Nonw Calwer iederbüchlein. Calw& Stuttgart. Verlag der Vereinsbuchhandlung. Gb 3039 Calmer Liederbüchlein. Achtzig Lieder für Chriftliche Vereine, Sonntagsschulen etc. Fünfzehnte, vermehrte Auflage. Calm& Stuttgart. Verlag der Vereinsbuchhandlung. GB 3039 дв Druck der Stuttgarter Vereins- Buchdruckerei. Univ.- Bibl. Giessen Mel: Also hat Gott die Welt. Choralbüchlein Nr. 150. 1. Ach, lehre mich ein Kindlein sein, Du, mein Herr Jesu Christ, Das still in deine Hand hinein Sich legt und selig ist! 2. Jst's ringsum dunkel, bang und trüb, Das Kindlein merkt es nicht, Es hat ja seinen Heiland lieb; Bei ihm ist lauter Licht. 3. Wenn Vater, Mutter von ihm gehn, Ist's Kindlein nicht allein; Es darf dem Herrn ins Antliz sehn, Der will sein Vater sein. 4. Und ist's auch fremd in weiter Welt, Es wandert ruhig fort; Denn Jesus sich ihm zugesellt, Führt's an den Himmelsort. 5. Er führt's durch manche dunkle Nacht, Und wenn das Kindlein weint, So trocknet er die Tränen sacht Und spricht: Ich bin dein Freund. 6. Hat's Kindlein irgend ein Begehr, Es weiß, zu wem es geht. Sein Heiland neigt das Ohr ihm her Und tut, um was es fleht. 7. Und ist das Kindlein endlich müd, So holt Er's zu sich heim. Es schließt die Augen zu im Fried' Und darf beim Heiland sein. 6. Mel.: Dölker Nr. 155. 2. Ach, mein Herr Jesu, wenn ich dich nicht hätte Und wenn dein Blut nicht für die Sünder red'te, Wo wollt ich Ärmster unter den Elenden Mich sonst hinwenden? 2. Ich wüßte nicht, wo ich vor Jammer bliebe; Denn wo ist solch ein Herz wie deins voll Liebe? Du, du bist meine Zuversicht alleine, Sonst weiß ich keine. 3. Drum dank ich dir vom Grunde meiner Seelen, Daß du nach deinem ewigen Erwählen Auch mich zu deiner Blutgemeine brachtest Und selig machteſt. Spangenberg. Mel.: Christus der ist mein Leben. Choralb. Nr. 77. 3. Ach sei mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jeſu Christ, Auf daß uns nimmer schade Des bösen Feindes List! 2. Ach sei mit deiner Liebe, Gott Vater, um uns her! Wenn diese uns nicht bliebe, Fiel' uns die Welt zu schwer. 3. Ach, Heil'ger Geist, behalte Gemeinschaft allezeit Mit unsrem Geist und walte Du bis in Ewigkeit! Mel.: Goldne Abendsonne. Garve. 4. Alle Jahre wieder Kommt das Christuskind Auf die Erde nieder, Wo wir Menschen sind, 2. Kehrt mit seinem Segen Ein in jedes Haus, Geht auf allen Wegen Mit uns ein und aus, 3. Ist auch mir zur Seite, Still und unerkannt, Daß es treu mich leite An der lieben Hand. w. Hey. Mel.: Dölker Nr. 8. 5. Auf den Bergen, auf den Heiden, Müd und matt, Niemals satt, Tausend Schafe weiden. Ach, sie haben keinen Hirten, Der in acht Tag und Nacht Nähme die Verirrten. 2. Eine nur ist seine Herde, Die er führt Und regiert, Auf der weiten Erde. Eine hat er sich erkoren, Die sieht ihn Vor sich ziehn, Gehet nie verloren. 3. Sind nicht wir auch auserwählet? Gibt nicht er Alles her, Was uns Armen fehlet? Ja, er hat uns kommen heißen In die Hut, Wo man ruht; Lasset uns ihn preisen! 4. O du treuer Hirt und Hüter! Laß uns nie Mangeln hie Deine ewgen Güter! Weide uns auf deinen Auen, Bis du einst Uns erscheinst, Bis dein Heil wir schauen! Barth. Diakonissen- Liederbuch Nr. 80. 6. Kuf, denn die Nacht wird kommen! Auf mit dem jungen Tag! Wirket am frühen Morgen, Eh's zu spät sein mag! Wirket im Licht der Sonnen, Fanget beizeiten an! Auf, denn die Nacht wird kommen, Da man nicht mehr kann! 2. Auf, denn die Nacht wird kommen, Auf, wenn es Mittag ist! Weihet die besten Kräfte Dem Herrn Jesu Christ! Wirket mit Ernst, ihr Frommen, Gebt alles andre dran! Auf, denn die Nacht 2c. 8. 3. Auf, denn die Nacht wird kommen, Auf, wenn die Sonne weicht! Auf, wenn der Abend mahnet, Wenn der Tag entfleucht! Auf bis zum letten Zuge, Wendet nur Fleiß daran! Auf, denn die Nacht zc. Mel.: Liederstrauß Nr. 77. 7. Auferstanden, auferstanden Ist der Herr der Welt! Allem Volk in allen Landen Werde das erzählt! 2. Von dem Grabe kam er wieder! Wo ist so ein Mann? Jauchzet, Kinder; fallet nieder, Betet Jeſum an! 3. Hätt' der Tod ihn können halten, Müßten wir vergehn. Lasset uns die Hände falten, Gläubig zu ihm flehn: 4. Rett auch uns, Herr, durch dein Leben Aus des Todes Haft; Schenke deinen armen Reben Von des Weinstocks Saft! 5. ,, Laß auch uns im Glauben blicken Auf dein Angesicht, Bis wir einst dich mit Entzücken Sehn im ewgen Licht!" Barth. Mel.: Goldne Abendsonne. 8. Aus dem Himmel ferne, Wo die Englein sind, Schaut doch Gott so gerne Her auf jedes Kind. 2. Höret seine Bitten Nimmt's bei allen Schritten 3. Gibt mit Vaterhänden Ihm sein täglich Brot, Hilft an allen Enden Ihm aus Angst und Not. 4. Sagt's den Kindern allen, Daß ein Vater ist, Dem sie wohlgefallen, Der sie nie vergißt. w. Hey. Treu bei Tag und Nacht, Väterlich in acht. 933 Mel. Dölker: Nr. 15. 9. Christi Blut und Gerechtigkeit, Das ist mein Schmuck und Ehrenkleid; Damit will ich vor Gott bestehn, Wann ich in' Himmel werd eingehn. 2. Jch glaub an Jesum, welcher spricht: Wer glaubt, der kommt nicht ins Gericht. Gottlob! die Schuld iſt abgetan Und Gott nimmt mich zu Gnaden an. 3. Das heilige, unschuld'ge Lamm, Das an dem rauhen Kreuzesstamm Für meine Sünd gestorben ist, Erkenn ich für den Herrn und Christ. 4. Ich glaube, daß sein teures Blut Genug für alle Sünden tut Und daß es Gottes Schäße füllt Und ewig in dem Himmel gilt. 5. Drum soll auch dieses Blut allein Mein Trost und meine Hoffnung sein; Ich bau im Leben und im Tod Allein auf Jesu Wunden rot. 6. Und wenn mich böse Lust ansicht, Gott sei gedankt, so muß ich nicht, Ich sprech zur Lust, zum Stolz und Geiz: Dafür hing unser Herr am Kreuz! 7. So lang ich noch hienieden bin, So ist und bleibet das mein Sinn: Ich will die Gnad in Jeſu Blut Bezeugen mit getrostem Mut. 8. Gelobet seist du, Jesu Chriſt, Daß du ein Mensch geboren bist und hast für mich und alle Welt Bezahlt ein ewig's Lösegeld! 9. Du Ehrenkönig, Jesu Christ! Gott Vaters ein'ger Sohn du bist; Erbarme dich der ganzen Welt Und segne, was sich zu dir hält! Zinzendorf. 10 Eigene Melodie. 10. Danket dem Herrn! Wir danken dem Herrn, Denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich! :/: Sie währet ewiglich.:/: 2. Lobet den Herrn! Ja, lobe den Herrn, Auch meine Seele; Vergiß es nie, was er dir Guts getan! :/: Was er 2c.:/: 3. Sein ist die Macht! Allmächtig ist Gott, Sein Tun ist weise, Und seine Huld ist jeden Morgen neu! :/: Ist jeden 2c.:/: 4. Betet ihn an! Anbetung dem Herrn! Mit hoher Ehrfurcht Werd auch von uns sein Name stets genannt.:/: Sein Name 2c.:/: 5. Singet dem Herrn! Lobsinget dem Herrn In frohen Chören, Denn er vernimmt auch unsern Lobgesang.:/: Auch unsern Lobgesang.:/: Herrosee. Mel.: Dölker Nr. 25. 11. Der beste Freund ist in dem Himmel, Auf Erden sind die Freunde rar; Denn bei dem falschen Weltgetümmel Ist Redlichkeit oft in Gefahr. Drum hab ich's immer so gemeint: Mein Jesus ist der beſte Freund! 2. Die Menschen sind wie eine Wiege; Mein Jesus stehet felsenfeſt, Daß, wenn ich gleich darniederliege, Mich seine Freundschaft doch nicht läßt. Er ist's, der mit mir lacht und weint: Mein Jesus ist der beſte Freund! 11 33 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe Dem, der am meisten nüßen kann; Ist dann einmal das Wetter trübe, So steht die Freundschaft hinten an. Doch sei's, daß keine Sonne scheint: Mein Jesus ist der beste Freund! 4. Er läßt sich selber für mich töten, Vergießt für mich sein teures Blut; Er steht mir bei in allen Nöten, Er spricht für meine Schulden gut; Er hat mir niemals was verneint: Mein Jesus ist der beste Freund! 5. Mein Freund, der mir das Herze gibet, Mein Freund, der mein ist und ich sein, Mein Freund, der mich beständig liebet, Mein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ich's nun nicht recht gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund? Schmold. Mel.: Dölker Nr. 19. 12. Der du in Todesnächten Erkämpft das Heil der Welt Und dich als den Gerechten Zum Bürgen dargeſtellt; Der du den Feind bezwungen, Den Himmel aufgetan: Dir stimmen unsre Zungen Ein Halleluja an. 2. Im Himmel und auf Erden Ist alle Macht nun dein, Bis alle Völker werden Zu deinen Füßen sein; Bis die von Süd und Norden, Bis die von Ost und West Sind deine Gäste worden Bei deinem Hochzeitsfest. 3. Noch werden sie geladen, Noch gehn die Boten aus, Um mit dem Ruf der Gnaden Zu füllen dir - 12 dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, Es ist kein Weg zu schwer, Hinauszustreun dein Feuer Ins weite Völkermeer. 4. Dann werden die Gebeine Im Knochenfeld erweckt Und von dem lichten Scheine Ihr Leuchter angesteckt. Die Strahlen überdunkeln Des Halbmonds Schimmerlicht; Der Minarete Funkeln Entschwindet dem Gesicht. 