 30 do stDO 4 Mure si de[ 183 M 54. 70. 100. 147. M 145. 257, 434 ● Es jammre, mer nicht glaubt. Es kommt ein Schiff, geladen. ... . 6. ta Es sind doch selig alle, die. Es spricht der Unweisen Mund wohl Es wolle Gott uns gnädig sein... 803 182 M asdasdag Ons isdoing to 100 213 M 424 m 1s] 1100 319 M 400 467min astoV 25 M dau to daw Ho * 9# 100 ( 30V 1103 astoy noo stov Ho 10V 100 amaV 200 stav mo ods so nitore sto to som allar to fahre fort, fahre fort. freu dich sehr, o meine Seele. freuet euch der schönen Erde. freuet euch, ihr Christen alle, freue sich.. freut euch, ihr Christen alle, Gott schenkt. 102) freut euch, ihr lieben Christen all, lobfinget 440 Ma fröhlich soll mein Herze springen... fröhlich wir nun all fangen an... früh am Morgen Jesus gehet 27 Mad 125( M) 1 no8 0.462 frühmorgens, da die Sonn aufgeht 85 mu do Geh aus, mein Herz, und suche Freud. Gehet hin im Frieden des Herrn Geh hin nach Gottes Willen Geht hin, ihr gläubigen Gedanken 371 fallom ala had ● . S. 15 Manindo# 387 276 0 100 10010 00 00 0010 Gelobet fei der Herr, der Gott Ifraels. S. 21 M 19H bmiss nie Gelobet fei der Herre Gott, ein Vater 8.0.10148 H A hon 1) ani Gelobet fei der Herr, mein Gott .111 sdubio 13 na Gelobet feist du, Jesu Christ... lap 15 Maso ibld( bildna Gelobt sei Gott im höchsten Thronomen 79 MH m 13 Gen Himmel aufgefahren ist...... 92 Mb 9949098 Geſegn uns, Herr, die Gaben dein isinum19 num Gib dich zufrieden und sei stille. Gib Fried zu unfrer Zeit, o Herr Gott, der du Berg und Hügel. 2. Gott der Vater wohn uns bei 389 as orbim 9rume 47210 350 manairbhe 109 M 390 m monetp3 345 M 458 dod trip 13 mot Gott des Himmels und der Erden. . .*. 804 Gott, dir sei Preis und Ehre... 522 Gottes Sohn ist kommen Gottes Stadt steht fest gegründet Gott ist gegenwärtig c.. Gott Lob, der Sonntag kommt herbeid Gott Lob, die Stund ist kommen Gott Lob, nun ist erschollen Gott rufet noch.. Gott sei Dank durch alle Welt Gott sei gedankt zu jeder Zeit Gott sei gelobet und gebenedeiet Gott sei mir gnädig nach deiner Güte. Gott und Vater, dir sei Ehre. Gott und Vater, nimm jekund 2. 396 195ml 68 BH and 1* 9 2 M ... 422 ins eox mis tl 63 . Gott, unser Vater, sei allzeit gepriesen Gott Vater, dir sei Preis Gott Vater, Herr, mir danken dir Gott Vater, höre unsre Bitt. Gott Vater fei Lob, Ehr und Preis Gott Vater, Sohn und Heilgen Geift Gott Vater, Sohn und Heilger Geist, hilf Gott Vater wolln wir ehren Gott wille machen. Gott wir wollen ehren Gott wohnt in einem Lichte Großer Gott, du liebst Erbarmen Großer Gott von alten Zeiten 374 M 376 295 Mm.bid ● 1280 no bilgicosp 13 09 332 bin s 33mmel# 3 175 ie nis immor 63 392 prise loob have all 271 10:11, anu tt00 slloc 89 407 163 M 156 20 S. 16ot dot ot 534. 535. 536. 543 91 413b) 90 bus 10319 520d sp abses dl bus sus all bus 100 526 110 150 H nhm Bol pildit 505 a num sla pildi 524 030M- mo( 017 1340 nd anspromdüst 512 448 511. 