5. Und wo im Todesschatten Der Satan König iſt, Durch segensvolle Matten Das Menschenblut ihm fließt; Da fällt die heil'ge Flamme Dem Opfrer in den Schoß: Der Mörder wird zum Lamme, Das Opfer sein Genoß. 6. Fern an der Knechtschaft Strande Erwacht ein Durst nach Licht, Und aus dem engen Bande Manch tiefer Seufzer bricht. Da fahren tausend Funken In schwarzer Sklaven Herz; Wer von dem Licht getrunken, Ist frei vom Todesschmerz. 7. Und hoch im starren Norden, Wo ew'ger Schnee noch ruht, Da ist es warm geworden Durch dieses Feuers Glut; Die Herzen sind zerflossen, Das Eis ist aufgetaut, In knospenreichen Sprossen Sich mild der Sommer baut. 8. So ziehen deine Flammen Wie Sonnen um die Welt; Getrenntes fließt zusammen, Das Dunkle wird erhellt; Und wo dein Name schallet, Du König, Jesus Christ, Ein selig Häuflein wallet Dahin, wo Friede ist. 13% 9. So sammle deine Herden Dir aus der Völker Zahl, Daß viele selig werden Und ziehn zum Abendmahl! Schließ auf die hohen Pforten, Es ström' dein Volk heran! Wo's noch nicht Tag geworden, Da zünd dein Feuer an! Barth. Mel.: Glaubenslieder Nr. 46. 13. Der große Arzt ist jetzt uns nah, Der Hohepriester Jesus. Er ist mit seinem Troste da, O höret unsern Jesus! Schönster Ton im Engelsang, Auf der Erde schönster Klang Und der süßeste Gesang: Jesus, Jesus, Jesus! 2. Die Sünden all vergibt er euch, O höret doch auf Jesus! Geht eilends ein ins Himmelreich, Geführt von eurem Jesus! Schönster Ton 2c. 3. Dem Lamm, das starb, allein sei Ehr; Ja, lobt und preiset Jesus. Des Heilands Namen lieb ich ſehr, Ich liebe meinen Jesus! Schönster Ton 2c. 4. Sein Name nimmt mir Schuld und Schmerz, Der Name meines Jesus! Mit hoher Wonne hört mein Herz Den süßen Namen Jesus! Schönster Ton 2c. 5. Kommt, Brüder, helft und singt mit mir Das Lob dem Namen Jesus! Ihr Schwestern alle, kommt herfür Und preist den Namen Jesus! Schönster Ton 2c. 6. Ihr Kinder alle, groß und klein, Auch ihr dürft lieben Jesus! Ihr dürfet Mitarbeiter sein, Dürft leben eurem Jesus! Schönster Ton 2c. 14 7. Wenn dann, zum Himmel einst entflohn, Wir sehen dürfen Jesus, Dann singen wir um seinen Thron Den sel'gen Namen Jesus! Schönster Ton 2c. Aus dem Englischen. Mel.: Dölker Nr. 21. 14. Der Pilger aus der Ferne Zieht seiner Heimat zu; Dort leuchten seine Sterne, Dort sucht er seine Ruh. 2. Sein Sehnen geht hinüber; Sein Liebstes liegt im Grab: Die Blumen wachsen drüber, Die Blumen fallen ab. 3. In Königsstädten schimmert Des Goldes reiche Pracht; Und morgen sind zertrümmert Die Städte und die Macht. 4. Die Ströme ziehn hinunter Ins wogenreiche Meer; Die Welle geht drin unter, Man sieht ſie nimmermehr. 5. Der Harfenton verklinget Jm stillen Windeswehn; Der Tag, den er besinget, Muß heute noch vergehn. 6. Wer von dem Honigseime Der Ewigkeit geschmeckt, Der Pilger ist daheime, Nur wann das Grab ihn deckt. 7. Drum weckt ihn auch hienieden Das Heimweh früh und spät; Er sucht dort oben Frieden, Wohin sein Sehnen geht. Barth. Mel.: Dölker Nr. 22. 15. Dich zu lieben, das ist Leben, Dich zu haben, sel'ge Ruh, Und wer dir das Herz ergeben, Schließt 15 z. getrost sein Auge zu, Trinkt noch einmal vor dem Schlummer, Herr, aus deinem lichten Quell; Dann entschläft er ohne Kummer, Dann sind seine Nächte hell. 2. Ach, was frommen uns die Nächte Ohne dich und deine Huld? Süße schläft nur der Gerechte, Denn er ruhet ohne Schuld; Friede Gottes heißt das Kissen, Das die Seele recht erquickt, Während ein befleckt Gewissen Auch im Traume schnell erschrickt. 3. Lehr mich wachen, laß mich schlafen, Täglich, nächtlich, Herr, mit dir! Darum trugst du meine Strafen, Darum kamest du zu mir, Daß die Seele, bis ich sterbe, Deines Geistes werde voll, Daß ich als ein Kind und Erbe Mit dir wachen, schlafen soll. Albert Knapp. Mel.: Dölker Nr. 26. 16. Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ, Die Sach, an der wir stehn, Und weil es deine Sache ist, Kann sie nicht untergehn; Allein das Weizenkorn, bevor s fruchtbar sproßt zum Licht empor, Muß sterben in der Erde Schoß, Zuvor vom eignen Wesen los, Durch Sterben los, vom eignen Wesen los. 2. Du gingst, o Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so nimm uns allzugleich zum Teil am Leiden und am Reich; Führ uns durch deines Todes Tor Samt deiner Sach zum Licht empor, Zum Licht empor, durch Nacht zum Licht empor! - 16 3. Du starbest selbst als Weizenkorn Und sankeſt in das Grab; Belebe denn, o Lebensborn, Die Welt, die Gott dir gab. Send Boten aus in jedes Land, Daß bald dein Name werd bekannt, Dein Name voller Herrlichkeit! Auch wir stehn dir zum Dienst bereit, Zum Dienst bereit, zum Dienst in Kampf und Streit. Preiswerk und Zaremba. Mel.: Eines wünsch ich mir. Choralb. Nr. 217. 17. Die wir uns allhier beisammen finden, Schlagen unsre Hände ein, Uns auf deine Marter zu verbinden, Dir auf ewig treu zu sein; Und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne Deinem Herzen angenehm und schöne, Sage Amen und zugleich: Friede, Friede sei mit euch! Chr. R. v. Zinzendorf. Mel.: Nun ruhen alle Wälder. Choralb. Nr. 163. 18. Du großer Zionskönig, Dem alles untertänig Und übergeben ist, Vor dem die Erd' sich beuget, Dem sich der Himmel neiget: Hör unser Flehn, Herr Jesu Christ! 2. Laß, Herr, dein Wort recht kräftig Und deinen Geist geschäftig In unsern Herzen sein! Laß immer mehr die Deinen Auf dich nur sich vereinen, Durch Bruderliebe dich erfreun! 3. Tritt unter deine Füße Das Reich der Finsternisse zu deines Namens Ruhm! Durchdring der Heiden Herzen Zum Lohne deiner Schmerzen Mit deinem Evangelium! * 17 4. Stärk, Heiland, deine Knechte, zu fördern deine Rechte, zu kämpfen in Geduld; Gib allen Mut und Kräfte Zum großen Heilsgeschäfte Und labe sie mit deiner Huld! Knapps Liederschap. Mel.: Vom Himmel hoch. Choralb. Nr. 102. 19. Du lieber, heilger, frommer Christ, Der für uns Kinder kommen ist, Damit wir sollen weiß und rein Und rechte Kinder Gottes ſein, 2. O Licht, vom lieben Gott gesandt In unser dunkles Erdenland, Du Himmelskind und Himmelsschein, Damit wir sollen himmlisch sein, 3. Du lieber, heilger, frommer Christ! Weil heute dein Geburtstag ist, Drum ist auf Erden weit und breit Bei allen Kindern frohe Zeit. 4. O segne mich, ich bin noch klein, O mache mir das Herze rein! Obade mir die Seele hell In deinem reichen Himmelsquell! 5. Daß ich wie Engel Gottes sei In Demut und in Liebe treu; Daß ich dein bleibe für und für, Du heilger Christ, das schenke mir! E. M. Arndt. Mel.: Glaubenslicder Nr. 51. 20. Es ist ein Born, d'raus heilges Blut Für arme Sünder quilt, Ein Born, der lauter Wunder tut Und jeden Kummer stillt. Es quillt für mich dies teure Blut, Das glaub und fasse ich! Es macht auch meinen Schaden gut; Denn Christus starb für mich. Univ.- Bibl. Giessen 18 z 2. Der Schächer fand den Wunderquell, Den Jesu Gnad ihm wies, Und dadurch ging er rein und hell Mit ihm ins Paradies. 3. Gotteslamm, dein teures Blut Hat noch die gleiche Kraft. Gieß aus des Geistes Feuersglut, Die neue Menschen schafft! 4. Auch ich war einst in Sündennot, Da half mir Jesu Blut; Drum jauchz' ich auch bis in den Tod Ob dieser Gnadenflut. 5. Dies Blut sei all mein Leben lang Die Quelle meiner Luft; Das bleib mein ew'ger Lobgesang An meines Heilands Brust! Aus dem Englischen. Eigene Weise. Dölker Nr. 35. 21. Es ist ein' Ros' entsprungen Aus einer Wurzel zart, Wie uns die Alten sungen, Von Jesse kam die Art, Und hat ein Blümlein bracht Mitten im kalten Winter, Wohl zu der halben Nacht. 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaja sagt, Hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd. Aus Gottes ew'gem Rat Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben Nacht. 3. Das Blümelein, so kleine, Das duftet uns so süß, Mit seinem hellen Scheine Vertreibt's die Finsternis. Wahr'r Mensch und wahrer Gott, Hilft uns aus allen Leiden, Rettet von Sünd und Tod. 4. O Jesu, bis zum Scheiden Aus diesem Jammertal Laß dein' Hilf uns geleiten Hin in den Freuden ** 19%*.. saal, In deines Vaters Reich, Da wir dich ewig loben! O Gott, uns das verleih! Aus dem 15. Jahrhundert. Mel.: Gott ist getreu. Choralb. 36. 22. Es ist noch Raum! Mein Haus ist noch nicht voll, Die Tische sind noch leer. Da ist der Plaz, Wo jeder sizzen soll; O bringt die Gäste her! Geht, nötigt sie auf allen Straßen, Ich habe viel bereiten lassen; Es ist noch Raum! 2. Es ist noch Raum! Es ist ihm nicht genug, Daß viele selig sind. Er zöge gern durch seinen Gnadenzug Ein Menschenkind. Er ruft mit lautem Liebesschalle: „ Mein Herz umfaßt euch Sünder alle, Es ist noch Raum!" 3. Es ist noch Raum Auch für das schwächste Kind, Das gar nicht gehen kann; Und derer auch, Die matt und müde sind, Nimmt er sich treulich an. Ihr sollt ihm in den Armen liegen Und dürft an seine Brust euch schmiegen: Es ist noch Raum! 4. Es ist noch Raum, Wenn hier kein Raum mehr ist, Wenn uns der Tod vertreibt. Gottlob, es glaubt, Es weiß der wahre Christ, Wo er auf ewig bleibt. So mag ihn wohl die Welt verjagen, Genug, was Jesu Lippen sagen: Es ist noch Raum! 5. Es ist noch Raum: Ein Haus, das göttlich groß, Das weite Wohnung hat, Da ruht man aus, Man ruht in Christi Schoß, Da wird der Glaube satt. Die Schar, die hier ihn angenommen, Wird dort mit ihm zusammenkommen: Es ist noch Raum! Woltersdorf. - 20 Mel.: Ich bete an. Dölker Nr. 65. 23. Es jauchzen dir die kleinen Kinder zu deiner ersten Erdennacht, Weil du, o Todesüberwinder, Auch uns dein Himmelslicht gebracht. O du, der lag in harter Krippen, Nimm an das Lob von Kinderlippen! 2. Du König aller Engel, siehe Auch gnädig auf uns arme Schar Und zeuch zu deinem Herzen frühe, Was ohne dich verloren war, Damit sich unsre jungen Seelen Im Lebensfrühling dir vermählen. 3. Du bist so mild, so wundergütig Und gibst uns gute Gaben gern, Drum bitten wir dich, Herr, demütig: Geh auf in uns als Morgenstern Und leg in unser Herz dein Leben, Damit es dir kann Ehre geben. 4. Du, Jesu, bist die beste Gabe, Die man zum Christtag haben kann; Wenn ich das habe, So ist mir ewig wohl getan. ach komm zu deinen Kindern, Nichts Eingang hindern! Jesuskind nur Drum komm, müsse dir den Chr. H. Zeller. Mel.: Dölker Nr. 39. 24. Es kennt der Herr die Seinen Und hat sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen, In jedem Volk und Land! Er läßt sie nicht verderben, Er führt sie aus und ein; Im Leben und im Sterben Sind sie und bleiben sein. Er läßt sie nicht verderben, Er führt sie aus und ein; Im Leben und im Sterben Sind sie und bleiben ſein. 21- 2. Er kennet seine Scharen Am Glauben, der nicht schaut Und doch dem Unsichtbaren, Als säh er ihn, vertraut;:/: Der aus dem Wort gezeuget Und durch das Wort sich nährt Und vor dem Wort sich beuget Und mit dem Wort sich wehrt.:/: 3. Er kennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Mut, Die fröhlich auf dem Einen, Daß er der Herr ist, ruht.:/: In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet frei und kühn Die wunderbare Pflanze, Die immerdar iſt grün.:/: 4. Er kennt sie an der Liebe, Die seiner Liebe Frucht Und die mit laut'rem Triebe Ihm zu gefallen sucht,:/: Die andern so begegnet, Wie er das Herz bewegt, Sie segnet, wie er segnet, Sie trägt, wie er sie trägt.:/: 5. So hilf uns, Herr, zum Glauben Und halt uns fest dabei; Laß nichts die Hoffnung rauben; Die Liebe herzlich sei.:/: Und wird der Tag erscheinen, Da dich die Welt wird sehn, So laß uns als die Deinen Zu deiner Rechten stehn!:/: Spitta. Mel.: Liederstrauß Nr. 3 a. 25. Goldne Abendsonne, Wie bist du so schön! Nie kann ohne Wonne Deinen Glanz ich sehn. 2. Willst du, Sonne, fliehen Mit dem schönen Strahl, Nach dem Meere ziehen Über Berg und Tal? 3. Abendglocken singen Von der Türme Dach Mit gewaltgem Schwingen Dir den Abschied nach. -8 22 33 4. Und die Hände heben Zum Gebet sich all; Die Gebete schweben Auf zum Glockenschall. 5. Noch erhellt dein Blizen Auf dem Turm den Kranz Und der Berge Spißen Mit dem Purpurglanz. 6. Seht, sie ist geschieden, Läßt uns in der Nacht; Doch wir sind im Frieden: Der im Himmel wacht. 7. Du, o Gott der Wunder, Der im Himmel wohnt, Gehest nicht so unter Wie die Sonn, der Mond. 8. Wollest doch uns senden, Herr, dein ewig Licht, Daß zu dir wir wenden Unser Angesicht! Barth. Eigene Mel. oder Jesus meine Zuversicht. Choralb. Nr. 87. 26. Großer Gott, wir loben dich, Herr, wir preisen deine Stärke! Vor dir beugt die Erde sich Und bewundert deine Werke. Wie du warst vor aller Zeit, So bleibst du in Ewigkeit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir ein Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth, Heilig, Herr der Kriegesheere! Starter Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigentum. 4. Sieh dein Volk in Gnaden an; Hilf uns, segne, Herr, dein Erbe! Leit es auf der rechten Bahn, Daß der Feind es nicht verderbe! Hilf, daß es durch Buß und Flehn Dich im Himmel möge sehn. 23 37. 5. Herr, erbarm, erbarme dich! Über uns, Herr, sei dein Segen! Deine Güte zeige sich Allen, der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein: Laß uns nicht verloren sein! Ambrosianischer Lobgesang. Mel.: Dölker Nr. 48. 27. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern. Sei unverzagt, Bald der Morgen tagt, Und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach! In allen Stürmen, Jn aller Not, Wird er dich beschirmen, der treue Gott. 2. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; Größer als der Helfer iſt die Not ja nicht. Ewige Treue, Retter in Not, Rett auch unsre Seele, du treuer Gott! 3. Harre, meine Seele, Harre des Herrn! Alles ihm befehle, Hilft er doch so gern. Bald höret auf Unser Pilgerlauf Und die Klagen schweigen, nimmt uns Jesus auf. Nach allen Leiden, Nach aller Not Folgen ew'ge Freuden, du treuer Gott! 3. F. Räder. Mel.: Gott sei Dank. Choralb. Nr. 173. 28. Heiland, bittend kommen wir mit den Deinen jeßt zu dir; Hör' auf unser kindlich Flehn; Was wir bitten, laß geschehn. 2. Jesu, ziehe bei uns ein, Laß uns ganz dein eigen sein; Schenk uns allen deinen Geist, Den dein teures Wort verheißt. 24 z 3. Weck' die tote Christenheit Aus dem Schlaf der Sicherheit, Mache deinen Ruhm bekannt Überall im ganzen Land. 4. Laß dein Wort zu dieser Zeit Kräftig schallen weit und breit, Allen Heiden werde kund Deiner Gnade Friedensbund. 5. Tu' der Völker Türen auf, Deines Himmelreiches Lauf Hemme feine List und Macht; Schaffe Licht in dunkler Nacht. Mel.: Dölker Nr. 51. 29. Herbei, o ihr Gläubigen, fröhlich triumphierend, O kommet, o kommet nach Bethlehem! Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 2. Du König der Ehren, Herrscher der Heerscharen, Verschmähst nicht zu ruhen in Mariens Schoß, Du wahrer Gott, von Ewigkeit geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 3. Kommt, singet dem Herren, o ihr Engelchöre! Frohlocket, frohlocket ihr Seligen! Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König! 4. Dir, der du bist heute ein Mensch für uns geboren, O Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm! Dir, Fleisch gewordnes Wort des ewgen Vaters! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o laffet uns anbeten den König! Portugiesisches Volkslicd. - 25 Mel.: Dölker Nr. 65. 30. Ich bete an die Macht der Liebe, Die sich in Jesu offenbart; Ich geb mich hin dem freien Triebe, Mit dem ich Wurm geliebet ward; Ich will, anſtatt an mich zu denken, Ins Meer der Liebe mich versenken. 2. Wie bist du mir so hoch gewogen Und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und stark gezogen, Neigt sich mein Alles auch zu dir; Du traute Liebe, gutes Wesen, Du hast mich, ich hab dich erlesen. 3. Ich fühl's, du bist's, dich muß ich haben; Ich fühl's, ich muß für dich nur sein; Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, Mein Leben ist in dir allein: Hier ist die Ruh, hier ist Vergnügen, Drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. Dein ewig ist mein Herz und Leben, Erlöser, du, mein einzig Gut! Du haft für mich dich hingegeben Zum Heil durch dein Erlösungsblut. Du Heil des schweren, tiefen Falles, Für dich ist ewig Herz und alles! 5. O Jesu, daß dein Name bliebe Im Geist mir! drück ihn tief hinein; Laß deine süße Jesusliebe In Herz und Sinn gepräget sein! In Wort, in Werk und allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu lesen! 6. In deinem teuren, heil'gen Namen Eröffnet sich des Vaters Herz: Da find ich lauter Ja und Amen Und Trost und Heilung für den Schmerz. O daß dies jeder Sünder wüßte, Sein Herz alsbald dich lieben müßte! Univ.- Bibl. Giessen 26 7. Preis sei dem hohen Jesusnamen, In dem der Liebe Quell entspringt, Von dem hier alle Ströme kamen, Aus dem die sel'ge Schar dort trinkt! Wie beugen sie sich ohne Ende! Wie falten sie die frohen Hände! Tersteegen. Mel.: Lobt Gott, ihr Christen. Choralb. Nr. 150. 31. Ich bin ein kleines Kindelein, Und meine Kraft ist schwach; Ich wollte gerne selig sein Und weiß nicht, wie ich's mach. 2. Ach lieber Jesu, sage du: Wie fang ich es doch an, Daß ich mein' Sünden von mir tu Und selig werden kann? 3. Mein Heiland, du wardst mir zu gut Auch so ein kleines Kind Und hast mich durch dein teures Blut Erlöst von Tod und Sünd. 4. Mein lieber Heiland, rat mir du, Was ich zur Dankbarkeit Für alle deine Liebe tu Und was dein Herz erfreut. 