541 nam 800 d 451sdh mi aid 19d52 180 M 266 bon nig s 458 dudig nid ads Halleluja. Halleluja. Freuet euch, thr Christen alle Halt im Gedächtnis Jefum Chrift ● Harre, meine Seele... Heilger Geist, du Tröster mein Heilig, heilig, heilig... Helft mir Gotts Güte preisen. Herr Christ, der einig Gotts Sohn. Herr, dein Wort, die edle Gabe. . S. 9 Midsid stor H 25 M .. 805 257 449 M dd dall mills14 101 Mim S. 12 M. 557 M 411 Herr, dein Wort ist meines Fußes Leuchte S. 26 M Herr, der du vormals haft dein Land 185 471 416 549 Mà 145 M 16 0vla 30t Herr, die Erde ist gesegnet.. Herr, du mollst uns vollbereiten Herre Gott, erbarme dich. Herr, für dein Wort sei hoch gepreist. Herr Gott, dich loben alle wir.. Herr Gott, dich loben mir( Te Deum) Herr Gott, dich loben wir, regier Herr Gott, du Herrscher aller Welt. Herr, höre, Herr, erhöre. 115 M 112. 196. 246, 546 137 M 394 Herr Jefu Chrift, dein teures Blut.... 403 Herr zu uns wend 167 158 M 69. 167 Herr Jefu Chrift, du höchſtes Gut... fieh doch, wie ich in meinem Mut wir kommen, deinen Leib und Blut. Herr Jesu Christe, mein getreuer Hirte Herr Jefu Chrift, mein höchstes Gut... 438 Herr Jesu Christ, meins Lebens Licht 156 314 1.O Jefu Chrift, meins Lebens Licht. 317 Herr Jesu Christ, wahr' Mensch und Gott Herr Jefu, deine Angst und Pein... Herr Jesu, Gnadensonne 69 258 . 113 S. 29 M 323 M 37 46 M 258 393 379 talpigmuist 1034 Md 25H JOH ... d. 144 Hanu H 90 fl sinunili ad id ned pl ( bl 126 M 143, 144 Herr Jesu, Licht der Heiden Herr, nun läsfest du deinen Diener... Herr, nun laß in friede. Herr, öffne mir die Herzenstür Herr, sei mir gnädig. 560. 561 71 Herr, stärke mich, dein Leiden zu bedenken Herr, unser Gott, laß nicht zuschanden.. 209 Herr, wie du willst, so schicks mit mir.. 285 ( 1 ( as) new dog thi mos 161 Idsi mis qisco til Herr, wir bitten dich für deine Kirche.. 565 Herr, mir bitten dich in dieser Abendstunde 564 bus tumt Herr, wir stehen Hand in Hand... 426 Mtchbos Herzlich lieb hab ich dích, o Herr Herzlich tut mich erfreuen Herzlich tut mich verlangen Herzliebster Jefu, was hast du derbrochen Herz und Herz vereint zusammen.de Heut singt die liebe Christenheit. Heut triumphieret Gottes Sohn... Hilf, Helfer, hilf in Angst und Not.. Hilf, Herr Jefu, laß gelingen Hilf uns, Herr, in allen Dingen Hinunter ist der Sonnen Schein Hüter, wird die Nacht der Sünden Ich bin ein Gast auf Erden Ich bin getauft auf deinen Ich dank dir, lieber Herre Ich dank dir schon durch deinen Sohn Ich freu mich in dem Herren .247 M 419. 438 mm 311 M 377 de 806 116 M 371. 468 83 M how clo 287lemino no d 41 M 51 18 s/ d Jistis 432 au fllom ud Ich grüße dich am Kreuzes stamm Ich habe nun den Grund gefunden Ich hab mein Sach Gott heimgestellt Ich hab von ferne Ich heb mein Augen sehnlich auf Ich lobe dich von ganzer Seelen Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ. Ich schreie zu dir, Herr Ich finge dir mit Herz und Mund Ich steh an deiner Krippen hier Ich steh in meines Herren Hand. Ich und mein Haus, wir sind bereit Ich weiß, an wen ich glaube Ich weiß ein lieblich Engelspiel Ich weiß, mein Gott, daß all mein Tun. Ich weiß, woran ich glaube • Ich glaub an Gott, denVater, den Allmächtigen Ich glaube an den Einen Gott ( mmad$ T) sic Namen.W10152bud HoO * 326 dol( old to sell Hood H sagla gibt 453 M 63, 326 st 60 M 71 100 sim sH 217 M 279.411 M 00266 355 Moods( ti00 H OW misd 201 dol tbid too ● 335 342 M 153. 