5. Ich leg als Opfer alles hin, Was ich dir geben kann; Nimm Herz und was ich hab und bin, Nimm's, Jesu, gnädig an. Zinzendorf. Mel.: Dölker Nr. 67. 32. Ich will streben Nach dem Leben, Wo ich selig bin; Ich will ringen, Einzudringen, Bis daß ich's gewinn. Hält man mich, so lauf ich fort, Bin ich matt, so ruft das Wort:„ Nur im Hoffen Fortgeloffen Bis zum Kleinod hin!" 27 3 2. Als berufen Zu den Stufen Vor des Lammes Thron, Will ich eilen; Das Verweilen Bringt oft um den Lohn. Wer auch lauft und lauft zu schlecht, Der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, Das mag schwinden; Ich will nichts davon! 3. Jesu richte Mein Gesichte Nur auf jenes Ziel; Lenk die Schritte, Stärk die Tritte, Wenn ich Schwachheit fühl. Lockt die Welt, so sprich mir zu, Schilt sie mich, so tröste du; Deine Gnade Führ gerade mich aus ihrem Spiel! 4. Du mußt ziehen; Mein Bemühen Ist zu mangelhaft. Wo ihr's fehle, Spürt die Seele, Aber du haft Kraft, Weil dein Blut das Leben bringt Und dein Geist das Herz durchdringt. Dort wird's tönen Bei dem Krönen: Gott ist's, der es schafft! ph. Fr. Hiller. Mel.: Liederstrauß Nr. 63 a. 33. Ihr Kinderlein, fommet, o kommet doch all Zur Krippe her, kommet in Bethlehems Stall Und seht, was in dieser hochheiligen Nacht Der Vater im Himmel für Freude uns macht! 2. O seht in der Krippe, im nächtlichen Stall, Seht hier bei des Lichtes hellglänzendem Strahl In reinlichen Windeln das himmlische Kind, Viel schöner und holder als Engel es sind. 3. Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh; Maria und Joseph betrachten es froh; Die redlichen + 28 Hirten fnien betend davor, Hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie; Erhebet die Hände und danket wie sie; Stimmt freudig, ihr Kinder- wer wollt sich nicht freun? Stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein! 5. O betet: du liebes, du göttliches Kind, Was leidest du alles für unsere Sünd! Ach hier in der Krippe schon Armut und Not, Am Kreuze dort gar noch den bitteren Tod! 6. Was geben wir Kinder, was schenken wir dir, Du bestes und liebstes der Kinder, dafür? Nichts willst du von Schäßen und Freuden der Welt; Ein Herz nur voll Unschuld allein dir gefällt. 7. So nimm unsre Herzen zum Opfer dir hin, Wir geben sie gerne mit fröhlichem Sinn; Und mache sie heilig und selig wie deins, Und mach sie auf ewig mit deinem in eins! Christoph Schmid. Eig. Mel. oder: Gott will's machen. Choralb. 152. 34. Immer muß ich wieder lesen In dem alten heilgen Buch, Wie er ist so sanft gewesen, Ohne List und ohne Trug. 2. Wie er hieß die Kindlein kommen, Wie er hold sie angeblickt Und sie in den Arm genommen, Und sie an das Herz gedrückt! 3. Wie er Hilfe und Erbarmen Allen Kranken gern 29 erwies Und die Blöden und die Armen Seine lieben Brüder hieß. 4. Wie er keinem Sünder wehrte, Der bekümmert zu ihm kam, Wie er freundlich ihn bekehrte Und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, Die sein Vater ihm verliehn, Hat die Arme ausgebreitet, Alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, Les' und freue mich nicht satt, Wie er ist so treu gewesen, Wie er uns geliebet hat. 2. Hensel. Mel.: Berl. Kinderharfe Nr. 86. 35. In die Ferne möcht ich ziehen, Weit von meines Vaters Haus. Wo die Bergesspißen glühen, Wo die fremden Blumen blühen, Ruhte meine Seele aus. 2. Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel, Flög ich auf zu meinem Stern, Über Meere, Täler, Hügel, Sonder Schranke, sonder Zügel Folgt' ich immer meinem Herrn. 3. Ach, das war ein schöner Segen, Wenn er mit den Jüngern ging Auf den Feldern, auf den Wegen; Jedes Herz wie Maienregen Seinen Trost, sein Wort empfing. 4. Ander Los ward uns bereitet: Wie auch blühet rings das Land, Wie sich rings die Ferne breitet Der uns rufet, der uns leitet, Unser holder Freund verschwand. 5. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er 30 33 mur; Herrlich will er wiederkommen; Seine Trenen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur. 6. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich in stillem Sinn; All mein Denken, Sehnen, Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb ich meinem Freunde hin. Max v. Schenkendorf. Mel.: Goldne Abendsonne. 36. It's auch eine Freude, Mensch geboren sein? Darf ich mich auch heute Meines Lebens freun, Wo so viele Tränen, So viel Sünd und Not, So viel banges Sehnen, Schmerz und endlich Tod? 2. Ja, es wär zum Weinen, Wenn kein Heiland wär; Aber sein Erscheinen Bracht den Himmel her. Wer zu ihm kann sagen: ,, Mein Gott und mein Herr!" Der darf nimmer klagen; Stets wird's herrlicher. 3. Möcht vor Liebe weinen, Jesu, Schmerzensmann, Nahmst auch mich in deinen Ewgen Liebesplan; Haſt mein Herz gerühret, Daß ich's gern dir gab, Haſt mich treu geführet, Daß ich dich noch hab. 4. Ich hab sel'ge Stunden Oft bei dir, o Herr, Aus dir Kraft empfunden, Wenn mein Herz war schwer; Haft mir viel vergeben, Mir dem schnöden Kind, Neue Gnad gegeben Mir, der schlecht gedient. 5. Ist's nicht so auf Erden Gut, ein Mensch zu sein? Wagt's, euch, ihr Gefährten, Ganz im Herrn zu freun. Wüßten's doch die Leute, Wie's beim Heiland ist, Sicher würde heute Mancher noch ein Christ. ** 31** 6. Doch hat bei der Freude Auch der Christ viel Schmerz; Aber auch beim Leide Blickt er himmelwärts, Und vom Himmel nieder Blickt sein Herr ihn an, Daß er fröhlich wieder Weiter pilgern kann. 7. Endlich kommt er leise, Nimmt dich bei der Hand, Führt dich von der Reise Heim ins Vaterland. Dann ist's ausgerungen; Ach, dann sind wir da! Droben wird gesungen Ein Viktoria! Rudolf Flad. Mel.: Gott sei Dank in aller Welt. Choralb. Nr. 173. 37. Komm, du Heidenheiland, an, Der den Himmel aufgetan Und auf Erden Frieden bringt, Daß man Hosianna singt! 2. Komm und kehre bei uns ein, Du sollst unser König sein; Unsre Herzen sind dein Thron, Gottes und Marien Sohn. 3. Mensch, zu aller Menschen Heil, An dir nehmen alle teil; Denn du bist der ganzen Welt Als der Heiland vorgestellt. 4. Gott mit uns, Immanuel, Den ich innig mir erwähl', Du kommst in dies Tränental: Sei willkommen tausendmal! 5. Baue unter uns dein Reich, Mach uns dir im Wandel gleich, Töt in uns des Fleisches Kraft, Daß der Geist viel Früchte schafft! 6. Pflanz uns deine Demut ein, Laß uns voller Sanftmut sein; Legst du eine Last uns auf: Leg auch deinen Segen drauf! 32 3 Mel.: Ach wann wird kommen jene Zeit. Basl. Gesbch. 193. 38. Komm, heil'ger Geist, kehr' bei uns ein, Mach' unsre jungen Herzen rein, Damit wir noch auf Er den Ein Tempel Gottes werden. 2. Schenk uns von deinem hellen Licht; Wir wissen ja so vieles nicht; Wir wandeln wie die Blinden, Die ihren Weg nicht finden. 3. Schenk unsern Herzen Folgsamkeit, Daß wir gehorchen allezeit Und, will man uns was wehren, Es nicht mit Murren hören. 4. Schenk uns der Liebe edlen Sinn Und nimm den Neid und Zorn dahin; Das Bitt're laß vergehen, Daß wir nur Frieden säen. 5. Schenk uns den Eifer des Gebets, Und wenn wir träg sind, weck uns stets! Wir sind so arm und schmächtig; Mach uns im Beten mächtig. 6. O mach uns noch in diesem Jahr So, wie der liebe Heiland war, Daß wir auch wachsen mögen An Weisheit, Gnad und Segen! Mel.: Dölker Nr. 76. 39. Laßt mich gehn, laßt mich gehn, Daß ich Jesum möge sehn! Meine Seel ist voll Verlangen, Ihn auf ewig zu umfangen Und vor seinem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht, wann werd ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau dein holdes Angesicht? 33 7. 3. Ach wie schön, ach wie schön Ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich über Tal und Hügel Heute noch nach Zions Höhn. 4. Wie wird's sein, wie wird's sein, Wenn ich zieh in Salem ein, In die Stadt der goldnen Gassen; Herr, mein Gott, ich kann's nicht fassen, Was das wird für Wonne sein! 5. Paradies, Paradies, Wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, Herr, ins Paradies!. Knat. Mel.: Gott des Himmels. Choralb. Nr. 119. 40. Jicht, das in die Welt gekommen, Sonne voller Glanz und Pracht, Morgenstern, aus Gott entglommen, Treib hinweg die alte Nacht! Zeuch in deinen Wunderschein Bald die ganze Welt hinein! 2. Gib dem Wort, das von dir zeuget, Einen allgewalt'gen Lauf, Daß noch manches Knie sich beuget, Sich noch manches Herz tut auf, Eh die Zeit erfüllet ist, Wo du richtest, Jesu Christ! 3. Komm, erquick auch unsre Seelen, Mach die Augen hell und klar, Daß wir dich zum Lohn erwählen, Vor den Stolzen uns bewahr! Ja laß deinen Himmelsschein Unsres Fußes Leuchte sein. Barth. Mel.: Lobt froh den Herrn, ihr jugendlichen Chöre. 41. Lobt froh den Herrn am schönen Oſterfeſte! Ein jedes bringe Lob aufs allerbeste, Lobt froh den Herrn! lobt froh den Herrn! 34 33 2. Mein Jesus lebt! Vom Grab ist er erstanden! O rühmt und preist es laut in allen Landen! Mein Jesus lebt, mein Jesus lebt! 3. Halleluja! Auch mir wird einst er geben, In sel'ger Himmelsfreud mit ihm zu leben! Halleluja! Halleluja! E. Fr. Brand. Mel: Liederstrauß Nr. 40. 42. Kobt froh den Herrn, Ihr jugendlichen Chöre! Er höret gern Ein Lied zu seiner Ehre. Lobt froh den Herrn, lobt froh den Herrn! 2. Es schallt empor Zu deinem Heiligtume Aus unsrem Chor Ein Lied zu deinem Ruhme, Du, der sich Kinder auserfor! 3. Vom Preise voll Laß unser Herz dir singen; Das Loblied soll zu deinem Throne dringen, Das Lob, das unsrer Seel entquoll. 4. Wir stammeln hier; Doch hörst du unser Lallen Zum Preise dir Mit Vaterwohlgefallen. Dir jauchzen wir, dir singen wir. 5. Einst kommt die Zeit, Wo wir auf tausend Weisen O Seligkeit! Dich, unsern Vater, preisen Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Geßner. - - Mel.: Liederstrauß Nr. 9. 43. Meinen Heiland im Herzen, da schlaf ich so süß; Da träum ich so selig vom Paradies, da träum ich so selig vom Paradies. 35 3 2. Meinen Heiland im Auge, da schreckt mich kein Feind;:/: Er bleibet dem betenden Kinde vereint.:/: 3. Meinen Heiland im Sinne, bleibt Böses mir fern; :/: Die Sünde entweichet vor Gott, meinem Herrn.:/: 4. Drum will ich ihn halten fest, fest und getreu! :/: Mein Vater im Himmel, o stehe mir bei!:/: Agnes Franz. Mel.: Berl. Kinderharfe Nr. 93. 44. Mein Vater, der im Himmel wohnt, Als König aller Engel thront, Der ist mir nah bei Tag und Nacht Und gibt auf meine Schritte acht. 2. Er nährt den Sperling auf dem Dach Und macht zur Früh die Vöglein wach, Er schmückt mit Blumen Wald und Flur Und pflegt die Zierde der Natur. 3. Von meinem Haupte fällt kein Haar, Mein Vater sieht es immerdar, Und wo ich auch verborgen wär, In Herz und Nieren schauet er. 4. Geschrieben stand in seiner Hand Mein Name, eh' ich ihn gekannt. An seinem Arm geh ich einher, Und er ist Gott, was will ich mehr? 5. O Vater mein, wie gut bist du! Gib, daß ich niemals Böses tu, Mach mich den lieben Englein gleich In deinem großen Himmelreich. Eigene Mclodie. 45. Mit dem Herrn fang alles an! Kindlich sollst du ihm vertrauen, Darfst auf eigne Kraft nicht bauen, 36 3 Demut schützt vor stolzem Wahn.:/: Mit dem Herrn fang alles an!:/: 2. Mit dem Herrn fang alles an! Die sich ihn zum Führer wählen, Können nie das Ziel verfehlen; Sie nur gehn auf sichrer Bahn.:/: Mit dem Herrn fang alles an!:/: 3. Mit dem Herrn fang alles an! Mut wird dir dein Helfer senden, Froh wirst du dein Werk vollenden, Denn es ist in Gott getan,:/: Mit dem Herrn fang alles an!:/: Hohlfeld. Eigene Mel. oder Liederstrauß Nr. 79. 46. it tausend Gaben Will Gott uns laben; Aber Eins weiß ich, Das bitt ich fleißig: Abba, der auch mein Vater heißt, Abba, gib mir den heil'gen Geist! 2. Bei allen Spielen Muß ich's ja fühlen: Ich bin nicht selig, Nicht innig fröhlich, Wenn nicht mein Herz den Schöpfer preist. Abba, gib mir den heil'gen Geist! 3. Gut ist's viel lernen, Trägheit entfernen; Aber das Beste, Das Schönste, Größte: Liebe zu dem, der Jesus heißt. Abba, gib mir den heil'gen Geiſt! 4. Er ist das Leben, und allen Reben Gibt er die Säfte: O Vater, hefte Fest mich an ihn, der Weinstock heißt! Abba, gib mir den heil'gen Geist! 5. O Vater, leite Mein Herz noch heute zu seiner Liebe; Alles zerstiebe, Was mich von meinem Heiland reißt! Abba, gib mir den heil'gen Geist! 7 37 3 6. Dann blühet Wonne, Dann glänzt die Sonne; Die Himmel träufen, Die Früchte reifen Alle für dich, der du sie weihst. Abba, gib mir den heil'gen Geift! A. Knapp. Mel.: Berl. Kinderharfe Nr. 95. 47. üde bin ich, geh zur Ruh, Schließe meine Äuglein zu; Vater, laß die Augen dein Über meinem Bette sein. 2. Hab ich Unrecht heut getan, Sieh es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Jesu Blut Macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; Alle Menschen, groß und klein, Sollen dir befohlen sein. 4. Stranken Herzen sende Ruh, Nasse Augen schließe zu. Gott im Himmel halte Wacht, Gib uns eine gute Nacht. L. Hensel. Eigene Mel. Dölker Nr. 85. 48. Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! Drückt mich auch Kummer hier, Drohet man mir, Soll doch troß Kreuz und Pein Dies meine Losung sein: Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 2. Bricht mir wie Jakob dort Nacht auch herein, Find ich zum Ruheort Nur einen Stein, Ist selbſt im Traume hier Mein Sehnen für und für: Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 38 3 3. Geht auch die schmale Bahn Aufwärts gar steil, Führt sie doch himmelan Zu meinem Heil. Engel, so licht und schön, Winken aus sel'gen Höhn, Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 4. Ist dann die Nacht vorbei, Leuchtet die Sonn, Weih' ich mich dir aufs neu Vor deinem Thron, Bane mein Bethel dir Und jauchz' mit Freuden hier: Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! 5. Ist mir auch ganz verhüllt Dein Weg allhier; Wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir! Schließt dann mein Pilgerlauf, Schwing ich mich freudig auf Näher, mein Gott, zu dir, Näher zu dir! Nach dem Englischen von Sarah Fr. Adams. Mel.: Dölker Nr. 89. 49. Nicht menschlicher Rat Noch Erdenverstand Mag finden den Pfad Ins himmlische Land; Der Pilger im Staube Muß trostlos vergehn, Erlischt ihm der Glaube: Der Herr wird's versehn, Der Herr wird's versehn! 2. 3war zittert das Herz, Wenn Stürme sich nah'n, Vergißt oft im Schmerz, Was Gott ihm getan; Doch, wird in dem Wetter Die Sonne vergehn? Osiehe, dein Retter, Der Herr, wird's versehn! 3. Wenn Friede dir fehlt Und irdischer Sinn Dich müde gequält, Dann wende dich hin zu Golgathas Hügel Und opfre dein Flehn; Dort schimmert das Siegel: Der Herr wird's versehn! 39 z 4. Wenn sehnend dein Aug Aufschauet zum Licht; Du seufzest: ich taug Ins Heiligtum nicht! Dann wird vom Erbarmer Ein Hauch dich umwehn: Sei fröhlich, du Armer, Der Herr wird's versehn! 5. Er kennet dein Herz Von Ewigkeit her, Er wäget den Schmerz Und prüft nicht zu schwer. Den Seinen muß alles Zum Besten geschehn; Der Tilger des Falles, Der Herr, wird's versehn! 6. So wandelt sich's leicht In jeglichem Stand; Dein Jesus, er reicht Dir gnädig die Hand. Durch Nacht und durch Grauen, Durch Tiefen und Höhn Führt froh das Vertrauen: Der Herr wird's versehn! 7. Und endet der Weg An drohender Gruft: Noch glänzet ein Steg Jn himmlischer Luft; Dort winket der Glaube Hinüberzugehn Und singt auf dem Staube: Der Herr wird's versehn! Albert Knapp. Mel.: Dölker Nr. 95. I. 50. du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Welt ging verloren, Christ ward geboren: Freue, freue dich, o Christenheit. 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Christ ist erschienen, Uns zu verfühnen: Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Himmlische Heere Jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit! I. D. Falt. - 40% II. du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Osterzeit; Welt lag in Banden, Christ ist erstanden: Freue, freue dich, o Christenheit! 2. du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Leben errungen: Osterzeit! Tod ist bezwungen, Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Osterzeit! Kraft ist gegeben, Laßt uns ihm leben! Freue, freue dich, o Christenheit! III. du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingstenzeit! Christ, unser Meister, Heiligt die Geiſter: Freue, freue dich, o Christenheit! 2. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingstenzeit! Führ, Geist der Gnade, Uns deine Pfade! Freue, freue dich, o Christenheit. 3. O du fröhliche, o du selige, Gnadenbringende Pfingstenzeit! Uns, die Erlösten, Willst du, Geist, trösten: Freue, freue dich, o Christenheit! Mel.: Liederstrauß Nr. 65. 51. O jel'ge Nacht, Die uns gebracht Den lieben heil'gen Christ! Wir freu'n uns heut In heil'ger Freud,:/: Daß er geboren ist.:/: 2. Wie schallt empor Der Engel Chor Im frohen * 41** Jubelton! Wir stimmen ein In ihre Reihn::/: Preis sei dem Menschensohn!:/: 3. O kommt heran Und betet an Das Kindlein zart und hold! Er ist es wert, Daß ihr ihn ehrt :/: Mit Weihrauch, Myrrhen, Gold.:/: 4. Da liegt er klein Im Krippelein, Ein armer Menschensohn, Und ist doch groß: Des Vaters Schoß---:/: Das ist sein Ehrenthron.:/: 5. Wunderlieb', Die dich, Herr, trieb In unsre arme Welt! Von Sünd und Not, Vom ew'gen Tod :/: Zahlst du das Lösegeld.:/: 6. O komm zu mir, Mein Herz soll dir Anstatt der Krippe sein; Komm, Heiland, komm Und mach mich fromm,:/: Ein Kind, wie du so rein!:/: D. E. Schott. Mel.: Das walte Gott. Choralb. 182. 