350 427 M 49.357 555 M 553. 554 M 70 intu digonist 269 29tistisma juillott julliatt mi tiol 01 315 M 456 M 191 214 244 M 435 562 230 28( M) 306 permit 353 od doll 173 stá sim grifjö 410 piding um 19) 452 M 384 M 278 M. 547 How asimu 500 H Ich will dich lieben, meine Stärke... 254 Milish maX Ich will, solang ich lebe... Ich wollt, daß ich daheime wär.. Ihr lieben Christen, freut euch nun.. Im Frieden dein, o Herre mein In allen meinen Taten... ● In dich hab ich gehoffet, Herr... In dir ist freude. In Gottes Namen fahren wir. In Gottes Namen fang ich an Ist Gott für mich, so trete 090292 Jauchz, Erd, und Himmel, juble hell. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren... Jerusalem, du hochgebaute Stadt.... Jesaja dem Propheten das geschah Jefu, deine Paffion Jefu, der du bist alleine thid snoodis 150 ml moliste abyx 1791.no/ 99 styX 1000 ssto 100 pix Jefu, geh ooran Padl Jefu, hilf fiegen, du fürste des Lebens Jesu Kreuz, Leiden und Pein 896 3d immoX 3 165 Mil Jod immox mm 133 394 1mma) 179 M 150, 248, 291, 407 288 M 1801 Gn immoX 388 M 240, 386db fo . 385( not) notials shyX 250 Monalisis siy .. Jesu, meine Freude... Jefu, meines Lebens Leben Jefu, nun sei gepreiset... Jesus Christus herrscht als König Jesus Christus, unser Heiland.. der den Tod überwand. der von uns den Gotteszorn wandt. Jefus ist kommen, Grund ewiger freude. Jefus lebt, mit ihm auch ich Jefus, meine Zuversicht Jefus nimmt die Sünder an Jefus foll die Lofung fein josp sonda ( 9) 0030) 807 308 Mummon M( 170). 272.( 283) König Jefu, streite, fiege Komm, Gott Schöpfer, Heiliger Geift... Komm, Heiliger Geist, erfüll die Herzen. mis pad39 M 96 33 181 M 186, 206. 214 320 ML3*** 135 M 67 215 274 M 260 sd a tool 58 M( 67) tim en tellad 293 M 107. 270 thìm god 65 M 439 9 blm ignJ ( od one ind ad bjnsM O 1 ( bim od std adgil 22 77 M 154 Mlad 53 M 260X) isnotil 89 330 M 89 268 43 425 97 M 124 M SH 090 sdo! sH mad adal 19) 3119 001 * Q onu sə doj 39 dnu 100 de 30% onu 09 001 Komm, Heiliger Geist, Herre Gatt.... Komm her, mit Fleiß zu schauen Komm, o komm, du Geist des Lebens Kommt her, des Königs Aufgebot. Kommt her, ihr seid geladen Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn Kommt, Kinder, laßt uns gehen... Kommt und laßt uns Christum ehren Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit Kyrie eleison( Litanei).. Kyrie eleison. Chrifte eleifon Kyrie eleison. Herre Gott, erbarme dich. Kyrie eleifon. Herr, erbarme dich Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit 808 Lob, Ehr fei Gott im höchsten Thron( e) Lob, Ehr und Dank sei dir gefagt. Lob, Ehr und Preis in füßem Ton. Lob, Ehr und Preis mit hellem Ton Lob, Ehr und Preis fei Gott bereit' Lobet den Herren alle, die ihn ehren. Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich ♦ • ● ● • mide us HOD 3dnal slla bol * 100: 8 171 Laß dich, Herr Jesu Christ. Laffet mich voll freude sprechen. Laffet uns benedeien dem Herrn Lasset uns beten für die heilige Kirche Gottes 563mislio fud and bad Lasset uns den Herren preifen, o ihr Christen lodsprbed vo msiojosst 4396 stadgoz9 mad pinjst S. 15 M. S. 25 M. S. 33 M YO Lasset uns den Herren preisen und vermehren Laffet uns mit Jesu ziehen. Laß mich dein sein und bleiben Laßt mich gehn Laßt uns doch Christo dankbar sein 54 255 1. O Mensch, bewein dein Sünde groß Liebe, die du mich zum Bilde Liebster Jefu, wir sind hier, deinem Worte. 151 Liebster Jesu, wir sind hier, dich und dein Wort Litanei( Kyrie eleison). Lobe den Herren, den mächtigen König. Lobe den Herren, o meine Seele. ♦ ● 160 sú mdah- ml 20 .272 245 M 45. 211 sm ralln ni rbo( bi dop( bió ni 29 M 4623 11 26 ml 523 138 M m estic l 549 Maj bim 10) 160| 548 M 98 M nadell( bide bl 170 do: galos Dur dol 106 M 255 60 llocs bl 224 M S. 6 M 130 Mi onu, 013 shuat 408 429 Mospai Bid art 252 medisine 140$ 540867 anism ut 455 M enadsl eanism upl slange 1s) non ansl 127 M 141. 151. 413 138 M 234 M 33 198 M 517.518. 519. 538. 540 504 545 506 500 347 M 199 199 pilisi mmel Lobet den Herrn und dankt ihm 6.375 M 159 mil Lob Gott getroft mit Singen. 205 M 108. 335 Lob sei ins Himmels Throne. Lobt froh den Herrn. 1502 478 M Lobt Gott, den Herrn der Herrlichkeit.. 196 nad enm 18pl Lobt Gott den Herrn, ihr Heiden all... 189 M 223 the 21 M 52. 401 Lobt Gott, ihr Christen alle gleich... Lobt Gott, ihr frommen Christen Lobt Gott in allen Landen. D 202 M3 nism del nek 377 ali isiq nov V shin nacin noM drop got 180 th mul 261 ● Madhe dich, mein Geist, bereit Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt.. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit Man lobt dich in der Stille. Meinen Jefum laß ich nicht. Mein erst Gefühl fei Preis und Dank Meine Seele erhebt den Herren Mein Leben ist ein Pilgrimstand. Mein schönste Zier und Kleinod bist Mein Schöpfer, steh mir bei .. Mein Seel, o Herr, muß loben dich SHOP . Mir ist Erbarmung widerfahren Mir nach,[ pricht Chriftus, unfer Held Mit Ernst, o Menschenkinder Mit freuden will ich heben an Mit freuden zart Mit Fried und freud ich fahr dahin Mit meinem Gott geh ich zur Ruh Mitten wir im Leben find Morgenglanz der Ewigkeit Müde bin idh, geh zur Ruh Nun danket all und bringet Ehr Nun freut euch, lieben Christen gmein ● 809 ● ● ● 01 310 of nul 321 M 253. 256. 443 6 M 229 251 M 43. 220. 268. 447 0.49 350 S. 28 M 303 358 M 359 417 M 200 M 277 256 S. 29 M Nehmt wahr das Licht, das erleucht' Nimm von uns, Herr, du treuer Gott.. 119 Nun bitten wir den Heiligen Geist. Nun danket alle Gott.. Toom DAS 99 M 473 81 M 310 M 359 309 M 349 M 481 M 0 pidučių O 300 O 0 Ito O Onnish O 130 spills O spilis O HO O NO 228 M 111. 393 231 M 2300 0 239 M( 178) O Nun Gott Lob, es ist vollbracht.... 