52. tönt, ihr Jubellieder, tönt! Die Schafe hat das Lamm versöhnt! Geschlachtet ward das Osterlamm, Das von der Welt die Sünde nahm, Halleluja! 2. Es rang in wunderbarem Streit Das Leben mit der Sterblichkeit; Es lebet, der gestorben iſt, Der Fürst des Lebens, Jesus Christ, Halleluja! 3. Wir wissen, daß der Herr erstand Und Tod und Hölle überwand, O Sieger, König, wende du Uns allen dein Erbarmen zu! Halleluja! 42 Mel.: Dölker Nr. 110. 53. Schönster Herr Jesu, Herrscher aller Enden, Gottes und Mariä Sohn, Dich will ich lieben, Dich will ich ehren, Du meiner Seele Freud und Kron! 2. Schön sind die Felder, Schöner sind die Wälder In der schönen Frühlingszeit; Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht' die Sonne, Schöner leucht' der Monden Und die Sterne allzumal; Jesus leucht' schöner, Jesus leucht' reiner Als alle Eng'l im Himmelssaal. 4. Schön sind die Blumen, Schöner sind die Menschen In der frischen Jugendzeit. Alles muß sterben, Alles verderben; Jesus bleibt in Ewigkeit. 5. Alle die Schönheit Himmels und der Erden Ist verfaßt in dir allein, Jesu, wir flehen: Wollst auf uns sehen Mit deiner Augen Freundlichkeit. 6. Wann endlich sterbe, Daß ich nicht verderbe, Laß mich dir befohlen sein! Wann's Herz wird brechen, Laß es dann sprechen: Jesu, Jesu, Jesu mein! Kreuzfahrerlied aus dem 12. Jahrhundert. Mel.: Jesu meine Freude. 54. Schöpfer meines Lebens, gebens Auf der Erde sein. Laß mich nicht verGieße deine Liebe, Deines Geistes Triebe In mein Herz hinein, Daß dein Bild, So rein und mild, Schöner stets bei deiner Pflege An mir leuchten möge. 2. Einmal nur erblühet, Ach, und bald entfliehet Choralb. Nr. 132. 43 Z Meine Frühlingszeit. Sorglos fie verträumen Und mein Heil versäumen Bringt viel bittres Leid. Wirst du nicht Mein Lebenslicht, Werd ich dir nicht neugeboren, Ist sie mir verloren. 3. Dir allein zu leben Und durch dich zu streben Nach der Heiligung, Torheit zu verlassen, Sündenlust zu hassen, Bin ich nie zu jung. Mache dies Mir recht gewiß, Eh' ich um verlorne Tage Einst vergeblich klage. 4. Dort in deinen Höhen Werden viele stehen, Schön wie Himmelsglanz, Die hier Kinder waren Und Dir sich weihten ganz; Drum sind sie nun auch so früh Zu der Schar der sel'gen Frommen Und zu dir gekommen. in frühen Jahren 5. Jesu, Freund der Sünder, Der auch für die Kinder Einst auf Erden kam, Owie sanft und stille War dein Herz und Wille, Allem Bösen gram! Herr, auch wir, Wir sollen dir Nach Gedanken und Gebärden Gleichgestaltet werden. 6. Selig, wer dich liebet, Selig, wer sich übet, Gottes Kind zu sein! Diese heil'gen Triebe Gieß durch deine Liebe Unsern Herzen ein, Daß dein Bild, So rein und mild, Dort im schönen Himmelsfaale Ewig an uns strahle! A. Knapp. Mel.: Dölker Nr. 111. 55. Segne und behüte Uns durch deine Güte! Herr, erheb dein Angesicht Über uns und gib uns Licht! - 44 33 2. Schenk uns deinen Frieden Alle Tag' hienieden! Gib uns deinen guten Geist, Der uns stets zu Christo weist! 3. Amen, Amen, Amen! Ehre sei dem Namen Jeſu Christi, unfres Herrn, Denn er segnet ja so gern! Mel.: Goldne Abendsonne. 56. Seht, hier in der Krippen Liegt ein holdes Kind, Dessen zarte Lippen noch geschlossen sind. 2. Eingehüllt in reine Windeln der so groß Liegt er da so kleine In der Mutter Schoß. 3. Aber Engel künden Es mit frohem Schall, Dort sei er zu finden In dem armen Stall. 4. Wie die Hirten eilen Von dem Felde her Und die Freude teilen Mit dem Engelheer! 5. Knieen vor dem Kinde, Das ihr Heiland ist; Predigen geschwinde In der Nacht den Christ. 6. Der im Stall gelegen, Ist der Herr der Welt, Ist auch uns zum Segen Auf den Thron geſtellt. 7. Beuge deine Kniee, Kehre bei ihm ein, Liebes Kind, denn fiehe: Jesus ist auch dein. Barth. Mel.: Liederstrauß Nr. 64. 57. Sei uns mit Jubelschalle, Christkindchen, heut gegrüßt! Wie freuen wir uns alle, Daß dein Geburtstag ist! Für uns zur Welt geboren, Lagſt du auf Heu und Stroh, Sonst wären wir verloren, Nun aber sind wir froh. 45%. 2. Wie hast du doch uns Kinder Von Anfang her geliebt, Ob wir dich gleich als Sünder So mannigfach betrübt! O gib zum Christgeschenke Uns neue Herzen heut, Daß jeder dein gedenke In rechter Dankbarkeit. 3. Laß nun bei so viel Gaben Uns nie vergessen dein, Denn dich im Herzen haben Geht über goldnen Schein. O laß bei allen Kleinen Im ganzen Erdenrund Heut deine Lieb erscheinen, O mach dich allen fund! Mel.: Glaubenslieder Nr. 16. 58. Sicher in Jesu Armen, Sicher an ſeiner Brust, Ruhend in seiner Liebe, Da find ich Himmelsluſt. Mit holder Hirtenstimme Nuft mir mein Heiland zu: ,, Laß ab vom eignen Ringen, An meinem Herzen ruh!" Sicher in Jesu Armen, Sicher an seiner Brust, Ruhend in seiner Liebe, Da find ich Himmelslust. 2. Sicher in Jesu Armen, Los von der Sorge Qual, Sicher vor Satans Stürmen In Jesu Wundenmal; Frei von dem Druck des Kummers, Weg aller Zweifel Spur; Nur noch ein wenig Prüfung, Wenig mehr Tränen nur. Sicher 2c. 3. Jesu, des Herzens Zuflucht, Jesu, du starbſt für mich! Sicher auf diesen Felsen Stüß ich mich ewiglich. Hier will ich stille warten, Bis daß vorbei die Nacht, Bis an dem goldnen Ufer Leuchtend der Tag erwacht. Sicher in Jesu Armen 2c. Aus dem Englischen. 46 z Mel.: Der Pilger aus der Ferne. Dölker Nr. 21. 59. So feierlich und stille, Als heute nah und fern, Sei's auch in meinem Herzen Am schönen Tag des Herrn. 2. Es tönen hell die Glocken, Sie tönen nah und fern Und wollen alle laden Ins hohe Haus des Herrn. 3. O, solchem freud'gen Rufe, Wer folgte dem nicht gern? Wer nähme Gnad und Liebe Nicht gern von seinem Herrn? 4. Und sieh, der Glaube leitet, Wie einst der Weisen Stern, Das Herz auf sichrem Pfade Hinauf zu seinem Herrn. 5. Da sind ihm alle Lüste, Der Erde Schmerzen fern; Es lebt in sel'ger Stille Allein in seinem Herrn. Gebauer. Mel.: Dölker Nr. 118. 60. So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich! Ich kann allein nicht gehen, Nicht einen Schritt; Wo du wirst gehn und stehen, Da nimm mich mit. 2. In deine Gnade hülle Mein schwaches Herz Und mach es endlich stille In Freud und Schmerz; Laß ruhn zu deinen Füßen Dein schwaches Kind; Es will die Augen schließen Und glauben blind. 3. Wenn ich auch gar nichts fühle Von deiner Macht, Du bringst mich doch zum Ziele, Auch durch die Nacht; So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich! Julie K. von Hausmann. 47 3 Mel.: Liederstrauß Nr. 66. 61. Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einſam wacht Nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar, Schlaf in himmlischer Ruh, Schlaf in himmlischer Ruh! 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst fund gemacht Durch der Engel Halleluja, Tönt es laut von fern und nah: Christ, der Retter, ist da, Christ, der Retter, ist da! 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem göttlichen Mund, Da uns schlägt die rettende Stund, Christ, in deiner Geburt, Christ, in deiner Geburt! J. Mohr. Mel.: Dölker Nr. 123. 62. Tochter zion, freue dich, Jauchze laut, Jerufalem! Sieh, dein König kommt zu dir, Sa, er kommt, der Friedefürst. Tochter Zion 2c. 2. Sieh, er kommt demütiglich, Reitet auf dem Eselein. Tochter Zion, freue dich, Hol ihn jubelnd zu dir ein! Tochter Zion 2c. 3. Hosianna, Davids Sohn! Sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig Reich! Hosianna in der Höh! Tochter Zion 2c. 4. Hosianna, Davids Sohn! Sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron, Du, des ewgen Vaters Bild! Tochter Zion 2c. Ranke. Univ.- Bibl. Giessen 48 33 Mel.: Choralbüchlein Nr. 194. 63. Weil ich Jesu Schäflein bin, Freu ich mich nur immerhin Über meinen guten Hirten, Der mich wohl weiß zu bewirten, Der mich liebet, der mich kennt Und bei meinem Namen nennt. 2. Unter seinem sanften Stab Geh ich ein und aus und hab Unaussprechlich süße Weide, Daß ich feinen Mangel leide, Und so oft ich durstig bin, Führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen Werd ich endlich heimgetragen In des Hirten Arm und Schoß. Amen! Ja, mein Glück ist groß! 2uise v. Hayn. Mel.: Weißt du, wie viel. 64. Weißt du, wer dich innig liebet, Mehr als ich nur sagen kann? Wer dich immer treu umgibet Auf des Lebens dunkler Bahn? Weißt du, wer dir gab das Leben, Teure Eltern dir geschenkt, Wer dir, was du hast, gegeben, Und wer stets an dich gedenkt? 2. Weißt du, wer für dich gestorben Auf dem Berge Golgatha Und den Himmel dir erworben, Als sein Opfertod geschah? Ja, du weißt es und du kenneſt Deinen Hirten Jesus Christ, Dessen Schäflein du dich nennest, Dessen Eigentum du bist. 3. Lieb ihn auch, weil er dich liebet; Dank ihm, daß er dich so liebt; Weine, wenn du ihn betrübet, Daß er alles dir vergibt. Dann wirst du nach diesen 49. Tagen In den Himmel zu ihm gehn Und, von Engeln sanft getragen, Deinen lieben Heiland sehn. Mel.: Berl. Kinderharfe Nr. 105. 65. Weißt du, wie viel Sternlein stehen An dem blauen Himmelszelt? Weißt du, wie viel Wolken gehen Weithin über alle Welt? Gott, der Herr, hat sie gezählet, Daß ihm auch nicht eines fehlet An der ganzen großen Zahl, An der ganzen großen Zahl. 2. Weißt du, wie viel Mücklein spielen In der heißen Sonnenglut? Wie viel Fischlein auch sich kühlen In der hellen Wasserflut? Gott, der Herr, rief fie mit Namen, Daß sie all ins Leben kamen, Daß fie nun so fröhlich sind, Daß sie nun so fröhlich sind. 3. Weißt du, wie viel Kinder frühe Stehn aus ihren Bettlein auf, Daß sie ohne Sorg und Mühe Fröhlich sind im Tageslauf? Gott im Himmel hat an allen Seine Lust, sein Wohlgefallen, Kennt auch dich und hat dich lieb, Kennt auch dich und hat dich lieb. W. Hey. Mel.: Dölker Nr. 150. 66. Wenn Christus, der Herr, Zum Menschen sich neigt, Wenn er sich als Hort Dem Flehenden zeigt, Mag schwinden das Leben, Mag nahen der Tod- Wir können nicht sinken, Denn Helfer ist Gott. 2. Wenn nahet die Qual, Die Wonne vergeht, Die Träne uns rinnt, Nichts Ird'sches besteht: Zu * 50%. ihm dann gewendet, Er ist unser Freund, Zu ihm dann gebetet, Zu ihm dann geweint! 3. Nicht Menschen vertraut Den lastenden Schmerz; Zum Himmel empor Erhebet das Herz! Dort wohnet die Weisheit, Die Güte, die Huld, Dort thronet die Gnade Für unsere Schuld. 4. Wir beten zu dir, O Jesu, du Freund: Bewahr uns vor Schuld, Schüß uns vor dem Feind! Du hast uns bewiesen Die göttliche Huld, Du hast uns mit Blute Getilget die Schuld. 5. Drum nahet dem Thron Des Heilands der Welt Mit heiliger Glut, Er stärkt und erhält. Er ging einst hienieden In Menschengestalt, Bracht Frieden und stürzte Des Todes Gewalt. 6. Christus, mein Herr, Der ist und der war, Erscheine der Seel Und bleib immerdar! Dein Leben durchdringe Mein totes Gebein, So kann ich nicht sinken, Denn Christus ist mein. N. Kaiser. Eig. Mel. oder: Wenn mein Stündlein. Choralb. Nr. 161. 67. Wenn ich in Todesnöten bin Und weiß nicht Rat zu finden, So nehm ich meine Zuflucht hin zu Christi Tod und Wunden; Darinnen find ich Hilf und Rat Für meine Schuld und Missetat Und wider Tod und Hölle. 2. Es ist kein Schmerz, kein Leid, kein' Not, Kein' Angst so groß auf Erden, So nicht durch Christi Blut und Tod Geheilet könnte werden. Sein Tod mein 51% Leben und Gewinst, Mein Hoffnung, Zuflucht und Verdienst, Mein Schak, mein Ehr und Krone. 3. Nun fühl ich Schuß, Trost, Ruh und Freud In deinen heilgen Wunden, Nun ist all's Leid und Traurigkeit Aus meinem Herzen schwunden: Fahr hin, mein Seel, Gott wartet dein Mit seinen lieben Engelein, Führt dich ins Himmels Saale. Johann Kämpf. Mel. Dölker Nr. 135. 68. Wer will ein Streiter Jesu sein Und nicht ein Widerchrist, Der stell sich auf dem Kampfplatz ein, Wie er berufen ist! Die Kreuzesfahne weht; Wohl dem, der bei ihr steht! Drommeten schallen weit und breit; Frisch auf, frisch auf zum Streit! 2. Hie Schwert des Herrn und Gideon! Tönt unser Schlachtgeschrei. Der treubewährte Gottessohn, Er steht uns selber bei. Mit ihm des Himmels Heer, Der Engel Zeug und Wehr; Troß aller Welt! Denn Sieg und Feld Behält der starke Held. 3. Gott rüste dich mit Davids Kraft Und lehre dich den Krieg, Daß in der Kreuzes- Ritterschaft Du werbest um den Sieg! Der Sieg ist nimmer weit, Halt tapfer aus im Streit! Schon winket dir der Ehrenlohn, Des ewgen Lebens Kron. Annoni. Eig. Melodie oder: Gott will's machen. Choralb. Nr. 152. 69. Wie ein Hirt dein Volk zu weiden, Ließest. du dich mild herab. Reich an Segen, reich an Freuden, Weidet uns dein Hirtenstab. 52- 2. O wie könnt ein Mund erzählen, Was du deiner Herde bist? Welch ein Gutes kann uns fehlen? Unser Hirt ist Jeſus Christ. 3. Kann Gefahr und Not uns schrecken? Ist nicht Kraft in deinem Arm? Uns ermannt dein Stab und Stecken Und vertreibet Angst und Harm. 4. Machet uns die Krankheit zagen, Wer gibt Trost und süße Ruh? Wer kann pflegen, heben, tragen, Wer hat Heilandskraft wie du? 5. Nimm, o nimm dich deiner Herde, Großer Hirt, auch meiner an! Und durch jeden Kreis der Erde Weit're sich dein Hirtenplan! Garve. Mel.: Liederstrauß Nr. 50. 70. Wie herrlich ist's, ein Schäflein Christi werden Und in der Hut des treusten Hirten stehn! Kein höhrer Stand ist auf der ganzen Erden, Als unverrückt dem Hirten nachzugehn. Was alle Welt nicht geben kann, Das trifft ein solches Schaf bei seinem Hirten an. 2. Hier findet es die angenehmsten Auen, Hier wird ihm stets ein frischer Quell entdeckt; Kein Auge kann die Gnaden überschauen, Die es allhier in reicher Menge schmeckt. Hier wird ein Leben mitgeteilt, Das unaufhörlich ist und nie vorübereilt. 3. Wie läßt sich's da so froh und ruhig sterben, Wenn hier das Schaf im Schoß des Hirten liegt! Es darf sich nicht vor Tod und Höll entfärben, Sein treuer Hirt hat Höll und Tod besiegt! Fällt gleich + 53% die Leibeshütte ein, So wird die Seele doch kein Raub des Moders sein. 4 Das Schäflein bleibt in seines Hirten Händen, Wenn gleich im Grimm die ganze Hölle schnaubt. Ihm kann der Wolf es nimmermehr entwenden, Weil er allmächtig iſt, an den es glaubt. Es kommt nicht um in Ewigkeit und geht durchs Todestal, von Furcht und Qual befreit. 5. Wer leben will und gute Tage sehen, Der halte sich zu dieses Hirten Stab! Hier wird sein Fuß auf süßer Weide gehen, Da ihm die Welt vorhin nur Träber gab; Hier wird nichts Gutes je vermißt, Dieweil der Hirt ein Herr der Schäße Gottes ist. 6. Doch dies ist nur der Vorschmack größrer Freuden; Es folget noch die lange Ewigkeit! Da wird das Lamm die Seinen herrlich weiden, Wo der kristallne Strom das Wasser beut; Da siehet man erst klar und frei, Wie schön und auserwählt ein Schäflein Christi sei! I. I. Rambach. Mel.: So nimm denn meine Hände. Dölker Nr. 118. 71. Wie könnt ich ruhig schlafen In dunkler Nacht, Wenn ich, o Gott und Vater, Nicht dein gedacht? Es hat des Tages Treiben Mein Herz zerstreut; Bei dir, bei dir ist Frieden Und Seligkeit. 2. O decke meine Mängel Mit deiner Huld, Du bist ja, Gott, die Liebe Und die Geduld! Gib mir, - 54 um was ich flehe: Ein reines Herz, Das dir voll Freuden diene In Glück und Schmerz. 3. Auch hilf, daß ich vergebe, Wie du vergibst, Und meinen Bruder liebe, Wie du mich liebſt. So schlaf ich ohne Bangen In Frieden ein Und träume süß und stille Und denke dein. Agnes Franz. Mel.: Dölker Nr. 144. 72. Wie wird uns sein, wenn endlich nach dem schweren, Doch nach dem letzten ausgekämpften Streit Wir aus der Fremde in die Heimat kehren Und einziehn in das Tor der Ewigkeit! Wenn wir den letzten Staub von unsern Füßen, Den leßten Schweiß vom Angesicht gewischt und in der Nähe sehen und begrüßen, Was oft den Mut im Pilgertal erfrischt. 2. Wie wird uns sein, wenn wir vom hellen Strahle Des ewgen Lichtes übergossen stehn Und o der Wonne! dann zum erstenmale Uns frei und rein von aller Sünde sehn; Wenn wir, durch keinen Makel ausgeschlossen Und nicht zurückgescheucht von Schuld und Pein, Als Himmelsbürger, Gottes Hausgenossen, Eintreten dürfen in der Sel'gen Reihn! - 3. Wie wird uns sein! O, was kein Aug gesehen, Kein Ohr gehört, kein Menschensinn empfand, Das wird uns werden, wird an uns geschehen, Wenn wir hineinziehn ins gelobte Land. Wohlan, den steilen Pfad hinangeklommen! Es ist der Mühe und des 55 3 Schweißes wert, Dahin zu eilen und dort anzukommen, Wo mehr, als wir verstehn, der Herr beichert. Spitta. Mel.: Vom Himmel hoch. Choralb. Nr. 102. 73. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du für uns gestorben bist Und hast uns durch dein teures Blut Gemacht vor Gott gerecht und gut. 2. Du Gottes und des Menschen Sohn, Verherrlicht nun nach Schmach und Hohn, Erlös uns von dem ewgen Tod Und tröst uns in der letzten Not. 3. Behüt uns auch vor Sünd und Schand Und reich uns deine mächt'ge Hand, Daß wir im Kreuz geduldig sein, Uns trösten deiner schweren Pein 5. Und schöpfen draus die Zuversicht, Daß du uns werd'st verlassen nicht, Vielmehr ganz treulich bei uns stehn, Bis wir durchs Kreuz zum Leben gehn. Christoph Vischer. Mel.: Dölker Nr. 149. 74. Wirf dein Anliegen auf den Herrn, Der wird dich versorgen Und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen. Denn seine Gnade reicht, So weit der Himmel ist, Und Steiner wird zu schanden, Der ſeiner harret. Mel.: Dölker Nr. 146. 75. Wirf Sorgen und Schmerz Ins liebende Herz Des mächtig dir helfenden Jesu! - 56 2. Wenn Kummer dich quält, Wenn alles dir fehlt, so flehe zu deinem Erbarmer! 3. Er leichtert die Last Voll Mitleid und faßt Und hebt sie mit mächtigen Händen. 4. Mild ist er und weich, Sein Segen macht reich, Sein Wort gibt dir himmlischen Frieden. 