141410 mash sú todol Nun jauchzet, all ihr frommen. Nun jauchzt dem Herren, alle Welt Nun komm, der Hefden Heiland spre 7 m( josing 100 dol 187 Mil ont ist dai 1 M 110 dol idoj 174 Mid di dal 42nd HDD 227 M 42, 34800 tal 188 M 229, 392, 4103 380 Mallar 1:00 toal Nun laßt uns den Leib begraben b. Nun laßt uns gehn und treten..0.H. Nun laßt uns Gott dem Herren Nun lob, mein Seel, den Herren Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit Nun ruhen alle Wälder... Nun fich der Tag geendet hat Nun fich der Tag geendet, mein Herz 11 Nun finget und seid froh 100 g Nun wolle Gott, daß unser Sang.... 208.089 O Christe, Morgensterne. O Christenheit, sei hocherfreut O daß doch bald dein feuer brennte 213329 O daß ich tausend Zungen hätte O Durchbrecher aller Bande O Ewigkeit, du Donnermort O Emigkeit, du freudenmort. O gläubig Herz, gebenedet O Gott, du frommer Gott. O Gott, du höchster Gnadenhort. O Gottes Sohn, Herr Jesu Chrift O Gott und Vater gnadenooll O Gott, von dem wir alles haben O Haupt poll Blut und Wunden O Heiland, reiß die Himmel auf O Heilger Geist, kehr bei uns ein O heilige Dreifaltigkeit O heiliger Geist, o heiliger Gott O Herre Gott, dein göttlich Wort O hilf Christe, Gottes Sohn f. Christus, der uns selig macht O Jesu Christe, mahres Licht. O Jesu Christ, mein schönstes Licht O Jefu Chrift, meins Lebens Licht. . ● 361 364 M 367 nism thid schu 26 M alm tim oboM sid od bom 36 line 26 il ghió idol nol 101 ol must nonis M idris biol disation 810 pod adol 340 M 225 M 219 M 238 M 32. 152.269. 470 1000 262 M 471 324 M 325 ● 143 no nedarutbi 434 325 226 M 383 M 1 301 M II 171 147 470 63 5 M 103 459 104 M 117 M 134. 148 56 50 M 263, 264.459.465 435 317 M 149.( 273). 403. [ 414 O Jefu, du mein Bräutigam O Jefu, füßes Licht. O König aller Ehren O König Jefu Chrifte. O komm, du Geist der Wahrheit O Lamm Gottes, unschuldig. O Lebensbrünnlein tief und groß O Mensch, bemein dein Sünde groß O milder Gott, allerhöchster Hort. O Traurigkett, o Herzeleid. O Vater, allmächtiger Gott O Vater, deine Sonne scheint O Welt, ich muß dich lassen O felig Haus, wo man dich aufgenommen O süßer Herre Jesu Christ.. O Tod, mo ift dein Stachel nun. ● 100 manned mad.adg dau doj ha siapap lomon 414 ndand 461 M 436 tepsi2 450 que sit nagnia 49 malled sim Ha 19pale 203 Mpandal igni) apatid O Welt, fieh hier dein Leben. O mie selig seid ihr doch, ihr frommen O wir armen Sünder. Preis, Anbetung, Lob und Ehr..... Preis, Ehre, Ruhm und Herrlichkeit Preis, Lob und Dank sei Gott dem Herren ● • Quempas( Den die Hirten lobeten sehre). Reich des Herrn.. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz. Schmücke dich, o liebe Seele Ringe recht, wenn Gottes Gnade.magand Rüstet euch, ihr Christenleute. Schmückt das fest mit Maien. Schönster Herr Jesu. Schwing dich auf zu deinem Gott. Seele, mach dich heilig auf. Sel Gott getreu, halt seinen Bund • . 469 312 M 64. 175, 292, 328. ka adal 361, 367, 394. 