5. Er schüßt dich und wacht, Drum laß dich die Nacht Des Leidens und Todes nicht schrecken. 6. Hab ihn zum Gewinn! Das Leben fließt hin Zum Ziel deiner ewigen Ruhe. 7. So leide jezt gern; Herrn Erquicken dich Ströme der Wonne. Beim freundlichen Goßners Gesangbuch. Eig. Mel. oder: Befiehl du deine Wege. Dölker Nr. 12. 76.:/: Wir haben einen Hirten, und der hat uns so lieb; Das Elend der Verirrten Ihn auf die Erde trieb.:/: 2.:: Daß wir den Heiland finden, Ergriff uns seine Hand; Sonst wär'n wir wie die Blinden In einem fremden Land.:/: 3.:: Er will uns treu bewahren, Der treue Kinderfreund; Wir sollen einst erfahren, Wie gut er es gemeint.:/: 4.:: Wir preisen dein Erbarmen, Du treues Hirtenherz! Halt uns in deinen Armen Und führ uns himmelwärts!:/: Chr. H. Zeller. - 57 3 Eigene Melodie. 77. Wißt ihr, wer mich so bedacht, Daß mein Herz vor Freuden lacht? Wer da ist mein süßes Heil, Meiner Seele Trost und Teil? Das ist Christus, wahrer Gottessohn, Unser Heiland von des Himmels Thron. 2. Wißt ihr, wer mich singen macht Hellen Tags und dunkler Nacht? Wer da bleibt mein höchstes Gut, Darin aller Friede ruht? Das ist Christus, wahrer Gottessohn, Unser Heiland mit der Dornenkron. 3. Wißt ihr, wen ich preisen muß Mit des Liedes frohem Gruß? Wer im Leben ist mein Licht Und im Tod mein' Zuversicht? Das ist Christus, wahrer Gottessohn, Unser Heiland von des Himmels Thron. 4. Wißt ihr alle, was ich weiß: Bringet denn Gott Ehr und Preis! Hat uns Gott nicht so geliebt, Daß er uns sein Liebstes gibt? Das ist Christus, wahrer Gottessohn, Hochgelobet in des Himmels Thron. Mel.: Dölker Nr. 148. 78. Wo findet die Seele die Heimat, die Ruh? Wer deckt sie mit schüßenden Fittichen zu? Ach, bietet die Welt keine Freistatt uns an, Wo Sünde nicht herrschen, nicht anfechten kann? Nein, nein, nein, nein, hier ist sie nicht, Die Heimat der Seele ist droben im Licht! — 58 3 2. Verlasset die Erde, die Heimat zu sehn, Die Heimat der Seele, so herrlich, so schön! Jerusalem droben, von Golde gebaut, Ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? Ja, ja, ja, ja, dieses allein Kann Ruhplaß und Heimat der Seele nur sein! 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht: Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht; Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang, Bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. Ruh, Ruh, Ruh, Ruh, himmlische Ruh Im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu. 4. Bei aller Verirrung und Klage allhier Ist mir, o mein Heiland, so wohl stets bei dir! Im Kreise der Deinen sprichst„ Friede!" du aus, Da bin ich in deiner Gemeinschaft zu Haus. Heim, heim, heim, heim, ach ja, nur heim! O komme, mein Heiland, und hole mich heim! 5. Noch sehnt sich nach jener Vollendung mein Geist, Die du mir bei deiner Erscheinung verheißt: Erwacht aus dem Staube, verklärt in dein Bild, Nur dadurch wird endlich mein Heimweh gestillt. Heim, heim, heim, heim, endlich geht's heim, Dann bin ich, mein Heiland, auf ewig daheim! Aus dem Englischen. Eigene Mel. Dölker Nr. 147. 79. Wo ist Jesus, mein Verlangen, Meiner Seele heller Schein? Wo ist er denn hingegangen? Wo mag er zu finden sein? 59 33 2. Treuer Jesu, laß dich finden! Meine Seele seufzt nach dir; Laß mich nicht in Angst und Sünden, Kehre liebend dich zu mir. 3. Kommst du wieder, Quell der Freuden, Find' ich dich, o Jesu Christ, O so will ich alles meiden, Was dir, Herr, zuwider ist. 4. Nimmer soll dich nun betrüben, Was mich machte trüb und matt, Ich will nichts als Jesum lieben, Den mein Herz gefunden hat. 2. E. Gräfin v. Schwarzburg. Mel.: Berl. Kinderharfe Nr. 66. 80. Wollt ihr wissen, was mein Preis? Wollt ihr lernen, was ich weiß? Wollt ihr sehn mein Eigentum? Wollt ihr hören, was mein Ruhm? Jesus der Gekreuzigte. 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus der Gefreuzigte. 3. Wer ist meines Glaubens Kraft? Wer ist meines Lebens Saft? Wer macht mich gerecht und frei? Schafft, daß Gottes Kind ich sei? Jesus der Gekreuzigte. 4. Wer ist meines Lebens Trost? Wer schüßt, wenn der Feind erbost? Wer erquickt mein mattes Herz? Wer verbindet meinen Schmerz? Jesus der Gekreuzigte. 60 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der legten Not? Wer versetzt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus der Gekreuzigte. 6. Nun, so wißt ihr, was ich weiß, Wißt mein Glück und meinen Preis. Meine Wonne soll es sein, Ihm zu leben, ihm allein, Jesu dem Gekreuzigten. J. C. Schwedler. Inhaltsverzeichnis. I. Advent und Weihnacht. 4) Alle Jahre wieder S. 6; 19) Du lieber heilger 17; 21) ES ist ein Ros 18; 23) Es jauchzen dir 20; 29) Herbei, o ihr Gläubigen 24; 33) Jhr Kinderlein, kommet 27; 37) Komm, du Heidenheiland 31; 50) du fröhliche I 39; 51) O sel'ge Nacht 40; 56) Seht, hier in der Krippen 44; 57) Sei uns mit Jubelschalle 44; 61) Stille Nacht 47; 62) Tochter Zion 47. II. Passion und Ostern. 7) Auferstanden, auferstanden S. 8; 9) Christi Blut und Gerechtigkeit 9; 20) Es ist ein Born 17; 41) Lobt froh den Herrn am schönen 33; 50) Odu fröhliche II 40; 52) O tönt, ihr Jubellieder 41; 67) Wenn ich in Todesnöten 50; 73) Wir danken dir 55. III. Pfingsten. 38) Komm, heil'ger Geist S. 32; 46) Mit tausend Gaben 36; 50) Odu fröhliche III 40. IV. Sonntag. 59) So feierlich und stille S. 46. V. Abendlieder. 15) Dich zu lieben S. 14; 25) Goldne Abendsonne 21; 43) Meinen Heiland 34; 47) Müde bin ich 37; 71) Wie könnt ich 53. VI. Lob Gottes und Christi. 10) Danket dem Herrn S. 10; 13) Der große Arzt 13; 26) Großer Gott, wir 22; 30) Ich bete an die Macht 25; 42) 20bt froh den Herrn 34; 53) Schönster Herr Jesu 42; 80) Wollt ihr wissen 59. VII. Glück und Trost der Gläubigen. 2) Ach mein Herr Jesu S. 6; 5) Auf den Bergen 7; 11) Der beste Freund 10; 24) Es kennt der Herr die Seinen 20; 27) Harre, meine Seele 23; 36) Ist's auch eine Freude 30; 48) Näher, mein Gott, zu dir 37; 49) Nicht menschlicher Rat 38; 58) Sicher in Jesu Armen 45; 60) So nimm denn meine Hände 46; 63) Weil ich Jesu Schäffein bin 48; 66) Wenn Christus der Herr 49; 62 67) Wenn ich in Todesnöten 50; 69) Wie ein Hirt 51; 70) Wie herrlich ist's, ein Schäflein 52; 74) Wirf dein Anliegen 55; 75) Wirf Sorgen und Schmerz 55; 77) Wißt ihr, wer mich 57. VIII. Sehnsucht und. Heimweh. 14) Der Pilger aus der Ferne S. 14; 32) Ich will streben 26; 35) In die Ferne möcht ich ziehen 29; 39) Laßt mich gehen 32; 48) Näher, mein Gott, zu dir 37; 72) Wie wird uns sein 54; 78) Wo findet die Seele 57; 79) Wo ist Jesus, mein Verlangen 58. IX. Mishon und andere Arbeit für den Herrn. 6) Auf, denn die Nacht S. 7; 12) Der du in Todesnächten 11; 16) Die Sach ist dein 15; 18) Du großer Zionskönig 16; 22) 3 ist noch Raum 19; 28) Heiland, bittend kommen wir 23; 37) Komm, du Heidenheiland 31; 40) Licht, das in die Welt 33; 45) Mit dem Herrn fang 35; 68) Wer will ein Streiter 51. X. Kinderlieder. 1) Ach lehre mich ein Kindlein sein S. 5; 8) Aus dem Himmel ferne 8; 25) Goldne Abendsonne 21; 31) Ich bin ein kleines 26; 34) Jmmer muß ich wieder 28; 43) Meinen Heiland im Herzen 34; 44) Mein Vater, der im Himmel 35; 46) Mit tausend Gaben 36; 47) Müde bin ich, geh zur Ruh 37; 54) Schöpfer meines Lebens 42; 63) Weil ich Jesu Schäflein bin 48; 64) Weißt du, wer dich 48; 65) Weißt du, wieviel Sternlein stehen 49: 71) Wie könnt ich ruhig schlafen 53; 76) Wir haben einen Hirten 56. XI. Schlußlieder. 3) Ach sei mit deiner S. 6; 17) Die wir uns allhier 16; 55) Segne und behüte 43. Bei Angabe der Melodien steht:. Dölker für Geistliche Lieder mit Melodien. Gesammelt von Chr. Dölker." Stuttgart, Ev. Gesellschaft. Liederstrauß für„ Liederstrauß. 100 zwei- und dreistimmige Melodien. Von Chr. Dölker." 2. Aufl. Ebendaselbst. Choralb. für Choralmelodien für die evangelische Kirche Württembergs"( das kleine Choralbüchlein). Stuttgart. Mezler. In unfrem Derlag erscheint: Missionsblatt für Kinder. Monatlich ein Heft 16 Seiten 80. Mit vielen Bildern. Preis im Buchhandel per Jahrgang 75 Pf. in Calw bei mehreren Exemplaren wesentlich- billiger. Kleine Bilderbibel für Christenkinder. 80 kolorierte Abbildungen nach der heil. Schrift mit Bibeltert auf starkem Karton. 2. Auflage. In Leinwand Me. 4.Barth, Dr. C. G., Tausend biblische Fragen und Antworten. 5. Auflage. Brosch. 60 Pf., in Leinwand Mt. 1.-. - Biblische Poesieen. 4. Auflage. Steif broschiert Mt. 1.-. Calm& Stuttgart. Die Vereinsbuchhandlung. 17 Inches 1 Centimetres Blue 2 3 4 Cyan Calwer 21 5 67 Farbkarte# 13 3 Green 8 Yellow Calw& Stuttgart. Verlag der Vereinsbuchhandlung. 9 4 10 Red 11 12 LO 5 13 Magenta 14 ( O 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8