405. [ 421.463 811 108 Mimos 55 M 290 Ma 54 551 M 420 M 47 M 87 73 M 74 tin tim lane 550 M kh bhul onomst 02 manism chi 1102 só mmin 02 0 390 4nan? adal rol spom oë 64 322 Mons 57 M si jno ilm tuT 20 M 531) papou mont 509 206 424 to samy plaas is) 110 3t5V M 448.467 108 stsy 990 330 350y asianmil mi som sty 267 556 M 157 M 107 437 M tammiH moV 296 M med lammiti mov 68 433 V Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut. Sei mir tausendmal gegrüßet. Siegesfürste, Ehrenkönig.. Singen wir aus Herzensgrund Singet all mit hellem Tone. Singt, fingt Jehova neue Lieder. So jemand spricht, ich liebe Gott Sollt ich meinem Gott nicht fingen. So nimm denn meine Hände. Sonne der Gerechtigkeit. So ruhest du, o meine Ruh. So wahr ich lebe, spricht dein Gottplug 169 nom o Stark ist meines Jefu Hand Steht auf, ihr lieben Kinderlein Straf mich nicht in deinem Zorn Such, wer da will, ein ander Ziel LOWON Te Deum( Herr Gott, dich loben wir) Treuer Wächter Israel' Tröstet, tröstet, spricht der Herr Tut mir auf die schöne Pforte 233 M 88. 385 402 O 95 M( 329). 428 373 bid est pl O 5033 allo pinox O 186 utst pinx O #ads 443 0 0,0 mmol O .. 232 M 252, 408 mm O 400 450 Misinnidaneds O dp 10 218 M nisted busMO HOH 374 dalia 100 1300 sus piis] Q ut 19H 1900 Unsern Ausgang ſegne Gott f. Nun Gott Lob, es ist vollbracht. Unumschränkte Liebe. Valet will ich dir geben. Vater, dir sei ewig Preis Vater, Sohn und Geift, mir bringen Vater unser, der du bist im Himmel Vater unser im Himmelreich Vater unser in dem Himmel Verleih uns Frieden gnädiglich Verzage nicht, du Häuflein klein Vom Himmel hoch da komm ich her. Vom Himmel kam der Engel Schar Von Gott will ich nicht lassen. Vor deinen Thron tret ich hiermit 812 .. 447 338 M 3.( 30)* doT O 176 M 261, 275 DIT O 249 Mohamilo asic sanoë sniso stoy O bid eum thi dlaw O 137 M 210 13 M dis paj sim O 129 M 440 naman si O 141 ou mlux.p 442# om de iss 318 M 122, 140.222.423 527 532 S. 22 M. S. 30 M 241 M 119, 169.286, 314 M 558 A 139 M 211 16 M 17.( 30). 34.( 36). 17 [( 38) 283( M) 9. 37. 387 460 419 mspmatip tim Vor dir, Herr Jesu, steh ich hie... Vor G'richt, Herr Jesu, steh ich hiedus st pod eft nob] s/ W f. Vor dir, Herr Jesu, steh ich hie... 41990 tiusl mö) stw 182.. tuo sim stilig el Jilblog#& D a'w Wach auf, du Geist der ersten Zeugen. 216 loma bio thì loj sw Wadh auf, mein Herz, die Nacht ist hin 88 mdad tusinst#W Wadh auf, mein Herz, und finge.348 maH ald modnnd siW M en wil ad hod wach 19 det mod nd god Wach auf, wach auf,' s ist hohe Zeit Wachet auf, ruft uns die Stimme Wacht auf, ihr Christen alle nda mrlo nap 409 M[ 425 HD 192( M) Na ndugle si IT03248 nsdual . Wür Gott nicht mit uns diese Zeit. Wärn meiner Sünd' auch noch so viel Walts Gott, mein Werk ich laffe Warum ſollt ich mich denn grämen 3.00 297 Mi Warum willst du draußen stehen 813 # 100#. 464 Mon able w Was Gott tut, das ist wohlgetan Was mein Gott will, das gsheh allzeit. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel s. Tut mir auf die schöne Pforte. ² 10 Weil ich Jesu Schäflein bin. Weife mir, Herr, deinen Weg Welt ade, ich bin dein müde Wenn kleine Himmelserben Wenn meine Sünd' mich kränken Wenn mein Stündlein porhanden ist Wenn wir in höchsten Nöten sein Wenn wir in Wassersnöten sein. Werde licht, du Stadt der Heiden Werde munter, mein Gemüte.. Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut Wer kann der Treu vergessen.... Wer nur den lieben Gott läßt walten. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende... Wie Gott mich führt, so will ich gehn... Wie groß ist des Allmächtgen Güte Wie lieblich ist der Maien Wie lieblich schön, Herr Zebaoth 20 204 121 M 221.267.416. 422. . 400 299 M 123.412 On W 280 M 164.281.284.431. TASO OTRO[ 433 440 mis toiigos) slla asilon IW ● 129 nga) mallace sw mi 10 M 19H 150 HD OW 479 M GIST S. 19 MH muxtoW 454 M all sid joidew tash nism Junio ● med en 421 nisone ● det. all Baseto 61 M 313 Mid tbl fte 282 M 191.287.460.469. 474 2. b H The Ont napong s ione alled 51 nover [ 474 360 M 432 284 307 M 451 298 M 276, 277.( 331). 331( M) [ 444 302 nanhú us 430 Mid en sm pind 1930 370 M 184 M 303 mars( 18#I Wie mit grimmgem Understand... Wie schön ists doch, Herr Jesu Chriftid bl. 1721st Wie schön leuchtet der Morgenstern Wie's Gott gefällt, so gfällts mir auch.. 281 Wie soll ich dich empfangen 10 M 22 M ♦ 476 Masih td 10V Hjbb' 30V .48 M 103. 172. 173.473 Wir Christenleut habn jehund Freud Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Bodaß du für uns gestorben bist spoil on cigh nism hd 59 M 161.( 273) daß du vom Tod erstanden bist..800 84 Wir danken Gott für seine Gabn Wir dienen, Herr, um keinen Lohn Wir glauben all an einen Gott 372 M u ftus jus 1stboW •$ 1445 M did juo irboW Wir glauben Gott im höchsten Thronban 133 Monde samtam mow stsid 321lm tmin Ho M Wir Menschen sind zu dem, o Gott allol nismo attoW f. Herr, für dein Wort sei hoch gepreift. 145 Wir pflügen und wir streuen. Wir sind in Not.. Wir fingen dir, Immanuel Wir warten dein, o Gottes Sohn Wir wollen alle fröhlich sein Wir wollen fingn ein' Lobgefang Wo Gott der Herr nicht bei uns hält Wo Gott zum Haus nicht gibt sein Gunft Wohlauf, die ihr hungrig seid Wohlauf, mein Herz, zu Gott Wohl denen, die da wandeln. Womit soll ich dich wohl loben Wo soll ich fliehen hin Wo willst du hin, meils Abend ist. • Wunderanfang, herrlichs Ende Wunderbarer Gnadenthron Wunderbarer König ● 814 483 M quum 475 toisgidh ho no Jup( how H nism Jun( boW up( bow of illo] murst' ud qillco mpW sod jui too oDW Ja Ho nism onW W 30 123 p011) sp18 82 M 9000 114 M 110 193 M( 192). 194 M( 36) 155 M 436 tu? selammit smisla amw 190 M snim dnda anlam W 428 Sn12 nom ansW hotininin 418 465 446 31 235 M 128. 442 10012 6 Jdll 2013) 120.936 no US3T 190 no 23W Zeuch an die Macht, du Arm des Herrn 1 223 nadell med sun 39W Zeuch, Ehrenkönig, bei mir ein. 09. ns 401 sdon sto s 39W Zeuch ein zu deinen Toren. Jyds. 105 M 102. 160 Zeuch uns nach dir... 4.100. napi 94milA esd 80x Zion klagt mit Angst und Schmerzen. M 402 Zu Bethlehem geboren. d dogd 477 M)[ lldall s/ W Wonen gibi ſein Cunft 104 M( 36) no t Inches 11 Centimetres Blue 2 ¹3 2 Cyan 5 14 ¹6 17 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 4 | 10| 11 Red 12 LO 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8